Hinter der neuen Firma steht unter anderem Lucent Technologies , einer der
größten Anbieter von Equipment für Netzwerke und Telekommunikation .
Wirtschaftsministerium : Im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums erstellte
das Wissenschaftliche Institut für Kommunikationsdienste ( WIK ) die Studie "
Entwicklungstrends im Telekommunikationssektor bis 2010 " . Eine große Zukunft
sagt die Studie den mobilen Internet-Zugängen voraus . Damit wird jeder Haushalt
über einen oder mehrere Mobilfunkanschlüsse verfügen . Geld wird hier auch in
Zukunft reichlich verdient : Das WIK geht von einem weiterhin
überdurchschnittlichen Wachstum des Telekommunikationsmarktes aus . Der größte
Umsatzanteil entfalle mit knapp 40 Prozent auf den Mobilfunkdienst . Der Anteil
des Basistelefondienstes gehe von heute 44 Prozent bis 2010 auf 25 Prozent
zurück . Bundeswirtschaftsminister Werner Müller freut sich über solche
Aussichten : Mitnahme der Handynummer erst ab nächstem Jahr Die Mitnahme der
Handy-Nummer bei einem Wechsel des Mobilfunkanbieters wird nun erst ab dem
November nächsten Jahres möglich sein . Die Behörde gibt als Grund an , dass ein
Beharren auf dem bisher vorgesehenen Einführungstermin zu fehleranfälligen
Lösungen hätte führen können . Zudem würden bei der Portierung einer Rufnummer
von einem Anbieter zum anderen einige Leistungsmerkmale womöglich nicht mehr zur
Verfügung stehen , etwa bestimmte Mailboxdienste . Deshalb habe man den Termin
letztmalig verschoben : " Im Zuge der Vorbereitungen zur Einführung der
Netzbetreiberportabilität hat sich herausgestellt , dass die Einführung einer
qualitativ hochwertigen und verbraucherfreundlichen Lösung neun Monate mehr
Vorbereitungszeit erfordert " , heißt es in einer Mitteilung der Regulierer .
Nach einer vorangegangenen Fristverschiebung galt zuletzt der 31. Januar
nächsten Jahres als Termin . Die Betreiber von Mobilfunknetzen müssen der RegTP
vierteljährlich über den Verlauf der Realisierungsarbeiten berichten . T-Online
will gemeinsam mit Springer werben Der Axel Springer Verlag und die
Telekomtochter T-Online wollen künftig bei der Online-Werbung zusammenarbeiten .
Wie das Handelsblatt am heutigen Montag unter Berufung auf Konzernkreise
berichtet , will die Online-Tochter des Zeitungskonzerns Interactive Media mit
T-Online ein Jointventure gründen . Mit dem Zusammenschluss reagieren beide
Unternehmen auf den harten Wettbewerb , berichtet die Wirtschaftszeitung . Erst
in der vergangenen Woche hatten die Verlage Burda und Milchstraße angekündigt ,
ihre Internet-Töchter Focus Digital und Tomorrow und damit auch ihre
Online-Vermarktung zu verschmelzen . Für Springer habe die neue Partnerschaft
den Vorteil , als führender deutscher Online-Vermarkter künftig europaweit
präsent zu sein , schreibt das Handelsblatt . Die neue Firma werde außerdem alle
Internet-Firmentöchter von T-Online und Springer vermarkten . Erst im Frühjahr
war Springer mit T-Online für Bild.de eine Partnerschaft eingegangen . Während
sich die Springer bislang nicht offiziell zu dem Bericht äußerte , lehnte eine
Sprecherin von T-Online eine Stellungnahme strikt ab . Die nächste
Richtfunk-Pleite Nun hat es auch den Richtfunk-Anbieter Landtel erwischt . Das
Unternehmen musste jetzt beim Potsdamer Amtsgericht Insolvenz anmelden . Außer
Internetzugängen via Richtfunk ( Wireless Local Loop , WLL ) bot Landtel unter
anderem auch Telefondienste ( Preselection ) an . Über die Gründe der Insolvenz
konnte Unternehmenssprecher Johannes Lenz-Hawliczek noch nichts sagen , kündigte
jedoch die Bekanntgabe weiterer Details für die Mitte dieser Woche an . Dann
soll auch geklärt werden , wie es für die Kunden und Mitarbeiter weitergeht .
Landtel ist nicht das erste Unternehmen , das als WLL-Anbieter scheitert : Erst
vor kurzem mussten bereits Callino und Firstmark aufgeben . Telekom verlängert
ISDN-XXL-Testphase Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (
RegTP ) hat der Deutschen Telekom die Fortführung der Testphase für das so
genannte ISDN-XXL-Angebot genehmigt . Während der Test ursprünglich am
31.12.2000 abgeschlossen sein sollte , geht er nun bis Ende April des nächsten
Jahres weiter . Die RegTP erteilte die Genehmigung , weil ihr die bisher
vorliegenden Daten nicht ausreichend erschienen , um das XXL-Angebot
abschließend beurteilen zu können . Nun hat die Telekom vier Monate mehr Zeit ,
der Regulierungsbehörde einen ausgestalteten Vorschlag zur Genehmigung des
XXL-Tarifs vorzulegen . Nutzer des ISDN-XXL-Angebots können für 59,90 Mark
monatlich ( einschließlich ISDN-Grundgebühr und Aktiv-Plus-Tarif für normale
Werktage ) an Sonn- und Feiertagen kostenlos im gesamten deutschen
Telekom-Festnetz telefonieren . Sonderrufnummern mit den Vorwahlen 0180 , 0190
und ähnliche sind aber ausgenommen . Wie es danach weitergeht , hängt von der
dann fälligen Entscheidung Regulierungsbehörde ab . Rücktrittsgerüchte um
Telekom-Chef Seit dem heutigen Mittwochmorgen kursierten an der Frankfurter
Börse Gerüchte , denen zufolge Telekom-Chef Ron Sommer zurücktreten wird .
Genaue Termine oder Gründe sind allerdings ebenso unbekannt wie der Urheber des
Gerüchts . Die Telekom dementierte denn gegenüber heise online auch heftig :
Telekom-Sprecher Stephan Broszio bezeichnete es als " völligen Unsinn " , der "
jeglicher Grundlage entbehrt " . Letztlich dürfte es sich bei dem Gerücht
lediglich um eine Begleiterscheinung der Talfahrt des Kurses der T-Aktie handeln
. Das Papier verlor heute zehn Prozent an Wert und sackte mit knapp unter 29
Euro auf den tiefsten Stand seit zwei Jahren . Stärkeren Einfluss auf den Kurs
dürfte hingegen der schwache Börsen-Start der Aktien der France-Telekom-Tochter
Orange gehabt haben . Der Kurs fiel bereits gestern unter den Ausgabepreis und
verlor heute noch weiter . Zudem ist nicht nur die Telekom vom Kursverlust
betroffen , sondern der gesamte Neue Markt : Der Nemax50 verlor seit heute
Morgen knapp fünf Prozent . Am stärksten traf es die Mobilcom mit über 15
Prozent Verlust . Das Unternehmen hatte bei der Bilanz Verluste in dreistelliger
Millionenhöhe einräumen müssen . NetCologne will letzte Meile billig vermieten
Der Kölner Stadtnetzbetreiber NetCologne will mit Mannesmann Arcor einen Vertrag
über den Zugang zur Teilnehmeranschlussleitung , der so genannten letzten Meile
, abschließen . Er betrifft NetCologne-eigene Anschlüsse in der Region Köln .
Das zwischen den beiden Unternehmen vereinbarte Entgelt soll " deutlich " unter
dem derzeitigen regulierten Preis liegen , den Telekommunikationsunternehmen für
die gleiche Leistung an die Deutsche Telekom zahlen müssen . Weitere Details
sollen erst am morgigen Donnerstag bekannt gegeben werden . Bei der Telekom
kostet ein Anschluss derzeit 25,40 Mark , diese Tariffestlegung der
Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post ( RegTP ) läuft allerdings
zum 31. März 2001 aus . Die Telekom beantragte mittlerweile bei der RegTP eine
neue Tariffestsetzung : Künftig will der rosa Riese für die Vermietung der
Teilnehmeranschlussleitung 17,40 Euro ( 34,03 Mark ) monatlich ohne
Mehrwertsteuer haben . NetCologne muss sich als kleiner Stadtnetzbetreiber den
Preis für die letzte Meile nicht von der RegTP vorschreiben lassen , da die
Firma im Unterschied zur Telekom kein marktbeherrschendes Unternehmen ist .
Freenet-Newsletter für Spam missbraucht Eigentlich wollte der Internet-Provider
Freenet.de mit seinem Newsletter Interessenten über ein neuen Internet-Zugang
via Satellit informieren . Doch ein Fehler erlaubte es jedermann , E-Mails an
einen großen Teil der eingetragenen Nutzer zu verschicken . Einige haben die
Lücke offenbar gleich genutzt , um unerwünschte Werbe-Mails zu verschicken . Zur
Anzahl der Betroffenen konnte Freenet-Sprecherin Elke Rüter nichts sagen , es
hätten sich jedoch insgesamt höchstens tausend Personen eingetragen . Man habe
daher den Versand mittlerweile gestoppt und bitte alle Interessenten , sich für
einen neuen Newsletter einzutragen . Bundesregierung will Urheberrechts-Abgaben
für PC-Komponenten Hintergrund : Entsprechende Spekulationen gab es bereits seit
längerem . Damit wären Urheberrechts-Abgaben auf alle digitalen Speichermedien
wie zum Beispiel Festplatten oder Zip-Laufwerke fällig . Forderungen nach einem
generellen Verbot digitaler Kopien , die von Verbänden der Geräteindustrie
gestellt wurden , lehnt die Bundesregierung hingegen ab , da ein solches Verbot
kaum durchsetzbar wäre und es beachtliche Gründe gebe , auch diese Art der Kopie
für private Zwecke in sehr begrenztem Umfang und gegen angemessene Vergütung
zuzulassen . Nach Auffassung des Deutschen Journalistenverbandes ( DJV ) würde
ein Verbot von digitalen Privatkopien zudem der Werkpiraterie Vorschub leisten .
Welche PC-Komponenten genau damit in Zukunft der Abgabepflicht unterliegen
sollen , will die Bundesregierung nicht im Einzelnen festlegen . Die ständig
fortschreitende Entwicklung spreche gegen eine Regelung durch abschließende
Auflistung konkreter Gerätetypen . Stattdessen plädiert die Regierung für
möglichst abstrakte Generalregelungen , die nur Beispiele nennen und der
Rechtsprechung die sachgerechte Einordnung neuer Fallgestaltungen überlassen .
Gleichwohl wäre nach Ansicht des Kabinetts auf Grund der Stellungnahmen der
einzelnen Verbände eine Vergütungspflicht für Geräte zu prüfen , die zur
Reproduktion im Wege der Online-Kommunikation erforderlich sind - zum Beispiel
Netzwerkkarten , Streamer , Raid-Systeme , Modems oder ISDN-Anlagen . Die ZPÜ ,
die Inkasso-Firma der Urheberrechtsverwertungsgesellschaften wie zum Beispiel
der Gema oder der VG Wort , hat bereits - offensichtlich in der Erwartung , dass
die Empfehlungen der Bundesregierung auch vom Bundestag in geltendes Recht
umgesetzt werden - von 15 großen PC-Herstellern , Importeuren und Händlern
Auskunft darüber verlangt , wie viele PCs diese Firmen seit dem 1. Januar dieses
Jahres verkauft haben . Erheblich deutlicher als im Bereich der PCs wird der
Vergütungsbericht im Bereich CD-R und CD-RW . Hier spricht sich die
Bundesregierung für eine Vergütungspflicht aus , und unterstützt damit implizit
die Anstrengungen der Gema im laufenden Muster-Verfahren gegen Hewlett-Packard (
HP ) . In diesem Prozess wehrt sich HP gegen Forderungen , rückwirkend ab Anfang
1998 Abgaben auf alle verkauften CD-Brenner zu zahlen . Die Bundesregierung
spricht sich desweiteren dafür aus , dass die Abgaben bei CD-RWs wegen der
mehrfachen Überschreibbarkeit der Medien höher ausfallen sollten als bei CD-Rs ,
da hier nur eine einmalige Vervielfältigungsmöglichkeit gegeben sei . Änderungen
der bisherigen Abgabe-Regelungen soll es außerdem im Bereich der
Bilderfassungsgeräte geben : Demnächst sollen alle Scanner der Abgabepflicht
unterliegen . Bisher sind Scanner , die weniger als zwei Seiten DIN A4 pro
Minute scannen können , von der Abgabe befreit . Da aber nach Ansicht der
Regierung diese Grenze bei den meisten Scannern heute durch spezielle Treiber
nur künstlich eingehalten werde und schnellere Treiber leicht verfügbar seien ,
solle diese Grenze fallen . Bisher sind bei Videocassetten 17 Pfennig und bei
Audiocassetten 12 Pfennig je Stunde Spieldauer fällig . Auch bei
Audioaufzeichnungsgeräten komme eine maßvolle Erhöhung des Vergütungssatzes in
Betracht . Der Vergütungsbericht der Bundesregierung wird in Abständen im
Auftrag des Bundestages erstellt , um über die Entwicklung und Angemessenheit
von Vergütungen nach §§ 54 ff. Urheberrechtsgesetz ( UrhG ) und insbesondere der
Anlage zu § 54 d Abs. 1 UrhG zu berichten . Eine Sprecherin des
Bundesjustizministeriums erklärte gegenüber c't , der Bericht sei vom
Bundeskabinett verabschiedet und dem Bundestag bereits zugeleitet worden ; nach
ihren Angaben soll die verabschiedete Fassung des Berichts in der nächsten Woche
veröffentlicht werden . Auf dem Webserver des Bundesjustizministeriums ist aber
bereits eine Fassung zu finden . Harry Potter bald als Computer-Spiel Es war zu
erwarten : Nach dem großen Erfolg der Kinderbuch-Reihe um Harry Potter wird es
demnächst nun das Spiel zum Buch geben . Dabei will der Spielehersteller mit der
Autorin der Bücher , Joanne K. Rowling , zusammenarbeiten . Wann die Spiele auf
den Markt kommen sollen , ist bisher ebensowenig bekannt , wie die Höhe der
Summe , die Electronic Arts an den Besitzer der Rechte an Harry Potter , Time
Warner , bezahlt hat . Die Harry Potter-Romane erschienen in 115 Ländern und 28
Sprachen . Duden für Szene-Sprachen geht online Der Duden für Szenesprachen ,
der bereits seit dem Frühjahr im Handel ist , wird nun online fortgeschrieben .
In Anbetracht der Tatsache , dass kein Duden so schnell veraltet wie ein
Szenesprachen-Duden , will die Redaktion jetzt mit Hilfe von " Wordscouts " die
Aktualität steigern . Unter www.szenesprachen.de kann jeder Interessierte neue
Szene-Begriffe eingeben und beschreiben . Die Redaktion wertet die Einsendungen
aus und veröffentlicht die Besten online . " Ich bekomme pro Tag 30 bis 40 neue
Vorschläge " , sagt Bianca Geist vom Trendbüro . " Allerdings ist auch viel
Ausschuss dabei . " Dazu zählt sie etwa alle Übungen im neuen deutschen
Volkssport , Synonyme für den Spottnamen " Warmduscher " zu finden . So sind
gerade einmal zwölf Computerslang-Begriffe abrufbar - und mancher Netizen , laut
Szene-Duden allerdings eher " Nettie " genannt , dürfte sich über die Definition
der einzelnen Begriffe manches Mal amüsieren . Wer sich einen Überblick über den
Szenesprachen-Duden in Buchform verschaffen will , kann einen Index mit allem im
Buch enthaltenen Begriffen abrufen . Dieser Duden kann man auch online für 24,90
Mark kaufen . Saudi-Arabien blockiert Yahoo-Seiten Die Regierung von
Saudi-Arabien hat jetzt den Zugang zu den Club-Seiten des amerikanischen
Internet-Portals Yahoo gesperrt . Unter den Yahoo-Clubs existieren mittlerweile
über 250 saudische Clubs mit 60.000 Mitgliedern . Grund für die Sperrung ist
nach offiziellen Angaben , dass auf diesen Seiten pornografisches Material und
anderes Anstößiges zu finden sei . Die Entscheidung ist einem Bericht der
Nachrichtenagentur AP zufolge unwiderruflich . Geblockt werden die Seiten vom
staatseigenen Internet-Provider - dem einzigen Provider in Saudi-Arabien selbst
. Die Entscheidung , die Seiten zu sperren , sei nach einer drei Monate
dauernden Beobachtung gefallen . Erst seit dem Januar des letzten Jahres dürfen
in Saudi-Arabien Internet-Server ans Netz . Vorher mussten Surfer über Zugänge
in den USA , Bahrain oder Zypern online gehen . Yahoo hat durch die Maßnahme
Saudi-Arabiens jetzt in einem weiteren Land mit Problemen zu kämpfen . Bereits
seit einiger Zeit muss sich Yahoo auch in Frankreich mit der Forderung
auseinanderetzen , bestimmte Seiten der Yahoo-Auktionen nicht in Frankreich
zugänglich zu machen , weil hier in Frankreich verbotenes Nazi-Material
angeboten wird . Solche " Devotionalien " dürfen in den USA legal angeboten
werden . Auch in Deutschland wird momentan heftig über neonazistische Inhalte im
Internet diskutiert - unter anderem unter der Prämisse , Web-Seiten mit
rechtsradikalen und anderem unliebsamen Inhalt durch Filtersysteme zu blockieren
. Siehe dazu auch den Bericht " Saudi Arabien sperrt wegen Pornographie Zugang
zu den Yahoo-Clubs - Die Bürger des Königreichs können nur über einen Proxy ,
auf dem Filter installiert sind , ins Internet " in Telepolis . Erste Details zu
Intels Musik-Kopierschutz Zu dem von Intel und Panasonic ( Matsushita )
gemeinsam entwickelten Kopierschutz für Musik-Dateien im Internet haben die
beiden Firmen jetzt erste Details bekannt gegeben . Der Kopierschutz besteht
nach Angaben von Intel aus einem Software-Paket , das die sichere Verwaltung von
Musik auf dem PC und deren Übertragung auf tragbare Audiogeräte und
Speichermedien ermöglichen soll . Intels Softwarepaket soll die entscheidenden
Codes , Schlüssel und andere wichtige Informationen der Audio-Daten vor dem
Zugriff Dritter verbergen und Versuche erkennen , den Sicherheitsmechanismus zu
überwinden . Intels Paket besteht aus drei Software-Modulen . Ein Secure Music
Transfer Agent soll die sichere Übertragung von Audio-Inhalten auf SD Memory
Cards ermöglichen . Diese briefmarkengroßen Flash-Speicherkarten verfügen über
einen integrierten Kopierschutz und wurden von Matsushita in Zusammenarbeit
unter anderem mit Toshiba entwickelt . Bei dem zweiten Modul handelt es sich um
einen Secure Music Manager , der alle Funktionen umfassen soll , die benötigt
werden , um die SDMI-Richtlinien einzuhalten . Hierzu zählen die Überwachung des
Wasserzeichens , der Schutz der Inhalte , sowie der Check-In/Out . EMD-Systeme
werden Intel zufolge zunehmend von der Musikindustrie für die Verteilung von
Musik und anderen Inhalten eingesetzt . Die Softwarelösung soll ab sofort
erhältlich sein . In Japan hat Panasonic nach eigenen Angaben bereits mit dem
Verkauf von zwei SD-Audioplayer-Modellen begonnen , die über die neuen
Softwaretechniken verfügen . Yahoo bringt Instant Messenger für Linux und
FreeBSD Nachdem AOL in der letzten Woche einen Messenger für Linux
herausgebracht hat , zog Yahoo nach und veröffentlichte am Wochenende eine
Unix-Variante seines eigenen Instant Messenger . Außerdem können Emoticons
dargestellt werden , und verschiedene Spielereien mit der Schrift sind möglich .
Die Linux-Version läuft laut Yahoo auf Rechnern mit Intel-Chipsätzen und wurde
auf RedHat Linux 6.0 , 6.1 und 6.2 getestet . Die FreeBSD-Version erfordert
mindestens GTK in der Version 1.2.3 und arbeitet mit den Versionen 2.2 , 3.4 und
4.1 von FreeBSD . Erfreulich ist die Download-Größe : Der Messenger kommt für
Linux im RPM-Format und umfasst gerade einmal knapp über 100 KByte . Die
FreeBSD-Varianten liegen als TGZ-Archive vor . Telekom-Aktionäre wollen ihr Geld
zurück Die Münchner Rechtsanwältin Daniela Bergdolt will eine Sammelklage gegen
die Deutsche Telekom einreichen . Sie vertritt mehrere Aktionäre des rosa Riesen
, die während des dritten Börsengangs Aktien zum Ausgabekurs von 63,5 Euro
erworben haben . Nachdem der Kurs nun dramatisch in den Keller gerauscht ist (
er lag in den letzten Tagen zeitweise unter 20 Euro ) , verlangen sie ihr Geld
zurück . Nach Ansicht der Anwältin hätte die Telekom die Wertberichtigung des
Immobilienvermögens bereits im Emissionsprospekt zur Kapitalerhöhung bekannt
geben müssen . Die Telekom hatte das Immobilienvermögen im Februar nach unten
korrigiert . Die Bonner Staatsanwaltschaft nahm wegen des Verdachts auf
Kapitalanlagebetrug Ermittlungen gegen mehrere Vorstände auf . An diesem Datum
läuft die Prospekthaftungs-Frist ab . Die Telekom wies die Vorwürfe wie auch
zuvor schon zurück : " Wir sind weiterhin davon überzeugt , dass die Angaben
korrekt sind " , sagte ein Unternehmens-Sprecher gegenüber heise online . Weiter
wollte er jedoch keinen Kommentar abgeben . Telekom legt Angebot zur
Großhandels-Flatrate vor Die Deutsche Telekom hat am heutigen Donnerstag
überraschend ein Angebot zur so genannten Großhandels-Flatrate vorgelegt .
Demzufolge können Onlinedienst-Anbieter ab dem morgigen Freitag , den 15.
Dezember , für 4800 Mark monatlich einen Primärmultiplexanschluss ( 30 B-Kanäle
) mit insgesamt knapp 2 MBit/s Bandbreite mieten . Das Angebot kann an den zirka
1600 Teilnehmervermittlungsstellen der Deutschen Telekom in Anspruch genommen
werden . Damit sollen Provider einen kalkulierbaren Internet-Zugang zum
Pauschaltarif anbieten können . Ähnliche Anläufe waren bisher oft an der
Gebührenstruktur der Telekom gescheitert . Sollte ein Dienstanbieter die Kanäle
einzeln weitervermieten , sind damit nach den Vorstellungen der Telekom pro
Kanal 160 Mark an Telekom-Vorleistungsgebühren fällig - , eine Summe , die weit
über den von einigen Anbietern wie AOL geforderten Endkundentarifen von rund 50
Mark für eine Flatrate liegt . Erst wenn ein Provider mehrere Kunden auf einem
Kanal zusammenschaltet , sind niedrigere Endkundenpreise möglich ; allerdings
können die Anbieter dann keine volle ISDN-Bandbreite mehr garantieren .
Hintergrund des Telekom-Angebots ist eine Entscheidung der Regulierungsbehörde
für Telekommunikation und Post , derzufolge die Telekom ihr Netz
Onlinedienst-Anbieter auch zu einem zeitunabhängigen Tarif zur Verfügung stellen
muss . Allerdings hätte die Telekom ein entsprechendes Angebot erst am 1.
Februar des nächsten Jahres machen müssen . Die Regulierungsbehörde wollte
bislang keine Stellung zu dem nun vorliegenden Angebot beziehen ; nach Aussagen
von RegTP-Sprecher Rudolf Boll gegenüber heise online wolle die Telekom Anfang
nächster Woche der Regulierungsbehörde das Angebot genauer erläutern . Auch
T-Online-Sprecher Michael Schlechtriem war noch zu keinem Kommentar bereit , da
man das Angebot des eigenen Mutterkonzerns noch nicht vorliegen habe . Siehe
dazu auch : VATM kritisiert Telekom-Angebot für Großhandels-Flatrate und
Flatrate-Streit : Telekom bietet VATM " Nachhilfe in Netztechnik " an sowie AOL
wirft Telekom " Angstmache " vor . VATM kritisiert Telekom-Angebot für
Großhandels-Flatrate Das am heutigen Donnerstag von der Telekom vorgelegte
Angebot zur Großhandelsflatrate stößt beim Verband der Anbieter von
Telekommunikations- und Mehrwertdiensten ( VATM ) auf Kritik . Dessen Sprecherin
Eva-Maria Schreiter erklärte gegenüber heise online , dass der VATM den Preis
von 4800 Mark für eine Übertragungskapazität von 2 MBit/s im Prinzip zwar in
Ordnung finde , jedoch nicht zu den genannten Bedingungen : Dass das Angebot nur
in den 1600 Teilnehmervermittlungsstellen der Deutschen Telekom in Anspruch
genommen werden könne , sei so nicht hinnehmbar . Die Onlinedienst-Anbieter
hätten derzeit meist nur Verbindungen in die 475 übergeordneten
Vermittlungsstellen , von denen Leitungen wiederum zu den
Teilnehmervermittlungsstellen laufen , an denen schließlich die Kunden
angebunden sind . Hinzu komme , dass die erheblich höhere Anzahl der
Teilnehmervermittlungsstellen im Vergleich zu den übergeordneten Stellen eine
größere Anzahl an zu mietenden Anschlüssen mit entsprechenden Kosten bedeute .
Die Warnung der Telekom , dass es mit der Einführung des neuen Angebots zu
Netzengpässen kommen könnte , was besonders fatale Folgen für die Erreichbarkeit
des Notrufs und insgesamt für den Wirtschaftsstandort Deutschland haben würde ,
nannte Schreiter " Volksverdummung " . Auch in Großbritannien oder den USA , wo
es ähnliche Angebote gebe , hätte es keine Probleme mit dem Notruf gegeben . Und
auch die zahlreichen T-Online-Flatrate-Kunden hätten das Netz bisher nicht
überlasten können . T-Online streicht die ISDN- und Analog-Flatrate Die Gerüchte
der vergangenen Tage stimmten : T-Online streicht ab dem 1. März die Flatrate
für ISDN-Zugänge . Der T-DSL-Pauschaltarif ist davon hingegen nicht betroffen .
Nach dem 1. März können sich Internet-Nutzer für T-Online flat , den
Pauschaltarif für ISDN- und Analog-Zugänge , nicht mehr neu anmelden . Wer
bereits Flatrate-Kunde ist , kann lediglich noch während der vertraglich
zugesicherten Mindestlaufzeit ohne Limit surfen : T-Online verlängert die
Verträge nicht . Wer nach dem 11. Dezember 2000 einen Flatrate-Vertrag bei
T-Online abgeschlossen hat , der eine beiderseitige Kündigungsfrist von 6 Tagen
vorsieht , wird nach Aussagen von Telekom-Sprecher Stephan Broszio eine
sechswöchige Bedenkzeit haben , während der er aus dem Vertrag aussteigen kann .
Danach wird T-Online die Flatrate für diese Kunden kündigen . Wenn die
Flatrate-Kunden nicht von sich aus den Vertrag beenden oder einen anderen Tarif
wählen , werden sie automatisch in den neuen Tarif surftime 90 übernommen . Über
die Freistunden hinaus kostet der Online-Zugang dann 2,9 Pfennig pro Minute .
Alle Flatrate-Kunden sollen ein entsprechendes Anschreiben von T-Online erhalten
, das auf die Veränderungen und das Kündigungsrecht hinweist . Zur Begründung
der Einstellung der Flatrate sagte Broszio , dass die ISDN-Flatrate " nach
unseren Erkenntnissen nicht das Produkt ist , das vielen Nutzern zugute kommt "
. Mit den Auseinandersetzungen um die Großhandelsflatrate habe die Entscheidung
nichts zu tun . Siehe dazu auch : Ende der Flatrate soll T-Online aus den roten
Zahlen bringen . T-Online : Statt Flatrate neue Tarifmodelle T-Online streicht
ab dem 1. März nicht nur die Flatrate für ISDN-Zugänge , sondern bietet auch
zwei neue Tarife in unterschiedlichen Variationen an . Bei den so genannten "
Budget-Tarifen " kauft der Kunde für eine bestimmte Summe eine festgelegte Zahl
an Online-Stunden pro Monat . Verbringt er in dem Monat weniger Stunden im
Internet , als er bezahlt hat , so verfallen die restlichen Stunden ; surft er
dagegen mehr , kostet jede weitere Minute 2,9 Pfennig . Dies ist allerdings
deutlich teurer als bei vielen Internet-by-Call-Anbietern . Die Pakete heißen
T-Online Surftime und kosten 29 Mark für 30 Stunden , 55 Mark für 60 Stunden ,
79 Mark für 90 Stunden und 99 Mark für 120 Stunden . T-Online by day und
T-Online by night heißen die tageszeitabhängigen Tarifmodelle . Bei T-Online by
day zahlt der Kunde eine Grundgebühr von 14,90 Mark und geht in der Zeit
zwischen 7 und 17 Uhr für 1,6 Pfennig pro Minute ins Internet . In der übrigen
Zeit kostet die Surfminute 2,9 Pfennig . Die Tarife T-Online Eco , T-Online by
Call und T-DSL-Flat bleiben unverändert bestehen . Ende der Flatrate soll
T-Online aus den roten Zahlen bringen Tiefrot waren die Zahlen , die die
Telekom-Tochter T-Online Ende Januar auf der Bilanzpressekonferenz zu verkünden
hatte . Die Verdoppelung der Kundenzahl auf fast sieben Millionen konnte einen
Verlust in dreistelliger Millionenhöhe nicht verhindern . Um in Zukunft wieder
Gewinne einzufahren , stellt T-Online jetzt ein verlustträchtiges Angebot ein :
Die Flatrate für Analog- und ISDN-Anschlüsse . Die Telekom wird ihre Tochter
dabei nicht wenig beeinflusst haben : Immer wieder wies der Rosa Riese darauf
hin , dass eine weit verbreitete Schmalband-Flatrate die Kosten für die
Investitionen explodieren lassen werde . Vielsurfer blockierten nämlich der
Telekom das Telefonnetz , weil sie rund um die Uhr mit dem Internet verbunden
seien , sagte Telekom-Vorstandsmitglied Gerd Tenzer . Diese Tarife hätten dazu
geführt , dass das Telefonnetz zulaufe . Da kommt es scheinbar billiger , den
Tochterkonzern die ohnehin nicht gerade gewinnträchtige Flatrate einstellen zu
lassen . Immer wieder vorgetragene Argumente , denen zufolge das Unternehmen die
Verluste durch die Vielsurfer in Kauf nahm , um die Kunden langfristig an sich
zu binden , gelten nun nicht mehr . Der Pauschaltarif von 79 Mark monatlich habe
sich nur für extreme Vielsurfer gerechnet , begründete der neue Vorstandschef
Thomas Holtrop den Schritt . Wer den Vertrag vor dem 11. Dezember abschloss ,
darf sich mit der Auswahl eines neuen Angebots sogar mehr als sechs Wochen Zeit
lassen - solange nämlich wie die Mindestvertragslaufzeit , die T-Online nicht
einfach heruntersetzen kann . Dass die Telekom-Tochter hier nicht offen den
Wechsel zu T-DSL empfiehlt , dürfte an den großen Problemen mit dem DSL-Ausbau
liegen . Dass die Abschaffung der Flatrate die Entwicklung des E-Commerce in
Deutschland behindern könnte , glaubt T-Online-Chef Holtrop indess nicht : Nicht
die Nutzungs-Kosten sind nach seinen Worten die größten Barrieren für den
Internet-Einstieg neuer Zielgruppen , sondern die unverändert hohen PC-Preise .
Es sei auch ein Fehleinschätzung und Vorurteil , dass nur das Angebot eines
Pauschaltarifs neue Menschen ins Internet locken könne , ist sich Holtrop sicher
. Die neuen Tarife kämen dagegen den vielen T-Online-Kunden entgegen , die
bisher zwischen den Stühlen gesessen seien . Auch wenn viele T-Online-Kunden
wenig begeistert sind , die Aktionäre freut die Entscheidung : Ebenfalls Freude
dürfte beim Konkurrenten AOL herrschen . Der bietet jetzt als Letzter eine
Flatrate in der 79-Mark-Preisklasse an . Dieses plötzliche Quasimonpol will der
Online-Dienst aber nicht mit erhöhten Preisen ausnutzen . Ausbau des Kabelnetzes
in Baden-Württemberg für Internet-Zugang Das US-amerikanische Unternehmen
Callahan will den Kauf des TV-Kabelnetzes in Baden-Württemberg in wenigen Wochen
unter Dach und Fach bringen . Das sagte Callahan-Vorstandschef Richard Callahan
am heutigen Donnerstag in Stuttgart . Callahan übernimmt 55 Prozent der Anteile
von der Deutschen Telekom und will das Kabelnetz für interaktives Fernsehen und
einen schnellen Internet-Zugang ausbauen . Ursprünglich war für den Abschluss
des Kaufs Anfang Januar vorgesehen , was aber wegen Zahlungsschwierigkeiten der
Amerikaner verschoben wurde . Callahan hatte bereits im Februar letzten Jahres
die Mehrheit am Kabelnetz von Nordrhein-Westfalen erworben . Ein Konsortium des
amerikanischen Medienunternehmens Liberty Media und des britischen Investors
Klesch hatte vor drei Wochen eine Absichtserklärung zum Kauf der Netze in sechs
Regionen unterzeichnet . Klesch ist bereits neuer Betreiber in Hessen . QSC baut
Breitbandportal Während die QS Communications ( QSC ) das eigene DSL-Angebot
derzeit auf über 40 deutsche Städte ausweitet , laufen bereits die
Vorbereitungen für ein spezielles Breitband-Portal namens Qurt . Auf die
Angebote können prinzipiell alle Internet-User zugreifen , allerdings will QSC
für Kunden von Q-DSL spezielle noch höhere Auflösungen bieten . Bislang ist das
Angebot von Qurt noch recht übersichtlich , QSC will es aber weiter ausbauen .
Zu finden sein sollen unter anderem Kinotrailer , Videoclips , Kurzfilme ,
Modenschauen , Mitschnitte von Gaming-Events und Livekonzerte . Zusätzlich plant
QSC einen Bereich , in dem Nutzer eigene Filme , Videos oder Soundfiles
breitbandig anbieten können . Telekom schaltet weiteren Billig-Konkurrenten ab
Am kommenden Dienstag will die Deutsche Telekom einem weiteren
Call-by-Call-Anbieter die Leitungen kappen . Diesmal erwischt es die
Telefongesellschaft Viatel , die beim Rosa Riesen mit Millionenbeträgen in der
Kreide steht . Laut T-Sprecher Stefan Broszio hat Viatel seine Schulden trotz
mehrfacher Mahnungen nicht bezahlt . Auch nach intensiven Verhandlungen habe das
Unternehmen kein Zahlungskonzept vorlegen können , so Broszio . Um die
Erreichbarkeit der Viatel-Kunden zu gewährleisten , habe man sich auf die
Übergangszeit bis Dienstag geeinigt . Die Notrufnummern sollen weiter
funktionieren . Eine Stellungnahme von Viatel liegt bislang nicht vor . Vor
Viatel hatte die Telekom bereits einige andere Anbieter abgeschaltet , nachdem
sie vergeblich zur Zahlung ihrer Schulden aufgefordert wurden . Getroffen hat es
bisher Callino , TelDaFax sowie die Star Telecom . Die AOL-Zugangssoftware für
Linux , deren Existenz bereits länger bekannt ist , ist jetzt als Beta-Version
im Internet aufgetaucht . Woher die Software mit dem Codenamen Gamera stammt ist
nicht bekannt . Die Macher der Seite Techpages.com , auf der sie aufgetaucht ist
, behaupten jedenfalls , dass sie durch eine Sicherheitslücke bei AOL in den
Besitz der Software gekommen seien . Auf Techpages.com war auch bereits eine
frühe Vorversion der AOL-6.0-Zugangssoftware veröffentlicht worden . Gerüchten
zufolge soll die Software von einem AOL-Mitarbeiter nach außen getragen worden
sein . Die Beta-Zugangssoftware für Linux selbst ist 9,4 Mbyte groß und soll
ausschließlich unter Linux laufen . Während von AOL Deutschland bisher noch
niemand einen Kommentar abgeben wollte , bestätigte ein amerikanischer
AOL-Sprecher gegenüber amerikanischen Newsdiensten die Echtheit der Software .
Letzte Woche hatte AOL bereits offiziell eine Beta des AOL Instant Messenger für
Linux ins Netz gestellt . Die Boxen sollen ab 2001 auf den Markt gebracht werden
. Mit Settop-Boxen lässt sich der Fernseher zum Sufen im Internet nutzen . Die
Unternehmen wollen ein Bündnis eingehen , um im Markt für digitale Settop-Boxen
konkurrenzfähig zu bleiben . Laut AT&T seien diese Boxen ein wichtiger Schritt ,
um ein neues E-Commerce-Model zu etablieren , das eine Kombinationen von
digitalem personalisiertem Fernsehen und Internet-Zugang biete . Dafür habe
Philips extra den TriMedia-Prozessor entwickelt , der Audio- und Video-Streaming
in Echtzeit ermöglicht , aber laut AT&T auch E-Commerce-Applikationen oder
Online-Spiele speziell unterstützt . Die Boxen sollen auch als Basis für weitere
Anwendungen dienen , unter anderem Spracherkennungs-Geräte sowie Kameras für
Video-Konferenzen . Welche Summe AT&T an Philips für die Boxen zahlt , ist
bisher nicht bekannt . Umweltverbände fordern Erforschung der Gefahren durch
UMTS Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland ( BUND ) und der
Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz ( BBU ) haben die Bundesregierung
aufgefordert , mindestens ein Prozent des Gewinns aus der Versteigerung der
Mobilfunklizenzen zur Verfügung zu stellen , um die Auswirkungen der
UMTS-Technologie auf Mensch und Umwelt zu erforschen . Mit der Summe sollen
Forschungsprojekte finanziert werden , die unabhängig von der Industrie mögliche
Gefahren des Mobilfunks untersuchen . Die Umweltverbände befürchten eine
Steigerung der bestehenden Belastung durch elektromagnetische Strahlung und
monierten , dass die Auswirkungen noch nicht genügend erforscht seien . Eduard
Bernhard , Vorstandsmitglied im BBU nannte die Installation der neuen Technik im
großen Maßstab " Verantwortungslos und ein Wahnsinn " , weil keine
Vorsorgemaßnahmen getroffen worden seien : BBU und BUND forderten
Bundesumweltminister Jürgen Trittin deshalb auf , eine umfangreiche neutrale
Forschung über die Umweltverträglichkeit der UMTS-Technik durchzusetzen . Die
neue Mobilfunk-Technik darf nach Ansicht der Umweltverbände nicht zugelassen
werden , bevor ihre gesundheitliche Unbedenklichkeit sichergestellt ist und
verlässliche Standards zum Schutz der Bevölkerung eingeführt sind . Siehe auch
Störfunk fürs Gehirn - Mythos und Realität von Gesundheitsschäden durch
elektronische Geräte . Neues Linux von Corel Die zweite Version des kostenlosen
Corel Linux kann ab sofort vom Corel-Server heruntergeladen oder als CD-Version
bestellt werden . Corel hat die neue Linux-Version nach eigenen Angaben speziell
für Desktop-Rechner produziert . Integriert ist ein grafisches
Installationsprogramm , welches in vier Schritten durch das Setup führen soll .
Eine KDE-basierte Drag & Drop-Umgebung baut auf einem Debian-System auf . Das
Betriebssystem gibt es in drei Versionen : Die Download-Version , die als 347
MByte großes gepacktes ISO-Image auf die Platte kommt , enthält neben dem
eigentlichen Linux noch den MP3-Player XMMS , den Acrobat Reader , den
Macromedia Flash Player 4 , einen ICQ-kompatiblen Instant Messenger , die
Fax-Software eFax sowie den Netscape Communicator . Die Standard-Version , die
für knapp 25 US-Dollar auf CD bestellt werden kann , bietet zusätzlich einen
User Guide , technischen Support per E-Mail für 30 Tage sowie das Loki
Entertainment Pack mit einigen Spiele-Demos . Die knapp 70 Dollar teure
Deluxe-Version schließlich umfasst auch telefonischen Support für den gleichen
Zeitraum und kommt mit einem erweiterten Software-Paket , welches unter anderem
eine Light-Version von Word Perfect 8 sowie Corel Photo Paint 9 enthält . Photo
Paint soll ab heute auch in der neuen Corel Graphics Suite für Linux erhältlich
sein . Bei Redaktionsschluss dieser Meldung stand das Angebot aber noch nicht
auf dem Corel-Server bereit . Umfassen soll diese Suite neben Photo Paint 9 auch
Draw 9 . QSC bringt aufgebohrtes DSL Unter dem Namen Q-DSL office bietet die
Kölner QSC ab sofort einen DSL-Anschluss mit einer Bandbreite von 1,5 MBit/s im
Downstream und 256 kBit/s im Upstream an . Das Angebot umfasst einen
netzwerkfähigen Router und erlaubt den Anschluss von bis zu 10 PCs . Die
monatliche Grundgebühr beträgt 193,63 Mark ( 99 Euro ) . Darin enthalten ist ein
Transfervolumen von 1000 MByte . Jedes weitere MByte kostet 6,58 Pfennig ,
allerdings steigt die Gesamtrechnung maximal auf 467,44 Mark ( 239 Euro ) . Das
darüber hinaus verbrauchte Volumen wird nicht berechnet . Q-DSL office soll
bundesweit in den 40 größten Städten verfügbar sein . Die Telekom bietet seit
einiger Zeit ein ähnliches Angebot an . Versatel baut Stellen ab Das
Telekommunikationsunternehmen Versatel will am Standort Dortmund Stellen abbauen
. Grund ist laut Unternehmenssprecher Stefan Sayder eine nach unten korrigierte
Umsatzprognose , derzufolge das Umsatzwachstum in diesem Jahr um über 10 Prozent
niedriger ausfallen wird als erwartet . Wie viele Stellen Versatel abbaut , ist
bislang noch nicht bekannt , derzeit laufen noch Gespräche zwischen der
Geschäftsführung und dem Betriebsrat . Insgesamt arbeiten momentan noch rund 250
Mitarbeiter in der Dortmunder Niederlassung . Zukünftig will Versatel enger mit
dem Tochterunternehmen KomTel in Flensburg zusammenarbeiten und Synergie-Effekte
nutzen . Um Kosten zu sparen , hatte Versatel bereits vor einiger Zeit einen
nach Transfervolumen abgerechneten ADSL-Tarif in eine Flatrate umgewandelt .
Bereits im letzten Jahr war das Unternehmen mit seinem bundesweiten
Flatrate-Angebot für Privatkunden unter dem Label " Sonne " gescheitert . Die
Sonne-Flatrate für ISDN- und Analog-Anschlüsse war bereits im September 2000
untergegangen , das Sonnet-Portal stellte die Firma dann Mitte Dezember ein .
Keine Anmeldungen mehr für DSL-Hardwaretest der Telekom Die Deutsche Telekom
nimmt ab sofort keine Anmeldungen für den geplanten Feldtest einer neuen
DSL-Hardware mehr an . Bei den neuen Gerätschaften , die die Telekom künftig
möglicherweise anbieten will , handelt es sich um eine kombinierte ISDN- und
DSL-Karte von AVM , die die Testteilnehmer nach Abschluss des Tests behalten
dürfen . Inzwischen haben sich bereits über 3.000 T-DSL-Kunden für den
Feldversuch angemeldet , von denen nach Aussage der Telekom rund 1.500 die
Teilnahmebedingungen erfüllen . Aus dieser Gruppe können nun die ersten 500 ,
die sich angemeldet haben , an dem Test teilnehmen . T-Online baut türkisches
Portal aus Die Telekom-Tochter T-Online will ihr türkischsprachiges Portal
weiter ausbauen , weiß aber offensichtlich noch nicht so genau , womit .
Momentan befinde sich das Unternehmen nach eigenen Angaben in Gesprächen mit
Content-Anbietern , um die seit 1999 bestehenden Seiten weiter zu füllen , sagte
ein Unternehmenssprecher gegenüber heise online . Bislang bietet das Portal
bereits Nachrichten aus aller Welt in türkischer Sprache sowie Informationen aus
den Rubriken Politik , Wirtschaft , Lifestyle , Wissenschaft , Sport , Reise und
Internet . Laut T-Online-Chef Thomas Holtrop hat das Unternehmen das Portal nach
dem schweren Erdbeben am 17. August 1999 im Nordwesten der Türkei eröffnet , um
Angehörigen und Betroffenen in Deutschland die Möglichkeit zu bieten , aktuelle
Berichte und Reportagen aus dem Katastrophengebiet in ihrer Sprache zu lesen .
Die Resonanz auf die Seiten sei dann so groß gewesen , dass man sich
entschlossen habe , sie weiter auszubauen . Mit dem türkischsprachigen Angebot
steht T-Online aber nicht alleine dar : So bietet beispielsweise Vaybee schon
über ein Jahr ein türkischsprachiges Portal an . Norton SystemWorks 2001 ist
keine Beta-Version Der Utility-Hersteller Symantec hat jetzt darauf hingewiesen
, dass es sich bei der ausgelieferten Version von Norton System Works 2001 nicht
um eine Beta- , sondern um die fertige Vollversion handelt . Hintergrund ist
nicht etwa der Test der Software in c't 23/00 , sondern Berichte mehrerer
c't-Leser , die in der ReadMe-Datei der Software folgenden Hinweis fanden :
Symantec zufolge handelt es sich hierbei lediglich um einen Fehler der
Lokalisierungsabteilung , die vergessen habe , die entsprechende Datei zu ändern
. Betroffen seien nur die ersten ausgelieferten Exemplare . Mittlerweile habe
Symantec den Fehler aber bemerkt . In den neueren Auslieferungen ist der Fehler
auch nicht mehr enthalten . Die Software selbst sei in ihren Funktionen in
keiner Weise beeinträchtigt . Norton SystemWorks 2001 hat allerdings nicht nur
mit kleineren Lokalisierungsproblemen zu kämpfen : Unter Windows Millennium
existiert eine Sicherheitslücke des integrierten Norton AntiVirus 2001 ; und
auch der ebenfalls mitgelieferte Uninstaller Norton CleanSweep hat einige
Probleme . Beide Programme kommen nicht mit den bei Windows ME auf jedem
Laufwerk vorhandenen Restore-Ordnern klar . In diesen speziell geschützten
Ordnern sammelt ME wichtige Backup-Daten . Symantec arbeitet derzeit an der
Behebung der Probleme . Flatrate-Streit : Telekom bietet VATM " Nachhilfe in
Netztechnik " an Die Deutsche Telekom hat auf die vom Verband der Anbieter von
Telekommunikations- und Mehrwertdiensten ( VATM ) am gestrigen Donnerstag
erhobenen Vorwürfe reagiert . Unter anderem hatte der VATM der Telekom "
Volksverdummung " vorgeworfen . Hintergrund ist eine Aussage von Ron Sommer ,
demzufolge es mit der Einführung des neuen Großhandelsflatrate-Angebots zu
Netzengpässen kommen könnte , was besonders fatale Folgen für die Erreichbarkeit
des Notrufs und insgesamt für den Wirtschaftsstandort Deutschland haben würde .
Der VATM hingegen glaubt nicht , dass es auf Grund der Entscheidung zu Engpässen
im Netz komme . Im Gespräch mit heise online empfahl Telekom-Sprecher Ulrich
Lissek dem VATM nun , Nachhilfestunden in Netzwerktechnik zu nehmen . "
Unwissenheit sollte man nicht durch dumme Sprüche konterkarieren " ,
kommentierte Lissek . Es könne sehr wohl zu Netzengpässen kommen , Ähnliches sei
auch 1997 an der amerikanischen Ostküste passiert , und auch die Einführung der
AOL-Flatrate in Frankreich habe noch am selben Tag zu Problemen geführt . Der
VATM hingegen bleibt bei seinem Vorwurf der " Volksverdummung " : Wie
Geschäftsführer Jürgen Grützner gegenüber heise online sagte , würde das Netz
derzeit zu 95 Prozent von Telekom- und T-Online-Kunden genutzt . Und die hätten
das Netz auch nicht überlastet . Wenn da jetzt 5 Prozent Kunden anderer Provider
hinzukämen , würde das kaum etwas ausmachen . Außerdem habe der VATM von der
Telekom schon lange den Ausbau auch des ISDN-Netzes gefordert . Wenn es also
tatsächlich zu Engpässen kommen würde , dann sei die Telekom schuld und niemand
anderes . Zudem sei bei der zu erwartenden Kundengruppe ohnehin mit keiner
übermäßigen Belastung des Netzes zu rechnen : Das ISDN-Flatrate-Angebot ist vor
allem für Normalverbraucher attraktiv , die allein schon wegen der hohen
Stromkosten ihre Rechner abschalten , wenn sie ihn nicht nutzen . Die so
genannten Poweruser , die rund um die Uhr online sein wollten , würden sich
hingegen sowieso einen Breitband-Anschluss zulegen . Anstatt auf das Angebot zu
schimpfen , solle der VATM " eine Denkpause einlegen " . Wenn der VATM jetzt
argumentiere , dass die Provider zu hohe Kosten aufzuwenden hätten , um eine
bundesweite Flatrate anbieten zu können , dann sei das so nicht richtig : Es
würde doch reichen , in den Ballungsgebieten den Großteil der Kunden mit zu
Pauschalpreisen von der Telekom gemieteten Primärmultiplexanschlüssen zu
versorgen . Der geringe Kundenanteil in wenig bewohnten Gegenden hingegen könne
der Onlinedienst-Anbieter ja weiterhin mit einem Zugang versorgen , den er
selbst von der Telekom zu einem zeitbasierten Tarif anmietet . Mit einer
sauberen Mischkalkulation würde sich das schon rechnen , meinte Lissek . Auch
könnten die Anbieter sich ja zusammenschließen , um so weitere Kosten zu sparen
. Der VATM hingegen bleibt bei seiner Forderung : Grützner erklärte , es könne
nicht angehen , dass die Onlinedienst-Anbieter jetzt das Netz der Telekom quasi
nachbauen sollten , indem sie eigene Leitungen von den Regional- zu den
Teilnehmervermittlunssgstellen bauen oder mieten . Trotzdem will sich der VATM
vorläufig nicht an die Regulierungsbehörde wenden : Grützner ist "
zuversichtlich , dass wir in Gesprächen hier eine Lösung finden " . Hintergrund
der aufflammenden Streitereien ist ein Angebot der Deutschen Telekom , nach dem
Onlinedienst-Anbieter seit dem heutigen Freitag , den 15. Dezember , für 4800
Mark monatlich einen Primärmultiplexanschluss ( 30 B-Kanäle ) mit insgesamt
knapp 2 MBit/s Bandbreite mieten können . Das Angebot kann an den zirka 1.600
Teilnehmervermittlungsstellen der Deutschen Telekom in Anspruch genommen werden
. Damit sollen Provider einen kalkulierbaren Internet-Zugang zum Pauschaltarif
anbieten können . Ähnliche Anläufe waren bisher oft an der Gebührenstruktur der
Telekom gescheitert , daher hatte die Regulierungsbehörde für Telekommunikation
und Post ( RegTP ) in einer Entscheidung die Telekom verpflichtet , ihr Netz
Onlinedienst-Anbieter auch zu einem zeitunabhängigen Tarif zur Verfügung zu
stellen . Allerdings hätte die Telekom ein entsprechendes Angebot erst am 1.
Februar des nächsten Jahres machen müssen . Flatrate-Streit : AOL wirft Telekom
" Angstmache " vor Das seit dem heutigen Freitag gültige
Großhandelsflatrate-Angebot der Deutschen Telekom stößt bei der
T-Online-Konkurrenz AOL nur auf geringe Begeisterung . Wenn das Angebot so
umgesetzt werde , sei es der Telekom weiterhin möglich , ihre ohnehin
monopolistisch geprägte Marktposition in einem entscheidenden Teil des
Telekommunikationssektors zu zementieren , meinte Heddendorp . AOL-Sprecher Jens
Nordlohne vertrat gegenüber heise online die Ansicht , dass der Vorschlag der
Telekom so nicht den Vorstellungen der Regulierungsbehörde für Telekommunikation
und Post ( RegTP ) entspreche . Es könne nicht angehen , dass AOL selbst den
Internet-Verkehr von den lokalen Teilnehmervermittlungsstellen zu den regionalen
Vermittlungsstellen weiterleiten müsse . Und das Angebot der Telekom , dafür
Leitungen von der Telekom zu zeitbasierten Tarifen zu mieten , führe den
Gedanken einer Großhandelsflatrate ad absurdum . Die Warnung der Telekom , dass
die Einführung einer Großhandelsflatrate letztlich dazu führen könne , dass auf
Grund von Netzüberlastungen Polizei und Rettung nicht mehr erreichbar seien ,
hält Nordlohne für " Angstmache " . Gegenüber heise online bot Telekom-Sprecher
Ulrich Lissek daraufhin auch dem AOL-Sprecher wie schon dem VATM
Nachhilfestunden in Netztechnik an . Das von Lissek angeführte Beispiel
Frankreich , wo es nach Einführung der AOL-Flatrate zu Problemen gekommen ist ,
zieht nach Ansicht von AOL-Sprecher Nordlohne nicht : Die Probleme seien
seinerzeit nicht auf Grund von Schwierigkeiten der France Telekom aufgetreten ,
sondern weil AOL technische Probleme gehabt habe . Das Telefonnetz sei hiervon
aber nicht betroffen gewesen . Auch für Deutschland hält Nordlohne die Gefahr
eines Netzzusammenbruchs für unwahrscheinlich : " Auch das XXL-Angebot hat das
nach Aussage der Telekom beste Netz Europas nicht verstopfen können " . AOL
möchte nun durch Gespräche mit der Telekom zu einem allgemein zufrieden
stellenden Ergebnis zu kommen : " Wir hoffen auf die Einsicht der Telekom " ,
meinte Nordlohne . Flatrate : Regierung will Gespräche mit Experten führen Die
Bundesregierung hält weiterhin einen erschwinglichen Internet-Zugang zum
Pauschalpreis für notwendig . Als Reaktion auf die Einstellung der
T-Online-Flatrate hat er jetzt zusammen mit Hubertus Heil , Berichterstatter
E-Commerce in der Arbeitsgruppe Wirtschaft und Klaus Barthel , Sprecher für Post
und Telekommunikation der SPD-Bundestagsfraktion , ein Expertengespräch
angekündigt . Wer an dem Gespräch teilnehmen soll , steht bisher ebenso wenig
fest wie ein Termin . Gericht : Telekom muss vorerst keine Großhandels-Flatrate
anbieten Das Oberverwaltungsgericht Münster hat am heutigen Freitag entschieden
, dass die Telekom vorerst keine Großhandelsflatrate anbieten muss . Hierzu
hatte die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post ( RegTP ) den Rosa
Riesen Ende des letzten Jahres verpflichtet . Die in dem Eilverfahren
vorzunehmende Interessenabwägung falle zugunsten der Telekom aus , teilte das
Gericht mit . Unklar ist bislang , ob die Telekom ihr bereits bestehendes
Angebot einer Großhandelsflatrate nun wieder zurückziehen wird . Als die Telekom
die Klage einreichte , versprach sie gleichzeitig , dass auch ein Sieg in diesem
Verfahren keine Auswirkung auf dieses Angebot habe . Bisher hat sich die Telekom
nicht zu der Entscheidung geäußert . Zur Begründung der Entscheidung durch das
Gericht siehe auch : Ohne T-Online-Flatrate kein Bedarf für Großhandels-Flatrate
Gericht : Ohne T-Online-Flatrate kein Bedarf für Großhandels-Flatrate Das
Oberverwaltungsgericht Münster begründet seine Entscheidung , dass die Telekom
vorerst keine Großhandelsflatrate mehr anbieten muss , vor allem damit , dass
der Bedarf eines solchen Angebots nicht mehr gegeben ist , weil T-Online sein
Flatrate-Angebot eingestellt hat . Dies geht aus der Begründung der Entscheidung
des 13. Senats hervor : Weiter führen die Richter aus : " Das
Oberverwaltungsgericht sieht diese Situation schon dadurch beseitigt , dass
T-Online ihre frühere Endkundenflatrate mit Wirkung vom 1. März 2001 vom Markt
genommen hat und damit die der Telekom nach Auffassung der Regulierungsbehörde
zurechenbare Preis-Kosten-Schere nicht mehr besteht . " Der Entscheidung
vorausgegangen war eine Auflage der Regulierungsbehörde für Telekommunikation
und Post ( RegTP ) , derzufolge die Telekom Internet-Providern eine
nutzungszeitunabhängige Pauschale ( Vorleistungs- oder auch Großhandelsflatrate
) anzubieten hat . Gegen diesen sofort vollziehbaren Bescheid hatte die Telekom
beim Verwaltungsgericht Köln Klage erhoben und zugleich im Eilverfahren
beantragt , eine aufschiebende Wirkung der Klage anzuordnen . Das
Verwaltungsgericht Köln hatte diesen Eil-Antrag im Januar abgelehnt . Die gegen
diese Entscheidung gerichtete Beschwerde der Telekom hatte vor dem
Oberverwaltungsgericht nun im Wesentlichen Erfolg . Wann über das beim
Verwaltungsgericht Köln anhängige Klageverfahren entschieden wird , ist noch
nicht abzusehen . AOL hält Urteil zur Großhandelsflatrate für herben Rückschlag
Die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster , die Telekom vorerst von
der Verpflichtung zum Angebot einer Großhandelsflatrate zu entbinden , stößt bei
den Internet-Providern auf Kritik . Heddendorp sieht auch die Bundesregierung in
der Pflicht : Dass die Entscheidung des Gerichtes auch auf die Einstellung der
T-Online-Flatrate zurückzuführen ist , findet AOL bezeichnend . AOL-Sprecher
Jens Nordlohne meinte gegenüber heise online : Bleibt die Frage , ob das Kämpfen
für die Flatrate auch weiter das Anbieten der AOL-Flatrate für 78 Mark umfasst :
In der letzten Zeit hatte es Vermutungen gegeben , dass AOL als letzter
bundesweiter Anbieter in dieser Preisklasse die Gebühren für die Flatrate
erhöhen oder sie gar ganz einstellen könnte . Bislang ist von tatsächlichen
Änderungen des Tarifs jedoch nichts bekannt . Met@box will neue Settop-Box
vorstellen Die von hohen Verlusten , Strafanzeigen und Hausdurchsuchungen
gebeutelte Hildesheimer Met@box will auf der CeBIT ( Halle 10 , Stand Nr. 427 )
eine neue Settop-Box vorstellen . Die Met@box 1000 soll interaktives Fernsehen
ermöglichen , MP3-Dateien abspielen und über einen eingebauten DVD-Spieler
verfügen . Parallel zum analogen und digitalen Fernsehempfang soll der
potenzielle Besitzer auch im Internet surfen können . Zur Bedienung sieht das
Unternehmen eine Fernbedienung vor , in die eine Tastatur eingebaut ist .
Met@box hatte im letzten Jahr mehrfach den Eingang von Großaufträgen oder
zumindest Absichtserklärungen verkündet , ohne die Auftraggeber zu nennen . Dies
führte seinerzeit für Zweifel an der Seriösität der Aufträge . Trotz des
wachsenden Drucks sieht sich Met@box bis heute nicht in der Lage , die
Auftraggeber für die Bestellungen von Settop-Boxen in Israel und Großbritannien
zu nennen . RegTP hofft auf Fortbestehen der Großhandelsflatrate Der Präsident
der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post ( RegTP ) , Matthias
Kurth , hofft auch nach der Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster auf
das Fortbestehen des Angebots einer Großhandelsflatrate der Telekom . Kurth
wollte sich aber bisher nicht weiter zu dem Urteil äußern . Immerhin sei die
Entscheidung nur in dem Eil- , nicht aber im Hauptverfahren gefallen , das
weiter offen sei . Die Regulierungsbehörde will nun erst einmal die Entscheidung
auswerten , bevor das weitere Vorgehen festgelegt wird . Das Gericht hatte
festgelegt , dass die Telekom vorerst keine Großhandelsflatrate anbieten muss ,
da der Bedarf eines solchen Angebots nicht mehr gegeben sei , weil T-Online sein
Flatrate-Angebot eingestellt hat . Telekom : Angebot zur Großhandelsflatrate
bleibt zunächst Auch nach der Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster ,
derzufolge die Telekom die Großhandelsflatrate vorerst nicht weiter anbieten
muss , will der Konzern das bestehende Angebot " zunächst einmal aufrecht
erhalten " . Dies betonte Firmensprecher Ulrich Lissek gegenüber heise online .
Damit entspricht der Rosa Riese Forderungen wie beispielsweise der
Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post ( RegTP ) . Deren Präsident
Matthias Kurth hatte sich für eine Beibehaltung des Angebotes ausgesprochen .
Lissek zufolge freut sich die Telekom zwar über die Entscheidung , will sie aber
erst einmal genau prüfen . Vorwürfe von AOL , die Einstellung der
T-Online-Flatrate sei " reine Taktik im Hinblick auf die Entscheidung der RegTP
gewesen " , wies Lissek zurück : Metabox-Aktionäre bangen um ihr Geld Aktionäre
des insolventen Settop-Boxen-Herstellers Metabox sind sauer auf die hannoversche
Staatsanwaltschaft : Dagegen wettert die " Aktionärsgemeinschaft Metabox " jetzt
in einer Erklärung . Danach waren die Aussagen Knotes " geprägt durch
persönliche Vermutungen über den Ausgang des Ermittlungsverfahrens , die man zum
Teil als grob unsachlich bezeichnen muss . " Nach Ansicht der Metabox-Aktionäre
stört die Staatsanwaltschaft mit solchen Aussagen " leichtfertig
Sanierungsbemühungen " . Das schwäche nicht nur die Interessen der Aktionäre ,
sondern auch die der Arbeitnehmer und Gläubiger . Knote hat sich bislang nicht
zu den Vorwürfen geäußert . Zudem glauben die Metabox-Anteilseigner scheinbar an
eine Verschwörung , sie sehen das Unternehmen als " Bauernopfer am Neuen Markt "
. In der Erklärung schreiben sie : Um wen es sich bei diesen " interessierten
Kreisen " genau handelt , teilten die Aktionäre jedoch nicht mit . Die
Aktionärsgemeinschaft prüft nun eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den
Sprecher der hannoverschen Staatsanwaltschaft . Ob sich die Aktionärs-Interessen
, also hohe Kurswerte der Aktien , durch Dienstaufsichtsbeschwerden gegen
Behördensprecher wahren lassen , bleibt allerdings fraglich : Die Meinungen der
Analysten zur Metabox-Aktie schwankt in der letzten Zeit zwischen " Verkaufen "
, " katastrophal " , " Kursziel 0 Euro " und " Spielball der Zocker " . Das
Papier kostet derzeit um die 0,60 Euro . Der Insolvenz-Anmeldung gingen im
letzten Jahr mehrere Meldungen von angeblich eingegangenen Großaufträgen voraus
. Verwirrung und Misstrauen löste Metabox dadurch aus , dass die Firma die
Aufträge zwar großspurig verkündete , über die Auftraggeber jedoch nur sehr
wenig bekannt gab . Die Ankündigungen ließen die Kurse zwischenzeitlich auf über
40 Euro in die Höhe schießen , erst die Zweifel an der Seriosität der Aufträge
stoppten den Höhenflug . Bis heute ist kaum etwas über die Auftraggeber bekannt
. MP3.com baut Ladenkette auf In Zusammenarbeit mit The Outernet will Mp3.com
jetzt in den USA eine Reihe von Läden eröffnen , in denen sich der Kunde seine
CD selbst zusammenstellen kann . Der Erste dieser Läden soll in diesem Herbst in
Apple Valley in Minnesota eröffnet werden , 20 weitere sollen dann schrittweise
bis Juli 2001 folgen . In diesen Läden werden Brennstationen mit Touchdisplays
aufgestellt , an denen sich der Kunde selbst aussuchen kann , welche Musik er
auf seiner CD haben will . Die CD soll dann vollautomatisch gebrannt werden ,
Vorkenntnisse des Kunden sollen nicht erforderlich sein . Zur Verfügung stehen
alle Songs , die auch auf Mp3.com gepostet sind . Laut Steve Sheiner , Executive
President of Sales and Marketing bei Mp3.com , verdeutlicht diese
Geschäftseröffnung den Entschluss von Mp3.com , nicht nur Musik zu den
Konsumenten zu bringen , sondern auch den Musikern eine Einahmequelle zu
eröffnen . Ixos meldet Millionen-Verlust An der Börse erfolgte prompt eine
Reaktion auf die Bekanntgabe der Geschäftsergebnisse : Der Kurs sackte am
Mittwoch um über 13 Prozent ab . Die Ergebnisse des vierten Quartals des
Geschäftsjahres hat Ixos ebenfalls vorgelegt : Ixos begründet die Verluste vor
allem mit verzögerten Kaufentscheidungen der SAP-Kundenbasis . Auch SAP selbst
hatte im letzten Halbjahr Verluste gemeldet . Zudem habe IXOS in diesem Zeitraum
wesentliche Änderungen im Management vollzogen . IXOS beschäftigt derzeit 900
Mitarbeiter weltweit . Zu den rund 1000 Kundeninstallationen zählen Unternehmen
wie Procter & Gamble , UBS , Telstra , Bristol-Myers-Squibb und ABB .
TelDaFax-Nachfolger mit neuen Angeboten Der Nachfolger der insolventen TelDaFax
, die TelDaFax NewLine , hat die Preise für zwei neue Preselection-Angebote
vorgestellt . Die Tarife mit den Namen Classic Regional und Classic National
will das Unternehmen sekundengenau abrechnen ; Grundgebühr , Mindestumsatz oder
Mindest-Vertragslaufzeiten entfallen . Die Preise der beiden Tarife ähneln sich
: Innenministerium stoppt Online-Forum der Polizei Ein Online-Forum der
Mordkommission Alfeld ist jetzt vom niedersächsischen Innenministerium gestoppt
worden . Wie Ministeriumssprecher Michael Knaps gegenüber heise online sagte ,
wollte die Mordkommission ein Forum auf einer Alfelder Web-Seite zur Suche nach
Hinweisen in einem Mordfall nutzen . In dem Forum konnte sich jedermann unter
einem Pseudonym zu dem Fall äußern . Knaps zufolge sei es jedoch lediglich zu
Denunziationen gekommen , die das Ministerium vor allem deshalb als
problematisch ansieht , weil sie jedermann lesen konnte . Das Innenministerium
ist nach den Worten von Knaps trotzdem für eine Nutzung des Internet , wenn das
zur Aufklärung von Straftaten beitragen könne . Es hätte im vorliegenden Fall
jedoch ausgereicht , etwa eine E-Mail-Adresse anzugeben , an die sich
Hinweisgeber auch anonym hätten wenden können . Telekom lässt Streamgate
DSL-Wette verbieten Dem Münchner DSL-Anbieter Streamgate war ein besonderer
Werbegag eingefallen : Doch damit ist nun Schluss : weil die Telekom das
Unternehmen abgemahnt hat , darf es die Wette ab sofort nicht mehr anbieten .
Bereits abgeschlossene Wetten sollen trotz der Abmahnung weiterlaufen . Über die
Zahl der Wetten wollte ein Unternehmenssprecher nichts sagen , bezeichnete die
Wette gegenüber heise online jedoch als " erfolgreiche Aktion " . Dass hinter
der Abmahnung der rosa Riese steckt , ist wenig überraschend : Offiziell
begründete die Telekom die Abmahnung damit , dass das Angebot
wettbewerbsverzerrend sei . Zudem hätte Streamgate auf die in der Tat nicht
unerheblichen Teilnahmebedingungen nicht ausreichend hingewiesen . Snafu wandelt
DSL-Flatrate in Volumentarif um Der Provider Inter.net wandelt den von ihm
angebotenen Snafu-DSL-Zugang von einem Pauschaltarif ohne Zeit- und
Volumenbegrenzung in einen nach Transfervolumen abgerechneten Tarif um .
Zeitpunkt der Umstellung ist der 1. September . Anders lautende Aussagen der
Snafu-Hotline sind laut Unternehmenssprecher Reinhard Lenz auf interne
Kommunikationsschwierigkeiten zurückzuführen , die jedoch mittlerweile behoben
seien . Im neuen Tarif sind nun eine Grundgebühr von 25 Mark für den
Snafu-Unlimited-Tarif sowie weitere 24 Mark für das DSL-Add-on fällig .
Enthalten ist darin ein Transfervolumen von 500 MByte , jedes weitere GByte
kostet 69 Mark . Hinzu kommen wie gehabt die Kosten für den T-DSL-Anschluss der
Telekom , der Voraussetzung ist . Über die Leitungen anderer DSL-Anbieter läuft
Snafu-DSL nicht . Die bestehenden Verträge wandelt Snafu per Änderungskündigung
zum 1. September um ; wer das nicht möchte , kann jederzeit kündigen . Als Grund
für die Tarif-Änderung gab Lenz an , dass der bisherige Tarif " wirtschaftlich
nicht mehr zu vertreten " sei . Das bedeute jedoch keinesfalls , dass es dem
Unternehmen selbst schlecht gehe . Neuer Versuch einer " Erotik-Flatrate " Das
Ein-Mann-Unternehmen User Permission Marketing Portale ( UPMP ) des Münsteraners
Oliver Lauhoff hat damit begonnen , E-Mail-Adressen von Interessenten für eine
durch Erotik-Werbung mitfinanzierte Flatrate ( Eroflat ) zu sammeln . Der Zugang
soll außer einer einmaligen Einrichtungsgebühr von 33 Euro monatlich 11 Euro
kosten , die Kündigungsfrist soll einen Monat betragen . In diesem Fenster soll
ausschließlich Werbung aus dem Erotik-Bereich zu sehen sein . Es sollen keine
festen IP-Adressen vergeben werden , bei Inaktivität wird die Verbindung
getrennt . Zunächst wolle er mittels der Adressen-Sammlung erst einmal prüfen ,
ob überhaupt ausreichend viele Nutzer Interesse an einem solchen Dienst hätten ;
es seien mindestens 10.000 bis 15.000 Kunden notwendig . Mit anderer Werbung
habe er in seinem Projekt Supertown - werbefinanzierter Webspace - schlechte
Erfahrungen gemacht , sagte Lauhoff . Er nehme deshalb dafür keine neuen Kunden
mehr an . Wer bereits Kunde ist , wird wegen der ausgesprochen schlechten
Performance keine große Freude mehr an Supertown haben . Die Eroflat ist nicht
der erste Versuch , einen Flatrate-Tarif teilweise über Erotik-Werbung zu
finanzieren . Medien Info Center ( MIC ) war mit einem vergleichbaren Angebot
vor einigen Monaten gescheitert . Die Deutsche Telekom will am morgigen Mittwoch
die Leitungen des Telekommunikatonsanbieter Callino komplett abschalten .
Lediglich die Erreichbarkeit der Notrufnummern 110 und 112 bei
Preselection-Kunden bleibt weiterhin erhalten . Laut Telekom konnte das in
Insolvenz befindliche Unternehmen trotz intensiver Verhandlungen kein
tragfähiges Zahlungskonzept für die aufgelaufen Verbindlichkeiten vorlegen . "
Die Tatsache , dass Callino bei der Telekom mit einem einstelligen
Millionenbetrag nur etwa einen Monat im Rückstand ist , lässt diese Entscheidung
ungewöhnlich rigoros erscheinen " . Callino ist nicht das erste Unternehmen ,
dem der Rosa Riese die Leitungen stilllegt . Vorher waren bereits die Star
Telecom und TelDaFax davon betroffen . Mehrere weitere Anbieter wurden von der
Telekom bereits zur Zahlung ihrer Schulden aufgefordert . Telekom darf weiter
XXL-Pauschaltarif anbieten Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und
Post ( RegTP ) hat entschieden , dass die Telekom den XXL-Pauschaltarif weiter
anbieten darf - unter der Voraussetzung , dass der Rosa Riese das Angebot nicht
nur für ISDN- , sondern auch für Analog-Zugänge anbietet . Ein entsprechender
Antrag der Telekom müsse bis 10. August 2001 bei der RegTP vorliegen . Die
Deutsche Telekom soll monatlich über die Nutzerzahl und das Nutzungsverhalten
bei XXL berichten . Kunden des XXL-Tarifs zahlen derzeit 15 Mark Aufschlag zur
normalen ISDN-Monatsgrundgebühr und telefonieren dafür an Sonn- und Feiertagen
ohne weitere Kosten . Das Surfen im Internet kostet jedoch die normalen Gebühren
, falls der Zugang nicht über lokale Zugangsnummern , sondern über Sondernummern
abgewickelt wird . XXL war Mitte 2000 eingeführt worden . Die Telekom wollte
bisher keinen Kommentar zu der Entscheidung abgeben . Besteuerung von Surfen am
Arbeitsplatz weiter in der Diskussion Die Frage , ob das private Surfen am
Arbeitsplatz nun besteuert wird oder nicht , bleibt trotz der Aussage von
Torsten Albig vom Bundesfinanzministeriums am Wochenende weiterhin offen . Ob
dieser Wunsch , das Internet als Wirtschaftsfaktor nicht zu behindern , nun mit
einem Verwerfen der Vorschläge zur Besteuerung des privaten Surfens am
Arbeitsplatz gleichzusetzen ist , bleibt allerdings ungeklärt : Ein Sprecher des
Ministeriums betonte heute , dass die Vorschläge in dieser Richtung noch nicht
abschließend diskutiert seien - wenn auch die Diskussion nicht gerade mit aller
Kraft vorangetrieben werde . Immerhin könne man mit den durch diese Regelung zu
erwartenden Erträgen " keinen Haushalt sanieren " . Erschwert wird die
Diskussion durch die Frage , wie eine solche Besteuerung aussehen könnte . Wie
eine solche Überwachung datenschutzrechtlich zu handhaben sein wird , haben die
Finanzexperten noch nicht diskutiert . Ausgelöst wurde die Diskussion durch
einen Vorschlag des Bundesfinanzministeriums , die private Nutzung des Internets
am Arbeitsplatz der privaten Nutzung des Telefons am Arbeitsplatz
gleichzustellen . Er sorgte aber erst nach der Veröffentlichung im
Bundessteuerblatt für Aufsehen . Der Vorschlag für die Besteuerung privaten
Surfens am Arbeitsplatz kam nach Angaben des Finanzministeriums auf Bitten der
Länder zustande , die vermeiden wollen , dass es 16 verschiedene Regelungen in
dieser Frage gibt . 10.000 Domains in Berlin zeitweise nicht zu erreichen Der
Berliner Internet-Provider und Domain-Anbieter BerlinWeb war am heutigen 17.
Juli mehrere Stunden lang offline . Betroffen waren laut BerlinWeb-Inhaber
Clemens Gerth zirka 10.000 Kunden , die ihre Web-Domains über den Berliner
Anbieter laufen lassen . Flatrate- und Internet-by-Call-Kunden sollen hingegen
keine Einschränkungen erlitten haben . Warum BerlinWeb zwischen 11.10 Uhr und
15.27 Uhr nicht erreichbar war , ist allerdings derzeit noch nicht klar . Eine
entsprechende Störungsmeldung sei um 13.39 Uhr bei der Telekom eingegangen , so
der Berliner Telekom-Sprecher Bernhard Krüger . Zumindest die Verantwortlichkeit
ist allerdings geklärt : Schuld hat in jedem Fall die Telekom , wie Krüger
einräumte : Es habe sich um ein Leitungsproblem gehandelt , zu dem aber bisher
keine Einzelheiten bekannt seien . BerlinWeb bietet Internet-by-Call für 5
Pfennig die Minute und eine Flatrate für 49 Mark monatlich ( Bereitstellung 29
Mark ) an . Außerdem lassen sich dort für einmalig 49 Mark und danach 1 Pfennig
monatlich Domains belegen , die allerdings keinen eigenen Webspace umfassen ,
sondern lediglich eine Weiterleitung auf eine bestehende Site ermöglichen .
Kostenpflichtige MP3- und DVD-Plug-ins für Media Player XP In Zusammenarbeit mit
Cyberlink , Intervideo und Ravisent will Microsoft neue Plug-ins für den Windows
Media Player XP anbieten . Ein Plug-in soll das Auslesen von Audio-CDs und die
Umwandlung der Songs in das MP3-Format ermöglichen . Ältere Versionen des Media
Player konnten MP3-Dateien bislang nur abspielen und als Audio-CD brennen . Ob
das MP3-Plug-in einen Kopierschutz beziehungsweise eine Urheberrechtsverwaltung
( Digital Rights Management , DRM ) wie schon WMA integriert , ist bislang nicht
bekannt . Ein weiteres Plug-in soll das Abspielen von DVDs ermöglichen . Beide
Plug-ins will Microsoft ab dem 25. Oktober , dem Termin der Markteinführung von
Windows XP , zu einem noch nicht genannten Preis zum Download anbieten . Das MP3
Creation Pack und das DVD Decoder Pack kann man unabhängig voneinander kaufen .
Microsoft will den Media Player fest in Windows XP integrieren , eine
Beta-Version kursierte allerdings bereits gegen den Willen der Redmonder als
Stand-Alone-Version im Internet . Group 3G schließt Interconnection-Vertrag mit
Telekom Die spanisch-finnische Group 3G , ein Konsortium von Telefonica und
Sonera , hat mit der Deutschen Telekom einen Interconnection-Vertrag
abgeschlossen . Dies erlaubt potenziellen Mobilfunk-Kunden von Group 3G ,
Gespräche in das Festnetz der Telekom zu führen und sich von dort aus auch
anrufen zu lassen . Bislang hat Group 3G jedoch noch keine Kunden in Deutschland
, erst ab Anfang 2002 will das Unternehmen erste mobile Datendienste in
Deutschland anbieten . Hierzu hatte das Unternehmen Anfang Mai die
Voraussetzungen geschaffen und mit E-Plus einen Vertrag über die Anmietung von
GSM-Netzkapazitäten geschlossen . Im vergangenen Jahr hatte das
Telefonica/Sonera-Unternehmen eine UMTS-Lizenz in Deutschland ersteigert ; Ende
2002 will Group 3G dann mit UMTS-Diensten starten . Mobiler Internet-Dienst
i-Mode kommt später nach Europa Der japanische Mobilfunkanbieter NTT DoCoMo hat
eine Verschiebung der Markteinführung der so genannten i-Mode-Services
angekündigt , einem Internet-Zugang per Mobiltelefon . Eigentlich wollten die
Japaner die neuen Dienste ab dem nächsten März anbieten , nun verzögert sich die
geplante Markteinführung um drei bis sechs Monate . Schuld an der Verschiebung
ist laut Kiyoyuki Tsujimura , Managing Director von DoCoMo , nicht das eigene
Unternehmen , Schuld seien die europäischen Netzanbieter . Diese kommen mit der
technischen Aufrüstung der Netze nicht so schnell voran wie angenommen , sagte
Tsujimura in einem Interview mit dem Wall Street Journal Asia . Ihm zufolge
haben die europäischen Netzanbieter angeblich Probleme mit der vollen
Integration von WAP und GPRS . i-Mode ist mit WAP vergleichbar . Die mobilen
Surfer landen hierbei auf speziellen Webseiten , abgerechnet wird jedoch nach
Datenvolumen und nicht nach Online-Zeit . Der Dienst ist bislang vor allem in
Japan sehr populär . HP will nach gutem Geschäftsergebnis Aktien splitten Der
Hardwarehersteller Hewlett-Packard ( HP ) hat im dritten Quartal seines
Geschäftsjahres , das am 31. Juli endete , einen höheren Gewinn erwirtschaftet
als von den Analysten erwartet . Die Bereiche Home-PC und Notebooks haben nach
Angaben von HP besonders stark zu den Gewinnsteigerungen beigetragen . Die
Umsätze bei PCs waren im Jahresvergleich um 62 Prozent gewachsen , bei Notebooks
sogar um 93 Prozent . SGI gibt Open Inventor 3D als Open Source frei SGI hat das
Grafik-Toolkit Open Inventor 3D als Open Source freigegeben . Open Inventor ist
ein auf OpenGL aufbauendes Paket zur Entwicklung von Grafik-Applikationen . Den
unter der GNU Lesser General Public License stehenden Source-Code gibt es ab
sofort auf einer speziellen Website von SGI . Laut Kurt Akeley , Chief
Technology Officer bei SGI , möchte die Firma Open Inventor durch das Freigeben
des Source-Codes für die Linux-Gemeinde verfügbar machen und erreichen , dass
diese die Software dann auch erweitert . Bisher läuft Open Inventor auf allen
SGI-Platformen , Windows 9x und NT und einigen Unix-Derivaten . Vor kurzem hatte
SGI bereits die OpenGL Sample Implementation als Open Source verfügbar gemacht .
Infomatec AG verbreitete falsche Erfolgsmeldung Die Augsburger Infomatec AG hat
im vergangenen Jahr laut einem Bericht der Computer-Woche eine Ad-Hoc-Mitteilung
verbreitet , die zumindest in Teilen falsch war . Solche Ad-Hoc-Meldungen müssen
börsennotierte Unternehmen über Geschäftsereignisse verbreiten , die den
Aktienkurs beeinflussen können . In der Mitteilung wird der Abschluss eines
Rahmenabkommens zwischen Infomatec und MobilCom verkündet . Bei diesem "
mindestens " handelte es sich , wie erst jetzt bekannt wurde , um eine nicht
korrekte Angabe . Bisher hat die Mobilcom aber lediglich 14.000 Boxen abgenommen
- die Abnahme weiterer Boxen ist nach Angaben von Mobilcom-Sprecher Stefan Arlt
" derzeit nicht geplant , aber nicht grundsätzlich ausgeschlossen " . Diese
vertraglich vereinbarte Mindestabnahme von lediglich 14.000 Stück war in der
Ad-Hoc-Meldung ebenfalls nicht erwähnt worden . Auf Anfrage von c't bestätigte
Infomatec-Sprecherin Rianne Biesters den Fehler in der Ad-Hoc-Mitteilung . Es
hätte nicht " mindestens " , sondern " maximal " heißen müssen , sagte sie .
Infomatec bereite nun eine neue Ad-Hoc-Mitteilung mit einer Berichtigung vor ,
die am morgigen Freitag veröffentlicht werden soll . Allerdings hat Mobilcom
auch bis heute nicht offiziell auf die falsche Ad-Hoc-Meldung reagiert . Die
Computer-Woche zieht aber auch noch andere Ad-Hoc-Meldungen von Infomatec in
Zweifel . Infomatec erklärte zu diesem Vorwurf , bei diesem Geschäft handele es
sich lediglich um eine Vertriebsvereinbarung - die entsprechenden Verträge
würden in der kommenden Woche unterzeichnet . Übernahmegerüchte um Primacom Die
amerikanische Firma Liberty Media , die zu Deutschlands größtem
Kabelnetzbetreiber aufsteigen will , möchte angeblich den drittgrößten
Konkurrenten Primacom schlucken . Dies berichtet die Financial Times unter
Berufung auf US-Bankenkreise . Demzufolge könnte schon in den nächsten Tagen ein
Angebot an die Primacom-Aktionäre ergehen . Ein Sprecher von Primacom
dementierte jedoch vorerst das Übernahmegerücht gegenüber heise online : Ihm
seien keinerlei Kaufabsichten bekannt . Öffentlicher Internetzugang über WLAN
Der Hardware-Hersteller Elsa plant in Zusammenarbeit mit dem Aachener
Lokalprovider accom den Aufbau eines Netzes von Internetzugängen via drahtlosem
Netzwerk ( Wireless LAN , WLAN ) in der Aachener Innenstadt . Über die von Elsa
als " Public Spots " bezeichneten Zugänge können sich Kunden über einen Browser
beim Provider einwählen , die Identifizierung des Kunden soll eine speziell von
Elsa erstellte Software übernehmen . In der Einführungsphase bis Ende dieses
Jahres ist der Internet-Zugang kostenlos , was das Surfen via WLAN danach kostet
, ist noch nicht bekannt . Auch hat sich der Aachener Hardware-Hersteller
bislang noch nicht dazu geäußert , ob auch in weiteren Städten " Public Spots "
eingerichtet werden sollen . Elsa ist nicht das erste Unternehmen , das
öffentliche Plätze mit WLAN-Zugängen ausstatten möchte . Das Schweizer Startup
Monzoon Networks etwa will mittelfristig sämtliche Business Lounges der
Fluggesellschaft Swissair mit Wireless LANs ausrüsten . Vorsprung von AOLs
Instant Messenger schwindet Einer neuen Studie zufolge ist der Marktanteil des
AOL Instant Messenger ( AIM ) in den USA bei weitem nicht mehr so hoch wie noch
vor einiger Zeit . Mit den so genannten Messaging-Programmen können
Internet-Nutzer online Text-Botschaften untereinander austauschen . Der hohe
Marktanteil der Messaging-Programme AIM und des ebenfalls AOL gehörenden ICQ
hatte AOL mehrmals Vorwürfe eingebracht , da andere Messengerhersteller ein
Monopol vermuteten . Die neue Studie von Jupiter Media Metrix belegt hingegen ,
dass andere Messenger-Programme von Microsoft und Yahoo deutlich aufholen
konnten . Die Marktforscher begründen die steigenden Anteile der
AOL-Konkurrenten damit , dass viele User mehrere Messenger verwenden , um auch
wirklich mit allen Bekannten chatten zu können . Aber auch die Unterschiede in
Funktion und Design würden Anwender zur Nutzung verschiedener
Messaging-Programmen veranlassen . Der Entwicklung vorausgegangen ist ein langer
Streit zwischen den verschiedenen Anbietern , welche Messenger mit welchen
Konkurrenzprogrammen zusammenarbeiten dürfen und ob es einen einheitlichen
Standard geben wird . TelDaFax will von der Telekom Geld zurück Die
angeschlagene TelDaFax hat nach eigenen Angaben am heutigen Freitag beim
Landgericht Köln erneut eine einstweilige Verfügung gegen die Deutsche Telekom
beantragt . Voraus ging ein Streit um die Abschaltung von TelDaFax . " Nun holen
wir unser Geld zurück . " " Die Telekom muss uns dieses Geld aushändigen , ohne
es mit unseren Schulden verrechnen zu dürfen , da sie dieses Geld treuhänderisch
eingezogen hat " , sagte Bernd Reuss . An diesem Tag will das Gericht über den
Widerspruch gegen die einstweilige Verfügung zur Wiederanschaltung von TelDaFax
entscheiden . Telekom : " Die T-DSL-Flatrate bleibt " Die Deutsche Telekom
dementierte am heutigen Montag gegenüber heise online Gerüchte , denen zufolge
sie das T-DSL-Flatrate-Angebot einstellen wolle . " Für Privatkunden wird sich
an den derzeitigen Tarifen nichts ändern " , so Telekom-Sprecher Frank Domagala
. Die Gerüchte tauchten erstmals auf , nachdem der rosa Riese überraschend die
Mindestlaufzeit der Flatrate-Verträge von 12 Monaten auf sechs Tage gekürzt
hatte . Ein ähnlicher Vorgang war der Einstellung der Flatrate für ISDN- und
Analog-Zugänge der Telekom vorausgegangen . Windows Media Player 7 mit
CD-Brenner und Sicherheitsproblemen Microsoft hat jetzt die Final-Version (
Build 7.00.00.1954 ) des Windows Media Players 7 zum Download bereit gestellt ;
auch die deutschsprachige Version ist bereits verfügbar . Die 9,3 MByte große
Software , die laut Microsoft nur unter Windows 98 und 2000 läuft und auch in
Windows Millenium enthalten sein wird , vereint die Funktionen eines Audio- und
Video-Players mit denen eines Audio-CD-Brenners . Darüber hinaus bietet der
Media Player auch Internet-Radio an . Einige Voreinstellungen , die die
Sicherheit betreffen , können allerdings bei Anwendern mit
Sicherheitsbewusstsein neue Phobien gegenüber Microsoft auslösen . Der Media
Player startet nach der Installation recht gemächlich und begrüßt den Anwender
mit einer Oberfläche , die nur bedingt übersichtlich ist . So stehen dem User
zwar verschiedene Buttons zur Verfügung , mit denen er schnell auf Audio-CDs ,
Internet-Radio sowie einige weitere Funktionen zugreifen kann ; will er aber
weiter gehende Funktionen erreichen , so ist ziemlich schnell Schluss mit
intuitiver Bedienung . So findet man den Button zum Kopieren einer CD auf die
Festplatte nicht in der Menüleiste , sondern als kleinen roten Knopf über den
Song-Einträgen . Recht nett anzuschauen hingegen sind die verschiedenen
Oberflächen ( Skins ) , die man dem Media Player verpassen kann , solange er in
der reinen Play-Funktion aktiv ist , sowie verschiedene Visualisierungen , die
die Musik auch optisch rüberbringen sollen . Während nur wenige Skins
mitgeliefert werden , sind immerhin über 30 Visualizations verfügbar . Weitere
können aus dem Internet runtergeladen werden . Sound Machine Der Audio-Player
beherrscht zwar die gängigsten Formate MP3 , MIDI und WAV , kommt aber
beispielsweise mit VQF-Dateien noch nicht klar . Immerhin kann er aber endlich
Playlisten abspeichern . Bei Audio-CDs verfügt er über
Identifizierungsmöglichkeiten , sofern der PC an das Intenet angeschlossen ist .
Dabei werden auch die Daten der CD übertragen . Wird dies nicht gewünscht , kann
man den Windows Media Player " offline " arbeiten lassen , allerdings stehen
dann auch alle anderen Internet-gebundenen Funktionen wie beispielsweise
Internet-Radio nicht zur Verfügung . Neu ist auch , dass Audio-CDs ausgelesen
und auf Festplatte gespeichert werden können , allerdings nur in Microsofts
eigenem Audio-Format Windows Media Audio ( WMA ) . Völlig neu und in den letzten
Betas auch noch nicht enthalten ist die Funktion " copy to cd " , hinter der
sich ein kleines Brenn-Utility versteckt , mit dessen Hilfe aus verschiedenen
Audio-Formaten Audio-CDs gebrannt werden können . Die Software selbst stammt von
Adaptec . Allerdings scheint das Brenn-Utility noch nicht so ganz ausgereift zu
sein . Bei einem zweiten Versuch verarbeitete der Brenner anstandslos und ohne
Fehlermeldungen eine leere Playlist , der Rohling wurde aber trotz des angeblich
erfolgreich abgeschlossenen Schreibvorgangs nicht beschrieben . Negativ fiel uns
ebenfalls auf , dass während des Brenn-Vorgangs in dem Übersichtsfenster , in
dem der Verlauf des Brennens angezeigt wird , ein Button namens " Upgrade now "
erscheint , der zum Öffnen des Browsers führt : Der Anwender landet auf der
Adaptec-Homepage . Wie sich Adaptec ein Upgrade der Software während des
Brennprogramms vorstellt , ist uns nicht ganz klar . Es scheint Adaptec auch
wenig zu interessieren , dass einige ältere Rechner auf das Öffnen weiterer
Programme während des Brennens gerne mal mit einem " Buffer Underun " reagieren
. Auch der Media Player funktioniert während des Brennvorgangs weiterhin und
spielt fröhlich Musik ab . Bunte Bilder Der Videoplayer spielt wie gehabt AVI- ,
MPG- und ASF-Dateien ab und beherrscht ebenso wie der Audio-Player Playlisten .
Während des Abspielens können Helligkeit , Contrast , Farbton und -sättigung
geregelt werden . Merkwürdig allerdings zeigt sich das Verhalten einiger Skins ,
bei denen die Bedienelemente um ein vielfaches größer dargestellt werden als das
Video selbst . Da aber die Video-Darstellung auch im eigentlichen
Media-Player-Fenster möglich ist , sollte dieses wohl kein allzu großes Problem
darstellen . Zusammengefasst werden sämtliche Dateien , die mit dem Media Player
abgespielt wurden , in einer so genannten Media-Bibliothek . Dazu gehört auch
eine Suchroutine , um alle Multimedia-Daten auf dem Rechner zu erfassen . Auf
diese Informationen der Bibliothek kann über andere Anwendungen auf dem Computer
und im Internet zugegriffen werden . Immerhin erklärt Microsoft während der
Installation der Software deutlich ( sofern man nicht routinemäßig einfach immer
auf " weiter " klickt ) , dass solche Daten übertragen werden . Die Möglichkeit
besteht , diesen Zugriff zu deaktivieren , entsprechende Einstellungen finden
sich in den " Optionen " des Media Players . Der Media Player erfasst nach
Aussage von Microsoft keine persönlichen Daten , allerdings werden bei "
bestimmten Gelegenheiten " " Informationen zur eindeutigen Identifizierung eines
Computers " über das Internet übertragen . Um diesen Dienst bereitstellen zu
können , muss der Windows Media Player direkt mit einem Medienserver
kommunizieren . Die Verbindungen zu diesem Server werden überwacht und
mitprotokolliert , denn " durch das Überwachen der Verbindung kann der Server
Anpassungen vornehmen , um eine verbesserte Wiedergabequalität zu bieten " .
Protokolliert werden laut Microsoft folgende Daten : " Verbindungszeit ,
IP-Adresse ( Internet Protocol ) , Clientversion , Clientidentifizierung ( ID )
, Datum , Protokoll usw " . Was unter " usw. " zu verstehen ist , ist bisher
allerdings nicht bekannt . Die Client-ID wird aus einem global eindeutigen
Bezeichner ( Globally Unique Identifier , GUID ) erstellt . Die ID wird durch
die Installation des Windows Media Player über Standardfunktionen des
Betriebssystems generiert und vom der Software zum Protokollieren gespeichert .
Auch hier ist Microsoft aber mittlerweile so fair und verrät , wie die
eindeutige Identifizierung des Rechners verhindert werden kann : Microsoft hat
allerdings aus dem ILOVEYOU-Wurm scheinbar noch nicht genug gelernt : Auch im
Media Player sind wieder diverse Schalter , die den Zugriff per Internet auf den
lokalen Rechner erlauben , eingeschaltet . Zwar gibt es Ausnahmen - so ist der
Zugriff von fremden Websites auf die eigene Media-Bibliothek ausgeschaltet -
aber Software auf dem eigenen Rechner darf standardmäßig zumindest lesend
zugreifen . Es ist zwar schon mal nicht schlecht , dass Microsoft den Nutzern
erklärt , wie ungewünschte Funktionen ausgeschaltet werden . Unter
Sicherheitsaspekten wäre es aber besser , den Nutzern zu erklären , wie sie
Funktionen bei Bedarf einschalten . Shareware Industry Awards vergeben In Tempa
, Florida wurden die Shareware Industry Awards für das Jahr 2000 vergeben .
Gewinner in der Kategorie " Best Overall Utility " wurde einmal wieder der
Klassiker Winzip . Das Komprimierungstool für Windows hatte schon in den Jahren
1994 und 1997 gewonnen . Gewonnen hat in diesem Bereich außerdem das
Passwort-Verwaltungs-Tool Darn! Passwords von Emmasoft . Nominiert waren
außerdem Backup Plus von Avantrix sowie der Desktop-Ersatz Talisman von LightTek
. Als " Beste Applikation " wählte die Jury den Text-Editor NoteTab Light , der
nebenbei auch gleich noch reichlich Funktionen im Bereich HTML mitbringt . In
der Kategorie " Bestes Graphik-Programm " gewann das bereits im letzten Jahr
nominierte Microangelo , das damit immerhin Konkurrenten wie IrfanView oder
PaintShop Pro auf die Plätze verwies . In der Kategorie " Bestes Sound-Programm
" gewann wenig überraschend CoolEdit 2000 . Im Bereich " Internet " gab es
insgesamt vier Gewinner , den FTP Voyager , das Chat-Tool ICUII , den
E-Mail-Client Eudora sowie das Video-Conferencing-Tool ICU2 . Schließlich wurden
auch im Bereich " Spiele " Preise vergeben . Hier gewannen das Taktik-Spiel
Dweep sowie das Quizspiel Score a Million . In einem Bereich gab es in diesem
Jahr keinen Sieger : Das Podest des " innovativsten Programms " des Jahres blieb
leer . Der Shareware Industry Award wird seit 1992 jährlich von einer Jury aus
Sharewareautoren , Softwarefirmen und Journalisten verliehen . In insgesamt 14
Kategorien gibt es die Auszeichnung zu gewinnen . Sämtliche gekürten und
nominierten Programme sind auf der Homepage der Shareware Industry Conference zu
bekommen . Regulierer wirft Telekom Wettbewerbsverzögerung im Ortsnetz vor Der
Präsident der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post ( RegTP ) ,
Matthias Kurth , hat in einem Interview mit der Financial Times Deutschland der
Telekom schwere Vorwürfe gemacht . Sie beziehen sich auf den Wettbewerb im
Ortsnetz , den der rosa Riese nach Ansicht von Kurth durch immer neue
Eilverfahren gegen Entscheidungen der RegTP zu behindern suche . " Man kann
schon auf den Gedanken kommen , dass da auf Zeit gespielt wird " , meinte Kurth
. So hatte die Telekom vor dem Verwaltungsgericht Köln in einem Eilverfahren den
Stopp der im letzten September von der RegTP festgelegten neuen
Durchleitungstarife erreicht . Dies war ein harter Schlag gegen die Konkurrenten
des Ex-Monopolisten , die auf sinkende Kosten bei der Nutzung des Netzes der
Deutschen Telekom ab dem 1. Juni hofften . Auch beim Streit um die
Rechtmäßigkeit der Netzzusammenschaltungs-Anordnung ( " Line-Sharing " ) durch
die RegTP gelang der Telekom ein Etappensieg . Das Oberverwaltungsgericht in
Münster bestätigte einen Beschluss des Kölner Verwaltungsgerichts vom Dezember ,
das im Eilverfahren eine entsprechende Anordnung der RegTP ausgesetzt hatte .
Für die Telekom bedeutet dies , dass sie Konkurrenten wie etwa Arcor vorerst
keinen verbilligten Zugang zu ihren Netzen anbieten muss . Erst im Herbst will
die Telekom ein eigenes Angebot hierzu vorlegen . Telekom-Sprecher Stephan
Broszio wies die Vorwürfe von Kurth entschieden zurück . Die Ausnutzung der
rechtlichen Mittel sei vollkommen legitim und dient letztlich dem Schutz der
Mitarbeiter und Aktionäre . Es sei " verwunderlich " , wenn Kurth der Telekom
deshalb Vorwürfe mache . Die Vorwürfe , die Behördenchef Kurth gegen die Telekom
erhebt , sollen wohl auch als Befreiungsschlag dienen . Seit seinem Amtsantritt
werfen ihm Kritiker immer wieder vor , zu Telekom-freundlich zu sein . Zuletzt
hatte ihm etwa der Providerverband VATM mangelnde Durchsetzungsfähigkeit
vorgehalten . Telekom ändert Rechnung beim XXL-Tarif Bislang führte die Deutsche
Telekom bei Abrechnungen der XXL-Tarife im Einzelverbindungsnachweis alle
abgehenden Gespräche auf . Doch damit ist jetzt Schluss : Ab sofort tauchen all
jene Gespräche , die bei diesem Tarif an Sonn- und Feiertagen kostenlos sind ,
im Einzelverbindungsnachweis nicht mehr auf . Bislang wurden bei diesen die
angerufene Telefonnummer und die Kostensumme 0,00 DM aufgeführt . Als Begründung
gab ein Telekom-Sprecher gegenüber heise online an , dass die Telekom mit der
Änderung eine Anforderung der Telekommunikationsdatenschutzverodnung erfülle .
Die sehe vor , dass Daten , die für die Rechnungsstellung nicht erforderlich
seien , umgehend gelöscht werden müssten . Und da beim XXL-Tarif an Sonn- und
Feiertagen keine für die Rechnung relevanten Kosten anfallen , dürfe man die
Gesprächsdaten auch nicht abdrucken . Vorteil für den rosa Riesen : Er
verringert so die Kosten für die Speicherung der Gesprächsdaten , zudem fallen
die Druckkosten der Rechnung etwas geringer aus . Kunden des XXL-Tarifs zahlen
derzeit 15 Mark Aufschlag zur normalen ISDN-Monatsgrundgebühr und telefonieren
dafür an Sonn- und Feiertagen ohne weitere Kosten . Das Surfen im Internet
kostet ebenfalls nichts , falls der Zugang nicht über Sondernummern , sondern
über lokale Zugangsnummern abgewickelt wird . XXL war Mitte 2000 eingeführt
worden . Versatel stellt auf Flatrate um Bislang bot Versatel in Teilen
Nordrhein-Westfalens ADSL-Zugänge an , bei denen nach dem jeweils anfallenden
Transfervolumen abgerechnet wurde . Die Kunden hatten zwei GByte Transfervolumen
frei , jedes weitere MByte kostete 6,5 Pfennig . Doch diese Art der Abrechnung
hat sich für Versatel offensichtlich als zu arbeitsintensiv und wenig profitabel
herausgestellt . Ab sofort stellt Versatel alle entsprechenden Verträge um ,
sodass die Kunden nun eine echte Flatrate haben . Dieses bestätigte ein
Versatel-Sprecher gegenüber heise online . Sonst soll sich an den bestehenden
Tarifen nichts ändern . Versatel bietet unter anderem mit dem DSL Power Pack
einen ADSL-Tarif mit Übertragungsraten von maximal 1024 kBit/s im Downstream und
256 kBit/s im Upstream . Die monatliche Grundgebühr beträgt 119,80 DM , als
einmalige Einrichtungsgebühr sind nochmals 220 Mark fällig . Eine Marktübersicht
schneller Internet-Zugänge veröffentlichte c't in Ausgabe 13/01 . Versatel war
im letzten Jahr mit seinem bundesweiten Flatrate-Angebot für Privatkunden unter
dem Label " Sonne " gescheitert . Die Sonne-Flatrate war bereits im September
2000 untergegangen , das Sonnet-Portal stellte die Firma dann Mitte Dezember ein
. AOL : ab August DSL- und ISDN-Flatrates für 39,90 DM ( Update ) Der
Onlinedienst AOL will ab August zwei neue Flatrate-Tarife bringen . Beide Tarife
sind echte Flatrates , also Internet-Zugänge zum Pauschaltarif ohne Zeit- oder
Volumenbeschränkung , Einwahlgebühren oder Mindestumsätzen . Interessenten
können sich ab dem 19. Juli auf der AOL-Homepage anmelden . Beim DSL-Tarif
namens " Highspeed-DSL " handelt es sich um den reinen Dienst , die Technik
kommt weiterhin von der Telekom . Mit anderen Worten : Wer über den DSL-Tarif
von AOL surfen möchte , benötigt T-DSL von der Telekom . Ist das noch nicht
vorhanden , muss der Kunde es selbst beantragen . DSL-Leitungen anderer Anbieter
werden nicht unterstützt . Hat es die Telekom geschafft , die Hardware zu
liefern und den Zugang freizuschalten , kann man die von AOL gelieferte
Zugangssoftware aufspielen , die seit Version 6.0 DSL-tauglich ist . Die
technischen Daten des AOL-DSL-Tarifs sind die gleichen wie die des
T-DSL-Flat-Tarifs von T-Online . Die Übertragungsrate liegt bei maximal 768
kBit/s im Downstream und 128 kBit/s im Upstream . Die Verwendung von Routern ist
nicht gestattet , es gibt lediglich eine dynamische IP-Adresse sowie eine
Zwangstrennung nach 24 Stunden , bei der jedoch eine sofortige erneute Einwahl
möglich ist . AOL verspricht , den Dienst innerhalb weniger Tage freizuschalten
, sobald man über T-DSL verfügt . Der Preis von 39,90 Mark monatlich gilt bei
Abschluss eine Vertrages mit einer Mindestdauer von zwölf Monaten . Ohne
Mindestlaufzeit kostet der AOL-DSL-Tarif 49,90 Mark . In beiden Fällen ist der
erste Monat gratis . Wer mit den DSL-Zugangsdaten über einen ISDN- oder
Analog-Anschluss surft , zahlt 2,8 Pfennig pro Surfminute . AOL will seinen
Kunden demnächst mit Unterstützung des in den Konzern einverleibten Medienriesen
Time Warner unter dem Namen AOL Plus speziell für Breitband konzipierte Inhalte
anbieten . Näheres hierzu ist bislang nicht bekannt . Auch für ISDN- und analoge
Internet-Zugänge will AOL ab August wieder eine echte Flatrate anbieten - drei
Monate nach dem Einfrieren des alten 78-Mark-Angebots . Hier gibt es allerdings
einen Haken : Nur 1000 potenzielle Kunden pro Woche will AOL per
Zufallsgenerator bestimmen , die einen schmalbandigen Flatrate-Tarif für 39,90
Mark bekommen . AOL sorgt selbst dafür , dass die Zahl 1000 auch erreicht wird :
Sämtliche AOL-Kunden landen automatisch im Lostopf , ob sie wollen oder nicht .
Sollten ein ausgelostes AOL-Mitglied die Flatrate nicht wollen , ist fraglich ,
was passiert : Teilt der Ausgeloste die Ablehnung AOL sofort mit , soll die
Flatrate zwar erneut ausgelost werden . Allerdings hat er vier Wochen Zeit , um
sich zu entscheiden , und was nach Ablauf der Zeit mit einem nichtangenommenen
Flatrate-Tarif passiert , ist bislang unklar . Im Lostopf landen auch alle
Bestandskunden der eingefrorenen Flatrate , deren Verträge will AOL nämlich
nicht verlängern . Bisherige AOL-Flatrate-Kunden , denen keine neue
Billig-Flatrate zugeteilt wird , stellt AOL nach Vertragsablauf automatisch auf
einen neuen Tarif namens AOL Power um . Der ähnelt dem Surftime-90-Tarif von
T-Online auffallend , auf den T-Online seine Flat-Kunden nach Vertragsende
umstellte : Auch hier hat der Kunde zum alten Preis von 78 Mark 90 freie
Surfstunden pro Monat , danach kostet jede Surfminute 2,9 Pfennig . Der
Chefetage von AOL ist durchaus klar , dass sie mit dem Angebot keinen Gewinn
erwirtschaften kann . Dazu sind die derzeitigen Durchleitungsgebühren , die ein
Provider pro Surfminute seines Kunden an die Telekom zahlen muss , einfach zu
hoch . Auch die so genannte Großhandelsflaterate , bei der die Telekom die
Durchleitungsgebühren pauschal abrechnet , lässt keine Gewinne erwarten . AOL
will jedoch ein Signal an die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post
( RegTP ) sowie die Politik setzen , damit die Telekom zu einer Preisreduktion
der Großhandelsflatrate gezwungen wird . Sollte es dazu kommen , will AOL die
Annahme-Beschränkung auf 1000 Kunden pro Woche abschaffen : " Wir werden dieses
Angebot allen Kunden anbieten können , sobald die Telekom eine faire
Großhandelspauschale offeriert , wie es die Ex-Monopolisten in führenden
Internet-Nationen schon gemacht haben . " , so AOL-Chef Uwe Heddendorp . Mit
einer Studie hat AOL vor kurzem bereits versucht nachzuweisen , dass die Telekom
den Preis drastisch reduzieren könnte , ohne dadurch Verluste einzufahren .
Siehe dazu auch : IBM liefert Server mit SuSE-Linux Linux erfreut sich bei IBM
großer Beliebtheit - und nach Vereinbarungen mit Red Hat holt sich Big Blue
einen weiteren Partner ins Boot . Der deutsche Linux-Distributor SuSE hat mit
IBM ein Abkommen geschlossen , demzufolge Big Blue zukünftig in Europa die
Netfinity-Server , IBMs Server-Linie mit Intel-Prozessoren , mit
vorinstalliertem SuSE-Linux ausliefern kann . Auf wie vielen Servern die
SuSE-Distribution vorinstalliert wird , ist bisher nicht bekannt . Auch weitere
Details legten die Unternehmen bislang nicht offen . Als zusätzliches Gimmick
wird jedoch sämtlichen Netfinity-Servern eine Test-CD von SuSE beigelegt . Auf
dieser sollen sich zwei Versionen befinden , ein von CD lauffähiges Linux sowie
eine installierbare Evaluations-Version . SuSE bietet neben der Linux-Version
für die Netfinity-Server beispielsweise auch Versionen für die RS/6000 und
S/390-Mainframes an . Met@box gibt Berichtigungsaktien aus Der Hildesheimer
Settop-Boxen-Hersteller Met@box will am 1. September für jede Met@box-Aktie vier
so genannte Berichtigungsaktien herausgeben . An der Börse führt diese Maßnahme
im Ergebnis zu einem Aktiensplit im Verhältnis eins zu fünf . Met@box war vor
einiger Zeit in die Kritik geraten , da auf Grund der Informationspolitik
Zweifel an einigen Großaufträgen des Unternehmens auftauchten . Met@box hat
entgegen ursprünglicher Ankündigungen bis heute nicht die Identität der
Auftraggeber für die Lieferung von Settop-Boxen preisgegeben . Laut
Met@box-Sprecher Bernd Fenske sei auch immer noch nicht klar , wann dies
geschehen werde . Hier müssten erst Absprachen mit den Auftraggebern getroffen
werden . Sun kündigt Aktiensplit an Die Vorstandsversammlung von Sun
Microsystems hat jetzt einen Aktiensplit genehmigt , dem jedoch die
Aktionärsversammlung , die am 8. November stattfindet , noch zustimmen muss .
Die Aktien sollen im Verhältnis eins zu zwei gesplittet werden . Als Termin ist
der 9. November vorgesehen . Als Begründung für den Aktiensplit nannte
Sun-Sprecherin Antje Bruns gegenüber c't den persönlichen Wunsch des obersten
Sun-Chefs Scott McNealy , den Aktien-Kurs niedrig zu halten . Bereits in der
Vergangeheit wurden die Aktien gesplittet , wenn der Kurs gesichert über 100
US-Dollar lag . Bertelsmann-Chef : Musikbranche braucht mehr Mut im Internet Der
Chef des Bertelsmann-Konzerns , Thomas Middelhoff , hat sich anlässlich der
Popkomm in Köln zu den aktuellen Streitigkeiten zwischen der Musikindustrie und
MP3-Tauschbörsen wie Napster geäußert . Napster wurde von der Musikindustrie
verklagt , weil über die Tauschbörse Copyright-geschützte MP3-Dateien illegal
verbreit wurden . Im Prozess gegen Napster wird für den heutigen Freitag die
Vorlage erster Schriftstücke erwartet , die Beweisführung soll aber erst später
beginnen . Nach dem Willen von Bertelsmann-Chef Thomas Middelhoff soll die
Musikindustrie in den nächsten zwölf Monaten konsequent den Weg ins Internet
suchen . Die Musikbranche müsse neue Geschäftsmodelle entwickeln und die neue
Technik integrieren . " Haben Sie den Mut , auch Fehler zu machen und alles
komplett in Frage zu stellen " , rief er der Branche zu . " Sehen sie die Chance
und nicht so sehr das Risiko . " In fünf Jahren könnte seiner Ansicht nach der
Umsatz der Plattenverkäufe über das Internet bei 20 Prozent liegen . Middelhoff
betonte , die Bedeutung des Internets und der Online-Firmen wie MP3.com oder die
Musiktauschbörse Napster seien unterschätzt worden . Es sei jedoch klar , dass
solche Techniken nicht mehr zu stoppen seien . Auch Andreas Schmidt , Chef der
E-Commerce-Group von Bertelsmann , hatte bereits ähnliche Ansichten geäußert .
Middelhoff warf der Branche nun auch vor , über die Kundeninteressen nicht immer
nachgedacht zu haben . " Wer heavy user bei Napster ist , ist auch heavy user im
Plattengeschäft " , analysierte Middelhoff . Im Kampf gegen Raubkopien forderte
er die schnelle Einführung technischer Standards zur Abrechnung im Internet und
die schnelle Digitalisierung der legalen Musik . Bisher gebe es lediglich 150
legale Titel im Netz , aber ein gewaltiges illegales Angebot bei Napster (
allerdings muss man die von Middelhoff genannte Zahl legaler Musikstücke im
Internet wohl als erheblich zu niedrig einstufen ) . Die Label müssen sich neu
definieren , forderte Middelhoff . Dabei müsse das Verhältnis zum Künstler im
Mittelpunkt stehen . Diese könnten von Erscheinungen wie Napster auch
profitieren : Madonna sei sehr traurig gewesen , als ihre neue Single schon vor
der Veröffentlichung im Internet zu hören war , doch dies stelle sich jetzt als
großer Werbeeffekt heraus . Wie Bertelsmann sich die Zukunft der digitalen Musik
vorstellt , soll das Bertelsmann-Tochterunternehmen Musicdownload24 ab 1.
September zeigen . Tesion kassiert nachträglich für Datenverbindungen im
Ortsnetz Der lokale Telekommunikationsanbieter Tesion bietet in
Baden-Württemberg ein Angebot namens Phone & Surf an , das bei einer monatlichen
Grundgebühr ab 64 Mark unter anderem kostenlose Gespräche im Ortsnetz anbietet .
Bis Ende Juli waren auch Datenverbindungen im Ortsnetz kostenlos : Kunden , die
sich etwa an der heimischen Uni oder bei einem Provider mit innerörtlicher
offener Einwahlnummer einwählten , zahlten nichts . Doch seit August kassiert
Tesion nun 2,9 Pfennig pro Surfminute im Ortsnetz , was das Unternehmen seinen
Kunden jedoch erst im September mitteilte . Folge : Viele bekamen ohne jegliche
Vorwarnung eine dicke Rechnung . Tesion verteidigte gegenüber heise online sein
kundenunfreundliches Vorgehen : Es stehe schon lange in den Allgemeinen
Geschäftsbedingungen , dass Tesion für innerörtliche Datenverbindungen Geld
kassieren könne . Eine Änderungskündigung sei deshalb nicht notwendig . Diese
AGBs haben die Kunden laut Tesion zwar nicht erhalten , sie sind aber im
Amtsblatt veröffentlicht und liegen in den Geschäftsstellen aus , das reiche
nach der aktuellen Rechtslage aus . Gesetzesinitiative für steuerfreies Surfen
am Arbeitsplatz Bereits vor zwei Monaten hatte ein Sprecher des
Finanzministeriums eine entsprechende Gesetzesänderung angekündigt . Als
Begründung führt das Finanzministerium an , dass es der Wunsch der
Bundesregierung sei , den allgemeinen Umgang mit den neuen Medien zu fördern ,
und " Ein Steuerrecht , das mit bürokratischen Erschwernissen das Heranführen
der Menschen an die notwendigen Fähigkeiten erschwert , steht im Widerspruch zu
diesem Ziel " . Zusätzlich stehen aber auch rein bürokratische Hindernisse einer
Besteuerung im Wege : Die Einnahmen durch eine solche Steuer rechtfertigen den
hohen verwaltungstechnischen Aufwand nicht , da die geltende Freigrenze von 50
Mark im Monat den tatsächlichen geldwerten Vorteil des Arbeitnehmers übersteigt
. Durch die bevorstehende Erhöhung dieses Betrages auf 100 Mark wird dieses
Missverhältnis noch deutlicher . Künftig wird die Nutzung der PCs und der
sonstigen Telekommunikationsanlagen durch den Arbeitnehmer lohnsteuerrechtlich
unerheblich sein . Bisher notwendige Aufzeichnungen werden damit entbehrlich .
FCC will AOL zur Freigabe des Instant Messenger zwingen Die
US-Regulierungsbehörde Federal Communications Commission ( FCC ) will AOL dazu
bringen , ihr Instant-Messaging-System wenigstens für einen Mitbewerber zu
öffnen , falls der Online-Dienst es über Time Warners Kabelnetzwerk anbieten
will . Mit Instant-Messaging-Systemen können Internet-Nutzer , die gleichzeitig
online sind , Text-Botschaften untereinander austauschen . AOL soll nach dem
Willen der FCC die Wahl haben . So könnte der Konzern den Quellcode der eigenen
Messaging-Software AIM freilegen . Als Alternative dazu komme die Entwicklung
eines Industrie-Standards in Frage , der es auch Messaging-Systemen von
Mitbewerbern erlaubt , mit AIM-Nutzern Text-Botschaften auszutauschen . Eine
entsprechende Empfehlung der FCC ist nach einem Bericht der Washington Post den
fünf Mitgliedern der Entscheidungs-Kommission zugegangen . Erst nach der
Zustimmung AOLs zur Öffnung des eigenen IM-Netzes sollen die
Kommissionsmitglieder die Fusion AOLs mit Time Warner genehmigen . Die
Kommission will die endgültige Entscheidung über den Mega-Deal noch diesen Monat
treffen , spätestens aber Anfang nächsten Jahres . AOL lehnte bislang einen
Kommentar zu den Forderungen der FCC ab . Da der Online-Dienst aber bereits im
Juni ankündigte , sein AIM-Netz für andere Systeme zugänglich zu machen , dürfte
die Forderung kein allzu großes Hindernis für die Fusion sein . Die Entscheidung
der FCC ist die letzte Hürde in dem Fusions-Verfahren . Die Federal Trade
Commission ( FTC ) hat dem Zusammenschluss der beiden Unternehmen bereits
zugestimmt , aber erhebliche Auflagen gemacht . Die US-Kartellwächter sorgten
sich aber vor allem wegen der Kabelnetze von Time Warner : Nach AT&T ist der
Medienkonzern der zweitgrößte Anbieter von Breitbandkabelzugängen in den USA .
Die Wettbewerbshüter der FTC befürchten , dass Time Warner sein Kabelnetz für
Internet-Zugänge exklusiv AOL zur Verfügung stellen könnte und dadurch eine
enorme Wettbewerbsverzerrung erzeugen würde . Ähnliche Befürchtungen dürfte die
FCC in Bezug auf die Messaging-Systeme von AOL hegen . Um die Messaging-Systeme
hatte es in der Vergangenheit heftige Auseinandersetzungen gegeben . 250.000
warten auf T-DSL Von den 400.000 bei der Telekom eingegangen T-DSL-Anträgen hat
der Rosa Riese gerade einmal ein Drittel abgearbeitet . Telekom-Sprecher Stephan
Broszio bestätigte diese Zahlen gegenüber heise online . Broszio zufolge sei die
Wartezeit jedoch nicht für alle Kunden eine Überraschung : Die Zahl der
Wartenden umfasse auch jene , die bei Vertragsabschluss bereits wussten , dass
ihr Anschluss auf Grund der Ausbaupläne der Telekom noch nicht verfügbar ist ,
die aber die günstigeren Einführungspreise dieses Jahres noch nutzen wollten .
Zum 1. Januar 2001 steigt der Preis für einen neu bestellten T-DSL-Zugang , da
die Sonderaktion der Telekom mit den Einführungspreisen ausläuft . Als Grund für
die langen Wartezeiten nannte Broszio eigene technische Probleme sowie
Lieferschwierigkeiten der Hardware-Hersteller : " Wir hängen am Zulieferer " .
Broszio zeigte sich jedoch zuversichtlich , dass die Hersteller ihre
Lieferschwierigkeiten bald beheben werden . " Ohne die Lieferengpässe der
Zulieferindustrie , die unseren Hardware-Bedarf nicht rasch genug befriedigen
kann , und ohne die auftretenden technischen Probleme hätten wir aus dem Stand
600.000 bis 800.000 Anschlüsse absetzen können . " Die betroffenen Firmen
verneinten allerdings eine Mitschuld am DSL-Stau : ECI habe laut deren
Sales-Director Christian Erbe " das Soll übererfüllt " , und auch Siemens hat
laut Firmen-Sprecher Thomas Schepp " keine gravierenden Lieferprobleme " .
Ähnlich hatte sich in einem Interview mit c't der Telekom-Vorstand Gerd Tenzer
vor drei Wochen geäußert : Potenziellen Kunden empfiehlt Broszio trotz des
Anmeldungsstaus weiter , sich für T-DSL anzumelden : " Sie verlieren dabei ja
nichts " . AOL denkt über Änderung bei der Flatrate nach Der Onlinedienst AOL
will nach dem Ende der T-Online-Flatrate jetzt doch über Änderungen bei seinem
eigenen Flatrate-Angebot nachdenken . AOL-Sprecher Stefan Michalk bestätigte
dies gegenüber c't , meinte jedoch , dass derzeit noch nichts Konkretes geplant
ist : " Wir prüfen das Angebot der Telekom , und überlegen uns , ob wir darauf
reagieren oder nicht . " In der letzten Woche hatte ein AOL-Sprecher in einer
ersten Reaktion auf die Streichung der T-Online-Flatrate noch versichert , dass
derzeit keine Änderung der Preisstruktur der AOL-Flatrate geplant sei . Die
AOL-Flatrate für 78 Mark ist das letzte Angebot eines Unternehmens in
Deutschland in dieser Preisklasse . Nach einem langen Preiskampf , der durch
T-Online ausgelöst wurde , mussten diverse Firmen ihre Angebote zurücknehmen ,
lediglich T-Online selbst und AOL hielten durch . SPD-Bundestagsfraktion für
Einführung von Flatrates Mehrere Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion haben die
Einführung von Flatrates als wichtiges politisches Ziel bezeichnet : Monika
Griefahn , Sprecherin der Arbeitsgruppe Neue Medien , Jörg Tauss , bildungs- und
forschungspolitischer Sprecher und Beauftragter für Neue Medien , Hubertus Heil
, Berichterstatter E-Commerce in der Arbeitsgruppe Wirtschaft , und Klaus
Barthel , Sprecher für Post und Telekommunikation der SPD-Bundestagsfraktion ,
plädierten für die Einführung von Flatrates in Deutschland . Anlässlich der
Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster , derzufolge die Telekom
vorerst keine Großhandelsflatrate mehr anbieten muss , erklären die SPD-Sprecher
, dass es ein " wichtiges politisches Ziel " bleibe , " pauschalisierte und
ungetaktete Zugänge zum Internet auch in Deutschland zu verwirklichen " .
Verschiedene Formen von Zeitpauschalen für den Zugang zum Internet könnten einen
wichtigen Beitrag dazu leisten , die digitale Spaltung auf dem Weg in die
Wissens- und Informationsgesellschaft zu verhindern . Daher stelle sich die
Frage , wie dieses wichtige politische Ziel von ungetakteten Internet-Zugängen
umgesetzt und unter welchen betriebswirtschaftlich sinnvollen Bedingungen und
Konditionen und auf welcher rechtlicher Grundlage solche Angebote verwirklicht
werden könnten , meinten die SPD-Politiker weiter . Wie bereits angekündigt ,
wollen die Arbeitsgruppe Neue Medien und die Arbeitsgruppe Post und
Telekommunikation der SPD-Bundestagsfraktion derzeit ein Expertengespräch
vorbereiten , um in diesen Fragen zu einer Klarstellung beizutragen . Als Termin
nennen die Sprecher den 2. April . E-Plus startet mit GPRS Ein entsprechendes
Pilotprojekt hatte E-Plus bereits im letzten Jahr begonnen . Den Geschäftskunden
will E-Plus aufgrund des durchschnittlich größeren Transfervolumens mit dem
Preis entgegenkommen . Eine gesonderte Grund- oder Tagesnutzungsgebühr für GPRS
wird im Unterschied zu D2 Vodafone , Viag Interkom und T-Mobil in keinem der
E-Plus-Tarife fällig . Das heißt : Der Kunde zahlt nicht für die Zeit , in der
er den Dienst nutzt , sondern nur für die tatsächlich übertragene Datenmenge .
E-Plus will zunächst das Motorola Timeport 260 für 99 Mark anbieten .
Verschiedene Hersteller haben zusätzliche Geräte im weiteren Verlauf dieses
Jahres angekündigt . AOL senkt Kündigungsfrist für Kunden bei Flatrate Der
Onlinedienst AOL hat die Mindestvertragsdauer der AOL-Flatrate für die Kunden
von 12 Monaten auf 30 Tage gesenkt . Für AOL selbst als Anbieter galt der
Kündigungs-Zeitraum von 30 Tagen allerdings schon zuvor . Sprecher Jens
Nordlohne begründete gegenüber heise online die Maßnahme mit den Wünschen der
Kunden , die sich nicht so lange an den Onlinedienst binden wollten . Weitere
Änderungen der AOL-Flatrate sind laut dem Online-Dienst derzeit nicht geplant .
Streit um Flatrate im Bundestag In einer Fragestunde des Deutschen Bundestages
kam es zu einer Diskussion über die Flatrate und wie die Bundesregierung sie
durchsetzen will . Die parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für
Wirtschaft und Technologie , Margareta Wolf , meinte auf eine Anfrage hin : Zur
Tatsache , dass derzeit Hunderttausende auf den DSL-Anschluss warten , sagte
Wolf : " Die Bundesregierung erwartet einen raschen Ausbau der DSL-Angebote der
verschiedenen Anbieter und nach dem angekündigten vollständigen Verkauf der
Breitbandkabelnetze durch die Deutsche Telekom in absehbarer Zeit weitere
bundesweite Angebote für den Hochgeschwindigkeitsinternetzugang auf
Flatrate-Basis . " Weitere Maßnahmen seitens der Bundesregierung seien im Moment
nicht geplant . " Insbesondere ist nicht an direkte oder indirekte
Subventionsmaßnahmen für schmalbandige Internetzugänge gedacht , zumal hierdurch
der oben beschriebene Aufbau von zum traditionellen Telefonnetz alternativen
Infrastrukturen wie DSL oder Breitbandkabel konterkariert werden könnte " ,
betonte Wolf weiter . Das Protokoll der Debatte veröffentlichte der Sprecher für
Bildung , Forschung , Kultur , Medien und Telekommunikation der CSU-Landesgruppe
im Bundestag , Martin Mayer , auf seiner Homepage . Mayer warf der
Bundesregierung angesichts der Aussagen von Wolf vor , die Flatrate sei für sie
" doch kein so großes Anliegen " . Wolf wies diesen Vorwurf zurück und
versicherte , dass die Bundesregierung alles in ihrer Macht stehende tun werde .
Die Aussagen der Regierung stießen bei Internet ohne Taktung , einem
Zusammenschluss von Befürwortern einer " erschwinglichen Flatrate " , auf
heftige Kritik . Deren Sprecher Jan Philipp Sudholt monierte : Weiter fordert er
die Bundesregierung auf , " endlich die notwendigen Rahmenbedingungen zu
schaffen , sodass diese Wahlmöglichkeit wie in Großbritannien bundesweit
flächendeckend besteht " . DSL-Zugang von AOL vor der Beta-Phase Der
Onlinedienst AOL testet derzeit ein eigenes DSL-Angebot ; die Alpha-Phase steht
kurz vor dem Abschluss . Der Zugang läuft derzeit über Leitungen der Telekom ,
es ist aber noch nicht sicher , ob dies auch der endgültige Partner sein wird .
Einen Termin für die Markteinführung gibt es bisher nicht , es wird aber
vermutlich nicht vor Jahresende so weit sein . Weitere Details sind bisher nicht
bekannt . So sieht es zumindest nach einer Börsenpflichtmitteilung des
Unternehmens aus . Die angeschlagene Telekommunikationsfirma hat danach beim
Landgericht Köln eine einstweilige Verfügung gegen die Deutsche Telekom erwirkt
. Zudem sei ein Millionen-Betrag als weitere Sicherheit einem Treuhänder-Konto
zu hinterlegen . " Die Auflagen sind kein Problem " , sagte TelDaFax-Sprecher .
Die Aktie von TelDaFax zog nach der Mitteilung an - in den ersten Stunden des
Handels in Frankfurt stieg der Kurs um bis zu 70 Prozent auf 0,85 Euro . Die
Deutsche Telekom hatte wegen offener Rechnungen in Millionen-Höhe zu
Monatsbeginn die Leitungen zu TelDaFax gekappt . Am gestrigen Mittwoch war dann
Callino dran : Wie angekündigt trennte die Telekom auch diesen Anbieter vom Netz
. Telekom : ISDN ist kein " Highspeed " Demnach darf NEFkom zunächst nicht mehr
den Begriff " Highspeed " für seine ISDN-Zugänge ins Internet benutzen . Die
Telekom-Tochter T-Online hat gegen die Benutzung des Begriffs in der Werbung
geklagt , weil es darin einen Wettbewerbs-Verstoß sieht . Nach ihrer Ansicht hat
sich das Wort " Highspeed " für breitbandige und nicht für ISDN- gestützte
Internetzugänge etabliert . Die Nefkom rechnet in ungefähr vier Wochen mit einer
mündlichen Verhandlung im Hauptsacheverfahren . Die Werbung mit dem Begriff "
Highspeed " hat das Unternehmen bereits eingestellt . Talkline klagt gegen
DSL-Entscheidung Der Telekommunikationsanbieter Talkline will für die
Zusammenschaltungspflicht vor den Kadi ziehen . Die Regulierungsbehörde für
Telekommunikation und Post ( RegTP ) hatte es aus mehreren Gründen abgelehnt ,
die Deutsche Telekom zu verpflichten , ihr breitbandiges DSL-Netz auf Basis der
schnellen ATM-Technik mit den Wettbewerbern zusammenzuschalten . Talkline
zufolge sieht jedoch das Telekommunikationsgesetz eine solche
Zusammenschaltungspflicht vor . Diesen Standpunkt will das Unternehmen nun in
einem Eilverfahren vor dem Kölner Verwaltungsgericht durchsetzen . Ziel ist es ,
dass sich T-DSL-Kunden auf dem Wege von Netz-Zusammenschaltungen einen
Internet-Provider frei aussuchen dürfen . Bislang können die Kunden lediglich
zwischen verschiedenen T-DSL-Wiederverkäufern wählen . Real Networks steigert
Umsatz und macht Gewinn Der Software-Hersteller Real Networks , bekannt für den
Real Player und Audio- sowie Video-Streaming-Lösungen , hat jetzt die
Geschäfts-Ergebnisse des zweiten Quartals bekannt gegeben . Real Networks
begründet die guten Geschäftszahlen mit den in der letzten Zeit abgeschlossenen
Verträgen mit Apple , aber auch mit den Abkommen mit AOL , Matsushita (
Panasonic ) , Nokia und anderen Firmen . Der Real Player liegt aktuell in der
Version 7 vor , die Beta-Version der Ausgabe 8 ist derzeit nur auf englisch
verfügbar . Eine Light-Version kann kostenlos aus dem Internet heruntergeladen
werden , die Vollversion kostet knapp 30 US-Dollar . Ob sich dieser Preis
angesichts der Konkurrenten auf Dauer halten lässt , bleibt abzuwarten :
Microsofts Windows Media Player , der seit gestern ebenfalls in der Version 7
vorliegt , ist komplett kostenlos ; und die Musicmatch Jukebox schränkt in der
kostenlosen Version immerhin die Qualität von MP3s nicht ein und kann Audio-CDs
aus den Musik-Files erstellen . Streit um Urheberrechtsabgabe : IBM reagiert auf
Gema-Brief Der deutsche Ableger von Big Blue hat jetzt auf das Schreiben der
Zentralstelle für private Überspielungsrechte ( ZPÜ ) reagiert , in dem von IBM
die Angabe der seit Anfang des Jahres verkauften Komplett-PCs gefordert wird .
Die ZPÜ ist ein Inkasso-Unternehmen von Urheberrechts-Verwertungsgesellschaften
wie der Gema oder der VG Wort . In dem Antwort-Schreiben vom 14. Juli zeigt sich
IBM überrascht von der Forderung und verlangt nun seinerseits , dass die ZPÜ
begründet , auf welchen Rechtsanspruch sich das ZPÜ-Schreiben bezieht .
Desweiteren verlangt IBM eine genauere Definition des Begriffs " Komplett-PC " ,
da aus diesem nicht hervorgeht , ob hiermit beispielsweise auch Thin Clients
gemeint seien , oder ob sich dieser Begriff nur an bestimmten Teilen eines PCs
wie zum Beispiel der Festplatte festmache . Entsprechende Angaben über verkaufte
PCs hat IBM in dem Antwortschreiben demzufolge auch nicht gemacht . Erstaunt ist
IBM auch über den Zeitpunkt , zu dem der Brief abgeschickt wurde , schließlich
liefen derzeit Gespräche zwischen der Industrie und den
Verwertungsgesellschaften . Das Schreiben der ZPÜ an verschiedenen PC-Hersteller
in Deutschland steht offensichtlich im Zusammenhang mit dem Vergütungsbericht
zur Situation bei Urheberrechtsabgaben , den das Bundeskabinett beschlossen und
dem Bundestag zugeleitet hat . Darin werden unter anderem Urheberrechtsabgaben
auf PC-Komponenten empfohlen . Telekom : Nachdem der Hamburger Online-Dienst AOL
am gestrigen Mittwochabend zwei neue Flatrate-Tarife für DSL- und ISDN-Zugänge
verkündet hat , ist wenig überraschend neuer Streit zwischen AOL und der Telekom
ausgebrochen . Im Zuge der Ankündigung der neuen Tarife hatte AOL-Chef Uwe
Heddendorp große Töne von sich gegeben : Diese Vorwürfe wies Telekom-Sprecher
Ulrich Lissek gegenüber heise online nun zurück : Lissek zufolge surfen nur die
wenigsten Kunden mehr als 90 Stunden im Monat , " das sagt AOL ja selbst " . Es
brauche also kaum jemand eine Standleitung . Lissek zufolge solle AOL endlich
aufhören , Angebote auf Kosten anderer billig machen zu wollen , " das wird
durch das ständige Wiederholen von Plattitüden auch nicht besser " . Immerhin
biete die Telekom die Weitervermietung des kompletten Telefonanschlusses eines
Kunden für rund 24 Mark an , und damit könne Heddendorp Flatrates anbieten so
viel er wolle . Bisher jedoch sei das einzige , was AOL für das Internet in
Deutschland getan habe , die Verteilung von Werbe-CDs gewesen : " Was Heddendorp
in Deutschland je gezündet hat , waren Knallerbsen und Rohrkrepierer " .
AOL-Sprecher Jens Nordlohne zeigte sich von den Äußerungen Lisseks wenig
begeistert : Siehe dazu auch : 1&1 will DSL-Tarife ändern Ausgerechnet zum 1.
August , dem Markteinführungstermin der neuen AOL-DSL-Flatrate , will Konkurrent
1&1 seinen DSL-Tarif ändern . Beide Angebote setzen das Vorhandensein von T-DSL
voraus . Die Mindestvertragslaufzeit beträgt drei Monate , eine
Einrichtungsgebühr fällt nicht an . Beim ersten Tarifmodell handelt es sich wie
gehabt um einen nach anfallendem Transfervolumen abgerechnetes Angebot . Die
Grundgebühr enthält ein freies Transfervolumen von nun 2 GByte , bisher war es
die Hälfte . Jedes darüber hinaus verbrauchte MByte kostet 1,9 Pfennig . Die
zweite Variante würde nach Zeit abgerechnet . Die Grundgebühr enthält 100 freie
Surfstunden monatlich , jede weitere Surfminute kostet 0,9 Pfennig . Das
maximale Transfervolumen pro Monat ist auf 10 GByte limitiert . Welches der
beiden Modelle letztlich zum Zuge kommt , konnte 1&1-Sprecher Michael Frenzel
bislang nicht sagen . Dass die neuen Modelle am 1. August in Kraft treten sollen
, habe jedoch nichts mit dem neuen AOL-DSL-Angebot zu tun , die Änderung sei
schon länger geplant gewesen . Konkurrenz reagiert gelassen auf AOL-DSL-Flatrate
Das Angebot einer auf T-DSL aufsetzenden DSL-Flatrate durch den Onlinedienst AOL
wird von der Konkurrenz bislang nicht gerade als Einladung zum Preiskampf
gesehen . Die wenigen Kommentare der Konkurrenten zum neuen AOL-Angebot dürften
dem Hamburger Onlinedienst wenig gefallen . T-Online Sprecherin Dagmar Nielsen
meinte gegenüber heise online : " Wir lassen uns auf keinen Preiskampf ein . "
Wozu auch : Wenn man sich nicht für ein Jahr an AOL binden möchte , fällt das
AOL-Angebot mit 49,90 Mark sogar einige Pfennige teurer aus als das
T-DSL-Flat-Angebot von T-Online , das 49 Mark kostet : AOL koppelt die
Ermäßigung um 10 Mark auf 39,90 Mark an eine Vertragslaufzeit von mindestens 12
Monaten . Lediglich 1&1 will ebenfalls zum 1. August seinen bereits bestehenden
Tarif abändern , allerdings sei diese Änderung bereits seit längerem geplant ,
so 1&1-Sprecher Michael Frenzel . Zum neuen AOL-Tarif meinte er nur lakonisch :
" Der Internet-Riese AOL scheint sich in der Rolle des Wettbewerbshüters der
Nation ja wieder einmal zu gefallen . " Neuer Streit um Fortschritte im
Ortsnetzwettbewerb Die Vorlage des Situationsberichts zum deutschen
Ortsnetzwettbewerb 2000 durch die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und
Post ( RegTP ) sorgt für neuen Zündstoff beim Streit um die Fortschritte im
Ortsnetzwettbewerb . Behördenchef Matthias Kurth meinte bei der Vorstellung des
Berichts : " Jedermann , der sich mit vergleichenden Betrachtungen zum
Ortsnetzwettbewerb beschäftigt , weiß , dass hier ein dickes Brett zu bohren ist
und alle Länder , die zum Teil schon vor über 15 Jahren den Markt geöffnet haben
, auch nur mit kleinen Schritten vorankommen . " Deutschland liege jedoch im
Vergleich mit anderen europäischen Ländern weit vorn : Nirgendwo sonst seien mit
über 450.000 so viele Teilnehmeranschlussleitungen an Mitbewerber
weitervermietet . Den häufigen Klagen über Verzögerungen bei der Übergabe der
vermieteten Leitungen durch die Deutsche Telekom könne er mittlerweile nicht
mehr zustimmen , es sei hier eine deutliche Verbesserung der Situation
eingetreten . Eine Presseerklärung der Behörde feiert Kurth denn auch prompt als
" Pionier bei der Entbündelung der Teilnehmeranschlussleitungen " . Wie bereits
berichtet , ist laut Kurth hingegen die Situation bei der Gestaltung der
Durchleitungstarife sowie bei der Netzzusammenschaltung eher unerfreulich , hier
verzögere die Telekom die Fortschritte . Der Deutsche Industrie- und
Handelskammertag ( DIHK ) widersprach Kurth in einer ersten Stellungnahme : Es
gebe nach wie vor eine kritische Wettbewerbssituation im Bereich des Ortsnetzes
: " Der DIHK betrachtet die anhaltende Stagnation in diesem für die gesamte
Zukunftsbranche der Informations- und Kommunikationstechnologien so wichtigen
Kernmarkt mit großer Sorge . " Alternative Anbieter erreichten hier bisher nur
einen Marktanteil von 2,1 Prozent . Angesichts der kritischen Situation sei aber
nicht nur die RegTP gefordert ; das Regulierungsinstrumentarium müsse wieder
geschärft werden . Insofern bestehe gesetzlicher Novellierungsbedarf . Der
Providerverband VATM geht in seiner Kritik an Kurth noch etwas weiter : " Der
Beitrag der RegTP zur Entwicklung des Wettbewerbs auf dem deutschen TK-Markt
tendiert nach Ansicht des VATM seit Jahresanfang 2001 stark gegen Null " , so
Geschäftsführer Jürgen Grützner . Unberücksichtigt lasse der RegTP-Präsident
zudem die Tatsache , dass sich die Rahmenbedingungen für die privaten
Telekommunikationsunternehmen vor allem im laufenden Jahr rapide verschlechtert
haben . Die Telekom hatte den gegen sie gerichteten Vorwürfen der
Wettbewerbsverzögerung bereits am gestrigen Mittwoch widersprochen .
Sicherheitsbug bei Norton AntiVirus 2001 unter Windows ME Der von Symantec
gerade erst veröffentlichte Virenscanner Norton AntiVirus 2001 weist unter
Windows Millennium eine gravierende Sicherheitslücke auf . Das mit dem Slogan "
ME too " beworbene Programm kommt offensichtlich mit den bei Windows ME auf
jedem Laufwerk vorhandenen Restore-Ordnern nicht klar . In diesen Ordnern
sammelt ME wichtige Backup-Daten . Ein Virus , der sich in diesem Ordner
einnistet , findet Norton AntiVirus standardmäßig nicht , weil die
Restore-Ordner von jeglicher Überprüfung durch den Virenscanner ausgenommen sind
. Offensichtlich hat die Software keinen Zugriff auf den Restore-Ordner . Das
Problem ist Symantec bekannt , ein von der Symantec-KnowledgeBase beschriebener
Lösungsweg funktionierte auf unserem Testsystem jedoch nicht . Auch nach dem
Deaktivieren der Systemwiederherstellung in der Systemsteuerung unter
Eigenschaften von
System\\\\Leistungsmerkmale\\\\Dateisystem\\\\Problembehandlung konnte Norton
AntiVirus 2001 im Gegensatz zum Anwender vor dem Bildschirm nicht auf den
Restore-Ordner zugreifen . Ein Kommentar von Symantec steht bisher noch aus .
Norton AntiVirus 2001 ist als Einzelversion erhältlich , aber auch als
Bestandteil von Norton SystemWorks 2001 und Norton InternetSecurity 2001 . Um
eine vom Norton AntiVirus gefundene infizierte Datei im Restore-Ordner von Hand
zu löschen , muss mit einer Startdiskette auf DOS-Ebene booten . Der Befehl del
c:\\\\_restore\\\\Virus.vbs löscht die infizierte Datei - der Name ist durch den
Namen der infizierten Datei mitsamt der Datei-Endung zu ersetzen . Ein
abschließendes attrib +s +h c:\\\\_restore verwandelt den Ordner wieder in
seinen Ursprungszustand zurück . Windows kann nun wieder starten . Bill Gates
mischt sich in AOL/Time-Warner-Fusion ein Der Aufsichtsratsvorsitzende von
Microsoft , Bill Gates , hat sich an die Federal Communications Commission ( FCC
) gewandt , die momentan als letzte Instanz über die Fusion von AOL und Time
Warner entscheidet . Die FCC will AOL anscheinend dazu bringen , ihr
Instant-Messaging-System AIM wenigstens für einen Mitbewerber zu öffnen , falls
der Online-Dienst AIM über Time Warners Kabelnetzwerk anbieten will . Mit
Instant-Messaging-Systemen können Internet-Nutzer , die gleichzeitig online sind
, Text-Botschaften untereinander austauschen . Und bei den Messaging-Systemen
setzte auch Bill Gates Anfrage ein : Einem Bericht des US-Newsdienstes CNet
zufolge drängte er in einem Gespräch mit William Kennard , dem Chef der FCC ,
und anderen Kommissionsmitgliedern darauf , dass der Marktanteil von AOLs
Instant Messaging-Systemen untersucht werde . Er votierte für die Einführung
eines Standards und äußerte angeblich seine Sorge darüber , dass AOL bereits
gemachte Versprechen über eine Öffnung seiner Messaging-Systeme nicht einhalte .
Microsoft hat aber inzwischen zumindest die Intervention von Gates bestätigt .
Die Federal Trade Commission ( FTC ) hat dem Zusammenschluss von AOL und Time
Warner bereits zugestimmt , aber erhebliche Auflagen gemacht . Die
US-Kartellwächter sorgten sich aber vor allem wegen der Kabelnetze von Time
Warner : Nach AT&T ist der Medienkonzern der zweitgrößte Anbieter von
Breitbandkabelzugängen in den USA . Die FCC will nun wohl auch bei den
Messaging-Systemen von AOL , zu denen neben AIM auch ICQ gehört , Auflagen für
die Genehmigung der Fusion machen . Um die Messaging-Systeme hatte es in der
Vergangenheit zwischen AOL sowie Microsoft , Yahoo und anderen heftige
Auseinandersetzungen gegeben . Viele Beobachter zählen die verschiedenen
Instant-Messaging-Systeme mit zu den wichtigsten Angeboten im Internet , die
Surfer an einen bestimmten Dienstleister binden können - dieser Ansicht ist
offensichtlich auch Bill Gates , der sich wohl um die Position des
Microsoft-eigenen Messengers sorgt . Diskussion um Messaging-Standard ohne AOL
Eine Konferenz der Internet Engineering Task Force ( IETF ) in San Diego ist
ohne Beteiligung von AOL zu Ende gegangen . Unter anderem wurde auf der
Konferenz über einen zukünftigen offenen Standard für Instant-Messaging-Systeme
verhandelt . Mit Instant-Messaging-Systemen können Internet-Nutzer , die
gleichzeitig online sind , Text-Botschaften untereinander austauschen . Auf der
Konferenz diskutierten die Teilnehmer über drei verschiedene Verfahren , wie
sich ein einheitlicher Messaging-Standard schaffen oder zumindest eine
Zusammenarbeit zwischen den existierenden Messaging-Standards erreichen ließe .
Das Presence and Instant Messaging-Protokoll ( PRIM ) läuft direkt über TCP/IP
und wurde von vornherein für Instant Messaging entwickelt . Es wurde nach
US-Berichten auf der Konferenz unter anderem von Vertretern von Fujitsu und
Network Projects unterstützt . SIP for Instant Messaging and Presence Leveraging
Extensions ( SIMPLE ) ist ein eher auf Telefonie ausgerichtetes Verfahren , das
unter anderem Microsoft , Level 3 und Dynamicsoft unterstützen . Bei dem dritten
Verfahren handelt es sich um IMXP , das ein XML-Encoding-System verwendet . Es
wurde vom Startup-Unternehmen Invisible Worlds entwickelt . Die IETF zeigte sich
enttäuscht über die fehlende Teilnahme von AOL , was auch früheren Versprechen
von AOL widersprach . Allerdings könnte sich dies auch bald ändern : Derzeit
überlegt die FCC , ob sie AOL im Zuge der geplanten Fusion mit Time Warner zu
Zugeständnissen zwingen soll . Die IETF will im Januar entscheiden , welcher der
Standards zukünftig weiterentwickelt werden soll . Protest gegen
Flatrate-Streichung Als Reaktion auf die Streichung der T-Online-Flatrate hat
der 19-jährige Gymnasiast Sebastian Lübcke die Aktion " Flatrate-Protest.de "
ins Leben gerufen . Er sammelt Unterschriften für die Forderung nach einer
erschwinglichen Flatrate : " Es muss möglich sein , für einen billigen Tarif zu
surfen " , begründete Lübcke seine Aktion gegenüber heise online . Die
Unterschriftensammlung soll an die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und
Post ( RegTP ) , die Bundesregierung sowie T-Online gehen . Bisher wurden auf
der Seite knapp 50.000 Unterschriften gesammelt . Die Telekom wird aus der
Regulierung für Gesprächsverbindungen im Türkei-Verkehr entlassen . Dies teilte
der Präsident der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post ( RegTP ) ,
Matthias Kurth , am heutigen Dienstag mit . Die Telekom hatte einen
entsprechenden Antrag gestellt . Als Begründung führte Kurth an , dass die
Telekom bei Gesprächen in die Türkei zwar immer noch Marktführer sei , aber nur
noch ein relativ geringer Marktanteilsvorsprung zum nächsten Wettbewerber
bestehe - ein " Beleg dafür , dass die Telekom derzeit offensichtlich bezüglich
der Sprachtelefondienst-Verbindungen in die Türkei einer wettbewerblichen
Kontrolle unterliegt und damit eine Einzelmarktbeherrschung ausgeschlossen
werden kann " . Auf Grund der Entscheidung darf die Telekom ihre Preise für
Gespräche in die Türkei künftig selbst festlegen . Die Telekom äußerte sich
enttäuscht über die Entscheidung der RegTP bezüglich den Verbindungen nach
Dänemark und in die USA . " Hier ist eine Chance vertan worden , von der
Regulierung zur Deregulierung zu kommen " , so Telekom-Sprecher Ulrich Lissek
gegenüber heise online . Ein Antrag der Telekom , auch in Berlin aus der
Regulierung entlassen zu werden , ist aufgrund der Komplexität der Materie
zurückgestellt worden . RegTP-Sprecher Harald Dörr rechnet damit , dass hier
eine Entscheidung erst im Sommer fallen wird . Viag Interkom will
standort-bezogene Dienste anbieten Der Mobilfunkanbieter Viag Interkom will in
Kooperation mit der amerikanischen AirFlash zur CeBIT so genannte Location Based
Services anbieten . Diese ermöglichen es Mobilfunkkunden per WAP-Handy oder
-Organizer standortbezogene Dienste in Anspruch zu nehmen - beispielsweise den
kürzesten Weg in die nächste Kneipe oder das nächste Kino vom derzeitigen
Standort aus zu erfahren . Die Ermittlung des Aufenthaltsort gelingt deshalb ,
weil ein Handy nicht nur Funksignale empfängt , sondern auch sendet . Jedoch
streut das Verfahren umso mehr , je größer die Funkzellen sind . Entsprechend
ist die Präzision in ländlichen Gebieten wegen der dort größeren Funkzellen
niedriger . Eine genauere Lokalisierung des Kunden als bei Genion wird von Viag
angestrebt , Termine sind aber nicht noch bekannt . Ein Mobilfunkanbieter darf
aus Gründen des Datenschutzes die Informationen über die Position des Kunden im
Normalfall nicht auswerten . Deshalb muss ein Kunde vor jedem Aufruf einer
WAP-Seite mit ortsabhängigen Daten zustimmen , dass sein Aufenthaltsort an den
Informationsanbieter übertragen werden soll . Viag-Kunden sollen je nach Art des
Zugangs unterschiedliche Preise für die Dienste zahlen . Die WAP-Minute kostet
bei Zugang über GSM pauschal 39 Pfennig , bei GPRS hingegen werden die
WAP-Seiten einzeln für derzeit 9 Pfennig abgerechnet . Bei der Erstellung von
Wegbeschreibungen greift Viag auf die AirFlash SmartZone zurück . Diese soll
möglichst realitätsnah die Zeit , die für einen Weg zurückzulegen ist ,
berechnen können , indem sie auch Einbahnstraßen , Sackgassen und andere
Hindernisse mit einbezieht . Bisher bietet es in Deutschland lediglich D2
vergleichbare Dienste an , allerdings handelt es sich hierbei noch um ein
Pilotprojekt . Ocram-Flatrate schon wieder weg Die ostdeutsche Firma
Ocram-Service , die erst in der letzten Woche die Einführung eines
Flatrate-Angebots bekannt gab , hat diese Offerte nun wieder zurückgezogen .
Grund dafür sind laut Ludwig Vester , einem freien Mitarbeiter von Ocram , "
massive Probleme " . Diese wollte er aber nicht näher spezifizieren , da es sich
hierbei " um Firmeninterna handelt " . Vester versicherte , dass er trotz seines
Status als freier Mitarbeiter berechtigt sei , für die Firma des gehörlosen
Marco Strauß zu sprechen : Er sei lediglich deshalb nicht fest angestellt , weil
er noch eine andere Arbeitsstelle inne habe und Konflikte vermeiden wolle .
Ocram will die Flatrate auf jeden Fall wieder anbieten , ein Termin steht
derzeit laut Vester aber noch nicht fest . Wer bereits eine Flatrate bestellt
hat , muss mit der Ausführung des Auftrages noch warten ; wie lange dies dauern
soll , konnte Vester nicht sagen . Der Provider MuchMoreTele.com distanziert
sich derweil von der Firma aus Halle : " Wir haben nichts damit zu tun " ,
betonte Frimensprecher Stefan Reisinger gegenüber heise online . Hintergrund
sind laut Reisinger Auftragsformulare , die mit denen von MuchMoreTele.com
identisch sind und die Ocram benutzt haben soll . Diesbezügliche rechtliche
Schritte auf Grund des Verdachts der Raubkopiererei schließt er nicht aus .
Zudem lägen ihm Kunden-Hinweise vor , denen zufolge die Ocram-Hotline teilweise
behauptet habe , dass das Unternehmen Reseller von MuchMoreTele.com sei . Auch
dies ist laut Reisinger falsch . AOL will DSL-Zugänge bereits ab Sommer anbieten
Der Chef des Onlinedienstes AOL Uwe Heddendorp hat am heutigen Dienstag im
Vorfeld der CeBIT angekündigt , dass es AOL-DSL-Zugänge bereits ab Sommer geben
solle . Einen genauen Termin nannte er jedoch ebenso wenig wie eine
Tarifstruktur . Die angeblich " wettbewerbsfähigen " Preise werden sich aber
wohl in einem ähnlichen Rahmen bewegen wie die der T-Online . Ebenfalls noch
nicht bekannt ist , ob der Zugang als Flatrate oder minutenbasiert abgerechnet
wird . Es würden aber auch Gespräche mit jedem anderen Anbieter geführt , der
meine , ein entsprechendes Angebot machen zu können . AOL testet den Zugang über
DSL bereits in der Beta-Phase . Der Zugang wird wie bisher bei AOL üblich über
die Zugangssoftware erfolgen . Die seit März ausgelieferten Version 6.0 soll
bereits alles notwendige enthalten . Angesichts der immer noch großen
Warteschlange derjenigen Telekom-Kunden , die bis heute auf einen DSL-Anschluß
warten , darf man gespannt sein , ob Heddendorp seine Aussage bezüglich der
Markteinführung im Sommer halten kann . Der Onlinedienst AOL will auf der CeBIT
neue Messaging-Systeme vorstellen , die Plattform-übergreifende Kommunikation
mit AOL ermöglichen soll . Auf welchem Übertragungsstandard der MIM aufbauen
wird , etwa GSM oder GPRS , ist nicht bekannt , allerdings scheint AOL-Chef Uwe
Heddendorp den Allways-On-Standard GPRS zu favorisieren , da bei diesem nicht
für jede abgeschickte Mitteilung eine neue Verbindung aufgebaut werden muss .
Beide Messenger sollen die Grund-Funktionalitäten des AOL Instant Messengers für
Windows enthalten , wie etwa die Buddy-Liste , bei der der Nutzer sehen kann ,
welche Bekannten online sind ; weitere Details sind jedoch noch nicht bekannt .
Ebenfalls zur CeBIT kündigte AOL-Chef Uwe Heddendorp an , dass AOL ein
WAP-Portal mit speziell aufbereiteten Inhalten starten will .
T-DSL-Warteschlange wird etwas kürzer Anlässlich der CeBIT verkündete
Telekom-Technikvorstand Gerd Tenzer die neuen Zahlen für den DSL-Ausbau . Ihm
zufolge wurde die Zahl der bereits geschalteten Zugänge von 300.000 Mitte
Februar auf mittlerweile 400.000 gesteigert . Die Warteschlange hat das im
gleichen Zeitraum um zehn Prozent verkürzt : von einer halben Million auf
450.000 . Die Ausbauleistung sei mittlerweile von anfangs 30.000 auf mehr als
100.000 Anschlüsse pro Monat gesteigert worden , betonte Tenzer . Weiteren
Geschwindigkeitszuwachs beim Ausbau erhofft sich die Telekom von der
Unterzeichnung eines Vorvertrages mit Alcatel , einem weiteren
DSL-Hardware-Zulieferer . In der Vergangenheit hatte die Telekom mehrmals die
Schuld am lahmen Ausbau der schnellen Leitung den Lieferschwierigkeiten der
Zulieferer gegeben . Immerhin müssten 8.000 Vermittlungsstellen mit der
notwendigen Ausstattung versehen werden , die Lieferung von DSL-Modems und
Splittern alleine reiche nicht . Wer jedoch außerhalb der Gebiete des
Roll-Out-Plans wohne , müsse sich auf weitere Wartezeiten einstellen . Ob die
Telekom das ehrgeizige Ziel von 90 Prozent Flächenabdeckung auch erreicht , weiß
sie scheinbar selbst noch nicht so genau : Telekom-Chef Ron Sommer meinte , die
Telekom " diskutiert jede Woche , wie wir dieses Ziel erreichen können " . Über
die Ergebnisse dieser Diskussionen ließ er jedoch nichts verlauten . Über den
schnellen Ausbau dürfte sich auch AOL , Haupt-Konkurrent von T-Online , freuen ,
der ab dem Sommer ein eigenes DSL-Angebot starten will - aller Voraussicht nach
über die Leitungen des Rosa Riesen . TelDaFax-Leitungen weiter abgeschaltet
Trotz der am gestrigen Donnerstag von der angeschlagenen TelDaFax erwirkten
einstweiligen Verfügung gegen die Deutsche Telekom sind die Leitungen weiter
abgeschaltet . TelDaFax-Sprecherin Judith Drews hingegen versicherte gegenüber
heise online : " Der Telekom ist das Geld zugegangen . " Woher das Geld von dem
insolventen Call-by-Call-Anbieter stammt , ist bislang nicht bekannt . Sollten
die Zahlungen ausbleiben , darf die Telekom die Leitungen wieder abschalten .
Internet-Zugang bei Commundo wird teurer Lycos erhöht bei seinem Internet-Zugang
Commundo die Preise . Betroffen sind die Tarife " Profi " und " Plus " . Beim
"Profi"-Tarif kauft der Surfer für 27 Mark ein Kontingent von 25 Stunden , das
entspricht 1,8 Pfennig pro Minute . Nicht genutzte Zeit verfällt am Ende des
Abrechnungszeitraums . Benutzte ein Commundo-Kunde dagegen den Zugang über das
eingekaufte Kontingent an Freistunden hinaus , zahlte er bislang auch weiterhin
1,8 Pfennig pro Minute . Diesen Minuten-Preis setzt Commundo nun 2,5 Pfennig
herauf . Ähnliches gilt beim "Plus"-Tarif , hier kostet das Surfkontigent von 15
Stunden 19,80 Mark , also 2,2 Pfennig pro Minute . Ein Kunde , der länger als
das Freistundenkontingent im Internet ist , zahlt nun nach Ablauf der 15 Stunden
statt 2,2 ebenfalls 2,5 Pfennig pro Minute . Zudem steht ihnen ein
Sonderkündigungsrecht zu . Offensichtlich haben sich die Tarif-Angebote für
Commundo nicht rentiert , Commundo-Sprecherin Sandra Götz meinte gegenüber heise
online : " Internet-Provider ist kein Gewinngeschäft " . Die Frage , warum
Commundo ein solches verlustträchtiges Angebot dann überhaupt weiter im Programm
habe , beantwortete Commundo-Director Jörg Mahler mit dem Hinweis darauf , dass
Commundo-Kunden nach der Einwahl auf jeden Fall zuerst auf dem Lycos-Portal
landen . Über verschiedene E-Commerce-Angebote auf diesem Portal soll das Geld
wieder hereinkmmen . Als Zeitpunkt , wann Lycos mit diesem Geschäftsmodell aus
den roten Zahlen kommt , nannte Mahler 2003 bis 2004 . Spekulationen um Ausstieg
von T-Online bei Infoseek Deutschlands größter Online-Dienst T-Online soll sich
aus der Suchmaschine Infoseek zurückziehen , berichtet der Branchendienst
Kressreport . Als Grund für den Ausstieg nennt Kress die neue
Multimedia-Strategie des Vorstandsvorsitzenden Thomas Holtrop . " An
Spekulationen beteiligen wir uns nicht " , meinte T-Sprecher Stephan Broszio .
Derzeit hält die Telekom-Tochter 25 Prozent an Infoseek , der offiziellen
Suchmaschine von T-Online , die auf diversen Portalseiten des Providers
integriert ist . Weitere Gesellschafter mit Anteilen in gleicher Höhe sind
Disney , der Axel-Springer-Verlag und Holtzbrinck . Im vergangenen Jahr hatte es
Spekulationen um eine Ausdehnung des Engagements von T-Online bei Infoseek
gegeben . Sie hatten sich jedoch als unzutreffend herausgestellt . IBM zeigt
sich trotz rückläufiger Gewinne zufrieden IBM hat jetzt die Geschäftsergebnisse
des zweiten Quartals 2000 bekanntgegeben . IBM-Chef Louis V. Gerstner zeigte
sich mit den Ergebnissen gleichwohl zufrieden , sie würden innerhalb der
Erwartungen liegen . Die mäßige Entwicklung des Umsatzes in den letzten drei
Quartalen führte Gerstner unter anderem auf den mit einem Umsatzrückgang
verbundenenen Jahrtausendwechsel zurück - in dieser Zeit hätten viele
potenzielle Käufer von einem Erwerb neuer Hard- und Software abgesehen , um
nicht von einem eventuellen Y2K-Problem betroffen zu werden . Außerdem habe IBM
viele Investitionen getätigt , um das eigene Portfolio zu verbessern . Microsoft
hat sich beim Verteilen des neuen Windows Media Players 7 mal wieder etwas neues
einfallen lassen . Nur wer die Download-Seite mit dem Internet-Explorer ansurft
, darf auch wirklich die neueste Version herunterladen . Wer hingegen einen
anderen Browser benutzt , beispielsweise den Netscape Communicator oder Opera ,
schaut hingegen in die Röhre . Netscape-Verwender bekommen die Seite völlig
verkrüppelt zu sehen . Nach einem Klick auf den Download-Button folgt die
eigentliche Überraschung : Statt der Release-Version möchte der Browser die Beta
des Windows Media Player 7 laden . Wer unter NT mit Netscape den Download
versucht , bekommt nicht etwa die Fehlermeldung zu sehen , der neue Media Player
sei nur für Windows 98 und 2000 vorgesehen - es passiert schlicht gar nichts .
Eine deutsche Version , die eigentlich ebenfalls bereits fertiggestellt ist ,
bekommen Netscape-Benutzer nicht zur Auswahl angeboten . Opera-User haben es
nicht besser : Offensichtlich kommen Nicht-Microsoft-Browser mit dem
Javascript-Code , den die Seite einsetzt , nicht zurecht . Code-Elemente , die
auf den Einsatz von Netscape oder eines anderen Browsers abfragen , scheinen
dagegen auf die Funktionsfähigkeit der Download-Seite keinen Einfluss zu haben .
Von Microsoft war bisher nicht zu erfahren , welchen Grund das merkwürdige
Verhalten der Download-Homepage hat . Microsoft-Sprecher Thomas Baumgärtner
meinte in einer ersten Stellungnahme gegenüber c't , dass Microsoft auf keinen
Fall die Verwender anderer Browser behindern will , wollte sich aber ansonsten
zu den auftretenden Fehlern nicht äußern . Private Telekom-Anbieter sehen
Rückkehr zum Monopol Die Öffnung des Telekommunikations- und Internetmarktes in
Deutschland droht nach Ansicht der privaten Anbieter zu scheitern . " Wir gehen
zurück zum Monopol " , sagte der Präsident des Branchenverbandes VATM , Joachim
Dreyer , in Berlin . Der Wettbewerb werde von der Deutschen Telekom und auch von
der Bundesregierung ausgebremst . 20.000 Arbeitsplätze stünden auf der Kippe .
Die Regulierungsbehörde sei nicht durchsetzungsfähig und Bundesfinanzminister
Hans Eichel ( SPD ) offensichtlich mehr an einem hohem Marktanteil der Deutschen
Telekom interessiert . Die Telekom versuche über eine Preisführerschaft in allen
Bereichen ihre Konkurrenten auszumanövrieren . Im Ergebnis könnte sich in den
nächsten Jahren ein Oligopol aus der Telekom und einigen größeren privaten
Anbietern herausbilden . Der Standort Deutschland werde leiden . Die Tendenz sei
im Postsektor und in der Energiewirtschaft schon zu beobachten gewesen , sagte
Dreyer . Davon wären auch Zulieferer betroffen . Derzeit schreibe kein Anbieter
schwarze Zahlen . 80 Prozent der rund 100 Firmen würden " die Flagge streichen "
. Im VATM sind die 50 größten organisiert . Die niedrigen Preise machten es
Konkurrenten schwer , Pauschalpreise anzubieten . Solange aber nach Pfennigen
pro Minute abgerechnet werde , werde das Internet kein Massenmedium . Die
Erfolgsstory Deutschland werde von der Regierung mit geschönten Zahlen
präsentiert , hieß es . Die vom Bund durch die UMTS-Versteigerung erzielten
Einnahmen seien inzwischen praktisch wieder durch die Verluste als Aktionär bei
der Deutschen Telekom eingebüßt worden . QSC erhöht Upstream-Geschwindigkeit bei
DSL Ab sofort offeriert der DSL-Anbieter QSC seinen Flatrate-Tarif Q-DSL home
mit doppelter Upload-Geschwindigkeit : Upstream stehen nun 256 kBit/s statt 128
kBit/s zur Verfügung . An dem Preis von 115,40 Mark monatlich soll sich nichts
ändern . Metabox wartet weiter auf Finanzspritze Der vorläufige
Insolvenzverwalter Michael Graaff sagte am heutigen Montag in Hannover , die
zugesagte Bareinlage sei noch nicht eingetroffen . Einen Grund nannte Graaff
zunächst nicht . Ende Juli hatte der am Frankfurter Neuen Markt notierte
Hersteller so genannter Settop-Boxen für die Internet-Nutzung per Fernseher
angekündigt , eine Investorengruppe wolle angeblich Geld zur Verfügung stellen .
Um wen es sich dabei handelt , verschwieg das Unternehmen jedoch . Nach Angaben
der Freiburger " Aktionärsgemeinschaft Metabox " soll ein Berliner
Immobilienunternehmer Kopf der Investorengruppe sein . Deren Ziel sei es , die
Settop-Boxen über einen Strukturvertrieb vermarkten zu lassen . Das bisher
Bekannte scheine " höchst dubios " , sagte Hans-Georg Kauffeld , Sprecher der
Aktionsgemeinschaft . Graaff hingegen bezeichnete die Vorwürfe als " nicht
hilfreich " . Mit der Investorengruppe sei Stillschweigen vereinbart worden .
Kauffeld wiederum warf Graaff " offensichtliche Fehler " vor . Metabox-Vorstand
und Insolvenzverwalter hätten den Kapitalmarkt über die Verzögerung informieren
müssen . Das Hildesheimer Insolvenzgericht müsse die Eignung Graaffs prüfen .
Die Aktionärsgemeinschaft hat nach eigenen Angaben rund 200 Mitglieder , die
etwa 10 Prozent der Aktien besitzen . Das mit der Investorengruppe vereinbarte "
Stillschweigen " hat bei Metabox Tradition . Metabox hatte im letzten Jahr
mehrfach den Eingang von Großaufträgen oder Absichtserklärungen verkündet , ohne
die Auftraggeber zu nennen , was seinerzeit für Zweifel an der Seriosität der
Aufträge gesorgt hatte . Trotz des wachsenden Drucks sieht sich Metabox bis
heute nicht in der Lage , die Auftraggeber für die Bestellungen von Settop-Boxen
in Israel und Großbritannien zu nennen . Im Mai folgte dann der Insolvenzantrag
, dem die Entlassung von 120 Angestellten und eine verspätete Bilanzvorstellung
mit nicht testierten Zahlen vorausging . Seitdem bangen die Metabox-Aktionäre um
ihr Geld . Seit einiger Zeit ermittelt bereits die Staatsanwaltschaft wegen des
Verdachts auf Kursbetrug sowie verbotene Insidergeschäfte gegen den Vorstand des
Unternehmens , hierbei kam es auch zu Hausdurchsuchungen . Die
Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre ( SdK ) hat zudem mittlerweile Anzeige
erstattet . Die SdK vermutet ebenfalls Kursbetrug : Der Berliner
Stadtnetzbetreiber Berlikomm will auf der IFA einen neuen ADSL-Anschluss namens
DSLnet Pro vorstellen . Es soll sich um einen Zugang mit einer Übertragungsrate
von bis zu 1,5 MBit/s im Downstream und 192 kBit/s im Upstream handeln . Der
Zugang soll als Flatrate abgerechnet werden , also pauschal ohne Zeit- und
Volumenbegrenzung , wobei die monatlichen Kosten mit 199 Mark jedoch relativ
hoch sind . Zusätzlich wird eine Einrichtungsgebühr von 199 Mark bei einer
Mindestvertragslaufzeit von 12 Monaten fällig , bei einer Verdopplung der
Mindestvertragslaufzeit auf 24 Monate reduzieren sich die Einrichtungskosten auf
99 Mark . Berlikomm bietet jedem DSLnet-Pro-Kunden eine eigene Daten-Leitung in
die Wohnung , das Angebot ist also unabhängig vom vorhandenen Telefonanschluss .
Die IP-Adresse bei dem nur in Berlin erhältlichen Anschluss wird dynamisch
vergeben . Für Verwirrung sorgt in diesem Zusammenghang ein Werbeprospekt , in
dem das Unternehmen davon sprach , dass es sich um dem Tarif nicht um eine
Flatrate handele , sondern dass es eine Volumenbegrenzung gebe . Doch diese
Aussage ist nicht mehr aktuell . Laut einem Unternehmensprecher habe man sich
nachträglich noch zur Umwandlung zu einer Flatrate entschieden , um das Angebot
einerseits " attraktiver " zu gestalten und andererseits Kosten zu sparen , die
durch die Überwachung des Transfervolumens der Kunden angefallen wären .
Vermittler von DSL-Anschlüssen gibt Provision an Kunden weiter Wer über die
Webseite von Tarifjack einen Vertrag über einen DSL-Anschluss bei QSC , Arcor
oder M-Net abschließt , kassiert eine Prämie : Das Unternehmen gibt einen Teil
der Vermittlungsprovision , die es bei einem Vertragsabschluss vom Provider
kassiert , an seine Kunden weiter . Die Höhe der Ersparnisse gegenüber Verträgen
, die man direkt mit den drei Unternehmen abschließt , hängt vom jeweiligen
Vertrag ab : Abgesehen vom Vertragsabschluss und dem Kassieren der Prämie hat
der Kunde nichts weiter mit Tarifjack zu tun ; die Verträge sollen an die
jeweiligen Provider gebunden sein . Auch sollen die Provider den Support wie
gewohnt selbst abwickeln . Dadurch unterscheidet sich Tarifjack von Unternehmen
, die Internet-Anschlüsse anderer Anbieter zu eigenen Konditionen anschalten .
Das ist etwa bei 1&1 der Fall . Freenet bringt DSL-Tarife Die Internet-Provider
Freenet und Streamgate wollen zukünftig zusammenarbeiten . Erste Ergebnisse
sollen ab Oktober mehrere ADSL-Angebote von Freenet sein , die dabei als
Wiederverkäufer von Streamgate auftreten . Bei allen DSL-Angeboten handelt es
sich um pauschal abgerechnete Tarife ohne Zeit- oder Volumenbegrenzung . Maximal
zwei PCs dürfen an einen DSL-Anschluss , die Übertragungsgeschwindigkeit beträgt
1024 kBit/s im Downstream und 128 kBit/s im Upstream . Bei den Angeboten handelt
es sich sämtlich um Komplettangebote , die außer dem DSL-Anschluss auch einen
ISDN- oder analogen Telefon-Anschluss enthalten . Hier liegen auch die
wichtigsten Unterschiede der einzelnen Angebote : Freenet easy DSL Super 50
enthält bei einer monatlichen Grundgebühr von 50 Euro 50 Freiminuten Telefonie ,
die der Kunde innerhalb Deutschlands abtelefonieren kann . Bei easy DSL für 59
Euro monatlich sind 200 Freiminuten Telefonie enthalten , bei easy DSL Spezial
für 79 Euro sind es 1800 Freiminuten . Die Vertragslaufzeit beträgt beim
erstgenannten Tarif zwölf , sonst sechs Monate , als Einrichtungsgebühr sind bei
allen Tarifen jeweils 50 Euro fällig . Eine Erhöhung der
Upstream-Geschwindigkeit auf 384 kBit/s kostet beim billigsten Tarif 15 Euro ,
eine feste IP-Adresse ist nicht erhältlich . Bei den beiden anderen Tarifen
kostet die Erhöhung der Upstream-Geschwindigkeit 12,50 Euro , eine feste
IP-Adresse schlägt mit zusätzlichen 15 Euro zu Buche . AOL sammelt Argumente für
den Flatrate-Streit Der Onlinedienst AOL sammelt offensichtlich derzeit
Argumente für die von dem Unternehmen erwarteten nächsten Auseinandersetzungen
um die Pauschaltarife für den Internet-Zugang ( Flatrate ) . So verschickt AOL
derzeit an eine nach eigenen Angaben repräsentative Bevölkerungsgruppe in ganz
Deutschland CDs , mit denen Flatrate-Verträge zu verschiedenen Preisen
abgeschlossen werden können . Die Preisspanne bei den Angeboten reicht in
Zehn-Mark-Schritten von 39 bis 69 Mark . Wie viele dieser CDs AOL verbreitet ,
wollte der Online-Dienst nicht bekannt geben . Eine ähnliche Test-Kampagne hatte
AOL bereits im März dieses Jahres veranstaltet . AOL will mit dieser Aktion
testen , welche Tarife besonders interessant sind und auch , wie lange die
Nutzer der jeweiligen Tarife den Zugang nutzen . Von der Auswertung dieser Daten
erhofft sich das Unternehmen Argumente für die von AOL erwartete weitere
Auseinandersetzung über die Flatrates vor der Regulierungsbehörde für Post und
Telekommunikation ( RegTP ) . Die am 16. November verkündete Entscheidung hat
der Telekom zwar auferlegt , eine Großhandelsflatrate für Provider anzubieten ,
aber bisher keine Preise festgelegt . AOL erwartet , dass es deshalb erneut zum
Streit vor der RegTP kommt . NGI will gegen T-Online vorgehen Der
Internet-Provider Next Generation Internet ( NGI ) , der seinen Flatrate-Tarif
Anfang Oktober vorerst einstellen musste , will nach der Flatrate-Entscheidung
der Regulierungsbehörde gegen T-Online vorgehen . Die Regulierungsbehörde hatte
entschieden , dass die Telekom ihr Netz ab dem 1. Februar den Internet-Providern
zu einem zeitunabhängigen Tarif zur Verfügung stellen muss . Im Visier von NGI
steht nun die Jahresvertragsbindung des Flatrate-Tarifs von T-Online , wodurch
viele Surfer mit Flatrate-Zugang auch über den 1. Februar 2001 hinaus an
T-Online gebunden seien und somit als potenzielle Kunden anderer
Flatrate-Anbieter erst einmal nicht in Frage kämen . T-Online hingegen kann in
seinen Einjahres-Verträgen keine rechtlichen Probleme entdecken und will erst
einmal abwarten . Urheberrecht : Verwertungs-Gesellschaften wollen 30 Euro pro
PC Im Streit um die Urheberrechtsabgaben auf PCs haben die
Urheberrechtsverwertungsgesellschaften VG Wort und VG Bildkunst einen neuen
Vorstoß unternommen . Entsprechende Presseberichte bestätigte die VG Bildkunst
jetzt gegenüber heise online . Nachdem Verhandlungen mit dem Bundesverband
Informationswirtschaft , Telekommunikation und neue Medien ( Bitkom ) nicht
recht vorangekommen sind , haben die beiden Verwertungsgesellschaften entgegen
der Bitte des Bitkom jetzt einen Tarif von 30 Euro pro PC als
Urheberrechtsabgabe festgelegt . Diese Abgabe ist laut Aussage des VG
Bildkunst-Verwaltungsdirektors Reinhard Meyer ab sofort verbindlich . Sie decke
aber ausschließlich die Rechte der privaten Fotokopien von Texten und Bildern ab
, der Bereich Musik sei nicht betroffen . Die für die Verwertung der Musikrechte
zuständige Gema hat sich an dem Vorstoß der beiden anderen Gesellschaften auch
nicht beteiligt , die in der Presse kursierende Summe von 23 Mark Abgabenhöhe
beziehe sich nicht auf PCs , sondern sei eine im Prozess gegen Hewlett-Packard
um die Urheberrechtsabgaben auf CD-Brenner aufgestellte Forderung gewesen . Der
Bitkom zeigte sich wenig begeistert von dem Vorstoß der
Verwertungsgesellschaften . Die Bitkom-Justitiarin Katrin Bremer bemängelte ,
dass der vorgelegte Tarif vom Preis her zu hoch und in seinem Geltungsbereich zu
weit gefasst sei . Wenn für jedes Gerät , in dem auch nur ein Mikroprozessor
stecke , eine Abgabe in Höhe von 100 Mark erhoben werde , gefährde dies den
IT-Markt . Schließlich würden nach den Vorstellungen der
Verwertungsgesellschaften ja zusätzlich auch noch Abgaben auf Scanner , Drucker
und CD-Brenner fällig . Zudem hält sie die Abgabe in dieser Form rechtlich für
fragwürdig : " Eine pauschale Gerätegrundgebühr ist nicht mehr zeitgemäß . " Der
Bitkom hofft nun auf weitere Verhandlungen , in denen eine Lösung gefunden
werden soll , die allen Seiten gerecht wird . Die Verwertungsgesellschaft VG
Bildkunst will nun erst einmal die Reaktion der Industrie abwarten . Bisher hat
sich nach Aussage von Reinhard Meyer noch niemand mit einer Beschwerde an sie
gewandt . Doch damit rechnet er noch : Er erwartet , dass es in der nächsten
Zeit zu einem Schiedsverfahren oder gar zu Gerichtsverfahren kommen wird .
Auslöser der Streitereien war die Vorlage des zweiten Vergütungsberichts der
Bundesregierung an den Bundestag . Für CD-Brenner hat der Hersteller
Hewlett-Packard erst vor kurzem eine Einigung mit der Gema erzielt . Anstatt der
ursprünglich geforderten 23 Mark zahlt HP nun 12 Mark pro CD-Brenner als
Urheberrechtsabgabe . Siehe dazu auch : PC-Urheberabgabe : " Sachliche
Diskussion hat begonnen " . AOL testet Online-Zugang über Standard-Protokolle
Der Onlinedienst AOL ermöglicht seinen Kunden bisher den Internet-Zugang nur mit
Hilfe einer speziellen Zugangssoftware und proprietären Protokollen . Das könnte
sich bald ändern : Nach Aussage von AOL-Sprecher Jens Nordlohne testet AOL
derzeit die Möglichkeit , den Zugang über eine normale DFÜ-Verbindung zu
erreichen . Ob diese Tests dazu führen , dass der AOL-Zugang auch tatsächlich
zukünftig die Zugangssoftware nicht mehr voraussetzt und nur noch
Standard-Protokolle erwartet , sei aber noch nicht klar . Weitere Details sind
bisher nicht bekannt . Die Tests laufen derzeit im Rahmen der Beta-Phase der
Zugangssoftware 6.0 . In den USA ist sie bereits erhältlich . Verwirrung um
AOL-Flatrate Der Chef des Online-Dienstes AOL , Uwe Heddendorp , sorgt durch
eine Äußerung in einem Chat mit Lesern des Stern für Verwirrung . " Das hängt
ganz wesentlich davon ab , ob die Deutsche Telekom ihrer Verpflichtung nachkommt
, nicht nur AOL , sondern allen ISPs ein Angebot zu machen , das dies erlaubt "
. Heddendorp ergänzt die Anwort um den Nachsatz : " Von daher ist der Ausgang
noch offen . " Ähnliches hatte ein Sprecher von AOL bereits Anfang der Woche
geäußert . AOL kritisiert bereits seit längerem das vorliegende Angebot der
Telekom zu einer Großhandelsflatrate als inakzeptabel und fordert
Nachbesserungen . Allerdings sagte Telekom-Sprecher Frank Domagala gegenüber
heise online , dass keinerlei Änderungen des Angebots einer Großhandelsflatrate
geplant sind . Insofern klingt die Aussage von Heddendorp wie die Ankündigung ,
die Flatrate in den nächsten Wochen vom Markt zu nehmen . AOL-Sprecher Jens
Nordlohne versicherte jedoch auf Nachfrage , dass das AOL-Flatrate-Angebot
weiter bestehen bleibt : " Wir haben bezüglich einer Änderung der Flatrate
nichts bekannt zu geben . " Gründe für eine Streichung der Flatrate oder
zumindest eine Verteuerung gäbe es genug : Kein Anbieter einer Flatrate zum
Preis von rund 80 Mark hat bisher damit Geld verdient , im Gegenteil . Nordlohne
bestätigt dies für AOL : Andererseits sei das Geschäftsmodell von AOL für die
Zukunft nicht darauf ausgelegt , dass die Kunden den Online-Zugang lediglich für
den E-Mail-Abruf nutzen : Nur dann macht E-Commerce Sinn . Sollte AOL die
Flatrate für 78 Mark tatsächlich einstellen oder verteuern , würde damit das
letzte bundesweite Angebot in dieser Preisklasse vom Markt verschwinden : Seit
der Streichung der T-Online-Flatrate gibt es sonst nur noch Flatrate-Angebote ab
rund 200 Mark . EADS bündelt Telekommunikations-Aktivitäten in eigener Sparte
Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS will seine Aktivitäten im
Bereich der zivilen und militärischen Telekommunikation in einer eigenen Sparte
bündeln . Ziel sei ein stärkeres Vordringen auf die Märkte für die
Verteidigungs- und Sicherheitsindustrie in Kanada , Südamerika , den Vereinigten
Staaten sowie in Asien , sagte der geschäftsführende Vorstand Jacques Payer am
Mittwoch in Paris . Der Bereich EADS Telecommunications unter seiner Leitung
wird bei der EADS Defence & Security Networks angesiedelt , zu der auch die AEG
Mobile Communications ( Ulm ) gehört . An der EDSN sind die EADS mit 55 Prozent
und der kanadische Telekom-Ausrüster Nortel Networks zu 45 Prozent beteiligt .
In den Niederlassungen in Deutschland , Mexiko , Frankreich , Spanien und
Großbritannien arbeiten rund 1.800 Beschäftigte . MobilCom senkt Preise für
DSL-Flatrate Die Preise für die DSL-Flatrate der MobilCom sinken ab sofort von
bisher 99 auf nun 59 Mark monatlich . Gleichzeitig senkt das Unternehmen die
Anschlussgebühr von 199 auf 99 Mark . Die Übertragungsgeschwindigkeit gibt sie
mit maximal 768 kBit/s downstream und 128 kBit/s upstream an . Die notwendige
Hardware - DSL-Modem mit integriertem Router und Splitter - stellen die
Büdelsdorfer während der mindestens 6-monatigen Vertragsdauer kostenlos zur
Verfügung . Voraussetzung für die Nutzung der DSL-Flatrate ist ein DSL-Anschluss
von MobilCom zum Preis von 59 Mark monatlich , der einen ISDN-Anschluss
beinhaltet . Er ist derzeit in Hamburg , Berlin , Dortmund , Köln ,
Frankfurt/Main , München , Stuttgart und Nürnberg erhältlich . Neue
Datenautobahn über den Teich Das Trans Atlantic Telephonecable Nr. 14 ( TAT-14 )
ist mit einer Transportkapazität von deutlich über einem Terabit pro Sekunde das
derzeit leistungsfähigste Seekabelsystem , das Europa mit den USA verbindet .
Das Kabelsystem ist als Ringkonfiguration ausgelegt , sodass sich im Falle eines
Kabelbruchs der Verkehr über den intakten Teil des Rings leiten lässt . Bei
einer Gesamtlänge von 15.000 km verläuft der Ring mit einer Trasse von der
Seekabel-Endstelle in Norden über Dänemark durch die Shetland-Inseln und durch
den Atlantik zu den Landepunkten in Manasquan und Tuckerton im US-Bundesstaat
New Jersey ; die andere Trasse führt über Zwischenstationen in Katwijk (
Niederlande ) , Saint-Valéry-en-Caux ( Frankreich ) durch den Kanal über
Großbritannien und dann weiter durch den Atlantik in die USA . Die
Übertragungstechnik des TAT-14 arbeitet mit einem 16-fachen
Wellenlängenmultiplex und einer Übertragungsgeschwindigkeit von 10 Gigabit pro
Sekunde je Wellenlänge und insgesamt 160 GBit/s auf einem Glasfaserpaar - eine
Verdopplung beziehungsweise Vervierfachung gegenüber den beiden vorangegangenen
Technologiegenerationen . Mit vier Glasfaserpaaren im Kabel ergibt sich für jede
der beiden Trassen eine Gesamtkapazität von 640 GBit/s . " Ende des Jahres
dürften 80 Prozent des Kabels mit Verkehr gefüllt sein " , erwartet Tenzer . Die
( historische ) Bezeichnung Trans Atlantic Telephonecable ist allerdings etwas
irreführend : Stephen King stellt neuen Roman kapitelweise ins Internet Nach dem
großen Erfolg , den der Horror-Autor Stephen King mit seinem ersten im Internet
veröffentlichten Buch " Riding the bullet " hatte , kommt er nun mit einer neuen
Idee . Während am ersten Buch sein Verlag noch kräftig mitverdient hat - das
Buch verkaufte sich über 500.000 mal - will er den Verlag diesmal umgehen und
sein neues Buch " The Plant " auf seiner eigenen Homepage kapitelweise
veröffentlichen . Der Clou ( zumindest für den Autor ) : Ein weiteres Kapitel
will King nur dann schreiben , wenn mindestens 75 Prozent der Leser des
vorangegangenen Kapitels ihm jeweils einen Dollar zahlen . Die einzelnen Kapitel
sollen jeweils 5000 bis 7000 Wörter umfassen . Bei " The Plant " handelt es sich
um eine Geschichte , die in den frühen achtziger Jahren spielen soll . Stephen
King verspricht auf seiner Homepage , dass der Roman witzig , aber andererseits
auch hübsch gruselig wird . Mindestens zwei Kapitel will King auf jeden Fall
veröffentlichen . Das erste Kapitel soll am 24. Juli zum Download bereitstehen ,
am 21. August folgt dann das Zweite . Wenn genug Leser den verlangten Dollar pro
Kapitel bezahlen , will der Autor im September den dritten Teil veröffentlichen
, gleichzeitig soll dann der Erste von der Seite wieder herunter genommen werden
. Ob dieses Verfahren funktionieren wird , weiß King selber noch nicht so recht
. Nach seiner Aussage würde zwar sein Buchhalter daran glauben , aber nicht
seine Kinder - und die wüssten viel mehr vom Internet als er .
IT-Branchenverband lehnt Scanner-Abgabe ab Der Bundesverband für
Informationswirtschaft , Telekommunikation und neue Medien ( BITKOM ) hat jetzt
die gerade verabschiedete Änderung des Urheberrechtsgesetzes abgelehnt , der
zufolge zukünftig auf alle Scanner und Faxgeräte eine Abgabe fällig ist . Bisher
waren Geräte , die weniger als zwei Din-A4-Seiten pro Minute kopieren konnten ,
von einer solchen Abgabe befreit . BITKOM befürchtet nun , daß in Folge der
Gesetzesänderung Scanner und Fax-Geräte um 46,80 Mark teurer werden , was für
den Handel verheerende Auswirkungen haben könnte : " Mit dieser Gesetzesänderung
treibt das Bundesjustizministerium Verbraucher , Händler und Hersteller ins
Ausland " , meint BITKOM-Präsident Volker Jung . Da die Geräte nun erheblich
teurer werden , befürchtet der Verband , dass die Kunden nach Preisvergleichen
über das Internet im Ausland einkaufen , da es dort wegen der fehlenden Abgabe
die Geräte erheblich billiger gebe . Für rechtlich bedenklich hält BITKOM es
zudem , dass auch Rollen-Faxgeräte als Kopierer eingestuft wurden , da mit
diesen Geräten keine direkten Kopien von Zeitschriften oder Büchern hergestellt
werden können . Der Verband bemängelt zudem das Verfahren , mit dem diese
Gesetzesänderung durchgebracht wurde . Dem Bundesjustizministerium wirft BITCOM
vor , sie ohne Anhörung von Verbraucherschützern , Händler- und
Herstellerverbänden " durch die Institutionen geschleust " zu haben . Der
Änderungsvorschlag wurde im Huckepack-Verfahren an ein Gesetzesvorhaben zur
Umsetzung der Richtline zur vergleichenden Werbung angehängt . BITKOM fordert
nun , dass die Gesetzesänderung wieder rückgängig gemacht wird und neue Tarife
festgelegt werden . Napster-Chef : Gericht hat die Musik-Tauschbörsen nicht
verstanden Vor einem Berufungsgericht in San Francisco haben Napster-Anwälte
jetzt einen Schriftsatz zu den Vorwürfen gegen die Musik-Tauschbörse eingereicht
. Darin werden vor allem Bezirks-Richterin Marilyn Hall Patel heftige Vorwürfe
gemacht . Patel hatte eine einstweilige Verfügung erlassen , derzufolge Napster
eigentlich hätte vom Netz gehen müssen . Diese Entscheidung wurde vom
Berufungsgericht des 9. US-Gerichtsbezirks quasi in letzter Minute aufgehoben .
Hank Barry , CEO von Napster , wirft dem Bezirksgericht vor , die Technologie
der MP3-Tauschbörse nicht verstanden zu haben . Das Gericht habe Studien nicht
berücksichtigt , denen zufolge User durch Napster mehr CDs kaufen würden als
ohne . Die User würden Napster lediglich als Hilfe zur Kaufentscheidung benutzen
. Napster-Anwalt Jonathan Schiller sieht auch keine rechtliche Grundlage für
eine Verurteilung von Napster : Wenn die User selbst nicht gegen das Gesetz
verstoßen würden , könnte Napster auch nicht wegen Beihilfe dazu verurteilt
werden . Und das Tauschen von Musiktiteln zwischen Privatleuten sei legal .
Datenschutz im Internet : Wunsch und Wirklichkeit Das US-amerikanische Pew
Internet and American Life Project hat eine Studie über die Ansichten der Surfer
zum Datenschutz im Internet veröffentlicht . Befragt wurden 2.117 US-Amerikaner
, davon waren 1.017 online . Ein Ergebnis : Während die meisten Surfer Bedenken
haben , ihre Personendaten im Internet preiszugeben , versuchen doch die
wenigsten , ihre Daten auch aktiv zu schützen . So fordern 86 Prozent der
Internet-Nutzer , dass Firmen Personendaten nur mit der Zustimmung der Surfer
verwenden dürfen . Aber nur wenige haben Vorsorge gegen Datenmissbrauch
getroffen : So ist über die Hälfte nicht in der Lage , Cookies zu erkennen .
Gerade einmal 10 Prozent haben ihren Browser so konfiguriert , dass Cookies
prinzipiell abgelehnt werden . Anderseits lehnen ebenfalls über die Hälfte die
Möglichkeiten ab , die Cookies bei der Verfolgung des Surfverhaltens bieten .
Sie gehen davon aus , dass Cookies den Schutz der Privatsphäre verletzen . Zum
Schutz der Privatsphäre im Netz siehe auch den Schwerpunkt Anonym durchs Netz in
Ausgabe 16/2000 der c't . Weitere T-Aktionäre wollen Geld zurück Wie bereits bei
einer Sammelklage in München zieht nun auch der hannoversche Rechtsanwalt
Hans-Joachim Wiebe gegen die Telekom vor Gericht . Er versucht sie dadurch zu
zwingen , dass die von ihm vertretenen Aktionäre ihre Aktien zurückgeben können
und das investierte Geld zurückerhalten . Auch er stützt die Klage auf die
angeblich fehlerhafte Bewertung der Immobilienwerte vor dem zweiten und dritten
Börsengang . Ob solche Klagen für die Aktionäre Erfolg haben werden , ist noch
unklar . Als Gewinner stehen aber bereits die Anwälte fest , die sich als
Vertreter der gebeutelten T-Aktionäre feiern lassen und dadurch einen
unbezahlbaren Werbeeffekt genießen . AOL mit speziellen Breitbandinhalten AOL
will seinen Kunden ab September spezielle kostenlose Breitbandinhalte anbieten .
Hierbei soll es sich unter anderem um Musikvideos handeln sowie Kino-Trailer ,
Radio-Programme , Nachrichten und Finanzinfos . Die Benutzeroberfläche soll
exakt dem entsprechen , was die Kunden bereits aus dem Schmalband-Bereich kennen
. Den erweitert AOL nun um Breitband-Content für die sieben Bereiche Heute ,
Entertainment , Nachrichten , Finanzen , Reisen , Computing und Spiele . Weniger
freuen dürften sich die AOL-Kunden über die Mitteilung , dass AOL Plus auch neue
Möglichkeiten für E-Commerce und Werbung schafft . Es steht also zu befürchten ,
dass der Online-Dienst seine Kunden zukünftig mit noch mehr Werbung nervt .
Tesion baut 20 Prozent des Personals ab Der lokale Telekommunikationsanbieter
Tesion aus Baden-Württemberg will die Anzahl seiner Mitarbeiter im nächsten
halben Jahr um rund 100 auf zirka 340 verringern . Unternehmenssprecherin Ursula
Baum-Müller begründete die Maßnahme gegenüber heise online mit der allgemein
schlechten Marktentwicklung , die einen Margenverfall zur Folge gehabt habe .
Zudem hätten Zulieferer nicht immer rechtzeitig geliefert , was Verzögerungen
beim Anschluss von Neukunden und dadurch bedingt weitere Umsatzeinbußen
verursacht habe . Um welche Zulieferer es sich handelt , wollte Baum-Müller
nicht sagen . Die nun bevorstehende " rechtzeitige " Unternehmensverkleinerung
soll Schlimmerem vorbeugen . Bereits im vergangenen Jahr hatte Tesion die
Umsatzziele deutlich verfehlt . Die betroffenen Mitarbeiter soll zum Teil der
Mutterkonzern , der baden-württembergische Energieversorger EnBW , übernehmen .
Bei anderen werden bestehende Zeitarbeitsverträge nicht verlängert . Auch
Mitarbeiter , die noch in der Probezeit sind , haben wohl schlechte Karten .
Powerquest verschenkt Datenrettungssoftware Der kanadische Softwareentwickler
Powerquest will das Datenrettungstool Lost & Found nicht mehr weiterentwickeln .
Die aktuelle Programmversion verschenkt die Firma nun : Die für die Installation
notwendige Seriennummer ist ebenfalls auf der Seite genannt . Lost & Found
versucht , gelöschte Dateien auf FAT16- und FAT32-Datenträgern wieder
herzustellen . Das Programm läuft unter " blankem " DOS und nicht in der "
Eingabe-Aufforderung " von Windows . Es greift nur lesend auf die Festplatte zu
. Rekonstruierte Dateien schreibt es auf einen beliebigen anderen Datenträger ,
darunter auch Netzlaufwerke und Wechselmedien . Telekom sperrt Telefonkarten in
Hamburg Die Deutsche Telekom sperrt ab sofort alle öffentlichen Kartentelefone
in Hamburg für die Benutzung mit Telefonkarten der so genannten ersten
Generation . Dies betrifft Karten , die zwischen 1987 und 1995 hergestellt
worden sind . Die Sperrung ist nach Angaben der Telekom notwendig , weil
insbesondere in Berlin und Hamburg zahlreiche gefälschte Karten in Umlauf
gebracht wurden . Die bei den älteren Karten eingesetzte Chiptechnik entspreche
nicht mehr dem heute üblichen Sicherheitsstandard , so die Telekom . Dadurch sei
es den Fälschern möglich gewesen , das auf diesen Chips gespeicherte
Telefonguthaben illegal wieder aufzuladen . In Berlin hatte die Telekom bereits
vor zwei Monaten Telefonkarten gesperrt . Die Karten aus der Zeit zwischen 1987
und 1995 sind unter anderem daran erkennbar , dass außer dem Herstellungsdatum
kein Gültigkeitsvermerk aufgedruckt ist . Wer noch ältere Telefonkarten hat ,
kann diese umtauschen . Nähere Informationen und Umtauschunterlagen erhalten
Kunden in Hamburger T-Punkten oder im Internet . Wie erst jetzt bekannt wurde ,
hat die Deutsche Telekom bereits am 4. Dezember vor dem Verwaltungsgericht Köln
einen Eilantrag gegen die so genannte Flatrate-Entscheidung der
Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post ( RegTP ) gestellt . Dies
bestätigte der Pressesprecher des Verwaltungsgerichts , Arnim Wegner , gegenüber
heise online . Mit diesem Eilantrag will die Telekom die Wirkung der
Entscheidung außer Kraft setzen , bis in einem Hauptsacheverfahren entschieden
wird . Auch dieses Hauptverfahren ist bereits eingeleitet und bei der 1. Kammer
des Verwaltungsgerichts anhängig . Das Aktenzeichen des Eilantrags ist 1L2892/00
, das Hauptsacheverfahren läuft unter 1K10149/00 . Wann mit einer Entscheidung
zu rechnen ist , konnte Wegner nicht sagen . Sollte der Eilantrag durchkommen ,
könnte das Verfahren in einem langen Prozess ausarten : Die Telekom wollte den
Eilantrag bisher nicht kommentieren . Noch am gestrigen Mittwochabend hatte
Telekom-Sprecher Ulrich Lissek gegenüber heise online behauptet , dass die
Telekom die Entscheidung der Regulierungsbehörde akzeptiere und nicht dagegen
vorgehen wolle . Die Regulierungsbehörde selbst wollte keinen Kommentar zu dem
Antrag abgeben , da es sich hier um ein laufendes Verfahren handele . Die
Flatrate-Entscheidung der Regulierungsbehörde verpflichtet die Deutsche Telekom
, ab Februar 2001 ihre Verbindungsleistung den Internet-Providern zum
zeitunabhängigen Pauschaltarif anzubieten . Damit sollen Provider einen
kalkulierbaren Internet-Zugang zum Pauschaltarif anbieten können . Ähnliche
Anläufe waren bisher oft an der Gebührenstruktur der Telekom gescheitert . Doch
obwohl die Telekom heftig gegen die Entscheidung protestierte , mit der
Einstellung der T-Online-Flatrate drohte und Netzzusammenbrüche mit fatalen
Folgen für die Erreichbarkeit von Polizei und Rettung sowie für die deutsche
Wirtschaft vorhersagte , legte sie bereits am 15. Dezember ein entsprechendes
Angebot vor . Siehe dazu auch : Telekom : Angebot zur Großhandels-Flatrate gilt
auf jeden Fall . Telekom : Angebot zur Großhandels-Flatrate gilt auf jeden Fall
Die Deutsche Telekom bestätigte gegenüber heise online den Eilantrag vor dem
Verwaltungsgericht Köln gegen die Entscheidung der Regulierungsbehörde über die
so genannte Großhandels-Flatrate . Der Antrag wurde bereits am 4. Dezember
gestellt . Telekom-Sprecher Ulrich Lissek begründete den Antrag allerdings damit
, dass er einerseits lediglich der Fristwahrung diene , um überhaupt noch etwas
gegen die Entscheidung unternehmen zu können . Andererseits wolle die Telekom
verhindern , dass die Regulierungsbehörde zukünftig der Telekom neue
Tarifmodelle vorschreibe . Das Angebot der Telekom selbst sei jedoch nicht
betroffen : " Das Flatrate-Angebot bleibt unabhängig vom Ausgang des Verfahrens
bestehen . " Eilantrag und Klage seien nur deswegen eingereicht worden , weil es
hier um einen Präzedenzfall gehe , der " ausstrahlende Wirkung auf andere
Problemfelder " habe , erklärte Lissek : " Wir wollen nicht an der Entscheidung
rütteln , sondern nur verhindern , dass solche Vorgehensweisen gängige Praxis
werden . " Der Streit um das Tarifmodell war bereits direkt nach Verkündung der
Entscheidung der Regulierungsbehörde ausgebrochen : Die Telekom ist der Meinung
, dass laut Telekommunikationsgesetz die RegTP zwar neue Tarife festlegen darf ,
aber keine neuen Tarifmodelle . Und die Großhandels-Flatrate sei genau dies :
ein neues Tarifmodell . Dies hatte RegTP-Sprecher Harald Dörr allerdings bereits
kurz nach Verkündung der Entscheidung gegenüber heise online zurückgewiesen :
Der Flatrate-Tarif existiere im Endkundenmodell schon länger , und die Telekom
sei in der Lage , auch eine Großhandels-Flatrate anzubieten . Die RegTP
verpflichte die Telekom jetzt lediglich , vorhandene Möglichkeiten auch
auszuschöpfen . Zu dem von der Telekom eingeleiteten Gerichtsverfahren selbst
will sich die RegTP derzeit nicht äußern . FDP : Flatrate von T-Online war zu
teuer Der medienpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion , Hans-Joachim
Otto , hat sich zur Streichung der T-Online-Flatrate geäußert . Seiner Ansicht
nach war der Preis von 79 Mark zu hoch , da dieser Tarif lediglich die so
genannten Poweruser anlockte , die zu Hause eine Standleitung haben wollten .
Bei einer preiswerteren Flatrate wäre das nach Ansicht von Otto nicht passiert :
Daher würde sich eine preiswerte Flatrate auch für die Anbieter rechnen . Ottos
Ziel : Voraussetzung dafür ist nach Ansicht von Otto eine akzeptable
Großhandelsflatrate . Denn ohne diese könne kein vernünftiger Preis an den
Endkunden weitergegeben werden . Doch " bislang liegt das Angebot der Telekom
für die Großhandelsflatrate immer noch um 57 Prozent höher als das vergleichbare
Modellangebot vom Mai letzten Jahres der British Telecom in England " . Die
englische Regulierungsbehörde hat die Britisch Telecom gerade erst zu einem
zusätzlichen Angebot für eine Großhandelsflatrate an den überregionalen
Vermittlungsstellen verpflichtet . Die Telekom glaubt nicht an die Richtigkeit
der Rechnung Ottos : " Wir sind gerne bereit , Herrn Otto in die Mysterien der
Kostenrechnung einzuführen und ihm zu erklären , wie hier und in Großbritannien
Großhandels-Flatratemodelle und Minuten-basierte Modelle laufen " , kommentierte
Telekom-Sprecher Ulrich Lissek gegenüber heise online . " Es ist doch unlogisch
, dass jemand , der wenig surft , eine teurere Flatrate nutzt , die ihn effektiv
mehr kostet als er im Minutentarif zahlen müsste " , meinte Lissek weiter .
Schröder fordert Zusammenarbeit bei UMTS Bundeskanzler Gerhard Schröder hat sich
während der Eröffnungsfeier für die CeBIT auch zum Aufbau der UMTS-Netze in
Deutschland geäußert : Damit bezieht Schröder Stellung im Streit um die
Lockerung der Auflagen für die UMTS-Lizenznehmer . Der Sprecher der
Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post ( RegTP ) Rudolf Boll äußerte
sich in einer ersten Stellungnahme erfreut : " Da der Kanzler lediglich
Kooperationen fordert , die innerhalb des Rahmens der Lizenzbestimmungen liegen
, befindet er sich mit uns voll auf einer Linie " . Von einer Lockerung der
Lizenzbestimmungen hingegen sei keine Rede gewesen . Vor solchen Konzessionen an
die Lizenznehmer hatte kürzlich der Vorstandschef der bei der UMTS-Versteigerung
ausgestiegenen Firma debitel , Peter Wagner , gewarnt . Viag und E-Plus haben
hingegen ihren Willen zur Zusammenarbeit bekundet . RSL COM meldet Insolvenz an
Der amerikanisch-britische Telekommunikationsanbieter RSL COM hat Insolvenz
angemeldet und seine Geschäftstätigkeit eingestellt . Als Grund führt das
Unternehmen an , dass es " unter den allgemein bekannten Schwierigkeiten des
Telefonmarktes gelitten " habe , wobei " die Überkapazitäten und der intensive
Wettbewerb zu einem Mangel an Investitionsfreude in diesem Sektor geführt haben
" . Die notwendige Kapitalbeschaffung und die Schuldendienste hätten " die
finanziellen Spielräume der Gruppe eingeengt " . Im Klartext : RSL COM ist unter
der eigenen Schuldenlast und den damit verbundenen hohen Zinszahlungen
zusammengebrochen . Für den deutschen Ableger RSLCOM Deutschland hat das
Verfahren nach Aussage von Sprecher Johannes Ippach " keine direkten
Auswirkungen auf das laufende Geschäft " . RSLCOM Deutschland sei eine
selbstständige Tochter , die über ausreichend Mittel verfüge , um alle
Verpflichtungen erfüllen zu können . Das Geld stammt unter anderem aus dem
Verkauf von Telegate an die italienische SEAT Pagine Gialle , die wiederum unter
Kontrolle der Telecom Italia steht . Zudem laufen bereits seit Ende des letzten
Jahres Gespräche über den Verkauf der deutschen Tochter von RSL COM , und diese
Verhandlungen werden laut Ippach " in wenigen Wochen abgeschlossen " sein . Mit
wem verhandelt wird , ist nicht bekannt . Telekom muss an TelDaFax zahlen Das
Landgericht Köln hat einem Antrag der angeschlagenen TelDaFax stattgegeben und
eine einstweilige Verfügung gegen die Deutsche Telekom erlassen . Bei diesem
Geld handelt es sich um nicht in Anspruch genommene Leistungen , für die die
TelDaFax nach einer Entscheidung desselben Gerichts per Vorkasse bezahlen musste
. Bernd Reuss , vorläufiger Insolvenzverwalter von TelDaFax , freut sich über
das Urteil : " Wir lassen uns nicht von der Telekom finanziell aushungern " , so
Reuss in einer ersten Stellungnahme . Die Telekom wollte sich bislang nicht dazu
äußern , da sie laut Sprecher Frank Domagala den genauen Wortlaut der
einstweiligen Verfügung noch nicht kennt . Wegen der unbezahlten Rechnungen
waren die Leitungen im April zeitweise gekappt worden . Nach einer einstweiligen
Verfügung musste der Bonner Konzern sie am 20. April wieder schalten . Gegen die
einstweilige Verfügung , die TelDaFax den Weiterbetrieb trotz hoher Schulden
ermöglicht , hat die Telekom Widerspruch eingelegt . Über den Widerspruch will
das Landgericht Köln voraussichtlich am 25. Mai entscheiden . Verwirrung um
Übernahme von Hutchison durch Mobilcom Bei der geplanten Übernahme des
Münsteraner Telekommunikationsanbieters Hutchison Telekom durch die Mobilcom
gibt es offenbar erhebliche Differenzen zwischen den beiden künftigen Partnern .
Während die Mobilcom ankündigte , die Verhandlungspositionen differierten nur
noch in der Frage des Kaufpreises , bestritt Hutchison-Sprecher Frank Klabunde ,
dass überhaupt Verhandlungen stattgefunden hätten . Bei der
Hutchison-Muttergesellschaft , der britischen Orange-Gruppe , habe es bisher nur
interne Überlegungen zu dem Thema gegeben , sagte er . Ursprünglichen
Ankündigungen zufolge sollten die Verhandlungen bereits Ende April abgeschlossen
sein . Die Münsteraner Hutchison ist über Orange eine hundertprozentige Tochter
der France Telecom , die auch 28,5 Prozent an Mobilcom hält . Die französische
Großgesellschaft hat eine Option zur Übernahme der Mehrheit an Mobilcom in zwei
Jahren . Der Denkprozess sei nahezu abgeschlossen . Es werde jetzt mit Hochdruck
an einer Lösung gearbeitet . Einen Termin für eine mögliche Einigung mit
Mobilcom-Vorstandschef Gerhard Schmid wollte er jedoch nicht nennen . Einem
Bericht der Berliner Tageszeitung " Die Welt " zufolge soll es zwischen Mobilcom
und Hutchison Uneinigkeit vor allem über die Fortbestand des Markennamens
Hutchison gehen . Der vorrangig auf Geschäftskunden ausgerichtete Anbieter aus
Münster möchte den Namen fortbestehen lassen , da das Kundenspektrum auf die
Interessen der Muttergesellschaft beim Verkauf des neuen UMTS-Formats
zugeschnitten sei . Mobilcom wolle dagegen den Markennamen Hutchison eliminieren
. Der noch nicht festgelegte Kaufpreis soll nach bisherigen Bekundungen aus
beiden Häusern in stimmrechtslosen Mobilcom-Aktien an Orange gezahlt werden .
Bundesweit seien vergangenes Jahr 300.000 Neukunden gewonnen worden . Telekom
erhebt Vorwürfe gegen TelDaFax Nach einer erneuten einstweiligen Verfügung
erhebt die Deutsche Telekom schwere Vorwürfe gegen den angeschlagenen
Telekommunikationsanbieter TelDaFax . Sie betreffen unter anderem eine
Mitteilung des insolventen Unternehmens . Bei diesem Geld handelt es sich um die
Vergütung für nicht in Anspruch genommene Leistungen , für die die TelDaFax nach
einer Entscheidung desselben Gerichts per Vorkasse bezahlen musste . Die in der
Mitteilung enthaltene Aussage des vorläufigen Insolvenzverwalters Bernd Reuss ,
" die Telekom muss uns dieses Geld aushändigen " , ist laut Telekom-Sprecher
Frank Domagala jedoch so nicht korrekt : Das Geld lande auf einem Treuhandkonto
und diene zur Verrechnung mit künftigen Vorauszahlungen . Und damit habe
TelDaFax laut Domagala etwas erreicht , was sowieso schon gegolten habe : Es
gebe nämlich einen im Stillen und mit gegenseitigem Einverständnis geschlossenen
Vertrag , in dem stehe , dass zu viel geleistete Vorauszahlungen auf die nächste
Vorauszahlung anzurechnen seien . Dieser Vertrag sei auf ausdrücklichen Wunsch
von TelDaFax abgeschlossen worden , der Domagala nun vorwirft , dieses Faktum
vor Gericht nicht erwähnt zu haben . Die Telekom will nun rechtliche Schritte
gegen TelDaFax einleiten , weil Reuss in der Mitteilung schreibt : " Wir lassen
uns nicht von der Telekom finanziell aushungern " . Die erste einstweilige
Verfügung sah keine Verrechnung zu viel gezahlter Beträge vor , sodass TelDaFax
insgesamt mehr Geld an die Telekom zu zahlen gehabt hätte als letztlich
tatsächlich gezahlt wurde . Ein weiterer Vorwurf betrifft die Entscheidung des
Gerichts , dass die Telekom eine Rechnung für erbrachte Leistungen im Zeitraum
zwischen dem 20. und 30. April erstellen muss . Wie Domagala gegenüber heise
online sagte , sei die Rechnung bereits am 17. Mai an TelDaFax geschickt worden
und hätte am 21. Mai , dem Tag der Entscheidung , bereits vorliegen müssen . Die
Vertreter von TelDaFax hätten sie jedoch vor Gericht mit keinem Wort erwähnt .
TelDaFax hat sich zu den Vorwürfen bislang nicht geäußert . MP3Board schlägt
gegen Musikindustrie zurück Im Verfahren zwischen Time Warner und Mp3Board um
die illegale Verbreitung von MP3-Dateien hat MP3Board jetzt eine neue Taktik :
Berichten amerikanischer Medien zufolge greifen die Macher der MP3-Seite den
Online-Riesen AOL wegen der Verbreitung der MP3-Tausch-Software Gnutella an .
Wenn Time Warner etwas gegen MP3Board hat , dann müsste nach Ansicht von
MP3Board-Anwälten konsequenterweise auch gegen Gnutella vorgegangen werden .
Wenn aber Time Warner nichts gegen Gnutella habe , müsste auch die Klage gegen
MP3Board zurückgezogen werden . AOLs Verstrickung in den Fall begann in der
Mitte des letzten Jahres mit dem Kauf der Firma Nullsoft , bekannt vor allem für
den MP3-Player Winamp . Im März dieses Jahres haben einige Winamp-Entwickler das
Gnutella-Projekt ins Leben gerufen . Zwar hat AOL sich sehr schnell von Gnutella
distanziert und die Software vom Server genommen , aber die kurze Zeitspanne der
Veröffentlichung hatte ausgereicht , um Gnutella eine große Verbreitung zu
sichern . MP3.com einigt sich mit Sonys Plattenlabel Die Einigungswelle zwischen
MP3.com und großen Plattenlabels geht weiter : Nach den Vereinbarungen mit Emi ,
Warner Music und der Bertelsmann-Tochter BMG hat MP3.com jetzt auch mit Sony ein
Abkommen geschlossen . Sony kassiert eine nicht genannte Summe für die
Urheberrechtsverstöße in der Vergangenheit ; MP3.com darf zukünftig gegen die
Zahlung von Lizenzgebühren Musik , deren Rechte bei Sony liegt , auf der eigenen
Seite verbreiten . Weitere Details der Vereinbarung wurden nicht genannt . Die
Vereinbarung kommt eine Woche , bevor am 28. August der Prozeß gegen MP3.com
wieder aufgenommen wird . Ein Bundesrichter hatte entschieden , dass der Prozeß
um angebliche Urherberrechtsverletzungen durch MP3.com ungeachtet der bisherigen
Abkommen fortgesetzt werden müsse , um die Frage der Schuld von MP3.com
endgültig zu klären . Die letzte der fünf großen Plattenfirmen , mit denen
MP3.com sich jetzt noch nicht geeinigt hat , ist Seagram . IDF : Intel will
Napster nachahmen Die Idee der MP3-Tauschbörsen Napster und Gnutella , Daten
nicht mehr auf einem Server bereitzustellen , sondern nur die Information zu
Verfügung zu stellen , wo die Daten sich befinden , hat neue Freunde gefunden .
Intel-Vicepresident Pat Gelsinger sagte am Montag in San Jose auf dem
Intel-Entwicklerforum IDF , dass sich mit dieser Herangehensweise der
Datenaustausch im Internet stark optimieren lasse . Mit der
"Peer-to-Peer"-Technik breche ein neues Zeitalter im Internet an . Wie sich
Intel diese Form des Datenaustauschs vorstellt , gab Gelsinger hingegen nicht
bekannt . Eine große Rolle dabei dürfte aber der auf der Konferenz vorgestellte
Pentium 4 spielen . Mit diesem sollen wohl nach Ansicht Intels alle Home-PCs zu
kleinen Servern ausgebaut werden . Wenn die Software die Hardware nicht mehr
ausreizt , muss man sich halt neue Aufgaben suchen . Neue Flatrate nicht für
Poweruser Der ehemalige Unternehmenssprecher des Providers Internet
Professionell , Patrick Klingenberg , hat sich selbstständig gemacht und bietet
nun unter dem Namen Flatra.net eine Flatrate für ISDN- und Analog-Anschlüsse an
. Der Zugang kostet 269 Mark monatlich , als Einrichtungsgebühr wird nochmals
die gleiche Summe fällig . Wer Kanalbündelung über ISDN betreiben will , zahlt
538 Mark Grund- und dieselbe Summe als Einrichtungsgebühr . Nach 24 Stunden
erfolgt eine Zwangstrennung . Eine feste IP-Adresse gibt es auf Wunsch kostenlos
, die Vertragslaufzeit beträgt einen Monat . Der Anschluss von Routern ist
jedoch nicht gestattet . Eine Anmeldung ist ab sofort möglich , die auf der
Homepage falsch angegebene Hotline-Nummer soll bald korrigiert werden . Um mit
dem Angebot nicht gleich wieder Pleite zu gehen , hat Klingenberg eine besondere
Klausel in den Vertrag aufgenommen : Hintergrund dieser Klausel ist die Tatsache
, dass Klingenberg selbst lediglich Leistungen des Carriers MCI Worldcom
einkauft , die nach Zeit abgerechnet werden . Da die Kunden von Flatra.net
hingegen pauschal zahlen , ist es bei ausgedehnter Nutzung der einzelnen Zugänge
lediglich eine Frage der Zeit , bis die Firma draufzahlt . Durch das gleiche
Problem war es Ende letzten Jahres zum so genannten Flatrate-Sterben gekommen .
Metabox streitet mit zahlungsunwilligem Unbekannten Doch nun muss sich das
Unternehmen wohl nach anderer Unterstützung umsehen : Laut einer
Ad-hoc-Mitteilung des Unternehmens habe ein Anwalt des Investors mitteilen
lassen , dass die Zahlung nun doch nicht erfolgen werde . Der vorläufige
Insolvenzverwalter bestreitet jedoch die Möglichkeit der Vertragsauflösung und
will den Anspruch auf Zahlung gerichtlich geltend machen . Weiter gehende
rechtliche Schritte behalte er sich vor , heißt es . Um wen es sich bei dem
zahlungsunwilligen Investor handelt , ist bislang nicht bekannt , was bei
Metabox Tradition hat : Weil das Unternehmen die Auftraggeber angeblich
eingegangener Großaufträge bis heute nicht nennen will , kam es bereits im
letzten Jahr zu erheblichen Zweifeln an der Seriosität des Unternehmens .
Strafanzeigen und Hausdurchsuchungen waren die Folge . Trotzdem scheint Metabox
an dieser Vorgehensweise festhalten zu wollen : Auch über die in der
Ad-hoc-Mitteilung erstmals genannte neue Investorengruppe , mit der es derzeit
angeblich Verhandlungen geben soll , teilt das Unternehmen keinerlei Details mit
. Deutsche Telekom verkauft künftig auch PCs Die Deutsche Telekom will in den
T-Punkten bald auch Komplett-PCs verkaufen . Ein Unternehmenssprecher bestätigte
auf Anfrage entsprechende Medienberichte , wollte jedoch noch keine weiteren
Details nennen . Einem Bericht der Saarbrücker Zeitung zufolge will der rosa
Riese hierbei mit Fujitsu zusamenarbeiten . Das Blatt beruft sich auf
Hans-Jürgen Gerlach , den Niederlassungsleiter der Telekom für den Bereich
Saarbrücken/Neustadt an der Weinstraße . Auch Monitore und Epson-Drucker sollen
angeboten werden . Die Geräte sollen auch im Bundle mit ISDN oder
T-DSL-Anschlüssen zu haben sein . Telekom-Aktienkurs könnte
Voicestream-Übernahme gefährden Der Aktienkurs der Deutschen Telekom sinkt immer
weiter und hat jetzt mit 33 Euro eine wichtige Grenze für die Übernahme des
US-Mobilfunkunternehmens Voicestream erreicht . Der Kauf der US-Mobilfunkfirma
wird derzeit vor der amerikanischen Regulierungsbehörde Federal Communications
Commission ( FCC ) verhandelt . Die Transaktion , mit deren Abschluss
Telekom-Sprecher Bill McAndrews bis spätestens Mitte 2001 rechnet , soll
hauptsächlich in Form eines Aktientausches über die Bühne gehen : Jede Aktie von
Voicestream soll gegen 3,2 T-Aktien plus einer Barkomponente von 30 US-Dollar
getauscht werden . Allerdings haben die Aktionäre von Voicestream auch die
Möglichkeit , ihre Anteile komplett gegen Bares zu tauschen , doch auch hier
hängt die Summe vom Aktienkurs ab . Je niedriger der Aktienkurs nun sinkt , um
so geringer wird auch der Kaufpreis ausfallen . Deshalb dürfen die Aktionäre bei
Unterschreitung der Grenze von 33 Euro auch die Notbremse ziehen . Voicestream
mit Sitz in Bellevue ( Washington ) arbeitet im Unterschied zu den meisten
seiner Konkurrenten mit dem auch in Europa üblichen GSM-Standard , allerdings im
1900-MHz-Band . Anfang des Jahres fusionierte das 1994 gegründete Unternehmen
mit den beiden Gesellschaften Omnipoint und Aerial Communications . Die
Gesellschaft besitzt Mobilfunklizenzen in 23 der 25 größten US-Bundesstaaten .
T-Online wirbt weiter für ISDN-Flatrate Obwohl T-Online die Flatrate für ISDN-
oder Analog-Zugänge ab dem 1. März streicht , so wirbt dennoch die
Telekom-Tochter auf ihrer Homepage weiter für die Flatrate . Währenddessen
erhalten die ersten Kunden bereits Mitteilungen darüber , dass ihre Flatrate in
der nächsten Zeit abgeklemmt wird . Es handelt sich hierbei laut Domagala um
jene , die ihren Flatrate-Vertrag vor dem 1. Dezember abgeschlossen haben und
daher noch die Mindestvertragslaufzeit von einem Jahr nutzen können . Domagala
zufolge handelt es sich hierbei aber nicht um Werbung , sondern lediglich um
einen " Hinweis auf die Technologie " . Arcor bietet ISDN-Flatrate für 69,90 DM
an Nachdem T-Online seine Flatrate für Analog- und ISDN-Zugänge zum 1. März
streicht , will Arcor einen Monat später mit einem eigenen preiswerten Angebot
für ISDN-Zugänge starten . 69,90 Mark soll die ISDN-Flatrate bei der
Vodafone-Tochter kosten . Voraussetzung für die Flatrate ist ein
ISDN-Telefonanschluss bei Arcor , der mit 39,90 Mark monatlich zu Buche schlägt
. Und hier entsteht für manche Interessierte ein Haken an der Sache : Das
Angebot ist nicht bundesweit verfügbar . Eine Übersicht , wo ISDN-Anschlüsse von
Arcor zu haben sind sowie eine Suchfunktion stellt die Telefongesellschaft auf
einer Webseite bereit . TelDaFax kämpft weiter ums Überleben Marcus Hoffmann ,
Sprecher der angeschlagenen Telefongesellschaft TelDaFax hat gegenüber heise
online Gerüchte dementiert , denen zufolge das Unternehmen bereits in der
nächsten Woche vollständig zahlungsunfähig sein soll : TelDaFax muss wöchentlich
Vorkasse in Millionenhöhe an die Telekom leisten . Vorausgegangen war die
Kappung der TelDaFax-Leitungen durch die Telekom . Die angeschlagene Marburger
Firma , die mit einem zweistelligen Millionenbetrag beim rosa Riesen in der
Kreide steht , hatte daraufhin eine einstweilige Verfügung beim Landgericht Köln
erwirkt , die den Bonner Konzern zwang , den Konkurrenten wieder an das Netz
anzuschließen . Die hoch verschuldete Telefongesellschaft will nun aus dem
Insolvenzverfahren heraus einen Sanierungsversuch starten . Ob er gelinge ,
hänge vor allem von den Gläubigern ab , sagte Hoffmann . Sein Unternehmen rechne
damit , dass das Insolvenzverfahren am 1. Juni eröffnet wird . Die Entscheidung
über den tatsächlichen Termin obliegt jedoch dem Gericht . Erarbeitet würde ein
Insolvenzplan , der voraussichtlich Mitte Juni den Gläubigern vorgelegt wird .
Weitere Details nannte der Firmensprecher nicht . Nach der zeitweisen
Abschaltung durch die Deutsche Telekom wegen unbezahlter Rechnungen hat sich der
Kundenstamm auf deutlich niedrigerem Niveau wieder stabilisiert . Vor der
Abschaltung seien es etwa 15 Millionen gewesen . Nach Firmenangaben hat TelDaFax
momentan etwa 30.000 Vertragskunden . 20 der 260 Mitarbeiter haben das
Unternehmen wegen der prekären Lage bereits verlassen . Zu den von der Telekom
am gestrigen Dienstag erhobenen Vorwürfen wollte Hoffmann gegenüber heise online
keine Stellung nehmen , TelDaFax prüfe sie derzeit noch . Zu den Gründen , warum
TelDaFax überhaupt in eine finanziell so missliche Lage geriet , wollte Hoffmann
ebenfalls nichts sagen . Ihm zufolge hat es jedoch nicht am Call-by-Call-Angebot
gelegen : " Das ist ein profitables Geschäft " . Flatrate-Anbieter
Muchmoretele.com mit Problemen Der Münchener Provider MuchMoreTele.com ( MMTC )
bot bislang unter anderem einen schmalbandigen Internetzugang zum Pauschaltarif
an . Der Tarif für ISDN- und Analogzugänge kostet 199 Mark monatlich . Doch
damit scheint es im Moment vorbei zu sein : In einer E-Mail mussten Nutzer lesen
, dass der Zugang für einen Teil der Kunden seit dem Wochenende nicht mehr
möglich sei . Grund dafür sei eine Leitungsabschaltung durch einen nicht
benannten Carrier , betroffen seien alle Kunden , deren Benutzerdaten mit der
Kennung mmtc beginnen . Bislang hat sich das Unternehmen gegenüber heise online
noch nicht weiter zu der Abschaltung geäußert . Bereits Ende Mai und im April
hatte Muchmoretele.com eine teilweise Stilllegung des Internet-Zugangs verkünden
müssen , da sein Leitungs-Provider TelDaFax wegen unbezahlter Rechnungen vom
Netz der Telekom abgeschaltet wurde . Italienischer Regulierer prüft
Großhandelsflatrate Die italienische Regulierungsbehörde Agcom prüft derzeit die
Einführung einer Großhandelsflatrate nach dem britischem FRIACO-Vorbild . Damit
will die Behörde sicherstellen , dass Italien " den Anschluss an die
europäischen Länder bei den Internet-Tarifen nicht verliert " . Die Ankündigung
der Italiener heizt den in Deutschland geführten Streit um die Flatrates weiter
an . So meinte der Sprecher der Initiative " Internet ohne Taktung " Phillip
Sudholt : Ähnlich äußerte sich auch AOL : Nur Deutschland verharrt in der
Flatrate-Steinzeit . Die Telekom wies die Vorwürfe prompt zurück . Sprecher
Ulrich Lissek meinte gegenüber heise online : Webseite von Jörg Haiders FPÖ in
Salzburg geknackt Die Internetseite der Salzburger Abteilung der
österreichischen FPÖ ist geknackt worden . Ein Unbekannter , der sich selbst "
Nolife@Glitch@Austria " nennt , änderte die Titelzeile der Seite in " Haiders
Masturbationscamp in Salzburg " und stellte unter anderem ein Foto online , das
Jörg Haider mit einem angemalten Hitler-Bart zeigt . Darüber hinaus beschimpft
er die FPÖ-Mitglieder als " Dummschädel " und wünscht ihnen abschließend " Viel
Glück und wenig Kinder " . Eine Stellungnahme der FPÖ liegt bislang nicht vor .
Haider bildet nicht zum ersten Mal ein Angriffsziel im Internet : Bereits Anfang
des letzten Jahres hatte eine Website mit einer ähnlichen URL ( www.fpo.at ) und
mit identischem Erscheinungsbild die offizielle Website www.fpoe.at karikiert .
Unter anderem wurden dort Links zu Neo-Nazi-Seiten gelegt oder Äußerungen auf
der offiziellen Website mit rechtsextremistischen Inhalten unterlegt .
Call-by-Call-Inkasso : Vom rosa Riesen zur gelben Post Nachdem die Deutsche
Telekom das Inkasso für das Call-by-Call an die Mitbewerber abgegeben hat , will
denen nun die Deutsche Post diesen Service anbieten . Gemeinsam mit dem
Hardware-Hersteller Hewlett-Packard bietet die Deutsche Post Com , ein
Tochterunternehmen der Post , ab sofort einen entsprechenden Dienst für die
gesamte Telecom-Branche . Eine dreimonatige Pilotphase , während der man die
Rechnungs- und Kundenbetreuungsservices für Arcor und o.tel.o übernommen habe ,
sei jetzt erfolgreich abgeschlossen worden . Ab sofort wollen auch Talkline und
RSL Com die Postler für sich arbeiten lassen . Dazu gehören die
Massenverarbeitung von Kommunikations- und Kundendaten ebenso wie das
Debitorenmanagement und das Erzeugen und Versenden von Rechnungen und Mahnungen
, die Beitreibung ( Inkasso ) sowie die Reklamationsbearbeitung . Zudem
übernimmt die Deutsche Post Com die Call-Center-Leistungen . Zukünftig will man
außer den reinen Gesprächsgebühren auch Mehrwertdienste , die einen zusätzlichen
Rechnungsbetrag beinhalten abrechnen können , etwa eine Auskunftsleistung oder
über die Telefonrechnung gekaufte Produkte . Telekom will T-DSL-Angebot
modifizieren Die Deutsche Telekom will voraussichtlich zum Jahresbeginn 2002 ihr
T-DSL-Angebot modifizieren . Ab diesem Zeitpunkt wird das bisher im
Leistungsumfang von T-DSL enthaltene Modem nicht mehr Bestandteil des
Anschlusses sein . Stattdessen soll es neue Hardware geben , bei der die Telekom
nach eigenen Angaben auf die " Kreativität " der Hardware-Hersteller hofft . Die
sollen effektivere und preisgünstigere T-DSL-Lösungen etwa in Form von
multifunktionalen Adaptern anbieten , zum Beispiel DSL-Modem und Netzwerkkarte
in einem Gehäuse oder auf dem Mainboard integrierte DSL-Modems . Wie die neuen
Hardwarevarianten zum Kunden kommen , ist bislang unklar . Denkbar ist dass sich
der Kunde komplett selbst um die Beschaffung kümmern muss , wahrscheinlicher
dürfte es aber sein , dass die Telekom Bundle-Angebote macht , bei dem je nach
Hardware-Komponente unterschiedliche Zuzahlungen fällig sind . Um bisherige
Inkompatibilitäten von Breitbandmodems unterschiedlicher System-Hersteller zu
überwinden , hatte die Telekom Anfang dieses Jahres Endgeräte-Hersteller zur
Abgabe entsprechender Angebote aufgefordert . Die neue Spezifikation ( U-R2 )
ist jetzt fertig gestellt , Hersteller können sie bei der Telekom abrufen .
Bislang lieferten ECI und Siemens die DSL-Endkunden-Geräte .
Lieferschwierigkeiten , die die Telekom den Hardwareherstellern vor einiger Zeit
vorwarf , sollen mittlerweile behoben sein , nachdem Siemens Ende März eine
eigene Fabrik in Bruchsal eröffnete . Als weitere Hersteller stehen Alcatel und
AVM in den Startlöchern , Letzterer hat bereits eine fertige ISDN/DSL-Kombikarte
in der Schublade . Kartellprozess : Microsoft plädiert für Berufungsgericht Im
Prozess gegen Microsoft wegen des Vorwurfs des Verstoßes gegen die
amerikanischen Kartellbestimmungen hat Microsoft jetzt seine Argumente für eine
Fortsetzung der Verhandlung vor dem zuständigen Berufungsgericht vorgelegt .
Microsoft argumentiert , dass eine gründliche Prüfung des Falles wichtiger sei
als eine schnelle Beendigung . Die Auseinandersetzungen um die Fakten im Prozess
ließen eine direkte Behandlung vor dem obersten US-Bundesgericht ungeeignet
erscheinen . Microsoft hatte bereits in der Berufungsschrift Richter Thomas
Penfield Jackson , der in der ersten Instanz Microsoft zur Zweiteilung
verurteilt hatte , " ernsthafte substanzielle und verfahrenstechnische Fehler "
vorgeworfen . Um das Verfahren zu beschleunigen , hatte das US-Justizministerium
darauf gedrängt , die Verhandlung gleich vor dem Supreme Court fortzusetzen .
Microsoft sieht dem Schriftsatz zufolge auch keine Parallelen zwischen dem
eigenen Fall und dem des amerikanischen Telefonreisen AT&T , der im Zuge des so
genannten Expediting Act schneller als andere Fälle verhandelt wurde . Durch
dieses Verfahren soll sicher gestellt werden , dass wichtige Verfahren , die von
nationaler Bedeutung sind , nicht durch den Gang durch viele Instanzen um Jahre
verzögert werden . AT&T wurde in mehrere so genannte Baby Bells zerschlagen ,
ein ähnliches Schicksal könnte auch Microsoft drohen . Diese Argumente hatten
auch die Regierungsanwälte vorgebracht . Napster unter den 50 am häufigsten
besuchten Websites Die Homepage der Musik-Tauschbörse Napster hat den Sprung
unter die 50 am häufigsten besuchten Websites geschafft . Eine entsprechende
Rangliste wurde jetzt von den Meinungsforschern von Media Metrix veröffentlicht
. Die Popularität der eigenen Homepage dürfte Napster wohl vor allem seinen
Gegnern zu verdanken haben . Dank der großen öffentlichen Aufmerksamkeit über
den Prozess der großen Plattenlabels gegen Napster ist die Popularität stark
gestiegen . Andere MP3-Seiten wie Gnutella oder MP3.com haben es trotz
gestiegener Popularität noch nicht unter die meistbesuchten 50 Websites
geschafft . Details zu Nintendos neuen Spielkonsolen Am heutigen Mittwoch will
Nintendo erste Details zu den neuen Spielmaschinen bekannt geben . Bei den neuen
Geräten handelt es sich um den Gameboy-Nachfolger namens Game Boy Advance und um
eine neue Konsole , die bisher unter dem Codenamen Dolphin bekannt ist . Einiges
wurde aber jetzt schon bekannt : Der Game Boy Advance soll dem Nachrichtendienst
Bloomberg zufolge insgesamt 65.535 Farben darstellen können , davon 511
gleichzeitig . Das sind zehn mal so viele wie beim Game Boy Color . Außerdem
wird er über eine 32-Bit-Architektur verfügen . Vom ersten Game Boy waren
710.000 im gleichen Zeitraum verkauft worden . Als Preis wird mit einer Summe
irgendwo zwischen 35 und 75 US-Dollar gerechnet . Wann der neue Game Boy auf den
Markt kommen soll , ist noch nicht bekannt . Sie soll im nächsten Jahr
erhältlich sein . Dolphin soll mit einem Prozessor von IBM ausgestattet werden ,
einen DVD-Player von Matsushita aufweisen und über einen Internet-Zugang
verfügen . Über den Preis der Konsole ist noch nichts nach außen gedrungen .
Microsoft will Schulen mit günstiger Software unterstützen Der Softwareriese
Microsoft will die D21-Initiative unterstützen , indem der Konzern Schulen
günstig Software zur Verfügung stellt . Insgesamt hat Microsoft drei Pakete
zusammengestellt : In dem Applikationspaket ist Office 2000 Professional ,
Encarta Enzyklopädie Plus , Encarta Weltatlas , Visio Standard und Visual Basic
Professional mit jeweils 16 Lizenzen enthalten . Das Server-Paket enthält
Windows 2000 Server , den Exchange- und den Proxyserver plus jeweils 16
Client-Lizenzen . Im dritten Paket schließlich ist 16 mal das Betriebssystem
Windows 2000 Professional enthalten , das aber auf Wunsch durch ein anderes
Windows ersetzt werden kann . Microsoft-Sprecherin Irene Nadler konnte gegenüber
c't keine Preise nennen , da diese individuell durch die Zwischenhändler
festgelegt werden . Zwischenhändler wie Teamsoft oder CoTec nannten auf Anfrage
folgende Summen : Das Applikationspaket kommt auf zirka 2200 Mark , das
Server-Paket liegt bei knapp 1000 Mark und das Betriebssystempaket kostet zirka
450 Mark . Interessenten können die Software über Microsoft Handelspartner für
Schulversionen und bei speziell auf den Vertrieb von Schulversionen
ausgerichteten Education Business Center beziehen . Lokale Anlaufstellen sind im
Internet zu finden . Leitgedanken der Initiative sind " Förderung und Gestaltung
des Wandels zur Informations- und Wissensgesellschaft in Deutschland " .
ILOVEYOU : Möglicherweise doch noch Klage gegen Hauptverdächtigen Onel de Guzman
, der mutmaßliche Erfinder des E-Mail-Wurms ILOVEYOU , muss nach Angaben der
philippinischen Staatsanwaltschaft eventuell doch mit einer Anklage rechnen .
Die staatliche Strafverfolgungsbehörde sowie örtliche Firmen könnten Zivilklagen
gegen den Ex-Studenten einreichen , wenn sie Verluste durch den zerstörerischen
Virus nachweisen könnten , sagte Staatsanwalt Achimedes Manabat am Mittwoch in
Manila . Ausländischen Unternehmen stehe eine ähnliche Vorgehensweise offen ,
wenn sie Niederlassungen auf den Philippinen unterhielten . Die philippinische
Staatsanwaltschaft hatte am Montag entschieden , dass es keine Grundlage gebe ,
gegen den 23-Jährigen strafrechtlich vorzugehen . Nach T-Mobile und T-Online nun
T-Com Die Deutsche Telekom hat angekündigt , ihre Festnetzaktivitäten zukünftig
unter dem Namen T-Com zu bündeln und daraus später ein eigenes Unternehmen
namens T-Com International zu machen . Wann dieses neue Unternehmen gegründet
werden soll , steht aber noch nicht fest . Josef Brauner , der zugleich
Aufsichtsratsvorsitzender der T-Systems ist , wird den Aufbau- und
Integrationsprozess der T-Com in den kommenden zwölf Monaten hauptverantwortlich
leiten . Am Jahresanfang hatte die Telekom mit T-Online International und
T-Mobile international bereits zwei wesentliche Firmenbestandteile in eigene
Unternehmen ausgegliedert . T-Online wurde im April an die Börse gebracht ,
während der Börsengang von T-Mobile kürzlich verschoben wurde . Außerdem hat der
Konzern angekündigt , alle Aktivitäten des Geschäftsbereiches
Datenkommunikation/IP/Systeme unter dem Dach der T-Systems zu vereinen . Finnen
wollen Telekom im Ortsnetz Konkurrenz machen Unter dem Dach der
Telefongesellschaft Tropolys sollen zwölf Stadtnetzbetreiber sowie der
bundesweite Netzbetreiber ElisaNeT gebündelt werden , teilte das Düsseldorfer
Unternehmen am Mittwoch mit . Elisa wolle gleichzeitig seinen Anteil an der
Holding Tropolys von bislang 27,4 Prozent auf eine Mehrheit aufstocken . Derzeit
befänden sich unter dem Dach von Tropolys bereits TeleBel ( Wuppertal ) , Meocom
( Oberhausen ) , TeleLev ( Leverkusen ) , Citykom ( Münster ) und CNE ( Essen )
. Hinzu stoßen den Plänen zufolge ElisaNet ( Köln ) , Pulsaar ( Saarbrücken ) ,
Mainova , MAINZ-KOM ( Mainz ) , HU-KOM ( Hanau ) , Telenet ( Potsdam ) , DDkom (
Dresden ) sowie HLKomm ( Leipzig ) . Die Tropolys-Holding der alten
Konstellation will noch in diesem Jahr die Gewinnschwelle erreichen . Mit einer
engen Verknüpfung im Verbund sollen Kostensenkungen erreicht werden . Während
der Angriff auf den zweiten Platz von Arcor noch Erfolg haben könnte , dürfte es
am Quasimonopol der Deutschen Telekom im Ortsnetz jedoch vorerst nichts zu
rütteln geben : Immer noch telefonieren rund 98 Prozent der Haushalte über den
rosa Riesen . Telekom bringt " T-DSL via Satellit " Die Deutsche Telekom plant
einen Internetzugang via Satellit , der die gleiche Download-Geschwindigkeit von
768 kBit/s aufweisen soll wie ein T-DSL-Anschluss . In Zusammenarbeit mit dem
Satellitenbetreiber SES/Astra will das Unternehmen überall dort , wo ein
herkömmlicher T-DSL-Anschluss nicht verfügbar ist , das Alternativ-Angebot
machen , um so eine 100-prozentige Flächendeckung zu erreichen . Laut einem
Telekom-Sprecher ist das Kupferkabel-gebundene T-DSL für 90 Prozent der
bundesdeutschen Haushalte verfügbar . Bei dem Anschluss dient eine digitale
Empfangsantenne ( " Schüssel " ) zum Empfang der Daten via Satellit , das
Versenden erfolgt jedoch über einen herkömmlichen Internetzugang via Modem oder
ISDN . Voraussetzung ist , dass man an seinem Haus auch eine Schüssel anbringen
darf - nicht überall ist das gestattet . Weitere technische Details will die
Telekom bislang ebensowenig wie die vorgesehenen Preise nennen ; auch die Frage
, ab wann der Zugang verfügbar ist , bleibt bislang unbeantwortet . Demnächst
sollen jedoch erste Tests beginnen . Vergleichbare Angebote gibt es heute
bereits von anderen Anbietern wie Europe Online oder Strato . Die ersten
rückkanalfähigen Internet-Zugänge via Satellit für kleines Geld planen Freenet
und der Provider Tiscali für den Herbst dieses Jahres . Zum Thema T-DSL siehe
auch : Telekom plant doppelt schnelles T-DSL und Mehr Spiel-Spaß mit T-DSL zum
Feldversuch mit dem so genannten " Fastpath " . Telekom plant doppelt schnelles
T-DSL Telekom-Vorstandsmitglied Josef Brauner hat verkündet , dass die Deutsche
Telekom ein weiteres T-DSL-Angebot für Privatkunden plant . Als einziges Detail
gab er jedoch die Download-Geschwindigkeit von 1,5 MBit/s bekannt , über weitere
Einzelheiten schweigt die Telekom sich bislang aus . Nahe liegend ist angesichts
der angegebenen Bandbreite jedoch , dass der neue Anschluss ähnliche technische
Daten wie das Geschäftskunden-Angebot BusinessOnline aufweist . AOL plant
Musik-Flatrate Im Gegensatz zu Internet-Radios können die Kunden hier frei
auswählen , welche Musik sie sich wann zu Gemüte führen wollen . Das neue
Angebot soll die Musik mit Hilfe von Streaming-Technik bereitstellen . Dadurch
möchte AOL sicherstellen , dass die Musikstücke nicht auf dem PC gespeichert
werden können . Das Angebot , das Anfang 2001 starten soll , wird laut
AOL-Sprecher Jens Nordlohner 15 US-Dollar pro Monat kosten . Die Musik liefert
die Seagram-Tochter Universal Music Group . Das Unternehmen hat mittlerweile mit
der Testphase eines eigenen digitalen Musikdienstes begonnen . Konkurrenz wirft
AOL mangelndes Engagement vor Der Messengerkrieg ist in die nächste Runde
gegangen . Dabei geht es um die von AOL kürzlich angekündigte Öffnung des
Instant-Messenger-Netzes für andere Messaging-Systeme . Bisher hatte AOL alle
fremden Clients ausgesperrt , die sich in die AIM-Buddylisten einklinken wollten
. Die Konkurrenten warfen AOL jetzt vor , mit übertriebenen Sicherheitsmaßnahmen
die Rivalen zu behindern . Mit dem übertriebenen Schutz der Privatsphäre der
AIM-Nutzer behindere AOL zudem die Entwicklung eines Standards . In diesem
Zusammenhang wird AOL hier auch mangelndes Engagement vorgeworfen . AOL
widersprach den Vorwürfen . Der Online-Dienst beteilige sich bei der Internet
Engineering Task Force ( IETF ) hinreichend ; so habe man hier den Vorschlag
eines einheitlichen Instant-Messaging-Services gemacht , bei dem sich jeder
Nutzer nur einmal einloggen müsse . AOL , Marktführer im Bereich Messaging ,
bietet den AOL Instant Messenger für die direkte Online-Kommunikation zwischen
Internet-Nutzern über Textnachrichten an ; außerdem besitzt AOL seit zwei Jahren
auch ICQ . Europa holt Technologie-Vorsprung der USA auf Der IBM-Spitzenmanager
Mike Lawrie ist der Ansicht , dass Europa den technischen Vorsprung der USA
aufgeholt habe . Zwar liege Europa bei der Ausstattung der Haushalte mit
Computern und Internet-Anschlüssen noch zurück , sagte Lawrie , General Manager
des Computerkonzerns IBM für die Regionen Europa , Naher Osten und Afrika , in
einem dpa-Gespräch . Bei der Zahl der Mobiltelefone zeige sich jedoch bereits
ein anderes Bild . " Hier liegt Europa vorn " , sagte Lawrie . " Der Grund dafür
sind gemeinsame Standards . " Die Zukunft des Internets liege bei den mobilen
Anwendungen , betonte Lawrie . Europa habe daher gute Chancen , bei diesen
Technologien die Führungsrolle zu übernehmen . Dabei sei entscheidend , dass die
Kosten für Telekommunikation weiter zurückgingen und sich die Deregulierung der
Branche fortsetze . " Europäer begeistern sich nicht für Technologie um der
Technologie willen " , betonte Lawrie . Die Akzeptanz von Computern und dem
Internet sei daher anders als in den USA erst dann gestiegen , als auch die
entsprechenden Anwendungen zur Verfügung gestanden hätten . Lawrie betonte ,
dass Technologieunternehmen immer stärker auf strategische Allianzen angewiesen
seien : " Keine Firma kann sich die ganze Kompetenz leisten , die man braucht ,
um Anwendungen zu programmieren , zu testen und auf den Markt zu bringen . " Der
Konzern setze deshalb auf offene Standards wie das freie Betriebssystem Linux ,
das nicht einem einzelnen Unternehmen gehöre , sondern von Nutzern in aller Welt
weiterentwickelt werde . Durch die neuen Netzwerke entwickele sich die
Wirtschaft immer mehr zu einem " Ökosystem " . Der Zugriff auf Mitarbeiter mit
dem entsprechenden technologischen Wissen sei dabei der wichtigste Faktor für
zukünftiges Wachstum . RegTP : Internet-Boom und Telekommunikation schaffen
Arbeitsplätze Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post ( RegTP )
hat am heutigen Montag die Marktzahlen für das letzte Jahr und die Erwartungen
für dieses Jahr veröffentlicht . Demzufolge steigt die Zahl der Beschäftigten im
deutschen Telekommunikations-Dienstleistungsmarkt weiter an . In diesem Jahr
rechnet die Regulierungsbehörde mit weiteren 8000 neuen Arbeitsplätzen , was
einem Anstieg von 3,5 Prozent auf 234.000 Beschäftigte entspricht . Gebremst
wurde die Entwicklung durch den Personalabbau der deutschen Telekom , die 1999
knapp 7000 Arbeitnehmer weniger beschäftigt hat als im Jahr zuvor . Die
Regulierungsbehörde geht davon aus , dass der Markt im Jahr 2000 weiter
expandiert , insbesondere wegen der raschen Zunahme der Mobiltelefon- und
Internet-Nutzerzahlen . Die Zahl der Internet-Nutzer ist Ende 1999 auf ca. 14,4
Millionen gestiegen . Damit liegen die Zuwächse ähnlich hoch wie im Mobilfunk .
Die Zahl der " Nutzer " ist jedoch laut Regulierungsbehörde nicht gleich zu
setzen mit der Zahl der Internetzugänge . Hinzu kommen Zugänge von Unternehmen .
Deutschland liege damit bezüglich der absoluten Werte im europäischen Vergleich
an der Spitze , wenngleich mit Blick auf die Einwohnerzahl noch erhebliches
Wachstumspotenzial auszuschöpfen sei . Besonders durch niedrigere
Internet-by-Call-Tarife und Preissenkungen bei den Flatrates erwartet die RegTP
für dieses Jahr auch eine weitere Verbilligung des Internet-Zugangs . MobilCom
verliert Interesse an Talkline Das Telekommunikationsunternehmen MobilCom hat
das Interesse am Kauf des Konkurrenten Talkline offenbar verloren . " Der
Vorstand hat sich dagegen entschieden " , erklärte MobilCom-Sprecher Thorsten
Kollande gegenüber heise online , wollte zu den Gründen jedoch keine Angaben
machen . Dies wollte Kollande jedoch nicht bestätigen . Der Provider Talkline
bietet unter anderem eine Internet-Teilzeitflatrate sowie Call-by-Call an . Er
gilt schon länger als Übernahmekandidat , der Mutterkonzern TeleDanmark führt
bereits seit einiger Zeit Gespräche über einen Verkauf . Außer den nun
gescheiterten Verhandlungen mit MobilCom soll es auch Gespräche mit debitel
geben . Internet per TV-Kabel in NRW ab September Wie geplant soll in
Nordrhein-Westfalen in den Städten Düsseldorf und Neuss ab September das Surfen
über das TV-Kabelnetz von Callahan möglich sein . Wie eine Sprecherin der
Tochterfirma Kabel NRW bestätigte , sind die Ausbau- und Modernisierungsarbeiten
des Netzes in beiden Städten inzwischen abgeschlossen . In Köln will das
Unternehmen Anfang kommenden Jahres und im Ruhrgebiet Mitte 2002 an den Start
gehen . Über das modernisierte TV-Kabelnetz können die Verbraucher digitale
Fernsehprogramme empfangen sowie telefonieren , E-Mails versenden oder im
Internet surfen . Zu den Preisen machte die Firmensprecherin keine genauen
Angaben , sie betonte aber , dass die Kunden für zusätzliche Angebote mehr
bezahlen müssten . Auch die Telekom verlange für ihren schnellen Internet-Zugang
DSL einen Aufpreis . Die Preiserhöhungen betreffen aber nur die digitalen
Kabelnetze , Gerüchte über eine angebliche Erhöhung der Kabelgebühren im
analogen Netz dementierte die Sprecherin ; in diesem Bereich komme es allenfalls
zu Aufschlägen in Höhe der Inflationsrate . Anfang 2000 hatte Callahan von der
Deutschen Telekom einen Anteil von 55 Prozent an deren regionaler
Kabelgesellschaft in NRW übernommen . Die endgültigen Verträge sollen in den
nächsten Tagen unterschrieben werden . Die österreichische FPÖ kämpft mit einer
geknackten Webseite . Am gestrigen Montag hatten Unbekannte die Seite der
Salzburger Abteilung der FPÖ mit eigenem Inhalt gefüllt , unter anderem durch
ein Bild des früheren FPÖ-Vorsitzenden und Landeshauptmanns von Kärnten , Jörg
Haider , das mit aufgemaltem Hitler-Bart versehen wurde . Verwunderlich an der
Attacke auf die FPÖ-Website ist allerdings , dass die Seite einen Tag später
immer noch den veränderten Inhalt aufweist . Wie der Fraktionssekretär der
Salzburger FPÖ-Landtagsfraktion Richard Voithofer jetzt gegenüber heise online
sagte , wolle man die Seite bis heute Mittag löschen . Man habe mittlerweile den
Provider gewechselt , da der bisherige , die deutsche Firma 54Grad , die Seite
nicht hätte löschen können . Ihm zufolge habe der Hacker sämtliche
Administrationsrechte an sich gerissen , sodass der Provider machtlos gewesen
sei . Deswegen habe man den Vertrag mit 54Grad mit sofortiger Wirkung beendet .
Heute Mittag soll der österreichische Nic.at nun alles Notwendige umgestellt
haben . Der Webhoster 54Grad stellt den Sachverhalt etwas anders dar : Daraufhin
haben die Österreicher den Vertrag mit sofortiger Wirkung beendet . Da die
Partei den Vertrag jedoch beendet habe , sehe man keinerlei Veranlassung , das
jetzt noch zu tun , dafür sei nun der neue Provider zuständig . AOL öffnet
Instant Messenger für andere Systeme Doch diese Beschränkung soll bald fallen .
Nach Berichten in US-Medien will AOL noch in diesem Sommer die
systemübergreifende Kommunikation per AIM testen . So ganz freiwillig ist AOL
jedoch nicht auf die Idee gekommen : Vielmehr hat die US-Regulierungsbehörde
Federal Communications Commission ( FCC ) AOL Ende letzten Jahres dazu
verdonnert , ihr Instant-Messaging-System wenigstens für einen Mitbewerber zu
öffnen , falls der Online-Dienst den Service über Time Warners Kabelnetzwerk
anbieten will . Ein langer Streit um die Kompatibilität der Messaging-Systeme
war vorausgegangen , Mitbewerber hatten AOL die Bildung eines "
Messenger-Monopols " vorgeworfen . Mit Instant-Messaging-Systemen können
Internet-Nutzer , die gleichzeitig online sind , Text-Botschaften untereinander
austauschen und über eine Buddylist erkennen , wann Freunde und Bekannte online
sind . Kleinkrieg um Webseite der Salzburger FPÖ Die Geschichte entwickelt sich
zum Kleinkrieg : Die bereits gestern geknackte Seite der Salzburger Abteilung
der österreichischen FPÖ ist erneut angegriffen worden . Offensichtlich
begegnete der Provider der FPÖ dem Hackerangriff lediglich durch den Austausch
der HTML-Seite , beseitigte die Sicherheitslücken jedoch nicht . Allerdings
scheinen die Österreicher den erneuten Angriff erwartet zu haben , sie
hinterlegten eine Warnung auf dem Server . Demzufolge hat die FPÖ bereits
Anzeige gegen den Angreifer erstattet . Der hartnäckige Hacker , der sich selbst
" nolife " nennt , änderte die Titelzeile der Seite erneut in " Haiders
Masturbationscamp in Salzburg " und stellte unter anderem ein Foto online , das
Jörg Haider mit einem angemalten Hitler-Bart zeigt . Zudem ist die Seite mit "
freundlicher Musik " unterlegt . Flatrate-Anbieter Muchmoretele.com weiter
abgeschaltet Die Kunden des Flatrate-Anbieters Muchmoretele.com ( MMTC ) können
ihre Zugänge seit dem Wochenende nicht mehr nutzen . Grund ist die Kappung der
Leitungen durch den Provider Internet Professionell ; seit Februar dieses Jahres
hatte Internet Professionell Leitungen an MMTC weitervermietet . Patrick
Klingenberg , Sprecher von Internet Professionell , sagte gegenüber heise online
, dass man eine Bankbürgschaft , die man von MMTC gefordert habe , nicht bekam ,
weil MMTC so etwas als nicht notwendig erachtet habe . Daraufhin habe man die
Leitungen am Freitag gekappt . MMTC ist seitdem nicht mehr erreichbar ,
lediglich ein automatischer Anrufbeantworter erklärt konstant , dass alle
Mitarbeiter derzeit im Gespräch seien . Kunden des Unternehmens erhielten
lediglich eine E-Mail , in der als neue Einwahlnummer eine Rufnummer von
Internet Professionell angegeben war . Weil viele der Mail-Empfänger seitdem
immer wieder vergebliche Einwahlversuche über diese Nummer unternehmen , prüft
der Provider nun rechtliche Schritte gegen MMTC . Einige Kunden beschwerten sich
zudem gegenüber heise online , dass MMTC bereits Mitte Juli die Rechnungen für
August abgebucht habe . Die mehrfach als Provider gestrauchelte Firma Internet
Professionell bietet seit Februar selbst wieder einen Pauschaltarif fürs Surfen
im Internet . Zuletzt war ein Versuch des Unternehmens gescheitert , eine
WAP-Flatrate anzubieten . Telekom will gegen Berliner Telefonkartenfälscher
vorgehen Im Kampf gegen Telefonkartenfälscher will die Deutsche Telekom jetzt in
Berlin drastischere Maßnahmen ergreifen : Sämtliche Telefonkarten , die ohne
Gültigkeitsaufdruck im Umlauf sind , werden von öffentlichen Fernsprechern seit
gestern nicht mehr akzeptiert . Allerdings betrifft dies nur die Hauptstadt ,
das übrige Bundesgebiet ist nicht betroffen . Nach den Worten des
Geschäftsführers der Telekomtochter DT CardService , Dieter Keller , sind in
Berlin Tausende von gefälschten Telefonkarten in Umlauf . " Der Umsatz wird
praktisch nur mit manipulierten Karten erzielt " , glaubt Keller . Die Telekom
schätzt den Schaden durch den Telefonkartenbetrug auf einen zweistelligen
Millionenbetrag . Die noch im Umlauf befindlichen Karten will die Telekom laut
Sprecher Peter Kespohl " kulant " umtauschen : Wer noch eine solche Karte mit
Guthaben besitzt , kann ab dem morgigen Mittwoch eintauschen . Nähere
Informationen und Umtauschformulare sollen Kunden in jedem Berliner T-Punkt
erhalten , im Internet , oder unter der kostenfreien Telefon-Hotline
0800/3302985 . Die Restguthaben sollen in jedem Fall auf volle Mark-Beträge
aufgerundet werden . Bundesweit sollen zum Jahresende alle Telefonkarten aus der
Zeit vor 1998 gesperrt werden . Was mit den Karten passiert , ist bislang unklar
: Ein Gericht entschied , dass die Telekom die Guthaben nicht ersatzlos
verfallen lassen darf . Die Telekom will nun das endgültige Urteil abwarten ,
bevor sie entscheiden will . Die jetzt ergriffenen Maßnahmen in Berlin sieht die
Telekom als einen Testmarkt . Nicht ausschließen wollte Keller , dass die
professionellen Telefonkartenfälscher ihr Geschäft in andere Städte verlagern .
In diesem Fall werde man entsprechende Maßnahmen ergreifen , hieß es . Im
Vorgriff auf Fälschungen mit Telefonkarten neueren Datums hat die Telekom
bereits vor drei Jahren die Karten zeitlich befristet . Sony will gegen
MP3-Tauschbörse Napster vorgehen Wenn es der Verband der amerikanischen
Musikindustrie ( RIAA ) nicht schafft , Napster zu blocken , will Sony dies
selbst erledigen . Dies erkärte Sonys Senior Vice President Steve Heckler im
Rahmen der Americas Conference on Information Systems 2000 in Long Beach (
Kalifornien ) , wie der amerikanische Hochschulinformationsdienst U-Wire
berichtet . Nachdem Heckler einen Vortrag zur Zukunft der IT-Branche gehalten
hatte , wurde er aus dem Publikum gefragt , was er denn zu Napster sage . Es
folgten starke Worte : Heckler zufolge werde Sony Techniken entwickeln , die
jeden Internet-User " durchdringen " könne . Sony werde Napster bei den Kabel-
und Telefongesellschaften blockieren , bei den Internet-Providern und in den PCs
zuhause . Die Strategien müssten so aggressiv sein , weil viel auf dem Spiel
stehe . Heckler sagte allerdings nichts darüber , wie er sich den Umgang mit
Napster im Detail vorstellt . Soundbreak.com erfüllt Forderungen der
US-Musikindustrie Die Musikseite Soundbreak.com will als erster
Internet-Anbieter freiwillig 15 Prozent Urheberrechtsgebühren zahlen . Eine
solche Vereinbarung schloss Soundbreak jetzt mit der Organisation der
amerikanischen Musikindustrie ( RIAA ) . Damit brechen die Macher der Seite aus
der Reihe der RIAA-Gegner der großen Online-Musik-Provider aus und kommen den
Forderungen der RIAA nach , wie die amerikanische Tageszeitung San Jose Mercury
News berichtet . Soundbreak-Chefin Lisa Crane sagte zu dem Deal mit der
Musikindustrie , dass sie es satt habe , jeden Tag fünf Stunden über dieses
Thema zu reden , lieber nehme sie die Zahlung der 15 Prozent in Kauf . Durch die
Festlegung zahlt Soundbreak zwar mehr als die Konkurrenz , aber dafür sei das
Gesetz auf ihrer Seite . Außerdem sei es besser , jetzt schon zu wissen , was zu
zahlen sei , als die Entscheidung eines Schiedsgremiums abzuwarten . Auf eine
solche Entscheidung wollen sich momentan noch Soundbreak-Konkurrenten wie MTV ,
AOL und RealNetworks verlassen . Passive User gefährden MP3-Tauschbörsen Das
Xerox Palo Alto Research Center hat eine Studie veröffentlicht , derzufolge
MP3-Tauschbörsen wie Napster oder Gnutella nicht nur Gefahr durch die großen
Plattenlabels droht , sondern auch durch die Passivität der eigenen User . Die
Studie untersuchte den User-Traffic von Gnutella innerhalb eines Zeitraums von
24 Stunden und kommt zu dem Ergebnis , dass 70 Prozent der User keine eigenen
Dateien zum Download anbieten und 90 Prozent auf Anfragen keine Antwort geben .
Durch diese Konzentration der angebotenen Dateien auf relativ wenige Nutzer
würden die Systeme von Gnutella oder Napster immer langsamer und auch
verwundbarer . Wenn sich der Trend fortsetze , sei es möglich , dass der Kollaps
eher erfolge als die Rechtsstreitigkeiten um die MP3-Tauschbörsen beigelegt
seien . Nintendo hat jetzt in Tokio weitere Details zu den Nachfolgern des Game
Boy und der Spielkonsole Nintendo 64 bekannt gegeben . Die Namen der neuen
Spielgeräte lauten Game Boy Advance sowie Gamecube . Der neue Game Boy Advance
soll über einen 32-Bit-Prozessor verfügen und einen um die Hälfte größeren
Bildschirm als die Vorgänger besitzen . Auch die Tonqualität sei verbessert
worden . Damit die Spieler nicht alleine zocken müssen , wird der
Spiele-Handheld mit einem Internetanschluss ausgestattet . Außerdem sollen
Spielefans das neue Gerät an Mobiltelefone anschließen und über größere
Entfernungen miteinander spielen können . Mit Hilfe eines Spezialkabels lassen
sich gleichzeitig bis zu vier der Geräte auch direkt miteinander verbinden . Der
Game Boy Advance soll nicht nur mit den speziell für dieses neue Gerät
programmierten Spielen umgehen können , sondern abwärtskompatibel sein . Kosten
wird der in Japan ab 21. März erhältliche Spiele-Handheld 9800 Yen ( 192 Mark )
; in Europa und Nordamerika soll das Gerät im Juli des nächsten Jahres auf den
Markt kommen . Die neue Spielkonsole der Japaner , die bisher unter dem
Codenamen Dolphin bekannt war , wird nun den Namen Gamecube tragen . Der
Konkurrent zu Segas Dreamcast , Sonys Playstation und Microsofts X-Box wird in
Zusammenarbeit mit Matsushita entwickelt . Gamecube soll als Speichermedium eine
nur acht Zentimeter große 1,5-GByte-Disk spendiert bekommen . In Japan kommt das
Gerät im Juli , in Nordamerika werde die Konsole im Oktober 2001 erhältlich sein
, hieß es ; wann sie in Europa auf den Markt kommt , steht ebenso wie der Preis
noch nicht fest . Vodafone will Einheitstarif für Mobilfunkgespräche in Europa
Der britische Telekommunikationskonzern Vodafone will innerhalb des nächsten
halben Jahres einen flächendeckenden Einheitstarif für Mobilfunkgespräche in
Europa einführen . Sicher dürfte sein , dass ein europaweit operierendes
Unternehmen wie Vodaphone durch einheitliche Tarife einen geringeren
Verwaltungsaufwand bei der Gebührenabrechnung hat und dadurch vor allem selbst
Geld sparen kann . Zur Zukunft des Traditionsnamens Mannesmann wollte sich
Horn-Smith nicht eindeutig äußern . Der Name Mannesmann steht für eine
großartige Firma . Erhalten wolle Vodafone auf jeden Fall bekannte nationale
Dachmarken wie D2 in Deutschland oder Omnitel in Italien . Da Deutschland der am
schnellsten wachsende Mobilfunkmarkt in Europa sei , werde Düsseldorf neben dem
britischen Newbury die zweite Europazentrale des Konzerns bleiben . Über die
Zukunft der Festnetzgesellschaft Arcor habe die Konzernführung noch nicht
entschieden . Zur Diskussion stehe ein Teilbörsengang , wofür die Deutsche Bank
wie auch die Deutsche Bahn , die zusammen 26 Prozent an Arcor halten , ihr
Interesse signalisiert hätten . Auch der Verkauf sei nicht völlig ausgeschlossen
. Gericht stärkt Rechte von Mobilfunkkunden bei Rechnungen Mobilfunkunternehmen
müssen ihren Kunden nach einem Urteil des Landgerichts Memmingen die berechneten
Gespräche nachweisen können . Das Unternehmen könne sich nicht darauf berufen ,
dass der Kunde in dem Mobilfunkvertrag auf die Speicherung der Daten verzichtet
habe , befand das Gericht in einem am Freitag veröffentlichten Berufungsurteil (
AZ. 1 S 297/01 ) . Das Einverständnis des Kunden zur sofortigen Löschung der
Daten sei nur dann wirksam , wenn er eindeutig auf die für ihn nachteiligen
Folgen hingewiesen worden sei . Zweifle der Kunde die Rechnung an , müsse
normalerweise das Mobilfunkunternehmen beweisen , dass er die fraglichen
Gespräche tatsächlich geführt habe , sagte ein Gerichtssprecher . Dazu dürften
die Firmen diese Daten 80 Tage lang speichern . " Verzichtet der Handybesitzer
im Vertrag auf diese Speicherung , muss er beweisen , ob er ein Gespräch geführt
hat oder nicht " , sagte der Sprecher . Auf diese Folge der Beweislastumkehr
müssten die Kunden jedoch im Vertrag klar und deutlich hingewiesen werden . Ein
klein gedruckter Hinweis , dass eine Nachprüfung nicht mehr möglich sei , reiche
nicht aus , da sie für einen Rechtsunkundigen nicht durchschaubar sei , befand
das Gericht . Mit dem Urteil wies das Gericht die Berufung einer Mobilfunkfirma
zurück , die damit von einer Kundin Telefongebühren eintreiben wollte . Die
Kundin wollte eine Rechnung nicht vollständig bezahlen , in der ihr überwiegend
Auslandsgespräche von rund 4600 Mark berechnet wurden . Sie bestritt , diese
Gespräche in diesem Umfang geführt zu haben und erklärte sich bereit , nur die
Hälfte der Gebühren zu zahlen . T-Online startet bundesweit mit ISDN-Kompression
Bislang war kostenlose Surf-Beschleunigung durch ISDN-Kompression für
T-Online-Kunden nur ein Wunsch . Doch der geht jetzt endlich in Erfüllung . Ab
sofort bietet T-Online bundesweit die so genannte Stac-Komprimierung an . Die
sorgt dafür , dass die Daten je nach Beschaffenheit mit einer bis zu doppelt so
hohen Geschwindigkeit auf dem PC landen . Besonders gut lassen sich Bilder und
Texte komprimieren , die Übertragung bereits gepackter Formate wie mp3 , zip
oder jpg hingegen kann die Stac-Kompression nicht beschleunigen ( technische
Details finden Sie in c't Ausgabe 23/00 , S. 226 ) . Windows beherrscht die
Stac-Kompression von Haus aus . Der entsprechende Schalter befindet sich in den
Eigenschaften der DFÜ-Verbindung unter Servertypen ( " Softwarekomprimierung
aktivieren " ) . Anwender analoger Modems brauchen sich um die Kompression keine
Gedanken zu machen : In der Regel sind Modems vom Werk aus für die so genannte
V.42bis-Kompression vorkonfiguriert . Windows-Anwender sollten lediglich sicher
stellen , dass diese Funktion nicht vom Modem-Treiber in den Modem-Eigenschaften
unter Verbindung/Erweitert ( " Datenkomprimierung " ) abgeschaltet ist .
Insolvente Metabox weiter ohne Investor Der angeschlagene
Settop-Boxen-Hersteller Metabox hat bekannt gegeben , dass eine weitere
potenzielle Investorengruppe abgesprungen sein soll . Um wen es sich bei der
Gruppe handelt , gab das Unternehmen nicht bekannt . Metabox meldete daraufhin
in einer Ad-hoc-Mitteilung , dass sie gegen den Zahlungsunwilligen Unbekannten
vorgehen wolle . Gleichzeitig wurde bekannt , dass das Vorstandsmitglied Peter
White mit sofortiger Wirkung sein Amt niedergelegt hat . Auch hier wurde über
die Gründe wie immer nichts bekannt : Metabox schreibt zwar gerne
Ad-hoc-Mitteilungen , füllt sie jedoch nur selten mit Details , was in der
Vergangenheit auch schon zu drastischen Konsequenzen führte : Weil das
Unternehmen die Auftraggeber angeblich eingegangener Großaufträge bis heute
nicht nennen will , kam es bereits im letzten Jahr zu erheblichen Zweifeln an
der Seriosität des Unternehmens . Strafanzeigen und Hausdurchsuchungen waren die
Folge . Bislang hat es Metabox nicht geschafft , die Zweifel zu zerstreuen .
Gebührenanzeige bald auch bei Telekom-Konkurrenten Zu Grunde liegt ein
entsprechender Beschluss des " Arbeitskreises für technische und betriebliche
Fragen der Nummerierung und Netzzusammenschaltung " ( AKNN ) , in dem neben den
deutschen Netzbetreibern auch die Regulierungsbehörde für Post und
Telekommunikation als Aufsichtsorgan vertreten ist . Die Telekom startete die
technische Realisierung am 23. Oktober 2000 in 104 Ortsnetzen . Der erweiterte
Service der netzübergreifenden Tarifanzeige wird danach sukzessive in den
anderen Ortsnetzen eingeführt , sodass er bundesweit am 14. November zur
Verfügung steht . Den Kunden mit der bisher genutzten Tarifanzeige entstehen
nach Aussage der Telekom dadurch keine zusätzlichen Kosten . Wenn die
Tarifanzeige aktiviert ist , werden keine Verbindungen über Anbieter mehr
hergestellt , die die Anzeige nicht unterstützen . Dies soll laut AKNN die
Kostenkontrolle gewährleisten . Wer Anbieter ohne Unterstützung der Tarifanzeige
nutzen möchte , muss den Gebührenimpuls vollständig deaktivieren lassen .
Messenger-Koalition gegen AOL AOL , Marktführer im Bereich Messaging , bietet
den AOL Instant Messenger ( AIM ) für die direkte Online-Kommunikation zwischen
Internet-Nutzern über Textnachrichten an ; außerdem besitzt AOL seit zwei Jahren
auch ICQ . Die neue Koalition mit dem Namen IMUnified will im August technische
Standards veröffentlichen . Damit soll erreicht werden , dass zukünftig die
Benutzer Online-Messages über alle Plattformen hinweg benutzen können . Dies
soll wiederum AOL dazu zwingen , seinen Instant Messaging Service für alle zu
öffnen . Bisher hatte AOL dies mit Hinweis auf die Sicherheit und dem Bedürfnis
nach Privatsphäre der AIM-Nutzer abgelehnt . Beteiligt an der neuen Koalition
sind unter anderem Microsoft , AT&T , Yahoo und Excite@home . Filmhändler Kirch
will Schlüsselrolle im Internet spielen Der Filmhändler und TV-Betreiber Leo
Kirch will ins Internet . Über eine einfache Navigation möchte die Firma
verschiedene Themen wie Filme , Musik , Magazin , Spiele , Sport und Nachrichten
anbieten . Kirch hat mit seiner neuen Plattform Großes vor : Schon heute gehören
die Websites der TV-Sender zu den bekanntesten und erfolgreichsten Marken im
Internet . Geld verdienen will Kirch New Media mit Werbung , durch den Verkauf
und endgeräteunabhängigen Vertrieb von aufbereiteten Inhalten sowie durch
E-Commerce und technische Dienstleistungen für Dritte . Gesellschafter von Kirch
New Media werden die KirchPayTV ( 50 Prozent ) , ProSieben und SAT.1 ( gemeinsam
30 Prozent ) , Kirch Media ( 15 Prozent ) sowie das Deutsche Sportfernsehen DSF
( fünf Prozent ) . Investiert werden soll in die neue Firma insgesamt ein
dreistelliger Millionenbetrag . Die Partnersender wollen für die Bewerbung der
Plattform zusätzlich ein jährliches Volumen in dreistelliger Millionenhöhe zur
Verfügung stellen . Um die Entertainment-Plattform zu ergänzen , will sich Kirch
New Media an Firmen aus den Bereichen Internet-Entertainment , IP-Technologie
und Multimedia beteiligen . Beim E-Commerce setzt das Unternehmen auf starke
Partner aus dem klassischen Handel . Es handelt sich hier nicht um das erste
Engagement von Kirch im Bereich Internet . Schon länger plant die Gruppe , ihren
Pay-TV-Decoder d-Box auch mit Internet-Zugang zum Surfen per Fernseher
auszustatten . Dafür möchte sich Kirch einen anderen bekannten Partner ins Boot
holen : Anfang des Jahres bereits stieß eine geplante Allianz zwischen Kirch und
der Telekom auf Widerstand unter anderem der Kartellbehörden . Diese hielten
eine Zusammenarbeit der beiden Unternehmen bei Internet-Zugängen über
TV-Kabelnetze und dem Decoder d-Box der Kirchgruppe für bedenklich . Die
technische Universität Chemnitz hat jetzt mitgeteilt , dass sie seit dem
heutigen Dienstag einen neuen Linux-Supercomputer testet . Bei dem Chemnitzer
Linux Cluster handele sich um einen der schnellsten und leistungsfähigsten
Computer Europas . Der Rechner besteht aus 528 zusammengeschalteten
herkömmlichen Rechnern mit 800 Megahertz-Pentium-III-Prozessoren und verfügt
insgesamt über einen Arbeitsspeicher von 264 GByte . Die Festplatten können mehr
als zehn Terabyte speichern . Die PCs sind über zwei Fast-Ethernet-Netzwerke
miteinander verbunden , die fast soviel kosteten wie die Rechner selbst . Das
eine Netz ermöglicht den Zugriff auf die Rechner von der gesamten Uni aus , das
andere ist für die Kommunikation der PCs untereinander zuständig . Im Betrieb
des Cluster entsteht eine Wärme von mehr als zehn Kilowatt , die abgeführt
werden muss . Der Raum , in dem der Cluster steht , ist deshalb voll
klimatisiert und hält die Temperatur bei konstant 18 Grad Celsius . In zwei
alljährlichen international anerkannten Tests der Unis von Mannheim und
Tennessee wird der Chemnitzer Rechner auf den vorderen Plätzen unter den
Super-Computern sein , ist sich Informatiker Mike Becher von der Anwender-Gruppe
des Uni-Rechenzentrums sicher . Damit wäre der Rechner der schnellste
Cluster-Computer in Europa und das zweitschnellste Cluster-Sytem der Welt - nur
ein Selbstbaurechner aus den USA , der CPlant vom Sandia National Laboratory ist
noch schneller . Unter allen in Deutschland aufgestellten Computern könne CLiC
sogar mit Platz 15 oder 16 rechnen , in Europa komme er vermutlich unter die Top
50 . Auch das Abkühlen von Walzstahl lässt sich so untersuchen und gezielt
verbessern . Die Idee für den Cluster-Rechner hatten die Wissenschaftler aus der
Not geboren : Ein alter Rechner von 1994 ( Parsytec GC 128 PowerPlus mit 128
Prozessoren ) war bereits veraltet und zudem nach einem Kabelbrand nur noch
eingeschränkt zu gebrauchen . FPÖ vs. " nolife " : Posse ohne Ende Gestern Abend
hatte es die FPÖ geschafft : Die bereits mehrfach von einem Angreifer geknackte
Seite der Salzburger Abteilung der FPÖ zeigte wieder das von der Partei
gewünschte Bild . Doch das hielt nicht lange vor . Jener Unbekannte , der sich
selbst als " nolife " bezeichnet , hat in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch
erneut zugeschlagen und die Seite wieder auf das nun fast schon gewohnte Layout
umgestellt , komplett mit einem durch aufgemalten Hitlerbart verzierten Bild des
ehemaligen FPÖ-Vorsitzenden Jörg Haider , der Überschrift " Haiders
Masturbationscamp in Salzburg " und dem Horst-Wessel-Lied als Hintergrundmusik .
Erst seit dem heutigen Mittwochmorgen , 8.30 Uhr , zeigt die Seite wieder das
von der FPÖ gewünschte Bild . Offensichtlich gelingt es ihr immer noch nicht ,
ihre Webseite ausreichend vor Angriffen zu schützen . Auch der spontane Wechsel
des Providers hat bislang anscheinend nichts gebracht . Der aktuelle Angriff war
mindestens der dritte in dieser Woche . Das britische Pendant zur deutschen
Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post ( RegTP ) , das Office of
Telecommunications ( OFTEL ) , hat die Bestimmungen zur englischen
Großhandelsflatrate weiter präzisiert . Mit neuen Richtlinien verpflichtet das
OFTEL die British Telecom ( BT ) nun , auf eigene Kosten und rechtzeitig für den
Ausbau des BT-Netzes zu sorgen , wenn die Nutzung der Großhandelsflatrate das
notwendig macht . Zudem legte das OFTEL jetzt fest , wie die BT solche
Vorkehrungen zu ergreifen hat . OFTEL gestattet der BT jedoch , bei Bedarf
Datenverkehr auch über andere Provider abzuwickeln . Das OFTEL hatte schon vor
einiger Zeit BT dazu verdonnert , den Konkurrenten eine weitere so genannte
Großhandelsflatrate anzubieten . BT muss nach dieser Entscheidung der
Regulierungsbehörde den Internet-Providern und anderen Carriern für
Datenleitungen , die über das Netz des britischen Ex-Monopolisten geschaltet
werden , seit dem 26. Februar die Single Tandem Flat Rate Internet Access Call
Origination ( ST FRIACO ) anbieten . Die Entscheidung des OFTEL dürfte den
Streit um die Flatrates in Deutschland erneut anheizen : So meinte der Sprecher
der Initiative " Internet ohne Taktung " Phillip Sudholt : Weiter sagte Sudholt
: Auch AOL-Sprecher Jens Nordlohne übte Kritik an der Telekom : Telekom-Sprecher
Stephan Broszio wies die Vorwürfe gegenüber heise online zurück : Das ist ein
Baukasten , aus dem sich die verschiedensten Flatrate-Modelle basteln lassen .
Der Flatrate-Anbieter Muchmoretele.com ( MMTC ) hat jetzt ein Lebenszeichen von
sich gegeben . Unternehmenssprecherin Manuela Heinrich bestätigte in einer
E-Mail , dass einer von zwei Carriern , über die MMTC Leistungen bezieht , die
Leitungen gekappt hat . Ein Sprecher von Internet Professionell hingegen hatte
gegenüber heise online von einem " ausreichenden Zeitraum " gesprochen . Die
Ermittlungen wolle man nicht behindern . " An den Diskussionen , die
Internet-Professionell zurzeit selbst entfacht und zu den Geschäftsgebahren
dieser Firma wird sich MMTC nicht öffentlich beteiligen " , so Heinrich weiter .
Die Wiederaufschaltung auf einen neuen Carrier werde rechtzeitig mitgeteilt .
MMTC will jedoch weiterhin Internetzugänge freischalten , allerdings nur noch
BHQ 128 . Freischaltungen für die Premium Flat erfolgen laut Heinrich zurzeit
nicht . Seit dem Wochenende häuften sich bei heise online Beschwerden von Kunden
, die über den MMTC-Zugang nicht mehr surfen können . Zudem war das Unternehmen
bis heute telefonisch nicht zu erreichen und reagierte auch jetzt erst auf
E-Mails . Zudem meldeten sich bei heise online MMTC-Kunden , denen bereits Mitte
Juli die Rechnungen für August abgebucht worden sind . Hierzu hat das
Unternehmen bislang keine Stellung genommen . Viag Interkom : 100 Mark für
falsche Störungsmeldungen Der Mobilfunkanbieter Viag Interkom hat eine besondere
Methode , Beschwerden von Kunden zu behandeln . Mobiltelefonierer , die einen
Genion-Home-Vertrag mit Viag-Interkom geschlossen haben , telefonieren laut
Vertrag in einer frei wählbaren " homezone " im Umkreis von 500 Metern zum
Festnetztarif . Und " sollte es sich dabei herausstellen , dass die homezone an
der angegebenen Adresse und einem Umkreis von 500 Metern zur Verfügung steht ,
wird dem Kunden eine Servicegebühr von einmalig 100 Mark in Rechnung gestellt .
" Mit anderen Worten : Der Kunde darf sich bei Viag zwar gerne beschweren , aber
er muss damit rechnen , dass das teuer wird . Viag-Sprecher Roland Kuntze
rechtfertigte die " Servicegebühr " damit , dass es bereits zum Missbrauch
gekommen sei : Kunden hätten versucht , die " homezone " widerrechtlich
vergrößern zu lassen . Die Gebühr diene jedoch auf gar keinen Fall zum Abwimmeln
von Kunden-Beschwerden . SuSE stellt Entwicklungsumgebung für Itanium vor Der
deutsche Linux-Distributor SuSE stellt eine Testumgebung für Intels
64-Bit-Architektur ins Internet . Mit der Compilefarm , die Entwickler remote
über das Internet nutzen können , sollen Applikationsentwickler schon jetzt ihre
Linux-Anwendungen auf Intels 64-Bit-Prozessor Itanium anpassen können . Darüber
hinaus hat SuSE eine Vorabfassung einer Komplettversion von SuSE Linux 7.0 für
iA64 inklusive aller Netzwerk- , Internet- und Intranet-Werkzeuge für Linux zum
Download bereitgestellt . Softwareentwickler müssen sich allerdings registrieren
, um Zugang zur passwortgeschützen iA64-Compilefarm zu erhalten . IDF : Intel
gründet Peer-to-Peer-Arbeitsgruppe Nachdem sich Intel-Vize Pat Gelsinger auf dem
Intel Developer Forum in San Jose so lobend über die Idee hinter der
MP3-Tauschbörse Napster geäußert hat , nicht mehr Daten auf einem Server
bereitzustellen , sondern nur die Information , wo die Daten sich befinden ,
folgen nun Taten : Intel gründet eine Arbeitsgruppe , die sich mit dieser
Peer-to-Peer-Technik befassen soll . Mit der Technik will Intel existierende
Leistungs- und Speicherkapazitäten besser ausnutzen Ziel der Arbeitsgruppe ist
es , Standards und Protokolle für diese Technik zu entwickeln , die sich vor
allem im Business-Bereich nutzen lassen . Außerdem soll eine Infrastruktur
entwickelt werden sowie Möglichkeiten , die Technik in bestehenden Systeme zu
implementieren . Mitglieder der Arbeitsgruppe sind unter anderem IBM und
Hewlett-Packard . SuSE Linux 7.0 erst wieder ab September Die neueste Version
der SuSE-Linux-Distribution 7.0 ist gerade erst erschienen und schon nicht mehr
erhältlich . Insgesamt 80.000 Pakete seien verkauft worden . Wie SuSE-Sprecher
Christian Egle gegenüber c't sagte , sei es hierzu lediglich notwendig , CDs und
DVDs zu pressen , Handbücher und Kartons seien noch ausreichend vorhanden . Über
die Anzahl der nachproduzierten Distributionen konnte Egle nichts sagen .
Gleichzeitig dementierte Egle Gerüchte , denen zufolge SuSE die Auslieferung auf
Grund von Bugs der Software gestoppt habe . Im Gegenteil : SuSE sei mit der
Version sehr zufrieden und freue sich , dass sie so schnell ausverkauft sei .
Telefongesellschaften stellen Tarife auf Euro um Wenn den Telefonkunden von
Arcor in den nächsten Tagen die Rechnungen für September ins Haus flattern ,
sollten sie genauer hinschauen : Drei Monate vor dem Startschuss beginnt für die
Telefongesellschaft nämlich das Euro-Zeitalter . Als einer der ersten
bedeutenden Anbieter im Festnetzgeschäft weist die Vodafone-Tochter alle
Rechnungen in Euro aus . So wie Arcor arbeiten auch andere Anbieter im Festnetz-
und Mobilfunkgeschäft an Euro-Tarifen . D2 , ebenfalls eine Vodafone-Tochter ,
will in den nächsten Wochen auf Euro umstellen , die Elmshorner Talkline plant
im Dezember die Einführung . Mobilcom hat wie zahlreiche andere kleine Firmen
noch keinen konkreten Zeitpunkt genannt . Die Mobilfunkfirma Viag Interkom
stellt ihre Kunden dagegen schon seit August Schritt für Schritt auf die neue
Währung um . Die Deutsche Telekom nimmt sich dagegen noch Zeit . Punktgenau zur
Einführung des Euro-Bargelds 2002 startet dann auch bei dem Bonner Telefonriesen
das Euro-Zeitalter : " Intern arbeiten wir bereits seit einem Jahr mit dem Euro
" , sagt Konzernsprecher Ulrich Lissek . Ein Drittel der mehr als 22.000 Preise
seien " eurokompatibel " gemacht worden . Und er verspricht : " Für die Kunden
wird es durch die Umrechnung keine Preiserhöhung geben " . Aber genau das ist
die Frage . Angesichts der knappen Margen im Festnetzgeschäft würde eine
Anhebung vor allem den kleinen Anbietern Luft verschaffen . Doch alle
versprechen , sich strikt an die EU-Vorgaben zur Währungsumrechnung zu halten :
" Versteckte Preiserhöhungen wird es bei uns nicht geben " , sagt Arcor-Sprecher
Peter . Doch der Teufel steckt im Detail : Je nachdem , wie die Anbieter
Kleinstbeträge runden , umso ungenauer kann der Euro-Betrag sein . Wird auf den
vollen Centbetrag gerundet , können sich bei Tarifen von unter 10 Pfennig
erhebliche Differenzen ergeben . Beispiel Viag Interkom : Obwohl sich das
Unternehmen konsequent an EU-Regeln hält , kommt es in einigen Bereichen zu
saftigen Preiserhöhungen : So steigen die Preise für die Genion-Tarife in der so
genannten homezone von 0,05 DM pro Minute um 17 Prozent . " Wir gehen auf den
vollen Centbetrag " , sagt ein Firmensprecher . Doch diese Ungenauigkeit macht
fast einen halben Cent aus . Helga Zander-Hayat von der Verbraucherzentrale NRW
kritisiert : " Es stellt sich die Frage , ob Viag nicht einen
kundenfreundlicheren Weg hätte gehen können " . Konkurrenten zeigen , dass es
anders geht : Arcor rechnet die Minutentarife auf Hundertstel Cent um , für
Monats- und Anschlusspreise wird centgenau gerundet . So kostet der
Internet-Tarif Nexgo beispielsweise 0,82 Cent ( bisher 1,6 Pfennig ) und der
Anschlusspreis 20,40 Euro ( 39,90 DM ) . Für den Call-by-Call-Tarif nach 18 Uhr
berechnet Arcor künftig 2,2 Cent ( 4,3 Pfennig ) . Nur nicht die Kunden
vergraulen , heißt auch die Devise auch bei E-Plus : " Bei unseren
Bestandskunden wird 1:1 umgerechnet " , sagt Firmensprecherin Catrin Glücksmann
. Anderenfalls hätten diese auch ein Sonderkündigungsrecht . Für die Neukunden
der KPN-Tochter soll es schon bald Eurotarife geben . Telekom auf dem Weg zum
DSL-Monopol Im zukunftsträchtigen Geschäft mit dem Internetzugang via ADSL hat
sich die Deutsche Telekom in Europa an die Spitze gesetzt . Nach weiteren
Schätzungen der Bank-Analysten beherrscht die Telekom den breitbandigen
DSL-Markt in Deutschland mit einem Anteil von 97 Prozent . Den alternativen
DSL-Anbietern wurde dagegen ein harter Wettbewerb prophezeit : " Wir sehen pro
Land Überlebenschancen für nur zwei alternative ( reine ) DSL-Carrier " , heißt
es in der Studie . In Deutschland seien das die Telekommunikationsfirmen Arcor
und QSC . Mit der DSL-Technik , die einen schnelleren Zugang zum Internet (
12-fache ISDN-Geschwindigkeit ) über die normale Telefonleitung erlaubt , wollen
die Telefonriesen das rückläufige Festnetzgeschäft in der Sprachtelefonie
wettmachen . Dabei geht die WestLB Panmure davon aus , dass bis 2005 die
Mehrheit der Internetanschlüsse breitbandig sein werden . Ihre Umsatz- und
Ergebnisbeiträge sollen bis dahin 10 bis 20 Prozent des Festnetzgeschäftes
ausmachen . Die einzige ernst zu nehmende Alternative zu DSL sieht die WestLB in
den TV-Kabelnetzen . Doch diese stellten gegenwärtig nur in wenigen Ländern eine
Konkurrenz da . Gegenüber dem TV-Kabel hat DSL von wenigen Ausnahmen abgesehen
einen Vorsprung von zwei bis drei Jahren . In Deutschland hatte die Telekom
unlängst ihre regionalen Kabelgesellschaften an Callahan , Klesch und Liberty
Media ganz beziehungsweise mehrheitlich verkauft . Die Netze wollen die Erwerber
mit Milliarden-Investitionen multimediafähig und damit DSL-Anbietern Konkurrenz
machen . Den Internet-Zugang , den Surfino seit dem 1. Februar anbot , hat der
Provider jetzt wieder eingestellt . Surfen ist mit diesem Provider ebenso wenig
mehr möglich wie der Empfang oder das Versenden von E-Mails . Auch die
eingerichteten Homepages sind nicht mehr erreichbar . Grund dafür ist laut
Michael Jistel , Mitinhaber von Surfino , dass der Vertragspartner Eastlink
nicht genügend Einwahlports zur Verfügung gestellt hätte , sodass die Kunden
häufig vergeblich versucht hätten , sich einzuwählen . Jetzt suchen die
Bautzener nach einem neuen Partner , der ihm die Einwahl-Plattform zur Verfügung
stellt . Der komplett werbefinanzierte Internet-Zugang Surfino:free , der
ursprünglich zum 15. März starten sollte , wird auf unbestimmte Zeit verschoben
. Laut Jistel behalten die Anmeldungen für den Tarif aber ihre Gültigkeit .
Eastlink weist die Vorwürfe zurück und sieht die Schuld vielmehr bei Surfino .
Geschäftsführer Andreas Wolske sagte gegenüber heise online : " Man bekommt halt
nur das geliefert , was man bestellt " . Surfino-Mitinhaber Jistel blieb auf
Nachfrage bei seiner Darstellung . Einen Vorschlag von Eastlink zur
Vertragsänderung lehnte Surfino als zu teuer ab . XXL-Probleme bei 1&1 Die
Kunden von 1&1 , die den Tarif Intetnet.profi XXL nutzen , mussten sich an den
letzten Sonntagen in Geduld üben . Das Angebot , an diesen Tagen kostenlos zu
surfen , hat den Provider zeitweise überfordert : " Unser Carrier konnte derzeit
gar nicht so viele Ports bereitstellen , wie sich Nutzer gleichzeitig einwählen
wollten " , sagte 1&1 Sprecher Michael Frenzel gegenüber heise online . Neue
Ports seien zwar bestellt , " aber leider haben die Ports derzeit vier Wochen
Lieferzeit " , so Frenzel . Bis dahin will der Provider sich mit
Übergangslösungen behelfen . So wurden bei einem anderen Carrier zusätzliche
Leitungskapazität angemietet , deren Einwahlnummern Kunden per Mail an die
1&1-Hotline erfragen können . Außerdem programmiert 1&1 derzeit eine neue
Einwahlsoftware , den " Profidialer " , der es erlauben soll , den Traffic
zeilweise auf andere Carrier umzulenken . Viag Interkom stundenlang lahm gelegt
Ein Ausfall der zentralen Server in Berlin hat das Viag Interkom-Netz am
heutigen Montag stundenlang lahm gelegt . Grund dafür war ein Stromausfall ;
auch die Notfall-Systeme versagten . Betroffen war nach Angabe von Horst Tappert
, Hamburger Regionaldirektor Technik , der gesamte Großraum Berlin . Zusätzlich
funktionierten bestimmte Rufnummern-Gruppen bundesweit nicht mehr . Auch die
alternative Einwahl über D1 war den Viag-Kunden nicht möglich . Eine genaue Zahl
der Betroffenen konnte Tappert jedoch nicht nennen . Der Fehler trat um 8 Uhr
morgens auf und ist laut Viag mittlerweile vollständig behoben . T-Online
Messenger für Windows und WAP Die Telekom-Tochter T-Online hat auf der CeBIT
einen eigenen T-Online-Messenger ( TOM ) vorgestellt . Er soll neben den
üblichen Chat-Funktionen und der Buddy-List auch den Austausch von Dateien
ermöglichen . Seiten mit besonders vielen TOM-Nutzern werden als sogenannte Hot
Spots angezeigt . TOM-Anwender sollen sich auch bei ICQ und MSN einloggen können
, bezüglich der Kompatibilität zu weiteren Messenger-Programmen führt T-Online
laut Sprecher Michael Schlechtriem derzeit Gespräche . Die Windows-Software
befindet sich derzeit noch in der Beta-Phase und ist auf der T-Online Seite
unter Service zu finden . Sie soll über eine beliebige DFÜ-Verbindung und über
die T-Online-Zugangssoftware Version 3.0 laufen . Sie benötigt einen
installierten Internet-Explorer 4.0 . Eine mobile Variante für Handy-Nutzer kann
unter wap.t-online.de abgerufen werden . Wann die Software entgültig fertig sein
soll , ist noch nicht bekannt . Schlechtriem rechnet damit , dass sie noch vor
Jahresende auf die T-Online-Software-CDs kommt , zum Download jedoch deutlich
früher bereit stehen wird . Internet-Provider NGI meldet sich zurück Mit einem
Internet-by-Call Abgebot meldet sich der Ende vergangenen Jahres vom Konkurs
bedrohte Provider NGI zurück . Nach der Anmeldung der Insolvenz wurde NGI Anfang
April von dem eigens gegründeten Investoren-Konsortium Axero aufgefangen .
Bisher ist jedoch nicht klar , wer hinter Axero steckt . Axero-Sprecherin Marlen
Salm konnte gegenüber heise online auch nicht sagen , wann nähere Informationen
zu dem Konsortium bekannt gegeben werden . Beim neuen Internet-by-Call-Angebot
kostet die Surfminute 2,49 Pfennig . Als Werbegag surfen Kunden , die sich bis
Ende Mai anmelden , die ersten fünf Stunden für 0,5 Pfennig pro Minute . Grund-
oder Einwahlgebühren fallen nicht an , es gibt keine Mindestnutzung . Im Angebot
soll eine eigene E-Mail-Adresse enthalten sein . NGI plant weiter , ab Mai
bundesweit in 40 Städten einen DSL-Zugang anbieten ; Carrier ist Mediaways . Bei
sechs Monaten Vertragslaufzeit soll die DSL-Flatrate monatlich 159 Mark kosten ,
bei 12 Monaten Vertragslaufzeit 139 Mark monatlich . Provider Tiscali weiter auf
Einkaufstour Das italienische Internet-Unternehmen Tiscali hat die Übernahme des
deutschen Providers surfEU und des englischen Anbieters Springboard Internet
Services Limited bekannt gegeben . Tiscali will die Einkäufe größtenteils durch
neu ausgegebene Aktien finanzieren . SurfEUs Kundenstamm wuchs vor allem durch
die Zusammenarbeit mit ihrem Teilhaber , der Media-Saturn-Holding , einem
Elektrofachhändler mit mehr als 300 Filialen in Europa . Um diesen Vertriebsweg
weiter zu nutzen , plant Tiscali das Abkommen mit Saturn zu übernehmen .
Ebenfalls im Einkaufskorb landete der britische Provider Springboard Internet
Services Limited , der einen Internet-Zugang unter dem Namen LineOne anbietet .
Tiscali setzt mit den Übernahme seine aggressive Expansionsstrategie fort , die
das Unternehmen zum Internet-Provider Nummer 1 in Europa machen soll . In den
vergangenen Monaten hatte Tiscali bereits Planet Interkom und World Online
übernommen , den deutschen Provider Addcom gekauft und sich die französische
Firma LibertySurf einverleibt . Falsche Telefonabrechnungen bei eXpressNet Der
Internet-by-Call-Anbieter eXpressNet hat mitgeteilt , dass er Abrechnungsdaten
teilweise nicht korrekt an die Deutsche Telekom übermittelt hat . Angaben des
Unternehmens zufolge lässt sich der Fehler deutlich in jeder Abrechnung erkennen
: " Die Rufnummern fangen mit 09999 an und als Zielortsnetz ist die Bahn
aufgeführt . " Anscheinend wurden somit 14 Pfennig pro Surfminute kassiert . Die
Fehlerursache soll inzwischen erkannt und beseitigt worden sein . eXpressNet hat
sich bei den Kunden für die Unannehmlichkeiten entschuldigt . Der zu viel
abgerechnete Betrag soll den Kunden mit der nächsten Telekom-Abrechnung
gutgeschrieben werden . Compaq wieder mit Gewinnen Der Hardwarehersteller Compaq
hat die Geschäftszahlen für das zweite Quartal dieses Jahrs bekanntgegeben . Als
besonders erfreulich bezeichnete Michael Capellas , President und CEO von Compaq
, dass der Geschäftsbereich der Personal-Computer bereits ein Quartal früher als
geplant wieder profitabel sei . Für den Rest des Jahres erwartet Capellas einen
kräftigen Gewinnzuwachs . Hintergrund : Ein Jahr Messengerkrieg Vor gut einem
Jahr begann die Auseinandersetzung zwischen AOL auf der einen und Microsoft ,
Yahoo , Excite@home und vielen anderen Firmen auf der anderen Seite :
Streitpunkt sind die so genanntem Instant-Messaging-Systeme , mit denen
Internet-Nutzer Text-Botschaften untereinander austauschen können . AOL bietet
schon seit längerer Zeit innerhalb seiner Zugangssoftware die Möglichkeit , über
eine Buddylist zu erkennen , wann Freunde und Bekannte online sind , um dann mit
ihnen zu chatten . Vor zwei Jahren gelang AOL dann die Übernahme von Mirabilis ,
dem Anbieter von ICQ , einer weiteren Messaging-Software . Kurz darauf stellte
AOL den AOL Instant Messenger ( AIM ) vor , ein Pendant zum ICQ . Um möglichst
viele User zum Umstieg vom AIM auf den eigenen Messenger zu bewegen , musste
dieser natürlich eine gewisse Kompatibilität zum AIM aufweisen . Um das eigene
Programm mit AIM kompatibel zu machen , setzte Microsoft die Methode des reverse
engineering ein . Für AOL war dies eine Verletzung des Copyright und des
Markenschutzes . Ebenso problematisch für AOL war bei Microsofts Versuch , einen
universellen Standard zu erzwingen , dass das Microsoft-Programm von den
Benutzern verlangte , ihr AOL-Kennwort anzugeben , damit die Buddy-List auch
über die Grenzen der Systeme hinweg funktionierte . AOL warf daraufhin Microsoft
den Bruch jeglicher guter Sitten im Geschäftsverkehr vor : AOL blockte als
Reaktion kurzerhand alle MSNM-User . Was dann folgte , hatte schon etwas
Groteskes an sich : In diesem Zeitraum versuchte Microsoft immer wieder zu
ereichen , dass AOL sein Messaging-Netz öffnet . Im August unternahm Microsoft
gar einen für dieses Unternehmen eher ungewöhnlichen Schritt : Die
Spezifikationen des eigenen Messengers wurden offen gelegt . Außerdem wurde AOL
in einem Brief aufgefordert , sich an einem " offenen " Standardentwurf der
Internet Engineering Task Force ( IETF ) zu beteiligen . Auch ICQ sollte in
einen Instant-Messaging-Standard einbezogen werden . Im Gegenzug lud AOL
Microsoft ein , an einer ( von AOL angeführten ) Gutachterkommission zur
Entwicklung eines Standards für Instant Messaging teilzunehmen . Im November
1999 dann gab Microsoft auf : Die neue Version 2 des MSNM war nicht mehr zum AIM
kompatibel . Zwar schimpfte Microsoft weiter auf AOL und erklärte , der Rückzug
geschehe aus Rücksicht auf die MSNM-Nutzer , da AOL das Blocken der MSNM-User
über einen gefährlichen Fehler in der Client-Software realisiere . Doch AOL ging
für eine Weile erst einmal als Sieger aus den Streitigkeiten hervor . Auch
andere Unternehmen beteiligten sich an der Auseinandersetzung . So brachte Yahoo
fast gleichzeitig mit Microsoft einen eigenen Messenger heraus , der ebenfalls
auf die Buddy-Listen des AIM zugreifen konnte und prompt ebenso von AOL geblockt
wurde . Der Yahoo-Messenger ist heute zwar noch erhältlich , aber nicht in der
Lage , mit anderen Systemen zu kommunizieren . Seit Dezember 1999 konnten sich
Kunden von AltaVistas Instant-Messaging-Service nicht mit AOL-Mitgliedern im
Netz treffen , weil der Client von Tribal Voice stammt , den AOL ebenfalls aus
dem eigenen Messaging-Netz ausschloss . Tribal Voice wurde 1994 vom
Antiviren-Guru John McAfee gegründet und hatte sich früh auf die Seite von
Microsoft geschlagen . Die Firma plädiert ebenso wie Microsoft für einen offenen
Messenger-Standard . Im März verschloss AOL dann auch iCast-Clients den Zugriff
auf seine Buddy-Listen . Der zweite Teil der Auseinandersetzung folgte , als AOL
die Fusion mit Time Warner bekannt gab . Hier fusioniert der weltweit größte
Online-Dienst und Internet-Provider mit dem führenden Medienkonzern . Dieses
brachte die Kartellwächter ebenso wie die Verbraucherschützer auf den Plan :
Innerhalb kurzer Zeit mussten sich deshalb AOL-Chef Steve Case und
Time-Warner-Boss Gerald Levin den Fragen des amerikanischen Senats stellen .
Viele Senatoren äußerten Bedenken wegen der Größe und der Macht eines
fusionierten Konzern , der den Markt klassischer und neuer Medien quasi allein
gestalten könne . Im Zuge dieses Monopol-Verdachts kam auch die
Messenger-Problematik wieder auf den Tisch . Kritiker sahen auch hier ein
Monopol . Die Messenger-Anbieter iCast und Tribal Voice reichten daraufhin im
April bei der Federal Communications Commission ( FCC ) Klage gegen den
Online-Konzern ein . Darin fordern sie die Behörde dazu auf , AOL die Fusion mit
Time Warner nur zu genehmigen , wenn der Online-Anbieter sein Messenger-Netzwerk
( AIM ) für alle Konkurrenten öffne . Sie formulierte auf der Bostoner Konferenz
" IM 2000 " eine Anfrage an die amerikanische Federal Trade Commission ( FTC ) ,
in der die Organisation darum bittet , eine eventuelle Genehmigung der
AOL/Time-Warner-Fusion unter dem Aspekt des " Messenger-Monopols " nochmals zu
überprüfen . Unter anderem fragte Behörde AOL nach konkreten Gründen , warum
sich der Konzern einem offenen Protokollstandard verweigere und ob sich das in
absehbarer Zeit ändern werde . Der Druck wurde wohl auch für AOL zu stark :
Mitte Juni kündigte AOL an , das hauseigene AIM-Netz bald für fremde
Messenger-Clients zu öffnen . Außerdem wolle sich das Unternehmen nun aktiv an
der Entwicklung eines offenen Messenger-Protokollstandards durch die IETF
beteiligen , allerdings nur vorsichtig : Nun entbrannte der Krieg wieder zu
voller Stärke , denn Microsoft und die anderen Gegner AOLs sahen wieder eine
neue Chance . Die Konkurrenten warfen AOL vor , weiterhin mit übertriebenen
Sicherheitsmaßnahmen die Rivalen zu behindern . Mit dem übertriebenen Schutz der
Privatsphäre der AIM-Nutzer behindere AOL zudem die Entwicklung eines Standards
. In diesem Zusammenhang wird AOL auch mangelndes Engagement vorgeworfen . AOL
widersprach den Vorwürfen natürlich . Der Online-Dienst beteilige sich bei der
Internet Engineering Task Force ( IETF ) hinreichend ; so habe man hier den
Vorschlag eines einheitlichen Instant-Messaging-Services gemacht , bei dem sich
jeder Nutzer nur einmal einloggen müsse . Als vorläufig letzten Schachzug
gründeten die AOL-Gegner eine Koalition namens IMUnified . Die neue Koalition
will im August technische Standards veröffentlichen . Damit soll endgültig
erzwungen werden , dass AOL seinen AIM für alle öffnet und zukünftig die
Benutzer Instant-Messages über alle Plattformen hinweg benutzen können . Die
Koalition wirft AOL vor , sein Quasi-Monopol von 90 Prozent Marktanteil
auszunutzen . Eine Reaktion von AOL auf diese neu formierte Koalition steht
momentan noch aus . Siemens dank Infineon und Handys mit Rekordgewinnen In
diesem Zeitraum konnte Siemens einen Rekordgewinn verbuchen . Damit steuert
Siemens im laufenden Geschäftsjahr auf den höchsten Gewinn in seiner
Unternehmensgeschichte zu . Aber auch alle anderen Unternehmensbereiche haben
schwarze Zahlen geschrieben . In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahrs
insgesamt ( 1. Oktober 1999 bis 30. Juni 2000 ) ist der Umsatz um 15 Prozent
gestiegen . Aufgrund der günstigen Geschäftsentwicklung im dritten Quartal hat
Siemens seine Erwartungen für das Gesamtjahr erneut angehoben . Für das
Geschäftsjahr 1999/2000 rechnet das Unternehmen mit einer zweistelligen
Steigerung bei Auftragseingang und Umsatz . Kritik an undurchsichtiger
Met@box-Bilanz Auf der ersten Hauptversammlung nach dem Börsengang vor einem
Jahr erhielt der Vorstand des Hildesheimer Settop-Boxen-Herstellers Met@box
nicht nur Lob , sondern mußte auch heftige Kritik ertragen . Sie konzentrierte
sich vor allem auf den Geschäftsbericht für 1999 . Dieser sei nicht durchsichtig
und detailliert genug . Man könne sich kein Bild von Met@box machen , sagte laut
dpa der Sprecher der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz . Amstrad
vertreibt Satelliten-Empfangsanlagen und gehört zu einhundert Prozent Met@box .
Um diesen Großauftrag hatte es ebenso wie um zwei weitere Großaufträge in der
letzten Zeit einigen Wirbel gegeben . Da Met@box bis heute kaum Details zu den
Auftraggebern genannt hat , kamen erhebliche Zweifel an der Seriösität der
Aufträge auf , was auch zu erheblichen Kurschwankungen der Met@box-Aktien führte
. Auf der Hauptversammlung genehmigten die Aktionäre heute auch einen zweiten
Börsengang . Wann die Aktien ausgegeben werden , gab Met@box-Vorstand Stefan
Domeyer allerdings nicht bekannt . Die Hauptversammlung billigte eine
entsprechende Erhöhung des Grundkapitals . T-DSL wohl bald auch für
Analog-Anschlüsse Verschiedenen Berichten zufolge will die Telekom demnächst
T-DSL auch für Analog-Anschlüsse anbieten . Dafür sollen Kunden von
Analog-Anschlüssen 30 Mark Aufpreis bezahlen . Dies würde ein Ende der Bündelung
von T-DSL mit T-ISDN bedeuten . Ab wann eine solche Breitband-Anbindung für
Analog-Anschlüsse angeboten werden soll , ist nicht bekannt . Telekom-Sprecher
Stephan Broszio wollte diese Gerüchte offiziell nicht kommentieren . Technisch
stellt ein solches Angebot kein Problem dar ; im Gegenteil : Als vor einigen
Jahren die Technik ( im wesentlichen ) für den nordamerikanischen Markt
entwickelt wurde , spielte ISDN noch überhaupt keine Rolle . Erst auf Betreiben
verschiedener ISDN-Protagonisten - unter anderem der Telekom - wurde in der
Spezifikation auch die ISDN-Technik berücksichtigt . Als Zusatzoption zu
ISDN-300- oder ISDN-XXL-Anschlüssen soll der Highspeed-Dienst ab Anfang August
9,90 Mark kosten . Ebenfalls ab August soll der Preis für den
T-DSL-Standardanschluss gesenkt werden und zwar von 51,60 Mark auf 19,90 . In
beiden Fällen liefert der T-DSL-Anschluss 128 kBit/s in Sende- und 768 kBit/s in
Empfangsrichtung . DSL-Kleinkrieg in Norderstedt Die Deutsche Telekom und der
ausschließlich in Norderstedt aktive Kabelnetzbetreiber Wilhem.tel streiten sich
um die Werbung des jeweils anderen . Derzeit versuchen sich die beiden
Unternehmen gegenseitig mit einstweiligen Verfügungen das Leben schwer zu machen
. Zuerst ließ die Telekom der Wilhelm.tel eine Werbung per einstweiliger
Verfügung untersagen , in der der regionale Kabelnetzbetreiber die
Geschwindigkeiten der jeweils angebotenen Zugänge verglich . Da Wilhelm.tel
einen Kabelnetzanschluss mit einer Transferrate von maximal 2 MBit/s in beide
Richtungen offeriert , während das Telekom-Angebot Daten lediglich mit maximal
768 kBit/s empfangen und mit 128 kBit/s versenden kann , schnitt die Telekom in
der Werbung nicht so richtig gut ab . Der rosa Riese ließ die Norderstedter
daraufhin verpflichten , in der Werbung darauf hinzuweisen , dass die
Übertragungsrate von 2 MBit/s nur dann erreicht werden kann , wenn die jeweilige
Gegenstelle die Daten auch in dieser Geschwindigkeit liefern kann . Jetzt holten
die Norderstedter zum Gegenschlag aus und erwirkten ihrerseits eine einstweilige
Verfügung gegen den rosa Riesen : Derzufolge darf die Telekom nicht mehr für
T-DSL werben , ohne klarzustellen , dass zu den Gebühren für den DSL-Anschluss
weitere monatliche Kosten für den Analog- oder ISDN-Anschluss der Telekom sowie
für einen Internet-Zugangsprovider kommen . In Zeitungsanzeigen der Telekom in
Norderstedt fehlte letztgenannter Hinweis . Dafür wirbt die Telekom in dem Ort
nahe Hamburg wohl mit einem in Deutschland einzigartigen Service : Sie
verspricht in Anzeigen " nach 14 Tagen sind Sie mit T-DSL online " .
Wilhem.tel-Geschäftsführer Theo Weirich bedauerte gegenüber heise online die
derzeitige Entwicklung : " Das haben wir nicht gewollt . " Die Telekom hat
mittlerweile Einspruch gegen die einstweilige Verfügung eingelegt . Auf Grund
des schwebenden Verfahrens wollten sich beide Streitparteien bislang nicht
weiter dazu äußern . Telekom erhebt Anspruch auf die Farbe Magenta Der erst im
Mai gegründete Buchverleger " My Favourite Book " , der es jedermann ermöglichen
soll , ein eigenes Buch zu veröffentlichen , ist mit der Deutschen Telekom
aneinander geraten . Der rosa Riese versteht seinen Spitznamen nämlich
mittlerweile scheinbar als Anspruchsgrundlage und hat die Farbe Magenta
markenrechtlich für den Telekommunikations- und Onlinebereich geschützt . Und da
der Online-Buchverleger diese Farbe in Anzeigen und im Internet ebenfalls
benutzt hat , flatterte ihm nun eine Abmahnung ins Haus . Die Verleger
kommentierten die Abmahnung als " absurd " und kündigten an , sie zu ignorieren
. Geschäftsführer Bernd Kreutz meinte : " Als ich die Unterlassungserklärung in
den Händen hielt , habe ich mich erst mal ganz still hingesetzt und überlegt ,
ob es sich hier um Satire handelt . " Und Kreutz fügte hinzu : " Mit deren
Begründung wäre letztlich jedes Unternehmen mit einer www.-Adresse mit der
Telekom verwechselbar - das ist Loriot live . " Aufgrund des schwebenden
Verfahrens wollte sich Kreutz nicht weiter zu der Abmahnung äußern .
Telekom-Sprecher Peter Kespohl rechtfertigte die Abmahnung gegenüber heise
online mit dem markenrechtlichen Schutz . Die Telekom müsse nun quasi abmahnen ,
um keinen Präzedenzfall entstehen zu lassen . Immerhin bekommt man auf der
Homepage des Tochterunternehmens T-Online ebenfalls Bücher . Entbündelung der
letzten Meile lässt noch auf sich warten Im Streit zwischen der
Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post ( RegTP ) und der Telekom um
die so genannte Entbündelung der letzten Meile ( " Line-Sharing " ) hat der
Ex-Monopolist gerichtlich einen Aufschub durchgesetzt . Der 13. Senat des
Oberverwaltungsgerichts Münster habe seine Entscheidung über eine Klage der
Telekom gegen das Line-Sharing vertagt , sagte ein Gerichts-Sprecher am heutigen
Donnerstag . Der Bonner Konzern hatte kurz vor Ablauf der Frist dem Gericht ein
weiteres Gutachten vorgelegt , das sich mit Problemen unterschiedlicher
Schnittstellen beschäftigt . Über den Antrag soll jetzt im August endgültig
entschieden werden . Hintergrund ist eine Anordnung der Bonner
Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post , mit der die Telekom
verpflichtet wurde , bis September dieses Jahres ihre Leitungen für den
Datenverkehr zu öffnen . Die Leitung kann bei diesem Line-Sharing gleichzeitig
durch die Telekom für Sprachverkehr genutzt werden . Dagegen hatte das
Unternehmen im Eilverfahren geklagt und diesen Schritt mit noch notwendigen
technischen Standardisierungen begründet . Der Präsident der RegTP , Matthias
Kurth , hatte bereits vor einiger Zeit der Telekom vorgeworfen , sie verzögere
hier durch immer neue Eilverfahren die Fortschritte : " Man kann schon auf den
Gedanken kommen , dass da auf Zeit gespielt wird " , meinte Kurth . Die Telekom
widersprach den Vorwürfen prompt : " Die Ausnutzung der rechtlichen Mittel ist
vollkommen legitim und dient letztlich dem Schutz der Mitarbeiter und Aktionäre
" sagte ein Unternehmenssprecher gegenüber heise online . Es sei " verwunderlich
" , wenn Kurth der Telekom deshalb Vorwürfe mache . Internet-Musikdienst bekommt
" offizielle " Konkurrenz Das Plattenlabel Warner Music , Tochterunternehmen des
Medienkonzerns Time Warner , will zusammen mit der Online-Musik-Seite Musicbank
ein spezielles Musik-Angebot starten . Dabei sollen Kunden die Musik von CDs ,
die sie von Warner Music gekauft haben , über das Internet hören können - und
das , ohne die CD gerade zur Hand zu haben . Wie die Kunden den Besitz der
Original-CD nachweisen sollen , ist bisher nicht bekannt ; das Angebot soll aber
noch in diesem Jahr starten . Vergleichbare Verträge haben auch bereits die
Plattenlabels Universal Music und BMG Entertainment mit Musicbank abgeschlossen
. Gegen ein ähnliches Angebot von MP3.com namens my.mp3.com waren Warner Music ,
Universal und die Bertelsmann-Tochter BMG zusammen mit anderen Plattenlabels
gerichtlich vorgegangen . Streitpunkt war aber nicht das Serviceangebot selbst ,
sondern die Tatsache , dass MP3.com Musik auf ihren Servern bereit stellte ,
ohne von den Rechteinhabern - den Plattenlabels - die Erlaubnis hierzu zu
besitzen . Mittlerweile haben sich Warner Music und BMG mit MP3.com aber
außergerichtlich geeinigt . Lediglich Universal setzt momentan die juristische
Auseinandersetzung mit MP3.com fort . UMTS erstmals mit 1,2 MBit/s Siemens ist
es auf dem Mobilfunkkongress " UMTS 2000 " in Barcelona nach eigenen Angaben
erstmals gelungen , Daten per UMTS mit 1,2 MBit/s zu verschicken . So richtig
handlich ist die neue Technik allerdings noch nicht : Siemens verwendete bei der
Vorführung der Datenübertragung als Handy-Ersatz einen VW-Bus , in den die
notwendige Empfangstechnik eingebaut war . Diese nutzte die von Siemens
entwickelte TDD-Technik ( Time Division Duplex ) . Dieser Modus gestattet eine
unsymmetrische Zuteilung von Zeitschlitzen und wird an Orten mit hoher
Teilnehmerdichte angewandt . Damit lassen sich beispielsweise Datenpakete , etwa
Bilder oder Musikdateien , aus dem Internet schneller empfangen als der Nutzer
Daten sendet ( asymmetrische Datenrate ) . Maximal ist so je nach Entfernung von
Sendestation und Handy eine Übertragungsrate von bis zu 2 MBit/s möglich . Der
Datenstrom wird hierbei aber immer wieder kurz unterbrochen , bis der nächste
Zeitschlitz frei ist . Für die Sprach- oder Videokommunikation , die eine solche
Unterbrechung nicht vertragen würde , greift UMTS auf die komplementäre
Funktechnologie FDD ( Frequency Division Duplex ) zurück . Den Teilnehmern einer
Mobilfunkzelle werden dabei nicht unterschiedliche Zeitschlitze , sondern
verschiedene Sendefrequenzen zugeteilt . Hierbei können ebenfalls
entfernungsabhängig noch maximal 384 kBit/s übertragen werden . Siemens will
gemeinsam mit der japanischen Firma NEC im Frühjahr 2001 das erste kommerzielle
UMTS-Netzwerk Europas auf der Isle of Man ( Großbritannien ) installieren .
Informationen hierzu unter http://www.worldsfirst3g.com . E-Plus-Handys bleiben
stundenlang still Seit dem gestrigen Abend bleibt bei einigen E-Plus-Kunden das
Handy still . Grund für den Ausfall ist laut E-Plus-Sprecher Markus Gehmeyr ein
Softwarefehler in der Datenbank . Dadurch können sich Kunden , die sich aus dem
Netz abgemeldet haben , derzeit nicht wieder anmelden . Die Zahl der Betroffenen
gibt Gehmeyr mit " maximal 30.000 " an . Der Fehler trat am gestrigen Montag
gegen 17 Uhr auf . Gehmeyr zufolge sollen die Probleme zurzeit " weitgehend "
behoben sein . Dann sollen alle E-Plus-Handys wieder funktionieren . E-Plus
überlegt derzeit noch , wie die Kunden für den Ausfall entschädigt werden können
. Laut Gehmeyr soll eine " Kulanzregelung im Einzelfall " gefunden werden , es
sei aber noch nicht klar , wie die genau aussehe . RegTP verlangt UMTS-Ausbau
von allen Anbietern Dies betonte der Sprecher der Regulierungsbehörde für
Telekommunikation und Post ( RegTP ) , Harald Dörr , gegenüber heise online : "
Die Lizenzbestimmungen sahen dies von Anfang an vor . " Änderungen seien nicht
geplant . Pläne zur Kooperation , die einige Telekom-Unternehmen geschmiedet
haben , sind demzufolge hinfällig . Allerdings führt die RegTP laut Dörr mit den
Telekom-Unternehmen derzeit Gespräche , um einige Teile der Lizenzbestimmungen ,
die " interpretationsbedürftig " sind , zu klären . Weitere Details hierzu
nannte er nicht . T-Aktionäre verklagen Ron Sommer Die " Aktionsgemeinschaft
geschädigter T-Aktionäre " hat zusammen mit anderen am heutigen Dienstag eine
Strafanzeige gegen " die Verantwortlichen der Deutschen Telekom , insbesondere
Ron Sommer " gestellt . Dies bestätigte der Bonner Oberstaatsanwalt Bernd König
gegenüber heise online . Sommer werden unter anderem Verstöße gegen das
Aktiengesetz und Kapitalanlagebetrug vorgeworfen . Zu den neuen Zahlen führten
laut Telekom-Sprecher Hans Ehnerts jetzt erst fertig gewordene Gutachten . Die
Staatsanwaltschaft wird nun prüfen , ob tatsächlich Straftaten vorliegen . Wann
mit Ergebnissen zu rechnen ist , konnte König nicht sagen . Weitere Details zu
der Anzeige sind derzeit noch nicht bekannt . Telekom-Sprecher Ehnerts wies
gegenüber heise online jedenfalls alle Vorwürfe zurück . Bereits vor einigen
Tagen hatte die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz ( DSW )
mitgeteilt , dass sie die Möglichkeit einer Prospekthaftungsklage prüfe . Der
Immobilienmarkt sei schon vor einigen Jahren nach unten gegangen . Ron Sommer
sah das letzte Woche noch ganz anders : Die Telekom habe nichts falsch gemacht ,
am Kursverfall der Aktie seien die Medien mitschuldig . " Ich bin platt " ,
sagte der Reifen zum Handy Der finnische Reifenhersteller Nokian Tyres
entwickelt derzeit ein System , mit dem ein Reifen mittels Bluetooth
verschiedene Daten an ein Handy übermittelt . So sollen sich der Reifendruck und
die Temperatur am Display ablesen lassen . Das System soll in jedem Auto
verwendbar sein . Nokian Tyres besitzt die Rechte an diesem Kontrollsystem , ein
Patentantrag läuft bereits . Jeder Reifen soll mit einem intelligenten Chip
ausgestattet werden , der die Daten mit Bluetooth-Technik an ein ebenfalls damit
ausgerüstetes Mobiltelefon funkt . Der Chip enthält Sensoren , Zentralprozessor
, Batterie und Bluetooth-Sender . Nokian plant darüber hinaus schon weiter . In
Zukunft will der Hersteller das System auf zahlreiche andere Bereiche ausweiten
und als Aquaplaningschutz oder Glatteiswarnung , Profilabnutzungskontrolle und
Alarmanlage nutzen . Auch die Bestimmung der Fahrzeugposition soll ermöglicht
werden und das schnelle Auffinden gestohlener Autos . Internet , E-Commerce und
Logistik seien weitere Einsatzbereiche . Details hierzu sind bislang aber nicht
bekannt . Vermutlich müssen die Finnen aber dafür auf eine andere
Übertragungstechnik als Bluetooth zurückgreifen : Die Reichweite ist hier auf
maximal 100 Meter beschränkt , für eine effektive Alarmanlage wohl zu wenig . Im
Jahr 2001 will Nokian Tyres die Voraussetzungen für die Einführung des Systems
schaffen . Eine ausreichende Zahl von Bluetooth-Mobiltelefonen muss im Handel
angeboten werden , mit Kooperationspartnern soll eine weite Verbreitung der
Technologie erreicht werden . " Die Auswahl von Partnern für die verschiedensten
Anwendungsgebiete ist schon in vollem Gang " , berichtet Geschäftsführer Kim
Gran . Vor allem verhandelt Nokian hier mit dem Mutterkonzern Nokia . Der
finnische Handyhersteller ist Hauptaktionär des Reifenproduzenten . Die ersten "
intelligenten " Nokian-Reifen sollen 2002 auf den Markt kommen , zunächst für
Pkws der hohen Geschwindigkeitsklassen und für Lkws sowie Kleintransporter .
VictorVox will ab Mai DSL-Flatrate anbieten Der Internetdienstleister mediaWays
will gemeinsam mit QSC DSL-Verbindungen bereitstellen , über die als erster
Provider VictorVox einen DSL-Zugang mit Flatrate anbieten will . Der Anschluss
soll bis zu 1 MBit/s Downstream und 256 kBit/s Upstream liefern . Die monatliche
Grundgebühr wird nach Angaben des Providers bei etwa 100 Mark liegen , steht
aber noch nicht genau fest . Das Angebot soll ab Mai zunächst im Großraum
Köln-Leverkusen-Düsseldorf gelten und anschließend auf andere Gebiete ausgedehnt
werden . VictorVox-Vorstandssprecher Thilo Wiers-Keiser verspricht , dass sein
Unternehmen die DSL-Zugänge " deutlich schneller " installieren werde als die
Deutsche Telekom , die ja derzeit immer noch rund 450.000 unbearbeitete
DSL-Anträge vor sich her schiebt . Bug in der Restore-Funktion von Windows Me
Microsoft hat jetzt einen Fehler der Systemwiederherstellungsfunktion von
Windows Millennium Edition ( Me ) bestätigt und einen Patch zum Download
bereitgestellt . Der Bug steckt in dem Algorithmus , der die Dateinamen der so
genannten Wiederherstellungspunkte ermittelt . Diese Momentaufnahmen des
Betriebssystems sollen nach einer fehlerhaften Installation etwa von Treibern
oder Programmen die Rückkehr zu einem funktionierenden Stand des Systems
ermöglichen . Sie werden im Ordner _restore im Stammverzeichnis gespeichert .
Der Fehler würde laut Microsoft dazu führen , dass mit den Momentaufnahmen , die
nach dem 8. September 2001 Jahres erstellt werden , keine Wiederherstellung mehr
möglich ist . 30 Millionen surfen mit AOL Damit hat sich die Zahl innerhalb der
letzten zweieinhalb Jahre verdoppelt und AOL die Position als weltweit größter
Provider ausgebaut . In Deutschland hingegen ist AOL von der Marktführerschaft
weiterhin weit entfernt : Im Rahmen der Verkündung der neuen Zahlen gab CEO
Barry Schuler wenig überraschend auch bekannt , dass AOL noch in diesem Jahr die
neue Zugangssoftware mit der Versionsnummer 7 ausliefern will . Großartige
Änderungen scheinen hierbei jedoch nicht geplant zu sein ; außer der
Überarbeitung der Oberfläche für ein aufgeräumteres " Look and Feel " sowie
kleineren Verbesserungen des E-Mail-Programms und des Instant Messenger konnte
Schuler nicht viel Neues verkünden . Außer der neuen Zugangssoftware für Windows
soll es unter anderem auch eine neue Version für den Palm geben .
Zweiwege-Internetzugang via Satellit von Tiscali Der italienische
Internet-Provider Tiscali , der in der letzten Zeit vor allem durch seine
ausgedehnte europäische Einkaufstour von sich reden machte , will in
Zusammenarbeit mit dem Satelliten-Technik-Hersteller Gilat einen Internetzugang
via Satellit anbieten , der rückkanalfähig sein soll . Genaue Termine oder
Preise stehen jedoch bislang noch nicht fest . Die Daten sollen bei dem
geplanten Satelliten-Internetzugang mit circa zehnfacher Modemgeschwindigkeit
übertragen werden - genauere Angaben zu den vorgesehenen
Übertragungsgeschwindigkeiten machte Tiscali bislang nicht . Vorteil des
rückkanalfähigen Internet via Satellit ist , dass man keine zusätzliche
Telefonleitung benötigt . Deshalb ist ein solcher Zugang auch prinzipiell
überall dort erhältich , wo der Satellit erreichbar ist , praktisch also in ganz
Europa . Vor Tiscali hatte bereits Freenet einen ersten rückkanalfähigen
Internet-Zugang via Satellit auch für kleines Geld für den Herbst angekündigt .
Weil die zum Versenden von Daten an einen Satelliten notwendige Hardware bislang
nur für horrende Summen erhältlich war , setzen die Provider derzeit meist noch
auf ein zweigleisiges System : Eine preisgünstige digitale Empfangsantenne ( "
Schüssel " ) dient zum Empfang der Daten via Satellit , das Versenden erfolgt
jedoch über einen beliebigen herkömmlichen Internetzugang . Voraussetzung ist ,
dass man an seinem Haus auch eine Schüssel anbringen darf - nicht überall ist
das gestattet . IBMs PC-Abteilung hat 10 Prozent der Arbeitsplätze abgebaut Die
Personal-Computer-Abteilung von IBM hat einem Memo zufolge in diesem Jahr mehr
als 10 Prozent ihrer 10.000 Arbeitsplätze abgebaut . Das Memo von David Thomas ,
der kurz darauf als Senior Vice President der IBM Personal Systems Group
zurücktrat , wurde jetzt vom Wall Street Journal veröffentlicht . Viele der
Angestellten , die bisher auf den Arbeitsplätzen der PC-Abteilung saßen , sollen
in andere IBM-Abteilungen versetzt worden sein . Grund für den Stellenabbau ist
laut Thomas , dass die Geschäftsziele im zweiten Quartal dieses Jahres nicht
erreicht wurden . Im dritten Quartal soll dem Memo zufolge diese IBM-Abteilung
allerdings wieder Gewinn erwirtschaften . Neben dem Personalabbau soll auch der
vermehrte Vertrieb der PCs über das Internet dazu beitragen . US-Online-Shops
wegen verspäteter Lieferungen verurteilt Die US-amerikanische Federal Trading
Commission ( FTC ) hat jetzt sieben Firmen , die Waren über das Internet
verkaufen , wegen der zu späten Auslieferung bestellter Waren im letzten
Weihnachtsgeschäft verurteilt . Bei den Firmen handelt es sich um CDnow ,
KBkids.com , Minidiscnow.com , The Original Honey Baked Ham Company of Georgia
und Patriot Computer sowie um die Retailer Toys'R'Us und Macy's . Die genannten
Firmen haben während des Weihnachtsgeschäfts ihren Kunden Liefer-Termine
versprochen , die sie gar nicht einhalten konnten . Die heute bekannt gegebenen
Regelungen sind das Ergebnis einer Untersuchung der FTC namens Project
TooLate.com , bei der geprüft wurde , ob große Online-Verkäufer Waren auch wie
versprochen noch vor Weihnachten ausgeliefert haben . In den USA hatten sich
genervte Kunden von Online-Shops über schlechten Service , mangelhaftes Angebot
und die Unfähigkeit der Anbieter beklagt , rechtzeitig zu Weihnachten zu liefern
. Selbst Surfer , die ihre Online-Einkäufe lange vor den eigentlichen
Weihnachtsgeschäft erledigt haben , standen kurz vor Weihnachten immer noch mit
leeren Händen da . Viele Firmen hatten offensichtlich die Nachfrage unterschätzt
. Talkline will Teil-Flatrate für 59,90 anbieten Der Internet-Provider Talkline
will zum 1. August eine eigene Flatrate anbieten . Zum monatlichen Pauschalpreis
von 59,90 Mark soll der Flatrate-User Montags bis Freitags von 18:00 bis 9:00
Uhr und ganztags am Wochenende und an Feiertagen ohne Zusatzkosten im Internet
surfen können . Wer dennoch tagsüber online gehen will , zahlt mit 4,8 Pfennig
pro Minute allerdings mehr als bei vielen Internet-by-Call-Anbietern . Die
Flatrate unterliegt allerdings einer wesentlichen Einschränkung . Es gibt eine
Übertragsvolumen-Begrenzung ; sie liegt bei maximal 500 MByte pro Monat . Damit
will Talkline sicherstellen , dass nur private Kunden dieses Angebot nutzen .
Wer sich also ständig die neuesten MP3-Dateien , mal eben eine neue
Linux-Distribution oder auch einige Spiele-Demos herunterladen will , wird
ziemlich schnell an die Grenze stoßen . Pro 100 weiteren MByte will Talkline
zusätzlich 9,90 Mark . Wer also vor Überraschungen sicher sein will , sollte
doch lieber zu einer zwar teureren , aber dafür auch mit ungegrenztem
Tranfervolumen ausgestatteten Flatrate greifen , zumal die Preisunterschiede
heute nicht mehr so dramatisch sind . Die Talkline-Flatrate hat eine
Mindestvertragslaufzeit von sechs Monaten und kann danach monatlich gekündigt
werden . Es fällt bei Vertragsabschluß eine einmalge Gebühr von nochmals 59,90
an . Talkline will ab dem 1.August auch noch ein weiteres Angebot speziell für
all jene machen , die bereits den Telekom XXL-Tarif nutzen . Es läuft unter dem
Namen " talknet smartsurf XXL " und soll unbegrenztes Surfen an Sonn- und
Feiertagen für 9,90 Mark monatlich ermöglichen . Web-Suchmaschinen finden immer
weniger Das Ergebnis : Nur jede zweite Suchmaschine lieferte ein gutes Ergebnis
. Untersucht wurden zehn Suchmaschinen , vier Metasuchmaschinen und vier
Web-Kataloge . Dabei gab es bei der Bewertung der Suchergenisse dreimal
lediglich ein " ausreichend " , sechs mal ein " befriedigend " und neun mal ein
" gut " . Andere Noten wurden nicht vergeben . Am besten abgeschnitten haben die
Metasuchmaschinen MetaGer und Metaspinner . Gleichzeitig stellte die Stiftung
Warentest auch fest , dass Suchmaschinen immer weniger finden . Dies liege vor
allem daran , dass die Anzahl der Seiten immer größer wird , sodass einerseits
die Suchmaschinen nicht mehr nachkommen , es aber andererseits bei einer Suche
mittlerweile so viele Treffer gibt , dass niemand in der Lage ist , diese
auszuwerten . Wenn auf den ersten beiden Seiten kein Volltreffer dabei ist ,
kann die Suche getrost als gescheitert angesehen werden . Zu ähnlichen
Ergebnissen war auch die c't im letzten Suchmaschinen-Test in Ausgabe 23/99
gekommen . Auch der Internet-Suchdienst Bright Planet hat jetzt ein White Paper
herausgegeben , das bei der Beurteilung der Suchmaschien sogar noch erheblich
drastischer ist . Momentan beinhalte das Web insgesamt 7.500 Terabyte an
Informationen , wovon lediglich 19 Terabyte offen zugänglich seien . Keine
Ermittlungen wegen Telekom gegen das Finanzministerium Die Staatsanwaltschaft
Bonn hat einem Bericht der Financial Times Deutschland widersprochen . Die hatte
berichtet , dass die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen die Telekom wegen des
Verdachts auf eine Überbewertung des technischen Anlagevermögens nun auch auf
das Bundesfinanzministerium ausgeweitet habe . Die Zeitung beruft sich auf "
Kreise der Staatsanwaltschaft und der Telekom " . Einen Grund für die angebliche
Ausweitung der Ermittlungen nannte der Bericht nicht , führte aber an , dass das
Bundesfinanzministerium Eigentümer der Telekom sei . Fred Apostel , Sprecher der
Bonner Staatsanwaltschaft , widersprach gegenüber heise online dem Bericht ,
bezeichnete ihn als " unzutreffend " . Er könne sich nicht erklären , wie die
Zeitung auf diese Idee gekommen sei . Flatrates : Einstweilige Verfügung der
Telekom gegen AOL Die Deutsche Telekom hat vor dem Landgericht Hamburg eine
einstweilige Verfügung gegen den Onlinedienst AOL wegen des neuen
Flatrate-Tarifs erwirkt . Dabei geht es um ein Pauschal-Angebot von AOL für
Analog- und ISDN-Anschlüsse zum Preis von 39,90 Mark . Für dieses Angebot nimmt
AOL derzeit maximal 1000 Kunden pro Woche an und begründet dies auf seiner
Homepage : " Mehr lassen die Bedingungen der Deutschen Telekom zurzeit leider
nicht zu . " Weiter heißt es dort : " Zurzeit ist es uns unter den Bedingungen
der Deutschen Telekom nicht möglich , dieses Angebot auf über 1000 Flatrates pro
Woche auszuweiten . " Diese Behauptungen darf AOL der einstweiligen Verfügung
zufolge nun so nicht mehr aufstellen . Ebenfalls betroffen ist die Formulierung
: " Noch immer werden wir daran gehindert , unseren Kunden unbegrenzte
Pauschaltarife anzubieten , da wir der Deutschen Telekom - die ein faktisches
Monopol im Telefonortsnetz hat - die notwendigen Ortsnetzvorleistungen pro
Minute bezahlen müssen . " Die einstweilige Verfügung ist am gestrigen
Donnerstagabend ergangen . Telekom-Sprecher Frank Domagala begründete gegenüber
heise online die Maßnahme damit , dass AOL mit diesen Behauptungen nicht die
Wahrheit sage , immerhin biete die Telekom eine Großhandelsflatrate an .
Domagala polterte weiter , wenn AOL damit nicht in der Lage sei , eine Flatrate
zu basteln , sollten sie ihre eigene Unternehmensstruktur überprüfen : " Die
derzeit von AOL geführte öffentliche Diskussion reicht vielleicht aus , um vor
dem amerikanischen Mutterkonzern die eigene Erfolglosigkeit zu begründen , aber
für ein erfolgreiches deutsches Marktangebot reicht das nicht . " Eine
Stellungnahme von AOL steht bislang noch aus . 1&1 mit neuem
ISDN-Internetzugang-Tarif Der bislang vor allem als Web-Hoster aktive
Internet-Dienstleister 1&1 will nun ab dem 2. August auch einen neuen
Internetzugang für ISDN- und Analog-Anschlüsse anbieten . Vor kurzem hatte er
schon die Änderung eines auf T-DSL aufsetzenden Tarifs angekündigt . Für eine
monatliche Grundgebühr von 9,90 Mark surft der Kunde nun zwischen 9 und 23 Uhr
für 1,9 Pfennig pro Minute , sonst kostet die Surfminute 0,9 Pfennig .
Abgerechnet wird minutengenau . Im Angebot enthalten ist eine eigene Homepage
mit 25 MByte Speicherplatz . Dazu gibt es 50 MByte Speicherplatz für E-Mails
sowie drei E-Mail-Adressen . Nähere Informationen will 1&1 ab dem 2. August auf
seiner Homepage bereitstellen . Telekom und AOL wollen zusammenarbeiten - oder
auch nicht Als Folge der von der Telekom erwirkten einstweiligen Verfügung gegen
AOL heizt sich der ohnehin bereits heißblütig geführte Streit zwischen den
beiden Unternehmen weiter auf . So kommentierte AOL-Sprecher Jens Nordlohne die
bislang bei AOL noch gar nicht vorliegende Verfügung gegenüber heise online :
Nordlohne weiter : " Wir führen lieber einen gesellschaftliche als eine
juristische Diskussion und möchten nach wie vor gemeinsam mit der deutschen
Telekom zu einer konstruktiven Lösung kommen , die es allen
Bevölkerungsschichten in Deutschland erlaubt , einen bezahlbaren Pauschaltarif
für das Internet zu nutzen . " Telekom-Sprecher Frank Domagala widersprach der
Aufforderung von AOL , dass die Telekom mehr für das deutsche Internet tun solle
: Der Forderung nach einer konstruktiven Zusammenarbeit hingegen stimmte
Domagala überraschenderweise zu : Diese wohl nicht ganz ernst gemeinte Aussage
wollte AOL nicht weiter kommentieren . Telekom-Branche hat Angst vor
Preiserhöhungen Jede dritte Führungskraft in der Telekommunikationsbranche
fürchtet , dass die eigenen Preise nicht wettbewerbsfähig sind . Das behauptet
eine Studie , die die Unternehmensberatung Mummert + Partner erstellt hat .
Derzufolge richtet sich die Branche auf einen Preiskampf mit umgekehrten
Vorzeichen ein : Nun geht es darum , die Preise am längsten niedrig halten und
damit möglichst viele Telefonkunden zu binden . Jeder vierte Manager hält zudem
auch die eigenen Internettarife nicht für wettbewerbsfähig . Der
Wettbewerbsdruck durch steigende Preise werde hier zu einem deutlichen Anstieg
der Kundenfluktuation führen , heißt es . Laut der Studie liegt der Service als
zweitwichtigstes Kriterium weit abgeschlagen hinter den deutlich überwiegenden
Tarifen . Im Festnetz sieht gerade jeder neunte Befragte im Service eine
Angriffsfläche für den Wettbewerb , im Mobilfunk und beim Internet ist es gerade
einmal die Hälfte . Kleinaktionäre verklagen Metabox-Vorstand Die
Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre ( SdK ) hat beim Landgericht Frankfurt am
Main eine Klage auf Schadensersatz gegen den mittlerweile zahlungsunfähigen
Settop-Boxen-Hersteller Metabox eingereicht . Die Aktionäre begründen dies mit
Hinweis auf " die verschiedenen inhaltlich falschen Ad-hoc-Meldungen , die die
Metabox in der Zeit zwischen April und November 2000 verbreitet hat " . Der
Verband meint zu diesen Börsenpflichtmeldungen , darin sei über angeblich
bestehende Großaufträge von diversen ausländischen Unternehmen berichtet worden
: Bereits im März dieses Jahres hatte die SdK Strafanzeige gegen Metabox wegen
des Verdachts auf Kursbetrug und Insiderhandel erstattet . Eine Stellungnahme
von Metabox zu der nun eingereichten Klage liegt bislang nicht vor . Wer
momentan bei der Deutschen Telekom einen T-DSL-Anschluss erhalten möchte , muss
sich auf lange Wartezeiten gefasst machen . In einem Interview mit c't bestätigt
Telekom-Vorstand Gerd Tenzer diesen Missstand und führt diesen Stau auf
hausgemachte technische Schwierigkeiten sowie Lieferschwierigkeiten der
Hardware-Hersteller zurück . Zudem war die Telekom Tenzer zufolge von der hohen
Nachfrage überrascht . Deswegen werde momentan auch weniger für T-DSL geworben .
Tenzer zufolge wird der Ausbau auch nicht durch die Entscheidung der
Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post ( RegTP ) beeinflusst ,
derzufolge die Telekom zukünftig ihr Netz allen Internet-Zugangsanbietern auch
zu einem Pauschal-Tarif zur Verfügung stellen muss . Dies hat zwar laut Tenzer
zur Folge , dass in die schmalbandige ISDN-Technik zusätzlich investiert werden
muss , der T-DSL-Ausbau soll aber keinesfalls deswegen zurückgefahren werden .
Ein Bericht des Börseninformationsdienstes Prior sorgt derzeit für Verwirrung .
Demzufolge ermittelt die Staatsanwaltschaft Frankfurt gegen den Hildesheimer
Settop-Boxen-Hersteller Met@box wegen des Verdachts der Börsenmanipulation .
Bereits Anfang des Jahres seien die Geschäftsräume der am Neuen Markt notierten
Firma durchsucht worden . Die Staatsanwaltschaft Frankfurt verwies jedoch auf
Anfrage an ihre Kollegen in Hildesheim ; der dort zuständige Oberstaatsanwalt
Seemann bestätgte zwar , dass ein Verfahren laufe , teilte aber keine weiteren
Details mit . Stattdessen verwies er weiter an die Staatsanwaltschaft Hannover .
Gegenüber heise online bestätigte der Hannoveraner Oberstaatsanwalt Manfred
Knote inzwischen , dass in der Sache ermittelt werde . Es liege eine Anzeige des
hessischen Wirschaftsministeriums wegen Verdacht auf Kapitalanlagen- und
Kursbetrug vor . Die Pressesprecherin des Bundesaufsichtsamts für den
Wertpapierhandel erklärte zudem , dass ihre Behörde bereits am 19. Januar diesen
Jahres eine Verdachtsmitteilung an die Staatsanwaltschaft übersandt habe . Darin
gehe es um den " Verdacht gegen natürliche Personen wegen Insiderhandels " .
Met@box weist zumindest die Berichte von Prior entschieden zurück . Sprecherin
Aenne Schaper betonte , dass es keinerlei Hausdurchsuchungen gegeben habe . Auch
wisse sie nichts von irgendwelchen Ermittlungen . Stattdessen habe Met@box jetzt
Strafanzeige gegen Prior gestellt . Eine Stellungnahme von Prior war nicht zu
erhalten : Hintergrund sind verschiedene Großaufträge von Met@box , bei denen
bis heute die Auftraggeber nicht bekannt sind . Laut Stephan Schwartz , Sprecher
der Schumacher AG , die die Aktionärsbetreuung für Met@box erledigt , hofft
Met@box " einen Auftraggeber im 1. Quartal dieses Jahres " bekannt geben zu
können . Met@box hatte durch Ad-hoc-Meldungen , in denen die Großaufträge
angekündigt wurden , heftige Kurssprünge ausgelöst . Der Kurs , der zurzeit bei
unter 3 Euro liegt , hatte teilweise die 40-Euro-Grenze überschritten . Zweifel
an der Seriosität der Großaufträge und unerwartete Verluste hatten den Kurs dann
wieder sinken lassen . T-Online verbietet DSL-Router - aber nicht ganz ...
Verboten war es laut T-Online im Grunde schon immer , doch jetzt hat die
Telekom-Tochter es noch einmal schriftlich untermauert : " Eine gleichzeitige
Mehrfachnutzung der Zugangsdaten an einem oder mehreren Anschlüssen ist nicht
zulässig ( z. B. Einsatz von Routern ) . " Damit darf ein T-DSL-Flatrate-Zugang
nur über einen PC gleichzeitig benutzt werden . T-Online-Sprecher Frank Domagala
bestätigte das gegenüber heise online : Auf die Frage , warum der Mutterkonzern
Telekom dann noch einen DSL-Router verkauft , auf dessen Packung sie für "
Gleichzeitiges Surfen von mehreren Rechnern im Internet ( Internet Access Router
) " wirbt , weiß Domagala Antwort : " Der Router ist für jene Personen gedacht ,
die zu Hause mehrere PCs haben und mal im Schlafzimmer und mal im Wohnzimmer
surfen wollen . " Den Einwand , dass es sich ja auch hierbei um eine "
gleichzeitige Mehrfachnutzung " handele , weist er zurück : Letztendlich gelten
die Allgemeinen Geschäftsbedingungen und die würden das erlauben . Die Anmerkung
auf der T-Online-Homepage scheint also nur bedingt Gültigkeit zu besitzen . Wer
dennoch eine DSL-Flatrate über einen Router mit mehreren Personen nutzen möchte
, hat schlechte Karten : Laut Domagala gibt es keinen legalen Weg dafür . Die
Betroffenen könnten sich aber je einen weiteren DSL-Zugang pro Person anschaffen
. Das allerdings wäre mit Strippenziehen verbunden : Pro DSL-Leitung kann immer
nur über eine Nutzerkennung gesurft werden . Als legale T-Alternative bliebe
sonst nur das Surfen über die ISDN-Leitung zum Minutenpreis von 2,9 Pfennig pro
Minute , oder das T-lose Call-by-Call ab 2,5 Pfennig/Minute . SPD-Arbeitskreis
wirft Telekom " Doppelzüngigkeit " vor Der Virtuelle Ortsverein der SPD ( VOV )
, ein bundesweit organisierter Internet-Arbeitskreis , wirft der Telekom "
Doppelzüngigkeit " vor , weil sie im Ausland über Tochterfirmen weiterhin
Internet-Zugänge zum Pauschaltarif anbietet , während ihr deutsches
Tochter-Unternehmen T-Online das Flatrate-Angebot in Deutschland gestrichen hat
. Gleichzeitig greift der Arbeitskreis auch die SPD-geführte Bundesregierung an
, die laut VOV-Sprecher Arne Brandt " wie auch schon die Kohl-Regierung die
Telekom protegiert " . Neben der ungarischen T-Tochter Matav bietet auch die
spanische Ya.com eine so genannte Teilzeit-Flatrate an . Die spanischen Kunden
können werktags zwischen 18 und 8 Uhr sowie am Wochenende ganztags zum
Pauschaltarif von 3900 Peseten ( rund 45 Mark ) surfen . In der restlichen Zeit
zahlen sie 4 Peseten ( rund 4,7 Pfennig ) pro Surfminute . Vergleichbare
Angebote gibt es auch in Deutschland , jedoch nicht vom rosa Riesen , sondern
bundesweit etwa von Talkline oder regional begrenzt von NEFkom und EWEtel .
Ya.com nutzt in Spanien eine so genannte Großhandelsflatrate des ehemals
staatlichen Telefonunternehmens Telefonica . Während diese für Provider also
offensichtlich attraktiv ist , stößt das entsprechende Angebot der Deutschen
Telekom hier zu Lande auf wenig Gegenliebe , weil es den Providern große
Investitionen aufbürdet . Deshalb gibt es derzeit in Deutschland kein
bundesweites echtes Flatrate-Angebot für unter hundert Mark . Das hält der VOV
für einen Skandal . Die Telekom gefährde damit " die Zukunft des
Informationsstandortes Deutschland " , kritisiert VOV-Sprecher Arne Brand . Der
SPD-Bundestagsabgeordnete Rainer Brinkmann ergänzt : Um auch wirklich jedem
Interessierten den Zugang zum Internet zu ermöglichen , will Brinkmann noch
einen Schritt weitergehen : " Für sozial Bedürftige könnte ich mir einen
Berechtigungsschein für einige Freistunden im Monat vorstellen " , so Brinkmann
. Damit hätten die dann die Möglichkeit , etwa in Online-Stellenbörsen nach
neuen Jobs zu suchen . T-Online streicht kostenlose Hotline-Nummer Wenn der
Zugang mal nicht korrekt funktioniert und der genervte Kunde deshalb Rat und
Hilfe von der Telekom-Tochter möchte , darf er künftig 24 Pfennig pro Minute
dafür zahlen : Die kostenlosen Hotline-Nummern für Anfragen per Telefon oder Fax
ersetzt T-Online ab dem 1. Juli durch 0180er-Nummern . Lediglich anmelden darf
man sich noch kostenfrei , hier bleibt die gewohnte 0800er-Nummer . Wer
komplexere Probleme hat , die nach Ansicht von T-Online nichts mit dem eigenen
Produkt zu tun haben , wie etwa die Konfiguration von Outlook Express zur
Abfrage des T-Online-E-Mail-Kontos , wird in Zukunft an den " Service Center
Technik Plus " verwiesen . Der ist allerdings nur über eine 1,21 Mark pro Minute
teure 0190er-Nummer zu erreichen . Man habe bereits massiv mit Schulungen der
Mitarbeiter begonnen . " Auf keinen Fall " wolle T-Online sich mit den neuen
Telefonnummern " bereichern " . Der Mutterkonzern Deutsche Telekom will laut
Sprecher Frank Domagala seine kostenfreien Hotline-Nummern beibehalten .
Mahnungen für Call-by-Call nicht mehr von der Telekom Nachdem die Beteiligten
den Schlichtungsvorschlag der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post
( RegTP ) wegen des Inkassostreits beim Call-by-Call angenommen haben , gibt die
Telekom ab Juli das gesamte Reklamations- und Mahnwesen an die Wettbewerber ab .
Damit endet die bisherige Praxis , nach der die Telekom neben der
Rechnungsschreibung auch das Beschwerdemanagement sowie das Mahnverfahren für
die Konkurrenz übernommen hatte . Die jeweiligen Rechnungsinformationen werden
auf der Telefonrechnung ab Juli um die entsprechende Hotline-Nummer des
Call-by-Call-Anbieters ergänzt . Die Rechnungshotline der Deutschen Telekom
beantwortet dann grundsätzlich keine Fragen mehr zu den Rechnungsbestandteilen
anderer Anbieter . Wie bisher wird die Telekom jedoch eingehende
Rechnungsbeträge entgegennehmen und an die konkurrierenden Telefonfirmen
weiterleiten . Mehrere Call-by-Call-Anbieter haben bereits im Voraus die Preise
erhöht , um die finanziellen Mehrbelastungen abzufangen . Microsoft steckt
Millionen in X-Box-Marketing Der Softwareriese Microsoft will Sony den Rang als
Marktführer bei Spielekonsolen streitig machen . Bei dieser Summe handelt es
sich laut Microsoft um den größten Betrag , den man je für die Einführung eines
Produktes ausgegeben habe . Bekanntgegeben wurden die Absichten auf dem
jährlichen Treffen mit Finanz-Analysten in Microsofts Firmenhauptquartier in
Redmond . Das Geld will Microsoft in Werbung und Marketing stecken , aber auch
in die Unterstützung von Händlern und Software-Entwicklern . Nach dem
amerikanischen Nachrichtendienst CNet soll mit der Investition aber auch die
Konsole selbst subventioniert werden . So meinte Microsoft-Chef Steve Ballmer ,
die X-Box werde für die Hälfte der Herstellungskosten verkauft . Der Fehlbetrag
solle durch die Einnahmen mit Software und die Vergabe von Lizenzen wieder
hereingeholt werden . Mit der X-Box möchte Microsoft direkt gegen Sonys
Playstation 2 antreten . Sie macht bei der Hardware auch eine recht gute Figur :
Ausgestattet werden soll die bereits im Februar angekündigte X-Box mit einem
Pentium III mit 600 MHz , 64 MByte Arbeitsspeicher , einem Nvidia-Grafik-Chip ,
einer 8 Gigabyte großen Festplatte , einem DVD-Player sowie Internetzugang . Auf
den Markt kommen soll sie allerdings erst im Herbst 2001 . Die Playstation 2
hingegen ist in Japan brereits seit März auf dem Markt , in Deutschland soll sie
im Oktober dieses Jahres herauskommen . Ausgestattet ist Sonys Konsole mit einem
300 MHz-Prozessor , 32 MByte Ram sowie DVD-Laufwerk und verfügt ebenfalls über
einen Internetanschluß . Sie soll in Deutschland um die 640 Mark kosten . Der
Preis der X-Box hingegen ist immer noch nicht bekannt , dürfte aber angesichts
der hohen Ziele Microsofts unter dem der Playstation 2 liegen . Microsoft
entwickelt derzeit insgesamt rund 30 Spiele für die X-Box , von denen einige
bereits mit der Produktvorstellung auf den Markt kommen sollen .
Entwicklungs-Kits für X-Box-Spiele seien an rund 200 Firmen verschickt worden ,
die weitere Spiele entwickeln wollen . Microsoft hat große Pläne mit .NET und
Office Auf einem jährlich stattfindenden Treffen mit Finanz-Analysten in
Microsofts Firmenhauptquartier in Redmond hat Microsoft sich jetzt über die
Entwicklungs- und Investitionspläne für das nächste Geschäftsjahr geäußert . Das
Geld soll vor allem in Microsofts neue Generationen von Internet-Enwicklung ,
drahtlosen Geräten , Spielen und Dienstleistungen fließen . Damit will Microsoft
weiter kräftig seine .NET-Initiative unterstützen , derzufolge Internet , PC und
mobile Gerätschaften wie PDA und Handy verheiratet werden . Die Summe kann
Microsoft investieren , da sich das letzte Geschäftsjahr laut Bill Gates als
Rekordjahr erwiesen habe . Vor allem der gute Verlauf im Bereich von Microsofts
Kerngeschäften , allen voran der erfolgreiche Start von Windows 2000 , habe viel
Geld in die Kassen gespült , meinte Gates . Angekündigt wurde auch die nächste
Generation von Microsoft Office , das bereits mit .NET-Funktionen ausgestattet
werden soll . Der Zugriff , die Speicherung und die Analayse von
geschäftsrelevanten Informationen sollen ebenfalls vereinfacht werden .
Verbesserungen soll es für alle Anwender-Gruppen geben . Mit dieser
Dokumentenmanagement-Software sollen vor allem Office-Anwender unterstützt
werden . Tahoe werde die Teamfähigkeit verbessern , in dem es das Finden ,
Verteilen und Veröffentlichen von Informationen vereinfacht , hieß es bei dem
Softwarekonzern . Während des Treffens verkündete Microsoft nebenbei , dass neue
Benchmarks des SQL Server vier neue Rekorde gebracht hätten . Sie seien mit SQL
Server 2000 Enterprise Edition auf Windows 2000 erreicht worden und überträfen
die Rekorde von Oracle- und Sun-Systemen . Genauere Details dazu wollte
Microsoft selbst nicht bekannt geben - in den Top 10 der Datenbank-Benchmarks ,
die das Transaction Processing Performance Council ( TPC ) veröffentlicht ,
liegen Compaq-Systeme mit Windows 2000 und SQL Server 2000 aber seit dem 25.
Juli auf den Plätzen 2 bis 5 , und das mit recht guten Werten für das
Preis/Leistungs-Verhältnis ( US-Dollar pro tpmC ) . Auf Platz 1 liegt mit einem
fast doppelt so hohen tpmC-Wert als das schnellste SQL-Server-System aber immer
noch IBMs DB2 unter Windows 2000 auf einem Netfinity 8500 c/s . Napster will
Stillegung in letzter Minute verhindern Heute um 24 Uhr kalifornischer Ortszeit
( Samstag , 9 Uhr morgens , mitteleuropäischer Zeit ) soll es soweit sein : um
diese Uhrzeit muß Napster einer einstweiligen Verfügung zufolge seine
Musik-Tauschbörse abschalten . Dagegen haben jetzt Anwälte von Napster beim
amerikanischen Bundesberufungsgericht in einem Eilverfahren Einspruch eingelegt
und gefordert , die Umsetzung dieser Verfügung so lange aufzuschieben , bis das
Berufungsverfahren durch ist . Begründet wird dieser Einspruch damit , dass die
Stilllegung ohne abschließendes Urteil Napsters Geschäft zerstören und zirka 40
Arbeitsplätze vernichten würde . Die Anwälte der MP3-Tauschbörse argumentierten
zudem , dass keine Gesetze verletzt worden seien . Firma und Benutzer machten
lediglich vom Grundrecht auf Redefreiheit Gebrauch , indem sie aufgezeichnete
Musik mit anderen Musikliebhabern teilten . Hank Barry , CEO von Napster ,
kündigte aber gleichwohl an , sich der Verfügung zu unterwerfen und die Server
herunterzufahren , wenn es keine Aussetzung der Anordnung gegen sollte . Barry
betonte aber nochmals , dass Napster mit der richterlichen Entscheidung
überhaupt nicht einverstanden ist . Er meinte , dass im Grunde nach dieser
Entscheidung der nicht-kommerzielle Datenaustausch das Gesetz brechen würde .
Barry kündigte jedenfalls an , gegen die Entscheidung mit allen Mitteln
vorzugehen und notfalls den Prozess durch alle Instanzen zu führen . MP3.com
kündigt Einigung mit EMI an Zwischen der Plattenfirma EMI und MP3.com soll eine
Vereinbarung getroffen werden , derzufolge Songs , die EMI gehören , gegen
Zahlung einer Gebühr auf My.MP3.com freigeschaltet werden können . Laut der
Nachrichtenagentur Reuters werde die Vereinbarung am heutigen Freitag offiziell
bekannt gegeben . EMI hatte vor kurzem noch zusammen mit anderen Firmen gegen
MP3.com geklagt , weil der Dienst mit My.MP3.com ohne Erlaubnis der
Rechteinhaber die Musik von tausenden von CDs in konvertierter Form gespeichert
und ebenfalls ohne Erlaubnis der Rechteinhaber für seine Kunden abgespielt habe
. My.MP3.com ist ein Angebot , der es Benutzern ermöglicht , das eigene
CD-Archiv im Internet freizuschalten und von jedem Ort der Welt auf ihr
persönliches Musikarchiv zuzugreifen . Die CDs müssen dazu nicht auf die Server
von MP3 überspielt werden - über die ID auf den Scheiben werden die
MP3-Versionen aus der Datenbank von MP3.com geholt . Warner Music gehört zum
Time-Warner-Konzern , dessen Übernahme durch AOL gerade von den
Wettbewerbshütern geprüft wird . Die Warner Music Group wurde inzwischen mit EMI
zusammengschlossen . Time Warner selbst wiederum ist einer der Prozessgeger beim
im Moment gerade besonders heißlaufenden Verfahren gegen die Musiktauschbörse
Napster . Teil der Einigung zwischen MP3.com und Warner Music war ein
Lizenzvertrag , wonach die Firma für jeden Upload eines Songs auf My.MP3.com
einen Betrag von 1,5 Cent und für jeden einzelnen Download einen Betrag von 0,33
Cent an die Copyright-Inhaber zahlt . Die Lizenzierung hatte Beobachter des
Verfahrens überrascht , denn sie machte Warner Music zum Partner des Dienstes ,
dessen Existenz die Musikkonzerne ursprünglich beenden wollten . MP3.com dürfte
froh sein , sich mit einem weiteren Prozeßgegener geeinigt zu haben .
MP3.com-Prozess wird heute fortgesetzt Im Prozess zwischen MP3.com und Seagram
beginnt heute möglicherweise die letzte Runde . Bei dem Prozess geht es um
Copyrightverletzungen von MP3.com . Als Zeugen sollen MP3.com-Chef Michael
Robertson und Seagram-CEO Edgar Bronfman aussagen . Bereits im April war MP3.com
von einem Bundesgericht der Copyrightverletzungen für schuldig befunden worden ,
die Höhe des Schadens ist aber bis heute nicht festgelegt worden . Der Streit
hierüber war zuletzt für MP3.com positiv verlaufen . Seagram ist der letzte
verbliebene Gegner von MP3.com in diesem Verfahren . Andere haben sich
zwischenzeitlich mit den Machern der Musikseite geeinigt , Schadensersatz in
unbekannter Höhe kassiert und Lizenzabkommen geschlossen . Hierbei handelt es
sich um Emi , Warner Music , Sony und die Bertelsmann-Tochter BMG .
Bildungsministerin Bulmahn wird Schirmherrin von Linux-Kongress Der 7.
Internationale Linux-Kongress findet vom 20. bis 22. September in Erlangen statt
und wird unter der Schirmherrschaft von Bundesbildungsministerin Edelgard
Bulmahn stehen . Veranstaltet wird der Linux-Kongress von der German Unix User
Group ( GUUG ) , dem niederländischen Pendant sowie dem Linux-Verband LIVE .
Veranstaltungsort ist die Technische Fakultät der
Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen . Das vollständige Programm mit
detaillierten Beschreibungen der einzelnen Veranstaltungen ist im Internet zu
finden . Rund 500 Linux-Entwickler aus ganz Europa werden dieses Jahr in
Erlangen erwartet . An den drei Tagen sollen in drei Tutorials und 25 Vorträgen
zahlreiche Experten zu Wort kommen . Die Schwerpunkte der Vorträge liegen auf
dem Linux-Kernel und Fragen der Entwicklung von Open-Source-Software .
Verkalkuliert : Surf1 verdoppelt Flatrate Der bisher von Surf1 Silyntek für
monatlich 139 Mark angebotene Flatrate-Internetzugang wird ab 1. September
ungefähr doppelt so teuer . Das Unternehmen kündigte eine Preiserhöhung auf 139
Euro pro Monat an und begründet diesen Schritt damit , sich verkalkuliert zu
haben : Während die Kunden eine monatliche Pauschale zahlten , müsse Surf1 die
entstehenden Verbindungskosten pro Minute bezahlen . In der Vergangenheit hatten
sich schon mehrfach Anbieter mit Flatrate-Angeboten verkalkuliert und teilweise
gar aufgegeben . Der neue Preis von 139 Euro gilt zuzüglich der gesetzlichen
Mehrwertsteuer auch für Firmenkunden . Gleichzeitig kündigte Surf1 einen neuen
Flatrate-Tarif von nur 19 Euro monatlich , bei dem der Internetzugang
großenteils durch Werbung finanziert werden soll . Im Unterschied zu ähnlichen
Konzepten soll die Werbeeinblendung nicht durch eine gesondert zu installierende
Software , sondern über die normalen Browserfenster dargestellt werden . Details
sind hierzu noch nicht bekannt . Für die neue Flatrate , die spätestens im
Dezember 2000 eingeführt werden soll , wird eine einmalige Einrichtungsgebühr
von 99 Euro fällig . Wer bereits die alte Flatrate nutzt , soll ohne neue
Einrichtungsgebühr umsteigen und den ersten Monat frei surfen können . Die Surf1
Prepaid-Produkte Surf1-n-go , Surf 20 bis 100 will Surf1 ab 01.09.2000 nicht
mehr anbieten . Unverändert hingegen sollen die Tarife der Surf1-Produkte
bleiben , die auf Minutenbasis kalkuliert sind . Handy-Hersteller wollen
Standard für Anwenderlokalisierung Die drei Mobilfunkhersteller Nokia , Ericsson
und Motorola haben mit dem Location Interoperability Forum ( LIF ) eine
Plattform für eine Zusammenarbeit von Unternehmen der Branche bereit gestellt ,
welche die Kompatibilität zwischen verschiedenen Systemen zur mobilen
Positionsbestimmung sichern soll . Solche Systeme ermöglichen es , den Anwender
eines Mobilfunksystems auf einige Meter genau zu lokalisieren . Durch die
Standardisierung wollen die Hersteller die Grundlagen für neue Dienste schaffen
, mit deren Hilfe ein Handy-Benutzer spezielle an seinen derzeitigen
Aufenthaltsort angepasste Informationen erhalten kann . Beispielsweise könnte
auf diese Weise der schnellste Weg zum nächsten Bäcker abgefragt werden ,
denkbar sind auch Einsätze für Notfallsituationen oder im Sicherheitsbereich .
Darüber hinaus lassen sich standardisierte " Benutzerfinder " aber auch zu
Marketingzwecken nutzen . Das neu gegründete Forum soll diese Situation ändern
und neue Standards definieren , entwickeln und fördern . Eines der Ziele besteht
darin , Geräten und Anwendungen Positionsdaten unabhängig von der verwendeten
Bestimmungsmethode zur Verfügung stellen zu können . Erste Lösungen will das LIF
im Jahr 2001 vorstellen . Mehr Werbeerlöse für Napster & Co. Die
Rechtsstreitigkeiten mit der Musikindustrie haben Napster , MP3.com und andere
Musiksites im Internet populärer gemacht , wodurch sie ihre Werbeeinnahmen stark
steigern konnten . Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie , über die der
US-Newsdienst CNet berichtet . Laut der Verfügung hätte Napster seine Server
herunterfahren müssen . Die Entscheidung wurde quasi erst in letzter Minute
aufgehoben . Diese Überlegung sei offenbar für Werbetreibende verlockend gewesen
, so die Studie . Allerdings sei fraglich , ob die Firmen damit das richtige
Publikum für ihre Werbung erreicht hätten . Der Verband der Musikverleger in den
USA , Recording Industry Association of America ( RIAA ) , klagt gegen die
kalifornische Musik-Tauschbörse Napster wegen des Vorwurfs , Copyright-Verstöße
zu fördern . Ab Sommer soll Napster Gebühren kosten Der Bertelsmann-Chef Thomas
Middelhoff kündigte jetzt auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos an , dass die
Nutzung der Musik-Tauschbörse Napster ab dem Sommer dieses Jahres
gebührenpflichtig werde . " Die Bereitschaft , zu zahlen , ist da " , meinte
Middelhoff . Die Zahl der Napster-Nutzer werde sich bis Mitte des Jahres auf
rund 100 Millionen verdoppeln , erklärte Middelhoff . Dies seien die wahren
Musikliebhaber , die die Musikindustrie nicht bekämpfen dürfe . Ziel der
Umstellung ist laut Middelhoff , das Copyright der Musiker und ihrer Produzenten
zu schützen , ohne die Napster-User strafrechtlich zu verfolgen . Mit Edel Music
und TVT Records haben zwei Plattenfirmen bereits angekündigt , mit Bertelsmann
an einem gebührenpflichtigen Modell zusammenzuarbeiten , " Gespräche mit
weiteren Musikfirmen sind in vollem Gange " , meinte Bertelsmann-Sprecher Frank
Sarfeld . Über den genauen Zeitpunkt der Umstellung von einer kostenlosen
Tauschbörse zu einem Abonnementservice wollte sich Bertelsmann bisher nicht
äußern . Auch über die Art und Höhe der Gebühren , die der von Middelhoff
angekündigte kostenpflichtige Service kosten soll , wollte der Medienkonzern
bislang keine Informationen bekannt geben . Wie angekündigt hat die Deutsche
Telekom am heutigen Dienstagmorgen um 8 Uhr die Leitungen zur angeschlagenen
TelDaFax zum zweiten Mal gekappt . Damit dürfte das Unternehmen endgültig vor
dem Aus stehen . Telekom-Sprecher Walter Genz rechtfertigte die Abschaltung
gegenüber heise online mit der " Verantwortung unseren Aktionären gegenüber " .
TelDaFax will nun mit einem geänderten Geschäftsmodell weitermachen . Das
Call-by-Call-Angebot über die 01030-Vorwahl ist ab sofort vollkommen eingestellt
. Die Preselection-Kunden bleiben zwar weiterhin erreichbar , müssen jedoch nun
die Vorwahl eines anderen Netzanbieters wählen , um selbst jemanden anrufen zu
können . Lediglich die Notrufnummern 110 und 112 funktionieren wie gewohnt .
Laut TelDaFax-Sprecher Marcus Hoffmann betrifft dies aber ohnehin kaum noch
jemanden , da das Unternehmen bereits nach der ersten Abschaltung der Leitungen
im April über 90 Prozent seiner Preselection-Kunden verloren habe . 30.000
Geschäftskunden , die derzeit über Router an TelDaFax angeschlossen sind ,
sollen möglichst bald über Leitungen anderer Anbieter telefonieren können . Eine
entsprechende Vereinbarung hat TelDaFax laut Hoffmann bereits mit einem anderen
Netzbetreiber getroffen . Um wen es sich hierbei handelt , wollte er jedoch
nicht sagen . Einen Termin für die Bekanntgabe des neuen Partners wollte er
ebenfalls nicht nennen . Für einen großen Teil der Mitarbeiter dürfte die
Abschaltung fatale Folgen haben : Selbst wenn es dem Unternehmen gelingt , sich
mit einem neuen Partner wieder im Markt zu etablieren , benötigt es laut
Vorstand Stefan Koch für ein solches Geschäft wohl nur rund 30 Mitarbeiter .
Momentan hat das Unternehmen noch rund 240 Beschäftigte . Kündigungen oder
Freistellungen sind laut Hoffmann bislang aber nicht ausgesprochen worden . ADSL
in Osnabrück Der Osnabrücker Telefonanbieter Osnatel will ab Juli einen
ADSL-Anschluss anbieten . Die Bandbreite soll 1024 kBit/s Downstream und 192
kBit/s Upstream betragen , abgerechnet wird pauschal . Die monatlichen Kosten
betragen 39,90 Mark für den DSL-Anschluss und 29 Mark für den
Internet-Pauschaltarif . Das Angebot mit Namen " osnaNET DSL 1M " ist nur für
Kunden verfügbar , die auch einen Telefonanschluss bei Osnatel haben ; dafür
fallen weitere 29,90 Mark für einen analogen oder 39,90 Mark für einen
ISDN-Anschluss an . Der Gesamtpreis steigt so auf 98,80 bis 108,80 Mark , womit
das Angebot jedoch immer noch billiger ist als T-DSL . AOL statt Uwe Seeler fürs
Volksparkstadion Fans des HSV pilgern in Zukunft nicht mehr ins
Volkspark-Stadion , sondern in die AOL-Arena . Die Namensrechte an der
Spielstätte des Hamburger Sportvereins kaufte der ebenfalls in Hamburg ansässige
Onlinedienst AOL vom HSV für eine unbekannte Summe . Der Vertrag läuft erst
einmal für fünf Jahre und gilt auch , sollte der HSV in die zweite Bundesliga
absteigen . Das 55.000 Zuschauer fassende Fußball-Stadion sollte ursprünglich zu
Ehren von Uwe Seeler umbenannt werden . Anscheinend sprachen jedoch finanzielle
Gründe gegen diese Idee . Der Juli ist da , AOL-DSL nicht Während der CeBIT
kündigte AOL-Chef Heddendorp den Start eines eigenen AOL-DSL-Angebots für den
Sommer an , später kristallisierte sich der 1. Juli als geplanter Starttermin
heraus . Doch der Termin war offensichtlich nicht zu halten , die offizielle
Sprachregelung lautet nun ohne Angabe des genauen Datums schlicht " im Juli " .
Ansonsten möchte AOL noch nicht über das geplante Angebot sprechen . Details
will Sprecher Jens Nordlohne erst " in der nächsten Zeit " bekanntgeben . Sicher
scheint bislang lediglich , dass es sich bei AOL-DSL um einen reinen Zugang
handeln wird , der auf T-DSL aufsetzt . Vermutlich wird AOL das Angebot komplett
vermarkten , der Kunde erhält also den T-DSL-Anschluss und den AOL-DSL-Zugang
zusammen von AOL . Dass die Verzögerung bei der Markteinführung mit der immer
noch Hunderttausende zählenden Warteschlange von T-DSL zu tun habe , dementierte
AOL-Sprecher Jens Nordlohne gegenüber heise online . Es bleibe ja beim Termin im
Juli , daher könne man von einer Verzögerung eigentlich gar nicht reden .
MP3.com-Chef verneint Vorsatz Im Prozess gegen MP3.com wegen
Urheberrechtsverstößen hat MP3.com-Chef Michael Robertson jetzt sein Unternehmen
gegen den Vorwurf verteidigt , vorsätzlich gegen das Gesetz verstoßen zu haben .
Das Angebot my.mp3.com sei nicht als Schnellschuss entstanden . Vielmehr hätte
MP3.com lange und gründlich geplant und auch die Frage der Legalität des
Angebots sei überprüft worden . Bereits im April hatte ein Bundesgericht MP3.com
für schuldig erklärt , Copyrightverstöße begangen zu haben . Allerdings war
damals noch nicht die Höhe des Schadens festgestellt worden . Dies wird jetzt in
dem seit Montag laufenden Verfahren geklärt . Die Frage des Vorsatzes wird hier
ebenso entscheidenden Einfluss auf die Strafhöhe haben wie die Frage , wie oft
MP3.com gegen das Gesetz verstoßen hat . In dieser Frage hatte MP3.com in der
Vergangenheit bereits einen Teilerfolg verbuchen können , als ein Bundesrichter
festlegte , dass der Schaden , der entstanden war , pro CD errechnet würde und
nicht pro MP3-Song . Dadurch ist die mögliche Gesamtanzahl der Gesetzesverstöße
erheblich verringert worden . Die mögliche Höhe der Strafe liegt einem Bericht
des amerikanischen CNet zufolge zwischen 750 und 30.000 US-Dollar pro Verstoß ,
kann aber bei Nachweis der Vorsätzlichkeit theoretisch auf bis zu 150.000
US-Dollar steigen . Auslöser der Rechtsstreitigkeiten ist ein Angebot von
MP3.com namens my.mp3.com gewesen . Bei diesem Angebot wurden Tausende von CDs
auf Servern abgelegt . Die Songs einer CD konnte von jedem angehört und
heruntergeladen werden , der diesen Service durch den Nachweis des Besitzes
einer Original-CD freischaltete . Die Musikindustrie klagte , weil MP3.com die
Kopien der CDs ohne Erlaubnis auf den Servern abgelegt hatte . Zwischenzeitlich
hat sich MP3.com mit vier der fünf großen Plattenlabels geeinigt , die
ursprünglich gegen die Musikseite vorgegangen waren . Lediglich mit Seagram
konnte MP3.com bisher keine außergerichtliche Einigung erzielen . Abkommen
zwischen AT&T und Microsoft auf der Kippe Ein im letzten Jahr geschlossenes
Abkommen zwischen Microsoft und AT&T steht möglicherweise auf der Kippe . Dies
berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf gut unterrichtete
Kreise . Diese Software wurde aber von Microsoft nicht rechtzeitig fertig
gestellt . AT&T könnte sich nun möglicherweise einen neuen Partner suchen . Das
Produkt besteht aus Serveranwendungen für Netzbetreiber und Software für deren
Settop-Boxen . Diese Suite für interaktives Fernsehen von Microsoft verzögert
sich bis Anfang nächsten Jahres . Die Software habe nicht die Stabilität
erreicht , die man sich für eine erste Einführung wünsche , erklärte Ed Graczy ,
Marketingchef für Microsoft TV , gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters .
Sollte AT&T sich nach einem anderen Partner umsehen , könnte dies bereits der
zweite Partner sein , der Microsoft TV in diesem Geschäftsbereich verloren geht
. Auch der niederländische TV-Kabel-Betreiber United Pan-Europe Communications (
UPC ) wollte mit Microsoft TV an den Start gehen , überlegt aber derzeit auf
Grund der verspäteten Fertigstellung der Software , mit einem anderen
Unternehmen zusammen zu arbeiten . Als mögliche Partner kommen die Microsoft
TV-Konkurrenten OpenTV , Oracle , PowerTV und Liberate Technologies in Frage .
Surf1 strebt trotz Problemen kostenlose Flatrate an Surf1 Silyntek steht vor
finanziellen Problemen . Nylis G. Renschler , Chef des Unternehmens , antwortete
gegenüber c't auf die Frage , ob das finanzielle Überleben der Firma gesichert
sei : " Das wissen wir selber nicht " . Der Preis steigt von 139 Mark auf 139
Euro . Neue Angebote sollen Surf1 nun bis Anfang nächsten Jahres wieder auf eine
die Kosten deckende solide Basis stellen . Jenen Kunden , die der Preiserhöhung
nicht zustimmen , soll innerhalb der vertraglichen Kündigungsfrist gekündigt
werden . Sie zahlen dann für die restliche Vertragslaufzeit weiter 139 Mark .
Als Grund für die Preiserhöhung nannte Nylis G. Renschler in einem Gespräch mit
c't , dass sich sein Unternehmen bei der Flatrate verkalkuliert habe . Während
Surf1 eigentlich damit gerechnet hätte , dass die Flatrate-Kunden
durchschnittlich knapp 65 Stunden monatlich online sein würden , hätten
Messungen ergeben , dass die Kunden 160 Stunden online gewesen seien . Da Surf1
von den Kunden eine für 65 Stunden berechnete Pauschale bekomme , selber aber
die Leitungsmiete pro Minute zahlen müsse , sei das Modell nicht rentabel
gewesen . Über die Höhe der Verluste machte Renschler gegenüber c't keine
Angaben . Neben der Preiserhöhung des bestehenden Flatrate-Angebots will Surf1
demnächst eine weitere werbefinanzierte Flatrate für 19 Euro anbieten . Details
hierzu wollte Renschler nicht machen , damit ihm " die Konkurrenz nicht
zuvorkommen kann " . Er gab lediglich an , dass für diese Flatrate keine
zusätzliche Software benötigt werden soll . Sollte sich diese Flatrate als
wirtschaftlich erweisen , will Renschler den Preis irgendwann noch weiter senken
. Ziel sei es , langfristig eine kostenlose Flatrate anbieten zu können .
Handy-Besitz bei Jugendlichen wächst explosionsartig So hat sich der Anteil der
Jugendlichen mit Interneterfahrung innerhalb eines Jahres auf 57 Prozent fast
verdoppelt , und Handys besitzen mittlerweile zwei von drei Jugendlichen . Zu
diesem Ergebnis kommt die Studie Jim 2000 des Medienpädagogischen
Forschungsverbandes Südwest auf Basis einer Befragung von rund 1200 Jugendlichen
. Genutzt wird das Internet von jedem zweiten Befragten mehrmals die Woche ,
weniger als ein Viertel gab eine lediglich sporadische Nutzung an . Am meisten
wird das Internet zum Senden von E-Mails , Chatten sowie zur Informationssuche
benutzt . Die Mädchen holen weiter auf : Ihr Anteil kletterte von 39 Prozent im
Jahr 1999 auf 44 Prozent im Jahr 2000 . Nur 46 Prozent der surfenden
Jugendlichen besitzen einen eigenen Computer . Anders sieht es hier bei den
Handys aus : Hatten im letzten Jahr gerade einmal 14 Prozent ein eigenes Gerät ,
so telefonierten heute schon rund 25 Prozent der 12- bis 13-jährigen und sogar
65 Prozent der 18- bis 19-jährigen mit eigenem Handy . Für die monatlichen
Kosten in Höhe von durchschnittlich rund 48 Mark ( ohne Grundgebühr ) kommen die
Jugendlichen nach eigenen Angaben zu 78 Prozent selbst auf . Der
Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest ist eine Kooperation zwischen
der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg , der Landeszentrale für
private Rundfunkveranstalter Rheinland-Pfalz und dem Südwestrundfunk . Wieder
anonymer Großauftrag für Met@box Zum wiederholten Mal in diesem Jahr hat der
Settop-Boxen-Hersteller Met@box jetzt in einer Ad-Hoc-Meldung den Eingang eines
Großauftrages mitgeteilt . Demzufolge will die Met@box International , eine
100-Prozentige Tochter von Met@box , mindestens 100.000 Settop-Boxen nach
Großbritannien liefern . Den Auftraggeber will das Unternehmen aber nicht nennen
. Laut Met@box sieht der Vertrag die Lieferung von mindestens 100.000 Geräten in
einem Zeitraum von zunächst 12 Monaten vor , beginnend ab dem Mai nächsten
Jahres . Gegenstand der Lieferungen sind Settop-Boxen , die mit einem
DVD-ROM-Laufwerk und einem Smartcard-Schreib-/Lesegerät ausgestattet sind . Die
Boxen sollen unter anderem Java sowie die digitalen Videoformate MPEG1 und MPEG2
unterstützen . Das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel hat gegenüber
heise online bestätigt , dass der Vertrag vorliegt , wollte aber keinen weiteren
Kommentar dazu abgeben . Da auch in diesen Fällen die Auftraggeber nicht genannt
wurden und auch bis heute nicht genannt sind , kamen in der Wirtschaftspresse
Zweifel an der Seriosität der Aufträge auf . Die Aufträge sind auch bis heute
nicht ausgeführt - laut Met@box auf Grund von Schwierigkeiten bei der
Software-Entwicklung für die Boxen . Dies zwang das Unternehmen vor kurzem zu
einer Korrektur der Geschäftsprognosen : 500.000 haben T-DSL , 400.000 warten
noch Die Deutsche Telekom arbeitet weiter daran , die Schlange der auf einen
DSL-Anschluss Wartenden zu verkürzen . 400.000 weitere Anmeldungen warten noch
auf die Abarbeitung , immerhin 50.000 weniger als noch während der CeBIT .
Hierfür sei jedoch eine weitere Steigerung der Lieferungen der
DSL-Hardware-Hersteller nötig . Früher erhobene Vorwürfe , denen zufolge die
Zulieferer für den Stau beim DSL-Ausbau verantwortlich seien , wiederholte Genz
nicht mehr : " Sie liefern vertragstreu . " Dazu beigetragen haben wohl auch
Investitionen etwa von Lieferant Siemens in dreistelliger Millionenhöhe am
Anfang dieses Jahres . Siemens vermeldet unterdessen die Auslieferung des
einmillionsten DSL-Ports . Wie viele davon in den deutschen Markt verkauft
wurden , teilte das Unternehmen nicht mit . AOL kauft Titelseite der " Welt "
für einen Tag Gerade erst hat der Online-Dienst AOL seine Werbepartnerschaft mit
Boris Becker beendet , da sind die Hamburger auf eine neue Werbe-Idee gekommen :
Nachdem man zuerst die Namensrechte am Hamburger Volksparkstadion einkaufte ,
kooperiert AOL nun mit dem Verlag Axel Springer . Passend zum Termin des ersten
Heimspiels des HSV in der AOL-Arena wird die Titelseite des Springer-Blatts Die
Welt am kommenden Samstag , den 4. August , komplett in Blau eingefärbt . Was
sich AOL diesen Marketing-Gag kosten lässt , ist bislang nicht bekannt .
Ebenfalls unbekannt ist bislang , ob sich AOL ähnlich wie die Telekom
Markenrechte an der Farbe sichern will . Flatrates : Internet Professionell
streitet mit Callando Wie erst jetzt bekannt wurde , hat der Provider Internet
Professionell nicht nur dem Flatrateanbieter MuchMoreTele.com ( MMTC ) , sondern
auch Callando die Leitungen gekappt . Betroffen sind laut Callando jedoch gerade
einmal 50 bis 100 Kunden , die nun über Leitungen von Talkline zu den gleichen
Vertragsbedingungen wie zuvor weitersurfen können . Als Begründung für die
Abschaltung sagte Internet Professionell-Sprecher Patrick Klingenberg gegenüber
heise online , es hätte zwischen den beiden Unternehmen " interne
Meinungsverschiedenheiten " gegeben . Deshalb wurde der Vertrag mit Callando
schriftlich gekündigt . Die Kündigung habe jedoch nichts mit unbezahlten
Rechnungen zu tun : Wie Klingenberg bestätigte , hat Internet Professionell
mittlerweile eine Unterlassungserklärung unterschrieben , derzufolge das
Unternehmen nicht mehr behaupten darf , Callando habe seine Rechnungen nicht
bezahlt . Callando-Geschäftsführer Tillmann Raith widersprach gegenüber heise
online insofern , dass bislang keine schriftliche Kündigung vorliege , lediglich
eine telefonische Kündigung habe es gegeben , die zwei Stunden vor der
Abschaltung erfolgt sei . Ähnlich hatte sich auch MMTC zu der Abschaltung
geäußert . Hier sei die Abschaltung " völlig ungerechtfertigt " mit einer Frist
von einer Stunde erfolgt . Klingenberg hingegen hatte gegenüber heise online von
einem " ausreichenden Zeitraum " gesprochen . Die mehrfach als Provider
gestrauchelte Firma Internet Professionell bietet seit Februar selbst wieder
einen Pauschaltarif fürs Surfen im Internet . Zuletzt war ein Versuch des
Unternehmens gescheitert , eine WAP-Flatrate anzubieten . Boris Becker bleibt
doch drin Uwe Heddendorp , Chef von AOL Deutschland , hat jetzt einem Bericht
der Bild am Sonntag widersprochen , demzufolge sich AOL vom Werbepartner Boris
Becker trenne . Ein AOL-Sprecher erklärte gegenüber heise online , die BamS habe
Aussagen eines seiner Kollegen " aus dem Zusammenhang gerissen " . Zudem plane
AOL weitere Werbespots mit Becker . Microsoft investiert in weiteren
Spielehersteller Der Softwareriese aus Redmond bereitet weiter die Einführung
der Spielkonsole X-Box im nächsten Jahr vor . Mit der erst Anfang des Jahres in
Hunt Valley ( Maryland ) gegründeten Big Huge Games . Diese Firma produziert vor
allem Strategie-Computerspiele . In Zukunft vertreibt Microsoft mindestens drei
Spiele der Zockerschmiede exklusiv . Über die Spiele ist aber noch nichts
bekannt . Gleichzeitig teilte Microsoft mit , dass man in Big Huge Games auch
investiert hat ; allerdings ist die Höhe der Summe bisher nicht bekannt .
Gegründet wurde Big Huge Games von Brian Reynolds , der als Gamedesigner unter
anderem an Sid Meiers " Civilization II " und " Alpha Centauri " mitgearbeitet
hat . Windows ME im Supermarkt Zur Vorstellung von Windows Millennium Edition
will Microsoft neue Wege beschreiten : Das neue Betriebsystem soll zwischen dem
14. September und dem 12. November in den USA in 25 Städten in Supermärkten
vorgestellt werden . Vor allem die Videoschnittsoftware MovieMaker und den neuen
Mediaplayer will Microsoft den Verbrauchern näher bringen . Laut
Microsoft-Sprecherin Irene Nadler könnte es auch in Deutschland ähnliche
Veranstaltungen geben . Details hierzu konnte sie aber noch nicht nennen .
Ebenfalls als unwahrscheinlich bezeichnete sie es bei der Gelegenheit , dass
DirectX 8.0 gleichzeitig mit Windows Millennium am 14. September herauskomme .
Im Moment gibt es von DirectX 8.0 gerade einmal die Beta 2 . Videoclips für
schnelle Internet-Zugänge Die Universal Music Group hat eine neue Seite mit
Videoclips speziell für jene Surfer eröffnet , die über eine Breitband-Anbindung
ans Internet etwa über DSL verfügen . Auf der Seite www.musicuwant.com können
Videoclips aus verschiedenen Musikrichtungen angesehen , aber nicht
heruntergeladen werden . Die Videos lassen sich mit Quicktime , aber auch mit
dem Windows-Mediaplayer betrachten . Im Moment leidet die Seite allerdings unter
einer teilweise schlechten Erreichbarkeit . Ziel der Seite , die in der
bestehenden Form erst einmal nur für vier Monate laufen soll , ist ein Test ,
wie die Surfer ein solches Angebot annehmen . Danach will Universal dann ein
eigenes Angebot an digitaler Musik bringen , das sich mit bisherigen juristisch
umstrittenen Angeboten wie Napster messen können soll . Die Universal Music
Group gehört zu dem Medien- und Getränkekonzern Seagram , den der französische
Mischkonzern Vivendi übernehmen will . Universal ist der letzte verbliebene
Prozess-Gegner von MP3.com . Surf1 sperrt jeden zweiten
Surf1-n-go-Flatrate-Kunden Surf1 Silyn-Tek hat am gestrigen Dienstag Abend damit
begonnen , Kunden der Prepaid-Flatrate Surf1-n-go den Zugang zu sperren . Nilys
Renschler , Chef des Unternehmens , begründete diesen Schritt gegenüber c't
damit , dass die betroffenen Kunden den geschlossenen Vertrag mit Surf1
gebrochen hätten , indem sie den Zugang für Mehrfach-Einwahlen missbraucht
hätten . Anderen Kunden sei der Zugang gesperrt , da sie durch einen
Systemfehler länger surfen konnten als eigentlich bezahlt wurde . Renschler
zufolge seien bis zu 50 Prozent der Kunden dieses Angebots betroffen . Einige
User hätten sich demzufolge mehr bis zu 50 mal pro Tag von Orten in ganz
Deutschland eingewählt . Auch die anderen Flatrate-Angebote sollen in den
nächsten Tagen überprüft und Kunden gesperrt werden , die den Zugang missbraucht
haben . All diejenigen , die keinen Protest einlegen , geht nach der Sperrung
das bereits gezahlte Geld verloren . Denen , deren Accounts zu Unrecht gesperrt
wurden und die die Hotline nicht erreichen können , die zurzeit wohl bereits
überlastet ist , rät Renschler , schriftlich oder per Fax zu widersprechen .
Dass Surf1 durch dieses Verhalten Kunden verlieren könnte , nimmt Renschler
hierbei in Kauf . Mit der Überprüfung der Log-Files erklärte Renschler auch die
am Mittwochmorgen auf der Homepage angekündigten möglichen Einwahlprobleme : Die
Server könnten durch so viel Arbeit überlastet sein - da habe man vorsorglich
schon mal auf mögliche Probleme hinweisen wollen . Im Moment kämpft Surf1
Silyn-Tek offensichtlich um das finanzielle Überleben . Erst am Montag hatte das
Unternehmen angekündigt die Surf1 unlimited-Flatrate von 139 Mark auf 139 Euro
zu verdoppeln . Auch die jetzt unternommenen Schritte seien Teil der
Rettungsmaßnahmen . Renschler sagte gegenüber c't , dass " das Schiff nicht zu
retten ist " , wenn die Verluste durch illegale Nutzung nicht drastisch
verringert würden . Debitel trotz vieler Neukunden mit Gewinnrückgang Das
Stuttgarter Telekommunikationsunternehmen Debitel hat innerhalb eines Jahres in
Deutschland seine Kundenzahl fast verdoppelt . Sie stieg nach eigenen Angaben um
2,1 Millionen auf insgesamt 4,5 Millionen . Der starke Anstieg der Kundenzahl
veränderte aber nichts am Marktanteil , dieser liegt weiterhin bei 14 Prozent .
" Der Kampf um den Mobilfunk-Kunden der Zukunft wirft seine Schatten voraus " ,
kommentierte Debitel-Vorstandschef Peter Wagner das Ergebnis . Den
Gewinnrückgang erklärt Debitel unter anderem mit erhöhten
Kunden-Akquisitionskosten . Debitels Mutterkonzern Swisscom konnte sich
zumindest über das Umsatzwachstum freuen : Ohne dieses wäre der eigene Umsatz um
2,6 Prozent zurückgegangen . E-Mails über den Wolken Die englische
Fluggesellschaft British Airways will noch in diesem Jahr einen Versuch starten
, Internet im Flugzeug anzubieten . Dies berichtet die Nachrichtenagentur AFP
unter Berufung auf eine British-Airways-Sprecherin . Falls die Tests erfolgreich
verlaufen , will die Fluggesellschaft diesen Service auf Langstreckenflügen
anbieten . Weitere Details zu dem Versuch sind bisher nicht bekannt . British
Airways ist nicht die erste Fluggesellschaft , die Internet ins Flugzeug bringen
will . Auch bei Air Canada laufen bereits entsprechende Feldversuche . " Die
Macht im Silicon Valley hat immer noch der Weiße Mann " Zum dritten Mal seit
1979 und 1990 wurde jetzt eine Liste der 40 mächtigsten Personen in Silicon
Valley erstellt . Befragt wurden dazu von den San Jose Mercury News , einer der
führenden Tageszeitungen im Silicon Valley , Führungpersonen aus Politik ,
Wirtschaft und Wissenschaft . Die Befragten selbst erstellten die Liste der
mächtigsten Persönlichkeiten . Unter den Top Ten sind neben dem einzigen
Politiker Ron Gonzales , dem Bürgermeister von San Jose , mehrere Chefs großer
High-Tech-Firmen vertreten . Dabei handelt es sich um Craig Barret ( Intel ) ,
John Chambers ( Cisco ) , Carl Guardino ( Silicon Valley Manufacturing Group ) ,
Scott McNealy ( Sun Microsystems ) sowie Jim Morgan ( Applied Materials ) .
Außerdem ist noch der ehemalige Chef von Hewlett-Packard , Lew Platt , in der
Liste vertreten . Ebenfalls der High-Tech-Branche zuzurechnen ist John Doerr ,
ein Venture-Kapitalist bei Kleiner Perkins Caufield & Byers . Ihm sagen die
Befragten nach , dass er in der Lage sei , Probleme , die in Silicon Valley auf
der Tagesordnung stehen , auf die Agenda ganz Amerikas zu setzen . Er sei der
direkte Draht von Silicon Valley nach Washington . Zuletzt sind noch der
Herausgeber der Mercury News selbst , Jay Harris , und der Chef von Knight
Ridder , Tony Ridder , unter den Top Ten der einflussreichsten Persönlichkeiten
zu finden . Knight Ridder verlegt die Mercury News . Wirtschaft statt Politik
Der hohe Anteil an Chefs aus der High-Tech-Branche unterscheidet die jetzt
veröffentlichte Untersuchung von der des Jahres 1990 . Während heute von den 40
Mächtigen 20 Chefs von High-Tech-Unternehmen sind , waren es vor 10 Jahren
gerade einmal sechs , und nur einer schaffte es seinerzeit in die Top Ten :
David Packard , Mitbegründer von Hewlett-Packard . Damit offenbart die
Untersuchung einen dramatischen Wechsel der Macht im Silicon Valley : Die
Politiker haben zugunsten der Industrie verloren . Auch die Art des Machterhalts
hat sich geändert . Während die Politker in den vorangegangen Untersuchungen vor
allem deshalb über Einfluss verfügten , weil sie Teil von mächtigen Netzwerken
waren , stehen hinter den Firmenchefs von heute keine Beziehugnsnetze mehr .
Stattdessen stützen sie sich auf die Macht der eigenen Firmen . In der Liste mit
den zehn wichigsten Personen ist diesmal keine Frau mehr dabei , obwohl der
Anteil der Frauen unter den 40 Mächtigen mit 13 noch nie so hoch war . In den
beiden vorangegangen Untersuchungen war jeweils eine Frau unter den Top Ten .
Insgesamt aber ist der Anteil der Frauen unter den 40 mächtigsten
Persönlichkeiten weiter gestiegen : Während bei der ersten Befragung 1979 gerade
einmal zwei Frauen unter der ersten 40 waren , konnten sich 1990 bereits 9
Frauen in die Liste eintragen . Dass die Frauen aus den Top-Ten verschwunden
sind , dürfte auch mit den geänderten Machtverhältnissen im Valley
zusammenhängen : Gerade einmal vier der dreizehn vertretenen Frauen kommen aus
der Wirtschaft , der Großteil hingegen kommt aus der Politik , die ja Macht an
die Wirtschaft abgeben mußte . Carly Fiorina , Chefin von Hewlett-Packard und
nur knapp nicht unter den ersten Zehn gelandet , glaubt , dass der Frauenanteil
an den einflussreichsten Personen im Silicon Valley weiter steigen wird . Gerade
bei den jungen Startup-Unternehmen hätten Frauen viel größere Chancen , Karriere
zu machen , als bei den traditionell geführten alteingesessenen Unternehmen . 95
Prozent Weiße Der Minderheiten-Anteil unter den ersten Zehn ist in diesem Jahr
gestiegen : Während in den bisherigen Untersuchungen Norm Mineta , ein Mitglied
des amerikanischen Repräsentantenhauses japanischer Herkunft , der einzige
Angehörige einer Bevölkerungsminderheit in der Gruppe der zehn Mächtigsten war ,
sind jetzt der Lateinamerikaner Ron Gonzales , dem Bürgermeister von San Jose ,
und der Schwarze Jay Harris , Herausgeber der Mercury News , zwei in den Top Ten
. Allerdings sind diese beiden auch die einzigen Nicht-Weißen unter den 40
mächtigsten Personen im Valley . Trotz des Rufes des Valley , eine reine
Leistunsggesellschaft zu sein , ist der Anteil der Weißen unter den Top 40
weiterhin also sehr hoch . Hier zeigen sich Parallelen zur weltweiten Verteilung
des Zugangs zum Internet . David Chao , ein Venture-Kapitalist asiatischer
Herkunft , schiebt dies auf die vorhandenen Vorurteilen gegenüber Nicht-Weißen .
So würde beispielsweise bei der Auswahl neuer Firmenchefs stark darauf geachtet
, dass sie bestimmte Charaktereigenschaften aufweisen , unter andem
Entschlossenheit und Durchsetzungsvermögen . Asiaten würde aber laut Chao der
Ruf anhängen , passiv , nicht gerade konfliktfreudig und damit nicht als
Führungspersönlichkeit geeignet zu sein . Er selbst würde mehr Asiaten in der
Liste der 40 sehen , zum Beispiel Jerry Yang , Gründer von Yahoo . Victor Garza
, ein Aktivist aus San Joses Latino-Gemeinde , hat eine andere Erklärung für die
fast durchgehend weiße Besetzung der Liste . Ihm zufolge wird bei einer solchen
Untersuchung gar nicht die Macht der einzelnen Personen untersucht , sondern
lediglich die Macht der Institutionen , die hinter diesen
Führunsgpersönlichkeiten stehen . Wenn statt dessen die Persönlichkeit eines
Menschen und der Respekt , der ihm entgegengebracht wird , gewertet würde ,
hätte die Liste ein anderes Aussehen . Er kommt zu einer einfachen
Schlußfolgerung : " Die Macht im Valley hat immer noch der Weiße Mann " . Ford
und Qualcomm entwickeln mobile Datendienste fürs Auto Der Auto-Hersteller Ford
und die Mobilfunktechnik-Firma Qualcomm haben heute die Gründung einer
gemeinsamen Fima bekannt gegeben , die sich mit der Entwicklung und dem Vertrieb
von Mobilfunk-Datendiensten für Autos beschäftigen soll . Die neue Firma mit
Namen Wingcast soll ab 2001 Unterhaltungs- , Internet- und Sicherheitsdienste
über Mobilfunk anbieten . Chef von Wingcast wird Harel Kodesh , der vorher bei
Microsoft für ähnliche Aufgaben zuständig war . In welchem Umfang Ford und
Qualcomm in das neue Unternehmen investieren , ist bisher nicht bekannt . Das
Unternehmen Qualcomm ist auf drahtlose Kommunikation und Mobilfunk-Techniken
spezialisiert ; einer breiten Öffentlichkeit ist die Firma vor allem durch das
E-Mail-Programm Eudora bekannt . Bis Ende 2004 sollen praktisch alle Autos und
Nutzfahrzeuge dafür ausgestattet sein . Der japanische Automobilhersteller
Nissan will laut Ford ebenfalls die Wingcast-Dienste für bestimmte seiner
Luxus-Modelle anbieten . Auch hier sind aber bisher keine weiteren Details
bekannt . Auch andere Firmen wie zum Beispiel VW arbeiten aber bereits an
Projekten , um Informationen über Mobilfunk ins Auto zu holen . Mail fragt
Kreditkartennummern von AOL-Kunden ab Ziemlich dreist geht derzeit der Absender
einer englischsprachigen E-Mail vor , der AOL-Kunden dazu auffordert , ihre
Kreditkartennummern neu einzugeben ; angeblich sei die alte nicht länger gültig
. Sollte der AOL-Kunde keine neue Nummer eingeben , droht der Absender damit ,
den AOL-Zugang zu sperren . Unterschrieben ist die Mail mit " Matt Glazer ,
America Online Billing Department and Staff " . Die Seite , deren Aufbau einer
echten AOL-Seite ähnelt , liegt nicht auf einem Server des Online-Dienstes ,
sondern bei Geocities . Das auftauchende Geocities-Logo sollte den Schwindel
also auffliegen lassen . Wie viele AOL-Kunden die Mail bislang erhalten haben ,
ist nicht bekannt . AOL hat sich noch nicht zu dem Vorfall geäußert . Es ist
nicht das erste Mal , dass AOL-Kunden mit E-Mails genervt werden . Immer wieder
häufen sich bei heise online Beschwerden von Lesern , deren AOL-Mail-Postfächer
mit Werbung , Viren und anderem unerwünschten Müll geradezu zugeschüttet werden
. Telefonkunden finden Ortsgespräche zu teuer Drei von vier deutschen
Telefonkunden wünschen sich mehr Wettbewerb im Ortsnetz . Der Grund : Für 86
Prozent der Verbraucher sind Ortsgespräche im Vergleich zu Ferngesprächen zu
teuer . Um möglichst preiswert zu telefonieren , würden 70 Prozent der
Telefonkunden Call-by-Call-Dienste auch im Ortsnetz nutzen . Zu diesen
Ergebnissen kommt eine Internetumfrage der Unternehmensberatung Mummert +
Partner . Um die Fortschritte beim Wettbewerb im Ortsnetz hatte es in der
letzten Zeit heftige Diskussionen zwischen der Deutschen Telekom und der
Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post ( RegTP ) gegeben .
Behörden-Chef Matthias Kurth hatte dem rosa Riesen vorgeworfen , mit immer neuen
Eilverfahren gegen Entscheidungen der RegTP die Fortschritte zu behindern : "
Man kann schon auf den Gedanken kommen , dass da auf Zeit gespielt wird " ,
meinte Kurth . Die Telekom verteidigte sich mit dem Hinweis , dass sie ja nur
die vorhandenen Rechtsmittel ausschöpfe , und das könne ihr ja niemand vorwerfen
. Metabox hat angeblich einen Investor gefunden Der Settop-Boxen-Hersteller
Metabox , der im Mai Insolvenzantrag stellen musste , hat nach Angaben von
Unternehmens-Sprecherin Melanie Hoffmann einen Investor gefunden . Wenig
überraschend gibt das Unternehmen aber wieder einmal nicht bekannt , um wen es
sich bei dem neuen Geschäftspartner handelt , Metabox will ihn jedoch auf der
Hauptversammlung im September vorstellen . Diese Vorgehensweise hat bei dem
Unternehmen Tradition : Metabox hatte im letzten Jahr mehrfach den Eingang von
Großaufträgen oder Absichtserklärungen hierzu verkündet , ohne die Auftraggeber
zu nennen , was seinerzeit für Zweifel an der Seriosität der Aufträge gesorgt
hatte . Trotz des wachsenden Drucks sieht sich Metabox bis heute nicht in der
Lage , die Auftraggeber für die Bestellungen von Settop-Boxen in Israel und
Großbritannien zu nennen . Im Mai folgte dann der Insolvenzantrag , dem die
Entlassung von 120 Angestellten und eine verspätete Bilanzvorstellung mit nicht
testierten Zahlen vorausging . Seitdem bangen die Metabox-Aktionäre um ihr Geld
. Seit einiger Zeit ermittelt bereits die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts
auf Kursbetrug sowie verbotene Insidergeschäfte gegen den Vorstand des
Unternehmens , hierbei kam es auch zu Hausdurchsuchungen . Die
Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre ( SdK ) hat zudem mittlerweile Anzeige
erstattet . Die SdK vermutet ebenfalls Kursbetrug : Die Aktionäre dürften sich
jedoch über die neue Ankündigung freuen : Wie schon die Verkündung der
Großaufträge sorgte auch die neue Mitteilung wieder für einen dramatischen
Kursanstieg der Aktie : Der Kurs legte am Neuen Markt bei hohen Umsätzen auf
1,30 Euro zu , nachdem er zuvor bei 0,61 Euro herumdümpelte . Durch die
Kurskapriole hat der Kurswert der Metabox-Aktie zumindest kurzfristig wieder die
Bedingung erfüllt , um von der Deutschen Börse nicht als so genannter Pennystock
eingestuft zu werden : Dies trifft für Aktien mit einem Kurswert unter einem
Euro zu . Aktien , die länger als 30 Tage so niedrig notieren , sollen ab
Oktober aus dem Neuen Markt entfernt werden . Allerdings muss das Unternehmen
nun noch die drohende Insolvenz abwenden . Insolvente Unternehmen sollen nämlich
ebenfalls ausgelistet werden . Napster an jeder dritten US-Hochschule geblockt
Die Musiktauschbörse Napster wird an jeder dritten amerikanischen Hochschule
geblockt , heißt es in einer Studie der Gartner Group , für die 50 Colleges und
Universitäten befragt wurden . P.J. McNealy , Leitender Analyst bei Gartners
E-Business-Services , warnte die Hochschulen davor , sich nicht mit Napster und
ähnlichen Erscheinungen auseinander zu setzen . Vor allem die laufenden
Verfahren sollten sie im Auge behalten . Die Prozesse in diesem Zusammenhang
sind lang , und jeder Schule könnte es passieren , herausgepickt und als
Präzedenzfall hingestellt zu werden . Die Schulen sollten besser erwägen , sich
in schriftlicher Form von Copyrightverletzungen deutlich zu distanzieren und
entsprechende Gesetzesverstöße nicht zu tolerieren . Das Verfahren gegen Napster
, das von einigen großen Plattenlabels angestrengt wurde , läuft derzeit als
Berufungsverfahren in San Francisco . In der ersten Instanz hatte eine
Bezirksrichterin eine einstweilige Verfügung gegen Napster ausgesprochen , die
erst im letzten Moment aufgehoben wurde . Surf1 sperrt alle Kunden der
Prepaid-Flatrate aus Nachdem Surf1 Silyn-Tek am gestrigen Mittwoch angekündigt
hatte , bis zu 50 Prozent der Kunden der Prepaid-Flatrate wegen angeblichen
Missbrauchs zu sperren , scheinen nun alle Kunden betroffen zu sein . So erhielt
c't mehrere Meldungen von Lesern , denen die Surf1-Hotline Folgendes mitteilte :
Deswegen ist zurzeit eine Einwahl mit der Surf1-n-go Flatrate nicht möglich .
Bei den Prepaid-Flatrates zahlen Kunden im Voraus für einen bestimmten Zeitraum
. Ob die zu Unrecht gesperrten Kunden ihr Geld wieder bekommen , ist derzeit
nicht bekannt . Wie es mit Surf1 Silyn-Tek weitergehen wird , ist bisher
fraglich . Der Chef des Unternehmens , Nylis Renschler , hatte gegenüber c't
zugegeben , dass das finanzielle Überleben der Firma momentan nicht gesichert
sei , er hoffe aber , Anfang des nächsten Jahres Surf1 wieder auf eine solide
Basis stellen zu können . Bandai will Game-Boy-Konkurrenten bauen Der japanische
Spielehersteller Bandai will einen Spiele-Handheld bauen , der in direkte
Konkurrenz zum kürzlich vorgestellten Game Boy Advance von Nintendo treten soll
. Das neue Spielzeug ist US-Berichten zufolge der Nachfolger des WonderSwan und
soll zum Preis von 64 US-Dollar angeboten werden . Der neue Game Boy Advance
wird 92 US-Dollar kosten . Der Preis dürfte unter anderem durch die
unterschiedliche Ausstattung zu Stande kommen : Während Nintendos Gerät
32-bittig arbeitet , werkelt der WonderSwan-Nachfolger noch mit 16 Bit .
Allerdings werde er wie sein Konkurrent über ein Farbdisplay und eine
Internet-Zugangsmöglichkeit verfügen . Zusätzlich soll er an Sonys Playstation 2
anschließbar sein . Bandai will den neuen Spiele-Handheld in Japan noch vor
Weihnachten auf den Markt kommen , Nintendo startet im März 2001 . In Übersee
allerdings liegt Nintendo vorne : hier soll der Game Boy Advance im Sommer
kommen , der WonderSwan-Nachfolger ist erst für den nächsten Herbst angekündigt
. Bandai will mit dem neuen Spielehandheld die Vorherrschaft Nintendos auf dem
Markt brechen : Nintendo hat in Japan einen Marktanteil von 90 und in Europa und
den USA von 99 Prozent . Vorwürfe von MP3.com gegen Seagram zurückgewiesen Im
laufenden Verfahren zwischen MP3.com und der Plattenfirma Seagram/Universal um
Copyrightverletzungen der Musikseite hat MP3.com jetzt einen Rückschlag erlitten
. Ein Richter wies einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zufolge die
Vorwürfe von MP3.com gegen Seagram zurück , nach denen Seagram die
Urheberrechtsverletzungen dazu nutzen wolle , die MP3-Seite aus dem Geschäft zu
drängen . Seagrams Ziel sei es gewesen , die eigene Online-Strategie von
Seagrams Universal Group gegen Konkurrenten zu fördern . Universal hat erst
kürzlich eine eigen Seite mit Musik-Videoclips speziell für Breitbandanbindungen
ins Netz gestellt . Deswegen sei Seagram auch nicht bereit , sich
außergerichtlich zu einigen . Mit vier weiteren Plattenlabels , die ebenfalls
MP3.com verklagt hatten , gibt es mittlerweile Vereinbarungen . MP3.com zahlt
diesen Firmen Schadensersatz und darf gegen Lizenzgebühren deren Musik nutzen .
Bereits im April war MP3.com wegen seines Service-Angebotes my.mp3.com
grundsätzlich für schuldig befunden worden , Urheberrechtsverletzungen begangen
zu haben . In dem laufenden Verfahren , das am Montag fortgesetzt wurde , muss
noch die Höhe des Schadens festgelegt werden . Derweil hat MP3.com eine neue
Marketing-Idee verkündet . Die Macher der Seite wollen es jetzt Plattenfirmen
ermöglichen , Neuvorstellungen dem großen Kreis der MP3.com-User als
E-Mail-Attachments zur Verfügung zu stellen . Wie das Wall Street Journal
berichtet , wird als Erstes ein neuer Song der Gruppe Vast , die bei Elektra ,
einer Time-Warner-Tochter , unter Vertrag steht , mit dieser Methode vorgestellt
. Weitere Songs sollen folgen . Nachdem Surf1 Silyn-Tek bereits viele Kunden mit
Sperrungen von Prepaid-Flatrate-Accounts und drastischen Preiserhöhungen
verärgert hat , kommt es nun noch dicker : Das Unternehmen hat beim zuständigen
Amtsgericht in Bitburg eine vorläufige Insolvenzverwaltung beantragt , wie ein
Sprecher des Amtsgerichts gegenüber c't bestätigte . Ab sofort können
Verfügungen des Unternehmens nur noch nach Zustimmung eines Insolvenzverwalters
erfolgen . Ähnliches war bereits seit Tagen zu vermuten . In einem Gespräch mit
c't hatte der Chef von Surf1 , Nylis Renschler , bereits zugegeben , dass das
finanzielle Überleben der Firma nicht gesichert sei . Wie es jetzt für die
Kunden von Surf1 weitergeht , ist bislang unbekannt . Seit dem heutigen
Donnerstagmorgen sind bereits sämtliche Prepaid-Flatrate-Accounts gesperrt .
Problematisch für diesen Kundenkreis dürfte vor allem die Frage sein , ob das
Geld , das für die Flatrate bereits im Voraus bezahlt wurde , wieder
zurückgezahlt wird . Auch alle anderen Flatrate-Zugänge werden einer
mittlerweile veröffentlichten Stellungnahme des Unternehmens zufolge
wahrscheinlich abgeschaltet . Die Stellungnahme schweigt sich zu den Folgen für
die Kunden aus . AddCom stoppt nach Abmahnung Teilzeit-Flatrate Der Internet
Service Provider AddCom muss seine Flatrate-Private zum 30. September 2000
einstellen . Grund hierfür ist eine Abmahnung eines Mitbewerbers . Gerüchten
zufolge soll es sich hierbei um T-Online handeln . Bisher haben sich aber beide
Unternehmen gegenüber c't nicht zum Urheber der Abmahnung geäußert . AddCom wird
durch die Abmahnung der " Marktauftritt " seiner Teilzeit-Flatrate verboten .
Insider vermuten , dass die Konkurrenz sich an der Bezeichnung Flatrate gestört
haben könnte , da dieser Begriff im allgemeinen Sprachgebrauch mittlerweile für
einen Monats-Pauschaltarif ohne zusätzliche Kosten steht , mit dem Surfer den
ganzen Tag über unterschiedslos ins Internet können . Bei der Flatrate-Private
von AddCom war aber tagsüber die Zeit von 9:00 bis 18:00 Uhr vom Pauschaltarif
ausgenommen ; in dieser Zeit musste der Kunde einen Minutenpreis von 2,48
Pfennig für die Internet-Nutzung zahlen . In diesem Fall will AddCom die
Einrichtungsgebühr erstatten . Höchsten die Hälfte der Kunden kann allerdings
wohl auf die neue Fulltime-Flatrate umsteigen : Dies ist laut AddCom " auf Grund
der Sicherstellung der Performance " auf 5.000 Kunden begrenzt . Potenzielle
Neukunden erhalten momentan schon beim Versuch , sich anzumelden , den Hinweis ,
dass die Maximalzahl der User für die Flatrate bereits erreicht sei . Auch Sony
beteiligt sich an MP3.com-Konkurrenz Auch die Plattenfirma Sony Music
Entertainment will jetzt mit der MP3.com-Konkurrenz Musicbank zusammenarbeiten ,
gab ein Sprecher des Unternehmens nach US-Berichten jetzt bekannt . Dabei sollen
Kunden die Musik von CDs , die sie gekauft haben , über das Internet hören
können - und das , ohne die CD gerade zur Hand zu haben . Wie die Kunden den
Besitz der Original-CD nachweisen sollen , teilte das Unternehmen bislang
allerdings nicht mit . Vergleichbare Verträge haben auch bereits die
Plattenlabels Warner Music , Universal Music und BMG Entertainment mit Musicbank
abgeschlossen . Gegen ein ähnliches Angebot von MP3.com namens my.mp3.com waren
die Plattenlabels gerichtlich vorgegangen . Streitpunkt war aber nicht das
Serviceangebot selbst , sondern die Tatsache , dass MP3.com Musik auf ihren
Servern bereit stellte , ohne von den Rechteinhabern - den Plattenlabels - die
Erlaubnis hierzu zu besitzen . Mittlerweile haben sich Sony , Warner Music und
BMG mit MP3.com aber außergerichtlich geeinigt . Lediglich Universal setzt
momentan die juristische Auseinandersetzung mit MP3.com fort . Berliner Börse
lässt sich online in die Karten schauen Als Antwort auf die Hinwendung der
Frankfurter Börse zum Privatanleger ( Xetra-Live ) bietet die Berliner Börse
seit dem 1. Februar Einblick in das aktuelle Orderbuch unter
www.berlinerboerse.de . Die Berliner kommen damit der Deutschen Börse AG zuvor .
Denn Xetra-Live soll erst irgendwann in diesem Quartal offiziell starten . Durch
das Angebot der Berliner Börse verfügen private Anleger über den gleichen
Wissensstand wie die institutionellen Investoren . Kunden einiger Online-Broker
- bisher Consors und 1822-direkt - können auch Transaktionen tätigen , die
direkt beim Broker registriert werden . Quicken wird HBCI-2.1-Kompatibel Ein
kostenloses Update zu Quicken 2000 steht auf der Quicken-Internetsite unter
www.quicken.de beziehungsweise auf der Site des Herstellers Lexware zum Download
bereit . Das Update macht Quicken nach Angaben des Herstellers vor allem
kompatibel zum Banking-Standard HBCI 2.1 . Weiterhin habe Lexware das
Abgleichfenster sowie die Darstellung der Kontoeinstellung verbessert , die
Funktion Sammellastschriften hinzufügt und die HBCI-Kundennummer auf 30 Stellen
erweitert . Content-Management-Spezialist Hexmac verschiebt Börsengang Der
Börsengang der Hexmac Software Systems AG wurde auf unbestimmte Zeit verschoben
. Die Firma produziert Software für dynamisches Content-Management und
Transaktions-Verwaltung im Internet und bei E-Commerce-Lösungen . Am heutigen 2.
Oktober sollte Hexmac am Neuen Markt debütieren . Auf Grund der schwierigen
Situation am Kapitalmarkt entschieden sich die Emissionsführerin , die
Bayerische Hypo- und Vereinsbank , und die Hexmac für einen späteren Termin .
Zum jetzigen Zeitpunkt hätte die Emission nicht den erwünschten Preis erzielt ,
hieß es . Die nationale und internationale Expansionsstrategie will das
Unternehmen nach eigenen Angaben trotzdem planmäßig umsetzen . QXL-Aktionäre
sagen ja zur Fusion mit Ricardo.de Auf der Hauptversammlung der QXL.com plc am
heutigen Montag stimmten die Aktionäre des britischen Online-Auktionshauses
allen Vorschlägen des Aufsichtsrats zu . Unter anderem genehmigten sie die
geplante Fusion mit dem deutschen Online-Auktionshaus Ricardo.de . Anfang August
hatte es einige Diskussionen um das Zusammengehen der beiden Autkionshäuser
gegeben , da QXL ernsthafte Probleme für die Fusion sah . Nach erneuten
Verhandlungen einigten sich die Vorstände der Unternehmen dann doch , nachdem
Ricardo das reduzierte QXL-Angebot von 34 QXL-Aktien für jedes Ricardo-Papier
akzeptierte . Online-Banking der Postbank nahezu offline Kurz vor Weihnachten
fing es an : Seither gibt es arge Verzögerungen beim Aufruf von Internetseiten
der Postbank . Während der Bürozeiten gelingt so gut wie kein Zugriff auf die
Postbank-Server , die das Online-Banking abwickeln . Die Wartezeit währt meist
zu lange , sodass Server oder Browser die Datenübertragung oder die Transaktion
abbrechen . Die Serversysteme für das Online-Banking der Postbank seien durch
den ständigen Zuwachs der Online-Banker inzwischen am oberen Limit ihrer
Kapazitäten angelangt , gab die Postbank zu . Die neuen Rechner stünden aber
schon im Keller . Man arbeite fieberhaft an einer Entspannung der Situation
durch Aufrüsten der alten und Einsatz neuer Rechner . In ein paar Tagen soll das
Online-Banking wieder wie vorher funktionieren . Bis dahin rät die Postbank auf
Telefonbanking auszuweichen oder auf die weniger frequentierten Zeiten wie die
frühen Morgen- und späten Abendstunden . Die Inbetriebnahme des neuen Systems
mit mehr Leistung und neuen Funktionen soll dann im Februar stattfinden .
Comdirect-Kunden sollen Portokosten übernehmen Der Online-Broker Comdirect muss
sparen und fängt damit bei den Portokosten für versendete Kontoauszüge an . Die
soll der Kunde nun übernehmen . Ab dem 1. Juni 2001 wird ihm Comdirect für die
schriftliche Bestätigung getätigter Transaktionen pro Monat pauschal 1,40 DM
berechnen , für die Zusendung des monatlichen Depotauszugs zusätzliche 1,10 DM .
Kunden können die drohenden Portokosten abwenden , wenn sie sich bis Ende Mai
auf der Comdirect-Bankingsite für den Versandweg " PostBox " entscheiden . Sie
werden dann fortan beim Einloggen informiert , wenn neue " Post " vorliegt und
dürfen dann jederzeit die Auszüge und Belege selbst herunterladen und
abspeichern oder ausdrucken . Comdirect verkauft die PostBox wie ein neues
Feature unter dem Motto " Ihre Post geht online " und übergeht dabei
stillschweigend , dass dem Kunden zwar keine Portokosten aufgedrückt werden ,
aber durchaus Online- , Druck- , Speicher- und Arbeitskosten anfallen . Seit dem
2. Mai war die Einrichtung der PostBox aktiviert , jedoch heute am 3. Mai
zeitweise wegen technischer Probleme wieder außer Betrieb . Wann der Fehler
behoben sei , konnte man noch nicht genau sagen . CD-RW mit 10X schreiben Zur
Zeit beträgt die höchste Schreibrate bei CD-ReWritables 2X , das sind 300
KByte/s . Bei Gebrauch von UDF-Software sinkt die effektive Schreibrate noch
weiter . Eine Verfünffachung der Schreibrate dürfte die Akzeptanz für dieses
Medium deutlich erhöhen . Den Chip gibt es in zwei Ausführungen : Die Variante
CR3475 enthält zusätzlich einen DVD-Port , so daß der Chip auch die Dekodierung
von DVD leistet . Die maximale CD-Lesegeschwindigkeit beträgt 40X . Die Chips
sollen noch im dritten Quartal in Produktionsstückzahlen erhältlich sein , so
daß frühestens zum Jahresende entsprechende Recorder erwartet werden können .
Adaptec kauft Toast Nachdem Adaptec schon zwei CD-Writer-Programme aufgekauft
hat , überrascht das dritte schon nicht mehr so sehr - zumal es jetzt um eines
für den Macintosh geht , so etwas hatte Adaptec noch nicht im Programm . Adaptec
freut sich , dem Ziel näher gekommen zu sein , die beste Software zum Betrieb
optischer Speicher bei sich zu versammeln , und Astarte freut sich über den
Erfolg ihrer Software . Mit dem Hifi-Rack ins Netz Computer , Drucker und
Scanner sind bereits vernetzt , nun sind Stereoanlage , Videorekorder und
Fernseher dran : Acht gewichtige Hersteller von Haushaltselektronik haben sich
zusammengetan , um das Einstöpseln eines neuen Gerätes - wie etwa zusätzliche
Lautsprecher - in ein Netzwerk so einfach wie möglich zu machen . Philips ,
Sharp , Sony , Grundig , Hitachi , Panasonic , Thomson und Toshiba wollen dazu
gemeinsam den Standard HAVI ( Home Audio Visual Interoperatibility )
vorantreiben . Jedes Gerät auf HAVI-Basis würde automatisch im Haushaltsnetz
erkannt und könnte mit anderen Geräten Informationen zu Spielfilmen ,
Sendezeiten oder den Titeln einer CD austauschen . Mit HAVI im Verbund mit der
Netzwerksprache Jini wäre jeder Fernseher , jede HiFi-Anlage von überall auf der
(Internet-)Welt erreichbar . Erste Serienprodukte werden aber erst gegen
Jahresende oder Anfang nächsten Jahres auf dem Markt erwartet . Auf der CeBIT
werden zum Beispiel auf dem Philips-Stand ( Halle 12 , Stand C54 ) zunächst vor
allem Anwendungen für das digitale Fernsehen vorgestellt . DVD-RAM - wieder
beschreibbar Die Standardisierung der wiederbeschreibbaren DVD-RAM scheint zu
einem Abschluß gekommen zu sein . Ein Toshiba-Sprecher sagte , daß die
beteiligten zehn Unternehmen sich geeinigt hätten und der Standard demnächst
veröffentlicht werde . Die DVD-RAM wird wie die CD-ReWritable in
Phase-Change-Technik beschrieben . Dies ist notwendig , um eine genügende
Datensicherheit zu erreichen . Außer Toshiba wirkten an der Festlegung Hitachi ,
Matsushita , Mitsubishi Electric , Philips , Pioneer , Sony , Thomson , Time
Warner und Victor Company of Japan ( JVC ) mit . In der Hauptsache ging es bei
den Verhandlungen um den Kompromiß zwischen den Vorstellungen der beiden Lager
um Toshiba/Time Warner einerseits und Sony/Philips andererseits . Toshiba ist
damit einen Schritt weitergekommen in ihren Bemühungen , Anfang nächsten Jahres
einen DVD-RAM-Recorder als Computerperipherie herauszubringen . Das andere Lager
, Sony/ Philips , dürfte mehr Interesse an einer späteren Einführung haben ,
denn umso länger würde sich die CD-ReWritable halten und entsprechend mehr
Lizenzgebühren für Sony und Philips einbringen . Hat doch just JVC schon 1995
das Digital-VHS ( D-VHS ) herausgebracht , das eigentlich eine
Konkurrenztechnologie zu DVD-RAM darstellen könnte , zumindest auf dem
Consumer-Markt . Anbieter für US-Aktien über Xetra präsentiert Zehn Tage vor dem
Start des Handels von US-Aktien über das elektronische Handelssystem Xetra ( wir
berichteten ) nennt die Deutsche Börse elf Partner , die das neue Segment
Privatanlegern anbieten wollen . Laut Deutsche Börse werden sie die rund 200
US-Werte zu gleichen Konditionen anbieten wie bei deutschen Papieren . Die Xetra
US-Stars sollen ab Start am 14. September auch in " Xetra Live " online sein .
Xetra Live ermöglicht Privatanlegern den Blick ins Orderbuch , das früher nur
professionellen Parketthändlern vorbehalten war . Unter " Markttiefe " zeigt der
Info-Bildschirm zum Beispiel die zehn besten Kauf- und Verkaufsgebote in Xetra
an . Anleger können Xetra Live noch bis Jahresende kostenlos nutzen unter
www.deutsche-boerse.de in der Rubrik Market-Data/Xetra Live . Weitere Anzeige
gegen Infomatec Die Deutsche Schutzgemeinschaft für Wertpapierbesitz ( DSW ) hat
gegen das Softwareunternehmen Infomatec Anzeige wegen des Verdachts der
Fälschung von Ad-Hoc-Meldungen und des Insiderhandels erstattet . Dies ist damit
die dritte Anzeige gegen die am Neuen Markt notierte Firma . Die Augsburger
Staatsanwaltschaft ermittelt seitdem gegen die Verantwortlichen . Der in eine
Krise geratene Softwarehersteller Infomatec versuchte vor kurzem durch den
Verkauf seiner Beteiligung an dem WAP-Dienstleister WAPme seine flüssigen Mittel
zu vermehren . Trotz Krise und Anschuldigung wird mit den Infomatec-Papieren
weiter fleißig gehandelt . Es ist keine Seltenheit , dass Aktien von
Wackelkandidaten zu regelrechten Zockerpapieren mutieren . So werden etwa
Escom-Aktien noch immer an der Börse gehandelt ( bis Ende November ) , obwohl
das Unternehmen schon 1996 in Konkurs ging und faktisch nicht mehr existiert .
Die Anleger sollten jedoch bei solchen Zockerpapieren nicht vergessen , dass man
sich schnell verspekulieren kann : Manches Mal handelt es nur um die letzten
Zuckungen einer toten Aktie . Was die Papiere von in die Krise geratenen Firmen
so begehrenswert macht , lässt sich am Beispiel des Internet- und
Telefondienstleisters Gigabell beobachten . In dem Moment , da der insolvente
Provider fast am Boden lagt , kauften Anleger die Aktie und warteten auf die
Rettungsmeldung , die den Kurs wieder in die Höhe schießen lässt . Zu diesem
Zeitpunkt dann ist allerdings die Versuchung am größten , den Kurs durch
gezielte Informationen zu beeinflussen . Die Rettung für Gigabell kam in Form
einer finnischen Finanzspritze . Heute nun führte Gigabell die Siegerliste mit
einem Kursgewinn von 70 Prozent an und erzielte am Mittag einen Preis von 15,60
Euro . Zu ihren bessten Zeiten war die Gigabell-Aktie allerdings mehr als 100
Euro wert . Das Bundeskabinett berät heute über einen bisher unveröffentlichten
Vergütungsbericht , der empfiehlt , die Urheberrechtsabgaben auf moderne
Datenträger und Speichermedien zu erweitern . Die Einnahmen daraus kommen den
Urheberrechteinhabern wie Musikern und Autoren zugute . Die Abgaben , die
bislang nur für Privatleute galten , sollen auch auf Behörden und Unternehmen
mit so genannten " ermässigten Vergütungssätzen " erweitert werden . Das
Bundesjustizministerium hatte den Vergütungsbericht im Auftrag des Bundestags
erstellt . Nach Auskunft von Regierungskreisen gegenüber c't wurden dazu über 60
Verbände , darunter der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (
ZVEI ) , die Arbeitsgemeinschaft für Verbraucher ( AgV ) , das Deutsche Patent-
und Markenamt sowie die Verwertungsgesellschaft Wort ( VG Wort ) angehört . Das
Kabinett wird entscheiden , ob der Bericht an den Bundestag in der bestehenden
Fassung zugeleitet werden soll . Dieser wird dann darüber entscheiden , ob die
Regierung einen Gesetzesentwurf erarbeiten soll . Die Entscheidung wird jedoch
erst nach der Sommerpause fallen . ( Christiane Schulzki-Haddouti ) Urteil :
Namensrecht gilt nicht für ähnliche Schreibweisen Ein Jura-Student namens Dirk
Friedrich hat die Domain " friedrich.de " erfolgreich von dem Juwelier J.B.
Fridrich GmbH & Co. KG eingeklagt . Der Kläger Dirk Friedrich argumentierte ,
die Registrierung der Domain " friedrich.de " durch den Juwelier Fridrich sei
eine Namensleugnung im Sinne von § 12 BGB . Das Landgericht Düsseldorf gab der
Klage auf Freigabe der Domain statt und bestätigte den Anspruch des Klägers aus
dem Namensrecht ( § 12 BGB ) . Die Richter begründen den Spruch damit , dass
eine Domain grundsätzlich Namensfunktion habe , " weil in der Wahl einer
bestimmten Domain die Kennzeichnung der eigenen Person oder eines bestimmten
Unternehmens liegt " . Da das beklagte Unternehmen aber nicht " Friedrich "
heiße , stehe ihm die Domain " friedrich " nicht zu ; es bestreite damit das
Recht des Klägers an der Domain widerrechtlich . Dazu berechtige auch nicht die
Tatsache , dass beide Namen klanglich identisch sind . ( Das vollständige Urteil
unter www.netlaw.de/urteile/lgd_23.htm ) In solchen Streitfällen entschieden die
Gerichte jedoch auch schon anders : Das Landgericht Köln etwa hatte dem
Showmaster Günther Jauch quasi ein Namensrecht an Domains in verschiedenen
Schreibweisen wie guenter-jauch.de ( ohne " h " ) zugebilligt , indem es dem
Provider FreeCity untersagte , entsprechende Domains zu vermitteln . Deutsche
bevorzugen Wirtschaft und Finanzen Von den deutschen Internetnutzern
interessieren sich 71,9 Prozent für Wirtschaftsthemen . Dies hat das
Webforschungsunternehmen NetValue Deutschland GmbH herausgefunden . Die höchste
Zugriffszahl erreicht traditionell die Infrastruktur des Internet , in der
Hauptsache die Suchmaschinen und Portale . Mehr Aufschluss über das
Nutzerverhalten gibt daher die Verweildauer auf den einzelnen Angebotsseiten .
Hierbei finden sich folgerichtig vier Finanz- und Börsen-Websites unter den
ersten 10 mit der höchsten Verweildauer der deutschen Nutzergruppe . NetValue
gewinnt die Daten durch eine bei einer Testgruppe installierten Mess-Software
NetMeter . Ausgewertet wurden die Daten vom Marktfoschungsinstitut TNS-Emnid .
Neue Scharmützel um DVD Es rauschte im Medien-Wald , das DVD-Konsortium hatte
sich geräuspert , die Einigung auf das einheitliche Format DVD-RAM mit 2,6
Gigabyte für die wiederbeschreibbare DVD-Video sei vollzogen . Auf die
verstörten Nachfragen beteuerten sie , man stehe nach wie vor zur DVD-RAM .
Nachdem das Konsortium offiziell den DVD-RAM-Standard 1.0 veröffentlicht und
Toshiba den ersten DVD-RAM-Recorder für die Jahreswende angekündigt hat , treten
die Abtrünnigen Sony und Philips wieder vor . Verstärkt durch die Konzerne
Hewlett Packard , Ricoh , Mitsubishi Chemical und Yamaha geben sie ihren eigenen
Weg bekannt : sie wollen ein Format namens DVD-RW ( Rewritable ) mit 3 Gigabyte
Kapazität auf den Markt bringen . Es soll zwar kompatibel zur DVD-ROM sein ,
jedoch inkompatibel zum konkurrierenden DVD-RAM mit 2,6 GByte . Dies erinnert
doch stark an das Gerangel , unter dem die Einigung auf die Digital Versatile
Disc , kurz DVD , zustande kam . Auch da beharkten sich die beiden Lager mit
Pressemitteilungen . Manch ein Kenner der Szene klagt schon , ein solch
feststehendes und kompatibles Format wie die Compact Disc werde es wohl nie
wieder geben . Die Moral : Behandeln Sie Ihren derzeitigen Video-Recorder gut ,
es könnte sein , daß Sie ihn doch noch länger brauchen , als Ihnen lieb ist .
CD-ähnliche Disc mit 200-facher Kapazität Einen neuen optischen Datenträger mit
der 200-fachen Kapazität einer CD hat das amerikanische Unternehmen C3D Inc.
entwickelt . Am Montag führte die Firma Prototypen eines passenden Laufwerks vor
. C3D geht davon aus , dass die Produkte unter dem Namen FMD bereits in zwei
Jahren auf den Markt kommen könnten . Die Laufwerke sollen auch CDs und DVDs
lesen können . Geplant sind nicht nur 12-cm-Medien , sondern auch kleine
3-cm-Discs sowie Medien in Kreditkartenform . Ebenso plant C3D beschreibbare
Medien . Der entscheidende Schritt bei dieser neuen Speichertechnik ist der in
die dritte Dimension . C3Ds Medien weisen 10 bis 20 Informationsschichten auf .
Die Schichten enthalten fluoreszierende Partikel , die für die zum Lesen
erforderliche Reflexion des Laserlichts sorgen . Genau das ist der Trick , damit
die Schichten relativ lichtdurchlässig bleiben . Ein nur 50 µ betragender
Abstand zwischen den Schichten stellt eine erhöhte Anforderung an die
Fokussierung der Laserdiode . Trotzdem soll die C3D-Technik kostengünstig sein .
Man darf gespannt sein , ob und wie die CD/DVD-Konkurrenz reagieren wird . Dort
steht ja der nächste Entwicklungsschub hin zum blauen Laser mit höherer
Kapazität noch aus . Zwar existieren auch hier schon Prototypen , allein die
Herstellung der blauen Laser kommt noch zu teuer . CD-Recordables in iMac-Farben
Beschreibare CDs , kurz CD-Rs , gibt es jetzt auch in den Trendfarben Erdbeere ,
Lime , Mandarine , Grape und Curacao . Der japanische CD-R-Hersteller Mitsui mit
Deutschlandsitz in Düsseldorf will die bunten Scheiben zum Stückpreis ab 3,20
Mark im Fachhandel anbieten - allerdings nur im Zehnerpack . Die " Mitsui Color
CD-R " ist für Brenngeschwindigkeiten bis 12X spezifiziert und soll nach
Herstellerangaben mindestens 100 Jahre halten . Die unterschiedlichen Farben
sollen Mitsui zufolge nicht nur Modeschnickschnack sein , sondern dabei helfen ,
CD-Rs mit verschiedenen Inhalten besser auseinander zu halten . CDs brennen mit
16X - zumindest teilweise Mit teilweise 16X beschreibt der neue CD-Recorder
CRW2100 von Yamaha CD-Recordables , CD-RWs immerhin noch mit 10X . Bei diesem "
Partial CAV " genannten Verfahren , das auch bei allen CD-ROM-Laufwerken ab der
16X-Generation angewendet wird , arbeitet das Gerät im Innenteil der Disc mit
konstanter maximaler Drehzahl ( CAV ) , wobei die Transferrate nach außen hin
ansteigt . Erst wenn die maximale Transferrate erreicht ist - beim Brennen mit
dem Yamaha CRW2100 also bei 16X - wird die Drehzahl wieder so geregelt , dass
die Transfer- beziehungsweise Schreibrate konstant bleibt . Yamahas CD-Recorder
ist der erste Brenner auf dem Markt , der mit Partial CAV arbeitet . Um bei der
hohen Schreibgeschwindigkeit die Gefahr eines Schreibabbruchs ( Buffer Underrun
) zu vermindern , besitzt der Yamaha-Brenner 8 MByte Datenpuffer . Während ein
IDE-Modell der CRW2100-Serie in der nächsten Woche ausgeliefert werden soll ,
kommt eine SCSI-Version laut Yamaha erst am Monatsende auf den Markt . Bis die
Geräte in deutschen Läden stehen , dürften allerdings noch ein paar Tage mehr
vergehen . Sparkassen bringen HBCI ins Handy Das Home Banking Computer Interface
( HBCI ) wollen die Sparkassen auch auf das Mobile Banking mit dem Handy
übertragen . Auf der CeBIT 2001 präsentieren das Informatikzentrum der
Sparkassenorganisation ( SIZ ) und die Firma Tecways AG gemeinsam in Halle 18 ,
EG , Stand A24 das System Transaction Broker , das als eine Art Vermittler
zwischen der GSM-Infrastruktur und den HBCI-Systemen der Sparkassen fungiert .
Die Technik soll dann auch in einem Pilotbetrieb starten . Sparkassenkunden
benötigen keine neuen Handys , um mobil im HBCI-Standard Bankdienste in Anspruch
zu nehmen . Alle neuen Bankfunktionen werden dem Kunden auf der SIM-Karte des
Handys bereitgestellt . Doch auch die HBCI-Chipkarten der Kunden sollen über
einen Chipkartenleser am Handy nutzbar sein . Für die Zukunft steht dann noch
das Aufladen der Geldkarte auf dem Plan . Eröffnung von Online-Konten per
Ausweis-Kopie Die Internet-Bank first-e hat das Verfahren zur Identifizierung
von Neukunden geändert . Nach dem Geldwäschegesetz gehört es zu den Pflichten
der Banken , Identität und Anschrift eines Antragstellers zu überprüfen . Ab
sofort genügt es nun bei first-e , eine Kopie des Ausweises beziehungsweise
Reisepasses sowie zwei Haushaltsrechnungen , wie zum Beispiel Strom- oder
Telefonrechnung , an first-e zu senden . Die Online-Bank verstößt damit bewusst
gegen Verlautbarungen des Bundesaufsichtsamtes für das Kreditwesen zur Umsetzung
des Geldwäschegesetzes , worin es heißt : " Eine briefliche Legitimationsprüfung
von natürlichen Personen darf bei Konto- oder Depoteröffnungen grundsätzlich
nicht vorgenommen werden . " First-e fühlt sich nicht an diese Weisungen
gebunden , sondern nur EU-Recht verpflichtet ; der Sitz der Online-Bank liegt in
Dublin und Filialen betreibt sie in Deutschland nicht . Die europäische
Rechtsprechung ist in diesem Punkt , die Identifizierung von Online-Kunden ,
noch nicht so konkret wie die deutsche Umsetzung dieses Rechts . Laut
Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen wird aber mit einer dahingehenden
Ergänzung des EU-Rechts gerechnet , sodass dann die vereinfachte Identifizierung
, wie first-e sie eingeführt hat , auch nicht mehr nach EU-Recht erlaubt wäre .
Allerdings mahlen manche Mühlen bekanntlich langsam ... Wer möchte , kann aber
auch bei first-e weiterhin das bisher übliche Post-Ident-Verfahren wählen .
Postbank steigt in Online-Aktienhandel ein Ab sofort betätigt sich auch die
Postbank als Direkt-Broker . Private Anleger erreichen die Postbank-Tochter "
Postbank Easytrade " per Internet oder Telefon . Den Internet-Zugang erreicht
man jedoch nicht von der Postbank-Homepage , sondern unter www.easytrade.de .
Nach dem Motto " besser spät als nie " steigt Postbank Easytrade zunächst in die
Vermittlung von an deutschen Börsen gehandelten Wertpapieren ein . Im nächsten
Jahr sollen dann ausländische Papiere und noch später auch spekulative Produkte
wie Optionen und Futures aufgenommen werden . Während für Durchschnittsaufträge
marktübliche Preise angesetzt sind , umwirbt die Postbank-Tochter die gehobene
Klientel mit günstigen Pauschaltarifen . Wer beim bevorstehenden Börsengang der
Deutschen Post mit der " Aktie Gelb " liebäugelt , hat mit einem Depot bei
Postbank Easytrade bessere Aussichten , einige der wahrscheinlich begehrten
Papiere zu ergattern . Der Neu-Broker belohnt Kunden mit einer bevorrechtigten
Zuteilung . Außer dem Depot ist dafür aber auch ein Giro- oder Sparkonto bei der
Postbank Voraussetzung . Systems : Infosysteme mit Verständnis Eine feine
Demonstration , wie einfach und schnell Börseninformationen allein mit einem
Handy abgerufen werden können , bot Sympalog auf der Systems ( Halle A5 , Stand
203 ) mit einem natürlichsprachlichen Börseninformationssystem . " Wie hat sich
denn heute der DAX entwickelt ? " Die Antwort kommt prompt und von einer
freundlichen Computerstimme , die auch dann noch freundlich ist , wenn man sie
dauernd unterbricht oder wenn die Anfrage zum sechsundachtzigsten Mal gestellt
wird . " What about NEMAX ? " Solche natürlichsprachlichen Infosysteme seien
nicht als Konkurrenz zu Internetanwendungen zu verstehen , sondern als Ergänzung
, hieß es bei Sympalog . XCOM präsentierte in Halle B3 , Stand 326 sein
Sprachverarbeitungssystem CAPITTO in Gestalt einer Brokerage-Applikation per
Telefon für den Börsenmakler Schnigge AG . Mit Finanzierungsberatung im Internet
auf Sand gebaut Häuslebauer und Hauskäufer , die ihre Baufinanzierung
ausschließlich über das Internet abwickeln wollen , sind nach Angaben der
Verbraucherzentrale Baden-Württemberg schlecht beraten . " Es gibt online zwar
preisgünstige Finanzierungen " , sagte die Fachreferentin für Geld und Banken ,
Beate Weiser , am Mittwoch in Stuttgart . Doch sei die Beratung insgesamt
mangelhaft . Die Verbraucherzentrale hatte 116 Internetseiten untersucht .
Anbieter waren etwa zur Hälfte Makler , ferner Kreditinstitute , Bausparkassen
und einige wenige Versicherungen . Der Studie zufolge gab jedes dritte Angebot
keine Auskunft über die jeweils aktuellen Kreditkonditionen . Sieben Prozent der
Homepages waren völlig defekt oder veraltet . Bei den Berechnungen der Kosten
einer Immobilie sah es laut Verbraucherzentrale " schlimm aus " . 76 Prozent der
Anbieter im Internet berücksichtigten zur Ermittlung der Gesamtkosten eines
Hauskaufs , auf deren Basis die monatliche Belastung errechnet wird , lediglich
den Kaufpreis der Immobilie . Nur 13 Prozent machten die zukünftigen Besitzer
darauf aufmerksam , dass auch Grunderwerbssteuer und Notarkosten anfallen . Nur
jeder neunte Online-Berater berücksichtige Wohngebäudeversicherung ,
Hausverwaltung und Rücklagen für Reparaturen . " Diese zusätzlichen Kosten
können sich monatlich schnell auf 150 bis 500 Mark summieren " , warnte Weiser .
Sie prognostizierte potenziellen Hauskäufern , die sich auf die Beratung im
Internet verließen , " ein böses Erwachen " . Individuelle Lösungen gebe es
nicht und längerfristige Lebensplanung beim Hausbau oder Hauskauf spiele bei den
Beratungen keine Rolle . Der Kunde habe zudem keine Chance , die Kosten
nachzuvollziehen und nachzufragen . Internet-Anbieter muss Kunden über
Rücktrittsrecht belehren Ein Unternehmen , das über das Internet Waren zum Kauf
anbietet , muss die Kunden über ihr Widerrufs- oder Rücktrittsrecht belehren .
Nach einem Beschluss des Frankfurter Oberlandesgerichts ( OLG ) reicht es dazu
allerdings nicht aus , wenn der Nutzer erst mit Hilfe entsprechender Links etwas
über sein Widerrufsrecht erfährt . Vielmehr müsse die technische Ausgestaltung
der Internetseite so sein , dass der Nutzer die Informationen über seine Rechte
zwangsläufig aufrufen müsse , bevor er den Kaufvertrag schließen könne , heißt
es in dem Beschluss ( Aktenzeichen 6 W 37/01 ) . Das Gericht untersagte mit
seinem Spruch einem Unternehmen , das über eine Internetseite Büroartikel
vertreibt , den weiteren Verkauf , wenn der Kunde nicht künftig über sein
Widerrufsrecht ordnungsgemäß belehrt werde . Ein Konkurrent hatte einen
entsprechenden Unterlassungsantrag gestellt . Er hatte dabei insbesondere gerügt
, dass der Kunde über seine Rechte nicht zwangsläufig informiert werde , sondern
erst über verschiedene Links die entsprechenden Informationen erhalte . Dem
schloss sich das OLG an . Am Recht des Käufers ändert der Spruch nichts .
Unabhängig davon , ob der Verkäufer das Widerrufsrecht versteckt oder an gut
sichtbarer Stelle angebracht hat , gilt : Neues Finanzdienstleistungsportal
gestartet Seit heute ist die Finanzdienstleistungs-Site der Santander Direkt
Bank unter dem Namen Patagon online . Das Angebot umfasst Brokerage , Tagesgeld
, Fondssparpläne und Versicherungen . Zwecks Information der Besucher hat die
Santander Direkt Bank ein eigenes Redaktions-Team zusammengestellt . Es soll
nach Angaben des Betreibers aktuelle Entwicklungen in Wirtschaft und
Finanzmärkten sowie wirtschaftliche Zusammenhänge in für Privatanleger
verständlicher Form aufbereiten . Das 1997 in Argentinien gegründete Unternehmen
Patagon gehört seit dem vergangenen Jahr zur BSCH-Gruppe und fungiert nun als
Internet-Filiale der Santander Direkt Bank AG . Patagon ist in acht Ländern
vertreten , mit Hauptsitz in Florida . Buhl Data Service schnappt sich die
MS-Money-Kunden Der Hersteller der WISO-Finanzprogramm-Produktreihe , Buhl Data
Service , übernimmt ab 15. Juli 2001 den Service für das
Finanzverwaltungs-Programm MS Money von Microsoft . Die Redmonder hatten die
Weiterentwicklung der deutschen Version schon vor längerer Zeit eingestellt .
Die Service-Hotline wird Buhl Data Service allerdings nicht aus reiner
Nächstenliebe betreiben : Anrufe kosten 24 Pfennig pro Minute . Gleichzeitig
bietet Buhl Data Service ein Upgrade von MS Money 97 , 98 oder 99 auf das eigene
" WISO Mein Geld " an , bei dem man allerdings gegenüber den normalen Preisen
von Mein Geld ( 79,90 Mark bzw. 99 Mark für die Advanced-Version ) jeweils nur
etwa 20 Mark spart . Da MS Money nicht Euro-fähig ist , wird sich der
Money-Benutzer über Kurz oder Lang von diesem Programm verabschieden müssen .
Buhl Data Service baut ihm mit der Support-Übernahme und dem Upgrade-Angebot
eine goldene Brücke , wenn auch nicht ohne Brückenzoll . Damit der Umstieg
vollständig gelingt , entwickelt der Hersteller nach eigenen Angaben zurzeit in
enger Zusammenarbeit mit Microsoft eine Schnittstelle für die Datenübernahme aus
MS Money . 8fach schneller CD-Brenner Beim deutschen Distributor Disc Direct
soll das Brenner-Kit namens FastX 820S für unter 2000 DM zu haben sein . Der
Recorder ist mit der Brenner-Software Nero von Ahead Software gebündelt .
Weiterhin gehören zehn für diese Schreibgeschwindigkeit taugliche Rohlinge zu
dem Kit . Ahead behauptet , Nero sei zur Zeit die einzige Recordersoftware , die
in allen Brenn-Modi eine Datenrate von 1,2 MByte/s erlaube . Eine Demoversion
der Software kann von http://www.ahead.de geholt werden . Sie ist auch im Handel
für etwa 140 DM erhältlich . Audio-Format für DVDs verabschiedet Am 10. Februar
gab das DVD Forum die Verabschiedung des DVD-Audio-Formats bekannt . Die
Spezifikation in der Version 1.0 soll im Frühjahr veröffentlicht werden ,
erhältlich ist sie aber nur für Lizenznehmer . Erste Player werden in diesem
Jahr erwartet . Seit Mitte vergangenen Jahres liegt die (Vor-)Version 0.9 der
DVD-Audio-Spezifikation vor . Die DVD-Audio bietet im Gegensatz zur CD-Audio
unter anderem mehr als 74 Minuten Stereosound mit 192 kHz Abtastrate oder 74
Minuten 96-kHz-Sound in 6 Kanälen . Der Version 1.0 wurden im wesentlichen zwei
von der Musikindustrie gewünschte Eigenschaften hinzugefügt : Weitere
Einzelheiten zum DVD-Audio-Format im Vergleich zur konkurrierenden Super Audio
CD ( SACD ) von Sony/Philips sind nachzulesen in c't 21/98 , S. 252 . Das
International Steering Committee ( ISC ) , das weltweit die Musikindustrie
vertritt , äußerte sich zur Verabschiedung der DVD-Audio , dies würde
Entwicklung und Einführung von Techniken zum Urheberrechtsschutz erleichtern .
Brokat reagiert mit Entlassungen auf Verluste Das Software-Unternehmen Brokat
will weltweit ein Fünftel seiner Stellen abbauen und mehrere Standorte schließen
. Betroffen sind 300 Mitarbeiter , davon 50 in Deutschland . Außerdem sei durch
die Neubewertung von Tochtergesellschaften und Beteiligungen inzwischen die
Hälfte des Grundkapitals des Unternehmens aufgebraucht . Brokat will sich
künftig auf Software für das mobile Internet ( M-Commerce ) konzentrieren . Der
Kurs der Aktie fiel am Vormittag um 10,78 Prozent auf 6,29 Euro . Die Vorstände
von Brokat waren für eine Stellungnahme nicht zu erreichen .
Unternehmenssprecher Reiner Jung verwies auf die Hauptversammlung am 21. Juni :
" Wir wollen dann den Aktionären zeigen , dass wir in der Lage sind , unsere
Ziele zu erreichen . " Brokat will Ende 2001 beim operativen Ergebnis schwarze
Zahlen schreiben . Grund sei die Zurückhaltung von Kunden , in neue Software zu
investieren . Brokat will vor allem in der Entwicklung und im Vertrieb
Überkapazitäten abbauen . Allein in den USA sollen 200 Stellen gestrichen werden
. Das Unternehmen , ein Spezialist für elektronisches Bezahlen im Internet ,
hatte dort zwei Mitbewerber übernommen . Die Standorte in den Niederlanden , in
Belgien und in Israel werden geschlossen . Brokat ist nach früheren Angaben auf
der Suche nach einem strategischen Investor , um die Liquidität aufzubessern .
Die Mitarbeiterzahl lag bisher bei 1450 . Gegen ILOVEYOUs versichert Der
Online-Versicherungsmakler onesecure bietet eine Datenversicherung gegen die
Folgen von Computerviren an . Für monatlich 1 Mark pro 1000 DM
Versicherungssumme sind auch Datenverluste durch Blitz , Bedienungsfehler oder
zerstörte Datenträger mitversichert . So wie beim Online-Banking wirbt der
Online-Versicherer damit , dass er die gesparten Personal- und Provisionskosten
an die Kunden weitergebe . Nachrechnen und ein Preis/Leistungs-Vergleich kann
jedoch nicht schaden . US-Banken sind enttäuscht von Online-Kunden Während
Online-Banking in Deutschland eine feste Größe ist , sind die US-Banken
enttäuscht von ihren Online-Kunden . Weniger als 10 Prozent der US-Bankkunden
nutzen das Online-Banking , teilte der Branchendienst eMarketer in seiner Studie
" US eBanking Report " mit . " Nur " 15 Prozent muss man hinzufügen , denn in
Deutschland erledigen bereits 20 Prozent der Gesamtbevölkerung ihre
Bankgeschäfte online , wie der Bundesverband Deutscher Banken ( BDB ) unlängst
durch eine Umfrage feststellte . Sie wollen mehrere Zugänge , nicht nur Filiale
und nicht nur Online . So zeigt der eBanking-Report , dass 69 bis 78 Prozent der
Bankkunden in den USA die Bankfilialen in diesem Jahr genauso oft oder öfter
nutzen als im Vorjahr . Auch die Umfrage des Bundesverbands Deutscher Banken
ermittelte , dass die Kundschaft den Service der Banken über das Internet nur
als Zusatzangebot akzeptiere . Rund 80 Prozent der Verbraucher wollten
verschiedene Zugangswege zu ihrer Hausbank . Weltweit haben die Banken mit der
Einführung der elektronischen Zugänge gehofft , großflächig Filialen einsparen
zu können . DVD-ROM-Drive liest DVD-RAM Als erster Hersteller bietet Panasonic
ein DVD-ROM-Laufwerk an , das auch DVD-RAM-Discs lesen kann . Das Gerät mit der
Bezeichnung Panasonic SR-8583 soll zu einem Preis von 285 DM ab sofort lieferbar
sein . Während die DVD-ROM-Geräte der dritten Generation bei anderen Herstellern
noch nicht DVD-RAM-kompatibel sind , macht Panasonic ( d. h. Matsushita ) hier
als eifrigster DVD-Promoter den ersten Schritt . Panasonic verschweigt in der
Ankündigung allerdings , daß das Laufwerk nur einseitige DVD-RAM-Medien lesen
kann , denn die doppelseitigen stecken ja in einer Cartridge . Schiedsgericht
für Streitigkeiten um de-Domains geplant Anwälte und Provider wollen ein
Schiedsgericht und eine Mediationsstelle für Streitigkeiten um .de-Domains
schaffen . Ein Arbeitskreis sei schon gegründet , referierte der Berliner
Rechtsanwalt Harald von Herget anlässlich des JuraMail-Symposions 2001 in Berlin
. Er lädt alle Interessierten zur Gründungssitzung einer Gesellschaft für
Domainmediation und außergerichtliche Konfliktlösung ein . Laut Herget haben der
Deutsche Anwaltverein , die Soldan-Stiftung und mehrere Internet-Provider ihre
Unterstützung für das Projekt schon zugesagt . Bei Streits um internationale
Domains kann unter anderem die Schiedsstelle der WIPO in Genf angerufen werden ;
diese Schiedsstellen entscheiden dann nach der so genannten Uniform Dispute
Resolution Policy ( UDRP ) der ICANN . Solche Einrichtungen beziehungsweise
Richtlinien fehlen bislang in Deutschland , wenn deutsche Firmen oder
Privatleute sich um .de-Domains streiten . Eine Schiedsstelle würde nicht nur
die Gerichte entlasten , sondern auch schneller und kostengünstiger arbeiten .
Die Mediation bringe als zusätzlichen Nutzen " Konfliktregelung durch Konsens "
, das heißt , bei ihrem Ziel einer " echten gütlichen Einigung " triumphiert
kein Gewinner über einen verärgerten Verlierer . Auch die WIPO selbst hatte
bereits eine Schlichtungsstelle für Länder-Domains ( country code Top Level
Domains , ccTLDs ) vorgeschlagen . Adaptec kauft die Konkurrenz Feuerschlucker
Adaptec will mit dem Kauf seine Stellung im europäischen Markt ausbauen . Aachen
soll zum europäischen Hauptsitz für Adaptecs Softwareprodukte werden . Ob
Adaptecs Easy CD Creator , der im August in der Version 4 erscheint , und
CeQuadrats WinOnCD in Zukunft zu einem gemeinsamen Produkt verschmolzen werden ,
ist noch unklar . Zunächst sollen wohl beide Produktlinien weitergeführt werden
. Die beiden ebenfalls von Adaptec aufgekauften Brennprogramme Easy CD und CD
Creator existierten jedenfalls nicht mehr lange als eigenständige Produkte ,
bevor sie in dem Programm Easy CD Creator aufgingen . Alte Kurse in neuen
Fenstern Aufgrund technischer Schwierigkeiten beim Kurslieferanten mussten sich
heute verschiedene Direkt-Broker bei ihren Kunden für eingeschränkte
Kursanzeigen entschuldigen . Die Kurse werden nur teilweise aktualisiert .
1822direkt , BHW Direktbank , Citibank , Comdirect , Consors , Direkt Anlage
Bank , Frankfurter Sparkasse , HypoVereinsbank , Netbank . Bei der Direkt Anlage
Bank wusste man immerhin schon , dass gegen Abend mit einer Normalisierung der
Lage zu rechnen sei . Während die Homepages bei Consors , Comdirekt oder Direkt
Anlage Bank deutlich auf das Problem hinweisen , beschlossen andere offenbar ,
die Sache auszusitzen . Auf diese Weise gelang es etwa der Netbank , am
Nachmittag schon die Kurse des Abends zu präsentieren . Nun sitzen endlich die
großen Hollywood-Studios gemeinsam im DVD-Boot . Als letzter DVD-Verweigerer
erklärte jetzt auch 20th Century Fox , demnächst Filme auf DVD herausbringen zu
wollen . Erste Titel mit Regioncode 1 sollen im November kommen ,
deutschsprachige Titel mit Regioncode 2 frühestens im Frühjahr 1999 . Die
Paramount Home Video sprach sich schon vor Monaten - als vorletztes Studio - für
DVD-Video aus . Aber erst im Oktober sollen die ersten Paramount-Titel auf
DVD-Video ( Region 1 ) erscheinen . Wer über die Neuerscheinungen , insbesondere
die deutschsprachigen , im Bilde bleiben will , der findet beim deutschen
DVD-Club im Internet stets aktualisierte Listen und Rezensionen . Tritt die
DVD-Video jetzt zum Siegeszug an ? Ein Risiko birgt das Aufspringen auf den
DVD-Zug dennoch . Fast die Hälfte der großen Filmrechteverwerter will weiterhin
zusätzlich auf das Divx-Format setzen , das wegen aufwendigerer Codierung
kopiersicherer ist und durch das Leihsystem mit automatischen Abbuchungen pro "
Filmabend " eine höhere Ausbeute verspricht . Direkt Anlage Bank und Self Trade
mutieren zu Riesen-Broker Nach vornehmer Zurückhaltung , was Auslandsaktivitäten
betrifft , greift sich die Direkt Anlage Bank nun den französischen E-Broker
Self Trade , um zusammen mit dessen Depot-Volumen zu einen pan-europäischen
Riesen auf dem Online-Brokerage-Markt zu werden . Bislang haben die wichtigsten
Anteilseigner von Self Trade ihr Jawort zu der Vereinbarung gegeben . Unter Dach
und Fach ist der Deal aber erst , wenn auch die französische Börsenaufsicht und
die Aktionäre der DAB zugestimmt haben . Die Transaktion soll im Dezember
abgeschlossen sein . Keine Haftung für Kursinfos im Internet Auch die Deutsche
Börse AG war gestern von der technischen Panne bei Teledata betroffen .
Ursächlich hierfür war , dass irrtümlich der gesamte Datenbestand des
Börsenvortages für den deutschen Markt unter aktuellem Datum auf die Systeme
übertragen wurde . Heute hat Teledata das Problem im Griff , man kann den
Kursangaben im Internet wieder trauen . Die Internetdienste schließen eine
Haftung für von Fremdanbietern gelieferte Börseninformationen aus . Eine
Sprecherin der Deutschen Börse AG betonte , jeder Anleger sei gehalten , die bei
der Durchführung der Transaktion angezeigten echten Kurswerte zu beachten , nur
die sind verbindlich . Aktienhandel aus der Hemdtasche Anlässlich einer
Pressekonferenz stellte Consors ein Konzept vor , wie nach Ansicht des
Online-Brokers die Zukunft des Brokerage aussieht . Der Discount-Broker setzt
voll auf die mobilen Kanäle : Das Unternehmen beruft sich auf Studien von
Forrester Research , wonach die mobile Internetnutzung bis 2004 Wachstumsraten
von bis zu 1000 Prozent aufweisen soll . Daraus leitet Consors für sich ab ,
dass bis 2005 ihre Depotkunden Transaktionen zu 60 Prozent über mobile Kanäle
abwickeln , die restlichen 40 Prozent weiterhin per Internet . Dabei beschränkt
der Direktbroker die mobilen Dienste aber auf IT-Zugänge . Natürlichsprachliche
Systeme , wobei am anderen Ende der rund um die Uhr erreichbaren
Telefonverbindung eine Sprache verstehende und ebenso antwortende Software die
Orders entgegen nimmt und in Computergeschwindigkeit weiterleitet , kommen in
Consors Konzept nicht vor . Aktuell präsentierte Consors eine
Brokerage-Applikation für elektronische Organizer mit Palm OS , die ab März
jedem Consors-Kunden kostenlos bereit stehen soll . Consors will es über die
eigene Homepage anbieten . Damit steht laut Consors die erste deutsche
Direkt-Broking-Plattform für Palm-Handhelds zur Verfügung . Nach der Landung
lässt er dann online ( ein eingebautes Modem oder ein Handy mit IR-Schnittstelle
vorausgesetzt ) den Datenbestand und die Kurse aktualisieren . Oder er wartet ,
bis er nach Hause oder ins Büro kommt , und nutzt über die Dockingstation den
billigeren Internetzugang seines PC . Die auf der Consors-Pressekonferenz
anwesenden Journalisten - etwa 15 an der Zahl - waren jedenfalls sehr angetan
von der Palm-Applikation . Postbank offline Seit gestern Nachmittag ist der
Internet-Schalter der Postbank geschlossen . Eigentlich sollte das
Online-Banking heute wieder zur Verfügung stehen , doch haben sich laut Postbank
die Wartungsarbeiten verzögert , sodass das Postbank-Team eine erste
Verlängerung bis Mittag und dann eine bis 15:00 Uhr bei den Kunden erbat . Um
16:00 Uhr bedauerte die Postbank aber immer noch ... Der Kunde möge einstweilen
die verbleibenden Zugangsmöglichkeiten nutzen wie zum Beispiel Telefonbanking
oder T-Online Classic . Die Arbeiten betreffen laut Postbanksprecher Jürgen
Ebert die von vielen Kunden ersehnte Auslandsüberweisung . Die abschließenden
Tests mit dieser neuen Funktion könnten nur am laufenden Online-System
durchgeführt werden . Sie ist leider noch nicht mit der heutigen Schalteröffnung
verfügbar , sondern der Freischalttermin werde noch bekannt gegeben .
Steuererklärung unter Linux Die Steuererklärung für das Jahr 2000 lässt sich
jetzt auch unter Linux erstellen . Buhl Data Service veröffentlichte nach
einigen Verzögerungen die Linux-Version ihrer Steuersoftware t@x 2001 . Es habe
technische Probleme gegeben , hieß es als Grund für das verspätete Erscheinen
der Software . Das Programm ist inhaltlich identisch mit der in Ausgabe 1/2001
von c't getesteten Windows-Version 2.0 . t@x 2001 Linux kostet in Fachhandel ,
Warenhäusern oder per Online-Bestellung 49,90 Mark . Sparkassen im Südwesten
starten eigenes Online-Brokerage Die Sparkassen in Baden-Württemberg haben ein
eigenes Angebot für Online-Wertpapiergeschäfte gestartet . Anders als in den
übrigen Bundesländern arbeiten die öffentlich-rechtlichen Kreditinstitute im
Südwesten nicht mit einem Direktbroker zusammen , sondern bieten gemeinsam mit
der Landesbank Baden-Württemberg ( LBBW ) eine integrierte Internet-Plattform an
. Der Kunde kann künftig Wertpapiere über einen Berater , per Telefon oder
online kaufen und verkaufen . Der Internet-Zugang erfolgt über die Homepage
seiner Sparkasse . Bisher sind 48 der 63 Kreditinstitute in Baden-Württemberg
angeschlossen . Die LBBW will zum 1. Juli einsteigen . Mit dem neuen Konzept
sollen Kunden , die zu Direktbanken gewechselt waren , wieder zurückgewonnen
werden , sagte LBBW-Vorstand Thomas Fischer . Etwa jeder zehnte Sparkassen-Kunde
nutze das bisherige Angebot für Internet-Banking . Mittelfristig sollen es 20
bis 30 Prozent sein . Die öffentlich-rechtlichen Banken nutzen anderswo für die
so genannten Direktbrokerage-Geschäfte zum Teil den von verschiedenen Sparkassen
gekauften Direkt-Broker pulsiv.com mit einer separaten Infrastruktur . " Die
Sparkassen in Baden-Württemberg sind bisher überhaupt nicht an pulsiv beteiligt
" , sagte der Präsident des Sparkassenverbands Baden-Württemberg , Heinrich
Haasis . Über den Sonderweg war in der Vergangenheit innerhalb der
Sparkassen-Gruppe ein Streit entbrannt . " Wir meinen , dass wir das bessere
Konzept haben " , meinte Haasis . Entscheiden werde der Markt . Das Projekt sei
innerhalb eines Jahres fertig gestellt worden , sagte Fischer . Die Software
lieferte das Stuttgarter Unternehmen Brokat . Die Schwierigkeiten der
Direktbanken zeigten , dass das Potenzial des Marktes für Nutzer , die vor allem
auf anspruchsvolle Technik und niedrige Preis setzten , ausgeschöpft sei .
Zielgruppe der Sparkassen seien nun Kunden , die zwar die Bequemlichkeit des
Internets schätzen , aber auf Beratung nicht verzichten wollen . Erster Chip für
CDs mit doppelter Kapazität Kurz nachdem Sony und Philips an die Öffentlichkeit
gingen mit ihrer Absicht , die Kapazität der CD-R und CD-RW zu verdoppeln ,
präsentiert Cirrus Logic den ersten Halbleiterbaustein , der die neue
Spezifikation erfüllt . Er soll ab September verfügbar sein . Wie auch immer
sich diese Initiative weiterentwickeln mag , so zeigt das Engagement von Cirrus
Logic doch eines : E-Books sind keine Bücher Damit wollte die
Bertelsmann-Tochter Random House den Vertrieb von E-Books unterbinden , an denen
der Random House seit Jahrzehnten die Urheberrechte hält . RosettaBooks hatte
sich bei den Autoren vertraglich die Rechte an den elektronischen Versionen
gesichert . Im Rechtsstreit ging es konkret um die Werke von William Styron ,
Kurt Vonnegut und Robert Parker . Dieser Meinung folgte der Richter nicht . Nach
Auffassung des Gerichts handelt es sich bei E-Books um eine eigenständige
Publikationsform ; werden die Rechte nicht ausdrücklich abgetreten , verbleiben
sie beim Autor . Fraglich ist derzeit , ob Random House die Entscheidung auf
sich beruhen lässt . Die Schriftsteller zumindest haben sich bereits auf die
Seite von RosettaBooks geschlagen . Richtlinie schiebt Datenschwund im
Kanzleramt den Riegel vor Um künftig das Verschwinden von Daten in Ministerien
zu verhindern , hat die Bundesregierung eine neue Richtlinie für das Bearbeiten
und Verwalten von Schriftgut beschlossen . Als Kernpunkt erhebt die Neuregelung
alle elektronisch gespeicherten Unterlagen in den Rang eines Dokuments oder
einer Akte . Computerdateien dürfen daher künftig nur noch in Absprache mit dem
Verfasser gelöscht oder verändert werden . Insbesondere ermöglicht die
Richtlinie dadurch die vollständig computergestützte Kommunikation von
Behördenvorgängen . Auch bei diesen elektronischen Vorgängen müssen Laufweg ,
Aktenvermerke und andere Bearbeitungsinformationen nachgewiesen und der Akte
zugeordnet werden . Auch unterscheidet die Richtlinie zwischen Dokumenten , die
zum behördlichen Aktenbestand gehören und solchen , die ausschließlich aus der
Funktion für Partei oder Fraktion anfallen . Behördenleiter dürfen höchstens
Kopien sammeln . Aber schon wenn sich aus einer Kopie durch Anmerkungen und
Randbemerkungen die Entscheidungsbildung nachvollziehen lässt , gehört sie nicht
mehr in eine persönliche Ablage , sondern in den behördlichen Aktenbestand .
Durch diese Neuregelung soll künftig das Löschen von Daten , wie dies in den
letzten Tagen der Ära Kohl geschah , vermieden werden . Eine Kinokarte für
Millionen Der beliebteste Film im Internet ist zurzeit die britische
Gaunerkomödie Snatch von Madonnas Ehemann Guy Ritchie . Auf den weiteren Plätzen
: Lara Croft : Tomb Raider sowie das US-Kriegsdrama Pearl Harbor . Ebenso wie
Snatch sind auch diese Kinohits noch nicht auf DVD oder VHS-Kassette erhältlich
. Nach Angaben von Mediaforce zeichnen Kinobesucher das Filmmaterial im Kino mit
einem digitalen Camcorder auf . Anschließend werde das Material mit Hilfe eines
Kompressionsverfahrens verkleinert und auf illegalen Seiten im Internet abgelegt
. Das Format reiche für die Speicherung eines kompletten Films auf einer CD aus
. Der Filmindustrie drohen laut Mediaforce-Chef Aaron Fessier Einbußen in
Milliardenhöhe . Ermöglicht wird die Verbreitung der Videos durch den geknackten
DVD-Kopierschutz und durch verbesserte Video-Kompressionsverfahren . Eines
dieser Verfahren ist DivX . Es basiert auf einer gehackten Version des
MPEG4-Video-Codecs von Microsoft und erlaubt hohe Kompressionsraten bei
vergleichsweise guter Bildqualität . Inzwischen werden Filme wie MP3-Dateien
getauscht , weshalb die US-Filmindustrie beginnt , gegen entsprechende "
Tauschbörsen " wie Scour.com vorzugehen . Mehr dazu in Telepolis : Nach der
Musik der Film . Eine Einigung zwischen der EU Kommission , dem
Telekommunikationsausschuß des Rates und dem Europäischen Parlament über die
Einrichtung der .eu-Domain ist nicht mehr vor der Sommerpause in Sicht . Zwar
hatten die Vertreter der Mitgliedsstaaten in ihrer Sitzung Ende Juni prinzipiell
ihre Zustimmung zu der von der Kommission im vergangenen Dezember
vorgeschlagenen Verordnung gegeben . Eine Arbeitsgruppe des TK-Ausschusses
meldete am vergangenen Donnerstag allerdings noch Diskussionsbedarf an . Mit den
in erster Lesung vom Parlament gebilligten Vorschlägen ist man noch nicht
einverstanden . Man habe die Hoffnung gehabt , dass eine endgültige Fassung noch
vor der Sommerpause vom Parlament verabschiedet werden könne , sagte Christopher
Wilkinson von der Generaldirektion Informationsgesellschaft der Kommission am
Rande der Konferenz Cooperative Alliance for the Namespace .eu . Nach der
Sitzung der Ländervertreter geht die Kommission nun davon aus , dass eine zweite
Lesung im Parlament notwendig ist . Bewerbungen für den Betrieb der Registry
wird die Kommission daher frühestens ab dem Herbst entgegennehmen ( wie
berichtet , ist die Irische Regierung an der Position des Registryproviders
interessiert ) . Erstens , die Frage nach der Rolle des offiziellen
Aufsichtskomittees , in dem die EU-Mitgliedsstaaten vertreten sein sollen . "
Die Frage , welche Rolle das Komittee spielen wird , ist noch völlig offen " ,
so Wilkinson . " Wir haben uns im Ausschuss dafür entschieden , dass das für .eu
geplante Komittee mit Vertretern der Mitgliedsländer nur beratende , und nicht
regulatorische Kompetenzen haben sollte " , so Flesch . Kommissions- und
Parlamentsvertreter sind sich einig , dass ein zu großer Einfluss der
Regierungsvertreter den Betrieb der Registry völlig unflexibel machen könnte .
Der Wunsch , eine noch stärkere Selbstregulierung zu etablieren , spiegelt sich
auch in dem vom Rechtsausschuss des Parlaments eingebrachten Vorschlag ,
Entscheidungen über die Registrierpolitik einem regional ausgewogenen und in
Internetfragen erfahrenen " Policy Advisory Board " zu übertragen . Der zweite
Streitpunkt sind Sperrlisten für geographische Namen der Mitgliedsstaaten . Vor
allem Spanien besteht hier offensichtlich auf einer deutlich strengeren Regelung
als die EU-Parlamentarier sie vorgesehen haben . Beim CANeu-Treffen in Brüssel
warnten zahlreiche Vertreter der Branche allerdings davor , das System durch
aufwendige Überprüfung der Registrierungen zu belasten . Denic-Chefin Sabine
Dolderer empfahl , derartige Ansprüche eher durch eine sogenannte Sunrise-Period
zu lösen , in der neben Unternehmen auch die Mitgliedsstaaten die von ihnen
gewünschten Begriffe registrieren könnten . Eine solche Lösung könnte manchen
Domain-Inhaber plötzlich um seine Domain bringen , wenn sich jemand seine
Adresse als Marke schützen lässt . In einer Sunrise-Period müssten allerdings
auch künftige Beitrittsländer berücksichtigt werden , sagte Wilkinson . Zwar
könnten über eine Durchstrukturierung des eu-Namensraumes über
Second-Level-Domains ( gov.eu , europa.eu , com.eu ) teilweise Kollissionen
vermieden werden . Zu lange Adressen sind aber nach Auffassung von
Domainverkäufern einfach nicht " sexy " . Als Spätstarter gegenüber den neuen
gTLDs wie .biz und .info habe man schon genügend Wettbewerbsnachteile .
Ermittlungen gegen Internet-Provider World Online Die Staatsanwaltschaft hat die
Durchsuchung der Unternehmenszentrale des Internet-Providers World Online in
Rotterdam angeordnet . Es bestehe Verdacht auf kriminelle Handlungen im
Zusammenhang mit dem Börsengang von World Online ; die Rede ist von
Insider-Geschäften . Nähere Einzelheiten sind vor Abschluss der Ermittlungen
allerdings von keiner Seite zu erwarten - auch nicht von der Firmengründerin und
früheren Geschäftsführerin Nina Brink . Sie war im Frühjahr in die Schlagzeilen
geraten , weil sie ein Großteil ihrer Anteile noch vor dem Börsengang für sechs
Euro pro Aktie verkauft hatte . Brink hatte laut der Financial Times die Anteile
auf eine Weise veräußert , dass sie trotzdem von einem Kursanstieg der
World-Online-Papiere profitiert hätte . Erboste Anleger hatten darauf hin
Schadenersatz gefordert . An der Börse in Amsterdam fiel World Online am Montag
um weitere 8,2 Prozent auf 12,30 Euro ; der Emissionskurs betrug seinerzeit 43
Euro . Bezahlen per Handy soll Netze finanzieren Nach einer Studie von
Mummert+Partner sehen die Mobilfunkanbieter im Bezahlen per Handy die "
Killerapplikation " , die die hohen Investitionen für die Netze refinanzieren
soll . Während das Bezahlen von Waren und Dienstleistungen bisher die Domäne der
Kreditinstitute war , werden diese beim mobilen Bezahlen nun Konkurrenz bekommen
von der Mobilfunkbranche . Eine Mehrheit der Firmen in den beiden Branchen
glaubt laut der Studie , dass die Mobilfunk-Netzbetreiber das Geschäft mit dem
mobilen Handel dominieren werden . Die Investitionsbereitschaft der
Kreditinstitute in den Mobile Commerce sei gering , da sie dessen Bedeutung
zurzeit als eher unbedeutend einschätzten . Mehr Speed bei CD-Rewritable Mit dem
PlexWriter 12/10/32A stellt der Laufwerks-Hersteller Plextor den ersten
CD-Recorder vor , der beim Überschreiben auf CD-Rewritables die Schallmauer 4X
durchbricht . Mit 10X ( also 1500 KByte/s ) beschreibt das Gerät dafür
spezifizierte CD-RW-Medien . Noch weitaus interessanter am PlexWriter 12/10/32A
dürfte die Unterstützung des Burn-Proof-Features sein . Damit gehört der
Schrecken des CD-Brenners , der Buffer-Underrun , hoffentlich der Vergangenheit
an . Ein " Buffer-Underrun " tritt auf , wenn aus irgendeinem Grunde keine
weiteren Daten mehr am Recorder ankommen und dadurch der Geräte-interne Puffer
leerläuft . Die Folge ist ein Schreibabbruch . Da bisherige CD-Brenner an dieser
Abbruchstelle nicht nah genug wieder ansetzen konnten , war eine solche CD-R
stets unbrauchbar . Der voraussichtlich ab Juni erhältliche Plextor-Brenner mit
IDE-Interface ist mit dem von Sanyo entwickelten Schutzmechanismus namens "
Buffer UnderRuN Proof " ausgestattet . Durch eine geeignete Logik bemerkt das
Gerät jetzt einen drohenden Puffer-Leerlauf vorzeitig , merkt sich die
gegenwärtige Laserposition und bricht das Schreiben geordnet ab . Sobald der
Puffer wieder genügend Daten enthält , setzt der Brenner das Beschreiben an der
entsprechenden Stelle fort . Zum PlexWriter-Kit für etwa 650 Mark gehören je ein
Rohling CD-R und CD-RW sowie das Brennsoftware-Kit WinOnCD von Cequadrat .
Aktien-Baisse drückt das Comdirect-Papier Während die Zahl der Neukunden laut
Comdirect im Rahmen der Erwartung blieb , sind die Analysten von SES Research
laut dpa " enttäuscht " , die Neukundenentwicklung sei nicht wie erwartet
verlaufen . Daher sehen die Analysten die nähere Zukunft eher pessimistisch .
Comdirect versucht Kosten in der Konzernverwaltung einzusparen und die
ausländischen Tochterunternehmen in Frankreich , Großbritannien und Italien
profitabel zu machen . Wenn dies nicht gelinge , sei die Schließung der Töchter
eine " strategische Option " , sagte der Unternehmenssprecher Andreas Bartels .
Es gebe dafür allerdings noch keine Pläne . Streamer mit 100 GByte Kapazität Zur
Comdex stellt Seagate das erste Bandlaufwerk vor , das durch das Ultrium-Format
ohne Komprimierung bis zu 100 Gigabyte Kapazität bietet . Erste Exemplare der
Seagate Viper 200 mit SCSI-Schnittstelle sollen in der ersten Jahreshälfte 2000
von den Fließbändern gleiten . Ultrium stellt das " breitere " von zwei in der
Linear Tape-Open ( LTO ) definierten Formaten dar . Das Accelis genannte Format
fasst zwar " nur " 25 GByte unkomprimierte Daten , bietet dafür jedoch verkürzte
Such- und Zugriffszeiten . CD-/DVD-Player : Des Kaisers neue Spec Am gestrigen
Donnerstag veröffentlichte die OSTA ( Optical Storage Technology Association )
die Spezifikation Multiplay 1.0 . Sie definiert die Fähigkeit von CD- und
DVD-Playern , CD-R- und CD-RW-Discs abspielen zu können . Gerätehersteller
können das zugehörige Logo gebührenfrei lizenzieren . Nun die schlechte
Nachricht : Prangt das neue Logo demnächst auf einem Gerät , so darf der Käufer
nicht voraussetzen , dass der Player wirklich alle Formate verdaut , die es gibt
. Der Name " Multiplay " wird viele zu dieser Annahme verleiten . Die
Spezifikation besagt aber nur , dass das Abspielgerät physikalisch auch
CD-Recordables und CD-ReWritables lesen können muss : Das , was ein Gerät
sowieso kann , soll es also auch mit CD-R und CD-RW schaffen . Ob aber ein
Player CD-Text-Informationen lesen , Video-CD oder gar Super-Video-CD abspielen
kann , muss der potenzielle Käufer weiterhin im Datenblatt suchen , sofern nicht
die entsprechenden Logos ebenfalls das Gehäuse zieren . Im kommenden Frühjahr
will die OSTA eine weitere Spezifikation abschließen , die sich auf komprimierte
Audio-Daten wie etwa MP3- und WMA-Dateien bezieht . Die Organisation hat vor ,
das neue logische Format namens CDA ( für Compressed Digital Audio ) in das
Multiplay-Programm mit einzubinden . Sparkassen verlieren im Internet
Marktanteile Die Sparkassen verlieren in den Bereichen Online-Banking und
Online-Brokerage weitere Marktanteile an die Wettbewerber , stellt das
Marktforschungsinstitut Forrester Research in einer Studie fest . Diese haben
ihren Marktanteil mittlerweile auf 13,7 Prozent ausweiten können . Noch
dramatischer stellt Forrester Research die Situation im Bereich Online-Brokerage
dar . Die fünf großen Online-Broker haben zusammen schon einen Marktanteil von
90 Prozent - da scheinen kaum noch Chancen für ein verspätetes Engagement .
Gericht beendet Streit um guenter-jauch.de In der Streitsache Günther Jauch
gegen die Provider FreeCity und seine Partnerfirma Kontent hat das Landgericht
Köln heute die im April erlassene einstweilige Verfügung bestätigt . Laut
Urteilsbegründung geht die Dienstleistung von FreeCity beim Domain-Check über
eine reine Auskunft hinaus . Die Firma leiste einen " kausalen Beitrag " dazu ,
dass ein Kunde eine frei verfügbare Domain auf seinen Namen registrieren lassen
könne . Die Verfügung untersagt FreeCity und der Partnerfirma Kontent , die
Domains guenter-jauch.de , guenter-jauch.org , guenter-jauch.net und
guenter-jauch.com zur Registrierung anzubieten . Dagegen hat FreeCity nichts
einzuwenden . Das Unternehmen bestätigt die Namensrechtsverletzung in diesen
Fällen . Der Provider hatte gleich auf das erste Schreiben der Jauch-Anwälte hin
die strittigen Domains wieder freigegeben und die Einträge bei der Denic , der
zentralen Domain-Registrierungsstelle für .de-Domains , löschen lassen .
Gleichwohl will FreeCity in die Berufung vor das Oberlandesgericht ziehen . Hier
stehe mehr auf dem Spiel als das Namensrecht des TV-Moderators Günther Jauch .
Was das Landgericht hier verlangt , so Firmensprecher Michael Faß , könnten die
Domain-Vermittler nicht leisten . Der Domain-Check bei der Denic umfasse nun mal
keine Markenrecherche , wozu auch eine Suche nach Namensähnlichkeiten gehören
würde . Vor fünf Gigabyte Daten haben Festplatten heutzutage keinen Respekt mehr
- doch nur solche von wenigstens 3,5 Zoll . Um auch Notebooks mit soviel
Festplattenkapazität zu beglücken , hat IBM eine Harddisk in 2,5-Zoll-Größe mit
einer Höhe von nur 17 mm entwickelt und nun unter dem Namen Travelstar 5GS
vorgestellt . Der Schreib/Lesekopf dieses Westentaschen-Datensammlers ist nur
stecknadelkopfgroß . Um die benötigte Datendichte zu erreichen , wurden alle
Register gezogen : Die Harddisk besitzt 512 KByte Puffer , ein ATA-3-Interface ,
mit dem ein Ultra DMA/33 Mode möglich sein soll . Travelstar soll in Kürze an
OEM-Kunden wie die Notebook-Anbieter Dell Computer Corp. und Gateway 2000
ausgeliefert werden . Wann die Travelstar für Endkunden erhältlich sein wird ,
steht noch nicht fest . Vor fünf Gigabyte Daten haben Festplatten heutzutage
keinen Respekt mehr - doch nur solche von wenigstens 3,5 Zoll . Um auch
Notebooks mit soviel Festplattenkapazität zu beglücken , hat IBM eine Harddisk
in 2,5-Zoll-Grö×e und einer Höhe von nur 17**mm aber mit 5 GByte
Fassungsvermögen entwickelt und nun unter dem Namen Travelstar 5GS vorgestellt .
Der Schreib/Lesekopf dieses Westentaschen-Datensammlers ist nur
stecknadelkopfgroß . Um die benötigte Datendichte zu erreichen , wurden alle
Register gezogen : Die Harddisk besitzt 512 KByte Puffer , ein ATA-3-Interface ,
mit dem ein Ultra DMA/33 Mode möglich sein soll . Travelstar soll in kürze an
OEM-Kunden wie die Notebook-Anbieter Dell Computer Corp. und Gateway 2000
ausgeliefert werden . Wann die Travelstar für Endkunden erhältlich sein wird ,
steht noch nicht fest . US-Aktien auf Xetra zum Inlandpreis Ab dem 14. September
gestattet die Deutsche Börse auf ihrem elektronischen Handelssystem Xetra den
Handel mit US-Aktien in Euro . Das neue Segment " Xetra US Stars " soll alle
US-Werte des Dow Jones Industrial Average , S&P 100 , Nasdaq 100 und Dow Jones
Global Titans 50 enthalten , etwa 210 Titel . Bisher wird das Geschäft mit
ausländischen Aktien ausschließlich über das Parkett abgewickelt . Ab dem
Startzeitpunkt des Xetra US Stars wird der globale Indexanbieter Dow Jones
Indexes eigens seine Kursbarometer gut sechs Stunden früher und damit die
Xetra-Preise vor Eröffnung der US-Börsen berechnen . Das US-Segment sei der
erste Baustein eines " Global Markets Concept " , das noch weiter in die US- und
asiatisch-pazifische Region ausgebaut werden soll , hieß es bei der Deutschen
Börse . Freie Bahn für CD-RW Während auf den vorangegangenen Messen immer DVD im
Vordergrund stand , gingen auf der diesjährigen CeBIT die CD-RW-Unterstützer in
die Offensive . CD-RW ist das Kürzel für die wiederbeschreibbare CD , die
CD-ReWritable . Die CD-RWs lassen sich mindestens 1000 mal überschreiben , wobei
man in der Praxis von durchschnittlich 10000 mal ausgeht . Auf einer
Pressekonferenz verkündeten die sechs Firmen Hewlett-Packard , Mitsubishi
Chemical/Verbatim , Philips , Ricoh , Sony und Yamaha " Die CD-ReWritable ist da
" . Obwohl Philips am längsten von der CD-RW spricht , werden die ersten
Laufwerke von Ricoh und Yamaha auf den Markt kommen . Besonders Ricoh will schon
im April CD-RW-Laufwerke ausliefern , wobei ein Preis von zirka 1000 Mark für
das nackte Drive genannt wurde ; es wird allerdings in der Regel im Bundle mit
verschiedener Software angeboten werden . Fertige Verpackungen waren zum Beweis
der baldigen Lieferbarkeit schon aufgebaut : @bild:cdrw Divx aus dem Rennen Der
Betreiber des Pay-per-view-Systems Divx wirft das Handtuch . Digital Video
Express LP stellt den Vertrieb Divx-erweiterter DVD-Player ein , will aber noch
etwa zwei Jahre lang bisherige Kunden betreuen . Diese können in dieser
Übergangszeit weiterhin die mit 4 bis 5 Dollar sehr günstig erstandenen
Divx-Scheiben ansehen , wobei jedesmal eine Gebühr berechnet wird , die je nach
Spielfilm zwischen 1,5 bis 4 Dollar liegt . Sobald sich die Gebühren für eine
Divx-Disc auf 15 bis 30 Dollar bei einem Divx-User addiert haben , ist die
Scheibe gebührenfrei . Neue Divx-Discs wird es wohl kaum geben . Die Divx-Player
können jedoch auch wie ein ganz normaler DVD-Player genutzt werden . Die
bisherigen Kunden sollen die 100 Dollar Mehrkosten , die ein Divx-Player im
Vergleich mit einem Standard-DVD-Player kostet , zurückerhalten . DVD-RW gewinnt
Unterstützer Unter dem Kürzel RWPPI ( für " Rewritable Products Promotion
Initiative " ) haben sich zwölf internationale Unternehmen zusammengetan , um
ein neues von Pioneer entwickeltes Format für wiederbeschreibbare Digital
Versatile Discs ( DVD ) auf den Weg zu bringen . Während die DVD als solche sich
offensichtlich immer stärker etabliert , wartet der Markt immer noch auf einen
erfolgreichen Standard für wiederbeschreibbare und allgemein lesbare DVDs . Die
bislang verfügbare DVD-RAM ist leider nicht kompatibel zur DVD-ROM . Das
DVD-Forum als maßgebliches Konsortium in allen DVD-Fragen hat die DVD-RW als
weiteres wiederbeschreibbares Format anerkannt . Die RWPPI-Gruppe rekrutiert
sich zum einen Teil aus Laufwerks- , zum anderen aus Medienherstellern . Unter
ihnen findet man auch den Namen Sony . Der japanische Konzern propagiert aber
bislang gemeinsam mit Philips ein anderes DVD-Format namens " DVD+RW " . Sonys
Engagement in der RWPPI kann zweierlei bedeuten : Sony lässt verlauten , man
konzipiere DVD-RW für Heim-Videorecorder , DVD+RW dagegen eher für
Computerperipherie . Welches dieser Formate letztendlich auch immer erfolgreich
sein wird - wie es bisher aussieht , können die heutigen DVD-ROM-Laufwerke
keines davon lesen . Auch I:FAO verbreitete falsche Pflichtmitteilungen Am Neuen
Markt der Frankfurter Börse hat erneut ein Unternehmen Anleger falsch informiert
. Der Frankfurter Software-Spezialist für die Reisebranche I:FAO räumte am
Mittwoch ein , bei seiner jüngsten Pflichtmitteilung zum dritten Quartal 2000
unrichtige Informationen verbreitet zu haben . In der Ad-hoc-Mitteilung für das
dritte Geschäftsquartal in der letzten Woche hatte es geheißen , das Ergebnis je
Aktie habe sich von einem Verlust von 36 Cent auf einen Gewinn von 1,6 Euro
verbessert . Die Papiere der I:FAO AG waren darauf von ihrem Jahrestief von rund
14,70 Euro um fast 30 Prozent in die Höhe geschossen , ehe sie wieder auf
Talfahrt gingen . " Es ist eigentlich eine Katastrophe , wir wollten unsere
Anleger nicht in die Irre führen " , sagte die Chefin der Finanzkommunikation ,
Andrea Petri , gegenüber dpa . Gemeint waren in der Pflichtmitteilung die
Resultate für die gesamten ersten neun Monate dieses Jahres , erklärte
Vorstandschef Louis Arnitz der Zeitschrift Die Telebörse . Neuer Starttermin für
Xetra US Stars Die Deutsche Börse startet die " Xetra US Stars " nun am 24.
September . Vor dem Hintergrund der Ereignisse in den USA hatte die Deutsche
Börse den ursprünglich für den 14. September geplanten Start des US-Segments
verschoben . Das neue Segment wird alle US-Aktien des Dow Jones Industrial
Average , S&P 100 , Nasdaq 100 und Dow Jones Global Titans 50 enthalten , die
dann über das elektronische Börsensystem Xetra zu Inland-Konditionen gehandelt
werden können . DVD-Player im Kombi mit CD-Recorder Als dritter Hersteller
kündigt nun Ricoh ein kombiniertes DVD/CD-Rewrite-Laufwerk an . DVDs soll das
Laufwerk mit 4X , also 5,4 MByte/s lesen . Nachdem NEC sein zur CeBIT
angekündigtes Kombi-Laufwerk auf Eis gelegt hat , das von Toshiba weiterhin
nicht lieferbar ist , darf man gespannt sein , ob denn wenigstens Ricoh den
entscheidenden Schritt schafft und das Gerät tatsächlich auf den Markt bringt .
Mini-Festplatte mit massig Platz IBM will eine Version seiner Microdrive
genannten Minifestplatte mit einem Gigabyte Kapazität ab Juli an
Computerhersteller ausliefern . Die neue Harddisk in der Größe eines
Zweimarkstücks fasst damit fast das Dreifache des bislang erhältlichen
Microdrive-Modells und das Achtfache eines CompactFlash-Memory in der gleichen
Preisklasse - die Preisvorstellungen von IBM für das neue Microdrive liegen bei
weniger als 500 US-Dollar . Die Mini-Harddisk eignet sich nach Ansicht von Big
Blue besonders für Digital-Kameras und Handhelds , aber auch für " Computer am
Ohrläppchen " ( wearable computers ) . Erst ab September sollen allerdings auch
Endkunden das 1-GByte-Microdrive kaufen können . DVD im Sommerloch Vor kurzem
kündeten Sony-Presseabteilungen von neuen wiederbeschreibbaren DVD-Formaten mit
12 Gigabyte Kapazität auf einer Seite . Kurz darauf legte Matsushita Electric
Industrial nach mit einer 15-GByte-Disc . ( Für DVD und CD werden heute
Laserdioden im roten bzw. infraroten Bereich verwendet . ) Diese Announcements
verschweigen natürlich , daß Philips seit 1996 von der Entwicklung eines blauen
Lasers spricht , und spätestens seit der 1997er CeBIT auch davon , daß er fertig
sei . Die Message bei den beiden Pressemeldungen ist denn auch eher , daß es
nichts Neues in Sachen DVD gibt . Sie sollen vielmehr davon ablenken , daß DVD
wieder in einer Sackgasse steckt . Nachdem die amerikanische Gesetzgebung nicht
den Vorstellungen der Hollywood-Bosse gefolgt ist , sitzen diese wieder mit den
DVD-Herstellern am Verhandlungstisch . Die Hollywood-Industrie wollte die
Umgehung des Kopierschutzes der DVD-Video als strafbare Handlung gewertet wissen
. Vor Monaten war als Kopierschutz der Vorschlag von Matsushita , das
CSS-Verfahren ( Content Scrambling System ) , akzeptiert worden . Nun ist es
Hollywood wieder nicht sicher genug . Neuer Internet-Broker mit Pauschalpreisen
Im Wettbewerb um Kleinanleger im boomenden Internet-Aktienhandel geht die
Berliner Systracom Bank AG als neuer Discount-Broker in die Preisoffensive . Der
konzernunabhängige Internet-Broker , der nach eigenen Angaben über eine
Vollbanklizenz verfügt , bietet Anlegern ab Donnerstag den Handel deutscher und
internationaler Aktien für einheitlich 19,52 DM unabhängig vom Auftragsvolumen
an . Weitere Gebühren sollen nicht anfallen . Obgleich Insider sagen , der Markt
brauche keinen weiteren Discount-Broker , strebt die Systracom Bank AG forsch
einen Spitzenplatz im Internet-Brokerage an . " Wir rechnen mit 100.000
Wertpapierkunden bis Ende 2001 " , sagte Systracom-Vorstand Peter Klein .
Marktführer in Deutschland sind zur Zeit die Discount-Broker Comdirekt und
Consors mit einem Marktanteil von zusammen rund 60 Prozent . Bisher sind
Aktienkäufe und -verkäufe vor allem bei größeren Aufträgen zumeist um einiges
teurer . Die Preise der bereits am Markt agierenden deutschen Discountbroker
schwanken bei einer Transaktion im Wert von 5000 DM zwischen zirka 15 und 50
Mark , wie c't in der aktuellen Ausgabe 19/00 berichtet . Hinzu kommen in der
Regel Depotgebühren . Der " Kampfpreis " der Systracom Bank wirkt also nur bei
höheren Summen . Die Konkurrenz schläft aber nicht , auch andere Anbieter wollen
mit Billig-Angeboten Anleger locken . Multisession-Fehler bei DVD-Laufwerken
Menschen lernen aus ihren Fehlern , Firmen nicht . So kommen die jetzt
erhältlichen DVD-ROM-Laufwerke und DVD-Player nicht mit DVD-R-Discs zurecht ,
die in mehreren Sessions beschrieben sind : ihnen fehlt die
Multisessionfähigkeit . Dabei sollten die Hersteller doch aus ihrem früheren
Fehler bei der CD-Recordable gelernt haben . Da wurden sie auch von den
Multisession-CD-Rs " überrascht " , und ihre CD-ROM-Laufwerke waren nicht in der
Lage , mehr als die allererste Session zu erkennen . Nun gibt es die
DVD-Recordable , die im Multiple-Session-Format beschrieben werden kann , und
die DVD-Reader lesen auch nur die erste Session . Dies wurde auf der " DVD
Conference Europe 97 " bekannt . Bedenkt man weiterhin , daß die aktuellen
DVD-ROM-Player keine DVD-RAM lesen können und die erste Generation noch nicht
einmal CD-Recordables , so ist doch die Frage angebracht , warum so etwas
überhaupt auf den Markt gebracht wird . Bernd Steinbrink DVD-RAM mit 4,7
Gigabyte Panasonic ( Halle 1 , Stand 6c2 ) präsentierte am Tag vor der CeBIT
sein DVD-RAM-Laufwerk LF-D201E . Dieses Gerät der zweiten DVD-RAM-Generation ,
das bis zu 4,7 GByte auf eine Seite der Disc schreibt , ist nach dem von Hitachi
das zweite seiner Art . Damit kommen die Hersteller auch der Kompatibilität
zwischen dem einzigen wiederbeschreibbaren DVD-Format , für das es Geräte gibt ,
und den DVD-ROM-Playern ein gutes Stück näher . Leider heißt es auch hier wieder
: Erst die künftigen DVD-Player ( von Panasonic ) werden das DVD-RAM-Format der
neuen Geräte lesen können . Zum Preis des Laufwerks gab es keine Auskunft , es
soll erst im dritten Quartal 2000 lieferbar sein . Die im LF-D201E verwendete
Technik nutzt Panasonic übrigens auch für einen Video-Recorder auf DVD-RAM-Basis
, der allerdings nur für Japan und die USA vorgesehen ist . Quicken überspringt
Version 2001 Das lange angekündigte Quicken 2001 wird es nicht geben . Lexware
kündigte auf der CeBIT an , man werde eine Version überspringen und
voraussichtlich im Mai Quicken 2002 auf den Markt bringen . Im Unterschied zu
den bisherigen Versionen wird das 2002er Quicken auch softwaretechnisch von dem
Freiburger Unternehmen weiterentwickelt , nicht mehr von Intuit . Man hofft in
Freiburg , dadurch die Euro-Problematik voll in den Griff zu bekommen . Es soll
auch weiterhin zwei Ausführungen geben : Quicken 2002 Standard für 99 DM und
Deluxe für 149 . Updates von früheren Versionen kosten jeweils 80 Prozent des
Neupreises . Käufer von Quicken 2000 , die das seit Mitte Oktober 2000 laufende
Angebot " Update auf 2001 inklusive " in Anspruch genommen haben , erhalten nun
das Update 2002 kostenlos . Kontoauszüge im Internet archivieren Kunden der
Hypovereinsbank können ab Juli ihre Kontoauszüge und Kreditkartenabrechnungen in
einem Online-Archiv speichern . Zur Zeit ist dieser Dienst nur einem
geschlossenen Nutzerkreis zugänglich . Sie haben auf dieses Archiv dann
weltweiten Zugriff via Internet . Besonders für Geschäftskonten bietet die
papierlose und mobile Verfügbarkeit eine Alternative gegenüber der Verwaltung im
firmeneigenen Aktenordner oder auf dem Bürocomputer . Privatleute würden durch
das Online-Archiv keine Kontoauszüge mehr verlieren , wenn sie sich mal zu lange
nicht ins Online-Banksystem einwählen . Der Zugriff auf das Archiv erfolgt per
SSL-verschlüsselter Verbindung und nach Eingabe eines Passworts . Die Daten
lagern hinter dem Firewall der Hypovereinsbank , denn der Entwickler und
Betreiber , MemIQ , nutzt zur Zeit das Rechenzentrum der Bank . Lobby für
Domain-Inhaber gegründet Domain-Inhaber haben jetzt eine Lobby . Denn genau wie
bei Mietervereinen oder Arbeitnehmervertretungen erhalte der Vertreter desto
mehr Gewicht , je mehr Mitglieder er hinter sich versammeln könne . Um viele
Mitglieder zu gewinnen , habe man den Mitgliedsbeitrag auf bescheidene 12 Euro
pro Jahr und Person festgesetzt . Jetzt hat die Organisation nach der
Urlaubspause ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen . Außer der Lobbyarbeit als
Interessenvertretung für Domain-Inhaber bietet der Verein auch Dienstleistungen
wie Publikationen und Seminare sowie Rechtsberatung bei Partneranwälten ( gegen
eine Gebühr von 100 Euro ) an . Am interessantesten dürfte die "
Domain-Mitgliedschaft " sein , mit der man das Recht erwirbt , bei juristischen
Auseinandersetzungen rund um einen Domain-Namen ( etwa bei Abmahnungen ) die
Kostenübernahme durch den Verein zu beantragen . Außerdem können "
Domain-Mitglieder " die in Gründung befindliche Schiedsstelle für
Domainstreitigkeiten über den Verein anrufen . Die Domain-Mitgliedschaft wird
allerdings nicht vom Mitgliedsbeitrag abgedeckt : Zusätzlich zu den jährlichen
12 Euro kostet diese Dienstleistung weitere 24 Euro pro Jahr und pro Domain .
Buttermilch ist keine Software Jahrelang tranken und löffelten sich die
Programmierer der Alpenland GmbH mit Buttermilch der Marke Müller fit . Dies
dokumentierten sie mit einem kleinen JPG-Bildchen auf der Alpenland-Homepage .
Hätten sie versucht , beim großen Müller ein Entgeld für die Werbung oder
wenigstens die Buttermilch für umsonst zu erhalten , hätten sie wohl erfahren :
Nun , die Alpenland-Leute ahnten wohl , dass da nichts zu holen sein würde und
hielten sich daher bescheiden zurück . Stattdessen freuten sie sich ganz still ,
ein so günstiges Dopingmittel gefunden zu haben . Die (Geschäfts-)Welt aber
funktioniert anders . Denn die Müllersche Rechtsabteilung hat das Bildchen
entdeckt und schwingt die Keule : Am allerwenigsten wollte die Müller-Molkerei
etwas mit dem Herunterladen von Software zu tun haben . Die Moral von der
Geschicht : Wer groß ist , braucht keine Werbung nicht . Kunden wahrscheinlich
auch nicht . Bei Alpenland ist man zwar fassungslos , hat jedoch kein Problem
damit , das beanstandete Icon zu entfernen . Lediglich die Aussicht , nun von
der gewohnten Müllermilch auf eine andere Marke umsteigen zu müssen , schmerzt
ein wenig . Jauch streitet um guenter-jauch.de Das Landgericht Köln hat eine
einstweilige Verfügung gegen die Provider FreeCity und Kontent erlassen . Der
Showmaster Günther Jauch hatte durch seine Anwälte Klage eingereicht , nachdem
ein Ungenannter bei Freecity die Domain www.guenter-jauch.de registrieren ließ .
So genannte Tippfehler-Domains oder prominenten Namen sehr ähnliche Domains
waren von jeher beliebt bei Domain-Grabbern . Auch im vorliegenden Fall weicht
der Domain-Name leicht von der eigentlichen Schreibweise ab : Jauch führt ein "
h " in seinem Vornamen . Die beiden Domain- und Webspaceprovider wollen sich
jedoch gegen die einstweilige Verfügung wehren und haben Widerspruch eingelegt .
Sollte Jauch Recht bekommen , stehe die bisherige Praxis der Domainvergabe vor
dem Aus , so die Provider in ihrer Erklärung . Ihnen stehe keine andere
Prüfungsmöglichkeit als die "whois"-Abfrage bei der Denic zur Verfügung . Und
diese Datenbankabfrage umfasse keine Titelschutz- oder Namensrechtsrecherche .
Freecity hat nach eigenen Angaben die strittige Domain umgehend freigegeben .
Mehr Euro-Wissen für Kinder und Lehrer Unter " Euro-Wissen für Kinder "
vermittelt ein interaktives Fernsehgerät altersgerecht und spielerisch
aufbereitete Informationen rund um das neue Bargeld . Lehrerinnen und Lehrer der
Grund- und Sekundarstufen erhalten unter dem Stichwort " Euro in der Schule "
downloadfähige Vorlagen für den Unterricht mit Wissenstests und Malvorlagen .
Das Material wird im September auch an alle Grundschulen verschickt . Es
ermöglicht den Lehranstaltan , praktisch mit dem Euro umzugehen , während die
meisten deutschen Schulbücher noch mit D-Mark arbeiten . Weiteres spezielles
Informationsmaterial zum Euro für Schulen hält die Bundeszentrale für politische
Bildung bereit . Zur " Aktionsgemeinschaft Euro " haben sich Bundesregierung ,
Europäische Kommission und Europäisches Parlament zusammengeschlossen , um in
allen beteiligten Ländern die Bürger auf das neue Zahlungsmittel vorzubereiten .
Reform von Bundesbank und Geldaufsicht Bundesfinanzminister Hans Eichel plant ,
die drei Aufsichtsämter für Wertpapierhandel , Kredit- und
Versicherungswirtschaft in eine Bundesanstalt für Finanzmarktaufsicht
zusammenzulegen . Die Standorte sollen beibehalten werden . Damit würde in
Deutschland eine ähnliche Behörde wie die US-amerikanische Securities and
Exchange Commission ( SEC ) entstehen , die weitaus mehr Macht bei der Kontrolle
etwa über Neuemissionen an der Hightech-Börse Nasdaq hat als bislang die
Aufsichtsbehörden hierzulande . Allerdings sind die gesetzlichen Bestimmungen in
den USA teilweise weitaus schärfer als in Deutschland . Außerdem will der
Minister auch die Bundesbank reformieren , wodurch die Stellung des
Bundesbankpräsidenten gestärkt werde . Die neun Landeszentralbanken sollen zwar
erhalten bleiben , ihre Präsidenten verlieren aber ihre
Vorbehaltszuständigkeiten in der Geldpolitik . Sie sollen sich stattdessen auf
die regionale Marktaufsicht konzentrieren . Online-Banking-Daten im Internet
gefunden Einen neuen Fall von mangelnder Sicherheit beim Online-Banking meldet
The Guardian . Er hätte PINs ändern oder beliebige Beträge überweisen können ,
heißt es im Guardian . Ralph Dressel tat dies nicht , sondern informierte
stattdessen die Zeitungsredaktion - was ihn dann wohl zu einem " Guardian Angel
" macht . Fiserv betreibt die Online-Banking-Software für Dutzende von Banken .
Erst vor wenigen Tagen hatte der Guardian von einem Fall berichtet , bei dem ein
Hacker die Website der britischen HSBC Bank verändert hatte . Auch dort gelang
das über die Site eines Dienstleisters . Allerdings ließ die Bank wissen , dass
keine Kundendaten betroffen gewesen seien . Auch Fiserv ließ am nächsten Tag
verlauten , bei den von Dressler gefundenen Daten habe es sich nur um fiktive
Testdaten gehandelt . Einerlei , wieviel Wahrheitsgehalt nun in diesen Berichten
steckt , so machen sie doch auf einen Umstand aufmerksam : Wer seine Finanz- und
Zugangsdaten bei den Banken in sicheren Händen glaubte , wird seinen
Vertrauensbonus auch auf die Softwaredienstleister der Banken ausdehnen müssen .
Dumm nur , dass man die in der Regel gar nicht kennt . Neue Eigentümer bei Star
Finanz Marco Börries , der Gründer von Star Division , trennt sich von seinen
Anteilen an der Hamburger Star Finanz . Die Hannoversche
Datenverarbeitungsgesellschaft ( dvg ) , eine Tochter der und der
IT-Dienstleister IZB Soft ( München ) haben gemeinsam die Firma übernommen .
Bisher hielten beide Unternehmen an dem Entwickler von Homebanking-Software
jeweils 25 Prozent . Wie die dvg mitteilte , verkaufte der Firmengründer Marco
Börries seine bisherigen Anteile an Star Finanz . Zum Kaufpreis machten die
Beteiligten keine Angaben . Die Star Finanz wurde vor etwa drei Jahren gegründet
und entwickelte sich seither zu einem wichtigen Anbieter von
Homebanking-Software wie zum Beispiel StarMoney . Laut dvg hat StarMoney in
Deutschland einen Marktanteil von 84 Prozent bei der Homebanking-Software . Bei
HBCI ( Homebanking Computer Interface ) gehöre Star Finanz zu den "
Technologieführern in Deutschland " . Erst vor wenigen Tagen hatte Marco Börries
seinen Ausstieg bei Sun verkündet . Börries wurde damals bei Sun Vizepräsident
für Applikationssoftware . Super-Video in Eigenregie Einen Blick darauf , wie
sich Cequadrat die Zukunft der Video-Präsentation vorstellt - das bot der
Hersteller mit der Präsentation von VideoPack 5.0 in Halle 12 , Stand B36 . Wer
das CD-Brennprogramm WinOnCD der Firma kennt und weiß , wie man damit etwa eine
Audio-CD schreibt , soll mit dem VideoPack keine Probleme haben , genauso
schnell seine erste Video-Disc zu erstellen - inklusive Titel ,
Hintergrundbildern und Menüs . Überdies bietet das VideoPack alle Funktionen von
WinOnCD . VideoPack 5.0 unterstützt derzeit CD-Recorder , CD-Rewriter und
DVD-R-Recorder , allerdings kein wiederbeschreibbares DVD-Format wie etwa
DVD-RAM . Das Programm verarbeitet AVI- , MPEG-1- und MPEG-2-Material . Das
VideoPack ermöglicht , schon jetzt das eigene Videomaterial auf CD-RW zu
schreiben , um es zum Beispiel in einem DVD-Video-Player abzuspielen . Die jetzt
mit dem CD-Recorder erzeugten CD-RWs bleiben abspielbar . Aber Vorsicht : Nicht
alle DVD-Player können CD-RWs lesen und die wenigsten kommen mit CD-Rs zurecht .
Auch die Abspielmöglichkeit für Super-Video-CD gibt es nicht bei allen Playern .
first-e ändert von Verbraucherschützern monierte AGB-Klausel Wie c't in Ausgabe
5/2001 berichtete , kann sich die Höhe der Einlagesicherung in einem solchen
Fall ändern , wenn das andere Institut in einem Land mit abweichenden
Bestimmungen beheimatet ist . Laut first-e handelt es sich um eine
Standardklausel , die man aber so umformuliert habe , dass die Kunden wieder
ruhig schlafen könnten . In der Tat besagt die Klausel nun , dass die Kunden in
einem solchen Fall - dem Wechsel der Geschäftsbeziehungen - rechtzeitig
informiert würden . Damit hat die Bank offensichtlich die strittige AGB-Klausel
eindeutig formuliert und verspricht , die Einlagen der Kunden zu sichern . Das
bedeutet jedoch nicht , dass die Einlagen unter allen Umständen zu 100 Prozent
sicher sind , wie first-e in einer Mitteilung an ihre Kunden erklärt . Zu
Problemen kann unter Umständen die Formulierung " rechtzeitig " führen -
beispielsweise dann , wenn ein Kunde in der kritischen Situation einen längeren
Urlaub verbringt und nach seiner Rückkehr die Bank , auf die seine Einlage
übertragen wurde , schon pleite ist . Neuer Markt fällt auf Allzeittief Nachdem
gestern der Nemax All Share zwischenzeitlich auf ein Allzeittief von 1433,74
Punkten gefallen war , sank er trotz guter Vorgaben der US-Börsen noch weiter
und lag am heutigen Dienstag am frühen Nachmittag bei 1425 Punkten . An der
miesen Stimmung dürfte sich kaum etwas ändern , solange die Börsianer in
abwartender Haltung auf eine neue Zinsentscheidung der US-Notenbank schielen .
Die Währungshüter um Alan Greenspan treffen sich heute zu ihrer turnusmäßigen
Sitzung . Es herrscht ein solches Misstrauen , dass das Papier von LPKF mit
einem Kursabschlag von über 36 Prozent größter Verlierer im Nemax All Share
wurde , obwohl die Konzernleitung mit einem positiven Jahresergebnis rechnet .
Das Laser-Technologieunternehmen hatte lediglich bekannt gegeben , dass es
vermutlich seine Umsatzziele nicht ganz erreiche . Entscheidung im Streit um
Jauch-Domain vertagt Im Streit zwischen dem Fernsehmoderator Günther Jauch und
dem Provider Freecity hat das Landgericht Köln die Entscheidung über die von
Jauch erwirkte einstweilige Verfügung bei einer ersten mündlichen Anhörung auf
den 16. Mai vertagt . Freecity hatte gegen die Verfügung Widerspruch eingelegt .
Für den Provider hat diese Aufschiebung keine weiteren Konsequenzen , denn
Freecity hatte schon beim ersten Schreiben der Jauch-Anwälte Ende März die
Domain www.guenter-jauch.de wieder freigegeben und bei der Denic löschen lassen
. Inzwischen ist die Domain aber wieder registriert , allerdings nicht über den
Provider Freecity . Ob hinter den eingetragenen Namen Jauch oder ein Vertreter
steckt , ist nicht erkennbar . Aber offensichtlich sind diesen die Domains gar
nicht so wichtig . Denn auch etliche andere Varianten wie gunther-jauch.de oder
gunterjauch.de sind noch frei . Die lange Rille : 99 Minuten für CD-Rs
CD-R-Rohlinge mit 99 Minuten Spieldauer will das Unternehmen Disc4You ab Juli
zum Stückpreis von knapp 4 Mark anbieten . Laut Spezifikation der CD-Recordable
beträgt deren maximale Spieldauer 74 Minuten . Jenseits dieser Marke aber gilt :
Funktionieren ist Glückssache . DVD doch noch vor Weihnachten Während die einen
, Sony und Philips , in Sachen DVD eher zurückhaltend blieben - erst müßten sich
Hardware- und Software-Hersteller über einen Kopierschutz einigen - , stellten
Toshiba und Panasonic die digitale Video-Disk auf der CeBIT Home in den
Vordergrund . Großflächig und laut liefen auf den Ständen DVD-Videos -
allerdings nur Test-DVDs , echte Filmproduktionen wird es nicht so schnell geben
. Vielleicht weiß man bei Panasonic schon mehr über eine eventuelle Einigung
zwischen Film- und Hardware-Industrie , ein entsprechendes Gerücht zog wie
Nebelschwaden über die CeBIT Home . Toshiba konzentriert sich zunächst auf
DVD-ROM , schon im Oktober soll die Markteinführung eines DVD-ROM-Laufwerks
stattfinden . Der ( OEM- ) Preis soll etwa 300 Dollar betragen , der
Verkaufspreis auf jeden Fall unter 1000 DM liegen . Bei der Markteinführung soll
eine Reihe Spiele auf DVD-ROM erhältlich sein , dieser Markt ist zunächst
Toshibas Ziel . DVD-RAMmt den Markt Mitte Juni will Hitachi erste Muster von
DVD-RAM-Recordern ausliefern . Das Laufwerk soll alle bisherigen CD- und
DVD-Formate lesen können , einschließlich CD-R und CD-RW . Um diese
MultiRead-Eigenschaft zu erreichen , wurde eigens ein Dual-Laser-Pickup
eingesetzt . Es soll Geräte mit SCSI- und mit ATAPI-Schnittstelle geben , die
Preise bewegen sich voraussichtlich im Rahmen von 800 bis 900 Dollar . Dieser
Vorstoß erhält Flankenschutz von der Hitachi-Tochter Maxell . Sie kündigt erste
Muster von DVD-RAM-Medien an . Sie werden eine Kapazität von einseitig 2,6 GByte
haben , und es wird doppelseitige Varianten geben , die in einer Cartridge
stecken . Da die Recorder nur einen Schreib-/Lesekopf besitzen , muß die
zweiseitige DVD-RAM gewendet werden . Ein Medienpreis steht noch nicht fest .
Für Juli hat das DVD-Forum die Veröffentlichung der DVD-RAM-Spezifikation 1.0
vorgesehen . Zur Zeit wird die Version 0.9 vorbereitet . Hollywoods späte Liebe
zu DVD Mit Paramount Home Video hat sich nun der vorletzte von Hollywoods großen
Rechteverwertern für die DVD-Video ( Digital Versatile Disc ) entschieden . Das
Unternehmen plant , künftig seine Filmtitel zeitgleich auf VHS-Kassette und auf
DVD-Video herauszubringen . Star-trek-Fans können sich freuen , denn Paramount
will am Anfang außer den aktuellen Produktionen auch solche Publikumslieblinge
auf DVD-Video bringen , um den Verkauf anzukurbeln . Somit bleibt nun Twentieth
Century Fox als letzter DVD-Video-Verweigerer übrig . Jahrelang haben die
Studios um besseren Kopierschutz bei DVD-Videos gefeilscht und aus dem gleichen
Grund auch mit Divx geliebäugelt , das kopiersicherer ist . Sie sollen für
relativ wenig Geld angeboten werden . Divx-Player sollen ein Modem enthalten und
bei jedem Abspielen einer Divx-Scheibe einer Zentrale diesen Vorgang melden .
Unterdessen sprießt langsam auch ein deutschsprachiges Angebot auf DVD : Ein
Großteil der Titel sind allerdings Musikscheiben . Videoclips für 50 Mark sind
vielleicht nicht genau das , worauf der Markt gewartet hat . DVD-RAM mit 4,7
Gigabyte kommt In Kürze will Toshiba mit der Auslieferung der neuen
DVD-RAM-Laufwerke beginnen , die 4,7 Gigabyte pro Seite speichern . Das SD-W2002
genannte Wechselplattenlaufwerk kann nur auf DVD-RAM-Disks schreiben . Es soll
im Juli in Stückzahlen verfügbar sein . Einen Preis für das Laufwerk nannte
Toshiba bislang nicht . Das Laufwerk besitzt ein IDE/ATAPI-Interface und
schreibt und liest 4,7-GByte-Medien mit einer Geschwindigkeit von 2704 KByte/s .
Für die älteren 2,6-GByte-Medien dagegen nutzt es wie bisher die einfache
DVD-Datenrate mit 1350 KByte/s . Jippii kauft Restbestände von Gigabell auf Nun
erwirbt Jippii statt dessen die Anlagen und Kundenadressen von Gigabell . Die
Schulden wollen die Finnen nicht übernehmen , die laufenden Geschäfte des
Unternehmen aber weiterführen . Gigabell hatte Mitte September ein
Insolvenzverfahren wegen drohender Zahlungsunfähigkeit beantragt . Der
Insolvenzverwalter Dirk Pfeil geht nun davon aus , dass das Insolvenzverfahren
planmäßig Anfang November beginnen kann . Transaktionen im Internet zum
Nulltarif Im Dezember bietet moneyshelf.de allen Kunden kostenloses
Online-Brokerage , so genanntes " Freetrading " . Das Angebot gilt vom 1. bis
31. Dezember 2000 für alle an deutschen Börsenplätzen notierten Aktien . Der
Kunde trägt lediglich eventuell anfallende Fremdspesen wie Maklercourtage und
beim Kauf von Investmentfondsanteilen die regulären Ausgabeaufschläge .
moneyshelf startete erst Ende August als europaweites Internet-Finanzportal der
Deutschen Bank . Das Geldinstitut sieht moneyshelf als eine der vier tragenden
Säulen seiner Internet-Strategie . Über das Portal soll jeder Kunde eines
anderen Finanzinstituts jederzeit seine Geld- und Versicherungskonten abrufen
können . Neue Internet-Tarife bei Viag Interkom Ab dem 5. Juni können Surfer mit
den neuen Tarif premium max von Viag-Interkom rund um die Uhr für 2,5 Pfennig
pro Minute ins Internet . Registrierten premium-max-Kunden stehen außerdem ein
E-Mail-Account mit fünf E-Mail-Adressen , fünf MB Speicherplatz für die Homepage
, SMS-Service ins Interkom-Mobilfunknetz sowie eine Online-Kostenkontrolle zur
Verfügung . Viag-Interkom senkt auch seine alten Internet-By-Call-Tarife . Hier
kostet die Online-Minute ab dem 5. Juni zwischen 8 Uhr und 18 Uhr 3,2 Pfennig ,
in der übrigen Zeit 2,5 Pfennig . Abgerechnet wird weiterhin sekundengenau .
Bisher zahlen die Internet-By-Call-Kunden bei Viag-Interkom noch 5 Pfennig pro
Minute rund um die Uhr . Die bisherigen Tarife Premium S , M und XL bietet Viag
nicht mehr . Diese können zwar weiterhin genutzt werden , Neukunden müssen sich
jedoch zwischen Internet by call oder premium max entscheiden . " Damit sollen
die Tarife weiterhin vereinheitlicht werden " , erklärt Roland Kuntze , Sprecher
von Viag Interkom , gegenüber c't . Auch die Mobilfunk-Tarife für Genion sind am
Donnerstag gesenkt worden . Nutzer des Genion Businesspartner-Tarifs zahlen
jetzt für Anrufe ins Interkom-Mobilfunknetz sowie zur Mailbox 0,22 Mark statt
zuvor 0,29 Mark pro Minute . Die Anrufumleitung von der Genion-Festnetznummer
auf das Handy außerhalb der homezone kostet jetzt 0,11 Mark pro Minute statt
0,29 Mark . Patent auf Porno-Erkennungsfilter Der amerikanische Hersteller von
Lernsoftware Heartsoft hat sich seine neue Bilderkennungs-Software patentieren
lassen . Heartsoft kündigte den neuen Filter bereits vor etwa einem Jahr als
Bestandteil des Kinderbrowsers " Safari " an . Mit dem Browser haben Kinder
vollen Zugang zum Netz , wobei der Filter jedoch bedenkliche Bilder von
vornherein ausschaltet , erklärt der Hersteller . Derzeit befindet sich " Safari
" noch im Test , doch schon jetzt verspricht Heartsoft eine Genauigkeit von etwa
95 Prozent . Der Filter basiert auf einer Erkennungstechnik , die von der NASA
und im Rahmen der Strategic Defensive Initiative entwickelt wurde . Neben
pornographischen Bildern könne der Filter auch Darstellungen von " Gewalt ,
Drogen oder Gotteslästerungen " erkennen . " Die Entwicklung dieses Filters
eröffnet uns eine Vielzahl künftiger Marktmöglichkeiten " , freut sich Benjamin
Shell , Vorstandsvorsitzender von Heartsoft . Das Unternehmen plant jetzt die
Weiterentwicklung des Filters , um ihn mit anderen Produkten , wie den Microsoft
Internet Explorer oder diversen E-Mail-Programmen , kompatibel zu machen .
Spannend bleibt es jedenfalls besonders für Europäer , was das Programm
angesichts eines gewissen Hangs zur Prüderie in den USA als Pornographie oder
gar als Gotteslästerung einstuft . Ob sich die " Farbtöne nackter Haut " als
Erkennungsmerkmal für Pornographie eignen , wie der Hersteller bei der
Ankündigung der Software vor einem Jahr erklärte , sei dahingestellt . e-Sixt :
Autos online Ab sofort überläßt Deutschlands größter Autovermieter Sixt alle
Internet-Aktivitäten seiner neu gegründeten Tochtergesellschaft e-Sixt .
Internet-Nutzer können auf der neuen Plattform nicht nur Leihwagen mieten ,
sondern finden unter anderem auch Gebrauchtwagen , Leasing-Angebote ,
Fuhrparklösungen für Firmenkunden , News und Informationen über weltweite
Linienflüge . Die Leitung der neuen Web-Company übernehme Sixt-Vorstandsmitglied
Andreas Heinze . Sixt hat noch einen weiteren Grund zum Feiern . Das bereits im
April 1999 unterzeichnete Kooperationsabkommen zwischen der deutschen
Autovermietung und dem amerikanischen Anbieter Dollar Rent A Car ist seit dem 1.
März 2000 rechtskräftig . Durch die Kooperation gehört Sixt-Dollar zu einem der
größten Autovermieter der Welt : rund 2.000 Stationen in insgesamt 50 Ländern
mit einem Fuhrparkvolumen von etwa 200.000 Fahrzeugen gehören den beiden
Unternehmen . Die Zusammenarbeit ermöglicht beiden Partnern einen Austausch von
Reservierungen , gegenseitige Akzeptanz der jeweiligen Zahlungsmittel sowie
Partnerschaftsprogramme . Marine klagt wegen " marine.de " Das Landgericht
Hamburg soll den Streit zwischen der deutschen Bundesmarine und dem Hamburger
Unternehmen Kegel Bootsimport um die Internet-Domain " marine.de " entscheiden .
Die Domain ist bereits seit zwei Jahren vergeben . Die Seestreitkräfte sehen
eine Verwechslungsgefahr mit ihrer eigenen seit Januar bestehenden
Internetpräsenz . Ihrer Meinung nach bringe jeder " marine.de " automatisch mit
der Bundesmarine in Verbindung . Kegel Bootsimport , ein Unternehmen für den
Vertrieb von Bootsmotor-Ersatzteilen , nutzt " marine.de " als
Kleinanzeigenmarkt . " Ich habe nicht vor , mir einfach etwas wegnehmen zu
lassen " , sagte der Unternehmensinhaber Cyrus Kegel zu c't . Er habe der
Bundesmarine bereits den Vorschlag unterbreitet , die Domain gegen eine
finanzielle Entschädigung abzutreten . Diese wollte jedoch das Angebot nicht
annehmen . " Wir denken , dass wir uns in der stärkeren Position befinden " ,
meint Eckart Meyer-Höper , Pressesprecher der Wehrbereichsverwaltung I in Kiel .
Eine Klage auf Freigabe der Domain habe seine Dienstelle bereits eingereicht .
Dass die Domain schon seit zwei Jahren belegt ist , will die Marine erst vor
kurzem erfahren haben . " Wir hoffen , dass der Prozess ein schnelles Ende
findet " , wünscht Meyer-Höper . Geheimdienst-Bericht versehentlich im Internet
Ein Mißverständnis sorgte dafür , dass der Jahresbericht für 1999 des polnischen
Geheimdienstes zur inneren Sicherheit versehentlich im Internet veröffentlicht
wurde . Am vergangenen Montag war dieser im vollen Wortlaut erstmals auf der
offiziellen Web-Seite der polnischen Staatsschutzbehörde UOP zu lesen . Dieser
Bericht sei ein irrtümlich veröffentlichter analytischer Text und nicht der
offizielle Standpunkt der Behörde , erklärte die Sprecherin der UOP , Magdalena
Kluczynska . In dem Bericht soll unter anderem von anhaltenden russischen
Spionageversuchen die Rede sein . Viele Politiker fürchten daher eine
Verstärkung der ohnehin verbreiteten antirussischen Stimmung in Polen . Der
Bericht ist inzwischen aus dem Internet entfernt worden . Beschwerden-Krieg bei
Strato Der Berliner Domain-Verwalter Strato AG muss sich weiterhin mit heftigen
Beschwerden unzufriedener Kunden befassen . Bereits seit Wochen klagen Kunden
wegen zu langsamer oder nicht erreichbarer Internet-Adressen sowie unvollständig
erbrachter Leistungen seitens Strato . Diese hat seit dem Jahreswechsel mit
einer endlosen Serie von Pannen zu kämpfen . Grund für die unangenehmen Vorfälle
seien Strato zufolge unter anderem der Umzug des Karlsruher
Strato-Geschäftspartners Xlink sowie dessen Umrüstung auf eine größere
Servertechnologie . Ebenfalls sei der Orkan " Lothar " nicht ganz unschuldig an
der Situation . Die Zahl der Beschwerden soll jedoch wieder rückläufig sein . In
einer zweiwöchigen Kundenbefragung hätten 70 Prozent der Befragten ihre
Zufriedenheit mit dem Domain-Hoster verkündet . Besonders erfreulich sei , dass
40 Prozent angegeben hätten , von einem anderem Provider zu Strato gewechselt zu
haben , berichtet der Vorstandsvorsitzende der Strato , Rochus Wegener . Laut
Strato fand die Befragung online im eigenen Kundenbereich statt und war für alle
Kunden zugänglich . " Im Unterschied zur Kundenstruktur von Strato nahmen an der
Umfrage mehr Selbstständige mit den höherwertigen Web-Präsenzen teil " ,
berichtet der Pressesprecher des Unternehmens , Sören Heinze , gegenüber c't .
Lediglich rund sechs Prozent von den insgesamt 10.000 Befragten seien mit den
Leistungen des Domain-Verwalters nicht zufrieden und wollten auch nicht
wiederkommen . Auch bei der c't sind in den letzten Wochen immer mehr
Leserbriefe eingegangen , die das Berliner Unternehmen heftig kritisieren . Mehr
zur Kritik an Strato berichtet die c't in der kommenden Ausgabe 08/2000 ( ab dem
10. April im Handel ) . Holofiguren zum Streicheln nah In eine fantastische Welt
der virtueller Realität lädt das Jugendmedienzentrum " Scape " in Halle 25 ein .
Hier können sich die Besucher von Lichtreflexen , Klängen und aufwendigen
Hologramm-Projektionen entspannen lassen . Virtuelle Spiele und bewegliche Möbel
sorgen zusätzlich für Spaß . " Unser Ziel war es , die virtuelle mit der realen
Welt zu verschmelzen " , sagte Nik Schweiger , Initiator und Leiter der Scape
Projekt GmbH , gegenüber c't . Ein kurzer Videofilm erklärt Besuchern in der
Leisure Lounge die Welt von Vision Scape ( virtuelle Landschaft ) . Durch
speziell gesteuerte Sessel soll der Zuschauer ein Gefühl des Dabeiseins bekommen
. Für die Entspannung sorgen verschiedene Lichtprojektionen und leise Musik . Im
Memoryraum laden Sitz- und Liegemöglichkeiten zusätzlich zum Relaxen ein . Für
Vergnügen sorgen interaktive Spiele , beispielsweise eine LED-Lichtskulptur .
Durch Gehirnströme , die von Sensoren gemessen werden , lassen sich hier Lichter
und computergesteuerte Grafiken steuern . Besonders beliebt sind drei
interaktive Streichelmonster , auch Cyclons genannt . Die drei Monster werden
als Holofiguren auf Kunststofffenster projiziert . Wird die Oberfläche der
Fenster gestreichelt , scheinen die Monster darauf zu reagieren . Eine spezielle
Infrarot-Matrix , die sich auf der Oberfläche des Kunststoffes befindet ,
registriert die Berührungen . Jede Berührung löst einen kleinen Film aus , der
die Holofiguren entsprechend agieren lässt . " Wir haben Besucher gesehen , die
mehrmals hierher kommen , nur um die kleinen Monster zu streicheln " , freut
sich Schweiger . Eine installierte Webkammera macht alle zwei Minuten ein
Rundumfoto von der Cyclon Lounge . Die Fotos können anschließend im Internet
betrachtet werden . Scape bietet neben den genannte noch viele weitere
Attraktionen wie eine virtuelle Graslandschaft , die durch künstliche Muskeln
bewegt wird , ein Fashionstudio sowie das Omnium , eine durch Spiegelungen und
Reflexionen entstandene interaktive Hemisphäre . Fragen beantwortet ein
virtuelles Info-Girl . " Scape wurde eigentlich speziell für Jugendliche
zwischen 12 und 15 Jahren entworfen , aber auch Erwachsene werden hier sicher
Spaß haben " , meint Schweiger . Burda bringt Online-Töchter an die Börse Durch
den Börsengang soll die weitere Expansion von Focus Digital finanziert werden .
Den größten Wachstum erwarte das Unternehmen durch Electronic Publishing , die
Ausweitung des elektronischen Handels und durch die Vermarktung von
Online-Werbung , meint Jörg Bueroße , Vorstandsvorsitzende von Focus Digital .
Ferner soll die neue Tochter Netguide GmbH einen intelligenten Wegweiser durch
das Internet anbieten und durch ihr Service-Paket andere Unternehmen bei
Online-Auftritten unterstützen . Prognosen für die Zukunft will das Unternehmen
aufgrund des Börsengangs jedoch nicht bekannt geben . Im laufenden Jahr sei aber
nicht mit einem positiven Ergebnis zu rechnen , meint Finanzvorstand Lars
Schneider . Mehrheitsgesellschafter soll nach dem Börsengang mit 52,3 Prozent
die Burda Media Holding bleiben . Der Focus Magazin Verlag käme auf rund 13
Prozent . Etwa 21 Prozent sind für das Anlagepublikum vorgesehen .
Halbleitermarkt in China boomt Nach russischen Zeitungsberichten wird sich die
Volksrepublik China innerhalb der nächsten zehn Jahre weltweit zum zweitgrößten
Abnehmer für Halbleitertechnik entwickeln . Chinas Einkäufe an Halbleitern
werden dem Forschungsinstitut zufolge in den kommenden Jahren im jährlichen
Durchschnitt um 33 Prozent zunehmen . Schweiz : Fernmeldegeheimnis für E-Mails
Nach einer Entscheidung des Schweizer Bundesgerichts von gestern fällt der
E-Mail-Verkehr unter das Fernmeldegeheimnis . Das berichtet die Zürcher
Tageszeitung Tages-Anzeiger . Demnach erforden Auskünfte durch einen
Internet-Provider über den Inhalt und Absender einer E-Mail die gleichen
Voraussetzungen wie das Abhören eines Telefons . Das Urteil des Bundesgerichts
beruht auf dem Fall des Providers Swiss Online . Im Rahmen einer
Strafuntersuchung weigerte er sich , die Daten eines Kunden an die
Bezirksstaatsanwaltschaft Dielsdorf auszuliefern . In diesem Fall wurde der
Betreiber des Webservers http://www.lyrics.ch von zwei amerikanischen Firmen
wegen Verletzung des Urheberrechts verklagt . Der Provider hatte
urheberrechtlich geschützte Liedtexte zum Download angeboten . In den USA
entstanden allein 1999 rund 650.000 neue Internet-Jobs . Das geht aus einer
Studie des Forschungsinstituts für E-Commerce der University of Texas hervor .
Mit diesen Zahlen will das Forschungsinstitut nicht nur den starken Einfluß des
Internet auf die amerikanische Gesamtwirtschaft verdeutlichen , sondern auch
sein rasantes Wachstum . So sind beispielsweise die Umsätze aus der
Internet-Wirtschaft von 1998 bis 1999 um etwa 11 Prozent gestiegen , fast
dreimal so viel wie die Einnahmen aus der gesamten US-Wirtschaft . Damit kann
die Internet-Wirtschaft fast jeden fünften umgesetzten US-Dollar für sich
verbuchen . Mehr dazu in Telepolis : Digitale Ökonomie Wachstumsmotor der
amerikanischen Wirtschaft Frauenpolitik online Pünktlich zum heutigen
Weltfrauentag startet in Hessen ein neuer Internet-Service . Frauenbüros , die
bereits über einen Internet-Anschluss verfügen , ermöglichen eine direkte
Anmeldung zu Veranstaltungen oder Literaturanforderungen über das Netz . Die
Zusammenarbeit der hessischen Frauenbüros wird durch ein " Internes Forum "
unterstützt , in dem Informationen ausgetauscht , Diskussionen geführt und
Termine abgesprochen werden können . Spielend studieren Interdisziplinary Gaming
Studies Program - so heißt das neue Studienprogramm der Zukunft an der
University of California in Irvine ( UC Irvine ) . Studenten können sich dort
schon bald das Spielen " beibringen " lassen . Doch nicht nur Spielerei erwartet
die Teilnehmer nach amerikanischen Presseberichten , sondern auch harte Arbeit
in Kursen wie Psychologie , Soziologie , Grafikdesign und menschlicher Physis .
Ziel des Programms ist es , den Studenten nicht nur das Wissen über die
Entwicklung und das Design von Spielen , sondern auch das Verständnis über den
Einfluß von Spielen auf die Gesellschaft sowie die Bedeutung der
7-Milliarden-Dollar-Industrie zu vermitteln , meint Robert Nideffer , Professor
an der UC Irvine und Leiter des Projekts . Er hofft , dass dieses Programm auch
für die Spiele-Hersteller bald an Attraktivität gewinnen wird . Kräftemessen mit
Moskau übers Netz Die russische Föderation hat sich für die Expo-Besucher etwas
Besonderes einfallen lassen . Täglich ab 18.00 Uhr veranstaltet sie im kleinen
Kinosaal des russischen Standes einen Wettkampf im interaktiven Armdrücken . "
Jeder Gast hat die Möglichkeit , seine Kräfte mit einem Gegner in Moskau zu
messen " , berichtet Expo-Techniker Sergey Milto gegenüber c't . Wer eine
allgemeine Frage zu Russland beantworten kann , darf am Kräftemessen teilnehmen
. Wie auch bei einem realem Wettkampf muss der Gewinner den gegnerischen Arm
niederdrücken . Allerdings hat er es hier mit einem Kunststoffarm zu tun , der
auf einem Podest angebracht ist . Das Gegenstück - der zweite Arm - befindet
sich in einem Veranstaltungssaal in Moskau . Dem Gewinner winken anschließend
kleine Preise . Beide Arme sind über eine Glasfaserleitung miteinander verbunden
. " Die Funktionsweise ist relativ einfach " , sagt Milto . In jedem Arm
befindet sich ein Sensor , der die einwirkende Kraft misst . Die gemessenen
Werte werden über einen Computer miteinander verglichen . Damit der Teilnehmer
seinen Gegner auch sehen kann , findet zur gleichen Zeit eine Liveübertragung
der Veranstaltung in Moskau statt . Die Idee für das Spiel stammt von dem
Moskauer Unternehmen DT Creative Productions , das sich überwiegend auf
Multimedia-Veranstaltungen spezialisiert hat . Unterstützt werde das Projekt vom
russischen Ministerium für Kommunikation . Russlands größter
Telekommunikatiosanbieter Rostelekom stellte den Veranstaltern die Datenleitung
, die eine Übertragungsrate von 2 MBit/s bietet , zu Verfügung . Dann hat die
russische Föderation ihren Nationentag , an dem sie laut Milto weitere Neuheiten
des Landes vorstellen will . Digitales auf dem KurzFilmFestival Das
internationale Hamburger KurzFilmFestival will dem digitalen Film in diesem Jahr
erstmals einen eigenen Programmschwerpunkt widmen . Im sogenannten
bitfilmFestival sollen nur Filme gezeigt werden , die am heimischen PC
produziert wurden . Dabei gliedert sich das bitfimFestival in drei Schwerpunkte
: 3D Animationen zeigt komplett am Rechner generierte Filme , Mixed Media Filme
entstehen aus der digitalen Bearbeitung analoger Materialien , und in den Filmen
des Sonderprogramms " Insektiös " spielen digital erzeugte Insekten die
Hauptrolle . Parallel zu den Filmfestspielen in Hamburg veranstaltet Bitfilm -
die deutsche Internet-Station für digitale Kurzfilme - ein virtuelles Festival
im Internet . Besucher der virtuellen Veranstaltung können sich online
Videostreams der vorgestellten Filme , Webcam-Impressionen und ein
Festivalmagazin ansehen . Anschließend soll durch eine Internet-Abstimmung der
Gewinner des Al-Dente-Preises ermittelt werden . Den mit 3000 DM dotierten Preis
hat laut Bitfilm die Initiative Hamburg Newmedia@Work gestiftet . Zusätzlich
eröffnet Bitfilm ein bitfilmForum als Podium für "Making-of"-Vorträge , Demos
und Panels von den Filmproduzenten . Dabei werden ausschließlich die Filme
besprochen , die im bitfilmFestival vorgestellt werden . Java-basierte
Computerplattform für Fahrzeuge SmartMove NV , ein in Belgien ansässiges
Unternehmen für Fahrzeugtelematik , hat eine neue Fahrzeugcomputer-Plattform
entwickelt , die über die verschiedensten Protokolle und Dienste wie GSM , SMS ,
GPS , CAN , ERMES , DSRC und TCP/IP Kontakt mit der Außenwelt aufnehmen kann .
Das auf der Sun-Programmiersprache Java basierende System soll die Kommunikation
zwischen Diensteanbietern und den Hard- und Software-Anwendungen im Fahrzeug
erlauben . Ihren Schöpfern zufolge ist die neue Plattform auf der Basis
aktueller Hardware entwickelt worden , Einzelheiten hält das Unternehmen jedoch
noch zurück . Fahrer und Fahrzeughalter haben nach Angaben des Herstellers jetzt
die Möglichkeit , jederzeit über die existierenden Telekommunikationsnetze auf
Programme , Anwendungen und Dienste zuzugreifen . Die einzelnen aus Java-Modulen
bestehenden Programme und Anwendungen sollen dann über die eingebaute
Java-kompatible Hardware-Plattform heruntergeladen werden können .
Zugangsbedingungen und Datenaustausch zwischen Provider und Anwender werden
durch zwischengeschaltete Kommunikations- und Kontrollzentren überwacht . Die
neue Plattform wurde in der zweiten Märzwoche 2000 erstmals auf dem World
Congress & Exposition der Society of Automotive Engeneering ( SAE ) in Detroit
vorgestellt . SmartMove hofft durch seine neue Entwicklung die Zusammenarbeit
auf dem weltweiten Kommunikationsmarkt zu verbessern . AOL verhandelt mit AT&T
Der Online-Konzern AOL befindet sich derzeit in Verhandlungen mit dem
amerikanischen Telekommunikations-Unternehmen AT&T über ein Mitnutzungsrecht für
dessen Netzwerke . Das berichtet das Finanzblatt Wall Street Journal . Bisher
ist noch unklar , ob es zu einer Einigung zwischen den beiden Unternehmen kommen
wird . Die derzeitige Verbindung zwischen AOL und Excite@Home Corp. soll die
Verhandlungen zwischen dem Online-Riesen und AT&T erschweren . Der
Online-Dienstleister Excite@Home ist bereits einen Vertrag mit AT&T eingegangen
. Der Vertrag ermächtigt Excite@Home , AT&T-Kunden eigene
Online-Dienstleistungen anzubieten . AT&T will nach Aussagen des Wall Street
Journal seinen Vertrag mit Excite@Home nicht aufgeben . Auch AOLs Versuch , den
Medien- und Netzwerkkonzern Time Warner Inc. zu erwerben soll sich negativ auf
die Verhandlungen auswirken . Laut Wall Street Journal hält sich AT&T derzeit
mit Kommentaren zurück . Intel plant Sicherheitspaket als Open Source Ab 15. Mai
2000 will Intel den Quellcode des Sicherheitspakets CDSA als Open Source zum
freien Download anbieten , berichtet das Wall Street Journal . CDSA ( Common
Data Security Architecture ) bezeichnet Intel selbst als Framework aus diversen
APIs , die den Einsatz von Sicherheitstechniken im E-Commerce und für alle
Kommunkationsanwendungen einfacher machen sollen . Intels
Referenzimplementationen von CDSA für Windows werden derzeit überwiegend in
Unternehmen zur Integration von Verschlüsselung in eigenen Anwendungen
eingesetzt . Außerdem stellt das CDSA Möglichkeiten für die Verwaltung und
Zuweisung von digitalen Zertifikaten zur Verfügung , die die Identität eines
Nutzers oder Unternehmens innerhalb des Internets sowie gemeinsam genutzter
Netzwerke garantieren . Mit der Veröffentlichung der Software hofft Intel ,
Software-Enwicklern die Anwendung verschiedener Sicherheitsfunktionen zu
vereinfachen - und natürlich die eigene Technik für sichere Transaktion populär
zu machen . Schließlich will Intel schon einige Zeit weg vom Image des reinen
Prozessorbäckers hin zum Lieferanten der zentralen Bausteine für das Internet .
Private Nutzung des Internet in Deutschland boomt Nach der Studie "
MarkenProfile " des Magazins Stern hat sich damit die Anzahl der Internet-Nutzer
im Laufe der letzten zwei Jahre fast verdoppelt . Über die Hälfte der Anwender
verfügen über einen privaten Online-Anschluss . Das Verhältnis zwischen
geschäftlicher und privater Internet-Nutzung hat sich praktisch umgedreht :
Während 1998 von allen deutschen Internet-Surfern rund 47 Prozent über einen
geschäftlichen Anschluss und 37,8 Prozent über einen privaten Zugang verfügten ,
nutzen heute 33,7 Prozent ihren Anschluss geschäftlich und rund 57 Prozent
privat . Etwa gleich blieben die Anteile beim Online-Zugang über den
Ausbildungsplatz ( 13,8 Prozent ) und über Internet-Cafes ( 13,7 Prozent ) .
Immer mehr Menschen nutzen ihren Online-Zugang inzwischen zudem regelmäßig .
Rund 58 Prozent surfen einmal wöchentlich , etwa 17 Prozent sogar täglich .
Davon ruft die Hälfte jeden Tag Online-Informationen ab und nutzt E-Mails ; die
andere Hälfte surft einfach zum Vergnügen . Mit rund 56 Prozent Marktanteil ist
T-Online in Deutschland Markführer . AOL verbucht momentan 26 Prozent der
Gesamtanschlüsse . Allerdings hat AOL in den letzten zwei Jahren seinen
Bekanntheitsgrad verdoppeln können . Die Handelskette Vobis hat den sofortigen
Abbruch ihrer Geschäftsbeziehungen zu Epson bekannt gegeben . " Vobis will
lediglich nicht mehr direkt bei Epson einkaufen , sondern die Produkte über
einen Großhändler beziehen " , erklärte der Vorstandsvorsitzende Dr. Jürgen
Rakow gegenüber c't . Service- und Garantieleistungen sollen auch weiterhin wie
gewohnt abgewickelt werden . Grund für diesen Schritt sei neben der mangelnden
Betreuung durch Epson eine plötzliche Verschlechterung der Einkaufskonditionen .
Außerdem wirft Vobis dem Hersteller vor , einen anderen Retail-Partner zu
bevorzugen . Trotz mehrmaliger Gespräche hätten sich beide Handelspartner nicht
einigen können . Epson teilte sein Bedauern über den Abbruch der
Geschäftsbeziehungen mit , akzeptiere jedoch Vobis Entscheidung . Nach Auskunft
einer Epson-Mitarbeiterin sei ihr Unternehmen völlig überrascht worden : Vobis
habe sich sofort an die Öffentlichkeit gewandt , ohne Epson zu informieren . "
Von unserer Seite aus betrachen wir die Beziehungen zu Vobis nicht als beendet "
, betonte Michael Schultze , Senior Manager Marketing der Epson Deutschland GmbH
. Der Hersteller sei auch weiterhin an einer Zusammenarbeit interessiert .
Mini-Scanner zum Schnäppchenpreis Die Hard- und Software Vertriebs-GmbH HCE
bietet ab sofort den Scanner Artec Scanrom Photo für 40 Mark an . Hersteller
Artec hat diesen Miniscanner , der wie ein externes CD-ROM-Laufwerk aussieht ,
bereits im letzten Jahr aus seinem Sortiment genommen . Nun liefert HCE seine
Restbestände aus . Bestellungen nimmt das in Erkrath ansässige Unternehmen (
Heinrich-Hertz-Str. 52 ) nur telefonisch unter 0211/2099170 oder per Fax unter
0211/20991729 entgegen . Der Scanner wird über den Parallelport angesprochen und
arbeitet laut Hersteller unter Windows 95/98 und ME . Die Scansoftware des
Scanrom Photo bietet wenig Einstellmöglichkeiten - lediglich die Blindfarben Rot
, Grün oder Blau sowie Helligkeit und Kontrast lassen sich manuell verändern .
Unter anderem vermisst man eine Zoomfunktion sowie eine
Gammakorrekturmöglichkeit schmerzlich . Auch die Bildqualität des Scanrom Photo
lässt einiges zu wünschen übrig . Das c't-Testfoto gibt der Scanner zu dunkel
und außerdem nur unscharf wieder . Bei feinen Strukturen und leichten
Farbabstufungen zeigt das Gerät ebenfalls Schwächen . Besonders auffällig sind
die starken Konvergenzprobleme , die zu bunten Farbsäumen im Scanergebnis führen
. Positiv fällt hingegen das geringe Rauschen auf . Trotz der geringen
Bildqualität ist der Scanrom Photo für 40 Mark ein Schnäppchen . Er genügt
durchaus , um die neusten Babyfotos per E-Mail an die Verwandtschaft
weiterzuschicken - zu viel mehr taugt der Scanner aber nicht . Wegen OEM-Windows
als Raubkopierer angeklagt Der PC-Händler Snogard sieht sich wegen des Vertriebs
so genannter " entbündelter " OEM-Versionen von Windows 98 dem Vorwurf des
Raubkopierens ausgesetzt . Die Kölner Staatsanwaltschaft hat eine
Hausdurchsuchung und Beschlagnahme veranlasst . Microsoft hatte das Unternehmen
angezeigt , nachdem Snogard seinen PC-Systemen selbst hergestellte Windows-CDs
zusammen mit Original-Handbüchern beigefügt hatte . Der Händler beruft sich auf
guten Glauben : Er sei davon ausgegangen , mit den Handbüchern die Lizenzrechte
erworben zu haben , sagte der Rechtsanwalt der Firma zu c't . Microsoft arbeitet
seit einiger Zeit daran , den sekundären Markt für Windows-Lizenzen
trockenzulegen . Bisher blühte der Handel mit OEM-Lizenzen , die große
PC-Hersteller vergleichsweise billig einkaufen können und wieder auf den Markt
werfen , wenn sich ihre Hardware nicht in der erhofften Stückzahl absetzen lässt
. Während Snogard sich auf den rechtmäßigen Erwerb der Lizenzrechte von
Zwischenhändlern berief , beharrte Microsoft darauf , dass nur der Vertrieb von
original-verpackten Produkten legal sei . Ein aktuelles Urteil des
Oberlandesgerichtes Karlsruhe stützt die Position des Software-Giganten . Es sei
allein Sache der Markeninhaberin , " die Eigenart und das äußere
Erscheinungsbild ihrer Markenware zu prägen " . In diesem Streitverfahren ging
es um die Klage von Microsoft gegen einen Softwarehändler , der 300 CD-Exemplare
von Windows 98 Second Edition in die Schweiz exportieren wollte . Der Händler
beabsichtigte , die Software-CDs ohne dazugehörige Handbücher und
Echtheitszertifikate zu verkaufen . Jede CD hatte er mit einem selbst
hergestellten Aufkleber versehen , die den entsprechenden Produkt-Key trug .
Über weitere Einzelheiten berichtet c't in der kommenden Ausgabe 9/00 , die am
25. April erscheint . Verbindung über Telefonauskunft viel teurer Wer sich über
eine Telefonauskunft weiterverbinden läßt , zahlt unter Umständen das Sechsfache
des Normaltarifs , berichtet das Fernsehmagazin com.p@ss des Hessischen
Rundfunks . Ein selbstgewähltes Ortsgespräch beispielsweise kostet bei der
Telekom 12 Pfennig für 90 Sekunden . Für eine Weiterverbindung über Telegate
oder o.tel.o zahlt der Kunde für den gleichen Zeitraum mehr als 70 Pfennig .
Laut com.p@ss-Redaktion hat die Münchner Telegate-Zentrale die hohen Tarife
bestätigt . " Ein Hinweis auf die drastisch erhöhten Preise fehlt jedoch " ,
bemängelt das Fernsehmagazin . Telegate-Pressesprecher Thomas Richter habe dazu
erklärt , der Kunde müsse sich die Nummer nicht notieren und nicht noch einmal
wählen . Dies sei eine Service-Leistung , die ihren Preis habe . Laut
Telekommunikationsgesetz sei man nicht verpflichtet , am Telefon auf die
Sondertarife hinweisen . " Die allgemeine Preisauszeichnungspflicht verpflichtet
zwar jeden Anbieter , seine Preise den Kunden mitzuteilen , aber in welcher Form
er das macht , bleibt dem Anbieter selbst überlassen " , sagte der Sprecher der
Regulierungsbehörde für Telekommunikation Rudolf Boll auf Nachfrage von c't . Im
Fall von Telegate heisst das , der Kunden müsste sich erst im Internet über die
Tarife schlau machen , bevor er die Telefonauskunft anruft . com.p@ss sehen Sie
am heutigen Montag ab 22.45 Uhr im hessen fernsehen . Als Gast im Studio spricht
außerdem c't-Redakteur Georg Schnurer über das aktuelle c't-Titelthema
Datenrettung . Interaktive Modenschau im russischen Pavillon Neben Tanz und
Gesang veranstaltete die Russische Föderation an ihrem Nationentag eine
interaktive Modenschau . Jeweils vier Models präsentierten gleichzeitig in
Moskau und auf der Expo Entwürfe des russischen Modemachers Sergej Schipurin .
Die Vorführungen wurden von Kameras aufgezeichnet und parallel dazu auf einer
Leinwand im Hintergrund wiedergegeben . Die Leinwand zeigte allerdings mehr als
nur die vor Ort agierenden Damen : Statt eines Models waren dort zwei oder drei
zu sehen . Der Zuschauer sah sie bisweilen sogar verschmelzen . Tatsächlich
bewegten sich einige der Models nicht in Hannover , sondern in einem Studio in
Moskau . " Der Trick ist relativ einfach " , erklärt Expo-Techniker Sergey Milto
gegenüber c't : Die Kameras in Moskau und auf der Expo sind über eine Leitung ,
die eine Übertragungsgeschwindigkeit von rund 770 KBit/s bietet , mit einem
Computer verbunden . Die Aufzeichnungen werden an den Computer weitergeleitet ,
der diese anschließend zusammensetzt und als ein einziges Bild wiedergibt .
Zusätzlich erhalten sie Anweisungen vom Veranstalter der Modenschau , Danil
Kosinkow , der während der ganzen Vorführung mit dem Studio in Moskau
telefonisch in Verbindung steht . " Diese Schaltungen sind einfach zu teuer " ,
erklärt Milto . Die Russische Föderation beschränke sich jetzt nur noch auf ihre
eigentlichen Präsentationsthemen : Weltraumtechnik , Ressourcen-Nutzung ,
Umweltschutz und Katastrophenvorbeugung sowie Handwerkskunst . Ausgestellt sind
unter anderem Modelle des Satelliten " Meteor 3M " in Originalgröße , der
Raumstation " Mir " sowie der Tiefbohranlage auf der Halbinsel Kolski . China :
Richtlinien für Verschlüsselungstechnik geändert In einem " Aufklärungsschreiben
" an US-Unternehmensverbände teilt die chinesische State Encryption Management
Commission ( SEMC ) mit , dass nur noch " hochentwickelte Verschlüsselungs-Hard-
und -Software " angemeldet werden muß . Dies berichtet die Nachrichtenagentur
Reuters . China gehe es nur noch um die Technik , deren Kernfunktion die reine
Ver- und Entschlüsselung von Daten ist . Offensichtlich will die SEMC also auch
weiterhin Kontrolle über Kryptographie-Programme wie zum Beispiel PGP behalten .
Das Rundschreiben wurde in der vergangenen Woche von der Organisation
veröffentlicht . Demnach brauchen Anwender normale Anwendungs-Hard- und
-Software , wie zum Beispiel Mobiltelefone oder Web-Browser , nicht mehr zu
registrieren . Ursprünglich sollten alle Unternehmen und privaten Anwender ab
31. Januar dieses Jahres jegliche Verschlüsselungstechnik bei der chinesischen
Regierung anmelden . Außerdem sollten sie eine Genehmigung bei der SEMC
beantragen , die sie ermächtigt , die registrierte Verschlüsselungstechnik
anzuwenden . Die Richtlinien sollen nach Angaben der Behörde lediglich die
elektronische Kommunikation vor Lauschangriffen schützen . Jenoptik baut
Chip-Fabrik in Singapur Eine Tochtergesellschaft des Jenoptik-Konzerns errichtet
in Singapur eine neue Chip-Fabrik . CSM gehört seit 1993 zu den Schlüsselkunden
der in Singapur ansässigen Tochtergesellschaft von Jenoptik M+W Zander ( S ) Pte
Ltd. Als Generalauftragnehmer soll M+W Zander das Design , die Planung und den
Bau der Fabrik übernehmen . Die neue Fabrik ist für die Produktion von Wafern
der 200-mm-Generation vorgesehen . Allerdings können auch jederzeit Wafer der
300-mm-Generation hergestellt werden , heißt es bei Jenoptik . In der Mitte des
nächsten Jahres soll die Fabrik mit der Produktion beginnen . AOL kooperiert mit
Warenhauskonzern Sears Der amerikanische Online-Provider AOL arbeitet mit dem
US-Warenhausriesen Sears , Roebuck & Co. zusammen . Sears betrachtet AOL in
Zukunft als bevorzugten Internet-Provider . Im Zuge der Kooperation plant AOL
die Herausgabe einer aktualisierten Software-Version , die spezielle Links zu
Web-Seiten von Sears enthält . Diese AOL-Software will Sears vorwiegend eigenen
Web-Kunden anbieten . Außerdem soll die neue Version künftig in allen Filialen
von Sears erhältlich sein . Weiterhin plant AOL einen neuen Instant Messenger ,
der Anwendern Online-Kommunikationen mit dem Kundenservice von Sears ermöglicht
. Mit diesem Messenger sollen jedoch auch private und geschäftliche
Kommunikationen über das Internet möglich sein . Ferner wollen beide Unternehmen
ihren Kunden in Zukunft Breitband-Zugriffe ins Internet anbieten . Die
Kooperationspartner haben vor , dafür auch spezielle Surf-Geräte bereitzustellen
. Bei AOL Deutschland liegen derzeit noch keine Pläne für ähnliche Kooperationen
vor . Dagegen sind einzelne deutsche Warenhäuser , wie etwa die Karstadt AG , an
einer Ausweitung ins Internet mehr als interessiert . " Karstadt plant die
Gründung einer eigenen Internet-Gesellschaft " , berichtet der Pressesprecher
von Karstadt , Elmar Kratz . Genauere Informationen will das Unternehmen jedoch
erst Mitte des Jahres bekannt geben . " Coole Schule " macht computerfit Unter
der Schirmherrschaft des Bremer Bildungssenators Willi Lemke stellt das
Unternehmen mit Beginn des kommenden Schuljahres 300 Standard-Rechner zur
Verlosung bereit . Zum Auftakt der Initiative überreichte Bildungssenator Lemke
heute die ersten zehn Computer an die Bremer Grundschule . Vor allem sei es
dringend erforderlich , Schulen flächendeckend mit Computern ,
Internetanschlüssen und guter Lernsoftware auszustatten . " Wie hier in Bremen
wird die Initiative Coole Schule zahlreiche Schulen in Deutschland zu einer
Computer-Ausrüstung verhelfen , an die sie ohne diese Hilfe vielleicht nicht so
schnell gekommen wären " , ist sich Lemke sicher . Neunte WWW-Konferenz in
Amsterdam In Amsterdam ist am Montag die neunte internationale
World-Wide-Web-Konferenz ( WWW9 ) eröffnet worden . Zahlreiche Unternehmer ,
Akademiker und Wissenschaftler aus aller Welt nutzen nach Angaben der
Veranstalter die jährlichen Konferenzen , um ihre neusten Techniken und
Entwicklungen zu präsentieren , oder um an Disskussionsrunden zu den Problemen
und Anforderungen an zukünftige Technologien teilzunehmen . In diesem Jahr
widmet sich die WWW9 speziell dem rasant wachsenden Bereich des mobilen Netzes .
Besonderes Augenmerk liege beispielsweise auf dem drahtlosen Internet-Zugang mit
Geräten wie Handys , die vor allem als Informationsquellen genutzt werden . Ein
weiterer wichtiger Eckpunkt der Konferenz ist das E-Business . Verschiedene
Vorträge und Sitzungen sollen Besuchern nicht nur die wachsende Bedeutung der
virtuellen Plattformen verdeutlichen , sondern auch den Zusammenhang zwischen
der Weiterentwicklung des Internets und der Förderung des Geschäfts am Beispiel
von XML . Auch immer wiederkehrende juristische Themen will die Konferenz
ausgiebig behandeln . Die verschiedenen Debatten sollen sich unter anderem mit
der Frage um die schwindende Privatsphäre sowie mit Urheberrechten
auseinandersetzen . Veranstaltet wird die Konferenz vom Niderländischen National
Research Institut for Mathematics and Computer Science ( CWI ) , dem Schweizer
International World Wide Web Conference Commitee ( IW3C2 ) sowie Foretec
Seminars aus Reston , Virginia . Mit der Mikrowelle ins Internet Japans neuer
Traum der Zukunft ist ein Internet ohne Bildschirme . Eigens dazu will sich der
Staat mit verschiedenen Universitäten und Unternehmen wie Sony oder NEC
zusammenschließen , um eine Technologie zu entwickeln , die künftig einen
Internetzugang mit digitalen Kameras , Audioplayern , Gameboys , Videogeräten
oder gar mit digitalen Mikrowellen ermöglichen soll . Das berichtet die
japanische Wirtschaftszeitung " Nihon Keizai Shimbun " . Mit der neuen Technik
sollen Anwender beispielsweise Musik aus dem Internet direkt auf ihren
MiniDisc-Player laden oder Kochrezepte aus dem Netz ohne Umwege in die digitale
Mikrowelle einspeisen können . Ermöglichen will Japan das unter anderem durch
neue Übertragungsmethoden und Software für Geräte ohne Bildschirm . Für einen
einfachen und schnelleren Web-Zugang soll auch ein spezielles Netzumfeld
geschaffen werden . " 25 Jahre Hits " : Arista feiert im Internet Jubiläum
Anlässlich des 25. Jubiläums von Arista Records überträgt MCY.com das
Jubiläumskonzert " 25 Years of #1 Hits - die Feier zum 25. Jubiläum von Arista
Records " , das am 10. April in Los Angeles stattfand , als Webcast umsonst im
Internet . Ab dem 30. Mai 2000 soll das Online-Ereignis starten . Unter anderem
traten Whitney Houston , Carlos Santana , Annie Lennox , Puff Daddy sowie Toni
Braxton auf . " Der Webcast spiegelt nicht nur die Geschichte des Labels wieder
, sondern ist gleichzeitig ein Streifzug durch die Pop-Musikszene der
vergangenen zwanzig Jahre " , meint Bernhard Fritsch , Gründer und
Vorstandsvorsitzender von MCY.com . Fans können sich ab sofort auf der Website
des Online-Musikunternehmens anmelden , um direkt beim Start der
Web-Übtertragung benachrichtigt zu werden . Digitale Filme im Web Bitfilm - nach
eigenen Angaben die erste deutsche Internet-Station für digitale Kurzfilme -
geht am Donnerstag nach einer Beta-Phase offiziell online . Die neue Plattform
bietet neben Tipps , Artikeln und News aus der Digitalfilm-Szene auch Kurzfilme
im Quicktime- oder RealVideo-Format . " Bitfilm richtet sich an
Filminteressierte und Filmemacher " , berichtet Nina Schulz , Sprecherin des
Hamburger Unternehmens , gegenüber c't . Dabei sei es egal , ob es sich um
Amateure oder professionelle Filmemacher handelt . " Jeder , der seinen Film für
sehenswert hält , kann sich an uns wenden " , sagt Schulz . Die auf der Website
veröffentlichten Kurzfilme können aber nur online betrachtet , nicht jedoch
heruntergeladen werden . Ziel des Unternehmens sei es , zur führenden
europäischen Marketing- und Distributionsplattform für unabhängig produzierte
Filme aufzusteigen . Unterstützung bekommt der Internet-Anbieter unter anderem
durch die Hamburger Wirtschaftsbehörde im Rahmen der Initiative Hamburg
newmedia@work . Erstmals außerhalb des Netzes will sich Bitfilm auf dem
diesjährigen internationalen KurzFilmFestival in Hamburg präsentieren . Das
KurzFilmFestival findet vom 10. bis 17. Juni statt . Lifestyle-Gerät für PC-müde
Internet-Surfer Einen etwas trendigeren Namen für Internet Appliances haben der
Betriebssystem-Entwickler Be und das Hardware-Unternehmen Solopoint.com erfunden
: Gemeinsam wollen sie eine so genannten Lifestyle Appliance für Endverbraucher
entwickeln . Ähnlich wie National mit dem gerade angekündigten Webplayer , den
der Chip-Bäcker für den Medienkonzern Virgin entwickelt , hoffen die beiden
Firmen offensichtlich darauf , dass der Markt für Surf-Geräte unabhängig vom PC
- wie vielfach prophezeit - in der nächsten Zeit boomt . Das Gerät soll
Informationen und Unterhaltung aus dem Internet für die Konsumenten bereit
stellen , also etwa Nachrichten , Musik , News oder E-Mails . Die Lifestyle
Appliance soll mit der Betriebssystem-Plattform BeIA von Be arbeiten . Die
notwendige Hardware für die Appliance liefert Solopoint.com . Mit dem Gerät
sollen Anwender gleichzeitig Audio- und Videodateien abspielen , Bilder
bearbeiten sowie Internet-Programme nutzen können . Datenübermittlung möchten
die beiden Partner über jeden Breitband-Anschluss an das Internet ermöglichen ;
auch eine ständige Verbindung zum Netz soll das Gerät aufrechterhalten können .
" Unsere Appliance wird unkompliziert und intuitiv bedienbar sein , so dass auch
Anwender ohne Internet- und PC-Erfahrungen das Internet nutzen können " , meint
Arthur Chang , President und Chief Executive Officer von Solopoint.com . Einige
der Ausrüstungsmerkmale , die von der Firma vorgesehen sind , hören sich
zumindest beeindruckend an : Ein Farb-LCD , das als Touch Screen ausgeführt ist
, wird von einer einklappbaren Tastatur ergänzt ; dazu kommt ein integriertes
drahtloses Telefon , das nach Angaben von Solopoint direkt Telefonnummern des
eingebauten elektronischen Adressbuchs und von Internet-Seiten wählen kann .
Offensichtlich wollen die beiden Partner das Gerät aber nicht direkt verkaufen :
Einen Liefertermin geben sie noch nicht bekannt , bei Solopoint heißt es nur
lapidar , dass Dritthersteller die Lifestyle Appliance direkt bei Solopoint und
BeIA bei Be lizenzieren können . DGB berät zur Telearbeit Ratsuchende könnten
sich bei allgemeinen oder rechtlichen Fragen zum Thema per E-Mail mit einem Team
von Experten in Verbindung setzen . " Die Kampagne besteht jedoch nicht nur aus
dem Bereich Telearbeit " , erklärt Schulz . Sie befasse sich auch mit anderen
arbeitsrechtlichen Themen . Alle zwei bis drei Wochen werde ein anderes Thema
behandelt . Die neue Website sei vorerst noch bis Ende des Jahres erreichbar .
Eine intensivere Beratung zur Telarbeit bietet das Projekt Online Forum
Telearbeit ( OnForTe ) . Neben einer telefonischen Auskunft können sich
Webseiten-Besucher auch entsprechende Literatur zukommen lassen , Erfahrungen
austauschen , an Seminaren teilnehmen oder über Stellenangebote erkundigen .
Gegründet wurde das Projekt von der IG Medien , der Deutschen Postgewerkschaft (
DPG ) und der Gewerkschaft Handel , Banken und Versicherungen ( HBV ) .
Unterstützung bekommt es vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie
der Deutschen Telekom . Drupa : Messeführer für Palm ( Update ) Besucher der
weltgrößten Messe für Printmedien Drupa haben jetzt erstmals die Möglichkeit ,
die diesjährige Ausstellerliste komplett oder auszugsweise aus dem Internet auf
ihren Palm-PC herunterzuladen . Bisher konnten die Daten nur ausgedruckt oder in
Datenbankprogramme beziehungsweise Text-Viewer exportiert werden . " Der
Messeführer kann jedoch nicht nur über das Internet , sondern auch direkt vor
Ort in den Handheld geladen werden " , sagte Oliver Leheis , Sprecher der Drupa
Düsseldorf , zu c't . Die gepackten Daten könnten an jeder
Messe-Informationsstelle über eine Infrarot-Schnittstelle in den Palm
eingespeist werden . Eine integrierte Suchfunktion soll die Orientierung auf dem
Messegelände erleichtern . Der neue Service wurde im Auftrag der dimedis GmbH
vom Rostocker Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung ( IGD )
entwickelt . Die dimedis ist als Generalunternehmer für das elektronische
Besucherinformationssystem KATI der Messe Düsseldorf zuständig . Elefantengeburt
live im Internet Der Zoo Zürich will die Geburt eines Elefantenbabys live im
Internet zeigen . Die Elefantenkuh " Ceyla " erwartet ihren Nachwuchs , wie es
heißt , bis Ende Mai 2000 . Für das anstehende Ereignis hat der Zoo bereits zwei
Kameras im Gehege der Elefantendame installieren lassen . Die ersten Bilder von
dort sollen in Kürze auf der Website veröffentlicht werden . Der Zoo
beabsichtigt , mit der Live-Übertragung ein breites öffentliches Interesse für
die Lebensweise der Dickhäuter zu wecken und will gleichzeitig zum Schutz der
asiatischen Elefanten aufrufen . Bereits im vergangenen Jahr brachte eine
Elefantenkuh im Züricher Zoo ein Junges zu Welt , dieses ist jedoch im Herbst
1999 an einer Herpesinfektion gestorben . Eine Beeinträchtigung der Gesundheit
und des Wohlbefindens für " Ceyla " stellt die Live-Übertragung nach Ansicht der
Zoo-Verantwortlichen nicht dar : Als störend könnte sich etwa zusätzliche
Beleuchtung erweisen . Für die eingesetzte Kamera sei aber kein Extralicht
erforderlich . MCI WorldCom/Sprint : Kritik an Mega-Fusion Die geplante
Übernahme der drittgrößten amerikanischen Telefongesellschaft Sprint durch MCI
WorldCom droht zu platzen . Bereits im Oktober vergangenen Jahres kritisierte
die amerikanische Federal Communication Commission ( FCC ) den geplanten Deal .
Ein Zusammenschluss von WorldCom und Sprint lasse die Zahl der Konkurrenten auf
dem Telekommunikationsmarkt von drei auf zwei schrumpfen , geben die
Antitrust-Anwälte zu bedenken . Der Konzern erreiche nach der Fusion fast den
gleichen Marktanteil wie der derzeitige Branchenprimus AT&T . Damit sei ein
Neueinstieg in diese Branche von vornherein unmöglich . Schon bald will Axinn
eine entsprechende Stellungnahme seines Teams dem Antitrust-Abteilungschef des
US-Justizministeriums , Joel Klein , überreichen . Bisher hat Klein offiziell
noch keine Stellung zu der Transaktion bezogen . Er will sich jedoch in der
kommenden Woche mit den Anwälten der beiden Unternehmen treffen , um ihre
Beweggründe für die geplante Übernahme zu erfahren . Die beiden Fusionspartner
halten die geäußerten Bedenken für unbegründet . Sie sind der Ansicht , dass die
Fusion keinesfalls eine Bedrohung für den Wettbewerb darstellt . Im Gegenteil
würden die Verbrauchen von dem Zusammenschluss eher profitieren , da sie eine
größere Auswahl im Bereich der lokalen Telefone und des Highspeed-Internets
erwarten könnten . " Wir glauben , dass sich der Markt und die Technik so rasant
weiterentwickeln , dass es keinem Unternehmen gelingen wird , im Internet eine
Monopolstellung zu erlangen " , meint ein Sprecher von Sprint . Der Einstieg in
den Markt für Ferngespräche werde durch die raschen Veränderungen eher
erleichtert . " Wir sind zuversichtlich , dass nach Abschluss der Untersuchungen
im Herbst die Entscheidung positiv ausfallen wird " , kommentierte der Sprecher
von Sprint . Das Unternehmen sei den Fusionsbedingungen bereits entgegengekommen
, indem es den Verkauf seiner Backbone-Sparte verkündet habe . Eigens dafür
werde bereits eine spezielle Abteilung aufgebaut . Mit der Fusion will WorldCom
sein Unternehmen nicht nur um den neuen Geschäftsbereich der Mobilfunknetze
erweitern , sondern auch Sprints Glasfaser-Netz sowie alle Privat- und
Geschäftskunden übernehmen . Durch den Zusammenschluss der Netze hofft das
Unternehmen Mlliarden einzusparen , auch wenn es für die Genehmigung der Fusion
Teile von Sprint weiterverkaufen müsste . Neben dem US-Justizministerium
entscheiden auch die FCC sowie die Europäische Kommission über die geplante
Übernahme . Die Europäische Kommission hat für den 29. und 30. Mai eine
öffentliche Anhörung in Brüssel angesetzt . Nach den Richtlinien der EU will sie
bis spätestens 12. Juli über die Fusion befinden . Kochen per Mausklick Zwischen
dem 19. und 23. März stellen Unternehmen in Frankfurt am Main auf der ersten
Fachmesse Light + Building ihre Ideen zur zentralen Steuerung verschiedener
Haushaltsgeräte vor ( siehe auch Ausgabe 22/99 der c't ) . Dabei spezialisiert
sich beispielsweise Siemens auf computergesteuerte Küchen . Das Unternehmen will
Waschmaschinen und Kochherde über spezielle Bildschirme oder den heimischen PC
programmieren . Die Kochanweisungen können dann über ein Display abgelesen
werden . Für Energiesparmaßnahmen sollen automatische Regelungen sorgen . Beim
Lüften schließen diese durch entsprechender Programmierung die Heizkörperventile
. Bei Solaranlagen überprüft die Software einer mittelfränkischen Firma den
Energiespeicher , ob nach dem Nutzen der Waschmaschine noch genügen heißes
Wasser zum Duschen bleibt . Für die allgemeine Sicherheit sorgen Anlagen , die
regelmäßig überprüfen , ob Türen und Fenster geschlossen sind . Zielgruppe für
die neue Technik seien unter anderem alte und behinderte Menschen . Daher werde
bei der Herstellung auf Benutzerfreundlichkeit geachtet . Neben gängigen
Symbolen sollen auch Hilfefunktionen Erklärungen zu Vorgängen und Begriffen
liefern . Die Firma Comm-Tech will außerdem eine " einheitliche " Fernbedienung
produzieren , mit der alle Geräte angesprochen werden können . Manche Geräte
mögen auf den ersten Blick seltsam anmuten : Der Sinn eines Kühlschranks mit
Internet-Anschluss erschließt sich nicht sofort . Da könnten Einige auch auf die
Idee eines Kleiderschrank mit Wettervorhersage verfallen ... Trotzdem sind die
Unternehmen zuversichtlich , dass ihre Vorstellungen von den Kunden angenommen
werden . " Der Kunde ist meistens neugierig auf neue Produkte " , meint Andrea
Stuhl , Geschäftsführerin einer gleichnamigen Firma für Regelsysteme . Die
Hemmschwelle seien die Handwerksfirmen , die vor der Installation der neuen
Produkte zurückschrecken . Daher ist sie der Meinung , dass die Anbieter auch
für geeignete Schulungen sorgen sollten . Mikrochip als Nervenersatz Durch einen
implantierten Mikrochip kann ein gelähmter Franzose erstmals seit zehn Jahren
wieder gehen . Der Chip wurde dem 39jährigen Marc Merger eingesetzt , der seit
einen Autounfall im Rollstuhl sitzen musste . Der chirurgische Einsatz hat
keinerlei Verletzungen geheilt . Der Franzose bewegt sich mit Hilfe einer
speziellen Stütze . An der Stütze sind Tasten angebracht , die der Patient bei
jeder Bewegung drücken muss . Diese sind mit einem Mini-Rechner verbunden , der
als eine Art Kontrollsystem des Mikrochips fungiert . Je nach Betätigung sendet
der Mini-Rechner Impulse über feine Leitungen an die Beinmuskulatur . Bereits im
September vergangenen Jahres wurde Merger ein Mikrochip implantiert . Dieser war
jedoch fehlerhaft und musste wieder entfernt werden . Die Ärzte des Franzosen
halten die erstmals gelungene Operation für eine große Hoffnung für alle
gelähmten Menschen . Die Leitung des Eingriffs übernahm ein Team aus zwei
britischen , zwei dänischen und zwei italienischen Ärzten . Metro AG plant
Online-Offensive Der europäische Handelsriese Metro plant die Gründung einer
Online-Tochter . Wie das Wirtschaftsmagazin Capital zu berichten weiß , soll
bereits im Mai die neue Metro Online AG vorgestellt werden . Kommentieren will
das Unternehmen sein Vorhaben jedoch noch nicht . Auch einen geplanten
Börsengang der Online-Tochter wollte Kowalke nicht kommentieren . Wie es heißt ,
will die neue Metro auch die Online-Töchter der Metro Holding übernehmen . Dazu
gehören unter anderem der Internet-Marktplatz Scout24 , der Dienstleister Pago
und die Online-Verkaufsplattform Primus Online . Ferner plant das Unternehmen ,
die amerikanische Jetro-Kette von Metro Holding zu übernehmen .
Kooperationsgespräche mit AOL Europe und anderen Online-Anbietern sollen
ebenfalls bereits geführt worden sein . Auch hierzu hält sich das Unternehmen
noch mit Kommentaren zurück . Russlands Online-Markt hat Zukunft In Russland ist
erstmals eine Online-Zeitung an eine Investorengruppe verkauft worden . Die von
den Gesellschaften " Russische Fonds " und Orion Capital Advisors gegründete
Internet Holding Company ( IHC ) kaufte den Hauptanteil der Aktien für die
russische News-Site " Lenta.ru " . Ziel der IHC seien verschiedene Investitionen
ins russische Internet - so Michail Chanow , Vizepräsident von " Russische Fonds
" , gegenüber c't . Bereits im Januar dieses Jahres hat die Holding-Gesellschaft
Russlands größte Suchmaschine Rambler erworben . " Wir haben uns für den Kauf
von Lenta.ru entschieden , weil Lenta.ru die bekannteste News-Seite Russlands
ist " , teilte Chanow mit . Lenta.ru betrachtet den Verkauf eher als eine
strategische Partnerschaft . " Durch die Zusammenarbeit mit Rambler haben wir
die Möglichkeit , die Zahl unserer Webseiten-Besucher mindestens zu verdoppeln "
, ist sich Anton Noßik , Chefredakteur der Online-Zeitung , sicher .
Einzelheiten zu dem Verkauf sollen am 27. März veröffentlicht werden . Diese
Holding haben der Investor Baring Vostok Capital Partners und die Moskauer
United Financial Group gegründet . Noch steht das Internet in Russland am Anfang
seiner Entwicklung . Das Surfen wird bislang noch immer durch unterentwickelte
Infrastruktur , schlechte Leitungen , unsichere Bankensysteme und die
willkürliche Bürokratie des Landes behindert . Nur wenige Internet-Anbieter
können derzeit nennenswerte Gewinne verbuchen . Allerdings lassen sich die
Investoren von diesen Zahlen nicht abschrecken . Sie sind sich sicher , dass
Russland der Online-Markt der Zukunft wird . Geldautomaten mit Stimme statt
Display Die Bank of America will in den Staaten Florida und Kalifornien mehr als
2500 " sprechende " Geldautomaten aufstellen lassen , die auch von Blinden und
Sehbehinderten bedient werden können . Sie geben die Informationen , die bisher
nur im Display sichtbar waren , über Sprachsynthese aus . Das Bankgeheimnis soll
durch den Gebrauch von Kopfhörern gewahrt bleiben . " Wir arbeiten bereits seit
einigen Jahren mit den Herstellern an der Entwicklung dieser Technik " ,
berichtet Bill Raymond , Leiter der Abteilung ATM Channel Strategies and
Development . Einem Bericht der " USA today " zufolge hat die amerikanische Bank
Wells Fargo & Co. bereits im vergangenen Jahr eine ähnliche Aktion angekündigt ,
wonach bis September etwa 120 " sprechende " Geldautomaten in Kalifornien
aufgestellt werden sollen . Mannesmann dementiert Festnetz-Verkauf durch
Vodafone Vodafone AirTouch erwägt nach Informationen der Londoner Sunday Times
den Verkauf des Festnetzgeschäfts , in dessen Besitz der britische
Mobilfunkriese durch die Übernahme von Mannesmann gelangte . Neben der deutschen
Telekomfirma Mannesmann Arcor sei auch die italienische Infostrada betroffen .
Mit dem Verkauf wolle Vodafone seine Chancen bei der Versteigerung der begehrten
UMTS-Lizenzen verbessern , heißt es in dem Bericht . Die betroffenen Unternehmen
wollen von einem möglichen Verkauf allerdings nichts wissen . " Diese
Informationen sind eine reine Spekulation " , erklärte Thomas Rompczyk ,
Sprecher von Mannesmann Arcor , gegenüber c't . Vodafone habe nicht vor , die
geplante Strategie bezüglich der Festnetzgeschäfte zu ändern . Bei der
Mannesmann-Übernahme hatten die Briten die Absicht bekundet , die
Festnetzgeschäfte separat unter dem derzeitigen Management weiterzuführen .
Forschungsministerium : Erste Ergebnisse bei UMTSplus Bislang pokern die
Telekom-Konzerne noch um die Lizenzen für den Highspeed-Mobilfunk UMTS ; erste
Dienste werden in Deutschland erst für das Jahr 2002 erwartet . Aber das
Bundesforschungsministerium ( BMBF ) denkt schon über die Erweiterung UMTSplus
nach . Konzepte und Ergebnisse aus der bisherigen Förderung will das Ministerium
in einer öffentlichen Tagung am 19. Juni 2000 in Ulm vorstellen . Unter dem
Thema " Mobilkommunikation von morgen " soll UMTSplus einer der Schwerpunkte der
Tagung sein . Die Erweiterung soll im Vergleich zu UMTS eine noch höhere
Datenrate durch flexiblere Nutzung der verfügbaren Frequenzen ermöglichen .
Außerdem stellt das BMBF Förderprogramme jetzt auch online vor . Neben
allgemeinen Informationen rund um Fördermaßnahmen bietet die neugestaltete
Website des Ministeriums auch die Möglichkeit , Fördermittel elektronisch zu
beantragen . Eine Datenbank informiert Besucher der Website über aktuelle
Förderprogramme des Bundes , der Länder und der EU . Bertelsmann dementiert
Übernahme von Universal Music Den Bericht des Norddeutschen Rundfunks , wonach
Europas größter Medienkonzern Bertelsmann die Übernahme des Musikgeschäfts vom
US-Unterhaltungskonzern Universal plane , hat Bertelsmann aufs Schärfste
dementiert . Beim NDR hieß es , Bertelsmann und Universal könnten bereits
nächste Woche einen entsprechenden Vertrag unterzeichnen . Neben dem
Musikgeschäft , zu dem unter anderem die Deutsche Grammophon und der MCA-Verlag
gehören , wolle Bertelsmann möglicherweise auch die Universal-Filmstudios in
Hollywood übernehmen . Der NDR behauptet , seine Informationen aus sicherer
Quelle zu beziehen . Allerdings bestreitet neben Bertelsmann auch der deutsche
Zweig von Universal Music das angebliche Abkommen . Universal Music gehört zur
Seagram Company Ltd. , einem weltweiten Konzern für Unterhaltung , Wein und
Spirituosen . Seagram hat den NDR-Bericht gestern ebenfalls dementiert . Kaum
jemand kauft Medikamente im Web Über 50 Prozent der Bundesbürger kennen die
Möglichkeit , Arzneimittel über das Internet zu bestellen , jedoch nur ein
Prozent nutzt diese tatsächlich . Das ist das Ergebnis einer kürzlich
veröffentlichten Untersuchung des Bielefelder Emnid-Instituts . Verglichen mit
einer Befragung aus dem vergangenen Jahr sank der Anteil derer , die sich eine
Medikamente-Bestellung über das Netz vorstellen könnten , von 20 auf 17 Prozent
. Das Emnid-Institut führte diese Untersuchung im Auftrag des Bundesverbandes
der Pharmazeutischen Industrie ( BPI ) durch . BPI-Hauptgeschäftsführer Hans
Sendler betrachtet den Rückgang der Online-Medikamenten-Bestellungen als großen
Erfolg . Mit einer Aufklärungskampagne zum Thema " Internethandel mit
Arzneimitteln " versucht der Verband die Bevölkerung zu einer kritischeren
Haltung gegenüber Einkäufen von Medikamenten über das Web zu bewegen . " Die
Patienten sollen weiterhin den Arzt aufsuchen , wenn sie sich krank fühlen " ,
meint Sender . Er betonte , dass der Versandhandel apothekenpflichtiger
Medikamente nach deutschen Recht verboten sei . Leider würden diese Richtlinien
im Internet nicht beachtet . Chemieunternehmen starten gemeinsame
Internet-Aktivitäten BASF , Henkel und andere Chemieunternehmen haben sich
zusammengefunden , um noch im zweiten Quartal dieses Jahres den führenden
elektronischen Marktplatz der chemischen und pharmazeutischen Industrie zu
eröffnen . Das Softwareunternehmen SAP beteiligt sich an dieser Kooperation mit
seiner neu gegründeten Tochter SAPMarkets . Der ebenfalls an der Allianz
beteiligte Technologiekonzern Metallgesellschaft bringt den 1999 gegründeten
virtuellen Marktplatz Cheop mit ein . Die Partner erhoffen sich neben einer
bessere Markttransparenz und stärkerer Innovation auch beträchtliche
Einsparungen im Einkauf . Unter anderem sollen auch technische Dienste und
Zusatzleistungen - etwa Transport- und Finanzservice - angeboten werden . Die
Rechts- und Beteiligungsform des Projekts soll spätestens Ende April feststehen
. Business-to-Business scheint sich inzwischen zur tragenden Säule des
E-Commerce zu mausern . Die Kooperation zwischen DaimlerChrysler , General
Motors und Ford hat schlaglichtartig beleuchtet , welche Bedeutung der
elektronische Handel zwischen Unternehmen annehmen kann . Auch VW beispielsweise
kündigte gerade ein verstärktes Engagement im B2B-Bereich an . Inzwischen
interessieren sich immer mehr Unternehmen für den Online-Handel untereinander .
Sie kooperieren über unzählige virtuelle Marktplätze und gründen
Business-to-Business-Unternehmungen , um den Teileinkauf zu rationalisieren und
engere Produktionsketten mit den Zulieferern zu realisieren - eine Boom-Branche
entsteht , für die Analysten in den nächsten Jahren Milliarden-Umsätze erwarten
, und die gleichzeitig die Kosten für die beteiligten Industrieunternehmen
dramatisch senken könnte ( mehr zu den Entwicklungen bei B2B-E-Commerce bringt
c't in der kommenden Ausgabe 7/2000 , die ab dem 27. März im Handel ist ) .
Metro startet Internet-Offensive mit Online-Tochter Durch massive Erweiterungen
hofft der Kölner Handelskonzern Metro , seine Position auf dem europäischen
Markt noch weiter auszubauen . So soll die neugegründete Metro Online AG künftig
alle Internet-Aktivitäten der vier bestehenden Vertriebslinien Großhandel ,
Lebensmittel , Elektronik-/Baumärkte und Warenhäuser bündeln . Der Handelsriese
will die neue Holding zum fünften Geschäftsfeld ausbauen . Außerdem plant der
Konzern , mit der Online-Tochter an die Börse zu gehen . Bereits im vergangenen
Monat kündigte Metro die Zusammenarbeit mit den Unternehmen Sears , Carrefour
und Sainsburys im E-Commerce an . Die Beteiligung an den Online-Plattformen
GlobalNetXChange und Sparkice bezeichnet Metro selbst als strategische Allianzen
zum Datentransfer innerhalb der Branche . Neben den bereits bestehenden
Kooperationen plant der Handelsriese noch weitere Beteiligungen an jungen
Handelsunternehmen im E-Commerce-Bereich . Mit Details hält sich das Unternehmen
jedoch noch zurück . Noch im Juni soll darüber hinaus der Metro-Geschäftszweig
Media Markt sein Online-Angebot durch Unterhaltungsmedien erweitern . Anwender
hätten dann die Möglichkeit , Videos , Musik und Software von den Webseiten des
Unternehmens herunterzuladen . Europaweit sollen Media Markt und Saturn weitere
29 Fachmärkte eröffnen . Der klassische B2B-Geschäftsbereich soll durch 40
Neueröffnungen der Sparte Cash&Carry ausgebaut werden . Die neuen Filialien sind
vor allem im osteuropäischen und asiatischen Raum geplant . Sparkassen hinken
beim Online-Banking hinterher Was den Internet-Service betrifft , so scheinen
die deutschen Sparkassen mit den Privatbanken noch nicht mithalten zu können .
Vor allem beim Online-Banking müssten die Sparkassen ihre Kräfte bündeln , sagte
der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes , Dietrich Hoppenstedt
, heute in Kassel . Bereits im vergangenen Monat kündigte Hoppenstedt eine große
Internet-Offensive der Sparkassen an . Die Internet-Präsenz soll durch die
Partnerschaft mit dem Online-Dienstleister AOL verstärkt werden . Die Sparkassen
müssten aufhören , nur auf die Stärke der großen regionalen Präsenz zu setzen ,
meinte Hoppenstedt . Das betreffe vor allem Direktangebote im Bereich
Versicherungen , Baufinanzierung und Börsenhandel . Was die Zukunft des
öffentlich-rechtlichen Bankensektors betreffe , so hält Hoppenstedt eine
Aufgliederung in einen öffentlichen und einen privatwirtschaftlichen Teil für
unmöglich . Er hofft auf einen Konsens mit der Europäischen Union , der einen
langfristigen Rechtsfrieden sichern soll . Russischer Nachrichtendienst
überwacht E-Mail-Provider Die Nachfolgeorganisation des ehemaligen sowjetischen
Geheimdienstes KGB , der Nachrichtendienst FSB , arbeitet offenbar daran , alle
in Russland verschickten E-Mails zu überwachen . Zu diesem Zweck versucht der
FSB , die russischen E-Mail-Provider unter seine Kontrolle bringen . Das
berichtet die evangelische Nachrichtenagentur idea . Demnach sollen alle
Betreiber von Online-Servern in Russland gezwungen werden , auf ihren Systemen
eine neue Software des Nachrichtendiensts zu installieren . Diese soll dem FSB
jederzeit einen Zugriff auf alle Inhalte und technische Informationen
ermöglichen . Sollten sich Provider weigern , die Spähsoftware zu installieren ,
werde ihnen die Lizenz entzogen . Der Kostenpunkt dieser Technik liege zwischen
20000 und 60000 Mark , was dazu führe , dass nur noch große Provider überleben
könnten . Der FSB begründet seine neue Maßnahme mit dem Schutz vor Kriminalität
im Internet . In Fachkreisen hat die neue Anweisung sich schnell herumgesprochen
. " Die russischen Provider müssen sich schon seit einigen Wochen beim
Nachrichtendienst melden " , berichtet Dr. Gerd Stricker , Russlandexperte des
Schweizer Forschungsinstituts der Ostkircheneinrichtung " Glaube in der 2. Welt
" , gegenüber c't . Die Provider müssen sich mit der entsprechenden Stelle des
Geheimdienstes , SORM-2 , in Verbindung setzen . Das 1995 gegründete SORM (
System für unmittelbare Ermittlungsmaßnahmen ) dient der Überwachung von
Kommunikationseinrichtungen , wie Telefon , Radio und Fernsehen . SORM-2 wurde
als Erweiterung des bestehenden Systems installiert , um jetzt zusätzlich die
digitalen Medien zu kontrollieren . Das bedeutet , nachdem sich die Unternehmer
bei der jeweiligen Stelle gemeldet haben , schickt ihnen der FSB seine
Mitarbeiter . " Die Spezialisten von der Behörde haben jedoch nicht die
technischen Kenntnisse , um alle Kontrollmöglichkeiten auszuschöpfen " , meint
Dr. Stricker . So können die Unternehmer sich der vollkommenen Kontrolle noch
ein wenig entziehen . Wenn sich dies jedoch ändern sollte , könnten wohl auch
Wirtschaftsgeheimnisse ausgekundschaftet werden . Jim Dempsey , Chef des
Zentrums für Demokratie und Technologie in Washington , nimmt diese Bestrebungen
sehr ernst : " Mit SORM-2 geht Russland weiter als jedes andere Land in dem
Bemühen , private Bereiche des Internet zu observieren . " Dass der
Nachrichtendienst noch Personal sucht , geht deutlich aus seiner offiziellen
Homepage hervor . Wörtlich steht dort : In diesem Fall wird die Belohnung , die
jene Bürger von den ausländischen Spezialeinrichtungen bekommen , im vollen
Umfang verwahrt . Mit dem Geld werden höchste Mitarbeiter des FSB arbeiten .
Weiter heißt es auf der Webseite : " Personen , die ein Verbrechen wie
beispielsweise Spionage oder Umsturzversuch begangen haben , werden von
strafrechtlicher Verantwortung befreit , wenn sie freiwillig und rechtzeitig den
Staatsorganen Mitteilung machen oder auf ähnlichem Weg zur Abwehr weiterer
Schäden für Rußlands Interessen beitragen ... " Scanner mit Speicherkarten-Leser
Visioneer , eine Tochtergesellschaft des taiwanischen Elektronikunternehmens
Primax Electronics Ltd. , führt auf der CeBIT seinen ersten Flachbettscanner mit
integriertem Memory-Card-Leser vor . In den PhotoPort 7700 USB hat Visioneer
zwei Steckplätze eingebaut , über die der Scanner Speicherkarten mit den
Formaten SmartMedia und CompactFlash ausliest . Die Fotos importiert er
automatisch in das mitgelieferte Bildbearbeitungs- und Archivierungsprogramm
ScanSoft PaperPort 6.1 Deluxe und stellt sie in einer Thumbnail-Übersicht dar .
Bei bestehender Internetverbindung können die Bilder per Mausklick bei
PhotoWorks.com zum Entwickeln in Auftrag gegeben werden - allerdings nur mit der
amerikanischen Geräteversion . Für Deutschland plant Visioneer einen ähnlichen
Vertrag mit einem inländischen Unternehmen . Der PhotoPort 7700 USB soll Ende
Mai 2001 für rund 400 Mark in den deutschen Handel kommen . Digitalkamera für
Palm m100 und m500 Kodak stellt auf der CeBIT neue PalmPix Digitalkameras für
den Palm m100 und die m500-Serie vor . Die Module wiegen ohne Batterie rund 45
Gramm . Bisher gab es diese nur für Palm-Modelle der III-Serie und mit
optionalem Adapter für die V-Reihe . Die Bildübertragung erfolgt automatisch bei
der Synchronisation der Handheld-Daten ( HotSync ) , entsprechende Software
liefert Kodak mit . Die Digitalkamera für den Palm m100 soll bereits nächsten
Monat für 269 Mark in den Handel kommen ; die Kamera für den Palm m500 lässt
noch bis Juli auf sich warten . Für diese ist noch kein Preis bekannt . Mehr
Informationen über IT-Berufe Mit einem aktuellen Informations-Angebot rund um
IT-Berufe will die Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und
Forschungsförderung das Interesse der Schulabgänger für die Informations- und
Telekommunikationsbranche wecken . Auf der Internet-Seite Studien- und
Berufswahl online können sich interessierte Schüler ab sofort nicht nur über die
verschiedenen IT-Berufe informieren , sondern auch über die Studien- und
Ausbildungsmöglichkeiten sowie deren unterschiedliche Tätigkeits- und
Einsatzbereiche . Die Green-Card-Initiative ist laut der Kommission nur eine "
Erste-Hilfe-Maßnahme " , die den dringenden Bedarf an Fachkräften kurzfristig
decken soll . Um das Wirtschaftsproblem jedoch langfristig zu lösen , müssten
sich " mehr junge Menschen für ein Studium oder eine Berufsausbildung in diesem
Bereich entscheiden " . Verbraucherzentrale : Vorsicht bei Online-Buchungen Wer
sich bei seiner Urlaubsbuchung über das Internet zu unüberlegten Entscheidungen
hinreißen läßt , dem könnte dies teuer zu stehen kommen . Die
Verbraucher-Zentrale Sachsen ( VZS ) warnt Internet-Nutzer vor lückenhaften
Informationen über Flüge , Hotelausstattungen und zusätzliche Serviceangebote
bei Online-Reisebüros . Persönliche Daten und Kreditkarten-Nummern sollten bei
Online-Buchungen auch nur dann angegeben werden , wenn der Veranstalter
versichert , diese verschlüsselt weiterzugeben . Ein Sicherungsschein bewahrt
Urlauber vor finanziellen Verlusten , wenn der Veranstalter beispielsweise
Konkurs anmeldet . Daher sollten Anzahlungen bei Online-Buchungen nur dann
geleistet werden , wenn das Reisebüro oder der Veranstalter vorab einen solchen
Schein aushändigt . Senioren erobern das Internet Laut der neuen Studienreihe
W3B des Marktforschers Frittkau & Maaß hat sich die Zahl der deutschen
Online-Surfer , die über 50 Jahre alt sind , seit 1995 auf rund 14 Prozent
verfünffacht . Dabei sind in dieser Altersgruppe mehr Männer im Internet zu
finden als Frauen . Zu ähnlichen Ergebnissen kommt auch der Webforscher NetValue
. Nach seiner Studie für den Monat April 2000 sind die Senioren in Deutschland ,
Großbritannien und Frankreich überdurchschnittlich oft online . Während die
Senioren ebenfalls großes Interesse an Reise- und Gesundheitsangeboten zeigen ,
sind sie gegenüber dem Online-Shopping eher zurückhaltend . Großfusion der
Sprach-Erkenner Der belgische Spezialist für Spracherkennungs- und
Übersetzungssoftware , Lernout & Hauspie ( L&H ) , kündigte heute an , seinen
größten Konkurrenten Dragon Systems Inc. übernehmen zu wollen . Ein
entsprechendes Abkommen wurde bereits von L&H unterzeichnet . Der Kurs des
Papiers erreichte gestern an der Nasdaq einen Wert von 108,75 US-Dollar . Dragon
Systems ist der größte Spracherkennungssoftware-Hersteller in den USA . Das in
Newton , Massachussetts , ansässige Unternehmen beliefert etwa 48 Prozent des
US-Marktes mit seinen Produkten . Mit dem Erwerb von Dragon Systems beabsichtigt
L&H nach eigenen Angaben einen Meilenstein in der Entwicklung von
Spracherkennungs- und Übersetzungssoftware zu setzen . Vorrangig sollen jetzt
Spracherkennungs-Systeme für den Einsatz im Internet entwickelt werden . Erst
kürzlich demonstrierte das Unternehmen ein handyähnliches Gerät mit integrierter
Spracherkennung , das unter anderem das Versenden und Empfangen von e-Mails ,
Surfen im Web und E-Commerce ermöglicht . L&H plant , diese Geräte Ende dieses
Jahres auf den Markt zu bringen . Mit dem Erwerb von Dragon übernimmt L&H die 35
Patente des Unternehmens sowie etwa 350 Angestellte . Von den 350 Angestellten
sind 170 auf dem Gebiet der Forschung und Entwicklung tätig . Dragon Systems ist
bisher das größte von über zwei Dutzend Unternehmen , die sich die Belgier im
Verlauf der letzten drei Jahre angeeignet haben . Erst Anfang des Monats
kündigte L&H die Übernahme des amerikanischen Diktiergeräte-Herstellers
Dictaphone an . Drucker mit Speicherkarten-Leser Der Farbdrucker Stylus Photo
895 von Epson kann Fotos direkt von den Speicherkarten digitaler Kameras ohne
Einsatz eines PCs ausgeben . Das Gerät unterstützt dabei gängige Kartenformate
wie CompactFlash , SmartMedia , Memory Stick und Microdrive . Mit dem PC kann
der Drucker zusätzlich über die USB-Schnittstelle kommunizieren . Der Stylus
Photo 895 arbeitet nach Angaben des Herstellers mit einer maximalen
Druckauflösung von 2880 dpi . Die verschiedenen Druckereinstellungen lassen sich
über ein Panelmenü vornehmen . Außerdem kann das Gerät vom Inhalt der
Speicherkarte einen Indexprint ausgeben . Neben dem Display bietet Epson eine
Halterung für Rollenpapier . Der Stylus Photo 895 soll im Mai 2001 für 599 Mark
in den Handel kommen . Medienaktion macht " Gruftis " Mut zum Surfen Die Aktion
" Internet für Einsteiger " soll künftig vor allem älteren Menschen den Einstieg
in das World Wide Web erleichtern . Das gemeinsame Projekt der " Bertelsmann
Stiftung " , des Deutschen Volkshochschulverbandes ( DVV ) und des Magazins "
Stern " will Berührungsängste abbauen sowie die Spaltung der Gesellschaft in
Internetnutzer und Nichtnutzer verhindern , erklärte Mark Wössner ,
Vorstandsvorsitzender der Stiftung , am vergangenen Donnerstag in Berlin . Zu
diesem Zweck habe man eine CD-ROM herausgebracht , die durch eine einfache
Schritt-für-Schritt-Anleitung Anfängern das Internet sowie den Umgang mit diesem
Massenmedium erklärt . " Der Inhalt der CD ist auf die Internet-Kurse abgestimmt
, die ab 1. September bundesweit in über 500 Volkshochschulen starten " ,
erklärt Bernd Passens , Sprecher des DVV , gegenüber c't . Man könne das
programmierte Tutorial jedoch auch nutzen , ohne einen Kurs zu besuchen . Die
CD-ROM liegt der aktuellen "Stern"-Ausgabe bei . Die Teilnahme an der Aktion ist
für die einzelnen Volkshochschulen freiwillig . Von den über 1000 derartigen
Bildungsinstituten , die es in Deutschland gibt , haben sich bislang schon über
fünfzig Prozent dafür entschieden . Die Lehrgänge sollen 16 Stunden dauern und
in den nächsten zwei Jahren fester Programmbestandteil bleiben , wobei die
jeweiligen Schulen Preise und Veranstaltungsdaten selbst bestimmen . " Die Kurse
richten sich überwiegend an Leute ab 50 Jahren , aber auch jüngere Menschen ,
die noch keine Kenntnisse im Umgang mit dem Internet haben , können teilnehmen "
, sagte Passens . Als Beispiele erscheinen überwiegend Web-Inhalte mit typischen
Themen für die ältere Generation . Verstärkt wolle man sich etwa
Gesundheitsseiten im Internet sowie besonderen Freizeitangeboten ,
beispielsweise Wanderrouten , widmen . Finanzielle Unterstützung , um das
notwendige Begleitmaterial beschaffen und die CD-ROM herstellen zu können ,
bekam der DVV von der " Bertelsmann Stiftung " und vom Internet-Anbieter Comundo
. Die Schirmherrin des Projekts , Rita Süßmuth , ist sich mit Bernd Wössner
darüber einig , dass die Aktion " Internet für Einsteiger " notig sei , damit
Deutschland in Sachen Online-Kommunikation gegenüber anderen Ländern , in denen
das Internet bereits stärker genutzt wird , nicht ins Hintertreffen gerät . So
nutzten in den USA und Großbritanien doppelt so viele Privathaushalte einen
Computer wie in der Bundesrepublik . Eine ähnliche Aktion unter dem Motto "
Senioren ans Netz " gibt es bereits in Nordrhein-Westfalen . Arbeitsamt mit
runderneuertem Web-Auftritt Durch ein Neudesign ihrer Website will die
Bundesanstalt für Arbeit ( BA ) die Suche nach Jobs und Mitarbeitern erleichtern
. Sieben Hauptmenüs auf der Homepage liefern Informationen rund um das
Arbeitsamt . Eine Suchmaschine und verschiedene zielgruppenspezifische
Einstiegsmöglichkeiten erleichtern das Auffinden von Informationen . Auch auf
europaweite Stellenangebote oder Informationen können die Besucher der
BA-Webseiten zugreifen . Derzeit enthält der Stellen-Informations-Service ( SIS
) nach Angaben der BA rund 390.000 offene Stellen in Deutschland und Europa ,
darunter etwa 185.000 freie Ausbildungsplätze . Rund 20.000 Seiten liefern
zentrale und regionale Informationen über das Arbeitsamt . Verschiedene
Firmen-Vermittlungsbörsen sowie Angebote der Bühnenvermittlung und
Künstlerdienste ergänzen das Angebot . Nordrhein-westfälische Senioren sollen
ans Netz Internet ist für viele ältere Menschen kein Fremdwort mehr . Einige
nutzen das Medium inzwischen regelmäßig , doch die meisten scheuen sich noch
immer davor . Abhilfe will jetzt das Land Nordrhein-Westfalen mit dem
Modellprojekt " Senioren ans Netz " schaffen . Unterstützt wird es mit rund
370.000 Mark vom Familienministerium des Bundeslandes . Zu diesem Zweck sollen
in der Stadt Jülich zwei technikunterstützte Treffpunkte errichtet werden , in
denen interessierte Senioren das Know-how der Internetnutzung erlernen können .
Die umliegenden Gemeinden Titz , Linnich und Aldenhoven sollen ebenfalls mit je
einem Treffpunkt ausgestattet werden . " Die Besonderheit dieses Projekts ist
nicht nur sein gemeindeübergreifender Einsatz , sondern auch dessen
Zusammenarbeit mit Schülern und Studenten " , berichtet eine Sprecherin des
Ministeriums gegenüber c't . Daher richte NRW seine Bemühungen nicht nur an die
Senioren , sondern auch an junge Menschen . Neben den verschiedenen Gemeinden
und Institutionen arbeitet es auch mit dem ebenfalls vom Land geförderten
Projekt " Senioren OnLine " zusammen . " Senioren OnLine " bieten ein
umfangreiches Internet-Angebot speziell für ältere Menschen und dient als eine
Art Dach für alle seniorenbezogenen örtlichen Online-Initiativen in
Nordrhein-Westfalen . Ein ähliches Projekt startete das Senioren-Info-Mobil
bereits am Anfang dieses Monats in Karlsruhe . NRW : Mittelstand ins Internet
Das neue Projekt SeDEBA des Landes Nordrhein-Westfalen und der
Unternehmensberatung Telearbeit ( TA ) bietet kleinen und mittleren Unternehmen
aus strukturschwachen Regionen des Landes eine kostenlose Beratung zum Thema
E-Commerce . Die Teilnehmer werden durch eine Ausschreibung ermittelt .
Interessierte Unternehmen müssen die erforderlichen Unterlagen für die
Ausschreibung bis spätestens 5. Mai 2000 bei der TA eingereicht haben . " Die
einzelnen Unternehmen bekommen von uns eine ganz persönliche Beratung bei der
Planung und Realisierung ihrer E-Business-Vorhaben " , erklärt Carsten Klinge ,
Projekt- und Vertriebsleiter der Telearbeit , gegenüber c't . Neben der Lösung
organisatorischer Probleme werden auch rechtliche Fragen behandelt . Bisher habe
bereits eine Vielzahl von Unternehmen ihr Interesse an dem Projekt gezeigt . "
Dabei handelt es sich um kleinere Firmen , die an einer Erweiterung ihres
Absatzmarktes oder an einer Optimierung ihrer Einkaufsmöglichkeiten im Internet
interessiert sind " , berichtet Klinge . SeDEBA steht für " Sensibilisierung und
Qualifizierung zur Diffusion von Elektronik-Business-Anwendungen in kleineren
und mittleren Unternehmen in Nordrhein-Westfalen " . Das einmalig stattfindende
Projekt wird von Land selbst und aus Mitteln der Europäischen Union gefördert .
Ausschreibungsunterlagen können über die Webseite des Projekts abgerufen werden
. Realer Einkauf nicht zu ersetzen Trotz der ständig wachsenden Zahl virtueller
Kaufhäuser wird der traditionelle Einzelhandel auch weiterhin eine wichtige
Rolle spielen . Nach Einschätzungen des Deutschen Einzelhandelsverbandes kann
das Internet auch in Zukunft nicht mit der Erlebniswelt des realen Einkaufens
mithalten . Allerdings bringt das Internet frischen Wind in die
Handelslandschaft , meint Hermann Franzen , Präsident des Hauptverbandes des
Deutschen Einzelhandels ( HDE ) . Eine völlige Transparenz und Vergleichbarkeit
der Preise wirke sich positiv auf die Fachmärkte aus . Franzen ist sich jedoch
sicher , dass das Netz solcherlei Anfangsschwächen bald überwinden werde .
Microsofts Vormarsch auf digitalem Fernsehmarkt Microsofts stetiges Bemühen um
ein Stück des interaktiven Fernsehmarktes zeigt nun auch in Europa erste Erfolge
. Portugals führende Fernsehkabelgesellschaft TV Cabo will ihre neue
Service-Plattform für das digitale Fernsehen mit Software von Microsoft
ausstatten . Auch die zum Empfang benötigte Settop-Box soll auf dem Produkt des
Software-Giganten basieren . Neben einer virtuellen Videothek will TV Cabo
Anwendern auch E-Commerce und Online-Banking über den heimischen Fernseher
anbieten . Die benötigten Settop-Boxen ließen sich zusätzlich als digitale
Videorecorder verwenden . Das Abkommen ist ein weiterer Schritt für Microsoft ,
vom europäischen Markt des interaktiven Fernsehens ein größeres Stück
abzubekommen . Weitere Partner von Microsoft , wie das Holländische Unternehmen
United Pan-Europe oder die Britischen Anbieter Cable & Wireless Communications
und NTL haben sich ebenfalls bereit erklärt , Microsoft-Software zu verwenden .
Auch der US-Gigant AT&T , dessen größter Einzelaktionär Microsoft ist , will
Microsofts Lösungen für interaktives Fernsehen nutzen . Anfang Mai dieses Jahres
gab Microsoft zudem Kooperationen zum Digital-TV mit dem Elektronik-Hersteller
Matsushita und der britischen Firma Pace Micro bekannt . Diesem Vorgehen stehen
die Wettbewerbshüter der EU-Kommission in Brüssel allerdings skeptisch gegenüber
. Die Kommission untersucht daher , ob Microsofts geplanter Kauf von 29,7
Prozent der Anteile am führenden britischen Kabelunternehmen Telewest
Communications das europäische Kartellrecht verletzt . " Zonentalk " muss Server
wechseln Das Online-Diskussionsforum " Zonentalk " ( www.zonentalk.de ) darf
nicht länger auf dem Rechnersystem der Technischen Universität ( TU ) Chemnitz
laufen . Als Grund für den Rauswurf wird die fehlende wissenschaftliche
Betreuung des Forums seitens der Universität genannt . " Die lokale Presse hatte
sich am Dienstag bei der Universität über den Inhalt des freien Meinungsforums
beschwert " , erklärte Felix Mühlberg , Initiator des Forums , gegenüber c't .
Ihm sei eine Frist von einem Monat gesetzt worden , sein Forum umzumelden . "
Zonentalk " ist die Sammelstelle für Alltagsgeschichten aus der ostdeutschen
Vergangenheit . Ehemalige Bürger der DDR haben dort die Möglichkeit , ihre
Erfahrungen aus der Kindheit , Jugend , Politik oder Gesellschaft auszutauschen
. Einige Besucher würden das Forum jedoch nutzen , um heftige Diskussionen
auszufechten oder derbe Ost-West-Witze zu veröffentlichen , sagte Mühlberg . Die
im Forum gesammelten Beiträge sollen am Ende dieses Jahres ausgewertet und
anschließend in einem Buch veröffentlicht werden . Ein weiterer Grund für die
Uni Chemnitz auf einen Serverwechsel zu bestehen . " Ursprünglich war das Forum
ein Teilprojekt zu meiner Dissertationsarbeit " , so Mühlberg . Inzwischen habe
es sich jedoch weitestgehend verselbstständigt . Micropayment für T-Onliner Mit
webBill des Berliner Unternehmens Isoft können Internet-Händler ihre Kunden nach
Minuten oder je Dokument abkassieren . Voraussetzung ist der Internet-Zugang
über T-Online . Anbieter müssen einen für 30000 DM bei Isoft zu beziehenden
Billing-Server installieren , der die Verbindung zwischen dem herkömmlichen und
dem neuen Abrechnungssystem von T-Online herstellt . Stößt der Kunde beim Surfen
auf ein kostenpflichtiges Angebot , kann er nach einem entsprechenden
OK-Mausklick darauf zugreifen . Für den Zeittakt sind Gebühren von 0,05 bis 1,30
DM pro Minute möglich , ein Dokument kann bis zu 9,99 DM kosten . Bezahlen muß
er nach Art der T-Onliner mit der Telefonrechnung ; im Gegensatz zu sonstigen
T-Online-Geschäften bleibt der Kunde für den Händler nicht anonym .
Fingerabdruck öffnet Türen und Rechner Anstatt sich auf Paßwort oder PIN zu
verlassen , prüft die BioMouse den Fingerabdruck des Benutzers , den sie
dreidimensional scannt . Das Gerät kann am parallelen Port von Rechnern
angeschlossen werden , die mit Unix ( Sun , SGI , Linux ) , NT oder W95/3.1
laufen . Außerdem hat das Gerät eine PCMCIA-Schnittstelle . Die BioMouse wird ab
September vom Kölner Unternehmen AlphaNet über Distributoren vertrieben .
Entwickelt wurde sie von American Biometric . Zielgruppe : kleinere Unternehmen
und Privatleute mit erhöhten Sicherheitsbedarf . Der Preis wird zwischen 200 und
250 Euro liegen . Eine Alternative zum konventionellen Schlüssel soll das
Fingerprint-System der TRW Fahrzeugelektrik aus Radolfzell sein . Im Herbst
diesen Jahres sollen Prototypen im einem amerikanischen Appartementkomplex
Bewohner von Dieben unterscheiden . Später will man das ausschließlich aus einem
Hardware-Teil bestehende Fingerprint-System auch in Autos einbauen . In der
kommenden Augustausgabe wird sich iX mit biometrischen
Authentifizierungssystemen beschäftigen . Systems '97 : Aktion für Frauen Nach
der Ankündigung von Compaq , einen Frauen-PC nach den Wünschen der Leserinnen
von Cosmopolitan zu bauen , entdeckt auch die Messe München das Thema " Technik
, Frauen , Zukunft " . Workshops , Diskussionsrunden und Präsentationen werden
sich mit Themen wie " Selbständig machen im eigenen Office " beschäftigen und
Karrieremöglichkeiten für Frauen aufzeigen . Besonderer Anreiz : Die Senkung des
Eintrittspreises am ersten Messetag für Besucherinnen . Damit will die Messe
München den Anteil der weiblichen Messegäste , der in der Vergangenheit bei
maximal 10 Prozent lag , erhöhen . Start für Digitale Signatur Die
Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post in Mainz ist betriebsbereit :
Beauftragt mit der Einrichtung des obersten Trust Centers bei der Behörde war
die Telekom . Nach dem Abschluß dieses Projektes haben die Mainzer ihre
Signaturschlüssel nach dem Signaturgesetz generiert . Sie werden für die
Zulassung von Trust Centern gebraucht , die an die Endkunden Digitale Signaturen
vergeben . Die Deutsche Telekom AG hofft , noch in diesem Herbst entsprechende
Chipkarten ausgeben zu können . Open Trade Protocol für den Handel im Internet
Seit Mitte Januar liegt die Version 0.9 des Open Trade Protocol vor , und zwar
unter http://www.otp.org . OTP integriert bestehende herstellerabhängige
Zahlungssysteme wie Ecash , CyberCash , Kreditkartenzahlungen , GeldKarte und
Mondex . Als Sprache benutzt OTM die HTML-Alternative XML . Außerdem stellt das
OTP Verfahren für die elektronische Abwicklung von Angebot , Bestellung ,
Rechnung , Quittung und Reklamation zur Verfügung . Die Version 1.0 des von so
klingenden Namen wie HP , IBM , Mondex , Mastercard , AT&T , VeriFone ,
Cybercash , Sun Microsystems , DigiCash , Oracle und SIZ entwickelten Protokolls
soll im Sommer 1998 veröffentlicht werden . iX berichtet in seiner kommenden
Ausgabe ( 3/98 ) ausführlich über OTP . Notebook-Hersteller warnen vor Windows
98 Eine Woche nach dem Verkaufsstart von Windows 98 warnen führende
Notebook-Hersteller wie IBM , Toshiba und Dell vor einem Umstieg auf die
aktuelle Windows-Version . Vor allem die neuen Stromsparfunktionen ( ACPI ) von
Windows 98 bereiten den meisten Notebooks Probleme . Deshalb rät beispielsweise
Toshiba seinen Kunden , mit dem Umstieg noch zu warten , bis entsprechende
BIOS-Updates und aktualisierte Systemtreiber verfügbar sind . AOL und CompuServe
: Übernahme perfekt Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in München gaben AOL ,
Bertelsmann und CompuServe den Abschluß der Übernahmeverhandlungen bekannt . Mit
950.000 AOL-Mitgliedern und 850.000 CompuServe-Kunden verfügt das Konsortium nun
über den größten Benutzerstamm in Europa . Beide Dienste sollen mit getrennten
Abrechnungsmodellen und separaten Einwahlnummern fortbestehen - für die Benutzer
ändert sich vorerst nichts . Bei der Zugangssoftware tut sich hingegen einiges :
Mit einer deutschen Beta-Version der AOL-Software 4.0 ist bereits zur CeBIT 98
zu rechnen , während für CompuServe ein völlig neuer Client entwickelt werden
soll . Nico Ernst Betrüger spioniert T-Online-Kunden aus Ein Betrüger , der sich
als Mitarbeiter der Deutschen Bahn AG ausgibt , spioniert derzeit Passwörter von
T-Online-Kunden aus . Mit der gefälschten Absender-Adresse DB@T-Online.de
verschickt er seriös wirkende EMails , in denen ein sogenannter "
Online-Bahn-Service 98 " angekündigt wird . Diese Datei hat jedoch trotz ihres
Namens nichts mit der Deutschen Bahn zu tun , sondern enthält persönliche
Zugangsdaten ; sie darf unter keinen Umständen in fremde Hände gelangen . Gates
sieht wenig Zukunft für Windows 98 Via Satellit verkündete Microsoft-Chef Bill
Gates auf der TechED 98 in New Orleans die zukünftige Betriebssystem-Strategie
von Microsoft . Danach gehört nicht Windows 98 , sondern Windows NT und Windows
CE die Zukunft . Spätestens in zwei Jahren sollen diese Produkte Windows 98 den
Rang ablaufen . Mit Windows 98 endet die Linie der DOS-basierten Betriebssysteme
von Microsoft . NT soll sukzessive mit allen 98er Features wie
Mehrbildschirmbetrieb , Powermanagement ( OnNow ) und Unterstützung für 3D- und
Video-Hardware ausgestattet werden . Selbst Windows CE soll in Zukunft Teile von
DirectX enthalten . Service-Pack 1 für Windows 98 in Sicht Bereits Mitte August
will Microsoft das erste Service-Pack für Windows 98 veröffentlichen . Offiziell
als " Multimedia-Erweiterung " angeboten , soll es neben DirectX 6 und dem neuen
Multimedia Player auch zahlreiche Bugfixes enthalten . Nach derzeitigen Plänen
will Microsoft das Service-Pack kostenlos über die in Windows 98 integrierte
Online-Update-Funktion verteilen . Microsoft : Internet Explorer 4.0
veröffentlicht Nun ist es offiziell : Microsoft präsentiert auf seinem
Web-Server die Version 4 des Internet Explorers (
http://www.microsoft.com/ie/default.asp ) . Bei dieser 12 MByte großen "
platform preview release " handelt es sich noch nicht um eine öffentliche
Beta-Version . Sie richtet sich in erster Linie an Entwickler und sollte nicht
als Browser-Ersatz auf Standard-Systemen eingesetzt werden , so Microsoft .
Internet fast kostenlos Ab 11. Mai will Baden-Württembergs
Telekommunikationsanbieter tesion mit " the blue window " auch als
Internet-Provider auftreten . Der Clou des ISP ist das neue Abrechnungsmodell :
In diesem Preis sind jedoch lediglich zwei Freistunden enthalten . Jede weitere
Stunde im Internet kostet tagsüber 8 DM und abends sowie an Feiertagen und
Wochenenden 6 DM zusätzlich - ohne Telefongebühren . Damit spricht " the blue
window " in erster Linie Gelegenheits-Surfer an . Wer länger surft , findet
unter den Pauschalangeboten " normaler " Provider günstigere Angebote . tesion
ist eine Tochter der Energie Baden-Württemberg AG und der Swisscom , Bern .
Letztere betreibt bereits seit längerem in der Schweiz einen gleichnamigen
Online-Dienst . Mit 34 MBit/s ins DFN Künftig verbindet der Knotenpunkt in
Frankfurt am Main die beiden Netze mit einer Kapazität von 34 MBit/s . Hiermit
wird die derzeit bestehende Gesamtkapazität von 14 MBit/s mehr als verdoppelt .
Die Vereinbarung ist vorerst auf zwei Jahre befristet und beschränkt sich allein
auf die 17 beteiligten Internet-Provider und den DFN-Verein . Andere
kommerzielle Provider wie die Deutsche Telekom dürfen den gemeinsamen
Austauschpunkt nicht nutzen . Metronet : Abkehr vom Pauschaltarif Der
Internet-Provider Metronet ändert ab 1.3.1998 seine Preisgestaltung . Der
monatliche Pauschaltarif von 9,99 DM ( analog ) beziehungsweise 19,99 DM ( ISDN
) entfällt und wird durch einen Zeittarif ersetzt . Danach müssen alle
Metronet-Kunden neben einer monatlichen Grundgebühr von 7,50 DM für jede weitere
Online-Stunde 2,70 DM entrichten , wobei der Provider minutengenau abrechnet .
Altkunden erhalten in den ersten drei Monaten nach der Tarifumstellung ein "
Schmerzensgeld " in Form von jeweils zehn Freistunden . Im Zuge der
Preiserhöhung will der Provider seine Leistung steigern . Altlasten verzögern
Windows 98 Microsoft hat den Erscheinungstermin von Windows 98 erneut nach
hinten verschoben . Der ursprünglich für das Frühjahr 1998 anvisierte Termin
kann nach den jüngsten Verlautbarungen aus Redmond nicht eingehalten werden .
Vielmehr will Microsoft jetzt erst im zweiten Quartal des kommenden Jahres mit
seinem nächsten Betriebssystem an die Öffenlichkeit treten . Der Grund für die
Verzögerung soll in der noch fehlenden Upgrade-Möglichkeit von Windows 3.1 nach
Windows 98 ( http://www.heise.de/ct/art_ab97/9709014/ ) liegen . Viele
Firmenkunden hatten diese Option nach der Veröffentlichung der ersten
Beta-Version von Windows 98 vermißt , um ihre älteren Windows-Systeme auf den
jeweils aktuellen Stand zu bringen . Nach der Ankündigung gab der Kurs der
Microsoft-Aktie deutlich nach . Symantec schluckt Quarterdeck Symantec ,
Anbieter von Utilities für den PC und Macintosh , hat ein verbindliches Abkommen
über den Kauf des Mitbewerbers Quarterdeck unterzeichnet . Comdex :
Server-Initiative von Ellison Knapp drei Jahre nach der "Thin-Client"-Initiative
für Netzwerk-Computer ( NC ) kündigt Oracle-Chairman Larry Ellison die
Entwicklung spezieller Server-Hardware für die Oracle-Datenbank 8i an . In
Verhandlungen mit Hardware-Produzenten wie Compaq , Dell , HP und Sun strebt
Ellison abgespeckte Datenbank-Server an , die ohne " fette " Betriebssysteme wie
Windows NT auskommen . Vielmehr favorisiert er Apples System 10 , FreeBSD ,
Solaris und Linux als " schmale " Datenbank-Grundlage . Die neue Initiative
verfolgt zwei Ziele : Zum einen soll sie helfen , die Betriebskosten ( Total
Cost of Ownership ) für Datenbank-Server zu reduzieren . Zum anderen richtet sie
sich gegen den Konkurrenten Microsoft , der heute seinen SQL-Server 7
veröffentlichen will . Es bleibt abzuwarten , inwieweit Ellisons Ideen bei
Hardware-Herstellern auf fruchtbaren Boden treffen . EU entwickelt Leitlinien
für E-Commerce Die Europäische Kommission hat in einem Diskussionspapier für die
15 EU-Mitgliedstaaten Leitlinien zur Besteuerung des elektronischen Handels
aufgestellt . Danach unterliegen alle elektronisch übermittelten Waren und
Dienstleistungen , die in der Europäischen Union ( EU ) in Anspruch genommen
werden , einer einheitlichen Umsatzsteuer . Aus der EU exportierte elektronische
Leistungen sind von den neuen Plänen der Kommission nicht betroffen . Das
gleiche gilt für Waren , die elektronisch bestellt , aber über den normalen
Postweg verteilt werden : hier sollen die bisherigen zollrechtlichen
Bestimmungen greifen . Nacamar bundesweit zum Ortstarif Ab sofort bietet der
Internet-Provider Nacamar seinen privaten Dialup-Kunden ( Name@dialup.nacamar.de
) unter der bundesweit erreichbaren Rufnummer 01801/000555 die Internet-Einwahl
zum Ortstarif . Damit ermöglicht Nacamar nicht nur den entlegensten Winkeln
Deutschlands die preiswerte Einwahl ins Internet , sondern der Zugang wird auch
ortsunabhängig , was Vielreiser schätzen dürften . Der Pauschaltarif ( ohne
Zeit- oder Volumenbeschränkung ) sinkt ab 1. September von 49 auf 39 Mark .
Zudem will Nacamar noch im Oktober am zentralen Einwahlpunkt V.90-Modems
unterstützen . Nacamar-Kunden mit PoP-gebundener Domain müssen ihren Account
entsprechend umstellen lassen , um das neue Angebot nutzen zu können . In diesem
Fall ändert sich jedoch nicht nur die EMail-Adresse : Nicht mehr der PoP vor Ort
, sondern die Nacamar-Zentrale in Dreieich ist dann für den Kundensupport bei
etwaigen Zugangsproblemen oder Netzausfällen verantwortlich - der PoP vermittelt
die Privatkunden nur noch an die Zentrale weiter . DFN-Abschaltung folgenlos Den
vorläufigen Höhepunkt des Streits zwischen dem Wissenschaftsnetz und den
kommerziellen Internet-Providern (
http://www.heise.de/newsticker/data/ame-14.11.97-000/ ) markierte am 25.
November eine 24stündige Abschaltung der Austauschpunkte von Seiten der
Internet-Service-Provider . Der Warnstreik sollte den schon länger schwelenden
Konflikt publik machen und vor allem die Auswirkungen einer kompletten
Abschaltung der Austauschpunkte verdeutlichen . Wie Messungen der c't belegen ,
hatte die Abschaltung der Austauschpunkte kaum spürbare Auswirkungen : Dank der
" bombensicheren " Struktur des Internet nahmen viele Daten gar nicht den Umweg
über die USA , sondern suchten sich etwa über europäische Backbones einen
direkten Weg . Zudem gab es Streikbrecher wie die deutsche Telekom , die erst
jüngst einen Austauschpunkt mit dem DFN eingerichtet hat . Wer also bestimmte
Netzteile gar nicht besucht hat , blieb von Auswirkungen verschont . Windows 98
: Neues Logo Das Windows-95-Logo hat bald ausgedient . Um für die
Betriebssysteme Windows 98 und NT 5.0 das begehrte Logo zu erhalten , müssen die
Hersteller von Hard- und Software zukünftig strengere Richtlinien erfüllen .
Welche Kriterien das genau sind , beschreiben Intel und Microsoft gemeinsam in
der PC98-Spezifikation ( http://www.microsoft.com/hwdev/pc98.htm ) . Ganz oben
auf dem Pflichtenkatalog stehen dabei Maßnahmen zur Kostenreduktion ( Total Cost
of Ownership ) und zur einfacheren Bedienung ( Zero Administration Windows ) .
Windows 98 soll im ersten Quartal des kommenden Jahres auf den Markt kommen , NT
5.0 im vierten . Iomega schluckt Nomaï Mit der Übernahme beendet Iomega den seit
mehreren Monaten andauernden Rechtsstreit mit Nomaï um den Vertrieb von
billigeren Zip-Medien ( XHD-Cartridges ) . Die " außergerichtliche Einigung "
sieht vor , daß Nomaï ab sofort die Lizenzierung , die Produktion und den
Vertrieb der preiswerten XHD-Cartridges einstellt . IE 4 legt Microsoft lahm Die
offizielle Ankündigung von Microsoft , den Internet Explorer 4 ( US-Version )
heute zum Download bereitzustellen , zwingt den WWW-Server aus Redmond in die
Knie . Da ( zu ) viele Internet-Surfer derzeit nach der neuen Software Ausschau
halten , bricht der Microsoft-Server häufiger zusammen oder meldet nur noch ein
" Server too busy " . Wer trotzdem zu den ersten Besitzern des IE 4 gehören will
, sollte sein Glück unter http://www.eu.microsoft.com/ie/ versuchen . Dort soll
am morgigen 1. Oktober auch die deutsche Version zum Download bereitliegen .
Video NC von Corel Die kanadische Softwareschmiede Corel will Anfang 1998 ihren
Video-Netzcomputer auf den Markt bringen . Nachdem auf der diesjährigen Cebit
nur das leere Gehäuse präsentiert worden war , stehen nun die technischen
Eckdaten fest : 32 MByte Hauptspeicher , ein StrongARM SA-110 Prozessor , 500
MByte Festplattenkapazität sowie Hardware-Erweiterungen zur Video- und
Sprachbearbeitung . Als Betriebssystem kommt Linux zum Einsatz . Darauf setzt
Corel eine in Java entwickelte Multimedia-Suite als Benutzerschnittstelle auf .
Neben einem Web-Browser enthält die Suite Multimedia-Tools und bietet eine
Schnittstelle zu Office-Applikationen . Über den Preis des neuen
Video-Netzcomputers schweigt sich Corel allerdings noch aus . IDE-Schnittstelle
beschleunigt auf Tempo 133 Der Festplattenhersteller Maxtor hat die nächste
Generation der IDE-Schnittstelle angekündigt : Ultra-ATA/133 soll die
Übertragungsrate auf dem IDE-Kabel von bisher 100 MByte/s ( Ultra-ATA/100 ) auf
133 MByte/s erhöhen . Neue Festplatten sollen auch an alten Hostadaptern laufen
und umgekehrt . Eigentlich hätte bereits Ultra-ATA/100 für die betagte parallele
ATA-Schnittstelle das Ende der Entwicklung bedeuten sollen . Die
Plattenhersteller sind sich im Prinzip einig , dass die Zukunft dem seriellen
Anschluss Serial ATA gehört . Der Vorstoß , das parallele ATA doch noch einmal
aufzubohren , dürfte aus der ehemaligen Firma Quantum kommen , die Maxtor Anfang
des Jahres übernommen hatte und die bisher die treibende Kraft bei der
Beschleunigung der ATA-Schnittstelle war . Wer eine noch schnellere
IDE-Schnittstelle allerdings braucht , ist fraglich , haben doch die schnellsten
IDE-Platten gerade einmal eine Dauertransferrate von 40 MByte/s erreicht . Die
Spezifikation steht interessierten Lizenznehmern ab sofort zur Verfügung . Im
vierten Quartal 2001 will Maxtor sie dem Standardisierungsgremium X3T13 zur
Integration in die ATA/ATAPI-Spezifikation vorlegen . Laut Maxtor haben bisher
Adaptec , Promise , Silicon Image , SiS und VIA die neue Interface-Technik
lizenziert . Bereits auf der Computex , die Anfang Juni in Taiwan stattfand ,
waren Prototypen von Ultra-ATA/133-Hostadaptern zu sehen . Festplatten mit der
schnellen Schnittstelle gibt es jedoch bisher nicht . Maxtor will die nächste
Laufwerksgeneration mit Ultra-ATA/133 ausstatten , hat diese aber noch nicht
konkret angekündigt . Nachdem man kürzlich mit großem Trara die Überwindung der
128-GByte-Grenze gefeiert hatte , steht zu vermuten , dass es sich dabei um die
erwartete 160-GByte-Platte handeln wird . Festplatten mit 15.000 U/min von IBM
und Fujitsu Hochleistungs-Festplatten für den Servereinsatz arbeiten bisher
überwiegend mit einer Drehzahl von 10.000 U/min ; lediglich Vorreiter Seagate
bietet bereits seit einem halben Jahr Laufwerke mit 15.000 U/min an . Jetzt
ziehen IBM und Fujitsu nach und kündigen ebenfalls Platten mit dieser Drehzahl
an . Die IBM Ultrastar 36Z15 kommt im 1 Zoll hohen 3,5-ZOLL-Gehäuse in zwei
Kapazitätsvarianten auf den Markt : 18 und 36 GByte . Als Interface bietet IBM
zunächst Ultra160 SCSI an . Später ist ein Modell mit Ultra320 SCSI geplant ,
alternativ steht auch Fibre-Channel ( FC-AL-2 mit 2 GBit/s ) zur Verfügung . Ein
Blick in die technischen Daten offenbart ein interessantes Detail : Das
18-GByte-Modell arbeitet mit vier Magnetscheiben , während das 36-GByte-Modell
die doppelte Kapazität auf nur sechs Scheiben unterbringt . Daraus und aus der
Angabe , dass das 18-GByte-Laufwerk nur 8 statt 11 Aufzeichnungszonen nutzt ,
lässt sich ersehen , dass IBM hier offensichtlich nicht die ganze Fläche der
Magnetscheiben für die Datenspeicherung nutzt , sondern nur den äußeren Bereich
. Dank dieses Tricks müssen die Köpfe nicht so weite Wege zurücklegen , sodass
das Laufwerk laut Datenblatt eine mittlere Seek-Zeit von 3,4 ms gegenüber den
4,1 ms der großen Schwester erreicht . Mit der Auslieferung der Ultrastar 36Z15
will IBM noch in diesem Quartal beginnen . Bei Fujitsu wird es wohl noch ein
wenig länger dauern : Anfang des dritten Quartals will man die mit 15.000 U/min
drehenden Laufwerke der Reihe MAM3xxx ausliefern , die wie bei IBM in Varianten
mit 18 und 36 GByte im ein Zoll hohen Gehäuse daherkommen . Nähere Einzelheiten
zu den technischen Daten hat Fujitsu noch nicht bekannt gegeben . In der
Drehzahlklasse mit 10.000 U/min bringen die Hersteller bald bis zu 73 GByte im
ein Zoll hohen 3,5-ZOLL-Gehäuse unter . Fujitsu hat ihre Familie MAN3xxx mit 18
, 36 und 73 GByte für das zweite Quartal 2001 angekündigt , IBM will
Evaluation-Einheiten ihrer Familie Ultrastar 73LZX noch im ersten Quartal 2001
liefern . Dass mit 10.000 U/min höhere Kapazitäten möglich sind als bei 15.000
U/min , hat übrigens einen ganz einfachen Grund : Bei den Laufwerken mit höherer
Drehzahl setzen die Hersteller Magnetscheiben mit geringerem Durchmesser ein ,
sodass darauf schlicht weniger Fläche zur Datenspeicherung zur Verfügung steht .
Netscape Communicator 4.04 für OS/2 IBM hat für Besitzer von OS/2 Warp 4 die
OS/2-Version des Netscape Communicator in der Version 4.04 zum kostenlosen
Download bereitgestellt . Sie umfaßt die zentralen Komponenten der Standard
Edition : Navigator ( Browser ) , Messenger ( Mail-Client ) , Collabra (
News-Client ) und Composer ( Publishing-Werkzeug ) . Gegenüber der Standard
Edition für Windows fehlen lediglich die Funktionen Conference , Netcaster und
AOL Instant Messenger . Damit steht nun auch der OS/2-Gemeinde wieder ein
Browser auf dem aktuellen Stand der Technik zur Verfügung . Notebook-Platte mit
48 GByte IBM hat für das zweite Quartal eine neue Familie von
2,5-ZOLL-Festplatten angekündigt . Das Spitzenmodell , die Travelstar 48GH ,
bringt in einem 12,5 mm hohen Gehäuse auf vier Magnetscheiben 48 GByte unter .
Mit 4200 U/min und einer Bauhöhe von 9,5 mm begnügen sich die kleineren Modelle
: Die Travelstar 30GN soll in Varianten mit 30 und 20 GByte auf den Markt kommen
, die Travelstar 15GN in einer 15- , 10- und einer 6-GByte-Version . Alle
Modelle arbeiten mit Flüssiglagern , was laut IBM ein gegenüber der
Vorläufergeneration geringeres Laufgeräusch bewirkt . Gigabyte-Wechselplatte zum
Kampfpreis Unter der Bezeichnung SparQ hat SyQuest ein Wechselplattenlaufwerk
mit einem Gigabyte Kapazität angekündigt . Die empfohlenen Verkaufspreise von
199 Dollar für das Laufwerk ( inklusive einer Cartridge ) und 99 Dollar für ein
Dreierpack Medien sollen wohl Iomega das Fürchten lehren : deren kürzlich
angekündigtes ZipPlus-Drive speichert zum gleichen Preis nur 100 MByte , und
beim 1 GByte fassenden Jaz-Drive sind Laufwerk wie Medien fast doppelt so teuer
. Die 1-GByte-Cartridge im 3,5-ZOLL-Format ähnelt äußerlich stark dem
1,5-GByte-Medium des SyJet , enthält jedoch nur eine Magnetscheibe . Mit
Übertragungsraten von 3,7 bis 6,9 MByte/s soll das SparQ-Laufwerk laut SyQuest
fast so schnell wie eine Festplatte sein . Neben einer internen Version mit
EIDE-Schnittstelle soll es ein externes Gerät mit Parallelportanschluß geben ;
eine SCSI-Version ist nicht geplant . SyQuest will SparQ ab November in den USA
ausgeliefern , in Deutschland ist jedoch nicht vor Januar 1998 mit dem Laufwerk
zu rechnen . Auch Seagate bringt 73-GByte-Festplatte Kurz nachdem IBM eine neue
Familie von Server-Festplatten mit bis zu 73 GByte angekündigt hatte , zieht
Seagate mit ähnlichen technischen Daten nach : Die mit 10000 U/min drehende
3,5-ZOLL-Festplattenfamilie Cheetah soll im ersten Quartal 2000 mit Kapazitäten
von 9 bis 36,7 GByte bei einem Zoll Bauhöhe ( Low Profile ) beziehungsweise 73,4
GByte bei voller Höhe ( 1,6 Zoll ) auf den Markt kommen . Als Interface stehen
Fibre Channel sowie Ultra160 SCSI zur Wahl . Die mit 7200 U/min drehende
Barracuda-Familie wird Nachwuchs mit 9,1 und 18,2 GByte und Ultra160 SCSI
bekommen . Laut den von Seagate veröffentlichten technischen Daten wird die
Datentransferrate bei der Barracuda gegenüber der Vorgängerversion um 30 % höher
liegen , bei der Cheetah-Familie sogar um 40 % . Als Seek-Zeiten gibt der
Hersteller 5,9 ( Barracuda ) beziehungsweise 5,2 ( Cheetah ) Millisekunden an .
Adaptec übernimmt DPT Adaptec kauft den RAID-Spezialisten DPT . Die bestehenden
Produktlinien von DPT will Adaptec zunächst weiter unterstützen , sie jedoch
langfristig mit den eigenen zusammenführen , um ein umfassendes Portfolio an
RAID-Lösungen anbieten zu können . Iomega ZipPlus inkompatibel Auf einer
Web-Seite räumt die Firma Iomega indirekt Probleme beim Betrieb des
ZipPlus-Laufwerks am SCSI-Bus ein . Was Iomega euphemistisch " Updated ZipPlus
System Compatibility Guidelines " nennt , stellt in der Praxis den sinnvollen
Betrieb des ZipPlus-Laufwerks am SCSI-Bus in Frage : Man solle das Laufwerk als
einziges Gerät an den SCSI-Bus anschließen , es nicht an
Notebook-SCSI-Anschlüssen betreiben sowie grundsätzlich nur das Originalkabel
und keinerlei Adapterstecker benutzen . Letzteres verbietet den Betrieb an allen
gängigen PC-SCSI-Anschlüssen , denn der 25polige Sub-D-Anschluß , an den das
Originalkabel passen würde , ist beim PC spätestens seit Einführung des PCI-Bus
ausgestorben . Bereits im Test in c't 16/97 , S. 169 stellten wir
Schwierigkeiten beim Betrieb des ZipPlus an einem Symbios Logic SYM8751SP fest -
selbst , wenn ZipPlus als einziges Gerät am SCSI-Bus hing . Zahlreiche Leser
berichteten uns von Problemen im Zusammenspiel des Laufwerks mit anderen
SCSI-Geräten . Teilweise ließen sich diese durch zusätzliche externe
Terminierung mildern , was darauf hindeutet , daß die automatische Terminierung
des ZipPlus fehlerhaft arbeitet . Die Schwierigkeiten häufen sich vor allem an
den gängigen Ultra-SCSI-Adaptern , da sie höhere Ansprüche an die Signalqualität
auf dem SCSI-Bus stellen . Iomegas vorläufige Lösung : Wer Probleme mit dem
ZipPlus-Laufwerk hat , kann sich an den technischen Support wenden und dort ein
aktualisiertes Handbuch beziehen , in dem diese Probleme dokumentiert sind .
Ultra320 SCSI am Horizont Kaum haben SCSI-Festplatten und -Hostadapter den
Generationswechsel auf Ultra160 SCSI vollzogen , da taucht am Horizont bereits
die nächste Version der SCSI-Schnittstelle auf : Ultra320 SCSI soll das Tempo
gegenüber Ultra160 auf nunmehr 320 MByte/s verdoppeln und zukünftigen
High-End-Speicherlösungen zum nötigen Durchsatz verhelfen . Mit dem SYM53C1030
hat LSI Logic einen Hostadapter-Chip angekündigt , der gleich zwei
Ultra-320-SCSI-Kanäle an Bord hat . Deren theoretischer Gesamtdurchsatz von 640
MByte/s würde selbst einen 64-bittigen 66-MHz-PCI-Bus überfordern . Deswegen
setzt LSI Logic gleich auf die nächste PCI-Generation und stattet den Chip mit
einem PCI-X-Interface aus , das bei 133 MHz bis zu 1066 MByte/s übertragen kann
. Den neuen Chip will LSI Logic ab dem vierten Quartal 2000 ausliefern .
Hardware-Entwickler können aber schon jetzt loslegen , denn der pinkompatible
Vorgänger SYM53C1010R mit zwei Ultra160-SCSI-Kanälen ist ab sofort verfügbar .
Die "Fusion"-Architektur der neuen Chips bietet eine einheitliche
Programmierschnittstelle für SCSI und Fibre Channel . So muss nur noch ein
einziger Treiber entwickelt werden , der automatisch beide Interfaces
unterstützt . Ganz ähnliche Ankündigungen gibt es von Adaptec . Der
Zweikanal-Ultra160-SCSI-Adapter AIC-7899W , Codename Crossbow , wird
pinkompatibel zu seinem Ultra320-Nachfolger sein . In Zusammenarbeit mit
ServerWorks , Hersteller von Hochleistungs-Chipsätzen für Intel-Server , will
man die Kompatibilität zu deren PCI-X-Chipsätzen sicherstellen .
Systementwickler können bei Verfügbarkeit des Ultra320-Chips dann leicht auf
diesen umsteigen . Ähnlich wie LSI Logic hatte Adaptec bereits im Mai
angekündigt , für zukünftige SCSI- und Fibre-Channel-Chips eine einheitliche
Treiberarchitektur zu verwenden . Maxtor übernimmt Quantum-Platten Die
Festplattenhersteller Maxtor und Quantum haben angekündigt , dass Maxtor die
Hard Disk Drive ( HDD ) Group von Quantum übernehmen wird . Die Abwicklung des
Deals erfolgt durch einen Aktientausch und soll Anfang 2001 über die Bühne gehen
, vorbehaltlich der Zustimmung der Aktionäre und der Aufsichtsbehörden . Die
Produktpaletten der beiden Unternehmen ergänzen sich dabei recht gut : Maxtor
baute bisher ausschließlich IDE-Platten und hat sich vor allem auf den
High-End-Bereich , also die jeweils größten am Markt erhältlichen Kapazitäten
spezialisiert . Erst in letzter Zeit hatte Maxtor zusätzlich mit der " Value
Line " auch Low-End-Desktop-Systeme angepeilt . Quantum bringt
Hochleistungs-SCSI-Platten wie die Atlas 10K II ebenso in die Ehe ein wie
Low-Cost-IDE-Laufwerke : Die Fireball-lct-Familie ist vor allem für
Consumer-Endgeräte interessant . Überschneidungen gibt es lediglich bei den mit
7200 U/min drehenden IDE-Laufwerken ( Fireball Plus gegen DiamondMax Plus ) ;
hier wird man die Produktpalette über kurz oder lang " ausmisten " müssen . Die
Übernahme betrifft nur die Festplattenabteilung von Quantum , die Hard Disk
Drive Group . Die DLT & Storage Systems Group wird unter dem Namen " Quantum
Corporation " und unter der Führung von Michael A. Brown weiterhin Bandlaufwerke
und Speichersysteme herstellen . Ultra-ATA/100-Schnittstelle für Festplatten ist
da Der Festplattenhersteller Quantum hat heute die nächste Generation der
IDE-Schnittstelle vorgestellt . Ultra-ATA/100 überträgt Daten mit bis zu 100
MByte/s über die schon vom Vorgänger Ultra-ATA/66 bekannten 80-adrigen IDE-Kabel
mit 40-poligen Steckern . Die neue Schnittstellenvariante wird auf- und
abwärtskompatibel zu bisherigen IDE-Geräten sein : Neue Festplatten sollen auch
an älteren Adaptern funktionieren und neue Adapter mit älteren Festplatten
zurecht kommen - mit entsprechend verminderter Geschwindigkeit . Wie bereits bei
Ultra-ATA/33 und Ultra-ATA/66 hält Quantum die Patente an der neuen
Interface-Technik und lizenziert diese freizügig an Festplatten- und
Chipsatzhersteller . Diese haben teilweise bereits fertige Produkte in der
Schublade , mussten mit entsprechenden Ankündigungen jedoch auf die Freigabe
durch Quantum warten . Allen voraus hat IBM mit der Deskstar-75-GXP-Familie
bereits heute Ultra-ATA/100-fähige Festplatten im Handel , in deren technischen
Daten sich bisher aus genannten Gründen die ominöse Bezeichnung Ultra-ATA/66+
findet . Seagate kündigte heute an , die Barracuda ATA II ebenso wie die nächste
Generation ihrer U-Serie mit Ultra-ATA/100 auszustatten . Auch Fujitsu setzt bei
der voraussichtlich ab August erhältlichen PB16-Familie auf ATA/100 . Quantum
selbst will ebenfalls erst im Herbst diesen Jahres Festplatten mit Ultra-ATA/100
anbieten . Promise stellte mit dem Ultra 100 und dem FastTrak 100 schon zwei
PCI-Hostadapter für die neue Interface-Generation vor . Der Ultra 100 verfügt
über zwei Ultra-ATA/100-fähige IDE-Kanäle und kann somit bis zu vier Festplatten
oder ATAPI-Geräte ( CD-ROMs , CD-Writer etc. ) ansteuern . Der FastTrak 100
bringt ebenfalls zwei Kanäle mit und bietet zusätzlich die RAID-Levels 0 und 1 (
striping und mirroring ) , unterstützt dafür jedoch keine ATAPI-Geräte . Auch
Intel ist mit von der Partie : Der ICH-2 ( I/O Controller Hub ) , den Intel am
19. Juni zusammen mit dem i815-Chipsatz ( Solano ) vorstellen will , soll
ebenfalls mit Ultra-ATA/100-fähigen IDE-Schnittstellen aufwarten . Mainboards
mit der neuen IDE-Generation sind auf der zurzeit in Taipei stattfindenden Messe
Computex bereits zu sehen und dürften somit nicht mehr allzu lange auf sich
warten lassen . Ein Promise FastTrak 100 nebst vier Festplatten aus IBMs
Deskstar-75-GXP-Familie fand sich bereits im c't-Labor ein . Einen Bericht über
die ersten Erfahrungen mit Ultra-ATA/100 bringt c't in Ausgabe 12/2000 , die ab
heute am Kiosk erhältlich ist . Magnetooptische 3,5-ZOLL-Wechselplatte mit 2,3
GByte Fujitsu hat ein magnetooptisches Wechselplattenlaufwerk angekündigt , das
auf diskettenähnlichen 3,5-Zoll-Medien 2,3 GByte speichert . Das MCJ3230AP ist
das erste Laufwerk , das den gemeinsam mit Sony entwickelten GigaMO-2.3-Standard
unterstützt , eine Weiterentwicklung des bisherigen GigaMO-Standards mit 1,3
GByte . Wie man es von den bisherigen MO-Laufwerken gewohnt ist , soll das
MCJ3230AP auch kompatibel mit allen kleineren MO-Kapazitäten ( 128 MByte bis 1,3
GByte ) sein . Mit der Auslieferung erster Muster will Fujitsu im Juli in Japan
beginnen , die Massenproduktion soll im August 2001 anlaufen . Der OEM-Preis für
Muster beträgt 60.000 Yen zuzüglich Steuer ( ca. 1100 Mark ) . DDS-4 : 20 GByte
auf DAT-Band Der Verband der DDS-Hersteller hat die vierte Generation des
DDS-Standards ( Digital Data Storage ) verabschiedet . Sie basiert auf
technischen Spezifikationen von Hewlett Packard und Sony . Möglich wird dies
durch eine Verringerung der Spurbreite von 9,1 auf 6,8 Mikrometer und eine
Verlängerung des Bandes auf 150 Meter . MO-Laufwerke mit 5,2 GByte Bei den
ISO-standardisierten magnetooptischen Wechselplatten im 5,25-Zoll-Format steht
eine Verdopplung der Kapazität bevor . Der vor einiger Zeit verabschiedete
ISO-Standard definiert drei verschiedene Kapazitäten bei unterschiedlichen
Sektorgrößen : 4,1 GByte bei 512 Byte/Sektor , 4,8 GByte bei 1024 Byte/Sektor
und 5,2 GByte bei 2048 Byte/Sektor . Unter der Bezeichnung MOS 580E hat Olympus
ein entsprechendes Laufwerk angekündigt . Es wird wie das Vorgängerlaufwerk
PowerMO 2600 über 4 MByte Cache verfügen und die neuen Medien mit 3300 U/min
rotieren lassen . Der Preis soll etwa 20 bis 30 Prozent über dem des PowerMO
2600 liegen . Hewlett Packard stellte eine auf 5,2-GByte-MOs basierende Jukebox
vor , die voll ausgestattet bis zu 1,2 TByte Speicherplatz bietet - zum stolzen
Preis von rund 200000 Mark . Hitachi und LG kooperieren für CD- und
DVD-Laufwerke Der japanische Hersteller Hitachi und die koreanische LG
Electronics haben die Gründung eines Joint Venture beschlossen , das optische
Speicherlaufwerke wie CD- und DVD-Laufwerke entwickeln und vermarkten soll .
Davon sollen 51 Prozent von Hitachi , 49 Prozent von LG kommen . Das neue
Unternehmen mit 350 Mitarbeitern soll unter dem Namen " Hitachi-LG Data Storage
" am 1. November in Tokio gegründet werden und ab dem 1. Januar 2001 den
regulären Betrieb aufnehmen . Eine koreanische Niederlassung will man am 1.
Dezember gründen . LG hatte sich bisher vor allem auf die Entwicklung und
Vermarktung von CD-ROM und CD-RW-Laufwerken konzentriert und war 1999 laut
Dataquest mit 16,6 Prozent Marktanteil der größte Hersteller von
CD-ROM-Laufwerken . Hitachi und LG wollen die gemeinsam entwickelten neuen
Produkte jeweils unter ihren eigenen Markennamen vertreiben . CD-R mit 870 MByte
von Traxdata Zur CeBIT 2000 will Traxdata einmal beschreibbare CD-R-Medien mit
einer Kapazität von 870 MByte beziehungsweise 99 Minuten vorstellen . Der
deutsche Distributor E&K Data rechnet damit , sie ab dem zweiten Quartal 2000
ausliefern zu können . Der ursprüngliche CD-Standard sah eine Maximallänge von
74 Minuten oder 650 MByte vor , den handelsübliche " überlange " CD-Rs mit 80
Minuten oder 700 MByte bereits deutlich überschreiten . Der Sprung auf 99
Minuten bedeutet eine recht gewagte Übertretung bisheriger Normen . Bis die
hochgezüchteten neuen Medien tatsächlich verfügbar sind , bleibt es daher eine
spannende Frage , in welchen CD-Writern und CD-ROM-Laufwerken sie überhaupt
funktionieren werden . Vor allem ältere Audio-Player könnten damit überfordert
sein . 80 Stunden MP3-Musik in der Westentasche Der MP3-Player PJB-100 speichert
auf einer integrierten 4,8-GByte-Festplatte circa 80 Stunden MP3-Musik in 128
kBit/s-Qualität . Das 280 Gramm schwere Gerät im Format einer Schokoladentafel
kommuniziert via USB mit dem PC . Die mitgelieferte Windows-Software kann
Audio-CDs direkt ins MP3-Format überführen ; die Überspielung einer kompletten
Audio-CD dauert laut Hersteller ungefähr 10 Minuten . Das bereits zur
Herbst-Comdex angekündigte Gerät ist beim Schweizer Vertreiber UHU Trading zu
einem Preis von 1800 DM erhältlich und kann dort auch über Internet bestellt
werden . Veritas kauft Teile von Seagate Software Das neue Unternehmen mit
weltweit 2300 Angestellten wird den Namen Veritas Software Corporation
beibehalten . Die andere Hälfte von Seagate Software , die bisherige Information
Management Group ( IMG ) , firmiert weiterhin als Seagate Software .
Do-it-yourself-Datenrettung in neuer Version Ontrack bietet unter dem Namen
EasyRecovery eine neue Version ihrer Datenrettungs-Software an , die bisher
Tiramisu hieß . Das jetzt eigenständig von Diskette bootfähige EasyRecovery
hilft bei " logischen " Beschädigungen der Festplatte , kann also Dateien von
versehentlich formatierten oder gelöschten Partitionen wiederherstellen und auf
andere Datenträger kopieren . Eine kostenlose Demoversion stellt Ontrack zum
Download bereit . Sie zeigt an , welche Dateien sie noch finden kann und mit
welcher Wahrscheinlichkeit sie sich korrekt wiederherstellen lassen . Um die
Daten tatsächlich restaurieren zu können , wird nun normalerweise der Kauf der
Vollversion fällig . Doch wohl um Convar zu überbieten , deren Konkurrenzprodukt
bis zu drei Dateien kostenlos wiederherstellt , rettet die Demoversion von
EasyRecovery nun bis zu fünf Dateien kostenlos . Eine Lite-Version , die fünfzig
Dateien je Durchlauf restauriert , ist für 49 US-Dollar ( 195 für NTFS oder
Novell ) erhältlich , die unlimitierte Vollversion schlägt mit 195 Dollar ( 395
für NTFS oder Novell ) zu Buche . EIDE-Platte mit 5,1 GByte von Maxtor Noch im
vierten Quartal diesen Jahres will Maxtor eine neue EIDE-Platte mit einer
Kapazität von 5,1 GByte auf den Markt bringen . OEMs werden laut Maxtor bereits
beliefert ; Anfang Dezember soll das Produkt in die Distribution gehen . Der
Preis für " DiamondMax " beträgt zirka 449 US-Dollar . Anfang nächsten Jahres
wird die Serie um Geräte mit 3,8 und 2,5 GByte erweitert . Maxtor setzt bei
dieser Platte erstmals MR-Köpfe ein und erreicht dadurch eine hohe Datendichte :
1,2 GByte bringt das Gerät auf einer Scheibe unter . Dadurch dürfte die
DiamondMax eine hervorragende Performance erreichen und zu den schnellsten
EIDE-Platten gehören . Weitere Informationen finden Sie auf der Maxtor-Homepage
( http://www.maxtor.com ) . Billige IDE-Platten bis 12 GByte Die Firma Quantum
hat ihre Lowcost-Festplattenserie " Bigfoot " um neue Modelle erweitert . Die
Bigfoot TX ist wie ihre Vorgänger eine 5,25-ZOLL-Platte . Auf diesen für
Desktop-Verhältnisse ungewöhnlich großen Magnetscheiben bringt Quantum je 4
GByte unter . Dadurch kommt die Bigfoot TX bei 12 GByte Kapazität mit nur 3
Scheiben und 6 Köpfen aus und läßt sich daher preiswert fertigen . Die
empfohlenen Verkaufspreise betragen 419 Mark für 4 GByte , 579 Mark für 6 GByte
, 659 Mark für 8 GByte und 799 Mark für 12 GByte . Noch im November will Quantum
mit der Auslieferung beginnen . Aufgrund der hohen Datendichte erreicht die
Bigfoot TX sehr gute Übertragungsraten , die Zugriffszeiten sind jedoch wegen
der langen Wege für die Köpfe sehr schlecht . Testergebnisse der Bigfoot TX
8.0AT finden Sie im nächsten Platten-Karussell in c't 14/97 . 6 GByte nur 12
Millimeter hoch Mit der Travelstar 6GT stellt IBM eine 2,5-Zoll-Festplatte vor ,
die bei nur 12,7 mm Bauhöhe eine Kapazität von 6 GByte bietet . Die Travelstar
6GT ist die erste Notebook-Platte , bei der IBM die neue GMR-Kopftechnologie (
Giant Magnetoresistive Head ) einsetzt . Mit ihrer Hilfe erzielt das Laufwerk
eine Datendichte von 4,1 GBit pro Quadratzoll und bringt damit die 6 GByte auf
nur drei Scheiben unter . IBM liefert die Travelstar 6GT bereits in geringen
Stückzahlen an Notebook-Hersteller aus ; in der Distribution wird sie
voraussichtlich erst im vierten Quartal 1998 erhältlich sein . Hostadapter für
USB 2.0 von Adaptec Adaptec liefert ab sofort den USB-2.0-Hostadapter "
USB2connect " aus . USB 2.0 ist die nächste Generation des bekannten Universal
Serial Bus und kann bis zu 480 MBit/s übertragen , 40-mal soviel wie der
bisherige USB 1.1 ( 12 MBit/s ) . Der neue Standard ist rückwärtskompatibel ,
alle bisherigen USB-Geräte sollten also an dem neuen Hostadapter laufen -
natürlich nur mit 1.1-Geschwindigkeit . Den Kompatibilitätstest des
USB-Implementers Forum hat der Adapter bereits bestanden , sodass er sich mit
dem offiziellen Highspeed-USB-Logo schmücken darf . Für die USA empfiehlt
Adaptec einen Verkaufspreis von 79 US-Dollar ; zu Preisen und Verfügbarkeit in
Deutschland liegen noch keine Angaben vor . Im Preis enthalten ist neben dem mit
vier Ports ausgestatteten Hostadapter AUA-3100LP ein drei Meter langes USB-Kabel
. Jaz-Drives jetzt billiger Iomega senkt die Preise für das
2-GByte-Wechselplattenlaufwerk " Jaz 2GB " . Der empfohlene Verkaufspreis für
interne sowie externe Version des SCSI-Geräts beträgt jetzt 1149 Mark ( vorher
1299 beziehungsweise 1499 Mark ) . Das einzelne 2-GByte-Medium soll fortan statt
369 nur noch 269 Mark kosten , das Dreierpack verbilligt sich um ein Drittel auf
659 Mark . Den empfohlenen Preis der 1-GByte-Medien senkt Iomega auf 199 Mark ,
wobei die " Straßenpreise " schon jetzt niedriger sind . Viertes digitales
Mobilfunknetz ab 1. Oktober Am 1. Oktober 1998 geht VIAG Interkom mit
Deutschlands viertem digitalem Mobilfunknetz an den Start . Die Tarife will der
Betreiber erst zur Markteinführung bekanntgeben , man munkelt derzeit von
Preisen , die " ein Drittel unter denen der Konkurrenz " liegen sollen . Das
neue Netz basiert auf dem GSM-1800-Standard , nach dem auch E-Plus arbeitet .
Sein endgültiger Name steht noch nicht fest , wird aber aller Voraussicht nach
nicht " E2 " lauten . Es wird zunächst acht Ballungszentren abdecken : München ,
Berlin , Nürnberg , Rhein-Main/Neckar , Leipzig/Halle , Hannover , Rhein-Ruhr
und Hamburg/Lübeck . Damit will der Betreiber 45% der Bevölkerung erreichen .
Den Startnachteil der geringen Flächendeckung will VIAG Interkom durch einen im
Mobilfunkmarkt einmaligen Trick wettmachen : Dank eines Abkommens mit der
Schweizer Swisscom AG sollen VIAG-Kunden auch die drei anderen deutschen
Mobilfunknetze nutzen können , wenn sie den Empfangsbereich des eigenen Netzes
verlassen . VIAG nutzt dazu die Roaming-Abkommen zwischen Swisscom und den
anderen deutschen Netzbetreibern , dank derer Swisscom-Kunden schon jetzt in
allen deutschen Netzen telefonieren können . Über die Preise für dieses "
national roaming " kann man derzeit nur spekulieren . Ein Anhaltspunkt mögen die
Gebühren sein , die Schweizer Mobilfunk-Kunden heute für die Nutzung deutscher
Netze zahlen : Gefallen wird dieses " Schmarotzertum " den anderen
Netzbetreibern mit Sicherheit nicht . Eine Sprecherin von E-Plus Mobilfunk
deutete an , man überlege rechtliche sowie technische Maßnahmen dagegen .
VIAG-Pressesprecher Reinhard Scheiler betonte jedoch , daß die Rechtslage
einwandfrei geklärt sei und dem geplanten Start nichts mehr im Wege stehe .
SyQuest feuert 950 Mitarbeiter Wechselplattenhersteller SyQuest hat angekündigt
, 950 Mitarbeiter zu entlassen - fast die Hälfte der weltweit 2200 Mitarbeiter
umfassenden Belegschaft . Im Zuge der Umstrukturierung sollen außerdem die
Fertigungsstätten in Fremont , Kalifornien , geschlossen werden . Für das dritte
Geschäftsquartal , das am 30. Juni 1998 endete , kündigte die Firma
Umsatzeinbußen und gesteigerte Verluste gegenüber dem vorigen Quartal an .
SyQuest erwartet im laufenden Quartal einen weiteren Rückgang der Einnahmen und
erst im letzten Quartal einen saisonbedingten Zuwachs . IDE-Platte mit 16 GByte
Der Wettlauf um die größte IDE-Platte geht weiter . Die 3,5-ZOLL-Platte "
Deskstar 16GP " wird bei einem Zoll Bauhöhe eine Kapazität von 16,8 GByte
aufweisen . Die dafür nötige Erhöhung der Datendichte erzielt IBM durch eine
neue Kopftechnologie , die auf dem GMR-Effekt ( giant magnetoresistive ) basiert
. Im Vergleich zu den heute üblichen MR-Köpfen liefern GMR-Sensoren bei gleicher
Größe ein stärkeres Lesesignal . GMR-Köpfe lassen sich bei ausreichender
Signalstärke folglich noch kleiner bauen und erlauben so höhere Datendichten .
Die mit 5400 U/min drehende Deskstar 16GP wird es in Kapazitäten von 3,2 bis
16,8 GByte geben . Die Listenpreise sollen zwischen 275 Dollar für die
3,2-GByte-Version und 895 Dollar für die 16,8-GByte-Version liegen . Unter der
Bezeichnung Deskstar 14GXT plant IBM außerdem eine GMR-Kopf-basierte Serie von
Hochleistungsplatten mit 7200 U/min . Kapazitäten und Preise sollen zwischen 675
Dollar für 10,1 GByte und 845 Dollar für 14,4 GByte liegen . Im Dezember will
IBM erste Geräte an OEMs ausliefern ; in der Distribution ist nicht vor Januar
damit zu rechnen . Auch Toshiba steigt in die GMR-Technologie ein . Erste Muster
der 2,5-ZOLL-Platte MK3207MAT sollen ab Januar 1998 erhältlich sein . Die
MK3207MAT wird über eine Kapazität von 3,2 GByte verfügen und bei einem Gewicht
von 95 g nur 8,45 mm hoch sein . Bisherige 2,5-ZOLL-Platten benötigten für diese
Kapazität noch eine Bauhöhe von mindestens 12 mm . Notebook-Festplatte mit 25
GByte IBM hat eine Familie von Notebook-Festplatten mit Kapazitäten bis 25 GByte
angekündigt . Die 17 mm hohe Travelstar 25GS bietet mit 25 GByte nicht nur die
bisher höchste Kapazität , sondern weist mit 5400 U/min auch eine höhere
Drehzahl als bisherige 2,5-ZOLL-Laufwerke auf . Sie läßt daher auch eine
entsprechend hohe Geschwindigkeit erwarten . In der verbreiteten
Standard-Bauhöhe von 12,7 mm und mit der Notebook-üblichen Drehzahl von 4200
U/min bringt es die Travelstar 18GT auf stolze 18 GByte . Für besonders flache
Notebooks rundet die nur 9,5 mm hohe Travelstar 12GN mit 12 GByte Kapazität die
Palette ab . Alle Laufwerke sind mit einer Ultra-ATA/66-Schnittstelle
ausgestattet . Laut eigener Aussage liefert IBM die neue Travelstar-Familie
bereits in begrenzten Stückzahlen an Notebook-Hersteller wie Compaq , HP sowie
die eigene Notebook-Abteilung aus . EIDE-Festplatten : bis 25 GByte mit
Ultra-DMA/66 Zur Feier des hundertsten Geburtstags magnetischer Aufzeichnungen
kündigte IBM die nächste Generation ihrer EIDE-Platten für Desktop-Systeme an .
Die mit 5400 U/min drehende Deskstar 25GP soll eine Kapazität von 25 GByte
bieten , die Hochleistungsversion Deskstar 22GXP 22 GByte bei 7200 Touren . Die
Auslieferung geringer Stückzahlen an PC-Hersteller hat begonnen , für
Distributoren werden die Laufwerke voraussichtlich im ersten Quartal 1999
verfügbar sein . Die EIDE-Schnittstelle der beiden Deskstar-Familien soll
bereits den neuen Ultra-DMA/66-Übertragungsmodus unterstützen , der das Tempo
gegenüber der bisherigen Ultra-DMA/33-Übertragung auf 66 MByte/s verdoppelt .
Mit diesem Feature steht IBM allerdings nicht allein da : Western Digital will
Ultra-DMA/66 in ihre neue 13-GByte-Platte integrieren , und auch Fujitsus
Picobird-13 soll bei einer Kapazität von bis zu 16,8 GByte mit dieser
Schnittstelle aufwarten . Maxtor brachte ihre " DiamondMax 4320 " zunächst mit
Ultra-DMA/33 auf den Markt , beeilte sich jedoch mit der Ankündigung , demnächst
eine mit Ultra-DMA/66 ausgestattete Variante anzubieten , die an einem
angehängten " U " in der Modellnummer zu erkennen sein wird .
Ultra-DMA/66-Vorreiter Quantum hat mit der Fireball CR ebenfalls eine
entsprechende Familie angekündigt . Für hohe Kapazitäten bei günstigem Preis
setzt Quantum nach wie vor auf den 5,25-Zoll-Formfaktor : Die Bigfoot TS wird es
demnächst in Kapazitätsvarianten bis 19,2 GByte geben , allerdings " nur " mit
Ultra-DMA/33 . Testgeräte fanden sich bereits im c't-Labor ein . Seagate hält
sich bezüglich des neuen Interface bisher zurück und kündigte mit der Medalist
17240 erst einmal eine 17-GByte-Platte an , die noch mit Ultra-DMA/33 daherkommt
. Aus für Micropolis Der Festplattenhersteller Micropolis wird nach einem
Beschluß der Geschäftsleitung in Singapur mit sofortiger Wirkung geschlossen .
Von der Schließung betroffen sind weltweit über 2000 Mitarbeiter , davon
fünfzehn in der Münchner Niederlassung . Die Nachricht überraschte den deutschen
Geschäftsführer Marc Waldeis gestern per EMail . Micropolis war erst im März
1996 von Singapore Technologies übernommen worden . Erst vor kurzem hatte die
Firma noch neue Produkte angekündigt , mit denen man den Anschluß an den Markt
wiederfinden wollte . Mittlerweile wurde ein Liquidatorenteam benannt , das sich
um den Verkauf kümmern soll . Erst in diesem Jahr hatte Micropolis in Singapore
ein hochmodernes Festplattenwerk in Betrieb genommen , an dem die Konkurrenz
bereits Interesse zeigt . Als potentielle Aufkäufer werden derzeit IBM , Fujitsu
und Samsung gehandelt . Wie künftige Garantieansprüche geregelt werden , ist
derzeit noch offen . Die Stellenangebote auf dem Web-Server von Micropolis
dürften jedenfalls hinfällig sein - mal sehen , wie lange es die Web-Seiten noch
gibt . Hilfe für SyQuest-Kunden Nachdem der Wechselplattenhersteller SyQuest am
2. November den Betrieb einstellte , hat der Reparaturspezialist Convar schnell
geschaltet und über seine US-Firmengruppe Ersatzteile für SyQuest-Laufwerke und
Austauschgeräte im Wert von 250000 US-$ erworben . Diese Dienste sind allerdings
kostenpflichtig . Convar will jedoch mit SyQuest beziehungsweise einem
eventuellen Konkursverwalter darüber verhandeln , später auch Garantieleistungen
für SyQuest-Kunden zu übernehmen . Für Anwender , die das sinkende Schiff
endgültig verlassen wollen , bietet Convar in Zusammenarbeit mit Verbatim einen
Überspielservice an und kopiert Daten von SyQuest-Wechselplatten auf
magnetooptische Medien . Nähere Informationen unter www.convar.de oder
telefonisch unter der gebührenfreien Rufnummer 0800/7326837 . Neue Schnittstelle
für Massenspeicher Western Digital hat in Zusammenarbeit mit der Sanyo Electric
Company eine neue Schnittstelle für den Anschluß von Massenspeichern an PCs
entwickelt . Nach der Vorstellung von Western Digital soll SDX als erstes bei
CD-ROM-Laufwerken die EIDE-Schnittstelle ablösen und sich als zukünftiger
Industriestandard etablieren . Ein CD-ROM-Laufwerk mit SDX wird nicht direkt an
den PC , sondern an eine EIDE-Festplatte angeschlossen , die dazu mit der
10poligen SDX-Schnittstelle ausgestattet sein muß . Das EIDE-Interface der
Platte übernimmt für beide Geräte die Kommunikation mit dem Rechner und läßt das
CD-ROM-Laufwerk für diesen als gewöhnliches ATAPI-Laufwerk erscheinen . Das
Gespann aus SDX-Festplatte und -CD-ROM ist dadurch voll kompatibel zu
bestehenden EIDE-Adaptern . Eine SDX-Festplatte fungiert als Cache für das
CD-ROM und speichert einen großen Teil der CD-Daten zwischen ( beispielsweise
100 MByte ) . Bei ausreichender Cachegröße erreichen CD-ROM-Laufwerke auf diese
Weise die Geschwindigkeit der Festplatte . Erste SDX-Platten sollen noch im
zweiten Quartal von Western Digital verfügbar sein ; zum gleichen Zeitpunkt will
auch Sanyo die ersten SDX-CD-ROM-Laufwerke fertig haben . Weitere Informationen
hierzu gibt es auf dem Web-Server von WD ( http://www.wdc.com/new/sdx/ ) . c't
extra preiswert Pünktlich zum ersten CeBIT-Tag erscheint die April-Ausgabe der
c't . Mit nur 71 Pfennigen pro 100 Gramm ist sie die preiswerteste c t , die es
je gegeben hat : Das 614 Seiten dicke Heft bringt 1270 Gramm auf die Waage und
sorgt für prall gefüllte Briefkästen und verbogene Kiosk-Regale - für eine
Monatszeitschrift ein echter deutscher Rekord . Notebook-Platten mit bis zu 32
GByte IBM hat eine neue Familie von 2,5-ZOLL-Festplatten angekündigt . Das 9,5
mm hohe 20-GByte-Modell Travelstar 20GN sowie das 12,7 mm hohe 30-GByte-Modell
Travelstar 30GT will IBM ab Mai an die Notebook-Hersteller Compaq , Dell ,
Gateway und die IBM Personal Systems Group ausliefern . Die beiden mit 4200
U/min drehenden Laufwerke verfügen über die bisher höchste bei Festplatten
erzielte Datendichte : Für höchste Leistungsansprüche soll im August das mit
5400 U/min drehende 32-GByte-Laufwerk Travelstar 30GH folgen , ebenfalls mit
einer Bauhöhe von 12,5 mm . Hier bringt IBM erstmals das Kunststück fertig ,
vier statt bisher drei Magnetscheiben auf so engem Raum unterzubringen . Die
bisher größten 2,5-ZOLL-Platten waren 17 mm hoch , doch Laufwerke in dieser
Bauhöhe wird es zukünftig nicht mehr geben - moderne Notebooks bieten einfach
nicht genügend Platz . Auch bei den 3,5-ZOLL-Laufwerken stirbt übrigens der
bisher größte Formfaktor allmählich aus : Entgegen ursprünglicher Pläne wird
IBMs nächste Generation von SCSI-Platten keine Laufwerke mehr mit 1,6 Zoll
Bauhöhe umfassen . Seagate kündigt Festplatten mit 10000 U/min an Unter der
Bezeichnung Cheetah bringt Seagate eine Festplattenfamilie auf den Markt , die
mit 10000 Umdrehungen pro Minute arbeitet . Damit ist Seagate der erste
Plattenhersteller , der die seit drei Jahren bestehende Obergrenze von 7200
U/min überschreitet . Im Vergleich zu 7200er Platten werden die neuen
Hochleistungsgeräte 40 Prozent höhere Datenübertragungsraten erzielen ,
entsprechend der Drehzahlerhöhung . Auch die Zugriffsgeschwindigkeit profitiert
von der schnelleren Rotation , denn die Latenzzeit sinkt auf 3 ms . Cheetah wird
es in zwei Kapazitäten geben : als ST34501 mit 4,55 Gbyte und als ST19101 mit
9,1 GByte . Mit ersten Mustern ist im März 1997 zu rechnen ; die Markteinführung
ist im zweiten Quartal 97 geplant . MO-Laufwerk : 1,3 GByte auf 3,5 Zoll
Magnetooptische 3,5-Zoll-Laufwerke boten bislang eine Speicherkapazität von 640
MByte . Die nächste Generation mit 1,3 GByte steht nun vor der Tür . Nachdem
Sony und Fujitsu vor einer Woche die gemeinsame Entwicklung des entsprechenden
Aufzeichnungsstandards " GIGAMO " angekündigt hatten , stellte Fujitsu jetzt ein
entsprechendes Laufwerk vor . Das MCD3130SS soll neben den 1,3-GByte-Medien auch
mit den bisherigen MO-Disketten ( 128 , 230 , 540 und 640 MByte ) kompatibel
sein . Erste Muster will Fujitsu im Dezember 1998 an OEMs ausliefern , die
Massenproduktion soll im Februar 1999 beginnen . GIGAMO ist der erste
magnetooptische Aufzeichnungsstandard , der zur Steigerung der Datendichte die
MSR-Technologie ( Magnetic Super Resolution ) einsetzt . Ein Grundlagenartikel
dazu erscheint voraussichtlich in c't 25/98 . Windows XP doch mit USB 2.0 Die
seit April kursierenden Gerüchte , Microsoft werde Windows XP ohne Unterstützung
für USB 2.0 ausliefern , scheinen sich nicht zu bestätigen . Auf der USB 2.0
Developers Conference , die vom 7. bis 9. Mai in Beverly Hills , Kalifornien
stattfand , demonstrierte Microsoft jedenfalls die entsprechende
XP-Treiberunterstützung . Carl Stork , General Manager bei Microsoft für die
Windows-Hardware-Strategie , bekräftigte : Der britische Newsdienst The Register
meldete jedenfalls , die Unterstützung für USB 2.0 werde in der ersten Release
noch fehlen und in Form von Updates nachgereicht . Eine Stellungnahme von
Microsoft steht dazu noch aus . Telekom bietet Anrufbeantworter im Netz Unter
der Bezeichnung T-Net-Box bietet die Telekom ihren Kunden jetzt einen ins
Telefonnetz integrierten Anrufbeantworter an . Nachdem es vergleichbare Dienste
bei anderen Telefongesellschaften schon seit Jahren gibt , darf eine solche
Funktion auch im weltweit modernsten Telekommunikationsnetz (
Telekom-Selbstdarstellung ) nicht mehr fehlen , schließlich steht die Konkurrenz
in den Startlöchern . Die T-Net-Box gibt es zusammen mit der
Anrufweiterschaltung im Paketpreis von monatlich 4 Mark . Voraussetzung ist ein
Telefonanschluß an einer digitalen Vermittlungsstelle und ein tonwahlfähiges
Telefon oder ein ISDN-Anschluß mit entsprechendem Telefon . Nähere Informationen
gibt es unter der gebührenfreien Rufnummer 0130/141414 . Wer bereits einen
ISDN-Komfortanschluß besitzt , kann sofort loslegen und seine T-Net-Box unter
0130/144770 anrufen - im Preis des Komfortanschlusses ist der Dienst bereits
inbegriffen . Wechselplatte : 2 GByte zum Preis von einem Die in Plesanton ,
Kalifornien , ansässige Firma Castlewood Systems hat unter der Bezeichnung " ORB
" ein 3,5-ZOLL-Wechselplattenlaufwerk mit 2 GByte Kapazität angekündigt . Auf
der derzeit in Las Vegas stattfindenden Comdex soll es bereits zu sehen sein .
Mit empfohlenen Verkaufspreisen von 199,95 Dollar für das Laufwerk inklusive
einem Medium und 29,95 Dollar für ein 2-GByte-Medium soll das Gerät genauso
teuer sein wie das von SyQuest vor kurzem angekündigte SparQ , das jedoch nur
die halbe Kapazität bietet . Wie die SyQuest-Produkte und das Jaz-Drive von
Iomega arbeitet ORB mit Festplattentechnologie und speichert die Daten auf
harten Magnetscheiben . Als nach eigenen Angaben erster Hersteller setzt
Castlewood dabei die moderne MR-Kopftechnologie ( magnetoresistiv ) ein , die
hohe Datendichten ermöglicht und so letztlich auch zum niedrigen Preis beiträgt
. Der Geschäftsführer ( CEO ) von Castlewood Systems , Syed Iftikar , ist
übrigens kein Unbekannter : er hatte seinerzeit die Firma SyQuest gegründet .
Compaq und Seagate wegen leiser Festplatten verklagt Stein des Anstoßes ist die
Anfang Juni von Seagate angekündigte Sound Barrier Technology ( SBT ) , die die
Kopfbewegungen einer Festplatte so optimiert , dass dabei möglichst wenig
Geräusche entstehen . Da dies ein wenig auf Kosten der Geschwindigkeit geht ,
lässt Seagate dem Anwender die Wahl , ob die Zugriffe besonders leise oder
besonders schnell erfolgen sollen . Die Umschaltung erfolgt mittels neuer
ATA-Kommandos , die im aktuellen Entwurf der ATA-6-Spezifikation unter der
Bezeichnung Automatic Acoustic Management ( AAM ) firmieren . Eine solche
Umschaltmöglichkeit hat Convolve unter der Bezeichnung Quick and Quiet(tm) zum
Patent angemeldet . Für die vibrationsarmen Bewegungen an sich ist Convolve
exklusiver Lizenznehmer einer am MIT entwickelten patentierten Technologie
namens Input Shaping , die bisher in Maschinensteuerungen eingesetzt wird , um
möglichst vibrationsarme und dabei trotzdem schnelle Bewegungen zu erzielen .
Aktuelle Laufwerke der Firma Maxtor beherrschen dies beispielsweise schon jetzt
, während Seagate es erst in ihrer nächsten Laufwerksgeneration verwirklichen
will . Iomega hat CD-Writer im Visier Wechselplattenhersteller Iomega , der mit
Zip- und Jaz-Drives bisher auf magnetische Speichertechnologie setzte , will
jetzt auch bei optischen Speichermedien mitmischen . Während sich der Hersteller
mit Details noch zurückhält , taucht auf den Kompatibilitätslisten für die
CD-Writer-Software von CeQuadrat und NTI bereits ein " Iomega ZipCD " auf ;
wahrscheinlich wird es sich bei der ersten Neuankündigung also um einen
CD-Writer handeln . Das Platten-Karussell dreht sich wieder : Mit der Deskstar
37GP hat IBM eine Familie von EIDE-Platten angekündigt , deren Spitzenmodell 37
GByte auf fünf Magnetscheiben unterbringt . Mehr Leistung bei etwas geringerer
Kapazität verspricht die mit 7200 U/min drehende Deskstar 34GXP bei Kapazitäten
zwischen 13,6 und 34,2 GByte . Auch Western Digital speichert 6,8 GByte auf jede
Scheibe . Die mit 5400 U/min drehende Caviar soll im Juli mit bis zu 20,5 GByte
( 3 Scheiben ) auf den Markt kommen . Ab August soll die mit 7200 U/min drehende
Expert-Familie erhältlich sein . Sie entspringt einem Lizenzabkommen mit IBM :
Die Expert ist baugleich mit der Deskstar 34GXP , verzichtet jedoch auf ein
Modell mit fünf Scheiben . Bei WD speichert das größte Laufwerk somit auf vier
Scheiben immerhin 27,2 GByte . Den voraussichtlichen Straßenpreis hierfür gibt
der Hersteller mit 399 US-Dollar an . Seagate schraubt die Datendichte bei den
EIDE-Platten noch ein wenig höher : Die jüngst vorgestellte Barracuda ATA
speichert 7 GByte pro Scheibe bei 7200 U/min . Muster sind laut Seagate bereits
verfügbar , die Massenproduktion soll im Laufe des Sommers beginnen . Durchbruch
bei Festplattentechnologie Wie bei magnetooptischen Speichern ist der Schlüssel
zu feineren magnetischen Strukturen Laserlicht , das sich besser fokussieren
läßt als das vom Kopf erzeugte Magnetfeld . Man erwartet , auf diese Weise
Spurdichten von bis zu 100000 Spuren pro Zoll zu erzielen ( heutige Festplatten
schaffen knapp 10000 ) . Seagate will noch in diesem Jahr Produkte auf Basis der
OAW-Technologie ankündigen . Billigere Zip-Disketten von Nomaï Schon im nächsten
Monat könnte Iomega Konkurrenz bei der Produktion von Medien für ihr Zip-Drive
bekommen : Die französische Firma Nomaï ( http://www.nomai.com/ ) beginnt ab
sofort in Frankreich mit der Auslieferung ihrer "XHD"-Cartridges , die mit
Iomegas Zip-Disketten voll kompatibel sind . In den nächsten Monaten sollen die
alternativen Zip-Medien auch in Deutschland auf den Markt kommen und bis zu ein
Drittel billiger sein als die Originale ; weitere Preissenkungen sind denkbar .
Im Gegensatz zu anderen Herstellern wie Fujifilm , Maxell und Sony , die
Zip-Disketten in Lizenz fertigen , hat Nomaï auf eigene Faust eine
Zip-kompatible Cartridge entwickelt . Mit dem Vorwurf der Patentverletzung hatte
Iomega eine einstweilige Verfügung gegen Nomaï erwirkt und damit die
Auslieferung zunächst gestoppt . Nomaï änderte daraufhin das Design der
Cartridge . Letzte Woche hob das Landgericht Hannover die einstweilige Verfügung
auf und machte damit den Weg für die Vermarktung der Cartridge in Deutschland
frei . In einer Pressemeldung betonte Iomega-Chef Kim B. Edwards , daß die Firma
ihr geistiges Eigentum weiterhin energisch verteidigen werde . Von ihrem Recht
auf Berufung wolle die Firma nach dem Studium der Urteilsbegründung Gebrauch
machen . Der weitere Verlauf des Rechtsstreits bleibt also spannend .
8-GByte-Festplatte für Notebooks Mit einer Kapazität von 8 GByte stellt IBM
einen neuen Rekord für 2,5-ZOLL-Festplatten auf . Bei einer Bauhöhe von 17 mm
bringt die Travelstar 8GS diese Kapazität auf 5 Scheiben unter , die mit 4900
U/min drehen . Durch die für 2,5-ZOLL-Verhältnisse hohe Drehzahl und die hohe
Datendichte dürfte das Laufwerk auch zu den schnellsten Notebook-Platten gehören
. Ab Dezember 1997 soll das Laufwerk an OEM-Kunden ausgeliefert werden und im
ersten Quartal 1998 einzeln erhältlich sein . Neben der 8-GByte-Version
DYLA-28100 wird es eine Variante mit einer Scheibe weniger und 6 GByte Kapazität
geben ( DYLA-26480 ) . Die ebenfalls neue Travelstar 3GN wird bereits jetzt an
OEM-Kunden ausgeliefert . Mit einem Gewicht von nur 99 Gramm ist die Travelstar
3GN laut IBM die weltweit leichteste Festplatte . Datenrettung über Internet Ab
1. März will die Firma Convar Systeme , Pirmasens , einen Datenrettungsservice
über Internet anbieten . Die Kosten hierfür sollen sich auf pauschal 250 Mark
belaufen . Einen ähnlichen Service bietet Ontrack bereits seit einigen Monaten
an . Die Verbindung zum Service-Center erfolgt jedoch nicht über Internet ,
sondern mittels einer direkten Modemverbindung über eine kostenfreie Rufnummer .
Eine preisgünstigere Alternative bietet die Datenrettungssoftware Tiramisu , die
Ontrack Ende 1998 von der Berliner Plug 'n Play GbR übernommen hat . Nach dem
kostenlosen Download analysiert Tiramisu die Festplatte und zeigt an , welche
Daten es mit welcher Zuverlässigkeit wiederherstellen kann . Entscheidet sich
der Anwender für einen Rettungsversuch , so kann er einen Code erwerben , um die
eigentliche Rettungsfunktion des Programms freizuschalten . Die Preise beginnen
bei 168,20 Mark für eine 7-Tage-Freischaltung zur Rettung von FAT-Partitionen .
Neue Speichertechnik für größere Festplatten Ende März hat IBM eine neue Familie
von Notebook-Festplatten mit bis zu 48 GByte angekündigt - erst jetzt verriet
der Hersteller etwas über die Technik , die darin zum Einsatz kommt . Noch vor
wenigen Jahren glaubte man , in dieser Größenordnung läge eine prinzipielle
Grenze magnetischer Speichermedien , die eine weitere Steigerung der Datendichte
unmöglich machen würde . Sie resultiert daraus , dass man die magnetischen "
Körner " , aus denen die Informationsschicht besteht , nicht beliebig klein
machen kann . Zu kleine magnetische Partikel verlieren nämlich ihre
ferromagnetischen Eigenschaften und werden oberhalb einer spezifischen
Temperatur " superparamagnetisch " . Das bedeutet , dass die magnetische
Orientierung und somit die gespeicherten Informationen im Laufe der Zeit
verloren gehen . Mit einer neuartigen Beschichtung der Speichermedien gelang es
den Forschern bei IBM , eine höhere thermische Langzeitstabilität zu erzielen ,
ohne dafür eine höhere Koerzitivität und somit schwierigere Beschreibbarkeit der
Medien in Kauf nehmen zu müssen . AFC-Medien ( antiferromagnetically coupled )
bestehen aus drei Schichten : Zwischen zwei magnetischen Lagen , die aus einer
komplexen Kobalt-Platin-Chrom-Bor-Legierung bestehen , befindet sich eine nur
drei Atomlagen dicke Schicht aus dem nichtmagnetischen Metall Ruthenium . Bei
genau dieser Dicke sorgt die Ruthenium-Schicht dafür , dass die
Magnetisierungsrichtungen der beiden anderen Schichten antiparallel gekoppelt
sind , das heißt die untere Schicht ist stets anders herum magnetisiert als die
obere . Bereits seit 1990 erforscht IBM die AFC-Beschichtung mit Ruthenium . Die
neue Travelstar ist das erste Produkt , in dem sie zum praktischen Einsatz
gelangt . Später will IBM die Technik in allen Produktlinien einsetzen . Man
erwartet , in Zukunft mit AFC-Medien Daten zuverlässig mit 100 Gigabit pro
Quadratzoll speichern zu können , möglicherweise mehr . Für eine
Desktop-Festplatte würde dies eine Kapazität von 400 GByte bedeuten ,
Notebook-Platten könnten 100 GByte speichern , und das Zweimarkstück-große
Microdrive hätte eine Kapazität von 6 GByte . IDE-Festplatte mit 100 GByte
Maxtor bietet mit der DiamondMax D536X jetzt eine IDE-Platte mit 100 GByte an .
Das mit 5400 U/min drehende Laufwerk bringt diese Kapazität auf nur drei
Magnetscheiben unter , erzielt also eine Datendichte von etwa 33 GByte pro
Scheibe . Sogar 40 GByte pro Scheibe speichert die ebenfalls angekündigte
Familie DiamondMax D540X , die in Varianten mit bis zu zwei Scheiben und somit
bis zu 80 GByte angeboten wird und ebenfalls mit 5400 U/min dreht .
Entschädigung für T-Online-Kunden Für die seit Anfang Juli aufgetretenen Pannen
beim T-Online-Zugang ( siehe
http://www.heise.de/newsticker/data/ad-15.07.97-000/ ) will die Deutsche Telekom
jetzt allen Nutzern der neuen T-Online-Software eine Entschädigung zahlen - und
zwar unabhängig davon , ob sie von dem Problem betroffen waren oder nicht . Mit
der Oktober-Rechnung erstattet die Telekom für die Monate Juli und August
jeweils die angefallenen Gebühren für bis zu eine Online-Stunde zurück . Das
können im Billigtarif bis zu 6 Mark , im Normaltarif bis zu 9,60 Mark sein . Der
Haken dabei ist , daß die Telekom damit ausgerechnet die Kunden am wenigsten
entschädigt , die es am meisten verdient hätten . Wer im Juli und August jeweils
wenigstens eine Stunde online war , erhält die volle Erstattung . Wer jedoch in
dieser Zeit vergeblich versucht hat , sich in den Online-Dienst einzuwählen ,
hat zwar die Gebühreneinheiten für die Anwahlversuche bezahlt , geht bei der
Entschädigung aber leer aus , da nur die tatsächlich angefallene Online-Zeit
erstattet wird . T-Online-Pressesprecher Jörg Lammers sagte gegenüber c't , daß
man in solch " seltenen Einzelfällen " trotzdem für eine Entschädigung sorgen
werde , wenn der Kunde an Hand der Telefonrechnung glaubhaft machen könne , daß
er vergeblich den Zugang versucht habe . Man gehe aber davon aus , daß die
meisten der betroffenen Kunden ohnehin mindestens eine Stunde im Monat den
Dienst genutzt hätten . 3,5-ZOLL-Festplatten mit 18 GByte Bei den
3,5-ZOLL-SCSI-Platten steht die nächste Verdoppelung der Kapazität vor der Tür .
Micropolis , Quantum und Seagate haben neue Modelle mit 18 GByte angekündigt .
Micropolis will die Tomahawk 18 ( 18 GByte ) und die Tomahawk AV Gold 20 ( 20
GByte ) ab dem vierten Quartal in Musterstückzahlen liefern und Anfang 1998 die
Massenproduktion aufnehmen . Seagates Barracuda 18 sowie die 1 Zoll hohe
Barracuda 9LP sollen im November bemustert werden und im Dezember in Produktion
gehen . Quantum will die Atlas III ab Januar 1998 ausliefern . Neben der
Ultra-SCSI-Schnittstelle wollen alle Hersteller ihre neuen Modelle auch mit
Ultra2-SCSI ( auch bekannt als LVDS , Low Voltage Differential SCSI ) anbieten .
Das Ultra2-SCSI-Interface bietet eine gegenüber Ultra-SCSI verdoppelte
Übertragungsrate von bis zu 80 MByte/s . Seagate will wieder Notebook-Platten
bauen Nachdem Seagate sich Anfang 1998 aus dem Notebook-Festplattenmarkt
zurückgezogen hatte , macht sich das Unternehmen jetzt an die Entwicklung neuer
2,5-ZOLL-Laufwerke , wie das Wall Street Journal berichtet . Offizielle
Produktankündigungen gibt es noch nicht . Eine 9,5 mm hohe 2,5-ZOLL-Festplatte
würde somit auf zwei Scheiben mindestens 12 GByte unterbringen . Adaptec kauft
Symbios Am 19. Februar unterzeichnete Adaptec ein Abkommen über den Kauf von
Symbios , einer hundertprozentigen Tochter von Hyundai Electronics America .
Adaptec beschäftigt weltweit etwa 3500 Mitarbeiter , Symbios 2500 .
Fujitsu-Festplatten mit 10000 Touren Nach Seagate und IBM erhöht nun auch
Fujitsu die Drehzahl bei den Hochleistungsfestplatten : Die neuen Modelle der
Allegro-4-Familie drehen mit 10000 U/min . Das führt nicht nur zu gesteigerten
Datenübertragungsraten , sondern senkt auch die mittlere Zugriffszeit . Die
Familie umfaßt Laufwerke mit 4,5 , 9 und 18 GByte . Als Interface steht zunächst
Wide Ultra SCSI zur Verfügung . Im April soll eine Version mit dem Fibre Channel
Arbitrated Loop ( FC-AL ) folgen , danach Ultra2 SCSI ( LVDS ) . Bei den
Notebook-Platten setzt Fujitsu auf eine niedrige Bauhöhe : Das Spitzenmodell der
Hornet-9-Familie speichert 3,2 GByte und ist dabei nur 9,5 mm dick . Von der von
Quantum und Intel angekündigten Ultra-ATA/66-Schnittstelle , die bei IDE-Platten
die Übertragungsrate auf 66 MByte/s steigern soll , hält Fujitsu-Produktmanager
Ulrich Jungemeyer nichts . Noch gebe es bei Fujitsu keine Pläne , Festplatten
mit dieser Schnittstelle zu bauen ; die Zukunft liege wohl eher bei IEEE 1394
alias FireWire . Kein 1,3-GByte-MO in Sicht Bei den magnetooptischen
Wechselplatten im 3,5-Zoll-Format läßt die fällige Kapazitätsverdoppelung auf
1,3 GByte noch auf sich warten . Statt dessen stellte Fujitsu ein neues Laufwerk
vor , das die bewährten 640-MByte-Medien verarbeitet und mit den Formaten 540 ,
230 und 128 MByte rückwärtskompatibel ist . Das MCB3064 arbeitet gegenüber dem
Vorgänger M2513 mit einer auf 4300 U/min gesteigerten Drehzahl und verfügt über
2 MByte Cache-Speicher . Dank leichterer Mechanik verspricht das Laufwerk
niedrigere Zugriffszeiten , und die gesteigerte Drehzahl gestattet höhere
Datenübertragungsraten . Das MCB3064 ist ab sofort zu einem Preis von ca. 750 DM
im Handel . Voraussichtlich ab Mai wird eine Low-Cost-Variante des Laufwerks
erhältlich sein . Das MCA3064 wird über eine ATAPI-Schnittstelle verfügen und
sich auf eine Drehzahl von 3600 U/min beschränken . Warnung vor Iomegaware 3.0
für Mac OS Der Internet-Newsdienst MacFixIt warnt vor der Benutzung der Version
3.0 von Iomegas Treiber- und Utility-Software " Iomegaware " für Mac OS .
Anwender berichten , dass die Initialisierungs-Funktion Zip-Disketten auch dann
löscht , wenn man dies per " Cancel " abbricht . Iomega war für eine
Stellungnahme noch nicht zu erreichen , hat die Software aber anscheinend vom
Netz genommen . Im Download-Bereich von www.iomega.com findet sich zurzeit nur
die ältere Version 2.8 . Iridium : Alle Satelliten oben Eine vom kalifornischen
Stützpunkt Vandenberg gestartete Delta-II-Rakete hat am 17. Mai die letzten fünf
Satelliten des weltumspannenden Mobilkommunikationsnetzes Iridium in die
Umlaufbahn gebracht . Damit ist die aus insgesamt 66 Satelliten bestehende
Konfiguration komplett , und Iridium wird voraussichtlich im September 1998 den
kommerziellen Betrieb aufnehmen . Benutzer dieses Netzes werden dann mit
entsprechenden Mobiltelefonen und Pagern überall auf der Welt kommunizieren
können . Neuer Rekord bei der Speicherdichte Festplattenhersteller Seagate
vermeldet einen neuen Durchbruch im Forschungslabor : Es gelang den Entwicklern
, Daten mit einer Dichte von 23,8 Gigabit pro Quadratzoll aufzuzeichnen . Erst
zwei Monate zuvor war IBM mit 20,3 GBit/in2 in Führung gegangen . Die
Demonstration zeigt , daß sich mit einer Weiterentwicklung der heutigen
Festplattentechnologie ( GMR-Köpfe , Längsaufzeichnung auf Dünnfilmmedien ) in
einigen Jahren mindestens das Vierfache der heute üblichen Datendichte erzielen
lassen wird . Einige technische Daten des Laborversuchs im Vergleich mit der
heute erhältlichen 50-GByte-Platte Barracuda 50 : Die " Flughöhe " der Köpfe
über der Oberfläche betrug nur 28 Nanometer ( in heutigen Produkten sind etwa 50
nm üblich ) . Comdex : Festplattenprototyp mit Opto-Technik Die im Februar von
der Seagate-Tochter Quinta vorgestellte OAW-Technologie ( Optically Assisted
Winchester ) , die eine wesentliche Steigerung der Aufzeichnungsdichte bei
Festplatten ermöglichen soll , nimmt Gestalt an . Auf der Herbst-Comdex in Las
Vegas präsentierte Seagate einen ersten Prototyp . Es handelte sich um eine
5,25-Zoll-Festplatte halber Bauhöhe mit sechs Platten und 12 Köpfen . Das
Laufwerk erzielt eine Flächendichte von 3 bis 4 Gigabit pro Quadratzoll . Die
Funktionsfähigkeit der Technologie ist damit gezeigt , doch ihre Überlegenheit
gegenüber konventioneller Winchester-Technologie muß sie erst noch beweisen .
Mit einer Flächendichte von 3740 MBit pro Quadratzoll erzielt IBMs kürzlich
vorgestellte Deskstar-25GP-Familie nämlich auch ohne optische Hilfe ähnliche
Resultate . Serial ATA - Festplatten am dünnen Draht Die Serial ATA Working
Group hat den ersten Entwurf der Serial-ATA-Spezifikation veröffentlicht , um
Hardwareentwicklern den schnellen Einstieg in die neue Technik zu ermöglichen .
Serial ATA ( kurz SATA ) ist der designierte Nachfolger der heutigen parallelen
ATA-Schnittstelle zum Anschluss von Festplatten , CD-ROM-Laufwerken und
dergleichen , im Volksmund auch als IDE bekannt . Diese ist mit ihrer aktuellen
Generation Ultra-ATA/100 ( Übertragungsrate 100 MByte/s ) am Ende ihrer
Entwicklung angelangt . Wie der Name schon sagt , ist Serial ATA eine serielle
Schnittstelle , die in der ersten Version , Ultra SATA/1500 , mit einer
Datenrate von 1,5 GBit/s beziehungsweise netto 150 MByte/s arbeiten wird ;
weitere Erhöhungen der Transferrate sind bereits angedacht . Elektrischen
Problemen mit dem Master/Slave-Betrieb zweier Geräte beugt SATA dadurch vor ,
dass es nur Punkt-zu-Punkt-Verbindungen zulässt : Jedes Device muss über ein
eigenes Kabel mit einem eigenen Port des Hostadapters verbunden sein .
Softwareseitig ist SATA voll kompatibel mit dem bisherigen parallelen ATA ;
bestehende Betriebssysteme sollen daher ohne neue Treiber damit zurechtkommen .
Der SATA-Hostadapter enthält zu diesem Zwecke für jedes Device einen
Shadow-Registersatz , der den bisher in der Festplatte untergebrachten
Registersatz emuliert . Mit dessen Hilfe setzt der Hostadapter die ATA-
beziehungsweise ATAPI-Kommandos in das neue serielle Protokoll um . Er kann
dabei sogar eine Master/Slave-Emulation vornehmen , indem er die Kommandos je
nach dem im Shadow-Register selektierten Device an den einen oder den anderen
Port leitet . Bereits im August hatte Seagate auf dem Intel Developer Forum in
San Jose in Zusammenarbeit mit APT Technologies und Vitesse Semiconductor einen
ersten Prototypen einer Festplatte mit SATA-Interface vorgeführt ( siehe Bild )
. Bis Serial ATA in PCs anzutreffen ist , wird es jedoch wohl noch bis Ende 2001
dauern , eventuell noch länger . Von IBM verlautete beispielsweise , dass in den
Roadmaps für die im November 2001 erscheinende Laufwerksgeneration zurzeit noch
keine Rede von Serial ATA ist , wobei sich solch langfristige Planungen
natürlich noch ändern können . Ohnehin scheint fraglich , ob die
Festplattenhersteller bei der Einführung von SATA sofort Modelle produzieren ,
die direkt mit dieser Schnittstelle ausgestattet sind , denn da das parallele
ATA nicht auf einen Schlag aussterben wird , müssten sie dann für die
Übergangszeit die doppelte Anzahl von Modellen vorhalten . Wahrscheinlicher ist
es daher , dass sie die anfangs geringe Nachfrage nach Serial ATA mit einem
zusätzlichen Umsetzer befriedigen , einem SATA-nach-ATA-Adapter , der auf
gewöhnliche ATA-Platten aufgesteckt wird . Dieses Verfahren kennt man schon von
FireWire alias IEEE 1394 . Obwohl es diese Schnittstelle schon seit Jahren gibt
, verbirgt sich auch heute noch in allen Computer-Peripheriegeräten , seien es
FireWire-Festplatten , -CD-ROM-Laufwerke oder -CD-Writer , in Wirklichkeit ein
ATA- oder ATAPI-Laufwerk mit einem entsprechenden Umsetzer . Bald Direktroaming
zwischen Viag und D1 Teilnehmer des Mobilfunknetzes von Viag Interkom ( " E2 " )
können neben diesem schon seit längerem auch die Netze der anderen Betreiber (
D1 , D2 , E-Plus ) nutzen , ein Dualband-Handy vorausgesetzt . Diese
umständliche Prozedur kann bald entfallen : Dank eines Abkommens zwischen Viag
Interkom und der Telekom werden sich Viag-Kunden künftig direkt ins D1-Netz
einbuchen können . Wenn das Handy auf automatische Netzwahl eingestellt ist ,
wird es das Viag-Netz nutzen , falls vorhanden , und ansonsten automatisch zu D1
wechseln . Zur Stunde läuft ein Testbetrieb : In großen Teilen Deutschlands
funktioniert das Direktroaming bereits . Wo es sich nutzen läßt und wo nicht ,
kann sich jedoch jederzeit noch ändern . Vorsicht : Betroffen sind angeblich
Versionen vor 5.02 ( Abfrage mit *#0000# ) . Das Problem ist bei Nokia bekannt ,
und Nokia System Center können bei Bedarf ein Firmware-Update durchführen . Wann
der neue Dienst offiziell an den Start geht , will Viag-Pressesprecher Roland
Kuntze noch nicht verraten . Auch die Tarife stehen noch nicht fest , dürften
aber wohl kaum über den jetzigen Inlands-Roaming-Tarifen ( 1,29 DM/min tagsüber
, 0,39 DM/min in der Nebenzeit ) liegen . Floppy-Nachfolger mit 200 MByte Sony
und Fuji Photo Film haben gemeinsam einen weiteren potentiellen Nachfolger für
die 3,5-ZOLL-Diskette entwickelt . Das "HiFD"-System soll auf neuen Disketten
200 MByte speichern und außerdem die konventionellen HD-Disketten mit 1,44 MByte
lesen und schreiben können . Der Schreib-/Lesekopf des Laufwerks wird dazu
zweigeteilt sein : Die bisher veröffentlichten technischen Daten klingen
vielversprechend : Dank berührungsfreier Abtastung kann das Laufwerk mit einer
Drehzahl von 3600 U/min arbeiten und soll eine maximale Transferrate von 3,6
MByte/s erreichen . Die Medien basieren auf der von Fujifilm entwickelten
ATOMM-Technologie ( Advanced super Thin-layer and high Output Metal Media ) ,
die auch bei Iomegas Zip-Diskette zum Einsatz kommt . Sony und Fujifilm wollen
das Laufwerk auf der Comdex in Las Vegas ( 17. bis 21. November ) vorstellen und
im Frühjahr 1998 auf den Markt bringen . Neben Iomegas Zip-Drive und dem LS-120
wird HiFD damit der dritte Bewerber um das Erbe der Diskette sein . Konverter
von USB nach SCSI Unter der Bezeichnung USBConnect hat Adaptec einen Adapter
angekündigt , mit dem sich SCSI-Peripheriegeräte wie Scanner , Fest- und
Wechselplattenlaufwerke an den universellen seriellen Bus USB anschließen lassen
. Als Käufer peilt Adaptec hauptsächlich iMac-Anwender an : Der iMac besitzt im
Gegensatz zu älteren Macintosh-Modellen außen keine SCSI-Schnittstelle , sondern
nur noch einen USB-Anschluß . Der USBConnect soll im August in den Handel kommen
und in Adaptecs Online-Store zu einem empfohlenen Verkaufspreis von 69,95
US-Dollar erhältlich sein . Ferngesteuerte Datenrettung für NetWare-Server Das
Datenrettungsunternehmen Ontrack bietet seinen Remote-Data-Recovery-Service (
RDR ) jetzt auch für Novell NetWare an . Als erstes lädt der Anwender dazu die
kostenlose Software " Data Advisor " von Ontracks Web-Site herunter . Sie prüft
, ob ein Hardwaredefekt vorliegt und stellt , falls die Festplatte hardwaremäßig
in Ordnung scheint , auf Wunsch über ein Modem die Verbindung zum Service-Center
her . Für die Fehlerdiagnose einer Festplatte berechnet Ontrack unabhängig vom
Dateisystem pauschal 450 Mark . Der Preis für die Rettung einer
NetWare-Partition richtet sich nach Aufwand und kann ungünstigstenfalls bis zu
3520 Mark betragen . Seagate feuert Firmengründer Al Shugart Am 21. Juli hat der
Vorstand des in Scotts Valley , Kalifornien ansässigen Festplattenherstellers
Seagate den bisherigen Chef ( CEO ) Al Shugart entlassen . Neuer Firmenchef ist
ab sofort der 40jährige Stephen J. Luczo . Obwohl die Pressemeldung Shugarts
Verdienste in den höchsten Tönen lobt , ist laut Vorstand " die Zeit für einen
Führungswechsel gekommen " und der 67jährige muß gehen . Zusammen mit drei
Freunden hatte Shugart 1979 das Unternehmen gegründet , das mittlerweile der
größte unabhängige Festplattenhersteller ist . In einem Hintergrundbericht
zitiert das Wall Street Journal Shugart : Photokina : Pixelrekorde und digitale
Superlative Seit nunmehr einem halben Jahrhundert treffen sich Bildschaffende
aus allen Ländern zur Weltmesse des Bildes , der alle zwei Jahre in Köln
stattfindenden photokina . Digitale Belichtungs- und Fotofinishing-Dienste
versprechen dem traditionellen Handel auch in Zukunft die Hauptrolle in Umsatz
und Kundenbetreuung . So hat Fuji in den letzten Jahren in Deutschland 1500
"Frontier"-Minilabs installieren können , die dank volldigitaler Technik nicht
nur Negative und Dias akzeptieren , sondern auch Bilder in allen erdenklichen
Formaten direkt vom Datenträger . Kunden können somit direkt vom Fotogeschäft
echte Fotos von digitalen Bilddaten erhalten , und das wie gehabt auf Wunsch in
nur einer Stunde - eine Leistung von 1800 Bildern/h beim neuesten Modell 390
macht dies auch in größerem Umfang möglich . Einen anderen Superlativ
präsentierte Fuji : die Finepix 4900 ist die erste Digitalkamera der
3-Megapixel-Klasse mit Sechfach-Zoom . Canons Nachfolger der dicken Powerhot Pro
70 geriet allerdings eher konservativ : Die G1 versteckt ihre Qualitäten ( 3,3
Megapixel , lichtstarkes Dreifach-Zoom , Blitzschuh , voll manuelle
Einstellbarkeit ) im klassischen Sucherkamera-Design . Panasonic zeigte eine
neue Kompakt-Digitalkamera mit dem bei derlei Geräten noch eher unüblichen
SD-Memory-Karten . Das SD-Modul ( Secure Digital ) , Panasonics äußerst
kompaktes Pendant zu Sonys Memory Stick , zeichnet sich durch eine sehr hohe
Übertragungsrate und einen eingebauten Kopierschutz aus ; Kameras mit einem
dafür geeigneten Slot nehmen zudem auch die bekannten MultiMediaCards auf .
Nikon kam mit der neuen Coolpix 880 , die als Kompaktmodell bei gleicher
Auflssung unter der 990 positioniert wird . Die professionelle
Digital-Spiegelreflex-Familie erhält demnächst von unerwarteter Seite Zuwachs :
Contax/Kyocera präsentierte im kleinen Kreis ein ( noch nicht funktionsfähiges )
Design-Muster der " N Digital " , die auf der kürzlich vorgestellten analogen
Contax-Spiegelreflex mit neuem " elektronischen " Bajonett basiert . Welcher
Bildaufnahme-Chip Verwendung finden wird , war allerdings noch nicht zu erfahren
; lediglich die angepeilte Auflösung wurde mit 6 Megapixeln angegeben . Eine
professionelle Digital-Spiegelreflex mit der gleichen Auflösung und K-Bajonett
zeigte Pentax : Der kleinbildgroße CCD-Bildaufnehmer stammt von Philips .
Megapixel-Rekorde gab es auch " auf der anderen Seite " zu vermelden : Die
Produktion des Super-Chips soll allerdings erst im April 2001 beginnen .
Seagate-Festplatte mit 15.000 U/min Seagate ( Halle 12 , Stand B57 ) kündigt
eine neue Festplattenfamilie mit einer Drehzahl von 15.000 Umdrehungen pro
Minute an . Damit dreht die Cheetah X15 um 50 Prozent schneller als bisherige
Hochleistungs-Festplatten . Das erhöht vor allem den Durchsatz von
Server-Anwendungen , da die Latenzzeit beim Zugriff auf die Daten von 3 auf 2 ms
sinkt . Auch mit der mittleren Seek-Zeit von 3,9 ms setzt das Laufwerk neue
Maßstäbe ; die bisher schnellste Platte aus der Cheetah-Familie ist mit 5,2 ms
spezifiziert . Als Datenübertragungsrate gibt Seagate bis zu 48 MByte/s an .
Trotz ihrer höheren Drehzahl soll die Stromaufnahme und damit die
Wärmeentwicklung der Cheetah X15 nicht höher ausfallen als bei der Cheetah mit
10.000 U/min . Erste Muster des wahlweise mit Ultra160 SCSI oder
2-GBit-Fibre-Channel ausgestatteten 18-GByte-Laufwerks sollen für OEMs im
zweiten Quartal 2000 verfügbar sein ; die Massenproduktion ist für das dritte
Quartal geplant . Kombilaufwerk für DVD und CD-R CD-Writer und DVD-ROM-Leser
vereint NEC mit dem Kombi-Laufwerk DVR-1700A in einem Gerät . Das ATAPI-Laufwerk
soll CD-ROMs mit " 20X " ( 3 MByte/s ) und DVD-ROMs mit " 2X " ( 2760 KByte/s )
lesen sowie die CD-Recordable mit "2X"-Geschwindigkeit beschreiben können .
Wiederbeschreibbare Medien unterstützt es nicht . Ende Mai will NEC das Gerät zu
einem Preis von circa 1100 Mark anbieten . ( CeBIT : Halle 13 , Stand C40 ) Das
voraussichtlich circa 650 Mark teuere ATAPI-Einbaulaufwerk soll neben einem
20X-CD-ROM-Leser und einem 2X-CD-R-Schreiber auch als wiederbeschreibbare
Wechselplatte mit PD-Medien ( 650 MByte Phase-Change ) fungieren . Photokina :
Foveon behauptet , die prinzipbedingten Mängel der CMOS-Technik vollständig im
Griff zu haben - der gezeigte rauscharme und knackscharfe Großformatdruck dürfte
dies beweisen . In weniger ferner Zukunft liegt eine Kamera , die Pentax bereits
als Muster zeigte ( siehe Bild ) : Der kleinbildgroße CCD-Bildaufnehmer und die
Auswerteelektronik stammen von Philips , der Rest einschließlich Gehäuse mit
KAF2-Bajonett aus eigenem Hause . Zwei Kartenslots ( PC-Card Typ II und CF-Card
Typ II ) stehen zur Verfügung , zur Bildbegutachtung dient ein 2-Zoll-Monitor .
Typenbezeichnung , Liefertermin und Preis stehen noch nicht fest , vermutet wird
aber eine fünfstellige Einstandssumme . Photokina : Digitalkamera mit
Internet-Anschluss Ricoh überraschte die Besucher der photokina mit einer großen
Schwester der kürzlich vorgestellten 3,3-Megapixel-Kamera RDC-7 : Eine Modem- ,
ISDN- oder Netzwerk-PC-Card genügt , um mit der Kamera aufgenommene Bilder per
E-Mail oder FTP-Upload zu verschicken . Per Touchscreen können handschriftliche
Notizen oder Texte beigefügt werden , natürlich auch mit dem eingebauten
Mikrofon aufgenommenes Audio-Material . Die RDC-i700 verfügt über je einen
Steckplatz für PC-Cards ( Typ II ) und CompactFlash-Karten als
Speichererweiterung für den internen Bildspeicher . Die RDC-i700 kann mit
wenigen Tastendrucken Bilder per E-Mail versenden . Im eingebauten Speicher
lassen sich bis zu 50 E-Mail-Adressen unterbringen . Man kann die Bilddateien
mit ihrer vorhandenen hohen Auflösung übermitteln oder unter fünf
Dateigrößen-Einstellungen wählen , um die Übertragung zu beschleunigen . Mit dem
eingebauten Web-Browser lassen sich die übertragenen Bilder online kontrollieren
, und man kann damit sogar richtig im Web surfen . Um mit Personen ohne
Internet-Anschluss kommunizieren zu können , ist die RDC-i700 zusätzlich in der
Lage , im " Textmodus " aufgenommene Bilder ( Schwarzweiß-Bitmap ) per Fax zu
übermitteln . Die RDC-i700 bietet einen virtuellen Assistenten , mit dem sich
unter anderem Listen für Aufnahme-Vorhaben erstellen lassen . Auf der
Software-CD befinden sich zu diesem Zweck Vorlagen im Microsoft Word- und
Excel-Format . Der Benutzer folgt beim Fotografieren der in die Kamera geladenen
Liste und übertragt danach die Bilder auf den Computer . Dort werden die Fotos
automatisch in das Vorlagendokument eingefügt . Die Software zur RDC-i700
beinhaltet ein Explorer-Plug-In für Windows bzw. das Programm RDC-i700 Mounter
für Macintosh . Damit lässt sich die RDC-i700 wie ein externes Speicherlaufwerk
am Computer betreiben . 2-GByte-Wechselplatte " Jaz 2 " von Iomega Als
Nachfolger des bekannten Jaz-Drive hat Iomega ein Wechselplattenlaufwerk mit der
doppelten Kapazität angekündigt . Das Jaz-2-Laufwerk wird auf einer
3,5-Zoll-Cartridge 2 GByte speichern und soll um 40 Prozent schneller sein als
sein Vorgänger . Neben den neuen 2-GByte-Cartridges wird das Gerät auch mit den
1-GByte-Medien des Jaz-Drive kompatibel sein . Jaz 2 soll noch im vierten
Quartal 1997 auf den Markt kommen . Als empfohlenen Verkaufspreis für das
externe Gerät mit Ultra-SCSI-Schnittstelle nennt Iomega 649 Dollar , die interne
Version soll 549 US-Dollar kosten . Für Jaz-2-Medien ist ein Stückpreis von 149
Dollar geplant ( im Dreierpack ) . Damit wird Jaz 2 also nicht nur die doppelte
Kapazität bieten , sondern auch knapp doppelt so teuer sein wie derzeit das
Jaz-Drive . Notebook-Festplatte mit 14 GByte IBM hat eine neue Familie von
2,5-Zoll-Festplatten für Notebooks angekündigt . Das Spitzenmodell Travelstar
14GS wird bei einer Bauhöhe von 17 mm eine Kapazität von 14 GByte bieten . Die
12,5 mm hohe Travelstar 10GT bringt es auf 10 GByte , die Travelstar 6GN auf 6,4
GByte bei 9,5 mm Bauhöhe . Erste Laufwerke will IBM in geringen Stückzahlen
Anfang Dezember an Notebookhersteller ausliefern . Als erste Plattengeneration
sollen die neuen Travelstar-Modelle mit dem " Drive Fitness Test " ausgestattet
werden . Dabei handelt es sich um eine DOS-basierte Diagnosesoftware , die
Notebook-Hersteller in einem versteckten Bereich der Festplatte speichern können
und die über herstellerspezifische Spezialkommandos eine recht genaue
Fehleranalyse eines defekten Laufwerks ermöglichen soll . Mehr dazu hier oder in
c't 17/98 , S. 43 . Festplatten mit höherer Datendichte Western Digital hat mit
der Auslieferung der nächsten Generation ihrer IDE-Festplatten begonnen . Die
Laufwerke der mit 5400 U/min drehenden Caviar-Familie speichern pro
Magnetscheibe 30 GByte und weisen damit die zurzeit größte Datendichte in dieser
Klasse auf . Andere Hersteller bieten derzeit Platten mit höchstens 20 GByte pro
Scheibe an . Die neue Caviar kommt mit bis zu zwei Scheiben ( 60 GByte , WD600AB
) sowie in einer 30- und einer 40-GByte-Version ( WD300AB beziehungsweise
WD400AB ) auf den Markt . Auch bei den anderen Herstellern wird es wohl
demnächst neue Modelle geben , doch sieht es danach aus , als würden diese damit
noch abwarten , bis sie eine noch höhere Datendichte erzielen können . Quantum
und Fujitsu werden beispielsweise wahrscheinlich gleich den Schritt auf 40 GByte
pro Scheibe machen und die 30er-Generation sozusagen überspringen . Höhere
Kapazitäten erzielen sie bei Bedarf einstweilen , indem sie mehr Scheiben in die
Laufwerke packen . Beispielsweise können IBM und Maxtor mit ihren 5-
beziehungsweise 4-Scheiben-Designs bei der Kapazität mühelos mithalten und trotz
niedrigerer Datendichte Laufwerke mit 75 beziehungsweise 80 GByte liefern . Auch
im Notebook-Bereich steht ein Generationswechsel an . Toshiba hat
2,5-ZOLL-Modelle mit einer Datendichte von 15 GByte pro Scheibe angekündigt .
Zwei Scheiben und damit 30 GByte bringt der Hersteller dann in dem nur 9,5 mm
hohen Gehäuse der MK3017GAP unter , während die ebenfalls 9,5 mm hohe MK1517GAP
auf einer Scheibe 15 GByte speichert . Beide Modelle arbeiten mit einer Drehzahl
von 4200 U/min . Erste Muster will Toshiba noch im Januar ausliefern . Fujitsu
will am morgigen Donnerstag nachziehen und ihre Hornet-14-Familie mit ähnlichen
Daten ankündigen . Von IBM war noch nichts über neue Laufwerke in Erfahrung zu
bringen . Eine 30-GByte-Platte gibt es dort allerdings schon lange - allerdings
mit 12,7 mm Bauhöhe . IDE-Festplatte mit 11 GByte Unter der Bezeichnung
DiamondMax 2880 hat Maxtor eine IDE-Platte mit 11 GByte angekündigt . Das mit
MR-Köpfen ausgestattete Gerät bringt diese Kapazität auf nur vier Scheiben unter
, speichert also 2880 MByte pro Magnetplatte . Aufgrund der hohen Datendichte
ist die DiamondMax 2880 auch sehr schnell . Ein Vorseriengerät fand sich bereits
im c't-Labor ein und erzielte beim Hdbench-Test einen hervorragenden gewichteten
Mittelwert von 6,83 MByte/s ; ausführliche Testergebnisse werden wir in c't 6/98
veröffentlichen . Die Diamondmax-2880-Familie soll Ende März verfügbar sein und
in insgesamt 11 Varianten mit Kapazitäten von 2,5 bis 11 GByte auf den Markt
kommen . Die 11-GByte-Version will Maxtor für unter 1000 Mark anbieten .
FireWire vervierfacht das Tempo Der serielle Hochgeschwindigkeitsbus IEEE 1394 ,
besser bekannt als FireWire oder iLink , bekommt Nachwuchs . Der neue Standard
IEEE 1394b ist jetzt fertig und liegt den Mitgliedern des Komitees zur
endgültigen Absegnung vor . Zur Steigerung der Datenrate wurde es erforderlich ,
eine neue Art der Signalcodierung einzuführen , den so genannten Beta-Mode . Für
beide hat sich das IEEE-1394b-Komitee neue Steckverbinder ausgedacht , sodass
sich die bisherigen Kabel nicht weiterverwenden lassen . Um ein altes Gerät mit
einem dem neuen Standard entsprechenden zu verbinden , braucht man ein Kabel ,
das am einen Ende den bekannten 4- oder 6-poligen FireWire-Stecker und am
anderen den 9-poligen bilingualen Stecker hat , der wiederum nicht in einen
reinen Beta-Port passt . Die maximale Kabellänge bleibt für einfache Kupferkabel
bei 4,50 m . IEEE 1394b sieht aber auch andere Übertragungsmedien vor , um
größere Distanzen überbrücken und es somit zur Vernetzung nutzen zu können :
Über die vom Fast-Ethernet-Standard bekannte Twisted-Pair-Verkabelung ( CAT-5
UTP ) sieht IEEE 1394b eine Übertragungsrate von 100 MBit/s bei einer maximalen
Kabellänge von 100 m vor . Mit optischen Kunststofffasern sollen sich bis zu 100
m bei 200 MBit/s überbrücken lassen , Multimode-Glasfasern dürfen bei 400 , 800
oder 1600 MBit/s bis zu 100 m lang sein . Der Standard ist fertig , fehlt nur
noch die Implementierung . Max Bassler , der Vorsitzende der 1394 Trade
Association , gibt sich optimistisch : " Wir erwarten die ersten Devices mit 800
MBit/s noch in diesem Sommer und rechnen für den Herbst mit einer erhöhten
Design-Aktivität . " Er meint damit aber wohl eher die Chips , die bei diversen
Halbleiterherstellern wie Texas Instruments , NEC , Panasonic und Agere in der
Entwicklung sind . Bis 1394b-Produkte für Endkunden erhältlich sind , dürfte
erfahrungsgemäß noch einige Zeit ins Land gehen . Iomega liefert
20-GByte-Wechselplatte aus Iomega hat nach eigenen Angaben in den USA mit der
Auslieferung ihres neuen Wechselplattensystems Peerless Drive begonnen . Die
Speichercartridges haben etwa PDA-Größe und sind wahlweise mit 10 GByte ( 160
US-Dollar ) oder 20 GByte ( 200 Dollar ) erhältlich . Die Docking-Station will
Iomega mit verschiedenen Interface-Modulen anbieten . Mit einem USB-Modul kostet
sie 250 Dollar , als nächstes soll in einigen Wochen ein FireWire-Interface
folgen . Bei den Speichermedien handelt es sich um abgespeckte Festplatten , die
auf IBMs Notebook-Laufwerken der Serie Travelstar 20GN basieren . In einem
versiegelten Gehäuse stecken Magnetscheiben sowie Schreib-/Leseköpfe , jedoch
keine Elektronik . Die befindet sich in der Basisstation und soll es auf eine
Datenübertragungsrate von 15 MByte/s bringen , ein genügend schnelles Interface
vorausgesetzt . Im Vergleich zum Jaz-Drive , bei dem die Schreib-/Leseköpfe zum
Laufwerk gehören und die Cartridge lediglich die Magnetscheiben enthält , dürfte
das Peerless-System wesentlich unempfindlicher gegen Staub sein . Die Elektronik
nicht auf jeder Cartridge zu duplizieren , sondern sie nur einmal im Laufwerk
unterzubringen , spart laut Iomega Kosten . Aber anscheinend nicht für den
Endkunden : Die Travelstar 20GN ist in Deutschland zurzeit zu einem Straßenpreis
von etwa 350 Mark erhältlich , 100 Mark weniger als der umgerechnete Preis einer
Peerless-Cartridge . " Kostenlos " telefonieren bei D2 Der Düsseldorfer
Mobilfunkanbieter Mannesmann hatte mehrere Wochen lang technische Probleme mit
CallYa-Karten , die sich missbrauchen ließen , um kostenlos an zusätzliches
Gesprächsguthaben zu gelangen . Das bestätigte jetzt eine Sprecherin des
Unternehmens . Hin und wieder verweigerte beim telefonischen Aufladen der
Pre-Paid-Karten der Sprachcomputer seine Dienste . Wer dann bei der
D2-Kundenbetreuung anrief , um seine Karte manuell aufladen zu lassen , der
bekam den gekauften Betrag zwar gutgeschrieben . Allerdings hatten die
Mitarbeiter keine Möglichkeit , die zur CallYa-Karte gehörende
Indentifikationsnummer nach einmaligen Gebrauch ungültig zu machen . Schuld
daran war eine Umstellung der Kundenbetreuungssoftware . Nach Angaben von
Mannesmann ist das Problem inzwischen aber behoben . Der finanzielle Schaden für
das Unternehmen sei nur gering . Firmeninsider berichten jedoch , das Problem
trete sporadisch immer noch auf . Photokina : Multimedia-Camcorder von Canon
Nachdem Sony mit den Modellen PC-5 und PC-100/110 vor einiger Zeit Camcorder mit
eingebauter Fotofunktion vorgestellt hat , zieht Canon nun mit einem ähnlichen
Konzept nach . Standbilder speichert das Gerät auf einer winzigen MultiMediaCard
; die Fotos lassen sich später in Filmsequenzen integrieren . Das mit
FireWire-Eingang zur Aufnahme von externen Quellen ausgerüstete Gerät kostet
3799 Mark , eine abgespeckte Version ohne DV-in und Kartenslot 600 Mark weniger
. Photokina : Sportliche Digitalkamera Einen Spezialisten für die Action- und
Sportfotografie hat Olympus neu im Programm : Damit man den richtigen
Auslösezeitpunkt nicht verpasst , bietet die Kamera einen Pre-Capture-Modus ,
der bei halb gedrücktem Auslöser ständig Bilder in eine Art Ringspeicher
schreibt und dann die letzten vor dem eigentlichen Auslösen aufgenommenen Fotos
zur Auswahl vorhält . Das für spezielle Einsatzzwecke sicher hochinteressante
Gerät soll etwa 3500 DM kosten . SyQuest im Sonderangebot Das externe
Wechselplattenlaufwerk SyJet ( Test in c't 5/97 , S. 120 ) ist zum Preis von 659
Mark inklusive zweier Medien à 1,5 GByte erhältlich . Ebenfalls interessant :
Der Preis ist nun für die interne SCSI-Version wie für externe Laufwerke ( SCSI
, parallel ) einheitlich . Den meisten Gegenwert bekommt der Kunde mit der
externen Parallelport-Variante für PCs , denn der Adapter für den Druckerport
läßt sich abnehmen und das Laufwerk dann an einen SCSI-Adapter anschließen .
Damit läuft es auch am Mac ( den nötigen Treiber " Silverlining Lite SQ " gibt
es hier ) . Die Adresse : SyJet Cartridge Offer , PO Box 2P34 , Tipperary ,
Ireland . Nico Ernst Wechselplatte mit 4,7 GByte Unter der Bezeichnung Quest
bringt SyQuest ein Laufwerk auf den Markt , das 4,7 GByte auf magnetischen
Wechselplatten speichert . Wie beim SyJet aus eigenem Hause und dem Jaz-Drive
von Iomega rotieren in den Cartridges zwei Magnetscheiben , allerdings mit 5,25
Zoll Durchmesser . SyQuest setzt als nach eigenen Angaben erster Hersteller die
moderne MR-Kopftechnologie bei Wechselplatten ein , um hohe Datendichten zu
erreichen . Damit ist die Firma allerdings nicht allein : Auch Castlewood
Systems behaupten , in dieser Hinsicht erster zu sein . Quest soll noch im
Dezember an erste OEMs ausgeliefert und im folgenden Quartal allgemein verfügbar
sein . Als Preise nennt SyQuest 599 US-Dollar für das interne Laufwerk mit
Ultra-Wide-SCSI-Interface inklusive einer Cartridge und 199 Dollar für eine
Cartridge . Weitere technische Daten zu Quest finden Sie hier . Iomega kündigt
ZipPlus-Drive an Im vierten Quartal dieses Jahres will Iomega eine verbesserte
Version ihres Zip-Drive auf den Markt bringen . ZipPlus soll voll kompatibel zur
bisherigen Technik bleiben und auf den bekannten Zip-"Disketten" 100 MByte
speichern . Ebenso automatisch stellt sich das neue Netzteil auf verschiedene
Spannungen ein . Außerdem bekommt das ZipPlus einen Ein-/Ausschalter ( beim
Zip-Drive muß man zum Abschalten den Netzstecker ziehen ) . Windows-95-Anwendern
verspricht Iomega eine um 40 Prozent gesteigerte Geschwindigkeit gegenüber dem
bisherigen Modell . Der empfohlene Verkaufspreis für die USA beträgt 199,95
Dollar und liegt damit um 50 Dollar über dem des Zip-Drive . Im Preis enthalten
ist ein Software-Bundle aus Adobe PhotoDeluxe ( Bildbearbeitung ) , Web Buddy
von DataViz ( Offline-Browsing ) , Image AXS von Digital Arts & Sciences (
Bildarchivierung ) , NetCard von PictureWorks Technolgy und das hauseigene
RecordIt ( Audio-Aufzeichnung ) , das dem Käufer helfen soll , seine Zip-Medien
zu füllen . Weitere Informationen unter http://www.iomega.com/ . USB 2.0 mit
zwanzigfacher Geschwindigkeit Intel hat auf dem Developer Forum in Palm Springs
die Weiterentwicklung des USB-Standards angekündigt . Der mittlerweile bei jedem
neuen PC vorhandene Universelle Serielle Bus überträgt bisher maximal 12 MBit/s
, genug für Tastaturen , Mäuse oder Scanner . Massenspeicher oder Videokameras
kommen damit jedoch nicht aus . Hierfür propagierten die Hersteller bisher die
Apple-Entwicklung IEEE-1394 , auch als FireWire bekannt ( bis zu 400 MBit/s ) .
Die Spezifikation will man Ende 1999 fertig haben , so daß in der zweiten
Jahreshälfte 2000 mit ersten USB-2.0-Geräten zu rechnen ist . Die Mitglieder des
USB-2.0-Teams wollen keine Lizenzgebühren für die zur Implementation benötigten
Patente erheben , wie es in der Pressemitteilung heißt . Apple dagegen hatte
kürzlich viele Chip- und Systemhersteller mit der Forderung nach Lizenzgebühren
verärgert . Die zukünftige Rolle von IEEE-1394 bezeichnete Intel-Vizepräsident
Patrick Gelsinger in seiner Keynote am 23. Februar als zwar wichtig , aber sehr
eingeschränkt : Die sechs Branchengrößen , darunter gleichfalls Compaq , die
sich kürzlich zum IEEE-1394-Patentpool zusammengeschlossen haben , schätzen die
Aussichten freilich anders ein : Sie entwickeln gemeinsam einen
FireWire-Nachfolger mit 1 GBit/s Übertragungsrate . IBM dementiert Berichte über
fehlerhafte Festplatten IBM hat im Internet kursierende Vorwürfe zurückgewiesen
, wonach Festplatten der Familie DTLA von minderwertiger Qualität seien und
verstärkt ausfielen . Ein Mitarbeiter des technischen OEM-Supports von IBM sagte
dazu zu heise online : Der Internet-Newsdienst the inquirer hatte über vermehrte
Ausfälle von DTLA-Festplatten berichtet und gemutmaßt , IBM habe die Produktion
dieser Familie deshalb vorübergehend ausgesetzt . In der Tat werde die
Produktion allmählich eingestellt , so IBM . Doch nicht wegen mangelnder
Qualität , sondern schlicht zugunsten der Nachfolgefamilie Deskstar 60GXP . Der
c't-Redaktion liegen einige Erfahrungsberichte von Lesern vor , bei denen
Festplatten der DTLA-Serie nach relativ kurzer Zeit ausfielen . Umgekehrt liest
man in diversen Diskussionsforen aber auch von zufriedenen Besitzern von
DTLA-Platten , die damit bisher keine Probleme hatten . Eine Umfrage der
Redaktion unter Händlern und Distributoren ergab keine Bestätigung , dass
Platten dieses Typs signifikant häufiger ausfallen als Laufwerke anderer
Hersteller . Den Zahlen eines namhaften deutschen Distributors zufolge lag IBM
in den letzten Monaten bei der Reklamationsquote allenfalls im Mittelfeld ,
hinsichtlich der Verkaufszahlen jedoch an der Spitze . Der großen Beliebtheit
der Laufwerke sind wohl auch die Lieferengpässe zuzuschreiben , die es in
letzter Zeit gegeben hat . Die Abkündigung der DTLA hat übrigens eine
interessante Konsequenz : Die neue Familie Deskstar 60GXP gibt es nur mit
Kapazitäten zwischen 20 und 60 GByte . CeBIT Home : Neues Mobilfunknetz "
Citypartner " ab 1.10.98 Anläßlich einer Pressekonferenz auf der CeBIT Home gab
VIAG Interkom heute die Tarife für ihren neuen Mobilfunkdienst " Citypartner "
bekannt , der am 1.10.98 an den Start geht . Nationale Gespräche kosten in der
Hauptzeit ( 8 bis 18 Uhr ) 99 Pfennig pro Minute , in der Nebenzeit 29 Pf/min.
Gespräche innerhalb des Netzes ( von Handy zu Handy ) schlagen rund um die Uhr
mit 29 Pf/min zu Buche . Derselbe Tarif gilt auch für sogenannte Citygespräche :
Wenn sich der Handybesitzer in einer vorher festgelegten Stadt aufhält , zahlt
er für Gespräche in das Ortsnetz dieser Stadt ganztags 29 Pf/min. Das Netz der
VIAG Interkom geht zunächst in acht Ballungsgebieten an den Start und soll
zunächst 45% der Bevölkerung erreichen . Durch ein Roaming-Abkommen mit der
Schweizer Telefongesellschaft Swisscom können VIAG-Kunden jedoch auch die drei
anderen digitalen Mobilfunknetze ( D1 , D2 , E-Plus ) nutzen , wenn sie sich
außerhalb des VIAG-Netzes aufhalten . Dann fallen allerdings höhere Gebühren an
: 1,99 DM/min in der Haupt- und 0,99 DM/min in der Nebenzeit . Anders als beim
internationalen Roaming sind ankommende Anrufe für VIAG-Kunden auch dann
kostenlos , wenn sie in eines der Fremdnetze eingebucht sind . Die monatliche
Grundgebühr beträgt 24,95 DM bei einer Mindestlaufzeit von drei Monaten .
Ankommende Fax- und Datendienste kosten monatlich jeweils 10 Mark ( im Paket
zusammen 15 DM ) . Intel stellt USB 2.0 offiziell vor Damit ist der Startschuss
für die Entwicklung der nächsten Gerätegeneration gefallen , die mit 480 MBit/s
40-mal so schnell wie ihr Vorgänger USB 1.1 sein wird . Gleichgebliebene Kabel
und Steckverbinder gewährleisten die volle Kompatibilität zum heutigen USB . Wie
Bremsklötze werden jedoch ältere Hubs wirken , da sie keine
High-Speed-Übertragung durchreichen können . Die USB 2.0 Promoter Group , der
neben Intel und Microsoft auch diverse andere Firmen angehören , rechnet noch
Ende dieses Jahres mit ersten Geräten nach dem neuen Standard . Das Konsortium
hofft , dass USB 2.0 sich im nächsten Jahr für den Anschluss von PC-Peripherie
gegenüber IEEE 1394 durchsetzen wird . Diese auch als FireWire oder iLink
bekannte Schnittstelle wiederum soll nach Intels Vorstellungen eher im
Consumer-Bereich für Audio-/Videodaten ihr Dasein fristen . CIH-Virus - der Tag
danach Am gestrigen Montag hat der CIH-Virus wieder einmal zugeschlagen . Wer
trotz rechtzeitiger Warnung keinen Virencheck durchgeführt hat , steht nun
möglicherweise vor einem nicht mehr funktionsfähigen PC . Der Virus hat zwei
bekannte Auswirkungen : Wenn der Bildschirm des Rechners nach dem Einschalten
dunkel bleibt , hat CIH sehr wahrscheinlich das BIOS-Flash-ROM gelöscht ; das
beherrscht er etwa auf Motherboards mit Intels TX-Chipsatz . Dann hilft es nur
noch , den BIOS-Baustein auszubauen und an einem noch intakten PC neu zu
beschreiben , etwa mit dem c't-Flasher . Wer keinen Zugriff auf den c't-Flasher
hat , sollte sich an seinen PC-Händler wenden oder kann beispielsweise den
Programmier-Service der Firma Segor in Anspruch nehmen . Wenn die BIOS-Meldungen
noch auf dem Bildschirm erscheinen , aber der PC nicht mehr startet , hat CIH
vermutlich die Partitionstabelle der Festplatte gelöscht . Legen Sie auf keinen
Fall mit Fdisk neue Partitionen an ! Es fehlen nur ein paar Byte ; eine
Datenrettungssoftware kann sehr wahrscheinlich helfen . Die kostenlose
Demo-Version von Convars Recovery '98 rettet bis zu drei Dateien ; wer alles
wiederherstellen will , muß die Vollversion erwerben . Ähnliches bietet Ontrack
mit der Datenrettungssoftware Tiramisu . Wer vor der Benutzung eines Diskeditors
nicht zurückschreckt , kann die Partitionstabelle auch von Hand restaurieren .
Ein ausführlicher Artikel dazu steht in c't 5/97 , S. 188ff . Das Programm
partinfo von PowerQuest sowie das Freeware-Tool Partition Finder können dabei
gute Dienste leisten . 18 GByte bei Tempo 10000 Seagate hat heute die zweite
Generation ihrer 3,5-ZOLL-Festplattenfamilie " Cheetah " angekündigt , die mit
einer Drehzahl von 10000 U/min den bisherigen Geschwindigkeitsrekord bei
Festplatten hält . Gegenüber der alten Cheetah hat Seagate die Datendichte
deutlich gesteigert : Die Cheetah 18 speichert bei 1,6 Zoll Bauhöhe 18 GByte ,
während die Cheetah 9LP als Low-Profile-Version 9 GByte in einem ein Zoll hohen
Gehäuse unterbringt . Dank der hohen Datendichte und Drehzahl sollen die
Laufwerke Dauertransferraten von über 20 MByte/s erreichen . Gegenüber der
bisherigen Cheetah hat der Hersteller den Stromverbrauch und damit die
Wärmeentwicklung um 25% reduziert , so daß die neue Cheetah nur noch 15% mehr
Strom verbraucht als die Laufwerke der Barracuda-Serie . Erste Muster will
Seagate bereits im November an OEMs ausliefern . Die Musterpreise betragen 1755
US-$ für die ST18202 ( 18 GByte ) , 1090 US-$ für die ST39102 ( 9 GByte ) und
635 US-$ für die ebenfalls angekündigte 4-GByte-Version ( ST34502 ) . Die
Massenproduktion soll im ersten Quartal 1998 beginnen , und die endgültigen
Preise sollen um 15% über denen der Barracuda-Laufwerke liegen .
3,5-ZOLL-Festplatte mit 50 GByte Seagate hat die nächste Generation ihrer
Festplattenfamilien Cheetah ( 10000 U/min ) und Barracuda ( 7200 U/min )
angekündigt . Die Cheetah 18LP speichert bei einem Zoll Bauhöhe 18 GByte , die
1,6 Zoll dicke Cheetah 36 das Doppelte . Die neue Barracuda-Familie wird es in
vier Kapazitäten geben : 50 und 36 GByte bei voller Bauhöhe sowie 18 und 9 GByte
in der "Low-Profile"-Version ( 1 Zoll ) . Die Massenproduktion von Barracuda
18LP und Barracuda 36 soll im November beginnen , die der Barracuda 50 im März
nächsten Jahres . Die neue Cheetah-Generation mit den Kapazitätsvarianten 9 , 18
und 36 GByte will Seagate im Februar 1999 ausliefern . 128-GByte-Grenze bei
IDE-Platten fällt Der Festplattenhersteller Maxtor hat angekündigt , die im
aktuellen Entwurf der ATA/ATAPI-6-Spezifikation beschriebene
48-Bit-Adressierungsart für IDE-Platten zu unterstützen . Die 128-GByte-Grenze
kam für die Festplattenhersteller nicht überraschend : Schon seit fast zwei
Jahren diskutiert das für die ATA/ATAPI-Spezifikation zuständige
Standardisierungskomitee X3T13 über eine Erweiterung der 28-Bit-Adressierung .
Unter mehreren Alternativen konnte sich mittlerweile der im Januar 2000 von
Maxtor eingereichte Vorschlag einer 48-Bit-Erweiterung durchsetzen und wurde in
diesem Jahr in den Entwurf von ATA/ATAPI-6 aufgenommen . Die neue
Adressierungsart erfordert keine Änderung an der Hardware , sondern lediglich
neue Treiber beziehungsweise ein neues BIOS . Auch Uralt-Systeme sollten also
mit geeigneter Software fit für große IDE-Platten sein . Nach Angaben von Maxtor
will auch Microsoft die neue Spezifikation unterstützen . Auch Compaq und VIA
Technologies sollen mit von der Partie sein . Wie aktuelle Festplattenmodelle
zeigen , ist man technisch bereits jetzt in der Lage , 40 GByte auf einer
einzigen Magnetscheibe zu speichern . Maxtor nutzt dies jedoch bisher nur , um
mit der D540X ein Modell mit zwei Scheiben und 80 GByte sowie ein
Drei-Scheiben-Laufwerk mit 100 GByte anzubieten . Nach Insiderinformationen will
Maxtor noch im dritten Quartal dieses Jahres eine IDE-Platte mit 160 GByte auf
den Markt bringen . Würde IBM ihr 5-Scheiben-Design mit dieser Datendichte
kombinieren , käme sogar eine 200-GByte-Platte heraus . Doch bisher hat IBM
nicht allzu schnell vor , die 128-GByte-Grenze zu überschreiten , jedenfalls
nicht mehr in diesem Jahr . Für das vierte Quartal ist lediglich ein
120-GByte-Modell mit drei Scheiben geplant . 2-GByte-Wechselplatte unter 500
Mark Ein magnetisches Wechselplattenlaufwerk , das zu einem Kampfpreis von 200
Dollar eine Kapazität von 2 GByte bietet , hat die kalifornische Firma
Castlewood Systems bereits Ende letzten Jahres versprochen . Nun hat das Warten
bald ein Ende : Ab Ende November will Castlewood das interne EIDE-Gerät mit der
Bezeichnung " ORB " auch in Deutschland ausliefern . Ein Prototyp fand sich
bereits im c't-Labor ein . Die vorläufigen Testergebnisse sind vielversprechend
: das Gerät ist gut ein Drittel schneller als der Hauptkonkurrent , Iomegas Jaz2
, und steht damit aktuellen Festplatten kaum nach . Weitere Details lesen Sie in
der nächsten c't . Verkauf von Nomaïs Zip-Disketten gestoppt Der Rechtsstreit
zwischen Iomega , Hersteller des Wechselplattenlaufwerks Zip-Drive , und der
französischen Firma Nomaï geht weiter . Seitdem Nomaï unter der Bezeichnung "
XHD " Medien anbietet , die mit Iomegas Zip-Drive kompatibel sind und weniger
als die Originalmedien kosten sollen , setzt sich Iomega mit allen Mitteln
dagegen zur Wehr . Am 14. November untersagte ein Mannheimer Gericht dem
Distributor MediaCom den Vertrieb und die Werbung für die XHD-Disketten ,
solange Aufkleber oder Verpackung die Disketten als kompatibel mit Iomegas
Zip-Disketten oder -Laufwerken ausweisen . Das kommt einem kompletten
Verkaufsverbot gleich , denn ohne den Hinweis , daß die Scheiben ins Zip-Drive
passen , werden sie sich wohl schwerlich an den Mann bringen lassen .
MediaCom-Geschäftsführer Bernd Prütting kündigte an , gerichtlich gegen die
Verfügung vorzugehen . Am 19. November fiel in Düsseldorf eine gleichlautende
Entscheidung gegen die Firma Triangel , einen weiteren deutschen Distributor .
Die ehemalige BASF-Tochter Emtec Magnetics , eine Zulieferfirma , von der Nomaï
Rohmedien bezieht , will daraufhin erst einmal abwarten und die XHD-Diskette
noch nicht wie geplant selbst vermarkten . Auch in den USA gibt es mittlerweile
eine Gerichtsentscheidung : am 20. November untersagte der U.S. District Court
for Northern California Nomaï und ihrem US-Ableger Nomus , Inc. , zu behaupten ,
ihre "XHD"-Disketten seien mit Iomegas Zip-Drive kompatibel . Laut Iomega-Chef
Kim B. Edwards möchte die Firma durch diese Vorgehensweise nicht nur ihr
geistiges Eigentum energisch verteidigen , sondern auch ihre Kunden schützen .
Die XHD-Disketten von Nomaï seien nicht mit allen Modellen des Zip-Drive
kompatibel und könnten sogar zu Beschädigungen der Laufwerke führen . Dies
sollen Untersuchungen durch zwei unabhängige Labors ergeben haben , die Iomega
jedoch nicht benennt . Nomaï wirft Iomega dagegen unfaire Testbedingungen vor :
In einem von Iomega in Auftrag gegebenen Test in den USA seien die Medien vom
Prüfinstitut " CETR " 15 Tage lang einer Temperatur von 58 Grad Celsius bei
einer Luftfeuchtigkeit von 10 % ausgesetzt worden , gefolgt von einem
24stündigen Dauertest mit ständigem Load/Unload der Köpfe . Diese Bedingungen
lägen weit jenseits der Spezifikation des externen Zip-Drive und seien folglich
unrealistisch . Iomega habe ferner ihre im November auf der Comdex in Las Vegas
vorgestellten Zip-Laufwerke für Notebooks absichtlich so modifiziert , daß sie
die Nomaï-Cartridges nicht annähmen . Aus Sicht der Mitbewerber ist jeder Monat
, in dem Iomega sich die Konkurrenz vom Leibe und damit die Preise hoch hält ,
bares Geld : Immerhin kosten zehn dieser nur 100 MByte fassenden Medien derzeit
fast so viel wie das Laufwerk selbst . Erster Bridge-Chip für Serial ATA Die
kalifornische Firma Marvell hat den nach eigenen Angaben ersten Bridge-Chip
vorgestellt , der aus einer konventionellen ATA-Schnittstelle ( auch als IDE
bekannt ) ein Serial-ATA-Interface macht . Mittels zweier solcher Chips könnte
man also eine konventionelle ATA-Platte über Serial ATA mit einem
konventionellen Hostadapter verbinden . Serial ATA soll nach der Vorstellung der
Plattenhersteller das bisherige parallele ATA ablösen . Bereits vor einem Jahr
demonstrierte Seagate erste Prototypen eines Serial-ATA-Interface . Die
Verfügbarkeit eines Bridge-Chips markiert den nächsten Schritt zur
Markteinführung : Damit könnte man erste Serial-ATA-Systeme aufbauen , ohne
darauf warten zu müssen , dass SATA-Festplatten und -Mainboards auf den Markt
kommen . Intel will Serial ATA in den ICH-4 integrieren , sodass im nächsten
Jahr mit SATA-fähigen Boards zu rechnen ist ; die Plattenhersteller wollen
verständlicherweise erst dann mit dem Bau entsprechender Platten beginnen , wenn
eine nennenswerte Nachfrage besteht . Western Digital ruft 400000 Festplatten
zurück Western Digital hat bei einer Charge ihrer aktuellen
Festplattenproduktion ein Qualitätsproblem festgestellt : Aufgrund eines
fehlerhaften Chips kann es vorkommen , dass die Laufwerke nach etwa 6 bis 12
Monaten nicht mehr anlaufen . Betroffen sind die mit 5400 U/min drehenden
Laufwerke der Caviar-Serie mit 6,8 GByte pro Scheibe , die zwischen dem 27.
August und dem 24. September 1999 gefertigt wurden . Im einzelnen handelt es
sich um die Modelle WD64AA , WD68AA , WD84AA , WD100AA , WD102AA , WD135AA ,
WD136AA , WD170AA , WD172AA , WD200AA und WD205AA . Auch in Deutschland sind die
Platten in den Handel gelangt , jedoch gibt es keine konkrete Angabe über die
Stückzahl . Wer eine der genannten Festplatten sein Eigen nennt , sollte
baldmöglichst von Western Digitals Website das dort bereitgestellte Testprogramm
herunterladen und überprüfen , ob sie zu der fehlerhaften Charge gehört .
Betroffenen Kunden stellt WD kostenlos vorab ein Austausch-Laufwerk zur
Verfügung , sodass sie ihre Daten auf die neue Platte kopieren können , bevor
sie die alte zurückschicken . Wenden Sie sich dazu unter 0031/204467651 an das
Support-Zentrum in Holland . Auf ihrer Web-Seite fordert Western Digital
übrigens ihre Kunden auf , sich zu registrieren , um in Fällen wie diesem direkt
informiert zu werden . Neue Festplatten jenseits von 8 GByte Die Firma Western
Digital erweitert ihre "Enterprise"-Familie um eine Ultra-SCSI-Platte mit 9
GByte . Während WD bei der Kopftechnologie bisher auf die konventionellen
Dünnfilmköpfe setzte , kommen bei der WDE9100 erstmals MR-Köpfe zum Einsatz .
Damit bringt das Laufwerk die 9 GByte auf 6 Scheiben unter , die mit den bei
Hochleistungsplatten üblichen 7200 U/min rotieren . Die WDE9100 wird in
Deutschland voraussichtlich ab November erhältlich sein . Seit der Einführung
der DiamondMax-Familie setzt auch Maxtor auf die MR-Kopftechnologie .
Voraussichtlich nächste Woche wird der Hersteller unter der Bezeichnung "
DiamondMax 2160 " eine Familie von IDE-Platten ankündigen , die pro Scheibe 2
GByte speichert . Auch bei IBM steht eine Neuanküngung kurz bevor . Besonderes
Augenmerk haben die Entwickler auf die Geräuschentwicklung gelegt . Obwohl die
Laufwerke mit 7200 U/min drehen werden , sollen sie sehr leise sein . Rückzieher
bei Western Digitals Rückrufaktion Wie bereits gemeldet , ruft Western Digital (
WD ) 400000 Festplatten der aktuellen Caviar-Familie wegen eines möglicherweise
fehleranfälligen Chips zurück . Während die Auskunft der WD-Hotline gestern noch
lautete , betroffenen Kunden werde ein Vorabtausch der Laufwerke angeboten ,
macht der Hersteller heute einen Rückzieher . Wer seine Festplatte mittels der
auf Western Digitals Website bereitgestellten Testsoftware als zur fehlerhaften
Charge gehörig identifiziert , soll sich an seinen Fachhändler oder Distributor
wenden . So verständlich die logistischen Probleme aus Sicht des
Festplattenherstellers auch sein mögen , so ärgerlich sind sie für den Endkunden
. Da WD die Laufwerke aus Kostengründen nicht ohne Datenverlust oder gar vor Ort
reparieren kann , müssen betroffene Anwender selbst sehen , wie sie ihre Daten
in Sicherheit bringen und auf die Austauschplatte hinüberretten . Bleibt zu
hoffen , dass Fachhändler und Distributoren rechtzeitig informiert und
ausreichend mit Ersatzlaufwerken ausgestattet werden , damit wenigstens die
Wartezeiten nicht allzu lang werden . DVD-Videorecorder von Pioneer Pioneer
bringt in Japan den ersten Videorecorder auf der Basis der wiederbeschreibbaren
DVD-RW auf den Markt . Darauf bringt der DVR-1000 im Standard-Modus zwei Stunden
MPEG-komprimiertes Video unter . In einem " manuellen Modus " lässt sich die
gewünschte Bildqualität in 32 Stufen einstellen , sodass eine Disc je nach
Kompressionsrate zwischen einer und sechs Stunden Platz bietet . Die nach dem
Phase-Change-Verfahren arbeitenden Medien lassen sich laut Pioneer circa 1000
mal wiederbeschreiben . Die Aufzeichnung erfolgt im Video Recording Format nach
einer Spezifikation des DVD-Forums . Bisherige DVD-Player können die DVD-RW
nicht abspielen , jedoch ähnelt das Aufzeichnungsformat sehr dem der DVD-Video .
Pioneer hat bereits reine DVD-Video-Player angekündigt , die auch die DVD-RW
wiedergeben können . Umgekehrt kann der DVR-1000 die DVD-Video abspielen . Ein
Copy Generation Management System soll digitale Kopien von DVD-Videos verhindern
. Das Gerät erkennt außerdem das Macrovision-Kopierschutzsignal , sodass auch
dem analogen Überspielen geschützen Materials ein Riegel vorgeschoben ist . Der
empfohlene Verkaufspreis des DVR-1000 beträgt 250000 Yen ( circa 4800 Mark ) ,
die Medien sollen pro Stück 3000 Yen kosten ( circa 57 DM ) . Internet-Telefonie
nun auch von Bertelsmann Nach der Telekom startet jetzt in Deutschland auch die
Bertelsmann-Tochter mediaSystems einen Pilotversuch zur Internet-Telefonie .
Seit 1. Oktober können zunächst 1500 AOL-Kunden mit " Avanti " in Hamburg ,
München , Essen und Gütersloh Gespräche von PC zu PC und von PC zu Telefon
führen . Gegen Ende des Jahres soll dieser Service allen AOL-Usern an sämtlichen
Einwahlknoten zur Verfügung stehen . Dazu rüstet der Netzbetreiber mediaWays (
http://www.mediaways.de/ ) , ein Gemeinschaftsunternehmen von Bertelsmann und
Debis , seine gesamte Infrastruktur mit H.323-Gateways ( ITU-Standard ) aus .
Ferner will mediaWays Hardwarelösungen anbieten , die einem herkömmlichen
Telefonapparat ähneln . Die Gebühren für Gespräche ins Festnetz liegen noch
nicht fest , sollen aber für Ferngespräche 15% bis 40% unter den Tarifen der
Telekom liegen - effektiv , also inklusive der Ortsnetzgebühren .
Auslandsgespräche sind voraussichtlich bis zu 60% günstiger . Später sollen auch
Gespräche von Telefon zu Telefon möglich sein . Ein optionaler Wählautomat (
Dialer ) zwischen Telefon und Telefonsteckdose erspart die umständliche
Anwahlprozedur . Ab 120 DM Umsatz pro Monat soll der Dialer kostenlos angeboten
werden . Die Abrechnung erfolgt per Lastschriftverfahren oder mittels
Kreditkarte . Vorbezahlte Telefonkarten sollen ebenfalls erhältlich sein . ICANN
96 fuehrende Neuroinformatiker in Bochum Die ICANN ist die jährliche Konferenz
der European Neural Networks Society ( ENNS ) , in der sich die europäischen
Forscher auf dem Gebiet der künstlichen neuronalen Netze ( KNN ) organisiert
haben . Erstes Jahr-2000-Problem vor Gericht Einen Vorgeschmack auf mögliche
Schwierigkeiten mit dem Jahrtausendwechsel in der EDV gibt jetzt ein Fall aus
den U.S.A. . Die Inhaber der Firma Produce Palace International aus Michigan
hatten die Umsatzeinbußen wegen technischer Unzulänglichkeiten ihrer
Registrierkasse satt . Mark Yarsike und Sam Katz reichten Klage gegen den
renommierten Kassenhersteller TEC America ein ( http://www.tecamerica.com/ ,
über die japanische TEC ein Mitglied der Toshiba-Gruppe ) . Sie fordern 10.000
US-Dollar plus Schadensausgleich und Anwaltskosten , weil ihre Kasse bei
Buchungen von Kreditkarten mit dem Gültigkeitsdatum 2000 innerhalb eines Jahres
über 100mal abstürzte . Laut Susan Cole , Repräsentantin von TEC America ,
betrifft das Jahr-2000-Problem die gesamte Wirtschaft . Tec America arbeite mit
allen Kunden an der Lösung . Maus zum Fühlen Auf der Comdex in Las Vegas
präsentierte Immersion ( San Jose , Kalifornien ) den Prototypen eines
neuartigen Eingabegeräts mit Kraftrückkopplung . Die FEELit Mouse soll dem
Benutzer eine taktile Rückkopplung von Aktionen auf dem Bildschirm vermitteln .
Nimmt man mit der Maus beispielsweise einen Ordner auf , ist dessen Gewicht zu
spüren . Ein gut gefüllter Ordner verschiebt sich dann schwerer als ein leerer .
Oder wenn man zur Größenänderung auf die Eckpunkte eines Rahmens zufährt ,
rastet die Maus leicht ein , als ob sie in eine Vertiefung fährt . FEELit Mouse
soll auch ein Gefühl der Oberfläche wiedergeben wie zum Beispiel rauh , glatt ,
flüssig , klebrig oder gummiartig . Als voraussichtlichen Liefertermin für die
U.S.A. gibt Immersion Mitte bis Ende 1998 an . Die junge Firma Immersion hat
sich bereits mit Force-Feedback-Joysticks einen guten Namen gemacht .
Lizenznehmer dieser Technik sind unter anderem Logitech und Thrustmaster .
Rufnummern lebenslänglich Wer für immer unter der selben Telefonnummer
erreichbar sein möchte ( siehe c't 8/97 , S. 32 ) , kann jetzt vorsorglich beim
Bundesamt für Post und Telekommunikation ( BAPT ) eine Nummer beantragen . Die
Rufnummern beginnen mit 0700 , woran sich eine beliebige achtstellige
Ziffernfolge anschließt . Liegen dem BAPT vor dem 28.11.1997 zwei gleichlautende
Nummernwünsche vor , entscheidet das Los . Nach dem Stichtag bekommt der zuerst
eingehende Antrag den Zuschlag . Die Zuteilung kostet voraussichtlich 150 DM .
Allerdings gibt es in Deutschland noch keinen Netzbetreiber , der einen
0700-Dienst anbietet . Es kann durchaus noch Jahre dauern , bis technische
Probleme und Tariffragen überwunden sind und man die Nummer auch nutzen kann .
HMI 96 : Neuronale Netze - Die Natur als Vorbild Auf der Hannover Messe
Industrie präsentieren sich erstmals Neurowissenschaften und deren Anwendungen
in einer gemeinsamen Aktion . Der Gemeinschaftsstand " NeuroVisionen "
versammelt zwanzig Austeller , deren Produkte die Natur zum Vorbild haben .
Forscher und Ingenieure verschiedener Disziplinen versuchen , die Strukturen von
Sinnesorganen und Gehirn zu verstehen , um sie technisch anzuwenden . Bereits
anwendungsreif sind neuronale Netze in Bild- , Schrift- , oder Spracherkennung :
Ein Geldautomat überprüft mit einer Videokamera die Identität der Kunden ,
Belegleser kontrollieren Unterschriften oder Rechner lassen sich per
Sprachbefehl steuern . Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Neurobionik , die
defekte Sinne oder Körperorgane ersetzen soll . An der Uni Tübingen entwickeln
Forscher im Rahmen des INTER-Projekts ( Intelligent Neural InTERface ) eine
Prothese , die direkt vom peripheren Nervensystem angesteuert wird . Ein
neuronales Netz wertet die Nervensignale aus . So soll sich eine künstliche Hand
möglichst natürlich verhalten . Ein BMBF-Verbundprojekt hat den Ersatz defekter
Sehzellen durch subretinale Mikrophotodioden zum Ziel . Das künstliche Gehör (
Cochleaimplantate , Medizinische Hochschule Hannover , TH Darmstadt ) soll durch
neuronale Netze an Qualität gewinnen . Quecksilberskandal um " Öko-Akku " Das
Labor für Wasser , Boden und Abfall des Umweltbundesamtes hat kürzlich den
Schwermetallgehalt von rund 30 Batterien unterschiedlicher Hersteller analysiert
. Während bei sämtlichen Einwegbatterien die Werte im Rahmen der gesetzlichen
Bestimmungen lagen , offenbart sich bei den wiederaufladbaren
Alkali-Mangan-Zellen " AccuCell " ein handfester Umweltskandal . Der
Quecksilbergehalt lag in den untersuchten Exemplaren - laut Hersteller
hausmüllgeeignet - um den Faktor 20 bis 40 über der EU-Richtlinie . Damit hat
sich manch ein Besitzer des an sich umweltfreundlichen Systems einige Gramm
Quecksilber ins Haus geholt . Laut Hersteller sind nur Zellen aus der Produktion
1994 und 1995 betroffen . Alle seit Anfang 1996 auf den Markt gebrachten Akkus
sollen die Grenzwerte einhalten . Das Umweltbundesamt will diese Angaben in
einer erneuten Untersuchung überprüfen . Hintergründe und weitere Informationen
finden Sie in ELRAD 12/96 . NTT will heute einen Glasfaser-Breitbanddienst
starten , der Übertragungsraten von bis zu 100 MBit/s schaffen soll . Nach einem
Bericht von EETimes will die japanische Telefongesellschaft diesen Service den
Endkunden für einen Grundpreis von deutlich unter 200 Mark pro Monat anbieten .
Der Kabelnetzbetreiber Usen verfügt über eigene Leitungen , die bisher vor allem
Musik in die Kundenhaushalte lieferten . Ein Marktanalyst sagt dem
Herausforderer allerdings eine düstere Zukunft voraus : Die Firma könne es sich
nicht leisten , diese niedrigen Gebühren auf Dauer zu halten ; sie lebe im
Moment von ihren Reserven . Trotzdem sehen einige andere Kommentatoren gute
Chancen für Usen , sich im neuen Marktsegment festzubeißen . Staatliche
Subventionen für elektronische Gesichtskontrolle Das zu entwickelnde System soll
Menschen erkennen , und zwar " alleine oder in Gruppen , aus großen Entfernungen
und bei schlechten Lichtverhältnissen " berichtete die Washington Post . Der
Hersteller Visionics hat mit FaceIt eine viel versprechende Technologie , die
eine robuste Erkennung in Winkeln von bis zu 35 Grad erlauben soll . Dazu
erkennt die Software zuerst einmal , dass es sich überhaupt um ein Gesicht
handelt . Sie kennt einige simple Bausteine , aus denen jedes Gesicht
zusammengesetzt ist . Variationen der Visage werden in jedem jeweiligen Teil
erkannt und in einem so genannten Gesichtsabdruck gespeichert . Diese Sammlung
von Werten kann nun schnell mit einer Datenbank verglichen und nach bestimmten
Kriterien durchsucht werden . Der nach einem großen Bankraub etwa fast schon
obligatorische Urlaub auf den Bahamas hilft wohl auch nicht viel gegen FaceIt :
Dies bewog dem Anschein nach auch die Regierung in Tampas , einen öffentlichen
Platz mit drei Dutzend Kameras zu überwachen und Gesichter zu überprüfen . Auch
in Israel nimmt man die Gesichtskontrolle wörtlich und " verwaltet " damit den "
Fluss der Leute , die den Gaza-Streifen betreten oder verlassen " . Gesichts-
und Spracherkennung eignen sich eben sehr gut für die automatisierte Suche nach
Personen . Diese Hilfe nehmen die müden Arme des Gesetzes immer gern in Anspruch
, wie zuletzt der Fall " Lernout und Hauspie " zeigte . Pioneer macht trotz
Marktflaute Gewinne Pioneer kann sich weiterhin über steigende Gewinne freuen .
Japans lahmende Konjunktur und der damit einhergehende schwache Yen ermöglichten
diesen Zuwachs trotz leicht rückläufiger Gesamtumsätze . T-Online hat eine Neue
Ab dem ersten November hat T-Online eine neue Suchmaschine für seine Kunden .
Wie die Firma heute berichtet , soll die Neue viel mehr attraktive Funktionen
bieten als der bisherige Suchdienst Infoseek . Nachdem dieser von den ganzen
T-Online-Portalsuchern verlassen ist , wird er dichtgemacht . " Mit der neuen
Suchmaschine verschaffen wir unseren Nutzern einen ernormen Mehrwert " ,
verspricht Thomas Holtrop , Vorstandsvorsitzender von T-Online . Damit der
jugendliche Sohnemann diese mächtigen Funktionen nicht für die Befriedigung
seiner pubertären Phantasien missbraucht , hat T-Online eine zuschaltbare
Familienfilterfunktion vorgesehen . Infineon ordnet Kurzarbeit an Die
Siemens-Tochter Infineon hat am Montag die Mehrheit ihrer Mitarbeiter an den
Standorten München und Regensburg in die Kurzarbeit geschickt . Es seien jeweils
die Hälfte der Belegschaft betroffen , teilte ein Sprecher der Firma mit . In
München arbeiten etwa 2000 , in Regensburg rund 3300 Mitarbeiter . Bereits im
Juli hatte Infineon die Kurzarbeit und massive Entlassungen angekündigt . Grund
für die Maßnahme seien die starken Verluste . Für die rund 2500 Betroffenen
gelten sechs Monate lang verkürzte Arbeitszeiten , sagte ein Sprecher am Montag
in München . Infineon hatte die Sparmaßnahme im Juli als Reaktion auf drastische
Verluste durch die Halbleiterkrise angekündigt . Außerdem streicht das
Unternehmen wie geplant rund 5000 Arbeitsplätze , knapp die Hälfte davon noch in
diesem Jahr . Zeitweise waren die Werke nach Angaben von Infineon nur noch zu 20
Prozent ausgelastet . Am Standort Dresden mit mehr als 3000 Mitarbeitern ist
vorerst keine Kurzarbeit geplant . In den vergangenen Wochen hatten
Spekulationen über eine drohende Zahlungsunfähigkeit das Unternehmen zusätzlich
belastet . Der Unternehmenssprecher wies die Gerüchte erneut zurück . An der
Börse hielt die Skepsis über die weitere Entwicklung dennoch an . Mit einem
Minus von 6,7 Prozent auf 12,60 Euro gehörte Infineon am Montag zeitweise zu den
größten Verlierern im DAX . Apple will native Aqua-Ansicht für Mozilla Die
Spannungen um eine Aqua-Oberfläche für den Mozilla-Browser haben sich gelöst .
Der Programmierer Eric Yang gibt in einem Statement zu , er habe überreagiert
und in einem Gespräch mit Apple die Situation klären können . Der Hersteller von
Max OS X hatte nicht etwas gegen eine nativ auf Cocoa portierte Aqua-Ansicht ,
sondern nur gegen die Vorgehensweise , über eine Emulation den Nutzern eine
Oberfläche zu bieten , die doch nicht ganz Apple ist . Yang arbeitete an einem
Aqua-Nachbau als X-Window-Theme für Mozilla . Die Firma wolle Informationen zur
Anpassung von Mozilla an die blaue Mac-Oberfläche und Cocoa liefern , so Yang
auf seiner Website . Ein Mac-Mozilla mit dem schönen Interface wird dennoch
etwas dauern , da der Autor erst einmal andere Programme für Aqua portiert .
Digitaler Wohnungsmakler zum Anrufen Die Telekom-Tochter DeTeMedien hat einen
sprachgesteuerten Wohnungssuchdienst für Berlin im Testbetrieb gestartet . Mit
C@ll+Find ist es möglich , sich ein Suchprofil für Mietwohnungen anzulegen sowie
sich gleich ein paar Angebote vorlesen zu lassen - und alles komplett am Telefon
. Unter der Nummer 01805-888181 hat die Firma ein Telefon-Frontend für das
Berlin-Angebot von ImmobilienScout24 eingerichtet . Dort darf der Anrufer die
gewünschten Stadtteile , die Größe seines zukünftigen Heims , die Anzahl der
Zimmer und natürlich den Preis festlegen . Dann ruft das sprechende Interface
entweder zurück , schreibt SMS-Nachrichten oder faxt die passenden Angebote zu .
Die Firma sieht ihre Zielgruppe vor allem in Mobiltelefonierern und
Netz-Neinsagern . Die virtuelle Ansagerin ist extrem brav und lässt sich
jederzeit ohne einen Mucks in ihren Ausführungen unterbrechen , wenn man ihr
etwas befiehlt . Zudem hat sie recht gute Ohren , und versteht sie doch einmal
nicht so richtig , fragt sie höflich nach . Das Gespräch mit der angenehmen
Frauenstimme kostet 24 Pfennig die Minute . DeTeMedien nennt dies VoiceCommerce
und sieht darin schon den Markt der Zukunft , der sich gegebenenfalls auch auf
alle anderen Anzeigengebiete ausweiten ließe . Wer der Sache noch immer nicht
traut , kann sich am Tag der Deutschen Einheit von einem Showtruck mit einem
Pop- , Marketing- und Radioaufgebot von den Vorzügen der Sache überzeugen lassen
. Einen ganz besonderen Gewinn verspricht der Veranstalter den Teilnehmern ihrer
Verlosung : Der Hauptgewinn ist ein kompletter Umzug , in den man auch den
lokalen Radiomoderator George Zampounidis zum Frondienst einspannen darf . Zeiss
gründet Tochter für Halbleitergeschäft Eine neu gegründete Tochtergesellschaft
der Firma Carl Zeiss betreibt ab heute das Geschäft mit der Halbleiterindustrie
. Die Carl Zeiss Semiconductor Manufacturing Technologies AG ( Carl Zeiss SMT AG
) sei aus dem Bereich Halbleitertechnik hervorgegangen , teilte das Unternehmen
mit . Dessen bisheriger Leiter Hermann Gerlinger wurde zum Vorstandsvorsitzenden
berufen . Die Ausgliederung der 100-prozentigen Tochtergesellschaft erlaube eine
noch bessere Fokussierung auf den Halbleitermarkt und trage damit zur Stärkung
der Carl-Zeiss-Gruppe bei , sagte ein Firmensprecher anlässlich des Starts . Die
neue Firma hat noch drei eigene Töchter : Die Carl Zeiss Laser Optics GmbH , die
Carl Zeiss Microelectronic Systems GmbH und die LEO Elektronenmikroskopie GmbH .
Letzter TelDaFax-Lotse geht von Bord Die krisengeschüttelte Telefongesellschaft
TelDaFax AG ist seit heute ohne Vorstand . Mit dem bisherigen Vertriebsvorstand
Stefan Koch warf der letzte Spitzenmanager des börsennotierten Unternehmens das
Handtuch . Nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens sei es nicht mehr notwendig ,
das Amt weiter auszuüben , begründete er seinen Schritt . Wegen unbezahlter
Rechnungen hatte die Deutsche Telekom ihre Mietleitungen zu TelDaFax Ende Mai
endgültig gekappt . Vor dem Finanzdebakel gehörte TelDaFax zu den größeren
Anbietern von Telefondienstleistungen in Deutschland . Nach der Eröffnung des
Insolvenzverfahrens sollte der Geschäftsbetrieb in zwei neu gegründeten
kleineren Firmen weitergeführt werden . Der ursprünglich geplante Erhalt der
Firma als ganzes war nach der Telekom-Abschaltung nicht mehr möglich . Global
Crossing sinkt tiefer in die Verlustzone Obwohl der Betreiber eines globalen
Glasfasernetzes und Anbieter von Infrastrukturdiensten für Telekom-Carrier seine
Mitteilung mit allerlei erfreulichen Botschaften beginnt , kündigt er unter dem
Punkt " Operational Streamlining " an , mehr als 2.000 Jobs zu streichen . Die
Gründe sehen Firmensprecher in den Aufwendungen der Firma zur Restrukturierung
sowie der allgemein schlechten Marktlage : " Wir sind nicht immun gegen den
Abwärtstrend der Industrie und das schlechte ökonomische Wetter . " Vor allem
die Abteilung für den Bau der Untersee-Netze kämpfe mit der schlechten Solvenz
potenzieller Kunden . Das Management macht die Fehler des gesamten
Kommunikationsmarktes für die Lage verantwortlich , doch würden " diese Fehler
wahrscheinlich bald in neuer Kapazität und Outsourcing-Verträgen resultieren ,
sobald die Kunden der Konkurrenz zu Global Crossing abgewandert sind " . IBM
liefert Technik für " World Wide Grid " in Großbritannien IBM investiert weiter
im Bereich des verteilten Rechnens . Die Oxford-Einrichtung stellt dann vor
allem Daten aus der Hochenergiephysik des europäischen Forschungszentrums CERN
zur Verfügung . Den Anstoß zur Entwicklung der Grid-Techniken am CERN gab die
unüberschaubare Datenflut des Web , die aufwändige Recherchen nötig macht , will
man alle relevanten Informationen zusammentragen . In Zukunft soll das Grid den
Löwenanteil dieser Arbeit abnehmen . Es basiert auf Datenbanktechniken und kann
daher auch gezielte Abfragen verarbeiten . Zum Vergleich : Bevor es relationale
Datenbanken auf dem Desktop gab , hat man sich seine Infos mit Suchwerkzeugen á
la " grep " zusammengefiselt . Dies ist zwar schnell und einfach zu
implementieren , doch wenn der Berg der Informationen wächst , sind immer
aufwändigere Operationen " zu Fuß " zu erledigen . Eine Datenbank-Engine kann
dagegen fast selbstständig Daten in Beziehungen zueinander setzen und bietet
daher eine wesentlich komfortablere Informations-Recherche und -Ausgabe - auf
Kosten der Systemressourcen . Diesen Schritt gedenken Wissenschaftler aber auch
im Internet zu vollziehen . Ihre Datensammlungen haben schon jetzt einen Umfang
erreicht , der mit den Mitteln des World Wide Web kaum noch zu bewältigen ist .
In Zukunft soll es möglich sein , eine gezielte Abfrage an das Grid zu stellen ,
zum Beispiel : " Welche Funkkopfhörer unter 300 Mark sind auf dem Markt und
welche Features bieten sie ? " Das Gitter sucht dann alle korrelierenden Werte
für den Fragesteller zusammen . Nach den Träumen von IBM sollen darüber hinaus
in Zukunft Rechenleistung oder Speicherplatz wie elektrischer Strom jedermann
zur Verfügung stehen . Und weil die Namensgeber des Großkonzerns den fünften
Buchstaben des Alphabets so gerne haben , nennen sie diese Methode des
verteilten Rechnens " e-sourcing " . Wo ein " e " ist , kann das Business nicht
weit sein : IBM verwendet die Open-Source-Protokolle des Projekts Globus , seine
edelsten Stücke Hardware und macht noch dazu seine eLiza-Software , die
Rechner-Autonomie fördern soll , Grid-tauglich . Auch hat man als angeblich
weltweit erste Firma ein funktionsfähiges Grid mit Supercomputern zwischen
Israel und den USA aufgestellt und getestet . Matsushita-Chip entfernt
Fernseh-Geister Digitales Terrestrisches Fernsehen in den USA döst immer noch
schlaff vor sich hin , und das nicht zu Unrecht . Drei gute Gründe gibt es , die
einen amerikanischen Bürger von der Anschaffung der Digi-Fernseher abhalten :
Die Empfangsqualität ist vergleichsweise schlecht , die Geräte sind überteuert
und vor allem müssen die Dutzendschaften der digitalen Kanäle ja noch mit etwas
gefüllt werden , das auch jemanden interessiert . Der japanische
Elektronikhersteller Matsushita , der in diesem Markt bisher unter " ferner
liefen " geführt wurde , will nun mit einer neuen Chip-Entwicklung 40 Prozent
des Marktes ergattern . Das angesprochene Problem der Bildqualität tritt bei der
terrestrischen Sendung über Funk häufig in Form der so genannten " Geister " auf
, die über das Fernsehbild huschen . Diesen Spektralwesen will Matsushita den
Garaus machen , um wenigstens ein Manko des Marktes auszumerzen . Ferner zeichne
er sich durch niedrigen Stromverbrauch aus . Die Technologie wurde in einem
0,18-Mikrometer-Prozess auf einen hochintegrierten 3,2-Millionen-Transistor-IC
geritzt . Der bekannteste Markenname der Japaner " Panasonic " wird dieses
Bauteil in seine Geräte der nächsten Generation integrieren . In Europa dürfte
der 100-Pin-Chip weniger gefragt sein , da in unseren Breitengraden von
vornherein eine stabilere Übertragungstechnik namens COFDM ( Coded Orthogonal
Frequency Division Multiplex ) zum Einsatz kommt . Dabei wird ein digitales
Signal auf mehrere Kanäle verteilt und mit einer umfangreichen Fehlerkontrolle
versehen . Das Multiplexing der Signale verhindert Störungen von reflektierten
Signalen , die verzögert eintreffen , während die Fehlerkontrolle die Daten aus
den Kanälen zusammenklaubt und fehlerhafte Bruchstücke rekonstruiert . In den
Vereinigten Staaten hingegen kommt der 8-VSB-Standard ( Vestigial Side Band )
zum Einsatz . Dieser bietet sehr hohe Datenraten , die für HDTV nötig sind ,
sieht aber keine Gegenmaßnahmen vor , die reflektierte Signale ausfiltern könnte
. Dadurch kommt es zu den Geistern auf dem Schirm . Mit Internet-Werbung kann
man kein Geld verdienen ? Von wegen ! Der Amerikaner John Zuccarini hat sich
weit über 5000 Domain-Namen geschnappt , die in ihrer Schreibweise bekannten
Topsites frappierend ähneln und damit ein Minenfeld für Vertipper darstellen .
Nun will ihm die Federal Trade Commission den Garaus machen . Einmal auf einer
der Seiten von Zuccarini angelangt , gibt es kaum ein Entkommen : Der Klick auf
den Back-Button löst ebenso wie das Schließen des Fensters eine weitere Salve
des Werbebombardements aus . Besonders problematisch ist dies am Arbeitsplatz ,
wo vielleicht gerade der Chef hinter dem armen Angestellten steht , dem gerade
die digitalen Pornos um die Ohren gehauen werden , obwohl er sich eigentlich nur
vertippt hatte . Zuccarini hat unter anderem dutzende Variationen von
Britney-Spears-Seiten , viele andere Berühmtheiten sowie andere vielbesuchte
Sites mit seinen Attrappen umlagert . Dafür ist er auch schon 63-mal verklagt
worden und verlor auch die meisten Fälle , doch er ist zäh : Den auf diese Weise
verlorenen 200 Seiten stehen tausende anderer gegenüber . Bis jetzt , denn die
FTC will seine gesamten Verdienste einkassieren . " Systeme , die Konsumenten
fangen und gegen ihren Willen festhalten , während sie sogar Kinder mit
Werbeangeboten von Hellseherei bis Pornographie bedrängen , müssen gestoppt
werden " , sagte der FTC-Vorsitzende Timothy J. Muris . Nach den bisherigen
Gerichtsentscheidungen hofft man , Zuccarinis Praktiken diesmal endgültig zu
stoppen . Zeichensprache für den Computer Wollten Sie ihrem PC nicht schon immer
den Finger zeigen ? Forscher der Universität Berkeley machen es möglich : Sie
arbeiten an Beschleunigungssensoren für jeden Finger , mit denen der Rechner
nach einigem Training jede mögliche Geste erkennen können soll , wie der
Newsdienst Slashdot.org berichtet . Die Entwickler können mit ihrem Prototypen
zum Beispiel schon einen Mauszeiger über den Bildschirm dirigieren . Da die
Werte der an den Fingern befestigten Beschleunigungssensoren analoge Signale
liefern , ist auf dem Handschuh ein Mikrocontroller untergebracht , der daraus
digitale Daten macht . Diese werden dann über die serielle Schnittstelle an den
Rechner übermittelt . Im nächsten Entwicklungsschritt soll das behindernde Kabel
wegfallen , später dann sollen die Sensoren so klein schrumpfen , dass der
Nutzer sie auf seinen Fingernägeln kaum mehr bemerkt . Anwendungsgebiete sehen
die Forscher etwa in einem Zeichensprache-Interpreter , einem Mausersatz , einer
Tastatur ohne Tasten , in Spielen oder Simulationen und sogar virtuellen
Musikinstrumenten . Dann können Luftgitarrenvirtuosen endlich auch Töne erzeugen
. Worldcom entlässt 1000 Mitarbeiter in Europa Der Telecom-Konzern Worldcom ,
unter anderem Muttergesellschaft der Internet-Firma UUNet , will nach einem
Bericht des Wall Street Journal zehn Prozent seiner 10.000 Mitarbeiter in Europa
entlassen . Die Firma will damit ihre Sparmaßnahmen für das nächste Jahr
beginnen . Die Firma , die weltweit etwa 84.000 Beschäftigte zählt , kündigte
schon im Februar massive Entlassungen an . Pentagon übt Selbstkritik Das
amerikanische Raketenabwehrsystem NMD ( National Missile Defense ) fiel in
letzter Zeit durch seine Fehlschläge auf . Der Cheftester des Pentagon , Philip
Coyle , verfasste einen umfangreichen Bericht , der die deutlichen Schwächen des
Systems dokumentiert . Dieser wurde jetzt der Öffentlichkeit zugänglich gemacht
. Coyle kritisiert vor allem die Testmethoden , die nach vielfachen Fehlschlägen
einfach abgeschwächt wurden , anstatt an den Ursachen des Versagens zu arbeiten
. Doch selbst nach dieser Modifikation habe das System keine annähernd
zufriedenstellende Leistung erbracht . Ein weiterer Hauptkritikpunkt an der
Technik , die größtenteils von Boeing entwickelt wird , ist das
Simulationsprogramm " LIDS " , das auf einem sandigen Fundament von
unrealistischen , unflexiblen und generell zu optimistischen Parametern stünde .
Ein Boeing-Technikblatt drückt es so aus : Damit ist das Produkt " fest
verdrahtet " und könne nur von Boeing-Technikern richtig modifiziert werden .
Coyle schlägt eine Reihe von Maßnahmen vor , deren Finanzierung jedoch noch
nicht geklärt ist . Immerhin kann er dem System eine " grundlegende
Funktionsbereitschaft " bescheinigen . Studie : Online-Spieler vermehren sich um
100 Prozent Laut den Marktforschern von NetValue stieg die Zahl der Fans von
Multiplayer-Spielen auf TCP/IP-Basis in den letzten sechs Monaten in Deutschland
um mehr als 100 Prozent . Waren es im Januar noch 200.000 , soll ihre Anzahl im
Juni auf 567.000 gestiegen sein . Dementsprechend wurden sehr viel mehr
Spieleanwendungen aus dem Internet heruntergeladen . Auch die neuen Spieler
kommen zumeist aus den Reihen der üblichen Verdächtigen , also der Zielgruppe "
männlich , 15 bis 24 Jahre alt und mit viel Zeit gesegnet " , mithin meist
Schüler und Studenten . Die Providerzugehörigkeit der Gamer orientiert sich grob
an den Marktverhältnissen . Demzufolge frönen mit 50,6 Prozent die meisten
Spieler über T-Online-Zugänge ihrem Hobby , gefolgt von den AOL-Usern mit 21,7
Prozent . Die Studie wurde mittels einer Software auf den Rechnern privater
Netznutzer veranstaltet . NetValue erstellte dazu ein nach eigenen Angaben
repräsentatives Panel aus 4.000 Personen . Intel eröffnet erstes " Design Center
" in Asien Der Chipfabrikant Intel will in Malaysia ein neues Zentrum für das
Design von Netzwerk-Prozessoren eröffnen . Außerdem soll in Malaysia erstmals in
Asien auch Intels Hoffnungsträger , der Pentium 4 , hergestellt und geprüft
werden . Im südostasiatischen Raum betreibt Intel bereits ein Test- und
Montagewerk in Penang und eine Motherboard-Fabrik in Kulim . Intel-Chef Craig
Barret lässt sich bei den geplanten Investitionen vom flauen PC-Markt kaum
beeindrucken : Einen zusätzlichen Anstupser der Verkaufszahlen erwartet er vom
Schulbeginn in den USA , zu dem mehr Rechner gekauft werden , und vom Start des
neuen Microsoft-Betriebssystems Windows XP . FBI ermittelt gegen
EverQuest-Einbrecher Die US-Bundespolizei FBI hat die Ermittlungen gegen die
mutmaßlichen Hacker aufgenommen , die vor fast einem Jahr Root-Rechte in Sonys
EverQuest-Netzwerk erlangt haben sollen . Wie die Seattle Times berichtet ,
beschlagnahmten FBI-Agenten zehn Rechner mit Zubehör aus dem Haus eines der
Jugendlichen in Snoqualmie . Sony hat die Geschehnisse noch nicht kommentiert ,
doch hatte man in der fraglichen Zeit einige Probleme mit der Sicherheit in
EverQuest , die sich auf die beiden Netz-Einbrecher zurückführen ließen . Zum
derzeitigen Stand der Ermittlungen sei es " unangebracht " , etwas dazu zu sagen
. Die Agenten berichten weiterhin , dass selbst auf Brad McQaids Rechner
vertrauliche Dokumente und vor allem Dateien zum EverQuest-Nachfolger gelesen
worden seien . McQuaid ist der bekannte Produzent des Online-Rollenspiels und
selbst begeisterter Gamer . Nachdem der Hacker an einigen Charakter-Accounts
geschraubt hatte , darunter auch dem seines Komplizen , sandte er die erbeuteten
Sony-internen Dokumente an einen Angestellten der Firma und überführte sich
damit selbst . Warum er das tat , nachdem er vorher schon einigen Missbrauch mit
seinen administrativen Rechten getrieben hatte , ist noch ungeklärt . 16,1
Prozent Mehrgewinn bei Spaniens Telefonica Vorher waren Finanzexperten von einem
Gewinnzuwachs von höchstens 15 Prozent ausgegangen . In Lateinamerika trugen
insbesondere die Töchter in Brasilien , Chile und Peru zu dem Ergebnis bei ,
während es in Argentinien einen Rückgang um 4,4 Prozent beim Umsatz gab .
MiniDisc mit USB und Urheberschutz Sony Japan hat einen neuen MiniDisc-Service
namens NetMD vorgestellt , der PCs und MD-Player über USB verbindet . Digitale
Kopien einfach gemacht ? Nicht ganz , denn der Konzern will mit seinem neuen
Protokoll einen digitalen Rechteschutz etablieren . Das NetMD-Interface enthält
Authentifizierungsmechanismen , unterstützt sichere Verbindungen und besitzt
einen Kopierschutz , der die ungezügelte Verbreitung von Net-MD-kompatiblen
Musikstücken im Keim ersticken soll . Dazu unterstützt es das Serial Copy
Management System ( SCMS ) , das laut Sony die Kopie von der Kopie verhindern
will . Die Abwärtskompatibilität zu ATRAC und ATRAC3 ist gewährleistet , so dass
auch ältere Player NetMD-Stücke schlucken . Den potenziellen Käufern soll das
Konzept als " signifikanten Beitrag zur Belebung des kommerziellen digitalen
Musikvertriebs " schmackhaft gemacht werden . Mehrstimmige Klingelmelodien für
Taiwan Auch Taiwaner sind mittlerweile genervt vom Handygedudel . Deshalb bietet
Yamaha nun in Zusammenarbeit mit der Taiwan Cellular Corporation TCC
mehrstimmige Klingelkakophonien an . Für knappe zwei US-Dollar im Monat kann
jeder Taiwaner dann aus 500 bekannten Titeln aus dem bunten Bereich des Asienpop
, aber auch einigen westlichen Titeln wählen . Damit sei der Service der größte
dieser Art in Taiwan . Wer braucht schon Multifunktionsfernbedienungen , wenn er
diese Technik von gestern durch sein Mobiltelefon ersetzen kann ? Mittlerweile
kann so ein Handy sogar schon gestohlene Autos stoppen und Spielzeugeisenbahnen
steuern . Dank Sanyo können wir ab 2002 auch die Klimaanlage telefonisch
befehligen . Das Handy als Fernbedienung für alle möglichen Alltagsgeräte macht
durchaus Sinn , denn immerhin hat es eine beinahe unbegrenzte Reichweite .
Außerdem hat man sein Telefon immer dabei , die Fernbedienung nicht . Man kann
also einfach daheim anzurufen und die gewünschte Temperatur einstellen ,
verspricht die Elektronikfirma . Zur Steuerung der Raumtemperatur kommt eine
Sendestation zum Einsatz , die mit dem Strom- und Telefonnetz verkabelt ist .
Ihre Untertanen , die Klimaanlagen , befehligt sie über einen Infrarotstrahl .
Laut Sanyo kann die IR-Steuerung genug Saft aus der Dose ziehen , um auch über
mehrere Ecken zu funktionieren . Stehen die Klimageräte zu weit voneinander
entfernt , können mehrere Basisstationen als Relais aufgestellt werden . Die
telefonierende Einheit gibt die Befehle dann über Funk an ihre Schwestern weiter
, damit im ganzen Haus eine einheitliche Temperatur herrscht . Im Januar sollen
die Geräte für je 15.000 Yen ( circa 140 Euro ) auf den Markt kommen . Eine neue
Anlage ist nicht nötig , da die Stationen die Sprache der Sanyo-Fernbedienungen
sprechen . Kartellamt genehmigt Fusion von Focus Digital und Tomorrow Focus
Digital hat " ja " gesagt , Tomorrow hat " ja " gesagt und nun hat auch endlich
das Kartellamt seinen Segen zur Hochzeit der beiden Internetfirmen gegeben . Die
Behörde hatte nach den Heiratsplänen der beiden die marktwirtschaftlichen
Belange der Fusion geprüft . Die neue Tomorrow Focus AG hat ihren Geschäftssitz
in München . Zu den ansprechenden Angeboten des Medienunternehmens gehört zum
Beispiel die deutsche Online-Ausgabe des Playboy . AT&T im Lizenzstreit mit
Microsoft Microsoft soll unerlaubt ein von AT&T patentiertes Verfahren zur
Sprach-Komprimierung nutzen und fest in alle Desktop-Betriebssysteme integriert
haben . Nach Informationen des Wall Street Journal kommt das Verfahren unter
anderem in der TrueSpeech-Software und in NetMeeting zum Einsatz . Der Streit
zwischen AT&T und Microsoft schwelt seit rund zwei Jahren . Laut der
Anklageschrift verlangt der Telekommunikationsanbieter seit April 1999 erfolglos
von Microsoft Lizenz-Zahlungen . Die Anwälte von AT&T hoffen nun , dass das
Gericht Microsoft eine absichtliche Verletzung des Patents anlastet , was nach
amerikanischem Recht die Schadenssumme verdreifachen würde . Die Pressesprecher
aus Redmond kommentierten dazu , man hätte keine Anklageschrift erhalten und
könne daher auch keine Stellungnahme abgeben . RegTP erlaubt
UMTS-Ressourcensharing Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (
RegTP ) erlaubt künftig kleineren Unternehmen , die Infrastruktur der
kostspieligen UMTS-Übertragungstechnik miteinander zu teilen , um Kosten zu
sparen . Dies gab die Behörde heute bekannt . Somit steht der gemeinsamen
Nutzung der SSCs nichts mehr im Weg , solange jeder Teilnehmer seine eigenen
Frequenzen benutzt . SSC steht für Site Support Cabinet und bezeichnet den
Schrank , in denen unter anderem die Basisstationen , die Verstärker und die
Stromversorgung untergebracht sind . Dieses Entgegenkommen wird vor allem von
kleineren Anbietern wie Viag Interkom , Mobilcom und E-Plus begrüßt . Ein von
der Regulierungsbehörde in Auftrag gegebenes Gutachten des
Telekommunikationstechnik-Professors Peter Vary von der Technischen Hochschule
Aachen soll daher belegen , dass die Wettbewerbsbedingungen durch den Entschluss
nicht ausgehöhlt werden . Die Unternehmen müssen den Lizenzbedingungen zufolge
bis 2003 25 Prozent der Bevölkerung mit der UMTS-Technik erreichen . Bis 2005
müssen es 50 Prozent sein . Auf dem Weg dahin aber dürfen die Netzbetreiber über
Roaming-Abkommen zusammenarbeiten , also Netzkapazitäten bei anderen Betreibern
mieten . Das Problem der Regulierungsbehörde bestand darin , die
Lizenzbedingungen nicht zu verändern , sondern sie innerhalb der bestehenden
Grenzen zu interpretieren . Außerdem stand die Regulierungsbehörde unter
politischem Druck . Bundeskanzler Gerhard Schröder hatte bereits auf der Cebit
gefordert , Kooperationen zuzulassen . Sony und Sega vernetzen Konsolenhardware
Der japanische Spielehersteller Sega und Sonys Unterhaltungszweig SCE ( Sony
Computer Entertainment ) wollen erste Plattform-übergreifende Onlinespiele für
Dreamcast und PlayStation2 entwickeln . Dies sagte heute ein Sega-Firmensprecher
, ohne einen konkreten Zeitrahmen zu nennen . Bereits im Januar hatten Sega ,
Sony und Namco Pläne zur Zusammenarbeit im Bereich der Onlinespiele
bekanntgegeben . Im Zuge dieser Entwicklungen legt der Sonic-Schöpfer seine
netzwerkfähige Software neu auf . Zuerst werden die Titel auf der Dreamcast
erscheinen ; später sollen Portierungen für die PlayStation2 und den PC folgen .
Sega verfügt als einziges Unternehmen über konkrete Erfahrungen Internet-fähigen
Konsolenspielen , dementsprechend ist seine Mitarbeit gefragt . Marktführer Sony
sieht seine Konsolen für die Zukunft als All-In-One Unterhaltungsplattformen ,
die künftig auch das Browsen im Web unterstützen sollen . Ein wichtiger Schritt
in diese Richtung stellt der für den US-Markt im November angekündigte
Breitbandadapter mit integrierter Festplatte dar . Als ISP soll AOL fungieren .
Opera jetzt auch für OS/2 Seit dem heutigen Donnerstag gibt es den alternativen
Web-Browser Opera in der Version 5.12 als erste Betaversion für das etwas
vernachlässigte Betriebssystem OS/2 . Damit haben die verbliebenen Fans des
IBM-Systems eine vernünftige Alternative zu Netscape . Die Umsetzung soll
dieselben nützlichen Funktionen wie seine Pendants für Windows , Linux , Mac ,
Solaris und BeOS beherbergen . Auch die Möglichkeit eines rudimentären Skinnings
mittels Grafiken wurde integriert . Der Browser ist allerdings kein natives
OS/2-Produkt , sondern basiert auf einer aktuellen Version der
Open-Source-Bibliotheken des Odin-Projekts , die eine Windows-Umgebung
bereitstellen . Auch fehlen der Beta einige Features wie Java , OperaMail und
vor allem eine Druckfunktion . Ansonsten zeigte sie sich in einem ersten Test
bereits recht brauchbar . Interessenten können sich bei Opera Software den
Browser als wpi-Datei für den WarpIn Installer herunterladen und sich einen
eigenen Eindruck verschaffen . SoBe-Drinks in Xbox-Games Um gut anzukommen ,
muss Microsofts Xbox trendy und cool sein , meint der Softwarekonzern . Wie das
Wall Street Journal berichtet , wird die Spieleplattform zusammen mit SoBe
Softdrinks , Vans Skate-Schuhen und der Fast-Food-Kette Taco Bells auftreten .
Als Gegenleistung sollen die Partner Product Placements in Microsoft-Spielen
erhalten . Wie so ein Deal aussehen kann , demonstriert derzeit bereits SoBe ,
die jüngst von Pepsi gekaufte Softdrinkpalette aus pflanzlichen Zutaten . Deren
" Love Bus Tour " zieht derzeit durch die Teenie-Mekkas der Vereinigten Staaten
und bietet neben kalten Getränken auch heißgelaufene X-Kisten , auf denen Held
Abe durch die " Oddworld " stolpert und dabei die Marke mit dem Doppelechsenlogo
schlürft , um höher springen zu können . Taco Bells wird die Konsole in ihrer
Fernsehwerbung featuren und in den Fast-Food-Hallen sollen neben Pommes-Preisen
auch die X-Logos prangen . Erfahrungsbericht einer Online-Wahl In der
schwäbischen Gemeinde Esslingen konnte vom 9. bis 13. Juli 2001 der neue
Jugendgemeinderat auch online gewählt werden . Nun veröffentlichen die
Veranstalter einen Erfahrungsbericht , der unter anderem Erklärungen für die
Tatsache liefert , warum letztendlich nur 34 Leute von 271 von der Möglichkeit
der Briefwahl übers Netz Gebrauch machten . Die Eigenanalyse der Probleme ergab
: Daneben stellten sich selbstverständlich viele Randprobleme ein , die noch
weiter abschreckten . Ein Formular musste zum Beispiel am Rechner ausgefüllt
werden , dann aber ausgedruckt , unterschrieben und mit der Schneckenpost
verschickt werden . Die Testangreifer waren dabei Anwender von " mittlerem
Wissensstand " und konnten dann auch keine Lücken finden . Die tatsächliche Wahl
blieb von Attacken irgendeiner Art unbehelligt , anscheinend war sie doch nicht
interessant genug . Kaum demokratisch ging es bei der Wahl der Mittel zu : Die
Stimmabgabe im Internet war jedoch nicht der einzige Weg , elektronisch zu
wählen . Bei einer Wahlveranstaltung in einer örtlichen Diskothek konnten die
anwesenden Wahlberechtigten über ein so genanntes Wahlgerät ihre Entscheidung
auf elektronischem Wege fällen . Die auf diese Weise ermittelten Daten wurden
später per Hand in den Wahlserver eingetippt , und zwar gleich zweimal , um
Flüchtigkeitsfehler zu vermeiden . Die Esslinger haben ihre gemischten
Erfahrungen mit der Netzwahl im Internet auf beinah 50 Seiten PDF ausgewälzt .
Dort sind nach einigem Suchen auch weitere harte Fakten zu finden . Generell
erweckt die Aktion jedoch den Eindruck , als sei das kleine " e " , das gerade
dabei ist , die New Economy ihrer übereilten Hoffnungen zu berauben , zu früh
und unbedacht auf die Politik losgelassen worden . Liberty Media meldet
Kabelkauf beim Kartellamt an Der US-Medienkonzern Liberty Media hat den Kauf
mehrerer Kabelnetzgesellschaften der Deutschen Telekom beim Bundeskartellamt
angemeldet . Das teilte das Unternehmen am Mittwoch in Bonn mit . Einen Tag
zuvor hatte die Telekom nach monatelangen Verhandlungen den Abschluss des
Verkaufs von sechs ihrer neun regionalen TV-Kabelgesellschaften an Liberty Media
angekündigt . Nach weiteren Angaben von Liberty Media haben die Bonner
Kartellwächter jetzt einen Monat Zeit zu entscheiden , ob eine vertiefte Prüfung
eingeleitet wird . In dem Fall würde sich ein Hauptprüfungsverfahren von maximal
dreimonatiger Länge anschließen . Ein Kartellamtssprecher in Bonn bestätigte den
Eingang der Unterlagen . Bei voller Ausnutzung der Fristen müsste das Kartellamt
bis Mitte Januar 2002 über den Verkauf der Kabelnetze endgültig entschieden
haben . Gläubiger fordern Auflösung von Lernout & Hauspie Das von Skandalen
gebeutelte Unternehmen Lernout & Hauspie steht vor dem endgültigen Aus . Laut
dem Wall Street Journal hat sich jetzt die Mehrheit der Gläubiger für eine
Auflösung des maroden Spracherkennungs-Spezialisten ausgesprochen . Mit einem
Total-Ausverkauf sollen jetzt die Schulden der Firma abgetragen werden . Der
schmale Silberstreif am Horizont , der sich in Form einer Neugründung der Firma
mit dem erfolgreichen Kerngeschäft Spracherkennung unlängst zeigte , ist damit
auch gleich wieder in der Versenkung verschwunden . Die Befürworter des
Ausverkaufs halten immerhin 99 Prozent der Gesamtforderungen . Zu den größten
Gläubigern gehören nach Informationen des Wall Street Journal die Deutsche Bank
und die Dresdner Bank . Die beiden waren Teil eines Konsortiums , das der
belgischen Firma Kredite von mehr als 470 Mio. Euro gewährte , um Dictaphone
aufzukaufen . Die Werte dieses Herstellers von Diktiergeräten werden natürlich
ebenfalls veräußert . Bevor der Verkauf jedoch beginnen kann , muss ein
belgisches Handelsgericht dem Konkurs zustimmen . Eine Anhörung in dieser Sache
soll am 20. Juni in Yper , wo sich auch der Hauptsitz von L&H befindet ,
stattfinden . Der Ausgang der Gespräche gilt dann auch nur für Belgien , für den
Verkauf des Firmeneigentums in den USA müssen die amerikanischen Behörden noch
ihr O.K. geben . Der Niedergang von L&H liest sich wie ein Wirtschaftskrimi . Es
begann Ende 2000 mit gefälschten Bilanzen , Schadenersatzklagen von Anlegern aus
aller Welt folgten ; man trennte sich von einigen Niederlassungen und vielen
Mitarbeitern . Dann wurden Verbindungen mit dem Bundesnachrichtendienst BND
aufgedeckt und der Konzern war mit Schulden in Milliardenhöhe wieder in der
Presse . Schließlich wurden im April die Firmengründer Jo Lernout und Pol
Hauspie zusammen mit einem ihrer Spitzenmanager inhaftiert und sitzen seitdem
hinter Gittern . Bis Ende Juni gilt noch der Gläubigerschutz , danach ist
Lernout & Hauspie wieder zur Zahlung verpflichtet . Infineon-Alleingang bei High
Speed Bluetooth Der Siemens Spross Infineon Technologies AG hat auf dem
dieswöchigen Bluetooth Congress eigene proprietäre Erweiterungen des drahtlosen
Kommunikationsstandards enthüllt . Die Maßnahmen sollen die reine Datenrate auf
vier MBit/s erhöhen und damit für Videostreaming interessant machen . Die
restlichen Mitglieder der Bluetooth-Gemeinschaft befürchten durch diesen Schritt
eine Zerfaserung ihres Standards . Zwar steht zu erwarten , dass Bluetooth schon
bald breitenwirksam in allerlei Männerspielzeugen eingesetzt wird , doch im
Moment steht der Standard noch auf wackligen Beinen . Eine Verwirrung darüber ,
was Standard und was proprietär beziehungsweise optional ist , kann das
Standardisierungsgremium zur Zeit überhaupt nicht brauchen . Nach Aussagen von
Christian Baumgart von Infineon will die Firma ihre Modifikationen als
Industriestandard etablieren . Man stehe außerdem in Verhandlungen mit den
Bluetooth-Arbeitsgruppen , um den Standard mit höheren Datenraten aufzuwerten .
Stellt sich die Frage , wieso man nicht warten will , bis die Gruppen sich auf
einen Standard geeinigt haben . Baumgart kommentierte dazu , die Kunden
forderten jetzt mehr Bandbreite . Infineon werde seine Erweiterungen den
Standards anpassen , wenn und falls ein Standard fest steht . Betroffen sind die
Infineon-Lösungen BlueMoon Multimedia , der auch einen USB Controller beherbergt
, und BlueStar . IBM kritisiert Microsofts Open-Source-Kritik Die GPL-Gemeinde
erhält jetzt laut CNet-Berichten Rückendeckung gegen Microsofts Angriffe auf die
Open-Source-Politik . Der " große Bruder " IBM nennt die Traktate des
Software-Riesen arrogant . Marketing-Sprecher von Microsoft wettern schon seit
längerem gegen die GPL ; bezeichneten sie als schädlich und antiamerikanisch .
IBM dagegen fährt eine sehr linuxfreundliche Schiene , doch ist man sich auch
dort durchaus bewusst , dass Microsoft mehr kann als nur markige Sprüche klopfen
. Trotzdem zeigt sich Big Blue zuversichtlich , dass die alten Strukturen der
proprietären Lösungen aufgebrochen werden können . In einer zunehmend vernetzten
Welt seien viele Plattformen nötig , die durch offene Standards verbunden sind .
Ein Firmensprecher formulierte es folgendermaßen : " Microsoft versucht , die
Flut aufzuhalten , doch sie wird kommen , ob ihnen das passt oder nicht . " Auch
das microsoftsche Argument , OpenSource und geistiges Eigentum seien
inkompatibel zueinander , sieht IBM als falsch an , denn man könne durch
geschicktes Kombinieren das Beste aus beidem holen . Auf Anfrage wollte IBM
Deutschland leider keine offizielle Stellungnahme abgeben . Kostenlos kostet was
bei my-files.de Der bisher kostenlose Web-Speicherdienst my-files.de stellt
seine Festplatten jetzt nur noch gegen bare Münze zur Verfügung . Auch dort hat
man anscheinend die bittere Wahrheit erkannt , dass mit Internet-Werbung das
große Geld nicht mehr verdient werden kann . Damit die Kunden vermehrt erstere
Möglichkeit wählen und ihre zehn Mark monatlich für 50 MByte Speicherplatz
zahlen , verspricht my-files.de bessere Performance und qualitativ hochwertigen
Service . Die Firma stürzt sich nicht kopfüber ins kalte Wasser , sondern hat
vorher die Kostenlos-User befragt . Die Resultate haben nach Aussagen der Firma
gezeigt , dass die Netz-Nutzer für guten Service gutes Geld ausgeben wollen .
Mancher wird sich jedoch angesichts dieser Behauptung an den kritischen
Kommentar des RadioMP3-Sprechers erinnert fühlen , der solche Versprechungen
eher nüchtern sah . Die my-files.de-Geschäftsleitung jedenfalls findet deutliche
Worte für den aktuellen Trend im Internet : Die Zeiten des Kostenlos-Kults seien
vorbei und außerdem gebe es auch im richtigen Leben nichts umsonst - warum solle
es in der virtuellen Welt also anders zugehen ? Ob die nomadischen Jäger und
Sammler des Umsonst-Untergrunds deshalb sesshaft werden , ist derzeit allerdings
noch fraglich . Machtkampf um Satelliten-TV in den USA In den USA ist der Kampf
um die Vormachtstellung beim Satellitenfernsehen vollends entbrannt . Dabei
scheint Rupert Murdochs News Corporation gegenüber dem Satellitenanbieter
Echostar den Kürzeren zu ziehen . Echostar will die Satelliten-Sparte von
General Motors kaufen und damit Murdoch ausbooten . Dieser plante , seine
erfolgreichen TV-Aktivitäten durch den Kauf von Hughes auch über das
Satellitennetz in den USA auszudehnen . Dies entspreche einem Wert von 22,83
Dollar je Aktie ; die Aktionäre sollen für jede Hughes-Aktie 0,75
Echostar-Papiere erhalten . Damit greift Echostar direkt den großen Konkurrenten
an . Murdoch verhandelt seit Monaten mit GM über Hughes Electronics - bisher
ohne sichtbaren Erfolg . Unterstützt wird der Medienzar dabei von Microsoft ,
die einen Teil der Rechnung begleichen sollen . Microsoft ist bereits mit
DirecTV verbandelt , da das Unternehmen als Vertreiber und Dienstleister für
Microsofts digitalen Videorecorder Ultimate TV auftritt . Außerdem soll der
Software-Konzern eine spezielle Version von Ultimate TV an Murdoch liefern .
Murdoch wiederum hat bisher in den USA überhaupt kein Standbein beim
Satelliten-TV und will sich dieses über DirectTV schaffen . Nach Ansicht des
Wall Street Journal könnte ein Deal Echostar-Hughes jedoch starken Gegenwind
durch ein Antitrust-Verfahren bekommen . Heuschreckenfühler als Modell für
Neuronale Netze Wissenschaftler der Universität in San Diego , Kalifornien ,
erstellten ein neues Modell neuronaler Netze , das jetzt auch für Computer
nutzbar gemacht werden könnte . Dadurch entsteht ein spezifisches temporales
Muster von Impulsen . Ihre Ergebnisse könnten zu neuen , leistungsfähigen und
künstlichen Neuronalen Netzen führen . Google ernennt Ex-Novell-Chef zum CEO Die
Suchmaschine Google gab heute die Ernennung von Eric E. Schmidt als ihren neuen
CEO bekannt . Schmidt , der schon seit März im Vorstand sitzt , tritt damit die
Nachfolge von Firmenmitgründer Larry Page an . Schmidt übernimmt nun nicht nur
den Vorsitz des Board of Directors , sondern leitet in Zukunft auch das tägliche
Geschäft des Suchmaschinenbetreibers . Page wird jetzt Produkt-Manager , während
sein Kollege Sergey Brin , mit dem er 1998 Google gegründet hatte , zum
Technologie-Chef erklärt wurde . Nach Meinung von Page ist Eric Schmidt der
ideale Mann für die Führungsposition , da er neben seinem starken technischen
Hintergrund auch über umfangreiche Management-Erfahrungen aus seiner Zeit bei
Novell und Sun verfügt . Von seinem letzten Posten als Novell-Chef trat Schmidt
im März dieses Jahres als Folge des Zusammenschlusses der NetWare-Firma mit
Cambridge Technology Partners zurück . Schmidt fand lobende Worte für die
Firmengründer : " Larry Page und Sergey Brin erreichten einen Durchbruch , als
sie zu ihrer Studienzeit an der Stanford Universität die Kerntechnologien für
Google entwickelten . " Die Ernennung von Schmidt gilt ab sofort . Neues
IRC-Netz in der Schweiz Einige jugendliche Schweizer Linux-Liebhaber ziehen ein
neues IRC-Netz hoch . Neun Server sind bereits in Betrieb und im Laufe der Woche
sollen noch drei weitere folgen . Das noch namenlose Netz entsteht allein aus
privatem Interesse . Auf der ebenso übersichtlichen wie informationsarmen
Website findet sich neben der aktuellen Serverliste auch ein Web-Client für all
jene , die nur über HTTP ins Netz kommen . Die Betreiber empfehlen , die Server
irc.slashdot.ch , irc.blah.ch , irc.kurtcobain.ch , irc.joint.wservices.ch und
irc.smoln.ath.cx zu nutzen , da diese am besten angebunden sind . Westliches
Fernsehen für China bald offiziell Die staatlich kontrollierten Medien in China
öffnen nun langsam ihre Türen für westliche Programme . Wie das Wall Street
Journal schreibt , stehen ausgerechnet AOL Time Warner und News Corp. in
Verhandlungen mit Peking . Die Regierung sieht eine Ausweitung des Mediensektors
anscheinend als unvermeidbar an und beeilt sich daher , wenigstens das Wachstum
unter Kontrolle zu halten . Schon lange hatten die beiden Medienkonzerne in
China einen Fuß in der Tür . Auch AOL Time Warner hält mehrheitliche Anteile der
" China Entertainment Television " , die rund um die Uhr in Mandarin senden .
Beide hatten bisher immer wieder mit Problemen zu kämpfen , da es im Land der
Mitte eigentlich illegal ist , ausländische Fernsehprogramme zu sehen . Der neue
Deal würde endlich die Medienmachenschaften legalisieren und so die erwünschte
Sicherheit für Investoren schaffen . Die Verhandlungen drehen sich derzeit erst
einmal um die Provinz Guangdong , die an Hongkong grenzt , berichtet das Wall
Street Journal unter Berufung auf informierte Kreise . Dort dürfen die
Westkonzerne dann je einen Kanal betreiben , wenn alles nach Plan geht . Im
Gegenzug sollen sie Sendungen des staatlichen chinesischen Fernsehens in andere
Märkte bringen . Latte und Macaron - die neuen Aibos Sonys futuristische
Roboterfamilie Aibo hat Nachwuchs bekommen . Leider fehlt den stubenreinen
mechanischen Hunden das elegant futuristische Aussehen ihrer Vorgänger . Der
Hersteller entschied sich dazu , ihnen teddybärartige Kugelköpfe zu verpassen .
Verkaufsstart in Europa und den Vereinigten Staaten ist laut Sony der erste
Oktober . Sie befinden sich im so genannten " Clinic Mode " , der nur für
einfache Diagnosen gut sein soll . Um sie zu seinem persönlichen Hausfreund zu
machen , ist es vonnöten , ihnen einen Memory Stick zu spendieren . Sehen können
die künstlichen Tiere wieder mit einer Kamera , die sich im Maul befindet . Ihr
64-bittiges RISC-Hirn mit 32 Megabyte Kapazität kann 75 verschiedene Sätze
erkennen und den Namen seines Besitzers behalten . Den nächtlichen Einbrecher
können Latte und Macaron zwar nicht zerfleischen , aber immerhin fotografieren .
Im Wächtermodus fotografieren sie nämlich alles , was sich bewegt . Die neue
Aibo-Generation unterhält sich zudem untereinander in ihrer eigenen Sprache .
Und wenn sich zwei nicht leiden können , verzichten sie auf das traditionelle
Totbeißen und legen ihren Streit mit einer Runde " Schnick , Schnack , Schnuck "
bei . In Japan stehen die beiden Hunde ab dem 22. September für 98.000 Yen in
den Läden . Wenn sie es im Oktober nach Europa geschafft haben , tragen sie ein
980-Euro-Preisschild . Das Verhaltensprogramm auf dem Memory Stick muss extra
erworben werden . Haft und Hausarrest für Hacker Der 20-jährige Raymond
Torricelli muss für seinen Einbruch in das NASA-Rechenzentrum mit vier Monaten
Haft bezahlen . Danach wird er noch einmal solange unter Hausarrest gestellt und
soll zudem 4.400 US-Dollar Wiedergutmachung an die NASA zahlen . Dies berichten
heute US-Medien . Die Weltraumbehörde hatte den Schaden zuvor auf viele
Hunderttausend Dollar geschätzt . Bei dem Delikt im Jahr 1998 stahl Torricelli
Nutzernamen sowie Passwörter und machte außerdem Geld mit Kreditkartendaten
sowie Umleitungen zu Pornoseiten . Österreicher entwickeln Stechuhr zum
Mitnehmen Dazu braucht es nur ein WAP-fähiges Handy , denn die Daten werden auf
einem " gesicherten " Server bei max.mobil verwaltet . Zielgruppe für das System
sind Heim- und Überallarbeiter . Die können nun , egal wo sie sich befinden ,
problemlos so tun , als ob sie arbeiten . Ein riesiger Vorteil gegenüber dem
herkömmlichen System , das im Abtastwinkel einer Überwachungskamera festgenietet
ist . Die Administration kann über ein Web-Interface erfolgen . So kann im
Nachhinein noch eventueller Missbrauch entdeckt und gerügt werden . Sollte etwa
der Arbeits-Administrator Angestellte zu ihrer übers Mobiltelefon gemeldeten
Arbeitszeit beim Bummeln in der Innenstadt erwischen , trägt er die
versehentlich falsch angegebene Zeiten einfach wieder aus . Solche Irrtümer
dürfen die gewissenhaften Mitarbeiter natürlich auch selbst korrigieren .
Dreamcast-Browser mit Breitband und IM Es gibt noch Supporter für Segas
verstoßenes Kind , die Dreamcast-Konsole : Planetweb hat jetzt die dritte
Version seines Browsers für die Maschine mit dem Kringel veröffentlicht .
Weiterhin wird Flash 4 jetzt unterstützt , zusammen mit noch mehr JavaScripts
als vorher . Planetweb-Nutzer dürfen dann auch kleine Spiele-Applets genießen
und sich bei jedem Start über das Planetweb-Portal freuen . Zusätzlich sollen
sie dem World Wide Wait " Goodbye " sagen , denn jetzt funktioniert das Programm
auch mit dem Breitbandadapter . Seine alten Tugenden wie FullScreen-Filme ,
MP3-Spieler , POP3- und IRC-Client sowie den VMU-Downloader hat der Browser
beibehalten . Kostenpunkt des Programmpakets sind knappe 20 US-Dollar , bei
Vorbestellung sind fünf davon zu sparen . Belohnung für smartes Java auf smarter
Karte Für " innovative SmartCard-Entwicklungen " in Java hat das
Kreditkartenunternehmen Visa einen Preis von 75.000 US-Dollar ausgelobt . Den
Wettbewerb stellte Visa USA auf der derzeit laufenden
JavaOne-Entwicklerkonferenz vor . Visa erhofft sich von den eingereichten
Applikationen eine weitere Verbreitung von Smartcards . Dem Gewinner des " Smart
Visa Challenge " winken nicht nur 75.000 US Dollar ( ca. 173.000 Mark ) sondern
auch der Einsatz der Software bei Visa im Frühjahr 2002 . Als erhoffte "
Nebenwirkung " sollen damit auch Entwickler außerhalb der SmartCard-Kreise
ermuntert werden , mit ins Bett zu steigen . Die Verbreitung der Karten ist
bisher nämlich noch ziemlich dünn . NVidia mit Treiber-Updates für Windows Der
Marktführer für schnelle 3D-Hardware NVidia bietet auf seiner Website das
Treiberpaket Detonator3 in der Version 12.41 an . Die wichtigsten Neuerungen
sind die volle Unterstützung der programmierbaren Transform&Lighting-Einheiten
Vertex Shader und Pixel Shader unter anderem auch für OpenGL sowie Optimierungen
für Athlon und Pentium 4 . Die Treiber für Windows 2000 sollen nach Angaben von
NVidia auch für das neue Windows XP geeignet sein . Das Update unterstützt neben
dem GeForce 3 auch die älteren Chipsätze . Diese erhalten damit ihre
DirectX-8-Treiber , einzige Ausnahme bildet der Notebook-Chipsatz GeForce 2 Go .
Netscape : Browser sind nur noch zweitrangig Netscape will nicht länger als
Browser-Hersteller angesehen werden . Unter dem Mediensegen der Dachgesellschaft
AOL Time Warner soll aus dem einstigen Synonym für Browsersoftware eine
Internet-Medienzentrale werden . In Zukunft sollen Surfer dort ein breites
Spekrum an Inhalten von Time Warner finden . Unter anderem sind Fortune , das
Time Magazine und die News von CNN im Gespräch . Und was wird aus dem Browser ?
Das Know-How aus der Entwicklung wird natürlich nicht einfach aufgegeben . Der
neue Netscape-User sitze am Highspeed-Zugang seines Arbeitsplatzes und verzichte
dort auf das Standard-Bundle bestehend aus AOL und Internet Explorer , so
Bankoff . Dies seien " à-la-carte-Nutzer " , die andere Wege gehen wollten .
Komponenten der Netscape-Software sollen auch in Zukunft ihren Dienst tun , und
zwar in Features der neuen Mediendienste wie zum Beispiel der Messenger-Software
. Auf diesem Feld wird derzeit der Krieg um Internetanwendungen fortgeführt .
Wieder fährt Microsoft seine erfolgreiche Strategie und integriert seinen
Windows Messenger in das für Oktober geplante Windows XP . Wer andere Systeme
nutzen möchte , muss also nachinstallieren . Bankoff bestätigte außerdem , dass
AOL derzeit Software teste , die es den Online-Diensten Compuserve und AOL
ermögliche , multiple Browser - auch Netscape - für die Seitendarstellung zu
verwenden . Ein Schritt zur Stärkung der Netscape-Nutzerbasis ist auch die
kürzlich mit Sony getroffene Vereinbarung , den Browser auf der
Playstation2-Hardware einzusetzen . Ärger mit rundfunkgebuehr.de Das Männchen
mit der Hornbrille , Maskottchen der GEZ , bereitet nicht allen
Fernsehzuschauern Vergnügen . Dem Wehrdienstleistenden Soenke Pencik könnte es
sogar handfeste Albträume bescheren , denn er hat sich mit seiner Website
rundfunkgebuehr.de , auf der er ein GEZ-kritisches Forum betreibt , eine saftige
Klage eingehandelt . Gegenstand ist die angeblich widerrechtliche Benutzung
besagter Domain . Nach Ansicht der Öffentlich-Rechtlichen Anstalten und der GEZ
steht dieser Name allein ihnen zu . Der Umstand , dass unter der beanstandeten
URL der Sinn der Gebühren an sich in Frage gestellt wird , spielt möglicherweise
auch eine Rolle . Der einschlägige Abmahn-Zyklus nimmt seinen Lauf . Zunächst
bietet der von Pencik kontaktierte Südwestrundfunk dem Namensinhaber einen
Tausender in einer außergerichtlichen Einigung an . Pencik lehnt das Angebot ab
, denn er will mehr . Zitat von seiner Netzseite : " Ich suche einen Anwalt auf
, da ich nicht bereit bin , zu diesen Konditionen die Domain zu übertragen . "
Daraufhin folgt eine Unterlassungsklage der Anstalten . Deren Anwältin führt als
Beispiel den Fall " hauptbahnhof.de " an und setzt die Vertragsstrafe auf 10.100
Mark fest . Als Streitwert legt sie 100.000 Mark fest . Penciks Rechtsvertreter
weist die Ansprüche zurück und unterstreicht die Bereitschaft zu einer
außergerichtlichen Einigung und dem Verkauf der Domain . Die Gegenseite zeigt
sich interessiert und bittet um ein Angebot . Dieses folgt prompt , fällt mit
50.000 Mark allerdings recht happig aus . Anscheinend zu happig , denn die
Öffentlich-Rechtlichen reichen beim Landgericht Köln Klage ein . Zu seinen
Beweggründen , die zur Forderung einer Abschlagszahlung von 50.000 Mark führen ,
äußert sich Pencik nur vage : Auf seiner Website nennt er seine Forderung "
akzeptabel " . Zweifelhaft ist , ob das auch die Gebührenzahler denken , die
letztlich für Penciks Forderungen einstehen müssten . Wahrscheinlicher ist aber
, dass Pencik ganz leer ausgeht . Fujitsu baut Silizium-Fingerprintleser Fujitsu
Microelectronics will nicht-optische Fingerabdrucksensoren für den schnell
wachsenden internationalen Identifizierungsmarkt liefern . Hardware und Software
kommen allerdings nicht von Fujitsu , sondern wurden von der kalifornischen
Firma Veridicom lizenziert . Derart ausgerüstet errichtet Fujitsu ein allein den
Fingern gewidmetes Entwicklungszentrum , wo die Siliziumsensoren und die
Authentifizierungssoftware auf die verschiedenen Einsatzgebiete in ID-Karten und
mobilen Geräten angepasst werden . Douglas McArthur , Chef der neu
eingerichteten Biometric Sensor Product Group , meinte zu den Plänen : "
Fortschrittliche Authentifizierungssysteme benutzen schon jetzt
Fingerabdrucksensoren , und das rapide Wachstum des breitbandigen Internets wird
auch eine Nachfrage für diese in SmartCards und Mobiltelefonen erzeugen . " Die
wirksamste Wachstumsspritze sieht er in elektronischen Bezahlsystemen , die auf
eine einfache und sichere Identifizierungsmethode angewiesen sind . Der Sensor
selber ist ein Halbleiter , der völlig ohne optische Bauteile auskommt . Laut
Fujitsu ist er dank einer Schutzschicht zudem sehr widerstandsfähig . Die
Software-Authentifizierungsbibliotheken liefert Fujitsu mit einer kompletten
Entwicklungsumgebung aus . Deren Scanroutinen sollen auch leicht gedrehte und
verschobene Abdrücke noch sicher erkennen und die Daten auf 300 bis 600 Bytes
unterbringen können . Linux als Kassenmodell Linux auf dem Server , Linux auf
dem Desktop , Linux auf der Registrierkasse : Die Handelskette Globus hat ihr
gesamtes Kassensystem auf Debian Linux umgestellt . Vorher hatte man schon
SCO-Unix und eine DOS-Lösung in Betrieb , berichtet die Lebensmittelzeitung .
Das Betriebssystem für die ADS- und Wincor-Nixdorf-Kassen wurde von der Firma
Microdata angepasst , die auch die Kassensoftware auf das Open-Source-System
umsetzte . Bei Globus teilen sich zwei Kassiererinnen einen Rechner , in dem
meist ein mit 25 Mhz getakteter 468er seinen Dienst verrichtet . Der
Projektleiter Franz Herter lobt vor allem die hohe Ausfallsicherheit von Linux
und spricht von einer Verfügbarkeit von rund 99,9 Prozent . Ganz ohne Problem
ging die Operation bei allem Lob jedoch nicht über die Bühne : Auch für die
Zukunft scheint der Platz von Linux auf Globus-Kassen gesichert : Herter will
zum Beispiel eine Softwareverwaltung installieren , die es ihm ermöglicht , "
zentral über Nacht neue Funktionen in die Kassen zu spielen " . Durch die guten
Erfahrungen bestärkt will die Firma auch ihre anderen Vertriebswege auf den
freien Unix-Spross umstellen . Kopiergeschützter " CD-Nachfolger " angekündigt
Ginge es nach den Wünschen der Musikindustrie , müsste die CD sofort durch einen
Datenträger ersetzt werden , der zusätzlich zu einem komplizierten Kopierschutz
ein besonderes Trägermedium verwendet , sodass es für den Hobbyanwender
unrentabel wird , sich über den ihm von der Industrie gesetzten Grenzen zu
bewegen . Die Firmen Intertrust und Dataplay planen ein gesichertes Format auf
den Phase-Change-Medien , die so wie der Hersteller Dataplay heißen und bei den
Unterhaltungskonzernen höchst willkommen sind . Universal , EMI und BMG haben
bereits erklärt , dass sie ihre Musik auf diesem neuen Vertriebsweg in die
Schächte verschiedenster Player bringen wollen . Ein Sprecher von Universal
versprach den potenziellen Käufern " die Flexibilität und den Komfort , den sie
wollen " . Das Digital Rights Management , das künftig für die Dataplay-Medien
eingesetzt werden soll , erlaube den Kunden , ihre gekaufte Musik auf allen
entsprechenden Playern zu hören und sie auch auf den PC und wieder zurück zu
spielen . Auch Intertrust glaubt , dass " ein Standard für geschützte portable
Medien essenziell für den Nachfolger der CD ist " . Ein " allgegenwärtiges
geschütztes Format " sei für sie " der einzige Weg , um der CD-Piraterie
endgültig Einhalt zu gebieten " . Samsung , Toshiba und SONICblue haben sich
schon überzeugen lassen und Player angekündigt . Auf dem PC will Intertrust ein
Plug-in für Softwareplayer herausgeben . Brennstoffzellen für immobile
Einsatzgebiete Die Brennstoffzelle , eine Art betankbare Batterie , die zum
Beispiel in U-Booten zum Einsatz kommt , soll künftig nach Berichten der
Newsseite SiliconValley.com auch Häuser mit Strom versorgen . Die Vorteile
liegen auf der Hand : Eine dezentrale elektrische Infrastruktur , die nach
Firmenangaben Stromausfälle " fast völlig verhindern " kann , ist auch in
Friedenszeiten nicht unpraktisch . Man denke nur an Kalifornien . GM-Forscher
haben die Möglichkeiten ihrer stationären Stromquelle sechs Monate lang getestet
. Als Brennstoff für die Zelle soll Erdgas zum Einsatz kommen . Ein Modell , das
mit stinknormalem Benzin und einem Wirkungsgrad von 40 Prozent arbeitet , soll
Anfang nächsten Jahres in Fahrdemos vorgestellt werden . Kaufen kann man so
etwas bei GM frühestens 2010 . Die Radarfalle für überhöhten Alkoholspiegel
Schlechte Zeiten brechen an für amerikanische Trinker , wenn die Texas Christian
University es schafft , ihren Alkoholtester für Autoinnenräume zum Standard in
neuen Autos zu machen . Wie die EE Times berichtet , wirkt an dem Angriff auf
den Alkoholmissbrauch am Steuer die Firma PAS mit , die schon einige
Ethanoltester im Angebot hat . Das neue Gerät saugt die Luft durch einen
Ethanol-Sensor , der angeblich ab 0,2 Promille erkennt , dass etwas in der Luft
liegt . Um der Polizei die Arbeit zu erleichtern , ist das Gerät mit einem
Sender verbunden , der auf alkoholisierte Autos aufmerksam macht . Damit würde
der Traum vieler Verkehrspolizisten Wirklichkeit : Die Radarfalle für besoffene
Autofahrer . Umständliche und unrepräsentative Einzelkontrollen könnten in
alkoholfreie Deliktgebiete verlegt werden . Die Autofirmen begrüßten die
Entwicklung ebenfalls , heißt es in dem Bericht , da sie oft mit
Unsicherheitsvorwürfen zu kämpfen hätten , die sich letztendlich auf Trunkenheit
am Steuer zurückführen ließen . Für den Fahrer mit Fahne bleibt also nur das
Cabrio . Pfadfinder bohrt im Hirn Gehirnchirurgie erfordert höchste Präzision .
Der mechanische Arm mit Namen PathFinder kann zwar keine bisher unmöglichen
Operationen durchführen , dafür die bekannten aber wesentlich schneller zu Ende
bringen , berichtet der New Scientist . Bisher mussten sich die Hirnkranken
einen metallenen Käfig an den Schädel nieten lassen , an dem dann genaue
Vermessungen und Berechnungen durchgeführt wurden . Der Pfadfinder braucht
solche Krücken nicht . Ihm reichen kleine Titanium-Marker , die auf die Kopfhaut
geklebt werden . Der Patient wird dann mit dem Computertomographen gescannt ,
wobei die Marker im erzielten 3D-Bild deutlich sichtbar sind . Auf diesem zeigt
der Chirurg seinem robotischen Helfer die Zielregion und den Eintrittspunkt .
Diesen Punkt kann sich die Neuentwicklung nicht selber aussuchen , da sie sonst
mit der Bohrnadel womöglich in wichtige Teile des Hirns sticht . Dann sieht sich
der Robo-Arzt den Kopf mit seinem Kameraauge von außen an und justiert sich
anhand der leuchtenden Marker . Nach weiteren Tests soll den Hirnspezialisten in
Großbritannien auch dieser letzte Schritt noch abgenommen werden . Sega will der
Größte sein Und das nicht nur im Video-Otaku-Land Japan , sondern auch in den
Vereinigten Staaten . Sauerstoff als strittiger Markenname Nach britischen
Medienberichten hat die Muttergesellschaft von Viag Interkom , BT Wireless ,
Schwierigkeiten mit dem neuen Markennamen : BT Wireless hatte am Montag bekannt
gegeben , dass sie ihre Consumerprodukte künftig unter dem Label O2 vermarkten
will . Das gefällt dem britischen Unternehmen Burford nicht , das ein Kaufhaus
unter dem selben Namen in London führt . Burford hat demnach schon mal seine
Anwälte scharf gemacht , denn man wollte den Markennamen selbst für ganz Europa
verwenden . Settop-Box auf Dreamcast-Basis Pace Micro Technologies stellte jetzt
auf der Supercomm 2001 ihre angekündigte Settop-Box auf Dreamcast-Basis vor .
Möglich macht dies eine 40 GB große Festplatte . Der eigentliche Clou der Box
ist aber die Dreamcast-kompatible Spiele-Hardware . Steht einer Runde Jet Set
Radio also eigentlich nichts mehr im Weg , oder ? Als Abrechnungsmodelle möchte
man ein Pay-Per-Play- beziehungsweise Pay-Per-Time-Verfahren etablieren . Eher
unwahrscheinlich , dass dies den Hardcore-Spielern gefällt , doch für
Fernsehfans mit gelegentlichem Spieltrieb durchaus vorstellbar . Separat soll es
eine Handheld-Konsole geben , auf der drahtlos Spiele von der Settop-Box
übertragen werden können . Eigentlich eine nette Idee , die allerdings schon bei
Segas Visual Memory Unit in die Hose gegangen ist . Ein Preis für die Settop-Box
steht zurzeit noch nicht fest . Messenger Jabber lernt sprechen
Internet-Sprachspezialist Nuance und Messenger-Hersteller Jabber.com tun sich
zusammen , um den blühenden Instant-Messaging-Markt um Sprachfunktionen zu
bereichern . Die Partner haben viel vor : Nuance will eine
Software-Schnittstelle zum Messenger entwickeln , mit der es beiden Unternehmen
erleichtert wird , IM-Funktionen in ihre Programme einzuarbeiten . Zudem erhält
Jabber in Version 7.0 Unterstützung und darf die Spracherkennungs-Engine von
Nuance nutzen . Dieser Deal wird nach Herstelleraussagen eine ganze Reihe von
Diensten ermöglichen . Die erwarteten Lösungen sollen dann die eingehenden
Textnachrichten vorlesen oder umgekehrt das gesprochene Wort als Text versenden
. Das soll von jedem Telefon der Welt aus funktionieren , wenn erst einmal die
Infrastruktur steht . Internet-Telefonie mittels VoIP ( Voice over IP ) ist ein
weiteres Versprechen der Hersteller . Coder aus aller Welt haben Portierungen
des Messenger für eine ganze Reihe von Plattformen fertiggestellt . Wenn die
Sprache kommt , können also nicht nur Windows-Benutzer , sondern auch Fans von
Linux , MaxOS , Java und sogar des Newton OS wieder auf Clients hoffen .
Mozilla-Browser robbt weiter vorwärts Das OpenSource-Monster Mozilla hat sich
ein weiteres Mal verpuppt . Die Entwicklergemeinde hat auf ihrer Website die
neuesten Binaries und Sourcen des Milestones 0.9.1 ihres Web-Browsers für
Windows , Linux und MacOS bereitgestellt . Neu sind unter anderem eine frisch
polierte Benutzeroberfläche , Performance-Verbesserungen und Sprachunterstützung
für Hebräisch und Arabisch . Natürlich hat Mozilla auch wieder einen guten Teil
seiner Fehler abgestreift . Wer den um die zehn Megabyte großen Download nicht
scheut , findet hier vielleicht seine Alternative zum bisherigen
Standard-Browser . Inder von Greencard begeistert In Indien kommt die
Greencard-Initiative der Bundesregierung gut an . Dies geht aus einer heute
veröffentlichten Studie der Universität Hohenheim hervor . Demnach könnten sich
65 Prozent der befragten IT-Fachkräfte vorstellen , " vorübergehend nach
Deutschland zu emigrieren " . Mit der Information der Greencard-Aspiraten hapert
es aber noch . Zwar haben 95 Prozent der Befragten von der Greencard gehört , 80
Prozent interessieren sich auch für Einzelheiten , doch weniger als 50 Prozent
haben konkrete Vorstellungen , worauf sie sich denn genau einlassen . Die
meisten indischen Spezialisten haben eine erfreulich positive Einstellung zu
Deutschland . Sie freuen sich auf bessere Berufschancen , einen höheren
Lebensstandard und die deutsche Kultur . Auch die Sprache wird wegen der
gemeinsamen indogermanischen Wurzel als leicht erlernbar eingeschätzt . Zur Not
kommt man ja auch mit Englisch weiter , hoffen sie . Die Heimat werden sie
vermutlich weniger vermissen , denn 87 Prozent klagen laut der Studie über die
politischen und sozialen Probleme ihres Landes . Die Tatsache , dass es in
Deutschland kaum hinduistische Zentren gibt , stellt auch kein größeres
Hinderniss dar . Nur 22 Prozent gehen davon aus , dass in Deutschland eine
latent fremdenfeindliche Atmosphäre herrscht . Demgegenüber glauben 60 Prozent
an eine positive Einstellung der Deutschen zu anderen Kulturen . Auch Jürgen
Rüttgers kontroverse Formel " Kinder statt Inder " konnte wenig gegen die
grundlegend positive Einstellung der Inder zu Deutschland ausrichten : Die große
Mehrheit der Befragten hielt die Aussage des Vorsitzenden der
CDU-Landtagsfraktion in Nordrhein-Westfalen für eine Kritik am deutschen
Bildungssystem . Napster-Chef : " Napster ist nicht tot " Das neue Napster soll
fünf US-Dollar monatlich kosten , sagte der neue Napster-Boss Konrad Hilbers in
einem Interview , das der Stern in seiner neuen Ausgabe veröffentlicht . Die
Nutzer sollen weiterhin Musik tauschen und chatten können , nur eben nicht mehr
umsonst . Auf die turbulente jüngste Vergangenheit des Dienstes angesprochen ,
verteidigte Hilbers die Tauschbörse : Als Gegenleistung für die umgerechnet 5,68
Euro sollen die Nutzer unter anderem die Möglichkeit unterbrechungsfreier
Downloads erhalten . Zudem gebe es Vereinbarungen mit über 200
Independent-Labels und Hits aus den Lizenzschränken von BMG , Warner und EMI .
Doch das Problem mit den zu Mitbewerber-Musikbörsen abgelaufenen Musikfreunden
besteht nach wie vor . Nach Hilbers' Aussagen glaubt jedoch Shawn Fanning , der
Vater von Napster , dass bereits wenige hundert Nutzer ein attraktives Angebot
ermöglichen . Gates spricht auf KI-Konferenz Viele Anwender wünschen sich
Technik , die zumindest in Ansätzen mitdenkt , anstatt stur Befehlen zu folgen .
Mit dabei ist auch Microsofts oberster Software-Architekt Bill Gates , der in
seiner gestrigen Rede die Möglichkeiten intelligenter Programme für Endnutzer
pries . Die Veranstalter rechnen in diesem Jahr mit einem besonders hohen
Interesse der Öffentlichkeit durch den Spielberg-Film " AI " , in dem ein
kleiner androider Junge auf die Tränendrüsen der Zuschauer drückt . Doch ist KI
" mehr als ein Film " , wie sich Gates ausdrückt . " Es ist die nächste Grenze
für Rechner und deren Benutzerfreundlichkeit . " Microsoft , Co-Sponsor der
Veranstaltung , fokussiere sich mehr auf diesen Bereich als jemals zuvor . Ziel
sei es , den Umgang mit dem Computer so natürlich wie den mit den eigenen
Freunden zu machen . Übersetzungscomputer für Hundesprache Dem Hündchen wird
dazu ein sechs Zentimeter großes und 60 Gramm schweres Mikrofon an sein Halsband
gehängt , welches die Laute an eine Übersetzerstation liefert . Die analysiert
das Hündisch dann in Echtzeit und drückt die Stimmungen und Meinungen des
kleinen Lieblings aus . Um die Stimmungsschwankungen der Hündinnen über die Tage
fortzuschreiben , verfügt das Gerät über eine Tagebuch-Funktion , die alle
Geräusche protokolliert . Später soll man das Tagebuch auch über das Internet
abfragen können . Im Frühjahr 2002 kann man das Gerät laut Hersteller für 12.800
Yen ( circa 120 Euro ) in jedem guten Spielzeug- und Haustierhandel erwerben .
Macs for Kids Apple hat seine Bereitschaft zur Zusammenarbeit schon signalisiert
. In einem Brief an die in Geelong ( Australien ) ansässige Organisation zeigte
Apple Verständnis für die Situation und stimmte zu , dass Kinder allen möglichen
digitalen Support bräuchten . Die ersten 20 Macintosh-Rechner sind bereits an "
weniger glückliche " Kids geliefert worden . Auch das normale Tagesgeschäft mit
Windows-Rechnern wurde wieder aufgenommen ; jetzt allerdings mit Suns Star
Office statt Microsofts Office-Suites . Und Linux ? Laut dem Gründer von PCs for
Kids , Colin Bayes , habe man einen ersten Lehrgang in Melbourne hinter sich und
könne so bald allen Kindern die Wahl geben . RealArcade startet den
Spielevertrieb in Deutschland Die Medienstreamer von RealNetworks präsentieren
heute die deutschen Seiten ihres Spielenetzwerkes RealArcade . Unnötig zu
erwähnen , dass es ohne einen neueren RealPlayer auch kein Video gibt . Über
eine gesicherte Verbindung kann jeder Kreditkartenkunde die erwählten Kandidaten
dann bezahlen und auf seinen Rechner übertragen . Neben Spieleherstellern , die
auf den Seiten von RealNetworks ihre Titel vertreiben können , gibt es für
zahlende Werbekunden auch die Möglichkeit , auf den ausgetretenen Wegen des
Whiskey-Huhns zu stapfen und kostenlose Promo-spielchen auf der Plattform
anzubieten . " Wir sind vom enormen Potenzial des Spielemarktes im Internet
überzeugt " , so der Werbesprech aus der Real-Marketing-Abteilung . Für Fans des
Services bietet Real auch ein spezielles RealArcade-Frontend an , das in einer
englischen Betaversion zum Download bereitsteht . Fireball - zurück zu den
Wurzeln Die deutsche Suchmaschine Fireball will ihre Inhalte zu Gunsten weiterer
Suchfunktionen abbauen . Im Gegenzug plant die Mutter Lycos einen weiteren
Content-Ausbau mit einer " Portal-Offensive in verschiedenen Sparten " . Die
Lycos-Aktion soll im Herbst starten und wird vom früheren Verantwortlichen für
die Finanzen , Dirk Lüth , geleitet . Bei Fireball will man die Umstrukturierung
zur reinen Suchmaschine nicht als Abspeck-Programm verstanden wissen . Schon
vorher leistete sich das Unternehmen keine eigene Redaktion , sondern
rekrutierte seine Texte aus externen Quellen . Fireball-Mitarbeiter , die bisher
Beiträge für den Online-Auftritt aufbereitet haben , sollen künftig für den
weiteren Ausbau der Suchfunktionen eingesetzt werden . Namentlich sind dies
Zeitungsdatenbanken , externe Abfrage- und andere Informationsdienste . Bund
fördert multimediales Forschungslabor Die Einrichtung hat ihren Sitz im
deutschen Pavillon auf dem Expo-Gelände in Hannover . " Studium und
Weiterbildung am Computer und im Internet bekommen immer mehr Bedeutung " ,
sagte Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn . Gefördert werden
internationale und fächerübergreifende Forschungsprojekte für Hochschulen und
Weiterbildung . In dem Institut arbeiten Studenten und Forscher unter anderem
aus den Sprachwissenschaften und dem Bereich der Informatik . Das Projekt wird
getragen von den Universitäten Hannover und Braunschweig , von der
Braunschweiger Hochschule für Bildende Künste und dem Institut für Wissen und
Medien in Göttingen . EFF unplugged : Musik unter " Open License " Musik sollte
frei sein , meint die Electronic Frontier Foundation ( EFF ) und unterstreicht
dies mit ihrer Open Audio License , die sich an die General Public License ( GPL
) anlehnt . Am gestrigen Sonnabend veranstaltete die Organisation ein Konzert im
Golden-Gate-Park in San Francisco , um auf ihre Audioarbeit aufmerksam zu machen
. Bei dem Freiluftereignis mit Namen " EFF unplugged " traten Musiker auf , die
ihre gespielten Stücke unter der OAL der Öffentlichkeit zugänglich machen . Der
Hauptzweck dieser musikalischen Variante der GPL ist es , die Freiheit eines
Stücks sicherzustellen , in einer Zeit , in der die Leute gern alles an sich
reißen , was rechtlich nicht niet- und nagelfest ist . Daher hat sie auch jene "
virale " Eigenschaft , die für viele ein Hauptkritikpunkt der GPL war . Ein
unter der OAL herausgegebenes Stück Musik darf in jeder Weise getauscht ,
kopiert , verändert und als Ausgangspukt für aufbauende Musik verwendet werden ,
solange der Originalkünstler dabei genannt wird . Nur muss das weitergegebene
oder erweiterte Stück den neuen Nutzern dieselben Freiheiten geben , die man
selbst genossen hat . Die Lizenz hat von verschiedenen Seiten Gegenwind bekommen
. Die meisten der Kritikpunkte zielten auf die Offenheit ab , die jedoch
erklärte Absicht der Aktion sind . .org bleibt auch für Firmen offen Die
Internet-Institution ICANN tagt vom 7. bis 10. September in Uruguay , unter
anderem , um über die Zukunft der .org-Top-Level-Domain zu entscheiden . Viele
Firmen und Privatkunden mit so einer Adresse befürchteten im Vorfeld , dass nur
noch gemeinnützige Organisationen in der .org-Domäne residieren dürften .
US-Medienberichten zufolge dürfen diese nun aufatmen , da auch in Zukunft " .org
" allen Interessenten offen steht . Das Marketing für die TLD soll zwar auf
nicht profitorientierte Organisationen ausgerichtet werden , doch sollen andere
Interessenten nicht abgewiesen werden . Der bisherige Nutzungsverlauf zeige ,
dass .org eine vielseitige Rolle spielt , die über " Nur Non-Profit " hinausgehe
. Daher sei man auch weiterhin an einer offenen .org interessiert . In der
Zwischenzeit wird die Domain auch von einigen Firmen genutzt , hauptsächlich ,
weil es im Dot-Com-Raum langsam etwas eng wird . Kalifornische Klage gegen
Kopierschutz Eine kalifornische Kundin verklagt die Plattenfirma Fahrenheit , da
sie ihre gekaufte Audio-CD nicht am Computer hören konnte und entsprechende
Hinweise auf der Verpackung vermisste . Wer die Musik auf seinem Rechner hören
wollte , musste sich auf einer Website registrieren und durfte dann erst die
Stücke auf seinen Rechner laden - aus dem Internet und auf eigene Kosten . Die
Klägerin Karen DeLise hatte Sicherheits- und Privatsphärenbedenken gegen dieses
Vorgehen . Die Plattenfirma Fahrenheit verteidigt sich : Man habe auf der
Verpackung einen Text , der exakt über die Situation informiere . Dieser liest
sich wie folgt : It is designed to play in standard audio CD players only and is
not intended for use in DVD players . Licensed copies of all music on this CD
are available for downloading . Der Anwältin war dies nicht genug . Nach ihrer
Auffassung fehlen Vermerke im Bezug auf das Abspielen am PC und Kompression ins
MP3-Format . Sie will ein Unterlassungsurteil gegen das Vorgehen der beiden
Unternehmen erwirken . Patch gegen gefälschte ID in PGP ( Update ) Die
Verschlüsselung mit PGP-Tools hat eine Sicherheitslücke für die zahlreichen
Einfach-"weiter"-Klicker . Der holländische Student Sieuwert van Otterloo fand
heraus , wie man unvorsichtigen PGPlern eine falsche Identität als echt
vorgaukeln kann . Wie Network Associates auf seinen PGP-Seiten erklärt , könnte
ein Fälscher seinen öffentlichen Schlüssel auf normalem Wege bei einer
Zertifizierungsstelle signieren lassen . Dann fügt er dem Schlüssel eine zweite
ID hinzu und markiert diese als seine primäre , wodurch die signierte ID zur
Zweitidentität wird . Nun überzeugt er sein Opfer , diesen Schlüssel mit der
Doppelidentität in seinen Schlüsselbund zu übernehmen . Da die zweite ID gültig
und signiert ist , sieht es in PGP aus , als sei der Nutzer vollwertig und
signiert . Durch diesen Fehler in der Ansicht könnte man den Schummler für
seinen besten Freund halten und ihm Dinge zusenden , die eigentlich nicht für
ihn bestimmt sind . Sieht man jedoch die importierten Schlüssel genau an ,
erkennt man die Manipulation . Zudem muss der Fälscher seine wahre Identität
preisgeben , da er sonst keinen vertrauenswürdigen Public Key erhält . Von
diesem Designfehler in der Nutzerschnittstelle sind alle PGP-Versionen und
offenbar auch GnuPG betroffen . Network Associates stufte das Risiko als " nicht
lebensbedrohlich " ein , warnt aber , dass durch Fälscher das Vertrauensnetzwerk
zerstört würde . Auf der Website der Firma stehen Patches für einige Versionen
bereit . Eine genauere Beschreibung des Problems zusammen mit Empfehlungen zur
Behandlung findet sich in deutscher Sprache bei der Uni Stuttgart hier und hier
. IBM baut " Teragrid " in den USA Die National Science Foundation fördert den
Aufbau von Grids zu wissenschaftlichen Zwecken in Amerika . Vier große
Forschungsinstitutionen verbinden ihre Supercluster über das Internet .
Hauptlieferant der Technologie wird IBM sein . Damit stehen in diesem Grid an
jedem der Knoten die Ressourcen der anderen zur Verfügung , sei es nun
Rechenzeit , Speicherkapazität oder Information . Das neue Hochleistungsnetz
wurde auf den Namen " Teragrid " getauft . Die Server , die IBM für das
ehrgeizige Projekt liefert , sollen Linux auf Intels 64-Bit-CPU McKinley fahren
. Diese Prozessoren sind die Nachfolger der ersten Itanium-Prozessoren . Die
Komponenten der Hochleistungscluster kommunzieren über ein Netzwerk mit 40
GBit/s von Qwest und sollen auf 600 Terabyte Gesamtspeicher zugreifen können .
Die aufaddierte Leistung des kompletten Grids gibt IBM mit 13,5 Teraflops an -
zugegebenermaßen ein theoretischer Wert . Big Blue wird die Arbeit an diesem
Projekt im dritten Quartal 2002 beginnen . Dann soll die Vereinigung der
Rechenknechte den Menschen bei Problemen in Bereichen der Astronomie , der
Biotechnik , der Medikamenten- und Hirnforschung sowie der Hochenergiephysik
helfen . HP kauft für OpenView ein Hewlett-Packard kauft Trinagy , einen
Hersteller von Netzwerkmanagementsoftware . Diese Neuerwerbung soll in OpenView
, das Systemmanagement-Portfolio von HP , einfließen . HP lobte die
Trinagy-Software dafür , dass sie modular und skalierbar sei , dabei aber auf
offenen Standards aufbaue . Damit passe sie quasi perfekt in die eigene
Netzwerk- und Systemmanagement-Suite OpenView . Konkrete Angaben über den
monetären Umfang des Deals wurden bislang noch nicht gemacht . Solarzellen aus
dem Reagenzglas Wissenschaftler der Universität in Cambridge haben einen neuen
Weg gefunden , günstige Solarzellen herzustellen : Einfach hinschütten und
warten . Ganz so einfach ist es natürlich nicht , doch wie der New Scientist
berichtet , bildet das Gemisch aus Hexabenzocoronen ( HBC ) und Perylen von
selbst zwei übereinanderliegende Schichten , die bei Lichteinfall
unterschiedliche Ladungen aufweisen . Physikalisch betrachtet gibt es für dieses
Verhalten einen guten Grund : Die scheibenförmigen HBC-Moleküle stapeln sich
unten und kristallisieren zusammen mit den stiftförmigen Perylen-Teilchen . Die
obere Schicht hingegen besteht ausschließlich aus den Perylen-Nadeln . Die
Forscher gossen das Gemisch auf eine rotierende Glasscheibe , die mit einer
Metalllegierung überzogen war . Nachdem das Lösungsmittel Chloroform verpufft
war , bedampften sie die hauchdünne Schicht mit Aluminium , beleuchteten sie und
siehe da : An den beiden Metallschichten konnten die Wissenschaftler eine
Spannung messen . Lukas Schmidt-Mende , einer der Forscher , zeigte sich
zufrieden mit dem Ergebnis : " Organische Materialien haben üblicherwiese
niedrige Effizienzen , doch hier waren es bis zu 34 Prozent . " Er hofft , den
Wirkungsgrad noch weiter zu erhöhen . Dann wäre das Verfahren eine billige
Möglichkeit , große Flächen wie etwa Hausdächer als Stromspender zu nutzen .
Java lernen durch Zerstörung Ein IBM-Entwickler kombiniert mit seiner Erfindung
" Robocode " nun den Lerneffekt des Codierens mit der Motivation des Zerstörens
. In einer kleinen Arena lassen sich in der Java-Anwendung kleine panzerartige
Roboter mit Geschützturm und Radar aufeinander hetzen . Die kleinen Fahrzeuge
schießen aufeinander , fahren durch die Gegend und wer am Ende übrig bleibt ,
nachdem der Rest explodiert ist , der hat gewonnen . Der Witz liegt aber darin ,
dass man seinen eigenen Roboter mit dem eingebauten Compiler und Editor bauen
kann . Dazu reicht es , in zwei Methoden eigenen Code einzugeben , um etwa den
Turm , die Radaraugen oder das ganze Vehikel zu bewegen - und natürlich zu
schießen , sobald " der Feind " ( also jeder ) in den Abtastwinkel des Radars
kommt . Bisher ist das Programm nach Aussagen des Entwicklers noch unfertig ,
doch macht es schon jetzt richtig Laune . Dann sollen auch die ersten virtuellen
Deathmatches abgehalten werden . PGPsdk im Quellcode einsehbar Network
Associates will noch mehr Vertrauen in seine Public-Key-Implementation erwecken
und veröffentlicht daher die Quelltexte des Software Development Kits von Pretty
Good Privacy . Darin enthalten ist auch die NAI-Implementation der seit langem
offenen Algorithmen der asymmetrischen Verschlüsselung , die nun von Experten
systematisch auf Schwachstellen untersucht werden darf . Möglich wurde dieser
Schritt unter anderem durch die gelockerten Exportbestimmungen der USA für
kryptographische Quellcodes . Die Texte sind im Netz für Windows ( Win32 ) , Mac
OS , Linux , Solaris , AIX und HP-UX erhältlich . Business Development Manager
Thomas Hemker von NAI erklärt dazu : " Mit der Veröffentlichung der PGPsdk
Quellcodes zeigen wir unser Engagement , auch den Zugang zu den sensibelsten
Bereichen unserer Sicherheitsprodukte zu gewährleisten . " Realistische
Körpersprache für Lara Croft & Co Deshalb entwickelte er ein System , das auf
einfache Weise realistisch anmutende Verhaltensweisen simuliert . Die Figuren
sollen eine eigene Persönlichkeit und ein Stück freien Willen haben . " Anstatt
als Marionettenspieler aufzutreten , könnten wir diese Charaktere in Welten
setzen und sich selbst überlassen " , philosophiert Perlin . Die digitalen
Darsteller erhalten einen künstlichen Charakter , in dem der Programmierer zwar
Parameter wie Laune oder Energielevel einstellen kann , der aber ansonsten
autonom agieren soll . Alle Aktionen , die so eine Figur nun trifft , werden von
ihrer internen Logik bestimmt . Sie halten sich immer an die Persönlichkeit ,
damit diese konsistent bleibt , und doch soll man sie nicht vorhersehen können .
Um nicht nur die Tätigkeiten an sich , sondern auch die Körpersprache
menschlicher zu gestalten , kommt Professor Perlin eine andere seiner
Entwicklungen zu Hilfe . Er zerlegt alle Bewegungen in kleine Teile , die dann
in beliebigen Kombinationen ausgeführt werden können . Im Zusammenspiel mit der
künstlichen Persönlichkeit soll damit ein Sprung in der Spielepräsentation
erreicht werden . Denn während bisherige KI-Komparsen in mehr oder weniger
zufälliger Reihenfolge gespeicherte Animationen abspulen , ist die neue
Generation im Ausdruck ihrer Bewegung kaum begrenzt , da sie immer neu
kombiniert werden können . Die Technik ist auch vergleichsweise einfach und kann
dadurch in Spielen Anwendung finden , wo man Performance nicht gerne verschenkt
. Perlin , der unter anderem an Tron mitgearbeitet hat und für die realistische
Texturberechnung mittels " Perlin's Noise " verantwortlich zeichnet , räumt
allerdings ein , dass seine Entwicklung nur ein kleiner Schritt auf dem Weg zum
künstlichen Schauspieler ist . Computer ersetzen keinen guten Unterricht Die
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft ( GEW ) in Schleswig-Holstein warnt vor
übertriebener Computer-Euphorie an den Schulen . " Mehr Internet-Anschlüsse
machen noch keine bessere Schule " , sagte die GEW-Landesvorsitzende Rita
Wittmaack auf einer Fachtagung ihres Verbandes . Computer und Internet lösen
nicht die sozialen Probleme , mit denen sich die Schulen auseinander setzen
müssten . Selbstverständlich müssen Schüler den Umgang mit Rechnern lernen . Die
Arbeit am Computer dürfe jedoch nicht zum Selbstzweck werden , betonte Wittmaack
: " Computer und Internet müssen den Inhalten , die im Unterricht vermittelt
werden sollen , dienen und nicht umgekehrt . " Es sei möglicherweise sinnvoller
, einen Teil des Geldes , der derzeit für Geräte und Software ausgegeben würde ,
für Schulsozialarbeit und Ganztagsschulen auszugeben . Pentagon spendet Rechner
mit intakten Festplatten Das amerikanische Verteidigungsministerium will die
Festplatten von für Spenden vorgesehenen Rechnern künftig nicht mehr zerstören .
Diese in der Öffentlichkeit als " Overkill " kritisierte Vorgehensweise wurde
jetzt von offizieller Seite aufgehoben , um die Computer nicht nutzlos für
Schulen zu machen , berichtete heute Associated Press . Die Zerstörung der
Datenträger war im Januar eingeführt worden . Unbestätigten Berichten zufolge
sollen zuvor bei einigen Rechnern auf vermeintlich gelöschten Festplatten noch
Namens- und Adressdaten gefunden worden sein . Jetzt kehrt das Pentagon zur 1992
eingeführten Praxis zurück . Die sieht vor , nur als " vertraulich " eingestufte
Festplatten zu zerstören und den Rest mit einer zufälligen Bitfolge zu
überschreiben . Für die amerikanischen Schüler ist das eine in zweifacher
Hinsicht gute Nachricht : Sie bekommen nun wieder häufiger neue Rechner und
entwickeln durch den Anreiz , doch noch " geheime Daten " entdecken zu können ,
möglicherweise größeren Ehrgeiz . Boeing mit Breitband-Internet Boeing bringt
seine Flieger ins Netz . Der Flugzeugbauer will jetzt das als Connexion bekannte
System in einigen neuen Passagiermaschinen testen . Datenübertragung bei 800
km/h in 12.000 Metern Höhe ist schwierig . Die Boeing-Techniker begegnen dem
Problem mit eigens entwickelten Flugzeugantennen , die eine Satellitenverbindung
aufrecht erhalten . Die erreichte Bandbreite ist laut Boeing sogar für
Videostreaming geeignet . Als maximale Leistung gibt die Firma 5 MBit/s zum
Flieger und 1,5 MBit/s zum Satelliten an . Der Zugriff erfolgt über ein
Bordnetzwerk , so dass sich Benutzer wie gewohnt mit ihrem Laptop einklinken und
loslegen können . Leider ist der Service zu Anfang auf die Vereinigten Staaten
beschränkt ; ein Ausbau ist jedoch für alle gewinnträchtig erscheinenden Gebiete
geplant . Zwar gibt es noch keine konkreten Preisangaben , doch will Boeing mit
seinem System jährlich Einnahmen im Milliarden-Dollar-Bereich erzielen . Die
Technik ist derzeit im Testlauf bei einigen amerikanischen Fluggesellschaften .
Boeing beschränkt seine Entwicklung jedoch nicht auf seine eigenen Produkte .
Nach Pressemitteilungen benutzt ein privater Firmenjet des Typs Airbus A-340
bereits das Hochleistungsnetz . Editorial überschreitet Schmerzgrenze der
Nintendo-Fans Wie weit darf ein Editorial gehen ? In Amerika , dem Land der "
political correctness " , muss man in der Tat besonders vorsichtig sein .
Brandon Justice , Chefredakteur des Xbox-Angebots der großen Spieleseite IGN ,
lehnte sich mit einer Nazi-Analogie weit aus dem Fenster . Zu weit für die
Mehrheit der Nintendo-Jünger , denn sie stimmte für seinen Weggang . Die
Nintendo-GameCube-Fans fühlten sich als Nazis denunziert und machten ihrem Frust
im Forum Luft . " Who thinks IGN should get rid of that XBOX guy who called us
Nazis ? " titelte ein Teilnehmer seine Umfrage , bei der 65 Prozent für einen
Rausschmiss stimmten . Und er ging oder wurde gegangen , wie einige vermuten .
In seiner Abschiedsrede sagt er unter anderem : Ich glaube , dass ich dem Willen
der Leute folgen sollte . Angeblich nimmt er einen Posten in der
Spiele-Entwicklung an . Scotland Yard ermittelt gegen 1800 Pädophile Scotland
Yard ermittelt nach Angaben von ZDNet UK im bisher größten Fall von
Kinderpornographie . Ein Sprecher der Metropolitan Police sagte dem News-Dienst
, man gehe Hinweisen auf einen Internet-Pädophilenring namens " Teenboys " nach
. Ein Verdächtiger aus Süd-London wurde bereits verhaftet und befindet sich
derzeit in Polizeigewahrsam . In einer vor wenigen Tagen ausgestrahlten
Fernsehdokumentation hatte ein ehemaliges Wonderland-Mitglied berichtet , dass
sich damals nicht entdeckte Club-Zugehörige in neuen Tauschringen organisieren .
IBM-Ankündigung lässt NetObjects-Kurs in die Höhe schnellen Gegen den
allgemeinen Abwärtstrend der Technologiebörse Nasdaq hat sich der Wert der
NetObjects-Aktie beinah verdoppelt . Dieser steile Aufstieg lässt sich auf
NetObjects Ankündigung zurückführen , man habe IBM als Kunden gewonnen . Dieser
Meldung zufolge will Big Blue die NetObjects-Matrix-Technologien für künftige
Web-Projekte verwenden . Der Kurs der IBM-Tochter NetObjects stieg daraufhin von
0,59 auf 1,11 US-Dollar . Auktionen bei goBay im Beta-Test Mit goBay.de kämpft
ein weiteres Online-Auktionshaus um die Gunst der Surfer . Zurzeit läuft noch
die kostenlose Beta-Phase . Ab 23. Juli sollen die goBay-Kunden allerdings
Versteigerungsgebühren zahlen . Die Einstellgebühren für neue Auktionen sollen
laut dem Betreiber deutlich unter denen des Wettbewerbs liegen . Auch will goBay
keine Verkaufsprovision verlangen und bis zu fünf kostenlose Bilder pro Auktion
genehmigen . Natürlich ist man sich bewusst , dass die Konkurrenz bereits
etabliert ist und schreibt daher jedem neuen Benutzer zehn Mark auf ein
Mitgliedskonto gut . Sobald der Beta-Test erfolgreich abgeschlossen ist , will
man die Kunden mit weiteren Annehmlichkeiten - etwa einer eigenen goBay-Homepage
- binden . Auktionen gehören zu den beliebtesten Internetangeboten . Laut goBay
haben sich auch bereits mehrere hundert Nutzer registriert und die Zahl steige
ständig . Ein kurzer Blick in die laufenden Versteigerungen zeigte neben den
ersten privaten Einstellungen auch viele Mehrfachangebote von Gewerbetreibenden
. Kommerzielle Anbieter sollen allerdings nach Angaben von goBay demnächst einen
eigenen Bereich zugewiesen bekommen . IFA : Modulare Heimunterhaltung bei
Grundig Der Erfolg gibt modularen Systemen recht . Auch Grundig kann Erfolg gut
gebrauchen und setzt daher mit seiner Initiative Internet@TV auf das bewährte
Bausteinkonzept . Die nächste Generation ihrer Fernseher soll standardisierte
Einschubmöglichkeiten erhalten , in denen dann zum Beispiel Web-TV-Komponenten
werkeln können . Auf einer gestrigen Pre-IFA-Konferenz führte der Konzern seinen
100-Hz-Fernseher " Lenaro 92 " vor , der in schickem Edel-Design daherkommt ,
aber zusätzlich mit inneren Werten wie DVD-Player , Dolby-5.1-Sound und eben
jenen besagten Standardeinschüben für verschiedene Module glänzen kann . Für
diese Heimkinoleinwand bietet sich als Komponente in erster Linie nicht Internet
auf dem Fernseher , sondern vielmehr ein DVB-Recorder mit dicker Festplatte an ,
den Grundig natürlich auch versprochen hat . Zusammen mit der Möglichkeit ,
selbst gebrannte MP3-Compilations abzuspielen , rückt dies den angestrebten
Platz des Fernsehers als digitales Infotainment-Center in greifbare Nähe . Weil
die Zukunft drahtlos ist , wollen auch die Technikdesigner von Grundig ihren
Liebling mit möglichst wenigen Stricken anbinden und externe Boxen sowie später
zusätzliche Display-Systeme über Funk mit Ton und Daten versorgen . Die
Lenaro-Familie mit dem praktischen Baukastenprinzip soll pünktlich zur IFA in
Berlin in den Handel kommen , dann will der Hersteller auch mehr über die
geplanten Module verlauten lassen . Phantasy Star Online auch für PC PC-Besitzer
müssen künftig nicht mehr neidisch auf die Dreamcast schielen : Nach Aussagen
der Business-Newssite AsiaBizTech wird Sega sein Multiplayer-Onlinerollenspiel
Phantasy Star Online ( PSO ) für Windows-PCs und die PlayStation2 umsetzen .
Vorher gab das Sonic-Team schon eine Version für Nintendos GameCube bekannt .
Die PC-Umsetzung soll wie die ursprüngliche Dreamcast-Variante über eine
Shortcut-Kommunikation verfügen , die sich nicht nur ohne Tastatur vernünftig
bedienen lässt , sondern die auch noch automatisch in die beim jeweiligen
Spieler eingestellte Sprache übersetzt wird . Für den PC kommen zu den
bisherigen Sprachen Japanisch , Englisch , Deutsch , Spanisch und Französisch
mit Koreanisch und Chinesisch zwei weitere hinzu . Anfangs soll aus
Sicherheitsgründen die Interaktion zwischen PC- und Dreamcast-Nutzern verboten
sein . Für Segas " Traumkonsole " erhält man indes bereits die Version 2 von
Phantasy Star Online , die vor allem den berüchtigten Black Screen of Death
beheben soll . PSO hat grobe Ähnlichkeit mit der Online-Variante von Diablo ,
spielt allerdings in einer hochtechnisierten Zukunft . Der Spieler schlüpft in
die Rolle eines " Hunters " , um den Weg für die Kolonisation des Planeten Ragol
freizumachen . Versperrt wird dieser hauptsächlich von der örtlichen seltsam
aggressiven Fauna , die man mit dem Lichtsäbel , magischen Feuerbällen oder
einem Arsenal von Knarren wegräumt . i-Mode gibt Gas Der japanische
i-Mode-Dienst soll laut NTT DoCoMo im Frühjahr 2002 seine Geschwindigkeit
verdreifachen . Zusammen mit dieser Erhöhung von vorher 9,6 auf 28,8 KBit pro
Sekunde will DoCoMo die maximal herunterladbare Dateigröße von 10 auf 30 KByte
hochfahren . Immerhin startet ja am 1. Oktober auch der UMTS-Dienst der Firma ,
der auf bis zu 384 KBit/s ausgelegt ist . Der Mobilfunkbetreiber E-Plus will
voraussichtlich i-Mode ab Ende des Jahres in Deutschland anbieten . Disney
kämpft gegen AOL-ATT-Deal Disney versucht alles in seiner Macht Stehende , einen
Zusammenschluss von AOL Time Warner und AT&T zu verhindern . Nach einem Bericht
des Wall Street Journal hegt Preston Padden , der Lobbyist für Disney in
Washington , starke Befürchtungen , dass die kombinierte Firma eine zu große
Kontrolle darüber habe , was Amerika sieht , hört und liest . Er plädiert dafür
, dass im Falle einer Fusion sämtliche Inhaltsbereiche in separate Firmen
ausgegliedert oder gleich ganz verkauft werden . Zudem wäre die zusammengelegte
Firma dreimal so groß wie der nächste Mitbewerber Comcast . Die Zeitung schreibt
weiterhin unter Berufung auf gut informierte Quellen , dass Disney selbst
Übernahmegelüste habe und zusammen mit Microsoft einen beträchtlichen Betrag
investieren will . Keine der involvierten vier Firmen wollte die Situation
kommentieren . Aktion zur Rettung von R@dioMP3 R@dioMP3 , seit vergangenen
Freitag wegen Zahlungsunfähigkeit der Betreiber nicht mehr " on air " , soll
nicht sterben . Begeisterte Hörer , die sich nicht mit dem Ende des Senders
abfinden wollten , haben jetzt die Aktion " Rettet R@diomp3 " gestartet . Um den
Sender wieder zu beleben , schließen die User auch finanzielle Zuwendungen nicht
aus . Eine Umfrage an anderer Stelle zeigt , dass die Bereitschaft ,
Abo-Gebühren zu zahlen , definitiv vorhanden ist . In einem offenen Brief
sichert ein Hörer dem R@dioMP3-Betreiber MusicPlay die Unterstützung der
User-Gemeinde zu . Teilen Sie uns den Betrag mit , den jeder User monatlich
aufbringen müsste , um dem Sender das Überleben zu ermöglichen . Melden Sie sich
bitte auf Ihrer HomePage , über die Presse oder schicken Sie Ihre Vorstellungen
zu mir , damit ich sie direkt auf meiner HomePage veröffentlichen kann .
Firmensprecher Markus Ruiz , der am Aufbau des Senders beteiligt war , sieht das
allerdings noch mit einer gewissen Skepsis . " Ich kann mir nicht vorstellen ,
dass alle Leute , die jetzt ein Abo wollen , später auch bezahlen " , sagte er
im Gespräch mit heise online . Auch besorgten Hörern hat er diese Bedenken am
Wochende in einer E-Mail mitgeteilt . Gemessen an den Antworten " hätten wir
gegen 8000 T-Shirts verkaufen können " . Napster zur Schließung gezwungen Nach
einem neuen Urteil der Richterin Marilyn Hall Patel vom gestrigen Mittwoch muss
Napster seinen Dienst so lange geschlossen halten , bis kein einziges
geschütztes Lied mehr die Benutzer erreichen kann . Die Betreiber der
Tauschbörse wollen gegen das Urteil Berufung einlegen , da die neue
Filtertechnik bereits 99 Prozent der beanstandeten Songs blockiere . Dann
vergleichen die Filter diese Ergebnisse mit einer Datenbank und blockieren
verbotene Dateien . Zurzeit wird dadurch jedoch auch manchen absolut harmlosen
Liedern von unbekannten Interpreten der Weg zum Publikum verweigert . Richterin
Patel ist diese Filtertechnik aber nicht genug . Schon früher nannte sie
Napsters Maßnahmen " erbärmlich " . Wenn ein Benutzer einen Song finden könne ,
sollte das die Filter-Software ja wohl auch schaffen . Jetzt möchte sie einen
hundertprozentigen Schutz für die Musikindustrie durchsetzen . Schon vor etwa
zehn Tagen hatte Napster sein Angebot vom Netz genommen , angeblich , um neue
Filter zu installieren . Der Chef des Unternehmens Hank Barry ist " sehr stolz
darauf , was das Napster-Team in der Entwicklung der Technologie geleistet hat "
und will den bezahlten Musiktausch wie geplant im Sommer eröffnen .
Routenplanung im WAP-Web Die Faltkartenexperten bei Falk bieten schon seit
längerem einen Routenplaner im Internet an . Jetzt gibt es für Inhaber von
Mobiltelefonen zusätzlich ein schnörkelloses WAP-Frontend unter wap.falk.de -
ganz ohne Spezialfaltung ... Der kleine Bruder des Web-Angebots soll
straßengenaue Routenplanung in über 50 europäischen Ländern und aktuelle
Stauinfos rund um die Uhr auf das kleine Handy-Display bringen . Obwohl ein
DIN-A-4-Ausdruck selbstverständlich um Längen schöner und besser lesbar als eine
Wap-Seite ist , kann trotzdem nicht alles im Leben vorab geplant werden : "
Lange Planungen am heimischen PC gehören jetzt der Vergangenheit an " , meint
dazu Frank Mair , Geschäftsführer der Falk New Media GmbH . Auch für notorische
Verplaner , die sich sogar auf dem Nachhauseweg noch verfahren , ist das Angebot
recht praktisch . Wie ein kurzer Test zeigte , hat sich Falk auf alte Tugenden
besonnen und sich auf ein schlichtes Textinterface beschränkt , das sich auch
auf dem Display des Handys verwenden lässt . Das Routing gibt sich ebenfalls
kaum Blößen und fand den Weg zur heimischen Adresse des testenden Redakteurs
ohne Probleme - inklusive einer sehr akkuraten Zeitschätzung . Den
Feierabendstau in der Innenstadt sagt der Dienst zwar nicht voraus , doch dafür
erhält man die neuesten Störungswarnungen von den Autobahnen und jeweils eine
Umleitungsempfehlung . Tiscali will jeden 10. Mitarbeiter feuern Deutschland
soll von den Stellenstreichungen nicht betroffen sein . Zuletzt machte Tiscali
von sich reden , als die Firma ein großes Stück der europäischen Provider-Pizza
schluckte . Da jetzt einige Mitbewerber unter dem schützenden Rock der
italienischen Mama weilen , braucht es offensichtlich weniger Arbeitskräfte .
3DFiles.com schließt die Schotten Das Dot-Com-Sterben hat nun auch die
Downloadseite für alle digital dreidimensionalen Dinge 3DFiles.com getroffen .
Wie die Betreiber bedauernd erklären , kann die Mutter ZDnet aufgrund der
schlechten Werbelage den teuren Traffic nicht weiter finanzieren . Am Freitag ,
14. September , werden die FTP-Schotten dicht gemacht . Der freie E-Mail-Dienst
soll noch weiter bestehen . In seinem knapp vierjährigen Bestehen hatte 3DFiles
nach eigenen Angaben zunehmenden Zuspruch gefunden und am Ende über 800.000
Besucher pro Tag verzeichnen können . Die meisten davon kamen , um zu saugen ,
und so lag das tägliche Transfervolumen bei über 3 Terabyte täglich . Die
vielfachen Angebote der Fans , den Service anderweitig zu hosten , mussten nicht
zuletzt deshalb abgelehnt werden . MP3.com bietet Komfort gegen Bezahlung Auch
MP3.com surft auf der allgemeinen Bezahlwelle mit und hofft , dass seine User
künftig monatlich oder jährlich feste Gebühren für die vorher werbefinanzierten
Dienste berappen . Um ihnen das schmackhaft zu machen , werden die bisherigen
Angebote mit zusätzlichen Möglichkeiten aufgebohrt , wie eine Pressemitteilung
des Unternehmens verrät . Die Sammlung von Softwaretools soll es ermöglichen ,
die Musik überall anzuhören , auf viele portable Player zu überspielen und sogar
direkt auf eine Audio-CD zu brennen . Erweiterte Suchfunktionen für die
beträchtliche Titelsammlung bei MP3.com fehlen auch nicht . Vorstandsmitglied
Michael Robertson sagt über Plus : " Niemand will seine Musiksammlung
verschrotten , wenn er sich für einen Online-Musikdienst registriert , der
wahrscheinlich nur einen kleinen Teil seiner eigenen Kollektion bietet " . Doch
ob die Konsumenten für die Plus-Dienste 3 Dollar monatlich beziehungsweise 30
Dollar jährlich bezahlen , scheint derzeit fraglich . Für Interessierte gibt es
eine 14-tägige uneingeschränkte Probeversion von Plus . Intelligentes GPS-System
stoppt Autodiebe In Japan wird zurzeit eine Diebstahlsicherung für Pkw getestet
, die per Mobilfunk geortet und ferngesteuert werden kann . In der geplanten
nächsten Stufe soll sich der Motor eines gestohlenen Fahrzeugs in der Nähe von
Polizeistationen selbständig abschalten . Das ist vorerst noch Zukunftsmusik .
Derzeit bietet das "Tigerbox"-System von Omron Systems einen Mikrocontroller ,
sieben im Wagen verteilte Sensoren , ein abgespecktes Mobiltelefon und einen
GPS-Sensor . Es handelt sich also um bekannte Technik , denn laut einem
Firmensprecher war Kostengünstigkeit oberstes Gebot . Sollte der Wagen gestohlen
werden , erhält der Halter per Handy eine Nachricht und kann sofort
Positionsangaben anfordern und die Hupe auslösen . Die Sensoren sollen auch
Aufbrüche von Kofferraum und Türen melden . Das System leidet momentan aber noch
unter Kinderkrankheiten . So können Diebe , denen die Tigerbox ein Begriff ist ,
das Gerät mit ein paar gezielten Schlägen außer Gefecht setzen . Zudem
verschweigt Omron , wieso der Motor nicht einfach vor Fahrtbeginn abgeschaltet
wird . In Zukunft aber sollen rechtmäßige Besitzer mit multimedial aufbereiteten
GPS-Daten versorgt werden . Und schließlich möchte man möglichst viele
japanische Autos mit dem System ausrüsten . Die Nippon-Versicherungen sind
jedenfalls schon mal interessiert - nach geltendem japanischen Recht müssen sie
nämlich die Bestohlenen voll für ihren Verlust entschädigen . Kfz-Zulassung per
Mausklick Im Rems-Murr-Kreis können jetzt bundesweit zum ersten Mal Autos über
das Internet zugelassen werden . Ausgewählte Zulassungsdienste und Autohäuser
können dabei auf die Daten der Kraftfahrzeugzulassung zugreifen , sagte Landrat
Horst Lässing heute in Waiblingen . Der komplette Anmeldevorgang könne so
selbstständig online abgewickelt werden . Einer der Vorteile sei die geringere
Wartezeit . Das Verfahren wurde im Rahmen des Forschungsprojekts mobilist vom
Bundesforschungsministerium gefördert . Umgesetzt wird die
Online-Kraftfahrzeugzulassung in zwei Phasen . In der ersten , die im
Rems-Murr-Kreis umgesetzt wird , erfolge die Zulassung der Fahrzeuge durch
Händler und Zulassungsdienste , erläuterte Lässing . Sie übernehmen Arbeiten ,
die bisher von der Zulassungsstelle geleistet werden mussten . In der zweiten
Phase können auch Privatleute ihre Autos zulassen . Diese müssten erst jedoch
eine Identifizierungsmöglichkeit in Form einer digitalen Signatur haben ,
betonte der Lässing . Oracle macht (Auto-)mobil mit Wingcast Oracle steigt als
Beifahrer beim Ford-Qualcomm-Joint-Venture Wingcast ein , um Telematikdienste in
möglichst viele Autos zu bringen . Damit die Allianz ihre Konkurrenz bei General
Motors möglichst bald überholen kann , haben die Partner ein Entwicklungszentrum
in San Diego gegründet , wo sie Dienste wie mobiles Internet und Sprachsteuerung
testen und implementieren . Für den Autofahrer soll die Telematik in Verbindung
mit Internet-Technik einige Annehmlichkeiten bereithalten , zum Beispiel
Hotelbuchungen während der Fahrt , Routen- und Tankstellenplanung sowie schnelle
Hilferufe bei Unfall oder Diebstahl . Wingcast wird demnach die Datenbanksysteme
Oracle9i Application Server Wireless und Oracle9i als Backend für seine
Fahrzeugdienste verwenden . Larry Ellison verspricht sich von diesem Zug den
Einstieg in einen Markt , den er als äußerst profitabel einschätzt . Ellison
rechnet einfach : Das bringt uns auf den selben Stand . Die Partner wollen auch
das Angebot an Anwendungen erweitern : Man spricht schon von " Mobile Commerce "
und " Position Commerce " , doch etwas Konkreteres hat noch keiner der beiden
verlauten lassen . Wingcast wurde vor einem Jahr von Ford und Qualcomm gegründet
. AOL Time Warner sucht Effizienz Das Online-Geschäft von AOL Time Warner läuft
nicht ganz so gut wie erwartet . Nach einem Bericht des Wall Street Journal wird
der Medienmacher und Anbieter von Online-Zugängen nun bald einen weiteren Schub
Mitarbeiter entlassen . Schon im letzten Monat gab der Konzern zu , niedrigere
Gewinne als erwartet erwirtschaftet zu haben . Auch die Zahlen für das gesamte
Jahr seien nun vielleicht nicht mehr erreichbar , sodass künftige Entlassungen
nicht auszuschließen seien . Für diese Entlassungswelle werden mehrere hundert
AOL-Angestellte in Betracht gezogen , obwohl ein Sprecher nichts zu konkreten
Zahlen verlauten lassen wollte . Die Firma suche jedoch immer nach mehr
Effizienz , hieß es bei dem Konzern . Apotheken per SMS finden Da Betongebäude
nicht durchsichtig sind , passiert es schon mal , dass man wenige Meter an der
dringend benötigten Apotheke vorbeifährt . Dazu sendet man eine SMS mit einem
Stichwort an die Nummer 3463 ( F-I-N-D ) . In der Rückantwort erhält man
automatisch den nächsten Laden um die Ecke , kann aber auch weitere anfordern ,
die anscheinend nach Entfernung gestaffelt sind . Die Senderposition ermittelt
der Dienst über die aktuelle Funkzelle und arbeitet damit in der Stadt auf grobe
100 Meter genau . Für CityScout fallen derzeit neben den normalen SMS-Gebühren
keine weiteren Kosten an . Auch die Betriebe , die in gewisser Weise davon
profitieren , besser gefunden zu werden , müssen nicht extra zahlen , da ihre
Daten aus großen Branchenverzeichnissen eingekauft wurden . Kunden anderer Netze
bleiben außen vor , da sie von ihrem Netz den Viag-CityScout-Server nicht einmal
anwählen können . Ein Test der Funktion brachte als erstes Suchergebnis für "
notfall " die nahe des Verlags gelegene Polizeistation , nicht aber das ebenso
weit entfernte Krankenhaus aufs Display . Geringe Schäden bei Erdbeben in Taiwan
Heute morgen wurde Nord-Taiwan von einem Erdbeben der Stärke 6.2 auf der
Richterskala erschüttert . Nach ersten Berichten sind offensichtlich keine
Menschenleben zu beklagen . Ein Pressesprecher des Chipherstellers UMC
kommentierte dazu , man teste und verbessere die Präventivmaßnahmen konstant ,
und es sei durch diese Vorbereitung nur zu minimalen Störungen gekommen . Auch
die Erschütterungen vom Vorabend zogen keine Schäden im Technologiezentrum von
Hsinchu nach sich . Vor etwa zwei Jahren hatte ein schweres Erdbeben in Taiwan
rund 2000 Todesopfer gefordert und die Chip-Produktion für mehrerer Wochen
empfindlich beeinträchtigt . Taiwan ist mit einem Anteil von 80 Prozent
Weltmarktführer in der Grafikchip-Produktion . Erster in Serie gefertigter
Computer wird 50 Vor 50 Jahren wurde der erste in Serie gebaute Computer Univac
an das amerikanische Amt für Volkszählung verkauft . Die Möglichkeiten dieser
Maschine wurden der Allgemeinheit im Herbst 1952 klar , als sie den
Erdrutschsieg von Präsident Eisenhower über Stevenson durch Hochrechnungen
prophezeite . Obwohl der " Universal Automatic Computer " kompakter als sein
Prototyp Eniac war , brauchte er durch seinen Aufbau aus Röhren nicht nur eine
Halle für sich , sondern auch den Strom eines ganzen Stadtteils . Das mag nach
heutigen Verhältnissen bescheiden wirken , aber damals wurde so etwas schon "
Massenfertigung " genannt . Die Geeks von gestern prophezeiten der Menschheit
kürzere Arbeitszeiten und papierlose Büros . Immerhin war in der guten alten
Zeit ein Bug noch ein richtiges Insekt : Einer geschichtlichen Anekdote zufolge
soll die spätere Navy-Admiralin Grace Hopper in einem Rechner eine verschmorte
Motte entdeckt haben , die für einen Schaltfehler verantwortlich war . AOL und
eBay erweitern Partnerschaft eBay und AOL Time Warner erneuern ihre
Partnerschaft um weitere drei Jahre . Nach der neuen Übereinkunft soll eBay die
Möglichkeit erhalten , in den Print- und TV-Bereichen von Time Warner für seine
Auktions-Plattform zu werben . Umgekehrt darf auch AOL Werbeflächen auf den
Auktionsseiten verkaufen . Die finanziellen Details der Vereinbarung wurden
nicht genannt . Die eBay-Werbung im guten alten Fernseher , die das Unternehmen
schon testweise ausstrahlen ließ , scheint recht wirksam zu sein : Nach den
Aussagen von eBay-Sprechern generierten die Spots ein dickes Plus an Netzverkehr
zu den Versteigerungen . Freuen sollte dies vor allem die Anbieter , die in
letzter Zeit über sinkende Schlussgebote geklagt hatten . AOL auf der anderen
Seite steckt mit Amazon unter einer Decke . Raven Software entwickelt Quake IV
An alle Ego-Shooter-Fans : Fangt schon mal an , die Muni zu bunkern , denn die
Stroggs kehren im vierten Teil von Quake zurück ... Die Spielemacher aus
Wisconsin kennen sich mit den 3D-Routinen der Doom- und Quake-Engines bestens
aus , da sie diese schon für ihre düsteren Fantasy-Spiele " Heretic " und "
Hexen " sowie deren Nachfolger verwendeten . Das Wachstum von Quake IV muss sich
nämlich dem der Doom3-Grafikalgorithmen anpassen . Der Titel ist noch in einer
sehr frühen Entwicklungsphase , es gab noch keine Spielgrafiken oder Demos zu
sehen . Eventuell wird sogar ids " Doom 3 " früher fertig als die
Raven-Entwicklung . Webbrowser Opera für Linux mit Netscape-Plugins Seit heute
bietet Opera Software den alternativen Webbrowser Opera für Linux in der Version
5.05 als Technology Preview auf seinen Seiten an . In dieser Version des Release
5.05 müsse man aber mit Bugs und Abstürzen rechnen , wenn Plugins installiert
würden , hieß es bei Opera Software . Der jetzige Zustand des Programms folge
der Tradition der Offenheit gegenüber dem Internet und lade dazu ein , den
Opera-Entwicklern die Meinung zu sagen , während sich der Browser
weiterentwickele . Die Software läuft im Moment noch ausschließlich auf
x86-Maschinen , dafür sollen schon viele weitere Plugins neben Java
funktionieren . Zum Beispiel kommen die Linuxer unter den Opera-Fans nun endlich
in den Genuss von bunten und lauten Flash-Seiten - einfach das Plugin
installieren ... Opera 5 Beta 3 für Mac OS Opera 5 nimmt auch für das gute alte
Mac OS Gestalt an . Auf den Internetseiten des norwegischen Herstellers liegt
jetzt die dritte Beta zum Abholen bereit . Es sollen zwar wichtige Bugs
beseitigt worden sein , doch die wirklichen Neuerungen sind eher rar . Drei sind
es dann doch : Das Programm soll auf allen Macintosh-Versionen von 7.5.3 bis 9.2
und in der Classic-Umgebung von Mac OS X laufen . Opera hofft , dass " sich
viele User das Programm holen und dann Fehlermeldungen schicken , mit denen das
Programm sogar noch besser gemacht werden kann " . Internet-Appliances : Sony
wagt neuen Versuch Sony bietet seit heute ein Internet-Terminal mit einem
Betriebssystem von Be an . Sonys Mitbewerber waren mit vergleichbaren Konzepten
zuvor wenig erfolgreich . Doch die eigene Marktmacht und die generelle
Möglichkeit zur Vernetzung mit einigen anderen Geräten aus Sonys
Unterhaltungsabteilung sollen dem " eVilla " zum Durchbruch verhelfen . Das
Betriebssystem BeIA wird nach Sony-Angaben aus einem 24 MByte großen ROM in
einen 64 MByte umfassenden Arbeitsspeicher geladen , wo es dann auf einem mit
266 MHz getakteten Geode-Prozessor läuft . Dieser x86-kompatiblen CPU mit
Grafik-Controller steht ein " I/O Companion " zur Seite , der auch für den Sound
verantwortlich ist . Die hoch integrierte Architektur soll sekundenschnelle
Boots und niedrige Verbrauchswerte ermöglichen . Web-Inhalte stellt der Browser
Opera 4.0 auf einem 15-Zoll-Trinitron-Schirm dar , der kurzerhand um 90 Grad
gekippt wurde , um das Scrolling zu reduzieren . Daneben liegen noch ein
IMAP-Mailclient und Audioplayer im Flash-ROM bereit . Die Internet-Verbindung
wird derzeit noch über ein V.90-Modem hergestellt . Für geplante
Breitbandverbindungen gibt s einen Ethernet-Stecker . Auch einige Drucker von HP
und Epson sollen an diesem Bus zum Drucken bewegt werden können . Außerhalb der
USA lässt sich das " festverdrahtete " Internet-Angebot noch nicht nutzen . Laut
Sony arbeitet man aber daran . eVilla kostet 500 US-Dollar . Zusätzlich fallen
22 Dollar monatliche Internetgebühr beim Provider EarthLink und eventuell 50
Dollar für einen 16 MByte-Memory-Stick an , denn der Slot für die Speicher
ersetzt ein konventionelles Diskettenlaufwerk . Ansonsten ist man auf den zur
Verfügung stehenden Server-Speicherplatz angewiesen . Ob bei diesem Versuch des
" Thin Clients " wirklich alles anders kommt und genügend Käufer die umgerechnet
1000 Mark investieren , steht noch in den Sternen . Allerdings hat es Sony auch
geschafft , eine Spielkonsole mit notwendigem Zubehör zu ähnlichen Preisen gut
zu verkaufen . Wer tauscht , kauft nicht Eine aktuelle Studie der Marktforscher
von " Edison Media Research " versorgt die Musikindustrie mit Munition gegen
Musiktauschbörsen . Demnach haben fünfeinhalb Prozent der Amerikaner zwischen 16
und 40 Jahren im vergangenen Jahr keine einzige Audio-CD gekauft , dafür aber
kräftig Musik aus dem Internet gesaugt . Ziel der Studie war es , die
Auswirkungen des Web auf die rückläufigen Verkäufe der Plattenlabels zu zeigen .
Diese Zusammenhänge seien bisher in den USA nicht ausreichend untersucht worden
, sagte Larry Rosin , Präsident des Marktforschungsunternehmens bei der
Vorstellung der Studie . Gleichzeitig wollten die Autoren Erkenntnisse über die
konkreten Hörergewohnheiten der US-Amerikaner gewinnen . Dabei wurden sie nur
bedingt fündig . Zum Beispiel mit der Erkenntnis , dass Teeniestars wie Britney
Spears nicht etwa bei den 16- bis 19-jährigen , sondern den 35- bis 40-jährigen
am besten ankommen . Zellulare Unterhaltungscluster schon ab 2004 Neues von Cell
, dem " Supercomputer-on-a-chip " des Triumvirats Sony-IBM-Toshiba , die ihre
Schöpfung nach Angaben der BBC bereits 2004 produzieren wollen . Die
namensgebende Besonderheit des Systems ist sein zellularer Aufbau . Jeder
Cell-Chip kann für sich allein arbeiten oder mittels breitbandiger Verbindungen
als Teil eines Clusters fungieren . Sony-Präsident Ken Kutaragi zeigte sich
enthusiastisch ob der neuen Möglichkeiten : Erster heißer Kandidat für die
digitalen Zellen ist die nächste Generation der Sony-Konsolen mit dem Namen "
PlayStation3 " . Napster-Klon aus Korea unter juristischem Beschuss Napster
scheint im Vergleich zu seinem koreanischen Klon Soribada noch recht glimpflich
davongekommen zu sein . Dessen Betreiber haben nach Berichten der Associated
Press richtig Ärger mit der Musikindustrie bekommen . Sogar eine Haftstrafe
wurde dem Brüderpaar Yang in Aussicht gestellt . Il-Hwan und sein kleiner Bruder
Jung-Hwan , die den Peer-to-Peer-Musiktausch auf die Beine gestellt haben und
auch die Software dazu entwickelten , sollen umgerechnet etwa 43.000 Euro zahlen
. Obendrein droht ihnen ein Freiheitsentzug von bis zu fünf Jahren . Die
Geschwister sehen sich unschuldig : " Wir sind keine Verbrecher . " Sie wollten
nur ein " eigenes Napster für Südkorea " . Die Technik sei nur ein
Kommunikationsmedium , für dessen Missbrauch nicht die Erfinder zur
Verantwortung gezogen werden könnten . Il-Hwan argumentiert mit dem Telefon : "
Wenn jemand vertrauliche Informationen über das Telefon nach außen dringen lässt
, macht sich die Telefongesellschaft dann zu einem Komplizen ? " Die Yangs haben
Bae , Kim & Lee , eine große Anwaltsfirma in ihrem Heimatland , angeheuert , um
ihre Interessen vor Gericht zu vertreten . Soribada , grob übersetzt " Meer des
Klangs " soll ihrer Meinung nach die CD-Verkäufe nicht beeinträchtigen . Die
Verkaufszahlen der Plattenhersteller sind auch weiterhin steigend . Die
Audioindustrie ist da ganz anderer Ansicht . Zwar könne sie den Schaden nicht
quantifizieren , aber sie ist sich sicher , dass er irgendwo vorhanden ist . Die
Yang-Brüder überlegen nun , dem Beispiel des Vorbilds Napster zu folgen und den
Dienst in Zukunft zu verkaufen . Ihre bisherigen Finanziers waren
MP3-Player-Hersteller , die auf den Soribada-Seiten ihre Elektronik anpriesen .
Die 28- und 32-Jährigen wohnen noch bei ihren Eltern . Audio-Optimierungen für
AMD-CPUs Die Steinberg AG , Hersteller von Audiosoftware , will die gesamte
Produktpalette für AMDs Athlon-Prozessor optimieren . Schützenhilfe erhält das
Hamburger Unternehmen von AMD höchstpersönlich . Die Programme sollen zur
Laufzeit den Prozessor erkennen und die jeweils bessere Subroutine für den
jeweiligen Prozessortyp verwenden ; auf die Besonderheiten von Intels
Pentium-CPU geht die Software bereits ein . Anscheinend lohnt sich die
zusätzliche Arbeit : Laut einem Firmensprecher laufen einzelne Operationen durch
die Optimierungen auf bestimmte Prozessoren bis zu zweimal schneller als vorher
. Die Anpassung auf den Athlon soll nun nur der erste Schritt einer Allianz
zwischen AMD und Steinberg sein . Neben der Zusammenarbeit bei Forschung und
Entwicklung wollen die beiden Unternehmen in Zukunft auch bei Marketing und
Vertrieb kooperieren . Internet Explorer verzichtet auf Netscape-Plug-ins
Microsoft unterstützt in seinen neuen Browserversionen bislang keine Plug-ins in
Netscape-Bauweise mehr , sondern nur noch das eigene ActiveX-Format . Diese
Erfahrung mussten nun auch Nutzer des Internet Explorer 5.5 machen , die sich
das zweite Service Pack von den Microsoft-Servern holten . So lassen sich nach
der Installation des Pakets von Bugfixes und Updates beispielsweise keine
Quicktime-Streams mehr anschauen . Microsoft lässt hierzu in seiner Knowledge
Base unter der Kennung Q303401 verlauten , dass diese Maßnahme im neuen Design
vorgesehen sei und man bei Problemen doch den Hersteller der Plug-ins fragen
solle , ob er denn nicht eine ActiveX-Version seiner Erweiterung machen möchte .
Der Quicktime-Hersteller Apple weiß von dem Problem und will bald einen Fix
veröffentlichen . Andere Zusätze zum Browser wie Flash oder Adobes PDF-Viewer
Acrobat Reader funktionieren wie gewohnt , da deren Entwickler schon vorher ihre
Programme angepasst hatten . Nepper im Netz Das Internet wächst und bietet damit
allen Neppern , Schleppern und Bauernfängern immer mehr Nischen . Weit vor aller
Konkurrenz führen dort Internet-Auktionen mit 64 Prozent die Liste an . Oft
seien die Preise überhöht , denn der Verkäufer biete selbst mit . Oder er
verfasse eine geschickte Produktbeschreibung , die ungerechtfertigterweise auf
ein gutes Angebot schließen lasse . Auf Platz zwei folgen vermeintlich
großzügige Reiseangebote , die meist per Spam-Rundschreiben an die Leute
gebracht würden . Den nächsten Platz dieser Charts besetzt der so genannte
Identitätsdiebstahl : Die persönlichen Daten erhalte der Angreifer in der
Mehrheit der Fälle durch so genanntes social engineering - er nutzt die Dummheit
oder Naivität der Leute aus . Platz vier schließlich gehört dubiosen
Online-Investoren , während der fünfte und letzte den berüchtigten
Pyramidensystemen zusteht , die neuerdings unter dem imgageträchtigen Namen
Multi-Level-Marketing firmieren . Solche Systeme sind in Deutschland allerdings
verboten , werden aber nichtsdestotrotz immer wieder angestoßen . Microsoft hat
nichts zu verschenken Wer der reichste Mann der Welt bleiben will , der darf
nicht leichtfertig mit seinen Geld um sich werfen , das wusste schon Dagobert
Duck . Dass auch Software-Gigant Microsoft nichts zu verschenken hat , bekam
jetzt auch die wohltätige Aktion " PCs for Kids " zu spüren , als sie
Windows-Rechner mit ungültigen Lizenzen spenden wollte . Die Software-Lizenzen
auf diesen Rechnern sind für den gewerblichen Mehrbenutzerbetrieb ausgestellt
und laut Microsoft nicht für einzelne Privatkunden gültig . Eine Neuanschaffung
kommt für die finanziell schwache Organisation aber nicht in Frage , zudem
verkauft Microsoft keine Windows-95-Lizenzen mehr . In einem Pressestatement gab
PCs for Kids zu , es sei nicht legal , die PCs mit der Gewerbelizenz zu
verschenken . Doch man versuche , der nächsten Generation zu helfen , was die
Big Boys des Business anscheinend nicht einsähen . Tatsächlich bestätigte
Microsoft diese Vermutung : Sie empfahl , dass die Wohltäter " mit ihren
Spendengeldern arbeiten " sollten , um für jede Maschine eine Windows-Lizenz ,
eine CD und ein Handbuch zu erwerben . Was die Redmonder unternehmen werden ,
wenn ihre Befehle nicht befolgt werden , ist noch nicht bekannt - PCs for Kids
wird es wahrscheinlich auch nicht herausfinden wollen . " Mit Linux wäre das
nicht passiert . " Das Unix-Derivat sei jedoch für alle Beteiligten Neuland und
erfordere eine Einlernphase . Und obwohl es keine Lizenz kostet , befürchtet er
Folgekosten durch Support für die beschenkten Schulen und Einrichtungen , die
zum Großteil eine microsoftsche Frühgewöhnung erfahren haben . EMI mahnt
Anbieter von Handy-Klingeltönen ab Der Musikverlag EMI will das wild wuchernde
Angebot seiner urheberrechtlich geschützten Musikstücke als nicht-lizenziertes
Handy-Gedudel unterbinden . Vor etwa einer Woche flatterten die ersten dieser
Schreiben in die Briefkästen der Anbieter ; nach Aussagen der Rechtsabteilung
von EMI ist dieser Prozess allerdings noch nicht abgeschlossen . Man habe vorher
recherchiert , eine Liste angelegt und diese werde jetzt abgearbeitet . Die
gängige Praxis , ein Stück auf dem Keyboard nachzuspielen und auf den knappen
Handy-Speicher zu trimmen , sei eine Verunstaltung der Werke und rechtswidrig .
Zudem könne es in vielen Fällen beim Herunterladen eines Stücks durchaus zu
Beträgen deutlich über zehn Mark kommen . Einige der Angeschriebenen erklären
auf ihren Seiten , Lizenzgebühren an die GEMA abzuführen und sich in Bezug auf
die Verfremdung des Werkes für den mobilen Lautsprecher mit den Verlagen
geeinigt zu haben oder in Verhandlungen zu stehen . Laut EMI habe man aber
bisher noch keine Lizenzierung für solche Melodien herausgegeben . Der Umfang
der Abmahnungen liege im Durchschnitt bei mehr als 200 Stücken pro Website . Mit
freien Kompositionen kann man jedoch kaum ein Geschäft machen , daher werden auf
absehbare Zeit wohl einige Melodieseiten ihre Geschäfte einstellen , sollte sich
EMI durchsetzen und das Beispiel auch bei anderen Labels Schule machen . Popkomm
: Suchmaschine mit Musik Die Phonographische Wirtschaft präsentiert auf der
Popkomm ihr neues Angebot Musicline . Dort findet sich eine Datenbank voller
Song-Informationen , die nach Titel , Interpret oder Album durchsucht werden
kann sowie bunt aufbereitete News um Stars und Sternchen . " Es ist das erste
Angebot dieser Art weltweit " , sagte Peter Zombik , Geschäftsführer des
Bundesverbandes der Phonographischen Wirtschaft , auf der Musikmesse in Köln ,
wo der Service gestartet wurde . Informationen über etwa 150.000 Platten und
Videos sind laut Zombik momentan in der Datenbank vorhanden ; Musicline sei
damit die zentrale Plattform der deutschen Plattenindustrie im Internet .
Derzeit sind 121 Plattenfirmen beteiligt , die ihre Bestände und
Neuveröffentlichungen sowie Informationen über Künstler an dieses Angebot
weitergeben . Damit sei fast das gesamte in Deutschland erhältliche Musikangebot
abrufbar . In Zukunft sei auch daran gedacht , Auszüge aus Musikvideos
aufzunehmen . Musicline werde jedoch keine CDs verkaufen oder Downloads von
Musikdateien anbieten . Dafür seien Kooperationen mit Händlern geplant , so dass
Interessierte über Musicline ihre gewünschte CD suchen und finden und dann per
Link bei einem Händler bestellen oder bei einem Internetanbieter herunterladen
können . Amazon.com kämpft mit der Technik Der Netzhändler Amazon.com hat seit
Samstag mit einigen Problemen zu kämpfen . Wie auf der Website zu sehen ist ,
sind die Bereiche " zShops " und " Auctions " nicht funktionsfähig . Zudem ist
es nicht mehr möglich , direkt über Amazon Geld an Amerikas Rotes Kreuz zu
spenden . " Wir erwarten die Wiederaufnahme der Bereiche sehr bald " , heißt es
in der Entschuldigung . Dort findet sich auch ein Eingabefeld für eine
E-Mail-Adresse , falls man sich über den Zeitpunkt der Wiederherstellung
unterrichten lassen will . Alle Auktionen , deren Ende in den Ausfallzeitraum
fallen , werden um 24 Stunden verlängert . Mini-Roboter HOAP-1 stellt sich vor
Roboter schwimmen gerade ganz oben auf der Beliebtheitswelle . Anstatt jedoch
wie die Konkurrenz niedliche Mecha-Spielzeuge zu bauen , gibt Fujitsu mit seinem
humanoiden Läufer HOAP-1 ernsthaften Forschern ein Werkzeug an die Hand , mit
dem sie sich einen Großteil der Konstruktion sparen und gleich zur " Intelligenz
" übergehen können . In Japan wird der 6 Kilogramm schwere Blechzwerg , der in
der Höhe 48 Zentimeter misst , bereits verkauft . Die " Humanoid for Open
Architecture Platform " , wie das Akronym ausgeschrieben heißt , kann von sich
aus so gut wie nichts . Nur Routinen für Laufbewegungen sind schon hinterlegt .
Das ganze restliche Verhalten muss man HOAP-1 in der Sprache C erklären -
beziehungsweise seiner Entwicklungsumgebung , die ihn dann über ein
USB-1.0-Kabel steuert . Neben dem Buskabel ist er auch noch an das Stromnetz
gekettet , laut Fujitsu soll er " in der allernächsten Zukunft " auch autonom
agieren können . Damit ist es möglich , neue Funktionen erst einmal dort zu
testen , wo nichts passieren kann , anstatt einen Hunderttausend-Mark-Roboter
über die Tischkante laufen zu lassen . Sein einziges Sinnesorgan stellt im
Moment noch eine integrierte Kamera dar , über USB lassen sich jedoch weitere
Sensoren hinzufügen . Auch hat HOAP keine Hände , dieses Manko soll jedoch bald
durch ein paar Zangengreifer behoben werden , damit er seine 250 Gramm pro Arm
nicht nur halten , sondern auch festhalten kann . Die 20-Motoren-Maschine wird
morgen an der Universität von Tokyo vorgestellt . Einen Erscheinungstermin für
Europa und die USA hat Fujitsu noch nicht festgelegt . Nach der ersten deutschen
Domainstatistik , die DENIC heute in Frankfurt veröffentlichte , liegen die
neuen Bundesländer bei den Registrierungen noch hinter den alten zurück . Die
Berechnungen beziehen sich auf Zahlen vom Ende des Jahres 2000 . Demnach kommen
im Bundesdurchschnitt auf 1000 Einwohner 43 Domains . Domains in Sachsen-Anhalt
sind nach dieser Statistik ganz besonders selten : Hier kommen nur 14 Netznamen
auf 1000 Bürger . Hessen dagegen führt die Bestenliste der Flächenbundesländer
mit über 52 registrierten Domain-Namen pro 1000 Einwohner an . Der Landkreis
Daun hat im bundesweiten Vergleich die meisten Internet-Adressen pro Einwohner .
407 Domains kommen in dem rheinland-pfälzischen Landkreis auf 1000 Einwohner .
Bei den Städten führt Berlin mit insgesamt 203.000 registrierten Domain-Namen .
Schlusslicht ist Wismar mit 10 Domains . Die Daten lassen zudem auf einen Trend
zur " Privatisierung " der Domains schließen . Waren 1994 die Firmen mit drei
Vierteln führend bei der Registrierung , zeichnen sie heute nur noch für ein
Fünftel verantwortlich . Der Rest besteht fast ausschließlich aus privaten
Eignern . Die kompletten Tabellen und Karten bietet DENIC hier an .
Schadensersatz für verteiltes Rechnen Eine scheinbar harmlose Installation von
Software zum verteilten Rechnen auf Uni-Rechnern zeigte jetzt anscheinend
ungeahnte Spätfolgen für den Systemadministrator . Mehr als 18 Monate nach dem
Vorfall will die Universität in Georgia Klage gegen ihren ehemaligen
Angestellten erheben , wie OpenP2P berichtet . Die betreffende Software , eine
Client-Anwendung von distributed.net läuft nur , wenn der Rechner gerade nicht
benutzt wird . Sie hilft dann zusammen mit anderen Computern bei der Lösung
rechenintensiver wissenschaftlicher Probleme . Sobald der Bildschirmschoner
startet , schaltet sie sich ein . Als verantwortungsvoller Administrator durfte
David McOwen nach Ansicht der Universität die Programme nicht einfach ohne
Genehmigung auf die von ihm betreuten Rechner aufspielen . Nachdem die
Uni-Verwaltung ihn aufforderte , den Job aufzugeben , tat er dies auch . Womit
McOwen jedoch kaum gerechnet haben dürfte , ist die Schadenersatzforderung
seiner früheren Brötchengeber , die jetzt für jede Sekunde , die das Programm
Bandbreite der Universität nutzte , 59 Cents haben wollen . Nach ihren
Berechnungen kommen sie damit auf fast 416.000 US-Dollar . McOwens Anwalt
befürchtet , dass die Gegenseite zusätzlich Argumente der Computerkriminalität
anführen wird , was seinem Mandanten sogar eine Gefängnisstrafe einbringen
könnte - für eine Aktion , die eigentlich der Wissenschaft helfen sollte .
Allerdings wird wohl auch in solchen Fällen nichts so heiß gegessen , wie es
gekocht wird . Dies zeigt ein ähnlicher Fall , in dem das FBI eine Suchmeldung
herausgab , weil ein Mitarbeiter einer Telefongesellschaft eine Idle-Software
aufspielte . Sicherheitsexperten kritisieren Wegwerf-Handy Die US-Firma Hop-On
Wireless will im Oktober ein Wegwerf-Handy auf den Markt bringen , gegen das
Sicherheitsexperten nach den Terroranschlägen auf die USA schwere Bedenken
äußern . Das Telefon wird mit einer Stunde Gesprächsguthaben erworben und nach
Gebrach weggeworfen oder irgendwann einmal recycled . In dieser Vorgehensweise
liegt das Problem : Abhörgenehmigungen gelten in den USA derzeit für ein
bestimmtes Gerät und nicht für einen Verdächtigen . Nach Berichten von CNet
sieht unter anderem das FBI daher eine Bedrohung in den kleinen grauen Kästen .
Solche Telefone seien einer der Gründe , warum man der Durchsetzung der Gesetze
mehr Macht verleihen wolle . Das gegenwärtige Recht sei nutzlos gegen Verbrecher
, die diese Art der Wegwerfkommunikation nutzen . Die Firma verteidigt sich ,
indem sie auf Telefonkarten an öffentlichen Telefonzellen hinweist . Außerdem
arbeiten ihre Telefone nur in den USA , sodass sich internationale
Terroristenringe ein anderes Verständigungsmedium suchen müssten . Im übrigen
werde jeder Anruf in eine Log-Liste eingetragen . Die Zielgruppe für Hop-On
Wireless sind auch gar keine finsteren Verbrecher , sondern arme Leute , die für
30 US-Dollar einfach ein Telefon in Notfällen zur Hand wissen wollen , oder der
Urlauber , der die teure mobile Kommunikationszentrale zu Hause auf dem
Nachttisch hat liegen lassen . Es gibt nur zwei Knöpfe , einen für 's Anrufen
und den anderen zum Auflegen . Die Nummer spricht man einer serverseitigen
Spracherkennung ins Mikrofon . Für Autofahrer gibt es einen Ohrstecker mit
Mini-Mikro . Kleine Roboter lernen räumliches Sehen Roboter sind dumm und nehmen
ihre Umgebung in der Regel nur zweidimensional wahr . Zumindest für letzteres
Problem hat das private Forschungszentrum Informationstechnik ( GMD ) nach
eigenen Angaben jetzt eine Lösung gefunden . Die Forscher verwenden einen
2D-Laserscanner , der die Umgebung horizontal abtastet und aus den Reflektionen
eine " Bild-Scheibe " errechnet . Diese Abtasteinrichtung verlieh bisherigen
autonomen Maschinen einen zweidimensonalen Eindruck ihrer Umgebung . Doch die
GMD-Spezialisten wollen eine Dimension mehr . Deshalb lassen sie das Laserauge
mittels eines Servomotors um 90° Grad nicken , damit es viele Bild-Scheiben
produziert , aus denen ein Programm dann das dreidimensionale Abbild des Raums
zusammensetzt . Damit können Roboter Objekte im Nahbereich ab einer Größe von
5x5x5 Zentimetern erkennen und in Echtzeit darauf reagieren . Damit auch die
späteren Betreiber der Roboter anschauliche Daten erhalten , schießt eine
USB-Kamera Bilder des Hintergrunds , aus denen Texturen erstellt werden können .
Als Betriebssystem kommt RT Linux zum Einsatz , das einen interessanten Ansatz
verfolgt : Ein schlanker Echtzeitkernel lässt ein abgespecktes Linux als Prozess
niedrigster Priorität laufen , sodass die Echtzeitanforderungen ebenso wie ein
gewisser Komfort durch die Linux-Bibliotheken erreicht werden . Freischaltung
der .info-Domains verschoben Die öffentliche Freischaltung der von ICANN
abgesegneten Top Level Domain .info wird verschoben . Afilias , der
Datenbankbetreiber für die neue TLD , begründet die Verschiebung mit den
Terroranschlägen in den USA . Obendrein sei es durch die Ereignisse zu
Verzögerungen bei Überweisungen benötigter Beträge gekommen . " Anstatt den
Leuten jetzt permanent Feuer unterm Hintern zu machen und vielleicht trotzdem
die Deadline zu verpassen , hielten wir es für fairer , den Termin zu
verschieben " , kommentierte das Marketing von Afilias . Das neue
Erscheinungsdatum für die erste TLD nach " .com " , die ohne Einschränkungen
registriert werden kann , soll jedoch eingehalten werden . Online-Petitionen
gegen Krieg Nach dem Terror in den USA hat Präsident Bush einen Kreuzzug
angekündigt und der Welt droht ein weiterer Krieg . Das Netz als virtueller
Kontaktraum hatte sich schnell mit den Opfern solidarisiert , und nun werden in
Web-Petitionen Unterschriften gesammelt , um dem Frieden eine Chance zu geben .
So kursieren kettenbriefartige E-Mail-Sendungen mit Friedensbotschaften , die
den Empfänger auffordern , seinen Namen an die Nachricht anzuhängen und diese an
den US-Präsidenten , seine Frau , den Vizepräsident und auch dessen Frau zu
schicken . Wer E-Mail-Adressen anderer Politiker kennt , soll auch ihnen die
Botschaft senden . Zusätzlich sind alle friedliebenden Empfänger des Schreibens
aufgerufen , sich auf diversen Websites einzutragen . Außerdem könne man auch
Kofi Annan bei den Vereinten Nationen über seine Gesinnung unterrichten . Der
Webserver des Europäischen Parlaments nimmt vollautomatisch Petitionsanträge
entgegen , die später von zuständigen Personen geprüft werden sollen . Mehr
Meinungen zur schleichenden Kriegsangst bietet die deutsche Seite
Friedenskooperative , wo auch Ansprechpartner und konkrete Tipps zur politischen
Stimmungsmache gegeben werden . Der dort publizierte Text gefiel den
Globalisierungsgegnern des ATTAC-Netzwerks so gut , dass sie ihn kurzerhand als
Einleitung für ihre Unterschriftenaktion in den Friedensdienst nahmen . Eine
etwas kürzere Abhandlung vor der Eintragung bietet eine weitere deutsche
Friedenspetition , die sich in einem offenen Brief an Präsident Bush richtet .
www.kein-krieg.de macht auf den ersten Blick klar , worum es dem Betreiber geht
, obwohl er textlich an einigen Stellen über das Ziel hinausschießt . Natürlich
sind nicht nur die Deutschen friedliebend , auch Amerikaner springen über ihren
patriotischen Schatten und überlegen sich , dass ein Krieg den Vereinigten
Staaten vielleicht nicht die erhoffte Lösung schaffen kann . Besonders viel
Tumult herrscht auf www.thepetitionsite.com , wo zu Stoßzeiten die Einträge im
Fünfsekundentakt durchrattern . Weniger geschäftig geht es auf den ungezählten
Privatpetitionen zu , während sich manche einfach generell für Liebe , Frieden
und Einheit aussprechen . Aus Angst vor weiteren Anschlägen und aus Anteilnahme
sammeln zwei Münchner unter dem Motto Nein zum Oktoberfest 2001 Unterschriften .
Sie wollen die Verantwortlichen der Stadt München dazu bewegen , das Volksfest
abzusagen . Sie finden : PCs für die HiFi-Anlage Standard-PCs in Einheitsgrau
passen einfach nicht zur schicken Wohnzimmeranlage . In Zeiten von MP3 ist das
fast ein wenig schade . Abhilfe kommt jetzt von Hewlett-Packard und Compaq . Die
Hersteller haben jeweils PCs mit Fernbedienung und den Abmessungen
konventioneller HiFi-Komponenten vorgestellt , die demnächst den US-Markt
erobern sollen . Beiden Geräten gemeinsam sind die eingebaute Festplatte und die
Möglichkeit zur Internetanbindung . Bei Hewlett-Packards Digital Entertainment
Center soll übers Internet sogar Video-Streaming auf den Fernseher möglich sein
. Das Digital Entertainment Center soll pünktlich zum lukrativen
Weihnachtsgeschäft für etwa 1000 US-Dollar in den Regalen stehen . Der
Konkurrent aus dem Hause Compaq , das iPaq Music Center , ist dagegen schon für
den 15. Juli avisiert . Video-Streaming gibt s dort zwar nicht , dafür verfügt
das Music Center über einen CD-Wechsler . Bei MP3-Scheiben muss man also fast
gar nicht mehr vom Sofa aufstehen . Zukunft des Netguide-Portals unsicher Das
Suchportal Netguide wird die anstehende Fusion von Focus Digital und der
Tomorrow Internet AG allem Anschein nach nicht an einem Stück überleben . Eine
schon produzierte Werbekampagne mit dem Fußballer Mehmet Scholl wird nach
Angaben des Branchendiensts Kress Report nun nicht mehr ausgestrahlt werden .
Die Suchfunktionen des ehemals groß angekündigten Portals sollen in den anderen
Web-Präsenzen weiterhin ihren Dienst tun . Wie das konkret aussehen soll , steht
derzeit aber noch nicht fest . Wie aus unternehmensnahen Kreisen zu erfahren war
, haben die Vermutungen des Kress Report durchaus Hand und Fuß . Danach sei der
Ausbau von Netguide zum breitenwirksamen Web-Angebot nach dem Zusammenschluss
der beiden Medienunternehmen nicht mehr nötig , da das Angebot der beiden
Partner auch so flächenwirksam genug sei . Offizielle Netguide-Sprecher
verwiesen jedoch auf eine Pressemitteilung in den nächsten Tagen : Alles sei
noch im Umbruch und man werde dann " koordiniert " an die Öffentlichkeit gehen ,
wenn man intern die Marschrichtung festgelegt habe . Cola kaufen mit dem
i-Mode-Handy i-Mode , der japanische Cousin unseres WAP , erhält am 3. September
eine Erweiterung mit Namen " CMode " . Coca-Cola , um genau zu sein . Der
Hersteller der koffeinierten braunen Brause hat sich mit dem Telefonkonzern NTT
und einem weiteren Partner zusammengeschlossen , um die vernetzten
Getränkeautomaten zu entwickeln . Nach Angaben von NTT verfügt ein CMode-Apparat
nicht nur über eine mechanische Getränkeausgabe , sondern ist zusätzlich auch
mit einem Rechner mit Bildschirm , Drucker , Lautsprecher und einem Sensor für
Strichcodes ausgestattet . Auf dem Bildschirm können vorher auf NTTs Website
registrierte Benutzer Bildchen und Klingeltöne für ihr i-Mode-Mobiltelefon
kaufen . Der Drucker gibt Gutscheine oder Straßenkarten der Umgebung aus und
über die Lautsprecher kann die jugendlichen Zielgruppe beispielsweise vor dem
Download in die Klingeltöne hereinhören - als " Content " , der unter anderem
von Sega geliefert werden soll , sind aber auch interaktive Spiele denkbar . Der
Strichcode-Sensor kombiniert in einer ganz eigenen Art und Weise alte und neue
Techniken : Dann zieht man das Display durch den Automaten und das Geschäft ist
komplett . Bezahlt wird über den bekannten Münzschlitz , doch dank der neuen
Technik kann man jetzt auch ein Cola-Konto anlegen . In das könnte man jetzt
sein halbes Taschengeld einwerfen und den Rest des Monats bargeldlos Content und
Cola kaufen . Auch an ein Treuepunktesystem wurde gedacht . Je nach Menge der
gekauften Softdrinks und CMode-Inhalte erhält der Kunde Bonuspunkte , die er
wieder in Softdrinks und CMode-Inhalte investieren kann . Diese werden
hauptsächlich in Shibuya aufgestellt , da dieser Stadtteil Tokyos nach
NTT-Forschungen die meisten i-Mode-bewaffneten Jugendlichen bieten kann . ASP
für benachteiligte Bürger Houstons Wie die Tageszeitung USA Today berichtete ,
begann das Projekt am Montag in drei sozial benachteiligten Stadtteilen . Ziel
ist es , die " digitale Kluft " zu überwinden , indem Armen und Minderheiten die
Chance gegeben wird , E-Mail und Internet zu nutzen . Laut Houstons
Bürgermeister Lee Brown ist es für die Überbrückung der viel zitierten Kluft "
zwingend notwendig " , dass auch die weniger reichen Bürger über die
Möglichkeiten eines Mailkontos und " elektronischer Bewerbungen " verfügen
könnten . Da die gebotenen Dienste von jedem Internet-fähigen Rechner genutzt
werden können , stellt die Stadt zu diesem Zweck in ihren Büchereien und
Behörden mehr als 1000 Computer frei zur Verfügung . Die Behörden rechnen damit
, dass die Leute " Schlange stehen werden " , um ihren Account zu erhalten .
Satelliten-Handys für alle Das Satellitenkommunikationssystem Thuraya will nach
erfolgreichem Testbetrieb zahlenden Kunden ab Juli seine Dienst anbieten .
Preisgünstige Satellitentelefonie rückt damit in greifbare Nähe . Das System
stützt sich auf einen einzigen Satelliten , der in einer geosynchronen
Umlaufbahn in 36.000 Kilometer Höhe " steht " und bis zu 13.750 gleichzeitige
Gespräche " in guter Sprachqualität " gestattet . Das Zentrum der Abdeckung
liegt im arabischen Raum , dem Sitz von Thuraya Communications . Doch auch der
größte Teil von Europa und weite Teile Afrikas liegen in Reichweite . Kunden
benötigen ein spezielles Thuraya-Handheld , das wenig größer als ein normales
Handy ist , aber nicht nur GSM mit Datendiensten bis 9,6 KBit/s , sondern auch
GPS und natürlich Satellitentelefonie zu bieten hat . Ein WAP-Browser soll
später folgen . Der ganze Spaß soll laut Firmensprechern unter 600 US-Dollar
kosten . Aufgrund der schlechten Verfügbarkeit der Hardware muss man jedoch in
Europa mit etwa 1300 Euro rechnen . Endgültige Verbindungsgebühren stehen noch
nicht fest , denn bei der Gestaltung wollen die örtlichen Behörden noch ein Wort
mitreden . Die Anbieter planen aber , einen Großkundenpreis von circa 50 Cents
pro Minute einzuführen . Laut Thuraya dürften die durchschnittlichen Preise
zwischen 1 und 2 Dollar liegen . Dazu kommen noch eine monatliche Grundgebühr
und eine Einrichtungspauschale . In Deutschland gibt es noch keinen
Thuraya-Anbieter , doch die GPS GmbH will aus dem europäischen Ausland Handsets
und Prepaid-Karten importieren . Die Nachteile des Systems sollen hier nicht
verschwiegen werden . Da wäre als Erstes die Verfügbarkeit des Dienstes . Sollte
der einzige Thuraya-Satellit ausfallen , gehen Monate ins Land , bis ein
Reservesatellit in die Umlaufbahn geschossen werden kann . Außerdem entsteht
durch die lange Übertragungsstrecke eine spürbare Verzögerung in
Telefongesprächen . Für den Sahara-Touristen ist es aber allemal interessant ;
in den Ballungszentren steht ja auch noch das GSM-Netz zur Verfügung . HP soll
rückwirkend CD-Brenner-Abgabe entrichten Der Computer-Hersteller Hewlett-Packard
soll rückwirkend zum 1. Februar 1998 Urheberrechtsabgaben auf sämtliche
verkauften CD-Brenner bezahlen . Das hat heute das Landgericht Stuttgart in
einer Teilentscheidung verkündet . Dem Urteil war eine zäher Streit um die
Rechtmäßigkeit der Abgabe vorausgegangen . HP wird im Urteil dazu aufgefordert ,
über die Zahl der seit 1998 verkauften CD-Brenner Auskunft zu geben . Allerdings
wollte sich das Gericht auf die Höhe der Urheberrechtsabgabe noch nicht
festlegen . Hans-Jochen Lückefett , Geschäftsführer der deutschen
HP-Niederlassung , zeigte sich im Anschluss vom Urteil enttäuscht und kündigte
Berufung an : Diese Entwicklung ist bereits voll im Gange und unumkehrbar .
Netguide Light lebt in anderen Portalen weiter Die " Findmaschine " Netguide
wird abgespeckt und in die Angebote der Fusion von Focus Digital und Tomorrow
Internet einfließen . Dies bestätigte heute die Focus Digital AG . Die
redaktionell betreuten Inhalte und Katalogfunktionen stehen dann zum Beispiel
den Websites von TV Spielfilm oder Max zur Verfügung . " Im Zuge der Fusion mit
der Tomorrow Internet AG wird dieses Ziel bereits zu einem wesentlichen Teil
erreicht sein . " Damit bestätigte Bueroße die Vermutungen hinsichtlich der
Zukunft seiner Suchmaschine . Da nach dem Zusammenschluss schon genug Portale
vorhanden sind , soll Netguide nicht zu einem weiteren aufgebaut werden , dafür
aber seine neuen Geschwister unterstützen . Laut Firmenaussagen wird sie zu
einer " Light-Version " werden . Der Fokus des von der Focus Digital AG
entwickelten Angebots soll ab jetzt auf der Technik liegen ; es gebe schon
einige Firmen , die Interesse am gesamten Paket gezeigt hätten . Der schlechte
Werbemarkt bedingt , dass die Chefetage " um Rationalisierungen nicht
herumkommen wird " . Über kurz oder lang müssen wohl einige Netguides ihre
Schreibtische räumen . Auch innerhalb der restlichen Büros ist viel Stühlerücken
angesagt . Die Tomorrow Focus AG gründet für ihre einzelnen Geschäftsbereiche
eigenständige Firmen , so etwa für die Kern-Geschäftsbereiche Portal-Business ,
Online-Vermarktung , Technik und " Mobile Internet/Bewegtbild " . Namen stehen
noch nicht fest , bisher sind nur Arbeitstitel wie " Portal GmbH " bekannt .
Präventive Crash-Maßnahmen in Autos Das Auto der Zukunft , wie es unter anderem
von Mercedes gesehen wird , verfügt über ein umfangreiches Sensorset , mit dem
es Gefahren erkennen und Gegenmaßnahmen wie Gurtstraffung und Vollbremsung
einleiten kann . In einer späteren Ausbaustufe soll der Autopilot fürs Automobil
dem Fahrer komplett die Lenkung aus der Hand nehmen können . So hat etwa
Daimler-Chrysler das System " Pre-Safe " auf der IAA vorgestellt , das die "
relativ lange Zeitspanne zwischen Erkennen eines Unfalls und dem eigentlichen
Crash " für sinnvolle Vorbereitungen nutzt . Für ein besseres Bild der Umgebung
sollen ein Radar , Infrarotaugen und Ultraschallohren sorgen . Das Fahrverhalten
wird am Gestell des Wagens bemessen und die Passagiere sollen zwecks Ermittlung
ihres Durchschlagverhaltens in ihren Sitzen gewogen werden . Für den Worst Case
registrieren elektrische Nerven in der Blechhaut die Wucht des Aufpralls . Die
Beurteilung dieser Wahrnehmungen nimmt ein Mikroprozessor vor , der danach die
Schwere des Unfalls berechnet und Schutzmaßnahmen ergreift . Die Sitze werden in
eine aufrechte Position gebracht , alle Gurte gestrafft , diverse Pufferzonen
klemmen die Insassen ein oder bilden zusätzliche Knautschzonen . Das Fahrzeug
wird höher gelegt und schließt selbstständig sein Sonnendach , damit selbst bei
einem Überschlag niemand abhanden kommt . Sobald das Schlimmste überstanden ist
, schaltet der Mercedes seine Warnblinkanlage ein und ruft den Rettungsdienst an
, sofern der Fahrer dazu nicht mehr in der Lage ist . Auch wenn es nicht so arg
kommt , soll das System den Fahrer in schwierigen Situationen mit Warnleuchten
auf den Grenzbereich des Fahrzeugs hinweisen . Derzeit schweigt sich die Firma
über Preis , Einführung und Einzelheiten noch aus . " Fernziel " von
Daimler-Chrysler ist das denkende Auto , das um Hindernisse herumsteuern kann .
Da die meisten Unfälle durch Unaufmerksamkeit passieren , erhoffen sich die
Autobauer einen signifikanten Rückgang der Unfälle . Was die Hersteller hindert
, ihre Pläne umzusetzen , sind die Wünsche der Fahrer . Wer will sich schon von
einem Computer den Lenker in Extremsituationen aus der Hand nehmen lassen ? Bis
zu 1500 Maxtor-Mitarbeitern droht die Entlassung Beim Festplattenhersteller
Maxtor drohen bis zu 1500 Entlassungen , das wären 14 Prozent der gesamten
Belegschaft . Nach US-Medienberichten ist dies ein Teil der Restrukturierung im
Zuge der Fusion mit dem Festplattengeschäft von Quantum . Jetzt sollen 700 bis
800 Belegschaftsmitglieder in Singapur ihre Arbeit verlieren und auch in den
Vereinigten Staaten müssen ebenso viele Maxtor-Mitarbeiter in den nächsten sechs
Monaten um ihre Stelle fürchten . Schon im April wurden mit derselben Begründung
nach Reuters-Angaben 570 Mitarbeiter vor die Tür gesetzt . Ein Firmensprecher
rechtfertigt das Vorgehen des Managements gegenüber Reuters mit dem schwachen
PC-Markt und den durch den Quantum-Aufkauf verfügbaren Möglichkeiten zur
Kosteneinsparung . Außerdem sei die Nachfrage nach Festplatten in diesem Quartal
niedriger als erwartet . Quicktime jetzt als ActiveX-Control Quicktime ist seit
neuestem auch als ActiveX-Control verfügbar . Hersteller Apple reagierte mit
dieser Umsetzung auf Microsofts neue Taktik , keine Plug-ins nach Netscape-Art
mehr zu unterstützen . Der Videoplayer war vorher so ein Plug-in und
funktionierte daher nicht mehr mit den Microsoft-Browser-Versionen 5.5 Service
Pack 2 und 6 . Das neue ActiveX-Modul ist von Apple signiert und meldet sich in
einem standardmäßig eingestellten Internet Explorer , sobald Quicktime auf einer
Website verlangt wird . Sicherheitsbewusste User , die in ihren
Explorer-Einstellungen die Installation von ActiveX-Controls deaktiviert haben ,
erhalten das Control nicht durch die Installation des Players . Am einfachsten
kommen sie an das Programm , indem auch sie kurz ihre Sicherheitseinstellungen
ändern . MP3.com wegen " viraler " Copyrightverletzung verklagt Gegen den
Internet-Musikdienstleister MP3.com wurde erneut Klage wegen Copyrightverletzung
eingereicht . Die Kläger wollen Schadenersatz für " virale
Copyright-Verletzungen " bei etwa 1000 Songs . Mit " viral " meinen sie , dass
die Umwandlung in das MP3-Format , das die Firma bei jedem Lied vornimmt , eine
Beihilfe zur Urheberrechtsverletzung bei den immer noch nicht ausgerotteten
Musiktauschbörsen im Netz ist . MP3.com bietet mit my.mp3.com einen Service an ,
bei dem sich Anwender die Songs einer CD , die sie besitzen , als MP3-Dateien
für ihren eigenen Account bei MP3.com freischalten lassen können - ohne die
MP3-Dateien selbst erstellen zu müssen . Dadurch habe sich MP3.com die
Urheberrechtsverletzungen durch die Tauschbörsen befördert , so nun
offensichtlich der Vorwurf der Künstler . Ein Analyst von Webnoize fand dann
auch die passenden Worte für das Vorgehen der Kläger : Die Internet-Firma hatte
schon mehrmals Probleme mit dem Dienst MyMP3 , bei dem sich registrierte Nutzer
eine komprimierte Online-Plattensammlung zusammenstellen können . Einstweilige
Verfügung gegen Musicline Eine Schweizer Firma konnte mit Hilfe ihres Anwalts
eine einstweilige Verfügung gegen die Phononet-Tochter erwirken . Die Seite ist
weiterhin mit ihrem gewohnten Funktionsumfang zu erreichen , nur der strittige
Name wurde vorläufig in " Music????.de " umgewandelt . Sprecher von Phononet
kommentierten , man sei zuversichtlich , den Namen nach dem Gerichtstermin in 14
Tagen wieder verwenden zu können . Immerhin habe man ihn beim deutschen
Patentamt eintragen lassen und niemand habe Widerspruch eingelegt . Im Internet
sei die Lage in Hinsicht auf Namen jedoch komplizierter und berge ein "
Restrisiko " . Unter der Adresse www.musicline.de weist ein kurzer Text auf die
rechtliche Auseinandersetzung hin und leitet den Browser auf die Ausweichadresse
um . Der Dienst war zur Popkomm vorgestellt worden und kann auf die breite
Unterstützung der Plattenindustrie zählen . TopText ahmt Smart-Tag-Technik nach
Dieses Programm fügt zusätzliche Werbelinks in die mit dem Internet Explorer
angezeigten Seiten ein . Nun wird die Software nach den Beschwerden der
entrüsteten Nutzer nicht mehr per default mit aufgespielt , biedert sich jedoch
immer noch mit der Versprechung an , es sei " ein Browser-Plug-in , das dem
Internet Explorer relevante Quick Links gibt " . Was relevant ist , entscheidet
die Herstellerfirma eZula auf Basis komplexer Vergleiche , wer denn das meiste
Geld für ein derart gesponsortes Wort zahlt . Nach Berichten von
Searchenginewatch verlange die Firma zwischen einem halben und einem US-Dollar
pro durchgestelltem Klick . Um auch wirklich sicherzustellen , dass möglichst
viele IE-Surfer auf die leuchtfarbenen Links klicken , kann man sie erst gar
nicht abstellen . An diesem Punkt hatte Microsoft vorher mit seinen Smart Tags
Mitleid für Web-Autoren gezeigt und die " Orientierungshilfen " abgeschaltet .
So eine Schwäche gibt sich eZula nicht , doch kann man in den
Softwareeinstellungen von Windows den kleinen Störenfried auch problemlos wieder
loswerden : Dort steht er als " TopText " in der Liste . " Own the net ! "
verspricht eZula seinen Partnern auf seiner Homepage , doch mit der Abdeckung in
Deutschland hapert es noch etwas . " Geld machen zu Hause " brachte etwa keinen
der gelben Würmer unter die Worte , während " credit card " gleich in vielen
Variationen Ergebnisse lieferte ( siehe Bild ) . Für Smart-Tag-Fans hierzulande
gibt es aber mit dem " Goodi Consumer Interest Assistant " eine Alternative ,
die sogar über den Komfort eines Aus-Schalters verfügt . Wer einen Text schreibt
, weiß , warum er hier einen Link setzt und da keinen . eZula fährt zwar das
Argument auf , die User könnten sich ihr Internet ansehen , wie sie es für
richtig halten , doch ist verständlicherweise kein Seitenbetreiber darüber
begeistert , wenn seine Werke als Werbemedium missbraucht werden . Und
vielleicht ist er oder sie ja gerade stolz darauf , keine Werbung auf den Seiten
zu haben . eZula gibt diesen Leuten auch keine Möglichkeit einer serverseitigen
Deaktivierung der fragwürdigen Dienstleistung . Die Debatte ist nicht erst mit
den Smart Tags angetreten worden . Schon vorher tauchten Kreationen wie "
QuickClick " oder " zBubbles " auf und meist recht schnell wieder unter .
Diesmal hat der Ansatz jedoch mit KaZaA ein attraktives Trägermedium , um in die
Webansicht der Explorer-Nutzer einzugreifen . Und die stellen die Mehrheit der
Surfer ... VoiceStream lässt Kasse von Hutchison Whampoa klingeln Hutchison
hatte sich somit indirekt vor Ablauf der Sperrfrist am 1. September von Teilen
seines Telekom-Bestands getrennt . Der Handel wurde über die Deutsche Bank
abgewickelt und bereitete vor allem dem Finanzinstitut einen starken
Imageverlust . Die T-Aktie war daraufhin ins Trudeln geraten .
Frontpage-Probleme bei Strato Strato hat Probleme mit den Frontpage-Extensions .
Mit dem Frontpage-Befehl " Web öffnen " konnte man zeitweise auf verschiedene
Domains ohne Passwort zugreifen , deren Betreiber bei Strato das Paket " Premium
NT " erworben hatten . Der Anbieter bestätigte dies auch seinen Kunden gegenüber
an der Hotline . Auf Anfrage bestritt ein Sprecher der Konzernmutter Teles AG
gegenüber heise online , dass es sich um ein generelles Problem bei den Kunden
von " Premium NT " gehandelt habe ; es seien nur wenige Domains betroffen .
Strato habe schon vor fünf Tagen von dem Problem erfahren und arbeite bereits an
der Behebung des Problems . Er könne aber nicht bestätigen , dass die
Sicherheitslücke schon geschlossen sei . Städteführer im Lokalbetrieb &
Sehenswürdigkeiten am Telefon WAP ist jetzt schon überholt - es lebe das Web .
Dieser Ansicht ist die Firma Stadtmagazin.com , die auf der IFA ihre Ideen für
interaktive Stadtplaner vorstellt . Da die neue Generation der mobilen Geräte
meist mit HTML keine Probleme hat , verzichtet sie auf ein WAP-Textinterface in
ihren Städteführern und passt einfach die Seitenbreite und Dateigrößen auf die
Bedingungen unterwegs an . Unter der Adresse www.locality.de/mobil finden sich
die Links zu den Städten Hamburg , Dresden , Berlin , Köln , München und
Washington . Die Hauptstadt der USA passt geografisch zwar nicht ganz zu den
anderen , liegt aber auf geschäftlicher Ebene nahe , da die Redaktion von
Stadtmagazin.com mit der amerikanischen Touristikfirma BeyondGuide
zusammenarbeitet . Da die Redaktion eher " visionär eingestellt " als technisch
potent sei , helfen noch andere Partner mit , um eine sinnvolle Fusion von
Vision und Funktion auf der IFA präsentieren zu können . So soll es mit den viel
beschworenen Location Based Services in Zukunft die Regel sein , von einer
lokalisierten Startseite aus die Stadt zu erkunden . Steht man in Berlin am
Brandenburger Tor , versorgt einen das Display mit Informationen über das
Bauwerk und alle lohnenden Ziele in der Umgebung mit Kartenkoordinaten , die der
Pläneproduzent Wenninger AG liefert . Heute muss man sich noch selbst zum
Brandenburger Tor durchklicken . Die Unterstützung aus Übersee , BeyondGuide ,
sorgt für die Audio-Untermalung . Das Unternehmen hat ein System in petto , das
Touristen an ihrem Mobiltelefon Geschichten über Sehenswürdigkeiten erzählen
kann . Dazu erkennt eine Sprachsoftware Wörter wie " Ford's Theater " und
liefert " eine dreiminütige Zusammenfassung zum Attentat auf Abraham Lincoln
inklusive akustischer Untermalung wie z. B. dem Knallen des Schusses ,
entsetzten Schreien und der Opernmusik " an den Anrufer . Zu beachten ist , dass
neben den zehn US-Dollar für 48 Stunden Zugriff auf den Service auch die
normalen Gesprächsgebühren anfallen . Für Deutschland ist noch kein genaues
Kostenmodell bekannt , soll aber in den nächsten Tagen mit den
Kooperationspartnern entschieden werden . FreeDrive nicht mehr kostenlos Das
Angebot des Internet-Speicherplatzanbieters FreeDrive ist nicht länger kostenlos
. Mit dem heutigen Tag werden die alten TestDrive-Accounts in neue Angebote mit
null Megabyte Speicher konvertiert . Damit reiht sich FreeDrive in die lange
Reihe der Feinde des Kostenlos-Kults ein . Mit null Speicherplatz der neuen
freien Accounts ist es nur noch möglich , zu schon vorhandenen
Sharing-Verzeichnissen auf dem Server zu verlinken . Eigene Dateien finden
keinen Platz . Wer schnell ist , schafft es vielleicht , seine Sachen zu retten
, indem er auf das " SmartDrive " umsteigt , für dessen 65 MByte monatlich etwa
fünf US-Dollar anfallen . Es bedeutet nun Freiheit , weil man von jedem Ort mit
Internetzugang seine Daten sichten kann . Sogar mobile Geräte wie Palms erlauben
den Zugang . Dateiversand per SMS Die deutsche Firma Ubicom.de hat mit dem
SMS!Filemaster eine Software im Programm , die nach eigenen Angaben den
Datenversand in klitzekleinen SMS-Päckchen erlaubt . Besonders geeignet für
diese kuriose Art des Datentransfers sollen " kleinere Files wie Anwendungen ,
Klang- oder Bilddateien " sein . Um das " Handy als Modem " zu verwenden ,
beziehungsweise einen Netzbetreiber mit massivem SMS-Versand glücklich zu machen
, verbindet man zuerst einmal das Mobiltelefon seriell mit einem PC . Dann lässt
man die Software Kleinholz aus einer erwählten Datei machen und die Brösel
einzeln als Short Message versenden . Die Empfängerseite , die genauso
ausgestattet zu sein hat , liest jede eingegangene Nachricht und löscht sie
sofort darauf , um Platz zu machen für die vielen , die da noch kommen . Hier
ahnt man bereits , dass die Sache bei größeren Dateien nicht ganz billig wird :
126 Zeichen SMS kosten bis zu vierzig Pfennig . Dafür könnte man auch einen
Expresskurier per Concorde mit einer gebrannten CD auf die Reise schicken .
Senator fordert Aufklärung über Hack auf Stromnetzbetreiber Ein kalifornischer
Senator fordert von den Kraftwerksbetreibern des Bundesstaats detaillierte
Informationen über ihre Anti-Hacking-Maßnahmen . Wie die Nachrichtenagentur
Reuters berichtet , fürchtet Senator Tom McClintock nach einem Hack beim
Stromnetzbetreiber Independent System Operator ( ISO ) um die nationale
Sicherheit und pocht bei ISO auf eine umfassende Schwächenanalyse , die zeigen
soll , warum der Einbruch stattfinden konnte . Außerdem verlangt er konkrete
Pläne für Gegenmaßnahmen . McClintock warnt weiter , dass Angriffe auf das
ohnehin schon stark strapazierte Stromnetz ganz Kalifornien paralysieren könnten
. Das FBI ermittelt derzeit gegen die Angreifer , die nach derzeitigen
Erkenntnissen zwischen dem 25. April und dem 11. Mai 2001 Zugang zu einem
Rechner der ISO hatten . Ausgerechnet in diesen Zeitraum fallen auch die
rotierenden Unterbrechungen in der Stromversorgung . Der geknackte ISO-Computer
wurde nach Angaben des Betreibers nur für Softwaretests verwendet , so dass die
Stromversorgung zu keiner Zeit in Gefahr gewesen sei . Auch die Stromausfälle
stünden in keinerlei Verbindung zu diesem Sicherheitsleck . Einige Experten
behaupten jedoch , dass die Einbrecher nah an sicherheitsrelevanten Systemteilen
waren und die Stromzufuhr zumindest in Teilen hätten unterbrechen können . Das
FBI zumindest glaubt über Spuren zu verfügen , die auf einen Angreifer aus China
hindeuten , doch aufgrund der Anonymität des Netzes könnte das auch eine ganz
falsche Spur sein . PCs for Kids : Microsoft lässt mit sich reden Heute haben
sich Microsoft-Vertreter mit PCs for Kids in Melbourne an den Verhandlungstisch
gesetzt . Gegenstand der Verhandlungen sind die Windows-Lizenzen , die für die
gespendeten PCs notwendig sind - die Lizenzen , die PCs for Kids mit den
Rechnern erhalten hat , hielt der Software-Konzern bislang für ungültig .
Anscheinend besinnt sich der Softwarekonzern nun auf alte Werte : Immerhin
verdanken die Produkte aus Redmond einen nicht unerheblichen Teil ihres Erfolgs
dem Umstand , dass sie großzügig an Ausbildungseinrichtungen verteilt wurden .
Colin Bayes , der Gründer der wohltätigen Organisation , freute sich : Endlich
sind auch dringend benötigte Windows-95-Lizenzen gespendet worden , was es Bayes
und seinen Leuten ermöglicht , das Schenken in begrenztem Rahmen wieder
aufzunehmen . Die 50 Softwarepakete stammen allerdings nicht - wie man vermuten
möchte - von Microsoft , sondern von einem anonymen Spender . PCs for Kids hat
dazu eine " Software Bank " gegründet , wo die gesuchten Betriebssysteme DOS
6.22 , Windows 3.11 und Windows 95 gesammelt werden . Linux kommt für die
Australier nach vorheriger Prüfung bislang zumindest nicht in Frage . Michael
Jackson bringt am 29. Oktober nach sechs Jahren Pop-Abstinenz das von seinen
verbliebenen Verehrern sehnlich erwartete neue Album heraus - und es ist
kopiergeschützt . Dies berichten zumindest einige Online-Medien und heizen den
Gerüchtekessel weiter an . Die Platte mit Namen " Invincible " ( Unbesiegbar )
wird von Sony Music vertrieben , die mit Key2Audio einen Kopierschutz in petto
haben . Letztendlich ist es den meisten Rippern wohl ziemlich egal , da sie
Key2Audio längst im Griff zu haben scheinen . Die Sorge um den Schutz scheint
von Promotion-CDs zu kommen , die mit Key2Audio ausgestattet waren . Damit
wollte man verhindern , dass Michaels Werke sich vor ihrem offiziellen
Erscheinen im Untergrund verbreiten . Beim kommerziellen Release wird diese
Hürde aber angeblich nicht eingebaut sein , was für Sony auch die jetzt erlebten
Empörungsschreie nahelegen dürften . Europäische Airlines starten
Online-Reisebüro Das Joint Venture wird unter dem Namen Opodo firmieren .
Giovanni Bisignani , der frühere Chef von Alitalia , sagte am Dienstag in London
: Opodo , das im Winter dieses Jahres mit dem Verkauf von Tickets beginnt und im
Laufe des kommenden Jahres mit eigenen Homepages in allen europäischen Ländern
voll funktionsfähig sein will , wird von den Fluggesellschaften Aer Lingus , Air
France , Alitalia , Austrian Airlines , British Airways , Finnair , Iberia , KLM
und Lufthansa getragen . Bisignani machte keine Angaben über die Investitionen .
Apple springt auf AMDs HyperTransport-Zug auf AMDs HyperTransport-Spezifikation
, die als internes Busprotokoll vor allem die Datenübertragungsleistung zwischen
Onboard-Chips steigern soll , erhält mit Apple einen weiteren wichtigen
Unterstützer . Der Computerhersteller tritt zusammen mit dem
Netzwerkhardware-Produzenten PMC-Sierra dem HyperTransport-Technologiekonsortium
bei . Dort befinden sie sich in der illustren Gesellschaft von API Networks ,
Cisco , NVidia , Sun , Transmeta und natürlich AMD . Die glorreichen Acht wollen
mit dieser Organisation die Entwicklung der HyperTransport-Technik voran und vor
allem in den Markt treiben . " Apple ist sehr froh , sich als einer der Führer
am HyperTransport-Konsortium zu beteiligen " , trumpfte Jon Rubinstein von der
Apple-Hardware-Abteilung auf . Die Technik habe ein " großartiges Potenzial für
die Zukunft " . AMDs Erzfeind Intel hat zwar mit 3GIO ein leistungsfähiges
Konkurrenzsystem angekündigt , allerdings gibt es darüber noch keine genaueren
Informationen . AMD hingegen hat bereits die ersten HyperTransport-Chips in
Silizium gegossen . IBM liefert Server für Terra Lycos IBM und Terra Lycos , die
Internet-Tochter des spanischen Telecom-Konzerns Telefonica , verkündeten heute
eine zweijährige Zusammenarbeit . Die strategische Partnerschaft umfasst nach
IBM-Aussagen Beträge im zweistelligen Millionen-Dollar-Bereich und soll die
Kosten beim Vertragspartner wesentlich senken . Der Gemischtwaren-Laden unter
den " Global Players " liefert seine Server der p- und x-Serie mit AIX , Linux
und Windows NT , seine Software - darunter Informix , Websphere und Lotus Notes
- und auch seine Werbung an Terra Lycos . Im Marketingbereich will man sich
ebenfalls näher kommen und nebenbei in den IBM-Laboren im sonnigen Kalifornien
an neuen Technologien schrauben . IBM schnappte sich den Deal vor Compaq und Sun
und wurde von Terra Lycos den Konkurrenten als " einziger Technologie-Partner "
vorgezogen . Vivendi Universal setzt auf Kopierschutz bei CDs Nach
US-Medienberichten will Vivendi Universal auf vielen neuen CDs einen
Kopierschutz durchsetzen : Ab dem vierten Quartal sollen dann magere Zeiten für
Raubkopierer anbrechen . Die Musikgesellschaft ließ nichts Genaues zu Titeln und
Menge verlauten , aber unter ihren Vertragsmusikern befinden sich Berühmtheiten
wie Eminem oder U2 . Auch die Technik wird im Moment lieber noch geheim gehalten
- wohl , um den Ehrgeiz der Cracker nicht schon jetzt anzustacheln . Dem
Musikerlebnis der Kunden soll " nichts im Wege stehen " , meinte ein
Vivendi-Sprecher . Leider zeigt die Erfahrung , dass dies nur für den
Standard-CD-Spieler im HiFi-Rack gilt . Viele andere Geräte wie DVD-Player ,
Spielekonsolen und Laufwerke für PCs und Macs konnten bisherige kopierbehinderte
Scheiben teilweise nur unzulänglich lesen . Der Grund dafür ist die Taktik
vieler Schutzmechanismen , den Table-Of-Content ( TOC ) , wie er nach dem
Redbook-Standard für Audio-CDs eigentlich aussehen müsste , gründlich zu
versauen . Die Musikindustrie sieht die Hintergründe der rückläufigen
Plattenverkäufe in der viel zu einfachen Reproduzierbarkeit der Inhalte und
vermutet in den Reihen ihrer braven Käufer eine Menge
Vervielfältigungsverbrecher . Nicht nur Vivendi glaubt die Rettung in der
unkopierbaren CD . So hat etwa Sony eine Promotion-Single von Michael Jackson
nur mit Kopierschutz an die Radiostationen gegeben und auch AOL Time Warner
sowie BMG sind längst in der Testphase für ihre eigene Schutztaktik . Ob sich
die Verkaufskurve tatsächlich mit derlei Mechanismen wieder zurechtbiegen lässt
oder die Verlage vielmehr ihre Kunden durch Fehlfunktionen verprellen , wird die
Zukunft zeigen . Gyro-Controller für den Gamecube Der Fernbedienungsforscher und
-hersteller Gyration arbeitet in Zukunft mit Nintendo zusammen . Wie die Firma
bekannt gab , hat sich Nintendo bei Gyration eingekauft und darf nun in der
Entwicklungsabteilung ein Wörtchen mitreden . Ein bewegungs- und
neigungssensitiver Controller für Nintendos brüllbunten Spielewürfel steht in
Aussicht . Gyration baut drahtlose Fernbedienungen , die unter anderem für
Präsentationen zum Einsatz kommen . Die gyroskopischen Sensoren darin sind nach
eigenen Aussagen um ein Vielfaches empfindlicher als die gängigen
Beschleunigungsfühler . Für zukünftige Spiele könnte das zum Beispiel heißen ,
dass man eine Controller-Scheibe in der Hand hält , die dieselbe Lage wie ihr
UFO-Pendant im Gamecube-Spiel hat , und die jede Bewegung und Neigung der
Scheibe sofort auf das Modell überträgt . Outdoor-Rechner mit Funk-Display Unter
anderem soll das umgerechnet rund 6200 Mark teure Gerät bei der Polizei zum
Einsatz kommen . Der " ProNote AirFG " ist nach Herstellerangaben
widerstandsfähig gegen extreme Umwelteinflüsse und übersteht schwere Stöße
unbeschadet . Der unabhängige Touchscreen ist per Funk mit dem Rechner verbunden
. Die beiden Komponenten kommunizieren über drahtloses Ethernet nach 802.11b
über eine Entfernung von bis zu 50 Metern . Die " PC-Unit " wiegt nur 920 Gramm
und lässt sich einfach am Gürtel befestigen . Der 8,4-Zoll-Touchscreen ist mit
698 Gramm ebenfalls recht leicht . Zudem sind beide Baugruppen staub- und
spritzwassergeschützt . Die Ausstattung ist für den Mobilbetrieb ausreichend :
Ein Intel PIII mit 300 MHz , 64 MB SD-RAM , 5 GB Festplatte , je ein
Lithium-Ionen-Akku , die üblichen Schnittstellen und ein transflektives Display
, das man auch bei Sonnenschein lesen kann . Die Akkus versorgen Rechner und
Display vier bzw. fünf Stunden lang mit Strom . Die eingeschaltete
Hintergrundbeleuchtung verkürzt die Laufzeit des Touchscreen um die Hälfte . Für
den Schreibtisch gibt es eine Docking-Station , damit man auch einen normalen
Bildschirm und eine PS/2-Tastatur verwenden kann . Als Betriebssystem hat man
die Wahl zwischen Windows 98 , NT und 2000 . Der Verkauf in Europa ist für das
Jahresende vorgesehen , bis dahin muss die deutsche Polizei unterwegs mit dem
Handy vorlieb nehmen . Furcht vor Datensammlern im interaktiven Fernsehen
US-Verbraucherschützer beschuldigen in einem jetzt vorgelegten Bericht namhafte
Unternehmen , interaktives Fernsehen zum Ausspionieren der Zuschauer
missbrauchen zu wollen . In seinem Report äußert das Center for Digital
Democracy ernsthafte Datenschutzbedenken . Einige großen Unternehmen der Branche
, darunter AT&T , Procter&Gamble , Rupert Murdochs News Corporation , Microsoft
und Liberty Media , ein Unternehmen , das bereits große Teile des deutschen
Telekom-Kabelnetzes erworben hat , entwickelten zurzeit neue Techniken und
Verfahren , die das Benutzerverhalten analysieren . Ziel sei es , Daten en masse
zu sammeln . Von solchen Benutzerprofilen verspricht sich die Werbeindustrie
eine bessere Kanalisierung ihrer Botschaften . Personalisierte Werbung soll
zielgerichtet nur noch jene Adressaten erreichen , die tatsächlich als
potenzielle Käufer infrage kommen . So müssen Familien mit Kindern künftig keine
Sportwagenreklame mehr über sich ergehen lassen , sondern werden
zielgruppengerecht auf die Vorzüge eines Kombis hingewiesen . In den USA laufen
zurzeit die ersten Feldversuche für Techniken , mit denen Daten der
Fernsehzuschauer ausgewertet werden können . Die Verbraucherschützer argwöhnen
nun , dass hierdurch Konsumenten massiv beeinflusst werden . David Burke ,
Direktor der Organisation " Whitedot " , sagte dazu unter anderem : Das Gerät
wird Ihnen etwas zeigen , die Reaktionen verfolgen und Ihnen dann etwas anderes
vorführen . Auto , Motor und T-Online Die Motor Presse Stuttgart und T-Online
wollen mit dem neu gegründeten Unternehmen Auto T-Online ein Portal für alle
Autofahrer im Internet eröffnen . Wie die Verlagsgruppe und der Online-Dienst
heute verlauten ließen , soll Interessierten alles zum Thema " Auto und
Mobilität " geboten werden , ähnlich dem jetzigen Autouniversum der Motor Presse
. Das Gemeinschaftsunternehmen Auto T-Online , an dem T-Online mit 51 Prozent
die Mehrheit hält , hat seinen Firmensitz in Stuttgart . Die Internetpräsenz
wird exklusiv bei T-Online zu finden sein ; " starke Marken " , allen voran auto
motor und sport , sollen dafür sorgen , dass sie von den Surfern auch
(auf-)gesucht wird . Neben redaktionell aufbereiteten Texten stehen auch "
interaktive Inhalte " und ein Webshop auf dem Programm ; auch der
Gebrauchtwagenmarkt inklusive Suchfunktion fehlt nicht . Bevor das geschehen
kann , muss allerdings das Kartellamt noch sein Jawort geben . Webbrowser
Mozilla 1.0 möglicherweise erst 2002 ( Update ) Grund für diese Vermutung vieler
Berichterstatter sind die vielen Bugs , die sich anscheinend so schnell
vermehren , wie sie getötet werden - wenn nicht gar schneller . Ursprünglich
sollte die große Eins schon im April fertig sein . Doch wurde sie später auf
Ende 2001 verschoben . Für Anfang September ist der Release des Milestone 0.9.4
vorgesehen und im Oktober soll dann die Version 0.9.5 freigegeben werden . Der
Beobachter bei Mozillaquest glaubt jedoch nicht daran . Seiner Meinung nach ist
es eine unrealistische Einschätzung , da die Programmfehler derart zahlreich
seien und zudem mit jedem neuen Feature weitere Gesellschaft erhielten .
Außerdem sei das Speichermanagement immer noch zu schlampig . Der
Seitenbetreiber und alleinige Autor der umstrittenen MozillaQuest-Seite Mike
Angelo ist allerdings als heftiger Kritiker der Software bekannt . Vivendi
Universal wegen Streaming verklagt Vivendi Universal hat vor kurzer Zeit ihren
MP3.com-Klon Farmclub.com eröffnet . Wie zuverlässige US-Medien nun berichten ,
wurden sie von einigen Musikverlagen verklagt , da diese der Meinung waren , die
Verwertungsrechte erstrecken sich nicht auf den Online-Vertrieb . Das Urteil
enthielt nicht die Höhe einer eventuellen Schadenersatzzahlung , doch die
Verlage spekulierten auf bis zu 150.000 US-Dollar . Ironie des Schicksals :
Vivendi hatte MP3.com aus den selben Gründen verklagt , die nun zur vorläufigen
Schließung des Farmclub-Streamings geführt haben . Die Universal Music Group ist
sich keiner Schuld bewusst . Napster schließt ältere Client-Versionen aus Seit
heute blockiert die Musik-Tauschbörse Napster alle Client-Versionen vor 10.3 ,
weil diese nicht über die neuen Filtermechanismen verfügen . Nach früheren
Angaben von Napster sei in der neuen Version eine Technik integriert , die es
ermögliche , genau jene Dateien zu blockieren , deren Tausch per
Gerichtsbeschluss verboten sei . Die neuen Clients filtern Musik nach so
genannten digitalen Fingerabdrücken : Für jede MP3-Datei wird aus den Klangdaten
ein Abdruck erzeugt und mit einer schwarzen Liste auf dem Napster-Server
verglichen . Glaubt der Filter , ein geschütztes Lied zu erkennen , kann diese
Datei nicht über den Dienst getauscht werden . Wie ein kurzer Test ergab , sank
die Zahl der verfügbaren Songs bei der Tauschbörse nach der Blockierung älterer
Client-Versionen zuerst auf etwa 1600 , was den Dienst vorerst praktisch
unbrauchbar macht . Die Maßnahme ist Teil der Bemühungen , den strengen Auflagen
des Gerichtsbeschlusses nachzukommen , nach dem Napster den Tausch
urheberrechtlich geschützter Werke unterbinden muss . Die Web-Analysten von
Webnoize sehen in der Napster-Maßnahme einen weiteren Nagel zum Sarg des ehemals
hochbeliebten Dienstes . Nach ihren Beobachtungen sanken die durchschnittlich
angebotenen Songs pro User von 220 auf etwa 1,5 Stücke . Die Benutzer ziehen
ihrerseits Konsequenzen und wandern zu konkurrierenden Tauschdiensten ab . Yahoo
will Internet-Werbung regionalisieren Yahoo will seine Besucher mit auf ihre
Region abgestimmter Werbung beglücken . Als Gehilfen holt sich die Portalsite
den Netz- und Load-Balancing-Experten Akamai ins Boot , der mit " EdgeScape "
über die Technik verfügen soll , IP-Adressen relativ genau geografischen
Regionen zuzuordnen . Die Werbetreibenden sind im Moment längst nicht mehr so
spendabel wie zu den Hochzeiten des Dot.Com-Rausches . Deshalb hofft man bei
Yahoo , mittels speziell auf die Region des einzelnen Kunden abgestimmter
Reklame endlich eine lohnende Werbemaßnahme anzubieten . Nach Ansicht der
Marketiers wird für den Endkunden damit natürlich alles besser : Endlich bekommt
er Werbung , die ihn richtig interessiert , und das für Produkte , die er um die
Ecke kaufen kann . Doch der Umworbene stellt sich vielleicht eher die Frage nach
seiner Privatsphäre : Hier will Akamai ihn mit dem Versprechen beruhigen , dass
die EdgeScape-Datenbank den Datenschutz nicht kompromittiert . Die Zielerfassung
für das Werbebombardement soll laut Akamai zu etwa 98 Prozent genau arbeiten .
Schwierigkeiten hat das System allerdings mit proprietären Diensten , die ein
etwas eigenes Handling ihres IP-Adressenpools vornehmen , also etwa wie AOL
allen Nutzern IP-Adressen aus dem IP-Netz der US-Gesellschaft zuweisen . Dell
flirtet mit AMD Schon im Mai behaupteten Analysten , Dell habe bereits einen
Vertrag bei AMD unterschrieben . Jetzt startet der bisherige
Intel-Only-Computerhersteller eine Umfrage , die vorherige Spekulationen zu
bestätigen scheint . Der Name verrät schon , worum es geht : Vor allem der
Konsumentenmarkt scheint angepeilt , denn eine Frage lautet sinngemäß : " Würden
Sie bei ansonsten identischer Ausstattung einen 1-GHz-Recher mit AMD Athlon CPU
für 1049 US-Dollar oder einen mit Intel Pentium 3 für 1099 US-Dollar kaufen ? "
Der kränkelnde PC-Consumer-Markt treibt offensichtlich auch Dell zu
Einsparungsüberlegungen . Das Ende der langjährigen Monogamie mit Intel scheint
bei Dell also in Sicht . Gebrauchte mit Stern aus dem Netz Der Stuttgarter
Autokonzern DaimlerChrysler startet am Mittwoch den Verkauf von Gebrauchtwagen
über das Internet . Die Mercedes-Benz-Fahrzeuge können online ausgesucht und
bestellt werden , teilte DaimlerChrysler am heutigen Dienstag mit . " Einen
Preisvorteil im Vergleich zu den Händlern gibt es nicht " , sagte ein Sprecher .
Der Vorzug liege vor allem in der Bequemlichkeit . DaimlerChrysler will keine
Prognosen über Verkaufszahlen per Direktvertrieb abgeben . " Wir können das
Potenzial noch nicht einschätzen " , sagte der Sprecher . Das Unternehmen sei
der erste Autohersteller , der den kompletten Kaufvorgang per Internet abwickelt
. Der gewünschte Mercedes-Benz wird acht Tage nach der Bestellung ausgeliefert .
Bei den Autos handelt es sich um Jahreswagen und zurückgenommene
Flottenfahrzeuge wie zum Beispiel Mietwagen . Ein Online-Verkauf von Neuwagen
sei zunächst nicht geplant . Suchen konnte man die gebrauchten Sterne auch
vorher schon auf der Mercedes-Seite , nur bestellen musste man sie gesondert . "
Computercops " ermitteln in digitalen Milieus In Sachsen-Anhalt gehen künftig "
Computercops " auf Verbrecherjagd . An allen sechs Polizeidirektionen nehmen
demnächst je zwei Computerexperten ihre Arbeit auf , um gegen die wachsende
Computer- und Internetkriminalität vorzugehen , teilte Innenminister Manfred
Püchel ( SPD ) mit . Aufgabe der Spezialisten ist es , bei Verdacht auf
Straftaten zum Beispiel beschlagnahmte Festplatten , Disketten oder Handys zu
analysieren . Bisher gab es für derartige Aufgaben lediglich fünf Fachleute im
Landeskriminalamt ( LKA ) . Die Computerkriminalität sowie der Missbrauch
anderer Kommunikationstechniken haben laut Püchel stark zugenommen . 1992 habe
das LKA 17 derartige Fälle bearbeitet , im vergangenen Jahr 465 . Als Beispiele
nannte der Minister gegenüber dpa Kinderpornografie , den Vertrieb
rechtsextremistischer Propaganda und Musik oder die Prostitution . Den
flächendeckenden Einsatz spezieller " Computercops " gibt es laut Püchel bisher
nur in Bayern und Niedersachsen . Die Auswertung von Computerfestplatten oder
Handys dauert oft Wochen oder sogar Monate . Obwohl die Daten heute im Gegensatz
zum früher beschlagnahmten Aktenschrank ergiebigere Spuren hervorbringen können
, ist es bis dahin oft ein steiniger Weg , den nur digital Bewanderte vernünftig
gehen können . Die mit solchen Aufgaben betrauten Polizeibeamten sollen daher
über " umfangreiche Kenntnisse aus dem Bereich der Informationstechnologien "
verfügen . Die Polizisten , die jetzt die neuen Ermittlerteams bilden sollen ,
werden beim Bundeskriminalamt , anderen Bundesbehörden und bei IT-Firmen
geschult . Von ihrer Ausbildung her sind sie Kriminalbeamte oder Ingenieure .
Die Technik an ihren Arbeitsplätzen kostet jeweils rund 50.000 Mark . Kein Aqua
für Mozilla Apple ist recht eigen mit seiner neuen Aqua-Oberfläche , wie sie in
Mac OS X zum Einsatz kommt . Eric Yang wollte mit seinem Projekt Aqua Mozilla
die Oberfläche des freien Browsers an Apples Aqua-Look anpassen , aber das wurde
ihm nun von Apple untersagt . Er wollte " einen Browser , der gut unter Mac OS X
arbeitet und wie Aqua aussieht " . Doch Apple kontaktierte Yangs Arbeitgeber und
zwang ihn damit , sein Projekt der Portierung von Aqua auf andere Systeme
aufzugeben . " Apple macht es seinen Entwicklern nicht leicht " , klagt Yang auf
seiner Website . Serverseitiger Ausschluss von Werbeblockern " In Zeiten von
ISDN und DSL dürften die echten Gründe für das Unterdrücken von Werbung wirklich
der Vergangenheit angehören ! " meint die Firma . Für den Hersteller der adKey
genannten Serversoftware ist der Grund für den Erfolg von Produkten wie
Webwasher in langsamen Modemverbindungen zu suchen . Daher sieht sie inzwischen
anscheinend keine Rechtfertigung mehr dafür , seine Augen und seinen Verstand
vor aggressiv animierten Gifs und ihren noch grausameren Nachfolgern , den
Flash-Bannern , zu schützen . " Einige Surfer möchten Werbung einfach
ausschalten " , hat mediaBeam erkannt . Doch sei das nur kurzfristig eine gute
Idee , denn dem Anbieter gehen auf lange Sicht die Einnahmen durch Bannerklicks
durch die Lappen . Wie die Software die verhassten Werbefilter erkennt , ist ein
per Gebrauchsmuster geschütztes Firmengeheimnis . Doch in ihrem Kampf , die
Werbung auf den Schirm und in das Hirn des Surfers zu schieben , konnten sie
bereits einen ersten Erfolg erringen : DirectBox , der eigene Freemailer in der
Art von Web.de oder GMX , versagt Werbeverweigerern den Dienst . Auch wer keine
Bilder anzeigt , bleibt außen vor . Die Software prüft also anscheinend , ob die
Bannerbilder übertragen wurden . " Liebes Adressbuch ... " T-Mobil/D1 , die
Mobilfunktochter der Telekom , will ab dem 1. Oktober einen Dienst namens
EasyGate einführen . Wie das Unternehmen berichtet , können die Mobilfunk-Kunden
dann auf dem T-Mobil-Server 150 Namen mit jeweils vier Nummern speichern und per
Kurzwahl und Spracherkennung antelefonieren . Damit soll in Zukunft das "
lästige Suchen " im Handy-Adressbuch entfallen . Der Mobilnutzer wählt einfach
die Nummer 2500 an und erzählt den Namen des Gesprächs- oder
T-Mobil-Service-Partners . Zu Letzteren gehören neben den hauseigenen Diensten
auch einige Versandhändler . Die Verbindungsnummer 2500 ist übrigens nicht
kostenlos , es fallen die von D1 zu D1 üblichen Kosten an . Vorsicht ist für
Wenigtelefonierer geboten : Nach drei Monaten ohne Zugriff wird das Adressbuch
gelöscht . Online-Einkauf immer beliebter Der Einkaufsbummel im Internet wird
auch in Deutschland immer beliebter : Mittlerweile belegen die bundesdeutschen
Online-Käufer im weltweiten Vergleich den zweiten Platz nach den USA , teilt die
Postbank in Bonn unter Berufung auf das Marktforschungsunternehmen Taylor Nelson
Sofres mit . Noch im vergangenen Jahr habe Deutschland auf Platz fünf gelegen .
Während hierzulande 28 Prozent der Internet-Nutzer auch online einkauften ,
seien es in den USA 33 Prozent . Wenig Interesse am Online-Shopping zeigen
offenbar die Franzosen : Hier bestellen nur 12 Prozent der Internet-Nutzer Waren
online . Gekauft werden den Angaben zufolge besonders Bücher , CDs ,
Elektroartikel und Kleidung . Am häufigsten wird in der Altersgruppe zwischen 30
und 39 Jahren im Netz eingekauft . Magere sieben Prozent sind es bei den unter
20-Jährigen , aber die haben ja auch meist noch keine eigene Kreditkarte .
Digitale Identität : Microsoft erwägt Beitritt zu Liberty Alliance Microsoft .
Die Liberty Alliance wurde erst vor wenigen Tagen gegründet und steht eigentlich
in Konkurrenz zu Microsofts eigenem Verfahren Passport . Beide Ansätze wollen
dem Nutzer die Möglichkeit geben , sich ein einziges Mal bei unterschiedlichen
Internet-Diensten anzumelden und nicht bei jedem Einkauf oder anderem Angebot
extra . Passport war aufgrund seines zentralistischen Ansatzes in die Kritik der
Kartellwächter geraten . Sun und einige Partner haben vorgeschlagen , dass
Microsoft der Allianz beitritt und Passport zu einer Untermenge eines neuen
digitalen ID-Standards macht . Diese Idee hat man nicht vergessen : " Wenn sie
es ernst meinen , dann ist dies eine Chance für eine Zusammenarbeit " , sagte
ein Sprecher des Microsoft-Marketings . " Ich sehe es nicht als Konkurrenz an .
" Analysten vermuten in diesem Zug den Versuch , die Verbraucher davon zu
überzeugen , dass Microsoft auch auf offene Lösungen setzt und nicht nur seine
eigenen Monopole baut . Cassiopeia mit Embedded Windows CE ( Update ) Im Vorfeld
der PC Expo hat Casio den Cassiopeia Pocket Manager BE-300 vorgestellt . Dabei
handelt es sich nicht etwa um einen Pocket PC , sondern um die Casio-eigene
Plattform BE-300 , die mit Embedded Windows CE 3.0 läuft . Ähnlichkeiten mit den
Cassiopeia Pocket PCs sind dennoch vorhanden . Der digitale Assistent hat eine
166-MHz-CPU von NEC . Das Gerät hat außerdem einen CompactFlash-Slot . Mit dem
Preis von 300 US-Dollar zielt der japanische Hersteller auf das
Consumer-Marktsegment ab - dieser Bereich wird immer noch vor allem deshalb von
den Palm-OS-PDAs beherrscht , weil viele andere PDAs unter anderem teurer sind .
Neben den Pocket PCs hat Casio allerdings schon länger eine preisgünstige
PDA-Reihe mit eigenem Betriebssystem im Programm . Die Pocket Viewer kosten ab
270 Mark und haben alles , was man von einem PDA erwartet . Nun kommt mit dem
Cassiopeia Pocket Manager BE-300 eine dritte Plattform dazu . Google findet
Bilder Die beliebte Suchmaschine Google bietet ab sofort einen Bildersuchdienst
unter images.google.com an . Ein erster Test des noch in der Beta-Phase
befindlichen Dienstes brachte bereits gute Resultate : Es werden nicht wie
üblich Links auf Websites angezeigt , sondern Thumbnails der gefundenen Bilder .
Die Seitenbetreiber müssen aber keine Angst haben , dass die entsprechenden
Bilder aus dem Kontext gerissen werden : Ein Klick auf das kleine Bild zeigt das
Original auch in seinem HTML-Umfeld . Wer den neuen Dienst testen will , muss
seine Google-Spracheinstellungen vorerst noch auf Englisch stellen . Ansonsten
führt die Suchmaschine bislang nur die Standardabfrage durch . SAP kauft weitere
Anteile von Commerce One Das teilte die SAP AG heute in Walldorf mit .
Unternehmensangaben zufolge erhält SAP einen Sitz im Aufsichtsrat des
amerikanischen Internet-Software-Spezialisten . Bundestag verabschiedet sich vom
Rabattgesetz Das Rabattgesetz fällt . Nach dem Beschluss des Bundestages am
Freitag werden Preise auch in Deutschland demnächst frei aushandelbar sein . Die
Zustimmung des Bundesrates in zwei Wochen wird allgemein erwartet . Wie auf
einem orientalischen Basar wird es in Deutschland aber wohl auch künftig nicht
zugehen , denn die Wettbewerbsgesetze gelten weiter . Unlautere Werbung ,
Preisabsprachen und Dumpingangebote bleiben verboten . Die Gewinnmargen im
Einzelhandel seien zudem bisher schon zu gering , als dass mit größeren
Preissenkungen zu rechnen sei , machen Handelsverbände geltend . Und dass in
deutschen Supermärkten die Kunden nach dem Wochenendeinkauf an der Kasse
langwierig über Preise verhandeln , ist nicht zu erwarten . Preisauszeichnung
wird weiter die Regel sein . Das Rabattgesetz , das Preisnachlässe bisher auf
drei Prozent beschränkt , ist eine deutsche Spezialität . Obwohl es in anderen
EU-Ländern diese Begrenzung nicht gibt , herrschen dort keine " Wildwestmanieren
" . Der alltägliche Einkauf verläuft nach ähnlichen Regeln wie hierzulande ,
wenn man mal von den Ladenöffnungszeiten absieht . Auch der Bundesverband der
Verbraucherzentralen steht der Aufhebung des Rabattgesetzes positiv gegenüber .
Schwieriger einzuschätzen sind die Folgen der gleichzeitigen Aufhebung der
Zugabeverordnung , die Werbegeschenke beim Kauf bisher auf geringfügigen Wert
begrenzt . Ein Fall dieser Regeln sei im Interesse der Kunden und darum
notwendig , sagen Verbraucherschützer . Zum Beispiel sei nicht verständlich ,
dass etwa die von dem internationalen Kleiderladen und Internet-Versender
LandsEnd angebotene unbeschränkte Rücknahmegarantie in Deutschland verboten
worden sei . Andererseits halten die Verbraucherverbände aber eine
Ersatzregelung im Wettbewerbsrecht für richtig , die " übertriebenes Anlocken "
von Kunden mit Zugaben im Interesse des fairen Wettbewerbs verhindert . Damit
bekommen die Verbände von Handwerk und mittelständischem Handel Schützenhilfe ,
die seit langem gegen die Aufhebung der Zugabeverordnung Sturm laufen . Sie
fürchten vor allem beim Wettlauf um so genannte Kundenbindungssysteme gegenüber
den großen Ketten und Konzernen ins Hintertreffen zu geraten .
Bundeswirtschaftsminister Werner Müller vertritt dagegen die Ansicht , dass
gerade die regionalen Einzelhändler mit ihrem direkteren Kontakt zu den Kunden
ihren Service und ihre Werbung auch besser auf deren Wünsche zuschneiden könnten
. Und auch das Kartensysteme-Unternehmen danova GmbH in Eichstätt berichtete
kürzlich über regionale Bonussysteme mittelständischer Händler , die mit
Individualität und Kreativität gute Chancen hätten , sich gegen die Großen zu
behaupten . Auch die Internet-Coshopper wie letsbuyit.com sind nach der
Abschaffung des Rabattgesetzes völlig legal . Die Folgen der Aufhebung soll
jedenfalls eine Arbeitsgruppe im Justizministerium beobachten . Amazon.com
eröffnet neue Computersparte Der als Buchhandel gestartete Online-Shop gibt auf
seiner Seite die Eröffnung der Sparte " Computers " bekannt und erlässt zum
Einstand auch gleich die Standardtransportkosten für Notebooks . Als Partner hat
Amazon Apple , Compaq , Toshiba , IBM und Hewlett-Packard gewonnen , die nicht
nur ihre neuen Rechner liefern , sondern zusätzlich den Gebrauchtrechnerpark
bestücken - soll heißen , es gibt bereits jetzt günstigere PCs und Macs aus
zweiter Hand . Wie in jedem Computerladen kann man auch hier Software und
Zubehör zu seinem Rechner sowie PDAs für unterwegs erstehen . Der Einstieg von
Amazon in das PC-Geschäft geschieht angesichts der PC-Flaute zu einem eigentlich
denkbar schlechten Zeitpunkt . Doch das Management ist zuversichtlich , dass der
neue Geschäftszweig trotzdem gut laufen wird . Vor allem das Risiko sei gering ,
da Amazon nur den Internet-Vertrieb übernehme , während der Versand und die
Lagerhaltung bei den Partnern lägen . Einen vergleichbaren Deal hatte der
Internet-Laden vor einiger Zeit schon mit Toys'R'us abgeschlossen . Auf Anfrage
erklärte die deutsche Tochter Amazon.de , man könne noch nichts dazu sagen , ob
, wann und wie der Rechnerverkauf auch hierzulande starten soll . E-Mails aufs
GSM-Handy Web-Gateways zu den SMS-Relays gibt es mittlerweile zuhauf . Den
Komfort , eine richtige E-Mail an ein GSM-Telefon zu schicken , bietet jetzt die
Firma CMG . Nach Angaben der Gesellschaft sind die Millionenschaften der Kunden
von Microsofts Hotmail-Dienst die ersten , die davon profitieren werden . Die
Nutzer von Hotmail können dann Nachrichten an ihre Hotmail-Adresse direkt als
SMS lesen und beantworten . Der Reply geht dann wieder ordnungsgemäß als E-Mail
an den Absender zurück . Doch wenn jemand eine E-Mail schreibt , dann hat er
meist mehr zu erzählen , als in eine Short Message passt : Die längeren
Nachrichten werden in Häppchen zu je 130 Zeichen zerstückelt und auf das
Mobiltelefon geschickt . Um auch unterwegs den gesammelten Spam zu vernichten ,
soll es möglich sein , das Mail-Konto über das GSM-Netz fernzusteuern . Wie
diese Funktion genau aussehen soll , etwa über Steuerkommandos in einer SMS oder
über WAP , ist derzeit noch nicht klar . Der E-Mail-zu-SMS-Segen startet im 4.
Quartal diesen Jahres zuerst in Dänemark und der Schweiz . Bald darauf soll ganz
Europa damit beglückt werden . " Die Kopplung von SMS mit dem Internet wird den
Durchbruch für M-Commerce in Europa bringen " , hofft Reinhold Friedrich ,
Geschäftsführer der CMG Deutschland GmbH . Öffentlicher Kampf gegen Raubkopien
in China " Made in China " - diese Prägung steht eher für billige Kopien
urheberrechtlicher Stücke oder Marken als für Qualität . Diese werden alle paar
Monate groß präsentiert , doch diesmal will man anscheinend einen besonders
guten Eindruck machen , da der Eintritt Chinas in die Welthandelsorganisation
WTO im November vor der Haustür steht . Das Spektakel kann man sich in etwa so
vorstellen : Vor dem Ping-Pong-Pavillon des Zhuhai-Stadions stehen hunderte
stolzer Zollbeamter zu fröhlicher Marschmusik stramm , um 15 industrielle
Häckselmaschinen zu bewachen , die unter großem Hallo Kleinholz aus vielen
Millionen gefälschter CDs und DVDs machen . Über dieser Szenerie schweben
riesige Ballons , das Mittagsfernsehen berichtet auf allen Kanälen live von der
Massenvernichtung . Viele Chinesen fühlen sich an die Propagandaveranstaltungen
zu Zeiten des " großen Vorsitzenden " Mao erinnert . Journalisten wurden aus
allen Teilen des Reiches eingeflogen , frei verköstigt und untergebracht , damit
sich die Kunde vom Krieg gegen die Kopierer auch in die letzten Käffer
herumspricht . Dem Publikum gefällt die Vorstellung , bei der im Grunde nur mit
viel Trara Dinge zerstört werden . Die Fälschungen sind im Reich der Mitte nicht
nur ein digitales Problem : Markenschwindel ist dort sehr beliebt . Alle Arten
von kopierter Ware werden mit teils raffinierten Konstruktionen über die Grenzen
geschmuggelt ; die Kiste mit dem doppelten Boden ist da nur die
Standardausführung . Das Schreddern ganzer Lastwagenladungen voller
Plastikscheiben soll ein deutliches Signal in Richtung der westlichen
Medienindustrie setzen , die schon lange fürchtet , dass die Raubkopierer aus
Fernost ernsthaft die Geschäfte schädigen . Der einzige anwesende Kapitalist ,
Mike Ellis , Vizepräsident der asiatischen Abteilung der Motion Picture
Association of America ( MPAA ) , war dann auch recht angetan von der Aufführung
. Er glaubt , dass China " sehr bestrebt ist , das Problem in den Griff zu
bekommen " . Puretec stellt Webhosting-Dienste um Der Webhoster Puretec stellt
die dritte Generation seiner Dienste vor . Mit den veränderten Angeboten kommen
auch veränderte Preise im Zuge der Euro-Umstellung ; und zum 1. September sollen
bei 1 & 1 Puretec erstmals dedizierte Server in verschiedenen Variationen zu
haben sein . Bei den " kleinen " Angeboten will man vor allem die
Bedienerfreundlichkeit erheblich verbessert haben . Die Tücken der Technik seien
auch Gründe , warum sich viele Kleinkunden erst einmal eine Adresse gesichert ,
aber keine eigenen HTML-Seiten auf den Server gelegt haben . Den Powerusern
bietet Puretec ab dem 1. September dedizierte Server an , die wahlweise von den
Puretec-Spezialisten oder vom eigenen Webmaster administriert werden . In beiden
Fällen kostet das Angebot 99 Euro im Monat und ebensoviel als Einrichtungsgebühr
. Enthalten sind die üblichen Server , ein sicherer Zugang ,
Entwicklungssoftware und zwei Gibabyte Transfervolumen . Außerdem steht das neue
Geld vor der Tür , und die Buchhaltung von Puretec zeichnet nun auch die Preise
des Webhosters in Euro aus . Die " neue Generation " hat aber auch eine neue
Preisstruktur . Allerdings wurden wieder die beliebten " Neuner " am Ende der
Preisauszeichnung angestrebt , was in vielen Fällen zu leichten Preiserhöhungen
führte . Die tägliche eBay-Show " Von eBay . " Witze dieser Art sind vor allem
in der amerikanischen Unterhaltungsindustrie gang und gebe , da man bei dem
Online-Auktionshaus ja auch tatsächlich fast alles ersteigern kann . Nach
Berichten in US-Medien hat sich jetzt Columbia Tri Star mit eBay zusammengetan ,
um eine tägliche Serie über einige der skurrileren Angebote im Netz zu
produzieren . So werden wohl unter anderem immer mal wieder die Seiten von eBay
und den sendenden TV-Stationen zu sehen sein . Sprecher von eBay halten den
Fernseher für " einen guten Weg , für sich zu werben " ; außerdem seien die
TV-Konsumenten " sehr aktive Sammler " , die auch einen Teil ihrer Sammlung
online ersteigern könnten . Umzugservice der Post online Schon seit längerem
gibt es bei der Deutschen Post Hilfestellungen zum lästigen Papierkram beim
Umzug . In diesen Unterlagen sind Tipps und Vordrucke enthalten , die den Kunden
am neuen Wohnort den Schriftverkehr beim Einzug erleichtern sollen . Seit heute
gibt es das Angebot auch digital im Netz . Auf den gelben Seiten kann man zum
Beispiel einen Nachsendeauftrag stellen . Dabei wird gleich online anhand der
Post-Datenbank die Adresse auf Plausibilität geprüft . Doch da es noch keine
allgemein anerkannte sichere digitale Identität gibt , beziehungsweise sich die
digitale Signatur noch nicht flächendeckend durchgesetzt hat , erfolgt hier der
erste Medienbruch , mit dem die Post AG jedoch sicherstellen will , dass niemand
Jux-Nachsendeanträge stellt : Es wird nämlich ein normaler Brief an die alte
Adresse geschickt , in dem ein Bestätigungsschlüssel abgedruckt ist . Der
Online-Umzugsservice liefert nämlich einen fertigen Vordruck in PDF-Form zurück
, den man eigentlich nur noch unterschreiben und abschicken muss . In Wahrheit
habe man aber sehr genau verstanden : Ohne eine attraktive Zahl von Partnern
kommen keine Kunden und umgekehrt ; das alte Henne-Ei-Problem eben . Daher müsse
man zu Anfang auf diese Weise arbeiten , um Benachrichtigungspartner zu gewinnen
. Später sollen die Abläufe immer weiter digital verlaufen und schließlich ganz
ohne Papier auskommen . Bei der Registrierung der Domains hat man Wert darauf
gelegt , dass die Hilfesuchenden im Umzugsumfeld auch wirklich die gelben
Angebote finden . Alle Wörter des Umfeldes wie Nachsendeantrag.de oder
Nachsendeauftrag.de seien bereits bei der DeNIC beantragt , waren aber zur
Stunde noch nicht erreichbar . Wo die Domain schon vergeben ist , strebe man
Kooperationen an ; diese sollten am Besten nach dem Muster von
www.umzugservice.de funktionieren , wo sich die Post den Bildschirm mit einem
Umzugsunternehmen friedlich teilt . Bei der Registrierung zu dem für Umzügler
kostenlosen Dienst erhält man auch gleich einen E-Mail-Account @ePost.de . Für
Benachrichtigungspartner und andere Organisationen , die den Service nutzen ,
werden Gebühren erhoben . Einstweilige Verfügung gegen Musicline aufgehoben Wie
von der Mutterfirma PhonoNet erwartet , hat das Hamburger Landgericht heute die
einstweilige Verfügung gegen die Musiksuchmaschine Musicline aufgehoben . Das
Gericht entschied , dass der Name " Musicline " von der PhonoNet GmbH rechtmäßig
verwendet worden sei . Ältere Ansprüche auf den Namen bestünden nicht . Der
Geschäftsführer von PhonoNet , Horst Blume , will nun auch prüfen , inwieweit
Schadenersatzforderungen aufgrund der temporären Umleitung und
Unkenntlichmachung des Namens geltend gemacht werden könnten . Die Adresse ist
jetzt natürlich wieder die alte , allerdings sind die grafischen Logos im
Augenblick noch mit den vier Fragezeichen verziert . Bye , bye Yoobay Die
Kritiker des " Kostenloskults " im Netz dürften sich bestätigt fühlen , wenn am
1. Oktober mit Yoobay eine der letzten werbefreien kostenlosen Netzinseln im
Meer des Kommerzes versinkt . Die Gründer berichten auf einigen Abschiedsseiten
von ihrer Sicht der Ereignisse . Man ginge nun endgültig vom Netz . Die
Dienstebetreiber der FreeBSD-Maschinen , die den Hoster persönlich
hochprogrammiert und -designt hatten , konnten natürlich nicht jede
Hypertext-Seite bei Yoobay kontrollieren . Eine Welle von Abmahnungen und
anderer rechtlicher Schritte gegen den Service folgten , auf dem sich demnach
mittlerweile sogar Kinderpornographen trafen . Drei Hausdurchsuchungen seien es
gewesen und beim letzten Gerichtstermin sei man nur knapp einer Haftstrafe oder
einem Berg von Schulden entronnen . " Es war erschreckend zu sehen , welche
Masse an widerlichem , krankem und illegalem Material von unseren Benutzern zum
Download angeboten wurde " , bedauern die Gründer des Dienstes . Denn obwohl man
Hilfe vom BKA Wiesbaden und einer Suchsoftware hatte , war es doch nicht möglich
, in der Freizeit die Inhalte der über 30.000 Nutzer zu prüfen . Die schon immer
dünnen Reihen der wirklich freien Webspace-Provider wurden also wieder einmal
gelichtet . Bedauerlicherweise nutzen die meisten Leute dort die werbefreie Zeit
, indem sie selber Werbung in ihre Seiten einfügen . Microsoft Australien
spendet Rechner und Lizenzen Microsoft hat der wohltätigen Organisation PCs for
Kids nach klärenden Gesprächen über Lizenzstreitigkeiten nun 150 Lizenzen für
Windows 95 gespendet . Damit können Helfer aus Geelong bei Melbourne endlich
Systeme nach Ost-Timor verschicken , wo sie bereits erwartet werden . Um noch
mehr guten Willen zu demonstrieren , übergab der Softwarekonzern dem
ortsansässigen YMCA , mit dem PCs for Kids zusammenarbeitet , weiterhin zehn
Rechner mit Internetzugang . PCs for Kids freut sich jedoch über diesen
Teilerfolg nur wenig . Colin Bayes , der Gründer dieser Aktion , sagte in einem
Kommentar : " Das sind keine guten Nachrichten für uns !! " Microsoft habe zwar
eine freundliche Geste mit seinen Spenden gezeigt , doch die Hundertschaften der
alten PCs auf Lager entbehrten noch immer jeglicher Lizenz aus Redmond . Bayes
und sein Team baten den Hersteller um circa 2.300 Lizenzen für Microsoft-Ware ,
darunter vorrangig Windows 95 , Word und Windows 3.11 . Microsoft-Sprecherin
Julie Inman bewertete in ihrem Schreiben diese Anfrage mit über 400.000
US-Dollar . So viel sei zu viel für eine einzelne Organisation und
beeinträchtige die Möglichkeiten , eine wirklich breite Zielgruppe in Australien
zu erreichen . Auf Nachfrage von heise online , warum die Microsoft-Produkte
ohne Lizenz aus Redmond nicht durch Open-Source-Software ersetzt würde , sagte
Bayes : Allerdings sei in Geelong die Linux-Unterstützung in keiner Weise mit
jener der allgegenwärtigen MS-Produkte vergleichbar . Zudem hofft er , die
Softwarefirma durch schlechte Nachrichten mürbe zu machen : Ein französischer
Newsdienst verglich die Querelen mit biblischen Bildern wie David und Goliath
oder mit der Legende von Robin Hood - wobei Bill Gates selbstredend die Rolle
des üblen Sheriffs von Nottingham spielen musste . Exoskelett für
Krankenschwestern Japanische Wissenschaftler haben sich offensichtlich von den
zahlreichen Manga-Mecha-Geschichten inspirieren lassen und ein Exoskelett für
Krankenschwestern entwickelt . Wie das britische Wissenschaftsmagazin New
Scientist berichtet , soll das Gerät die Schwestern beim Heben ihrer Patienten
unterstützen und dadurch Rückenleiden verhindern helfen . Der bewegungssynchrone
Anzug verfügt über fünf Gelenke : Je zwei für Knie und Ellbogen und eines für
die Hüfte . Sensoren messen die Bewegungen des Operators und lassen diese von
einem Rechner auswerten . Dieser steuert dann die Pressluftmuskeln an . Das
Design erinnert im Moment noch eher an eine Ziehharmonika mit Kabelschwanz als
an die berühmten Guges aus Appleseed - doch die Erfinder arbeiten bereits daran
und verfeinern die Konstruktion . Man hofft , das Gerät in einer kommerziellen
Variante in den nächsten zwei Jahren zu einem Preis von etwa 4.000 Mark anbieten
zu können . Eine Maß Internet : Online-Biergarten eröffnet Es ist soweit : Heute
eröffnet der nach eigenem Verständnis erste Internet-Biergarten weltweit in der
Waldwirtschaft Großhesselohe bei München . Wer die eigentlich berühmte
Waldwirtschaft kennt , dem wird eines klar sein : Mit " Internet-Biergarten "
ist in diesem Fall kein Chatroom mit virtuellen Besäufnissen gemeint , sondern
ein richtiger Lokalbetrieb , in dem man seine Maß bekommt und dann aufs Klo
gehen kann . Der Internetzugang in dem Biergarten befindet sich in einem
einfachen Notebook , das auf einem Wägelchen durch die Sitzreihen geschoben wird
. Hört sich lächerlich an ? Das Gerät ermöglicht den Gästen , gleichzeitig dem
Alkoholgenuss zu frönen und dem lieben Chef per E-Mail zu sagen , dass man genau
das nicht tut . Wo das Bier in rauhen Mengen fließt , bleibt die Motorik nicht
selten auf der Strecke . Die Betreiber von der Firma Enterasys verwenden deshalb
ein drahtloses LAN nach IEEE 802.11b . Für die nötige Sicherheit will eine
128-Bit-Verschlüsselung sorgen , falls es tatsächlich jemandem einfallen sollte
, seine Bankgeschäfte vom Biergarten aus zu erledigen . Trotz all dieser ganz
erstaunlichen Vorzüge fragt man sich doch immer , ob der Aufwand denn wirklich
nötig war . Jan Bause , der Marketing Direktor von Enterasys , meint dazu : Man
kann beispielsweise E-Mails bearbeiten , Flüge checken , ein Auto mieten , ein
Hotelzimmer buchen . Nachdem das also geklärt ist , muss man eigentlich nur noch
eine Promilleuntergrenze für das Prollen in Webchats festlegen . Bezahlte
Auszeit bei Siemens Der Mobilfunk-Boom ist vorbei , überall werden die Experten
auf die Straße gesetzt . Deshalb gibt der Konzern ihnen die Möglichkeit , ab dem
1. September eine längere Auszeit zu nehmen , in der sie zwar je nach Länge
höchstens die Hälfte ihres Gehaltes erhalten , dafür aber auch nicht arbeiten
müssen . Die Gehaltsabstriche sind nach der Dauer der Auszeit gestaffelt : " Der
Boom ist vorbei " , sagte eine Siemens-Sprecherin . " Dazu kommt die schlechte
konjunkturelle Lage . " Doch trotz allem wolle man sich nicht endgültig von den
hochqualifizierten Mitarbeitern trennen ; es gebe die Aussicht auf Besserung im
Mobilfunkmarktsegment . Matsushita macht zum ersten Mal Verlust Der japanische
Elektronik-Hersteller Matsushita , unter anderem unter dem Markennamen Panasonic
in der Unterhaltungselektronik und der Computerbranche aktiv , meldete den
ersten Verlust in der Firmengeschichte . Die Gewinnerwartungen für das
Geschäftsjahr wurden deshalb revidiert . Besonders die Handy-Sparte und die
Abteilung für Komponenten sind von der Flaute auf dem Mobiltelefon- und
Computermarkt besonders betroffen . Protestaktion gegen Stellenabbau bei
Infineon Heute Morgen protestierten in München etwa 100 Beschäftigte gegen die
Streichung von 5000 Stellen beim Halbleiterhersteller Infineon .
IG-Metall-Fachsekretär Mathias Sommerfeld monierte , dass es bei Infineon
offenbar keine vernünftige Personalplanung gäbe . Er betonte : " Wir werden die
Streichungen nicht widerspruchslos hinnehmen " . Am Nachmittag soll eine
Betriebsversammlung stattfinden , in der die vor wenigen Tagen angekündigten
Entlassungen das zentrale Thema sein werden . Die Gewerkschaft fordert , dass
alle Kündigungen gestoppt und neue Verhandlungen aufgenommen werden . Im Kern
richtet sich ihre Kritik dagegen , dass Stellen abgebaut werden , ohne vorher
die vereinbarte Arbeitszeitverkürzung umzusetzen . Neue Debatte um Green Card
ausgebrochen Am Freitag hat das Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung
offizielle Bilanz des ersten Jahres seiner Green-Card-Initiative gezogen : 8556
ausländische EDV-Fachleute machten von der Green-Card-Verordnung der
Bundesregierung Gebrauch . Anfang des Jahres 2000 hatten Unternehmen der
Informationstechnologie noch einen Bedarf von 90.000 EDV-Fachleuten gemeldet .
Insgesamt sollten nach der verabschiedeten Verordnung bis zu 20000 Green Cards
ausgestellt werden können . Nun beginnt die Debatte darüber , ob das erste Jahr
mit seinen 8556 Zuwanderern als Erfolg für die Green Card zu werten ist . Der
Bundesverband Informationswirtschaft , Telekommunikation und Neue Medien (
BITKOM ) spricht von einem vollen Erfolg , der vor allem dem Mittelstand helfe .
20.000 Arbeitsplätze sind nach Einschätzung von BITKOM durch die Zuwanderung der
8556 Experten neu geschaffen worden . Auch Bildungsministerin Edelgard Bulmahn (
SPD ) hält die Green Card für einen großen Erfolg . Anders äußerte sich dagegen
der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes ( DGB ) , Dieter Schulte . Im
ARD-Morgenmagazin erklärte er , die Ziele der Green-Card-Initiative seien
erheblich verfehlt worden . Ihm widerspricht die Gesellschaft für Informatik (
GI ) . Ihr Geschäftsführer Jörg Maas bezeichnet die Kritik des Gewerkschafters
als ungerechtfertigt und weist darauf hin , dass die Anzahl der bisher
Angeworbenen die Anzahl eines ganzen Absolventenjahrganges an deutschen
Hochschulen übertrifft . Bei einem Blick auf die Zahlen der Bundesanstalt für
Arbeit lässt sich allerdings nicht ausmachen , ob nun tatsächlich die Anzahl der
Green-Card-Inhaber zu niedrig ausfiel , oder ob die Anzahl der benötigten
Experten mit 90.000 zu hoch angesetzt wurde . Spekulationen über
Motorola-Siemens-Kooperation Der Siemens-Konzern führt einem Bericht des Wall
Street Journal zufolge Verhandlungen mit dem US-Telekomausrüster Motorola über
ein Gemeinschaftsunternehmen im Mobilfunkbereich . W3C will Web patentieren Das
World Wide Web Consortium ( W3C ) soll in Zukunft auch patentierte Verfahren und
Software in seine Standards aufnehmen . Das geht aus dem so genannten Patent
Policy Framework ( PPF ) des Konsortiums hervor . Mit der Begründung , das
Konzept enthielte nichts , was nicht schon Praxis sei , wollen seine Autoren es
schnell durch die Gremien des Konsortiums bringen . Auf dem Weg zur offiziellen
Empfehlung soll das PPF sogar einen Verfahrensschritt , die Candidate
Recommendation , überspringen . Bis gestern wurden öffentliche Kommentare zum
PPF für dessen weiteren Werdegang gesammelt . Wenn alles nach den Vorstellungen
der Autoren des Konzepts weitergeht , wird das W3C ab Februar 2002 in seinen
Standards auch patentierte Verfahren aufnehmen . Bisher freie Methoden und
Software fallen im PPF unter eine so genannte " Royalty-Free License " ( RF ) .
Und das kann bedeuten : Eines Tages muss der Internetnutzer auch den oder die
Inhaber eines Patents bezahlen , das eine genutzte Dienstleistung berührt .
Inwieweit die Absichten des PPF umsetzbar sind und nicht die Arbeit des
Konsortiums lähmen , wird sich zeigen müssen . Dem PPF zufolge sollen vor allem
die Mitglieder des W3C , die an einer Standardisierung mitwirken , in die
Verantwortung genommen werden . Sie sollen bei ihrer Aufnahme in eine
Arbeitsgruppe nach bestem Wissen und Gewissen Auskunft darüber geben , ob ihre
Vorschläge bestehende Patente berühren . Ist das der Fall , werden die Patente
daraufhin geprüft , ob sie mit der RAND-License konform gehen . Nur dann können
patentierte Verfahren und Software im Standard verwendet werden und der Standard
selbst fällt unter die RAND-License . Übernahmestreit um Computer Associates
geht weiter Der Softwarehersteller Computer Associates ( CA ) wehrt sich weiter
gegen seine Übernahme durch den Multimillionär Sam Wyly . Zusammen mit diesem
Vorschlag hat Wyly Pläne zur Restrukturierung des Softwareherstellers vorgelegt
. Ein Punkt ist die leistungsbasierte Bezahlung des Managements . Der
Konzernleitung hat Wyly in der Vergangenheit schon mehrfach schlechte Leistungen
vorgeworfen . Der wichtigste Teil der Pläne besteht in der Aufspaltung des
Konzerns in die vier Produktbereiche Speichersysteme , Sicherheitsmanagement ,
Netzwerkverwaltung und Wissensmanagement . Im Gegensatz zu seinen früheren
Plänen will Wyly allerdings einige zentrale Funktionen wie die Kostenrechnung
konzernübergreifend weiterlaufen lassen . Charles Wang , bisher Chef der CA ,
hatte Wyly in der Vergangenheit insbesondere für dessen Aufspaltungspläne
kritisiert und behauptet , eine Teilung der Firma schade der Kundenbetreuung .
Nach Einschätzung der Financial Times Deutschland ( FTD ) geht der Kampf um die
Vorherschaft in der CA mit dem jüngsten Vorschlag Wylys in seine heiße Phase und
wird vor dem Hintergrund eines allgemeinen Trends zur Unterteilung großer
Konzerne geführt . Wylys Absicht , CA in vier Bereiche zu zerschlagen , folgt
offenbar der Strategie , eigene Gewinne dadurch zu steigern , dass der Gewinn
einzelner Konzernteile und in deren Folge auch ihr Aktienwert zulegt . Ob Wyly
sich allerdings gegen Wang durchsetzen kann , bleibt fraglich . Der CA-Chef hat
bereits eine wichtige Stütze für sich und seine Position gewinnen können : Der
größte Einzelaktionär , der Schweizer Walter Haefner , hält 21 Prozent der
Aktien von CA und steht nach Angaben der FTD zu Wangs Politik . Weitere sieben
Prozent der Aktien halten Mitgleider des CA-Vorstandes . Wyly müsste also gut 70
Prozent der Anteilseigner von seinen Plänen überzeugen . Die Wahrheit als
statistisches Problem Erstaunliches Ergebnis einer jüngst veröffentlichten
Studie : Bei der Suche danach , was einen Satz wahr oder falsch macht ,
verzichten Forscher auf Logik und setzen auf Statistik . An der Universität
Potsdam untersucht der Linguist Douglas Saddy zusammen mit dem Physiker Peter
beim Graben das menschliche Gehirn . 26 Versuchspersonen lasen 40 Sätze . Dabei
wurde die Hirnaktivität der Probanden gemessen . Nach komplizierter Aufbereitung
der Messergebnisse ließen sich deutliche Unterschiede der Gerhirnströme beim
Lesen richtiger und falscher Sätze herausarbeiten . Auf einen grammatisch
richtigen Satz , wie zum Beispiel " Kein Mann war jemals glücklich " , reagierte
das Gehirn kaum . Auf einen grammatisch falschen Satz wie zum Beispiel " Ein
Mann war jemals glücklich " dagegen reagiert das Gehirn : um 400 Millisekunden
verzögert liess sich ein Zustand messen , den die Forscher als " Staunen "
bezeichnen . Forschung dieser Art kennzeichnet die moderne
Kognitionswissenschaft . Logische Fragen werden nicht gestellt , die Semantik
eines Satzes bleibt unberücksichtigt und die Wahrheit einer Aussage lässt sich
schließlich am Gehirn selbst ablesen . Der Mensch ist gleich der steifen Masse
in seinem Schädel . Wenn die Kognitionswissenschaft diese graue Masse untersucht
, sieht sie sich der Wahrheit dicht auf den Fersen . Die Alles-ist-Gehirn-Maxime
formuliert Steven Pinker im Telepolis-Interview folgendermaßen : " Wenn das
Gehirn stirbt , dann existieren wir nicht mehr " . Designierter FBI-Chef will
schärfere Internet-Überwachung Der designierte FBI-Chef Robert Mueller erwägt
einer Meldung des San Francisco Chronicle zufolge die Ausweitung der Überwachung
des Internet durch die US-Bundespolizei . Am Rande einer Anhörung zu seiner
Nominierung als FBI-Chef sagte Mueller , man müsse im Zuge fortschreitender
Technisierung die Rechte auf Privatsphäre mit den Erfordernissen der
Ermittlungsverfahren abgleichen . Bisher hatte das FBI zur Überwachung von
E-Mail und dem Verfolgen von Websurfern unter anderem die Abhörsoftware
Carnivore verwendet . Das System wurde unter der Bezeichnung DCS 1000
weiterentwickelt und wird im Augenblick vom FBI und dem Justizministerium
untersucht . Mueller sagte , er wolle diese Ergebnisse prüfen . W3C verlängert
Diskussion über Patent-Framework Das World Wide Web Consortium ( W3C ) hat den
Zeitraum verlängert , in dem öffentlich über den Vorschlag zur Einbeziehung
patentierter Verfahren und Software in die W3C-Standards diskutiert werden kann
. In einer Erklärung widerspricht das Konsortium dem Vorwurf , es selbst treibe
Patentierungsbestrebungen voran . Auch Henning Fischer vom deutschen W3C-Büro
betonte gegenüber heise online , das W3C wolle keineswegs die Verabschiedung des
PPF möglichst schnell durchbringen . Online-Buchhändler Lion.cc wird
weitergeführt Nach einer Woche Verhandlung will die österreichische Buch- und
Medienkette Libro ihre Anteile am Online-Shop Lion.cc an die Agentur MC
Marketing in Wien verkaufen . Ein Vertrag wurde dem zuständigen Kartellamt
vorgelegt . Nach Aussage von Inge Zechmann , Pressesprecherin von MC Marketing ,
soll Lion.cc fortgeführt werden . Der Online-Shop hatte dazu beigetragen , Libro
in die Verlustzone zu bringen . Quantum wegen Monopolbildung bei DLT-Medien
verklagt Imation sieht sich dadurch zurückgesetzt und geschädigt , dass Quantum
nur bestimmte Hersteller von Medien für seine DLT-Laufwerke ( Digital Linear
Tapes ) lizenziert . Quantum sei so dafür verantwortlich , dass die Preise
dieser von Quantum lizenzierten Bänder deutlich über dem liege , der für
nicht-lizenzierte Medien anfällt . Darüber hinaus wirft Imation Quantum vor ,
der Laufwerkshersteller habe versucht , ein Kartell mit den Produzenten
lizenzierter Medien zu bilden . Quantum bestreitet die Vorwürfe . Es gebe rund
zehn andere Hersteller , deren Medien für Quantum-Laufwerke nicht von Quantum
lizenziert seien . Der Vorwurf , man habe in dieser Situation ein Kartell bilden
wollen , sei absurd . Hersteller , die eine Lizenz von Quantum erhalten wollten
, müssten sich strengen Qualitätstests unterwerfen . Und diesen genügten im
Augenblick eben nur Fuji und Maxell . Die Klage von Imation führt Quantum nur
darauf zurück , dass sich die Firma zwei Jahre vergeblich um eine Lizenzierung
ihrer Medien bemüht habe und bei den Qualitätskontrollen bisher immer
durchgefallen sei . US-Studie : unzureichende Besteuerung des E-Commerce Nach
dem gültigen Steuerrecht wird Umsatzsteuer nur dort erhoben , wo Händler eine
reale Niederlassung haben . Deshalb werde , so das ISS , nur ein kleiner Teil
des gesamten Online-Handels besteuert . In seinen Aussagen stützt sich das ISS
auf eine Studie des Wirtschaftswissenschaftlers William F. Fox vom Zentrum für
Wirtschaftswissenschaften der Universität Tennessee . Datengrundlage der Studie
sind Zahlen des Marktforschungsinstitutes Forrester Research . Computer-Pionier
macht Druck für Stammzellenforschung Jim Clark , Gründer von Silicon Graphics
und Netscape , macht Druck für eine Liberalisierung der Stammzellenforschung in
den USA : Die Auszahlung der Restsumme wolle er davon abhängig machen , wie die
Debatte um die Stammzellenforschung sich weiterentwickelt . Clark greift
namentlich den US-Präsidenten Bush für dessen Einschränkung der
Stammzellenforschung an . In seinem Artikel argumentiert Clark , Bushs
Ankündigung Forschungsgelder nur für wenige Projekte zu bewilligen , behindere
eine junge Wissenschaft mit ungeahnten Möglichkeite . Clark sieht nur eine
einzige Gefahr im Zusammenhang mit der Stammzellenforschung - dass die USA ihre
weltweit führende Position in einer Wissenschaft verlieren , die er als eine der
Schlüsseltechnologien für die Wirtschaft der Zukunft hält . Auf ethische
Bedenken in der Stammzellendebatte geht der Computerpionier nicht ein ; nach
Clarks Auffassung haben die USA im Bereich der Informationstechnologie ihre
Führungsrolle nur durch wissenschaftliche Innovation errungen . Man dürfe also
die Wissenschaft nicht einschränken , wenn man weiter den Ton in der
Weltwirtschaft angeben wolle . Telekom lässt Abmahnung der " Schwarzen Seiten "
fallen Der Telekom-Verlag DeTeMedien zieht seine Abmahnung gegen den Betreiber
der Website " Die Schwarzen Seiten " , Andreas Taubert , zurück . Auf Nachfrage
von heise online bestätigte der Verlag , dass er nach schriftlicher und
telefonischer Klärung des Sachverhaltes in Tauberts privaten Internetseiten
keine Verletzung seines Markennamens " Gelbe Seiten " mehr sehe . In dem
Schreiben , das heise online vorliegt , heißt es wörtlich : " Wir werden unsere
Abmahnung vom 20. 08. 01 betreffend ihr aktuelles Internetangebot unter der
Domain darkpage.de nicht weiterverfolgen und diesbezüglich keine Ansprüche
geltend machen . " Imation wegen Verkaufs von DLT-Medien verklagt Quantum hat
Imation , Hersteller von Speichermedien , wegen Veruntreuung von
Firmengeheimnissen und irreführender Werbung für Imations DLT-Medien verklagt .
Zuvor hatte Imation Quantum verklagt , weil Quantum angeblich die Preise für
DLT-Medien ( Digital Linear Tapes ) künstlich hoch halte , nur bestimmte
Hersteller von DLT-Medien zertifiziere und zusätzlich die Bildung eines
Kartelles anstrebe . Imations Klage hatte sich auf genau dieses
Zertifizierungsverfahren bezogen und behauptet , es sei parteiisch und Quantum
nutze es , um nur ausgesuchten Herstellern das Prädikat " DLT-kompatibel " zu
verleihen . Quantum sagt in seiner Klage , man habe Imation bei der Herstellung
von DLT-Medien geistiges Eigentum zur Verfügung gestellt . Als solches
betrachtet Quantum auch seinen Zertifizierungstest , den die Imation-Medien in
den letzten zwei Jahren nicht bestanden haben . Dadurch , dass Imation seine
Medien nun doch unter der Überschrift " DLT-kompatibel " verkaufe , würde zum
einen geistiges Eigentum von Quantum veruntreut und zum anderen irreführende
Werbung betrieben . Quantum habe eben keines der DLT-Medien von Imation
zertifiziert . Ziviler Supercomputer in Betrieb Am Supercomputing Center der
Universität Pittsburgh ( PSC ) ist der erste Supercomputer für zivile Forschung
in Betrieb , der sechs Teraflops Leistung bringen soll . Am Montag wurde die
Maschine offiziell in Betrieb genommen . Das Terascale Computing System ( TCS )
soll mit seiner Rechenleistung sechs Teraflops erreichen . Damit könnte das
System auf den zweiten Platz der Weltrangliste der schnellsten Computer hinter
ASCI-White von IBM einnehmen . Im Gegensatz zu IBMs Supercomputer , der
Atomtests simulieren soll , dient das TCS in Pittsburgh aber ziviler Forschung .
Der Rechner unterstützt zum Beispiel in der Chemie die Analyse von Molekülen .
Das System basiert auf 682 AlphaServern mit jeweils vier EV68-Mikroprozessoren
von Compaq . Als Betriebssystem kommt nach Angaben des PSC Tru64-Unix zum
Einsatz . Der Rechner verwaltet 2,7 Terabytes Hauptspeicher und verfügt über
mehr als 50 Terabytes Festplattenspeicher . In ersten Tests wurde bereits die
Hälfte der angestrebten Spitzenleistung erreicht . IBM-Server mit Power4-CPU
geht ins Rennen IBM schickt seine eServer aus der pSerie 690 planmäßig ins
Rennen : Die ersten Rechner , die unter dem Namen " Regatta " entwickelt wurden
, liefert IBM dieser Tage aus . Ab Dezember sollen die Rechner dann allgemein
verfügbar sein , heißt es bei Big Blue . Mit den neuen Maschinen will IBM Suns
neuen Server " Fire 15K " übertrumpfen . In der Architektur unterscheiden sich
die Server vor allem dadurch , wie Multiprocessing umgesetzt ist . Dem Fire 15K
sind 106 einzelne UltraSparc-III-Prozessoren eingebaut . Regatta hingegen
integriert auf einem Multichipmodul ( MCM ) vier Power4-Chips , die ihrerseits
schon zwei Prozessor-Kerne umfassen . Infrastruktur des Internet wächst weiter
Um 174 Prozent ist die Kapazität der Infrastruktur des Internet im Jahr 2001
gewachsen . Das meldet die US-Beratungsfirma TeleGeography , die sich auf
Internetstatistik und -analyse spezialisiert hat . Die Beinahe-Verdreifachung
der Kapazitäten ist nur eines der Ergebnisse der diesjährigen Netzstatistik von
TeleGeography . Aus den Zahlen gehe hervor , dass das Wachstum ungleichmäßig
verläuft . Zunächst sei der diesjährige Kapazitätszuwachs nur knapp halb so hoch
, wie der des letzten Jahres . Der größte Teil des Wachstums habe sich mit 480
Prozent in Lateinamerika abgespielt . TeleGeography stellt fest , dass das
Internet zwar immer noch US-zentriert ist , sich aber auch gegenläufige
Tendenzen erkennen lassen . Tan Siekmann , Vorstandsvorsitzender der
Sicherheitsfirma Biodata , tritt zurück . Unternehmenssprecher Heiko Scholz
sagte gegenüber dpa , Siekmann habe zwar seinen Vorstandsvorsitz abgegeben ,
bleibe aber weiter der Hauptaktionär von Biodata . Auch könne man Entlassungen
nicht ausschließen . Widerstand gegen Stellenstreichungen bei Epcos Die
Belegschaft des Bauelemente-Herstellers Epcos protestiert gegen die geplante
Stellenstreichung . Auf einer Kundgebung der IG-Metall forderte der
Epcos-Betriebsrat Dieter Pernesch am heutigen Montag , dass auf
Stellenstreichung verzichtet und stattdessen die Kurzarbeit ausgeweitet wird : "
Wir sind Menschen , keine Moorhühner , die man wie in einem Computerspiel
einfach abschießt . " Für die Mitarbeiter von Epocs ist die
Verhandlungssituation allerdings nicht so günstig wie etwa für die Beschäftigten
bei Infineon . Diese können bei ihrem Protest gegen den geplanten Stellenabbau
wenigstens auf eine zurückliegende Vereinbarung mit der Konzernleitung verweisen
. Epcos bestätigte zwischenzeitlich gegenüber dem Betriebsrat , dass bis Ende
2003 rund 450 der derzeit 1400 Arbeitsplätze im Werk Heidenheim wegfallen sollen
. Weiterer Prozess gegen Infomatec Ein weiterer Anleger hat das mittlerweile
insolvente Augsburger Software-Unternehmen Infomatec auf Schadenersatz verklagt
. Bernd Jochem , Anwalt des Klägers aus dem Ruhrgebiet , sagte gegenüber dpa ,
sein Mandant habe durch den Kursrutsch der Infomatec-Aktien rund 100.000 Mark
verloren . Nur weil er der Börsen-Pflichtmitteilung von einem Großauftrag
glaubte , habe sein Mandant Infomatec-Aktien gekauft . Ein Gerichtssprecher
teilte mit , ein ehemaliger leitender Angestellter von Infomatec habe als Zeuge
ausgesagt , die Mitteilung sei nicht korrekt gewesen . Bei dem Großauftrag habe
es sich lediglich um eine Option gehandelt . Davon habe der Vorstand nach
Aussage des Zeugen gewusst . Das Urteil in dem Prozess wird am 24. September
erwartet . Das Software-Unternehmen war bereits in der Vergangenheit falscher
ad-hoc-Meldungen beschuldigt worden . Die Schadenersatzklage anderer Aktionäre
war im Juni vorläuftig ausgesetzt worden , bis die Ermittlungen gegen die beiden
ehemaligen Infomatec-Vorstände Gerhard Harlos und Alexander Häfele abgeschlossen
sind . Wissensmanagement vom Bund gefördert Ziel des Projektes ist , Programme
im Bereich internetbasierte Wissensstrukturierung und Coaching als
Dienstleistung zu entwickeln . Unter dem Stichwort " Wissensmanagment " soll ein
System geschaffen werden , mit dessen Hilfe die vielen individuellen Dateien ,
die Menschen bei ihrer Arbeit ablegen , zusammengefasst und so geordnet werden ,
dass auch andere Wissen in den Dateien finden und nutzen können . Im Rahmen des
Projekts soll deshalb ein hochwertiges qualitatives Analyseverfahren für größte
Datenmengen entwickelt werden . Das Projekt " Think-Tool " setzt dabei nicht
ausschließlich auf den Computer . Vor allem der Mensch soll beim
Wissensmanagement miteinbezogen werden . Der Prozess der Datenaufbereitung
vollzieht sich im Projekt zweischrittig . Dazu wird eine Software namens "
Atlas.ti " , die als Prototyp an der TU entstand , weiterentwickelt . Diese
Software soll nicht nur Texte , sondern auch Multimedia-Inhalte automatisch
vorsortieren . In einem zweiten Schritt wird die Vorsortierung dann von
menschlichen Benutzern durchgesehen und verfeinert . Die Dokumente erhalten
dabei Stichwörter , mit deren Hilfe sie wieder aufgefunden werden können . Einen
wesentlichen Schwerpunkt des Projektes bildet die Schulung derer , die das
System einsetzen sollen . Österreichische Firma betreibt Domaingrabbing in
großem Stil Rund 1500 info-Domains hat der österreichische Tourismuskonzern
Tiscover nach eigenen Angaben bei der zuständigen Registrierungsorganisation
Afilias beantragt . Wie Ferdinand Posnik von Tiscover gegenüber heise online
bestätigte , sind unter den beantragten Domains nicht nur Namen von Städten ,
Regionen und Orten Österreichs , sondern auch Begriffe , die im engeren Sinne
mit dem Tourismus zusammenhängen , wie zum Beispiel " badesee.info " . Das
Vorgehen der Tiscover ist in Österreich bereits auf Kritik gestoßen . Tiscover
hatte in der Sunrise-Periode , in der sich nach Vorstellungen der Afilias nur
Warenzeichen-Besitzer ihre Markennamen hätten vormerken lassen sollen , einfach
alle gewünschten Begriffe eintragen lassen . Dabei wurden Nummern für die "
Warenzeichen " erfunden und das Datum für die Erteilung der 1500 vermeintlichen
Markenrechte mit dem 30.12.1899 angegeben . Den Vorwurf der Täuschung und des
Domaingrabbings will sich Tiscover nicht gefallen lassen . Posnik sagte , er
sehe es eher als eine Maßnahme gegen das Domaingrabbing , wenn sich ein
Tourismuskonzern die relevanten Domains sichere und sie nicht " irgendwem "
überlasse . Ob es soweit kommt , hängt von zwei Faktoren ab : Erstens können
Besitzer eines Warenzeichens die Löschung unrechtmäßiger Eintragungen bei der
Afilias erwirken . Da aber bisher nur ein Teil der von Tiscover beanspruchten
Domains auf einer privaten Internetseite verfügbar ist , dürfte dieser
Widerspruch zunächst ausbleiben . Zweitens hat aber auch die Afilias angekündigt
, selbst unrechtmäßige Vormerkungen anzufechten . Afilias-Sprecher Tommy
Williams sagte heise online , offensichtlich falsche Daten für eine
Warenzeichenerteilung würden selbstverständlich auffallen . Er gehe davon aus ,
dass alle unrechtmäßigen Einträge entdeckt würden . Orange streicht Siemens als
Handy-Lieferant Das Mobilfunkunternehmen Orange , eine Tochter des französischen
Telekommunikationskonzerns France Telecom , beabsichtigt , keine Siemens-Handys
mehr zu kaufen . Wie die Financial Times Deutschland ( FTD ) unter Berufung auf
die französische Wirtschaftszeitung Les Echos meldet , hat Orange im letzten
Monat die Zahl seiner Mobiltelefonzulieferer von 15 auf sechs reduziert . Dabei
sind unter anderem Siemens und der schwedische Konzern Ericsson vorerst als
Lieferanten gestrichen worden . Nun sind lediglich noch Nokia , Motorola ,
Samsung , Alcatel , Sagem und Sony als Zulieferer von Orange vorgesehen .
Siemens hatte im Mai dieses Jahres erstmals mehr Handys verkauft als Ericsson .
Minister : Das Internet wird nie ganz stubenrein Friedhelm Repnik ( CDU ) ,
Sozialminister von Baden-Württemberg , ist sich sicher : Ein Internet ohne
Jugendgefährdung ist Illusion . Heute zog der Minister zwar eine positive Bilanz
der Bemühungen um den Jugendschutz in den neuen Medien , räumte aber auch ein ,
dass es trotz aller Bemühungen weiter jugendgefährdende Inhalte geben werde .
Repnik lobte in diesem Zusammenhang die Arbeit des jugendschutz.net . Diese
Einrichung wurde 1997 von den Bundesländern als Zentrale für die Einhaltung des
Jugendschutzes in den neuen Medien geschaffen . Seither hat sich die Anzahl der
von jugendschutz.net registrierten Internet-Seiten mit jugendgefährdenden
Inhalten verfünfzigfacht . 550 Internet-Anbieter sind seit 1997 aufgefordert
worden , solche Inhalte aus dem Verkehr zu ziehen , aber nur jeder Zehnte ist
der Aufforderung von jugendschutz.net nachgekommen . Im Hinblick auf diese
Zahlen stellte Repnik fest , dass der Jugendschutz im Internet nicht vollkommen
hergestellt werden könne . Nach Darstellung des Ministers liegt das aber nur zu
einem Teil daran , dass die Ordnungsmacht des Staates trotz der Erfolge von
jugendschutz.net begrenzt ist . Als Gründe für eine andauernde Jugendgefährdung
nannte Repnik unter anderem technische Schwierigkeiten und ständig anwachsende
Datenmassen . Repnik verwies aber auch auf die Umtriebe einiger Anbieter . Sie
deklarieren ihre Inhalte nach Auffassung Repniks nämlich absichtlich falsch .
Durch falsche oder irreführende Benennung könnten zum einen Filter umgangen und
zum anderen ahnungslose Surfer auf die jeweiligen Internet-Seiten gelockt werden
. Ein harmloses Vertippen führe Unbedarfte schnell auf Seiten , die
selbstständig immer wieder andere gleichartige nachladen und den Besucher so
gefangen hielten . Bei allen Bemühungen um den Jugendschutz im Internet sieht
Repnik aber vor allem Erziehungsberechtigte in der Pflicht . Es könne nicht
darum gehen , Jugendlichen den Weg ins Internet zu verstellen . Automatische
Filter könnten die Reise durch das Netz zwar unterstützen . " Die notwendige
pädagogische Begleitung durch die Eltern ist aber am wichtigsten und wird durch
Filterprogramme nicht ersetzt , zumal auch sie keinen hundertprozentigen Schutz
sicherstellen " , meinte Repnik . TDKs Gewinne schrumpfen Der japanische
Elektronikkonzern TDK hatte einen starken Gewinnrückgang zu vermelden . Dies
stellt allerdings einen Rückgang des Gewinnes um 90,6 Prozent im Vergleich zum
Vorjahresergebnis dar . Corel investiert in XML Der kanadische
Softwarehersteller Corel übernimmt die auf XML spezialisierte Softwarefirma
SoftQuad . Die Übernahme durch Corel muss nun noch von den SoftQuad-Aktionäre
bestätigt werden . Mit dieser Investition in XML beabsichtigt Corel zum einen ,
seine eigene Textverarbeitung aufzuwerten , zum anderen sollen auch die Produkte
des unlängst erworbenen Softwareherstellers Micrografx durch den Einsatz von
XML-Technologie zum Cross-Media-Publishing tauglich gemacht werden .
Mobiltechnik hat auch noch Gewinner Während viele Hersteller von Mobilelektronik
Verluste melden , gibt es auch Gewinner . Funkwerk stellt neben
Telekommunikationsanlagen für die Bahn und andere Logistikunternehmen auch
Freisprechanlagen für Handys her . Beim Erwirtschaften dieses Gewinns kam den
Funkwerkern auch die Politik zur Hilfe . Dieser Zuwachs dürfte vor allem dem
Verbot der Handy-Nutzung am Steuer zuzuschreiben sein . Zahl der Internet-Nutzer
in Deutschland mehr als verdoppelt Auch sei ein Ende des Nutzerzuwachses nicht
abzusehen . Aus der Studie geht hervor , dass auch die Anzahl der Privatnutzer
des Netzes stark gestiegen ist : Im Vorjahr waren es nur 6,2 Millionen . Bei den
Anbietern von Netzzugängen liegt T-Online der Studie nach vorne : Die Studie
spricht dem Online-Handel Perspektiven zu : Immerhin 94 Prozent der Befragten
haben angegeben , dass sie in Zukunft über das Internet einkaufen wollten . Bei
der Wahl der Zahlungsmethoden zeigen sich die Deutschen allerdings konservativ .
Weniger als 20 Prozent der Befragten halten die Zahlung per Kreditkarte oder
Lastschriftverfahren für akzeptabel . Als sicherer beurteilen zwei Drittel
dagegen das Bezahlen per Rechnung . Deutsche Online-Käufer meiden Zahlung per
Kreditkarte Deutsche Online-Käufer zahlen seltener mit Kreditkarte als User aus
anderen EU-Länder . Zu diesem Ergebnis kommt die achte " Welle " der
Euro-Net-Studie der Münchner Marktforscher NFO Infratest . In Deutschland zahlen
danach nur 15 Prozent derer , die ihre Ware online geordert haben , per
Kreditkarte . In Frankreich sind es 58 und in Großbritannien sogar 72 Prozent .
Bundesbürger nutzen zu 31 Prozent die Zahlung per Rechnung und zu 35 Prozent
entrichten sie ihren Obolus per Nachnahme . Diese Ergebnisse stimmen mit denen
einer Studie des Sterns überein . Dagegen unterscheiden sich die Untersuchungen
bei der Anzahl der Internet-Nutzer in Deutschland insgesamt : Bei einer
vergleichenden Analyse der gekauften Waren stellt die Euro-Net-Studie fest ,
dass in Großbritannien , Frankreich und Deutschland am häufigsten Bücher online
gekauft werden . 16 Prozent der französischen User bestellen Produkte des
täglichen Bedarfs über das Netz . Bei den Briten sind dies nur noch acht und in
Deutschland nur noch zwei Prozent . Microsofts .NET : Ziele für die Zukunft
gesucht Nachdem die Microsoft-Chefs bei einem Blick in die Zukunft bereits
festgestellt haben , dass die Internet-Service-Initative .NET für den Konzern
ungeheuer wichtig ist , will Microsoft nun eine neue Forschergruppe bilden . Die
Gruppe wird nach Microsofts Plänen von Roy Levin geleitet , dem ehemaligen Chef
der Compaq-Systemforschung . In einem Interview mit dem US-Blatt sagte Levin ,
er wolle 10 bis 15 andere Wissenschaftler zur Forschung an .NET und Themen aus
dem Bereich verteilter Systeme gewinnen . Zum genaueren Gegenstand der
Untersuchungen konnte Levin allerdings keine Angaben machen : Viel hänge vor
allem von den Leuten ab , die sich zusammensuchen ließen . Mit der Bildung
dieser Gruppe erweitert Microsoft den Bestand seiner Forschungsabteilungen .
Damit ist zwar der jüngst eingefahrene finanzielle Verlust noch nicht beseitigt
, aber wenigstens hält der Nutzerzuwachs an . Web.de betont die Anzahl seiner
User vor allem deshalb , weil bei der Anmeldung für die Nutzung der Dienste von
jeher die Richtigkeit der persönlichen Angaben geprüft wurde . Andere
Freemail-Dienste haben es da in der Vergangenheit mit den Angaben ihrer User
nicht so genau genommen . Seit kurzem erst bemüht sich GMX um die Validierung
seiner Nutzerdaten . Nun , so sagt GMX , sind 95 Prozent der Nutzer mit
richtiger Adresse bekannt . Tourismuskonzern reserviert rund 5.000 .info-Domains
Der österreichische Tourismuskonzern Tiscover hat gegenüber heise online
bestätigt , dass er in der Sunrise-Periode bis zu 5.000 Adressen in der neuen
Top Level Domain .info hat vormerken lassen . Nach dem Bericht , die Firma
beanspruche 1.500 Domains , ist eine private Internet-Seite kontinuierlich
erweitert worden und weist jetzt knapp 5.000 .info-Domains aus , die Tiscover
für sich hat reservieren lassen . Arno Ebner von Tiscover sagte gegenüber heise
online , es handele sich dabei keinesfalls um Domain-Grabbing . Man biete für
rund 3.500 Städte im deutschsprachigen Raum Systeme an , mit denen Touristen
sich über das Netz informieren und Urlaub buchen könnten . Wer als Kunde ein
Informationssystem von Tiscover verwende , bekomme die entsprechende
Internet-Adresse dazu , so Ebner . Keinesfalls beabsichtige man , die
Domain-Namen selbst als Ware zu handeln . Gegen den Vorwurf des Domain-Grabbings
wehrt sich Ebner . Er bezeichnet das Registrierungsverfahren von .info-Domains
bei der Afilias als " Verfahrensmangel " . Weil der Name von Orten und Städten
eben nicht als Warenzeichen eingetragen werden könne , habe man in
geschäftlichem Eigeninteresse handeln müssen - und zwar auch schon in der
Sunrise-Periode , in der nach Vorstellungen der Afilias nur Inhaber von
eingetragenen Warenzeichen .info-Domains vormerken sollten . Auch der Vorwurf ,
man habe bei der Registrierung absichtlich den 30.12.1899 als falsches Datum
verwendet , weist Ebner zurück . Zwar habe man kein Warenzeichen , das Datum sei
allerdings so nicht absichtlich falsch hinterlegt worden . Vielmehr habe
Tiscover den 23.9.1996 als Datum für ihre " Warenzeichen " angegeben . Tiscovers
Registrar Speednames bestätigte das . Lars Jensen von Speednames sagte , die von
Afilias gelieferte Software sei fehlerhaft gewesen . Wenn man bei der Eingabe
das Datumsformat verletzt habe , dann habe die Software selbst den 30.12.1899
als Datum in die Afilias-Datenbank eingetragen . Jensen vermutet , dass nicht
nur die Vormerkungen von Tiscover deshalb auf 1899 falsch datiert worden sind .
Antikes Olympia feiert Auferstehung im Computer Die Ruinen des griechischen
Olympia feiern im Computer ihre Auferstehung . Ein Blick durch die Spezialbrille
genügt und aus den antiken Fundamenten wachsen die mächtigen Säulen der Tempel
von Hera und Zeus empor . Das Programm Archeoguide wird von Experten in
Darmstadt im Auftrag der Europäischen Union entwickelt . Im Frühjahr muss der
Prototyp abgeliefert werden . Dann soll das Produkt in Serie gehen und pünktlich
zu den Olympischen Spielen in Athen 2004 als Touristenattraktion auf den Markt
kommen . Die wissenschaftliche Grundlage für das Projekt ist die " Augmented
Reality " . Auf diesem Gebiet haben die Darmstädter auch schon andere Projekte
entwickelt . Mit einer Kamera wird das Blickfeld eines Beobachters gefilmt und
in einer Brille mit Computer-Display mit künstlichen Welten erweitert . Je nach
Kopfbewegung passt sich die Perspektive des Bauwerkes an , um damit einen
möglichst realitätsnahen Eindruck zu erzeugen . Die Fachleute für " Augmented
Reality " sitzen im Fraunhofer Institut für Graphische Datenverarbeitung ( IGD )
und Zentrum für Graphische Datenverarbeitung ( ZGDV ) in Darmstadt . " Unser
größtes Problem war , den menschlichen Blick einzufangen " , erläutert Tim Gleue
vom ZGDV . Der Computer muss genau feststellen , wohin der Betrachter sieht , um
dann perspektivisch korrekt das künstliche Modell aufzustellen . Bislang war
dies nur mit auffälligen Markierungen in der Landschaft möglich . Nach dem
aktuellen Stand können Touristen an sechs markierten Punkten die Brille
aufsetzen und sich das alte Olympia ansehen . Dabei dürfen sie sich bislang nur
in einem Radius von knapp einem Meter bewegen . " Den wollen wir in den
kommenden Monaten vergrößern , damit die Betrachter auch ein Stück auf die
Tempel zugehen können " , erklärt Didier Stricker vom IGD . Per Mausklick kann
sich der Brillenträger außerdem in einen Vogel verwandeln und das historische
Ensemble aus der Luft betrachten . In die karge Sportarena projiziert der
Computer historische Wettkämpfe im Laufen , Speer- und Diskuswerfen . In den
ersten Versuchsreihen mussten die Wissenschaftler mit einem Rucksack-Laptop
arbeiten , der über sechs Kilo wog . Für einen mehrstündigen Rundgang im heißen
Griechenland ein gewichtiges Gegenargument . Inzwischen sind sie bei knapp drei
Kilo angekommen . " Die Akkus sind unser größtes Problem " , erklärt Gleue .
Außerdem kosten die Bestandteile viel Geld . Auf über 10.000 Mark schätzt der
Computerspezialist die Kosten . " Aber in der Massenproduktion wird der Preis
schnell sinken . " Zurzeit werden die ersten Modelle in Olympia an freiwilligen
Touristen getestet . " Die Jugendlichen sind sehr sehr neugierig , ältere
Besucher dagegen sind oft reserviert " , erzählt Stricker . Geprüft wird neben
den Programmen auch , ob die Betrachter lieber eine Brille oder eine Art
Fernglas benutzen . Insgesamt sind an dem Projekt " Archeoguide " ( Augmented
Reality-based Cultural Heritage On-site Guide ) neben den beiden Darmstädter
Instituten noch vier andere Partner beteiligt . Der griechische Telefonkonzern
Intracom sorgt für die notwendige Infrastruktur , ein italienisches
Vermessungsbüro liefert Daten und Luftbilder , eine griechische Agentur stellt
dreidimensionale Modelle der Tempel zur Verfügung und die portugiesische
Außenstelle des ZGDV modelliert die antiken Kämpfer . All das geschieht unter
den Augen des griechischen Kulturministeriums , das auf die historische Treue
achtet und die spätere Vermarktung organisieren soll . Schlechte Konjunktur
kommt Microsoft zur Hilfe Das Justizministerium wird nichts unternehmen , um
Microsofts Betriebssystem XP aufzuhalten . Wie die Los Angeles Times berichtet ,
wollen die Justizbeamten keine rechtlichen Schritte gegen die Veröffentlichung
von XP einleiten . Aus Regierungskreisen verlautet nach Angaben der LA Times ,
man fürchte wirtschaftliche Schäden , sofern Microsoft sein Betriebssystem nicht
ausliefern könne . Offenbar verspreche sich die Regierung vom Verkauf eine
Belebung der schwächelnden Konjunktur . Dadurch könnte es sich für Microsoft als
günstig erweisen , wenn XP schon eher als erwartet veröffentlicht wird . Denn
dann bleibe Konkurrenten wie Kodak oder AOL wenig Zeit zu Gegenmaßnahmen . Zum
anderen kommen politisch widerstrebende Kräfte wie Senator Schumer , der die
Veröffentlichung von XP aufhalten will , in Zugzwang . So scheint die Zeit und
die Sorge um die schlechte Kunjunktur für Microsoft zu arbeiten . Wie die LA
Times aus dem Justizministerium erfahren haben will , bleibt man dort zwar
weiterhin besorgt über Microsofts Praktiken . Aber man wisse nicht genau , wie
man vom Justizministerium her weiter gegen Microsoft vorgehen solle , nachdem
die Zerschlagung des Konzerns vom Gericht rückgängig gemacht worden war . Statt
kurzfristig Maßnahmen zu ergreifen , suchen die Kartellwächter scheinbar nach
einer grundsätzlichen Antwort auf die Frage , wie mit Microsoft zu verfahren ist
. Die LA Times zitiert einen Regierungsbeamten , der sagte , es bestünde
Übereinstimmung , eine abschliessende Lösung zu finden und alles zu unterlassen
, was sich wettberwerbsschädigend auswirken könnte . IT-Stellenmarkt :
Interdisziplinäres Wissen gefragt Die diesjährige Stellenmarktanalyse der
Deutschen Privaten Akademie für Wirtschaft ( CDI ) aus München ergab , dass in
diesem Jahr der Bedarf an IT-Spezialisten weiter gewachsen ist und sich
gleichzeitig das Anforderungsprofil für Fachkräfte ändert . Durch die technische
Weiterentwicklung werden jetzt vor allem höhere interdisziplinäre Anforderungen
gestellt . Für ihre Analyse hatte die CDI 4700 Stellenangebote in 15 regionalen
und überregionalen Tageszeitungen , 5 Fachpublikationen sowie 5 führenden
Online-Jobbörsen daraufhin untersucht , welche Qualifikationen Arbeitgeber
erwarten . Nach wie vor werden in den IT-Kernbereichen Kenntnisse auf dem Gebiet
der Softwareentwicklung erwartet . So fällt zum Beispiel im Bereich Multimedia
der Anteil der Stellen auf , für die eine Kenntnis von Script- und
Markup-Sprachen erforderlich ist . Er ist mit 78 Prozent deutlich höher als in
den IT-Kernbereichen . Nach Angaben der CDI haben Quereinsteiger und
Berufsanfänger im Bereich Multimedia gute Beschäftigungschancen : in 53 Prozent
der Stellenangebote wurde keine Berufserfahrungen vorausgesetzt . In 50 Prozent
der Fälle enthielten die Ausschreibungen nicht einmal Angaben zu geforderten
Hochschulabschlüssen . Das CDI beobachtete bei der Analyse der Stellenangebote
in diesem Jahr die Herausbildung eines neuen Berufsfeldes , in das mobile
Techniken wie UMTS ( Universal Mobile Telecommunications System ) , GSM ( Global
System Mobile ) , GPRS ( General Packet Radio Service ) und WAP ( Wireless
Application Protocol ) einfließen und mit dem E-Commerce verschmelzen . Auf
diesen Bereich entfielen 57 Prozent der analysierten Stellenangebote . Der
Bedarf an Fachkräften im IT-Bereich wird als weiter steigend eingeschätzt . Im
vergangenen Jahr wurden nach Angaben des CDI 75.000 IT-Spezialisten gesucht .
Dieses Jahr schließt man sich bei der Einschätzung des Fachkräftebedarfs dem
Bundesverband Informationswirtschaft , Telekommunikation und Neue Medien (
BITKOM ) an und geht von bis zu 440.000 Stellen aus , für die es keine
geeigneten Arbeitskräfte gibt . Mausbewegung soll Wünsche verraten Anhand der
Mausbewegungen auf einer Internetseite wollen die Mitarbeiter des Projekts
Cheese erkennen , was Besucher einer Website wirklich wollen . Das Projekt am
MIT Media Laboratory hat einen ersten Zwischenbericht veröffentlicht und spricht
von weitreichenden Möglichkeiten : Die Bewegung der Maus soll offenbaren ,
welche Bereiche der Seite der Besucher einer Website liest , welchen Link er als
nächstes anklickt und welcher Link seine zweite Wahl ist . Im Rahmen des
Projektes wurden 17 Computernutzer gebeten , 18 verschiedene Internetseiten zu
besuchen und dort ihren Interessen zu folgen . Die Probanden wurden zum Beispiel
gebeten , einen Link zu einem Fernsehprogramm ihrer Wahl auszusuchen oder eine
CD beziehungsweise DVD zu kaufen . Dabei wurde die Mausbewegungen der Surfer
durch ein Script aufgezeichnet und an einen Server übertragen . Insbesondere die
Zeit , die der Mauszeiger auf einer Position ruht , benutzten die Forscher , um
auf Intentionen der Nutzer zu schließen . Im Falle des Web-Einkaufs hat das
besonders gut geklappt . Nach dem virtuellen Einkaufsbummel wurden die Probanden
befragt , welche CD beziehungsweise DVD sie als zweite Wahl gekauft hätten . Aus
Angst vor dem Missbrauch ihrer Daten verzichten 43 Prozent der Bundesbürger auf
eine Internet-Nutzung . Und nur 25 Prozent der PC-Nutzer fühlen sich richtig
darüber informiert , wie sie ihre eigenen Daten beim Surfen im Netz schützen
können . Das geht aus einer Studie des sogenannten "
Freizeit-Forschungsinstituts " der British American Tobacco hervor , die heute
in Hamburg der Öffentlichkeit vorgestellt wurde . Im Rahmen der Untersuchung
hatten 2000 Bürger ab 14 Jahren den Interviewern Auskunft gegeben . " Nicht
Netzanschluss und Computerkompetenz entscheiden darüber , ob sich die
Internetrevolution auf breiter Ebene durchsetzt , sondern die Angst der
PC-Nutzer vorm Datenklau " , kommentierte Institutsleiter Horst W. Opaschowski
die Ergebnisse . Zu gering ist nach Ansicht der Autoren der Studie auch die Zahl
der Bundesbürger , die regelmäßig im Web surfen . In diese Kategorie fällt nur
jeder neunte Deutsche ( 11 Prozent der Gesamtbevölkerung über 14 Jahren ) . Die
Mehrheit der Bundesbürger schaltet den heimischen Rechner erst gar nicht ein .
Frankfurt ( Oder ) schiebt Investitionen für Chipfabrik an Die Stadt Frankfurt (
Oder ) hat einen Schritt unternommen , um den Bau der Chipfabrik auf dem
Stadtgebiet voranzutreiben . Die ausstehenden 80 Prozent dieser Gelder sollen
vom Land Brandenburg und aus Fördermitteln der EU kommen . Frankfurts Chipfabrik
war mehrfach wegen Planungsunsicherheiten in den Schlagzeilen . Im August hatte
es Unruhe gegeben , weil sich abzeichnete , dass der Anteil des amerikanischen
Chipherstellers Intel an der Trägergesellschaft sinken könnte . Brandenburgs
Ministerpräsident Manfred Stolpe ( SPD ) hatte jedoch vor übertriebener Hektik
bei der Planung der Chipfabrik gewarnt und gesagt , es gebe bei diesem
Bauvorhaben keine ernsthaften Verzögerungen . Anfang dieses Monats hatte ein
Anwohner des Baugeländes angekündigt , trotz einer ersten Niederlage vor Gericht
weitere rechtliche Schritte gegen die Errichtung der Chipfabrik anzustrengen .
Nokia sieht Umsätze schrumpfen Im dritten Viertel dieses Jahres rechnet der
finnische Handy-Hersteller Nokia mit fünf Prozent weniger Umsatz als im
Vorjahreszeitraum . Wie der Konzern heute bekanntgab , gehe man zwar weiter von
einem Gewinn von 0,14 bis 0,16 Euro pro Aktie aus . Trotzdem würde der Umsatz in
der Sparte Mobiltelefone im dritten Quartal dieses Jahres den im
Vorjahreszeitraum nicht übertreffen . Im Bereich Netzwerk rechne man sogar mit
rückläufigen Umsätzen , teilt der Konzern mit . Den Finanzreport für das dritte
Quartal hat Nokia für den 19. Oktober angekündigt . Studie : Umsatz im
E-Commerce steigt Im Vergleich zum Vorjahr ist der online erzielte Umsatz damit
um satte 50 Prozent gestiegen . So jedenfalls fällt das Ergebnis einer Studie
der Gesellschaft für Konsumforschung ( GfK ) aus . Die Nürnberger GfK stützt
sich auf die Befragung von 10.000 Internetnutzern . Die Ergebnisse der Studie
zeigen , dass der Anteil online einkaufender Männer mit rund 58 Prozent höher
liegt als der der Frauen . Das Alter des mit rund 34 Prozent größten Anteils an
Online-Käufern liegt zwischen 20 und 29 Jahren . Der Studie zufolge ist
Online-Einkauf dabei mehrheitlich eine Sache für Leute mit einem
Haushaltseinkommen von 6000 Mark netto und mehr . Bei der Bezahlung wird von 40
Prozent der Einkäufer die Überweisung nach Erhalt der Dienstleistungen und Waren
favorisiert . Diese Studie bestätigt damit die positive Trendaussage für das
E-Commerce einer anderen Untersuchung aus dem Juli . Auch die Einschätzung des
Geschlechterverhältnisses einer weiteren Studie wird bestätigt . Nicht so gut
zusammenpassen mit den Prognosen anderer Untersuchungen will indes die Aussage
der GfK , dass der Umsatz des Handels im Netz stetig stieg . Andere Studien
sahen die Wachstumsmöglichkeiten des E-Commerce durch mangeldes Vertrauen ins
Online-Shopping oder die Sorge um Datenmissbrauch beeinträchtigt . " Virtual
Fires " : Im Rechner brennt es lichterloh Computersimulationen sollen
Experimente ersetzen und Einblicke in die Zukunft gewähren können : Im Rahmen
des EU-Projektes " Virtual Fires " stecken Forscher nun auch Tunnel in Brand ,
rein virtuell versteht sich . In den Christian-Doppler-Laboratorien an der
Österreicher Montanuniversität werden ab Oktober Tunnelbrände und ihre
Entwicklung simuliert . 335.000 Euro gehen dabei an die Österreicher , die
Computermodelle von Tunnelbränden entwickeln . Ziel ist ein Simulator , der
Vorhersagen über die Entwicklung von Bränden ermöglicht . Auch für die
Überprüfung von Sicherheitsvorkehrungen und zur Schulung der Rettungskräfte
könnte die Computersimulation herangezogen werden . Ebenfalls am Projekt "
Virtual Fires " beteiligt ist deshalb die Berufsfeuerwehr Dortmund . Die
Rechenleistung zur Durchführung einer Simulation ist nach Einschätzung von
Wilhelm Brandstätter , dem Leiter der Christian-Doppler-Laboratorien ,
heutzutage das nachgeordnete Problem . Hessische Initiative : Die hessische
Kultusministerin Karin Wolff hat nach Angaben von dpa eine Medieninitative für
Schulen ihres Bundeslandes angekündigt . Die Gelder würden nur zu einem Teil in
neue Geräte investiert . Zum anderen Teil wolle das Ministerium mit
umfangreichen Fortbildungsangeboten die Medienkompetenz der Lehrer erweitern .
In den Lehrplänen solle zudem mehr Wert auf Medienarbeit gelegt werden . Die
Lehrkräfte könnten diese Aufgabe alleine nicht bewältigen , meinte Wolff .
Einstellungsstopp für Kollege Roboter Ein Drittel der Hersteller von
Investitionsgütern hat die Automatisierung ihrer Produktion gesenkt oder plant
dies . Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Fraunhofer-Instituts für
Systemtechnik und Innovationsforschung und des Instituts für Fabrikanlagen und
Logistik der Universität Hannover , für die etwa 1000 Betriebe untersucht wurden
. Dabei stellte sich heraus , dass für viele Industriebetriebe die Grenze des
wirtschaftlichen Nutzens von Automatisierungstechnik niedriger als erwartet
liegt . Als Ursache für die verhaltene Beurteilung des wirtschaftlichen Nutzens
der Automatisierung durch die Betriebe nennt die Studie die immer noch zu
geringe Flexibilität der automatisierten Produktionsanlagen . Sie sind heute so
weit verbreitet , dass sich ein grundsätzliches Problem bemerkbar macht : Eine
Anlage , die Grafikkarten bestückt , kann nicht Netzteile löten . Und selbst
wenn die Produktion eines Grafikkartentyps nur zu Gunsten der Herstellung eines
anderen aufgegeben wird , lassen sich Produktionsanlagen nicht ohne weiteres
umstellen . Solche Anlagen werden in ihrer Wirtschaftlichkeit für ein Drittel
der untersuchten Betriebe zum Problem : Innovationszyklen schrumpfen und die
Produktserien verkürzen sich . Die Anlagen aber bleiben in Anschaffung und
Unterhaltung teuer , sie lassen sich nicht ohne weiteres umstellen . Beim
Vergleich der 1000 untersuchten Betriebe liefert die Studie weitere
Überraschungen wider die Annahme , automatisierte Produktion sei gleichbedeutend
mit Wirtschaftlichkeit . Erstens fiel die Ausschussquote der Betriebe , die den
Automatisierungsgrad ihrer Produktion gesenkt haben , mit 4,1 Prozent geringer
aus als bei den Betrieben , die ihre Produktion nicht umstellten . Hier lag die
Ausschussquote einen Prozentpunkt höher . Zweitens weisen die Betriebe mit hoher
im Vergleich zu denen mit niedriger Automatisierung keine signifikat höhere
Wertschöpfung pro Mitarbeiter auf . Nach Einschätzung der Studie ist vom
Abklingen der Automatisierungseuphorie nur deshalb noch nicht viel zu merken ,
weil die Umsätze der Anbieter von Automatisierungstechnik boomen .
Öffentlichkeit kann jetzt .info-Domains beantragen Das für die Vergabe
zuständige Konsortium ( Afilias ) hat eine Reihe von Firmen , so genannte
Registrare , autorisiert , für Kunden info-Domains vorzumerken . Bisher sollte
jeder , der sich einen Domain-Namen vormerken lassen wollte , auch das Recht an
einem gleichlautenden Markennamen haben . Diese Beschränkung gilt nicht mehr .
Die öffentlichen Vormerkungen ab heute sind allerdings nicht verbindlich - den
Zuschlag verteilt Afilias in einem Zufallsverfahren . Nach der so genannten
Start-up-Periode vergibt die Afilias ab dem ersten Oktober dann noch nicht
vorgemerkte Domain-Namen durch direkte Registrierung . Bei dieser wird
demjenigen der gewünsche Domain-Name zugesprochen , der ihn zuerst für sich
reklamiert . Wieviele " interessante " Domains es noch gibt , ist indes fraglich
- Domain-Grabbing begleitet das Registrierungsverfahren von Anfang an . Bisher
hätte sich nach Vorstellungen der Afilias nur der einen Domain-Namen vormerken
lassen sollen , der ein gültiges Recht auf einen gleichlautenden Markennamen hat
. Doch die Afilias hat sich von Anfang dagegen gewehrt , das Vorhandensein von
angegebenen Markenrechten beim Eintragen einer Vormerkung auch zu testen . Erst
Mitte August hat die Afilias sich bereit erklärt , selbst fragliche
Reservierungen zu überprüfen - freilich erst nach dem Ablauf der Frist , in der
sich nur die Besitzer von Markenrechten hätten eintragen sollen . Anfang dieses
Monats wurde die Afilias dann von dem ihr übergeordneten Konsortium , der
Internet Corporation for Assigned Names and Numbers ( ICANN ) , angehalten ,
wenigstens Ländernamen von der Vormerkung auszunehmen . Anläßlich des Grabbing
von 1500 Domains durch einen österreichischen Tourismuskonzern versicherte Tommy
Williams von der Afilias , man verfüge über ein geeignetes Programm , das die
Datenbankeinträge bei der Afilias testet . Dieses Programm werde logische
Inkonsistenzen vorgeblicher Markenrechte aufspüren . Außerdem , so Williams
weiter , wolle die Afilias bei ihren Prüfungen eingegangene Beschwerden
berücksichtigen . Darüber , ob ein Abgleich mit Patentämtern vorgesehen sei und
wie das Programm im Detaill arbeitet , wollte Williams keine Angaben machen .
Diese Organisation führt im Auftrage der Afilias ein kostenpflichtiges
Widerspruchsverfahren durch . Wer als erster einen bereits vorgemerkten
Domain-Namen für sich reklamiert , muss 295 US-Dollar berappen . Bei einem
solchen Verfahren liegt die Beweislast bei demjenigen , der die Domain bereits
vorgemerkt hat . Sofern er der WIPO kein gültiges Markenrecht nachweisen kann
oder nicht auch 295 US-Dollar für die Abwicklung des Verfahrens zahlt , wird ihm
die vorgemerkte Domain entzogen . Wer ein Widerspruchsverfahren anstrengt , kann
beantragen , dass ihm selbst eventuell widerrechtlich vorgemerkte Domains
überschrieben werden . In diesem Falle muss der Antragsteller allerdings selbst
ein gültiges Markenrecht nachweisen . Wenn beide Parteien eines solchen
Verfahrens die 295 Dollar gezahlt haben , erhält nach dessen Abschluss der 220
Dollar zurück , dessen Antrag die WIPO gefolgt ist . R@diomp3 wird eingestellt
Musicpl@y , die Betreibergesellschaft des MP3-Providers R@diomp3 , wird
liquidiert und der Münchner MP3-Sender eingestellt . Obschon es ein
Sanierungskonzept für den Dienst gab , hat sich niemand gefunden , der die
Altschulden der Musicpl@y tragen wollte . Wie Stefan Höper , Geschäftsführer der
Musicpl@y , weiter mitteilte , hätten auch 13.000 eingegangene
Einzugsermächtigungen und die Prognose von schwarzen Zahlen für Anfang nächsten
Jahres nicht ausgereicht , um Investoren vom R@diomp3 zu überzeugen .
Online-Broker Consors macht Miese Wie viele der im letzten Jahr noch stolz
erwähnten 1095 Mitarbeiter des Konzerns diese Offensive betreffen wird , ist
noch unklar . Anzahl der Internet-User in den USA wächst langsam Damit beläuft
sich der Zuwachs bei den privaten Netznutzern gegenüber dem gleichen Monat des
Vorjahrs auf 16 Prozent - und liegt damit deutlich unter dem Zuwachs , der von
Juli 1999 bis Juli 2000 zu beobachten war . Vor einem Jahr hatte der Zuwachs
immerhin 41 Prozent betragen . Der Vizepräsident von Nielsen//NetRatings , Sean
Kaldor , sagte dem Wall Street Journal , die private Nutzung des Internets zeige
sich vom gesamten ökonomischen Trend unabhängig . Auch im zeitlichen Umfang
würde das Netz zunehmend genutzt . Leute , die über einen Zugang zum Internet
verfügen , nutzen es auch vermehrt , sagte Kaldor . Gewerkschaft erstreitet "
geordneten Rückzug " Die Interessenvertretung der Medienschaffenden in der
Privatwirtschaft connexx.av hat zusammen mit dem Betriebsrat von Junior-Web
einen Sozialplan für die Entlassung von 20 Mitarbeitern erstritten . Bis Juni
dieses Jahres war der Medienkonzern EM.TV Mehrheitsgesellschafter des
Jugend-Internetportals Junior-Web . Zum 19. 6. hatte EM.TV seine Anteile an die
Victory Media Gruppe verkauft . Schon zum Zeitpunkt des Verkaufes hat es nach
Angaben der connexx.av Entlassungen gegeben . Wie die Victory Media Gruppe
gegenüber heise online bestätigte , soll der Mitarbeiterstab des ehemaligen
Junior-Web bis Ende September von 42 auf 20 Mitarbeiter weiter reduziert werden
. Microsoft-Prozess : Gericht verlängert Frist für Statusberichte Richterin
Colleen Kollar-Kotelly hat die Frist für die Abgabe eines Berichts von Microsoft
und dem US-Justizministerium verlängert . Der Bericht , der dem Gericht
ursprünglich am Freitag hätte vorliegen müssen , soll Auskunft darüber geben ,
wie sich Microsoft und das Justizministerium den Fortgang des
Anti-Trust-Verfahrens vorstellen . Jetzt haben beide Parteien bis Dienstag , den
18. September , um 12 Uhr Zeit , ihre Berichte einzureichen . In der Mitteilung
der Richterin heisst es , beide Parteien hätten einen Antrag auf Verschiebung
eingereicht und gute Gründe angegeben - welche Gründe das waren , sagt das
Dokument allerdings nicht . Wirtschaftsministerium erläutert das Internet Das
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie ( BMWi ) hat eine Broschüre
unter dem Titel " Im Internet geht 's weiter " fertig gestellt , in denen
Grundzüge des Internet erläutert werden . Die 16 Seiten richten sich vor allem
an Menschen , die noch gar keinen oder kaum Kontakt zum Netz hatten .
Folgerichtig gibt es die Informationen bisher nur über das Telefon zu bestellen
. Die vom BMWi herausgegebene Broschüre wie auch die Angebote der Web-Site
Internet für Alle gehören zu den Demonstrations- und Informationsaktionen , die
die Bundesregierung unter dem Titel " Internet für Alle " durchführt . Das BMWi
hatte im Juli bereits die Aktion Kids an die Maus gestartet . ASCI White soll
Atomtests simulieren Gestern ist der zurzeit leistungsstärkste Großrechner der
Welt offiziell in Betrieb genommen worden : Der ASCI White von IBM führt mit
seinen 12,3 Teraflops die Weltrangliste der schnellsten Rechner an . Nach gut
einem Jahr Bauzeit soll seine Rechenleistung im Lawrence Livermore National
Laboratory in Kalifornien die Bemühungen der Wissenschaftler unterstützen ,
Tests mit Atomwaffen nur noch am Computer zu simulieren . Der ASCI White liegt
mit seiner Rechenleistung deutlich über dem ursprünglichen Projektziel von 10
Teraflops . Der Computer ist mit sechs Terabyte Arbeitsspeicher und einer
Festplattenkapazität von 160 Terabyte ausgestattet . Damit übertrifft die
Leistung des Großrechners die eines durchschnittlichen PCs etwa um den Faktor
50.000 . Etwas schwerer ist der Großrechner auch , er wiegt rund 106 Tonnen .
Internet-Consulter Razorfish weiter mit Verlust Offenbar haben auch
Umstrukturierung und Entlassungen Razorfish zumindest kurzfristig nicht wieder
in die Gewinnzone bringen können . Schneller Internet-Zugang fürs Auto Die
Berliner Firma Valcast will zur IFA seinen mobilen Internet-Adapter CAR-A-WAN
vorstellen , der das normale GSM-Handynetz nutzen und trotzdem die
Leistungsfähigkeit eines Zweikanal-ISDN-Anschlusses erreichen soll . Nach
Angaben von Valcast werden diese Geschwindigkeiten auf Basis der bereits in
Deutschland verfügbaren HSCSD-Technik erreicht . Der Adapter soll auch in GPRS-
und UMTS-kompatiblen Versionen erhältlich sein . Das für CAR-A-WAN verwendete
Kanalbündelungsverfahren HSCSD wird in Deutschland von den Netzbetreibern E-Plus
und D2-Vodafone angeboten . Zum Anschluss von Rechnern oder anderen Endgeräten
ist ein 10BaseT-Anschluss ( Ethernet mit 10 MBit/s ) integriert ; er lässt sich
auf Wunsch gegen einen 4-Port-Hub , eine Funk-LAN- oder eine
Bluetooth-Schnittstelle austauschen . Der Hersteller sieht die
Haupteinsatzgebiete zunächst im professionellen Bereich , was bei Preisen von
2.700 Euro für die HSCSD- und 3.100 Euro für die GPRS-Version auch kaum
verwunderlich ist . Jugendschützer empfehlen Inhalts-Filter Nach Angaben von
Martin Döring von Jugendschutz.net nehmen im Internet pornografische Inhalte und
so genannte "Tasteless"-Seiten zu . Er empfiehlt Eltern deshalb , auf ihren
Rechnern Filter zu installieren . Jugendschutz.net , eine Einrichtung , die von
den Bundesländern gegründet wurde , erhält in letzter Zeit viele Hinweise auf
"Tasteless"-Angebote . Solche Inhalte zeigen grausame Fotos wie zum Beispiel
Unfallopfer oder verstümmelte Leichen . Nach Einschätzung von Martin Döring geht
der Reiz dieser Inhalte auf Jugendliche vor allem davon aus , dass die Bilder
als Mutprobe angesehen und unter der Hand weiterverteilt werden . " Wir nehmen
an , dass Kinder und Jugendliche das Betrachten dieser Bilder als Mutprobe
ansehen " , sagte Döring in einem dpa-Gespräch . Döring , der als Jurist beim
Jugendschutz.net arbeitet , hält solche Angebote für schwer jugendgefährdend : "
Nach unserer Einschätzung sind 'Tasteless'-Angebote geeignet , Kinder und
Jugendliche sittlich schwer zu gefährden . " Da Tasteless-Angebote vor allem auf
Servern in den USA liegen , können die deutschen Jugendschützer ihre Sperrung
nicht veranlassen . Döring rät deshalb Eltern , die ihre Kinder von solchen
Inhalten schützen wollen , auf ihren Rechnern Filter zu installieren . Die heute
erhältlichen Filter dienen dem Ziel des Jugendschutzes allerdings kaum : Im Test
von c't in Ausgabe 23/2000 zeigten die meisten Filter erhebliche Mängel .
Napster setzt auf Verschlüsselung Napster arbeitet künftig enger mit PlayMedia
zusammen , einem Hersteller von Audio-Codecs . Die Besonderheit : Der AMP-Codec
von PlayMedia kann Audio- und Videodateien nicht nur kodieren und dekodieren ,
sondern sie gleichzeitig auch verschlüsseln . Bereits früher hatte die
Tauschbörse angekündigt , über ein eigenes Dateiformat einzuschränken , was User
mit den über Napster erhaltenen Musik-Dateien anstellen können . Ziel der
Zusammenarbeit zwischen Napster und PlayMedia ist es unter anderem , endlich die
Auflagen des Gerichts erfüllen zu können : Richterin Marylin Hall Patel hatte
verfügt , Napster müsse geschlossen bleiben , bis die Filter-Systeme
urheberrechtlich geschütztes Material sicher erkennen könnten . Der MP3-Decoder
von PlayMedia wird beispielsweise auch in Winamp eingesetzt , wohl immer noch
der meistverbreitete MP3-Player für Windows . Napster selbst benutzt den
normalen PlayMedia-Codec seit der Beta 8 seiner Client-Software . Nach Angaben
der Tauschbörse hat PlayMedia nun eine spezielle Version des Codecs für den
kostenpflichtigen Napster-Service entwickelt . Neue Runde im Übernahmestreit um
Computer Associates Wie das Wall Street Journal berichtet , bemüht sich Wyly
jetzt mit einer geschrumpften Version der Kandidatenliste darum , die
Anteilseigner von CA bei der Aktionärsversammlung am 29. August zu einer
Umbildung der Konzernspitze zu bewegen . Von den ursprünglich zehn Kandidaten ,
mit denen Wyly sich an die Spitze von CA setzten wollte , sind nun nur noch vier
übrig . Er selbst steht nach Angaben des US-Blatts auch nicht mehr auf der Liste
für die zukünftige Führungsriege . Wyly hält allerdings daran fest , den Chef
von CA , Charles Wang , aus dem Amt zu entfernen . Wang soll durch einen
Wyly-Kandidaten abgelöst werden . Ursprünglich hatte der Texaner selbst den
Chefsessel von CA übernehmen wollen . Der Vizechef von CA kann nach den neuen
Plänen bleiben . Siemens Dematic will 700 Stellen streichen Siemens Dematic
beabsichtigt laut dpa , in den nächsten zwei Jahren 700 Stellen in den USA und
auch in Deutschland abzubauen . Siemens Dematic ging aus einer Zusammenlegung
des Siemens-Bereichs für Produktions- und Logistik-Systeme und der
Mannesmann-Industriesparte Atecs hervor . Atecs wurde von Vodafone nach der
Übernahme von Mannesmann aus dem Konzern ausgegliedert und versilbert . Die
Dematic beschäftigt nun weltweit rund 21.000 Mitarbeiter ; die Firma ist nach
Einschätzung von Siemens-Manager Edward G. Krubasik der führende
Automatisierungsanbieter auf dem Gebiet der Produktions- und Logistiksysteme .
Dematic reagiert mit den Stellenstreichungen auf die Flaute der Weltkonjunktur ,
die besonders der Elektronik- und Telekommunikationsmarkt zu spüren bekommt .
Vor allem auf dem amerikanischen Markt gab es massive Investitionsrückgänge im
E-Commerce und der dazugehörigen Logistik . Dematic-Chef Dietmar Straub will
daher Kosten sparen : " Dieser durch Integration und Markt beeinflussten
Situation werden wir durch den Aufbau effizienter und schlanker Strukturen
begegnen und als schlagkräftigster Komplettanbieter von Logistiklösungen auf dem
Weltmarkt unsere Positionen ausbauen . " Fraunhofer-Gesellschaft spielt
Zukunftsmusik zur IFA 2001 Das Institut Grafische Datenverarbeitung ( IGD ) der
Fraunhofer-Gesellschaft stellt den Besuchern der Internationalen Funkausstellung
( IFA ) in Berlin zukunftsweisende Dienstleistungen vor . Zum Test für Besucher
der Ausstellung steht bereits der eGuide zu Verfügung . Dieser Navigator soll
die Orientierung auf dem Austellungsgelände erleichtern und wurde bereits auf
anderen Großveranstaltungen wie der CeBIT 2000 und der EXPO 2000 eingesetzt .
Besitzer von WAP-Handys , Palm-Hendhelds und anderen mobilen Computern können
den eGuide nutzen , um detaillierte Informationen über Stände und
Veranstaltungen einzuholen . Weiter kann sich der Besucher über den eGuide
Lagepläne beschaffen und eine eigene Tour über das Gelände zusammenstellen .
Anlässlich der IFA wurden die Strukturierung der vom eGuide genutzten Daten neu
überarbeitet . Der eGuide setzt auf einem vom IGD entwickelten Standard , dem
XyberScout auf . XyberScout soll als systemübergreifende Plattform für
personalisierte und mobile Informationsverarbeitung dienen . Am Stand 8 in der
Halle 5.3 wollen die Forscher des IGD einen Shopping-Assistenten vorführen . Der
soll als " elektronischer Einkaufszettel " funktionieren . Außerdem wird der
Nutzer eines solchen Assistenten im Laden seiner Wahl nicht nur über die
gewünschten Produkte informiert und zu ihnen hingeleitet . Der
Shopping-Assistenten soll darüber hinaus einen direkten Preisvergleich mit
anderen Anbietern ermöglichen . Auch wenn der eGuide bereits länger im Einsatz
und der Shopping-Assistent noch Zukunftsmusik ist , lässt sich bereits jetzt
absehen : Systeme , die mobile und personalisierbare Datenverarbeitung
ermöglichen , sind von wachsendem wirtschaftlichen Interesse . ( Interview "
E-Business wird anders " in c't 3/2001 ) Wer in der ersten Runde im Run um die
neue .biz-Domain dabei sein will , hat Glück gehabt . Das für die Registrierung
zuständige Konsortium Neulevel hat die Frist für die Vormerkung von .biz-Domains
verschoben . Ab 1. Oktober sollen die biz-Adressen im Web erreichbar sein . Die
biz-Domain ist eine von sieben neuen Top-Level-Domains , die die Internet
Corporation for Assigned Names and Numbers ICANN im vergangenen Jahr zugelassen
hat . In erster Linie ist sie für geschäftliche Auftritte bestimmt , allerdings
können neben Unternehmen auch Einzelpersonen registrieren , die die Domain für
Geschäftszwecke nutzen möchten . Eine scharfe Abgrenzung von Business und
Privatnutzung wird nicht einfach und laut Aussage von Neulevel CEO Doug
Armentrout auch nicht im Einzelnen geprüft . Die Kosten für eine Anmeldung
betragen 2 US-Dollar . Die Registrierkosten variieren je nach Anbieter und
starten bei etwa 20 Euro für die ersten zwei Jahre . Auch Neulevel-Investor
Melbourne IT ist gleichzeitig Domainanbieter , ebenso wie Ex-Monopolist Network
Solutions . Am 25. September beginnt Neulevel mit der " Auslosung " der Gewinner
aus der erstellten Anmeldedatenbank . Vorher werden noch diejenigen Kunden
benachrichtigt , für deren Wunschdomain es einen IP-Eintrag bei Neulevel gibt .
Kritik an dem Verfahren hatte es vor allem deshalb gegeben , weil mit dem
keineswegs kostengünstigen IP-Claim noch kein Recht auf die Domain verbunden ist
. Im Gegenteil : auch wenn ein heute eingereichter Registrierwunsch mit einer
gemeldeten Markeneintragung kollidiert , teilt Neulevel dies zwar dem
potenziellen Kunden mit , stoppt aber keinesfalls die Registrierung . Neulevels
CEO ist davon überzeugt , dass man mit der gewählten Start-up-Prozedur optimale
Fairness erreicht hat , auch unter dem Gesichtspunkt , dass es viele
Markenrechtsinhaber für ein und denselben Namen - wie etwa United - geben kann .
Anderer Ansicht ist dagegen unter anderem der Online-Medienversand Amazon , der
eine Klage wegen des Verdachtes auf illegales Glückspiel gegen Neulevel und
ICANN eingereicht hat . " Die Klage ist unhaltbar und wird keinen Einfluß auf
den Start von .biz haben " , sagte dazu Armentrout . Erneute Verschiebung im
Microsoft-Verfahren Richterin Colleen Kollar-Kotelly hat die Frist für die
Abgabe der Statusberichte von Microsoft und dem US-Justizministerium nochmals
verlängert . Jetzt sollen die Parteien bis spätestens 20. September über ihre
Vorstellungen vom Fortgang des Verfahrens Auskunft geben . Den letzten Aufschub
hatte Kollar-Kotelly ohne Angabe von Gründen gewährt . In ihrer aktuellen
Mitteilung heißt es nun , wieder hätten beide Parteien um Aufschub gebeten , und
wegen der Ereignisse vom 11. September werde dem Antrag entsprochen . Ebenfalls
verschoben wurde der nächste Verhandlungstermin . Demnach werden die beiden
Parteien sich am 28. September vor Gericht treffen . Jenoptik jammert nicht über
die Chip-Krise Der Umsatz in der ersten Jahreshälfte soll sogar um 25 bis 30
Prozent gestiegen sein . Vorstandschef Lothar Späth erwartet nunmehr beim
Jahresüberschuss ein Plus von 30 Prozent im Vergleich zu Vorjahresergebnis . Im
Unternehmensbereich Clean Systems , unter anderem im Bau von Reinräumen für
Chipfabriken tätig , ist der Auftragseingang allerdings um rund 20 Prozent
niedriger als im Vorjahr . Berücksichtige man diesen Auftrag , so habe der
Auftragseingang wieder auf der Höhe des Vorjahres gelegen . Bundesministerium
lobt Internetpreis 2002 aus Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie
( BMWi ) hat den Deutschen Internetpreis 2002 ausgeschrieben . Der Wettbewerb
richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen . Die drei besten Beispiele für
mittelständische Internetnutzung werden mit jeweils 50.000 Euro prämiert . Mit
dem Internetpreis will das BMWi dem Mittelstand die Marktchancen des Netzes
näher bringen . Alfred Tacke , Staatssekretär im BMWi , sieht die besondere
Stärke des Mittelstandes in seiner Flexibilität . Der Internetpreis soll für den
Mittelstand einen zusätzlichen Anreiz bieten , dieses in neuen Bereichen Gewinn
bringend einzusetzen . Caldera kündigt Entlassungen an Der Linux-Distributor
Caldera hat die Entlassung von 51 Mitarbeitern angekündigt . Gestern wurden die
Restrukturierungspläne genauer erläutert . Die 51 Stellen , die gestrichen
werden sollen , entsprechen rund 8 Prozent der Belegschaft . Roboter als
Klettermaxe Als voraussichtlich einzige deutsche Studentengruppe will sich ein
Team aus Lübeck mit Eigenbau-Maschinen an einem Kletterwettbewerb für Roboter
beteiligen . Im Rahmen dieses Wettbewerbes sollen Roboter eine senkrechte Wand
erklimmen . Vorher müssen sie selbstständig ein Zielobjekt mit einer sichtbaren
Fläche von nur fünf Quadratzentimetern erkennen und beim Aufstieg Hindernissen
ausweichen . Die Lübecker sind unter der Leitung von Werner Brockmann gleich mit
zwei Robotern am Start : FALCO und ALFRED . Die Kletterei wird auf der vierten
internationalen Konferenz über kletternde und gehende Roboter ( 4th
International Conference on Climbing and Walking Robots , CLAWAR ) ausgetragen .
Der wissenschaftliche Kongress findet in diesem Jahr vom 24. bis 26. September
in Karlsruhe statt . Seine Veranstalter erwarten neben Wissenschaftlern aus
aller Welt auch rund 20 teilnehmende Robotern . Nur fünf davon sind als
Kletterroboter beim Wettkraxeln zugelassen . Libro will sich von Lion.cc trennen
Die österreichische Buch- und Medienkette Libro will sich von ihrem Online-Shop
Lion.cc trennen . Die Verhandlungen über einen Verkauf dauern zur Zeit noch an .
Mittlerweile ist allen 72 Mitarbeitern der Lion.cc gekündigt . Lion.cc war durch
Lieferschwierigkeiten und Unregelmäßigkeiten in die Schlagzeilen geraten und
hatte dazu beigetragen , das Mutterunternehmen Libro in die roten Zahlen zu
bringen . Nimda : Es hätte schlimmer kommen können Code Red hat uns vor
Schlimmerem bewahrt ! Die bei der Desinfektion eingespielten Patches machten die
Server immun gegen die Angriffe von Nimda . Auch dürfte das Medienecho auf Code
Red viele IIS-Administratoren dazu bewogen haben , endlich die überfälligen
Sicherheits-Patches einzuspielen . Noch immer ist unklar , wie weit Nimda sich
hat verbreiten können . Michael Dickopf , Pressesprecher des Bundesamtes für
Sicherheit in der Informationstechnik ( BSI ) , sieht sich außer Stande , eine
seriöse Schätzung abzugeben . Er vermutet jedoch , dass die Verbreitung von
Nimda mittlerweile schon wieder rückläufig ist . Stefan Grosse , Referent für
Sicherheitsfragen beim IT-Branchenverband BITKOM , äußerte sich gegenüber heise
online ähnlich . Andreas Marx , Mitarbeiter des Virentestcenters der Universität
Magdeburg , führt den glimpflichen Ablauf vor allem darauf zurück , dass die
Administratoren die Virenerkennung der Mailserver aktualisiert und Webserver mit
den nötigen Patches versehen haben . Länger wird es nach Marx' Einschätzung
allerdings dauern , bis auch alle PCs wieder " gesäubert " sind . Die
eigentliche Gefahr für PC-Benutzer bestehe nicht darin , dass das Programm durch
seine Verbreitung nach und nach die anderen Anwendungen auf der Festplatte
unbrauchbar macht . Das größte Risiko gehe davon aus , dass das Programm die
Verzeichnisse auf Windows-PCs für Netzwerkzugriffe öffnet . Dadurch kann jeder
über das Netz auf Dateien zugreifen , sie lesen und löschen . Auf Windows 2000
und NT-Systemen richtet Nimda außerdem einen Gast-Account mit
Administratorrechten ein . Über diesen Account können sich Angreifer auch über
das Internet auf den Rechner anmelden und dort beliebige Programme ausführen .
Während die meisten AntiViren-Programme zwar infizierte Anwendungen " säubern "
oder von der Festplatte löschen , bleiben die durch Nimda geöffneten
Sicherheitslücken bestehen . Empfehlung für Übernahme von Computer Associates
Die Anlageberatungsfirma Institutional Shareholder Services Inc. ( ISS ) will
seine Kunden auffordern , die neuen Pläne des texanischen Multimillionärs Sam
Wyly für eine Umstrukturierung des Vorstandes von Computer Associates ( CA ) bei
der Aktionärsversammlung am 29. August zu unterstützen . Wie das Wall Street
Journal berichtet , hat Wyly damit nach den Anlageberatern von Proxy Monitor und
dem California Public Employees' Retirement System eine dritte Firma als
Unterstützung für seinen Plan gefunden , vier von zehn Vorstandsmitgliedern von
CA aus dem Amt zu entfernen und den Konzern in einzelne Sparten aufzuteilen .
Charles Wang , amtierender Vorstandsvorsitzender von CA , äußerte sich
enttäuscht über die Empfehlung der ISS . Seiner Ansicht nach ist Wylys Vorhaben
, CA aufzuspalten , selbst mit der verkürzten Kandidatenliste des Texaners noch
nicht vom Tisch . Ehemalige Cisco-Mitarbeiter bekennen sich schuldig Die
Urteilsverkündung in diesem Fall ist für den 26. November vorgesehen .
HP-Ableger Agilent kündigt 4000 Entlassungen an Agilent wurde 1999 als Ableger
von Hewlett-Packard gegründet und stellt hauptsächlich elektronische Messgeräte
und Photonik-Komponenten her . Infomatec-Anleger erhält keinen Schadenersatz Ein
Münchner Aktionär des insolventen IT-Unternehmens Infomatec erhält keinen
Schadenersatz für seine Verluste durch den Kurseinbruch der Wertpapiere . Wie
die Süddeutsche Zeitung berichtet , hat das Münchner Landgericht die
Schadenersatzklage des Anlegers am Dienstag abgewiesen . Der Aktionär hatte
angeblich auf falsche Ad-hoc-Meldungen des Unternehmens hin für 30.000 Mark
Infomatec-Anteile gekauft . Nach dem Kurssturz hatte der enttäuschte Anleger die
beiden ehemaligen Infomatec-Vorstände Gerhard Harlos und Alexander Häfele
verklagt . Das Gericht sieht den Anspruch des Klägers als nicht hinreichend
begründet an . Die Mitteilung , auf die hin der Anleger gekauft habe , sei nur
für professionelle Händler gedacht , so das Gericht . Formulierungen wie das
Unternehmen habe ein " gutes Geschäft " gemacht , es sei " IT-Vordenker " und
habe " Technologievorsprung " entsprächen zudem den branchenüblichen
Anpreisungen . Das Gericht befand , solche Mitteilungen seien für den Tatbestand
des Betrugs nicht hinreichend . Elsa mit Verlusten und sinkendem Umsatz Die
Aachener Elsa AG , ISDN- und Grafik-Spezialist , gab sinkende Umsätze und einen
Verlust im zweiten Quartal 2001 bekannt . Damit hält der Trend des ersten
Quartals 2001 an . Scheinbar hat aber auch die Entlassung von etwa 50
Mitarbeitern in Aachen keine Wende gebracht . Elsa kündigte indes bei der
Veröffentlichung der jüngsten Ergebnisse an , man werde am Spar- und
Umstrukturierungskurs festhalten . Als Teil dieser Umstrukturierung kann die
finanzielle Beteiligung des Mainboardherstellers Giga-Byte an Elsa gesehen
werden . Nach Aussagen der Elsa AG planen beide Firmen , ihre Kooperation im
Bereich der Computergrafik auszubauen . Mediziner-Auszeichnung für Bill Gates
Bill Gates und seine Ehefrau Melinda sind von der International Union of
Immunological Societies ( IUIS ) mit einem Preis geehrt worden , berichten
US-Nachrichtenagenturen . Das Preiskomitee begründet die Ehrung damit , dass die
von den Gates gegründete Stiftung eine maßgebliche Unterstützung bei der
Entwicklung von Impfstoffen gegen weltweit verbreitete Krankheiten geleistet
habe . Der Preis der IUIS wurde das erste Mal verliehen . Melinda Gates meinte
aus diesem Anlass , sie und ihr Ehemann seien empört darüber , dass neue
Impfstoffe in der Regel in den USA einige Jahre früher verfügbar wären als in
unterentwickelten Ländern : " Wenn es einen AIDS-Impfstoff gibt , dann wollen
wir ihn überall verfügbar machen . " AOL weiß : Internet ist gut für Kinder
Bisher stimmten Nachrichten zum Thema " Kinder und Internet " eher bedenklich ,
manchmal ließen sie sogar um die Kleinen fürchten . Nun endlich auch mal etwas
anderes : Internet ist gut für Kinder ! Das wenigstens sagt die von AOL in
Auftrag gegebene Studie " Kinder und Internet - Nachwuchs für das World Wide Web
" des Marktforschungsinstitutes EMNID . In der nach Angaben der Marktforscher
repräsentativen Umfrage hat EMNID Telefoninterviews mit 1500 Erwachsenen geführt
und deren Aussagen ausgewertet , unter anderem über die erwünschten Fähigkeiten
von Kindern . Ergebnis : 62,7 Prozent der Erwachsenen halten Internet-Kompetenz
bei Kindern für wichtig ; 73 Prozent gar meinen , dass sich in Zukunft auf dem
Arbeitsmarkt nur der behaupten kann , der mit dem Internet umzugehen weiß . Die
Studie zeigt nach Ansicht der Autoren außerdem , dass die Nutzung des Internet
auch wünschenswerte Auswirkungen auf den Lebenswandel junger Menschen haben kann
. 17,8 Prozent der Befragten wollen beobachtetet haben , dass sich der
Fernsehkonsum von Kindern bei Nutzung des Internets reduziert . 34,5 Prozent
meinen hingegen , dass Kinder , die mit dem Internet zu tun haben , ihren
Gebrauch anderer Medien nicht reduzieren . Der Studie zu Folge ist der
Internet-Nutzer nicht grundsätzlich Einzelgänger . Immerhin 29,2 Prozent der
Befragten gehen davon aus , dass Kinder über das Internet Bekanntschaften
pflegen und neue Freunde finden . Aber auch ziemlich Überraschendes bietet die
Studie : Surfen im WWW macht unheimlich schlau . Knapp 130 Kinder im Alter von 0
bis 5 Jahren lesen Bücher , Zeitungen oder Zeitschriften , während sie durch das
Netz surfen - so zumindest die Hochrechnung der Studie ... Krankenhäuser mit
schlechter Patientenbetreuung im Netz Wer als potenzieller Patient oder als
Erkrankter Betreuung durch Krankenhäuser im Internet erwartet , der wird häufig
enttäuscht . Die Unternehmensberatung Diebold untersuchte , wie Krankenhäuser
des Medium Internet nutzen und was der Patient als eigentlicher " Kunde " davon
hat . Die Studie stellt heraus , dass insbesondere die Betreuung durch E-Mail
noch zu Wünschen übrig lässt . Von 153 in der Studie berücksichtigten
Krankenhäusern waren nur 24 Prozent überhaupt im Netz vertreten . Dabei
begnügten sich die meisten Einrichtungen mit Minimal-Informationen wie
Trägeranschrift , Adresse und Telefonnumer . Nur die Hälfte der im Netz
vertretenen Einrichtungen bieten mehr . Der Studie zufolge finden sich auf 21
Prozent der Internetseiten medizinische Neuigkeiten . 15 Prozent geben
Gesundheitstipps . Und nur 12 Prozent der Seiten ermöglichen ihrem Besucher eine
Kontaktaufnahme per E-Mail . Das Antwortverhalten der Krankenhäuser auf E-Mails
wurde in einer zweiten Untersuchung getestet . 277 Kliniken erhielten ein
Schreiben , in dem nach Operationsmethoden für einen Leistenbruch gefragt wurde
. Nur etwas mehr als die Hälfte der Mails wurden überhaupt beantwortet .
Vergleicht man die Befunde dieser Krankenhaus-Studie mit einer Untersuchung der
Kundenbetreuung durch Banken per Internet , so zeigt sich eine gewisse
Übereinstimmung : Von den E-Mails mit speziellen und fachbezogenen Fragen wird
bestenfalls die Hälfte qualifiziert beantwortet . Softwareunternehmen Feedback
steigert Verluste Die Geschäftsentwicklung hat sich bereits auf die
Beschäftigtenzahl ausgewirkt . Im letzten Jahr waren trotz Verlust noch 17
Mitarbeiter eingestellt worden . Stolz wies der Geschäftsbericht im ersten
Halbjahr 2000 insgesamt 73 Mitarbeiter aus . Abfindung für Esser bringt
IG-Metall-Chef in Bedrängnis Der Goldene Handschlag für den früheren
Mannesmann-Chef Klaus Esser erregt weiter die Gemüter . Doch nun gerät Zwickel
wegen dieser Zahlung an Esser selbst in Bedrängnis : Die Staatsanwaltschaft
Düsseldorf ermittelt auch gegen ihn als Mitglied des Mannesmann-Aufsichtsrates .
Bis heute ist in der Frankfurter IG-Metall-Zentrale nicht bekannt , was genau
die Staatsanwaltschaft dem Gewerkschaftsführer vorwirft . Ein Anruf aus
Düsseldorf am vergangenen Freitag ging ins Leere , weil Zwickel noch in Urlaub
war , berichtet sein Sprecher , Claus Eilrich . Am Montag kehrte Zwickel an
seinen Arbeitsplatz zurück und wurde dort von einer Pressemitteilung der
Staatsanwaltschaft überrascht , bevor er selbst Kontakt mit den Behörden hatte .
Über diese Erklärung hinausgehende Auskünfte habe er bislang nicht bekommen .
Wohl auch deshalb hat der Gewerkschaftsvorsitzende selbst bislang zu dem ganzen
Vorgang geschwiegen und einen Rechtsanwalt eingeschaltet . " Wir haben ein hohes
Interesse daran , dass die Ermittlungen zügig vorangetrieben werden " , sagte
Eilrich . Gleichzeitig wird er nicht müde , die Vorwürfe gegen den
IG-Metall-Chef zurückzuweisen . Als Mitglied des Ausschusses für
Vorstandsangelegenheiten habe sich Zwickel bei allen entscheidenden Abstimmungen
über Zahlungen an Mannesmann-Manager der Stimme enthalten , also nicht
zugestimmt . In dieser Sitzung hätten sich Zwickel und sein Gewerkschaftskollege
, der langjährige Mannesmann-Konzern-Betriebsrat Jürgen Ladberg , der Stimme
enthalten . " Wenn beide mit Nein gestimmt hätten , wäre es trotzdem
durchgegangen " , betont Eilrich . Auch im Ausschuss gelte das Doppelstimmrecht
des Aufsichtsratsvorsitzenden . Auch wenn es faktisch nichts geändert hätte ,
politisch wäre ein Nein wohl klüger gewesen , heißt es in Gewerkschaftskreisen .
Denn der öffentliche Eindruck über den integeren Zwickel hat durch die Berichte
über die Ermittlungen gegen ihn gelitten . " Er wird sicher nicht über die
Affäre stolpern " , meint ein Beobachter mit Anspielung auf den Fall Steinkühler
. Mit dem Rücktritt wurde der Platz für seinen Stellvertreter Zwickel frei .
Equant streicht 3000 Arbeitsplätze weltweit Der Netzwerktechnik-Hersteller
Equant kündigt die Streichung von 3000 Arbeitsplätzen weltweit an . Damit will
der Konzern , der zu 54,3 Prozent der France Telecom gehört , mehr als ein
Viertel seines gesamten Personals abbauen . Der Konzern gab diesen Stellenabbau
heute bekannt ; gleichzeitig wurde die Veröffentlichung des Geschäftsberichtes
für kommenden Dienstag , den 28. August , angesetzt . Ob die Bekanntgabe von
Massentlassungen vor der Veröffentlichung des Geschäftsberichtes darauf
schließen lässt , wie die Bilanz des zweiten Halbjahres bei Equant ausfallen
wird , muss sich zeigen . Equant selbst spricht davon , alle Stellenstreichungen
seien im Plan der Verschmelzung mit Global One bereits enthalten . Das
internationale Joint Venture Global One ging komplett an die France Telecom ,
nachdem sich der französische Konzern und die Deutsche Telekom als Hauptpartner
zerstritten hatten . Sonera will 1000 Stellen streichen Der finnische
Telefonkonzern Sonera beabsichtigt , rund 1000 der im Augenblick 11.000 Stellen
zu streichen . Man plane , den Stellenabbau überwiegend durch normal auslaufende
Arbeitsverhältnisse abzuwickeln . Im Rahmen des selbstverordneten Sparkurses
hatte Sonera am Dienstag den Verkauf seiner Telekom-Aktien angekündigt . Sonera
betreibt in Deutschland zusammen mit der spanischen Telefonica das Konsortium
Group 3G , das eine der UMTS-Lizenzen in Deutschland ergatterte .
Computernetzwerke machen sozial Barry Wellman von der Universität in Toronto ist
sich sicher : Während in der Öffentlichkeit der Computernutzer häufig als
Eigenbrötler und Einzelgänger hingestellt wird , weist Wellman vor allem auf den
Charakter gemeinsam erbrachter Arbeit hin , bei der Computer und
Computernetzwerke als Infrastruktur eine wichtige Rolle spielen . Der
Wissenschaftler argumentiert ausgewogener als sein Kollege Robert Kraut , der
mit populären Thesen zum Internet von sich Reden machte . Kraut hatte 1998
behauptet , die Beschäftigung mit dem Internet mache depressiv , bevor er in
einer späteren Studie sagte , diese Effekt bestünde nicht mehr . Mit dieser
letzten Studie hat Kraut eine Wende um 180 Grad vollzogen und behauptet nun ,
das Netz fördere Geselligkeit . Wellman geht davon aus , dass Technologie nicht
eigenständig einen sozialen Strukturwandel herbeiführt . Er betrachtet das Netz
nur als eine Kommunikationsmöglichkeit unter anderen . Aus diesem Grund kann
Wellman die widersprüchlichen Thesen seines Kollegen zusammenfassen . Wellman
räumt ein : Das Internet kann Nutzer vereinsamen lassen - wenn sie das Medium
nicht zu nutzen verstehen . Wer aber den Rechner beherrscht und sich sicher im
Netz bewegt , dem helfen diese Fähigkeiten , Kontakte zu pflegen .
E-Commerce-Spezialist Brokat zerfällt Das kränkelnde Software-Unternehmen Brokat
wird zerschlagen . Stefan Röver , Vorstandschef der Brokat , scheidet aus und
übernimmt den Vorsitz einer neuen eOne-Global-Tochter . Michael Janßen ,
Finanzvorstand von Brokat , wird neben seinen Tätigkeiten im Brokat-Vorstand
auch dessen Vorsitz übernehmen . Brokat kündigte an , man wolle sich auf sein
Kerngeschäft " elektronisches Bezahlen " in Europa zu konzentrieren . Damit sind
offenbar die Amerika-Ambitionen des Konzerns komplett vom Tisch . Oracle
investiert in Potsdam Der Softwarehersteller Oracle will seine Internetabteilung
für Deutschland , Österreich und die Schweiz in Potsdam ansiedeln . Das
bestätigte das brandenburgische Wirtschaftsministerium heute gegenüber dpa .
Weitere Angaben dazu wollen das Ministerium und Oracle erst auf einer
Pressekonferenz am 31. August machen . debitel kann zulegen Das
Telecom-Unternehmen debitel , das ohne eigenes Netz operiert , hat seinen Gewinn
im ersten Halbjahr gesteigert . Debitel beschäftigte Ende Juni 3.521 Mitarbeiter
. Von Januar bis Juni konnten rund 900.000 neue Kunden geworben werden , sagte
Wagner . Das im Vergleich zum Vorjahr geringere Umsatzwachstum sei auf
Preissenkungen und die stark gewachsene Gruppe der Wenigtelefonierer mit im
Voraus bezahlten Karten ( Prepaid ) zurückzuführen . Dafür habe debitel den
Schaden durch Betrug deutlich verringern können . Debitel habe mit den
Marktführern D2/Vodafone und D1/Deutsche Telekom sowie E-Plus eine Fortsetzung
der Zusammenarbeit auch für UMTS vereinbart . Außerdem würden die
Service-Anbieter künftig stärker an den Erlösen im Mobilfunk beteiligt sein .
Während heute noch 70 Prozent der Wertschöpfung auf die Netzbetreiber entfielen
, seien es bei UMTS nur 25 Prozent . Mehr als die Hälfte des Kuchens teilten
sich Anbieter von Inhalten und Dienstleistungen . Wagner kritisierte erneut die
Deutsche Telekom . Trotz der Deregulierung im Ortsnetz gebe es nach drei Jahren
immer noch keinen Wettbewerb für neue Dienste . Der Ex-Monopolist sei aber
verpflichtet , Konkurrenten den Zugang zum Ortsnetz zu gewährleisten . In einem
entsprechenden Gerichtsverfahren erwartet debitel Ende August eine Entscheidung
des Oberverwaltungsgerichts Münster . Grundig verbreitet Optimismus Der deutsche
Unterhaltungselektronik-Hersteller Grundig verbreitet auf der IFA nicht nur
Zukunftsvisionen , sondern auch Optimismus , was die Geschäfte angeht : Man
strebe für das nächste Jahr einen Gewinn an . Sofern sich diese Annahme
bewahrheitet , liegt der Umsatz dieses Jahr leicht unter dem des Vorjahres .
Grundigs Prognose stützt sich auf eine durchweg positive Bewertung des
Umstrukturierungsprogramms , das der Konzern mit seinem letzten Jahresbericht
angekündigt hat . Dieser Plan führte zu Entlassungen und soll auch die
Produktpalette von Grundig ändern . Wie ein Firmensprecher gegenüber heise
online bestätigte , sollen von den 1.200 Produkten im Sortiment nur 400
überleben . VeriSign übernimmt Illuminet Zwei große Anbieter von Netzwerktechnik
fusionieren . VeriSign übernimmt Illuminet . VeriSign bietet Infrastruktur für
das Internet an , zum Beispiel Domain Name Systems ( DNS ) für .com-Domains .
Illuminet bietet Infrastruktur für Telefonnetzbetreiber an , die ihre Dienste
über verschiedene Netze hinweg leisten und abrechnen . Wie das Wall Street
Journal berichtet , wird der Chef von Illuminet Roger Moore von VeriSign als
Manager mitübernommen . KPNQwest sieht Anlass zur Hoffnung Der europäische
Internet-Carrier KPNQwest , ein Joint Venture des niederländischen
Telecom-Konzerns KPN und des US-Carriers Qwest , meldet eine Verbesserung seiner
finanziellen Situation . Internet als Hilfsmittel direkter Demokratie Die am
zweiten September gegründete Partei " Virtuelle Volksvertreter Deutschland " (
VVVD ) will mit Hilfe des Internets Elemente direkter Demokratie in den
politischen Alltag integrieren . Registrierte Mitglieder der Partei sollen
Gesetzesvorlagen direkt über das Internet zustimmen oder sie ablehnen können .
Die VVVD will dann die Meinung , die sich bei diesem Diskussionsprozess
herauskristallisiert , von ihren Abgeordneten im Parlament vertreten lassen .
Die erforderliche Software wollen die VVVD selbst entwickeln und die zugehörigen
Quelltexte auf ihrer Homepage offen legen . Die VVVD hat nach Angaben ihres
Generalsekretärs Peter Wilm im Augenblick neun Mitglieder . Ziel der VVVD sei
die Teilnahme an der Bundestagswahl 2002 . Bis dahin sei die Software , mit
deren Hilfe die Abstimmungsprozesse über das Netz laufen sollen , fertiggestellt
und getestet . Außerdem müsse man noch wenigstens zehn neue Mitglieder werben ,
so Wilms , damit ein Bundesverband der VVVD entstehen könne . Ein solcher
Bundesverband ist erforderlich , damit der Bundeswahlleiter eine politische
Vereinigung zur Wahl zulassen kann . Neben ihrem Hervortreten in der
Öffentlichkeit und der Anzahl ihrer Mitglieder entscheidet der Wahlausschuss
nämlich anhand des Umfangs und der Festigkeit einer Vereinigung , ob sie
Kandidaten zur Wahl stellen kann . Die Banken und das Netz In puncto
Kundenbetreuung via Internet bieten die meisten deutschen Banken keinen
befriedigenden Service . Zu diesem Ergebnis kommt die Studie " E-Commerce der
Finanzdienstleister " der Unternehmensberatung Mummert + Partner . Auch die
Verwendung von Verschlüsselungstechniken kann der Studie zufolge noch verbessert
werden . Wenn ein Kunde per E-Mail bei seiner Bank nachfragt , dann erhält er
selten eine brauchbare Antwort . Bei 98 Kreditinstituten untersuchten die
Marktforscher , wie schnell und wie gut Fragen beantwortet werden , die sich auf
Bankgeschäfte beziehen und die aus dem Internet kommen . Im Vergleich zum
Vorjahr hat sich das Antwortverhalten der Banken sogar noch verschlechtert : 29
Prozent antworteten gar nicht . Im letzten Jahr waren es nur 24 Prozent . 62
Prozent der dieses Jahr gegebenen Antworten bewertet die Untersuchung als "
schlecht " . Auch im Bereich des Datenschutzes gibt es noch
Verbesserungsmöglichkeiten . Bei 94 Banken , die überhaupt Verschlüsselungen von
Kundendaten vornahmen , wird nur von 23,3 Prozent das Homebanking Computer
Interface ( HBCI ) eingesetzt . Zu 57 Prozent sezten die untersuchten Banken auf
SSL und zu 60,5 Prozent wird auf eine PIN/TAN-Kombination zurückgegriffen .
Alcatel kündigt Massenentlassungen an Als Gründe für die roten Zahlen gab
Konzernchef Serge Tchuruk neben den Verlusten im Geschäft mit Mobilgeräten auch
die Umstrukturierung des Konzerns an . Man werde , so Tchuruk , weitere Stellen
abbauen . Von 14.000 Angestellten und 4.000 über Werksverträge gebundenen
Mitarbeitern will sich Alcatel trennen . 2.000 weitere Stellen sollen durch
Auslagerungen der Produktion entfallen . Nach eigenen Angaben wird der Konzern
60 Prozent des Personalabbaus in der ersten Hälfte dieses Jahres abgeschlossen
haben . Eine Sprecherin von Alcatel sagte gegenüber dpa , von den
voraussichtlich 4.000 Stellen , die in Europa entfallen , sei Deutschland nach
den aktuellen Planungen nicht betroffen . Allerdings werde die Auslagerung
einiger Produktionsstätten im Bundesgebiet diskutiert . Bislang hat Alcatel
insgesamt rund 110.000 Beschäftigte . Alcatel hatte bereits vor einiger Zeit
angekündigt , rund die Hälfte seiner Produktionsstätten abstoßen zu wollen .
Auch im Bereich E-Business gab es Gewinneinbrüche . Der negative Trend in den
USA könne Europa , zum Beispiel England , härter als erwartet treffen . Von den
Umstrukturierungen und Entlassungen verspricht sich Tchuruk insgesamt aber einen
Gewinn : Excite@Home reduziert Belegschaft Excite@Home wird in den nächsten drei
Monaten etwa 500 seiner Mitarbeiter bei MatchLogic entlassen . Dieses
Unternehmen bietet Dienstleistungen im Bereich Online-Marketing und -Shopping an
. Die geplanten Entlassungen gab der angeschlagene Internet-Provider am
gestrigen Dienstag bekannt . Der Schritt , heißt es weiter , folge der
Ankündigung , dass Excite seine Aktivitäten im Bereich der Online-Medien
verringern wolle . Einige US-Analysten betrachten die Entlassungen allerdings
als Versuch des Unternehmens , überhaupt liquide zu bleiben - sie sehen den
Provider bereits vor der Pleite . Excites größter Investor ist AT&T , für die
der Provider wichtig ist , um das Kabelnetz vermarkten zu können . Das deutsche
Excite-Portal wurde bereits im Juni geschlossen . Excite@Home war Anfang 1999
aus der Übernahme des Internet-Portals Excite durch den
Breitband-Internetprovider @Home entstanden . Plus!-Paket für Windows XP
Microsoft will ab dem 25. Oktober auch in Deutschland ein Plus!-Paket parallel
mit dem neuen Windows XP anbieten . Zum Preis von 95 Mark bringt dieser Zusatz
für den gemeinsamen Nachfolger von Windows 9x/ME und NT/2000 einige Spiele ,
3D-Bildschirmschoner und weitere Designs , die der Bedienoberfläche ein neues
Aussehen verschaffen . Darüber hinaus hat Microsoft in dem Paket Erweiterungen
für den Media Player untergebracht , etwa zur Sprachsteuerung und zur
Konvertierung von MP3-Dateien in Microsofts WMA-Format . Bei Microsofts heißt es
, dass das Paket " zeigt , welches Leistungspotenzial in den Computern der
jüngsten Generation steckt " . Fujitsu mit hohen Verlusten voll im Trend Fujitsu
, japanischer Elektronikkonzern , meldet Verluste im operativen Geschäft . Der
Hersteller von Chips und Computern korrigierte deshalb seine
Wachstumserwartungen nach unten . Europäische Telcoms reagieren auf
Schuldenberge Verursacht durch ihr massives Größenwachstum haben sich diverse
europäische Telekommunikationskonzerne finanziell verhoben . Bei Zukäufen
wuchsen zwar die Schulden , aber nicht auf jedem neu erschlossenen Markt gab es
Gewinne einzustreichen . Kaum besser geht es dem niederländischen Unternehmen
KPN . Die Unternehmen starten nun Restrukturierungen und verkaufen vieles von
dem , was sie zuvor teuer erworben haben . So tritt KPN seinen Anteil am
ungarischen Telekomunternehmen Pannon GSM an die Telenor aus Norwegen ab . Auf
der anderen Seite führt KPN Gespräche mit dem belgischen Telefongesellschaft
Belgacom über eine Fusion . Ob die krisengeschüttelten Telcos allerdings
wirklich dazu übergehen , sich auf bestimmte Geschäftsbereiche zu konzentrieren
, ist fraglich . Der Finanzdirektor von BT , Philip Hampton , sagte gegenüber
dem Wall Street Journal , die Expansion in Dienstleistungen rund um das Geschäft
mit Daten müsse vorangetrieben werden , weil vom Geschäft mit Mobiltelefonen
kein Wachstum mehr ausgehen werde . Kabelnetzbetreiber PrimaCom in den Miesen
Das Mainzer Unternehmen ist der drittgrößte deutsche Kabelnetzbetreiber und
bietet Multimedia-Dienstleistungen an . CA.-Mitarbeiter gegen Wyly-Übernahme In
dem Text der Anzeige erklären die unterzeichnenden CA-Mitarbeiter , der
texanische Multimillionär Sam Wyly habe bei seinen bisherigen Versuchen , CA zu
übernehmen , dem Softwarehersteller nur geschadet . Auch seinen Plan , CA
aufzuspalten , habe Wyly nicht aufgegeben ; so nütze es niemandem , wenn er sich
selbst auf der Aktionärsversammlung in zwei Tagen nicht mehr in den Vorstand
wählen lassen wolle . Seine vier Kandidaten für Vorstandsposten bezeichnen die
CA-Mitarbeiter in ihrer Anzeige als " Marionetten " . Studie : Nicht jeder
private Internetzugang wird genutzt Jeder vierte Bundesbürger mit Zugang zum
Internet nutzt das Medium selten oder kaum . Das Unternehmen hatte im April ,
Mai und Juni dieses Jahres 5000 Menschen befragt . 19,5 Millionen hatten einen
Online-Zugang zu Hause , 10,5 Millionen nutzten Online-Medien am Arbeitsplatz .
Dabei müssen sich 40 Prozent derer , die einen Internetzugang im Büro haben ,
diesen mit mindestens drei anderen Personen teilen . Mittlerweile logge sich nur
noch knapp die Hälfte ( 46,6 Prozent ) über ein Standardmodem ein , so Jupiter
MMXI weiter . Fast ebenso viele ( 40,6 Prozent ) nutzten einen ISDN-Zugang . Per
DSL oder Kabelmodem gingen nur 4,6 Prozent online . Auch das Handy werde nach
wie vor selten als Internetzugang genutzt . 23,9 Prozent der Befragten gaben an
, dass sie ein Mobiltelefon mit Webfunktion besitzen , aber nur 6,2 Prozent
hatten sich in den vorhergehenden 30 Tagen tatsächlich über ihr Handy ins
Internet eingeloggt . Telekom erhebt Anspruch auf schwarze Seiten Der zur
Telekom gehörende Verlag DeTeMedien mahnt : Schwarze sind fast Gelbe Seiten und
die gehören der Telekom . In einem Schreiben vom 20. August wird Andreas Taubert
, verantwortlich für die Seiten der Domain www.darkpage.de , darauf hingewiesen
, dass der Titel seiner Seiten " Die Schwarzen Seiten " das Markenrecht der
DeTeMedien verletze . Diese habe den Begriff " Gelbe Seiten " als Markennamen
für ihre Branchenbücher reserviert . Taubert wurde deshalb abgemahnt und
aufgefordert , eine Unterlassungserklärung zu unterzeichnen . Diesem Schreiben
hat der Abgemahnte nun widersprochen . Auf den Seiten der Domain www.darkpage.de
finden sich düstere Gedichte , private Fotos , Konzerttermine und Informationen
zu Wave und Gothic - aber kein Firmenverzeichnis . Dennoch sind nach Auffassung
der DeTeMedien diese Seiten unter dem Titel " Die Schwarzen Seiten " eine
Verletzung ihrer Rechte am Markennamen " Gelbe Seiten " für Branchenbücher :
Gegenüber heise online bestätigte der Verlag zwar die Abmahnung , für eine
Stellungnahme war aber niemand zu erreichen . Auch steht eine Antwort auf den
Einspruch Tauberts noch aus . Dies ist nicht der erste Fall , in dem die
Abmahnungen der Telekom ungewöhnliche Verbindungen herstellen . Bei den
Buchstaben hat der Konzern es auf das T abgesehen , das er als sein
Markenzeichen versteht . Jetzt wird es im Farbspektrum eng . Nachdem man schon
Ambitionen auf die Farbe Magenta angemeldet hat und nun sogar die schwarzen als
die eigenen Seiten verstanden wissen will , stellt sich Taubert die Frage : "
Gehören der Telekom dann nicht alle bunten Seiten ? " Die Verantwortlichen für
die Domains www.grueneseiten.de und www.blaueseiten.de haben allerdings bisher
nach eigenen Angaben keine Abmahnungen erhalten . Halbzeitbilanz der Telekom -
Trendwende für die T-Aktie Nach dem drastischen Kursverfall in den vergangenen
zwei Wochen steht die T-Aktie möglicherweise vor einer Trendwende . Rechtzeitig
zur Vorlage der Halbjahreszahlen , die Vorstandschef Ron Sommer an diesem
Dienstag in Berlin erläutert , zeigt sich die Deutsche Telekom AG in einem
freundlicheren Licht : So gehörte die Aktie des Unternehmens am Montag erneut zu
den Gewinnern im Dax . Börsianer erklärten den Anstieg unter anderem mit den
Angaben der Telekom vom Wochenende , dass sich die finnische Sonera in den
vergangenen zwei Monaten von einem größeren Aktienpaket getrennt habe . Damit
würden weniger Aktien auf den Markt kommen als erwartet . Ein anderer Händler
meinte , dass der Verkauf von Sonera keine Rolle gespielt habe . Am vergangenen
Freitag war der Niedergang der T-Aktie zunächst gestoppt worden . Zum
neuerlichen Kursverfall hatte vor allem die Deutsche Bank beigetragen : Die
T-Aktie verlor zeitweise bis zu 30 Prozent und rutschte auf rund 16 Euro ab .
Für rund die Hälfte der Papiere wurde eine gestaffelte Haltefrist vereinbart .
Immer wieder hatten Aktionärsschützer auf die Gefahr hingewiesen , dass
hierdurch die T-Aktie weiter belastet würde . Der Vorstand der Telekom betonte
stets , dass die Platzierung von größeren Paketen " marktschonend " erfolgen
werde . Das erhöhte die Nervosität im Markt und nährte Gerüchte , wonach auch
andere Großaktionäre wie Sonera sich von ihren Aktien trennen wollten . Dabei
hatten die Finnen zuvor schon ihre Verkaufsabsichten betont . Am Wochenende
teilte die Telekom schließlich mit , dass sie Sonera von der Haltfrist entbunden
habe . Keine großen Neuigkeiten erwarten Experten indes von den Geschäftszahlen
für die ersten sechs Monate 2002 . Die Telekom hatte die Eckdaten bereits Ende
Juli bekannt gegeben . PrimaCom und UPC verschieben Kabelnetz-Fusion Die im März
angekündigte Fusion der niederländischen United Pan-Europe Communications ( UPC
) und der Mainzer PrimaCom ist verschoben worden . Erst heute Vormittag hatte
die PrimaCom eine schlechte Halbjahresbilanz vorgelegt . Die Mitteilung von UPC
spricht von einer " signifikant veränderten Marktsituation " , die beide
Parteien veranlasst habe , die Abstimmung zu verschieben . Yahoo kündigt eigenen
Sendeservice an Yahoo wird heute einen eigenen Sendeservice im Internet
ankündigen . Die Dienstleistung soll in zwei Paketen angeboten werden .
Virtuelle Konferenzen können live oder on-demand über das Web verfolgt werden .
Yahoo bietet diesen Dienst auch in einem Sendemodus an , in dem jeder Zuschauer
einzeln erfasst und abgerechnet wird . Für virtuelle Konferenzen soll es auch
interaktive Elemente geben ; zum Beispiel eine Frage-Antwort-Möglichkeit . Dem
Bericht zufolge will Yahoo für fünf Konferenzen dieser Art rund 350.000
US-Dollar haben . Dieser Service soll den Kunden rund 250.000 US-Dollar für fünf
Sendungen kosten . Servertechnik mit Stromspar-Chips in der Krise Hersteller von
Servern mit stromsparenden Crusoe-Chipsätzen stecken in der Krise . Junge Firmen
, die sich mit der Entwicklung neuartiger Server-Systeme beschäftigen , trifft
die Flaute am Markt besonders hart . Das berichten US-Medien und verweisen auf
das Beispiel FiberCycle . Nachdem von 33 nur noch 10 Mitarbeiter übrig sind ,
wird FiberCycle-Chef Spero Koulouras mit der Äußerung zitiert , das Unternehmen
werde eingehen . Auch Rebel.com , Hersteller des Servers NetWinder 3100 , habe
sein Geschäft praktisch eingestellt , heißt es . RLX Technologies habe erst im
August viele seiner Entwickler entlassen müssen . US-Medien schätzen die Chancen
für neue Servertechnik als durchweg schlecht ein . Die Krise am Markt treffe
Neulinge besonders hart und biete ihnen kaum eine Überlebens-Chance , lautet der
Tenor . Nasdaq lockert Börsenregeln Eine ähnliche Regel soll am deutschen Neuen
Markt ab dem 1. Oktober in Kraft treten . Gegen die neue Regelung gibt es aber
bereits Widerstand bei eventuell betroffenen Unternehmen . Laut
US-Börsenexperten liegen 669 Unternehmen oder 15 Prozent der bei der Nasdaq
gehandelten Aktien im Augenblick unter der kritischen Ein-Dollar-Marke . In den
Tagen nach den Terror-Attacken in den USA hatte das Kontrollgremium der Nasdaq
nach eigenen Angaben die Ein-Dollar-Regel bereits auf individueller Basis
ausgesetzt . Infomatec-Nachfolger startklar Nachdem das Software-Unternehmen
Infomatec seine Kernbereiche verkauft hat , steht nun der Nachfolger in den
Startlöchern : Die Global Interactive Technologie ( GIT ) führt mit rund 40 der
100 ehemaligen Mitarbeiter von Infomatec ab dem 1. September die
Geschäftstätigkeit des Augsburger Unternehmens fort . Sitz der GIT ist der
ehemalige Firmensitz von Infomatec . Bis alle Ansprüche an die Infomatec
abgegolten und anhängige Prozesse beendet sind , bleibt die Infomatec als Firma
allerdings noch weiter bestehen . Mögliche Unterstützung für Excite@Home
Excite@Home erhält möglicherweise Unterstützung von einem Beratungsunternehmen .
Nach Angaben des Wall Street Journal hat nun Kissinger McLarty Associates
Interesse an dem Unternehmen gezeigt . Wie das Blatt berichtet , wolle Kissinger
McLarty Associates einen Anteil an Excite@Home erwerben . Wie groß dieser
ausfällt , hänge davon ab , auf welche Strategien für eine gemeinsame
geschäftliche Zukunft sich Kissinger McLarty Associates und Excite@Home einigen
. Erst vor wenigen Tagen musste Excite@Home selbst seine eigene
Überlebensfähigkeit in Frage stellen , wenn nicht neue Finanzmittel fließen .
Nokia verliert leicht im Handy-Markt Der finnische Mobiltelefonhersteller Nokia
hat im zweiten Quartal dieses Jahres weltweit etwas weniger Geräte verkauft .
Einer Studie des Marktforschungsinstituts Gartner Dataquest zufolge ist Nokias
Marktanteil von 35,3 Prozent auf 34,8 Prozent gefallen . Die in den USA
ansässige Motorola hat im selben Zeitraum ihren Marktanteil von 13,2 auf 14,8
Prozent steigern können . Auch der schwedische Konzern Ericsson hat den Anteil
seiner verkauften Geräte von 6,8 auf 8,3 Prozent am weltweiten Handel gesteigert
. Damit ist Ericcsson laut Gartner wieder auf Platz drei der verkaufsstärksten
Mobiltelefonhersteller angekommen und hat Siemens wieder verdrängt . Das sind 8
Prozent weniger als im zweiten Quartal des Vorjahrs und 7 Prozent weniger als im
ersten Quartal 2001 . Der texanische Multimillionär Sam Wyly ist mit seinem
Versuch , Teile des Vorstands von Computer Associates ( CA ) durch eigene
Kandidaten auszutauschen , heute auf der Aktionärsversammlung von CA gescheitert
. Damit bleibt der bisherige Vorstand inklusive seines Vorsitzenden , Charles
Wang , im Amt . Er hatte sich gegen Wylys Pläne , den Konzern aufzuspalten ,
ausgesprochen . Wyly hatte früher einige seiner Besitztümer an Computer
Associates verkauft - darunter Sterling Software . Englische Texte aus dem 17.
Jahrhundert Englische Texte aus dem 17. und 18. Jahrhundert sind über das
Internet in der ganzen Welt verfügbar . Die Originale entdeckte der Anglist
Josef Schmied vor 10 Jahren in einem kleinen walisischen Colleg in Lampeter .
Ihr " Update " erfuhren die verstaubten Schriften in einem Projekt der Deutschen
Forschungsgemeinschaft . Bei den Originalen handelt es sich um Traktate , eine
Literaturgattung , die im England des 17. und 18. Jahrhunderts in voller Blüte
stand . Traktate befassen sich unter anderen auch mit Themen aus Religion ,
Politik , Wirtschaft , Wissenschaft und Recht . Je zwei pro Bereich sind
ausgewählt und komplett , mitsamt Titelseitenangabe und Widmung , in den Corpus
aufgenommen worden . Das Ergebnis der Zusammenarbeit eines internationalen
Forscherteams ist auch auf CD verfügbar . Sun gibt Gewinnwarnung Der Server- und
Unix-Spezialist Sun gibt wieder eine Gewinnwarnung : Wie weit Sun hinter dieses
selbstgesteckte Ziel zurückfallen wird , wollte Lehmann allerdings nicht sagen .
Jedenfalls wird es mit dieser Verlustwarnung recht unwahrscheinlich , dass Sun
zum Ende dieses Quartals aus der Verlustzone herauskommt . Nachdem Sun bereits
Anfang des Monats Mitarbeiter zur internen Stellensuche motiviert hatte , so ist
auch diese Gewinnwarnung eine schlechte Nachricht für die Mitarbeiter : AMD
warnt vor Umsatzrückgang und Verlust Wie Rob Herb , Vizepräsident von AMD , am
gestrigen Mittwoch sagte , resultiere der Umsatzrückgang des Gesamtkonzerns aus
einem Umsatzrückgang im Geschäft mit Speichermodulen . Nach Einschätzung des
Wall Street Journal ist das Festhalten an einem unverändert hohen Marktanteil
bei den CPUs für AMD besonders wichtig . Das Wirtschaftsmagazin zitiert einen
Börsenanalysten : Hätte AMD einen Umsatzrückgang bei den CPUs vermelden müssen ,
hätte die Gesamtprognose weit düsterer ausfallen müssen . Nach Angaben des
Blattes habe AMD aber bereits selbst angedeutet , dass das hohe Niveau bei den
CPU-Verkaufszahlen möglicherweise nicht gehalten werden könne . Inwieweit sich
zudem der jüngst neu angefachte Preiskrieg zwischen AMD und Intel bei
Prozessoren auf die AMD-Bilanz auswirken wird , dazu machten die AMD-Manager
bislang keine Angaben . USA : Klärung des Urheberrechts bei digitalen Medien
gefordert Das U.S. Copyright Office kommt in einer neuen Studie zum Ergebnis ,
dass bei der augenblicklichen Rechtslage beim Urheberschutz der Gesetzgeber für
Klarheit sorgen muss . Die Behörde , die für alle Urheberrechts- und
Kopierschutzfragen in den USA zuständig ist , beschäftigt sich in ihrer Studie
mit der Frage , wie sich die Rechte der Nutzer und die der Inhaber von Urheber-
und Verwertungsrechten im Zeitalter der digitalen Medien und im Hinblick auf den
Digital Millennium Copyright Act ( DMCA ) harmonisieren lassen . Die Studie
stellt unter anderem fest , dass die Gesetzteslage durch den Kongress geklärt
werden solle , weil sich vor dem Hintergrund der gültigen Gesetze viele Fragen
nur schwer entscheiden ließen . Auch revidiert das Copyright Office seine
frühere Position , dass Radiosender neben den üblichen Sendegebühren
Extraabgaben für die Ausstrahlung ihres Programmes im Internet zahlen müssten .
Die Studie stellt zwar weiterhin Web-Radios den " normalen " Radios gleich , die
für die Ausstrahlung von Musik generell gebührenpflichtig sind . Die Behörde
sieht aber mittlerweile für eine gesonderte Abgabe auf das Streamen eines
Programms über das Internet keinen Grund mehr . CDU veröffentlicht ihre
Internetstrategie Thomas Heilmann , Internetsprecher der CDU , hat der
Vorsitzenden seiner Partei , Angela Merkel , am heutigen Donnerstag in Berlin
ein Strategiepapier zur Förderung des Internet übergeben . Das Papier , das
Telepolis in Auszügen schon vorlag , umfasst unter dem Titel "
Chancen@Deutschland " 47 Forderungen und erläutert , welche Ziele und welche
Maßnahmen die CDU für die zukünftige Entwicklung des Internets für notwendig
erachtet . Alle Vorschläge für die Bereiche Wirtschaft , Bildung und Recht
stehen unter dem Motto " Steuern , ohne zu bremsen " . Die CDU spricht sich für
eine Stärkung von IT-Unternehmen aus . So sollen Aktienoptionen , mit denen
viele Unternehmen ihre Mitarbeiter bezahlen , weniger besteuert werden .
Insgesamt wird eine Überarbeitung des Steuerrechts gefordert , die moderner
Wirtschaft Rechnung tragen solle . Die Gewerbesteuer ist nach Ansicht der CDU
angesichts der auf vielen verschiedenen Servern im Internet wirtschaftenden
Unternehmen nicht mehr zeitgemäß und so wird die Frage gestellt , ob diese
Steuer nicht besser abgeschafft wird . Das Papier betont aber , man solle bei
der Besteuerung den Grundsatz der Gleichmäßigkeit nicht aufgeben . Im Bereich
Bildung schlägt die CDU einerseits die Vermittlung von Medienkompetenz in allen
Schulen vor , verlangt auf der anderen Seite jedoch , die Ausbildungszeiten
angesichts des Fachkräftemangels zu kürzen . 14 Semester Informatik sind für die
CDU einfach zu viel , das Papier schlägt vor , die Studienzeit auf 10 Semester
zu senken . Für die Bürger will man die staatliche Verwaltung zum modernen
Dienstleister machen , der seine Services auch im Internet vorhält . Fernziel
sei trotz aller gegenwärtiger Sicherheitsbedenken die E-Demokratie , in der auch
Abstimmungen über den Rechner laufen . Ohne genauere Angaben zu machen , wie das
bewerkstelligt werden soll , fordert die CDU , mehr Menschen sollten
kostengünstige Flatrates nutzen können . Mit dieser Forderung geht die CDU kaum
weiter als ihre Nachwuchsorganisation , die Junge Union , die bereits Kampagnen
für Flatrates startete . Als einen weiteren wichtigen Punkt für die Ausweitung
privater Internetnutzung nennt die CDU die Absetzbarkeit des Privat-PCs von der
Steuer . Dafür muß es nach Ansicht der Partei ein einheitliches und
übersichtliches Regelwerk geben , das die private Nutzung des Internets
begünstigt . Zur Forcierung der Sicherheit im Netz setzt die CDU auf freiwillge
Selbstkontrolle der Hersteller , die über Sicherheitszertifikate deutlich machen
sollen , welchen selbstdefinierten Standards ihre Produkte genügen . Zum Schutz
vor Hackern will die CDU das Strafrecht ändern und neue Straftatbestände
definieren . Zum Beispiel soll die Verbreitung von Hacker-Tools unter Strafe
gestellt werden . Wie die Bürgerrechte im Internet gewahrt bleiben , die Antwort
auf diese Frage verschwindet allerdings oft hinter Floskeln , auch wenn sich das
Papier in diesem Fall liberaler zeigt als viele Forderungen der CDU vermuten
lassen würden . Eine klare Stellungname etwa zu Problemen wie Enfopol zur
totalen Kommunikations-Kontrolle fehlt dem Papier völlig . Die CDU will
Softwarepatente zulassen , sofern die Quellen offen gelegt und frei zugängliche
Schittstellen kostenlos zur Verfügung gestellt werden . Diese Patente sollen
allerdings in ihrer Laufzeit auf 5 Jahre beschränkt bleiben . Dem Papier ist
eine Erklärung der Internetkommision der CDU vom 6. Februar dieses Jahres
angefügt , die sich mit der Bezahlung von Inhalten im Netz beschäftigt . In
dieser Erklärung wird die " Gratiskultur " des Internets als nicht
zukunftstüchtig eingestuft . Generelle Abgaben für Inhalte lehnt die
Internetkommission ab und setzt auf ein digitales Rechte-Management . Bis solche
Systeme verfügbar seien , müsse auf Geräteabgaben gesetzt werden . Zu solchen
Geräten zählt die Internetkomission CD-Brenner , Diskettenlaufwerke und Drucker
. Von diesen Geräten werden so genannte " prozessorgestützte Geräte "
unterschieden : Siehe dazu auch : CDU begibt sich auf den Netzpfad in Telepolis
. NEC kündigt Personalabbau an Der Elektronik-Hersteller NEC reagiert mit einer
Restrukturierung auf die weltweite Konjunkturflaute . Rund 4.000 Stellen sollen
entfallen , davon etwa 2200 Werkverträge . NEC beabsichtigt unter anderem ,
seine Produktion in Schottland von monatlich 28.000 auf 15.000 200-mm-Wafer zu
reduzieren und dort mehr als 600 Stellen zu streichen . Um den Gewinn wieder zu
steigern , beabsichtigt NEC neben dem Stellenabbau , seine Marktposition im
Bereich mobiler und optischer Netzwerktechnik zu stärken sowie im Bereich der
IP-Netzwerke kräftig zu wachsen . Dann werde man nur noch als Anteilseigner von
Elpida im Speichergeschäft tätig sein . Bereits ab Oktober beginnt die Umsetzung
der Konsolidierungspläne . Drei japanische Werke in Fukuoka , Oita und Kumamoto
werden zu NEC Semiconductors Kyushu zusammengeführt . Auch von den Werken
Yamagata und Takahata wird nur eines übrig bleiben . Eine alte
150-mm-Wafer-Anlage in Sagamahira macht komplett zu , auch andere
Fertigungsstraßen für diese Wafer sollen abgebaut werden . Ermittlungen gegen
Gründerin von World Online eingestellt Die niederländische Justiz hat die
Ermittlungen gegen Nina Brink eingestellt . Klagen von enttäuschten Aktionären
über angebliches Fehlverhalten von Brink beim Börsengang ihres Unternehmens im
März vergangenen Jahres seien nicht berechtigt , erläuterte eine
Justizsprecherin . Die Gründerin und erste Chefin des früheren niederländischen
Internet-Providers World Online ( WOL ) , der heute zu Tiscali gehört , hatte
bereits ein Vierteljahr vor dem Börsengang einen Teil ihrer Aktien verkauft .
Als Brink ihren Verkauf bekannt gab , verlor die Aktie rund 63 Prozent ihres
Wertes . Nach Angabe der Behörde gegenüber dpa werden die Ermittlungen gegen die
Rechtsperson WOL allerdings nicht eingestellt . IG Metall protestiert gegen
Stellenabbau bei Infineon Die IG Metall protestiert in einem offenen Brief gegen
die Streichung von 5000 Stellen beim Halbleiterhersteller Infineon . Die
Gewerkschaft wendet sich vor allem dagegen , dass Infineon Kündigungen vornimmt
, ohne Alternativen zu suchen . Bayerns IG Metall-Chef Werner Neugebauer schrieb
in einem offenen Brief an Konzernchef Ulrich Schumacher , die Beschäftigten
seien ob des harten Vorgehens von Infineon " gleichermaßen erschreckt wie
irritiert " . Außerdem verstießen die Entlassungen gegen Absprachen . Diesen
Forderungen will die Gewerkschaft am Mittwoch auf einer Betriebsversammlung
Nachdruck verleihen . Geplant ist außerdem eine Flugblattaktion vor den
Werkstoren . Zur Begründung des Vorwurfes , Infineon verstoße gegen Absprachen ,
gab die IG Metall an , dass für die bayerischen Standorte ein
Ergänzungs-Tarifvertrag abgeschlossen wurde . Dieser Vertrag gestattet laut
Gewerkschaft , dass Mitarbeiter ihre Arbeitszeit von 35 auf 40 Stunden
verlängern . In einer Anlage zum Vertrag habe Infineon zugesagt , dass die
verlängerte Arbeitszeit wieder auf die regulären 35 Stunden reduziert werde ,
bevor betriebsbedingte Kündigungen ausgesprochen werden . Bisher wurde die
Arbeitszeit nach Angaben der Gewerkschaft aber nicht wieder auf die Regelzeit
zurückgeführt . Trotzdem habe Infineon mit Entlassungen begonnen . Die
Gewerkschaft kritisiert zudem insbesondere die Kündigung frisch abgeworbener
Mitarbeiter in der Probezeit . Ausgerechnet flexible Arbeitnehmer stünden nun
ohne Einkommen auf der Straße . AOL wegen Beleidigungen in Chatrooms verklagt
Der Internetprovider America Online ( AOL ) wird in Alexandria ( Virginia )
verklagt . Die Klage läuft als Sammelklage . Von den Klägern ist der US-Zeitung
nur Saad Noah namentlich bekannt . Er hatte sein AOL-Abo im Juli 2000 gekündigt
. Sein Anwalt , Kamran Memon , begründete die Klage gegen AOL damit , dass
Chatrooms im Zuge der stetig wachsenden Bedeutung des Internets als öffentliche
Räume angesehen werden müssen . In diesen Räumen dürften Diskriminierungen nicht
geduldet werden , und AOL habe auch auf mehrfache Hinweise seines Mandanten in
entsprechenden Chatrooms die Beleidigungen von Moslems nicht unterbunden . Die
Klage sei der letzte Schritt , nachdem AOL nicht reagiert habe . Rund 20 Seiten
umfasst der Anhang zur Klage , in dem Beleidigungen in AOL-Chatrooms in den
Jahren 1998 und 1999 dokumentiert werden . Andrew Weinstein , ein Sprecher von
AOL , zeigte kein Verständnis für die Klage . Er betonte , dass AOL generell
keine Diskriminierungen in seinen Diensten dulde . Sobald sich ein Kunde
beschwere , würde ein Angestellter von AOL den Hinweisen nachgehen und darauf
reagieren . Kritik am Internet-Papier der CDU Befürworter quelloffener Software
gehen mit der gestern offiziell vorgestellten Internet-Strategie der CDU hart
ins Gericht . Hartmut Pilch , Vorsitzender des Fördervereins für eine Freie
Informationelle Infrastruktur ( FFII ) , setzt sich auf der Website des Vereins
ausführlich mit Passagen des Papiers auseinander . Insbesondere bemängelt er die
von der CDU vorgeschlagene Patent-Sonderregelung für Software . Der Vorschlag ,
so Pilch , enthalte mehrere inhaltliche Fehler und Ungereimtheiten . So hätten
die Autoren , die fordern , dass Patente nur bei Veröffentlichung des Source
Codes erteilt werden dürfen , offenbar nicht begriffen , " dass ein
Softwarepatent ( Logikpatent ) nichts mit einem bestimmten Computerprogramm zu
tun hat , dessen Quelltext offengelegt werden könnte " . Diese Forderung könne
nur mit Inhalt gefüllt werden , in dem Logikpatente ein Programmtext-Beispiel
enthalten oder alle Software , in der die patentierte Funktionslogik zur
Anwendung komme , mit Quelltext veröffentlicht werde . " Ersteres ist bloße
Kosmetik , letzteres käme einer Revolution gleich " , so Pilch weiter . Wolle
man die revolutionäre Variante , so solle man lieber gleich fordern , dass alle
Software mit Quelltext veröffentlicht werden muss , damit überall gleichermaßen
einfach untersucht werden könne , ob eine Patentverletzung vorliegt . Mit
leichter Häme reagierte heute auch die SPD . Der Bundestagsabgeordnete Jörg
Tauss verwies in einer Presseerklärung darauf , dass ein Mitglied der
CDU-Internetkommission zugleich Vertreter der Deutschen Telekom sei . Damit
stelle er eigentlich die erhobene Forderung nach einer Flatrate an sich selbst .
Pearson kauft US-Marktführer für Schulsoftware Der britische Medienkonzern
Pearson weitet seine Aktivitäten im Bildungsbereich aus : NCS ist in den USA
Marktführer im Schulsoftware-Bereich und erwirtschaftet 75 Prozent seines
Gewinns mit Lernprogrammen sowie Notenauswertungs- und Verwaltungssystemen .
Dabei will Pearson die Inhalte liefern , die mit Hilfe der von NCS entwickelten
Software über ein Internet-Lernsystem zugänglich gemacht werden sollen . Bereits
im März hatte das Unternehmen mit dem Kooperationsabkommen mit AOL und zwei
Firmen aus dem Bildungsbereich einen Schritt zur Verwirklichung dieses Plans
unternommen ; im September soll das Bildungsnetzwerk laut Ankündigung von
Pearson an den Start gehen . Der Pearson-Konzern ist der weltgrößte
Lehrbuchverlag und in Deutschland besonders durch die Fachverlage Markt &
Technik und Addison Wesley sowie Penguin bekannt . Daneben ist Pearson mit 22
Prozent an der RTL-Group beteiligt und hält als Eigner der Financial
Times-Gruppe auch 50 Prozent der Anteile an Financial Times Deutschland . USA :
E-Commerce-Anteil an Gesamtumsatz gestiegen Laut einem Bericht des
US-Wirtschaftsministeriums ist der Gesamtumsatz von über das Internet oder
andere elektronische Wege an Endkunden verkauften Waren im Vergleich zum ersten
Quartal 2000 um 5,3 Prozent gestiegen . Damit ist das Ergebnis allerdings immer
noch noch weit von den 1998 vom Wirtschaftsministerium prognostizierten Werten
entfernt . Ein Vergleich mit dem entsprechenden zweiten Quartal des Vorjahrs ist
noch nicht möglich , weil das Ministerium erst mit dem vierten Quartal 1999 mit
der Beobachtung der E-Commerce-Umsatzzahlen begonnen hat . Den vom
Wirtschaftsministerium ermittelten Zahlen liegt die Beobachtung von Unternehmen
verschiedenster Geschäftszweige zu Grunde : Dabei war bei Automobilen und
Sportartikeln der größte Zuwachs zu verzeichnen . In die Untersuchung einbezogen
wurden Verkäufe von Güter und Dienstleistungen über das Internet , per Extranet
sowie über elektronischen Datenaustausch . Dabei war es unerheblich , ob die
Bezahlung der online georderten Waren ebenfalls auf elektronischem Wege oder mit
herkömmlichen Zahlungsmitteln erfolgte . Dazzle übernimmt Consumer-Bereich von
FAST Die beiden Hersteller von Videodigitalisierungslösungen Dazzle und FAST
Personal Video haben sich im Rahmen einer Mehrheitsbeteiligung von Dazzle
zusammen geschlossen . Im Rahmen des Abkommens gibt die FAST Multimedia AG ,
bislang Muttergesellschaft von FAST Personal Video , den gesamten
Consumer-Bereich , der unter dem Namen " Personal Video Division " firmiert , an
Dazzle ab . Bereits im Juli 1999 hatte FAST die beiden eigenständigen
Geschäftsbereiche Personal Video und Broadcast & Professional gegründet , um
zielgruppengerechter agieren zu können , wie es damals hieß . Während die neu
gegründete Dazzle Europe GmbH rückwirkend zum 1. Juli 2000 die Consumer-Produkte
aus dem Bereich Personal Video übernimmt , bleibt der Geschäftsbereich der
professionellen Videoschnitt-Lösunge als selbstständiges Unternehmen bestehen .
Auch für die von Dazzle übernommene Produktlinie soll der Markennname FAST
beibehalten werden . Die kalifornische Firma Dazzle entwickelt
Videoschnitt-Systeme für Heimanwender und erhofft sich von der Übernahme die
Einführung eigener Produkte auf dem europäischen Markt . MozOffice soll Browser
mit Office-Funktionen entwickeln Unter dem Namen MozOffice will der
Programmierer James H. Russell ein Projekt ins Leben rufen , das einen
Web-Browser mit integrierten Office-Funktionen entwickeln soll . Als Basis für
den neuen Browser soll die Gecko-Engine des Mozilla-Projekts , das sich nach der
Freigabe des Netscape-Quellcodes gebildet hat , sowie das von Sun unter der
Open-Source-Lizenz im Quellcode veröffentlichte StarOffice dienen . Auf der
Grundlage der von Gecko unterstützten XML-Variante XUL , die auch die
XML-gestützte Darstellung grafischer Benutzeroberflächen ermöglichen soll , will
MozOffice sämtliche Komponenten gängiger Bürosoftware-Pakete und einen
Web-Browser unter einer einheitlichen Oberfläche zusammenführen . Als
komponentenübergreifendes Datenformat soll XML zum Einsatz kommen . Der
bisherige Entwurf der Entwickler sieht vor , die Software neben der
Browser-Komponente mit den Funktionen von Textverarbeitung , Tabellenkalkulation
, Präsentationsprogramm und Werkzeugen zur Erstellung von Webseiten auszustatten
. Neues Gerichtsurteil zu Kinderpornografie per E-Mail Wie jetzt bekannt wurde ,
hat das Bayerische Oberste Landesgericht mit einem Beschluss vom 27. Juni 2000
in wesentlichen Punkten dem Revisionsantrag zu einem Urteil wegen Verbreitung
von Kinderpornografie per E-Mail entsprochen . Der Beklagte war im Dezember 1999
vom Amtsgericht Mühldorf am Inn dafür zu einer Freiheitsstrafe von 16 Monaten
verurteilt worden . Der Beschluss stützt sich im Wesentlichen auf die
verschiedenene Größe der Empfängerkreise , die zur Erfüllung der Tatbestände "
Verbreitung " und " Verschaffung " vorausgesetzt wird . " Verbreitung "
beschreibt nach Ansicht des Gerichts den Zugang eines nicht kontrollierbaren
Personenkreises zu den strafrechtlich relevanten Inhalten . Diesen Sachverhalt
sah das Amtsgericht in fünf Fällen , in denen der Angeklagte per E-Mail
kinderpornografisches Material an Deckadressen versandt hatte , als erwiesen an
und verurteilte den Angeklagten zu einer Freiheitsstrafe von 16 Monaten ;
möglich wären laut Strafgesetzbuch bis zu fünf Jahre gewesen . Das im
Revisionsverfahren angerufene Bayerische Oberste Landesgericht schloss sich
hingegen der im Antrag des Angeklagten vertretenen Ansicht an , es handele sich
um eine erfolgte " Verschaffung " . Die Verteidigung wies erfolgreich darauf hin
, dass ein E-Mail-Account nur mit der Kenntnis von Adresse und persönlicher
Geheimnummer zugänglich sei . Deshalb könne nicht von einer unkontrollierten
Verbreitung ausgegangen werden . Zudem sei das fragliche Material nicht auf
einem Datenträger übermittelt worden ; dies ist jedoch nach §184 Abs. 3 Nr. 1
StGB Voraussetzung für die vom Amtsgericht Mühldorf erkannte " Verbreitung " .
Das Oberste Landesgericht sah deshalb die Grundlage für das vom Amtsgericht
verkündete Urteil als nicht gegeben und überwies den Fall zur Festlegung eines
dem Tatbestand der " Verschaffung " entsprechenden Strafmaßes zurück an das
Amtsgericht Mühldorf . Kommentar : Warum soll die Übermittlung von Kinderpornos
per E-Mail harmloser sein als auf Disketten ? Warum handelt es sich beim
E-Mail-Versand nicht um " unkontrollierte Verbreitung " ? Schließlich können
Daten im öffentlichen Internet durchaus mitgelesen werden . Ein deutlich
abgemildertes Urteil würde jedenfalls das falsche Signal setzen :
Kinderporno-Vertreiber dürfen mit geringeren Strafen rechnen , wenn sie das
Internet nutzen . IT-Experten : Bayern zeigt die blaue Karte In der heutigen
Kabinettssitzung des bayerischen Ministerrats hat Innenminister Günther
Beckstein seine Kritik an der so genannten Green-Card-Verordnung erneuert . Er
warf der Bundesregierung vor , es fehle ein Gesamtkonzept zur Begrenzung und
Steuerung der Zuwanderung nach Deutschland . Außerdem kritisierte er die "
willkürliche Festlegung auf 20.000 ausländische IT-Kräfte " . Bayern will laut
Beckstein an Stelle der Green Card eine so genannte Blue Card einführen , die
stärker am Arbeitsmarktbedarf ausgerichtet sein soll . Der Entwurf sieht vor ,
die Aufenthaltsgenehmigung für ausländische IT-Fachkräfte auf die Dauer des mit
einer deutschen Firma geschlossenen Arbeitsvertrages zu beschränken . Mit dem
Ende des Arbeitsvertrags endet auch die Aufenthaltsgenehmigung . Beckstein
hierzu wörtlich : " Wer arbeitslos wird , muss wieder ausreisen , wenn er der
Sozialkasse zur Last fällt . " Anders als die Green Card , die bei Zustimmung
des Bundesrats am 1. August in Kraft treten soll , ist die bayerische Lösung
nach Ansicht Becksteins nicht zustimmungspflichtig . Außerdem sieht sie eine
Gültigkeit auch für andere Berufe aus dem Hightech-Bereich vor . Hintergrund des
Alleingangs war der Beschluss des bayerischen Ministerrates über ein
Gesamtkonzept zur Begrenzung und Steuerung der Zuwanderung nach Deutschland . In
dem hierzu veröffentlichten Bericht aus der Kabinettssitzung fordert der
Ministerrat unter anderem eine Straffung des Gesetzesvollzugs bei der
Abschiebung . Eine Sprecherin des Bundesarbeitsministeriums kommentierte den
bayerischen Vorstoß gegenüber c't : " Wir brauchen die Blue Card nicht . " Man
wolle die bayerische Lösung aber " bei Gelegenheit einer kritischen Würdigung
unterziehen " . Bertelsmann : Musikarchiv zum kostenpflichtigen Download Der
Bertelsmann-Konzern will seine Aktivitäten im Musikgeschäft durch den Zukauf
weiterer Firmen ausbauen . Wie Bertelsmann-Chef Thomas Middelhoff in einem
Inteview mit dem Stern erklärte , kämen hierfür ein Musikverlag oder ein
Musikclub im Internet infrage . Middelhoff erneuerte damit seine Ankündigung ,
der Konzern wolle seine Position im Musikgeschäft verbessern ; er nannte jedoch
keine Namen möglicher Kandidaten für eine Übernahme . Eine Fusion mit einem
anderen Konzern schließt der Bertelsmann-Chef weiterhin aus . Er betonte , man
habe an Mischkonzernen mit Firmen außerhalb des Mediengeschäfts kein Interesse .
Middelhoff kündigte an , dass Bertelsmann im Herbst dieses Jahres sein gesamtes
Musikarchiv im Internet zum kostenpflichtigen Download anbieten wolle . Dabei
sollen die Nutzer des Angebotes mit der Bezahlung der heruntergeladenen
Musikstücke auch das Recht zur Weitergabe von vier Kopien erwerben . Über
technische Details des Vorhabens sprach Middelhoff bislang nicht . Nvidia trifft
Abkommen mit Apple Der bisher nur im PC-Bereich aktive Spezialist für
3D-Grafikchips Nvidia hat ein OEM-Abkommen mit Apple geschlossen . Dies
bestätigte die deutsche Pressagentur von Nvidia auf Anfrage von c`t . Laut dem
Abkommen werden in zukünftigen Apple-Rechnern Nvidia-Chips eingesetzt . Nvidia
hat mit dem GeForce 2 MX erstmals einen auch für den Einsatz im Mac geeigneten
Chip entwickelt . Ob dieser Chip als Onboard-Version wie in älteren
Macintosh-Modellen oder auf vollwertigen Grafikkarten eingesetzt werden soll ,
ist aber noch nicht bekannt . Da Nvidia nur die Grafikchips liefert , aber
selbst keine Grafikkarten fertigt , ist das Unternehmen für die
Kartenentwicklung und -fertigung auf die Unterstützung anderer Unternehmen
angewiesen . Die Frage , ob es sich um einen exklusiven Vertrag handelt und
Nvidia die Rolle von Apples bisherigem Hauslieferanten ATI übernimmt , blieb
ebenso offen . Zusätzlich unter Druck gerät ATI durch die Ankündigung von 3dfx ,
in Zukunft auch den Mac-Markt bedienen zu wollen . Angeblich stehen die ersten
Mac-Grafikkarten des besonders unter PC-Spielern beliebten Herstellers bereits
kurz vor der Serienreife . Dritter Teil der "Myst"-Reihe kommt Einige Jahre nach
dem Erscheinen von Myst und Riven sollen gleich zwei Spiele die Nachfolge der
Erfolgstitel antreten . Dabei soll sich der Spieler in den bereits bekannten
sowie einer neuen Welt frei bewegen und umsehen können . Der Wechsel vom Tag zur
Nacht wird in Echtzeit zu verfolgen sein . Das Spiel führt die Geschichte da
weiter , wo Riven aufgehört hat . Mit ähnlicher Technik , wie auch Myst
Dimensions sie verwendet , wird der Anwender fünf neue Welten erforschen können
, um einem von Oskar-Preisträger Brad Dourif gespielten Bösewicht das Handwerk
zu legen . Er hat Rache an Atrus und seiner Familie geschworen , nachdem seine
Heimatwelt von Sirrus und Achenar , den Söhnen von Atrus , zerstört wurde .
Keine Grafikkarten mehr von S3 und Diamond Das amerikanische Unternehmen S3 ,
bisher in erster Linie durch Grafikbeschleunigerkarten bekannt , hat das
Geschäft mit Grafikchips und -karten vollständig aufgegeben . S3 will sich in
Zukunft auf das Geschäft mit den MP3-Playern der Rio-Serie sowie auf
Netzwerk-Lösungen für den Heimbereich konzentrieren . Für die derzeit unter dem
Namen Diamond Multimedia im Handel erhältliche Grafikkarten-Linie will S3 noch
Support leisten , dann aber keine weitere Grafik-Hardware mehr vorstellen . Von
der Maßnahme ist nur der Heimanwendermarkt betroffen ; die auf den Markt für
professionelle Anwender zielenden Lösungen werden weiterhin unter dem Namen Fire
GL gefertigt ; FGL Graphics bleibt als selbstständiger Geschäftsbereich von S3
bestehen . S3 verfolgt weiterhin den Plan , die Abteilung für Grafik-Chips an
VIA abzugeben ; die Firma zeigte sich hoffnungsvoll , dass man mit neuen
Informationen noch etwas gegen den Einspruch der taiwanischen Regierung gegen
das Geschäft unternehmen könne . Netztel Plus insolvent Der
Mobiltelefonie-Anbieter Netztel Plus AG hat am vergangenen Mittwoch beim
Amtsgericht Darmstadt die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt . Dies
teilt das Unternehmen in einer Stellungnahme auf seiner Website mit . Das
Mutterunternehmen TelDaFax geriet bereits im November 2000 in die Verlustzone .
Bereits am Freitag erhielten Nutzer der von Netztel angebotenen Dienste eine SMS
von D2 Vodafone : Es gibt aber keinen Grund zum panikartigen Umstieg auf einen
anderen Anbieter . Wie auch der Netzbetreiber T-Mobile auf seiner Website
erklärt , können Netztel-Kunden zunächst weiterhin über das bisherige Netz
telefonieren . Laut Netztel ist das außerplanmäßige Kündigen der bestehenden
Verträge ohnehin erst möglich , wenn das Insolvenzverfahren tatsächlich
eingeleitet ist . Als Begründung für seine finanziellen Probleme nennt Netztel
Plus die Insolvenz der Mutterfirma TelDaFax . Genauere Angaben über die Art der
Maßnahmen machten die Anwälte jedoch nicht . Bereits im März 1999 hatte Lockyer
einen Vorschlag zur außergerichtlichen Einigung kritisiert und als nicht
weitreichend genug bezeichnet . Kern der von Lockyer und Spitzer geübten Kritik
ist Microsofts für Oktober geplante Markteinführung des neuen Betriebssystems
Windows XP , das den Hersteller in die Lage versetze , " die Konkurrenz auf dem
wachsenden Gebiet der Internet-Anwendungen zu unterdrücken " . Mit ihrer
Stellungnahme reagierten die beiden Generalstaatsanwälte auf die am Donnerstag
veröffentlichte Erklärung von 18 der prozessierenden Staaten sowie des
Justizministeriums , sie wollten die Zerschlagung des Software-Riesen nicht
weiter verfolgen . Auch die Frage , ob die Integration von Microsofts
Internet-Browser in das Betriebssystem illegal sei , solle kein Gegenstand
weiterer Untersuchungen sein , entschied das Justizministerium . Preview 2 von
Quicktime 5 für Windows Ab sofort steht das Preview Release 2 von Quicktime 5
neben einer Version für Mac OS auch für Windows zum Download bereit . Die neue
Release gibt es derzeit nur in einer englischen Version ; diese lässt sich aber
auch auf einem deutschen Mac OS respektive Windows installieren . Neuerungen
gegenüber QuickTime 4 sind das laut Apple perfekte Zusammenspiel mit dem
QuickTime Streaming Server 3 sowie die Unterstützung des so genannten
CubicVR-Formats , das 360-Grad-Ansichten ermöglicht . Aber auch die
Benutzungsschnittstelle hat Apple überarbeitet . Zudem verbesserte Apple die
Audio-Funktionen : Neben den von den Vorversionen bekannten MIDI-Instrumenten
unterstützt die Preview-Version 2 das unter Windows verbreitete SoundFont-Format
, das den Download neuer Soundsets gestattet . Mit diesen Klängen kann man die
mit QuickTime gelieferte General-MIDI-Bibliothek ergänzen . Chinesische
Regierung schließt oppositionelle Website Auf Anordnung des Ministeriums für
Staatssicherheit der Volksrepublik China ist die von Vertretern der
Demokratiebewegung unter dem Namen " Neues Kulturforum " betriebene Website vom
Netz genommen worden . Nach Ansicht des Ministeriums war die Website Sprachrohr
für " konterrevolutionäre Inhalte " . Im Gegensatz zu anderen von Dissidenten
und Sympathisanten der pro-demokratischen Kräfte in China betriebenen Sites war
das " Neue Kulturforum " nicht auf einem Server im Ausland , sondern bei dem
chinesischen Provider Million Networks untergebracht . Der Sprecher von Million
Networks , Li Tao , sagte , der Inhalt der Seite sei " zu scharf und zu
regierungsfeindlich " gewesen . Es sei noch nicht darüber entschieden worden ,
ob sein Unternehmen für die Veröffentlichung der unerwünschten Inhalte bestraft
würde , meinte Li Tao . Allerdings habe die Polizei Million Networks
aufgefordert , seine Kunden und deren Websites zukünftig stärker zu überwachen .
Laut Li Tao wolle man dieser Anordnung nachkommen und " verdächtige Aktivitäten
" sofort melden . Die Schließung des " Neuen Kulturforums " ist Teil der
verstärkten Bemühungen der chinesischen Regierung , die Internetaktivitäten
oppositioneller Kreise unter Kontrolle zu bringen . Zu diesem Zweck hat die
Regierung bereits eine eigene Abteilung eingerichtet , die die
Online-Nachrichten überwacht . Auch die Polizei durchsucht das Internet gezielt
nach Websites mit regimekritischen Inhalten . Anfang Juni war bereits der
chinesische Webaktivist Huang Qi verhaftet worden . Bertelsmann-Stiftung sucht
Schulen mit " pfiffigen EDV-Lösungen " In einem bundesweiten Wettbewerb bietet
die Bertelsmann-Stiftung Schulen die Möglichkeit , ihre EDV-Konzepte
vorzustellen und damit Preise im Gesamtwert von 65.000 Mark zu gewinnen . Dies
können beispielsweise wartungsarme Computerklassenzimmer , Tools zur einfachen
Installation von Software und Hilfen für eine wirkungsvolle Datensicherung sein
. Dabei wird besonderer Wert darauf gelegt , dass die eingereichten Beiträge gut
dokumentiert sind und daher leicht von anderen Schulen übernommen werden können
. Als Prämien winken Geldbeträge von 25.000 Mark für den ersten , 15.000 Mark
für den zweiten und 10.000 Mark für den dritten Platz . Die Plätze vier bis
sechs sind mit jeweils 5.000 Mark dotiert . Anlass des Wettbewerbs ist laut der
Bertelsmann-Stiftung die trotz bestehender Netzanbindung vieler Schulen noch
unzureichende Nutzung von Internet und Multimedia als Unterrichtsbestandteil .
Mit innovativen Konzepten könnte nach Ansicht der Stiftung eine gezieltere
Nutzung der vorhandenen Ressourcen stattfinden . Die Bewerbungsunterlagen sollen
in Kürze unter www.netzwerk-medienschulen.de zur Verfügung stehen . Chinas KP
plant ideologischen Feldzug im Internet Die Kommunistische Partei Chinas will
das Internet als Agitationsplattform nutzen und hat deshalb ihre Mitglieder zur
Beteiligung am " ideologischen Krieg " aufgerufen . Auch die staatlichen Medien
sollen nach dem Willen der Partei eine Schlüsselrolle bei dem Vorhaben spielen ,
das Netz zu einer " wichtigen ideologischen Front in den internationalen
medialen Kriegen " zu machen . Mit dieser Strategie will Chinas KP laut einem
Leitartikel der amtlichen Zeitung Renmin Ribao einer " Infiltration des Landes
durch feindliche Kräfte aus dem In- und Ausland über das Internet " begegnen .
Staatliche Stellen sollen sich , so der Plan der Partei , bemühen , ein "
Nachrichtensystem chinesischer Prägung " zu entwickeln . Eine " dominante
Position an der ideologischen Front " sollen die Homepages der Regierung und der
staatlichen Medien einnehmen . Diese Homepages sollen " der Welt ein positives
Bild von China geben und die Moral des Volkes verbessern " . Im Vorfeld des
geplanten ideologischen Feldzugs im Internet hatte die Regierung der
Volksrepublik China bereits die Website einer pro-demokratischen Gruppe
geschlossen ; schon Anfang Juni war der chinesische Webaktivist Huang Qi
verhaftet worden . Nvidia dementiert Abkommen mit Apple Der 3D-Grafikspezialist
Nvidia dementiert laut der US-Newssite Maccentral , ein Abkommen mit Apple
geschlossen zu haben , nach dem in künftigen Apple-Rechnern Nvidia-Chips
eingesetzt werden sollten . Dan Vivoli , der stellvertretende Marketingchef von
Nvidia , erklärte , sein Unternehmen habe kein OEM-Abkommen mit Apple
unterzeichnet . Auch die deutsche Presseagentur habe keine derartige Ankündigung
gemacht . Nach einem Gespräch mit Bernd Kelling , Sprecher von Nvidias deutscher
Presseagentur interprom , hatte heise online berichtet , es bestehe ein
OEM-Abkommen zwischen Nvidia und Apple . Auf erneute Nachfrage am heutigen
Montag distanzierte sich der Pressesprecher von seinen zuvor gemachten Aussagen
und verwies auf einen Bericht , in dem es lediglich heißt , Nvidia plane , in
Zukunft auch die Macintosh-Plattform zu unterstützen . AOL schließt hauseigene
MP3-Suchmaschine Während Drittanbieter AOLs Instant Messenger durch neue Module
zur MP3-Tauschbörse machen wollen , kündigt der Online-Dienst selbst derweil an
, die MP3-Suchmaschine von der Website des zum Konzern gehörenden Unternehmens
Nullsoft zu entfernen . Die durch die MP3-Player-Software Winamp bekannte Firma
Nullsoft hatte seit Juli auf ihrer Website eine Suchfunktion angeboten , die das
Auffinden von Musiktiteln nach Eingabe des gewünschten Interpreten ermöglichte .
Momentan ist die von den Winamp-Programmierern entwickelte Suchmaschine zwar
noch auf der Seite zu finden , liefert aber statt eines Ergebnisses nur die
Meldung , die Funktion sei derzeit nicht verfügbar . Ein AOL-Sprecher sagte ,
man habe eine komfortble MP3-Suchfunktion auf der Winamp-Website schaffen wollen
, dann aber festgestellt , dass es zurzeit keine wirksame Möglichkeit gebe ,
zwischen legalen und illegal kopierten MP3-Dateien zu unterscheiden . Bis man
für dieses Problem eine Lösung gefunden habe , wolle man deshalb die
Suchmaschine abschalten . Durch die geplante Übernahme von Time Warner durch AOL
ergibt sich für den Online-Dienst ein weiteres Problem : An der vor einigen
Monaten eingereichten Klage gegen MP3Board Inc. waren auch zu Warner Music
gehörende Plattenfirmen beteiligt . MP3Board hatte auf seiner Website ebenfalls
einen Suchdienst für MP3-Dateien angeboten , mit dem man auf anderen Servern
gespeicherte Musikstücke aufspüren konnte . Zudem steht mit der Gruppe Metallica
auch einer der vehementesten Gegner der MP3-Tauschbörsen im Internet bei Warner
Music unter Vertrag . Metallicas Co-Manager Cliff Burnstein reagierte ärgerlich
und verglich die Suchmaschine auf der Winamp-Seite mit dem ebenfalls von
Winamp-Entwicklern gestarteten Gnutella-Projekt . Auch dieses Suchprogramm war
zunächst über die Winamp-Seite angeboten , dann aber von AOL für " unautorisiert
" erklärt und von der Website entfernt worden . Primus und Inktomi bauen
Server-Netz für Streaming Media Die Primus Telecommunications Group hat mit dem
Software-Anbieter Inktomi eine strategische Allianz zum Aufbau eines weltweiten
Datennetzes geschlossen . Dabei stellt Primus die physische Komponente des
geplanten Netzwerkes zur Verfügung . Derzeit baut die Firma in Europa ,
Nordamerika und Asien ein ATM-basiertes Netzwerk auf , das neben breitbandigen
Internet-Zugängen auch Web-Hosting und E-Commerce-Services zur Verfügung stellen
soll . Primus hat in den vergangnen Monaten bereits mehrere Kooperationen mit
Anbietern von Netzwerktechnik vereinbart , darunter Compaq , Hewlett-Packard ,
Pilot Network Services und Sitara Networks . Inktomi bringt seine Produkte aus
dem Bereich der Internet-Software in die Partnerschaft ein und verpflichtet sich
zu einer Beteiligung an Primus . Besonders interessant für Primus sind Inktomis
Cache-Server-Lösungen , die für die Verteilung multimedialer Inhalte im Netzwerk
sorgen sollen . Die Cache-Server speichern häufig abgerufene Inhalte und
ermöglichen unter anderem eine verzögerungsfreie Wiedergabe von Audio- und
Video-Datenströmen . Primus möchte mit dieser Kooperation offensichtlich in den
wachsenden Markt für Dienstleister einsteigen , die vor allem Betreibern von
großen Web-Sites und Anbietern von multimedialen Inhalten über Server-Farmen und
ausgedehnte Hochgeschwindigkeitsnetze bestmögliche Zugriffszeiten garantieren
wollen . Bereits im Februar hatte Akamai , einer der Pioniere in diesem Bereich
, den Konkurrenten Intervu gekauft und sich dadurch an die Spitze der
Server-Dienstleister für Streaming Media-Anbieter gesetzt . Cracker-Gruppe
greift deutsche Domains an Unter dem geschmacklosen Namen " Team Holocaust "
haben Cracker erfolgreich Webseiten auf verschiedenen Webservern geändert und
eigene Botschaften hinterlassen . Der unterschiedliche sprachliche Duktus der
Botschaften legt die Vermutung nahe , dass es sich nicht um einen Einzeltäter ,
sondern tatsächlich um einen Zusammenschluss mehrerer Cracker handelt .
Auffällig an den Attacken des " Team Holocaust " ist , dass zu den angegriffenen
Domains auch mehrere deutsche gehören . Das entspricht einem Marktanteil von
etwa 62,5 Prozent . Weit abgeschlagen folgen Microsofts Internet Information
Server mit 20 Prozent sowie Netscapes Enterprise Server mit 6,7 Prozent .
Während Apache im Juni um gut 2 Prozent zulegen konnte , verloren Microsofts IIS
0,7 und Netscapes Enterprise-Server fast 0,5 Prozent an Marktanteil . Bei den
auf Webservern eingesetzten Betriebssystemen nennt Netcraft die verschiedenen
UNIX-Derivate als führend , gefolgt von Windows NT und Windows 2000 . Ein
Nischendasein unter den Server-Betriebssystemen fristet das MacOS : Sogar
etliche Mac-spezifische News-Sites betreiben ihren Auftritt mit einer
Kombination aus Apache und Linux oder FreeBSD an Stelle des Apple-Systems . Auch
Apple selbst hat die MacOS-X-Server zeitweise aus dem Server-Pool entfernt und
die Last der Anfragen an www.apple.com von UNIX-basierte Systemen bewältigen
lassen . Momentan meldet sich unter Apples Web-Site ein Netscape-Enterprise/3.6
SP3 unter Solaris ... Ein ähnliches Bild zeigt sich im Windows-Lager : Etliche
Web-Magazine mit Windows-Schwerpunkt verlassen sich lieber auf ein UNIX-System
mit Apache als Webserver als auf die Produkte aus dem eigenen Lager . Eine
Ausnahme bildet hier das Windows NT Magazine , das sich mit einer Kombination
aus Microsofts IIS und Windows NT 4 loyal zum Namensgeber zeigt . Siehe dazu
auch : Hintergrund - Statistiken zu Web-Servern Ex-Hacker Mitnick ist wieder
online Der amerikanische Hacker Kevin Mitnick darf erstmals wieder im
Computerbereich arbeiten . Mitnick hätte laut Gerichtsbeschluss nach seiner
Entlassung aus dem Gefängnis im Januar 2000 drei Jahre lang nur Stellen in
vollkommen computerfreien Bereichen annehmen dürfen . Diese Angebote hat er
jedoch zumeist abgelehnt . Im April hatte Mitnick mit einer Vorlesungsreihe zu
Themen der IT-Sicherheit begonnen , diese aber abbrechen müssen , als ihm das
zuständige Gericht eine weitere Gefängnisstrafe androhte . Zu der Änderung der
Strafbedingungen kam es nach einem Einspruch , den Mitnick gegen die Auflagen
des Gerichts erhoben hatte . Diesem Einspruch gab das Gericht jetzt unter der
Bedingung statt , dass die Stellenangebote individuell auf ihre Eignung geprüft
werden müssten . Zu den für geeignet befundenen Stellen gehören Tätigkeiten als
Berater und Dozent für Sicherheitsfragen sowie als Online-Journalist . Die
Einbrüche von Mitnick in die Server mehrerer namhafter Unternehmen konnten erst
nach einer dreijährigen Verfolgungsjagd durch das FBI von einem
Sicherheitsspezialisten aufgeklärt werden und führten zu Mitnicks Verhaftung im
Februar 1995 . iMac-Topmodelle im Ausverkauf Im amerikanischen Online-Store
bietet Apple die beiden Topmodelle der iMac-Serie jetzt zu Sonderpreisen an .
Auf iMac DV+ und DV SE gibt es einen Rabatt von 200 Dollar . Amerikanische
Apple-Händler sehen in den Preissenkungen einen Versuch , die Lager vor der
Vorstellung neuer Modelle zu räumen , die bereits im Februar auf der Macworld
Expo in Tokio stattfinden könnte . Ähnliche Preisreduzierungen hatte es bei den
PowerBooks kurz vor der Präsentation des neuen PowerBook G4 Titanium auf der
Macworld Expo in San Francisco gegeben . Ob es auch in Deutschland eine
Preissenkung geben wird , war von Apple bisher nicht zu erfahren .
Fujitsu-Siemens stattet bayerische Schulen aus Das bayerische Kultusministerium
hat mit Fujitsu-Siemens einen Rahmenvertrag über die Lieferung von Computern und
Peripheriegeräten an die rund 5000 staatlichen Schulen in Bayern geschlossen .
Ziel des Abkommens ist , innerhalb der nächsten 30 Monate zusätzlich zu den
Computer-Räumen der Schulen jedes der ungefähr 70.000 Klassenzimmer mit einem
modernen PC auszustatten . Der Vertrag sieht für die Schulen als alternatives
Finanzierungsmodell zu einer sofortigen Bezahlung auch die Möglichkeit vor , die
Geräte zu leasen . Beim Einkauf von Rechnern im Rahmen des Vertrags können die
Schulen zwischen zwei PC-Modellen wählen : Ein mit einem Celeron-Prozessor
ausgestattetes Gerät soll etwa 1200 Mark kosten , die Variante mit
Pentium-III-CPU wird das Budget der Schulen mit 1500 Mark belasten . Außer PCs
soll das vergünstigte Warensortiment " die gesamte Palette des IT-Bedarfs an
Schulen " enthalten - namentlich sind dies Server , Notebooks , Beamer und
Drucker . SMB-Client für Mac OS X gratis Eine Mac-OS-X-Version der
Netzwerk-Lösung DAVE hat Hersteller Thursby zum kostenlosen Download freigegeben
. DAVE ermöglicht Mac-Anwendern , von ihren Rechnern aus über TCP/IP auf PCs und
Server unter Windows oder Linux zuzugreifen , die mit SMB ( Server Message
Blocks ) arbeiten . Auch die Kommunikation zwischen Macs beschleunigt DAVE durch
Umgehen des langsamen AppleTalk-Protokolls . Bislang war das Programm nur für
das " klassische " Mac OS verfügbar . Mit der Freigabe einer vorläufigen
Mac-OS-X-Version wolle man den Anwendern , die bereits auf Apples neues
Betriebssystem umgestiegen sind , eine Interimslösung zur Verfügung stellen ,
bis die Software marktreif sei und wieder verkauft werden könne , heißt es bei
Thursby . Derzeit bringe Mac OS X aber noch nicht alle Voraussetzungen mit , die
für die Implementierung der für DAVE geplanten Funktionen nötig seien . Einige
Einschränkungen muss man bei der Gratis-Ausgabe allerdings in Kauf nehmen : DAVE
arbeitet nur unter Mac OS X 10.0.4 , außerdem stehen noch nicht alle Funktionen
der Mac-OS-Version zur Verfügung . Apple sagt Messe in Paris ab Das Unternehmen
gab heute eine Erklärung von CEO Steve Jobs heraus , in der es heißt : Zentrales
Thema der Messe hätte nach einer Mitteilung Apples das erste größere Update für
das neue Betriebssystem Mac OS X sein sollen . Die Vorstellung neuer Hardware
war angeblich nicht geplant . Foto-Quelle bietet digitalisiertes Fotoalbum im
Internet Eine neue Dienstleistung bietet Foto-Quelle in Zusammenarbeit mit
T-Online und der Firma guideguide an : Als zusätzlichen Service zur Entwicklung
von Kleinbild- oder APS-Filmen können die Kunden die Bilder des Films
digitalisieren lassen , um sie im Internet zu präsentieren oder am Computer
weiter zu bearbeiten . Für einen Aufpreis von knapp 15 Mark pro Film sind die
Bilder dann ein Jahr lang online abrufbar - allerdings nicht mit gleich
bleibender Qualität . Nur im ersten Monat liegen die Bilder in hoher Auflösung
vor , danach werden sie durch Versionen mit geringerer Qualität ersetzt . Der
Bereich , in dem die Bilder abgelgt werden , ist passwortgeschützt , um
Zaungästen keine unerwünschten Einblicke ins Privatleben der Kunden zu gewähren
. Das Angebot beschränkt sich nicht auf das Lagern der Bilder , sondern bietet
auch Zusatzfunktionen wie eine Dia-Show oder die Möglichkeit , Bilder von
verschiedenen Filmen zu einem Fotoalbum zusammen zu stellen . Auch zur
Nachbestellung von Bildern können die Kunden das Online-Bildarchiv innerhalb des
ersten Monats nutzen . Macworld : Neue iMacs im alten Kleid ( Update ) Im
bereits hinlänglich bekannten Gehäuse steckt nun ein G3-Prozessor mit wahlweise
500 , 600 oder 700 MHz . Das kleinste Modell kommt mit 128 MByte , die beiden
größeren mit 256 MByte RAM . Die Festplatten besitzen 20 , 40 oder 60 GByte
Kapazität . Alle drei Modelle sind darüber hinaus mit CD-RW-Laufwerken
ausgestattet . An Farben stehen nur noch Weiß , Graphit und Indigo zur Wahl .
Für das Topmodell verlangt Apple 3999 DM . Außerdem besitzt die Low-Cost-Version
noch ATIs älteren Rage-128-Pro-Grafikchip an Stelle des in den neuen Modellen
eingesetzten Ultra . Macworld : Neue G4-Macs mit bis zu 867 MHz ( Update ) Eine
überarbeitete Power-Mac-G4-Linie hat Apple-Chef Steve Jobs während seiner
Keynote auf der Macworld Expo vorgestellt . Das kleinste von drei Modellen liegt
hinsichtlich seines Prozessortakt von 733 MHz auf dem Niveau des ehemaligen
Topmodells und ist mit 128 MByte RAM , einer 40-GByte-Festplatte , einer
GeForce2MX-AGP-Grafikkarte mit 32 MByte SDRAM sowie einem CD-RW-Brenner
ausgestattet . In Deutschland kostet das Gerät 4499 DM ( die im AppleStore
angegebenen Preise enthielten fälschlicherweise allesamt keine Mehrwertsteuer )
. Das mittlere Modell zum Preis von 6699 DM besitzt einen mit 867 MHz getakteten
G4-Prozessor , der zusätzlich zu dem 256 KByte großen On-Chip-Cache mit 2 MByte
Level-3-Cache aufwarten kann . Zum Lieferumfang gehören 128 MByte RAM , eine
60-GByte-Platte sowie das " SuperDrive " , mit dem sich DVD-R(G)- sowie
CDR-W-Medien lesen und beschreiben lassen . Das Topmodell rüstet Apple mit zwei
800 MHz schnellen G4-Prozessoren aus , die sich ebenfalls einer dreistufigen
Cache-Architektur bedienen . Ab Werk sind 256 MByte RAM sowie eine 80 GByte
fassende U-ATA/66-Festplatte installiert . An der
nVidia-GeForce2-MX-TwinView-Grafikkarte kann man zwei Monitore gleichzeitig
betreiben : über Apples hauseigenen ADC-Port und einen zusätzlichen
herkömmlichen VGA-Anschluss . Der Dualprozessor-Mac kostet in Apples deutschem
Online-Store 9299 DM . Die Geräte haben erstmals seit ihrer Markteinführung auch
ein optisches Facelifting spendiert bekommen und präsentieren sich nun mit einer
silbernen Frontplatte und gerundeten Laufwerksabdeckungen . Nach wie vor lässt
sich in den zweiten Laufwerksschacht hinter der unteren Klappe jedoch nur ein
3,5-Zoll-Laufwerk einbauen . Moderne Rechner verboten : Antik-Computer-Börse am
Niederrhein Die Retro-Computer-Börse " Classic Computing 2000 " findet am 2.
September in Neukirchen-Vluyn statt . Freunden antiker Computer will die Börse
Gelegenheit bieten , mit anderen Usern und Sammlern in Erinnerungen an
Schätzchen wie den Schneider CPC , Texas Instruments 99/4A und Apple II zu
schwelgen . Schon die Liste der Hersteller der angekündigten Exponate weckt
nostalgische Gefühle : Außer Apple , TI und Schneider sollen Geräte von Atari
und Commodore , aber auch von Acorn , RadioShack und Sinclair zu sehen sein .
Generell sind alle 8-Bit-Rechner erlaubt , außerdem die moderneren 16- und
32-Bitter . Nicht zugelassen sind allerdings Rechner mit x86-kompatibler CPU .
Dabei sollen die Geräte aber nicht nur ausgestellt werden , sondern auch die
Möglichkeit bieten , Spiele-Klassiker wie Winter Games wieder einmal im Original
zu spielen . Die Besucher der Börse können zudem Geräte zum Verkauf anbieten
oder selbst auf die Suche nach einer Antiquität oder passendem Zubehör gehen .
Auch Händler mit passendem Sortiment sind nach Auskunft der Veranstalter
willkommen . Im Anschluss an die Verkaufsausstellung steigt am selben Ort eine
Party , zu der man sich allerdings vorher anmelden muss . MacWorld Expo : Steve
Jobs präsentiert Dual-Prozessor-Macs Neben neuen iMacs stellte Apple-Chef Steve
Jobs in seiner Keynote zur Eröffnung der MacWorld Expo auch die lange erwarteten
neuen Modelle der G4-Linie vor : Während das Einsteigermodell weiterhin mit
einer 400-Mhz-CPU ausgeliefert wird , sind die beiden stärkeren Versionen als
Dualprozessor-Systeme mit zwei 450- beziehungsweise 500-Mhz-Prozessoren
ausgelegt . Damit bietet Apple erstmals seit dem PowerMac 9500 von 1996 wieder
Mehrprozessormaschinen an . Wichtigste Neuerung neben den geänderten
CPU-Konfigurationen ist die serienmäßige Ausstattung mit einer
Gigabit-Ethernet-Schnittstelle ( 1000Base-T ) für Twisted-Pair-Kabel , die , wie
es der Standard vorsieht , auch Ethernet mit 10 und 100 MBit/s beherrscht .
Macworld : Toast 5 brennt unter Mac OS X Als erstes Programm ermöglicht Toast
das Brennen von Daten-CDs und -DVDs unter Apples neuem Betriebssystem - diese
Funktion will Apple erst mit dem für September angekündigten 10.1-Update in Mac
OS X integrieren . Einige Funktionen der aktuellen Toast-Version für das
klasische Mac OS wie etwa die Konvertierung von QuickTime-Filmen für VideoCDs
seien in Toast für Mac OS X momentan noch nicht enthalten , die Standardaufgaben
bewältige die Software aber bereits , hieß es bei Roxio . Besitzer der aktuellen
Toast-Version 5 für Mac OS 9 können die englische Preview-Version bereits
kostenlos aus dem Internet herunterladen ; die deutsche Ausgabe soll in Kürze
folgen . Für die Installation ist eine gültige Toast-5-Seriennummer erforderlich
. Wann das Programm endgültig fertig ist , wollte Roxio noch nicht bekannt geben
- " Vermutlich Anfang September " , hieß es dazu am Messestand . Macworld :
Emagic zeigt Audio-Sequencer für Mac OS X Das Programm bietet neben zahlreichen
Audio- und MIDI-Spuren auch Notationsfunktionen und Unterstützung für
verschiedene Plug-in-Formate . Die endgültige Mac-OS-X-Version von Logic Audio 5
soll bis September fertig gestellt sein . MacWorld Expo : Microsoft Office 2001
für Macintosh Wichtigste Neuerung ist die Integration eines Entourage genannten
Terminplaners , der sich auch mit PalmOS-kompatiblen elektronischen Organizern
synchronisieren lassen soll . Entourage soll E-Mail-Client und Terminkalender
unter einer Oberfläche zusammenfassen und außerdem als Adressbuch und Notizblock
dienen . Weitere Neuerungen , die teilweise über die aktuellen Windows-Versionen
hinausgehen , hatte Microsoft bereits Mitte Juni angekündigt . Die
Benutzerschnittstelle des Office-Pakets wurde laut Microsoft komplett überbeitet
und an das Erscheinungsbild des MacOS angepasst ; insbesondere die
Werkzeugleisten seien vereinfacht worden . Überhaupt scheint Microsoft
neuerdings den Äußerlichkeiten größere Bedeutung beizumessen als in den
vergangenen Jahren : Für die Macintosh-Produktlinie hat das Unternehmen eine
eigene Marketing-Kampagne gestartet , die auch ein neues Verpackungs-Design und
eigens für den Mac-Markt entworfene Produkt-Logos umfasst . Allerdings kommt das
neue Paket erst im Oktober 2000 in den USA in die Läden , alle übrigen Länder
müssen noch etwas länge warten . Im Juni noch ging Microsoft von August als
Erscheinungstermin aus . Apples Cube auch in Deutschland billiger Nachdem Apple
in den USA bereits vergangene Woche den Preis des G4 Cube gesenkt hat , zieht
nun die deutsche Dependance des Mac-Herstellers mit speziellen Angeboten nach .
Beim Kauf in Kombination mit einem Apple-Monitor ist der Cube ab sofort 750 Mark
billiger als bisher . Zwei verschiedene Bundle-Angebote stehen zur Wahl : Das
Paket mit Cube und 17-Zoll-CRT-Monitor kostet 4999 Mark , für einen Cube und das
15-Zoll-TFT-Studio-Display sind 6349 Mark zu entrichten . Anders als in den USA
, wo die Kunden zunächst den volle Kaufpreis bezahlen müssen und den
Preisnachlass in Form einer Rückvergütung erstattet bekommen , gewährt Apple in
Deutschland den Händlern direkt günstigere Einkaufspreise . Die Kunden zahlen
daher sofort beim Kauf den neuen Preis . Apple reagiert mit dieser
Rabatt-Strategie auf den nach einer Gewinnwarnung abgestürzten Börsenkurs und
die schlechten Quartalsergebnisse : Netscapes Communicator 4.74 mit
128-Bit-Verschlüsselung Netscape hat ein weiteres Update seines Communicator 4.7
veröffentlicht und zum Download bereit gestellt . Die Relase Notes zur bisher
nur in Englisch für Windows , MacOS und verschiedene Unix-Derivate verfügbaren
Version 4.74 nennen allerdings lediglich geringfügige Änderungen gegenüber der
Vorgängerversion . So enthält Communicator 4.74 einige neue Plugins und
Hilfsprogramme wie den RealPlayer 7 für Windows und StuffIt Expander für den Mac
. Unter Linux wird nun auch der 2.2-Kernel sowie der Flash-4-Player unterstützt
. Außerdem ermöglicht die Mail-Komponente nun , alle als gelöscht markierten
Mails bei Beendigung des Programms endgültig aus den Mail-Foldern zu entfernen .
Eine weitaus wichtigere Änderung veschweigen die Release Notes allerdings :
Diese Wahlmöglichkeit bietet Netscape seit dieser Version nicht mehr und stellt
den Communicator ausschließlich mit 128-Bit-Verschlüsselung zum Download bereit
. Fujifilm bringt Digitalkamera mit integriertem MP3-Player Eine Digitalkamera
mit eingebautem MP3-Player hat Fujifilm unter dem Namen FinePix 40i vorgestellt
. Weiterhin besitzt die FinePix 40i ein eingebautes TFT-Display , Autofokus und
einen Blitz . Eine manuelle Betriebsart gestattet die individuelle Beeinflussung
der Aufnahmeparameter . Neben Fotos kann man auch bis zu 80 Sekunden Film im
AVI-Format auf die mitgelieferte 16-MByte-SmartMedia-Karte aufnehmen . Das
Speichermedium muss sich die Kamera allerdings mit dem MP3-Player teilen , der
darauf aber bei mittlerer Qualität gerade einmal 16 Minuten Musik unterbringt .
Von diesem Platz ist ab Werk schon ein Teil belegt : Um das Gerät der
kauffreudigen Jugend werbewirksam zu präsentieren , hat Fujifilm eine
Werbekooperation mit dem Musiksender MTV vereinbart und liefert " aktuelle
Musikhits " aus den Charts der MTV-Sendung " MTV 100 Weekend " auf der
Speicherkarte mit . Der Preis von 1.600 Mark für die
MP3-Player/Kamera-Kombination dürfte diese kauffreudige Jugend dann allerdings
wieder abschrecken . Erhältlich soll die FinePix 40i ab September sein .
ILOVEYOU : Klage gegen Hauptverdächtigen fallen gelassen Im Verfahren gegen den
mutmaßlichen Urheber des ILOVEYOU-Wurms , den Studenten Onel de Guzman , hat das
zuständige philippinische Justizministerium alle Anklagen fallen gelassen . Als
Begründung nannte ein Sprecher des Ministeriums laut der Nachrichtenagentur AP
die zum Zeitpunkt der Tat im Mai 2000 noch unzureichende Gesetzgebung auf den
Philippinen . Damals existierte keine rechtliche Handhabe gegen
Computerkriminalität , sodass die Staatsanwaltschaft de Guzman wegen Diebstahls
und Scheckkartenbetrugs angeklagt hatte . De Guzman war unter Verdacht geraten ,
nachdem Professoren der Hochschule , an der er studierte , Ähnlichkeiten
zwischen der von ihm vorgelegten Abschlussarbeit und dem Code des ILOVEYOU-Wurms
bemerkt hatten . Um Computerkriminalität zukünftig gezielter verfolgen zu können
, hat der philippinische Präsident Joseph Estrada zwar im Juni entsprechende
Gesetze unterzeichnet , allerdings dürfen diese nicht nachträglich auf frühere
Fälle angewandt werden . SoundBlaster-Linie " Audigy " mit
FireWire-Schnittstelle Creative Labs will auf der IFA drei neue Soundkarten
vorstellen , die mit Surround-Funktionen und FireWire-Schnittstelle für
Normalanwender , Spieler und Musiker gleichermaßen attraktiv sein sollen . Als
Kern der neuen SoundBlaster-Modelle verwendet Creative einen " Audigy "
genannten 32-Bit-Audio-DSP . Audigy ist unter anderem für die Erzeugung von
Surround-Effekten zuständig und soll laut Creative in der Lage sein , EAX- und
AC3-Signale gleichzeitig zu dekodieren und auszugeben . Außerdem soll der
Audigy-Chip im Zusammenspiel mit einer Erweiterung des EAX-Formats namens " EAX
Advanced HD " realitätsnähere Audio-Effekte ermöglichen . Bei Spielen erlaubt
EAX Advanced HD etwa die gleichzeitige Simulation von bis zu vier akustischen
Umgebungen - etwa angrenzenden Räumen - sowie das übergangslose Wechseln
zwischen diesen Räumen . Auch für Musikliebhaber soll Audigy einiges bieten und
mit Echtzeit-Timestretching sowie Funktionen zur Audio-Restauration aufwarten .
Für die Audio-Wiedergabe besitzen die neuen Karten einen sechskanaligen
24-Bit/96-kHz-D/A-Wandler und sechs analoge Ausgänge . Weiterhin ist eine
digitale S/P-DIF-Schnittstelle an Bord . Das Einsteigermodell SoundBlaster
Audigy Player kostet 129 Euro und wird einschließlich verschiedener Programme
geliefert , darunter die FireWire-Netzwerk-Software FireNet 2.0 . Mit einer
Breakout-Box für den Einbau in einen freien Einbauschacht im PC-Gehäuse hebt
sich die Platinum-Version von der SoundBlaster Audigy Player ab . Außerdem
gehört eine Infrarot-Fernbedienung zum Lieferumfang der 275 Euro teuren Karte .
Die Softwareausstattung umfasst diverse Titel aus dem Musik- und
Multimediabereich . Das Spitzenmodell Platinum eX für 349 Euro versteht sich als
Lösung für Musiker und bringt eine externe Breakout-Box mit , die im Unterschied
zum 5,25-Zoll-Einschub der Platinum-Ausgabe allerdings für eine Aufstellung auf
dem Schreibtisch konzipiert ist . Mac OS 9.2.1 steht zum Download bereit Apple
hat eine aktualisierte Version des " klassischen " Mac OS veröffentlicht , die
nicht mehr auf allen Power Macs laufen soll : Wie für Mac OS X gilt auch für Mac
OS 9.2.1 , dass laut Apple nur Original-G3- und G4-Macs unterstützt werden . Die
übrigen in den Release Notes genannten Änderungen sind eher geringfügig : Der
ehemals " Programme " benannte Ordner heißt jetzt " Applications ( Mac OS 9 ) "
- wohl um die Verzeichnisstruktur mit Mac OS X abzugleichen . Freigegebene
USB-Drucker lassen sich nun als Schreibtischdrucker anlegen und genauso nutzen .
Der mit dem neuen System gelieferte FireWire-Treiber 2.8.2 unterstützt nun auch
externe Festplatten , sodass sich diese ohne herstellerspezifische Treiber
nutzen lassen . Im Kontrollfeld " Allgemeine Einstellungen " lassen sich nun für
mehrere Benutzer die grundlegenden Voreinstellungen treffen . Das 82,3 MByte
große Update ist zurzeit nicht über die Funktion " Software aktualisieren "
erreichbar , sondern muss manuell heruntergeladen und installiert werden . Nach
der Installation ist es laut Apple möglicherweise erforderlich , einigen
Programmen mehr Speicher zuzuweisen ; Apple empfiehlt , die Speicherzuteilung um
300 KByte zu erhöhen . Probleme mit File Sharing über TCP/IP sollen sich durch
Deaktivieren der Systemerweiterung " SLPPlugin " beheben lassen . Macromedia
Flash 5 kommt erst im September Ursprünglich hatte Macromedia die Version 5
seines Web-Autorenwerkzeugs Flash bereits für Juni angekündigt . Jetzt wird es
doch September , bis die endgültige Version fertig ist , gab Macromedia heute in
einer Mitteilung bekannt . Als neues Werkzeug enthält Flash 5 jetzt den von
FreeHand bekannte Bezier-Zeichenstift . Die ebenfalls neu hinzugekommene
Unterstützung für XML und Elemente in HTML-Syntax soll sogar in Flash
geschriebene Multiuser-Anwendungen und Chats ermöglichen . Die Flash-eigene
Makrosprache " ActionScript " soll sich in Zukunft stärker an JavaScript
anlehnen und objektorientiertes Skripting ( OOS ) unterstützen . Macromedia
denkt auch an die Verwaltung großer Projekte ( " Movie Explorer " ) und die
Teamarbeit und bietet Hilfsmittel zum Erstellen umfangreicher Flash-Filme . So
verwaltet die Version 5 mehrfach eingesetzte Elemente ( " Smart Elements " )
künftig zentral in gemeinsamen Bibliotheken . Bildelemente , die in mehreren
Flash-Filmen auf einer Website vorkommen , kann Flash 5 in " Shared Symbol
Libraries " ablegen . Den vergrößerten Funktionsumfang läßt sich Macromedia mit
einem höheren Verkaufspreis belohnen : Die Vollversion von Flash 5 soll ab
September zunächst in englischer Sprache für 400 US-Dollar erscheinen - die
Version 4 hatte noch hundert Dollar weniger gekostet . Die deutsche Version soll
etwa vier Wochen später erhältlich sein . Kampagne für Datenschutz im Internet
Führende Unternehmen der amerikanischen IT-Branche haben eine
Arbeitsgemeinschaft gegründet , die sich für den Schutz der persönlichen Daten
von Internet-Nutzern einsetzen soll . Mit ganzseitigen Anzeigen in
Tageszeitungen , Radiowerbung und Bannern im Web will " Privacy Partnership 2000
" Online-Nutzer dazu bewegen , die Regeln zum Schutz der Privatsphäre zu
beherzigen . Was sich allerdings als der Versuch darstellt , Surfer vor den
Folgen unkontrollierter Weitergabe persönlicher Daten zu warnen , dürfte mehr
als Kampagne zur Steigerung der Akzeptanz des Internet als Vertriebsmedium zu
verstehen sein . TRUSTe ist eine Interessengemeinschaft verschiedener Firmen aus
dem E-Commerce-Bereich , die seit 1997 versucht , ein einheitliches Gütesiegel
für " vertrauenswürdige Unternehmen " zu etablieren . Die Bemühungen von TRUSTe
sind jedoch umstritten , nicht zuletzt deshalb , weil sich auch RealNetworks mit
dem Gütesiegel schmücken darf , obwohl die Firma 1999 Kundendaten ausspioniert
hat . Auch Microsoft , ebenfalls Sponsor von TRUSTe , hat beispielsweise mit der
Speicherung der MAC-Adressen von Kunden und der Windows -98-Registrierung
bereits Anlass zur Kritik hinsichtlich des Umgangs mit Kundendaten gegeben .
Auch die Klassifizierung der verschiedenen Stufen des TRUSTe-Gütesiegels ist
nicht über Zweifel erhaben : Sogar Websites , die Kundendaten sammeln und an
Dritte weitergeben , dürfen das Siegel führen , wenn sie auf diese Weitergabe
hinweisen . Eine explizite Opt-In-Regel , also die Weitergabe der Kundendaten
nur bei ausdrücklicher Zustimmung der jeweiligen Kunden , ist für das
TRUSTe-Siegel nicht in jedem Fall erforderlich . Apple brüskiert Händler : Neue
Maus nur online Auch Apples Reseller-Store im Internet bietet Händlern derzeit
keine Möglichkeit , die Maus und die Tastatur zu ordern . Bereits kurz nach
Vorstellung der neuen Eingabegeräte waren bei den Händlern zahlreiche
Vorbestellungen für die neue optische Maus und das verbesserte USB-Keyboard
eingegangen . Um diese Kunden zufrieden stellen zu können , sind einige Händler
dazu übergegangen , die beiden Geräte in Apples Endverbraucher-Online-Shop zu
bestellen und sie ohne Gewinn an die Kunden weiterzuverkaufen . Andere Händler
nennen überhöhte Preise , um Diskussionen über Apples Vertriebspolitik aus dem
Weg zu gehen ; diese Strategie dürfte sich aber negativ auf ihre Reputation
auswirken . Grund für Apples Entscheidung ist möglicherweise , dass die neuen
Eingabegeräte noch nicht in ausreichenden Stückzahlen lieferbar sind . Allen
neuen Macs liegen Pro Mouse und Pro Keyboard standardmäßig bei . Intel und
Macromedia planen gemeinsames 3D-Format Intel hat angekündigt , zusammen mit dem
Software-Unternehmen Macromdia eine Technik zur Darstellung von dreimensionalen
Bildern im Internet zu entwickeln . Die Erweiterung von Macromedias
Shockwave-Format soll eine Entwicklung der Intel Architecture Labs namens
Internet 3D Graphics nutzen . Die gemeinsame Entwicklung für Macromedias
Player-Software soll in der Lage sein , einen 3D-Inhalt je nach Bandbreite der
Internet-Verbindung in der passenden Auflösung auszuliefern . Dabei soll die
Software auch Funktionen beherrschen , um die Qualität in Abhängigkeit von der
Leistungsfähigkeit des Client-Rechners dynamisch zu erhöhen oder zu reduzieren ;
dies soll eine optimale Darstellung auf Rechnern unterschiedlicher
Leistungsklassen gewährleisten . Mehrere Firmen aus dem Bereich der 3D-Software
haben laut Intel bereits eine Unterstützung der Technik in ihren Produkten
zugesagt ; namentlich sind dies Alias|Wavefront , Discreet Logic , NxView und
SoftImage . Macromedia stellt mit dem Shockwave-Format eine im Internet bereits
verbreitete Plattform für die Präsentation multimedialer Inhalte zur Verfügung .
Um die neue 3D-Technik nutzen zu können , soll allerdings eine Aktualisierung
der zurzeit verfügbaren Player-Software notwendig sein . Gewinn von British
Telecom schrumpft um 42,5 Prozent Der Telekommunikationskonzern British Telecom
, in Deutschland mit 45 Prozent an Viag Interkom beteiligt , hat das erste
Quartal seines Geschäftsjahrs mit einem gegenüber dem Vergleichszeitraum des
Vorjahrs um 42,5% geringeren Gewinn beendet . Bereits im März dieses Jahres
hatte British Telecom als Reaktion auf den steigenden Konkurrenzdruck im
Telekommunikationsbereich die Gründung einer Tochtergesellschaft für den
Geschäftsbereich " mobile Internetanwendungen " angekündigt . Ob allerdings der
Patent-Anspruch auf Hyperlinks , den British Telecom vor kurzem in den USA erhob
, den Gewinnen des Konzerns wieder auf die Sprünge hilft , dürfte eher fraglich
sein . Apple verschiebt QuickTime-Konferenz Mit der Terminänderung komme man dem
Wunsch vieler Aussteller und Besucher nach einem größeren zeitlichen Abstand zu
den Terroranschlägen in den USA nach , so Phil Schiller , Apples Vizepräsident
für Produktmarketing . Als neuen Eröffnungstermin für die viertägige
Veranstaltung nannte das Unternehmen den 10. Februar 2002 . Wie auch für den
ursprünglichen Termin geplant , soll die Konferenz im Beverly Hilton Hotel in
Beverly Hills , Kalifornien , stattfinden . Auf der QuickTime Live zeigen Firmen
und Entwickler Produkte und Lösungen rund um Apple Multimedia-Architektur . In
Folge der Attentate hatte Apple bereits die für Ende September in Paris geplante
Apple Expo abgesagt . Kinderhilfswerk beklagt mangelnden Jugendschutz in
Internet-Cafés Nach Meinung des Deutschen Kinderhilfswerks sind Kinder und
Jugendliche bei der Nutzung öffentlicher Internet-Zugänge nicht ausreichend vor
ungeeigneten Inhalten geschützt . Daher sollen nach dem Willen des Vereins
Minderjährige nur dann öffentliche Internet-Terminals nutzen dürfen , wenn auf
diesen eine Filter-Software installiert ist , die unerwünschte Inhalte aussperrt
. Außerdem sollen die Betreiber der Internet-Zugänge für eine pädagogische
Begleitung der Kinder und Jugendlichen sorgen . Fraglich ist allerdings , wie
die Forderungen des Kinderhilfswerks realisiert werden sollen : Derzeit ist
keine Filter-Software vollständig in der Lage , den Zugriff auf Pornobilder ,
rechtsextreme Inhalte oder Gewalt verherrlichende Seiten wirksam zu verhindern .
Auch dürften die Anbieter öffentlicher Internet-Zugänge kaum bereit sein ,
zusätzlich zu den Online-Gebühren die Kosten für die " Aufpasser " zu tragen .
Apple nennt Angestellten als Verantwortlichen für Vorabveröffentlichung zu neuen
Macs Apples Suche nach den Verantwortlichen im Fall der Vorabveröffentlichung
von vertraulichen Produktinformationen hat zu einem ersten Ergebnis geführt :
Das Unternehmen benannte einen Firmenangehörigen als den mutmaßlichen Täter .
Auch über ein weiteres Produkt , das Apple angeblich demnächst vorstellen will ,
soll " worker bee " Informationen an die Öffentlichkeit getragen haben . Die im
Vorfeld der MacWorld Expo aufgetauchten Bilder und Beschreibungen neuer Produkte
hatten Apple zu einer Klage gegen Unbekannt bewegt . Im Verlauf der Ermittlungen
war eine richterliche Aufforderung an Yahoo ergangen , alle verfügbaren Daten
über den als " worker bee " registrierten Benutzer herauszugeben . Bei Apple
hält man die Beteiligung weiterer Personen für wahrscheinlich . Daher richten
sich die Untersuchungen jetzt auf die Feststellung der mutmaßlichen Mittäter .
Zugang zu den fraglichen Produktspezifikationen hätten laut Apple nur
Angestellte , die bei ihrer Einstellung zur Wahrung des Betriebsgeheimnisses
verpflichtet worden seien , gehabt . Ein Apple-Sprecher sagte dazu : Intel
schließt Kooperationsvertrag mit LG Electronics Intel und LG Electronics ( LGE )
haben ein langfristiges Abkommen über eine Zusammenarbeit der beiden Konzerne
geschlossen . Dabei will LGE seine Forschungsarbeiten und seinen Vertrieb
verstärkt auf Produkte mit Intel-Prozessoren und -Chipsätzen ausrichten . LG
Electronics verspricht sich durch den Pakt mit Intel besonders auf dem Gebiet
der Mobil-Geräte sowie bei den Internet-Anwendungen eine Stärkung der
Marktposition . Auch im Bereich der Heim-Vernetzung will LGE von Intels Know-how
profitieren . Ein weiterer Bestandteil des Abkommens ist der gegenseitige
Austausch von Patenten ; die genauen Modalitäten des Transfers sind jedoch nicht
bekannt . Das Abkommen sieht aber die Zahlung einer nicht näher spezifizierten
Summe von Intel an LGE vor . Weitere Geschäftsfelder sind die chemische
Industrie und der Telekommunikationsbereich . Im Oktober 1999 hat LG einen Teil
seiner Halbleiter-Abteilung an Hyundai abgegeben . Bertelsmann : Schulen ans
Netz ! Der Chef der Bertelsmann AG , Thomas Middelhoff , fordert für alle
deutschen Schulen einen freien Internetzugang . Für den Fall , dass der Staat
dies nicht finanzieren könne , stellt er außerdem die Hilfe der Netzbetreiber in
Aussicht : Bertelsmann-Sprecher Manfred Harnischfeger bezeichnete Middelhoffs
Äußerungen gegenüber c't als " Gedankenanstoß " und " Gesprächsangebot an die
Bundesregierung " . Middelhoff wolle " einen Stein ins Wasser werfen " und auf
die Netzbetreiber als mögliche Gesprächspartner verweisen . Detlef Garbe ,
Geschäftsführer des Vereins Schulen ans Netz e. V. ( SaN ) , begrüßte den
Vorstoß Middelhoffs . Der 1996 auf Initiative des Bundesbildungsministeriums und
der Telekom gegründete SaN unterstützt Schulen auf dem Weg ins
Informationszeitalter . Zu den Zielen des Vereins gehört neben der Ausstattung
von Schulen mit Soft- und Hardware sowie dem Aufbau einer Service- und
Support-Struktur auch die Entwicklung geeigneter pädagogischer Konzepte . Zwar
sei durch die Arbeit des SaN die Bereitschaft der öffentlichen Hand , Mittel für
die informationstechnische Ausstattung der Schulen zur Verfügung zu stellen ,
bereits deutlich gestiegen . Aber um alle Schulen ans Netz zu bringen und die
Entwicklungs- und Weiterbildungsmaßnahmen zu finanzieren , müsste noch einmal
deutlich mehr Geld als bisher aufgebracht werden . Für eine Kooperation mit
Bertelsmann , AOL und der Telekom stehe der SaN daher jederzeit zur Verfügung ,
betonte Garbe . Auch im Bundesministerium für Bildung und Forschung hat man ein
offenes Ohr für Middelhoffs Vorschlag . Ein Sprecher des Ministeriums sagte ,
dass man die Aussage des Bertelsmann-Chefs erfreut zur Kenntnis genommen habe
und Möglichkeiten für eine über SaN hinausgehende Initiative erwäge .
Gesetzgebungsverfahren im Internet Ein Versuchsprojekt soll anhand der Novelle
des Datenschutzrechts die Möglichkeiten einer Einbeziehung des Internet in
Gesetzgebungsverfahren ausloten . Jörg Tauss , Beauftragter für Neue Medien der
SPD-Bundestagsfraktion und Koordinator des Experiments , stellte anläßlich eines
CeBIT-Besuchs den Projektplan vor . Im Juni werde in Berlin ein Workshop
stattfinden , auf dem man beginnen wolle , das Datenschutzrecht von Grund auf
neu zu erarbeiten , sagte Tauss . Dazu werde man im Vorfeld über eine noch
einzurichtende Homepage einen Call for Papers absetzen . Die Homepage solle als
Diskussionsplattform dienen und möglichst viele Informationen bereitstellen ,
die im Zusammenhang mit dem Gesetzgebungsverfahren stehen , beispielsweise
Publikationen und Terminhinweise . So könne man eine hohe Transparenz
demokratischer Vorgänge erreichen , meinte der SPD-Politiker . Das Thema
Datenschutz erachtet er als besonders geeignet für den Internetversuch , da
seiner Ansicht nach alle am Datenschutzrecht interessierten Personen und
Verbände das Internet als Kommunikationsmedium nutzen . Über die technische
Realisierung des Internetauftritts von dem Projekt sei noch nicht entschieden .
Allerdings habe schon die Initiative D21 , das Presse- und Informationsamt der
Bundesregierung und auch die SPD-Fraktion selbst Interesse an einer
Zusammenarbeit angekündigt , berichtete Tauss . Die Schifffahrt lernt das Surfen
Der Seehandel gehört zu den ältesten Wirtschaftszweigen der Welt und hat nicht
den Ruf , einer der modernsten zu sein . Jetzt beginnt die digitale Revolution
damit , auch diese Branche umzukrempeln : Kleine Startup-Firmen wollen neu
organisieren , wie Schiff und Ladung zueinander finden . " Zukunft und Tradition
wachsen zusammen " , sagt Henning Stümer , Geschäftsführer der Hamburger Schule
für Schifffahrt und Transport . " Die Entwicklung wird nicht zu stoppen sein und
das Internet wird den gesamten Seehandel revolutionieren . " Das hofft auch
Markus Giesenkirchen , der gemeinsam mit zwei Partnern die GloMaP.com in Hamburg
gegründet hat und seit Mai am Netz ist . " Unser System bietet allen Teilnehmern
Vorteile " , sagt Giesenkirchen . " Der Markt ist sehr groß und die Zuwachsraten
sind enorm . " Bei GloMaP.com stellen registrierte Teilnehmer freien Frachtraum
oder aber ihre Ladung ins Internet . Die Transportwirtschaft und die Reeder
können über das Netz die Preise und alle übrigen Bestandteile eines
Seefrachtvertrags aushandeln und abschließen . Das System eignet sich im Prinzip
nicht nur für Container , sondern ebenso für alle Formen von Spezialladung wie
Schüttgut , Stückgut , flüssige Ladung und Greifergut . " Für die verladende
Wirtschaft bedeutet das Kostensenkungen , für die Reeder Zugang zu neuer Ladung
und bessere Auslastung der Kapazitäten " , sagt Giesenkirchen . " Das
Beharrungsvermögen ist groß , aber die jungen Leute in der Branche sind ganz
heiß auf das Internet " , sagt Stümer . GloMaP.com will in einem ersten Schritt
erst einmal die Chance des Internet in der Branche verdeutlichen . Nach Studien
des Marktforschungsunternehmens Forrester Research können durch den Einsatz von
E-Commerce in der Branche Fracht und Logistik die Kosten um 15 bis 20 Prozent
sinken . Danach sollen künftig mehr als 70 Prozent des Online-Handels über
unabhängige E-Marktplätze abgewickelt werden . " Hamburg ist für uns der ideale
Standort " , sagt Giesenkirchen . Ein großer Teil der Welttonnage werde von
Hamburg aus kontrolliert und die Kunden seien direkt ansprechbar . Spätestens im
nächsten Jahr will das junge Unternehmen mit seinen 15 Mitarbeitern Büros in
ganz Europa eröffnen und den Sprung nach Asien und in die USA wagen . Auch für
die großen Reedereien gewinnt das Internet an Bedeutung . " Datenverbindungen
mit Kunden in aller Welt gehören bei Hapag-Lloyd seit langem zum Standard und
werden kontinuierlich ausgebaut " , sagt der Chef der Hamburger Linienreederei ,
Bernd Wrede . " Das Internet als neues Medium bietet vor allem die Möglichkeit ,
auch kleineren Kunden einen entsprechenden Service zu bieten . " In wenigen
Jahren , so schätzt Wrede , wird Hapag-Lloyd etwa die Hälfte seines
Geschäftsvolumens über E-Commerce abwickeln . Doch Firmen wie GloMaP.com müssen
daran nicht unbedingt Teil haben . " Die neutralen Ladungsbörsen im Internet
werden von Hapag-Lloyd interessiert beobachtet " , sagt Wrede . " Bislang haben
diese Unternehmen jedoch noch nicht bewiesen , dass sie genügend Volumen
generieren können . " UMTS in Italien : Auktion nach " Schönheitswettbewerb "
Das italienische Ministerium für Kommunikation hat die Regularien für das
Vergabeverfahren der UMTS-Lizenzen bekannt gegeben : Italien will die
UMTS-Lizenzen nach einem gemischten Verfahren vergeben : In einem ersten Schritt
werden die eingereichten Unterlagen nach Art eines so genannten "
Schönheitswettbewerbs " aus technischer Sicht unter die Lupe genommen . Bei
entsprechender Bewertung der Unterlagen darf das Unternehmen im zweiten Schritt
an der Versteigerung der UMTS-Lizenzen teilnehmen . Das gesamte Verfahren soll
bis Mitte November abgeschlossen sein . Auch die Deutsche Telekom hatte
Interesse bekundet , in das UMTS-Geschäft in Italien einzusteigen . Seit ihrem
Ausscheiden aus dem Joint-Venture Wind hat der Rosa Riese das Problem , dass er
ohne Partner in Italien dasteht . Berichte über eine mögliche Zusammenarbeit bei
der speziell im Blick auf UMTS gegründeten Telefongesellschaft Andala mit dem in
ganz Europa operierenden Telekommunikationsunternehmen Tiscali bezeichnet die
Deutsche Telekom bislang als reine Spekulation . Noch unklar ist , ob der Bonner
Telefonkonzern selbst oder mit Partnern eine Lizenz ersteigern will oder sich
später Netzkapazitäten anmieten möchte . Neben Andala und Wind sind gegenwärtig
noch vier weitere Telefongesellschaften an einer italienischen UMTS-Lizenz
interessiert , nämlich TIM , Omnitel , Blu und Dix.it . Internet-Buchhändler
tief in roten Zahlen Die Nummer zwei der US-amerikanischen Internet-Buchhändler
, Barnes & Noble.com , an dem der deutsche Medienkonzern Bertelsmann mit 40
Prozent beteiligt ist , musste im zweiten Quartal 2000 deutlich mehr Verluste
hinnehmen als im entsprechenden Vorjahresquartal . Schuld an den gestiegenen
Verlusten ist vor allem eine Schrumpfung der Gewinnspanne bei den Verkäufen von
20,2 Prozent im zweiten Quartal 1999 auf 15,5 Prozent im zweiten Quartal 2000 .
Auch die Verkäufe des Marktführers Amazon blieben im zweiten Quartal 2000 hinter
den Erwartungen zurück , mancher Börsianer sieht damit schon das gesamte Konzept
des E-Commerce in Frage gestellt . " Der Umsatz ist schwach , und zwar in allen
Bereich des E-Commerce " , kommentierte Dan Ries , Analyst bei der
Investmentgesellschaft C. E. Unterberg , Towbin , die Zahlen von Barnes &
Noble.com gegenüber dem Wirtschaftsdienst Bloomberg . " Es sieht nicht so aus ,
dass die Leute in dem Maße online einkaufen , wie wir das erwartet hatten . "
Die Folge dieser Erkenntnis sind sinkende Aktienkurse : Das Wertpapier von
Barnes & Noble.com erreichte seinen Höchstpreis im Oktober des letzten Jahres
mit 23,50 US-Dollar . Mittlerweile kostet es nur von 5,13 US-Dollar . Einen
ähnlichen Kursverfall musste Amazon hinnehmen : Seine Aktien kosteten im
Dezember des letzten Jahres einen Höchstpreis von 113 US-Dollar , jetzt sind sie
für 30,13 US-Dollar zu haben . Wann die Online-Reseller mit ihrem Geschäft
wirklich Geld verdienen werden , steht noch in den Sternen . Bei den
Internet-Firmen selbst ist man natürlich optimistisch : Dass Amazon mit seinem
operativen Geschäft im Buch- , Musik- und Video/DVD-Bereich in den USA im
letzten Quartal erstmals einen kleinen Gewinn erwirtschaften konnte , feierte
Amazon-Chef Jeff Bezos als Trendwende - wenngleich das bisschen Gewinn von
Verlusten in anderen Bereichen mehr als aufgefressen wurde . Auch bei Barnes &
Noble.com sieht man sich trotz der schlechten Zahlen auf dem richtigen Weg :
Schon in 24 Monaten will man sich in die Gewinnzone gewirtschaftet haben . Ob
das realisierbar ist , wird sich zeigen . Ermittlungen gegen Ex-Telefonica-Chef
eingestellt Die Ermittlungen der spanischen Börsenaufsicht gegen Juan Villalonga
, den Ex-Chef des spanischen Telekommunikationsunternehmens Telefonica , sind
abgeschlossen . Sie ergaben keine Bestätigung der gegen Villalonga vorgebrachten
Anschuldigungen . Handy als Spielkonsole Der japanische Mobilfunkbetreiber NTT
DoCoMo und Sonys Abteilung für Computer-Unterhaltung , die Sony Computer
Entertainment ( SCEI ) , haben sich darauf verständigt , zusammen an der
Entwicklung eines Kombigeräts aus Handy und Playstation zu arbeiten . Ziel der
Zusammenarbeit ist die Schaffung einer Hardware-Grundlage in Form einer
mobilfunkfähigen Playstation für ein Unterhaltungs-Netzwerk . Die
Datenübertragung soll unter Einsatz von DoCoMos i-mode-Technik und der
W-CDMA-Standard erfolgen . Allerdings können die Daten bei i-mode nur mit
maximal 9600 bps übertragen werden . Anders sieht es bei W-CDMA aus . Das
CDMA-Codierungsverfahren liegt dem europäischen UMTS-Standard zugrunde . Beide
Firmen wollen durch ihre Zusammenarbeit Software-Hersteller dazu inspirieren ,
neue Dienste für ihr geplantes Unterhaltungsnetzwerk zu entwickeln . Wozu diese
neuen Dienste dienen sollen , sei allerdings noch Gegenstand der Überlegungen ,
ließen DoCoMo und Sony verlauten . Kein Ansturm auf Green Cards Die
Green-Card-Regelung für ausländische Computerexperten ist schleppend angelaufen
. Die Arbeitsämter in Deutschland gaben am Dienstag die ersten der lange
umstrittene Arbeitserlaubnisse an Informatiker vor allem aus Asien und Osteuropa
aus . Nach einer dpa-Umfrage blieb ein Ansturm in Arbeitsämtern und Unternehmen
aus . Bei der Zentralstelle für Arbeitsvermittlung ( ZAV ) in Bonn haben sich
bisher zwar knapp 19.000 ausländische Computer-Spezialisten nach der Green Card
erkundigt . Viele Arbeitgeber hielten sich aber mit Anträgen bei den
Arbeitsämtern zunächst zurück . Mit der Regelung können in zwei Schritten bis zu
20.000 hoch qualifizierte Experten aus Ländern außerhalb der Europäischen Union
angeworben werden . Die Bundesregierung will damit den Mangel an Arbeitskräften
in der Computerbranche mildern . Das Interesse an der Green Card war am ersten
Tag regional unterschiedlich . Mit einem ersten verlässlichen bundesweiten
Überblick rechnet die Nürnberger Bundesanstalt für Arbeit nicht vor Dienstag
kommender Woche . Danach sollen die Antragszahlen im Wochenrhythmus erhoben
werden . In der Aachener Region nahmen am Dienstag bereits 21 IT-Spezialisten
aus zehn Nationen ihre Arbeit mit der Green Card auf oder erhielten die
Zusicherung für die Arbeitserlaubnis . Die Direktorin des Arbeitsamtes ,
Gabriele Hilger , bezeichnete das als guten Start . Der in Aachen arbeitende
indonesische Computerspezialist Harianto Wijaya hatte bereits am Montag als
erster Ausländer von Arbeitsminister Walter Riester seine Green Card bekommen .
Ein Experte des Landesarbeitsamtes in Hessen , bei dem 60 bis 70 Anträge
eingingen , sagte : " Wenn es nach den Einschätzungen der Arbeitgeber geht ,
müssten noch einige tausend Anträge auf uns niederhageln . " In Bayern und
Baden-Württemberg sieht es ähnlich aus . Bei rund 2.500 freien Stellen in der
IT-Branche liegen im Freistaat etwa 70 Anträge für eine Green Card vor . In der
Region Berlin wurden zehn Anträge " von sechs bis sieben Firmen " gestellt ,
darunter von Siemens und dem Internet-Unternehmen datango . In
Schleswig-Holstein gingen bis Dienstag erst zwei Anträge auf Green Cards ein ,
in Niedersachsen fünf , von denen zwei bewilligt wurden . Auch in Sachsen hielt
sich die Nachfrage in Grenzen . Dort erhielt eine der ersten Frauen die
30-jährige russische Computerspezialisten Nadja Kouporova eine von drei der
Spezial-Arbeitsgenehmigungen . Die Mathematikerin arbeitet - bisher von
Tschechien aus - für das Softwareunternehmen Peppercon AG . Bei einigen
Unternehmen hielt sich die Euphorie in Grenzen . Bei BMW betonte man , die
Initiative greife zu kurz . Derzeit suche das Unternehmen rund 600 Ingenieure ,
aber nur rund 100 IT-Spezialisten . Die Nürnberger Gesellschaft für
Konsumforschung berichtete von nicht sehr erfolgreichen Bemühungen . Die
Bewerber seien bisher nicht ausreichend qualifiziert . Siemens in München gab
sich dagegen optimistisch : Man wolle versuchen , 300 von 1.000 freien Stellen
zumindest vorübergehend mit Green-Card-Inhabern zu besetzen . Das verhaltene
Medieninteresse bezeichnete Sprecherin Sabine Metzner als " schade " . Die
Aktion sei erst angelaufen . Einen " Run " oder eine " plötzliche Umstellung auf
indisches Kantinenessen " habe ohnehin niemand erwartet . Der
Hauptgeschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft selbstständiger Unternehmer , Hans
Stein , bezeichnete die Green Card im Deutschlandradio Berlin als " Tropfen auf
den heißen Stein " . Für die Wirtschaft sei es unbedingt notwendig , dass
ausländische Arbeitskräfte eine unbegrenzte Aufenthaltsgenehmigung erhielten und
diese auch für andere Branchen gelte . IG Metall-Chef Klaus Zwickel nannte die
Green-Card-Regelung ebenfalls " nicht viel mehr als einen Tropfen auf den heißen
Stein " . Bei der ZAV in Bonn haben bisher 18.833 Ausländer nach der
Green-Card-Regelung gefragt . Darunter waren 3.167 Anfragen von indischen
Spezialisten für Informationstechnologien ( IT ) . Aus Pakistan kamen 2.524
Anfragen . 1.512 Interessenten meldeten sich aus Algerien . In der
Länderauswertung folgten Bulgarien ( 842 ) , Russland ( 783 ) und Jugoslawien (
511 ) . Aus der Ukraine meldeten sich 478 Bewerber , aus Ungarn 336 und aus
Ecuador 301 . Die Zahl der Stellenangebote belief sich am Vortag des
Inkrafttretens der Green-Card-Regelung auf 414 Offerten . Niedersachsens
Ministerpräsident Sigmar Gabriel betonte die Notwendigkeit , auf Landesebene
eine so genannte Blue Card einzuführen . Damit solle der Bedarf auch anderer
Branchen etwa an Ingenieuren und Naturwissenschaftlern gedeckt werden , bis
genügend Deutsche ausgebildet seien , sagte er in einem Rundfunkinterview .
Cisco kauft Spezialisten für Mobilfunk-Software IPmobile stellt Software für so
genannte IP Radio Access Networks ( IP-RAN ) her , die auf offenen Standards
basieren . IP-RAN kann man für die Internet-Verbindung in Mobilfunknetzen der
dritten Generation einsetzen . Keine UMTS-Kooperation von Mobilcom und Debitel
Zwischen den Telefongesellschaften Mobilcom und Debitel hat es nach Angaben von
Klaus-Dieter Scheuerle , dem Präsident der Regulierungsbehörde für
Telekommunikation und Post ( RegTP ) , keine unerlaubten Absprachen bei der
Versteigerung der UMTS-Mobilfunklizenzen gegeben . Die Unabhängigkeit der Bieter
sei zu jedem Zeitpunkt gewahrt gewesen . Seiner Kenntnis nach habe es zwischen
Mobilcom und Debitel keinerlei Gespräche oder gar Verhandlungen über eine
Zusammenarbeit gegeben , betonte Scheurle . Die RegTP hatte die Prüfung von
Gerüchten <http://www.heise.de/newsticker/data/axv-01.08.00-002/> angekündigt ,
in denen über eine Zusammenarbeit von Mobilcom und Debitel im Rahmen der
UMTS-Auktion gemutmaßt wurde . Eine solche Zusammenarbeit ist aber laut
Versteigerungs-Reglement streng verboten und hätte den Ausschluss aus der
Auktion zur Folge gehabt . Mobilcom-Chef Gerhard Schmid erklärte , dass seine
Äußerungen in einem Interview mit der französischen Tageszeitung La Tribune
überinterpretiert worden seien . Er habe lediglich die Debitel-Kunden eingeladen
, die Multimedia-Dienste von Mobilcom zu nutzen , falls Debitel keine
UMTS-Linzenz erhalte . Scheuerle appellierte an alle Bieter , sich künftig mit
solchen Äußerungen zurückzuhalten . Bei Novell drohen Entlassungen Der
angeschlagene Softwarehersteller Novell plant nach Insiderinformationen , bis zu
30 Prozent seiner Belegschaft zu entlassen . Derzeit beschäftigt das Unternehmen
rund 5500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter . Die Entlassungen könnten bereits
nächste Woche ausgesprochen werden . Novell musste bei einen deutlichen
Umsatzrückgang Verluste aus dem operativen Geschäft hinnehmen und kam nur
aufgrund außerordentlicher Einnahmen noch in die schwarzen Zahlen . Zwar wollte
Novell bislang Spekulationen über Entlassungen nicht bestätigten , ein Sprecher
betonte aber nochmals , dass man im laufenden vierten Quartal die Kosten des
operativen Geschäfts senken wolle . Unterdessen kündigte Novells
Entwicklungschef Carl Ledbetter gegenüber dem Magazin eWeek einen
Strategiewechsel bei dem Netzwerkspezialisten an : Ob die neue Strategie
aufgehen wird , ist umstritten . Zwar wird sie von vielen Analysten positiv
aufgenommen , sie sind sich aber nicht über die Erfolgsaussichten einig .
Allerdings haben die Investoren mittlerweile wieder etwas Vertrauen in das
Unternehmen gewonnen . Mitte Februar bis Ende Mai gab es einen rapiden
Kursverfall , bei dem der Preis eines Novellpapiers von über 40 auf acht
US-Dollar einbrach . Seitdem dümpelte der Kurs mit leichten Schwankungen bei
neun US-Dollar , bevor er in den letzten Augusttagen wieder deutlicher nach oben
ging . Am gestrigen Donnerstag schloss er bei 12,25 US-Dollar . Microsoft zu
Schadenersatzzahlung verdonnert Microsoft kündigte postwendend an , gegen das
Urteil Berufung einlegen zu wollen . Richterin Janet Hall fällte dieses Urteil
in einem Prozess , in dem bereits am 16. Juli des letzten Jahres eine erste
Entscheidung ergangen war . Bristol hatte Microsoft vorgeworfen , mit unfairen
Mitteln Lizenzverhandlungen verzögert und dem Unternehmen damit erheblichen
Schaden zugefügt zu haben . Bristol stellt seit 1991
Cross-Platform-Entwicklungstools her , mit denen man Windows-Programme auf Unix
, Linux und OS/390 portieren kann . Dazu benötigt das Unternehmen eine
Source-Code-Lizenz für Microsofts Windows-Betriebssysteme . Die
Lizenzverhandlungen zögerte Microsoft immer wieder hinaus , was das Gericht als
Versuch interpretierte , die Wettbewerbschancen von Unix zu unterminieren .
Bristol musste einen für das letzte Jahr geplanten Börsengang in Folge der
Verhandlungsschwierigkeiten mit Microsoft absagen . Daraus sei Bristol ein
Schaden von einem US-Dollar entstanden . Bristols Forderung nach Schadenersatz
resultierten aber jetzt in dem harschen Urteil gegen Microsoft . Richterin Hall
grenzte den in Bridgeport verhandelten Fall zwar deutlich gegenüber dem derzeit
anhängigen Berufungsverfahren gegen die angeordnete Zerschlagung Microsofts ab ,
wies aber darauf hin , dass auch in ihrem Fall das Geschäftsgebaren , das auch
eine wesentliche Rolle im Kartellprozess der US-Regierung gegen Microsoft
gespielt hat , gegen den Softwareriesen aus Redmond gesprochen habe . Die
Anwälte von Bristol überlegen jetzt vor dem Hintergrund der neue Bewertung des
Falls , ob sie erneut eine Klage gegen Mircosoft einreichen . Microsoft hingegen
ist der Ansicht , dass das Urteil von Hall nicht mit der Rechtsfindung des
letzten Jahres zu vereinbaren sei . Spanischer Telekom-Konzern Telefonica mit
Gewinnrückgang Die spanische Telekommunikationsgesellschaft Telefonica muss zum
ersten mal seit acht Jahren einen zurückgegangenen Gewinn bekannt geben . Den
Rückgang des Nettogewinns begründet die Gesellschaft mit sinkenden Einnahmen
durch den Verkauf von Wertpapieren und höheren Abschreibungen durch
Investitionen . Ohne diese Effekte wäre der Nettogewinn um 14 Prozent
angestiegen , teilte Telefonica mit . Wie derzeit bei allen
Telekommunikationsgesellschaften schrumpften auch bei Telefonica die
Gewinnmargen vor allem im Bereich der Sprach- und Datenkommunikation . Bei
Umsatzsteigerungen von 1,8 und 17,4 Prozent in diesen Segmenten sanken die
Gewinne vor Steuern um 13,6 und 23,1 Prozent . Im Mobilfunkbereich erbrachte ein
Umsatzplus von 32,9 Prozent dagegen eine Zunahme an Gewinnen vor Steuern um 34,6
Prozent . Der Mobilfunkbereich war auch bezogen auf die Kundenzahlen der
wachstumsstärkste Bereich des Konzerns : Die Zahl der Festnetzkunden dagegen
stieg weitaus weniger schnell : In diesem Segment überwiegt die Zahl der
nichtspanischen Kunden leicht . EMI und Warner zu großen Zugeständnissen bereit
Um die Fusion von Warner Music Group ( WMG ) und EMI doch noch zu retten , haben
sich die beiden Konzerne dem Vernehmen nach zu großen Zugeständnissen bereit
erklärt . Wie das Wall Street Journal meldete , hat EMI den Verkauf von Virgin
Records angeboten . Die WMG soll neben einer Erhöhung der Zahl kleinerer
Musikverlage , die man verkaufen wolle , die Abtrennung des Chappell-Teils von
Warner/Chappell vorgeschlagen haben . Diese jüngsten Konzessionen kommen nach
dem Bekanntwerden von Gerüchten , dass die EU-Kommission den Zusammenschluss der
beiden Musikkonzerne verbieten werde . Die Frist , innerhalb derer WMG und EMI
Wettbewerbskommissar Mario Monti Zugeständnisse machen konnte , lief bereits vor
rund eineinhalb Wochen ab . Bis dahin hatten sich die beiden Konzerne wohl noch
recht gute Chancen auf eine Genehmigung der Fusion ausgerechnet , denn sie
zeigten sich nur zum Verkauf einiger kleinerer Labels bereit . Mit der
unnachgiebigen Haltung Montis hatten sie offensichtlich nicht gerechnet . In
EU-Kreisen geht man mittlerweile aber davon aus , dass bereits am 11. Oktober
das Urteil feststeht . Neben der EU-Kommission müssen auch noch die
US-amerikanischen Regulierungsbehörden Federal Communications Commission ( FCC )
und Federal Trade Commission ( FTC ) den Deal genehmigen . Auch diese
Institutionen haben bereits Bedenken angemeldet . Für die ebenfalls geplante
Fusion von AOL und Time Warner , dem Mutterkonzern der WMG , sah es dagegen ganz
gut aus . Wie die Financial Times Deutschland am Wochenende berichtete , hätte
vor allem das Verbot des Zusammenschlusses von WMG und EMI den Weg zu der
Megafusion des Online-Dienstes und des Medienkonzerns geebnet . Denn die
EU-Kommission befürchtete vor allem eine Dominanz des neuen Megakonzerns in der
Musikbranche . Diese Dominanz hätte AOL/Time Warner ohne EMI nicht . Wie sich
der jüngste Vorstoss auf die Entscheidung der europäischen Wettbewerbshüter
auswirken wird , bleibt abzuwarten . Jedenfalls wird der Sinn der Fusion von WMG
und EMI bei noch weitergehenden Zugeständnissen langsam fraglich . Sprint
startet Musik-Service fürs Handy Die Mobilfunkgesellschaft Sprint PCS , eine
Tochter der Telekommunikationsfirma Sprint , hat heute den US-weiten Start eines
MP3-Dienstes für ein spezielles Handy , das Uproar von Samsung , bekannt gegeben
. Allerdings ist das Uproar mit einem Preis von 399,99 US-Dollar nicht gerade
billig . Das Mobilfunkgerät ist eine Kombination aus Handy mit Internet-Funktion
, MP3-Player und PDA . Zu welchem Preis Sprint seinen neuen Dienst nach der
Einführungsphase anbieten will , hat das Unternehmen noch nicht mitgeteilt . Da
es aber davon spricht , dass die kostenlose Nutzung über ein Jahr einen Wert von
120 US-Dollar habe , liegt eine Nutzungsgebühr von zehn US-Dollar monatlich nahe
. Sprint realisiert seinen neuen Dienst My Music in Zusammenarbeit mit HitHive .
HitHive verkauft seinen Geschäftskunden Komplettlösungen zur Integration von
Angeboten mit digitaler Musik in deren Dienstleistungen . Jedem Nutzer des
Musikdienstes stehen zwei Gigabyte Speicherplatz auf Servern von HitHive zur
Verfügung , was laut Sprint zur Speicherung von bis zu 800 MP3-Files ausreichen
soll . Anders als bei Angeboten wie My.MP3.com , wo man bereits auf dem Server
eingestellte Musik-Stücke zur Benutzung freischalten kann , muss man bei My
Music alle Audio-Files selbst ins MP3-Format konvertieren und auf den Server
übertragen . Zusammengestellt und verwaltet werden soll die private
Musik-Sammlung dann durch die Software RealJukebox von RealNetworks , die Sprint
auf CD an seine My-Music-Kunden verteilen will . Die Verwaltung soll aber auch
über Sprint Wireless Web , einem mobilen Internet-Dienst , über den WML- und
HDML-Seiten angezeigt werden können , möglich sein . Sie lassen sich aber auch
per Streaming Audio direkt abspielen . Nach Angaben Sprints fasst der interne
Speicher von 64 MB des Uproars von Samsung rund eine Stunde Musik in CD-Qualität
. Inwiefern die Musik-Industrie von dem neuen Dienst begeistert sein wird ,
bleibt abzuwarten . Im Prinzip ist es schließlich mit My Music genauso wie mit
My.MP3.com möglich , Musik anderen Usern zur Verfügung zu stellen , indem die
Zugangsdaten zu den entsprechenden Server-Accounts weitergegeben werden .
Während es bei My.MP3.com die anbietende Firma , nämlich MP3.com , ist , die die
Musik auf einem Server speichert und die deswegen der Copyright-Verletzung für
schuldig befunden wurde , sind es bei My Music die Kunden selbst , die die Songs
auf einem Server speichern müssen . Und wenn dies denn eine illegale Handlung
ist , dann begehen diese die Kunden , nicht der Anbieter . Sprint und HitHive
können sich also diesbezüglich voraussichtlich auf der sicheren Seite wähnen .
US-Handelsbehörde warnt vor Internet-Betrügereien Die US-Handelsbehörde Federal
Trade Commission ( FTC ) hat Internet-Nutzer vor Betrügern und windigen
Geschäftemachern aus der Internet-Branche gewarnt . In einer öffentlichen
Veranstaltung stellte sie die zehn häufigsten Betrügereien anhand detaillierter
Fallbeschreibungen vor . Zu den beliebtesten Gaunereien gehörten nach Angaben
der FTC an erster Stelle Betrügereien bei Internet-Auktionen . Immer wieder
würden Bezahlungen entgegen genommen , Waren aber nicht ausgeliefert . Weiterhin
steht das Erschleichen von Internet-Providing-Verträgen hoch im Kurs . Die FTC
schilderte einen Fall , in dem ein Provider " Rabatt-Schecks " verschickt hat ,
deren Einlösung - für den Verbraucher unbemerkt - mit dem Abschluss von
Service-Verträge zusammen hing . Immer wieder hatten Betrüger auch Erfolg mit
der Berechnung von Telefongebühren für Verbindungen zu Service-Providern , die
von speziellen Betrachtern für kostenpflichtiges Material verursacht wurden .
Solche Programme bauten oftmals ohne Wissen des Benutzers Verbindungen zu
Providern in weit entfernten Ländern auf und verursachten so hohe
Telefongebühren . Jodie Bernstein , die Direktorin des Büros für
Verbraucherschutz bei der FTC , wies bei der Präsentation der Fälle auf die
Bedeutung eines sicheren Internet hin . Unsere Zusammenarbeit mit Behörden , der
Industrie und den Verbrauchern wird ein Klima schaffen , in dem Vertrauen in den
E-Commerce entstehen kann . Wir wollen , dass die Internet-Gauner wissen , dass
wir eine globale Koalition zum Schutz der Verbraucher schaffen . Laue Stimmung
erwartet Telekom Austria an der Börse Der österreichische
Telekommunikationsmarkt steht vor einschneidenden Veränderungen : Außerdem fällt
der Startschuss zur Versteigerung der UMTS-Lizenzen in Österreich . An ihr
beteiligen sich sechs Bewerber , darunter die zur Telekom Austria gehörende
Mobilkom Austria und die österreichische Tochter der Deutschen Telekom ,
max.mobil . Der Börsengang der Telekom Austria ist die bisher größte
Aktienemission in der Geschichte des Landes . 25 Prozent des bisher zu 75
Prozent staatlichen Unternehmen kommen auf den Markt . In den nächsten Jahren
soll nach den Plänen der rechtskonservativen Regierung auch der verbleibende
Telekom-Staatsanteil von 50 Prozent an die Börse gebracht werden . Die Telecom
Italia ist bereits mit 25 Prozent am Unternehmen beteiligt . Dabei dürfte der
Ausgabepreis angesichts des deutlich schwächer gewordenen Umfelds für
Telekom-Aktien extrem niedrig gehalten werden . Dies ist verglichen mit den
ursprünglich erwarteten mindestens 15 Euro geradezu ein Schleuderpreis . Doch
der österreichischen Regierung bleibt keine andere Wahl , als den Börsengang
durchzuziehen . Sie sieht ihn nämlich als Auftakt für die Privatisierung
weiterer Staatsbeteiligungen . Die Vorbereitungen zum Börsengang sind jedoch
nicht völlig reibungslos verlaufen . Zuerst war der alte Telekom-Vorstand aus
Protest gegen die seiner Ansicht nach überstürzte Privatisierung zurückgetreten
. Dann kritisierte auch die Telecom Italia als Miteigentümer das Vorgehen der
Österreicher . Die Italiener hatten 1998 ihre Aktien zu einem Preis von 15 Euro
gekauft . Nach österreichischen Medienberichten bestehen sie auf einer
Entschädigung , sollte der Börsengang zu einem allzu niedrigen Preis erfolgen .
Dies würde den ohnedies mageren Erlös für den österreichischen Staat weiter
schmälern . Die zeitgleich mit dem Börsengang stattfindende UMTS-Auktion ist für
den österreichischen Finanzminister ebenfalls ein zweischneidiges Schwert .
Finanzpresse : Telekom will United Internet übernehmen Bei der Telekom-Tochter
T-Online bahnt sich möglicherweise eine Lösung der Führungsprobleme an .
Telekom-Chef Ron Sommer habe Verhandlungen mit Ralph Dommermuth , dem
Vorstandsvorsitzendem und Hauptaktionär von United Internet aufgenommen , teilte
heute das Frankfurter Anlegermagazin Die Telebörse in einem Vorab-Bericht mit .
Dommermuth solle United Internet in T-Online einbringen und selbst den Posten
des Vorstandsvorsitzenden bei dem Internet-Provider übernehmen . Der einstige
Chef von T-Online , Wolfgang Keuntje , war Ende August aus dem Unternehmen
ausgeschieden . Im September nahmen zwei weitere Vorstandsmitglieder des größten
deutschen Internet-Providers ihren Hut . United Internet ging aus dem
IT-Dienstleister 1&1 hervor . Das seit März 1998 am Neuen Markt in Frankfurt
notierte Unternehmen ist mittlerweile eine der größten Internet-Firmen in
Deutschland . T-Online konnte allerdings nicht profitieren . Am späten
Nachmittag stand die Aktie bei rund 24 Euro knapp zwei Prozent im Minus .
Worldcom splittet sich auf Was der US-Branchenprimus AT&T vorgemacht hat , macht
jetzt das US-Telekommunikationsunternehmen Worldcom nach . Gestern kündigte es
eine Neustrukturierung durch die Aufspaltung in zwei Tochtergesellschaften an ,
die jeweils mit eigenen Aktien börsennotiert sein sollen . Außerdem korrigierte
die Gesellschaft ihre Gewinn- und Umsatzschätzungen für das vierte Quartal 2000
und das kommende Jahr . Die Umstrukturierung wurde von Marktbeobachtern erwartet
. Dieser soll unter dem Namen " Worldcom " geführt werden . Das Telefongeschäft
mit Endverbrauchern und kleinen Firmen , das Geschäft mit
Dial-Up-Internetzugängen sowie das Telefon-Großhandelsgeschäft führt in Zukunft
ein zweiter Geschäftszweig , der unter den Namen " MCI " firmiert . Bernard
Ebbers bleibt weiterhin Chef des gesamten Unternehmens , das seine rechtlich
Form durch die Umstrukturierung nicht verändert . Dabei handelt es sich um eine
Wertpapiere , in denen sich die Entwicklung verschiedener Geschäftsbereiche
eines Unternehmens wiederspiegelt . Neben Worldcom will beispielsweise auch AT&T
Tracking-Aktien ausgeben . Sprint hat für seine Mobilfunk-Sparte schon seit
einiger Zeit Tracking-Aktien im Handel . Die Worldcom-Aktionäre sollen sämtliche
MCI-Tracking-Aktien bekommen . Sie erhalten eine MCI-Aktie für je 25 ihrer
jetzigen Worldcom-Aktien . Anschließend werden ihre jetzigen Worldcom-Aktien in
Tracking-Aktien der Worldcom-Sparte umgewandelt . Nach wie vor halten dann die
Investoren alle Anteile an Worldcom . Das Unternehmen rechnet wegen des harten
Wettbewerbs , erhöhten Investitionen und anderen Wirtschaftsfaktoren jetzt nur
noch damit , dass der Konzernumsatz im vierten Quartal 2000 um sieben bis neun
Prozent wachsen wird . Die Worldcom-Sparte werde dabei um zwölf bis 14 Prozent
zulegen , während das MCI-Geschäft stagnieren werde . Im kommenden Jahr rechnet
das Management mit einem Wachstum von Worldcom um zwölf bis 15 Prozent , während
es für den MCI-Umsatz wieder eine Stagnation oder gar einen Rückgang um bis zu
zwei Prozent prognostiziert . Die Gewinnerwartungen wurden ebenfalls deutlich
zurück geschraubt : Gingen die Analysten bisher von einem Gewinn von 49 Cent pro
Aktie im vierten Quartal aus , korrigierte das Unternehmen die Prognosen auf 34
bis 37 Cent pro Aktie nach unten . Dividenden wird es in nächster Zeit nur für
MCI-Aktien geben . Für die Worldcom-Aktien sind dagegen keine
Dividenden-Zahlungen geplant . Dies begründet das Management mit den hohen
Wachstumsprognosen dieser Sparte . Die Wall Street reagierte auf diese
Nachrichten negativ . Die Worldcom-Aktien brachen gestern an der Nasdaq nach dem
Vortagsschluss von 23,75 US-Dollar deutlich ein und fielen sogar unter das
52-Wochen-Kurstief von 20,19 US-Dollar . Sie schlossen schließlich mit einem
Minus von 20,8 Prozent bei 18,81 US-Dollar . In den vergangenen zwölf Monaten
hatten die Aktien zeitweise über 61 US-Dollar gekostet . Kein frohes Fest für
die PC-Branche In der PC-Branche geht die Angst um . Die Umsatz- und
Gewinnwarnung , mit der Gateway gestern für Aufregung sorgte , wird von vielen
Investoren nur als Beginn einer Serie von Hiobsbotschaften betrachtet . Und die
Börse reagierte empfindlich : Der Nasdaq 100 , Index der hundert wichtigsten
Werte an der US-Börse Nasdaq , sackte gestern auf den tiefsten Stand seit 15
Monaten und schloss mit 3,7 Prozent im Minus bei 2506,54 Punkten . Am
Schlimmsten erwischte es natürlich Gateway ; mit einem Verlust von 35,59 Prozent
implodierte der Kurs förmlich . Dell sackte um 11,75 Prozent ab , Compaq verlor
5,29 Prozent . Intels Kurs brach um 10,96 Prozent ein , nur unwesentlich besser
erging es Intels Konkurrenten AMD mit einem Minus von 10,62 Prozent . Microsoft
schließlich notierte am Ende des Handelstages sogar um 11,82 Prozent leichter
als am Vortag - angesichts der erwarteten schwachen PC-Verkäufe befürchten viele
Anleger massive Rückgänge bei den Software-Umsätzen . Besonders schmerzen dürfte
es die Microsoft-Oberen , dass der Erzkonkurrent Oracle am gleichen Tag 15,85
Prozent zulegen konnte . Die Chefs der betroffenen Firmen sind mittlerweile um
Schadensbegrenzung bemüht . Ohnehin mache HP nur 10 Prozent seines Umsatzes im
Consumer-PC-Markt . Viele Anleger waren allerdings nicht so zuversichtlich und
verkauften ihre HP-Aktien . Sie waren gestern abend rund 8,5 Prozent billiger
als am Vortag . Compaq und Apple sagen einige Marktbeobachter nach , sie hätten
das Weihnachtsgeschäft völlig überschätzt und säßen nun auf immensen
Lagerbeständen . Das wollte Compaq-Chef Michael Capellas so nicht stehen lassen
. Er bezeichnete die Umlauf gebrachten Zahlen als fragwürdig und beruhigte seine
Mitarbeiter in einem Mailing : Langfristig sei nicht zu erwarten , dass die
Kunden weniger Geld für Computer ausgeben würden , und Compaq habe allen Grund ,
zuversichtlich in die Zukunft zu sehen . Hintergrund : PC-Hersteller in der
Bredouille Die Zeichen sind unübersehbar : Die Ära des klassischen PC neigt sich
ihrem Ende zu . Beruhten frühere Warnungen eher noch auf relativ abstrakten
Prognosen , scheint nun die Wirklichkeit selbst zuzuschlagen . Viele Analysten
ziehen aus den vergleichsweise schlechten Verkaufszahlen der letzten Wochen und
der sich abzeichnenden Flaute im Weihnachtsgeschäft die Lehre , dass die
PC-Branche als attraktiver Investment-Bereich langsam passe ist . Bei den stark
gefallenen Preisen wieder einzusteigen , halten die meisten Börsianer offenbar
nicht für ratsam . Am Folgetag konnten sich die Kurse denn auch bei geringem
Handelsvolumen nur etwas stabilisieren ; die Verluste durch die panikartigen
Verkäufe machte dies bei weitem nicht wett . Aktionäre wie Mitarbeiter von
PC-Herstellern jedenfalls sind verunsichert . Ist wirklich das Ende der
beispiellosen Wachstumsgeschichte in Sicht , die die PC-Branche in den letzten
Jahren durchlaufen hat ? Oder wird sich alles nach ein paar Schrecksekunden
wieder einrenken ? Erst vor knapp zwei Wochen veröffentlichten sie eine Studie ,
in der im nächsten Jahr fast 15 Prozent mehr PC-Verkäufe vorhergesagt werden .
Zwar bliebe das Wachstum dann immer noch hinter dem Rekordwert von 18 Prozent
aus dem Jahr 1999 zurück , wäre aber für die Branche deutlich erfreulicher als
die Steigerung von gut zehn Prozent , die nach Meinung von Dataquest dieses Jahr
erreicht wird . Die Ausstattung mit PCs in Europa ist immer noch geringer als in
den USA , wo die Marktforscher schon im Mai den Markt als nahezu gesättigt
ansahen . Für den sehr viel größeren Markt jenseits des großen Teichs sehen die
Wachstumsperspektiven also eher bescheiden aus . Darüber können auch die tollen
Wachstumszahlen in Lateinamerika , Asien oder dem pazifischen Raum nicht
hinwegtäuschen . Ähnlich ist die Steigerung um 34 Prozent in Asien und dem
pazifischen Raum einzuschätzen . Auch in diesem riesigen Markt gingen mit 4,6
Millionen nur 500.000 PCs mehr an Kunden als in Deutschland , Großbritannien und
Frankreich . Eigentlich ist es aber gar nicht so verwunderlich , dass der
PC-Boom langsam abflaut . Gerade Unternehmen in den USA und Europa sind
mittlerweile mit Computern gut ausgestattet - was sich auch in den Zahlen
widerspiegelt : Während der europäische PC-Markt im privaten Bereich im dritten
Quartal 2000 um 21,2 Prozent gewachsen ist , legte er im professionellen Bereich
, der 72 Prozent des Gesamtmarktes ausmachte , nur um 6,1 Prozent zu . In diesem
wichtigen Segment werden also zunehmend nur noch ältere Rechner ausgetauscht ,
wovon nicht sehr viel Wachstum zu erwarten ist . Auch kann die PC-Branche immer
weniger mit technischen Innovationen aufwarten , vor allem nicht für den
professionellen Bereich . Andere Märkte , beispielsweise Mobilfunk , versprechen
diesbezüglich sehr viel mehr . Schnellere CPUs oder Grafikkarten und besserer
Sound mögen vielleicht noch Spiele-Freaks zum Kauf eines neuen Rechners
animieren . Lediglich die immer komplexere Office- und Internet-Software könnte
für ein Unternehmen Grund sein , neue Rechner anzuschaffen . Aber auch hier
dürften sich die Entscheidungsträger immer öfter fragen , ob denn tatsächlich
ein Upgrade nötig ist . Zudem : Aber auch Privatanwender stellen sich zunehmend
die Frage , ob sie für die Anwendungen , die sie benutzen , oder zum Surfen im
Internet wirklich einen neueren PC als denjenigen benötigen , den sie bereits
haben . Offensichtlich verliert die Gigahertz-Protzerei von AMD und Intel
langsam ihre Wirkung : Eine CPU mit noch höherer Taktrate fördert nicht
unbedingt den PC-Absatz , sondern lässt nur die Lagerbestände veralten .
Schließlich darf neben all den rational nachvollziehbaren Gründen , mit denen
die PC-Hersteller vor allem bei ihren Geschäftskunden zu kämpfen haben , ein
eher psychologischer Grund nicht vernachlässigt werden - und der dürfte sich vor
allem negativ auf die Verkaufszahlen im Privatkundengeschäft auswirken : PCs
sind einfach nicht mehr so hipp wie noch vor einigen Jahren . Seit Handy ,
Organizer und Spielkonsole zum Statussymbol aufgestiegen sind , kann man mit
einem klobigen PC niemanden mehr beeindrucken - und Apples Cube können sich
sowieso nur gut verdienende Grafiker leisten . Was den Herstellern Kopfschmerzen
bereitet , könnte für die Kunden durchaus positive Auswirkungen haben . Vor
allem große Lagerbestände sind ein Risiko in der schnelllebigen PC-Branche :
Kommt beispielsweise ein neues Mainboard oder ein neuer Prozessor auf den Markt
, läuft der Hersteller Gefahr , auf seinen veralteten Geräten sitzen zu bleiben
. Und will er das nicht , dann muss er sie weit unter Preis verscherbeln .
Angesichts des bisher schwachen vierten Quartals 2000 und der teilweise
drastisch nach unten korrigierten Erwartungen können potenzielle Kunden deshalb
in den nächsten Wochen noch auf so manches PC-Schnäppchen hoffen . Für die
Käufer könnte jetzt erst so richtig die PC-Kaufsaison angebrochen sein - große
Gewinne und steigende Börsenkurse wird das den Herstellern aber kaum bringen .
US-Presse : Schrempp legt sich mit Mannesmann an DaimlerChrysler-Chef Jürgen
Schrempp hat sich US-Zeitungsberichten zufolge für einen friedlichen
Zusammenschluss von Mannesmann und dem britischen Telekommunikationskonzern
Vodafone AirTouch ausgesprochen . Schrempp gehört dem Aufsichtsrat der
Mannesmann AG an . Sein Vorschlag in der gestrigen Sitzung des Aufsichtsrats
habe für eine " spannungsgeladene Atmosphäre " gesorgt . Die anderen
Aufsichtsratsmitglieder hätten sich geschlossen hinter Mannesmann-Chef Klaus
Esser gestellt . Esser wehrt sich vehement gegen die feindliche Übernahme durch
den britischen Telekommunikationsanbieter und will einer Fusion nur zustimmen ,
wenn Mannesmann die Mehrheit an einem gemeinsamen Unternehmen garantiert wird .
Die Vodafone-Vivendi-Allianz ist am Kauf der bislang von Bertelsmann gehaltenen
AOL-Europe-Anteile interessiert . Vivendi-Sprecher Alain Delrieu ist davon
überzeugt , dass das geplante Internet-Joint-Venture des britischen
Telekommunikationsanbieters Vodafone AirTouch und des französischen
Mischkonzerns Vivendi ein idealer Partner für AOL ist . Das
Gemeinschaftsunternehmen soll gegründet werden , wenn Vodafone die Übernahme von
Mannesmann gelingt . Vivendi hält über seine Beteiligungen an dem französischen
Telekommunikationsanbieter Cegetel und dem Pay-TV-Anbieter Canal-Plus bereits 55
Prozent von AOL Frankreich . Das geplante Internet-Unternehmen solle als
Konkurrent für Internet-Größen wie Yahoo aufgebaut werden , berichtet heute der
Wirtschaftsdienst Bloomberg . Auf Nachfrage von c't bestätigte ein Sprecher von
Vivendi , dass man an einer Zusammenarbeit mit AOL interessiert sei . Es gebe
auch schon Gespräche mit AOL USA , allerdings noch keine konkreten
Verhandlungsresultate . Die Frage , ob man auch schon mit Bertelsmann in Kontakt
getreten sei , beantwortete der Vivendi-Sprecher vieldeutig : " Wir führen mit
allen Gespräche . " Auch Bertelsmann hält sich bedeckt . Konzernsprecher Oliver
Herrgesell betonte , dass das Gütersloher Unternehmen primär am Ausbau der
eigenen E-Commerce-Aktivitäten und der Plazierung der eigenen Inhalte auf allen
zugänglichen Plattformen interessiert ist , alles andere habe eine geringere
Priorität . Für AOL-Chef Steve Case wäre es durchaus sinnvoll , über eine
Kooperation mit Vivendi und Vodafone nachzudenken . Der amerikanische
Online-Dienst hält genauso wie Bertelsmann 50 Prozent der Anteile an AOL Europe
. Seitdem sind AOL und Bertelsmann direkte Konkurrenten . Thomas Middelhoff ,
Chef der Bertelsmann AG , hat als Konsequenz kurz nach der Fusion von AOL und
Time Warner seinen Verwaltungsratsposten bei AOL niedergelegt . Zugleich
beteuerte er allerdings , dass er in Europa an einer Zusammenarbeit mit AOL
festhalten will . Ob dieser Vorsatz noch lange Bestand haben wird , ist
spätestens seit dem Zusammenschluss von EMI und der Warner Music Group sowie den
jüngsten Gerüchten über eine mögliche Fusion der Bertelsmann Music-Group mit
Sony Music Entertainment fraglich . Allerdings bestreitet der Konzern aus
Gütersloh , dass es bereits konkrete Gespräche mit Sony gebe . Doch der de-facto
Aufkauf von EMI durch AOL hat die Konkurrenzsituation zwischen AOL USA und
Bertelsmann verschärft . Vor diesem Hintergrund ist es nicht mehr
unwahrscheinlich , dass Bertelsmann sein Tafelsilber AOL-Europe opfert .
Middelhoff jedenfalls hat zuletzt in einem Interview mit der Süddeutschen
Zeitung angedeutet , dass er den Online-Dienst nicht mehr als Kerngeschäft
betrachte . Patentstreit um Palm-PDA Das irische Unternehmen E-Pass , Hersteller
von Multifunktions-SmartCards , wirft dem Netzwerkhersteller 3Com vor , mit der
in den Palm-PDAs eingesetzten Technik sein SmartCard-Patent zu verletzen . Es
reichte heute vor einem amerikanischen Bezirksgericht eine entsprechende Klage
ein . Die SmartCard von E-Pass soll eine Vielzahl von Chip-Karten ersetzen
können , indem sie die Zugangs- und Identifikationsinformationen dieser Karten
speichert . E-Pass wirft 3Com vor , genau diese Technik im Palm zu verwenden .
Die eingereichte Klage soll nach Auskunft eines Anwalts von E-Pass die
unrechtmäßige Verwendung des Patents durch 3Com stoppen und für E-Pass genauso
wie für E-Pass-Gründer Hartmut Hennige eine " faire Entschädigung " erreichen .
Palm pusht 3Com Damit ist das Wertpapier des Herstellers der Handheld-Computer
mehr als doppelt so teuer wie die Ankündigung des Börsengangs im letzten
September erwarten ließ . 3Com , Hersteller von Netzwerk-Equipment und
Muttergesellschaft von Palm , bringt nur 5,2 Prozent der Aktien des
PDA-Herstellers an die Börse . Analysten erwarten , dass die Palm-Aktie am
ersten Tag ihres Handels auf 120 bis 140 Dollar steigt , manche vermuten sogar
einen Anstieg auf 300 Dollar . Auch die heute eingereichte Klage von E-Pass
gegen 3Com dämpft den Optimismus der Analysten nicht . Die 3Com-Aktie selbst
profitiert schon seit Monaten von dem Börsengang des Palm-Unternehmens : Da 3Com
mit 94,8 Prozent zunächst den Löwenanteil der Palm-Aktien behält , erhoffen sich
viele Anleger durch den Kauf eines 3Com-Papiers am erwarteten Kursgewinn der
Aktien des PDA-Herstellers teilhaben zu können . Schon seit des Ankündigung des
Börsengangs von Palm hat sich der Wert der 3Com-Aktien durch die verstärkte
Nachfrage nahezu verdoppelt . Am Mittwoch schloss das Papier mit 104,13 Dollar .
Nach Meinung vieler Börsianer ist die Höhe dieses Kurses aber nicht
gerechtfertigt . Erst mit dem Erfolg des Palm ging es im Frühjahr 1999 wieder
aufwärts - nur gehört der populäre PDA eigentlich nicht zum Kerngeschäft von
3Com . Manche Analysten gehen sogar davon aus , dass für Aktien von 3Com ohne
Berücksichtigung der Palm-Tochter nur 20 bis 30 Dollar angemessen seien . Chat
mit Twipsy Wer sich auf den Internetseiten der Expo 2000 umschaut , kommt an
Twipsy nicht vorbei : Immer wieder taucht das Maskottchen auf den Seiten auf .
Das ist bei einem Maskottchen auch nichts Ungewöhnliches ; ungewöhnlich ist aber
, dass Twipsy zum Chat einlädt - und dabei durchaus Charakter beweist : Je nach
Tagesform sind die Antworten Twipsys freundlich oder patzig . Hinter dem
chattenden Twipsy steht die so genannte Lingubot-Technik von Kiwilogic , einem
jungen Unternehmen aus Hamburg . Damit verspricht Kiwilogic , ein
Auskunftssystem realisieren zu können , dem man umgangssprachlich formulierte
Fragen stellen kann . Über ein in eine HTML-Seite eingebettetes Formularfeld
stellt man dem Lingubot eine Frage und schickt sie über das Internet an einen
speziellen Server , die so genannte Web-Engine . Diese versucht die Frage unter
Rückgriff auf eine Datenbank , in der Fragemuster und Antworten gespeichert sind
, zu " verstehen " und gibt der Frage entsprechende Antworten aus . Herzstück
des Systems ist die Datenbank . Auf diese kann man mit einer speziellen Software
, dem so genannten Lingubot-Creator , zugreifen und sie dem Thema der Website
entsprechend aufbauen und pflegen . Der Creator kostet 3.500 Euro , der Server
inklusive Creator bei zehn erlaubten Parallelzugriffen 6.500 Euro , bei 100
erlaubten Parallelzugriffen 10.000 Euro . Für Privatpersonen werden diese Preise
eher abschreckend sein , für Unternehmen mag ein Lingubot auf den eigenen
Internetseiten aber ein Bereicherung darstellen . Man überzeuge sich selbst -
auf den Seiten einiger Unternehmen kann man bereits einen werbenden Lingubot
bewundern . MP3.com sucht Einigung mit Plattenlabels Im Streit zwischen MP3.com
und der Recording Industry Association of America ( RIAA ) , den ein
amerikanischer Richter am letzten Freitag zugunsten der RIAA entschieden hatte ,
bemühen sich beide Seiten um eine gütliche Einigung . Nach Aussage von
MP3.com-Chef Michael Robertson machen die Gespräche zwischen den Anwälten von
MP3.com und der RIAA " große Fortschritte " . In den Gesprächen werde vor allem
ein Weg gesucht , wie MP3.com die Stücke der großen Labels zur Nutzung in seiner
Datenbank für den Dienst my.mp3.com lizenzieren kann . Auch unter den Klägern
ist man offensichtlich versöhnlich gestimmt : Man habe absolut kein Interesse
daran , die Firma MP3.com kaputt zu machen , verlautete aus internen Kreisen .
Wohl aber müsse man den Schaden feststellen , den my.mp3.com angerichtet habe ,
und darüber diskutieren , ob und wie dieser Dienst weiterhin angeboten werden
könne . Ein Zeitplan für die weiteren Verhandlungen sei schon nach der
Urteilsverkündung am letzten Freitag vereinbart worden . Hohe
Schadenersatzforderungen könnten das noch junge Unternehmen MP3.com in seiner
Existenz gefährden . Die Börse nahm die jüngste Enwicklung positiv auf : Nachdem
nach Urteilsverkündung der Kurs der MP3.com-Aktie massiv gefallen war , legte er
gestern an der Nasdaq um gut 16 Prozent zu und schloss bei 8,4 US-Dollar .
Metallica fordert Sperrung von 335.435 Napster-Usern Die Band verdächtigt diese
Anwender , Urheberrechte von Metallica zu verletzen . Napster hatte sich im
Vorfeld auf entsprechende Anfrage nicht bereit erklärt , MP3-Files von
bestimmten Künstlern generell zu sperren , hatte aber eingewilligt , diejenigen
Nutzer auszuschließen , die sich Copyright-Verletzungen haben zuschulden kommen
lassen . Metallica beauftragte daher ein Online-Consulting-Unternehmen , die
Transfer-Aktivitäten mit Metallica-Songs im MP3-Format zu kontrollieren . Das
Unternehmen konnte am vergangenen Wochenende die Namen von 335.435 Nutzern
ermitteln , die MP3-Files von Metallica-Stücken anboten . Eine Klage gegen diese
Nutzer will Metallica vorerst nicht einreichen . Napster selbst kommentierte die
Übergabe der Namen bislang nicht . Das Unternehmen sieht sich allerdings in
letzter Zeit massiv unter Druck - immer mehr Musiker kritisieren die
Tausch-Börse . Neben der Klage der Recording Industry Association of America (
RIAA ) ist auch eine Klage von Metallica und dem Rapper Dr. Dre wegen
Copyright-Verletzung anhängig . Allerdings gibt es auch Stimmen pro Napster :
Chuck D etwa , selbst Rapper und Betreiber der Website Rapstation.com , hat
jüngst eine Unterstützungskampagne für Napster gestartet . T-Mobil dämpft
Gewinnerwartung Als immer größere Gefahr für die Goldgrube Mobilfunk könnten
sich steigende Akquisitions- und Werbungskosten sowie sinkende Gesprächs- und
Grundgebühren erweisen . Wie die Financial Times Deutschland in ihrer heutigen
Ausgabe berichtet , hat T-Mobil , die Mobilfunktochter der Deutschen Telekom ,
ihre Gewinnerwartungen für das laufende Jahr deutlich nach unten korrigiert .
Damit läge der Gewinn unter dem vom Vorjahr : 1999 konnte T-Mobil noch einen
Gewinn von 2,150 Milliarden einfahren . Allerdings fehlt es nicht an neuen
Kunden : Das entspräche einer Verdoppelung gegenüber 1999 . Von T-Mobil war kein
Kommentar zu dem Bericht zu erhalten . Sprecher Philip Schindera kündigte
lediglich an , dass genaue Bilanzzahlen im Vorfeld des für dieses Jahr geplanten
Börsengangs bekannt gegeben werden . Mit Barcodes aus der Zeitung ins Internet
Das kleine Unternehmen GoCode aus Charleston , South Carolina , hat ein System
entwickelt , das gedruckte Medien und das Internet enger vernetzen soll .
Barcodes , die unter die Artikel einer Zeitung gedruckt werden können , sollen
die URLs mit weiteren Informationen zum Thema des Artikels im Internet speichern
. Mit The Post and Courier , einem Lokalblatt aus Charleston , hat sich auch
gleich eine Zeitung gefunden , die diese Verlinkung in ihren Montags-Ausgaben
einsetzen will . Für das System wurde im Auftrag von GoCode ein besonders
kleiner Barcode mit nur sechs Punkten Höhe entwickelt . Dieser kann mit einem
stiftähnlichen Gerät , das 99 US-Dollar kosten soll , eingelesen werden . Ist
der Code akzeptiert , ruft eine Software eine entsprechende Webseite auf , die
weiterführende Informationen bereitstellen soll . GoCode-Chef Tom Pickens hebt
hervor , dass das Lesegerät nicht nur Barcodes dechiffrieren , sondern auch
persönliche Daten wie den Namen , die Postanschrift und die E-Mail-Adresse des
Benutzers speichern kann . Nach Pickens Aussage können Benutzer dadurch das
lästige Ausfüllen von Formularen vereinfachen und den Einkaufsvorgang im
Internet beschleunigen . Schließlich soll in das System eine besondere Funktion
integriert sein , die beim Ausdruck von Webseiten die Links in Barcodes
umwandelt , die dann von dem System wieder erkannt werden können . Natürlich
fragt man sich , warum man ein solches System einsetzen sollte . Pickens liefert
das schlagende Argument : Sein System sei " idiot-proof " , jeder könne es
benutzen . Es bleibt allerdings noch offen , ob jeder " idiot " das Lesegerät
und die dazugehörende Software installieren kann . Benutzer , die solches zu
Stande bringen , sollten eigentlich auch mit Tastatur und Maus durch das
Internet zu den gewünschten Informationen kommen - auch heute schon kennt man
aus vielen Tages- und Wochenzeitungen , dass unter Artikeln URLs für
weiterführende Informationen abgedruckt sind . Vielleicht wären die 99 Dollar
bei totalen Internet-Neulingen besser in ein gutes einführendes Buch angelegt ,
das die Grundlagen der Internet-Benutzung darlegt . Außerdem : Ein
typografischer Genuss sind Barcodes unter Zeitungsartikeln sicherlich nicht .
Ein überzeugendes Argument für das System dürften gerade Zeitungsverlage
allerdings in möglichen ökonomischen Vorteilen sehen : Gehen sie geschickt vor ,
muss man die gedruckte Zeitung mit den Barcodes kaufen , um an
Zusatzinformationen im Internet zu kommen . Vorsicht bei " Vormerkungen " von
.eu-Domains Seit einiger Zeit betreibt die EU-Kommission die Einführung einer
Top-Level-Domain .eu . Am 2. Februar dieses Jahres hat sie dazu ein
Arbeitspapier veröffentlicht , in dem " die Schaffung eines länderspezifischen
Bereichs oberster Stufe ( ccTLD ) für die Europäische Union - .eu - untersucht "
wird . Es steht allerdings bis heute noch nicht fest , wann und in welcher Form
eine solche Top-Level-Domain tatsächlich eingeführt wird . Im Besonderen ist
auch noch völlig unklar , wie die Registrierung und Verwaltung von EU-Domains
organisiert sein soll . Um aber solche Angebote , wie etwa dasjenige von
doteu-partner.com oder von Internet Domain Registration ( IDR ) , richtig
einschätzen zu können , muss man etwas genauer hinsehen . Die " Vormerkung "
oder " pre-registration " bezieht sich nämlich ausschließlich auf die
Datenbanken der jeweiligen Anbieter . Diese versprechen zwar , dass in diesen
Datenbanken Doubletten vermieden werden - es gibt aber beispielsweise keine
Vernetzung der Datenbanken untereinander , sodass die Vormerkung von ein und
demselben Domain-Namen in unterschiedlichen Datenbanken möglich ist . Das
EU-Papier nennt vier verschiendene denkbare Modelle für die Domain-Registrierung
. Neben einer Gesellschaft ohne Erwerbszweck innerhalb der Europäischen Union
hält die Kommission die Verwaltung der Domains durch eine privatwirtschaftliche
Organisation , durch eine bestehende öffentliche oder private Organisation oder
schließlich durch eine bestehende öffentliche Verwaltung für möglich . Das
Papier favorisiert die erste Möglichkeit . Mithin können sie auch nicht
garantieren , dass " vorgemerkte " oder " pre-registrered " Domains tatsächlich
eingerichtet werden können . Auf dieses Problem von c't angesprochen erklärt der
Projektleiter von doteu-partner.com , Markus Eggensperger , dass ein Anspruch
auf eine bei ihm vorgemerkte EU-Domain natürlich nicht bestehe . Das sei auf den
Webseiten des Projekts auch deutlich zum Ausdruck gebracht . Seine Intention sei
es , ein Interesse an EU-Domains zu wecken und die Interessen derjenigen
Personen und Institutionen , die eine EU-Domain registrieren wollen , zu bündeln
. Bislang sei bei ihm schon eine fünfstellige Zahl an Vormerkungen eingegangen .
Die Irritationen darüber , dass er eine " Vormerkung " genannte Leistung anbiete
, aber gleichzeitig darauf hinweise , dass mit dieser " Vormerkung " keinerlei
Anspruch auf die Registierung einer EU-Domain entsteht , sind ihm völlig
unverständlich . Er weist darauf hin , dass seine Leistungen völlig
unverbindlich und kostenlos seien . Erst wenn die Frage nach den
Registrierungsmodalitäten der EU-Domains geklärt sei , wolle er den
Interessenten ein Angebot für die eigentliche Registierung unterbreiten - diese
werde dann nicht kostenlos sein . Jeder , der ein Interesse an der Registrierung
einer EU-Domain hat , ist also gut beraten , sich nicht auf eine " Vormerkung "
oder " pre-registration " zu verlassen . Es gibt derzeit keine Organisation ,
die von offizieller Seite mit der Sammlung von Registierungswünschen für
EU-Domains betraut wäre - zu möglicher Verwirrung bei Interessierten über diese
Tatsache kann übrigens auch beitragen , dass beispielsweise die Web-Seite von
doteu-partner.com ein recht offiziöses Aussehen erhalten hat . Der Nutzen eines
Datenbankeintrags bei privatwirtschaftlichen Initiativen sollte jedenfalls nicht
überschätzt werden , schon gar nicht sollte man eine derart vorgemerkte Domain
schon bewerben . CDU-Kommission soll Internet-Entwicklungsplan erarbeiten Der
neu berufene Internet-Sprecher von der CDU , der Unternehmer Thomas Heilmann ,
hat seine erste Tat vollbracht : Der Kommission sollen sieben Vertreter der
Partei und neun Vertreter der Wirtschaft angehören . Deren Namen wollte Heilmann
im Gespräch mit c't über die Ziele seiner Arbeit als Internet-Sprecher
allerdings noch nicht nennen , da die Zustimmung der Nominierten noch ausstehe .
Die erste Sitzung der Kommission soll am 27. Juni stattfinden . Dazu müsse man
die Kompetenz der gesamten Bevölkerung steigern und dafür sorgen , dass
möglichst alle einen finanzierbaren Zugang zum Internet bekommen können .
Besonders müsse man das Internet sicherer machen und den Anwendern auch ein
größeres Sicherheitsgefühl im Internet vermitteln , um die Akzeptanz des Netzes
der Netze zu erhöhen . Allerdings betonte Heilmann im Gespräch immer wieder ,
dass man erst am Anfang der Diskussion sei . Konkrete Aussagen über die
Arbeitsschwerpunkte der Kommission waren ihm genauso wenig zu entlocken wie
Aussagen über einzelne Elemente des Internet-Entwicklungsplans . Immerhin sollen
die Themen Bildung und Regulierung der Telekommunikationsdienste in den ersten
Sitzungen auf der Tagesordnung stehen . Weitere Schwerpunkte der
Kommissionsarbeit bestehen etwa in der Bedeutung des Internet für die Schulen ,
Berufsschulen , Hochschulen und Weiterbildungseinrichtungen sowie speziellen
Inhalten , die zur Ausbildung von Medienkompetenz vermittelt werden müssen . Der
Internet-Sprecher der CDU zeigte sich davon überzeugt , dass der Übergang in die
Informationsgesellschaft seine Zeit brauche . Die Kommission soll in den
nächsten 18 Monaten konkrete Handlungsvorschläge erarbeiten und sie dann der
Öffentlichkeit vorstellen . Heilmanns Wunsch ist es , möglichst viele Menschen
an der Diskussion über die Vorschläge seiner Kommission zu beteiligen - dabei
setzt er natürlich vor allem auf die modernen Medien . Konkret wurde Heilmann
allerdings in der Bewertung der kürzlich beschlossenen Green-Card-Regelung der
Bundesregierung : Dabei handele es sich um ein Stück " Flickschusterei " . Er
habe sich eine Regelung gewünscht , die einfacherer sei , die die Ausbildung von
IT-Kompetenz im Inland stärker befördere und die mit einer wirklichen
Zuwanderungsregelung verbunden sei . Sein Vorschlag : " Jeder darf einen
IT-Experten aus dem Ausland anheuern , wenn er zwei Ausbildungsplätze schafft .
" Man darf gespannt sein , wie Heilmanns christdemokratische Freunde wie etwa
Roland Koch oder Jürgen Rüttgers einem solchen Vorschlag gegenüberstehen .
Microsofts Kampagne gegen Raubkopien und " Warez " Die Softwareschmiede
Microsoft hat eine erste Zwischenbilanz ihrer jüngsten Kampagne gegen die
Verbreitung von Microsoft-Plagiaten und Raubkopien gezogen . Insgesamt seien
43.000 illegale Internet-Seiten seit Beginn der Kampagne vor 18 Monaten vom Netz
genommen worden . Man habe gegen die Betreiber von über 7500 Websites in 33
Staaten der Erde rechtliche Schritte eingeleitet , auf denen illegale Kopien von
Microsoftprodukten oder nachgemachte Software zum Kauf angeboten oder
versteigert werden . Microsoft habe bereits 680 so genannte " takedown notices "
verschickt , also Aufforderungen , illegale Software vom Server zu nehmen . In
64 Fällen habe man eine Razzia durchgeführt , in 17 Fällen Klage eingereicht .
Microsoft schätzt die Zahl der Websites , auf denen illegale Software angeboten
wird , auf zwei Millionen weltweit . In der Kampagne arbeitet Microsoft nach
eigenen Angaben mit Partnern aus der Wirtschaft , vor allem mit der Business
Software Alliance ( BSA ) Internet-Providern , sowie den Justizbehörden zusammen
; die BSA habe bereits 2.274 " takedown notices " verschickt . Auch in
Deutschland schlugen die Fahnder schon zu : Durch Einsatz des Überwachungs-Tools
wurden noch vor der offiziellen Einführung von Windows 2000 bei einem
Auktionsanbieter 132 Seiten gefunden , die vermutlich gefälschte CD-ROMs von
Windows 2000 offerierten . Im Juni wurde dann auf Veranlassen der BSA eine
Hausdurchsuchung bei einem Mailorder Anbieter in der Nähe von Leipzig
durchgeführt , da er Seriennummern und hunderte illegaler Software-Kopien
inklusive Windows 2000 anbot . Microsoft hat eine E-Mail-Adresse und eine
Hotline ( 0800-1814733 ) eingerichtet , über die der Verdacht auf einen Verstoß
gegen das Copyright an Microsoft gemeldet werden kann . Universal startet
Internet-Musik-Dienst Die Universal Music Group ( UMG ) hat angekündigt , noch
in dieser Woche mit der Testphase eines digitalen Musik-Dienstes zu beginnen .
Das Bluematter-Format - eine Eigenentwicklung von UMG - erlaubt neben der
Übertragung der Musik auch die Beigabe zusätzlicher Informationen wie
Künstlerbiographien , Songtexte und Fotografien . Die Tracks soll man von den
Sites ausgewählter Content-Anbieter wie Exicte@Home , Lycos Music und Music.com
beziehen können , später auch bei BestBuy.com und GetMusic . Mit der jetzt
angekündigten Testphase will UMG einen digitalen Musik-Dienst vorbereiten , der
im Herbst dieses Jahres starten soll . UMG erhofft sich von den Benutzern ein
Feedback , das in die Planung des neuen Dienstes einfließen soll ; Dieser wird
vermutlich in Kooperation mit Sony Music aufgebaut . Jedenfalls geben es eine
enge Zusammenarbeit mit Sony , teilte Heather Myers mit , die Verantwortliche
für digitale Dienste bei UMG . Zur technischen Realisierung des
Download-Dienstes arbeitet UMG unter anderen mit InterTrust , einem Hersteller
von Digital-Rights-Management-Systemen , Magex , einem auf Distributions- und
Abrechnungssysteme für digitale Inhalte spezialisites Unternehmen , und
RealNetworks , dem Hersteller des verbreiteten RealPlayers , zusammen . Über die
Systeme von InterTrust und Magex sollen Kopierschutz und Bezahlung des
Internet-Dienstes von UMG abgewickelt werden , mit dem RealPlayer von
RealNetworks sollen die Bluematter-Files abgespielt werden können . Eine
Kompatibilität des Bluematter-Formats mit anderen Mediaplayern werde es in der
Testphase nicht geben , aber wenn dies von den Benutzern verlangt werde , wolle
man dies nach der Probephase ändern , sagte Myers . UMTS-Auktion : Spannend wird
's durch die Newcomer Hintergrund : Als am 6. März die UMTS-Auktion in
Großbritannien startete , konnte sich wohl niemand so richtig vorstellen , zu
welcher Höhe sich die Preise für die Lizenzen aufschaukeln würden . Doch während
in Deutschland vier bis sechs Lizenzen zu ersteigern sind , waren in
Großbritannien nur vier Lizenzen zu haben . Und während in Mainz derzeit nur
sieben Unternehmen und Konsortien bieten , beteiligten sich in Großbritannien 13
Firmen an der Auktion . Nach diesem Ergebnis hatten die Finanzminister der
anderen europäischen Staaten , in denen auch Versteigerungen der UMTS-Lizenzen
geplant waren , beim Gedanken an den Mobilfunk der dritten Generation nur noch
das Euro-Zeichen in den Augen - zumindest solange , bis sich die
Telekommunikationskonzerne über die Höhe der Kosten klar wurden , die bei
weiteren Auktionen nach dem Stil der britischen auf sie zukommen würden . Ein
massives Paktieren und Verbünden begann , in den Konzernzentralen wurde
angesichts der zu erwartenden Kosten die Wirtschaftlichkeit von Investitionen in
UMTS noch einmal erneut durchgerechnet . So kam es , dass sich am Montag nur
noch die Vertreter von sieben Bietern in dem Gebäude der Regulierungsbehörde für
Post und Telekommunikation ( RegTP ) zum Start der Auktion einsperren ließen -
während sich ursprünglich zwölf Unternehmen und Konsortien um eine Lizenz
bewerben wollten . Die Dauer der britischen Versteigerung ließ nicht erwarten ,
dass die UMTS-Lizenzen in Deutschland schon nach ein oder zwei Tagen verteilt
werden würden . Schneller als die Briten sind die Deutschen aber allemal : Wurde
in der Auktion auf der Insel Runde 30 erst neun Tage nach Beginn erreicht , sind
die Deutschen schon am dritten Tag bei Runde 30 . Derzeit sieht es auch nicht so
aus , dass durch ein spektakuläres Gebot des einen oder anderen Unternehmens die
Auktion ein schnelles Ende nehmen würde ; die Auktion wäre beendet , wenn in
einer Auktionsrunde für keinen der zwölf Frequenzblöcke ein höheres Gebot als
zuvor abgegeben wird . Momentan bieten aber alle Teilnehmer für quasi alle
Frquenzblöcke gleichberechtig mit - wenn sie ihre Gebote dabei auch selten um
mehr als das Mindestmaß von zehn Prozent des letzten Höchstgebots für einen
Frequenzblock heraufsetzen . Zumindest hat den Mobilcom-Leuten dieses
vergleichsweise hohe Gebot zu früher Zeit sicherlich viel Ruhe bei der Auktion
in den ersten Tagen verschafft . Diese Ruhe wird aber bald vorbei sein . Ob dann
beispielsweise Debitel oder Group 3G noch munter mitbieten werden , ist fraglich
. Denn natürlich stellt sich mit steigenden Preise immer schärfer die Frage der
Wirtschaftlichkeit vor allem für die Unternehmen , für die eine UMTS-Lizenz eher
ein Luxus wäre . Für die Platzhirsche in Deutschland wie T-Mobil oder Mannesmann
Mobilfunk wäre der Ausstieg aus der Auktion ohne Lizenzgewinn völlig undenkbar ;
schwerer als der eventuelle wirtschafliche Schaden , der dadurch entstehen
könnte , dass die Unternehmen dann kein eigenes UMTS-Netz aufbauen könnten ,
würde der Image-Schaden wiegen . UMTS ist für die Top-Anbieter im
Mobilfunkbereich allein deshalb ein Muss , weil es den derzeit innovativsten
Standard darstellt . Unternehmen wie die finnische Sonera oder die spanische
Telefonica , die derzeit in Deutschland sowieso nur Branchenkennern bekannt sind
, müssen sich keine Gedanken um ihren guten Ruf hier zu Lande machen . Und
Debitel hat sich auch bislang sehr gut am Markt platzieren können , ohne ein
eigenes Mobilfunknetz zu unterhalten . Die eigentlich spannende Frage ist , wie
die neben T-Mobil und Mannesmann Mobilfunk drei aussichtsreichsten Mitbieter ,
die Newcomer auf dem Mobilfunkmarkt Viag Interkom , E-Plus/Hutchinson und
Mobilcom , abschneiden werden . Je nach Frequenzdurst der beiden Großen bleiben
für die anderen Mitbieter noch zwei bis vier Lizenzen übrig . Die hinter Viag
Interkom und Mobilcom stehenden Telekommunikationsgiganten British Telecom und
France Telecom haben ein gesteigertes Interesse daran , in Deutschland auch in
Zukunft auf dem Markt präsent zu sein . Auch der Mutterkonzern von E-Plus , die
niederländische Telefongesellschaft KPN , und die fernöstlichen Partner von KPN
, Hutchison Whampoa und NTT DoCoMo , haben in den letzten Wochen gezeigt , dass
es ihnen mit der europäischen Expansion wirklich ernst ist . Zudem haben
Mobilcom , Viag Interkom und E-Plus zusammen mit den jeweils verbündeten
Konzernen genug Finanzmittel , um bei der Auktion gut mithalten zu können , und
schon einen akzeptablen Kundenstamm in Deutschland . Und der ist in kaum einem
anderen Wirtschaftsbereich so viel Wert wie auf dem Mobilfunkmarkt ; beim
Einstieg ins UMTS-Geschäft entscheidet vor allem die Größe des Kundenstamms
darüber , ob dies ein Erfolg wird oder nicht . Bertelsmann kündigt
Download-Dienst für Musik an Nach der Universal Music Group ( UMG ) hat nun auch
die Bertelsmann Music Group ( BMG ) eine Internet-Site angekündigt , über die
Musik der eigenen Labels in digitaler Form auf den heimischen Rechner gebracht
werden kann . Das Angebot mit dem Namen musicdownload24 will die BMG zusammen
mit Digital World Services , einem Spezialisten für Digital-Rights-Management
und Joint-Venture von drei Unternehmen der Bertelsmann-Gruppe , sowie dem
Internet-Portal Lycos Europe aufbauen . An Lycos Europe ist Bertelsmann mit 26,8
Prozent beteiligt . " Der Konsument kann erstmals attraktives Repertoire online
legal erwerben und wir haben die Möglichkeit , wirksam gegen den
MP3-Pirateriemarkt vorzugehen " , freut sich jedenfalls Thomas Stein von BMG .
Im Rahmen der ersten Testphase will BMG die Sicherheit und die technische
Umsetzung für den Kunden testen . Das verwendete Sicherheitssystem entspricht
nach Angaben von BMG den Standards der Secure Digital Music Initiative ( SDMI )
. Die Musik-Titel werden im Format Advanced Audio Coding ( AAC ) angeboten , das
im MPEG-2-Standard definiert ist und eine höhere Klangqualität als Formate wie
beispielsweise MP3 bieten soll . Zur Widergabe der Musik empfiehlt die BMG den
Player Sonique von Lycos . In die zweite Phase , für die die Möglichkeit des
Download auch über die Web-Sites von Partner der BMG geplant ist , soll das
Projekt am 1. November gehen . Time Warners " offener " Netzzugang in der Kritik
Die Bedenken der EU-Kommission gegen die Fusion des Online-Dienstes AOL und des
Medienkonzerns Time Warner beruhen vor allem auf den Auswirkungen des ebenfalls
geplanten Zusammenschlusses der Warner Music Group mit dem britischen
Musikkonzern EMI . Bei den US-amerikanischen Regulierern der Federal
Communication Commission ( FCC ) und Federal Trade Commission ( FTC ) steht
dagegen das Kabelnetz von Time Warner im Zentrum der Aufmerksamkeit . FCC und
FTC befürchten , dass AOL/Time Warner dem Angebot von Internet-Diensten Dritter
über das Kabelnetz des Konzerns große Hürden in den Weg stellen würde . Die
US-Regulierungsbehörden fordern deshalb rechtlich verbindliche Zusicherungen ,
dass AOL/Time Warner alternativen Anbietern einen diskriminierungsfreien Zugang
zum Kabelnetz gewähren wird . Die fusionswilligen Konzerne erklärten auch , dass
sie dieses Zugeständnis machen würden . Allerdings sehen die Vertragsbedingungen
, die Time Warner Internet-Providern derzeit vorlegt , für viele Anbieter nicht
so aus , als ob der Medienkonzern sein Versprechen ernst meint . " Auf den
ersten Blick sieht alles gut aus " , sagte dazu etwa David Baker , Vizepräsident
von EarthLink , dem zweitgrößten Provider in den USA , im Gespräch mit dem Wall
Street Journal . " Aber sie schlagen Konditionen vor , die es schwer , wenn
nicht unmöglich machen , profitabel zu sein . " So verlange Time Warner von den
Internet-Providern 75 Prozent ihrer Gebühren- und 25 Prozent der Werbeeinnahmen
. Außerdem müssten die Internet-Provider Time Warner auf ihrer Startseite eine
Platz für Eigenwerbung einräumen und die Seite insgesamt vom Medienkonzern
genehmigen lassen . Schließlich beeilt sich Time Warner offensichtlich auch
nicht besonders , Drittanbietern die Vertragsbedingungen zu überstellen . Im
Fall des kleinen Internet-Providers NorthNet aus Wisconsin dauerte es rund ein
halbes Jahr , bis Time Warner der Firma die Bedingungen mitteilte . Ed Adler ,
Sprecher des Medienkonzerns , versuchte gegenüber dem Wall Street Journal zu
beruhigen : " Bis jetzt sollte nichts in unseren Verhandlungen als endgültiger
Vorschlag verstanden werden " , sagte er . " Wir werden alle Gespräche
fortsetzen . " Deutsche Börse nimmt Betrieb von Xetra 5.0 auf Die Deutsche Börse
setzt ab heute eine neue Version ihres elektronischen Handelssystems Xetra ein .
Xetra 5.0 bietet vor allem neue Order- und Anbindungsmöglichkeiten . Neue
Ordertypen sind die " Iceberg-Order " und die " Market-to-Limit-Order " . Die
Iceberg-Order ermöglicht einem Händler das Einstellen einer Order mit großem
Volumen , von der im Orderbuch allerdings jeweils nur ein kleiner Teil sichtbar
ist . Ist dieser Teil der Order ausgeführt , kommt solange automatisch die
nächste Teilorder an die Reihe , bis das gesamte georderte Volumen abgearbeitet
ist . Für den Händler hat dies den Vorteil , dass das Volumen seiner Order nicht
gleich für den Markt und andere Händler einzusehen ist . Bei der
Market-to-Limit-Order wird die getätigte Order soweit es geht zum besten
Marktpreis ausgeführt . Der Rest der Order bleibt mit dem Ausführungspreis als
Limit im Orderbuch stehen . Die Marktteilnehmer können nun unter insgesamt vier
verschiedene Varianten wählen : einer redundant ausgelegten reinen
Standleitungslösung , einer Standleitung mit Redundanz über das Internet und
zwei leicht unterschiedliche Varianten einer reinen Internetanbindung . Cable &
Wireless schaltet um auf IP-Telefonie Die britische
Telekommunikationsgesellschaft Cable & Wireless will den Backbone ihres
internationalen Telefonnetzes auf Voice over IP ( VoIP ) umstellen . Um dieses
Vorhaben umzusetzen , will das Unternehmen mit dem Netzwerk-Ausrüster Nortel
zusammenarbeiten . Heute gaben beide Konzerne bekannt , dass sie eine
entsprechende Rahmenvereinbarung unterzeichnet haben . Cable & Wireless
veranschlagt für die Umstellung des eigenen Netzes rund drei Jahre . Nortel soll
die Umstellung des Netzes auf die IP-Telefonie übernehmen und in der Folge auch
die Administration erledigen . Cable & Wireless behält sich die Kontrolle über
technische Standards vor , nach denen das Netz arbeiten soll .
Insolvenzverfahren für Gigabell eröffnet Das Insolvenzverfahren für den
Frankfurter Mulitservice-Provider Gigabell ist am Mittwoch eröffnet worden . Das
Unternehmen gab einen entsprechenden Gerichtsbeschluss des Amtsgerichtes
Frankfurt am gestrigen Abend bekannt . Damit ist Gigabell das erste am Neuen
Markt notierte Unternehmen , für das ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde . Zum
Insolvenzverwalter wurde Dirk Pfeil bestellt . Pfeil fungiert schon seit
Gigabells Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens als vorläufiger
Insolvenzverwalter . Für die Dauer des Verfahrens kann die Gigabell nicht über
das Firmenvermögen verfügen . Derzeit ist es äußerst fraglich , ob Gigabell nach
Beendigung des Insolvenzverfahrens noch als Provider weiter tätig sein wird .
Das finnische Internet-Unternehmen Jippii , das sich anfangs an einer Übernahme
von Gigabell interessiert zeigte , wird nur die Kunden , Belegschaft und die
Hardware übernehmen . Start der UMTS-Auktion in Österreich Die Versteigerung der
UMTS-Lizenzen für Österreich hat heute in Wien mit sechs Bietern begonnen ,
darunter auch max.mobil , eine 100-prozentige Tochter der Deutschen Telekom .
Die österreichische Regulierungsbehörde Telekom Control hat eine Webseite
eingerichtet , über die der Verlauf der Auktion verfolgt werden kann . In
Österreich sind bis zu sechs UMTS-Lizenzen zu vergeben . Da es nur sechs
Bewerber gibt , könnte die Auktion schnell zu Ende sein - wenn sich die Bewerber
alle mit einer " kleinen " Lizenz zufrieden geben . Wie in der Auktion in
Deutschland können sie nämlich Lizenzen für zwei oder drei Frequenzpakete
ersteigern . SuSE Linux für S/390 ist fertig Die bereits im Mai dieses Jahres
angekündigte Linux-Distribution von SuSE für IBMs Mainframe S/390 ist nach
Angaben von SuSE jetzt verfügbar . SuSE Linux Enterprise Server for S/390 , das
man dann auch von den SuSE-Seiten laden können soll ( zur Stunde ist dort
allerdings nur das Prerelease zu finden ) , unterstützt IBMs G5- und G6-Server
sowie die Baureihe IBM Multiprise 3000 . Die Distribution ist mit einem auf die
S/390 optimierten Kernel mit Versionsnummer 2.2.16 ausgestattet . Die
64-Bit-Architektur von IBMs zSeries-Server wird allerdings noch nicht
unterstützt . Nach Angaben von IBM soll aber ein Betrieb des z900 Enterprise
Servers unter Linux im 31-Bit-Modus möglich sein . Die 64-Bit-Unterstützung wird
erst mit dem Kernel 2.4 möglich sein , dessen Veröffentlichung IBM im Frühjahr
2001 erwartet . Für die Installation von SuSE Linux S/390 gibt es drei
Möglichkeiten , nämlich innerhalb einer logischen Partition , als Gastsystem
unter dem Betriebssystem VM oder im Rahmen der Virtual Image Facility . Dieses
System ermöglicht es Administratoren , auf einem Rechner mehrere tausend
voneinander unabhängige Linux-Images einzurichten . SuSE Linux Enterprise Server
for S/390 basiert auf dem gleichen Quellcode wie die Distributionen für andere
Plattformen . Das ermöglicht eine leichte Migration von Software von einer
unterstützten Hardware-Plattform auf eine andere . Außerdem würden
Administratoren von einheitlichen Setup- und Konfigurations-Prozessen
profitieren , erklärte Marcus Kraft , der Entwicklungsleiter bei SuSE für die
Mainframe-Linux-Distribution . Die neue Distribution beinhaltet nach Auskunft
von SuSE mehr als 700 Anwendungspakete , die speziell für den Einsatz in großen
Unternehmen angepasst wurden . Darüber hinaus offeriert SuSE mit dem Produkt
eine ganze Reihe an Support- und Service-Optionen . Dazu zählen unter anderem
Installations-Planung , Training , Performance-Messungen und Systemtuning .
Grüne kündigen " virtuellen Parteitag " an Im Zentrum der politischen Debatte
sollen die Themen Ladenöffnungszeiten und elektronische Bürgerdemokratie stehen
. Die Grünen sehen ihren virtuellen Parteitag als Experiment an , mit dem sie
die Möglichkeit zur Teilnahme an politischen Prozessen für ihre Mitglieder und
andere Interessierte verbessern möchten . Zur Abstimmung zugelassen sind jedoch
nur 100 Delegierte , die 13 Mitglieder des Parteirates und der dreiköpfige
geschäftsführende Landesvorstand . Von technischer Seite sei die Teilnahme am
Parteitag für die Grünen-Mitglieder kein Problem , sagte Britta Kurz , die
Pressesprecherin des Grünen-Landesverbandes in Baden-Württemberg , der
c't-Redaktion : Kurz betonte , dass auch bei erfolgreichen Verlauf des
Experiments virtuelle Parteitage die realen vor Ort nur ergänzen , niemals aber
ersetzen würden . Vorteile der virtuellen Treffen seien eine große Zeitersparnis
für die Teilnehmenden und auf lange Sicht eine deutliche Kostensenkung ; der
erste Parteitag im Netz kostet allerdings nach Auskunft von Kurz wegen der
Beschaffung benötigter Software etwa genausoviel wie ein normaler . Außerdem
könnte ein solcher virtueller Parteitag schneller einberufen werden als ein
wirklicher , Parteitagsbeschlüsse könnten also über das Netz schneller
herbeigeführt werden als auf traditionellem Wege . Die baden-württembergischen
Grünen rechnen mit rund 500 bis 1000 Mitgliedern , die sich beteiligen werden .
Dass der Parteitag unter einer Masse von Diskussionsbeiträgen und Anträgen
ersticken könnte , befürchtet Kurz nicht . Doch die große Zahl könnte zum
Problem werden , zumal man auf eine " Redezeitbeschränkung " , also die
Festsetzung einer Maximalgröße der einzelnen Beiträge , verzichten will . Auf
die Stimmberechtigten kommt also harte Arbeit zu , wenn sie wirklich alle
Beiträge studieren und damit das Versprechen einer besseren
Mitwirkungsmöglichkeit für die Basis einlösen wollen . Wirtschaftsminister
zufrieden mit Internetentwicklung Nach Ansicht von Bundeswirtschaftsminister
Werner Müller entwickelt sich das Internet in Deutschland " hervorragend " .
Müller rechnet damit , dass gegen Ende des Jahres drei von zehn deutschen
Haushalten über einen Internetzugang verfügen werden . Damit würde Deutschland
immer mehr zu den USA aufschließen : Dort seien rund 41 Prozent der Haushalte an
das Internet angeschlossen . Müller führte die positive Entwicklung auf den
harten Preis- und Innovationswettbewerb auf dem deutschen Markt für
Telekommunikation und Online-Dienstleistungen zurück . Innerhalb der letzten
zwei Jahre seien die Kosten für den Internetzugang um 80 Prozent gefallen .
Hierzulande erreichbare Preise von einer Mark pro Stunde Internetnutzung lägen
unter vergleichbaren Angeboten in den USA , so Müller . Auch die Preise für
High-Speed-Internetzugänge mittels DSL lägen teilweise deutlich unter den
US-amerikanischen Vergleichswerten . Nach der gegenwärtig in Teilen Deutschlands
laufenden Aufrüstung der Breitbandkabelnetze würde vielen Kunden eine weitere
technische Alternative für schnelle Internetzugänge zur Verfügung stehen .
Insgesamt schätzt Müller die Zukunft der Internetnutzung in Deutschland sehr
positiv ein : Wir haben auf den Wettbewerb gesetzt und der funktioniert .
Hintergrund : Vieles liegt im Argen bei der Internet Corporation for Assigned
Names and Numbers ( ICANN ) - das meinen zumindest Andy Müller-Maguhn , frisch
gekürter ICANN-Direktor , und Jeanette Hofmann , seine ehemalige Konkurrentin
bei der Bewerbung um einen Direktoren-Posten . Die Reform des
Domain-Namen-Systems ( DNS ) erfolge nur halbherzig , der zentralistische
Root-Server bleibe nach wie vor unter der Kontrolle der US-Regierung , die durch
die Wahl von fünf Verwaltungsratsmitgliedern durch die Internet-Nutzer
vorsichtig eingeläutete Demokratisierung der als kalifornische Firma ins Leben
gerufenen Organisation werde nicht weiterverfolgt . " Die ganze Kultur bei ICANN
ist etwas merkwürdig " , rümpft Andy Müller-Maguhn die Nase . Bestätigt wurde
sein bisheriger Eindruck von den Netzarchitekten just von Esther Dyson , der
amtierenden Vorsteherin des ICANN-Vorstands , mit der sich Hacker Müller-Maguhn
jüngst in Berlin getroffen hatte . Das Gespräch mit der Internet-Lady , die sich
selbst als Entscheidungsträgerin bei ICANN nie wirklich wohl gefühlt hatte und
sich deshalb von Mitte November an wieder ganz ihrer Tätigkeit als
Risikokapitalgeberin widmen will , vermittelte ihm jedenfalls den Eindruck ,
dass ICANN vor allem von den Interessen der über das Governmental Advisory
Council ( Gac ) im Boot sitzenden Regierungen sowie von Markenrechtsverfechtern
und Industrielobbyisten ferngesteuert werde . Nach seiner eigenen Einschätzung
hat Müller-Maguhn von den Wählern , die ihn Anfang Oktober zum ICANN-Direktor
kürten , den Auftrag erhalten , diese Zustände zu ändern . Nach seiner
provokativen " Regierungs-Erklärung " , in der er den " Krawattis " eine klare
Absage für eventuelle " Kooperationen " erteilte , diskutierte der 29-Jährige
nun gestern Abend auf Einladung des Berliner Vernetzungsvereins mikro mit
Jeanette Hofmann über die mit seinem neuen Posten verbundenen Aufgaben und
Möglichkeiten . Dream-Team der unabhängigen Nutzer Schon in der
Nominierungsphase der ICANN-Wahl hatten sich beide als Vertreter der Nutzer
präsentiert und " Hand in Hand " einen Platz auf der offiziellen Kandidatenliste
erstritten . Während des eigentlichen " Wahlkampfs " tauschten die zwei
ungleichen ICANN-Streiter aus Berlin zwar ein paar Spitzen aus . Doch seit die
Rollen nach der Wahlentscheidung wieder klar verteilt sind , entwickeln sich die
beiden momentan zum " Dream-Team " der unabhängigen Netzwelt . Die langjährige
Internet-Forscherin Hofmann hat dabei den Beratungs- und Trainingspart
übernommen , während der Netzpromi Müller-Maguhn die gemeinsame Botschaft vom "
Schutz des Kulturraums Internet " geschickt über alle Medienkanäle hinweg
verkauft . Wenn der frischgebackene ICANN-Direktor beispielsweise die Theorie
entwickelt , dass die US-Regierung der Welt durch ICANN nur vorgaukele , dass
nicht mehr sie selbst die Macht über die wichtigsten Netzressourcen und die
Schaltzentrale des Cyberspace in Händen halte , und dass der hierarchische
Aufbau des DNS Ausgeburt eines perfiden Kontrollgebaren der Amis sei , folgt
sofort die Rückkoppelung mit seiner leicht den Kopf schüttelnden " Verbündeten "
. Die erklärte dann , dass die Regeln zur Anerkennung des zentralen Root-Servers
" wie so vieles im Netz " schlicht auf Konvention beruhe , auf einem Abkommen ,
das die Internetprovider und -betreiber weltweit mit ICANN geschlossen haben .
Ganz so schlimm ist es mit der Verschwörung also doch nicht , auch wenn die
Auswirkungen des Kopfnickens ab und zu besorgniserregend sind . Dot-biz und Co.
bringen nichts Weitgehend einig ist sich das ICANN-Team dagegen , wenn es um die
Erweiterung des virtuellen Namenraums geht . Die fünf bis zehn neuen
übergeordneten Top Level Domains , die das Direktorium beim nächsten Treffen in
Los Angeles Mitte November noch vor der offiziellen Einführung der Vertreter der
unabhängigen Mitglieder absegnen will , führen nach Meinung beider nur zu einer
Verschärfung der vor allem aus dem .com-Bereich bekannten Markenrechtsprobleme .
Würde beispielsweise eine Domain .biz eingeführt , würden dort sofort alle
großen Marken ihre Claims abstecken und es würde sich daher nichts an der
künstlichen Namensknappheit ändern . Müller-Maguhns Standpunkt ist daher :
Erweiterung des DNS ist prima . Aber nur , wenn eine unbeschränkte Zahl neuer
Domains eingeführt wird oder bei einer Begrenzung Ausgleichsräume für die
nicht-kommerziellen User geschaffen werden , in denen Marken keinen besonderen
Schutz genießen . Hofmann will dem Ansinnen der Markenrechtler , ihre Macht über
die einstmals vollkommen öffentlichen Namensressourcen " massiv auszudehnen " ,
sogar mit der Schaffung eines ganz neuen Verzeichnissystems unterlaufen , das
wie ein komplexes Branchenbuch aufgebaut sein müsste . Die jetzige Lösung , bei
der nur ein Meier.de möglich ist , " skaliert einfach nicht " , übt sich die
Sozialwissenschaftlerin im Technikerdeutsch . Es sei also unausweichlich , ein
System zu schaffen , in dem auch im Netz Sites analog der Beschreibung " der
Pizza Hut am Alex in Berlin " eindeutig zu identifizieren seien . Angst vor
Baby-ICANNs Angesichts der Tatsache , dass ICANN immer häufiger auch die
Sperrung einzelner Domains von Gerichten vornehmlich aus den USA aufgezwungen
wird und die Netzverwalter aktuell gerade aufgrund einer einstweiligen Verfügung
die Handelsplattform für Wählerstimmen Voteauction.com ihrer angestammten Domain
sowie dem Behelf Vote-auction.com entbinden mussten , drehte sich die Diskussion
auch um die mystische " Weltregierungsfunktion " des Unternehmens ICANN . " Es
gibt zunehmend Begehrlichkeiten von Ländern , ihre unterschiedlichen
Auffassungen von Meinungsfreiheit mit Hilfe von ICANN durchzusetzen und
bestimmte Domains aus dem Root-Server austragen zu lassen " , weiß Müller-Maguhn
. Die Missbrauchschancen seien in diesem Bereich " ausbaufähig " , fürchtet der
Hacker . Hofmann wandte sich in diesem Zusammenhang strikt gegen den immer
wieder diskutierten Vorschlag , ICANN auch Entscheidungsbefugnisse über
Netzinhalte zuzugestehen . Die Organisation dürfe nur dann Zuständigkeiten
entwickeln , wenn wirklich eine zentrale Lösung nötig sei . Die Schaffung eines
universalen Rechts für die ganze Welt durch ICANN müsse verhindert werden , um
die offline gegebene Vielfalt auch online erhalten zu können . Doch selbst wenn
die Ausweitung des Mandats der Netzarchitekturbehörde unterbleibe , befürchtet
die Politologin die Entstehung von " Baby-ICANNs " , die mit weitreichenden
Regulierungsfunktionen ausgestattet sein könnten . Nicht nur Hot Dogs übers Netz
verkaufen Doch in nächster Zeit wird die Kritik von ICANN selbst im Vordergrund
der Tätigkeiten des trauten Paares stehen , das durchaus auch mal gemeinsam
Sportaktivitäten zum Entspannen von der Lobby- und Geistesarbeit nachgeht .
Vordringlich sei momentan , die At-large-Mitgliedschaft bei ICANN soweit zu
organisieren , dass sie ihre Interessen durchsetzen könne . Denn die alte Garde
der Organisation würde die neuen Strukturen am liebsten wieder schnellstmöglich
abschaffen - was auch das Ausharren der Übergangsdirektoren beweise , die
eigentlich weiteren von der Basis gewählten Repräsentanten Platz machen sollten
. Müller-Maguhn hat dagegen andere Vorstellungen über die Rolle des Fußvolks :
Er will die At-large-Mitglieder " an allen Prozessen beteiligen " . Bleibt
abzuwarten , ob der Freak beim ersten Vorstands-Meeting in Los Angeles nicht auf
Granit beißen wird . Noch ist der Freigeist allerdings guter Dinge . " Ich werde
die Jungs erst einmal darauf hinweisen , dass es Leute gibt , die auch andere
Bedürfnisse haben , als nur Hot Dogs übers Internet zu verkaufen " , erklärte er
den Beifall klatschenden Zuhörern der im WMF . Die meisten bisherigen
ICANN-Direktoren hätten von der Idee des öffentlichen Netzraums vermutlich noch
gar nichts gehört , würden sie aber bestimmt zu schätzen wissen . Und wenn es
doch nichts wird mit dem guten Zureden ? " Dann müssen wir etwas Eigenes
aufmachen . " Vodafone schluckt Mannesmann Nach der teuersten Übernahmeschlacht
der Wirtschaftgeschichte haben sich Mannesmann und Vodafone AirTouch am späten
Donnerstag Abend auf einen friedlichen Zusammenschluss geeinigt . Die
Entscheidung fiel in einer am Nachmittag einberufenen Aufsichtsratssitzung in
Düsseldorf . Im künftigen Gemeinschaftsunternehmen wird Vodafone AirTouch 50,5
Prozent der Aktien halten , Mannesmann wird mit 49,5 Prozent beteiligt sein .
Das fusionierte Unternehmen soll Vodafone-Chef Chris Gent führen . Damit hat
Mannesmann-Chef Klaus Esser eine dreieinhalb Monate lang erbittert geführte
Pokerpartie verloren . Eine friedliche Einigung im Übernahmekampf , der
feindlich begonnen hatte , schien zunächst nicht möglich . Immer wieder hatte
Esser in den vergangenen Wochen das Kaufangebot von Vodafone als völlig
unangemessen bezeichnet und dabei auch Rückendeckung des gesamten Aufsichtsrates
erhalten . Der Vorstandschef forderte schier Unmögliches : Nur wenn die
Mannesmann-Aktionäre eine deutliche Mehrheit an dem gemeinsamen Unternehmen
erhielten , sei der Vorstand zu Gesprächen bereit . Außerdem müssten die Briten
ihre heimische Vodafone UK verkaufen und nicht die wesentlich schneller
wachsende Mannesmann-Tochter Orange . Kein anderer Zusammenschluss in der
Telekommunikation mache mehr Sinn als der von Mannesmann und Vodafone , heißt es
selbst bei einem großen deutschen Konkurrenten . Doch die Fronten zwischen den
Unternehmen waren verhärtet . Mit einer Werbekampagne , die ihresgleichen suchte
, hatten Mannesmann und Vodafone bei den Aktionären für ihr jeweiliges Konzept
geworben . Die wesentlichen Gründe für die Wende sehen Beobachter vor allem in
der Ankündigung von Vodafone , mit dem französischen Mischkonzern Vivendi im
Internetgeschäft künftig zusammen zu arbeiten . " Vivendi war ein entscheidender
Mosaikstein in der Übernahmeschlacht " , sagte der Hauptgeschäftsführer der
Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz , Ulrich Hocker , im Gespräch
mit der Deutschen Presse-Agentur . Palm-Börsenstart : Verhaltener als erwartet
Allerdings hatten Börsianer im Vorfeld einen deutlich höheren Stand für das Ende
des ersten Handelstags erwartet . Viele Börsianer gingen von einem Schlusskurs
von 120 bis 140 US-Dollar aus , einige verstiegen sich sogar zu Prognosen über
eine Steigerung auf 300 US-Dollar . Die Muttergesellschaft von Palm , den
Netzwerkhersteller 3Com , dürfte zwar mit dem Palm-Papier halbwegs zufrieden
sein , die 3Com-Aktie selbst geriet aber unter Druck : Ihr Kurs fiel um 21,43
Prozent auf 81,81 Dollar . Offensichtlich ist der durch den Palm-Hype
verursachte Aufschwung erst einmal vorbei : Die enormen Kursgewinne von 3Com in
den letzen Monaten bringen Analystenkreise nämlich nicht mit dem Kerngeschäft
des Netzwerkherstellers , sondern mit der Popularität des Palm in Verbindung .
Trägt die PDA-Welle nicht mehr , muss 3Com befürchten , dass der Kurs der
eigenen Aktie auf den von Analysten als angemessen angesehenen Wert von etwa 30
Dollar zurückfällt . 3Com hält nach dem Börsengang Palms noch über 95 Prozent
der neuen Aktien , kann also hoffen , Palm-Interessenten auch an sich selbst zu
binden und dadurch den eigenen Kurs zu stabilisieren . Potentielle Interessenten
gäbe es wohl genug : Die Palm-Aktie war stark überzeichnet . AOL sucht Partner
im Mobilfunkbereich AOL-Chef Steve Case hat angekündigt , verstärkt mit
Anbietern mobiler Telefonie kooperieren zu wollen . Auf der Jahrestagung des
amerikanischen Industrieverbandes der Mobilfunkanbieter ( CTIA ) hob er die
Vorteile einer Kooperation zwischen Content-Providern und Carriern aus dem
Funktelefonbereich hervor : Letztere müssten keine engen Geschäftsbeziehungen zu
etablierten Internet-Firmen eingehen und könnten zudem von einer Erweiterung des
Mobiltelefonmarkts durch Kunden aus dem Online-Bereich profitieren . AOL
versucht seit einiger Zeit , sich als universell erreichbarer Inhaltsanbieter zu
etablieren : Nachdem der Online-Dienst im Januar den Zusammenschluss mit dem
Mediengiganten Time Warner angekündigt hatte , blieb Case nicht untätig . Er
handelte mit dem US-Mobilfunkanbieter Sprint eine Internet-Allianz aus und
brachte Nokia dazu , seine Handys künftig AOL-tauglich zu machen . Aber auch als
Carrier will AOL Time Warner auftreten : Erst vorgestern gab das Unternehmen
bekannt , das Breitbandkabelnetz von Time Warner in Zukunft auch Dritten zur
Verfügung stellen zu wollen . AOL Time Warner : Fusionspläne in der Kritik Schon
zum zweiten Mal in dieser Woche mussten sich AOL-Chef Steve Case und
Time-Warner-Boss Gerald Levin den Fragen des amerikanischen Senats stellen .
Diesmal befragten Mitglieder des Unterausschusses Telekommunikation des
Wirtschaftsausschusses die Konzern-Chefs Case und Levin über die geplanten
Fusion des Online-Diensts und des Mediengiganten . Speziell Case musste sich
Fragen nach Konzepten zum Datenschutz im Internet gefallen lassen . Er vertrat
in der Diskussion mit den Senatoren die Ansicht , dass eine besondere staatliche
Regulierung nicht notwendig sei , sondern dass die Selbstaufsicht der Wirtschaft
einen hinreichenden Datenschutz gewährleiste . Allerdings werde AOL auf
entsprechende Initiativen von staatlicher Seite auch nicht " allergisch "
reagieren . Viele Senatoren äußerten Bedenken wegen der Größe und der Marktmacht
eines fusionierten Konzern , der den Markt klassischer und neuer Medien quasi
allein gestalten könne . Sie insistierten auf einer Zusicherung , dass die
Nutzung des TV-Kabels ohne Knebelverträge möglich sein solle . Case und Levin
konterten , dass ihre Pläne wirtschaftlich sinnvoll seien und verwiesen auf
konkrete Verträge , die bald vorgelegt würden . Levin betonte , dass man in
diesen auf jeden Fall Wahlmöglichkeiten für die Kunden verankern werde : " Die
Verbraucher wollen wirklich mehr zur Auswahl haben als AOL auf
Time-Warner-Systemen . " Auch in Bezug auf das Instant-Messaging-System von
Amerika Online regt sich Kritik , von kommerziellen Konkurrenten wie AT&T ,
ExciteAtHome und MSN.com genauso wie von Verbraucherorganisationen . Der Vorwurf
lautet , dass AOL einen Aufbau vergleichbarer Messaging-Systeme bei anderen
Anbietern systematisch verhindere . Dieser Vorwurf sei aber nicht haltbar , hält
Case dagegen . Man lizensiere sein System an sehr viele Unternehmen , damit
diese ihren eigenen Messaging-Service aufbauen könnten . Trotz aller Bedenken
der Senatoren gab es noch keinen Versuch , den Zusammenschluss durch Anrufung
staatlicher Behören stoppen zu lassen . Allerdings haben Case und Levin die
Diskussion um die kartellrechtliche Zulässigkeit der Mega-Fusion sicher noch
nicht durchgestanden . HypoVereinsbank stockt Internet-Investitionen auf Das hob
Rainer Zorbach , Leiter des Bereichs E-Business der HypoVereinsbank , bei der
Einweihung der neuen Räumlichkeiten des TC Trust Centers in Hamburg hervor . Das
TC Trust Center ist eine gemeinsamen Tochter von Deutscher Bank , Dresdner Bank
, Commerzbank und HypoVereinsbank und bietet Lösungen für sichere Transaktionen
im Internet an . Zorbach betonte , dass " Sicherheit und Vertrauen im zunächst
ungesicherten Internet die entscheidenden Faktoren für die verbindliche
Abwicklung von Geschäftstransaktionen " seien . Daher wolle man zusammen mit den
Partnern durch das TC Trust Center " bei der Entwicklung von Lösungen für
vertrauliche und verbindliche Kommunikation über das Internet eine führende
Position einnehmen " . Sie verstehe sich als " Bank der Regionen in Europa " -
das Internet , das die Bedeutung von Grenzen verschwinden lasse , trage zur
Verwirklichung dieser Konzeption bei . Zeichnungsfrist für T-Online-Aktien
beginnt Am heutigen Montag beginnt die Zeichnungsfrist für die Aktien des
Online-Diensts der Deutschen Telekom . Von der börsenüblichen Option , während
der Zeichnungsfrist die Preisspanne noch einmal nach oben zu erhöhen , wolle man
keinen Gebrauch machen , sagte Sommer . Die Aktien von T-Online sollen am Neuen
Markt in Frankfurt gehandelt werden . Je zur Hälfte sollen sie Privatanleger ,
die mindestens 50 Aktien zeichnen müssen , und institutionelle Investoren
erwerben können . Die erste Notierung ist für den 17. April vorgesehen .
T-Online-Aktie startet am Neuen Markt Telekom-Chef Ron Sommer hat heute die
Eckdaten des weltgrößten Börsengangs eines Internet-Unternehmens bekannt gegeben
: Der Preis der Aktien wird sich zwischen 26 und 32 Euro bewegen . Insgesamt
soll die Summe der Aktien für Mitarbeiter und der öffentlich plazierten Aktien
100 Millionen nicht überschreiten . Die Gesamtzahl der Aktien von T-Online würde
sich damit auf 1114,1 Millionen erhöhen . Um die Zulassung zum Neuen Markt zu
erreichen , muss T-Online mindestens 20 Prozent des angemeldeten Kapitals in
Form neuer Aktien emittieren . Die 20-Prozent-Hürde nimmt der Online-Dienst nur
mit Hilfe eines Tricks : Der Online-Dienst meldet nur 50 Prozent seines
Grundkapitals bei der Börse an . Die Entwicklungschancen der neuen Aktie werden
unterschiedlich eingeschätzt : Während sich Ron Sommer von den Kursverlusten der
letzten Tage auf dem Neuen Markt unbeeindruckt zeigt und davon überzeugt ist ,
dass " sich die T-Online Aktie zum zweiten Qualitätswert in der T-Aktien-Familie
entwickeln wird " , sind Beobachter zum Teil skeptisch : Markus Straub von der
Schutzgemeinschaft für Kleinaktionäre sieht in dem T-Online-Papier keine "
Volksaktie mit garantierten Gewinnen " und auch Thomas Bieler von der
Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen warnt vor hohen Gewinnerwartungen . Er
verweist darauf , dass bei T-Online erst ab 2002 mit einer Gewinnperspektive zu
rechnen sei . Eckpunkte für Green Card vereinbart Als Voraussetzung für die
erleichterte Erteilung einer Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis wurde ein
Abschluss auf Hoch- oder Fachhochschulniveau oder alternativ eine Arbeitsstelle
in Deutschland mit einem Jahresgehalt nicht unter 100.000 Mark vereinbart . Die
Aufenthaltsgenehmigung wird zunächst für drei Jahre erteilt und kann
gegebenenfalls um weitere zwei Jahre verlängert werden . Insagesamt sollen
20.000 Arbeitskräfte angeworben werden , wobei nach Erteilung von 10.000
Aufenthaltserlaubnissen weitere " Green Cards " nur nach vorhergehender
Bedarfsprüfung erteilt werden sollen . Anträge auf eine Aufenthalts- und
Arbeitserlaubnis sollen im Rahmen des Programms in zwei bis maximal sechs Wochen
bearbeitet werden . Die Vereinbarung soll noch im laufenden Monat vom Kabinett
beschlossen werden . Die zustimmungspflichtigen Punkte will die Bundesregierung
am 14. Juli im Bundesrat zur Diskussion stellen . Offiziell soll das Programms
am ersten August starten . Außerdem sagt sie zu , die innerbetriebliche
Weiterbildung erheblich und nachweislich zu erhöhen . Schließlich will die
Bundesanstalt für Arbeit ihrerseits ihre IT-Weiterbildungsmaßnahmen ausweiten
und verstärkte Anstrengungen unternehmen , arbeitssuchende deutsche
EDV-Fachkräfte zu vermitteln . Klaus Essers letzte Tage bei Mannesmann Der
Vorstandsvorsitzende von Mannesmann , Klaus Esser , wird nur noch bis Anfang
Juni im Amt bleiben . Ihm folgt der Brite Julian Horn-Smith , der derzeit
Vorstandsmitglied bei Vodafone AirTouch ist . Die Amtsübergabe soll auf der
nächsten Hauptversammlung am 5. Juni erfolgen . Essers Ausscheiden aus dem
Mannesmann-Vorstand hatte in den letzten Wochen vor allem durch die Höhe seiner
Abfindung von sich Reden gemacht : Zwei Stuttgarter Rechtsanwälte hatten ihn im
März wegen Untreue angezeigt , das Verfahren wurde allerdings Anfang April
eingestellt , da die Staatsanwaltschaft kein pflichtwidriges Verhalten
feststellen konnte . Deutsch-britische Börsenfusion perfekt ( update ) Der
Zusammenschluss von Deutscher Börse und London Stock Exchange ist offensichtlich
perfekt . Die Unternehmen teilten heute mit , dass sie sich auf eine
gleichberechtigte Fusion geeinigt haben . Die 50-Prozent-Beteiligung der
Deutschen Börse an ihrer Abwicklungsgesellschaft Clearstream International ist
von der Vereinbarung ausgenommen . Das neue Unternehmen soll seinen Sitz in
London haben und unter dem Namen " iX " ( für " International Exchange " )
firmieren . Deutsche Börse und London Stock Exchange betonten , dass sie für die
Zusammenarbeit mit anderen europäischen Börsen offen seien . Wie Seifert heute
in London erklärte , sei bereits ein Grundsatzabkommen mit den Börsen in Madrid
und Mailand abgeschlossen worden , die sich dem Gemeinschaftsunternehmen
anschließen wollten . Der elektronische Handel soll einheitlich über das bislang
von der Deutschen Börse eingesetzte System Xetra abgewickelt werden . Wie aus
Börsenkreisen verlautete , werden die Papiere an iX auf lange Sicht wohl in Euro
notiert werden . Im Bereich der Wachstumswerte ist außerdem ein gemeinsames
Unternehmen mit dem europäischen Ableger der amerikanischen Technologie-Börse
Nasdaq geplant , an dem iX und Nasdaq Europe jeweils zu gleichen Teilen
beteiligt sein sollen . Ziel sei es , einen " paneuropäischen Wachstumsmarkt "
aufzubauen . Commerzbanktochter CNB geht online Die 100-prozentige
Commerzbanktochter Commerz NetBusiness ( CNB ) ist mit ihrem Finanz- und
Serviceportal ComPort nunmehr online . Kohlhaussen betonte , dass die CNB keine
eigene Bank sei , sondern dass sie ein " Tor zum Internet " darstelle , das
Privat- und Geschäftskunden Dienstleistungen und Informationen rund ums
E-Business und das Internet-Banking anbiete . Privatkunden können über ComPort
Internet-Banking-Dienste nutzen und Informationen aus Wirtschaft , Politik und
Technik abrufen . Auch kostenlose Serviceleistungen wie E-Mail , SMS ,
Newsletter , Foren oder Chats werden angeboten . Für Firmenkunden liegt der
Schwerpunkt der Leistungspalette der CNB auf der Entwicklung von
E-Business-Lösungen und der Bereitstellung von Plattformen für die Abwicklung
von Business-to-Business-Geschäften . " Als Teilsortimenter mit attraktiven
klassischen Bankprodukten und elektronischen Services möchten wir damit
insbesondere Mittelstandskunden neu gewinnen und binden " , sagte Kohlhaussen .
Neue T-Aktien vor allem für T-Online-Verlierer Heute haben Bundesfinanzminister
Hans Eichel , Telekom-Chef Ron Sommer und der Vorstandssprecher der
Kreditanstalt für Wiederaufbau ( KfW ) , Hans W. Reich , die Rahmenbedingungen
für den Verkauf von Aktien der Deutschen Telekom aus dem Bestand der KfW bekannt
gegeben . Derzeit hält die KfW 21,6 Prozent des Aktienkapitals der Deutschen
Telekom . Wieviele Aktien die KfW verkaufen wird steht allerding noch nicht fest
. Das Volumen der Tranche will man kurzfristig unter Berücksichtigung der
Marktlage festlegen . Die Zeichnungsfrist wird im Juni liegen , die Aufnahme des
Handels mit den neuen Aktien an den Börsen ist für den 19. Juni vorgesehen . Der
Verkauf der T-Aktien ist vor allem als globales Angebot für Privatanleger
gedacht . Im wesentlichen sollen die neuen Aktien an die Börsen in Deutschland
und den europäischen Nachbarländern , den USA und Kanada sowie Japan gebracht
werden . Dies soll zur Europäisierung und Internationalisierung der Deutschen
Telekom beitragen , sagte Sommer auf der Pressekonferenz . Für Privatanleger
sind so genannte Incentives , also Kaufanreize durch Preisabschläge und
Versprechen auf Treue-Aktien nach Ablauf einer gewissen Haltefrist , vorgesehen
. Bevorzugt zum Zuge sollen die Privatanleger kommen , die beim Börsengang von
T-Online nicht oder nur teilweise mit Aktien bedacht wurden . Der Verkaufserlös
aus der Emission kommt vor allem dem Bund zugute . Bei der Privatisierung der
Deutschen Telekom hatte die KfW in den Jahren 1997 bis 1999 T-Aktien aus
Bundesbesitz unter Marktpreis erworben . Diese verkauft sie jetzt - von
Einschränkungen durch die Incentives abgesehen - zum Marktpreis und schüttet den
so genannten Besserungsschein ( die Differenz des Verkaufserlöses zum Kaufpreis
abzüglich der Kosten und einer kleinen Beteiligung am Kursgewinn ) an den Bund
aus . Wie alle Verkaufserlöse aus der Privatisierung der ehemaligen Deutschen
Bundespost sollen auch die Erlöse aus dem Verkauf der T-Aktien an die
Postunterstützungskassen gehen . US-Senatoren wollen Deutsche Telekom abblocken
In einem Brief an den Präsidenten der US-Regulierungsbehörde Federal
Communications Commission ( FCC ) , William Kennard , haben sich 30
US-amerikanische Senatoren dagegen ausgesprochen , dass die Deutsche Telekom die
Telekommunikationsgesellschaft Sprint übernehmen darf . Nach dem Scheitern der
Übernahme Sprints durch das US-Unternehmen WorldCom wittert der deutsche
Exmonopolist wieder gute Chancen , das als sehr rentabel eingeschätzte
Unternehmen nach dem gescheiterten Versuch im letzten Jahr jetzt doch noch
übernehmen zu können - wenn man sich auch bei der Deutschen Telekom
diesbezüglich verständlicherweise sehr bedeckt hält . Während nun von den
Kartellwächtern gegen den Kauf Sprints durch die Deutsche Telekom keine Einwände
zu erwarten sind , könnte die hohe Staatsbeteiligung dem Rosa Riesen zum
Verhängnis werden . Auch nach der letzten Emission von T-Aktien aus Staatsbesitz
ist die Bundesrepublik Deutschland noch mit gut 59 Prozent der Telekom beteiligt
. Die Senatoren betonten , dass sie sich nicht generell gegen ausländische
Investitionen oder Übernahmen US-amerikanischer Unternehmen durch ausländische
Konzerne wehren würden , ihrer Ansicht nach würde das US-Gesetz allerdings den
Übergang von FCC-Lizenzen an Unternehmen verbieten , die zu mehr als 25 Prozent
in der Hand eines anderen Staates seien . In den letzten Jahren hat aber die FCC
auf die Anwendung dieser Restriktionen in einigen Fällen bei Ländern verzichtet
, die Mitgliedsstaaten der World Trade Organisation ( WTO ) sind . Nach einem
Bericht des Wall Street Journal hat Hollings mit Blick auf die Ambitionen der
Deutschen Telekom allerdings in der letzten Woche einen Gesetzentwurf
eingebracht , der der FCC den Verzicht auf die Anwendung der
Übergangs-Restriktionen verbieten soll . Zur Begründung habe Hollings angeführt
, dass Unternehmen wie die Deutsche Telekom oder France Telecom " von einem
geschützten Heimatmarkt aus operieren " und daher ein fairer Wettbewerb in den
USA nicht möglich sei . FCC-Präsident Kennard war bislang zu keiner
Stellungsnahme bereit , aber ein Mitarbeiter der FCC sagte , dass man einen Deal
zwischen Sprint und der Deutschen Telekom genau unter die Lupe nehmen würde .
Für die Bedenken der Senatoren dürfte es unerheblich sein , ob der Bonner
Telekommunikationskonzern nun Sprint oder eine andere US-amerikanische
Telefongesellschaft übernehmen sollte . Nach dem Abschluss der Fusion zwischen
US West und Qwest wäre nämlich auch dieses neue Unternehmen ein für die Telekom
geeigneter Übernahmekandidat . Der steinige Weg zum E-Government In letzter Zeit
vergeht kein europäisches Gipfeltreffen ohne die Bekräftigung der Politiker ,
dass das Internet wahnsinnig wichtig sei und dass man die modernen
Kommunikationsmittel zum Wohl der Bürger auch viel mehr als bisher in der
Verwaltung einsetzen solle . Der jüngst vom Europäischen Rat verabschiedete
Aktionsplan eEurope 2000 ist ein gutes Beispiel für dieses Bestreben . Zur
Umsetzung des ehrgeizigen Plans des Europäischen Rats werden aber große
Anstrengungen notwendig sein . Wie eine aktuelle Umfrage von
PricewaterhouseCoopers und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund ergeben hat ,
behindern unklare rechtliche Rahmenbedingungen und vor allem finanzielle
Probleme die Einführung virtueller Verwaltungen . Die Meinungsforscher
verschickten an die 200 größten deutschen Städte Fragebögen und erreichten einen
Rücklauf von 88 Fragebögen . Aus den Antworten der Kommunen geht hervor , dass
die überwiegende Mehrheit der Städte davon überzeugt ist , dass E-Government
Bürgernähe und Transparenz der Verwaltung verbessern könnte . Allerdings fehlt
den meisten eine langfristige Strategie zur Einrichtung eines
Verwaltungs-Informations-Systems . Nur zwölf Prozent der befragten Städte gab an
, bereits über eine solche Strategie zu verfügen , elf Prozent haben zudem eine
Personalplanung für die Implementierung von E-Government . Neben Unklarheiten
und Unzulänglichkeiten der rechtlichen Rahmenbedingungen ( 68 Prozent ) sehen
die Städte im Mangel an qualifiziertem Personal ( 66 Prozent ) und in den
knappen Kassen ( 77 Prozent ) die größten Hürden auf dem Weg zur virtuellen
Verwaltung . Die Meinungsforscher stellten zudem fest , dass 89 Prozent der
Stadtverwaltungen nicht wissen , was ihre Bürger von E-Government überhaupt
erwarten . Die meisten befragten Städte haben sich gegen Alleingänge bei der
Realisierung einer virtuellen Verwaltung ausgesprochen . 89 Prozent halten eine
Koordinierung der " E-Anstrengungen " für wichtig , 80 Prozent wünschen sich
überregionale Standards und immer noch 72 Prozent fordern eine nationale
E-Government-Strategie für ganz Deutschland . Im Rahmen einer solchen Strategie
gelte es primär die Regelungen zur digitalen Signatur zu verbessern : Nur sieben
Prozent sind der Meinung , dass die rechtliche Lage in Deutschland diesbezüglich
befriedigend ist . Eine Novelle des deutschen Signaturgesetzes , auf die neben
den Städten und Gemeinden auch die Internet-Wirtschaft drängt , ist auch schon
angekündigt ; bleibt zu hoffen , dass sie wie das kürzlich in den USA in Kraft
getretene Gesetz die digitale Signatur der eigenhändigen Unterschrift vollkommen
gleichstellt . Damit die virtuelle Verwaltung aber überhaupt funktionieren kann
, muss eine Grundvoraussetzung noch erfüllt werden : der Anschluss ans Netz .
Telefonkonzern Telefonica auf Expansionskurs Etwas abseits von den großen
Märkten Europa und USA baut sich die spanische Telefongesellschaft Telefonica
langsam ein riesiges Imperium auf . Der jüngste Deal hat den Einfluss von
Telefonica auf dem lateinamerikanischen Markt deutlich gestärkt : Per
Aktientausch haben die Spanier jetzt die argentinische Telefongesellschaft
Telefonica de Argentinia zu 96 Prozent , die brasilianische Festnetzgesellschaft
Telesp zu 87,5 Prozent und den brasilianischen Mobilfunkanbieter Tele Sudeste
Celular zu 89,3 Prozent unter ihre Kontrolle gebracht . Zwar scheiterte im Mai
die Fusion mit dem niederländischen Telekom-Konzern KPN , aber mit dem Erwerb
des niederländischen Medienunternehmens Endemol Mitte März , der Fusion der
Telefonica-Tochter Terra mit dem amerikanischen Internet-Portal Lycos und dem
Kooperationsabkommen mit dem deutschen Mediengiganten Bertelsmann kann
Telefonica-Chef Juan Villalonga auf eine erfolgreiche Expansionspolitik
verweisen . Telefonica ist einer der wenigen europäischen
Telekommunikationskonzerne , die einen nennenswerten Teil ihre Umsatzes im
Ausland erwirtschaften . Im Geschäftsjahr 1999 waren es bei den Spaniern
immerhin 27 Prozent - um sich im Zeitalter der Globalisierung zu behaupten ,
geht ohne eine solche Dezentralisierung des Umsatzes nichts mehr . Für
Villalonga sind die Erfolge mit Telefonica auch persönlich außerordentlich
wichtig : In letzter Zeit wackelte sein Chef-Sessel immer wieder . Die
gescheiterte Fusion mit KPN konnte er mit dem Lycos-Deal ausbügeln , die
Negativschlagzeilen über verbotene Insinder-Geschäfte , mit denen er in letzter
Zeit von sich Reden macht , wird er jetzt wohl mit den gelungenen Geschäften in
Lateinamerika zumindest vorübergehend vergessen machen können . Kein
Sommerschlussverkauf für Multimedia Immer dieser lästige Saisonwechsel : Kaum
haben wir uns mit warmen Pullis , Jacken und Schuhen einigermaßen gegen Kälte
und Schnee gewappnet , da wird es schon wieder Sommer und T-Shirts , Shorts und
Tops müssen her . Und kaum habe wir uns hiermit endlich eingedeckt , fallen
schon wieder die Blätter von den Bäumen . Der Handel hat schon seit Jahrzehnten
ein Einsehen mit den derart geplagten Kunden und hat den Sommerschluss- und
Winterschlussverkauf erfunden . Jeweils zu Saisonende können wir uns jetzt
preisgünstig mit Waren für den nächsten Sommer oder Winter eindecken . Dass in
jedem Sommerschlussverkauf dann auch ein Pulli oder eine dicke Jacke und in
jedem Winterschlussverkauf ein leichtes Sommerkleid unter die reduzierten Waren
rutscht , freut uns dabei natürlich sehr . Die Medienabteilung Primus-Media des
Kölner Internetversandhandels Primus-Online wollte sich jetzt einer weiteren
Sorge der Konsumenten annehmen : Damit der saisonbedingte Wechsel der
Multimedia-Kollektion nicht allzu arg zu Buche schlägt , hat er am letzten
Montag , dem offizellen Starttag des Sommerschlussverkaufs , eine Sonderaktion
mit verbilligten CDs , PC-Spielen und Videofilmen gestartet . Allerdings war die
Freude der Kunden nur von kurzer Dauer : Bereits am nächsten Tag kam von
Wettbewerbshütern eine Abmahnung , die den Multimedia-Sommerschlussverkauf
verbot . In den Schlussverkauf gehörten nur Textilien , Lederwaren und
Sportartikel , dekretierten die Spielverderber von der Zentrale zur Bekämpung
des unlauteren Wettbewerbs aus Bad Homburg - entsprechend §7 des Gesetzes gegen
den unlauteren Wettbewerb . In der Organisation , die die Abmahnung an
Primus-Media verschickte , sind unter anderem die Industrie- und Handelskammern
, einige Unternehmen und Organisationen aus allen Wirtschaftsbereichen vertreten
. Der Online-Händler vermutet nun den stationären Handel hinter der Abmahnung ,
der sich unlauter aus dem Wettbewerb ausgebootet fühle . Die Kundenfürsorge von
Primus-Media konnte dadurch aber nicht gestoppt werden : Da die Preise nicht im
Rahmen des Sommerschlussverkaufs gesenkt werden durften , dachte sich der
Versandhändler eine andere Aktion aus , nämlich SLP . Bleibt also noch genug
Gelegenheit , um schon einmal für das nächste Frühjahr schön luftig umhüllte CDs
zu kaufen , bevor die dick eingemummelten Silberscheibchen der aktuellen
Winterkollektion bei Primus-Media die Regale füllen . Rückendeckung für den
USA-Deal der Deutschen Telekom Die Deutsche Telekom bekommt in ihrem Ansinnen ,
den US-Mobilfunkanbieter Voicestream zu übernehmen , nach einer ersten
Rückendeckung durch EU-Kommissar Pascal Lamy nun weitere Unterstützung durch die
EU-Kommission und die European Public Telecommunications Network Operators
Association ( ETNO ) . In dem Verband sind 46 europäische
Telekommunikationsunternehmen zusammengeschlossen . Die EU-Kommission hat Anfang
August ihren Bericht über Handelshindernisse herausgegeben , in dem die
Barrieren dokumentiert sind , mit denen Unternehmen der EU-Staaten bei Export-
und Investitionstätigkeiten in den USA konfrontiert sind . Im Speziellen
bemängelt die Kommission , dass die US-Regierung nicht die Regelung geändert hat
, die ausländischen Investoren nur eine Beteiligung von 25 Prozent an
US-Telefongesellschaften zugestehen . Zwar kann die US-amerikanischen
Regulierungsbehörde Federal Communications Commission ( FCC ) auf die Anwendung
dieses Gesetzes unter Berufung auf " öffentliches Interesse " verzichten ,
Telefongesellschaften aus EU-Staaten hätten aber bei der derzeitigen
Gesetzeslage keine Planungssicherheit für ihre Investitionsvorhaben . Im Blick
auf die Initiative von Senator Fritz Hollings schreiben die Autoren des Berichts
, dass die EU in einem solchen Gesetz einen klaren Verstoß gegen die Abkommen
der World Trade Organisation ( WTO ) sehen würde . Der US-Senator hatte am 27.
Juni einen Gesetzesvorschlag in den US-Senat eingebracht , nach dem die
Maximalbeteiligung von ausländischen Unternehmen , die mehrheitlich einem
anderen Staat gehören , an einer US-Telefongesellschaft auf 25 Prozent
beschränkt werden soll . Damit wäre das Schlupfloch für die FCC , das derzeit
auch höhere Beteiligungen erlaubt , geschlossen . Die Europäische Union "
behalte sich das Recht vor , alle notwendigen Schritte zu unternehmen , falls
solche Beschränkungen Gestzeskraft erlangen würden " . Auch die ETNO ruft die
Vereinigten Staaten dazu auf , europäischen Unternehmen im gleichen Maße einen
Marktzugang in den USA zu bieten , wie ihn US-Unternehmen in Europa genießen
würden . " Mit der Unterzeichnung der WTO-Telekommunikations-Vereinbarung hat
sich die USA selbst dazu verpflichtet , alle Hindernisse , die dem Besitz von
Telekomlizenzen durch ausländischer Unternehmen entgegenstehen , abzuschaffen "
, sagte Michael Bartholomew , Direktor von ETNO . Der europäische Markt sei
einer der liberalsten auf der ganzen Welt , man erwarte von den Vereinigten
Staaten , dass sie ebenfalls dafür sorge , dass ihre Märkte im Sinne des
WTO-Abkommens zugänglich seien . Hintergrund : Buchpreisbindung im Internet auf
dem Prüfstand Der Streit um die Umgehung der Buchpreisbindung durch den
Online-Buch-Shop Lion.cc , einem Tochterunternehmen von des österreichischen
Medienkonzerns Libro , nahm gestern eine unerwartete Wendung : Die Europäische
Kommission wurde von sich aus tätig . Gestern hat sie " Nachprüfungen " bei der
Verlagsgruppe Bertelsmann , beim Aufbau-Verlag , bei den Grossisten Koch , Neff
& Oetinger & co. ( KNO ) und Koehlere & Volckmar ( K&V ) , beim Sitz des
Börsenverein des deutschen Buchhandels sowie bei der Libro-Zentrale in
Guntramsdorf bei Wien durchgeführt . Der Streit entzündete sich nach dem Wegfall
der grenzüberschreitenden Buchpreisbindung daran , dass Lion.cc nach
Internet-Bestellungen von Kunden aus Deutschland Bücher aus dem Lager in
Guntramsdorf unter dem vom Verlag vorgegebenen Preis ausliefern wollte . Zwar
hatten Deutschland und Österreich die Buchpreisbindung durch nationale Gesetze
gesichert , allerdings haben diese Gesetze nur Gültigkeit für den inländischen
Handel . Der Buchverkauf über Staatsgrenzen hinweg ist von den neuen Regelungen
zur Buchpreisbindung nicht erfasst - es sei denn , es handelt sich um einen
Reimport zum ausschließlichen Umgehen der Buchpreisbindung . Mit wechselndem
Erfolg versuchte Libro daraufhin , Verlage und Auslieferer mit einstweiligen
Verfügungen zu zwingen , wenigsten die deutschen Libro-Filialen zu beliefern .
Aber offensichtlich sah sich der anfangs sehr siegesgewisse österreichischen
Konzern doch derart unter Druck , dass er das Gespräch mit der deutschen
Buchwirtschaft suchte . Nach Gesprächen zwischen Libro und der Verlagsgruppe
Bertelsmann , die auch im Namen der anderen Verleger agierte , verkündete Libro
am 28. Juli das Ende der Rabatte für deutsche Kunden bei grenzüberschreitenden
Verkäufen über das Internet . Lion.cc werde die Bücher wieder zu den von den
Verlagen festgelegten Preisen anbieten und alle anhängigen Anträge bei Gericht
zurückziehen . Im Gegenzug beendeten die deutschen Verlag und Auslieferer ihren
Boykott und kündigten an , Libro und seine Filialen wieder zu beliefern . Die
Nachprüfungen der EU-Kommission dienten der Sicherstellung von Beweismitteln .
Sie will nun untersuchen , ob die Boykott-Absprachen der Verleger und Grossisten
mit dem Wettbewerbsrecht in Einklang zu bringen sind . Damit will die Kommission
es aber nicht bewenden lassen : Außerdem will sie sicherstellen , dass die
Übereinkunft zwischen Libro und den deutschen Verlegern nicht ihrerseits wieder
eine Wettbewerbsbeschränkung darstellt . André Rettberg , Vorstandsvorsitzender
von Libro , begrüßte die Überprüfungen der EU-Kommission : Die
Bertelsmann-Verlagsgruppe wollte die Überprüfung nicht bewerten , man sei dem
Auskunftsersuchen der Wettbewerbshüter aber gerne nachgekommen . Wann eine
Auswertung der Überprüfung vorliegen werde , sei noch nicht abzusehen , teilte
Heike Wamser c't mit . Börsenparkett entwickelt sich zum Märchenland Andere
vermuteten , dass er mit einem Jet auf dem Parkplatz seines Unternehmens
zerschellt sei . Und die Börse reagierte prompt : Nicht alle Gerüchte hatte den
Tod von Ellison zum Gegenstand . Man hörte auch , dass er und sein Finanzchef
Jeff Henley Oracle verlassen hätten . Als dann auch noch das Gerücht durch die
Luft schwirrte , dass Oracles Wertpapier bereits auf 22,25 US-Dollar abgesackt
wäre und bekannt wurde , dass die US-Börse Nasdaq einige Transaktionen mit
Oracle-Aktien annulliert hatte , war das Untergangsszenario perfekt . Freilich
stellte sich schnell heraus , dass der Preis von 22,25 US-Dollar für ein Papier
von Oracle einfach falsch war . Ein Börsenangestellter hatte wohl für eine
Transaktion diesen falschen Preis eingegeben . Oracle war damit die am
zweitmeisten gehandelte Firma . Wie es genau zu den fehlerhaften Transaktionen
kommen konnte , wollte die Börse nicht mitteilen . Allerdings räumte der
Sprecher gegenüber dem Wall Street Journal ein , dass es natürlich hin und
wieder zu Fehleingaben oder zu Systemproblemen kommen würde . " Die Gerüchte
sind definitiv absolut unwahr " , betonte der Sprecher . Nach dieser Mitteilung
erholte sich der Kurs auch wieder etwas und schloss gestern bei 29,56 US-Dollar
, immer noch 1,81 US-Dollar im Minus . Die Absurdität dieser Vorgänge
verdeutlicht die Wandlung , die der Börsenmarkt derzeit vollzieht . Die
zunehmende Popularität des Aktienbesitzes hat das Handelsaufkommen an den Börsen
enorm in die Höhe getrieben . Damit steigt natürlich auch die Wahrscheinlichkeit
, dass sich bei der Ausführung der Transaktionen Fehler einschleichen oder die
verwendeten Systeme dem Ansturm nicht mehr gewachsen sind - in Deutschland
erlebte man dies eindrücklich beim Börsengang von Infineon , während dem die
verwendeten Handelssysteme zeitweilig völlig überlastet waren . Die Tatsache ,
dass man heutzutage Informationen oder auch Pseudoinformationen über moderne
Medien wie Fernsehen und das Internet sehr schnell einem sehr großen Kreis von
Rezipienten zugänglich machen kann , bringt zudem die Möglichkeit mit ,
Aktienkurse gezielt zu beeinflussen . Gerade die letzen Tage haben gezeigt ,
dass diese Möglichkeit auch immer wieder wahrgenommen wird . Zudem wird an der
Reaktion der Börse auf die Gerüchte deutlich , nach welchen Kriterien
Unternehmen oftmals bewertet werden , vor allem , wenn an ihrer Spitze so
illustre Figuren wie Larry Ellison stehen . Oft spielt nicht die wirtschaftliche
Kraft eines Unternehmens oder die technische Güte seiner Produkte die wichtigste
Rolle , sondern " Nachrichten " beeinflussen die Entwicklung einer Firma , die
eigentlich allenfalls in Boulevard-Blättern von Interesse wären . Man kann sich
schwerlich noch der Frage erwehren , ob die Anleger einfach nur sehr nervös sind
, oder ob sie den Aktienhandel nicht vielmehr wirklich nur noch als Glücksspiel
betreiben . Computermarkt auf ( gebremstem ) Wachstumskurs Die Verkaufszahlen
von PCs , Servern und Workstations wiesen im dritten Quartal 2000 ein deutliches
Wachstum auf , wenn auch auf niedrigerem Niveau als in den vorigen Quartalen .
Die Marktforscher von IDC hatten für das abgelaufene Quartal vor wenigen Tagen
ein Wachstum von 11,7 Prozent gemeldet . Europäischer Marktführer ist laut
Dataquest wie schon im letzten Jahr Compaq mit einem Marktanteil von 14 Prozent
und einem Wachstum von 2,6 Prozent übers Jahr . Auf den Plätzen zwei und drei
folgen Fujitsu Siemens und Dell mit einem Anteil von 10,2 und 8,3 Prozent ,
wobei allerdings Fujitsu Siemens sieben Prozent weniger PCs absetzen konnte als
im Vorjahr . Dell gelang eine Steigerung um zwei Prozent . Der fallende Euro
habe dazu geführt , dass vor allem große Geschäfte verschoben worden seien ,
sagte Brian Gammage von Dataquest . Die Verkäufe an Geschäftskunden wuchsen so
nur um 6,1 Prozent , während im Geschäft mit Privatkunden eine Steigerung um
21,2 Prozent erreicht werden konnte . Die größte Steigerungsrate wies der Markt
in Griechenland auf : Die rund 70.000 PCs , die dort im dritten Quartal 2000
verkauft wurden , bedeuteten eine Steigerung von fast 50 Prozent gegenüber dem
Vorjahreszeitraum . Auch in diesem Bereich ist Compaq Marktführer . Mit einem
Wachstum von 20 Prozent übers Jahr und 275.000 verkauften Rechner konnte dieser
Hersteller einen Marktanteil von 27,3 Prozent für sich proklamieren . IBM belegt
bei einem schwachen Wachstum von nur zwei Prozent und einem Marktanteil von 16,4
Prozent Platz zwei , gefolgt von Dell mit einem Marktanteil von 14,9 Prozent .
Mit einem Wachstum von 41,1 Prozent konnte Dell den Abstand zu IBM gegenüber dem
Vorjahr deutlich verringern . Sun liegt zwar mit nur 72.006 verkauften Geräten
noch auf Platz fünf im Servermarkt , erreichte aber mit 72,4 Prozent die größte
Steigerung . Der Markt für Workstations wies weltweit nur eine geringe
Wachstumsrate auf . Im dritten Quartal 2000 wurden mit 381.835 Einheiten 3,9
Prozent mehr Geräte dieses Typs verkauft als im dritten Quartal 1999 . Hier
führt Dell den Markt mit 23,6 Prozent Anteil an . Sun und Hewlett Packard folgen
mit Marktanteilen von 21,4 Prozent und 17,8 Prozent auf den Plätzen zwei und
drei . Handys sind trendiger als Zigaretten Die beiden britischen
Gesundheitsforscher Anne Charlton und Clive Bates haben im British Medical
Journal auf eine auffällige Korrelation zwischen dem Anstieg der Benutzung von
Mobiltelefonen bei britischen Jugendlichen und einem Rückgang des
Zigarettenkonsums hingewiesen . Da das Handy aber als innovativer eingeschätzt
werde als das Rauchen , würden viele Jugendliche zugunsten des
Mobiltelefonierens auf das Rauchen verzichten . Als Plausibilisierung für ihre
Hypothese führen die Wissenschaftler an , dass der Prozentsatz rauchender
Jugendlicher in Großbritannien im Alter von 15 Jahren in den Jahren zwischen
1996 und 1999 von 30 auf 23 zurückgegangen sei . Im Zeitraum von 1997 bis 1999
sei dagegen der Prozentsatz der Handybenutzer in der Altersgruppe der 15- bis
24-Jährigen von zehn auf knapp unter 40 angestiegen . Die beiden Wissenschaftler
rechnen damit , dass auch in Zukunft noch mehr Geld aus dem privaten
Zigarettenetat abgezogen und für moderne Telekommunikationstechniken eingesetzt
werden wird . Privater Rundfunk fordert Zugangsgarantie zum Kabelnetz Eine
rasche Erneuerung der Medienpolitik hat der Präsident des Verbandes Privater
Rundfunk und Telekommunikation ( VPRT ) , Jürgen Doetz , angemahnt . Derzeit sei
ein erlahmender Reformeifer auf diesem Feld festzustellen , sagte er am Freitag
zum Abschluss der Jahreshauptversammlung des VPRT in Berlin . Die Politik sei
dabei , dieses wichtige Thema auf die lange Bank zu schieben . In Berlin hat der
VPRT ein Eckwertepapier für einen Medienstaatsvertrag erarbeitet , der möglichst
rasch in konkrete Ergebnisse umgesetzt werden soll . Ein zentraler Punkt des
Entwurfes ist die Gewährleistung des freien Zugangs der Rundfunkanbieter zu den
Kabelnetzen und digitalen Plattformen . Ein derzeit akutes Problem bestehe in
der Auseinandersetzung mit den neuen Mehrheitsinhabern der regionalen
Kabelnetzgesellschaften . Nach Doetz Worten sehe es der private Rundfunk mit
Sorge , wie bei der Aufrüstung der bestehenden Breitbandkabelnetze versucht
werde , das Rundfunkangebot zu Gunsten anderer Angebote auszudünnen . Für
Unternehmen wie Callahan Associates , das die Mehrheit der
Kabelnetzgesellschaften in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen erworben
hat , ist vor allem auch die Möglichkeit interessant , über das Kabelnetz
breitbandige Internet-Zugänge anzubieten ( mehr dazu in Frischer Wind in
Kabelnetzen , c't 21/00 , S. 54 ) . Der VPRT fordert , dass ein Drittel der
Bandbreite des ausgebauten Kabelnetzes für den Rundfunk und seine Angebote
reserviert wird . Diese Forderung schließe ausdrücklich auch die
öffentlich-rechtlichen Anbieter ein , denn der Vorstoß der privaten
Kabelnetzbetreiber richte sich gegen den Rundfunk insgesamt , nicht nur gegen
die privaten Anbieter . Mobilfunktochter der Telefonica geht an die Börse
Telefonica Moviles , die Mobilfunktochter der spanischen
Telekommunikationsgesellschaft Telefonica , steht kurz vor dem Börsenstart .
Einschließlich Greenshoe will Telefonica 8,92 Prozent der Anteile ihrer
Mobilfunktochter unters Volk bringen . Im letzten Quartalsbericht von Telefonica
, der insgesamt enttäuschend war , stellte das Mobilfunkgeschäft einen der
größten Lichtblicke mit sehr guten Steigerungsraten von über 30 Prozent bei
Gewinn und Umsatz dar . IT-Kompetenzzentrum für Frauen eingerichtet Am heutigen
Freitag gaben der Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung
( BMBF ) , Uwe Thomas , und der Staatssekretär im Bundesministerium für Familie
, Senioren , Frauen und Jugend ( BMFSFJ ) , Peter Haupt , in Bonn die
Einrichtung eines Kompetenzzentrums für Frauen in der Informationsgesellschaft
und Technologie bekannt . Ziel des Projekts sei es , die informationstechnische
Kompetenz von Frauen zu erhöhen , sagten die Politiker . Das Kompetenzzentrum
soll bundesweit Maßnahmen zur Chancengleichheit in Bildung , Ausbildung , Beruf
, Wissenschaft und Forschung bündeln . Dazu gehören die Herstellung eines
breiten gesellschaftlichen Dialogs und die umfassende Information der
Öffentlichkeit durch nationale und internationale Initiativen und Projekte -
darunter beispielsweise die Bildung von Expertinnennetzen , die Koordinierung
des BMBF-Projekts Frauen ans Netz und die Beratung von Hochschulen mit dem Ziel
, den Frauenanteil in Studiengängen der Informatik und Ingenieurswissenschaften
zu steigern . Lucent wegen Anleger-Betrugs verklagt Der Netzwerkausrüster Lucent
sieht sich mit gerichtlichen Schritten von Anlegern konfrontiert , die dem
Unternehmen Betrug vorwerfen . Die Korrektur vermindert nach ersten Schätzungen
den Gewinn um zwei Cent pro Aktie . Allerdings ist die interne Überprüfung des
fehlerhaften Quartalsberichts noch nicht abgeschlossen . Die Börse reagierte auf
die Mitteilung im November mit einem Kurseinbruch um rund 16 Prozent . Am
Wochenende reichte der Investor Donald Press beim US-Bundesgericht in Newark
eine Klage ein , in der er Lucent vorwirft , seine Anleger zwischen dem 10.
Oktober und dem 20. November durch die am 10. Oktober korrigierten
Gewinnerwartungen in die Irre geführt zu haben . Lucent hatte an diesem Tag
bekannt gegeben , dass man nicht mehr 27 Cent Gewinn pro Aktie aus dem
operativen Geschäft erwarte , sondern nur noch 17 bis 18 Cent . Explizit
mitangeklagt ist auch der mittlerweile entlassene Lucent-Chef Richard McGinn .
Diesem wirft Press vor , dass er durch die Angabe eines überhöhten Umsatzes und
Gewinns versucht habe , seine Position im Unternehmen zu festigen . Die jetzt
eingereichte Klage soll nach dem Willen des Klägers als Sammelklage behandelt
werden . Inprise will Quelltext von InterBase 6 offenlegen Das Softwarehaus
Inprise will die kommende Version 6 seines SQL-Datenbanksystems InterBase noch
in der ersten Jahreshälfte 2000 als Open Source herausbringen . Die aktuelle
Produktversion ist InterBase 5.6 . Die angekündigte Version 6 , die sich seit
einigen Monaten im Beta-Stadium befindet , soll für die Plattformen Linux ,
Windows NT , Solaris und Unix erscheinen - jeweils mit offengelegtem Quelltext .
Darüber , ob die Absicht besteht , InterBase 6 unter GNU-GPL zu stellen und
damit zu " freier Software " im Sinne der Free Software Foundation zu machen ,
lässt Inprise die Entwicklergemeinde bislang noch im Unklaren . Hinter den
Kulissen des Unternehmens scheint es heftig zu rumoren . Mehrere Mitglieder des
Managements , unter anderem der Chef des InterBase-Entwicklungsteams Bill Karwin
, sind im Dezember 1999 zurückgetreten . Ein von Karwin gezeichnetes Posting in
der Newsgroup mers.interbase.list nennt Gründe für seinen Rücktritt und wirft
Inprise unter anderem Wortbruch vor . Eine Mail , die in der Newsgroup zitiert
wird und angeblich vom Nordeuropa-Zweig des Softwareunternehmens stammt , soll
den Stopp der weiteren InterBase-Entwicklung durch Inprise angekündigt haben .
Die Offenlegung des Quellcodes dürfte danach den einzigen Weg bilden , das
Datenbanksystem InterBase am Leben zu erhalten . Der mittlerweile ebenfalls
ausgeschiedene InterBase-Entwickler Reed Mideke fordert in einem Posting die
InterBase-Nutzer auf , einheitliche Minimalanforderungen für die ausstehende
neue Version zu formulieren und an Inprise weiterzuleiten . Das Softwarehaus hat
angekündigt , weitere Details zur Offenlegung des Quellcodes von InterBase 6
demnächst auf seiner Website zu veröffentlichen . Microsoft kündigt Berufung an
Bill Gates , Gründer von Microsoft , hat gestern angekündigt , gegen das Urteil
im Kartellrechtsprozess Berufung einzulegen . Richter Thomas Penfield Jackson
hatte Microsoft in seinen Conclusions of law für schuldig befunden , seine
marktbeherrschende Stellung im Softwaremarkt für PCs missbraucht zu haben , um
Konkurrenten rechtswidrig aus dem Markt zu drängen . Das Strafmaß steht
allerdings noch nicht fest . Gates rechnet sich gute Chancen in einem
Berufungsverfahren aus . Microsoft verfüge im Berufungsverfahren über starke
Argumente , sagte er . Gleichzeitig bekundeten er und Microsoft-Chef Steve
Ballmer ihr Interesse an neuen Verhandlungen über eine außergerichtliche
Einigung . Verfahren gegen Mannesmann-Chef eingestellt Die Staatsanwaltschaft
Düsseldorf hat das Verfahren gegen den scheidenden Vorstandsvorsitzenden der
Mannesmann AG , Klaus Esser , gestern eingestellt . Mannesmann hatte in Reaktion
auf die Anklage erklärt , die hohe Prämie für Esser sei " formell und materiell
voll angemessen " . Zu einer ähnlichen Ansicht kam auch die Staatsanwaltschaft :
Ein pflichtwidriges Verhalten von Aufsichtsrat und Vorstand sei nicht
ersichtlich . Auch die Höhe der Ausgaben für Anzeigen im Rahmen der Versuche ,
die feindliche Übernahme durch Vodafone AirTouch abzuwehren , sei nicht zu
beanstanden . Erst gestern hatten die Anwälte ihre Anzeige auf den gesamten
Mannesmann-Vorstand ausgedehnt . Gegen die gestrige Einstellungsverfügung legten
sie nach eigenen Angaben Beschwerde ein . Breitbandinitiative gegründet Eine
Gruppe namhafter Anbieter von Internet-Infrastruktur , -Inhalten und -Service
hat zusammen das Broadband Content Delivery Forum ( BCDF ) gegründet . Die Liste
der Gründungsmitglieder liest sich wie ein Who is who der Branche , unter
anderem gehören AltaVista , AT&T , BBC , Bertelsmann , British Telecom , Hewlett
Packard , NBCi , Nortel Networks , Qwest , Sun Microsystems und Telstra zu den
Gründungsunternehmen . Das BCDF versteht sich als offenes Forum und wirbt um
weitere Mitglieder aus dem Internet- und Breitband-Bereich . Als
Interims-Vorsitzender des Forums wirkt der Präsident und Geschäftsführer des
Bereichs IP Services bei Nortel Networks , Anthony Alles . Das Forum will sich
auf die Entwicklung und Förderung offener Techniken konzentrieren , die beim
Versenden umfangreicher Multimedia-Inhalte über Breitbandnetzwerke zum Einsatz
kommen sollen . Mit diesen Techniken soll den Endanwendern eine verbesserte
Leistung mit besseren Individualisierungsmöglichkeiten der abgerufenen Inhalte
geboten werden . Die Breitbandallianz möchte damit die Entwicklung des Internet
in Richtung eines Hochleistungsmediums zur Übertragung von multimedialen
Inhalten vorantreiben . Microsoft erklagt sich " hotmail.ch " Das Baselbieter
Obergericht hat entschieden , dass das Reinacher Unternehmen Digitale Medien
Systeme ( DMS ) den Domain-Namen " hotmail.ch " an Microsoft abtreten muss .
Damit gab das Gericht einer von Microsoft eingereichten Klage statt . Die
Richter begründeten ihr Urteil damit , dass Markenrecht vor Domain-Recht gehe .
Das US-amerikanische Unternehmen Hotmail ist einer der größten
Gratis-E-Mail-Dienstleister der Welt . Anfangs war der E-Mail-Dienst nur über "
www.hotmail.com " erreichbar , doch nach und nach richtete das Unternehmen auch
weitere Domains wie " www.hotmail.de " und " www.hotmail.fr " ein . Als
Microsoft den Dienstleister im August 1998 übernahm , war ihm die 1997 von DMS
registrierte Adresse " hotmail.ch " ein Dorn im Auge . DMS versuchte damals ,
mit seiner Tochter Hotmail AG im Kielwasser des amerikanischen Unternehmens
ebenfalls einen E-Mail-Dienst unter der Adresse hotmail.ch aufzubauen , war aber
bei weitem nicht so erfolgreich wie Hotmail . Nachdem Microsoft im Frühjahr 1999
eine erste Verhandlung vor dem Obergericht in Liestal gewonnen hatte , wurde die
Adresse hotmail.ch bereits vorsorglich gesperrt . Seitdem bietet DMS seinen
E-Mail-Dienst unter anderen Adressen an , hat aber bei rückläufiger Tendenz nur
eine vierstellige Nutzerzahl . Von daher ist es auch verständlich , dass
Philippe Oser , Geschäftsführer der DMS , nach dem seiner Ansicht nach fairen
Urteil nicht in die nächste Instanz gehen möchte . Microsoft seinerseits will
auf eine Schadensersatzklage gegen DMS verzichten . Memmelsdorf eröffnet
virtuelles Rathaus Die fränkische Gemeinde Memmelsdorf hat gestern ihr
virtuelles Rathaus eröffnet . Zwar ist es mittlerweile nichts Neues mehr , dass
eine Gemeinde oder eine Stadt Informationen über sich im Internet anbietet .
Auch stellen viele Sites von Städten oder Gemeinden Formulare zum Abruf bereit .
Bei keinem dieser Angebote konnte man sich aber bislang elektronisch
authentifizieren - das ist jetzt bei der Gemeinde Memmelsdorf anders .
Memmelsdorf setzt ein vom Bamberger Unternehmen i-kom entwickeltes
Informationssystem für die kommunale Verwaltung ein . Dabei wird die
Datenübertragung über einen Secure Server mit 128-bit-Verschlüsselung
abgewickelt . Eine korrekte Authentifizierung wird mittels digitaler Zertifikate
gewährleistet , die die Gemeinde kostenlos für alle ihre Einwohner ausstellt .
Bevor ein Bürger über das Internet einen Behördenvorgang abwickeln kann ,
überprüft der Server seine Identität anhand des digitalen Zertifikats . Glückt
die Authentifizierung , füllt der Bürger das gewünschte Formular aus und
übermittelt die Daten über die sichere Verbindung zum Server . Dort wird ein
Web-Workflow mit den Daten des Bürgers und dem Formular gestartet . Alle 30
Minuten baut ein spezieller Applikationsserver in der kommunalen Verwaltung eine
SSL-Verbindung zum Web-Server auf und holt die gestarteten Workflows ab . Der
Eingang in der Verwaltung wird dem Web-Server zurückgemeldet . Der Bürger kann
sich dann den Status seines Antrages im Web abrufen . Für jeden im Web
gestarteten Workflows wird ein lokaler Workflow angelegt . Anschließend wird das
Formular mit den ausgefüllten Daten im Rahmen dieses lokalen Workflows dem
zuständigen Sachbearbeiter zugeleitet , der den Antrag bearbeitet . Sollten noch
Unterlagen fehlen , kann der Sachbearbeiter dem Antragsteller eine mit dessen
öffentlichem Schlüssel verschlüsselte E-Mail senden oder direkt einen Vermerk im
Web-Workflow vornehmen . Wurde der Antrag erfolgreich bearbeitet , wird der
Status durch den Applikationsserver wieder dem Web-Server zurückgemeldet . Als
erste Gemeinde , die sich zum Einsatz des Informationssystems entschlossen hat ,
kann sich Memmelsdorf über eine entgeldlose Einrichtung des Systems freuen . Für
eine reguläre Einrichtung muss ein von der größe der Gemeinde abhängiger Preis
gezahlt werden : Stefan Westner , Geschäftsführer von i-kom , rechnet aufgrund
schon geführter Gespräche und erfolgter Präsentationen damit , dass noch
innerhalb dieses Jahres sein Informationssystem in zehn bis 15 Gemeinden rund um
Bamberg und Nürnberg zum Einsatz kommen wird . UN-Bericht : Internet polarisiert
die Gesellschaft Für die , die " drin " sind , ist die Sache klar : Das Internet
ist eine willkommene und gern genutze Möglichkeit , um mit anderen Benutzern in
Kontakt zu treten und Informationen weltweit auszutauschen . Unternehmen
integrieren die modernen Kommunikationsmittel zunehmend mehr in ihre
Geschäftsabläufe , bauen gemeinsame Internet-Plattformen auf und kommunizieren
mit ihren Partnern zunehmend stärker per E-Mail . Wer da nicht mithalten kann ,
kommt schnell ins Hintertreffen , verliert Reputation , Aufträge und
Marktanteile . Vor allem für Entwicklungsländer bedeuten die modernen
Informations- und Kommunikationstechniken ( IuK ) große Chancen , den Anschluss
an die Weltwirtschaft zu finden . Indien hat als eines der wenigen Länder diese
Chance schon vor Jahren erkannt und entsprechend in den IT-Sektor investiert .
Für Länder , in denen aufgrund politischer und wirtschaftlicher
Rahmenbedingungen bislang die Einführung moderner Kommunikationstechniken nur
sehr schleppend vor sich ging , bedeutet die rasante Entwicklung dieser
Techniken trotz der ihr inhärierenden Möglichkeiten auch die Gefahr , noch mehr
ins wirtschaftliche Abseits zu geraten . Die Zahlen , die über den Stand der
Intenet-Anbindung in den verschiedenen Kontinenten Auskunft geben , sind
alarmierend : In Afrika haben nur etwa 0,3 Prozent der Bevölkerung einen Zugang
zum Internet , im mittleren Osten sind es 0,8 Prozent , in Asien und dem
pazifischen Raum 1,6 Prozent . Südamerika schneidet mit einer Quote von sogar
2,5 Prozent vergleichsweise gut ab . Doch hinter Europa , wo immerhin schon 9,9
Prozent online sind oder gar Nordamerika mit 44,3 Prozent Internet-Nutzern sind
diese Regionen weit abgeschlagen . In einem Bericht , der im Auftrag des
UN-General-Sekretariats erarbeitet wurde , hat eine Expertengruppe unter Vorsitz
des ehemaligen Costa-Ricanischen Präsidenten José Maria Figueres-Olsen zwar
einerseits festgehalten , dass die Zahl der Internet-Nutzer beständig und
schnell steigt , andererseits aber festgestellt , dass ein " Digital Divide " zu
beobachten ist , also eine Spaltung der Gesellschaft in eine Gruppe von Menschen
, die Zugang zu modernen Informations- und Kommunikationstechniken haben , und
eine Gruppe von Menschen , denen dieser Zugang bislang verwehrt ist .
Ehrgeiziges Ziel der internationalen Gemeinschaft : Um das zu erreichen ,
schlagen die Autoren des ECOSOC-Berichts vor , eine Task Force einzusetzen , die
die Einführung von IT in den Entwicklungsländern koordinieren soll . Außerdem
schlägt der Bericht ein Entschuldungsprogramm vor : Ein Prozent der Schulden
eines Entwicklungslandes sollen abgeschrieben werden können , wenn das Land die
gleiche Summe in den IT-Sektor investiert . Auf der UN-Generalversammlung im
September , auf der man den IT-Bericht der ECOSOC ebenfalls diskutieren möchte ,
soll schließlich ein Recht auf den Zugang zu IT-Diensten in den Prinzipien und
Konventionen der Vereinten Nationen verankert werden . Arcor und die Telekom
streiten über Durchleitungstarife Die Festnetz-Telefongesellschaft Mannesmann
Arcor hat die Vertragsverhandlungen mit der Deutschen Telekom über die so
genannten Durchleitungs- oder Interconnection-Tarife für gescheitert erklärt .
Diese Tarife berechnet die Telekom für die Kosten der durch ihr Netz geleiteten
Telefondienstleistungen der Konkurrenten . Arcor hat nunmehr direkt die
Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation ( RegTP ) eingeschaltet . Der
derzeit gültige Vertrag über die Interconnection-Tarife hat noch eine Laufzeit
bis Ende Januar 2001 . Nach der Einschaltung der RegTP könnte aber schon sehr
viel früher ein neuer Vertrag zustande kommen : Nach §37 , Absatz 1 , des
Telekommunikationsgesetzes muss die RegTP nämlich dann , wenn
Vertragsverhandlungen zwischen dem marktbeherrschenden Anbieter - also der
Deutschen Telekom - und privaten Telefongesellschaften über die
Interconnection-Tarife scheitern , binnen maximal zehn Wochen eine neue Regelung
für die Zusammenschaltung anordnen . Es ist unstittig , dieses an der Zahl der
so genannten Interconnection-Punkte festzumachen , also an der Zahl der Punkte ,
an denen das Netz einer privaten Telefongesellschaft mit dem Netz der Deutschen
Telekom zusammengeschaltet ist . Von der RegTP und dem Wissenschaftlichen
Institut für Kommunikationsforschung ( WIK ) wurde diese Zahl mit 469 angegeben
, die Telekom bestätigte in ihrem Verhandlungsentwurf für einen neuen
Interconnection-Vertrag vom Dezember 1999 diese Zahl . Nach Aussage von Heiko
Witzke von Mannesmann Arcor liegt diese Zahl auch der Netzplanung von Arcor
zugrunde . Für private Telefongesellschaften ist es nun deshalb von Bedeutung ,
als Anbieter mit einer effizienten Netzinfrastruktur anerkannt zu sein , da dies
für sie eine Berechnung für die Durchleitung von Telekommunkationsdiensten durch
das Netz der Telekom zu den günstigsten Tarifen ( " local area " ) bedeutet . Im
Mai diesen Jahres habe allerdings die Telekom neue Zahlen aus dem Hut gezaubert
, erklärte Witzke : In den Verhandlungen habe die Telekom nunmehr eine Zahl von
über 1000 Interconnection-Punkten für die Bewertung einer Netzinfrastruktur als
effizient zugrunde gelegt . Das habe man nicht hinnehmen wollen . Das eigene
Modell , das man der RegTP zur Kenntnis gebracht habe , orientiere sich an
entsprechenden EU-Vorschlägen . Wie Witzke weiter erläutert , gab es noch einen
weiteren Grund für den Abbruch der Verhandlungen . Am 23. Juni habe nämlich das
lokale Münsteraner Telekommunikationsunternehmen Citykom den Abschluss eines
Interconnection-Vertrags bekannt gegeben . Die Münsteraner hoben dabei hervor ,
dass sie die erste Telefongesellschaft seien , die einen Interconnection-Vertrag
auf der Grundlage des Element Based Charging Modells ( EBC ) abgeschlossen habe
. Im Gegensatz zu derzeit geltenden Interconnection-Verträgen , die eine
Abrechnung auf der Grundlage der überbrückten Entfernung vorsehen , liegt der
Berechnung der Durchleitungsgebühren nach dem EBC-Modell die Anzahl der benutzen
Telekom-Netzelemente zugrunde . Die Durchleitungsgebühren sinken also , wenn
eine private Gesellschaft aufgrund des Ausbaus eines eigenen Netzes weniger
Telekom-Netzelemente in Anspruch nimmt . Auch über die generelle Abrechung der
Durchleitungsgebühren nach dem EBC-Modell herrscht zwischen Telekom ,
Regulierern und privaten Gesellschaften Einigkeit . Allerdings hätten beim
Vertragsabschluss in Münster Bedingungen zugrunde gelegen , die für eine
überregional agierende Telekommunikationsgesellschaft nicht akzeptabel seien ,
führte Witzke aus . Um also auch diesbezüglich kein Präjudiz zu schaffen habe
man die Verhandlungen mit der Telekom abgebrochen . Sprecher Ulrich Lissek
kommentierte den Abbruch der Verhandlungen mit den Worten : " Das ist das
übliche Spielchen . " Er sieht weiterhin gute Chancen , dass man sich mit Arcor
noch auf eine Verhandlungslösung verständigen könne . Die Heraufsetzung der
Anzahl der Interconnction-Punkte , ab der ein Anbieter als flächendeckend gelte
, sieht er im Zusammenhang mit der Einführung des EBC-Modells . Die magische
Zahl von 469 basiere noch auf der entfernungsbezogenen Abrechnung , das neue
Modell habe ein Heraufsetzen der Zahl der Interconnection-Punkte zum Eintritt in
die günstigste Tarifstufe notwendig gemacht . Eine 100-prozentige Netzabdeckung
sei erst bei rund 1000 Interconnection-Punkten gewährleistet .
Wirtschaftsminister will Internetnutzung fördern Spitzenvertreter der großen
Wirtschaftsverbände von Industrie , Handel , Handwerk und Freien Berufe kommen
heute auf dem " Mittelstandstag " der Expo mit Bundeswirtschaftsminister Werner
Müller in Hannover zusammen . Von Müller wird eine Erläuterung des "
Aktionsprogramms Mittelstand " erwartet , das dpa vorab bekannt wurde . Danach
will der Wirtschaftsminister die Kreditversorgung kleiner Unternehmen verbessern
und die Fortbildung für das Handwerk ausbauen . Besonderes Gewicht wird auch auf
die Fortsetzung der Förderung junger Unternehmensexistenzen sowie auf die
Nutzung von Internet und E-Commerce in mittelständischen Unternehmen gelegt .
Bekräftigt wird die Absicht , das Rabattgesetz und die Zugabenverordnung bald
abzuschaffen . Benachteiligungen im internationalen Internethandel sollen so
vermieden werden . Müller vermeidet in seinem fast 20-seitigen Aktionsprogramm
konkrete Ankündigungen für weitere Steuersenkungen , deutet solche aber an : "
Kurzfristig sind weitere Steuersenkungen zu Gunsten des Mittelstandes geplant .
" Die staatlichen Förderbanken schafften zunehmend die Möglichkeit der
Kreditbeantragung über das Internet . Auch soll " die Kreditversorgung für
kleine und mittlere Unternehmen zu angemessenen Konditionen gesichert werden " .
Gemeinsam mit der Kreditwirtschaft " werden Überlegungen angestellt , um durch
neue Instrumente zur Haftungsentlastung sowie die Verstärkung der
Risikoübernahme bei Förderkrediten den Mittelstand zu unterstützen . " Auch die
Fortbildung zum Handwerksmeister soll attraktiver gestaltet werden .
Realnetworks bringt neuen Download-Dienst für Musik Jetzt hat auch Realnetworks
einen neuen Dienst im Internet eingerichtet , über den man sich Musik in
CD-Qualität auf den heimischen PC laden kann . Den bereits im Januar
angekündigten , aber erst jetzt gestarteten Real.com Music Delivery Service
realisiert Realnetworks zusammen mit der Firma BackWeb . Die von BackWeb
entwickelte Polite Push-Technik , die einen Download von beliebigen
Multimedia-Files im Hintergrund ermöglicht , wurde dazu in die RealJukebox von
Realnetworks integriert . Der Music Delivery-Dienst besteht darin , dass die
RealJukebox der Abonnenten des Dienstes wöchentlich acht Titel aus dem
Repertoire von Realnetworks automatisch aus dem Internet herunterlädt und auf
dem lokalen Rechner speichert . Dabei greift die Jukebox auf ungenutzte
Bandbreiten zurück , während eine Internet-Verbindung offen ist . Die Auswahl
der Musik-Stücke richtet sich nach den Vorlieben des Kunden ; gegenwärtig kann
er aus sieben Musikrichtungen auswählen . Zur Bereitsstellung des
Musik-Repertoires arbeitet Realnetworks mit Musikverlagen wie Riffage.com ,
Dreamworks Records oder Sub Pop Records zusammen . Der Hersteller der Jukebox
bietet aber auch Künstlern und anderen Unternehmen die Möglichkeit , als
Zulieferer von Musik-Stücken aufzutreten , etwa um damit für die eigene Firma zu
werben . Nach den Angaben von Realnetworks soll der Real.com Music
Delivery-Service verschiedene Audioformate unterstützen und mehrere
Digital-Rights-Management-Optionen bieten , unter anderem die Möglichkeit , die
Nutzungdauer bestimmter Musikstücke zu beschränken . Zu den Kosten , die für die
Abonnenten fällig werden , hat sich Realnetworks bislang nicht geäußert .
Steiniger Weg nach Italien für die Deutsche Telekom Sollte die Deutsche Telekom
eine Beteiligung an dem italienischen UMTS-Konsortium Andala angestrebt haben ,
so kann sie diesen Plan wohl bald begraben . Zwar blieben die Spekulationen ,
dass die Telekom mit dem italienischen Telekommuniktionsunternehmen Tiscali ,
den führenden Konzern innerhalb des Konsortiums Andala , über eine Beteiligung
verhandele , bislang von offizieller Seite unkommentiert - aber nach dem
Ausscheiden aus dem Joint-Ventrue Wind ist klar , dass Telekom-Chef Ron Sommer
eine andere Möglichkeit sucht , sich am UMTS-Geschäft in Italien beteiligen zu
können . Die Partnerschaft mit einem italienischen Unternehmen wäre die
preisgünstigste und auch erfolgversprechendste Variante . Allerdings berichtet
die Financial Times Deutschland in ihrer heutigen Ausgabe , dass Tiscali
höchstwahrscheinlich dem in Hongkong ansässigen Konzern Hutchison Whampoa den
Zuschlag für eine Beteiligung an Andala geben werde . Den Ausschlag habe die
Finanzkraft von Hutchison und seine Verbindung zum japanischen Mobilfunkriesen
NTT DoCoMo gegeben . Die endgültige Entscheidung soll noch vor der
Auktionärsversammlung von Andala am Montag bekannt gegeben werden . Doch könnte
die Telekom Glück im Unglück haben : Gerade vorgestern sind aus dem
italienischen UMTS-Konsortium Dix.it die Firmen Pirelli und Biscom ausgestiegen
. Neben den staatlichen Eisenbahnen Italiens , die Immobilien und Infrastruktur
in das Konsortium einbringen wollen , ist derzeit noch die finnische
Telefongesellschaft Sonera als möglicher Teilhaber im Gespräch . Sollte die Tür
von Andala für die Deutsche Telekom tatsächlich verschlossen bleiben , wird Ron
Sommer sicherlich auch bei Ipse anklopfen , um die Bedingungen einer
Zusammenarbeit mit diesem Konsortium auszuloten . UMTS-Auktion : Langsam wird
die UMTS-Auktion , die seit Montag in Mainz läuft , auch für Finanzminister Hans
Eichel interessant . Während die Auktionsziele der meisten Bieter nach wie vor
nicht erkennbar sind , ist mittlerweile ziemlich klar , dass Mobilcom auf jeden
Fall zwei Frequenzpakete haben möchte . Momentan halten sie die beiden Pakete
mit den Nummern sieben und acht . Für alle anderen Pakete bieten nach wie vor
alle sieben Unternehmen und Konsortien mit . Ein Ende ist noch nicht absehbar -
sehr zur Freude von Hans Eichel . Noch ein weiter Weg zum E-Government Einen
Personalausweis online bestellen , die Einkommenssteuererklärung übers Datennetz
verschicken oder die standesamtliche Trauung per Web-Cam weltweit übertragen
lassen : Das sind die ersten Signale in Deutschlands Behörden für eine
grundlegende Umwälzung der Verwaltung . Im Jargon spricht man dabei von "
E-Government " , was für " Electronic Government " steht , die elektronische
Verwaltung . Sie soll mehr Bürgernähe bringen . Eckard Schindler , Experte bei
der Unternehmensberatung KPMG in Hamburg , sagt : " Das wird die Verwaltungen
ähnlich verändern , wie bei der Einführung der elektronischen Datenverarbeitung
. " E-Government steht für die Modernisierung der Verwaltung mit Hilfe von
Informations- und Kommunikationstechniken . Besserer Kontakt mit den Bürgern und
der elektronische Austausch von Informationen und Dokumenten zwischen Behörden
gehören dazu . Jörn von Lucke , Wirtschaftsinformatiker beim Forschungsinstitut
für öffentliche Verwaltung in Speyer , beschreibt das elektronische Verwalten
unter anderem so : " Wer per E-Mail mit einer Behörde Kontakt aufnimmt , der
kommt auch nicht in die Gefahr , von unfreundlichen Beamten schlecht bedient zu
werden . " Inzwischen hat fast jede Kommune ein Internetangebot , allerdings
bieten nur wenige echte Transaktionen an . Denn ohne eine Unterschrift im Amt
bekommt man selbst beim fortschrittlichen Mannheimer Internetauftritt keinen
Personalausweis . Allerdings können die Mannheimer ihren Antrag am heimischen PC
ausfüllen und der Stadt per E-Mail zuschicken . Mit einem Sachbearbeiter wird
anschließend noch ein Termin ausgemacht - zur Unterschrift und Fotoübergabe .
Lange Wartezeiten in den Amtsstuben entfallen dadurch . Richtig funktionieren
wird E-Government in der Bundesrepublik aber erst , wenn " eine Online-Signatur
als gleichberechtigt mit einer persönlichen Unterschrift anerkannt wird " , sagt
von Lucke . Erst am 16. August verabschiedete das Bundeskabinett einen Entwurf
für ein Gesetz zur elektronischen Unterschrift . Es soll 2001 vom Bundestag
verabschiedet werden . Dann brauchen die Mannheimer für einen Personalausweis
gar nicht mehr in die Amtsstube . In einer Studie hat Experte Schindler Behörden
der Bundes- , Landes- und Kommunalverwaltungen zur Entwicklung des E-Government
befragt : Beinahe zwei Drittel erwarten davon eine bessere Zusammenarbeit in den
Verwaltungen sowie mehr Bürgernähe . 60 Prozent fühlen sich allerdings noch als
Nachzügler . Außerdem fand er heraus , dass bislang lediglich in 21 Prozent der
Behörden alle Mitarbeiter einen Internetzugriff haben . Schindler glaubt nicht ,
dass der persönliche Kundenkontakt ganz wegfällt . Es wird ganz normale
Amtsbesuche geben - aber auch Telefonate , Video-Konferenzen oder ausschließlich
der Weg per E-Mail . Er erwartet , dass die Bürger in drei Jahren deutliche
Verbesserungen im Behördenverkehr genießen . In zehn Jahren werde sich die
Struktur der Verwaltung dann auch verändert haben . Eine Poststelle braucht die
Stadtverwaltung dann nicht mehr . Faxgeräte und die letzten Schreibmaschinen
werden abgeschafft . Alle Vorgänge werden über zentrale Computerstationen laufen
. Die Selbstverantwortung der Bürger wachse , meint von Lucke . Im Datennetz
könnten sie alle Informationen abrufen und seien nicht auf die Auskunft der
Beamten angewiesen . Deutschland sieht der Verwaltungswissenschaftler von Lucke
in der E-Government-Entwicklung noch nicht weit . In England könne man
inzwischen eine Lohnsteuererklärung elektronisch abgeben . Wer diesen Weg wähle
erhalte vom Staat als Anreiz sogar zehn Pfund ( rund 30 Mark ) Rabatt . Zwar ist
auch in Deutschland die elektronische Steuererklärung möglich , doch müssen
parallel dazu wie bisher die Belege und Formulare an das Amt geschickt werden .
T-Online kauft spanischen Internet-Provider T-Online , die Internet-Tochter der
Deutschen Telekom , übernimmt den spanischen Online-Dienstleister Ya.com , ein
Tochterunternehmen des spanischen Telekommunikationsunternehmens Jazztel . Das
gab T-Online heute bekannt und bestätigte damit entsprechende Spekulationen vom
gestrigen Sonntag . Geschäftsbeziehungen zwischen der Deutschen Telekom und
Jazztel bestehen schon seit einiger Zeit : Die Übernahme von Ya.com soll im
Herbst abgeschlossen sein . Ya.com ist in Spanien und Portugal aktiv . Ron
Sommer , der Chef der Deutschen Telekom und Aufsichtsratsvorsitzende von
T-Online , zeigte sich erfreut über die erfolgreiche Akquisition : Man erreiche
jetzt 53 Prozent der Bevölkerung in den Ländern der Europäischen Union und sei
einen guten Schritt damit weitergekommen , T-Online zum führenden
Internet-Unternehmen in Europa zu machen . Palm und NTT entwickeln Internet-PDA
Palm , einer der größten Hersteller von elektronischen Organizern , und die
japanische Mobilfunkgesellschaft NTT DoCoMo wollen zusammen einen
internetfähigen Personal Digital Assistant ( PDA ) speziell für den japanischen
Markt entwickeln , berichtet die Financial Times Deutschland in ihrer heutigen
Ausgabe . Das zu entwickelnde Gerät könnte beispielsweise für DoCoMos mobilen
Internet-Dienst i-mode und in Zukunft natürlich auch für UMTS-Anwendungen
genutzt werden . Über i-mode bietet die japanische
Telekommunikationsgesellschaft einen Zugang zu speziellen Internetdiensten , der
im Gegensatz zum hier zu Lande verbreiteten WAP-Zugang auf einer
paketorientierten Technik aufbaut . Dadurch ist eine volumenabhängige Abrechung
des Dienstes möglich , die i-mode-Kunden zahlen also nicht die Online-Zeit ,
sondern nur die tatsächlich übertragenen Daten . I-mode ist in Japan äußerst
beliebt : Die Zusammenarbeit zwischen dem PDA-Hersteller und dem
Mobilfunkanbieter könnte sich für beide Konzerne sehr gewinnbringend gestalten .
Palm könnte seinen Kundenkreis wie schon durch die Kooperation mit Sony weiter
ausdehnen und hoffen , Pluspunkte gegen den in Japan bestens positionierten
Elektronikhersteller Sharp zu sammeln . DoCoMo andererseits könnte seinen Kunden
für mobile Internet-Dienste ein gegenüber dem Handy sehr viel konfortableres
Surf-Gerät anbieten . In Europa ist NTT DoCoMo mit der E-Plus-Tochter KPN
verbandelt und drängt auf den schnellen Aufbau eines europaweiten Netzes - der
Konzern möchte darüber auch in Europa i-mode vermarkten und verspricht sich
dafür einiges vom UMTS-Mobilfunk . Ein Internet-PDA könnte da natürlich auch für
den europäischen Markt gerade recht kommen . UMTS-Pläne der Deutschen Telekom in
Schweden Auch die Deutsche Telekom gehörte erwartungsgemäß zu den Kandidaten .
Zusammen mit dem schwedischen Energieversorger ABB und der schwedischen
Festnetzgesellschaft Utfors hat sie das Konsortium Mobility4Sweden gebildet .
Unter den anderen neun Bewerbern befinden sich die drei momentan aktiven
Mobilfunkbetreiber Schwedens , nämlich Telia , Netcom und Europolitan , ein
Tochterunternehmen der britischen Mobilfunkgesellschaft Vodafone , sowie
Konsortien , in denen Hutchison Whampoa , France Telecom , Sonera und Telefonica
den Ton angeben . An dem Joint-Venture mit deutscher Beteiligung hält ABB 26
Prozent der Anteile , Utfors 29 Prozent und T-Mobil , die Mobilfunktochter der
Deutschen Telekom , 45 Prozent . Mobility4Sweden stellte heute sein Konzept für
den Aufbau einer Mobilfunkinfrastruktur und den Betrieb eines Mobilfunknetztes
in Schweden vor . Es verpflichtet sich für den Fall des Erhalts der Lizenzen ,
am 1. April 2001 den Betrieb eines GSM-Netzes und am 1. Januar 2002 den Betrieb
eines UMTS-Netzes in Schweden aufzunehmen . Um diese Termin halten zu können ,
hat Mobility4Sweden eine Zusammenarbeit mit Ericsson vereinbart : Ericsson
verpflichtet sich , die Technik für den Betrieb der Netze und die benötigten
Endgeräte zu liefern . Nach einer entsprechenden Anlaufphase will
Mobility4Sweden eine nahezu 100-prozentige Netzabdeckung der schwedischen
Bevölkerung erreichen . In der Aufbauphase will das Konsortium rund 1000
Mitarbeiter beschäftigen . Das Finanzierungskonzept wurde mit der Chase
Manhattan Bank abgestimmt . Die PTS kündigte an , in einem ersten Schritt die
Bewerber hinsichtlich ihrer technischen und unternehmerischen Kompetenzen unter
die Lupe zu nehmen , um in einem zweiten Schritt die Pläne der Bewerber zum
Aufbau eines UMTS-Netzes in Schweden zu beurteilen . Auf dieser Grundlage will
sie im Laufe des Novembers vier UMTS-Lizenzen und bis zu zwei GSM-Lizenzen
vergeben . Besonderes Augenmerk wird die schwedische Behörde nach eigener
Aussage auf die Schnelligkeit des Netzaufbaus und den Grad der Netzabdeckung
legen . Inselstaat Tuvalu sahnt ab mit .tv Nach Anlaufschwierigkeiten beim
Verkauf der Rechte an ihrer Länder-Domain .tv hat die Regierung der Südseeinsel
Tuvalu inzwischen beträchtliche Einnahmen erzielt . DotTV spekuliert natürlich
auf die große Attraktivität der .tv-Domain für Fernsehanstalten , Studios und
Werbeagenturen . Tuvalu hatte bereits im Sommer 1998 über die seinerzeit
neugegründete Registrierungsfirma TV Corp des Kanadiers Jason Chapnick versucht
, mit dem Domainnamen .tv ihre Staatskasse zu füllen . Somit platzte der Vertrag
mit Chapnick und kurze Zeit später begann die Zusammenarbeit mit DotTV . Xerox
erwartet Quartalsverlust Die Serie der Gewinnwarnungen reißt nicht ab : Jetzt
hat der Kopiergeräte- und Druckerhersteller Xerox die Anleger mit einer
Gewinnwarnung geschockt . Aber anders als Intel und Apple erwartet die Firma
nicht nur einen geringeren Gewinn im dritten Geschäftsquartal 2000 als
ursprünglich prognostiziert , sondern sogar einen deftigen Verlust . Gingen die
Vorhersagen bislang von einem Quartalsgewinn über etwa 10 bis 15 Cent pro Aktie
aus , so korrigierte Xerox diese Erwartungen nach unten auf einen geschätzten
Verlust von 15 bis 20 Cent pro Aktie . Jetzt droht ein negatives Jahresergebnis
: Wenn Xerox noch in die schwarzen Zahlen kommen will , müsste ein besonders
gutes viertes Quartal gelingen . Wie seine Leidensgenossen führt auch Xerox die
Verluste auf stark zurückgegangene Umsätze wegen eines verstärkten
Wettbewerbsdrucks und dem schlechten Euro-Kurs zurück . " Dieses Ergebnis ist
enttäuschend und völlig inakzeptabel " , sagten Paul Allaire und Anne Mulcahy ,
die Chefs von Xerox . Sie kündigten Kostensenkungen und eine aggressive
Steigerungen der Profitablität im nächsten Jahr an . Die Börse quittierte die
schlechten Meldungen mit einem Kurseinbruch : Gegenüber dem Schlusskurs vor der
Gewinnwarnung verlor die Aktie 3,94 US-Dollar und schloss gestern mit einem
Preis von 11,38 US-Dollar . Corels Interim-Chef im Amt bestätigt Nach dem
Einstieg Microsofts bei seinem angeschlagenen Konkurrenten Corel hat das
Unternehmen den Interim-Chef Derek Burney in seinem Amt bestätigt . Seine
Ernennung zum Nachfolger des Corel-Gründers Michael Cowpland im August war
zunächst nur vorläufig . Die Investition Microsofts in den kanadischen
Softwarehersteller , der sich derzeit unter anderem als Linux-Distributor im
Markt zu etablieren versucht , ist das Werk Burneys . Der im Amt bestätigte Chef
hofft , dass dieser Deal seinen Konzern finanziell dauerhaft saniert . Dieser
Hoffnung scheint sich die Börse auch hinzugeben : Der Kurs von Corels Aktien
stieg gestern an der Nasdaq um 2,10 US-Dollar auf 5,78 US-Dollar , an der Börse
in Toronto legte er um 3,30 Kanadische Dollar auf 8,85 Kanadische Dollar zu .
Keine Datenschutz-Kommission der US-Regierung Explizit sollten auch
Regierungs-Sites unter die Lupe genommen werden . Daneben hätte die Kommission
auch die Gesetzgebung im Bereich des Datenschutzes untersuchen sollen . Der
Kommission sollten 17 Personen angehören . Sie hätte binnen 18 Monate einen
Bericht vorlegen sollen . Der unter Federführung des republikanischen
Abgeordneten Ara Hutchinson erarbeitete Gesetzentwurf wurde im März dem
Ausschuss für Regierungsreform vorgelegt und kam Ende September in den Kongress
. Die Abstimmung über den Entwurf am 2. Oktober brachte zwar mit 250 Ja- und 146
Nein-Stimmen ein positives Ergebnis ; es reichte aber nicht aus , um dem Entwurf
wie vorgesehen noch vor Ende der Sitzungsperiode im Eilverfahren Gesetzeskraft
zu verleihen . Dazu wäre eine Zwei-Drittel-Mehrheit erforderlich gewesen . Vor
allem Verbraucherschutzorganisationen wie das Electronic Privacy Information
Center ( EPIC ) und das Privacy Rights Clearingshouse ( PRC ) , aber auch
halb-kommerzielle Gesellschaften wie The Junkbusters , die Filtersysteme für
Werbebanner und Massen-E-Mails anbieten , unterstützten den Gesetzentwurf . Ob
er allerdings noch umgesetzt wird , erscheint jetzt fraglich . Zwar gehen
Lobbyisten davon aus , dass das Thema Data-Mining auch weiterhin auf der
Tagesordnung steht , ob der Entwurf von Hutchison und Moran allerdings
wiederbelebt wird , erscheint fraglich . Allerdings sind auch nicht alle
Aktivisten vom Sinn der vorgeschlagenen Kommission überzeugt . Andrew Shen von
der EPIC beispielsweise sieht nicht die Notwendigkeit weiterer Untersuchungen :
" Was wir brauchen sind gesetzlich verankerte Schutzmechanismen , keine neuen
Studien . " So hält die EPIC die auf den Web-Sites mittlerweile sehr weit
verbreiteten privacy notes für unzureichend . Hier müssten gesetzliche
Regelungen sicherstellen , dass der Datenschutz tatsächlich gewährleistet wird .
Nicht zuletzt die US-Regierung zeige die Tendenz , den Datenschutz zu Lasten
einer globalisierten Überwachung hintan zu stellen . AT&T erwägt Spin-Off der
Ferngesprächssparte Nachdem die Branche lange Zeit davon ausgegangen ist , dass
der US-Telekommunikationsgigant AT&T seine Ferngesprächssparte komplett an einen
anderen Telekommunikationsanbieter verkaufen wird , erwägt die Geschäftsführung
nach Informationen des Wall Street Journal jetzt eine Verselbstständigung dieses
Bereichs . Unklar ist allerdings , was zu dem Sinneswandel geführt hat . Das
Blatt vermutet , dass der Konzern durch einen Verkauf nicht den Preis hätte
erzielen können , der ihm vorschwebte . Offensichtlich rechnet sich das
Management mit einem Börsengang bessere Einnahmen aus . Der Festnetzgeschäft mit
Privatkunden ist seit einiger Zeit ein Geschäftssegment mit rückläufigen
Umsätzen . Der gute Gewinn , den das Unternehmen im zweiten Geschäftsquartal
2000 vermelden konnte , ist vor allem auf den Mobilfunk- und den
Breitbandbereich zuzrückzuführen . Wenn AT&T seine Ferngesprächssparte
ausgliedert , könnte sich das Unternehmen auf die profitablen Geschäfte mit dem
Mobilfunk und dem Breitband-Internet konzentrieren . Allerdings hat der Konzern
auch hier zu kämpfen : Für das dritte Geschäftsquartal 2000 erwartet AT&T
weniger Gewinn als ursprünglich angenommen , was dem Vernehmen nach unter
anderem auf den Verlust von Firmenkunden zurückzuführen ist . Eine weitere
Struktur-Veränderung könnte zustande kommen , wenn die Verhandlungen mit British
Telecom zu einem positiven Resultat führen . Schon seit einigen Wochen
verhandeln die beiden Telekommunikationsgesellschaften über eine Zusammenlegung
bestimmter Geschäftsbereiche . Allerdings sind noch keine Details über eine
mögliche Teilfusion bekannt . Auch mit Nextel sollen Fusionsverhandlungen am
Laufen sein . Der schwache Börsenkurs und die weltweit schwierige Lage für
Telefongesellschaften setzt den US-Riesen aber immer mehr unter Druck . Vieles
deutet darauf hin , dass eine große Umstrukturierung den Konzern wieder einmal
stark verändern wird : Die letzten Umwälzungen waren die Abspaltung der so
genannten Baby-Bells 1984 und die Ausgliederung von Lucent und NCR 1996 . Sollte
AT&T wirklich die Ferngesprächssparte an die Börse bringen , wäre dies der
Abschied vom klassischen Telefongeschäft , mit dem der Konzern zu seiner
heutigen Größe gewachsen ist . Leitungstausch zwischen Telecom Italia und Global
Crossing Danach tauschen beide Unternehmen Glasfasernetze und
Leitungskapazitäten aus . Das Geschäft soll in den nächsten zwölf bis 18 Monaten
abgewickelt werden . Global Crossing gibt an die Italiener Leitungen mit einer
Länge von 10.000 km in Europa ab , die Turin und Mailand an Städte wie Amsterdam
, Barcelona , Brüssel , Frankfurt , London , Paris und Zürich anbinden .
Außerdem erhält Telecom Italia in Lateinamerika Netze von 18.000 km Länge , die
Santiago , Buenos Aires , Rio de Janeiro und Caracas verbinden . Im Gegenzug
übernimmt Global Crossing Glasfasernetze der Italiener , die Israel , die Türkei
, Griechenland und Ägypten an das Netz von Global Crossing anschließen .
Hintergrund : Der telekommunikative Aufbruch Asiens Yoshio Utsumi ,
Generalsekretär der ITU , betonte in seiner Eröffnungsansprache auf der Telecom
Asia 2000 die enorme Bedeutung der Telekommunikation für die moderne
Gesellschaft . 1984 habe man sich vorgenommen , im nächsten Jahrhundert für die
gesamte Menschheit Telekommunikationseinrichtungen in bequemer überbrückbarer
Distanz bereit zu stellen . Dieses Ziel sei mithilfe der modernen Techniken
nahezu erreicht . Utsumi zeigte sich zuversichtlich , dass dieses Ziel auf der
Grundlage der bestehenden und momentan entstehenden Infrastruktur ebenfalls
erreicht werden kann . Die Kongressmesse Telecom Asia 2000 der International
Telecommunication Union ( ITU ) wurde am gestrigen Sonntag in Hongkong eröffnet
. Auf der Messe sind rund 500 Aussteller aus 30 Staaten vertreten , die ihre
Produkte und Projekte dem Publikum präsentieren . Begleitend finden Vorträge und
Workshops von illustren Refenten über die Zukunft der Telekommunikation im
asiatischen und pazifischen Raum statt : Neben den Chefs von NTT DoCoMo , KDD ,
Japan Telecom , Intel und Fujitsu haben sich der Informations- und
Kommunikationsminister aus Korea und der Minister für Informationsindustrie aus
China angesagt . Aus Europa werden die Präsidenten der deutschen und
französischen Regulierungsbehörde für Telekommunikation , Klaus-Dieter Scheurle
und Jean-Michel Hubert , erwartet . Die Zahl der Mobilfunkkunden erreicht Ende
des letzten Jahres 160 Millionen , allein in China waren es gut 43 Millionen .
Aber während die Penetrationsrate in den USA bei über 30 Prozent liegt , hat sie
in China noch nicht einmal vier Prozent erreicht . Die
Telekommunikationsindustrie freut sich also weiter über enorme
Wachstumsmöglichkeiten . Allerdings wird diese Freude dadurch getrübt , dass
nach wie vor kein schlüssiges Modell für das Geschäft mit der modernen
Telekommunikation existiert . Der enorme Kundenzustrom im
Telekommunikationsbereich rührt nicht zuletzt daher , dass die Preise für
Anschaffung und Unterhaltung eines Festnetzanschlusses oder eines Mobiltelefons
für die Kunden stark gefallen sind . Gerade im asiatischen und pazifischen Raum
wird der Boom getragen von Prepaid-Modellen , bei denen die Kosten für die
Kunden gut kalkulierbar und im Rahmen zu halten sind - was vor allem für
Telefonierer mit niedrigem Einkommen wichtig ist . Diese Modelle haben aber für
die Industrie den Nachteil , dass der mit ihnen zu erwirtschaftende Umsatz nur
schwer kalkulierbar ist . Dazu kommen die enormen Kosten für die Installation
der Infrastruktur moderner Kommunikationstechniken wie beim Mobilfunk der
dritten Generation . Der Chef des größten japanischen Mobilfunkanbieters NTT
DoCoMo , Keiichi Enoki , warnte kürzlich vor übertriebenen Umsatzerwartungen an
dieses System . Vor allem zur Übertragung von Multimedia-Daten sei es nicht
geeignet , weil das zur Verfügung stehende Frequenzspektrum nicht ausreiche .
Gerade mit der Multimedia-Fähigkeit des neue Mobilfunkstandards werben aber die
Unternehmen . Der Kampf um Frequenzen wird vor allem in den dicht besiedelten
Gegenden Asiens für wirtschaftlichen Erfolg oder Misserfolg entscheidend sein .
Die Frage ist , ob dieser Kampf mit fairen Mitteln ausgetragen werden kann , ob
die jeweiligen Nationen also einen fairen Wettbewerb der Anbieter zulassen . Bei
der Vergabe von Lizenzen für den Mobilfunk der dritten Generation fand dieser in
Japan beispielsweise , einem der wichtigsten Märkte im asiatisch-pazifischen
Raum , nicht statt . Den drei Platzhirschen NTT DoCoMo , Japan Telecom und DDI
wurden die Lizenzen einfach zugeteilt , allerdings zunächst nur provisorisch .
Die endgültige Lizenzvergabe soll abhängig gemacht werden von den Ergebnissen
der Feldversuche der drei Unternehmen . Japan gehört auch neben China zu den
Ländern , in denen es noch keine Regulierungsbehörde für Telekommunikation gibt
- im Gegensatz beispielsweise zu Indien , nach China das bevölkerungsreichste
Land der Region . Nicht zuletzt aufgrund internationalem Druck gibt es aber
mittlerweile im japanischen Ministerium für Post und Telekommunikation
Bestrebungen , eine solche Behörde einzurichten . Aber nicht nur warten in der
Region noch immense Aufgaben bei der Liberalisierung der Märkte , mehr als in
Europa und den USA stellt die Entwicklung des Telekommunikationsmarkts die
asiatischen und pazifischen Länder vor gesellschaftliche und soziale Probleme .
In kaum einen anderem Erdteil sind die Gegensätze zwischen armen und reichen
Bevölkerungsgruppen , sehr gut entwickelten und sehr rückständigen Regionen so
groß , nirgends sitzen diese Gruppen auf so engem Raum direkt beieinander : Kaum
ein Land der Erde kann auf so viele und so gut ausgebildete Informatiker
verweisen wie Indien , aber in kaum einen Land der Erde liegen direkt neben dem
Hightech-Unternehmen die Slums . In China haben rund zehn Prozent der
Bevölkerung einen Festnetzanschluss und nicht einmal vier Prozent ein Handy .
Die digitale Spaltung droht in keiner anderen Region der Welt so weit
aufzubrechen wie im fernen Osten . Darauf verwies auch Utsumi bei der Eröffnung
der Telecom Asia 2000 . Allerdings konnte er auch Belege zitieren , die vom
einem Bewusstein dieses Problems zeugen . Die Asia Pacific Telecommunity ( APT )
, ein auf einem zwischenstaatlichen Vertrag beruhender regionaler
Telekommunikationsverbund , hatte Anfang November die so genannte Tokyo
Declaration verabschiedet , in der sich die Informations- und
Telekommunikationsminister der APT-Mitgliederstaaten auf Entwicklungsgrundsätze
im Bereich der Informations- und Kommunikationstechniken verständigt hatten -
diese Deklaration stellt ein Pendant zum europäischen Internet-Entwicklungsplans
E-Europe 2002 dar . Ein wesentliches Anliegen der Tokyo Declaration ist die
Vorlage eines Aktionsplans zur Überbrückung der digitalen Spaltung . Ob das im
asiatisch-pazifischen Raum besser gelingt als in anderen Weltgegenden , wird die
Zukunft erweisen . Gigahertz-Macs voraussichtlich noch in diesem Jahr Motorola
hat für den G4-Prozessor eine deutliche Steigerung der Taktrate angekündigt .
Derzeit ist der texanische Chiphersteller der einzige Prozessorlieferant von
Apple . Nach einem Bericht des Magazins " Macwelt " hält Kalpesh Gala ,
G4-Produktmanager bei Motorola , die Einführung eines Gigahertz-Prozessors noch
im laufenden Jahr 2000 für möglich . Apple bestückt seine Topgeräte zur Zeit mit
dem G4-Prozessor PPC 7400 mit maximal 450 MHz . Wie die " Macwelt " weiter
berichtet , ist die ursprünglich für Herbst 1999 vorgesehene Markteinführung der
500 MHz-Variante jetzt für Februar 2000 geplant . In den folgenden Monaten
sollen Prozessoren mit 550 , 600 , 650 und 700 MHz in den Handel kommen . Wie es
heißt , plant Apple außerdem , im laufenden Jahr sämtliche Rechnerlinien des
Hauses auf den G4-Prozessor umzustellen . Um Lieferengpässe zu vermeiden , will
Motorola ab Juni 2000 auch bei IBM G4-Prozessoren herstellen lassen .
Stauprognosen aus dem Computer ( Update ) An der Entwicklung eines
computergestützten Systems zur Vorhersage von Verkehrsverhältnissen arbeitet
John Leonard vom Georgia Institute of Technology in Atlanta . Die Software
verarbeitet Geschwindigkeitsdaten des vom Georgia Department of Transportation (
GDOT ) betriebenen Verkehrsinformationssystems " Georgia Navigator " . Die
Entwicklung der Software zur Herstellung der Karten bildet nur einen Teil des
Gesamtprojekts , das den Aufbau eines umfassenden Systems zum Zusammenführen
verschiedenster verkehrsrelevanter Daten zum Gegenstand hat . Dazu gehören neben
den Verkehrsdaten des GDOT vor allem Wetterdaten sowie Informationen über
besondere Ereignisse wie Unfälle und vieles mehr . Durch das Zusammenführen all
dieser Parameter wollen die Forscher aus Georgia Vorhersagen ermöglichen , die
dann helfen sollen , Verkehrsbehinderungen zu vermeiden . Hintergrund : Das
Urteil im Microsoft-Prozess In der Nacht von Montag auf Dienstag verkündete der
amerikanische Richter Thomas Penfield Jackson das Urteil im Kartellprozess gegen
Microsoft . Die Vereinigten Staaten von Amerika , neunzehn Bundesstaaten und der
Bezirk Columbia hatten Mircosoft angeklagt , unter Einsatz rechtswidriger
Methoden seine Monopolstellung auf dem PC-Markt zu verteidigen und eine
Monopolstellung im Browsermarkt anzustreben . Die Anklage stützte sich auf den
Sherman Antitrust Act , der im Sommer 1890 von den US-amerikanischen
Gesetzgebungsorganen verabschiedet wurde , um eine rechtliche Handhabe gegen das
Öl-Monopol von John D. Rockefellers Standard Oil Trust zu erhalten . Die Anklage
und das Urteil gegen Microsoft beziehen sich auf die Paragrafen eins und zwei
des Sherman Acts . In Paragraf eins wird jedes Bündnis von Unternehmen als
illegal bezeichnet , das den freien Handel behindert . In Paragraf zwei wird das
Monopolisieren und der Versuch einer Monopolisierung des Handels selbst zum
Straftatbestand erklärt . Beides verstoße gegen Paragraf zwei des Sherman Acts .
Weiterhin brachte das Anklagebündnis vor , dass Microsoft auch gegen Paragraf
eins verstoße , indem der Softwarehersteller seine Monopolstellung durch die
Bündelung des Internet Explorers mit dem Betriebssystem und durch
Exklusiv-Verträge mit Soft- und Hardware-Unternehmen sowie Internet-Providern zu
schützen und auszubauen versuche . Jackson befand Microsoft im Sinne von drei
der vier Anklagepunkte für schuldig . Lediglich den Vorwurf , dass Microsofts
Geschäftsbeziehungen mit anderen Unternehmen den Tatbestand eines Verstoßes
gegen Paragraf eins durch wettbewerbswidrige Exklusiv-Verträge erfüllen , sieht
er nicht als erwiesen an . In seinem Urteil wendet sich Jackson zuerst den
Vorwürfen des Verstoßes gegen Paragraf zwei zu . Er führt aus , dass eine Firma
insbesondere dann gegen diesen Paragrafen verstoße , wenn sie " Monopolmacht
durch wettbewerbswidrige Maßnahmen erlangt oder bewahrt " . Dass Microsoft
tatsächlich diese Monopolmacht hat , sieht er als erwiesen an . Microsoft
beherrsche deutlich den Betriebssystemmarkt . Konkurrenzprodukte hätten kaum
eine Chance , einen nennenswerten Marktanteil zu erobern . Seine Stellung im
Markt erlaube es Microsoft , die Preise für seine Produkte wesentlich höher als
die Konkurrenz anzusetzen , ohne dabei Gefahr zu laufen , in nennenswertem
Umfang Kunden zu verlieren . Vor allem auf Microsofts Umgang mit seinen
Konkurrenten Netscape und Sun stützt sich Jacksons Begründung für seine
Einschätzung , dass Microsoft seine Monopolmacht durch wettbewerbswidrige
Maßnahmen zu sichern , bzw. auszubauen versuche . Microsoft habe frühzeitig die
so genannte Middleware , also Software , die auf einem Betriebssystem aufsetzt
und betriebssystemunabhängige Schnittstellen für Anwendungsprogramme bereit
stellt , als " Trojanisches Pferd " erkannt , das die Monopolstellung Microsofts
bedrohe . Netscapes Navigator und Suns Java stellen solche Middleware dar ,
gegen die sich Microsofts Strategie richte . Um den Navigator zu verdrängen , so
führt Jackson aus , integrierte Microsoft seinen eigenen Browser in das
Betriebssystem und gewann einerseits Internet-Zugangsanbieter dazu , nur den
Internet Explorer zu bewerben , verpflichtete andererseits Hardwarehersteller
dazu , an dem mit der Hardware ausgelieferten Betriebssystem keine Veränderungen
vorzunehmen . Analog schätzt er die Entwicklung einer microsofteigenen Java
Virtual Machine ( JVM ) ein . Um Suns Java das Wasser abzugraben , habe
Microsoft eine eigene Java-Schnittstelle auf den Markt gebracht , die allerdings
mit der von Sun nicht vollständig kompatibel sei . In seinen Produkten setzte
Microsoft seine eigene JVM ein und - so der Richter - nutzte seine Macht über
viele Softwarefirmen , die für die Entwicklung eigener Programme auf die
Bereitstellung von Informationen über die in Windows integrierten Application
Programming Interfaces ( APIs ) von Microsofts abhängig sind , sie zur
Integration von Microsofts JVM in ihre Produkte zu bewegen . Er fährt fort : "
Microsofts wettbewerbswidriges Verhalten hemmte den Wettbewerbsprozess , durch
den in der Computer-Software-Industrie Innovationen hervorgebracht werden und
der für den Verbraucher das Beste herausholt . " Dieses Agieren des
Windows-Herstellers geisselt Jackson in seinem Urteil als " räuberisch " .
Insgesamt sieht er es als erwiesen an , dass Microsoft mit seinen Versuchen ,
sein Monopol im PC-Markt zu behalten und ein Monopol auf dem Browser-Markt zu
erhalten , gegen Paragraf zwei des Sherman Acts verstossen hat . Jackson geht
dann auf die Vorwürfe ein , dass Microsoft auch im Sinne von Paragraf eins
schuldig sei . Microsofts Verteidigung bestand vor allem darin zu verneinen ,
dass Internet Explorer und Betriebssystem zwei getrennte Produkte seien . Es
liege hier ein " integriertes Produkt " vor , das im Segment der " Plattformen
für Software-Applikationen " auf dem Markt sei , erklärten die Anwälte aus
Redmond . Allerdings konnte diese Argumentation Richter Jackson nicht überzeugen
: Für ihn ist der " Nachfragecharakter " ( " character of the demand " )
entscheidend , und der sei bei Browsern ein deutlich anderer als bei
Betriebssystemen . Auch wenn also Browser und Betriebssystem funktional eng
verknüpft seien - wie etwa bei Windows 98 - , seien sie doch als separate
Produkte anzusehen . Dass Microsoft eine Auflösung der Bündelung verbiete , gehe
aus Verträgen mit Hardware-Herstellern hervor , dass die Bündelung wesentliche
Auswirkungen auf den Markt habe , zeigten Kursverlust und Umsatzeinbußen bei
Netscape . Folglich sieht es Jackson als erwiesen an , dass Microsoft mit der
Bündelung von Betriebssystem und Browser gegen Paragraf eins des Sherman Acts
verstoßen habe . In einem Punkt konnte die Anklage den Richter allerdings nicht
überzeugen : Jackson verweist dazu auf die Tatsache , dass sich die Zahl der
installierten Netscape-Browser von 15 Millionen 1996 auf 33 Millionen 1998
erhöht habe . Ein Strafmaß verkündete der Richter noch nicht . Ein Abschluss des
Prozesses wird aber vermutlich auch damit noch nicht erreicht sein : Microsoft
hat bereits angekündigt , gegen das Urteil Berufung einzulegen . Richter :
Prozess gegen MP3.com ist ein klarer Fall Die beiden zentralen Punkte der
Begründung lauten : MP3.com speicherte ohne Erlaubnis der Rechteinhaber die
Musik von tausenden von CDs in konvertierter Form auf seinen Servern und spielte
diese konvertierten Versionen ebenfalls ohne Erlaubnis der Rechteinhaber für
seine Kunden ab . Und diese steht seiner Ansicht im Widerspruch zum
US-amerikanischen Copyright . Nach Ansicht des Richters ist der Fall juristisch
eindeutig und von den durch die modernen Kommunikationsmethoden hervorgerufenen
Rechtsproblemen nicht betroffen . Das erhöht sicherlich die Chancen , dass sich
die Plattenlabels und MP3.com auf ein Lizenzmodell einigen , mit dem MP3.com
seinen Dienst my.mp3.com weiterbetreiben kann . Trotz Unkenrufen gelingt PC-Ware
ein fulminanter Börsenstart Mit einem derart guten Start hatte selbst
Vorstandschef Knut Löschke nicht gerechnet : Kurz nach Handelsbeginn am Neuen
Markt in Frankfurt stieg die Aktie des Leipziger Softwarespezialisten PC-Ware
auf 38 Euro und damit auf das Doppelte des Ausgabepreises . Spätestens zu diesem
Zeitpunkt verstummten Unkenrufe , der Start an der Börse könne angesichts der
derzeit schwierigen Lage für Technologiewerte zum Flop werden . Angst vor einer
Pleite habe er nie gehabt , sagte Löschke . Schließlich sei PC-Ware nach der
Verschiebung des ersten Börsenganges im September vorigen Jahres in diesem Jahr
gut vorbereitet gewesen . Zweifler an einem erfolgreichen Börsengang von PC-Ware
hatten auf die Abhängigkeit des Unternehmens von Microsoft aufmerksam gemacht .
80 Prozent des Gesamtumsatzes des Leipziger Unternehmens entfallen auf den
Handel mit Lizenzen des US-Konzerns , dem in den USA die Kartellbehörden im
Nacken sitzen . Löschke sieht darin aber kein Problem . " Wir sind ein
unabhängiger Dienstleister und haben noch zahlreiche andere Produkte im Angebot
, deren Anteil künftig dynamisch wachsen soll " , sagte der Unternehmer . Um
mangelndes Fachpersonal für dieses Vorhaben muss sich Löschke im Gegensatz zu
anderen Firmen der Branche keine Sorgen machen . Anders als die meisten
Softwareunternehmen zieht der ehemalige Uni-Dozent seinen Nachwuchs nämlich in
einer eigenen Akademie heran . Cisco kauft Switch-Hersteller Die erst 1997
gegründete und mit 337 Mitarbeitern verhältnismäßig kleine , aber teure Firma
ist auf die Herstellung von intelligenten Switches spezialisiert . Durch den
Kauf von ArrowPoint , der eine ganze Serie von Akquisitionen der letzten Zeit
fortsetzt , will Cisco sein Produktangebot erweitern , um besser die steigende
Nachfrage nach Komponenten zur Bewältigung von Sprach- , Mulitmedia- und
Datenkommunikation über das Internet befriedigen zu können . Kabel New Media
weiter im Übernahmefieber Die Hamburger Multimedia-Agentur Kabel New Media setzt
weiter auf Wachstum durch Firmenübernahmen : Heute gaben die Hamburger die
Übernahme des E-Commerce-Spezialisten IQENA bekannt . Die bisherigen
Gesellschafter von IQENA , unter ihnen Karstadt und die ABN AMRO Bank , werden
im Zuge einer Kapitalerhöhung Anteilseigner bei Kabel New Media . Genauere
Angaben über die Bewertung von IQENA in diesem Deal sollen später bekannt
gegeben werden . Kabel New Media und IQENA arbeiten bereits seit einiger Zeit
zusammen . Mitte April vereinbarten beide Unternehmen eine strategische Allianz
und realisieren derzeit zusammen den Internet-Auftritt von World of Music ( WOM
) . Das 1993 von Peter Kabel gegründete Unternehmen Kabel New Media , das
kürzlich im Rahmen des 4. Deutschen Mittelstandsforum als eines von fünf
Unternehmen mit dem Preis " Entrepreneur des Jahres 2000 " ausgezeichnet wurde ,
will mit seiner Expansionsstrategie in die europäische Spitze der
E-Business-Dienstleister aufsteigen . In der ersten Hälfte des Mai hatte sich
die Kabel-Gruppe bereits das österreichische Consulting-Unternehmen Scope , den
Hamburger Consulter wCenter und die schwedische IT-Consulting-Firma Lexor
einverleibt . Doch vom Kursverfall auf dem Neuen Markt blieb auch die seit einem
Jahr an der Börse notierte Kabel-Gruppe nicht verschont : In den letzten
zweieinhalb Monaten sank der Wert das Kabel-Papiers von rund 80 Euro Mitte März
auf 30 Euro Anfang Juni . Vodafone-Chef düpiert Mannesmann-Hauptversammlung Der
Chef des britischen Mobilfunk-Anbieters Vodafone AirTouch , Chris Gent , ist
nicht wie geplant auf der Hauptversammlung des Mannesmann-Konzerns in Düsseldorf
erschienen . Eigentlich sollte der Brite als Aufsichtsratsvorsitzender des
Düsseldorfer Konzerns die Hauptversammlung leiten , ließ sich aber mit dem
Hinweis auf eine " Terminkollision " entschuldigen - Vertreter der Deutschen
Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz sprechen von einem " schlechten Einstand
" . Erst am Wochenende hatte Jörg Pluta , Geschäftsführer der Schutzvereinigung
, harsche Kritik am Gebaren der Briten geübt . So gehörte die Bühne heute zum
letzten Mal den alten Chefs : Neben Klaus Esser , dem scheidenden
Vorstandsvorsitzenden , verlassen vier weitere Vorstandsmitglieder den
Düsseldorfer Konzern . Mit 43 Prozent war die Mobilfunksparte Mannesmann D2 der
Konzernbereich mit dem größten Wachstum . Die Festnetzgesellschaft Mannesmann
Arcor konnte mit 18 Prozent genauso wie die Industriesparte Atecs mit elf
Prozent ein ordentliches Wachstum verzeichnen . Die Telekommunikationssparte
bleibt als einziger Bereich des alten Mannesmann-Konzerns bei Vodafone . Die
Indurstriesparte haben die Briten entgegen ursprünglichen Zusagen nicht an die
Börse gebracht , sondern an Bosch und Siemens verkauft , die Röhrenwerke gehen
zur Salzgitter AG . Auch der Bereich Luxusuhren steht zum Verkauf . Insgesamt
bedeutet der Ausverkauf des ehemals mächtigen Konzern eine Verringerung der
Mannesmann-Belegschaft von etwa 130.000 auf 30.000 Mitarbeiter . Mannesmann :
Vodafone-Kandidat im Aufsichtsrat aufgelaufen Auf der heutigen
Aufsichtsratssitzung des Mannesmann-Konzerns wurden die neuen britischen
Machthaber in der Konzernzentrale mit den Tücken des " rheinischen Kapitalismus
" konfrontiert : Wie am Rande der Hauptversammlung bekannt wurde , fiel der von
Vodafone-Chef Chris Gent als Nachfolger für den scheidenden
Vorstandsvorsitzenden Klaus Esser vorgesehene Julian Horn-Smith bei der Wahl im
Aufsichtsrat durch . Die Arbeitnehmervertreter machen ihre Zustimmung zu
Horn-Smith von konkreten Zusagen des Briten zur Zukunft des Mannesmann-Konzerns
abhängig . Sie fordern , dass Düsseldorf - wie ursprünglich von Gent versprochen
- die Europa-Zentrale des Konzerns mit eigenem Personalvorstand bleibt . Der
Hauptversammlung blieben die Arbeitnehmervertreter demonstrativ fern . Klaus
Zwickel , Vorsitzender der IG Metall und Aufsichtsrat bei Mannesmann , brachte
seinen Unmut mit klaren Worten zum Ausdruck : Der Aufsichtsrat wird im Anschluss
an die Hauptversammlung erneut zusammentreten . Gent hat mittlerweile allen
Grund zum Ärger . Sicherlich hätte er die Übernahme des Düsseldorfer Konzerns
gerne ohne die negatvie Presse der letzten Tage über die Bühne gebracht . Und
wenn er geahnt hätte , dass sich Teile des Aufsichtsrats gegen seinen Kandidaten
stellen würden , hätte er seine wichtigen Termine , wegen derer er der
Hauptversammlung fern blieb , wohl doch verschoben : Wenn Gent anwesend gewesen
wäre , hätte Julian Horn-Smith gleich im ersten Wahlgang bestellt werden können
. Jetzt doch : Horn-Smith neuer Mannesmann-Chef Nachdem der englische Kandidat
Julian Horn-Smith in der Sitzung am Vormittag durchgefallen war , wurde er in
der kurzfristig anberaumten zweiten Sitzung nach der Hauptversammlung einstimmig
zum neuen Chef des Konzerns gewählt . Zuvor habe man vereinbart , einen
Personalvorstand zu berufen , berichtete der Betriebsrats-Vorsitzende des
Mannesmann-Konzerns , Jürgen Ladberg . Dies solle am 16. Juni auf einer weiteren
Aufsichtsratssitzung geschehen . Damit genügt das englische Management der
Forderungen der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat . Die
Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat , unter ihnen der IG Metall-Vorsitzende
Klaus Zwickel , wollen durch die Berufung des Personalvorstands den
Konzern-Standort Düsseldorf stärken . Drei Telekom-Konzerne in Europa mit
vereinter Kraft Die drei Telekommunikationskonzerne KPN ( Niederlande ) ,
Hutchison Whampoa ( Hongkong ) und NTT DoCoMo ( Japan ) erwägen , zusammen auf
dem europäischen UMTS-Markt aufzutreten . Alle drei Konzerne verhandeln derzeit
über eine 35-Prozent-Beteiligung von KPN und DoCoMo an Hutchison , wie KPN
gestern bestätigte . DoCoMo hatte erst kürzlich eine Minderheitsbeteiligung an
KPN erworben . Den Gerüchten zufolge will KPN 15 Prozent und DoCoMo 20 Prozent
an Hutchison erwerben . In Großbritannien hätte das Konglomerat
KPN/DoCoMo/Hutchison allerdings einen denkbar schwachen Stand . Es müsste dort
gegen Konkurrenten wie die British Telecom , France Telecom , die Deutsche
Telekom und Vodafone AirTouch antreten , die bereits auf dem Markt eingeführt
sind , über eine gute Infrastruktur und einen großen Kundenstamm verfügen .
KPN/DoCoMo/Hutchison hat jetzt zwar eine UMTS-Lizenz in Großbritannien , alles
andere muss das Konglomerat aber völlig neu aufbauen - was natürlich mit
immensen Kosten verbunden ist . In anderen europäischen Ländern sieht die
Situation da schon besser aus . In den Niederlanden ist KPN als ehemals
staatliche Telefongesellschaft bestens im Geschäft . Auch in Deutschland und in
Belgien ist der Konzern schon über Tochter-Unternehmen im Markt eingeführt . Auf
diesen Märkten könnte das Konglomerat also auf schon bestehende Infrastuktur
zurückgreifen . Allerdings müssten sich die Verhandlungspartner schnell über den
Umfang ihrer Kooperation einigen : Bereits am Donnerstag beginnt in den
Niederlanden die Versteigerung von UMTS-Lizenzen , an der nach dem derzeitigen
Stand KPN und Hutchison separat teilnehmen werden . Auch für die UMTS-Auktion in
Deutschland , die am 31. Juli beginnen soll , liegen zwei getrennte Bewerbungen
von der KPN-Tochter E-Plus und Hutchison vor . Computer erobern die Arbeitswelt
Zwei von drei Beschäftigten arbeiten gelegentlich oder überwiegend am Computer .
Das besagt eine Studie , die das Kölner Institut der deutschen Wirtschaft ( IW )
zusammen mit dem Bundesinstitut für Berufsbildung ( BBIB ) und dem Institut für
Arbeitsmarkt und Berufsforschung ( IAB ) durchgeführt hat . Die Studie kommt zu
weiterhin zu dem Ergebnis , dass sich der Anteil der Mitarbeiter , die ihre
Aufgaben fast nur noch mit dem Rechner erledigen , seit 1992 auf 36 Prozent mehr
als verdoppelt hat . Es gebe allerdings Wirtschaftszweige , " die mit Computern
so gut wie nichts am Hut haben " . So setzten im Handwerk Anfang 1999 erst 13
Prozent der Beschäftigten hauptsächlich computergesteuerte Arbeitsmittel ein .
Dagegen seien es vor allem vier Berufsgruppen , die ohne PC gar nicht mehr
auskommen : Die Forschungs-Ergebnisse der Institute spiegeln auch eine deutliche
Geschlechtsspezifik der am Rechner durchgeführten Arbeiten wieder :
CDU/CSU-Fraktion verlangt Domain-Namen-Recht In einer kleinen Anfrage , die
gestern die CDU/CSU-Bundestagsfraktion verabschiedet hat , verlangt der
Abgeordnete Martin Mayer und seine Fraktion von der Bundesregierung Auskunft
über ihre Vorstellungen zu einem Domain-Namen-Recht . Bislang gibt es in der
Bundesrepublik noch kein Regelung , die spezifisch auf Domain-Namen
zugeschnitten wäre . Ein Schutz von Domain-Namen ist derzeit allenfalls im
Rahmen des Marken- und Namensrechts möglich . Mayer sieht die Notwendigkeit ,
dass der rechtliche Schutz von Domain-Namen gesetzlich geregelt wird . Seiner
Ansicht nach dürfe es nicht sein , " dass kleine Unternehmen Probleme ausbaden
müssen , weil die Bundesregierung die Rechtsanpassung den Gerichten überlässt
und nicht bereit ist , selbst für Rechtssicherheit zu sorgen " . Mayers
Standpunkt spiegelt offensichtlich auch die Meinung einiger Richter wieder :
Anfang Juli rügte das Landgericht Hamburg aus Anlass eines Rechtsstreits um den
Domain-Namen www.lastminute.com , dass es der deutsche Gesetzgeber bislang
versäumt habe , für Klarheit im Bereich des Domain-Namen-Rechts zu sorgen . Dem
Bundesjustizministerium , in dessen Zuständigkeit das Domain-Namens-Recht fallen
würde , liegt die Anfrage noch nicht vor . Sprecher Christian Arns gab auf
Anfrage von c't die Auskunft , dass das Justizministerium derzeit keinen
speziellen Gesetzentwurf in der Sache vorbereite . Vielmehr beteilige man sich
aktiv an den Anstrengungen der World Intellectual Property Organization ( WIPO )
, die derzeit an einem weltweiten Standard im Bereich des Domain-Namen-Rechts
arbeite . Die Anfrage der CDU/CSU-Fraktion werde man zu gegebenen Zeit vor dem
Bundestag beantworten . Bremen baut am virtuellen Rathaus Rund 500 Teilnehmer
aus Bund , Ländern und Kommunen diskutierten über Probleme und Möglichkeiten ,
Multimedia und Internet in die öffentliche Verwaltung zu integrieren . Bremen
ist neben Esslingen und Nürnberg ein Gewinner des im Februar 1998 vom damaligen
Ministerium für Bildung , Wissenschaft , Forschung und Technologie
ausgeschriebenen Wettbewerbs Media@Komm , in dem es darum ging , neue Konzepte
für den Einsatz von moderner Informationstechnik in der öffentlichen Verwaltung
zu erarbeiten . Bremens Finanzsenator und Bürgermeister Hartmut Perschau
kündigte gestern auf dem Kongress an , dass Bremen ab sofort einen
Online-Service für einige rechtsverbindliche Verwaltungsakte starte . Bis Mitte
2002 sollen nach seinen Angaben 70 " Geschäftsvorfälle " vom Bürger via Internet
abgewickelt werden können . Größtes Problem bei solchen Transaktionen ist die
Gewährleistungen von Authentizität und Sicherheit der Datenübertragung . In
Bremen setzt man dabei auf das HBCI-Verfahren , das speziell für das
Home-Banking entwickelt wurde , in Verbindung mit einer kombinierten
Signatur-Geldkarte der Sparkasse . Die technische und organisatorische Umsetzung
obliegt der eigens zu diesem Zweck gegründeten Dienstleistungsgesellschaft
Bremen Online Services ( bos ) . Sie hat in Absprache mit deutschen Kommunen mit
dem Online Services Computer Interface ( OSCI ) einen Protokollstandard für die
deutsche Kommunalwirtschaft entwickelt . Per OSCI können über das Internet
private und öffentliche Dienstleister mit ihren Kunden rechtlich anerkannte ,
elektronisch signierte und chiffrierte Dokumente sicher austauschen . Zu den
ersten Angeboten in Bremen gehören die Anforderung von Geburtsurkunden vom
Standesamt und das Abgeben eines Nachsendeantrags für die Post .
Wirtschafts-Staatssekretär Alfred Tacke betonte auf dem Kongress , dass
Media@Komm das bislang größte Pilotvorhaben des Bundes zur Entwicklung und
Nutzung des elektronischen Geschäfts- und Rechtsverkehrs sei . Er bezeichnete es
als ein strategisches Leitprojekt , das Deutschland auf dem Weg zu
elektronischen Verwaltungs- und Wirtschaftsstrukturen " deutlich voran bringt "
. Angesichts der Tatsache , dass der Einzug von moderner Informationstechnik in
die öffentliche Verwaltung immer noch recht zögerlich geschieht , ist in diesem
Bereich auch ein deutlicher Handlungsbedarf zu erkennen . Und Bremen ist im
Bereich des E-Government auch keineswegs absoluter Spitzenreiter in Deutschland
: Die fränkische Gemeinde Memmelsdorf bietet ihren Einwohnern beispielsweise
schon seit Anfang Mai ein komplettes virtuelles Rathaus an . Breitband für
Britannien Der ehemals staatliche Telekommunikationskonzern British Telecom ( BT
) hat mit dem Start seines Breitband-Internet-Dienstes BTopenworld den Wandel
von einem reinen Telefon- zu einem Medienunternehmen begonnen . Gegenwärtig
beschränkt der Dienst sich freilich noch hauptsächlich auf das
Nachrichtenangebot der Agentur Reuters , es soll aber bald Wissenswertes unter
anderem aus den Bereichen E-Commerce , Spiele , Beruf , Unterhaltung , Film ,
Sport und Reise abrufbar sein ; insgesamt sind 21 Bereiche in Planung . Für
Unternehmen will British Telecom zusätzlich Kategorien wie Recht und Regulierung
oder Finanzen aufnehmen . Neben Reuters sollen etwa auch BBC und CNN Nachrichten
liefern , eBay soll Auktionen abhalten und Amadeus Reiseinformationen
bereitsstellen . Das Material von Cartoon Network wolle man genauso in das
Angebot integrieren wie die Video-Clips von Extreme Sports . Mit dem neuen
Angebot will sich BT auch neue Einnahmequellen erschließen . Der Konzern ist
hoch verschuldet und hat mit schrumpfenden Margen im klassischen
Telekommunikationsgeschäft zu kämpfen . Eine Aufbesserung der Bilanzen durch den
Verkauf von Inhalten käme ihm sehr recht . Allerdings sind viele Analysten
skeptisch : BT fehlt bislang die Erfahrung in diesem Bereich . Anders als die
Deutsche Telekom , die über ihre Internet-Tochter T-Online schon seit vielen
Jahren auch als Content-Provider auftritt , hat BT bislang nur die Infrastruktur
für andere Unternehmen bereitsgestellt , die Inhalte verbreitet haben .
Erschwerend für den Exmonopolisten kommt außerdem noch dazu , dass er sich
keineswegs allein auf dem Breitbankmarkt im Vereinigten Königreich ausbreiten
kann . Freeserve hat mit dem Angebot von Inhalten durch den Betrieb seines
Internet-Portals schon sehr viel mehr Erfahrungen als BT und kann unter anderem
auf Content von Virgin Records , Music Choice , ITN New Media und Gameplay.com
bauen . Der Deutschen Telekom wird übrigens seit einiger Zeit immer wieder ein
Interesse an der Übernahme von Freeserve nachgesagt . Preislich nehmen sich
beide Angebote nichts : Sie sind für eine monatliche Pauschale von umgerechnet
65,18 Euro inklusive benötigter Hardware und Installation zu haben . Die
Qualität von Anbindung und Inhalten wird also letztlich darüber entscheiden ,
welcher Anbieter sich das größte Stück des Breitbandkuchens auf der Insel wird
abschneiden können . Und dabei werden weitere Anbieter wie Home Choice und
Excite Chello auch noch ein Wörtchen mitreden wollen . Rekordergebnis bei
Mobilfunktochter der Telecom Italia Der italienische Mobilfunkbetreiber Telecom
Italia Mobile ( TIM ) , ein Tochterunternehmen des Exmonopolisten Telecom Italia
, hat im ersten Halbjahr 2000 ein Rekordergebnis erzielt , gab das Unternehmen
gestern am späten Abend bekannt . Die Zahl der italienischen Kunden von TIM
kletterte in den drei Monaten nach dem 31.3.2000 um etwa 25 Prozent und
erreichte Ende Juni rund 19,98 Millionen . Blu , der vierte und jüngste
Netzbetreiber in Italien , hat bislang noch keine Kundenzahlen bekannt gegeben .
TIM ist eines der sieben Unternehmen und Konsortien , die zur Versteigerung der
fünf italienischen UMTS-Lizenzen zugelassen sind . Genauso wie es für die großen
deutschen Mobilfunkbetreiber T-Mobil und D2 Mannesmann ein Muss war , im
Heimatland eine UMTS-Lizenz zu ersteigern , führt auch für TIM daran kein Weg
vorbei . Spanien rollt die Vergabe der UMTS-Lizenzen neu auf Nach heftiger
Kritik wegen der geringen Erlöse aus der Vergabe von vier UMTS-Mobilfunklizenzen
im vergangenen März will die spanische Regierung offenbar einen zweiten Anlauf
nehmen . Es werde bereits die Erteilung neuer Lizenzen geprüft , sagte Anna
Birules , die Chefin im spanischen Ministerium für Wissenschaft und Technik ,
nach Presseberichten . Das Ministerium erwäge die Vergabe von zwei weiteren
Lizenzen , einer neuen GSM-Lizenz und einer weiteren UMTS-Lizenz . Die
Ministerin betonte , dass es nicht das Ziel sei , größere Einnahmen zu erzielen
, vielmehr wolle man durch einen weiteren neuen Mobilfunkanbieter den Wettbewerb
ankurbeln . Über das Vergabeverfahren machte Birules noch keine genaueren
Angaben . Bis Ende Oktober wolle ihr Ministerium ein Papier erstellen , in dem
es Vorschläge oder eventuell schon Anordnungen präsentieren werde . Bei einem
Schönheitswettbewerb , der derzeit beispielsweise auch in Schweden praktiziert
wird , entscheiden ökonomische und technische Kriterien über die Lizenzvergabe .
Für die spanische Regierung war die Höhe der geplanten Investitionen der
Bewerber das wichtigste Kriterium . Birules räumte ein , dass man den Wert der
UMTS-Lizenzen im März unterschätzt habe . Man überlege nun , auch die Gewinner
aus der Vergabe im März noch einmal mit einer zusätzlichen Abgabe zu belegen .
Die Deutsche Telekom war mit ihrem Partner Jazztel ebenso leer ausgegangen wie
France Telecom , die sich in Konsortium Movi2 beworben hatte . France Telecom
gilt aber als aussichtsreichster Kandidat , falls eine weitere UMTS-Lizenz
vergeben werden sollte . EMI und Time Warner verschieben Fusion Die Fusion des
britischen Musikkonzerns EMI und der Warner Music Group ( WMG ) , dem Musik-Arm
des Medienkonzerns Time Warner , ist vorerst gescheitert . EMI und Time Warner
zogen gestern ihre Fusionsanmeldung bei der Europäischen Kommission zurück . Sie
reagieren damit auf die anhaltenden Bedenken der europäischen Wettbewerbshüter ,
dass ein fusionierter Konzern EMI/WMG eine zu dominierende Marktposition in
Europa einnehmen würde . Offensichtlich haben die fusionswilligen Konzerne die
Hartnäckigkeit von Wettbewerbskommissar Mario Monti unterschätzt . Innerhalb der
ihnen eingeräumten Frist legten sie kein überzeugendes Konzept vor , mit dem sie
die Bedenken der Kommission zerstreuen konnten . Da die Konzerne ein Verbot der
Fusion nicht riskieren wollten , legten sie ihre Pläne zunächst auf Eis .
Allerdings haben EMI und Time Warner ihre Pläne noch nicht ganz aufgegeben .
Eric Nicoli , Chairman von EMI , sagte dem Wirtschaftsdienst Bloomberg , dass
man mit dem Rückzug vor allem Zeit gewinnen wolle , um eine Lösung für die
Bedenken der Wettbewerbshüter in der Kommission und in den USA zu erarbeiten .
Man wolle auf jeden Fall die Gespräche über eine Fusion mit den Behörden
fortsetzen . Die EU-Kommission will im Laufe des Tages noch zu den
zurückgezogenen Fusionsplänen Stellung nehmen . Die Absicht von AOL , den
Medienkonzern Time Warner zu schlucken , die ebenfalls von der EU untersucht
wird , ist aber offensichtlich vom Rückzug des Fusionsantrags mit EMI nicht
betroffen . In diesem Fall äußerte die EU-Kommission bislang auch weit weniger
Bedenken als bei der geplanten Zusammenlegung von EMI und WMG . US-Verbände
befürworten Deal der Deutschen Telekom Die Expansionspläne der Deutschen Telekom
, die in den USA die Mobilfunkanbieter Voicestream und Powertel übernehmen will
, finden die Unterstüztung von einflussreichen US-Gewerkschaften und
Wirtschaftsverbänden . Thomas Donohue , Präsident der Chamber of Commerce , der
größten Lobbygruppe der US-amerikanischen Wirtschaft , Morton Bahr , Präsident
der Telekommunikationsgewerkschaft Communication Workers of America ( CWA ) ,
und John Sweeney , Präsident des Gewerkschaftsverbandes American Federation of
Labor - Congress of Industrial Organizations ( AFL-CIO ) , gingen auf einer
gemeinsamen Pressekonferenz in die Öffentlichkeit . Sie forderten Senatoren und
Repräsentanten auf , dem Telekom-Deal keine gesetzlichen Hürden in den Weg zu
stellen . Die Wirtschafts- und Gewerkschaftsverbände richten sich dabei
vorrangig gegen eine Gesetzesinitiative von Senator Ernest Hollings . Hollings
will die US-Regulierungsbehörde Federal Communications Commission ( FCC )
zwingen , jede Übernahme einer US-Telefongesellschaft durch ein
nicht-US-amerikanisches Unternehmen , das zu mehr als 25 Prozent im Staatsbesitz
ist , zu verbieten . Sollten Hollings Vorstellungen Gesetzeskraft erlangen ,
könnte die Deutsche Telekom , die derzeit zu 43,2 Prozent im Besitz des Bundes
ist , ihre Expansionspläne in die USA nicht verwirklichen . Dass sich die
Chamber of Commerce mit der protektionistischen Initiative Hollings nicht
anfreunden kann , verwundert nicht . Beobachter sind eher überrascht , dass sich
auch die Gewerkschaften für die Übernahme Voicestreams durch die Deutsche
Telekom aussprechen . Hintergrund ist der gute Ruf , den der deutsche
Exmonopolist in US-Gewerkschaftskreisen genießt . Noch immer ist unklar , ob
Hollings mit seiner Initiative Erfolg haben wird . Die Bundesregierung hat schon
ihre Besorgnis über die Initiative gegenüber US-Handelsbehörden zum Ausdruck
gebracht . Ihrer Meinung nach würde ein Verbot des Telekom-Deals dem
Telekommunikations-Abkommen der World Trade Organization ( WTO ) , das auch die
USA unterzeichnet haben , widersprechen . Auch die Europäische Kommission hat
schon in diesem Zusammenhang auf das WTO-Abkommen hingewiesen . Die FCC , die
eine Schlüsselrolle bei der Entscheidung über die Genehmigung der Fusion spielt
, hat sich bislang eher zurückhaltend geäußert . William Kennard , Chef der FCC
, betonte bei einer Anhörung vor dem US-Repräsentantenhaus , dass die geltenden
Gesetze völlig ausreichten , um die Frage der Zulässigkeit der
Voicestream-Übernahme entscheiden zu können . Hintergrund : Euro-Schwäche
vermiest Bilanzen der PC-Branche Als Intel vor etwa zwei Wochen mit seiner
Gewinnwarnung die heile Welt der Chip-Hersteller und Computer-Bauer erschütterte
, deutete sich schon an , dass nicht nur Intel mit zurückgehenden Umsätzen zu
kämpfen hat . Unsichere Investoren und nervöse Abverkäufe nach Gewinnwarnungen
sind freilich nichts Neues ; neu ist allerdings , dass Europa auf einmal in der
globalen Hightech-Wirtschaft eine so bedeutende Rolle spielt . So begründete
Intel beispielsweise die Notwendigkeit einer Korrektur der Geschäftserwartungen
in erster Linie mit zurückgegangenen Umsätzen in Europa - und die führt das
Unternehmen auf den schwachen Euro zurück . Die durch den Abwärtstrend nach
Intels Gewinnwarnung in Mitleidenschaft gezogenen Unternehmen beeilten sich
natürlich zu betonen , dass ihnen Gleiches nicht bevor stünde . Nicht nur die
PC-Hersteller , sondern auch Halbleiter- und Elektronik-Unternehmen erklärten ,
dass sie ihre Geschäftsziele erreichen würden . Dell-Chef Michael Dell , dessen
Unternehmen zu den weltweit größten PC-Hersteller gehört , hob am 22. September
in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters noch hervor , dass sein
Unternehmen die Einschätzung des Marktes seit Abschluss des zweiten
Geschäftsquartals nicht geändert habe . Gut eine Woche später musste Dell
allerdings einräumen , dass das Geschäft in Europa und auch weltweit doch nicht
so gut lief wie erwartet . Zwar wolle man das Gewinnziel erreichen , der Umsatz
bleibe aber hinter den Erwartungen zurück . Im vierten Geschäftsquartal werde
man wohl auch das Gewinnziel nicht erreichen können . Nach den Kursverlusten der
letzten Tage drückten diese Nachrichten Dells Kurs noch einmal deutlich nach
unten . Der Nasdaq-Computer-Index ist zwischen dem 21. September , als Intel
seine Gewinnwarnung veröffentlichte , und dem 4. Oktober , dem Tag der
Umsatzwarnung Dells , um knapp 300 Punkte gefallen und liegt derzeit bei gut
2000 Punkten . Zu dem Absturz hat natürlich auch der Einbruch Apples nach seiner
Gewinnwarnung ordentlich beigetragen . Gateway hält allerdings immer noch daran
fest , dass Umsätze und Gewinne den Erwartungen entsprechen werden . John
Spelich , Sprecher von Gateway , hob hervor , dass die Absatzprobleme von
Gateways Konkurrenten in Europa für sein Unternehmen kein Problem seien . "
Verkäufe in Europa machen nur sechs Prozent unseres Geschäfts aus " , betonte er
. Wenn Gateways Ergebnisse tatsächlich nicht hinter den Erwartungen
zurückbleiben , dürfte damit zumindest den Untergangs-Apologeten der Wind etwas
aus den Segeln genommen sein . Hintergrund : Europarat bereitet
Cybercrime-Konvention vor Die bislang wohl bedeutendste Konvention des
Europarats ist die 1953 in Kraft getretene Europäische Menschenrechts-Konvention
. Nachdem der Europarat bereits 1989 und 1995 Empfehlungen zum Umgang mit
Computerkriminalität veröffentlicht hatte , diese aber für unzureichend befunden
wurden , nahm er die Cybercrime-Konvention in Angriff . Zweifelhaftes und
Umstrittenes Neben vielen unstrittigen Passagen - wie etwa die Forderung , dass
die unterzeichnenden Staaten den unberechtigten Zugriff beispielsweise durch
Hacken/Cracken oder die Behinderung des rechtmäßigen Zugriffs etwa durch
Denial-of-Service-Attacken auf Computersysteme in ihrem Recht als Straftaten
definieren sollen - wagen sich die Experten des Europarats im ersten Abschnitt
ihres Entwurfs auch an viele " heiße " Eisen des Computerrechts . So handelt
Artikel 6 etwa von Geräten und Programmen , deren Zweck es ist , in
Computersysteme einzudringen oder Computersysteme lahmzulegen . Der
Administrator darf also ein Hackertool programmieren oder besitzen , wenn er es
nutzt , um Sicherheitslücken in seinem System zu finden . Im Besitz des Crackers
aber ist dieselbe Software ein illegales Tool . Wie ist aber ein Tool
einzuschätzen , das man zur Sicherung des eigenen Systems einsetzen kann , mit
dem man aber auch Sicherheitslöcher aufspüren kann , um in ein fremdes System
einzudringen ? Die Offenheit der Formulierungen , die bei der Umsetzung von
Artikel 6 fast notwendigerweise zu Problemen führen wird , ist auch bei anderen
Artikeln wiederzufinden , etwa in Artikel 10 , der der Verletzung von
Urheberrechten und Ähnlichem gewidmet ist . Hier sieht die aktuelle Formulierung
nur eine Berufung auf diverse internationale Abkommen und Koventionen vor , die
bei der Einschätzung von komplizierten Rechtsstreitigkeiten wie den Verfahren in
den USA gegen Napster oder MP3.com sicherlich wenig hilfreich ist . Konkret geht
es dagegen im Artikel 9 zu , in dem das Verbot von Kinderpornographie postuliert
wird . Im Gegensatz etwa zu den Artikeln 6 und 10 bietet Artikel 9 eine
Definition des behandelten Straftatbestands , der die Einheitlichkeit einer
Umsetzung in nationales Recht sicherlich erleichtert . Damit wird dies auch der
Intention des Konventionsentwurfs sehr viel eher gerecht als allgemeine
Formulierungen . Allerdings ist der Artikel über Kinderpornographie der einzige
, der bestimmte Inhalte zu verbieten fordert . Richtlinien zur Behandlung von
diskriminierenden oder rechtsradikalen Inhalten sucht man vergebens .
Problemfall Datenschnüffelei Im zweiten Abschnitt des Entwurfs wenden sich die
Autoren verfahrensrechtlichen Fragen zu , wobei ihre Vorschläge so manchem
Datenschützer Bauchschmerzen bereiten werden . Neben Artikeln , in denen
Aufbewahrungs- und Herausgabepflichten von elektronisch gespeicherten Daten
geregelt werden , handelt Artikel 18 vom Abfangen und Mithören elektronischen
Datenverkehrs im Zuge von Ermittlungsverfahren . Damit berührt der Entwurf ein
Thema , das im Zusammenhang mit dem FBI-Schnüffel-Tool " Carnivore " in den USA
gerade sehr kontrovers diskutiert wird . Formulierungen zu Artikel 18 sind
erstmals in der jüngsten Fassung des Entwurfs veröffentlicht - ein Indiz dafür ,
dass dieser Artikel zu den Umstrittensten gehört . Grundsätzlich goutieren die
Experten des Europarats das Abhören und Sammeln von Daten . Dabei fordern sie
einerseits Gesetze , die Schnüffeleien den Ermittlungsbehörden selbst erlauben ,
als auch solche , die Provider dazu zwingen , Datensammlungen im Auftrag von
Ermittlungsbehörden durchzuführen . Befremdlich an Artikel 18 ist vor allem ,
dass keinerlei einschränkende Klauseln eingebaut sind , in welchen Fällen ein
derart weitgehender Eingriff in die Privatsphäre verdächtiger Personen
vorgenommen werden darf . Natürlich geht der Europarat davon aus , dass durch
seine Konvention der Schutz der Privatsphäre nicht verletzt wird , aber die
bedingungslosen Formulierungen könnten leicht dazu missbraucht werden ,
nationales Datenschutzrecht unter Berufung auf internationale Abkommen
auszuhöhlen . Genau das befürchtet etwa David Banisar von der Datenschutzgruppe
Electronic Privacy Information Center ( EPIC ) . Auch aus Deutschland gab es
schon an früheren Fassungen des Entwurfs Kritik . Diese bemängelte allerdings
ganz im Gegensatz zu den Bedenken amerikanischer Datenschützer , dass sich die
Bundesregierung zu wenig mit der Cybercrime-Konvention auseinander setze . Aus
den Reihen des Chaos Computer Clubs ( CCC ) kam vor allem Kritik daran , dass
der Besitz von Hackertools verboten werden soll . Peter Csonka vom
Generaldirektorat I des Europarats , in dem die Cybercrime-Konvention
vorbereitet wird , hat für die Kritik ein offenes Ohr . Es gebe noch einigen
Diskussionsbedarf , sagte er gegenüber c't , und der jetzt vorliegende 22.
Entwurf sei zwar schon weit gediehen , aber noch nicht endgültig . Allerdings
könne ein internationales Abkommen auch nicht jedes Detail regeln , sondern
diene nur als Leitfaden für die nationale Gesetzgebung . Eine internationale
Konvention sei aber unbedingt notwendig , da man die Probleme der modernen
Computerkriminalität allein mit nationaler Gesetzgebung nicht mehr in den Griff
bekommen könne . Microsoft mischt sich in die Fusion AOL/Time Warner ein Eben
warf der Softwarekonzern Microsoft noch Richter Thomas Penfield Jackson eine
falsche Auslegung der Antitrust-Gesetze vor , jetzt meldet er
wettbewerbsrechtliche Bedenken an dem Fusionsvorhaben der beiden Unternehmen AOL
und Time Warner an . Das will zumindest das Wall Street Journal aus
Unternehmenskreisen erfahren haben . Die US-Handelsaufsicht Federal Trade
Commission ( FTC ) hatte den beiden fusionswilligen Unternehmen AOL und Time
Warner als Bedingung zur Genehmigung des Zusammenschlusses vorgegeben , einen
Vertrag mit einem Konkurrenten von AOL abzuschließen . Darin sollte dem
Konkurrenten ein Zugang zum Kabelnetz des Medienkonzerns zu
nicht-diskriminierenden Bedingungen eingeräumt werden . Im November konnte Time
Warner dann tatsächlich der Abschluss eines Abkommens mit dem Internet-Provider
Earthlink bekannt geben . Für die Überprüfung des Vertrags und die Verkündung
einer Entscheidung über die Fusion wollte sich die FTC noch bis Mitte Dezember
Zeit nehmen . Insider erwarten den Abschluss der Revision in der nächsten Woche
. Zwar war von Microsoft keine offizielle Stellungnahme zu erhalten , nach den
Informanten des Wall Street Journal ist aber auch Microsoft an einem Vertrag mit
Time Warner interessiert gewesen . Es ist aber auch davon auszugehen , dass die
Erzrivalität zwischen dem Softwarekonzern und AOL den Medienkonzern Time Warner
nicht dazu motiviert hat , eine Einigung wirklich ernsthaft anzustreben .
Microsoft wirft Time Warner jetzt vor , dass sich der Medienkonzern einerseits
bewusst einen schwachen Vertragspartner ausgesucht und dann andererseits die
Vertragsbedingungen sehr zu Ungunsten Earthlinks gestaltet habe . Dies werde
letztlich zu höheren Preisen für die Verbraucher führen . Allem Anschein nach
ist allerdings Time Warner nicht bereit , den Vertrag mit Earthlink noch zu
ändern . Das Börsenblatt vermutet , dass beide fusionswilligen Konzerne
mittlerweile sehr ungeduldig auf eine Entscheidung der FTC warten - schließlich
wollten sie den Deal auf jeden Fall noch in diesem Jahr unter Dach und Fach
haben . Mittlerweile drohen sie wohl inoffiziell damit , dass niemand eine
Öffnung des Kabelnetzes von Time Warner verlangen könne , wenn die Fusion
gestoppt wird . Der Vertrag mit Earthlink jedenfalls tritt nur dann in Kraft ,
wenn der Zusammenschluss genehmigt ist . Der US-Handelsaufsicht wäre dem
Vernehmen nach der Abschluss eines Vertrags mit Microsoft sehr recht gewesen .
Sicherlich hätte ein gewichtiger Vertragspartner Time Warner bessere
Zugangskonditionen abringen können als der Provider Earthlink , der im Vergleich
mit Time Warner und AOL ein Fliegengewicht ist . Außerdem hätte die FTC auf ein
vor der Fusion geschlossenes Abkommen zwischen Microsoft und Time Warner große
Einflussmöglichkeiten gehabt . Sollte die Fusion genehmigt werden und der neue
Megakonzern dann mit Microsoft in Verhandlungen über eine Kooperation treten ,
wäre es für die Aufsichtsbehörden sehr viel schwieriger und langwieriger ,
regulierend einzugreifen . Datenrettungsunternehmen fusionieren Das britische
Datenrettungsunternehmen Vogon und sein zum US-Sicherheitsexperten Norman
gehörender norwegischer Konkurrent Ibas wollen fusionieren . Zusammen steigen
beide Unternehmen damit nach eigenen Angaben zum größten Anbieter für
Datenrettung in Europa auf . Firmen wie Vogon oder Ibas sind darauf
spezialisiert , Daten von havarierten , beziehungsweise nahezu zerstörten
Speichermedien wie Festplatten , magneto-optischen Medien oder Bändern zu
rekonstruieren . Zur Durchführung der Fusion wird Ibas alle Vogon-Anteile
übernehmen , wobei die bisherigen Eigner als Ausgleich neu herausgegebene
Ibas-Anteile erhalten . Die Bewertung der Firmen steht zwar noch nicht fest ,
jedes wird aber voraussichtlich 45 bis 55 Prozent des Gesamtvolumens ausmachen .
Beide Unternehmen wollen bis spätestens 1. Februar 2001 ein endgültiges Abkommen
unterschreiben . Arve Saghaug , Geschäftsführer von Ibas , soll das fusionierte
Unternehmen leiten ; für Gordon Stevenson , Chef von Vogon , ist der Posten des
stellvertretender Geschäftsführer und Leiter der Technik vorgesehen . Die
Firmenzentrale wird im norwegischen Kongsvinger liegen . Ziel sei , das neue
Unternehmen innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre an die Börse zu bringen .
Zu der Technik und den Geschäftsfeldern von Datenrettungsunternehmen siehe auch
den entsprechenden Artikel im Datenrettungsschwerpunkt der c't-Ausgabe 6/2000 .
Amazon.com : Steigende Umsätze , steigende Verluste Der amerikanische
Online-Buchhändler Amazon kommt nicht aus den roten Zahlen heraus . Amazon
rutscht damit immer tiefer in die roten Zahlen : Und selbst die Umsatzsteigerung
blieb hinter den Erwartungen der Börsenanalysten zurück . Die vollständigen
Zahlen für das vierte Quartal und den kompletten Finanzbericht für das
Geschäftsjahr 1999 will Amazon am 2. Februar 2000 veröffentlichen . Amazon-Chef
Jeff Bezos vertritt allerdings die Ansicht , das Unternehmen müsse weiterhin
große Summen in die Expansion investieren und erst später daran gehen , das
Geschäft profitabel zu machen . Ganz einverstanden scheint die Wall Street mit
diesem Vorgehen allerdings nicht mehr zu sein : Sony-Chef hält eigene Aktie für
überbewertet Sony-Chef Nobuyuki Idei hat mit einem Statement Investoren und
Managerkollegen verblüfft : Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters erklärte er
, dass die Sony-Aktie stark überbewertet sei ; 20.000 Yen wären ein angemessener
Preis , alles darüber " eine Seifenblase " . Besonders pikant war vor allem der
Zeitpunkt des Interviews : Das Sony-Wertpapier hatte gerade einen formidablen
Höhenflug aufs Parkett gelegt und ein Rekordhoch von 32.250 Yen erreicht . Ideis
Äußerungen zeigten sofort Wirkung : Nach dem Reuters-Interview sackte die
Sony-Aktie schnell in den Keller und notierte heute nur noch bei 25.700 Yen .
Börsenexperten rätseln nun , welche Motive Idei zu seiner Aussage veranlaßt
haben . Der Sony-Boss hielt sich jedenfalls im Interview bedeckt und brachte
lediglich sein " Unwohlsein " über das Rekordhoch zum Ausdruck . Der Sturz der
Sony-Aktie zog andere japanischen High-Tech-Werte mit in die Tiefe : Fujitsu
fiel um 8,75% , Hitachi um 5,02% und die Internet Investor Softbank um 5,77% .
Unter dem Druck der High-Tech-Werte gab der Nikkei-Index um 2,02% auf 18.168,27
Punkte nach . Auch die in Hong Kong gehandelten Werte der High-Tech-Branche
gaben deutlich nach . Aber nicht nur in Fernost gaben die Kurse an den
Wachstumsbörsen nach : Nachdem der Nasdaq Composite Index in den letzten Tagen
10% verloren hatte , gab er heute noch einmal leicht nach . Auch der Nemax 50
für den Neuen Markt in Deutschland befand sich in den ersten Tagen nach
Jahreswechsel auf Talfahrt , scheint sich seit heute allerdings wieder zu
stabilisieren . Analysten glauben nicht , dass die Phase der Konsolidierung
bereits abgeschlossen ist . Palm : Aller Anfang ist schwer Nachdem der
Börsenauftritt von Palm schon nicht den Erwartungen der Börsianer entsprochen
hatte , enttäuschte die Aktie an ihrem zweiten Tag im Handel wieder : Bei
Börsenschluss lag der Kurs mit 80,25 US-Dollar um 16 Prozent unter dem Niveau
des Vortags . Das Papier der Palm-Muttergesellschaft 3Com konnte dagegen leicht
zulegen . Nachdem es am Donnerstag um gut 21 Prozent gefallen war , schloss es
am Freitag bei einem Plus von 1,25 Prozent mit 83 US-Dollar . Analysten gehen
davon aus , dass viele Anleger angesichts einer ungerechtfertigt hohen Bewertung
des PDA-Herstellers vor der Investition zurückschrecken . Der so genannte
P/E-Wert ( price-to-earnings ratio ) , eine wichtige Größte für die Bewertung
einer Aktie , liegt bei etwa 1.300 - Apple , ein " gesund " bewertetes
Unternehmen der Computerbranche , hat einen P/E-Wert von 34,59 . Auch bei 3Com
sieht der Wert mit 60,19 noch halbwegs gut aus . In klassischen Industrien
betrachtet man dagegen Werte zwischen 10 und 15 als ausgezeichnet :
DaimlerChrysler beispielsweise hat einen price-to-earnings ratio von 10,8 .
Vermutlich haben sich auch die Modalitäten des Börsengangs von Palm negativ auf
die Bewertung der Aktie ausgewirkt : 3Com hat nur knapp 5 Prozent der Anteile an
die Börse gebracht . Viele Analysten meinen , dass diese Relation von den
Anlegern als Missverhältnis angesehen wird . Noch bleibt abzuwarten , ob Palm
jetzt ein ähnliches Schicksal blüht wie VA Linux . Dem Papier der Linuxer gelang
beim Börsenstart am 9.12.1999 mit einer Wertsteigerung von 30 auf 239,25 Dollar
ein furioser Auftritt . Börsianer sehen allerdings einen entscheidenden
Unterschied zwischen der Situation von VA Linux und der Palms : VA Linux ging im
Alleingang an die Börse , hinter Palm steht immer noch 3Com , der weltweit
zweitgrößte Hersteller von LAN-Equipment . Dell verstärkt Internet-Engagement
Auf der diesjährigen Frühjahrskonferenz mit Analysten hat der
Computer-Hersteller Dell ein verstärktes Engagement auf dem Markt für
Internet-Infrastruktur angekündigt . Wie vor ihm etwa auch schon Compaq will
Dell weg vom Image des reinen PC-Bauers . Das große Geschäfts sieht Dell in
Zukunft im Bereich des Internet . " Erst fünf Prozent der für den Ausbau des
Internet benötigten Server sind bereits aufgestellt " , erklärte Dell-Chef
Michael Dell . Offensichtlich möchte also auch Dell nicht mehr bei der bislang
PC-fixierten Strategie bleiben : Man engagiere sich im Bereich des Internet
außerdem in einer Reihe von Partnerschaften mit Service-Providern wie Exodus und
NaviSite und plane zusammen mit Arthur Andersen und Gen3 Partners ein
Consulting-Projekt für E-Commerce . Schließlich bekräftigte Dell , dass sein
Unternehmen auch in Zukunft Internet-Start-Ups mit Kapital und Know-how
unterstützen werde . US-Republikaner kritisieren " Übereifer " im
Microsoft-Prozess Führende Vertreter der Republikanischen Partei der Vereinigten
Staaten von Amerika haben Kritik am Vorgehen des Justizministeriums gegen
Microsoft geübt . Nach einem Bericht des Wall Street Journal warfen die
Politiker dem Ministerium ein " übereifriges " Vorgehen vor . " Das sollte der
Kongress untersuchen " , forderte der republikanische Mehrheitsführer im Senat ,
Trent Lott . Die Regierung stürze die Wirtschaft in " totale Unordnung " ,
meinte der Sprecher der Republikaner im Kongress , J. C. Watts : " Der Absturz
des Nasdaq ist eine unmittelbare Folge der Einmischung der
Clinton-Gore-Regierung in den privatwirtschaflichen Bereich . " Im Weißen Haus
traf er sich im Rahmen einer Tagung zur " New Economy " mit Präsident Bill
Clinton und Nationalbankchef Alan Greenspan . Clinton gegenüber habe Gates
allerdings im Rahmen eines Gesprächs über die Gates-Stiftung nur die Bedeutung
von Impfungen für die Gesundheit der Bevölkerung thematisiert , sagte ein
Sprecher der Gates-Stiftung . Gates Visiten rufen vielerorts Befremden hervor .
Bill Gates und Microsoft werden gute Beziehungen zu den Republikanern nachgesagt
. Vor diesem Hintergrund könnte die kommende Präsidentschaftswahl in den USA von
Bedeutung für den Prozessausgang sein : Allerdings warnen auch republikanische
Politiker vor einer zu großen Annäherung an Microsoft . Sie befürchten , dass
eine Pro-Microsoft-Kampagne andere potentielle Geldgeber aus der Computerbranche
abschrecken könnte . Kongress : " Virtual business - Real profit " Unter dem
Motto " Virtual business - Real profit " findet vom 10. bis 12. April der
Deutsche Multimedia Kongress auf dem Messegelände in Stuttgart statt . Die
parallel stattfindenden Messe Multimedia Market präsentiert Geschäftslösungen
rund um den Bereich der interaktiven Medien . Während des Kongresses soll der
Deutsche Multimedia Award 2000 vergeben werden . An dem im deutschsprachigen
Raum wohl bedeutendsten Wettbewerb dieser Art nahmen 366 Einsendungen teil ,
davon 290 Internetsites und 66 Produktionen auf CD-ROM . Elektronische
Amtsregister kommen Eines der letzten Refugien papierner Dokumente steht kurz
vor der Abschaffung : In gut zwei Monaten sollen an den Amtsgerichten in einigen
Bundesländern elektronische Handelsregister Einzug halten und die bisher
verwendeten Registerbögen aus Papier ersetzen . Wie der Präsident des Essener
Amtsgerichts , Heinz-Jürgen Held , mitteilte , erproben derzeit die Amtsgerichte
Essen und München die im Auftrag der Länder Nordrhein-Westfalen , Bayern ,
Sachsen und Sachsen-Anhalt speziell für die elektronische Registerführung
erstellte Software . Neben dem Handelsregister soll in Zukunft auch das
Genossenschafts- und das Vereinsregister elektronisch geführt werden . Nach
Helds Angaben plant das Land Nordrhein-Westfalen , dass etwa eineinhalb Jahre
nach dem Start der elektronischen Registerführung am 15. September alle
Handelsregister in das System eingespeist sind . Die Daten will man im
Gebietsrechenzentrum Hagen speichern . Die Register sollen dann auch über das
Internet abrufbar sein . Damit würde die Frist von etwa 10 Tagen , die das
schriftliche Anfordern einer Kopie aus dem Handelsregister derzeit dauert ,
entfallen ; Ausdrucke aus dem Handelsregister sollen von jedem Computer aus
möglich sein . Stoiber mahnt bessere Internet-Nutzung an Auf dem zweitägigen
Kongress Bayern-Online , der am heutigen Donnerstag und morgigen Freitag in
München stattfindet , hat der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber
mittelständische Unternehmen davor gewarnt , auf die Einsatz des Internet zu
verzichten . Schwerpunkt des diesjährigen Kongresses ist die Diskussion der
Möglichkeiten , die Unternehmen durch die Integration des Internet in ihre
Geschäftsabläufe entstehen . Stoiber warnte vor einer Spaltung der Gesellschaft
in Internetnutzer und Menschen , denen der Zugang zu den neuen
Informationstechniken verschlossen bleibt . Bayern wolle eine solche Spaltung
nicht zulassen und investiere deshalb massiv in den Ausbildungsbereich . Auch
der Deutschland-Chef des Netzwerk-Spezialisten Cisco , Peter Lewi , hat auf dem
Kongress deutsche Unternehmen aufgerufen , ihre Anstrengungen bei der Nutzung
des Internet zu verstärken . Deutschland liege bei der Nutzung des Internet im
weltweiten Vergleich lediglich im Mittelfeld , sagte Lewi . Der Anspruch müsse
aber sein , eine Führungsrolle zu übernehmen . Worldcom baut seine Position auf
dem Providermarkt aus Gestern gaben der Konzern bekannt , dass er das
Telekommunikationsunternehmen Intermedia übernehmen will . Dabei geht es
Worldcom allerdings weniger um Intermedia selbst - obwohl auch dieses
Unternehmen , das neben Internetdienstleistungen auch Telefondienste anbietet ,
gut zu Worldcom passt . Vielmehr ist der Internet-Dienstleister und Application
Service Provider Digex von besonderem Interesse für Worldcom . Durch die
Übernahme von Intermedia erlangt Worldcom die Kontrolle über diesen Provider .
Digex bietet seinen Kunden Application-Hosting und Web-Site-Management an ,
stellt also nicht nur die Hardware für eine Web-Site zur Verfügung wie ein
Web-Hoster . Vielmehr tritt die Firma als Application Service Provider auf und
wirbt damit , dass sie den Web-Auftritt ihrer Kunden administriert . Ihre
Dienste sind also vor allem für solche Kunden interessant , die ihre EDV- und
Web-Abteilung komplett auslagern wollen . Dabei werden die Intermedia-Aktien mit
39 US-Dollar bewertet - das ist deutlich mehr als der Schlusskurs am Tag vor der
Bekanntgabe der Übernahmeabsichten . Am Montag schloss Intermedia bei 22,86
US-Dollar . Gestern stieg die Aktie dann stark und kostete bei Börsenschluss
31,48 US-Dollar . An der Börse ist Intermedia damit der eindeutige Gewinner des
Deals . Das Wertpapier von Worldcom verlor dagegen 3,19 US-Dollar und schloss
bei 33,75 US-Dollar , der Kurs von Digex ging sogar noch stärker nach unten und
schloss nach einem Minus von 16,63 US-Dollar bei 67,86 US-Dollar . Auch der
Telekom-Carrier Global Crossing , ein direkter Konkurrent der Worldcom-Tochter
UUNet , hatte Interesse an Intermedia und Digex , zog aber ebenfalls den
Kürzeren . Die Übernahme von Intermedia soll im Frühjahr 2001 abgeschlossen sein
. Die Aufsichtsgremeien von Worldcom , Intermedia und Digex haben ihr bereits
zugestimmt , das Votum der Anteilseigner von Intermedia steht noch aus . Auch
die Aufsichtsbehörden der US-Regierung müssen der Akquisition noch zustimmen .
Vodafone kooperiert mit Microsoft beim mobilen Intranet Der britische
Mobilfunkanbieter Vodafone und der Softwarehersteller Microsoft haben eine
Zusammenarbeit zur Entwicklung von Intranet-Diensten für Mobilfunkgeräte
angekündigt . Die Kooperation hat speziell den europäischen Markt im Auge . Ab
Frühjahr 2001 wollen Vodafone und Microsoft die neuen Dienste vermarkten . Ziel
der Unternehmen ist die Entwicklung eines Systems , mit dem Anwender von
unterwegs auf ein Intranet zugreifen können . Sie sollen Mail empfangen und
versenden , Einsicht in ihre Termine und Adressen haben sowie ihre Bookmarks und
Online-Informations-Syteme verwenden können . Der Dienst soll auf der Grundlage
von Microsoft-Produkten wie dem Mobile Explorer , Outlook und Exchange arbeiten
. AOL strebt in den Äther Mit der zunehmenden Bedeutung des Mobilfunks müssen
sich auch die Online-Dienste mehr Gedanken darüber machen , wie sie ihre Inhalte
an die Benutzer bringen wollen , wenn diese sich nicht mehr über eine
Festnetzleitung bei ihnen einwählen . Zwar werden die praktisch erreichbaren
Raten sehr viel niedriger liegen , aber auch die minimale Übertragungsrate von
UMTS liegt mit 144 kBit/s immer noch über der Rate , die bei Kanalbündelung mit
einem ISDN-Anschluss erreichbar ist . In Zukunft stellt UMTS daher auf jeden
Fall eine Alternative zum festnetzgebundenen Internetzugang dar . Genauso wie
andere Online-Dienste hat auch AOL dieses Problem erkannt . Anders aber als
beispielsweise T-Online steht AOL nicht ein großer Mobilfunkanbieter zur Seite ,
mit dem man eine Partnerschaft ausklüngeln könnte . So muss sich AOL auf dem
freien Markt umsehen und große Summen in Kooperationen mit Mobilfunkanbietern
investieren . Erst Mitte Juni hat der Online-Dienst eine Zusammenarbeit mit der
Mobilfunkabteilung des US-amerikanischen Telekommunikationskonzerns AT&T
angekündigt und einige Tage später auch eine Abmachungen mit dem japanischen
Mobilfunkanbieter NTT DoCoMo getroffen . Gerade gestern erst hat AOL eine
weitere Partnerschafts-Vereinbarung bekannt gegeben , diesmal mit dem
Dienstleister OmniSky , an dem der Online-Dienst dafür im Gegenzug eine
Minderheitsbeteiligung erwirbt . Der Dienst von OmniSky ist auf den Palm V
zugeschnitten und bietet seinen Kunden die Möglichkeit , auf Internet- und
Intranet-Inhalte zuzugreifen , E-Mails zu verschicken und zu empfangen sowie
Termindatenbanken zu nutzen . AOL verspricht sich von den Investitionen in diese
Kooperationen eine Steigerung der Attraktivität des eigenen Angebots für seine
Kunden und hofft natürlich darauf , dass auch Kunden der Mobilfunkanbieter auf
das AOL-Angebot zurückgreifen . Durch die avisierte Fusion mit Time Warner und
die weltweite Kooperation mit Bertelsmann fehlt es dem Online-Dienst wahrlich
nicht an Inhaltslieferanten , aber auch die richtige Infrastruktur zur
Distribution der Inhalte stellt sich immer mehr als entscheidendes Kriterium für
Erfolg oder Misserfolg im internationalen Buhlen um die Gunst der Verbraucher
heraus . Post gründet Venture-Capital-Gesellschaft Die Deutsche Post will sich
mit einer Risikokapital-Gesellschaft an wachstumsstarken Startup-Unternehmen der
Internetbranche beteiligen . Eine Partnerschaft mit Erfolg versprechenden und
innovativen Einsteigerfirmen ermögliche der Deutschen Post den direkten Zugang
zu aktuellen Marktentwicklungen und Trends in den Bereichen Logistik und
Internet , hieß es bei der Post . Mit dem Engagement verschaffe man sich
zugleich strategische Vorteile im Zukunftsgeschäft E-Business und stelle
Kontakte zu potenziellen Kunden und Kooperationspartnern her . Außerdem
verspricht sich der Konzern von den Beteiligungen hohe Renditen . Die Deutsche
Post Ventures soll als neues Geschäftsfeld in die E-Business Holding des
Konzerns eingehen . In dieser Holding hat der Bonner Konzern , der am 6.
November an die Börse gehen will , seine Aktivitäten im Bereich der
elektronischen Märkte gebündelt . Bayern erwägt Verfassungsklage wegen
UMTS-Milliarden Der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber hat in einem
Interview angekündigt , dass Bayern eine Klage gegen die Bundesregierung vor dem
Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe wegen der Aufteilung der UMTS-Erlöse
erwäge . Nach Artikel 106 des Grundgesetzes müsse eine deutliche Veränderung der
Einnahmesituation von Bund und Ländern auch eine Veränderung des
Verteilungsschlüssels der Einnahmen zur Folge haben , sagte er dem Fernsehsender
SAT1 . Wenn die Bundesregierung das nicht einsehe , müsse man eben das
Verfassungsgericht anrufen . Karl-Michael Scheufele , Sprecher der bayersischen
Staatskanzlei , teilte auf Anfage von c't mir , dass unter Federführung des
bayerischen Finanzministeriums gerade ein Gutachten erarbeitet werde , in dem
die Chancen einer Verfassungsklage geklärt werden sollten . Falle das Gutachten
positiv aus , werde Bayern auf jeden Fall Karlsruhe anrufen , sagte Scheufele .
Er konnte allerdings nicht sagen , wann das Gutachten vorliegen soll . Der
Sprecher betonte , dass Bayern nach wie vor an dem Vorschlag vom bayerischen
Finanzminister Kurt Faltlhauser festhalte , die Erlöse aus dem Versteigerung der
UMTS-Lizenzen zur Tilgung des Fonds Deutsche Einheit zu nutzen . Mit dem Plan
einer Schuldentilgung sei auch Bayern prinzipiell einverstanden , aber davon
müssten auch die Länder und Kommunen profitieren . ABB läßt seine Mitarbeiter
zuhause surfen Der Elektrokonzern ABB finanziert seinen 20.000 Mitarbeitern in
Deutschland einen privaten Internet-Anschluss und zahlt ihnen die
Telefongebühren für bis zu 30 Stunden pro Monat . Damit will das Unternehmen
seine Beschäftigten fit für die " new economy " machen , teilte ABB mit .
Allerdings hat die Belegschaft nicht die Möglichkeit , den Provider zu wählen :
Das Angebot , das seit dem 1. September gilt , bezieht sich nur auf T-Online .
Wie viele Mitarbeiter es in den ersten Tagen nutzten , ist noch nicht bekannt .
Das Gratissurfen ist Teil der Umgestaltung des schwedisch-schweizerischen
Konzerns vom traditionellen Industrieunternehmen zum " wissensorientierten
Technologiekonzern " . In diese neue Strategie passt auch , dass ABB mit der
Deutschen Telekom und dem schwedischen Telekommunikationskonzern Utfors ein
Konsortium gegründet hat , das sich um eine schwedische UMTS-Lizenz bewirbt .
ATI meldet erneut Verluste Grafik-Spezialist ATI hat in seinem vierten
Geschäftsquartal 2000 , das am 31. August zuende ging , wie schon im Quartal
davor Verluste geschrieben . Das bedeutet , dass ATI seinen Verlust gegenüber
dem dritten Geschäftsquartal 2000 deutlich senken konnte . Den Rückgang bei den
Verkäufen führt ATI auf eine anhaltend schwache Nachfrage in Europa und die
verschäfte Wettbewerbssituation zurück . Die Rage 128 Pro hat das Unternehmen
früher als ursprünglich geplant ins Mainstream-Segment herabgestuft . Deshalb
blieb die Vergrößerung der Gewinnmarge hinter dem Plansoll zurück . Allerdings
konnten die negativen Effekte durch einen stärkeren Absatz an Chips für mobile
Geräte teilweise ausgeglichen werden . Nach leichten Zugewinnen schloss die
Aktie nach mäßigem Handelsvolumen in Toronto bei 12,55 kanadischen Dollar und an
der Nasdaq bei 8,38 US-Dollar . Geplatzte Fusion eröffnet EMI neue Möglichkeiten
Nach der geplatzten Fusion von EMI und der Warner Music Group ( WMG ) laufen die
Spekulationen über neue Interessenten für das britische Musikunternehmen auf
Hochtouren . Im Mittelpunkt steht dabei neben anderen der Gütersloher
Medien-Konzern Bertelsmann . Nach Meldungen der US-Presse sowie der Frankfurter
Allgemeinen Zeitung würde Berteilsmann gerne die Bertelsmann Music Group ( BMG )
mit EMI verschmelzen . Ein Bertelsmann-Sprecher bezeichnete dies aber als "
Spekulation " und lehnte eine weitere Stellungnahme ab . Es scheint auch etwas
verfrüht , die Kooperation von Time Warner und EMI jetzt schon völlig
abzuschreiben . Immerhin teilten beide Konzerne mit , dass sie ihr
Fusionsvorhaben weiterverfolgen wollen . Branchenkenner halten auch eine enge
Zusammenarbeit in bestimmten Geschäftsbereichen ohne eine vollständige Fusion
für denkbar . Die Zeitung USA Today nannte jedenfalls am Freitag als
EMI-Interessenten den Unterhaltungs- und Medien-Konzern Walt Disney , die News
Corporation des australischen Medienunternehmers Rupert Murdoch und die
US-Programmfirma Liberty Media . Auch T-Online und andere europäische
Onlinedienste wie Terra Networks und Tiscali rechnet USA Today zu potentiellen
Bietern für EMI . Die Onlinedienste benötigen Inhalte für ihr Internetangebot .
Er erwähnte neben EMI als potentiellen Übernahmekandidaten auch Sony Music . Im
September hatte Bertelsmanns Musikmanager Michael Dornemann dann nicht
ausgeschlossen , im Falle der Untersagung der Fusion selbst ein Gebot für die
EMI abzugeben : " Wenn die Möglichkeit da ist , sind wir offen . " Das
vorläufige Scheitern des Zusammenschlusses von EMI und Time Warner könnte den
Weg für eine rasche Billigung der noch bedeutenderen Fusion von Time Warner und
America Online durch Brüssel ebnen . " Unsere Diskussionen mit der Kommission
nähern sich dem Ende , und wir sind in Hinblick auf einen erfolgreichen
Abschluss zuversichtlich " , sagte Time Warner-Sprecher Ed Adler . Aus
Industriekreisen verlautete zudem , dass sich die 15 EU-Staaten bereits für eine
Genehmigung der Fusion ausgesprochen hätten . Allerdings hat eine solche
Empfehlung für die Kommission keine bindende Wirkung . Der Anstieg der Time
Warner-Aktie um 5,24 US-Dollar auf 91,24 US-Dollar und der AOL-Aktie um 2,85
US-Dollar auf 61,50 US-Dollar am Donnerstag zeigt , dass die Wall Street die
Verschiebung der Fusion EMI/WMG goutiert . Allerdings steht immer noch das Votum
der US-Regulierungsbehörden aus . In den USA konzentrieren sich die Einwände
gegen den Zusammenschluss AOL/Time Warner nicht auf das weltweite Musikgeschäft
, sondern auf eine drohende Dominanz im US-Markt für Kabelnetze und
Breitband-Internet . Computergeneration : kompetent , aber wenig
computerbegeistert Jugendliche befassen sich offenbar weit weniger mit Computern
und dem Internet , als es die landläufige Meinung über die Generation der "
Computerkids " nahelegt . Die Illustrierte " Stern " ließ 807 Jugendliche
zwischen 12 und 13 und zwischen 17 und 18 Jahren befragen . Von den Älteren
besitzen laut dieser Untersuchung 43% einen PC und 16% verfügen über einen
eigenen Internet-Zugang . In der Gruppe der Jüngeren nutzen immerhin 34% einen
eigenen Rechner und 7% einen eigenen Zugang zum Internet , so die Studie . Auch
die tägliche Nutzungsdauer des Computers ist danach bei Jugendlichen kürzer als
allgemein angenommen : Heiner Schäfer vom Deutschen Jugendinstitut zufolge
zeigen die Umfrageergebnisse , dass Computer und Internet immer mehr die Aura
des Geheimnisvollen verlieren und für die Jugendlichen mittlerweile zu den
gewöhnlichen Dingen des Alltags gehören . Er sieht die Studie als Bestätigung
dafür , dass die meisten Jugendlichen souverän mit den modernen Techniken
umgehen : " Die Dramatisierung der Online-Welt kommt aus der Sichtweise einer
Generation , die alle Neuerungen für gefährlich und alles , was früher war , für
besser hält . " Tatsächlich würden sich nur wenige Jugendliche in eine von
Computer und Fernsehen bestimmte Ersatzwelt flüchten , so Schäfer . Die
Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen warnt vor Prepaid-Karten , mit denen
sich SMS-Nachrichten auch dann verschicken lassen , wenn das Kartenguthaben
erschöpft ist . In Nordrhein-Westfalen häufen sich Klagen von Eltern , deren
Kinder beträchtliche SMS-Schulden angehäuft haben . Auch mit Xtra-Karten von
T-Mobil können Kurznachrichten verschickt werden , nachdem die Karten längst
kein Guthaben mehr enthalten . Zwar ist es nach Anbieterangaben möglich , das
Kartenkonto jederzeit kostenfrei abzufragen . Wie sich nun aber zeigt , bieten
diese Abfragen keine echte Kontrolle : Die Kosten für Textnachrichten werden zum
Teil erst nach Wochen abgezogen . Wenn das Guthaben zu diesem Zeitpunkt bereits
erschöpft ist , müssen die registrierten Prepaid-Kunden offene Beträge
nachzahlen . Die Verbraucherzentrale fordert daher von Mannensmann und T-Mobil ,
auf Nachforderungen für SMS-Nachrichten zu verzichten . Künftig sollen die
Unternehmen darüber hinaus " dafür sorgen , dass auch bei den Kurzbotschaften
jederzeit eine aktuelle Kostenkontrolle eröffnet wird " , so Zander-Hayat .
Regina Wiechens-Schwake , Pressesprecherin von D2-Mannesmann , beruft sich auf "
getrennte Abrechungsplattformen " für Telefonate und Kurznachrichten . Letztere
würden in der Regel in 10er-Paketen abgerechnet . Über die Weihnachtstage sei es
aber wegen des gestiegenen Aufkommens an Kurznachrichten zu Verzögerungen von
bis zu zwei Wochen bei der Abrechung gekommen . Dies hätte in einzelnen Fällen
eine Anhäufung höherer Sollbeträge nach sich gezogen . Philipp Schindera ,
Pressesprecher von T-Mobil , wies darauf hin , dass es bei D1-Karten aufgrund
der Abrechnungspraxis ( Bündelung von je 20 Nachrichten ) nur zu Sollbeträgen in
Höhe von 7,80 Mark kommen könne , allerdings seien in sehr seltenen Fällen auch
schon höhere Überziehungen des Prepaid-Kontos vorgekommen . Beide Firmensprecher
kündigten jedoch an , dass in ihren Unternehmen die Einführung eines
einheitlichen Abrechungssystems von Telefongesprächen und SMS-Nachrichten für
das laufende Jahr geplant sei . Sie versprachen zudem , mit aufgelaufenen
SMS-Schulden bei Prepaid-Karten kulant umzugehen . Akamai kauft Intervu Mit dem
Aufkauf von Intervu durch Akamai entsteht der weltgrößte Internet-Provider für
Streaming Media und ähnliche bandbreitenhungrige Anwendungen . Akamai und
Intervu verfügen zusammen über 3.000 Server in 100 Netzwerken , die über 40
Ländern verteilt sind . Erst vor knapp einem Monat hatte Akamai den bis dahin
privaten Internet-Broadcaster Network24 akquiriert . Die beiden Provider haben
sich auf die Bereitstellung von bandbreitenintensiven Inhalten wie Audio- und
Video-Daten spezialisiert . George Conrades , Chef von Akamai , will seine Firma
mit dem Erwerb von Intervu zum Markführer im Bereich Streaming Media machen .
Nortel expandiert in den Mittleren Osten Nortel Networks , einer der weltweit
größten Hersteller von Netzwerkkomponenten , und Koor Industries , eine
israelische Investment-Holdinggesellschaft , haben sich vertraglich auf eine
umfassende Kooperation im Mittleren Osten und die gemeinsame Gründung von Nortel
Networks Israel verpflichtet . An dem neuen Unternehmen soll Nortel die
Aktienmehrheit halten . Außerdem soll Nortel Telrads Geschäft unter anderem in
Südamerika und Afrika übernehmen . Telrad selbst soll sich mehr als bisher auf
das Start-up-Geschäft sowie Forschung und Entwicklung konzentrieren . Für Nortel
ist die geplante Niederlassung in Israel vor allem von strategischer Bedeutung :
Sie soll als Brückenkopf zum schnell expandierenden Markt im Mittleren Osten und
in Afrika dienen . Man wolle sich durch die Kombination von Nortels globaler
Strategie , Koors regionalem Ansehen und Telrads Expertise eine gute
Positionierung in dem relativ jungen Markt sichern . Nortel und Koor rechnen
damit , dass die vereinbarten Transaktionen im zweiten Quartal dieses Jahres
abgeschlossen sein werden . Gates als " Good Guy " in TV-Spots Zwar hatte Bill
Gates unmittelbar nach der Bekanntgabe des Urteils im Kartellprozess gegen
Microsoft angekündigt , ungeachtet des Schuldspruchs die Entwicklung neuer
Produkte vorantreiben zu wollen , doch bislang dürfte er dazu wenig Zeit gehabt
haben : In den vergangenen Tagen traf sich der Microsoft-Gründer erst einmal mit
Politikern verschiedenster Couleur und sammelte Stimmen zum Prozess . Doch
umwirbt Gates nicht nur die hohe Politik : Seit gestern sind auch großformatige
Anzeigen in Zeitungen geschaltet und über amerikanische Fernsehschirme flimmert
ein neuer Werbe-Spot von Microsoft . Hauptdarsteller ist kein Geringerer als
Bill Gates . In dem Spot philosophiert Gates über Vergangenheit und Zukunft
seines Konzerns . " 25 Jahre ist es jetzt her , da fingen meine Freunde und ich
mit nichts außer einer Idee an - dass wir mit der Leistung des PCs das Leben der
Menschen verbessern könnten " , erzählt er . Er fährt fort : " Das Ziel von
Microsoft ist die Entwicklung der nächsten Softwaregeneration , um die
Innovation voranzutreiben und das zu verbessern , was wir für Sie tun können . "
" Wir wollen unseren Kunden verdeutlichen , dass Microsofts Arbeit auf
Innovation gerichtet ist " , erläutert Microsoft-Vizepräsident Bob Herbold das
Konzept des Spots . Von Anfang an war der Kartellprozess gegen Microsoft sehr
stark auf die Person Bill Gates fokussiert . Er selbst machte in seiner
Vernehmung im Sommer 1998 keine gute Figur . Der Microsoft-Gründer läuft Gefahr
, in der Öffentlichkeit als Gegner von Innovation und Wettbewerb wahrgenommen zu
werden und dadurch Microsoft immensen Schaden zuzufügen . Nach der Verkündung
des Schuldspruchs von Richter Thomas Penfield Jackson gab es nur wenige Stimmen
, die sich nicht dem Urteil des Gerichts anschlossen . Wohl nicht zuletzt wegen
des ungünstigen Prozessverlaufs räumte Gates Mitte Januar seinen Chefsessel bei
Microsoft - was die Börse damals positiv aufnahm . Doch seit der
Urteilsverkündung ist die Stimmung spürbar umgeschlagen : Twens nutzen das Netz
am stärksten Die 20- bis 29-Jährigen nutzen das Internet im Vergleich zu anderen
Altersgruppen in Deutschland am stärksten . Eine im Auftrag des
Musiksoftwareherstellers eJay vom Marktforschungsinstitut TNS-EMNID
durchgeführte repräsentative Studie über die Verbreitung von Computern und die
Nutzung des Internet hat ergeben , dass ungefähr 40 Prozent dieser Altersgruppe
online sind . Führend ist mit einer Quote von 85 Prozent die Gruppe der 14- bis
19-Jährigen ; das Internet nutzen aber nur 30 Prozent dieser Altersgruppe .
Weiterhin geht aus der Studie hervor , dass Frauen bei der Nutzung von Computer
und Internet aufholen : Bund fördert Entwicklung von 157-nm-Lithographie Ziel
des Forschungsprojekts ist die Entwicklung einer laserbasierten Lithographie ,
mit der man Chips mit minimalen Strukturbreiten von etwa 100 Nanometern fertigen
kann . In dem Verbund arbeiten neben einigen Forschungsinstituten die deutschen
Unternehmen Carl Zeiss , Lambda Physik , Jenoptik , Schott und Siemens , sowie
der niederländische Hersteller spezieller Belichtungsgeräte ASML . 2001 sollen
die Grundlagen für ein Demonstrationsgerät erarbeitet sein . Die Übertragung der
Schaltungsentwürfe auf das Silizium mit Hilfe der Lithographie ist der zentrale
und zugleich kritischste Prozeß der Chipherstellung : Lichtquelle und
Linsensystem projizieren die Strukturen einer Maskenvorlage auf den mit einem
lichtempfindlichen Film beschichteten Wafer . Die belichteten Bereiche des
Fotoresists werden mit einem Entwickler herausgelöst , und die übrigbleibenden
Resiststrukturen dienen jetzt selbst als ätzresistente Maske für die
nachfolgenden Prozesse , bei denen die nichtabgedeckten Flächen dotiert , geätzt
oder auch gefüllt werden . Weltweit forschen die größten Chiphersteller
fieberhaft an Verfahren , um Chips mit Strukturgrößen im 100-Nanometerbereich
oder darunter in großer Stückzahl zu fertigen . Die Förderung des
Forschungsministeriums soll dazu beitragen , dass sich europäische Unternehmen
auf diesem Markt gut positionieren können . neue Beta-Version des Internet
Explorer 5.5 Ohne viel Aufsehen zu erregen hat Microsoft eine neue Beta-Version
des Internet Explorer 5.5 zum Download bereit gestellt . Erst vorgestern hatte
Netscape ein Preview auf seine mit Versionsnummer sechs ausgezeichnete
Browser-Suite veröffentlicht . Daneben wartet der Browser mit einer
Druckvorschau , erweiterten DHTML-Funktionen und einer verbesserten
Unterstützung von CSS auf . Allerdings gibt es im Diskussionsforum auf den
Microsoft-Seiten Kritik daran , dass auch die neue Beta-Version des Internet
Explorers die vom World Wide Web Consortium ( W3C ) veröffentlichten HTML- und
CSS-Spezifikationen nicht in vollem Umfang einhalte . Ein anonymer Tester bringt
es auf den Punkt : GMD-Aufsichtsrat befürwortet Fusion Auf seiner heutigen
Sitzung hat sich der Aufsichtsrat der GMD - Forschungszentrum
Informationstechnik für die Fusion mit der Fraunhofer-Gesellschaft ausgesprochen
. In seinem Beschluss empfiehlt er die Einhaltung des von Forschungsministerin
Edelgard Bulmahn vorgeschlagenen Fusionstermins bis spätestens 1.1.2002 . Im
Vorfeld der Aufsichtsratssitzung hatten vor allem die Mitarbeiter der GMD
massive Kritik an den Fusionsplänen geäußert . Sie befürchteten , dass bei einem
Zusammengehen von GMD und der ungleich größeren FhG die mehr
grundlagenorientierte Forschungstätigkeit der GMD nicht fortgeführt werden
könnte . Ministerin Bulmahn hält an ihren Fusionsplänen fest . Sie legte ihre
Position Ende März noch einmal in einem offenen Brief an Mitarbeiter der GMD dar
. Vor allem widersprach sie dabei Befürchtungen , dass das Zusammengehen nach
Regeln der FhG abgewickelt werden solle . Auch seien durch die Fusion keine
Standorte der GMD gefährdet . Am 11. April wird die Senatsversammlung der FhG
über das weitere Vorgehen bezüglich der Fusion mit der GMD entscheiden . Nach
dem heutigen Beschluss des GMD-Aufsichtsrates ist wohl nicht damit zu rechnen ,
dass die FhG von dem bislang geplanten Ablauf der Fusion abrücken wird .
Spielerische Bewerbung bei Siemens Der Siemens-Konzern geht neue Wege bei der
Rekrutierung von Mitarbeitern : Seit dem 1. Juni können sich Interessenten
online bewerben - allerdings nicht per Einsendung von Bewerbungsunterlagen oder
dem einfachen Ausfüllen von Formularen , sondern durch die Teilnahme an einem
Internet-Spiel . Den Rahmen des aufwändig gestalteten Spiels Cyco -
Challenge-Unlimited , das allerdings nur mit installiertem Flash-4-Plugin
ausgeführt werden kann , bildet die Aufgabe , eine Weltraumdrohne durch einen
Asteroidengürtel zu steuern und die fiktive Stadt Nouvopolis vor der Bedrohung
durch einen Meteoriten zu retten . Unterwegs wird der Spieler mit bestimmten
Aufgaben konfrontiert : So soll er beispielsweise innerhalb zweier Minuten
möglichst viele Namen für einen perfekten Stadtteil angeben oder seine
Assoziationen mit bestimmten Begriffen mitteilen . Aber auch Fragen zu seiner
Selbsteinschätzung muss er beantworten . Alle Aktionen und Antworten des
Spielers werden aufgezeichnet . Aus den gesammelten Daten erstellt die Software
ein Teilnehmerprofil , auf das Siemens erst nach ausdrücklicher
Einverständniserklärung des Teilnehmers zugreifen kann . Die Spieler können ihr
erstelltes Profil selbst jederzeit einsehen . Kandidaten , die ihr Profil für
Siemens freigeben und die dem Elektronik-Konzern geeignet für eine Mitarbeit
erscheinen , können sich auf eine Einladung zu einem Bewerbungsgespräch freuen .
Aber auch für Teilnehmer , die kein Interesse an einer Beschäftigung bei Siemens
haben oder die nicht zum Gespräch eingeladen werden , kann sich das Spiel lohnen
: Es gibt 100 Handys und drei Formel-1-Wochenenden in Budapest zu gewinnen .
Hinter den Aufgaben und Fragen stehen abgesicherte Testverfahren , versicherte
der zuständige Projektleiter bei Siemens , Michael Crusius . Die Konzeption und
Realisierung des Internet-Spiels hätten Experten aus der zum Siemens-Konzern
gehörenden Qualifizierungsgruppe SQT in Zusammenarbeit mit der auf Mulitmedia
für Bildung und Kommunikation spezialisierten Agentur M.I.T. aus Friedrichsdorf
bei Frankfurt , der Bochumer Firma Eligo , die auf psychosozialen Tests
basierende Software für Personalauswahl entwickelt , und der Firma Webpartner
aus München erarbeitet . Das Resultat dieser Zusammenarbeit stößt auf unerwartet
hohe Resonanz : Hatte Siemens zunächst für die gesamte Laufzeit des Projekts von
sechs Wochen zunächst mit etwa 2000 Teilnehmern gerechnet , haben bis heute
schon über 1200 Spieler ihr Profil für Siemens freigegeben . Mit einigen
Interessenten habe man auch schon Kontakt aufgenommen und um die Einsendung von
Bewerbungsunterlagen gebeten , berichtete Crusius . Er zeigte sich
zuversichtlich , dass das Projekt insgesamt ein Erfolg wird . EU-Kommission will
Internet-Dienstleistungen besteuern Der für den Binnenmarkt zuständige
EU-Kommissar Frits Bolkestein hat heute einen Vorschlag zur Änderung der
sechsten Mehrwertsteuer-Richtlinie ( 77/388/EWG ) vorgelegt , den die
europäische Kommission gebilligt hat . Im Kern besteht der Vorschlag darin , die
bestehende Richtlinie so zu ändern , dass bei allen innerhalb des EU-Gebiets in
Anspruch genommenen elektronischen Dienstleistungen Mehrwertsteuer fällig wird .
Zu den elektronischen Dienstleistungen gehört unter anderem das Bereitstellen
von Software und anderen Files zum Download , das Bereitstellen von
Speicherplatz auf Web-Servern und die Erstellung von Internet-Seiten .
Leistungen dagegen , die außerhalb der EU von Kunden in Anspruch genommen werden
, sind nach wie vor nicht mehrwertsteuerpflichtig . Mit dem Vorschlag soll ein
Schlupfloch geschlossen werden , das für Anbieter innerhalb der EU eine
Wettbewerbsverzerrung bedeutet . Bislang müssen nämlich Anbieter , die außerhalb
der EU ihren Geschäftssitz haben , bei Dienstleistungen , die innerhalb der EU
in Anspruch genommen werden , keine Mehrwertsteuer zahlen . Anbieter innerhalb
der EU werden aber für genau die gleichen Leistungen mit Steuern belegt . Der
Vorschlag betrifft aber keine kostenlos erbrachten Dienstleistungen ; auch der
Handel mit physischen Gütern wie Büchern oder CDs über das Internet ist von der
neuen Richtlinie nicht betroffen . Die Kommission betont , dass es sich bei dem
Vorschlag zur Richtlinienänderung nicht um die Einführung einer neuen Steuer
handelt , sondern um die Anpassung der geltenden Regelungen an den
elektronischen Handel . Das Kommissionspapier sieht eine unterschiedliche
Behandlung von Business-to-business- ( B2B ) und Business-to-consumer-Geschäften
( B2C ) vor . Bei B2B-Transaktionen in die EU und innerhalb der EU muss der
Geschäftskunde die Mehrwertsteuer abführen , bei B2C-Geschäften der Anbieter .
Nicht-EU-Anbieter , die nur mit Geschäftskunden innerhalb der EU handeln ,
müssen sich steuerlich nicht registrieren , da das Abführen der Mehrwertsteuer
ihre Geschäftskunden erledigen . Nicht-EU-Anbieter allerdings , die direkt
Endverbrauchern in der EU ihre Dienste offerieren , werden nach der neuen
Richtlinie verpflichtet sein , sich steuerlich innerhalb der EU registrieren zu
lassen , wenn sie im Jahr mehr als 100.000 Euro im Gebiet der Europäischen Union
umsetzen . Die steuerliche Registrierung muss in dem Land erfolgen , in dem die
erste zu versteuernde Dienstleistung erbracht wurde . Der Mehrwertsteuersatz ist
bei B2B-Geschäften abhängig vom Land , in dem ein Anbieter steuerlich
registriert ist , bei B2C-Geschäften vom Land , in dem der Kunde wohnt . Die
Steuerpflicht auch für Firmen , die ihren Sitz nicht in der EU haben , macht
zudem eine Änderung der Rechtsgrundlage für die Bestätigung der Gültigkeit der
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer - Verordnung ( EWG ) Nr. 218/92 -
erforderlich . Gemäß dieser Verordnung können EU-Staaten bislang die Gültigkeit
der Umsatzsteuer-Identifikationsnummer derjenigen Personen bestätigen , " die an
innergemeinschaftlichen Warenlieferungen oder Dienstleistungen beteiligt sind "
- Artikel 6 der Verordnung ( EWG ) Nr. 218/92 . Der Änderungsvorschlag sieht vor
, dass EU-Staaten jetzt auch die Gültigkeit von
Umsatzsteuer-Identifikationsnummern bestätigen können , die ihren Sitz nicht in
der EU haben . Die Vorschläge werden jetzt an den EU-Ministerrat weitergeleitet
, der nach Anhörung des Europäischen Parlaments und des Wirtschafts- und
Sozialausschusses der EU die Änderungen beschließen kann . Telefonica langt auch
in Peru zu In Peru schließt die spanische Telefongesellschaft Telefonica ihre "
Operation Veronica " ab : Per Aktientausch hat Telefonica seine Beteiligung an
der Telefonica del Peru ( TdP ) von 36,4 auf rund 90 Prozent gesteigert und den
peruanischen Konzern damit unter seine Kontrolle gebracht . Bereits am Anfang
der Woche hatte Telefonica mit ähnlichen Geschäften die Mehrheit an
Telefongesellschaften in Argentinien und Brasilien übernommen . Die Aufstockung
der Telefonica-Beteiligungen in Lateinamerika stehen im Kontext einer
Restrukturierung des spanischen Telekommunikationskonzerns . In Zukunft soll er
nicht mehr nach geographischen Gebieten organisiert werden , sondern nach
Geschäftsbereichen . Als Vorbereitung künfigter Börsengänge will Telefonica
weltweit sein Mobilfunkgeschäft in der Telefonica Moviles und sein Datengeschäft
in der Telefonica Datacorp zusammenlegen . France Telecom steigert Gewinne Der
französische Exmonopolist France Telecom hat im Gegensatz zu einigen seiner
europäischen Konkurrenten wie beispielsweise KPN und Telefonica das erste
Halbjahr 2000 mit einem gegenüber dem Vorjahreszeitraum verbesserten Ergebnis
abgeschlossen . Das bedeutet eine Steigerung um 128,9 Prozent gegenüber dem
Vorjahreszeitraum . Das ist immer noch 7,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum
. Das Gewinnplus ist vor allem auf das Geschäft mit dem Mobilfunk in Frankreich
zurückzuführen . Allerdings hat die insgesamt positive Geschäftsentwicklung
ihren Preis . Gegenüber dem 31.12.1999 hat sich der Schuldenstand von France
Telecom mehr als verdoppelt . Deutscher Chiphändler korrigiert Umsatzerwartung
nach oben Der deutsche Chipgroßhändler ce Consumer Electronics hat seine
Umsatzerwartung für das laufende Geschäftsjahr 2000 um 50 Prozent nach oben
korrigiert . Seine Firma sieht er weltweit momentan auf dem dritten Platz , bis
2004 will er die Marktführerschaft unter den Chip-Brokern gewinnen . Dieses
ehrgeizige Ziel will Lejeune durch Neueinstellungen , Firmenakqusitionen und
elektronische Handelsplattformen erreichen . Die seit dem letzten Jahr
operierende Online-Chip-Börse Virtual Chip Exchange ( VCE ) , ein Joint-Venture
mit dem weltgrößten Chip-Händler Arrow Electronics , soll in diesem Jahr
ebenfalls einen dreistelligen Umsatz erwirtschaften und in die Gewinnzone kommen
. Weitere Handelsplattformen plant der Konzern in den Bereichen Lizenzhandel ,
Unterhaltung und Logistik . Die Börse honorierte die Verbesserung der
Umsatzprognose , die ce gestern abend bekannt gab , mit einem starken Kursschub
: Nach dem gestrigen Aktiensplit im Verhältnis 2:1 kostete die ce-Aktie um 11:20
Uhr 52 Euro . Europäische Provider-Fusion kurz vor dem Abschluss T-Online ist
kurz davor , mit einem neuen ernstzunehmenden Konkurrenten auf dem europäischen
Providermarkt konfrontiert zu werden : Der italienische Internet-Dienstleister
Tiscali und der niederländische Provider World Online gaben heute bekannt , dass
ihre Fusionsverhandlungen kurz vor dem Abschluss stehen . Auf ihre Veranlassung
hin wurden die Aktien der beiden Unternehmen , also die von Tiscali am Nouvo
Mercato in Mailand und die von World Online an der Amsterdam Stock Exchange ,
heute vom Handel ausgesetzt , bis weitere Details über den Zusammenschluss
bekannt gegeben werden . Diese Summe müsste World Online nach Meinung von
Analysten noch von seinem Börsengang im März übrig haben . Damit würde Tiscali
zum zweitgrößten Internet-Provider in Europa nach T-Online aufsteigen und hätte
seinen Vorrat an liquiden Mitteln gut aufgefüllt . Wegen des schlechten
Börsenklimas musste Tiscali im Mai eine Kapitalerhöhung absagen , was dem
Unternehmen einen Mangel an Barmitteln beschert hatte . An den Börsen stehen
beide Internet-Dienstleister nicht besonders gut da . Der Kurs des Wertpapiers
von World Online ist seit dem Börsengang kontinuierlich gefallen , nicht zuletzt
aufgrund der Machenschaften der ehemaligen Chefin des niederländischen Providers
, Nina Brink . Die Aktien kamen für 43 Euro auf den Markt und kosteten gestern
nur noch 15,80 Euro . Noch etwas besser , wenn auch nicht rosig , sieht es für
Tiscali aus : Die Aktien dieses Unternehmens kosteten gestern 45,87 Euro , etwa
60 Prozent weniger als beim Höchststand im März . Während sich der Kurs von
World Online in den letzten Wochen leicht erholte , ging es mit Tiscali weiter
bergab . Deutsche Elektroindustrie im Aufwind Der Zentralverband Elektrotechnik-
und Elektronikindustrie ( ZVEI ) hat heute die Kennzahlen der deutschen
Elektroindustrie für das erste Halbjahr 2000 vorgestellt . Für das zweite
Halbjahr erwartet er also eine deutlich geringere Wachstumsrate der Branche .
Nicht zuletzt führt Harting das auf ein Nachlassen der Anschubeffekte durch den
schwachen Euro zurück . Der Präsident des ZVEI teilte weiter mit , dass sein
Verband im Bereich der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie im Jahr 2000
insgesamt rund 25.000 neue Arbeitsplätze schaffen werde . Nach dem Ende des
ersten Halbjahrs lag die Zahl der Beschäftigten in der Branche bei 862.500 . Wie
derzeit alle Hightech-Branchen hat auch die Elektroindustrie Probleme , ihre
Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern zu decken . Die größten Wachstumsimpulse
kommen nach Mitteilung des ZVEI aus investitionsnahen Wirtschaftsbereichen wie
der Kommunikationstechnik , der Kfz-Elektronik und zunehmend aus dem
Maschinenbau . Elektro-Hausgeräte und Unterhaltungselektronik zeigten dagegen
ein deutlich geringeres Wachstum . Die Branchen der Elektroindustrie , die von
der Baukonjunktur und den Energieversorgungsunternehmen abhängig seien ,
profitieren nach Aussage des ZVEI am wenigsten von dem Kojunkturschub .
Bertelsmann verschenkt PCs - außerhalb Deutschlands Der Medienkonzern
Bertelsmann hat heute die bereits im März angekündigte Aktion gestartet , mit
der er alle seine rund 75.000 Mitarbeiter weltweit ans Netz bringen will . Wie
der Konzern mitteilte , kann die Belegschaft in 14 Ländern einen komplett
ausgestatteten Multimedia-PC mitsamt Drucker und Software bestellen , der je
nach Ausstattung kostenlos oder für eine geringe Zuzahlung geliefert wird - nur
in Deutschland wird dies zunächst nicht möglich sein . Hierzulande verhindert
nämlich die Steuergesetzgebung , dass die PCs wirklich verschenkt werden können
. Wie Manfred Harnischfeger , Sprecher des Medienkonzerns , auf Anfrage von c't
mitteilte , würden aufgrund der Behandlung des PC-Geschenks als so genannter
geldwerter Vorteil bei einem ungefähren Wert des PC von 2500 Mark noch einmal
rund 1300 Mark Steuern fällig . Diese Steuern könne Bertelsmann nicht übernehmen
, sie müssten von den Mitarbeiter getragen werden . Harnischfeger hofft , dass
diese Besteuerung zum 1. Januar 2001 durch eine Änderung der Steuergesetzgebung
wegfällt . Bertelsmann will die Geschenk-Aktion in Deutschland daher erst am 1.
Januar 2001 starten . In der Standardausstattung des " Bertelsmann
Internet-Pakets " , das der Konzern komplett bezahlen will , ist ein Compaq
Deskpro EXS C 633 enthalten , der mit einer Celeron-633-CPU , 128 MByte
Hauptspeicher , 10 GByte Festplatte , 48fach CD-ROM-Laufwerk und 17-Zoll-Monitor
ausgestattet ist . Bei allen Rechnern ist ein V90-Modem , ein HP DeskJet 640 C
sowie ein Softwarepaket mit Windows 98 , Word 2000 und diversen Norton- und
Compaq-Utilities dabei . Neben den PCs stellt der Medienkonzern seinen
Mitarbeitern auch einen vorkonfigurierten Internetzugang mit E-Mail-Adresse und
Webspace für eine eigene Homepage bereit . Über von Land zu Land möglicherweise
unterschiedliche Provider kommen die Bertelsmann-Angestellten auf eine spezielle
Portalseite , die Bertelsmann zusammen mit Lycos betreibt und von der aus die
Bertelsmann-Belegschaft ins Netz starten kann . Sollten für den Zugang
allerdings Telefongebühren anfallen , so übernimmt der Konzern diese nicht .
Thomas Middelhoff , Vorstandsvorsitzender von Bertelsmann , hob die Bedeutung
des Internet für die moderne Gesellschaft hervor und bezeichnete es als "
Schlüssel für die Zukunft " . " Bertelsmann will seine Mitarbeiter und deren
Familien an diesem Fortschritt teilhaben lassen - ein wertvoller Schritt zur
Zukunftssicherung " . Middelhoff betonte , dass Bertelsmann bei den Geschenken
nicht die Einrichtung von Heimarbeitsplätzen im Sinn habe , sondern dass die
private Nutzung im Vordergrund stehe . Dell machte Sonderangebote wider Willen
Mit einem ganz besonderen Angebot erfreute der Computer-Hersteller Dell Ende
Oktober seine Kunden . Sie konnten über den US-Online-Shop Desktops der
Dimension-L-Serie zu Preisen um teilweise mehrere hundert US-Dollar unter dem
regulären Verkaufspreis bestellen . Allerdings handelte es sich bei den
Sonderangeboten nicht um eine wohl ausgeklügelte Produkt-Promotion , sondern um
einen Fehler im Shop-System . Dieses hatte Preisnachlässe aus mehreren
Rabatt-Aktionen gleichzeitig eingesetzt . Für die Kunden entwickelte sich daraus
ein Wechselbad der Gefühle . Sehr viele hatten Kenntnis von den Discount-Preisen
aufgrund eines Hinweises bei techbargains.com , einer Webseite , die über
Sonderangebote der Computer-Branche berichtet . Die einsetzende Welle von
Bestellungen machte Dell auf den Fehler aufmerksam , sodass das Angebot am
nächsten Tag gestoppt wurde . Dell beschied seinen Sonderangebotskunden zunächst
, dass die Preisangaben auf einem Irrtum beruhten und sie für die bestellten
Rechner sehr viel mehr zu zahlen hätten . Als daraufhin viele Kunden ihre
Bestellung zurückzogen , besann das Unternehmen sich anders und beschloss , die
Dimension-L-Computer doch noch zu den im Online-Shop angezeigten Preisen
auszuliefern . Dell-Sprecher Tom Kehoe erklärte dies mit der Hoffnung , die
enttäuschten Interessenten zurückgewinnen zu können . Dell werde ihnen nun
Angebote für ihre Wunschrechner zu den ursprünglich angegebenen Discount-Preisen
zuschicken . Börsenstart von Transmeta nicht ohne Missklänge ( Update ) Die
Aktien des Prozessor-Herstellers Transmeta werden für 21 US-Dollar pro Stück
ausgegeben . Mit dieser Preisfindung endete gestern das Bookbuilding-Verfahren .
Eine mehrfache Erhöhung der Preisspanne für das Bookbuilding spiegelt die starke
Nachfrage nach Wertpapieren von Transmeta wieder . Erst am vergangenen Freitag
erhöhten die den Börsengang begleitenden Konsortialbanken die ursprüngliche
Preisspanne von 11 bis 13 US-Dollar auf 16 bis 18 US-Dollar . Die endgültige
Bewertung der Aktien mit 21 US-Dollar bedeutet fast eine Verdopplung des
Unternehmenswerts gegenüber den ursprünglichen Schätzungen : Nach Meinung vieler
Analysten könnte der Börsenstart von Transmeta das Klima für Börsengänge
deutlich verbessern . Das gerade für High-Tech-Werte sehr schwierige Marktumfeld
hatte nämlich dazu geführt , dass immer mehr Unternehmen ihren Börsengang
verschoben oder abgeblasen hatten . Ursprünglich wollen im Oktober
beispielsweise 61 Firmen an die Börse gehen , nur 26 führten diesen Plan dann
aber auch tatsächlich durch . Erstaunlich ist das Vertrauen , das die Investoren
Transmeta und dem Markterfolg seiner Prozessoren entgegen bringen . Als das
Unternehmen im Frühjahr nach fünf Jahren Entwicklungsarbeit ihren
Crusoe-Prozessor vorstellte , erntete es überwiegend positive Kritik . Eine
Reihe namhafter Unternehmen kündigte an , Produkte mit Crusoe-Prozessor
vertreiben zu wollen . Transmeta-Chef David Ditzel konnte es dann auch nicht
lassen , die eine oder andere Spitze gegen die Branchen-Riesen Intel und AMD
auszufahren . Was aber in der Theorie Begeisterungsstürme hervorrief , scheint
in der Praxis nicht so gut zu klappen . IBM auf jeden Fall gab letzte Woche
bekannt , die Entwicklung eines neuen Notebooks der ThinkPad-Serie mit
Crusoe-Prozessor vorerst auf Eis zu legen . Allerdings fügte Big Blue hinzu ,
dass man weiterhin mit Transmeta zusammenarbeiten wolle . Seit kurzem kursieren
zudem Gerüchte , dass auch Compaq zunächst keine Produkte mit
Transmeta-Prozessoren herstellen werde . Compaq gehört genauso wie Sony ,
Hitachi , Fujitsu and NEC zu den Firmen neben IBM , die den Crusoe in ihren
Geräten verbauen wollten . Man sei zu dem Schluss gekommen , dass die Idee des
Crusoe zwar gut , aber noch nicht marktreif entwickelt sei . Messungen im
c't-Labor mit einem Sony Vaio C1VE ergaben eine mittlere Leistungsaufnahme von
3,2 W im Vergleich zu 5,4 W eines auf 500 MHz getakteten Mobile Pentium III (
c't 22/2000 , S. 112 ) , wobei die Rechenleistung des Crusoe eher auf unterem
Pentium-Niveau lag . Transmeta selbst darf aufgrund des bevorstehenden
Börsengangs momentan nicht zu diesen Vorgängen Stellung beziehen - was die
Anleger offensichtlich auch nicht stört . IBMs Entscheidung , das
Crusoe-Notebook vorerst nicht produzieren zu lassen , führte jedenfalls nicht
dazu , dass die Nachfrage nach Transmeta-Aktien zurückging . Ob der
Handelsbeginn von den Gerüchten über die Probleme mit Compaq negativ beeinflusst
wird , wird sich in Kürze zeigen . Bislang rechneten die Analysten damit , dass
die Aktien des Prozessor-Herstellers zu einem Preis von bis zu 80 US-Dollar in
den Handel kommen . GMD-Betriebsrat : " Sture Umsetzung des politischen Willens
" Die Stimmung bei den Gegnern des Zusammenschlusses der beiden
Forschungseinrichtungen Fraunhofer Gesellschaft ( FhG ) und GMD -
Forschungszentrum Informationstechnik hat mittlerweile einen Tiefstand erreicht
. Nachdem am vergangenen Freitag der GMD-Aufsichtsrat den Gesellschafter
empfohlen hatte , die Anteile der GMD zum 1. Januar 2001 , spätestens aber zum
1. Juli 2001 auf die FhG zu übertragen , steht der Umsetzung der Fusion
praktisch nichts mehr im Weg . Gesellschafter der GMD sind der Bund und die
Länder Nordrhein-Westfalen , Berlin und Hessen , wobei der Bund mit einem Anteil
von 90 Prozent der mit Abstand wichtigste Gesellschafter ist . Und dessen
erklärter Wille ist es bekanntlich , dass sich beide Forschungseinrichtungen
zusammenschließen . Bernd Hartkopf , der Vorsitzende des GMD-Gesamtbetriebsrats
, kritisierte heute in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa noch einmal
das Prozedere der Fusion . " Es wurde stur der politische Wille umgesetzt , ohne
die Grundlagen der Fusion ausreichend zu beleuchten oder berechtigte Einwände zu
berücksichtigen " , beschwerte er sich . Seiner Ansicht nach ist die
Forschungskultur von GMD und FhG viel zu unterschiedlich , als dass die Fusion
gelingen könnte . Die Arbeit bei der GMD sei viel mehr an Grundlagenforschung
orientiert als die Arbeit bei der FhG . In einer erweiterten FhG bestünde die
Gefahr , dass die GMD-Wissenschaftler abwanderten , da sie Grundlagenforschung
nicht mehr so betreiben könnten wie bisher . Auch die Perspektiven für rund 600
Mitarbeiter bei der GMD seien noch nicht klar . Während 800 der insgesamt 1400
GMD-Wissenchaftler wie bisher an den Standorten Sankt Augustin , Berlin und
Darmstadt arbeiten könnten , drohten für die restlichen 600 Mitarbeiter
Versetzungen über das gesamte Bundesgebiet . Um ein Konzept für alle
GMD-Mitarbeiter zu erarbeiten , hätte man nur wenige Monate mehr Zeit gebraucht
. Amazon-Tochter erregt Interesse der FTC Die US-amerikanische
Handelsaufsichtsbehörde Federal Trade Commission ( FTC ) untersucht derzeit
Vorwürfe , dass die Monitoring-Software Alexa ohne Wissen der Nutzer persönliche
Daten sammele und weitergebe . Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet ,
hat die FTC entsprechende Anfragen an Alexa Internet , einer Tochtergesellschaft
des weltgrößten Online-Retailers Amazon , gestellt . Amazon beschwichtige aber :
Es handele sich bei dem Vorstoss der FTC lediglich um ein " informatives
Auskunftsersuchen " . Eine weitere Bewertung der Vorwürfe wollte man nicht
vornehmen . Alexa wurde von Brewster Kahle , dem Entwickler des Standards für
Wide Area Information Servers ( WAIS ) und Gründer des Projekts Internet Archive
, programmiert und wird von ihm unter dem Dach der Alexa Internet vermarktet .
Auf dem Rechner eines Nutzers installiert , protokolliert die Software
Surf-Bewegungen , sammelt statistische Daten über die besuchten Seiten und
konstruiert anhand verfolgter Links Verwandtschaften zu anderen Seiten .
Informationen über Surf-Gewohnheiten werden an den Alexa-Server gesendet und
dort gespeichert . Der Server fasst Seiten , die nacheinander aufgerufen wurden
, zu thematisch verwandten Gruppen zusammen . Auf der Internet-Seite von Alexa
wird neben Bewsters Software auch zBubbles , ein Shopping-Tool von Amazon , zum
Download angeboten . zBubbles kann auf Daten über Shopping-Gewohnheiten von
Alexa-Nutzern zurückgreifen und soll laut Amazon auf die jeweils besten Angebote
im Datenfundus hinweisen . Der privacy policy auf der Homepage von Alexa
Internet ist zu entnehmen , dass die zusammengetragenen Daten zwar intern
weiterverarbeitet und auch verkauft werden . Genau dies bestreitet ein Kläger
aus San Francisco . Er wirft Alexa Internet vor , personalisierte Informationen
über seine Surf-Gewohnheiten an Amazon weitergegeben zu haben . Dass dies
technisch möglich ist und auch praktiziert wurde , behauptete Sicherheitsexperte
Richard Smith in einem Brief an Amazon-Chef Jeff Bezos . Er sieht in dieser
Praxis einen Verstoss gegen datenschutzrechtliche Bestimmungen der Vereinigten
Staaten . Aber er betont , dass diese Daten nicht dauerhaft gespeichert und
nicht mit den Surf-Gewohnheiten einer Person in Verbindung gebracht werden
können . Sicherlich wäre es vorschnell , gerade Kahle , einem Pionier des
Internets , der sich schon 1992 in seinem Aufsatz " Ethics of Digital
Librarianship " mit Fragen des Persönlichkeitsschutzes im WWW auseinandergesetzt
hat , zu unterstellen , dass er die von Alexa gesammelten Daten personalisiert
weitergebe . Aber die Bedenken von Smith - der Kahles Integrität nicht in
Zweifel zieht - erscheinen berechtigt : Datenschutz darf sich nicht im Vertrauen
auf die Versicherung der Unternehmen erschöpfen , keine personalisierten
Informationen über Kunden weiterzugeben . Technologie-Börse Nasdaq überschreitet
5000er-Grenze Erstmals in seiner Geschichte hat der Nasdaq-Composite-Index am
Dienstag die 5000er-Marke überschritten . Während des regulären Handels
kletterte er kurzfristig auf einen Höchststand von 5006,78 Punkten , schloss
allerdings bei 4.847,84 Punkten . Der Dow-Jones-Index fiel am Dienstag um 374,47
Punkten und schloss bei 9.796,03 , also unterhalb der Grenze von 10.000 Punkten
. Die Entwicklung der beiden Indices ist damit gegenläufig . Der von Werten der
klassischen Industrie bestimmte Dow-Jones fällt seit seinem Hoch von über 11.500
Punkten Mitte Januar kontinuierlich . Der aus Technologiewerten gebildete
Nasdaq-Composite-Index dagegen steht momentan doppelt so hoch wie vor einem Jahr
. Er übersteigt in immer kürzeren Abständen eine Tausendermarke nach der anderen
. Für die nächsten tausend Punkte brauchte er nur noch drei Jahre . Und nach
einer kurzen Schwäche zu Beginn diesen Jahres , als er noch einmal unter 4000
Punkte fiel , geht es seitdem wieder bergauf . Allerdings ruft dieser Aufschwung
nicht nur positive Reaktion hervor : Während er die Anleger freut , sind
Nationalbank und Börsenaufsicht skeptisch . Auf einem Anfang der Woche vom
Boston College veranstalteten Seminar über die so genannte New Economy warnten
Alan Greenspan , Vorsitzender des Federal Reserve Systems , und Arthur Levitt ,
Präsident der Securities and Exchange Commission , vor den Risiken , die mit der
rasanten Entwicklung des Nasdaq verbunden sind . Greenspan wies zum wiederholten
Male auf seine Sorge hin , dass die Wirtschaft zu schnell im Verhältnis zu den
verfügbaren Arbeitskräften wachse und sich zunehmend von Importen abhängig mache
. " Die Nachfrage nach Konsumgütern und Dienstleistungen darf nicht auf lange
Sicht das Wachstum der Zulieferer übersteigen " , sagte Greenspan .
Finanzexperten sehen in Greenspans Äußerungen eine verklausulierte Ankündigung
für eine erneute Anhebung der Leitzinsen - die letzte Erhöhung erfolgte erst am
2. Februar . Levitt befürchtet , dass die Entwicklung der Kurse im
Technologiebereich immer weniger von der Wirtschaftskraft der notierten
Unternehmen abhängt und immer mehr von Spekulationen und der Hoffnung auf
schnelle Gewinnmitnahme bestimmt wird . Er kritisierte eine zunehmende
Missachtung fundamentaler ökonomischer Prinzipien bei den Anlegern . Cap Gemini
und Cisco gründen Internet-Unternehmen Die neue Firma soll Produkte und
Dienstleistungen rund ums Internet an Geschäftskunden verkaufen . Zielgruppe
sind zunächst Telefongesellschaften und Internet-Dienstleister in Europa . Cap
Gemini soll der Vereinbarung entsprechend 95,1 Prozent der Anteile am neuen
Unternehmen halten und 4.600 Mitarbeiter stellen . Für Cisco ist eine
Minoritätsbeteiligung von 4,9 Prozent vorgesehen . Von den Netzwerker sollen 50
bis 100 Mitarbeiter in dem Joint Venture arbeiten . Der Verkauf von Anteilen an
Dritte ist nicht geplant , sagte Paul Hermelin von Cap Gemini . Nach Aussagen
eines Sprechers von Cap Gemini Deutschland verfolgt man mit der Gründung des
Joint Ventures das Ziel , Cisco in eine feste Partnerschaft einzubinden . Den
Vorstandsvorsitz soll Alexandre Haeffner übernehmen , der zur Zeit dem Bereich
Telekom und Media bei Cap Gemini vorsteht . Aber auch für Cisco ist das Joint
Venture zum Ausbau seiner Marktposition in Europa nicht uninteressant : Die
Verkäufe der Netzwerker wuchsen europaweit im letzten Jahr um 50 Prozent - nur
Asien wies eine größere Steigerungsrate auf . Bankenfusion : Privatkunden ins
Internet Was auch immer die angekündigte " enge Zusammenarbeit " der Dresdner
und der Deutschen Bank mit sich bringen wird , die seit gestern die
Öffentlichkeit beschäftigt - nicht zuletzt ist sie für die beiden Geldinstitute
deshalb attraktiv , weil sie damit ihr eher unrentables Privatkundengeschäft
zusammen- und ins Internet verlegen können . Internet-Banking verspricht
deutliche Einsparpotenziale . Finanzexperten gehen davon aus , dass beide
Bankhäuser im Falle der Fusion ein gemeinsame Bank für Privatkunden bilden
werden . Auch der Allianz Gruppe , die Aktien von der Dresdner und der Deutschen
Bank hält , sagt man ein Interesse nach , sich in das Filialnetz einer solchen
Bank einzuklinken - schließlich hätte der Versicherer dann direkten Zugang zu
den Privatkunden von Dresdner und Deutscher Bank . Sie sehen die Arbeitsplätze
von etwa 5.000 der derzeit 30.000 Mitarbeiter im Privatkundenbereich in Gefahr .
Wie die anderen großen deutschen Bank auch setzen Dresdner und Deutsche Bank
verstärkt auf die Integration des Internet in die Geschäftsabläufe . Das spart
Kosten für Bank und Kunde und ist für die vielbeschäftigten Mitglieder der
Internet-Generation attraktiv , die sich nicht mehr mit kurzen Öffnungszeiten
herumquälen müssen . Diejenigen aber , die sich keinen Internetanschluss leisten
können oder wollen , müssen sich spätestens dann ernstlich Sorgen um ihre
Bankanbindung machen , wenn die ersten Geldinstitute anfangen , ihre Filialnetze
für Privatkunden ganz dicht zu machen . MP3.com schließt Lizenzvertrag mit
Musiker-Vertretung ab Das Internet-Unternehmen MP3.com , das kürzlich ein
US-Richter für schuldig befunden hatte , mit seinem Dienst my.mp3.com gegen
geltendes Copyright zu verstoßen , hat ein Lizenzabkommen mit der Broadcast
Music Inc. ( BMI ) abgeschlossen . Die BMI ist eine der beiden größten
US-amerikanischen Rechte-Verwertungsgesellschaften für Musik . In ihr , einem
Pendant der deutschen Verwertungsgesellschaft GEMA , sind über 250.000
Songwriter , Komponisten und Musik-Verleger organisiert . Allerdings sind
bislang noch keine Details der Vereinbarung bekannt . In dem Diskussions-Forum
auf der Website von MP3.com taucht vor allem die Frage immer wieder auf , ob die
durch die BMI repräsentierten Künstler jetzt von Gebührenzahlungen durch MP3.com
profitieren könnten . Auch stellt sich die Frage , ob MP3.com beabsichtigt ,
seinen Dienst my.mp3.com einzustellen : Wenn MP3.com die Titel der BMI-Musiker
aufgrund des Lizenzabkommens einfach abspielen darf , muss niemand mehr die
entsprechenden Stücke bei einem Kauf der Original-CD freischalten . my.mp3.com
wäre also in der derzeitigen Form überflüssig . National Semiconductor
übertrifft Analysten-Erwartungen Auch der kalifornische Chiphersteller National
Semiconductor profitiert vom Boom der Halbleiterindustrie : Er hat in seinem
ersten Geschäftsquartal 2001 , das am 27. August endete , ein Finanzergebnis
vorgelegt , das die Erwartung der Analysten weit übertrifft . Das Ergebnis
bedeutet auch eine klare Steigerung gegenüber dem Vorjahresquartal . Auch die
Gewinnmarge aus dem operativen Geschäft konnte National Semiconductor gegenüber
dem letzten Jahr deutlich ausweiten : Sie stieg von 38,4 Prozent auf 53 Prozent
, womit sie ebenfalls über dem von Analysten erwarteten Wert von 51,9 Prozent
liegt . Der Chiphersteller erwartet nach dem Umsatzanstieg von 33 Prozent
gegenüber dem Vorjahresquartal für das nächste Geschäftsquartal einen Anstieg
von 35 Prozent übers Jahr , was einer Wachstumsrate von sechs bis acht Prozent
gegenüber dem ersten Geschäftsquartal 2001 entspricht . Er begründet dies mit
der Erwartung einer weiter steigenden Nachfrage nach Chips vor allem für Geräte
aus dem Bereich der Kommunikationstechnik . Voicestream-Deal der Deutschen
Telekom vor dem US-Repräsentantenhaus Die geplante Übernahme des
US-amerikanischen Mobilfunkanbieters Voicestream durch die Deutsche Telekom hat
gestern den Unterausschuss Telekommunikation des US-amerikanischen
Repräsentantenhauses beschäftigt . In einer Anhörung befasste sich das Gremium
mit der Frage , ob ausländische Telekommunikationsfirmen , die mehrheitlich im
Besitz eines ausländischen Staats sind , US-amerikanische Telefonunternehmen
übernehmen dürfen . Schon als noch darüber spekuliert wurde , ob die Deutsche
Telekom einen Telekommunikationsanbieter in den USA kaufen werde , hatten
Politiker um den US-Senator Ernest Holling eine Gesetzesinitiaitve gestartet ,
die eine solchen Deal unmöglich machen sollte . EU-Handelskommissiar Pascal Lamy
hatte sich daraufhin an seine US-amerikanische Kollegin Charlene Bashevesky ,
die Chefin der US-Handelsbehörde US Trade Representative ( USTR ) , gewandt und
sie darauf hingewiesen , dass ein solches Gesetz dem 1997 im Rahmen der World
Trade Organization ( WTO ) unterzeichneten Telekommunikations-Abkommen
widersprechen würde , durch das die USA Fusionen und Übernahmen von
Telekommunikationsgesellschaften durch Unternehmen aus Ländern , die das
Abkommen ebenfalls unterzeichnet haben , ermöglicht hatte . Auch die European
Public Telecommunications Network Operators Association ( ETNO ) hatte die USA
an ihre Verpflichtungen aus dem WTO-Abkommen erinnert . Die Anhörung vor dem
Ausschuss bot nun ein sehr inhomogenes Meinungsbild in diesen Fragen . Holling ,
der als Zeuge geladen war , hielt weiterhin an seiner Meinung fest , dass die
Übernahme von Voicestream durch die Deutsche Telekom nicht zulässig sei . " Wir
wissen sehr gut , dass wir 1996 nicht die Deregulierung beschlossen haben , um
Unternehmen aus der Kontrolle der amerikanischen Regierung zu entlassen , um sie
unter die Kontrolle der deutschen Regierung zu stellen " , sagte der Senator .
Er äußerte die Befürchtung , dass die Deutsche Telekom mit der Übernahme von
Voicestream in den US-amerikanischen Markt eindringe um sich dann die
Telefongesellschaft Sprint zu schnappen . Dem Vernehmen nach sympathisieren
einige US-Politiker mit Hollings Position , sind sich aber untereinander nicht
unbedingt einig . So haben die beiden US-Repräsentaten Ed Markey und John
Dingell separat einen ganz ähnlichen Gesetzentwurf wie Holling eingebracht . Der
amerikanische Telekommunikationsmarkt sei offen für andere Unternehmen , solange
sie nicht von anderen Regierungen kontrolliert würden , sagte Markey . Man wolle
eine Dot.Com-Revolution forcieren , keine Dot.Gov-Revolution . Andere Politiker
wie die beiden US-Repräsentatinnen Anna Eshoo und Karen McCarthy warnten davor
die Gesetze zu verschäfen , noch bevor sie überhaupt gebrochen seien . Fast alle
Politiker waren sich darin einig , dass die ausländischen Regierungen ihre
Anteile an Telekommunikationsunternehmen schneller verkaufen sollten als dies
bisher geschehen sei . NTT beispielsweise sei noch zu 53 Prozent unter Kontrolle
der japanischen Regierung , die Deutsche Telekom zu 56 Prozent im Besitz des
Bundes , France Telecom gehöre noch zu 54 Prozent dem französischen Staat ,
führte der Kongress-Abgeordnete Tom Bliley aus . Das WTO-Abkommen von 1997 sei
unter der Voraussetzung unterzeichnet worden , dass die staatlichen
Telefongesellschaften im Zuge der Deregulierung privatisiert werden . Wenn dies
schon in ausreichendem Umfange geschehen wäre , müssten sich die Unternehmen
keine Sorgen über neue Gesetze machen , fügte der Vorsitzende des
Unterausschusses , Billy Tauzin hinzu . Er forderte die USTR auf , mehr Druck
auf die anderen Regierungen auszuüben , dass sie ihre Unternehmensanteile
verkaufen . Richard Fischer , Abgesandter der USTR , gab zu bedenken , dass eine
Gesetzgebung im Sinne Hollings oder Dingells im Ausland protektionistisch wirken
würde . Sie würde vor allem den Bemühungen der USA zuwiderlaufen , Märkte wie
den in China auch für US-amerikanische Unternehmen zu öffnen . Außerdem wies es
darauf hin , dass Repressalien gegen die Deutsche Telekom ähnliche Behinderungen
für amerikanische Unternehmen im Ausland nach sich ziehen könnten . " Wir
predigen überall den freien Handel " , sagte er . Es stünde den USA schlecht zu
Gesicht , wenn das Land dann selbst diese Linie verlassen würde . Auch der Chef
der US-amerikanischen Regulierungsbehörde Federal Communication Commission ( FCC
) , William Kennard , mahnt zur Gelassenheit . Seine Behörde werde die
Übernahmepläne der Deutschen Telekom genauestens prüfen und entscheiden , ob sie
eine Gefahr für den Wettbewerb oder die nationale Sicherheit darstellen .
Schließlich sei die FCC vom Kongress dazu mit ausreichend Autorität ausgestattet
. " Wir haben genug Mittel an der Hand , um den Job zu erledigen " , sagte
Kennard in der Anhörung . Nachdem das US-amerikanische Justizministerium ( DOJ )
die Übernahme von Voicestream durch die Deutsche Telekom gestern genehmigt hatte
, steht jetzt noch das Votum der FCC und des Committee on Foreign Investment in
the United States ( CIFUS ) aus . Zu guter letzt muss dann noch der Präsident
der Vereinigten Staaten zustimmen . Das Justizministerium prüfte allerdings die
Übernahmepläne nur im Blick auf Verstösse gegen Antitrust-Gesetze , FCC und
CIFUS müssen die eingentlich strittige Frage entscheiden , ob der Staatsanteil
an der Deutschen Telekom die Übernahme von Voicestream verhindert . Hintergrund
: Gute und böse Links Am 17. August knallten bei der Motion Picture Association
of America ( MPAA ) die Korken : Beides untersagte ihm das Gericht .
Mittlerweile hat die MPAA damit begonnen , weltweit auch andere Betreiber von
Web-Sites abzumahnen , die DeCSS verbreiten oder Links auf Sites mit DeCSS
bereitsstellen . Kaplan begründete seine Entscheidung damit , dass es nach dem
Digital Millenium Copyright Act ( DMCA ) verboten sei , Kopierschutzmaßnahmen zu
umgehen . DeCSS sei aber genau für diesen Zweck geschrieben . Also sei die
Verbreitung dieses Programms illegal . Für besonderes Aufsehen sorgte die
Auflage des Richters , nicht nur DeCSS nicht zu verbreiten , sondern auch Links
auf Web-Sites zu entfernen , über die DeCSS verbreitet wird . Nach Kaplans
Rechtsauffassung ist nicht nur die Verbreitung das Programm rechtswidrig ,
sondern sind auch Links illegal , die zu dem Zweck in eine Web-Seite integriert
werden , das Entschlüsselungsprogramm zu verbreiten . Was an der Entscheidung
des Richters bislang wenig Beachtung gefunden hat ist ein Passus , in dem er die
Illegalität der Links von Bedingungen abhängig macht . So könnte Corley
Web-Sites , über die DeCSS vertrieben wird , dann verlinken , wenn er diesen
Link aus anderen Gründen als der Verbreitung der Entschlüsselungssoftware setzen
würde . Kaplan erachtet es aber als erwiesen , dass dies gerade bei Corley nicht
der Fall sei . Die Unterscheidung von " guten " und " bösen " Links ist in der
Rechtsprechung ein Novum . Kaplan führte sie aus Sorge um die Entwicklung des
Webs ein . Wenn ein Web-Site-Betreiber befürchten müsse , dass seine Links auf
andere Seiten eventuell illegal sein oder werden könnten , bestünde die Gefahr ,
dass er im Zweifelsfall auf die Links verzichten würde . Das würde dem World
Wide Web schweren Schaden zufügen , da es gerade die Links seien , die das
weltumspannende Netz zusammen hielten . Nicht alle Juristen sind glücklich mit
Kaplans Begründung . Eugene Volokh , Professor für Recht an der University of
California Los Angeles ( UCLA ) , befürchtet beispielsweise , dass es bei dieser
Rechtsprechung für Ankläger sehr leicht sei zu behaupten , der Beschuldigte
hätte bestimmte Konsequenzen beabsichtigt . Andere Rechtswissenschaftler halten
Kaplans Link-Analyse für " aufdringlich " . Viele Leute müssten sich auf
Nachforschungen gefasst machen , warum sie bestimmte Links gesetzt hätten . Aber
Kaplans Ausführungen treffen auch auf Zustimmung . Wirtschaftslobby warnt vor
Schnellschüssen bei Cybercrime-Bekämpfung Die im Global Internet Project
zusammengeschlossenen " Führer der Internet-Revolution " , wie sie sich selbst
bezeichnen , haben sich auf einem Workshop über " Sicherheit , Privacy und
Zuverlässigkeit im Next Generation Internet " in Berlin gegen eine schnelle
Verabschiedung der Cybercrime-Konvention des Europarates ausgesprochen .
Insgesamt seien die Vorschriften zu weit ausgelegt und würden auch legitime
Aktivitäten im Netz behindern . Tom Evslin , Chef der auf Internet-Telefonie
spezialisierten Firma ITXC , beanstandete , dass in dem Entwurf nach wie vor ein
Verbot sämtlicher " Hacker-Tools " vorgesehen ist . " Die Werkzeuge , die
Cyber-Kriminelle verwenden , um Internet-Dienste zu unterbrechen , sind
dieselben , die Security-Beauftragte nutzen , um das Internet und seine User zu
schützen " , sagte das Mitglied der GIP-Spitze . Dieser klare Widerspruch zeige
, dass vor der Annahme eines Pakets mit derart entscheidenden
Regulierungsansätzen noch einige Hausaufgaben gemacht werden müssten . Der
Europarat hat eigentlich vor , die Konvention im Dezember zur Unterschriftsreife
zu bringen . Die GIP-Mitglieder forderten das Gremium , in dem neben den Staaten
der EU andere europäische Staaten Mitglieder sind , und das die
Cybercrime-Konvention auch zusammen mit außereuropäischen Staaten wie den USA
erarbeitet , nun allerdings auf , diese Deadline zu verschieben und in einen
stärkeren Dialog mit der Wirtschaft zu treten . Generell ermahnten die
Netzexperten , zu denen auch der TCP/IP-Miterfinder Vint Cerf gehört , die
Regierungschefs weltweit , keine " ausgedienten " Regulierungsmodelle auf das
Internet zu übertragen . Statt dessen sollten Politiker gerade vor
Schnellschüssen in den Bereichen Datenschutz und Netzsicherheit technologische
Lösungen aus dem Unternehmenssektor in Erwägung ziehen . Mehr in Telepolis :
Vodafone steigt bei Swisscom ein Der Schweizer Ex-Monopolist Swisscom und das
weltweit größten Mobilfunk-Unternehmen Vodafone haben ein Abkommen über eine
strategische Partnerschaft und eine Beteiligung von Vodafone am
Mobilfunkgeschäft von Swisscom geschlossen . Die Kooperationsvereinbarung von
Swisscom und Vodafone beinhaltet außerdem den Austausch von technischem Know-how
, die Zusammenarbeit bei der europaweiten Vermarktung von Produkten und einen
Ausbau der Kooperation zwischen den deutschen Tochterunternehmen der beiden
Vertragspartner debitel und D2 Mannesmann . Für die Schweiz haben Swisscom und
Vodafone vereinbart , nicht gegeneinander in den Wettbewerb zu treten . Der
geplante Einstieg Vodafones im Mobilfunkarm der Swisscom bedeutet gleichzeitig
das Aus für die Pläne der Deutschen Telekom , eine Beteiligung an Swisscom
Mobile zu erwerben . Genauso wie Vodafone wollte der Rosa Riese einen Anteil von
bis zu 25 Prozent an der Mobilfunktochter des Schweizer Ex-Monoplisten kaufen .
Dem Vernehmen nach sind auch die Verhandlungen mit dem schweizer
Telekommunikationsunternehmen Diax gescheitert , an dem sich die Deutsche
Telekom alternativ zur Swisscom Mobile beteiligen wollte . Von den ursprünglich
zehn Bewerbern nehmen an der Aktion , die am 13. November beginnt , nur noch
neun teil . Teldotcom , der zehnte Bewerber , ist aus dem Verfahren
ausgeschieden . Das schweizer Bundesamt für Kommunikation ( BAKOM ) hat eine
Webseite eingerichtet , auf der man die Auktion mitverfolgen kann . NEC will ins
europäische Providergeschäft Der japanische Elektronik-Konzern NEC verhandelt
nach Informationen des Wall Street Journal mit AOL über einen Einstieg bei AOL
Europe . AOL Europe ist derzeit noch ein Joint-Venture mit dem deutschen
Medienkonzern Bertelsmann , allerdings ist der Ausstieg von Bertelsmann aus dem
Providergeschäft schon beschlossene Sache . In der im März getroffenen
Vereinbarung räumte Bertelsmann AOL die Option ein , alle Anteile an AOL Europe
zu übernehmen . NEC-Präsident Koji Nishigaki berichtete dem Blatt , dass sein
Konzern auch mit Wanadoo , der Internet-Tochter von France Telecom , Gespräche
über eine Kooperation führe . " Wir sind in Gesprächen mit einigen ISPs . " NEC
selbst betreibt in Japan den zweitgrößten Provider . Damit könnte beispielsweise
ein Anteil an AOL Europe erworben werden . Aber auch einen Aktientausch hält der
japanische Manager für eine denkbare Alternative im Rahmen einer strategischen
Zusammenarbeit . Nishigaki macht sich gerade auf zu einer zweiwöchigen Reise zu
Investoren in den USA und in Europa . Außerdem hat die von Fujitsu mitgetragene
Gründung eines globalen Providerverbunds den Elektronik-Konzern in Sachen
Internationalisierung seines Internet-Geschäfts unter Druck gesetzt . Siemens
fährt Rekordgewinn ein Nach dem höchsten Gewinn seiner Konzerngeschichte rechnet
Siemens für die Zukunft mit geringeren Wachstumsraten : " Auf Grund der
weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen dürfte das Wachstum im laufenden
Geschäftsjahr nicht mehr so stürmisch ausfallen " , teilte der Konzern bei der
Veröffentlichung des Geschäftsberichts mit . Beflügelt wurde das Geschäft vor
allem vom Handy- und Chipboom . Gemeinsam mit seinem neuen Partner Toshiba will
Siemens im UMTS-Markt eine führende Position einnehmen . Im kommenden Jahr wird
der Umsatz auch durch eine Ausweitung des Konsolidierungskreises wachsen . So
werden erstmals Aktivitäten der Atecs Mannesmann einbezogen . Siemens hatte die
frühere Mannesmann-Industriesparte gemeinsam mit Bosch erworben . Dank des hohen
Auftragsbestands aus dem Vorjahr werde der Umsatzanstieg aber auch organisch "
über dem längerfristigen Branchendurchschnitt " von etwa sechs Prozent liegen .
Die Dividende soll von einem auf 1,40 Euro erhöht werden . Wegen der
außerordentlichen Erträge ist außerdem ein Sonderbonus in Höhe von einem Euro je
Aktie vorgesehen . Siemens kündigte außerdem einen Aktiensplitt an . Für zwei
Aktien sollen die Anteilseigner eine zusätzliche aus Gesellschaftsmitteln
erhalten . Trotz Rekordgewinne fiel der Aktienkurs von Siemens aber nach
Veröffentlichung des Berichts steil nach unten . Die gedämpften
Wachstumserwartungen für das laufende Geschäftsjahr sorgte für reichlich
Verkäufe . 100-Tage-Bilanz : Knapp 3000 Green Cards Seit Anfang August haben
insgesamt 2970 ausländische Computer-Spezialisten im Rahmen der so genannten
Green-Card-Regelung eine Arbeitserlaubnis in Deutschland erhalten oder
zugesichert bekommen . Diese Bilanz zog Gerd Andres , Parlamentarischer
Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung , am Mittwoch
für die ersten einhundert Tage seit Inkrafttreten der Green-Card-Verordnung .
Die meisten Fachkräfte der Informationstechnologie kommen aus Indien ( 561 ) .
Aus Russland , Weissrussland , der Ukraine , den Baltischen Staaten sind bislang
zusammen 451 IT-Spezialisten gekommen , aus Rumänien stammen 289 . Aus der
Tschechischen und der Slowakischen Republik kamen 180 Experten . Etwa jeder
sechste ausländische Computer-Spezialist ( 525 ) hatte zuvor sein Studium an
einer deutschen Hoch- oder Fachhochschule abgeschlossen . Rund zwei Drittel der
ausländischen IT-Fachkräfte ( 1950 ) arbeiten in Betrieben mit bis zu 100
Beschäftigten . " Dies zeigt , dass gerade mittelständische Unternehmen von der
Green Card profitieren " , sagte Andres . Keine Akzeptanz für Big Brother Auf
einer zweitägigen Konferenz zur Theorie und Praxis der Videoüberwachung in
Schwerin , die der Landesbeauftragte für den Datenschutz in
Mecklenburg-Vorpommern durchführte , waren sich Datenschützer , Kriminologen und
Polzeivertreter darüber einig , dass sich Videoüberwachung nur für punktuelle
Maßnahmen eigne und dass dabei anfallende Daten nicht über längere Zeiträume
gespeichert werden dürften . Die angereisten Vertreter der Zuliefer-Industrie
wollten allerdings etwas mehr die tollen Möglichkeiten der Technik im Einsatz
sehen , bei denen der Schutzmann mit einer Art Joystick auf Videostreife geht .
Auf der Konferenz wurden die im Betrieb befindlichen polizeilichen
Videoüberwachungssysteme aus Regensburg und Leipzig vorgestellt , desgleichen
die Planung für die Videoüberwachung des Hardenberg- und Breitscheidplatzes in
Berlin . Vor dieser Form von Big Brother warnte der Kieler Datenschützer Helmut
Bäumler . Es dürfe nicht sein , dass aus einzelnen Kamerainstallationen ein
ganzes System entstehe und " dass wir den Break Even Point beim Umschlagen von
einzelnen vertretbaren Videokameras zu einer inakzeptablen Überwachungsstruktur
gar nicht mitbekommen " . Wie der Break Even aussehen könnte , darüber wurde in
Schwerin heftig debattiert . Gegen die drei öffentlichen Kameras der Leipziger
Polizei stehen beispielsweise 140 versteckte Kameras allein am Leiziger
Hauptbahnhof , die von der Bahnsicherheit und dem BGS bedient werden . Würden
sie mit den Kameras der " Grünen " vernetzt , wäre das der Eintritt in die
Flächendeckung . Die Experten der Industrie erläuterten die technische Seite der
Videoüberwachung : Norbert Wendt von der Bochumer Firma ZN AG stellte das von
der Polizei genutzte Phantomas-System vor , eine automatische Gesichtserkennung
von Personen , die in einer Lichtbilddatenbank gespeichert sind . Es erzielt vor
allem bei Rolltreppenfahrten auf Flughäfen beste Ergebnisse . Der
Systembiophysiker Professor Christoph von der Malsburg verwies auf intelligente
Verfahren , die Handlungstypen erkennen können , etwa einen Schlag oder einen
Stich . Sie bilden die nächste Stufe der Videoüberwachung , in der der Rechner
die öffentliche Ordnung kontrolliert . Offen blieb auf der Tagung , ob die
Videoüberwachung überhaupt die Kriminalität senkt oder doch nur zu einer
Verlagerung der Brennpunkte führt . Die Datenschützer forderten die Einführung
eines farblich kodierten Systems , aus dem ersichtlich ist , ob Kameras
installiert sind , ob sie nur überwachen oder ob sie auch Daten speichern , und
zwar bei polizeilichen wie bei privatwirtschaftlichen Installationen .
Service-Paket für OS/2 ( Update ) IBM hat zwei " convenience packs " für OS/2
angekündigt , eines für OS/2 Warp 4 und eines für den OS/2 Warp Server for
e-Business . In diesen Paketen sollen neue Features wie DVD- und
USB-Unterstützung , Software-Updates wie Netscape Navigator 4.6.1 und neue
Gerätetreiber , die Big Blue jeweils separat als kleinere Fix-Packs
veröffentlicht hatte , auf einer CD-ROM zusammengefasst werden . Mit dem
Erscheinen der Service-Pakete ist nach Angaben von IBM im vierten Quartal 2000
zu rechnen . OS/2-Nutzer begrüßten die Sammlung als " absolut notwendig " . Dick
Krueger von der Phoenix OS/2 Society freut sich darüber , dass OS/2 mithilfe der
neuen CD-ROM auf modernen Rechnern leichter installiert und zum Laufen gebracht
werden kann . Da Big Blue aber angekündigt hat , JFS als Open Source unter der
GNU General Public License zugänglich zu manchen , werden wohl auch Nutzer von
OS/2 Warp 4 nicht mehr lange darauf warten müssen . Große Pläne der Deutschen
Telekom Die Deutsche Telekom sieht sich zunehmend Kritik von Marktbeobachtern
gegenüber , sie gerate im Rennen um die Globalisierung der Telefonmärkte ins
Hintertreffen . Um dem zu begegnen , setzt der Vorstand des deutschen
Telefonriesen - nach Erklärungen auf dem internationalen Pressekolloquium in
Berlin - im laufenden Jahr auf Internationalisierung . Außerdem will der
Ex-Monopolist den Ausbau der Datennetze in Deutschland weiter vorantreiben . An
erster Stelle stehe der Aufbau eines " paneuropäischen Kommunikationsservice " :
Der Vorstand kündigte an , den jüngsten Eingliederungen des französischen
Festnetzanbieters Siris und des englischen Mobilfunkanbieters One to one weitere
Akquisitionen in ganz Europa folgen zu lassen - allerdings wurde diese
Ankündigung noch nicht konkretisiert . Weiterhin soll in die USA expandiert
werden : Die Deutsche Telekom habe dazu eine 214er-Lizenz erworben ; der Aufbau
eines eigenen Netzes und das Auftreten als Telekommunikationsanbieter ist
nicht-US-amerikanischen Firmen in den USA nur mit dieser Lizenz gestattet .
Schließlich wird auch Asien für die Deutsche Telekom eine immer gewichtige Rolle
spielen , sagten die Telekom-Manager . Wie nicht anders zu erwarten war steht
dabei das Internet im Mittelpunkt : Aber auch die Backbone-Verbindungen in
andere europäische und internationale Zentren sollen deutlich verbessert werden
. Für Berlin kündigten die Vorstandsmitglieder ein großangelegtes Pilotprojekt
an : Man wolle die Bandbreite der TV-Kabel zu etwa 600.000 Haushalten von 450
MHz auf 860 MHz erhöhen . Einen Kabelanschluss mit Rückkanal für eine
bi-direktionale Kommunikation wolle man zu Testzwecken in etwa 5.000 Haushalten
möglich machen . Über das momentan heiß diskutierte Thema Flatrate waren nur
Andeutungen zu erfahren - Beobachter vermuten , dass Telekom-Chef Ron Sommer zum
Abschluss des Kolloquiums am Freitag auf die Flatrate zu sprechen kommen wird .
Napster verliert erste Runde im Copyright-Prozess Die MP3-Tauschbörse Napster
ist mit dem Versuch gescheitert , die für Service Provider vorgesehene
Haftungsbeschränkung bei Copyright-Verletzungen seiner Nutzer für sich in
Anspruch zu nehmen . Das entschied gestern das Bezirksgericht von
Nord-Kalifornien unter dem Vorsitz von Richterin Marilyn Hall Patel . Napster
hatte sich auf diese Haftungsbeschränkung berufen , nachdem die Recording
Industry Association of America ( RIAA ) dem Unternehmen vorgeworfen hatte ,
Copyright-Verstöße zu fördern . Die Haftungsbeschränkung für Service Provider
ist in dem 1998 verabschiedeten Digital Millenium Copyright Act ( DMCA )
verankert . Allerdings muss ein Unternehmen eine Reihe von Bedingungen erfüllen
, um als Service Provider im Sinne des DMCA zu gelten . Napster genügt den
gesetzlichen Anforderungen nach Ansicht von Richterin Patel nicht : Erstens habe
die Firma das Gericht nicht davon überzeugen können , dass sie
copyrightverletzende Dateien nur durch ihr System route . Vielmehr müsse man
feststellen , dass die Computer , auf denen solche Dateien gespeichert seien und
zwischen denen sie ausgetauscht würden , Bestandteil ihres Systems seien , der
Austausch der Dateien also innerhalb ihres Systems vonstatten gehe . Zweitens
habe Napster es unterlassen , zumutbare Schritte zu unternehmen , um seine
Nutzer von Copyright-Verletzungen abzuhalten und Copyright-Verletzer von seinem
Dienst auszuschließen . Nun bedeutet dieses Urteil noch nicht das Ende von
Napster . Bislang ist nur die Taktik gescheitert , die Klage durch die
Inanspruchnahme des besonderen Status eines Service Providers abzuwehren .
Allerdings bleibt noch eine Verteidigungsmöglichkeit : Das Gericht stellte fest
, dass sich beide Parteien , also die RIAA und Napster , einig darüber seien ,
dass Napster eine Art Suchmaschine sei . Auch für Suchmaschinen sind im DMCA
Bedingungen formuliert , unter denen sie eine Haftungsbeschränkung in Anspruch
nehmen können . Ob Napster diese Bedingungen erfüllt , muss das Gericht
allerdings erst noch entscheiden . T-Aktien-Emission wird nicht abgespeckt
Bundesfinanzminister Hans Eichel hat einen Pressebericht dementiert , wonach die
Kreditanstalt für Wiederaufbau ( KfW ) nur einen geringen Teil ihres Bestandes
an T-Aktien verkaufen wolle . Genauere Angaben zum Volumen der geplanten
Emission machte das Finanzministerium allerdings auch jetzt nicht . Es sei eine
" kapitalschonende " Platzierung der Aktien geplant , hieß es lediglich . Der
Sprecher des Ministeriums bestätigte allerdings die im Handelsblatt genannten
Termine für die Zeichnungsfrist : Sie werde am 31. Mai beginnen und am 16. Juni
enden . Die Telekom wollte sich zu dem Bericht gar nicht äußern . Es sei in
ihrem Sinne , wenn möglichst viele T-Aktien in private Hände kämen .
Verkehrsleitsystem " move " rührt sich nicht Zum ersten Mal sorgt die
Weltausstellung Expo 2000 für Staus in Hannover - aber offensichtlich nicht auf
Grund eines überraschend hohen Besucherandrangs . Das Verkehrsmanagement-System
" move " , das 1995 speziell mit Blick auf die Expo eingerichtet wurde , ist
derzeit anscheinend außer Betrieb : Pendler berichteten am heutigen Morgen von
teilweise unsinnigen Geschwindigkeitsregelungen auf den Straßen nach Hannover ,
was zu Stauungen und zähflüssigem Verkehr führe . Auf den Internet-Seiten der
move GmbH sind momentan keine Verkehrsinformationen abzurufen , man findet
lediglich den Hinweis auf " technische Umbaumaßnahmen " . Wie c't aus internen
Kreisen erfuhr , haben die Verkehrslenker aus Hannover mit einem Computerproblem
zu kämpfen , das den Datenaustausch zwischen Leitstelle einerseits und Sensoren
und Streckenbeeinflussungsanlagen andererseits unmöglich macht . Von " move "
waren am Vormittag keine Auskünfte über die technischen Probleme zu erhalten ,
Informationen wurden erst für den Nachmittag versprochen . Positive Resonanz auf
Green-Card-Regelung Davon seien 1423 Interessenten aus Indien , 579 aus Algerien
und 572 aus Pakistan . Die osteuropäischen Länder Bulgarien und Russland folgen
mit 396 und 373 Interessenten . Die ZAV versucht zunächst , auf die freien
Stellen inländische Arbeitskräfte zu vermitteln . Ist das nicht möglich ,
versucht sie einen Bewerber zu finden , der sich im Rahmen der
Green-Card-Regelung um eine Arbeitserlaubnis bemüht . Die gemeldeten
Ausbildungsstellen können nicht an Green-Card-Bewerber vergeben werden . Nach
Aussagen von Ingrid Kortmeyer-Pohl , Sprecherin des Arbeitsamts , wird die ZAV
vermutlich in der nächsten Woche eine Online-Börse für IT-Fachkräfte
freischalten . Auch diverse private Firmen wie Globojob oder PKO International
Consulting bieten Vermittlungsdienste an . Zuständig für die Erteilung der
Arbeitserlaubnis ist aber allein das Arbeitsamt . Experten raten vor allem
mittelständischen Unternehmen , die einen Mangel an IT-Fachkräften haben , ihren
Bedarf schnell bei der ZAV anzumelden . Umbau des Verkehrsleitsystems " move "
Die heute früh gemeldeten Probleme beim Verkehrsleitsystem move sind vermutlich
auf eine Umstrukturierung des Computersystems bei move zurückzuführen . Frank
Weber , Pressesprecher der Verkehrsmanagement-Gesellschaft , konnte
Funktionsstörungen beim Leitsystem nicht bestätigen , erklärte aber , warum
zwischenzeitlich keine Verkehrsinformationen über das Internet abrufbar waren .
Die Gesellschaft move verkauft Informationen über die Situation auf den Straßen
an Kunden wie Rundfunksender und Firmen weiter , die sich zum Abrufen dieser
Informationen in das Computer-System von move einloggen müssen . Offensichtlich
war ihnen bislang ein sehr weitgehender Zugriff auf Daten möglich - Weber
berichtete c't , dass man durch die Umstrukturierung des Systems eine
Einschränkung des Zugriffs der Kunden auf die Daten , die ihnen tatsächlich
zustehen , erreichen wolle . Außerdem wolle man im Zuge dieser Arbeiten die
Systemsicherheit insgesamt erhöhen . Weber rechnet damit , dass die Techniker
von move alle zur Restrukturierung notwendigen Arbeiten im Laufe der nächsten
Woche abschließen können . Fusion AOL/Time Warner weiter auf der Kippe Ob die
Megafusion von AOL , weltgrößtem Online-Dienst , und Time Warner , dem größten
Medienkonzern der Welt , zustande kommt oder nicht , ist weiterhin unklar . Die
US-Regulierungsbehörde Federal Trade Commission ( FTC ) verlangt dem Vernehmen
nach immer weitreichendere und vor allem sehr konkrete Zugeständnisse .
Knackpunkt für die FTC ist das Kabelgeschäft von Time Warner . Nach AT&T ist der
Medienkonzern der zweitgrößte Anbieter von Breitbandkabelzugängen in den USA .
Die Regulierer befürchten , dass Time Warner sein Kabelnetz für Internet-Zugänge
exklusiv AOL zur Verfügung stellt und dadurch eine enorme Wettbewerbsverzerrung
erzeugen würde . Wie das Wall Street Journal unter Berufung auf informierte
Kreise schreibt , verlangt die FTC von Time Warner deshalb , dass der Konzern
mindestens drei weiteren Internet-Providern sein Kabelnetz öffnet . Aber nicht
nur das : Nicht AOL , sondern einer seiner Konkurrenten müsste als erstes einen
Internet-Zugang über das Kabelnetz anbieten . Dann erst dürfte auch AOL sein
Angebot einspeisen . Um sicherzustellen , dass die Verträge tatsächlich zu "
nicht diskriminierenden " Konditionen zustande kommen , will sich die FTC ein
Vetorecht für den Abschluss entsprechender Verträge vorbehalten . Das US-Blatt
berichtet weiter , dass über diese Forderungen ein heftiger Streit zwischen den
fusionswilligen Unternehmen und den Regulierern entbrannt sei . Eine Einigung
auf einem für heute nachmittag anberaumten Treffen erscheine daher
unwahrscheinlich ; mindestens eine Verzögerung der Einigung sei daher zu
erwarten . Sowieso gebe es in der FTC eine Reihe von Stimmen , die sich für eine
Ablehnung der Fusion aussprächen . Als weiteres Hindernis für das Gelingen der
Fusion könnte sich die Beteiligung von AT&T an Time Warner Entertainment ( TWE )
herausstellen . Unter dem Dach von TWE sind viele Kabelgesellschaften von Time
Warner zusammengefasst . AT&T hält seit dem Kauf des Kabelunternehmens MediaOne
einen Anteil von 25,5 Prozent an dieser Gesellschaft . Dieser Kauf wurde von der
Federal Communications Commission ( FCC ) nur mit der Auflage genehmigt , dass
AT&T bis Mai 2001 nicht mehr als 30 Prozent Marktanteil im US-Kabelgeschäft hat
. Alternativ zum Verkauf des Anteils an TWE müsste AT&T Anteile an
Programm-Anstalten oder eine bestimmte Zahl Kabelkunden verkaufen . AT&T und
Time Warner stehen auch bereits in Verhandlungen über den Anteil von AT&T an TWE
, konnten sich allerdings bislang nicht über die Bewertung der Anteile einigen .
AT&T verlangt daher von der FCC , dass diese Behörde der Fusion von Time Warner
und AOL nur zustimmt , wenn Time Warner einwilligt , die 25,5 Prozent von TWE
von AT&T zurückzukaufen . Auch solle die FCC darauf achten , dass Time Warner
einen fairen Preis zahlt . Ein Verkauf des Anteils an TWE an Dritte oder einen
Verkauf an der Börse sei nicht bis Mai 2001 zu schaffen , weil Time Warner
wichtige Informationen über TWE zurückhalte , begründete AT&T weiterhin die
Forderung eines Einschreitens der FCC . US-Regulierungsbehörde will
Frequenzmarkt liberalisieren Die US-amerikanische Regulierungsbehörde Federal
Communications Commission ( FCC ) will den Umgang mit Lizenzen für Radio- ,
Fernseh- und Mobilfunkfrequenzen liberalisieren . Hintergrund sind die
anhaltenden Klagen der Wirtschaft , dass ihnen nicht genug Frequenzspektrum zur
Verfügung stehe . Dem Wall Street Journal sagte der Präsident der FCC , William
Kennard , dass man eine Regelungen suche , bei der die FCC beim Handel mit
Frequenzen " aus dem Weg " sei . Das bedeutet allerdings nicht , dass die
Behörde den Handel mit Frequenzen gänzlich freigeben will . Vor allem sieht
Kennard die Notwendigkeit zur Einrichtung eines Marktes für nicht genutzte
Frequenzen . Am heutigen Donnerstag will die FCC auf einer internen Sitzung über
den Entwurf einer entsprechenden Änderung beraten . Dieser beinhaltet allerdings
nicht , dass den Unternehmen ein größeres Frequenzspektrum angeboten werden soll
. Ein FCC-Mitarbeiter äußerte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters seine
Überzeugung , dass die Kapazität des vergebenen Frequenzspektrums ausreichend
sei . Es seien nur zum Teil Frequenzen ungenutzt . Eine bessere Verteilung
könnte also eventuelle Kapazitätsengpässe beseitigen . Zumindest teilweise ist
hier die Wirtschaft anderer Meinung . Jim Gerace von Verizon Wireless sieht in
der Einrichtung eines Marktes für ungenutzte Frequenzen keine Lösung des
Problems . Er fordert vielmehr die Bereitstellung von einem größeren
Frequenzraum . Gewinnrückgang und Umstrukturierung bei British Telecom Der
ehemalige britische Telekommunikationsmonopolist British Telecom ( BT ) , der im
deutschen Telekommunikationsmarkt durch die Mobilfunk-Gesellschaft Viag Interkom
vertreten ist , hat im abgelaufenen Quartal einen Gewinneinbruch verkraften
müssen . An dem Gewinnrückgang ist die deutsche Tochtergesellschaft Viag
Interkom nicht unbeteiligt : Zwar hatte sich Maximilian Ardelt , der Chef von
Viag Interkom , noch vor wenigen Tagen zuversichtlich gezeigt , dass man bei
Viag den Verlust gegenüber dem Vorjahresquartal senken oder zumindest auf
gleichem Stand halten könnte - daraus wurde aber nichts . Bei der
Veröffentlichung des Quartalsberichts kündigte Peter Bonfield , der Chef des
Konzerns , zugleich eine Beschleunigung der im April dieses Jahres begonnenen
Umstrukturierung an und gab einige Details bekannt . BT selbst soll in eine
Holding umgewandelt werden , unter deren Dach die BT-Firmen Yell , BT Wireless ,
BT Retail , BT Ignite und BT Openworld geführt werden sollen . Zudem will man
eine neue Gesellschaft für den Betrieb des Telefon- und Datennetzes gründen ,
die unter dem Namen NetCo firmieren soll und von der BT mittelfristig 25 Prozent
an die Börse bringen will . Bonfield kündigte an , dass man BT Wireless im
zweiten Halbjahr des nächsten Jahres zu einem Viertel an die Börse bringen und
von Yell bis Ende September des nächsten Jahres 25 Prozent der Anteile auf dem
Parkett verkaufen will . Schließlich soll auch BT Ignite für einen Börsengang
vorbereitet werden . BT ist schon der dritte große Telekommunikationskonzern ,
der mit einem radikalen Umbau der internen Struktur sinkenden Gewinnen und
fallenden Aktienkursen entgegenwirken will . Ende Oktober kündigte der
US-Telekommunikationskonzern AT&T eine Aufsplittung des Konzerns in vier
Teilbereiche an ; das ebenfalls in den USA angesiedelte Unternehmen Worldcom gab
vergleichbare Pläne Anfang November bekannt . Gewinnsteigerung bei Disney Damit
gelang ihm eine Umsatzsteigerung um 8,5 Prozent und ein Gewinnzuwachs um 88,7
Prozent gegenüber dem Vorjahr . Negativ wirkte sich vor allem das Ergebnis im
Internet-Bereich aus . " 2000 war ein großartiges Jahr , das unsere Erwartungen
übertroffen hat " , kommentierte Disney-Chef Michael Eisner die Jahreszahlen .
Eher enttäuschend war dagegen das Resultat im Filmgeschäft , wo genauso wie im
Geschäft mit Verbraucherprodukten die Gewinne gegenüber dem Vorjahr
zurückgegangen sind . Deutsche Schulen hinken beim Internet-Anschluss hinterher
Deutschlands Schulen hinken im europäischen Vergleich beim Internet-Anschluss
deutlich hinterher . Nur gut 60 Prozent der weiter führenden Schulen in
Deutschland seien am Netz , lediglich Griechenland schnitt in der EU mit einer
Quote von knapp 20 Prozent schlechter ab , sagte der für Fragen der
Informationsgesellschaft zuständige EU-Kommissar Erkki Liikanen mit Hinweis auf
eine Untersuchung vom September . Ziel der EU ist es , die europäischen Schulen
ans weltweite Datennetz zu bringen . Nach der Übersicht Liikanens ist das in den
folgenden Ländern nahezu vollständig gelungen : Frankreich , Irland , Luxemburg
, Österreich , Portugal und Finnland . Hohe Quoten erreichen demnach auch
Belgien , Dänemark , Spanien , Italien , die Niederlande , Schweden und
Großbritannien . Das Internet stärkt die Print-Medien Der Präsident des
Verbandes deutscher Zeitschriftenverleger ( VDZ ) und Chef des Burda-Verlags ,
Hubert Burda , hat sich für die Aufnahme von Startups aus der Internetbranche in
seinen Verband ausgesprochen . " Wenn wir die nicht bekommen , dann sind wir nur
noch Printunternehmen " , sagte Burda während einer Feierstunde zum 50-jährigen
Bestehen des Südwestdeutschen Zeitschriftenverleger-Verbandes ( SZV ) am
heutigen Donnerstag in Stuttgart . Der Reichtum der Verlage seien nicht mehr die
Druckmaschinen , sondern die Kundenbeziehungen . Diese wiederum stelle das
Internet her . Der Leser werde künftig die Themen vieler Blätter bestimmen ,
indem er seine Wünsche an den Verlag über das Internet schicke . Burda brachte
zugleich seine Überzeugung zum Ausdruck , dass die wachsende Bedeutung der Neuen
Medien die Position der Verlage stärken werde . " Etwas Besseres als die Neuen
Medien hätte Print nicht passieren können . " Insbesondere der Internet-Bereich
biete enormes Material für das Zeitschriften-Geschäft . PC- und
Online-Zeitschriften hätten einen beachtlichen Marktanteil erlangt . Die
Position der Zeitschriften werde dadurch gefestigt . Print-Medien könnten in dem
zunehmend undurchsichtig werdenden Dickicht von Informationen zu
Orientierungspunkten werden . Die Print-Medien lieferten nicht nur Inhalte wie
andere Medien , sondern auch den dazu gehörenden Kontext , indem sie
Informationen vertiefen , strukturieren und einordnen . Auch der Vorsitzende des
Südwestdeutschen Zeitschriftenverleger-Verbandes , Erwin Fidelis Reisch , steht
dem Internet positiv gegenüber . Deutsche Krankenhäuser nicht fit fürs Internet
Deutsche Krankenhäuser nutzen das Internet bislang nicht zielgerichtet für
eigene Belange und lassen dadurch große Sparpotentiale ungenutzt . Dies ist das
Ergebnis einer Studie , die vom Centrum für Krankenhaus-Management ( CKM )
durchgeführt wurde , einem von der Bertelsmann-Stiftung mitgetragenem Institut
der medizinischen Fakultät der Universität Münster . Das CKM befragte 134
Personen in 76 Krankenhäusern über Art und Umfang ihrer Internet-Nutzung . Dabei
zeigte sich , dass in allen befragten Krankenhäusern ein Internet-Anschluss
vorhanden ist und auch 76 Prozent einen eigenen Auftritt im Web haben . Aber nur
knapp 5 Prozent der Befragten hatten konkrete Vorstellungen darüber , wie das
Internet sinnvoll in den Krankenhausablauf integriert werden kann . Mangelnde
Kenntnisse über die Potentiale , die das Internet bereithält ( über 90 Prozent
der Befragten haben keine oder nur vage Vorstellungen über die konkreten
Nutzungsgmöglichkeiten des Internet ) , gehen laut Studie einher mit der
Befürchtung , dass das Internet für überflüssige Spielereien benutzt wird (
dieser Meinung sind über 40 Prozent der Befragten ) . Laut Wilfried von Eiff ,
Leiter des CKM , bleiben in deutschen Krankenhäusern durch die Vernachlässigung
des Internet beträchtliche Sparpotentiale ungenutzt . Dies betreffe etwa die
Bestellung von Medikamenten und medizinischen Geräten . Auch sei durch
elektronische Informationssysteme , über die beispielsweise Termine vergeben und
Krankendaten abgefragt werden könnten , eine spürbare Entlastung des
Krankenhauspersonals möglich . MP3-Player mit integriertem Encoder in
Entwicklung Texas Instruments ( TI ) , führender Hersteller von High-End-DSPs (
Digital Signal Processor ) , und das Fraunhofer-Institut für Integrierte
Schaltungen , Urheber der MP3-Audiokompressionstechnik , wollen in Zukunft
zusammenarbeiten : Sie planen die gemeinsame Entwicklung eines MP3- und
AAC-Encoders für tragbare Abspielgeräte . Damit wäre es erstmals möglich ,
Audio-Daten ohne Umweg über einen PC in das Flash-Memory eines Digital-Players
zu übertragen . Wie John Van Scoter , Vizepräsident für Internet-Audio bei TI ,
und Martin Dietz , Leiter der Abteilung Audio und Multimedia am
Fraunhofer-Institut , in einer gemeinsamen Erklärung ankündigten , wird TI die
Codierverfahren MP3 und AAC zum Weiterverkauf an Gerätehersteller lizensieren .
Die Encoder sollen für den DSP TMS320C5000 von TI optimiert werden . Erste
Prototypen der TI/Fraunhofer-Lösung , die den Kopierschutzspezifikationen der
Secure Digital Music Initiative entsprechen sollen , will TI im zweiten Quartal
dieses Jahres fertig stellen . Neue Software-Umgebung für Heimvernetzung Das
amerikanische Unternehmen BeComm hat auf der Computer-Trendschau Demo 2000 eine
neue Software-Umgebung für die Heimvernetzung vorgestellt . Die Software mit dem
Namen String soll den Austausch unterschiedlichster Mediendaten zwischen
verschiedenen Netzwerk- und Betriebssystemtypen möglich machen . String ist
derzeit für die Betriebssysteme Linux , Windows CE , Windows 98 , NT und Windows
2000 sowie VxWorks für Embedded Systems und Nucleus erhältlich . Nach
Herstellerangaben greift die Software nicht direkt auf die Hardware zu , sondern
setzt auf dem jeweils laufenden Betriebssystem auf und schafft so eine
einheitliche " Betriebsumgebung " . TelDaFax baut Internet-Service aus Das
Telekommunikationsunternehmen TelDaFax hat mit einer 65-Prozent-Beteiligung die
Mehrheit am Internet-Dienstleister Internet AG übernommen . Über den Kaufpreis
der Beteiligung wurde Stillschweigen vereinbart . Die Übernahme der
unternehmerischen Führung bei der Internet AG bedeutet einen weiteren Schritt
zur Umsetzung der Ankündigung von TelDaFax , neben der Sprachtelefonie das
Angebot von E-Commerce-Lösungen für mittelständische Unternehmen zum zweiten
Standbein des Unternehmens auszubauen . Im Rahmen dieses Vorhabens hatte
TelDaFax erst Ende März den Abschluss eine strategische Allianz mit der Openshop
AG bekannt gegeben . Alle seine bisherigen Internet-Aktivitäten will der
Telekommunikations-Dienstleister jetzt unter dem Dach der Internet AG
zusammenfassen . Die Frankfurter Internet AG , die seit 1995 Lösungen im Bereich
des E-Commerce anbietet , hat erst Mitte März ihre Ausrichtung als Application
Service Provider ( ASP ) bekannt gegeben . Auch die Internet AG hat bei ihren
Geschäftsaktivitäten vor allem den Mittelstand im Auge . Die
Mehrheitsbeteiligung an der Internet AG ermögliche es TelDaFax , seinen Kunden
ein komplettes Leistungspakt für den Bereich des E-Commerce anzubieten ,
begründete der Chef von TelDaFax , Hennig Klose , seine Akquisition . ConSors
will Finanzportal aufbauen Der Discount-Broker ConSors kauft sich bei eInsurance
, einem Online-Versicherungsmarktplatz , ein . Vorerst erwirbt ConSors eine
Beteiligung von 44,44 Prozent . Über die Höhe der Kaufsumme wollten die
Vertragspartner keine Auskunft geben . Dem Vernehmen nach strebt der
Discount-Broker an , die unternehmerische Führung bei eInsurance zu übernehmen ;
die Option dazu wurde ihm eingeräumt . Auf jeden Fall soll ConSors in Zukunft
den Aufsichtsratsvorsitzenden des Versicherungsmarktplatzes stellen . ConSors
will mithilfe dieser Akquisition die eigene Homepage zu einem Finanzportal
ausbauen . Der 1994 aus dem Privatbankhaus SchmidtBank ausgegliederte
Online-Wertpapierhändler hat in seinem kürzlich vorgestellten Geschäftsbericht
ein gegenüber 1998 deutlich verbessertes Ergenis für 1999 gemeldet : Intel-Chef
kritisiert Internet-Nutzung durch die Wirtschaft Zum Auftakt des 8. Deutschen
Mulitmedia-Kongresses hat der für Zentraleuropa zuständige Geschäftsführer von
Intel , Günther Jünger , kritisiert , dass das Internet als " zentraler
Bestandteil der wirtschaftlichen Wertschöpfungskette " immer noch zu wenig
Beachtung finde . In seiner Keynote zum Thema " E-Business der 3. Generation "
bemängelte er , dass viele Unternehmen über eine einfache Internet-Präsentation
bislang nicht hinausgekommen seien . Eine Möglichkeit , über das Internet auch
Geld zu verdienen , eröffne sich aber erst dann , wenn die Abwicklung von
Verkäufen und Geschäftstransaktionen konsequent in das Netz verlagert würden .
Jünger meint , dass Green-Card-Programme nicht ausreichen , um diesem Mangel
vorzubeugen . Neue Auslandschance für die Telekom Die Gerüchte über eine Fusion
zwischen dem niederländischen Telekommunikationsunternehmen KPN und der
US-Telefongesellschaft Bell South heizen die Spekulationen über eine mögliche
Akquisition der Deutschen Telekom in Übersee wieder an . Die Deutsche Telekom
stand allem Anschein nach bereits Anfang März in Übernahmeverhandlungen mit dem
US-amerikanischen Telekommunikations-Anbieter Qwest . Allerdings verliefen diese
Verhandlungen im Sand : Qwest fusioniert gerade mit der regionalen
US-amerikanischen Telefongesellschaft US West und weihte das Management von US
West nicht in seine Gespräche mit der " bedeutenden Telekommunikations-Firma "
ein , hinter der sich vermutlich die Deutsche Telekom verbarg . US West droht
Qwest mit Schadensersatzklagen in Millionenhöhe für den Fall des Scheiterns der
Fusion . Eine fusionierende Gesellschaft Qwest/US West wollte die Telekom auch
nicht übernehmen : Von Anfang an bedeutete auch das von KPN und Qwest gemeinsam
geführte Kabel-Unternehmen KPNQwest ein Problem für eine mögliche Akquisition
von Qwest durch die Deutsche Telekom : KPN ist in Europa direkter Konkurrent der
Deutschen Telekom . Vielleicht löst sich jetzt der Knoten zugunsten des rosa
Telekommunikations-Anbieters . Zwar lehnt KPN bislang jegliche Stellungnahme zu
eventuellen Fusionsplänen mit Bell South ab , aber unwahrscheinlich wäre ein
solcher Zusammenschluß nicht . KPN und Bell South verbindet sowieso schon eine
Überkreuzbeteiligung . Qwest sagt man nach , sein Interesse an dem Joint-Venture
mit KPN verloren zu haben . KPN könnte Qwest aus dem Joint-Venture auslösen .
Für Bell South , das wie alle Baby-Bells innerhalb seiner Region keine
Ferngesprächsdienste anbieten darf , wenn es nicht seine Leitungen für
Mitbewerber öffnet , wäre gerade das Kabelnetz von KPNQwest von Interesse . Das
Ende der Zusammenarbeit von KPN und Qwest würde wiederum ein potentielles
Problem für einen Kauf von Qwest durch die Deutsche Telekom vermeiden . Und da
die FCC dem Zusammengehen von Qwest und US West mittlerweile zugestimmt hat ,
würde die Telekom bei einer Übernahme des fusionierten Unternehmens auch nicht
Gefahr laufen , in Rechtsstreitigkeiten verwickelt zu werden . Ein Problem
bleibt aber : Die Telekom ist vor allem an Qwest und seinem Glasfasernetz
interessiert . US West hat für sie keinen spezifischen Wert , würde sie aber
viel kosten . Die Frage , was der deutsche Exmonopolist mit einem regional
operierenden Bruchteil des amerikanischen Exmonopolisten anfangen soll , wird
die Gerüchteküche sicher noch einige Zeit beschäftigen . Action mit digitalen
Effekten Dabei werden dank immer ausgefeilterer Technik und immer modernerer
Rechner die Spezialeffekte in Filmen immer realistischer . " Zunächst waren
digitale Effekte noch sehr teuer " , erinnert sich Jochen Schütze von der in
Hamburg erscheinenden Zeitschrift Cinema . Den Anfang machte dabei vor einigen
Jahren die Werbebranche : 1997 konnten Kinobesucher etwa in einem Werbespot des
Autoherstellers Ford den längst verstorbenen Hollywood-Star Steve McQueen am
Steuer des neuen Sportwagens Puma erleben . Bilder aus dem McQueen-Film Bullit
wurden dazu kopiert und auf das Filmmaterial mit dem neuen Automodell gelegt .
Die Aufnahmen mussten dabei hinsichtlich des Kamerawinkels und der Beleuchtung
exakt mit denen aus Bullit übereinstimmen . " Die erste längere digitale
Trick-Szene in einem Kinofilm gab es dann in Mission Impossible in der Szene ,
in der sich Darsteller Tom Cruise vor einem Tunnel gerade noch rechtzeitig von
einem Hubschrauber an den Zug hängt " , sagt Schütze . Der Trend bei den
Filmemachern in Sachen Computereffekte geht immer mehr in Richtung Fotorealismus
. Selbst ein fiktives Raumschiff aus dem hintersten Winkel des Weltalls soll so
echt wie möglich aussehen . Wir konzipieren die digitalen Spezialeffekte anhand
des Stoffes und schauen in die Drehbücher , um zu sehen , wo was genau gebraucht
wird . Für den US-amerikanischen Spielfilm Im Fahrwasser des Todes erschufen die
Tüftler aus Potsdam etwa digitale U-Boote und sorgten auch gleich für die
richtige Unterwasseratmosphäre . Ähnliche Effekte produziert auch die in
München-Grünwald ansässige Firma CA Scanline . " Wir haben eine spezielle
Software entwickelt , um das Verhalten von Stoffen oder Oberflächen so
realistisch wie möglich darzustellen " , erklärt Geschäftsführer Thomas Zauner .
Das alles ist jedoch rein virtuell . In den USA sind jetzt zeitgleich zwei Filme
gestartet , die etliche dramatische Szenen dem Computer verdanken : Der Sturm ,
Wolfgang Petersens Verfilmung des gleichnamigen Romans von Sebastian Junger ,
sowie Der Patriot von Roland Emmerich . Das Unternehmen , das für Emmerich die
gesamten Modelltrickeinstellungen gemacht hat , heißt MagicMove und sitzt
ebenfalls in München . " Der Film spielt zur Zeit des amerikanischen
Unabhängigkeitskriegs in South Carolina " , sagt Geschäftsführer Sebastian
Cramer . So wurden in einer in Charleston spielenden Szene im Hintergrund
fehlende Gebäude mit künstlichen Südstaaten-Häusern überdeckt . Letzter Schrei
in der bunten Welt der Spezialeffekte sei jedoch die digitale Animation eines
ganzen Darstellers . Nötig wurde dieser Aufwand beim Kinofilm Gladiator von
Ridley Scott . Während des Drehs starb plötzlich Darsteller Oliver Reed an einem
Herzanfall . Daher mussten einige Szenen mit Hilfe des Computers vervollständigt
werden , um den Film vollenden zu können . " Morphing heißt das in der
Fachsprache " , sagt Hollywood-Kenner Jochen Schütze . Ganz so weit ist der
Darsteller aus der Computerretorte aber noch nicht gediehen . Bei den beiden
Toy-Story-Filmen agierten zunächst Spielzeuge . " Da macht es nichts , wenn die
mal ruckeln " , so Schütze . Das ist eben auch der Grund , warum
Zeichentrickfilme im Moment eigentlich nur mit Tieren wirklich gut funktionieren
. An digitalisierten Darstellern muss noch mehr gefeilt werden . Der Mobilfunk
und das Prinzip Hoffnung Keiner weiss , wie man damit Geld verdienen soll , aber
alle investieren Millionen und Milliarden in den Ausbau der Netze und die
Entwicklung neuer technischer Standards : M-Commerce ist derzeit Mobilfunkers
Liebling . Der gesamte UMTS-Hype ist nur vor dem Hintergrund zu verstehen , dass
die Möglichkeiten zur Datenübertragung , die der Mobilfunkstandard der dritten
Generation bietet , für kommerzielle Zwecke genutzt werden kann . Ob und wann
sich die zu tätigenden UMTS-Investitionen allerdings amortisieren , wisse keiner
in der Branche , erfuhr c't jüngst von einem freimütigen Mitarbeiter von Viag
Interkom . Auch die Deutsche Telekom will natürlich ein Stück vom mobilen Kuchen
abhaben . So bündelte der Bonner Telekommunikationskonzern Anfang des Jahres
seine Mobilfunk-Aktivitäten in einer eigenen Gesellschaft , der T-Mobile
International . T-Motion wurde als Joint-Venture von T-Mobile und T-Online aus
der Taufe gehoben . Aber anders als Vizavvi wendet sich T-Motion nur an Kunden ,
die übers Handy ins Netz wollen . Fest steht offenbar nur eins : " Wir wollen
unseren Kunden alle Dienste auf das Handy bringen , die sie unterwegs benötigen
" , sagte Arora . Zwar nennt er beispielsweise den Comic des Tages oder den
neuesten Pop-Hit als Klingelmelodie , für mehr als einen Gag kann er das aber
selbst nicht halten . Nur : Bislang sind die meisten Handynutzer kaum bereit ,
dafür extra Gebühren zu zahlen . Das Problem mit dem Geld sieht Arora auch :
Aber auch wenn diese Unternehmen Gewinn machen , hat T-Motion noch nichts davon
. Um die Entscheidung über das Geschäftsmodell zu fällen , bleibt aber nicht
mehr viel Zeit : Im Herbst dieses Jahres noch soll T-Motion über die Netze von
T-Mobil in Deutschland und One2One in Großbritannien starten . Allein durch den
Glauben an die Potentiale des so genannten M-Commerce kann sich kein Unternehmen
finanzieren . Wirtschaftsbericht : Mehr Beschäftigung durch New Economy Der
heute von Wirtschaftsminister Werner Müller vorgestellte Wirtschaftsbericht 2000
steht ganz im Zeichen der New Economy . Wie Müller bei der Vorstellung des
Berichts mitteilte , sieht er in der Internet-Wirtschaft eine der wichtigsten
Konjunkturstützen der kommenden Jahre . Um das Wachstum dieses Wirtschaftszweigs
weiter zu fördern , kündigte der Minister weitere Reformen an . Denn : Von der
Internet-Wirtschaft gehen Müllers Meinung nach positive Impulse für die gesamte
Wirtschaft aus , also nicht nur für die IT-Branche selbst . Zwar räumte er ein ,
dass im Zuge konsequenten Einsatzes von EDV auch Arbeitsplätze verloren gehen ,
insgesamt aber werde die Zahl der Beschäftigten durch die New Economy anwachsen
. Müller zitierte eine Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts für
Wirtschaftsforschung ( RIW ) , die bis 2010 bis zu 750.000 zusätzliche
Arbeitsplätze im Bereich der Informations- und Kommunikationstechniken
prognostiziere . Die Regierung werde mit mehr als einem Dutzend Gesetzesvorhaben
den Weg für E-Commerce und die Internet-Wirtschaft ebnen . Ganz oben auf der
Agenda stünden die Umsetzung der E-Commerce-Richtlinie , die Anpassungen des
Teledienst-Gesetzes und des Signaturgesetzes , Änderungen beim Gewerberecht und
dem Datenschutz sowie die Abschaffung des Rabattgesetzes und der
Zugabeverordnung . Auch eine weitere Lockerung der bisherigen Regulierungspraxis
im Bereich der Fern- und Auslandsgespräche hält Müller für möglich . Dazu wolle
er sich aber erst im Herbst ausführlich äußern . Beim Bunderverband der
Deutschen Industrie ( BDI ) hat der Bericht eine positive Reaktion hervorgerufen
. Er enthalte " ein Bündel richtiger Erkenntnisse " . Allerdings drängt der BDI
auf eine Senkung der Abgaben für Unternehmen und eine Senkung der
Lohnnebenkosten . Auf besonderes Interesse dürfte Müllers Äußerung über die
Deregulierung der Telekommunikationsdienste bei der Deutschen Telekom und ihren
Konkurrenten gestoßen sein . Der Geschäftsführer von AOL Deutschland , Uwe
Heddendorp , nahm denn auch prompt die Gelegenheit wahr , wieder einmal auf die
Quasi-Monopostellung der Deutschen Telekom im Ortsnetzbereich hinzuweisen . Vor
allem das Monopol der Telekom bei der letzten Meile sei schuld daran , dass "
Deutschland den Anschluss an die New Economy noch nicht geschafft " habe .
Heddendorf weiter : Heddendorf und seine Mitstreiter von der Bürgerinitiative
Internet ohne Taktung fordern eine so genannte " Großhandelsflatrate " : Bei
diesem Modell müssten Provider nur eine zeitunabhängige Pauschale an die
Deutsche Telekom zahlen . Schützenhilfe bekommt Heddendorf auch von dem
Wirtschaftswissenschaftler Paul Welfens , dem Direktor des Europäischen
Instituts für internationale Wirtschaftsbeziehungen ( EIIW ) . Auch er
befürwortet daher entsprechende gesetzliche Regelungen , die auch den
Ortsnetzbereich für den Wettbewerb öffnen würden . Welfens betont : " Ohne die
Rahmenbedingungen für eine erschwingliche Flatrate steht ein Großteil der jungen
deutschen E-Commerce-Unternehmen bald vor dem wirtschaftlichen Aus . "
Entscheidung über Fusion AOL/Time Warner aufgeschoben Wie erwartet hat die
US-Regulierungsbehörde Federal Trade Commission ( FTC ) auf ihrer Sitzung am
gestrigen Donnerstag beschlossen , die Entscheidung über den Fusionsantrag von
AOL und Time Warner aufzuschieben . Im Vorfeld der Sitzung war ein heftiger
Streit über die von der FTC gegenüber den fusionswilligen Unternehmen
geforderten Konzessionen entbrannt . Die FTC gab bekannt , dass man sich gestern
getroffen habe , um Maßnahmen gegen die Fusion von AOL und Time Warner zu
beraten . Die Unternehmen hätten allerdings neue Vorschläge unterbreitet , um
die Bedenken über Wettbewerbsverzerrungen durch die Megafusion des
Online-Dienstes und des Medienkonzerns zu zerstreuen . Einstimmig habe man sich
deshalb dazu entschlossen , mit der Entscheidung über das Fusionsvorhaben noch
einmal bis zu drei Wochen zu warten . Webreportagen vom öffentlich-rechtlichen
Hörfunk Der Südwestrundfunk ( SWR ) hat das Internet entdeckt - nicht nur als
interaktive Programmzeitschrift mit dem obligatorischen Nachrichtenteil ,
sondern auch als Reportagemedium . Nachdem schon im Spätsommer die Reporterin
Esther Saoub zwei Wochen mit Laptop , Datrekorder und Digitalkamera durch Syrien
reiste und online berichtete , wird vom 20. November bis 4. Dezember die
langjährige Südamerika-Korrespondentin des SWR , Gaby Weber , quer durch Chile
touren und einmal täglich Texte , Bilder und O-Töne für das Internet liefern .
Unter der Adresse www.swr2.de/chile soll man diese Berichte dann abrufen können
, unter der E-Mail-Adresse chile@swr.de können Leser und Hörer aus aller Welt
die Reporterin mit Fragen bombardieren . Möglich und vor allem kostengünstig
werden solche Reportagen durch die Ausbreitung der Internet-Infrastuktur .
Während Saoub bei ihrer Reportage aus Syrien immer wieder Probleme hatte , einen
Anschluss für die Übermittlung ihrer Daten nach Deutschland zu finden - vor
allem die trotz Kompression immer noch umfangreichen Bild- und Ton-Dateien
erfordern eine einigermaßen leistungsfähige Leitung - , erwartet Weber keine
solche Schwierigkeiten . Detlef Clas , Leiter des Ressorts Bildung und
Wissenschaft beim SWR2 , berichtete gegenüber heise online , dass seine
Reporterin einen Provider gefunden habe , über den sie sich auch vom Hotel aus
ins Internet einwählen könne . Allerdings sind die Preise für solches
Internet-by-Call in Chile noch ziemlich gesalzen : Weber rechnet mit rund zehn
US-Dollar pro Online-Stunde . Aber verglichen mit dem Kosten , die man für die
Satellitenübertragung der Daten tragen müsste , ist das sehr wenig . Clas will
solche Projekte in Zukunft regelmäßig durchführen und sucht dabei auch die
Kooperation mit dem SWR-Fernsehen . Gemeinsam plane man den Aufbau eines Portals
für Bildung und Wissenschaft im Internet , das man unter anderem durch
multimedial ausgestattete Webreportagen interessant machen will . Aber natürlich
wird man die Reportagen nicht nur aus dem Internet abrufen können . Aus dem
Material von Weber will der SWR zwei Hörfunksendungen zusammenstellen , die im
Februar und März des nächsten Jahres ausgestrahlt werden sollen . Man wird sie
dann ganz altmodisch mit dem Radio empfangen können . Amazon-Partner : Manchmal
ist Altes besser ... Mit einem ausgedehnten Netzwerk von Partnerschaften hat der
Online-Shop Amazon seit dem letzten Jahr seine Angebotspalette erweitert . Seit
März 1999 hat er im Rahmen von strategischen Partnerschaften in neun
börsennotierte und sechs nicht-börsennotierte E-Commerce-Unternehmen größere
Summen investiert und damit Teile seines Geschäfts quasi ausgelagert . Für
Amazons Partner hat das den Vorteil , dass sie von dem enormen Kundenpotential
des weltgrößten Online-Retailers profitieren können ; Amazon selbst kommt damit
seinem Ziel näher , über seine Seiten praktisch alles zur Bestellung anbieten zu
können . Außerdem läßt sich Amazon die Verlinkung seiner Partner gut bezahlen .
Nach dem gleichen Muster hat Amazon beispielsweise Verträge mit Audible.com und
Greenlight.com abgeschlossen . Mit der Ausnahme des Partnerschaftsvertrages mit
Toys'R'Us , der erst im August dieses Jahres zustande kam , stammen die
Kooperationsvereinbarungen aus dem letzten Jahr und aus den ersten vier Monaten
dieses Jahres , aus einer Zeit also , in der Unternehmen des E-Commerce bei den
Investoren noch sehr beliebt waren . Im letzten Quartal sorgten diese Zahlungen
dafür , dass Amazons Gewinnmarge aus dem Verkäufen 26,2 Prozent betrug , ohne
die Zahlungen der Partner hätte sie nur bei 23,7 Prozent gelegen . Freilich
brachten auch die Verträge mit den Beteibergesellschaften anderer Online-Shops
Amazon nicht in die Gewinnzone . So manche Kooperationspartner des
Online-Retailers haben sogar schon dicht gemacht : Living.com , Amazon-Partner
seit Januar 2000 , war Ende August brankrott , Pets.com , mit dem Amazon seit
März 1999 kooperierte , schloss gestern seine virtuellen Tore . Aber auch an
vielen der anderen Partner von Amazon , die noch im Geschäft sind , sind die
schwierigen letzten Monate nicht spurlos vorüber gegangen . Sollten noch mehr
von Amazons Partnern eingehen , wäre zwar das Ausbleiben der vertraglich
zugesicherten Zahlungen für den Online-Retailer schmerzhaft , der Verlust hielte
sich aber dennoch in Grenzen . In den Zeiten boomender Kurse konnte Amazon seine
Investments gut mit eigenen Aktien bezahlen - in der Hochzeit kosteten seine
Wertpapiere 113 US-Dollar , während sie am gestrigen Donnerstag bei 33,86
US-Dollar schlossen . Die Umarmungsstrategie ersparte dem E-Commerce-Unternehmen
zudem viel Geld , das er beim Eintritt in neue Marktsegmente zum Erobern von
Marktanteilen hätte ausgeben müssen . Durch die Strategie der Partnerschaften
konnte sich Amazon zudem eines schon etablierten Namens mitsamt Kundschaft
erfreuen . Vor allem darin dürfte auch der Wert der Vereinbarung mit Toys'R'Us
liegen . Im Gegenteil zu den meisten anderen Partnerschaften sind hier beide
Vertragspartner auf gleichem Level . Für den Spielzeugverkäufer ist die
Kundenzahl von Amazon sehr interessant , außerdem kann es sich durch die
Kooperation mit dem Online-Retailer gut im Internet positionieren . Und Amazon
hat in Toys'R'Us einen verläßlichen und vor allem wirtschaftlich gesunden
Partner . Bertelsmann will mit EMI kooperieren Der Medienkonzern Bertelsmann hat
mit der EMI Group Verhandlungen über eine Zusammenarbeit aufgenommen . Der Kurs
von EMI legte nach dieser Nachricht an der Londoner Börse um über zehn Prozent
zu . Details über die Verhandlungen wurden allerdings noch nicht veröffentlicht
, auch habe Bertelsmann kein Übernahmeangebot abgegeben . Gegenstand der
Gespräche sei " eine Kombination der Bertelsmann Music Group und EMI " , heißt
es in Gütersloh . Ob eine Übernahme von EMI durch Bertelsmann überhaupt Chancen
hätte , genehmigt zu werden , darf bezweifelt werden . Die EU befürchtete , dass
EMI und die Warner Music Group ( WMG ) , die zu Time Warner gehört , zusammen
einen zu großen Marktanteil im europäischen Musikmarkt haben würden . Auch EMI
und die Bertelsmann Music Group ( BMG ) , die übrigens gleich nach der
geplatzten Fusion von EMI mit der WMG als potentieller Partner ins Gespräch kam
, wären zusammen mit einem Marktanteil von rund 25,7 Prozent in Europa und
weltweit die Nummer eins im Musikgeschäft . Hacker-Link in Yahoo-News kam von AP
Die Zeichenfolge , die gestern und heute in insgesamt drei AP-Meldungen auf der
Nachrichtenseite von Yahoo Deutschland aufgetaucht war und einen Link auf das
E-Zine The Hacker Quarterly beinhaltete , war schon in dem von AP ausgelieferten
Nachrichtentext enthalten und wurde nicht erst auf den Servern von Yahoo
hinzugefügt . Meldungen der deutschen Nachrichtenredaktion von AP , die in
Frankfurt sitzt , werden zunächst nach London geschickt . In London teilt sich
die Datenleitung in zwei Zweige : Über den einen Zweig werden europäische Kunden
per Satellit mit den Nachrichten versorgt . APs Untersuchungen ergaben , dass
der Zweig für die europäischen Kunden " sauber " war . Dadurch erklärt es sich
auch , dass beispielsweise bei Web.de die bei Yahoo veränderten Nachrichten
unverändert zu lesen waren . Yahoo Deutschland bekommt sie als
Tochtergesellschaft des US-amerikanischen AP-Kunden Yahoo , der von den USA aus
bedient wird . Blindes Vertrauen in Computer begünstigt Fehlentscheidungen
Überwachungssysteme und computergestützte Entscheidungshilfen begünstigen
menschliches Versagen . Die Forscher untersuchten das Entscheidungsverhalten von
zwei Referenzgruppen bei gleicher Aufgabenstellung . Dabei wurde eine
lebensgefährliche Situation simuliert . Obwohl die Mitglieder der zweiten Gruppe
darauf hingewiesen wurden , dass die Hilfe des Computers fehlerhaft sein könnte
, verliessen sie sich überwiegend auf die Computerangaben und trafen in nahezu
jedem zweiten Fall eine falsche Entscheidung . Dagegen entschieden sich die
Studenten der ersten Gruppe in 97 Prozent der Fälle situationsangemessen . Das
schlechte Abschneiden der zweiten Gruppe führt Skitka auf zu großes Vertrauen in
die Angemessenheit von Computerhilfen zurück . Dem lasse sich , so die
Forscherin , nur mit einer " adaptiven Automation " entgegnen . Hierbei schaltet
sich ein Computer nur dann in die Steuerung eines Systems ein , wenn der
Bediener stark belastet ist . In Standardsituationen dagegen überlässt er alle
Überwachungs- und Regelungsaufgaben dem Operator . Eine adaptive Automation
würde die Vorteile der Automation nutzen und zugleich die " errors of commission
" reduzieren . Sonys neue Spielekonsole hat Probleme Das teilte ein Sprecher von
Sony Computer Entertainment mit . Die PlayStation 2 soll Anfang März der
Öffentlichkeit vorgestellt werden . Von den Inkompatibilitäten seien etwa zehn
Spiele betroffen . Allerdings werde der Spielspass nur unerheblich
beeinträchtigt , beschwichtigte der Sprecher . Außerdem arbeite man an einer
Beseitigung der Probleme . Fraglich ist allerdings , ob PlayStation-Fans diese
Versprechung genügt . Über eine " gelegentlich verzerrte Grafik " aufgrund der
Kompatitbilitätsprobleme werden die Spieler sicher nicht erfreut sein .
Schließlich wirbt Sony nicht zuletzt mit exzellenter grafischer Darstellung für
seine Spiele-Konsolen . Auch die Börse nahm Sony den Patzer bei der Entwicklung
der neuen Geräte übel : Die Aktien des Elektronik-Unternehmens fielen am
Donnerstag in Tokyo um fast drei Prozent . Vom Umgang mit dem Cyber-Terror Die
Distributed-Denial-of-Service-Attacken der letzten Tage versetzen die gesamte
E-Commerce-Branche in Angst und Schrecken . Die erfolgreichen Angriffe auf
Mega-Sites wie Yahoo und Amazon haben gezeigt , dass Denial-of-Service-Angriffe
( DoS ) auch für große Internet-basierende Konzerne eine ernsthafte Gefahr
darstellen . Dass Betreiber von kleineren Sites sehr viel leichter geschädigt
werden können , liegt auf der Hand . Die amerikanischen Behörden haben schnell
reagiert : Das FBI ermittelt , die amerikanische Justizministerin Janet Reno hat
den Fall zur Chefsache erklärt . Sogar der amerikanische Präsident Bill Clinton
hat sich mittlerweile eingeschaltet : Beobachter gehen davon aus , dass er sich
mit Reno und anderen Verantwortlichen aus Politik und Wirtschaft treffen wird ,
um die Lage zu erörtern . Soweit bekannt ist , haben DoS-Angriffe bislang keinen
deutschen Sites gegolten . Man sollte meinen , dass die Verantwortlichen in
Deutschland die Angriffe aber nicht untätig abwarten , sondern schleunigst
Verteidigungsstrategien entwickeln . Antworten auf Anfragen bei den zuständigen
Behörden , den Wirtschaftsverbänden und einzelnen Unternehmen sind aber eher
ernüchternd . Offensichtlich sind aber in keiner dieser Behörden bislang
Arbeitsgruppen oder Expertenteams konkret mit dem Problem befasst . Man halte
sich zurück , um keine Panik zu verbreiten . Ausserdem sei vor allem die
Wirtschaft gefragt , sagten Sprecher der Behörden . Harald Summa vom Electronic
Commerce Forum , einem Zusammenschluss diverser Internet-Provider und Anbieter
aus der E-Commerce-Branche , sieht den Handlungsbedarf in der Tat primär auf
Seiten der Wirtschaft . Allerdings beklagte er zugleich ein generell fehlendes
Gespür der deutschen Politik für die mit der Kommerzialisierung des Internet
verbundenen Probleme . Intern habe man bereits ein Meeting mit potenziell
betroffenen Mitgliedern abgehalten und Möglichkeiten der Prävention besprochen .
Resultate gebe es aber noch nicht . Noch keine Handlungsbedarf sieht Gregor
Fuchs vom Deutschen Multimedia Verband ( dmmv ) . Der dmmv versteht sich als
Interessenvertretung deutscher Anbieter der Online- und
Offline-Multimedia-Branche . Aus den Reihen seiner Mitglieder sei bislang keine
einzige Anfrage zum Thema DoS gekommen , berichtete Fuchs . Auch von Seiten des
Verbandes sei keine Initiative geplant . In der Wirtschaft ist die Brisanz des
Themas und die Gefahr , die von den DoS-Attacken ausgehen kann , offenbar noch
nicht überall bekannt . Die Nachfrage bei Institutionen , die Internet-Banking
anbieten , ergab ein gemischtes Bild : Während die Deutsche Bank noch nicht von
konkreten Präventionsmaßnahmen berichten konnte , hat man sich bei der
Commerzbank zumindest in der technischen Abteilung schon mit Problemen eines
DoS-Angriffs auseinandergesetzt . Ein Sprecher der Commerzbank räumte allerdings
ein , dass auch die Internet-Dienste des eigenen Instituts von DoS-Angriffen
lahmgelegt werden könnten . Genauso wie sein Kollege von der Deutschen Bank
betonte er aber die Sicherheit der Kundendaten . Sogar bei IBM Deutschland hat
man sich noch nicht konkret dem Problem DoS zugewandt . Big Blue bietet unter
anderem komplette E-Commerce-Systeme an , könnte also selber und über seine
Kunden empfindlich unter DoS-Attacken zu leiden haben . Es wird wohl noch einige
Zeit verstreichen , bis ein Mechanismus gefunden ist , DoS-Attacken abwehren
kann - wenn es überhaupt gelingt . Jeder zusätzliche Filter , der eingehende
Anfrage auf Authentizität prüft , verlangsamt das System . Und genau das
begünstigt die Attacken . In diesem Sinne ist also ein besonders gut geschütztes
System besonders anfällig . Bekannte Sicherheitskonzepte greifen nicht mehr :
Schließlich geht es den Angreifern gar nicht darum , in ein System einzudringen
, sondern darum , das System lahm zu legen . Gegen Zugriffe aus aller Welt
wollen Anbieter ihre System aber gerade nicht schützen . Sie sind bestrebt , ihr
Angebot bestmöglich erreichbar zu machen . Und genau das begünstigt die Attacken
. Bleibt die Frage nach den Motiven der Angreifer . Eindringlinge in
Computersysteme können sich beispielsweise direkte finanzielle , wirtschaftliche
oder politsche Vorteile erhoffen - nicht aber Initiatoren eines DoS-Angriffs .
Hier können die Vorteile nur indirekter Natur sein . Es hat sich gezeigt , dass
die Aktienkurse der in Amerika betroffenen Unternehmen , etwa Yahoo oder Amazon
, nach Bekanntwerden der erfolgreichen Attacken für kurze Zeit stark abgesackt
sind . Anschließend stiegen sie wieder auf annähernd den gleichen Wert , den sie
vor den Attacken hatten . Kriminelle Spekulanten könnten sich diesen Effekt
gezielt nutzbar machen . Auch staatliche Institutionen können auf diesem Wege
ihre Unverzichtbarkeit demonstrieren : Es ist wie im richtigen Leben : Dort , wo
es viele Freiheiten gibt , gibt es auch viele Möglichkeiten zum Missbrauch der
Freiheiten . Bislang konnte die Internet-Community den Missbrauch des Internet
in Schranken halten . Mechanismen , mit denen Internet-Rowdys abgestraft werden
können , gibt es genug . Auf die jüngsten Attacken aber hat auch die
Internet-Community bislang keine passende Antwort . Sie sieht sich auf ihre
härteste Bewährungsprobe gestellt . Millionendeal mit Set-Top-Boxen Die
Vertragspartner vereinbarten , dass Met@box 500.000 Set-Top-Boxen ,
Server-Know-how und BOT-Technik liefert . Der ungenannte Käufer möchte das
erworbene Equipement in bis zu vier Ländern einsetzen . Es war aber auch noch
nicht zu erfahren , um welchen Anbieter und welche Länder es sich handelt .
Met@box kündigte aber an , im Laufe der nächsten Tage bis Wochen das Geheimnis
um seinen Kunden zu lüften . Die Set-Top-Boxen von Met@box , deren erste Version
das Unternehmen vor gut zwei Jahren vorstellte , erlauben den Zugang zum
Internet und greifen dafür auf den Fernseher als Anzeigegerät zurück . Hinter
der Abkürzung BOT verbirgt sich ein Broadcast Online TV genanntes System . In
dessen Rahmen stellt eine Redaktion Inhalte zusammen und sendet sie in digitaler
Form an eine Sendestation . Der BOT-Sendeserver wandelt die digitalen Signale in
analoge und fügt diese in die horizontale Austastlücke eines analogen
Fernsehsignals ein . Eine Empfängerkarte oder eine entsprechend ausgerüstete
Set-Top-Box filtert die Originaldaten aus dem TV-Signal wieder aus und macht sie
dem Empfänger zugänglich . Met@box selbst bietet ein solches Programm unter dem
Namen met@tv an . Nach Auskunft von Met@box will der ungenannte Käufer durch die
Kombination von BOT und Set-Top-Boxen ein E-Commerce-System aufbauen und das
dafür notwendige Know-how genauso wie die Technik von Met@box beziehen . Der
Vertrag tritt sofort in Kraft , die Zusammenarbeit ist auf vorerst zwei Jahre
angelegt . Stadt-Infos über Trier per Handy Die Stadt Trier stellt als erste
Kommunalverwaltung in Deutschland ein spezielles Internet-Angebot im WAP-Format
zur Verfügung . Neben den wichtigsten statistischen Informationen kann man den
aktuelle Veranstaltungskalender der Stadt abrufen . Außerdem ist es möglich ,
sich einen Überblick über die Parkhausbelegung in Trier zu verschaffen . Das
WAP-Angebot aus Trier greift auf die selben Datenbanken wie auch das " normale "
Internet-Angebot zurück . Damit entstehe für die Online-Redaktion der Stadt kein
zusätzlicher Aufwand . Die technische und grafische Umsetzung erledigt ein
lokaler Trierer Internet-Dienstleister . Netzprobleme bei D2-Mannesmann Seit dem
letzten Wochenende treten im Großraum Mannheim teilweise massive Probleme auf ,
über das Mobiltelefonnetz von D2-Mannesmann Gespräche zu führen . D2-Sprecher
Christian Schwolow räumte gegenüber c't die Probleme ein . Betroffen seien alle
Handys mit D2-Netzkarte . Man habe am Wochenende neue Software installiert .
Danach seien die Probleme aufgetreten : Manchmal sei die Anmeldung am Netz zwar
möglich , man könne aber keine Gespräche entgegennehmen . Manchmal sei die
Anmeldung am Netz erst gar nicht möglich . Auf welche Ursachen diese Probleme
zurückzuführen sind , sei den D2-Technikern noch unklar , sagte Schwolow .
MP3.com schließt Songs großer Labels aus Nachdem ein US-Gericht Ende April
MP3.com der Copyright-Verletzung für schuldig befunden hatte , zieht das
Internet-Unternehmen jetzt die ersten Konsequenzen aus dem Urteil : Gestern gab
es bekannt , dass die Stücke großer Labels wie der Warner Music Group , der Sony
Music oder der BMG nicht mehr über seinen Dienst my.mp3.com verfügbar seien .
Man sei zwar nicht einer Meinung mit dem Gericht , wolle aber seinen guten
Willen demonstrieren , kommentierte Robin Richardson , der Präsident von MP3.com
, diesen Schritt . Nach wie vor sei man in Verhandlungen mit den großen Labels
über ein Modell zur Lizenzierung ihrer Stücke , fügte er hinzu . Ein Sprecher
der Recording Industry Association of America ( RIAA ) , in der die großen
Labels organisiert sind , bezeichnete das Sperren der Stücke als " natürliche
Folge " des Urteils . Der Dienst my.mp3.com wird aber vorerst weiterlaufen .
Nach Angaben von Richardson seien über ihn Stücke von über 4000 Labels
erreichbar . Viele Labels hätten der Verbreitung ihrer Music über my.mp3.com
zugestimmt . Erst vor ein paar Tagen hatte MP3.com ein Lizenzabkommen mit einer
der beiden größten Musiker-Vertretungen in Amerika , der Broadcast Music Inc. (
BMI ) , geschlossen . Da MP3.com aber über my.mp3.com nur durch Werbung verdient
und die Stücke bekannter Musiker , die eben auch bei den großen Labels unter
Vertrag sind , zur Hauptattraktion der Site gehörten , werden nach dem
Ausschluss dieser Stücke die Werbeeinnahmen wohl deutlich in den Keller gehen .
Mittlerweile hat auch der amerikanische Senat angekündigt , sich mit den
Auswirkungen der durch das MP3-Verfahren eröffneten Möglichkeiten und Gefahren
auf kleinere Labels zu befassen . Der Ausschuss für kleinere Unternehmen des
US-Repräsentantenhauses wird sich am 24. Mai mit der Frage beschäftigen , wie
kleine Unternehmen auf dem sich schnell wandelnden Online-Musik-Markt bestehen
können . US-Politiker kritisieren Software-Industrie Mit der Wurm-Epidemie , die
" ILOVEYOU " vergangene Woche auslöste , hat sich unterdessen auch das
US-amerikanische Repräsentantenhaus beschäftigt . In einer Anhörung vor dem
Unterausschuss Technologie mussten gestern Vertreter der Softwareindustrie Rede
und Antwort stehen . Vor allem der Anti-Viren-Spezialist McAfee geriet in die
Schusslinie . Dass es möglich war , dass sich der Wurm so schnell verbreiten
konnte , sieht er als Anzeichen eines " höchst jämmerlichen Mankos " der
Anti-Viren-Software-Hersteller . Rund 98 Prozent der nordamerikanischen
Unternehmen bekamen eine Wurm-Mail , in rund 65 Prozent der Fälle aktivierten
unachtsame Nutzer den Wurm . Wirtschaftsvertreter wiesen die Vorwürfe zurück .
Sandra England von McAfee verteidigte ihre Firma : " Wir können von einem Virus
nichts wissen , solange er nicht losgeschlagen hat , solange er keinen Schaden
angerichtet hat " , sagte sie . Andere Vertreter der Wirtschaft argumentierten ,
dass Systeme von Microsoft nur deshalb so stark betroffen seien , " weil ihnen
der Markt gehört " . Prinzipiell seien aber andere Systeme genauso anfällig .
Generell herrschte von Wirtschaftsseite der Tenor vor , dass wenn das Internet
ein relativ freies Medium bleiben soll , Viren nicht von vornherein
ausgeschlossen werden können . " Wenn Sie ein geschlossenes Internet haben
möchten , können Sie es bekommen - aber Sie müssen dafür zahlen " , konterte
Harris Miller von der Information Technology Association of America die Angriffe
der Politiker . " Unglücklicherweise liegt in der Offenheit des Netzes seine
Verwundbarkeit " , fügte er hinzu . Allerdings gab es auch selbstkritische
Stimmen der Wirtschaftsvertreter : Peter Neumann , ein Computerwissenschaftler
von SRI International , der zwar selbst nicht bei der Anhörung anwesend war ,
aber eine schriftliche Stellungnahme beisteuerte , zeigte sich besorgt darüber ,
dass die Sicherheit im Internet unter ökonomischen Interessen der
Software-Industrie leide . " Wenn Autos so oft zurückgerufen würden wie Fehler
in Computer-Systemen entdeckt werden , würden wir immer noch auf Pferden reiten
" , sagte er . Alle Beteiligten der Anhörung waren sich aber darüber einig ,
dass die Systemsicherheit wesentlich vom Benutzerverhalten abhängt . Telekom
setzt erneut zum Sprung in die USA an Der Deutschen Telekom könnte vielleicht
jetzt der lang ersehnte Einstieg ins US-amerikanische Telekommunikationsgeschäft
gelingen : Wie das Wall Street Journal in seiner heutigen Ausgabe berichtet ,
steht der Bonner Telekommunikationskonzern kurz davor , ein Übernahmeangebot für
die US-Mobilfunkgesellschaft VoiceStream zu machen . Die noch junge Gesellschaft
VoiceStream ist in den letzten Monaten durch einige Akquisitionen stark
gewachsen und bietet derzeit Mobilfunkdienste auf Basis des GSM-Standards (
allerdings mit in den USA üblichen 1900 MHz ) fast in den gesamten Vereinigten
Staaten an . Auch die Financial Times Deutschland berichtet über den
bevorstehenden Deal . Mit einem solchen Angebot könnte sich der deutsche Konzern
gegen Mitbieter wie NTT DoCoMo , die France Telecom und SBC Communications
durchsetzen , denen ebenfalls ein Interesse an VoiceStream nachgesagt wird .
Allerdings seien die Verhandlungen zwischen Deutscher Telekom und VoiceStream
bereits am weitesten gediehen . Die Telekom selbst wollte zu den Berichten nicht
Stellung beziehen . Von Telekom-Sprecher Ulrich Lissek war nur der obligatoriche
Kommentar zu bekommen : " An Spekulationen beteiligen wir uns nicht . "
UMTS-Auktion : Da waren s nur noch sieben ... Jetzt ist es offiziell : E-Plus
wird nicht als eigenständiger Bieter in der Auktion für UMTS-Lizenzen in
Deutschland auftreten . Ein Sprecher der niederländischen Telefongesellschaft
KPN , die E-Plus kontrolliert , bestätigte heute entsprechende Berichte .
Bereits vor einigen Tagen spekulierte man in der Branche über den Bevorstehenden
Rückzug von E-Plus , der einer der vier derzeit in Deutschland aktiven
Mobilfunkbetreiber ist . Im Rennen sind noch die Deutsche Telekom mit D1 ,
Vodafone AirTouch mit Mannesmann-D2 , E.ON und die British Telecom mit Viag
Interkom , Telefonica und Sonera mit der Gruppe G3 , die Allianzen
MobilCom/France Telecom und debitel/Swisscom , schließlich Hutchison Whampoa .
Letztere Gesellschaft schmiedet derzeit mit KPN und NTT DoCoMo ein Bündnis -
vermutlich steht diese Aktivität hinter dem Ausscheiden von E-Plus . Bei E-Plus
legt man Wert darauf festzuhalten , dass man nicht aus der Auktion aussteige ,
sondern im Rahmen eines Konsortiums an ihr teilnehmen werde . Um welches
Konsortium es sich handelt , wollte E-Plus noch nicht bekannt geben , aber jedes
andere Konsortium als ein Bündnis Hutchison/KPN/DoCoMo wäre dann doch eine
ziemliche Überraschung . Noch im Laufe dieser Woche wolle man weitere
Einzelheiten bekannt geben , sagte ein Sprecher von E-Plus . Bei maximal sechs
zu vergebenden Lizenzen könnten sich sieben Bieter schnell einig sein . In den
Niederlanden , wo in der letzten Woche eine ähnliche Auktion startete , fielen
die ersten Gebote sehr mager aus . Der Grund : Auch dort lag eine für den Staat
sehr ungünstige Angebot-Nachfrage-Situation vor : Sechs Bieter bemühen sich um
fünf Lizenzen . Bei nur einem Ausreißer nach oben lagen die Angebote der ersten
Runde zwischen 90.000 und 180.000 Euro . Nun kann Eichel insofern beruhigt sein
, als ihm solche lächerlich niedrigen Angebote nichts in Haus stehen . Und je
nach Auktionslaune der Telekom-Chefs kann sich diese Summe leicht vervielfachen
. Dass der Kreis der Bieter noch vor Beginn der Auktion noch kleiner wird , ist
jedenfalls nicht zu erwarten . Anhörung vor dem US-Senat zu MP3 & Co. Die
Diskussion über die Zukunft der digitalen Musik hat in den USA jetzt die
höchsten politischen Kreise erreicht : Gestern fand vor dem Justiz-Ausschuss des
Senats eine entsprechende Anhörung statt . Unter anderem sagten Hank Barry ,
Chef der MP3-Tauschbörse Napster , und Michael Robertson , Chef des
Internet-Musik-Unternehmens MP3.com , vor dem Ausschuss aus . Doch nicht nur die
Beklagten hatten ihren Auftritt : Auch Lars Ulrich von der Rockgruppe Metallica
und Fred Ehrlich , Leiter der Abteilung Neue Technologien bei Sony Music ,
gehörten zu den Befragten . MP3.com hat mittlerweile Lizenzabkommen mit der
Warner Music Group und der Bertelsmann Music Group getroffen , allerdings mit
den anderen Klägern aus der Musikindustrie noch keine Einigung erreicht .
Während Ulrich und Ehrlich weiterhin ihre Meinung vertraten , dass die Dienste
von MP3.com und Napster aus Copyright-Gründen illegal und deshalb zu verbieten
seien , beharrten Barry und Robertson darauf , dass ihre Firmen nicht gegen
geltendes Gesetz verstiessen . Vielmehr beförderten ihre Angebote die
Entwicklung der modernen Technik - und davon profitiere letztlich auch die
Plattenindustrie . So führte Barry Studien an , die besagen , dass die Nutzung
von Napsters Dienst in fast 26 Prozent der Fälle dazu führten , dass die
Musik-Fans mehr CDs als vorher kauften . Nur rund acht Prozent der
Napster-Nutzer verringerten ihren CD-Konsum . Die Anhörung diente zunächst
lediglich der Information der Senatoren , die aber freilich Einfluss auf
zukünftige Gesetzgebung haben könnte . Orrin Hatch , der Vorsitzende des
Justiz-Ausschusses , brachte das Ziel des Hearings auf den Punkt :
Flash-Memory-Hersteller in Patentstreitigkeiten Die kalifornische Firma Lexar
Media , die auf Flash-Speicher-Produkte spezialisiert ist , hat den weltgrößten
Flash-Speicher-Hersteller SanDisk , ebenfalls ein kalifornisches Unternehmen ,
der Patentverletzung beschuldigt . Am Wochenende reichte Lexar eine
entsprechende Klage beim Bezirksgericht in Delaware ein .
Flash-Speicher-Produkte kommen insbesondere im Zusammenhang mit digitaler
Fotografie zum Einsatz . Gegenstand der jetzt von Lexar angezettelten
Auseinandersetzung ist ein Patent , das Cirrus Logic 1993 angemeldet hatte und
das Lexar 1996 von Cirrus Logic erworben hatte . Die Firma will durch die Klage
neben einer Beendigung der behaupteten Patentverletzung einen Schadenersatz in
noch unbekannter Höhe erwirken . SanDisk wies Lexars Ansprüche umgehend als
unbegründet zurück . Eli Harari , Chef von SanDisk , nannte die Klage von Lexus
einen " verzweifelten Versuch , die eigene schwache Position in dem anhängigen
Verfahren zwischen SanDisk und Lexar vor dem Bezirksgericht in San Francisco zu
stärken " . In diesem von Harari angeführten Verfahren geht es um den Vorwurf
von SanDisk , dass CompactFlash- und PC-Karten von Lexar ein Patent von SanDisk
verletzen . Das Gericht in San Francisco hat in diesem Fall SanDisk schon
grundsätzlich Recht gegeben und wird voraussichtlich am 23. Oktober über den
entstandenen Schaden befinden und Sanktionen verhängen . Lexar droht in diesem
Verfahren das Verbot , seine aktuellen CompactFlash- und PC-Karten weiter
verkaufen zu dürfen . Die DVD läuft der CD-ROM langsam den Rang ab Bei der
PC-Standardausrüstung beginnen die DVD- den CD-ROM-Laufwerken den Rang
abzulaufen . Ganz plötzlich kommt das zwar nicht - bereits 1997 waren die ersten
DVD-Modelle auf dem Markt und lagen zunächst wie Blei in den Regalen . In den
vergangenen Monaten aber haben der Handel und die Anwender das DVD-Laufwerk neu
entdeckt . Selbst in Sonderangebots-Paketen ersetzt es hin und wieder schon das
CD-ROM-Gerät . Es besitzt dabei ein Vielfaches der Speicherkapazität : Schon auf
eine einfache DVD passt etwa das Siebenfache an Daten wie auf eine CD-ROM . Die
Informationspakete liegen auf DVD dichter zusammen als auf einer CD . Um die
Daten dennoch zuverlässig lesen zu können , arbeitet im DVD-Laufwerk ein
Rotlichtlaser mit kürzerer Wellenlänge und stärkerer Bündelung . Das hat den
Vorteil , dass nicht nur DVDs , sondern auch herkömmliche CD-ROMs und Audio-CDs
gelesen werden können . Durch die große Speicherkapazität sind DVDs
vergleichsweise gut als Speichermedium für Spielfilme geeignet . Aktuelle Titel
erscheinen mittlerweile ebenso regelmäßig auf DVD wie auf Video . So machen die
DVD-Laufwerke für den PC den eigenständigen DVD-Playern als digitales Heimkino
durchaus Konkurrenz . Die zusätzlich zum DVD-Laufwerk benötigte Software kostet
rund 30 Mark . Ein eigenständiger DVD-Spieler für den Fernseher schlägt dagegen
mit rund 500 Mark zu Buche . Reibungslos funktioniert das Vergnügen aber nur bei
Computern der neuesten Generation . Bei älteren PCs muss sich der Filmfan
eventuell mit einer Decoder-Karte behelfen , die er nachträglich in den Rechner
einbauen kann . Das macht den Preisvorteil zwar nicht ganz zunichte ,
funktioniert aber auch nicht unbedingt auf Anhieb . Eine gute Beratung vor dem
Kauf ist deshalb dringend zu empfehlen , denn Prozessor , Grafikkarte ,
Decoder-Karte und Software-Player müssen miteinander harmonieren . Ansonsten
könnte schnell eine neue Dauerbeschäftigung entstehen : CeBIT 2001 ohne
Multimedia-Spezialist Creative ( Update ) Der Multimedia-Spezialist Creative hat
seine Teilnahme an der CeBIT 2001 ausgeschlossen . Als Grund führt das in
Singapur ansässige Unternehmen " restriktive Auflagen " des CeBIT-Veranstalters
Messegesellschaft Hannover an . Man setze stattdessen auf die "
innovationsfreundliche " Internationalen Funkausstellung ( IFA ) in Berlin ,
teilte Creative mit . Die IFA 2001 findet vom 25. August bis 2. September 2001
statt . Stein des Anstosses ist das angebliche Verbot der CeBIT-Messeleitung ,
MP3- oder Digital Audio Player auszustellen oder zu demonstrieren . Bereits in
den vergangenen Jahren seien Multimedia-Aussteller unverhältnismäßig gemaßregelt
worden , beklagt sich Creative . Es habe verschärfte Lautstärkevorschriften und
Einschränkungen gegeben , welche Produkte ausgestellt werden dürfen . In den
Jahren nach 2001 sei eine Teilnahme an der CeBIT unter bestimmten Bedingungen
wieder möglich , sagte Ünol . Allerdings müsse sich die Messeleitung bewegen : "
Sollte die CeBIT auf ihrer so genannten B2B-Ausrichtung und den damit
verbundenen Restriktionen auch in Zukunft beharren , werden wir aus Solidarität
mit unseren Kunden weiterhin der CeBIT fern bleiben . " Die Messegesellschaft in
Hannover bedauerte die Entscheidung von Creative , zeigte sich aber auch
verwundert über die von Creative angeführten Vorwürfe . Inga Buß , Sprecherin
der Messegesellschaft , sagte c't , trotz des Versuchs einer Kontaktaufnahme
seitens der Messegesellschaft habe kein Gespräch mit Creative über eine
Teilnahme an der CeBIT 2001 stattgefunden . Dass die CeBIT-Leitung die
Präsentation von MP3- oder anderen Audio-Playern nicht zulasse , stimme nicht ,
erklärte Buß . " Wir hätten Creative gerne erklärt , dass sie ihre MP3-Player
ausstellen dürfen " , sagte die Sprecherin . Nur dazu hätte sich Creative den
Gesprächsangeboten der Messegesellschaft nicht entziehen dürfen . Ganz im
Gegenteil : Wegen der Absage der CeBIT Home seien die Kriterien , welche
Produkte ausgestellt werden könnten , gegenüber dem Vorjahr gelockert worden .
Spiele gehörten zwar immer noch nicht auf die CeBIT , die Präsentation von
Multimedia-Geräten sei aber völlig unproblematisch . Neben Creative habe bislang
auch kein anderer namhafter Aussteller seine Teilnahme abgesagt . Web-Software
Start-Up ärgert Microsoft Das junge Unternehmen Crossgain hat noch nicht sein
erstes Produkt auf dem Markt , da lehrt es den Software-Riesen Microsoft schon
das Fürchten : Offenbar übt das junge Unternehmen , das von ehemals hochrangigen
Angestellten des Windows-Herstellers gegründet wurde und seinen Sitz nur wenig
entfernt von Microsofts Zentrale hat , eine solche Anziehungskraft auf die
Angestellten der Microsoft-Chefs Bill Gates und Steve Ballmer aus , dass der
Software-Riese intern jede Bewerbung bei Crossgain anzeigepflichtig gemacht hat
. Doch nicht nur das : Barksdale war ein wichtiger Zeuge im Kartell-Prozess
gegen Microsoft , bei dem der jetzige Crossgain-Chef Tod Nielson noch als
Beobachter für Gates agierte . Nielson selbst ist der Auffassung , dass seine
Beziehung zu Barksdale aufgrund seiner Rolle während des Prozesses " ein wenig
ironisch " sei , wie er dem Wall Street Journal anvertraute . Aber offenbar
sieht Barksdale darin kein Problem . Nielson berichtete dem Wall Street Journal
weiter , dass Barksdale immer gesagt habe , dass die gesetzeswidrigen Handlungen
Microsofts von der Konzernspitze ausgingen . Womit genau Crossgain auf den Markt
gehen will , ist bislang noch nicht bekannt . Nach Nielsons Aussage wird es eine
Software sein , die es Entwicklern erleichtert , Anwendungen für das World Wide
Web zu erstellen . Sie müssten sich beispielsweise nicht um Sicherheitsfragen
oder Skalierungsprobleme kümmern . Dass die Barksdale Group und Benchmark
Capital Crossgain Kapital zur Verfügung stellen , obwohl noch gar kein Produkt
existiert , begründen Barksdale und Bill Gurley von Benchmark mit ihrem
Vertrauen in die Fähigkeiten und Erfahrungen der in der Branche nicht
unbekannten Crossgain-Leute . Nielson war bei Microsoft für die Implementierung
von XML zuständig , entwickelte Access und arbeitete federführend an der
Konzeption der .NET-Strategie von Microsoft mit . Die beiden Crossgain-Gründer
Adam Bosworth und Rod Chavez hatten ebenfalls Schlüsselstellungen bei Microsoft
: Bosworth arbeitete ebenfalls an der Entwicklung von Access mit und Chavez war
einer der leitenden Entwickler der Internet-Explorer-Versionen vier und fünf .
Benchmark erwarte auch in Zukunft Weltklasse-Produkte vom Crossgain-Team .
Creative : Messegesellschaft hat zu spät eingelenkt Der Marketing-Chef für
Mitteleuropa des Multimedia-Spezialisten Creative , Murat Ünol , hat c't
gegenüber ausführlich begründet , warum Creative auf der CeBIT 2001 nicht
vertreten sein wird . Die Mitteilung dieser Entscheidung des in Singapur
ansässigen Herstellers hatte für Verwirrung gesorgt , da Creative davon sprach ,
dass die Messeleitung die Präsentation von MP3-Playern nicht zugelassen habe .
Das dementierte aber die Veranstalterin der CeBIT , die Messegesellschaft
Hannover . Ünol erklärte im Gespräch mit c't , dass es schon auf der letzten
CeBIT Probleme mit der Messeleitung wegen der " stark consumerorientierten "
Bewerbung der Produkte von Creative gegeben habe . Im Anschluss an die CeBIT
2000 habe die Messegesellschaft definitiv erklärt , dass im Jahr 2001 die
konsumentenorientierte Präsentation von MP3-Playern nicht mehr zugelassen werde
. Daraufhin habe Creative nach intensiven internen Beratungen beschlossen ,
seine Produkte 2001 nicht mehr auf der CeBIT , sondern auf der Internationalen
Funkausstellung ( IFA ) in Berlin zu präsentieren . Das " kurzfristige
Umschwenken " der Messegesellschaft , MP3-Player jetzt doch präsentieren zu
dürfen , habe die Entscheidung von Creative nicht mehr beeinflussen können ,
sagte Ünol . Außerdem wies er darauf hin , dass eine " businessorientierte "
Präsentation von MP3- und anderen Digital Audio Playern für Creative nicht von
vorrangigem Interesse sei . Ob das Unternehmen überhaupt noch einmal auf der
CeBIT ausstellen wird , ließ Ünol offen . Auf jeden Fall gebe es mit der IFA in
Berlin jetzt eine Alternative . Zwei große Messeauftritte pro Jahr werde es
zumindest in naher Zukunft nicht geben . Warner Music Group startet
Download-Dienst für Musik Die Warner Music Group ( WMG ) hat gestern den Start
eines Download-Dienstes für digitale Musik angekündigt . WMG will im November
mit digitalen Kopien aktueller Singles und Stücken , die nur über das Internet
zu beziehen sein werden , starten . Schon bald sollen rund 1000 digitalisierte
Alben und Singles unter anderem von Tori Amos , Bjork , Phil Collins , Fleetwood
Mac und Neil Young zum Download bereitstehen . Die technische Seite des Dienstes
übernimmt RealNetworks . Der Streaming-Spezialist soll Aufbereitung und
Verbreitung der Musik erledigen und sich um Abrechnung und Kundendienst kümmern
. Die Verwaltung digitaler Rechte sollen Systeme von Preview Systems erledigen .
WMG teilte mit , dass die Musikstücke in mehreren verbreiteten Musikformaten
bereitgestellt werden sollen . WMG kündigte weiterhin an , dass über eine
plattformunabhängige Infrastruktur , die ebenfalls RealNetworks liefern soll ,
Online-Retailer wie Walmart und Amazon die digitale Musik in den USA und Kanada
weiterverkaufen werden . Nach EMI , Universal Music Group , Sony Music und der
Bertelsmann Music Group , die alle schon im Sommer Download-Dienste gestartet
hatten , ist WMG der letzte der fünf größten Musik-Konzerne der Welt , der den
Gang ins Internet wagt . Alle fünf Unternehmensgruppen entziehen damit der
Kritik den Boden , dass sie die neuesten Entwicklungen auf dem Markt digitaler
Musik verschlafen und damit Angeboten von zumindest zweifelhafter Legalität wie
My.MP3.com und Napster den Vertriebskanal Internet überlassen hätten . Schweizer
UMTS-Auktion : Da waren 's nur noch fünf In den vergangenen Tagen herrschte auf
dem Schweizer Telekommunikationsmarkt hektische Betriebsamkeit . Grund : Die
bevorstehende Versteigerung von vier UMTS-Lizenzen . Nach dem Geldsegen für die
Finanzminister Grossbritanniens und Deutschlands und den Pleiten nach den
Auktionen in den Niederlanden , Österreich und Italien warteten alle Beteiligten
gespannt auf die Klärung der Ausgangslage vor der Schweizer Lizenzvergabe . Zwei
Tage vor dem geplanten Auktionsbeginn am Montag um 9.00 Uhr sind nur noch die
drei Schweizer GSM-Netzanbieter Swisscom , Orange und diAx , außerdem der
Festnetzanbieter Sunrise sowie die spanische Telefonica im Rennen . Damit hat
sich die Zahl der Bewerber von ursprünglich zehn mittlerweile halbiert - und die
meisten der Aussteiger vollzogen ihren Absprung sehr kurzfristig . Erst gestern
ist die Mobilfunk-Tochter der Deutschen Telekom , T-Mobile , ausgestiegen . Man
wolle erst einmal abwarten , wie sich der Schweizer Markt entwickeln werde ,
ließ T-Mobile-Mediensprecher Stephan Althoff verlauten . Die Präsenz in der
Schweiz betrachtet die Deutsche Telekom mit ihrer Tochter Multilink und dem
Schweizer Portal von T-Online zur Zeit als ausreichend . Ebenfalls gestern hat
das Schweizer Bundesamt für Kommunikation ( Bakom ) bekannt gegeben , dass das
norwegische Unternehmen Telenor Mobile und die Hongkonger Gesellschaft Hutchison
ausgestiegen sind . Schon früher war das junge Schweizer
Telekommunikationsunternehmen Teldotcom abgesprungen , von dem außer dürftigen
Medienmitteilungen in der Öffentlichkeit wenig bekannt ist . Den prominentesten
einheimischen Rückzieher hat der führende Schweizer Breitbandanbieter Cablecom
gemacht . Die besten Chancen auf eine Lizenz haben wohl die Nummern eins und
zwei des Schweizer GSM-Mobilfunkmarktes , nämlich Swisscom und Orange . Beide
haben sich im Vorfeld der Auktion potente Partner ins Boot geholt . Der
ehemalige Monopolist Swisscom hat sich mit Vodafone einen äußerst starken
Partner geangelt . Die Zustimmung der Landesregierung als Mehrheitsaktionär des
Ex-Monopolisten zeigt die Bereitschaft , den Einstieg in die mobile
Breitbandtechnologie zu unterstützen . Die Landesregierung erwägt , einen Teil
des von Vodafone erwarteten Geldes in UMTS-Technik zu investieren . Der
französische Konzern hält nun 85 Prozent des Telekommunikationsunternehmens .
Allerdings sind die beiden Unternehmen über den gemeinsamen Aktionär SBC
Communications , der zweitgrößte Telekom-Konzern der USA , verbandelt . Der
Direktor des Bakom , Marc Furrer , will trotz der Rückzieher an dem vorgesehenen
Beginn der Versteigerung am Montag um 9.00 Uhr festhalten . Der Präsident der
für die Auktion verantwortlichen Kommunikationskommission ComCom , Fulvio Caccia
, hingegen teilte mit , dass es keine Garantie dafür gebe , dass die Auktion
tatsächlich stattfinden werde . Eines kann man aber wohl mit Sicherheit sagen :
Die im Juni von Furrer geäußerten Erwartungen über Einnahmen in Höhe von bis zu
10 Milliarden Schweizer Franken werden sich nicht erfüllen . Sollte bis Montag
noch einer der verbleibenden fünf Interessenten aussteigen , flössen der
Eidgenossenschaft magere 200 Millionen in die Bundeskasse - wenn sich die Bieter
wie in Österreich schnell einig sind . Beim Finanzministerium ist man einerseits
enttäuscht darüber , dass vermutlich keine namhaften Beträge zur Schuldentilgung
zusammen kommen werden , andererseits wäre aber aus gesamtwirtschaftlicher Sicht
eine ruinöse Preistreiberei auch unerwünscht gewesen . Das Bakom übt sich
unterdessen in Zweckoptimismus und weist darauf hin , dass das von den
Telekom-Unternehmen vermutlich gesparte Geld direkt den Konsumenten zu Gute
komme . Außerdem sei es nie das Ziel gewesen , möglichst viel Geld aus der
Auktion der UMTS-Lizenzen heraus zu holen . Yahoo : Gewinn steigt , Kurs fällt
Das Internet-Media-Unternehmen meldet im vierten Quartal 1999 einen gegenüber
dem Vorjahr um 14 Cent pro Aktie gewachsenen Gewinn : Davon entfielen 13 Prozent
auf Märkte außerhalb der USA . Zudem kündigte Yahoo für den 14. Februar einen
Aktiensplit im Verhältnis zwei zu eins an . Schon während des offiziellen
Handels fiel der Kurs der Yahoo-Aktien um knapp 10 Prozent auf 397,50 US-Dollar
. Nach Veröffentlichung des Quartalsabschlusses sackte er noch einmal um etwa 25
US-Dollar ab . Das World Wide Web ist viergeteilt Das World Wide Web zerfällt in
vier separate Regionen - zu diesem Ergebnis kommt eine von Compaq , Altavista
und IBM durchgeführte Studie . Die Forscher der drei Unternehmen wollten zu
neuen Erkenntnisse über die Verbindung unterschiedlicher Bereiche des WWW
untereinander gelangen . In der Studie wird ein Bild des Webs als Fliege
gezeichnet - die Forscher meinen dabei den " Krawattenersatz " , nicht das
Insekt . Ein Flügel der Fliege entspreche Ausgangs-Seiten , aus denen man leicht
in den Kern , aber nicht mehr zurück kommen könne . Der andere Flügel entspreche
Ziel-Seiten , zu denen man sich aus dem Kern leicht hinklicken könne , aus denen
aber kein Weg zurück in den Kern führe . Schließlich gebe es " unverbundene "
Seiten , die keine Link-Verbindung zum Kern auswiesen und nur mit anderen
peripheren Bereichen durch Links verbunden seien . " Webmaster und Leute , die
E-Commerce betreiben wollen , sollten wissen , wie sie ihre Sites platzieren
müssen " , erläuterte Web-Forscher Andrei Broder von Altavista . Über die junge
Wissenschaft Cybergeographie berichtet der Artikel Digitale Distanzen .
Verschiedene Perspektiven auf den Raum der Räume in c't 9/2000 . Intel streamt
los Das CPU-Bäcker Intel bietet ab sofort auch Streaming-Dienste für Audio und
Video im Internet an . Damit steigt Intel in ein Geschäft ein , dem eine große
Zukunft prophezeit wird : Seit etwa einem Jahr versucht Intel , sich vom Image
eines reinen Chip-Herstellers zu verabschieden und sich zu einem
Service-Provider mit breiter Leistungspalette rund um die elektronische
Datenverarbeitung zu wandeln . Die Dienstleistung , die die erst kürzlich
gegründete Intel Internet Media Service Group erbringen soll , ist vor allem für
Firmen konzipiert . Aber auch Internet Service Provider sind angesprochen , die
Intels Dienste an ihre Kunden weitervermitteln können . Zunächst sind nur die
Streaming-Formate von Real Networks und Microsoft im Angebot , gegen Ende des
Jahres soll aber auch Apples Quick-Time-Format unterstützt werden . Zu den
ersten Kunden gehören unter anderem Premiere Radio Networks , die Nasdaq und
MeTV.com . Disney verlangt Auflagen für Fusion AOL/Time Warner Der
Disney-Konzern , Inhaber von ABC TV , hat in einer Eingabe an die
US-amerikanische Federal Communication Commission gefordert , dass einem
fusionierter AOL-Time-Warner-Konzern " unwiderruflich " verboten wird ,
ungenehme Inhalte oder Internet Service Provider zu blocken . Schon seit einiger
Zeit verlaufen die Verhandlungen zwischen Time Warner und Disney über die
Konditionen , unter denen Disney das Breitband-Kabelnetz von Time Warner nutzen
kann , in sehr gespannter Atmosphäre . Die Auseinandersetzung eskalierte , als
Time Warner Anfang Mai das Programm von ABC TV in elf US-amerikanischen Städten
für eineinhalb Tage aus seinem Kabelnetz aussperrte . Disney und andere
Medienunternehmen haben genauso wie viele Verbraucherschutz-Gruppen in der
letzten Zeit immer massiver ihre Sorge zum Ausdruck gebracht , dass der
AOL-Time-Warner-Konzern zu große Macht über das Breitband-Kabelnetz habe und als
" Torwächter " agieren könnte . Sie befürchten , dass die Fusion der Pluralität
auf dem Medienmarkt schaden wird . Andere Unternehmen wie iCast und TribalVoice
, die beide Messenger-Dienste anbieten , haben ähnliche Bedenken . Die beiden
genannten Anbieter stören sich vor allem daran , dass AOL fremde
Messenger-Clients blockt . AOL und Time Warner winken aber ab . Verwirrung um
Warp-Nachfolger : Neuer Client auf OS/2-Basis Der niederländische
Software-Distributer Mensys stiftet derzeit Verwirrung unter OS/2-Benutzern . In
Info-Mailings kündigte er das Erscheinen eines neuen Produkts an , " das ein
neuer Warp-Client ist " . Der angebliche Warp-Client heißt allerdings nicht mehr
OS/2 Warp , sondern eComStation - und wird von der texanischen Softwareschmiede
Serenity Systems hergestellt . Bei näherem Hinsehen stellt sich allerdings
heraus , dass die eComStation nicht unbedingt ein neuer Client von OS/2 Warp ist
, sondern vielmehr ein Distributed Client auf Basis des Warp-4-Clients mit dem
Kernel von IBMs Warp Server for e-Business . Vor allem die Produkt-Ankündigung
bei Serenity Systems legt den Schwerpunkt nicht wie Mensys auf die Warp-4-Basis
, sondern mehr auf das Zusammenspiel der eComStation mit einer speziellen
Desktop-Verwaltungs-Software von Serenity Systems , dem so genannten WiseManager
. Mit diesem WiseManager kann eine Vielzahl von Desktops verwaltet und zentral
konfiguriert werden . Die eComStation stellt einen vom WiseManager zu
verwaltenden Client auf der Basis des OS/2-Warp-4-Clients dar . Dabei liegt ihr
das für Ende November dieses Jahres angekündigte Convenience Pack für den
Warp-4-Client zugrunde , der um einige zusätzliche Funktionen von IBM wie
VoiceType oder Desktop On Call erweiterte wurde . Auch eine Version der
eComStation mit IBMs Multiprozessor-Unterstützung ( SMP ) und dem ebenfalls
IBM-eigenen Journaling File System JFS soll gegen Aufpreis zu haben sein . Wie
auf dem Warp-4-Client sollen auf der für August angekündigten eComStation neben
OS/2-Anwendungen auch DOS- , Windows- und Java-Applikationen laufen ; eine
Folgeversion soll auch mit Linux-Programmen zurecht kommen . Serenity Systems
bietet für eine beschränkte Zeit auch die Möglichkeit eines Upgrades von Warp 4
auf die eComStation an . Gegenüber dem angekündigten Convenience Pack bringt die
eComStation für den Stand-Alone-Betrieb also keine Vorteile ; wenn Serenity
Systems den selbstgesteckten Zeitplan einhält , kommt man lediglich ein paar
Monate früher an die Neuerungen des angekündigten Convenience Packs . Allerdings
wäre dies mit Preisen zwischen 129 US-Dollar für die Basis-Version der
eComStation und 499 US-Dollar für die Profi-Version mit SMP und JFS teuer
erkauft . Nur verliert dadurch die Bezeichnung , dass es sich um einen neuen
Warp-Client handele , nichts an ihrer Missverständlichkeit . Jenoptik bringt
Schulen ans Netz Die Jenoptik stattet unter Beteiligung der Jenapharm und der
Firma System- und Anwendungs-Beratung für Informationstechnologie Jena ( SBI )
die neun Gymnasien der Stadt Jena mit so genannten Multimedia-Kabinetten aus .
Diese komplett vernetzten Einrichtungen sollen jeweils aus einem
Lehrerarbeitsplatz , 15 Arbeitsplätzen für Schüler und einem Server bestehen .
Für die Arbeitsplätze kommen Pentium-III-Rechner aus der aktuellen Produktserie
von Fujitsu Siemens zum Einsatz . Als Server ist ein Primergy 170 von Fujitsu
Siemens vorgesehen . Als Software kommt Windows 2000 , Office 2000 , das
Netzsupportsystem MasterEye , das Antivirenprogramm Norton AV sowie die
Internetzugangssoftware AVM Ken ! zum Einsatz . Jede Schule erhält zudem einen
Laserdrucker ( HP 2100 TN ) , einen Farbtintenstrahldrucker ( HP 930 C ) und
einen Scanner ( HP Scanjet 5300 C ) . Die Internet-Anbindung soll über eine
ISDN-Anschluss zu T-Online erfolgen , den die Deutsche Telekom im Rahmen ihres
Programms T@School kostenlos zur Verfügung stellt . Während die Jenoptik den
Hauptteil der rund 720.000 Mark übernimmt , die die Ausstattung der Schulen
kostet , beteiligt sich Jenapharm mit etwa 80.000 Mark . Die SBI übernimmt die
Installation und die Pflege der Systeme über drei Jahre und stiftet die Scanner
. Die Hard- und Software hat Fujitsu Siemens zum Sonderpreis zur Verfügung
gestellt . Überdies hat man mit den Hardware-Herstellern eine Sondervereinbarung
getroffen , in deren Rahmen die Garantie für alle Komponenten auf drei Jahre
ausgedehnt wurde . Für die Schulen entstehen also in den nächsten drei Jahren
keinerlei Kosten im Zusammenhang mit der Computerausstattung . Das Engagement
der Jenoptik läuft im Rahmen der Initiative D21 , einem Zusammenschluss großer
deutscher Unternehmen , die erreichen wollen , dass Deutschland im
Informationszeitalter eine führende Stellung einnimmt . Ein Schwerpunkt der
Arbeit der Initiative ist der Bildungsbereich : Bundesweit koordiniert sie die
Zusammenarbeit von Unternehmen und Schulen , um die Ausstattung der Schulen mit
moderner Computertechnik zu verbessern . Bislang finden sich solche
Private-Public-partnerships aber vor allem im Westen Deutschlands . Der
Vorstandsvorsitzende der Jenoptik , Lothar Späth , will verhindern , dass die
Schulen im Osten ins Hintertreffen geraten . " Wir wollen mit dieser Aktion ein
Signal setzen , das möglichst viele Nachahmer finden soll " , erläuterte er .
Thüringens Kultusminister Michael Krapp begrüßte die Aktion . Die Thüringer
Schüler sollten nicht nur den Umgang mit der Technik lernen , sagte er .
Vielmehr würden die Computer auch zur Wissensvermittlung in anderen Fächern
genutzt . Nach Angaben des Kultusministeriums sind bisher 291 Schulen im
Freistaat online . Den 330 Regelschulen standen zu Jahresbeginn etwa 4500
Computer mit unterschiedlicher Leistungsfähigkeit zur Verfügung . Mit dem Geld
will Thüringen Rechner leasen und Lernsoftware anschaffen . Telekom-Konzerne :
Mobil mit Kimono und Holzschuh Jetzt haben wir es amtlich : NTT DoCoMo , die
größte japanische Telefongesellschaft , Hutchison Whampoa , ein Mischkonzern aus
Hongkong , und KPN Mobile , die Mobilfunktochter der ehemals
staatlich-niederländischen Telefongesellschaft KPN , wollen zusammenarbeiten ,
um ein Mobilfunknetz der dritten Generation in Europa aufzubauen . Die
Kooperationsvereinbarung ergibt einen globalen Verbund , vielleicht das erste
wirklich weltweit operierende Bündniss auf dem Telekommunikationsmarkt . DoCoMo
und Hutchison Whampoa decken den asiatischen Raum ab , KPN hat Beteiligungen in
ganz Europa und ist über die Zusammenarbeit mit Qwest in dem Joint-Venture
KPNQwest auch in den USA vertreten . Auch Hutchison Whampoa hat schon
Beteiligungen in Amerika : Freilich beschränkt sich die Zusammenarbeit der drei
Gesellschaften bislang auf relativ kleine Beteiligungen untereinander - was für
die Konzerne wohl den positiven Effekt hat , dass sie sich nicht mit den
Kartellbehörden herumschlagen müssen . Hutchison Whampoa behält die restlichen
65 Prozent , räumt aber TIW ein , noch 6,5 Prozent von diesem Anteil zu erwerben
. Alle UMTS-Interessen der drei Gesellschaften DoCoMo , KPN Mobile und Hutchison
Whampoa werden auf der Insel durch Huchinson 3G wahrgenommen . In Deutschland
formen Hutchison Whampoa und die KPN Mobile das Konsortium E-Plus-Hutchison , um
gemeinsam eine UMTS-Lizenz zu ersteigern . Bei Erfolg will KPN Mobile seine
Anteile an dem Konsortium an seine deutsche Tochter E-Plus abgeben . Das neue
Konsortium wird dann nur das Netz aufbauen , E-Plus und Hutchison Whampoa werden
aber ein getrenntes Geschäft führen . Zusammenarbeiten wollen beide
Gesellschaften aber auch im Bereich des GSM-Mobilfunks . Noch recht unkonkret
sind die Überlegungen bezüglich der Zusammenarbeit in Frankreich und in Belgien
. In Frankreich , wo die Lizenzen nach massiver Kritik am
Versteigerungsverfahren in einem Schönheitswettbewerb vergeben werden , wolle
man mit französischen Partner zusammenarbeiten , die man allerdings erst noch
finden muss ; entsprechende Gespräche seien aber schon im Gange . Die Pläne für
Belgien sind wohl bislang noch unkonkreter . Man ist sich nur darüber einig ,
dass Hutchison Whampoa und KPN Mobile zusammen ein Bieterkonsortium bilden
wollen . Generell wolle man Know-how untereinander austauschen und gemeinsam
technische Entwicklungen vorantreiben . Auch einen Roaming-Service für
UMTS-Telefonie und gemeinsame Kunden-Zentren wolle man betreiben . Verwunderlich
ist lediglich , dass keine Vereinbarung über eine Zusammenarbeit in den
Niederlanden getroffen wurde . Dort zog sich nämlich Hutchison Whampoa am Tag
der Auktionseröffnung aus dem Verfahren zurück . Beobachter werteten dies als
Vorzeichen einer Zusammenarbeit zwischen KPN und Hutchison . Darin täuschten sie
sich zwar nicht , dennoch gibt es offensichtlich keine über die allgemeinen
Vereinbarungen hinausgehende Zusammenarbeit in den Niederlanden . Nach einer
Untersuchung von des US-Marktforschungsinstituts Media Metrix hat sich die Zahl
der Benutzer der Internet-Tauschbörse Napster gegenüber dem Stand vom Februar um
rund 350 Prozent auf 4,9 Millionen erhöht . Damit ist Napster der am schnellsten
wachsende Dienst , den Media Metrix je beobachtet hat . Die Marktforscher fanden
heraus , dass Napster nicht nur auf Campus-Rechnern oder privaten PCs genutzt
wird , sondern dass die Software inzwischen auch auf fast 900.000 Büro-Computern
installiert ist . Bruce Ryon , Vizepräsident von Media Metrix , führt diesen
gewaltigen Popularitätsschub der Tausch-Software auf die gerichtlichen
Auseinandersetzungen zurück , in die Napster seit einigen Monaten verwickelt ist
. 35 Prozent der Napster-Nutzer seien im Alter zwischen 35 und 54 Jahren , nur
15 Prozent fielen in die Altergruppe der 18-24jährigen . Während sich die Firma
Napster selbst natürlich über die Ergebnisse der Marktforscher freut -
Napster-Chef Hank Barry sagte , dass sie " in Verbindung mit dem signifikaten
Anstieg der CD-Verkäufe in dieser Zeit zeigen , welche gewaltigen Möglichkeiten
Napster Musik-Liebhabern und Künstlern bietet " - sieht man in Managerkreisen
darin eher ein schlechtes Zeichen : Die Zahlen von Media Metrix könnten " die
wachsenden Sorgen über einen unproduktiven Gebrauch des Internet an der
Arbeitsstelle " befördern , kommentierte Eric Rolfe Greenberg von der
Managervereinigung American Management Association ( AMA ) . Doch nicht nur der
private Einsatz des Büro-Rechners stimmt Greenberg bedenklich : Wenn der
Gebrauch von Napster sich wirklich als illegal herausstellen sollte , so
befürchtet er , könnten Unternehmen , von deren Rechnern aus Napster benutzt
wurde , deshalb auch rechtlich belangt werden . Auf dem dreitägigen European
IT-Forum 2000 in Monaco wurde bislang die hohe Schule der transatlantischen
Verständigung praktiziert . Amerikanische Redner lobten Europa für den
Fortschritt in Sachen M-Commerce , europäische Redner lobten die USA für den
Einsatz des Internet und machten immer wieder darauf aufmerksam , wie hinderlich
die hohen Telekommunikationskosten in Europa doch seien . Am zweiten Tag der
Veranstaltung zeichnete sich ein Kompromiss ab : Sollte Europa die USA doch
überholen , dann würde dies wie in einem Autobahnstau passieren , bei dem mal
die eine , mal die andere Spur schneller ist . Der Veranstalter , die
International Data Corporation ( IDC ) , untermauerte den Eindruck mit seinen
Marktprognosen . So ermittelte IDC den europäischen Anteil am IT-Weltmarkt für
das Jahr 1999 mit 28,6 Prozent . Im Jahre 2000 soll dieser Anteil auf 32,2
Prozent steigen . Da die USA laut IDC von 38 Prozent im Jahre 1999 auf 31,9
Prozent im Jahre 2009 fallen werden , muss das Überholen irgendwie geklappt
haben . So läutete Compaq am Montagabend offiziell den Start von The Source ein
. Hinter dem Namen verbirgt sich ein Internet-Portal für kleine und mittlere
Unternehmen ( KMU ) , das bald in allen europäischen Ländern online sein soll .
Mit dem Startschuss ging The Source in England ans Netz , als nächstes Land soll
Finnland folgen . Was The Source im eurpäischen Sinn bemerkenswert macht , ist "
The Compaq Promise " . Das ist eine Art Garantierklärung von Compaq , dass alle
im Portal versammelten Inhalte geprüft sind , ob sie den landesspezifischen
Gesetzen und Bedürfnissen von KMUs entsprechen . Geht es nach dem amerikanischen
Trendforscher Jeremy Rifkin , so sind Portale wie The Source erst der Anfang .
Rifkin entwarf vor den euopäischen Top-Managern ein Szenario , im dem das
Eigentum verschwindet und durch Zugangsberechtigungen ersetzt werden . Für
Rifkin ist der Trend in den USA deutlich erkennbar , zwangsläufig soll er beim
Überholen auch Europa erfassen . Allerdings waren nicht alle Zuhörern von Rifkin
davon überzeugt , dass seine Visionen schnell oder überhaupt Wirklichkeit werden
. SAP-SI-Aktien werden zu 19 Euro platziert Bei der enormen Nachfrage nach
Aktien der SAP-Tochter SAP Systems Integration ( SAP SI ) war bereits
vorauszusehen , dass der Platzierungspreis am oberen Ende der
Bookbuilding-Spanne liegen würde . Das bestätigte sich heute : Die das
Bankenkonsortium führenden Geldhäuser , die Commerzbank und die HypoVereinsbank
teilten mit , dass die SAP SI-Aktie bei 56facher Überzeichnung für 19 Euro
ausgegeben wird . Morgen wird der Handel mit dem Wertpapier am Neuen Markt in
Frankfurt aufgenommen . Die Zuteilung an die Privatanleger erfolgte per
Losverfahren , wobei jede 25. Order mit 70 Stückaktien bedacht wurden . 700.000
Aktien waren für Mitarbeiter von SAP-SI reserviert . Die an die Börse gebrachten
Aktien stammen teils aus einer Kapitalerhöhung , teils aus dem Besitz von
Teilhabern . Die Muttergesellschaft SAP gibt keine Aktien von SAP SI ab . Sie
wird nach dem Börsengang 53,7 Prozent der Anteile an der Dienstleistungstochter
halten . EU bleibt skeptisch gegenüber AOL und Time Warner Die Konzessionen , zu
denen AOL , Time Warner und EMI bereit waren , um die schweren Bedenken der
EU-Kommission gegen die Fusionspläne der Unternehmen auszuräumen , gehen den
europäischen Wettbewerbshütern dem Vernehmen nach nicht weit genug . Das meldet
zumindest die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Unternehmenskreise .
AOL soll angeboten haben , die Besitzverhältnisse an AOL Europe zu verändern und
die Beziehungen zu Bertelsmann auszubauen . Im Prinzip habe AOL der
EU-Kommission versichert , seine dominante Position in den USA nicht auszunutzen
, um Wettbewerbsvorteile in Europa zu erlangen . Allerdings seien diese
Zugeständnisse nach Ansicht der europäischen Wettbewerbshüter zu leicht zu
umgehen , um ihre Bedenken zu zerstreuen . EMI sei zu der Zusage bereit gewesen
, drei Jahre lang Internet-Service-Provider , die mit AOL in Verbindung stünden
, nicht bevorzugt zu behandeln . Aber auch das habe die EU-Kommission nicht
überzeugen können , sagte der Informant von Reuters . Die Konzerne können bis
einen Monat vor Ende dieser Frist noch weitere Zugeständnisse an die
Wettbewerbshüter machen . Zukunft von Infostrada weiterhin ungewiss Offiziell
bereitet man bei der britischen Mobilfunkgesellschaft Vodafone immer noch den
Börsengang des italienischen Internet- und Festnetzunternehmens Infostrada vor ,
allerdings verstummen die Gerüchte nicht , dass die italienische Gesellschaft
vielleicht doch komplett verkauft werden soll . Wind ist ein Joint-Venture des
italienischen Energieversorgers Enel und der France Telecom . Zu Albacoms
Gesellschaftern gehören die British Telecom , der italienische Fernsehsender
Mediaset und die Ölgesellschaft Eni . Enel und Albacom haben mittlerweile
bestätigt , dass sie an Infostrada interessiert sind . Über ein Gebot der
Deutschen Telekom , der auch ein Interesse an Infostrada nachgesagt wird ,
berichten die Quellen des Wall Street Journals nichts . Vodafone ist mit dem
Kauf von Mannesmann im Frühjahr und den Erwerbungen von UMTS-Lizenzen in
Großbritannien und Deutschland finanziell unter Druck geraten und braucht
dringend liquide Mittel . Die Versilberung der ohnehin eher ungeliebten
Festnetztochter Infostrada , die mit Mannesmann zu Vodafone gekommen war , liegt
daher nahe . Dabei würde ein Verkauf von Infostrada dem britischen
Mobilfunkriesen vermutlich sogar noch mehr gelegen kommen als der für den
nächsten Monat geplante Börsengang , bei dem die Briten 49,9 Prozent der Anteile
von Infostrada in den Handel bringen wollen . Das derzeit schlechte Börsenklima
für Telekommunikationswerte macht nämlich einen großen Erfolg des angesetzten
IPO nicht sehr wahrscheinlich . Musik total übers Internet MP3.com hat ein neues
Konzept für den Verkauf digitaler Musik vorgestellt : Über einen speziellen
Dienst will der Anbieter bei ihm bestellte CD-ROMs in komprimierter Form sofort
über einen speziellen Internet-Zugang anbieten . Gleichzeitig werde die
entsprechende CD in den Versand gegeben . Der Kunde könne auf diese Weise die
georderten Stücke schon über das Internet hören , bevor er die CD in Händen hält
. Bei MP3.com registrierter Benutzer können die Titel von eigenen CDs , die in
einer derzeit etwa 40.000 Titel umfassenden Datenbank eingetragen sind , mit
einer speziellen Software freischalten . Dazu werde die vorhandene CD als
Schlüssel benutzt . Der von MP3.com angepriesene Vorteil : Diese Titel seien
dann in einem Streaming-Format weltweit und jederzeit über das Internet
verfügbar . Aber man könne einen Benutzer nicht davon abhalten , sein Passwort
anderen mitzuteilen und somit seine bei MP3.com freigeschalteten CDs illegal
anderen zugänglich zu machen , so die Skeptiker . Das System des
passwortgeschützten Account entziehe den Musik-Labels die Kontrolle über die
Distribution ihrer Titel . Nach Aussagen von MP3.com-Managern ist das neue
Konzept noch nicht mit den Herstellern der Musik-Industrie abgestimmt . Auf
deren Reaktion kann man also noch gespannt sein . Es ist aber wahrscheinlich ,
dass diese nicht sehr positiv ausfallen wird . Und ob MP3.coms neue Strategie
mit Standards in Einklang zu bringen sein wird , die zur Sicherung digitaler
Musik von der Secure Digital Music Initiative ( SDMI ) momentan entwickelt
werden , bleibt ebenfalls abzuwarten . Infineon-Emission hält Börse und Banken
in Atem Vom heutigen Börsenstart der Infineon-Aktie konnte nur jeder sechste
Interessent profitieren - die Aktie war 33-fach überzeichnet . Per Losverfahren
bestimmten die Konsortialbanken , wer in den Genuß einer Zuteilung kommen sollte
. 60 Prozent der Aktien gingen an institutionelle Investoren , Fonds und
Versicherungen , 34 Prozent an Privatanleger und 6 Prozent an Mitarbeiter . Nach
dem Bookbuilding wurde der Preis der Aktie auf 35 Euro fixiert . Sie kam mit
70,20 Euro in den Handel , was für alle Anleger von vornherein einen Gewinn über
100 Prozent bedeutet . Der Kurs entwickelte sich allerdings in den ersten
Stunden wechselhaft : Zwar stieg er schnell auf über 84 Euro , fiel allerdings
ebenso schnell wieder auf knapp unter 77 Euro zurück und pendelte sich um 79
Euro ein . Damit bleibt die Entwicklung der Aktie hinter den Erwartungen zurück
: Auf dem grauen Markt handelte man sie bereits mit 90 bis 110 Euro . Der
Andrang bei den Banken legte deren Systeme am heutigen Vormittag teilweise
völlig lahm - Leser teilten c't mit , dass in den Morgenstunden in einigen
Sparkassenfilialen nicht einmal mehr die Kontoauszugsautomaten funktionierten .
Genauso schlimm erwischte es manche Discount-Broker : Die Internetseiten von
ConSors , Comdirekt oder der DirektBank waren zeitweise nicht erreichbar . Aber
auch beim Branchenriesen war man nicht ausreichend gerüstet : Online-Brokerage
mit der Deutschen Bank 24 ging zeitweise nicht oder nur in Zeitlupe . Nicht
einmal die Aktien waren bei Börsenöffnung vollständig verteilt : Erst gegen
Mittag wollte man bei ConSors die zugeteilten Aktien an seine Kunden
weitergegeben haben . Offensichtlich sind die Banken dem Ansturm der
Privatanleger noch nicht gewachsen : Schon beim Börsengang von web.de gab es
massive Probleme . Während der Zeichnungsfrist für das Infineon-Papier zeichnete
sich ab , dass der Ansturm bei Börsenstart immens sein würde . Dennoch waren die
Anbieter von Online-Brokerage-Diensten allem Anschein nach nicht in der Lage ,
Vorkehrungen zu treffen , um ihren Kunden die versprochenen Leistungen - vor
allem die in Aussicht gestellten schnellen Gewinne durch Real-Time-Trading -
zugänglich zu machen . Lycos Europe : Börsenstart noch im März Der europäische
Ableger des Internet-Unternehmens Lycos , Lycos Europe , hat heute den zum
Börsenstart eingeschlagenen Kurs bekannt gegeben : Die Zeichnungsfrist hat
bereits heute begonnen und soll am 20. März enden . Als erster Handelstag ist
der 22. März vorgesehen . Das neue Wertpapier soll ausschließlich am Neuen Markt
in Frankfurt notiert werden . Diese Summe soll Lycos Europe als
Kapitalaufstockung zufließen . Ein Computerchaos , wie es zuletzt beim
Börsengang von Infineon zu verzeichnen war , scheint man vermeiden zu wollen :
Nach Aussagen eines Sprechers sind an der Neuemission keine Direkt-Banken
beteiligt . Tribune und Times Mirror wollen fusionieren Tribune und Times Mirror
haben heute den Abschluss eines Vertrags angekündigt , in dem ihre Pläne zur
Bildung eines neuen Mediengiganten fixiert sind . Jedes der beide Unternehmen
nimmt jetzt schon eine führende Position auf dem US-amerikanischen Medienmarkt
ein ; sie geben Klassiker wie die Chicago Tribune und die Los Angeles Times
heraus . Damit wäre das fusionierte Unternehmen einer der größten
Informationsanbieter in den Vereinigten Staaten , und zwar national und regional
. Ihren Anteilseignern sagen sie langfristig eine Steigerung des Gewinns pro
Aktie um ein bis zwei Prozent voraus . Anschließend wolle man jeden
Times-Mirror-Anteil in 2,5 Tribune-Anteile umwandeln . Das Barangebot soll bis
Mitte April gelten . Real Networks lizenziert Quicktime-Server Der
Streaming-Media-Spezialist Real Networks hat den Quicktime-Server von Apple
lizenziert . Der Streaming-Media-Server ist unter der so genannten Apple Public
Source Licence , einer speziellen Open-Source-Lizenz von Apple , im Quellcode
verfügbar . Die Vereinbarung mit Apple ermöglicht es Real Networks , den Code
des Quicktime-Servers so in seinen Real Server 8 zu integrieren , dass er das
Übertragen von Streaming-Media im Quicktime-Format zulässt . Eine
Preview-Version des neuen Real Servers ist auf der Webseite von Real Networks
downloadbar . KPN und Telefonica versuchen es noch mal Vielleicht klappt es ja
im zweiten Anlauf : Der niederländische Telekommunikationskonzern KPN und der
spanische Telekom-Riese Telefonica versuchen noch einmal , zu einem Unternehmen
zu fusionieren . Wie die Financial Times Deutschland heute berichtet , haben
beide Unternehmen - die schon am 8. Juni die Fusionsverhandlungen wieder
aufgenommen hatten - ihre Regierungen schriftlich um Stellungsnahmen zu ihren
Fusionswünschen gebeten . Der Eingang der Schreiben wurde bestätigt , Reaktionen
darauf stehen allerdings noch aus . Beiden Unternehmen sei es mit den
Fusionsplänen nach wie vor ernst , bekräftigte ein Sprecher von KPN . Kein
Wunder : Die Unternehmen könnten sich die Kosten für UMTS-Lizenzen teilen und
gegenseitig von ihren Beteiligungen an anderen Telekommunikationsgesellschaften
profitieren . So ist KPN an Daten- und Mobilfunknetzen in den Niederlanden ,
Belgien und Deutschland beteiligt und betreibt ein Joint-Venture mit dem
US-Telekommunikationskonzern Qwest . Telefonica hat eine große Präsenz in
spanisch- und portugiesischsprachigen Ländern aufzuweisen . Die hohe Staatsquote
bei KPN , an der sich die spanische Regierung gestoßen hatte , wird auf jeden
Fall nicht mehr lange im Weg stehen . Die Niederlande wollen ihre Anteile
innerhalb der nächsten 18 Monate verkaufen . Spätestens dann wäre der Weg für
den Zusammenschluss frei , allerdings sind 18 Monate in dem sich rasant
entwickelnden Telekommunikationsmarkt eine halbe Ewigkeit . Sollte die Fusion
gelingen , wären KPN und Telefonica die ersten beiden ehemals staatlichen
Telefongesellschaften , die einen Zusammenschluss zustande gebracht hätten .
Bertelsmann Arvato mit Kohle und Ambitionen Die Mediendienstleistungsgruppe des
Gütersloher Medienkonzerns Bertelsmann , die Arvato AG , erwartet für das am 30.
Juni ablaufende Geschäftsjahr 1999/2000 ein hervorragendes Ergebnis .
Vorstandschef Gunter Thielen stellte auf der Expo in Hannover die jüngsten
Prognosen für das Geschäftsjahr 1999/2000 und die Pläne für das kommende
Geschäftsjahr vor . Zur Arvato-Gruppe gehören Dienstleitungsunternehmen ,
Druckereien und Spezialverlage rund um den Globus . Damit sei Arvato die derzeit
profitableste Bertelsmann-Tochter , freute sich Thielen . Der Auslandsanteil am
Umsatz stieg von 29 auf 33 Prozent . Mittelfristig sei eine Steigerung des
Umsatzes allein in den USA und dem europäischen Ausland auf 50 Prozent des
Gesamtumsatzes geplant . Zur Finanzierung weiterer Investitionen und um
Mitarbeiter mit Aktienoptionsplänen zu binden sollen noch in diesem Jahr die
Unternehmen Trust , ein als Joint-Venture der Bertelsmann Services Group und SRS
Worldhotels betriebenes Online-Hotelreservierungssystem , und empolis rpt
empolis , ein Spezialist für EDV-Lösungen , an den Neuen Markt in Frankfurt
gebracht werden . Für zwei weitere Projekte , die derzeit in Gründung begriffen
seien , nämlich ein System zum Drucken von Büchern auf Bestellung und ein
Rabatt-System für Internetgeschäfte , seien ebenfalls Börsengänge denkbar . Wie
auch den Mutterkonzern wolle man Arvato selbst aber mittelfristig nicht an einer
Börse öffentlich notieren . Thielen schloss dies zumindest für die nächsten fünf
Jahre aus . Motorola kann Gewinn fast verdoppeln Damit stiegen die Einnahmen
gegenüber dem Vorjahresquartal um 21,9 Prozent , der Gewinn aus dem operativen
Geschäft vor Verrechnung der Sonderausgaben stieg im gleichen Zeitraum um 91,4
Prozent . Berücksichtigt man allerdings die Sonderausgaben , so ging der Gewinn
um 16 Prozent zurück . Motorola-Chef Robert Growney zeigte sich zufrieden mit
dieser Geschäftsentwicklung : " Alles in allem zeigen die Ergebnisse eine solide
Zunahme bei Einnahmen und Gewinnen . " Allerdings bleiben viele Analysten nach
dem Ergebnis von Motorola im ersten Quartal des laufenden Jahres skeptisch . Im
April musste Motorola trotz insgesamt guter Zahlen eine Gewinneinbruch im
Handy-Bereich um 41 Prozent berichten . Kurz darauf gab der Konzern auch noch
eine Gewinnwarnung für das zweite Quartal heraus . Die Börse nahm die Berichte
allerdings positiv auf : WorldCom/Sprint : Offizielles Aus für die Fusion Die
Fusion zwischen den beiden Telekommunikationsgiganten WorldCom , der Nummer zwei
auf dem US-Markt , und Sprint , der Nummer drei , ist schon seit dem Verbot
durch die EU-Kommission und der Ankündigung des US-Justizministeriums , Klage
dagegen einzulegen , faktisch tot . Heute nun haben die beiden Konzerne
offiziell bekannt gegeben , dass sie nicht an ihren Fusionsplänen festhalten
wollen . Daher kündigten sie in beidseitigem Einverständnis ihr Fusionsabkommen
aus dem Oktober des letzten Jahres auf . WorldCom : " Wir sind auch zu haben ...
" Es hört sich fast ein bischen so an , als ob WorldCom , die zweitgrößte
US-Telefongesellschaft , nach der gescheiterten Fusion mit Sprint keine Lust
mehr auf ein eigenständiges Agieren hat - das jedenfalls lassen Bemerkungen
vermuten , die WorldCom-Chef Bernard Ebbers kürzlich verlauten ließ . Die
Deutsche Telekom sollte seinen Konzern nicht übersehen , sagte er einem Bericht
des Wall Street Journals zufolge am Dienstag auf der Jahresversammlung der
Wireless Communication Association International ( WAC ) . Das Blatt zitiert
Ebbers weiter : " Ich wüßte keinen Grund , warum die Deutsche Telekom nicht mit
dem besten Unternehmen in den USA sprechen sollte . " WorldCom ist damit das
erste Unternehmen , das sich in aller Öffentlichkeit als Übernahmekandidat
präsentiert . Freilich geschieht dies aus einer Situation der Stärke heraus :
Zwar hat der Konzern mit dem Manko zu kämpfen , kein eigene Mobilfunknetz zu
haben , aber sonst ist er durchaus groß und erfolgreich genug , um auch allein
auf dem internationalen Markt bestehen zu können . Die anderen US-Gesellschaften
, die Übernahmekandidaten für die Deutsche Telekom wären , sind allesamt sehr
viel billiger als WorldCom . Die Deutsche Telekom könnte also durchaus ein
erfolgversprechendes Angebot für jeden dieser Konzerne abgeben , sie könnte
sogar von den kleineren zwei kaufen . VoiceStream ist beispielsweise eine reine
Mobilfunkgesellschaft . Zwar ist das Mobilfunkgeschäft für die Expansionspläne
des rosa Riesen sehr wichtig , genauso wichtig ist Telekom-Chef Ron Sommer aber
eine leistungsfähige Internet-Infrastruktur . WorldCom mit seiner
Internet-Tochter UUNet , einem der weltgrößten Provider , wäre da genau richtig
. Allerdings ist es unwahrscheinlich , dass ein solcher Übernahmeversuch nicht
auf den Widerstand der US-Politiker stoßen würde , die sich schon vehement gegen
eine Übernahme Sprints durch die Deutsche Telekom gewehrt hatten . Eine
Realisierung der Überseeträume Sommers könnte also durch die hohe
Staatsbeteiligung bei der Deutschen Telekom ernsthaft gefährdet sein . Aus der
Zentrale der Telekom war zu allen Fusionsüberlegungen wieder einmal nur die
Auskunft zu erhalten , dass man sich an Spekulationen nicht beteilige . IT-Forum
ohne US-Promis Das European IT-Forum der International Data Corporation ( IDC )
in Monaco widmet sich in diesem Jahr der Leitfrage , ob Europa die Vereinigten
Staaten im E-Business überholt . An einer Antwort auf diese Fragen scheinen
zumindest einige der geladenen Amerikaner nicht interessiert zu sein .
Angekündigte Redner wie Jeff Bezos von Amazon tauchten nicht auf , Steve Jobs
von Apple zog es nur nach Paris , Stewart Nelson von Novell ließ sich durch
einen Marketing-Mann vertreten . Die Krönung lieferte Steve Ballmer von
Microsoft , der als Audiodatei ins Forum kopiert wurde . Eine Video-Konferenz
nach Seattle funktionierte ebenso wenig wie der Versuch , die
Powerpoint-Präsentation des Microsoft-Chefs über das Internet zu übertragen .
Zusätzlich wurde Ballmers Audio-Einspielung von einem deutlich hörbaren
Telefonat überlagert , das andere Geschäftsleute führten : Willkommen in der
Zukunft der visual.NET-Services ! Thematisch stand am zweiten Tag der Konferenz
die mobile Telefonie der dritten Generation im Mittelpunkt , von der sich
Hersteller und Serviceanbieter riesige Geschäfte erwarten . Ähnlich sieht die
Prognose bei den Stückzahlen aus : Bleibt zu hoffen , dass dann auch die
Umgebung darauf eingestellt ist . Das funkelnagelneue Grimaldi-Kongresszentrum
in Monaco erwies sich jedenfalls als guter Wellendämmer . So wurden die
telefonierenden Top-Manager nach draußen getrieben und konnten kurz den
Spätsommer an der Mittelmeerküste geniessen . Amazon stoppt Preis-Tests Der
Online-Retailer Amazon hat seine umstrittene Praxis gestoppt , dieselben DVDs zu
unterschiedlichen Preisen anzubieten . Amazon hatte mit diesen Preis-Tests das "
Fine-Tuning " seines Marketings verbessern wollen , lautete die offizielle
Begründung . Massive Kritik von Verbrauchern an dieser Praxis ließen den
Online-Verkäufer jetzt generell zu Festpreisen zurückkehren . Amazon-Sprecher
Bill Curry kündigte eine Entschädigung für Kunden an , die DVDs zu Preisen über
dem Minimalpreis erworben hätten . Amazon werde keine weiteren Preis-Tests
durchführen , sagte er weiter , und wenn doch , müssten alle Kunden generell nur
die niedrigsten Preise zahlen - auch dann , wenn sie zu höheren Preisen bestellt
hätten . Bertelsmann erzielt deutlichen Umsatzzuwachs Allerdings hat das
Internet- und Multimedia-Segment auch die größte Wachstumsrate innerhalb des
Konzerns aufzuweisen : Jeweils rund ein Drittel des Umsatzes entfielen auf die
USA und Deutschland , noch einmal knapp 29 Prozent auf Europa ohne Deutschland .
Konzern-Chef Thomas Middelhoff betonte bei der Präsentation des
Geschäftsberichts auf der Expo in Hannover , dass Bertelsmann weiterhin seine
Position als einer der größter Inhaltsanbieter der Welt ausbauen werde . Dazu
setze man vor allem auf das Internet : Börsenstart von SAP SI beschert hohe
Zeichnungsgewinne Nachdem der Platzierungspreis des Wertpapiers der SAP-Tochter
SAP Systems Integration gestern auf 19 Euro festgelegt worden war , startete das
Papier heute deutlich teurer : Die erste Notierung im Parkett-Handel erfolgte
mit einem Preis von 53 Euro . Die Mitnahme von Zeichnungsgewinnen führte zwar
zunächst zu einem deutlichen Absacken des Kurses ; das Papier war
zwischenzeitlich für gut 40 Euro zu haben . Am späten Nachmittag pendelte sich
der Preis der SAP-SI-Aktie aber zwischen 41 und 44 Euro ein . Um 17 Uhr kostete
es im Parkett-Handel 42 Euro . Ulrich Assmann , einer der vier Vorstände von SAP
SI , bewertete c't gegenüber den Börsenstart äußerst positiv : " Besser hätte es
nicht laufen können . " Das hohe Interesse der Investoren führte er vor allem
auf die nachgewiesene Wirtschaftlichkeit seines Unternehmens zurück . Der gute
Börsenstart eröffne der bislang überwiegend in Deutschland tätigen SAP SI
weitere Wachstumschancen . Assmann betonte , dass die Internationalisierung
jetzt ganz oben auf der Agenda stünde . Ein Kursziel wollte er allerdings nicht
noch angeben . Um die weitere Entwicklung der Aktie bewerten zu können , müsse
man erst die nächsten Handelstage abwarten . Tele Danmark übernimmt Sunrise und
Diax Die dänische Telefongesellschaft Tele Danmark will ihren Anteil an den
beiden Schweizer Telekommunikationsgesellschaften Sunrise und Diax erhöhen und
danach beide Gesellschaften fusionieren . Wie ein Sprecher von Tele Danmark
gegenüber Reuters erklärte , werde das dänische Unternehmen seinen Anteil an
Sunrise von 44 auf 89 Prozent mehr als verdoppeln . An Diax wollen die Dänen
künftig 70 Prozent halten . Durch die Fusion der beiden Unternehmen würde das
nach dem Ex-Monopolist Swisscom zweitgrösste Telekomunternehmen in der Schweiz
entstehen . Diax gehörte bislang zu 40 Prozent der US-Telekomgesellschaft SBC
Communications . SBC ist auch mit 42 Prozent an Tele Danmark beteteiligt .
Weiter halten die Schweizer Investmentgesellschaft Swiss Re , die Winterthur
Versicherung und 60 Schweizer Elektrizitätswerke Anteile an Diax . Sunrise wurde
zuvor zu 44 Prozent von Tele Danmark , zu 34 Prozent von British Telecom , zu 12
Prozent von den Schweizer Bundesbahnen ( SBB ) und zu zehn Prozent von der
Schweizer UBS-Bank gehalten . Die Ankündigung der Fusion und der damit
verbundene Rückzug von Sunrise aus dem Bieterverfahren für die Schweizer
UMTS-Lizenzen führte zur Verschiebung des für heute früh geplanten Beginns der
UMTS-Auktion . Das Bundesamt für Kommunikation erklärte , die Fusion müsse noch
durch die Wettbwerbsbehörden genehmigt werden . Außerdem will es prüfen , ob
illegale Absprachen der Konkurrenten mit im Spiel sind . Die Hoffnung der
Schweizer Regierung , durch die Versteigerung der UMTS-Lizenzen einen warmen
Geldregen für die Staatskasse zu erhalten , waren erst in den letzten Tagen
zerstoben . Innerhalb kürzesters Zeit schrumpfte die Zahl der Bieter von
ursprünglich zehn auf die jetzt verbliebenen vier Gesellschaften . Da auch vier
Lizenzen zu vergeben sind , ist von diesen Gesellschaften kein Bieterwettstreit
zu erwarten . Gewinnrückgang bei Internet-Broker Consors ( Update ) Der
Internet-Broker Consors hat in den ersten neun Monaten dieses Jahres weniger
Gewinn gemacht als im entsprechenden Vergleichszeitraum des Vorjahrs . Trotz
erhöhter Ausgaben für Werbung ging die Zahl der Neukunden im dritten Quartal
2000 gegenüber dem zweiten Quartal zurück . Konnte das Unternehmen von April bis
Juni noch rund 73.000 Kunden gewinnen , eröffnete der Online-Broker von Juli bis
September nur noch rund 50.000 Depots neu . Die Zahl der Transaktionen im
dritten Quartal war mit rund drei Millionen etwas kleiner als im zweiten Quartal
. In den ersten neun Monaten betrug sie 9,3 Millionen gegenüber knapp drei
Millionen im Vorjahr . Consors-Chef Karl Matthäus Schmidt zeigte sich trotz des
gebremsten Wachstums mit dem Quartal zufrieden . Vor allem stellte er positiv
heraus , dass Consors " immer unabhängiger wird von konjunkturellen Schwankungen
" . Weniger zufrieden waren die Anleger , die das Wertpapier von Consors heute
in großen Mengen verkauften . Hewlett-Packard verfehlt Quartalsziel Der
Computer- und Druckerhersteller Hewlett-Packard ( HP ) hat heute in seinem
Finanzbericht für das vierte Geschäftsquartal 2000 Gewinnzahlen veröffentlicht ,
deren Höhe weit hinter den Erwartungen der Analysten zurück blieb : Statt der
erwarteten 51 Cent Gewinn pro Aktie blieben dem Unternehmen aus dem operativen
Geschäft nur 41 Cent Gewinn pro Aktie . Verbessert wurde das Ergebnis noch durch
Einkünfte aus Investment-Geschäften . Im Einklang mit den Erwartungen
entwickelte sich die Umsatzsteigerung . HP-Chefin Carly Fiorina führte den
enttäuschenden Gewinn unter anderem auf schrumpfende Margen und unerwartet hohe
Kosten zurück . Die Betriebskosten stiegen gegenüber dem Vorjahresquartal um 18
Prozent . Fiorina zeigte sich sehr enttäuscht über das Verfehlen des
Quartalsziels und erklärte , dass sie dafür die volle Verantwortung übernehme .
Ebenfalls enttäuscht zeigte sich die HP-Chefin über die Tatsache , dass sie das
Scheitern der geplante Übernahme des Consulting-Geschäfts von
PricewaterhouseCoopers ( PwC ) mitteilen musste . Nach wie vor sei sie überzeugt
, dass dieser Deal Sinn ergeben hätte , es sei aber zum gegenwärtigen Zeitpunkt
nicht möglich , zu einer für beide Seiten befriedigenden Lösung zu kommen . HP
strebe aber weiterhin an , sein Consulting-Segment auszubauen , sei es durch "
organisches " Wachstum oder durch Übernahmen anderer Firmen . Am letzten Freitag
schloss die HP-Aktie nach einem Verlust von fast vier US-Dollar und bei hohem
Handelsvolumen bei 39,13 US-Dollar . Im vorbörslichen Handel am heutigen Montag
fiel das HP-Papier um über 5 US-Dollar auf rund 34 US-Dollar . Japan will
Telekom-Regulierungsbehörde einrichten Die japanische Regierung plant offenbar ,
eine Regulierungsbehörde für Telekommunikation einzurichten . Dem Wall Street
Journal berichtete Nobuyuki Idei , der Chef von Sony , der zugleich der
IT-Strategie-Gruppe des japanischen Premierministers vorsitzt , dass eine
entsprechende Abteilung im japanischen Ministerium für Post und
Telekommunikation eingerichtet werden soll . Sie werde durch eine Art " Firewall
" abgeschottet sein von anderen Abteilungen , um Interessenkonflikte zu
vermeiden . Diese könnten vor allem im Zusammenhang mit dem Ex-Monopolisten
Nippon Telegraph & Telephone ( NTT ) auftreten , der immer noch eine
marktbeherrschende Stellung hat und teilweise im Staatsbesitz ist . Vor allem
die USA hatten in der Vergangenheit immer wieder Druck auf Japan ausgeübt , die
eigenen Märkte auch für ausländische Unternehmen zu öffnen . Idei begrüßt diesen
Druck von US-Offiziellen , seiner Ansicht nach " nutzt er den Bewohnern Japans "
. " Der nächste Schritt ist eine unabhängige Regulierungsbehörde " , sagte Idei
. Dabei müsse man aber darauf achten , die Fehler der USA nicht zu wiederholen ;
er nannte in diesem Zusammenhang vor allem die Zulassung verschiedener
Mobilfunkstandards . " Das amerikanische Mobilfunk-System ist fünf Jahre zurück
" , sagte Idei . " Wir brauchen eine bessere FCC als in Amerika . "
Britisch-französisches Telekom-Gerangel Grund : BT ist sauer über die
Zusammenarbeit von Vodafone und Vivendi im französische Internet-Portal Vizzavi
. In dem Joint-Venture mit Vodafone sieht BT eine Verletzung von Vereinbarungen
, auf denen die Zusammenarbeit von Vivendi und BT beim französischen
Telekommunikationsunternehmen Cegetel beruht . An Cegetel ist BT mit 26 Prozent
beteiligt . Ein Versuch der Briten , die Schließung von Vizzavi gerichtlich zu
erzwingen , scheiterte jedoch am letzten Freitag . Allerdings steht BT unter
bestimmten Bedingungen immer noch frei , auf Schadensersatz zu klagen . Als
Internet-Provider für SFR , die zweitgrößte Mobilfunk-Gesellschaft Frankreichs
und Tochtergesellschaft von Cegetel , wurde nämlich Vizzavi vorgesehen . Das
Gericht hat BT nun eine Schadensersatzklage ausdrücklich dann eingeräumt , wenn
die Briten beweisen können , dass die Vereinbarung zwischen Vizzavi und SFR
nachteilig für den Mobilfunk-Anbieter ist . Bislang hat BT aber noch nichts
Definitives darüber mitgeteilt , wie man in der Sache weiter vorgehen werde .
Letztlich könnten sich BTs gerichtliche Schritte aber negativ auf die Absichten
auswirken , den BT-Anteil von 26 Prozent an Cegetel zu verkaufen . Vivendi hat
nämlich ein Veto-Recht , was den Wechsel von Anteilseignern in dem gemeinsamen
Unternehmen betrifft , und verlangt von BT , sich weiterhin zur Mitarbeit bei
Cegetel zu bekennen . Man habe durch die Zusammenarbeit mit Vodafone und der
Gründung von Vizzavi keine Vereinbarungen gebrochen , ließ Vivendi unter
Berufung auf die Gerichtsentscheidung BT wissen . Schwindel mit CD-ROM-Nummern (
Update ) Ein angeblicher neuer Standard für eindeutige Identifikationsnummern
bei CD-ROMs verunsichert derzeit deutsche Verleger : Eine Heidelberger Agentur
wirbt mit der Vergabe von ISCD-Nummern . Diese Nummern sollen der international
eindeutigen Identifizierung dienen , analog der ISB-Nummern , die für Bücher
vergeben werden . Dabei fielen allerdings Gebühren von 10 Mark an . Ferner sei
damit ein zusätzlich gebührenpflichtiger Eintrag in ein " VLCD " , ein "
Verzeichnis Lieferbarer CDs " , verbunden . Wahr oder gut erfunden ? Wie
Recherchen von c't ergaben , ist der ISCDN-Standard jedenfalls ebenso eine
Erfindung wie das VLCD . Identifizierungsstandards wie ISSN für Periodika oder
ISBN für Bücher " reichen völlig aus , Daten auch auf dem neuen Medium CD-ROM zu
identifizieren " , sagte sie auf Anfrage von c't . Ein auf CD-ROM publiziertes
Buch erhalte genauso wie ein gedrucktes eine ISBN . " Die ISCDN ist eine
konstruierte private Erfindung . " Auch das VLCD ist in der Branche unbekannt :
Birgit Schardt von der Redaktion des VLB erklärt darüber hinaus , dass in die
bestehenden Verzeichnisse wie etwa das VLB auch CD-ROMs aufgenommen würden .
Denn alle CDs , die keine reinen Daten-CDs wie Bild- und Videoclipsammlungen
sind , könnten eine internationale Standardnummer erhalten . Offensichtlich
nutzt die ISCDN-Agentur eine weit verbreitete Rechtsunsicherheit im Bereich der
neuen Medien aus . Von c't auf den Fall angesprochen will nun der Börsenverein
des Deutschen Buchhandels eine rechtliche Prüfung einleiten . Außerdem verletze
die Verwendung des Namens " VLCD " die Titelrechte der Buchhändler-Vereinigung .
Online-Datenbank Chemie mit virtuellem Marktplatz Seit Oktober des letzten
Jahres ersetzt der kostenlos über das Internet verfügbare ChemCompass das "
Firmenhandbuch der Chemische Industrie " . Jetzt möchten die Betreiber der
Online-Datenbank einen virtueller Marktplatz angliedern . Die vom Verband
Chemische Industrie und vom Verband Chemiehandel herausgegebene und von der
Agentur Zoom Digital Communication betriebene Datenbank enthält Angaben zu rund
2.300 Firmen und über 20.000 Produkten . Interessenten können sie nach Firmen ,
Produkten , Marken und Produktgruppen durchsuchen . Wie Rolf-Dieter Müller ,
Geschäftsführer von Zoom , gegenüber c't mitteilte , führte der Wunsch vieler
Inserenten zu dem Plan , eine Online-Handelsmöglichkeit in das Angebot zu
integrieren . EU-Projekt zum Technologie-Transfer erfolgreich Das Projekt High
Performance Computing and Networking - Technology Transfer Network ( HPCN-TTN )
geht erfolgreich seinem Abschluss entgegen . Diese Bilanz zog heute Max Lemke ,
einer der beiden für das Projekt bei der Europäischen Kommission
verantwortlichen Koordinatoren , im Gespräch mit c't . 600 Teilnehmer
beteiligten sich in 170 Einzelprojekten . 21 Technologie-Transfer-Knoten in
Europa koordinierten die Einzelprojekte und fungierten wie etwa die GMD als
regionale Technologiebroker . Das Projekt habe zur Entwicklung von etwa 150
neuen Produkten und zur Gründung von 10 Firmen geführt . Lemke hob besonders
hervor , dass manche Kooperationen auch über die Förderungdauer durch die EU
hinaus weiterbestehen . Ob auch im 5. Rahmenprogramm ein vergleichbares Projekt
gefördert wird , konnte Lemke noch nicht sagen . Derzeit prüfe man eingereichte
Vorschläge und überlege , ob man einige von ihnen zu einem TTN zusammenfassen
könne . Bluetooth für Windows im nächsten Jahr Intel und Microsoft haben
angekündigt , gemeinsam die Integration von Bluetooth-Lösungen in
Windows-Betriebssysteme realisieren zu wollen . Dazu möchten die beiden Firmen
einen Zeitplan aufstellen , wann welche Stufe der Bluetooth-Integration in
Windows verfügbar sein wird . Bluetooth ist ein relativ junger Funkstandard ,
der speziell für die Überbrückung kurzer Distanzen - gegenwärtig bis maximal 100
Meter - entwickelt wurde und einen möglichst einfachen und schnellen Aufbau
lokaler Netzwerke und Datenverbindungen erlauben soll . Bluetooth könnte
mittelfristig die Infrarottechnik ablösen , die momentan die Standardtechnik für
den Datenaustausch zwischen mobilen Geräten wie Handys oder Laptops darstellt .
Die Entwicklung von Bluetooth erfolgt in der Bluetooth Special Interest Group ,
in der mittlerweile über 2000 Firmen vertreten sind . Frank Spindler , Leiter
der Intel Mobile Platforms Group , berichtete , dass der Chiphersteller derzeit
Bluetooth-konforme Hard- und Software entwickele und diese auch eigenständig auf
den Markt bringen wolle . Die Intel-Lösung werde der Bluetooth-Version 1.0
entsprechen und kompatibel mit Windows 98 und Windows 2000 sein . Die
Markteinführung dieser Variante soll noch im laufenden Jahr erfolgen . Die
direkte Implementierung von Bluetooth-Unterstützung in Windows-Betriebssystemen
kündigte Jawad Khaki , stellvertretender Leiter der Netzwerk-Gruppe von
Microsoft , dagegen für die erste Hälfte des Jahres 2001 an . Spindler sieht in
der Vereinbarung mit Microsoft und einer Zusammenarbeit mit großen Herstellern
für den PC-Markt wie IBM und Toshiba die Möglichkeit , durch das Ausarbeiten
eines Zeitplans den Erfolg des Bluethooth-Standards zu gewährleisten .
Seagram-Übernahme durch Vivendi in greifbarer Nähe Der Mega-Konzern AOL-Time
Warner könnte schon bald eine handfeste Konkurrenz bekommen : Diverse Zeitungen
berichten heute , dass der französische Mischkonzern Vivendi und der kanadische
Medien- und Getränke-Konzern Seagram in Übernahmeverhandlungen stehen . Zu
Seagram gehört unter anderem die Universal Music Group , die Universal Studios
Group und Seagram Spirits and Wine . Vivendi führt die Gespräche zusammen mit
dem Pay-TV-Anbieter Canal Plus , der zu 49 Prozent dem Mischkonzern gehört . Die
Gespräche wurden von französischer Seite bestätigt , über Details der
Verhandlungen schwiegen sich die französischen Offiziellen jedoch aus . Edgar
Bronfman Jr. , der Chef von Seagram , sucht bereits seit einiger Zeit nach einem
passenden Käufer für sein Unternehmen . Gespräche führte er unter anderem auch
mit Rupert Murdoch , dem Chef der News Corporation . Auch mit Vivendi-Chef
Jean-Marie Messier verhandelte Bronfman bereits Anfang des Jahres . Damals
konnte allerdings kein Konsens über Preis und Managementstruktur gefunden werden
. Jetzt stehen die Chancen für eine Einigung wohl sehr viel besser . Wie die
Financial Times heute schreibt , hätten die Gespräche ein exklusives Stadium
erreicht , Seagram verhandele also nur noch mit Vivendi über eine Übernahme .
Beobachter der Gespräche gehen davon aus , dass Vivendi im Falle einer Übernahme
die Getränkesparte von Seagram und seine Beteiligungen an US-amerikanischen
Themenparks verkaufen würde ; für Messier , der die Medien- und
Kommunikationssparte seines Konzerns stärken will , ist vor allem der Musik- und
Film-Bereich von Seagram interessant . Dieser Bereich würde einerseits gut das
Geschäft von Canal Plus ergänzen , andererseits würde er auch eine Bereicherung
für das Multi-Access-Portal Vizzavi bedeuten , das Vivendi zusammen mit Vodafone
Airtouch , dem weltgrößten Mobilfunkanbieter , aufbaut . US-Telekomkonzern
Sprint steht nicht zum Verkauf Der eine hat wohl Angst , dass ihn niemand haben
will , dem anderen werden die Avancen anderer wohl langsam zu aufdringlich : In
einem Interview mit dem Wirtschaftssender CNBC sagte Esrey : Als sich das
Scheitern der Fusion mit WorldCom abzeichnete , kamen sofort Gerüchte auf , dass
die Deutsche Telekom in Übernahmeverhandlungen mit Sprint stehe . Von der
Telekom wurden diese Gerüchte natürlich nicht kommentiert , aber Esreys
Äußerungen lassen darauf schließen , dass die Gerüchte gegenstandslos sind . "
Wir wollen nicht wieder in ein regulatorisches Fiasko hineinschlittern " , sagte
er - und genau so ein Fiasko würde bei einer Liason mit der Deutschen Telekom
drohen . Postwendend hatte eine Reihe von Senatoren sehr scharf auf die
Verhandlungsgerüchte Deutsche Telekom/Sprint reagiert : Es sei mit den
US-Gesetzen nicht zu vereinbaren , dass eine Firma , die von einem fremden Staat
kontrolliert werde , einen US-Telekommunikationskonzern übernehme . Esrey
betonte , dass Sprint gut genug positioniert sei , um im globalen Wettbewerb
auch allein bestehen zu können . Bei der Verkündigung des offiziellen Endes der
Fusion mit WorldCom sagte er : Telefonica-Chef vor dem Rücktritt ( Update ) Der
wegen des Vorwurfs angeblicher Insidergeschäfte mit Telefonica-Aktien in
Bedrängnis geratene Präsident des spanischen Telekom-Konzerns Telefonica , Juan
Villalonga , will nach einem Bericht der Wirtschaftszeitung Cinco Dias
zurücktreten . Auf Anraten seiner Vertrauten und der Kernaktionäre sei ein "
ehrenhaftes Ausscheiden " des 47-Jährigen ausgehandelt worden , berichtete das
Blatt am Freitag unter Berufung auf Unternehmenskreise . Spaniens
Wirtschaftsminister Rodrigo Rato habe sich persönlich in die Verhandlungen
eingeschaltet . Telefonica wies den Bericht mittlerweile zurück : " Wir
dementieren kategorisch " , sagte ein Telefonica-Sprecher . Über Einzelheiten
der Meldung wollte er sich allerdings nicht äußern . Bereits vor einigen Wochen
sei dem 47-Jährigen angeboten worden , den Chefsessel bei Telefonica zu räumen
und dafür seinen Posten als Präsident des Internetanbieters Terra zu behalten .
Villalonga sei in Gedanken aber schon woanders . Als Signal für den
bevorstehenden Rücktritt wertete die Zeitung , dass der Firmenboss diese Woche
nicht wie erwartet an der Eröffnung einer bedeutenden Kunstausstellung in
Brasilien teilnahm , die größtenteils von Telefonica finanziert worden war . An
der Eröffnung hatte auch Spaniens König Juan Carlos teilgenommen . UMTS-Studie :
" Buy or bye-bye " Die Marktforscher von Ericsson Consulting , einer
Tochtergesellschaft des Handy-Herstellers Ericsson , haben in einer Studie fünf
Thesen zur Einführung des neuen Mobilfunkstandards UMTS aufgestellt . Ihr Tenor
: UMTS ist zwar teuer , aber wer in der ersten Liga der
Telekommunikationskonzerne mitspielen will , sieht sich gezwungen , UMTS-Dienste
anzubieten . Ericsson Consulting kommt schließlich - im Gegensatz zu einigen
anderen Marktforschungsinstituten - zu einer vorsichtig positiven Bewertung der
Wirtschaftlichkeit von UMTS . Ein wichtiges Ergebnis der Studie ist die
Einschätzung , dass der Einstieg ins UMTS-Geschäft für die Top-Konzerne keine
Option , sondern eine Notwendigkeit ist ( " buy or bye-bye " ) . Neue
Geschäftsmöglichkeiten durch UMTS entstünden vor allem aus einem erweiterten
Service-Angebot der Netzbetreiber , behaupten die Marktforscher . Unter dem
Motto " Content is King , but distribution of content is King Kong " müssten
sich die UMTS-Lizenzinhaber auf neue Wege der Wertschöpfung begeben , um
erfolgreich zu sein . Ericsson Consulting nennt als neue Bereiche der
Wertschöpfung beispielsweise Werbung , One-to-one-Marketing , M-Commerce und
personalisierte Dienste . Schließlich vermuten die Marketing-Experten in der
Studie , dass sich der Aufbau des UMTS-Netztes nicht allzu lange hinziehen wird
. Die hohen Investitionen für den Lizenz-Erwerb und den Aufbau der
Netzinfrastruktur seien ein starker Anreiz für die Unternehmen , möglichst
schnell möglichst vielen Kunden ihre UMTS-Dienste anzubieten , um möglichst bald
eine Amortisierung der Investitionen zu erreichen . Bundesrat stimmt Green Card
zu Der Bundesrat lehnte den vom eigenen Wirtschaftsausschuss vorgelegten
Nachbesserungsantrag ab . Allerdings nutzten einige Unionspolitiker die heutige
Debatte noch einmal , um ihre ablehnende Stellung zur Green Card deutlich zu
machen . Baden-Württembergs Ministerpräsident Erwin Teufel warf der
Bundesregierung " blinden Aktionismus " vor und bezeichnete die Green Card als "
Insellösung " . Bayerns Innenminister Günther Beckstein betonte , dass man nur
solche Ausländer ins Land holen sollte , die Deutschland nutzen , nicht aber
solche , die Deutschland ausnutzen wollten . Er verwies auf die so genannte Blue
Card , die Bayern einführen wolle , als die seiner Meinung nach bessere Lösung .
Vor allem Niedersachsens Ministerpräsident Siegmar Gabriel hielt dagegen :
Angesichts der Zustimmung , die die Green-Card-Verordnung auch von CDU-regierten
Ländern erfahren habe , könne man einen Lernprozess der CDU beobachten , nämlich
weg von " Kinder statt Inder " und hin zu " Kinder und Inder " . Wie von der
Bundesregierung geplant , kann die IT-AV jetzt am 1. August in Kraft treten .
Knapp zwei Wochen vor Inkrafttreten hätten sich bei der Bundesanstalt für Arbeit
( BA ) bereits mehr als 2700 Computer-Experten aus Nicht-EU-Ländern beworben ,
mehr als 13.000 unverbindliche Meldungen seien eingegangen , teilte die BA heute
mit . Seit einigen Wochen betreibt die BA eine Online-Stellenbörse , bei der
IT-Experten ihre Bewerbung bekannt geben und Unternehmen offene Stellen im
IT-Bereich melden können . Grünes Licht für Verschärfung der Scanner-Abgabe Nach
Steuerreform und Green-Card-Verordnung hat der Bundesrat auf seiner heutigen
Sitzung mit deutlicher Mehrheit auch eine Gesetzesänderung zum Urheberrecht
passieren lassen . Danach müssen pauschale Abgaben künftig auch für solche
Kopierer , Scanner und Faxgeräte bezahlt werden , die eine Seitenleistung von
weniger als zwei Seiten pro Minute haben . Bisher waren diese Geräte von einer
Abgabe befreit gewesen . Die Länderkammer folgte der Beschlussempfehlung ihres
Rechtsausschusses nicht , gegen das Gesetz Einspruch zu erheben und den
Vermittlungsausschuss anzurufen . Beanstandet worden war vor allem das
Zustandekommen der Neuregelung , weil in dem Verfahren die Betroffenen
Herstellerverbände nicht gehört worden seien . USA-Deals der Telekom in Gefahr
Manchmal kann einem die Deutsche Telekom schon richtig leid tun : Das Gelingen
des Sprungs in die USA wird schon wieder fraglicher und fraglicher . Kurze Zeit
sah es so aus , als ob ihr alle Türen offen stünden . Die Fusion zwischen
WorldCom und Sprint platzte , die Fusion zwischen Qwest und US West klappte ,
mit VoiceStream und Cable&Wireless hatte sie zwei dicke Fische an der Angel ,
WorldCom bot sich gar selbst an . Doch dann kamen wieder die Probleme :
US-Senatoren motzten ob der hohen Staatsbeteiligung an der Telekom und kündigten
ihren Widerstand an , falls der rosa Riese Sprint übernehmen wolle . Sprint-Chef
William Esrey verwies alle Übernahmegerüchte in das Reich der Märchen : Sprint
stehe definitiv nicht zum Verkauf . Auch ob der VoiceStream-Deal zustande
kommmen kann , wird jetzt schon wieder fraglich . Mit NTT DoCoMo könnte der
Telekom ein ernsthafter Konkurrent erwachsen sein . Das Wall Street Journal
meldete heute , dass DoCoMo mit Hutchison Whampoa aus Hongkong , einem
bedeutenden Anteilseigner bei VoiceStream , in Verhandlungen stehe , um 49
Prozent des US-Mobilfunkanbieters zu übernehmen . Die Telekom soll bislang 180
US-Dollar pro VoiceStream-Aktie geboten haben , DoCoMo sei aber sogar zu einem
Angebot über 200 US-Dollar bereit . An der Nasdaq kostet eine VoiceStream-Aktie
derzeit rund 140 US-Dollar . VoiceStream sei nicht zu einem Kommentar bereit
gewesen , schreibt das Blatt , DoCoMo wollte auch nicht konkret Stellung nehmen
. Allerdings habe ein Sprecher der Japaner betont , dass man nicht nur in Europa
oder Asien , sondern auch in den USA Partner suche . In Europa paktiert der
japanische Mobilfunkanbieter mittlerweile mit Hutchison Whampoa und der
niederländischen Telefongesellschaft KPN . Der Gedanke liegt also nahe , dass
die Asiaten ihre Zusammenarbeit durch einen solchen Deal vertiefen wollen . Die
Telekom wird sich also ranhalten müssen , wenn sie VoiceStream noch will . Aber
auch wenn dieser Deal nicht zustande kommen sollte - noch bleiben ja die
Optionen mit Qwest , WorldCom und Cable&Wireless . Der Lockruf des Mobilfunks
aus dem Norden Zwar hatte die finnische Telefongesellschaft Sonera die Meldungen
Ende Juli , dass sie zum Verkauf stünde , vehement dementiert ,
Übernahmeinteressenten an dem Unternehmen gibt es aber nach Aussagen aus
Insiderkreisen dennoch . Das Wall Street Journal berichtet , dass drei britische
Telekommunikationsgesellschaften , nämlich die kürzlich von der France Telecom
aufgekaufte Mobilfunkgesellschaft Orange , Vodafone AirTouch und die British
Telecom Kaufinteresse gezeigt hätten - genauso wie die niederländisch
Telefongesellschaft KPN und die Deutsche Telekom . Seit das finnische Parlament
von zwei Monaten der Regierung die Erlaubnis erteilt hat , den Staatsanteil von
derzeit 53,3 Prozent an Sonera zu verkaufen , ist eine Übernahme der größten
finnischen Telefongesellschaft durch einen ausländischen Investor prinzipiell
möglich . 35,2 Prozent von Sonera sind jetzt schon in ausländischer Hand .
Allerdings war die Gesellschaft in Aktien vor einem halben Jahr rund das
Doppelte wert ; in den letzten sechs Monaten fiel der Kurs kontinuierlich und
scheint erst jetzt die Talsohle erreicht zu haben . Sonera gilt als eine sehr
innovative Telefongesellschaft . Über die Hälfte ihres Umsatzes erwirtschaftete
sie im letzten Jahr im Mobilfunkbereich , rund 31 Prozent im Festnetzbereich .
Das Problem von Sonera ist ihr kleiner Einzugsbereich : Auf dem heimischen Markt
sind damit keine gigantischen Wachstumsraten mehr erzielbar . Sonera sucht aber
neue Partner , um sich auf dem internationalen Markt besser positionieren zu
können . Zusammen mit der spanischen Telefongesellschaft Telefonica beteiligt
sich Sonera in dem Konsortium 3G derzeit an der Versteigerung der deutschen
UMTS-Lizenzen . 3G hat bereits UMTS-Lizenzen in Spanien und Finnland , der
Erwerb weiterer Lizenzen strebt das Konsortium in Frankreich , Italien ,
Schweden und Norwegen an . Sollte 3G bei der deutschen UMTS-Auktion Erfolg haben
, würde dies die Attraktivität von Sonera für einen Kaufinteressenten deutlich
steigern . Italienisches UMTS-Konsortium unter fernöstlicher Führung Die
Mehrheitsverhältnisse im italienischen UMTS-Konsortium Andala haben sich
geändert : Während bislang das italienische Telekommunikationsunternehmen
Tiscali die unternehmerische Führung inne hatte , schrumpft Tiscalis Anteil nach
der Ausgabe neuer Aktien an den in Hongkong ansässigen Konzern Hutchison Whampoa
von 58 Prozent auf 25,5 Prozent . Der Mischkonzern aus Hongkong hält jetzt mit
51 Prozent die Mehrheit an Andala . Ein Kaufpreis für die Anteile wurde nicht
genannt . In Italien sollen die UMTS-Lizenzen nach einem gemischten Verfahren
vergeben werden : Einem so genannten " Schönheitswettbewerb " , also einer
Bewertung der eingereichten Unterlagen , soll eine Versteigerung der Lizenzen
unter den zugelassenen Bietern folgen . Neben Andala gibt es gegenwärtig noch
fünf weitere Interessenten für eine italienische UMTS-Lizenz , nämlich die
Telefongesellschaften Wind , Telecom Italia Mobile ( TIM ) , Omnitel , Blu und
das aus den Überresten des aufgelösten Konsortiums Dix.it neu zusammengesetzte
Bündnis Ipse . Mit seinen jüngsten Investitionen auf dem europäischen
Telekommunikationsmarkt versucht Hutchison Whampoa , seine Marktstellung in
Europa weiter zu verbessern . Nachdem der Konzern 1999 die britische Gründung
Orange an Mannesmann verkauft hatte , war er quasi vom europäischen Telekommarkt
verschwunden . Vice versa eröffnet die Zusammenarbeit mit Hutchison dem
italienischen Konzern Tiscali die Möglichkeit , auch in anderen europäischen
Ländern im Telekommunikationsgeschäft mitzumischen . Nach dem Ausscheiden aus
dem Gemeinschaftsunternehmen Wind war auch der Deutschen Telekom das Interesse
an einem Einstieg bei Andala nachgesagt worden , allerdings räumten
Branchenkenner dem Konzern aus Bonn von Anfang an bei diesem Plan keine großen
Erfolgschancen ein . In der letzten Woche ließ der rosa Riese dann auch
verlauten , dass er sich nicht um eine UMTS-Lizenz in Italien bewerben wolle .
Viag schraubt eigene UMTS-Ansprüche zurück Nachdem am Wochenende Debitel aus der
UMTS-Auktion in Mainz ausgestiegen ist , hat auch Viag Interkom erste
Konsequenzen aus den rasant steigenden Kosten für eine UMTS-Lizenz gezogen : Das
Unternehmen kündigte an , nur noch für zwei Frequenzpakete bieten zu wollen . Es
könnte also nur noch eine so genannte " kleine Lizenz " erwerben ; für eine "
große Lizenz " muss ein Unternehmen drei Frequenzblöcke erwerben . Ein
Unternehmenssprecher von Viag begründete den Verzicht auf Gebote für eine große
Lizenz mit " kaufmännischen Überlegungen " . Allerdings wird die Steigerungsrate
der Gebote ab dem morgigen Dienstag wohl geringer sein : Der Präsident der
Regulierungsbehörde ( RegTP ) , Klaus-Dieter Scheuerle , gab heute bekannt ,
dass das Mindestinkrement ab der 139. Bieterrunde von zehn auf fünf Prozent
gesenkt werde . Die restlichen fünf Teilnehmer der Versteigerung lassen derzeit
noch nicht erkennen , dass sie sich auch mit einer kleinen Lizenz zufrieden
geben würden . Die Bundesregierung scheint indessen gewillt zu sein , die
Diskussion über die Verwendung der UMTS-Erlöse durch einen formellen
Kabinettsbeschluss zu beenden . Nach Aussage von Regierungssprecher Uwe-Karsten
Heye sei es allerdings noch zu früh , sich schon vor Beendigung der Auktion
festzulegen , wie die durch die hohe Lizenzsumme zusätzlich zu erwartenden
Zinsersparnisse verwendet werden könnten . Mittlerweile haben Schröder und
Eichel auch Schützenhilfe vom Deutschen Industrie und Handelstag ( DIHT ) und
aus den Ländern erhalten . DIHT-Präsident Peter Stihl sagte in Berlin , dass der
Schuldenabbau vor allen anderen Aufgaben Priorität haben müsse . Dadurch könne
langfristig ein finanzpolitischer Spielraum geschaffen werden , aus dem dann
weitere Steuersenkungen zu Gunsten der mittelständischen Wirtschaft zu
finanzieren seien . Die baden-württembergische SPD-Chefin Ute Vogt wies die aus
einigen Ländern erhobene Forderung , Teile der UMTS-Erlöse in die
Landeshaushalte zu überweisen , als falsch zurück . Versicherung speicherte
Kundeninformationen ungeschützt im Internet Das verspricht die Deutsche
Allgemeine Versicherung ( DAV ) den Kunden , die über die Webseite des
Unternehmens Schadensmeldungen oder KFZ-Ummeldungen mitteilen wollen . Hier
nutzen wir die erprobte und weltweit eingesetzte Schutzsoftware SSL ( Secure
Sockets Layer ) . Soweit klappt das auch ganz gut . Eine Kleinigkeit hat die
Versicherung , die zur Zürich Aggripina Gruppe gehört , dabei aber übersehen :
Die Daten wurden zwar sicher übermittelt , aber unsicher gespeichert . In einer
stümperhaften Lotus Domino-Anwendung ließ das Unternehmen monatelang die über
das Web eingegeben Daten ungeschützt herumliegen . Problemlos konnte man über
das Internet die schön übersichtlich nach Geschäftsfällen und Datum
organisierten Kundendaten betrachten . Auf den Hinweis von c't hin hat die
Versicherung das Sicherheitsloch nun notdürftig gestopft . Die Formulare werden
zwar weiterhin angezeigt , Kundendaten sind jedoch nicht mehr sichtbar .
Deutsche Telekom will UMTS-Lizenz in Österreich Für die Teilnahme an der
Versteigerung der österreichischen UMTS-Lizenzen gibt es sechs Bewerber . Die
österreichische Telekom Control teilte mit , dass sich neben der Deutschen
Telekom-Tochter max.mobil auch Mobilkom Austria , One und Tele.ring sowie der
Hongkonger Konzern Hutchison Whampoa und die spanische Telefonica an der Auktion
beteiligen wollen . Mobilkom Austria wird vom österreichischen Exmonopolisten
Telekom Austria kontrolliert , der deutsche Energieversorger E.ON mischt an der
UMTS-Auktion über eine Beteiligung an One mit . Mannesmann Mobilfunk ist
Hauptgesellschafter bei Tele.ring . Österreich will vier bis sechs Lizenzen
vergeben . Die Bewerber hätten mehr als die zu vergebenden zwölf Frequenzpakte
beantragt , erklärte die österreichische Regulierungsbehörde . Die Telekom
Control muss jetzt die finanzielle , organisatorische und technische Eignung der
Bewerber zum Betrieb eines UMTS-Netzes in Österreich prüfen . Zugelassene
Bewerber können sich dann an dem Versteigerungsverfahren der Lizenzen beteiligen
, das im November starten soll . Telekom-Deal bringt US-Handelsrepräsentantin
unter Druck Die US-Handesrepräsentantin Charlene Barshefsky gerät im
Zusammenhang mit den Expansionsplänen der Deutschen Telekom zunehmend unter
Druck . Drei Abgeordnete des US-Repräsentantenhauses , nämlich der Vorsitzende
des Wirtschaftsausschusses Tom Bliley , der Vorsitzende des Unterausschusses für
Telekommunikation Billy Tauzin und sein Stellvertreter Michael Oxley , haben
Barshefsky vorgeworfen , dass sie nicht mit genug Nachdruck ausländische
Regierungen dazu auffordere , ihre Beteiligungen an
Telekommunikationsgesellschaften abzugeben . Der Vorwurf der Abgeordneten steht
im Zusammenhang mit einer Anhörung des Unterausschusses Telekommunikation , in
der in der vergangenen Woche die angekündigte Übernahme von Voicestream durch
die Deutsche Telekom diskutiert wurde . Viele US-Abgeordnete sind der Ansicht ,
dass eine solche Übernahme eine Gefährdung der inneren Sicherheit der USA und
eine Bedrohung für den freien Wettbewerb darstelle . Trotz Einladung war
Barshefsky nicht zu dieser Anhörung erschienen , sondern hatte ihren
Stellvertreter Richard Fisher geschickt . Bliley , Tauzin und Oxley werteten
dies als Zeichen dafür , dass sich Barshefsky " für die Bedenken des Kongresses
nicht interessiert " . Nach dem 21. September tagt der Kongress in diesem Jahr
noch zwei Wochen . Bliley und seine Kollegen hätten also bei einer
unbefriedigenden Antwort Barshefskys noch genug Zeit , um das Thema einer
Übernahme von US-Telefongesellschaften durch staatliche kontrollierte
nicht-amerikanische Unternehmen noch einmal im Repräsentantenhaus zu
thematisieren . Neuer Brockhaus auf CD-ROM und DVD Der Lexikon-Verlag Brockhaus
hat die neue Version seines digitalen Nachschlagewerks " Brockhaus multimedial
2001 " fertig gestellt . Die neue Ausgabe , die auf fünf CD-ROM und auf DVD
erhältlich sein wird , umfasst rund 98.000 Artikel mit etwa 172.000 Stichwortern
. Damit enthält die neue Version des digitalen Lexikons rund 60 Prozent mehr
Text als die Vorgänger-Version . Auch der multimediale Anteil wurde durch
zusätzliche Fotos , Illustrationen , Animationen und Videoclips erweitert .
Redaktionsschluss für das neue Produkt war Ende Juli 2000 . Die Premium-Version
enthält dem Verlag zufolge mit 215 Clips fast doppelt so viele Videos und
Animationen wie die Basis-Ausführung . Hinzu kommen bei der teureren Version
außerdem 1.780 weitere Texte aus den Bereichen Natur und Technik sowie
Geschichte und Kultur . Für 99 Mark kann ein Update auf die Premium-Version der
neuen Ausgabe erworben werden . Als Systemvoraussetzung gibt der Verlag einen
Multimedia-PC mit Pentium-Prozessor und Windows 95 , 98 , NT oder 2000 an .
MP3-Entwickler für Zukunftspreis nominiert Die drei Wissenschaftler Karlheinz
Brandenburg , Bernhard Grill und Harald Popp vom Fraunhofer Institut für
Integrierte Schaltungen , Bereich Angewandte Elektronik ( IIS-A ) , wurden heute
für den Deutschen Zukunftspreis nominiert . Die Forscher und ihr Team
entwickelten das Audiocodierungsverfahren MP3 , das Musikdaten auf einen
Bruchteil des Rohvolumens komprimiert . Das Verfahren der Fraunhofer-Forscher
wurde 1992 von der Moving-Picture Expert Group , einer Arbeitsgruppe der
Internationalen Standardorganisation ISO , als MPEG Layer 3 festgelegt . Für den
mit 500.000 Mark dotierten Preis des Bundespräsidenten nominierte die Jury
außerdem Wolf-Eckhart Bulst vom Münchner Elektronik-Konzern Siemens , Georg
Holzhey , Hartmut Wurster und Hans-Peter Hofmann vom Augsbuger Papierhersteller
Haindl und Ernst Wilhelm Otten und Werner Heil vom physikalischen Institut der
Universität Mainz . Der Preis wird für Spitzenleistungen in Wissenschaft und
Technik vergeben . Bundespräsident Johannes Rau wird ihn am 19. Oktober auf der
Expo in Hannover dem Gewinner verleihen . Personeller Aderlass bei Microsoft
Paul Maritz , als Vizepräsident einer der ranghöchsten Manager des
Softwarekonzerns aus Redmond , hat in einer internen E-Mail seinen Rücktritt
angekündigt . Wie das Wall Street Journal berichtete , führte Maritz dafür
persönliche Gründe an . Er werde aber auch nach seinem Ausscheiden beratend für
Microsoft tätig bleiben , hieß es . Maritz war 14 Jahre bei dem Konzern tätig
und wurde sogar als Nachfolger von Bill Gates gehandelt . Er gehörte zu den
Entwicklern der .NET-Strategie und saß im engsten Leitungsstab des Konzern .
Maritz war der ranghöchste Manager , der beim Kartell-Prozess gegen Microsoft im
Zeugenstand aussagte . Wenn sein Rücktritt auch nicht völlig überraschend kam -
bereits im letzten Jahr gab Maritz einige Verantwortlichkeiten für das
Tagesgeschäft ab - , so trifft er doch den Konzern in einer schwierigen Phase .
Und als ob diese Probleme nicht genügen würden , laufen dem Konzern immer mehr
Top-Manager weg . So verließen vor rund drei Monaten Tod Nielson , Adam Bosworth
und Rod Chavez den Konzern , um ein eigenes Software-Start-Up zu gründen , das
sich schnell zu einem echten Problem für Microsoft entwickelte . Nathan Myhrvold
, einst oberster Technologie-Experte , quittierte seinen Dienst im Mai nach
einem einjährigen Ausstand . Der ehemalige Finanzvorstand Greg Maffei ging im
Dezember des letzten Jahres , der Internet-Stratege Pete Higgins und
Vizepräsident a.D. Brad Silverberg kehrten ebenfalls nach einem Sabbatical nicht
mehr nach Redmond zurück . Sorgen über finanzielle Probleme müssen sich alle
diese Top-Manager nicht machen . Auch wenn der Kurs von Microsoft in letzter
Zeit arg gelitten hat - das Aktienkapital , das sich die ehemaligen Angestellten
von Bill Gates während ihrer aktiven Zeit auf die Seite gelegt haben , ist viele
Millionen wert . So soll Maritz , der jüngste Verlust des Software-Riesen , sich
auf einem Polster von 747.000 Microsoft-Anteilen ausruhen können . Comdex : IBM
und Compaq doch im Transmeta-Boot Die Berichte , nach denen IBM und Compaq keine
Notebooks mit Transmetas Crusoe-Prozessor herstellen würden , seien falsch ,
sagte Transmeta-Chef David Ditzel auf der Comdex . IBM hätte nur beschlossen ,
ihren auf der PC Expo vorgeführten Prototypen nicht weiter zu zeigen . Die
Compaq-Meldung sei ein Gerücht , das ein schlecht informierter Analyst in die
Welt gesetzt habe . Dass die Gerüchte genau zum Börsengang von Transmeta
auftauchten , ärgerte Ditzel natürlich besonders . Doch zu sehen waren die IBM-
und Compaq-Notebooks nicht . Dafür zeigten andere Hersteller neue Produkte mit
dem Crusoe . Neben dem schon im Handel erhältlichen Sony PCG-C1VN wollen Casio ,
Hitachi , NEC und Siemens-Fujitsu Notebooks mit Transmetas Prozessor vorstellen
, Webpads zeigten unter anderem Gateway und Hitachi . Die Geräte werden
voraussichtlich ab Frühjahr 2001 für Preise ab 1600 US-Dollar - umgerechnet etwa
3700 Mark - in Europa erhältlich sein . Die Akku-Laufzeit soll bei einigen
Notebooks bis zu 11 Stunden betragen . Comdex : Nvidia bringt Geforce-Grafik auf
Notebooks LAN-Parties mit Notebooks ? Nvidia macht s möglich . Auf der
Computermesse Comdex stellt der Spezialist für Grafik-Chips den Geforce 2go vor
, der in Notebooks seinen Dienst verrichten soll . Der Geforce 2go unterstützt
zwischen 8 und 32 MByte Speicher mit SDR- oder DDR-Interface . Die
Leistungsaufnahme gibt Nvidia mit 2,8 Watt an . Der Konkurrenz-Chip Rage
Mobility von ATI liegt mit 2,3 Watt zwar darunter , aber laut Nvidia sähe die
Gesamtbilanz gut aus : Denn die integrierten Grafikfähigkeiten des Geforce 2go
würden den Prozessor entlasten , sodass dieser im Stromsparmodus laufen könne .
Der ATI-Chip würde dagegen immer 100 Prozent Prozessorlast erfordern . Doch
diese Rechnung geht wohl tatsächlich nur bei LAN-Parties auf , wo Quake oder
Unreal im Dauer-3D-Betrieb laufen . Erste Notebooks mit dem Geforce 2go will
Toshiba im Frühling 2001 auf den Markt bringen . Den Chip lässt Nvidia bei TSMC
in einem 0,18-µm-Prozess herstellen . Länder-Domain-Registrare wollen
ICANN-Direktoren stellen Die Registraturen für so genannte country code Top
Level Domains ( ccTLD ) , also Länder-Domains wie etwa .de für Deutschland ,
möchten stärker im Vorstand der Internet Corporation for Assigned Names and
Numbers ( ICANN ) vertreten sein . Bei der Jahrestagung der ICANN in Marina del
Rey gründeten rund 50 Vertreter der ccTLDs eine Arbeitsgruppe , die einen
Vorschlag für eigene Sitze im obersten Gremium der ICANN entwerfen soll . Der
ccTLD-Vertreter Peter Denegate Trush rief dazu auf , sich um die vier
At-large-Sitze zu bewerben , deren Inhaber eigentlich später von den
ICANN-Mitgliedern gewählt werden sollen , deren künftige Besetzung aber noch
ungeklärt ist . Die ccTLD-Registrare sollen gemeinsam mit Network Solutions (
NSI ) und anderen Registraren von Top Level Domains rund 90 Prozent des
fünf-Millionen-Dollar-Haushaltes der ICANN aufbringen . Seit eineinhalb Jahren
streiten sich die ccTLD-Organisationen mit der ICANN um ein Berechnungsmodell
für ihren Beitrag und auch um Verträge darüber , welche Leistungen die ICANN
dafür erbringen soll . Im Gespräch ist beispielsweise der störungsfreie Betrieb
des Root-Server-Netzes . Angesichts der finanziellen Verpflichtung wollen sich
die ccTLD-Betreiber nicht mehr länger damit abfinden , dass sie keinen direkten
Einfluss auf die Haushaltsentscheidungen im Vorstand haben . Der Versuch , über
die Domain Name Supporting Organization ( DNSO ) , eines der insgesamt drei
wahlberechtigten ICANN-Gremien , einen Direktorensitz zu bekommen , scheiterte .
Denn in der DNSO buhlen sieben verschiedene Interessensgruppen - zum Beispiel
ISPs , Markenrechtsvertreter oder Inhaber nichtkommerzieller Domains - um die
drei Vorstandssitze . " Wir haben da niemals eine Chance " , schätzt Peter de
Blanc , Manager der vi-Domain , der bei der letzten Wahl kandidierte . Wenn es
nach de Blanc und dem Juristen Peter Denegate Trush geht , soll es daher ein
eigenes Gremium geben , nämlich eine cc-Supporting Organization . Vorstandssitze
für ihresgleichen haben die beiden ebenfalls ausgemacht : Die vier verbliebenen
At-large-Direktorensitze , deren Besetzungsverfahren ICANN durch eine Studie
klären lassen will . " Nach unserem finanziellen Beitrag könnten wir auch sechs
Direktorensitze beanspruchen " , sagt de Blanc . Mit einem solchen Vorschlag
dürften die ccTLD-Verantwortlichen die sich derzeit konstituierende und ohnehin
von Marginalisierungsängsten geplagte At-large-Vertretung allerdings gegen sich
aufbringen . Wie das derzeitige ICANN-Board die Idee aufnehmen wird , bleibt
abzuwarten . Es würde den Vorstand immerhin des Problems entheben , neue
Verfahren zur Besetzung der vier Sitze zu suchen . Die Geschäftsführerin des
DENIC , Sabine Dolderer , äußerte sich mit Blick auf ein eigenständiges
ICANN-Gremium mit mehreren Vorstandssitzen für die Länder-Domain-Registraturen
skeptisch . Japanischer Mobilfunkriese fährt Rekordgewinn ein Dass man immer
noch mit Telekommunikation gutes Geld verdienen kann , hat der japanische
Mobilfunk-Anbieter NTT DoCoMo mit seinem heute vorgelegten Geschäftsbericht
eindrücklich belegt . Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ging der Umsatz um 25,8
und der Gewinn um 22,2 Prozent nach oben . Der japanische Mobilfunkmarkt hat in
den letzten Jahre eine erstaunlich Dynamik bewiesen : Seit 1996 ist die Zahl der
Mobilfunkteilnehmer im Sprachbereich jährlich um rund zehn Millionen gestiegen .
Auch das mobilen Internet erfreut sich in Japan großer Beliebtheit : Um sein
i-mode weiter zu pushen , hat DoCoMo in letzter Zeit eine ganze Reihe von
Abkommen mit Telekommunikationskonzernen und Internet-Service-Providern wie
beispielsweise KPN Mobile und AOL abgeschlossen . Allerdings erfreuen sich NTT
und seine Töchter in Japan trotz Liberalisierung des Telekommunikationsmarktes
noch monopolähnlicher Zustände - was es natürlich leicht macht , hohe Gewinne
einzufahren . Vor allem im Festnetzbereich wird aber wohl noch einige Zeit
vergehen , bis wirklich der Wettbewerb den japanischen Markt bestimmt . Zukäufe
bringen Vodafone Verluste Die britische Mobilfunk-Gruppe Vodafone Group ist im
ersten halben Geschäftsjahr 2000/2001 tief in die Verlustzone gerutscht . Die
roten Zahlen rühren von der aggressiven Expansionsstrategie des Konzern her ,
durch die er in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahrs seinen
Umsatz mehr als verdoppelte : Dabei kamen die größten Brocken von Mannesmann D2
, das Vodafone im Berichtszeitraum vollständig konsolidierte , und von Verizon
Wireless , an dem Vodafone zu 45 Prozent beteiligt ist . Viel besser sehen da
schon die so genannten proportionierten Umsätze und Gewinne ohne
Berücksichtigung von Sonderausgaben aus . Diese Nachrichten nahm die Börse
hocherfreut auf : Schnelle Vergabe der Schweizer UMTS-Lizenzen gefordert Nachdem
in der Schweiz die UMTS-Auktion abgeblasen wurde , haben die Bieter bei den
Behörden die Einhaltung der Spielregeln angemahnt . Zugleich verlangten sie am
Dienstag eine möglichst schnelle Vergabe der Betriebsgenehmigungen . Die
Swisscom prüfe rechtliche Schritte für den Fall , dass die Regeln geändert
werden , sagte Sprecher Josef Huber am Dienstag . Ähnlich äußerte sich
Orange-Sprecherin Therese Wenger . Das Bundesamt für Kommunikation hatte die
Versteigerung am Montag abgeblasen , nachdem zwei der verbliebenen fünf Bewerber
, die Schweizer Gesellschaften Sunrise und Diax , ihre Fusion und das
Ausscheiden von Sunrise aus dem Verfahren angekündigt hatten . " Wir gehen davon
aus , dass die Auktion mit den vier Bietern stattfindet und die Lizenzen zum
Mindestpreis vergeben werden " , sagte Swisscom-Sprecher Huber . Auch
Diax-Sprecherin Monika Walser forderte die Einhaltung der Regeln ein . Ob das
Unternehmen bereit wäre , bei einer Zuteilung mehr für eine Lizenz zu zahlen ,
wollte sie aus strategischen Gründen nicht sagen . Genauso hielt
Orange-Sprecherin Wenger den Preis offen : Schließlich forderte auch Telefonica
, an den Regeln festzuhalten . " Telefonica hat Anstrengungen unternommen , um
die von den schweizerischen Behörden gestellten Bedingungen für die Teilnahme an
der Versteigerung zu erfüllen . " Auch Swisscom verwies darauf , dass man sich
mit Schritten von großer Reichweite auf die Auktion vorbereitet habe : Swisscom
war eine Woche vor Beginn der Versteigerung mit Vodafone extra eine
Partnerschaft zur Ersteigerung der Lizenz eingegangen . Die Erwartungen wurden
aber nach enttäuschenden Ergebnissen in Österreich und Italien auf die Hälfte
reduziert . Telegate rutscht tiefer in die roten Zahlen Die
Betreibergesellschaft des Telefonauskunftsdiensts 11880 , die Telegate AG aus
München , rutscht immer tiefer in die roten Zahlen . Das negative Nettoergebnis
führt Telegate vor allem auf die hohen Kosten für den Aufbau von Filialen im
Ausland und des Internet-Portals 11880.com zurück . Vor Steuern , Zinsen und
Abschreibungen liege das Ergebnis mit 100.000 Mark noch im positiven Bereich .
Das schlechte Ergebnis im Ausland führt Telegate unter anderem auf Probleme mit
den italienischen Regulierungsbehörden nach dem indirekten Einstieg der Telecom
Italia bei Telegate zurück . Das Unternehmen hatte im Mai 2000 einen
Kooperationsvertrag mit Seat Pagine Gialle abgeschlossen und greift im Rahmen
dieser Partnerschaft seit Juli 2000 auf die Kundendaten von Telecom Italia zu .
Allerdings berichtete das Auskunftsunternehmen schon Ende Oktober über
Schwierigkeiten bei seiner Expansionsstrategie im Ausland und im Internet und
korrigierte seine Gewinn- und Umsatzerwartungen nach unten . Aber während damals
der Aktienkurs einbrach , beflügelte die heutige Mitteilung den Kurs : Nach
einer Eröffnung bei 74,10 Euro stieg er um über acht Prozent und lag am
Nachmittag zwischen 80 und 81 Euro . Comdex : Ellison vs. Microsoft - die x-te
... Die Computerbranche wäre um Einiges langweiliger , wenn es nicht diese
kuriosen Gestalten gäbe , die immer wieder vor allem durch ihre gegenseitige
Antipathie von sich reden machen - und damit immer wieder zur Erheiterung ihrer
Zuhörer beitragen . Wenn Larry Ellison von Oracle , Scott McNealy von Sun oder
Bill Gates von Microsoft eine ihrer programmatischen Reden halten , geht das in
der Regel nicht ohne Seitenhiebe auf die Konkurrenz ab . So geschah es auch
wieder auf der Comdex , als Gates und Ellison in Keynotes ihre " Visionen "
entwickelten und Steve Ballmer , CEO von Microsoft , Ellisons Ideen als veraltet
und nicht realisierbar abtat . Ellison warf Gates vor , dass die Software von
Microsoft zu kompliziert sei und kündigte eine in Zusammenarbeit mit Compaq
entwickelte Server-Appliance an . In einem Atemzug mit der Ankündigung gab er
seiner Überzeugung Ausdruck , dass die Zeit des PC vorbei sei - womit er eine
genau entgegengesetzte Stellung bezog wie Gates - , dass immer mehr Unternehmen
auf Thin Clients und spezialisierte Appliances setzen würden . " Der PC wird zum
Netzwerk-Computer , er verwandelt sich in ein Appliance " , sagte Ellison . Die
Rede Ellisons antizipierend ging Ballmer in einem Interview mit dem Newsdienst
CNet vor Ellisons Ansprache auf die Appliance-Visionen des Oracle-Chefs ein -
ohne allerdings besonders viel Gutes daran zu lassen . " Ich denke , Larry wird
wieder die bekannte langweilige alten Sicht auf Computer von sich geben " ,
sagte er . Wie lange propagiert er schon Netzwerk-Computer ? Sechs Jahre ,
sieben Jahre ? Und wohin ging die Idee ? Ballmer betonte genauso wie Gates ,
dass der PC immer noch der Computer der Zukunft sei . " Der Markt wächst zwar
mittlerweile langsamer als in der Vergangenheit . " Man müsse aber beachten ,
dass Büroangestellte in Europa noch lange nicht so gut mit PCs ausgestattet
seien wie ihre Kollegen in den USA . Es gebe also vor allem in Europa , aber
auch in den USA noch ein großes Absatzpotenzial für PCs . RealNetworks
lizenziert Windows Media RealNetworks , Pionier in der Entwicklung eines Formats
für die Echtzeit-Übertragung von Audio und Video im Internet , hat das aus dem
Hause Microsoft stammende Windows Media Audio ( WMA ) zum Einsatz im RealPlayer
und der RealJukebox lizenziert . Microsoft wirbt für sein Format mit dem Hinweis
auf die Qualität der Medienübertragung und die Integration eines Systems zur
Gewährleistungen der Rechte von Labels und Künstlern , einem so genannten
Digital-Rights-Management-System ( DRM ) . RealNetworks und Microsoft kämpfen
seit einiger Zeit um die Marktführerschaft auf dem Gebiet des Streaming Media .
Viele Beobachter und vor allem Microsoft selbst deuten den Deal als Etappensieg
für die Redmonder . An diese Version scheint auch die Börse zu glauben : Der
Kurs des Wertpapiers von RealNetwork ging an der Technologiebörse Nasdaq um 11,7
Prozent nach unten und schloss bei 66,25 US-Dollar , verlor also rund 7,6
Prozent mehr an Wert als der Nasdaq-Composite-Index . Der Gründer und Chef von
RealNetworks , Rob Glaser , hat dagegen eine andere Interpretation der
Lizenzierung : Das Microsoft-Format sei jetzt einer von neun Standards , die
RealNetworks zum Einsatz brächten . Dass beide Vertragsparteien sich bei der
Übereinkunft als klaren Gewinner sehen , verwundert nicht weiter . Allerdings
darf man nicht vergessen , dass auch RealNetworks versuchte , sein System auf
dem Markt als einzigen Standard zu etablieren . Die verwirrende Vielzahl der
Streaming-Formate macht deutlich , dass in diesem Bereich ein
herstellerunabhängiger Standard überfällig ist - zumal dies für Internet-Formate
sowieso die Regel sein sollte . AOL-Tochter entwickelt Napster-Clon Die "
Gnutella " getaufte Software arbeitet ähnlich wie der vor allem bei MP3-Fans
beliebte Napster : Dieser läuft auf einem zentralen Server , in den sich
Benutzer wie beim Internet Relay Chat ( IRC ) einloggen können . Nur chattet man
dann nicht , sondern übermittelt Listen mit Namen und Speicherorten von
MP3-Files , die dann die Benutzer untereinander austauschen können ( siehe auch
c't Ausgabe 6/2000 , S. 88 ) . Das Problem bei Napster : Alle Transfers laufen
über einen Server . Netzwerkadministratoren können den Zugriff auf ihn leicht
verhindern . Sehr zum Ärger vieler MP3-Fans ist jüngst dies an einigen
amerikanischen Universitäten geschehen . Der Austausch von Dateien läuft dann
nicht mehr über einen zentralen Server , sondern über eine Art virtuelles
privates Netzwerk , kann also nur schwer verhindert werden . Außerdem verfolgt
Nullsoft keinerlei kommerzielle Interessen : Das Unternehmen will den Quell-Code
von Gnutella offenlegen . Brisant wird die Entwicklung der Tauschbörsen-Software
durch AOLs geplante Fusion mit Time Warner . Die Vereinigung der amerikanischen
Plattenindustrie ( RIAA ) hat erst im Dezember des letzten Jahres Napster wegen
der Unterstützung von Musik-Piraterie übers Internet verklagt .
Konsequenterweise müsste die RIAA nun auch gegen Nullsoft vorgehen - AOL müsste
also in gewisser Weise gegen sich selbst klagen . Die Distribution einer frühen
Version von Gnutella über das Internet ist jedenfalls zunächst ausgesetzt -
www.gnullsoft.com ist " temporarily down " . Die Nullsoft-Entwickler begründen
dies mit dem Hinweis , dass die Testversion noch nicht für die Verbreitung
geeignet sei . Probleme mit der RIAA sehen sie nicht : Ihre Software sei nicht
mit Blick auf MP3-Dateien geschrieben , sondern solle den " Austausch von
Kochrezepten " ermöglichen . Dass sie auch zweckentfremdet werden könnte ,
räumen die Entwickler ein - allerdings weisen sie dafür jegliche Verantwortung
von sich . Future Power : iMac-Clone bleibt im Handel Der in Santa Clara
ansässige PC-Hersteller Future Power will seinen iMac-Clone " E-Power " ( Bild
unten ) in Silberblau weiterhin verkaufen - obwohl Apple in einer Pressemeldung
vom 8. März behauptet , dass das amerikanischen Bundesgericht in San Jose dem
koreanischen Konzern Daewoo , dessen Tochterunternehmen Future Power ist , den
Verkauf der E-Power-Computer verboten hat . Future Power wirft Apple vor , die
Entscheidung des Gerichts missverständlich wiedergegeben zu haben . Nach der
Darstellung von John C. Gorman , einem Anwalt von Future Power , hätten sich
Apple und Daewoo darauf geeinigt , dass der japanische Konzern den in silberblau
gehaltenen E-Power weiterhin verkaufen darf . Dagegen dürfe er die iMac-Clones
in den Farben Bondi-Blau , Blaubeere , Mandarine , Erdbeere , Grapefruit ,
Zitrone und Graphit , in denen auch Apple seinen iMac anbietet , nicht mehr in
den Handel bringen . Allerdings gelte das Verbot nur in den nächsten vier Jahren
. Future Power hat Apple aufgefordert , dies klarzustellen . Zwischen Future
Power selbst und Apple gebe es bislang überhaupt keine Vereinbarung . Gorman
bekräftigte Future Powers Standpunkt , dass Apple nicht für sich das alleinige
Recht in Anspruch nehmen könne , farbige Computer zu vermarkten . Auch der
Geschäftsführer des PC-Herstellers aus Santa Clara , Bill Voecks , sieht Apple
im Unrecht : Schon lange vor dem Marktauftritt des iMac habe es Produkte im
Transparent-Design gegeben , etwa Uhren von Swatch und CD-Spieler .
WebSTAR-Schmiede wechselt Besitzer Das Softwarehaus StarNine hat wieder einen
neuen Besitzer : Der Datenbankhersteller ACI gab heute bekannt , StarNine von
der Platinum Equity Holding gekauft zu haben . Erst 1998 hatte die Holding die
auf Mac OS spezialisierten Softwareschmiede von ihrem damaligen Besitzer
Quarterdeck gekauft . ACI vertreibt Datenbanksysteme und Entwicklungsumgebungen
für Datenbankanwendungen unter Mac OS und Windows . StarNine ist auf die
Herstellung von Internet-Server-Software und Mail-Produkten spezialisiert .
Bekanntestes Produkt von StarNine dürfte die WebSTAR-Server-Suite sein ; der
WebSTAR-Server ist der unter Mac OS verbreitetste Internet-Server . Seit 1997
optimiert ACI seine Datenbankumgebung für Internetentwicklungen . In dieser
Hinsicht seien die Produkte von StarNine eine hervorragende Ergänzung ,
begründete ACI-Chef Laurent Ribardiere die Akquisition . EDV und Internet für
Blinde und Sehbehinderte An der Hochschule für Technik , Wirtschaft und Kultur
in Leipzig findet heute eine Fachtagung über Möglichkeiten und Probleme bei der
Nutzung von Datennetzen durch blinde und sehbehinderte Menschen statt .
Veranstaltet wird die Tagung von dem an der Hochschule Leipzig angesiedelten
Projekt KONUS ( " KOoperative NUtzung von Datennetzen für die Bildung und
berufliche Integration von blinden und Sehbehinderten Menschen " ) . KONUS wird
getragen von Selbsthilfegruppen , Unternehmen , Verwaltungen ,
Bildungseinrichtungen und wissenschaftliche Einrichtungen . Zielgruppe sind
blinde und sehbehinderte Menschen , die in der computerorientierten Arbeitswelt
mit besonderen Problemen bei ihrer beruflichen Entwicklung konfrontiert sind .
Im Mittelpunkt der Tagung stehen Hilfsmittel und Systeme , die blinden und
sehbehinderten Menschen den Umgang mit Computern erleichtern und überhaupt erst
ermöglichen sollen . Um Menschen , die aufgrund einer körperlichen Behinderung
nicht oder nur eingeschränkt visuell Informationen aufnehmen könne , nicht aus
der modernen Gesellschaft auszuschließen , gibt es schon seit einiger Zeit eine
Reihe von Initiativen , um Datenverarbeitung behindertengerecht zu gestalten .
Von besonderer Bedeutung für das Internet ist in diesem Kontext die Web
Accessibility Initiative ( WAI ) des World-Wide-Web-Konsortiums . Die WAI
arbeitet an der Formulierung von Standards und der Entwicklung von Techniken ,
um auch Menschen mit Behinderungen den Zugang zum Internet zu ermöglichen .
Dabei geht es nicht darum , multimediale Inhalte aus dem Web zu verbannen ,
sondern darum , die wesentlichen Inhalte von Web-Seiten allen Benutzern
zugänglich zu machen - unabhängig davon , welche Behinderung sie haben oder
welchen Browser sie benutzen . Politik und Verbände starten
Sicherheitsinitiative im Internet Auf einem Spitzengespräche zum Thema " Sichere
Internet-Wirtschaft " haben der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie ,
Werner Müller , und führende Vertreter deutscher Wirtschafts- und
Computerverbände sowie einiger Unternehmen eine gemeinsame Initiative zur
Prävention von Internet-Kriminalität gestartet . Neben Müller nahmen unter
anderen Klaus Bräunig , Mitglied der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbands
der Deutschen Industrie ( BDI ) , und Franz Schoser , Hauptgeschäftsführer des
Deutschen Industrie- und Handelstags ( DIHT ) , teil . Unter den Teilnehmern des
Treffens herrschte Einigkeit darüber , dass durch die immer stärkere Nutzung des
Internet das Problem der Sicherheit im Netz immer bedeutsamer werde . Neben der
Verstärkung von Sicherungsmaßnahmen müsse man vor allem die Sensibilität für
Sicherheit in Datennetzen bei den Nutzern erhöhen . Neben dem konsequenten
Einsatz von Verschlüsselungen beim Datentransfer über das Internet und
elektronischen Signaturen beim E-Mail-Verkehr fordern die Vertreter aus Politik
und Wirtschaft eine stärkere Beteiligung deutscher Unternehmen an
internationalen Standardisierungsbemühungen . Müller kündigte an , dass das
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie weiter zur Stärkung von
Open-Source-Software beitragen wolle . Mittelfristig sollen dann gemeinsame
Aktionen zum Erhöhung der Sicherheit im Internet durchgeführt werden .
Handyfieber läßt Chipmarkt boomen Der ungebrochene Run auf Handys führt
weiterhin zu einem deutlichen Wachstum des deutschen Bauelemente-Markts .
Besonders gut läuft das Geschäft mit aktiven Bauelementen wie Chips und
Flachdisplays . In den USA drohen Gebühren für IP-Telefonie Die republikanische
Mehrheit im US-Repräsentantenhaus plant die Verabschiedung eines veränderten
Gesetzentwurfs , der vor wenigen Tagen noch einmal verändert wurde . Gleichwohl
soll die FCC aber für solche Providern zeitabhängige Gebühren definieren können
, die IP-Telefonie anbieten . Ursprünglich folgte der Gesetzentwurf der
Intention , einer staatlichen Regulierung des Internet einen Riegel
vorzuschieben . Dass der Entwurf jetzt ohne weitere Anhörung in der erst am 10.
Mai veränderten Fassung beschlossen werden soll , erbost nicht nur demokratische
Repräsentaten - eine Protestwelle von Befürwortern der IP-Telefonie kündigt sich
an . Jeff Pulver , der Chef von pulver.com , einer auf Voice-over-IP
spezialisierten Consulting-Firma , hat zu einer Protestinitiative gegen den
Gesetzentwurf aufgerufen . Seiner Ansicht nach verkehrt die Änderung an H.R.
1291 , dem so genannten " Internet Access Charge Prohibition Act of 2000 " ,
dessen eigentliche Intention grundlegend . Mittlerweile hat sich die
Consulting-Firma Phillips Group dem Protest angeschlossen . Sie befürchtet ,
dass das Gesetz - wenn es in der veränderten Fassung verabschiedet wird - die
weitere Entwicklung von IP-Telefonie im besonderen , aber auch die Entwicklung
des Internet im Allgemeinen stark beeinträchtigen wird . Überdies sieht sie eine
negative Signalwirkung eines solchen Gesetzes voraus : Dell und Gateway planen
für die Nach-PC-Ära In der Computerbranche machen sich offenbar zunehmend
Zweifel breit , ob das PC-Geschäft künftig noch die tragende Rolle im Bereich
der Informationstechnik spielen kann . Aus der Managementebene der PC-Hersteller
Gateway und Dell war jetzt auf einer Investorenkonferenz der US Bancorp Piper
Jaffray zu vernehmen , dass diese beiden Unternehmen in Zukunft stärker auf den
Verkauf von Dienstleistungen , Software , Server- und Speicherkomponenten setzen
wollen . John Todd , Finanzchef bei Gateway , führte aus , dass sich seine Firma
gleichmäßigere und besser gesicherte Einnahmen durch Internet-Dienstleistungen
und Software verspreche . Mit Aktivitäten in diesem Bereich könne Gateway auch
Kunden sehr viel besser langfristig an sich binden als im einfachen PC-Geschäft
. Ein Kunde , der langfristig mit Gateway zusammenarbeite , beschere dem
Unternehmen einen Umsatz von durchschnittlich etwa 6000 US-Dollar , während ein
Einmal-Kunde , der einen PC kaufe , nur für einen Umsatz von etwa 1845 Dollar
sorge . Den Anteil von Einnahmen aus dem Bereich " beyond the box " , also dem ,
was nicht direkt aus dem PC-Geschäft resultiert , wolle man von 20 Prozent im
Geschäftsjahr 1999 auf 40 Prozent im laufenden Geschäftsjahr 2000 erhöhen . Dell
will mehr spezielle Internet-Produkte ins Angebot aufnehmen , die durch das
Wachstum des Netzes verstärkt nachgefragt werden . Don Collins , Vizefinanzchef
des Unternehmens , denkt hierbei in erster Linie an Server , Speicherlösungen
und andere Komponenten , die ein Unternehmen für seinen Online-Auftritt braucht
. Auch im Bereich IT-Consulting wolle sich Dell zukünftig stärker engagieren .
Die US Bancorp begrüßte die vorgestellten Strategien . Ashok Kumar ,
Hardware-Analyst der Gesellschaft , betonte , dass die Unternehmen auf solche
Weise die negativen Auswirkungen von Preisschwankungen auf dem Komponentenmarkt
begrenzen könnten . Schon seit einiger Zeit steigt der Druck auf die
PC-Hersteller , ihre Geschäftsstrategien zu überdenken . Die Anwender fühlen
sich immer stärker zu spezialisierten Geräten wie Web-Pads , Set-Top-Boxen oder
Thin-Clients hingezogen - was sich nicht zuletzt an den Umsatzzahlen im letzten
Jahr bemerkbar machte . Die Ära des PCs nähert sich nach Meinung vieler
Beobachter ihrem Ende . Amerikaner übernehmen TelDaFax Der US-amerikanische
Telekommunikationskonzern World Access plant die Übernahme der Aktienmehrheit
bei der Marburger Kommunikationsfirma TelDaFax . Wie beide Unternehmen heute
mitteilten , will World Access zunächst die 33-Prozent-Beteiligung an TelDaFax ,
die derzeit die Investorgesellschaft Apax Partners hält , durch einen
Aktientausch erwerben . Eine Aktie von TelDaFax soll bei dieser Transaktion
gegen 1,025 Wertpapiere von World Access getauscht werden . Mit einem
anschließenden öffentlichen Tauschangebot bei gleichem Umtauschverhältnis will
World Access seine Beteiligung an TelDaFax auf mindestens 50,1 Prozent anheben .
Nach Aussagen von John D. Phillips , Chef von World Access , entsteht durch die
Bündelung der Geschäftsaktivitäten von TelDaFax und seiner Firma in Deutschland
der zweitgrößte private Telekommunikationsanbieter . US-Repräsentantenhaus
verabschiedet Signaturgesetz Mit überwältigender Mehrheit hat das
US-amerikanische Repräsentantenhaus einen Gesetzentwurf über elektronische
Signaturen und das Speichern von Datensätzen in elektronischen Systemen
verabschiedet . Mit dem entsprechenden Gesetz wollen die Repräsentanten
elektronische Authentifizierungsmechanismen der klassischen Unterschrift
rechtlich gleichstellen und es vor allem Finanzdienstleistern ermöglichen , ihre
Geschäfte durchgängig online abzuwickeln . Ist das Gesetz in Kraft , kann
beispielsweise eine Versicherung ohne schriftlichen Vertrag und
Geschäftskorrespondenz mit einem Broker per E-Mail rechtswirksam abgewickelt
werden . Die jetzt verabschiedete Fassung des Gesetzentwurfs ist das Ergebnis
von Verhandlungen , die sich über nahezu ein Jahr hingezogen haben . Größter
Streitpunkt zwischen Regierung , Demokraten und Verbraucherschutzverbänden auf
der einen Seite gegenüber Republikanern und der Wirtschaft auf der anderen Seite
war die Frage , wie sichergestellt werden könne , dass die Konsumenten eine
echte Wahl zwischen der klassischen Schriftform und dem Vertragsabschluss über
das Internet hätten . Hier konnte sich die primär auf Verbraucherschutz bedachte
Seite weitgehend durchsetzen : Weiterhin müssen bestimmte wichtige Vorgänge wie
Versicherungsauflösungen schriftlich mitgeteilt werden . Darüber , welche
Authentifizierungsverfahren zugelassen sind , macht das Gesetz keine Aussagen .
Allerdings legt es fest , dass ein Anbieter vor dem Abschluss eines Vertrags
über das Internet mittels eines per E-Mail verschickten Dokuments sicherstellen
muss , dass der jeweilige Kunde das vom Dienstleister eingesetzte Format
verwenden kann . " Mit dem Gesetz legen wir rechtliche Grundlagen für den
elektronischen Handel , die viele Jahre ausreichen werden " , sagte Thomas
Bliley Jr. , der republikanische Vorsitzende des House Commerce Committee .
Handelsstaatssekretär William Daley ist sich sicher , dass das Gesetz " allen
Bereichen unserer Wirtschaft nutzen wird " . Er verspricht sich für den
Online-Handel durch die im Gesetzentwurf verankerten
Verbraucherschutzbestimmungen eine steigende Akzeptanz , was zum weiteren Erfolg
des E-Comerce führen werde . Die Wirtschaftsseite sieht zwar die Bestimmungen
zum Verbaucherschutz als unnötig an , freut sich aber über den durch das Gesetz
ermöglichten Wegfall von Portogebühren und die dadurch zu erreichenden
Kostensenkungen . Beobachter erwarten , dass der Gesetzentwurf noch in dieser
Woche auch vom Senat verabschiedet wird und dann durch die Unterschrift des
Präsidenten Gesetzeskraft erlangt . Smudo vs. Napster : " Da kommt mir die Galle
hoch ! " Die Meinungen zu Themen wie Herunterladen , Kopieren oder Urheberrecht
gehen weit auseinander : Für den Rapper Chuck D. von Public Enemy werden die
großen Plattenfirmen von Anwälten und Buchhaltern betrieben , die sich " eine
Dreck um den kreativen Prozess scheren " . Deshalb vertreibt er seine Songs über
das Internet . Smudo , Kopf der deutschen Hiphop-Formation Die Fantastischen
Vier , kommt dagegen " die Galle hoch " , wenn er an die illegalen Musikanbieter
im Internet denkt , die - unterstützt durch Formationen wie Public Enemy - Songs
einfach " klauen " . Er schimpft , es gebe genug " Sozialromantiker " , die
Chuck D. und " seiner pseudo-anarchistischen Meinung " zujubeln . Durch das
Komprimierungsformat MP3 eröffnen sich der Übertragung von Musik im Internet
völlig neue Möglichkeiten . Dem Anbieter Napster ermöglicht dieses Format ,
einen Umschlagplatz im Internet zu betreiben , auf der die Fans ihre Musik
untereinander tauschen können . Viele Künstler dagegen sehen in diesem
Musiktausch einen illegalen Vertrieb ihrer Songs . Der Phonowirtschaft entstehen
nach eigenen Angaben durch Systeme wie Napster oder Gnutella , eine im Gegensatz
zu Napster dezentral organisierte Tauschbörse , Milliarden-Verluste . So bemühen
sich in letzter Zeit die Musikbranche und ein Teil der Internetindustrie immer
stärker darum , Sicherungen gegen die Musikpiraterie zu schaffen . So arbeitet
beispielsweise die Secure Digital Music Initiative ( SDMI ) daran , Standards
für ein kopiergeschütztes digitales Format für Musik-Dateien zu entwickeln .
Wunderbar findet Smudo da den Kampf von Metallica gegen die Internet-Tauschbörse
Napster . Die Heavy-Metall-Band ließ auf gerichtlichem Wege die Accounts von
über 300.000 Napster-Benutzern schließen , denen die Band vorwirft ,
unberechtigterweise Metallica-Songs getauscht zu haben . Inzwischen üben die
Internetbranche und die Musikbranche kurz vor der Popkomm 2000 vom 17. bis 19.
August in Köln den gemeinsamen Schulterschluss . " AOL wird alles tun , um
Musikpiraterie zu verfolgen " , verspricht Klaus Täubrich , Vizepräsident von
AOL Deutschland . " Wir verstehen das als Aufgabe einer erfolgreichen
Partnerschaft . " Die Kooperation bei der Abwehr der Piraterie sei das
wichtigste Ziel , unterstreicht auch Martin Schaefer , Geschäftsführer des
Bundesverbandes der Phonographischen Wirtschaft . " Alles andere entsteht
zwangsläufig . " Er ist sich sicher , dass die zum legalen Musiktausch über das
Internet notwendigen technischen und rechtlichen Rahmenbedingungen schon in
Kürze geschaffen sein werden . " Im Moment bahnt sich die große Wende an . " Mit
den Internetprofis will die Musikindustrie ein attraktives legales Angebot
bereitstellen . " Wenn wir dem Konsumenten Atmosphäre verkaufen , sind wir die
ersten Ansprechpartner , nicht die Illegalen " , glaubt Gerd Gebhard , Präsident
des Geschäftsbereich Zentral- und Nord-Europa von Warner Music . Smudo ist da
eher vorsichtig : Das kostenlose Herunterladen des Lieblingssongs sei ein
anarchistischer Schülerspaß und habe weniger mit krimineller Energie zu tun . "
Es gibt dann wenig Anlass , sich auf einem schlecht gepflegten illegalen Markt
aufzuhalten . " Den derzeit laut werdenden Vorwurf , dass die Branche die
Entwicklung eventuell verschlafen habe , will Gebhard so nicht stehen lassen .
Aber er räumt auch ein : Aber noch seien die kreative Leistung des Künstlern und
der Ertrag nicht geschützt , meint Gebhard . " Weil die Dinge wie etwa das
Kopieren möglich sind , glauben einige Leute , es sei legal . " Doch auch viele
Künstler scheuen sich , gegen das illegale Kopieren vorzugehen . Sie fürchten ,
ihre Fans zu verprellen . " Sie haben Angst , Fans zu verlieren . " Entsetzt ist
er aber über Künstler wie die US-Band Limp Bizkit , die sich ihre Tour von
Napster sponsern lässt . Bertelsmann und Telekom kooperieren bei
Breitbandkabelnetzen Die Bertelsmann Broadband Group ( BBG ) , eine
100-prozentige Tochter der Bertelsmann AG , und die Telekom-Tochter Kabel
Deutschland wollen in Berlin zusammen digitales Fernsehen über rückkanalfähige
Breitbandkabel testen . Der Schwerpunkt in dem Berliner Testprojekt wird auf
Fernsehdiensten liegen , teilte die BBG mit . Die dazu benötigten Settop-Boxen
werde die Deutsche Telekom bereitstellen . Im Bereich des digitalen Fernsehens
arbeitete die Deutsche Telekom bislang vor allem mit der Kirch-Gruppe zusammen ;
Bertelsmann hat diverse Testprojekte mit digitalem Fernsehen in anderen
deutschen Städten laufen , beispielsweise in Hamburg zusammen mit dem
Telekommunikationsunternehmen HanseNet . Telefonica tritt Club der
Sonera-Interessenten bei Die mehrheitlich noch staatliche finnische
Telefongesellschaft Sonera kann sich über immer mehr Kaufinteressenten freuen :
Jetzt teilte auch die spanische Telefongesellschaft Telefonica mit , dass sie "
definitiv daran interessiert ist , Sonera möglicherweise zu erwerben " . Die
Times wusste sogar schon zu berichten , dass sich das Management von Sonera mit
Hans Snook , dem Chef von Orange , und Michel Bon , dem Chef von France Telecom
, zu ersten Übernahmegesprächen getroffen hätte . Die spanische
Telefongesellschaft hat allerdings allen anderen Kaufinteressenten eines voraus
: Zusammen mit Sonera bildet sie das Konsortium 3G , das derzeit in Mainz um
eine deutsche UMTS-Lizenz mitbietet . Ursprünglich gehörte diesem Konsortium
auch Orange an ; die Briten mussten aber aus 3G ausscheiden , nachdem Orange an
France Telecom verkauft worden war . Laut Versteigerungsreglement darf sich
jedes Unternehmen nur einfach um eine UMTS-Lizenz bewerben , da aber France
Telecom auch über MobilCom für eine Lizenz bietet , musste sich Orange
zurückziehen . Nach dem Ausscheiden von Orange galt 3G eigentlich nur noch als
Zählkandidat - bislang bietet das Konsortium aber munter in der Auktion mit .
Die Börsen nahmen die Interessenbekundung von Telefonica positiv auf :
Telefonica konnte an der Börse in Madrid leicht zulegen und wird gegenwärtig mit
rund 25 Euro gehandelt . Sonera profitierte von dem Interesse aus Spanien sehr
viel mehr : E-Plus/Hutchison will nur noch eine kleine UMTS-Lizenz Nach Viag
Interkom hat nun auch E-Plus/Hutchison bei der Versteigerung der UMTS-Lizenzen
einen Gang zurück geschaltet : Ein Sprecher von E-Plus teilte mit , dass man nur
noch für eine kleine Lizenz , also für zwei Frequenzpakete bieten werde . Damit
haben sich offensichtlich die beiden Mobilfunkanbieter mit ihrer Rolle als " die
Kleinen " auch für die UMTS-Zukunft abgefunden . Wäre die Auktion jetzt beendet
, hätten T-Mobil und D2-Mannesmann große Lizenzen aus drei Frequenzpaketen und
E-Plus/Hutchison , Viag Interkom sowie Mobilcom kleine Lizenzen aus zwei Paketen
, während 3G leer ausgehen würde . Nach wie vor sieht es so aus , als ob
zumindest T-Mobil und D2-Mannesmann eine große Lizenz erwerben wollen , beide
Konzerne geben immer wieder die Höchstgebote für drei Freuqenzpakte ab . Von dem
spanisch-finnischen Konsortium 3G und Mobilcom gibt es zwar keine offizielle
Stellungnahme über ihre Auktionsziel , aber schon über zehn Runden gab es von
keinem der beiden Bieter Höchstgebote für drei Frequenzpakete . Es gäbe dann
zwei große und drei kleine Lizenzen . In der zweiten Auktionsrunde , an der nur
die in der ersten Runde ermittelten Lizenzinhaber teilnehmen dürfen , kämen nur
fünf Frequenzblöcke zu je fünf MHz unter den Hammer . Auch wenn alle Bieter ,
die jetzt noch im Rennen sind , nur eine kleine Lizenz ersteigern , sind in der
zweiten Runde nur die fünf zusätzlichen Frequenzblöcke im Topf . Gigabell steht
vor der Pleite Der Vorstand des Internet- und Telefondienstleisters Gigabell hat
beim zuständigen Amtsgericht Frankfurt die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens
wegen drohender Zahlungsunfähigkeit beantragt . Grund sei der Verzug einer
angelsächsischen Investorengruppe bei der Erfüllung eines am 25.August
abgeschlossenen Beteiligungsvertrags , teilte das am Neuen Markt in Frankfurt
notierte Unternehmen mit . Der Vorstand strebe die Fortführung der Gesellschaft
an . Anfang Juli kam Gigabell in Schlagzeilen , als die Firma im Platow-Brief ,
einem anerkannten Börsen-Newsletter , als konkursbedroht genannt wurde . Der
letzte Preis lag bei 11,52 Euro . Am Montag hatte das Unternehmen den
Geschäftsbericht für das erste Halbjahr 2000 vorgelegt . Das Unternehmen führte
dies vor allem auf den Preisverfall im Bereich Internet-by-Call zurück .
Allerdings gab sich der Vorstand noch optimistisch : Man werde nach dem ersten
Quartal 2001 im operativen Bereich schwarze Zahlen schreiben . Gigabell wurde
1996 unter dem Namen IPF.NET gegründet und firmiert seit dem 1. April 1999 als
Gigabell . Seit 1998 hat das Unternehmen Niederlassungen in England und Spanien
. Am Neuen Markt ist Gigabell seit dem 11. August 1999 notiert . Im Frühling
dieses Jahres erreichte das Papier nach steilem Aufstieg einen Kurshöchststand
von 131,56 Euro , allerdings ging es danach fast ebenso steil wieder nach unten
. Im September kam das Papier auf einen Tiefststand von 9,56 Euro . Telefonica
wieder mit mehr Gewinn Nachdem die ersten sechs Monate des Geschäftsjahrs 2000
für den spanischen Ex-Monopolisten Telefonica eher enttäuschend verliefen ,
konnte der Konzern im dritten Geschäftsquartal wieder zulegen und erreichte in
den ersten neun Monaten eine Gewinnsteigerung gegenüber dem Vorjahreszeitraum .
Rückläufig dagegen war der Gewinn aus dem spanischen Festnetzgeschäft : Wie für
seine internationalen Konkurrenten ist das Internet auch für Telefonica noch ein
Zuschussgeschäft . Diese Geschäftsentwicklung spiegelt sich auch in der Zahl der
Kunden wieder : Während Telefonica und die zu ihr gehörenden
Tochtergesellschaften weltweit im Festnetzbereich die Kundenzahl Ende September
2000 um nur 10,2 Prozent gegenüber Ende September 1999 auf 41,27 Millionen
steigern konnte , erhöhte der Konzern im gleichen Zeitraum die Zahl seiner
Mobilfunkkunden um 62,1 Prozent auf 22,92 Millionen . Comdex : Adaptec bringt
Fibre-Channel mit zwei GBit/s Adaptec zeigt auf der Comdex zwei Prototypen von
Fibre-Channel-Hostadaptern mit zwei GBit/s . Der erste bietet einen
Fibre-Channel-Kanal und kommt so beim Vollduplexbetrieb auf eine Datenrate von
400 MByte/s . Da der PCI-Bus ( 32 Bit , 33 MHz ) nur 133 MByte/s zuläßt , weicht
Adaptec auf den mit 66 MHz getakteten 64-Bit-PCI aus , der auf 528 MByte/s kommt
. 64-Bit-PCI wird von Chipsätzen wie dem Intel i840 oder dem ServerWorks III LE
unterstützt . Die noch namenlose Fibre-Channel-Karte stellt Adaptec im
Low-Profile-Format her , sodass sie in niedrige Gehäuse ( " 1U " ) passt .
Adaptecs zweiter Neuling beherbergt gar zwei Fibre-Channel-Kanäle und kommt
damit auf 800 MByte/s - selbst für 64-Bit-PCI zu viel . Server mit diesem
Adapter und entsprechenden Mainboards will Compaq demnächst vorstellen .
Fibre-Channel kommt vor allem im Server-Bereich zum Einsatz . Einzelne
Festplatten erreichen zwar schon Kapazitäten von 180 GByte , doch für einige
Server-Anwendungen reicht das nicht aus . In solchen Fällen kann man
beispielsweise auf ein Storage Area Network ( SAN ) zurückgreifen . Neben dem
reinen Vergrößern der Speicherkapazität dienen SANs auch als Backup-Lösung oder
erhöhen die Verfügbarkeit der Daten ; zudem können mehrere Server gleichzeitig
auf ein SAN zugreifen . Zum Verbinden der Geräte setzt man derzeit hauptsächlich
Adapter mit Fibre-Channel nach dem ANSI-Standard ein . Dabei sind die Geräte in
einer Ethernet-ähnlichen Topologie zusammengeschlossen und kommunizieren mit
einem speziell auf das Ansteuern von Massenspeichern ausgerichteten Protokoll .
Aktuelle Fibre-Channel-Adapter arbeiten in der Regel mit einem GBit und
übertragen vollduplex mehrere 100 MByte/s . Eine Übertragungsrate von 800
MByte/s im Vollduplex-Betrieb ist derzeit Rekord . Qualcomm investiert in
Mobilfunk-Firmen Das auf Mobilfunk spezialisierte Unternehmen Qualcomm hat eine
Risikokapitalgesellschaft namens Qualcomm Ventures gegründet , mit dem das
Unternehmen Startups unterstützen will , die im Bereich des mobilen Internet
arbeiten . Qualcomm hat ein ureigenes Interesse an einer schnellen Entwicklung
des Internet über drahtlose Verbindungen : Die Firma hat das CDMA-Verfahren (
Code Division Multiple Access ) patentiert , das Bestandteil des
UMTS-Mobilfunk-Standards ist . Sie hofft auf große Geschäfte mit der
Lizenzierung des CDMA-Verfahrens . Zu den Firmen , die Qualcomm Ventures in
seinem Portfolio hat , gehören Handspring , Phone.com und Packet Video . Clement
fordert UN-Internet-Konvention Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident
Wolfgang Clement hat angesichts der " Gefahr durch Manipulationen und gezielte
Fehlinformationen im Internet " eine staatenübergreifende Vereinbarung zum
Internet gefordert . Daneben müssen wir auf Länderebene eigene Aktivitäten
ergreifen . In der Düsseldorfer Staatskanzlei war allerdings niemand für weitere
Auskünfte zu erreichen . Zur Zeit steht vor dem Europarat eine Konvention über
Internet-Kriminalität zur Diskussion , an der auch Staaten außerhalb Europas ,
unter anderem die USA , beteiligt sind . Aber bislang ist die Resonanz auf den
veröffentlichten Entwurf eher negativ : Bürgerrechtsverbände monieren , dass in
ihr den Regierungen allzu weit gehende Befugnisse eingeräumt werden .
Wirtschaftverbände sind der Ansicht , dass Provider nach der Umsetzung des
Entwurfs zu sehr für die bei ihnen abgelegten Daten zur Verantwortung gezogen
werden könnten . Aber immerhin hat der Europarat schon etwas zum Thema
vorzuweisen . Die Diskussionen beim letzten G8-Treffen in Berlin über Maßnahmen
gegen die Internetkriminalität dagegen blieben sehr nebulös . Zwar war man sich
einig , dass es Handlungsbedarf gebe , zu konkreten Entschlüssen konnte man sich
aber nicht durchringen . AOL distanziert sich von Napster-Klon Der Onlinedienst
AOL hat in den Abendstunden des Mittwoch klargestellt , dass die Entwicklung des
Napster-Klons Gnutella nicht in seinem Auftrag geschehen ist . Gnutella ist eine
Software , mit der man Dateien über das Internet austauschen kann . Ähnlich wie
Napster ist sie vor allem zum Austausch von MP3-Musikdateien konzipiert .
Mitarbeiter der AOL-Tochter Nullsoft hatten das Programm geschrieben und eine
Vorabversion veröffentlicht . AOL betonte , die Nullsoft-Programmierer hätten in
eigener Regie gehandelt . Diese Version bestätigte ein Sprecher von Nullsoft : "
Gnutella ist ein unautorisiertes Free-lance Projekt . " GMD lehnt Fusion mit
Fraunhofer-Gesellschaft ab In einer gemeinsamen Erklärung haben sich gestern
Geschäftsführung , Institutsleiter und Wissenschaftlich-Technischer Rat der GMD
- Forschungszentrum Informationstechnik gegen die geplante Fusion mit der
Fraunhofer-Gesellschaft ( FhG ) ausgesprochen . Schon seit einiger Zeit machen
GMD-Mitarbeiter Front gegen die Verschmelzungspläne , jetzt hat sich der
Vorstandsvorsitzende der GMD , Dennis Tsichritzis , auf ihre Seite geschlagen .
Die Kritik der GMD-Mitarbeiter richtet sich vor allem gegen den von der FhG
angeblich verfolgten Kurs einer Eingliederung " nach deren Modell und
Funktionsweise " . Ein solches Vorgehen " würde der angestrebten Verschmelzung
von Unternehmenskulturen und der Schaffung von Synergien zwischen FhG und GMD
zuwider laufen " . Die FhG beschwichtigt mittlerweile . Man sei in der FhG
bereit für einen " kooperativen Anpassungs- und Lernprozeß " . FhG-Präsident
Hans-Jürgen Warnecke hofft , Irritationen und Differenzen in gemeinsamen
Gesprächen schnell ausräumen zu können . Allerdings könnten die Mitarbeiter der
GMD die Fusion mit der FhG zumindest formal nicht verhindern . Im Aufsichtsrat
haben die Geldgeber Bund , Nordrhein-Westfalen , Hessen und Berlin die Mehrheit
. Es erscheint allerdings unwahrscheinlich , dass Bund und Länder die Fusion
gegen den Willen der gesamten Belegschaft der GMD weiter vorantreiben würden .
AOL erschwindelte sich schwarze Zahlen Die SEC wirft AOL vor , in den
Geschäftsjahren 1995 und 1996 Werbungskosten , unter anderem die Kosten für das
Verschicken von Disketten und CD-ROMs an potenzielle Kunden ,
unberechtigterweise als Aktivposten verbucht zu haben . AOL willigte zwar in die
Zahlung der Strafe ein , betonte aber , in keiner Weise falsch gehandelt zu
haben . In der Tat ist es im US-amerikanischen Recht nicht ganz eindeutig , wie
Werbungskosten im Finanzbericht ausgewiesen werden müssen . Unter den vom
American Institute of Certified Public Accountants ( ACIPA ) , der
Dachorganisation amtlich zugelassener US-amerikanischer Wirtschaftsprüfer ,
herausgegebenen Empfehlungen findet sich auch das Statement of Position ( SOP )
93-7 , Reporting on Advertising Costs . Unter Berufung auf diese Empfehlung
hatte AOL die fraglichen Werbungskosten in den Geschäftsjahren 1995 und 1996 als
Einnahmen verbucht . Ab diesem Quartal wollte man alle Werbungskosten als
Ausgaben verbuchen . Die SEC sieht es aber als erwiesen an , dass AOL nicht nach
den Ausnahmeregelungen des SOP 93-7 hätte abrechnen dürfen . Das Marktsegment
und die Entwicklung des Online-Diensts zu dieser Zeit seien viel zu unsicher
gewesen und die zur berechtigten Inanspruchnahme der Ausnahmeregelungen des SOP
93-7 notwendigen verlässlichen Vorhersagen über die Entwicklung der finanziellen
Situation von AOL seien zum damaligen Zeitpunkt nicht möglich gewesen . Die
Finanzberichte für die Geschäftsjahre 1995 und 1996 seien also als nicht korrekt
anzusehen . Damals hatte der Konzern große Probleme , eine ausgeglichene Bilanz
vorzulegen . 1992 lag der Gewinn pro Aktie bei acht Cent , 1993 nur noch bei
zwei Cent und 1994 bei drei Cent . 1995 machte der Konzern sogar einen Verlust
von 51 Cent pro Aktie . Mit einem ausgewiesenen Gewinn von 28 Cent pro Aktie
ging es 1996 wieder aufwärts . Die Kosten für die Werbung aus den Jahren 1995
und 1996 schlugen dann im Finanzbericht 1997 voll durch : Der Online-Dienst
musste einen Verlust von 5,22 Dollar pro Aktie ausweisen , fast 80 Prozent davon
sind auf die " Umbuchung " der Werbungskosten zurückzuführen . Die Werte für
1995 und 1996 müssen jetzt als Makulatur angesehen werden . Wirtschaft :
Strafverfolgungsbehörden nicht internetfest Am heutigen zweiten Tag der
G8-Konferenz in Paris hat eine aus führenden Unternehmen der Computer- und
Internet-Branche gebildete Allianz ein Weißbuch zur Bekämpfung von
Computer-Sabotage und -Kriminalität vorgestellt . " Als Ergebnis ihres Mangels
an Erfahrung und Wissen im Kampf gegen die Kriminalität im Internet könnten
bestimmte Polizei- und Justizdienste geneigt sein , auf die Industrie zu zählen
, um kriminelle Handlungen zu entdecken , ihre Urheber aufzuspüren und sie an
ihren Ermittlungen zu beteiligen " , schreiben die Unternehmen in ihrem Weißbuch
. Sie lehnten ein Modell der Co-Regulierung ab , wie es Frankreichs
Premierminister Lionel Jospin vorgeschlagen hatte und das sie in eine Art
Hilfssheriffsposition gebracht hätte . Allerdings bekundeten sie zugleich ihre
Bereitschaft , mit den Behörden auf freiwilliger Basis zusammenzuarbeiten .
Generell setzt die Industrie mehr auf die Selbstregulierung des Marktes und die
Durchsetzung bestehender Gesetze als auf staatliche Regulierung . Schon gestern
hatte Frankreichs Innenminister Jean-Pierre Chevenement einen
grenzüberschreitend tätige Cyber-Polizei für sein Land deutlich abgelehnt . Auch
aus Deutschland sind bislang keine Pläne bekannt , eine solche Spezialeinheit
ins Leben zu rufen . Siehe dazu auch in Telepolis : Das Internet ist keine
Spielwiese mehr . Spanier scharf auf Lycos Ein neuer Internet-Riese entsteht :
Wie der staatliche spanische Rundfunk RNE am frühen Abend meldete , plant der
spanische Internet-Anbieter Terra Networks , der zu 66 Prozent der größten
spanischen Telekommunikationsgesellschaft Telefonica gehört , das amerikanische
Internet-Unternehmen Lycos zu übernehmen . Eine offizielle Bekanntgabe soll erst
nach Börsenschluss in den USA erfolgen . Nach der Übernahme wäre das kombinierte
Unternehmen unter den vier weltgrößten Firmen in der Internet-Branche ; Terra
wäre das erste europäische Internet-Unternehmen , das einen großen
US-amerikanischen Anbieter übernimmt . Gewinne machen allerdings beide
Unternehmen noch nicht : In die Gewinnzone werden die Unternehmen wohl erst in
ein paar Jahren kommen . Dass beide Unternehmen in Verhandlungen über eine
Zusammenarbeit stehen , hatte Terra vor ein paar Tagen bestätigt . Allerdings
nannten die Spanier damals nicht das Ziel ihrer Verhandlungen . Die
Terra/Lycos-Fusion kann vielleicht gleich auf einen neuen kompetenten Partner
hoffen : Dem deutschen Mediengiganten Bertelsmann wird Interesse an der
Zusammenarbeit mit Terra/Lycos nachgesagt . Bertelsmann ist derzeit mit etwa 27
Prozent an Lycos Europe beteiligt . Allerdings wollte man bei Bertelsmann zu den
Spekulationen über eine mögliche Beteiligung am neuen spanisch-amerikanischen
Unternehmen nicht Stellung beziehen : " Kein Kommentar . " Kritik an
Internetsteuer nimmt zu Nach Protesten aus der Wirtschaft kritisieren jetzt auch
Datenschützer und der Bund der Steuerzahler ( BdSt ) die geplante Besteuerung
der privaten Internet-Nutzung am Arbeitsplatz . " Die im Telefonkostenerlass
vorgeschriebene vollständige Protokollierung sämtlicher Online-Zugriffe führt zu
einer umfassenden Kontrolle des Informations- und Kommunikationsverhaltens eines
Arbeitnehmers " , sagte der Bundesbeauftragte für den Datenschutz , Joachim
Jacob , dem Handelsblatt . Dies sei rechtlich aber nur bei dringendem Verdacht
eines arbeitsvertraglichen Verstoßes zulässig . Nach der Vorstellung des
Bundesfinanzministeriums sollen von 2001 an unter anderem private
Internet-Aktivitäten am Arbeitsplatz als geldwerter Vorteil versteuert werden .
Trotz vorhergehendem Dementi werde der Erlass unverändert kommen , bestätigte
eine Sprecherin Eichels dem Blatt . In einem Brief Däkes an alle Abgeordneten
heiße es , " das Bundesfinanzministerium hat mit dem Telefonkostenerlass
Vorschriften geschaffen , die an Kompliziertheit kaum zu überbieten sind " .
Siehe zu dem Thema auch den Artikel Bleibt Eichel hart ? Nortel kauft Hersteller
von Breitbandtechnik Der kanadische Hersteller von Telekommunikations- und
Netzwerk-Ausrüstung , Nortel Networks , hat angekündigt , die kalifornische
Firma Sonoma Systems im Zuge eines Aktientausches übernehmen zu wollen . Die
Transaktion muss noch von den zuständigen Aufsichtsbehörden genehmigt werden .
Sie soll im vierten Quartal 2000 abgeschlossen sein . Beide Firmen arbeiten
bereits seit Mitte Mai auf OEM-Basis zusammen : Nortel hat BIADs von Sonoma in
seine Universal-Edge-Geräte integriert . Microsoft-Prozess : US-Regierung drängt
auf schnelles Ende Anwälte des US-amerikanischen Justizministeriums ( DOJ )
haben dem obersten Gerichtshof der USA aufgefordert , das Berufungsverfahren im
Kartellprozess gegen Microsoft direkt an sich zu ziehen . Nach dem
erstinstanzlichen Urteil hatte Richter Thomas Penfield Jackson das Verfahren auf
Antrag der US-Regierung an den obersten Gerichtshof verwiesen . Microsoft hatte
daraufhin gefordert , den Fall zunächst vor dem zuständigen Berufungsgericht des
Distrikts Columbia zu verhandeln , da die Sachlage außerordentlich komplex sei .
Die Regierungsanwälte argumentieren in ihrem 45-seitigen Schriftstück , dass
eine Verhandlung vor dem Berufungsgericht die endgültige Urteilsfindung um Jahre
verzögern könnte , was eine Ewigkeit in der schnelllebigen Computerbranche sei .
Unter Berufung auf Microsofts eigene Einschätzung der Wichtigkeit des Falls
fordern die Anwälte den obersten Gerichtshof auf , schnell für eine endgültige
Entscheidung zu sorgen . " Allein dieses Gericht hat die Autorität und daher
auch die Pflicht sicherzustellen , dass durch eine Verzögerung die öffentlichen
Interessen nicht geschädigt werden und die Gerechtigkeit nicht vernachlässigt
wird " , begründen die Regierungsvertreter ihre Position . Der Microsoft-Fall
sei von " erheblichem nationalen Interesse " und dürfe deshalb in Entsprechung
mit dem Expedition Act direkt in der letzten Instanz verhandelt werden .
Beobachter rechnen damit , dass der oberste Gerichtshof Mitte September
entscheiden wird , ob er den Fall verhandelt oder an das Berufungsgericht
verweist . UMTS-Auktion : Bei sofortigem Ende der Auktion bekäme nur
D2-Mannesmann eine große Lizenz , E-Plus/Hutchison , 3G , MobilCom und T-Mobil
erhielten eine kleine , Viag Interkom würde leer ausgehen . Auch wenn T-Mobil
nur für zwei Frequenzpakete ein Höchstgebot abgegeben hat - ebenso wie
D2-Mannesmann scheint die Mobilfunktochter der Deutschen Telekom weiterhin auf
eine große Lizenz zu spekulieren . Viag Interkom und E-Plus/Hutchison haben
bereits in den letzten Tagen offiziell bekannt gegeben , dass sie nur noch für
eine kleine Lizenz bieten werden . Das Bieterverhalten von MobilCom und 3G
deutet darauf hin , dass auch diese Unternehmen mit einer Lizenz für zwei
Frequenzpakete zufrieden wären . Lediglich D2-Mannesmann und T-Mobil treiben
durch ihre Gebote für eine große Lizenz die Summen weiter in die Höhe . Nach
Meinung vieler Experten steht hinter diesen Geboten weniger die Sorge um nicht
ausreichende Netzkapazitäten , sondern viel mehr der Wille , den Einstieg von
Newcomern in das deutsche Mobilfunkgeschäft zu verhindern . Der Stand nach der
160. Runde ist höchstwahrscheinlich nicht der Endstand . Online-Broker Consors
steigert Kundenzahl Der Internet-Wertpapierhändler Consors hat im dritten
Quartal weiter zugelegt . Nach eigenen Angaben konnte der Discout-Broker über
50.000 neue Kunden gewinnen . Consors führt das auf das derzeit schlechte
Börsenklima zurück . Im Vergleich zum Vorjahreseitraum sei das eine Steigerung
um 176 Prozent . Damit ist Consors nach eigenen Angaben weiterhin der führende
Online-Broker in Deutschland und Europa . Die Consors-Gruppe betreue inzwischen
rund 499.500 Kunden , das entspreche einem Zuwachs von 215 Prozent über das Jahr
. " Besonders erfreulich " habe sich das Fondsvolumen entwickelt , das sich mehr
als verfünffachte . Angaben zur Bilanzsumme sowie zu Gewinnen oder Verlusten
machte das Unternehmen nicht . Hintergrund : Die Spendierhosen Microsofts Hielt
sich der Softwarekonzern Microsoft noch Mitte der neunziger Jahre mit Geld- und
Sachspenden an politische Institutionen und Organisationen stark zurück , so ist
er in den letzten Jahren zu einem der größten Spender in der US-amerikanischen
Politik avanciert . Dass der damals noch vollständig unter der Fuchtel von Bill
Gates stehende Konzern gerade im Jahr 1997 die Spendierhosen anzog , ist kein
Zufall : 1997 begannen die von der US-Regierung angestrengten Kartellverfahren
gegen den Redmonder Software-Giganten . Nach einer Untersuchung der
Bürgerrechtsorganisation Common Cause ist Microsoft mit seinen Spenden an
politische Initiativen und Lobbygruppen sowie an politische Parteien und
einzelne Politiker , so genanntem " Soft money " , zwischen dem 1. Januar 1999
und dem 30 Juni 2000 bereits auf Platz fünf der geberfreudigen Unternehmen und
Organisationen vorgerückt . Spendete Microsoft in der Legislaturperiode
1991/1992 nur 18.750 US-Dollar , so waren es 1993/1994 42.741 US-Dollar und
1995/1996 schon 120.500 US-Dollar . In der laufenden Periode 1999/2000 hat der
Software-Hersteller bereits 2,3 Millionen springen lassen . Mehr als Microsoft
geben beispielsweise der Tabakkonzern Philip Morris und der
Telekommunikationskonzern AT&T . Scott Harshbarger , Präsident von Common Cause
, kommentierte den Sinneswandel Microsofts mit den Worten , dass der
Software-Gigant nun auch ein " Soft-money-Gigant " sei . Unternehmen und von
ihnen unterstützte Lobbygruppen haben aber natürlich ein Interesse daran , mit
ihren Spenden Personalentscheidungen in der Politik zu beeinflussen . So laufen
dann Werbekampagnen zugunsten bestimmter Personen oftmals nicht im Namen einer
Partei , sondern im Namen einer Lobbygruppe . Jüngstes Beispiel ist der
Senatorenwahlkampf im US-Bundesstaat Michigan . Dort tritt gegen Senator Spencer
Abraham von den Republikanern die demokratische Herausforderin Debbie Stabenow
an . Stabenow wendet sich beispielsweise gegen einen Plan der Republikaner , die
Befreiung von der Erbschaftssteuer zu erleichtern . Die Michigan Chamber of
Commerce , eine Art Handelskammer , prangerte diese Haltung in einer
Werbekampagne als wirtschaftsfeindlich an . Insider meinen zu wissen , dass
Microsoft im August der Handelskammer in Michigan 250.000 US-Dollar zusteckte
und mittlerweile noch weitere Gelder hat fließen lassen . Senator Abrahams
Wiederwahl ist für die Republikaner sehr wichtig . Mehrheitsführer Trent Lott ,
der im Kartellprozess gegen Microsoft für den Softwarekonzern Partei ergriffen
hatte , soll unter anderem den Windows-Hersteller bedrängt haben , seinen
Parteifreund zu unterstützen . Auch als Vorsitzender des Unterausschusses für
Einwanderung ist Abraham für High-Tech-Unternehmen wichtig : Die kürzlich
verabschiedete Genehmigung , 50.000 Greencards auszustellen , geht nicht zuletzt
auf die Arbeit von Abraham zurück . Aber auch Stabenow steht nicht allein da :
Während Republikaner vor allem von der Industrie unterstützt werden , können
sich Demokraten über großzügige Spenden der amerikanischen Gewerkschaften freuen
. Nach der Aussage von Microsoft-Sprecher Rick Miller unterstützt der Konzern
die Parteien nach einer 60/40-Strategie : " 60 Prozent für die Mehrheitspartei ,
40 Prozent für die Minderheit . " Vor allem in letzter Zeit gibt Microsoft
verstärkt auch an Demokraten Geldspenden - was sicherlich nicht zuletzt mit dem
Kopf-an-Kopf-Rennen im US-Präsidentschaftswahlkampf zu tun hat . Nur auf das
falsche Pferd gesetzt zu haben , will sich auch Microsoft nicht leisten .
Während sich der Konzern erklärterweise eine republikanisch geführten Regierung
unter George Bush jr. wünscht , unterhält er auch Kontakte zu dem Wahlkampfteam
des US-Vizepräsidenten und demokratischen Präsidentschaftskandidaten Al Gore .
Allerdings ruft die Verquickung von Industrie und Politik auch in den USA
zunehmend Unmut hervor - und zwar auch aus Wirtschaftskreisen . Nach Aussage
Harshbargers gehören zu den Kritikern eines zu einflussreichen Lobbyings auch
die Investorlegende Warren Buffett und industrienahe Verbände wie die Campaign
for America und das Committee for Economic Development ( CED ) . Microsofts
Versuche der Einflussnahme könnten dann " so obsolet gemacht werden wie Windows
95 " . US-Kongress befürwortet Web-Filter Der US-amerikanische Kongress hat
einen Gesetzentwurf vorbereitet , der Schulen und öffentliche Bibliotheken mit
Internetanschluss dazu bringen soll , Filter-Software einzusetzen . Die
Abgeordneten von Repräsentantenhaus und Senat stimmten einer Vorlage (
S.AMDT.3610 zu HR 4577 ) vom republikanischen Senator John McCain zu , in der
die staatliche Unterstützung des Internetzugangs von Schulen und Bibliotheken
von dem Nachweis abhängig gemacht wird , dass eine Filter-Software eingesetzt
wird . Der so genannte " Children's Internet Protection Act " ist Bestandteil
eines Haushaltsgesetzes des Ministeriums für Arbeit , Gesundheit , Bildung und
verwandte Themen und soll bis Ende September des nächsten Jahres gelten .
Beobachter rechnen damit , dass das Gesetz noch in dieser Woche in Kraft treten
wird . Das Gesetz fordert von der eingesetzten Filter-Software , dass bei
Computern in Schulen der Zugriff auf " obszönes " und kinderpornografisches
Material geblockt werden soll . In Bibliotheken soll der Zugriff auf
kinderpornografisches Material generell unmöglich gemacht werden , der Zugriff
auf " obszönes " und anderes " für minderjährige ungeeignetes " Material soll
nur für Erwachsene möglich sein . Kann eine Schule oder eine Bibliothek den
erforderlichen Nachweis nicht erbringen , verliert sie staatliche Gelder für die
Unterhaltung der Internetzugänge . Während die Unterstützer des Filter-Gesetzes
die Öffentlichkeit hinter sich wähnen , hat sich eine bunte Koalition des
Widerstandes gegen das Gesetz gebildet , der unter anderem die American Civil
Liberties Union ( ACLU ) , die American Library Association ( ALA ) und
Vertreter der Internet-Industrie zuzurechnen sind . Verantwortlichkeit
impliziere Wahlmöglichkeiten , aber ein Abblocken mache aber jegliche Wahl
unmöglich - damit ist in den USA die Einführung von Internet-Filtern einer
Kritik ausgesetzt , die der analog ist , die bei der Vorstellung der
Filter-Software der Internet Content Rating Association ( ICRA ) in Deutschland
geäußert wurde . Die Regierung von Bill Clinton hat sich bislang gegen den
obligatorischen Einsatz von Internet-Filter ausgesprochen . Zwar könnte Clinton
mit seinem Veto das Gesetz verhindern . Dies ist deshalb aber unwahrscheinlich ,
weil der Children's Internet Protection Act nur ein Titel in einem sehr
umfassenden Gesetzeswerk ist . AOL und Time Warner verhandeln mit US-Providern
Die fusionswilligen Unternehmen AOL und Time Warner haben die Hoffnung auf eine
Genehmigung des Zusammenschlusses immer noch nicht aufgegeben . Wie die
Washington Post berichtet , verhandeln sie mit dem zweit- und dem drittgrößten
Internet Service Provider ( ISP ) der USA über die Öffnung des
Breitband-Kabelnetzes von Time Warner , damit die beiden AOL-Konkurrenten eigene
Internet-Dienstleistungen über dieses Netz anbieten können . Wie das Blatt
schreibt , gibt es in der US-Regulierungsbehörde Federal Trade Commission ( FTC
) den Wunsch , vor Entscheidung über die Genehmigung der Fusion einen Vertrag
mit einem ISP zu begutachten . Die Verhandlung mit Juno , der Nummer drei unter
den US-ISPs , sind offensichtlich schon recht weit gediehen . Juno-Chef Charles
Ardai sagte der Post , dass ein umfangreiches Vertragswerk kurz vor der
Unterzeichnung stehe . Allerdings seien noch einige wichtige Fragen
unbeantwortet , beispielsweise ob Time Warner AOL bessere Konditionen als Juno
und anderen ISPs anbieten wird und ob Juno umfangreiche Investitionen in
Hardware tätigen muss , um an das Time-Warner-Netz angeschlossen werden zu
können . Auch mit EarthLink , dem zweitgrößten US-Provider , steht Time Warner
in Verhandlungen , und zwar schon seit einiger Zeit . EarthLink hatte Anfang
Oktober Time Warner vorgeworfen , den Zugang zu seinem Kabelnetz nur zu unfairer
Konditionen zu erlauben : Wollte EarthLink das Kabelnetz nutzen , so hätte der
ISP einen Großteil der Zugangsgebühren und einen Teil des durch E-Commerce und
andere Angebote erzeugten Umsatzes an Time Warner abführen müssen . Daraufhin
hatte Time Warner beschwichtigend reagiert und alle angebotenen Konditionen als
verhandelbar erklärt . Wie jetzt von dem Provider verlautete , soll Time Warner
mittlerweile ein besseres Angebot gemacht haben . Die FTC hat AOL und Time
Warner noch einmal eine Frist bis Ende November gesetzt , um die Auflagen der
FTC zu erfüllen . Zwar sind diese nicht genau bekannt , aber auf jeden Fall ist
die Öffnung des Kabelnetzes , über die Time Warner mit den ISPs verhandelt ,
eine notwendige Bedingung für die Genehmigung der Fusion . Man spekuliert
ebenfalls darüber , dass die FTC verlangt habe , die Internet-Dienstleistungen
eines AOL-Konkurrenten vor den AOL-Diensten über das Netz von Time Warner
anzubieten . Sollte die FTC die Fusion genehmigen , müsste noch die Federal
Communications Commission ( FCC ) ihr Placet geben . Sollten sich die
Fusionsbedingungen nach einer eventuellen Genehmigung durch die FTC wesentlich
von den ursprünglich vorgelegten Plänen unterscheiden , könnte die FCC noch
einmal eine öffentliche Beschwerdefrist gegen die Fusion von einem Monat
anordnen . Das wiederum würde aber eine Überschreitung der von AOL und Time
Warner selbst gesetzten Deadline ( 21. Dezember ) für die Durchführung der
Fusion bedeuten . AT&T plant Spin-Off von Liberty Media Der
US-Telekommunikationskonzern AT&T hat am gestrigen Mittwoch den Plan bekannt
gegeben , seine Tochtergesellschaft Liberty Media vollständig aus dem Konzern
auszugliedern und als unabhängige Gesellschaft im zweiten Quartal 2001 an die
Börse zu bringen . Liberty Media war 1998 als Tochtergesellschaft des
Kabelnetzbetreibers TeleCommunications ( TCI ) an AT&T gegangen , als der
Telefonkonzern TCI übernahm und sich damit auf den Weg zum größten Kabelanbieter
der USA machte . Durch die Übernahme von MediaOne ein Jahr später war dieses
Ziel erreicht . MediaOne hält aber auch 25,5 Prozent an Time Warner
Entertainment ( TWE ) . In dieser zum Time-Warner-Konzern gehörenden
Gesellschaft sind die meisten Kabelgesellschaften des Medienkonzern
zusammengefaßt . Damit schoss AT&T über das Ziel hinaus : Nach dieser
Akquisition hatte der Konzern nämlich einen Marktanteil von 42 Prozent im
TV-Kabel-Bereich , die Regulierungsbehörde Federal Communications Commission (
FCC ) erlaubt aber nur einen Marktanteil von höchsten 30 Prozent . Eine von der
FCC zur Auswahl gestellte Maßnahme war die Trennung von Liberty Media . Liberty
Media ist nun kein Kabelbetreiber , sondern eine Firma , die Programminhalte
herstellt . Und deshalb wurde AT&T von der FCC der Anteil an TWE so angerechnet
, dass AT&T über die 30-Prozent-Grenze im TV-Kabelmarkt kam . Verkauft AT&T
Liberty Media , wäre der Einfluss des Telefonkonzerns auf TWE nicht mehr so groß
, dass die FCC die Marktanteile AT&T zuschlagen würde ; AT&T käme dann unter die
30-Prozent-Grenze . Ob die Telekommunikationsgesellschaft aber wirklich den
Verkauf von Liberty Media nutzt , um den FCC-Auflagen zu genügen , ist noch
nicht klar . AT&T hat sich dazu noch nicht eindeutig geäußert . Klar ist
vielmehr , dass der Konzern seinen Anteil an TWE an Time Warner verkaufen will ,
allerdings ist Time Warner bislang nicht bereit , den von AT&T geforderten Preis
zu zahlen . Auch versucht AT&T , die 30-Prozent-Grenze generell zu kippen . Der
Spin-Off von Liberty Media scheint aber auch unabhängig von den Auswirkungen auf
die anhängigen Regulierungsverfahren beschlossene Sache zu sein . Einerseits
steht er in Einklang mit der kürzlich angekündigten Aufsplittung und
strategischen Neuausrichtung von AT&T , andererseits munkelt man , dass die
Zusammenarbeit zwischen AT&T und John Malone , dem Chef von Liberty Media ,
nicht gut geklappt hat . Schließlich würde der Börsengang der Programmfirma auch
den Finanzen des Telefonriesen zu Gute kommen . AT&Ts Marktkapitalisierung
schrumpft seit Monaten , die Schulden steigen und das Kreditrating wird auch
immer schlechter . Durch den Spin-Off könnte AT&T diesem Abwärtstrend zumindest
ein wenig entgegenwirken . Besonders attraktiv ist er zudem , da er sogar
steuerfrei über die Bühne gebracht werden kann . Steigende Zahl von
Internet-Straftaten Die Zahl der registrierten Internet-Straftaten ist in
Brandenburg dramatisch angestiegen . Während 1998 nur 26 Fälle bekannt wurden ,
stellten die Ermittler im vergangenen Jahr bereits 167 und bis Mitte Oktober
dieses Jahres sogar 243 Straftaten unter Nutzung des Internets fest , teilte
Innenminister Jörg Schönbohm in Potsdam mit . Angaben über die Anzahl der
verurteilten Täter konnte Schönbohm nicht machen . Die Statistik gebe auch keine
Auskunft über die Art der Straftaten . Nach Angaben von
Innenministeriumssprecher Heiko Homburg erklärt sich der deutliche Anstieg der
Internet-Kriminalität durch die immer stärker verbreitete Nutzung dieses Mediums
. Auch kämen immer mehr Hinweise aus der Bevölkerung auf Straftaten im Internet
, wodurch diese Delikte stärker ins Blickfeld der Ermittler rücken . " Eine
Dunkelziffer ist bei der Zahl der Delikte nicht auszuschließen " , sagte Homburg
der dpa . Die Verfolgung von Straftaten im Internet gestaltet sich laut
Schönbohm schwierig . Vor allem bei Nutzung eines ausländischen Providers , über
den allein die E-Mail-Adressen der Nutzer zu ermitteln sind , könnten Täter nur
schwer festgestellt werden . Zudem werde die Arbeit dadurch erschwert , dass
einige Provider , Online-Dienste und privat betriebene Server die Möglichkeit
bieten , Nachrichten zu anonymisieren . Nach Angaben des Innenministers
recherchiert die brandenburgische Polizei im Internet , um Straftaten zu
ermitteln . Bei den Staatsanwaltschaften des Landes gebe es bisher keine
gezielten Prüfungen des Internets zur Ermittlung von Delikten . Schönbohm
zufolge ist die Beobachtung des Internets mit einem sehr hohen personellen und
materiellen Aufwand verbunden ; deshalb gingen Bund und Länder dabei koordiniert
vor . Die Aufgabe für so genannte anlassunabhängige Recherchen zur Feststellung
von Straftaten unter Nutzung des Internets obliege dem Bundeskriminalamt . Bei
der Zentralstelle für solche Recherchen seien 20 Mitarbeiter beschäftigt . In
Brandenburg würden die personellen und materiellen Bedingungen schrittweise dem
zu erwartenden Anstieg einschlägiger Delikte angepasst . Zeitschriftenverleger
suchen Geld im Internet Der Verleger und Präsident des Verbandes der deutschen
Zeitschriftenverleger ( ZDV ) , Hubert Burda , hat heute auf der Jahrestagung
seines Verbandes in Berlin das Internet als " historische Herausforderung " für
die Printmedien bezeichnet . Diese müssten neue Geschäftsmodelle entwickeln ,
mit denen sie auch im Internet Geld verdienen könnten . " Das alte
Geschäftsmodell , nach dem wir Geld bekommen für das , was wir anbieten , ist
vorbei " , sagte Burda mit Blick auf die kostenlose Online-Angebote von
Zeitungen und Zeitschriften . Eine Chance zum Geldverdienen sieht er vor allem
im Anzeigengeschäft . Burda begrüßte auf der Tagung , bei der auch Bundeskanzler
Gerhard Schröder anwesend war , das Urteil des Europäischen Gerichtshof gegen
das Verbot von Werbung für Tabakprodukte und dankte der Bundesregierung für ihr
diesbezügliches Engagement . Auch die Unterstützung des Bundes für die wachsende
Internet-Branche sieht der VDZ-Präsident sehr positiv . Allerdings warnte Burda
vor der Gefahr , dass das Wachstum der jungen Startups durch zu viel Bürokratie
gehemmt werde . Die Bundesregierung müsse solche Unternehmen von den Hemmnissen
der Bürokratie " entfesseln " . Seinen Verband forderte Burda auf , in Zukunft
auch publizistisch tätigte Internet-Unternehmen aufzunehmen . Neue
Copyright-Klage gegen MP3.com Der Internet-Musik-Dienst MP3.com sieht sich schon
wieder mit einer Copyright-Klage konfrontiert : Die Klage kommt nur zwei Tage
nach der Bekanntgabe der außergerichtlichen Einigung zwischen MP3.com und der
Universal Music Group , dem weltgrößten Musik-Konzern . Die Börse goutierte die
Beendigung der gerichtlichen Auseinandersetzungen mit einer Kursexplosion :
Gestern legte MP3.com an der Nasdaq 54 Prozent zu und schloss bei 6,19 US-Dollar
. Auch heute setzte sich der Aufwärtstrend fort : Offensichtlich sehen die
Anleger in der jetzt eingereichten Sammelklage keine große Gefahr für das
Unternehmen , das übrigens gestern ankündigte , seinen Dienst My.MP3.com in
Zukunft kostenpflichtig zu machen . Sehr deutlich ist jedenfalls das Bestreben
der neuen Kläger , auch etwas vom Schadensersatz-Kuchen abzubekommen . Und
zumindest im Prinzip müssten die Aussichten auch gut sein : Schließlich hat ein
US-Gericht in dem von den großen Musik-Konzernen angestrengten Verfahren MP3.com
bereits für schuldig befunden . HP-Chef räumt Vorstandssessel An der Spitze der
Hewlett-Packard GmbH ( HP ) ist eine Veränderung geplant : Wie das Böblinger
Unternehmen heute mitteilte , wird der derzeitige Geschäftsführungsvorsitzende ,
Jörg Menno Harms , diesen Posten zum 30. April 2000 räumen . Als Grund für
seinen Rücktritt gibt HP Altersgründe an . Der 60jährige bleibt HP allerdings
erhalten ; ab 1.Mai tritt er sein Amt als Aufsichtsratsvorsitzender an . Wer
Harms' Posten in der Geschäftsführung übernimmt , steht noch nicht fest .
Prognose : Millennium trübt IBM- und Compaq-Bilanz Die Angst der Kunden vor dem
Jahr-2000-Bug hat Analysten zufolge weitaus geringere Auswirkungen auf die
Bilanzen der Computerhersteller als erwartet . Börsenexperten rechnen im vierten
Quartal 1999 mit deutlich weniger Rekord-Ergebnissen , allerdings auch mit
keinen signifikanten Einbrüchen . Beobachter hatten geargwöhnt , viele Kunden
würden den Kauf neuer Rechner aus Angst vor möglichen Computerproblemen auf das
Jahr 2000 verschieben . HP und Sun konnten dagegen leicht zulegen . Die
Steigerung bei Sun sei auf einer Veränderung des Gratifikationssystems für die
Verkäufer zurückzuführen . Durch stärkere Motivation der Mitarbeiter hatte Sun
versucht , den für Dezember erwarteten Umsatzrückgang am Beginn des Quartals zu
kompensieren . Suns Strategie hatte offensichtlich mehr Erfolg als erhofft :
Nach gutem Geschäft im Oktober und November ging die Nachfrage entgegen den
Erwartungen auch im Dezember nicht zurück . Bertelsmann steigt bei AOL Europe
aus Der Gütersloher Medienkonzern Bertelsmann hat dem weltgrößten Online-Dienst
America Online die Option eingeräumt , seine Anteile an AOL Europe zu erwerben .
Bislang waren Bertelsmann und AOL jeweils zu 50 Prozent an dem europäischen
Online-Dienst beteiligt . Die Kaufoption gilt auch für Bertelsmanns Anteile an
AOL Australien : Sie sollen unmittelbar auf America Online übergehen können .
Damit würde der Medienkonzern sein Eigenkapital auf einen Schlag verdreifachen .
AOL und Bertelsmann haben weiterhin vereinbart , dass AOL den Medienkonzern auf
Jahre hinaus weltweit als " bevorzugten Anbieter " für Inhalte und E-Commerce
festschreibt . Er wird also über AOL , CompuServe und Netscape Online seine
Produkte und Inhalte anbieten können . Im Gegenzug öffnet Bertelsmann dem
Online-Dienst alle seine Marketing- und Vertriebskanäle . Mehr zum Ausstieg von
Bertelsmann bei AOL Europe im Hintergrundbericht " Hassliebe zwischen
Bertelsmann und AOL " . Hassliebe zwischen Bertelsmann und AOL Jetzt steht es
fest : AOL Europe geht an America Online , Bertelsmann beschränkt seine
Internetaktivitäten auf E-Commerce sowie Content-Providing und setzt dabei
verstärkt auf eine strategische Partnerschaft mit dem amerikanischen
Online-Dienst . Damit ist ein seit mehreren Monaten andauerndes Rätselraten um
die Zukunft des zu gleichen Teilen von Bertelsmann und AOL gehaltenen AOL Europe
beendet . Das Rätselraten um die Internetstrategie des deutschen Medienkonzens
dauert aber an . Seit der Ankündigung von America Online , mit der
Time-Warner-Gruppe fusionieren zu wollen , war es fraglich , ob AOL und
Bertelsmann noch lange gleichberechtigte Partner im Joint-Venture AOL Europe
bleiben würden . Unmittelbar nach Ankündigung gab Bertelsmann-Chef Thomas
Middelhoff seinen Rückzug aus dem Board von AOL bekannt . Einige Tage später
kündigte er an , dass der Auftritt als Internet-Service-Provider nicht mehr zum
Kerngeschäft des Medienkonzerns gehöre . Zwar trat er auch gleich Gerüchten
entgegen , er wolle Bertelsmanns Anteile an AOL Europe verkaufen , über den
Mangel an potenten Interessenten konnte er sich aber zu keinem Zeitpunkt
beklagen . Zunächst handelte man Mannesmann als potentiellen Käufer . Der
Düsseldorfer Konzern erhoffte sich durch die Akquisition des Online-Diensts eine
Stärkung seiner Position im Abwehrkampf gegen die Übernahme durch den britischen
Mobilfunkanbieter Vodafone AirTouch . Allerdings kam der Deal nicht zustande .
Nachdem dann Vodafone und der französische Mischkonzern Vivendi eine
Internet-Allianz geschmiedet hatten , zeigte dieses Joint-Venture Interesse an
AOL Europe . Seinen Besitzer wechselte er trotzdem nicht . Schließlich kündigte
AOL-Chef Steve Case sein Begehren an , AOL Europe allein zu kontrollieren .
Nicht zuletzt aufgrund des guten persönlichen Verhältnisses zwischen Case und
Middelhoff sprach viel für diese Verkaufsvariante . Als die beiden Chefs
zusammen mit Bob Pittman , Präsident von AOL und damit zweiter Mann hinter Case
, ihre Vereinbarung bekanntgaben , waren sie auch wieder voll des Lobs
füreinander und hofften auf eine weitere Vertiefung ihrer freundschaflichen
Beziehungen - über Verlierer und Gewinner sprachen sie natürlich nicht . Das
kann aber nicht darüber hinwegtäuschen , dass die letzten Monate sicherlich
nicht im Sinne Middelhoffs verlaufen sind . Mit der Time-Warner-Gruppe hat sich
AOL einen der schärfsten internationalen Konkurrenten von Bertelsmann ins Boot
geholt . Konnte Bertelsmann vor dem Deal noch darauf hoffen , zum exklusiven
Content-Provider für AOL zu avancieren , so mussten die Gütersloher diese
Hoffnung nach Bekanntwerden der Fusion aufgeben . Auch den Plan , zur weltweiten
Nummer eins auf dem Musikmarkt aufzusteigen , konnte Bertelsmann vorerst
begraben , als Time-Warner EMI kaufte - just auf dieses Label hatte auch
Middelhoff einen begehrlichen Blick geworfen . Warum Bertelsmann aber eigentlich
aus dem europäischen Online-Dienst aussteigt , machen auch die wortreichen
Erklärungen des Bertelsmann-Chefs nicht ganz deutlich . Es mag eine strategische
Entscheidung sein , nicht selbst als Internet-Service-Provider aufzutreten -
aber was liegt näher , um sich erstklassig im Internet zu positionieren , als
seine eigenen Zugangskanäle zu sichern und zu verbreitern ? Ein Verkauf
derselben scheint da eher fern zu liegen . Auch eine Auflösung der Verstrickung
mit AOL strebt Middelhoff offensichtlich nicht an : Er hätte sich sonst nicht
für die strategische Partnerschaft mit AOL entschieden , sondern mehr auf die
schließlich auch nicht ganz zu verachtenden eigenen Internet-Marken vertraut .
Einige Beobachter sind der Ansicht , dass Bertelsmann Geld für weitere
Internet-Investitionen braucht . Bis dahin kann sich die Internet-Welt schon
wieder völlig gewandelt haben . Vermutlich ist die Konkurrenz mit der
Time-Warner-Gruppe die treibende Kraft . Eindeutiger Gewinner bei der ganzen
Transaktion ist Steve Case : In Zukunft kontrolliert er AOL Europe und AOL
Australia allein und kann über alle Bertelsmann-Kanäle für sich werben . In
Deutschland bedeutet das eine deutliche Verbesserung der eigenen Position beim
Versuch , gegen den hierzulande dominierenden Online-Dienst der Deutschen
Telekom Boden gut zu machen . Fraunhofer-Gesellschaft und GMD zur Fusion
verdonnert In das Gerangel um die Fusion von Fraunhofer-Gesellschaft ( FhG ) und
GMD hat sich gestern das Forschungsministerium eingeschaltet und die
Leitungsgremien von FhG und GMD zur Krisensitzung nach Berlin bestellt .
Gemeinsam sei man zu dem Entschluss gekommen , an den Fusionsplänen festzuhalten
. Für große Verwirrung hatte eine am Mittwoch abgefasste gemeinsame Erklärung
von Geschäftsführung , Institutsleitern und Wissenschaftlich-Technischem Rat der
GMD gesorgt , in der die Fusion nach den Vorgaben der FhG abgelehnt wurde .
Eckart Curtius vom Forschungsministerium stellte gegenüber c't aber klar : Die
Bundesregierung habe den Entschluss gefasst , zwei von ihr unterhaltene
Einrichtungen zusammenzulegen , also lege man die beiden Einrichtungen zusammen
. Die Vorstände hätten dabei nur organisierende und ausführende Funktion . Er
zeigte sich zuversichtlich , dass sie auf den entscheidenden Gremiensitzungen im
April einen praktikablen Fusionsplan vorlegen könnten . CeBIT Home kein
Auslaufmodell Die CeBIT Home findet seit 1996 im Wechsel mit der Internationalen
Funkausstellung in Berlin alle zwei Jahre statt . War 1996 und 1998 Hannover der
Veranstaltungsort , so weicht die Messe in diesem Jahr wegen der Expo nach
Leipzig aus . Anders als auf der CeBIT stellen auf der CeBIT Home vor allem
Hersteller von Produkten für Heimanwender aus . Gegenüber c't bestätigte Inga
Buß von der Deutschen Messe AG zwar , dass einige wichtige Firmen aus dem
Spielebereich nicht auf der Messe ausstellen werden , schätzte aber insgesamt
das Interesse von Aussteller- und Besucherseite an der CeBIT Home in diesem Jahr
genauso groß ein wie vor zwei Jahren . Damals stellten rund 500 Firmen ihre
Produkte aus , rund 200.000 Besucher frequentierten die Messe . Inga Buß wies
darauf hin , dass der thematische Schwerpunkt der Messe in diesem Jahr das
Internet sei . Entsprechend des Mottos " The World Online " der CeBIT Home
präsentiere man in einer besonderen Halle Angebote , Dienstleistungen und
Inhalte rund um das WWW . In der so genannten futurecomlounge sollen die
Produktpräsentationen aber nicht in gewohnter Messeatmosphäre stattfinden ,
sondern sie sollen in ein multimediales Entertainmentprogramm eingebunden werden
. Die von manche Ausstellern geäußerte Kritik am Messestandort Leipzig kann Buß
nicht nachvollziehen . Einerseits sei Leipzig eine sehr moderne Messestadt mit
großem Einzugsbereich und in Bezug auf Messen nicht übersättigtem Publikum ,
andererseits hätten die Aussteller selbst für Leipzig votiert : Die Messe AG
habe ihnen als Veranstaltungsort Leipzig und Nürnberg vorgeschlagen , eine
Umfrage habe eine Mehrheit für Leipzig ergeben . Ob die CeBIT Home auch in
Zukunft in Leipzig stattfinden werde , wolle man aber erst nach der diesjährigen
Ausstellung entscheiden . IT-Verband springt für Microsoft in die Bresche Im
Kampf gegen seine Spaltung erhält Microsoft jetzt Unterstützung von der
Association for Competitive Technology ( ACT ) . Dieser Verband versteht sich
vor allem als Vertretung der kleineren und mittelgroßen Unternehmen aus der
IT-Branche . Aber auch große Konzerne gehören der ACT an , unter anderem
Microsoft selbst . In einer Eingabe an das Gericht des Bezirks Columbia , vor
dem das Monopol-Verfahren gegen Microsoft ausgetragen wird , fordert die ACT ,
dass in dem Verfahren auch die von einer Aufspaltung Microsofts betroffenen
Unternehmen angehört werden . Die ACT befürchtet , dass eine Aufspaltung von
Microsoft in eine Windows- und eine Anwendungs-Firma mit beträchtlichen Kosten
für Dritte verbunden wäre : Diese Kosten drohten vor allem dadurch zu entstehen
, dass sich der Windows-Standard nach einer Zerschlagung von Microsoft auflösen
würde und die Unternehmen folglich viel Geld in die Anpassung ihrer Produkte an
neue Plattformen investieren müssten . Letztlich würde die Aufteilung dazu
führen , dass die Konsumenten weniger Produkte zur Auswahl hätten und höhere
Preise für die Software zahlen müssten . ACT-Präsident Jonathan Zuck fordert
deshalb , dass vor der Festlegung des Strafmaßes die Unternehmen gehört werden ,
die unter der vom US-amerikanischen Justizministerium favorisierten Strafe zu
leiden hätten . Er bezweifelt , dass die vorgeschlagene Strafe dem Ziel dienen
kann , den Wettbewerb zu stärken . " Bislang war der Fall ein Kampf der Titanen
" , sagte Zuck . " Es ist jetzt höchste Zeit , dass alle Beteiligten einen
Eindruck davon bekommen , welche Auswirkungen der extreme Vorschlag der
Regierung auf die Unternehmen hätte , die schuldlos darunter zu leiden hätten .
" Deutsche Telekom steigert Gewinn - oder auch nicht ... Allerdings resultiert
die Gewinnsteigerung fast vollständig aus dem Verkauf der Telekom-Anteile an dem
mit der amerikanischen Sprint und der France Telecom betriebenen
Gemeinschaftsunternehmen Global One . Aber auch hier lohnt ein genauerer Blick
auf die nackten Zahlen : Ohne die Einbeziehung dieser Firmen stieg der Umsatz
gegenüber dem Vorjahresquartal nur um 4,3 Prozent . Die Telekom führt dies vor
allem auf die gestiegenen Kosten der Kundenakquisition und Gebührengeschenke für
neue Kunden zurück . Besondere Einnahmen erwartet die Telekom im Laufe des
Jahres aus weiteren Verkäufen von Mehrheitsbeteiligungen an den
Breitbandkabelnetzen , allerdings wird die geplante Konzernumstrukturierung die
durch diese Verkäufe erzielten Gewinne teilweise wieder auffressen . Auch eine
weitere Expansion in das europäische und transatlantische Ausland wird die
Konzernbilanz belasten . Im Blick auf den Konkurrenten AOL kündigte Konzernchef
Ron Sommer auch gleich eine neue Runde im Kampf um die meisten Kunden im
Internet an . Außerdem werde die Telekom zur Jahresmitte eine T-DSL-Flatrate von
deutlich unter 100 Mark monatlich einführen . G8-Konferenz uneins über "
Cyber-Polizei " Mit einem Appell für eine stärkere Kooperation zwischen Behörden
und Computer-Unternehmen ist heute in Paris die dreitägige G8-Konferenz zur
Bekämpfung von Verbrechen im Internet zu Ende gegangen . Bei der ersten großen
internationalen Konferenz zur Bekämpfung von Computer-Verbrechen hatten
Vertreter aus Wirtschaft , Politik und Verwaltung seit Montag eine gemeinsame
Strategie erarbeiten wollen . Dabei waren jedoch Unstimmigkeiten zwischen
Europäern und US-Amerikanern aufgetreten : Während sich die Vertreter der USA
für eine spezielle " Cyber-Polizei " aussprachen , betonten die Europäer den
Schutz des Privatlebens und wollen die Computer-Kriminalität mit bestehenden
Gesetzen bekämpfen . Die Ergebnisse des Treffens sollen Ende Juli den Staats-
und Regierungschefs der G8-Gruppe bei deren nächsten Treffen auf der japanischen
Insel Okinawa vorgelegt werden . WAZ und Libro bündeln Online-Angebote Die
Zeitungsgruppe WAZ ( Westdeutsche Allgemeine Zeitung ) und das österreichische
Medienunternehmen Libro haben eine Zusammenarbeit für den Online-Bereich im
deutschsprachigen Raum vereinbart . In der von beiden Seiten unterzeichneten
Absichtserklärung bekundet die WAZ ihren Willen , eine Sperrminorität von 25,01
Prozent bei Libros E-Commerce-Portal und Free-Mail-Anbieter Lion.cc und 10
Prozent der Anteile von Libro selbst zu erwerben . Die Anteile an Libro werde
die WAZ außerbörslich vom Eigentümerkonsortium unter der Führung der
Unternehmens Invest AG , hinter der die Deutsche Bank steht , erwerben . Nach
Veröffentlichung der Vereinbarung setzte die Wiener Börse das Wertpapier von
Libro zwischenzeitlich vom Handel aus . Zusammen hätten Lion.cc und Cityweb rund
120.000 registrierte Benutzer , teilte Libro mit . Die E-Commerce-Aktivitäten
über das erweiterte Online-Angebot Lion.cc soll Libro abwickeln . Zusammen wolle
man Lion.cc in die Gruppe der fünf größten deutschsprachigen Internet-Portale
führen . Für den Online-Bereich ist eine enge Zusammenarbeit zwischen den
Zeitungsredaktionen der WAZ-Gruppe und von Lion.cc vorgesehen . Lion.cc soll in
Kürze an die Börse gebracht werden . Der Online-Medienhändler hatte zuletzt von
sich Reden gemacht , als er ankündigte , sich trotz bilateraler Vereinbarungen
zwischen Deutschland und Österreich nicht mehr an die Buchpreisbindung halten zu
wollen . Dieser Schritt hatte zu einem großen Proteststurm bei Buchhändlern und
Verlegern geführt ; die deutschen Verleger drohten damit , Lion.cc zu
boykottieren . Patententscheidungen sichern Einnahmequellen für Qualcomm
Qualcomm kann sich weiterhin auf hohe Summen an Lizenzgebühren freuen : Das auf
drahtlose Kommunikation spezialisierte Unternehmen teilte heute mit , dass das
japanische und das europäische Patentamt die Gültigkeit von drei Patenten zum
Code Division Multiple Access (CDMA)-Verfahren bestätigt hat . CDMA ist ein
Übertragungsverfahren , das in der nächten Mobilfunkfunkgeneration UMTS
eingesetzt werden soll . Beim derzeitigen Mobilfunkstandard GSM kommen die
Übertragungsverfahren Frequency Division Multipel Access ( FDMA ) und Time
Divison Multiple Access ( TDMA ) zum Einsatz . Die Entscheidung des japanischen
Patentamts bezieht sich auf das ursprüngliche CDMA-Patent , das Qualcomm 1986 in
den USA angemeldet hatte und in Japan seit 1998 registriert ist . Das
europäische Patentamt hat einerseits ein Patent auf ein Verfahren bestätigt ,
mit dem die Übertragungskapazität von CDMA-Systemen erhöht werden kann ,
andererseits bescheinigte die Behörde den Patentschutz für ein Verfahren zur
akustischen Überwachung einer Fax- oder Modem-Verbindung , in der CDMA zum
Einsatz kommt . Vor allem die Bestätigung des japanischen Patents ist für
Qualcomm von Bedeutung : Unter anderem hatten nämlich Nokia , Ericsson und NTT
die Gültigkeit dieses Patents bestritten . Angesichts der aktuellen
Patententscheidung kann Qualcomm darauf hoffen , auch mit diesen Firmen
Lizenzvereinbarung wie mit Toshiba erreichen zu können . Mit Toshiba sei man
jetzt überein gekommen , die bestehenden Lizenzvereinbarungen auszuweiten :
Außerdem muss der Elektronik-Konzern aus Tokio für jedes verkaufte CDMA-Gerät
einen Obolus an Qualcomm abführen . Deutsche Telekom : Gespräche mit Freeserve
und Qwest Vielleicht kommt ja nun doch noch ein Deal zwischen der Deutschen
Telekom und dem britischen Internet-Provider Freeserve zustande . Jedenfalls
berichtet das Wall Street Journal in seiner heutigen Ausgabe , dass das
Management von Freeserve und T-Online wieder in Verhandlungen stünden . Im Juni
sah es bereits so aus , als ob die Übernahme des größten britischen
Internetanbieters durch die Online-Tochter der Deutschen Telekom schon fast
perfekt sei . Dann musste Freeserve seine Geschäftszahlen bekanntgeben - und die
fanden nicht das Gefallen der potentiellen Käufer aus Deuschland : T-Online
brach die Verhandlungen ab . Angesichts der mageren Zahlen waren die Deutschen
nicht bereit , den hohen Preis zu zahlen , den die Elektro-Handelskette Dixon ,
der Eigentümer von Freeserve , verlangte . Mittlerweile dürfte Freeserve sehr
viel billiger zu haben sein : Während die Aktie der Internet-Firma im Juni
während der Gespräche mit T-Online ein Hoch von 552 Pence erreichte , kostet ein
Anteilsschein von Freeserve jetzt deutlich unter 400 Pence . T-Online sei auch
nicht mehr daran interessiert , seinen britischen Counterpart komplett zu
übernehmen , meint das Wall Street Journal zu wissen , vielmehr drehten sich die
Gespräche lediglich um eine wesentliche Beteiligung . Die Gerüchte reichten aus
, um den Kurs von Freeserve 14,45 Prozent nach oben schnellen zu lassen :
Nachdem er am letzten Freitag an der Börse in London noch bei 332 Pence lag ,
schloss er heute bei 380 Pence . T-Online entwickelte sich heute am Neuen Markt
in Frankfurt ebenfalls positiv : Die Aktie verteuerte sich nach einem Start bei
33,70 Euro auf 35,64 Euro . Auch bleibt es weiterhin spannend , was die Deutsche
Telekom nun in den USA macht . So habe sich Telekom-Chef Ron Sommer kürzlich mit
Philip Anschutz , dem wichtigsten Qwest-Aktionär , getroffen . Dass die Telekom
Qwest links liegen lassen würde , war nach der gelungenen Fusion zwischen Qwest
und US West sehr unwahrscheinlich . Mitte März hatte die Telekom nämlich ihre
Gespräche mit Qwest nur deshalb abgebrochen , um die Fusion der beiden
US-Telefongesellschaften nicht zu gefährden . Aus Qwest und US West ist
mittlerweile ein gewachsener Konzern Qwest geworden - der könnte für die
Deutsche Telekom sogar noch interessanter als Sprint sein , zumal sich Sprint
nicht als Übernahmekandidat präsentiert . Novell schlittert knapp an Verlusten
vorbei Der US-amerikanische Software-Hersteller Novell hat ein schwaches
Ergebnis für sein am 31. Juli zuende gegangenes drittes fiskalisches Quartal
2000 vorgelegt . Im Vorjahresquartal sahen die Zahlen noch besser aus : Schon im
zweiten Quartal 2000 musste der Konzern Einbußen verkraften . Der Umsatzrückgang
im dritten Quartal rührt vor allem von einem Rückgang der Einnahmen aus dem
OEM-Geschäft her : Der Niedergang des ehemals sehr mächtigen Konzerns macht ihn
natürlich auch anfällig für eine Übernahme durch andere Unternehmen , namentlich
ist IBM als potenzieller Käufer im Gespräch . Auf die Gerüchte angesprochen ,
wollte Novell-Chef Eric Schmidt nicht eindeutig Stellung beziehen . Man denke
über alle Wege zur Wahrung des Shareholder Value nach , es gebe aber noch keine
spruchreifen Pläne , sagte er . British Telecom übernimmt die Kontrolle über
Viag Interkom Der aus der Fusion von Viag und Veba hervorgegangene
Energiekonzern E.ON hat mit British Telecom ( BT ) vereinbart , dass BT im
ersten Halbjahr 2001 die Anteile E.ONs an Viag Interkom übernehmen kann .
Derzeit sind an dem 1995 gegründeten Joint-Venture Viag Interkom E.ON und BT mit
jeweils 45 Prozent und die norwegische Telekommunikationsgesellschaft Telenor
mit zehn Prozent beteiligt . Dieser Preis werde noch " in Abhängigkeit vom
Endpreis für die UMTS-Lizenz von Viag Interkom " angepasst , teilte E.ON mit .
Die Anteile Telenors sind von der Vereinbarung nicht betroffen . E.ON hatte
bereits vor einiger Zeit erklärt , dass die Telekommunikation nicht mehr zum
eigenen Kerngeschäft zu rechnen sei . Im Mai kursierten Gerüchte , dass sich BT
bei der Telekom-Holding von Viag , die Viag Telecom AG , stärker engagieren
wolle . Damals dementierte Viag allerdings , dass ein rascher Ausstieg aus dem
Telekommunikationsgeschäft bevorstehe . Auch der Verkauf der Anteile an Viag
Interkom bedeutet noch nicht das Ende der Telekommunkationsaktivitäten von E.ON
: Es bleiben noch Beteiligungen an der österreichischen Connect Austria und der
schweizerischen Orange Communications . Die Vereinbarung über den Erwerb der
Anteile von E.ON an Viag Interkom bedeutet für BT einen weiteren wichtigen
Schritt im Rahmen der Strategie , seine Minderheitsbeteiligungen in wichtigen
Märkten Kontinentaleuropas in Mehrheitsbeteiligungen umzuwandeln . Den Anfang
machte dabei die Übernahme der Kontrolle über die niederländische
Telekommunikationsgesellschaft Telfort im April dieses Jahres . Swisscom
reoganisiert ihr deutsches Telekomgeschäft Der Schweizer
Telekommunikationskonzern Swisscon will sich offenbar von Teilen ihrer
Beteiligung an der Stuttgarter Telefongesellschaft Tesion trennen . Tesion ist
ein Joint-Venture der Schweizer mit dem Stromversorger Energie Baden-Württemberg
( EnBW ) . Swisscom und EnBW sind bislang gleichberechtigte Partner bei Tesion .
Tesion bietet deutschen und speziell baden-württembergischen Kunden
Telekommunikationsdienste an . Das Unternehmen verfügt über ein eigenes
Glasfaser-Netz in Baden-Württemberg und der Schweiz . Renate Cosby , Sprecherin
von Swisscom , bestätigte gegenüber c't , dass es Gespräche mit EnBW über eine
Verändung der Anteilsstruktur gibt . Ob diese allerdings auf einen gänzlich
Rückzug Swisscoms aus dem Joint-Venture Tesion hinauslaufen könnten , war
bislang nicht zu erfahren . Auch gebe es bislang keinen Zeitplan , bis wann die
Gespräche abgeschlossen sein könnten , sagte Cosby . EnBW-Sprecher Klaus Wertel
bestätigte ebenfalls , dass es Gespräche gebe . Gegenstand sei eine Optimierung
der " internen Abläufe " bei Tesion . Branchenkenner glauben zu wissen , dass es
gerade in dem Bereich der " internen Abläufe " in letzter Zeit
Abstimmungsprobleme zwischen Swisscom und EnBW gegeben habe . Klar dementierte
Cosby dagegen einen Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung , in dem davon
die Rede war , dass Swisscom ihren Anteil an dem Mobilfunkanbeiter Debitel von
74 Prozent auf 50 Prozent und eine Aktie reduzieren wolle . Nach dem Ausstieg
von Debitel aus der UMTS-Auktion in Mainz am vergangenen Wochenende hat Swisscom
seine UMTS-Strategie für Deutschland geändert : Man sei nun auf der Suche nach
Partnern , über deren Lizenzen man UMTS-Dienste anbieten können , teilte Cosby
mit . Dazu erwäge Swisscom auch eine Zusammenlegung der Mobilfunk-Aktivitäten
von Swisscom mit Debitel . Geschafft : Sechs UMTS-Lizenzen vergeben Nach der
173. Runde ist der erste Abschnitt der Versteigerung der deutschen UMTS-Lizenzen
mit der Vergabe einer kleinen Lizenz für jedes der sechs bietenden Unternehmen
zuende gegangen . Schließlich hatte auch T-Mobil signalisiert , nur noch für
zwei Frequenzpakte bieten zu wollen . Nach der 172. Runde hatten alle sechs
Bieter Höchstgebote für je zwei Frequenzpakete abgegeben , in der 173. Runde gab
kein Unternehmen ein neues Gebot für ein Frequenzpaket ab . Daraufhin endete der
erste Abschnitt der Versteigerung . Die Lizenzsumme beträgt jetzt 98.807.200.000
Mark , liegt also knapp unter der 100-Milliarden-Grenze . Die Auktion ist
allerdings noch nicht beendet . In einem zweiten Abschnitt kommen noch einmal
fünf Frequenzpakete mit jeweils 1 x 5 MHz unter den Hammer . Hintergrund : Die
Gewinner der sechs UMTS-Lizenzen Von ursprünglich sieben Bietern haben am
Donnerstag alle sechs nach dem Ausstieg von Debitel verbliebenen
Telekom-Unternehmen je eine kleine UMTS-Lizenz mit zwei Frequenzpaketen
ersteigert . Folgende Unternehmen dürfen von 2003 an eine UMTS-Lizenz in
Deutschland nutzen : Deutsche Telekom : T-Mobil , die Mobilfunktochter von der
Deutschen Telekom und Betreiberin des D1-Netzes , war der einzige rein deutsche
Bewerber . Telekom-Chef Ron Sommer hatte zuvor in den Niederlanden und
Großbritannien über die Tochterfirma One2One eine UMTS-Lizenz ersteigert , war
aber in Spanien leer ausgegangen . Mannesmann Mobilfunk : Auch für den deutschen
Marktführer , den Betreiber des D2-Netzes , war eine UMTS-Lizenz ein Muss . Seit
der Übernahme durch Vodafone AirTouch wurde fest damit gerechnet , dass dieser
Bewerber bei der Auktion nicht leer ausgehen würde . Vodafone ist bereits in
Spanien und Großbritannien mit einer Lizenz dabei . Mobilcom : Die
Telefongesellschaft , die derzeit noch kein eigenes Mobilfunknetz betreibt ,
hatte mit France Telecom einen starken Partner im Bietergefecht . Mobilcom-Chef
Gerhard Schmid hatte sich entschlossen gezeigt , eine Lizenz zu ersteigern , und
mit hohen Anfangsgeboten für Schlagzeilen gesorgt . Die Franzosen standen auf
dem deutschen Markt unter Erfolgsdruck . Bei der UMTS-Vergabe waren sie bislang
wenig erfolgreich . In Großbritannien kam France Telecom durch den Kauf von
Orange aber doch noch zum Zug . E-Plus/Huchison : Die niederländisch-asiatische
Allianz galt von Anfang an als aussichtsreicher Anwärter . E-Plus ist eine
Tochterfirma des niederländischen Telekom-Konzerns KPN , der in seinem
Heimatland eine Lizenz ersteigert hat , und betreibt in Deutschland das E1-Netz
. Mit im Boot sitzt der japanische Mobilfunkriese NTT DoCoMo . E-Plus und
Hutchison wollen diese mit getrennten Angeboten nutzen . Viag Interkom :
Hauptaktionäre des E2-Netz-Betreibers sind der Energiekonzern E.ON und die
British Telecom ( BT ) . E.ON will seine Beteiligung jedoch an BT verkaufen .
Die Briten waren bei der Lizenzvergabe in Spanien und Großbritannien erfolgreich
. 2001 will es Gewinne erwirtschaften . Group 3G : 3G wurde zu Beginn der
Versteigerung noch als Zählkandidat betrachtet . Nach dem Rückzug des britischen
Mobilfunkbetreibers Orange aus der Gruppe boten in der Gruppe noch die spanische
Telefonica und die finnische Sonera . Was war . Was wird . Wie immer möchte die
Wochenschau von Hal Faber den Blick für die Details schärfen : Die sonntägliche
Wochenschau ist Kommentar , Ausblick und Analyse . Sie ist Rück- wie Vorschau
zugleich . Was war . Der Anruf kam aus Hamburg und war voller technischer Fragen
zu diesem Multimedia . Weil es wirklich witzig wurde , besuchte ich den Mann und
geriet in seinem Keller in eine Art Labor-Atelier voller Konstruktionen und
Zeichnungen . Die Hose tanzte und Stephan von Huene suchte nach einer Software ,
die dieses Tanzen mit Musik und Bewegung füllen konnte . Der Poser kam viel
später . Das hinderte von Huene nicht , seine Tischtänzer zu realisieren .
Später wurden sie auf der Biennale in Venedig gezeigt , heute stehen sie im
Zentrum für Kunst und Medientechnologie . Der Amerikaner Stephan von Huene ist
am 5. September in Hamburg gestorben , er wurde 67 Jahre alt . Seine letzte
große Installation ist der Halbleiter im Hörsaalgebäude der technischen
Universität Chemnitz . Nachdem wir alle jetzt endlich ganz leicht über das
Internet Aktien kaufen und verkaufen können , fragen wir uns natürlich auch ,
was denn das überhaupt ist , dieses komische Internet . In großformatigen
Anzeigen klärte uns letzte Woche das früher schlicht " Post " genannte
Unternehmen auf : Bei solcher Auskunft fragen wir natürlich weiter : Was hat
denn die deutsche Post in dem Spiel gewonnen ? Auf Neudeutsch ist das dann das "
to " im B2B . Was aber ist , wenn das Internet kein Computerspiel ist , wenn
sich nicht alles im Netz um E-Commerce , M-Commerce , G-Commerce und
Was-weiß-ich-was-Commerce dreht ? Dann ist die Post kein Gewinner und darf sich
Aktie.Gelb ärgern . Was wir ja irgendwie schon geahnt haben , erfuhren wir jetzt
aus berufenem Munde : " Nichts ist für uns Frauen sinnlicher als mit den Fingern
durch eine dichte Mähne zu fahren . " Keiner Geringeren als unser aller Liebling
Naddel verdanken wir diese weltbewegende Einsicht . Die war dann auch so wichtig
, dass darüber gleich gechattet werden musste . Ich wollte eigentlich auch
mitchatten , verhedderte mich aber mit meiner Mähne im Mixer und musste mir erst
mal die Haare wieder waschen - Naddel mag Männer , die ihre Haare pflegen . Ich
kam just in dem Moment auf die haarige Seite , als der Chat gerade rum war . Wer
zu spät kommt , den bestraft das Leben : Nie werde ich erfahren , warum Männer
mit vollem Haar sexy sind . Das Papier über die " einzigartigen Findtools fürs
Internet " war nämlich in Form eines Papierfliegers gefaltet . Heute muss man
barcoderesistent alles über sich ergehen lassen . Im Internet ist das natürlich
anders . Im diesem Gewinnspiel mit dem P-Gewinner ist jede Mail wichtig , auch
wenn das Spam-Gesülze nur so aus den Anhängen trieft . Wer nicht um Gewinne
spielen will , sondern kommunizieren möchte , wird das vielleicht anders sehen .
Aus diesem Grunde hat eine Damanis AG mit der schönen Absenderadresse
damanisag@aol.com nun ein international anerkanntes Gütesiegel namens trust-mail
entwickelt . Das lässt nur noch Mails mit diesem Gütesiegel , Gebr. gepr. zum
Anwender durch , wenn man erst einmal seine Gütepräferenzen eingestellt hat .
Das geschieht auf einer Site mit der wohlklingenden Versprechung "
Gratis-service für Verbraucherinformationen " . Diesen Zahlen wollen wir trauen
. Database Nation . The death of Privacy in the 21st Century nannte Simson
Garfinkel sein Buch in der ersten Auflage . In der Zweiten soll es nur noch
Death of privacy heißen . Gelungene Formulierungen wie die " Findtools fürs
Internet " lassen ein Begräbnis erster Güte der hohen Kunst des Übersetzens
erwarten . Zwar wird sich die Provinz des Benutzers bei solchen Hinweisen nicht
verändern , wohl aber sein Zustand : Wie ausgesprochen unwahrscheinlich es ist ,
dass ausgerechnet mir die Anzeige von der Firma GraTaech aufgefallen ist ,
bemerkte ich erst viel später . GraTech bildet auf jeden Fall " Führungskräfte
Virtual Reality " aus . Zum Lehrprogramm gehören " best of breed realities " ,
was nachgerade philosophisch stimmt . Was ist mit den Realitäten , die die
wirkliche Wahrheit enthalten , den Plätzen , die beweisen , dass Hal doch nur
ein alter Affe ist , oder den Erlebnis-Parks , in denen der gepflegte SETI
strolcht ? " There are more things in Heaven and Earth , Horatio , than are
dreamt of in your philosophy " , sagte schon Shakespeare . Es ist eben alles
eine Frage der Zugangskontrolle . Dass sich dann ihre Firmen schnell im Nemwax ,
dem Nemax all waste share index , wiederfinden , wird sie sicherlich nicht
besonders freuen , ist aber auch nicht besonders erstaunlich . Gegenwärtig
streiten sich die Diskutanten im Forum des Abfall-Index darum , ob die beiden
Firmen aus dem Zuchthaus auf den Friedhof verschoben werden sollen - requiescant
in pacem möchte man ihnen nachrufen und sich darüber freuen , doch noch zu
altmodisch für den schnellen Trade mit dem großen Geld zu sein . Was wird
Getrunken , und nicht zu knapp . O'zapft ist nämlich . Und wer die Bierseligkeit
nicht ausstehen kann , der kann sich in den hohen Norden zu einem Ereignis aus
der Sphäre der Philoso-Viehtreiber begeben . Am 22. September gibt es im
Kunstverein Hamburg einen Workshop mit dem unverfänglichen Titel " Information
wants to be free " . Aber was die Linux-Spatzen von den Dächern pfeifen , können
die Professoren-Pinguine schon lange . Im Workshop wird der Wissenskommunismus
der GNU GPL behandelt und das Anticopyright als subkulturelle Kunst gerade
gebügelt . Das Ganze ist eine Veranstaltung der Wizards of Oz . Leider ohne
Richard Stallmann mit seiner 8''-Diskette auf dem gelockten Kopf , den
Windows-Laptop in der Hand . Der lebt bekanntlich in einer anderen Realität .
Harte Zeiten für Xerox Der Kopiergeräte- und Druckerhersteller Xerox gerät in
immer ernstere finanzielle Probleme . Zwar hat der Konzern erst am letzten
Freitag zum wiederholten Male beteuert , dass er nicht vor Liquiditätsproblemen
stehe . Aber die Tatsache , dass Xerox eine solche Meldung herausgibt , zeugt
zumindest von einer gewissen Nervosität . Diese dürfte sich noch durch
Spekulationen vom Wochende verstärken , dass das Unternehmen seinen Kreditrahmen
bereits zu guten Teilen ausgeschöpft habe . Rating-Agenturen haben mittlerweile
die Kreditwürdigkeit des Herstellers herabgesetzt . Diese neuen schlechten
Nachrichten kommen nicht ohne Vorgeschichte . Vor allem im Oktober musste das
Unternehmen massive Probleme zugeben . Bis Anfang Oktober fiel der Kurs um etwa
zehn US-Dollar , die Gewinnwarnung drückte ihn auf 11,38 US-Dollar . Die
Spekulationen von Wochenende führten im gestrigen Handel zu einem abermaligen
Abrutschen des Kurses auf 7,75 US-Dollar . Analysten erwarten , dass Xerox mit
Entlassungen und dem Verkauf von Beteiligungen reagieren wird . Dass der
traditionsreiche Hersteller aber in die Insolvenz geraten könnte , halten die
Börsianer für sehr unwahrscheinlich . HUK eröffnet Online-Versicherung Die
HUK-Coburg-Gruppe bietet seit Anfang Oktober mit ihrer neu gegründete
Tochtergesellschaft HUK 24 eine reine Online-Versicherung für Privatkunden an .
Die Coburger Versicherungsgruppe ist damit die erste Versicherung in Deutschland
, die eine reine Online-Tochter nach dem Vorbild der Online-Banken gründet . Für
die Kunden der HUK 24 soll sich die Inanspruchnahme der Online-Versicherung
durch niedrigere Tarife bei gleichen Leistungen auszahlen . Rolf-Peter Hoenen ,
Vorstandssprecher von HUK-Coburg , kündigte bei der gestrigen Vorstellung der
neuen Versicherung an , dass man Kostenvorteile , die aus dem ausschließlichen
Online-Vertrieb resultieren , konsequent weitergeben werde . Die Tarife bei HUK
24 lägen so fünf bis 20 Prozent unter denen der HUK-Coburg . Derzeit umfasst das
Angebot der neuen Gesellschaft Kraftfahr- , Haftpflicht- , Unfall- , Kranken- ,
Sach- und Rechtsschutzversicherungen . Auch Bausparverträge kann man über die
HUK 24 abschließen . Im nächsten Jahr sollen Lebens- und private
Rentenversicherungen das Angebot erweitern . Zwar kann man auch bei der
HUK-Coburg seit dem letzten Jahr einige Versicherungen online abschließen ,
allerdings erreichen die Tarife dieser Versicherungen nicht das niedrige Niveau
der bei HUK 24 abgeschossenen Verträge . Bis die Online-Tochter der HUK-Coburg
als eigenständige Versicherung zugelassen ist , fungiert sie als reiner Reseller
für die Muttergesellschaft . Allerdings werde dies für die Kunden keine
Auswirkungen haben , sagte Unternehmenssprecherin Karin Benning . Mit Gewinnen
der Online-Tochter rechnet die Coburger Versicherungsgruppe erst ab dem Jahr
2006 . UMTS-Lizenz in Italien für British Telecom fraglich Nachdem sich
ursprünglich acht Unternehmen und Konsortien um die Teilnahme an der
Vergabeverfahren nachgesucht hatten , wurden nur sieben zugelassen . Das
Konsortium Anthill , das in letzter Minute vor Bewerbugsschluss aufgetaucht war
, erfüllte einige Zulassungsvoraussetzungen nicht . Als nächstes wurde das
Konsortium TU Mobile am letzten Donnerstag ausgeschlossen . Jetzt droht das Aus
für den italienischen Mobilfunkbetreiber Blu , den kleinsten und jüngsten
Anbieter auf dem italienischen Markt . Blu hat allerdings nicht mit Bedingungen
des Ministeriums zu kämpfen , sondern mit internen Querelen . Die italienischen
Gesellschafter , allen vorweg die Autobahngesellschaft Autostrade , verlangen
nämlich von British Telecom ( BT ) , dass das Unternehmen einen größeren Anteil
der Kosten trägt , die für die UMTS-Lizenz fällig werden . BT ist derzeit mit 20
Prozent an Blu beteiligt und damit hinter dem Unternehmen Autostrade , das 32
Prozent hält , der zweitgrößte Gesellschafter , aber einziges
Telekom-Unternehmen im Kreis der Blu-Anteilseigner . Mit einem höheren Anteil
wäre natürlich auch ein größerer Anteil der Lizenzkosten fällig , BT müsste also
gleich zweimal zahlen . Das italienische Ministerium für Kommunikation prüft
deshalb momentan die Möglichkeit , die Zahl der zu vergebenden Lizenzen
gegebenfalls zu verringern , um den Wettbewerbsdruck auf die Bieter zu erhöhen .
Sollte Blu keine UMTS-Lizenz erhalten , hätte das Unternehmen auf dem
italienischen Mobilfunkmarkt schlechte Karten . Während es sich momentan zwar
über eine Übererfüllung der Planzahlen freuen kann , hat es bislang nur rund ein
Prozent Marktanteil in Italien - das ist eindeutig zu wenig , um als kleiner
GSM-Anbieter neben UMTS-Anbietern bestehen zu können , die auch im GSM-Markt
sehr viel besser positioniert sind . Allerdings ist es auch unwahrscheinlich ,
dass die Gesellschafter von Blu ihr bislang nicht profitables Unternehmen
aufgrund innerer Querelen abschreiben und aufgeben werden . Deutsche EDV-Branche
mit gedämpftem Optimismus Die Stimmung unter den Softwarefirmen und
EDV-Dienstleistern in Deutschland hat sich in der letzten Zeit leicht
verschlechtert . Zwar seien die Unternehmen insgesamt nach wie vor sehr
zufrieden mit dem Geschäftsverlauf in den vergangenen Monaten , teilte das ifo
Institut für Wirtschaftsforschung in München mit . Die Urteile über die
Geschäftslage seien aber nicht mehr nur noch positiv . Vor allem habe sich ein
signifikanter Unterschied der Bewertung zwischen großen und kleinen Unternehmen
ergeben . Insgesamt bezeichneten noch immer 55 Prozent der Betriebe ihre Lage
als gut , berichtete das Institut . Nur sechs Prozent empfanden ihre derzeitige
Situation als schlecht . Unzufriedenheit mit der Situation gaben nur kleine
EDV-Firmen an . Zurückzuführen sei das vielfach gebremste Wachstum dieser
Unternehmen unter anderem auf die Sonderkonjunktur in den Vorjahren durch die
Umstellung auf den Euro und die befürchteten Probleme mit dem Jahreswechsel 2000
. Rund 14 Prozent der kleineren Unternehmen sieht ihre Lage nicht so rosig .
Auch bei der Beurteilung der künftigen Geschäftsentwicklung klafft die Schere
zwischen Groß und Klein auseinander . Der Mangel an Fachkräfte ist weiter ein
Problem für die Software- und EDV-Branche . Zwar habe sich die Lage seit dem
Höhepunkt im Herbst 1998 etwas entspannt . Die Rekrutierung geeigenter
Fachkräfte sei aber trotzdem in den letzten eineinhalb Jahren noch immer für
jeden zweiten Betrieb ein Probleme gewesen . Viag Interkom will UMTS-Milliarden
zurück Nach Mobilcom hat nun auch Viag Interkom den Bund aufgefordert , einen
Teil der Gebühren für die UMTS-Lizenzen zurück zu erstatten . Die Begründung der
Forderungen von Mobilcom und jetzt auch von Viag Interkom beruht zu guten Teilen
auf dem Versuch der Deutschen Telekom , durch immer neue Gebote den Zutritt
eines zweiten neuen Mobilfunkanbieters auf dem deutschen Markt zu unterbinden .
Der Chef von Viag Interkom , Maximilian Ardelt , forderte nun die
Bundesregierung auf , den " wirtschaftlich unvertretbaren Teil des Lizenzbetrags
" wieder an die Lizenzgewinner zurückzugeben . Die immensen Lizenzkosten sowie
die Kosten für den Netzaufbau würden sich sonst auf lange Sicht negativ auf die
bislang sehr positiven arbeitsmarktpolitischen Effekte des Wachstums der
Telekommunikationsbranche auswirken . Ob Ardelts Forderung auf fruchtbaren Boden
fällt , wird sich zeigen . Die Regulierungsbehörde für Post und
Telekommunikation ( RegTP ) hatte schon nach der Ankündigung von Mobilcom ,
gegen die Lizenzgebühren gerichtlich vorgehen zu wollen , mit Unverständnis
reagiert . Mit der Teilnahme an der Auktion hätten sich die Bieter auch mit den
Modalitäten der Lizenzvergabe einverstanden erklärt . Intel macht satten
Quartalsgewinn Diese Summe entspricht einem Gewinn von 41 Cent pro Aktie , also
dem ursprünglich für das dritte Geschäftsquartal prognostizierten Wert , und
liegt über der im September auf 37 bis 38 Cent pro Aktie nach unten korrigierten
Gewinnerwartung . Gegenüber dem zweiten Geschäftsquartal 2000 bedeuten 41 Cent
pro Aktie Gewinn allerdings einen Rückgang um 18 Prozent . Beim Umsatz
bestätigten sich dagegen die korrigierten Erwartungen . Intel-Chef Craig Barrett
führte das gebremste Wachstum bei den Umsätzen auf eine nicht den Erwartungen
entsprechend gestiegene Nachfrage nach PCs in Europa zurück . Für das nächste
Geschäftsquartal gab er sich vorsichtig optimistisch . Intel erwartet im vierten
Quartal eine Umsatzsteigerung von vier bis acht Prozent gegenüber dem dritten
Quartal , allerdings eine Verkleinerung der Gewinnmarge von jetzt 64 Prozent auf
63 Prozent . An der Nasdaq notierte Intel am Dienstag relativ fest . Allerdings
hat der Kurs von Intel in den letzten sechs Wochen um rund 50 Prozent
nachgegeben . Frequenznot beim Mobilfunk in den USA Die Einführung von mobilen
Telekommunikationssystemen der dritten Generation in den USA steht vor großen
Problemen : Die von der International Telecommunication Union ( ITU ) für
Systeme nach dem Standard International Mobile Telecommunications-2000 (
IMT-2000 ) vorgesehenen Frequenzen werden zum größten Teil schon für andere
Dienste genutzt . Eine gemeinsame Nutzung dieser Frequenzen ist zwar nicht
ausgeschlossen , stellt aber eine technische und organisatorische
Herausforderung dar . Dies geht aus einem Zwischenbericht über zwei Studien
hervor , die die US-Behörden Federal Communications Commission ( FCC ) und die
National Telecommunications and Information Administration ( NTIA ) auf
Veranlassung von Präsident Bill Clinton durchführen . Clinton hatte Mitte
Oktober in einem Memorandum auf die Dringlichkeit hingewiesen , Frequenzen für
Mobilfunksysteme der dritten Generation zu bestimmen . Die ITU hat zur Nutzung
durch IMT-2000-Systeme in erster Linie das Frequenzband zwischen 2500 und 2690
MHz vorgeschlagen , allerdings auch eine ganze Reihe von Ausweichbändern
angegeben . Der in Deutschland geltende europäische UMTS-Standard sieht für den
Mobilfunk der dritten Generation den Frequenzbereich zwischen 1900 und 2170 MHz
vor . Die US-Behörden haben neben dem Band zwischen 2500 und 2690 MHz noch das
Band zwischen 1710 und 1885 MHz ins Auge gefasst . Die Nutzungsmöglichkeiten
dieser beiden Bänder wurden von FCC und NTIA untersucht . Das Frequenzband
zwischen 1,7 und 1,9 GHz wird in den USA vor allem von staatlichen Einrichtungen
genutzt , hauptsächlich vom Militär . Während man bei vielen militärischen
Systemen auf andere Frequenzen ausweichen könnte , ist dies bei
Satelliten-Steuerungssystemen , die auf Frequenzen innerhalb des untersuchten
Bandes funken , nicht möglich . Etwas anders sieht das Bild im Frequenzband
zwischen 2,5 und 2,7 GHz aus . Auch dieser Frequenzbereich wird größtenteils
schon genutzt oder steht kurz vor der Nutzung , allerdings sind in diesem
Bereich keine staatlichen Einrichtungen an der Vergabe interessiert , sondern
Kommunikationsunternehmen , beispielsweise Worldcom und Sprint . Die FCC , die
die Nutzungsmöglichkeiten dieses Bandes untersuchte , meint zwar , dass eine
gemeinsame Nutzung des Bandes von Mobilfunksystemen der dritten Generation mit
den bestehenden Diensten möglich sei , dass eine solche Kombination aber wie im
Frequenzband zwischen 1,7 und 1,9 GHz eine großen technischen und
organisatorischen Aufwand nötig machen würde . Bislang ist also vor allem klar ,
dass die Bereitstellung von Frequenzen für Mobilfunksysteme der dritten
Generation ein Problem darstellt . Die Vergabe der Lizenzen ist für September
2002 vorgesehen , die Festlegung auf Frequenzen soll bis Juli 2001 geschehen .
Abschlussberichte von der FCC und der NTIA sollen im März 2001 vorgelegt werden
. Der Vergabetermin für die Lizenzen ist im Vergleich mit Europa oder Japan sehr
spät - zu dem Zeitpunkt , zu dem US-Telekommunikationsfirmen die Erlaubnis zum
Betrieb eines Mobilfunksystems der dritten Generation erwerben können , wollen
ihre Konkurrenten in Europa und Japan die Kunden schon längst mit solchen
Systemen telefonieren lassen . Pleitegeier greift sich immer mehr Dot.coms Die
Dot.com-Euphorie ist vorbei , das vielgepriesene Wachstumssegment der
internationalen Wirtschaft ist entzaubert . Spätestens seit den beiden ersten
Pleiten am Neuen Markt ist auch deutschen Investoren und Unternehmern klar ,
dass im Internet Geld genauso verdient werden muss wie in der Old Economy . Das
bedeutet : Nur wer gute Leistungen bringt und sich an Grundregeln des
wirtschaftlichen Handelns orientiert , kann damit rechnen , den ersehnten break
even , also den Durchbruch in die Gewinnzone , irgendwann zu erreichen . Das
Bankhaus Merck Finck & Co. sieht allein auf knapp ein Dutzend der am Neuen Markt
notierten Unternehmen innerhalb des nächsten Jahres die Zahlungsunfähigkeit
zukommen . Und wenn man davon ausgeht , dass am Wachstumssegment der Frankfurter
Börse nur die Elite der Start-Ups zu finden ist - was man derzeit schon manchmal
bezweifeln muss - , muss man die Zahl derjenigen Unternehmen , die nie
irgendwann in die Schlagzeilen kommen bevor sie Pleite machen , wohl noch viel
höher ansetzen . Nicht besser sieht es in den USA aus . Von den 130 seit Januar
dieses Jahres eingegangenen Dot.coms , die das Beratungsunternehmen
Webmergers.com registriert hat , sind über 90 Prozent aus den Vereinigten
Staaten . Gegen Ende des Jahres hat dabei die Zahl der Pleiten drastisch
zugenommen . In einem Bericht über die Geschäftsaufgaben nennt Webmerger für den
Oktober 22 Pleiten , allein in der ersten Novemberhälfte kommen die Berater
schon auf 21 . Rund 60 Prozent der bislang registrierten Geschäftsaufgaben
betrafen Unternehmen des E-Commerce , 75 Prozent der bankrotten Firmen waren im
direkten Verbrauchergeschäft tätig . Vor allem solche so genannten
B2C-Unternehmen spüren , dass die Entwicklung des E-Commerce stark hinter den
teilweise allzu optimistischen Erwartungen zurückblieb . Sogar Branchenriesen
wie Amazon.com haben es bislang nicht geschafft , auch nur einen einzigen Cent
zu verdienen . Doch nicht nur die schlechte Entwicklung der Branche ist an den
Pleiten schuld : Neben Managementfehlern und sind oft auch unausgegorene
Geschäftsideen der Grund für das Scheitern eines Unternehmens . Das ist auch oft
der Grund dafür , dass angeschlagene Internet-Unternehmen keine Käufer finden .
Die Probleme der Dot.coms spürt natürlich auch der Arbeitsmarkt : Durch
betriebsbedingte Entlassungen in Internet-Unternehmen haben in diesem Jahr in
den Vereinigten Staaten bislang rund 5700 Arbeitnehmer ihren Job verloren , die
Pleiten vernichteten noch einmal rund 8000 Arbeitsplätze . Allerdings erzeugen
andere Firmen aus der IT-Branche , und zwar häufig solche , die mehr im
Hintergrund arbeiten wie Dienstleistungsunternehmen oder Netzwerk-Ausrüster ,
momentan immer noch mehr Arbeitsplätze als Dot.coms vernichten können . Flatrate
von T-Online in Gefahr Der Chef der Deutschen Telekom , Ron Sommer , erwägt eine
Abschaffung der 79-Mark-Flatrate , die derzeit T-Online anbietet . Er betonte ,
dass die Flatrate von T-Online nicht als " Angebot auf Dauer für die Masse der
Kunden " gedacht sei . Vielmehr wolle man mit ihr neue Kunden gewinnen , die man
dann zur Nutzung von DSL bewegen wolle . Branchenexperten sehen den von Sommer
behaupteten Zusammenhang in der Flatrate-Entscheidung der Regulierungsbehörde
für Post und Telekommunikation ( RegTP ) allerdings nicht . Vielmehr sei die
Entscheidung , die Telekom zum Angebot einer Großhandelsflatrate zu zwingen ,
unabhängig von dem Pauschal-Angebot der Telekom-Tochter T-Online . Auch wenn
dieses eingestellt werden sollte , seien die Gründe , die Telekom zum Angebot
einer Großhandelsflatrate zu zwingen , nicht hinfällig . In Reaktion auf das
Interview von Sommer betonte Uwe Heddendorp , Geschäftsführer von AOL
Deutschland , dass die Entscheidung der Regulierungsbehörde den Verbrauchern
nutzen werde . Er zeigte sich zuversichtlich , dass auch der rosa Riese erkennen
werde , " wie positiv diese Entscheidung für die Konsumenten , den
Technologie-Standort Deutschland , die Verbreitung des Internets und letztlich
auch für die Deutsche Telekom selbst ist " . Heddendorp ist nicht so
zuversichtlich wie Sommer , dass ein breitbandigen DSL-Angebot schnell
flächendeckend zur Verfügung stehen werde . Er forderte die Telekom auf ,
zusammen mit den anderen Internet-Anbietern in Deutschland an einer
konstruktiven Umsetzung der Flatrate-Entscheidung zu arbeiten . Stephan Brozio ,
Sprecher der Telekom , bestätigte heise online , dass man die Möglichkeiten für
das Angebot einer Großhandelsflatrate prüfe . Auf den ersten Blick erscheine
nach dem Bescheid der RegTP auch eine volumenorientierte Pauschale möglich . Man
müsse aber die Entscheidung noch genau daraufhin prüfen , ob nicht doch in ihr
bestimmte Vorgaben für ein Angebot präjudiziert seien , meinte Brozio .
Allerdings prüfe man auch , ob man gegen die Entscheidung juristisch vorgehen
werde , führte der Telekom-Sprecher weiter aus . Insbesondere habe man noch
Klärungsbedarf bezüglich der Frage , wie die Regulierungsbehörde im Ausgang von
einem Ex-Post-Verfahren zum Minutenpreis die Etablierung eines neuen Angebots ,
nämlich der Großhandelsflatrate , verlangen könne , sagte Broszio . Man gehe nun
der Frage nach , ob dieses Vorgehen mit dem Telekommunikationsgesetz ( TKG ) zu
vereinbaren sei . Brozio bestätigte , dass auch die T-Online-Flatrate zur
Disposition stehe . Mannesmann plant angeblich Übernahme von Cegetel Nach
Informationen der Financial Times ( Ausgabe vom Dienstag , 18.1.2000 ) führt
Mannesmann-Chef Klaus Esser derzeit Verhandlungen mit dem französischen Konzern
Vivendi . Esser , so das Blatt , strebe ein Geschäft an , das dazu diene , die
Übernahme von Mannesmann durch Vodafone abzuwehren . Spekulationen zufolge geht
es in den Verhandlungen um den Erwerb eines 44-Prozent-Aktienpaktes des
Mobilfunkanbieters Cegetel , das momentan von Vivendi gehalten wird . Zusammen
mit der schon bestehenden 15-Prozent-Beteiligung an Cegetel hätte Mannesmann
dann die Kontrolle über den zweitgrößten französischen
Telekommunikationsanbieter . Im Gegenzug könnte Vivendi Anteile an Mannesmann
erwerben . Zu den Gerüchten über einen solchen Aktiendeal war von Mannesmann
allerdings kein Kommentar zu erhalten . Aus der Düsseldorfer
Unternehmenszentrale verlautete lediglich , dass man mit mehreren potenziellen
Partnern Gespräche über Synergieeffekte führe . Es gebe keine konkreten Pläne
für Beteiligungen oder Fusionen . Nach wie vor sei man bei Mannesmann der
Ansicht , dass das Vodafone-Angebot nicht akzeptabel sei . Der Cash-Wert von
Mannesmann sei mit 350 Euro pro Aktie anzusetzen . Solange Vodafones Offerte
diesen Wert nicht erreiche , seien Verhandlungen über eine friedliche Fusion mit
dem britischen Konzern nicht denkbar , erklärte ein Mannesmann-Sprecher .
Elektronisches Auge lässt Blinde wieder sehen Wie das Institut heute mitteilte ,
waren Experimente mit einem " Dobelle-Auge " erfolgreich , das Patienten ohne
natürliches Sehvermögen eine visuelle Orientierung ermöglicht . Das künstliche
Auge besteht aus einer Miniatur-Videokamera , einem
Ultraschall-Entfernungsmesser und einem Subnotebook . Kamera und
Entfernungsmesser sind auf ein Brillengestell montiert und mit dem Rechner
verbunden . Vom Computer werden die Video- und Distanzsignale in elektrische
Impulse umgesetzt und an 68 Platinelektroden weitergeleitet . Diese sind mit dem
Sehzentrum im Gehirn des Patienten verbunden . Die Reizung des Sehzentrums
verschafft Blinden einen " Tunnelblick " . Dabei nehmen sie ein Feld von etwa 20
mal 8 Zentimetern in einer Entfernung von einem halben Meter wahr . Ersetzt man
die Videokamera durch eine spezielle Multimedia-Bildquelle , kann der Patient
sogar fernsehen oder einen Computer benutzen . Laut Aussage von William H.
Dobelle , Gründer des Instituts und Leiter der Forschungsgruppe , ist es derzeit
theoretisch möglich , das Sehzentrum mit maximal 512 Elektroden zu verbinden .
Selbst bei kontinuierlicher Weiterentwicklung könne man jedoch nicht damit
rechnen , dass das Dobelle-Auge in absehbarer Zeit für komplexe Tätigkeiten wie
etwa das Autofahren ausreiche . Für die Verbesserung der Sehhilfe setzen die
Forscher vor allem auf den Einsatz von mehr Elektroden , schnelleren Computern
und besseren Algorithmen zur Umsetzung von Video- und Distanzsignalen in
elektrische Impulse . Der vollständige Forschungsbericht Dobelles erscheint in
der aktuellen Ausgabe des American Society of Artificial Internal Organs Journal
. Ein ausführlicher Bericht zu diesem Thema findet sich Online-Magazin Telepolis
. Napster soll MP3-Dateien von Dr. Dre löschen Der Rapper Dr. Dre hat der
MP3-Tauschbörse Napster eine Liste mit über 900.000 Kopien seiner Songs im
MP3-Format geschickt , die seiner Ansicht nach unberechtigterweise in den
Computersystemen der Benutzer des Napster-Service gespeichert sind . Der Rapper
fordert die Sperrung oder Entfernung dieser Dateien - nicht aber unbedingt die
Sperrung der Benutzer , die seine Songs getauscht haben . Dr. Dre richtet seine
Forderungen also nur an Napster selbst , er vermeidet es damit , direkt gegen
seine eigenen Fans aufzutreten . Die Vorgehen der Hard-Rock-Gruppe Metallica ,
die Anfang Mai die Sperrung von über 300.000 Benutzer verlangte , die
Metallica-Songs über die Tauschbörse weitergegeben haben sollen , hatte zu
heftigen Entrüstungsstürmen unter den Metallica-Fans geführt . Napster sperrte
die angegebenen Benutzer eine Woche später . Mittlerweile hat die Firma aber
angekündigt , dass sie die User-Accounts wieder freischalten werde , wenn
Metallica nicht jeden Benutzer einzeln anklagt . Unabhängig von der
Plattenindustrie hatten Metallica und Dr. Dre die Firma Napster wegen Verletzung
ihrer Urheberrechte verklagt . In den Verfahren sind zwar noch keine Urteile
gesprochen , die primäre Verteidigungsargumentation , mit der Napster auch die
Klage der Recording Industry Association of America ( RIAA ) abzuwehren
versuchte , ist aber nach der Entscheidung eines US-Gerichts nicht schlüssig .
Es liegt deshalb nahe , dass sich Napster auch in den Prozessen gegen Metallica
und Dr. Dre nicht hinreichend damit verteidigen kann , dass das Unternehmen für
sich den Status eines Service-Providers in Anspruch nimmt . Nach Aussagen eines
Sprecher ist Napster derzeit dabei , die Forderung von Dr. Dre zu prüfen . Er
betonte aber noch einmal , dass seine Firma keine MP3-Files zur Verfügung stelle
, sondern nur die Software , um sie über das Internet zu tauschen . T-Online :
mehr Kunden , mehr Stunden , aber rote Zahlen T-Online schreibt noch immer rote
Zahlen , befindet sich aber , was die Teilnehmer und ihr Nutzungsverhalten
angeht , weiterhin auf Wachstumskurs : Zum Abschluss des ersten Quartals 2000
war die monatliche Nutzung des Online-Diensts gegenüber dem ersten
Vorjahresquartal um 60 Prozent auf 7,5 Stunden pro Kunde gestiegen . Die Zahl
der Einwahlvorgänge betrug in den ersten drei Monaten des Jahres 2000 663
Millionen gegenüber 493 Millionen im letzten Quartal 1999 . Das bedeutet
gegenüber dem Stand des entsprechenden Vorjahresquartals einen Anstieg um 64
Prozent . Auf der wirtschaftlichen Seite zeigt sich ein auf den ersten Blick
verwirrendes Bild : Diese Mittel sollen für eine weitere Expansion eingesetzt
werden . Der erste Deal , die Akquisition des Club Internet per Aktientausch mit
der französischen Lagardere-Gruppe , ist mittlerweile abgeschlossen . Die
Gesamtzahl der T-Online-Aktien wird dann rund 1,208 Milliarden betragen .
Telekom versilbert Kabelnetz in Baden-Württemberg Die Deutsche Telekom hat eine
Mehrheitsbeteiligung an ihrem Kabelnetz in Baden-Württemberg an die
US-amerikanische Betreibergesellschaft Callahan Associates verkauft . Callahan
wird zum 1. Januar des nächsten Jahres 55 Prozent des Breitbandkabelnetzes
übernehmen . 45 Prozent verbleiben bei der Deutschen Telekom . Zum Kaufpreis
machten beide Unternehmen keine Angaben . Callahan hatte bereits im Februar die
Mehrheit am Kabelnetz von Nordrhein-Westfalen erworben . Die Mehrheit an ihrem
hessischen Kabelnetz hatte die Telekom an den britischen Investor Klesch
verkauft . Franz Arnold , Vorstandsbeauftragter der Telekom für das
Breitbandkabel , kündigte an , dass innerhalb der nächsten fünf bis sechs Wochen
wohl die Netze von weiteren zwei bis drei Regionen verkauft würden . Dafür gibt
es mehrere Interessenten , zu denen auch Callahan gehört . Auf Druck der
EU-Kommission hatte die Deutsche Telekom zum 1.1.1999 ihr verlustreiches
TV-Kabelgeschäft in zwei Gesellschaften ausgegliedert : Die Kabel Deutschland
GmbH ( KDG ) übernahm die Infrastruktur und die Media Service GmbH ( MSG ) den
Betrieb der über das Kabelnetz verbreiteten Programme und Dienste . Das KDG-Netz
wiederum unterteilte die Telekom in neun Regionalgesellschaften , die sie mit
strategischen Investoren multimediafähig ausbauen will . Mit der Umrüstung der
Haushalte soll im Jahr 2001 begonnen werden . Callahan hofft , dass dann 50.000
bis 100.000 Haushalte pro Monat digital aufgerüstet werden können . Dies werde
vier bis fünf Jahre in Anspruch nehmen . Was die neuen Dienste die Kunden kosten
werden , konnte der Netzbetreiber noch nicht sagen . Für Telefonate rechnet er
mit 15 Prozent weniger Gebühren . Der baden-württembergische Staatsminister
Christoph Palmer begrüßte den Verkauf an Callahan . Dies bedeute ein großes
Zukunftspotenzial für Baden-Württemberg . Er hoffe , dass die Aufrüstung des
Kabelnetzes zügig in Angriff genommen werde . Kinder-Sites missachten
Datenschutzrecht In einer stichprobenartigen Untersuchung fanden Mitarbeiter der
US-amerikanischen Handelsaufsicht Federal Trade Commission ( FTC ) heraus , dass
eine nicht unwesentliche Zahl von Web-Sites , die speziell an Kinder gerichtet
sind , nicht mit den Bestimmungen des Children's Online Privacy Protection Act (
COPPA ) konform gehen . Dieses Kinderschutzgesetz ist am 21. April in Kraft
getreten und verlangt von den Betreibern von Web-Sites , die sich an Kinder
unter 13 Jahren richten , dass sie sich nach bestimmten Datenschutzrichtlinien
bei der Erstellung von Nutzerprofilen richten . So müssen sie beispielsweise
eine Privacy Policy bereitstellen und die Zustimmung der Eltern zum Sammeln der
Daten einholen . Schon im Juni hatte der US-Internetexperte Richard Smith in
einer Anhörung vor dem Senat darauf hingewiesen , dass die Betreiber von
sensiblen Web-Sites oft allzu lax mit dem Datenschutzrecht umgehen . " Der
Schutz der Privatsphäre von Kindern hat für die FTC höchste Priorität " , sagte
Jodie Bernstein , Direktor der Verbraucherschutzabteilung in der FTC . " Wir
wollen sicherstellen , dass Web-Sites , die persönliche Daten von Kindern
sammeln , das COPPA beachten , und dass die Informationen der Kinder geschützt ,
nicht ausgeschlachtet werden . " Die FTC hat deshalb an die Betreiber der Sites
, die offensichtlich nicht die gesetzlichen Bestimmungen erfüllen , E-Mails
verschickt , in denen sie zur Überarbeitung der entsprechenden Sites auffordert
. Zur Information von Kindern und Eltern über die Datenschutzbestimmungen hat
die FTC kindergerechte Informationsseiten ins Internet gestellt . Außerdem führt
sie diverse Veranstaltungen über das Thema durch . Amazon mit ungewisser Zukunft
Am 26. Juli stellt der Online-Retailer Amazon seinen Geschäftsbericht für das
zweite Quartal 2000 vor . Gerade vor dem Hintergrund der jüngsten Aufregung um
den E-Commerce-Pionier erwarten Aktionäre und Analysten diesen Termin mit großer
Spannung . Im Mittelpunkt des Interesses steht die Frage , ob Amazon weiterhin
so schnell wachsen kann wie bisher . Ende Juni ging der Kurs des Amazon-Papiers
rapide in den Keller , nachdem Ravi Suria , ein Analyst der Investment-Bank
Lehmann Brothers , prophezeit hatte , dass dem Online-Verkäufer schon bald das
Geld ausgehen könnte . Zwar erholte sich der Kurs am letzten Freitag nach
Entwarnung durch andere Analysten wieder , das Vertrauen auch in Branchen-Riesen
wie Amazon ist aber spätestens seit dem letzten Monat nachhaltig erschüttert .
Die Erwartungen an den Quartalsabschluss sind auch nicht besonders hoch :
Verglichen mit Steigerungsraten bei Wal Mart , dem Marktführer der Handelsketten
in der Old Economy , nimmt sich das sehr bescheiden aus . Und dabei ist das
Wachstum das Kapital der New Economy . " Amazon ist gegen eine Wand gefahren " ,
urteilt daher auch ein Analyst von Ram Partners . Und was mit einem solchen
Unternehmen auf absehbare Zeit passiert , dürfte nicht schwer zu erraten sein .
Allerdings haben die meisten Analysten keine derart negative Sichtweise auf
Amazon . Viele weisen darauf hin , dass die Wachstumsrate von Amazon in den
letzten Jahren jeweils bei gut 90 Prozent lag . Und ein solches Wachstum ist bei
keinem Unternehmen der Old Economy zu finden . Ob das dem Online-Verkäufer im
zweiten Quartal wieder gelingt , wird sich in gut einer Woche erweisen . Es kann
wohl davon ausgegangen werden , dass das Ende des rasanten Wachstums in Sicht
ist . Amazon scheint langsam nicht mehr daran vorbei zu kommen , die Prioritäten
zwischen Wachstum und Profitablität zugunsten der letzteren zu verschieben .
KPNQwest steigert Umsätze und Verluste Allerdings stiegen auch die Verluste
rasant an : KPNQwest bietet in 15 europäischen Ländern Daten- und
Telekommunikationsdienste für Geschäftskunden an . Immerhin gelang es KPNQwest ,
den Einnahmenüberschuss im operativen Geschäft im zweiten Quartal 2000 gegenüber
dem Vorjahresquartal um 56,4 Prozent auf 31,6 Prozent der erwirtschafteten
Erlöse zu steigern . Allerdings wurde der Überschuss durch zusätzliche Ausgaben
im Bereich Verkauf und Verwaltung wieder aufgefressen . Jack McMaster , der Chef
von KPNQwest , rechnet damit , dass dieser Wert in den kommenden Jahren noch
weiter gesteigert werden kann . Vor Steuern werde man damit schon im nächsten
Jahr schwarze Zahlen schreiben können , mit Nettogewinnen rechnet McMaster im
Jahr 2002 . Für das laufende Geschäftsjahr sagt er eine Verdopplung des Umsatzes
gegenüber dem Vorjahr voraus . Als Grundvoraussetzung für das Erreichen der
Gewinnzone sieht man bei KPNQwest den Ausbau des eigenen Glasfaser-Netz an .
Momentan betreibt KPNQwest ein Netz von rund 6200 km Länge , das 23 europäische
Städte miteinander verbindet . In der letzten Ausbaustufe , die man 2002 zu
erreichen hofft , soll das Netz insgesamt eine Länge von 20.000 km haben und die
wichtigsten 50 europäischen Städte miteinander verbinden . Xetra-Absturz legt
Börse lahm Seit etwa 15.15 Uhr streikt das computergestützte Handelssystem Xetra
und legt damit den gesamten elektronischen Handel an der Börse in Frankfurt lahm
. Eine Sprecherin der Börse teilte gegenüber c't mit , man wisse noch nicht , wo
das Problem liege . Auch wagt die Frankfurter Börse noch keine Prognose darüber
, wann Xetra wieder zum Laufen gebracht werden kann . Der Parktetthandel konnte
fortgesetzt werden . Hutchison zieht sich aus Konsortium mit E-Plus zurück Kaum
stehen die Lizenzinhaber nach der UMTS-Auktion in Mainz fest , lösen sich die
ersten Bieter-Konsortien auf : Der in Hongkong ansässige Konzern Hutchison
Whampoa , der in den letzten Monaten mit Macht auf den europäischen
Telekommunikationsmarkt drängte , hat überraschend die Kooperation mit E-Plus
beendet . Hutchisons Anteile an dem Konsortium übernimmt die niederländische
E-Plus-Mutter KPN Mobile . Canning Fok , Chef von Hutchison , begründete diesen
Schritt damit , dass die Kosten für die Lizenz höher seien , als Hutchison
eingeplant hatte . Außerdem sei eine kleine Lizenz für Hutchison nicht
ausreichend . E-Plus/Hutchison hatte gestern eine der sechs kleinen
UMTS-Lizenzen ersteigert . E-Plus und Hutchison wollten in Deutschland jeweils
separat UMTS-Dienstleistungen anbieten . Der Chef von KPN Mobil , Diederik
Karsten , zeigte Verständnis für den Schritt von Hutchison . Die Zusammenarbeit
mit Hutchison sei im Blick auf den Erwerb einer großen Lizenz vereinbart worden
. Jetzt werde man zusammen mit dem zweiten E-Plus-Gesellschafter , der
amerikanischen Gesellschaft BellSouth , die 22,5 Prozent der Lizenzsumme
übernehmen werde , und der an KPN Mobile beteiligten japanischen
Mobilfunkgesellschaft NTT DoCoMo ohne Unterstützung aus Hongkong ein UMTS-Netz
aufbauen . Deutsche Telekom plant Konzernumbau Die Deutsche Telekom hat
angekündigt , ihre interne Struktur deutlich umzubauen . Telekom-Sprecher Ulrich
Lissek erklärte gegenüber c't , dass eine Überprüfung der Konzernstruktur den
Umbau nahegelegt hätte . Lissek bestätigte damit im wesentlichen einen Bericht
der Financial Times Deutschland . Lissek führte im Gespräch mit c't aus , dass
innerhalb der nächsten Monate die Telekom ihre sechs Direktorien abschaffen
wolle . Die Kontroll- und Prüfaufgaben , die diese Direktorien derzeit
wahrnehmen , sollten von der Konzernzentrale übernommen werden . Auch die
Niederlassungen der Telekom werden in Zukunft weniger eigenständig arbeiten ,
viele Querschnittsaufgaben werde die Zentrale übernehmen . " Filialleiter wird
es in der gegenwärtigen Form nicht mehr geben " , sagte Lissek . Von dem Umbau
seien insgesamt etwa 2.000 Mitarbeiter der Telekom betroffen . Diesen werde man
zunächst innerhalb des Konzerns andere Arbeitsplätze anbieten , im Laufe der
nächsten Jahre sollten aber 2.000 Stellen innerhalb des Konzerns abgebaut werden
. Gespräche mit den Sozialpartnern über den Umbau müsste man noch führen . Für
den Kunden würde sich durch die Umstrukturierung nichts ändern . In der Fläche
würde die Telekom alle ihre Niederlassungen erhalten , versicherte Lissek .
UMTS-Auktion ist für Viag Interkom vorbei Für den Münchner Mobilfunkbetreiber
Viag Interkom ist die UMTS-Auktion endgültig vorbei . Ein Sprecher des
Unternehmens begründete dies damit , dass man auf Grund der bislang ersteigerten
Frequenzausstattung kein Interesse mehr an zusätzlichen Frequenzen habe . Mit
diesen zusätzlichen Frequenzblöcken , von denen jedes Unternehmen soviele
ersteigern kann , wie es will , können die Unternehmen ihre bereits gewonnen
Lizenzen aufwerten . Vier der fünf zusätzlichen Blöcke werden ohne feste
Zuordnung im Frequenzspektrum angeboten , der fünfte Block hat eine feste
Frequenzzuordnung . Es gilt als unwahrscheinlich , dass im zweiten
Auktionsabschnitt auch nur annähernd soviel geboten wird wie im ersten .
Turtelei zwischen British Telecom und AT&T Die US-amerikanische
Telefongesellschaft AT&T und der britische Exmonopolist British Telecom ( BT )
erwägen nach Informationen des Wall Street Journal , ihre Zusammenarbeit zu
intensivieren oder sogar die beiden Unternehmen zu fusionieren . Seit zwei
Jahren arbeiten beide Unternehmen schon in dem Joint-Venture Concert zusammen ,
das Geschäftskunden rund um den Globus einen Allroundservice in Sachen
Telekommunikation anbietet . Bislang seien noch keine offiziellen Gespräche
geführt worden , schreibt das US-Blatt . Die Chefs der beiden Unternehmen ,
Peter Bonfield von BT und Michael Armstrong von AT&T , hätten bislang lediglich
in eher privaten Gesprächen die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit erwogen .
Beide Unternehmen könnten durch eine Zusammenführung ihrer Geschäftsaktivitäten
hohe Einsparungen realisieren . Kosteneinsparungen und Steigerung des
Shareholder Value ist natürlich beiden Unternehmensleitern ein wichtiges
Anliegen . AT&T steht seit Monaten an der Börse gar nicht gut da : Während das
Papier des Konzerns Ende März noch 60 US-Dollar kostete , ist der Kurs
mittlerweile auf gut die Hälfte gefallen . Gesterm schloss er bei 32,19
US-Dollar . Persönlich bedeutet dies für Armstrong natürlich eine Schwächung
seiner Position . Bonfield verfolgt derzeit eine agressive Expansionspolitik in
Europa . Nach der Übernahme der Kontrolle über Telekommunikationsgesellschaften
in Irland und den Niederlanden haben der deutsche Energiekonzern E.ON und BT
gestern erst bekannt gegeben , dass E.ON seine Anteile an Viag Interkom in der
ersten Hälfte des nächsten Jahres an BT abgeben kann . Außerdem ist BT weiterhin
daran interessiert , auch die zehn Prozent , die die norwegische
Telefongesellschaft Telenor noch an Viag Interkom hält , ebenfalls zu erwerben .
Schließlich wären dann noch E.ON-Beteiligungen an der österreichischen Connect
Austria und der schweizerischen Orange Communications , an denen BT auch
interessiert ist . Zwar habe es schon Diskussionen über beide Unternehmen mit
E.ON gegeben , wie Bonfield der Financial Times Deutschland verriet , aber es
sei zu früh , um schon definitive Aussagen dazu zu machen . Um seine Pläne
umzusetzen , braucht Bonfield auf jeden Fall viel Geld . Einsparungen kämen ihm
da gerade recht - zumal sich nach den jüngsten Erwerbungen die Schulden von BT
verdoppelt haben und das Management von BT auch schon über einen Börsengang von
Tochterunternehmen offen nachdenkt , um wieder Geld in die Kasse zu bekommen .
Allerdings würden sich die Kartellbehörden einen solchen Zusammenschluss
sicherlich sehr genau ansehen ; spätestens seit der gescheiterten Fusion von
Worldcom und Sprint ist fusionswilligen Unternehmen klar , dass sie ihre Pläne
nicht immer ohne Weiteres in die Tat umsetzen können . Auch 2. Runde der
UMTS-Auktion ist beendet Nachdem Viag Interkom zu diesem Auktionsteil erst gar
nicht angetreten ist , waren sich die übrigen fünf Lizenzinhaber recht schnell
einig : Nach nur neun Runden gab niemand mehr ein gültiges neues Gebot ab . Von
den zu vergebenden Frequenzpaketen erhält jeder Bieter ein Paket .
Bundesfinanzminister Hans Eichel kann sich also über fast das Fünffache der
Summe freuen , die er ursprünglich zur Schuldentilgung im Haushaltsentwurf 2001
eingeplant hatte . British Telecom und AT&T kommen sich näher British Telecom (
BT ) hat in einem allgemein gehaltenen Statement bestätigt , dass es mit der
US-Telefongesellschaft AT&T Verhandlungen über eine Vertiefung der
Zusammenarbeit gebe . Schon seit einigen Wochen vermuten Marktbeobachter , dass
die beiden Telefonriesen eine Bündelung ihrer Kräfte anstreben . Beide
Unternehmen haben mit hohen Schulden und einem schwachen Börsenkurs zu kämpfen .
BT und AT&T betreiben gemeinsam das Joint-Venture Concert , ein international
agierender Anbieter von Kommunikationsdienstleistungen , und arbeiten in Advance
, einer Mobilfunkallianz , zusammen . Der Ausgang der Verhandlungen sei
allerdings offen : Bertelsmann arbeitet enger mit Lycos Europe zusammen
Bertelsmann , der größte europäische Medienkonzern , und die europäische
Betreibergesellschaft des Internetportals Lycos haben eine Erweiterung ihrer
Zusammenarbeit vereinbart . In Zukunft sollen alle zum Bertelsmann-Konzern
gehörenden Firmen in Europa Inhalte für das Portal von Lycos Europe liefern .
Lycos verspricht sich durch die Bertelsmann-Inhalte eine Verbesserung seines
Produktangebots ; Bertelsmann wiederum kann sich einen verbesserten Zugang zu
den Nutzern der Angebote von Lycos Europe versprechen . Bertelsmann und Lycos
sind auch jetzt schon vielfältig miteinander verbandelt . Der Medienkonzern aus
Gütersloh ist mit rund 27 Prozent an Lycos Europe beteiligt , größter
Anteilseigner ist die US-Muttergesellschaft Lycos Inc. mit einem Anteil von
knapp 44 Prozent . Im Zuge der Übernahme von Lycos Inc. durch die spanische
Internetgesellschaft Terra Networks , einer Tochtergesellschaft des spanischen
Telefonkonzerns Telefonica , sprang für Bertelsmann der Titel als "
strategischer Partner " für Inhaltsangebote und E-Commerce heraus . Besonders
interessant an dieser Zusammenarbeit ist für den Medienkonzern vor allem der
Zugang zur lateinamerikanischen Internet-Welt . Der jüngste Deal mit Lycos
Europe schließt für Bertelsmann auch eine Lücke , die durch den Beschluss über
den Ausstieg aus dem Online-Dienst AOL Europe projektiert und nun auch durch die
Auflagen von der EU-Kommission gefordert wird : Die Kommission genehmigte die
Fusion von AOL und dem Bertelsmann-Konkurrenten Time Warner nur unter der
Bedingung , dass die Trennung von AOL und Bertelsmann vollzogen wird . Sollte
die Fusion AOL/Ti me Warner auch das Placet der US-Behörden bekommen - was
derzeit noch nicht abzusehen ist - , so stünde Bertelsmann in Europa ohne
primären Internet-Partner da . Dies ist jetzt durch die Abmachung mit Lycos
Europe erst einmal abgewendet . AT&T und British Telecom beenden
Fusionsgespräche Die Gespräche über eine mögliche Teilfusion bestimmter
Geschäftsbereiche der US-amerikanischen Telefongesellschaft AT&T und des
britischen Telekom-Exmonopolisten British Telecom ( BT ) sind offensichtlich
gescheitert . Unter Berufung auf Insiderkreise berichtet das Wall Street Journal
, dass die Gespräche ergebnislos abgebrochen wurden . Beide Unternehmen waren
nicht zu einer Stellungnahme bereit , schreibt das Blatt . Ein Sprecher von BT
sagte lediglich , dass man weiterhin in Gesprächen über die vielfältigen
Möglichkeiten einer Zusammenarbeit sei . BTs Wertpapiere notierten gestern Abend
an der Londoner Börse 5,3 Prozent niedriger und schlossen bei 682 Pence .
US-Telekomkonzern Sprint mit mäßigem Quartalsergebnis Das Ergebnis des dritten
Geschäftsquartals 2000 des US-Telekommunikationskonzerns Sprint , der immer
wieder als Übernahmekandidat für die Deutschen Telekom gehandelt wurde , ist
insgesamt enttäuschend . Allerdings überraschten die Zahlen des Unternehmens
nicht mehr : Erst im September dämpfte Sprint die Hoffnung auf die ursprünglich
prognostizierten Gewinne und legte nach unten korrigierte Erwartungen vor . In
deren Rahmen bewegt sich die jetzt veröffentliche Bilanz . Die reinen Gewinne
aus dem operativen Geschäft ( 47 Cent pro Aktie ) gingen allerdings von 48 Cent
pro Aktie im dritten Geschäftsquartal 1999 über das Jahr um einen Cent nach
unten . Ein ordentliches Wachstum konnte die Mobilfunkgruppe von Sprint , die
Sprint PCS Group , vorweisen . Besonderen Auftrieb wird der Geschäftsbericht den
Kursen von Sprint sicherlich nicht geben . Die Aktie von Sprint Fon ist seit
Mitte Juni , als sie über 60 US-Dollar kostete , um mehr als die Hälfte gefallen
und schloss gestern nach einem Verlust von 0,63 US-Dollar bei 23,19 US-Dollar .
Das Wertpapier von Sprint PCS , einer so genannte Tracking-Aktie , hat eine
ähnlich Entwicklung hinter sich : Mitte Juni kam sie ebenfalls auf über 60
US-Dollar und kostete bei Börsenschluss gestern nach einem Tagesverlust von 0,94
US-Dollar noch 30,81 US-Dollar . Telekom-Chef Sommer beruhigt seine Aktionäre "
Es war klar , dass dieser Übertreibung nach oben eine Übertreibung nach unten
folgen musste " , kommentierte Sommer den enormen Kursverfall seit dem Frühjahr
. Kostete die T-Aktie in der ersten Märzhälfte noch über 100 Euro , so schloss
sie gestern bei 37,38 Euro , hat also in den letzten sieben Monaten über 60
Prozent ihres Wertes verloren und ist mittlerweile billiger als vor einem Jahr .
Auch die Aktie von T-Online ist schon lange unter den Emissionspreis gefallen
und schloss gestern bei 21,60 Euro . Dennoch ist Sommer davon überzeugt , dass
man bei der Telekom keinen Fehler gemacht habe . Die Globalisierung komme gut
voran , im Mobilfunkbereich sei das Unternehmen " sehr komfortabel positioniert
" , sagte Sommer dem Stern . Weitere Firmenkäufe seien aber derzeit nicht
geplant . Sommer zitierte Analysten , die das Kurspotential der Telekom-Aktien
bei 70 Euro sehen würden . Von einem solchen Preis kann der rosa Riese derzeit
allerdings nur träumen . Weltweit sind die Kurse der Telekommunikationswerte in
den letzten Monaten stark gefallen , ein Aufschwung ist nicht in Sicht . Der
wird aber sicherlich auch nicht durch Sommers Optimismus kommen . Schon Ende Mai
hielt der Telekom-Chef sein Wertpapier für unterbewertet - damals kostete die
Aktie allerdings noch rund 60 Euro . Wer dann Sommers Rede vom " Spielraum nach
oben " zum Anlass genommen hatte , um T-Aktien zu kaufen , hat inzwischen über
ein Drittel seiner T-Investition verloren . Befürchtungen , dass die Deutsche
Telekom selbst zum Übernahmekandidaten werden könnte , habe er nicht , sagte
Sommer im Interview . Bei der allgemeinen Finanznot in der Branche ist eine
Beruhigung in diesem Punkt auch sehr verständlich . British Telecom dementiert
Abbruch der Gespräche mit AT&T British Telecom ( BT ) hat einen Bericht des Wall
Street Journals dementiert , wonach die Gespräche mit dem
US-Telekommunikationskonzern AT&T über eine Teilfusion gescheitert sind . " Die
Verhandlungen gehen weiter " , sagte ein Sprecher . " Der Bericht ist
Spekulation . " Das Blatt hatte unter Berufung auf Unternehmenskreise gemeldet ,
dass die Verhandlungen ergebnislos abgebrochen worden seien . Time Warner
erreicht Vorjahresgewinn Pro Aktie entspicht dies einem Gewinn von sieben Cent -
was über den Erwartungen der Analysten von vier Cent pro Aktie liegt . Vor einem
Jahr schloss der Konzern das dritte Quartal ebenfalls mit sieben Cent Gewinn pro
Aktie ab . Dass der Umsatz nicht den Erwartungen gemäß gestiegen ist ,
begründete der Konzern mit dem unerwartet schlechten Ergebnis im Filmgeschäft :
In diesem Bereich ging der Umsatz um zehn Prozent zurück . Er erholte sich dann
aber wieder und notierte gegen 13.00 Uhr Ortszeit mit 67 US-Dollar rund 1,50
US-Dollar höher als bei Börsenschluss am Vortag . Auch der Kurs von AOL , dessen
Geschäftsbericht nach Börsenschluss in den USA erwartet wird , geriet im
morgentlichen Handel unter Druck . Nach einem anfänglichen Absacken von knapp
sieben US-Dollar legte das Papier allerdings wieder kräftig zu und kostete gegen
13.00 Uhr Ortszeit mit 44,30 US-Dollar 70 Cent mehr als bei Börsenschluss am
Vortag . Microsoft-nahe Institutionen wähnen sich ausspioniert Das Komplott
scheint in vollem Gange zu sein : Eine Ermittlerin der privaten Detektivagentur
Investigative Group International ( IGI ) interessierte sich für den Müll der
Association for Competitive Technology ( ACT ) , einer Microsoft-nahen
Gesellschaft , und soll der Putzkolonne bis zu 1200 US-Dollar dafür geboten
haben . Sofort drängt sich der Verdacht auf Wirtschaftsspionage auf : Die Frau
erhoffte sich im Müll offensichtlich vertrauliche Informationen über den
Redmonder Riesen . Sie scheiterte mit ihrem Ansinnen allerdings an der
Putzkolonne . Kurz darauf wurde in einem Bürogebäude in die Räume von Microsoft
eingebrochen . Allerdings musste Microsoft keine Verluste vermelden , die
ungebetenen Gäste hatten offensichtlich nicht das gefunden , was sie suchten .
Auch den Vertretungen anderer Firmen in dem betroffenen Gebäude statteten die
Einbrecher ihren Besuch ab - anscheinend erfolgreicher , denn dort ließen sie
Diverses mitgehen . Nach Bekanntwerden dieser Vorfälle wagten sich jetzt auch
andere Betroffene an die Öffentlichkeit : Die National Taxpayers Union ( NTU )
berichtet von ominösen Personen , die unter falscher Identität auftraten . Kurze
Zeit später veröffentlicht das Wall Street Journal einen Bericht , in dem von
Microsoft-Spenden in Höhe von 201.000 US-Dollar an die NTU die Rede ist ;
natürlich ist dieser Betrag nur aus vertraulichen internen Papieren ersichtlich
. Schließlich berichten Citizens for a Sound Economy ( CSE ) und das Indpendent
Institute , beides Institutionen , die sich öffentlich für Microsoft geäußert
hatten , von Laptop-Diebstählen im letzten Jahr . Auf den Laptops sollen sich
vertrauliche Informationen über Zuwendungen von Microsoft befunden haben , über
die man kurze Zeit später in Zeitungsartikeln lesen konnte . Man könne wohl
keinen klaren Zusammenhang zwischen dem einem Vorfall und dem nächsten erkennen
, mutmaßt Erick Gustafson von CSE , aber die zeitliche Abfolge der Ereignisse
sei schon verwunderlich . Jonathan Zuck , Chef der ACT , ist schon deutlicher :
Fragt sich nur , wer hier hysterisch reagiert ; genauso wie eine Schwalbe noch
keinen Sommer macht , macht ein Büroeinbruch oder ein Laptop-Diebstahl noch kein
Spionage-Komplott . Und wenn die Diebe dann auf dem gestohlenen Laptop noch
brisante Daten finden , erscheint es logisch , dass sie diese auch noch zu
versilbern versuchen , indem sie die Daten einer Zeitung anbieten - vor allem in
einer Zeit , in der interne Informationen über Micorsoft auf dem Markt Gold wert
sind . Microsoft ist nach dem Urteil im Kartellprozess stark angeschlagen und
hat vor allem mit einem zunehmenden Imageverlust zu kämpfen . Auch auf die von
Microsoft unterstützten Institutionen färbt das schlechte Image ab . Immer mehr
spricht sich herum , dass Linux gar nicht so schlecht ist und dass Linus
Thorvalds sowieso viel netter ist als Bill Gates . Microsofts PR-Maschinerie
könnte in dieser misslichen Situation nichts besseres passieren , als dass sich
bewahrheiten würde , dass Microsoft Opfer einer Spionage-Kampagne ist . Der
Sechser im Lotto wäre es , wenn hinter der Spionage auch noch die US-Regierung
stünde , die Microsoft zerschlagen will . Sollte sich wirklich herausstellen ,
dass hinter den Diebstählen Beteiligte am Kartellprozess stecken , wäre das
allerdings in der Tat eine Ungeheuerlichkeit . Time Warner mit gutgerechnetem
Quartalsabschluss Time Warner stellt aber in seinem Abschluss so genannte "
normalisierte " Gewinne in den Vordergrund : Während in die absoluten Zahlen
auch einmalige Finanz-Ereignisse eingehen , sollen die normalisierten Zahlen
eine vergleichbare Basis schaffen und den " zugrundeliegenden operativen Trend "
verdeutlichen . Die normalisierten Gewinne sehen sehr viel besser aus als die
absouluten : Hier kann Time Warner von einer Steigerung um 12 Prozent sprechen .
Im Quartalsabschluss werden die Bereiche Verlag , Film , Kabel-Infrastruktur und
Digitale Medien der Normalisierung unterzogen , in allen Bereichen bedeutet dies
eine Verbesserung der Ergenisse . Besonders groß sind die Auswirkungen bei der
Kabel-Infrastruktur : Immerhin weist der Konzern darauf hin , dass einmalige
Finanz-Ereignisse in jedem Quartal vorkommen können und dass also die
normalisierten Zahlen genau auf die vorgenommenen Anpassungen hin untersucht
werden sollten . Deutsche Telekom stößt Wind-Anteile ab Die Deutsche Telekom hat
ihren Anteil von 24,5 Prozent an dem italienischen Telekom-Joint-Venture Wind an
die beiden Mitgesellschafter Enel und France Telecom verkauft . Der auch nach
einer Teilprivatisierung noch staatlich kontrollierte Stromkonzern Enel erhöht
seine Beteiligung an Wind von 51 Prozent auf 56,6 Prozent , France Telecom
erhält den Löwenanteil der Telekom-Beteiligung und steigert seinen Anteil von
24,5 Prozent auf 43,4 Prozent . Das Joint-Venture Wind wurde im Dezember 1997
ins Leben gerufen ; allerdings war die Atmosphäre zwischen den Gesellschaftern
seit dem letztlich gescheiterten Fusionsversuch der Deutschen Telekom mit der
Telecom Italia empfindlich gestört . Die Telekom hatte sich durch diese Tändelei
mit der Telecom Italia Schadensersatzklagen in Milliardenhöhe von France Telecom
und Enel eingehandelt . Diese sind jetzt vom Tisch : Für die Deutsche Telekom
war es auch höchste Zeit , ihre Anteile an Wind loszuschlagen . In wenigen
Wochen startet die Versteigerung der UMTS-Lizenzen in Italien - und die Telekom
will auf jeden Fall in Italien als UMTS-Anbieter auftreten . Zwar wird sich auch
Wind an der Auktion beteiligen , aber wegen der Spannungen mit France Telecom
und Enel ist diese Gesellschaft keine UMTS-Option für den deutschen Konzern .
Momentan steht er allerdings ganz ohne italienische Partner da . Wenn die
Deutsche Telekom in Italien von Anfang an im UMTS-Geschäft dabei sein will ,
muss sie sich schnell zu einer Kooperation entschließen - oder versuchen ,
alleine eine italienische UMTS-Lizenz zu ergattern . Streit um Aushebelung der
Buchpreisbindung übers Internet Der österreichische Mediengroßhändler Libro hat
gleichsam in ein Wespennest gestochen , als er sich im Juni dazu entschloss ,
über seine Online-Tochter Lion.cc Bücher weit unter dem Verlagspreis anzubieten
. Libro beruft sich auf neue rechtliche Rahmenbedingungen , nach denen eine
grenzüberschreitende Buchpreisbindung nicht mehr zulässig ist . Seit dem 1. Juli
gelten in Deutschland und Österreich nationale Gesetze , die die
Buchpreisbindung festschreiben . Deren Vereinbarkeit mit dem EU-Wettbewerbsrecht
hat die EU-Kommission bestätigt . Strittiger Punkt ist die Preisbindung bei
Reimporten von Büchern . Die EU-Kommission stellt dazu in ihrer Stellungnahme
vom 22. Juni fest : Während sich Libro nun auf die Preisbindungsbefreiung für
reimportierte deutsche Bücher beruft , behaupten die deutschen Verleger , dass
es sich bei Libros Agieren um die nicht zulässige Umgehung der Buchpreisbindung
handele . Viele hatten sich deshalb zu einem Boykott von Libro entschlossen ,
von dem freilich nicht nur der Online-Handel , sondern auch die deutschen
Filialen von Libro betroffen waren . Dagegen hatte sich nun Libro gewehrt : In
Einstweiligen Verfügungen wurde zwei Großhändler gezwungen , die deutschen
Filialen weiterhin zu beliefern . Jetzt wollte das Medienunternehmen per
Einstweiliger Verfügung auch den Berliner Aufbau-Verlag zwingen , wieder Bücher
an Libro-Filialen auszuliefern . Die Sache wurde gestern vor dem Berliner
Landgericht verhandelt , das schließlich die Position des Aufbau-Verlags
bestätigte : Er darf auch weiterhin nicht gezwungen werden , seine Bücher an die
Libro-Filialen zu liefern . Der Verlag begrüßte die Entscheidung ; und auch
Online-Buchhändler wie die Bertelsmann-Tochter BOL , der ja die gleiche
Strategie wie Libro verfolgen könnte , sind damit sehr zufrieden . Eckhard
Südmersen , Geschäftsführer von BOL Deutschland , richtet in diesem Zusammenhang
scharfe Worte an Libro : Allerdings ist das Frohlocken des Aufbau-Verlages , der
von einem " richtungsweisenden Grundsatzurteil " spricht , und die Freude bei
BOL wohl etwas verfrüht . Schließlich ging es gar nicht um die grundsätzliche
Frage , ob die verbilligten Reimporte , die Lion.cc anbietet , zulässig sind
oder nicht - es ging lediglich darum , ob Aufbau die Libro-Filialen nicht
beliefern darf , solange in diesen Filialen Bücher mittels Internet-Terminal
über Lion.cc verkauft werden . Die grundsätzliche Frage , ob Lion.cc den
Reimport nur zur Umgehung der Buchpreisbindung durchführe , ist von der Berliner
Entscheidung nicht einmal tangiert . Diese Frage wird den Gerichten wohl noch
einige Arbeit bescheren . Die gerichtlichen Auseinandersetzungen werden Verlage
und Buchhändler eigenständig durchstehen müssen - der Börsenverein des deutschen
Buchhandels als Vertretung des herstellenden und verbreitenden Buchhandels hat
zumindest momentan nicht die Absicht , sich in die Streitereien einzumischen .
Zwar ist er eindeutig für eine Buchpreisbindung , wie Sprecher Eugen Emmerling
gegenüber c't betonte , hält die gerichtlichen Auseinandersetzungen zwischen
Libro und den Verlagen aber für normale Rechtsstreitigkeiten , über die die
Gerichte zu entscheiden hätten . Aktiv sei der Börsenverein aber weiterhin auf
politischer Ebene : Man wirke an den vom Europäischen Parlament und der
französischen EU-Ratspräsidentschaft angestrengten Überlegungen zu einer
europaweiten Regelung des Buchpreises mit . EU-Kommission weiterhin gegen die
Fusion AOL/Time Warner In einer vorläufigen Empfehlung spricht sich die
EU-Kommission für die Ablehnung der Fusion des Online-Dienstes AOL und des
Medien-Unternehmens Time Warner aus . Das schreibt das Wall Street Journal in
seiner heutigen Ausgabe unter Berufung auf EU-Kreise . Das Blatt zitiert eine
Sprecherin der Kommission mit den Worten , dass es normal sei , dass " die
Kommission Zwischenberichte herausgebe , auch dann , wenn sie ein Verbot
vorschlagen " . Zum Stand der Verhandlungen mit AOL , Time Warner und EMI machte
sie allerdings keine konkreten Angaben , sagte vielmehr , dass sie " in die
richtige Richtung " liefen . Gestern trafen sich Vertreter von WMG und EMI mit
Wettbewerbskommissiar Mario Monti , um dessen Bedenken gegen den Zusammenschluss
auszuräumen . Die Financial Times Deutschland vermutet , dass WMG und EMI den
Verkauf kleinerer Labels vor allem in den Regionen Europas angeboten haben , wo
ihr Marktanteil besonders hoch ist . Ein Zusammengehen von WMG und EMI würde das
größte Musik-Unternehmen der Welt hervorbringen . EMI und WMG gehören neben
Universal , Sony Music und der Bertelsmann Music Group zu den so genannten Big
Five der Musikbranche und nehmen die Plätze zwei und drei ein . Momentan ist
noch Universal der weltgrößte Musik-Konzern . In den nächsten Tagen werden auch
Verantwortliche von AOL und Time Warner in Brüssel erwartet . Den Fusionsplänen
dieser beiden Unternehmen , die die EU-Kommission in einem separaten Verfahren
untersucht , werden von Marktbeobachtern immer weniger Erfolgsaussichten
eingeräumt . Die bisher in Aussicht gestellten Zugeständnisse gehen der
EU-Kommission dem Vernehmen nach nicht weit genug . Die Frist , innerhalb der
Konzessionen für die " große Fusion " offiziell vorgeschlagen werden können ,
läuft noch eine weitere Woche . Danach haben Monti und die Kommission noch
jeweils einen Monat Zeit , um eine Entscheidung über die Fusionspläne zu treffen
. Barnes&Noble.com verdrängt Amazon bei Yahoo Yahoo und Amazon haben ihre
Zusammenarbeit weitgehend eingestellt . Der größte Online-Buchhändler der Welt
war bislang bevorzugter Partner für Medien beim Portalbetreiber Yahoo . Sein
Platz wird jetzt von Barnes&Noble.com eingenommen , einer gemeinsamen
Tochtergesellschaft des deutschen Medienkonzerns Bertelsmann und der
US-Buchhandelskette Barnes&Noble . Anil Singh von Yahoo begründete die Trennung
, die im gegenseitigen Einvernehmen vollzogen worden sei , mit dem Auslaufen
eines im September 1998 geschlossenen Kooperationsvertrages . Dagegen sagte eine
Sprecherin von Amazon , dass ihre Seite die Zusammenarbeit aufgekündigt habe .
Man habe sich zwischen AOL und Yahoo als Partner entscheiden müssen und habe AOL
gewählt . Logo und Link von Barnes&Noble.com tauchen jetzt auf jeder Seite mit
Suchergebnissen der internationalen Site von Yahoo auf . Außerdem kann sich der
Online-Buchhändler über eine bevorzugte Position im Shopping-Bereich dieser
Web-Site freuen . Für Yahoo wiederum bedeutet diese Kooperation auch den Auftakt
einer Zusammenarbeit mit dem Offline-Buchhändler Barnes&Noble . Sun will in den
Markt für Low-Cost-Server Sun , einer der größten Anbieter von High-End-Servern
, will den in Kalifornien ansässigen Computer-Hersteller Cobalt Networks kaufen
. Cobalt stellt Server Appliances für kleinere Unternehmen und Internet Service
Provider her . Die Geräte von Cobalt sind mit aller erforderlichen Software
versehen , um sie im Intra- oder Internet möglichst einfach als Kommunikations-
oder Datenbank-Server einzusetzen . Weiterhin hat Cobalt Cache-Server und
Network-Attached-Storage-Server im Programm . Die Rechner sind mit superskalaren
Prozessoren ausgestattet und laufen unter Linux . Mit der Akquisition der
kalifornischen Firma will Sun vor allem sein Angebot im Bereich der
Low-Cost-Server ausbauen . Das Einsteigermodell von Cobalt kostet nämlich nur
999 US-Dollar , das leistungsfähigste Modell knapp 4100 US-Dollar . Der
billigeste Server von Sun dagegen kostet gleich über 2300 US-Dollar . Vereinte
Kräfte fürs Internet-Heim Namhafte Firmen aus der High-Tech-Branche haben sich
zu einer Industrie-Allianz , der Internet Home Alliance , zusammengeschlossen ,
um Lösungen eines voll vernetzten und an das Internet angeschlossenen Heims zu
entwickeln und zu vermarkten . " Die Allianz soll es den Kunden einfacher machen
, die Vorteile des Internet-Lifestyles zu verwirklichen " , sagte der Präsident
des Zusammenschlusses , Bill Kenney , bei der Vorstellung des Konzepts der neuen
Gruppe . Zu deren Gründungsmitgliedern gehören unter anderem die Firmen 3Com ,
Best Buy , Cisco , General Motors , Morotora , Panasonic und Sun . Ihr Ziel ist
die Entwicklung von Systemen , die Streaming Audio und Video für Unterhaltung
und Bildung liefern , unterschiedlichsten Geräten gleichzeitig einen Zugriff auf
das Internet ermöglichen , sowie Kommunikations- , Überwachungs- und
Verwaltungsfunktionen über das Internet bereitstellen . Besonders der
Router-Gigant Cisco war in den letzten Monaten recht aktiv , sich den Markt für
Heimvernetzung als neues Geschäftsfeld zu erschließen : So arbeitet Cisco
beispielsweise mit einer Immobilien-Firma in Kalifornien zusammen , um ein
Wohngebiet mit 13.000 Häusern zu vernetzen ; und Anfang des Jahres demonstierte
der Konzern auf der Consumer Electronics Show sein Internet Home Gateway , das
als zentrale Vermittlungsstelle für Heimvernetzung und Internet-Zugang dienen
soll . Nortel gründet Joint-Venture für Breitbandkabel-Techniken Der
Netzwerkausrüster Nortel will zusammen mit der auf Breitbandkabel-Techniken
spezialisierten Firma Antec ein Joint-Venture gründen , das
Breitbandkabel-Lösungen entwickeln und vermarkten soll . Das neue Unternehmen
soll unter dem Namen Arris firmieren . Schon zur Zeit betreiben Nortel und Antec
ein Gemeinschaftsunternehmen , nämlich Arris Interactive , das Produkte für die
Daten- und Sprachkommunikation über Breitbandkabel vertreibt . An Arris
Interactive ist Nortel mit 81,25 Prozent beteiligt , Antec hält die restlichen
18,75 Prozent . Die beteiligten Unternehmen planen , den Deal im ersten Quartal
2001 abzuschließen . Nortel und Antec erhoffen sich von der Neustrukturierung
ihrer Zusammenarbeit eine erhöhte Flexibilität , die Möglichkeit einer
schnelleren Produktentwicklung und eine raschere Vermarktung neuer Produkte .
Nach eigenen Angaben sind Antec und Arris Interactive bereits jetzt Marktführer
im Bereich der Telefonie über Breitbandkabel . Außerdem sehen Marktforscher in
den nächsten Jahren einen starken Zuwachs bei Internetzugängen über
Breitbandkabel . In diesem wachsenden Markt wollen sich Nortel und Antec
möglichst gut positionieren . So werden die Umstrukturierungspläne von
Marktbeobachtern auch positiv aufgenommen . " Das ist ein tolles Geschäft für
Antec , während es ein eher kleineres Ereignis für Nortel ist " , sagte Alex
Henderson , ein Analyst von Salomon Smith Barney , der Nachrichtenagentur
Reuters . Verwertungsgesellschaft will Lizenzgebühren von Webcastern Die
American Society of Composers , Authors and Publishers ( ASCAP ) , die größte
Rechte-Verwertungsgesellschaft für Musiker und kleinere Musikverleger in den USA
, hat bekannt gegeben , ein Tracking-System bei Webcastern einzusetzen zu wollen
, um Daten zur Berechnung von Lizenzgebühren zu sammeln . Die Software Tracking
Master von der auf Digital Rights Management spezialisierten Firma Audiosoft
verspricht das automatische Sammeln von Daten , wann und wo ein Song von einem
Webcaster abgespielt wird . Der Entscheidung für Tracking Master geht ein
erfolgreicher Test der Software von Audiosoft durch die ASCAP voraus .
Rechtliche Grundlage ist der Digital Millenium Copyright Act ( DMCA ) , in dem
auch Webcaster zur Zahlung von Lizenzgebühren beim Abspielen von Musikstücken in
digitaler Form verpflichtet werden . Nach Angaben von Francois-Xavier Nuttall ,
dem Chef von Audiosoft , sind die Daten von Tracking Master absolut zuverlässig
. Die ASCAP bietet Webcastern Lizenzen für die Stücke der von ihnen betreuten
Musiker und Verlage an , für die Gebühren in Abhängigkeit von den Umsatz gezahlt
werden müssen , den die Webcaster mit Werbung auf ihren Seiten erwirtschaften .
Derzeit haben die Gebühren eine Höhe von rund 1,6 Prozent dieses Umsatzes . Fünf
Prozent Ermäßigung gibt es , wenn sich die Lizenznehmer für den Einsatz des
Systems von Audiosoft entscheiden . Mit RealNetworks und Microsoft hat Audiosoft
zwei wichtige Partner für den Einsatz seines Systems gefunden . Aber die ASCAP
ist nicht die einzige Institution , die für Webcastern einen
Lizenzierungsservice anbietet . Erst vor wenigen Tagen hat die Recording
Industry Association of America ( RIAA ) , die vor allem die fünf großen
Musikkonzerne vertritt , die Gründung eines Unternehmens angekündigt , das
Lizenzgebühren von Webcastern einsammeln soll . Allerdings muss dieses
Unternehmen erst noch als Rechte-Verwertungsgesellschaft anerkannt werden .
Außerdem konnte die RIAA noch keine genauen Angaben darüber machen , wie die
neue Firma arbeiten soll . Im Gegensatz dazu kann die ASCAP schon jetzt mit
einer getesteten Lösung aufwarten . IBM meldet deutlichen Gewinn- und
Umsatzrückgang Der weltgrößte Computerhersteller IBM hat für das vierte Quartal
1999 einen Gewinnrückgang von 11 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des
Vorjahrs zu verbuchen . Der Umsatz ging um 4 Prozent zurück . Damit übertrifft
der Umsatzrückgang sogar noch die Prognosen der Analysten . Allerdings konnte
Big Blue aufgrund strenger Kostenkontrolle mit besseren Profitzahlen abschließen
als befürchtet . IBM-Chef Louis Gerstner zeigte sich nicht überrascht über die
Zahlen : " Wie wir vorhergesehen hatten - die Y2K-Sache hat uns im vierten
Quartal hart getroffen . " Er führt den Umsatzrückgang darauf zurück , dass
viele Kunden gegen Ende des letzten Jahres keine Dienste von IBM in Anspruch
genommen hätten , da sie mit der Suche nach Y2K-Bugs in den vorhandenen Systemen
beschäftigt gewesen wären . Allerdings erwartet Gerstner für 2000 ein " sehr
gutes Jahr " , wenn nach überstandenem Datumswechsel viele Geschäftskunden
wieder neue Geräte kaufen und Support von IBM in Anspruch nehmen - diese
Erwartung korrespondiert mit den Einschätzungen etlicher deutscher Unternehmen
gegen Ende 1999 zur Entwicklung der IT-Investitionen 2000 . Auch die Börse
scheint dem IBM-Chef Recht zu geben : Nachdem die IBM-Aktie an der Wallstreet
zunächst leicht an Wert verlor und mit 115,50 Dollar abschloß , legte das Papier
im nachbörslichen Handel kräftig zu und lag schließlich bei 119,50 Dollar .
Handy-Entwicklung von Bosch geht an Siemens Der weltgrößte unabhängige
Automobilzulieferer Bosch hat die Forschungs- und Entwicklungsabteilung seiner
Mobiltelefon-Sparte an Siemens verkauft . Der Verkauf steht noch unter dem
Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörde . Über die Höhe des Kaufpreises
haben Bosch und Siemens Stillschweigen vereinbart . Damit vollzieht Bosch einen
weiteren Schritt auf dem Weg zum kompletten Rückzug aus dem Kommunikationsmarkt
. Betroffen sind 50 Entwickler in Salzgitter und 350 Entwickler im dänischen
Werk Pandrup . Den 100 Mitarbeitern , die in Frankfurt in Vertrieb und
Verwaltung arbeiteten , wollen Siemens oder Bosch neue Arbeitsplatzangebote
machen . Wer das Fertigungswerk in Pandrup übernimmt ist bislang noch nicht
geklärt . Ein Sprecher von Bosch teilte mit , dass es bereits Interessenten gebe
, wollte aber noch keine Namen nennen . Siemens jedenfalls habe an der Übernahme
der Fertigungsstätte kein Interesse gezeigt ; sie solle allerdings mit Aufträgen
von Siemens weitergeführt werden . Wie der Bosch-Sprecher weiter erklärte , sei
die eigene Telekomsparte zu klein um lukrativ arbeiten zu können . Siemens ,
nach eigenen Angaben in Europa die Nummer drei im Mobiltelefon-Markt hinter
Nokia und Motorola , will durch den Einkauf der 400 Entwickler von Bosch seinen
jährlichen Bedarf an qualifiziertem Personal decken . AMD präsentiert
Rekordzahlen Nachdem bereits Intel gestern Rekordergebnisse für das zweite
Quartal 2000 gemeldet hatte , zieht jetzt Erzrivale AMD nach . Für Einnahmen ,
operativen Gewinn und Nettogewinn kennt der Chiphersteller aus Sunnyvale nur ein
Prädikat : Rekord . Noch besser sieht die Steigerung bei den Gewinnen aus : "
Das war ein gutes Quartal für AMD " , sagte Hector de J. Ruiz , Präsident von
AMD . " Große Umsatzsteigerungen in unseren beiden wichtigsten Produktbereichen
- PC-Prozessoren und Flash-Memory-Produkte - resultierten in Rekordverkäufen und
-gewinnen . " Ruiz rechnet damit , dass in den nächsten beiden Quartalen sogar
jeweils eine Verdopplung der Verkaufszahlen auf 3,6 Millionen im dritten und 7,2
Millionen im vierten Quartal gelingen wird . Auch mit dem Absatz von
Flash-Memory-Produkten ist Ruiz sehr zufrieden : Gegenüber dem ersten Quartal
2000 sei eine Steigerung der Verkäufe um zehn Prozent gelungen . Sogar noch mehr
wäre möglich gewesen , führte Ruiz aus : AMD rechnet im Bereich der
Flash-Memory-Produkte mit einer weiteren Steigerung der Verkäufe um zehn Prozent
im dritten und vierten Quartal 2000 . Wirbel bei Buch.de Der
Internet-Buchhändler Buch.de trennt sich von seinem Vorstandssprecher und
Mitbegründer Michael Urban . Urban übernehme einen Vorstandsposten bei dem
Internet-Provider Cross Telecom , hieß es bei dem Unternehmen . Außerdem betonte
Buch.de , dass man sich in gutem Einvernehmen von Urban trenne , ein
Zusammenhang zwischen dem Ausscheiden Urbans und den Iliquiditätsgerüchten um
Buch.de bestehe nicht . Buch.de war ins Gerede gekommen , nachdem der
Online-Buchhändler im Platow-Brief vom 7. Juni als eines von acht
konkursbedrohten deutschen Internet-Unternehmen genannt wurde . Wie alle anderen
Firmen aus der so genannten Todesliste dementierte Buch.de natürlich :
Mittlerweile hat er sich wieder erholt und liegt bei rund 5,30 Euro . Die
Gewinnzone will man 2002 erreichen . Um der veränderten Marktsituation Rechnung
tragen zu können , kündigte man strukturelle Veränderungen bei Buch.de an .
Schon im August des letzen Jahres schloss Buch.de für den Privatkundenbereich
eine Kooperationsvereinbarung mit der Buchhandelskette Phönix-Montanus , auf
deren Infrastruktur der Anbieter zurückgreifen kann , und arbeitet im
Geschäftskundenbereich mit dem Anbieter von Bibliothekssoftware B.O.N.D.
zusammen . Die zur Douglas-Holding gehörende Kette Phönix-Montanus ist außerdem
der größte Aktionär von Buch.de . Betriebssystem-Fehler legte Xetra lahm Nach
eingehender Untersuchung des Computerfehlers , der am Dienstag das Handelssystem
Xetra an der Börse in Frankfurt zeitweise lahm gelegt hatte , bestätigte die
Gruppe Deutsche Börse ihre Vermutung vom Dienstag Abend , dass ein Fehler des
Betriebssystems die Ursache für den Ausfall war . Zwar sei das Xetra-System
durch Redundanzen gegen Hardware-Ausfälle geschützt , der Fehler vom Dienstag
habe sich aber durch die permanente Spiegelung des Primärsystems auch auf das
Sekundärsystem übertragen und habe einen kompletten Stopp des Systems notwendig
gemacht . Erst nach knapp dreieinhalb Stunden lief Xetra wieder . Auf den
zentralen Server in Frankfurt läuft das Xetra-Backend , mit dem die
Xetra-Frontends über ein von der Börsengruppe bereitgestelltes TCP/IP-Netz oder
das Internet kommunizieren können . Durch den Einsatz einer frei
programmierbaren Schnittstelle , deren Spezifikation die Börse auf ihren
Internetseiten offenlegt , kann das Xetra-Frontend zu einem System ausgebaut
werden , an das die Xetra-Teilnehmer beliebige Anwendungen anschließen können .
Der Fehler am Dienstag wurde dadurch hervorgerufen , dass sich Handelsteilnehmer
auf dem Rechner , auf dem der Xetra-Server läuft , nicht authentifizieren
konnten . Das eingesetzte Betriebssystem , das von Digital Equipment entwickelte
VMS , konnte zwischenzeitlich nicht mehr auf die Dateien mit den Daten zur
Benutzerauthentifizierung zugreifen . In seinen fast drei Jahren Laufzeit ist
der Fehler vom Dienstag insgesamt erst der zweite . Im Mai dieses Jahres trat
der erste Fehler auf , der jedoch nicht so schwerwiegend war . Insgesamt kommt
Xetra nach dem Ausfall vom Dienstag auf eine Verfügbarkeit von 99,94 Prozent -
für kritische Bereiche ist dieser Wert nicht besonders hervorragend , aber
durchaus zufriedenstellend . Die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit von
Xetra haben es der Gruppe Deutsche Börse ermöglicht , das System auch an die
Wiener Börse und die Irish Stock Exchange in Dublin zu verkaufen . Auch die aus
der geplanten Fusion der Gruppe Deutsche Börse und der London Stock Exchange
hervorgehende Börse iX soll Xetra als Handelssystem übernehmen . Anleger
verklagen MP3.com Die US-Anwaltskanzlei Milberg Weiss , die auf Sammelklagen
spezialisiert ist , hat beim Bezirksgericht für Süd-Kalifornien Klage gegen das
Internet-Unternehmen MP3.com und seine leitenden Manager , darunter den
Vorstandsvorsitzenden Michael Robertson und den Präsidenten Robin Richards ,
eingereicht . Sie wirft der Firma einen Bruch des Aktiengesetzes von 1934 vor
und fordert die Verurteilung des Unternehmens und der angeklagten Manager zu
Schadensersatzzahlungen in bislang nicht genannter Höhe . In Vertretung der
Anteilseigner von MP3.com behauptet die Kanzlei , dass die leitenden Manager
durch " falsche und irreführende Aussagen " über Umsatz , Wachstum und
Wachstumsprognosen zwischen dem 13. Januar 2000 , dem Tag des Starts des
Musik-Service My.MP3.com , und dem 7. September 2000 den Aktienkurs künstlich in
die Höhe getrieben haben . Das " vorsätzlich rechtswidrige Handeln " führe zu
sehr viel geringeren Umsätzen als vorausgesagt und bringe die Firma an den Rand
des Ruins . Die Ankläger machen die Firmenleitung damit für den rapiden
Kursverfall der MP3.com-Aktie verantwortlich . Schloss das Wertpapier am 13.
Januar noch bei 33,31 US-Dollar , so war sie am 7. September bei Börsenschluss
nur noch 6,19 US-Dollar wert . Die Anwälte von Milberg Weiss gehen davon aus ,
dass " MP3.coms Umsatzanstieg gänzlich von der Fortsetzung seiner rechtwidrigen
Praktiken abhängig war " . Die Werbeeinnahmen , die über 90 Prozent des Umsatzes
vom MP3.com in der Zeit zwischen dem 13. Januar und dem 7. September ausmachten
, seien nur durch das Angebot unlizenzierter Musikstücke von Dritten möglich
gewesen . Für die Klage von Wilberg Weiss wird es entscheidend sein , wie der
Prozess von Universal gegen MP3.com ausgeht . Universal ist der letzten der fünf
großen Musik-Konzerne , die im Januar wegen des Dienstes My.MP3.com geklagt
hatten . Während die Warner Music Group , Sony Music , EMI und die Bertelsmann
Music Group mittlerweile Lizenzabkommen mit MP3.com getroffen haben , blieben
die Verhandlungen zwischen Universal und MP3.com bislang erfolglos . Robertson
hat bereits Berufung angekündigt . Ihm geht es dabei unter anderem um die
Ausräumung des Vorwurfs , dass MP3.com vorsätzlich gegen geltendes Gesetz
verstoßen habe . Sollte MP3.com mit seiner Berufung Erfolg haben , würde dies
die Argumentation von Milberg Weiss empfindlich schwächen . Rettungsmanöver der
Wackelkandidaten am Neuen Markt Der wegen falscher Erfolgsmeldungen in eine
schwere Krise geratene Softwarehersteller Infomatec hat durch den Verkauf seiner
Beteiligung an dem WAP-Dienstleister WAPme seine flüssigen Mittel vermehrt .
Wieviel der nicht genannte Investor bezahlen muss , teilte Infomatec nicht mit .
Neben der Sicherung der eigenen Liquidität will der Softwarehersteller mit
diesem Verkauf die angekündigte Konzentration auf das Kerngeschäft forcieren .
Auch der Internet- und Telefondienstleister Gigabell kämpft weiter ums Überleben
. Nachdem die Deutsche Genossenschaftsbank , eine der beiden betreuenden Banken
, die Zusammenarbeit nach dem Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens
aufgekündigt hatte , musste ein neuer so genannter Designated Sponsor gefunden
werden . Wie schon bei Infomatec fand sich Lang & Schwarz als Retter in der Not
. Außer Infomatec und Gigabell betreut diese Bank am Neuen Markt nur noch drei
weitere Werte , nämlich Brainpool , Matchnet und Onvista . Das Amtsgericht in
Frankfurt am Main hat mittlerweile als vorläufigen Insolvenzverwalter den
Betriebswirt Dirk Pfeil bestimmt . Pfeil muss in den nächsten Wochen prüfen , ob
die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens aufgrund der finanziellen Situation von
Gigabell sinnvoll ist . Ericsson macht s Nokia nach - bei den Ergebnissen Der
schwedische Telekommunikationsausrüster und Handyhersteller Ericsson hat genauso
wie schon sein Konkurrent Nokia einen sehr guten Geschäftsbericht vorgelegt .
Obwohl dies viele Analysten von der schwedischen Firma nicht anders erwartet
hatten , verloren ihre Wertpapiere an den internationalen Börsen im Vorfeld der
Berichterstattung ordentlich an Wert - warum auch immer . Doch damit nicht genug
: Nach der Veröffentlichung des Quartalsberichts sackte der Kurs von Ericsson an
der Börse in Stockholm vom einem Vortagsschluss bei 150,5 Schwedischen Kronen
auf 135 Schwedische Kronen ab , erholte sich aber gegen Mittag wieder leicht und
pendelte sich um 140 Schwedische Kronen ein . Der neuerliche Einbruch hängt
vermutlich mit einer Reduzierung der Umsatzprognosen für das laufende Jahr
zusammen : Hatte Ericsson bislang mit einem Umsatzplus über 25 Prozent gerechnet
, erwartet das Unternehmen jetzt nur noch eine Steigerung von etwa 25 Prozent .
Auch die Erwartungen an die Gewinnmarge des operativen Geschäfts korrigierte der
Konzern um drei bis vier Punkte auf sechs bis sieben Prozent nach unten . Die
Vorsteuergewinne aus dem operativen Geschäft liegen allerdings etwas niedriger :
Wie erwartet machte Ericsson seinen Gewinn vor allem im Geschäft mit
Netzwerktechnik . Nach eigenen Angaben haben 15 von 20
Telekommunikationsunternehmen , die in den Aufbau von UMTS-Netzen investieren
wollen , Ericsson als Lieferanten gewählt . Erst heute gab das Unternehmen
bekannt , dass beispielsweise auch Mobilcom bei Ericsson geordert hat . Die
Handy-Sparte war allerdings wie schon im zurückliegenden Quartal nicht
profitabel : Ericsson hat deshalb ein Restrukturierungsprogramm angekündigt ,
mit dem der Konzern im Handy-Bereich massiv Kosten sparen möchte . Dies will man
vor allem durch Auslagerung der Produktion in Billiglohnländer erreichen .
Allerdings ist die Handy-Sparte für Ericsson eher zweitrangig , wie im Umfeld
des Unternehmens hieß . Primär sei das Geschäft mit der Infrastruktur - und wenn
in diesem Bereich die Zahlen stimmen , sieht sich der Konzern in seiner
Strategie bestätigt . Gelockerte US-Exportbestimmungen zur Kryptographie in
Kraft Seit gestern gelten in den USA neue Exportbestimmungen für
Kryptographie-Produkte . Auf Druck der US-Wirtschaft hatte die Clinton-Regierung
im Januar einen Entwurf für neue Exportbestimmungen vorgelegt , der
Wettbewerbsnachteile von US-Firmen auf den internationalen Märkten für
Kryptographie-Software beseitigen sollte . Nach einer intensiven Diskussion
dieses Entwurf wurde am 17. Juli die Einarbeitung weiterer Änderungen
angekündigt . Die endgültige Fassung ist am 19. Oktober in Kraft getreten .
Lediglich eine Klassifikation muss für jedes Krypto-Produkt , das exportiert
werden soll , beim BXA beantragt werden . Weiterhin harten Beschränkungen
unterliegt der Export in so genannte " Terroristen-unterstützende Staaten " wie
den Iran , den Irak , Libyen oder Kuba . Ebenfalls Beschänkungen wie bisher ist
kryptoanalytische Software unterworfen . Industrieverbände begrüßten die neuen
Regelungen . UMTS-Auktion in Italien doch mit sechs Bewerbern Der italienische
Mobilfunkbetreiber Blu bietet in der seit gestern Mittag laufenden Auktion um
eine der fünf zu vergebenden UMTS-Lizenzen mit . Deshalb musste auch das
italienische Ministerium für Kommunikation nicht mehr befürchten , dass die
Auktion zur Farce wird : Ohne Blu hätten fünf Lizenzen an fünf Bewerber vergeben
werden müssen . Von einer solchen Auktion hätte sich der italienische Staat
keinen Geldsegen erhoffen können . Die italienischen Gesellschafter , allen
voran die Autobahngesellschaft Autostrade , die mit 32 Prozent die größte
Beteiligung an Blu hält , verlangten von British Telecom ( BT ) , dem einzigen
Telekommunikationsunternehmen im Kreise der Gesellschafter , eine Aufstockung
seiner Beteiligung . BT hält derzeit 20 Prozent der Anteile von Blu . Eine
Einigung in dem Streit wurde zwar noch nicht erzielt , aber BT signalisierte ,
dass eine Aufstockung möglich sei . Analysten gehen aber davon aus , dass auch
nach einer Aufstockung BT zunächst nicht mehr als 30 Prozent übernehmen wird .
Für die ursprünglich zugesagte Beteiligung in Höhe von 51 Prozent fehlen den
Briten , die schon in ihrem Heimatland und in Deutschland immense Summen für
eine UMTS-Lizenz zahlen mussten , einfach die Mittel . Man werde die Frage nach
dem Abschluss der Versteigerung entscheiden , verlautete aus Kreisen der
britischen Telefongesellschaft . Alle Gebote lagen sehr eng zusammen . Von daher
war es sicher noch kein Präjudiz auf den endgültigen Ausgang der Auktion , dass
das Konsortium Andala auf dem sechsten Platz lag und damit bei sofortigem
Auktionsende keine Lizenz erhalten hätte . Steuerliche Besserstellung beruflich
genutzter privater PCs gefordert Die unionsgeführten Länder Baden-Württemberg
und Hessen haben heute in den Bundesrat einen Entschließungsantrag ( Drucksache
604/00 ) eingebracht , um die berufliche Nutzung von privaten PCs und Internet
über private Leitungen steuerlich absetzbar zu machen . " Insbesondere für
Lehrer , die sich den neuen Herausforderungen des integrativen Einsatzes neuer
Medien im Unterricht stellen müssen , wollen wir die steuerrechtlichen Steine
aus dem Weg räumen " , sagte Baden-Württembergs Finanzminister Gerhard
Stratthaus in der Begründung des Antrags . Derzeit herrsche bezüglich privat
angeschaffter Computer im Steuerrecht ein Schwarz-weiß-Denken vor , erläuterte
Stratthaus' Pressesprecher Uwe Köhn . Wenn man glaubhaft machen könne , dass man
einen PC nur für die Arbeit einsetze , könne man seine Anschaffungskosten
vollständig als Werbungskosten geltend manchen ; wenn man aber einräume , dass
man ihn auch zu private Zwecke nutze , sei überhaupt keine steuerliche
Anrechnung möglich . Minister Stratthaus begrüßte in der Bundesratsdebatte
ausdrücklich die Ankündigung des Bundesfinanzministeriums , die private
Mitbenutzung von PCs und Internet am Arbeitsplatz steuerfrei zu stellen .
Insgesamt ist Köhn zuversichtlich , dass die Initiative von Baden-Württemberg
und Hessen erfolgreich sein wird - zumal die Bundesregierung sich ja auch schon
in dieselbe Richtung gehend geäußert habe . Es hält es für wahrscheinlich , dass
das Steuerrecht bald eine entsprechende Änderung erfahren werde . EU-Kommission
startet Befragung zur Software-Patenten Die Europäische Kommission hat eine
Sondierung zur Patentierbarkeit von Computerprogrammen , so genannten "
computer-implementierten Erfindungen " , eingeleitet . Hintergrund ist die
Befürchtung der EU , dass das Fehlen von EU-einheitlichen Rechtsvorschriften auf
diesem Gebiet das Wirtschaftswachstum , die Wettbewerbsfähigkeit und die
Binnenmarktentwicklung hemmen könnte . Die Kommission hat betroffene
Institutionen und Unternehmen , die Öffentlichkeit und die Mitgliedstaaten
aufgefordert , sich bis 15. Dezember 2000 zu einem Sondierungspapier der
Kommissionsdienststellen zu äußern . Die Kommission will dann ihre endgültige
Position zu der Frage der Patentierbarkeit von Software Anfang 2001 festlegen .
Nach geltendem Recht sind Computerprogramme " als solche " gemäß dem
Europäischen Patentübereinkommen ( EPÜ ) ( Artikel 52 , Absätze 2 und 3 ) nicht
patentierbar . Allerdings haben die nationalen Patenämter und das Europäische
Patentamt ( EPA ) viele Patente für technische Erfindungen erteilt , bei denen
ein Computerprogramm verwendet wird . Über die Patentierbarkeit von Software ist
in letzter Zeit intensiv diskutiert worden . Vor allem große Unternehmen sind
der Auffassung , dass Patente auf diesem Gebiet die Innovation fördern könnten ,
da sie einen angemessenen Schutz für die Investitionen bieten , die die
Entwicklung von Software erfordert . Auch das EPA befürwortet die
Patentierbarkeit von Computerprogrammen . Aus der mittelständischen Wirtschaft
und der Open-Source-Gemeinde kommt dagegen immer wieder Kritik . Die Sondierung
, die unter der Ägide der Generaldirektion Binnenmarkt läuft , soll der
Kommission helfen , den besten Lösungsansatz in dieser Frage zu ermitteln und
den goldenen Mittelweg zwischen Innovationsförderung und Gewährleistung eines
fairen Wettbewerbs zu finden . Zur Entscheidung dieser Frage hat die
Generaldirektion Binnenmarkt eine Studie erstellen lassen , die die Auswirkung
der Patentierbarkeit von Software auf die wirtschaftliche Entwicklung
untersuchen sollte . Das heißt : " Wer Schritte zur Ausweitung des
Patentschutzes in der Softwarebranche unternimmt , kann nicht für sich in
Anspruch nehmen , dass er sich dabei auf fundierte wirtschaftliche Daten stützt
" . Parallel zur Vorbereitung einer Rechtsetzungsinitiative der Europäischen
Gemeinschaft wird gegenwärtig an einer Änderung des EPÜ gearbeitet . Im November
2000 wird in München eine Regierungskonferenz stattfinden , auf der auch darüber
zu entscheiden sein wird , ob Computerprogramme von der Liste der nach dem EPÜ
nicht patentfähigen Sachen zu streichen sind . Eine Mehrzahl der Vertragsstaaten
des Übereinkommens ( Vertragsstaaten sind alle EU-Mitgliedstaaten sowie Zypern ,
Liechtenstein , Monaco und die Schweiz ) scheint bereit , eine solche Maßnahme
zu unterstützen . Eine Reihe von EU-Mitgliedstaaten haben jedoch signalisiert ,
dass sie eine Initiative der Kommission auf diesem Gebiet einer Änderung der EPÜ
vorziehen würden . Auch die Kommission hält nach eigenen Aussagen eine solche
Initiative für unerlässlich , um zu verhindern , dass nationale Gerichte und
Patentämter eine Praxis entwickeln , die die Erteilung nicht wünschenswerter
Patente ermöglicht . Die Kommission ist davon überzeugt , dass es nur durch eine
EU-weite Rechtsetzung möglich werde , die Patentierbarkeit von
Computerprogrammen in Europa auf das richtige Maß zu beschränken .
GMD-Gesamtbetriebsrat lehnt Fusion mit FhG ab Zur Begründung führte er an , dass
der im September vorgelegte Bericht der beiden als Moderatoren eingesetzten
Wissenschaftler Tom Sommerlatte und Arnold Picot die Unverträglichkeit der
Finanzierungsmodelle von GMD und FhG nicht habe überwinden können . Schon Mitte
Oktober wandten sich die Institutsleiter und der Wissenschaftlich-technische Rat
der GMD gegen den Zusammenschluss , dessen Auswirkungen sie als " verheerend "
bezeichneten . Die beiden Moderatoren waren eingesetzt worden , nachdem es vor
allem aus der Belegschaft der GMD massive Kritik an den Fusionsplänen der
Bundesministerin gegeben hatte . Die GMD-Wissenschaftler befürchten , dass sie
unter dem Dach der FhG nicht mehr wie bisher eine stark an Grundlagenforschung
orientierte Arbeit leisten könnten . Momentan wird diese Forschung dadurch
möglich , dass die GMD mit eine Drittmittelquote von nur 30 Prozent arbeitet .
70 Prozent der Forschungsgelder kommen aus institutionellen Töpfen . Die Arbeit
der FhG ist dagegen zu 75 Prozent drittmittelfinanziert und daher sehr viel
stärker als die der GMD an einer praktischen Verwertbarkeit orientiert . Die
Umsetzung der im Bericht der Moderatoren vorgestellten Vorschläge bedeute " ein
Überstülpen des jetzigen FhG-Modells auf die GMD " . Dieses lehnte die
Institutsleiter der GMD , der Wissenschaftlich-technische Rat , der
Gesamtbetriebsrat und die Belegschaft ab . Der GMD-Brief schließt mit der
Aufforderung an Ministerin Bulmahn , die Fusion von FhG und GMD nicht gegen den
Willen der GMD-Mitarbeiter durchzuführen . Es scheint allerdings fraglich , ob
der Widerstand der Mitarbeiter den Zusammenschluss von FhG und GMD wird
verhindern können . So manche Wissenschaftler der GMD scheinen nicht mehr daran
zu glauben , dass sie die Fusion verhindern oder dass sie auch unter dem Dach
der FhG ihre Arbeit fortsetzen können : Allein das in Darmstadt ansässige
GMD-Institut für Integrierte Publikations- und Informationssysteme ( IPSI ) hat
nach eigenen Angaben in den letzten Wochen vier führende Wissenschaftler wegen
des bevorstehenden Zusammenschlusses mit der FhG an die Wirtschaft verloren .
Auf den Sitzungen des Senats der FhG am 24. Oktober , des Aufsichtsrats und der
Gesellschafter der GMD am 3. November und schließlich des
Bund-Länder-Ausschusses am 7. November wird endgültig darüber entschieden , ob
die Fusion zustande kommt . Terra/Lycos will nach Italien expandieren Terra
Lycos , die Internet-Tochter der spanischen Telefongesellschaft Telefonica ,
will nach einem Bericht der Zeitung El Pais die Hälfte des Aktienkapitals von
Ciaoweb übernehmen . Das Internet-Portal Ciaoweb gehört zur Ciaoholding , einem
Joint-Venture des Autokonzerns Fiat und der Investmentgesellschaft Ifil . Erst
in der letzten Woche hatte Terras Chef Joaquim Agut angekündigt , dass seine
Gesellschaft ihre Präsenz auf neuen Märkten durch weitere Akquisitionen ausbauen
wolle . Ende Oktober konnte er sich über das positive Votum der
Lycos-Anteilseigner freuen , die der Übernahme des US-Internet-Anbieters durch
Terra zustimmten . Eine offizielle Bestätigung über die Verhandlungen zwischen
dem Konzern Fiat , der die Ciaoholding leitet , und Terra gab es noch nicht .
Nach den Informationen von El Pais sind die Verhandlungen aber schon weit
fortgeschritten . Beide Seiten sind durch Terras Mutterkonzern Telefonica
sowieso schon miteinander verbandelt : Telefonica ist genauso wie Fiat an dem
Konsortium Ipse 2000 beteiligt , das in Italien eine der fünf UMTS-Lizenzen
ersteigert hat . Auch für den deutschen Medienkonzern Bertelsmann hätte der Deal
, falls er denn zustande kommt , eine gewisse Bedeutung : Aus der Übernahme von
Lycos durch Terra ging der Gütersloher Riese , der mit 27 Prozent an Lycos
Europe beteiligt ist , als " strategischer Partner " von Terra Lycos für Inhalte
und E-Commerce hervor . Die Übernahme von Ciaoweb würde eine weitere Ausdehnung
des Kreises potentieller Kunden von Bertelsmann bedeuten - was dem Konzern vor
allem vor dem Hintergrund der Fusionsbestrebungen seines Konkurrenten Time
Warner mit dem Online-Dienst AOL sehr recht sein dürfte . Einchecken per
Internet und WAP Die Lufthansa bietet ab sofort einen Check-in-Service via
Internet oder WAP für Passagiere an , die ihren Flug mit einem elektronischen
Ticket , Etix genannt , antreten wollen . Beim Flug mit Etix wird kein
Flugschein mehr ausgehändigt , sondern der Flug mittels einer Kreditkartennummer
oder der Nummer einer Miles&More-Karte der Lufthansa einer Person zugeordnet ,
die dann mit der entsprechenden Karte einchecken kann . Musste dieser Check-in
bislang direkt am Flughafen vorgenommen werden , so kann er jetzt auch von jedem
beliebigen Internet-Anschluss oder über ein WAP-Handy erfolgen . Den neuen
Service kann man nicht nur mit elektronischen Tickets der Lufthansa , sondern
auch denen der Austrian Airlines , der Lauda Air und der Tyrolean Airlines
nutzen . Für die Scandinavian Airlines ist der Service in Vorbereitung . Für das
Einchecken per Handy erhalten die Kunden über wap.lufthansa.com mit ihrer
Miles&More- oder ihrer Kreditkartennummer sowie ihrem Nachnamen Zugang zu dem
Check-in-System . Die Bestätigung mit Flugnummer , Datum , Name , Sitzplatz und
dem Boarding-Gate erscheint dann auf dem Handy-Display . Im Internet ist das
Check-in-System für Etix-Kunden über www.lufthansa.com zu erreichen . Das
elektronische Einchecken ist bereits am Vortag des Abflugs ab 18.00 Uhr möglich
. Seine Bordkarte kann der Passagier dann an jedem Check-in-Schalter oder einem
speziellen Schnell-Schalter abholen . Da der Service an Etix gebunden ist , ist
das Einchecken übers Internet oder per WAP auch nur für die Flüge möglich , für
die die Lufthansa elektronische Tickets anbietet . Das sind derzeit alle
Inlandsflüge und Flüge zu 70 Zielen in 34 Ländern . Europäisches
Patentübereinkommen in Überarbeitung Diplomatische Vertreter der 20
Mitgliedstaaten der Europäischen Patentorganisation ( EPO ) sind heute in
München zusammengekommen , um über eine Änderung von rund 100 Artikeln des seit
1973 bestehenden Europäischen Patentübereinkommens ( EPÜ ) zu beraten . Ziel ist
es , die Verfahrensdauer zur Patenterteilung abzukürzen , die Kosten zu senken
und ein einheitliches Rechtssystem zu schaffen . Zur besseren Verankerung der
EPO auf politischer Ebene soll eine Ministerkonferenz der Vertragsstaaten
eingerichtet werden . Außerdem soll die bisher in Den Haag angesiedelte
Patentrecherche und die in München ansässige Patentprüfung an einem Ort zusammen
geführt werden . Nach Einschätzung von Roland Grossenbacher aus der Schweiz ,
dem Präsidenten des Verwaltungsrates der EPO , ist der heikelste
Diskussionsgegenstand die Frage , ob Computerprogramme " als solche " künftig
patentierbar sein sollen . Bisher ist dies nicht der Fall , der
Revisionsvorschlag des Verwaltungsrates sieht allerdings eine solche Regelung
vor . Widerstand dagegen kommt vor allem aus den großen Industrienationen
Europas wie Deutschland , England und Frankreich . Zum Auftakt der Konferenz
wurden die Teilnehmer mit Protesten von Greenpeace gegen ein erteiltes Patent
auf Embryonen konfrontiert , das ein Verfahren zur Isolation und Züchtung
embryonaler Zellen von Menschen und Tieren zur Erzeugung so genannter Chimären ,
also Mischwesen aus Tier und Mensch , umfasst . Die Umweltorganisation forderte
die Diplomaten auf , einen sofortigen Stopp der Patentierung von Lebewesen und
deren Genen zu verfügen . Das Europäische Patentamt müsse in seine Schranken
gewiesen werden , da es " widerrechtlich Patente auf Leben erteile " .
EPO-Präsident Ingo Kober sagte zu dem umstrittenen Chimären-Patent , dass eine
Nichtigkeitsklage gegen dieses Patent auch nach dem Verstreichen der
neunmonatigen Einspruchsfrist möglich sei . Käme es zu einer gesetzwidrigen
Verwertung des Patents , müsse die zuständige Staatsanwaltschaft einschreiten .
In Deutschland sei die Verwertung durch das Embryonengesetz verboten .
Greenpeace ziele mit seiner Kritik an der EPO auf die " falsche Organisation " .
Greenpeace-Sprecher Christoph Then widersprach allerdings Kober . Es sei die
Pflicht der Diplomaten , gegen das Chimären-Patent Einspruch einzulegen , und
nicht die einer Umweltschutzorganisation . Dem Patentamt warf Then "
Desorientierung und Verwirrung " vor , wenn es sich auf eine rein rechtliche
Position zurück ziehe , wonach die Erteilung eines Patents nicht gleichzeitig
die Genehmigung für eine Vermarktung darstelle . Das EPO belohne mit einem
Patent etwas , was ethisch nicht zu rechtfertigen sei . France Telecom baut
Netzwerksparte aus Der französische Ex-Monopolist France Telecom übernimmt die
Mehrheit am niederländischen Telekom-Konzern Equant und verschmilzt ihn mit
seiner Tochter Global One . Nach dieser Akquisition hält France Telecom 54,3
Prozent an Equant . Die übrigen Anteile sind im Streubesitz . Global One ,
ursprünglich ein Gemeinschaftsunternehmen mit der Deutschen Telekom und der
US-Telekommuniaktionsgesellschaft Sprint , ging Anfang des Jahres vollständig an
France Telecom , als die Deutschen und die US-Amerikaner aus dem Joint-Venture
ausstiegen . EMI-Bertelsmann-Deal nimmt Gestalt an Der Zusammenschluss des
britischen Musik-Konzerns EMI und des Plattenlabels des deutschen Medienkonzerns
Bertelsmann nimmt nach Informationen der internationalen Wirtschaftspresse
langsam Gestalt an . Das Wall Street Journal berichtet in seiner heutigen
Ausgabe , dass entgegen der letzten offiziellen Stellungnahme doch eine Fusion
der Bertelsmann Music Group ( BMG ) und EMI geplant sei . Durch diese
Kombination würde der weltgrößte Musik-Konzern mit einem Marktanteil von rund 25
Prozent entstehen . Derzeit besetzt BMG mit rund 11,9 Prozent Anteil am
internationalen Musikmarkt zusammen mit der Warner Music Group Platz vier ,
während EMI mit 12,9 Prozent auf Platz drei kommt . Das Blatt schreibt , dass
Bertelsmann BMG und EMI verschmelzen und dann mit 50,01 Prozent die Mehrheit am
neuen Konzern halten wolle . EMI solle weiterhin an der Börse notiert bleiben .
Time Warner wollte ein englisches Pfund Prämie pro Aktie zahlen . Am Freitag
schlossen EMIs Wertpapiere an der Börse in London mit einem Preis von 6,02
englischen Pfund . Es würden bereits auch Gespräche von Bertelsmann- und
EMI-Managern mit Vertretern der europäischen Wettbewerbskommission laufen ,
schreibt das Wall Street Journal weiter . Auch Bertelsmann-Chef Thomas
Middelhoff habe bereits in Brüssel vorgesprochen . Eine Veröffentlichung
weiterer Informationen über den Stand der Verhandlungen könnte morgen geschehen
, wenn EMI seinen Geschäftsbericht über das vergangene Jahr vorlegt . Noch sei
aber der Deal nicht beschlossene Sache : Der Financial Times sagte ein in die
Verhandlungen involvierter Informant , dass die Chancen für einen
Fusionsbeschluss bei 50:50 stünden . Time Warner öffnet sein Breitbandkabelnetz
Time Warner Cable , die Betreibergesellschaft für das US-Breitbandkabelnetz von
Time Warner , hat gestern die Unterzeichnung eines Vertrages bekanntgegeben , in
dem die Bedingungen geregelt sind , unter denen der Internet-Provider EarthLink
seine Dienste über das Kabelnetz von Time Warner anbieten kann . Mit diesem
Vertag kommt Time Warner einer Auflage der US-Handelsbehörde Federal Trade
Commuisson ( FTC ) nach . Die US-Regulierer hatten die Genehmigung für die
Fusion des Medienkonzerns mit AOL von der Gewährung eines diskriminierungsfreien
Zugangs für AOL-Konkurrenten zu dem Kabelnetz von Time Warner abhängig gemacht .
Allerdings reicht der Vertrag mit EarthLink allein wohl nicht aus : Dem
Vernehmen nach muss Time Warner mindestens drei AOL-Konkurrenten sein Kabelnetz
öffnen . Zumindest mit Juno , der Nummer drei des US-Internet-Markts , steht
Time Warner bereits ebenfalls in Verhandlungen . Einzelheiten über die im
Vertrag festgehaltenen Konditionen veröffentlichte Time Warner nicht . Auch ist
die Gültigkeit des Vertrages von der Genehmigung der Fusion durch die
Aufsichtsbehörden abhängig . In einer gemeinsamen Erklärung teilten AOL und Time
Warner unter Bezug auf den Vertagsabschluss mit , dass man dem Vertrag mit
EarthLink Modellcharakter für weitere Verträge mit Providern zuspreche . Die
Frist , innerhalb derer die FTC über die Fusion entscheiden muss , wurde noch
einmal um zwei Wochen verlängert . Mit einer Entscheidung ist jetzt also erst
Mitte Dezember zu rechnen . Siemens : Mit allen Geschäftsbereichen an die Spitze
Siemens strebt - anders als in einigen Zeitungsberichten gemeldet - keine
Konzentration auf die zwei Sparten Information und Kommunikation sowie das
Industriegeschäft an . Ein Umbau des Konzerns über die bislang geplanten
Vorhaben hinaus sei nicht vorgesehen . Ein Sprecher des Konzerns teilte auf
Anfrage von c't mit , dass in den entsprechenden Berichten Aussagen von
Siemens-Finanzchef Heinz-Joachim Neubürger sinnentstellend wiedergegeben sind .
Siemens halte weiterhin an seinem im November 1998 vorgestellten
10-Punkte-Programm fest : Die Bereiche , in denen dieses Ziel nicht erreicht
werden kann , sollten ausgeliedert werden . Im 10-Punkte-Programm sei diese
Strategie detailliert dargelegt . Wie bereits gemeldet , verhandelt Siemens mit
Bosch über den Kauf der Mobilfunk-Sparte des Stuttgarter Konzerns . Der Sprecher
zeigte sich zuversichtlich , dass die Gespräche schon innerhalb der nächsten
Wochen zu einem positiven Abschluss kommen werden . Deutsche Bank im
Internet-Fieber Die Deutsche Bank will ihre Internet-Aktivitäten deutlich
verstärken . Teil dieser Strategie sind E-Commerce-Kooperationen mit SAP , AOL
Europe und eTime Capital , teilte heute Vorstandssprecher Rolf-Ernst Breuer mit
. Die Kooperation mit Business-Software-Hersteller SAP sieht die Integration von
Finanzdienstleistungen der Deutschen Bank in die von SAP selber betriebenen und
auf SAP-Basis arbeitenden Internet-Marktplätze vor . Die Zusammenarbeit mit
eTime Capital , das sich auf Finanzinformationssysteme spezialisiert hat , soll
dem Frankfurter Kreditinstitut Real-Time-Dienstleitungen in den Bereichen
Forderungsankauf und -verbriefung ermöglichen . In den Bereichen Brokerage und
Online-Banking will die Deutsche Bank mit AOL Europe kooperieren . Das
Geldinstitut will die eigene Präsenz im Internet weiter verbessern : Nachdem die
Zusammenarbeit der Deutschen Bank 24 mit Yahoo schon eine deutliche Verbesserung
der Positionierung im Internet bedeutet habe , sei mit moneyshelf.com ein
persönliches Finanzportal der Bank 24 geplant . Auch eine Zusammenarbeit mit dem
Internet-Portal Lycos , dem Medienriesen RTL , der spanischen Banken-Gruppe
LaCaixa und der Verlagsgruppe Frankfurter Allgemeine Zeitung kündigte Breuer an
. Ziel der Einrichtung dieser Fonds , an denen neben der Deutschen Bank vor
allem Industrieunternehmen beteiligt sein sollen , sei es , durch Investitionen
in erfolgversprechende Internet-Firmen dem Wandel zum E-Business in Europa und
Asien einen Impuls geben . 400 Millionen für Bildungssoftware Das Programm ist
auf eine Dauer von fünf Jahren angelegt . Förderungsfähig sei nicht nur die
Entwicklung von Software für den Einsatz in Schulen , sondern auch solche für
Hochschulen , Berufsschulen und Betriebe , sagte die Ministerin . Sie forderte
alle mit Bildung und Ausbildung befassten Institutionen und Gruppierungen auf ,
Vorschläge für die Integration moderner Medien in den Unterrichts- und
Bildungsablauf zu erarbeiten . Bei der technischen Realisierung der Software
lege das Ministerium besonderen Wert auf die Entsprechung mit gängigen Standards
und die Verfügbarkeit unter verschiedenen Betriebssystemen , unter anderem Linux
, teilte eine Sprecherin mit . Projektträger soll die GMD - Forschungszentrum
für Informationstechnik sein . Auf deren Internet-Seiten sind weitere
Informationen zur Förderausschreibung erhältlich . Lycos-Aktien 30-fach
überzeichnet Investoren glauben offenbar weiterhin an die Wertpotentiale der
Internet-Unternehmen : Die Aktie von Lycos Europe ist 30-fach überzeichnet . Das
Bookbuilding-Verfahren endete mit der Festsetzung des Emissionspreises auf 24
Euro . Erster Handelstag des Papiers am Neuen Markt ist der morgige Mittwoch .
Privatanleger wurden bei der Zuteilung überproportional berücksichtigt und
erhalten etwas mehr als 20 Prozent der neuen Aktien . Für die Zuteilung wandte
das Bankenkonsortium das Losverfahren an . Bei der Deutschen Bank wanderten
unabhängig von der gezeichneten Anzahl je 65 Aktien in die ausgelosten Depots ,
bei der Commerzbank je 40 Aktien . Nach dem Börsengang hält bei vollständiger
Ausübung der Mehrzuteilungsoption Lycos Inc. 43,1 Prozent der Anteile ,
Bertelsmann und Gruner+Jahr 26,8 Prozent und Christoph Mohn ,
Vorstandsvorsitzender von Lycos Europe , 16,2 Prozent . Die restlichen 13,9
Prozent befinden sich im Streubesitz . Angst vor einem Computerchaos wie beim
Börsengang von Infineon hat man bei den beteiligten Banken nicht : Man vertraut
darauf , dass aufgrund der vergleichsweise geringen Zahl der emittierten Aktien
alle Systeme ausreichend dimensioniert sind und den anfallenden Traffic
angemessen verarbeiten können . DaimlerChrysler gründet E-Business-Holding Der
Vorstandsvorsitzende von DaimlerChrysler , Jürgen Schrempp , kündigte in einem
Interview mit dem Manager Magazin an , eine Holding für die
E-Business-Aktivitäten des Konzerns zu gründen zu wollen . Ein Börsengang der
neuen Holding sei denkbar . " Wir werden zeigen , dass wir bald auch im
E-Business an vorderster Stelle stehen " , sagte Schrempp . Im
IT-Dienstleistungssektor ist DaimlerChrysler vor allem durch das Debis-Sytemhaus
repräsentiert . Im Internet hatte der Konzern mit Ford und General Motors Ende
Februar einen Internet-Marktplatz ins Leben gerufen , der jetzt unter dem Namen
Covisint firmiert und als der größte Business-to-Business-Marktplatz im Internet
gilt . Mitte April schlossen sich auch Renault und Nissan diesem Joint-Venture
an . Ende Mai erwarb der Konzern einen Anteil an dem amerikanischen Softwarehaus
Powerway . Schrempp betonte , dass DaimlerChrysler seinen Umsatz außerhalb des
Autogeschäfts mittelfristig auf 50 Prozent steigern wolle . Von diesem Ziel ist
der Konzern derzeit allerdings noch weit entfernt : Der Dienstleistungsbereich
schlug nur mit knapp 13 Milliarden zu Buche , das sind 8,7 Prozent .
Wirtschaftsforscher fordern effizienteren Telekom-Wettbewerb In ihrem aktuellen
Wochenbericht ( 25/2000 vom 22. Juni 2000 ) warnt das Deutsche Institut für
Wirtschaftsforschung ( DIW ) vor wettbewerbsschädigenden Konzentrationsprozessen
auf dem Telekommunikationsmarkt . Die Wirtschafsexperten fordern den weiteren
Abbau von Marktzutrittsbarrieren vor allem im Ortsbereich der Telekommunikation
. Mitschuld an dem Quasi-Monopol der Deutsche Telekom im Ortsnetzbereich sei die
Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation ( RegTP ) . Während der
Bericht einer Gefahr von Wettbewerbsverzerrungen durch Fusionen eher eine
untergeordnete Bedeutung beimisst , sieht er große Probleme bei der momentanen
Regelung der Durchleitungspreise auf der " letzten Meile " zum Kunden . Nach der
Darstellung des Forschungsinstituts unterscheidet sich die Preisentwicklung für
Telekommunikationsdienstleistungen im Ortsnetzbereich denn auch drastisch von
der in allen anderen Bereichen . Während die Konkurrenzsituation , die die
Liberalisierung des Telekommunikationsmarkts ermöglicht hat , im Bereich des
Mobilfunks , der Auslands- und der Ferngespräche in der Zeit von Januar 1996 bis
April 2000 zu einer Preissenkung von gut 50 Prozent geführt habe , seien in der
gleichen Zeit die Preise für Ortsgespräche insgesamt um zehn Prozent gestiegen .
Vor allem für die Preisentwicklung im Bereich des Internetzugangs , der in der
Regel über den Ortsnetzbereich geschieht , habe dies negative Auswirkungen . Die
Autoren des Berichts hoffen , " dass die RegTP bei der Neuregelung der
Durchleitungspreise im Ortsbereich zum 1. April 2001 die Schaffung eines
effizienten Wettbewerbs in den Vordergrund stellen wird " . Im Prinzip aber
erwarten sie aufgrund des Konkurrenzdrucks einen weiteren Verfall der Preise im
Telekommunkationssektor . Vor allem der deutsche Ableger des Online-Dienstes AOL
beschwert sich immer wieder über das Ortsnetzmonopol der Deutschen Telekom , das
diese zur Unterstützung der eigenen Online-Tochter T-Online missbrauche . Der
Präsident der RegTP , Klaus-Dieter Scheuerle , sieht allerdings derzeit keinen
Handlungsbedarf . Er will die Überprüfung des Standes der Liberalisierung Anfang
2001 abwarten und dann entscheiden , ob die derzeit geltende Regelung der
Durchleitungsgebühren geändert werden muss . Mit etwas Pech könnten sich schon
bald alle CD-Rohlinge deutlich verteuern - nämlich dann , wenn auf die
Silberscheiben die schon bei Musikkassetten , Videokassetten und
Musik-CD-Rohlingen übliche Abgabe entsprechend dem Urhebergesetz fällig wird .
Diese Abgabe , die für das private Kopieren von urheberrechtlich geschützten
Werken erhoben wird , liegt bei den letztgenannten drei Medien zwischen 12 und
17 Pfennigen pro Stunde Aufnahmekapazität . Die Abgaben fließen über die
Verwertungsgesellschaften den Rechteinhabern zu . Dass normale CD-Rohlinge für
Daten , auf die man auch Musik aufnehmen kann , von urheberrechtlichen
Regelungen nicht erfaßt werden , ist der International Federation of the
Phonographic Industry ( IFPI ) und anderen Verbänden schon lange ein Dorn im
Auge . Torsten Braun vom IFPI erklärte gegenüber der Tageszeitung Die Welt ,
dass im Kaufpreis einer bespielten CD durchschnittlich acht Mark Lizenzgebühren
enthalten seien . Für die Kunden würde dies eine Preissteigerung von derzeit
rund ein bis zwei Mark pro Rohling auf fünf bis sechs Mark bedeuten . Auf
freiwilliger Basis gibt es seit kurzem eine Urheberrechtsabgabe . Die deutsche
Musikindustrie einigte sich im Mai mit den Rohlingherstellern auf eine Abgabe
von 12 Pfennig pro Stunde Aufnahmekapazität . Eine gesetzliche Verpflichtung für
diese Abgabe gibt es noch nicht . Christian Arns , Sprecher des für das
Urheberrecht zuständigen Justizministeriums , sagte auf Anfrage von c't , dass
es derzeit von Seiten des Justizministeriums auch keine offiziellen Pläne in
Richtung einer Änderung des Urheberrechts gebe . Mutmaßungen der Welt , dass im
nächsten Vergütungsbericht , der dem Bundestag im Sommer vorgelegt werden soll ,
eine Abgabepflicht für alle CD-Rs vorgeschlagen werde , wollte Arns nicht
kommentieren . Allerdings bestätigte er , dass an Justizministerin Herta
Däubler-Gmelin der Wunsch nach einer solchen Abgabe schon oft herangetragen
worden sei . Die Ministerin habe ein solches Ansinnen bislang " nie in Bausch
und Bogen verworfen " . Sun meldet " All Time Record Quarter " Gegenüber dem
vierten Quartal 1999 bedeutet dies eine Steigerung um 42 Prozent . Die Gewinne
aus dem operativen Geschäft konnte Sun sogar noch stärker steigern : Er wäre
sogar noch höher ausgefallen , wenn Sun alle Kundenwünsche hätte erfüllen können
: Am 30. Juni ging für Sun auch das Geschäftsjahr 2000 zu Ende . Pro Aktie
entspricht dies einem Gewinn von 1,10 US-Dollar . " Die Zahlen sprechen für sich
" , sagte Sun-Chef Scott McNealy . Auf dem Markt für Unix-Server folgen auf den
Plätzen zwei und drei IBM und Hewlett Packard . Lehman fügte hinzu , dass Sun im
laufenden Geschäftsjahr eine Umsatzsteigerung von 25 bis 30 Prozent anstrebe .
Unter dem Eindruck des guten Ergebnisses , das auch von Analysten in den
höchsten Tönen gelobt wurde , ging der Kurs des Sun-Wertpapiers vom
Vortagsschluss bei 93,9 US-Dollar um 4,4 Prozent auf 98 US-Dollar hoch . "
e-Bürgerdienste-Gesetz " in Baden-Württemberg verabschiedet Der unter
Federführung des baden-württembergischen Innenministeriums erarbeitete
Gesetzentwurf soll den Einsatz von modernen Kommunikationsmitteln in der
öffentlichen Verwaltung befördern und letztlich die Möglichkeit eröffnen , dass
Behördengänge weitgehend überflüssig werden . " Denn Zeit ist Geld " , sagte
Innenminister Thomas Schäuble . Das Gesetz ermächtigt für bestimmte Bereiche die
zuständigen Ministerien zur Erlassung von Verordnungen , dass bestimmte
Verwaltungsvorgänge nicht mehr schriftlich sondern elektronisch übermittelt
werden können . Um die Authentizität der übermittelten Dokumente zu
gewährleisten , legt das Gesetz fest , dass alle elektronischen Transaktionen
mit einer dem Bundesgesetz von 1997 entsprechenden elektronischen Signatur
versehen sein müssen . Elektronische Verfahren dürfen dem Gesetz entsprechend
zukünftig in den Bereichen Meldewesen , Bauwesen , Schulwesen , Hochschulwesen ,
kommunales Steuer- und Abgabenrecht , Umweltschutz , Statisitk im Landesbereich
und Wahlrecht zur Anwendung kommen . Allerdings muss weiterhin dort schriftlich
agiert werden , wo dies das Bundesrecht explizit vorschreibt . Schäuble sieht
diesbezüglich einen deutlichen Verbesserungsbedarf im Bundesrecht und hat die
Einbringung eine Bundesratsentschließung angekündigt , in der er die Einführung
von Experimentierklauseln oder die Verabschiedung eines Erprobungsgesetzes
fordert . Hintergrund : Die Wanderung der UMTS-Milliarden Gleich nach Beendigung
der Auktion knallten in Mainz die Champagner-Korken : Klaus-Dieter Scheuerle ,
der Präsident der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post ( RegTP ) ,
lud auf ein Gläschen Moet ein . Vor allem T-Mobil sah sich massiver Kritik aus
den Reihen seiner Konkurrenten ausgesetzt , da die Mobilfunktochter der
Deutschen Telekom am Längsten an der Strategie festhielt , durch den Erwerb
einer großen Lizenz einem Konkurrenten den Marktzutritt in Deutschland zu
verwehren . Bekanntlich ging die Strategie nicht auf . Verhaltener Optimismus
Andere nahmen es gelassener : E-Plus-Geschäftsführer Horst Lennertz sagte nach
der Auktion , dass sich alle Unternehmen als Sieger fühlen könnten . Auch
Mobilcom-Chef Gerhard Schmid zeigte sich zufrieden mit dem Resultat der Auktion
. In internationalen Vergleich sei der Preis für die Lizenz sogar gar nicht so
hoch : Die Unternehmen müssten einfach viel aus ihrer Lizenz machen , sagte
Schmid . Mobilcom und das Konsortium 3G sind die Newcomer unter den deutschen
Lizenzinhabern . Dennoch gibt sich Cesar Alierta , der Chef der spanischen
Gesellschaft Telefonica , die die Mehrheit an 3G hält , zuversichtlich . Der
Eintritt in den deutschen Markt sei " ein Meilenstein der internationalen
Expansion Telefonicas " , sagte er . Bislang hatte sich die Expansionspolitik
der Spanier vor allem auf die spanisch- und portugiesischsprachigen Länder
bezogen . Konjunkturmotor UMTS Mit dem Aufbau der Netze können sich die
Unternehmen jetzt nicht allzu viel Zeit lassen . Netzwerkausrüster und
Wirtschaftspolitiker freuen sich natürlich über die Investitionen , die nach dem
Lizenzerwerb jetzt in den Aufbau einer Netz-Infrastruktur getätigt werden müssen
. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie rechnet nach Aussagen von
Staatssekretär Siegmar Mosdorf mit bis zu 750.000 neuen Arbeitsplätzen durch die
Einführung des UMTS-Mobilfunkstandards . Auch die teilweise befürchtete
Zinssteigerung auf dem Kapitalmarkt für den Euro ist wohl nicht zu erwarten .
Natürlich müssen die Unternehmen jetzt viel Geld beschaffen , um ihre Schuld bei
der RegTP bezahlen zu können - dafür haben sie nicht besonders viel Zeit , denn
die Überweisung der Lizenzgebühr muss binnen zehn Tagen nach schriftlicher
Preisfestlegung geschehen . Aber nach Meinung vieler Banker werden die
Unternehmen verstärkt auf den Dollar-Markt ausweichen . Außerdem bedeutet die
angekündigte Schuldentilgung des Bundes einen hohen Kapitalrückfluss in den
Euro-Finanzmarkt . Eine Tilgung in Milliardenhöhe wirkt sich eher zinssenkend
aus . Hans im Glück Um die Verwendung der gesamten Lizenzsumme zur
Schuldentilgung wirklich durchzusetzen , werden Bundesfinanzminister Hans Eichel
und sein Chef , Bundeskanzler Gerhard Schröder , allerdings noch viel Kritik
auszuhalten haben . Vor allem die Bundesländer fordern immer vernehmlicher eine
Beteiligung an den Auktionserlösen . Eichel hatte zwar schon im Mai klar gemacht
, dass seiner Ansicht nach die Entscheidung über die Verwendung der Erlöse aus
der Versteigerung der UMTS-Lizenzen Bundessache sei . Er berief sich dabei auf
das Telekommunikationsgesetz ( TKG ) und die Finanzverfassung des Bundes :
Begherlichkeiten der Länder erteilte er eine klare Absage : " Wir haben eine
Verfassung und leben nicht in einem finanzpolitischen Catch-as-catch-can . " Er
sah sich mit seiner Position auch vor Beginn der Auktion in Mainz mit keiner
allzu großen Kritik konfrontiert . Nach dem Resultat der Lizenzversteigerung in
Großbritannien schienen die Unternehmen nicht gewillt , noch einmal
Milliardensummen in irrsinniger Höhe für die Eintrittkarte in den UMTS-Markt zu
zahlen ; und das magere Ergebnis der Auktion in den Niederlanden schien dies zu
bestätigen . Das änderte sich allerdings radikal , als deutlich wurde , dass die
Lizenzsumme in Deutschland doch noch in schwindelerregende Höhe klettern würde .
Die Länder begründeten ihre Forderungen vor allem mit Steuerausfällen , die
wegen der Abschreibung der Lizenzkosten durch die Unternehmen zu erwarten seien
. Vor allem CDU-regierte Bundesländer und Bayern halten Eichel diese Erwartungen
von Ausfällen in Milliardenhöhe vor , für die sie Ausgleichszahlungen vom Bund
fordern . Bislang aber zeigt sich der Finanzminister hart : " Jede Mark geht in
die Tilgung . " Eichel will dadurch die Zinszahlungen reduzieren und wieder mehr
finanzpolitischen Spielraum gewinnen . Die Zinsersparnisse sollen vor allem in
die Bereiche Bildung und Verkehrsinfrastruktur fließen . Eine aktuelle Umfrage
des Marktforschungsinstituts Dimap kommt zu dem Ergebnis , dass 47 Prozent der
Deutschen in Ost und West dafür sind , dass die UMTS-Milliarden ausschließlich
zur Schuldentilgung eingesetzt werden . 46 Prozent wünschen sich mehr Geld für
Forschung und Bildung . 37 Prozent erhoffen sich Steuersenkungen , 36 Prozent
Rentenerhöhungen und 22 Prozent mehr Geld für den Straßenbau . Durch Fusion zum
größten kanadischen Mobilfunkanbieter Das Unternehmen ist erst im letzten Jahr
durch den Zusammenschluss der ehemals staatlichen
Telekommunikationsgesellschaften Telus mit Sitz im Bundesstaat Alberta und BC
TEL mit Sitz in British Columbia entstanden . Bislang hat die Firma kein eigenes
kanadisches Mobilfunknetz ; durch die Übernahme von Clearnet mit seinem
Mobilfunknetz erübrigt sich der Aufbau einer eigenen Netzinfrastruktur .
Außerdem soll die Aquisition die Datendienstleistungs- und
Internet-Expansionspläne von Telus vorantreiben . Clearnet-Großaktionäre , die
86 Prozent der stimmberechtigten Aktien der Gesellschaft kontrollieren , haben
der Transaktion zugestimmt . Die US-Telefonriese Verizon ist mit 26,6 Prozent an
Telus beteiligt , während die US-Mobilfunkfirma Nextel und Motorola Canada
Großaktionäre bei Clearnet sind . Apples Werbeagentur dementiert Druck auf
Presse Apples Werbeagentur Tbwa/Chiat/Day hat Vorwürfe zurückgewiesen , sie
mache die Vergabe von Anzeigenaufträgen an Mac-Magazine davon abhängig , dass
diese sich nicht an der Verbreitung von Gerüchten oder unautorisierten
Insider-Informationen über Apple-Produkte beteiligten . Die Kontakte mit den
Zeitschriften seien reine Routine gewesen . Apple habe keinerlei Kenntnis von
den Befragungen gehabt . Jeremy Miller , PR-Direktor von Tbwa/Chiat/Day , sagte
dem Online-Nachrichtendienst ZDNet , dass man jeden Anzeigenkunden befrage , wie
er mit Gerüchten über die Auftraggeber der Werbeagentur umgehe . Auch
Mac-Zeitschriften habe man befragt , dabei aber keinen Einfluss auf die
Redaktionen nehmen wollen . Peter Hirschfeld von MacAddict , einer der angeblich
betroffenen Publikationen , bestätigte diese Version Millers : " Es gab in
keiner Weise ungewöhnliche oder unangemessene Fragen " , sagte er dem
Nachrichtendienst . Schlamperei beim insolventen Provider Gigabell Der vorläufte
Insolvenzverwalter Dirk Pfeil , den das Amtsgericht Frankfurt am Main nach
Gigabells Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens bestellt hatte , trifft
bei seiner Arbeit auf unerwartete Schwierigkeiten . Wie Pfeil c't mitteilte ,
sei es sehr schwierig , alle nötigen Unterlagen für seine Arbeit
zusammenzutragen . Pfeil muss ein Gutachten über die finanzielle Situation des
Frankfurter Unternehmens erstellen , auf dessen Grundlage das Gericht über die
Eröffnung eines Insolvenzverfahrens entscheiden wird . " Manchmal lobe ich mir
doch die Zustände in der Old Economy " , klagte er im Gespräch mit c't . Die
Aktenführung bei Gigabell entspreche nicht dem , " was man eigentlich hätte
erwarten müssen " . So sei es sehr schwierig , sich einen Überblick über die
flüssigen Mittel des Unternehmens zu verschaffen . Die prekäre Situation der
Firma werde aber beispielsweise daran deutlich , dass aufgrund offener
Rechnungen die Stadtwerke mittlerweile drohten , Strom und Wasser abzustellen .
Er habe den Vertrag noch nicht gesehen , man habe ihm aber berichtet , dass es
neben dem Vertrag noch eine bisher verschwiegene Nebenabrede gebe . Genauere
Erkenntnisse erhofft er sich in den nächsten Tagen . Nach Recherchen von
Financial Times Deutschland und PC-Online handelt es sich bei Costingham um eine
dubiose Firma . Ursprünglich in Irland ansässig , sei sie von Amts wegen
geschlossen und kurze Zeit später auf den Bahamas wieder eröffnet worden . Eine
Adresse von Costingham habe Gigabell noch nicht herausgegeben , so die beiden
Medien . Aufsichtsratsvorsitzender war der ehemalige Postminister Christian
Schwarz-Schilling . Am 25. August gab Gigabell die Auswechslung des gesamten
Aufsichtsrats bekannt . Seine Aufgabe der Start-up-Begleitung sei erledigt . Am
25. August gab Gigabell auch die Vereinbarung mit Costingham über die
Kapitalerhöhung bekannt . Der neu berufene Aufsichtsrat um Markus Ross ist nach
Informationen der Financial Times Deutschland inzwischen nach Differenzen mit
dem Vorstand schon wieder zurückgetreten . Hans-Christian Hauck , einer der
zurückgetretenen Aufsichtsräte , sagte dem Blatt , dass der Vorstand ihn und
seine Kollegen nicht ausreichend oder gar irreführend informiert habe . Die
Aktie von Gigabell ist derzeit hohen Kursschwankungen ausgesetzt . Schon nach
dem Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens prophezeiten Analysten , dass
die Aktie zum " Zockerpapier " verkommen würde . Das scheint sich jetzt zu
bestätigen . Gegen 15 Uhr kostete das Papier knapp vier Euro . Mobilcom erwägt
den Verkauf von Freenet Der Büdelsdorfer Telekommunikationsanbieter Mobilcom
prüft derzeit Möglichkeiten , seine Internet-Tochter Freenet zu versilbern .
Mobilcom hält an dem Internet-Dienstleister derzeit 77 Prozent der Anteile . Man
habe die Investmentbank Credit Suisse First Boston damit beauftragt , " die
strategischen Möglichkeiten einer internationalen Positionierung der freenet.de
AG zu prüfen " . MobilCom erhofft sich von einer solchen Internationalisierung
eigenen Angaben zufolge eine höhere Bewertung an der Börse . Freenet kostete
gegen 16 Uhr am Neuen Markt in Frankfurt 83 Euro , Mobilcom 98 Euro . Allerdings
dementierte Mobilcom Presseberichte , nach denen die Verkaufsüberlegungen mit
dem Erwerb einer UMTS-Lizenz in Deutschland zusammenhingen . Die Lizenz werde
aus Eigenmitteln , die aus der Beteiligung von France Telecom resultierten , und
über Bankkredite finanziert . FCC stellt Bedingungen für AOL und Time Warner
Mitarbeiter der US-amerikanischen Regulierungsbehörde Federal Communications
Commission ( FCC ) haben in einem vorläufigen internen Papier , das der
Washington Post vorliegt , die Genehmigung der Fusion AOL und Time Warner
empfohlen , wenn sich die beiden Unternehmen zu einer Reihe von Zugeständnissen
durchringen . AOL und Time Warner sollen sich rechtlich bindend dazu
verpflichten , ihren Konkurrenten den Zugang zum Kabelnetz von Time Warner zu "
nicht-diskriminierenden Bedingungen " zu gewähren und ihren Kabelkunden eine
freie Wahl des Internet-Providers zu garantieren . Time Warner besitzt in den
USA das zweitgrößte Breitband-Kabelnetz . Der Inhaber des größten Kabelnetzes ,
die Telekommunikationsgesellschaft AT&T , ist seit dem Kauf des
Kabelunternehmens MediaOne mit 25,5 Prozent an Time Warner Entertainment
beteiligt . Ein Verbot der Fusion drohe immer noch für den Fall , dass die
Unternehmen nicht einlenkten , betonten die Quellen des Blattes . Auch die
Bedenken der US-Handelsbehörde Federal Trade Commission ( FTC ) gegen die Fusion
gründen vor allem in der Sorge um den freien Zugang zu den Kabelnetzen von Time
Warner . Allerdings sei die FTC in der Untersuchung des Falles noch nicht so
weit wie die FCC . Die EU-Kommission , die ebenfalls Bedenken gegen die
Fusionspläne hat , konzentriert sich in ihrer Untersuchung mehr auf den
zeitgleich geplanten Zusammenschluss von EMI und der Warner Music Group .
Hintergrund : Der ICANN-Wahlkampf läuft an Vielleicht bereuen manche Kandidaten
für einen Sitz im Direktorium der Internet Corporation for Assigned Names and
Numbers ( ICANN ) ihre Kandidaturen schon wieder - der erste europäische
Internet-Wahlkampf der fünf von ICANN nominierten und der zwei von den Usern
gewählten Kandidaten fordert auf jeden Fall eine Menge "Aufmerksamkeits"-Arbeit
. Das von ICANN eingerichtete Frage-Antwort-Forum ist nur eine Adresse , unter
der die Kandidaten den Wählern Rede und Antwort stehen sollen . Morgen abend
zwischen 18 und 20 Uhr können Wähler fünf der sieben europäischen Kandidaten
beim Chat auf den ICANN-Europe-Seiten des Fördervereins Informationstechnik und
Gesellschaft ( FITUG e. V. ) treffen . Am Montag zwischen 15 und 16 Uhr sind die
drei deutschen Kandidaten auf dem Tagesspiegel-Podium zu beobachten , das per
Live-Stream auch im Internet verfolgt werden kann . Ohnehin werden den drei
deutschen Kandidaten die besten Chancen bei der Wahl vom 1. bis 10. Oktober
eingeräumt . Im Wahlkampf gehören sie zu den Aktivsten , allerdings auf sehr
unterschiedliche Weise . 250 bis 300 Mails erhält sie täglich , mindestens 50
substantielle Antworten pro Tag kann sie bewältigen . Wie der norwegische
Kandidat Alf Hansen , ebenfalls zu Antworten auf alle Fragen der User bereit ,
beantwortet sie grundsätzliche ICANN-Fragen in einer FAQ . Trotzdem bedeutet der
Wahlkampf für sie zur Zeit sieben Tage Arbeit in der Woche . Ein bisschen
zusätzliche Werbung für Hofmann kommt vom US-Kandidaten Lawrence Lessig , der
ihre Wahl empfiehlt . Top-Favorit Müller-Maguhn , der mit mehr Stimmen als jeder
andere Kandidat weltweit nominiert wurde , ist der Medienliebling - über ihn
berichtet nun auch der deutsch-französische Kulturkanal Arte Anfang Oktober in
einer Info-Sendung . Dem Medieninteresse nicht nur zum Thema ICANN muss der
Berliner allerdings so viel Zeit widmen , dass er wenig an den Diskussionen über
Mailing-Listen teilnehmen kann . Für die perfekte eigene Wahlkampf-Website samt
allwöchentlichem Chat jeden Donnerstag um 17 Uhr , wie sie Winfried Schüller hat
, reicht es da nicht mehr . Schüller , der wochenlang Anfragen an die
Telekom-Pressestelle weitergeleitet hatte , verfügt eindeutig über das stärkste
Back-Office . Obwohl er inzwischen betont , er kandidiere als Privatmann , kann
man davon ausgehen , dass er seine Seiten nicht privat pflegt . Als Eigentümer
der Domain winfriedschueller.de ist jedenfalls die Telekom-Tochter Te De Nova
Berkom ausgewiesen . Auf eine ähnliche Unterstützung hätten wohl allenfalls die
von verschiedenen Industrieverbänden favorisierten Kandidaten verfügen können ,
die allerdings nicht die notwendigen Nominierungsstimmen erhalten hatten .
Letztlich bleibt die " private " Telekom-Kandidatur problematisch und die
Aussage Schüllers , dass es keine Konfliktsituationen für den At-Large-Vertreter
und Telekom-Mitarbeiter geben wird , wirkt naiv . Mit ähnlichen Vorbehalten hat
übrigens auch der ebenfalls nominierte France-Telecom-Mitarbeiter Olivier Muron
zu kämpfen . Welche Wahlkampfstrategie aufgeht und ob die Faktoren Nationalität
, professioneller Hintergrund , Web-Präsenz oder Medienbekanntheit den Ausschlag
geben werden , bleibt abzuwarten . " Wir wissen auch nicht , wer der User
eigentlich ist " , sagt Roessler . Obwohl nach der umständlichen Prozedur der
Wählerregistrierung nur noch die Hälfte der ursprünglich interessierten
Mitglieder verblieben ist , stellt die Zusammensetzung der 76.504 Wähler den
Unsicherheitsfaktor Nummer eins dar . Darauf hoffen die ehrenamtlichen
Organisatoren . In den USA wird ICANN-Europe bereits als Modell gehandelt . Die
Nordamerika-Kandidaten wurden indessen vom Berkman Center für den 2. Oktober
eingeladen . In den anderen drei Regionen Afrika , Asien/Pazifik und
Lateinamerika/Karibik dümpelt der Wahlkampf demgegenüber nur müde vor sich hin :
Auf dem Frage-und-Antwort-Forum für die Lateinamerika-Kandidaten hat sich noch
gar niemand gerührt . Auf der Asien-Seite wird vor allem über Nicht-ICANN-Themen
wie beispielsweise die Haltung der Kandidaten zu Chinas
Ein-Land-Zwei-Systeme-Problem diskutiert . Mauer Börsenstart der Telekom Austria
Der Telekom Austria war am heutigen Dienstag wie erwartet kein guter Börsenstart
beschert : Gleich am ersten Tag des Handels an der Wiener Börse gab der Kurs
nach . Gegenüber dem Ausgabekurs von neun Euro rutschte er schnell um 5,45
Prozent nach unten auf 8,51 Euro . Später erholte er sich wieder auf 8,75 Euro .
Obwohl die Banken massive Stützungskäufe schon vor dem Börsengang angekündigt
hatte , warnten viele Analysten vor der Aktie . Der bisherige Eigentümer von 75
Prozent der Anteile , die staatliche Österreichische Industrieholding AG ( ÖIAG
) , hatte wegen des schwierigen Börsenumfeldes für Telekom-Aktien nur 25,8
Prozent der Anteile statt der ursprünglich geplanten 28 Prozent angeboten . Es
handelt sich um den größten Börsengang in der österreichischen
Wirtschaftsgeschichte . Wegen des tiefen Ausgabekurses musste die ÖIAG dem
bisherigen Minderheitseigentümer , der Telecom Italia , 4,8 Prozent Gratisaktien
überlassen . Dies war 1997 beim Einstieg der Telecom Italia vereinbart worden .
Damals hatte der neue Partner 25 Prozent der Telekom Austria-Aktien übernommen .
Nach der jüngsten Privatisierung wird der Staat über die ÖIAG noch 44,4 Prozent
des Aktienkapitals kontrollieren . Die Telecom Italia besitzt jetzt 29,8 Prozent
, 25,8 Prozent sind im Streubesitz . Widerstand gegen neues Software-Lizenzrecht
wächst Software-Firmen hatten sich weniger Scherereien mit Kunden erhofft ,
US-Bundesstaaten wollten damit Software-Firmen anlocken : Er würde die Rechte
des Käufers einer Software-Lizenz zugunsten der Hersteller stark einschränken .
Aber immer mehr wächst der Widerstand gegen diesen Vorschlag - und zwar auf
Seiten der Verbraucher wie auf Seiten der Industrie . Befürworter des Gesetzes ,
das bislang nur in den US-Staaten Maryland und Virginia verabschiedet wurde und
in Virginia auch erst im nächsten Jahr in Kraft treten wird , wollen erreichen ,
dass Software und IT-Dienstleistungen explizit vom gewöhnlichen Handelsrecht
ausgenommen werden . Das würde sie beispielsweise davon entbinden , Bugs in
Programmen zu beseitigen oder Garantiefälle anzunehmen , bei denen die Kunden
weit gesteckte Sorgfaltspflichten verletzt haben - was beispielsweise bei
Schäden durch Viren der Fall wäre oder bei Fehlfunktionen auf Grund
unglücklicher Systemkonfigurationen . Außerdem hätten die Hersteller
weitreichende Mitspracherechte beim Weiterverkauf von Software , sogenannte
Shrink-Wrap- oder Click-Wrap-Lizenzen würden rechtlich anerkannt . Und alles ,
was als Reengineering interpretiert werden könnte , wäre verboten . Schließlich
dürften die Hersteller auch eine Schnittstelle zum Deaktivieren von Software auf
den Systemen der Kunden für den Fall implementieren , dass Lizenzmissbrauch
vorliegt . Aber nicht nur Verbraucherschutzorganisationen und US-Regulierer
kritisieren mit zunehmender Schärfe den Gesetzesvorschlag - dessen Ursprung
übrigens in dem Bestreben liegt , die in den verschiedenen Staaten geltenden und
voneinander abweichenden Rechtsvorschriften zu vereinheitlichen - , auch immer
mehr Firmen wie beispielsweise Sun , Caterpillar und Boeing opponieren gegen das
UCITA . " Viele Unternehmen , die Software vom Massenmarkt kaufen , wachen
angesichts der Kosten , die das Gesetz für sie mit sich bringen würde , langsam
auf " , kommentierte dies Gail Hillebrand gegenüber der Los Angeles Times . Auch
die Federal Trade Commission ( FTC ) steht dem UCITA sehr skeptisch gegenüber .
Ende Oktober führte sie ein Symposium zur Frage durch , ob Software und
Online-Dienstleistungen unter das gewöhnliche Handelsrecht fallen sollten . Ein
kritischer Bericht der FTC würde die Chancen des UCITA , in weiteren
Bundesstaaten Gesetzeskraft zu erlangen , stark verringern . Nokia stellt neues
Communicator-Modell vor Der Handyhersteller Nokia hat heute in Prag sein
neuestes Multifunktions-Handy vorgestellt . Herz des Geräts ist ein
32-Bit-ARM-9-Prozessor . Weiter ist es mit 14 MByte Anwendungsspeicher , 2 MByte
Speicher für Userdaten und 8 MByte RAM zum Ausführen der Anwendungen
ausgestattet . Der Anwendungsspeicher kann mit 16-MByte-Standard-Memory-Cards
für weitere Applikationen aufgerüstet werden . Mit einem Gewicht von 244 Gramm
ist der neue Communicator nicht viel schwerer als ein normales Handy . Der Akku
soll für vier bis zehn Stunden Sprechzeit und 80 bis 230 Stunden Standby reichen
. Der neue Communicatior arbeitet mit Symbians EPOC-Betriesbssystem , kann
Bilder darstellen und Videos abspielen . Das Internet kann man per WAP und HTTP
erkunden - ein WAP- und ein HTML-fähiger Browser , der Frames darstellen und
Java-Applets ausführen kann , gehört genauso zur Softwareausstattung wie diverse
Office-Tools . Diese können die Formate gängiger PC-Software wie Microsoft Word
, Exel und Powerpoint , Lotus oder Word Perfect lesen und schreiben . Bild- und
Videodateien können aus dem Internet geladen und im Speicher des Handy dauerhaft
abgelegt werden . Termine und Adressen lassen sich mit Programmen wie Microsofts
Schedule und Outlook oder Lotus Notes abgleichen . Er soll im ersten Halbjahr
2001 in den Handel kommen und dann rund 1000 Euro kosten . Bei der Vorstellung
des neuen Geräts erläuterte Nikko Terho , Vize-Präsident von Nokia , die
Vorstellungen seines Konzerns über den Einsatz mobiler Kommunikationsgeräte ,
für die Nokia den Namen Mobile Internet Technical Architecture ( MITA ) geprägt
hat . EMI schreibt rote Zahlen Der britische Musikkonzern EMI , zusammen mit
Bertelsmann die Nummer vier auf dem weltweiten Musik-Markt , hat die erste
Hälfte des Geschäftsjahrs 2001 mit einem negativen Ergebnis abgeschlossen . Der
Umsatz konnte allerdings leicht gesteigert werden : EMI begründete die Verluste
mit den hohen Sonderaufwendungen für die vorerst gescheiterten Fusion mit der
Warner Music Group . EMI-Chef Eric Nicoli betonte zwar , dass die Gespräche mit
Time Warner fortgesetzt würden , derzeit ist aber ein Deal mit Bertelsmann
wahrscheinlicher . Nicoli äußerte sich dazu allerdings zurückhaltend : Die
Gespräche mit Bertelsmann seien in einem sehr frühen Stadium . Viag Interkom
geht vollständig an British Telecom Der kleinste deutsche Mobilfunknetzbetreiber
, Viag Interkom , der seit dem Ausstieg von E.ON im August dieses Jahres bereits
zu 90 Prozent in den Händen von British Telecom ist , geht nach Informationen
des Wall Street Journal in Kürze vollständig an den britischen Ex-Monopolisten .
Derzeit hält die norwegische Telekommunikationsgesellschaft Telenor noch zehn
Prozent der Anteile an Viag Interkom . Die Übernahme der Anteile von Telenor
soll im Zuge eine Entflechtung der gemeinsamen Beteiligungen von BT und Telenor
geschehen , schreibt das Blatt . BT wolle sich aus dem gemeinsam gehaltenen
schwedischen Festnetzanbieter Telenordia zurückziehen , während Telenor neben
seinen Anteilen an Viag Interkom auch seine Beteiligung am irischen
Mobilfunkanbieter Esat Digiphone an die Briten verkaufen soll . Eine offizielle
Bestätigung über die Verhandlungen zwischen BT und Telenor steht bislang aus .
Europa wieder in der ersten Liga des Weltchipmarkts Nicht nur der deutsche
Zentralverband Elektrotechnik- und Elektroindustrie ( ZVEI ) ist mit der
Entwicklung des Halbleitergeschäfts zufrieden , auch Jürgen Knorr , der
Vorsitzende des internationalen Eureka-Projekts Micro-Electronics Development
for European Applications ( Medea ) , kann sich nicht beklagen . Wie er im
Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung betonte , habe Europa den früheren
Rückstand gegenüber Amerika und Asien wett gemacht . Knorr führte hier vor allem
das Dresdner Infineon-Werk an , in dem seit kurzem Speicherchips aus
300-Millimenter-Wafern gefertigt werden . Auch bei der Entwicklung von
1-Terabit-Chips sei Europa im weltweiten Vergleich sehr gut im Rennen . Einen
guten Teil dieser erfreulichen Entwicklung führt Knorr auf das Projekt Medea und
das Vorgängerprojekt Joint European Submicron Silicon Initiative ( Jessi )
zurück . Im Medea-Programm , das wie Jessi unter dem Dach des Eureka-Netzwerks
durchgeführt wird , arbeiten rund 130 zumeist kleinere Unternehmen und
Forschungsinstitute zusammen , um neue Halbleitertechniken und
-herstellungsverfahren zu erforschen und zu entwickeln . Mit Medea+ ist aber
bereits ein Nachfolge-Programm nach gleichem Muster initiiert . AOL :
Förderprogramm für Lehrer , Schüler und Schulen Mit einem groß angelegten
Förderprogramm will AOL Schülern und Lehrern den Übergang in die
Informationsgesellschaft erleichtern . Wie heute Andreas Schmidt , Chef von AOL
Europe , auf einer Pressekonferenz in Hannover mitteilte , plant der
Online-Dienst , alle 900.000 deutschen Lehrer kostenlos mit einem AOL-Account zu
versorgen . Weiterhin wolle AOL Europe den Lehrern ohne Entgelt
Schulungsmaterial und eine Hotline zur Verfügung stellen . Zusammen mit der
Bertelsmann-Stiftung plane man die Durchführung von Internet-Seminaren . Auch an
die Schüler ist gedacht : Schmidt kündigte an , für alle Schüler an Deutschlands
Schulen im Alter zwischen sechs und 16 Jahren einen speziellen Zugangstarif
einzurichten . Für die Grundgebühr von 9,90 Mark und eine zusätzliche Pauschale
von 10,00 Mark werde AOL den Schülern täglich eine Stunde AOL ohne weitere
Kosten anbieten , also ohne zusätzliche Online-Gebühren und auch ohne
Telefongebühren . Schulen dürfen den Online-Dienst ohne Gebühren benutzen ,
kündigte Schmidt an - vermutlich wird sie die Deutsche Telekom allerdings für
die Nutzung von AOL nicht von den Telefongebühren befreien . T-Online dagegen
soll für Schulen völlig kostenfrei sein . Der Internetzugang ist mittlerweile
ein Grundrecht , sagte Schmidt und kritisierte , dass die Preispolitik der
Deutschen Telekom eine Zweiklassengesellchaft begründe . Schmidt weiter an die
Adresse des Ex-Monopolisten : Der AOL-Europe-Chef hält eine Flatrate im Bereich
von 20 bis 30 Mark für angemessen . Allerdings gebe es von AOL Europe bislang
keine Pläne , selbst eine Flatrate einzuführen . Kritik an zu hohen Preisen für
die eigenen Produkte wies Schmidt zurück : In den letzten fünf Monaten sei die
Zahl der AOL-Nutzer von 800.000 auf etwa 1,5 Millionen gestiegen , da könne der
Online-Dienst nicht zu teuer sein . Bulmahn will Bildungssoftware fördern Die
Bundesministerin für Bildung und Forschung , Edelgard Bulmahn ( SPD ) , hat die
Förderung der Entwicklung von Bildungssoftware angekündigt . Ein entsprechendes
Programm wolle sie in Kürze vorstellen . Wie ein Sprecher des Ministeriums auf
Anfrage der c't mitteilte , solle das Programm " nicht nur über ein Jahr laufen
" - genauere Angaben waren aber noch nicht zu erfahren . Das Programm des
Bildungsministeriums verfolge das Ziel , für möglichst alle Unterrichtsfächer
geeignete Software zu entwickeln . Es sei auch als Impuls für die klassischen
Schulbuchverlage zu verstehen , sich mehr um den Computer als neues
Unterrichtsmedium zu bemühen . Wie der Sprecher weiter ausführte , ist die
Entwicklung eines plattformunabhängigen Standards für die Bildungssoftware
angestrebt . Es sei durchaus denkbar , dass das Material auf HTML-Basis
entwickelt werde . Erfreut zeigte sich Minsterin Bulmahn über die heutige
Ankündigung von AOL Europe , als Sponsor für Schulen , Schüler und Lehrer
aufzutreten . " Es ist wichtig und notwendig , gerade bei den Schulen und
Berufsschulen die Voraussetzungen für die Arbeit mit Computern zu schaffen " ,
sagte Bulmahn . Libros Online-Buchladen umgeht Buchpreisbindung Der größte
österreichische Medienverkäufer , die Libro AG , hat angekündigt , dass ihre
Online-Tochter LION.cc zum 1. Juli für Online-Shopper die Buchpreise deutlich
senken wird . Möglich werde dies durch den Wegfall der grenzüberschreitenden
Buchpreisbindung , erläuterte Libro-Chef André Rettberg . Die EU-Kommission
hatte auf den Wegfall der grenzüberschreitenden Buchbreisbindung gedrängt , da
es sich um eine wettbewerbswidrige Maßnahme handele . Die bislang geltende
Regelung in Deutschland blieb weitgehend unverändert bestehen - sie wird nur
ergänzt durch einen gesetzlich verankertes Re-Importverbot von Büchern , wenn
der Re-Import alleinig auf die Umgehung der Preisbindung abzielt . Die
österreichische Regierungskoalition dagegen hat in Abstimmung mit deutschen und
österreichischen Buchhandelsorganisationen einen Gesetzentwurf für die
Preisgestaltung beim Verlag , dem Import und dem Handel mit deutschsprachigen
Büchern und Musikalien ausgearbeitet . Zwischenzeitlich beinhaltete dieser
Entwurf auch eine Klausel , die den Buchhandel über das Internet von der
Preisbindung ausnehmen sollte ; nach Protesten aus Politik und Handel wurde
diese Klausel allerdings wieder entfernt . Der österreichische Nationalrat
beschloss den Gesetzentwurf am 6. Juni , das Gesetz wird am 1. Juli in Kraft
treten . In seiner Ankündigung erwähnte Rettberg das österreichische Gesetz oder
die deutsche Regelung zur Buchpreisbindung mit keinem Wort , er betonte aber ,
dass sich Libro an die Vorgaben der EU-Kommission halten werde . Gleichzeitig
wies er darauf hin , dass man " die uns eingeräumten rechtlichen Möglichkeiten "
auch ausschöpfen werde . Wie die Pressebeauftragte von LION.cc , Claudia Conrad
, auf Nachfrage von c't mitteilte , hat sich Libro bei der EU-Kommission über
die Zulässigkeit der Preissenkungen rückversichert . Der grenzüberschreitende
Handel sei preisbindungsfrei , habe man als Auskunft bekommen , allein der
nationale Handel sei der Preisbindung unterworfen . Rettberg betonte deshalb
auch in seiner Ankündigung , dass alle über das Internet bestellten Bücher , die
nach Deutschland geliefert werden sollten , aus dem österreichischen LION-Lager
in Guntramsdorf kommen würden . Frau Conrad zeigte sich zuversichtlich , dass
Libro vor diesem Hintergrund auch eine eventuelle gerichtliche
Auseinandersetzung siegreich bestehen werde . Wegen des heutigen Feiertags in
einigen Bundesländern war vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels bislang
kein Kommentar zu der Ankündigung Rettbergs zu erhalten . Blaue Laser für
wiederbeschreibbare DVDs Das Bundesministerium für Bildung und Forschung
unterstützt die Arbeit am deutsch-französischen EUREKA-Verbundprojekt BlueSpot
für wiederbeschreibbare DVDs mittels blauer Laser . Die Unterstützung erfolgt im
Rahmen des Förderbereichs " Basistechnologien der Informationstechnik " .
Frankreich unterstützt das Projekt mit einer vergleichbaren Summe . Die
industrielle Leitung des Projektes hat die Deutsche Thomson-Brandt übernommen .
Die derzeit erhältlichen DVD-Player sind mit roten Halbleiterlasern bestückt und
können Medien mit einem Speichervolumen von bis zu 4,6 Gigagbyte abspielen .
Bislang sind auf dem Consumer-Markt noch keine DVD-Schreiber verfügbar . Die
Firmen kooperieren mit den Universitäten in Kiel , Mannheim , Darmstadt und
Erlangen , dem Institut für Mikroelektronik- und Mechatronik-Systeme in Ilmenau
, mit Fraunhofer-Instituten in Freiburg , Jena und Duisburg sowie dem
Heinrich-Hertz-Institut in Berlin . Worldcom beugt sich den Kartellwächtern Um
die Fusion mit dem drittgrößten amerikanischen Festnetzanbieter Sprint nicht zu
gefährden , ist MCI Worldcom , der zweitgrößte Festnetzanbieter der USA , dem
Vernehmen nach zu weitgehenden Zugeständnissen bereit . Wie die Financial Times
heute berichtet , will Worldcom das drohende Verbot der Fusion durch den
EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti und den Leiter der Kartellabteilung des
US-amerikanischen Justizministeriums , Joel Klein , durch einen Verkauf des
Internet- und eine Großteil des Festnetz-Geschäfts von Sprint abzuwenden . Und
letztlich war es vor allem der Mobilfunkbereich , der Sprint für Worldcom
attraktiv gemacht hatte . Die Deutsche Telekom hatte schon im letzten Jahr
versucht , Sprint zu übernehmen ; damals machte aber Worldcom das bessere
Angebot . Ein Joint-Venture von Sprint , France Telecom und der Deutschen
Telekom mit dem Namen Global One hatte sich Anfang des Jahres aufgelöst : Die
France Telecom übernahm alle Anteile . Von Worldcom liegt bislang keine
Bestätigung über das Einlenken vor . Es ist aber unwahrscheinlich , dass es der
Konzern auf eine offene Auseinandersetzung mit den Kartellbehörden in den USA
und Europa , die sich im übrigen untereinander abgestimmt haben , ankommen
lassen wird . Es hat den Anschein , dass der Microsoft-Prozess zumindest
insofern schon Wirkung zeigt , als die Autorität der Kartellbehörden gewachsen
ist . Der Mensch im Zeitalter der New Economy Er ist zwischen zwanzig und
dreißig , schnell , flexibel , arbeitet freiwillig auch nachts und am Wochenende
: Der " Yettie " . " Er ist ein Kind der New Economy und definiert sich über
seine Beschäftigung in der IT-Branche " , charakterisiert Betty Siegel ,
Soziologin vom Hamburger Trendbüro , den neuen Typus des Arbeitnehmers in der
Welt der neuen Medien . " Die Arbeit ist der Sinn an sich . " Im Gegensatz zum "
Yuppie " der 80er Jahre bedeuten ihm Anzug und Krawatte nur wenig : " Sein
Markenzeichen ist das Understatement . " Dies gilt zumindest rein äußerlich .
Sich selbst vermarkten . Dabei werde der Arbeitnehmer im Bereich der
Informationstechnologie ( IT ) immer mehr der Unternehmer seiner eigenen
Arbeitskraft , sagt der Industriesoziologe Günter Voß von der Technischen
Universität Chemnitz . " Und jeder einzelne ist gezwungen , sich selbst als
Produkt immer wieder neu zu entwickeln und zu verkaufen . " Das habe es bisher
noch nie gegeben . Absolute Flexibilität und das Leben zwischen mehreren Städten
sind für Hagen Kühn bereits seit mehr als zwei Jahren Alltag : Der 34 Jahre alte
Projektleiter eines mittelständischen Software-Unternehmens pendelt jede Woche
zwischen London , Frankfurt und dem Hauptsitz seiner Firma in Sankt Georgen im
Schwarzwald . " Es ist ein irrsinniges Gefühl , am größten derzeit laufenden
internationalen E-business-Projekt mitzuarbeiten " , erklärt Kühn seine
Motivation . Klar leide die Familie darunter . Aber so eine Chance könne man
sich andererseits auch nicht entgehen lassen , bekennt er fasziniert . Die so
genannte New Economy verlangt viel : " Acht-Stunden-Tag oder 40-Stunden-Woche
gelten in der IT-Branche schon lange nicht mehr " , sagt Werner Senger ,
Geschäftsführer des Verbandes . Dafür werde mit einem Einstiegsgehalt von oft
über 100000 Mark im Jahr aber auch sehr gut verdient . Viele Unternehmen des
Neuen Marktes hätten es sich außerdem zum Grundsatz gemacht , die Beschäftigten
mit Aktienoptionen direkt am Erfolg zu beteiligen . Sabine Söllheim ,
Produktmanagerin bei einem schwäbischen Software-Unternehmen , betrachtet die
Flexibilität als Vorteil : " Wer fit ist , kann in unserem Bereich ganz schnell
ganz weit aufsteigen . " Durch ständiges Lernen steige die Selbstsicherheit der
IT-Spezialisten ungemein . " Allerdings muss man aufpassen , dass sie nicht zu
selbstbewusst werden . " Die Kehrseiten der IT-Welt sieht Marit van Santen ,
Frau eines Firmengründers : Wie New Economy im Unternehmen ganz praktisch
aussehen kann , erzählt Jens Jahn , kaufmännischer Leiter einer hessischen Firma
für Design im Internet : " Wir haben einen Goody-Man , der sich um das leibliche
Wohl unserer Mitarbeiter kümmert . " Damit diese keine Zeit mit Essengehen
verplempern , kauft der " Goody-Man " Obst , Gemüse , Süßigkeiten und andere
Leckereien für alle ein . Zusätzlich gibt es auch Entspannung für müde Rücken
gratis : Zwei Mal die Woche kommt eine Masseurin , um sie wieder fit zu machen .
Wohin die Entwicklung einmal führen soll , ist nach Auffassung von Andreas Boes
noch nicht absehbar . " Ich glaube , der Börsen-Rausch geht vorüber " ,
bilanziert er . " Außerdem bleibt abzuwarten , wie lange die Menschen das
Dilemma zwischen Beruf und dem absoluten Verzicht auf ein soziales Leben und
Familie noch aushalten . " Nvidia macht Rekordgewinne Nvidia , Spezialist für
3D-Grafik-Hardware und Hersteller der GeForce- und TNT-Chips , hat sein zweites
Geschäftsquartal 2001 , das am 30. Juli 2000 endete , mit einem Rekordergebnis
abgeschlossen . Der Gewinn pro Aktie stieg von 9 Cent im zweiten Quartal 1999
auf 28 Cent im vergangenen Quartal . Dieses Ergebnis liegt über den Erwartungen
der Analysten , die einen Gewinn von 26 Cent pro Aktie vorhergesagt hatten .
Auch den Umsatz konnte Nvidia deutlich steigern : Nvidia hat sich in den letzen
Jahren zu einem der Top-Hersteller auf dem Markt für Grafik-Chips entwickelt und
arbeitet fleißig daran , seinen Konkurrenten ATI zu überflügeln . In Microsofts
X-Box sollen Nvidia-Grafikchips eingebaut werden ; und immer wieder tauchen
Spekulationen auf , dass auch eine engere Zusammenarbeit mit Apple ins Auge
gefasst werde . Schwedischer Internetdienstleister expandiert nach Deutschland
Das schwedische Internetunternehmen Cell Network , ein Spezialist für
E-Business-Lösungen , übernimmt den Berliner Internetdienstleister Aperto .
Aperto wird in Zukunft unter dem Namen Cell Network Germany firmieren . Aus dem
Zusammenschluss entsteht nach Angaben von Aperto und Cell Network eines der
größten Internetunternehmen Europas . Man strebe für Cell Network Germany ein
Listing am Neuen Markt in Frankfurt an , teilte das Management mit , einen
Zeitplan dafür gebe es allerdings nicht noch . Cell Network ist erst kürzlich
durch die Fusion mit der schwedischen Web-Agentur Mandator stark gewachsen .
Derzeit hat das Unternehmen rund 1.800 Mitarbeiter in 13 Ländern . Im Frühjahr
plante die in Berlin ansässige Bertelsmann-Tochter Pixelpark , Cell Network
mitsamt Mandator zu übernehmen , nach starken Kursverlusten bei Pixelpark
verloren die Schweden allerdings ihr Interesse an einer solchen Zusammenarbeit .
Bundespresseamt und Web-Agentur streiten um deutschland.de Das Portal soll unter
deutschland.de im Internet erreichbar sein . Wie Stefan Schwarz , Sprecher von
EuroAtlantic auf Nachfrage von c't erklärte , will man es in Form eines
Private-Public-Partnerships aufbauen . Derzeitiges Problem ist allerdings , dass
gerichtlich darum gestritten wird , wer deutschland.de in Zukunft überhaupt
nutzen darf . Momentan ist in der Datenbank der für Deutschland zuständigen
Namensverwaltung DeNIC die Agentur Medianet als Eigentümer eingetragen . Die
Frankfurter Firma hatte die Domain bereits 1995 beim DeNIC registriert . Vor
zwei Jahren trat dann der Frankfurter Societätsverlag an Medianet heran : Er
wollte unter der Domain deutschland.de ein Web-Angebot der von ihm in
Zusammenarbeit mit dem Presseamt der Bundesregierung herausgegebenen
Auslandszeitschrift Deutschland einrichten . Wie Erich Frankl , Geschäftsführer
von Medianet gegenüber c't berichtet , gestattete man dies dem Societätsverlag
gegen Erstattung der dadurch der Agentur entstehenden Unkosten . Wie ein
Sprecher der Bundespresseamtes c't mitteilte , plane die Bundesregierung selbst
die Einrichtung eines Deutschland-Portals . Man sei auf jeden Fall an einer
gütlichen Einigung mit Medianet interessiert , werde aber von seinem Anspruch
auf die Domain nicht lassen . Das Urteil des Landesgerichts Berlin bedeutet aber
auf keinen Fall das Ende des Rechtsstreits : Frankl hat c't gegenüber bereits
angekündigt , dass er gegen das Urteil Berufung einlegen wird . Seine Anwälte
seien sehr zuversichtlich , dass sie in der zweiten Runde den Prozess für sich
entscheiden würden . Gates weiterhin reichster Mann der USA Microsoft-Gründer
Bill Gates führt weiterhin die alljährlich vom Forbes-Magazin herausgegebene
Liste der 400 reichsten US-Amerikaner an . Vor allem die obersten Plätzen der
Liste sind eindeutig vom Wert von Technologie-Aktien bestimmt . Ellison von
Oracle , Intel-Gründer Gordon Moore und Philip Anschutz , Hauptaktionär von
Qwest , komplettieren zusammen mit Buffett das Septett . Gab es im letzten Jahr
nur 63 der 400 Reichsten ohne Diplom , so brachten es in diesem Jahr 108
nicht-examinierte Personen in die Forbes-400-Liste . Siemens und Infineon
erleiden Kursverluste Die schlechten Vorgaben des nachbörslichen Handels mit
Technologie-Werten in den USA nach der Gewinn- und Umsatzwarnung von Intel haben
auch die Eröffnungskurse an den deutschen Aktienmärkten deutlich beeinflusst .
Vor allem der DAX geriet aufgrund starker Verluste von Infineon und Siemens
unter Druck . Infineon eröffnete mit 52,73 Euro knapp sechs Euro unter dem
gestrigen Schlusskurs , Siemens sackte über Nacht sogar knapp 16 Euro auf 142,80
Euro ab . Beide Werte zusammen kommen im DAX auf eine Gewichtung von 14,31
Prozent . Im Laufe des Vormittags erholten sich die Kurse allerdings wieder .
Viele Anleger nutzten die Kursverluste der Technologiewerte , um günstig ihr
Aktien-Depot aufzufüllen . Der Elektronik-Konzern aus München bezeichnete seine
Kursverluste und die seiner Halbleiter-Tochter als ungerechtfertigt : " Siemens
und Infineon stehen vor einem Rekordergebnis " , sagte eine Sprecherin der
Nachrichtenagentur dpa . Das Geschäft laufe hervorragend , betonte sie .
Deutsche Telekom will kostenlose Ortsgespräche einführen Die Deutsche Telekom
will mit einem speziellen Zusatztarif kostenlose Gespräche im Ortsnetz möglich
machen . Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post ( RegTP ) hat in
der aktuellen Ausgabe ihres Amtsblatt einen entsprechenden Genehmigungsantrag
veröffentlicht . Bei einer einmaligen Einrichtungsgebühr von 15 Mark und einem
monatlichen Aufpreis von 4,99 Mark pro ISDN-Mehrgerätenummer soll man mit dem
Zusatztarif in der Zeit von 12 bis 20 Uhr andere ISDN-Mehrgerätenummern im
Tarifbereich City , für die ebenfalls der Talk2Friends-Tarif vereinbart ist ,
ohne weitere Kosten anrufen können . Für die erste Mehrfachrufnummer eines
ISDN-Anschlusses soll die Nutzung dieses Tarifs allerdings nicht möglich sein .
Außerdem ist der Talk2Friends-Tarif nur bei solchen Anschlüssen möglich , bei
denen die Deutsche Telekom als Netzbetreiber dauerhaft eingestellt ist . Über
die Chancen , dass ein solcher Tarif genehmigt wird , wollte sich die
Regulierungsbehörde noch nicht äußern . Es werde erst in zehn Wochen darüber
entschieden , sagte Sprecher Rudolf Boll . Kurseinbrüche in den USA nach Intels
Gewinnwarnung Die Umsatz- und Gewinnwarnung von Intel , die gestern Abend die
amerikanische Börsenwelt schockierte und auch an den deutschen Handelsplätze für
deutliche Kursverluste der High-Tech-Werte sorgte , hat in den Eröffnungsstunden
des heutigen Handels an den US-Börsen zu starken Einbrüchen geführt . Unter den
panikartigen Verkäufen der Anleger hatten praktisch alle High-Tech-Werte an den
Börsen zu leiden . Der Dow Jones Industrial Average , in den auch Intel
aufgenommen ist , fiel zu Handelsbeginn um 105 Punkte auf 10.660 Punkte , der
Nasdaq Composite ging um 202 Punkte auf 3626 Punkte nach unten . In den ersten
Stunden des Handels konnte sich allein der Biotechnologie-Index der Nasdaq im
positiven Bereich halten . Gegen 12 Uhr Ortszeit hatte sich der Kurs leicht
erholt und lag bei 48,785 US-Dollar . Auch Intels Hauptkonkurrent AMD musste
ordentlich Federn lassen : In den Morgenstunden konnte sich die AMD-Aktie
zunächst etwas erholen , gab dann aber wieder nach und kostete gegen 12 Uhr
Ortszeit 24,50 US-Dollar . Unter Analysten werden die Kurseinbrüche als Zeichen
dafür gesehen , dass High-Tech-Werten derzeit kein besonderes Vertrauen
entgegengebracht wird . Das Absacken von Werten wie Microsoft oder Dell
bezeichnete er als " Kollateralschaden " . Die Börsianer gehen nicht davon aus ,
dass sich Intel besonders schnell erholen wird . Eine nachlassende Nachfrage
nach PCs , steigende Entwicklungskosten und schrumpfende Margen würden es Intel
in Zukunft schwerer machen , hohe Gewinne zu erzielen . Hintergrund : Nächste
Runde im EU-Verfahren gegen Microsoft Anfang der Woche hat der
Softwarehersteller Microsoft in einem Schriftstück zu der Anklage der
Europäischen Kommission Stellung bezogen , in der die EU-Kommission dem
Softwarehersteller diskriminierende Lizenzvergabe und die Verweigerung der
Weitergabe von Schnittstellen-Informationen vorwirft . Diese Anklage geht auf
ein 1998 begonnenes Untersuchungsverfahren zurück , das die Generaldirektion
Wettbewerb der EU auf eine Beschwerde von Sun hin angestrengt hat . Sun warf
seinem in Redmond angesiedelten Erzkonkurrenten vor , die dominierende Stellung
auf dem PC-Markt dazu zu missbrauchen , auch eine marktbeherrschende Stellung
auf dem Servermarkt aufzubauen . Wenn mehrere Rechner zu einem Netzwerk
verbunden werden sollen , muss das Server-Betriebssystem mit den
Client-Betriebssystemen zusammenarbeiten können . Dazu brauchen aber die
Serversoftware-Hersteller Informationen über die Kommunikationsschnittstellen
des Client-Betriebssystems . Sun warf Microsoft vor , diese Informationen nicht
oder nur zu diskriminierenden Bedingungen herauszugeben . In ihren
Untersuchungen meinte die Europäischen Kommission nun Ende Juli genug Hinweise
gefunden zu haben , die die Vorwürfe von Sun bestätigten , um Anklage gegen
Microsoft erheben zu können . Wettbewerbskommissar Mario Monti begründete diesen
Schritt damit , dass man es nicht dulden könne , " dass eine beherrschende
Stellung auf einem Markt durch wettbewerbsfeindliche Methoden und unter dem
Vorwand des Schutzes von Urheberrechten auf angrenzende Märkte ausgeweitet wird
" . Allerdings ist wohl davon auszugehen , dass der Konzern alle Anschuldigungen
vehement zurückgewiesen hat . Solches geschah jedenfalls in einem ähnlichen Fall
im Februar dieses Jahres . Auch in diesem Fall lautete der Vorwurf , dass
Microsoft wichtige Informationen zurückhalte , ohne die die Serversoftware
anderer Hersteller nicht mit Windows 2000 zusammenarbeiten könne . Windows 2000
sei sogar speziell so konzipiert , dass nur mit Software von Microsoft alle
Funktionen genutzt werden könnten . Dem Auskunftsersuchen der Kommission
versprach Microsoft bestmöglich nachzukommen , wies aber die Vorwürfe , aufgrund
derer das Ersuchen an die Firma gerichtet worden war , zurück . Gleichzeitig
beschuldigte der Konzern den Konkurrenten Sun , rund um den Globus Regierungen
anzustiften , gegen Microsoft vorzugehen . Man habe auf Suns Anfrage nach
technischen Informationen sogar ein Entwicklerteam zu dem Konkurrenten geschickt
, das die gewünschten Informationen habe überbringen sollen - aber Sun habe den
Termin dann nicht wahrgenommen . Beide Fälle werden von der Kommission gesondert
untersucht . In Fall Windows 2000 ist auch bislang keine Anklage gegen Microsoft
ergangen . Presseberichte , nach denen die Kommission eine Zusammenlegung der
Fälle plane , wies eine Sprecherin der Kommission mittlerweile zurück . Für die
EU-Kommission ist in der Tat auch ein anderer Gegenstand als der interessant ,
der in der USA zur Klage gegen Microsoft gehört . In den USA wurde Microsoft für
schuldig befunden , sein Monopol im Markt für PC-Betriebssysteme mit illegalen
Mitteln verteidigt zu haben . Beobachter erwarten nicht , dass in den USA ein
ähnliches Verfahren gegen Microsoft wie bei der EU wegen der Praktiken mit der
Serversoftware eröffnet wird , bevor das laufende Kartellverfahren abgeschlossen
ist . Geht das Verfahren positiv für Microsoft aus , erscheint eine erneute
Anklage wegen der Serversoftware zunächst unwahrscheinlich . Zwar nahm Microsoft
auf diesem Markt mit einem Anteil von 38 Prozent Ende des letzten Jahres die
Spitzenstellung ein ( gefolgt von Linux mit 24 Prozent , Novell Netware mit 19
Prozent und Unix mit 15 Prozent ) , ist aber weit von einer marktbeherrschenden
Stellung entfernt . Dass Microsoft eine solche Stellung erreichen wird ,
erscheint momentan unwahrscheinlich , da gerade Linux im laufenden Jahr
Microsofts Serversoftware Anteile abgejagt hat . Allerdings sind sich die
Rechtsexperten auch darin einig , dass jede neue Untersuchung für Microsoft die
Gefahr birgt , dass weitere Verstöße - soweit solche begangen wurden - bekannt
werden und dann auch neue Verfahren angestrengt werden könnten . DIHT bringt
IT-Bildungsbörse online Der Deutsche Industrie und Handelstag ( DIHT ) hat heute
eine Online-Börse vorgestellt , in der IT-Bildungsangebote deutscher Industrie-
und Handelskammern recherchiert werden können . Das Angebot ist über das
Internet und der Adresse www.it-akademie.ihk.de frei zugänglich . Ihr Angebot
mit dem Namen " IT-Akademie " baut die DIHT auf der Grundlage des
Weiterbildungs-Informations-Systems ( WIS ) der Industrie- und Handelskammern
auf . Beim Aufruf über die spezielle Domain der IT-Akademie steht aber eine
gegenüber dem WIS differenzierte und für den IT-Bereich optimierte Suchfunktion
zur Verfügung , die natürlich auch nur die Angebot aus der IT-Branche durchsucht
. Derzeit umfasst das Angebot rund 530 Veranstaltungen , in den kommenden Wochen
sollen aber bis zu 4600 Bildungsangebote privater und institutioneller
Organisationen recherchierbar sein . Alle Bildungsangebote müssen den vom WIS
vorgegebenen Qualitätsstandards genügen . Ziel der IT-Börse ist es , die
zahlreichen IT-Bildungsangebote transparenter zu machen und Qualitätsstandards
zu setzen , sagte DIHT-Hauptgeschäftsführer Franz Schoser . So könnten Besucher
Preise , Inhalt und Niveau verschiedener Kurse vergleichen . In der deutschen
Wirtschaft fehlen derzeit nach Angaben des DIHT etwa 150.000 IT-Fachkräfte ,
davon rund die Hälfte in Firmen der IT-Branche , der Rest in anderen Branchen .
Viele Unternehmen beklagten das geringe Angebot an Bildungsmaßnahmen , niedrige
Qualitätsmaßstäbe und eine mangelhafte Transparenz in der Aus- und Weiterbildung
der IT-Branche , sagte Schoser . Zur Zeit gibt es nach DIHT-Schätzung in den
neuen IT- und Medienberufen rund 47.000 Ausbildungsplätze . Das seien 7.000 mehr
als vom Bündnis für Arbeit zugesichert . MP3-Tauschbörse Napster im Umbruch Gut
drei Wochen nach der spektakulären Ankündigung der Partnerschaft zwischen der
Bertelsmann E-Commerce Group ( BeCG ) und der Internet-Tauschbörse Napster sind
die ersten Wellen der Empörung in der Napster-Community wieder abgeebbt .
Bislang hat sich Napster auch in keiner Weise geändert , man kann den Dienst
weiterhin so nutzen wie vor dem Abschluss des Bündnisses mit der BeCG . Aber die
Verunsicherung der Benutzer ist groß , immer wieder kursieren Gerüchte , dass
die Nutzung des Dienstes schon in wenigen Tagen kostenpflichtig sein werde .
Dass die Einfühung einer Grundgebühr zur Nutzung des Tausch-Dienstes eine
Möglichkeit ist , wie Napster in Zukunft Umsatz erzeugen könnte , ist kein
Geheimnis . Allerdings ist zumindest dem großen Partner BeCG momentan nicht
bekannt , dass eine solche Gebühr in nächster Zeit eingeführt werden sollte .
Man suche derzeit zusammen mit Napster nach einem möglichen Geschäftsmodell ,
sagte Alexander Adler , Sprecher der BeCG , im Gespräch mit heise online . Es
seien aber noch keine Entscheidungen getroffen . Adler wies darauf hin , dass
die strategische Partnerschaft dem Tausch-Dienst völlige Eigenständigkeit im
operativen Geschäft gelassen habe . Auf die Art und Weise , wie Napster momentan
seinen Betrieb gestalte , habe man keinen Einfluss . Die Rolle der BeCG als
Partner des Internet-Unternehmens bestehe vielmehr beispielsweise darin ,
zusammen mit Napster Gespräche mit Musik-Labels über die laufenden
Rechtsstreitigkeiten und mögliche Lizenzvereinbarungen zu führen . Auch Napster
ist bemüht seine Unabhängigkeit von Bertelsmann klarzustellen . In der nächsten
Zeit seien keine Veränderungen zu erwarten . Außerdem werde man seine Benutzer
über alle Neuigkeiten auf dem Laufenden halten . Speziell beim Thema Gebühren
werde man umfassend informieren und die User zu ihrer Meinung zu möglichen
Gebührenmodellen befragen . Gewisse Veränderungen haben sich in der letzten Zeit
allerdings auch schon schleichend ergeben : Noch vor einigen Monaten wäre es
undenkbar gewesen , dass sich Napster selbst als normales Unternehmen bezeichnet
, das nach Wegen sucht , " Zusatznutzen für die Benutzer " zu erzeugen . Dass es
nun doch dazu gekommen ist , hat sicherlich viel mit den Rechtsstreitigkeiten zu
tun , mit denen die großen Plattenlabels Napster konfrontiert haben . Hohe
Prozesskosten und die schwindende Aussicht , vor Gericht gegen die Labels zu
gewinnen , dazu eine generell gestiegene Zurückhaltung von Investoren , sich bei
Internet-Unternehmen zu engagieren , ließen der Tausch-Börse praktisch keine
andere Wahl , als einen Neuanfang in ruhigerem Fahrwasser zu versuchen .
Vielmehr dürfte Napster schnellstmöglich eine gütliche Einigung à la MP3.com mit
den großen Plattenkonzernen suchen . Der Nimbus des Revolutionärs wäre dann
freilich gänzlich verflogen - und als eines von vielen kostenpflichtigen
Inhaltsangeboten im Internet würde Napster vermutlich schnell wieder aus den
Schlagzeilen verschwinden . Internationales Bibliothekssystem im Aufbau Seit dem
Wochenende befindet sich das in der Library of Congress ( LC ) koordinierte
Auskunftssystem Collaborative Digital Reference Service ( CDRS ) in der dritten
Phase des Probebetriebs . Als eine der wenigen Bibliotheken aus
nicht-englisch-sprachigen Ländern ist die Zentral- und Landesbibliothek Berlin (
ZLB ) an dem noch jungen Projekt beteiligt , das Ende 1998 ins Leben gerufen
wurde . Für die Bibliotheksnutzer sei ein solches System deshalb sehr attraktiv
, weil es die Möglichkeiten moderner Informationstechniken mit der
Zuverlässigkeit und Güte der Bibliotheksauskünfte verbinde , hieß es . Jede
Bibliothek , die bei dem Dienst mitmachen will , muss dazu zuerst eine
standardisierte Selbstbeschreibung abliefern , aus der Spezialisierungen ,
besondere Sammelgebiete , Zahl der Mitarbeiter , Kontaktadressen ,
Öffnungszeiten und andere für eine Literaturrecherche relevanten Informationen
hervorgehen . Derzeit hat der Bibliotheksverbund rund 60 Mitglieder aus den USA
, Kanada , Großbritannien und Australien . Mehr beobachtend sind die Berliner
Zentral- und Landesbibliothek und die Bibliothek der Universität für
Wissenschaft und Technik in Hongkong dabei . Rechercheanfragen , die von einem
Rechner einer Mitgliedsuniversität über das weltweite Netz abgeschickt werden ,
gelangen zunächst zum so genannten Request Manager ( RM ) , einer Software , die
auf einem Server der LC in Washington läuft . Der RM versucht dann anhand der in
einer Datenbank abgelegten Bibliotheksprofile die Bibliothek herauszufinden ,
die die Anfrage aufgrund ihrer Spezialisierung und Sammelgebiete vermutlich am
besten beantworten kann und die kürzeste Bearbeitungszeit verspricht . An diese
Bibliothek wird die Anfrage dann weitergeleitet . Ist die Rechercheanfrage
beantwortet , schickt die bearbeitende Bibliothek die Antwort wieder an den RM
zurück , der die Antwort an die Institution weiterleitet , von der die Anfrage
kam . Der RM speichert die Antwort außerdem noch in einer Datenbank ab . Auf
diese Datenbank kann bei späteren vergleichbaren Anfragen wieder zurückgegriffen
werden . Dass dieses System im Prinzip funktioniert , hatte schon gleich die
erste Anfrage bewiesen : Der RM-Server in Washington leitete die Frage an die
kalifornische Santa Monica Public Library weiter , in der eine Mitarbeiterin
eine Liste mit fünf Publikationen zusammenstellte und wieder zurück an den
RM-Server schickte , der diese Liste wiederum nach London weiterleitete . Die
Frage konnte so innerhalb weniger Stunden beantwortet werden . Derzeit läuft der
normale Testbetrieb nur auf Englisch , langfristig ist aber die Bearbeitung von
Rechercheanfragen in bis zu 20 Sprachen geplant . Allerdings stellt die
Internationalisierung des Verbunds die Organisatoren vor große Herausforderungen
. Die Probleme fangen schon bei dem Erfassen der Bibliotheksprofile an , wie
Paul Ulrich , bei der ZLB für die Entwicklung von Informationsdiensten zuständig
, heise online berichtete . Ulrich , der als Amerikaner mit dem
US-Bibliothekswesen gut vertraut ist , nennt als größtes Problem für die
Einbeziehung deutscher Bibliotheken in den Verbund die unterschiedliche
Organisationsstruktur der Bibliotheken in den USA und hierzulande . Während das
US-Bibliothekswesen stark zentralistisch organisiert sei und daher auch die
einzelnen Bibliotheken eine vergleichbare Systematik und Ordnung aufweisen
würden , gebe es im deutschen Bibliothekswesen eine große Dezentralisierung .
Das bedeute für das Erstellen eines formalisierten Bibliotheksprofils große
Hindernisse . Zudem seien die verlangten Informationen auf amerikanische
Bibliotheken abgestimmt und könnten die Besonderheiten deutscher Bibliotheken
oft nicht erfassen . Ob das derzeit laufende Pilotprojekt mit einem positiven
Resultat abgeschlossen werden kann , wagt Ulrich noch nicht zu prognostizieren .
Auf jeden Fall sei noch viel Arbeit zu leisten . Genaueres werde man dann in
drei oder vier Monaten sagen können , wenn die dritte Phase des Pilotbetriebs
abgeschlossen sein wird . Napster wird schneller Wesentliche Neuerung : Napster
soll in Zukunft zur Übertragung eines Files jeweils denjenigen Weg wählen , der
die kürzesten Transferzeiten verspricht . Die Idee für diese Neuerung entstand
in einer ungewöhnlichen Zusammenarbeit mit der Indiana University . Wie es an
immer mehr US-Unis geschieht , hatten auch die Netzwerkadministratoren dieser
Hochschule den Zugriff auf Napster über das Campusnetz verboten , weil die rege
Tauschaktivität der MP3-Fans eine beträchtliche Belastung der Leitungen
darstellte - an der Indiana University machte sie bereits bis zu 60 Prozent des
Datenaustauschs zwischen Campusnetz und Internet aus . Die Verantwortlichen von
Napster hatten sich wegen des Problems der blockierten Uni-Bandbreiten an
verschiedene Hochschulen gewandt , unter anderem auch an die Indiana University
. Der Kontakt gestaltete sich schnell produktiv , so Eddie Kessler , ein
Sprecher der Napster-Betreiber . Konkret besteht die jetzt vorzunehmende
Veränderung darin , dass Napster zunächst im Campusnetz und dann auf Sites , die
über schnelle Leitungen des Internet 2 angebunden sind , nach dem angeforderten
MP3-File sucht . Auf den Bereich des gewöhnlichen Internet greift er erst
zuletzt zu . Die neue Version von Napster soll noch vor Ende März 2000
fertiggestellt sein . Mark Bruhn , zuständiger Entscheidungsträger an der
Indiana University , will den MP3-Tausch mit dem neuen Napster wieder zulassen ,
allerdings die Belastung der Leitungen weiterhin im Auge behalten . Pixelpark
kauft groß ein Das Übernahmeangebot von Pixelpark steht unter dem Vorbehalt ,
dass zuvor der Zusammenschluss von Mandator und Cell Network zu einem
gemeinsamen Unternehmen erfolgreich abgewickelt sein muss . Wenn die Übernahme
wie geplant gelingt , halten die Pixelpark-Aktionäre 56,6 Prozent des neuen
Unternehmens , die Aktionäre von Cell Network und Mandator 43,4 Prozent . Der "
neue Pixelpark " soll am Neuen Markt in Frankfurt notiert werden . Erst die hohe
Marktkapitalisierung von Pixelpark hat die Übernahme der schwedischen Agenturen
ermöglicht . Der lange Marsch von France Telecom Aller guten Dinge sind drei :
Zuerst zerbrach die Partnerschaft mit der Deutschen Telekom wegen deren
Anbändelei mit der Telecom Italia . Dann verhinderte die amerikanische
Telefongesellschaft BellSouth im Verbund mit KPN , dem führenden
Telekommunikationsabieter in den Niederlanden , in letzter Sekunde die Übernahme
von E-Plus durch die Franzosen . Am 10.3.1997 startete der Handel am Neuen Markt
in Frankfurt mit dem Börsengang von MobilCom . Die France Telecom hat weltweit
insgesamt rund 160.000 Mitarbeiter . " Die Partnerschaft mit France Telecom ist
ein strategischer Quantensprung in der Entwicklung unseres Unternehmens . " Er
erhofft sich von seinem französischen Partner finanzielle Unterstützung beim
Versuch , eine UMTS-Lizenz zu ersteigern und ein entsprechendes Mobilfunknetz
aufzubauen . Für die Kooperation mit der in Stuttgart ansässigen
Telefongesellschaft debitel sind das schlechte Vorzeichen : Zwar gründeten
debitel und MobilCom erst im Januar gemeinsam ein Joint-Venture , um sich
zusammen als gleichberechtigte Partner um eine UMTS-Lizenz zu bewerben . Heute
aber kündete das Stuttgarter Unternehmen seinen Anspruch an , die
unternehmerische Führung in dem gemeinsamen Unternehmen ausüben zu wollen .
Insider gehen nach den jüngsten Entwicklungen davon aus , dass das Joint-Venture
bereits so gut wie tot ist . Ob die France Telekom mittelfristig ihr Engagement
bei MobilCom verstärken wird , bleibt abzuwarten . Es seien zunächst keine
weiteren Investitionen vorgesehen , teilten die Unternehmen mit . Aber ab Mitte
2003 bestehe für den französische Konzern die Option , weitere MobilCom-Anteile
von Gerhard Schmid zu erwerben . Der Aktienkauf von France Telecom bedeute
nichts weiter als eine Veränderung der Beteiligungsstruktur eines Mitbewerbers ,
sagte Sprecher Ulrich Lissek . Die Börse allerdings reagierte vorerst negativ .
Dieser gab nur um etwa viereinhalb Prozent nach . Online-Shop Toysmart hat
ausgespielt Der Online-Spielzeug-Verkäufer Toysmart.com macht dicht . Der Chef
des Internet-Unternehmens , David Lord , teilte gestern mit , dass Toysmart am
Freitag um Mitternacht ( Ortszeit ) sein Geschäft eingestellt habe . Man habe in
den vergangenen Tagen versucht , Toysmart mit einem neuen Geschäftskonzept in
ein Business-to-business-Unternehmen umzuwandeln . Die dazu geführten
Verhandlungen seien aber im letzten Moment gescheitert , berichtete Lord . Der
Aufsichtsrat habe daher beschlossen , das Geschäft aufzugeben und sucht nun
einen Käufer für die Firma . Die rund 170 Beschäftigten habe man noch am Freitag
abend informiert und unterstütze sie bei der Suche nach einer neuen Stelle .
Toysmart ist der zweite Internet-Verkäufer für Spielwaren , der in diesem Monat
seine letzte Bestellung entgegen genommen hat . Schon vor rund zwei Wochen
schlossen sich bei Red Rocket die Tore . Auch andere dezidierte
Online-Spielzeug-Verkäufer spüren mittlerweile den rauen Wind in der
E-Commerce-Branche : KBkids.com berichtete letzte Woche von Entlassungen , der
Kurs von Firmen wie Smarterkids.com und eToys ist in den letzten sechs Monaten
um über 80 Prozent gefallen . Die jungen Internet-Companies tun sich in der
Konkurrenz mit etablierten Firmen der Branche wie Toys'R'Us und Wal-Mart , die
mittlerweile auch Online-Shops betreiben , sehr schwer . Dabei haben die
Start-Ups durchaus kompetente Partner : Red Rocket gehörte dem Mediengiganten
Viacom , Toysmart ist mehrheitlich in der Hand des Medienkonzerns Walt Disney .
Aber gerade die klassischen Medienkonzerne haben in letzter Zeit lernen müssen ,
dass im Internet nach neuen Reglen gespielt wird . Bertelsmann verabschiedete
sich mit dem Ausstieg bei AOL-Europe aus dem Providergeschäft , Disney hat nach
dem glücklosen Versuch , sein Go.com zum allgemeinen Portal aufzubauen , das
Konzept für diese Site geändert und konzentriert sich mehr auf Erholung ,
Freizeit und Unterhaltung - und Time Warner wurde gar komplett von AOL
übernommen . Verwirrung um Viag Telecom Es herrscht Unruhe im deutschen
Mobilfunkmarkt : Unter dem Druck der mit der Ersteigerung einer UMTS-Lizenz
verbundenen Kosten würden sie planen , sich schnell aus dem
Telekommunikationsgeschäft zurückzuziehen . Wie die Finanzzeitungen heute
berichteten , soll Veba-Chef Ulrich Hartmann die treibende Kraft in diesem
Prozess sein . Die Telekommunikationsaktivitäten von Viag sind in der Holding
Viag Telecom gebündelt und bestehen in Beteiligungen an der deutschen Viag
Interkom , der österreichischen Connect Austria und der schweizerischen Orange
Communications . An Viag Interkom hält Viag eine Beteiligung in Höhe von 45
Prozent , weitere 45 Prozent gehören der British Telecom ( BT ) , zehn Prozent
hält das norwegische Unternehmen Telenor . Connect Austria ist ein Joint-Venture
mit Telenor , der britischen Orange und Tele Danmark , Viag hält 20 Prozent der
Anteile . Orange Communications gehört Viag zu 42,5 Prozent , die restlichen
Anteile teilen sich Orange , Swissphone und die Banque Cantonale Vaudoise . Die
BT ist schon seit einiger Zeit daran interessiert , sich stärker bei Viag
Telecom zu engagieren . Mit einer größeren Beteiligung an dieser Holding könnten
sich die Briten ein festes Standbein im deutschsprachigen Raum sichern .
Allerdings ist Viag Telecom nicht billig : Viag und Veba dementierten allerdings
, dass ein schneller Verkauf der Viag Telecom bevorstehe . Zwar verhandele man
derzeit mit der BT , es gehe aber um die schon lange geplante Aufstockung des
Anteils der Briten . Man strebe eine gleichberechtigte Partnerschaft mit der BT
bei der Viag Telecom an . Vor dem Hintergrund der anstehenden UMTS-Auktion werde
dies den Spielraum von Veba und Viag deutlich erweitern . Bundesministerien
wollen E-Commerce erleichtern Eine neue Arbeitsgruppe des Bundesministeriums für
Wirtschaft und Technologie und des Bundesministeriums der Justiz beschäftigt
sich derzeit damit , die rechtlichen Rahmenbedingungen für die
Internet-Wirtschaft zu verbessern . Man arbeite daran , eine ganze Reihe von
Gesetzen und Verordnungen einerseits den Vorgaben durch EU-Richtlinien ,
andererseits auch dem veränderten Marktgeschehen anzupassen , bestätigte eine
Sprecherin des Wirtschaftsministeriums . Ganz oben auf der Agenda stehen
Signaturgesetz , Rabattgesetz und die Zugabeverordnung . Ein Vorschlag für die
Änderung des Signaturgesetzes zur Anpassung an die EU-Richtlinie solle innerhalb
der nächsten Wochen im Kabinett beraten werden , sagte die Sprecherin . Die
Novelle des Signaturgesetzes aus dem Jahr 1997 soll die digitale Signatur
rechtlich der eigenhändigen Unterschrift gleichsetzen . Auch die Abschaffung von
Rabattgesetz und Zugabeverordnung geht auf Vorgaben der EU zurück . Beide
Regelwerke wurden zum Schutz kleiner Unternehmen in Kraft gesetzt - das
Rabattgesetz von 1933 verbietet Rabatte von mehr als drei Prozent , die
Zugabeverordnung von 1934 untersagt es Händlern , " höherwertige " Geschenke an
Kunden abzugeben . Sie stellen aber im europäischen Wirtschaftsraum , im dem
beim grenzüberschreitenden Handel die Gesetze des Landes gelten , in dem der
Händler seinen Sitz hat , eine klare Benachteiligung deutscher Handelunternehmen
dar . Gegen den Willen von Gewerkschaften und Handel müssen sie jetzt
abgeschafft werden . Wirtschaftsminister Werner Müller kündigte dies bereits im
Mai nach der Billigung der E-Commerce-Richtlinie durch den Rat der Europäischen
Union an : Das Justizministerium plant schon seit einiger Zeit eine Änderung des
Aktienrechts . Zielvorstellung ist eine Regelung , bei der Aktionäre ihre
Mitbestimmungsrechte weltweit per Internet ausüben können . Außerdem ist ein
Gesetz zur Gesetz zur Anpassung der Formvorschriften des Privatrechts und
anderer Vorschriften an den modernen Rechtsgeschäftsverkehr in Vorbereitung .
Damit soll im Wesentlichen für eine Gleichstellung der elektronisch signierten
E-Mail mit der schriftlichen Textform gesorgt werden . Gegenüber der Financial
Times Deutschland fasste Müller die Gesetzesinitiativen mit den Worten zusammen
, dass er einen " zukunftsorientierten Rechtsrahmen " für die
Internet-Wirtschaft schaffen wolle . Nach eigener Aussage strebt Müller eine
europäische Vorreiterrolle Deutschlands beim Thema Internet an . Einen konkreten
Zeitrahmen zur Realisierung der Gesetzesvorhaben gebe es zwar noch nicht , die
Gesetzesinitiativen sollten aber noch in der laufenden Legislaturperiode auf den
Weg gebracht werden , betonte Müller . Japanischer Mobilfunk-Riese sucht
Beteiligungen in Europa Der japanische Mobilfunkanbieter NTT DoCoMo erwägt eine
Kooperation mit dem kanadischen Telekommunkationskonzern Telecommunications
Infrastructure Wireless ( TIW ) und Hutchison Telecom aus Hongkong . TIW und
Hutchison hatten kürzlich eine UMTS-Lizenz in Großbritannien ersteigert .
Deshalb ist die Zusammenarbeit mit diesen beiden Unternehmen " eine Option " für
den weiteren Ausbau der europäischen Marktpräsenz des japanischen Konzern ,
sagte Kiyoyuki Tsujimura von DoCoMo der Financial Times Deutschland . Mehr als
eine Minderheitsbeteiligung werden die Japaner aber wohl nicht erwerben .
Bereits Anfang Mai hatten die Japaner eine Minderheitsbeteiligung am
niederländischen Telekommunikationsanbieter KPN gekauft . Allerdings mehren sich
die Zweifel , ob diese Kooperation für KPN die erhoffte Finanzspritze bedeutet :
KPN sucht mittlerweile nach einem neuen Partner für den Aufbau eines UMTS-Netzes
in Deutschland . Mit DoCoMo steht zumindest ein technisch kompetenter Partner
den Niederländern zur Seite : Allerdings kann das Tochterunternehmen des
japanischen Staatskonzerns NTT weltweit nicht so auf Einkaufstour gehen , wie
man es von europäischen oder amerikanischen Unternehmen gewohnt ist : Da NTT
seinen 67-Prozent-Anteil an dem Mobilfunkunternehmen nicht verringern möchte ,
fehlen DoCoMo die Mittel , um interessante Unternehmen per Aktientausch gleich
ganz zu übernehmen . DoCoMo betreibt daher eine Politik der kleinen
Beteiligungen . Bürgerrechtler : Studie sollte FBI-Schnüffel-Tool " reinwaschen
" Der gestern der Öffentlichkeit vorgestellte vorläufige Bericht über eine
Untersuchung des FBI-Tools " Carnivore " durch das Illionois Institute of
Technology Research ( IITRI ) enthält nur wenig prinzipielle Kritik am Einsatz
dieses Systems . Das US-Justizministerium ( DoJ ) hatte die Untersuchung
angeordnet , nachdem vor allem Bürgerrechtsgruppierungen massive
Datenschutzbedenken geäußert und eine gerichtliche Verfügung gegen das FBI
erwirkt hatten . Allerdings wurde der Bericht nicht vollständig veröffentlicht :
Informationen über die Software-Struktur und die Funktionsprinzipien von
Carnivore wurden nur dem DoJ , nicht aber der Öffentlichkeit zugänglich gemacht
. Das IITRI setzte sich in seiner Untersuchung mit dem Einsatz und den
technischen Fähigkeiten des Schnüffelprogramms auseinander . Prinzipielle Fragen
der rechtlichen Zulässigkeit des Einsatzes eines solchen Systems ließ das
Institut explizit außen vor . In ihren Untersuchungen kamen die Experten vom
IITRI zu dem Ergebnis , dass Carnivore tatsächlich nur die Daten aufzeichnet ,
die es nach einem entsprechenden gerichtlichen Beschluss aufzeichnen darf - wenn
das System korrekt konfiguriert ist . Allerdings sei eine Fehlkonfiguration
leicht möglich , wodurch sich das Volumen der gesammelten Daten enorm erhöhen
könnte . Der Betrieb des System bringt nach Meinung der Experten auch keine
Beeinträchtigung des Betriebs eines ISP mit sich . Der IITRI-Bericht kritisiert
unter anderem , dass in dem System keine Funktionen zur Überwachung des
korrekten Betriebs eingebaut sind und dass die von Carnivore gesammelten Daten
unzureichend gegen einen unberechtigten physischen Zugriff geschützt seien .
Außerdem fanden die Computerspezialisten vom IITRI diverse Programmierfehler ,
über die sie das FBI in Kenntnis setzten . Das System könne auch nicht den
gesamten Traffic eines ISP aufzeichnen oder irgendwie verfälschen . Ebenfalls
sei es ihm auch nicht möglich , die Accounts von einzelnen Personen zu
deaktivieren oder gar den Betrieb eines ganzen ISP lahm zu legen . Eine
Offenlegung des Quellcodes von Carnivore halten die Autoren des IITRI-Berichts
zwar prinzipiell für wünschenswert , zum gegenwärtigen Zeitpunkt jedoch nicht
für opportun . Die Software sei noch nicht ausgereift und die Offenlegungen des
Quellcodes könnte Beeinträchtigungen der Funktion und der Sicherheit des Systems
mit sich bringen . Scharfe Kritik an dem Bericht kam mittlerweile aus diversen
Ecken . So zeigt sich Dick Armey , Mehrheitsführer der Republikaner im
US-Repräsentantenhaus , von dem positiven Tenor der Studie nicht überrascht .
Auch die Bürgerrechtsorganisationen Electronic Privacy Information Center ( EPIC
) und America Civil Liberties Union ( ACLU ) sind mit dem Bericht des IITRI und
der Bewertung seiner Ergebnisse nicht zufrieden . " Wenn es so einfach für das
FBI ist , versehentlich zu viele Daten zu sammeln , kann man sich leicht
vorstellen , wie einfach es für die Agenten ist , dies absichtlich zu tun " ,
sagte David Sobel , Anwalt der EPIC . Vor allem kritisierte Sobel , dass der
Bericht nicht auf die prinzipiellen rechtlichen Probleme eingeht , die mit dem
Einsatz des Schnüffel-Tools verbunden sind . Die EPIC fordert weiterhin einen
vollständigen Einblick in alle Details des Carnivore-Systems . Die Organisation
bereitet derzeit eine entsprechende Klage gegen das FBI und das DoJ vor .
Außerdem fordert die EPIC Einsicht in den unzensierten Bericht des IITRI . " Was
mich überrascht ist nicht die Tatsache , dass das Untersuchungs-Team vor den
Journalisten den Daumen über Carnivore hob , sondern dass sie erwarten , dass
irgendjemand außerhalb der Regierung diesen Bericht ernst nimmt " , sagte Barry
Steinhardt von der ACLU . Ganz im Gegenteil zu den Aussagen des Berichts lägen
Steinhardt Unterlagen vor , aus denen klar ersichtlich sei , dass Carnivore "
zuverlässig den gesamten ungefilterten Traffic abfangen und speichern " könne .
DoCoMo : Umsatzerwartungen an UMTS sind übertrieben Keiichi Enoki , der Chef des
japanischen Mobilfunkanbieters NTT DoCoMo , hat die Branche in Aufruhr versetzt
: In einem Gespräch mit der Financial Times warnte er vor übertriebenen
Erwartungen an den Umsatz , der mit UMTS erzielt werden könnte . Seiner Meinung
nach werden die europäischen Mobilfunkfirmen Mühe haben , die für die Lizenzen
investierten Summen in Milliardenhöhe wieder einzunehmen . DoCoMo ist weltweit
führend bei der Entwicklung von Techniken , die in den Mobilfunknetzen der
dritten Generation zum Einsatz kommen sollen . Vor allem der Übertragung von
Multimedia-Dateien über die Mobilfunkssyteme der dritten Generation steht der
DoCoMo-Chef sehr skeptisch gegenüber . " Wegen der Knappheit der verfügbaren
Frequenzen ist die Übertragung von Videos und großen Datenmengen über ein
Mobiltelefon nicht wirklich eine angemessene Dienstleistung " , sagte Enoki .
Das hätten auch Tests mit der neuen Technik ergeben , die DoCoMo derzeit in
Japan durchführt . Umsatz könne man damit nur mittels Werbung oder Kommission
machen . Die europäischen Mobilfunkgesellschaften waren nicht zuletzt deshalb
bereit , immense Summen für die UMTS-Lizenzen auszugeben , weil mit der neuen
Technik zumindest prinzipiell sehr hohe Transferraten erreicht werden können .
Das würde den Mobilfunk gerade für die Übertragung von Multimedia-Dateien sehr
attraktiv machen . Viele europäische Mobilfunkunternehmen knüpfen ihre
Umsatzhoffnungen an den enormen Erfolg des i-mode-Diensts von DoCoMo , der mit
dem hierzulande eingesetzten WAP vergleichbar ist . Dieses Phänomen kennen auch
die europäischen Mobilfunker : Trotz beständig stark steigender Kundenzahlen
wachsen Umsätze oder gar Gewinne lange nicht mehr so stark wie noch vor ein oder
zwei Jahren . Spekulationen um Mannesmann-Kooperationen Mannesmann wird entgegen
anderslautenden Zeitungsberichten keine zusätzlichen Anteile des französischen
Kommunikationsanbieters Cegetel erwerben . Der Düsseldorfer Konzern hält derzeit
15% von Cegetel . Weitere 40% besitzt der französische Mischkonzern Vivendi .
Ein Sprecher von Mannesmann sagte auf Anfrage von c't , dass es mit Vivendi
keine Gespräche über den Erwerb eines größeren Aktienpaketes gegeben habe . In
der vergangenen Woche kursierten Berichte , Mannesmann-Chef Klaus Esser habe
sich durch die Übernahme des 40%-Aktienpakets von Vivendi Unterstützung bei der
Abwehr der feindlichen Übernahme durch Vodafone AirTouch erhofft . Zu jüngsten
Meldungen über Kooperationspläne von Mannesmann und AOL wollte man in Düsseldorf
nicht Stellung beziehen . Bei AOL Deutschland jedenfalls ist nach Angaben eines
Sprechers bislang nichts über eine mögliche Zusammenarbeit von Mannesmann und
AOL bekannt . Frauen-Power im Internet Im letzten Jahr waren 60 Prozent der neu
hinzugekommenen Internet-Benutzer in den USA Frauen , die Anzahl weiblicher
Benutzer hat sich in den letzten zweieinhalb Jahren in den USA annähernd
verdreifacht . Knapp die Hälfte der US-amerikanischen erwachsenen Frauen sind
online . Das besagt eine kürzlich vorgestellte Studie des
Marktforschungsinstituts The Strategis Group . Die Zeit der Dominanz männlicher
Benutzer im Internet ist offensichtlich vorbei , in der Altergruppe der 45- bis
54-Jährigen sind mittlerweile sogar mehr Frauen als Männer online . In allen
anderen Altersgruppen liegen die Männer allerdings noch knapp vor den Frauen .
Das Internet gehört offensichtlich immer mehr zum täglichen Leben dazu , 61
Prozent der Home-User sind mindestens einmal täglich online . Auch das Geschäft
mit dem E-Commerce boomt in den USA weiterhin : 39 Prozent der Benutzer kaufen
für mehr als 50 Dollar monatlich online ein . Online-Shopping ist vor allem bei
Frauen beliebt : 30 Prozent der Männer , die als wichtigsten Grund ihrer
Internet-Nutzung den Einkauf angeben , stehen 40 Prozent der Frauen gegenüber .
Diese geben allerdings in Netz immer noch weniger Geld aus als die Männer .
Bosch verkauft Handy-Fertigung Die Stuttgarter Robert Bosch AG hat ihre
Handy-Fertigung an den US-amerikanischen Konzern Flextronics verkauft . Alle
1.350 Mitarbeiter sollen ihren Arbeitsplatz behalten können . Die
Vertragspartner vereinbarten über den Kaufpreis Stillschweigen . Damit ist der
Rückzug von Bosch aus dem Kommunkationsmarkt abgeschlossen . Die Siemens AG
hatte bereits Mitte März die Handy-Entwicklungssparte von Bosch übernommen .
Bestandteil dieser Vereinarung war die Zusage , dass Siemens in dem Werk in
Pandrup Handys fertigen lassen kann . Flextronics will diese Zusage einhalten .
Die Entwicklungsabteilung und die Fertigungsstätte sollen zeitgleich Ende April
den Besitzer wechseln , wenn die Kartellbehörden den Vereinbarungen zustimmen .
Japanischem Mobilfunkriesen gelingt satte Gewinnsteigerung Der japanische
Mobilfunkriese NTT DoCoMo , den es heftig danach drängt , in Europa Fuß zu
fassen , hat im vergangenen Geschäftsjahr einen Rekordgewinn erwirtschaftet .
Auch der Umsatz stieg in Rekordhöhe . KPN Mobile kontrolliert den deutschen
Mobilfunkanbeiter E-Plus . Über die geplante strategische Allianz der Japaner
und Niederländer wollen beide Konzerne ihre Position auf dem europäischen Markt
für moderne Mobilfunksysteme ausbauen . Außerdem haben die Japaner vor , im
kommenden Jahr als erster Telekommunikationskonzern der Welt in ihrem Heimatland
ein UMTS-Mobilfunknetz in Betrieb nehmen . Zusammen mit KPN Mobile möchte das
Unternehmen die Möglichkeiten für mobile Internet-Anwendungen der dritten
Generation in Europa ausloten . Freier Schul-Account von AOL kostet was Der
deutsche Ableger des Online-Diensts AOL hat jetzt die zweite Phase seines
Programms " AOL macht Schule " gestartet . Nachdem er im März einen Schülertarif
eingeführt hatte , kommt jetzt ein grundgebührenfreier Tarif für Lehrer und ein
Angebot für Schulen : Für die 46.000 Schulen in Deutschland hat AOL werbewirksam
" Frei-Accounts " angekündigt und will Materialpakete mit Lehrer-Infos und den
obligatorischen AOL-CDs verschicken . Ganz so frei sind die Accounts allerdings
nicht : Die Schulen müssen sich nämlich selbst um einen Online-Anschluss über
einen Provider kümmern , mit dem sie auf die Inhalte des Dienstes zugreifen
können . Der Zugang zu den Inhalten von AOL und die E-Mail über AOL sind dann
kostenlos . In sein Inhaltsangebot hat AOL nach eigener Auskunft spezielle
Bereiche für Schüler und Lehrer integriert . Lehrern sollen darin Materialien
zum Einsatz im Unterricht und zur eigenen Fortbildung angeboten werden , Schüler
sollen unter anderem Lernsoftware , Referate und Linksammlungen finden können .
Indische Industrielle kritisieren deutsche Green Card In einem offenen Brief an
Bundeskanzler Gerhard Schröder haben indische Industrielle aus dem
kalifornischen Silicon Valley die Green-Card-Initiative der rot-grünen
Bundesregierung kritisiert . " Wenn Deutschland seine Lücke im
Informationstechnologie-Know-How schließen will , sollte es an die Aufgabe ,
Einwanderer für das Land und seine Wirtschaft zu interessieren , aufgeschlossen
und mit Verständnis für die globale Wirtschaft herangehen " , heißt es in dem
Brief , der dem Wirtschaftsmagazin brand eins vorliegt . Schröder hatte
wiederholt darauf hingewiesen , dass er die Green-Card-Initiative nicht in einem
Atemzug mit dem Thema Einwanderung diskutieren will . Die Industriellen , unter
ihnen der Präsident der Vereinigung indischstämmiger Unternehmer in den USA ,
The IndUS Entrepreneurs ( TiE ) , Kanwal Rekhi , halten den Plan , "
Gastarbeiter aus Indien als billige Arbeitskräfte auf begrenzte Zeit mit einer
Green Card anzuwerben " , nicht für den besten Weg zur Beseitigung des
IT-Fachkräftemangels in Deutschland . Die Unterzeichner des Briefes schließen
mit einer Einladung an deutsche Politiker , sich vor Ort im Silicon Valley einen
Eindruck von den Leistungen der indischen Unternehmer zu machen . Von Seiten des
Bundeskanzleramtes gibt es keinen Kommentar zu diesem Brief . Bundeskanzler
ebenso wie Kanzleramt äußerten sich grundsätzlich nicht zu offenen Briefen ,
sagte eine Sprecherin des Bundespresseamts . CeBIT Home 2000 ohne Sony Jetzt hat
sich auch der letzte namhafte Vertreter der Spielebranche von einem Auftritt auf
der CeBIT Home 2000 , die im Herbst in Leipzig stattfinden wird , verabschiedet
: Sony gab heute bekannt , dass es seine PlayStation 2 nicht wie geplant im
Herbst auf der Messe in Leipzig vorstellen werde . Bereits in den letzten Wochen
hatten viele Spielehersteller ihre Teilnahme an der diesjährigen CeBIT Home
abgesagt . Den Schwerpunkt der Messe tangiert dies allerdings nach Ansicht der
hannoveranischen Messe AG , Veranstalter der CeBIT Home , nicht : Dieses Jahr
soll sich unter dem Motto " Die Welt geht online " auf der CeBIT Home alles ums
Internet drehen . Sun möchte Load-Management-Spezialisten Nach dem bombigen
Quartalsabschluss fallen Akquisitionen natürlich besonders leicht : Am heutigen
Montag will Computer-Gigant Sun den Kauf der im kalifornischen San Jose
ansässigen Firma Gridware offiziell bekannt geben . Das erst im November 1999
aus der Fusion der US-Firma Chord Systems und der deutschen Genias GmbH
entstandene Unternehmen Gridware stellt Management-Software für Cluster-Systeme
her . Sun hatte schon Anfang Juni angekündigt , Gridware-Software in seiner
Hardware für computer-unterstütztes Design und Simulationen , der so genannten
Sun Technical Compute Farm ( TCF ) , einsetzen zu wollen . Die TCF besteht aus
einer Sun E420R als File-Server , mehreren Sun E420R als Arbeitsrechner , einem
oder mehreren Sun-Storage Arrays und Cisco-Netzwerk-Equipment . Durch den
Einsatz der Gridware-Produkte Codine , einer Software , die die Auslastung der
Prozessoren in einem Mehr-Prozessoren-Umfeld regelt , und dem Golbal Resource
Director ( GRD ) , der den Zugriff auf Prozessor-Kapazitäten steuert , erhofft
sich Sun eine optimale Auslastungen seiner TCF . Mit dieser Computer-Lösung
stößt Sun weiter in ein Gebiet vor , das bislang die Domäne von Silicon Graphics
( SGI ) war , nämlich der 3D-Visualisierung im professionellen Bereich . Bereits
Ende April hatte sich Sun mit der Ankündigung einer leistungsfähigen
3D-Graphikkarte in den Hig-End-Grafikbereich vorgewagt . ePost bastelt an
verschlüsselter Verbindung Man erinnert sich noch : Als die ePost Ende Juni
startete , kündigten die Techniker von eVita , der Internet-Tochter der
Deutschen Post , die für den Web-Auftritt der ePost verantwortlich zeichnet ,
die sichere Verbindung über SSL zu den Freemail-Accounts der ePost an . Der
Grund ist ganz einfach : Man befinde sich noch in der Testphase , gab Nils
Becker von eVita gegenüber c't zur Auskunft , die SSL-Verbindung führe derzeit
immer wieder zu Browserabstürzen . Weil die sichere Verbindung noch nicht stabil
arbeite , habe man auch die Implementierung von SSL auch noch nicht bekannt
gegeben . Man hoffe aber , in den nächsten Tagen die Verbindung komplett über
SSL realisieren zu können . Nicht nur das Web-Frontend , auch die
Mail-Verbindung über die Protokolle SMTP und POP wolle man dann per SSL sicher
machen . Becker kündigte eine offizielle Bekanntgabe der Implementierung von SSL
nach Abschluss der Testphase an . Alexander Finger , der verantwortliche
Techniker von eVita , war nicht für weitere Auskünfte über die technischen
Probleme zu erreichen : Er sitzt momentan im Rechenzentrum der Frankfurter
Niederlassung des ePost-Providers Exodus und bastelt an der
Server-Implementierung von SSL . Und im Rechenzentrum herrscht Funkstille ,
zumindest für Handys . Auch wenn bei der ePost nicht alles von Anfang an
funktioniert und die Einrichtung der SSL-Verbindung länger als angekündigt
dauert , scheint sich die Post durch ihre offene Informationspolitik und die
Tatsache , dass Funktionen - obwohl sie prinzipiell bereits verfügbar sind -
erst solange getestet werden , bis sie wirklich zuverlässig laufen , wohltuend
von manchen ihrer Konkurrenten im Freemail-Bereich abzuheben . Schwere Zeiten
für die Konkurrenten ? Für den Börsengang der Muttergesellschaft im Herbst
scheinen dies jedenfalls durchaus positive Vorzeichen zu sein . UMTS-Gewinner in
den Niederlanden stehen fest Die Versteigerung von fünf UMTS-Lizenzen in den
Niederlanden ist heute zu Ende gegangen - mit einem positiven Ergebnis für die
Deutsche Telekom . Wie das Verkehrsministerium in Den Haag mitteilte , hat
zuletzt Festnetz-Betreiber Versatel nicht mehr mitgeboten . Damit waren von den
ursprünglich sechs Bietern nur noch fünf Mobilnetzbetreiber als Bewerber für die
fünf Lizenzen vertreten . Die Auktion hatte am 6. Juli begonnen . Gesellschafter
von Ben sind Belgacom mit 70,6 Prozent der Anteile und Tele Danmark mit 29,4
Prozent . Der lang ersehnte Sprung der Telekom über den großen Teich Hintergrund
: Was lange währt , wird endlich gut : Die Deutsche Telekom kauft eine
US-amerikanische Telefongesellschaft , nämlich die im US-Bundesstaat Washington
ansässige Mobilfunkgesellschaft Voicestream . Die Transaktion , die man erst im
nächsten Jahr abschließen möchte , soll hauptsächlich in Form eines
Aktientausches über die Bühne gehen : Jede Aktie von Voicestream kann gegen 3,2
T-Aktien plus einer Barkomponente von 30 US-Dollar getauscht werden . Allerdings
haben die Aktionäre von Voicestream auch die Möglichkeit , ihre Anteile komplett
gegen Bares zu tauschen . Voicestream ist mit Gründungsjahr 1994 eine noch junge
Gesellschaft , die aber vor allem im letzten Jahr massiv expandierte :
Allerdings sind solche hohen Verluste in der Aufbauphase eines
Mobilfunkunternehmens nichts besonderes . Für die Deutsche Telekom ist
Voicestream vor allem deshalb interessant , weil das Unternehmen über
Mobilfunk-Lizenzen in 23 der 25 für Mobilfunkunternehmen wichtigsten
US-amerikanischen Bundesstaaten verfügt . Ein weiterer Pluspunkt für Voicestream
war die Tatsache , dass die Gesellschaft ein sonst in den USA eher unübliches
GSM-Netz auf einer Frequenz von 1900 MHz betreibt . Mit dem neuen Partner in den
USA kann die Telekom also die Reichweite ihres Netzes deutlich ausdehnen . Trotz
all dem aber ist der Preis , den die Telekom für ihren Stützpunkt in den USA
jetzt zahlt , enorm hoch . Für jeden Voicestream-Kunden zahlt der rosa Riese
rund 22.000 US-Dollar . Schon der Kauf der britischen Mobilfunkgesellschaft
Orange durch France Telecom galt als teuer , die Deutsche Telekom zahlt nun das
vier- bis fünffache für jeden neuen Kunden , den sie durch die Akquisition
erhält . Sommer verteidigte den Kaufpreis mit dem Hinweis darauf , dass es keine
Möglichkeit gebe , sich mit einem " Schnäppchenpreis " an einem
US-amerikanischen Telekommunikationsunternehmen zu beteiligen . Dafür haben aber
die Anleger offensichtlich wenig Verständnis : Die T-Aktie verlor heute an der
Frankfurter Börse über zehn Prozent ihres Wertes und rutschte damit unter die
50-Euro-Marke . Doch nicht nur die Börse gibt dem Deal zunächst einmal gar keine
guten Noten : Auch US-amerikanische Politiker haben schon ihre Widerstand gegen
die Realisierung der Übernahme angekündigt . Hier hat aber die Deutsche Telekom
die EU im Rücken : Aus Brüssel verlautete heute , dass man eine Blockade der
Transaktion nicht kritiklos hinnehmen werde . Eine offizielle Beschwerde einer
europäischen Institution gibt es aber noch nicht . Italienische UMTS-Vergabe
geht in die heiße Phase Bis 12:00 Uhr am heutigen Donnerstag müssen alle
Konzerne , die sich um eine italienische UMTS-Lizenz bewerben wollen , ihre
Unterlagen beim italienischen Ministerium für Kommunikation abgegeben haben . In
einem kombinierten Verfahren will Italien fünf Lizenzen für den Betrieb eines
UMTS-Netzes vergeben . Branchenkenner gehen davon aus , dass sich sieben
Unternehmen und Konsortien um die Lizenzen bewerben werden , nämlich Telecom
Italia Mobile ( TIM ) , Omnitel , Wind , Blu , Andala , Ipse und TU Mobile .
Über Beteiligungen sind derzeit außer der Deutschen Telekom fast alle großen
europäischen Telekommunikationsgesellschaften an der UMTS-Auktion in Italien
beteiligt : TIM gehört zum italienischen Exmonopolisten Telecom Italia , Omnitel
ist zu 76 Prozent in der Hand von Vodafone und Wind wird gleichberechtigt von
France Telecom sowie dem italienischen Energieversorger Enel kontrolliert . An
Blu ist neben dem Medienunternehmer Silvio Berlusconi British Telecom beteiligt
, das Konsortium Ipse steht unter der Führung von Telefonica und Sonera .
Lediglich Andala ist nicht in europäischer Hand : Erst kürzlich übernahme der
Mischkonzern Hutchison Whampoa aus Hongkong 51 Prozent der Anteile . TU Mobile
hat sich erst gestern Abend als möglichen Bewerber für eine UMTS-Lizenz ins
Spiel gebracht . Das von der Beraterfirma Atitalia kontrollierte Unternehmen
verkauft Beteiligungen an E-Business-Projekten . Der deutsche Ex-Monopolist
wollte zu den Spekulationen nicht Stellung beziehen . Man kommentiere keine
Gerüchte , sagte Telekom-Sprecher Ulrich Lissek . Allerdings habe man schon vor
einiger Zeit deutlich gemacht , dass man nicht das fünfte Rad an irgendeinem
Wagen sein wolle . An dieser Position habe sich nichts geändert . VA Linux
erwartet für 2001 schwarze Zahlen Während die Analysten einen Verlust von 15
Cent pro Aktie erwartet hatten , bedeutet das Ergebnis aus dem operativen
Geschäft von VA Linux einen Verlust von zehn Cent pro Aktie . Insgesamt sehen
die Zahlen allerdings nicht ganz so gut aus : Das Ergebnis stimmt Larry Augustin
, den Chef von VA Linux , aber optimistisch : " Wir gehen davon aus , dass wir
am Ende des Kalenderjahres 2001 schwarze Zahlen schreiben " , sagte er .
Ericsson und UUNet kooperieren für mobiles Internet Der Handy-Hersteller
Ericsson und der Internetdienstleister UUNet , ein Tochterunternehmen von
WorldCom , haben angekündigt , zusammen Dienste auf IP-Basis für Betreiber von
Mobilfunknetzen entwickeln und die Migration der mobilen Telefonie auf den
IP-Standard vorzubereiten zu wollen . Im Unterschied zum derzeit in Europa
dominierenden Mobilfunkstandard GSM wird der Mobilfunk der Zukunft nach
UMTS-Standard rein paketorientiert arbeiten . Außerdem will Ericsson bei dem
globalen Roaming-Angebot über Virtual Private Networks ( VPN ) von UUNet für die
über 400 Mitglieder der GSM Association mitwirken . " Durch die Kombination von
Ericssons Know-how im Bereich der drahtlosen Technik mit UUNets
Internet-Know-how können wir Betreibern von Mobilfunknetzen vollständige und
integrierte IP-Lösungen anbieten " , sagte Torbjörn Nilsson von Ericsson . Im
Speziellen soll die Zusammenarbeit auch die Einführung der komplett IP-basierten
Mulitmediadienste der dritten Mobilfunkgeneration vorbereiten . Erste Testläufe
mit WAP und GPRS wolle man noch in diesem Jahr durchführen . Bob Hartnett , Chef
von UUNet , fügte hinzu , dass man sich von der Zusammenarbeit eine Verbesserung
der eigenen Positionierung auf dem Markt für das mobile Internet verspreche .
Acht Bewerbungen für italienische UMTS-Lizenzen Italien will fünf Lizenzen
vergeben . Kurz vor 12.00 Uhr traf allerdings noch die Bewerbung eines
Konsortiums mit dem Namen Anthill ein . Über die Zusammensetzung von Anthill
weiss man bislang nur wenig . Insiderinformationen zufolge soll das französische
Telekommunikationsunternehmen Alcatel an Anthill beteiligt sein . Im November
sollen die Lizenznehmer feststehen . Telekom erhöht Telefonpreise in
ausländische Mobilfunknetze Die Deutsche Telekom hat für Gespräche vom Festnetz
in ausländische Mobilfunknetze eine deutliche Preiserhöhungen angekündigt . Ab
dem 1. September werden bei den Auslandstarifen zu 30 europäischen Ländern
Mobilfunkzuschläge von 29 Pfennig pro Minute erhoben , teilte das Unternehmen am
Donnerstag in Bonn mit . Für die Weiterleitung der Telefonate in die
Mobilfunknetze verlangten die ausländischen Netzbetreiber besondere Zuschläge ,
begründete das Unternehmen die Verteuerung . Die für die Telekom höheren
Auszahlungskosten an die ausländischen Netzbetreiber könnten nicht mehr mit dem
bisherigen Tarif abgegolten werden . Bei den meisten Konkurrenten sei die
entsprechende Aufschlagpraxis den Angaben zufolge bereits umgesetzt worden ,
hieß es bei der Telekom . Bei der Konkurrenz stellt sich die Situation jedoch
durchaus unterschiedlich dar . Für Mannesmann Arcor bestätigte Thomas Rompczyk ,
dass es auch bei seiner Gesellschaft solche Aufschläge gebe . Arcor berechne
seinen Kunden bereits seit März einen Aufschlag von 23 Pfennig bei Telefonaten
in ausländische Mobilfunknetze . Allerdings habe man diesen Aufschlag im Zuge
einer deutlichen Preissenkung der allgemeinen Gebühren für Auslandsgespräche
eingeführt . Kostete vor der Preissenkung ein Telefonat zu einem Anschlüssen im
zentraleuropäischen Ausland noch 46 Pfennig pro Minute , so senkte Arcor die
Preise im März auf 24 Pfennig . Unter Berücksichtigung des Aufschlags blieben
Telefonate in ausländische Mobilfunknetze damit nahezu gleich teuer . Mobilcom
dagegen berechnet beispielsweise keine Zuschläge . Wie Sprecher Torsten Kollande
erklärt , richteten sich die Preise des Büdelsdorfer Unternehmens allein nach
dem Land , in das das Telefonat geführt werde . Der Anruf zu einem Handy sei
genauso teuer wie der Anruf zu einem Festnetztelefon . Betroffen von dem
29-Pfennig-Zuschlag der Telekom sind folgende Länder : Andorra , Belgien ,
Dänemark , Finnland , Frankreich , Griechenland , Großbritannien , Insel Man ,
Irland , Island , Italien , Jugoslawien , Kanalinseln , Kroatien , Liechtenstein
, Luxemburg , Malta , Monaco , Niederlande , Nordirland , Norwegen , Österreich
, Polen , Portugal , Schweden , Schweiz , Slowakei , Slowenien , Spanien ,
Tschechische Republik , Türkei , Ungarn , Vatikanstadt und Zypern . Was war .
Was wird . Wie immer möchte die Wochenschau von Hal Faber den Blick für die
Details schärfen : Die sonntägliche Wochenschau ist Kommentar , Ausblick und
Analyse . Sie ist Rück- wie Vorschau zugleich . Was war . Auch Straßennamen
können etwas hermachen . An diesem Wochenende zieht Microsoft Deutschland in
Unterschleißheim um . 1400 Mitarbeiter tragen gerade ihre Utensilien in den
Microsoft Campus Port , Konrad Zuse Straße . Eine Hausnummer ist nicht
erforderlich , schließlich ist Microsoft der Erbe von Konrad Zuse schlechthin .
Oder nicht ? Zumindest dürfte Unterschleißheim etwa genauso weltstädtisch sein
wie Hünfeld , in dem Zuse vor knapp fünf Jahren sein Leben beendete . Microsofts
Pressemeldung feiert auf jeden Fall den Büroraum des 21. Jahrhunderts , den die
innovativste Firma der Gegenwart verwirklicht habe : " Durch ein Hochmaß an
baulicher Flexibilität wird die Büroflächen-Verwendung jederzeit den veränderten
Geschäftsabläufen und Anforderungen angepasst . " Das wollen wir doch meinen :
Future Office Management , die Konstruktionsfirma , baute nach dem gleichen
Prinzip den PartnerPort der SAP . Dort läuft alles unter Linux , und läuft und
läuft ... Trotzdem wird Microsoft seinen Explorer im neuen flexiblen Büro
sicherlich einsetzen . Aber wie mögen die neuen Computer dort aussehen ? Kompakt
und flexibel , darauf kann man wetten , aber das war auch schon der Headstart
Explorer , einer der frühen Nachfolger von Zuses Z1 . Der Explorer damals war
ein kompletter Computer , der unter einen Monitor gebaut war . Über Klappen
konnte der Computer ganz einfach erweitert werden . So gab es einen
Einschubschacht für eine Festplatte mit gigantischen 20 MB . Wer indes die
Platte in den dichtgepackten Monitor stopfte , unterbrach die Luftzirkulation im
Gerät . Der Explorer erhitzte sich schnell und begann zu qualmen . Das war dem
Verkauf des Rechners abträglich , die Qualmwolken haben sich auch damals schon
nicht gut in den freilich noch sehr starren Büros gemacht . Und erst die starren
Menschen damals , die da in den Büros saßen - ein jeder Start-Up-Chef heute
würde sich ausschütten vor Lachen über deren Probleme mit Produkten , die nichts
taugen . Und dann erst das deutsche Deutsch , das die damals gesprochen haben .
Mit viel Denglisch im Kopf sind sich Mensch und Computer doch schon gleich sehr
viel ähnlicher . Inzwischen gibt es auch bei uns Klappen am Kopf , über die
Explorer-Spezialisten ihr Wissen erweitern , dann rauchen und schließlich
rettungslos abstürzen , überall Nazis am Werke sehend . Da gibt es nur eins ,
wie bei Headstart : Auf Spezialdröhnung verzichten , Explorer abschalten und
viel frische Luft . Heute gibt es übrigens keine Headstarts mehr . Ob auch der
Himmel zu diesen fallgefährdeten Objekten gehört , weiß ich nicht . Die Gallier
jedenfalls befürchteten es . Zu meinem großen Erstaunen vermeldete aber die
altehrwürdige BBC letzte Woche , dass auch die Briten derlei Befürchtungen hegen
. Kein Scherz : Die Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen also - und das soll
die Erde retten ? Da scheint doch eher wieder der Blick in den Guide hilfreich
zu sein . Da hilft auch unsere Sommerzeit nicht weiter . Trotz relativ gnädiger
Witterung werden sogar echte Verdrängungskünstler mittlerweile Schwierigkeiten
haben , den kommenden Herbst noch zu ignorieren . Und auch wenn es Menschen
geben mag , die sich darüber freuen , dass das blöde Sonnenlicht auf dem Display
nicht mehr so blendet , mich macht die Aussicht auf kommende Wintertage eher
depressiv . Gut , dass es da noch das Internet gibt , das - wie üblich - Trost ,
Freude und Belehrung spendet , wahrhafte consolatio eben . Als echte Weltbürger
dürfen wir uns darüber freuen , dass in einer ziemlich kalten und zugigen , aber
dennoch vernetzten Ecke des globalen Dorfes , dem Südpol , nach sechs Monaten
Nacht vorgestern das erste Mal wieder die Sonne aufgegangen ist . Die ersten
Weihnachtskekse in den Regalen sind schon nicht mehr zu übersehen . Genau , es
wird auch wieder Zeit , sich über Geschenke für die Liebsten Gedanken zu machen
. Wie wäre es mit etwas wirklich Großem ? Wellcome Trust will demnächst die
Ergebnisse des Humangenom-Projektes auf CD herausbringen . Fehlt eigentlich nur
noch der Biotech-Baukasten und das ganze Bundle kann dann unter so klingendem
Namen wie " Der kleine Schöpfer " vermarktet werden . Das ist ein toller neuer
Kühlschrank von Electrolux . Der Clou : Der Screenfridge hat einen
Internetanschluss und einen Touchscreen . Sage und schreibe 50 Haushalte sind
jetzt mit dem Gerät ausgestattet . Und garniert das Ganze gleich mit dem Lob von
Rikke Clausen , " die bald zum zweiten Mal Mutter wird " . Auch Online-Shopping
für Lebensmittel will sie ausprobieren - toll , dass Electrolux die Idee mit dem
Screenfridge hatte , sonst müsste sich Rikke bald hochschwanger in den
Supermarkt schleppen . Und damit sie auch noch - wenn sie es dann doch zu Hause
nicht aushalten sollte - von unterwegs auf den Screenfridge zugreifen kann ,
bekommt sie noch ein WAP-Handy . Die Webseite , auf der man sich über den
Fortgang des Pilotprojekts informieren kann , heißt übrigens www.kitchengate.dk
. Ähnlichkeiten mit anderen Gates sind natürlich rein zufällig . Allzu explosiv
scheint das Gerät ja schließlich nicht zu sein . Außerdem finden Explosionen
heutzutage sowieso in ganz anderen Gebieten statt - zumindest soweit man der
ganzseitigen Anzeige eines typischen Bobos , noch dazu Chef der Firma Caatoosee
, Glauben schenken darf : " Wir sind Zeugen einer Explosion von Beziehungen . "
Dascha'n Ding : Überall fliegen Beziehungen auseinander und wir sind Zeugen vom
großen Bums . Und merken es nicht einmal . Wie sollen wir da jemals vor Gericht
aussagen können ? Wir sind " Anwender in Bereichen mit höherer Neigung zur
Verbreitung von menschlichen Bildern " , wie uns Content Technologies ,
Hersteller des Pornsweepers in einer PR-Meldung aufklärt . Gewundener kann man
kaum ausdrücken , wer da Schweinskram durch die Gegend mailt . Eine höhere
Neigung war sowieso schon immer verdächtig . Es sei da ein Blick auf ihre
musikalischen Vorlieben gestattet . Mubu for Bobos annonciert die Firma Music
Buddha , die Hektikern der digitalen Ökonomie die Auswahl der Musik erleichtern
möchte . Mubu ist ein intelligenter Service , der je nach Stimmung und Ort die
richtige Musik empfehlen soll und den Tipp direkt auf die Palm VIIs der Bobos
beamt . Mitten im Stau vielleicht den Messias von Händel . Der besondere Clou
von Mubu sind musikalische Fingerabdrücke der eigenen Vorlieben , die man
verschenken können soll . Solch ein Geschenk passt hervorragend zur Neuen
Ökonomie , in der wir leben . Und natürlich auch zur nahenden Weihnachtszeit .
Da scheint es auch nicht weiter verdächtig , was die Oberen in Deutschland so
treiben . The Standard , eine amerikanische Zeitung der Neuen Ökonomie ,
beschäftigte sich nämlich in der letzten Woche mit der Urheberrechtsabgabe , die
auf Internet-Inhalte erhoben werden soll . Das sei ein Unternehmen , mit dem
unsere Regierung Not leidenden Künstlern helfen möchte . Weihnachtlich rührend .
Richtig spannend wird es erst bei der Frage , was es denn mit den UMTS-Geldsee
auf sich hat . Der oberste Digitalguru Nicholas Negroponte verkündete bereits
das Scheitern der dritten Generation , weil sie schlicht zu teuer versteigert
worden sei . So sei das Geld nichts weiter als eine Art Regierungsrente . Denn
bald werde eine vierte Generation von Handys und Services kommen , natürlich aus
Amerika , und UMTS spielend überholen . Wenn AOL mit i-Mode den Markt betritt ,
werden die Europäer UMTS natürlich links liegen lassen und fleißig ihre AOL-CDs
ins i-Mode-Handy stopfen , um die tolle Zugangssoftware zu installieren . Bei
all der Flüchtigkeit im digitalen Zeitalter hat zumindest der amerikanischste
Online-Dienst damit dann gute Chancen , etwas Bleibendes geschaffen zu haben .
Die Flut der lustigen AOL-CDs wird noch in mehreren Jahrtausenden als Beweis
dafür herhalten , dass es eine primitive Lebensform namens " Ich bin drin "
gegeben haben muss . Was wird Ich könnte noch viel über die neue
Handy-Generation vor UMTS schreiben , die Nokia nächste Woche in Berlin
vorstellen wird . Sie soll eigens für WAP konstruierte Knöpfe haben , die den
Bobos das Leben im M-Commerce erleichtern soll . Was fehlt , sind vielleicht
eigens für WAP konstruierte Köpfe . Auch könnte man noch viel über die
Fertigstellung eines zweiten und dritten UMTS-Sendemastes spekulieren - nachdem
uns ja die Firma New Radio Tower GmbH über die Errichtung des ersten Sendemastes
in Schopsdorf in Sachsen-Anhalt auch schon in Kenntnis gesetzt hatte . Der tritt
in der nächsten Woche auf dem Vintage Computer Festival 4.0 in Kalifornien für
Deutschland an . Beim letzten Mal räumte er mit einem voll funktionierenden KC
85/4 mit original DDR-Kassettenrekorder und dem passenden Jumost-TV russischer
Produktion , DDR-Fahne und Sprüchen von der speziellen Informatik des
Klassenkampfes die drei Hauptpreise ab . Diesmal tritt Franke mit einem Juku an
. Lucent schockiert die Anleger Erst vor einem Monat hatte der Konzern seinen
Geschäftsbericht vorgestellt . Schon kurz vor der Vorstellung hatte der damalige
Chef des Konzerns , Richard McGinn , die Erwartungen deutlich nach unten
korrigiert - was eine seiner letzten öffentlichen Handlungen an Spitze von
Lucent sein sollte . Die Vorstellung des Geschäftsberichts konnte er schon nicht
mehr als CEO erleben . Die erneute Korrektur der Umsatzzahlen zieht vermutlich
eine weitere Verminderung des operativen Quartalsergebnisses um zwei Cent pro
Aktie nach sich . Allerdings reicht dieses Plus nicht einmal , um den Schein
einer Stabilisierung zu erzeugen . Was genau der Grund für die nachträgliche
Korrektur des Geschäftsberichts ist , hat Lucent noch nicht mitgeteilt -
lediglich , dass es sich um ein Problem der Verrechnung von Verkäufen handele ,
teilte der Konzern in einer Presseveröffentlichung mit . Das Problem sei
aufgetaucht , als Lucent die offizielle Fassung seines Berichts für die
US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission ( SEC ) vorbereitet habe .
Man sei aufgrund des Bilanzierungsproblems derzeit auch nicht im Stande , eine
Umsatz- oder Gewinnprognose für das bereits laufende Quartal abzugeben . Grüne
fordern " elektronische Bürgerdemokratie " Die Baden-Württembergischen Grünen
haben auf ihrem heute eröffneten virtuellen Landesparteitag in einem Leitantrag
des Landesvorstandes den Staat aufgefordert , die Möglichkeit der Partizipation
an demokratischen Prozessen über das Internet sicherzustellen . Dazu gehöre
einerseits die Vermittlung von Kompetenzen für den Umgang mit dem weltweiten
Netz , andererseits die Bereitstellung der nötigen technischer Infrastruktur ,
um jedermann den Zugang zu dem Netz zu ermöglichen . Sie treten für eine "
Instrumentalisierung der Technik zu Gunsten einer Wohlfühlgesellschaft " ein .
Mit der fortschreitenden Vernetzung der Gesellschaft seien allerdings auch
Gefahren verbunden , vor allem für die Wahrung der Privatsphäre und den Schutz
der persönlichen Daten . Debitel verklagt Telekom wegen Ortsgesprächen Die
Stuttgarter Telekommunikationsgesellschaft Debitel hat gegen die Deutsche
Telekom ein Missbrauchsverfahren bei der Regulierungsbehörde für Post und
Telekommunikation ( RegTP ) erwirkt . Harald Dörr , Sprecher der RegTP ,
bestätigte heise online , dass im Rahmen dieses Verfahrens in dieser Woche eine
mündliche Anhörung stattfand . Als Hintergrund verwies Dörr auf eine
Entscheidung der Regulierungsbehörde , die am 8. September des vergangenen
Jahres veröffentlicht wurde . In dieser Entscheidung verfügte die RegTP , dass
sich die Telekom " Entgelte und entgeltrelevante Bestandteile eines
Resale-Angebots im Ortsnetz von der Regulierungsbehörde für Telekommunikation
und Post genehmigen lassen " muss . Debitel wirft der Deutschen Telekom vor ,
dass diese bislang nur ein Großkundenangebot vorgelegt habe . " Wir wollen
jedoch Telefonminuten kaufen , um unseren Kunden eigene
Telekommunikationsprodukte im Ortsnetz anbieten zu können " , begründete Rudi
Schmidt , Sprecher von Debitel , die Klage seines Unternehmens gegenüber der
Frankfurter Allgemeinen Zeitung . " Nach unserer Meinung ist der Wiederverkauf
im Ortsnetz ebenfalls vom Gesetz erlaubt " , zeigte er sich dem Blatt gegenüber
zuversichtlich . Die Deutsche Telekom hält allerdings dagegen , dass die von
Debitel geforderten Konditionen nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten schlicht
irrsinnig seien . Zu diesem monatlichen Preis muss die Telekom
Festnetzanschlüsse an andere Telefongesellschaften vermieten . Lisseks Meinung
nach ist schon dieser Betrag nicht kostendeckend . Würde die Telekom Debitel für
noch weniger Geld Telefonminuten vermieten , könnten die Stuttgarter " gleich
eine Gelddruckmaschine anstellen " , sagte Lissek . Das gesamte unternehmerische
Risiko und das Defizit bliebe bei der Telekom hängen , während Debitel seinen
Kunden ein gutes Angebot machen könne . Wann eine Entscheidung in der Sache zu
erwarten ist , wagte keiner der Sprecher zu vermuten . Hyundai Electronics sucht
Wege aus der Schuldenfalle Der südkoreanische Chiphersteller Hyundai Electronics
, der weltweit zweitgrößte Hersteller von DRAM-Chips , hat ein Programm zur
Entschuldung angekündigt . Damit folgt die Chipschmiede , die zum größten
Firmenkonglomerat Südkoreas , nämlich der Hyundai-Gruppe , gehört , dem Beispiel
von Hyundai Engineering & Construction , das zu Beginn der Woche ebenfalls ein
Programm zur Schuldenreduzierung ankündigte . Die finanziellen Probleme von
Hyundai Electronics stammen einerseits aus der Übernahme des Halbleiter-Segments
von LG , einem anderen südkoreanischen Konglomerat , mit dem auch hohe Schulden
in das Unternehmen kamen . Zum anderen hat der in den letzten Monaten
kontinuierlich zurückgegangene Weltmarktpreis der DRAM-Chips in den Bilanzen des
Konzerns seine Spuren hinterlassen . Dieser Plan wird von Analysten durchaus
positiv eingeschätzt . Allerdings geben einige auch zu bedenken , dass ein
weiterer Verfall der Chip-Preise den Erfolg des Entschuldungsplans gefährden
könnte . Der Chef von Hyundai Electronics , Park Chong-sup , kündigte bei der
Vorstellung des Entschuldungsplanes an , dass sein Unternehmen die
Hyundai-Gruppe verlassen werde , eventuell schon im ersten Quartal des nächsten
Jahres . Man suche derzeit für die 12,1 Prozent der Anteile an dem
Chiphersteller , die von anderen Mitgliedern der Hyundai-Gruppe gehalten werden
, einen Käufer , den man vor allem mit Synergie-Effekten locken will . Texas
Instruments : Erfolg mit DSPs Einen unerwartet guten Quartalsabschluss gab der
Chip-Hersteller Texas Instruments ( TI ) gestern bekannt : Beim Umsatz aus dem
Handel mit Halbleitern konnte TI um 30 Prozent zulegen . Mit 86 Prozent des
Gesamtumsatzes ist die Halbleitersparte der wichtigste Geschäftsbereich von TI .
Bei den digitalen Signalprozessoren ( DSP ) konnte der Chiphersteller aus Dallas
sogar ein Wachstum von 39 Prozent verzeichnen . In diesem Bereich erwartet TI
weiterhin ein kräftiges Wachstum . EU-Kommission legt Internet-Aktionsplan vor
Die Europäische Kommission hat gestern einen Entwurf für einen Aktionsplan
vorgelegt , der als Beschlussgrundlage für das Treffen der Staats- und
Regierungschefs der Europäischen Union am 19. und 20. Juni in Feira dienen soll
. Das Papier mit dem Titel eEurope 2002 orientiert sich an den im März von den
EU-Staats- und Regierungschefs formulierten Leitlinien . Der Entwurf stellt die
Prinzipien dar , die nach Ansicht der Kommission das politische Handeln leiten
müssen , damit Europa den Durchbruch zur Informationsgesellschaft erfolgreich
vollziehen kann . Die Kommission formuliert in dem Plan drei wesentliche Ziele ,
nämlich die Schaffung eines billigeren , schnelleren und sicheren Internet ,
mehr Investitionen in Bildung und Ausbildung sowie eine Verstärkung der Anreize
, das Internet zu nutzen . Zu letzterem soll vor allem die Möglichkeit gehören ,
immer mehr Alltagsgeschäfte über das Internet erledigen zu können ; die
EU-Kommission lässt dies beispielsweise unter den Stichworten " Government
Online " oder " Health Online " segeln . Schafft Europa dies nicht , dann droht
aus Sicht der Kommission die Gefahr , dass Europa nicht an dem durch die neuen
Techniken ausgelösten wirtschaftlichen Wachstum partizipieren kann . Erkki
Liikanen , das für die Informationstechnik zuständige Kommissionsmitglied ,
formuliert dies eindeutig : Telekom-Chef hält T-Aktie für unterbewertet Auf der
heutigen Jahreshauptversammlung hat der Chef der Deutschen Telekom , Ron Sommer
, eine positive Jahresbilanz gezogen . Pro Aktie will die Telekom eine Dividende
von 0,62 Euro zahlen , inländische steuerpflichtige Aktionäre können sich
zusätzlich über eine Steuergutschrift von 0,18 Euro freuen . Die Telekom sei
eines der wenigen Unternehmen auf dem Markt , das eine komplette Palette von
Produkten aus den Bereichen Telekommunikation , Informationstechnik , Multimedia
, Entertainment und Sicherheit anbieten könne . Vor diesem Hintergrund sei die
T-Aktie , die seit ihrem Höchststand Anfang März über 40 Prozent ihres Wertes
verloren hat , unterbewertet und habe " sehr viel Spielraum nach oben " , sagte
Sommer . Derzeit kostet eine T-Aktie knapp 60 Euro . Der Telekom-Chef betonte ,
dass er weiterhin die Strategie der Internationalisierung verfolgen werde .
Sommer gab außerdem bekannt , dass die Telekom die Schweizer
Festnetzgesellschaft Multilink , an der sie bislang zu 50 Prozent beteiligt war
, vollständig übernommen habe : Zu einen nicht genannten Preis gab die France
Telecom ihre 50-Prozent-Beteiligung an den deutschen Konzern ab . Die Wege der
Deutschen Telekom und der France Telcom hatten sich kürzlich endgültig getrennt
. Auf Betreiben der France Telecom stellten beide Konzerne ihre Zusammenarbeit
ein , nachdem die Deutsche Telekom - letztlich vergeblich - versucht hatte , mit
der Telecom Italia zu fusionieren . Die Kunden von T-Online erwartet wieder
einmal eine neue Tarif-Struktur . So warb Sommer für seinen Online-Dienst mit
bis zu 40-prozentigen Preisnachlässen . Allerdings fand die T-DSL-Flaterate ,
von der Sommer Mitte Mai gesprochen hatte , heute keine Erwähnung - obwohl
Sommer eine " Breitband-Offensive " über T-DSL ankündigte . Ob die
T-DSL-Flaterate doch noch kommt , wird man wohl erst morgen erfahren , wenn die
Telekom weitere Details zu den neuen Tarifen bekanntgeben will .
Internet-Start-Ups gründen Lobby-Gruppe Die deutsche Verbandslandschaft ist bald
wieder um eine Organisation reicher : Ein Kreis junger Internet-Startups ist
derzeit dabei , das European Net Economy Forum ( enef ) zu gründen . Das enef ,
dessen Eintragung als Verein derzeit in Berlin beantragt ist , versteht sich
nach Aussage seines Sprechers Kilian Lenard als Interessenvertretung deutscher
Internet-Unternehmen und soll für sie Lobby-Arbeit in der Politik betreiben .
Mittel- bis langfristig wolle man eine europaweite Vernetzung von
Interessenvertretungen dieser Art erreichen . Im enef sind derzeit 15 Start-Ups
vertreten , darunter Doyoo , myToys und Naked Eye . Alle diese Unternehmen
fühlen sich von keinem der bereits bestehenden Wirtschaftsverbände ausreichend
repräsentiert , deshalb beschlossen sie bereits im Juni , eine eigene
Interessenvertretung ins Leben zu rufen . Wie Lenard , der hauptberuflich
Rechtsanwalt in Berlin ist , gegenüber c't erklärte , soll die Arbeit des
Vereins vor allem der Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen für die
Internet-Wirtschaft gelten . Lenard nannte Verbesserungsbedarf aus seiner Sicht
im Wettbewerbs- und Steuerrecht sowie im Bereich der Bildungspolitik . Das enef
will konkrete Verbesserungsvorschläge ausarbeiten und an die entsprechenden
Stellen in der Politik weiterleiten . Als nächste Schritte auf dem Weg zur
Konstituierung des Vereins nannte Lenard die Bildung eines fünfköpfigen Beirats
, in dem bekannte Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Wissenschaft vertreten
sein sollen . Er hofft , dass die Eintragung des Vereins in vier bis sechs
Wochen abgeschlossen sein wird . Telekom bekommt Schützenhilfe von EU-Kommissar
Der EU-Handelskommissar Pascal Lamy hat sich in die Auseinandersetzungen um die
Übernahme des US-Mobilfunkunternehmens Voicestream durch die Deutsche Telekom
eingeschaltet . Eine Assistentin seines Sprechers Anthony Gooch bestätigte c't ,
dass Lamy gestern einen Brief an die Handelsbeauftragte der Regierung der
Vereinigten Staaten , Charlene Barshevsky , geschrieben hat . Darin weist er
Barshevsky darauf hin , dass eine Verhinderung der Voicestream-Übernahme durch
die Deutsche Telekom eine Verletzung internationaler Handelsabkommen darstellen
würde , die im Rahmen der World Trade Organization ( WTO ) getroffen worden
seien . Derzeit befinde man sich allerdings noch in der " Warnphase " , da noch
nichts Beanstandenswertes vorgefallen sei . Daher handele es sich auch nicht um
einen offiziellen Brief des Kommissars an die US-Handelsbeauftragte , sondern
nur um einen Brief mit " privatem Charakter " . Die EU habe auch noch keine
Beschwerde bei der WTO eingereicht . Momentan ist es auch fraglich , ob es
überhaupt so weit kommen wird . Die US-Regierung jedenfalls scheint keine
Notwendigkeit zu sehen , die Übernahme von Voicestream durch die Deutsche
Telekom zu verhindern . Präsidentensprecher Joe Lockhart sagte gestern bei einem
Pressegespräch , dass man die Initiative von Senator Fritz Hollings nicht kenne
. Hollings wird von 30 Senatskollegen unterstützt . Lockhart erweckte allerdings
nicht den Eindruck , dass er dieser Initiative besonders viel Gewicht beimesse .
Er betonte vielmehr , dass man Akquisitionen befürworte , die den Wettbewerb
stärken , und solche ablehne , die ihn schwächen . Die derzeitige gesetzliche
Regelung in den USA sieht vor , dass die US-Regulierungsbehörde Federal
Communications Commission ( FCC ) keine Telekom-Lizenzen an ausländische Firmen
vergeben darf , die sich zu mehr als 25 Prozent in Staatsbesitz befinden .
Ausnahmegenehmigungen sind nur dann möglich , wenn der Kauf in öffentlichem
Interesse ist . Öffentliches Interesse besteht aber gerade dann , wenn das Land
, in dem die Fremdfirma ihre Sitz hat , Mitglied der WTO ist . Dies trifft
natürlich auf die Deutsche Telekom zu , sie dürfte also wegen ihrer hohen
Staatsbeteiligung bei der gegenwärtigen Gesetzeslage keine Probleme von Seiten
der Exekutive oder der Legislative der Vereinigten Staaten zu erwarten haben .
Natürlich werden auch die Kartellwächter in den USA und der EU ein Auge auf die
Übernahme werfen . Allerdings dürfte es auch hier keine Schwierigkeiten geben :
Mobilcom will Debitels Kunden Nach seinem Ausscheiden aus der UMTS-Auktion gab
die Firma bekannt , zusammen mit Partnern UMTS-Dienste in Deutschland anbieten
zu wollen . Die Financial Times Deutschland ( FTD ) berichtet nun in ihrer
heutigen Ausgabe , dass das Büdelsdorfer Unternehmen Mobilcom versucht habe ,
Debitel zu kaufen , mit diesem Ansinnen aber gescheitert sei . Mobilcom hat
offensichtlich einen Narren an den Stuttgartern gefressen . Zuerst hatte es im
Dezember des letzten Jahres zusammen mit Debitel ein Joint-Venture gegründet ,
um eine UMTS-Lizenz zu ersteigern . Bekanntlich hat die Zusammenarbeit nicht
besonders lange gedauert : Debitel beanspruchte die unternehmerische Führung in
diesem Joint-Venture , was bei Mobilcom nicht auf Begeisterung stieß . Als Ende
März 2000 dann France Telecom bei Mobilcom einstieg , war das gemeinsame Projekt
bereits so gut wie tot . Anfang August handelte sich Mobilcom-Chef Gerhard
Schmid dann einigen Ärger ein , als er während der UMTS-Auktion verkündete , den
Debitel-Kunden UMTS-Dienste anbieten zu wollen . Die Regulierungsbehörde für
Telekommunikation und Post ( RegTP ) prüfte daraufhin , ob Kontakte zwischen
Mobilcom und anderen Bietern bestehen würden ; wäre dies der Fall gewesen , so
wären die entsprechenden Bieter von der Auktion ausgeschlossen worden . Die
heftigen Dementis von allen Seiten überzeugten auch den Präsidenten der
Regulierungsbehörde , Klaus-Dieter Scheurle , davon , dass es kein regelwidriges
Verhalten gegeben habe . Die FTD zitiert nun Schmid mit den Worten : " Wir
können uns vorstellen , Debitel zu kaufen . " Derzeit sieht es aber nicht so aus
, als ob sich Swisscom vorstellen könnte , Debitel zu verkaufen : Entsprechende
Gerüchte wies Swisscom-Sprecherin Renate Cosby bereits in der letzten Woche
zurück . Auch Mobilcom-Sprecher Torsten Kollande wollte den Bericht der FTD
nicht bestätigen : Derzeit gebe es keine Gespräche über einen möglichen Kauf .
Allerdings wies er auch darauf hin , dass Mobilcom mit Debitel schon
zusammengearbeitet habe , Kontakte also bestehen würden . Swisscom ordnet
unterdessen ihr Telekommunikationsgeschäft neu : Wie von Branchenkennern
vermutet , hat die Gesellschaft aus der Schweiz ihre Anteile an der Stuttgarter
Festnetzgesellschaft Tesion an den zweiten Gesellschafter , Energie
Baden-Württemberg ( EnBW ) , verkauft . Swisscom wolle sich von einem
Stammhauskonzern zu einer Gruppe operativ selbständiger Gesellschaften
entwickeln , teilte das Unternehmen mit . Insgesamt strebe man auf dem
internationalen Markt eine Konzentration der Tätigkeiten auf den
Mobilfunkbereich an . Ein Verkauf von Debitel würde dazu freilich gar nicht
passen . buecher.de mit starkem Umsatzwachstum Während die Gewinnmargen aus den
Verkäufen in den letzten Monaten leicht schrumpften , konnte buecher.de die
operativen Kosten senken . Insgesamt verbesserte sich damit das Verhältnis von
Umsatz zu operativen Kosten von 1,26 im Jahr 1999 auf 1,4 im ersten Halbjahr
2000 . Je größer dieser Wert ist , desto geringer sind die operativen Kosten ,
die zur Erzielung des Umsatzes aufgewandt werden müssen . Zudem steht eine
Namensänderung an : Auf der Hauptversammlung am kommenden Montag soll die
offizielle Umfirmierung von buecher.de in mediantis erfolgen . UUNet gibt
deutsche Privatkunden ab Der deutsche Zweig des international tätigen
Internet-Providers UUNet , der zur US-amerikanischen
Telekommunikationsgesellschaft Worldcom gehört , hat sein Privatkundengeschäft
an den Augburger IT-Dienstleister Ibex verkauft . Ibex zahlt für die Übernahme
der mehr als 55.000 Internet-Privatkunden von UUNet einen zweistelligen
Millionenbetrag . Wie die Unternehmen heute mitteilten , wird UUNet seinen
Privatkunden über Ibex noch zwei Jahre lang die technische Infrastruktur zur
Verfügung stellen . Peter Reifenrath , Geschäftsführer von UUNet Deutschland ,
begründete den Rückzug von UUNet damit , dass das Endverbrauchergeschäft nicht
in die Konzernstrategie passe : UUNet werde in Zukunft in Deutschland nur noch
mit Geschäftskunden arbeiten . Ibex wurde 1993 gegründet und beschäftigt derzeit
über 100 Mitarbeiter in sieben Niederlassungen . Das Unternehmen bereitet
gegenwärtig den Gang an den Neuen Markt in Frankfurt vor . Ibex bietet
EDV-Komplettlösungen für große und mittelgroße Geschäftskunden sowie
Internetdienstleistungen für Geschäfts- und Privatkunden an . Post will
E-Business-Holding ausgliedern Nach ihrem Börsengang am 6. November will die
Deutsche Post die derzeit noch in den Konzern integrierte E-Business-Holding in
eine eigenständige Gesellschaft umwandeln . Als Termin habe man den 1. Januar
2001 festgelegt , sagte Post-Sprecherin Ina Quilling . Bereits im Frühjahr hatte
die Post ihre E-Business-Aktivitäten und ihre Beteiligungen an
E-Business-Unternehmen in der besagten Holding zusammengefasst . Diese
Ausgliederung sei sinnvoll , da die schnellen Veränderungen auf dem Markt für
elektronische Dienstleistungen kurze Entscheidungswege erforderten , erklärte
Quilling . Zur Post gehören derzeit eine Vielzahl von Unternehmen , die im
Bereich des E-Business tätig sind , unter anderem der Internet-Marktplatz Evita
, der E-Commerce-Dienstleister E-Commerce Services und der
Kommunikationsdienstleister Deutsche Post Com . Eine
Venture-Capital-Gesellschaft zur Beteiligung an Start-Ups der E-Commerce-Branche
sei gerade in Gründung , teilte Quilling mit . In der Holding sind nach Auskunft
der Post-Sprecherin derzeit rund 200 Mitarbeiter beschäftigt . Über
Umsatzerwarungen der Post für dieses Geschäfts-Segment wollte Quilling nichts
sagen . Um diesbezüglich verlässliche Schätzungen machen zu können , seien die
Post-Töchter noch zu jung . Chef von T-Online tritt zurück Der Vorstandschef von
T-Online , Wolfgang Keuntje , hat sein Amt überraschend mit sofortiger Wirkung
niedergelegt . Er verlasse das Unternehmen auf eigenen Wunsch und habe für sein
Ausscheiden persönliche Gründe angeführt , teilte die Deutsche Telekom mit .
Keuntje arbeitete seit 1994 bei der Deutschen Telekom , seit 1996 war er Chef
von T-Online . Seit der Umwandlung des Online-Dienstes in eine
Aktiengesellschaft am 1.Januar 2000 war Keuntje Vorstandsvorsitzender des
Unternehmens . Die kommissarische Leitung von T-Online wird Detlev Buchal
übernehmen . Buchal ist derzeit Mitglied des Vorstands der Telekom und
stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender von T-Online . Sein Amt im
Aufsichtsrat von T-Online wird er ruhen lassen , solange er den Online-Dienst
führt . US-Universitäten lehnen Napster-Bann ab Eine Reihe von renommierten
US-amerikanischen Universitäten hat es abgelehnt , die Nutzung der Tauschbörse
Napster in ihren Campusnetzen pauschal zu verbieten . " Es entspricht nicht der
Linie der Universität , Web-Sites und Ähnliches zu blockieren " , hieß es von
einer der betroffenen Hochschulen . Die Anwälte der Rockgruppe Metallica und des
Rappers Dr. Dre hatten in der ersten Septemberhälfte an rund ein Duzend
US-Universitäten die Aufforderung geschickt , Napster aus ihren Campusnetzen zu
verbannen . In der Vergangenheit hatte sich gezeigt , dass die Tauschbörse über
die leistungsfähigen Hochschulnetze sehr intensiv genutzt wird . Zeitweilig
drohte das durch rege Tauschaktivität hervorgerufene Datenaufkommen sogar ganze
Campusnetze lahm zu legen . Bereits im April hatten die Universitäten von Yale
und Indiana den Einsatz von Napsters Software innerhalb ihre internen Netzes
verboten , nachdem Metallica gegen sie und die University of Southern California
geklagt hatte . Die kalifornische Hochschule ging aber nicht so weit wie Yale
und Indiana , sondern ließ die Nutzung von Napster weiterhin für "
offensichtlich legale " Zwecke unter Aufsicht zu . Die Duke University , die
Standford University , das Massachusetts Institute of Technology und die
University of North Carolina at Chapel Hill antworteten auf die Forderung der
Anwälten von Matallica und Dr. Dre jetzt mit dem Hinweis , dass ein Verbot der
Nutzung Napsters die akademische Freiheit und den freien Zugriff auf
Informationen ungebührlich einschränken würde . Man sehe keinen rechtlichen
Grund für ein solches Verbot . Dieses würde zudem eine Überreaktion auf ein
spezifisches Problem mit Napster darstellen . Es gebe sehr wohl die Möglichkeit
, die Tauschbörse in Einklang mit dem geltenden Recht sinnvoll zu nutzen . Die
Universitäten setzten die Anwälte von Metallica und Dr. Dre davon in Kenntnis ,
dass sie ihre Studierenden über mögliche Copyright-Probleme bei der Nutzung von
Napster hingewiesen hätten oder dies noch tun würden . Man vertraue darauf ,
dass die Studierenden geltendes Recht einhielten . Die Hochschulen sicherten zu
, dass sie gegen eventuelle Copyright-Verletzungen innerhalb ihrer Netze
vorgehen werden . Baseler IT-Messe beginnt morgen Die Orbit/Comdex Europe , eine
neue Fachmesse für Informationstechnik , öffnet morgen in Basel ihre Tore . Nach
Angaben der Veranstalter ist die Orbit/Comdex Europe mit erwarteten 80.000
Besuchern weltweit die fünftgrößte IT-Fachmesse . Vom 27. bis 29. September soll
auf dem Messegelände in Basel ein Kongress zum Thema E-Commerce stattfinden .
Die Orbit/Comdex Europe ist aus der Messe " Orbit " hervorgegangen , die die
Baseler Messegesellschaft seit 1992 veranstaltet . Der deutliche Schwerpunkt auf
dem Bereich B2B hat dazu geführt , dass der Home-Bereich ausgegliedert wurde .
Produkte für den Heimanwender sollen erst im nächsten Jahr auf der Home Orbit in
Zürich präsentiert werden . Aktuelle Informationen zu Ausstellern und
präsentierten Produkten sind über das Internet sowie per WAP unter der Adresse
wap.messemobile.com erhältlich . ICANN wählt Online-Wahlprovider Die Internet
Corporation for Assigned Names and Numbers ( ICANN ) greift für die Wahl der
fünf Regionaldirektoren in der Zeit von 1. bis 10. Oktober auf die Dienste von
Election.com zurück . Der Online-Wahl-Provider aus den USA hatte erst kürzlich
Al Gore die ersten Online-Stimmen bei Vorwahlen im Rahmen der Nominierung des
demokratischen Präsidentschaftskandidaten eingebracht . Nach den vielen
Schwierigkeiten in der Registrierungsphase , in der ICANNs At-Large-Server dem
Ansturm der ursprünglich über 150.000 Wähler nicht gewachsen war , hofft man
damit auf einen geregelten Ablauf der Wahl . Noch rund 76.000 Wähler wollen mit
von der Partie sein , wenn die Regionen Nordamerika , Lateinamerika , Afrika ,
Asien/Pazifik und Europa je einen Direktor in das 19köpfige Board der privaten
Domain-Wächter wählen . Gewählt werden kann , so verspricht Election.com , in
mehreren Sprachen und rund um die Uhr . ICANN hat sich bereits zuvor für ein in
Deutschland bisher nicht praktiziertes Wahlsystem entschieden : ein sogenanntes
" Vorzugswahlsystem " ( preferential voting system ) . Jeder Wähler kann
beliebig viele der antretenden Kandidaten auf die Plätze eins bis sieben setzen
. Erhält bei der ersten Auszählung kein Kandidat über fünfzig Prozent der
abgegebenen Stimmen , wird der Konkurrent mit den wenigsten Stimmen gestrichen .
Die Wähler des Verlierers werden dann mit ihrer Zweitstimme berücksichtigt und
es wird neu ausgezählt . Dieses Verfahren wird solange wiederholt , bis ein
Kandidat die absolute Mehrheit erreicht hat . Die Bertelsmann Stiftung hatte
einen diesbezüglichen Plan wegen mangelnder Bereitschaft von Kandidatenseite
wieder gekippt , so ein Mitarbeiter der Stiftung . Nur Olivier Muron und
Jeanette Hofmann hätten sich ohne Einschränkung an einer möglichen " Gütersloher
Runde " beteiligen wollen . Einen deutschen ICANN-Direktor gibt es allerdings
inzwischen schon , wie heute ICANNChannel meldete . Bei den Wahlen der
sogenannten Supporting Organizations der ICANN , die in den vergangenen Wochen
je einen ihrer jeweils drei Vertreter für das Direktorium gewählt haben , wurde
in der Protocol Supporting Organization ( PSO ) der Siemens-Mitarbeiter Helmut
Schink gewählt . Er wird für drei Jahre dem Direktorium der ICANN angehören .
Bertelsmann-Chef verläßt AOL-Aufsichtsrat Thomas Middelhoff ,
Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann AG , ist gestern aus dem Verwaltungsrat
von America Online ( AOL ) in den USA ausgeschieden . Der Online-Dienst und
Bertelsmann sind gleichberechtigte Gesellschafter von AOL Europe . Bereits kurz
nach Bekanntgabe der Fusionspläne von AOL und Time Warner hatte Middelhoff
diesen Schritt angekündigt . Sein Nachfolger wird AOL-Vizechef Kenneth J. Novack
. Der Bertelsmann-Chef begründete sein Ausscheiden mit dem Hinweis auf die
Konkurrenzsituation zwischen der neu gebildeten AOL Time Warner Gruppe und
seinem eigenen Konzern : Würde er weiterhin dem AOL-Verwaltungsrat angehören ,
wäre dies so , " als säße DaimlerChrysler-Chef Schrempp im Aufsichtsrat von
General Motors " . AOL-Chef Steve Case sieht in Middelhoffs Ausscheiden aber
keinen Bruch zwischen AOL und Bertelsmann . Die enge Partnerschaft zwischen
beiden Konzernen werde sicher andauern . Mannesmann : Vodafone-Offerte weiterhin
ungenügend In einer Pressemitteilung vom Dienstag , 25.1.2000 , hat der Vorstand
des Mannesmann-Konzerns betont , dass er einem Zusammenschluss mit Vodafone auch
nach der jüngsten Verbesserung der Vodafone-Offerte nicht zustimme . Die
Düsseldorfer räumten allerdings ein , dass eine Beteiligung unter 50 Prozent an
einem gemeinsamen Konzern dann in Betracht komme , wenn das Angebot von Vodafone
" um eine substanzielle Barkomponente ergänzt " werde . Auf Nachfrage von c't
wollte man aber keine konkreten Angaben über die Mindesthöhe einer solchen "
substanziellen Barkomponente " machen . Nach Aussage eines Mannesmann-Sprechers
verschweigt Vodafone in seinem deutschsprachigen Informationsmaterial nach wie
vor große Risiken , so etwa den Wertverlust eines gemeinsamen Konzerns durch die
Abtrennung des britischen Telekommunikationsunternehmens Orange . Mannesmann hat
Orange erst im Oktober des letzten Jahres übernommen , die Abtrennung des
Unternehmens wäre nach einer Fusion kartellrechtlich notwendig . Die " Perle
Orange " habe aber bereits 1999 eine um 30 Prozent höhere Kundenzuwachsrate
aufweisen können als Vodafone , erklärte Mannesmann . Es sei abzusehen , dass
Orange bald die Nummer eins im britischen Mobilfunksektor sein werde . Eine
Trennung von Orange werde also den Wert des gemeinsamen Unternehmens deutlich
vermindern . Die Londoner Börse habe Vodafone Ende der letzten Woche
aufgefordert , alle relevanten Informationen nicht nur in englischer , sondern
auch in deutscher Sprache zugänglich zu machen , sagte der Mannesmann-Sprecher
weiter . Eine Umsetzung dieser Aufforderung stehe aber noch aus . Die Axt im
Netz : Obi und Otto gründen Online-Baumarkt Der Versandhändler Otto und der
Baumarkt Obi gründen eine gemeinsame Gesellschaft , die Heimwerkerartikel über
das Internet und per Katalog vertreiben soll . Die Geschäftsaufnahme des
Joint-Ventures Obi @ Otto , an dem beide Unternehmen jeweils mit 50 Prozent
beteiligt sein sollen , ist für den Herbst dieses Jahres angekündigt . Die neue
Gesellschaft werde von Beginn an europäischer Marktführer sein . Derzeit
betreiben beide Unternehmen eigenständig einen Online-Shop . AOL und Telekom
streiten über XXL-Tarif In einem Gespräch mit c't hat AOL-Firmensprecher Frank
Sarfeld der Deutschen Telekom vorgeworfen , den Auflagen der Regulierungsbehörde
für Telekommunikation und Post ( RegTP ) für die Genehmigung des Optionstarifs
XXL nicht Folge zu leisten . Die Regulierungsbehörde hatte Anfang Mai den Tarif
XXL genehmigt . Er bietet für rund 14 Mark zusätzlich zu den normalen
ISDN-Grundgebühren unbegrenztes Telefonieren an Sonn- und Feiertagen ; außerdem
enthält XXL den ISDN-Tarif Aktiv-Plus . Effektiv bedeutet das einen Aufschlag
von fünf Mark auf den normalen ISDN-Tarif für das unbegrenzte Telefonieren an
Sonn- und Feiertagen . Im Fall der Telekom heißt das , dass sie bei Angeboten
wie ISDN-XXL nicht draufzahlen darf . Ob die Telekom mit ISDN-XXL tatsächlich
kostendeckend arbeitet , wird sich nach Ansicht des Präsidenten der
Regulierungsbehörde , Klaus-Dieter Scheuerle , erst aus der Beobachtung des
Nutzungsverhaltens erweisen . Die Regulierungsbehörde hat deshalb ISDN-XXL
zunächst nur befristet genehmigt und der Telekom entsprechende Berichtspflichten
auferlegt . Zudem muss die Telekom vor allem ihren Konkurrenten im
Internet-Providermarkt ein Angebot ermöglichen , das mit T-Online über ISDN-XXL
mithalten kann . Wie Sarfeld c't gegenüber aber ausführte , komme die Telekom
diesen Pflichten nicht nach . AOL habe bei der Telekom ein entsprechendes
Angebot verlangt , aber keine befriedigende Antwort bekommen . Zwar habe die
Telekom umfangreiches Material zur Verfügung gestellt ; um den Kunden ein
Pauschaltarif-Angebot unterbreiten zu können , müsse AOL aber wissen , wer
ISDN-Kunde bei der Telekom sei , wer Aktiv-Plus und wer ISDN-XXL gebucht habe ,
meinte Sarfeld . Diese Informationen gebe die Telekom aber nicht heraus . Es
könnten also nur die Provider ein mit XXL vergleichbaren Tarif anbieten , die
über die Telekom ihre Abrechung laufen liessen . Dazu gehöre aber AOL
bekanntlich nicht . Ausserdem ist Sarfeld der Ansicht , dass die Telekom
ISDN-XXL nicht kostendeckend anbieten könne , damit also gegen die Bestimmungen
des Telekommunikationsgesetzes verstoße . Den Vorwurf , dass die Telekom ein
XXL-Angebot für andere Providern abblocke , wies die Telekom allerdings zurück .
Wie Telekom-Sprecher Ulrich Lissek auf Nachfrage von c't erklärte , lege die
Telekom einem Sonntags-Pauschal-Angebot ihrer Mitbewerber keine Steine in den
Weg . Informationen darüber , wie beispielsweise AOL seinen Kunden ein
XXL-Angebot unterbreiten könne , habe man bereitwillig herausgegeben . Das
Problem liege wohl darin , dass AOL diese Informationen nicht entsprechend "
auseinanderpfriemeln " könne . Dass die Telekom ihrem schärfsten Konkurrenten
auf dem Online-Markt , nämlich AOL , nicht wie verlangt Einblick in die eigenen
Kundendateien gewähre , sei wohl leicht zu verstehen , sagte Lissek . Es sei
aber beispielsweise überhaupt kein Problem , dass ein Kunde an AOL mit den
Informationen über seine Tarif herantrete und dann ISDN-XXL mit AOL nutzen könne
. Intel eröffnet europäisches Application-Hosting-Center Intel Online Services ,
die auf Application-Hosting spezialisierte Tochter des Halbleiterherstellers
Intel , hat ein neues Datenzentrum im englischen Reading eröffnet , das ganz
Europa mit Application-Services versorgen soll . Beim Application Hosting werden
Standardanwendungen über ein Intra- oder das Internet für Firmen bereitgestellt
. Dienstleister mit solchen Angeboten werden in der Regel auch als Application
Service Provider ( ASP ) bezeichnet . Der Vorteil des Application Hostings
besteht darin , dass bestimmte Anwendungen an einem zentralen Ort installiert ,
konfiguriert und gewartet werden können . Kunden , die Application Hosting in
Anspruch nehmen , können dadurch den eigenen finanziellen wie administrativen
Aufwand für Hard- und Software verringern . Das neu eröffnete Zentrum ist nach
zweien in den USA und einem in Korea das weltweit vierte Web- und
Application-Hosting-Center , das Intel Online Services eröffnet . Für dieses
Jahr ist noch die Fertigstellung von zwei weiteren Zentren in Japan und Indien
geplant . US-Regierung baut Internet-Portal für " Digital Government " In seiner
ersten Internet-Ansprache hat US-Präsident Bill Clinton am Wochenende
angekündigt , dass seine Regierung ein zentrales Internet-Portal einrichten wird
. Die neue Site unter der Adresse firstgov.gov soll schon in 90 Tagen
betriebsbereit sein . Das neue Portal soll eine Suche über die ungefähr 20.000
Websites ermöglichen , die zur amerikanischen Regierung und Verwaltung gehören .
Die Suchmaschine will Eric Brewer realisieren - Kosten für den Steuerzahler
entstünden dadurch aber nicht , erklärte Clinton . Brewer hat zusammen mit Paul
Gauthier als Computerwissenschaftler an der Universität Berkeley die
Suchmaschine Inktomi entwickelt und vermarktet diese seit 1996 in einem eigenen
Unternehmen . Aber nicht nur Informationen sollen Surfer abrufen können , auch
Bewerbungen für staatliche Zuwendungen und Aufträge sollen in Zukunft über die
Website möglich sein . Derzeit gebe es rund 30.000 Agenturen , die die
Unterstützungen vergeben und eine Vielzahl von Organisationen , die die
Beschaffung von Gütern und Dienstleistungen abwickle . Schließlich lobte Clinton
einen E-Government-Wettbewerb aus : Die beste Idee zum Thema E-Government soll
mit 50.000 Dollar honoriert werden . Der Wettbewerb soll in Zusammenarbeit mit
dem Council of Excellence in Government stattfinden . Die Leitung des gesamten
Projekts hat Clinton werbewirksam seinem Vize Al Gore übertragen . Gore bewirbt
sich derzeit um die Clinton-Nachfolge als US-Präsident - ein Internet-Projekt
macht sich für das Image als moderner Politiker natürlich überaus gut .
Telekom-Übernahme von Freeserve gescheitert Damit wurde wieder ein Deal bekannt
, den die Telekom letztlich nicht durchgeführt hat . Nachdem gestern aber der
offiziell erst heute veröffentlichte Quartals- und Jahresabschluss des
Unternehmens bekannt wurde , brach die Telekom-Tochter die Kaufverhandlungen ab
. Die Zahlen von Freeserve sehen in der Tat nicht besonders berauschend aus :
Die Aktien von Freeserve verloren nach dem Bekanntwerden des Scheiterns der
Gespräche mit T-Online knapp 20 Prozent ihres Wertes und lagen um 12.00 Uhr (
11.00 Uhr Ortszeit ) bei etwa 350 Pence . Analysten rechnen jetzt damit , dass
Dixon Freeserve aufspalten und einzeln zum Verkauf anbieten wird . Zwar sind
noch Gespräche mit dem Kommunikationsunternehmen NTL im Gange , aber in diesen
geht es nur um eine lose Partnerschaft . Offensichtlich will kein Käufer das
verlustträchtige Geschäft des Internetdienstleisters im Ganzen übernehmen .
Orange steigt bei UMTS-Auktion aus Erwartungsgemäß hat sich die britische
Mobilfunkgesellschaft Orange von dem Plan verabschiedet , eine UMTS-Lizenz in
Deutschland zu ersteigern . Orange hatte sich mit den
Telekommunikationsunternehmen Telefonica aus Spanien und Sonera aus Finland zu
dem Konsortium Group 3G zusammengeschlossen , um gemeinsam eine Lizenz für den
Mobilfunk der dritten Generation in Deutschland zu erwerben . Mittlerweile hat
aber Vodafone , die Orange als Teil des Mannesmann-Konzerns übernommen hatte ,
das Unternehmen an France Telecom verkauft . France Telekom selbst beteiligt
sich aber zusammen mit Mobilcom an der Versteigerung der UMTS-Lizenzen . Nach
den Richtlinien der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post ( RegTP )
ist aber eine mehrfache Beteiligung an der Auktion unzulässig . Die Anteile von
Orange am Konsortium 3G gehen nun zu gleichen Teilen ( jeweils 15 Prozent ) an
die beiden im Konsortium verbliebenen Gesellschafter . Von den anfangs 12
potenziellen Bietern wurden von der RegTP 11 Bewerber zugelassen ; davon
verbleiben nun neun Unternehmen , die an der Auktion teilnehmen . Es sind dies
die vier deutschen Mobilfunkbetreiber D1 , D2 , E-Plus und Viag-Interkom , die
Allianzen MobilCom/France Telecom und Debitel/Swisscom , dann Hutchison Whampoa
und MCI Worldcom , schließlich das Konsortium 3G ohne Orange . Die Auktion
beginnt in Mainz am 31. Juli um 10.00 Uhr . AT&T dank Kostenreduktion mit gutem
Ergebnis Grund dafür sind nicht zuletzt Kostenreduktionen bei der allgemeinen
Verwaltung , was die Analysten dem Konzern hoch anrechnen . Auch die Anleger
nahmen den Quartalsbericht positiv auf : Zu den Umsatzgewinnen trug vor allem
der Mobilfunkbereich bei : Hier konnte AT&T eine Steigerung von 31,9 Prozent
gegenüber dem Vorjahresquartal verbuchen . Auch der Breitband-Bereich und das
Business-to-Business-Geschäft entwickelten sich mit einem Zuwachs von 10,5 und
vier Prozent gut . Rückläufig dagegen war wie im Vorjahresquartal auch schon das
Geschäft mit Privatkunden : In diesem Segment musste AT&T auf 7,2 Prozent der
Vorjahresumsätze verzichten . Vom Gesamtumsatz entfallen gut 42 Prozent auf den
Geschäftskundenbereich , knapp 29 Prozent auf den Privatkundenbereich , knapp 15
Prozent auf das Geschäft mit Mobilfunk und knapp 14 Prozent auf den
Breitbandbereich . Der Umsatzrückgang im Privatkundenbereich wird mit dem immer
noch steigenden Konkurrenzdruck begründet . Allerdings rechnet der Konzern für
das dritte Quartal mit rückläufigen Gewinnen : Konnte im dritten Quartal 1999
noch ein Gewinn von 50 Cent pro Aktie eingefahren werden , liegt die
Gewinnerwartung für das dritte Quartal 2000 nur bei 40 bis 43 Cent pro Aktie .
Amazon-Präsident verlässt den Online-Shop Er wird neuer Vorstandsvorsitzender
und Präsident des Business-to-business-Marktplatzes VerticalNet . Galli
wechselte erst im Juni 1999 von Black & Decker , wo er insgesamt 19 Jahre tätig
war , zu Amazon . Jeff Bezos , Vorstandsvorsitzender von Amazon , der jetzt auch
die Funktion der Präsidenten übernehmen wird , dankte Galli für seine Mitarbeit
im vergangenen Jahr . Bei Amazon gibt man persönliche Gründe für Gallis Wechsel
an : Sein neuer Arbeitsplatz liegt in der Nähe von Philadelphia , Gallis Kinder
leben ebenfalls an der Ostküste . Allerdings standen ihm die Aktien nicht sofort
zu , sondern im Rahmen eines über 20 Jahre gestreckten Optionsplanes . Und in
diesem Plan waren die Aktien mit knapp 58 US-Dollar angesetzt ; derzeit kostet
das Papier von Amazon rund 20 US-Dollar weniger . Nach der Veröffentlichung der
Nachricht von Galli Ausscheiden gab der Kurs der Amazon-Aktie zeitweise bis zu
sechs Dollar nach , schloss aber dann mit einem Minus von 1,13 US-Dollar bei
37,63 US-Dollar . Die heftige Reaktion der Börse halten aber die meisten
Analysten für übertrieben , wenn sie auch in Gallis Ausscheiden einen Verlust
für Amazon sehen . Uneinheitlich ist die Meinung allerdings darüber , ob der
Grund in finanziellen Schwierigkeiten Amazons zu sehen ist . Für das zweite
Quartal erwarten die Börsianer jedenfalls kein gutes Ergebnis .
Wirtschaftsforscher dämpfen Hoffung auf UMTS-Milliarden Sollte dies der Fall
sein , würde sich für Finanzminister Hans Eichel ein neues Haushaltsloch auftun
: Andererseits untermauern die Wirtschaftsforscher ihre These damit , dass die
Wirtschaftlichkeit der Lizenzen aufgrund der hohen Anfangsinvestitionen sehr
fraglich sei . Diesen immensen Kosten stünde ein bislang eher mäßiges Interesse
an mobilen Datendiensten gegenüber . So sei die Zahl der Nutzer von WAP-Handys
beispielsweise immer noch sehr gering . Allerdings muss das bislang geringe
Interesse an WAP nicht unbedingt auf den Dienst selbst zurückzuführen sein : Die
von Mobilfunkkonzern NTT DoCoMo in Japan etablierte Vairante eines mobilen
Internet mit dem Namen i-mode kann sich über gewaltigen Zulauf freuen . Der
Grund ist leicht einzusehen : DoCoMo bietet seinen i-mode-Kunden eine Abrechung
an , die sich am Volumen der übertragenen Daten orientiert . Hier zu Lande
müssen die WAP-Kunden immer noch nach Online-Zeit bezahlen . Eine vergleichbare
Situation wird sich höchstwahrscheinlich auch bei UMTS-Diensten einstellen :
Wenn diese Dienste keine zu hohen Kosten verursachen , werden sie sich
sicherlich auch über Zulauf freuen können . Sind die Dienste aber zu teuer ,
dann können sie noch so sinnvoll sein - sie werden kaum auf ausreichende
Akzeptanz stoßen . Auch scheint es nicht plausibel zu sein , dass die
Telekommunikationskonzerne auf UMTS verzichten werden . Vielmehr werden sie sich
gegenseitig unter Innovationsdruck setzen werden : UMTS gilt als sehr innovative
Technik . Ein Verzicht auf solche Neuentwicklungen können sich die großen
Konzerne wohl kaum erlauben . Zu diesem Resultat ist auch kürzlich eine Studie
des Marktforschungsinstituts Ericsson Consulting gekommen : Zwar geht die Studie
nicht davon aus , dass das Geschäft mit UMTS schnell große Gewinne abwerfen wird
, aber langfristig sind die Autoren von Ericsson Consulting von der
Wirtschaftslichkeit des neuen Mobilfunkstandards überzeugt . Und vor allem sehen
sie die Notwendigkeit für Telefon-Gesellschaften , die weiterhin international
in der ersten Liga mitmischen wollen , ein UMTS-Netz aufzubauen ; " buy or
bye-bye " lautet ihr Fazit . Ein wirklich ernsthaftes Interesse an einer
UMTS-Lizenz in Deutschland wird derzeit nur vier oder fünf Unternehmen zugetraut
, nämlich der Deutschen Telekom , Mannesmann Mobilfunk , Mobilcom und
E-Plus/Hutchinson . Debitel , der größte netzunabhängige Mobilfunkbetreiber
Deutschlands , steht finanziell recht allein auf weiter Flur , dem Unternehmen
werden daher nur Außenseiterchancen eingeräumt . Das Konsortium G3 schließlich ,
bestehend aus der spanischen Telefonica und der finnischen Sonera , müsste eine
komplett neue Infrastrukutur aufbauen - was mit immensen Kosten verbunden wäre
und angesichts des Konkurrenzdrucks auf dem deutschen Mobilfunkmarkt kein
Unterfangen mit Aussicht auf baldige Profitablität wäre . Bleiben also fünf
ernsthafte Bieter für vier bis sechs Lizenzen . Um viel Geld zur Tilgung von
Staatsschulden aus der Auktion zu ziehen , könnte man sich für Hans Eichel
leicht eine bessere Situation vorstellen . An UMTS kommen die Konzerne
vermutlich nicht vorbei , aber es ist fraglich , ob sie für die Lizenzen viel
zahlen müssen . Ob die Forscher vom DIW aber wirklich recht behalten , wird sich
nach dem Ablauf der UMTS-Autkion , die Anfang der nächsten Woche beginnt ,
erweisen . Bundesregierung beruhigt US-Kongress im Telekomstreit Der außen- und
sicherheitspolitische Berater von Bundeskanzler Gerhard Schröder , Michael
Steiner , hat in einem c't vorliegenden Brief seinem US-amerikanischen Kollegen
Samuel Berger versichert , dass die Bundesregierung ihre Beteiligung an der
Deutschen Telekom gänzlich abzubauen plane . Er bat Berger , diese Versicherung
auch dem US-Kongress zu übermitteln . Steiner äußerte sich allerdings nicht
darüber , bis wann der Bund seine Telekom-Anteile verkaufen will . Der Brief ist
eine Reaktion auf das von Senator Ernest Hollings angestrengte
Gesetzgebungsverfahren , die so genannte Holling-Rider-Bill , mit dem der
Senator die Übernahme der US-Mobilfunkfirmen Voicestream und Powertel durch die
Deutsche Telekom verhindern will . Derzeit ist die Bundesregierung noch mit 43,2
Prozent direkt an der Deutschen Telekom beteiligt . Zusammen mit dem Anteil der
Kreditanstalt für Wiederaufbau ist der Bund sogar mit einer 58,12
Prozent-Beteiligung Hauptaktionär . Die avisierte Übernahme von Voicestream und
Powertel würde den Staatsanteil auf etwa 44 Prozent senken . Steiner betonte in
seinem Schreiben , dass der Bund keinen besonderen Einfluss auf das
geschäftliche Agieren der Telekom habe und auch nur einen von 20 Vorständen des
Unternehmens stelle . Der Staatsanteil am Exmonopolisten sei keine Gefährdung
des freien Wettbewerbs im Telekommunikationssektor . Die Beteiligung des Bundes
an der Telekom hatte in den USA zu heftiger Kritik von Senatoren und
Kongress-Abgeordneten geführt . Nach geltendem Recht sind in den USA
Investitionen im Telekommunikationssektor von Firmen , die zu mehr als einem
Viertel von Nicht-US-Regierungen kontrolliert werden , nicht erlaubt . Nur wenn
eine Investition in besonderem öffentlichen Interesse steht , kann diese
Regelung außer Kraft gesetzt werden . In dem Telekommunikations-Abkommen der
World Trade Organization ( WTO ) von 1997 hatten sich allerdings auch die USA
dazu verpflichtet , Fusionen und Übernahmen durch ausländische
Telekommunikationsunternehmen zuzulassen . Solche Fusionen und Übernahmen sind
seitdem von besonderem öffentlichen Interesse . Trotzdem hatte Senator Ernest
Hollings ein Gesetzgebungsverfahren initiiert , das die US-Regulierungsbehörde
Federal Communications Commission ( FCC ) dazu zwingen soll , die Fusion von
Deutscher Telekom und Voicestream sowie Powertel zu verhindern . Der
US-Handelsrepräsentantin Charlene Barshefsky warfen Kongress-Abgeordnete vor ,
zu wenig dafür zu tun , dass ehemals staatliche Telefongesellschaften außerhalb
den USA privatisiert werden . Zwar stellten sie sich grundsätzlich hinter der
WTO-Abkommen , wiesen aber darauf hin , dass dieses nur unter der Voraussetzung
der Privatisierung staatlicher Telekommunikationsunternehmen zustande gekommen
sei . Bashefsky reagierte mittlerweile auf die Kritik der Abgeordneten . An den
Vorsitzenden des Unterausschusses für Telekommunikation des Repräsentantenhauses
, Billy Tauzin , schrieb sie , dass die US-Regierung ihre Anstrengungen
fortsetzen und verstärken werde , andere Regierungen zur Aufgabe ihrer
Beteiligungen an Telekommmunikationsunternehmen zu bewegen . Die Deutsche
Telekom hatte nach Aussagen eines Sprechers Kenntnis von dem Schreiben Steiners
. Sie sieht es als erneute Bestätigung des Kurses der Bundesregierung , aus der
Telekom ein gänzlich privatisiertes Unternehmen zu machen . Negative Erwartungen
belasten Lucent-Kurs Der Börsenkurs des Telekommunikationsausrüsters Lucent ist
gestern auf den tiefsten Stand seit Oktober 1998 gefallen . Der Kursverlust ist
eine Reaktion der Börse auf Gerüchte , dass Lucent in seinem vierten
Geschäftsquartal 2000 , das am 30. September endet , nicht die prognostizierten
27 Cent Gewinn pro Aktie gemacht haben wird . Viele Analysten sind der Meinung ,
dass sich in diesem Fall Lucent-Chef Richard McGinn nicht auf seinem Posten wird
halten können . Obwohl der Bedarf an Netzwerk-Produkten in den letzten Monaten
stark zugenommen hat und auch in den nächsten Monaten und sogar Jahren nicht mit
einer schwächeren Nachfrage zu rechnen ist , hat sich der Börsenwert der meisten
Telekommunikations- und Netzwerkausrüster in der letzten Zeit deutlich
vermindert . Außerdem liefern sich Firmen wie Lucent , Nortel und Cisco
erbitterte Konkurrenzkämpfe , in denen sie oft mit Kooperationen um die Gunst
der Kunden werben . Das drückt wiederum auf die Gewinnspanne . Lucent
schließlich hatte lange Zeit auch noch Probleme , die neuen Techniken in den
Griff zu bekommen . In letzter Zeit hat das Unternehmen vor allem im Bereich der
optischen Netze Boden an Nortel verloren . Mit hohen Investitionen versucht der
Netzwerkriese , jetzt wieder zur Konkurrenz aufzuschließen . Oberster
Gerichtshof weist Microsoft-Prozess zurück Der Supreme Court der USA hat den
Kartellprozess gegen Microsoft an das Berufungsgericht des Bezirks Columbia
zurückverwiesen . Damit folgt es dem Antrag des Softwarekonzerns , der der von
Richter Thomas Penfield Jackson angeordneten direkten Überweisung des Falls an
den Supreme Court unter Umgehung der eigentlich zuständigen nächsten Instanz
widersprochen hatte . Richter Jackson hatte mit seiner Entscheidung einem Antrag
der US-Regierung entsprochen , die in dem Fall schnell ein endgültiges Urteil
erreichen wollte . Die Entscheidung des obersten US-Gerichts fiel mit acht gegen
eine Stimme . Nur Richter Stephen Breyer hielt die Argumentation der Ankläger
für schlüssig , dass die große Bedeutung des Falls für die Wirtschaft eine
Verhandlung vor dem obersten US-Gericht rechtfertige . Die Mehrheit der Richter
folgte dagegen Microsofts Argumentation , der Fall sei so komplex , dass er am
besten auf dem normalen Rechtsweg behandelt werden solle . Microsoft hat durch
die Entscheidung des Supreme Court erneut Zeit gewonnen , um gegen die
angeordnete Zerschlagung vorzugehen . Zudem hat der Konzern mit dem
Berufungsgericht gute Erfahrungen : Es hatte in der Vergangenheit in einer mit
dem Kartellstreit verbundenen Rechtsfrage zu Gunsten Microsofts entschieden .
Der Berufungsgerichtshof hatte bereits Mitte Juni zugestimmt , den
Kartellprozess zu verhandeln . Lotus kündigt Knowledge-Portal " K-station " an
Vor ziemlich genau elf Monaten kündigte Lotus auf der Lotusphere in Berlin einen
neuen Knowledge-Management-Server mit dem Projektnamen " Raven " an . Die
Branche erwartete , dass Lotus daraus bis Mitte des Jahres ein Produkt
entwickeln würde , doch dieser Termin ist ohne weitere Bekanntmachung
verstrichen . Aber das Projekt hat weiterhin höchste Priorität , wie auf der
diesjährigen Lotusphere Europe zu erfahren war : Aktuell befindet sich Raven bei
etwa zweihundert Kunden im geschlossenen Betatest mit dem Testbuild 5 . Lotus
hat auch überraschend angekündigt , das Raven-Portal als Integrationskomponente
verschiedenster Webanwendungen ab November unter dem Markennamen " K-station "
anzubieten . Lotus-Chef Al Zollar nannte gegenüber c't die erste Jahreshälfte
2001 als voraussichtlichem Termin für die Fertigstellung des Produkts . Auch die
Lotusphere Orlando im Januar des nächsten Jahres wird Lotus also
höchstwahrscheinlich verpassen . Einstweilen liefert Lotus sozusagen eine
Light-Version seiner Knowledge-Management-Lösung . Erst mit dem Discovery Server
wird Lotus die Komponenten Expertise Locator , Discovery Engine und Taxonomy
Generator anbieten können . Gesamtverzeichnis der Briefe Goethes im Internet Das
Goethe- und Schiller-Archiv Weimar hat ein elektronisches Gesamtverzeichnis
erstellt , aus dem detaillierte Informationen zu Handschriften und Drucken der
über 15.000 Briefe Johann Wolfgang Goethes über das Internet abgerufen werden
können . Die Datenbank verzeichne neben den veröffentlichten auch 300 bislang
unveröffentlichte Briefe des Dichters . Außerdem seien die Daten zu
Handschriften von rund 2.000 Briefen abrufbar , die bislang nur ungenau oder
unvollständig nach Konzepten oder frühen Ausgaben im Druck vorlägen , teilte die
Stiftung Weimarer Klassik mit . Das Verzeichnis stellt die erste Überarbeitung
der Standortangaben der " Weimarer Ausgabe " Goethes dar , die in den Jahren
1887 bis 1912 erschienen ist . Es entstand seit 1995 mit Unterstützung der
Deutschen Forschungsgemeinschaft und wird fortlaufend aktualisiert . Telekom
übernimmt Mehrheit am debis Systemhaus Die Deutsche Telekom übernimmt im Rahmen
einer strategischen Partnerschaft mit DaimlerChrysler 50,1 Prozent der debis
Systemhaus GmbH , dem größten herstellerunabhängigen IT-Dienstleister
Deutschlands . Die restlichen 49,9 Prozent verbleiben bei DaimlerChrysler . Auch
der Münchner Elektronik-Konzern Siemens hatte Interesse an dem Systemhaus ,
letztlich machte die Telekom aber offensichtlich das bessere Angebot . Über den
Preis für die Transaktion vereinbarten Telekom und DaimlerChrysler allerdings
Stillschweigen . Nach Angaben von Telekom-Chef Ron Sommer wird der Ex-Monopolist
durch die Übernahme zum zweitgrößten Systemhaus Europas . DeTeSystem operiert
allerdings nur in Deutschland . Anders verhält es sich beim 1990 gegründeten
debis Systemhaus : Knapp 30 Prozent des Umsatzes kam 1999 aus dem
Auslandsgeschäft . Die bislang hunderprozentige Tochter der DaimlerChrysler
Services ( debis ) AG ist in 22 Ländern aktiv . Sie beschäftigt derzeit über
20.000 Mitarbeiter weltweit , davon 5.000 außerhalb Deutschlands . Ron Sommer
ist mit diesem Deal ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Internationalisierung
seines Konzerns gelungen . Sollten sich die bislang von der Telekom nicht
kommentierten Spekulationen bewahrheiten , dass Sommer auch noch den
amerikanischen IT-Anbieter Unisys kaufen werde , hätte die Telekom zumindest im
IT-Dienstleistungssektor eine gute Position im globalen Markt erobert . Im
Telekommunikationssektor dagegen will der Aufstieg zum Global Player einfach
nicht recht gelingen . Amazon rutscht tiefer in die Verlustzone Der Tag des
Geschäftsberichts versprach nichts Gutes - und er hielt es . Damit stieg der
Verlust gegenüber dem Vorjahresquartal um knapp 130 Prozent . Pro Aktie bedeutet
das einen Verlust von 91 Cent im zweiten Quartal 2000 gegenüber einem Verlust
von 43 Cent im zweiten Quartal 1999 . Mit Gewinnen hatte auch wahrlich niemand
gerechnet . Etwas besser sehen die Zahlen aus , wenn man nur das operative
Geschäft betrachtet : Allerdings konnte Amazon-Chef Jeff Bezos in einem Bereich
auch von schwarzen Zahlen berichten : Bezos sieht dies als gutes Zeichen und als
Erfolg einer leicht veränderten Strategie : Nicht mehr nur ein besonders
schnelles Wachstum sei erstrebt , sondern zunehmend auch Profitabilität . Im
Übrigen sei an den Gerüchten über eine drohende Illiquidität des Unternehmens
nichts dran : Das Vertrauen der Anleger in das Unternehmen hat der
Geschäftsbericht jedenfalls nicht gestärkt : Während die Aktie am Dienstag bei
Börsenschluss 37,63 US-Dollar kostete , ging ihr Preis am Mittwoch um 1,56
US-Dollar nach unten . Lotus Sametime 2.0 im offenen Betatest Die neue Version
2.0 von Lotus Sametime nähert sich der Fertigstellung . Auf der Lotusphere
Europe in Berlin kündigte Lotus den Beginn eines offenen Betatest an .
Interessierte können die Software nach einer Registrierung von der Betaseite des
Softwareherstellers herunterladen . Noch in diesem Jahr soll Sametime 2.0 auch
als fertiges Produkt verfügbar sein . Sametime 2.0 bringt einige wesentliche
Erweiterung gegenüber dem aktuellen Release 1.5 . So sind jetzt Möglichkeiten
für Audio- und Videoverbindungen integriert . Der Server nutzt Domino 5 statt
die ältere Version 4.6 . Neu ist auch " Broadcast Meeting " : Dieser Meeting-Typ
erlaubt eine beinahe beliebige Skalierung mit Tausenden von Teilnehmern . Anders
als bei normalen Meetings sendet beim Broadcast-Meeting stets nur einer der
Teilnehmer . Mit den " Lotus Translation Services for Sametime " ( LTSS )
verfügt das Produkt jetzt über eine Schnittstelle zu " Übersetzungsservern " von
ALIS , IBM , Transparent Language und Syntran . Damit lassen sich beispielsweise
Chatsessions in Echtzeit in verschiedene Landessprachen übersetzen .
Orbit/Comdex macht der Systems Konkurrenz Die Basler IT-Messe Orbit/Comdex
Europe wird den Ankündigungen ihrer Veranstalter gerecht . Da die Heimanwender
draußen bleiben müssen - genauso wie die Messegesellschaft Hannover den
Heimbereich aus der CeBIT in die CeBIT Home ausgegliedert hatte , will die
Messegesellschaft Basel eine Orbit Home veranstalten - , können sich die
Aussteller ganz dem Thema Business-To-Business ( B2B ) widmen . So tauchen auch
allerorten die Schlagworte auf , die diesen Bereich umreißen : ASP ( Application
Service Provider ) , Knowledge Management , Supply Chain Management , Customer
Relationship Management . Ankündigungen neuer Produkte blieben bisher allerdings
weitgehend aus : Eine Ausnahme von dieser Regel stellt Microsoft dar : Dabei
handelt es sich um den SQL Server 2000 , den Exchange Server 2000 und den
BiZTalk Server 2000 . Wenn die Messegesellschaft Basel mit ihrem neuen Konzept
Erfolg hat , könnte das die etwa einen Monat später in München stattfindende
Systems zu spüren bekommen . Immerhin wirbt die Münchner Messe mit exakt dem
gleichen Konzept . Ein Konkurrenzkampf ist also vorprogrammiert . Heise ist in
diesem Jahr übrigens zum ersten Mal auch auf der Orbit/Comdex vertreten .
Interessierte Besucher finden den Verlag aus Hannover in Halle 2 im ersten
Obergeschoss am Stand G81 . Auflösung des T-Online-Vorstands geht weiter Nach
Wolfgang Keuntje und Ralf Eck verläßt mit Finanzvorstand Christian Hoening ein
weiterer Manager die Geschäftsführung von T-Online . Hoening habe mit sofortiger
Wirkung um die Auflösung seines Vertrages gebeten , teilte die Deutsche Telekom
heute mit . Gründe für diesen Schritt Hoenings nannte sie nicht . Der 1960
geborene Wirtschaftsingenieur war seit November 1996 Geschäftsführer der
Deutschen Telekom Online Service GmbH und seit der Umfirmierung dieser
Telekom-Tochter in die T-Online International AG zum 1. Januar 2000
Vorstandsmitglied . Der Rückzug Hoenings kommt nicht überraschend . Bereits als
Eck sein Ausscheiden aus dem Vorstand von T-Online bekannt gab , erfuhr c't aus
Unternehmenskreisen , dass Telekom-Chef Ron Sommer den gesamten Vorstand unter
die Lupe nehme und vermutlich auch weitere T-Online-Manager zum Rücktritt
bewegen werde . Dem Vernehmen nach will Sommer den Marktauftritt des größten
deutschen Online-Dienst besser in die Konzernstrategie integrieren als bisher .
Dabei sind ihm offensichtlich die alten Chefs von T-Online im Weg .
Finanzskandal erschüttert belgische Hightech-Branche Schon seit über zwei Wochen
sind die Aktien des Softwareherstellers Lernout & Hauspie ( L&H ) an der
europäischen Easdaq und US-amerikanischen Nasdaq vom Handel ausgesetzt . Grund :
Am 9. November teilte das auf Spracherkennungs- und Übersetzungs-Software
spezialisierte Unternehmen mit , dass man die Finanzberichte der Jahre 1998 und
1999 sowie den Bericht über das erste Halbjahr 2000 korrigieren müsse . Die
Software-Firma kam wegen ihrer Bilanzen ins Gerede , nachdem das Wall Street
Journal im August über Unregelmäßigkeiten in der Abrechnung des Asiengeschäfts
von L&H berichtet hatte . Die US-Börsenaufsicht Securities and Exchange
Commission ( SEC ) und auch die belgische Justiz ermitteln mittlerweile wegen
L&Hs Geschäftsberichten . Außerdem nehmen die Behörden die Verrechnung des
Umsatzes von rund 30 Startups unter die Lupe , in die L&H investiert hatte . Der
Umsatz dieser Unternehmen macht im Jahresbericht 1998 rund zehn Prozent , im
Jahresbericht 1999 rund 25 Prozent aus . Auch L&H überprüfte seine Bilanzen
erneut und gab dann am 9. November tatsächlich Fehler und Unstimmigkeiten zu .
Außerdem führte das Unternehmen massive personelle Veränderungen durch : Mit
neuen Leuten wolle man alle Fakten aufdecken und die Integrität und
Zuverlässigkeit seines Bilanzierungssystems wiederherstellen . Der Ruf des
Unternehmens ist freilich mittlerweile völlig ruiniert . Ganz unabhängig von dem
Finanzskandal - der auch ein außerordentlich schlechtes Licht auf die
Wirtschaftsprüfer von KPMG wirft , die die Bilanzen von L&H abgesegnet hatten -
musste L&H die Umsatzerwartungen in den letzten Wochen mehrmals drastisch nach
unten korrigieren : Inzwischen reichen weltweit frustrierte Anleger
Schadensersatzklagen gegen das belgische Unternehmen ein . Und nicht nur das :
Auch mit L&H assoziierte Unternehmen kommen in die Klemme . Die Easdaq setzte
letzt Woche die Aktien der Investmentgesellschaft Flanders Language Valley Fund
( FLV Fund ) vom Handel aus . L&H wird es schwer haben , sich wieder zu
berappeln . Viele Analysten sehen die einzige Chance für das Unternehmen in
einem radikalen Schnitt : Es müsse Beteiligungen verkaufen , Stellen streichen
und sogar den angestammten Namen aufgeben . Allerdings leidet nicht nur L&H
unter dem Skandal , sondern die gesamte belgische Hightech-Branche . Viele
internationale Investoren würden sich jetzt in ihrer Meinung bestätigt sehen ,
dass in Belgien auf dem Finanzmarkt Zustände wie in Ländern der Dritten Welt
herrschen , beklagt Geert Van de Walle von Delta Lloyd Securities aus Antwerpen
. Die staatlichen Aufsichtsbehörden gelten als kraftlos . In beiden Verfahren
läuft noch die Revision . Allerdings sind mangelnde Aufsicht und Sorgfalt bei
der Bilanzierung in der boomenden IT-Branche kein rein belgisches Problem : Die
Skandalserien auf dem Neuen Markt in Deutschland und sogar Abrechnungsfehler bei
milliardenschweren Firmen wie dem US-Netzwerkausrüster Lucent weisen auf
deutliche Veränderungen der Unternehmenskultur in der New Economy hin .
Übernahme von Netcologne durch Callahan fast perfekt Die Gespräche über die
Übernahme der regionalen Telefonfirma Netcologne durch den US-Kabelnetzbetreiber
Callahan stehen offensichtlich kurz vor dem Abschluss . " Wir stehen in
Exklusivverhandlungen mit Callahan und wollen noch im laufenden Jahr eine
positive oder negative Entscheidung " , sagte Helmut Haumann , Vorstandssprecher
der Kölner Gas- , Elektrizitäts- und Wasserwerke ( GEW ) . Die GEW ist mit 64,9
Prozent der Anteile Hauptgesellschafter bei Netcologne . Außerdem sind die
Stadtsparkasse Köln mit 25,1 Prozent und die Kreissparkasse Köln mit zehn
Prozent an dem Telefonunternehmen beteiligt . Zwar solle Netcologne nicht
vollständig an die US-Firma verkauft werden , aber Callahan sei an der Übernahme
der Mehrheit an dem regionalen Telefondienstleister interessiert . Zu weiteren
Einzelheiten wollte sich Haumann allerdings nicht äußern . Das Kartellamt hatte
allerdings bereits im September verlauten lassen , dass sie dem Einstieg von
Callahan bei Netcologne wegen der Geschäftsbeziehungen der Kabelfirma zur
Deutschen Telekom skeptisch gegenüber steht . Callahan hatte im Frühjahr die
Übernahme von 55 Prozent der regionalen Kabelgesellschaften in
Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg von der Deutschen Telekom vereinbart .
Callahan hat bereits angekündigt , Netcologne zu seiner Deutschland-Zentrale
machen zu wollen . Bislang weist die Deutsche Telekom allerdings die
Befürchtungen der Kartellwächter als unbegründet zurück . Man sehe in dem
45-Prozent-Anteil an der neu gegründeten Kabel NRW GmbH lediglich eine
Finanzbeteiligung . BSkyB plant " Fernsehen per Telefon " Der britische
Satelliten-TV-Anbieter British Sky Broadcasting ( BSkyB ) , der zur News
Corporation des Medienmoguls Rupert Murdoch gehört , plant nach Informationen
der Zeitung The Times einen Vorstoß ins ADSL-Geschäft . Schon zu Beginn des
nächsten Jahres will er seinen Kunden die Möglichkeit bieten , Filme per ADSL
abzurufen . Außerdem will er ihnen einen schnellen Internetzugang über ADSL
anbieten . BSkyB sei deswegen bereits in Gesprächen mit British Telecom ( BT )
und anderen potenziellen Partner . Gute Erfahrungen mit Fernsehen über die
Telefonleitung hat bereits Kingston Communications , eine lokale
Telefongesellschaft , gemacht , mit der BSkyB ein Joint-Venture zur Vermarktung
von Multimedia-Diensten via ADSL gegründet hat . In der Region um Hull hat
Kingston bereits 8000 Bestellungen für das Telefon-Fernsehen , rund 2500
Haushalte seien angeschlossen . Die Nachfrage nach dem Dienst , über den
Kingston 60 Fernsehprogramme und einen Internetanschluss anbietet , sei stärker
als erwartet . Mehr Online-Verkäufe in den USA Der Umsatz , der in den USA mit
Online-Verkäufe erreicht wurde , ist im dritten Quartal 2000 gegenüber dem
zweiten Quartal stark angestiegen . Da das DOC manche populäre
E-Commerce-Bereiche wie Online-Brokerage und Online-Bestellungen von Flugtickets
oder Konzertkarten ausgespart hatte , ist das gesamte Volumen des
E-Commerce-Umsatzes mit Endverbrauchern noch einmal über dem angegebenen Wert
anzusetzen . E-Commerce hat also noch einiges vor sich , um an die Umsatzzahlen
der Old Economy heranzukommen . PC-Hersteller : Neue Konzepte sind gefragt Es
gibt keine Horrormeldungen , aber die Geschäftsberichte der Großen der
Computer-Branche glänzen lange nicht mehr so wie noch vor kurzer Zeit : Gerade
gestern hat Dell , Marktführer in den USA und weltweit die Nummer zwei bei den
Computerbauern , die Gewinnerwartungen für das Quartal , das am 28. 1. 2000
endet , nach unten korrigiert . Für das vierte Quartal 1999 mussten auch Compaq
, IBM und Gateway zurückgegangene Umsatzzahlen bekannt geben . Dagegen konnten
Sun , HP und Apple zulegen . Schon zu Beginn des vierten Quartals des letzten
Jahres wurden die Gewinnerwartungen von Börsenanalysten gedämpft : Viele Kunden
würden aus Angst vor Y2K-Bugs die Anschaffung neuer Systeme auf das Jahr 2000
verschieben . Und dass Intel auch noch seine angekündigten neuen Prozessoren und
schnellen Chipsätze nicht liefern konnte , die Hersteller ihre PCs der jüngsten
Generation also nicht ausliefern konnten , gab den Managern eine weitere
Begründung für schwache Verkaufszahlen . Die Argumentation mit
Lieferschwierigkeiten bei Intel scheint auch politischer Natur zu sein :
Begründet sie doch für manche PC-Bauer , die bislang allein von Intel
Prozessoren bezogen , die Lockerung dieser Geschäftsbeziehung : Ein Angebot von
Systemen , in denen ein AMD-Herz schlägt , hätte Intel bei Herstellern wie
Gateway vor ein oder zwei Jahren als Affront aufgefasst . Jetzt hält nur noch
Dell am Pentium-Hersteller als alleinigem CPU-Lieferanten fest . Auffallend ist
auch , dass die Flaute auf dem Computermarkt mit Sun und HP gerade zwei auf
Server spezialisierte Hersteller verschont hat . Sogar IBM konnte einen "
signifikanten Umsatzanstieg " beim Absatz kleinerer und mittlerer Serversysteme
verzeichnen ; dieser reichte freilich nicht aus , um die Verluste in anderen
Bereichen zu kompensieren . Der ungebrochene Boom des Internet und die
zunehmende Ausstattung auch mittlerer und kleinerer Betriebe mit elektronischen
Datenverarbeitungssystemen hält den Markt für leistungsfähige Server offen . Das
scheinen auch die Hersteller so zu sehen : Compaq etwa hat vorgestern
angekündigt , seine populäre ProLiant-Server-Linie besser zu platzieren , um an
HP verlorene Marktanteile zurückzugewinnen . Ist ein Ende der Ära des " normalen
" PC , der seit dem legendären Erfolg des C64 das Zugpferd der gesamten
IT-Branche war , in Sicht ? Bereits Ende März 1999 hatte das schwedische
Marktforschungsinstitut Stelacon eine Sättigung des PC-Markts für Privatanwender
im seinen Land festgestellt . 70 Prozent der schwedischen Haushalte seien mit
einem PC ausgestattet . Allerdings sei dieser Ausstattungsgrad im europäischen
Vergleich ungewöhnlich hoch , sagte Anders Wedar , Geschäftsführer von Stelacon
. Klaus Schrape und Josef Trappel vom Basler Meinungsforschungsinstitut Prognos
erwarten eine 60prozentige Versorgung deutscher Haushalte mit multimediafähigen
Computern erst für das Jahr 2005 . " Die Branche ist zwar sehr nervös , aber
wenn die Abschlüsse einmal nicht so gut sind , bedeutet dies noch kein Ende der
PC-Ära . " Sutter sieht das Problem der PC-Hersteller weniger in einem hohen
Sättigungsgrad des Marktes . Vielmehr liefen die Hersteller Gefahr , am Markt
vorbei zu produzieren . Viele Benutzer erwarteten vom PC vor allem Fähigkeiten
eines Geräts der Unterhaltungselektronik . Für spezielle Anwendungen wie das
Abspielen von MP3s und DVDs oder den Zugang zum Internet seien die gegenwärtigen
PCs aber nicht ideal , da sie auf solche Anwendungen nicht spezialisiert seien
und zum Teil durch teure Zusatzkomponenten aufgerüstet werden müssten . Der
Marktforscher sieht der Entwicklung spezieller Geräte wie MP3- und DVD-Playern ,
Internet-Computern oder auch Palmtops und WAP-Handys gespannt entgegen . "
Nachdem in den 80er und 90er Jahren des letzten Jahrtausends der PC als
Alleskönner angepriesen wurde , ist derzeit wieder eine Diversifizierung auf dem
High-Tech-Markt zu beobachten " , sagte Sutter . Es scheint sich abzuzeichnen ,
dass die Anbieter neue Kunden nicht mehr nach altbewährter Methode gewinnen
können . Bestes Beispiel dafür ist Apple : Nachdem man die Firma Mitte der 90er
Jahre schon fast abgeschrieben hatte , konnte sie sich durch moderne Technik ,
gute Ideen und zeitgemäßes Design eine bedeutende Stellung auf dem Markt
zurückerobern . Ein neues Konzept hat auch den Palmtop zum Erfolg geführt . Von
technischen Neuerungen können aber nicht nur die Hersteller von Endprodukten
profitieren : Firmen wie Texas Instruments , die die für Handys und MP3-Player
wichtigen digitalen Signalprozessoren herstellt , und Nortel , die im Bereich
optischer Netze brilliert , beweisen , dass man auch hinter den Kulissen ein
beachtliches Ergebnis erzielen kann . Schließlich sind auch AMD und Intel zu
nennen : Beide Konzerne verlassen sich schon seit einiger Zeit nicht mehr allein
auf ihren Erfolg bei der Herstellung von Prozessoren , sondern investieren
kräftig in Internet- und Netzwerkprojekte . Und genauso wie sich Gateway von
Intel abwendet und zur Konkurrenz geht , setzt Intel bei seinen neuen
Web-Appliances nicht mehr auf ein Microsoft-Betriebssystem , sondern auf Linux .
Eine Grundregel der technisierten Gesellschaft scheint sich wieder durchzusetzen
: Innovative Ideen und Produkte stoßen auf hohe Akzeptanz und bringen große
Gewinne . Das Festhalten an althergebrachten Konzepten dagegen führt geradewegs
ins wirtschaftliche Desaster . Nicht zuletzt die Macher des für seine Zeit
bahnbrechenden C64 mussten dies erfahren , als Commodore 1994 endgültig alle
Hoffnungen auf Sanierung aufgeben musste . In den 90er Jahren des letzten
Jahrtausends , als sich die auf Intels x86er-Prozessoren aufbauende
PC-Architektur längst durchgesetzt hatte , wollten die Anwender nichts mehr von
Commodore-Produkten ohne Festplatte wissen - die Versuche , mit dem Amiga wieder
Boden zu gewinnen , kamen zu spät . Ein Prozessor mit einer Taktrate , die
wieder einmal 100 MHz höher ist als beim Vorgänger ? Das Gros potenzieller
Kunden kann das nicht mehr hinter dem Ofen hervorlocken , wenn der Chip immer
noch in PCs mit einem Betriebssystem eingebaut wird , das zweimal täglich
abstürzt und jedes halbe Jahr neu installiert werden muss . Wer dagegen mit
einem einfach zu bedienenden und wartungsarmen Internet-Computer aufwartet ,
kann sich der Sympathie von Kritikern und Käufern gewiss sein . Mannesmann
flirtet mit AOL Europe Der Grundgedanke eines Einstiegs in AOL Europe ist " sehr
attraktiv " - so kommentierte ein Mannesmann-Sprecher heute Berichte über
Verhandlungen zwischen Mannesmann und Bertelsmann gegenüber c't . Derzeit sind
der Gütersloher Medienkonzern und AOL USA gleichberechtigte Gesellschafter von
AOL Europe . Mannesmann-Chef Klaus Esser hoffe , dass eine Beteiligung an AOL
Europe das Tauschangebot von Vodafone für die Mannesmann-Aktionäre unattraktiver
mache . Ob es auch schon mit AOL-Chef Steve Case Gespräche gegeben hat , war
nicht zu erfahren . Bei AOL Europe in Hamburg hielt man sich bedeckt und verwies
auf die Gütersloher Zentrale von Bertelsmann . Aber auch dort wollte man den
Bericht nicht kommentieren . Mannesmann verbündet sich mit Deutscher Bank
Mannesmann umgibt sich mit potenten Partnern : Der Düsseldorfer Konzern hat
heute Pläne bekannt gegeben , zusammen mit der Deutschen Bank gegen Ende des
Jahres eine sogenannte Tele-Commerce-Bank gründen zu wollen . Wie Sprecher von
Mannesmann und der Deutschen Bank auf Nachfrage von c't ausführten , sollen
beide Konzerne an dem neuen Geldinstitut gleichberechtigt beteiligt sein . In
das geplante Joint-Venture werde Mannesmann sein Know-How aus dem IT-Bereich und
die Deutsche Bank ihre Erfahrung mit Tele- und Internet-Banking einbringen .
Mannesmann-Kunden könnten ohne großen Aufwand im Rahmen der Tele-Commerce-Bank
auch Bankdienstleistungen in Anspruch nehmen . Allerdings gebe es bislang nur
eine grundsätzliche Übereinkunft . Details des neuen Dienstes , etwa mit welchen
Kosten er für die Kunden verbunden sein wird , seien noch nicht geklärt . Der
Sprecher der Deutschen Bank konnte allerdings schon mitteilen , dass die
Banktransaktionen über TANs abgewickelt werden sollen . Diese jeweils nur für
eine einzige Transaktion gültigen Nummern stellen ein im Bereich des
Internet-Banking bereits weit verbreitetes Verfahren dar . Mannesmann verneinte
eindeutig einen Zusammenhang zwischen der angekündigen Kooperation mit der
Deutschen Bank und dem Übernahmeversuch von Vodafone AirTouch . Der Sprecher der
Deutschen Bank wiegelte auf eine entsprechende Frage hin ab : Man berate den
Düsseldorfer Konzern und könne sich deshalb dazu nicht äußern . Die Frage , ob
die Deutsche Bank auch mit einem Unternehmen Mannesmann-Vodafone
zusammenarbeiten werde , wollte der Sprecher nicht kommentieren . Fraunhofer
will Rechte an digitaler Musik schützen Das Fraunhofer-Institut für Integrierte
Schaltungen und InterTrust , ein Anbieter von Systemen für Digital Rights
Management ( DRM ) , haben vereinbart , zukünftig gemeinsam DRM-fähige
Audiokomponenten und -anwendungen zu entwickeln . Man wolle die
Kodierungsverfahren von Fraunhofer , etwa MP3 , mit der DRM-Technik von
InterTrust kombinieren . Die neuen Komponenten und Anwendungen sollen im Rahmen
der von InterTrust ins Leben gerufenen OpenRights-Initiative vertrieben werden .
Ziel dieser Initiative ist es , Programm-Komponenten wie beispielsweise das
Abspielsystem von Xaudio bereitzustellen , die in Multimedia-Anwendungen zum
Einsatz kommen und über eine Standardschnittstelle mit einem DRM-System
kombiniert werden können . Programm-Komponenten der OpenRights-Initiative müssen
frei verfügbar sein und erhalten eine so genannte MetaTrust-Zertifizierung .
Talal Shamoon von InterTrust will durch die Kooperation mit dem
Fraunhofer-Institut eine Grundlage schaffen , " auf der die Musikindustrie
aufbauen kann " . Fusion WorldCom/Sprint geplatzt Nachdem gestern die
US-Justizministeriun Janet Reno angekündigt hatte , die Fusion der beiden
US-amerikanischen Telekommunikationsgesellschaften MCI WorldCom und Sprint
gerichtlich verhindern lassen zu wollen , und auch der EU-Wettbewerbskommissar
Mario Monti schon massive Bedenken gegen die Fusionpläne geäußert hatte , haben
beide US-Konzerne gestern abend ( Ortszeit ) ihre Fusionsanmeldung in Brüssel
zurückgezogen . Damit ist der Deal vorerst gestoppt . WorldCom und Sprint
kündigten an , die EU-Behörden umgehend zu unterrichten , falls sie ihre
Fusionsanstrengungen wiederaufnehmen würden . Mit diesem Schritt kommen beide
Konzerne der drohenden Untersagung der Fusion durch die EU-Kartellbehörde zuvor
: Heute wollte man im entsprechenden europäischen Gremium darüber entscheiden ,
ob die Fusion zulässig sei . Beobachter rechneten nicht mit einer für WorldCom
und Sprint positiven Entscheidung . Monti hatte am Wochenbeginn schon erklärt ,
dass die Fusion aus seiner Sicht wohl nicht genehmigt werden könne , da
WorldCom/Sprint den internationalen Telefonverkehr und das Internetgeschäft in
Europa zu stark dominieren würde . Indem WorldCom und Sprint einem Verbot der
Fusion durch die EU-Kommission zuvorkommen , halten sich beide Konzerne die
Möglichkeit offen , ihr in Brüssel vorliegendes Fusionsgesuch zu modifizieren .
Wäre die Fusion erst einmal verboten , müssten es beide Konzerne in neuer Form
einreichen . Lachender Dritter könnte die Deutsche Telekom sein . Sie war im
letzten Jahr einer der Bewerber um die Übernahme von Sprint , konnte sich aber
gegen WorldCom nicht durchsetzen . Jetzt könnte der rosa Riese erneut versuchen
, Sprint komplett zu übernehmen . Schon als Beobachter vor einigen Tagen über
eine Aufspaltung von Sprint spekulierten , um die Wettbewerbshüter gnädig zu
stimmen , nannte man die Telekom als potentiellen Interessenten an möglichen
Sprint-Bruchstücken . In Brüssel hätte eine Fusion Deutsche Telekom/Sprint auf
jeden Fall bessere Chancen als die jetzt vorerst gescheiterte : Denn der
Deutschen Telekom kann man wahrlich nicht nachsagen , dass sie eine dominierende
Position im internationalen Telefonverkehr oder auch nur im europäischen
Internetgeschäft einnehmen würde . Internet-Kommission der CDU nimmt Arbeit auf
Unter dem Vorsitz von CDU-Generalsekretär Rupert Polenz und
CDU-Internet-Sprecher Thomas Heilmann fand heute die konstituierende Sitzung der
angekündigten Internet-Kommission der CDU Deutschlands statt . Die Kommission
bilden acht Vertreter aus Bundes- und Landespolitik , darunter die thüringische
Wissenschaftsministerin Dagmar Schipanski und der ehemalige Verkehrsminister
Matthias Wissmann , sowie elf Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft , unter
anderen Thomas Mickeleit von IBM und Hans-Willi Hefekäuser von der Deutschen
Telekom . Noch in diesem Jahr wolle man sich mit Bildungs- und Ordnungspolitik
befassen , sagte Heilmann . Nach Ansicht der Vorsitzenden der Kommission zeige
ein europäischer Vergleich , dass Deutschland gegenüber Großbritannien und den
skandinavischen Nachbarländern einen deutlichen Nachholbedarf in Sachen Internet
hat . Die CDU fordere deshalb ein Gesamtkonzept der Bundesregierung für eine
Internet-Politik . Darüber hinaus äußerte die Kommission die Ansicht , dass die
Bundesregierung die Interessen deutscher Telekommunikationsunternehmen
unzureichend vertrete . Schließlich erklärten Polenz und Heilmann , dass sie
erheblich praktische und verfassungsrechtliche Bedenken gegen die von der
EU-Kommission geplante Änderung der Mehrwertsteuer-Richtlinie haben . Sie
forderten eine Aussetzung der Mehrwertsteuer auf digitale Dienstleistungen im
Online-Handel . EU-Kommission verbietet Fusion WorldCom/Sprint Die EU-Kommission
hat heute in Brüssel die Fusion der US-Telekommunikationskonzerne MCI WorldCom
und Sprint verboten . Die Kommisson fällte diese Entscheidung , obwohl beide
Konzerne ihre Fusionsanmeldung zurückgezogen hatten . Man habe sich verpflichtet
gefühlt , eine formale Entscheidung zu fällen , teilte die Kommission mit .
Schon im Vorfeld der Entscheidung hatte EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti
bezweifelt , dass der Zusammenschluss genehmigt werden könne , da die
fusionierte Gesellschaft den weltweiten Telefonverkehr und den Internetverkehr
in Europa zu stark dominieren würde . Der vorauseilende Gehorsam der Konzerne ,
die mit dem Rückzug ihrer Fusionsanmeldung ein Verbot vermeiden wollten , hat
damit nicht zu dem erwünschten Resultat geführt . Wollen WorldCom und Sprint in
Zukunft einen neuen Anlauf zur Fusion starten , müssen sie ihre Zusammenschluss
in neuer Form beantragen . Internet für skandinavische Fernsehfamilien Wie es
heißt , wollen die Investoren aus dem Norden mit der erworbenen Technik eine
E-Commerce-Plattform aufbauen , an der sich dann auch der Gerätehersteller
selbst wiederum beteiligen kann . In der Gruppe Inter-Nordic haben sich nach
Angaben der Metabox AG eine Bank , eine Telekommunikationsfirma , ein
Medienunternehmen und ein Online-Shop zusammengeschlossen , die in den Ländern
Dänemark , Schweden , Norwegen , Finnland und Island tätig sind . Mit den
Metabox-Geräten lässt sich ohne zusätzlichen PC auf das Internet zugreifen ; die
Darstellung erfolgt auf einem Fernsehbildschirm . Zudem ermöglichen die Boxen
Zugang zu einem speziellen Datenrundfunk - die Metabox AG vertreibt das Know-How
und die Technik dazu . Für die jetzt bekannt gegebene Vereinbarung haben die
Partner eine Laufzeit von zunächst zwei Jahren vereinbart ; die ersten Metaboxen
werden den Planungen zufolge im ersten Quartal 2001 geliefert . Für die Metabox
AG kam die Bekanntgabe der Vereinbarung genau zur rechten Zeit : Am Montag brach
die Aktie des Hildesheimer Unternehmens am Neuen Markt in Frankfurt um 14
Prozent ein , der Schlusskurs lag bei 72,50 Euro . Am gestrigen Dienstag gab der
Kurs noch einmal um knapp fünf Prozent nach , und auch heute startete die Aktie
zunächst schwach . Erst die guten Nachrichten über die Vereinbarung mit
Inter-Nordic ließen den Kurs gegen Mittag deutlich nach oben schnellen . Um
16.00 Uhr kostete das Papier von Metabox mit knapp 90 Euro fast 25 Prozent mehr
als bei Börsenschluss am Vortag . Fusion im Netzwerkbereich : Applied Micro
kauft MMC Networks Über den Deal , der im vierten Kalenderquartal dieses Jahres
abgeschlossen sein soll , müssen noch die MMC-Aktionäre entscheiden . Deren
Zustimmung ist aber wahrscheinlich , da das Angebot von AMCC , die 0,619 eigene
Aktien für jede MMC-Aktie ausgeben will , eine Bewertung des MMC-Papiers von
116,72 US-Dollar bedeutet , während es am Freitag an der Nasdaq bei 78,25
US-Dollar schloss . Der Kurs von AMCC lag bei Börsenschluss am Freitag bei
188,56 US-Dollar . Mit der Akquisition will AMCC sein Produktangebot für den
Bereich optischer und breitbandiger Netze weiter vergrößern . Erst im Juni hatte
AMCC den Switch-Hersteller Yuni Networks übernommen . Die jetzt angekündigten
Einverleibung von MMC soll dazu beitragen , dass AMCC möglichst vollständige
Lösungen für Hochleistungsnetzwerke anbieten kann . Beide Unternehmen konnten
ihren Umsatz gegenüber dem Vorjahr deutlich steigern : Bei AMCC stiegen sie um
64 Prozent , bei MMC um 42 Prozent . UMTS von der Deutschen Telekom erst ab 2003
T-Mobil , die Mobilfunktochter der Deutschen Telekom , will erst 2003 mit einem
eigenen UMTS-Dienstleistungsangebot starten . Das sagte T-Mobil-Chef Kai-Uwe
Ricke einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ( FAZ ) zufolge . Die
UMTS-Lizenzen , die in der ersten Augusthälfte versteigert wurden , berechtigen
zum Betrieb eines Mobilfunknetzes nach UMTS-Standard ab dem Zeitpunkt der
Zahlung der Lizenzgebühr . Mit ihnen ist eine Versorgungspflicht verbunden : Die
Kosten könne man über die gesamte Gültigkeitdauer der Lizenzen von 20 Jahren
linear abschreiben . Deutsche Börsen gründen Betriebsgesellschaft für Boss/Böga
Mit Wirkung zum September 2000 haben die deutschen Börsen für Pflege und Betrieb
des von ihnen seit Jahren genutzten Computersystem Boss/Böga eine eigenständige
Gesellschaft gegründet . Über Boss/Böga wickeln die Börsen ihren Parketthandel
ab . Vor allem regional bedeutsame Werte werden über Boss/Böga gehandelt . Die
Träger der Börsen Berlin , Bremen , Frankfurt , Hamburg , Hannover , München und
Stuttgart haben am letzten Freitag den Gründungsvertrag für die unabhängige
Betriebsgesellschaft mit Sitz in Frankfurt bei jeweils gleicher Kapitaleinlage
unterzeichnet . Sie sind gleichberechtigte Partner in der neuen GmbH . Damit
wird Boss/Böga quasi vergesellschaftet : Betrieb bislang die Deutsche Börse AG
Frankfurt das System und trat gegenüber der Trägergesellschaften der anderen
deutschen Börsen als Dienstleister auf , so können alle an der neuen
Betreibergesellschaft beteiligte Börsen Boss/Böga nun als eigenes System ansehen
. Boss/Böga besteht aus zwei Komponenten , nämlich aus dem so genannten
Orderrouting-System Boss-Cube und dem Börsenorderabwicklungssystem Böga . Über
Boss-Cube werden täglich rund 389.000 Order abgewickelt . Das System unterstützt
die Preisfeststellung der Makler und stellt Realtime-Informationen zum aktuellen
Börsengeschehen auf dem Parkett zur Verfügung . Boss-Cube übermittelt genauso
wie das Online-Handelssystem Xetra die Abwicklungsdaten eines Auftrags
automatisch an Böga . Von Böga gehen die Daten dann zur endgültigen Erledigung
des Auftrags wiederum elektronisch an die europäische Abwicklungsgesellschaft
Clearstream . Videorecorder-Karte mit MPEG-2-Chip Gainward hat eine neue
MPEG-2-Codec-Karte , " VideoExpert " genannt , vorgestellt , mit der man auf
einfache Weise Videos auf die Festplatte bannen und weiterverarbeiten kann .
Während gängige PC-Karten für den Videoschnitt noch sehr leistungsfähige Rechner
und sehr große Festplatten benötigen , kommt die VideoExpert bereits mit einem
Pentium-II-System ab 200 MHz klar und stellt trotz DVD-Qualität weniger hohe
Anforderungen an die Festplatte . Dank eines MPEG-2-Coder-/Decoder-Chips von
C-Cube komprimiert sie direkt im platzsparenden MPEG-2-Format und beherrscht
dabei auch VBR ( Variable Bitrate Technology ) . Umwege über Zwischenformate und
langwierige Konvertierungen mit MPEG-Software entfällt . Das Produkt eignet sich
zum Mitschneiden von TV-Sendungen in DVD-Qualität und zum Bearbeiten von
Videomaterial für Produktions- und Archivzwecke . Auch Spezialeffekte werden von
der Hardware unterstützt . VideoExpert verfügt über Ein- und Ausgänge für
S-VHS-Signale sowie über einen Stereo-Audio-Ein- und Ausgang . Über Adapter
können auch Standard-Video-Signale ( FBAS ) eingespeist oder ausgegeben werden .
Zum Lieferumfang gehört das Ulead-VideoStudio 4.0 SE . Der Preis soll bei etwa
650 DM liegen . Kleinaktionäre kritisieren Vorstand von buecher.de Die
Kleinaktionäre haben den Vorstand des Internet-Buchhändlers buecher.de auf der
Hauptversammlung scharf kritisiert . Die Talfahrt des Aktienkurses am Neuen
Markt in den vergangenen Monaten sei wesentlich drastischer ausgefallen als bei
der Konkurrenz . " Wo ist hier noch die Erfolgsstory ? " , fragte Michael
Leipold von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz ( DSW ) am
Montag in München . Es sei fraglich , ob es sinnvoll sei , künftig in das
Unternehmen zu investieren . Unter dem neuen Namen mediantis will buecher.de
künftig die internationale Expansion vorantreiben und wieder zum Börsenliebling
werden . Die Aktionäre beschlossen die Umbenennung mit großer Mehrheit . Die
buecher.de-Aktie war Mitte 1999 für 19 Euro ausgegeben worden . Nach einem
Höchststand von mehr als 45 Euro kurz nach der Emission setzte der Sinkflug ein
. Nachdem buecher.de am Freitag seinen Geschäftsbericht vorgelegt hatte und
starke Umsatzzuwächse vermeldet hatte , kletterte der Kurs des Online-Händlers
am Montag um zwischenzeitlich 2,4 Prozent auf 10,85 Euro . Vorstandssprecher
Richard von Rheinbaben nannte die Kursentwicklung einen " Wermutstropfen " . Die
Aktie sei in einen " Börsenstrudel " geraten , habe sich aber insgesamt im
Vergleich zur Konkurrenz noch vergleichsweise gut gehalten . Die Geschichte des
Unternehmens sei trotz Kursverfalls eine Erfolgsstory . " Wir haben unsere
Versprechen nicht nur gehalten , sondern übertroffen . " Christoph Öfele von der
Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre ( SdK ) kritisierte unter anderem die
Öffentlichkeitsarbeit des Vorstands . " Wesentliche Punkte werden unter den
Tisch gekehrt . " Bei buecher.de liege einiges im Argen . Leipold zeigte sich
verärgert über die Investition von buecher.de in einen Finanzfonds . " Dafür
haben Ihnen die Aktionäre ihr Geld nicht gegeben . " Hintergrund : Finanzhunger
der Telefongesellschaften In kaum einer anderen Branche wurden in den letzten
Monaten solche gigantischen Geldmengen verschoben wie im
Telekommunikationsbereich . Übernahmen und der Erwerb von UMTS-Lizenzen stellen
eine enorme Belastung für die Kassen der Unternehmen dar . Während die
Akquisition von Firmen in der Regel zumindest größtenteils durch einen
Aktientausch abgewickelt wird , sind die UMTS-Lizenzen in bar zu zahlen . Aber
auch bei Firmenübernahmen ist oft eine Barkomponente fällig : So zahlt die
Deutsche Telekom die Übernahme des US-amerikanischen Mobilfunkbetreibers
Voicestream zwar hauptsächlich in Aktien , pro Voicestream-Aktie sind aber auch
50 US-Dollar in bar fällig . Auch die Kosten für die kürzlich in Großbritannien
und Deutschland ersteigerten UMTS-Lizenzen in zweistelliger Milliardenhöhe
übersteigen selbst bei Branchenriesen die Kapazität der Portokasse . Das Volumen
der ausgeschriebenen Anleihen liegt in diesem Jahr folglich auch deutlich über
dem Volumen aus dem letzten Jahr . Schließlich will sich auch British Telecom
dieses Mittels bedienen , um an liquide Mittel in Milliardenhöhe zu kommen . Der
enorme Finanzbedarf der Telekommunikationsgesellschaften verdirbt natürlich die
Preise . Die Unternehmen müssen Zinsen bezahlen , die über den üblichen
Standards liegen . Aber nicht nur das : Eine steigende Verschuldung
verschlechtert die Analystenbewertung der in letzter Zeit sowieso etwas aus der
Mode geratenen Telekommunikationswerte , was wiederum eher abschreckend auf
potentielle Investoren wirkt . Eine weitere Zehn-Milliarden-Dollar-Anleihe
setzte der Konzern erst einmal auf Eis , als seine Kreditwürdigkeit aus der
Sicht der Analysten in den B-Bereich abzurutschen drohte . Kein Ende in Sicht
... Das Ende des hohen Finanzbedarfs ist noch nicht abzusehen . Aber mit den
Lizenzen allein kann keine Telefongesellschaft Geld verdienen . Denentsprechend
sind sich die Analysten auch darüber einig , was Tom Crawley , Analyst von
Schroder Salomon Smith Barney in London , auf den Punkt bringt : Worldcom legt
Berufung gegen Fusionsverbot ein Der US-Telekommunikationskonzern Worldcom ist
gegen das Verbot der EU-Kommission , mit der US-Telefongesellschaft Sprint zu
fusionieren , in die Berufung gegangen . Gestern reichte Worldcom beim
Europäischen Gerichtshof erster Instanz in Luxemburg eine entsprechende Klage
ein . Die EU-Kommission hatte am 28. Juni diesen Jahres die Fusion von Worldcom
und Sprint untersagt , nachdem beide Unternehmen ihre Fusionsabsichten unter dem
Druck der europäischen und US-amerikanischen Kartellbehörden bereits aufgegeben
hatten . Das offizielle Aus für die Fusionspläne kam dann am 13. Juli mit dem
Rückzug von Sprint . Worldcom wirft der Kommission jetzt ein " fundamentales
Missverständnis " der scharfen Konkurrenz auf dem Internet-Markt vor . Sie habe
nicht begriffen , wie Internet-Dienstleistungen erbracht würden , polterte
Worldcoms Chefanwalt Michael Salsbury . Die EU-Kommissare hätten wesentliche
Veränderungen des Internet-Markts während der letzten zwei Jahre ignoriert .
Außerdem seien Verfahrensfehler gemacht worden . Mit der Berufung gegen das
Verbot will der Konzern allerdings nicht die Fusionspläne mit Sprint wieder
aufleben lassen . Das Verbot der Fusion beruhe auf einer wasserdichten
Argumentation und man werde jedes Berufungsverfahren gewinnen , kommentierte
eine Sprecherin der Generaldirektion Wettbewerb . Internet-Radios drohen neue
Gebühren In den USA droht Rundfunkstationen , die ihr Programm auch über das
Internet verbreiten , die Einführung neuer Abgaben : Vermutlich in dieser Woche
wird das US-Copyright Office , eine Abteilung der Library of Congress ( LC ) ,
darüber entscheiden , ob die Sender für das Verbreiten von Musik über das Netz
zusätzliche Gebühren an die Inhaber der Rechte zu entrichten haben . Dies würde
die rund 4.000 auch im Internet aktiven Radiostationen der insgesamt 14.000
US-Sender betreffen . Bislang zahlen die Stationen nur einmal . Im Digital
Millenium Copyright Act ( DMCA ) von 1998 ist eine so genannte Statutory License
verankert . Dabei handelt es sich um eine Pauschallizenz , die zum Abspielen von
Musik ohne gesonderte Lizenzierung bei den jeweiligen Copyright-Inhabern
berechtigt und für die ein einmaliger Betrag gezahlt werden muss . Allerdings
können nur Sender , die gewisse Kriterien erfüllen , diese Pauschallizenz
erwerben . So dürfen sie beispielsweise in einer bestimmten Zeit nur eine
beschränkte Anzahl von Stücken eines Albums abspielen , müssen Interpret und
Titel des Albums nennen und dürfen die Zeit des Abspielens eines bestimmten
Stückes nicht vorher bekannt geben - alles Kriterien , denen eine " normale "
Radiostation leicht genügt , nicht aber Dienste , bei denen man bestimmte
Musikstücke gezielt abrufen kann . Rundfunksender , die eine solche Statutory
License erworben haben , dürfen entsprechend den Lizenzbestimmungen Musik über
den Äther ausstrahlen und diese auch - und zwar ohne zusätzliche Gebühren - zur
Verbreitung über das Netz per Streaming Media in ihr Internet-Programm
integrieren . Auf Bestreben der Musik-Industrie droht jetzt eine Änderung dieser
Regelung . Bertelsmann macht Musik mobil Schon im Frühjahr hatte
Bertelsmann-Chef Thomas Middelhoff die Geschäftsstrategie seines Konzern auf den
Punkt gebracht : Bertelsmanns Inhalte überall . Middelhoffs Vorzeige-Internetter
Andreas Schmidt , Chef der Bertelsmann E-Commerce Group ( BeCG ) , der schon mit
dem Deal über die strategischen Partnerschaft mit der Musik-Tauschbörse Napster
für Aufsehen sorgte , macht nun ernst mit dieser Strategie : " Wir werden uns
nicht mit der Rolle des Betreibers eines Mobilfunk-Portals begnügen , sondern
denken intensiv über einen Einstieg in den UMTS-Markt als so genannter
virtueller Netzbetreiber nach " , sagte Schmidt der Frankfurter Allgemeinen
Zeitung . Man führe mit allen deutschen Netzbetreibern mit der Ausnahme von
D2-Mannesmann Gespräche über eine Kooperation - Vodafone , die
Muttergesellschaft von D2-Mannesmann , bastelt mit dem französischen
Mischkonzern Vivendi und seiner neuen Tochter Universal schon selbst an einem
Mobilfunk-Portal der Zukunft . Allerdings werde Bertelsmann nicht als
Netzbetreiber auftreten , betonte Gerd Koslowski , Sprecher der neu gegründeten
Direct Group , zu der auch Schmidts E-Commerce Group gehört . Schmidt setzt
dabei vor allem auf die Not der Netzbetreiber , die immensen Investitionen für
die UMTS-Technik wieder einzuspielen . Allein mit Sprachtelefonie und
Datentransfer werden die Telekommunikationsgesellschaften keine großen Gewinne
erwirtschaften können . Viel mehr versprechen sie sich von der Distribution
attraktiver Inhalte über ihre Netze . Da sieht Schmidt die Chance Bertelsmanns .
Dazu passt auch die Kooperation mit Napster . Speziell Tauschbörsen wie Napster
gehört Schmidts Meinung nach dabei die Zukunft . Konkrete Angaben über das
Geschäftsmodell , das Bertelsmann zusammen mit Napster entwickeln will , machte
der BeCG-Chef noch nicht , er sagte allerdings im Gespräch mit der FAZ , dass
man zur Einführung eines pauschalen Mitgliedsbeitrag tendiere , mit dem dann die
Ansprüche von Künstlern und Rechteinhabern befriedigt werden könnten . Schmidt
ließ durchblicken , dass dieser Pauschalbetrag bei etwa zehn US-Dollar monatlich
liegen könnte . Eine Gefahr für die Musik-Konzerne sieht er darin nicht : Die
Entscheidung , mit welchem Netzbetreiber man zusammenarbeiten werde , sei zu
Beginn des nächsten Jahres zu erwarten . Bleibt für Bertelsmann zu hoffen , dass
dann die Übertragung von Mulitmediadateien über UMTS-Netze wirklich funktioniert
- der japanische Mobilfunkriese NTT DoCoMo , derzeit Weltspitze in Sachen UMTS ,
hatte kürzlich Bedenken angemeldet : Das zur Verfügung stehende Frequenzspektrum
reiche für die intensive Nutzung des Mobilfunk zur Übertragung von
Multimediadaten nicht aus . " Moderner Staat " mit E-Government und virtuellen
Rathäusern Umständliche Behördengänge , langes Warten auf den Sachbearbeiter und
eingeschränkte Öffnungszeiten sollen schon bald der Vergangenheit angehören .
Das " virtuelle Rathaus " sei das Thema der Zukunft , versicherte der
Vorstandssprecher des Verbandes für kommunales Management ( KGSt ) ,
Hans-Joachim Hilbertz , zur Eröffnung der Kongressmesse Moderner Staat heute in
Berlin . Als wichtigste Voraussetzung für den virtuellen Behördengang
bezeichnete die Staatssekretärin im Bundesinnenministerium , Brigitte Zypries ,
die digitale Signatur . Zypries hat die Schirmherrschaft des Kongresses
übernommen . Ein modernisiertes und an die Vorgaben der Europäische Union
angepasstes Gesetz zur digitalen Signatur soll im nächsten Jahr in Kraft treten
. Zypries forderte die Wirtschaft auf , die unterschiedlichen Systeme , mit
denen eine digitale Signatur realisiert werden kann , zu vereinheitlichen . In
einer Reihe von Kommunen wie beispielsweise Bremen , Nürnberg , Fürth ,
Nürtingen oder Esslingen gebe es bereits erste Versuche mit einem virtuellen
Rathaus . Das elektronische Dienstleistungsangebot soll nach Worten von Zypries
aber nur ergänzend angeboten werden , alle Behördengänge sollen auch weiterhin
traditionell erledigt werden können . Auf der Messe , die noch bis morgen dauert
, diskutieren Vertreter aus Industrie , Politik und Verwaltung über
Möglichkeiten des Einsatzes von moderner Informations- und Kommunikationstechnik
in Politik und Verwaltung . Rund 100 Aussteller präsentieren dazu Produkte und
Lösungen aus der IT-Branche . Notar soll über T-Online-Aktien wachen Der
Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom , Ron Sommer , hat eine " notarielle
Prüfung " der Aktienvergabe beim bevorstehenden Börsengang von T-Online
angekündigt . In einem Gespräch mit dem Stern versprach er eine faire und
transparente Zuteilung der Aktien , schwieg sich aber über den Zuteilungsmodus
noch aus . Die Zeichnungsfrist dauert vom 3. bis 12. April , als erster
Handelstag ist der 17. April vorgesehen . Zum Vergleich : Immer noch unklar ist
, ob die Aktie von T-Online im amtlichen Handel an der Frankfurter Börse oder im
Neuen Markt gehandelt werden soll . Für den amtlichen Handel dagegen reicht es
aus , wenn nur 10.000 Aktien in den Handel gebracht werden ( Börsenordnung für
die Frankfurter Wertpapierbörse , § 58 , Satz 2 ) . Allerdings gibt es auch
Tricks , wie man diese Barriere umgehen kann : Nur so genügte das Unternehmen
den Bedinungungen , unter denen eine Notierung erfolgen kann . Wie T-Online den
Zulassungsbedingungen zum Handel am Neuen Markt genügen könnte , wenn der
Online-Dienst tatsächlich an diese Börse gehen wollen würde , war bislang nicht
zu erfahren . Eine Lösung dieses Problems wäre freilich ganz einfach : T-Online
emittiert nicht 9,1 Prozent des Aktienkapitals , sondern 20 Prozent . Vor allem
die Kleinanleger würde dies sicherlich freuen - zumal in Börsenkreisen davon die
Rede ist , dass die Telekom die Hälfte der öffentlich gehandelten Aktien an
Private ausgegeben will . Elektronischer Marktplatz für Flug- und
Rüstungsindustrie Die drei US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtkonzerne Boeing
, Lockheed Martin und Raytheon wollen gemeinsam mit der britischen BAE Systems ,
früher Britisch Aerospace , einen elektronischen Marktplatz für die Flug- und
Rüstungsindustrie einrichten . Für die technische Umsetzung holten sich die
Konzerne den Business-to-Busines-(B2B)-Experten Commerce One ins Boot . Gestern
unterzeichneten sie ein entsprechendes Memorandum . Die B2B-Plattform soll Mitte
des Jahres einsatzbereit sein und Geschäftspartnern aus Politik und Wirtschaft
offen stehen . Alle Beteiligten versprechen sich von der E-Commerce-Plattform
enorme Kosteneinsparungen . Boeing , Lockheed Martin , Raytheon und BAE Systems
werden an dem Joint-Venture mit jeweils 18,75 Prozent beteiligt sein . Commerce
One sind fünf Prozent zugedacht , 20 Prozent sind für andere
Brancheninteressenten vorgesehen . Vivendi verliert Interesse an AOL Der
französische Mischkonzern Vivendi will dem Vernehmen nach seine Anteile an AOL
France verkaufen . Zusammen mit dem Pay-TV-Anbieter Canal+ , der zu 49 Prozent
Vivendi gehört , hält der Konzern derzeit 55 Prozent an AOL France . Die
restlichen 45 Prozent gehören AOL Europe . AOL Europe wird nun als potentieller
Käufer der Vivendi-Anteile gehandelt und könnte bald alleiniger Eigentümer von
AOL France sein . Schon seit einiger Zeit steht die Beteiligung an AOL France
für Vivendi nicht mehr an erster Stelle , da dieser Provider nur in Frankreich
tätig ist . Vivendi aber möchte einen Fuß ins europäische Internetgeschäft
bekommen . Diesem Ziel dient auch das kürzlich vorgestellte Joint-Venture
Vizavvi , das Vivendi zusammen mit dem britischen Mobilfunk-Anbieter Vodafone
ins Leben gerufen hat . Vizavvi geht zurück auf eine Vereinbarung , die Vivendi
und Vodafone während Übernahmeschlacht um Mannesmann abgeschlossen hatten :
Zusammen wollten sie ein Multi Access Portal aufbauen , wenn die
Mannesmann-Übernahme durch Vodafone gelingen sollte . Vizavvi soll Mitte Juni
zwar in Frankreich starten , dann aber seine Aktivitäten auf ganz Europa
ausdehnen . Auch AOL Europe wollten Vivendi und Vodafone an dem Projekt
beteiligen , aber der Online-Dienst konnte nicht als Gesellschafter gewonnen
werden . Sparkassen jetzt auch " drin " Nachdem die Sparkassen bereits im März
Kooperationspläne mit AOL Deutschland in Sachen Online-Banking angekündigt
hatten , stellten der Deutsche Sparkassen- und Giro-Verband ( DSGV ) und der
Online-Dienst heute Details ihrer Zusammenarbeit vor . Vor allem AOL dürfte sich
über die Kooperation freuen : Die Abmachung beinhaltet , dass AOL ab Anfang Juni
den Sparkassen-Kunden Tarife ohne Grund- und Einwahlgebühr anbietet und neben
Informationen zum Online-Banking und einer Homebanking-Software eine spezielle
Sparkassen-Version seiner Zugangssoftware zur Verfügung stellt . Außerdem hat
AOL die Einrichtung eine Sparkassen-Hotline angekündigt . Zusammen möchte man in
naher Zukunft virtuelle Marktplätze einrichten und eine Komplettlösung für das
Home Banking Computer Interface ( HBCI ) zum Homebanking mit Kryptokarte
entwickeln . WDR will Informations-Portal aufbauen Der Intendant des
Westdeutschen Rundfunks ( WDR ) , Fritz Pleitgen , hat eine Neustrukturierung
des Internet-Angebots des WDR angekündigt . Eine neu einzurichtende
Online-Redaktion soll das Portal zur " ersten Adresse für verlässliche
Informationen in Nordrhein-Westfalen " machen . Von dem Portal aus soll man die
programmbegleitenden Angebote erreichen können . Pleitgen will mit dem neuen
Internet-Konzept vor allem neue Nutzergruppen ansprechen , die nicht zu den
Zuschauern und Zuhörern des Fernseh- und Rundfunkprogramms des WDR gehören : Das
Internet-Angebot solle sich zur " dritten Programmsäule " entwickeln . Auch der
Internet-Auftritt der Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen
Rundfunkanstalten Deutschlands ( ARD ) soll sich nach Pleitgens Willen verändern
: Er möchte ard.de zu dem zentralen Portal im Informationsbereich entwickeln .
Im Bereich von Information und Aktualität sollte uns das nicht schwer fallen .
Pleitgen will den Online-Dienst des WDR bis spätestens Januar 2001 mit 30 bis 35
Mitarbeitern aufbauen . Deutsche Telekom will UMTS-Lizenz in Holland Zusammen
mit der niederländischen Mobilfunkgesellschaft Ben wird die Deutsche Telekom am
10. Juli um eine UMTS-Lizenz in den Niederlanden mitbieten . Zu diesem Zwecke
haben der rose Riese und Ben das Konsortium 3G Blue gebildet , an dem Ben mit 50
Prozent und einem Anteil beteiligt ist , die Mobilfunktochter der Deutschen
Telekom T-Mobil hält den Rest . Ben gehört zu gut 70 Prozent der belgischen
Telefongesellschaft Belgacom und zu knapp 30 Prozent dem dänischen
Telekommunikationskonzern Tele Danmark . Alle drei in 3G Blue
zusammengeschlossenen Gesellschaften sind ehemals staatliche Telefonkonzerne ,
mit Abstand der größte ist die Deutsche Telekom . Beobachter rechnen damit ,
dass dieses Konsortium den Zuschlag für eine UMTS-Lizenz bekommen wird . Die
Versteigerung der Mobilfunklizenzen in den Niederlanden beginnt am 10. Juli .
Nach Großbritannien und Spanien sind die Niederlande das dritte europäische Land
, in dem UMTS-Lizenzen vergeben werden . In Großbritannien konnte die Deutsche
Telekom über ihre britische Mobilfunktochter One2One eine UMTS-Lizenz ersteigern
, beim Bewerbungsverfahren in Spanien ging sie leer aus . Eine neue Chance und
Probleme für die Deutsche Telekom Die Aktien der Deutschen Telekom werden zur
Zeit an der Börse in Frankfurt immer billiger : Kurz nach 13:00 Uhr passierte
das Wertpapier die Marke von 60 Euro und pendelte am Nachmittag zwischen 59 und
60 Euro . Damit liegt der Preis für einen Telekom-Anteil zehn Tage nach dem
Handelsbeginn der dritten Aktien-Tranche bereits über 6,5 Euro oder gut zehn
Prozent unter dem offiziellen Ausgabepreis vom 66,50 Euro am 19. Juni . Händler
sehen den Grund für den deutlichen Wertverlust darin , dass die Deutsche Bank
und andere Konsortialbanken ihre T-Aktien-Stützungskäufe bei 63,50 Euro
eingestellt hätten . " Wenn wie jetzt ein großer Käufer fehlt , geben die Titel
eben nach " , zitiert das Handelsblatt einen Börsenhändler . Frühzeichner hatten
bei der Aktienausgabe einen Rabatt von drei Euro erhalten , für sie rutschte die
T-Aktie also erst bei der Schwelle von 63,50 Euro in die Verlustzone . Für die
Telekom kommt der Kurseinbruch natürlich zur ganz falschen Zeit . Gleich nach
dem Scheitern der Fusion WorldCom/Sprint kursierten Gerüchte , dass der Bonner
Kommunikationskonzern einen erneuten Versuch starten werde , Sprint zu
übernehmen . Die Akquisition wäre ein guter Deal : Experten geben Sprint in
allen seinen Geschäftsbereichen gute Noten . Mit einem rentablen
Festnetzgeschäft , seiner Internet-Infrastruktur und dem Mobilfunknetz wäre
Sprint der ideale Partner für die Deutsche Telekom in Amerika - zumal der rosa
Riese schon einen Anteil von zehn Prozent an dem amerikanischen Unternehmen hält
. Genauso wie in Deutschland könnte die Telekom dann auch in Amerika als
Allround-Telekommunikationsanbieter auftreten . Aber dazu müsste zunächst
WorldCom endgültig vom Wunschpartner lassen und Sprint müsste erst einmal
erworben sein . Und da braucht die Telekom einen starken Kurs . Schwächeleien
wie die derzeitige schaden da natürlich immens . IBM-Aktie im Aufwind Die
Anteilseigner von IBM , dem weltgrößten Computerhersteller , können sich derzeit
über eine positive Kursentwicklung ihrer Aktie freuen : Damit lag ihr Preis seit
fast einem Jahr wieder über 130 US-Dollar . Börsenexperten gehen davon aus ,
dass IBM die Anleger im dritten Quartal 2000 auch nicht enttäuschen wird . Die
Gewinnerwartungen der Analysten liegen zwischen 1,07 US-Dollar pro Aktie und
1,22 US-Dollar pro Aktie ; im Vorjahresquartal berichtete der Konzern einen
Gewinn von 93 Cent pro Aktie . Vor allem vom Geschäft mit High-end- und
Midrange-Servern versprechen sich die Marktbeobachter steigende Gewinne , aber
auch der Vertrieb der PC-Linie könnte sich ihrer Meinung nach gegen Ende des
Jahres wieder richtig lohnen . In den letzten 12 Monate glich der Kursverlauf
des Wertpapiers von Big Blue einer Berg- und Talbahn : Den höchsten Preis
erzielte sie Mitte September des letzten Jahres mit 137,69 US-Dollar . Danach
ging es aber schnell bergab : Die Flaute auf dem PC-Markt , die unter anderem
durch den Jahrtausendwechsel ausgelöst wurde , drückte nicht nur die Einnahmen ,
sondern natürlich auch den Börsenkurs . Zum Tiefspreis von 89 US-Dollar konnte
die Aktie dann Anfang November 1999 erworben werden . Danach ging es mit einigen
Schwankungen wieder bergauf . Zwar war auch das letzte abgeschlossene
Geschäftsquartal , das zweite Quartal 2000 , nicht so gut wie das
Vorjahresquartal , aber IBM sah sich wieder im Aufwärtstrend . Davon konnte das
Management auch die Mehrzahl der Analysten überzeugen : Von den 29
Investmentgesellschaften , die die Nasdaq mit Empfehlungen aufgeführt , bewerten
derzeit 16 die Aktie mit einem " strong buy " , weitere 11 mit einem " buy " .
Surfen und Heizen Ob der VW Polo bei Vollgas zu heiß wird , ob der richtige
Einbauplatz für den Basslautsprecher gesucht wird oder einfach Informationen
über einen Autotyp her sollen - das Internet hat sich zum Tummelplatz der
Automobil-Enthusiasten entwickelt . Denn neben den aufwändig gestalteten
Homepages der großen Hersteller präsentieren sich hier Oldtimer-Freunde ebenso
wie Autoclubs . Hinzu kommt eine kaum zu übersehende Zahl so genannter Foren ,
in denen Insidertipps ausgetauscht oder Fragen beantwortet werden . Mittlerweile
gibt es in den unendlichen digitalen Weiten kaum ein Bauteil oder Modell , dem
nicht ein informatives Eckchen gewidmet ist . Trabantfahrer oder Ferrari-Freunde
finden hier Gleichgesinnte . Und wer erst eine halbwegs passende Seite entdeckt
hat , findet von dort meist problemlos den Weg zu jenen Internet-Teilnehmern ,
die den eigenen Interessen noch näher sind . Einen ersten Überblick über
deutschsprachige Seiten der Autoclubs verschafft zum Beispiel www.autoclubs.de .
So widmet sich www.granni.de den Ford-Granada- oder Scorpio-Limousinen , gibt
einen Einblick in die Modellgeschichte oder auch über die Preise auf dem
Gebrauchtmarkt . Wer dann die ebenfalls enthaltene Link-Liste aufruft , entdeckt
eine Vielzahl von Ford-Seiten , die sich auf nahezu jeden erdenklichen
Fahrzeugtyp des Herstellers beziehen . Hier gibt es Veranstaltungstipps und die
Adressen von Automuseen ebenso wie einen Überblick über die
Oldtimer-spezifischen Foren . Überhaupt bieten die oft privat geführten Seiten
eine Menge an Zusatz-Informationen . So gibt es bei
home.t-online.de/home/opelgt/ zum einen natürlich Wissenswertes über den
legendären Sportwagen Opel GT aus Rüsselsheim . Als Extra kann dann noch eine
GT-Karikatur als Bildschirm-Hintergrund herunter geladen werden , sogar ein
Verkaufsangebot aus den USA ist zu finden : Aber nicht nur die rüstigen Alten
unter den Automobilen haben ihre Fans im Datennetz - kaum ist ein halbwegs
interessantes Auto auf dem Markt , wird die erste Homepage zum Thema gebastelt .
Da darf es schon fast als selbstverständlich gelten , dass der Z3 Roadster Club
dem offenen BMW unter www.Z3-roadster-club.de einige Seiten widmet . Und der
kultverdächtige Chrysler PT Cruiser hat kaum ein Rad auf Deutschlands Straßen
gesetzt , da diskutieren die Fans schon im Forum unter www.cruizer.de . Allein
wer unter www.parsimony.net die Foren-Liste rund ums Automobil aufruft , kann
aus rund 200 dieser Diskussionsrunden auswählen . So ist zweifelhaft , ob
Passat-Fahrer eine echte Antwort erwartet hatte , als er fragte , wie er aus dem
mattem Lack eine Metallic-Lackierung zaubern könne ? Die Antwort ließ jedenfalls
nicht lange auf sich warten : Er solle das Auto doch einfach mit Metallspänen
bekleben ... Währenddessen wartete im Opel-Forum allerdings noch jener Fahrer
auf Antwort , der wissen wollte , wie er denn die Aschenbecherlampe seines Opel
Astra Kombi auswechseln könne . Im Alfa Romeo-Forum gab es dagegen spontan
Antwort auf den Hilferuf , wo es weitere Infos zur Marke gebe - zum Beispiel
unter www.alfisti.net . Und auch dem Eigner eines Alfa 164 wurde wegen seiner
Zündprobleme prompt geholfen . Verwunderung erntete dagegen im VW-Polo-Forum ein
Schnellfahrer , der um Hilfe rief , weil sein 55-PS-Polo bei Tempo 160 bis 180
immer so heiß wird - die übrigen Forumsteilnehmer staunten in erster Linie
darüber , dass das gute Stück solche Geschwindigkeiten überhaupt erreichen soll
. Deutsche Telekom erklärt Umsatzplus und Gewinnminus Die Deutsche Telekom hat
auf der heutigen Halbjahres-Pressekonferenz offziell ihren Geschäftsbericht für
das erste Halbjahr 2000 vorgelegt . Darin bestätigt der Konzern die schon Ende
Juli vorgelegten Zahlen : Allerdings muss man auch hier bereinigen : Den
Gewinnrückgang aus dem operativen Geschäft geht vor allem auf Preissenkungen im
Festnetzbereich und hohen Akquisitionskosten für neue Mobilfunkkunden zurück .
Die Zahl der Mobilfunkkunden stieg im gesamten Konzernbereich von 15,7 Millionen
am 31.12.1999 auf 22,6 Millionen am 30.6.2000 . Den größten Anstieg konnte
T-Mobil verzeichnen : Die Mobilfunktochter konnte in diesem Zeitraum ihren
Kundenstamm von 9,1 Millionen auf 13,4 Millionen vergrößern . Die Zahl der
Festnetzanschlüsse der Deutschen Telekom stieg nur leicht an : Besonders stolz
zeigte sich Telekom-Chef Ron Sommer auf die deutliche Steigerung der
Auslandsumsätze seines Unternehmens : Gegenüber neun Prozent im ersten Halbjahr
1999 betrugen sie im ersten Halbjahr 2000 17 Prozent des gesamten
Konzernumsatzes . Vor allem durch die Akquisition des US-amerikanischen
Mobilfunkanbieter Voicestream und das am Wochenende bekannt gegebene Vorhaben ,
auch die Mobilfunkgesellschaft Powertel zu kaufen , will der Konzernlenker die
Globalisierung der Deutschen Telekom vorantreiben . T-Online , die
Internettochter der Deutschen Telekom , konnte unter Einbeziehung von Club
Internet den Kundenstamm von 4,2 Millionen am 31.12.1999 auf 6,0 Millionen am
30.6.2000 ausweiten . Davon kämen mittlerweile eine halbe Million aus dem
Ausland . Debitel beschert Swisscom ein kräftiges Umsatzplus Allerdings ist
diese positive Entwicklung bedingt durch die Konsolidierung des deutschen
Mobilfunkanbieters Debitel , den die Schweizer zum 1. Oktober des letzten Jahres
übernommen hatten . Ähnlich stellt sich das Bild bei den Gewinnen dar : Grund
dafür ist der Umsatzrückgang im Festnetzbereich und vor allem eine deutliche
Verringerung der Gewinnmargen im Festnetz- und Mobilfunkbereich . Allerdings
konnte Swisscom im ersten Halbjahr 2000 seine Schulden senken : Zehn Bewerber
für UMTS-Auktion in der Schweiz Die Eidgenössische Kommunikationskommission (
ComCom ) hat zehn Unternehmen und Konsortien zur Teilnahme an der Versteigerung
der vier UMTS-Lizenzen in der Schweiz zugelassen . Damit ist durch die
Eingangsprüfung kein einziges Unternehmen oder Konsortium durchgefallen . Ein
GSM-Netz betreiben derzeit in der Schweiz nur Swisscom , Orange und diAx . Die
Versteigerung der Lizenzen soll im November 2000 durchgeführt werden .
Führungswechsel bei Compaq Nach fast zwei Jahrzehnten als Chairman des
Computer-Herstellers Compaq zieht sich der 67-jährige Benjamin Rosen von seinem
Posten zurück . Sein Nachfolger wird Michael Cappellas , der seit Juli 1999
schon Vorstandsvorsitzender und Präsident des Unternehmens ist . Cappellas hat
ab sofort die drei höchsten Posten , die Compaq zu besetzen hat , in
Personalunion inne . Rosen gehörte 1982 zu den Gründern von Compaq , seit 1983
war er Chairman . Sein Unternehmen hat sich als einer der weltgrößten Hersteller
von PCs , Notebooks und Servern etabliert . Taschen-PCs und Speicherprodukte
sind ebenfalls wichtige Komponenten im Produktangebot . Nach einem schwachen
Geschäftsjahr 1998 , in dem sich der Konzern mit hohen Verlusten quälen musste ,
machte er im letzten Geschäftsjahr wieder gute Gewinne . Für das laufende
Quartal erwarten die Analysten einen Gewinn von 29 Cent pro Aktie . Rettung für
Gigabell in Sicht Der insolvente Frankfurter Multi-Service-Provider Gigabell hat
in einer Börsenpflichtmeldung seine Akquisition durch den finnischen Provider
Saunalahti bekannt gegeben . Der Vertrag mit den Finnen sehe die Übernahme der
Aktien des bisherigen Hauptaktionärs und Vorstandsvorsitzenden Daniel David
durch Saunalahti vor . Allerdings trete die Vereinbarung nur dann in Kraft ,
wenn Gigabell erfolgreich restrukturiert werden könne , teilten beide
Unternehmen mit . Saunalahti und Gigabell würden versuchen , mit allen
Beteiligten unverzüglich Einigungen herbeiführen . Ziel sei es , den
Insolvenzantrag noch im Oktober zurückzuziehen . Der finnische Provider hat nach
Gigabells Angaben im letzten Quartal ein positives Ergebnis erzielt . Harri
Johannesdahl , Chef von Saunalathi , freut sich über die Vereinbarung mit dem
deutschen Mulit-Service-Provider : Mobiles japanisches Internet für Europa (
Update ) Die japanische Mobilfunkgesellschaft NTT DoCoMo und der niederländische
Mobilfunkbetreiber KPN Mobile wollen ein Joint-Venture gründen , um DoCoMos
i-mode-Dienst in Europa einzuführen . Das in Japan sehr populäre i-mode
ermöglicht den Zugriff auf das Internet über spezielle Mobilfunkgeräte . Da die
Datenübertragung bei i-mode paketorientiert arbeitet , ist i-mode vor allem sehr
viel kostengünstiger als der hierzulande verbreitete WAP-Dienst . DoCoMo und KPN
Mobile kooperieren bereits seit Juli , um gemeinsam in Europa ein Mobilfunknetz
der dritten Generation aufzubauen . Die heutige Unterzeichung eines Memorandum
of Understanding bedeutet eine Ausweitung der Zusammenarbeit . Die Entscheidung
dürfte mittelbar auch Konsequenzen für den deutschen Mobilnetzbetreiber E-Plus
nach sich ziehen , denn KPN hält die Aktienmehrheit am Düsseldorfer Unternehmen
. E-Plus bietet seit Ende 1999 eigene WAP-Dienste . Ob und wie die beiden
unterschiedlichen Verfahren unter einem Dach existieren werden , ist daher eine
spannende Frage . Offen ist bislang auch , wann i-mode hierzulande - und dann
wohl von E-Plus - eingeführt wird . Das Verfahren soll zwar auf einem
paketorientierten Transportnetz aufsetzen , aber noch ist kaum ein europäisches
GSM-Mobilfunknetz entsprechend ausgerüstet ; diese so genannte GPRS-Technik (
General Packet Radio Service ) will E-Plus gegen Jahresende anbieten .
Alternativ könnte i-mode aber auch erst auf dem UMTS-Netz aufsetzen , das E-Plus
vermutlich ab dem Jahr 2003 in Betrieb nehmen wird . Weiterhin kündigte DoCoMo
an , ein Tochterunternehmen in Großbritannien zu gründen . Auch damit will der
japanische Mobilfunkriese seine Expansion nach Europa vorantreiben . Das
kürzlich bekannt gegebene Kooperationsabkommen mit dem Online-Dienst AOL ist
ebenfalls Bestandteil der internationalen Expansion , mit der DoCoMo in erster
Linie das Verbreitungsgebiet seines i-mode-Dienstes ausweiten will . AOL ist für
DoCoMo vor allem wegen des US-amerikanischen Markts interessant , auf dem der
japanische Konzern praktisch noch gar nicht vertreten ist . ICANN öffnet die Tür
für Europa-Domain Ohne direkten Hinweis auf die Bemühungen der Europäischen
Union um die Top Level Domain " .eu " hat die Internet Corporation for Assigned
Names and Numbers ( ICANN ) die Einführung einer solchen Länderdomain für
möglich erklärt . Bei einem außerordentlichen Treffen am Dienstag
verabschiedeten die Direktoren dazu einen Beschluss , nach dem die zweistelligen
Länderdomains auch an Territorien vergeben werden können , die nicht in der mit
ISO 3166-1 standardisierten Liste der Länderkürzel stehen . Bislang galt dies
als Hürde für eine Eintragung eines speziellen Domain-Namens für Europa . Nun
will sich die ICANN mit der Aufführung des Kürzels auf der Liste für reservierte
Codes bei der ISO 3166 Maintenance Agency des Deutschen Instituts für Normung (
DIN ) zufrieden geben . Seit Jahresbeginn hat sich die Europäische Kommission um
eine Anerkennung von .eu als Country Code Top Level Domain ( ccTLD ) stark
gemacht . Da " EU " ein reservierter Code sei und das DIN-Institut einer Nutzung
als Domainname nichts entgegenzusetzen habe , stehe der Einrichtung nichts mehr
im Weg . Allerdings ist man mit dem Beschluss nur fast am Ziel . Denn ICANN will
überhaupt keine Neu-Delegationen zulassen bevor das vertragliche Verhältnis
zwischen ICANN und den ccTLD-Betreibern insgesamt geregelt ist . Noch immer ist
das Dreiecksverhältnis Regierungen-Betreiber-ICANN ungeklärt und zu ICANNs
Leidwesen auch die Frage offen , welche Beiträge die ccTLDs an ICANN entrichten
sollen . Letztere hatten die Rechnungen von ICANN für überhöht erklärt und nur
zum Teil bezahlt . Bevor die Europäische Kommission die Delegation bei der ICANN
beantragen kann , muss sie selbst außerdem noch die Zustimmung von Rat und
Parlament dafür einholen . Vermutlich schon in der nächsten Woche will man , so
Fraser , einen entsprechenden Vorschlag für Rat und Parlament fertigstellen .
Mit einer Entscheidung rechne man vor Weihnachten . Parallel will die Kommission
allerdings bereits einen Registry-Provider finden . Sofern es einen breiten
Konsens über einen möglichen Provider gebe , könne auf eine Ausschreibung sogar
verzichtet werden . " Da es sich um eine Non-Profit-Organisation handeln wird ,
die quasi als Monopol eine öffentliche Aufgabe wahrnimmt , wäre die erste Wahl
eine Organisation , die von allen beteiligten Parteien akzeptiert wird " , so
Fraser . " Wenn wir eine Ausschreibung machen , wird es wichtig sein ,
Mechanismen für breite Mitsprachemöglichkeiten innerhalb der Registry-Struktur
zu schaffen . " Der technische Betrieb könne im übrigen vom Registry-Betreiber
weiter vergeben werden . Siegfried Langenbach , für technische Fragen im
Zusammenhang mit der eu-Domain verantwortliches Mitglied einer Arbeitgruppe von
Industrievertretern , die die EU-Kommission eingesetzt hat , fürchtet , dass
noch eine ganze Reihe von Fragen vor allem hinsichtlich der gewünschten
Registrierungspolitik zu klären sind . Ein Treffen Mitte September in Brüssel
habe gezeigt , dass es große nationale Unterschiede zur Frage gebe , wie stark
der Anspruch auf einen Domainnamen bereits bei der Registrierung geprüft werden
müsse . Die Mitgliedsstaaten haben sehr unterschiedliche Regeln innerhalb ihrer
nationalen Registries . In Schweden etwa müssen Unternehmen einen Bescheinigung
vom Swedish Patent and Registration Office vorlegen , um einen , und nur einen
Domainnamen registrieren zu können . Sollte die EU-Domain tatsächlich im
kommenden Jahr realisiert werden , kann ICANN sicher mit Nachahmern von anderen
supranationalen Zusammenschlüssen rechnen . Unterdessen hat die Domain Name
Supporting Organization ( DNSO ) davor gewarnt , im Voraus Domainnamen für neue
TLDs anzumelden . Die DNSO ist eine der Organisationen , die innerhalb der ICANN
an der Entwicklung von Regeln für die Domainvergabe mitwirken . Es sei voreilig
, wenn Firmen schon jetzt eine Vorausregistrierung für " spekulative " TLDs
anböten . Es gebe noch keine neuen TLDs und es bestehe " keine Garantie , dass
irgendeine bestimmte Organisation autorisiert werden wird , für irgendeine
bestimmte TLD Registrierungen anzunehmen " . IBM-Vize des Insider-Handels
angeklagt Steve Cowley , Vize-Präsident der Softwareabteilung von IBM , sieht
sich mit dem Vorwurf von Insider-Geschäften konfrontiert . Die US-Börsenaufsicht
Securities and Exchange Commission ( SEC ) wirft dem IBM-Manager vor , durch
illegalen Handel mit Aktien von 4Front Technologies , einer
IT-Dienstleistungsfirma aus London , rund 127.000 US-Dollar Gewinn gemacht zu
haben . Cowley hatte am 11. Juli rund 8000 Aktien von 4Front gekauft . Der
Broker zeichnete das Gespräch auf Band auf . Drei Wochen später , nämlich am 3.
August , gab das IT-Unternehmen 4Front bekannt , dass es von dem
Kassiermaschinen-Hersteller NCR übernommen wird . Der Vorwurf lautet nun , dass
der IBM-Manager sein Wissen nutzte , um die vorhersehbaren Kursgewinne in bare
Münze zu verwandeln . Laut Börsengesetz ist aber der Handel mit Aktien aufgrund
nicht veröffentlichter Informationen nicht zulässig . Woher Cowley sein Wissen
über den bevorstehenden Deal zwischen 4Front und NCR hatte , ist auch der SEC
noch nicht bekannt . Sollte Cowley aber den Verdacht auf Insider-Geschäfte nicht
entkräften können , droht ihm - neben der Rückerstattung seiner Gewinne -
zumindest eine saftige Geldstrafe : Allerdings steht ihr auch der Gang vor ein
Gericht offen . Microsoft-Prozess ohne die Stars der ersten Runde Mit der
Veröffentlichung der Stellungnahme Microsofts zur ersten Runde im Kartellprozess
gegen den Software-Riesen , die dieser mit Pauken und Trompeten verloren hatte ,
startete gestern die gerichtliche Auseinandersetzung vor dem Berufungsgericht
des Bezirks Columbia . Die Stars der Regierungsseite aus der ersten Runde sind
allerdings nicht mehr mit von der Partie . Im US-Justizministerium hatte der
damals stellvertretende Generalstaatsanwalt und Leiter der Antitrust-Abteilung
Joel Klein alle Fäden in der Hand . Seine Chefin , Janet Reno , hielt sich mit
öffentlichen Äußerungen über den Fall stark zurück . Klein schied aber Ende
September aus der Antitrust-Abteilung aus , sein Nachfolger ist Douglas Melamed
. Auch Staranwalt David Boies tritt nicht mehr für das Justizministerium auf .
Boies , der in letzter Zeit neben seinem Funktion als Chef-Ankläger im
Microsoft-Prozess auch durch die gerichtliche Vertretung der
Internet-Tauschbörse Napster in Prozesse der IT-Branche verwickelt war , hat
sich anderen Fällen zugewandt : Im Rechtsstreit um den Ausgang der
US-Prädsidentschaftswahl in Florida vertritt er den demokratischen Kandidaten Al
Gore . Allerdings meinen Prozess-Beobachter , dass das Ausscheiden von Klein und
Boies die Chancen der US-Regierung und der ebenfalls klagenden Bundesstaaten auf
einen Erfolg vor dem Berufungsgericht nicht unbedingt schmälert . Während aber
beispielsweise der Antitrust-Anwalt Mark Ostrau Boies' Argumentationsstil für
ein Berufungsverfahren eher ungeeignet findet , wie er in einem Gespräch mit
CNet ausführte , meint der Rechtsprofessor William Kovacic , dass die Fixierung
der öffentlichen Wahrnehmung auf Klein und Boies dem Arbeitsklima im Team der
Anklage auf Dauer nicht gut tun würde . Zwar sieht Ostrau Kleins Stärken sogar
vor allem im Berufungsbereich , allerdings meint er , dass auch Kleins
Nachfolger Melamed sehr gut mit Berufungsverfahren umgehen könne , vielleicht
sogar kampfeslustiger in das Verfahren gehen werde als Klein . Kovacic
allerdings sieht für die Regierung wenig Chancen , auch das Berufungsverfahren
zu gewinnen . Zwar ist er der Ansicht , dass das Berufungsgericht das Urteil aus
der ersten Instanz nicht gänzlich verwerfen wird , aber er hält eine deutliche
Verwässerung für wahrscheinlich . Wie sich das Verfahren weiter entwickelt ,
wird sicher auch von dem Ausgang der Präsidentschaftswahl abhängen . George Bush
jr. hatte bereits im Vorfeld der Wahl angedeutet , dass er den Fall nicht um
jeden Preis weiterführen wolle . Als Republikaner vertritt er sowieso eine eher
wirtschaftsfreundliche Position . Er ist auch Microsofts Wunschkandidat im
Weißen Haus und konnte sich über millionenschwere Wahlkampfhilfe freuen . Zwar
könnte auch Bush jr. nicht den Prozess einfach abblasen , er kann aber seine
Anklagevertreter dazu anhalten , auf eine außergerichtliche Einigung zu drängen
. Die Verzögerungen bei der Klärung des Wahlausgangs halten aber derzeit den
demokratischen Anklagevertretern noch den Rücken frei . Dieses wird
höchstwahrscheinlich noch ganz auf der Linie der bisherigen Anklage liegen und
wohl auch deutlich von Melamed geprägt sein . Letztlich dürfte für Microsoft
auch viel wichtiger sein , sich nicht mehr mit Richter Thomas Penfield Jackson
konfrontiert zu sehen . Schon 1997 hatte Jackson in einem anderen Verfahren eine
Verfügung gegen Microsoft ausgesprochen , die dem Software-Konzern den Verkauf
vom Windows 95 mit integriertem Internet-Browser verbot . Allerdings wurde diese
Verfügung wenig später von eben dem Berufungsgericht , vor dem sich auch jetzt
wieder das US-Justizministerium und Microsoft gegenüber stehen , kassiert . Wie
aus der vorliegenden Stellungnahme Microsofts hervorgeht , in der vor allem
Richter Jackson in die Schusslinie gerückt wird , hofft der Konzern auch jetzt
wieder auf eine ähnlich günstige Entwicklung . Smudo : Musiker sollten mit Musik
auch Geld verdienen können Die Diskussion über das Internet als
Distributionskanal für Musikdateien hat gerade durch die strategische
Partnerschaft zwischen der Bertelsmann E-Commerce Group und der populären
Internet-Tauschbörse Napster neue Brisanz bekommen . Auch Smudo , Mitglied der
Gruppe Die Fantastischen Vier und selbst mit seinem Label Four Music als
Produzent tätig , hat sich in dieser Diskussion immer wieder zu Wort gemeldet .
Im Interview mit heise online äußert er sich ausführlich über seine Sicht auf
die Zukunft der digitalen Musik . heise online : Allerdings : Die MP3-Files sind
mono und haben eine niedrige Sample-Frequenz , damit auch eine schlechte
Qualität . Wie Du kürzlich in einem Interview gesagt hast , reiche das aus , um
die Songs am Rechner zu hören , für den vollen Hörgenuss solle man aber bezahlen
. Die kostenlosen MP3s sollen also nur als Appetizer dienen und dann Umsatz
erzeugen . In einer Reaktion von Dir auf eine Meldung des Heise-Tickers , in der
wir im August über Statements von Dir zu MP3-Tauschbörsen im Internet berichten
, hast Du aber betont , dass es Dir nicht ums Geld geht . Vielmehr sei Dein
Anliegen , dass Du nicht zum " Sammelbildchen " , zur " Gratisdatei " degradiert
wird . Wie passt denn das zusammen ? Ist es dafür und für Fragen des
Urheberrechts nicht unerheblich , in welcher Qualität die Songs bereit gestellt
sind ? Smudo : Ich habe betont , dass es bei der Ereiferung von Künstlerseite
weniger um Geld , als auch um eine künstlerische Degradierung geht . Es ist mir
wichtig , aus dieser Diskussion die wildromantische Vorstellung von geldgeilen
Musikern und der geldgeilen Industrie rauszunehmen , weil diese moralische
Einteilung vollkommen den Blick auf das Problem und die Diskussion verstellt .
Der MP3-Gratis-Downloader zieht ja ebenso mit betriebswirtschaftlichen
Argumenten ins Feld : Ihm ist beispielsweise der legale Verkauf zu teuer . Mit
einem datenreduzierten Download biete ich die Möglichkeit an , sich ein Bild vom
Tonträger zu machen . Für die volle Qualität wünsche ich mir , dass man sich die
CD kauft . Das Problem ist ganz einfach . Als Musiker möchte man gerne Geld mit
seiner Musik verdienen oder anders gesagt : Man sollte die Chance besitzen , mit
seiner Musik Geld verdienen zu können . Dazu muss die Musik in irgendeiner Form
ein handelbares Gut sein , wie beispielsweise eine Schallplatte oder eine CD
oder eben eine Datei . Wenn es aber nun möglich wird , dass man das Produkt
unentgeltlich und unkontrolliert vervielfältigen kann , ist der entsprechende
Tonträger kein handelbares Gut mehr , da seine Wirtschaftlichkeit bedroht ist .
Geld ist ein Gegenwert für eine Leistung , die man erbracht hat . Ich selbst
habe kein Interesse daran , Brot selbst zu backen und das Korn dafür anzubauen ,
bin aber Musiker und verdiene damit ein Entgelt meiner Leistung und kann damit
dann die Brötchen kaufen . Das ist der Kern des Problems : die ungerechte
Leistungsverteilung . Für Fragen des Urheberrechtes ist es tatsächlich so , dass
die Qualität der Kopie keine Rolle spielt . Ich bin allerdings der Ansicht ,
dass es im speziellen Falle von Online-Musik vermutlich realistischer ist , eine
Art Qualitätsschallmauer einzuführen , die illegale von legaler Kopie trennt .
heise online : In der Reaktion auf die Meldung des Heise-Tickers hast Du eine "
sachliche philosophische Diskussion " des Problems gefordert . Was sollte Deiner
Ansicht nach im Zentrum dieser Diskussion stehen ? Smudo : Eine philosophische
Diskussion würde etwa eine Betrachtung von Sinn und Zweck des Urheberrechtes und
des Eigentums im Allgemeinen beinhalten . Ist das Urheberrecht womöglich nicht
mehr sinnvoll schützbar ? Muss es das sein ? Wäre es ein Dilemma ? Diese
Diskussion betrifft nicht nur Musiker , sondern alle Kreativen , die mit dem
Handel von geistigem Eigentum zu tun haben . Ein gern gemachter Denkfehler ist ,
dass der engagierte Pro-Tauschbörsen-Diskutierer die Tatsache ignoriert , dass
es kein Grundrecht auf den freien Erwerb des geistigen Eigentums anderer
Menschen gibt . Der Konsument darf aber nicht glauben , dass er in dieser
Diskussion als Feind auftaucht . Man muss die Musik nicht vor den Musikfans
schützen , sondern vor den Musikpiraten , die die Mittel der Fans nutzen , um
sich an fremdem geistigen Eigentum zu bereichern . Napster ist da ein
Paradebeispiel . Auf der einen Seite argumentieren die Napster-Inhaber ( die im
übrigen in großen Teilen bekannte Internetinvestoren , also Mitglieder des
Establishments sind ) in Robin-Hood-Manier , die Musik würde ja nur unter den
Usern geteilt und niemanden wolle die Künstler berauben . Auf der anderen Seite
ist es erstaunlich mit welcher Aggression die Napsterteilhaber zu Felde ziehen ,
wenn sich jemand des Source-Codes ihrer Software bedient , um damit eine eigene
Musik-Makel-Versionen zu schreiben . Es fällt doch auf , dass im Netz als
Freeware kein einziges Add-On oder andere Skins und Ähnliches von Napster zu
finden ist . heise online : Die Musik-Industrie ist nicht die einzige Branche ,
die sich ernsthaft mit dem Internet auseinandersetzen und sich überlegen muss ,
wie sie angesichts des Internet agieren muss . Tauschbörsen im Internet sind
also nur eine Facette eines sehr viel größeren Problems . Welcher Lösung könnte
man dieses Problem Deiner Ansicht nach zuführen ? Smudo : Es führt zwangsläufig
zur Einführung einer exekutiven Gewalt im Netz . Etwas , das viele
Netzphilosophen schon seit Jahren prophezeien . Und es ist auch logisch , dass
es zu Möglichkeiten des Schutzes von Individuum , Märkten , Marken , Bürgern
usw. kommen muss . Es ist ein Irrglaube , man könne im Netz die Freiheit finden
, nach der sich die Menschen naturgemäß sehnen , denn auch in der
Informationsverteilung muss ein Schutz des weniger Mächtigen vor dem Mächtigen
stattfinden . Man darf die Interessenverteilung und Handelswegeverteilung nicht
frei wuchern lassen . Die Erfahrung zeigt , dass das freie Wachstum den
Schwachen nicht schützen wird . Alles andere ist eine moralische
Gut-Böse-Vorstellung , deren Anwendung online gefährlich ist . Das Netz ist
schon lange nicht mehr ein Ort der grenzenlosen Anarchie . Alleine die USA , die
ja bekanntlich nicht zimperlich mit jenen sieben Nationen umgeht , die sie als
internationale Terror-Krisenherde betrachten , belauschen das Netz nicht erst
seit gestern auf der Suche nach subversiver Bedrohung . Auch die groß angelegten
Datenbanken über User-Verhalten und die User-Profile auf den Rechnern von
Internet Service Providern und anderen Mega-Dienstleistern im Netz sind
datenschutzrechtlich explosiv . Wer schützt den Privat-Surfer vor solchen
Erfassungen ? Sicherheit im Netz ist vielen Usern ein Bedürfnis und der Schutz
von Musik nur eine kleine Facette der Gesamtentwicklung . Ein interessanter
grundsätzlicher Aspekt ist die Betrachtung der regionalen Grenzen mit
Landesgesetzen , die im Netz nicht ohne weiteres zu ziehen sind . Es wird sich
zeigen , wie die Dinge in ihre Bahnen kommen . Ich betrachte diese Entwicklung
mit großem Interesse , sehe aber überhaupt nicht schwarz , denn das für mich
faszinierendste am Netz ist , dass die Ordnung an kulturellen und kommerziellen
Linien entlang und die Anarchie des freien Austausches eben mehrdimensional
nebeneinander co-existiert . Die meistgefragten Leute des nächsten Jahrzehnts
werden demnach Netzwerksicherheitsexperten und Encryption-Spezialisten sein .
heise online : Mittlerweile haben alle fünf großen Musik-Konzerne einen
kommerziellen Online-Musik-Dienst eingerichtet , bzw. erproben einen solchen .
Denkst Du , dass solche Dienste auf Akzeptanz stoßen werden ? Mit welchen
Problemen könnten die Konzerne konfrontiert werden ? Smudo : Wenn es einen Markt
gibt , wird es auch eine Industrie geben , die versuchen wird , die Nachfrage zu
befriedigen . Die Beliebtheit von Napster zeigt , dass es einen Markt gibt ,
online in einem Berg von Musik zu stöbern und von dort gratis ein Stück
downzuloaden . Die bisherigen Versuche , Musik online zu verkaufen , endeten nur
mit einer Handvoll Downloads und Kosten . Man würde sich zwar dort beraten
lassen und seine Auswahl treffen , aber dann geht 's natürlich mit den
entsprechenden Suchworten zu Napster oder ähnlichen Diensten . Davon abgesehen :
Ein großes Problem vor allem für die Künstler liegt meiner Meinung nach in der
Preisbildung . Wieviel soll eine Onlinekopie kosten ? Wieviel davon erhält der
Künstler ? Wie unterscheidet sich diese Künstlerbeteiligung vom konventionellen
Tonträgerverkauf ? Der HAP einer Album-CD liegt bei ca. 22 Mark und davon werden
beispielsweise bei CDs 25 Prozent Herstellungskosten abgezogen . Präventiv
richten die Plattenfirmen erstmal sehr hohe Reduktionen für die Online-Kopie ein
, weil sie noch nicht wissen , wie der Rubel in diesem Geschäftszweig rollen
wird . Es müssen pro Online-Kopie von der Firma Lizenzgebühren an den
Kopierschutzpatentinhaber , den Kompressionspatentinhaber und natürlich an den
Künstler bezahlt werden , ebenso Gebühren für den
Online-Zahlungsverkehr-Anbieter . Eine Hotline für ratlose Laien-Kunden kostet
dann 20 Mark pro Minute und schon ist die Online-Kopie weit in den roten Zahlen
. Ein Problem haben die Firmen auch in der Einigung mit den Künstlern , die ein
beliebtes Repertoire haben und deren Online-Verkaufsklauseln noch nicht
ausreichend geklärt sind , da sie ihre Firma unter Druck setzen können . Unter
Umständen wird es sich als Flop herausstellen , online auf einer Labelseite
ausschließlich Zugriff auf deren Produkte zu haben . Wie würden sich die Majors
untereinander einigen , um gemeinsam ein großes Angebot zu haben ? Bei einer
eventuellen Synchronisation ihrer Interessen müssen sie acht geben , dass sie
nicht gegen entsprechende Anti-Monopol-Auflagen verstoßen . Es gibt noch tausend
andere Probleme , aber das Hauptproblem bleibt : Wie mache ich das legale
Angebot gegenüber dem illegalen attraktiv ? heise online : Bertelsmann ist
kürzlich eine strategische Partnerschaft mit Napster eingegangen , Time Warner
hat diese Kooperation begrüßt und sich selbst auch interessiert an einer solchen
Zusammenarbeit gezeigt . MP3.com hat sich inzwischen im Streit um My.MP3.com mit
allen fünf großen Musik-Konzernen außergerichtlich geeinigt . Solange
Unternehmen wie Napster und MP3.com nichts mit der Musik-Industrie zu tun haben
wollten , wurden sie von den Konzernen und deren Verbänden verteufelt . Nachdem
sie klein beigegeben hatten , nutzt man aber ihre Netzwerke und ihren
Kundenstamm - und vertreibt natürlich nur noch die Inhalte , die zum eigenen
Konzern passen . Sieht Du in dieser Entwicklung eine Gefahr für den weiteren
Ausbau , vielleicht sogar für den Bestand des Internet ? Smudo : Es ist ein sehr
sensibles Thema und genau deshalb sollte man hier Polemik außen vor lassen . Die
Freiheit der Information steht im Rahmen von Übernahmedeals überhaupt nicht auf
dem Spiel . Gerade die Tatsache , dass die " kommerzielle Welt " und die " freie
Welt " im Internet ständig gleichzeitig nebeneinander existieren , ist doch
gerade eine Unterstreichung des Freiheitsgedankens . Bei Napster hat ja niemand
was dagegen , sich bezahlen zu lassen , auch vom Feind nicht . Und sich mit dem
Feind auf geschäftlicher Ebene zu verbünden , ist ein gängiger und seit
Jahrhunderten stattfindender Bestandteil der kommerziellen Evolution . Ich bin
mir sicher , dass der Kampf der Napster-Teilhaber eben genau in dem Sinne eines
künftigen möglichst lukrativen Verkaufes geführt wurde . Ich bin weit davon
entfernt , in irgendeinen Lobgesang für eine der beiden Parteien einzustimmen .
Der praktische Nutzen von Napster ist doch jedem von Anfang an klar gewesen .
Logisch , dass die traditionellen Firmen versuchen , sich da einzukaufen . Der
Konsument kann doch einem Künstler nicht das Recht absprechen , über die
Verbreitung und Verwertung seiner Musik selbst zu bestimmen . Ebenso verbietet
es niemand einem Künstler , seine Musik zu verschenken . heise online : Die
Popularität von Napster und Co. hängt ja nicht nur daran , dass die Musik dort
gratis angeboten wird - kostenlos ist sie ja deshalb nicht , denn der Download
kostet ja gerade hierzulande immer noch eine ganze Menge . Ein großer Teil der
Napster-Fans führt für die Tauschbörse vor allem an , dass das Angebot dort
einfach immens sei - man finde dort problemlos Titel , die über den Handel
einfach nicht zu bekommen seien . Außerdem sei es einfach sehr bequem , überall
, wo man sich aufhalte , eine riesige Musiksammlung zur Verfügung zu haben . In
puncto Auswahl und Verfügbarkeit hat die Musik-Industrie bislang nichts mit
Napster oder My.MP3.com Vergleichbares zu bieten . Trägt sie daher nicht
zumindest eine Mitschuld an der Popularität dieser Dienste ? Du selbst hast in
Deiner oben angeführten Reaktion auf die Heise-Meldung gesagt , dass man
Techniken brauche , " die es unbequem machen müssen , Musik gratis aus dem Netz
zu beziehen " . Derzeit bekommt man aber nur gratis Musik bequem aus dem Netz .
Wo sind die Ideen der Industrie , wo bleibt ihre Kundenorientierung ? Smudo :
Die Popularität von Napster hat viele Gründe . Ein weiterer Grund ist sicher
auch die Hipness , die das Thema umstreicht . Keiner der Napster-User fühlt sich
als Krimineller , sondern sieht sich auf der Seite der Guten . Gerade weil sich
jemand wie Napster nicht um Künstlerinteressen kümmert , können sie existieren ,
und genau deshalb können die Firmen nicht so ohne weiteres kontern . Napster ist
aber auch nicht in der Lage , einen umfangreichen Service für seine User
anzubieten , beispielsweise intelligente Probehör-Suchalgorhythmen oder
Beratungs-Avatare . Napster ist keine zwei Jahre alt und die plötzliche
Popularität hat alle Beteiligten rechts überholt . Jetzt erleben wir einen
Wandlungsprozess der unter Umständen Jahre dauern wird . Plattenfirmen würden in
vielen Fällen gegen die Verträge verstoßen , die sie mit ihren Künstlern haben ,
würden sie einfach so ungeschützt und weltweit verfügbar Musik ins Netz stellen
. Ich selbst warte auch gespannt auf die Musikindustrie-Alternativen , wobei ich
sehr skeptisch bin , ob das lukrativ sein wird . Alle bisherigen legalen Modelle
sind Vollflops . Online scheinen nicht viele Leute bereit zu sein , für Musik
Geld zu bezahlen . Ich frage mich , ob da nicht vielleicht auch ein mangelndes
Bewusstsein für immaterielle Ware im Netz bei den Usern ein Problem sein könnte
. heise online : Du hast Dich in dem schon angeführten Interview gegen eine
Verwendung des MP3-Formats in kommerziellen Download-Diensten ausgesprochen ,
weil MP3 keinerlei Kopierschutzfunktion biete . Die Musik-Konzerne setzen
deshalb Formate ein , die mit Digital Rights Management ( DRM ) ausgestattet
sind . Nun ist es aber unter bestimmen Bedingungen legal , Musik zu kopieren und
sich Sampler eigener Musik zuzsammenzustellen . Mal angenommen , es gäbe den
perfekten Kopierschutz für Musik-Dateien - wie soll man sich dann diese legalen
Kopien anfertigen können ? Läuft die Entwicklung dann nicht darauf hinaus , dass
der Dumme letztlich der Kunde ist ? Smudo : Die Entwicklung wird ganz sicher
nicht darauf hinauslaufen , dass der Kunde der Dumme ist . Im Gegenteil . Der
Kunde ist König . Die Industrie funktioniert auf der Basis von zu befriedigender
Nachfrage . Allerdings gehört der Urheber auch zu denjenigen , die das Recht
darauf haben , nicht einfach so ihres geistigen Eigentums unentgeltlich
erleichtert zu werden . Und der Schutz des geistigen Eigentums soll ja auch vor
allem den Künstler vor der Ausbeutung der Industrie schützen . Wenn es einen
perfekten Kopierschutz gäbe , dann würde er auch perfekt Privatkopien im
zulässigen Rahmen gestatten . Aber es ist eine Tatsache , dass es keinen
perfekten Kopierschutz gibt , und demnach muss man sich darauf konzentrieren ,
wie man das Bewusstsein schärft , dass Musik eben nicht gratis ist , dass die
Rechte der Urheber wahrgenommen werden , aber natürlich auch die Rechte der
Privatpersonen . An diesem Prozess sind unheimlich viele Leute mit den
verschiedensten Interessen beteiligt und es wird seine Zeit dauern , bis er
gediehen ist . Vor allem werden Fortschritte nach und nach kommen , denn die
Natur dieser Dinge ist , dass sie sich wechselseitig unter gegenseitiger
Beeinflussung entwickeln . Und am Ziel muss ein funktionierender Markt stehen ,
der nur funktioniert , wenn der Kunde zufrieden ist . Denn wo keiner Geld
ausgibt , wird es auch keinen geben , der langfristig etwas produzieren kann .
heise online : Der Trend in der Musik-Branche geht schon seit Jahren eindeutig
in Richtung Digitalisierung . Beides ist mittlerweile nicht mehr so . Als
Ton-Träger können x-beliebige Datenträger eingesetzt werden , die " Herstellung
" eigener CDs ist auch kein Problem mehr . Mit dem Internet ist man nicht einmal
mehr auf die Dienste der Musik-Industrie bei der Distribution der Musik
angewiesen . Wo sieht Du - vor allem als Unternehmer in der Musik-Branche - die
zukünftigen Aufgaben der Musik-Industrie ? Smudo : Hier kann man eine beim Laien
sehr populäre Vereinfachung des Sachverhaltes erkennen . Es gibt ja nicht eine
Person , die auf den Namen " Musikindustrie " hört . Tonträger zu pressen ist
Aufgabe eines Presswerkes und das wird von einer Plattenfirma , die ich ab jetzt
Label nenne , beauftragt . Pro Kopie , die das Presswerk im Auftrag des Labels
macht , muss vom Label eine Urheberrechtsgebühr an den Autor gezahlt werden , da
das Label Kopien von urheberrechtlich geschütztem Material macht . Wenn eine
Zeitschrift einen Text druckt zahlt sie auch Lizenzen an den Texter . Wenn ein
Radio- oder TV- oder Internetsender einen Titel spielt , dann muss sie für die
Anzahl der Kopien in Radio- , Fernsehgeräte und Clients ebenfalls bezahlen .
Verteilerfirmen ( in Deutschland ist die bekannteste die GEMA ) verteilen das
Geld unter den Rechteinhabern . Labels geben die CDs an Firmen , die diese CDs
in Plattenläden transportieren . Dort verkaufen sie die Händler dann an die
Musikfans . Es gibt sehr viele Parteien , die dasjenige bilden , was landläufig
als die " Musikindustrie " bezeichnet wird ( und an der die Musikkäufer
ebenfalls beteiligt sind ) . Innerhalb dieser Parteien ist natürlich ein
ständiges Ziehen und Ringen um die einzelnen Interessen . Dass ein neues
Tonträger-Medium erscheint , in diesem Fall eine Datei , ist nichts wirklich
Neues und in der Vergangenheit schon oft genug passiert , um zu wissen , dass
das neue Format das alte nicht komplett verdrängen wird . Noch viele Jahre
werden Leute CDs und sogar Vinyl kaufen . Die Verhältnisse werden sich ändern
und Industrie und Konsumenten werden darauf reagieren . Eins wird immer bleiben
: Künstler müssen entdeckt und gefördert werden . Sie brauchen Geld für den
kreativen Freiraum und natürlich für die Ton-Produktion , Geräte , Studio usw.
Das ist das eigentliche Geschäft der Labels . Solange es möglich ist , eine
solches Künstlerprogramm durch Musikverkauf zu finanzieren , wird es Partner
geben die sowas machen werden . heise online : Was hältst Du vor diesem
Hintergrund von der Vision , dass Musiker und Fans ihre Geschäfte ohne
vermittelnde Industrie direkt über das Internet machen könnten ? Smudo : Das ist
überhaupt nichts Neues . Mich stört aber , dass so getan wird , als sei das
jetzt die Neuerung des Internets . Bands konnten auch vor der Popularisierung
des Internets eigene Plakate drucken , im Jugendhaus um die Ecke spielen ,
selber Demotapes , Vinyl oder CDs pressen oder pressen lassen und im
Eigenvertrieb oder mit Independent-Distributoren unters Volk bringen oder
eventuell über Beziehungen ins Radio usw. Und jetzt eben auch per Internet . Zur
Illustration folgendes Bild : Wenn man als junges Mädchen in eine Disko geht ,
um dort gezielt einen Jungen kennenzulernen , in der Disko aber ein Überangebot
an jungen Frauen ist , dann muss das Mädchen Marketing für ihre Person machen ,
um aufzufallen . Das macht sie indem sie ihre Qualitäten betont . Hübsche
Stellen werden hervorgehoben . Wenn man besonders wortgewandt ist , wird der
Charme gezielt eingesetzt usw. Wie erreiche ich denn als Musik-Band unter
hunderttausenden im Netz noch ein Publikum ? Wo ist das Besondere , wenn alle
ihre Homepage haben ? Wie bringe ich einen potenziellen Fan dazu , sich
ausgerechnet auf meine Seite einzuloggen , meine Songs zu hören ? Ich müßte auf
anderen Angeboten auf mich hinweisen , beispielsweise durch Bannerwerbung . Kurz
: Marketing . Und das kostet Geld . Wer zahlt mir das ? Wenn ich jemanden habe ,
der mir das Geld leiht - was ist dann meine Sicherheit , wenn ich keine
Tonträger verkaufen kann , weil es keinen funktionierenden
Online-Urheberrechtsschutz gibt ? Die Probleme sind online die gleichen wie
offline . nichts Neues . Es gibt Free-Music-Fundamentalisten die argumentieren ,
dass Bands doch durch T-Shirt-Verkauf , Konzerte usw. im Geschäft wären , und
dass gute Musik sich von alleine durch Mundpropaganda promotet . Gute Musik
alleine reicht nicht . Auch gute Musik steht in Konkurrenz zu anderer guter
Musik und der Markt an Musik ist geschmacklich derart breit gefächert , dass
hier keine Pauschalisierungen greifen . Die Möglichkeiten , mit Klamotten und
Konzerten Geld zu verdienen , werden maßlos überschätzt . Eine große und bereits
bekannte Band kann das natürlich , aber wie wird eine Band überhaupt bekannt ?
Der lange steinige Weg dorthin kann nicht durch Merchandise oder Ähnliches
finanziert werden . Da wird draufgelegt , weil Konzertveranstaltungen sehr teuer
sind , vor allem wenn nicht genug Leute kommen , weil sie einen ja noch nicht
kennen . Shirts werden nicht verkauft , sondern verschenkt , um Aufmerksamkeit
zu erlangen . Musik im Netz zu promoten indem man Bruchstücke oder
Low-Quality-Songs anbietet , ist eine Methode , die schon seit Jahren Bestand
hat und natürlich nicht das grundsätzliche Urheberrechtsproblem beseitigt .
Offen gestanden strotzt diese Idee auch nicht gerade vor Erfindungsreichtum .
Auch die Idee , mit Bannerwerbung die eigene Seite zu finanzieren , hat wenig
Bestand . Wer besucht denn das werbeverseuchte Programm , wenn jeder andere sich
die Musik nehmen kann und auf werbefreien Seiten anbietet ? Wer schaltet
Bannerwerbung bei unbekannten Bands mit null Pagehits ? Werbung sollte das
letzte Mittel sein , um Musik zu machen . Im Gegensatz zu Software , die eine
zielgerichtete Funktion hat und schlicht durch Leistungsmerkmale als gut oder
schlecht eingestuft werden kann , entsteht Musik nicht zielgerichtet . Sie
entsteht ins Blaue , denn sie ist eine kreative Arbeit , die keine Funktion hat
außer Emotionen zu übertragen . Von daher lassen sich viele Sharewaremodelle
nicht so ohne weiteres auf Musik übertragen . heise online : Wir danken Dir für
das Gespräch . Steuerfreiheit für Startups gefordert Immer mehr Startups
entdecken in einer Zeit , wo der Rückenwind von der Börse abrupt in Gegenwind
umgeschlagen ist , die Politik als neues " Betätigungsfeld " . Das
Verbraucherportal dooyoo hatte bereits im Juli die Gründung des European Net
Economy Forums ( Enef ) vorangetrieben und lud mehrfach Bundestagsabgeordnete
zur " Ortsbesichtigung " in seine Hinterhof-Fabriketage in Berlin-Friedrichshain
. Firmen wie YouSmile.de ließen Vertreter der Regierungs- und der
Oppositionsparteien aufeinander los . Schließlich stieg First Tuesday im August
dem Reichstag aufs Dach und jüngst lud der Webride-Anbieter datango Angela
Merkel zu sich ein . Jetzt will auch Yellout durch Polit-Aktionen für bessere
Rahmenbedingungen für Startups kämpfen . Gestern Abend hatte die
Dienstleistungsplattform , die sich als Fortsetzung der Gelben Seiten im
Internet sieht , Politiker der FDP und der SPD sowie Unternehmensvertreter zu
einer Podiumsdiskussion in die eigenen Hallen gebeten . Als Organisationspartner
hatten die Lobbyisten bei Yellout die FDP-nahe Friedrich-Naumann-Stiftung
gewonnen , so dass die Vorgabe klar war : " Wir haben zuwenig
Existenzgründerkultur " , erläuterte Brüderle seine Bestandsaufnahme . Das
verrate schon die deutsche Sprache , die einen scheiternden Unternehmer für "
bankrott " erkläre . Wie am Stammtisch verlief auch die Diskussion in weiten
Zügen . Eckart von Reden , Vorstandssprecher der Deutschen Ausgleichsbank ( DtA
) , verstieg sich zu der Forderung , in Deutschland " fünf Jahre Steuerfreiheit
für jeden Gründer einzuführen " . Die spätere Rückzahlung von Steuerschulden
sollte bei diesem Modell natürlich ausgeschlossen sein . Vielleicht hatte der
Geldgeber , der über die Technologie-Beteiligungs-Gesellschaft ( TBG ) , eine
Tochtergesellschaft der DtA , nach eigenen Angaben rund zehn Prozent der im
Nemax notierten Startups finanziert hat , im Hinterkopf , dass frisch gegründete
Firmen die ersten fünf Jahre in der Regel sowieso nur Schulden machen und daher
de facto sowieso keine Steuern zahlen . Von der Rhetorik überlagert wurden
vielfach echte Probleme für die auf Geschwindigkeit angewiesenen Startups . So
wusste von Reden von einer Studie seiner Bank zu berichten , für die 4000
deutsche Gemeinden auf ihre Gründerfreundlichkeit hin getestet wurden . Fünf
Monate habe es dabei im Durchschnitt gedauert , allein die zur Firmengründung
notwendigen Verwaltungsangelegenheiten wie etwa die Eintragung ins
Gewerberegister zu vollbringen . " Die Gemeinden schicken Existenzgründer hier
zu Lande durch einen Hindernisparcour " , ärgerte sich von Reden .
Hanns-Eberhard Schleyer , Generalsekretär des Zentralverbands des Deutschen
Handwerks , machte dagegen den " inflexiblen Arbeitsmarkt " als wichtigsten
Stolperstein der New Economy aus , auf die sich auch die Handwerkerbranche
spätestens seit dem Start des Portals Handwerk.de eingeschossen hat . Jörg Tauss
, Beauftragter für Neue Medien der SPD-Bundestagsfraktion , hielt die ganze
Debatte für " ideologisch überspannt " und weigerte sich , " bei dem
neoliberalen Zeug " mitzumachen . Natürlich müsse man neue Unternehmensmodelle
finden , wo es nicht mehr auf die Stechuhr ankomme . " Eine moderne
Betriebsführung hat aber keine Probleme mit einem Betriebsrat " , glaubt der
frühere Gewerkschaftsfunktionär . Schließlich " beißt da keine Seite die andere
. " Noch scheint der Trend aus den USA oder Skandinavien , wo immer mehr
Mitarbeiter von Dotcoms ihre eigene Interessenvertretung angesichts fallender
Börsenkurse und wertloser Stock Options gründen , in Deutschland allerdings
nicht angekommen zu sein . Zumindest haben sich einer Umfrage der Berliner
Agentur Plato in der Startup-Szene zufolge rund 80 Prozent der Frischlingsfirmen
gegen die Gründung eines Betriebsrats ausgesprochen . Sei ein Unternehmen
allerdings über die Seed-Phase hinaus , versiegten die Quellen , obwohl ein
Startup mindestens anderthalb Jahre auf lokale Fördermittel angewiesen sei .
Utku vermisst daher ein Gesamtkonzept für Gründer bei der Bundesregierung sowie
den Länderverwaltungen . Patrick Setzer , Chef von Yellout , wünscht sich
dagegen endlich eine " strategische Entscheidung von ganz oben " , Deutschland
zum IT-Standort auszubauen . Startups bräuchten einen festen Ansprechpartner in
der Regierung , mit dem sie alle Probleme besprechen könnten . Letztlich wurde
deutlich , dass Gründer und Politiker nach wie vor aneinander vorbeireden :
Suchen die Unternehmer mehr oder weniger eine Rundumbetreuung von Seiten des
Staats , will vor allem die FDP den Startups lieber mehr Spielraum freischaufeln
und sie selbst schalten und walten lassen . Telefonica will deutsche Kunden
kaufen Die spanische Telefonica will den Festnetz- und Mobilfunkanbieter
Hutchison Telecom übernehmen . Wie die Wirtschaftswoche in ihrer neuen Ausgabe
berichtet , verhandelt France Telecom als Eigentümer von Hutchison derzeit über
einen Verkauf ihrer deutschen Tochterfirma . Telefonica hatte im August
gemeinsam mit der finnischen Sonera bei der UMTS-Auktion in Mainz eine von
insgesamt sechs Lizenzen ersteigert . Da die Spanier in Deutschland keine
Kundenbasis haben , suchen sie dringend nach einem Partner . Hutchison-Sprecher
Frank Klabunde bestätigte am heutigen Mittwoch , " dass Telefonica bei uns
angeklopft hat " . Entschieden sei aber noch gar nichts . France Telecom hält
eine Minderheitsbeteiligung an Mobilcom und ersteigerte mit dem Büdelsdorfer
Unternehmen ebenfalls eine UMTS-Lizenz . Allerdings muss der französische
Konzern Hutchison Telecom abgeben , weil er seinem Partner Mobilcom die
Alleinvertretungsrechte für Deutschland zugestanden hatte . Hutchison ist hinter
Debitel , Mobilcom und Talkline mit 700.000 Kunden der viertgrößte
netzunabhängige Mobilfunkanbieter . Die Wirtschaftszeitung schreibt , will
Telefonica das Geschäft noch vor Weihnachten abschließen . Als Tochterfirma des
Mobilfunkbetreibers Orange fiel Hutchison mit der Übernahme von Orange an France
Telecom . Infomatec-Anleger ziehen vor Gericht Nach der spektakulären Festnahme
von zwei Infomatec-Vorständen vor knapp zwei Wochen ziehen Aktionäre des
angeschlagenen Softwareunternehmens jetzt vor Gericht . Im Namen von mehr als 20
Anlegern , die sich um ihr Vermögen geprellt sehen , sei beim Landgericht
Augsburg Schadenersatzklage gegen die Augsburger Infomatec AG eingereicht worden
, teilte die Münchner Anwaltskanzlei Rotter-Rechtsanwälte am Mittwoch mit .
Unterdessen hat das am Neuen Markt notierte Unternehmen seine Umsatz- und
Ergebnisprognose für das laufende Jahr erneut drastisch nach unten korrigiert .
Die angekündigte Restrukturierung und die Turbulenzen um das Unternehmen hätten
das Ergebnis stark belastet . Die Anwälte der Kläger wollen in einem
Musterprozess klären , ob das Unternehmen und seine beiden in Untersuchungshaft
sitzenden ehemaligen Vorstände Gerhard Harlos und Alexander Häfele wegen
falscher Ad-Hoc-Meldungen zur Verantwortung gezogen werden können . Mit einer
Entscheidung des Augsburger Landgerichts rechnet der Anwalt " in etwa sechs bis
acht Monaten " . Das gesamte Verfahren könne sich aber über drei Jahre
erstrecken . Ziel sei die Entschädigung für entstandene Kursverluste . Mitte
Oktober hatte die Staatsanwaltschaft erstmals die Infomatec-Firmenzentrale sowie
weitere Räume des Unternehmens durchsucht und Beweismaterial sicher gestellt .
Danach waren Harlos und Häfele wegen Fluchtgefahr festgenommen worden . Die
Staatsanwaltschaft wirft ihnen Kursbetrug , verbotene Insider-Geschäfte und
falsche Darstellung der Unternehmensverhältnisse vor . Am derzeit ohnehin
krisengeschüttelten Neuen Markt ist der Sturz des Software-Unternehmens einer
der spektakulärsten Fälle . Seagate wird aufgeteilt und verkauft Im Zuge dieser
Transaktion wird das Unternehmen aufgeteilt ; Aktien der Hardware-Abteilung des
Konzerns sollen zudem nicht öffentlich an der Börse gehandelt werden . Die
gesamte Transaktion soll im dritten Quartal dieses Jahres abgeschlossen sein .
Der Softwarehersteller Veritas hatte schon 1998 die Network Storage Management
Group ( NSMG ) von Seagate übernommen . Die Firma kauft nun den 33-prozentigen
Veritas-Anteil , den derzeit Seagate hält , zurück und übernimmt weiterhin die
Aktienbeteiligungen des Festplattenherstellers an anderen Unternehmen - darunter
SanDisk , Gadzoox und CVC . Die Hardwareabteilung geht an eine Investorengruppe
unter Leitung von Silver Lake Partners . Die Abteilung wird unter der Leitung
der Investorengruppe vorerst nicht an der Börse notiert sein : " Durch den
Übergang in Privatbesitz wird Seagate von dem Zwang der Quartalsberichte befreit
und kann sich mehr als bisher auf die Entwicklung von Produkten für die schnell
wachsenden Bereiche des Festplatten- und Speichermarkts konzentrieren " ,
erklärte Roger McNamee , Mitbegründer von Silver Lake Partners . EM.TVs Junior
geht ins Internet Schon wieder erblickt eine neue E-Commerce-Plattform das Licht
der Cyberwelt : Das Münchner Medienunternehmen EM.TV und der Hamburger
Otto-Versand haben einen Anteil von je 20 Prozent am Internet-Spielzeuganbieter
myToys.de aus Osnabrück erworben . Über die Höhe des Transaktionsvolumens wurde
zwar Stillschweigen vereinbart , aus Unternehmenskreisen verlautete jedoch ,
dass es sich um eine Summe im zweistelligen Millionenbereich handele . Ziel der
Beteiligung ist die gemeinsame Einrichtung einer E-Commerce-Plattform unter dem
Namen myJunior.de für Produkte und Service-Leistungen rund um Babys , Kinder und
Jugendliche . EM.TV , einer der größten Film- und TV-Lizenzhändler in
Deutschland und vor kurzem bei der Formel 1 eingestiegen , will seine Marke "
Junior " mitsamt entsprechenden Produkten und eigene mediale Inhalte in das
Joint Venture einbringen . Außerdem wollen die Münchner das Marketing übernehmen
. Otto ist die Aufgabe zugedacht , sich um den Waren-Versand zu kümmern .
myToys.de soll mitsamt seiner Produkt-Palette komplett in dem neuen Angebot
aufgehen , das bestehende Internet-Portal soll in myJunior.de umbenannt werden .
Ein Börsengang des gemeinsamen Unternehmens ist binnen eines Jahres geplant .
Die Einrichtung der E-Commerce-Plattform ist ein weiterer Baustein der jüngst
angekündigten Internet-Strategie von EM.TV , die das Unternehmen allerdings noch
weitgehend unter Verschluss hält . Gestern hatte das Medienunternehmen zusammen
mit Comsumer Electronic für den Bereich Business-to-Business die Gründung eines
Internet-Marktplatzes mit dem Namen VLE - Virtual Licence Exchange zur
Vermarktung von Merchandising- und TV-Lizenzrechten angekündigt . Das heute
bekannt gegebene Joint Venture ist die erste Aktivität im Bereich des
Online-Handels für Endverbraucher ( Business-to-Consumer ) . Für die nächsten
Monate ist eine weitere Internet-Aktivität mit Junior geplant , orakelte
EM.TV-Sprecherin Stefanie Schusser im Gespräch mit c't . Diese Pläne wollte sie
aber noch nicht konkretisieren . Windows 2000 : Bayern wartet auf BSI-Prüfung
Die Dienststellen des Freistaates Bayern sollen Windows 2000 erst dann kaufen ,
wenn es durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik ( BSI )
überprüft worden ist . Darauf hat die Bayerische Staatsregierung in ihrer
Antwort auf eine kleine Anfrage der SPD-Abgeordneten Monica Lochner-Fischer
hingewiesen . Die mögliche Verwendung von Windows 2000 in deutschen Behörden war
in die Kritik gekommen , nachdem c't berichtet hatte , dass das in Windows 2000
integrierte Defragmentierungsprogramm von einem Unternehmen aus dem Umfeld der
umstrittenen Scientology-Organisation stammt . Derzeit ist aber noch ungewiss ,
ob und wie der Softwarekonzern dem BSI eine Prüfung ermöglichen wird .
BSI-Sprecher Michael Dickopf sagte zu c't , das Amt habe Microsoft in einem
Vertragsentwurf Modalitäten der Prüfung des Defragmentierungstools vorgeschlagen
. Er könne aber bislang nicht absehen , wann und wie Microsoft darauf reagieren
werde . Anfang März hatte Microsoft dementiert , dem BSI die Überprüfung des
Quellcodes angeboten zu haben . Microsoft-Sprecher Thomas Baumgärtner erklärte
gegenüber c't , der schon mehrfach zwischen BSI und Microsoft Deutschland
abgestimmte Entwurf befinde sich derzeit zur Prüfung in der Redmonder
Konzernzentrale . Er rechne nicht mit größerem Korrekturbedarf . Die Überprüfung
müsse allerdings nicht notwendigerweise am Quelltext geschehen . Das BSI habe
auch Prüfungsverfahren vorgeschlagen , die ohne eine Offenlegung des Quelltextes
durchgeführt werden könnten . Über die genauen Modalitäten der Prüfung habe man
Stillschweigen vereinbart . In früheren Stellungnahmen hatte das BSI erklärt ,
eine seriöse Prüfung sei ohne Einsicht in den Quellcode nicht möglich . Sollte
es nicht zu einer Einigung kommen , würde Microsoft riskieren , dass viele
deutsche Behörden in Zukunft nicht mehr mit Windows arbeiten - zumal die
Forderung , Open-Source-Software auch in der Verwaltung einzusetzen , immer
deutlicher vernehmbar wird . Zwar hätten auch schon Behörden und sogar Kirchen
mit der Einführung von Windows 2000 begonnen , so der Microsoft-Sprecher , aber
wenn sich Bayern offiziell gegen Windows 2000 entscheiden sollte , könne dieses
Beispiel leicht Schule machen . Allerdings hat die Bayerische Staatsregierung
prinzipiell kein Problem damit , das neue Betriebssystem von Microsoft zu kaufen
. Bayerns Innenminister Günter Beckstein argumentiert in seiner Antwort auf die
Anfrage von Lochner-Fischer , dass mit Microsofts Zulieferern kein Vertrag
geschlossen werde und dass Microsoft selbst nicht allein deshalb vom
Vergabeverfahren ausgeschlossen werden könne , weil " der Präsident der
Herstellerfirma des in Windows 2000 integrierten Defragmentiersystems Diskeeper
ein Scientologe ist " . Der in der Anfrage erwähnte Beschluss des Bayerischen
Landtags vom 18.12.1996 , wonach der Freistaat keine Zuschüsse für
Veranstaltungen gewährt , " wenn die Aktivitäten oder Zielsetzungen des
Antragstellers , Veranstalters oder von Mitwirkenden die freiheitliche
demokratische Grundordnung oder durch die Verfassung geschützete Rechtsgüter
gefährden " , sei für die Vergabe öffentlicher Aufträge rechtlich belanglos .
Lochner-Fischer kritisierte Becksteins Antwort als " rein formal-justisch " .
Sie vermisse den " politischen Willen , Maßnahmen gegen Scientology
durchzusetzen " . Die Abgeordnete kündigte an , die Staatsregierung durch eine
weitere Anfrage zu einer eindeutigen Stellungnahme bewegen zu wollen . Uni
Siegen nach Hackerangriff komplett offline Nach Hackerangriffen ist zur Stunde
das komplette WWW-Angebot der Universität Siegen nicht mehr am Netz . Was genau
vorgefallen ist , war vom Rechenzentrum der Universität Siegen noch nicht zu
erfahren . Unbestätigte Berichte sprechen davon , dass sich Unberechtigte einen
Zugang zum Server-Root verschafft haben und die Homepage des
Universitäts-Angebot ausgetauscht hätten . Auch der interne Datenaustausch sei
nicht mehr möglich . Weitere Auskünfte wollte er allerdings bislang noch nicht
geben . Offensichtlich scheint es sich um eine schwerwiegende Störung zu handeln
, denn das gesamt Netz der Universität Siegen , das SIENET , ein Class-B-Netz
mit der IP 141.99.0.0 , ist nicht mehr zu erreichen . Eine Verfolgung der Route
zu Rechnern innerhalb dieses Netzes , etwa dem DNS-Server des SIENET
si-nic.hrz.uni-siegen.de ( IP 141.99.2.2 ) , endet bei der Abzweigung des
Deutschen Forschungsnetzes ( DFN ) zum Netz der Universität Siegen , dem
Netzknoten uni-siegen1.win-ip.dfn.de ( IP 188.1.160.26 ) . Neue T-Aktien für
Privatanleger drei Euro billiger Privatanleger können sich bei der Zeichnung von
neuen T-Aktien über drei Euro Preisabschlag auf den endgültigen Ausgabepreis
freuen . Das teilte die Deutsche Telekom heute mit . Allerdings gilt die
Rabatt-Option nur in der ersten Hälfte der Zeichnungsfrist , also nur zwischen
dem 31. Mai und dem 9. Juni . Den endgültigen Ausgabepreis will die Telekom am
18. Juni bekannt geben . Gemessen am gestrigen Schluss-Kurs der T-Aktien in
Frankfurt von 62,42 Euro bedeutet der eingeräumte Rabatt einen Preisnachlass von
4,8 Prozent . Der Handel mit den neuen Aktien soll am 19. Juni beginnen .
Versatel Deutschland , ein Tochterunternehmen des niederländischen
Telekommunikationskonzern Versatel Telecom International , schaltet sich jetzt
auch in den Wettbewerb ein , wer in Deutschland die billigste Flatrate anbieten
kann . Zu einem monatlichen Pauschalpreis von 79 Mark will das Unternehmen ab
morgen mit dem Online-Dienst " Sonne " den Zugang zum Internet ermöglichen . "
Sonne " soll mit jeder Standard-Software unter allen gängigen Betriebssystemen
genutzt werden können . Zusätzliche Einwahl- , Telefon- oder Online-Gebühren
sollen im Rahmen des Pauschalangebots nicht anfallen . Neben dem Internet-Zugang
werde das Pauschalangebot einen E-Mail-Account und Gestaltungstools für eine
eigene Homepage enthalten , kündigte Versatel an . Für seinen Online-Dienst
wirbt Versatel mit aktuellen Nachrichten von der Deutschen Presse-Agentur ( dpa
) und Wirtschaftsmeldungen der Financial Times . Außerdem soll es Service- und
Unterhaltungsseiten sowie einen kostenlosen Versand von Nachrichten per SMS
geben . Mittelständische Firma von UMTS-Auktion ausgeschlossen Zwölf Unternehmen
hatten sich ursprünglich um die Zulassung zur deutschen UMTS-Lizenzversteigerung
beworben . Seit heute sind es wohl nur noch zehn : Das Münchner
Multimediaunternehmen Nets AG ist die zweite Firma , die nun nicht an der
Auktion teilnehmen wird . Damit ist der einzige mittelständische Bewerber aus
dem Auktionsverfahren ausgeschieden . Die Ablehnung der Bewerbung stößt bei der
Nets AG auf völliges Unverständnis . Das Unternehmen prüfe jetzt rechtliche
Schritte gegen den Ausschluss von der UMTS-Auktion durch die Regulierungsbehörde
. Dem Vernehmen nach bemängelte die Regulierungsbehörde das wirtschaftliche
Konzept der Münchner . Anfang Mai hatte sich Nets geweigert , Angaben zu seinen
Partnern zu machen . Kapsner wies nur darauf hin , dass man " zur Finanzierung
und operativen Nutzung der Lizenz mit entsprechenen Partnern zusammenarbeiten "
wolle . Behördensprecher Harald Dörr kündigte an , dass die RegTP am morgigen
Mittwoch zur Erklärung der Nets AG Stellung nehmen werde . Hintergrund :
UMTS-Milliarden in Gefahr Der Kreis der Bieter für eine UMTS-Lizenz in
Deutschland wurde in den vergangenen Tagen immer kleiner , zuletzt zog der
US-amerikanische Telekommunikationsgigant WorldCom seine Bewerbung zurück . Im
Bieterverfahren geht es um einzelne Frequenzpakete . Insgesamt will die
Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation ( RegTP ) Lizenzen für zwölf
Pakete vergeben . Eine Lizenz gibt es entweder für zwei oder für drei
Frequenzpakete . Theoretisch können also sechs Unternehmen eine Lizenz erwerben
. Es gilt aber als sicher , dass sich die Großen auf dem deutschen
Mobilfunkmarkt , nämlich die Deutsche Telekom und Mannesmann Mobilfunk , auf
jeden Fall eine Lizenz für drei Pakete sichern werden . Es blieben dann also
noch Frequenzpakete für zwei oder drei weitere Unternehmen übrig . Und unter den
verbleibenden Kandidaten laufen momentan rege Verhandlungen . Zusammen sind wir
stark Die jüngsten Meldungen der Wirtschaftswoche besagen , dass WorldCom mit
der Allianz Swisscom/Debitel kooperieren wolle . Außerdem verhandelten der
niederländische Telekom-Konzern KPN , der hinter E-Plus steht , und das von der
spanischen Telefonica und der finnischen Sonera gebildete Konsortium 3G über
eine Allianz . Für alle Unternehmen hätte ein Zusammengehen große Vorteile : Sie
könnten gemeinsam ein UMTS-Netz aufbauen und sich dafür die Kosten teilen .
Natürlich müssten sie sich auch die Einnahmen teilen , aber da Gewinne aus dem
UMTS-Geschäft sowieso erst in mehreren Jahren zu erwarten sind , ist das
momentan kein Hinderungsgrund . Wenn das Geschäft profitabel wird , ist immer
noch Zeit , sich um die Aufteilung des Kuchens zu streiten . Und auf dem
schnelllebigen Mobilfunkmarkt kann in ein paar Jahren sowieso wieder alles
anders aussehen . Je mehr sich die Unternehmen aber untereinander absprechen und
gemeinsam Allianzen schmieden , desto weniger springt am Ende für den Staat bei
der Versteigerung heraus . Offiziell rechnete Eichel allerdings immer nur mit
bis zu 20 Milliarden . Wenn Eichel Pech hat , dann wird die " unvermutete
Mehreinnahme zur Tilgung von Staatsschulden " - so Eichels kreative
Interpretation des Kürzels UMTS - auch tatsächlich nur in dieser Höhe ausfallen
. Allerdings erfolgte das Dementi vom Finanzministerium mit deutlichen Worten :
An dem Verfahren werde nichts geändert . Auch die RegTP sieht keine Möglichkeit
, die Vergaberichtlinien zu ändern . Der massive Protest der
Telekommunikationsgesellschaften wäre Finanzministerium und RegTP auf jeden Fall
gewiß . Aus Verbrauchersicht Was für den Verbaucher das Beste wäre , ist eine
offene Frage . Einerseits kritisieren Marktbeobachter und Unternehmen die
Vergabemodalitäten der UMTS-Lizenzen , weil sie höhere Preise für das mobile
Telefonieren befürchten und damit die Wirtschaftlichkeit der UMTS-Telefonie
überhaupt in Frage gestellt sehen . Zumindest die Gewinnmargen werden auch in
Zukunft weiterhin schrumpfen . Denn je mehr moderne Kommunikationsmittel wie das
Internet und das Mobiltelefon zum Alltag gehören , desto weniger sind die
Verbraucher bereit , dafür viel Geld zu zahlen . Immer mehr macht sich die
Einstellung breit , dass Kommunikationswege genauso wie Verkehrswege zu einer
Infrastruktur gehören , die einfach da zu sein hat . Auch bei eigenen hohen
Kosten wird kein Unternehmen in der Lage sein , gegen den Markt die Preise zu
erhöhen . Andererseits wäre auch eine Senkung der Staatsverschuldung in
jedermanns Interesse . Noch vor kurzem gab der Staat jede vierte Mark für
Schuldenzinsen aus ; senkt man die Verschuldung , bleibt mehr Geld im
Staatshaushalt , das beispielsweise für Bildungs- , Infrastruktur- und
Sozialaufgaben verwendet werden kann . Sogar etwas höhere Preise für das mobile
Telefonieren könnten sich so schnell wieder amortisieren . In gewisser Weise ist
dieses Dilemma der Frage zu vergleichen , ob man der Expo einen Besuch abstatten
sollte : Geht man nicht hin und spart sich damit 69 Mark für die Tageskarte ,
erhöht man damit die Verluste der gesamten Veranstaltung und muss indirekt über
seine Steuergelder eine vergleichbare Summe zahlen . Warum sollte man dann nicht
gleich die 69 Mark zahlen und sich wenigstens noch ein wenig das Spektakel auf
dem Hannoverschen Messegelände anschauen ? Ob man will oder nicht , genauso wie
der Verlauf der Expo nicht nur für die Expo-Gesellschaft relevant ist , wird
auch das Ergebnis die UMTS-Auktion am 31. Juli in Mainz nicht nur für die
Mobilfunker von Bedeutung sein . Palm toppt 3Com um Längen Während beim
Mutterkonzern 3Com die Umsätze zurückgehen und Verluste in den Bilanzen
auftauchen , kann sich die kürzlich verselbständigte Tochter Palm über fette
Umsatzzuwächse und Gewinne freuen . Eigentlich kein Wunder bei all dem Hype um
mobiles Internet und Surfen per elektronischem Organizer und Handy : So ein
Palm-PDA ist ja auch irgendwie schicker als eine Netzwerkkarte . Auch die Zahlen
vom letzten Quartal des Geschäftsjahres 2000 , dem ersten von Palm als einem
unabhängigen Konzern , können sich sehr gut sehen lassen : Die Zukunft sieht man
bei Palm genauso wie in der gesamten Mobilbranche im Internet . Der Kurs des
Palm-Papiers stieg nach der Offenlegung der Bilanz um 3,30 US-Dollar und schloss
bei 29,688 US-Dollar . Vermittlung von ausländischen IT-Spezialisten läuft an
Die so genannte Green Card wirft ihre Schatten voraus : Wenn alles wie von der
Bundesregierung geplant verläuft , wird die Verordnung über die
Arbeitsgenehmigung für hochqualifizierte ausländische Fachkräfte der
Informations- und Kommunikationstechnologie ( IT-ArGV ) am 1. August in Kraft
treten . Der IT-Stellenmarkt ist seit gut einer Woche online . Bernhard Jagoda ,
der Prädsident des Arbeitsamtes , berichtete am heutigen Freitag über eine
positive Resonanz auf das Angebot . In die Datenbank seien bereits die Profile
von rund 1.600 Bewerbern aus aller Welt aufgenommen , etwa 3.800 Bewerber hätten
sich ein Passwort geben lassen , um ihr Profil einzugeben . Bei der begrenzten
Zahl der vereinfacht zu vergebenden Arbeitserlaubnisse gelte die Regel " Wer
zuerst kommt , mahlt zuerst " . Auch das Portal Indian IT-Experts des Fraunhofer
Instituts für Software- und Systemtechnik ( ISST ) wird schon rege benutzt .
Zwar sei die Reaktion von deutschen Unternehmen noch sehr zögerlich , sagte Ines
Johanna Jansky vom ISST , um so mehr würden sich aber indische Fachkräfte und
indische Unternehmen melden , die den Kontakt nach Deutschland suchten . Nach
Möglichkeit versuche man solche Kontakte sofort herzustellen , der Aufbau einer
Datenbank sei deshalb noch nicht nötig gewesen . Jansky führt die Zögerlichkeit
der deutschen Unternehmen auf die derzeit noch bestehende rechtliche
Unsicherheit zurück . Sie rechnet allerdings mit sehr viel größerem Interesse
der deutschen Unternehmen , wenn die Verordnung erst einmal in Kraft getreten
ist . Das ISST will seine langjährigen Verbindungen in die IT-Branche Inidiens
nutzen , um indische Fachkräfte zu vermitteln . Neben einer Beratung der
suchenden Unternehmen bietet es eine Zertifizierung indischer IT-Fachkräfte und
eine soziale und kulturelle Betreuung der Inder in Deutschland an . In der
IT-ArGV ist auch die Möglichkeit vorgesehen , dass nach dem deutschen
Sozialgesetzbuch anerkannte Arbeitsvermittler IT-Fachkräfte aus dem Ausland und
deutsche Unternehmen zusammen bringen . Aber auch diese privaten Organisationen
haben noch mit dem Problem zu kämpfen , dass die rechtlichen Rahmenbedingungen
für die vereinfachte Erteilung einer Arbeitserlaubnis noch nicht fixiert sind .
Das bedeute für die privaten Organisationen , dass sie noch nicht konkret ihre
Vermittlungstätigkeit aufnehmen können , berichtet Thomas Görblich von Globojob
. Globojob könne daher bislang nur den Markt sondieren , Partnerschaften mit
Unternehmen aus dem Ausland schließen und Vorgespräche mit Bewerbern und
Unternehmen führen . Görblich sieht die Vorteile der privaten Vermittler
gegenüber der ZAV vor allem darin , dass sich die Privaten um die einzelnen
Fälle sehr viel besser kümmern könnten als das Arbeitsamt . Im Fall einer
Beauftragung durch ein Unternehmen würde man aus der Vielzahl der Bewerber die
für das Unternehmen geeignetsten heraussuchen und ihre Qualifikation überprüfen
. Damit könnten sich die Unternehmen viel Arbeit bei der Rekurtierung von neuem
Personal ersparen , führte Görblich aus . AT&T erwägt Spin Off der
Ferngesprächssparte AT&T , der größte Telefonkonzern der USA , erwägt den
Börsengang oder den Verkauf seiner Ferngesprächssparte . Wie die Financial Times
in ihrer Freitagsausgabe berichtet , will der Konzern damit eine Konzentration
auf schneller wachsende Geschäftsbereiche erreichen . Damit versucht Michael
Armstrong , Chef von AT&T , dem rapiden Kursverfall der Aktien des
Telefongiganten entgegenzuwirken : Für dieses Jahr rechnen Analysten mit einem
Einnahmerückgang gegenüber dem letzten Jahr von 16 Prozent , erwarten aber im
folgenden Jahr wieder wachsende Erträge . AT&T ist mit 60 Prozent Marktanteil
der größte Anbieter . Dagegen wachsen die Mobilfunkbranche , das Internet- sowie
das amerikanische und das internationale Datenübermittlungsgeschäft für
Unternehmen rasant . AT&T hatte Ende März bereits so genannte Tracking-Aktien
für seinen Mobilfunkbereich geschaffen . Tracking-Aktien lassen die Aktionäre an
dem geschäftlichen Ergebnis eines Unternehmens partizipieren , repräsentieren
jedoch kein Eigentum an der Gesellschaft . Sollte AT&T seine
Ferngesprächs-Sparte für Privatkunden mit Tracking-Aktien an die Börse bringen ,
bliebe die Gesellschaft weiter im Besitz von AT&T . Die Aktionäre der neuen
Firma profitierten mit Dividenden und potenziell steigenden Aktienkursen von der
neuen Gesellschaft . AT&T bekäme seinerseits Geld für die Expansion in
interessanteren Geschäftssparten in die Kasse . Einen Verkauf der
Ferngesprächssparte von AT&T halten amerikanische Telekommunikations- und
Wall-Street-Fachleute hingegen für weniger wahrscheinlich . Deutsche Welle
streitet um dw.com Die Deutsche Welle macht sich daran , " ihre " Domains
einzusammeln . " Dwelle.de ist für uns ja wirklich nicht so der Knaller " ,
begründete Guido Baumhauer , Online-Chef der Deutschen Welle , die Initiative
des Senders . Mit den Inhabern der Domains deutsche-welle.de und
deutschewelle.de sei man sich schon einig . Auch unter Namen mit dw-radio und
dw-tv ist das Angebot der Deutschen Welle erreichbar . Nun soll es der
US-amerikanischen Audio-Software-Firma DiamondWare an den Kragen gehen . Dw.com
steht nämlich als nächstes auf der Wunschliste der öffentlich-rechltichen Funker
. Sie strengen deshalb ein Schlichtungs-Verfahren ( Unified Dispute Resolution
Procedure , UDRP ) bei der World Intellectual Property Organization ( WIPO ) an
. Nur einmal wurde auf die Schlichtung zugunsten eines Gerichtsverfahrens
verzichtet , in knapp tausend Fällen entschieden die Schlichter für die
Herausgabe der Domain . Nur in etwas mehr als 250 Verfahren durften die
ursprünglichen Besitzer die Domains anschließend weiter nutzen . Viele
Einzelfälle umfassen mehrere Domainbeschwerden . Spitzenreiter ist der
PC-Hersteller Dell mit einer Wunschliste über 120 Domainübertragungen :
buy-dell.com hätten sie gerne , dellfilm.com , wapdell.com und viele andere .
Viele Forderungen sind einleuchtend , aber manchmal beschleicht den Beobachter
doch auch der Verdacht , dass die Aussage von Domainexpertin Ellen Rony über den
" Domain-Neid " der großen Konzerne durchaus zutreffen könnte . Denn allzu groß
dürfte die Gefahr einer Verwechslung bei
guinness-beer-really-really-really-sucks.com mit dem Dubliner Malzbierabfüller
nicht sein . Auch die Deutsche Welle benutzt bereits dw.org , ganz im Einklang
mit dem leider lange vergessenen RFC 1591 , der org-Domains für " andere
Institutionen " vorsieht . Das dw.com-Verfahren betreibe man nun vor allem auch
deshalb , weil man nicht mehr für die Pressemitteilungen von DiamondWare gerade
stehen wolle . Eine große Zahl Surfer assoziierten dw.com mit der Deutschen
Welle , meint Baumhauer zu wissen . " Viele User fragen auch , warum die
Deutsche Welle nicht unter dw.com zu erreichen ist . " Außerdem nutze
DiamondWare ja neben dw.com auch noch diamondware.com . Keith Weiner , Chef von
DiamondWare , hält allerdings dagegen : Böswilligkeit - " bad faith " , beim
UDRP eine der notwendigen Bedingungen für die Aussicht auf eine erfolgreiche
Forderung nach einer Domainübertragung - könne ihm keiner vorwerfen . Seit Jahr
und Tag werde die Software des Unternehmens über die Seite vertrieben . Niemals
habe man versucht die Domain an irgendjemanden zu verkaufen . Und auch
markenrechtlich fühlt sich Weiner auf der sicheren Seite : " Wir beanspruchen
eine allgemeine Marke in den USA und international für DW und DiamondWare . "
Ein Unternehmen wie die Deutsche Welle hätte sich in den vergangenen Jahren
laufend über die Nutzung der Domain durch DiamondWare informieren können -
Böswilligkeit bei der Registrierung und beim Betrieb sei dem Unternehmen nicht
nachzuweisen . Weiner hält das Verfahren für einen Versuch von
Domain-Name-Hijacking , Baumhauer hält dagegen den Anspruch der Welle für
gerechtfertigt und sieht die Sache " sportiv " . Im Stil von Dell will die
Deutsche Welle aber nicht weitermachen , denn mit den über 120 Domains , die der
Computerbauer haben will , sind die Möglichkeiten für weitere Dell-Domains noch
lange nicht erschöpft . " Wapdell.com ist vergeben " , wirbt der Suchrobot von
Network Solutions . " Mybuy-dell.com , buy-dellonline-com , e-buy-dell.com und
buy-dellcentral.com sind noch zu haben . " Unabhängig vom Ausgang des
Schlichtungsverfahrens ist auch dw.com nicht mehr zu haben . Network Solutions
stellt aber sogar einen " NameFetcher " bereit , der aus ein paar
Schlüsselbegriffen eine Liste der " perfekten Namen " generiert . Microsoft
schmiedet Digital-TV-Allianz Der Software-Gigant Microsoft führt Verhandlungen
mit dem Medienunternehmen News Corporation von Rupert Murdoch über eine
Beteiligung an Sky Global Networks . Unter dem Dach der News
Corporation-Tochtergesellschaft sind ihre Satelliten-TV-Geschäfte
zusammengefasst . Sollte der Deal zustande kommen , hätte Microsoft eine
Beteiligung von 3,5 Prozent an Sky Global erworben . Bislang wollten sich aber
Microsoft und die News Corporation zu den Spekulationen über ihre Verhandlungen
nicht äußern . Die News Corporation plante ursprünglich , Sky Global in diesem
Herbst an die Börse zu bringen , verschob aber den Börsenstart wegen der
ungünstigen Marktentwicklung auf das nächste Jahr . Durch Verhandlung mit
potentiellen Investoren wie Microsoft versucht das Medienunternehmen jetzt ,
schon vor dem Börsengang durch den Verkauf kleinerer Anteile an Sky Global
frisches Geld in die Kasse zu bekommen . Für Microsoft würde die Verbandelung
mit Sky Global Vorteile auf dem Markt für Settop-Boxen bringen . Der
Windows-Hersteller engagiert sich auf diesem Markt durch die Herstellung von
Software für Settop-Boxen und einem eigenen Anbieter , nämlich WebTV , den er
1997 kaufte . Seine Software für Settop-Boxen versucht Microsoft auch an andere
Digital-TV-Firmen zu lizenzieren . Entsprechende Verträge hat der Konzern schon
mit dem US-Telekommunikationsunternehmen AT&T und dem niederländischen
Digital-TV-Anbieter United Pan-Europe Communications ( UPC ) abgeschlossen .
US-Copyright-Behörde stärkt die Position der Medien-Industrie Das
US-Copyright-Office , die Abteilung der US-amerikanischen Kongress-Bibliothek ,
die für Urheberrechtsangelegenheiten zuständig ist , hat in einer
Richtlinienentscheidung die Position von Inhabern der Rechte an digitalen
Publikationen wie Büchern , Filmen , Musik und Ähnlichem bedeutend gestärkt .
Die Richtlinienentscheidung wurde in Titel 1 des Digital Millenium Copyright Act
( DMCA ) von 1998 innerhalb einer Frist von zwei Jahren verlangt . Das
Copyright-Office sollte darüber entscheiden , bei welchen digitalen
Publikationen die vom Hersteller integrierten Kopieschutz- und
Verschlüsselungssysteme geknackt werden dürfen . Die Entscheidung gilt ab sofort
für die nächten drei Jahre . Die US-Urheberrechts-Behörde hat gegen den
Widerstand vor allem von Bibliotheken und Universitäten nur zwei
Publikations-Typen benannt , die vom Benutzer gehackt werden dürfen . Dies sind
zum einen Filter-Programme , die den Zugriff auf bestimmte Web-Seiten blockieren
. Die in diesen Programmen oft enthaltenen Listen von gesperrten Seiten müssten
frei zugänglich sein , damit sie kommentiert und diskutiert werden könnten ,
argumentierten die Urheberrechtsschützer . Zum anderen hat das Copyright-Office
entschieden , dass Sicherheitssysteme , die für den Zugang zu den Inhalten einer
elektronischen Publikation eine Authentifizierung verlangen , die aber nicht
korrekt funktionieren , gehackt werden dürfen . Diese Entscheidung sei notwendig
, um eine ordnungsmäßige Nutzungsmöglichkeit der gesicherten Produkte bei
Fehlfunktionen auch dann zu gewähren , wenn die Hersteller der
Sicherungssystemen nicht oder nicht schnell genug auf Benachrichtigungen über
Defekte ihrer Systeme reagieren oder gar nicht mehr existieren . Bibliotheken
und Universitäten hatten sehr viel mehr Ausnahmen verlangt . Die Association of
American Universities ( AAU ) beispielsweise wollte auch die digitalen Versionen
von Zeitschriften aus dem Bildungsbereich , Landkarten und diversen Datenbanken
von den Regelungen des DMCA ausgenommen wissen . Miriam Nisbet von der American
Library Association ( ALA ) sieht in der Richtlinie eine " signifikante
Behinderung " für die Bibliotheken , Informationen auch elektronisch anzubieten
. Die öffentlichen Institutionen befürchten , dass die Inhaber der Rechte an
elektronischen Publikationen jetzt beginnen werden , hohe Nutzungsgebühren für
verliehene und archivierte Materialien zu verlangen . Die Medien-Industrie
versuchte von Anfang an , diese Befürchtungen zu zerstreuen . Zumindest beim
Copyright-Office hatte sie damit Erfolg . Die Urheberrechts-Behörde setzte sich
mit seiner Entscheidung auch über eine Empfehlung der National
Telecommunications and Informations Administration des US-Handelsministeriums
hinweg . Dieses hatte die Behörde aufgefordert , rechtlich sicherzustellen ,
dass elektronische Kopien gemäß dem traditionellen Copyright benutzt werden
können . Bundesjustizministerin gegen Software-Patente ( Update ) Die
Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin hat sich gegen die Einführung der
Patentierbarkeit von Software ausgesprochen . Doch der Verwaltungsrat des
Europäischen Patentamts ( EPA ) hat bereits am 7. September mit knapper Mehrheit
einen Entwurf für die Änderung des EPÜ beschlossen , nach dem in Zukunft auch
Software patentiert werden könnte . Auf der Konferenz der das EPÜ mittragenden
Staaten , die am 20. bis 29. November in München stattfinden wird , soll der
Entwurf zur Abstimmung gestellt werden . Die Abstimmung im Verwaltungsrat , in
dem jedes der 19 EPÜ-Vertragsstaaten eine Stimme hat , fiel mit 10 zu 9 Stimmen
für die Annahme des Änderungsvorschlags aus . Dafür stimmten beispielsweise
Malta , Zypern und die Schweiz . Spiegel Online gegenüber betonte Däubler-Gmelin
jetzt , dass eine Erlaubnis zur Software-Patentierung " vorerst nicht umgesetzt
werden " dürfe . Beobachter erwarten auf der Konferenz in München heiße
Diskussionen , in denen die die Software-Patentierung befürwortenden Staaten
versuchen werden , die nötige Dreiviertelmehrheit zu erreichen , um die Revision
des EPÜ entsprechend des Beschlusses des Verwaltungsrates durchzusetzen . Im
Bundesjustizministerium ist man davon überzeugt , dass das Problem der
Software-Patentierung erst einmal gründlich diskutiert werden sollte . Ganz in
diesem Sinne hat die EU-Kommission kürzlich eine Sondierung initiiert , um die
ökonomischen Folgen und die Auswirkungen auf die Innovationsfähigkeiten im
Bereich der Informationstechnik einer Patentierbarkeit von Software abschätzen
zu können . Wenn alle diplomatischen Bemühungen scheitern sollten , werde man
notfalls das EPÜ insgesamt platzen lassen , zitiert Spiegel-Online einen
Mitarbeiter Däubler-Gmelins . Mannesmann : Eigentor von Vodafone Die Mannesmann
AG sieht in der Ankündigung von Vodafone AirTouch , zusammen mit dem
französischen Konzern Vivendi ein Internetunternehmen gründen zu wollen , ein "
Eigentor " . Wie ein Sprecher des Düsseldorfer Konzerns gegenüber c't erklärte ,
sei ein solches Joint-Venture für die Aktionäre mit einer Vielzahl von
Unklarheiten und Risiken verbunden . Es erhöhe die Attraktivität des Angebots
von Vodafone nur auf den ersten Blick . Bislang seien über die Zusammenarbeit
mit Vivendi nur vage Absichtserklärungen bekannt , die den " Schlingerkurs " von
Vodafone bestätigten . Die neue Wendung bringe aber für Anleger keine positiven
Aussichten mit sich : Die Umsetzung der Kooperationsvereinbarung erfordert eine
Ausgliederung von etwa 40% eines gemeinsamen Konzerns Mannesmann-Vodafone ,
rechnete der Mannesmann-Sprecher vor . Neben dem Telekommunikationsunternehmen
Orange , das aus kartellrechtlichen Gründen abgespalten werden müsse , sei die
Trennung von der Mehrheit an Mannesmanns Festnetzaktivitäten und der Hälfte der
Mannesmannbeteiligung an der französischen Cegetel vorgesehen . In Düsseldorf
sieht man sich dadurch in der Ansicht bestätigt , dass der Aktientausch für die
Anleger mit einem deutlichen Verlust an Wertpotenzial verbunden ist .
Zeitungsberichten zufolge hat Mannesmann-Chef Klaus Esser jetzt wieder die
Bestrebungen verstärkt , eine einvernehmliche Zusammenarbeit mit seinem
britischen Konkurrenten Chris Gent , Chef von Vodafone , zu erreichen .
Offensichtlich nimmt man in Düsseldorf die Allianz von Vodafone und Vivendi
nicht auf die leichte Schulter . Immerhin kann Gent jetzt auf ein
Internetprojekt verweisen , das zwar noch recht vage ist , aber realisierbar
erscheint : Immer mehr zeichnet sich ab , dass sich Vivendi als lachender
Dritter in der Auseinandersetzung Mannesmann-Vodafone herausstellen könnte .
Quasi nebenbei könnte Vivendi noch ein zweites Problem lösen , das seinen Chef
Jean-Marie Messier schon seit einiger Zeit beschäftigt : Bislang war der Konzern
sehr stark auf den französischen Markt ausgerichtet . Strato-Blackout : Wieder
eine Xlink-Panne Der Webspace-Anbieter Strato hat weiterhin mit massiven
technischen Problemen zu kämpfen : Der Berliner Provider bestätigte auf Anfrage
von c't einen Serverausfall zwischen 4.00 und 14.00 Uhr . Strato-Chef Rochus
Wegener führte den Ausfall auf Hardwareprobleme beim Provider Xlink zurück . Ein
Test gegen 16.00 Uhr ergab , dass alle Internet-Dienste wieder funktionieren .
Auf die versprochenen Log-Files müssen die Kunden des Webspace-Anbieters
allerdings immer noch warten . Wie Sigram Schindler , Chef der
Strato-Muttergesellschaft Teles , mitteilte , stelle Xlink zwar die
Zugriffsdaten nach und nach zur Verfügung , habe allerdings den Aufwand dafür
unterschätzt . Es fehlten zudem die Server-Logs von sechs Tagen im Januar .
Derzeit sind den Kunden Statistiken zugänglich , die den Zeitraum bis Ende
November 1999 abdecken . T-Online-Aktie startet in einen flauen Markt Die
Telekom hat Pech mit dem Börsengang ihrer Tochter T-Online . Auf fast allen
Börsen der Welt haben schwächelnde Technologiewerte auch gestern die
Aktienindizes nach unten gezogen . Der Index Nemax 50 , der aus den Kursen der
50 größten Unternehmen des Wachstumssegments der Frankfurter Börse gebildet wird
, gab um rund acht Prozent nach - das ist der größte Kursverlust in der
Geschichte des Neuen Markts . Während der Nasdaq-Composite allerdings in der
Nacht weiter nach unten ging , konnte der Nemax 50 heute nach anfänglichen
Verlusten wieder fast das Vortagsniveau erreichen und lag am frühen Abend mit
einem nur geringen Verlust von 1,4 Prozent bei 7.393,85 Punkten . Analysten
sehen in der deutlichen Kurskorrektur nach unten während der letzten Tage und
Wochen jedoch keine Anzeichen eines Börsen-Crash , sondern eine gesunde
Entwicklung . Man habe keine Panikverkäufe beobachten können . Vielmehr hätten
Gewinnmitnahmen vor allem von institutionellen Anlegern die Kurse gedrückt .
Insgesamt gehen die Börsianer auch jetzt noch von guten
Entwicklungsmöglichkeiten der Technologiewerte aus - und zwar auch dann , wenn
sich die Konsolidierung der Kurse noch fortsetzen sollte . Auch jetzt seien die
Kursgewinne bezogen auf einen Zeitraum von einigen Monaten noch enorm .
Nichtsdestotrotz kommt für die Telekom die negative Entwicklung auf den Märkten
zu einer denkbar ungünstigen Zeit : Am Montag beginnt die Zeichnungsfrist für
die T-Online-Aktie . Gerüchten zufolge hat die Telekom die Bookbuilding-Spanne
gegenüber der zuletzt genannten Werten schon auf 35 bis 40 Euro nach unten
korrigiert - Ron Sommer will wohl auf keinen Fall einen Flop seiner neuen Aktie
riskieren . Über mangelndes Interesse jedoch wird er sich höchstwahrscheinlich
nicht beklagen müssen . Hessen will UMTS-Milliarden notfalls einklagen Die
CDU/FDP-Regierung in Hessen erwägt nach den Worten von Finanzminister Karlheinz
Weimar eine Klage gegen die Bundesregierung , wenn Finanzminister Hans Eichel
weiterhin an seinem Plan festhält , Länder und Kommunen nicht an den Erlösen aus
der Versteigerung der UMTS-Lizenzen zu beteiligen . Und er fügte hinzu : " Die
Luft über Deutschland gehört allen . " Der hessische Finanzminister begründete
sein Drängen mit den zu erwartenden Steuerausfällen für Länder und Kommunen .
Bei der Tagung der Länderfinanzminister am 14. September stünde das Thema auf
Antrag von Baden-Württemberg auf der Tagesordnung . " Ich bin sehr gespannt , ob
die SPD-Länder dann ihre Parteiinteressen vor das Wohl ihrer Ländes stellen " ,
sagte Weimar . Zumindest die Finanzexperten der Bundestagsfraktionen von SPD und
Grünen sind sich allerdings schon darüber einig , was mit den UMTS-Milliarden
geschehen soll : Sie hatten sich am 29. August darauf verständigt , die Pläne
von Eichel zu unterstützen und forderten , die Erlöse der UMTS-Auktion komplett
zur Tilgung von Schulden zu verwenden . Die Chancen einer Klage gegen die
Bundesregierung wegen der UMTS-Milliarden werden von Verfassungsexperten
unterschiedlich beurteilt . Vor allem die CDU-regierten Länder führen Stimmen an
, die die Verteilung der Erlöse aus der Auktion im Rahmen der normalen
Finanzverteilung zwischen Bund und Ländern für gerechtfertigt halten .
Finanzminister Eichel und die Gegner der Aufteilung des Geldes berufen sich
dagegen auf die Finanzverfassung des Bundes und das Telekommunikationsgesetz (
TKG ) , aus denen klar hervorgehe , dass die Erlöse aus Lizenzvergaben dem Bund
zustünden . Mannesmann Telecommunications weiter auf Wachstumskurs Allerdings
resultiert der Großteil dieser Steigerung aus der Konsolidierung der
italienischen Telekommunikationsunternehmen Omnitel und Infostrada . Mannesmanns
Ankündigung , Orange zu übernehmen , führte im Winter des letzten Jahres zu dem
feindlichen Übernahmeangebot Vodafones an die Mannesmann-Aktionäre . D2
Mannesmann konnte mit einem Kundenzuwachs von 4,3 Millionen im ersten Halbjahr
auf rund 13,8 Millionen Ende Juni 2000 seine Spitzenposition auf dem deutschen
Mobilfunkmarkt behaupten . Umsatz- und Teilnehmer-Boom bei T-Online Die
Internet-Tochter der Deutschen Telekom , T-Online , hat ihren Umsatz im ersten
Halbjahr 2000 gegenüber dem ersten Halbjahr 1999 nahezu verdoppelt : Die
Kundenzahl stieg von 3,3 Millionen Mitte 1999 auf sechs Millionen Mitte 2000 .
Darin enthalten sind 511.000 Kunden des französischen Internet-Anbieters Club
Internet , der zu 99,9 Prozent T-Online gehört , und 13.000 Kunden von
T-Online.at , einer 51-prozentigen Tochter von T-Online . Deutsche Telekom will
schwedische UMTS-Lizenz Nach Informationen der Financial Times Deutschland haben
die Deutsche Telekom und die schwedisch-norwegischen
Telekommunikationsgesellschaft Utfors vereinbart , sich zusammen um eine der
vier schwedischen UTMS-Lizenzen zu bewerben . Allerdings erreichte es im zweiten
Quartal 2000 erstmals ein positives Ergebnis vor Zinsen , Steuern und
Abschreibungen . Das Blatt schreibt , dass T-Mobil , die Mobilfunktochter der
Deutschen Telekom , 45 Prozent der Anteile an dem gemeinsamen Konsortium halten
solle , Utfors 36 Prozent . Die restlichen 19 Prozent seien für noch zu
bestimmende Partner reserviert . Für den Fall des Erfolgs hat sich T-Mobil aber
die Option vorbehalten , weitere sechs Prozent der Anteile an dem Konsortium
erwerben zu können , um damit den eigenen Anteil auf 51 Prozent erhöhen zu
können . Die Deutsche Telekom wollte zu ihren UMTS-Plänen in Schweden am
heutigen Donnerstag nichts Näheres bekanntgeben . Telekom-Sprecher Philipp
Schindera bestätigte c't gegenüber nur , dass sein Konzern auf dem schwedischen
Markt Fuss fassen wolle . Bewerbungen müssen nämlich bis morgen um 15:00 Uhr
beim schwedischen Amt für Post und Telekommunikation ( PTS ) eingegangen sein .
Dass die momentan existierenden drei schwedischen Netzbetreiber Telia , Netcom
und Europolitan , eine Tochter der britischen Mobilfunkgesellschaft Vodafone ,
eine Lizenz erhalten , gilt als sicher . Um die vierte Lizenz werden sich neben
dem Konsortium mit deutscher Beteiligung auch France Telecom , Hutchison-Whampoa
, ein Konsortium aus TeleDanmark und Telenor und vier bis fünf anderen
Unternehmen und Konsortien bemühen . Schweden will die Lizenzen nicht
versteigern , sondern in einem Schönheitswettbewerb vergeben . Bis November will
die PTS entscheiden , welche Bewerber eine Lizenz erhalten sollen . Schweden ist
genauso wie Finnland ein Land mit einer großen Anzahl an Handy-Benutzern . Im
Januar 2000 telefonierten rund 58 Prozent der schwedischen Bevölkerung mobil .
Daher ist Schweden trotz seiner vergleichsweise geringen Einwohnerzahl von rund
8,9 Millionen ein für Mobilfunknetzbetreiber sehr interessantes Land . Zwar täte
dem schwedischen Staat eine Finanzspritze durch eine UMTS-Auktion sehr gut :
Ende des letzten Jahres betrug die Staatsverschuldung 65,5 Prozent des
Bruttoinlandsprodukts . Diese Quote lag in Deutschland " nur " bei 61,1 Prozent
. Aber das Land im Norden Europas erwirtschaftete im Gegensatz zu Deutschland im
letzten Jahr einen Haushaltsüberschuss und konnte damit auch ohne UMTS-Gelder
Schulden abbauen . Japanische Mobilfunker liebäugeln mit AT&T Wireless Kaum ist
die Aufspaltung von AT&T und die Unabhängigkeit von AT&T Wireless beschlossene
Sache , kann sich der US-Mobilfunkanbieter über das Interesse eines potenten
Investors freuen : Der japanische Mobilfunkriese NTT DoCoMo verhandelt nach
Informationen der Financial Times derzeit mit AT&T über den Erwerb einer
Minderheitsbeteiligung . Von offizieller Seite wurde diese Meldung freilich noch
nicht bestätigt . Von DoCoMo gibt es bislang nur das allgemeinen Statement ,
dass man die Möglichkeiten von technischen Partnerschaften und Beteiligungen in
Europa , Asien und den USA prüfe . Es ist allerdings kein Geheimnis , dass
einerseits DoCoMo nach Partnern in den USA sucht und auch sein Werben um
Voicestream trotz der bereits vereinbarten Übernahme durch die Deutsche Telekom
immer noch nicht aufgegeben hat . Andererseits ist AT&T seit längerer Zeit schon
in Nöten , weil das Geschäft nicht mehr so floriert wie noch vor Jahresfrist ,
und schaut sich deshalb nach möglichen Partnern zu Bündelung von einzelnen
Geschäftssegmenten um . Im Gespräch für den Bereich der Geschäftskunden war
einige Zeit der britische Exmonopolist British Telecom , den ähnliche Sorgen wie
AT&T plagen - ob die Teilfusion , die im Gespräch war , nun schon abgeblasen ist
oder nicht , ist derzeit offen . Auf jeden Fall steht hinter der Entscheidung ,
die Aufspaltung von AT&T zu betreiben , auch das Bestreben , die einzelnen
Geschäftssegmente für internationale Investoren attraktiver zu machen . Ob sich
DoCoMo und AT&T werden einigen können , ist noch nicht abzusehen . Dem Vernehmen
nach sind die Japaner über die Preisvorstellungen der US-Amerikaner nicht gerade
begeistert . Angesichts solcher Vorhaben ist natürlich vor allem ein großer und
bekannter Anbieter für die Japaner interessant . T-Online wirkt in globalem
Providerverbund mit Die sieben Internet-Provider T-Online ( Deutschland ) ,
EarthLink ( USA ) , @nifty ( Japan ) , SingNet ( Singapur ) , Unitel ( Korea ) ,
Netvigator ( Hongkong ) und UOL ( Brasilien ) haben sich zu einer globalen
Allianz zusammengeschlossen . Die sieben Provider wollen in Zukunft gemeinsame
Internet-Projekte durchführen und einen regelmäßigen Informationsaustausch
pflegen . Kooperationen sind im Bereich des Roamings , des Content-Providing und
des E-Commerce geplant . Kunden von Providern , die dem Verbund angehören ,
sollen in Zukunft über andere Provider des Verbunds die Internet-Dienste ihres
eigenen Providers und der Verbund-Provider in Anspruch nehmen können .
Inhaltsanbietern und anderen Geschäftskunden will man Dienstleistungen rund um
den Globus bereitstellen können . Zu guter Letzt will die Allianz auch neue
Dienste und Techniken entwickeln und damit Akzente für neue Internet-Standards
setzen . Schwarze Schatten trüben Bilanz der Telekom Nicht nur der Kurs der
T-Aktie läßt die Aktionäre der Deutschen Telekom vergangene Zeit zurücksehnen ,
auch die Gewinne des Konzern sahen schon sehr viel besser aus . Zwar kann der
Rosa Riese mit auf einen ganz ansehlichen Umsatzzuwachs verweisen und eine
traumhafte Steigerungsrate des Gewinns präsentieren , bei genauerem Hinsehen
entpuppen sich die Zahlen aber als ganz und gar nicht so erfreulich . Dabei kann
die Telekom mit ihrem Umsatzzuwachs noch ganz zufrieden sein . Von dem Plus von
14,5 Prozent in den ersten drei Quartalen dieses Jahres gegenüber dem
Vergleichszeitraum im Vorjahr bleiben nach Bereinigung um den Zuwachs durch die
Konsolidierung der Gesellschaften One2One , Club Internet und Siris zwar nur
noch 5,5 Prozent . Das ist aber immer noch ein Zuwachs , der international
derzeit ganz ansehnlich ist . Richtig düster sieht es dagegen bei den Gewinnen
aus . Eine deutliche Steigerungen musste die Deutsche Telekom beim Schuldenstand
vermelden : In Reaktion auf die vorläufigen Zahlen sackte der Kurs der T-Aktie
gegen den allgemeinen Börsentrend ab und hatte zeitweise über zwei Euro verloren
. Kurz nach 15.00 Uhr kostete das Wertpapier 42,65 Euro . Die vorläufigen Zahlen
, die die Telekom heute vorstellte , verdeutlichen , dass auch der deutsche
Exmonopolist nicht von den Problemen , die die Telekommunikationskonzerne rund
um den Globus drücken , verschont bleibt . Schrumpfende Margen , steigende
Kosten für Kundenakquisitionen , Lizenzen und technische Ausrüstung sowie
wachsende Investitionen für Firmenübernahmen fressen die einstmals hohen Gewinne
auf und führen zu steigenden Schulden und sinkenden Aktienkursen . Ein Ausweg
aus der Misere ist bislang nicht in Sicht . Intel bringt Rambus-Kurs auf
Talfahrt Der Ärger , den sich der Chip-Designer Rambus durch seine Lizenzpolitik
und durch mangelnde Leistungsfähigkeit mit Intel eingehandelt hat , könnte das
kleine Unternehmen teuer zu stehen kommen . Nachdem Intel-Chef Craig Barrett
bereits vor einigen Tagen die Entscheidung zur Zusammenarbeit mit Rambus als
Fehler bezeichnet hat , plant der Chip-Gigant anscheinend schon , seine
Unterstützung für Rambus-Produkte langsam auslaufen zu lassen . Das geht
zumindest aus einer internen Roadmap hervor , in dessen Besitz das
Online-Magazin Electronic Buyers' News gekommen sein will . Nach diesem Papier
plant Intel , den i820-Chipsatz , der RDRAM direkt unterstützt , aber bislang
nur ein mäßiger Verkaufserfolg war , im ersten Quartal des nächsten Jahres
auslaufen zu lassen . Rambus-Unterstützung wird nach der Roadmap anschließend
nur ein erweiterter i850-Chipsatz bieten ( i850E ) , der allerdings nur in recht
teuren PCs jenseits der 2000-US-Dollar-Marke zum Einsatz kommen soll . Obwohl
von beiden Unternehmen eine Bestätigung der Informationen der Electronic Buyers'
News bislang aussteht , reagierte die Börse äußerst empfindlich . Playstation 2
: Startschuss fällt am Samstag Am Samstag , den 4.März , startet in Japan der
Verkauf der neuen Spielekonsole Playstation 2 von Sony . Im Vorfeld konnten
Interessenten sich bereits via Internet die begehrte Konsole sichern . Innerhalb
weniger Stunden liefen auf diesem Weg über 100.000 Vorbestellungen ein ,
woraufhin der Sony-Web-Server unter der Last des Ansturms zusammenbrach . Dann
soll die Konsole voraussichtlich nebst analogem Dual-Shock-Game-Controller ,
einer Speicherkarte mit 8 MByte sowie einer Sony-Demo-DVD für etwa 700 bis 800
Mark erhältlich sein . Die Playstation 2 ist weit mehr als nur eine
Spielekonsole : Dank eines eingebauten 4X-DVD-ROM-Laufwerks kann sie neben
Spiele-DVDs auch Audio-CDs wiedergeben und DVD-Videos abspielen . Für
Erweiterbarkeit sorgen zwei USB-Anschlüsse , ein PCMCIA-Typ3-Slot sowie eine
Firewire-Schnittstelle ( IEEE-1394 ) . Die Playstation 2 lässt sich
beispielsweise mit dem Internet verbinden , mehrere Konsolen können
untereinander vernetzt oder ein Camcorder angeschlossen werden . Künftig wäre
sogar eine Videoschnittlösung denkbar . Herzstück der neuen Konsole ist die so
genannte 128-Bit-Emotion-Engine : Der Prozessor besitzt einen 16 KByte großen
Cache und ist mit 300 MHz getaktet . Die komplett überarbeiteten Architektur
führte aber auch schon zu Diskussionen über die Kompatiblität der neuen Konsole
mit Spielen für die Vorgängergeneration . Sony verspricht inzwischen zumindest ,
dass die neue Playstation 2 weitestgehend abwärtskompatibel zu den Spieletiteln
der " alten " Playstation sei . CD-Recorder liest auch DVDs Toshibas neuer
Rewriter SD-R1002 beschreibt nicht nur CD-Rs und -RWs mit vierfacher
Geschwindigkeit , sondern kann neben den üblichen CD-Formaten auch DVDs lesen .
Dazu besitzt das ATAPI-Laufwerk gleich zwei Laser-Dioden in seinem Pickup : Die
eine ist für das Lesen und Schreiben von Compact Discs ( CD-ROM , CD-R , CD-RW )
zuständig , die andere für das Lesen von DVDs . Die Lesegeschwindigkeiten liegen
bei 24X(CD-ROM) beziehungsweise 4X(DVD) . Preis und Verfügbarkeit des
Multitalents sind zur Zeit noch nicht bekannt . Chip-Produktion verhagelt Sega
das Geschäft Konsolenbauer Sega meldet in den USA volle Auftragsbücher , doch
die Chipproduktion hinkt der Nachfrage weit hinterher . Trotz der Probleme
kurbelt Sega die Nachfrage weiter kräftig an . In Japan senkte der Hersteller
jetzt den Dreamcast-Preis von 229 auf 164 US-Dollar . Der hohe Auftragsbestand
kommt aber für etwa 1000 Mitarbeiter des Unternehmens zu spät ; Mitte Juni
sollen sie ihre Jobs verlieren . Die Entlassung von rund einem Viertel der
Gesamtbelegschaft soll nun für bessere Zahlen sorgen . DVD+RW-Recorder von
Philips Mit dem DVD+RW 3.0 GB bringt Philips eine neue Laufwerksgeneration auf
den Markt . Der Recorder beschreibt neben den üblichen CD-Rs und -RWs auch die
neuen DVD+RWs . Diese Medien haben eine Speicherkapazität von drei GByte . Neben
den herkömmlichen Compact-Disc-Formaten ( Audio-CD , CD-ROM , CD-R , CD-RW )
liest das Laufwerk natürlich auch DVDs . Das Philips DVD+RW 3.0 GB kommt
voraussichtlich Ende September in die Regale ; der Preis steht jedoch noch nicht
fest . Zip-Laufwerk mit USB-Anschluß Ab Mitte Oktober bietet Iomega das
250-MByte-Zip-Laufwerk in einer weiteren Schnittstellenvariante an : Per USB
lässt sich das 429 Mark teure Gerät an einem PC oder Macintosh betreiben .
Zusätzlich will Iomega ab dem 4.Quartal 1999 einen PCMCIA-Adapter für 99 Mark
anbieten , der einen direkten Anschluss an den PC-Card-Slot ermöglicht .
Telefonieren via Spielkonsole Der Spielkonsolenhersteller Sega plant gemeinsam
mit der Telefongesellschaft InnoMedia den Start eines
Internet-Telefonie-Angebots via Dreamcast-Konsole . Bereits ab August soll der
Dienst in Japan angeboten werden . Der weltweite Start sei Ende des Jahres
geplant , so ein Sprecher von InnoMedia . Ob und wann der Dienst hier zu Lande
angeboten wird , konnte Sega Deutschland auf Anfrage noch nicht mitteilen .
Quake 3 indiziert Mit sofortiger Wirkung hat die Bundesprüfstelle für
jugendgefährdende Schriften ( BPjS ) die amerikanische Version des 3D-Shooters
Quake 3 Arena vorläufig auf den Index gesetzt . Distributor Activision geht
davon aus , dass die BPjS die Indizierung in der endgültigen Entscheidung
bestätigt . Falls die Prüfer dabei keine Inhaltsgleichheit zur amerikanischen
Version feststellen und diese Ausgabe des Spiels nicht auf dem Index landet ,
will Activision das Ballerspiel so schnell wie möglich veröffentlichen . Laut
Activision ist die deutsche Ausgabe von Quake 3 nur insoweit entschärft , dass
keine Blutspritzer mehr zu sehen sind , wenn ein Spieler einen Gegner trifft .
Gerüchte , statt menschlicher Gegner hätte man es nur noch mit Robotern zu tun ,
wollte der Distributor nicht bestätigen . DVD-ROM-Laufwerke sind knapp Momentan
sind die neuesten Modelle praktisch nicht zu bekommen . Der Grund dafür ist so
einfach wie plausibel : Mit Einführung der neuen Spielkonsole " Playstation 2 "
sorgt Sony für einen Lieferengpass bei den so genannten Pickups , den Schlitten
mit der Laserdiode des Laufwerks . Sony , selbst einer der wenigen Hersteller
dieser zentralen Komponente für DVD-Laufwerke , kauft gar selbst bei der
Konkurrenz ein , um die gewünschten Stückzahlen der Spielkonsole vom Band laufen
zu lassen . Lieferzeiten von bis zu vier Wochen sind für DVD-ROM-Laufwerke
derzeit keine Seltenheit . Und bei Laufwerken , die kurzfristig erhältlich sind
, handelt es sich zum Teil um ältere Ladenhüter . Playstation-2-Präsentation via
Internet ( Update ) Am kommenden Freitag startet die Tokyo Game Show ( TGS ) ,
auf der Sony erstmals seine neue Spielekonsole " Playstation-2 " vorstellt . Wer
nicht die Zeit und das Geld hat , sich vor Ort von den Qualitäten der neuen
128-Bit-Konsole zu überzeugen , kann dies via Internet tun . Während der Dauer
der Messe läßt sich die Präsentation der Konsole und der dazugehörigen Spiele
über die Sony-WebCam verfolgen . Die Veranstaltung endet am Sonntag . Wegen der
Zeitdifferenz von acht Stunden dürfte der Besuch der Website hierzulande aber
nur zwischen 1 Uhr und 10 Uhr morgens interessant sein . Entgegen früheren
Aussagen soll die Playstation-2 nun doch handelsübliche DVD-Videos abspielen
können . Damit dürften sich ihre Marktchancen wesentlich verbessern , denn die
bislang verfügbaren DVD-Player fürs Wohnzimmer sind teurer als die bisher für
umgerechnet 690 Mark avisierte Konsole . Auch was die Kommunikation mit anderen
Konsolen oder Servern angeht , hat Sony große Pläne : Das Gerät soll per
Breitbandkabel mit Highspeed-Netzwerken Kontakt aufnehmen können . Neben einem
optischen Audio-Digitalausgang sind zwei USB-Ports und eine PCMCIA-Schnittstelle
zum Anschluß von Wechselplatten , Modems oder Netzwerkkarten vorgesehen . Erst
vor wenigen Tagen hatte Sony den Verkaufsstart der neuen Konsole um mehrere
Monate nach hinten verschoben : Die Playstation-2 soll nun erst am 4. März in
Japan auf den Markt kommen werden . Der Europastart wird daher aller Voraussicht
nach nicht vor Ende 2000 stattfinden . Einen Grund für die Verzögerung hatte
Sony-Unterhaltungschef Ken Kutaragi nicht genannt . Falsch etikettierte
Traxdata-Medien im Umlauf Durch ein Versehen sind in den letzten 14 Tagen rund
3500 wiederbeschreibbare CD-Medien ( CD-RWs ) von Traxdata in den Handel geraten
, unter die sich einige nur einmal beschreibbare CD-R-Rohlinge verirrt haben .
Auf Nachfrage von c't bestätigte Traxdata , die Medien seien bei einem
Zulieferer verwechselt und danach falsch bedruckt worden . Mit den falschen
Rohlingen wurden ausschließlich die Media-Markt- , Pro-Markt- sowie Saturn-Kette
beliefert . Wie uns die Zentrale in Klagenfurth versicherte , wurden die
Rohlinge unmittelbar nach Bekanntwerden des Problems aus dem Handel
zurückgezogen . Dreamcast ab heute erhältlich Heute begann der europaweite
Verkauf der neuen Sega-Spielekonsole Dreamcast . Zum Nachmittag hin erwarteten
die Händler jedoch eine steigende Nachfrage . Zum Lieferumfang für 499 Mark
gehören die Spielekonsole mit eingebautem Modem , eine Demo-CD und
Zugangssoftware für den Netzwerkzugang via Viag Interkom . Wer die volle
Ausstattung mit dem derzeit erhältlichen Zubehör wünscht , kommt damit aber bei
weitem nicht nicht aus : Eine zusätzliche Tastatur , ein Lenkrad , die momentan
verfügbaren sechs Spiele sowie einige zusätzliche kleine Gimmicks lassen den
Preis auf satte 1500 Mark ansteigen . Und das ist erst der Anfang einer breit
gefächerten Produktpalette . So kündigte Sega vor einigen Tagen die
Zusammenarbeit mit dem Schweizer Uhrenhersteller Swatch an . Die beiden
Unternehmen wollen nicht nur gemeinsam eine neue Generation von Videospielen
entwickeln , sondern auch mit Hilfe einer speziellen Swatch-Uhr , die über
drahtlose Kommunikationsmöglichkeiten verfügt , die Netzwerkfunktionen der
Dreamcast nutzbar machen . Sierra entlässt weitere Mitarbeiter Nachdem Sierra
bereits am 22. Februar dieses Jahres die Entwickler-Schmiede in Oakhurst
geschlossen und rund 150 Angestellte über Nacht entlassen hatte , entledigte
sich die Firma jetzt im Rahmen einer " Reorganisierung " weiterer 105
Mitarbeiter . Vier angekündigte Spiele werden deshalb nicht mehr bei Sierra
erscheinen : So der noch im Mai auf der E3 in Los Angeles stolz präsentierte "
Babylon 5 Space Combat Simulator " , basierend auf der gleichnamigen TV-Serie .
Brasilien baut preiswerten Volks-PC Die Regierung von Brasilien hat die
Herstellung eines Computers für die breite Bevölkerung angekündigt . Mit dem so
genannten Volks-PC will Staatspräsident Fernando Henrique Cardoso die Benutzung
des Internets durch alle Schichten des südamerikanischen Landes ermöglichen .
Das Gerät sei von der Bundesuniversität des Staates Minas Gerais entwickelt
worden und werde in den nächsten vier Monaten auf den Markt kommen , berichteten
Medien unter Berufung auf die Regierung in Brasilia . Das Einkommen in
Haushalten der unteren Mittelklasse liegt in Brasilien im Schnitt zwischen 600
bis 800 Real ( 660 bis 880 Mark ) . Die Regierung suche noch Partnerunternehmen
, die die Produktion und den Vertrieb in großer Dimension übernehmen sollen ,
hieß es . Der PC wird den Angaben zufolge einen Prozessor mit der
Leistungsfähigkeit eines Pentium haben und unter anderem über Modem , Maus ,
Tastatur und Basisprogramme verfügen . Epcos legt gutes Quartalsergebnis hin Das
erste Geschäftsquartal 2001 lief für den Bauelementehersteller Epcos sehr gut .
Die Prognose für das laufende Jahr formuliert Epcos jetzt zurückhaltender als
zuvor : Als Grund nennt Epcos den nicht wie erwartet boomendenden
Mobilfunkbereich . Dort soll es aber ab Sommer 2001 wieder deutlicher aufwärts
gehen . Epcos liefert passive Bauelemente wie Kondensatoren , Drosseln und
nichtlineare Widerstände . Bei Tantalkondensatoren war es im vergangenen Jahr
durch hohe Nachfrage zu dramatischen Lieferengpässen gekommen . Der jetzige Chef
Klaus Ziegler geht im April in den Ruhestand und übergibt seinen Posten an den
derzeitigen Vorstand Gerhard Pegam . Die Firmen Siemens und Matsushita halten an
Epcos jeweils noch 12,5 Prozent plus eine Aktie . Speicherpreise auf neuem
Tiefpunkt Die Talfahrt bei den Speicherpreisen findet kein Ende : Auf den
asiatischen Spotmärkten durchbrachen 64-MBit-SDRAM-Chips die 2-Dollar-Grenze ,
ein 8Mx8-IC war teilweise schon für 1,95 US-Dollar zu haben . Auch die Lager der
Modulhersteller sind voll : Komplette 64-MByte-Module aus acht 8Mx8-Chips gibt
es schon ab 16 US-Dollar . 128-MByte-PC133-Module kosten hierzulande ab etwa 140
Mark , die früher überproportional teuren 512-MByte-Boliden gehen in
No-Name-Qualität für unter 700 Mark über den Tresen . Selbst SO-DIMMs für
Notebooks , die üblichwerweise deutlich teurer waren als die 168-poligen
Standard-PC133-Riegel , sind bei deutschen Versandhändlern schon ab rund 75 Mark
( 64 MByte ) beziehungsweis 140 Mark ( 128 MByte ) zu haben . Nur bei den
184-poligen DDR-SDRAM-DIMMs sorgt die relativ schlechte Liefersitutation noch
für hohe Preise , um 350 Mark muss man für 128 MByte anlegen . Die mangelnde
Nachfrage im Markt drückt auch andere Komponentenpreise ins Tief :
Flash-Speicherchips , die Mitte vergangenen Jahres fast nicht zu beschaffen
waren , sind so billig wie noch nie . Neue Nummer 4 im US-Kabelfernsehmarkt
Durch den Zukauf des Kabelfernsehanbieters Bresnan steigt Charter Communications
zur Nummer Vier im US-Kabelfernsehmarkt auf . Damit liegt das Unternehmen des
Microsoft-Mitbegründers Paul Allen hinter Marktführer AT&T , Time Warner und
Comcast . Die großen Anbieter sind zusätzlich auch untereinander verflochten :
AT&T ist über die Sparte AT&T Broadband & Internet Services bereits an Bresnan
beteiligt . Computerversand Publix insolvent Das Amtsgericht Gießen hat am
gestrigen Donnerstag einen vorläufigen Insolvenzverwalter für die Publix
Computer GmbH bestellt . Mitarbeiter der Firma hatten den Insolvenzantrag
gestellt , um ihre ausstehenden Lohnforderungen zu sichern . Ein von
Publix-Geschäftsführer Jörg Bierbaum angestrebter Verkauf seiner angeschlagenen
Firma an die ebenfalls in Gießen ansässige IT-Media AG ist damit zunächst vom
Tisch . Bereits seit dem 27. September ist das Unternehmen nicht mehr erreichbar
: Anrufer hören nur noch ein Endlosband , das Internetangebot ist abgeschaltet .
Selbst die Mitarbeiter des Unternehmens standen vor verschlossenen Türen , wie
die Gießener Allgemeine Zeitung schreibt . Der Zeitung zufolge erheben einige
der etwa 100 Angestellten schwerwiegende Vorwürfe gegen den Geschäftsführer :
Bierbaum sei bereits seit Wochen nicht mehr in seiner Firma gewesen und habe den
Überblick über seine Geschäfte verloren . Einige Mitarbeiter , von denen etwa 95
Prozent studentische Hilfskräfte waren , hätten seit zwei Monaten keine
Lohnzahlungen mehr erhalten . Aus der Konkursmasse der GmbH mit einem
eingetragenen Kapital von 150.000 Mark werden Forderungen der Mitarbeiter
vorrangig bedient . Besser sieht es für Kunden aus , die defekte Waren
reklamieren wollen , die sie bei Publix gekauft haben : Unter bestimmten
Voraussetzungen will die Firma Computer-Profis die Abwicklung von Garantiefällen
übernehmen . Das Unternehmen weist besonders darauf hin , dass Reklamationen
erst nach vorheriger Zuteilung einer Bearbeitungsnummer eingeschickt werden
dürfen und die Portokosten vom Kunden zu tragen sind . Genaue Informationen dazu
gibt es unter www.computerprofis.de . Rückschlag für Transmeta Mit IBM hat einer
der wichtigsten künftigen Transmeta-Kunden seine Pläne für ein Notebook mit dem
Crusoe-Prozessor vorerst auf Eis gelegt . Noch auf der PC Expo im Juni hatte IBM
ein Produkt mit einem Transmeta-Chip präsentiert . Die Nachricht ist zum
jetzigen Zeitpunkt besonders schlecht für Transmeta : Der Newsdienst CNet
zitiert einen IBM-Sprecher , der bestätigte , dass das Projekt eines 240-er
Notebooks mit Crusoe-Chip vorerst zurückgestellt worden sei . Man wolle aber
weiterhin mit Transmeta zusammenarbeiten . Eine Begründung für die Verzögerung
des Crusoe-Laptops gab IBM nicht . IBM hatte ein Crusoe-Notebook niemals
offiziell angekündigt , doch hatten Manager des Unternehmens bestätigt , dass
man daran arbeite . Das Bekenntnis eines der renommiertesten Laptop-Hersteller
zu Transmeta war als besonders wichtiger Erfolg der jungen Prozessorschmiede
gefeiert worden . Die IBM-Halbleiterfabs fertigen die verschiedenen
Crusoe-Prozessoren , denn Transmeta hat keine eigene Chipfabrik . Das Notebook
wäre vermutlich nicht bei IBM selbst hergestellt worden , sondern vom
taiwanischen OEM-Spezialisten Quanta . Diese Firma ist einer der größten
Hersteller von Notebooks weltweit und fertigt auch für andere Markenanbieter .
IBM-Laptops baut unter anderen auch Acer . Samsung unterschreibt Lizenzvertrag
mit Rambus Der südkoreanische Speicherchip-Hersteller Samsung hat mit Rambus
einen Lizenzvertrag zur Nutzung von Rambus-Patenten für SDRAM , DDR-SDRAM und
Speichercontrollern unterzeichnet . Damit reiht sich der laut Dataquest
marktführende DRAM-Produzent in die Riege derjenigen Unternehmen ein , die einer
gerichtlichen Auseinandersetzung mit Rambus aus dem Weg gehen wollen . Bisher
zahlen außer Samsung auch die japanischen Chipschmieden Hitachi , NEC , Oki und
Toshiba an Rambus . Für den Speicherchip-Designer sind die DDR- und
SDR-SDRAM-Lizenzgebühren ein wichtiges Umsatz-Standbein . Die Rechtsgrundlage
für die Lizenzforderungen ist allerdings umstritten . Andere Speicherhersteller
wie Micron , Infineon oder Hyundai wollen deshalb gegen Rambus klagen . NEC : Ab
November 2001 Chips mit 0,10-µm-Strukturen Die effektive Gatelänge von in diesem
Pozess gefertigten Transistoren soll sogar noch deutlicher unter der magischen
0,1-µm-Grenze liegen . Erste UX5-Chipmuster habe man zwar schon hergestellt ,
doch soll die Massenfertigung erst im November kommenden Jahres anlaufen .
Aufträge werden ab Mai entgegengenommen . Der neue Prozess eignet sich für bis
zu neun Metalllagen , die auch aus Kupfer bestehen können . Ebenfalls möglich
sind Low-K-Dielektrika zur Reduktion parasitärer Kapazitäten . Im UX5-Prozess
gebaute Chips können Speicherzellen als so genanntes " Embedded DRAM " enthalten
. Kürzlich kündigten auch andere Hersteller wie TSMC und IBM ähnliche Prozesse
an . Big Blue möchte nach Ablauf von zwei Jahren sogar im 0,10-µm-Prozess
fertigen können . Intel überzieht VIA mit neuen Klagen Der Prozessorgigant Intel
weitet seinen Kampf gegen die taiwanische Chipschmiede VIA aus : Bei Gerichten
in den USA , in England und in Singapur gingen neue Klagen gegen den asiatischen
Chipsatz-Hersteller und einige seiner Kunden ein . In den USA klagt Intel nach
Angaben von CNET News wegen Patentverletzung . Dabei hat VIA eigentlich ein
Lizenzabkommen mit Intel , denn anders wäre die legale Herstellung von
Chipsätzen für Intels Slot-1-Prozessoren gar nicht möglich . Der genaue Inhalt
der Lizenzverträge ist jedoch unbekannt . Eine Beurteilung der Erfolgsaussichten
einer Klage ist somit zur Zeit nicht möglich , in früheren Verfahren unterlag
Intel aber meistens . Außer VIA bezichtigt Intel auch deren Kunden FIC und
Everex illegaler Handlungen . FIC gehörte zu den ersten Anbietern von Platinen
für AMDs Athlon . Warum gerade Everex in Intels Fadenkreuz geriet , ist dagegen
unklar . Ein Intel-Sprecher wollte gegenüber CNET News keine Gründe dafür nennen
, weshalb andere VIA-Kunden wie beispielsweise IBM oder Hewlett-Packard nicht
von der Klage betroffen sind . Intel verübelt VIA besonders deren Alleingang
beim PC133-Standard , der eine Erweiterung der PC100-Spezifikation für
Speicherchips darstellt . VIA bietet bereits Chipsätze für die schnelleren
Speicherbausteine an , wogegen Intel von diesem Konzept nichts hält . Dort setzt
man auf Direct Rambus , ein gänzlich mit bisherigem SDRAM inkompatibles , aber
schnelleres Speichersystem . Den ersten Intel-Chipsatz " Camino " , der das neue
RDRAM unterstützen sollte , scheiterte allerdings zunächst . Wegen technischer
Probleme zog Intel 3 Tag vor der geplanten Vorstellung die Notbremse . VIA
kämpft mit allen Tricks gegen Intels Bestrebungen , den Taiwanesen per
Gerichtsurteil das Geschäft zu versalzen . Auf die neuesten Chipsätze druckt man
neben dem VIA-Logo auch ein kleines Symbol von National Semiconductor . Deren
x86-Prozessorsparte Cyrix hatte sich VIA Mitte des Jahres einverleibt . Nach
Ansicht von VIA übernahm man mit Cyrix auch deren teure Lizenzabkommen mit Intel
- was man dort natürlich ganz anders interpretiert . Mit dem Kauf von IDT
sicherte sich VIA weiteres Prozessor-Know-how für das wichtige Martsegment der
Billigcomputer : Auch das dürfte den mächtigen Konkurrenten Intel nicht gerade
besänftigen . Keine neuen Treiber mehr für Savage2000-Grafikchip Die ehemalige
Grafik-Chipschmiede S3 stellt offenbar die Treiberentwicklung für den 3D-Chip
Savage2000 ein . Dies folgt aus einem Statement des europäischen
Marketing-Mitarbeiters Paul Ayscough , das allerdings noch als inoffiziell
bezeichnet wurde . Für Besitzer einer Grafikkarte Diamond Viper II Z200 gibt es
daher wohl über den letzten Treiberstand vom Oktober dieses Jahres hinaus keine
weiteren Aktualisierungen . Der Savage2000 war der Versuch der ehemaligen
Chip-Schmiede S3 , mit den 3D-Chips von Nvidia und ATI mitzuhalten . Die
T&L-Engine des Chips war aber fehlerhaft , sodass die Viper II bis heute nur
ohne Geometriebeschleunigung betrieben werden kann . Die Savage4-Linie sei von
der Entscheidung nicht betroffen , hieß es . Für die Mobile-Chips von S3 und
auch für den ProSavage in den aktuellen VIA-Chipsätzen PM133 und Twister gibt es
demnach weiter Support auf https://archive:archive@ranger.s3.com/ . Das
Unternehmen S3 hat sich mittlerweile in SonicBlue umbenannt . Die an VIA
verkaufte Desktop-Grafiksparte konzentriert sich zumindest vorübergehend ganz
auf grafikfähige Chipsätze für Desktop- und Mobilanwendungen . Nach dem
Misserfolg des Savage2000 will man frühestens in einem Jahr wieder einen
eigenständigen Grafikchip herausbringen . Auch Taiwan segelt in die
Weihnachtsflaute Der schleppende PC-Absatz im Weihnachtsgeschäft sorgt nicht nur
bei den Rechner-Herstellern in den USA für Krisenstimmung . Inzwischen
beeinträchtigt die unerwartete Weihnachtsflaute auch die Geschäfte der
taiwanischen Hardware-Firmen . Angeblich haben einige der kleineren
Mainboard-Hersteller ihre Produktion schon deutlich gedrosselt , weil Aufträge
der Systemhersteller ausbleiben . Gleichwohl reagieren auch diese Firmen nach
Berichten der Taiwan Commercial Times auf die veränderten Absatzprognosen der
PC-Industrie : Man handhabe jetzt die Pläne zum weiteren Ausbau der
Produktionskapazitäten flexibler . Das heißt im Klartext wohl : Die größtenteils
in der Volksrepublik China in Bau und in Planung befindlichen Projekte werden
langsamer als ursprünglich erwartet fertig gestellt . Als Grund gab ein
TSMC-Mitarbeiter mangelnde Nachfrage von Seiten der Mainboardhersteller an . VIA
habe die Auftragsreduktion nicht kommentiert , aber vorsorglich etwaige
Nachfrageprobleme als " vorübergehend " bezeichnet . Erst vor wenigen Tagen hat
der Chipsatzhersteller seine Ertragsprognose für das laufende Geschäftsjahr
nochmals nach oben korrigiert . Mit dem zögerlichen PC-Absatz geht ein weiterer
Verfall der Speicherpreise einher . In der abgelaufenen Woche waren
64-MBit-SDRAMs auf den asiatischen Spotmärkten zeitweise für unter 3 US-Dollar
zu haben - noch vor einem Monat lag der Preis bei etwa 4,50 US-Dollar , im Juli
sogar bei 8 US-Dollar . Der größte US-Speicherhersteller Micron gab bereits eine
Gewinnwarnung wegen der fallenden DRAM-Preise heraus . Einige der taiwanischen
Chipfirmen schwenken zudem auf andere Produkte als DRAM um . Jonathan Joseph ,
Analyst bei Solomon Smith Barney , rechnet in den kommenden Monaten mit weiteren
Turbulenzen im Halbleitermarkt . Joseph hatte bereits Mitte des Jahres , als die
Halbleiteraktien boomten , einen Abschwung vorausgesagt . Erst ab Herbst 2001
sei mit einer Konsolidierung zu rechnen . Der Analyst empfahl dennoch , die
taiwanischen Chip-Foundries TSMC und UMC als lohnende Investitionsziele für die
nächsten drei bis fünf Jahre im Auge zu behalten . Nicht überall auf der Welt
allerdings laufen die PC-Verkäufe so schlecht wie in Europa und den USA . In
Japan ermittelte ein Marktforschungsinstitut für den Oktober fast 16 Prozent
höhere Absatzzahlen als im September . Im Vergleich zum Oktober 1999 seien die
Verkäufe sogar um mehr als 41 Prozent gestiegen . Allerdings waren dem Oktober
zwei Monate mit stagnierenden Umsätzen vorausgegangen . Netzwerk-Prozessorchip
mit eingebautem DRAM Die kalifornische Chipschmiede MMC Networks hat einen neuen
Prozessor für Netzwerk-Hardware wie Gigabit-Router oder -Switches vorgestellt .
Der AnyFlow-5506-Chip besitzt eine für diese Anwendungen optimierte Architektur
, die ein Mittelding ist zwischen den herkömmlichen CISC- oder RISC-Prozessoren
und hochspezialisierten ASICs . Zusätzlich integrierte MMC in Kooperation mit
Panasonic auf dem Prozessorchip Pufferspeicher ( Embedded DRAM ) . Dieses
Konzept soll einerseits die Leistungsfähigkeit des Prozessors steigern und
andererseits zur billigeren und schnelleren Herstellung von Netzwerk-Hardware
beitragen : Das integrierte DRAM ersetzt das bislang für das Packet-Buffering
erforderliche externe SRAM und spart so Kosten und Platinenfläche . Die
Integration von Speicher in Prozessoren ist nicht neu : Zahlreiche
x86-Prozessoren ( AMD K6-III , Intel Celeron und Coppermine ) besitzen
sogenannte On-Die-Level-2-Caches , integrierte Level-1-Caches sind schon seit
Jahren Standard . Die relativ neue Embedded-DRAM-Technik erlaubt es dagegen ,
bei gleichem Platzbedarf sechs Mal mehr Speicherkapazität zur Verfügung zu
stellen ; beim AnyFlow 5506 sollen es " einige Megabyte " sein . Auch andere
Hersteller bieten integrierte Speicher an . So stattet die Intel-Tochter CHIPS
Grafikchips für Laptops mit bis zu 4 MByte SDRAM aus , während die finnische
Firma Bitboys Oy ihrem Glaze3D-Grafikprozessor bis zu 9 MByte internen Speicher
verpasst . Intel-Anteil am Chip-Markt schrumpfte Die erste Analyse des im
vergangenen Jahr stürmischen Halbleitermarktes legten die Marktforscher von
Dataquest vor . Das Ergebnis hatten die Dataquest-Forscher bereits im Mai 2000
prognostiziert , diese Voraussage allerdings im Oktober um mehr als fünf
Prozentpunkte nach oben korrigiert . Im Herbst war bereits ein deutlicher
Abschwung der Aktienkurse der Halbleiterhersteller im Gange . Der Verband der
US-Halbleiterfirmen , SIA , sieht den Chip-Weltmarkt etwas anders . Dataquest
und SIA ermitteln die Daten für ihre jeweiligen Analysen offenbar
unterschiedlich . Nach Dataquest gab es 2000 leichte Veränderungen in der
Rangordnung der nach Umsatz weltweit größten Chip-Produzenten . Nach wie vor
führt Intel diese Liste an , hält aber mit 13,4 Prozent einen um 2,4 Punkte
geringeren Marktanteil als noch 1999 . Der mit 57 Prozent am stärksten wachsende
Chip-Hersteller war die französische Firma STMicroelectronics , die von Platz
neun auf Platz sieben aufrückte . Als Motoren des Wachstums benennt Dataquest
vor allem Bausteine für Kommunikationsanwendungen und Speicherchips . Die
aktuelle Flaute auf dem PC-Markt und bei den Speicherchips schätzt Dataquest als
vorübergehend ein . Das deckt sich übrigens mit der Voraussage der SIA , die
20,3 Prozent Zuwachs erwartet . Beim Chip-Marktführer Intel hängt der
Unternehmenserfolg nach wie vor hauptsächlich von den Mikroprozessoren ab ,
deren Anteil am Gesamtumsatz nach Informationen des Wall Street Journal bei über
80 Prozent liegt . Intel stellt zwar auch sehr viele andere
Halbleiterbauelemente her , doch steht der Geschäftserfolg etwa von Chipsätzen
eben in direktem Zusammenhang mit der Konjunktur der PC-Branche . Intel
diversifiziert deshalb schon seit einiger Zeit das Geschäft . Einerseits
investiert der Konzern das viele verdiente Geld in den Kauf anderer Firmen ,
andererseits stürzt man sich massiv in das Internet-Business . Intel bietet
außer Netzwerkprodukten auch Dienstleistungen wie Webhosting und Infrastruktur
an . Außer den in den USA auch per Web direkt bestellbaren Produkten wie
Digitalkameras und den " Intel Toys " will man anlässlich der Consumer
Electronics Show ( CES ) in Las Vegas einen neuen MP3-Player und ein Web-Pad
vorstellen . Der MP3-Player soll für rund 300 US-Dollar in den Handel kommen und
als Besonderheit außer MP3-Dateien auch Microsoft-Media-Player-Formate lesen
können sowie mit besonders viel Speicher ausgestattet sein . Das Web-Pad
ermöglicht als kompakte Surfstation drahtlosen Zugang zum Internet und wird erst
später im Jahr auf den Markt kommen . Außer einer Absatzsteigerung von
StrongARM-Prozessoren und Flash-Speicherchips aus eigener Produktion erhofft
sich Intel von den neuen Geräten wohl auch positive Auswirkungen auf das
Prozessorgeschäft : Zum Erzeugen und zum Laden der MP3-Dateien in den Player ist
schließlich ein PC erforderlich . Speicherpreise steigen sprunghaft an Seit
Anfang der Woche schießen die Preise für SDRAM-Speichermodule wieder in die Höhe
. Nach Informationen aus der Branche ist zur Zeit noch kein Ende des
Preisanstiegs absehbar , andererseits rechnet man aber auch nicht mit einem
länger andauernden Preishoch : Die Speicherchips selbst sind nach wie vor auf
dem Spotmarkt in Fernost günstig zu haben . Die aktuellen Preissteigerungen
seien auf ein traditionelles Auftrags-Hoch nach der CeBIT zurückzuführen , zudem
sei eine wichtige Fabrik in China geschlossen worden , die Platinen für die
Speichermodule liefere . Jochen Fuchs , Vertriebsleiter beim hessischen
Speicher-Spezialisten S&S , rechnet bereits zum Ende der kommenden Woche wieder
mit günstigeren Preisen : Die Produktion der Speicherriegel dauere etwa zwei bis
vier Tage , sagte er zu c't , für den Transport aus Fernost seien nochmals zwei
Tage nötig . Damit stünden also innerhalb etwa einer Woche ausreichende Mengen
an DIM-Modulen zur Verfügung . Neue Kühlkörper für Hochleistungsprozessoren Der
koreanische Hersteller Zalman stellt Fächerkühler für AMD- und Intel-Prozessoren
vor . Die mitgelieferten ZM-F1-Ventilatoren arbeiten mit 5 oder 12 Volt
Betriebsspannung und sollen im 5-Volt-Modus mit 20 dB(a) sehr leise laufen . Der
abgebildete Kühler ist eine voll vergoldete Kupferversion , der deutsche
Importeur Innovatek bietet bislang allerdings nur die Kupfer- und
Aluminiumausführungen an . Eine detaillierte Kompatibilitätsliste steht
ebenfalls noch nicht bereit . Auch Agilent , die ehemalige
Hewlett-Packard-Messgerätesparte , ist unter die Kühlerhersteller gegangen . Mit
der Arcticooler-Serie bietet Agilent nach eigenen Angaben besonders leise ,
leichte und effiziente Prozessorkühler an . Der Clou soll beim Articooler die
Anordnung des Lüfters innerhalb der Kühlfinnen sein ; dadurch passiert die
bewegte Luft diese zweimal . Die angesaugte Luft strömt durch den oberen Teil
der Kühlfinnen , der Lüfter presst dann die Luft durch den unteren Teil . AMD
hat den Arcticooler HACA-0001 mit 64 mm Durchmesser für Athlon-Prozessoren bis
1,3 GHz freigegeben . Einen deutschen Distributor für den Arcticooler nennt
Agilent zurzeit noch nicht . Neue Schlappe für Rambus Im Patentrechtsstreit mit
Infineon wird Rambus immer weiter in die Defensive gedrängt . Nach Angaben von
Online-Medien wischte der Richter den Großteil der von Rambus vorgebrachten
Argumente vom Tisch . Beobachter von Fredhager.com , einer
US-Investmentberatungs-Website , verfolgen den Prozess vor dem US District Court
in Richmond , Virginia . Ihrem Bericht nach hält Richter Robert E. Payne den
Großteil der Klagepunkte der Rambus-Anwälte für irrelevant . Lediglich in drei
Punkten sieht er Anzeichen dafür , dass Infineon tatsächlich Rambus-Patente
verletzt hat . Dies könnte zwei durch das 1999 erteilte Patent 5,953,263
geschützte Techniken betreffen sowie das erst im März 2000 erteilte Patent
6,034,918 . Selbst wenn sich herausstellen sollte , dass Infineon diese Patente
verletzt hat , wies der Richter schon jetzt die von Rambus behauptete
vorsätzliche Patentverletzung zurück . Zwar könne es sein , dass das 1990/91
noch als Siemens firmierende Unternehmen Infineon damals technische Details
übernommen habe , die sich Rambus später patentieren ließ . Nach Einschätzung
des Richters spricht jedoch vor allem der lange Zeitraum von rund 10 Jahren
gegen einen Vorsatz - es ist tatsächlich nur schwer nachvollziehbar , wieso
einerseits die Patentierung der strittigen Techniken so lange gedauert hat und
warum Rambus erst so spät seine Rechte einfordert . Bei den anderen Patenten ,
deren Verletzung von Rambus beklagt wird , folgte der Richter nach Anhörung
einiger Experten der Argumentation von Infineon , dass sich nämlich diese
Schutzschriften allesamt auf Speichertechniken mit einem gemultiplexten Adress-
und Datenbus bezögen und damit auf die im Infineon-Werk White Oak , Virginia ,
gefertigten SDRAM- und Double-Data-Rate-SDRAM-Chips nicht zuträfen . Auf dieser
Grundlage will Payne am Donnerstag entscheiden , ob und wie er das Verfahren
fortsetzt . Nach Ansicht von Prozessbeobachtern stecken die Rambus-Anwälte in
einer Zwickmühle . Sie könnten den laufenden Prozess platzen lassen und vor
einem Berufungsgericht klagen . Als nicht unwesentliches Detail dürfte dabei die
Summe eine Rolle spielen , die Infineon im Falle einer nachgewiesenen
Patentverletzung an Rambus zahlen müsste . Waren viele Branchenkenner von
mehrstelligen Millionenbeträgen ausgegangen , sieht die Sache nach Aussagen von
Experten im Prozess jetzt ganz anders aus . Demnach verlangt das Unternehmen von
Chipherstellern für SDRAM Lizenzgebühren von 0,75 Prozent vom
Netto-Verkaufspreis und für DDR-SDRAM 3,5 Prozent . In den von Rambus
angestrengten Verfahren in Deutschland gingen die beklagten Firmen Hyundai und
Micron von Zahlungen im zweistelligen Millionenbereich aus . Selbst wenn Rambus
in mehreren Ländern Prozesse gegen Infineon , Hyundai und Micron gewinnt ,
scheint sich der Aufwand kaum zu lohnen . Gores übernimmt die PC-Sparte von
Micron Electronics Der US-Hersteller Micron Electronics hat für seine PC-Sparte
einen Abnehmer gefunden : Die Investment-Gruppe Gores Technology Group ( GTG ) .
Durch den Deal entledigt sich Micron Electronics der Verantwortung für weitere
Verluste der zuletzt defizitären PC-Sparte . Micron Electronics , eine Tochter
des größten US-Speicherchipherstellers Micron Technology , will sich künftig auf
das Web-Hosting konzentrieren und hat dazu das Unternehmen Interland mit der
eigenen Sparte HostPro verschmolzen . Den ehemals auch zu Micron Electronics
gehörigen Billig-Speicherriegel-Hersteller SpecTek übernimmt Micron Technology .
Das Unternehmen vertreibt damit künftig Speicherriegel unter eigenem und zwei
weiteren Markennamen . Zur seiner Speicherriegel-Sparte gehört ferner das
Vetriebsunternehmen Crucial , das Speichermodule in den USA und in Europa direkt
an Endkunden verkauft . LG Electronics überzieht PC-Hersteller mit Klagen Der
koreanische Elektronik-Riese LG Electronics klagt gegen die taiwanischen
PC-Hersteller Quanta und Compal . Nach Ansicht der Koreaner verletzen die beiden
OEMs Patente , die LG auf Techniken des PCI-Bus hält . Der PCI Local Bus ist ein
offener Industriestandard , LG hält nach eigenen Angaben jedoch Patente auf
spezielle schnelle Kommunikationsverfahren von PCI-Geräten . Bereits im letzen
September hatte LG Electronics Klagen gegen die taiwanischen Hersteller Asus und
First International Computers ( FIC ) sowie die US-Firmen DTK-Computer , Everex
und Quantex Microsystems in derselben Sache eingereicht . LG Electronics
verhandele außerdem mit rund 60 PC-Herstellern weltweit über Lizenzzahlungen für
die patentierten PCI-Verfahren , berichtet die koreanische Zeitung The Korea
Herald . Rot-Grün für unbeschränkte Verschlüsselung Das rot-grüne Kabinett
beschloß heute , daß in Deutschland Verschlüsselungsverfahren auch in Zukunft
ohne Beschränkungen entwickelt , hergestellt und vermarktet werden dürfen . Ein
gemeinsames Eckpunktepapier des Innenministeriums und des Ministeriums für
Wirtschaft und Technologie schließt zunächst für zwei Jahre jegliche
Restriktionen der Bundesregierung aus , dann soll ein Bericht der zuständigen
Ministerien vorgelegt werden . Daher will die Regierung die Verbreitung von
Verschlüsselungstechniken sogar gezielt fördern - ein Schritt dazu ist die
Website zur Sicherheit in der Informationsgesellschaft . Die medienpolitische
Sprecherin der PDS , Angela Marquardt , kritisierte jedoch , daß sich das
Kabinett nicht eindeutig gegen die Hinterlegung von " Nachschlüsseln " für
Kryptoprogramme beim Staat ausgesprochen hat . Offenbar wolle sich die
Bundesregierung diese Option offen halten . Bundesregierung für liberale
Kryptopolitik in Telepolis . Pentium 4 jetzt mit 1,8 GHz Mit zwei neuen
Pentium-4-Prozessoren rundet Intel die Modellpalette ab : Der 1,8-GHz-Typ ist
jetzt der schnellste lieferbare Chip . Die 1,6-GHz-Variante schließt die Lücke
zwischen den 1,5- und 1,7-GHz-Prozessoren , sodass jetzt sechs Modelle zwischen
1300 und 1800 MHz interner Taktfrequenz im Sockel-423-Gehäuse zu haben sind .
Die Paradedisziplinen des Pentium 4 sind 3D-Spiele und vor allem
Videoapplikationen ; dort rennt der Intel-Chip dem Athlon des Konkurrenten AMD
davon . Bei vielen klassischen Anwendungen - wie sie der Benchmark BAPCo SYSmark
2000 verwendet - , aber auch beim Kompilieren unter Linux ( Kernel 2.4 ) oder
bei der Ray-Tracing-Software PovRay hat dagegen der derzeit schnellste Athlon
mit 1,4 GHz die Nase vorn . Die Einführung des neuen Prozessor-Flaggschiffs
verändert das Preisgefüge zunächst nicht . Der 1,8-GHz-Pentium-4 kostet
Großabnehmer 562 US-Dollar . Die 1,6 GHz-Ausführung ist bereits für 294
US-Dollar pro Stück zu haben , wenn man 1000 Prozessoren gleichzeitig bestellt .
Damit reihen sich die Chips in die aktuelle Intel-Preisliste ein . Alle
Versionen stellt Intel in 0,18-µm-Fertigungstechnik her . Die im Herbst
erwartete neue Pentium-4-Version mit dem Codenamen " Northwood " soll Abhilfe
bringen : Intel stellt diese CPU in einem 0,13-µm-Prozess her . Wie die
Pentium-III-Version " Tualatin " soll Northwood eine geringere
Versorgungsspannung benötigen und dadurch weniger Leistung verbraten . Die
Northwood-Chips packt Intel allerdings in ein neues Gehäuse mit µPGA-478-Sockel
. Passende Mainboards benötigen natürlich eine entsprechende Fassung ; in den
nächsten Monaten sollen erste Produkte auf den Markt kommen . In einer
Übergangszeit plant Intel angeblich , auch die bisherige "Willamette"-Version
des Pentium 4 im µPGA-478-Gehäuse zu liefern , um den Umstieg für PC-Hersteller
zu erleichtern . Außerdem steht mit " Brookdale " ein neuer Intel-Chipsatz für
den Pentium 4 vor der Tür . Statt des nach wie vor teuren Rambus-Speichers läuft
Brookdale mit PC133-SDRAM , was Pentium-4-Systeme billiger , aber wohl auch
weniger leistungsfähig macht . Eine Brookdale-Variante für das ebenfalls
preiswerte DDR-SDRAM kommt nach Intel-Roadmaps wahrscheinlich frühestens zum
Jahreswechsel . Bis dahin dürften bereits einige Konkurrenzprodukte zu haben
sein . Bundesbürgschaft für Dresdner Infineon-Werk Dies bestätigte
Infineon-Finanzvorstand Peter Fischl heute in München . Infineon will noch im
Laufe dieses Jahres die Produktion von Speicherchips auf 300-mm-Wafern am
Standort Dresden starten . Nach einer mehrjährigen Entwicklungsphase im Rahmen
des Joint-Ventures SC300 mit Motorola und erfolgreicher Musterfertigung erfolgte
vor rund einem Jahr die Grundsteinlegung für ein neues Fertigungsmodul auf dem
Infineon-Werksgelände . Nach eigener Einschätzung hat Infineon bei der
300-mm-Technik zurzeit einen Vorsprung von 12 bis 15 Monaten vor der Konkurrenz
. Die finanzielle Risikosicherung des Bundes dürfte Infineon gerade Recht kommen
: Im Gespräche mit dem Handelsblatt sagte Infineon-Chef Schumacher , dass
derzeit auch keine Aussicht auf Besserung im Halbleitermarkt bestünde .
Besonders bei den Speicherchips waren Probleme schon eine ganze Weile absehbar -
die meisten der 300-mm-Waferfabs von Infineon sollen ausgerechnet DRAM
herstellen . Die ehemalige Siemens-Halbeitersparte Infineon nutzt konsequent
öffentliche Mittel . Bereits das Joint-Venture SC300 kassierte Geld vom
Freistaat Sachsen und der Bundesregierung . Auch an der im Bau befindlichen
300-mm-Fertigungsanlage ist die öffentliche Hand beteiligt : Der Freistaat
Sachsen hält Anteile über die Leipziger Messe GmbH , an der außerdem die Stadt
Leipzig beteiligt ist . Weiterer Anteilseigner an der neuen
Infineon-Fertigungslinie ist die Jenoptik-Tochter M+W Zander . Die Jenoptik AG
ist zu großen Teilen im Besitz des Landes Thüringen . Auch ein weiteres
Unternehmen , die Freiberger Compound Materials , an dem Infineon Anteile hält ,
profitiert von der großzügigen Förderung des Freistaates Sachsen . Diese hält
aber offenbar nicht alle Unternehmen im sächsischen Silicon Valley : American
Microsystems ( AMI ) kündigte kürzlich den Umzug nach Bayern an , obwohl man
noch im September an einer Dresdner Akademie für Halbleiterspezialisten
mitarbeiten wollte . VIA bekommt schwachen PC-Markt zu spüren Damit hat VIA nach
Angaben des US-Finanzdienstes Bloomberg den schwächsten Monatsumsatz seit 16
Monaten erzielt . Im Vergleich zum Vormonat Mai sei im Juni der Umsatz sogar um
ein Viertel eingebrochen . Nach Einschätzung eines Analysten ist der dramatische
Umsatzeinbruch auf den gleichzeitigen Rückgang der Mainboard-Produktion und der
Chipsatzpreise zurückzuführen . Der Gesamtumsatz des ersten Halbjahres 2001 lag
um 44 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres . Allerdings hat VIA erst 41
Prozent des geplanten Jahresumsatzes 2001 eingenommen . Traditionell schwemmen
die Weihnachtsverkäufe und die im August/September anstehende
"Back-to-School"-Saison in den USA , wo viele Eltern ihren Kindern einen PC zum
Lernen kaufen , einen großen Teil der Jahresumsätze in die Kassen . Viele
US-amerikanische PC-Komplettanbieter stellen neue Modelle zum Schulanfang in den
USA vor . Der Einkauf von Bauteilen für diese Modelle müsste eigentlich bei den
Chipsatzanbietern jetzt zur Verbesserung der Auftragslage führen . Nach Angaben
von VIA-Sprecher Richard Brown könne das Unternehmen allerdings erst im
September genaue Zahlen zum Erfolg der "Back-to-School"-Saison liefern . Und
noch zwei neue von Intel ... Außer der Präsentation zweier neuer
Pentium-4-Prozessoren stellt Intel am heutigen Montag auch noch zwei neue
Celerons vor . Für preiswerte Desktops ist der 900-MHz-Celeron im FC-PGA-Gehäuse
gedacht , auf Laptops zielt der Mobile Celeron 850 in µBGA2-Verpackung . Die
beiden neuen Celerons produziert Intel im 0,18-µm-Prozess ; sie laufen an einem
Front-Side-Bus mit 100 MHz . Der Desktop-Celeron soll bei Abnahme von 1000 Stück
103 US-Dollar kosten , die Mobilversion mit 850 MHz 134 US-Dollar . Celerons
haben mit 128 KByte einen nur halb so großen Level-2-Cache eingebaut wie die
sonst identischen Pentium-III-CPUs . Einige Mobile-Pentium-III-Versionen
beherrschen außerdem eine variable interne Taktfrequenz ( " Speed Step " ) , was
bei den Celerons nicht zu haben ist . Der langsamste derzeit von Intel in
Großserie gefertigte Celeron ist die Version mit 733 MHz , die wie die
766-MHz-Version nur mit einem FSB-Takt von 66 MHz arbeitet . Mit dem Celeron 800
führet Intel bei dieser CPU FSB100 ein . Intel unterbietet AMDs Preis Angesichts
des bevorstehenden Stapellaufs von AMDs Flaggschiff K7 " Athlon " greift Intel
zum Äußersten : Zum ersten Mal unterbietet der Prozessorgigant den Preis des
unmittelbar vergleichbaren Konkurrenzprodukts von Wettbewerber AMD . Der Pentium
III mit 600 MHz , den Intel zwei Wochen vor der AMD-Premierenfeier ins Rennen
werfen will , wird nach c't-Informationen deutlich billiger sein als der
brandneue 600-MHz-Athlon . Noch vor Verkaufsbeginn des Athlon scheint Intel
damit dessen Leistungsvorsprung anzuerkennen . Ob sich AMD über diesen
Respektbeweis des mächtigen Konkurrenten freuen kann , ist jedoch fraglich . Die
Prozessorschmiede kämpft mit hohen Verlusten , alle Hoffnungen ruhen bei AMD auf
guten Geschäften mit dem Athlon . Natürlich ist zu erwarten , daß mit Erscheinen
der neuen Prozessoren auch sämtliche Preise der langsameren CPU-Typen nach unten
angepaßt werden . Vishay trotz Chip-Flaute in Einkaufslaune Der
US-Elektronikkonzern Vishay kauft den Halbleiterhersteller General Semiconductor
. Die steuerfreie Verschmelzung erfolgt durch Aktientausch , pro
General-Semiconductor-Papier erhalten die Inhaber 0,563 Vishay-Anteile . Mit
18.000 Mitarbeitern in vielen europäischen Ländern , in Israel , Fernost und den
USA gehört Vishay zu den größten Anbietern passiver elektronischer Komponenten .
Zeitgleich mit der Bekanntgabe der General-Semiconductor-Übernahme stellte
Vishay das Ergebnis des 2. Quartals 2001 vor . Konzernchef Felix Zandman
erwartet auch für das laufende dritte Quartal einen weiteren Umsatzrückgang ,
sieht allerdings die langfristige Zukunft rosiger : Intergraph verklagt Intel
erneut wegen Patentverletzung Das US-Unternehmen Intergraph hat vor dem
Bezirksgericht Texas-Ost eine neue Klage gegen Intel wegen
Patentrechtsverletzung eingereicht . Es geht dabei um die in Intels
Itanium-Prozessor eingebaute Technik namens Explicit Parallel Instruction
Computing ( EPIC ) . Nach Ansicht von Intergraph verletzt Intel dabei 1992
zugeteilte Patente auf Parallel Instruction Computing ( PIC ) . Diese Technik
hatte Intergraph im Rahmen der Arbeiten am C5-Clipper-Prozessor entwickelt .
Intergraph hat eigens eine Informations-Webseite für das Verfahren eingerichtet
. Intergraph und Intel haben bereits zahlreiche Kämpfe vor Gericht ausgefochten
. Auch dabei ging es um den Clipper-Prozessor , der ursprünglich von einer
Abteilung des Halbleiterherstellers Fairchild entwickelt wurde , die Intergraph
mitsamt den Patentrechten in den 80er Jahren übernahm . Intel soll im Pentium
und Pentium II Clipper-Patente verwendet haben . Obwohl abhängig von Intel ,
wollte Intergraph dem Geschäftspartner die Patente nicht einfach ohne
Gegenleistung überlassen . Intergraph verklagte daraufhin im November 1997 Intel
wegen Marktmißbrauchs , Wettbewerbsverstoßes und Patentrechtsverletzungen . Das
Unternehmen , das mittlerweile aus der Produktion von Workstations und
Grafikkarten völlig ausgestiegen ist , will Teilaspekte der Klage gegen Intel
dennoch weiter verfolgen . Das Unternehmen konnte operative Verluste im Jahr
2000 nur durch Verkäufe von Geschäftsteilen ausgleichen , das erste Halbjahr
2001 war allerdings knapp profitabel . Taiwanische Chipfirmen mit dicken
Verlusten Wurde man im 4. Quartal 2000 noch 629.000 Wafer los , umgerechnet auf
200-mm-Wafer , sank der Ausstoß im ersten Quartal 2001 auf 443.000 und nun auf
345.000 . 51 Prozent dieses Umsatzes entfielen auf Wafer mit Strukturgrößen von
0,25 Mikrometern und weniger . Das gelang nach Unternehmensangaben , weil man
den Absatzrückgang von Wafern um 36 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2001
durch einen gestiegenen mittleren Verkaufspreis teilweise kompensieren konnte .
Mit einem Trick schaffte es TSMC , für eine " schwarze Null " zu sorgen und
nominell 0,01 NT$ pro Aktie zu verdienen . Die taiwanische Regierung gewährt in
solchen Fällen den Unternehmen nämlich Steuerdarlehen . Diese Praxis kritisieren
ausländische Konkurrenten als verdeckte Subvention . Die Chiphersteller
investieren weiter in neue Anlagen , besonders die Verarbeitung von
300-mm-Wafern verspricht in der Zukunft geringere Herstellungskosten und damit
einen Wettbewerbsvorteil . Auch im Entwicklungsbereich können die Firmen kaum
sparen , um im Wettrennen um neueste Herstellungstechniken nicht den Anschluss
zu verpassen . UMC steckte nach eigenen Angaben rund 14,1 Prozent des
Quartalsumsatzes in die Entwicklung . Investitionen in anderen Bereichen fahren
beide Chiphersteller eher zurück , auch Entlassungen und Umbesetzungen im
Management sollen Kosten senken und die Effizienz steigern . Speicher-Schmiede
Rambus will mehr Lizenzgebühren Die kalifornische Firma Rambus will auch von
Chipsatz- und Prozessorherstellern Lizenzgebühren für die Nutzung von
patentierten Speichertechniken eintreiben . Nach Klagen gegen einzelne Firmen
auf der einen und Lizenzabkommen mit Herstellern von DDR-SDRAM-Speicherchips auf
der anderen Seite nimmt Rambus nun AMD und Transmeta aufs Korn : Beide Firmen
entwickeln oder liefern Produkte , die einen Speichercontroller enthalten , der
DDR-SDRAM ansprechen kann . Rambus fertigt Halbleiter nicht selbst , sondern
verdient sein Geld zu großen Teilen durch Lizenzeinnahmen für spezielle
Speichertechniken . Unstrittig ist , dass für die in der Sony Playstation 2 oder
in einigen Mainboards mit Intel-Chipsatz verwendete
Direct-Rambus-Speichertechnik Lizenzabgaben fällig sind . Seit Anfang dieses
Jahres mahnt Rambus jedoch auch für die Nutzung der heute üblichen
SDRAM-Speichertechnik Lizenzgebühren an . Mit den Halbleiterfirmen Hitachi , NEC
, Oki und Toshiba hat Rambus bereits eine Einigung erzielt ; gegen andere , wie
Micron und Infineon , hat Rambus geklagt . Die Patente aus dem Jahre 1996 , auf
die sich Rambus beruft , sind jedoch nicht nur auf die Speicherchips , sondern
auf die gesamte SDRAM-Technik anwendbar - also auch auf den Memory Controller ,
das Bindeglied zwischen Chipsatz oder Prozessor und den Speicherchips . Nach
Berichten in US-Medien verhandelt Rambus zurzeit mit AMD und Transmeta über
Lizenzabgaben . AMDs neuer 760-Chipsatz wird DDR-SDRAM unterstützen , Transmetas
Prozessoren enthalten ein DDR-SDRAM-Interface . Hitachi hatte zunächst erwogen ,
sich gegen die Rambus-Lizenzgebühren zu wehren , dann aber Lizenzgebühren
zugestimmt . Diese sind nicht sehr hoch und im Vergleich zu den ständigen
Schwankungen der Speicherpreise vernachlässigbar . Micron , Hyundai und Infineon
wollen sich den Lizenzforderungen jedoch nicht beugen und klagen gegen Rambus .
In diesem Gremium saß bis 1995 auch Rambus . Die Rambus-Gegner werfen dem
Unternehmen vor , die in der Jedec gemeinsam erarbeiteten technischen Lösungen
nun wettbewerbswidrig alleine ausschlachten zu wollen . Die schnelle und
weltweite Verbreitung neuer Halbleiterprodukte steht in starkem Kontrast zu den
komplizierten und langwierigen Patentierungsverfahren . Angesichts der
zunehmenden Aufteilung von Halbleiter-Entwicklung und -Produktion auf
verschiedene Unternehmen ist der Streit um die Rambus-Patente daher für die
gesamte Chip-Industrie von Bedeutung . Bekannte und erfolgreiche
Halbleiterfirmen wie Nvidia oder VIA haben keine eigenen Fertigungsanlagen ,
sondern lassen ihre Chips bei Foundries wie TSMC oder UMC fertigen . Dabei
lizenzieren sie an vielen Stellen das Know-how anderer Firmen , um Zeit zu
sparen und die Eigenentwicklungen schnell auf den Markt bringen zu können . Ohne
den funktionierenden Schutz von geistigem Eigentum können innovative Firmen kein
Geld verdienen , was die Entwicklung langfristig bremst . Neuer Branchenführer
bei Chip-Produktionsanlagen Die niederländische ASM Lithography Holding ( ASML )
schluckt mit der Silicon Valley Group ( SVG ) einen großen Konkurrenten : Beide
Firmen stellen Anlagen zur Produktion von Halbleiterchips her . Durch dem Deal
entsteht einen neuer Branchenführer bei den Lithografiesystemen . Mit zusammen
rund 43 Prozent Marktanteil überholt der Zusammenschluss von ASML und SVG die
bisher führenden japanischen Konzerne Nikon und Canon . SVG wird eine
hundertprozentige ASML-Tochter . Gemeinsam können die beiden Firmen nun nicht
nur Lithografiesysteme , sondern auch Anlagen zur Bearbeitung der Fotolacke (
Photoresists ) und zur thermischen Behandlung von Wafern liefern . Infineon
kauft Spezialisten für Netzwerk-Chips Das kleine Unternehmen hat sich auf Chips
für schnelle Netzwerkkommunikation spezialisiert . Die Ardent-Entwickler haben
ihre Erfahrungen von VIA , IBM , AMD oder Cisco in Prozessoren für schnelle
Switches eingebracht . Infineon will mit dem Zukauf den stark wachsenden Bereich
der Netzwerkkommunikation ausbauen . Neue Serverboards von Intel Mit dem STL2
stellt Intel ein neues Dual-Pentium-III-Mainboard für FC-PGA-Prozessoren vor .
Dessen Chipsatz ServerSet III LE ist keine Eigenentwicklung von Intel , sondern
stammt aus der Chipsatzschmiede ServerWorks . Bereits vor einigen Monaten hatte
Intel die Xeon-Mainboards SBT2 und SPKA4/SRKA4 mit ServerSet-Chipsatz eingeführt
. Der ursprünglich auch für das Server-Segment vorgesehene i840-Chipsatz kam
dort nie zum Einsatz . Ältere Produkte wie das L440GX+-Mainboard mit GX-Chipsatz
unterstützen Prozessoren mit einem FSB-Taktrate von 133 MHz nicht . Das
ServerSet III LE des STL2 verwaltet bis zu 4 GByte PC133-SDRAM , wobei man aber
ausschließlich Registered ECC-DIMMs in die vier Slots stecken darf . Die Platine
trägt zahlreiche Zusatzkomponenten wie Netzwerk- , Grafik- und
Ultra-160-SCSI-Chip , wodurch besonders kompakte Server machbar sind . In zwei
der sechs PCI-Slots passen 64-Bit-Steckkarten mit 66 MHz Bustakt . Diese auf DMI
basierende Schnittstelle unterstützt in der Version 2.x jetzt auch Red Hat Linux
. Ebenfalls neu ist das 8-fach-Server-Chassis SRPM8 mit Profusion-Chipsatz .
Dieser 7 HU große 19-Zoll-Rack-Einschub unterstützt bis zu 32 GByte Speicher und
acht der multiprozessortauglichen Pentium-III-Xeon-Prozessoren mit 100 MHz
FSB-Taktfrequenz , 1 oder 2 MByte L2-Cache und 700 MHz Kerntakt . Zehn
Hot-plug-fähige 64-Bit-PCI-Slots , von denen vier mit 66 MHz laufen können ,
lassen kaum Erweiterungswünsche offen . Mit dem SC5000 und dem SR2000 liefert
Intel für das STL2 und das SBT2 auch passende Gehäuse . Intel setzt voll auf
Pentium 4 und 0,13-µm-Technik Schon Ende nächsten Jahres oder spätestens Anfang
des Jahres 2002 soll der Pentium-4-Chip genauso viel zum Intel-Umsatz beitragen
wie der Pentium III . Das sagte Paul Otellini , Chef der Intel Architecture
Group , gestern während einer öffentlichen Konferenz der Intel-Geschäftsführung
. Intel setzt damit voll auf einen Erfolg des Pentium 4 . Mikroprozessoren sind
nach wie vor das bei weitem wichtigste Umsatzstandbein des weltgrößten
Chipherstellers . Otellini erklärte die Marktstrategie und einige technische
Details der Intel-Prozessoren . Demnach soll der im bereits eingeführten
0,18-µm-Prozess hergestellte Pentium 4 bis zu 2 GHz Taktfrequenz erreichen . Die
Fertigung des Pentium III soll auf den 0,13-µm-Prozess umgestellt werden ,
zunächst werden weltweit acht Prozessorfabs entsprechend ausgerüstet . Dabei
erfolge gleichzeitig die Umstellung auf 300-mm-Wafer als Grundlage der
Produktion . An den Standorten New Mexico und Oregon sei man schon soweit ,
Prototypen des 0,13-µm-Pentium-III ( Codename " Tualatin " ) seien bereits
fertig . Vor der Einführung dieses neuen Pentium-III-Chips dürften jedoch
zunächst Mobile-Prozessoren von der stromsparenden 0,13-µm-Technik profitieren .
Im Zusammenhang mit der Erklärung dieses Prozesses sprach Mike Splinter , seit
kurzem Chef der Technology and Manufacturing Group , von 16-MBit-SRAMs . Das ist
ein Hinweis auf 2 MByte große Caches - welcher Prozessor damit ausgestattet
werden soll , verriet Splinter leider nicht . Große Wachstumsmärkte sieht Intel
im Serverbereich und bei den Notebooks . Bei den Servern sieht man
Wachstumsraten von 26 Prozent jährlich . Das Teilsegment der unter 50.000 Mark
teuren Server sei sogar um fast 50 Prozent gewachsen . Entsprechend hoch ist die
Nachfrage nach Pentium-III-Xeon-Chips : Davon verkaufte man im Jahre 2000 80
Prozent mehr als in 1999 . Nachdem man bei Intel über alle Pannen hinweg keine
prinzipiellen Probleme mit dem Rambus-Speicherinterface eingestehen wollte ,
kann man den Eindruck gewinnen , dass Rambus jetzt an allen Intel-Pannen schuld
sein soll . " Eine ganze Reihe unserer Misserfolge in diesem Jahr lässt sich mit
RDRAM in Verbindung bringen " sagte Paul Otellini . Er erwähnte den MTH-Bug
sowie die Einstellung des Timna-Projekts . Im Zuge der Neuausrichtung der
Produktpalette verfolge man das Ziel , dass sich Intel-Kunden wieder auf die
Funktion und die Verfügbarkeit von Intel-Chips verlassen könnten . Als besonders
erfolgreich hob Otellini die Chipsätze i810 und i815 mit integrierter Grafik
hervor . Insbesondere die taiwanischen Herstellerfirmen hätten den i815-Chipsatz
sehr positiv aufgenommen . Otellini erwähnte dabei nicht , was uns andere
Quellen zugetragen haben : Produktionsausfall in Taiwan Einige Chiphersteller im
taiwanischen Hsinchu Science Park mussten heute für mehrere Stunden ihre
Produktion stoppen . Der Ausfall der Stromversorgung führte dazu , dass ein
Betrieb zur Herstellung von Stickstoff nicht mehr liefern konnte . Stickstoff
ist als Prozessgas für die Chipproduktion essenziell . Bei UMC erwartet man ,
dass man noch im Laufe des Abends wieder wie gewohnt arbeiten könne . Ebenfalls
betroffen waren die Firmen Winbond , TSMC und Macronix International . Micron
setzt Athlon-Prozessoren in Business-PCs ein Der US-amerikanische PC-Hersteller
Micron will demnächst auch AMD-Athlon-CPUs in Rechnern für professionelle
Anwender einsetzen . Konkret plant Micron , die für kleine und mittlere
Unternehmen gedachte ClientPro-Baureihe um Modelle mit AMD-Athlon-Bestückung zu
erweitern . Seit September setzt Micron AMD-CPUs in der Millennia-Baureihe ein ,
die sich an Privatkunden richtet . Seit kurzem ist der Millennia MAX XP mit
DDR-SDRAM und AMD-760-Chipsatz verfügbar . In PCs für Firmenkunden setzen sich
AMD-Prozessoren nur langsam durch . Von den großen Anbietern Compaq , Dell ,
Fujitsu-Siemens , Gateway , Hewlett-Packard oder IBM bietet lediglich Gateway
mit den Select-SB-Modellen Business-Rechner mit AMD-Prozessoren an . Daher
stellt die Micron-Entscheidung für AMD einen wichtigen Erfolg dar . Intel
liefert den Pentium 4 mit 1,3 GHz Für möglichst preiswerte Systeme mit
Pentium-4-Prozessor liefert Intel nach den Versionen mit 1,4 und 1,5 GHz jetzt
auch eine Ausführung mit 1,3 GHz Taktfrequenz . Intel führt die 1,3-GHz-Variante
damit etwas früher ein als erwartet . Der OEM-Preis bei Abnahme von 1000 Stück
soll bei 409 US-Dollar liegen . Dell bietet bereits den Dimension 8100 mit der
1,3-GHz-CPU an - über den Preis ist sich allerdings offenbar Dell selbts nicht
klar : Bestellt man den Rechner über die Einstiegsseite www.dell.de und folgt
den Links zum Online-Shop und zum Dimension 8100 , so kostet der Rechner mit 128
MByte RDRAM und ohne Monitor genau 3130,84 DM . Geht man über diesen Link , so
kostet das System plötzlich 131,84 DM weniger , nämlich 2999,00 DM . Die sonst
bei Dell üblichen Versandkosten von 100 DM berechnet der Online-Shop übrigens
nicht , obwohl eine Fußnote auf der Bestellseite darauf hinweist . Ein
entsprechendes Sonderangebot galt laut Webseite nur bis gestern . Ähnliche
Pannen sind beim Dell-Online-Shop offenbar häufig : Bereits vor etwa drei Wochen
täuschte Dell Interessenten einen weit geringeren Preis und eine andere
Ausstattung vor , als man tatsächlich im Online-Shop bestellen konnte . Trotz
eines Hinweises der c't-Redaktion an Dell Deutschland dauerte es mehrere Tage ,
bis die Panne behoben war . Celeron-800-CPU mit 100 MHz Frontside-Bustakt Intel
stellt heute einen neuen Celeron-Prozessor mit 800 MHz interner Taktfrequenz und
einer Frontside-Bus-Taktfrequenz von 100 MHz vor . Damit hebt Intel endlich die
leistungsbegrenzende Einschränkung des Celeron auf eine Frontside-Bus-Taktrate
von nur 66 MHz auf . Alle aktuellen Intel-Prozessoren besitzen einen intern fest
programmierten Multiplikator , sodass sie ausschließlich bei der vorgesehenen
FSB-Taktfrequenz mit der spezifizierten internen Geschwindigkeit arbeiten . Die
leistungsfähigeren Pentium-III-Prozessoren , die denselben Prozessorkern wie die
Celerons ab 533 MHz besitzen , laufen mit 100 oder 133 MHz FSB-Takt . Der
Celeron 800MHz unterscheidet sich vom Pentium III mit 800 MHz lediglich dadurch
, dass er nur 128 statt 256 KByte integrierten Level-2-Cache besitzt und nicht
in Doppelprozessorsystemen läuft . Die neuen Celerons ( ab 533 MHz ) stellt
Intel genau wie die Pentium-III-CPUs in einem 0,18-µm-Prozess her und liefert
sie im FC-PGA-Gehäuse für den Sockel PGA370 ( Flip-Chip Pin Grid Array ) . Ein
Datenblatt findet sich auf Intels Web-Server . Erste Celeron-800-Komplettrechner
sollen auf der ab Samstag in Las Vegas stattfindenden Consumer Electronics Show
( CES ) zu sehen sein . Der 800-MHz-Celeron kostet für OEM-Kunden 170 US-Dollar
bei einer Mindestabnahme von 1000 Stück . Wenn man bedenkt , dass der Celeron
800 von der Leistung her sicherlich nicht einmal mit einem Duron 800 von AMD
mithalten kann , erscheint der Preis erstaunlich hoch - immerhin können
Endkunden in den USA einen 1000-MHz-Athlon bereits ab etwa 190 US-Dollar
beziehen . Gleichzeitig mit dem neuen Celeron 800 bietet Intel eine neue
Ausführung des im März 1999 eingeführten "Whitney"-Chipsatzes ( i810 ) mit
integrierter Grafik an . Der i810E2-Chipsatz besteht aus dem i810E Graphics
Memory Controller Hub ( GMCH 82810E ) , der Prozessoren mit 66 , 100 und 133 MHz
FSB-Taktrate , aber nur PC100-Speichermodule unterstützt . Anders als beim i815
( " Solano " ) bietet der i810 keinen AGP-Steckplatz , weshalb man nur
PCI-Grafikkarten als Ersatz für die eingebaute Grafik nutzen kann . Neu am
i810E2 ist eigentlich nur die Kopplung des GMCH mit dem I/O-Controller-Hub
82801BA , dem so genannten ICH2 . Dieser unterstützt zwei
Ultra-ATA/100-taugliche EIDE-Kanäle und bietet zwei statt nur einem
USB-Controller mit insgesamt vier USB-Ports . Der Chipsatz kostet ( bei Abnahme
von 1000 Stück ) 27 US-Dollar und ist damit etwa um ein Viertel billiger als der
i815 . Intel liefert ab Februar gleich zwei neue Mainboards mit dem i810E2 . Das
Flex-ATX-Board D810E2CB eignet sich für besonders kompakte Rechner und bringt
optional sogar einen Onboard-LAN-Adapter mit . Das größere D810E2CA3 kann mit
vier PCI-Slots aufwarten . Speicher-Schmiede Rambus einigt sich mit Mitsubishi
Auch die Halbleitersparte des japanischen Mischkonzerns Mitsubishi Electric
zahlt jetzt Lizenzgebühren für SDRAM- und DDR-SDRAM-Chips sowie die
entsprechenden Controllerbausteine an Rambus . Damit hat sich die Liste der
Firmen , die für die von Rambus patentierten Techniken für SDRAM und
Double-Data-Rate-SDRAM Lizenzgebühren zahlt , auf sieben verlängert : Dazu
gehören außer Mitsubishi Electric auch Elpida ( ein Joint-Venture von NEC und
Hitachi ) , Hitachi , NEC , Oki , Samsung und Toshiba . Nach Angaben von Rambus
stellen diese Unternehmen rund 40 Prozent der Weltproduktion an Speicherchips
her . Die Gültigkeit der Rambus-Patente auf SDRAM und DDR-SDRAM ist umstritten .
Das Unternehmen Rambus , früher selbst Mitglied der JEDEC , steht dagegen auf
dem Standpunkt , die SDRAM-Techniken selbst entwickelt zu haben . Rambus hatte
vor der Einigung mit den Chipherstellern Klagen gegen einige von diesen
angestrengt , diese aber später wieder zurückgezogen . Rambus kalkuliert Kosten
für Klagen gegen Chiphersteller als Geschäftsrisiko . Die Lizenzeinnahmen für
das unstrittig selbst entwickelte Rambus-Speicherprinzip fließen nicht so stark
wie geplant . Zwar läuft die Sony-Playstation-2-Spielkonsole , in der
Rambus-Speicherchips stecken , gut , doch gibt es mit der Akzeptanz des bereits
vor 15 Monaten von Intel eingeführten Direct-Rambus-Speichertechnik für PCs nach
wie vor Probleme . Das liegt vor allem an den hohen Preisen für PC600- , PC700-
und PC800-RDRAM-Speichermodule . Gegen Infineon ist eine Rambus-Klage vor einem
Mannheimer Gericht anhängig . Der Prozess wurde jedoch kürzlich wegen des
Wechsels eines Richters an ein anderes Gericht um Monate verschoben . In den USA
hat Rambus eine Klage gegen Hyundai vor der International Trade Commission
kürzlich zurückgezogen - nach Ansicht des Richters Sidney Harris , weil Rambus
ihn nicht als zuständigen Richter haben wollte , um ein für Rambus negatives
Urteil zu vermeiden . Das Verfahren wurde eingestellt , doch sollte Rambus
jemals wieder in der gleichen Sache klagen wollen , so verfügte der Richter ,
dass das Verfahren wieder an dieselbe Kommission zu richten sei . In den USA
bezeichnet man den Rückzug einer Klage mit dem Hintergrund , einen gewogeneren
Richter zu finden , als " Judge Shopping " . Intel-Fab fertigt Chip-Muster auf
300-mm-Wafern Intels " Wafer Development Fab " D1C in Hillsboro , Oregon , hat
erste Chips im 0,13-µm-Prozess auf 300-mm-Wafern erfolgreich hergestellt .
Serienprodukte in der neuen Technik soll es erst ab Anfang kommenden Jahres
geben , laut Intel zählen dazu Nachfolgeversionen des Pentium-4-Prozessors oder
Netzwerk-Chips . Die Kombination aus 300-mm-Wafern und Strukturgrößen von 130
Nanometern ermöglicht laut Intel im Vergleich zur heutigen Fertigung von
180-Nanometer-Strukturen auf 200-mm-Wafern eine Vervierfachung des Chip-Outputs
. Die größeren Wafer bieten etwa das 2,25-fache der Fläche eines 200-mm-Wafers .
Weil weniger Verschnitt anfällt , passen sogar etwa 2,4-mal so viele Chips auf
einen 300-mm-Wafer als auf die kleineren Siliziumscheiben . Die 300-mm-Fabs
erfordern einen noch höheren Grad an Automatisierung und Präzision als die
bisherigen Fertigungsanlagen . Die pizzagroßen Scheiben sind weniger als einen
Millimeter dick und daher extrem emfindlich . Das Gewicht der 300-mm-Wafer ist
deutlich höher als das der 200-mm-Scheiben , weshalb zu ihrer Handhabung neu
konstruierte Automaten nötig sind . Die Investitionskosten in 300-mm-Fabs sind
daher immens . Intel hat kürzlich die Fertigstellung einer 300-mm-Anlage im
irischen Leixlip um Monate verzögert , um im laufenden Geschäftsjahr Kosten zu
sparen . Die Fab D1C ist eigentlich eine Versuchsstation für neue Techniken ,
die spätere Serienfertigung findet in den anderen über die Welt verstreuten
Intel-Fabs statt . Mit rund 12.500 Quadratmetern Reinraumfläche gehört die Fab
D1C allerdings zu den größeren Chipwerken . Intels neuer 0,13-µm-Prozess bietet
sechs Kupfer-Metalllagen , die Transistoren haben wegen eines besonderen Aufbaus
nur eine Gatelänge von 70 Nanometern sowie eine Gate-Oxid-Schichtdicke von nur
1,5 nm . In diesem Prozess will Intel schon in diesem Jahr Mobilprozessoren
sowie den Pentium-III-ähnlichen Tualatin fertigen , offenbar zunächst auf
200-mm-Wafern . DDR-SDRAM-Speicher wird billiger Während sich die Preise von
PC100- und PC133-Speichermodulen auf niedrigem Niveau stabilisiert haben ,
fallen jetzt die Preise von Double-Data-Rate-SDRAM-DIMMs . Der Hersteller Micron
kann nach eigenen Angaben PC2100-Module ab Lager liefern . Über die britische
Niederlassung der Micron-Vertriebstochter Crucial ist ein 128-MByte-PC2100-DIMM
mit einer CAS Latency von 2,5 für knapp unter 200 DM zu haben ( inklusive
Mehrwertsteuer und UPS-Versandkosten ) . Bei deutschen Anbietern kostet ein
vergleichbares DIMM eines Markenherstellers noch gut 50 Prozent mehr .
PC2100-Module mit einer CAS Latency von 2 Takten sind für Privatkunden noch
nicht zu bekommen , obwohl Infineon und Nanya die entsprechenden DDR266-A-Chips
nach eigenen Angaben bereits liefern . PC2100-Module werden im Handel auch als "
PC266 " geführt . Verteiltes Rechnen : Privat-PCs sollen der Krebsforschung
helfen Mit einem Programm zur Nutzung der freien Rechenkapazität privater PCs
als verteilter Superrechner möchte Intel der Krebsforschung helfen . Ähnlich wie
beim bekannten SETI@home-Projekt der Universität Berkeley können bei Intels
Philanthropic-Peer-to-Peer-Programm alle interessierten Windows-PC-Besitzer
teilnehmen , die einen Internet-Anschluss besitzen . Man muss dazu ein rund 1,9
MByte großes Programm von der entsprechenden Intel-Webseite herunterladen und
installieren . Die Software nutzt im Hintergrund einen gewissen Teil der
PC-Rechenleistung zur Bearbeitung eines Teilproblems . Diese jeweilige Aufgabe
erhält das Programm per Internet , die erarbeitete Lösung schickt es ebenfalls
bei der nächsten Internet-Verbindung an den Intel-Server zurück . Laut Intel
soll der so entstehende weltweit verteilte Rechner eine Leistung von mehr als 50
Teraflops erreichen - mehr als bisher bekannte Superrechner . Das erste Projekt
hat die Entwicklung eines Medikamentes gegen Leukämie am Chemie-Institut der
Universität Oxford zum Ziel . Die Software hat das texanische Unternehmen United
Devices entwickelt ; dort ist David Anderson tätig , der zuvor das
SETI@home-Projekt an der Uni Berkeley leitete . Die Software , ein Screensaver ,
soll Millionen von Home-PCs überall auf der Welt erreichen und so die
Erforschung neuer Krebsmedikamente um Jahre beschleunigen . " Rechenarbeit , die
über das Internet verteilt wird , gibt Wissenschaftlern und Organisationen die
Möglichkeit Projekte durchzuführen , die sonst aus Zeit- und Kostengründen nicht
realisierbar gewesen wären " erklärt Ed Hubbard , CEO von United Devices . Ist
der Screensaver erst einmal aus dem Internet heruntergeladen und auf dem PC
installiert , dann nutzt das Programm die ungenutzte Rechenleistung in
Arbeitspausen , um Moleküle einem Screening auf mögliche anti-kanzerogene
Wirkung zu unterziehen . Studien haben gezeigt , dass der normale PC-Anwender
nur 20 Prozent der Rechenleistung seines Computers ausnutzt . Das Screening auf
einem herkömmlichen PC durchzuführen würde Jahrzehnte dauern . Zu Beginn erhält
jeder Anwender , der das Programm auf seinem Rechner installiert , 100 Moleküle
über das Internet zugeschickt , zusammen mit einem Medikamenten-Design-Programm
mit Namen Think und einem Protein-Modell , von dem bekannt ist , dass es an der
Entstehung von Krebs beteiligt ist . Think untersucht dabei die Moleküle auf ihr
anti-kanzerogenes Potenzial , indem es dreidimensionale Computermodelle der
Moleküle erstellt und die Interaktionen mit dem Protein austestet . Interagiert
ein Molekül positiv mit dem Protein , dann registriert das Programm diesen
Treffer und wird für die weitere Erforschung per Internet zurück an einen
zentralen Server geschickt . In der ersten Phase suchen die Forscher zunächst
nach Molekülen , die die Bildung jener Enzyme unterdrücken könnten , die das
Wachstum neuer Blutbahnen zu Tumoren anregen , und die gegen jene Proteine
wirken , die für das Zellwachstum und Zellschäden verantwortlich sind . " Die
Leute haben jetzt die Möglichkeit , selbst einen positiven Einfluss auf die
Erforschung der Krankheit einzubringen , indem sie einen Teil ihrer
Rechenleistung zur Verfügung stellen und uns dadurch in die Lage versetzen , die
Forschung zu beschleunigen und uns mit vielen neuen Alternativen zu beschäftigen
, die schließlich einmal zu wirkungsvollen Medikamenten werden könnten " ,
stellt Professor Graham Richards von der Oxford University die sozialen und
gesellschaftlichen Aspekte des Projektes heraus . Die Forscher erwarten , dass
rund 100.000 Moleküle das Potenzial haben , Krebs zu bekämpfen . Neben solchen
rein idealistischen Projekten machen sich aber auch immer mehr Unternehmen das
Prinzip zu Nutze und bezahlen ihre Teilnehmer dafür - wenn auch meist nicht mehr
als die anfallenden Telefongebühren für den Internet-Zugang . So arbeitet
beispielsweise die in Virginia ansässige Pharmafirma Parabon zusammen mit dem
nationalen US-Krebsforschungsinstitut an einem Projekt , das simulieren soll ,
wie Krebszellen auf verschiedene Medikamente reagieren . Nur die Medikamente ,
die erfolgreich den Test absolvieren , werden dann später auch tatsächlich an
Patienten getestet . Das spart dem Unternehmen nicht nur Zeit , sondern auch
Geld . Als nächstes will Parabon neue Wege suchen , um die unangenehmen
Nebenwirkungen von Chemotherapien zu reduzieren . Und die Firma Distributed
Science verkauft die Rechenpower ihres Stamms an Anwendern an interessierte
Unternehmen , die eine solche Rechenleistung benötigen . Interessierte
Unternehmen sind beispielsweise Filmstudios , die vom Computer errechnete
Bildsequenzen verwenden , wie sie in animierten Trickfilmen wie Toy Story oder
Ants vorkommen , und deren Berechnung sehr lange Zeit in Anspruch nimmt .
Aktuelles Projekt von Distributed Science ist eine Studie über die optimale
Lagerung von nuklearem Müll . Dabei simuliert der Screensaver , mit welcher
Intensität die Gamma-Strahlung durch die Aufbewahrungsbehälter austritt , je
nach verwendetem Material . Im Gegensatz zu der Methode , die das
Seti@home-Projekt verwendet , laden die Teilnehmer bei den kommerziellen
Anbietern die Daten jedoch nicht nur einfach herunter , analysieren sie und
schicken sie wieder an den Server zurück . Stattdessen werden signifikante
Ergebnisse unter den Teilnehmern gleich weitergeleitet , was die Forschungszeit
noch weiter verkürzt . AMD-Prozessoren jetzt offiziell billiger Die
Prozessorpreise purzeln , der Preiskrieg ist in vollem Gang . Nachdem Intel
kürzlich Preissenkungen verkündet hat , zieht AMD nun nach und senkt die
Listenpreise der Athlon- und Duron-Chips um bis zu 28 Prozent . Die schärfste
Preissenkung erfährt der zurzeit schnellste Athlon mit 1,333 GHz interner
Taktfrequenz , den Großhändler nun für 253 US-Dollar ( zuvor 350 Dollar )
bekommen können . Die Preise für Mobilprozessoren ändert AMD nicht . Die in der
Tabelle aufgeführten Preise gelten nach AMD-Angaben seit dem vergangenen Montag
, 30. April . Während AMD diese offiziellen Preise nennt , berichten diverse
Online-Medien über weitaus drastischere Abschläge . Demnach soll der
1,3-GHz-Athlon jetzt um 45 Prozent billiger sein und nur noch 173 US-Dollar
kosten . Die tatsächlich gezahlten Preise weichen offenbar stark von den Angaben
in der offiziellen Preisliste ab . US-Hardware-Versender boten bereits vor der
Preisanpassung den 1,333-GHz-Athlon für rund 200 US-Dollar an - im Einzelverkauf
. Bei deutschen Versendern bezahlen Privatkunden für die meisten AMD-Prozessoren
ebenfalls weniger als den in Deutsche Mark umgerechneten 1000er-Dollarpreis
zuzüglich Mehrwertsteuer . Die Händler beschaffen sich Prozessoren zu wesentlich
günstigeren Preisen auf dem Spotmarkt . Dort verscherbeln Firmen , die große
Mengen von Prozessoren zu guten Konditionen gekauft haben , ihre überschüssige
Lagerware . Da der Prozessor-Einzelhandel nur einen winzigen Bruchteil des
gesamten Marktes ausmacht , weil die meisten CPUs in Komplettsystemen verkauft
werden , reichen Lager-Überbestände für die Versorgung des Privatkundenmarktes
völlig aus . Intel steuert hier mit den "Boxed"-Versionen seiner Prozessoren in
spezieller Einzelhandelsverpackung gegen , um die Preisgestaltung nicht komplett
dem Kräftespiel des Spotmarktes zu überlassen . Fest steht jedenfalls , dass die
Preise für Großeinkäufer mit den offiziellen Listenpreisen für 1000-er
Stückzahlen ebenso wenig zu tun haben wie die Preise für Privatkunden . Die
offiziellen Angaben sind eher als ein Instrument der Geschäftspolitik der
Hersteller zu betrachten . Zurzeit versucht AMD damit den Eindruck zu erwecken ,
dass der Preiskampf noch nicht in vollem Gange sei . Die hektischen
Preisanpassungen der Konkurrenten , die zuletzt im Zwei-Wochen-Abstand erfolgten
, sowie die von AMD rückwirkend bekannt gegebene Preisliste sprechen allerdings
eine andere Sprache . UMC soll künftig UltraSPARC-Prozessoren bauen Der
taiwanische Chiphersteller UMC soll künftig UltraSPARC-Prozessoren für
Workstations und Server der Firma Sun bauen . Nach eigenen Angaben sei die
Herstellung für UMC eine anspruchsvolle Aufgabe . Bisher stellt das auf die
reine Chipherstellung im Fremdauftrag spezialisierte Unternehmen hauptsächlich
Logikschaltungen her . Sun hatte in der Vergangenheit massive Probleme mit den
schnellen UltraSPARC-Chips . Bisher fertigt hauptsächlich Texas Instruments ( TI
) diese Prozessoren . Dort hat man offenbar Probleme , genügend Ausbeute
schneller Chips zu liefern . Die schon lange angekündigte 900-MHz-Version kann
man im Sun-Online-Store aber immer noch nicht bestellen . Dabei gerät Sun im
Workstation-Markt trotz Kampfpreis-Angeboten immer stärker unter Druck von Intel
: Sofern man nicht unbedingt einen 64-Bit-Prozessor wie den UltraSPARC braucht ,
bietet der Pentium 4 in einigen Benchmarks wie dem SPEC fp_base2000 deutlich
mehr Leistung als ein UltraSPARC III mit 900 MHz . UMC sucht dringend profitable
Produkte , um die aktuelle Absatzschwäche im Chipmarkt auszugleichen .
Prozessoren bringen vergleichsweise hohe Erträge , Sun verlangt für eine ( zur
Zeit offenbar nicht einmal verfügbare ) 600-MHz-UltraSPARC-III-CPU mit 4 MByte
L2-Cache beispielsweise rund 5900 US-Dollar . US-Medien berichten unterdessen ,
AMD stehe ebenfalls mit UMC in Verhandlungen über eine Auftragsfertigung von
Prozessoren . Der größte Konkurrent von UMC , TSMC , fertigt bereits Prozessoren
wie VIAs Cyrix III und C3 , letzteren im 0,15-µm-Prozess , sowie
Grafikprozessoren für Nvidia . Jahr 2000 : US-Notenbank druckt vorbeugend mehr
Dollars Vor dem Jahreswechsel 2000 befürchtet die US-Zentralbank " Federal
Reserve Bank " offenbar einen Run auf Bargeld - aus Angst vor Computerfehlern
könnten viele Amerikaner ihre Ersparnisse abheben und zu Hause verstecken . Die
US-Zentralbank erhöht zur Vorbeugung von Engpässen derzeit massiv die
Bargeldmenge . Gramm rät dringend davon ab , große Geldsummen in Bar abzuheben .
Viele Amerikaner scheinen jedoch ihren Banken nicht zu trauen , wie der
Nachrichtendienst Reuters berichtet . In den USA gebe es bereits vermehrt
Diebstähle größerer Bargeldmengen , die verunsicherte Bankkunden abgehoben
hätten . Wacker eröffnet Anlage für 8-Zoll-Silizium-Einkristalle Aufwind im
sächsischen Silicon Valley : In Freiberg eröffnet morgen Wacker Siltronic , der
weltweit drittgrößte Anbieter von Wafern für die Halbleiterproduktion , eine
neue Anlage zur Herstellung von hochreinen 8-Zoll-Silizium-Einkristallen ( 200
mm ) . Die zukünftig gezogenen 200-mm-Monokristalle können allerdings mit den
installierten Anlagen nicht weiterbearbeitet werden : Das Sägen und Polieren der
Scheiben findet im Wacker-Siltronic-Werk in Singapur statt . Die Investition in
eine neue Kristallziehanlage zeugt von Vertrauen in die kommende wirtschaftliche
Entwicklung des Wafer-Marktes . Anders als viele der Chip-Hersteller verdienen
die Wafer-Lieferanten erst seit kurzem wieder Geld : Wegen der extrem niedrigen
Preise und der hohen Investitionskosten sahen die Bilanzen in den vergangenen
Jahren teilweise tiefrot aus . Nach der 1995 erfolgten Übernahme der
Siliziumproduktion des ehemaligen VEB Spurenmetalle Freiberg wurde zunächst
kräftig investiert . Damals legte Wacker-Siltronic die Pläne für eine
200-mm-Kristallfertigung in Freiberg zunächst auf Eis . Nach einer leichten
Besserung der Ertragslage in 1999 sieht sich Wacker-Siltronic im laufenden
Geschäftsjahr auf erfolgreichem Kurs . Die Lage bei anderen Wafer-Herstellern
ist ähnlich : Der Marktführer aus Japan , Shin-Etsu , aber auch Sumitomo und
Mitsubishi haben sich aufgrund schlechter Betriebsergebnisse in den vergangenen
Jahren mit Investitionen zurückgehalten . Dadurch wurden die
Produktionskapazitäten kaum erweitert , was angesichts der derzeit rasant
steigenden Nachfrage nach Halbleitern bereits im Laufe dieses Jahres zu
erheblichen Preissteigerungen führen könnte . Stromsparende Server mit
VIA-Prozessoren In dem ab 1.700 US-Dollar erhältlichen GreenServ 1150 werkelt
ein VIA C3 mit 700 MHz interner Taktfrequenz auf einem hochintegrierten
Mainboard mit SiS630E-Chipsatz . Grafik- und Netzwerkadapter sowie die üblichen
PC-Schnittstellen bringt die Hauptplatine mit . An weiteren Komponenten finden
sich in dem 1 HE flachen 19-Zoll-Einschubgehäuse noch 64 MByte SDRAM und 32
MByte Flash , eine 20-GByte-IDE-Festplatte und eine CD-ROM/Floppy-Kombination ,
optional sind ein RAID-Controller oder eine Gigabit-Netzwerkkarte zu haben . Das
Netzteil leistet maximal 150 Watt . Nach Angaben von Rauch Medien nimmt der mit
verschiedenen Linux-Versionen lieferbare GreenServ 1150 im Betrieb
typischerweise nur etwa 30 Watt Leistung auf - rund ein Viertel des Bedarfes
herkömmlicher Server mit ähnlicher Arbeitsgeschwindigkeit . Seit der
Energiekrise in Kalifornien interessieren sich in den USA viele Einkäufer für
stromsparende Rechner . Diese Aufmerksamkeit wollen außer Rauch Medien auch RLX
mit kompakten Servern mit Transmeta-Crusoe-CPUs und Compaq mit den
UltraBlades-Servern mit Intel-Mobilprozessoren für sich nutzen . Mit zwei AMD
Athlon MP 1,0 GHz , 256 MByte DDR-SDRAM und einer 18-GByte-SCSI-Disk kostet der
ebenfalls nur 1 HE hohe Einschub 2635 US-Dollar . Sein Netzteil leistet maximal
440 Watt . AMD und Alcatel einigen sich Eine Klage von AMD gegen Alcatel wegen
nicht eingehaltener Abnahmeverpflichtungen ist vom Tisch : Die beiden
Kontrahenten einigten sich , veröffentlichen aber keine Details des Deals .
Alcatel hatte zu Zeiten knapper Verfügbarkeit von Flash-Speicherbausteinen einen
langfristigen Liefervertrag mit AMD geschlossen . Diesen hatte der Konzern dann
aber nicht eingehalten und offenbar viel weniger Chips gekauft als vereinbart .
Nachdem sich die Kontrahenten zunächst nicht einigen konnten , zog AMD vor
Gericht . Flextronics und Motorola modifizieren " Fünfjahresplan " Eine im Mai
letzten Jahres geschlossene strategische Allianz zwischen Motorolas
Kommunikationselektronik-Sparte und dem großen Auftragsfertiger Flextronics ist
größtenteils geplatzt . Flextronics sollte etwa 15 Prozent der gesamten
geplanten Motorola-Fertigung übernehmen , die unter anderem Handys ,
Settop-Boxen und Netzwerkgeräte umfasst , und Teile und Baugruppen für solche
Waren zuliefern . Wenn man die Mitteilung allerdings genauer liest , bleibt
außer einem Bekenntnis Motorolas zu Flextronics als " erstrangigem
Outsourcing-Partner " von der Kooperation wenig übrig . Diese Geräte kann
Flextronics nach eigenen Angaben zur Produktion für andere Auftraggeber
einsetzen . Immerhin wird Motorola im laufenden Geschäftsjahr einer der fünf
größten Flextronics-Kunden bleiben . Die Ergebnisse für das gerade abgelaufene
erste Geschäftsquartal 2002 will Flextronics am 19. Juli vorstellen .
Flextronics übernimmt Alcatel-Fabrik Der Auftragsfertiger für die
Elektronikindustrie übernimmt das Alcatel-Handy-Werk im bretonischen Laval
mitsamt seinen 830 Mitarbeitern . Die bisherige Handy-Fertigung am elsässischen
Standort Illkirch wird nach Laval verlegt . Alcatel will bis Ende 2002 rund 50
Fabriken abstoßen ; dagegen gibt es bereits Proteste der Belegschaft .
Chipfabrik in Frankfurt/Oder sucht Mitarbeiter Die im Bau befindliche
Communicant-Chipfabrik in Frankfurt/Oder sucht ab Samstag Mitarbeiter . Nach
Informationen von dpa würden zunächst 18 Stellen ausgeschrieben . Dieses
Personal soll von 2002 an beim Bau und der Einrichtung des Werkes helfen . Schon
vor Beginn der offiziellen Stellenausschreibungen seien etwa 3000 Bewerbungen
eingegangen , berichtete die Communicant-Sprecherin Gudrun Kissinger . Die
Bewerber kämen hauptsächlich aus der Region , aber auch aus den USA gebe es
Interessenten . Insgesamt sind 1500 Arbeitsplätze geplant . IBM und Dell im
Server-Preiskampf IBM verkauft einen neuen Lowcost-Server mit
Intel-Celeron-Prozessor für knapp unter 700 US-Dollar . Das Angebot zielt direkt
auf Dell , den US-Marktführer bei den Servern . Dort kostet der billigste
PowerEdge 500SC 649 US-Dollar , hat aber nur einen 800-MHz-Celeron . IBM hält
beim x200VL aus der eServer-xSerie mit 50 MHz mehr Taktfrequenz und speziellen
Management- und Diagnosefunktionen wie IBM Director und Project eLiza dagegen .
Hintergrund des Preiskampfes ist der Zank um Anteile eines immer schwierigeren
Marktes . Nach einer vorläufigen Studie des Marktforschungsunternehmens
Dataquest wurden im zweiten Quartal 2001 weltweit nur 0,7 Prozent mehr Server
verkauft als im selben Zeitraum des Jahres 2000 . Über ein Drittel dieser
973.784 Geräte gingen demnach in den USA über den Ladentisch . Hier führt Dell
gemeinsam mit Compaq den Markt an , beide haben 28,5 Prozent Anteil . IBM folgt
an dritter Stelle mit 17,1 Prozent US-Marktanteil . In den USA sackten die
Verkaufszahlen im Vergleich zum 2. Quartal 2000 um 11,2 Prozent ab . Davon
sicherte sich IBM laut Dataquest 25,5 Prozent , Dell kam nur auf 6,4 Prozent .
Nikolaus-PC bei Norma Am Nikolaustag , den 6.12. , bietet Norma im Rahmen einer
" PC-Woche " wieder einen 1998-Mark-Komplettrechner an . Laut Norma-Homepage
steckt im " MBO PC Professional Innovation IV " ein
550-MHz-Pentium-III-Prozessor auf einer Chaintech-Hauptplatine mit VIA-Chipsatz
. Als Hauptspeicher sind 64 MByte SDRAM eingebaut , auf der mit 7200 Umdrehungen
pro Minute drehenden 20,5-GByte-IBM-Festplatte ist Windows 98 vorinstalliert .
Dieser Grafikchip beschleunigt 3D-Actionspiele zwar nicht so gut wie die
Konkurrenz , eignet sich jedoch besonders für DVD-Videowiedergabe vom
eingebauten DVD/CD-ROM-Laufwerk ( 6X/32X ) . Ein internes Modem , eine
Onboard-Soundkarte , Tastatur und Maus mit Scrollrädchen und das für
Privatanwender kostenlose Star Office 5.1 runden das Angebot ab . Allerdings
fehlt dem Norma-PC der Monitor . Den gibt es für zusätzliche 379 Mark . Ein
Vergleich des Norma-Angebots mit dem Aldi-PC vom 10. November ist schwierig ,
denn wichtige Komponenten unterscheiden sich . So hat Norma einen
Pentium-III-Chip spendiert , der mit 550 MHz um 10 Prozent schneller als der
Prozessor des Aldi-PC getaktet ist . Der VIA-Chipsatz des Norma-Rechners dürfte
allerdings mit PC100-Speicher etwas langsamer sein als der ZX-Chipsatz des
Discount-Konkurrenten , so dass die Systemleistung sich theoretisch nur
unwesentlich unterscheidet . Strittig bleibt , ob die größere Festplatte und das
DVD-Laufwerk den fehlenden Monitor ersetzen . Spiele-Fans machen mit der
ATI-Grafikkarte jedenfalls kein Schnäppchen , doch falls es sich nicht um eine
Onboard-Version handelt , ist sie wenigstens problemlos austauschbar . Ob eine
Aufrüstung allerdings preislich Sinn macht , ist fraglich - wahrscheinlich kommt
man beim Kauf eines wunschgemäß ausgestatteten PC gleich teuer weg .
Informationen , wo die nächstgelegene Norma-Filiale zu finden ist , liefert
übrigens die Web-Site des Discounters . TSMC übernimmt Acer-Chipfertigung Die
taiwanische Halbleiterschmiede TSMC ( Taiwan Semiconductor Manufacturing )
übernimmt zum 30. Juni 2000 den kompletten Chipfertigungsbereich des
Computerkonzerns Acer Group , der seinen Hauptsitz ebenfalls in Taiwan hat .
Bereits Mitte 1999 hatte TSMC 30 Prozent an der ehemaligen Acer Semiconductor
Manufacturing ( ASMI ) erworben und das Unternehmen in TASMC umbenannt . Nun
soll die Produktionsfirma vollständig in TSMC aufgehen . Mit diesem Deal setzt
Acer seine Strategie fort , sich immer mehr auf die Entwicklung und Vermarktung
von PC-Komplettsystemen und Peripheriegeräten zu konzentrieren . Die
Halbleiterfertigung wird ausgelagert . Da Acer jedoch einer der größten
Teilhaber an TSMC ist , bleibt das Geschäft sozusagen in der Familie . Durch den
starken Preisverfall bei DRAM-Speicherchips haben Verluste aus der
Halbleiterherstellung die Profite des Gesamtkonzerns belastet : Acer-Group-Chef
Stan Shih betonte , dass man sich bei Acer nun unter anderem stärker auf die
Entwicklung neuer IC-Bausteine konzentrieren wolle . Der PC-Chipsatzhersteller
ALi ( Acer Laboratories ) gehört ebenfalls zur Acer Group . Compaq setzt auf AMD
und FireWire Der Computer-Branchenriese Compaq setzt immer stärker auf
Alternativen zu Intel-Produkten : Zahlreiche PC-Modelle von Compaq sind mit AMDs
K6-2- und Athlon-Prozessoren erhältlich . In den USA vermarktet der Hersteller
nun auch 24 Notebook-Modelle mit Mobilprozessoren von AMD - die Palette umfasst
K6-2-CPUs mit 366 bis 475 MHz und den K6-III mit 450 MHz . Der Boom digitaler
Foto- und Videokameras führt bei den Compaq-Desktops für den US-Markt auch im
Hinblick auf PC-Schnittstellen zur Abkehr von Intel : Statt auf den von Intel
vorgeschlagenen USB-2.0-Standard zu warten , rüstet Compaqs " Digital Creativity
Imaging Center " die Heimrechner mit einem FireWire-Anschluss aus . Diese von
Apple erfundene schnelle serielle Schnittstelle erlaubt die zügige Übertragung
großer Datenmengen , wie sie bei digitalen Videoaufnahmen anfallen . Bei
DV-Camcordern ist die FireWire-Buchse , die von Sony " iLink " genannt wird ,
bereits weit verbreitet . In Deutschland hat die bei aktuellen Apple-Desktops
serienmäßige Schnittstelle ansonsten ziemlich wenig Verbreitung gefunden . Der
Grund liegt in einer anachronistischen Zollregelung : Die Einfuhrzölle für
Camcorder , die Videosignale von externen Quellen aufnehmen können , sind höher
als die Zölle für Geräte ohne diese Option . Dieser Aufschlag macht zwar nur
einen Bruchteil des Verkaufspreises von Videokameras aus , aber der harte
Preiskampf führt in Deutschland dazu , dass nur wenige High-End-Camcorder
DV-Signale aufnehmen können . Diese Option lässt sich bei manchen Geräten durch
eine nachträgliche Programmierung freischalten , aber diese Maßnahme verursacht
Kosten und wird im deutschen Handbuch erwartungsgemäß nicht erwähnt . Die
altbackene Zollvorschrift führt auf diese Weise dazu , dass sich die Vorteile
von Digital Video in Deutschland nur Anwendern mit Fachkenntnissen erschließen .
Dadurch wird wiederum der Absatz entsprechender Geräte ausgebremst .
Halbleitermarkt weiter auf Wachstumskurs Seit den Anfängen der industriellen
Chipfertigung in den 50er Jahren wuchs der Halbleitermarkt im Mittel um 17
Prozent pro Jahr . Diese Wachstumsrate erwartet die Semiconductor Industry
Association ( SIA ) auch im laufenden Quartal . Im November 2000 lagen die
Absatzzahlen weltweit um 28,4 Prozent höher als im November 1999 . Diese
Schätzung liegt bei der Wachstumsrate um sechs Prozentpunkte und beim Umsatz um
rund sieben Prozent niedriger als die Zahlen , die die Marktforscher von
Dataquest veröffentlichten . Die SIA-Daten ermittelt der Verband World
Semiconductor Trade Statistics aus den Angaben von rund 70 Mitgliedsfirmen . Für
das gesamte Jahr 2001 prognostizierte die SIA im Oktober ein Wachstum von 20,3
Prozent . Die Veröffentlichung der nächsten Marktprognose der SIA wird im Mai
2001 erwartet . Chip-Schmiede VIA weiter mit Rückenwind Der taiwanische
Chipsatz- und Prozessorhersteller VIA erwartet ein um drei Prozent besseres
Jahresergebnis als geplant . Im Dezember konnte man trotz schleppender
PC-Verkäufe nochmals kräftig zulegen . Zum Vergleich : VIA holt im Chipsatz- und
Prozessorgeschäft stetig auf . Nach Analystenschätzungen konnten die Taiwaner
ihren Marktanteil bei den Chipsätzen im Jahre 2000 auf 40 Prozent mehr als
verdoppeln . In diesem Jahr möchte sich VIA 10 Prozent des weltweiten
Prozessormarktes unter den Nagel reißen . Zum bislang angebotenen
Cyrix-III-Prozessor , der auf Basis des mit dem Kauf der IDT-Prozessorsparte
erworbenen Know-how entwickelt wurde , soll ab Februar ein Nachfolger mit
Level-2-Cache kommen , der auf das Marktsegment der Intel-Celeron-CPUs zielt .
Das Prozessorgeschäft könnte mit etwa fünf Prozent zu diesem Umsatz beitragen .
Neues Infineon-Entwicklungslabor in den USA Der Halbleiterkonzern Infineon
meldet heute die Eröffnung eines Entwicklungszentrums für Speicherchips in den
USA . In einem Technologiepark in Durham , North Carolina , arbeiten jetzt 20
Ingenieure an neuen DRAM-Bausteinen für PCs . Infineon hat weltweit bereits
weitere 13 Entwicklungszentren : In Asien beschäftigt Infineon Ingenieure in
Singapur und Bangalore ( Indien ) . Weltweit sind etwa 26.000 Menschen für die
Halbleiterschmiede tätig . Das US-amerikanische Entwicklungszentrum in Durham
liegt rund 250 Kilometer entfernt von der Infineon-Speicherfabrik White Oak in
Richmond , Virginia . Dort sollen die Entwicklungen später in Silizium gebrannt
werden . Die Semiconductor Industry Association ( SIA ) hat bei ihren etwa 70
Mitgliedern weiter sinkende Umsätze diagnostiziert . Im Vergleich zum Februar
2000 konnte man zwar 5,8 Prozent mehr Einnahmen erzielen , doch entwickelten
sich die Regionen stark unterschiedlich : In Japan betrug das Wachstum 15,1
Prozent , während der Umsatz im restlichen asiatisch-pazifischen Raum um 3
Prozent schrumpfte . Seit November 2000 ist nach den Analysen der von der SIA
damit beauftragten World Semiconductor Trade Statistics die Umsatzentwicklung
rückläufig . Außer Gewinnwarnungen , Entlassungen und gebremsten Investitionen
sorgt der schrumpfende Markt jetzt auch für gerichtliche Auseinandersetzungen
zwischen Firmen . AMD verklagte seinen Kunden Alcatel soeben wegen Vertragsbruch
: Alcatel erfülle seine Abnahmeverpflichtungen nicht und kaufe weniger
Flash-Speicherchips als vereinbart . Genau vor einem Jahr hatten die beiden
Firmen einen Liefervertrag geschlossen , der AMD eine kalkulierbare Abnahmemenge
und Alcatel günstige Preise und sichere Verfügbarkeit garantieren sollte .
Damals zeichnete sich , vor allem aufgrund des Booms bei Mobilgeräten , ein
Lieferengpass bei Flash-Speicher ab . Alcatel sicherte sich mit dem
Liefervertrag gute Konditionen , hat aber jetzt andere Probleme : Vorgestern
kündigte das Unternehmen den Abbau von 1100 Stellen in den US-amerikanischen
Werken an . Für die Chiphersteller sind langfristige Lieferverträge eine
wichtige Basis für Investitionsentscheidungen . Die Milliardensummen für neue
Fabriken kann man nur aufbringen , wenn eine gewisse Auslastung absehbar ist .
AMD betont , dass alle anderen Vetragspartner ihre Verpflichtungen erfüllten .
Der Chipsatz-Spezialist VIA freut sich unterdessen über kräftig gestiegene
Umsätze : Ob die Netto-Ertragsentwicklung auch so positiv ist , wird erst der
Quartalsbericht zeigen : Um den schleppenden Absatz der Chipsätze für DDR-SDRAM
anzukurbeln , verkauft VIA manche davon zusammen mit verbilligten
Speichermodulen . Obwohl Nanya , der Lieferant dieser DDR-Speicherchips , genau
wie VIA ( und übrigens auch FIC ) zum riesigen taiwanischen Firmenkonglomerat
Formosa Plastics Group gehört , dürfte dieses Bundling VIA ein paar Dollar
kosten . Philips baut IC-Verpackungs- und Testwerk in China Die Produktion soll
schon nach Vollendung des ersten Bauabschnittes im ersten Halbjahr 2002 beginnen
. Philips hat bisher schon Packaging-Werke in Taiwan , Thailand und auf den
Philippinen . Samsung entwickelt neue Rambus-Speichermodule Das koreanische
Unternehmen Samsung Electronics kündigt Speichermodule für Spezialanwendungen an
. Alle drei neuen Modul-Bauformen verwenden Rambus-Speicherchips .
Typenbezeichnungen gibt der Hersteller noch nicht an , er bezeichnet die
Spezial-Komponenten als " Customized Rambus DRAMs " . Bei den Multikanal-Modulen
bündelt Samsung vier Rambus-Kanäle auf einem Speichermodul . Diese erreichen so
Datentransferraten von bis zu 6,4 GByte pro Sekunde , was sie für den Einsatz in
Servern und Netzwerkroutern prädestiniert . Die mit dem Intel-i820-Chipsatz
eingeführte Direct-Rambus-Technik bietet pro Rambus-Channel bei 400 MHz
Taktfrequenz eine theoretisch maximale Datentransferrate von 1,6 GByte pro
Sekunde . Ebenfalls für Server ist eine "High-Capacity"-Bauform gedacht , die 32
RDRAMs aufnimmt ( Rambus-DRAMs ) . Die bisher für Rambus-Bestückung lieferbaren
Intel-Chipsätze i820 , i840 ( beide Pentium III ) und i850 ( Pentium 4 )
verkraften pro Kanal maximal 32 RDRAMs . Eine weitere neue Modulbauform zielt
auf Mobilgeräte . Auf Small-Outline-RIMMs ( SO-RIMMs ) passen bis zu acht Chips
, Samsung will SO-RIMMs mit 64 und 128 MByte Kapazität fertigen . Namen ,
Typenbezeichnungen oder Datenblätter sind für alle drei neuen Modulbauformen
noch nicht verfügbar . Ab dem kommenden Jahr will Samsung auch eine technisch
veränderte und preiswertere RDRAM-Bauform liefern . Samsung sieht sich als
führenden Rambus-Speicher-Anbieter . Der Hersteller strebt einen Marktanteil von
über 50 Prozent an . Im ersten Quartal 2001 habe der Samsung-Marktanteil in
diesem Bereich 65 Prozent ausgemacht . Intel unterstützt Hersteller von
Rambus-Speicherchips mit Investitionsmitteln . Weitere große Lieferanten von
RDRAMs sind NEC und Toshiba . Diese beiden Firmen haben ebenso wie Samsung mit
dem Unternehmen Rambus auch Lizenzverträge für die Herstellung von SDRAM- und
Double-Data-Rate-SDRAM geschlossen . HP bietet Hardware gegen Gewinnbeteiligung
Diese Unternehmen haben oft gute Ideen und vielversprechende Konzepte , doch
noch wenig Geld in der Kasse . Hewlett-Packard verspricht binnen 90 Tagen den
Aufbau einer kompletten E-Business-Lösung . Die Hardware dazu kommt von HP und
Cisco , die Software von Partnerfirmen . Hewlett-Packard kümmert sich um den
kompletten Service und erhält als Bezahlung Anteile aus dem per E-Business
erzielten Gewinn . Nach seiner Umstrukturierung überrascht der als konservativ
geltende US-Computerkonzern mit diesem neuen Vertriebskonzept . Analysten
bewerten HPs neue Marktoffensive unterschiedlich . Manche Experten sehen hierin
den Beginn eines neuen Trends , um mit kapitalschwachen Firmen ins Geschäft zu
kommen . Kritiker entdecken hingegen an der " Verpachtung " von
Computer-Equipment keine neuen Ideen . Intel-Mainboards booten schneller Ein
spezielles Rapid-Boot-BIOS ( RBB ) soll bei manchen Intel-Mainboards die Zeit
zwischen dem Einschalten und der Arbeitsbereitschaft des PC deutlich verkürzen .
Das neue RBB steht allerdings nur für die Intel-Mainboards VC820 ( i820-Chipsatz
) , D815EEA ( i815 ) und bald auch CA810E ( i810E ) zur Verfügung . Das BIOS ist
für die korrekte Erkennung und Konfiguration der Systemkomponenten zuständig :
Es muss beispielsweise die Größe des installierten Hauptspeichers und die
Parameter der Festplatte ermitteln . Erst dann startet der Bootvorgang des
Betriebssystems von der Festplatte . Die automatische Erkennung von
Hardwarekomponenten dauert seine Zeit - Intel gibt für eine typische
Konfiguration rund 30 Sekunden an . Windows 98 benötigt in diesem Beispiel
weitere 30 Sekunden , bis der Benutzer endlich mit dem PC arbeiten kann . Das
neue Rapid-Boot-BIOS soll die BIOS-Bootdauer auf rund 6 Sekunden reduzieren .
Mit der neuen Windows-ME-Version soll ein RBB-Mainboard schon nach etwa 20
Sekunden einsatzbereit sein , denn auch Microsoft verspricht für die neue
Ausgabe des Windows-Betriebssystems einen nur noch halb so langen Bootvorgang .
Die angegebenen Zeiten sind allerdings reine Richtwerte , die stark von der
jeweiligen Systemkonfiguration abhängen . Intel führt Beispiele für
unterschiedliche Hochlaufzeiten von IDE-Festplatten an : Demnach benötigen
Festplatte mit 10.000 Umdrehungen pro Minute bis zu 25 Sekunden Spin-up-time ,
während 5.400er Harddsiks typischerweise schon nach 5 Sekunden betriebsbereit
seien . Bekanntlich brauchen auch SCSI-Adapter oft sehr lange für die Erkennung
der angeschlossenen Laufwerke . Auch Windows ME dürfte je nach Konfiguration
unterschiedlich lange booten : Bei installiertem Netzwerk sind oft zusätzliche
Wartezeiten für den Bezug von IP-Nummer oder DNS-Namen nötig . Man kann die
aktuellen Anstrengungen von Intel und Microsoft zur Verkürzung der
PC-Einschaltdauer in gewissem Sinne als Kapitulation betrachten : ACPI und
OnNow! versucht Wintel schon seit Jahren relativ erfolglos zu etablieren . Trotz
mehr-hundertseitiger Spezifikationen sind bisher nur wenige Hersteller in der
Lage , ordentlich ACPI-taugliche Komponenten zu liefern . Der oft beworbene
sogenannte " Energiesparmodus " Suspend-to-RAM , aus dem ein schlafender PC
binnen Sekunden wieder aufwachen soll , funktioniert nur bei pedantisch darauf
optimierten Systemen . Bereits bei Windows 2000 führte Microsoft daher mit dem "
Ruhezustand " ( Hibernation ) einen Suspend-to-Disk-Modus ein , der unabhängig
von ACPI arbeitet . Nach dem BIOS-Bootvorgang wird dabei der
Hauptspeicherzustand vor dem Einschalten des Ruhezustands aus einer speziellen
Datei auf der Festplatte restauriert . Dieses Verfahren dauert allerdings
insbesondere bei großzügigem Hauptspeicherausbau relativ lange . Von eigenen
Versuchen mit den neuen RBB-Versionen ist zurzeit eher abzuraten : Im Forum zu
Intel-Mainboards häufen sich Meldungen über Probleme nach einem Update .
Insbesondere die Soundfunktionen und die Festplatten-LED stellten offenbar bei
einigen Benutzern des VC820 mit RBB den Betrieb ein . Acer stellt neue
Konzernstrategie klar Der taiwanische Acer-Konzern will sich nicht aus dem
Hardware-Geschäft zurückziehen . Das stellt der Geschäftsführer von Acer
Deutschland , Walter Deppeler , klar . Die Ankündigung einer neuen
Geschäftsstrategie des Konzernchefs Stan Shih hatte zu Missverständnissen
geführt . Damit will Acer eine klarere Trennung der Geschäfte mit Geräten unter
eigenem Markennamen von der OEM-Fertigung erreichen . Langfristig strebt Acer an
, nur noch einen Minderheitsanteil an Wistron zu halten . Der Rest verteilt sich
auf Geräte wie PCs und Server . Künftig will man auch verstärkt Internet
Appliances und Unterhaltungselektronik wie Spielkonsolen oder Settop-Boxen
fertigen . Auf Acer Deutschland als Teil der ABO-Organisation hat die
Wistron-Ausgründung keine Auswirkungen . Als drittes wichtiges Standbein der
Acer Group dient der Bereich " Holding and Investment Business " ( HIB ) . Hier
sind die Firmenbeteiligungen zusammengefasst , etwa am Speichermodulhersteller
Apacer , an der Hardwarefirma AOpen und am Chipsatzentwickler ALi . Die HIB ist
auch stark in den Bereichen e-Business , Kommunikation und Multimedia engagiert
. Es existieren dazu die Sparten " e-Solutions " und " Acer Communication and
Multimedia " ( ACM ) . Mit der geschäftlichen Entwicklung im ersten Halbjahr
2001 zeigt sich Acer zufrieden . Durch die Konzentration auf das Kerngeschäft
sowie Verschmelzungen und Abschreibungen hätten sich klare Verbesserungen
ergeben . In Europa habe ABO den Break-Even erreicht , in den USA habe man die
Aktivitäten zurückgefahren , um das Verlustrisiko zu verringern . Auch die
Abteilung DMS konnte den Lagerbestand senken und sei dem Break-Even
nähergekommen . Außerdem habe man " eine gute Mischung " neuer Kunden gewonnen .
Acer betreibt derzeit nach eigenen Angaben insgesamt 21 Hardware-Fabriken und 15
" Configuration Centers " in 12 Ländern . Die im Dezember 2000 verbreiteten
Meldungen über angeblich anstehende Fabrikschließungen entbehren nach Aussage
von Deppeler jeder Grundlage . Zuletzt habe Acer im Sommer 2000 Werke
geschlossen , weitere Werksschließungen seien zurzeit nicht geplant . Hynix will
weniger Speicherchips produzieren Der harte Preiskampf bei den Speicherchips hat
PC-Besitzern sensationell günstige Preise für Speichermodule beschert . Für die
Hersteller von Speicherchips ist dieser Trend ein ruinöser Wettkampf . Eine
Analyse von Dataquest kommt zu dem Schluss , dass der Preisverfall , rund 80
Prozent im Verlauf der letzten 12 Monate , auf das zögerliche Wachstum der
PC-Verkäufe bei gleichzeitig hohen Lagerbeständen zurückzuführen sei . Die
DRAM-Industrie werde im laufenden Jahr den stärksten Rückgang ihrer kurzen
Geschichte zu verkraften haben . Die Krise im Speichermarkt hat Hersteller wie
Infineon bereits voll erfasst . Im Rekordjahr 2000 haben viele Hersteller Geld
in neue Speicherfabs gesteckt , um auf den größeren 300-mm-Wafern mehr Chips mit
verkleinerten Strukturgrößen fertigen zu können . Die neuen Fertigungstechniken
sind zwar kostengünstiger als die alten , steigern aber das derzeitige
Überangebot . Hynix , die frühere Hyundai Electronics , kündigte nun an , die
Produktion von DRAMs mit Strukturen größer als 0,18 µm einzustellen . Das
beträfe etwa 20 Prozent des aktuellen Ausstoßes , was wiederum rund vier Prozent
vom Weltmarkt entspräche . Eine echte Preisstabilisierung sei nur möglich , wenn
alle Hersteller die Produktion drosselten . Der Vorstoß von Hynix hat aber
Signalwirkung , denn die Hyundai-Halbleitersparte gilt als eine wesentliche
Triebfeder des aktuellen Preiskampfes . Hyundai hatte nach der Asienkrise 1999
die angeschlagene LG Semicon übernehemen müssen . Seitdem schlitterte Hyundai
immer tiefer in eine Schuldenfalle und wurde mit immer neuen Krediten der
Öffentlichen Hand über Wasser gehalten . Hyundai verkaufte DRAMs zu Kampfpreisen
, um den Deckungsbeitrag zur Tilgung der Schulden zu erwirtschaften . Seit
einiger Zeit kämpft Hynix mit Umstrukturierungsplänen gegen den Schuldenberg an
; die Sparten CRT-Monitore , Satelliten , Elektronik-Service und PC-Herstellung
wurden bereits in eigenständige Gesellschaften ausgelagert . Die Bereiche
Telekommunikation und LCD-Displays sind mittlerweile ebenfalls abgespalten .
Bisher versuchten die DRAM-Hersteller über immer niedrigere Preise ihren eigenen
Marktanteil zu steigern und so ihre Produktionskapazität besser auszulasten .
Micron bietet etwa seit Mai DDR-SDRAM-Module zum selben Preis wie die üblichen
PC133-DIMMs an . Die höhere Auslastung soll dann die Verluste begrenzen , denn
die fixen Kosten sind bei der Halbleiterherstellung hoch . Diese Strategie ging
zumindest bei Micron nicht auf : Nach einer Analyse von SiliconStrategies.com
verfolgen die DRAM-Konkurrenten mit der Preisspirale auch eine
Verdrängungsstrategie . Demnach wollen Micron und Samsung die Produktion
keineswegs drosseln , sondern weitermachen , bis eine Marktbereinigung eintritt
. Dafür gibt es Beispiele aus früheren Krisenzeiten : Texas Instruments
verkaufte etwa vor einigen Jahren die komplette DRAM-Fertigung an Micron . Die
aktuellen Marktführer , die über 80 Prozent des Marktes beliefern , haben
allerdings allesamt relativ moderne Fabriken , in die ständig große
Investitionssummen fließen . Daher sei schon aus betriebswirtschaftlichen
Gründen nicht mit dem Ausstieg eines größeren Anbieters aus dem DRAM-Geschäft zu
rechnen . Nach Einschätzung von SiliconStrategies.com steht kurzfristig keine
Konsolidierung der Speicherpreise ins Haus . Für die kleineren Anbieter , die
sich vor allem in Taiwan konzentrieren , wird die Luft allerdings dünner .
Firmen wie ESMT , Mosel Vitelic , Nanya , ProMOS , TwinMOS , Vanguard und
Winbond haben aber häufig ein Standbein in speziellen Marktsegmenten , etwa bei
Grafikkarten . Frankfurter Halbleiterfirmen geben auf Die Chip-Hersteller
Silicium Microelectronic Integration ( SiMI ) und die Microelectronic Design &
Development ( MD&D ) in Frankfurt/Oder beenden ihren Geschäftsbetrieb . Das
erklärte gestern der Geschäftsführer Hans Möhr gegenüber der Nachrichtenagentur
dpa . Die beiden Firmen mit insgesamt etwa 160 Mitarbeitern waren Nachfolger des
Halbleiterwerks Frankfurt , welches in seinen besten Zeiten über 8000 Menschen
beschäftigte . Nach der Wende geriet der Betrieb schnell in Schwierigkeiten ,
die auch massive Subventionen nicht abfedern konnten . Als Begründung führten
die Wettbewerbshüter an , die Subventionen seien ohne Sanierungsplan und damit
ohne rechtliche Grundlage gewährt worden . Bereits unmittelbar nach der
EU-Entscheidung hatten die beiden Chipfirmen die Eröffnung von
Insolvenzverfahren beantragt . Motorola reklamiert Durchbruch bei der
Chip-Herstellung Das soll erhebliche Verbesserungen bei bestimmten
hochintegrierten Schaltungen möglich machen . Nach Angaben des Unternehmens
gelang es , dünne Schichten aus so genannten III-V-Halbleitern wie
Galliumarsenid ( GaAs ) oder Indiumphosphid ( InP ) auf einem darunterliegenden
Siliziumwafer wachsen zu lassen . Bislang war das nicht möglich , unter anderem
weil die unterschiedliche Kristallstruktur der Materialien zu Fehlern in den
III-V-Halbleitern führte . Motorola hat im Grunde zufällig einen Weg entdeckt ,
eine geeignete Zwischenschicht als " Vermittler " zwischen die beiden
Halbleitermaterialien zu bringen . In Zusammenhang mit dem perfektionierten
Rezept hat Motorola bereits 270 Patentanmeldungen eingereicht . III-V-Halbleiter
haben besondere Eigenschaften , die sie für optische Bauelemente wie LEDs und
Laserdioden und Hochfrequenzschaltungen prädestinieren . Das neue Verfahren
erlaubt beispielsweise kompaktere Leseköpfe für optische Laufwerke ,
superschnelle Transmitter für optische Netze oder noch kleinere Handys durch die
Integration von Signalverarbeitungs- und Hochfrequenzschaltungen in einem Chip .
Nach Motorola-Angaben sind wegen der großen Sprödigkeit der Materialien bislang
maximal 150-mm-Wafer aus GaAs und 100-mm-Wafer aus InP machbar . Mit der neuen
Technik sollen sich auch 300-mm-Si-Wafer mit epitaktischen III-V-Schichten
versehen lassen . Bei GaAs sei das in Zusammenarbeit mit IQE bereits gelungen .
Das entsprechende InP-Verfahren ist noch in Arbeit . Motorola fertigt nicht nur
eigene Chips , sondern bietet die Waferbearbeitung auch als Dienstleistung an (
Foundry Service ) . Auch die Entwicklung und Lizenzierung von
Halbleiterprozessen ist ein wichtiges wirtschaftliches Standbein . Motorola war
an der Entwicklung des Kupferprozesses für den AMD Athlon , der
300-mm-Fertigungstechnik bei Infineon in Dresden und dem
Silizium-Germanium-Kohlenstoff-Prozess für das geplante Communicant-Werk in
Frankfurt ( Oder ) beteiligt . In jüngster Zeit kündigte das Unternehmen
allerdings wiederholt Werksschließungen , Stellenstreichungen , Verluste und den
Verkauf von Sparten an . Die Halbleiterhersteller feiern weiter Rekorde Auch im
August setzte sich der Boom bei Halbleiterprodukten fort : Das entspricht einer
Steigerung von 52,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat und von 5,1 Prozent
im Vergleich zum Juli 2000 . Nach Angaben der Semiconductor Industry Association
( SIA ) entwickelte sich das Wachstum dabei je nach geografischer Region
unterschiedlich . Im asiatisch-pazifischen Raum wurden im August 2000 60,2
Prozent mehr Halbleiter abgesetzt als im August 1999 , in Europa betrug die
Steigerung nur 46,4 Prozent . Auf dem amerikanischen Kontinent und in Japan
erreichten die Wachstumsraten 50,3 und 53,7 Prozent . Im Monat Juli errechnete
die SIA eine Wachstumsrate von 50 Prozent . Auch die US-Hersteller von Anlagen
zur Halbleiterproduktion melden Rekordwerte : Gegenüber dem Vorjahreszeitraum
betrug die Steigerung bei den Verkäufen 69 Prozent und bei den offenen Aufträgen
93 Prozent . Besondere Bedeutung misst SEMI der Tatsache zu , dass diese guten
Zahlen im traditionell schwächeren Monat August erzielt wurden . Speicherpreise
im Sinkflug Zurzeit befinden sich die Preise für PC-Speichermodule im Sinkflug :
Waren Ende Juni noch rund 180 Mark für ein No-Name-PC100-DIMM mit 64 MByte zu
zahlen , so liegt der Preis für dieselbe Ware mittlerweile mit circa 150 Mark um
gut 17 Prozent niedriger . In der Branche erklärt man die fallenden Preise mit
der nicht so schnell wie erwartet steigenden Nachfrage nach Komplettrechnern .
Nach Warnungen der Speicherchip-Firmen über hohe Auslastung ihrer
Fertigungskapazität hatten sich viele PC-Hersteller im Sommer mit großen
Vorräten eingedeckt . Da der PC-Absatz derzeit zu Wünschen übrig lässt , geben
die PC-Hersteller ihre Überkapazitäten ab und bestellen weniger nach . Ob und
wie lange der aktuelle Preistrend anhält , weiß aber anscheinend niemand . Die
Auguren deuten die Signale unterschiedlich : Während einige Branchenkenner schon
bald wieder steigende Preise prognostizieren , sehen andere einen längeren
Abwärtstrend . Noch Anfang September hieß es , die Preise würden eher steigen .
Micron gibt an , dass Vertragskunden für einen 64-MBit-SDRAM-Chip derzeit 7,50
US-Dollar zahlen ; letzte Woche lag der Preis bei 8 US-Dollar . Compaq kauft
sich einen Direktvertrieb Von diesem Schritt erhofft sich der Computerhersteller
einen leichteren Zugang zu den Endkunden . Die Mitbewerber Dell und Gateway
haben bereits erfolgreich vorgemacht , wie Markenhersteller auf
Direktvertriebsbasis gedeihen können . Compaq vertreibt seine Produkte bislang
größtenteils über Zwischenhändler . Im Vergleich dazu erfordert der direkte
Verkauf an Endkunden deutlich weniger Lagerkapazität , weil die Geräte nicht
erst beim Händler verstauben . Durch den schnelleren Warenumschlag wird weniger
Kapital gebunden , zudem sind die verkauften Rechner aktueller - beides sind
wichtige Wettbewerbsvorteile im heiß umkämpften Rechnermarkt . Ein angenehmer
Nebeneffekt der Direktvermarktung ist darüber hinaus die Möglichkeit , Rechner
kundenspezifisch zu konfigurieren und lukrative Peripheriekomponenten mit zu
verkaufen . Analysten hatten in der Vergangenheit mehrfach bemängelt , dass die
Fertigungskapazität und die Vertriebsstrukturen bei Compaq für die geplante
Expansion in den Markt der " Internet Appliances " nicht ausreichen würden .
Geräte wie der im November vorgestellte iPaq sollen den Umsatz des
Computerherstellers nun kräftig ankurbeln . Compaq-Chef Michael Capellas hat
Pläne für eine Erweiterung der Direktvertriebskanäle auch außerhalb Amerikas
angedeutet . Neben Compaq-Geräten bleiben zumindest vorerst auch Produkte der
Mitbewerber Hewlett-Packard und IBM im Inacom-Angebot . NEC setzt bei Firmen-PCs
auf AMD-Prozessoren Der japanische Computerriese NEC will in künftigen
PowerMate-DT-Rechnern AMD-Athlon- und -Duron-Prozessoren einbauen . Das könnte
für AMD den Durchbruch auf dem Weg in das Geschäft mit Firmen-PCs , dem größten
x86-Prozessormarkt , bedeuten . Bislang hat noch keiner der wirklich großen
Hersteller von PCs für Großfirmen und Behörden Geräte mit AMD-Prozessoren im
Angebot . Da die Einkäufer und Administratoren der großen Firmen und Behörden
aber sehr auf Altbewährtes setzen und der Preis des nackten Prozessors im
Vergleich zu den Wartungskosten über die gesamte Lebensdauer eines Firmen-PC
keine Rolle spielt , hatte es AMD hier bislang schwer . NEC zielt mit seinen
neuen Modellen mit AMD-Prozessoren zunächst auf den europäischen Markt : In
Frankreich , Großbritannien , Italien und den Niederlanden sollen sie zu haben
sein . Intels forcierte Einführung des Pentium 4 könnte AMD nach Ansicht von
Branchenkennern den Weg in die Großfirmen ebnen : Der Pentium 4 läuft bislang
nur mit Rambus-Speicherriegeln ( RDRAM ) . Dies stellt bereits eine Abkehr von
Altbewährtem dar und zwingt die Einkäufer zum Umdenken . Außerdem haben die
Pannen mit den Rambus-Chipsätzen i820 und i840 deren Reputation beschädigt -
obwohl die Bugs dieser Chipsätze gerade nicht in Verbindung mit Rambus-Speicher
auftraten . Auch der hohe Strombedarf des Pentium 4 , der mit dem der Athlons
vergleichbar ist , nivelliert die Unterschiede zwischen den CPUs . Einige
PC-Hersteller bevorzugen bisher Intel-Chips wegen der geringeren Anforderungen
an Netzteil und Kühlung . Fertigung für Gamecube-Grafikchip eröffnet Im
japanischen Kyushu hat NEC die Fertigungslinie " Fab 9 " eröffnet . Hier sollen
die Grafikchips für die neue Nintendo-Spielkonsole Gamecube entstehen , die ab
Juli in Japan und ab Herbst in den USA auf den Markt kommen soll . Den
Grafikchip stellt NEC in einem 0,18-µm-Prozess her , der für die ebenfalls in
Kyushu befindliche Fab 8 entwickelt wurde . In dem von der heutigen ATI-Tochter
ArtX entwickelten Grafikprozessor namens Flipper kommt Embedded DRAM zum Einsatz
. Dazu hat Nintendo eine Lizenz für die 1T-SRAM-Technik von MoSys erworben .
Flipper soll etwa 2 MByte Bildspeicher und 1 MByte Texturen-Cache enthalten .
Der Hauptprozessor des Gamecube ist ein PowerPC-Chip mit 405 MHz . Als
Hauptspeicher kommen 24 MByte 1T-SRAM zum Einsatz , außerdem 16 MByte " A-Memory
" , das als 100-MHz-DRAM spezifiziert ist . Der Gamecube-Vorgänger N64 verwendet
Rambus-Speicherchips . Weiter schlechte Nachrichten aus der Halbleiterbranche Im
Vergleich zum Januar 2000 stieg der Umsatz allerdings um 13,7 Prozent . Bereits
im Dezember 2000 schrumpfte der Markt um 2,1 Prozent . Obwohl Dezember und
Januar keine Boom-Monate der Branche sind , unternimmt George Scalise , der Chef
der Industrievereinigung SIA , keinen Versuch mehr , die schlechten Ergebnisse
durch saisonale Schwankungen zu erklären . Vielmehr seien hohe Lagerbestände und
Absatzprobleme bei den Endprodukten der Grund für die schwachen Umsätze . " Die
Anpassung der Lagerbestände " werde wohl auch erst zum Ende des dritten Quartals
abgeschlossen sein . Regional fiel die Entwicklung des Chipmarktes nach
SIA-Angaben sehr unterschiedlich aus . Im asiatisch-pazifischen Raum und in den
USA gingen die Umsätze stärker zurück ( um 7,9 beziehungsweise 5,8 Prozent ) ,
während man in Europa lediglich 2,7 Prozent weniger verkaufte . Passend zu den
schlechten Nachrichten der Industrievereinigung korrigierte am heutigen Montag
auch der US-Chiphersteller LSI Logic seine Umsatzprognose für das laufende
Geschäftsquartal : Das Ergebnis des letzten Quartals lag nur um drei Prozent
über dem des vorletzten . Auch LSI macht die schlechten Marktbedingungen für die
schleppenden Verkäufe verantwortlich , gibt aber keine Hinweise darauf , wann es
wieder aufwärts gehen soll . Man sei aber zuversichtlich , dass dies geschehe ,
wenn die Wirtschaftsprognosen wieder besser würden . Microsoft bekommt ein Stück
vom MediaOne-Kuchen Der Verkauf von MediaOne an AT&T ist perfekt , aber
Microsoft ergattert doch noch ein Stück vom MediaOne-Kabelnetz . Gestern
verhandelte die Kabelfernsehgesellschaft Comcast , an der die Redmonder
beteiligt sind , mit AT&T . Comcast setzte dabei Bedingungen für die Zustimmung
zum MediaOne-Verkauf durch . Damit kommt Bill Gates seinem Ziel näher , ein
integriertes Netzwerk für Telefon , Internet und Multimediainhalte aufzubauen .
Der Spaß ist allerdings nicht ganz billig : rein rechnerisch zahlt Comcast für
jeden Kundenanschluß etwa 4.500 US-Dollar . Ungewisse Zukunft für Cyrix National
Semiconductors stellt heute einen außerordentlichen Quartalsbericht vor -
Beobachter glauben , daß es darin hauptsächlich um die Zukunft von Cyrix geht .
Der ausbleibende Erfolg des Prozessorherstellers nährt Gerüchte über einen
bevorstehenden Verkauf , wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet . Vor
nicht einmal zwei Jahren hat das Engagement von National bei Cyrix begonnen .
National hat Pläne zur Entwicklung integrierter Systeme ( system-on-a-chip ) auf
Basis der Cyrix-Prozessoren . Deshalb könnte es heute auch um den Verkauf nur
von Teilen der Cyrix-Beteiligung gehen . National : Cyrix bleibt - aber ohne M
II National kündigte heute an , aus dem Geschäft mit PC-Prozessoren auszusteigen
. Nur Chips für hochintegrierte Systeme , wie den MediaGX-Prozessor , will
National weiter entwickeln und herstellen . Die Gerüchte um den Verkauf von
Cyrix sind damit nicht eindeutig beantwortet . Zur Deckung der im heiß
umkämpften Markt der PC-Prozessoren eingefahrenen Verluste will National jedoch
einiges versilbern . So steht außer der gesamten M II-Prozessorlinie auch der
Hauptanteil an der Chipfabrik in Portland zum Verkauf . Die Zukunft der dort
produzierten M II-Prozessoren ist damit unklar . Ein Pressesprecher wollte nur
noch die Auslieferung des M II-366+ bestätigen , über die weitere Produktion
hätten die neuen Eigner der Fab in Portland dann zu befinden . Der Markenname
Cyrix kann ebenfalls käuflich erworben werden - " Buy Cyrix " im Wortsinn .
National selbst will sich künftig wieder mehr auf Halbleiter für
Analoganwendungen konzentrieren . Weltweit sollen etwa 550 Arbeitsplätze
abgebaut werden . Gigahertz-Donnervogel von AMD AMDs heute vorgestellter
Intel-Schocker Thunderbird schlägt auch bei 1 GHz Taktfrequenz den Konkurrenten
knapp , wie Messungen aus dem c't-Labor bestätigen : Bei dem getesteten
Prozessor handelte sich , wie beim bereits geprüften 700-MHz-Typ , um eine
Vorabversion , wie sie AMD Hardwareherstellern zur Verfügung gestellt hat . Es
ist daher möglich , dass Exemplare aus der Serienproduktion etwas andere
Ergebnisse erreichen . Gerne hätten wir auch einen Vergleich der
Spec-Testergebnisse veröffentlicht , doch lief unser Prozessor auf dem
eingesetzten Mainboard dazu nicht stabil genug . Als Testplattform diente dem
Gigahertz-Thunderbird ein Gigabyte-Mainboard mit KT133-Chipsatz ( GA-7ZM ) . Der
Gigahertz-Athlon rannte auf einem K7V von Asus mit VIA-KX133-Chipsatz , vom
selben Hersteller stammt das CUV4X mit VIA-Apollo-Pro133A-Chipsatz für den
1000-MHz-Pentium-III . Es kamen jeweils 128-MByte-PC133-Speichermodule zum
Einsatz , die mit einer CAS-Latency von 3 Takten arbeiteten . Allerdings
besitzen die AMD-Renner ein Double-Data-Rate-Interface zum FSB , weshalb die
Datenübertragung theoretisch doppelt so schnell läuft . Außer Gigabyte haben
auch praktisch alle anderen namhaften Board-Firmen Sockel-A-Platinen mit dem
VIA-KT133-Chipsatz angekündigt . Auf der Computex in Taiwan finden sich diese
Platinen an jedem Stand - doch wann deutsche Kunden in den Genuss der neuen
Hardware kommen , ist weitgehend unklar . Bereits bei den Athlon-Mainboards mit
KX133-Chipsatz geriet bei einigen Herstellern die Phase zwischen Ankündigung und
tatsächlicher Auslieferung recht lang . Die Entwicklungs- und
Produktionsabteilungen scheinen angesichts der enormen Belastung durch im
Vierteljahresabstand folgende Neuvorstellungen langsam heiß zu laufen . Gerüchte
um Änderungen der AMD- und Intel-Roadmaps Die Branchenauguren berichten von
angeblich bevorstehende Änderungen der Prozessor-Planungen bei Intel und AMD .
Natürlich bestätigt keiner der beiden Konkurrenten diese Gerüchte offiziell ,
doch der schwache PC-Absatz macht spontane Aktionen der CPU-Firmen zur
Absatzförderung wahrscheinlicher . Nun rätseln Insider , was es mit dieser
Ankündigung einer Änderung einer Planung auf sich hat . Es gilt als
wahrscheinlich , dass Intel das eine oder andere Produkt früher als bisher
geplant einführen möchte - die Frage ist : Welches ? Geht es um
Desktop-Prozessoren oder Mobil-Chips ? Oder gar um Chipsätze ? Einiges spricht
dafür , dass Intel " Brookdale " , den ersten Chipsatz , der den Betrieb des
Pentium 4 im Verbund mit PC133-SDRAM ermöglicht , früher als geplant freigeben
möchte . Doch bei der wichtigen Neuerung , sofern das Gerücht darum überhaupt
eine Grundlage hat , könnte es sich auch um die Einführung der neuen
Pentium-III-Versionen mit kleineren Strukturen von nur 0,13 µm Größe namens
Tualatin für den Desktop handeln . Genauso wenig präzisiert AMD , was es mit der
Roadmap auf sich hat , die seit wenigen Tagen auf dem AMD-Server zu finden ist .
Im Vergleich zu früheren Roadmaps , die AMD beispielsweise noch auf der CeBIT
2001 verteilte , ist die Einführung des neuen Athlon-Prozessors mit
"Palomino"-Kern um einige Millimeter nach hinten gerückt . Bedeutet dies , dass
diese neuen Athlons nun später kommen ? Oder hat hier nur ein AMD-Mitarbeiter
Schwierigkeiten mit der Power-Point-Präsentation gehabt ? Nach der CeBIT gingen
Branchenkenner von einem Einführungstermin im Juli/August aus . Die neue Grafik
spricht nun eher für den September . Ob diese Verschiebung überhaupt relevant
ist für einen deutschen Kunden , der einen der neuen Athlons im Einzelhandel
kaufen möchte , ist überdies fraglich - zwischen der offiziellen Einführung des
ersten DDR-SDRAM-tauglichen Chipsatzes und dem Auftauchen erster
AMD-760-Mainboards im Einzelhandel vergingen schließlich auch Monate .
Chipschmiede VIA vervierfacht den Umsatz Auch für das kommende Quartal rechnen
Analysten mit einem erfolgreichen Geschäft . Der immense Zuwachs sei vor allem
darauf zurückzuführen , dass Marktführer Intel deutlich weniger Chipsätze
liefere , da Intel die Chipsatz-Produktion zugunsten der Prozessorfertigung
zurückgefahren habe . VIA hat mit dem VIA Cyrix III auch einen Prozessor auf dem
Markt , der aber nur mit rund fünf Prozent zum Umsatz beitrug . VIA steht aber
mit dem neuen Prozessor weiterhin in Konkurrenz zu AMD , Transmeta und Intels
Celeron-Prozessorlinie . Speicher- und PC-Hersteller Micron boomt mit Chips Noch
gestern gingen Analysten von rund 96 Cent Gewinn pro Aktie aus , die
Maximalschätzungen reichten bis 1,15 US-Dollar . Das gute Ergebnis des größten
US-amerikanischen Speicherherstellers zeigt , dass angesichts schwankender
Halbleiterpreise und der sich rasant fortentwickelnden Fertigungstechnik die
Betriebsergebnisse der Unternehmen kaum kalkulierbar sind . Während der
PC-Absatz um 15 Prozent sank , konnte die Halbleitersparte ihren Umsatz im
Vergleich zu 1999 um rund 140 Prozent steigern . Micron führt dies auf allgemein
gute Nachfrage nach PCs und den höheren Speicherausbau der einzelnen Geräte
zurück . Gleichzeitig konnte das Unternehmen die Rentabilität der
Halbleitersparte durch neue Fertigungsanlagen von 25 auf 51 Prozent beträchtlich
erhöhen . MAGRAM speichert Daten dauerhaft Die kanadische Firma Micromem
berichtet von erfolgreichen Tests eines 8-Bit-MAGRAM-Bausteins ( MAGnetic RAM )
. Anders als bei den üblichen Speicherchips wird der Zustand einer Speicherzelle
hierbei nicht durch deren elektrische Ladung , sondern durch ihre magnetische
Orientierung dargestellt . Das MAGRAM-Muster mit eine Kapazität von acht Bit sei
an der Universität von Utah hergestellt worden . Der Baustein erhalte
eingeschriebene Information ohne Spannungsversorgung und lasse sich gleichzeitig
ähnlich schnell auslesen oder beschreiben wie DRAM-Speicherbausteine .
Grundsätzlich ist die Idee nicht neu , ferromagnetische Effekte zum Aufbau von
nichtflüchtigem RAM zu nutzen . Dieser Speichertyp nutzt die Magnetoresistenz
bestimmter Stoffe aus . Ein MRAM mit 16 KBit Kapazität stellte Honeywell bereits
vor zwei Jahren vor , wobei die Strahlungsunempfindlichkeit des Bausteins für
den Einsatz in Weltraumsystemen von besonderem Interesse war . MRAMs erlauben
theoretisch eine höhere Packungsdichte der Speicherzellen und eine einfachere
Fertigung als Silizium-Speicher-Chips . Diesen Vorteilen stehen allerdings zwei
wichtige Nachteile gegenüber : Magnetisches Übersprechen zwischen den
Speicherzellen begrenzt derzeit noch die maximale Packungsdichte , und die
Zugriffsgeschwindigkeit ist nicht mit der konventioneller DRAMs vergleichbar .
Zahlreiche internationale Unternehmen arbeiten an MRAMs , in Deutschland fördert
das Forschungsministerium ein entsprechendes Projekt . Micromem will nun
insbesondere die Zugriffsgeschwindigkeit gesteigert haben . Leider berichtet das
Unternehmen nicht , durch welche Technik dieser Fortschritt gelungen ist . Man
verweist lediglich auf Patente von Richard M. Lienau , zu deren Verwertung man
über das Tochterunternehmen Pageant berechtigt sei . Die Patentschriften
schützen ein Verfahren zur Auswertung des Zustandes der magnetischen
Speicherzellen durch sogenannte " dual-drain Hall effect FETs " . Diese Technik
könnte zwar die Zugriffsgeschwindigkeit des MAGRAM steigern , doch dürfte sich
der Fertigungsprozess durch die Feldeffekttransistoren stark verkomplizieren .
Micromem hebt dagegen besonders die vergleichsweise einfache Fertigung hervor :
Das geprüfte Muster basiere auf einem einfachen Glassubstrat , zudem seien zur
Herstellung " keine exotischen Materialien " notwendig gewesen . Chip-Hersteller
wappnen sich für schwere Zeiten Nach dem Rekordjahr 2000 dämpfen immer mehr
Chipschmieden die Erwartungen für das laufende Jahr : Toshiba will in der
kalifornischen Niederlassung 500 Mitarbeiter entlassen , der taiwanische
Chipgigant TSMC schraubt die Investitionspläne für das laufende Jahr um 29
Prozent zurück . Die Semiconductor Industry Association ( SIA ) veröffentlichte
zudem am gestrigen Montag die aus den Angaben von rund 70 Mitgliedsfirmen
ermittelten endgültigen Branchendaten für das vergangene Jahr . Das entspricht
einem Wachstum von 37 Prozent im Vergleich zum Jahr 1999 . Doch im Dezember 2000
erreichten die Halbleiterfirmen im Vergleich zum Vormonat bereits um 2,1 Prozent
geringere Umsätze . Das entspricht zwar in etwa den üblichen saisonalen
Schwankungen , doch sieht auch die SIA die hohen Lagerbestände und die sinkende
Nachfrage in den Bereichen Mobilkommunikation und Personal Computer . So
erwartet man nun , dass die im Herbst vorausgesagte Wachtumsrate von 22 Prozent
im laufenden Jahr doch nicht erreicht wird . Die im vergangenen Jahr erzielten
Steigerungen , die bei einigen Bausteinen wie Flash-Speicher ( 133,2 Prozent )
und progammierbarer Logik ( 88,2 Prozent ) schwindelerregende Höhen erreichten ,
dürften erst einmal der Vergangenheit angehören . Besonders hart trifft es
Firmen , die vom PC-Sektor abhängig sind . Der japanische Toshiba-Konzern macht
19 Prozent seines Umsatzes mit Halbleiterchips , stellt Flachbildschirme her und
büßte auch noch seine ehemalige Spitzenposition als Notebookhersteller ein : Man
steht nur noch an dritter Stelle hinter IBM und Dell , wie das
Marktfoschungsunternehmen Dataquest schätzt . Vierzig Prozent des PC-Geschäftes
macht Toshiba im US-Markt , der besonders von der Nachfrageschlappe betroffen
ist . Die angesichts voller Lager absackenden Preise für Halbleiter und
besonders Speicherchips treffen alle Hersteller - etwa auch Infineon . Jetzt
stellt das größte taiwanische Unternehmen TSMC seine Jahresbilanz 2000 vor : Die
weltweit größte Chip-Foundry konnte den Umsatz um 127 Prozent und den
Nettogewinn gar um 165 Prozent steigern . Auch das vierte Quartal 2000 lief gut
: TSMC profitiert vom Outsourcing : Firmen wie Intel oder Motorola lassen
bestimmte Chips lieber extern fertigen , als dafür wertvolle eigene Kapazitäten
zu binden . Außerdem sind die Taiwaner nicht so weitgehend von den stark im
Preis schwankenden DRAMs abhängig : Im vierten Quartal 2000 waren nur 14 Prozent
der hergestellten Chips Speicher-ICs . Das war 80 Prozent mehr als im Jahr 1999
. Im laufenden Jahr kommen zwei Fertigungsanlagen dazu , eine davon für 12-Zoll-
( 300-mm- ) -Wafer . AMD vor Intel : Gigahertz-Athlon ist da AMD stiehlt Intel
die Show : Ab heute will AMD einen Athlon-Prozessor mit der internen
Taktfrequenz von 1 GHz in Stückzahlen ausliefern . Beiläufig präsentieren die
Texaner auch CPUs mit 900 und 950 MHz Takt . Zeitgleich mit der Einführung des
Gigahertz-Prozessors bieten Compaq und Gateway in den USA erste Komplettsysteme
mit der neuen CPU an . Den Compaq Presario 5900Z gibt s ab 2.500 US-Dollar mit
128 MByte SDRAM , 30 GByte Festplatte , Diamond-Stealth-Grafikkarte mit 16 MByte
und 17-Zoll-Monitor . Bei Gateway muss man für den Select 1000 deluxe mindestens
3.128 US-Dollar ausgeben , dafür sind auch ein 19-Zoll-Monitor und eine
32-MByte-GeForce-Grafikkarte im Preis enthalten . Den 1-Gigahertz-Prozessor
selbst verkauft AMD für 1.299 US-Dollar - wie immer ist damit der Einzelpreis
für OEMs bei Abnahme von 1000 Stück gemeint . Die langsameren 950- und
900-MHz-Versionen kosten 999 beziehungsweise 899 Dollar . Die Prozessoren kommen
aus der Fab25 in Houston und enthalten noch keinen On-Die-L2-Cache ; diese neuen
"Thunderbird"-Prozessoren sollen erst im 2. Quartal ausgeliefert werden .
Welches Taktverhältnis zwischen dem Prozessorkern der 900- , 950- und
1000-MHz-Athlons und den separaten L2-Cache-Speicherchips zum Einsatz kommt ,
ist noch unklar . Der Konkurrent Intel wird wohl erst später einen
Gigahertz-Pentium ins Rennen schicken : Bisher setzen mangels offizieller
Stellungnahme alle Beobachter auf den kommenden Mittwoch . Für morgen hat Intel
allerdings eine Pressekonferenz zum Thema e-Business-Verbesserungen angekündigt
- auch auf der CeBIT erfolgte die europäische Vorstellung des
Willamette-Prozessors im Rahmen einer Pressekonferenz zum Thema " Dritte
Generation des e-Business " . Preissenkungen bei Intel-Prozessoren Seit Sonntag
gelten neue Preise für einige Intel-Prozessoren . Die stärkste Preissenkung gab
es beim Celeron 800 MHz , der jetzt 19 Prozent billiger ist . Beim Pentium III 1
GHz fiel der Preis um zehn Prozent , die 800-MHz-Version wurde um elf Prozent
günstiger . Bei den Pentium-4-Chips fielen die Preissenkungen dagegen moderater
aus . Ein Preis für den neuen 900-MHz-Xeon mit zwei MByte L2-Cache steht
offenbar noch nicht fest . Die nächste Preisrunde wird zum 15. April erwartet .
Alle Preise in der Tabelle gelten für OEM-Hersteller bei einer Mindestabnahme
von 1000 Stück . Damit sind diese Preise für Endkunden höchstens Anhaltspunkte :
Einerseits variieren die Aufschläge für Versand , Steuern und Zwischenhändler ,
andererseits erhalten Distributoren bei Abnahme größerer Mengen günstigere
Preise . Bei den Mobilprozessoren schätzt Intel die Konkurrenz offenbar noch als
zu schwach ein , sodass der Konzern Preissenkungen zur Absatzsteigerung offenbar
für unnötig hält . Einige Prozessoren tauchen in der neuen Preisliste nicht mehr
auf : So ist etwa der ältere Pentium III 600 MHz mit Katmai-Kern und 512 KByte
L2-Cache verschwunden . Das ist der schnellste Prozessor , der sich in älteren
Mainboards einsetzen lässt , die die geringere Kernspannung für die im
0,18-µm-Prozess gefertigten "Coppermine"-Versionen des Pentium III mit 256 KByte
schnellem "On-Die"-L2-Cache nicht liefern können . Nur wenige Distributoren
haben den 600-MHz-Katmai noch im Angebot . Nur wer das Risiko nicht scheut , den
Prozessor mit zu hoher Spannung zu betreiben , kann auch mit anderen
Slot-1-Sockel-370-Adaptern ältere Mainboards aufpeppen . Auch passive
Bauelemente verkaufen sich schlechter Epcos , Spezialist für passive
elektronische Bauelemente , sieht schlechteren Zeiten entgegen . Zwar werde man
auch im Jahre 2001 " ordentliche Ergebnisse " vorlegen , doch verlaufe die
Konjunkturentwicklung im Mobilfunk " deutlich gedämpft " . Seit Anfang Januar
führe der nicht unerwartete , aber sehr plötzlich aufgetretene Nachfragerückgang
auch zu geringeren Auftragseingängen . Die Branchen Automobil- , Konsum- und
Industrieelektronik sowie die klassische Telekommunikation liefen aber weiterhin
gut und sorgten für zwei Drittel des Umsatzes . Allerdings werde die "
Bestandsbereinigung " im Mobilfunkbereich erst im Sommer abgeschlossen sein .
Immerhin ist das erste Quartal 2001 sehr erfolgreich verlaufen und auch im
Vorjahr konnte Epcos positive Ergebnisse verbuchen . Daher schlagen Vorstand und
Aufsichtsrat auf der heute in München stattfindenden zweiten ordentlichen
Hauptversammlung von Epcos eine Dividende von einem Euro vor . In einer von der
Sonderermittlungsgruppe " EU-Chip-Deal " europaweit koordinierten Aktion haben
etwa 1800 Polizisten rund 400 Objekte durchsucht . Dabei gab es nach
Informationen von Nachrichtenagenturen am vergangenen Dienstag zwanzig
Festnahmen . In Deutschland sind allein 50 der Händler ansässig , die unter dem
Verdacht der Umsatzsteuerhinterziehung stehen . Sie sollen über Scheinverkäufe
Prozessoren aus der EU exportiert und re-importiert haben , um den
Vorsteuerabzug geltend zu machen , ohne jedoch die anfallende
Einfuhrumsatzsteuer zu zahlen . Bei der Aktion durchsuchten die Polizisten im
Auftrag der Staatsanwaltschaft Landshut auch die Räume von Firmen , die nicht
unter dem Verdacht der Steuerhinterziehung stehen . Ein illegaler Handel in der
von den Ermittlern gesuchten Form sei " über die ACG gar nicht möglich " , da
bei jeder Transaktion die Steuernummern der beteiligten Kunden erfasst und
verifiziert würden . Unter ähnlichem Verdacht wurden im vergangenen September
die Geschäftsräume der in 18 Ländern tätigen Karma Computer GmbH durchsucht .
Das ehemalige Tochterunternehmen der im vergangenen Jahr untergegangenen
CHS-Gruppe nutzte angeblich seine außerhalb der EU ansässigen Tochterfirmen für
Scheingeschäfte zum Zweck der Steuerhinterziehung , so der Vorwurf der Ermittler
. Die schweizerische Mutterfirma COS AG der deutschen Distributoren P&T Computer
GmbH und S&S Computer GmbH übernimmt zum 1. Mai die Mitarbeiter und sämtliche
Kunden- und Lieferantenkontakte der schweizerischen Karma Components GmbH . Das
Unternehmen soll unter dem bisherigen Geschäftsführer Patrick Matzinger als COS
Components AG betrieben werden . Man plant auch die Übernahme der Aktivitäten
der britischen Karma International Ltd. und der portugiesischen Carré & Ribeiro
Informatica Lda. , der früheren Karma Iberia . Die COS Auctionline Holding AG
ist mit der PrimusTronix Europe GmbH über eine Kreuzbeteiligung verbunden . An
der neuen PrimusAvitos AG , die wie P&T im hessischen Linden ansässig ist , hält
die COS AG 31,5 Prozent . PrimusTronix und Avitos verschmelzen Die
Elektronik-Versender Avitos und PrimusTronix verschmelzen zu PrimusAvitos .
Bereits seit November 2000 arbeiteten PrimusTronix und Avitos im Rahmen einer
strategischen Kooperation zusammen . Das neue Unternehmen hat seinen Sitz in
Linden bei Gießen , dem Sitz der 1998 als " IT-Media " gegründeten Avitos AG .
An dem Firmenkonglomerat PrimusOnline , zu dem auch PrimusTronix gehört , hält
der Einzelhandelsriese Metro AG 51 Prozent . Die restlichen 49 Prozent besitzt
die schweizerische Beisheim Holding AG des Metro-Gründers Otto Beisheim . Die
Metro AG , zu der die Media-Markt- und Saturn-Technikmärkte gehören , ist auch
an der Aachener Vobis Microcomputer AG beteiligt . An der verschmolzenen
PrimusAvitos hält der schweizerische Distributor COS AG 31,5 Prozent .
EU-Wettbewerbskommissar Monti bohrt bei Intel nach Die EU-Wettbewerbskommission
stellt Untersuchungen über mögliche Verletzungen des europäischen
Wettbewerbsgesetze durch Intel an . Nach entsprechenden Presseberichten in den
USA stellte die von Mario Monti geleitete Generaldirektion Wettbewerb der
Europäischen Kommission klar : Man habe Intel um eine offizielle Stellungnahme
zu dem Vorwurf gebeten , dass der Chip-Weltmarktführer seine Vormachtstellung
bei den x86-Prozessoren in wettbewerbswidriger Weise missbraucht habe . Die
Voruntersuchung stehe in keinem Zusammenhang mit einer im letzten Herbst von den
US-amerikanischen Wettbewerbshütern der FTC eingestellten Untersuchung gegen
Intel , wie US-Medien vermuteten . Sächsischer Halbleiterhersteller ZMD sieht
rosige Zukunft Der ursprünglich für Ende dieses Jahres geplante Börsenstart soll
auf jeden Fall spätestens 2002 stattfinden , sagte ZMD-Vorstandschef Thilo von
Selchow den Dresdner Neuesten Nachrichten . Dadurch habe man als
Betriebsergebnis eine " schwarze Null " erreicht . Im nächsten Jahr soll der
Umsatz um 30 Prozent steigen , womit das ZMD im Vergleich zu den Planungen vor
vier Monaten seine Prognose um 40 Prozent reduzierte . Eventuell will das ZMD
sogar andere Firmen aufkaufen . Weitere Konzentration im US-Telefonmarkt Der
US-amerikanische Telefonkonzern SBC Communications plant den Kauf des
Kommunikationsanbieters Ameritech . GTE seinerseits plant die Fusion mit Bell
Atlantic . Heim-Vernetzung und mobile Anwendungen auf der WinHEC Morgen beginnt
die 8. Windows Hardware Engineering Conference and Exhibition ( WinHEC ) . Bis
einschließlich Freitag präsentieren Microsoft und Intel auf dieser Konferenz
Strategien und Roadmaps für kommende Hardwareentwicklungen . Auf der letzten
WinHEC wurde beispielsweise die PC99-Spezifikation vorgestellt . Wichtige Themen
in diesem Jahr sind mobile Anwendungen und Vernetzung . Von Microsoft werden
neue Ankündigungen aus dem Bereich Haushaltsvernetzung erwartet , insbesondere
zu " Universal Plug and Play " ( UPnP ) . Diesen mit Suns Jini konkurrierenden
Standard zur Vernetzung von Heimgeräten unterstützen Hersteller wie 3Com , AMD ,
Compaq , Dell , Samsung und Toshiba . Dieses Betriebssystem ist für
High-End-Kommunikationsgeräte gedacht , also beispielsweise Netzwerkgeräte ,
Drucker und Kopierer . Auch von Windows CE gibt es Neues : Microsoft will
Merkmale der kommenden Versionen mit den Codenamen " Rapier " und " Cedar "
vorstellen . Rapier soll als Upgrade der aktuellen Windows CE-Version 2.11
vermarktet werden und neue Pocket-Versionen von Word und Excel sowie eine
Miniaturversion von Money enthalten . Die Oberfläche soll besser bedienbar sein
und im " look and feel " mehr der aktuellen Web-Software entsprechen . Obwohl
Rapier erst zum Jahresende kommt , arbeitet Microsoft bereits an dem Nachfolger
Cedar , der im Jahr 2000 Universal Plug and Play ( UPnP ) für Palmsize- und
Handheld-PCs bieten soll . Noch in der zweiten Hälfte dieses Jahres soll Windows
CE Services 2.3 verfügbar sein und vor allem Probleme mit der seriellen
Kommunikation zwischen PCs und CE-Geräten beheben . Microsoft kauft sich bei
AT&T ein Im Gegenzug verpflichtet sich AT&T , künftig verstärkt das
Betriebssystem Windows CE in Set-Top-Boxen einzusetzen . Nächstes Jahr soll ein
Modellversuch in zwei bislang nicht genannten Städten starten . AT&T behält sich
allerdings vor , auch Hard- und Software anderer Hersteller in seinen
Kabelnetzen einzusetzen . Nach dem Versuch des Einstiegs bei MediaOne wirft das
Abkommen mit AT&T ein Schlaglicht auf Bill Gates' Pläne . Im Rahmen der
Vereinbarung erhält Microsoft auch ein Standbein im europäischen Kabelnetz . Per
Aktientausch erwirbt der Software-Riese den vorher von MediaOne gehaltenen
29,9-Prozent-Anteil an der britischen Kabelfernsehgesellschaft Telewest .
Microsofts Kabelfernsehnetz gleicht zwar einem Flickenteppich , doch bestimmt
hier Redmond , welche Technik zum Einsatz kommt . Dabei lautet die Devise
derzeit : Geld spielt keine Rolle . Athlon-Chipsatz mit Grafik , Sound und
Ethernet Die taiwanische Chipsatzschmiede Silicon Integrated Systems präsentiert
anlässlich der Messe Computex in Taipeh ( Taiwan ) ihren ersten Athlon-Chipsatz
. Der SiS730S ist eng mit dem SiS630 für Intel-Prozessoren verwandt und ebenso
wie dieser extrem hoch integriert . Selbst ein Grafikprozessor ist eingebaut ,
der die Fähigkeiten des SiS300-Grafikbausteins besitzt und den PC-Hauptspeicher
als Grafikspeicher mitnutzen kann . Der SiS730S bietet im Unterschied zum SiS630
jedoch auch einen externen AGP-4X-Anschluss , sodass anstelle der eingebauten
Grafik eine separate AGP-Grafikkarte nachgerüstet werden kann . Für den Kontakt
zur Außenwelt stehen Modemfunktionen sowie ein 10/100-MBit-LAN-Adapter zur
Verfügung , auch Klänge verarbeitet der Chip ohne Zusatzbausteine . Zwei
Ultra-ATA/100-fähige EIDE-Kanäle , ein PCI-Bus-Interface und sechs USB-Ports
sorgen für Anschluss im Legacy-Free-PC . Wenn noch herkömmliche Tastatur- ,
Maus- , Drucker- und serielle Schnittstellen und ein ISA-Bus gewünscht werden ,
ist der Zusatzbaustein SiS950 nötig . Dieser bietet auch Überwachungsfunktionen
für Temperaturen und Spannungen im Inneren des PC . Der SiS730S kann mit Slot-A-
und Sockel-A-Athlons und Durons umgehen . Als Hauptspeicher darf man bis zu 1,5
GByte PC133-SDRAM in maximal drei DIMM-Slots einstecken . Der Chip soll in
10000er-Stückzahlen 39 US-Dollar kosten , Muster sind laut SiS bereits zu haben
. Profi-Grafikkarten für PCs von S3 mit IBM-Workstationchips Der
Multimedia-Hardware-Spezialist S3 ist im Bereich professioneller 3D-Grafikkarten
weiter aktiv und kündigt mit der FireGL 2 und der FireGL 3 zwei Produkte mit
Chips von IBM an . S3 hat weiterhin den exklusiven Zugriff auf die Grafikchips ,
die IBM in Austin für seine Workstations entwickelt und erweitert mit den zwei
neuen Produkten die Familie der FireGL-Grafikbeschleuniger . Die FireGL 2 und 3
verwenden den Rasterizer RZ1000 sowie den Geometriebeschleuniger GT1000 und sind
für mittlere und hohe Anforderungen unter Windows NT , Windows 2000 und Linux
ausgelegt . Im ViewPerf-Benchmark ProCDRS sollen die Karten mehr als 75 Bilder/s
erreichen . Möglich machen dies ein 256 Bit breiter Datenbus zum lokalen
Speicher und der Einsatz von DDR-RAM ( Double Data Rate RAM ) . Der RZ1000
beherrscht mit seinen zwei Textur-Einheiten Single-Pass-Multi-Texturing und
-Bump-Mapping . Auch 3D-Texturen werden unterstützt . Video-Anwendungen
profitieren von einem skalierbaren Video-Overlay und einem YUV/RGB-Konverter .
Beide Karten lassen sich zusammen mit Stereo-Brillen einsetzen . Die FireGL 2
verfügt über 64 MByte lokalen Speicher und soll unter 1.200 US-Dollar kosten .
Die FireGL 3 ist für AGP-Pro50-Systeme ausgelegt und bietet mit 128 MByte
genügend Kapazität für hochaufgelöste Texturen . Sie kann zudem zwei Monitore
ansteuern ; ihr Preis soll noch unter 2.000 US-Dollar liegen . Beide Produkte
will S3 erstmalig auf der SIGGRAPH 2000 vorstellen , die vom 25 bis 27. Juli in
New Orleans stattfindet . Die Produkteinführung ist für den Herbst geplant . Die
glücklose Grafikkarten-Divison , die auf Basis der Savage-Chips
3D-Spielebeschleuniger herstellt , hat S3 dagegen im Rahmen eines Joint-Ventures
an den Chipsatz-Hersteller VIA verkauft . Chipfabriken melden Rekordumsätze Im
Vergleich zum April des letzten Jahres entspricht dies einer Steigerung von rund
36 Prozent , berichtet die Semiconductor Industry Association ( SIA ) , in der
die meisten US-Chipschmieden vertreten sind . Diese Wachstumsrate übertreffe
alle Erwartungen und ist nach Angaben der SIA vor allem auf das explosionsartige
Umsatzwachstum bei Handys und der zugehörigen Infrastruktur für drahtlose
Kommunikation zurückzuführen . Doch auch PCs und andere Elektronikprodukte haben
sich in den ersten vier Monaten des Jahres 2000 gut verkauft . Besonders steile
Anstiegskurven zeige der weltweite Bedarf an digitalen Signalprozessoren ( DSPs
) und vor allem an Flash-Speicherbausteinen . Bei diesen nichtflüchtigen
Speicherchips sei der Absatz innerhalb der ersten vier Monate dieses Jahres um
193 Prozent angestiegen . Das galoppierende Wachstum des Marktes sorgt an vielen
Stellen für Lieferengpässe . Daran wird sich kurzfristig wohl nichts ändern ,
obwohl auch die Hersteller von Halbleiter-Fertigungsanlagen enorme
Auftragseingänge verbuchen : Der Verband SEMI meldet für den April 2000 im
Vergleich zum April 1999 einen um 94 Prozent höheren Auftragsbestand . Vor allem
im asiatisch-pazifischen Raum werde erheblich in neue Chipfabriken investiert .
Angeblich sind die weltweiten Chip-Fertigungskapazitäten auf den üblichen
8-Zoll-Wafern zurzeit jedoch zu 99 Prozent ausgelastet - bei weiter steigender
Nachfrage seien also Preissteigerungen absehbar , berichtet der Online-Dienst
Semiconductor Business News . Mittlerweile werden aber sogar auch andere als
Halbleiter-Bauelemente knapp : Besonders betroffen sind Kondensatoren , wie sie
in allen digitalen Geräten zu finden sind . Sehr schlecht sieht es laut NECX ,
einer internationalen Handelsbörse für Elektronikkomponenten , bei
Tantal-Elektrolytkondensatoren aus . Hier sollen erst im übernächsten Jahr
ausreichende Fertigungskapazitäten bereitstehen . Auch die häufig eingesetzten
Keramikkondensatoren seien derzeit nicht in beliebigen Stückzahlen zu haben .
PowerVR stellt neuen 3D-Grafikchip für PCs vor Auf der Computex in Taiwan
präsentierte STMicroelectronics den in Lizenz gefertigten Grafikchip Kyro . Den
neuen 3D-Beschleuniger entwickelte die britische Firma PowerVR , die wie
VideoLogic und Ensigma zur Imagination-Technologies-Gruppe gehört . Von PowerVR
stammen die Grafikbeschleuniger in den Dreamcast-Spielkonsolen von Sega sowie
die PowerVR-Series1- und Series2-Chips . Folgerichtig wurde Kyro unter dem Namen
Series3 entwickelt . Als Besonderheit des Chips gilt das Rendering-Verfahren ,
das die 3D-Welten aus einzelnen Kacheln zusammensetzt ( Tile-Based Rendering ) .
Diese Technik kommt ohne Z-Buffer zur Ermittlung verdeckter Kanten aus und
benötigt daher weniger Speicherbandbreite . Kyro fehlt allerdings eine
integrierte Geometriebeschleunigungseinheit ( T&L ) . Noch im zweiten Quartal
dieses Jahres sollen Grafikkarten mit dem Kyro-Chip auf den Markt kommen ;
STMicroelectronics rechnet dafür bei 32-MByte-Speicherausbau mit Preisen von um
die 400 Mark . Tauziehen um geplante Chipfabrik Nun soll s der Kanzler richten :
Nach Informationen der Dresdner Neuesten Nachrichten bemüht sich derzeit Gerhard
Schröder persönlich um die Ansiedelung einer Halbleiterfabrik der taiwanischen
Firma Mosel Vitelic in Deutschland . Diese wären aber nicht nur in den um die
Ansiedelung konkurrierenden Bundesländer Sachsen , Sachsen-Anhalt und Thüringen
hoch willkommen : Nach einem Bericht im Handelsblatt bietet angeblich Kanada den
Taiwanern die besten Konditionen . Dies dementieren laut DPA die betroffenen
deutschen Bundesländer energisch und verweisen auf die aktuell in Taiwan
laufenden Verhandlungen . Zusätzlich sollen auch Standorte in den Niederlanden
und der VR China im Gespräch sein - ob da ein Machtwort des Kanzlers hilft ?
Intel und VIA einigen sich - zum Teil Die beiden Kontrahenten VIA und Intel
haben im Streit um ein Lizenzabkommen zur Produktion von Chipsätzen für
Pentium-Prozessoren eine Einigung erzielt : VIA zahlt jetzt einen einmaligen
Pauschalbetrag und künftig laufende Lizenzgebühren , beides in ungenannter Höhe
. Im Gegenzug zieht Intel Klagen gegen VIA wegen Lizenz- und
Patentrechtsverletzung in dieser Sache vor Gerichten in den USA , in England und
in Singapur zurück . Auch auf das angestrebte Einfuhrverbot von VIA-Produkten in
die USA durch die ITC verzichtet Intel nun . Allerdings sind längst noch nicht
alle Streitpunkte zwischen Intel und dem taiwanischen Konkurrenten beigelegt .
Intel ist nämlich der Ansicht , dass VIA das lizenzierte Know-how ausschließlich
in Chipsätzen für Intel-Prozessoren verwerten dürfe . Das könnte bedeuten , dass
Intel Lizenzgebühren für VIA-Chipsätze für AMDs Athlon und Duron haben will .
Einige der von Intel angestrengten Klagen gegen VIA wurden daher auch nicht ganz
zurückgezogen , sondern nur in der Sache modifiziert . Intel ist zudem der
Meinung , dass VIA kein Recht zur Fertigung des Cyrix-III-Prozessors hat . Diese
CPU nutzt Techniken , die die von VIA aufgekauften Prozessorschmieden IDT und
Cyrix von Intel lizenziert hatten . Ein direktes Lizenzabkommen zwischen Intel
und VIA zur Fertigung von Prozessoren besteht dagegen nicht . Der Joshua-Chip
wurde auch noch von der Firma National Semiconductors hergestellt , die
Patentabkommen mit Intel hat . Jedenfalls hat Intel bislang noch nicht gegen VIA
wegen des Cyrix III geklagt . Die Lizenzabkommen zwischen Intel und VIA sind
geheim . Es existieren deshalb nur Spekulationen über den genauen Inhalt der
Papiere . Die von VIA forcierte Einführung des PC133-Standards , den Intel erst
viel später beim i815-Chipsatz umsetzte , wäre in diesem Sinne ein Verstoß gegen
die Intel-Spielregeln : Der PC100-Standard , auf dem PC133 aufbaut , stammt
unstreitig von Intel . Intel beherbergt Tour de France im Web Über Intels
Webserver läuft der US-amerikanische Internet-Auftritt der Tour de France .
Intel bietet als " New Media Sponsor " in Zusammenarbeit mit " letour.com "
aktuelle Informationen während der Etappe , Interviews mit den Etappensiegern
sowie eine 3D-Darstellung des Tourverlaufs an . Neben der konventionellen
Internet-Darstellung gibt es auch ein passendes Infoangebot für WAP-fähige
Mobiltelefone . Intel bewirbt den Service in Deutschland besonders für Besitzer
von PCs mit Pentium-III-Prozessoren , doch auch Athlon-Nutzer können sich unter
www.letour.fr in deutscher Sprache über das Rennen informieren . Gute Geschäfte
mit Magnesium-Legierungen Die taiwanische Firma Waffer Technology ist
zuversichtlich , trotz der Flaute im PC-Markt das für dieses Jahr angestrebte
Umsatzwachstum von 33 Prozent zu ereichen . Waffer hat auch Aufträge für
Präzisionsteile von Mercedes-Benz oder Zeiss . Nach eigenen Angaben erreicht man
eine Ausbeute fehlerfreier Teile von 90 Prozent ; das sei deutlich mehr als bei
der Konkurrenz . Kein Interesse mehr an Waferfab von LSI Logic Die
millionenschwere Übernahme einer Chip-Fabrik in den USA durch den Erfurter
Schaltkreis-Herstellter X-Fab ist geplatzt . Kurz vor dem rechtskräftigen
Vertragsabschluss über den Erwerb der LSI-Logic-Waferfab in Colorado Springs
habe es Differenzen gegeben , teilte die X-Fab Semiconductor Foundries AG heute
in Erfurt mit . " Das wirtschaftliche Risiko war größer als ursprünglich
angenommen " , begründete X-Fab-Vorstand Hans-Jürgen Straub den Abbruch des
Geschäfts . Meinungsverschiedenheiten habe es über Vertragsdetails zu
wirtschaftlichen Daten gegeben . Ein Kompromiss sei nicht möglich gewesen ,
sagte Straub der Deutschen Presse Agentur . Die aktuellen Probleme auf dem
Halbleitermarkt hätten bei der Entscheidung keine Rolle gespielt . Mit der
Fabrik sollten die Kapazitäten des Erfurter Herstellers von derzeit mehr als
12.000 Wafern pro Woche um ein Viertel erhöht werden . Straub hält dennoch an
einer Expansion fest . Das aus der Firma Thesys hervorgegangene thüringische
Unternehmen , das wie Melexis zur belgischen Holdinggesellschaft ELEX N.V.
gehört , rechnet mit einem weiteren Konzentrationsprozess bei
Schaltkreisherstellern . X-Fab ist ein reiner Hersteller ohne eigene
Schaltkreisentwicklung , wie beispielsweise die taiwanischen Firmen UMC oder
TSMC , mit der LSI Logic jetzt kooperiert . X-FAB stellt Chips unter anderem für
die Telekommunikations- und Automobilindustrie her und beschäftigt in Erfurt und
einer Fabrik im texanischen Lubbock mehr als 800 Mitarbeiter . " Wir sind im
ersten Halbjahr 2001 erneut gewachsen " , sagte Straub zur aktuellen
Geschäftsentwicklung . Zahlen nannte er jedoch nicht . VIAs Chipsatz KM133 für
Athlon und Duron vorgestellt AMD und VIA stellten heute in München offiziell den
neuen Chipsatz Apollo ProSavage KM133 für AMDs Athlon- und Duron-Prozessoren vor
. Der KM133 ist eine Weiterentwicklung des bekannten KT133 für Sockel-A-Platinen
und besitzt einen integrierten Grafikprozessor . Dieser entspricht weitgehend
dem Savage-4-Chip der ehemals zu SonicBlue gehörenden S3-Grafiksparte . Auf dem
neuen Chipsatz ruhen vor allem die Hoffnungen von AMD . Trotz besserer
Leistungen bei günstigen Preisen konnten die Duron-Prozessoren im Vergleich zu
Intels Celeron-Chips noch nicht richtig im Markt punkten . Der Grund : Vor allem
für preiswerte Einsteiger-PCs fehlten Sockel-A-Mainboards mit eingebauter Grafik
. Vor VIA präsentierte schon SiS mit dem SiS730S einen entsprechenden Chipsatz .
Er soll auch mit einer Front-Side-Bustaktfrequenz von 133 MHz zurecht kommen ,
die einige neue Athlon-Prozessoren benötigen . Anstelle der eingebauten Grafik
lässt sich auf KM133-Platinen auch eine AGP-Grafikkarte verwenden . In
Deutschland sind Boards oder gar Komplettrechner mit diesem Chipsatz noch nicht
erhältlich ; auf genaue Daten legt sich auch noch niemand fest . Damit folgen
AMD und VIA dem Trend zu " virtuellen " Produktvorstellungen . Chipschmiede LSI
Logic dämpft den Optimismus Der US-Chiphersteller LSI Logic korrigiert die
Erwartungen an die Geschäftsentwicklung für das vierte Quartal 2000 nach unten .
Im Klartext : Die Bestellmengen haben sich verringert . Man arbeite aber daran ,
die Geschäftsplanung an die Entwicklung des Marktes anzupassen . Trotz der
verringerten Gewinnerwartung soll LSI Logic im vierten Quartal Rekordergebnisse
erzielen . Design-Akademie für Mikrochips in Dresden gegründet Zur Ausbildung
von Fachkräften gründeten drei Dresdner Firmen gemeinsam die zunächst mit rund
500.000 Mark ausgestattete Microchip-Design-Akademie . Die Unternehmen American
Microsystems , Systemonic und das zur Sachsenring AG gehörende Zentrum für
Mikroelektronik wollen Hochschulabsolventen gezielt auf den Einsatz als
Halbleiterspezialisten vorbereiten . Teilnehmer der Akademie will man als
Firmenmitarbeiter anstellen und dann intern und extern gezielt weiterbilden .
Interessenten können sich an eines der drei Dresdner Unternehmen wenden .
Händler : Arbeitsspeicher bald preiswerter Händler erwarten Umfragen zufolge
einen Preisrutsch für Arbeitsspeicher . Bei Standard-64-MBit-SDRAM-Chips rechnet
man in dieser Woche mit einem Spotmarkt-Preis von etwa 8 US-Dollar . Das ist
etwa 30 Prozent günstiger als noch vor einem Monat und etwa 60 Prozent weniger ,
als nach der Erdbebenkatastrophe Anfang September für Speicher bezahlt wurde .
Hintergrund der für PC-Käufer ziemlich freundlichen Prognose : Da die
PC-Komplettsystemhersteller ihre Weihnachtsproduktion um diese Jahreszeit schon
ausgeliefert haben , sinkt der Bedarf an Speichermodulen . Dies drückt die
Preise auf dem Speicher-Spot-Markt , der wiederum ein Indikator für die
Endkundenpreise von Speichermodulen ist . Deutsche Endkunden zahlen zur Zeit
allerdings für ein 64-MByte-PC100-DIMM mit etwa 180 Mark immer noch doppelt so
viel wie im Juli dieses Jahres . Daran wird sich vor dem Ende des
Weihnachtsgeschäftes wohl auch nicht viel ändern . Chip-Fabrikant TSMC auf
Expansionskurs Nach der kürzlich angekündigten Übernahme der Acer-Chipfertigung
schlägt die taiwanische Chipschmiede TSMC nochmals zu : Ab dem 30. Juni 2000
gehört auch der bisher unter WSMC ( Worldwide Semiconductor Manufacturing
Corporation ) firmierende Halbleiterhersteller zur Taiwan Semiconductor
Manufacturing Company . TSMC ist schon heute das weltgrößte ganz auf die
IC-Herstellung spezialisierte Unternehmen . Diese auch als " Foundry "
bezeichneten Spezialisten fertigen Halbleiterchips im Auftrag anderer Firmen .
Ein anderer Branchenriese ist beispielsweise UMC . Halbleiter aus den
fernöstlichen Chipfabriken finden sich in jedem PC und vielen anderen digitalen
Geräten . Bei den IC-Spezialisten lassen praktisch alle großen Marken der
Computerbranche ihre Entwicklungen in Silizium backen . So laufen S3-Grafikchips
beispielsweise bei UMC von den Bändern , TSMC beliefert den Chipsatzanbieter VIA
- und wurde von Intel schon 1990 als " Quality Supplier " zertifiziert . TSMC
betreibt derzeit 8 Fabriken . Mit Philips besteht ein Joint-Venture zum Aufbau
einer Fab in Singapur ; eine weitere 200-mm-Fab und eine Anlage zur Verarbeitung
von 300-mm-Scheiben sind bereits im Bau . Nach Unternehmensangaben betrug das
Umsatzwachstum in 1999 etwa 45 Prozent . Die gegenseitige Verflechtung der
Hersteller setzt sich damit immer weiter fort . ALi bringt schon wieder einen
neuen Chipsatz Die taiwanische Chipsatz-Schmiede ALi kündigt ihren vierten neuen
Chipsatz in diesem Jahr an . Der CyberBlade Aladdin i1 ist für Laptops mit
Pentium- oder Celeron-CPU gedacht und hat einen integrierten Grafikprozessor .
ALi hat die Funktionen des Trident-Grafikchips CyberBlade 3D/DVD in die
Northbridge M1632 integriert . Den Chipsatz komplettiert ALis " Mobile
Southbridge " M1535 , die außer den heute üblichen Funktionen (
Ultra-ATA/66-EIDE-Controller , Maus- , Tastatur- , Floppy- , Drucker- ,
USB-Anschlüsse , serielle Ports ) auch FIR-Infrarot mit 4 MBit/s und
Soundfunktionen bietet . Ganz ähnlich wie andere Northbridges mit integrierter
Grafik braucht die CyberBlade Aladdin i1 keine separaten Speicherchips , sondern
teilt sich den Hauptspeicher des Laptops mit dem Hauptprozessor . Dies führt
zwar zu Leistungseinbußen , spart aber Kosten . Der Grafikprozessor der neuen
Laptop-Northbridge sei besonders für die DVD-Wiedergabe optimiert und eigne sich
auch für 3D-Grafik , heißt es . In diesem Jahr hatte ALi mit dem Aladdin TNT2
und dem Aladdin 7 bereits zwei weitere Chipsätze mit integrierter Grafik
vorgestellt ; ATIs S1-370 TL nutzt ebenfalls Northbridge-Funktionen von ALi .
Mit dem Aladdin Pro 4 brachte ALi bereits ein Slot-1-Sockel-370-Chipsatz ohne
Grafikunterstützung auf den Markt . Insgesamt haben die Hersteller ALi , AMD ,
ATI , Intel , ServerWorks , SiS und VIA in diesem Jahr etwa 17 neue Chipsätze in
Planung oder bereits vorgestellt . Neuer Chef bei Fujitsu-Siemens Paul Stodden ,
52 , bisher Leiter der Siemens IT Service GmbH , nimmt ab sofort bei
Fujitsu-Siemens die Zügel in die Hand . Nach dem plötzlichen Rücktritt der
Doppelspitze Winfried Hoffmann und Robert Hoog vor knapp zwei Wochen ist damit
der Wechsel an der Spitze des erst vor wenigen Monaten durch den Zusammenschluss
von Fujitsu und Siemens gegründeten Konzerns besiegelt . IBM stellt
Rekord-Webserver vor Als " RS/6000 Enterprise Server Model H70 " stellt IBM
einen neuen Webserver vor . Das System erreichte mit vier 64-Bit-Prozessoren (
PowerPC RS64-II mit 340 MHz Taktfrequenz ) einen Durchsatz von 11774
GET-Zugriffen pro Sekunde . Laut IBM ist diese Leistung der weltbeste Wert für
einen Webserver mit vier Prozessoren . Mit zwei CPUs beantwortete der Server je
Sekunde immer noch 6958 Anfragen aus dem Netz . Die Leistungstests wurden mit
dem Benchmark " SPECweb96 " durchgeführt , beide Testsysteme liefen mit 4 GB
Hauptspeicher unter AIX 4.3.2 und verwendeten den IBM HTTP Server 1.3.4 . Das
System soll ab dem 23. April in den USA verfügbar sein , IBM nennt einen Preis
von 26900 US-Dollar für die Grundkonfiguration mit einem Prozessor , 128 MB RAM
und dem Betriebssystem AIX 4.3.2 . Solaris mit NT-Netzwerkdiensten Mit einem
neuen Softwarepaket können Suns Unix-Server sich im LAN als Windows-NT-Server
ausgeben . " Solaris PC NetLink " soll auf Solaris-Systemen mit SPARC- und
Intel-Prozessoren native NT-4.0-Funktionen wie Daten- , Verzeichnis- , Druck-
und Authentifizierungsdienste bereitstellen . Vorteile eines Solaris-basierten
Servers mit PC NetLink gegenüber einem NT-4.0-System sind laut Sun die bessere
Skalierbarkeit durch Unterstützung von bis zu 64 Prozessoren und höhere
Zuverlässigkeit . Bei vergleichbarer Leistung sei außerdem der Systempreis
günstiger . An vorhandenen Clients seien keine Änderungen notwendig . Sun
verlangt für Clients keine Lizenzgebühren , PC NetLink kostet für Server mit bis
zu 8 Prozessoren 1.495 US-Dollar . Ganz neu ist Suns Idee indes nicht : AT&T hat
das Konzept mit dem Advanced Server for Unix bereits vor einiger Zeit entwickelt
, und SCO bietet den SCO Advanced File and Print Server an . Windows 98 :
Bugfixes nur gegen Bares ? Statt der erwarteten Fehlerbereinigung für Windows 98
wird Microsoft wahrscheinlich eine kostenpflichtige Nachfolgeversion
herausbringen . Das Unternehmen arbeite an einer "StepUp"-Version des
Betriebssystems mit dem Namen " Windows 98 Second Edition " , berichtete der
News-Dienst CNET news.com heute . Microsofts PR-Firma Waggener Edstrom habe für
das ab Herbst verfügbare Windows 98 SE einen Preis genannt , der dem
Update-Preis von Windows 95 auf 98 entspreche . Mit der Einführung von StepUp
als neuer Nuance zwischen Bugfix , Service Pack , Upgrade und Update könnte
Microsoft versuchen , die Abkehr vom zumindest per Internet kostenlosen Support
zu rechtfertigen . Windows 98 Second Edition wird außer Bugfixes und neuen
Treibern wenig Neues enthalten . Bill Gates kündigte vor drei Wochen nur den
Internet Explorer 5 und Internet Connection Sharing ( ICS ) an . Mit ICS sollen
mehrere vernetzte PCs gleichzeitig über eine Modemverbindung im Web surfen
können . PC für Lärmempfindliche Besonders geräuscharme Computer will der
sächsische Hersteller Lintec ab Mitte Juni anbieten . Die Komplettsysteme sollen
im Betrieb leiser sein als der typische Geräuschpegel in Büros oder sogar
Wohnräumen . Die Pentium-III- oder Celeron-Rechner stattet der Hersteller mit
besonderen Netzteilen , passiven Prozessorkühlern , Schallschutzmatten und einer
akustisch entkoppelten Festplattenaufhängung aus . Durch gute Wärmeleitfähigkeit
der Dämmstoffe und durchdachte Anordnung der Komponenten im PC sollen die
Maßnahmen zur Geräuschdämmung nicht zu Lasten der Leistungsfähigkeit oder
Betriebssicherheit gehen . Als schnellster Prozessor wird der Pentium III mit
500 MHz Taktfrequenz angeboten , weiter enthalten die Rechner eine 8- oder
10-GByte-Festplatte und eine ATI-Grafikkarte . Im Vergleich zu gleichwertig
ausgestatteten Systemen gibt der Hersteller Mehrkosten von etwa 300 Mark für die
leisen Komplettrechner an . Damit soll der " Flüster-PC " auch für
Privatanwender erschwinglich sein , beispielsweise für ungestörte
Audioanwendungen . Halbleiterfirmen stehen zum Verkauf Der Düsseldorfer Konzern
E.ON , hauptsächlich als Stromanbieter bekannt , trennt sich von einigen
Tochterfirmen aus der Elektronik-Branche . Das riesige E.ON-Konglomerat ist aus
der Verschmelzung von Viag und Veba hervorgegangen und möchte sich auf den
Bereich Energie und Spezialchemie konzentrieren . In Irvine hat auch das
Logistikunternehmen Atlas Services seinen Sitz . Raab Karcher , EBV Elektronik
und Atlas Logistik Services Europa gehen an Avnet , ebenfalls ein
US-Distributions-Riese . Den britischen Distributor Memec kauft die europäische
Investment-Gesellschaft Schroder Venture Funds . Für drei weitere Tochterfirmen
sucht E.ON derzeit noch Käufer , darunter für den Wafer-Hersteller MEMC , der
immerhin zu den weltweit Größten der Branche zählt . Doch auch von VAW aluminium
und dem Handelshaus Klöckner möchte sich E.ON trennen und weitere Anteile von
Stinnes Logistik an die Börse bringen . Zu E.ON gehört auch die
Telekommunikationsfirma Viag Interkom . Infineon meldet Rekordgewinn für das
Geschäftsjahr 2000 Die Anleger hatten offenbar noch höhere Erwartungen : Der
Kurs des Infineon-Papiers brach in Frankfurt zeitweilig um mehr als 6 Prozent
ein . Das Geschäftsjahr 2000 endete für Infineon am 30. September . Der Umsatz
stieg im Vergleich zu 1999 um 72 Prozent . Speziell im vierten Quartal spülte
der Boom der Halbleiterchips viel Geld in die Kassen : Besonders stolz ist der
Konzern auf die positive Entwicklung der Verdienstspanne : Von 29 auf 44 Prozent
konnte man den Rohertrag steigern . Das gelang durch verstärktes Engagement in
Bereichen mit höherer Wertschöpfung ; man hob besonders das Geschäftsfeld
Kommunikation hervor . Für das laufende Quartal und einen Teil der kommenden
Geschäftsperiode dämpfte Infineon-Chef Ulrich Schumacher die Erwartungen :
Speziell das unsichere PC-Geschäft könne das Wachstum bremsen . Ab Mitte
nächsten Jahres erwartet man bei Infineon aber wieder kräftig steigenden Absatz
und steigende Speicherpreise und damit bessere Ergebnisse . In jedem Falle
möchte Infineon stärker wachsen als der Halbleitermarkt insgesamt . Schumacher
gab explizit eine Dataquest-Schätzung von 27 Prozent Jahreswachstum an , die
Infineon übertreffen wolle . IBM und Infineon mit neuer Speichertechnik MRAM (
Magnetoresistive Random Access Memory ) vereint die Vorteile mehrerer heutiger
Speichertechniken : Es kann ähnlich schnell arbeiten wie SRAM , erreicht die
Packungsdichte und damit die Kostenvorteile von DRAM und speichert Daten auch
ohne kontinuierliche Stromversorgung wie Flash-Speicher . Das prädestiniert
diese Chips auch für Mobilgeräte , bei denen die Industrie die größten
Wachstumsraten erwartet . Bei IBM und Infineon arbeiten an dem MRAM-Projekt nach
eigenen Angaben rund 80 Entwickler an vier IBM-Standorten in den USA . Bereits
seit 1974 arbeiten IBM-Forscher an der Nutzung des magnetischen Tunneleffekts
für Speicherelemente ( Tunnel-Magnetoresistenz , TMR ) . Das Hauptproblem , das
die Entwickler zu lösen versuchen , ist , die theoretisch mögliche hohe
Integrationsdichte in der Praxis zu erreichen . Auch andere Halbleiterfirmen
arbeiten fieberhaft an MRAM-Chips , wozu sich verschiedene magnetische Effekte
nutzen lassen . Der US-Hersteller Honeywell hat bereits vor Jahren
MRAM-Bausteine angeboten , die aber hauptsächlich in speziellen
Raumfahrt-Anwendungen zum Einsatz kamen . Dafür eignen sich MRAM-Zellen aufgrund
ihrer Unempfindlichkeit gegenüber ionisierender Strahlung besonders gut . Die
Honeywell-Chips setzten noch auf die anisotrope Magnetoresistenz ( AMR ) . Wie
IBM nutzt auch Motorola den magnetischen Tunneleffekt . Die MRAM-Zellen der
Motorola Labs besitzen je einen Transistor und eine MTJ ( Magnetic Tunnel
Junction ) . Das Unternehmen NVE setzt bei seinen Forschungen auf GMR ( Giant
Magnetoreistance ) . Die kanadische Firma Micromem hat kürzlich ein 9-Bit-Muster
eines MAGRAM-Chips erfolgreich prüfen lassen , wobei aber die
Schreibgeschwindigkeit mit einer Millisekunde bei weitem nicht für die geplanten
Anwendungen ausreicht . Für das Lesen von Daten braucht man bei MAGRAM immerhin
nur 6,2 Nanosekunden . Eine andere Speichertechnik setzt auf den
ferroelektrischen Effekt . FRAM-Chips bietet das Unternehmen Ramtron an . Die
Bausteine arbeiten ähnlich schnell wie aktuelle DRAMs , speichern Daten aber
ohne Spannungszufuhr dauerhaft . AMD liefert Duron-CPU mit 850 MHz Ab heute
liefert AMD mit dem Duron 850 ein neues Familienmitglied der schnellen
Lowcost-CPU-Baureihe aus . Gleichzeitig gab AMD bekannt , die Durons mit 600 und
650 MHz Taktfrequenz nicht mehr herzustellen . Damit sind jetzt
Duron-Prozessoren mit 850 , 800 und 750 MHz erhältlich , die für OEMs bei
Abnahme von mindestens 1000 Stück 149 , 112 und 88 US-Dollar kosten . Diese
Listenpreise sind mittlerweile von den Straßenpreisen völlig entkoppelt .
US-Versandhändler bieten den Duron 850 ab etwa 110 US-Dollar an , der Duron 750
ist ab 62 US-Dollar erhältlich . Im Vergleich zu Intel-Prozessoren sind die
AMD-Chips extrem preiswert . So verlangen deutsche Händler für einen Celeron mit
766 MHz Takt fast 500 Mark . Offenbar sind diese Prozessoren schlecht verfügbar
, was die Preise nach oben treibt . Immerhin scheint der 1-GHz-Pentium-III in
der FC-PGA-Variante für den Sockel 370 jetzt lieferbar zu sein . Mehrere
Versandhändler listen diesen Prozessor zum Preis von rund 1400 Mark - das ist
knapp das Dreifache dessen , was man für einen Sockel-A-Athlon mit 1 GHz
Taktfrequenz los wird . Kaum ein Händler bietet noch Slot-A-Athlons ( Athlon
Model 2 ) an ; lediglich die laut AMD nur an OEMs gelieferte Variante Athlon
Model 4 ( Thunderbird ) ist in einigen Frequenzversionen im Slot-A-Gehäuse
erhältlich . Da AMD die elektrische Spezifikation des Frontside-Busprotokolls
des Athlon Model 4 im Vergleich zum Model 2 verändert hat , laufen die
"Thunderbird"-CPUs nicht in allen älteren Slot-A-Boards . Auch die Besitzer
älterer Slot-1-Boards warten bislang vergeblich auf einen schnellen Pentium III
: Maximal die 933-MHz-Version , die nur mit einem Front-Side-Bustakt von 133 MHz
auch bei 933 MHz läuft , kann man relativ leicht bekommen . Außerdem setzen die
schnellen Pentium-III-CPUs mit über 600 MHz Takt voraus , dass das Mainboard die
geringe Kernspannung von 1,65 bis 1,75 Volt liefern kann , was ältere Platinen
oft nicht beherrschen . Doch selbst wenn das Mainboard diese Hürde nimmt : Der
bereits vor Monaten angekündigte 1-GHz-Pentium-III mit dem internen
Multiplikator 10 , der mit einem FSB-Takt von 100 MHz laufen würde , ist noch
immer nicht zu bekommen . Der prozentuale Anteil der aufrüstwilligen PC-Besitzer
am gesamten Markt dürfte zwar sehr gering sein , doch würde es den
Prozessorschmieden gut zu Gesicht stehen , die treuen Kunden nicht im Regen
stehen zu lassen . Offenbar konzentrieren sich AMD und Intel aber ausschließlich
auf das Geschäft mit neuen Komplettrechnern . Da drängt sich der Verdacht auf ,
dass man in den Marketingabteilungen hofft , dass die Alt-PC-Besitzer irgendwann
das Warten leid sind und sich einen neuen Rechner kaufen . Hintergrund : Warten
auf DDR-SDRAM Seit Monaten erscheinen immer neue Produktankündigungen im
Zusammenhang mit dem neuen Double-Data-Rate-SDRAM-Speicherstandard . Doch noch
können Endkunden kaum etwas kaufen . Fragt man nach konkreten Lieferterminen ,
so reagieren die Hardware-Hersteller ausweichend . Bereits bei der Einführung
der Rambus-Speichertechnik mit den Intel-Chipsätzen i820 und i840 vor rund 14
Monaten lehnten sich die DDR-SDRAM-Befürworter weit aus dem Fenster . Der auf
dem heute allgemein üblichen Single-Data-Rate-SDRAM ( SDR-SDRAM ) aufbauende
Speicherstandard sei in der Leistungsfähigkeit der Rambus-Technik überlegen und
kaum teurer als gewöhnliches SDRAM . Doch noch bleiben die DDR-SDRAM-Vorkämpfer
, allen voran VIA , den Beweis dieser Behauptungen schuldig . Erste Prototypen
des VIA-Chipsatzes Apollo Pro266 für Intel-Pentium-III-Prozessoren zeigten keine
Vorteile von DDR-SDRAM im Vergleich zu SDR-SDRAM . Das überrascht nicht wirklich
: Von einer höheren Datenübertragungsrate als 800 MByte/s kann ein einzelner
Pentium-III-Prozessor kaum profitieren , da sein Frontside-Bus nicht mehr
hergibt . Diese Erfahrung musste Intel auch mit den Rambus-Speichertechnik beim
i820-Chipsatz machen . Erst Dual-Prozessor-Mainboards mit i840-Chipsatz und zwei
Rambus-Kanälen zeigten , was in dieser Speichertechnik steckt : Beim
SPEC-Benchmark rannten zwei Pentium-III-CPUs mit Rambus-Speicher deutlich
schneller als mit SDRAM . Ähnliche Leistungen sollte DDR-SDRAM ebenfalls bringen
können . Etwas besser sieht es bei Mainboards für den Athlon aus . Mittlerweile
ist für etwa 500 Mark die Sockel-A-Platine Asus A7M266 mit AMD-760-Chipsatz zu
haben . Ein Prototyp des Gigabyte GA-7DX mit demselben Chipsatz konnte in der
c't-Redaktion bereits beweisen , dass die Athlons dank ihres leistungsfähigeren
Frontside-Busses mit DDR-SDRAM deutlich schneller arbeiten . Insbesondere
DDR-SDRAM-Module sind entgegen der vollmundigen Ankündigungen kaum zu beschaffen
. Das Micron-Tochterunternehmen Crucial liefert für rund 235 Mark ein
128-MByte-Modul der Spezifikation PC1600 auch nach Deutschland ( Preis inklusive
Mehrwertsteuer und Versand ) . Der Anbieter K&M Elektronik liefert für 490 Mark
einen 128-MByte-PC2100-Riegel des taiwanischen Herstellers Apacer . Auch AMD hat
anscheinend seine Hausaufgaben noch nicht gemacht . Die drei seit Ende Oktober
angekündigten Athlon-Modelle mit 1 , 1,13 und 1,2 GHz für 133 MHz
Forntside-Bus-Taktfrequenz sind nirgends zu bekommen . Komplettrechner mit
DDR-SDRAM sind ebenfalls extrem rar : In den USA bietet Micron mit dem Millennia
Max XP einen Rechner mit dem Gigabyte GA-7DX-Board an . In Europa liefert
bislang lediglich die britische NEC-Niederlassung den Direction SM 1200A+ ;
dabei ist aber nicht einmal genau klar , ob die darin werkelnde 1,2-GHz-CPU mit
100 oder 133 MHz FSB-Takt läuft . DDR-SDRAM-Speichermodule ( DDR-SDRAM-DIMMs )
besitzen wie Rambus-Speichermodule ( RIMMs ) 184 Pins und sind mit
SDR-SDRAM-DIMMs nach PC100- und PC133-Standard nicht kompatibel . Bei
DDR-SDRAM-DIMMs sind die Geschwindigkeitsklassen PC1600 ( Speichertakt 100 MHz )
und PC2100 ( Speichertakt 133 MHz ) spezifiziert . Diese Bezeichnungen ergeben
sich aus den theoretisch maximal denkbaren Datentransferraten : Pro Taktschritt
übertragen die 64 Bit breiten DIMMs 16 Byte , während SDR-SDRAM-DIMMs nur 8 Byte
schaffen . In dieser Rechnung sind die für die Adressierung der Speicherbits
unvermeidlichen Latenzzeiten nicht berücksichtigt , die sich kaum von denen bei
SDR-SDRAM-DIMMs unterscheiden . Während letztere Wartezeiten von jeweils zwei
oder drei Taktschritten bei der CAS Latency ( CL ) , dem RAS-to-CAS-Delay ( tRCD
) und der RAS Precharge Time ( tRP ) benötigen , kann die CL bei DDR-SDRAM-DIMMs
Werte von 3 , 2,5 oder 2 Zyklen annehmen . Die Wartezeiten für tRCD und tRP
betragen bei DDR-SDRAM immer 3 Taktzyklen beim Betrieb mit 133 MHz und 2 Zyklen
beim Betrieb mit 100 MHz . Rambus-Bausteine besitzen ähnliche Latenzzeiten ; die
Datenübertragung läuft hier jedoch mit 400 MHz auf einem nur 16 Bit breiten
Nutzdatenbus . Es gibt PC600- , PC700- und PC800-RIMMs , wobei das theoretische
Maximum der Datenübertragungsrate bei PC800 1,6 GByte/s beträgt . PC700-Module
erreichen lediglich 1,42 GByte/s , PC600-Riegel kommen auf 1,2 GByte/s . Nach
anfänglich extrem hohen Preisen sank der Aufschlag für Rambus-Module
kontinuierlich . Wegen der derzeit historisch niedrigen Preise für SDR-SDRAM
kosten RIMMs aber etwa das dreifache von schnellen Markenmodulen nach
PC133-222-Spezifikation . Für ein Kingston-PC800-RIMM mit 128 MByte zahlt man
rund 900 Mark , ein Crucial-Modul nach PC133-222 schlägt mit etwa 300 Mark zu
Buche . No-Name-SDR-SDRAM nach PC133-333 kostet bloß 140 Mark . Vielleicht ist
das auch ein Grund , warum die Euphorie der Speicherhersteller etwas abgeflaut
ist . Noch immer überwiegt nämlich bei den neu verkauften PCs der Anteil an
Modellen mit Intel-Prozessor bei weitem . Bei diesen Systemen ist DDR-SDRAM aber
keine sinnvolle Alternative ; erst mit dem fürs zweite Quartal geplanten
Intel-Chipsatz für den Pentium 4 mit DDR-SDRAM-Unterstützung dürfte also auf
wirklich breiter Front DDR-SDRAM in den Markt drängen . Warum AMD in dieser
Situation nicht alles unternimmt , um die eigenen DDR-tauglichen Systeme in die
richtige Position zu rücken , ist rätselhaft . Vom vor mehr als zwei Monaten
angekündigten AMD-760-Chipsatz findet sich nicht einmal ein Datenblatt auf dem
Server . Zwischenzeitliche Spekulationen , der AMD-760-Chipsatz habe einen
Fehler , wies AMD entschieden zurück . Von dem mit ernüchterndem Ergebnis
bereits als Prototypen von c't getesteten ALi-Chipsatz ALiMAGiK 1 fehlt
ebenfalls jede Spur . Iwill ( KA-266R ) und Transcend ( TS-ALR4 ) haben Produkte
angekündigt - kaufen kann man in Deutschland aber noch nichts . VIA scheint noch
genügend Probleme mit dem Sockel-370-Chipsatz Apollo Pro266 zu haben , vom schon
lange angekündigten KT266 für Sockel-A-Prozessoren hört man jedenfalls nichts .
Der bereits vorgestellte SiS735-Chipsatz dürfte nur für wenige PC-Selbstbauer
interessant sein , findet sich aber ebenfalls noch nicht auf einem fertigen
Serienprodukt . Da der Leistungszuwachs durch DDR-SDRAM im Vergleich zu
SDR-SDRAM nach Messungen der c't bei höchstens zehn Prozent liegt , können sich
frustriert wartende Kaufinteressenten vielleicht einfach mit einem schnelleren
Hauptprozessor trösten - genau in dieser Größenordnung liegt der
Leistungszuwachs , den 100 oder 200 MHz mehr Taktfrequenz liefern . In der
aktuellen Situation dürfte das preiswerter sein , als für ein Mainboard und
DDR-SDRAM happige Aufschläge zu bezahlen . Der Athlon mit 1200 MHz kostet nur
rund 250 Mark mehr als der 1-GHz-Athlon . Intel trommelt für den Pentium 4 Der
neue Pentium-4-Prozessor ist Intels wichtigstes Zugpferd in diesem Jahr . Um
möglichst schnell möglichst große Stückzahlen der neuen CPU in den Markt zu
drücken , ist Intel offenbar zu erheblichen Zugeständnissen beim Preis bereit .
Aus internen Informationen des Unternehmens geht hervor , dass man die Preise
massiv abwärts drehen will . Am 15. April , also zweieinhalb Wochen nach der
CeBIT , plant Intel die Einführung des Pentium 4 mit 1,7 GHz und erneute
Preissenkungen . Der schnellste Pentium 4 soll 776 US-Dollar kosten , der
1,5-GHz-Version für 562 , die 1,4-GHz-Variante für 375 und der 1,3-GHz-Typ für
nur noch 268 US-Dollar zu haben sein . Das ist derselbe Preis , den Intel für
den Pentium III mit 1,13 GHz haben will , der am gleichen Tag vorgestellt wird .
Für den 27. Mai sind dann erneute Preissenkungen geplant . Ein 1-GHz-Pentium-III
wird dann wohl nur noch 193 US-Dollar kosten , der Einsteiger-Pentium-4 mit 1,3
GHz für 241 US-Dollar zu haben sein . Um den Umsatz anzukurbeln , verlängert
Intel das Rambus-Speicher-Subventionsprogramm . Auch bei den Mobilprozessoren
fahren die Preise bergab . Noch vor dem 15. April erwartet man die
Neuvorstellung von Mobile-Pentium-III-CPUs mit 900 MHz und 1 GHz , die 562
beziehungsweise 722 US-Dollar kosten sollen . Eine Low-Voltage-Version mit 700
MHz kommt ebenfalls und geht für 316 US-Dollar über den Tisch . Am 15. April
gesellen sich eine Low-Voltage-Variante des 750-MHz-Mobilchips sowie ein neuer
Ultra-Low-Voltage-Prozessor mit 600 MHz hinzu ( 316 und 209 US-Dollar ) . Am
selben Tag erblicken drei neue Mobile Celerons das Licht der Welt : Eine Version
für 800 MHz sowie eine Low-Voltage- und eine Ultra-Low-Voltage-Version für 600
MHz ( 170 , 134 und 144 US-Dollar ) . Den Mobilprozessoren bringt der 27. Mai
ebenfalls eine weitere Preissenkung . Alle genannten Preise gelten für OEMs bei
gleichzeitiger Bestellung von mindestens 1000 Stück . Die Angaben sind nicht
offiziell - Intel ist nicht zur Einhaltung der Preisankündigungen verpflichtet .
Angesichts der Vielzahl der Prozessor- und Chipsatztypen , die in diesem Jahr
von Intel kommen sollen , wird der Überblick schwierig . Ganz einfach läuft es
beim Celeron : Dann könnte er schon fast der dienstälteste Prozessor im
Intel-Produktprogramm sein , wenn sein Inneres auch schon vielen Änderungen
durchmachen musste . Der Pentium III soll nicht nur dem Pentium 4 , sondern auch
einem Sockel-370-Prozessor namens Tualatin Platz machen . Der für das dritte
Quartal vorgesehene Tualatin entspricht wohl mehr oder weniger dem Pentium III ,
läuft aber nicht in heutigen Sockel-370-Boards . Der neue Chip wird in einem
0,13-µm-Prozess hergestellt , was für eine kleinere Bauform , höhere
Taktfrequenz und weniger Stromaufnahme sorgt . Deshalb werden sowohl neue
Spannungsregler auf den Mainboards nötig als auch eine Anpassung am Chipsatz ,
der mit den nur noch 1,2 Volt Signalspannung auf dem Frontside-Bus zurechtkommen
muss . Intel wird für den Tualatin zunächst nur eine modifizierte Version (
B-Step ) des i815E-Chipsatzes herausbringen . Erst im nächsten Jahr soll es auch
vom Lowcost-Chipsatz i810E eine Tualatin-taugliche Version geben . Zuvor kommt
jedoch noch eine Mischung aus i810E und i815 auf dem Markt , die Intel i815G
nennt : Hier fehlt die Option zum Anschluss einer AGP-Grafikkarte , wie
bekanntlich auch beim i810E . Das soll preiswertere Tualatin-Komplettrechner
ermöglichen . Der heutige Pentium III kommt nach aktuellen Informationen nicht
über 1,13 GHz hinaus . Der nächste Frequenzschritt 1,26 GHz bleibt dem Tualatin
vorbehalten . Der Nachfolger des Pentium 4 steht auch schon fest : er heißt
Northwood , wird im 0,13-µm-Prozess hergestellt , kommt Ende dieses Jahres und
passt nur in den Sockel mPGA478 . Ab dem Herbst gibt s auch einen neuen Chipsatz
für Pentium 4 und Northwood : Allerdings sieht mach auch bei Rambus-Speicher die
Gefahr von Engpässen und rät den Systemherstellern zu rechtzeitiger Planung des
Bedarfs . Noch verwirrender als der Desktop-Markt präsentiert sich der
Workstation- und Serverbereich . Mit dem Foster kommt etwa im Mai eine Dual- und
später auch multiprozessortaugliche Variante des Pentium 4 auf dem Markt - quasi
der Nachfolger des Xeon . Er läuft im Single- oder Dualbetrieb in einer
Ausführung mit 256 KByte L2-Cache mit dem i860-Chipsatz , der Rambus-Speicher
benötigt . Auch hier wird es ein Rambus-Discount-Programm geben . Für
Anwendungen , die sehr viel Speicher verlangen , etwa dicke Server , setzt Intel
auf Chipsätze von ServerWorks ( LE-3 , HE-SL ) und Micron ( Copperhead ) . Auch
der Tualatin spielt hier eine Rolle , es soll eine spezielle
Dual-Prozessor-Ausführung mit 512 anstatt 256 KByte L2-Cache geben . Der Foster
hat gegenüber dem Xeon einen Vorteil in kompakten Rack-Servern , weil er in
einem Sockelgehäuse daherkommt . Die relativ hohen Xeon-Module benötigen
Servergehäuse mit mindestens 4 Höheneinheiten . Außerdem steht im Winter mit
McKinley schon der Nachfolger des 64-Bit-Prozessors Itanium in den Startlöchern
- bleibt zu hoffen , dass der Itanium bis dahin überhaupt in Stückzahlen vom
Band läuft . ISSCC : Samsung stellt 4-GBit-Speicherchip vor Der südkoreanische
Chipgigant Samsung hat eine Technologiestudie zur Herstellung von
4-GBit-SDRAM-Bausteinen vorgestellt . Bei großen Speicherchips treten Probleme
auf , weil aufgrund der relativ langen Signalleitungen die schwachen Signale der
einzelnen Speicherzellen von Rauschen und Spannungsschwankungen überlagert
werden . Die Samsung-Entwickler haben nach eigenen Angaben bisher 160 Patente im
Zusammenhang mit der Entwicklung des 4-GBit-Chips angemeldet . Zur
Stabilisierung der Versorgungsspannung von nur noch 1,8 Volt und zur
Rauschunterdrückung auf den Schreib-/Leseleitungen sind Zusatzschaltungen auf
dem Chip untergebracht , die rund 1,2 Prozent zusätzliche Siliziumfläche
erfordern . 1-GBit-Speicherchips hat Infineon schon auf der ISSCC 1999
vorgestellt . Bisher sind solche Chips aber noch zu groß für die Serienfertigung
. ATI greift mit " Charisma " Nvidia an Die Grafikchip-Schmiede ATI enthüllt
übermorgen auf der Game Developers Conference in San Jose Details der
Charisma-Engine ihres neuen 3D-Bausteins . Auch ATI setzt nun auf eine
T&L-Einheit zur Geometriebeschleunigung ( Transform & Lighting ) , die
mindestens so schnell wie die des Nvidia-Bausteins GeForce 256 sein soll . Damit
ist nun bei zwei Chipherstellern die Voraussetzung für Spieleszenen mit mehreren
10.000 Polygonen gegeben . Die T&L-Unit beherrscht neben Transform- und
Lighting- auch Clipping-Funktionen . Interessant ist Vertex Blending , also die
Erzeugung sanfter Übergänge etwa zwischen einem Arm und der Schulter , die sich
durch Einbeziehung von maximal zwei weiteren " Patches " besonders detailliert
ausgestalten lassen . Mittels einer Keyframe-Technik ist der Chip zudem in der
Lage , ein Objekt selbständig von einer Ausgangs- in eine Endphase zu überführen
, wobei er auch die Geometrie verändert . Mit drei Textur-Berechnungseinheiten
pro Pixelpipeline ist der neue Chip von ATI für Multitexturing-Effekte bestens
gerüstet . Die Texture Units unterstützen ferner Priority Buffer für
Schatten-Effekte , 3D-Texturen für volumetrisches Licht , räumlichen Nebel und
die leichtere Texturierung verformbarer Objekte sowie Fullscene-Anti-Aliasing
und Bewegungsunschärfe . Mit Angaben über die Höhe der Taktfrequenzen , die Art
des Speicherinterfaces , die Anzahl der Pixel-Pipelines und den maximalen
Polygondurchsatz hält sich ATI noch zurück . Der Grafikchip wird voraussichtlich
in der zweiten Jahreshälfte lieferbar sein . Intel veröffentlicht
PC133-Spezifikation Lange hat sich Intel gegen die PC133-Spezifikation für
schnellere SDRAM-Speichermodule gesträubt . Diesen Standard hatte der Rivale VIA
auf eigene Faust ausgetüftelt . Wohl wegen der ungeklärten Rechtslage machte VIA
bislang nur die Version 0.4 zugänglich , die ausdrücklich als Entwurf bezeichnet
ist . Mit der veröffentlichten Intel-PC-SDRAM-Spezifikation in der Version 1.7 (
PDF-Datei ) ist PC133 nun quasi amtlich definiert . Intel hat seine alte
DIMM-Norm einfach fortgeschrieben und PC133 in das System von PC66 und PC100
integriert . Bisher kann noch kein Intel-Produkt mit PC133-DIMMs umgehen , doch
das soll sich bald ändern : Im zweiten Quartal wird Intel mit dem neuen
Solano-Chipsatz ( i815 ) endlich auf den PC133-Zug aufspringen . Speicherpreise
steigen sprunghaft an Am heutigen Donnerstag sind die Einkaufspreise für
Speichermodule besonders in Deutschland sprunghaft angestiegen . Nach Angaben
von Händlern und preistrend.de gingen die Preise für einzelne Module um bis zu
30 Prozent in die Höhe . Das ist angesichts des niedrigen Preisniveaus bei der
Abnahme kleiner Mengen nicht dramatisch ; angeblich sollen die Preiserhöhungen
aber inzwischen im Stundenrhythmus erfolgen . Bisher haben jedoch erst wenige
Einzelhändler mit Preiserhöhungen für Privatkunden nachgezogen . Die Preise für
einzelne Speicherchips stiegen an den Spotmärkten in den USA und in Asien
weniger stark . Zum Hintergrund der " Preisrallye " existieren nur Spekulationen
; ebenso unklar ist , ob es sich hierbei um die erwartete Trendwende im
Speichermarkt handelt . QuickBlade-Server sollen Transmeta-Pläne durchkreuzen
Noch in diesem Jahr will Compaq ultrakompakte Server mit Intel-Mobilprozessoren
auf den Markt bringen . Die Strom und Platz sparenden Geräte eignen sich
besonders für Internet-Service-Provider ( ISP ) , die in ihren Racks möglichst
viele separate Server unterbringen müssen . Ein ganz ähnliches Konzept möchte
das erst etwa ein Jahr alte Unternehmen RLX Technologies mit den Strom sparenden
und hochintegrierten Transmeta-Crusoe-Prozessoren umsetzen . Auf kompakten
Einschüben , Blades genannt , bringt RLX einen kompletten Ein-Prozessor-Rechner
unter . Bis zu 750 Prozessoren sollen so in ein 19-Zoll-Rack mit 42
Höheneinheiten passen . Um dieses Konzept haben sich Compaq und RLX bereits vor
Gericht gestritten . Anders als RLX setzt Compaq bei seiner eigenen
"hyper-dense"-Architektur namens QuickBlade auf Intel-Prozessoren . Ende Januar
stellte Intel bereits Ultra-Low-Voltage-Mobilprozessoren vor , die bei 500 MHz
lediglich 8,1 Watt verbraten sollen . Als Argumente für den Einsatz von
Intel-Prozessoren führt Compaq vor allem an , dass sich diese bereits im
Serverbereich bewährt hätten . Außerdem will man zu einem späteren Zeitpunkt
auch Zwei-Prozessor-Serverchen liefern ; bisherige Crusoe-Prozessoren eignen
sich nicht für den Dual-Betrieb . Intel verschiebt Xeon-Einführung Die
ursprünglich für heute vorgesehene Präsentation des neuen "Xeon"-Prozessors für
Workstations ist verschoben worden . Das berichten mehrere Online-Newsdienste
wie The Inquirer . Demnach gibt Intel als Grund für die in letzter Minute
erfolgte Verzögerung Probleme mit dem Gehäuse der Prozessoren an . Man habe den
Fehler gefunden und stelle die Produktion entsprechend um . Einen neuen
offiziellen Vorstellungstermin nennt Intel nicht ; angeblich soll der Xeon noch
im Mai das Licht der Öffentlichkeit erblicken . Der eng mit dem Pentium 4
verwandte neue Xeon kommt zunächst in einer ausschließlich für Ein- und
Zwei-Prozessor-Systeme geeigneten Version auf den Markt .
Multiprozessor-taugliche Ausführungen mit Level-3-Cache sollen im Herbst folgen
. AMDs Thunderbird und Duron doch ohne festen Multiplikator Der fest eingebaute
Multiplikator bei AMDs neuen Sockel-A-Prozessoren Athlon und Duron lässt sich
umgehen . Dadurch kann man den Chips leicht eine höhere interne Taktfrequenz
aufzwingen als jene , für die sie spezifiziert sind . Bei den CPUs des
Konkurrenten Intel ist schon seit geraumer Zeit das Verhältnis zwischen der
Prozessor-internen und der so genannten Frontside-Bus-Taktfrequenz fest und
unveränderbar eingestellt . Diese Maßnahme soll nach offizieller Lesart
Fälscherwerkstätten das Handwerk legen . Vorher kamen wiederholt CPUs in den
Handel , die mit gefälschten höheren Taktfrequenzangaben teurer verkauft wurden
. Der fixe Frequenzmultiplikator verhindert allerdings auch , dass
Übertaktungs-Fans im heimischen PC mit einfachen Mitteln einem preiswerten
Prozessor gehörig auf die Sprünge helfen . Intel-Prozessoren lassen sich nur
noch durch Steigerung der FSB-Taktrate übertakten , was Probleme mit anderen
PC-Komponenten nach sich ziehen kann . Mit der Einführung des Athlon hatte AMD
ebenfalls feste Multiplikatoren eingeführt , aber ein Hintertürchen für
Übertakter offengelassen . Nach einem Umbau des Prozessorgehäuses ist bei den
Slot-A-Athlons der so genannte Debug-Port zugänglich . Hier lassen sich
kommerziell erhältliche Module aufstecken , die auf einfache Weise eine
Veränderung des Multiplikators ermöglichen . Einige Mainboard-Hersteller ( etwa
QDI ) bieten auf ihren angekündigten Platinen für den Sockel A jedoch Jumper
oder DIP-Schalter , die an vier undokumentierte Pins des Prozessors
angeschlossen sind und ebenfalls eine Veränderung des Frequenz-Multiplikators
gestatten . AMD behält sich allerdings vor , diese Pins künftig nicht mehr
intern zu verdrahten und somit diese Funktion lahm zu legen . Vobis und Birg in
Österreich verschmolzen Die beiden österreichischen PC-Händler Vobis und Birg
haben sich bereits am 11. Juli zusammengetan und ihre Fusion nunmehr endgültig
vollzogen . Rückwirkend seit 31. Dezember 2000 firmieren die beiden Unternehmen
gemeinsam als Vobitech GmbH Österreich . Die Handelsmarken Birg und Vobis
bleiben dabei erhalten . Manfred Birg will mit Unterstützung der
Vobis-Konzernholding ein neues Unternehmen gründen , das besonders auf den
osteuropäischen Markt zielt . Der ehemalige Birg-Geschäftsführer Martin Pulletz
und der ehemalige Vobis-Österreich-Chef Dr. Günther Beck übernahmen die Leitung
der Vobitech GmbH . Die Umfirmierung hat keine Auswirkung auf die rechtlich
völlig unabhängige Vobis Micromputer AG in Deutschland . Die österreichische
Vobis gehörte wie die jetzige Vobitech GmbH der internationalen Investorengruppe
Vobitech mit Sitz in Rotterdam . Die deutsche Vobis Microcomputer AG gehört zu
25 Prozent ihren Geschäftsführern Dr. Jürgen Rakow und Jürgen Bochmann . Die
restlichen 75 Prozent gehören der CBA , die wiederum der Divaco gehört . An
letzterer sind unter anderem die Metro AG , die Deutsche Bank und der
Gerling-Konzern beteiligt . Im Laufe der letzten 12 Monate hatte es mehrfach
Veränderungen bei den Vobis-Firmen in der Schweiz sowie in Belgien und Luxemburg
gegeben . Hardware-Händler Publix wiederbelebt Die IT-Media AG hat aus der
Konkursmasse der Publix Computer GmbH deren Firmennamen und den Lagerbestand
übernommen . Die neue " Publix Computer Vertriebs und Systeme GmbH " ist ab
sofort wieder unter der alten Rufnummer 0641/9744710 erreichbar , mit einer
Aufnahme des normalen Geschäftsbetriebes wird jedoch nicht vor November
gerechnet . Aufgrund des bereits erfolgten Insolvenzantrags tritt die IT-Media
nicht die Rechtsnachfolge der alten Firma Publix an . Dies bedeutet für deren
Kunden , dass alte Forderungen aus der verbliebenen Konkursmasse bedient werden
müssen . Die IT-Media betont jedoch , dass man sich um Hilfestellung bei alten
Garantieforderungen gegenüber Herstellern und Distributoren bemühen wolle .
Voodoo-Meister nimmt seinen Hut Der Geschäftsführer der Grafikchip-Schmiede 3Dfx
, Greg Ballard , verlässt zum 31. Oktober überraschend das Unternehmen . Bllard
hatte seine Posten seit drei Jahren inne . Zum Hintergrund dieser Entscheidung
ist noch wenig bekannt , allerdings kamen vom Hersteller der
Voodoo-Grafikprozessoren zuletzt schlechte Nachrichten . Nach Ansicht von
Beobachtern hat es 3Dfx zudem bislang nicht geschafft , ausreichend
Zulieferverträge mit den großen PC-Herstellern abzuschließen . Für die
Grafikkartenhersteller wird die Erstausrüstung von Komplettsystemen immer mehr
zum Hauptgeschäft , die ersten Voodoo-Karten waren dagegen als reine
Aufrüstoption erfolgreich . Erst vor wenigen Tagen verstärkte 3Dfx sein
Hardware-Team in San Jose um einen neuen Vizepräsidenten : Der 36-jährige Brian
Kelleher arbeitete ebenso wie die 3Dfx-Begründer früher bei DEC in Palo Alto .
Intel auf dem Weg zum Multi-Gigahertz-Chip Intel arbeitet mit Hochdruck an der
Einführung eines neuen Prozesses zur Fertigung von Prozessoren mit kleineren
Strukturen und höheren Taktfrequenzen . In dem kommenden 0,13-µm-Prozess ,
genannt P860 , sollen die Nachfolger des heutigen Pentium III und des bald
erwarteten Pentium 4 gefertigt werden . Die aktuellen Pentium-III-Chips mit dem
Codenamen " Coppermine " fertigt Intel im P858-Prozess mit Strukturgrößen von
minimal 0,18 µm ; die effektive Gatelänge der Transistoren kann dabei 0,13 µm
erreichen . Der 0,13-µm-Prozess , in dem der kommende " Tualatin " ( wie bereits
berichtet ) produziert werden soll , kann ein Transistorgate ( Bild ) auf bis zu
70 nm ( 0,07 µm ) verkleinert werden . Dadurch sind nicht nur mehr Transistoren
pro Chip möglich , sondern auch höhere Taktfrequenzen . Eine
6-Transistor-SRAM-Zelle , die beispielsweise für 1 Bit Cache-Speicher nötig ist
, lässt sich laut Intel auf nur 2,45 µm2 unterbringen , weitere
Entwicklungsarbeiten sollen diese Fläche auf 2,09 µm2 verkleinern . Als
Isoliermedium zwischen Leitern kommen so genannte Low-K-Dielektrika zum Einsatz
. Diese tragen durch geringere kapazitive Belastung und Verluste zu höheren
Schaltgeschwindigkeiten bei . Intel gab gestern bekannt , die Einführung des
P860-Prozesses verlaufe nach Plan : Man habe bereits funktionierende Prozessoren
und SRAM-Speicherchips hergestellt . Die Fab 20 in Hillsboro/Oregon soll als
erste im neuen Prozess fertigen . National Semiconductor hat gut verdient Der
Umsatz liegt um 16 Prozent und der Gewinn sogar um 52 Prozent höher als im
Vorjahreszeitraum , obwohl die Aufträge wegen der Flaute im PC-Markt geringer
ausfielen als ursprünglich für das Geschäftsquartal geplant . Bereits im Oktober
hatte National seine Anleger vor Umsatzrückgängen gewarnt . Im Vergleich zum
ersten Quartal 2001 liegen die Erträge auch deutlich niedriger . Für das
kommende Quartal erwartet National um 10 Prozent geringere Umsätze , vor allem
wegen weiterer Rückgänge im PC-Geschäft : National spricht von einer "
saisonalen Schwäche " , die zu weiteren Bereinigungen bei den Lagerbständen
führe . Dennoch will man das gesamte Geschäftsjahr 2001 Ende Mai mit einem Plus
von 10 Prozent im Vergleich zu 2000 abschließen . Besonders schwach sei das
Geschäft mit Bauteilen für traditionelle PCs gewesen , auch bei Teilen für
Handys habe es Auftragsrückgänge gegeben . Der Geode ist ein auf dem
Cyrix-Prozessordesign basierender Chip mit eingebauten Grafik- und
I/O-Funktionen . Unsicherheit bei Herstellern von Chip-Fertigungsanlagen
Anlässlich der SEMICON Japan beurteilten Analysten und die Hersteller von
Anlagen für die Halbleiterproduktion die Geschäftsentwicklung im kommenden Jahr
unterschiedlich . Die im Verband SEMI zusammengeschlossenen Anlagenbauer gehen
davon aus , dass nach einem Rekordwachstum der Branche von 83 Prozent in diesem
Jahr im nächsten Jahr immerhin 22 Prozent Steigerung folgen werden . Das
beflügelte die Geschäfte der Anlagenhersteller . Analysten sehen das kommende
Jahr dagegen nicht so rosig . Als Beleg führen sie Aussagen etwa der
PC-Mainboardhersteller an . Diese hatten bereits angekündigt , ihre
Expansionspläne möglicherweise nicht wie geplant zu verwirklichen . Dies deute
darauf hin , dass andere Auftraggeber von Lieferverträgen abgesprungen seien .
CES : Philips stellt Komponenten für flache Webpads vor Die Komponentensparte
der Royal Philips hat 10,4-Zoll-LCD-Bildschirme mit angebauter Rechnerelektronik
für so genannte Internet Appliances vorgestellt . Die knapp 15 mm flachen
"Net-Display"-Module sollen als Basisbaugruppe in Webpads und ähnlichen Geräten
zum Einsatz kommen , eignen sich aber auch für Visualisierungsanwendungen in der
Industrie . Die von Umsatzrückgängen gebeutelten Hersteller von
Computerkomponenten suchen nach neuen Absatzmöglichkeiten . Getreu dem Motto ,
dass sich alles , was mobil und kompakt ist , gut verkaufen lässt , hofft man
auf den kommenden Erfolg der Webpads : Diese tragbaren Geräte dienen als simpler
Internetzugang für Heimanwender . Philips Components arbeitet bei den
Net-Display-Modulen mit der Joint-Venture-Firma LG.Philips zusammen . Die
Farbtiefe beträgt 6 Bit . Zwei verschiedene Elektronikversionen sind lieferbar .
Das S10LP-NG ist mit dem Geode-SC3200-Prozessor von National Semiconductor
bestückt und bringt 500 Gramm auf die Waage , das 10 Prozent schwerere S10LP-TC
kommt mit einem Crusoe TM3400 von Transmeta . Die Module besitzen 4- oder
6-Zellen-Lithium-Ionen-Batterien und eine eingebaute Ladeelektronik für den
12-Volt-Anschluss . Audiofunktionen sind per AC-97-Codec eingebaut , für externe
Geräte und zum Datenaustausch ist eine USB-Schnittstelle vorhanden . Außer dem
Touchscreen lassen sich zur Steuerung bis zu elf Tasten anschließen , eine
Erweiterung ist über den I2C-Bus möglich . Als Betriebssystem sind Mobile
beziehungsweise Embedded Linux oder Windows CE 3.0 vorgesehen . Zur
Kommunikation lassen sich verschiedene Module über einen Mini-PCI-Steckplatz
einsetzen . Philips bewirbt eine eigene Bluetooth-Lösung , wozu man eine
strategische Allianz mit den Firmen Cambridge Silicon Radio , Intersil , Silicon
Wave und WIDCOMM eingegangen ist . Andere lieferbare Kommunikationsmodule
arbeiten mit einem Wireless LAN nach IEEE 802.11b sowie drahtgebunden per
Ethernet oder Modem . CES : Neuer Prozessor für Multimedia-Anwendungen Die Firma
C-Cube präsentiert mit dem DoMiNo einen Prozessor , der sich besonders für die
Datenverarbeitung in Multimediageräten eignet . Der wesentliche Vorteil der
DoMiNo-CPU ist die Integration mehrerer Prozessorkerne und kompletter Audio- und
Video- sowie Kommunikationsschnittstellen . Während zwei RISC-Kerne mit je 150
MIPS Rechenleistung zur frei programmierbaren Datenverarbeitung bereitstehen ,
sind ein Video-DSP und eine "Motion-Estimation"-Einheit speziell auf die
Verarbeitung von Videodaten optimiert . Damit reicht die Leistung des DoMiNo zur
Verarbeitung mehrerer Videodatenströme gleichzeitig , was ihn für DVD-De- und
Encoding- oder Formatwandlungsaufgaben prädestiniert . C-Cube erwartet , dass
erste Geräte mit dem neuen Chip bereits Ende des Jahres verkauft werden . Man
zielt vor allem auf digitale Videorekorder und Set-Top-Boxen . Die
Verdienstspannen in diesem Markt , bei dem es immer gleich um
Millionenstückzahlen geht , sind allerdings knapp - Microsofts Tochterfirma
WebTV startete etwa eine eigene Prozessorentwicklung , um auf einen Preis von
unter 10 US-Dollar pro Chip zu kommen . Der DoMiNo spart durch die vielen
eingebauten Schnittstellen allerdings je nach Anwendungsfall einige andere
Bausteine ein . Außer einem Speichercontroller , der bis zu 64 MByte DDR-SDRAM
ansprechen kann , besitzt er ein auch als PCI-Bus-Schnittstelle programmierbares
Universalinterface sowie einen IEEE1394-Anschluss , analoge Video- und
Audio-Ein- und Ausgänge , Festplatteninterface und einen Port für
Smart-Card-Reader . Für per Netzwerk- und Breitbandkabel oder Satellit
gelieferte Multimediadaten gibt es gleich zwei Schnittstellen , und zu guter
Letzt ist auch ein kompletter 2D-Grafikchip mit 32-Bit-Farbverarbeitung
eingebaut . AMD plant neues 300-mm-Chipwerk Sollte es mit dem Erfolg von AMD so
weitergehen wie bisher , sind bald mehr Fertigungskapazitäten für Prozessoren
nötig . Zur Erweiterung der Fertigungskapazität will AMD bis 2004 eine neue
Chipfabrik zur Verarbeitung von 300-mm-Wafern bauen . Anstatt extern bei einer
Chip Foundry wie TSMC oder UMC fertigen zu lassen , setzt AMD lieber auf eigene
Werke . Vom AMD-Chef Jerry Sanders ist der Ausspruch " Real men own fabs "
überliefert . Mit dieser Einschätzung steht Sanders nicht alleine - auch andere
Halbleiterfirmen meinen , dass man bei vielen Produkten nur dann erfolgreich
mitmischen kann , wenn man durch eine eigene Halbleiterfertigung schnell genug
auf den Markt kommen kann . Man sucht zurzeit Partner , die sich die Investition
und Produktionskapazität mit AMD teilen möchten . Ein Standort für die geplante
Fabrik liegt noch nicht fest . Bislang besitzt AMD mit der Fab25 in Austin und
der Dresdener Fab30 lediglich zwei eigene Werke . Gemeinsam mit Fujitsu betreibt
AMD allerdings im Rahmen des Joint-Ventures FASL ( Fujitsu AMD Semiconductor
Ltd. ) noch ein Werk zur Herstellung von Flash-Speicherchips und baut gerade ein
weiteres auf . Broadcom kauft ServerWorks Die kleine Firma ServerWorks hatte
sich diesen Namen erst im Januar 2000 zugelegt , vorher hieß das Unternehmen
Reliance Computer Corporation ( RCC ) . ServerWorks mit etwa 85 Mitarbeitern ist
auf die Entwicklung von Chipsätzen spezialisiert . Unter dem Namen Champion
lieferte man früher Multiprozessor-Chipsätze , etwa für
Sechsfach-Pentium-Pro-Systeme . Selbst Intel setzt diese Chipsätze auf
Server-Mainboards ein . Für Broadcom ist besonders das Know-how der
Chipsatzschmiede bei schnellen Ein-/Ausgabebausteine interessant . ServerWorks
arbeitet an Chips , die CPU und Hauptspeicher mit schnellen Bussen und
Schnittstellen wie Infiniband , FibreChannel oder PCI-X verbinden . Broadcom und
ServerWorks wollen gemeinsam Komponenten für eine 10 GBit/s schnelle
Datenkommunikation entwickeln . Man erwartet , dass bei dieser Geschwindigkeit
von 1,25 GByte/s die Grenzen zwischen interner und externer Kommunikation bei
Servern verschmelzen . Pikant ist die durch den Kauf von ServerWorks zu Stande
gekommene enge Zusammenarbeit von Intel und Broadcom : Erst vor knapp drei
Wochen haben die beiden Firmen Rechtsstreitigkeiten beigelegt . Hewlett-Packard
will billigere Heimcomputer verkaufen Hewlett-Packard möchte in diesem Frühjahr
auf dem US-Markt mit preiswerteren Komplettrechnern punkten . Die besonders
knapp kalkulierte 7000-er Baureihe aus der Pavilion-Serie zielt auf den Bereich
zwischen Einsteiger- und High-End-Systemen . In diesem Bereich hofft man ,
zusätzliche Nachfrage im schwächelnden US-PC-Markt erzeugen zu können . Die
letzte Quartalsbilanz von HP war enttäuschend ; lieber als mit Sparmaßnahmen
will man sich natürlich mit besseren Verkaufszahlen aus der Krise manövrieren .
Auch ein LAN-Adapter , ein Modem und Lautsprecher gehören zum Lieferumfang .
Sonst ist das Gerät mit einem Intel Celeron 766 MHz , der Onboard-Grafik des
Intel-i810-Chipsatz und nur 64 MByte RAM eher sparsam ausgestattet . Dafür
steckt das System in einem schicken Gehäuse mit Metalliclackierung ... Auf der
Direktversand-Website www.hpshopping.com verlangt HP für den Pavilion 7840849
US-Dollar , bietet aber im Bundle einen preiswerten 19-Zoll-Monitor an . Etwas
mehr Power bietet der Pavilion 7850 dank Pentium II 933 MHz , 128 Mbyte
Arbeitsspeicher und 40- statt 30-GByte-Festplatte . Dafür verlangt HP aber auch
gleich satte 47 Prozent mehr Geld , nämlich 1249 US-Dollar . Der Straßenpreis
für das System soll sich aber nach HP-Angaben bei nur 1049 US-Dollar einpendeln
. Noch billiger als die 7000-er Serie sind die Geräte der 6000-er Serie . Den
Pavilion 6830 mit Celeron 700 MHz , 64 MByte RAM , 20-GByte-Festplatte und
CD-ROM-Laufwerk gibt es ab rund 600 US-Dollar . Leistungsstärkere Rechner haben
bei HP in den USA oft einen AMD-Athlon-Prozessor . Der Pavilion 8860 ist mit
einem 1-GHz-Athlon , 128 MByte SDRAM , CD-RW- und DVD-Laufwerk sowie einer
60-GByte-Festplatte bestückt . Einige 8000-er Pavilion-Modelle lassen sich mit
bunten Blenden verzieren . Mit der N5200-Serie ist auch eine neue
Notebook-Baureihe im Programm . Die Preise beginnen bei rund 1100 US-Dollar ,
dafür erhält man einen Mobile Celeron 650 MHz , 64 MByte RAM , eine
10-GByte-Festplatte , ein integriertes Modem und ein 13-Zoll-HPA-Display mit
800×600 Pixeln , das ein S3-Savage-IX-Chip ansteuert . Ob und welche dieser
neuen Geräte in Deutschland auf den Markt kommen , ist nicht bekannt .
Hierzulande scheint HP noch an einer Vertriebsstrategie zu tüfteln - der
angekündigte Direktvertrieb der Pavilion-Geräte in Deutschland findet jedenfalls
bislang nicht statt . Wer als Privatkunde einen HP-PC online kaufen will ,
strandet spätestens bei der Suche nach Vetriebspartnern . Lediglich Vobis ist
dort aufgeführt , und dort bietet man derzeit keine HP-Komplettsysteme an . Der
" HP-Partner-Suchdienst " liefert nur Adressen von Druckerverkäufern . Nach
eigenen Angaben lief der Verkauf der ersten in Deutschland vertriebenen
Pavilion-Modelle sehr gut . Die Geräte wurden über Handelsketten wie Media-Markt
, RedZac ( Interfunk ) oder eben Vobis verkauft . Da spart man sich den in
Deutschland vergleichsweise wenig erfolgreichen Direktvertrieb wohl lieber .
Auch Supportseiten für in Deutschland verkauften HP-Pavilion-Rechner sucht man
auf der HP-Website übrigens vergeblich . Neue Steckplatz-Spezifikationen für
günstigere PCs Intel stellte am 7. Februar mit dem CNR ( Communication and
Networking Riser ) einen neuen Steckplatz vor , der PC-Erweiterungskarten für
Audio- , Modem- und Netzwerk-Hardware aufnimmt . Einen Tag später konterte die
Advanced Communication Riser Special Interest Group ( ACR SIG ) mit der
Ankündigung einer eigenen Spezifikation , die denselben Einsatzbereich wie der
CNR hat . In der ACR SIG haben sich die Intel-Konkurrenten AMD und VIA mit
Herstellern wie 3Com , ALi , Lucent , Motorola , PCTEL und Texas Instruments
zusammengeschlossen . ACR und CNR sind Weiterentwicklungen des Audio-Modem-Riser
( AMR ) , der im Zuge der Audio-Codec-97-Spezifikation ( AC97 ) entwickelt wurde
. AC97-kompatible Chipsätze ( Intel ICH 82801 , VIA-Southbridge VT82C686A )
haben eine spezielle Schnittstelle zum Anschluss entsprechender Codecs . In
Zusammenarbeit mit den passenden Treibern kann so der PC-Hauptprozessor ohne
Soundkarte oder Modem Klänge verarbeiten oder Daten über Telefonleitungen
übertragen . Dies ist natürlich preiswerter als der Einbau einer separaten
Soundkarte oder eines Modems in den PC und funktioniert bei ausreichend
schnellen Prozessoren und guten Treibern auch ordentlich . AMR und die
weiterführenden ACR und CNR sind aber keinesfalls als Steckplätze für spätere
Erweiterung eines PC gedacht : Ausschließlich OEMs , also die PC-Hersteller ,
können diese Erweiterungssteckplätze sinnvoll für billigere Komplettsysteme
nutzen . Die OEMs müssen nämlich insbesondere für die passenden Treiber sorgen ;
und für jeden Mainboard-Typ ist ein spezieller AMR , ACR oder CNR erforderlich .
In den Treibern steckt dabei das eigentlich Know-How der Riser-Karten , sodass
Aktualisierungen meist nicht frei zum Download verfügbar sein werden , sondern
nur auf der Installations-CD zu haben sein dürften . Die Treiber sind deshalb
die Achillesferse des Riser-Card-Prinzips : Möchte man auf dem billigen
Alles-Inklusive-PC später einmal ein neues Betriebssystem installieren , ist man
unter Umständen auf veraltete Treiber angewiesen oder muss dann mit
PCI-Steckkarten die nicht mehr arbeitenden Funktionen nachrüsten . Allen
Initiativen für einen unkomplizierteren Easy-PC zum Trotz erblicken anscheinend
ständig neue Hardware-Spezifikationen das Licht der (Fach-)Welt . Der billige
und oberflächlich einfache Simpel-PC entlarvt sich also unter der Haube als
immer komplexer ; Ob dies für die Kunden letztlich wirklich preiswerter ist ,
steht aus heutiger Sicht noch in Frage . Hyundai Electronics heißt bald Hynix
Die weltweit zweitgrößte Speicherchipfirma Hyundai Electronics strukturiert sich
massiv um . Um die finanziellen Probleme zu lösen , die ihre Ursache in der "
Asien-Krise " aus dem Jahre 1998 haben , hat der neuntgrößte Chiphersteller der
Welt Unternehmensteile ausgelagert und will nur noch das Kerngeschäft mit den
Halbleitern unter dem Namen " Hynix Semiconductor " fortführen . Der neue Name
soll eine " höhere und weiter fortgeschrittene Stufe der Halbleitertechnik "
symbolisieren und gleichzeitig die " Aufmerksamkeit des Unternehmens für den
Einfluss der Technik auf die Gesellschaft " ausdrücken . Die Sparten
CRT-Monitore , Satelliten , Elektronik-Service und PC-Herstellung wurden bereits
in eigenständige Gesellschaften ausgelagert . Die Bereiche Telekommunikation und
LCD-Displays sollen folgen . Eine Negativmeldung überschattet die Anstrengungen
des Unternehmens zur Verbesserung seiner finanziellen Situation : Die
Marktbeobachter der US-Firma Moody's Investors Service stuften die
Kreditwürdigkeit von Hyundai Electronics um zwei Stufen herunter . Der Grund :
Diese Kredite , die von der südkoreanischen Regierung ausdrücklich gebilligt
werden , sind anderen Chipherstellern ein Dorn im Auge . Der größte
US-DRAM-Produzent Micron fordert von der US-Regierung Maßnahmen gegen diese nach
den Regeln der Welthandelsorganisation unfairen Subventionen . Den gestrigen
Preisanstieg bei den Speicherpreisen bewerten Branchenkenner als eine
Panikreaktion auf die Probleme bei Hyundai . Man befürchtet , dass die
finanziellen Probleme bei Hyundai zu tief greifende Änderungen im Machtgefüge
der DRAM-Industrie nach sich ziehen könnten . Chip-Foundries haben weniger
Aufträge Auch Chipfirmen , die im Kundenauftrag Bauelemente fertigen , leiden
unter der rückläufigen Nachfrage . Bei TSMC lagen die Umsätze im Februar um 28
Prozent unter denen des Monats Januar , bei UMC betrug der Rückgang 21 Prozent .
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sind die Umsätze aber deutlich gestiegen :
TSMC und UMC haben bereits angekündigt , aufgrund der sinkenden
Wachtumsprognosen geplante Investitionen zu strecken . Intel steckt weiter Geld
in Rambus-Speicherchips Intel hat mit Samsung ein Abkommen geschlossen , das
eine ausreichende Versorgung mit Rambus-Speicherchips für den geplanten " Ramp "
des Pentium 4 sichern soll . Nach Angaben des US-Online-Dienstes Electronic
Business News fließt das Kapital in die sündhaft teuren Speichertestgeräte für
Rambus-Chips . Samsung habe mehr RDRAMs hergestellt als auf Grund der begrenzten
Testkapazität geliefert werden konnten . Man könne die Geräte schnell beschaffen
, da andere Chipfirmen entsprechende Aufträge zurückgezogen hätten . In der
Vergangenheit haben die DRAM-Hersteller als Grund für die hohen Kosten von
Rambus-Speicherchips vordringlich die Abschreibungen für die Speichertester
verantwortlich gemacht . Intels Investition in Samsung ist nicht die erste ihrer
Art . In den vergangenen Jahren hat Intel große Beträge auch in Micron und
Infineon investiert , unter anderem mit dem Ziel , den RDRAM-Ausstoß anzukurbeln
und so die Preise zu senken . Micron stellt bis heute keine RDRAMs her , und
Intel konnte die erworbenen Anteile sehr gewinnbringend wieder loswerden .
Infineon hat zwar RDRAMs im Programm , liefert aber nicht besonders viele Chips
und Module aus . Laut Electronic Business News hätten andere Chipfirmen ,
darunter Elpida , Hyundai und NEC ähnliche Investitions-Angebote von Intel
abgelehnt . Dies ist besonders angesichts der kriselnden Situation im
Speichermarkt bemerkenswert . Ob das geringe Engagement von Infineon , Hyundai
und Micron im Zusammenhang mit den juristischen Auseinandersetzungen mit Rambus
steht , ist nicht bekannt . Laut Electronic Business News sagte der
Intel-Manager Pete MacWilliams , dass Anfang nächten Jahres ein
Pentium-4-Chipsatz auf den Markt kommen soll , der ein oder zwei Rambus-Kanäle
für die neuen Lowcost-RDRAMs unterstützt . Nach Angaben von Samsung sind die
aktuellen RDRAMs mit 32 internen Speicherbänken für Server und andere
Highend-Anwendungen und weniger unter Kostengesichtspunkten entwickelt worden .
Rambus-Infineon-Prozess in den USA vertagt Der Richter Robert E. Payne gab den
Rambus-Anwälten damit mehr Zeit , neue Dokumente aus der Münchner
Infineon-Zentrale zu übersetzen und auszuwerten . Konkret geht es darum , dass
Infineon in SDRAM-Speicherchips Techniken verwende , die von Rambus patentiert
seien . Dass diese strittigen Techniken im Rahmen von offenen Industriestandards
der JEDEC längst offengelegt sind , stört Rambus dabei nicht - im Gegenteil :
Das Unternehmen ist sich sicher , dass die JEDEC-Standards auf dem
Rambus-eigenen Know-how aufbauen und hat deshalb auch die Firmen Micron und
Hyundai verklagt . In Vorgesprächen ( " Pre-Trial-Rulings " ) einigen sich die
Prozessbeteiligten mit dem Richter auf die im eigentlichen Prozess zu
verhandelnden Sachverhalte und Beweise . Die Protokolle dieser vor Gericht
stattfindenen Gespräche sind öffentlich ; Auszüge veröffentlicht die Webseite
Rambusite.com . Der zuständige Richter Robert E. Payne legt in diesen
Protokollen ein joviales Auftreten an den Tag . So erklärt er etwa dem
Rambus-Anwalt John Allcock , er solle seinen Laptop mit der
Power-Point-Präsentation ruhig weiter weg stellen : " So weit kann ich mit
meiner Brille noch sehen " . In der Sache streiten die beiden Parteien mit
harten Bandagen , denn es geht um sehr viel Geld . Der verwickelte Rechtsstreit
dreht sich vorwiegend um die Jahre 1991 und 1992 , als Infineon noch die
Siemens-Halbleitersparte war . Infineon verteidigt sich gegen die
Rambus-Vorwürfe mit zwei wesentlichen Argumenten : Demnach seien einerseits die
ins Feld geführten Patente gar nicht auf SDRAM anwendbar . Zum anderen hätte
Rambus gegen die JEDEC-Grundregeln verstoßen , dass die in den Sitzungen
besprochenen technischen Entwicklungen nicht von einem Mitglied des Gremiums
patentiert werden könnten . Nach Ansicht der Infineon-Anwälte ist Rambus
absichtlich aus der JEDEC ausgetreten , um sich die strittigen Techniken
patentieren zu lassen und später dafür kassieren zu können . Das sei ein Verstoß
gegen die US-Gesetze gegen " Racketeering Influenced and Corrrupt Organizations
" ( RICO ) . Die Rambus-Rechtsvertreter drehen jetzt den Spieß herum und
behaupten , dass Siemens schon vor der JEDEC-Normierung die Rambus-Technik
kannte und dann in Zusammenarbeit mit IBM Teile des Rambus-Know-hows in die
JEDEC-Standards eingebracht habe , um späteren Lizenzzahlungen zu entgehen .
Dazu habe man damals unter einem Geheimhaltungsvertrag von Rambus genaue
Informationen bekommen . Man vermutet , dass die Siemens-Patentabteilung eine
genaue Analyse der Rambus-Technik angefertigt habe . In beiden Firmen suchen die
Anwälte nach Unterlagen , Dokumenten und Zeugenaussagen zu dem strittigen
Zeitraum in 1991/92 . Diese Dokumente stehen dann beiden Kontrahenten zur
Verfügung ; so kamen etwa im Zuge des kalifornischen Verfahrens gegen Hyundai
firmeninterne E-Mails des Rambus-Mitarbeiter Richard Crisp ans Licht . Teilweise
lesen sich die Protokolle der Vorverhandlungen wie das Drehbuch einer
Anwaltsserie : Da geht es etwa um Dokumente , die angeblich nicht auffindbar
sind , Zeugen , die sich an konkrete Treffen nicht erinnern können ,
Backup-Disketten , deren Daten nicht mehr lesbar sind . Außerdem soll das
Unternehmen Rambus auch nach seinem offiziellen Ausscheiden aus dem
JEDEC-Kommittee dort einen oder mehrere " Spione " gehabt haben . Diese hätten
unter den Namen " Secret Squirrel " und " Deep Throat " E-Mails mit technischen
Detailinformationen an Richard Crisp geschickt , die anschließend in
Rambus-Patentanträge eingeflossen seien . NEC entlässt 700 US-Mitarbeiter und
strukturiert um Neue schlechte Nachrichten aus der Halbleiterbranche : Die
US-Tochter NEC Electronics des japanischen Elektronikrisen NEC entlässt 100
Angestellte eines Werkes im kalifornischen Roseville und baut in anderen
Bereichen weitere 600 Arbeitsplätze ab . Kürzlich hat NEC mit einer umfassenden
Restrukturierung der Telekommunikationssparte NEC Networks begonnen . Das
Unternehmen leidet unter der schrumpfenden PC- und Halbleiternachfrage und hat
nach Angaben des US-Wirtschaftsdienstes Bloomberg bereits die
Speicherchipproduktion in den USA zurückgefahren . In einem neueren
Bloomberg-Bericht heißt es , NEC wolle eventuell aus der PC-Produktion komplett
aussteigen . Auf einem Analystentreffen im Februar hätte der NEC-Manager Shigeo
Matsumoto einen tiefgreifenden Umbau der PC- und Halbleitersparte des Konzerns
angekündigt . Details will das Unternehmen am 26. April anlässlich der
Präsentation der Ergebnisse des Geschäftsjahres 2000 präsentieren . NEC-PCs
kommen auch unter dem Markennamen Packard Bell in den Handel . Jenoptik baut
brandenburgische Chipfabrik ( Update ) Die Jenoptik-Sparte Clean Systems mit den
Töchtern M+W Zander war auch am Bau der Dresdner AMD-Fab30 beteiligt . Das
Verwaltungsgericht Frankfurt ( Oder ) hat am Montag noch nicht über den Antrag
eines Bürgers gegen die Erschließungsarbeiten entschieden . Der Beschluss ergehe
möglicherweise nicht vor Ostern , sagte eine Gerichtssprecherin . Ein Anwohner
des am Stadtrand gelegenen Areals will einen Baustopp erwirken . Der erste
Spatenstich für die neue Chipfabrik ist für die letzte Aprilwoche geplant . Das
Projekt war erst vor zwei Monaten vorgestellt worden . Die Produktionsstätte
soll unter Beteiligung von Intel und dem Frankfurter Institut für
Halbleiterphysik entstehen . Dabei handelt es sich um eine der größten
Investitionen in den neuen Ländern . Produktionsstart soll im ersten Quartal
2003 sein . In dem Unternehmen selbst sollen 1500 Arbeitsplätze entstehen , im
Umfeld noch einmal so viele . Motorola dementiert bevorstehende
Liquiditätsprobleme Der US-Chiphersteller Motorola tritt Berichten über zu
erwartende Finanzprobleme energisch entgegen . Das Unternehmen erwartet 2001
hohe Einnahmen aus dem Verkauf von Investitionen und Geschäftsfeldern . Außerdem
werde man den rigorosen Sparkurs weiter fortsetzen . Berichte über bevorstehende
Liquiditätsprobleme seien daher schlicht falsch . Das Quartalsergebnis will
Motorola morgen nach Börsenschluss bekannt geben . Der US-Onlinedienst EBN
berichtet unterdessen , dass Motorola das im letzten Jahr von Hyundai
übernommene Halbleiterwerk im schottischen Dunfermline zurzeit leer stehen lasse
. Massiver Umsatzrückgang bei taiwanischen Chipherstellern Die
Halbleiter-Absatzkrise schlägt , wie erwartet , jetzt voll auf die
Geschäftsergebnisse der taiwanischen Chiphersteller durch . Immerhin liegt
dieser Umsatz um 39,8 Prozent über dem des Vorjahreszeitraumes . Beim
Konkurrenten UMC sieht es nach Angaben des Online-Dienstes EBN nicht besser aus
, im Vergleich zum vierten Quartal 2000 erzielte man im ersten Quartal 2001
ebenfalls um 26 Prozent weniger Einnahmen . Noch schlimmer trifft es die
Hersteller , die im letzten Jahr große Gewinne mit Speicherchips machten : Die
Umsätze von Macronix und Winbond sackten im Vergleich zum vorangegangenen
Quartal um 42 beziehungsweise 37,4 Prozent ab . Auch hier sieht der
Jahresvergleich aber positiver aus , als es diese Einbrüche vermuten lassen :
Das jeweils erste Quartal eines Jahres ist in der Branche zumeist das
umsatzschwächste . Als Reaktion auf diese Umsatzeinbrüche haben die Hersteller
bereits angekündigt , ihre Aktivitäten im Bereich der Logik-ICs verstärken und
Investitionen reduzieren zu wollen . Nach Milliardenverlusten im PC-Geschäft
will IBM mit dem Computerverkauf per Internet das Steuer herumreißen . Ab Mai
ist das gesamte PC-Angebot online zu haben . Senior Vice-President David M.
Thomas möchte künftig Kunden " auf vielen verschiedenen Wegen erreichen " . So
stellt der Leiter der IBM Personal Systems Group seine Hoffnungen auf das von
IBM selbst kräftig beworbene " e-business " dar . Beobachter erwarten , daß die
PC-Sparte in diesem wie auch in den vergangenen drei Jahren weiter mit Verlusten
rechnen muß . Nach einer Prognose der Vereinten Nationen wird es bald eng im
Netz . In einer aktuellen Untersuchung geht die UN-Kommission " ESCAP " von
einer Verzehnfachung der Zahl der Internet-Nutzer auf 200 Millionen im Jahr 2000
aus . Der Boom soll auch die Geschäfte im Netz beflügeln : Besonders in der
asiatisch-pazifischen Region liegt laut ESCAP " die Zukunft im Internethandel "
. Die internationale Gemeinschaft müsse nur noch Grundregeln für das digitale
Netz schaffen und diese vor allem in Handels- und Finanzbereich auch
elektronisch überwachen . IBM : Das kleine Schwarze kommt im Sommer In den USA
nimmt IBM bereits Bestellungen für die neuen NetVista-PCs entgegen . Auch die
Modellauswahl ist in Deutschland eingeschränkt : Während Amerikaner auch
Celeron-Prozessoren ordern können , soll es hier zu Lande zunächst nur Geräte
mit Pentium-III-CPUs geben . Zwei prinzipiell unterschiedliche Ausführungen sind
geplant : Der besonders kompakte All-in-One IBM NetVista X40 ( Bild ) kommt mit
600- oder 667-MHz-Prozessor und bietet außer zwei Low-Profile-PCI-Steckplätzen
keine Ausbaumöglichkeiten , wie beispielsweise für Laufwerke . Beim Legacy-Free
IBM NetVista S40 kann man dagegen die beiden Laufwerke austauschen , die
Rechenarbeit übernehmen 667- , 733- oder 866-MHz-Prozessoren . Da dieser PC
aufgrund der Legacy-Free-Architektur nur mit Windows 2000 ausgeliefert wird ,
steckt IBM gleich 128 MByte RAM hinein , während die Minimal-Ausstattung beim
X40 64 MByte beträgt . Wie der Name Legacy Free andeutet , verzichtet der
Rechner auf die " Erblasten " der x86-PC-Architektur und hat keine
PS/2-Anschlüsse und auch kein Floppy-Laufwerk . Stattdessen stehen hier bis zu
sieben USB-Ports zur Verfügung , beim X40 sind es derer fünf . Während die
Legacy-Free-Ausführung ein separates Rechnergehäuse hat , hängen beim X40
Monitor und Rechner fest zusammen . Beide Geräte liefert IBM mit einem
15-Zoll-TFT-Flachbildschirm aus . Als Zubehör ist beim X40 ein Schwenkarm
erhältlich , mit dem sich das gesamte System an der Wand oder an der Tischkante
befestigen lässt . Auch die Tastatur lässt sich bei Bedarf unter dem Monitor
ablegen ; ein schickes Feature ist auch die klappbare Aufhängung für CD-ROM- und
Floppy-Laufwerk : Diese verschwinden bei Nichtgebrauch hinter der Monitorblende
. Beiden Systemen gemeinsam ist die weitere Ausstattung mit 10- oder
20-GByte-Festplatte , CD-ROM-Laufwerk ( beim X40 optional auch DVD-ROM ) ,
integriertem 10/100-MBit-LAN-Adapter , Lautsprechern , Tastatur und Maus . Bei
der Grafikkarte verlässt sich IBM offenbar auf Intels i810E-Chipsatz - explizit
ist dieser allerdings nur bei den Legacy-Free-Modellen ausgewiesen . Damit
eignen sich die NetVistas kaum für 3D-Spiele , für Büro- und Internetanwendungen
reicht die Grafikbeschleunigung jedoch aus . Spannend wird es bei den Preisen :
Für Deutschland sind noch keine Details bekannt , aber auf IBMs
US-E-Business-Seite stehen schon die Dollarpreise . Der günstigste X40i mit
integriertem Modem , 64 MByte Speicher , 10-GByte-Platte und 533-MHz-Celeron und
Windows 98 SE kostet knapp 1800 US-Dollar , derzeit also rund 3900 Mark . Das
preiswerteste Modell mit 600-MHz-Pentium-III schlägt gleich mit 300 US-Dollar
mehr zu Buche , kostet also insgesamt ungefähr 4550 Mark . Das günstigste
Legacy-Free-Modell S40 mit 566-MHz-Celeron bewirbt IBM mit dem Kampfpreis von
699 US-Dollar ( 1520 Mark ) - doch darin ist nicht einmal ein CD-ROM-Laufwerk
enthalten , geschweige denn der schicke TFT-Monitor . Letzterer verschlingt als
Zubehör satte 1149 US-Dollar ( knapp 2500 Mark ) , womit man wieder bei den rund
4000 Mark wäre , die auch der X40 kostet . Der S40 zielt mehr auf die
Geschäftskunden , während die X40-Modelle zumindest in den USA an Endkunden
gebracht werden sollen . Ob dies angesichts des preissensiblen deutschen Marktes
und der schlechten Aufrüstmöglichkeiten hier zu Lande auch gelingt , ist
fraglich . Immerhin glänzen die Geräte mit schickem Design und einem großen
Flachbildschirm - bei vernünftiger Preisgestaltung wäre dies sicher ein
konkurrenzfähiger und durchdachter Rechner . Die Tour de France im Internet Am
gestrigen Sonntag startete die Tour de France 2001 - nach dem Prolog am Samstag
- offiziell mit der ersten Etappe . Während die Tour zum 88. Mal veranstaltet
wird , wächst von Jahr zu Jahr das Angebot an aktuellen Tour-de-France-Infos im
Internet . Die offizielle französische Webseite www.letour.fr bietet während der
Etappen Telegramme über den Verlauf des Rennens , auf einer " dreidimensionalen
" Landkarte kann man virtuell dabei sein . Manche Wettkampfszenen lassen sich
als Real-Video-Streams abrufen . Das ZDF bietet als deutscher
Kooperationspartner die Tour-"Depeschen" in deutscher Sprache an und auch sonst
die meisten Angebote des französischen Servers - allerdings sind nicht alle
Informationen auch übersetzt . Aktuelle Tour-Infos in deutscher Sprache finden
sich natürlich auch bei der ARD , auch hier gibt s aufwendige Flash-Animationen
des Etappenverlaufs . Weitere Web-Nachrichten zum Radsportereignis bieten
Eurosport , Yahoo und Radsportnews.com , englischsprachige Berichte liefert etwa
die australische Site Cyclingnews.com . Die Leitungen dürften also heute ab
12.15 Uhr glühen , wenn die zweite Etappe in Calais startet . Stockt die
Übertragung , lohnt für Fans ein Abstecher auf die Websites der Favoriten Lance
Armstrong ( US Postal Service ) und Jan Ullrich vom Team Telekom . Windows 9x
scheitert an zu viel Hauptspeicher Die Windows-Versionen 95 , 98 , 98 SE und ME
kommen mit mehr als 512 MByte installiertem Hauptspeicher nicht immer zurecht .
Wer sich durch die zurzeit günstigen Speicherpreise dazu verleiten lässt , mehr
als 512 MByte RAM in seinen PC zu stecken , muss mit kuriosen Fehlermeldungen
wie " Für diese Anwendung ist nicht genügend Arbeitsspeicher verfügbar " rechnen
. Daran ist nach Angaben von Microsoft der Treiber " Vcache " zur Datenpufferung
im 32-Bit-Protected-Mode schuld . Vcache kann nur eine gewisse Höchstzahl an
Speicheradressen verwalten ; diese Anzahl hängt bei automatischer Konfiguration
auch vom Hauptspeicherausbau ab , wie Microsoft in einem deutschsprachigen
Knowledge-Base-Artikel beschreibt ( hier die englischsprachige Version ) .
Insbesondere beim Start von Windows mit mehr als 1 GByte Hauptspeicher oder bei
der Ausführung von DOS-Programmen mit mehr als 512 MByte Speicher kann eine
Windows-9x-Version scheitern . Leider empfiehlt Microsoft bisher keine konkrete
Maximalgröße des Hauptspeichers . Außer Windows 9x selbst können auch andere
Hard- und Softwarekomponenten eines PC mit zu viel Hauptspeicher manchmal nicht
zurecht . Jeder Chipsatz unterstützt nur eine gewisse RAM-Höchstgrenze . Nicht
jeder Chipsatz und jedes BIOS vertragen alle denkbaren Ausführungen von
Speicherriegeln . Intel 440BX-Chipsatz kann beispielsweise maximal 1 GByte
Speicher verwalten , er scheitert an DIMMs mit 256-MBit-Speicherchips oder an
solchen mit 128-MBit-Chips in 32Mx4-Organisation . Alle Ausführungen des
i815-Chipsatzes vertragen maximal 512 MByte RAM , keine Registered DIMMs und
auch nicht jede Organisationsform von 256-MBit-SDRAM-Chips . Beim Einkauf von
Speichermodulen ist also Vorsicht angeraten . Der extreme Preisdruck führt
teilweise dazu , dass die Händler auch sonst schwer erhältliche Spezialmodule
anbieten - der Versandhändler Alternate listet etwa ein 512-MByte-DIMM " nur für
VIA-Chipsätze " , das tatsächlich in Mainboards mit Intel-Chipsätzen nicht
richtig erkannt wird . Wer sicher gehen will , dass ein neuer Speicherriegel im
vorhandenen PC korrekt arbeitet , sollte vor dem Kauf das Handbuch seines
Mainboards konsultieren und nur DIMMs kaufen , für die ein Datenblatt verfügbar
ist . Weitere Tipps liefert diese c't-Webseite . Das Betriebssystem selbst
profitiert von riesigem Speicher kaum . Viel RAM bringt unter Windows 9x nur
dann Vorteile , wenn die installierten Anwendungen diesen auch nutzen , etwa bei
der Bearbeitung großer Bilddateien . Microsoft empfiehlt , zur Entscheidung über
einen notwenigen Speicherausbau das mitgelieferte Programm " Systemmonitor " bei
der Ausführung typischer Aufgaben zu verwenden . Auftrag zur
AMD-Werkserweiterung geht an Jenoptik AMD hatte die Pläne zur Erweiterung des
Werkes schon im Juli angekündigt . Die Reinraumfläche der Fab 30 soll um rund
2800 m2 auf fast 12.000 m2 vergrößert werden . M+W Zander war schon für den Bau
der erst im letzten Jahr eingeweihten Chipfabrik verantwortlich . NEC-Hitachi :
512-MBit-Speicherchips ab 2002 Die beiden japanischen Halbleiterkonzerne NEC und
Hitachi bündeln Ihre DRAM-Entwicklung und -fertigung in der " NEC-Hitachi Memory
Inc. " mit Sitz in Tokio . An der neuen Firma beteiligen sich beide Partner zu
gleichen Teilen . Ziel des Unternehmens ist unter anderem die Entwicklung von
256- und 512-MBit-DRAM-Chips im 0,13-Mikrometer-Prozess . Während die
Entwicklungsabteilung auf einem NEC-Werksgelände bei Tokio untergebracht ist ,
sollen die Chips an den Fertigungsstandorten Hiroshima ( NEC ) und Singapur (
Hitachi ) vom Band laufen . Die Vertriebsorganisation für Speicherbauelemente
der beiden Halbleiterhersteller wird bis Ende 2000 ebenfalls unter einem Dach
und einem Markennamen zusammengeführt . Die für die neuen
DRAM-Herstellungstechnologien nötigen gigantischen Investitionen führen zu immer
stärkerer Konzentration im Speichermarkt . So arbeitet Infineon gemeinsam mit
Motorola an 300-mm-Wafern , mit IBM an 1-GBit-Chips und investiert zusammen mit
Mosel Vitelic in neue Fabs . Toshiba schluckte den US-Hersteller Dominion und
intensiviert die Kooperation mit Fujitsu . In Südkorea schlossen sich kürzlich
LG und Hyundai zusammen . Rambus setzt auf Expansion Das Wirrwarr um die neuen
RDRAM-Speicherchips in PCs ist noch nicht ganz beendet , da nimmt Rambus eine
Kurskorrektur vor : Das Unternehmen will künftig verstärkt auf Expansion setzen
. Der neue Kurs hat zu einem personellen Umbau an der Unternehmensspitze geführt
: Der bisherige Chef Geoff Tate räumt seinen Sessel für den bisherigen " Vice
President " David Mooring , bleibt aber Geschäftsführer und soll sich künftig
intensiver um die Unternehmensstrategie kümmern . Nachfolger von Mooring wird
Subodh Toprani , der die neugeschaffene Venture-Abteilung führt . Diese befasst
sich mit Akquise und Investitionen . Das Unternehmen Rambus verdient sein Geld
hauptsächlich mit dem Verkauf von Know-how und weniger mit der Herstellung von
Speicherchips oder anderen Hardwarebausteinen , wie Beobachter von
Branchennachrichten leicht meinen könnten . Die von Rambus entwickelten
Datenübertragungsverfahren werden von anderen Hardwareherstellern für ihre
Produkte lizenziert . Eine wichtige Einnahmequelle von Rambus waren bislang
Spielkonsolen : So setzt etwa Nintendo das Rambus-Konzept ein , um auch bei
relativ wenig Arbeitsspeicher einen hohen Datendurchsatz zu erzielen . Schnelle
Datentransfers zwischen Prozessoren und RAM sind aber zunehmend auch in anderen
Anwendungsbereichen interessant , als neues Geschäftsfeld hat man bei Rambus die
Netzwerk-Kommunikation ins Auge gefasst . Hier konkurriert der Rambus mit
anderen Konzepten , wie beispielsweise Embedded DRAM . Um die Finanzierung des
neuen Expansionskurses macht sich Rambus wenig Sorgen : Die Lizenzgebühren für
das neue Playstation-2-Modell sollen im nächsten Jahr die Kriegskasse füllen .
Gateway liefert Athlon-PCs aus Wie erwartet bietet Direktversender Gateway in
den USA seit heute PC-Komplettsysteme mit 600-MHz-Athlon-Prozessoren von AMD an
. Sie machen allerdings den etablierten Pentium-Systemen leistungsmäßig keine
Konkurrenz : Die beiden lieferbaren "Select"-Konfigurationen liegen zwischen den
preisgünstigen "Essential"- und den besser ausgestatteten "Performance"-Modellen
mit Intel-CPUs . Gateway liefert den Select 600 mit 64 MByte Hauptspeicher ,
einer 10-GByte-EIDE-Festplatte und einer nicht näher bezeichneten Grafikkarte
mit 8 MByte Speicher . Außer einem 40-fach-CD-ROM-Laufwerk sitzen auch
Soundkarte und Modem im Midi-Tower-Gehäuse . Als Betriebssystem kommt Windows 98
SE zum Einsatz . Der einzige Unterschied zwischen der Standard- und der
Deluxe-Ausführung liegt im Microsoft-Office-2000-Paket ( SBE ) , das bei der
Deluxe-Version zum Lieferumfang gehört . Ob und wann die Firma Athlon-PCs in
Deutschland anbieten wird , stand nach Angaben von Pressesprecher Tobias Klein
heute Morgen noch nicht fest . Gateways Europa-Zentrale in Irland scheint von
den Athlon-Neuigkeiten der Mutterfirma etwas überrascht zu sein . Die neuen
Angebote für den US-Markt waren dort noch gar nicht bekannt . VIA lizenziert
neue SRAM-Technik In kommenden Produkten des taiwanischen Chipsatz- und
Prozessorherstellers VIA könnte die platz- und energiesparende SRAM-Bauform
1T-SRAM des kalifornischen Entwicklerfirma MoSys zum Einsatz kommen . VIA hat
das von MoSys patentierte Verfahren zur Herstellung von 1T-SRAM lizenziert .
Dieser Speichertyp lässt sich als diskretes Bauelement fertigen , soll aber
hauptsächlich als Bestandteil komplexerer Digitalschaltungen Verwendung finden .
SRAM ( static RAM ) kommt in der PC-Technik als besonders schneller
Cache-Speicher zum Einsatz . SRAM ist bei gleicher Taktfrequenz schneller als
das als Hauptspeicher verwendete DRAM ( dynamic RAM ) , weil ein direkter
Zugriff auf die Speicherzellen ohne Latenzzeiten möglich ist . Die DRAM-Zellen
bestehen aus nur einem Transistor und einem Kondensator und sind einfacher
aufgebaut und benötigen weniger Fläche und Energie als SRAM-Zellen . Beim
1T-SRAM wendet MoSys einen Trick an : Die eigentlichen
1-Transistor-Speicherzellen sind wie DRAM-Zellen aufgebaut . Durch eine
besondere Schaltungstechnik können diese Zellen mit sehr hoher Taktfrequenz
laufen . Die gesamte Menge an DRAM-Zellen ist dabei in relativ kleine Felder mit
jeweils eigener Schreib-/Leselogik aufgeteilt , sodass für die Adressierung nur
geringe Wartezeiten nötig sind . Für die bei DRAM nötige Auffrischung des
Speicherinhaltes sorgt eine separate Refresh-Logik ; ein spezieller
Caching-Mechanismus , der einen kleinen Speicherbereich aus " echtem " SRAM
nutzt , ermöglicht den pausenlosen Zugriff auf ein 1T-SRAM auch während anderer
für den DRAM-Betrieb nötiger Operationen wie Precharging . Dabei sollen 1T-SRAMs
weniger als ein Viertel des Energiebedarfs von 6T-SRAMs haben und sich etwa 70
Prozent kleiner herstellen lassen . Im Vergleich zu Standard-SDRAM ist der
Flächenbedarf von 1T-SRAM maximal 15 Prozent größer . Ein 4-MBit-1T-SRAM ( 512
MByte ) benötigt bei Herstellung in einem 0,18-µm-Fertigungsprozess etwa 4,5 mm²
Fläche und soll bis zu 400 MHz Taktfrequenz erreichen . Bei kleineren
Fertigungsstrukturen erwartet man wesentlich höhere Arbeitsfrequenzen . Viele
Bauelemente-Entwickler und Chipfoundries haben 1T-SRAM lizenziert . TSMC , wo
VIA Chipsätze und Prozessoren fertigen lässt , beherrscht nach eigenen Angaben
bereits die 1T-SRAM-Herstellung im 0,15-µm-Prozess . Auch Nintendo will 1T-SRAM
in dem von Art-X entwickelten Grafikchip der kommenden Spielkonsole " Gamecube "
einsetzen . Der Stromverbrauch des Level-2-Cache trägt erheblich zum
Leistungsbedarf moderner CPUs bei . Japanische Halbleiterfirmen bauen
Fertigungskapazität aus Während die Aktien der Halbleiterhersteller nicht aus
dem Tal kommen , kündigen die japanischen Firmen NEC und Mitsubishi Electric
neue Investitionen in ihre Halbleitersparten an . Die japanischen Firmen
demonstrieren damit , wie übrigens auch die meisten anderen Halbleiterhersteller
, ungebrochenes Vertrauen auf weiter wachsende Absatzzahlen . Bei
Standardbauelementen wie Speicherchips zeigt der Preistrend weiter nach unten .
Das könnte mancher Halbleiterfirma zum Verhängnis werden . Speziell die
südkoreanische Hyundai gilt als Risikokandidat . Nach der Fusion mit LG Semicon
in Folge der " Asienkrise " vor rund eineinhalb Jahren kommt Hyundai aus der
Schuldenfalle nicht heraus . Die Spekulationen schießen derzeit ins Kraut , als
heißer Kandidat für eine Investition in Hyundai wird der Speichergigant Samsung
gehandelt . Neue Gallium-Arsenid-Waferfabrik in Sachsen Die sächsische Firma
Freiberger Compound Materials ( FCM ) hat mit dem Bau einer zweiten
Fertigungsstätte für Gallium-Arsenid-Einkristalle ( GaAs ) begonnen . Das
Material ist neben Silizium ein wesentlicher Grundstoff der Halbleiterindustrie
, der Bedarf an Gallium-Arsenid-Wafern steigt genau wie der an Silizium-Wafern
ständig an . Wie das Unternehmen Wacker-Siltronic , das Silizium herstellt , ist
FCM wichtiger Zulieferer der Halbleiterindustrie : Ohne hochwertige Wafer gibt
es keine Chips . FCM hat seine Wurzeln im VEB Spurenmetalle Freiberg und
übernahm 1991 die GaAs-Branche der Firma Wacker , die sich auf Silizium
konzentriert hat . Weiter schlechte Nachrichten vom PC-Hersteller Acer Der große
taiwanische PC-Hersteller Acer Inc. kommt nicht in Schwung . Das wie ALi , AOpen
und Apacer zur Acer Group gehörende Unternehmen , das Laptops und PCs unter
eigenem Namen und als OEM-Zulieferer etwa für IBM herstellt , hat im März im
Vergleich zum Vorjahresmonat 49 Prozent weniger Umsatz erzielt . Das Unternehmen
kämpft seit Monaten mit Entlassungen und Fabrikschließungen gegen die
Absatzflaute . Die Aktionäre erhielten eine Dividende von 0,5 neuen
Taiwan-Dollar sowie eine Aktiendividende von einem neuen Taiwan-Dollar , die
sich je zur Hälfte aus Profit und Kapitalerträgen finanzierte . Acer hatte im
vergangenen Jahr zusätzliche Einnahmen etwa aus dem Verkauf der eigenen
Chipfertigung an TSMC erzielt . Das Unternehmen wird sich künftig in zwei
Sparten teilen , um das OEM-Geschäft und die Herstellung von Geräten unter
eigenem Markennamen sauber zu trennen . Intel bringt neuen Celeron und plant
deutliche Preissenkungen Der neue Prozessor läuft wie sein im Januar
eingeführter 800-MHz-Vorgänger mit einem Front-Side-Bustakt von 100 MHz .
Celeron-CPUs besitzen denselben im 0,18-µm-Prozess hergestellten Kern wie der
Pentium III , unterscheiden sich aber durch einen mit 128 KByte nur halb so
großen Level-2-Cache und die fehlende Tauglichkeit für Dual-Prozessor-Systeme (
siehe Datenblatt ) . Dafür sind die Celerons billiger : Den neuen 850er verkauft
Intel bei Abnahme von mindestens 1000 Stück an Großkunden für 138 US-Dollar ,
der 800er kostet 112 US-Dollar . Die Pentium-III-Chips kosten , wie berichtet ,
mit 850 MHz 193 US-Dollar und mit 800 MHz 163 US-Dollar . Diese Angebote sind
schon bald überholt , nach Berichten diverser Online-Medien will Intel im April
gleich zweimal die Preise senken . Angeblich sollen die neuen Preise nach Ostern
gelten . Schon zum 29. April steht nach diesen Quellen eine erneute Preissenkung
ins Haus , die vordringlich die Pentium-4-Serie betrifft . Die bisher
lieferbaren 1,3- , 1,4- und 1,5-GHz-Varianten sollen um bis zu 50 Prozent
weniger kosten . Intel bestätigt diese Planungen zurzeit nicht - wie üblich .
Nach Angaben aus Roadmaps , die Intel als vertrauliche Richtschnur an
Hardwarehersteller verschickt , soll der Pentium 4 in der im 0,13-µm-Prozess
hergestellten Version " Northwood " für den kommenden Sockel µPGA478 noch in
diesem Jahr Taktfrequenzen von bis zu 2,2 GHz erreichen . Das gilt auch für
seinen Workstation-Vetter " Foster " , den Intel unter dem Namen " Xeon " noch
im laufenden Quartal auf den Mark bringen wird . Der neue Xeon zielt zunächst
auf den Workstation-Markt ; er besitzt denselben Kern wie der Pentium 4 , eignet
sich aber für Dual-Betrieb . Bis dahin muss man mit dem Pentium III Xeon vorlieb
nehmen , der mittlerweile mit bis zu 900 MHz Taktfrequenz lieferbar ist . Die
1-GHz-Pentium-III-Xeons mit 256 KByte L2-Cache benötigen 133 MHz FSB-Takt und
eignen sich nur für Ein- und Zweiprozessormaschinen . Rambus wegen Betrugs zu
Schadenersatz verurteilt Die Chipentwicklerfirma Rambus ist vor Gericht mit
einer Klage gegen Infineon wegen einer angeblichen Patentverletzung gescheitert
. Die Geschworenen in dem Verfahren vor dem US District Court in Richmond ,
Virgina , befanden Rambus für schuldig , wichtige eigene Patentanmeldungen den
anderen Mitgliedern des Normungsgremiums JEDEC absichtlich nicht mitgeteilt zu
haben . Das sei als vorsätzlicher Betrug zu werten , weil Rambus in der Folge
technische Verfahren patentieren ließ , die auch die Mitglieder des JEDEC
entwickelten . Der Joint Elecron Device Engineering Council ist ein Gremium der
Electronic Industries Alliance ( EIA ) zur Entwicklung von Bauelemente-Standards
. Zurzeit liegt noch keine genaue Urteilsbegründung vor . Rambus hat bereits
angekündigt , gegen das Urteil in Berufung zu gehen . Nach Ansicht von Rambus
beschränken Gesetze im US-Bundesstaat Virginia die Höhe von
Schadenersatzzahlungen auf höchstens 350.000 US-Dollar . Das Urteil könnte außer
seinen aktuellen Auswirkungen auf den Aktienkurs des Entwicklerunternehmens ,
der seit März um rund 70 Prozent fiel , noch weitaus gravierendere Folgen haben
. Rambus stellt selbst keine Speicherbausteine her , sondern entwickelt
technische Verfahren , die es an Chiphersteller lizenziert . Während die Patente
des Unternehmens auf Rambus-Speicherkomponenten unstrittig sind , stellen einige
Firmen die Gültigkeit dieser und anderer Patente für Single- und
Double-Data-Rate-SDRAM infrage . Rambus konnte zwar mit einem Großteil der
weltweiten Speicherchiphersteller Verträge über Lizenzzahlungen auch für SDR-
und DDR-SDRAM unter Dach und Fach bringen , Infineon , Hyundai und Micron
sträubten sich jedoch . Rambus hat in dem Verfahren erstmals öffentlich die Höhe
der geforderten Lizenzzahlungen angegeben ; für SDRAM seien es 0,75 und für
DDR-SDRAM sogar 3,5 Prozent vom Netto-Verkaufspreis . Nach Angaben von Rambus
liegen die für DDR-SDRAM geforderten Lizenzzahlungen deutlich über denen für
Rambus-Speicherchips , weil die DDR-SDRAM-Technik auf gestohlenem geistigen
Rambus-Eigentum basiere . Deshalb klagte Rambus vor Gerichten in den USA ,
Deutschland und anderen Ländern auch gegen Infineon , Hyundai und Micron . Nach
Ansicht dieser drei Firmen sind die durch offene JEDEC-Standards spezifizierten
Speichertechniken SDR- und DDR-SDRAM nicht von Rambus-Patenten betroffen .
Infineon erhob in dem Richmonder Verfahren darüber hinaus weitere Vorwürfe gegen
Rambus : So habe sich das Unternehmen absichtlich Techniken patentieren lassen ,
über die der JEDEC gerade beraten habe , um später für Lizenzen zu kassieren .
Offenbar folgten die Geschworenen den diesbezüglichen Argumenten der
Infineon-Anwälte zumindest teilweise . Da Rambus in Berufung geht , lässt sich
der Einfluss der in Virginia gefällten Entscheidungen auf die laufenden Prozesse
gegen Hyundai und Micron in Kalifornien und gegen Infineon , Hyundai und Micron
in Mannheim noch nicht abschätzen . Diese Verfahren drehen sich teilweise um
andere Patente und anders lautende Anschuldigungen . Rambus-Chef Geoff Tate
fühlt sich jedenfalls nach wie vor im Recht : Rambus befolgte die JEDEC-Regeln
trotz der Tatsache , dass sich diese Regeln vor Gericht als verwirrend ,
widersprüchlich und wenig bekannt herausgestellt haben . Außerdem waren andere
JEDEC-Mitglieder mit diesen Regeln nicht einverstanden . Wenn dieses Urteil
bestehen bleibt , ist es eine ernste Bedrohung für alle Technologiefirmen , die
ihre Erfindungen auf Basis der Gesetze über geistiges Eigentum schützen wollen .
Tatsächlich haben nach Berichten des Online-Investoren-Dienstes fredhager.com
Zeugenaussagen von JEDEC-Mitgliedern ein sehr verwirrendes Bild von den Regeln
dieses Gremiums gezeichnet . Der IBM-Mitarbeiter Gordon Kelley soll demnach
angegeben haben , dass IBM sich niemals verpflichtet gefühlt hätte , eigene
Patentanmeldungen im JEDEC offen zu legen . Neue Flash-Speicherchips von AMD und
Infineon Neue Flash-Speicherprodukte von AMD und Infineon zielen auf mobile
Geräte wie Handys und PDAs . AMD präsentiert mit dem Am29PL320D einen besonders
schnellen Baustein mit 4 MByte ( 32 MBit ) Kapazität . Damit könnte der Baustein
in manchen Applikationen zusätzlichen schnellen Speicher überflüssig machen .
Auch Infineon möchte angesichts schrumpfender DRAM-Absatzzahlen in den
stabileren Markt der nichtflüchtigen Speicherchips einsteigen . Gemeinsam mit
dem israelischen Partner Saifun gründet Infineon dazu das in München und Netanya
, Israel , ansässige Unternehmen Ingentix , an dem Infineon 51 Prozent hält .
Ziel ist der Einsatz von Saifuns NROM-Technik in MultiMediaCards . NROM ist nach
Ingentix-Angaben zur Herstellung besonders preiswerter Speicherkarten geeignet ;
im dritten Quartal 2002 will man mit einer Lowcost-64-MByte-MultiMediaCard auf
dem Markt sein . Infineon investiert auch in andere nichtflüchtige
Speichertechniken wie FeRAM ( gemeinsam mit Toshiba ) , FRAM ( mit Ramtron ) und
MRAM ( mit IBM ) . Microsoft hat auch Appetit auf Mobilfunk Bill Gates setzt
seine Strategie zur Eroberung der Kommunikationsnetze konsequent fort . Die
beiden Firmen vereinbarten auch die Einrichtung eines mobilen Internetzugangs .
Nextel-Kunden erreichen künftig per Handy eine spezielle gemeinsame Portal-Site
von Nextel und Microsofts Internetdienst MSN . Von hier aus gibt es Zugriff auf
E-mail , Kalender- und Adreßbuchfunktionen sowie spezielle WWW-Angebote .
Microsoft kündigte auch gerade einen Micro-Browser für Handies an . Der Einstieg
bei Nextel ist die dritte größere Investition der Redmonder im Netzwerk-Bereich
innerhalb weniger Tage . In der vergangenen Woche kündigte Microsoft seinen
Einstieg bei AT&T an , kurz zuvor hatte Comcast , an dem Microsoft beteiligt ist
, 750.000 Kabelfernsehkunden des Anbieters MediaOne übernommen . Nextel beendete
erst letzte Woche ergebnislos Verhandlungen mit MCI WorldCom über eine engere
Zusammenarbeit . Im Zusammenhang mit der Übernahmeschlacht um MediaOne hatten
US-Medien von Vorbehalten der Telefongesellschaft MCI gegenüber einer Allianz
mit Microsoft berichtet . RIVA TNT : Optimierte Treiber für AMD-Prozessoren
Durch spezielle Anpassung an AMDs 3DNow!-Technik sollen die neuen Treiber für
bessere Leistungen bei aktuellen Spielen , aber auch bei anderen DirectX 6.x-
und OpenGL-Anwendungen sorgen . NVIDIA gibt Leistungssteigerungen von bis zu 40%
an . Besonders die AGP Texturing-Leistung sei verbessert worden , dadurch könne
der Grafikchip große Texturen schneller aus dem Hauptspeicher des PC laden .
Auch zukünftige NVIDIA-Chips sollen vom neuen Treiberkonzept profitieren . NEC
setzt auf Rambus-Speicherchips Der japanische Konzern NEC setzt auf
Rambus-Speicherchips : Rambus-Speicherchips erzielen bessere Preise als
Standard-SDRAM-Bausteine . Im DRAM-Markt haben die koreanischen Firmen Samsung
und Hyundai die früher dominierende Stellung der japanischen Halbleitergiganten
Fujitsu , Hitachi , NEC und Toshiba durch billigere Preise längst überrollt .
Während sich Fujitsu daher mehr und mehr aus dem hart umkämpften DRAM-Markt
zurückzieht und lukrativere Bauelemente wie Flash-Speicherchips und
Logikbausteine baut , versucht NEC durch High-Tech-DRAMs wie beispielsweise
Virtual-Channel-SDRAM ( VC-SDRAM ) und eben Rambus-Speicher-ICs dem Preiskampf
auszuweichen . Die US-Firma Micron liegt mit 14 Prozent auf dem dritten Platz .
Rambus-Speichermodule sind derzeit noch relativ teuer , daher haben diese RIMMs
einen kleinen Marktanteil . Vom angestrebten und von Intel schon lange
versprochenen Preisunterschied von nur 10 bis 30 Prozent zwischen SDRAM-DIMMs
und RIMMs gleicher Kapazität ist der Markt noch weit entfernt : Ein
128-MByte-PC800-RIMM kostet Endkunden immer noch rund 1250 Mark , während ein
No-Name-128-MByte-SDRAM-DIMM zurzeit bei 360 Mark liegt . Selbst Markenmodule
dieser Kapazität dürften kaum mehr als 500 Mark kosten - damit beträgt der
Rambus-Aufschlag also noch gute 250 Prozent ... Da der demnächst auf den Markt
kommende Intel Pentium-IV-Prozessor " Willamette " zunächst nur auf Mainboards
mit Rambus-Speichersockeln laufen wird , hoffen die DRAM-Hersteller auf bald
steigende Umsätze . Speicherhersteller drosseln Produktion Die Halbleiter-Sparte
des japanischen Elektronikriesen Toshiba schließt eine komplette
DRAM-Produktionslinie . Besonders interessant ist , dass die beiden Fabs 1 und 2
am japanischen Standort Yokkaichi hauptsächlich Rambus-DRAM herstellen .
Kürzlich hatte die südkoreanische Hynix eine Produktionsdrosselung bekannt
gegeben . Der wichtigste RDRAM-Hersteller Samsung Semiconductors scheint aber
keine Absichten zu hegen , seinen Ausstoß zu senken . Einige Branchenkenner
erwarten ein Kräftemessen im Speichermarkt - speziell der US-Branchenführer
Micron und eben Samsung wollen demnach so lange Speicher zu Tiefstpreisen
verkaufen , bis eine Marktbereinigung eingetreten ist . Taiwanische Fabs wie
eben Winbond , TwinMOS oder ESMT tun sich wegen der zurzeit nicht
kostendeckenden Preise besonders schwer . Manche dieser Firmen sind dabei
verlängerte Werkbänke großer Marken - Winbond für Toshiba , Nanya für IBM ,
ProMOS für Infineon und Mosel Vitelic , Powerchip für Mitsubishi . Einige von
diesen , wie etwa Vanguard , haben bereits vor einiger Zeit angekündigt , aus
dem hart umkämpften Speichergeschäft aussteigen zu wollen . Einige größere
Halbleiterfirmen , darunter Hynix und auch UMC , fahren zwar jetzt die
Produktion zurück , wollen aber diese Zeit für eine beschleunigte Umrüstung
ihrer Anlagen auf kostensparendere Produktionsverfahren wie 300-mm-Wafer und
0,13-µm-Prozesse nutzen . Kleinere Firmen ohne große finanzielle Polster oder
Standbeine in anderen Märkten springen in dem mörderischen Preiskampf natürlich
schneller über die Klinge . Nach den europäischen Modulherstellern Workx AG und
Memory Card Technology könnte es nun den kalifornischen Speicherspezialisten
Viking Components treffen , wie das kalifornische Blatt Orange County Business
Journal meldet . Angeblich sei der Speicher-Modulhersteller auf der Suche nach
einem Käufer . Als potenziellen Interessenten nennt die Zeitung den ebenfalls im
kalifornischen Orange County ansässigen Konkurrenten Simple Technology . Hier
zerteilt man die Wafer aus der Toshiba-Fabrik Dominion in einzelne DRAM-Chips
und prüft und verpackt diese anschließend . Toshiba hat im letzten Jahr diesen
gesamten "Packaging"-Prozess an Kingston weitergegeben . VIA dreht den Spieß um
: Patentkrieg gegen Intel Die taiwanische Chipfirma VIA Technologies verklagt
Intel vor Gerichten in den USA und in Taiwan . Mit mehreren Klagen wehren sich
die Taiwaner gegen angebliche Patentverletzungen , wettbewerbswidriges Verhalten
und Sachbeschädigung durch Intel-Angestellte . In der vergangenen Woche hat
Intel die Taiwaner wegen angeblicher Patentverletzung beim Pentium-4-Chipsatz
P4X266 verklagt . Daraufhin brach der VIA-Aktienkurs an der Börse in Taipeh um
rund sieben Prozent ein . Schon zuvor hatte Intel Mainboard-Hersteller vor dem
Einsatz des neuen VIA-Chipsatzes gewarnt . Dieser Chipsatz verbindet den
Pentium-4-Prozessor mit Double-Data-Rate-SDRAM . VIA hat von Intel keine Lizenz
für den Chipsatz erhalten , anders als die Firmen ALi , ATI und SiS . Intel
selbst stellt heute den Chipsatz i845 alias " Brookdale " offiziell vor , der
bisher nur mit PC133-SDRAM zurechtkommt . Eine Ausführung mit
DDR-SDRAM-Schnittstelle ist allerdings geplant . VIA ist der Meinung , dass
Intel mit dem Chipsatz i845 und dem Pentium 4 Patente der Taiwaner verletze . Um
welche es dabei konkret geht , hat VIA noch nicht dargelegt . VIA hat beim Kauf
der Grafikchipentwickler von S3 Graphics und der CPU-Designer Centaur und Cyrix
auch zahlreiche Patente dieser Firmen übernommen . Darunter sind auch Rechte des
Unternehmens Exponential , die S3 schon 1998 Intel vor der Nase wegschnappte und
für ein Lizenzabkommen verwendete . Wie stichhaltig VIAs Patente sind , können
nur die Gerichte klären . Patentrechtsprozesse dauern aber meist recht lange .
Falls es jemals zu einer gerichtlichen Entscheidung kommen wird , dürfte der
Pentium 4 gar nicht mehr auf dem Markt sein . Wahrscheinlich werden sich VIA und
Intel schon vorher außergerichtlich einigen , was die beiden Streithähne auch
schon häufiger taten . Die VIA-Anwälte setzen Intel die Daumenschrauben etwas
anders an , um schnelle Verhandlungen zu erzwingen : In Taiwan wollen sie eine
einstweilige Vefügung gegen Intel erwirken , um die Auslieferung des Chipsatzes
i845 zu stoppen . Wenn dies gelingt , könnte das Intels Pläne einer raschen
Marktdurchdringung des Pentium 4 empfindlich stören . Fast alle weltweit
eingesetzten PC-Mainboards stammen aus Fabriken in Taiwan . Weiter klagt VIA auf
Schadenersatz für entstandene Verluste . Die Klage wegen Sachbeschädigung
bezieht sich auf einen Vorfall während der diesjährigen Computex in Taipeh :
Ballons , die für den P4X266 warben , wurden entfernt . VIA ist der Meinung ,
dass Intel-Mitarbeiter diese Ballons im Auftrag ihres Unternehmens beschädigt
hätten . VIA und Intel pflegen eine lange Tradition gerichtlicher
Auseinandersetzungen - man kann schon von einer Art Hassliebe sprechen .
Bekanntlich ist VIA-Chef Wen-Chi Chen ein ehemaliger Intel-Mitarbeiter . Patente
dienen zunehmend als Waffen im Krieg um die Marktmacht . Firmen horten
strategische Patent-Portfolios zur Behinderung der Konkurrenz , setzen diese
aber auch im Rahmen von Patent-Austauschabkommen ein , um an andere Lizenzen zu
kommen . Neues Support-Portal von VIA ist online Mit der Webseite VIArena.com
möchte VIA Technologies die Unterstützung seiner Kunden verbessern . Das Portal
bietet Treiber- und FAQ-Bereiche , eine Info-Datenbank sowie Support-Foren zu
Produkten und Treibern . Dort beantworten VIA-Mitarbeiter auch Fragen und geben
Hilfestellung . Konkurrent Intel hat im vergangenen Jahr seine Foren zu den
Themen Mainboards und Prozessoren geschlossen ; auch die Foren etwa zu
Chipsätzen oder Grafikchips sind mittlerweile nicht mehr vorhanden . Lediglich
zur LANdesk Management Suite kann man bei Intel noch öffentlich diskutieren . Im
Internet finden sich zahlreiche unabhängige Newsgroups zu Hardware-Themen .
Google hat mittlerweile eine Beta-Version der von Deja.com übernommenen
News-Datenbank als Google Groups online . Hardware-Themen finden sich in diesem
Web-Interface beispielsweise unter comp.hardware oder unter comp.ibm.pc.hardware
. Jetzt offiziell : Intels Pentium-4-Chipsatz i845 Heute vermeldet Intel
offiziell die Einführung des neuen Chipsatzes i845 alias " Brookdale " . Weil
letzterer nur mit Rambus-Speicher arbeitete , der nach wie vor im Einzelhandel
deutlich mehr kostet als gewöhnliches SDRAM , waren Pentium-4-Komplettsysteme
relativ teuer . Mit massiven Preissenkungen und dem neuen Chipsatz will Intel
den Pentium 4 endlich in den Markt drücken . Dabei schreckt Intel auch vor
gerichtlichen Auseinandersetzungen nicht zurück . Nicht nur Intel , auch die
Mainboard- und PC-Hersteller erwarten vom i845 einen deutlichen Nachfrageschub .
Das könnte die noch nicht besonders weit fortgeschrittene Verbreitung von
Rambus-DRAM bremsen . Intel liefert den i845 offenbar schon eine ganze Weile
lang aus . Platinen mit dem neuen Chipsatz sind schon seit zwei Wochen zu haben
. Der neue Chipsatz ist deutlich weniger leistungsfähig als der i850 -
detaillierte Benchmarks und erste Mainboard-Tests bringt die aktuelle Ausgabe
der c't . Der i845-Chipsatz unterscheidet sich vom i850 und vom
Pentium-III-Chipsatz i815E nur im " Memory Controller Hub " 82845 . Dieser
unterstützt laut Datenblatt bis zu 3 GByte PC133-Speicher . Dieser
Speicher-Vollausbau gelingt allerdings nur mit 512-MBit-SDRAM-Chips , die
bislang auf Standardmodulen kaum erhältlich sind . Mit Registered DIMMs kommt
der i845 nicht zurecht , er beherrscht aber ECC-Fehlerkorrektur . Beim
I/O-Controller-Hub setzt Intel weiter auf den bekannten ICH2 ( Typenbezeichnung
82801BA ) . Neu ist allerdings die Software " Intel Application Accelerator " ,
die im Vergleich zum bisher angebotenen " Ultra ATA Storage Drivers " unter
Windows den Festplattenzugriff beschleunigen soll . Außerdem unterstützt der
mindestens 1,9 MByte große neue Treiber Laufwerke bis 137 GByte Kapazität und
soll durch ein spezielles Prefetching Pentium-4-Systeme weiter beschleunigen .
Sogar das Booten des Betriebssystems soll schneller gehen . Intel selbst bietet
mit dem D845HV und dem D845WN zwei Desktop-Mainboards mit i845-Chipsatz und dem
neuen Prozessorsockel Sockel 478 an . Der i845-Chipsatz soll laut Intel in
1000-er Stückzahlen 42 US-Dollar kosten . Systeme mit dem neuen Chipsatz haben
praktisch alle PC-Hersteller angekündigt . Wegen des Leistungsunterschiedes
zwischen RDRAM- und SDRAM-Bestückung und der schlechten Aufrüstmöglichkeiten von
Sockel-423-Platinen mit schnelleren Prozessoren sollte man beim Kauf genau
darauf achten , welche Hauptplatine mit welchem Chipsatz in zurzeit angebotenen
Pentium-4-Rechnern zum Einsatz kommt . Zahlreiche Hersteller räumen jetzt ihre
Läger von Sockel-423-Boards mit i850-Chipsatz . US-Wettbewerbshüter fühlen Sun
und Rambus auf den Zahn Die US-Handelsaufsicht Federal Trade Commission ( FTC )
hat laut einem Pressebericht eine offizielle Untersuchung gegen die
Computerfirma Sun und der Speicherentwickler Rambus eingeleitet , um zu prüfen ,
ob die Firmen gegen Wettbewerbsregeln verstoßen haben . Wie die US-amerikanische
Tageszeitung USA Today weiter meldet , untersucht die FTC außerdem das
Geschäftsgebahren des Energiekonzerns Unocal . Rambus , Sun und Unocal haben
Unternehmen wegen angeblich ausstehender Lizenzzahlungen verklagt . Nach
Informationen des Blattes geht es um die Frage , ob die drei Firmen eigene
Patentanmeldungen geheim gehalten haben , während sie gleichzeitig an der
Standardisierung von Techniken beteiligt waren , die von diesen Patenten
geschützt werden sollten . Die FTC bestätigte die angeblich laufenden
Untersuchungen gegen Sun und Rambus bislang nicht . Laut USA Today zeigt die FTC
erstmals seit Jahren wieder verstärktes Interesse an den Auswirkungen von
Normungsverfahren , die ja die Industrie selbst regelt , auf den Markt . Das
letzte Verfahren der FTC in diesem Bereich richtete sich gegen Dell : 1995/96
willigte der PC-Hersteller auf Druck der Behörde ein , Patentrechte auf den VESA
Local Bus nicht einzuklagen , die er zuvor dem Standardisierungsgremium nicht
offengelegt hatte . USA Today zitiert den Chef der FTC-Antitrust-Abteilung ,
Joseph Simons , mit der Aussage : Schon im Juni hatte das US-Wirtschaftsmagazin
Fortune von laufenden Antitrust-Ermittlungen gegen Rambus gesprochen . Das
Verfahren in Virginia geht nun in Berufung . Für das von Micron in Delaware
angestrengte Verfahren hat Rambus um Aufschub gebeten , bis diese Berufung
geklärt ist . Intel dreht das Personalkarussell Mit Umbesetzungen im
Top-Management zieht Intel offenbar Konsequenzen aus den zahlreichen Pannen und
Verzögerungen der letzten Monate . Der 50-jährige Mike Splinter übernimmt mit
sofortiger Wirkung als Executive Vice President und General Manager die
Verantwortung in Intels Technology and Manufacturing Group . Er soll für eine
schnelle Markteinführung des Pentium-4-Prozessors und für den reibungslosen
Übergang der Fertigung dieses Chips auf die 0,13-µm-Prozesstechnik im nächsten
Jahr sorgen . Splinter ist seit 16 Jahren bei Intel und leitet die
Komponentenfertigung schon seit 1988 . Seit Januar 1999 ist er Senior Vice
President der Technology and Maufacturing Group . Seine Führungsaufgaben in
dieser Abteilung nimmt er gemeinsam mit Sunlin Chou wahr ; beide arbeiten eng
mit Paul Otellini , dem Chef der Intel Architecture Group , zusammen . Albert Yu
, der bislang gemeinsam mit Paul Otellini die Architecture Group führte ,
übernimmt den neuen Bereich Optoelektronik . Yu leitete die
Mikroprozessorentwicklung seit 1984 . Durch seine Versetzung wird Paul Otellini
allein verantwortlich für die Produktpolitik im Bereich der Mikroprozessoren .
Die Home-Products-Gruppe unter der Führung von Claude Leglise ist jetzt nicht
mehr der Architecture Group zugeordnet , sondern der New Business Group . Diese
leitet weiterhin Gerhard Parker . Die Home-Products-Sparte kümmert sich um neue
digitale Produkte für Heimanwendungen . Splinter und Otellini hätten jetzt alle
Möglichkeiten , um " schneller und erfolgreicher " agieren zu können .
Halbleitermarkt bricht in drei Jahren ein Nach einer Studie des
US-Marktforschungsunternehmens Dataquest kann sich die Halbleiterindustrie noch
auf zwei Jahre Wachstum freuen , bevor der Markt einbricht . Dataquest
korrigiert damit die letzte Prognose von diesem Jahr um 5,6 Prozentpunkte nach
oben . 2002 wird die Wachstumskurve flacher und erreicht nur noch 13,9 Prozent .
Im darauffolgenden Jahr 2003 erwarten die Experten dann den Einbruch im
Halbleitermarkt , der dann um 5,3 Prozent schrumpfen soll . Die Dataquest-Zahlen
beziehen sich auf den mit Halbleitern erzielten Umsatz , nicht auf die
verkauften Stückzahlen von Chips . Der Halbleitermarkt verhält sich zyklisch :
In Zeiten mit knappem Angebot und hohen Preisen bauen die Chiphersteller ihre
Produktionskapazitäten aus . Anschließend steigt die Produktion stark an , was
zu einem großen Umsatzwachstum führt . Wenn die hohen Fertigungskapazitäten
nicht mehr ausreichend ausgelastet sind , müssen die Hersteller die Preise
senken , um weiter ausreichende Stückzahlen verkaufen zu können . Anschließend
erfolgt ein Kapazitätsabbau der Produktion , der Kreis schließt sich .
Angesichts des explosiven Wachstums der Branche grübeln alle Beobachter schon
lange , wann die Sättigung des Marktes eintritt . Im nächsten Jahr werden
weltweit zahlreiche neue Chipfabriken ihren Betrieb aufnehmen , nachdem es in
diesem Jahr bei vielen Komponenten zu Lieferengpässen kam . Dataquest sieht vor
allem einen Einbruch der Umsätze bei DRAM-Chips auf uns zu kommen . Der
derzeitige Ausbau der Fertigungskapazität für Speicherchips ist enorm ; größere
Wafer und feinere Strukturen sorgen für einen massiven Schub bei der
DRAM-Produktion . Der Abschwung in 2003 wird laut Dataquest durch den
Preiseinbruch beim DRAM eingeläutet , doch sieht man auch einen weiterhin hoch
bleibenden Bedarf an anderen Halbleiterprodukten . Diese große Nachfrage soll
den Umsatzeinruch insgesamt abfedern . Auf das Jahr genau scheinen die
Dataquest-Voraussagen nicht einzutreffen : Die neue Studie erwartet dieses Ziel
nun schon im ersten Halbjahr 2001 , also rund 1,5 Jahre früher . HP bringt neue
PCs Hewlett-Packard bringt rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft eine Reihe neuer
Komplettrechner für Privat- und Firmenkunden auf den Markt . In Deutschland hat
die Pavilion-Baureihe Premiere , die in den USA zu den meistverkauften
Komplettsystemen gehört . Damit zielt HP jetzt auch hier zu Lande eindeutig auf
das Endkundengeschäft ; so werden die Pavilion-Rechner ab Mitte Oktober
vorwiegend über große Handelsketten wie Media-Markt und Pro-Markt , aber auch
per Internet direkt von HP vertrieben . Zum Lieferumfang gehören 64 oder 128
MByte RAM , CD- oder DVD-Laufwerk oder CD-Writer und 20- , 30- oder
40-GByte-Harddisks . Als Grafikkarten kommt eine 32-MByte-TNT2-Pro-Karte zum
Einsatz , ein Modell ist mit Geforce-2-Chip und TV-Ausgang ausgestattet . Für
499 Mark bietet HP dazu denn 17-Zoll-Monitor HP Pavilion G70 an . An
Firmenkunden wendet sich das neue e-PC-Angebot . Nach dem Erfolg des im Februar
vorgestellten e-Vectra bringt HP neue preiswerte und kompakte Modelle auf den
Markt . Als " Second-generation e-PCs " sind verschiedene Konfigurationen mit
Celeron- und Pentium-III-Prozessoren im Angebot . Der bisherige e-Vectra ist in
der einfachsten Ausführung mit 566-MHz-Celeron , 64 MByte RAM und
8,4-GByte-Festplatte , aber ohne CD-ROM-Laufwerk schon ab 1199 DM erhältlich .
Das kompakte Gerät ist damit relativ preiswert und dank vieler auf dem
i810-Mainboard integrierter Komponenten sehr einfach aufgebaut . Abstriche
müssen die Käufer bei den Upgrade-Möglichkeiten machen : So ist beispielsweise
nur ein DIMM-Slot vorhanden . Für eine Speicheraufrüstung muss man also das
vorhandene Speichermodul komplett tauschen . Auch Steckplätze für
Erweiterungskarten sucht man vergeblich . Für Firmenkunden , die Rechner oft in
großen Mengen kaufen , sind diese Einschränkungen unerheblich . Der relativ
günstige Preis erlaubt es , bei gestiegenen Hardwareanforderungen gleich
komplett neue Geräte zu beschaffen . Lauter identische PCs lassen sich auch
leichter verwalten und warten . Offenbar geht das e-Vectra-Konzept auf : seit
April hat HP 160.000 e-Vectras verkauft . Der Trend geht also zu
Ex-und-Hopp-Computern , die möglichst simpel und billig sein sollen . Das
Einsteigermodell der e-PC-Serie für kleine Unternehmen , der HP SMB e-PC , soll
in den USA ab 659 Dollar Straßenpreis zu haben sein . Das Gerät enthält einen
633-MHz-Celeron , 128 MByte RAM , eine 10-GByte-Festplatte , ein CD-ROM-Laufwerk
, ein USB-Modem und eine Tastatur mit Zusatzfunktionen . Als Betriebssystem ist
Windows 2000 vorinstalliert . Für 899 US-Dollar liefert HP dazu einen
15-Zoll-Flachbildschirm . Man hat aber auch an weiteres Zubehör gedacht und
setzt wegen der leichten Installation auf USB-Geräte . Passend zu den e-PCs
bietet HP einen CD-Writer , ein Lesegerät für Compact-Flash-Karten und einen
drahtlosen LAN-Adapter an . Mit der größten Investition in der Firmengeschichte
will IBM seine Fertigungskapazität für Halbleiter massiv steigern . Außerdem
sollen neue Prozesstechniken die technische Führung des Konzerns ausbauen . Big
Blue erwartet , als erstes Unternehmen die Massenfertigung von 0,10-µm-Chips
aufnehmen zu können . Weitere technische Neuerungen der Produktionsstätte sind
der Silicon-on-Insulator-Prozess , die von IBM entwickelten Low-K-Dielektrika
sowie Kupfermetallisierung . Am Standort East Fishkill der neuen Fab steht
bereits seit 1964 das Advanced Semiconductor Technology Center mit zurzeit 4700
Mitarbeitern . Die neue Fab soll im zweiten Halbjahr 2002 den Betrieb aufnehmen
. Ab Anfang 2003 rechnet IBM damit , dass die etwa 1000 Mitarbeiter die volle
Produktionskapazität erreichen . So sollen die Chipfabriken in Burlington (
Vermont , USA ) und Yasu ( Japan ) ausgebaut werden . Auch in die Firma Altis
Semiconductor , ein Joint-Venture von IBM und Infineon mit Sitz im französischen
Corbeil-Essonness , sowie in die Chip-Packaging-Kapazitäten steckt IBM neues
Geld . Transmeta-CPUs bald bei der US-Army im Einsatz In tragbaren Computern der
US-Armee sollen demnächst auch Transmeta-Prozessoren zum Einsatz kommen . Dieser
befindet sich zurzeit in einem Feldversuch bei der Militärpolizei der US-Armee .
Ein Crusoe-Chip von Transmeta mit 700 MHz soll ab dem kommenden Jahr
Verbesserungen bei der Akkubetriebsdauer des " wearable PC " bringen . Die
Minirechner soll dank Crusoe-Chip einen vollen Arbeitstag lang laufen . Nach
Berichten in US-Medien will auch der japanische Hersteller Casio bald den Crusoe
einsetzen ; ein entsprechendes Produkt will die Firma auf der nächste Woche in
Las Vegas stattfindenden Computermesse Comdex präsentieren . Intel : neue
Prozessoren , neue Preise ab Ende Januar Angesichts schlechter PC-Verkäufe und
wachsender Konkurrenz geht der Preis- und Leistungswettkampf der
Prozessorhersteller Ende Januar in eine neue Runde . Zwei ursprünglich für den
28. Januar erwartete Produkte , nämlich den Pentium 4 1,3 GHz und den Celeron
800 MHz hat Intel schon letzte Woche vorgestellt . Die Ultra-Low-Voltage-Version
des Mobile Pentium III läuft mit nur 0,975 bis 1,1 Volt Kernspannung . Als
ersten Chip dieser Baureihe erwartet man eine 500-MHz-Ausführung für 210
US-Dollar , die bei 300 MHz mit nur 0,9 Volt Spannung läuft und bei 500 MHz mit
1,1 Volt . Angeblich soll diese CPU im Sparmodus nur etwa ein halbes Watt
Leistung umsetzen . Auch ein Celeron-Chip ähnlicher Spezifikation ist geplant ,
der etwa die Hälfte der Pentium-Ausführung kostet . Die bisherigen
Low-Voltage-Modelle Mobile Pentium III 600 MHz LV und 500 MHz LV sowie Mobile
Celeron 500 MHz LV laufen bei 1,35 Volt und im Sparmodus mit 1,1 Volt . Der
sparsame Stromverbrauch der geplanten Intel-Chips ist beeindruckend , aber nur
ein Mosaikstein auf dem Weg zu länger laufenden Mini-Notebooks . Andere
Komponenten , vor allem das Display , verbrauchen mittlerweile mehr als die CPU
. Unter welchen Betriebsbedingungen Intel die Leistungsaufnahme der neuen Chips
spezifiziert , ist aber noch unklar - genau wie der endgültige Liefertermin .
Aus den eigentlich vertraulichen Roadmaps , die Intel den PC-Herstellern als
Planungsgrundlage liefert , stammen die Preisangaben der folgenden Tabelle .
Alle Preise gelten für OEM-Hersteller bei Abnahme von 1000 Stück . Damit sind
diese Preise für Endkunden maximal ungefähre Anhaltspunkte : Einerseits
variieren die Aufschläge für Versand , Steuern und Zwischenhändler ,
andererseits erhalten Distributoren bei Abnahme größerer Mengen günstigere
Preise . Nur die aktuellen Preise aus der ersten Spalte sind von Intel
autorisiert . Alle anderen Angaben sind inoffiziell - deshalb sind sie auch
unvollständig und natürlich ohne jede Gewährleistung für ihre Richtigkeit . Zu
welchem Preis Intel letztlich liefern wird , weiß heute bislang niemand . Eine
1,7-GHz-Version wird als schnellste Pentium-4-Ausführung etwa im Mai erwartet
und soll dann angeblich 777 US-Dollar kosten . Zum selben Zeitpunkt dürfte auch
der totgeglaubte Pentium III 1,13 GHz wieder auferstehen und pro Stück 267
US-Dollar in die Intel-Kasse bringen . Im März erwarten Branchenauguren die
Einführung von Mobile-Pentium-III-Prozessoren mit 1 GHz und 900 MHz für 722
beziehungsweise 562 US-Dollar . ATI einigt sich mit Intel und verdient wieder
Geld Nach mehreren Verlustquartalen kann ATI endlich wieder ein Plus melden :
Die Aussichten für die Zukunft bewertet ATI vorsichtig , will aber weiter
deutlich wachsen . ATI hat ein gegenseitiges Lizenzierungsabkommen mit Intel
abgeschlossen und so Rechtsstreitigkeiten beigelegt . Demnach darf ATI jetzt mit
Intels Segen eigene Chipsätze mit eingebauter Radeon-Grafik für Intel-CPUs
herstellen . Bereits vor rund einem Jahr hatte ATI einen Chipsatz mit
integrierter Grafik angekündigt , den die mittlerweile von ATI aufgekauften
Grafik-Chipentwickler von Art-X entwickelt hatten . Das Produkt tauchte aber nie
auf . Lediglich von ALi kam ein Produkt für Sockel-7-Prozessoren mit
Art-X-Grafik auf den Markt . Der wichtigste ATI-Konkurrent Nvidia entwickelt
bereits Chipsätze für Intel-Prozessoren . Außer dem ALi TNT2 wird es auch einen
Nvidia-Chipsatz in der kürzlich angekündigten Microsoft-Spielkonsole X-Box geben
. Diesen will Nvidia unter dem Namen " Crush " auch für Athlon-CPUs
herausbringen . Nvidia hat ATI im PC-Markt wichtige Marktsegmente abgenommen .
Nach der Übernahme von 3dfx durch Nvidia muss ATI sich erheblich anstrengen , um
weiter erfolgreich zu sein . Die ATI-Radeon-Grafikkarte ist für den G4 nur noch
als Option erhältlich . Der ATI-Quartalsbericht weist explizit eine
11-prozentige Beteiligung an der Entwicklerfirma SiByte aus . Dort entwickelt
man spezielle Prozessoren auf Basis der MIPS-Kerne . Interessant an der
SiByte-Beteiligung ist , dass das Unternehmen vor einigen Monaten von Broadcom
gekauft wurde . Broadcom hat sich kürzlich die Chipsatzschmiede ServerWorks
einverleibt . Bereits seit Monaten fährt Motorola einen drastischen Sparkurs und
baut tausende von Arbeitsplätzen ab , auch in deutschen Handy-Werken . Außerdem
verkauft Motorola Investitionen und Anteile an anderen Unternehmen . Nach
Angaben des Wall Street Journal machte Motorola im abgelaufenen Quartal zum
ersten Mal in 16 Jahren Verluste und erreichte nicht einmal die von Analysten
bereits reduzierten Erwartungen . Der Motorola-Geschäftsführer Robert L. Growney
macht hauptsächlich die rückläufige Konjunktur in den USA , die weltweit
ausstrahle , für die Probleme verantwortlich . Zwar sei der Cash Flow der
laufenden Geschäfte eigentlich positiv , doch sei das Quartal schwierig gewesen
. Die Auftragslage entwickele sich quer durch alle Motorola-Sparten schlecht .
Motorola-Chairman Chistopher B. Galvin ist der Ansicht , dass man in den
richtigen Märkten der drahtlosen , Breitband- und Internetkommunikation mit den
richtigen Produkten vertreten sei . Er will den harten Sparkurs weiter
durchhalten und mit Innovationen und Investitionen in die Zukunft das gesamte
Geschäftsjahr 2001 mit einem positiven Ergebnis beenden . Externe Faktoren wie
steigende Zinssätze und Energiekosten könne man aber nicht beeinflussen . Zu den
besonderen Risiken der weiteren Geschäftsentwicklung zählt der Quartalsbericht
auch die Zahlungsfähigkeit der Großkunden aus dem Telekommunikationsbereich .
Unter Zahlungsschwierigkeiten der Netzbetreiber litten schon die Bilanzen von
Cisco und Lucent . Die Branche hat wegen der extremen Infrastrukturkosten
Liquiditätsprobleme und will zunehmend die Zulieferer an den Kosten beteiligen .
0,13-µm-Prozesstechnik bei Motorola Noch in diesem Halbjahr soll in Motorolas
Werk MOS13 in Austin die Fertigung von Chips im neuen HiPerMOS7-Prozess auf
200-mm-Wafern starten . Im HiP7-Prozess , der mit Kupfermetallisierung und
0,13-µm-Masken arbeitet , lassen sich ebenso wie bei Intels P860-Prozess bis zu
70 Nanometer ( 0,07 µm ) kleine Details fertigen . Zusätzlich bietet Motorola
mit der Silicon-on-Insulator-Technik weitere Optimierungen an und will künftig
auch etwa MRAM implementieren . Das erste Produkt , das von den verkleinerten
Strukturen profitiert , soll ein digitaler Signalprozessor sein . Die
HiP7-Technik eignet sich aber natürlich auch für Prozessoren wie den PowerPC ,
der in Apple-Macintosh-Rechnern seinen Dienst verrichtet . Die kleineren
Strukturen könnten bei dieser CPU für höhere Taktfrequenzen sorgen . Dessen
besseres Frequenzverhalten und das Double-Data-Rate-Interface des neuen
128-MBit-Chips sind für Datentransferraten von bis zu 600 MBit/s pro Pin gut .
Die Datentransferrate zwischen Grafikchip und Speicher ist ein Flaschenhals
moderner Grafikkarten . Die bisher schnellsten 128-MBit- ( 16-MByte- )
DDR-SDRAM-Chips bieten bei 250 MHz Taktfrequenz 500 MBit/s . Nach eigenen
Angaben liefert Infineon bereits Mustermengen zum Einzelpreis von 33 US-Dollar
in 1000-er Stückzahlen . Einen ganz neuen Ansatz bietet RL-SDRAM , für das es
bisher noch keine Standardanwendung gibt . Es arbeitet auch mit einem
1,8-Volt-DDR-Interface , ist aber grundlegend schneller als herkömmliches SDRAM
. Infineon hat bei diesem Reduced Latency SDRAM die Zugriffszeit auf das
eigentliche Speicherfeld halbiert : Statt 50 Nanosekunden wie die heute üblichen
Single- und Double-Data-Rate-SDRAMs benötigt RL-SDRAM nur noch 25 Nanosekunden .
Dank acht interner Bänke und bis zu 300 MHz Taktfrequenz eignet sich RL-SDRAM
für Anwendungen , in denen bisher SRAM zum Einsatz kam . Die 256-MBit-Chips
sollen ab dem dritten Quartal in Musterstückzahlen hergestellt werden . Es sind
8Mx32- und 16Mx16-Chips in 144-poligen Thin-Profile-BGA-Gehäusen geplant , die
ab dem Jahre 2002 in die Serienfertigung gehen sollen . RL-SDRAM konkurriert mit
neuen Speichertehniken wie Toshibas Fast Cycle DRAM ( FCRAM ) oder dem 1T-SRAM
von MoSys . Ramtron entlässt 22 Mitarbeiter Ramtron , Hersteller von
Spezial-Speicherchips , entlässt 17 Prozent seiner Mitarbeiter . Das Unternehmen
entwickelt ferroelektrisches RAM ( FRAM ) und über sein Tochterunternehmen
Enhanced Memory Systems auch ESDRAM und HSDRAM . Die Entlassungen gehen einher
mit einer Umstrukturierung und kosten das Unternehmen rund 300.000 US-Dollar .
Ziel der Veränderungen ist nach eigenen Angaben eine Umorientierung der Firma
mit jetzt 108 Angestellten von der reinen Entwicklung zum leistungsfähigen
Halbleiteranbieter . In den vergangenen Monaten hat Infineon Anteile an Ramtron
und Enhanced Memory Systems erworben . Ramtron stellte kürzlich ein
256-KBit-FRAM vor , das mit mehr als 10 Billiarden Schreib-/Lesezyklen praktisch
keine Lebensdauerbegrenzung mehr aufweisen soll . AOL UK zur Preissenkung
gezwungen In Großbritannien machen kostenlose Internet-Zugänge dem Online-Dienst
America Online ( AOL ) zunehmend zu schaffen . Mit einer Preissenkung um etwa
45% auf monatlich 9,99 Pfund reagiert AOL jetzt auf den Boom der Billigangebote
. Einige britische Warenhausketten und Elektrogeräte-Händler hatten in den
vergangenen Monaten ihr Angebot um kostenlose Internetzugänge erweitert .
Offensichtlich bekam das Selbstbewußtsein des Online-Dienstes jedoch einen
Knacks durch den immensen Erfolg der kostenlosen Angebote . Ein Pionier auf
diesem Feld ist die Elektro-Handelskette Dixons . AOL , ehemals Marktführer in
England , hatte im Februar diesen Jahres 400.000 Kunden weniger . Neuer
Grafikchip von ATI Der kanadische Hersteller ATI kündigt den neuen
Grafikprozessor RAGE 128 PRO an . ATI spricht von einer 50-prozentigen
Leistungssteigerung in der 3D-Verarbeitung gegenüber der pinkompatiblen
Vorgängerversion . Den neuen Chip wird es in einer "GL"- und einer "VR"-Version
geben . Beide Ausführungen sollen besonders bei hoher Farbauflösung gute
Rendering-Performance sowie zahlreiche Filtermodi bieten . Die GL-Version ist
als Grafikchip für kostengünstige CAD-Workstations gedacht und hat eine
verbesserte Setup-Engine zur schnellen Linienerzeugung unter OpenGL . Beide
Ausführungen sind mit zahlreichen Funktionen zur Beschleunigung von
Multimedia-Anwendungen ausgestattet . Grafikkarten mit relativ wenig Speicher
können beispielsweise von der AGP 4X-Implementation und der
DirectX-Texturenkompression profitieren , wodurch der Grafikprozessor große
Texturen schnell aus dem Hauptspeicher laden kann . ATI hebt zudem besonders die
Möglichkeit der Videoverarbeitung hervor . Compaqs und Dells iMac-Plagiate
floppen Sang- und klanglos haben die Firmen Compaq und Dell PC-Modelle vom Markt
genommen , die eigentlich im Markt von Apples erfolgreichen iMac wildern sollten
. Offenbar haben sich Compaqs Presario 3500 und Dells WebPC nicht so gut
verkauft wie erwartet . Im Oktober letzten Jahres startete der WebPC : Schon vor
9 Monaten war das für 1000 Dollar kein Schnäppchenangebot , selbst wenn man den
im Preis enthaltenen 15-Zoll-Monitor und HP-Drucker mit einrechnet . Dasselbe
galt für den Compaq Presario 3500 : Für 1999 US-Dollar erhielten seine Käufer
zwar ein 15-Zoll-LC-Display , aber nur einen 500-MHz-Celeron . Dell und Compaq
kommentierten die Einstellung der beiden iMac-Nachahmer unterschiedlich : Compaq
weist darauf hin , dass wohl der Kaufpreis wegen des LCD-Monitors zu hoch
ausgefallen sei . Dell gibt an , der auch von Intel prämierte Ease-of-Use-PC sei
von Anfang an als Experiment gedacht gewesen , das man als Erfolg bewerte : Man
habe wertvolle Informationen über Ausstattungsmerkmale gesammelt , die PC-Käufer
heute wünschten . Dazu gehöre beispielsweise die E-Support-Taste . Über diesen
WebPC-Knopf erreicht man mittels des internen Modems direkt den Dell-Support ,
der dann Konfigurationsinformationen online aus dem Rechner lesen kann . Wer
allerdings jetzt die eigens für den WebPC-Verkauf eingerichtete URL
www.webpc.com aufsucht , erhält nur noch eine Fehlermeldung vom Dell-Server .
Besonders Aufmerksam dürfte IBM die Sortimentsbereinigung der Konkurrenten
verfolgen : Bei Big Blue setzt man große Hoffnungen in die NetVista-Baureihe ,
die offensichtlich ebenfalls das iMac-Konzept nachahmt . Das zeige auch der
jüngste Rückgang der Absatzzahlen beim iMac . Aus technischer Sicht ist es
natürlich aufwändiger und teurer , in den kompakten Design-Gehäusen die jeweils
aktuellen Prozessoren und Grafikkarten mit immer mehr Leistungsaufnahme
unterzubringen . Das gelingt deutlich leichter in Standard-Desktops , weshalb
der Preis-Leistungs-Vergleich meist zugunsten der langweiligen Einheitskisten
ausfällt . Zusätzlich erreichten die iMac-Plagiate nie die Qualität des
Originals : Zwar muss man auch beim iMac Kompromisse hinsichtlich Leistung ,
Erweiterbarkeit oder Bildschirmqualität eingehen , doch entschädigen dafür bei
den aktuellen Modellen Details wie der lüfterlose Betrieb oder gute
Multimedia-Eignung durch FireWire-Anschlüsse und DVD-Laufwerk .
Speicherhersteller wollen gegen Rambus klagen Die fünf weltweit führenden
DRAM-Herstellerfirmen beraten angeblich über eine Antitrust-Klage gegen das
Entwicklungsunternehmen Rambus . Die Federal Trade Commission ( FTC ) soll
klären , ob die auf Computerspeicher spezialisierte Firma Rambus zu Recht
Lizenzgebühren für bestimmte Techniken fordern darf . 1990 gründeten Dr. Mike
Farmwald und Dr. Mark Horowitz das Unternehmen Rambus zur Verwertung ihrer
Erfindungen . Dabei ging es in erster Linie um die so genannte Rambus-Technik ,
ein spezielles Verfahren zur Verbindung von Speicherchips und Memory-Controller
. Rambus selbst stellt keine Speicherbausteine her , sondern lebt von der
Lizenzierung seiner Verfahren an Chip-Hersteller . Bekanntestes aktuelles
Beispiel ist die Firma Intel , die die DirectRambus-Technik für einige Chipsätze
lizenziert hat . Entsprechende Speichermodule ( RIMMs ) müssen ebenfalls aus
Chips aufgebaut sein , in denen ein lizenzpflichtiges Rambus-Interface sitzt .
Die Lizenzabgaben für die eigentliche Rambus-Technik sind unstrittig . Anfang
dieses Jahres verklagte Rambus jedoch den großen Speicherhersteller Hitachi auf
Lizenzzahlung für die etablierte und weit verbreitete SDRAM-Technik .
Tatsächlich besitzt das Unternehmen Rambus auch Patente für solche synchronen
DRAMs . Da diese Technik jedoch schon vor Jahren von der Herstellervereinigung
JEDEC normiert wurde , ging niemand von einer Lizenzierungspflicht für SDRAM aus
. Hitachi wollte zunächst gegen Rambus vor Gericht ziehen , einigte sich dann
aber mit dem Unternehmen und zahlt seitdem Lizenzgebühren . Vor rund einem Monat
entschloss sich auch Toshiba , an Rambus Lizenzgebühren für die SDRAM- und
Double-Data-Rate-Technik ( DDR ) zu bezahlen . Nach Berichten in US-Medien
erwägen die führenden Speicherhersteller nun , sich gegen die
Gebührenforderungen von Rambus zu wehren . Dabei will man sich offenbar auf die
ursprünglich von Hitachi im Alleingang geplante Antitrust-Klage stützen . Kern
dieser Klageschrift ist , dass Rambus sich wettbewerbswidrig eine
Monopolstellung im DRAM-Bereich aufbauen wolle . Laut Hitachi wurden die von
Rambus beanspruchten SDRAM-Standards gemeinsam in der JEDEC erarbeitet und nicht
von Rambus alleine . Danach habe sich Rambus aus der JEDEC zurückgezogen und
dann selbst Patente auf die in der JEDEC diskutierten Verfahren angemeldet .
Dass Rambus die Patente auf SDRAM-Techniken erst 1999 erhielt , also rund zwei
Jahre nach der breiten Markteinführung dieser Technik , dürfte für die FTC
allerdings keine Rolle spielen : Dieses Gremium ist für die Frage , ob die
Zuteilung der Patente überhaupt rechtens war , nicht zuständig . Intel hat
Probleme mit dem neuem Xeon-Prozessor Den im März angekündigten Server-Prozessor
Pentium III Xeon 900 MHz mit 2 MByte großem L2-Cache hat Intel offenbar wegen
Stabilitätsproblemen nie in nennenswerten Stückzahlen ausgeliefert . Laut
US-Berichten teilte Intel-Sprecher Bill Kircos mit , dass bereits Mitte April
ein Server-Hersteller bei Labortests ein Problem bei dem teuersten
Intel-32-Bit-Prozessor festgestellt habe . Im Einsatz beim Kunden sei der
seltene Fehler , bei dem sich der Prozessor in einer Endlossschleife aufhängen
könne , bisher noch nicht aufgetaucht . Allerdings seien auch nicht viele
Prozessoren dieses Typs verkauft worden . Der Intel-Sprecher bestätigt damit den
vom britischen Newsdienst The Inquirer geäußerten Verdacht , dass der
900-MHz-Pentium-III-Xeon für 4- und 8-Prozessor-Server nie in größeren
Stückzahlen verkauft wurde . Der US-Anbieter Dell bot diese CPU-Variante im
PowerEdge-6400-Server auch nicht an ; lediglich der langsamere 700-MHz-Typ des
Prozessors ist verfügbar . Laut Kircos hat Intel mittlerweile die Fehlerursache
gefunden und fertigt den Pentium III Xeon 900 MHz mit 2 MByte L2-Cache nun in
einem leicht geänderten Herstellungsprozess . Fehlerlose CPUs seien ab Mitte
August zu haben . Der Preis beträgt bei Abnahme von 1.000 Prozessoren gleichen
Typs nach wie vor 3.992 US-Dollar . Der Intel-Sprecher gab weiter bekannt , dass
der Nachfolger des Pentium III Xeon mit großem L2-Cache für
Multiprozessor-Systeme etwa ab dem 1. Quartal 2002 lieferbar sein soll . Bislang
sind von dem neuen Xeon mit Pentium-4-Kern nur Versionen mit 256 KByte L2-Cache
auf dem Markt . Intel veröffentlicht Details des neuen Pentium III " Tualatin "
Offiziell steht die Einführung der Desktop-Version des in 0,13-µm-Technik
hergestellten Pentium-III-Prozessors " Tualatin " mit 256 KByte L2-Cache noch
aus - doch auf dem Intel-Server ist bereits das Datenblatt zu finden . Das
Datenblatt erwähnt die Eignung der neuen CPUs mit 256-Kbyte-L2-Cache für
Dual-Prozessor-Systeme nicht ; der dazu nötige Signalpin " BR1 " ist allerdings
auch nicht beschrieben . Man kann daher davon ausgehen , dass Intel nur die
Tualatin-Versionen mit 512 KByte L2-Cache für den Tandembetrieb freigibt ; bei
dieser Version liegt das Signal " BR1 " , wie bisher , an Pin X2 . Im Vergleich
zu diesen Prozessoren ist der Tualatin je nach Anwendung bei gleicher
Taktfrequenz bis zu 9 Prozent schneller . Benchmarks zeigt die aktuelle Ausgabe
14/2001 der c't auf Seite 19 . Prozessoren vom "Tualatin"-Typ benötigen
spezielle Mainboards , in älteren Sockel-370-Platinen funktionieren sie nicht .
Die neuen CPUs nutzen eine geringere Signalspannung auf dem Front-Side-Bus , was
angepasste Chipsätze , etwa den " B-Step " des Intel i815E , erfordert . Zieht
der Prozessor viel Strom , so senkt der Regler die Spannung um bis zu 0,155 Volt
. Das soll der Gefahr der Beschädigung des Prozessors durch Elektromigration
vorbeugen , die bei immer kleineren Strukturen steigt . Außer neuen Mainboards
benötigt man für den Einsatz der Tualatins auch andere Kühlkörper als für die
PGA370-Prozessoren im FC-PGA-Gehäuse . Alle Pentium-III-Prozessoren mit mehr als
1 GHz Taktfrequenz , egal ob im 0,18- oder 0,13-µm-Technik hergestellt , kommen
im neuen FC-PGA2-Gehäuse mit integriertem " Heat Spread " ( IHS ) . Dieses Blech
verteilt die im Prozessor-Die freigesetzte Wärme besser und vermeidet so
Hotspots ( lokale Überhitzungen ) . VIA plant Prozessor mit 1 GHz Taktfrequenz
Die taiwanische Chipschmiede VIA , bisher vor allem als Lieferant von Chipsätzen
bekannt , will in der ersten Hälfte des kommenden Jahres einen
Gigahertz-Prozessor liefern . Bei dem Prozessor handelt es sich um den Samuel 2
, einen Nachfolger des mittlerweile auch in Deutschland erhältlichen Cyrix III .
Letzterer enthält bekanntlich nicht mehr den Kern des von National aufgekauften
Cyrix-Prozessors mit Codenamen " Joshua " , sondern basiert auf dem ebenfalls
von VIA aufgekauften Know-How der IDT-Winchip-Prozessoren . Dem Cyrix III fehlt
ein L2-Cache , deshalb bleibt er selbst mit 500 MHz Taktfrequenz hinter der
Leistung eines Celeron 300A von Intel zurück . Den Cyrix III fertigt die
taiwanische Chipfabrik TSMC zurzeit in einem 0,18-µm-Prozess . Der Nachfolger
Samuel 2 soll dagegen in einem 0,15-µm-Prozess hergestellt werden . Durch die
kleineren Strukturen benötigt der Prozessor weniger Siliziumfläche und lässt
sich daher kostengünstiger fertigen . Intel präsentiert 30-Nanometer-Transistor
Die Intel-Forschungslabors haben einen CMOS-Transistor mit nur 30 Nanometer
effektiver Gatelänge entwickelt . Die Dicke der isolierenden Gate-Oxidschicht
beträgt nur noch drei Atomlagen . Nach eigenen Angaben ist Intel damit der
aktuellen Halbleiter-Prozesstechnik um zwei Generationen voraus . Intel rechnet
damit , dass der für 30-nm-Gates notwendige 70-nm-Herstellungsprozess namens
P1264 etwa im Jahre 2005 serienreif sein wird . Bis zu 400 Millionen der
winzigen Transistoren sollen sich dann zu einem IC verschalten lassen . Sollte
dies tatsächlich gelingen , bestätigte es die fortdauernde Gültigkeit des
Mooreschen Gesetzes . Intel verkündet weitere Details des nach eigenen Angaben
weltweit kleinsten Transistor anlässlich der in San Francisco stattfindenden
IEDM-Konferenz . Das französische LETI-Institut der Atomenergiebehörde CEA hat
bereits im vergangenen Jahr einen Transistor mit 20 nm Gatelänge vorgestellt ;
Forscher aus Berkeley stellten ebenfalls vor einem Jahr eine FinFET-Technik mit
Gatterlängen von 18 nm vor . Auch IBM und Motorola können Erfolge mit besonders
kleinen Transistoren vorweisen . Rambus-Lizenzeinnahmen sprudeln kräftig Das
Unternehmen macht keine konkreten Angaben darüber , welcher Anteil der
Lizenzeinnahmen auf die umstrittenen und von Rambus aggressiv eingeklagten
Gebühren für DDR- und normale SDRAM-Komponenten entfällt . Die Lizenzgebühren
für DDR- und normales SDRAM sind höher als jene für Rambus-Chips . Rambus
kalkuliert erhebliche Kosten für Klagen gegen zahlungsunwillige Chiphersteller
fest ein . Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hat sich das Ergebnis mehr als
verfünffacht . Rambus beklagt aber , dass man aufgrund der großen Gewinne jetzt
40 statt wie im Vorjahr 35 Prozent Steuern zahlen müsse . Keine neue Chipfabrik
in Sachsen-Anhalt Hintergrund seien Zweifel an der Rentabilität der Investition
; das habe das mit der Ansiedlung betraute Consulting-Unternehmen dem Sender
bestätigt . Damit ist der Traum von 2000 neuen Arbeitsplätzen in Ostdeutschland
vorerst geplatzt , wie das thüringische Wirtschaftsministerium am frühen
Montagabend bestätigte . Nach Aussagen eines Ministeriumssprechers habe die
Berliner " Agentur für Investorenwerbung " ( IIC ) dies bereits vor einem Monat
signalisiert . Neben Bitterfeld machten sich auch Leipzig und Erfurt Hoffnung .
Mosel Vitelic wollte nach bisher bekannten Planungen bis 2003 ein neues Werk
errichten und bis zu 2000 Arbeitsplätze schaffen . Mosel-Vitelic stellt vor
allem Speicherchips her , die sich zurzeit in einem Preistief befinden .
Bitterfeld bietet nach Ansicht der Landesregierung exzellente Voraussetzungen
für das Werk . Dazu gehörten qualifizierte Arbeitskräfte , eine konzentrierte
Zulieferindustrie , hervorragende Infrastrukturbedingungen und die Nähe der
Universitäten Magdeburg und Halle . Samsung stellt neuen Speichertyp für
UMTS-Geräte vor Der südkoreanische Halbleitergigant Samsung hat einen neuen
Speichertyp für den Einsatz in Mobilgeräten entwickelt : Das UtRAM soll
SRAM-Chips ersetzen . Die in PCs üblichen DRAMs aber verbraten für den Erhalt
der gespeicherten Informationen zu viel Strom und werden in Handys deshalb nicht
eingesetzt . Heutige Flash-Speicherchips wiederum sind zu langsam , um direkt
als Hauptspeicher Verwendung zu finden . SRAM-Bausteine sind als stromsparende
Low-Power-Versionen zwar verfügbar , wegen der höheren nötigen Anzahl von
Bauelementen pro Speicherzelle ( sechs Transistoren statt einem Transistor und
einem Kondensator bei DRAM ) aber zu aufwendig für größere Speicher . Bisher
kommen in Handys meist Kombinationen aus Flash- und SRAM-Chips zum Einsatz , die
es auch schon als Multichip-Packages gibt ( MCP ) . Das neue 32-MBit-UtRAM (
Uni-Transistor-RAM mit 4 MByte Kapazität ) nutzt nur einen Transitor pro
Speicherzelle ( wie DRAM ) , soll aber so schnell wie SRAM arbeiten und sich
genauso adressieren lassen . Die Stromaufnahme beträgt maximal 30 mA und im
Standby- und Power-Down-Modus nur 200 beziehungsweise 10 µA . Das Samsung-UtRAM
scheint damit insbesondere dem 1-T-SRAM der Firma MoSys eng verwandt zu sein .
Andere Speicherhersteller entwickeln mit Hochdruck ähnliche Bauelemente wie MRAM
, FRAM und FeRAM . Nach Informationen von US-Medien forscht auch Elpida zurzeit
an SRAM-ähnlichen DRAMs . IBM-Prozessoren für die nächste Playstation-Generation
In der nächsten Generation von Sonys Playstation soll als Hauptprozessor ein
IBM-Chip zum Einsatz kommen . Dieser soll etwa ab 2004 in der neuen
Halbleiterfertigung am IBM-Standort East Fishkill produziert werden . Daher sind
wohl auch Toshiba-Experten an der Entwicklung des " Cell " beteiligt . IBM
liefert mit " Gekko " die PowerPC-CPU für Nintendos kommenden Gamecube . Erste
Test-Anlage für neue EUV-Lithografie läuft EUV LLC , das Forschungkonsortium zur
Entwicklung von Halbleiter-Produktionstechnik mittels extremem Ultraviolettlicht
( EUV ) , hat eine Anlage für Tests der neuen Technik fertig gestellt . Im Laufe
des kommenden Jahres wollen die Industrie- und Forschungspartner mit diesem
Engineering Test Stand ( ETS ) die Technik verfeinern und reif machen für den
Bau erster Prototypen von Serien-Fertigungsgeräten . Zwischenzeitlich verkündte
Intel die Bereitstellung erster Masken für die EUV-Lithografie . Die
Industriepartner von EUV LLC finanzieren das Projekt noch bis 2002 , ab 2005
sollen die Verfahren marktreif sein . Momentan findet ein weltweiter Wettlauf um
die kommende Halbleiter-Lithografietechnik statt , mit der sich die zur weiteren
Leistungssteigerung von Chips nötigen verkleinerten Strukturen herstellen lassen
. Außer der 1997 von Intel , AMD und Motorola gegründeten EUV-Initiative , die
Strukturgrößen von unter 30 Nanometern zum Ziel hat , sind die
157-Nanometer-Lithografie für 100-nm-Strukturen sowie Elektronen- und
Ionenstrahlverfahren im Rennen . Die Koalitionen bei der sehr teuren und
aufwendigen Forschung an neuen Lithografieverfahren wechseln : Infineon ist etwa
an dem vom deutschen Forschungsminister geförderten 157-Nanometer-Projekt
beteiligt , sprang aber im letzten Jahr auf den fahrenden EUV-Zug auf . Das tat
in diesem Jahr auch IBM , nachdem das Unternehmen zuvor mit Nikon an EPL
forschte . Die für die EUV nötigen Laser- und Optotechnologien wurden maßgeblich
von den DOE-Instituten entwickelt , die unter anderen für die
Atomwaffenprogramme und andere militärische Entwicklungsziele der USA zuständig
sind . Es gibt Einwände gegen die Verbreitung dieser Techniken in Drittstaaten
unter sicherheits- und wirtschaftspolitischen Aspekten . Bereits der Beitritt
von Infineon zur EUV LLC rief Kritiker auf den Plan . Computer für alle Schüler
Computer sollen bald in jedem Klassenzimmer dazugehören . Nach Vorstellungen von
Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn ( SPD ) soll zunächst die Industrie
den Schulen ausgemusterte Geräte , die jünger als drei Jahre sind , kostenlos
überlassen . Gleichzeitig wünscht sich die Ministerin die Entwicklung eines
preiswerten tragbaren Kleincomputers , mit dem Schulklassen für den Unterricht
ausgestattet werden können . Ziel sei es , allen Schülern in der Schule und zu
Hause den Zugang zum Computer zu ermöglichen . Der Obmann für Bildungs- und
Forschungspolitik der CDU/CSU-Bundestagsfraktion , Thomas Rachel , bezeichnete
den Vorschlag der Ministerin , ausgemusterte PCs in Schulen einzusetzen , als
verspäteten Aprilscherz . Die Entwicklung der Computertechnologie habe ein Tempo
angenommen , das PCs bereits innerhalb weniger Jahre veralten lasse . Selbst
jüngere Modelle würden den heutigen Anforderungen zum Teil nicht mehr gerecht ,
beispielsweise eine angemessene Nutzung des Internets zu gewährleisten . Ab
Sonntag neue Intel-Prozessorpreise Gleichzeitig mit der Einführung des neuen
Pentium III mit 550 MHz senkt Intel ab Sonntag die Preise seiner Prozessoren .
Am gleichen Tag soll auch der Mobile Celeron 333 MHz vorgestellt werden . Damit
folgt der Hersteller seiner Roadmap , die c't bereits in Heft 9 vorgestellt hat
. Motorola verkauft Halbleitersparte an TPG Die Texas Pacific Group ( TPG ) hat
das Rennen um den Kauf von Motorolas Semiconductor Component Group ( SCG )
gemacht . Damit entschied sich Motorola gegen die konkurrierende Bietergruppe ,
die mehrheitlich aus ehemaligen Motorola-Mitarbeitern bestand . Wie schon
National Semiconductor will sich auch Motorola nun mehr auf den Embedded-Markt
konzentrieren . Das Geschäftsfeld der SCG umfaßt diskrete Halbleiter sowie
analoge und digitale Standard-ICs . In diesem Markt werden sehr große
Stückzahlen abgesetzt , doch ist der Kostendruck extrem hoch . Der neue Eigner
der SCG besitzt bereits einige Halbleiterhersteller ( Zilog , GlobeSpan
Semiconductor ) und übernimmt alle 10.000 Mitarbeiter sowie das gesamte
Management . Taiwanische Chipfirmen mit Umsatzeinbruch Die Geschäfte der auf
Halbleiter-Chipherstellung spezialisierten " Foundries " TSMC und UMC leiden
unter der Marktflaute . Im Juni sank der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresmonat
bei TSMC um 29,1 Prozent , bei UMC gar um 51,95 Prozent . Im gesamten ersten
Halbjahr 2001 konnte TSMC immerhin noch ein Wachstum von 9,5 Prozent im
Vergleich zum 1. Halbjahr 2000 erzielen , während UMC 11,79 Prozent weniger
umsetzte . NEC und TSMC gemeinsam zum 0,10-Mikron-Chip Der japanische
Elektronikkonzern NEC und der taiwanische Chip-Fertigungsspezialist TSMC
kooperieren bei der Fertigungs- und Entwicklungstechnik für Halbleiter mit nur
noch 0,10 µm Strukturgröße . NEC will ab dem ersten Quartal 2003 Aufträge zur
Herstellung noch kleinerer Schaltungen im neuen UX6-Prozess annehmen . Derart
gefertigte Transistoren besitzen eine effektive Gate-Länge von nur 65 Nanometern
( 0,065 µm ) und arbeiten mit einer Versorgungsspannung von etwa 1 Volt .
Weitere technische Verbesserungen des UX6-Prozesses sind ein Low-K-Dielektrikum
( k < 2,4 ) und eine Silizium-Oxinitrid-Schicht als Gate-Isolator . Bei den zu
erwartenden superdünnen Trennschichten in den Transistoren reduziert diese
spezielle Schicht den Leckstrom . Bei der neuen Fertigungstechnik ist nicht nur
die maximale Anzahl der Transistoren pro Chip größer , auch die Anzahl der
Anschlusspins wächst . NEC verspricht Gehäuse , die über 2000 elektrische
Kontakte aufnehmen können . Die Kooperation mit TSMC , wo man schon im April
erste Arbeiten am 0,10-Mikrometer-Prozess ankündigte , soll die
Fertigungskapazität von Chips steigern und die Verbreitung der von NEC
entwickelten Technik beschleunigen . Ab November sollen bei NEC Chips im
UX5-Prozess vom Band laufen , der eine effektive Gate-Länge von 0,095 µm zulässt
. In der Massenfertigung wenden einige Chip-Hersteller , darunter TSMC und Intel
, zurzeit 0,13-µm-Prozesse an . SiS will den Tiger retten Rise liefert die
x86-kompatiblen Low-cost-Prozessoren " mP6 " und hat Prototypen eines
Intel-Celeron-Konkurrenten namens " Tiger " für den Sockel 370 vorgestellt . Auf
dem heiß umkämpften Prozessormarkt wurden Rise jedoch keine großen Chancen auf
Erfolg eingeräumt : Intels Marktmacht ließ bisher alle Konkurrenten scheitern .
Details zum Inhalt des Lizenzierungsabkommens sind noch nicht bekannt , doch
geht es dabei sehr wahrscheinlich um den besagten Tiger . Dieser Prozessor zielt
auf das Marktsegment der preiswerten Computer , wo auch SiS hauptsächlich aktiv
ist . SiS bietet einige hochintegrierte Chipsätze an , die durch eingebaute
Grafikchips in Kombination mit einer günstigen CPU sehr billige PCs ermöglichen
. Die Zusammenarbeit von SiS und Rise folgt dem Beispiel von VIA und Cyrix :
Halbleiter-Riese National hatte die zwei Jahre zuvor akquirierte Chipschmiede
Cyrix kürzlich an den taiwanischen Chipsatzproduzenten VIA weiter verkauft .
Zusätzlich engagierte VIA auch die Entwickler der ebenfalls glücklosen
IDT-Winchip-Prozessoren . 130-Nanometer-Chipfertigung läuft an Bei IBM heißt der
neue Prozess CMOS 9S ; außer den besonders kleinen Strukturen bietet er auch
Techniken wie Silicon-on-Insulator für verlustärmere Transistoren ,
Low-K-Dielektrika zur kapazitätsarmen Isolierung der Leiterbahnen und
Kupfermetallisierung . Mit bis zu neun Lagen Kupfer lässt sich das
Miniaturisierungspotenzial der neuen Fertigungstechnik optimal Nutzen . IBM
sieht sich wegen der Kombination von Vorteilen des CMOS-9S-Prozesses als
Technologieführer mit einem Vorsprung von zwei bis drei Jahren . Nach
Firmenagaben misst eine im CMOS-9S-Prozess hergestellte SRAM-Zelle aus sechs
Transistoren ( 6T SRAM ) nur noch 2,16 Quadratmikrometer . Dieselbe Zelle fällt
bei TSMC mit 2,43 Quadratmikrometern etwas größer aus . Dort hat man gleich vier
Varianten der 0,13-µm-Prozesstechnik im Angebot , die für verschiedene
Halbleiterschaltungen optimiert sind . Alle Metalllagen können aus Kupfer sein ,
wobei TSMC die Anzahl der Metalllagen noch nicht bekannt gegeben hat . Wie
angekündigt liefert die taiwanische Halbleiterfoundry nun die ersten
Produktionsmuster aus . Zu den ersten Kunden gehört die Chipsatz- und
Prozessorschmiede VIA . Man möchte bei den VIA-Cyrix-Prozessoren von den
Vorteilen des 130-Nanometer-Fertigungstechnik profitieren und erwartet mehr
Rechenleistung bei geringerer Leistungsaufnahme . 130-Nanometer-Chips arbeiten
mit Betriebsspannungen von um die 1,3 Volt . VIA möchte offenbar noch vor Intel
die weltweit erste 130-nm-CPU auf den Markt bringen . Ein Datum steht noch nicht
fest ; Intel möchte Pentium-III-Mobilprozessoren mit den kleinen Strukturen noch
im ersten Quartal 2001 marktreif haben . Intels P860-Prozess weist bis zu sechs
Kupfer-Metalllagen und Low-K-Dielektrika auf . Rambus vs. Hyundai und Micron :
Trickreicher Einstieg Vor dem Landgericht Mannheim sollten eigentlich am
kommenden Freitag die mit Spannung erwarteten Verfahren der Firma Rambus gegen
die Speicherchiphersteller Hyundai und Micron wegen Patentverletzung starten .
Die Prozesse beginnen am 16. Februar nun aber nicht wie geplant , denn zunächst
einmal will das Gericht nur entscheiden , wie hoch die Prozesskostensicherheit
sein wird , die der Kläger zur Deckung der Gerichtskosten im Falle einer
Niederlage hinterlegen muss . Nach § 110 Abs. 1 Satz 1 ZPO müssen Angehörige
fremder Staaten , die als Kläger vor einem deutschen Gericht auftreten , dem
Beklagten auf sein Verlangen wegen der Prozesskosten Sicherheit leisten . Die
Prozesskosten richten sich nach dem Streitwert der Klage . Ist dieser hoch ,
muss Rambus schon vor dem Start des eigentlichen Verfahrens entsprechend viel
Geld hinterlegen . Rambus reagierte in einer Pressemitteilung siegesgewiss und
bezeichnete die von den Micron- und Hyundai-Anwälten aufgeworfene
Prozesskostensicherheitsfrage als eine " Verzögerung des unvermeidlichen
Gerichtsverfahrens durch prozedurale Fragen in letzter Minute " . Rambus ist der
Ansicht , dass die beiden Halbleiterfirmen in ihren Speicherchips Techniken und
Verfahren benutzen , auf die Rambus Patente hält . In der mittlerweile
fallengelassenen Klage gegen Hitachi ging es um die US-Patente 5,915,105 ,
5,953.263 , 5,954,804 und 5,995,443 . Rambus hält auch europäische Patente ,
etwa EP1004956 . Rambus klagt nicht etwa wegen der unstrittig vom Unternehmen
selbst entwickelten Rambus-Speichertechnik , sondern wegen Patenten , die sich
auf das seit etwa 1997 von Intel im PC-Bereich eingeführte SDRAM und das neuere
DDR-SDRAM beziehen . Die SDRAM-Technik wurde allerdings durch das
US-Industriegremium JEDEC schon vor Jahren standardisiert , die PC66- , PC100-
und PC133-Spezifikation stammt von Intel . Rambus war Anfang der neunziger Jahre
sogar Mitglied der JEDEC , stieg aber später aus und beantragte eigene Patente .
Die zusätzlichen Kosten pro Speicherchip sind gering , doch nach Firmenangaben
kassiert man mittlerweile für mehr als 40 Prozent der weltweit produzierten
Speicherchips Lizenzgebühren . Diese machen bereits einen wesentlichen Teil des
Rambus-Umsatzes aus . Das Unternehmen ist fest entschlossen , seine Ansprüche
weltweit auf gerichtlichem Wege durchzusetzen und kalkuliert dafür erhebliche
Kosten ein . Die meisten Chiphersteller wollen offenbar Ärger vermeiden und
zahlen zähneknirschend Lizenzgebühren . Bisher klagen nur Micron und Hyundai in
den USA gegen Rambus , und zwar auf Grundlage der Antitrust-Gesetze . Demnach
habe Rambus die Patente nur zum Zwecke des unlauteren Wettbewerbs beantragt .
Nach Berichten in US-Medien wollte sich Infineon ursprünglich an dem
Anti-Rambus-Verfahren beteiligen , sei aber mittlerweile wieder aus der
Klägerfront ausgeschieden . Auf Aberkennung der Patente klagt offenbar noch
niemand . Nach Ansicht von Spezialisten dürfte das auch schwer fallen - die
Patente seien ziemlich " wasserdicht " . SiS präsentiert neue
Sockel-370-Chipsätze Der taiwanische Chipsatz-Spezialist SiS bringt mit dem
SiS633T und dem SiS635T zwei neue Chipsätze für Sockel-370-Prozessoren auf den
Markt . Das " T " in der Typenbezeichnung steht dabei für die Kompatibilität mit
Intels im Herbst erwarteten Pentium-III-Nachfolger " Tualatin " . Der SiS635T
baut auf dem im vergangenen Jahr vorgestellten SiS635 auf und unterstützt
maximal drei Double-Data-Rate- oder Single-Data-Rate-Speichermodule . Der
SiS633T beherrscht ausschließlich den Umgang mit SDR-SDRAMs nach PC100- oder
PC133-Norm . Anders als bei den letzten SiS-Modellen SiS620 , SiS630 oder
SiS630S besitzen die beiden neuen Modelle keinen eingebauten Grafikprozessor ,
Grafikkarten lassen sich über ein AGP-4X-Interface anbinden . SiS633T und
SiS635T bieten sechs USB-Ports und unterstützen bis zu sechs Busmaster-taugliche
PCI-Steckkarten . Zwei Ultra-ATA/100-taugliche EIDE-Kanäle und ein MAC sind
eingebaut ( Media Access Controller ) . Letzterer ist über einen Zusatzbaustein
( Media Independent Interface , MII ) zum Netzwerkadapter ausbaubar .
AC-97-Support ist ebenfalls eingebaut . Noch in diesem Jahr soll mit dem SiS640
ein Sockel-370-Chipsatz mit eingebauter SiS315-Grafik folgen . Dort soll ein
USB-2.0-Controller eingebaut sein . Auch ein Pentium-4-Chipsatz namens SiS645
ist in Arbeit . Eine Lizenz zur Herstellung hat Intel der Firma schon gewährt .
Damit sind jetzt ALi , ATI und SiS offiziell im Rennen um den ersten
Pentium-4-Chipsatz für DDR-SDRAM . Flash-Speicher verkauft sich schlecht Der
Flash-Hersteller Silicon Storage Technology ( SST ) warnt seine Anteilseigner
vor Gewinneinbußen : Nachfrageeinbußen , verzögerte Abnahme von bereits
bestellten Produkten und Kündigungen von Lieferverträgen halbieren den
erwarteten Gewinn im Vergleich zum letzten Quartal 2000 . Allerdings war das
letzte Jahr auch ein absolutes Rekordjahr der Flash-Sparte ; die Nachfrage stieg
in diesem Bereich um 133 Prozent . Vor allem die wachsende Funktionsvielfalt bei
Mobilgeräten wie Handys und PDAs kurbelte die Nachfrage an . SST will daher
trotz Sparmaßnahmen weiter in die Entwicklung von applikationsspezifischen
Flashbausteinen investieren . Auch die anderen Speicherspezialisten entwickeln
weiter Flash-Bausteine : Samsung stellt ein Multichip-Package mit 64 MBit
NAND-Flash und 32 MBit UtRAM vor , das in Handys für die neuen Multimedia-Netze
zum Einsatz kommen soll . Hyundai Electronics ernennt neuen Finanzchef Der
angeschlagene südkoreanische Halbleiterhersteller Hyundai Electronics ernennt
den früheren Vice President der US-Tochterfirma Hyundai Electronics America zum
Chief Financial Officer ( CFO ) . Kyu-Chung Cho , der in Korea und den USA
studierte , wird für den tiefgreifenden Umstrukturierungsprozess des
Unternehmens zuständig sein , der die schwere finanzielle Krise des Unternehmens
beheben soll . Peer-to-Peer-Erweiterung für USB 2.0 Die
"USB-On-the-Go"-Spezifikation ( USB OTG ) soll die Kommunikation verschiedener
USB-Geräte untereinander ermöglichen . Ein dedizierter Host-Controller , der
meist in einem PC eingebaut ist , steuert den gesamten Bus . Per USB OTG sollen
kompatible Geräte direkt Daten austauschen können , man könnte etwa Bilder aus
einer Digitalkamera direkt an einen Drucker senden . Diese Möglichkeit bietet
bereits IEEE 1394 , auch bekannt als FireWire- oder iLink-Schnittstelle . Der
USB-OTG-Initiative haben sich Firmen wie Hewlett-Packard , Intel , Kodak ,
Microsoft und Palm angeschlossen . Nach Informationen des britischen
Online-Dienstes The Register soll eine USB-OTG-Vorab-Spezifikation noch in
diesem Jahr erscheinen , erste Produkte werden aber erst im kommenden jahr
erwartet . TransDimension wurde von AlcatelVentures gegründet , einer mit der
französischen Alcatel locker verbundenen Investmentfirma . Ein weiteres
interessantes USB-Produkt von TransDimension ist der USB Host Controller UHC124
, der nicht für den PCI-Bus vorgesehen ist . Damit lässt sich USB auch in Geräte
integrieren , die keinen PCI-Controller aufweisen . Über diesen Weg lassen sich
wiederum Standard-USB-Bluetooth-Adapter anschließen . EU-Subventionsstreit :
Brandenburger Halbleiterwerk pleite Ein herber Rückschlag für die Förderpolitik
der brandenburgischen Landesregierung : Das Halbleiterwerk Frankfurt war ein
hochsubventioniertes DDR-Unternehmen , das im sonst wirtschaftlich schwachen
östlichen Brandenburg 8.500 Mitarbeiter beschäftigte . Nach der Wende brach das
Unternehmen sehr schnell zusammen , in den 90er Jahren scheiterten diverse
Rettungsversuche der Treuhand und des Landes Brandenburg . Um das Potenzial zur
Mikroelektronik-Fertigung in Frankfurt/Oder zu erhalten , flossen hohe
Fördergelder : So entstand beispielsweise das Zentrum für Angewandte
Mikroelektronik ( ZAM ) . Schon 1991 wurde das Institut für Halbleiterphysik (
IHP ) aus dem früheren Halbleiterinstitut , einer Einrichtung der Akademie der
Wissenschaften der DDR , neugegründet . Angesichts der verzweifelten
Wirtschaftslage und der Arbeitslosenrate hatte es massive Proteste der
ehemaligen Beschäftigten des Halbleiterwerkes gegeben ; 1997 drohten die damals
365 Mitarbeiter mit einer Fabrikbesetzung . Die Landesregierung hatte immer
wieder die Erhaltung des Werkes versprochen und die Schuld am Niedergang auch
der Treuhand zugeschoben . Erst im Januar hatte man mit der US-Firma Megaxess
offenbar einen Investor gefunden , der mit den beiden Nachfolgefirmen SiMI und
MD&D fusionierte . SiMI stellt unter anderem ASICs mit bipolaren Transistoren
für schnelle Netzwerkkommunikation her . Was das Insolvenzverfahren der beiden
Frankfurter Firmen für Megaxess bedeutet , ist noch unklar . Die Landesregierung
Brandenburg kündigte jedenfalls an , rechtliche Schritte gegen die Entscheidung
der EU-Kommission zu prüfen . Ein Sprecher des EU-Wettbewerbskommissars Mario
Monti sagte dpa , dass die Grundlage für die Rückzahlungsforderungen der
fehlende Sanierungsplan gewesen sei . Damit gebe es auch keine Grundlage für die
Gewährung von Beihilfen und deren Genehmigung in Brüssel . " Die sind immer nur
mit Beihilfen über Wasser gehalten worden " , verteidigte der Sprecher die
Entscheidung der EU-Kommission . Die hemdsärmelige Förderung von
Wirtschaftsunternehmen ist ein heikles Unterfangen mit ungewissem Ausgang .
Gemeinsame Chipfabrik von Philips und STMicroelectronics Zunächst soll die
Anlage wöchentlich bis zu 1000 Siliziumscheiben verarbeiten können , eine
spätere Verdopplung der Kapazität sowie die Einführung von 0,12- und dann auch
0,10-Mikrometer-Prozesstechnik ist bereits geplant . Die Fabrik ( Foundry ) soll
nicht nur den Chip-Bedarf von Philips und STMicroelectronics decken , sondern
auch anderen Kunden offen stehen . In Grenoble hat auch das Forschungsinstitut
LETI des französischen Atomenergiekommissariats CEA seinen Sitz , mit dem
STMicroelectronics bereits seit Jahren kooperiert . Das LETI besitzt eigene
Reinräume und stellte im vergangenen Jahr den Prototyp eines
20-Nanometer-Transistors vor . Behörden kippen USK-Altersfreigabe für
Computerspiele Die Jugendschutzbehörden und die Hersteller von Computerspielen
liegen im Clinch : ab Mai wollen die Landesjugendbehörden die von der
Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle ( USK ) festgelegten Altersfreigaben nicht
mehr anerkennen und haben ihre bisherige Zusammenarbeit mit der USK aufgekündigt
. Künftig empfehlen die Jugendschützer Händlern , die Gamesoftware vertreiben ,
sich nur noch auf das Urteil der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft
( FSK ) zu verlassen . An der FSK-Bewertung sind die Landesjugendbehörden
beteiligt . " Der Verdacht liegt nahe , daß die Kündigung der Vereinbarung nur
der erste Schritt auf dem Weg zu einer allgemeinen Vorlage- und
Kennzeichnungspflicht für alle Medieninhalte ist , die Kindern und Jugendlichen
zugänglich sein könnten " , argwöhnt die USK . Keiner der gekennzeichneten Titel
sei " in fünf Jahren Prüfpraxis der USK vom Staatsanwalt kassiert " worden . Der
Streit zwischen Jugendbehörden und Spieleherstellern schwelt bereits seit Jahren
. Die Softwarehersteller wollen die Computergames nicht mit dem Konkurrenzmedium
Video in einen Topf geworfen sehen und lehnen eine behördliche
Kennzeichnungspflicht als " Vorzensur " ab . Der Rambus-Umsatz sinkt Die
umstrittene kalifornische Speichertechnik-Entwicklerfirma Rambus verdiente in
den vergangenen drei Monaten wegen des Preiskampfes im Speichermarkt deutlich
weniger Geld als zuvor . Schon das damalige Geschäftsquartal war nicht rosig
verlaufen . Diese Einnahmen waren damit mehr als dreimal höher als im
Vorjahreszeitraum , aber um 16,4 Prozent geringer als im ersten Quartal 2001 .
Rambus begründet dies mit dem starken Preisverfall im Speichermarkt : Weil die
Lizenzzahlungen einen bestimmten Anteil des erzielten Verkaufspreis der
entsprechenden Produkte ausmachen , sinken bei niedrigen Preisen auch die
Rambus-Einnahmen . Der steigende Absatz von RDRAM-Chips , also
Rambus-Speicherbausteinen , kompensierte die Lizenzeinnahmenausfälle durch
sinkende SDRAM-Preise nicht . Die Einnahmen aus Entwicklungsverträgen mit
anderen Auftraggebern sinken stetig . Da Rambus auf DDR-SDRAM-Speicherchips mehr
anteilige Lizenzgebühren fordert als auf Single-Data-Rate-SDRAM- und RDRAM-Chips
, schadet die zögerliche Marktakzeptanz dieses Speichertyps dem Unternehmen . Da
hilft es auch nichts , dass sich der Absatz von Rambus-Speicherchips nach
Angaben des Unternehmens positiver als geplant entwickelt . " Im Verlauf der
kommenden Quartale " würden Rambus-Speicherchips immer billiger , was den Absatz
weiter ankurbele . Die Chipfirmen , die RDRAMs herstellten , hätten deshalb in
dem aktuell sehr schwierigen Speichermarkt einen klaren Vorteil . Kürzlich
kündigte auch der taiwanische Hersteller Winbond an , künftig RDRAMs zu
produzieren . Rambus verweist auch auf die Risiken der laufenden
Gerichtsverfahren . Für die fernere Zukunft hat das 1990 von Dr. Mark Horowitz
und Dr. Mike Farmwald gegründete Unternehmen große Pläne . Da der 16 Bit breite
Rambus-Speicherbus ein Double-Data-Rate-Verfahren nutzt , steigert sich die
maximale Datentransferrate von heute 1,6 GByte/s bei 533 MHz auf 2,1 GByte/s und
bei 600 MHz auf 2,4 GByte/s . Gleichzeitig will man den Datenpfad zwischen
Speichercontroller und Chips verbreitern , sodass in 2005 auf einem 64 Bit
breiten Bus 9,6 GByte/s erreichbar sein sollen . Samsung hat kürzlich bereits
"Customized"-Spezialmodule mit mehr Anschlusspins angekündigt . Rambus und
Infineon freuen sich über Richterspruch Der Richter Robert E. Payne , der dem
Patentverfahren von Rambus gegen Infineon im US-Bundesstaat Virginia vorsaß ,
hat das Urteil gegen Rambus präzisiert . Beide Parteien werten die neuesten
Gerichtssprüche als Erfolg . Der Richter stellte daraufhin fest , dass das
Urteil nur in Bezug auf Single-Data-Rate-SDRAM gelte , also das neuere
Double-Data-Rate-SDRAM ( DDR-SDRAM ) nicht betreffe . Das wertet Rambus als
Erfolg , denn damit ist der Weg frei für eine neue Klage . Damit will Rambus
nachweisen , dass Infineon Rambus-Patente auf DDR-SDRAM-Techniken verletzt habe
. Infineon freut sich über eine weitere richterliche Verfügung , nach der Rambus
in den USA nicht mehr gegen Infineon wegen der Verletzung von Patenten auf
Single-Data-Rate-SDRAM-Techniken klagen darf . Der Richter bestätigte
ausdrücklich , dass Rambus sich diesbezüglich des vorsätzlichen Betruges
schuldig gemacht habe . Außerdem muss Rambus an Infineon genau 7.123.989,52
US-Dollar für bestimmte Anwaltskosten und Gebühren überweisen . Auch vor einem
deutschen Gericht streiten sich Infineon und Rambus um Patentverletzungen . Für
PC-Hauptspeicher existieren die Intel-Normen PC100 und PC133 für SDR-SDRAM , für
DDR-SDRAM die JEDEC-Normen DDR200 und DDR266 für einzelne DDR-SDRAM-Chips sowie
die Normen PC1600 und PC2100 für komplette Module . Intel bringt
1,26-GHz-Pentium-III Ganz ohne Werberummel bringt Intel den bislang schnellsten
Prozessor mit Pentium-III-Kern auf den Markt : Der Serverprozessor mit 512 KByte
L2-Cache ist jetzt mit bis zu 1,26 GHz zu haben . Die Firma verpackt ihn im
"FC-PGA2"-Gehäuse mit einem fest eingebauten Hitze-Verteilblech , dem integrated
Heat-Spread IHS . Intel hatte schon im März angekündigt , für diese
"Tualatin"-Versionen des Pentium III nicht mehr zu werben . Die
0,13-µm-Varianten des Pentium III benötigen spezielle Mainboards . Diese haben
zwar auch eine PGA370-Prozessorfassung , besitzen aber angepasste
Chipsatzversionen und spezielle Spannungsregler . Anders als diese neuen
Mainboards mit dem B-Step des Intel-i815-Chipsatzes , dem VIA Apollo Pro133T (
694T ) , dem SiS635T oder etwa dem ALi Aladdin Pro5T sind die
Tualatin-Prozessoren für Endkunden kaum zu beschaffen . Die
Dual-Prozessor-tauglichen Serverversionen mit 512 KByte L2-Cache sind eigentlich
nur für OEMs und Systemhersteller vorgesehen , die daraus " Front-End-Server "
bauen sollen . Dank seiner um etwa 22 Prozent niedrigeren maximalen
Leistungsaufnahme im Vergleich zum im 0,18-µm-Prozess gefertigten Pentium III "
Coppermine " eignet sich der Tualatin gut für superkompakte Server . Doch auch
die "Desktop"-Version mit 256 KByte L2-Cache scheint nicht in den freien Handel
zu geraten - jedenfalls ist noch keiner dieser Prozessoren im deutschen
Einzelhandel aufgetaucht . Interessanter sind da die Slot-1- und
Sockel-370-Versionen des Pentium III mit 1,0 und 1,1 GHz , die mit 100 MHz
Front-Side-Bus-Taktfrequenz arbeiten . Dank des eingebauten Multiplikators von "
10 " beziehungsweise " 11 " arbeiten sie auch in älteren Mainboards mit
440BX-Chipsatz , sofern diese die nötige Corespannung von unter 1,80 Volt
liefern können . Selbst Intel scheint bei der Fülle der Pentium-III-Versionen
mittlerweile den Überblick zu verlieren . Nun verspricht der Intel-Server
plötzlich auch noch ein Datenblatt für einen Pentium III mit 1,26 GHz im
SECC-2-Gehäuse für den Slot 1 ( SC242 ) . Ein Klick auf den dort angegebenen
Link zum Dokument Nr. 24445208 fördert jedoch nur das längst bekannte Datenblatt
der Slot-1-CPUs zwischen 450 und 1133 MHz zutage . Dieses Datenblatt verschweigt
die Einstiegsseite zur Pentium-III-Dokumentation dagegen seit heute . Da
empfiehlt sich ein Blick in das regelmäßig gepflegte Specification Update des
Pentium III . Die aktuelle Ausgabe vom Juli 2001 listet nicht nur liebgewonnene
" Errata " , sondern erklärt auch , welche Prozessor-Steppings sich im
Tandem-Betrieb vertragen und welche nicht . Doch auch im " Spec Update " schlug
der Tippfehlerteufel zu - ab dem Stepping SL5QL geriet die Tabelle durcheinander
. Auch bei der Bestellung von Sockel-370-Pentium-III-Prozessoren mit 866 , 933 ,
1000 und 1133 MHz heißt es , genau aufzupassen : Diese sind mittlerweile wie
ihre Tualatin-Brüder auch im FC-PGA2-Gehäuse erhältlich , wie das Datenblatt
erläutert . Speicherhersteller machen mehr Profit mit alter Technik Anstelle der
heute für PC-Anwendungen üblichen 64-MBit-Speicherchips wollen einige
taiwanische DRAM-Chipschmieden wieder verstärkt 16-MBit-Bausteine herstellen .
Der Bedarf an letzteren ist wegen des Booms mobiler Geräte hoch . Der
Preisunterschied zwischen 16- und 64-MBit-Chips ist minimal , doch pro Wafer
lassen sich mehr 16- als 64-MBit-Bausteine fertigen . Von den 16-MBit-Chips
versprechen sich die Halbleiterfirmen daher mehr Profit . Nach Berichten der
Taiwan Commercial Times planen taiwanische Hersteller wie Nanya , UMC und
Vanguard , Teile der Produktion auf 16-MBit-DRAMs umzustellen . Heute sind
eigentlich 64-MBit-SDRAMs Stand der Technik und auch im PC-Bereich üblich . Der
Bedarf an 16-MBit-DRAMs nimmt aber zu , weil in tragbaren und in preiswerten
Digitalgeräten oft kleinere Hauptspeicher stecken . Ein 16-MBit-DRAM kann 2
MByte Daten speichern ; 64- und 128-MByte-DIMM-Module für PCs sind meist aus 8
beziehungsweise 16 Chips zu je 64 MBit Kapazität aufgebaut . Fast alle
Speicherhersteller weltweit stellen deshalb 64-MBit-Bausteine her . Kürzlich kam
es zu einem leichten Preiseinbruch bei diesen Chips , weil die PC-Hersteller
relativ volle Lager haben . Die gute Nachfrage nach 16-MBit-Chips sorgt bei
diesen ICs für relativ höhere Preise . Die taiwanischen Chipschmieden erzielten
im Monat September sehr unterschiedliche Ergebnisse : Während Vanguard und
Powerchip Rekordumsätze melden , die um 100 beziehungsweise 150 Prozent über
denen des Vorjahresmonats liegen , erlitt Mosel-Vitelic Einbußen von 17 Prozent
. Nach Angaben der taiwanischen Commercial Times erzielten auch Winbond und
ProMos , das Joint-Venture von Infineon und Mosel-Vitelic , kein besonders
großes Wachstum . Die Chip-Foundries TSMC und UMC rechnen nach Angaben des
Blattes mit einem gewissen Rückgang der Fertigungszahlen in den kommenden
Monaten . Allerdings sei das angesichts der sehr guten Marktentwicklung in
diesem Jahr zu erwarten gewesen . Neuer Aldi-PC mit DVD und CD-Writer Ein
Leserhinweis auf eine versteckte und mittlerweile entfernte Seite auf dem Server
von Aldi Süd brachte die Konfiguration des nächsten " Aldi-PC " ans Tageslicht .
Demnach enthält der wahrscheinlich ab nächster Woche für knapp 2.600 Mark
angebotene Computer einen Pentium-III-Prozessor mit 900 MHz Taktfrequenz , 128
MByte Arbeitsspeicher , eine 40-GByte-Festplatte , ein 12X-DVD-Laufwerk , einen
CD-Writer mit 4X-Brenngeschwindigkeit sowie eine Grafikkarte mit
Nvidia-GeForce2-MX-Chip und Fernsehanschluss ( TV-Out ) . Zur Softwarebeilage
gehören außer Windows ME die Textverarbeitung Word 2000 , eine CD-Brennsoftware
sowie DVD-Decodersoftware . Auch ein Film soll auf DVD beiliegen . Genauere
Angaben zum Aldi-PC-Weihnachtsangebot sind nicht verfügbar ; insbesondere gibt
das Unternehmen den genauen Verkaufstermin noch nicht bekannt . Ebenso unklar
ist , ob und wann die Aldi-Nordkette ein ähnliches Gerät anbietet .
Üblicherweise kündigt der Discounter die PC-Angebote durch Aushänge in den
Filialen und per Web wenige Tage vor Verkaufsstart an . Der 900-MHz-Pentium-III
ist ein FC-PGA-Prozessor , der mit 100 MHz FSB-Taktfrequenz läuft . Ob der
Arbeitsspeicher mit 133 MHz Taktfrequenz läuft und ob dies einen
Leistungsvorteil verspricht , steht wegen fehlender Angaben zu Chipsatz und
Mainboard noch in den Sternen . Da auch keine Testgeräte verfügbar sind , lässt
sich die Qualität des neuen Aldi-Rechners vorab nicht beurteilen .
Berücksichtigt man nur den Preis von 2.598 Mark ohne Monitor , so ist das
Aldi-Angebot durchaus als günstig zu bezeichnen . Ähnlich ausgestattete Rechner
im c't-Kauftest sowie über den MediaMarkt angebotene Geräte von Hewlett-Packard
oder Fujitsu-Siemens sind jedoch preislich vergleichbar oder kosten höchstens
zehn Prozent mehr . Statt Mustang reitet AMD nun Palomino Die ursprünglich
geplante Server-Version des Athlon-Prozessors mit einem oder zwei MByte großem
Level-2-Cache , Codename " Mustang " , wird es wohl doch nicht geben .
Stattdessen setzt AMD nun auf eine Athlon-Version namens " Palomino " , die ab
dem ersten Quartal nächsten Jahres zu haben sein soll . Der Codename Palomino (
abgeleitet von einer Pferde-Rasse ) wurde bisher ausschließlich mit einer
Mobile-Version des Athlon in Verbindung gebracht . Der Palomino soll auch in
Servern laufen , mit dem für das erste Halbjahr 2001 angekündigten
AMD-760-MP-Chipsatz sind auch Dual-Prozessor-Systeme möglich . Welche Größe der
Level-2-Cache des Palomino haben wird , ist nicht klar . Nur die Taktfrequenz
gibt AMD mit " größer 1,2 GHz " an . AMD schweigt sich auch dazu aus , ob und
welche Änderungen an der Architektur des Palomino-Kerns im Vergleich zum Athlon
geplant sind . Ebenso wie Intel setzt auch AMD künftig auf einen 0,13-µm-Prozess
. Offenbar ist auch Silicon-on-Insulator ( SoI ) Bestandteil der neuen
Fertigungstechnik . Nach Angaben des US-Nachrichtendienstes TechWeb stellte ein
AMD-Firmensprecher explizit klar , dass der Mustang " nicht mehr auf der Roadmap
steht " . Allerdings könne dieser Chip ziemlich schnell auf den Markt kommen ,
wenn er verlangt werde . Bereits auf dem Microprocessor Forum und auf der
AMD-Präsentation anlässlich des IDF wartete man vergeblich auf Aussagen zum
Mustang . AMD geht davon aus , dass bereits der aktuelle Athlon und erst recht
der Palomino mit Intels Pentium 4 mithalten können . Der Palomino soll im
nächsten Jahr Taktfrequenzen von über 1,7 GHz erreichen , der Nachfolger
Thoroughbred noch schneller sein . Anstatt dem Intel Pentium 4 einen weiteren
reinen 32-Bit-Prozessor entgegen zu stellen , plant AMD ab 2002 die Einführung
einer 32-/64-Bit-CPU namens " Clawhammer " . Dieser Chip soll auch Desktop-CPUs
beschleunigen , während der Sledgehammer weiterhin für Server und
Hochleistungsrechner vorgesehen ist . Der Clawhammer soll ab Anfang 2002 im
0,13-mm-Prozess vom Band laufen . Dank der feinen Strukturen soll die CPU
weniger als 100 mm2 Chipfläche benötigen und könnte dadurch relativ preiswert
sein . Für Laptops kommt außer dem leistungsstarken Athlon-Nachfolger Palomino
der " Morgan " , der eine Mobile-Variante des Duron mit PowerNow!-Technik ist .
Auch vom Morgan wird es eine Desktop-Variante geben , sodass das Team
Athlon/Duron im nächsten Jahr vom Gespann Palomino/Morgan abgelöst wird . Intel
stellt Celerons mit 733 und 766 MHz vor Intels Celeron-Prozessorfamilie für
preiswerte PCs erhält Zuwachs in Form zweier neuer Chips für eine interne
Taktfrequenz von 733 und 766 MHz . Nach wie vor laufen diese CPUs ausschließlich
mit einer Frontside-Bus-Taktfrequenz von nur 66 MHz . Das bedeutet , dass der
Celeron 733 einen internen Multiplikator von 11 und der Celeron 766 von 11,5
verwendet . Daher bringt eine höhere interne Taktfrequenz den Celerons nur
vergleichsweise wenig Leistungssteigerung . Für mobile Anwendungen liefert Intel
Celeron-Prozessoren im BGA2- und Micro-PGA-2-Gehäuse bereits für 100 MHz
FSB-Taktrate aus . Die neuen Desktop-Celerons fertigt Intel im 0,18-µm-Prozess
und liefert sie im FC-PGA-Gehäuse für den PGA-370-Sockel . Wegen der niedrigen
notwendigen Betriebsspannung von 1,65 beziehungsweise 1,7 Volt ( je nach
Stepping ) sowie der im Vergleich zu den älteren PPGA-Celerons geänderten
Pinbelegung laufen die schnellen Celerons ab Version 533A nicht mehr in allen
älteren Mainboards . Die FC-PGA-Celerons arbeiten nach bisherigen Erkenntnissen
nicht in Dual-Prozessor-Mainboards . Auch die älteren PPGA-Celerons hatte Intel
nicht für diese Betriebsweise freigegeben , doch lassen sie sich in speziellen
Mainboards ( Abit BP6 oder Dual-Boards mit VIA-Chipsatz ) sowie mittels
spezieller Adapter auch in Dual-Slot-1-Platinen als Tandem betreiben . Details
zu den neuen Chips liefert das aktuelle Celeron-Datenblatt . ZF Linux zielt auf
Lowcost-PCs Der hochintegrierte MachZ-Chip des kleinen kalifornischen
Herstellers ZF Linux Devices soll Komplettrechner für rund 500 Mark ermöglichen
. Das nur 35×35 mm² große System-on-a-Chip ( SoC ) integriert einen
x86-kompatiblen 32-Bit-Prozessor , der bei 128 MHz nur rund 0,5 Watt verbraucht
, sowie einen Memory Controller und praktisch alle PC-üblichen Schnittstellen :
Das 67 Mitarbeiter große Unternehmen , das nach dem Sohn Zeb des Firmengründers
David L. Feldman benannt ist , hofft auf den Einsatz des bei National
Semiconductor gefertigten MachZ-Chips in PCs , die etwa Internet-Provider oder
andere Dienstleister ihren Kunden im Rahmen von langfristigen Serviceverträgen
überlassen . Solchen Firmen stellt ZF Linux ein komplettes Entwicklungssystem
mit Hauptplatine , 64 MByte Hauptspeicher , PCI-Grafikkarte , Gehäuse und
Software kostengünstig zur Verfügung . Durch den Einsatz kostenloser und
ressourcenschonender Betriebssysteme wie Linux sollen preiswerte und dennoch
leistungsfähige Rechner möglich sein . Der MachZ eignet sich auch für mobile
Anwendungen ; allerdings gibt es im Bereich der hochintegrierten x86-kompatiblen
Prozessoren mittlerweile erhebliche Konkurrenz . Der prominenteste Vertreter ist
sicherlich Transmetas Crusoe , der ebenfalls preiswerte Komplettsysteme mit
Linux-Betriebssystem verspricht . Nationals aus dem Cyrix MediaGX
hervorgegangener Geode geht schon in größeren Stückzahlen über den Tisch .
Chip-Foundry UMC hat gut verdient Der nach der taiwanischen TSMC weltweit
zweitgrößte Hersteller von Halbleiterchips im Fremdauftrag , UMC , konnte im
vierten Quartal 2000 seinen Nettogewinn um 132 Prozent im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum steigern . 40 Prozent der Chips , die die so genannte Foundry
UMC für Kunden herstellt , gehören zum Bereich Kommunikation , ein Drittel wird
in PCs eingesetzt . Diese Verhältnisse der Prozesstechnik liegen beim
Konkurrenten TSMC ganz ähnlich , dort ist der Anteil von Sub-0,18-µm-Chips sogar
noch kleiner . Auch UMC investiert kräftig in den Kapazitäts- und
Technologieausbau . In die 300-mm-Wafer-Technik will man aber weiter wie geplant
investieren . Zum schon laufenden Trecenti-Werk in Japan soll bis Ende 2002 ein
300-mm-Werk in Singapur kommen , an dem sich mittlerweile außer Infineon auch
noch eine staatliche Investitionsförderungsgesellschaft aus Singapur mit 15
Prozent beteiligt . Offenbar kommt die Zukunftstechnik Mikroelektronik überall
auf der Welt nur mit Subventionen voran . STMicroelectronics knapp unter
Quartalsziel Um weiter gute Gewinne zu machen , hat STMicroelectronics die
Ausgaben beschnitten : Auch viele andere Chiphersteller drehen die
Kostenschraube zu : Intel streicht sein Programm für Firmen-PCs , der
taiwanische Chipfertiger TSMC will Investitionen nach hinten schieben . Die
dritte geplante Fertigungslinie für 300-mm-Wafer ( Fab 14 ) will man bei weiter
schlechter Marktentwicklung eventuell erst später in Betrieb nehmen als geplant
, wie die US-Site EETimes.com berichtet . Heute um 15:00 Uhr möchte
STMicroelectronics Fragen zur Geschäftsentwicklung in einer Konferenz
beantworten , die auch im Web übertragen wird . SiS will den Umstieg auf
DDR-SDRAM-Boards erleichtern Der Chipsatzhersteller SiS hat in Zusammenarbeit
mit Apacer und TwinMOS eine Spezifikation entwickelt , mit der sich
Single-Data-Rate-Chips auf den eigentlich für Double-Data-Rate-Chips
vorgesehenen 184-poligen DIMMs einsetzen lassen . Diese von TwinMOS " SDR DDR
DIMM " genannten Module sollen angesichts noch hoher Preise für DDR-SDRAM den
Umstieg auf Mainboards für den neuen Speicherstandard erleichtern . Einige
Hersteller bieten bereits Mainboards mit VIA-Apollo-Pro266-Chipsatz und
unterschiedlichen Speichersteckplätzen für die 168-poligen SDR-SDRAM-Module und
die 184-poligen DDR-SDRAM-Riegel an . Meist sind dann aber pro Standard nur zwei
Module nutzbar . SDR-SDRAM-Chips laufen mit 3,3 Volt , DDR-SDRAM-Chips benötigen
nur 2,5 Volt Spannung und einige zusätzliche (Takt-)Signalleitungen . Das macht
die beiden Techniken zueinander inkompatibel . Die gleichzeitige Nutzung von
SDR- und DDR-SDRAM-DIMMs beherrscht daher kein Mainboard . SiS stellt auf der
CeBIT aus in Halle 13 , Stand B70 , Apacer findet man an Stand F22 . TwinMOS
stellt aus in Halle 9 . Motorola steigert Quartalsgewinn Motorolas
Quartalsbilanz weist eine Gewinnsteigerung aus dem operativen Geschäft von 20%
gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres aus . Motorola hat vor allem
durch Personalabbau Geld verdient . Jeder siebte Beschäftigte wird dann seine
Kündigung erhalten haben . Telekom bietet 0700er Rufnummern an Nach Arcor und
Otelo bietet jetzt auch die Deutsche Telekom eine " Rufnummer fürs Leben " an .
Diese Nummern werden von der RegTP ( Regulierungsbehörde für Telekommunikation
und Post ) vergeben und gelten unabhängig vom Wohnort und der gewählten
Telefongesellschaft . Wählt ein Anrufer diese Nummer , deren " Vorwahl " immer
0700 lautet , so wird das Gespräch auf den eigentlichen Anschluß des Besitzers
umgeleitet . Das Telekom-Angebot schließt für monatlich 19,95 Mark eine
Weiterleitung auf bis zu neun Anschlüsse im Fest- oder Mobilnetz ein . Der Anruf
einer 0700er Nummer kostet übrigens mehr als ein normales Gespräch , denn die
Telekom berechnet in der Hauptzeit 48 Pfennige und in der Nebenzeit 24 Pfennige
. Die Einrichtung der Rufnummer fürs Leben kostet bei der Telekom einmalig 49,90
DM , hierzu kommen noch etwa 150 Mark für die Zuteilung der Nummer durch die
RegTP . Jahr-2000-Check für PC-Hardware Der Elektronik-Versender Reichelt hat
Hardware-Hersteller zu Jahr-2000-Problemen befragt . Demnach sollen Mainboards
von SOYO und NMC mit AWARD- oder AMI-BIOS ab Herstelldatum 15.07.95 auch im
nächsten Jahrtausend problemlos funktionieren . Hardware-Informationen und
weitere Tips zur Jahr-2000-Umstellung stellt das Versandunternehmen auf seiner
Homepage bereit . 3dfx und Creative streiten um Lizenzen 3dfx , Hersteller der
Vodoo-3D-Grafikchips , verklagt den Sound- und Grafikkartenhersteller Creative
Labs wegen angeblicher Verletzung von Lizenzabkommen . Creative hatte den
3dfx-Glide-Quellcode lizenziert und nutzt diesen in Treibern für ihre
Grafikkarten mit Voodoo-Chips . Im Mai hat Creative " Unified " angekündigt :
Mit dieser Software sollen 3D-Spiele , die bisher einen 3dfx-Baustein
voraussetzten , auch auf Creative-Grafikkarten mit Riva-TNT-Chip laufen . 3dfx
behauptet nun , daß Creative für Unified , anders als im Lizenzabkommen
vereinbart , auch Quellcode des Voodoo-Herstellers verwendet . Außerdem habe
Creative eine Reihe Rechnungen für 3dfx-Produkte nicht bezahlt . John Danforth
von Creative bestreitet diese Vorwürfe . Sein Unternehmen setze den
Glide-Quellcode bei Unified nicht ein und hätte 3dfx zum Beweis Einsichtnahme in
die Entwicklerunterlagen angeboten . Von der Klage des Chipherstellers sei man
daher überrascht . 3dfx hat vor wenigen Wochen den Grafikkartenhersteller STB
übernommen und will nun selbst 3D-Beschleuniger-Hardware herstellen .
AMD-Prozessor-Preise purzeln Bereits zum 5. Juli hat AMD die OEM-Preise für
Prozessoren der Baureihen K6-2 und K6-III gesenkt . Diese Vergünstigungen
schlagen sich nun auch in den aktuellen Preisen deutscher Distributoren nieder .
Die Preise im Detail ( wie immer 1.000-Stück-Preise für OEMs in US-Dollar ) :
Damit reduziert AMD die Prozessorpreise noch vor Erscheinen der neuesten
Intel-CPUs ( Pentium III mit 600 MHz und 500-MHz-Celeron ) Ende Juli . Zu diesem
Anlaß werden deutliche Preissenkungen der Pentium-Prozessoren erwartet , damit
will Intel der Premiere von AMDs K7 " Athlon " vorgreifen . Speicher-Entwickler
Rambus verklagt auch Infineon Nach Hitachi und Toshiba verklagte die
Entwicklerfirma Rambus nun auch Infineon wegen Patentrechtsverletzung . In
Richmond im US-Bundesstaat Virginia betreibt Infineon die Chipfabrik White Oak .
In der Klage geht es um die kommenden DDR-SDRAM-Chips und die heutige
Standard-Speicherbauform SDRAM . Dieser Speichertyp wurde schon vor Jahren durch
das Industriekonsortium JEDEC spezifiziert . Im Jahre 1999 hat das US-Patentamt
dem Unternehmen Rambus allerdings Patente auf verschiedene Verfahren erteilt ,
die bei SDRAM-Speicherchips zum Einsatz kommen . In den vergangenen Monaten
hatte Rambus bereits gegen Hitachi und Toshiba Klagen aus demselben Grund
eingereicht . Obwohl Hitachi zunächst erwogen hatte , selbst gegen Rambus zu
klagen , kam es zu einer außergerichtlichen Einigung : Hitachi zahlt seither
Lizenzgebühren an Rambus für jeden produzierten SDRAM- und
DDR-SDRAM-Speicherchip . Auch Toshiba und Oki zahlen mittlerweile Lizenzgebühren
an Rambus . Daraus wurde bisher offenbar noch nichts . Ein US-Sprecher von
Infineon wird mit den Worten zitiert , man wolle sich nach Prüfung der
Klageschrift " hartnäckig verteidigen " . Ein deutscher Firmensprecher sagte
dagegen , dass man zurzeit noch keine Aussagen über die Verteidigungsstrategie
machen könne . Die an Rambus zu zahlenden Lizenzgebühren für SDRAM- und
DDR-SDRAM-Chips liegen nach Angaben von Rambus über denjenigen , die
Chiphersteller für die Nutzung der Lizenzen zur Herstellung von
Direct-Rambus-Speicherbausteine und -Chipsätze zahlen müssen . Nach Schätzungen
der c't liegen die Lizenzkosten für Rambus-Speicherchips bei unter 3 Prozent des
Verkaufspreises normaler SDRAM-Chips . Intel zeigt Xeon-CPU mit 2,0 GHz
Anlässlich der SIGGRAPH in Los Angeles führte Intel am heutigen Dienstag
Workstations und Cluster-Rechner mit 2,0-GHz-Xeon-Prozessoren vor . Sie sollen
vor allem für die Echtzeit-Bearbeitung von Grafik- und Videodaten geeignet sein
. Eine spezielle Intel-Webseite listet Informationen zu den Kooperationspartnern
, die entsprechende Software für den Xeon programmiert haben . Der 2-GHz-Xeon
soll noch im Herbst auf den Markt kommen . Die 1,4- , 1,5- und 1,7-GHz-Versionen
dieses Workstation-Prozessors mit Pentium-4-Kern hatte Intel im Mai vorgestellt
. Eine spezielle Ausführung des neuen Xeon für Multiprozessor-Server mit
eingebautem Level-3-Cache soll ebenfalls im Herbst folgen . Nvidia sieht
Rambus-Klagen als Geschäftsrisiko Die erfolgreiche Grafikchipschmiede Nvidia
sieht Forderungen nach Lizenzgebühren von Rambus als geschäftliches Risiko an .
Nach Angaben im Nvidia-Quartalsbericht verlangen die Speichertechnik-Entwickler
die Zahlung von Lizenzgebühren für die Nutzung patentierter Techniken wie SDRAM
und DDR-SDRAM in Grafikchips . Zwar betrachtet Nvidia die Rambus-Patente als
ungültig und Lizenzgebühren als nicht einklagbar , doch könne man nicht
ausschließen , dass Rambus vor Gericht trotzdem die Zahlung von Lizenzgebühren
durchsetzt . Bislang hat Rambus hauptsächlich von Speicherchipherstellern
Lizenzzahlungen verlangt und einige Prozesse gegen zahlungsunwillige Firmen
angestrengt . Der gemäß den Vorschriften der US-Finanz- und Börsenaufsicht
Securities and Exchange Commission ( SEC ) von jedem börsennotierten Unternehmen
zu erstellende Quartalsbericht nach Formblatt 10-Q weist potenzielle
Geschäftsrisiken aus . Das soll Anlegern die bessere Beurteilung von Firmen
ermöglichen . Wer sich für den Grafikchipmarkt interessiert , findet in dem gut
17-seitigen englischsprachigen Dokument von Nvidia einige interessante Hinweise
. So erläutert das Unternehmen etwa , dass im Grafikchip-Geschäft nur
kurzfristige Lieferverträge üblich und starke Schwankungen der Ertragslage
möglich seien . Aufgrund des hohen Konkurrenzdrucks und des immensen
Preisverfalles sei die Einführung neuer Produkte im Halbjahresabstand nötig .
Der Quartalsbericht bietet auch Einblicke in Nvidias Marketingstrategie ; so
verkauft das Unternehmen beispielsweise Bündelangebote aus Grafikprozessor und
passenden DDR-SDRAM-Chips an die Grafikkartenhersteller . Weiter dunkle Wolken
über dem Halbleitermarkt Der Absatz von Halbleitern ist in Deutschland im
November weniger stark gewachsen als in den Vormonaten . Nach Angaben des
Zentralverbandes Elektrotechnik- und Elektronikindustrie ( ZVEI ) betrug das
Umsatzwachstum im Vergleich zum November 1999 40 Prozent . " Wie erwartet hat
das Wachstum das Maximum überschritten und tendiert zu einer Normalisierung " ,
meint der Verband . Im Oktober und September erreichten die Wachstumsraten noch
55 beziehungsweise 58 Prozent . Dennoch ist das Jahr 2000 ein Rekordjahr für die
deutsche Halbleiterbranche . Das international abflauende Halbleitergeschäft
beeinträchtigt jedoch die Kursentwicklung der Anlagenhersteller . Analysten
erwarten , dass die Chiphersteller im kommenden Jahr weniger in neue Fabriken
und Maschinen investieren als bisher vorausgesagt . Besonders die niedrigen
Preise für Speicherchips würden es den DRAM-Herstellern schwer machen ,
Investitionen wie geplant zu finanzieren . Angeblich hätten Firmen wie Samsung
oder Hyundai schon Aufträge für Herstellungsanlagen verschoben . Auch Intel
passt die Investitionsplanung an die veränderte Marktlage an . Eine im Bau
befindliche Produktionslinie im irischen Leixlip soll nun erst im zweiten
Halbjahr 2002 und damit ein Jahr später als geplant den Betrieb aufnehmen . Die
Zeit nutzt Intel , um statt der ursprünglich vorgesehenen Maschinen für
200-mm-Wafer Anlagen für die Verarbeitung von 300-mm-Wafern zu installieren .
Hector Ruiz wird im nächsten Jahr Chef von AMD Der AMD-Gründer und Firmenchef W.
J. Sanders übergibt nach der Aktionärsversammlung im April 2002 seine Position
als Chief Executive Officer ( CEO ) an Hector Ruiz . Sanders bleibt allerdings
als Vorstandsvorsitzender ( Chairman of the Board ) dem Unternehmen bis 2003
treu . Der jetzige Chief Operating Officer ( COO ) Ruiz kam erst vor rund einem
Jahr von Motorola zu AMD und ist zurzeit für das Tagesgeschäft zuständig .
Sanders ist eines der Urgesteine der Branche : Um die Nachfolge von Sanders
wurde schon vor zwei Jahren heftig gestritten . Angeblich sollte damals der
ehemalige NexGen-Chef Atiq Raza in Sanders' Fußstapfen treten ; Raza verließ
aber AMD nach Auseinandersetzungen mit Sanders kurz vor Erscheinen des
Athlon-Prozessors . Im Januar 2000 wurde dann Ruiz als neuer Kronprinz
ausgerufen . AMDs I/O-Technik LDT heißt jetzt HyperTransport Die von AMD auf dem
Microprocessor Forum 1999 vorgestellte I/O-Technik Lightning Data Transport (
LDT ) hat das Unternehmen jetzt in HyperTransport umbenannt . Auf der Platform
Conference in Taipei präsentiert AMD weitere Details der neuen Technik und eine
Reihe von Firmen , die sie unterstützen wollen . Laut AMD arbeitet man bereits
mit rund 100 Unternehmen zusammen ; zu den ersten Lizenznehmern gehören Sun ,
Cisco und Nvidia . Auch Broadcom , Spezialist für Kommunikationschips , gehört
zu den Lizenznehmern - die Firma hatte kürzlich die auf Multiprozessorchipsätze
spezialisierten Entwickler von ServerWorks aufgekauft . Ein AMD-Video
illustriert den Einsatz im Chipsatz ; das Konzept ist vor allem geeignet , um
die einzelnen Northbridges und I/O-Controller in Multiprozessorsystemen zu
vernetzen . Produktion des Xbox-Grafikchips läuft an Der Grafikchip-Designer
Nvidia startet die Produktion der neben dem Hauptprozessor wichtigsten
Xbox-Bausteine . Die taiwanische Chip-Foundry TSMC stellt die Xbox Graphics
Processing Unit ( XGPU ) , also den Grafikprozessor , und den Xbox Media
Communications Processor ( MCPX ) in einem 0,15-µm-Prozess mit sieben
Metalllagen her . Das soll für bis zu 64 3D-Soundkanäle ausreichen . Der MCPX
übernimmt außerdem weitere I/O-Funktionen . Als Hauptprozessor kommt in der ab
Herbst in den USA erhältlichen Xbox ein Intel Pentium III mit 733 MHz zum
Einsatz . Der Hauptspeicherausbau beträgt 64 MByte , wobei die theoretische
Datentransferleistung 6,4 GByte/s erreichen soll . Eine genaue Angabe des
Hauptspeichertyps fehlt noch , sodass man darüber nur spekulieren kann . In
Sonys Playstation 2 kommt Rambus-DRAM zum Einsatz , das dank zweier Kanäle mit
je 1,6 GByte/s für 3,2 GByte/s gut ist . Wenn die Xbox-Entwickler nicht
ebenfalls auf Rambus-Technik setzen , kommt als Speichertyp nur DDR-SDRAM in
Frage . In diesem Falle könnte das streitlustige US-Unternehmen Rambus Microsoft
und Nvidia noch in die Suppe spucken : Neben den Lizenzgebühren für
Rambus-Speicherchips- und Controller kassiert Rambus nämlich auch für
SDRAM-Chips , denn das Unternehmen hält Patente auf grundlegende SDRAM-Techniken
. In dem für US-Aktiengesellschaften vorgeschriebenen Quartalsbericht 10-Q an
die Securities and Exchange Commission legt Nvidia detailliert dar , dass
mögliche Lizenzforderungen seitens Rambus ein geschäftliches Risiko für den
Grafikchipentwickler seien . Das ist nicht von der Hand zu weisen - wenn die
Xbox den Erfolg der Playstation 2 schmälert , senkt das auch die Lizenzeinnahmen
von Rambus . Dort hat man also sicherlich großes Interesse daran , vom
eventuellen Erfolg der Xbox zu profitieren . Intel : Weitere Sparmaßnahmen und
Umstrukturierungen Nach Umsatzwarnungen und Stellenabbau räumt der weltweit
umsatzstärkste Halbleiterhersteller weiter auf . Bereits im Dezember hatte man
angekündigt , statt Ende dieses Jahres erst im zweiten Halbjahr 2002 in Leixlip
mit der Produktion auf 300-mm-Wafern beginnen zu wollen . Nun soll es erst im
dritten Quartal 2003 so weit sein . Wie die Irish Times weiter schreibt , sollen
die meisten der rund 1400 Arbeiter bereits bis Ostern von einer der größten
irischen Baustellen abgezogen werden . Nur 50 bis 100 Menschen sollen weiter an
dem Projekt arbeiten , bis der Weiterbau im kommenden Jahr wieder im vollen
Umfang aufgenommen werde . Irland hat unter anderem durch den Einsatz
erheblicher Fördermittel in den vergangenen Jahren einen Wirtschafts- und
Beschäftigungsboom erlebt , vor allem im Bereich der Mikroelektronik . Auch
andere US-Firmen wie Dell , Gateway und IBM haben Werke in Irland . Intel
erhofft sich weitere Verbesserungen der Effektivität von der Zusammenlegung der
Netzwerk-Sparte , unter anderem zuständig für die Internet Exchange Architecture
( IXA ) , mit der Kommunikationssparte ( u. a. Server und Switches ) . Als
Begründung gab ein Sprecher von Intel an , beide Bereiche haben dieselbe
Kundschaft . Eine Zusammenführung helfe , sich noch flexibler auf die
Kundenwünsche einstellen zu können . Gleichzeitig wolle man stärker auf den
Chip-Markt für Netzwerk-Kommunikation drängen . Die neu geschaffene Networking
and Communications Group leitet der 44-jährige Sean M. Maloney , der seit 1982
bei Intel ist und zuvor Vertriebschef war . Auf diesen Posten folgt ihm Mike
Splinter , der erst vor wenigen Monaten vom Leiter der Komponentenfertigung zum
Co-Chef der Technology and Manufacturing Group aufgestiegen war . Dort sollte er
für die schnelle Markteinführung des Pentium 4 sorgen und verdrängte den
altgedienten Albert Yu . Gerry Parker , Vize-Präsident von Intels New Business
Group geht im Mai dieses Jahres in den Ruhestand . Ebenso Stephen Nachtsheim ,
Direktor von Intel Capital , der aber erst im Juni die Firma verlassen wird .
Als Nachfolger von Splinter arbeitet jetzt Robert J. Baker mit Sunlin Chou bei
der Führung der Technology and Manufacturing Group zusammen . Wie zuvor Splinter
leitete Baker die Komponentenfertigung . Der Aufstieg von Maloney und Splinter
führte in den USA gleich zu heftigen Spekulationen über die geplante
Nachfolgeregelung für den jetzt 61-jährigen Intel-Chef Craig Barrett . Texas
Instruments schließt Halbleiterwerk Die rund 600 Mitarbeiter werden im Rahmen
dieser " Konsolidierung " entlassen , erhalten aber Abfindungen und Hilfe bei
der Jobsuche . In Santa Cruz stellt TI nach eigenen Angaben hauptsächlich Chips
für Festplattenlaufwerke her , die künftig aus den Werken in Dallas und Houston
kommen sollen . Das Unternehmen musste kürzlich die Gewinnerwartungen für das
laufende Geschäftsquartal deutlich nach unten korrigieren . Melissa kurbelt
Umsätze an Manche freuen sich über Melissa , zum Beispiel Hersteller und
Verkäufer von Virenschutz-Software . Wie der US-Marktforschungsdienst PC Data
meldet , verkauften Händler in der Woche nach Melissas Auftritt in den USA zwei
Drittel mehr Virenschutzprogramme als zuvor . Die Hersteller der Virenkiller
reagierten schnell , bereits am Tage der Entdeckung des Computervirus gab es
Updates . Vor allem wurde auch die Werbetrommel gerührt . So steigerte Symantec
den Verkauf von " Norton Antivirus " um 78% . Network Associates brachte
immerhin 51% mehr seiner Programme " VirusScan " und " Dr. Solomon's Anti-Virus
" unters Volk . Auf dem Weg zum Ein-Chip-PC National Semiconductor stellte heute
mit " Geode " den Nachfolger des glücklosen MediaGX-Prozessors vor . Geode
ermöglicht kompakte , billige und stromsparende Geräte : Zahlreiche Funktionen ,
die sich in einem normalen PC auf verschiedene Bauelemente verteilen , stecken
in Geode schon drin . National spricht folglich vom " Ein-Chip-Informationsgerät
" ( Information Appliance-on-a-Chip ) . 1998 hatte National noch einen "
PC-on-a-Chip " angekündigt , doch Konkurrent Intel war zu mächtig . Der Kauf von
Cyrix brachte National zwar das Know-how für den MediaGX-Prozessor , doch endete
das Cyrix-Abenteuer für National im finanziellen Fiasko . Bei National sprach
man da schon nur noch vom System-on-a-Chip , nun ruhen alle Hoffnungen bei
National auf der Druse - so lautet die Übersetzung von " Geode " . Eine Druse
ist ein äußerlich unscheinbarer Steinbrocken , in dessen Inneren sich
wertvollere Kristalle befinden . Mit der Namenswahl spielt National natürlich
auf die inneren Qualitäten des neuen Systems an : Hierzu zählt der Hersteller
den Intel-kompatiblen Prozessorkern , einen MPEG-2-Decoder , Fernseh- und
Monitor-RAMDAC und zahlreiche Anschlußmöglichkeiten für IDE- und USB-Geräte ,
Tastatur , Maus , zwei serielle Schnittstellen sowie einen Infrarot-Port .
Zusätzlich kann der Geode Audiodaten verarbeiten und hat einen Video-Eingang .
Der Prozessorkern läuft in der zuerst verfügbaren Version Geode SC1400 mit 266
MHz Taktfrequenz . Laut National ist dies ausreichend für den geplanten Einsatz
in " Thin Clients " , Set-Top-Boxen oder Billigst-PCs . Erste Produkte mit dem
Geode-Chip werden Anfang 2000 erwartet . National bläst bereits Gegenwind ins
Gesicht : AMD und Intel haben eigene Pläne für sehr ähnliche integrierte
Prozessoren . Infineon zielt auf den Kommunikationsmarkt Der
Infineon-Vorstandsvorsitzende Dr. Ulrich Schumacher will den weltweit
achtgrößten Halbleiterhersteller stärker auf Produkte für den
Kommunikationsbereich ausrichten . Halbleiter für die Kommunikation trugen im
abgelaufenen Geschäftsjahr 39 Prozent zum Umsatz bei , Produkte für Industrie-
und Automobilanwendungen sorgten für die restlichen 13 Prozent . Über die
Bewertung des Infineon-Rekordergebnisses durch den Aktienmarkt äußerte
Schumacher Unverständnis . " Manchmal scheinen die Leute nur das hören zu wollen
, was sie glauben wollen " . Er selbst sieht ( wie berichtet ) zwei weitere sehr
erfolgreiche Geschäftsjahre vor sich , in denen Infineon deutlich schneller als
der Markt wachsen will . Befürchtungen über negative Auswirkungen des Ölpreises
auf den Halbleitermarkt teilt er nicht . Trotz der künftig verstärkten
Ausrichtung auf Kommunikationsprodukte ist man besonders stolz auf die
Entwicklung bei den DRAM-Chips , bei denen Infineon im abgelaufenen Jahr eine
Umsatzsteigerung von 147 Prozent erzielte . Der Chip-Hersteller sieht sich
technisch bestens für die Zukunft gerüstet ; Schumacher verwies auf die
laufenden Investitionen in 300-mm-Wafertechnik sowie die bereits abgeschlossene
vollständige Umstellung der DRAM-Fertigung auf einen 0,17-µm-Prozess . Intel
will Pentium-4-Busprotokoll lizenzieren Zwar gibt es noch keine konkreten
Verträge , doch nach Angaben von Intel-Manager Paul Otellini diskutiert das
Unternehmen die Lizenzierung des Pentium-4-Busprotokolls an andere Firmen .
Intel selbst kritisiert mittlerweile die eigene Ausrichtung auf Rambus-Speicher
als Fehler und plant , einen DDR-SDRAM-tauglichen Pentium-4-Chipsatz in der
zweiten Jahreshälfte 2001 zu liefern . i815-Chipsatz von Intel auch ohne
eingebaute Grafik Ganz still und leise führte Intel eine neue Version des
i815-Chipsatzes ein : Der i815EP " Memory Controller Hub " , wie im Intel-Jargon
die Northbridges der i8xx-Chipsätze heißen , kommt ohne integrierten
Grafikprozessor . Damit könnte ein kompletter Chipsatz , bestehend aus i815EP ,
I/O Controller Hub und Firmware Hub günstiger verkauft werden als die
Vorgängerversionen mit dem " GMCH " , dem Graphics Memory Controller Hub .
Trotzdem dürfte der vergleichbare VIA-Chipsatz Apollo Pro133A ( 694X ) für die
Mainboardfirmen preiswerter sein . In der VIA-Southbridge 686A und in der neuen
686B sind Anschlussmöglichkeiten für Peripheriegeräte sowie das
Hardware-Monitoring schon eingebaut - bei den Intel-Chipsätzen sind dafür
Zusatzchips erforderlich . Der i815 ist Intels einziges Produkt , das mit
PC133-Speicher zurechtkommt . Der Chipsatz ist allerdings , anders als frühere
Intel-Produkte wie der 440BX oder 440GX , ausschließlich für Arbeitsplatzrechner
geeignet . Er unterstützt nur einen Prozessor und höchstens 512 MByte Speicher .
Maximal drei PC100- oder zwei PC133-Module sind nutzbar . Die DIMMs müssen
ungepufferte Typen sein und dürfen auch keine Zusatzchips für
ECC-Fehlerkorrektur haben . Mit den verschiedenen i810- und i815-Versionen hat
Intel nach eigenen Angaben den VIA-Vorsprung auf dem Chipsatzmarkt wieder
eingeholt . Speziell die taiwanischen Mainboardfirmen nähmen die Intel-Produkte
gut auf . Nach Angaben der Chip-Foundry TSMC , die die VIA-Chipsätze herstellt ,
seien die entsprechenden VIA-Aufträge Anfang September leicht zurückgegangen .
Das Datenblatt des i815EP ( Typenbezeichnung 82815EP ) findet sich auf der
Website von Intel . Ein Leserhinweis führte nach Dänemark : Dänische Aldi-Kunden
können ab kommenden Mittwoch , 22. November , für knapp 11.000 Kronen einen PC
mit 900-MHz-Pentium-III-CPU erstehen . Die in Dänemark angebotene Konfiguration
entspricht offenbar dem , was auf einer deutschen Aldi-Webseite in der
vergangenen Woche versehentlich zu früh angekündigt wurde ( wir berichteten ) .
Der dänische Preis von 10.999 DKK entspricht rund 2885 Mark - damit wäre das
Angebot in Dänemark rund 10 Prozent teurer als in Deutschland , wenn hier zu
Lande tatsächlich exakt derselbe Rechner zum Verkauf kommt . Der c't-Redaktion
ist allerdings auch weiterhin kein Testgerät zugänglich - detaillierte Aussagen
zur Qualität des dänischen Angebotes sind daher ebenso unmöglich wie eine
Auskunft darüber , ob und wann dieser PC auch in Deutschland zu haben sein wird
. Inzwischen will allerdings die Aldi-Fan-Page den Liefertermin für Deutschland
erfahren haben : Der Preis : 2.598 Mark . Jetzt offiziell : Pentium 4 kommt am
20. November Ab kommenden Montag liefert Intel den Pentium-4-Prozessor mit
Taktfrequenzen von 1,4 und 1,5 GHz aus . Gleich zum Start der neuen CPU sollen
auch Komplettsysteme verfügbar sein , so will etwa Fujitsu-Siemens
Pentium-4-Systeme anbieten . Laut Intel soll der Preis für einen handelsüblichen
PC mit dem neuen Prozessor zu Beginn bei rund 6.300 Mark liegen . Die ebenfalls
am Montag erscheinende Ausgabe 24/2000 der c't enthält ausführliche Testberichte
zu den neuen Intel-Prozessoren im Vergleich zu AMD-Athlon-CPUs mit
Double-Data-Rate-Speicher ( DDR-RAM ) . Speicherpreise auf 15-Monate-Tief
Speichermodule für PCs sind so billig wie schon seit rund 15 Monaten nicht mehr
. No-Name-DIMMs nach PC100-Spezifikation mit 64 MByte Kapazität sind ab 70 Mark
zu haben , PC133-Module der gleichen Kapazität kosten rund 20 Prozent mehr . Die
Situation lässt zur Zeit keine Prognose für die weitere Preisentwicklung zu .
Wer von den günstigen Preisen profitieren möchte , sollte dennoch nicht gleich
das Billigste kaufen : Tests in den c't-Ausgaben 17 , 18 und 19/2000 zeigten ,
dass nahezu alle No-Name-Module in bestimmten Konfigurationen Probleme
verursachen können . Zu diesem Thema gibt es auch ein Leserforum . Die günstigen
Preise bieten die Gelegenheit , sich Speichermodule von Markenherstellern zu
vernünftigen Preisen zu beschaffen . Fujitsu-Siemens kündigt Athlon-PCs an Das
Weihnachtsgeschäft belebt Fujitsu-Siemens mit Rechnern auf Basis des AMD
Athlon-Prozessors . Ab der zweiten Adventswoche sollen Xpert-PCs mit der
600-MHz-Version des AMD-Flaggschiffs in Filialen von Real , Expert , Brinkmann ,
Wegert , Karstadt und Kaufhof für unter 2000 Mark zu haben sein . Die
Ausstattung beschreibt Fujitsu-Siemens etwas ungenau : Neben 64 MByte SDRAM ,
einer 12-GByte-Festplatte und einem 40X-CD-ROM-Laufwerk soll der Rechner mit
einer 16-MByte-Grafikkarte ausgestattet sein . Gerade bei schnellen Prozessoren
bestimmt der Grafikprozessor ganz entscheidend mit , ob ein Komplettrechner ein
echtes Schnäppchen oder bloß ein Angebot unter vielen ist . Mit einem
Käuferansturm wie beim Lebensmittel-Discounter scheint man bei Fujitsu-Siemens
sowieso nicht zu rechnen und fertigt derzeit nach eigenen Angaben 40.000 Geräte
- etwa ein Fünftel der Menge , die Aldi in der vergangenen Woche absetzte .
Anders als die bisher unter dem Namen " Xpert " vertriebenen Siemens-Systeme
kommt der Athlon-Rechner übrigens nicht aus Augsburg , sondern aus Sömmerda , wo
bislang die "T-Bird"-Modelle von Fujitsu vom Band liefen . Bereits nächste Woche
sollen ähnlich ausgestattete Fujitsu-Siemens-Komplettrechner bei den Ladenketten
MediaMarkt und Saturn zu haben sein , jedoch Intel Pentium-III/500 . UMC und
Infineon bauen neue Fab für 300-mm-Wafer In Singapur soll bis Ende 2002 eine
neue Chipfabrik entstehen , die 300-mm-Wafer verarbeitet . Das Werk ist für die
Fertigung von Halbleiterschaltungen in den von IBM , Infineon und UMC gemeinsam
entwickelten 0,13- und 0,10-µm-Prozessen vorgesehen . Der Grundstein soll
bereits innerhalb der nächsten drei Monate gelegt werden , mit der
Fertigstellung rechnen die Partner im dritten Quartal 2002 . UMC betreibt in
Japan bereits eine 300-mm-Fab im Rahmen des Joint-Ventures Trecenti Technologies
mit Hitachi . Auch Infineon baut schon Chips auf 300-mm-Wafern im Rahmen des
Dresdner SC300-Projekt , das der Chip-Hesteller gemeinsam mit Motorola
realisierte . Acer Laboratories will Pentium-4-Chipsatz entwickeln Der
taiwanische Chipsatzspezialist ALi hat ein Lizenzabkommen mit Intel zur
Herstellung eines Pentium-4-Chipsatzes geschlossen . Das zum Acer-Konzern
gehörende Unternehmen konnte die bestehende Lizenz zur Fertigung von Pentium-II-
und -III-Chipsätzen auf den neuen Intel-Chip ausdehnen . Weitere technische
Details zur Ausführung des neuen Chipsatzes und zum Erscheinungstermin gab
ALi-Chef Dr. Chin Wu noch nicht bekannt . DRAM-Dumping-Preise stürzen
Speicherfirmen in die Krise Die seit Mitte letzten Jahres auf weniger als ein
Drittel zusammengeschrumpften Preise für Speicherchips und die mangelnde
Nachfrage bereitet vor allem kleineren Firmen Probleme : Der dänische
Modulhersteller Memory Card Technology ( MCT ) ist zahlungsunfähig . Auch das
deutsche Unternehmen Workx AG ist betroffen : Das erst im Juni letzten Jahres
eröffnete Vertriebsbüro in England wurde bereits wieder geschlossen und es gab
erste betriebsbedingte Kündigungen am Firmensitz im bayerischen Hofolding . Zwar
leiden die Bilanzen der Chiphersteller ebefalls unter den Absatzproblemen und
dem Preisverfall bei DRAM-Bausteinen , doch fängt die gute Entwicklung bei
anderen Halbleitern , etwa bei Infineon , die Probleme im Speicherbereich
größtenteils auf . Als Hauptursache für die extrem niedrigen Preise für
Speicherchips , die bereits weit unter den eigentlichen Herstellungskosten
liegen , nennen Branchenkenner außer der Marktflaute vor allem die Finanzkrise
beim südkoreanischen Chipgiganten Hyundai Electronics . Als besonders ungerecht
dürften die kleinen Modulhersteller empfinden , dass die für die Preiskrise
maßgeblich verantwortlichen Großfirmen auch noch mit Subventionen und
Finanzspritzen gepäppelt werden , während die Kleinbetriebe im Regen stehen .
Bei Workx , der früheren Wichmann Workx , gibt man sich jedoch optimistisch und
hofft , noch im Februar eine Lösung für eine erfolgreiche Fortführung der
Firmengeschäfte präsentieren zu können . Die Verdienstspannen für europäische
Modulhersteller bleiben aber wahrscheinlich noch einige Zeit minimal :
Branchengurus erwarten frühestens im zweiten Halbjahr eine Steigerung bei den
Speicherpreisen . Zurzeit kostete ein PC133-64-MBit-Chip in 8Mx8-Organisation
auf den Spotmärkten in den USA , Taiwan und Singapur unter 2,50 US-Dollar . Bei
deutschen Versandhändlern tauchen solche Module ab etwa 54 Mark auf . Rambus
schwimmen die Felle weg Nach inoffiziellen Angaben könnte Rambus in dem
US-Prozess gegen Infineon eine empfindliche Schlappe erwarten . Rambus verklagte
Infineon im vergangenen August wegen Verletzung der US-Patente 5,953,263 und
5,954,804 vor dem US-Bezirksgericht in Richmond , Virginia . Dort betreibt
Infineon die Chipfabrik " White Oak " . Nach Angaben des US-Newsdienstes
ElectronicNews neige der zuständige Richter Robert E. Payne dazu , ein
Infineon-Gutachten anzuerkennen . Dieses führt aus , dass die genannten Patente
zwar tatsächlich grundlegende Techniken schützen , die auch in den heute
üblichen SDRAM-Chips Verwendung finden . Allerdings bezögen sich beide Patente
ausdrücklich auf Speicherchips an einem gemultiplexten Bus , der Adress- ,
Daten- und Steuersignale gemeinsam führt . Das sei bei den üblichen SDRAMs nicht
der Fall . Tatsächlich besitzen SDRAM-Chips Eingänge für Adressleitungen , wobei
die Zeilen- und Spaltenadressen nacheinander über dieselben Leitungen übertragen
werden . Steuer- und Datenleitungen sind jedoch separat vorhanden . Wenn der
Richter der Argumentation von Infineon folgt , so dürfte Rambus kaum noch
Lizenzgebühren auf Single- und Double-Data-Rate-SDRAMs unter Bezug auf die
beiden genannten Patente fordern können . Allerdings hält das Unternehmen noch
zahlreiche weitere Patente , die auf SDRAMs zutreffen könnten . In jedem Falle
hat der Ausgang des Verfahrens in Richmond gravierende Auswirkungen auf die
Prozesse von Micron und Hyundai gegen Rambus in Kalifornien sowie auch auf die
Verfahren von Rambus gegen Hyundai , Infineon und Micron in Mannheim und anderen
europäischen Staaten . Telekom : Keine Fusion mit Telecom Italia Die Deutsche
Telekom hat einen Bericht der Financial Times dementiert , wonach sie mit der
Telecom Italia über eine baldige Fusion verhandele . Die Zeitung bezieht sich
auf Informationen von Beobachtern aus Mailand und sieht einen Zusammenhang mit
Olivettis feindlichem Übernahmeversuch . Die Deutsche Telekom , die mit der
Beteiligung an dem Kommunikationsunternehmen Wind bereits ein Standbein im
italienischen Telefonmarkt hat , bezeichnete den Bericht als reine Spekulation .
Intel-Kartellverfahren anscheinend vom Tisch Die US-Wettbewerbsaufsicht Federal
Trade Commission ( FTC ) kann sich bisher nicht auf eine einheitliche Position
zum außergerichtlichen Vergleich mit Intel verständigen . Da jedoch drei der
vier Kommissionsmitglieder den Kompromiß mit dem Chiphersteller positiv bewerten
, dürfte das Kartellverfahren gegen Intel vom Tisch sein . Die endgültige
Entscheidung steht noch aus . Die unterschiedlichen Bewertungen veröffentlichte
die FTC gestern in zwei separaten Dokumenten . Der gemeinsamen Erklärung der
drei zustimmenden Kommissionsmitglieder hält Orson Swindle schwerwiegende
Bedenken entgegen . " Ich hoffe , daß mein Pessimismus unbegründet ist "
schreibt Swindle , doch die Überwachung der mit dem Vergleich verbundenen
Bedingungen ist nach seiner Ansicht zu schwierig . Gegen Intel laufen weitere
Ermittlungen von Seiten der FTC , auch wenn das Kartellverfahren eingestellt
wird . Agere begräbt USB-2.0-Bausteine Die US-Halbleiterfirma Agere stampft
bereits entwickelte diskrete USB-2.0-Bausteine ein . Stattdessen will sich die
ehemalige Mikroelektronik-Sparte des US-Telekommunikationsgiganten Lucent auf
die Entwicklung von IEEE-1394b-Chips konzentrieren . Zu den nicht mehr
angebotenen Produkten gehören der Host-Controller USS-2000 und der Transceiver
USS2X1 . Einen Schwerpunkt zum Thema USB 2.0 finden Sie in der aktuellen Ausgabe
der c't . Neue Module für die Chipindustrie Der Anlagenhersteller Applied
Materials will die Chipfertigung umkrempeln . Statt herkömmlicher
Fertigungsstraßen sollen künftig hochintegrierte und intelligente Prozessmodule
komplette Schritte der Waferbearbeitung übernehmen . Dieses Prinzip löst nach
Ansicht von Applied Materials mehrere Probleme der Chipindustrie : Auf der
laufenden Branchenausstellung Semicon West präsentieren die
Fertigungsspezialisten ihre ersten Prozessmodule , die noch in diesem Jahr
ausgeliefert werden sollen . Nach Firmenangaben habe man auf Testwafern mit
Schaltungen in 0,13-µm-Technik bereits eine Ausbeute guter Chips ( " Yield " )
von über 98 Prozent erreicht . Außerdem sei im Vergleich zu herkömmlicher
Anlagentechnik die Reproduzierbarkeit der Fertigungsschritte besser . Bestimmte
Parameter der mit den neuen Prozessmodulen hergestellten Bauelemente variierten
von Chip zu Chip um 50 Prozent . Die immensen Investitionskosten bei
gleichzeitig starkem Kostendruck durch stetig sinkende Verkaufspreise von
Halbleiterprodukten zwingen die Chiphersteller zu enger Kalkulation und
schneller Inbetriebnahme ihrer Fabs . Nur wer innerhalb kürzester Zeit große
Mengen von Baulementen in jeweils neuester Technik auf den Markt werfen kann ,
verdient gutes Geld . Durch enge Kooperation innerhalb der Branche und
langfristige " Roadmaps " zur Weiterentwicklung der Fertigungstechnik
gewährleisten die Halbleiterfirmen , dass die nötigen Anlagen , etwa Laser oder
Masken für EUV-Lithografie rechtzeitig fertig sind und Materialien wie
300-mm-Wafer oder Fotolacke für 0,13-µm-Strukturen zur Verfügung stehen . Intel
präsentiert Pentium 4 mit 2,0 GHz Erstmals nimmt Intel mit einem eigenen Stand
an der Internationalen Funkausstellung ( IFA ) teil . Für den 27. August hat man
den Medien daher die Präsentation des ersten 2,0-GHz-x86-Prozessors avisiert .
Gemeinsam mit Partnerunternehmen wie Steinberg , Magix , Canopus und Olympus
will Intel am Stand 03 in Halle 20 Kombinationsmöglichkeiten von
Konsumelektronik und PC-Technik demonstrieren . Dabei geht es etwa um das
Erstellen von Musikvideos und um interaktive Spiele . Außerdem zeigt Intel seine
Palette an Consumer-Produkten wie MP3-Player , Web-Kameras und PC-Mikroskope .
PC-Spezialist findet keine Athlon-Mainboards Die PC-Handelskette " PC Spezialist
" erwartet erst für September eine ausreichende Versorgung mit Hauptplatinen für
den neuen AMD-Athlon-Prozessor . Der neue AMD-Prozessor ist seit dem 16. August
offiziell auf dem Markt . Andere Anbieter scheinen sich rechtzeitig mit
passenden Platinen eingedeckt zu haben : Comtech , Interfunk und der
OEM-Zulieferer Lion wollen spätestens ab übermorgen Athlon-Komplettrechner
ausliefern . Zur Zeit ist es schwierig , von den wenigen Herstellern , die
Athlon-Mainboards liefern , Aussagen zu Lieferfähigkeit oder gar Preisen zu
erhalten . Diese Hersteller können derzeit nur den "Irongate"-Chipsatz des
Athlon-Herstellers AMD einbauen , Konkurrenzprodukte von VIA und ALi sind
bislang erst angekündigt worden und noch nicht verfügbar . In der Branche geht
man davon aus , dass Athlon-Hauptplatinen deutlich teurer sind als
beispielsweise solche für Intel-Pentium-Prozessoren . Gerüchte über bis zu
vierfach höhere Preise scheinen angesichts der Leistungsdaten jedoch überzogen -
auch im bisherigen Mainboard-Markt gibt es große Preisunterschiede zwischen
Platinen für Low-Cost-Systeme und solchen für Hochleistungs-PCs .
Komplettsysteme mit Athlon-CPU sollen dank günstigerer Prozessorpreise
jedenfalls zu konkurrenzfähigen Preisen auf den Markt kommen . Compaq bietet
Entwicklern Itanium-Tests online an Per Web haben Software-Entwickler jetzt
Zugriff auf ein Compaq-System mit Intels 64-Bit-Prozessor Itanium . Das " New
Technologies Test-Drive-Programm " gestattet es , eigene Software auf einem
unter Linux 64 laufenden IA64-ProLiant-Server auszuführen . Für detailliertere
Analysen kann man als registriertes Mitglied der Compaq Solutions Alliance auch
über einen sicheren Firewall Zugriff auf das System erlangen . Compaqs
Test-Drive-Programm bietet auch Zugriff auf weitere Server mit Intel- und
Alpha-CPUs . Intel stellt neue Flash-Speicherchips vor Intel stellt neue
Flash-Bausteine vor , die mobile Kommunikationsgeräte stromsparender und
schneller machen sollen . Die " 1,8 Volt Wireless Flash Speicher " nehmen durch
ihre geringere Betriebsspannung weniger Leistung auf . Gleichzeitig sollen die
in einem 0,18-µm-Prozess gefertigten Chips schneller sein , weil sie unter
anderem das gleichzeitige Lesen und Schreiben in verschiedenen Partitionen des
Speichers erlauben . Diese Flexible Partition Architecture ermöglicht eine
schnellere Suche im Handy-Telefonbuch oder schnellere SMS-Darstellung . Auch bei
der Geräte-Herstellung sollen die neuen Intel-Flashs Zeit und damit Kosten
sparen , weil sie sich schneller Programmieren lassen . Die Massenproduktion von
32- und 64-MBit-Chips soll im ersten Quartal des kommenden Jahres anlaufen ,
später folgen 128-MBit-Varianten ( 16 MByte ) . Bei Abnahme von 10.000 Stück
kosten die 32-MBit-Flashs jeweils 16 US-Dollar , 64 MBit kosten 30 US-Dollar .
Die Verwirrung um den neuen Aldi-PC klärt sich . Denn jetzt ist es endlich
offiziell : Ab 23. November steht in den Filialen der Aldi-Südkette ein PC mit
900-MHz-Pentium-III-Prozessor für knapp 2600 Mark . Ausstattungsdetails kündigt
Aldi seit heute auf der eigenen Webseite an . Obwohl der Rechner mit CD-Brenner
, DVD-Laufwerk und Grafikkarte mit TV-Ausgang ordentlich ausgestattet ist , kann
man kaum von einem Schnäppchenangebot sprechen . So bieten Läden der
Fachhandelsgemeinschaft Interfunk ( RedZac ) ab dem 11. Dezember einen
vergleichbar ausgestatteten HP Pavilion A749 mit 1,1-GHz-Athlon-Prozessor für
nur 50 Mark mehr an . Auch beim Mediamarkt gibt es einen ähnlichen Rechner . Der
dort angebotene Compaq Presario 7CY006 kostet praktisch dasselbe wie der Aldi-PC
, hat aber nur eine TNT2-Grafikkarte ( statt GeForce2 MX ) und einen
866-MHz-Pentium-III . IBM-Notebooks vorerst doch ohne Crusoe-Prozessor Ein
IBM-Mini-Notebook mit Transmeta-Prozessor wird es vorläufig nicht geben . Das
stellte der IBM-Manager Leo Suarez in einem Gespräch mit dem US-Newsdienst CNet
klar . Damit beendet IBM Diskussionen in der Branche um den angeblich geplanten
Einsatz des Crusoe in kommenden IBM-Mobilrechnern . Dies hatte Transmeta-Chef
David Ditzel noch vor wenigen Tagen dementiert . Bei IBM hat man nach Angaben
von Suarez schon Versuche mit kommenden Low-Power-Prozessoren von Intel
durchgeführt und kam auf Batterielaufzeiten , die mit denen von Notebooks mit
Crusoe-Chip vergleichbar waren . " Wir haben ( durch den Crusoe ) keinen
Quantensprung bei der Batterielaufzeit feststellen können " sagte Suarez . Das
sei der wesentliche Grund für IBM gewesen , anstelle der bekannten und gut in
den Markt eingeführten Intel-CPUs auf den Crusoe zu setzen . Transmetas
Crusoe-Prozessor sei allerdings durchaus für den geplanten Einsatzzweck geeignet
; die eher magere Leistung sei bei den Mini-Notebooks kein Problem . Transmeta
will aber offensichtlich die Code-Morphing-Software für den Crusoe , die diesem
Prozessor die Verarbeitung von x86-Befehlen ermöglicht , demnächst verbessern .
Dann soll der Crusoe noch weniger Leistung verbrauchen . Gute Nachrichten aus
der Halbleiterbranche Trost für manchen Anleger , der Aktien aus der
Halbleiterbranche hält : Manchmal reagiert die Börse noch erwartungsgemäß auf
gute Bilanzen . Nachdem der Halbleiter-Produktionsanlagenhersteller Applied
Materials gestern nach Börsenschluss seinen Quartalsbericht vorgestellt hatte ,
stieg der Kurs seiner Wertpapiere im nachbörslichen Handel deutlich an . Diese
Reaktionen auf Finanzberichte der Halbleiterbranche waren in den vergangenen
Wochen nicht üblich : So brachen etwa die Kurse von Infineon oder Hitachi
jeweils nach Bekanntgabe von Rekordgewinnen ein . Vielleicht ist die positive
Reaktion ein Anzeichen für steigendes Vertrauen der Anleger in eine weiterhin
gute Entwicklung der Halbleiterbranche . Vor allem das Geschäft mit digitalen
Signalprozessoren ( DSPs ) wuchs gewaltig , man konnte im Geschäftsjahr 2000 in
diesem Bereich 115 Prozent mehr Umsatz erzielen . Die Analogsparte steigerte den
Umsatz um 68 Prozent . Infineon eröffnet Entwicklungslabor in Frankreich In
Echirolles bei Grenoble eröffnet Infineon ein Entwicklungszentrum für Chips für
Highspeed-Datenübertragung per Glasfaser . Kürzlich erst gab der
Halbleiterhersteller bekannt , dass man sich verstärkt im Bereich der
Kommunikationsanwendungen engagieren wolle . In Echirolles will man Bausteine
für SDH- , SONET- und Gigabit-Ethernet-Anwendungen entwickeln . In Frankreich
betreibt Infineon bereits ein Labor in Sophia-Antipolis und gemeinsam mit IBM
das Joint-Venture-Unternehmen Altis Semiconductor in Corbeil-Essones , das
Speicherchips produziert . Grenoble ist in Frankreich ein Zentrum für
Halbleitertechnik mit zahlreichen Forschungseinrichtungen , Labors und
Chipfabriken . Industriekonsortium entwickelt neue Chip-Herstellungstechnik Ziel
ist es , innerhalb der nächsten fünf Jahre die Technik zur Herstellung von
70-Nanometer-Strukturen serienreif zu machen . Die japanischen Halbleiterfirmen
wie Fujitsu , Hitachi , Mitsubishi Electric , NEC , Oki , Sony und Toshiba
wollen ihren Enwticklungsaufwand bündeln . Prinzipiell sei das Projekt jedoch
auch offen für internationale Firmen , wie die Samsung-Beteiligung zeige . In
der US-Firma EUV LLC forschen vorrangig US-amerikanische Chipfirmen an einer
Technik für noch kleinere Halbleiterstrukturen , gemeinsam mit öffentlich
finanzierten Instituten . Die EUV-Lithografie untersucht auch die vom mächtigen
japanischen Ministerium für Wirtschaft , Handel und Industrie ( METI )
geförderte ASET . Eine zentrale Rolle im Projekt Asuka spielt das von der
japanischen Chipindustrie finanzierte Forschungsunternehmen Semiconductor
Leading Edge Technology ( SELETE ) , das auch an der Entwicklung der
300-mm-Wafer-Technik beteiligt war . Die japanische Vereinigung der
Informations- und Elektronikindustrie ( JEITA ) leitet das Projekt , an dem noch
weitere Industrie-Institute wie STARC und das vom METI finanzierte SIRIJ
mitarbeiten . Speicherhersteller im Aufwind Der weltweite Markt für flüchtige
Halbleiterspeicherbausteine ( DRAM ) wuchs im vergangenen Jahr um 47,8 Prozent .
Noch eindrucksvoller sind die Zahlen des US-Marktforschungsinstitutes Semico
Research , wenn man das Wachstum auf die produzierten Speicherzellen bezieht :
Im Vergleich zu 1998 wurden 1999 knapp 82 Prozent mehr Speicherbits hergestellt
. Die gewaltigen Investitionen in neue Fabriken und teure Produktionsanlagen
führen dabei zu einer ständig wachsenden Konzentration im Markt : Mittlerweile
teilen nach Semco-Angaben die fünf größten Hersteller von Speicherchips drei
Viertel des Marktes unter sich auf . 1998 waren es noch 60 Prozent . Die Liste
der weltgrößten DRAM-Hersteller führt das koreanische Unternehmen Samsung an ,
gefolgt von Hyundai ( ebenfalls Korea ) , Micron ( USA ) , NEC und Toshiba (
beide Japan ) . Auf den nachfolgenden Plätzen rangieren Infineon , Mitsubishi (
Japan ) , die taiwanischen Firmen Mosel-Vitelic und Vanguard und schließlich der
japanische Fujitsu-Konzern ( in dieser Reihenfolge ) . 1996 lagen Infineon (
damals Siemens ) und Mosel-Vitelic auf den Plätzen elf und zwölf . Infineon und
Mosel-Vitelic setzen dagegen auf das DRAM-Pferd und arbeiten schon seit vier
Jahren im Joint-Venture ProMOS zusammen . 1997 eröffnete dieses Unternehmen im
taiwanischen Technologiezentrum Hsinchu seine erste Halbleiterfabrik ( Fab ) ,
die heute mehr als 30.000 Wafer monatlich verarbeitet . Vor kurzem gab Infineon
bekannt , dass das in Dresden gemeinsam mit Motorola erarbeitete Know-How zur
Fertigung von 300-mm-Wafern auch in Taiwan verwertet werden solle . Die
entsprechenden Anlagen sollen ab Mitte nächsten Jahres im Werk Hsinchu
installiert werden . Nach Presseberichten denkt Mosel-Vitelic derzeit auch über
größere Investitionen außerhalb Taiwans nach . Außer Standorten in Kanada und
den Niederlanden sind angeblich auch die Bundesländer Sachsen , Sachsen-Anhalt
und Thüringen im Gespräch . Dabei konkurrieren die drei deutschen Bundesländer
nach Berichten von dpa und der Dresdner Neuesten Nachrichten offen um die
Ansiedlung des 5-Milliarden-Mark-Projektes . Konkret wurden die Standorte
Bitterfeld ( Sachsen-Anhalt ) , Erfurt ( Thüringen ) und Leipzig ( Sachsen )
genannt . All diesen Städten wären 2.000 Arbeitsplätze hoch willkommen ; und
offenbar will man sich diese auch etwas kosten lassen : Dem potenziellen
Investor winken saftige Subventionsspritzen . Intel bei Chipsätzen ausverkauft
Intel kann zur Zeit die Nachfrage nach BX- und ZX-Chipsätzen für seine Pentium-
und Celeron-Prozessoren nicht befriedigen . Mainboardhersteller , die auf die
Intel-Lieferungen angewiesen sind , können deshalb nicht produzieren . Bei
Hochleistungs-PCs gibt es damit die kuriose Situation , dass einerseits für den
Newcomer AMD Athlon noch nicht genug Chipsätze verfügbar sein sollen , für
Hochleistungs-Pentium-Systeme dagegen nicht mehr genug . Ein Online-Dienst aus
Taiwan berichtet , dass Intel dort bereits eine Chipfabrik mit der Fertigung
beauftragt habe - bislang kommen die BX-Chips aus Korea . Einige
Mainboardhersteller gehen davon aus , dass es in den nächsten Wochen zu
Lieferschwierigkeiten bei Produkten mit BX- und ZX-Chipsatz kommen wird . IBM
erzielt Weltrekord beim Sortieren Ein IBM-Parallelrechner des Typs RS/6000 SP
mit 488 Prozessorknoten des Typs 604e ( 332 MHz ) hat einen neuen Weltrekord
erzielt : Das System sortierte eine Datenmenge von einem Terabyte in nur 17
Minuten . Damit wurde die bisherige Rekordzeit von 50 Minuten der Sandia
National Laboratories vom November 1998 um fast zwei Drittel unterboten . Das
Vorgänger-Rekordsystem verwendete 72 Standard-Compaq-Rechner ( Proliant
Dual-Pentium-II ) mit insgesamt 144 Prozessoren und setzte auf das
Betriebssystem Windows NT sowie eine spezielle Software für die schnelle
Kommunikation zwischen den Rechnern ( Kudzu ) . Der neue Weltrekordhalter läuft
dagegen unter AIX , dem IBM-eigenen Unix , und benutzt das General Parallel File
System ( GPFS ) von IBM . Von den 488 Prozessoren arbeiten 56 als
Ein-/Ausgabeknoten zum sechs Terabyte großen Festplattenspeicher . Der
Datensortierungs-Wettkampf sagt mehr über die schnelle Kommunikation zwischen
den einzelnen Prozessorknoten und zwischen CPUs und Speicher aus als über die
reine Rechenleistung . Schnelle Datensortierung ist für Business-Server wichtig
, wie sie beispielsweise für die zentrale Verwaltung von Geschäftsdaten global
operierender Unternehmen eingesetzt werden ( Paketdienste , Telekommunikation )
. Die Sandia National Laboratories des US-Department of Energy ( DOE )
entwickeln Hochleistungsrechner allerdings hauptsächlich für militärische Zwecke
, wie die Simulation von Atombombentests . Die nächsten
RS/6000-SP-Hochleistungsrechner gehen nach IBM-Angaben an das Nationale Zentrum
für Atmosphärenforschung der USA und an das Rechenzentrum der Universitäten von
North Carolina , wo die Rechenleistung zur Simulation in der medizinischen und
technischen Forschung eingesetzt werden soll . Endlich ! Der Internet-PC für die
Küche ist da . Der in Seattle beheimatete Heimtechnik-Anbieter CMi liefert mit
seiner in zwei Ausführungen erhältlichen " iCEBOX " ( Information Communication
Entertainment Box ) Internet und Fernsehen direkt in die Küche . Besonders
ungewöhnlich wirkt die Unterbau-Ausführung mit ausklappbarem TFT-Flachbildschirm
zur Montage unter einem Hängeschrank : Endlich kann man im Web surfen , ohne zu
sehr vom Kochen abgelenkt zu werden . Neben Internet-Anschluss bietet die iCEBOX
aber auch Fernsehempfang , das eingebaute CD-ROM-Laufwerk spielt Audio- und
Video-CDs ab und per Videokamera lässt sich das Kinderzimmer überwachen . Einen
Touch-Screen hat CMi der iCEBOX leider nicht spendiert : Die Bedienung erfolgt
über drahtlose Tastatur und Fernsteuerung . Beide Eingabegeräte sind nach
Herstellerangaben stoßfest sowie unempfindlich gegen Wasser und Fett . Es wurden
bislang noch keine Preise bekannt gegeben . In den USA sollen die Geräte aber
bereits ab März zu haben sein . Passend zur iCEBOX will CMi CDs mit Kochrezepten
herausbringen . Bislang ist der Hersteller bereits mit Küchen-Innovationen wie
dem Breadman oder dem Juiceman in Erscheinung getreten . An der Entwicklung der
iCEBOX haben Stellcom und der Browser-Hersteller Spyglass mitgearbeitet .
Bislang ist noch nicht bekannt , ob oder wie die Vernetzung mit anderen
Haushaltsgeräten wie der Web-Waschmaschine gelöst ist . Texas Instruments
streicht 2500 Stellen Nach den Gewinnwarnungen kam das vergleichsweise schlechte
Geschäftsergebnis des US-Halbleiterkonzerns Texas Instruments ( TI ) nicht
unerwartet : Bereits seit einigen Monaten steuert TI gegen : Weniger freiwillig
gingen die 600 Mitarbeiter am Standort Santa Cruz , den TI ganz aufgibt . Das
reicht nach Ansicht der Texas-Instruments-Manager aber noch nicht aus , um den
auch im kommmenden Quartal auf 20 Prozent geschätzten weiteren Umsatzrückgang
aufzufangen : Der Absatzrückgang bei den Halbleitern betrug 8,8 Prozent im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum und 19,3 Prozent im Vergleich zum letzten
Quartal . Auch das Auftragsbuch füllt sich nur schleppend , die Kunden orderten
42 Prozent weniger als im ersten Quartal 2000 . Besonders schlecht laufen die im
letzten Jahr noch so erfolgreichen Chips für Handys und die digitalen
Signalprozessoren ( DSP ) : Der Umsatz mit Bausteinen für drahtlose
Kommunikation sank im Vergleich zum ersten Quartal 2000 um 34 Prozent und war 25
Prozent schlechter als noch Ende 2000 . Mit den DSPs verdiente TI 28 Prozent
weniger als im Vorjahreszeitraum . Weil sich diese Chips nur noch zu reduzierten
Preisen verkaufen lassen , sinkt auch der prozentuale Erlös : Die Verdienstmarge
vor Steuern beträgt nur noch 13,5 Prozent , das sind satte 8,5 Prozentpunkte
weniger als noch im ersten Quartal 2000 . Positiv verlief die Entwicklung nur
bei den analogen Bauteilen und bei den Chips für Breitbandkommunikation .
Außerdem konnte TI mehr Taschenrechner absetzen und erwartet im kommenden
Quartal in diesem Bereich mehr Absatz : Die Händler bestellen dann für den
bevorstehenden Schuljahreswechsel . Das Texas-Instruments-Management ist trotz
der kurzfristig absehbaren weiteren Konjunkturverschlechterung zuversichtlich ,
dass es irgendwann wieder aufwärts gehen wird . " Das war schon immer so " ,
meinte dazu der TI-Finanzchef Bill Aylesworth . Wann der Aufschwung kommen soll
, wollte aber niemand prognostizieren . So will man weniger in neue Anlagen
investieren , wie es auch schon andere Halbleiterhersteller ankündigten . Intel
demonstriert neuen Handy-Chip Den Prototypen eines neuartigen Handy-Chips
präsentierte Intel anlässlich des japanischen Intel Developer Forum . Die im
Rahmen einer nunmehr zweijährigen Kooperation mit Analog Devices entwickelte
Micro Signal Architecture ( MSA ) vereint einen digitalen Signalprozessor und
einen Microcontroller auf einem Chip . Intel entwickelt mit Hochdruck schnelle
und Strom sparende Prozessoren für mobile Anwendungen und hebt bei MSA vor allem
die durch ein dynamisches Energiemanagement erzielbaren Stromeinsparungen hervor
. MSA-Chips sollen mit bis zu 400 MHz Taktfrequenz außerdem zu den
leistungsfähigsten Handy-Controllern gehören . MSA ist ein wesentlicher
Bestandteil von Intels Personal Internet Client Architecture ( PCA ) . Diese
Architektur soll Entwicklern die schnelle Realisierung von neuen Geräten durch
aufeinander abgestimmte Hard- und Softwarekomponenten erleichtern . Künftige
MSA-Chips lassen sich etwa mit Analogs VisualDSP++-Entwicklungsumgebung
programmieren . Bei Analog heißt MSA übrigens Frio . Intel kümmert sich indes
nicht nur um die Hardware-Entwickler , sondern sorgt sich auch um die
Kompatibilität seiner Mobile-Internet-Lösungen mit den Service-Providern . Dazu
schloss man kürzlich eine Allianz mit IBM zur Anpassung der
WebSphere-Serversoftware an die MSA . Die Allianz aus Intel , Analog Devices und
IBM sieht sich dabei einer harten Konkurrenz von Firmen wie Philips und Texas
Instruments ausgesetzt , die ebenfalls integrierte Lösungen für kommende
Breitband-Daten-Handys entwickeln . Außerdem operieren alle Handy-Chip-Anbieter
in einem zurzeit schwierigen Marktumfeld - Intel sorgt sich bereits um die
künftige Marktentwicklung . Intel : Solche PCs will Intel schon zur
bevorstehenden "Back-to-School"-Einkaufswelle anbieten : In den USA kaufen viele
Eltern ihren Kindern zum Schulbeginn einen Rechner . Auch die Einführung
schneller Prozessoren für Highend-Rechner will Intel forcieren , noch in diesem
Jahr soll ein Pentium-4-Prozessor mit über 2 GHz Taktfrequenz auf den Markt
kommen . Mit der Präsentation immer schnellerer Chips senkt Intel natürlich auch
die Preise der langsameren Ausführungen . Erst der für Anfang 2002 erwartete
Brookdale-2-Chipsatz soll dank der Unterstützung für PC1600-DDR-SDRAM näher an
die Leistung des i850 heranrücken . Mit dem Übergang auf die
0,13-µm-Fertigungstechnik auf 300-mm-Wafern kann Intel den Pentium 4 nicht nur
preiswerter herstellen , sondern auch höhere Taktfrequenzen erreichen . Außerdem
sinkt der Stromverbrauch des Prozessors , für dessen aktuell schnellste
1,8-GHz-Version Intel eine Maximalleistung von 66,7 Watt " Thermal Design Power
" angibt . Den Pentium III will Intel sicherlich in den
0,13-µm-"Tualatin"-Versionen noch weiter für Anwendungen in Servern oder
Notebooks fertigen . Auch zum Celeron für Lowcost-Computer hat Intel zurzeit
keine Alternative . Doch in " gewöhnlichen " Desktop-Rechnern soll der Pentium
III offenbar bald aussterben . Den bestehenden JEDEC-Normen für die
Double-Data-Rate-Speichermodultypen PC1600 ( mit DDR200-SDRAM-Chips ) und PC2100
( mit DDR266B- oder DDR266A-Chips ) traut Intel bisher offenbar nicht . Erste
Exemplare des K6-2+ gesichtet Endlich ist der AMD-Prozessor K6-2+ in Deutschland
in begrenzter Stückzahl verfügbar . Diese im 0,18-µm-Prozess gefertigte CPU mit
niedrigem Leistungsbedarf ist eigentlich für Mobilgeräte gedacht . Unter der
Voraussetzung , dass das Mainboard die Betriebsspannung von nur 2 Volt liefern
kann , läuft der K6-2+ jedoch auch in Desktop-Rechnern . Im Unterschied zu
seinem Vorgänger K6-2 bietet der neue Chip 128 KByte L2-Cache , also halb so
viel wie der nicht mehr lieferbare K6-III . Nur , wenn der Mainboard-Hersteller
ein passendes BIOS-Update bereitstellt , lässt sich das Potenzial des K6-2+
nutzen - wird der Prozessor nämlich nicht richtig vom Mainboard erkannt , fällt
er in der Leistung teilweise sogar hinter den K6-2 zurück . Der ebenfalls schon
vor Monaten angekündigte K6-III+ wurde noch nicht bei Händlern aufgefunden . Den
K6-2+ kann man demnächst bei Zimmermann Elektronik bestellen . Ein
Wermutstropfen : Die einzig angebotene 500-MHz-Version kostet mit rund 210 Mark
mehr als beispielsweise ein Duron-Prozessor mit 600 MHz . Der relativ hohe Preis
war jedoch zu erwarten , da AMD die Chips speziell für Laptops anbietet .
Details zum K6-2+ findet man in der Ausgabe 15/2000 von c't auf Seite 28 und im
Datenblatt vom AMD-Server . Taifun Nari überschwemmt Taipeh Der tropische Sturm
Nari sorgte in Taiwans Hauptstadt Taipeh gestern für massive Überschwemmungen .
Nach Angaben der Taipei Times starben 34 Menschen , als der 16. Taifun dieses
Jahres den Nordteil der Insel erreichte . Wolkenbrüche und starker Wind
unterbrachen demnach die Stromversorgung für etwa 800.000 Haushalte und die
Telefonleitungen von 300.000 Teilnehmern . Nari sorgte in Taipeh für die
heftigsten Überschwemmungen seit 50 Jahren . Der Taifun lud alleine am Montag
eine Regenmenge von 400 mm über Taiwan ab - die bislang höchste in Taipeh
gemessene tägliche Regenmenge waren 358 mm . Der Grund für den Niedergang dieser
extremen Regenmenge war , dass Nari nur langsam weiterzog und über 19 Stunden
über Nord-Taiwan kreiste . Das Infrarotbild des Satelliten GMS-5 stammt vom
Server des Global Hydrology and Climate Centers der NASA und zeigt Nari gestern
um 11.32 Uhr UTC . Natürlich waren auch Elektronikfirmen betroffen .
Halbleitermarkt : Profite und Umsätze steigen , Kurse fallen Obwohl die Umsätze
und Profite bei fast allen Chipschmieden weltweit geradezu explosionsartig
wachsen , fallen die Aktienkurse der Branche . Echte und vermeintliche Experten
rätseln , was die Ursache für die schlechte Bewertung der Chipfirmen durch die
Anleger sein könnte . Die Chipfirmen selbst verkünden freudestrahlend ihre
Rekordergebnisse . Nach Intel und Philips melden nun auch STMicroelectronics ,
TSMC und Chartered Semiconductor immenses Wachstum der Profite . Bei einigen
Firmen haben sich die Profite verdreifacht , entsprechend positiv sehen die
Manager in die Zukunft . Sie investieren kräftig in neue Anlagen und
Prozesstechniken , die schnellere und leistungsfähigere Chips und gleichzeitig
preiswertere Herstellung ermöglichen sollen . So startete etwa IBM gerade das
größte Investitionsprogramm der Firmengeschichte . Infineon meldet den Ausbau
des Regensburger Chipwerkes : Man erwartet , dass dadurch auch die
Mitarbeiterzahl von heute 3.300 um etwa 10 Prozent wächst . Ungeachtet aller
positiven Nachrichten aus der Branche purzeln jedoch die Aktienkurse . Selbst
die Rekordmeldungen sorgen allenfalls kurzfristig für einen Kursanstieg . Über
die Ursachen für die schlechte Bewertung der Zukunftschancen der Chipschmieden
durch ihre Anteilseigner zerbrechen sich Analysten und Experten den Kopf . Doch
ganz ähnlich wie beim Euro , für dessen kontinuierlichen Fall schon Dutzende von
teilweise widersprüchlichen Erklärungsversuchen kursieren , bleibt das Phänomen
der fallenden Kurse offenbar rätselhaft . Bei manchen Firmen liegt es nahe ,
dass die Anleger nach einiger Zeit enormen Wachstums einfach das Ende der
Fahnenstange vermuten . Das trifft beispielsweise bei Teradyne zu : Dieser
Hersteller von Test- und Messgeräten für Halbleiterprodukte meldete für das
dritte Quartal ebenfalls Rekordergebnisse . Doch die Anleger erwarten , dass die
Halbleiter-Fabs nun bestens ausgestattet sind und der Bedarf künftig sinkt . Die
Zahlen des US-Verbandes der Hersteller von Halbleiter-Produktionsanlagen
sprechen allerdings nicht unbedingt für diese These - man meldet nach wie vor
volle Auftragsbücher . Ein weiterer Erklärungsversuch für die fallenden Kurse
könnte der bekanntermaßen zyklische Umsatzverlauf der Halbleiterbranche sein .
Dieser so genannte " Schweinezyklus " ist ein bekanntes Phänomen , trifft jedoch
die Halbleiterindustrie wegen ihrer besonders dynamischen Entwicklung besonders
. Während Verbesserungen der Herstellungstechnik in anderen Industriebranchen
meist nur einige Prozent pro Jahr bringen , steigern Halbleiterhersteller ihre
Fertigungskapazität manchmal geradezu explosiv . Der Übergang zur Verarbeitung
immer größerer Wafer bei gleichzeitiger Reduktion der Strukturgröße führt zu
gewaltig gesteigerter Produktionsausbeute . Auch der so genannte Yield , also
der Anteil brauchbarer Chips an der Gesamtproduktion , steigt stetig . Während
in früheren Jahren zu Beginn der Fertigung neuer Chipdesigns nur ein geringer
Prozentsatz der verarbeiteten Waferfläche nutzbare ICs lieferte , erreichen die
Chipfabriken mittlerweile hohe Ausbeuten innerhalb weniger Wochen nach dem "
Tape-Out " , also der ersten Pilotfertigung eines neuen Halbleiters . Zu diesen
guten Ausbeuten tragen immer präzisere Steuerungsverfahren der Prozesse , höhere
Qualität der Rohprodukte und ein allgemein besseres Wissen über die Grundlagen
der Halbleiterphysik bei . Den riesigen Steigerungsmöglichkeiten der
Produktionskapazität steht in enger Wechselwirkung mit der Preisentwicklung für
einzelne Halbleiterprodukte . So fallen bekanntlich die Preise für Prozessoren
kontinuierlich . Die Prozessorschmieden können also Profite nur dadurch steigern
, indem sie ihre Fertigung stetig billiger machen , immer neue und
leistungsfähiger Produkte auf den Markt bringen , immer mehr Chips verkaufen
oder ihren Marktanteil ausbauen . Bei den Speicherchips ist die Situation etwas
anders : Die Preise schwanken stark . Dadurch wird es fast unmöglich , den
Geschäftserfolg eines bestimmten Speicherlieferanten vorauszusagen - trotz
starker Steigerung des Absatzes von Speicherchips kann ein plötzlicher
Preisverfall den Profit schnell aufzehren . Angesichts des explosiven Wachstums
der Halbleitermärkte in diesem Jahr befürchten manche Experten , dass die
Branche in den kommenden Jahren einfach nicht mit der gleichen Rate weiter
wachsen kann . Dataquest prognostizierte kürzlich den nach der
Schweinezyklustheorie zu erwartenden Einbruch für das Jahr 2003 . Doch so viele
Erklärungsversuche man auch bemüht : Die Situation der Branche sah im Frühjahr
dieses Jahres eigentlich nicht besser aus , trotzdem schossen die Kurse damals
in die Höhe . Die Infineon-Aktie rissen die Anleger den Banken geradezu aus den
Händen - heute steht das Papier nur etwa 12 Euro über dem Ausgabekurs . Es
scheint also , als hätte der Kursverlauf der Halbleiteraktien recht wenig mit
der Realität der Märkte und der technischen Entwicklung zu tun - eine schlüssige
Erklärung für das Verhalten der Börsen ist jedenfalls nicht in Sicht . Die
Prognosen der Analysten ähneln immer mehr dem Blick in die Kristallkugel .
Infineon und Motorola erfolgreich mit 300-mm-Wafern Semiconductor300 , das
Joint-Venture von Infineon und Motorola , hat Erfolg : Infineon liefert bereits
die ersten 64-MBit-DRAM-Chips aus , die auf Siliziumwafern mit 300 Millimetern
Scheibendurchmesser hergestellt wurden . Damit seien die ersten marktfähigen
Produkte bereits neun Monate nach dem Anlaufen der Prototyp-Fertigung in Dresden
hergestellt worden , teilte die Firma mit . Der DRAM-Fertigungsprozess auf der
neuen 300-mm-Linie verwendet eine Strukturbreite von 0,25 Mikrometern und stellt
damit ein durchaus konventionelles Verfahren dar . Neu und besonders vorteilhaft
ist die Verwendung der größeren Siliziumscheiben , die wesentlich mehr Fläche
und damit mehr Ausbeute als die üblichen 200-mm-Scheiben bieten . Infineon ist
nicht nur mit der Qualität der DRAM-Chips zufrieden , sondern freut sich auch
über die derzeit hohen Speicherpreise . So rentiert sich die Investition in die
neue Fertigung besonders schnell . Rambus verklagt Hitachi Das US-Unternehmen
Rambus Inc. hat den Speicherchip-Hersteller Hitachi Semiconductor Products wegen
vorsätzlicher Patentverletzung verklagt . Die Patente , die Hitachi verletzt
haben soll , stammen aus dem Jahr 1999 . Die diesen Schutzschriften zu Grunde
liegenden Erfindungen hat Rambus allerdings schon um 1990 offengelegt , also
noch vor der Entwicklung der SDRAM-Speicherchips . Die Klage gegen Hitachi
erhält besonderes Gewicht , weil der japanische Konzern nur einer von vielen
SDRAM-Herstellern ist : Rambus meint offenbar , dass alle Unternehmen , die
SDRAM-Speicherchips herstellen , dazu Lizenzen benötigten . Man sei gerne bereit
, so Rambus , allen interessierten Firmen entsprechende Lizenzen zu verkaufen .
Vorrangig ist das in Mountain View , Kalifornien , ansässige Unternehmen nach
eigenen Angaben auch an einer außergerichtlichen Einigung mit Hitachi
interessiert . Die US-Patente 5915105 , 5953263 , 5954804 und 5995443 schützen
Techniken , die so oder ähnlich auch in SDRAMs zum Einsatz kommen . Allerdings
führen einige der Patentschriften als Anwendungsbeispiel explizit einen Datenbus
mit acht Adressleitungen an : Dies trifft speziell auf den Rambus-Kanal zu ,
aber nicht auf SDRAM-DIMMs . Auf den ersten Blick ist es sehr schwierig , die
Erfolgschancen der Klage zu beurteilen . Obwohl Rambus betont , dass man bereits
1999 mit Hitachi in der Sache Kontakt aufgenommen habe , legt der Zeitpunkt der
Klage den Schluss nahe , dass Rambus damit nur seine Pfründe sichern will .
Intel , derzeit sicherlich der wichtigste Rambus-Kunde , scheint jedenfalls für
die Zukunft explizit nach Alternativen zum Rambus-Konzept zu suchen : Genau eine
Woche nach Ende des Exklusiv-Vertrags mit dem Lizenzgeber Rambus hat Intel eine
Initiative zur Definition eines künftigen Speicherstandards gestartet . Patente
der Speicherschmiede Rambus umstritten In den Verfahren des US-Unternehmens
Rambus gegen die Speicherchiphersteller Hyundai und Micron soll am 16. März ein
Zwischenurteil ergehen . Dann entscheidet die Patentkammer des Landgerichts
Mannheim , ob und in welcher Höhe den wegen Patentverletzung beklagten
Halbleiterfirmen von Rambus eine Prozesskostensicherheit zusteht . Die Anwälte
der beklagten Firmen hatten auf der Basis recht hoher Streitwerte eine solche
Sicherheit verlangt . Rambus dürfte die Verzögerung von rund einem Monat nicht
recht sein ; das Unternehmen baut auf die Lizenzeinnahmen für SDRAM- und
DDR-SDRAM-Chips . Auch die Bewertung der Aktie durch Analysten beruht auf der
Annahme , dass es dem Unternehmen gelingt , seine Patente zu verteidigen . Ein
Bericht des US-Nachrichtendienstes Electronic News Online gibt Einblick in das
in den USA zurzeit laufende Vefahren von Rambus gegen Hyundai . Am vergangenen
Freitag hat der US District Court im kalifornischen San Jose demnach einige
bislang geheime Dokumente des Unternehmens Rambus aus den Jahren 1992 und 1995
öffentlich zugänglich gemacht . Die in Auszügen veröffentlichten Notizen und
E-Mails nähren den Verdacht der Hyundai-Anwälte , dass Rambus seine
Mitgliedschaft in dem Industriegremium JEDEC bewusst genutzt hat , um sich dort
diskutierte Ideen und Techniken später patentieren zu lassen . Laut Electronic
News Online zeigt sich JEDEC-Präsident John Kelly sehr betroffen von den
Beweisstücken : " Das ist ein schwerer Schlag für uns , denn es betrifft direkt
den Standardisierungsprozess , der auf Vertrauen aufbaut . " Der Newsdienst
verweist auch auf das seit 1999 laufende Verfahren der Computerfirma Sun gegen
den Speichermodul-Hersteller Kingston vor demselben US District Court . Auch
hier geht es um angebliche Patentverletzungen , wobei sich Kingston auf
JEDEC-Standards beruft . Um einen weiteren potenziellen Zankapfel der
Computerbranche könnten sich bald IBM und Transmeta streiten : Die Entwickler
des Crusoe-Prozessors halten einige Patente auf Code-Morphing-Verfahren , die in
ähnlicher Form auch von IBM entwickelt wurden . Vor einigen Monaten machte IBM
allerdings klar , dass man zurzeit nicht am Einsatz des Crusoe in eigenen
Geräten interessiert ist . Kürzlich hat Transmeta dann mit dem taiwanischen
Chiphersteller TSMC einen Vetrag über die Fertigung neuer Crusoe-CPUs im
0,15-µm-Prozess geschlossen . Dataram kauft Memory Card Technology MCT war vor
einigen Wochen durch die Preis- und Nachfragekrise bei Speichermodulen in
Schwierigkeiten geraten , ebenso wie die bayerische Firma Workx AG . Letztere
sucht noch nach einem Investor , musste jedoch bereits einen Insolvenzantrag
stellen . Nach eigenen Angaben verhandelt das Unternehmen mit mehreren
Interessenten und ist zuversichtlich , die Geschäfte fortführen zu können .
Investieren oder Sparen - Halbleiterfirmen in der Marktkrise Die
Halbleiterhersteller reagieren auf die aktuell schlechte Marktsituation
unterschiedlich : Manche investieren erst recht , andere kürzen ihre Budgets .
Die größte europäische Chipfirma STMicroelectronics baut die Standorte Agrate (
bei Mailand ) und Catania ( Sizilien ) weiter aus . In Agrate stellt ST
Flash-Chips in 0,18-µm-Technik auf 200-mm-Wafern her , die 0,13-µm-Prozesse sind
in Arbeit . Zusätzlich entsteht die Fab M6 , die zwar zunächst auf 200-mm-Wafer
setzt , jedoch bereits zur Aufrüstung auf 300-mm-Wafertechnik vorbereitet wird .
In zwei Jahren soll die Produktion beginnen ; 9.000 Wafer wöchentlich beträgt
die Maximalkapazität . Im sizilianischen " Etna Valley " , wie ST-Firmenchef die
Region Catania in Anspielung auf das Silicon Valley nennt , sollen dann rund
5.500 Menschen für ST arbeiten . Auch Fujitsu investiert kräftig in die
Fertigung von Flash-Speicher . Fujitsu betreibt mit AMD gemeinsam Fujitsu AMD
Semiconductor Limited ( FASL ) und will in diesen Wochen eine neue Flash-Fabrik
in Betrieb nehmen . Während die Nachfrage nach Flash-Chips im letzten Jahr
geradezu explodierte , sind Standardchips auf den Spotmärkten zurzeit wegen
voller Lager für wenig Geld zu haben . Die Flash-Hersteller hoffen jedoch auf
Handys der kommenden Generationen , die wohl mindestens mit 32 MBit ( 4 MByte )
Flash ausgestattet sein werden . Auch andere portable Geräte wie MP3-Spieler ,
Digitalkameras oder Internetterminals brauchen viel Flash-Speicher . Der größte
taiwanische Chiphersteller TSMC plant nach Agaben des US-Wirtschaftsdienstes
Bloomberg unterdessen eine Kürzung der in diesem Jahr für
Kapazitätserweiterungen vorgesehenen Mittel um etwa ein Fünftel . Wie
angekündigt wolle TSMC Geld einsparen , allerdings sollen die Investitionen in
die besonders kostengünstige 300-mm-Fertigung weiter fließen wie geplant . Auch
die großen japanischen Chipfirmen Hitachi , NEC und Toshiba sollen ihre
Investitionen in neue Fabriken deutlich kürzen . TSMC arbeitet an
0,10-µm-Prozesstechnik Der größte taiwanische Chiphersteller TSMC hat nach
eigenen Angaben erste Fertigungsmodule für Halbleiterstrukturen von 100
Nanometern fertig gestellt . Mit der Prozesstechnik alleine ist es jedoch nicht
getan ; damit die Designer Chips mit den verkleinerten Strukturen entwerfen
können , sind etwa Entwicklungsbibliotheken und genaue Rahmenpläne zur
Implementierung der Technik nötig . Diese will man gemeinsam mit zahlreichen
weltweiten "First-Tier"-Chipfirmen entwickeln . Diese sollen durch
Musterentwürfe und deren Tests die Funktion der einzelnen Entwicklungsschritte
überprüfen und haben dann auch als erste die Möglichkeit , bei TSMC eigene
Designs im neuen Prozess fertigen zu lassen . Nach Angaben des Online-Dienstes
The Register ist man bei TSMC mit der Ausbeute ( dem Yield ) von auf
300-mm-Wafern hergestellten 0,13-µm-ICs bereits zufrieden . Die Musterfertigung
läuft seit Dezember vergangenen Jahres . Vor wenigen Tagen schlossen LSI Logic
und TSMC ein Kooperationsabkommen über die 0,13-µm-Fertigungstechnik . LSI
bringt Know-how zur Herstellung von System-on-Chip-Schaltungen ein . Zurzeit
produziert TSMC erst 0,15-µm-Strukturen in Serie , etwa für Nvidias GeForce3-
und Xbox-Grafikchips sowie VIAs C3-Prozessor . Auch Intel will noch in diesem
Jahr mit der Herstellung von Chips in einem 0,13-µm-Prozess beginnen ,
wahrscheinlich wird es zunächst ein Mobil-Prozessor sein . 0,13-µm-Versionen der
zurzeit noch in 0,18 µm hergestellten CPUs Pentium III und Pentium 4 sollen als
" Tualatin " und " Northwood " ebenfalls in diesem Jahr auf den Markt kommen .
Mit dem Start der Herstellung von 0,13-µm-Chips auf 300-mm-Wafern rechnet Intel
erst im kommenden Jahr . LSI Logic schließt Chipfabrik in Colorado Springs Im
August will der US-Halbleiterhersteller LSI Logic ein Werk in Colorado Springs
schließen . Dieses besteht seit 1983 und ist mittlerweile technisch veraltet .
Die Schließung betrifft 500 Mitarbeiter , von denen einige Angebote zu
Übernahmen in andere Werke erhalten sollen . Man will die Fertigung auf die
beiden Hauptwerke in Gresham , Oregon und Tsukuba , Japan , konzentrieren .
Einen Tag vor der Ankündigung der Werksschließung hatte LSI Logic ein
Kooperationsabkommen mit der taiwanischen Chip-Foundry TSMC bekannt gegeben .
STMicroelectronics erreicht revidiertes Quartalsziel Besonders im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum sieht das Ergebnis gut aus : Die Bruttomarge lag mit 44,5
Prozent um 2,4 Punkte über dem Vorjahresniveau . Der Vergleich zum
vorausgegangenen Rekordquartal ist dagegen nicht so positiv : Der Umsatz sank um
12,3 Prozent und der Gewinn war sogar um 26,1 Prozent geringer . Auch die
Bruttomarge lag im vierten Quartal 2000 mit 47,5 Prozent deutlich höher . Der
Blick in die Zukunft durch ST-Chef Pasquale Pistorio zeigt eine Mischung aus
Skepsis und Zuversicht . Einerseits erwartet man für den größten Teil des Jahres
eine weiter schwächelnde Konjunktur , vor allem in den USA und in Japan .
Angesichts des im Vergleich zur Konkurrenz recht guten Ergebnisses will man aber
besser als der Markt wirtschaften . Um das zu erreichen , läuft bereits ein
Sparprogramm : Fast ein Viertel davon fließt in Anlagen zur Produktion von Chips
mit 0,18- und 0,15-µm-Strukturen . Es geht um Marktanteile . Die ST-Chips für
Settop-Boxen , CD- , DVD- und Festplatten-Laufwerke , der Grafikprozessor KYRO
II , stromsparende SuperH-RISC-CPUs sowie Smartcard-Lösungen sollen mehr
Verbreitung finden . Pentium II lebt noch 6 Monate - weitere Preissenkung " Der
Pentium II wird den Weg für die nächste Prozessorgeneration freimachen , und wir
werden die Auslieferung des Pentium II in sechs Monaten beenden . " Mit diesen
Worten zitiert der australische Nachrichtendienst Asia Pulse den
Intel-Verantwortlichen für Südasien , Atul Vijaykar . Unterdessen berichtet der
Online-Dienst TechWeb über unplanmäßige Preissenkungen beim Pentium-II-400 und
bei Celeron-Prozessoren . Nach Intels inoffizieller Roadmap steht die nächste
Preisrunde erst im Juli an . Bereits heute würden die offiziellen Preise beim
366-MHz-Celeron teilweise unterboten . Dies sei ein Anzeichen für ein
Überangebot , zudem erwarte Intel eine drastische Preissenkung beim Ausverkauf
des Cyrix M II . Dessen Hersteller , National Semiconductor , hatte seinen
Rückzug aus dem Geschäft mit PC-Prozessoren angekündigt . Intels
64-Bit-Prozessor Itanium wohl weiter verzögert Anlässlich der Vorstellung der
Rekordergebnisse des ersten Halbjahres 2000 kündigte Intel quasi nebenbei eine
neue Verzögerung bei der Einführung der 64-Bit-Itanium-Prozessoren an . Erste
Umsätze durch Itanium-Chips erwartet Intel nun erst im vierten Quartal 2000 und
nicht , wie noch im Januar verkündet , bereits im dritten Quartal . Mit Intel
Architecture 64 bezeichnet Intel in Anlehnung an die 32-bittige
x86-Prozessorfamilie die Technik der neuen 64-Bit-Prozessoren auf Basis der
x86-Architektur . IA64 stellt eine Alternative zu anderen 64-Bit-CPUs von
Compaq/Alpha oder Hewlett-Packard ( HP ) dar . Bereits seit Ende 1999 liefert
Intel Itanium-Prototypen an Hard- und Softwareentwickler aus ; auf der CeBIT
waren einige Server auf IA64-Basis zu sehen . Doch nach mehreren Verzögerungen
der IA64-Einführung kündete sogar der Itanium-Entwicklungspartner HP an , erst
dessen Nachfolger McKinley in eigenen Systemen einsetzen zu wollen und nicht
schon das erste IA64-Silizium . Die neuerlicher Verzögerung begründen
Intel-Sprecher nach Berichten in US-Medien damit , das Itanium-Design nur
wirklich " kugelsicher " ausliefern zu wollen . Dazu sei ein neues
Prozessor-Stepping nötig , bei dem nur unwesentliche Details verbessert wurden .
Beobachter schätzen , dass Itanium-Systeme frühestens im ersten Halbjahr 2001
und somit nur wenige Monate vor der offiziellen Markteinführung des Nachfolgers
McKinley verkauft werden . Dies wiederum nährt Vermutungen , dass es sich bei
Itanium eher um einen Versuchsballon als um ein ausgereiftes Produkt handele -
eine Einschätzung , die die Verkaufsaussichten des Prozessors für professionelle
Systeme im harten Dauereinsatz stark schmälert . VIA kündigt DDR-SDRAM-Chipsätze
an Auf der Platform-2000-Konferenz in San Jose kündigte VIA an , bereits im
September erste Chipsätze für Intel-Pentium- und AMD-Athlon-Prozessoren mit
Unterstützung von DDR-SDRAM vorzustellen . Double-Data-Rate-SDRAM nutzt eine
spezielle Übetragungstechnik , um die theoretische maximale Datentransferrate
zwischen Speicherchips und Chipsatz zu verdoppeln . Mit jedem Taktzyklus rasen
bei einem DDR-Interface zwei Datenwörter über die Leitungen , während es bei der
herkömmlichen Single-Data-Rate-Technik ( SDR ) nur eines ist . DDR-SDRAM ist ein
schon lange eingeführtes Produkt , das bisher aber noch nicht auf steckbaren
Speichermodulen in PCs verwendet wurde . Auf Grafikkarten sind fest verlötete
DDR-Speicherchips jedoch Stand der Technik . Intel hat bislang offiziell noch
keine Pentium-Chipsätze mit DDR-Unterstützung angekündigt und setzt weiter auf
Rambus als schnellen Speicherstandard . Dafür wird Intel heftig kritisiert , da
Rambus-Speichermodule vergleichsweise teuer sind . Der vormals extreme
Preisunterschied ist mittlerweile allerdings auf einen Faktor von etwa 3,5
geschrumpft , wenn man Rambus- und SDRAM-Module gleicher Kapazität desselben
Markenherstellers vergleicht . Nach Berichten in US-Medien kann Intel zurzeit
jedoch wegen vertraglicher Bindungen an das Unternehmen Rambus keine
DDR-Chipsätze entwickeln . Intel wäre damit tatsächlich in einer Zwickmühle :
Würde man Chipsätze für DDR-SDRAM entwickeln , so müsste man sich von heute auf
morgen voll und ganz auf diese bislang noch nicht in großem Maßstab auf
steckbaren Modulen erprobte Technik verlassen . Zudem geht Rambus derzeit davon
aus , auch auf DDR-SDRAM Lizenzgebühren kassieren zu können . Amerikanische
Beobachter schließen daraus , dass Intel VIA bei der Entwicklung von
DDR-tauglichen Chipsätzen freie Hand lassen könnte , um den Absatz der
Prozessoren nicht durch überteuerte Speichermodule zu gefährden . VIA jedenfalls
will sogar einen Chipsatz für den kommenden Pentium-IV-Prozessor " Willamette "
entwickeln , wofür das taiwanische Unternehmen nach eigenem Bekunden bisher
keine Lizenz in der Tasche hat . Bei der Pentium-IV-Markteinführung wird dieser
Prozessor jedenfalls erst einmal ausschließlich auf Mainboards mit Intels
Tehama-Chipsatz laufen , der als Speicherschnittstelle nur zwei Rambus-Kanäle
bietet . Chipdesigner Rambus mit Rekordergebnis Das entspricht einer Steigerung
von 88 Prozent gegenüber dem vorangegangenen Quartal und 265 Prozent gegenüber
dem Vorjahreszeitraum . Aus den bekannt gewordenen Gebührenforderungen an
Hitachi und Toshiba für DDR- und SDR-SDRAM-Chips floss noch kein Geld in die
Rambus-Taschen . Rambus erwartet solche Einnahmen ab dem nächsten Quartal ; es
ist allerdings wahrscheinlich , dass die betroffenen Firmen gegen die
Forderungen klagen werden . Die Höhe der Lizenzgebühren pro RDRAM-Chip ist nicht
genau bekannt , lässt sich aber abschätzen : Samsung bezeichnet sich selbst als
RDRAM-Marktführer mit mehr als 80 Prozent Marktanteil . Da auch Lizenzgebühren
für Chipsätze anfallen , wird dieser Betrag noch deutlich geringer sein . Ein
128-MBit-SDRAM-Speicherchip kostet derzeit auf dem Spotmarkt rund 18 US-Dollar ,
ein RDRAM-Chip dürfte allerdings teurer sein . Die Rambus-Lizenzgebühren
betragen also höchstens drei Prozent des Chip-Preises und können somit kaum der
Grund für den immer noch hohen Preis der RDRAM-Speichermodule sein . Hat AMD
Benchmarks geschönt ? Futuremark , Hersteller der PC-Benchmark-Suite " 3DMark 99
MAX " , klagt AMD an , die Software zur Präsentation des neuen Athlon-Prozessors
in unzulässiger Weise modifiziert zu haben . Durch die Verwendung einer für den
Athlon optimierten DLL ( Dynamic Link Library ) anstelle der Originalversion
seien die Benchmark-Werte nicht mit denen anderer CPUs vergleichbar . AMD ist
sich keiner Schuld bewusst : Auf den Seiten 33 und 39 der technischen
Beschreibung der veröffentlichten Benchmarks weist der Chiphersteller auch
tatsächlich auf die Verwendung einer " AMD Athlon 3DNow! DLL " hin . Die DLL ,
um die sich der Streit dreht , nutzt in der bisher von Futuremark
veröffentlichten Form bestimmte Funktionen des neuen Athlon nicht richtig ;
daher hatte AMD diese Datei verändert . Nach Ansicht von Futuremark ist dieses
Verfahren jedoch nicht korrekt : Dies sei in den Bedingungen zur
Veröffentlichung von Testergebnissen klar niedergelegt . In Heft 16/99 hat die
c't Werte für den 3DMark99 MAX des AMD Athlon sowie des Intel Pentium III
veröffentlicht und dabei auf die Verwendung der optimierten Athlon-DLL
hingewiesen : Der Wert für die " CPU 3DMarks " des AMD Athlon verbesserte sich
durch den Einsatz der Spezial-DLL um etwa 17 Prozent gegenüber der Verwendung
der Original-DLL . Der Vorsprung des Athlon gegenüber einem gleichschnell
getakteten Pentium III betrug unter den Testbedingungen circa 34 Prozent mit der
optimierten DLL , mit der Originalversion hingegen etwa 15 Prozent . Atmel kauft
stillgelegte Siemens-Fabrik Siemens hat endlich einen Käufer für das 1998 nach
wenigen Betriebsmonaten stillgelegte Halbleiterwerk im englischen North Tyneside
gefunden : Die US-Halbleiterschmiede Atmel übernimmt das Werk . Über den
Kaufpreis haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart . Der Übernahmevertrag
sieht vor , dass Atmel in dem Werk Anlagen zur Herstellung von
Flash-Speicherchips und Mikrocontrollern in 0,18-µm-Strukturen für CMOS- ,
BiCMOS- und SiGe-Prozesse installiert . Der Deal schafft Siemens endlich die
Fabrik vom Hals und sichert in Zeiten knapper Verfügbarkeit die Versorgung mit
Flash-Bausteinen . Siemens befürchtet , wegen der Flash-Knappheit weniger Handys
bauen zu können als der Markt aufnimmt . Das Halbleitwerwerk in der Nähe von
Newcastle wurde 1995 geplant und 1998 fertiggestellt . Für das Werk war
ursprünglich sogar ein Standort in den neuen Bundesländern in Betracht gezogen
worden , bevor man sich bei Siemens unter anderem wegen der höheren Förderung
für Großbritannien entschied . Heute gehören die ehemaligen
Siemens-Halbleiteraktivitäten zu Infineon . In Dresden betreibt Infineon eine
große DRAM-Fab . Nvidia will angeblich Chipsätze entwickeln Die
Grafikchip-Schmiede Nvidia plant nach Angaben des Online-Dienstes Semiconductor
Business News die Fertigung von Chipsätzen für PC-Mainboards . Demnach
entwickelt der Grafikchip-Spezialist Chipsätze für Intel- und AMD-Prozessoren ,
die eine abgespeckte Version des GeForce-Grafikchips enthalten . Damit würde
auch Nvidia den Trend zu hochintegrierten Mainboards bedienen , wie es zurzeit
alle Chipsatz-Hersteller tun : Selbst ATI hat mit dem S1-370TL schon einen
Chipsatz im Programm , weitere grafikfähige Produkte haben alle
Chipsatzschmieden angekündigt . Angeblich hat Asus bereits ein Mainboard mit dem
Nvidia-Chipsatz in Planung , das noch im ersten Quartal kommenden Jahres
erscheinen soll . Als einer der ersten Anbieter liefert Asus mittlerweile ein
Mainboard mit dem ALi-TNT2-Chipsatz aus . Mit einem eigenen Chipsatz würde
Nvidia in direkte Konkurrenz zum Kooperationspartner ALi treten . Nvidia hat wie
die Chipsatzhersteller ALi und VIA keine eigene Halbleiterfertigung : Die Chips
all dieser Hersteller laufen bei der taiwanischen Foundry TSMC vom Band , zu der
auch Intel Geschäftsbeziehungen unterhält . Das könnte erklären , warum das
Know-How zur Chipsatzfertigung offenbar recht leicht zu beschaffen ist .
Speicherschmiede Rambus hat Ärger mit Intel Die Speichertechnik-Entwickler von
Rambus verkünden für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2000 nahezu vierfach
höhere Gewinne im Vergleich zum Vorjahreszeitraum . Ein wichtiger
Geschäftspartner des Unternehmens ist jedoch enttäuscht : Intel-Chef Craig
Barrett bewertet die Kooperation mit Rambus kritisch . Rambus verdient sein Geld
mit der Lizenzierung von technischen Verfahren für DRAM . Dazu gehört die
Rambus-Speichertechnik , die in einigen Intel-Chipsätzen und in anderen Geräten
wie Sonys Playstation 2 zum Einsatz kommt . Seit Beginn dieses Jahres treibt
Rambus jedoch auch Lizenzgebühren für SDRAM- und DDR-SDRAM-Chips und
Speichercontroller von Chipfirmen ein . Diese Verfahren hat zwar das
Industriegremium Jedec veröffentlicht , doch bei Rambus ist man der Ansicht ,
dass einige grundlegende Techniken geistiges Eigentum des Unternehmens seien .
Firmen wie Hitachi , Nec , Oki und Toshiba haben sich mit Rambus
außergerichtlich auf die Zahlung von Lizenzgebühren geeinigt . Zurzeit ist
Rambus extrem erfolgreich : Nur rund 7 Millionen davon stammen aus der
Aufragsentwicklung , was einen deutlichen Rückgang von fast 40 Prozent im
Vergleich zum vorausgegangen Quartal bedeutet . Da wundert es nicht , dass sich
das Unternehmen mit Feuereifer auf das Eintreiben von Gebühren stürzt .
Rambus-Geschäftsführer Geoff Tate setzt hier klare Prioritäten : Die Ertragsrate
vor Steuern erreichte erstmals über 50 Prozent - kein Wunder , wenn man kaum
Ausgaben hat . Doch die Zukunftsperspektive für die Einnahmen aus
Rambus-Lizenzen beurteilt das Unternehmen nicht gerade euphorisch : Rambus
rüstet sich offenbar für ein zähes Ringen vor internationalen Gerichten um die
umstrittenen Lizenzgebühren für DDR- und SDR-SDRAM-Bauteile . Genau diese
Geschäftspolitik erfährt harte Kritik von unerwarteter Seite : " Wir hatten
gehofft , dass wir Partner einer Firma seien , die sich mehr auf technische
Innovation konzentriert als auf den Versuch , von anderen Firmen Gebühren
einzutreiben " . Mit diesen Worten zitiert die Financial Times den
Intel-Topmanager Craig Barrett . Doch die Enttäuschung und Frustration über
Misserfolge und Pannen mit dem Rambus-Speicher sitzt offenbar tief bei Intel .
Die Pannenserie bei Intel-Produkten mit Rambus-Speicherinterface ist schon
Legende : Bereits vor dem Start des ersten Rambus-Chipsatzes i820 ging es los -
Probleme mit bestimmten Speicherbestückungen zwangen Intel zur Verschiebung des
Starttermins und zur Änderung des Designs . Damit hatte der Prozessorgigant
praktisch alle Mainboardhersteller gegen sich aufgebracht und dem
Rambus-Speicher den denkbar schlechtesten Start verpasst . Rambus-Speicher
beurteilten die Kunden als zu teuer und zu unflexibel . Intel zahlt
Systemintegratoren sogar Geld dazu , wenn sie i840-Mainboards mit
Rambus-Speicher in Workstations verwenden . Auch beim neuen Pentium 4 will man
so vorgehen . Für Server setzt Intel jetzt komplett auf Chipsätze der kleinen
Schmiede ServerWorks - es gibt kein neues Severboard mit Intel-Chipsatz mehr .
Die letzte Panne betraf das Timna-Projekt für Billigrechner , die ebenfalls mit
Rambus-Speicher laufen sollten . Intel stampfte das Projekt nach mehrfachen
Verzögerungen schließlich ein . Schon vor dem Start der Rambus-Chipsätze zahlte
Intel dick drauf . Selbst für Intel-Verhältnisse war das Rambus-Debakel damit
richtig teuer . Dazu kommen natürlich interne Kosten für Entwicklung und
Fehlersuche , sowie Preis- und Umsatzeinbußen , weil man den
Mainboard-Hersteller die Rambus-Chipsätze wie Sauerbier andrehen musste . Doch
ein Ende der Rambus-Misere ist noch nicht in Sicht : Vertraglich ist Intel
weiterhin an Rambus gebunden , der Pentium 4 läuft zunächst nur mit RDRAM . Auf
der Intel-Roadmap findet sich allerdings bereits DDR-SDRAM als Alternative dazu
; und schon seit Anfang des Jahres entwickelt Intel gemeinsam mit anderen
Chipschmieden an einem neuen Speicherstandard - diesmal ohne Rambus . SiS bringt
Low-Cost-Grafikchip mit Geometrie-Beschleunigung Die taiwanische Chipschmiede
Silicon Integrated Systems präsentiert mit dem SiS315 den nach eigenen Angaben
ersten Low-Cost-Grafikchip mit Geometriebeschleunigung . Außer der üblichen
3D-Grafikverarbeitung besitzt der SiS315 einen Transform-and-Lightning-Prozessor
( T&L ) , der bestimmte Geometrieberechungen beherrscht . Mit der entsprechenden
Treiberunterstützung kann T&L den Hauptprozessor bei der 3D-Datenverarbeitung
entlasten . Andere Grafikchips mit Hardware-T&L , etwa Nvidias GeForce- und
GeForce-2-GTS-Chip , kosten deutlich mehr als der SiS315 , den
Grafikkartenhersteller in 10.000-er-Stückzahlen ab 30 US-Dollar kaufen können .
Die interne Datenverarbeitung erfolgt beim SiS315 mit 256 Bit . Das
Speicherinterface unterstützt bis zu 128 MByte SDR- und DDR-SDRAM ( Single- und
Double-Data-Rate ) . Über die zusätzliche SiS301-"Video-Bridge" lässt sich als
optionales weiteres Anzeigegerät ein Analogmonitor , ein LCD-Panel oder ein
Fernsehgerät anschließen . Fortschritte bei 130-Nanometer-Chips und
300-mm-Wafern Gleichzeitig liefert TSMC die ersten Produkte aus , die auf
300-mm-Wafern hergestellt wurden . Nach Firmenangaben hat man damit den eigenen
Zeitplan zur Einführung der 300-mm-Fertigung unterschritten und gleichzeitig
eine höhere Ausbeute erzielt als ursprünglich geplant . Die 300-mm-Pilotlinie in
der TSMC-Fab 6 im taiwanischen Tainan produzierte als erstes gut eingeführte
Bauelemente im 0,18-µm-Prozess , die bislang auf 200-mm-Wafern entstehen . TSMC
baut zurzeit zwei neue 300-mm-Fabs auf . Die Planung sieht den Bau eines
weiteren 300-mm-Werkes vor - TSMC kündigte aber vorsorglich an , dass man "
seine Pläne zur Kapazitätserweiterung flexibel an unterschiedliche
Marktsituationen anpassen werde , um auf Kundenanforderungen schnell reagieren
zu können , wenn der nächste Halbleiter-Aufschwung beginnt " . Altera , Analog
Devices und ISSI betonen , dass sie auch weiterhin Wafer von Wafertech/TSMC
beziehen wollen . EasyNow!-PC bei Fujitsu-Siemens Fujitsu-Siemens reitet nun
auch auf der Easy-PC-Welle : Noch vor Dells WebPC oder Compaqs EZ2000 soll der "
Celvin " schon ab März in Deutschland zu haben sein . Im Sog von Apples iMac
haben Intel und AMD Simpel-PCs entwickelt , die ohne überflüssigen Ballast einen
einfachen Einstieg in die Computertechnik ermöglichen sollen . Der Celvin
orientiert sich dabei stark an AMDs EasyNow!-System , das auf der letzten Comdex
Premiere hatte . Die Geräte sollen im ehemaligen Fujitsu-Werk Sömmerda gebaut
werden und basieren auf einem FlexATX-Mainboard mit SiS530-Chipsatz . Darin ist
ein Grafikbaustein enthalten , sodass eine separate Grafikkarte entfällt - diese
würde auch gar nicht in das kompakte Gehäuse passen . Als Hauptprozessor kommt
zunächst ein AMD K6-II mit 450 MHz zum Einsatz ; bald soll eine Version mit dem
angekündigten 500-MHz-K6-2+ folgen . Im Gehäuse sitzt ein CD-ROM-Laufwerk , die
interne Festplatte fasst bis zu 8,4 GByte . Ganz im Sinne der Easy-PC-Initiative
verzichtet der Celvin auf serielle und parallele Schnittstellen , sondern bietet
ausschließlich USB-Anschlüsse . Ein Drucker lässt sich also nur über diese
Schnittstelle anschließen , ebenso wie das optional erhältliche
Diskettenlaufwerk . USB-Tastatur , Maus und Lautsprecherboxen sollen zum
Lieferumfang gehören , als Monitor stehen ein 15- und ein 17-Zoll-Gerät zur
Auswahl . Das Betriebssystem Windows 98 SE soll für Bedienungskomfort sorgen ,
beispielsweise durch schnelles Aufwecken des Celvin aus dem Suspend-to-RAM-Modus
. Preise gab der Hersteller noch nicht bekannt . Neue Prozessoren für Handys
Bisher kommen meist noch separate Chips für diese drei Hauptbereiche in Handys
zum Einsatz , wobei es aber zunehmend zur Integration mehrerer Chips in einem
Gehäuse kommt . Ein Beispiel sind etwa auch Multichip-Packages ( MCPs ) für
Flash- und SRAM-Speicher . Texas Instruments präsentiert auf dem GSM World
Congress in Cannes den ersten OMAP-Chip OMAP1510 . Das Open Multimedia
Applications Protocol dient zur Integration der Handy-Hard- und Software .
Software Development Kits stehen für EPOC und Windows CE zur Verfügung , Palm OS
soll folgen , sobald dieses Betriebssystem für ARM-CPUs zur Verfügung steht . Im
Inneren des OMAP1510 werkeln ein TMS320C55x-DSP mit bis zu 200 MHz und ein
ARM9-Prozessor mit bis zu 175 MHz Taktfrequenz . Gemeinsam mit RealNetworks
arbeitet TI an der Integration von Streaming-Techniken wie RealAudio und
RealVideo in seine Prozessoren . In dieselbe Richtung geht das gemeinsame
Entwicklungsprojekt von Analog Devices und Intel . DSP und StrongARM-Prozessor
sollen über eine Micro Signal Architecture ( MSA ) zusammenarbeiten . Intels
brandneuer XScale-Prozessor ist dabei das Herzstück der Personal Internet Client
Architecture ( PICA ) - quasi dem Gegenstück zu TIs OMAP . Von Analog Devices
erwartet man in Kürze die Vorstellung der ersten MSA-tauglichen DSPs . Zunächst
hat Analog aber den neuen RF-Baustein Othelo-One fertig gestellt . Der Chip
stellt alle nötigen Hochfrequenzfunktionen für GSM-Netze der Frequenzbereiche
900 , 1800 und 1900 MHz zur Verfügung und unterstützt die breitbandigen GPRS-
und EDGE-Dienste . Motorola beherrscht neue Prozesstechnik Motorola hat einen
neuen Prozessschritt in die Fertigungsanlagen für Hochfrequenz-Halbleiter
integriert : Auf BiCMOS-Wafern lassen sich jetzt auch
Silizium-Germanium-Kohlenstoff-Strukturen ( SiGe:C ) einbauen . Die Nutzung von
Kohlenstoff bietet Vorteile bei der Herstellung und der Rauscharmut der in
diesem 0,35-µm-Prozess hergestellten Heterojunction-Bipolar-Transistoren ( HBT )
für Frequenzen oberhalb 45 GHz . Ein erstes Produkt mit einem solchen HBT soll
bereits im Mai in Form eines rauscharmen Verstärkers ( LNA ) auf den Markt
kommen . Das SiGe:C-Verfahren wurde in Zusammenarbeit mit dem IHP in Frankfurt
an der Oder entwickelt . Die dort geplante Halbleiterfabrik Communicant soll
SiGe:C-BiCMOS-Halbleiter in einem 0,18-µm-Prozess herstellen . ALi will neuen
Chipsatz für Pentium III liefern Die Chipsatz-Tochterfirma des taiwanischen
Konzerns Acer kündigt einen neuen Chipsatz an : ALi wirbt bei fast allen
Neuvorstellungen der letzten Zeit mit der besonderen Eignung für Mobilprodukte .
Obwohl ALi angeblich schon bei der Vorstellung des M1651 Muster ausgeliefert
hatte , ist in Deutschland bis heute kein Sockel-370-Mainboard mit
ALADDiN-PRO-5-Chipsatz verfügbar . Auch eine Platine mit dem im Januar 2000
vorgestellten ALADDIN-PRO 4 erreichte den deutschen Markt bislang nicht . Der
M1651T lässt sich mit verschiedenen Southbridges kombinieren , etwa der M1535D+
mit Ultra-ATA/100-Schnittstelle und sechs USB-Ports . Fujitsu-Siemens rüstet den
Jetson auf Der " Easy-PC " Jetson von Fujitsu-Siemens wird anlässlich der CeBIT
schneller : Im Topmodell " Jetson Power " werkelt statt des bisherigen
800-MHz-Pentium-III-Prozessors jetz ein 933-MHz-Modell . Ansonsten entsprechen
Ausstattung und Preis dem in Ausgabe 5/2001 von c't ( ab Seite 180 ) getesteten
Vorgängermodell . Fujitsu-Siemens zeigt das neue Gerät in Halle 1 am Stand 5e2 .
Samsung fertigt erste DDR333-Speicherchips Der koreanische Halbleiterriese
Samsung Electronics stellt erste Speicherchips nach DDR333-Standard vor . Die
128- und 256-Megabit-Bausteine fertigt das Unternehmen mit Strukturbreiten von
nur 0,15 µm . Man nennt solche Chips auch DDR333-SDRAMs , weil das
Double-Data-Rate-Verfahren pro Taktschritt zwei Datenpakete über die Leitungen
schickt . Der DDR333-Standard ist der nächste logische Schritt auf der
Double-Data-Rate-Roadmap für PC-Hauptspeicher , die die Herstellervereinigung
Advanced Memory International ( AMI2 ) und die JEDEC entwickeln . Aus
DDR333-Chips lassen sich PC2700-Module bauen , die wie ihre Vorgänger PC1600 und
PC2100 mit 184 Pins ausgestattet sind . Die taiwanische Firma SiS hat bereits
den Chipsatz SiS645 für den Pentium-4-Prozessor angekündigt , der PC2700-Module
unterstützen soll . VIA plant ebenfalls Chipsätze , die auch mit diesem
Speichertyp umgehen können . Wie groß die Vorteile von PC2700-Modulen im
Vergleich zu PC2100-DIMMs in der Praxis ausfallen werden , ist allerdings
fraglich . Zwar schafft PC2700 eine theoretische maximale Datentransferrate von
2,7 GByte/s , also 29 Prozent mehr als die 2,1 GByte/s von PC2100 , doch haben
viele Tests in letzter Zeit bewiesen , dass sich derartige
Geschwindigkeitsunterschiede beim Hauptspeicher in der Praxis kaum
niederschlagen . Außerdem werden DDR333-Chips zunächst nur mit einer CAS Latency
( CL ) von 2,5 Taktzyklen verfügbar sein ; lediglich bei 133 MHz vertragen sie
den schnelleren CL2-Modus . Samsung liefert bereits Muster der drei neuen
Bausteine , einem 128-MBit-Chip in 8Mx16-Organisation und zwei 256-MBit-Chips in
32Mx8 und 64Mx4 , letztere für Registered DIMMs . Auch für Grafikkarten sollen
sich die SDRAMs eignen . Nach eigenen Angaben erreichte Samsung im ersten
Halbjahr 2001 bei DDR-SDRAM-Bausteinen einen Marktanteil von 40 Prozent ,
zurzeit entfallen fünf Prozent der Gesamt-Speicherproduktion der Südkoreaner auf
diesen Typ . Auch bei Rambus-DRAM sieht sich Samsung als Marktführer , das
Unternehmen spricht von etwa 80 Prozent Marktanteil . General Semiconductor
schließt Werk in Irland Das Werk des US-Halbleiterherstellers General
Semiconductor im irischen Macroom schließt zum Jahresende . Die Fertigung von
Überspannungs-Schutzdioden verlegt das Unternehmen in Werke in Asien . Die
Nachricht von der Werksschließung wegen schlechter Geschäftslage folgt knapp
drei Wochen nach der Übernahme von General Semiconductor durch Vishay . Nach
über 20 Jahren in Irland beenden die US-Amerikaner ihr Engagement auf der Insel
- und stehen damit zur Beunruhigung der Iren nicht allein . Auch der
US-Computerriese Gateway plant den Rückzug aus Irland . Motorola drosselt
Handy-Produktion Das Flensburger Handy-Werk des Chipgiganten Motorola drosselt
wegen fehlender Nachfrage die Produktion um 10 Prozent . Ein Teil der
Flensburger Belegschaft von 2800 Mitarbeitern arbeitet im Rahmen einer flexiblen
Arbeitszeitregelung nur noch 32 statt 36 Wochenstunden und muss daher
finanzielle Einbußen hinnehmen . Diese Menge entspricht einer Steigerung von
etwa 100 Prozent gegenüber der Zahl der im Vorjahr abgesetzten Geräte . Den
plötzlichen Rückgang der Absatzzahlen erklären Branchenbeobachter nach einem
dpa-Bericht damit , dass viele Kunden auf die neuen UMTS-Handys warten würden .
Das verwundert ein wenig , da der UMTS-Funkstandard wohl erst in rund zwei
Jahren zum Einsatz kommen wird - bis dahin wären praktisch alle Verträge mit
Laufzeitbindung abgelaufen . Erste 0,13-Mikrometer-Chips noch in diesem Jahr Der
taiwanische Chiphersteller TSMC fertigt bereits erste Prototypen mit
0,13-µm-Strukturen . TSMC entwickelt diese Chips nicht selbst , sondern ist eine
reine Foundry , also ein auf die Halbleiter-Herstellung spezialisiertes
Unternehmen . Bei den Prototypen handelt es sich um die ersten Muster für
Kundenaufträge über Prozessoren , SRAM-Speicher und Chips für die
Mobilkommunikation . Man erwartet , dass nach den " Tape-Outs " im laufenden
Monat die Massenproduktion der neuen ICs noch in diesem Jahr anlaufen wird .
Zurzeit fertigen die großen Chipschmieden einige Großserienprodukte in
0,18-µm-Technik . Dazu gehören vor allem x86-Prozessoren wie AMDs Athlon oder
der Pentium III von Intel . Als nächste Schritte der Miniaturisierung arbeiten
weltweit alle Halbleiterfirmen an Prozessen für 0,15- und 0,13-µm-Strukturen .
Für das kommende Jahr plant Intel Prozessoren in 0,13-µm-Technik . Durch feinere
Strukturen lassen sich mehr Transistoren pro Flächeneinheit unterbringen . Nach
Angaben von TSMC benötigt eine SRAM-Speicherzelle aus sechs Transistoren im
0,13-µm-Prozess 52 Prozent weniger Fläche als bei der Herstellung im
0,18-µm-Prozess . Die Transistoren auf solchen 0,13-µm-Chips weisen eine
effektive Gate-Länge von 80 Nanometern auf und arbeiten mit etwa 1 Volt
Versorgungsspannung . Dadurch benötigen sie auch weniger Leistung als gröber
strukturierte Transistoren . Kleinere Abmessungen sorgen aber auch für kürzere
Signallaufzeiten . Beide Effekte tragen dazu bei , dass höhere Taktfrequenzen
möglich werden . Handspring-Palmtops lassen sich zum Handy aufrüsten Mit dem
VisorPhone-Modul lassen sich PDAs des US-Herstellers Handspring demnächst zum
GSM-Handy umbauen . Mit diesem Konzept möchte der Palmtop-Hersteller vom Boom in
der Mobilkommunikation profitieren . Das gemeinsam mit der belgischen Firma
Option International entwickelte GSM-Modul für die
Springboard-Erweiterungsschnittstelle des Visor verwandelt den PDA in ein
vollwertiges Handy . Telefonnummern lassen sich direkt aus dem Adressbuch wählen
, während eines Gesprächs soll der PDA weiter nutzbar sein . Zur Ergonomie des
Gerätes heißt es , dass man das Gerät wie ein normales Handy ans Ohr halten
könne . Man erwarte jedoch , dass die meisten Benutzer eine tragbare
Freisprecheinrichtung anschließen . Ansonsten soll das VisorPhone leichter sein
und sich einfacher bedienen lassen als die bisher vorgestellten PDA/Handy-Kombis
von Nokia . In den USA will Handspring das VisorPhone ausschließlich über die
Website verkaufen . Bestellungen werden wohl ab Ende dieses Monats
entgegengenommen , die Auslieferung soll jedoch erst ab Ende des Jahres beginnen
. Mit Kartenvertrag soll der Preis des VisorPhone 299 US-Dollar betragen , ohne
Vertragsbindung 200 Dollar mehr . Ein Lieferdatum für den großen europäischen
GSM-Markt steht noch nicht fest . VIA auf dem Weg zum 199-Dollar-PC Der
taiwanische Prozessor- und Chipsatzhersteller VIA plant mit dem " Information PC
" einen Rechner , der für nur rund 200 US-Dollar zu haben sein soll . Mit dem
Ziel , das riesige Potenzial des Marktes von Billig-PCs abzuschöpfen , hat VIA
deshalb schon vor einiger Zeit die Information-PC-Initiative gestartet .
Schließlich haben trotz des weltweiten Booms der Informationstechnik die meisten
Menschen auf der Welt immer noch keinen PC , weil die Geräte für sie einfach zu
teuer sind . VIA arbeitet deshalb zur Zeit gemeinsam mit OEMs am
199-Dollar-Rechner : Dank des kostengünstigen VIA Cyrix III Prozessors mit 533
MHz , 32 MByte Hauptspeicher und einem Mainboard , auf dem ein Chipsatz mit
integriertem Grafikchip ( VIA PM601 ) sitzt , sollte sich die Hardware
tatsächlich für gut 400 Mark anbieten lassen . Mit einem Trick spart VIA in der
Grundausstattung Festplatte und Betriebssystem ein : Denn sinnvoll nutzbar ist
das Gerät bereits mit dem von der Firma Elegent Technologies entwickelten etBIOS
Web Browser , der dank seiner kompakten Größe von nur 256 KByte in den
Flash-Speicherchip des Mainboard-BIOS passt . Trotzdem lässt sich das Gerät zum
vollwertigen PC aufrüsten . Einen Monitor unterschlägt die Kalkulation des
VIA-Bosses dagegen stillschweigend . Zum Ausbau als vollwertiger PC ist zudem
noch einiges mehr an Geld nötig : Allein Festplatte und CD-ROM-Laufwerk dürften
den Preisrahmen schnell sprengen . Immerhin steht beispielsweise mit Linux ein
freies Betriebssystem zur Verfügung . Der etBIOS-Browser könnte sich aber auch
auf normalen PCs als pfiffiges Lösung erweisen : Als garantiert virenfreier und
Betriebssystem-unabhängiger Browser lässt er sich zur Beschaffung von Treibern
oder Updates einsetzen und ermöglicht den Zugriff auf Service-Informationen .
Gigabyte und Legend mit Mainboard-Kooperation Zwei große Mainboard-Hersteller
aus Fernost wollen künftig bei der Mainboard-Produktion kooperieren . Die Werke
befinden sich in der Provinz Guangdong . 45 Prozent dieser Platinen wurden in
Geräten der Legend-Sparten für Privatkunden- und Firmen-PCs verkauft . Gigabyte
besitzt seit 1999 ein Werk mit neun Produktionslinien und 800 Mitarbeitern in
Dongguan . Legend ist mit 29 Prozent Marktanteil der größte PC-Anbieter in der
Volksrepublik China . Im internationalen Vergleich gehört Legend aber nicht zu
den ganz großen Herstellern . Die 1986 gegründete Firma Gigabyte stellt außer
Mainboards auch noch Grafikkarten und Barebones her , das sind PC-Chassis ohne
CPU , Speicher und Laufwerke . Erste Double-Data-Rate-Speichermodule lieferbar
Als einer der ersten Anbieter liefert der größte US-Speicherhersteller Micron
Double-Data-Rate-SDRAM-DIMMs aus . Besonders interessant ist der Preis für die
PC200-Module : diese sind nicht teurer als PC133-222-Speicherriegel . Damit
kosten PC200-Module 25 Prozent mehr als die heute noch meistverkauften
PC100-222-DIMMs desselben Herstellers . Für die derzeit schnellste
DDR-SDRAM-Geschwindigkeitsklasse PC266 verlangt Micron nochmals rund 10 Prozent
Aufschlag . Etwas verwirrend sind die Angaben PC1600 und PC2100 mancher Firmen :
Damit sind in Anspielung auf die theoretisch maximale Datentransferrate
ebenfalls PC200- respektive PC266-Module gemeint . Hier die US-Preise für
ungepufferte 64-MByte-Speichermodule ohne ECC , alle Angaben in US-Dollar ohne
Mehrwertsteuer , Bestellung per Web . Quelle : Crucial , USA . PC100-222 57,60 $
PC133-33 363,00 $ PC133-22 272,00 $ PC200 72,00 $ PC266 77,40 $ In Deutschland
sind DDR-SDRAM-DIMMs noch nicht für Endkunden verfügbar . Mit Erscheinen der
ersten DDR-SDRAM-Mainboards soll sich das ändern , Lieferengpässe befürchtet
niemand . Der Handel erwartet im Vergleich zu PC133-Modulen rund 15 Prozent
Aufschlag , ausgehend von den Preisen für Markenware . Infineon erweitert die
Fertigungskapazität In Richmond , Virginia , entsteht neben dem bisherigen Werk
, das 200-mm-Wafer-verarbeitet , eine neue Produktionsstraße . Dort sollen ab
Anfang 2002 256-MBit-Speicherchips in 0,14-µm-Technik auf 300-mm-Wafern
entstehen . Man erwartet , rund 1100 zusätzliche Mitarbeiter im Zuge der
Kapazitätserweiterung einzustellen . Der US-Bundesstaat Virginia fördert die
Ansiedelung der Chipindustrie mit Bildungsmaßnahmen und erfolgsabhängigen
Zuwendungen . Das Infineon-Werk in Richmond war als " White Oak Semiconductor "
1996 gegründet worden und nahm nach nur 18 Monaten Bauzeit bereits 1998 die
Produktion von 128- und 256-MBit-Speicherchips auf . Zurzeit fertigen die rund
1700 Mitarbeiter in 0,17-µm-Technik . Auch in Deutschland baut Infineon aus :
Heute legt die Firma im Beisein des bayerischen Wirtschaftsministers Dr. Otto
Wiesheu am Regensburger Werk den Grundstein für eine Erweiterung der
Produktionsflächen um 4500 Quadratmeter . Aus Regensburg sollen die Chips für
UMTS-Handys und andere Kommunikationsbausteine kommen , auf die Infineon künftig
verstärkt setzt . Weitere Kapazitätserweiterungen sind im Rahmen von
Joint-Ventures in Asien im Bau . Auch die Osram Opto Semiconductors , ein
Joint-Venture von Osram und Infineon , will in Regensburg bauen . Bis 2003
möchte man die Mitarbeiterzahl von 890 auf rund 1300 steigen . Die
LED-Endmontage findet dabei in Malaysia statt , wo etwa die dreifache Anzahl an
Mitarbeitern wie in Deutschland beschäftigt ist . Auch in Malaysia sollen die
Fertigungskapazitäten verdoppelt werden . Als Hauptgründe für die Entscheidung ,
in Regensburg zu investieren , gibt Osram Opto Semiconductor die Nähe zur
Entwicklungsabteilung und die Verfügbarkeit qualifizierter Arbeitskräfte an .
Das bayerische Staatsministerium für Wirtschaft , Verkehr und Technologie
fördert mit verschiedenen Maßnahmen die Ansiedelung von Hochtechnologiefirmen .
Infineon investiert in Speichertechnik-Entwickler FRAM ( ferroelektrisches RAM )
nutzt die Hysteresekurve des ferroelektrischen Effekts aus . Nach dem Abschalten
des polarisierenden Feldes behalten dünne keramische Filme einen Teil der
Polarisierung bei . Diesen Zustand wertet man beim Auslesen der gespeicherten
Information aus . FRAMs kombinieren Vorteile von DRAM und Flash : Die Schreib-
und Lesevorgänge erfolgen ähnlich schnell wie bei DRAMs , der Inhalt der
Speicherzellen bleibt aber auch ohne Stromversorgung erhalten . Dass sich FRAMs
trotz schon jahrelanger Verfügbarkeit dennoch nicht als Standardspeicher
durchsetzen konnten , liegt an der begrenzten Anzahl der Schreibzyklen - heutige
FRAM-Zellen vertragen nur rund 10 Milliarden davon . In Mobilgeräten , bei denen
sich der Speicherinhalt relativ selten ändert , lässt sich FRAM jedoch , etwa in
Kombination mit DRAM , gut einsetzen . Dank der hohen Lesegeschwindigkeit könnte
ein Prozessor das Betriebssystem aus einem FRAM direkt ausführen - diese
Vorgehensweise führt bei Flash-Speichern wegen deren Schwerfälligkeit zu
schlechten Leistungen . Infineon darf zwei Vertreter in das Board of Directors
des Speicherspezialisten entsenden . Beide Seiten verpflichten sich , die im
Tausch erworbenen Aktienpakete über einen gewissen Mindestzeitraum nicht zu
verkaufen . Ramtron hat sich von dem Infineon-Geld gleich einmal einen neuen
Geschäftsführer geleistet : William W. Staunton III kommt von der Firma Space
Electronics , die Halbleiterbauelemente für Raumfahrtanwendungen entwickelt .
Bereits im Januar 2000 hatte Infineon einen 20-Prozent-Anteil am
Ramtron-Tochterunternehmen Enhanced Memory Systems ( EMS ) erworben . Im Rahmen
des Infineon-Engagements bekam EMS die Möglichkeit , die eigenen Produkte in den
Infineon-Fabriken fertigen zu lassen . EMS entwickelt und vertreibt
SDRAM-Speicherchips- und Module , die mit speziellen Caches ausgestattet sind
und so schnellere Zugriffe ermöglichen sollen . Nach Messungen von c't ( siehe
Heft 17/2000 ) bringt diese Technik in heutigen PCs allerdings kaum Vorteile .
Manche HSDRAM-DIMMs eignen sich aber für etwas höhere Taktfrequenzen als
Standard-PC133-DIMMs . Sächsischer Halbleiterhersteller ZMD will an die Börse
Das heute zur Sachsenring AG gehörende Zentrum für Mikroelektronik Dresden ( ZMD
) hat sich von einer GmbH in eine AG umgewandelt . Für Ende 2001 plant das
Unternehmen mit heute 560 Mitarbeitern den Börsengang . 1999 waren es erst 64,4
Millionen . Viele ZMD-Produkte kommen im Automobilbereich zum Einsatz . Das ZMD
war in der DDR Teil des volkseigenen Betriebs Carl Zeiss Jena und gehört zu den
traditionsreichsten deutschen Halbleiterfirmen . ALi stellt neuen Chipsatz vor
Der taiwanische Chipsatz-Hersteller ALi ( Acer Laboratories ) stellt den neuen
Chipsatz Aladdin Pro 4 für Intel-Prozessoren vor . Mainboards mit diesem
Chipsatz eignen sich für Sockel-370- und Slot-1-CPUs mit einer Taktfrequenz von
100 MHz für den Frontside-Bus . Der Chipsatz besteht aus der Northbridge M1641
und der Southbridge M1535 . Der Baustein M1641 gibt sich bei der
Speicherkonfiguration flexibel und kann mit PC100- , PC-133- und
Virtual-Channel-SDRAMs umgehen . Die Southbridge M1535 enthält , ganz dem Trend
zu hoher Integrationsdichte folgend , nicht nur einen Ein-/Ausgabebaustein zum
Anschluss der üblichen Peripheriegeräte wie Tastatur , Maus , Drucker und Modem
, sondern bietet auch noch einen Soundchip . Als weitere Spezialitäten gibt es
vier USB-Ports und zwei UDMA/66-fähige EIDE-Kanäle . ALi hebt besonders die
Energie-Management-Funktionen des Chipsatzes hervor : Dies sei insbesondere für
Laptops wichtig . Mobilrechner des Herstellers Acer sind meist mit
ALi-Chipsätzen bestückt , da beide Firmen zur taiwanischen Acer Group gehören .
Preistief für Speichermodule Zur Zeit sind PC100-SDRAM-Speichermodule für PCs so
günstig wie lange nicht mehr : Schon für gut 100 Mark gibt es ein 64-MByte-DIMM
, 128-MByte-Module kosten knapp das doppelte . Für PC133-Speicherriegel muss man
jeweils etwa 15 Prozent mehr anlegen . Damit liegen die aktuellen Preise nur
noch etwa 30 Prozent über dem Preistief im vergangenen Sommer . Auf dem
Spot-Markt , wo sich die Hersteller mit Chips eindecken , kostet ein
64-Megabit-SDRAM-Chip für PC100-Module derzeit um die sechs US-Dollar . Der
japanische Newsdienst AsiaBizTech macht für die fallenden Speicherpreise
indirekt Intel verantwortlich : Auf Grund der Lieferengpässe bei
Intel-Prozessoren könnten die PC-Hersteller ihre Lagerbestände an
Speichermodulen nicht schnell genug loswerden , was wiederum die Preise drücke .
Eine Aussage über die künftige Speicher-Preisentwicklung ist schwierig . Fest
steht , dass die Halbleiterhersteller bei sinkenden Chip-Preisen weniger
verdienen . Ob es deshalb zu einer Drosselung der Produktion und damit wiederum
zu einem Preisanstieg kommt , ist fraglich : Schließlich arbeiten die sündhaft
teuren Halbleiterwerke nur bei ausreichender Auslastung wirtschaftlich .
Längerfristig rüsten sich die Produzenten durch billigere Herstellungsverfahren
( 300-mm-Wafer , kleinere Chip-Strukturen ) , Kooperationsabkommen mit der
Konkurrenz und Firmenverschmelzungen gegen fallende Preise . Neuer
Super-Sockel-7-Chipsatz mit integrierter Grafik Der taiwanische Hersteller Acer
Labs ( ALi ) verspricht mit einem neuen Chipsatz hohe Beschleunigungsleistungen
für 3D-Anwendungen . Der Grafikkern in der Aladdin-7-Northbridge M1561 stammt
von ArtX , die auch den Grafikchip für die kommende Nintendo-Console Dolphin
entwickeln . Der ArtX-Grafikbeschleuniger beherrscht als erster integrierter
Grafikcontroller Transform-and-Lightning-Beschleunigung ( T&L ) . Wie dies mit
den 64 Bit breiten SDRAM-DIMMs bewerkstelligt wird , ist derzeit noch unklar -
Konzepte der Konkurrenten Intel ( i815 ) und SiS ( SiS630 ) sehen dazu
Erweiterungssteckplätze für spezielle SDRAM-Karten vor . Die 3D-Leistung des
Aladdin-7 soll jedenfalls deutlich über der der Konkurrenzchips liegen : Damit
läge man deutlich vor Intels i810 , dem SiS540 oder VIAs MVP4 - von der
Ultra-Version eines TNT-2-Chips ist dies aber weit entfernt . Die
Massenproduktion des Aladdin-7 soll Ende Februar anlaufen , erste Mainboards
werden noch im 1. Quartal 2000 erwartet . ALi zeigt den Aladdin-7 und auch den
Aladdin-TNT2 für Slot-1 und Sockel-370-Systeme auf der CeBIT in Halle 13 , Stand
C74 . Neue Runde im PC-Preiskampf Der Lebensmitteldiscounter Aldi bietet seit
einigen Jahren traditionell im März einen Komplettrechner an . Die Konkurrenten
stehen aber schon in den Startlöchern , um auch etwas vom Aldi-Werberummel zu
profitieren . Die bisher jeweils von Medion gefertigten Aldi-PCs umweht immer
etwas Geheimnisvolles , denn Aldi kündigt die genaue Konfiguration der Geräte
erst wenige Tage vor dem Verkaufsstart an . In den Aldi-Nord-Filialen werden
neue Rechner wohl ab kommendem Mittwoch ( 28. März ) stehen , bei der
Aldi-Südkette dürfte das Angebot ab kommendem Donnerstag zu haben sein . Der
Einzelhändler-Einkaufsverbund beispielsweise RedZac ( Interfunk ) trommelt schon
jetzt für einen ab dem 5. April verfügbaren Packard-Bell-Computer . Dieser "
A123 GO " soll für 1998 Mark einen 1-GHz-Athlon , 128 MByte PC133-Hauptspeicher
, eine GeForce-2-MX-Grafikkarte mit 32 MByte und TV-Anschluss , einen
8X-/4X-/32X-CD-Writer , ein 12X-DVD-Laufwerk sowie eine 40-GByte-Festplatte
mitbringen . Ein Monitor ist nicht im Preis des Miditowers mit
MSI-Micro-ATX-Mainboard enthalten , dafür liegt ein Softwarepaket mit Microsoft
Windows ME , Works 2000 und Word 2000 im Karton . Der A123 GO bietet
Onboard-Sound sowie ein Modem . Gerüchten zufolge soll der neue Aldi-PC erstmals
mit einem Athlon-Prozessor ausgestattet sein , angeblich soll sogar DDR-SDRAM
zum Einsatz kommen . Obwohl der Hersteller Medion im eigenen Angebot und für
Aldi bisher nur Intel-Prozessoren verbaute , hat man bereits Erfahrung mit
Athlon-CPUs : Die Pavilion-Baureihe von Hewlett Packard stellt nämlich ebenfalls
Medion her . Das Geschäft bei Medion läuft jedenfalls gut : Der Umsatz des
Essener Unternehmens wuchs im zweiten Halbjahr 2000 um 53,6 Prozent im Vergleich
zum Vorjahreszeitraum . In Sömmerda rollt der fünfmillionste PC vom Band
Fujitsu-Siemens feiert den fünfmillionsten PC , der im Werk für Privatkunden-PCs
im thüringischen Sömmerda vom Band rollt . Fujitsu-Siemens Computers ist
europäischer Marktführer bei den PCs für private Anwender . Seit elf Jahren
werden in Sömmerda PCs hergestellt . Das Werk wurde aus der ehemaligen
Robotron-Fertigung als Aquarius Systems International ( ASI ) vom ehemaligen
Commodore-Deutschland-Chef Winfried Hoffmann gegründet . 1993 zog das Werk in
neue Hallen um und fertigte später für Fujitsu . Aus Sömmerda kamen die
vorwiegend über Großmärkte vertriebenen T-Bird-Modelle von Fujitsu . Winfried
Hoffmann wurde Chef von Fujitsu ICL , nach der Fusion von Fujitsu und Siemens
rückte er im August 1999 in den Vorstand auf . Schon im März 2000 verließ
Hoffmann Fujitsu-Siemens allerdings endgültig . Seit Dezember 2000 baut FSC das
Werk Sömmerda weiter aus : FSC gehört zu den großen Arbeitgebern der Region , es
haben sich auch Zulieferbetriebe dort angesiedelt . Ab April will FSC jeden
Privatkunden-PC mit einer Filtersoftware für jugendgefährdende Webinhalte
ausliefern . Neues Mainboard-Format von VIA Der taiwanische Chipsatz- und
Prozessorhersteller VIA stellt mit ITX einen neuen Industriestandard für
PC-Mainboards vor . ITX definiert auch ein kleineres Netzteil mit 60 bis 75 Watt
Maximalleistung , das zwar den gleichen 20-poligen Mainboardstecker wie
ATX-Netzteile benutzt , aber nur +5- und +12-Volt-Versorgung sowie eine
5-Volt-Standby-Spannung liefert . Die ITX-Spezifikation steht auf dem
VIA-Webserver zum Download bereit . VIA zielt seit einiger Zeit verstärkt auf
den Lowcost-Markt , dort sieht man ein gewaltiges Marktpotenzial , vor allem in
Asien . Der Information PC soll sich für knapp 200 US-Dollar realisieren lassen
- natürlich mit ITX-Mainboard und VIA-Cyrix-III-Prozessor . Der ebenfalls sehr
preiswerte AMD Duron dürfte nicht die erste Wahl für ITX- oder
Flex-ATX-Kompaktrechner sein : Sein Strombedarf und damit auch die Wärmeabgabe
sind viel zu hoch . Intel kauft ICP Vortex Das Neckarsulmer Unternehmen ICP
Vortex ist jetzt eine Tochterfirma von Intels Networking and Communications
Group . Intel kaufte den Anbieter von SCSI-RAID-Produkten für eine ungenannte
Summe . Pentium III Xeon 900 MHz jetzt lieferbar Den bereits Anfang März
angekündigten Pentium III Xeon mit 900 MHz und 2 MByte Level-2-Cache liefert
Intel jetzt aus . Der in 1000er-Stückzahlen 3.692 US-Dollar teure Prozessor
läuft mit 100 MHz Frontside-Bustakt und eignet sich für Multiprozessorsysteme
mit bis zu acht CPUs . Die 700- und 900-Mhz-Multiprozessor-Xeons fertigt Intel
in einem 0,18-µm-Prozess , die 500- und 550-MHz-Ausführungen besitzen noch
0,25-µm-Strukturen . Sie eignen sich aber nur für Single- oder Dualbetrieb .
Philips und Toshiba reduzieren Gewinnerwartungen Die niederländische Royal
Philips erwartet im ersten Geschäftsquartal 2001 Verluste in den Sparten
Components und Consumer Electronics . Auch der japanische Technologiekonzern
Toshiba korrigiert Voraussagen für die Zukunft : Nachdem man Anfang Februar die
Gewinnerwartung für das laufende Geschäftsquartal dämpfte , stutzte man nunmehr
auch den Ausblick auf das kommende Geschäftsjahr 2002 zurecht . Nach Angaben des
US-Wirtschaftsdienstes Bloomberg geht die Planung des Konzerns jetzt mit 7,4
Billionen Yen von um rund 5 Prozent geringeren Umsätzen aus . Insgesamt will man
1,24 Billionen Yen investieren . Analysten kritisierten kürzlich die
Geschäftsplanung Toshibas als zu optimistisch . Intels neuer Xeon für
Workstations Mit dem neuen Xeon will Intel im Workstation-Markt abräumen . Der
Prozessor ist eng mit dem Pentium 4 verwandt und setzt wie dieser auf die neue
"NetBurst"-Architektur . Im Unterschied zum Pentium 4 eignet sich der unter dem
Codenamen " Foster " entwickelte Xeon jedoch für den Einsatz in
Dual-Prozessor-Workstations . Dazu ist der neue Chipsatz i860 " Colusa " nötig ,
der wie der i850 für den Pentium 4 mit zwei Kanälen für Rambus-Speicherriegel
ausgestattet ist . Außer der Unterstützung für zwei Xeons bringt der i860 noch
weitere für Workstations wichtige Funktionen mit . Über einen speziellen
Koppelbaustein lässt sich ein mit 66 MHz laufender 64-Bit-PCI-Bus anbinden .
Zwei so genannte MRH-R-Chips teilen die beiden im i860 eingebauten Rambus-Kanäle
in insgesamt vier Kanäle auf , sodass bis zu 4 GByte Speicher installierbar sind
. Im Unterschied zum Vorgänger Pentium III Xeon lässt Intel beim neuen Xeon den
Namen des Desktop-Prozessors weg . Wie von seinen Vorgängern wird es auch vom
neuen Xeon verschiedene Ausführungen für Workstation- und Servereinsatz geben .
Der heute mit 1,4 , 1,5 und 1,7 GHz Taktfrequenz vorgestellte Prozessor mit 256
KByte L2-Cache läuft ausschließlich in Einzel- und Dual-Konfiguration und heißt
deshalb auch " Xeon DP " für Dual-Processing . Erst im Herbst will Intel mit dem
Xeon MP ( Multi-Processing ) eine Variante zum Einsatz in Vier- , Acht- und
Mehrfachservern liefern , die dann mit zusätzlichem Level-3-Cache kommt . Einen
Chipsatz für die MP-Version plant Intel nicht . In Servern soll der " ServerSet
GC-HE " der zu Broadcom gehörigen Spezialfirma ServerWorks werkeln , der
DDR-SDRAM als Hauptspeicher einsetzt . Der Xeon ist dem Pentium 4 auch optisch
sehr ähnlich . Auf der Unterseite des Xeon sitzen 603 Pins im engen
Micro-PGA-Raster ; im Unterschied dazu hat der Pentium 4 423 Pins . Die
Leistungsdaten des neuen Xeon sind je nach Blickwinkel beeindruckend oder
enttäuschend . Beim SPEC-Gleitkomma-Benchmark SPECfp_base2000 gibt Intel für den
Pentium 4 1,7 GHz mit 598 Punkten den absolut höchsten Wert der veröffentlichten
Liste an . Damit liegt der gleich schnelle Xeon 1,7 GHz vor Prozessoren wie dem
UltraSPARC III mit 900 MHz ( 427 ) und dem Alpha 21264A mit 866 MHz ( 571 ) ,
wobei diese beiden 64-Bit-Prozessoren in Teilbereichen allerdings deutlich mehr
Leistung bieten . Die c't-Messungen zeigen auch bei Multimedia-Anwendungen sehr
gute Leistungen des Xeon-Pärchens . Nicht so berauschend ist die Performance des
neuen Xeon bei älterer Software . Dieses Problem hat der Prozessor vom Pentium 4
übernommen . Laut Intel stehen zahlreiche Software-Updates vor der Tür , mit
denen sich die Leistung der neuen NetBurst-Architektur nutzen lässt . Intel
verspricht im Vergleich zum Pentium III Xeon jedenfalls ein Leistungsplus "
zwischen 30 und 90 Prozent - abhängig von Anwendung und Konfiguration " .
Außerdem startet man eine eigene Xeon-Marketingkampagne unter dem Schlagwort "
Macroprocessing " . Unbestreitbar stößt der Xeon ( Datenblatt hier ) mit seiner
enormen Gleitkomma-Rechenleistung in die früher für x86-Prozessoren
unerreichbaren Gefilde der Workstation-CPUs vor . Dabei ist eine
Dual-Xeon-Workstation im Vergleich zu einer Sun oder einem Alpha-Rechner
preiswert - selbst Rambus-Speichermodule kosten nicht mehr als
Original-Sun-Speicherriegel . In Deutschland wollen Fujitsu-Siemens , Compaq ,
Dell , IBM und Hewlett-Packard Dual-Xeon-Workstations liefern . Bei
Fujitsu-Siemens ist die Celsius 670 ab rund 18.000 DM zu haben , Dell kündigt
die Precision 530 mit einem Prozessor ab 5220 Mark an . IBM und Hewlett-Packard
können nach eigenen Angaben erst in einigen Wochen liefern . Mainboards mit dem
i860-Chipsatz und zwei 603-poligen Prozessorsockeln für das neue
µPGA-603-Gehäuse des Xeon stellen nur wenige Firmen her . Iwill bringt zwei
Typen , eines mit nur vier RIMM-Slots und das DX400-SN mit acht Steckplätzen für
Speichermodule auf einer separaten Memory Expansion Card MEC-8 . Die Platine
bietet zwei 64-Bit-66-MHz-PCI-Slots , AGP Pro , den
Zweikanal-Ultra3-SCSI-Hostadapter Qlogic ISP12160A/66 sowie Onboard-LAN und
-sound . Mit einem Preis von über 2000 Mark ist ein solches Dual-Xeon-Board
nicht ganz billig . Auch Supermicro und Tyan liegen mit ihren ähnlich
ausgestatten Produkten in dieser Preisregion . Passende Netzteile bietet NMB
Minebea an . Diese dürften rund 450 Mark kosten . Die Preise der neuen Xeons
wirken im Vergleich zu den sonstigen Hardware-Kosten recht bescheiden : Wie
erwartet , verlangt Intel für einen Xeon lediglich rund 50 US-Dollar mehr als
für einen Pentium 4 gleicher Taktfrequenz ; der Xeon 1,7 GHz kommt also auf 406
US-Dollar , der Xeon 1,5 GHz auf 309 US-Dollar und der Xeon 1,3 GHz auf 268
US-Dollar . Diese Preise gelten wie immer für Großkunden bei Abnahmen von
jeweils 1000 Stück . In den nächsten Wochen erwartet man von AMD die Vorstellung
des Chipsatzes AMD-760MP , der Dual-Athlon-Rechner ermöglicht . AMD zielt damit
ebenfalls auf das Marktsegement der High-End-Profi-x86-Rechner . Das Mainboard
Tyan Thunder K7 hatte der Versandhändler Alternate vergangene Woche
versehentlich kurzzeitig bereits auf seiner Website zum Preis von etwa 1700 Mark
angeboten . Auch diese Platine erfordert ein ganz spezielles Netzteil . Eine
ausführliche Vorstellung des Intel Xeon bringt c't in Heft 11/2001 , seit heute
am Kiosk . Fünf neue Mobil-Prozessoren von Intel Gleich fünf neue Pentium-III-
und Celeron-Prozessoren für Laptops und Notebooks präsentiert Intel heute . Vom
Mobile Pentium III gibt es eine neue Ultra-Low-Voltage-Version ( ulv ) , die mit
maximal 600 MHz läuft . Per SpeedStep-Technik lässt sich dieser Prozessor in
einen Stromsparmodus schalten , in dem er lediglich 0,975 Volt Betriebsspannung
benötigt . Außerdem beherrschen die Mobilprozessoren eine QuickStart-Funktion
zum schnellen " Aufwachen " aus einem Stromsparmodus , der noch sparsamer ist
als der Betrieb mit reduzierter Taktfrequenz . Dieser Stromsparmodus lässt sich
daher sogar in den Pausen zwischen zwei Tastaturanschlägen nutzen . Laut Intel
soll der Prozessor dann " im Mittel " weniger als ein halbes Watt Leistung
aufnehmen . Die neue Low-Voltage-Variante ( lv ) des Mobile Pentium III 750
beherrscht ebenfalls SpeedStep , hier beträgt die Stromsparfrequenz 500 MHz bei
1,1 Volt . Bei Bestellungen von jeweils 1000 der neuen Chips verlangt Intel für
den ULV Mobile Pentium III 600 MHz mit SpeedStep 209 US-Dollar , für den LV
Mobile Pentium III 750 MHz mit SpeedStep 316 US-Dollar , für den ULV Mobile
Celeron 600 MHz 144 US-Dollar , für die LV-Version 134 US-Dollar und für den
schnellsten lieferbaren Mobile Celeron mit 800 MHz 170 US-Dollar . Im Januar
hatte Intel die ersten Ultra-Low-Voltage-Prozessoren vorgestellt ; damit will
der x86-Prozessormarktführer dem Konkurrenten Transmeta das Leben schwer machen
. Im Februar folgte anlässlich des IDF die Präsentation einer
Low-Voltage-Variante des Mobile Pentium III 700 MHz für 316 US-Dollar . Der
Preisüberblick vom April ist noch aktuell , nach inoffiziellen Roadmaps stehen
die nächsten Preissenkungen aber bereits am nächsten Montag an . Die aktuellen
Mobilprozessoren sitzen in einem 495-poligen Gehäuse , das in einer Variante zum
Einlöten ( BGA2 ) und einer zum Stecken ( µPGA2 ) verfügbar ist . Die Ultra- und
Low-Voltage-Prozessoren sind ausschließlich als Einlötversionen zu haben , denn
Intel zielt mit diesen CPUs hauptsächlich auf ultraflache Notebooks .
DDR-SDRAM-Speicher zum Preis von PC133-Modulen Der größte US-Speicherhersteller
Micron kündigt günstigere Preise für DDR-SDRAM nach PC2100- und PC1600-Standard
an . Diese 184-poligen Speicherriegel sind bei der Micron-Vertriebstochter
Crucial in einigen Konfigurationen zum selben Preis wie 168-polige PC133-DIMMs
gleicher Kapazität mit den Zeitparameteren 3-3-3 zu haben . Die schottische
Crucial-Niederlassung liefert für Versandkosten von 10,50 britischen Pfund per
UPS auch nach Deutschland . Dort kostet ein ungepuffertes 128-MByte-Modul in der
Ausführung PC2100-2533 , PC1600-2022 und PC133-333 jeweils rund 30 britische
Pfund , dazu kommt noch die Mehrwertsteuer . Das ist ungefähr derselbe Preis ,
den deutsche Versandhändler für Marken-PC2100-DIMMs etwa von Samsung zuzüglich
Versandkosten verlangen . PC133-222-Speicherriegel kosten bei Crucial gut 13,5
Prozent mehr . Module mit Zusatzchips für die ECC-Fehlerkorrektur sind etwa 18
Prozent teurer , solche mit ECC-Zusatzchips und Registern zur Pufferung der
Adressleitungen in Systemen mit sehr viel Speicher kosten einen Aufschlag von 30
Prozent . Nicht alle Chipsätze unterstützen ECC- und Registered-DIMMs , außerdem
arbeiten diese prinzipbedingt etwas langsamer . Micron kündigt Muster von
PC2100-DIMMs mit Chips der Geschwindigkeitsklasse DDR266A an . Diese erlauben
einen Betrieb mit einer CAS Latency ( CL ) von nur 2 Takten bei 133 MHz
Taktfrequenz . Die bisher zumeist lieferbaren PC2100-Module bieten nur eine CL
von 2,5 , also die Zeitparamter 2,5-3-3 . Wann die neuen PC2100-2033-DIMMs auch
über die Crucial-Website bestellbar sind , sagte Micron nicht . Auch Preise
behält der Hersteller noch für sich . Zurzeit nimmt man für DDR-DIMMs mit CL2
nur Bestellungen von Großkunden an . Halbleiter-Hersteller erwarten weiter
Rekord-Ergebnisse Der drittgrößte Chiphersteller der Welt , der japanische
Toshiba-Konzern , hat seine Zuwachsprognose nach oben korrigiert : Auch AMD in
Dresden ist von Erfolg der Athlons und Durons offenbar überzeugt . Nach einem
Bericht der Dresdner Neuesten Nachrichten will man die Reinräume im neuen
Dresdner Werk schon bald um knapp ein Viertel auf 11.000 Quadratmeter erweitern
. In dem Anbau sollen dann Fertigungsschritte erfolgen , die bislang in den USA
erledigt werden . Der US-amerikanische Verband der Hersteller von
Chip-Fertigungsanlagen , SEMI , meldet dagegen für Juni 2000 einen leichten
Rückgang der Wachstumsrate . Lag im April 2000 der Auftragsbestand noch um 94
Prozent über dem des Vorjahresmonats , so waren es im Juni " nur " noch 79
Prozent mehr als im Juni 1999 . SEMI veröffentlicht auch monatlich den Wert der
insgesamt weltweit verkauften Anlagen zur Herstellung von Halbleitern . Diese
Zahl liegt nur ein Prozent über dem Vergleichswert des Mai , aber 73 Prozent
höher als der Wert des Juni 1999 . Doch bekanntlich boomt nicht nur der Markt
der Speicherchips : Praktisch alle Bauteile , die man in Handys oder sonstigen
tragbaren Elektronikkisten und in Geräten für das Internet findet , verkaufen
sich wie von selbst . So meldet auch Analog Devices ein fettes Jahr : In der
ersten Hälfte des Finanzjahres 2000 setzte man 58 Prozent mehr um als im Jahr
zuvor . Analog Devices fertigt beispielsweise DSPs . Die digitalen
Signalprozessoren , die auch eines der Umsatz-Zugpferdchen von Texas Instruments
sind , braucht man für digitale Kommunikationsgeräte . Eine weiteres
interessantes Geschäftsfeld sind Bauelemente , die mechanische Funktionen mit
Halbleiterschaltungen verbinden . Hier sitzt das Fraunhofer-Institut
Siliziumtechnologie , mit dem man gemeinsam eine Studie zum Aufbau einer
Chip-Fabrik in Itzehoe durchführt . Wenn das Ergebnis positiv ausfällt , will
man bis 2002 mit 170 bis 200 Mitarbeitern die Fertigung aufnehmen . Texas
Instruments : Hoher Gewinn im zweiten Quartal Das Unternehmen führt das gute
Ergebnis vor allem auf den Verkauf der Speicherbaustein-Fertigung an Micron
Technology und auf Profitsteigerung in den anderen Halbleitersparten zurück .
Besonders gut bewertet TI das Geschäft mit digitalen Signalprozessoren ( DSP )
und analogen Standardbauelementen ; hier erwartet das Unternehmen auch weiterhin
ein starkes Wachstum . Bei der Elektronik für Festplattenlaufwerke geht man zwar
ebenfalls von guten Umsätzen aus , doch starker Preisdruck dämpft in diesem
Bereich die Profiterwartungen . In den USA verkauften zahlreiche Investoren
Anteile an Technologiefirmen , so dass die Kurse in dieser Sparte allgemein um
etwa zwei Prozent einbrachen . Motorola ist der weltweit zweitgrößte Hersteller
von Handys und dominiert den chinesischen Markt für Mobiltelefone . Der
US-Konzern ist schon jahrelang in China aktiv : Die neue Fabrik soll
8-Zoll-Wafer verarbeiten . Die Gebäude für dieses Werk wurden 1995 errichtet ,
durch die Asienkrise und die allgemeinen Probleme im Halbleitermarkt der letzten
Jahre konnten die Pläne allerdings erst jetzt weitergeführt werden . Die jetzt
geplante Anlage wird nach Angaben von Motorola immer noch zu den weltweit Großen
gehören . Die japanische Firma NEC lief den Amerikanern in der Zwischenzeit
jedoch den Rang ab und besitzt mit einer 8-Zoll-Fab für Speicherchips in
Shanghai die größte chinesische Halbleiterfertigung . Deutsche Packard Bell
mutiert zu NEC Computers Der japanische Konzern NEC lässt nun auch in
Deutschland den Markennamen Packard Bell seiner PC-Tochtergesellschaft fallen :
Das Unternehmen firmiert jetzt unter NEC Computers Deutschland GmbH . Bereits im
November 1999 wickelte NEC die US-amerikanische Packard Bell ab , weil der
ehemalige Marktführer sich selbst nach Milliardeninvestitionen nicht mehr erholt
hatte . Der frühere Packard-Bell-Europa-Chef hat bereits im März das Pferd
gewechselt und sitzt jetzt bei Apple im Sattel . Die mit Multimedia-Präsentation
überladene Webseite www.packardbell.de und das Portal www.packardbellnet.de
bleiben allerdings zunächst erhalten , wie auch das Markenlogo " Packard Bell "
für die Home-Computing-Produkte . Davon gibt es in Deutschland zurzeit offenbar
nur noch zwei : Den rund 5000 Mark teuren Design-PC " Spirit " und den " Legend
" mit AMD-Athlon-Bestückung . VIA liefert neuen Mobil-Prozessor Mit dem VIA
Cyrix III Mobile liefert die taiwanische Chipschmiede einen neuen stromsparenden
Prozessor für batteriebetriebene Geräte . Die CPU ist zunächst in Versionen für
500 und 600 MHz Taktfrequenz verfügbar und wird in einem Gehäuse für den Sockel
370 geliefert , in den auch Intels Celeron passt . OEMs bezahlen bei Abnahme von
mindestens 1000 Stück je 55 US-Dollar für den 500-MHz-Cyrix-III-Mobilprozessor .
Nach VIA-Angaben soll die " Long Haul " genannte Stromspartechnik bis zu 50
Prozent Energieeinsparung bringen . Ähnlich wie bei AMDs PowerNow!- und Intels
SpeedStep-Technik kann die Cyrix-III-Mobile-CPU bei verschiedenen
Spannungs-/Frequenzkombinationen laufen . Bei hohem Bedarf an Rechenleistung
läuft der Prozessor also mit maximaler Taktfrequenz und benötigt eine hohe
Kernspannung . Bei Anwendungen mit geringeren Anforderungen an die
Rechenleistung lässt sich durch abgesenkte Taktfrequenz und Kernspannung Strom
sparen . Der Cyrix III besitzt zwar einen 128 KByte großen Level-1-Cache , aber
keinen Level-2-Cache . Das spart Energie , führt aber im Vergleich zum Intel
Celeron zu einem deutlichen Rückstand bei der Rechenleistung . Nach Messungen
der c't ( Heft 14/00 , Seite 33 ) benötigt die 500-MHz-Desktop-Version des Cyrix
III bei 1,9 Volt Kernspannung nur rund 10 Watt . Genaue Spezifikationen für die
Mobil-Version legte VIA noch nicht vor . Intel gibt für die Low-Voltage-Version
( 1,35 Volt ) des 500-MHz-Mobile-Celeron immerhin 12,2 Watt " Themal Design
Power " an , die 1,6-Volt-Variante setzt sogar 16,8 Watt um . Nvidia entwickelt
Spezial-Chip für die Xbox In der für das Jahr 2001 angekündigten Spielkonsole
Xbox von Microsoft wird außer dem Grafikchip auch ein Spezialbaustein von Nvidia
arbeiten : Der Xbox Media Communication Processor , kurz MCPX . Der MCPX besteht
im wesentlichen aus zwei digitalen Signalprozessoren ( DSPs ) und übernimmt eine
ganze Reihe von Kommunikations- und Berechnungsaufgaben gleichzeitig :
Gleichzeitig enthält der MCPX eine USB- und eine Speicherschnittstelle . Damit
ersetzt der Chip eine Soundkarte , ein Modem , eine Netzwerkkarte und einige
Funktionen der North- und Southbridge herkömmlicher PCs - das dürfte die
Hardwarekosten der Xbox im Vergleich zu herkömmlichenen Designs erheblich
reduzieren . Dell stellt neue Business-PCs vor Der PC-Gigant Dell hat die
Optiplex-PC-Baureihe gründlich renoviert : Die neue Baureihe wird in den USA ab
Anfang Oktober ausgeliefert . Die Überarbeitung , an der Dell nach eigenen
Angaben rund 18 Monate tüftelte , beschränkt sich nicht auf die schickere Optik
: Die Gehäuse der neuen Optiplex-Reihe sind kleiner als die der Vorgänger ,
lassen sich schneller montieren und warten und ermöglichen ein neues
Lüftungskonzept . Die Kühlluft wird hinten angesaugt und auch nach hinten
ausgeblasen ; in Verbindung mit besserer Geräuschdämmung sollen die Optiplex-PCs
deshalb deutlich leiser sein . USB- und Soundanschlüsse sind auch von der
Vorderseite der Geräte aus zugänglich . Auf die konventionellen Schnittstellen
wie Parallelport und PS/2-Anschlüsse verzichtet Dell jedoch nicht . Als
Mainboards kommen Platinen mit Intels i815-Chipsatz zum Einsatz ; dank des
integrierten Grafikchips , aber trotzdem möglicher Aufrüstung mit einer
AGP-Grafikkarte können die Geräte sehr flexibel ausgerüstet werden . Eine
sorgfältige Kennzeichnung und Farbkodierung soll auch Laien einfache
Umrüstarbeiten im Inneren der Rechner erleichtern . Gleichzeitig mit den neuen
Optiplex-Rechnern stellt Dell neue Versionen der Latitude-Laptop-Baureihe vor ,
die innerhalb der nächsten zwei Monate in den USA verfügbar sein sollen . Zu den
neuen Ausstattungsmerkmalen gehören Pentium-III-CPUs mit bis zu 850 MHz , eine
Vorrüstung für drahtlosen Netzwerkanschluss sowie FireWire-Schnittstellen . Nur
als Prototypen präsentierte Dell eine Itanium-Workstation : In dem Gerät
arbeiten zwei 733-MHz-Itanium-Prozessoren . Als Betriebssystem für die
64-Bit-Chips kam eine Vorabversion des kommenden Microsoft Whistler zum Einsatz
. Gemäß Intels Roadmap will Dell " Pilotinstallationen " von Itanium-Systemen im
kommenden Quartal ausliefern , die Serienfertigung läuft dann im nächsten Jahr
an . Itanium-Workstations sollen vor allem wegen der höheren möglichen
Rechengenauigkeit und der bessern Fließkommaleistung der Itanium-CPUs
interessant sein . Nur bei wenigen Workstation-Anwendungen dürfte dagegen der
über 4 GByte hinausgehende Speicher-Adressierungsbereich der 64-Bit-Boliden
interessant sein . Intel veröffentlicht Spezifikation für Grafikport AGP-8X
Entsprechende Vorhaben zur Entwicklung von AGP-8X hatte Intel auf dem IDF im
August dieses Jahres angekündigt , konnte damals aber noch keine Details zu der
geplanten Schnittstelle nennen . Nun wird der Prozessor-Hersteller konkreter :
Der AGP-8X-Modus bietet mit einer theoretischen maximalen Transferrate von 2,1
GByte/s die doppelte Transferleistung der heute üblichen AGP-4X-Schnittstelle .
Die eigentliche Taktfrequenz der Schnittstelle beträgt auch im AGP-8X-Modus 66
MHz . Während eines 15 Nanosekunden dauernden Taktintervalls überträgt eine
AGP-8X-Grafikkarte allerdings 8 Datenwörter zu je 32 Bit , also insgesamt 32
Byte Daten . Für diese sehr hohe Datentransferrate sind einige technische
Änderungen im Vergleich zum 4X-Modus nötig . So beträgt die Signalspannung auf
den Datenleitungen im 8X-Modus nur noch 0,8 Volt ; außerdem kommt ein
differenzielles Signalisierungsschema zum Einsatz . Bei AGP-4X beträgt die
Signalspannung 1,5 Volt , im 1X- und 2X-Modus maximal 3,3 Volt . Die zulässige
Strombelastbarkeit des Accelerated Graphics Port bleibt auch bei der
AGP-8X-Spezifikation gegenüber dem heutigen Standard unverändert . Immerhin
dürfen Grafikkarten sich über 40 Watt genehmigen : 6 Ampere aus der
3,3-Volt-Leitung , 2 A aus 5 Volt und 1 A aus 12 Volt . Noch leistungshungrigere
Grafikkarten benötigen wie bisher einen AGP-Pro-Steckplatz , der mit
zusätzlichen Stromversorgungspins je nach Ausführung bis zu 110 Watt Leistung
liefern kann . Neu bei AGP-8X-Grafikkarten ist ein genau definierter
Kalibrierungszyklus , durch den sich Mainboard-Chipsatz und Grafikchip
aufeinander einstellen . Ebenfalls neu ist die Möglichkeit , mehrere
AGP-Steckplätze auf ein Mainboard zu packen . Die bisherige AGP-Spezifikation
sah nur einen AG-Port pro Board vor . Für Workstations sind noch weitere
technische Schmankerl in Vorbereitung . Dazu gehören isochrone Datentransfers ,
die die Verarbeitung von Streaming-Daten wie etwa Video erleichtern , und die
64-Bit-AGP-8X-Spezifikation , die aber noch in den Kinderschuhen steckt . Der
AGP-8X-Spezifikationsentwurf ist auf dem Intel-Webserver öffentlich zugänglich .
Neue 256-MBit-Speicherchips von Micron Dadurch werden diese Bauelemente kleiner
als ihre bisher im 0,21- und 0,18-µm-Prozessen hergestellten Vorgänger ,
außerdem sinkt die Betriebsspannung und damit die Leistungsaufnahme . SDR-SDRAM
läuft mit 3,3 Volt Versorgungsspannung , DDR-SDRAM benötigt 2,5 Volt . Bei
Speicherchips ist es durchaus üblich , intern mit einer geringeren als der
externen Versorgungsspannung zu arbeiten ; so enthalten etwa die in einem
0,17-µm-Prozess hergestellten Infineon-SDRAMs eine interne Spannungsregelung ,
die die Versorgungsspannung von 3,3 in 2,5 Volt umwandelt . Das senkt die
Stromaufnahme und macht die Speicherchips weniger empfindlich für
Spannungsschwankungen . Micron bemustert die 256-MBit-SDR-SDRAM-Bausteine ab
sofort in den Konfigurationen 64Mx4 ( MT48LC64M4A2TG ) , 32Mx8 ( MT48LC32M8A2TG
) und 16Mx16 ( MT48LC16M16A2TG ) ; die DDR-SDRAM-Chips vom Typ 16Mx16 (
MT46V16M16TG ) sind ab sofort erhältlich . Aus vier 16Mx16-Chips lässt sich ein
128-MByte-Speichermodul zusammenbauen , das ja bekanntlich 64 Datenleitungen
besitzt . Muster von kompletten DIMMs mit den neuen Micron-Chips sollen erst im
nächsten Quartal lieferbar sein . Preissenkungen beim Pentium 4 schon in Sicht
Bereits im Dezember senkt Intel die Großkunden-Einkaufspreise für die brandneuen
Pentium-4-Prozessoren . Ende Januar erfolgt eine erneute Preissenkung ,
gleichzeitig gibt es dann einen langsameren und preiswerteren Pentium-4-Chip mit
einer Taktfrequenz von 1,3 GHz . Wie immer handelt es sich um OEM-Preise bei der
Abnahme ab 1000 Stück . Damit sind die Intel-Prozessoren nach wie vor deutlich
teurer als AMD-CPUs . Zurzeit sind Gigahertz-Penium-III-Prozessoren immer noch
schwer erhältlich , kaum ein Händler listet sie . Außer den FC-PGA- und
Slot-1-Modellen für einen Frontside-Bustakt von 133 MHz ( Pentium III 1.0B GHz )
existiert auch eine etwas teurere Slot-1-Version für FSB-100 im Datenblatt .
Diese eignet sich besonders zum Aufrüsten von Mainboards mit BX- und GX-Chipsatz
, sofern diese die nötige Kernspannung von 1,7 Volt liefern können und ein
passendes BIOS besitzen , das die CPUs erkennt . Nach bisherigen Informationen
soll der Xeon-Nachfolger Foster jeweils 50 US-Dollar teurer sein als ein jeweils
gleich getakteter Pentium 4 . Der Foster ist im Unterschied zum Pentium 4
Dual-Prozessor-tauglich , benötigt aber auch neue Mainboards mit i860-Chipsatz .
Chip- und PC-Hersteller Micron enttäuscht die Börse Der US-amerikanische PC- und
Speicherchiphersteller Micron erreichte nicht ganz das von Analysten erwartete
Quartalsergebnis . Vor allem der schleppende PC-Absatz und der bröckelnde Preis
für Speicherchips habe die Gewinne im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2001 ,
das bei Micron am 30. November endete , reduziert . Der Micron-Geschäftsführer
Steve Appleton war mit der Geschäftsentwicklung dennoch zufrieden . " Trotz
schlechter werdender Marktbedingungen hatten wir ein sehr starkes Quartal . " Im
sehr erfolgreichen vorausgegangenen Geschäftsquartal verdiente Micron 1,26
Dollar pro Aktie . Nach wie vor sind die Speicherpreise extrem niedrig und der
PC-Absatz läuft nicht wie geplant . Auch hier sollen der Preisverfall und der
Absatzrückgang im PC- und Speichermarkt die Gründe für die enttäuschenden
Ergebnisse sein . Obwohl die PC-Sparte der Micron Electronics 27 Prozent mehr
Geräte verkaufte , stieg der Umsatz nur um fünf Prozent . SpecTek bezieht die
Speicherchips für die eigenen Module zu Vertragspreisen von Micron , die zurzeit
weit über den Spotmarktpreisen liegen . Das sorgt für zu hohe Kosten , um am
umkämpften Speichermarkt Geld verdienen zu können . Microsofts mysteriöse X-Box
Mehreren Online-Diensten zufolge soll Microsofts schon länger erwartete
Spielkonsole X-Box demnächst das Licht der Öffentlichkeit erblicken : Bill Gates
höchstpersönlich wolle anlässlich der Game Developers Conference ( GDC2000 )
oder des ebenfalls Anfang März stattfindenden DirectX Developer Day die neue
DirectX-Spielkonsole präsentieren , heisst es in den Berichten . Eine
Microsoft-Hardwareplattform für 3D-Spiele wäre ein direkter Konkurrent von Sonys
Playstation 2 , Nintendos Dolphin oder Segas Dreamcast . Nach den bisher
kursierenden Gerüchten soll die sehr preisgünstige X-Box quasi aus einem stark
abgespeckten PC mit leistungsfähiger 3D-Hardware bestehen . Als Softwarebasis
für Spiele diene eine spezielle Windows-Version mit DirectX-Unterstützung . Als
Lieferanten für die wesentlichen Hardwarekomponenten Prozessor und Grafikchip
nennt ein Autor des Online-Dienstes ITNetwork.com AMD und Gigapixel : Microsoft
bezieht nach wie vor nicht Stellung zur X-Box . Sollten sich die Gerüchte um die
neue Spieleplattform Anfang März jedoch bestätigen , bedeutet dies starken
Gegenwind für die bisherigen Marktführer Sony , Sega und Nintendo . Intel und
FIC sind wieder Freunde Intels Klagen gegen den taiwanischen Mainboard- und
Systemhersteller First International Computer ( FIC ) wegen angeblicher
Patentverletzung sind vom Tisch . Die beiden Parteien einigten sich und wollen
künftig eine " erfolgreiche Geschäftsbeziehung " führen . Intel hatte FIC ,
Everex und den taiwanischen Chipsatzhersteller VIA im Herbst 1999 in mehreren
Ländern verklagt . Mit VIA hatte sich Intel bereits im vergangenen Jahr wieder
vertragen - allerdings später aus anderen Gründen erneut geklagt . Die genauen
Umstände und Bedingungen der Einigung halten alle Parteien geheim ; nur
andeutungsweise ist von Lizenzvereinbarungen die Rede . Halbleiterindustrie in
Champagner-Laune Gute Stimmung bei den Halbleiterherstellern : Nach einem fetten
Jahr 1999 mit 18 Prozent Wachstum erwartet die Branche in diesem Jahr eine
Steigerung um weitere 25 Prozent und sieht in eine weiter sonnige Zukunft .
Schätzungen von 40 Prozent Wachstumsrate im Jahre 2001 bewerteten Analysten auf
einer Tagung in Marseille als nicht zu optimistisch . Wachstumsmotor der Branche
sei dabei gar nicht so sehr der PC , sondern vielmehr das immer stärkere
Zusammenwachsen von Computern und Telekommunikation . Besonders die europäischen
Hersteller sehen sehr gute Marktchancen für ihre Produkte ; mit Philips ,
STMicroelectronics und Infineon kommen drei der zehn weltgrößten Chiphersteller
aus Europa . Der immens hohe Absatz von Chips zieht natürlich hohe Investitionen
in neue Fabriken und Fertigungsanlagen nach sich . In dessen Auftrag führten die
Wirtschaftsberater von Arthur Andersen LLP eine Untersuchung bei den
nordamerikanischen SEMI-Verbandsmitgliedern durch , die ebenfalls sehr positive
Ergebnisse brachte : Demnach betrug der Auftragsüberschuss im Februar 2000 etwa
41 Prozent - ein seit fünf Jahren unerreichter Spitzenwert und der zweithöchste
überhaupt , seit SEMI diese Untersuchungen durchführen lässt . Auch die
Umsatzzahlen sehen sehr gut aus : Der nächste wichtige Schritt zum anhaltenden
Erfolg ist nach Ansicht der Marktforscher von Dataquest nun der Übergang zu
300-mm-Wafern für die Chipherstellung . Nur so seien die für das hohe Wachstum
nötigen Mengen an Chips wirtschaftlich zu produzieren . Während in den 80er
Jahren noch rund 50 Chip-Fabriken ( Fabs ) genügend Kapazität für ein
nachhaltiges Wachstum der Branche bereitstellten , genügten dazu heute maximal
30 Fabs . Doch die für die 300-mm-Fabriken nötigen hohen Investitionen seien nur
dann problemlos finanzierbar , wenn das Preisniveau der Halbleiter in den
nächsten sechs bis zwölf Monaten um mindestens acht Prozent steige . Auch andere
neue Prozesstechnologien verschlingen viel Geld : So sind für den Übergang zu
immer feineren Strukturen neue Lithografiesystem nötig . Mittels kürzerer
Wellenlängen will die vom BMBF geförderte Deutsche Initiative
157-Nanometer-Lithografie ein Verfahren zur Herstellung von 100 Nanometer
kleinen Halbleiterstrukturen entwickeln . In der Initiative arbeiten unter
anderen Infineon und die Optik-Firma Carl Zeiss aus Oberkochen zusammen . Für
die Zukunft erwartet man dort ein jährliches Umsatzplus von durchschnittlich 25
Prozent . Fujitsu-Siemens zeigt Athlon-Mainboards Premiere für die Augsburger
Mainboard-Sparte von Fujitsu-Siemens : Erstmals wagen sich die Entwickler an
Sockel-A-Platinen für AMD-Athlon- und Duron-Prozessoren . Das D1289 und das
D1279 setzen auf den neuen VIA-KT266-Chipsatz für Double-Data-Rate-SDRAM . Das
einfacher ausgestattete D1279 bietet zwei der 184-poligen DIMM-Steckplätze , das
D1289 hat Platz für drei Module . Beide Boards im ATX-Format weisen fünf
PCI-Slots auf und sind mit Onboard-AC-97-Audio ausgestattet . Das D1289
beherrscht zusätzlich das FSC-typische Thermal Management zur Steuerung der
Lüfter im System . Vobis : 2001 wird profitabel Nach Restrukturierungmaßnahmen
wie der Straffung des Filialnetzes und Kostenreduktionen will die Aachener Vobis
Microcomputer AG in diesem Jahr 700.000 DM Gewinn machen . Dr. Jürgen Rakow ,
der mit seinem Partner Jürgen Bochmann seit Mitte 1999 das Unternehmen führt ,
zog auf der CeBIT eine positive Bilanz : Das Filialnetz wurde von 189 auf etwa
150 Filialen verkleinert . Das reduzierte zwar den Umsatz in diesem Bereich ,
aber auch die Verluste . " Wir haben jetzt nur noch Franchise-Nehmer , die ihre
Rechnungen auch bezahlen " meinte Jürgen Bochmann . Das Filialnetz solle nun
langsam wieder wachsen , parallel dazu baut Vobis den Telesales- und
Internet-Verkaufsbereich aus . Dort erzeilt man zurzeit rund 8 bis 10 Prozent
des Gesamtumsatzes . Auch mit neuen Produkten will Rakow den Absatz ankurbeln :
Im Mai soll ein All-in-One-PC mit 15-Zoll-TFT-Bildschirm ,
1-GHz-Pentium-III-Prozessor und CD-Brenner für unter 3000 Mark zu haben sein .
Schon jetzt ist ein 17-Zoll-Flachbildschirm , der Highscreen 751 , für 1999 DM
im Angebot . Als Topmodell soll ebenfalls im Mai ein Highscreen-PC mit
1,5-GHz-Pentium-4-CPU und 100-GByte-Festplatte für knapp 4000 Mark angeboten
werden . Vobis fertigt seit Mitte letzten Jahres wieder in eigener Regie an zwei
Standorten in Deutschland . Man habe im letzten Jahr rund 500.000
Komplettrechner gebaut , die über die deutsche Vobis Microcomputer AG , ihre
ausländischen Schwesterfirmen sowie in das Projektgeschäft verkauft wurden .
Gerüchten über einen bevorstehenden Verkauf trat Rakow entgegen . Zwar sei Vobis
ständig auf der Suche nach einem Partner , zurzeit sei aber keiner in Sicht .
Einem anderen PC-Anbieter . Eine reine finanzielle Beteiligung sei nicht
interessant . 25 Prozent plus eine Aktie an der Vobis Microcomputer AG halten
Dr. Rakow und Jürgen Bochmann , der Rest gehört der CBA , die auch die
ausländischen Vobis-Firmen besitzt . Die CBA wiederum gehört vollständig der
Divaco , an der unter anderen der Metro-Konzern , die Deutsche Bank und Gerling
beteiligt sind . Neue AS/400-Server mit Prozessoren in SOI-Technik In IBMs
Rechnerfamilie AS/400e halten neue Prozessoren Einzug . Ein neuartiges
Herstellungsverfahren bringt rund 30 Prozent Leistungszuwachs bei gleichzeitig
geringerer Wärmeentwicklung . Lange haben die Entwickler bei Big Blue an der
Silicon-On-Insulator-Technik ( SOI ) getüftelt , die jetzt bei den neuen
64-Bit-CPUs zum Einsatz kommt . Das Verfahren sorgt für geringere kapazitive
Umladeverluste , die besonders bei hohen Taktfrequenzen zu steigenden Verlusten
führen . IBM setzt Kupfer schon seit rund einem Jahr bei PowerPC-Prozessoren ein
. Zunächst wertet IBM eigene Produkte mit den neuen Prozessoren auf , doch bald
werden Produkte anderer Computerhersteller folgen , für die IBM Prozessoren
fertigt , so beispielsweise HP . Aber auch die Konkurrenz arbeitet mit Hochdruck
an SOI-Prozessen : Motorola plant die Einführung der SOI-Technik bei den
G4-Prozessoren . Auch Compaqs Tochterfirma Alpha Processors arbeitet daran .
Compaq mit bunten PC-Gehäusen im Design-Trend Zwei neue
Desktop-Computer-Baureihen und eine Laptop-Familie des amerikanischen
PC-Herstellers Compaq lassen sich mit farbigen " transluzenten " Blenden optisch
aufpeppen . Damit setzt sich der von Apple mit den schicken iMacs angestoßene
Design-Trend weiter durch . Während Apple beim iMac auf ein recht mutiges und
innovatives Gehäusekonzept mit integriertem Monitor setzte , erschöpft sich der
Designversuch bei den bunten Compaq-PCs in wechselbaren Blenden für die
Desktop-Gehäusefront , die Lautsprecherabdeckung und einen Tastatureinsatz . Die
" MyStyle Accent Color Kits " sind in sechs Farben lieferbar , serienmäßig
kommen die Minitower-Gehäuse allerdings im langweiligen Rauchgrau daher ( smokey
quartz ) . Da wirken die weiteren Töne Rubinrot , Amethyst ( lila ) ,
Bernsteinorange , Smaragdgrün und Saphirblau schon peppiger . Immerhin wurden
einige pfiffige Verbesserungen eingearbeitet : Das Rechnergehäuse soll sich für
Upgrades besonders leicht und ohne Werkzeuge öffnen lassen . In der Tastatur
sitzt ein E-Mail-Benachrichtigungslämpchen , das neu eingetroffene Botschaften
signalisiert . Die neuen Presario-Baureihen 5000 und 7000 sollen in den USA bald
zu haben sein : Die bunten Rechner sind besonders für Schüler gedacht , schon
seit Jahren steigen die Verkaufszahlen der PC-Hersteller zum Ende der
Sommerferien steil an . Die 5000er-Desktops sollen in den USA inklusive Monitor
ab etwa 780 US-Dollar erhältlich sein . Als Prozessoren kommen FC-PGA-Celerons
ab 566 MHz zum Einsatz , das Top-Modell setzt auf einen 800-MHz-Pentium-III .
Die Minimalausstattung umfasst ansonsten 64 MByte SDRAM , eine
10-GByte-Festplatte , Soundchip , Lautsprecher , 15-Zoll-Monitor , Modem ,
USB-Tastatur und CD-ROM-Laufwerk . Eine separate Grafikkarte ist nicht vorhanden
, denn die Rechner besitzen ein Mainboard , dessen integrierter i810E- oder
i815-Chipsatz einen Grafikprozessor enthält . Die Presario-7000-Baureihe kommt
in einem etwas größeren Gehäuse und wird mit Intel-Pentium-III- oder
AMD-Athlon-Prozessoren bestückt . Im letzeren Fall geht es bei den Preisen ab
rund 960 US-Dollar los . Darin enthalten sind über die Ausstattung der
5000-er-Serie hinaus eine 16-MByte-TNT2-Grafikkarte sowie zwei FireWire-Ports .
Bei den Presario-1400-Notebooks ist die Farbauswahl etwas eingeschränkt , auf
den Orangeton muss man verzichten . Ab rund 1500 US-Dollar sind die Geräte mit
Celeron-Prozessor zu haben . Ob und wann die Geräte auch in Deutsschland auf den
Markt kommen sollen , ist noch unklar . Intel klärt über Rambus-Speicher auf Das
zweiseitige Online-Dokument ist als Frage-/Antwortliste aufgebaut und
präsentiert den aktuellen Stand der Diskussion um die Rambus-Speichertechnik -
beziehungsweise die Meinung der Intel-Pressestelle dazu . An erster Stelle steht
der " Mythos " , RDRAM sei teuer und werde immer teurer sein als SDRAM oder
DDR-SDRAM . Intel hält dagegen , dass die RDRAM-Preise im 1. Quartal 2001 im
Vergleich zum 1. Quartal 2000 um 65 Prozent gefallen seien . Das mag stimmen -
nur sind gleichzeitig die Preise für SDRAM-Speicher noch stärker in den Keller
gerutscht . Weiter argumentiert Intel damit , dass unter anderem die Einführung
neuer Prozessoren und Speicherchips höherer Kapazität zu zukünftigen
Preissenkungen führen werden . Wenn man sich die aktuelle Entwicklung im
Speichermarkt ansieht , sind dies schwache Argumente . So bietet Micron seit
geraumer Zeit DDR-SDRAM-Module zum gleichen Preis wie PC133-SDRAM-DIMMs an .
Außerdem stehen Herstellungskosten und Endkundenpreise kaum noch in
nachvollziehbarem Zusammenhang . Intel streitet in dem Papier ab , dass das
Unternehmen vertraglich zur Bewerbung von RDRAM verpflichtet sei . Man nutze
zwar geistiges Eigentum von Rambus , sei aber nicht vertraglich zum Verkauf von
RDRAM gezwungen . Intel verwende und bewerbe Rambus , weil man glaube , dass es
den Kunden die bestmögliche Leistung biete und gleichzeitig technische Vorteile
für die PC-Industrie habe . Intel-Chef Craig Barrett wurde allerdings bereits im
Herbst 2000 mit der Bemerkung zitiert , dass die starke Konzentration auf RDRAM
als Speicherstandard aus wirtschaftlicher Sicht ein Fehler gewesen sei .
Tatsächlich hat das Unternehmen Rambus selbst im Jahresbericht für das
Geschäftsjahr 1998 festgestellt , dass Intel jederzeit von dem 1996
geschlossenen Vertrag zur RDRAM-Entwicklung zurücktreten könne . Darin bestehe
ein Geschäftsrisiko für das Unternehmen Rambus . Isotopenreines Silizium für
kühlere Chips Das US-Unternehmen Isonics kooperiert mit AMD bei der Erforschung
von reinem Silizium-28 in der Chipproduktion . Durch die bessere Wärmeleitung
fließt die Verlustleistung der auf dem Wafer befindlichen Tranisistoren
schneller ab ; ein solcher Halbleiterchip bleibt im Betrieb kühler . Es lassen
sich also aus 28Si Prozessoren mit geringeren Anforderungen an die Kühlung oder
noch leistungsfähigere Chips backen . Das thermisch bessere Verhalten
isotopenreiner Kristalle ist auch von anderen Elementen bekannt , etwa
Kohlenstoff . Das Problem an der 28Si-Technik ist , genügend Material zur
Herstellung von Wafern zu beschaffen . Bislang liefert Isonics lediglich Wafer ,
die eine dünne Schicht aus zu 99 Prozent isotopenreinem Silizium 28 tragen (
Epitaxial-Wafer ) . Diese Schicht wird aus einer gasförmigem Siliziumverbindung
( Trichlorsilan ) auf den Träger-Wafer abgeschieden . Die fertigen
28Si-Epitaxial-Wafer eigenen sich für Forschungszwecke , doch da bei heutigen
Flip-Chip-Prozessoren die Kühlung durch den Wafer hindurch erfolgt , sind die
thermischen Vorteile in der Praxis gering . Bereits im Dezember 2000 sollte
Eagle Picher 200 Kilogramm istopenreines Trichlorsilangas an Isonics liefern .
Daraus wollte man einen Einkristall züchten , aus dem man dann die für die
Chipproduktion nötigen Wafer schneidet . Nach Angaben von Isonics kann Eagle
Picher jedoch nicht liefern , weshalb man nun mit der Russischen Akademie der
Wissenschaften zusammenarbeitet . " In den nächsten Wochen " sollen erste
Produktmuster eintreffen ; wenn diese sich als geeignet erweisen , will Isonics
mit den russischen Forschern einen Zuliefervertrag schließen . Die Technik zur
Abscheidung der ungewünschten Isotope 29Si und 30Si ist aus der Urananreicherung
bekannt . Auch für die Herstellung von Brennstäben für Atomkraftwerke und für
waffentaugliches Uran benötigt man reine Isotope . Russland und die USA
beherrschen die Schlüsseltechnik Anreicherung natürlich . Doch auch Australien ,
einer der wichtigsten Lieferanten des Uran-Vorproduktes " Yellow Cake " ,
betreibt Anreicherungsanlagen . Das australische Unternehmen Silex besitzt die
Lizenz für ein in Japan entwickeltes Anreicherungsverfahren , das mit Laserlicht
arbeitet . Damit soll sich die Isotopentrennung wesentlich preiswerter
durchführen lassen . Nach eigenen Angaben arbeiten Silex und Isonics beim
Silizium 28 zusammen . Letzten Monat hat das US-Energieministerium ( DOE )
allerdings das Silex-Verfahren für Uran zur Verschlusssache erklärt . Doch
selbst wenn die Bereitstellung von genügend isotopenreinem Silizium gelänge ,
ist der Erfolg der neuen Wafer ungewiss . Manche Fachleute halten die Vorteile
von 28Si für zu gering , weil die Wärmeleitfähigkeit nur bei Raumtemperatur 60
Prozent besser ist ; bei 100 °C beträgt der Vorteil im Vergleich zu natürlich
vorkommendem Silizium nur noch 40 Prozent . Schon heute seien Verbesserungen an
den Wafern möglich , die wegen der Zusatzkosten aber nicht zum Einsatz kämen .
Der Preis für isotopenreine Wafer werde so hoch sein , dass sich auf diesen nur
Spezialprodukte wirtschaftlich fertigen ließen . Kürzlich stellte IBM ein
Verfahren vor , mit dem sich Siliziumkristallschichten strecken lassen ; das
führt zu höherer Beweglichkeit der Ladungsträger . Hynix schließt US-Werk
vorübergehend Der südkoreanische Halbleiterriese Hynix , vormals Hyundai
Electronics , schließt sein Werk in Eugene/Oregon für sechs Monate . Rund 600
Angestellte sind in dieser Zeit arbeitslos . Hynix drosselt damit wie erwartet
die Produktion von Speicherchips . Während der Stilllegung installiert das
Unternehmen allerdings neue Anlagen , um bei der Wiederaufnahme der Produktion
Anfang 2002 im kostengünstigeren 0,16-µm-Prozess fertigen zu können . Bisher
konnte man dort nur Chips mit 0,22-µm-Strukturen fertigen . Andere Hersteller
verwenden schon fortschrittlichere Verfahren , Infineon betreibt beispielsweise
die komplette DRAM-Fertigung schon seit Monaten mit 0,17 Mikrometern . Auch die
auf reine Chip-Fertigung spezialisierte taiwanische Foundry UMC entlässt
Mitarbeiter . Wegen der schlechten Geschäfte müssen 300 Angestellte gehen . Der
Anteil von DRAM- und nichtflüchtigen Speicherchips an den gesamten Verkäufen ist
mit bei UMC höher als beim Konkurrenten TSMC . Der Preisverfall war in den
letzten Monaten bei den Speicherchips deutlich dramatischer als bei anderen
Halbleiter-Bauelementen . Erste Mobile-Athlon-Notebooks im Handel ( Update ) Zu
Preisen um die 4000 DM sind die ersten Notebooks von Compaq und Hewlett-Packard
mit AMDs Mobile-Athlon-4-Prozessor zu haben . Auf dem deutschen Markt bietet
beispielsweise Atelco das Compaq Presario 1211EA an , bei dem ein Grafikchip vom
Typ ATI Rage Mobility M1 mit 8 MByte Speicher das 14,1-Zoll-Display ansteuert .
Die im c't-Labor gemessenen guten Leistungswerte des Mobile Athlon 4 in
3D-Programmen sind mit dem 900-MHz-Prozessor und der ATI-Grafik freilich nicht
erreichbar . Die weitere Ausstattung umfasst 128 MByte SDRAM , eine
20-GByte-Festplatte , ein DVD-Laufwerk , Modem und LAN . Über einen TV-Out-Port
ist ein Fernsehgerät anschließbar . Mit 3,3 kg zählt das Gerät nicht gerade zu
den Leichtgewichten . Die britische Handelskette Dixons bietet den Compaq
Presario 1212EA mit 900-MHz-Prozessor , 128 MByte Hauptspeicher ,
10-GByte-Festplatte , einem ATI-Rage-Grafikchip und DVD-Laufwerk für knapp 1300
britische Pfund an . Hewlett-Packard listet im Rahmen der
Pavilion-Notebook-Baureihe gleich drei Modelle mit dem Athlon 4 mit 900 und 1000
MHz . Die einfachere Ausführung xh455 nutzt den 900-MHz-Prozessor , bietet ein
15-Zoll-Display , 256 Mbyte Speicher , Modem und LAN sowie ein DVD-Laufwerk .
Das besser ausgestattete xh485 liefert HP mit einem Gigahertz-Athlon und einem
DVD/CD-RW-Kombilaufwerk aus . Schon jetzt verfügbar ist das Pavilion n5470 für
knapp 2200 US-Dollar . Zu den Eckdaten gehören ein 15-Zoll-Display , 256 MByte
SDRAM , eine 20-GByte-Festplatte , Modem , Netzwerk und ein
DVD/CD-RW-Kombilaufwerk . Laut Spezifikation kommt der Grafikchip Trident
CyberBlade XP mit 8 MByte eigenem SGRAM-Speicher zum Einsatz . Mit dem n5430
steht auch ein Gerät mit Mobile Duron 850 bereit . AMD wollte angeblich Dresdner
Fabrik verkaufen Die in Austin ( Texas ) erscheinende Zeitung American Statesman
spekuliert über angebliche Pläne von AMD , die brandneue Chipfabrik in Dresden
zu verkaufen . Nach einem Interview mit Atiq Raza , dem nach den
Verlustmeldungen der letzten Woche zurückgetretenen AMD-Manager , vermutete das
Blatt , es sei in der AMD-Führungsspitze zu Differenzen gekommen . Der Rücktritt
von Raza , der als Wegbereiter des AMD-Flaggschiffs K7 " Athlon " gilt , sei
unter anderem auf dessen Vorschlag zurückzuführen , die Dresdner " Fab 30 "
abzustoßen . Laut American Statesman konnte sich Raza aber mit diesem Vorschlag
nicht gegen AMD-Chef Jerry Sanders durchsetzen . Nach schweren Verlusten in den
letzten Jahren ruhen alle Hoffnungen bei AMD derzeit auf dem Athlon . Zum
Jahresende soll in Dresden der neue Prozessor in Kupfertechnologie vom Band
laufen . Zwei Tage vor Razas Rücktritt wurde James E. Doran zum Chef der
deutschen AMD Saxony Manufacturing GmbH ernannt . Doran steht bereits seit 1990
im Dienst des Chipherstellers und leitete bislang die Fab 25 in Texas . Taifun "
Bilis " über Taiwan ( Update ) Das taiwanische Wetteramt hat für den heutigen
Dienstag eine Warnung wegen des Taifuns " Bilis " ausgesprochen , der heute
morgen gegen 3.00 Uhr deutscher Zeit die Insel Taiwan erreichte . Bilis ist der
bislang stärkste Taifun der Saison und hatte gestern einen Durchmesser von 250
Kilometern . Etwa sechs Stunden sollte sich Bilis über Taiwan austoben , bevor
er weiter in Richtung des chinesischen Festlandes zieht . Bislang wird ein Toter
gemeldet , durch den Sturm fiel an verschiedenen Stellen des Landes die
Stromversorgung aus . Zahlreiche Flüge in den Osten des Landes wurden abgesagt ,
Züge verkehrten nach Meldungen der Taipei Times allerdings normal . In Taitung
und Halien blieben am heutigen Dienstag die Schulen geschlossen . Auch
zahlreiche Firmen arbeiten nicht , darunter einige Unternehmen aus der
Computerbranche . Die meisten PC-Hardware-Unternehmen haben ihren Sitz
allerdings an der Westküste . Nach den verheerenden Erdbeben im Herbst
vergangenen Jahres , die mehr als 2000 Todesopfer forderten , scheint man in
Taiwan die Katastrophenwarnungen jetzt sehr ernst zu nehmen und bereitet sich
auch auf mögliche Überschwemmungen und Erdrutsche vor . Neue Initiative "
Information PC " von VIA Die taiwanische Chipfirma VIA startet eine Initiative
für billigere Home-Computer . Ziel ist eine neue Generation von Geräten , die
die Lücke zwischen Standard-PCs und so genannten Internet Appliances ausfüllen .
Als " Herz " der Information-PC-Initiative sieht VIA-Chef Wen-Chi Chen den
Cyrix-III-Prozessor . Diese preiswerte Sockel-370-CPU soll insbesondere in
Kombination mit VIAs PM601-Chipsatz PCs für unter 1000 Mark ermöglichen . Deren
Leistung soll für die üblichen Büro- und Internetanwendungen , aber auch für
Lern- und Spielsoftware ausreichen . Der Apollo-PM601-Chipsatz enthält einen
2D-/3D-Grafikbeschleuniger , der dem Blade-3D-Chip von Trident entspricht . Mit
dem Cyrix-III-Nachfolger " Matthew " , der sich gerade in der Entwicklung
befindet , sollen sich noch preiswertere PCs bauen lassen , weil dieser Chip
Grafikfunktionen und Speicher-Interface schon mitbringt . Dieses Konzept
verfolgt auch Intel mit dem Timna-Prozessor . Im Information PC White-Paper geht
VIA davon aus , dass es einen großen Markt für universell nutzbare Geräte gibt ,
die preislich und leistungsmäßig zwischen dem teuren Hochleistungs-PC und den
Spezialgeräten für nur einen Einsatzzweck , etwa Handys oder MP3-Spieler ,
angesiedelt sind . Weiter heißt es : " Ein 4000-Mark-PC bietet nur wenig mehr
populäre Fähigkeiten und Möglichkeiten als ein 1000-Mark-System " . Der
Information PC soll aber die Fehler der aus VIA-Sicht gescheiterten Initiative
für Network-PCs vermeiden , da er flexibler und leistungsfähiger sein soll .
Auch System-On-A-Chip-Designs , die in Web Pads oder ähnlichen Internet
Appliances zum Einsatz kommen , erteilt VIA eine klare Abfuhr und bezeichnet sie
als " überintegriert " . Das White Paper gibt Ziele für den Information PC vor .
Unter anderem sollen die Rechner besonders kompakt sein , möglichst ohne Lüfter
auskommen und USB- sowie FireWire-Ports zur Erweiterung bieten . Die billigsten
Geräte auf Basis der Information-PC-Hardware könnten für spezielle Anwendungen ,
wie beispielsweise Web-Browsing , ab rund 400 Mark zu haben sein . Dabei müsste
der Kunde auf eine Festplatte verzichten , die Software müsste also in der
Firmware enthalten sein . Ein solcher Billigstrechner wäre nach
VIA-Vorstellungen aber trotzdem per USB erweiterbar . Der
High-End-Information-PC für rund 1000 Mark unterscheidet sich dagegen kaum von
einem normalen Rechner . Für Wen-Chi Chen ist der Information PC dabei offenbar
mehr als nur eine technische Herausforderung : " In einer Zeit , in der die
Mehrheit der Weltbevölkerung keinen Zugang zu den immensen Ressourcen des
Internet hat , liegt es in der Verantwortung der PC-Industrie , bezahlbarere
Lösungen zu entwickeln , die den Menschen den Zugriff auf die Online-Welt der
Informationen schnell , leicht und preiswert ermöglichen . " Neue Chipfabrik in
Itzehoe geplant Das US-Unternehmen Standard MEMS und Philips Semiconductors
wollen dort in einem Joint-Venture ab dem Jahr 2002 in 0,35- und 0,25-µm-Technik
auf 8-Zoll-Wafern produzieren . Die Kapazität soll bei 300.000 Scheiben pro Jahr
liegen , auf denen CMOS-Schaltkreise und MEMS , also mikro-mechatronische
Systeme ( Micro Electro Mechanical Systems ) , entstehen . Ein Beispiel für den
Einsatz von MEMS sind nach Angaben von Philips die Druckköpfe von
Tintenstrahldruckern ; auch in der Optik finden diese Baugruppen Anwendung .
Standard MEMS arbeitet schon seit einiger Zeit mit dem Fraunhofer-Institut für
Siliziumtechnologie ( ISiT ) in Itzehoe zusammen . Mit dem Bau der Fabrik ,
deren Betrieb sich Standard MEMS und Philips Semiconductor teilen , soll es
schon im November losgehen . Siemens-Nixdorf ( SNI ) verkauft Die amerikanischen
Großinvestoren KKR ( Kohlberg Kravis Roberts ) und Goldman Sachs teilen sich das
Unternehmen mit weltweit 3400 Mitarbeitern , KKR wird allerdings Mehrheitseigner
sein . Außerdem hat die EU-Kartellbehörde die Fujitsu-Siemens-Fusion im
PC-Geschäft nur unter Auflagen genehmigt , zu denen auch der Verkauf des
ehemaligen SNI-Bereichs in Paderborn gehört . Die etwa 1650 dort beschäftigten
Mitarbeiter müssen sich nun an einen neuen Namen gewöhnen : " Wincor Nixdorf "
soll im Kernbereich Handel und Banken das Wachstum der letzten Jahre fortsetzen
. Der Aldi-PC : Das ist drin Der von vielen offenbar heiß ersehnte Aldi-PC ist
seit gestern in Sachsen erhältlich , seit heute in Norddeutschland und kommt
morgen in die Filialen der Aldi-Südkette . Leider wollte Aldi vorab kein
Testexemplar zur Verfügung stellen ; die c't-Redaktion musste sich deshalb
selbst ein Gerät beschaffen , was aber wegen des nicht allzu großen Andrangs
kein Problem aufwarf . Für 2598 Mark erhält man ein System im schicken
Midi-Tower-Gehäuse mit 200-Watt-ATX-Netzteil , das auch an der Frontseite zwei
USB-Buchsen hat . Im Inneren findet sich eine Micro-ATX-Mainboard mit drei
PCI-Steckplätzen , von denen einer mit einem Softmodem der Firma Creatix belegt
ist . Das Sockel-370-Mainboard namens " Medion2001 " in der Rev. 1.01. stammt
von Asus und ist offenbar eine nicht-handelsübliche OEM-Ausführung des CUV4X-M .
Es ist bestückt mit dem VIA-Chipsatz Apollo Pro133A und unterstützt
PC133-Speicher sowie den AGP-4X-Modus . Im Prozessorsockel sitzt ein
900-MHz-Pentium-III-Prozessor , der mit 100 MHz FSB-Taktfrequenz läuft und das
aktuelle Stepping 686 meldet . Die Platine bietet zwei Steckplätze für
Speichermodule , von denen einer mit einem 128-MByte-PC133-Speicherriegel
bestückt ist . Der Speicher läuft mit 133 MHz Taktfrequenz und mit den
Timingparametern 3-3-3 . Die Geschwindigkeit des aus acht 128-MBit-Micron-Chips
des Typs MT48LC16M8A2-75 aufgebauten DIMMs wird damit optimal ausgereizt ;
schneller geht 's mit diesem Speichertyp nicht . Im AGP-Slot steckt eine von
Asus fabrizierte und der AGP-V7100 /T ähnliche Grafikkarte mit
GeForce-2-MX-Grafikprozessor und 32 MByte SDRAM . In c't 23/00 auf Seite 140
finden sich Hinweise zum Selbstbau eines solchen Kabels . Die Seagate-Festplatte
ST340823A fasst 40 GByte und rotiert mit 5400 Umdrehungen pro Minute . Dieses
Modell zeigte im c't-Test in Heft 22/00 ( Seite 232 ) durchschnittliche
Leistungen . Das DVD-Laufwerk schafft 12X-Geschwindigkeit und kommt von Lite-On
. Festplatte und DVD laufen im UDMA-Modus am ersten Kanal des
Onboard-EIDE-Hostadapters . Ein CD-Writer-Plus von Hewlett-Packard kann CD-ROMS
mit 32-facher Geschwindigkeit lesen , CD-R- und CD-RW-Disks mit 4X-Speed
beschreiben ( 4X/4X/32X ) und läuft am zweiten EIDE-Kanal im PIO-Modus . Der
genaue Typ des CD-Brenners ist unklar , es scheint sich gleichfalls um ein
OEM-Modell zu handeln . Die HP-Original-Typen der 8100-er und 8200-er Serie
beherrschen die Modi 4X/4X/24X , die 9200-er-Serie schafft 4X/8X/32X . Der
eingebaute Brenner gehört jedenfalls nicht zur aktuellen Gerätegeneration -
heute sind deutlich schnellere Laufwerke üblich . Als Soundchip kommt der CT5880
zum Einsatz , der auch auf den Soundblaster-PCI128-Soundkarten von Creative Labs
zu finden ist . Als Soundanschlüsse stehen ein Stereoausgang sowie ein Mikrofon-
und ein Line-In-Eingang auf der rückseitigen ATX-Blende zur Verfügung .
Surround-Sound ist mit dieser Ausstattung nicht möglich . Für Treiber- und
BIOS-Updates ist man bei einigen Komponenten auf den Support von Medion
angewiesen ; das Mainboard etwa wird auf dem Asus-Server nicht aufgeführt . Wer
andere Betriebssysteme als das vorinstallierte Windows 98 ME installieren möchte
, muss insbesondere beim eingebauten Modem vorsichtig sein . Es scheint sich
dabei um das Creatix HAM zu handeln , das als Softmodem auf spezielle Treiber
angewiesen ist . Intel hat Ambient , den Entwickler des Modemchips , kürzlich
aufgekauft . Das Betriebssystem wird auf einer Recovery-CD mitgeliefert ; damit
lässt sich im Falle eines Falles nur der Originalzustand des Systems
wiederherstellen , wobei alle bis dahin eingegebenen Daten verloren gehen . Es
empfiehlt sich also der regelmäßige Einsatz des CD-Brenners für Backups , wozu
sich die beigelegte Brennsoftware Nero Burning ROM OEM V 5.0 anbietet . Zu den
weiteren Softwarebeigaben zählt unter anderem die Microsoft Works Suite 2000
inklusive Word 2000 . Auch eine Video-DVD liegt bei , es ist der Film " Aus der
Mitte entspringt ein Fluss " aus dem Jahre 1992 . Als Abspielsoftware dient
Cyberlinks Power DVD in der Version 2.55 . Zur Faxkommunikation kann man das
BitWare-Programm in Version 3.30 benutzen . Zwar lief die Grafikkarte nur im
AGP-2X-Modus , doch wirkt sich das in der Praxis nicht nachteilig aus . Der
installierte Treiber baut auf Nvidias Detonator 2 in der Version 5.32 auf .
Nvidia liefert zurzeit deutlich aktuellere Treiber . Die Softwarekonfiguration
des Systems kann man nur als sorgfältig bezeichnen , alle wichtigen
Softwarebeilagen sind eingerichtet . Auch das deutschsprachige und ausführliche
Handbuch verdient ein Lob . Support für den Aldi-PC leistet Medion , die
Hotline-Anschrift ist deutlich vermerkt . Die Testergebnisse sind für ein System
dieser Preislage gut . Die DVD-Wiedergabe lief ruckelfrei . Im Vergleich zu den
in den c't-Ausgaben 23/00 und 24/00 geprüften Komplettrechnern schlägt sich der
Aldi-PC damit sehr gut , kostet aber inklusive Monitor und Boxen auch etwas mehr
. Lautstärkemessungen waren in der Kürze der Zeit nicht möglich , dem Eindruck
nach läuft unser Rechner recht leise . Das Gehäuseinnere wirkt aufgeräumt und
sauber bestückt . Allerdings bietet der kompakte und gut ausgestattete Rechner
nur wenige Aufrüstmöglichkeiten - lediglich zwei PCI-Slots und ein
DIMM-Steckplatz sind frei . Da auch drei Anschlüsse des
Ultra-ATA/66-EIDE-Hostadapters bereits belegt sind , kann man nur noch ein
einziges weiteres Laufwerk in den freien 3,5-Zoll-Schacht einbauen . Wer die
2600 Mark entbehren kann , alle eingebauten Komponenten braucht und sowieso in
dieser Preisklasse einkaufen wollte , fährt mit dem Aldi-PC sicherlich nicht
schlecht . Die Leistungen des Gerätes bei Anwendungssoftware sind ordentlich ,
was man von einem 900-MHz-System auch erwarten darf . Fans von 3D-Spielen
dürften mit der Leistung ebenfalls auskommen und können die eingebaute
Grafikkarte bei Bedarf später tauschen . Doch so ganz klar wird die Zielgruppe
dieses Aldi-PC nicht - Einsteiger , die im Internet surfen oder nur
Textverarbeitung und Homebanking betreiben wollen , kommen mit einem
preiswerteren Rechner , etwa mit 700-MHz-Duron-CPU von AMD , günstiger weg .
Power-User wünschen sich sicherlich einen Rechner , der besser aufrüstbar ist
und wegen der leichter verfügbaren BIOS-Updates mit einem Standard-Mainboard
ausgerüstet ist . Mit Netzwerkkarte und Vierkanal-Soundkarte ist der Aldi-PC
restlos voll . Es steht zu erwarten , dass auch andere Discounter in der
Vorweihnachtszeit ähnliche und womöglich attraktivere Angebote bescheren .
Infineon und Toshiba entwickeln FeRAM Infineon scheint wild entschlossen , bei
allen denkbaren künftigen Speichertechniken mitzuarbeiten : Nach der kürzlich
verkündeten Kooperation mit IBM bei der Entwicklung von MRAM und dem Einstieg
bei der FRAM-Schmiede Ramtron steht jetzt die Zusammenarbeit mit Toshiba bei
FeRAM-Speicherchips ( Ferroelectric RAM ) auf dem Programm . Toshibas FeRAM
arbeitet prinzipiell genau so wie das Ramtron-FRAM : Beide Firmen verwenden als
Speicherelemente keramische Filme aus Blei-Zirkon-Titanat ( PZT , PbZrxTi1 - xO3
) . PZT weist ein Hystereseverhalten bezüglich der elektrischen Polarisation auf
, das man zur Informationsspeicherung nutzt . Toshiba bringt das Know-how ein ,
das bei der Herstellung eines 8-MBit-FeRAMs gewonnen wurde . Die Aufgabe von
Infineon ist , die Zahl der Schreib-Lese-Zyklen der FeRAM-Chips zu steigern und
die Kontamination des Siliziumsubstrates durch Metalle zu verringern . Da aber
auch nach Lesezugriffen ein Refresh des Zellinhaltes nötig ist , zählen auch
Lesezugriffe in diesem Sinne zu den Schreibzyklen . Es liegt also noch einiges
an Entwicklungsaufwand vor den beiden Kooperationspartnern . Samsung baut
billigere Rambus-Speicherchips Neue Rambus-Speicherchips des südkoreanischen
Halbleiterherstellers Samsung Semiconductor sollen rund 20 Prozent weniger
kosten als die aktuellen Bausteine . Nach Ansicht vom Samsung könnte dies den
Marktanteil von RDRAM ( Rambus-DRAM ) bedeutend steigern . Die neuen
256-MBit-Speicherchips stellt Samsung ab der zweiten Jahreshälfte in
0,17-µm-Prozesstechnik her . Statt der bei den bisher im PC-Bereich verwendeten
RDRAMs üblichen Anzahl von 32 internen Bänken , in denen die eigentlichen
Speicherzellen liegen , besitzt der neue Chiptyp nur vier - also ebenso viele
wie aktuelle SDRAMs . Dieser einfachere Aufbau und die Strukturverkleinerung
führen zu einem kleineren Silizium-Flächenbedarf , was wiederum geringere Kosten
bedeutet . Nach Ansicht von Samsung zahlen Endkunden für Rambus-Speichermodule
zurzeit das Zwei- bis Dreifache wie für SDRAM . Mit billigeren Speicherchips
könnte der Markt für RDRAM wachsen , an dem Samsung nach eigenen Angaben über 50
Prozent Anteil hat . Für das neue Samsung-RDRAM benötigt man allerdings
spezielle Chipsätze . Nach Angaben von Samsung entwickelt Intel einen solchen
Chipsatz für Lowcost-Computer . Das glücklose Projekt " Timna " eines Prozessors
mit integriertem Grafikprozessor und Rambus-Speicher-Controller hatte Intel
allerdings im September zu Grabe getragen . Alles deutet darauf hin , dass Intel
nun einen neuen Versuch unternimmt , den Konkurrenten Transmeta anzugreifen .
Bei den Transmeta-Crusoe-Prozessoren ist ein SDRAM-Speicher-Interface eingebaut
. Bei geringem Speicherausbau bietet die Rambus-Technik den Vorteil , dass
bereits ein einzelner RDRAM-Chip die volle Datentransferrate liefert . Die
Reduzierung der Anzahl der internen Speicherbänke von 32 auf nur vier könnte
aber zu einer spürbaren Leistungsminderung führen . Gerade die große Anzahl
interner Speicherbänke von RDRAMs gilt als einer der Vorteile dieses
Speichertyps . Ein 256-MBit-RDRAM speichert 32 MByte Daten . Infineon kündigt
DDR-SDRAM-Module mit 1 GByte an Ab dem zweiten Quartal dieses Jahres will
Infineon Double-Data-Rate-SDRAM-Speichermodule mit einer Kapazität von 1 GByte
in Musterstückzahlen liefern . Diese Speicherriegel bestehen aus 36 Chips mit je
256 MBit Kapazität , von denen jeweils zwei in einem Gehäuse verpackt sind . Die
aus diesen Bausteinen hergestellten Module nennt man Stacked DIMM . Die
1-GByte-Speicherriegel entsprechen dem PC1600-Standard und zielen offenbar auf
den Highend-Workstation- und -Servermarkt , in den AMD mit dem AMD-760-Chipsatz
einsteigen will . Dieser Chipsatz kann mit bis zu vier Registered-ECC-DIMMs
zusammenarbeiten , der maximale Speicherausbau beträgt also vier Gigabyte . Die
für Workstations und Server gedachte mehrprozessorfähige Variante des
AMD-760-Chipsatzes wird in der zweiten Jahreshälfte 2001 erwartet . Ab sofort
ist ein 256-MByte-DIMM von Infineon der Geschwindigkeitsklasse PC2100 für den
Einsatz in AMD-760-Mainboards validiert . Der Modulhersteller Smart betreibt
gemeinsam mit AMD ein Validierungsprogramm , bei dem man Speichermodule
verschiedener Hersteller auf reibungslosen Betrieb mit dem AMD-760 prüft . Eine
stets aktuelle Liste mit zurzeit 16 Modulen findet sich auf dem AMD-Server .
Thailand erwartet Export-Rückgang bei PC-Komponenten Die Ausfuhren von
Computerbauteilen aus Thailand könnten in diesem Jahr um bis zu einem Drittel
sinken . Die Regierung des südostasiatischen Landes befürchtet , dass der
Nachfragerückgang bei PCs beim wichtigsten Exportpartner USA zu einem
Auftragsrückgang in dieser Sparte führt . Die thailändische Regierung fördert
die Ansiedlung von Elektronikfirmen mit Steuer- und Zollbefreiungen . Im
vergangenen Jahr war der Export von Elektronik um 15 Prozent gestiegen und es
flossen 75 Prozent mehr Investitionen ausländischer Firmen als 1999 ins Land .
Dort sind auch wegen der 13-prozentigen Abwertung der lokalen Währung " Baht "
im Vergleich zum Dollar die Herstellungskosten günstig . Intel präsentiert die
neuen Prozessor-Renner Nach der Vorstellung des designierten
Pentium-III-Nachfolgers Willamette auf dem IDF folgte heute die Europa-Premiere
: Mit 1,505 GHz rannte der Prototyp auf der Pressekonferenz im kühlen Hannover
sogar noch um 3,3 Promille schneller als im sonnigen Palm Springs . Willamettes
Integer-Einheit läuft mit doppelter interner Taktfrequenz , also 3 GHz ; das
Interface zum neuen "Tehama"-Chipsatz bietet dank Quad-Data-Rate-Technik die
dreifache Datentransferrate wie die bisherigen Pentium-III-CPUs mit 133 MHz
FSB-Takt . Der neue Renner und die dazu passenden Mainboards werden für den
Oktober erwartet - auch hier sind Rambus-Speichermodule als Arbeitsspeicher
vorgesehen . Die Wartezeit bis dahin überbrückt Intel mit immer schnelleren
Pentium-III-Prozessoren , ein Exemplar mit 1 GHz Taktfrequenz durfte die Presse
heute bestaunen . In die Läden soll der Gigahertz-Pentium allerdings erst in der
zweiten Jahreshälfte kommen . Ein SAP-Mitarbeiter präsentierte Anwendungen , die
auf solchen leistungsfähigen " Application Hosts " laufen : Die einzelnen
Arbeitsplatzrechner brauchen dabei nicht so viel Rechenleistung und können
preisgünstiger , kompakter und leiser sein . Dies ist die ideale Arbeitsumgebung
für die auf der CeBIT allgegenwärtigen Easy-PCs , beispielsweise
Hewlett-Packards e-PC oder Compaqs iPaq . Diese Client-Server-Technik soll
zunächst in Firmennetzen Einzug halten , Intel hat jedoch auch Web-basierte
Anwendungen für Jedermann fest im Visier . Fujitsu-Siemens : Kooperation
erfolgreich Marketingleiter Winfried Hofmann und der Produkte-Chef Robert Hoog
zogen eine positive Bilanz der bisherigen Kooperation zwischen den im Oktober
1999 fusionierten Computerbauern Fujitsu und Siemens . Man habe trotz der
Widrigkeiten im letzten Quartal des vergangenen Jahres bereits gutes Geld
verdient . Die Belegschaft des Gemeinschaftsunternehmens wurde zwischenzeitlich
schon reduziert , hauptsächlich durch den Verkauf von Produktionsstätten .
Fujitsu-Siemens fertigt nun PCs für den europäischen Markt ausschließlich in
Deutschland : Die Endkunden-Systeme der neuen SCALEO- und
Standard-Produktfamilien kommen aus dem ehemaligen Fujitsu-Werk Sömmerda , in
Augsburg sollen nur noch die professionellen Scenic-Desktops , die
Celsius-Workstations und Primergy-Server montiert werden . Das Werk Paderborn ,
wo die RM-Unix-Server mit bis zu 24 Prozessoren gebaut werden , ist an
Flextronics verkauft . Wie die meisten Computerhersteller setzt auch Siemens
ganz auf das E-Business als " Haupt-Wachstumsmaschine in Europa " . Dafür sind
unter anderem die Hochleistungs-Server vorgesehen : Fujitsu liefert die
GP7000-Baureihe mit bis zu 64 SPARC64-Risc-CPUs . Das auch von Intel
vorgestellte Application Hosting heißt bei Fujitsu-Siemens ASP ( Application
Service Provider ) . Ab der zweiten Jahreshälte sollen die auf der CeBIT
vorgestellten Primergy-Server mit Itanium-Prozessoren zu haben sein . Für
Endkunden gibt es natürlich auch zahlreiche neue Komplettrechner . Etwas
verwirrend ist dabei die Bezeichnung der Modelle : Die früheren ErgoPro-Systeme
von Fujitsu gibt s nicht mehr , alle Rechner dieser Klasse heißen nun Scenic .
Neu dagegen sind die Baureihen SCALEO und Standard , die offenbar die früheren
T-Bird- und Xpert-Modelle ablösen und für den Vertrieb über Handelsketten und
Einzelhändler gedacht sind . Auf dem Messestand des Herstellers ( Halle 1 ,
Stand 5e2 ) sind auch einige Exemplare des im Januar angekündigten Easy-PCs "
CELVIN " zu sehen , die noch vom taiwanischen Hersteller Biostar stammen .
Fujitsu-Siemens hebt als lukrativen Markt besonders die Schulen hervor , wo man
großen Aufholbedarf ausgemacht hat . Mit einem speziellen Konzept möchte man
hier eine langfristig kostengünstige Lösung bieten : Der Clou : Die
Unterrichts-Applikationen liefen auf einem speziellen Server , dadurch reiche
die Rechenleistung der einzelnen Arbeitsplatzrechner für mehrere Jahre aus . Ein
sicherlich positiver Nebeneffekt für Schulen : Die relativ leistungsschwache
integrierte Grafik des i810E reduziert die Versuchung , auf dem Schulrechner mal
eben eine Partie 3D-Ballerspiele einzuschieben . Texas Instruments drosselt
Halbleiterproduktion Der US-Halbleiterkonzern Texas Instruments will fünf
Fabriken vorübergehend schließen , weil die Chip-Nachfrage zu niedrig sei . Laut
US-Berichten produzierte bereits ein Werk im US-Bundesstaat New Hampshire in
dieser Woche nicht . Weitere Produktionsstopps sind auch am deutschen Standort
Freising geplant sowie im kalifornischen Santa Cruz , in Houston/Texas und im
japanischen Hiji . Der besonders im Bereich digitale Signalprozessoren und
Hochfrequenzchips für Handys starke Hersteller TI hatte bereits im letzten
Quartal mit nur 22 Prozent Gewinnanstieg die Börse enttäuscht .
Chip-Fertigungsanlagen laufen nur bei hoher Auslastung wirtschaftlich , die
Produktion kleiner Mengen lohnt sich nicht . Weltweit sorgen sich die
Chiphersteller zurzeit um die sinkenden Auftragseingänge . Während man dies noch
als übliche saisonale Schwankung bezeichnet und als einen Übergang zu " eher
normaler Auslastung " ansieht , erwartet man die Talsohle der Auftragslage bei
TSMC im März oder April . Erst im zweiten Halbjahr 2001 soll es wieder richtig
aufwärts gehen - diese Durchhalteparole ist in der Branche derzeit oft zu hören
. Dual-Mainboards für Athlon und Foster Tyan zeigt auf der CeBIT das erste
Mainboard mit AMD-760-MP-Chipsatz für zwei AMD-Athlon-CPUs . Die Platine ist
allerdings noch nicht zu haben - laut Tyan will AMD den Chipsatz erst in etwa 8
bis 10 Wochen offiziell vorstellen . Tyans " Thunder K7 " bietet fünf
64-Bit-PCI-Steckplätze , die mit 33 MHz Taktfrequenz arbeiten . Das Board eignet
sich dank der geneigt eingebauten DIMM-Steckplätze für DDR-SDRAM-Module
besonders für flache Server und hat einen Onboard-Grafikchip ; alternativ ist
die Bestückung mit einer AGP-(Pro)-Grafikkarte möglich . Zwei Wermutstropfen
sind der hohe Preis , der über 1500 DM liegen dürfte , sowie das erforderliche
Netzteil : Die hohe Verlustleistung der beiden AMD-Athlon-CPUs erfordert eine
spezielle Stromversorgung über einen 24-poligen Stecker . Ein bis zwei Monate
nach der Vorstellung des AMD-760-MP wird eine weitere Variante dieses Chipsatzes
erwartet , die wahrscheinlich AMD-760-MPX heißen wird . Diese Ausführung soll
auch einen 64-Bit-PCI-Bus mit 66 MHz Taktfrequenz unterstützen . Ähnlich
leistungshungrig wie die AMD-Chips dürfte der in den nächsten Monaten erwartete
Pentium-III-Xeon-Nachfolger " Foster " sein . Er ist eng mit Intels Pentium 4
verwandt , im Unterschied zu diesem aber Dual-Prozessor-tauglich . Tyan zeigt
auf der CeBIT eine erste Dual-Foster-Platine mit dem dazugehörigen
"Colusa"-Chipsatz , der später wohl Intel i860 heißen wird . Colusa bietet zwei
Rambus-Kanäle für bis zu 2 GByte RDRAM , die sich auf entsprechenden Mainboards
mit zwei Umsetzerchips auf 4 Kanäle erweitern lassen . Auf einer
Memory-Steckkarte lassen sich dann bis zu 8 GByte RDRAM einstecken . Außer Tyan
zeigen auf der CeBIT auch Iwill und Supermicro Dual-Foster-Mainboards .
Supermicro präsentiert auch neue Dual-Pentium-III-Platinen mit ServerWorks
ServerSet-III-HE-SL-Chipsatz . Sie bieten einen AGP-Pro-Steckplatz und sind für
Hochleistungs-Workstations gedacht . Ebenfalls für den Pentium III eignen sich
die von zahlreichen Herstellern gezeigten Tandem-Boards mit VIA Apollo Pro266 .
Dieser Chipsatz erlaubt den Einsatz von Double-Data-Rate-Speichermodulen . Im
Unterschied zu den Einzelprozessorplatinen mit dem Apollo Pro266 sind die
Dual-Versionen aber allesamt zurzeit nicht lieferbar ; einige Hersteller wollen
noch bis Ende Mai warten . Micron schmeißt das PC-Geschäft hin Micron
Electronics , der Eigner des PC-Herstellers MicronPC , will sich zukünftig
ausschließlich dem Webhosting widmen . Das Unternehmen gab heute bekannt , es
werde mit dem Web-Hosting-Anbieter Interland fusionieren . Auch bisher schon war
Micron mit HostPro in dieser Branche tätig . Im Zuge der Fusion übereignet
Micron Electronics den Interland-Aktionären etwa 30 Prozent des neuen
Unternehmens . Das neue Unternehmen wird Interland heißen und seinen Sitz in
Atlanta haben . Es startet mit sechs Datacentern , 112.000 Kunden und 227.000
Websites . Die PC-Sparte MicronPC sowie die Speichermodulfirma SpecTek werden
verkauft . SpecTek soll an die Mutterfirma Micron Technology gehen . Im
PC-Bereich verlieren nach Angaben des US-Onlinedienstes News.com etwa 400
Mitarbeiter ihren Job . Gleichzeitig mit der Fusion gab Micron Electronics die
Ergebnisse des zweiten Quartals 2001 bekannt , das am 1. März endete . Die
Ergebnisse der abgetrennten Geschäftsbereiche sind darin nicht mehr enthalten .
Micron Technology , Eigentümerin von Micron Electronics , verzögerte die
Bekanntgabe seiner Quartalsergebnisse wegen der Umstrukturierungen . Man ließ
nur verlauten , dass der Bereich Speicherchips ein leicht positives Ergebnis
erzielt habe - Details sollen nächste Woche folgen . Pentium 4 mit 1,7 GHz und
Kampfpreis Der auf 1,7 GHz beschleunigte Pentium 4 soll Intel im heiß umkämpften
PC-Prozessormarkt wieder nach vorn bringen - aber nicht nur durch überzeugende
Leistung , sondern auch durch einen Kampfpreis : Mit einem Großhandelspreis von
nur 352 US-Dollar greift Intel den Konkurrenten AMD gezielt an , dessen
schnellster 1,33-GHz-Athlon für 350 US-Dollar in der Preisliste steht . Die
Preise der langsameren CPUs wird Intel jetzt natürlich ebenfalls deutlich nach
unten korrigieren ; AMD muss wohl oder übel mitziehen . Alles deutet also auf
deutlich fallende PC-Preise hin . Mit dem Pentium 4 1,7 GHz geht aber auch der
Wettkampf um die Leistungsspitze in eine neue Runde . Der Leistungsvergleich
zwischen den jeweils schnellsten AMD- und Intel-Prozessoren ergibt kein
einheitliches Bild : Während der 1,7-GHz-Intel-Bolide den Athlon bei
SPEC-Benchmarks und bei Video-Encoding-Anwendungen wie Ulead Video Studio sehr
deutlich schlägt , liegt der 1,33-GHz-Athlon bei den Standard-Büro- und
Grafik-Anwendungen des BAPCo SYSmark 2000 um 13,8 Prozent vorne . Laut Intel ist
dies vor allem auf ältere Software zurückzuführen . Mit modernen Compilern
übersetzte Programme sollen auf dem Pentium 4 deutlich schneller laufen .
Leistungsvergleich unter Windows 98SE Alle Messungen durchgeführt mit 128 MByte
Hauptspeicher , Grafikkarte mit Nvidia-GeForce-2-Chip und 32 MByte SGRAM ,
Treiber Detonator 6.31 , Festplatte IBM-DTLA307030 , Onboard-Sound oder
Soundblaster-Live-1024!-Soundkarte . SPEC-Werte laut Herstellerangabe . Wenn man
bedenkt , dass einige der Anwendungen , deren Arbeitsgeschwindigkeit der BAPCo
SYSmark2000 misst , schon gar nicht mehr erhältlich sind , mag man Intel
zustimmen . Allerdings lohnt sich für Anwender , die solche Programme weiter
nutzen wollen , die Anschaffung des Pentium 4 deshalb eben oft nicht . Außerdem
ist es mit den Geschwindigkeitsvorteilen durch neue Software-Revisionen auch
nicht immer so weit her : Im c't-Test war der Pentium 4 mit der
Video-Schnittsoftware Ulead VideoStudio 5.0 zwar deutlich schneller als der
Athlon . Ein angebliches Leistungsplus der angeblich optimierten Softwareversion
5.0 im Vergleich zur Vorgängerversion 4.0 stellte sich jedoch im Testdurchlauf
nicht ein . Bei genauerem Hinsehen stellte sich heraus , dass die
Pentium-4-Optimierungen nur 25 Übergangseffekte betreffen . Dennoch ist in
vielen Fällen zu erwarten , dass neue Programmversionen von der enormen Taktrate
des Pentium 4 profitieren können . Ob sich die Anschaffung eines
Pentium-4-Systems aber für erst in Zukunft nutzbare Höchstleistungen lohnt , ist
fraglich . Ein solches System lässt sich später kaum noch sinnvoll mit einer
schnelleren CPU aufrüsten , denn aller Voraussicht nach wird Intel bei 2 GHz
Taktfrequenz die Gehäusebauform ändern . Die verkleinerten Strukturen der
0,13-µm-Technik sollen den Pentium 4 fit machen für noch höhere Taktraten und
die Leistungsaufnahme drücken . Der neue 1,7-GHz-Chip verbrät bei 1,75 Volt
Vesorgungsspannung bis zu 64 Watt Leistung . Zum Vergleich : Der 1,33-GHz-Athlon
genehmigt sich bis zu 70 Watt , ein Pentium III gibt sich bei 1 GHz mit 26,1
Watt zufrieden . Mit den deutlichen Preissenkungen will Intel offenbar dem
kontinuierlichen Wachstum der AMD-Marktanteile einen Riegel vorschieben . Dabei
kämpft Intel gegen das Rambus-Handicap : Nach wie vor sind Rambus-Speicherriegel
deutlich teurer als SDRAM-Module . Die stark gesenkten Prozessorpreise sollen
den Herstellern den Einkauf des teuren Speichers versüßen , nachdem das direkte
Rambus-Sponsoring ausläuft . Die offiziellen Intel- und AMD-Preise gelten für
die gleichzeitige Abnahme von mindestens 1000 Prozessoren - über Einzelpreise
sagen sie also nicht viel aus . Außerdem gewähren die Hersteller natürlich
Rabatte bei größeren Abnahmemengen , und es ist ein offenes Geheimnis , dass
besonders Intel-treue PC-Hersteller wie Dell deutlich weniger als den
Listenpreis bezahlen . Bei den Athlons gilt wiederum , dass US-Discount-Händler
sogar einzelne CPUs teils deutlich unter dem offiziellen 1000er-Preis anbieten .
AMD wird sicherlich auf die Intel-Preissenkungen reagieren , und die Preise für
DDR-SDRAM sinken kontinuierlich . Im Vergleich zum Pentium 4 dürften schnelle
Athlons also preislich weiter konkurrenzfähig bleiben . Einen detaillierten
Bericht über Intels Pentium 4 und die neue Vectra VL800 von Hewlett-Packard
bietet die c't-Ausgabe 9/2001 , ab heute am Kiosk . AMD , Fujitsu und Intel
investieren Milliarden in Flash-Fertigung Nichtflüchtige Speicherchips finden
sich in jedem PC und jedem Handy , in den meisten elektronischen Mobilgeräten
und in immer mehr Haushaltsgeräten . Der Bedarf an solchen
Flash-Speicherbausteinen explodiert zurzeit - und mancher Geräte-Hersteller gibt
als Grund für Lieferengpässe die schlechte Verfügbarkeit der Flash-Chips an .
Das Joint-Venture-Unternehmen FASL ( Fujitsu AMD Semiconductor Limited ) ist
nach eigenen Angaben weltgrößter Flash-Produzent mit einem Marktanteil von 29,6
Prozent . AMD-Chef Sanders gab diese Zahl anlässlich der
AMD-Aktionärsversammlung bekannt . Zwischen August 2000 und Februar 2001 soll
auf 3,4 Hektar eine Anlage zur Verarbeitung von 8-Zoll- ( 200-mm- ) Wafern
entstehen . Eine Vervierfachung dieser Kapazität ist für das darauffolgende Jahr
geplant . Auch Konkurrent Intel ist mit seinen Flash-Bausteinen erfolgreich und
feiert die Auslieferung des milliardsten Flash-Chips . Seit 1988 stellt der
weltgrößte Chiphersteller Flash-Chips her . Ebenso wie FASL setzt Intel bei der
Fertigung auf 0,18-µm-Strukturen , wodurch die Chip-Ausbeute pro Wafer steigt .
Fujitsu-Siemens zieht Halbjahres-Bilanz Der Anstieg der Absatzzahlen betrug
insgesamt acht Prozent . Die einzelnen Produktbereiche Workstations , Notebooks
und Endanwender-Rechner entwickelten sich im ersten Halbjahr der jungen
Firmengeschichte allerdings sehr unterschiedlich : Die besonders erfolgreichen
Celsius-Workstations trugen zu einem Wachstum von 288 Prozent in dieser Sparte
bei , während " nur " 15 % mehr Notebooks und 21 % mehr Privatkunden-PCs
verkauft wurden . Bei letzteren erreicht Fujitsu-Siemens laut Dataquest in
Europa einen Marktanteil von 16,6 Prozent , im Hauptmarkt Deutschland gar 27
Prozent . Sehr hohe regionale Wachstumsraten erzielte Fujitsu-Siemens in den
Ländern Irland , Italien , Norwegen und Belgien . Im Server-Bereich entwickeln
sich die Geschäfte offenbar nicht so rosig wie erhofft . Diese Details erfahren
nur die Anteilseigner , nämlich die Siemens AG und Fujitsu Limited . SGI und
nVidia werden Freunde fürs Leben SGI und nVidia gehen eine strategische
Partnerschaft zur " Zusammenarbeit bei zukünftigen Grafiktechnologien " ein .
Damit ist der Streit um ein Patent von SGI über ein Texture-Mapping-Verfahren
beigelegt . Im April dieses Jahres hatte SGI eine Klage gegen nVidia wegen
Verletzung des US-Patents 5,706,481 eingereicht . Damit sollten dem Hersteller
der Riva-Grafikchips die Herstellung und der Vertrieb dieser Bauelemente
untersagt werden . Der Kooperationsvertrag sieht nun vor , dass die ehemaligen
Kontrahenten ihre Patente gegenseitig lizenzieren . Weitere Details zu dem
Abkommen gaben die Firmen nicht bekannt . Taifun Bilis : Weniger Schäden als
erwartet Der Taifun Bilis , vor dem das taiwanische Wetteramt am gestrigen
Dienstag warnte , hat in Taiwan weniger Schäden angerichtet als zunächst
befürchtet . Allerdings gab es drei Tote und einen Vermissten , einige
Erdrutsche und zahlreiche Stromausfälle auf der Insel . Am heutigen Mittwoch ist
der Taifun über dem chinesischen Festland , wo er offenbar immer noch recht
kräftig ist . In der taiwanischen Hauptstadt Taipeh sind viele Straßen durch
umgestürzte Bäume blockiert . Dort blieben heute die Börse , Schulen und Büros
wegen der Auswirkungen des Sturms geschlossen . Inwieweit sich der Taifun auf
die Computer- und Halbleiterbranche Taiwans ausgewirkt hat , lässt sich bislang
noch nicht feststellen . Halbleiter-Fertigungskapazität steigt , Lieferengpässe
bleiben Das entspricht einer Fläche von etwa 37000 Quadratmetern . In dieser
Zahl sind alle Prozesse für MOS- und Bipolar-Halbleiter zusammengefasst und auf
die Fläche von 6-Zoll-Wafern umgerechnet . Gegenüber dem ersten Quartal 2000
konnten die Chipfabriken ihre Produktionskapazität damit um rund 17 Prozent
steigern . Detailliertere Angaben sind für das erste Quartal 2000 verfügbar und
basieren auf Informationen von rund 50 großen IC-Herstellern , die in der
Organisation SIA zusammengeschlossen sind . Interessantes Detail : Der Anteil
der Produktionskapazität für bipolare Bauelemente an der gesamten
Fertigungskapazität betrug im letzten Quartal rund 10 Prozent . Die Auslastung
der Fabs ist hoch : Für das erste Quartal gaben die Hersteller an , dass ihre
8-Zoll-Fertigungsstraßen zu 99 Prozent ausgelastet waren . Auch diese Zahlen
stammen von den rund 50 in der SIA zusammengeschlossenen Chipschmieden . Die
Verkaufszahlen sind als gleitender Mittelwert über jeweils drei Monate berechnet
. Gegenüber dem Mai 2000 beträgt der Anstieg der Chipverkäufe weltweit etwa 5,2
Prozent . Die regionalen Märkte wachsen unterschiedlich schnell : Vom Juni 1999
zum Juni 2000 stieg der Chip-Absatz in Amerika um 42,7% , in Europa um 48,1% und
in der asiatisch-pazifischen Region sogar um 52,8% . Auch der Bedarf nach
verschiedenen Halbleitertypen entwickelt sich unterschiedlich : Spitzenreiter
sind die Flash-Speicherbausteine , die um 167% zulegten . DRAM-Speicher legten
dagegen " nur " um 75% zu , Mikroprozessoren sogar nur um 36% .
Feldprogrammierbare Logikbausteine ( FPLDs ) kamen auf eine Steigerungsrate von
106% , digitale Signalprozessoren auf 51% , analoge Bausteine und Optoelektronik
auf 70 und 65% . Deren Industrieorganisation SEMI meldet für den Monat Juli ein
Book-to-Bill-Verhältnis von 1,23 - das bedeutet , dass der Wert Auftragseingänge
in diesem Monat die Einnahmen durch Verkäufe um 23 Prozent überstieg . Gegenüber
Juli 1999 entspricht dies einer Steigerung von 73 Prozent . Die Chiphersteller
investieren also erheblich in neue Anlagen , doch trotzdem ist ein Ende der
aktuellen Knappheit vieler Bauelemente nicht in Sicht . Dabei sind nicht nur
Halbleiterbauelemente wie insbesondere Flash-Chips betroffen : Branchenkenner
erwähnen Lieferzeiten von etwa zwei Jahren , wenn man bei Vishay-Sprague oder
AVX heute Tantalkondensatoren bestellt . Besonders für kleine Firmen , die keine
langfristigen Lieferverträge oder große Lager haben , sind die Lieferengpässe
ein Problem - bestimmte Komponenten sind nur noch zu hohen Preisen von Brokern
zu haben , die Restmengen von anderen Firmen aufkaufen . Mittlerweile klagen
jedoch schon Branchenriesen wie Siemens darüber , dass man gar nicht so viele
Handys bauen könne wie der Markt aufnähme . Auch Compaq jammert , dass die
Bauteile-Knappheit sich auch auf das Wachstum der Computer-Branche auswirke .
Für die Endkunden kann sich die Knappheit bestimmter Bauelemente in Form von
Preissteigerungen auswirken : So sagen viele Auguren voraus , dass
Standard-Speicherriegel für PCs ( SDRAM-DIMMs ) weiter im Preis steigen werden .
Die Angebotslage bei Rambus-Speicherchips ist jedoch schwer zu durchschauen :
Der Pentium IV wird zunächst nur auf Mainboards mit Intels i850-Chipsatz "
Tehama " laufen , die ausschließlich RIMM-Steckplätze bieten . Gegenüber c't
versicherten allerdings mehrere Halbleiterhersteller , dass man RDRAM-Chips in
nahezu beliebiger Menge kaufen könne - fragt sich eben nur , zu welchem Preis .
Der Chef der Intel Architecture Group , Pat Gelsinger , wird jedenfalls mit den
Worten zitiert , dass man bei Intel mit der Preisentwicklung vom Rambus-Speicher
noch nicht zufrieden sei . Trotz des immer noch hohen Kosten seien RIMMs jedoch
die optimale Speichertechnik für den neuen Prozessor . IDF : Intel stellt neue
Easy-PCs vor Auf dem IDF präsentierte Pat Gelsinger , Chef der Intel
Architecture Group , einmal mehr neue Designer-PCs als Beispiele für Intels
Ease-of-Use-Konzept . Der " Easy PC " soll nach Ansicht von Intel ohne
langwieriges Booten schnell benutzbar sein , auf fehlerträchtige und
leistungshemmende "Legacy"-Schnittstellen wie PS/2- , serielle und parallele
Ports verzichten und leicht bedienbar sein . Als Anschluss- und
Erweiterungsmöglichkeit sind USB- oder FireWire-Schnittstellen vorgesehen ,
kompakte und bunte Gehäuse sparen Platz und sollen gefallen . In einer
aufwändigen virtuellen Präsentation stellt Intel interessant erscheinende
Konzepte vor . Fast alle der schicken Schmuckstücke haben aber eines gemeinsam :
Man kann sie nirgends kaufen . Intel selbst stellt bislang im Rahmen des "
Innovative PC Recognition Program " ganze zwei Geräte vor , von denen
mittlerweile nur noch Compaqs EZ2000 lieferbar ist . Dabei gibt es durchaus
andere Hersteller , die auf dieses Pferd setzen : Beispielsweise IBM ,
Hewlett-Packard und Fujitsu-Siemens . Compaq ist allerdings mit dem Erfolg des
EZ2000 nicht zufrieden : Offenbar verkaufen sich Easy-PCs nicht von selbst .
Laut Intel startete der Ease-of-Use-"Kreuzzug" auf dem IDF 1998 mit der
Vorstellung erster " Concept PCs " . Doch im Verlauf von zwei Jahren gelang es
nicht , alle Voraussetzungen für den Easy-PC zu erfüllen : Nach wie vor ist
beispielsweise die ACPI-Konfiguration , die den Verzicht auf das zeitraubende
Booten durch einen Suspend-to-RAM-Modus ermöglichen würde , extrem hakelig .
Auch Windows 2000 bringt hier keine wesentliche Verbesserung , solange die
Hardware-Hersteller bei ihren Produkten und Treibern nicht disziplinierter
arbeiten . Zusätzlich lässt die Leistungsfähigkeit der USB-Schnittstelle zu
wünschen übrig , die praktisch die einzige Erweiterungsmöglichkeit eines
Easy-PCs darstellt . Seit geraumer Zeit arbeitet man daher an der Einführung des
USB-2.0-Standards , der mit 480 MBit/s die 40-fache Übertragungskapazität des
aktuellen USB-1.1-Standards ( 12 MBit/s ) bietet . Doch noch sind keine
USB-2.0-Geräte verfügbar . Zwar haben alle Chipsatzhersteller Produkte in
Planung , die auf Mainboards für schnellere USB-Ports sorgen werden , doch wird
es wohl noch bis Anfang 2001 dauern , bevor es USB-2.0-taugliche Rechner gibt .
Jetzt stellt Intel Hardware-Herstellern kostenlos das " USB 2.0 Peripheral
Integration Lab " zur Verfügung , um die Einführung der schnellen Schnittstelle
zu beschleunigen . PC-Verkäufer können zufrieden sein Das abgelaufene
Geschäftsquartal brachte der Computerbranche Erfolg : Die
Marktforschungsunternehmen Dataquest und IDC berichten , dass weltweit ungefähr
16 Prozent mehr PCs als im Vorjahreszeitraum verkauft wurden . Dataquest und IDC
berechnen ihre Zahlen unterschiedlich ; dadurch ergeben sich Differenzen
zwischen den Analysen . Während IDC für das am 30. September abgelaufene Quartal
18,3 Prozent höhere Zahlen meldet , ermittelte Dataquest nur rund 15,2 Prozent
mehr verkaufte Rechner . Die IDC-Zahlen zeigen , dass die Firmen äußerst
unterschiedlich erfolgreich waren . Während der weltweit drittgrößte PC-Anbieter
Hewlett-Packard den Absatz in den USA um fast 47 Prozent steigern konnte , kam
Weltmarkt-Zweiter Dell dort nur auf etwa 20 Prozent Wachstum . Der Marktführer
Compaq legte in den USA nur um 17,5 Prozent zu , Gateway schaffte 1,7 Prozent
Wachstum und bei IBM brach der Absatz gar um 19,5 Prozent ein . Der US-Markt hat
sich dabei laut IDC mit 9,5 Prozent Wachstum schwächer entwickelt als erwartet .
Als einen Grund dafür nennt IDC den geringen Absatz bei den Firmenkunden . Laut
Dataquest seien diese nicht im vorausgesagten Umfang auf Windows 2000
umgestiegen . Microsoft selbst verwies bei seiner Quartalsbilanz allerdings
explizit auf die guten Verkaufserfolge des Profi-Betriebssystems . Die von den
Marktforschern ermittelten Ergebnisse lassen einige Unternehmensmeldungen der
Computerbranche in einem anderen Licht erscheinen : Als ein Grund für den
Abwärtstrend der Technologiebörse Nasdaq wurde nämlich immer der angeblich
schleppende PC-Absatz in Europa genannt . So hatten jedenfalls Intel , Dell und
Apple argumentiert . In hartem Kontrast steht die IDC-Analyse zum
IBM-Geschäftsbericht : Big Blue zeigte sich noch letzte Woche mit den
Ergebnissen der PC-Sparte zufrieden . Allerdings stellte man dabei besonders die
Erfolge im asiatisch-pazifischen Raum heraus . Besonders spannend , vor allem im
Hinblick auf die Kurse der Technologieaktien , ist die Voraussage der
Marktforscher für die Entwicklung des laufenden Quartals . Hier ist IDC
optimistisch und erwartet gegenüber dem vierten Quartal 1999 20 Prozent
Steigerung . Dataquest korrigiert jedoch eine frühere Prognose von 18,6 Prozent
nach unten auf rund 16 Prozent . Wenn die Zahlen der Marktforscher stimmen ,
dann hat der Misserfolg einzelner Unternehmen wesentlich mehr mit der jeweils
eigenen Firmenpolitik und Produktpalette als mit einer allgemeinen Marktschwäche
zu tun . Allerdings ist es fraglich , ob man für diese nicht gerade
bahnbrechende Erkenntnis die Analyse eines Marktforschungsunternehmens braucht
... Erster DDR-SDRAM-Chipsatz für Intel-Pentium-CPUs im Test Mit dem Apollo
Pro266 stellte VIA schon vor einiger Zeit einen Chipsatz für
Intel-Pentium-Prozessoren vor , der DDR-SDRAM unterstützt . Jetzt stellte der
taiwanische Chipsatzhersteller der c't-Redaktion einen Mainboard-Prototyp für
eigene Messungen zur Verfügung . An der Northbridge sind CPU , Speicher und
AGP-Grafikkarten angebunden . Der VT8233-Chip beherrscht den Ultra-ATA/100-Modus
, besitzt eine AC-97-Soundschnittstelle und sechs USB-Ports . Ein
Media-Access-Controller ( MAC ) zum Aufbau eines Netztwerkadapters ist ebenfalls
integriert . Den ISA-Bus unterstützt die neue VIA-Southbridge nicht mehr .
Double-Data-Rate-Speichermodule ( DDR-SDRAM-DIMMs ) sind in den
Geschwindigkeitsklassen PC200 und PC266 lieferbar . PC200 , auch PC1600 genannt
, erreicht bei 100 MHz Taktfrequenz eine maximale Datenübertragungsleistung von
1,6 GByte pro Sekunde . Die üblichen PC100-SDRAM-Module ( Single-Data-Rate ,
SDR-SDRAM-DIMMs ) können mit 800 MByte/s nur halb so viele Daten pro Sekunde
transferieren . Das 33 MHz schneller getaktete PC133-SDRAM kommt auf 1,066
GByte/s . PC266-Module erreichen bis zu 2,1 GByte/s und werden auch als
PC2100-DIMMs vermarktet . VIAs Apollo-Pro266-Prototypen-Mainboard lief stabil
und absolvierte mit einem 128-MByte-PC266-DIMM , der Ultra-ATA/100-Festplatte
IBM DTLA-307030 und einer TNT2-Ultra-Grafikkarte Benchmarks wie den BAPCo
SYSmark2000 und den 3DMark 2000 . So ließ sich weder der AC-97-Soundchip
aktivieren noch eine Soundkarte installieren . Das Ergebnis der Messungen
enttäuschte : Lediglich bei wenigen Einzelwerten der BAPCo-SYSmark2000-Suite lag
das DDR-SDRAM-Mainboard mit maximal 2,2 Prozent in Führung vor dem schnellsten
Mainboard mit PC133-222-Speicher . Dies war eine Platine mit Intel-BX-Chipsatz ,
der auf 133 MHz übertaktet wurde . Dieses Board lief in den meisten Benchmarks
auch schneller als Platinen mit i820-Chipsatz und PC800-Speicher . In allen
anderen Wertungen brachte der Double-Data-Rate-Speicher zwar ordentliche
Resultate , war aber langsamer als andere Platinen mit Rambus- oder
PC133-222-Speicher . Auch in speziellen Messungen der Speichertransferrate
konnte das Testmuster nicht wirklich überzeugen . Zwar zeigte sich , dass
4-MByte-Blockzugriffe auf den DDR-Hauptspeicher über den von Programmierern
häufig verwendeten Befehl memcpy rund zehn Prozent schneller waren als bei
PC133-Speicher . Damit liegt DDR-SDRAM in dieser Disziplin gleichauf mit
Direct-Rambus-Modulen . Mittels memset-Aufruf ließ sich jedoch
PC800-Rambus-Speicher deutlich schneller mit Daten füllen als DDR-SDRAM , das
hierbei in etwa gleichauf war mit SDR-SDRAM . Bei zufälligen Zugriffen auf
kleinere Datensätze im Hauptspeicher beeinflusst der Chipsatz die
Transfergeschwindigkeit mehr als der eingesetzte Speichertyp : Hier lagen Intels
BX- und i815-Chipsatz mit PC133-222-SDRAM , der i820 mit PC800-Rambus und der
VIA Apollo Pro266 mit PC266-DDR-SDRAM nur wenige Prozentpunkte auseinander . Man
kann zwar davon ausgehen , dass Serienprodukte mit ausgefeilteren
BIOS-Einstellungen und besseren Chipsatztreibern schneller arbeiten als ein
Vorserienmuster , doch sind Steigerungen von mehr als zehn Prozent nicht zu
erwarten . Vieles spricht dafür , dass die Leistungsfähigkeit aktueller Rechner
vom Pentium-III-Prozessor selbst begrenzt wird . Dessen Front-Side Bus kann bei
133 MHz Taktfrequenz lediglich 1,066 GByte pro Sekunde übertragen . Das wird
wohl erst mit den demnächst erwarteten neuen Prozessoren möglich sein , die aber
allesamt nicht mit dem Apollo-Pro266-Chipsatz zusammenarbeiten . AMD-Athlon- und
-Duron-CPUs nutzen mit dem von Alpha Processors lizenzierten EV6-Protokoll auch
auf dem Front-Side Bus das DDR-Prinzip . Bei 100 MHz Taktfrequenz lassen sich
Daten zwischen Northbridge und CPU mit bis zu 1,6 GByte/s übertragen . Bald will
AMD Athlons auch mit FSB133-Schnittstelle ausliefern , was für 2,1 GByte/s gut
sein soll ; Intels kommender Pentium 4 soll sogar bis zu 3,2 GByte/s erreichen .
Internet-Börse für Halbleiter-Entwicklungen eröffnet Unter www.thevcx.com kommen
ab sofort Anbieter und Interessenten an Halbleiter-Know-how zusammen . Die
Virtual Component Exchange soll den Online-Austausch von Chipdesigns ermöglichen
. Grundlage für dieses Verfahren sind spezielle Hardware-Entwicklungssprachen ,
die die Beschreibung und Simulation von Logikschaltungen ermöglichen . Komplexe
Halbleiter werden aus einzelnen Teilschaltungen , so genannten Cores ,
zusammengesetzt . Einige Firmen leben von der Lizenzierung derartiger Cores ,
die beispielsweise Prozessoren sein können , DSPs oder auch Speichercontroller .
Aus diesen Einzelelementen setzen Entwickler anderer Unternehmen wiederum Chips
zusammen , die möglichst viele Funktionen auf einmal integrieren . Diese Chips
lassen sie dann bei darauf spezialisierten Halbleiterfirmen , so genannten
Foundries , in Silizium herstellen . Alternativ gibt es die Möglichkeit , Cores
auf rekonfigurierbaren Halbleitern zum Leben zu erwecken . Anbieter wie ARM ,
PalmChip oder Bops wollen ihre Chip-Designs auf VCX anbieten . Potenzielle
Kunden zahlen an VCX einen jährlichen Mitgliedsbeitrag , der je nach
Firmenumsatz zwischen 2.500 und 25.000 US-Dollar liegt . Dieser Festbetrag soll
den Online-Handel ankurbeln . Es gibt mittlerweile auch Projekte , die geistiges
Eigentum ( Intellectual Property ) an Halbleitern als Open Source frei verfügbar
machen . Die aktuelle Ausgabe 22/2000 der c't berichtet ab Seite 294 über solche
Projekte . Chipproduktion auf 300-mm-Wafern in Taiwan gestartet Das Unternehmen
TSMC gab anlässlich der Münchener electronica 2000 bekannt , seit kurzem Chips
im Kundenauftrag auf 300-mm-Wafern zu fertigen . Damit ist die auf reine
Halbleiterproduktion ausgerichtete Chip-"Foundry" TSMC nach Infineon der zweite
Hersteller weltweit , der 300-mm-Wafer für Serienprodukte einsetzt . Infineon
fertigt in Dresden bestimmte Speicherchips auf einer 300-mm-Pilotlinie , die
gemeinsam mit Motorola aufgebaut wurde . Die derzeitige 300-mm-Linie ist eine
Pilotlinie in der bereits existierenden Fab 6 im Tainan Industriepark , die
ansonsten 8-Zoll-Wafer ( 200 mm ) verarbeitet . Die Prozesstechnik ist für 0,18-
, 0,15- und 0,13-µm-Strukturen geeignet . Die neue Fab 12 im Hsinchu Science
Park bei Taipeh wird komplett auf 300-mm-Wafer eingestellt sein und soll Ende
kommenden Jahres den Betrieb aufnehmen . Die geplante monatliche Kapazität
beträgt 25.000 Wafer . Etwas später folgt die Inbetriebnahme der Fab 14 ,
wiederum in Tainan . Dort sollen ab Anfang 2002 bis zu 30.000 300-mm-Wafer
wöchentlich vom Band laufen . Andere Chipschmieden sind nicht untätig : IBM ,
Infineon , Intel , aber auch Foundries wie UMC stecken zurzeit Milliarden in
300-mm-Fabs . Auf der Electronica gab es aber auch Diskussionenen unter den
führenden Chipanbietern über die Vorteile und Risiken des Outsourcings der
Halbleiterproduktion in Foundries sowie die in den kommenden Jahren zu
erwartenden Probleme durch die hohen Produktionskapazitäten . Die reinen
Foundries wie TSMC , UMC oder Chartered bauen darauf , dass im Zeitalter des
Shareholder Values die großen Chipfirmen zunehmend weniger in eigene
Produktionsanlagen investieren . Es gibt bekanntlich viele sehr erfolgreiche
Halbleiteranbieter , die " fabless " sind , also extern fertigen lassen ; dazu
gehören beispielsweise Nvidia oder VIA . Chiphersteller , die sich noch eine
eigene Fertigung leisten , tun das offenbar sehr bewusst und argumentieren damit
, dass gerade bei den immer bedeutsameren hochintegrierten " Systems-on-a-Chip "
( SoC ) eigene Fabs für eine schnelle Markteinführung essenziell seien . Nur mit
eigenem Know-how in der Chipfertigung können man insbesondere Mixed-Signal-ICs
genügend schnell auf den Markt bringen . Auch wirtschaftliche Argumente sprechen
gegen das Outsourcing . Nach Ansicht von Ulrich Schumacher von Infineon können
die Foundries nicht billiger produzieren als eine eigene Fertigung . In
Übergangszeiten gebe es zwar gute Argumente für eine externe Auftragsvergabe ,
doch müssten die Foundries stets 30 bis 35 Prozent Return-on-Investment bringen
. Dadurch seien fabless-Firmen im Preiskampf benachteiligt . Für
Diskussionsstoff sorgt auch der rasante Aufbau der weltweiten
Fertigungskapazitäten . Da in immer mehr Fabriken auf immer größeren Wafern
Chips mit immer kleineren Strukturen entstehen , explodiert die
Herstellungskapazität förmlich . Bisher sind die Halbleiterfirmen der Ansicht ,
dass der schnell wachsende Markt die zusätzlichen Mengen problemlos aufnimmt ;
in einzelnen Bereichen - etwa Flash-Speicher - stieg der Bedarf von 1999 auf
2000 um fast 170 Prozent . Zudem müssen die Fabs ständig in neue Technik
investieren , um die stetig fallenden Preise durch höhere Produktivität wieder
aufzufangen . Kein Wunder , dass die Branchen-Auguren die Entwicklung im
Halbleitermarkt der kommenden Jahre zurzeit widersprüchlich bewerten . LSI
erreicht das Umsatzziel In dem am 31. Dezember zu Ende gegangenen vierten
Geschäftsquartal wuchs der Umsatz nur noch um drei Prozent im Vergleich zum
dritten Quartal , was man bereits Anfang Dezember 2000 ankündigte . Immerhin
erzielte man trotz hoher Lagerbestände bei den Abnehmern noch ein Wachstum ; das
vierte Quartal war das zwölfte Quartal nacheinander , in dem man steigende
Umsätze verzeichnete . Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der LSI-Chef
Wilfred J. Corrigan nur noch rund zehn Prozent Umsatzwachstum . Dabei sieht es
besonders im ersten Halbjahr 2001 nicht so gut aus : Außer der saisonbedingten
Absatzdelle gibt es nach LSI-Angaben relativ wenig Nachfrage im Bereich der
Breitbandkommunikation . Bauteile für Sonys Playstation 2 liefen aber sehr gut ,
wie der LSI-Chef ausdrücklich betonte . Im Markt für Breitbandkommunikation
erwartet man im zweiten Halbjahr eine Erholung . Chips für Speicheranwendungen
und da besonders Netzwerk-Speichersysteme wie Network Attached Storgae ( NAT )
und Storage Area Networks ( SAN ) sollen sich ebenfalls gut verkaufen . LSI
stellt unter anderem die Bausteine für Symbios-SCSI-Hostadapter her . Diese
Maßnahme ist Teil eines 7-Punkte-Plans , der auch Fabrikschließungen und die
Einstellung unrentabler Produktlinien umfasst . 10.000 Mitarbeiter werden direkt
entlassen , laut Lucent können bis zu 6.000 weitere Mitarbeiter ihren Job
verlieren , da Betriebsteile ausgelagert werden sollen . Der geringere
Nettoverlust ist auf diverse Einmaleinnahmen zurückzuführen , wozu Erlöse aus
dem Verkauf der "Power-Systems"-Sparte an Tyco gehören . Der Einbruch bei Lucent
kam nicht überraschend , bereits seit Ende Dezember erwartet man schlechte
Quartalsergebnisse . Miserable Verkaufsergebnisse und säumige Kunden gelten als
Verursacher der Lucent-Krise . Im Mikroelektronikbereich konnte Lucent im
Vergleich zum Vorjahresquartal 50 Prozent Umsatzsteigerung erzielen . Dieser
Profitbringer soll unter dem Namen Agere noch im jetzt laufenden
Geschäftsquartal an die Börse gebracht werden . Das neue Unternehmen Agere wird
aber außer den ursprünglich von Agere entwickelten Netzwerkprozessoren auch die
Lucent-Sparte für optische Bauelemente umfassen . Nach Bekanntgabe der
Umstrukturierungsmaßnahmen stieg der Lucent-Aktienkurs . Overclocker-Träume
werden wahr : Der Wasserkühler kommt Madex will die Übertaktungs-Fans nicht
länger auf dem Trockenen sitzen lassen und in Kürze eine Wasserkühlung für
Slot-1-Prozessoren auf den Markt bringen . Ein Modell des Systems , das für etwa
100 Mark erhältlich sein soll , kann man in Halle 13 , Stand A31 , bereits
bewundern . Dort gibt es auch einen besonders flachen Kupfer-Kühlkörper für
FC-PGA-Pentium-Prozessoren , die damit ihrem Codenamen Coppermine erst so
richtig gerecht werden . Auch an Athlon-Bastler hat Madex gedacht : Man arbeitet
an einem Steckplatinchen für den Debug-Port des AMD-Renners , mit deren Hilfe
sich auch dieser CPU einige MHz mehr entlocken lassen sollen . Für ambitionierte
Bastler und Händler interessant : Ein preiswerter Adapter zum Auslesen der
Speicherdaten aus dem SPD-EEPROM von SDRAM-DIMMS zum Anschluss an den
Parallelport . Das Gerätchen erlaubt so , die im SPD-Speicher abgelegten
Kennwerte eines RAM-Moduls auch ohne dessen Einbau in einen PC zu ermitteln .
Mainboards : Warten auf Solano Platinen mit Intels Solano-Chipsatz i815 , der
mit PC133-Speichermodulen umgehen kann und trotz integrierter Grafik auch einen
alternativ nutzbaren AGP-Steckplatz bietet . Nach der Pleite mit Intels i820 ,
der mit SDRAM-Speicher die Leistungsdaten des Vorgängers BX nicht erreicht und
mit Rambus-Speichermodulen wegen deren immenser Preise praktisch unverkäuflich
ist , ruhen alle Hoffnungen auf Intels Solano . Einziger Wermutstropfen : Die
ersten i815-Mainboards kommen wohl erst im Juni . Solano-Platinen wird es
zunächst hauptsächlich mit einem Sockel 370 für die FC-PGA-Pentium-Prozesoren
geben ; den bisherigen Slot-1-Steckplatz wollen viele Hersteller erst später
oder gar nicht mehr anbieten . Das Angebot an Slot-1-FC-PGA-Adaptern wächst
dagegen ; zahlreiche Firmen bieten Steckkarten an , mit denen der
leistungsstarke Coppermine-Prozessor in vielen älteren Slot-1-Mainboards läuft .
Voraussetzung ist außer einem passenden BIOS jedoch , dass die vorhandene
Platine die niedrige Kernspannung für die Coppermines liefern kann . Fast alle
Mainboardhersteller stellen Listen auf ihren Webseiten bereit , bei welchen
ihrer Produkte dies der Falls ist . Adapter mit integriertem Spannungswandler
für alle älteren Slot-1-Boards sind noch nicht zu sehen - Madex arbeitet jedoch
fieberhaft an einer solchen Karte . Das BIOS-Problem löst dieser Adapter
allerdings nicht . Dual-Athlon-Chipsatz noch in diesem Jahr AMD präsentierte
heute den aktuellen Athlon-Fahrplan für das Jahr 2000 : Demnach soll es in der
zweiten Jahreshälfte eine Nachfolgeversion des Irongate-Chipsatzes AMD750 (
Northbridge 751 ) namens Irongate-4 ( Northbridge 770 ) geben , die auch
Dual-Prozessor-Systeme ermöglicht . Für größere Rechnerboliden entwickelt man in
Zusammenarbeit mit Alpha Processors ( API ) und HotRail einen Chipsatz , der
Systeme mit mindestens vier Prozessoren ermöglicht . Alle
Multiprozessorchipsätze können mit Double-Data-Rate-Speichermodulen ( DDR-SDRAM
) umgehen . Diese Speicherriegel erlauben einen maximalen theoretischen
Datentransfer von 1,6 GByte/s ( PC200 oder auch von AMD PC1600 genannt ) oder
gar 2,1 GByte/s ( PC266 alias PC2100 ) . Der Athlon selbst soll in diesem Jahr
einen 33 Prozent schnelleren Front-Side-Bus erhalten , der dann mit 133 MHz
Taktfrequenz läuft . ( AMD : Halle 13 , Stand D08 ) Philips baut vorerst keine
Chipfabrik in Thüringen Der vor etwa acht Wochen angekündigte Bau einer
Chipfabrik der Firma Philips im thüringischen Erfurt ist vorerst vom Tisch . Ein
Philips-Sprecher nannte dem MDR-Fernsehen als Begründung , dass der
Joint-Venture-Partner für das geplante Werk kein Interesse mehr an der Sache
habe . Für Philips komme der Bau der Fabrik für Bauteile kommender UMTS-Handys
aber nur im Rahmen eines Joint Venture in Frage . Philips hat nach einem
deutlichen Gewinneinbruch im ersten Quartal 2001 die Entlassung von weltweit
6.000 bis 7.000 Mitarbeitern angekündigt und denkt über den kompletten Verkauf
der eigenen Handy-Sparte nach . Aus für deutsche Gateway-Niederlassung Die
deutschen Mitarbeiter des US-amerikanischen Computerhändlers Gateway haben ihre
Kündigung erhalten . Die deutsche Gateway GmbH mit Sitz in München , die der
ehemalige Apple- und Siemens-Nixdorf-Manager Michael Schönrock seit 1999 leitete
, wird geschlossen . Gateway bestätigte in einer knappen Mitteilung lediglich
die Schließung des Münchner Büros ; dies bedeute aber nicht , dass man sich aus
dem deutschen Markt zurückziehen wolle . Vielmehr will man die Geschäfte künftig
über die neue "CEMEA"-Organisation abwickeln , weitere Details stünden zurzeit
noch nicht fest . Mit diesen Sparmaßnahmen reagiert die texanische
Unternehmensspitze auf die anhaltend schlechte Geschäftslage . Schon bei der
Bekanntgabe der Quartalsergebnisse hatte das Unternehmen orakelt , man könne
weitere Umstrukturierungsmaßnahmen nicht ausschließen . Offenbar will man sich
auf den Telefon- und Internet-Vertrieb konzentrieren und das Service- und
Dienstleistungsgeschäft ausbauen . Nach irischen Zeitungsberichten und bisher
von Gateway offiziell nicht bestätigten Informationen , die c't vorliegen , soll
der bisher in Dublin , Irland , ansässige Hauptsitz für Europa , den Nahen Osten
und Afrika ( EMEA ) verlegt werden . Die für Deutschland zuständige Pressestelle
habe bereits eine zypriotische Telefonnummer , war teilweise zu vernehmen .
Außerdem soll nach diesen Informationen das 1993 aufgebaute PC-Werk in Irland
mit rund 900 Beschäftigten geschlossen werden . Noch gibt es keine offizielle
Gateway-Stellungnahme zu diesen angeblichen Plänen . Wenn der Hersteller diese
Strategie tatsächlich verfolgt , hat das auch Auswirkungen auf die deutschen
Vertriebspartner wie Vobis oder Interfunk . Irland hat in den 90er Jahren des
vergangenen Jahrhunderts einen immensen Boom besonders in der Computerbranche
erlebt . Zahlreiche US-Firmen wie Compaq , Dell , IBM , Intel , Lucent und eben
Gateway haben auf der Insel Niederlassungen und Werke eröffnet . Außer der
relativen Nähe zu den USA und der englischsprachigen Bevölkerung waren besonders
die auch aus EU-Mitteln finanzierten Subventionen ein Standortvorteil für Irland
. Jetzt fürchten die Iren , unter der derzeitigen PC-Flaute besonders leiden zu
müssen . Vor einigen Monaten hatte Intel bereits angekündigt , Investitionen in
den Ausbau einer Chipfabrik zu bremsen . Microsoft-Tochter geht unter die
Chip-Entwickler Die Microsoft-Tochterfirma WebTV entwickelt zurzeit einen
eigenen Prozessor . Ein 50-köpfiges Entwicklungsteam werkelt nach Angaben von
WebTV zurzeit an dem Solo2-Prozessor . Es gebe zurzeit keinen passenden Chip auf
dem Markt , der die geplanten Spezifikationen von Ultimate TV einhalten könne .
WebTV hatte schon vor der Übernahme durch Microsoft einmal einen eigenen Chip
entwickelt ; zurzeit arbeitet man aber bei den Set-Top-Boxen mit anderen
Anbietern zusammen . Auch das Solo2-Design soll an Fremdfirmen lizenziert werden
. Microsoft hat die 1995 entstandene Firma WebTV 1997 gekauft . WebTV überträgt
digitale Fernsehinhalte per Kabel oder Satellit , die Steuerung der Inhalte
erfolgt von der Settop-Box per Modem . Ein Internetzugang ist im WebTV-Abo
enthalten , lokale Telefongespräche sind in den USA meist kostenlos . Die
monatlichen Kosten für das Basispaket liegen bei 24 US-Dollar , passende
Settop-Boxen kosten rund 200 US-Dollar . WebTV hofft offenbar , die
Attraktivität des Digitalprogramms durch mehr Funktionen im Vergleich zum
analogen Programm steigern zu können . Ultimate TV ermöglicht es , zwei
Digitalkanäle gleichzeitig auf einer Festplatte aufzuzeichnen . Aus den maximal
30 Stunden Video kann man sich dann sein persönliches Programm zusammenstellen .
Als Beispiel für interaktive Inhalte nennt WebTV bisher nicht viel mehr als
Fernsehshows . Vor knapp zwei Jahren war WebTV in die Schlagzeilen geraten ,
weil man Benutzerdaten zu Werbezwecken analysierte . Wiederholt wurden auch
Sicherheitsprobleme bekannt . Erst kürzlich hatte es personelle Veränderungen an
der Spitze der Microsoft-Tochterfirma gegeben . Analysten sprechen von
Konsequenzen , die wegen ständiger Verzögerungen bei der Einführung neuer
Digital-TV-Produkte gezogen wurden . Microsoft hat besonders im letzten Jahr
massiv in Kabelnetze investiert und erhält bei WebTV unter anderem Konkurrenz
von AOL/Time Warner . Mainboards von Intel ohne Intel-Chipsatz Gleichzeitig mit
der Einführung des Pentium-III-Xeon-Prozessors mit 1000 MHz stellt Intel sein
erstes Mainboard vor , in dem dieser Prozessor läuft . Das SBT2-"Serverboard"
hat allerdings keinen Intel-Chipsatz : Vielmehr stammt das ServerSet III LE aus
der kalifornischen Chipschmiede ServerWorks . Die Xeon-Prozessoren mit mehr als
600 MHz Taktfrequenz und 256 KByte L2-Cache auf dem Die brauchen 133 MHz
Front-Side-Bustakt . Für FSB133 liefert Intel jedoch nur die Chipsätze i820 und
i840 , die einzig mit Rambus-Speichermodulen zurechtkommen ( RIMMs ) . RIMMs mit
hoher Kapazität sind kaum verfügbar und sehr teuer - damit scheiden
Rambus-Chipsätze bisher für Serveranwendungen aus . Nun hat Intel ein einziges
Mainboard für diese Xeons im Programm : Das SBT2 bietet zwei SC330.1-Steckplätze
( Slot 2 ) für zwei Prozessoren des Typs " 5/12V Pentium III Xeon " . Es kann
bis zu 4 GByte PC133-SDRAM-Speicher aufnehmen , wobei ECC Registered DIMMs zum
Einsatz kommen müssen . Außer einem ISA- und vier 32-Bit-PCI-Steckplätzen stehen
auch zwei 64-Bit-66-MHz-PCI-Slots und ein 64-Bit-PCI-Steckplatz für
33-MHz-Karten zur Verfügung . Einen AGP-Steckplatz gibt es nicht . Die
Produktvielfalt bei den Xeons ist derzeit verwirrend . Die für das SBT2
geeigneten Xeons gibt es mit 600 , 667 , 733 , 800 , 866 und 1000 MHz . Alle
Varianten haben 256 KByte L2-Cache ; es gibt außer den 5/12V-Versionen jedoch
noch solche für 2,8 Volt Betriebsspannung . Alle Ausführungen haben ein
Slot-2-Gehäuse , wobei die 5/12V-Xeons für eine Spannungsversorgung mit 5 und 12
Volt ausgelegt sind . Außer diesen Xeons , die stark dem Coppermine-Pentium
ähneln und wie dieser auch nur in Dual-Systemen arbeiten können , gibt es noch
Ausführungen mit größerem L2-Cache und für Vierfach-Server . Der 500-MHz-Version
ist mit 512 KByte sowie 1 und 2 MByte Level-2-Cache lieferbar ; der 550-MHz-Typ
kommt ausschließlich mit 512 KByte L2-Cache . Die 500- und 550-MHz-Xeons laufen
nur mit 100 MHz FSB-Takt und benötigen 2 Volt Kernspannung : Sie basieren noch
auf dem älteren Katmai-Kern , der L2-Cache sitzt in separaten Bausteinen auf dem
SEC-Modul . Anders als bei den ersten Pentium-III-Versionen läuft dieser Cache
allerdings mit voller interner Taktfrequenz . Als höher getaktete Version für
Vierfach-Maschinen steht einzig der 700-MHz-Xeon mit 1 oder 2 MByte L2-Cache zur
Verfügung . Eine zunächst geplante 800-MHz-Version hat Intel wieder gestrichen ,
doch ist eine 900-MHz-Variante in Vorbereitung . Genau wie bei den Xeons für
FSB133 sitzt der große L2-Cache auf demselben Die wie der Prozessorkern , auch
vom 700-er Xeon sind Ausführungen für 5/12 Volt und 2,8 Volt Betriebsspannung
verfügbar . Für Vierfach-Server mit 500- , 550- oder 700-MHz-Xeons mit 2,0 oder
2,8 Volt Betriebsspannung gibt es ebenfalls ein neues Chassis samt Serverboard
von Intel . Unter dem Codenamen " Koa " ist die SPKA4/SRKA4-Plattform entwickelt
worden , wobei das " P " für ein Standgehäuse ( Pedestal ) und das " R " für ein
Rack-Einbaugehäuse steht . In beiden Gehäusen kommt dasselbe Mainboard mit
ServerSet-II-HE-Chipsatz zum Einsatz . Dessen Northbridge ( CNB20HE ) eignet
sich nur für 100 MHz Front-Side-Bus- und Speichertakt ; bisher sind ja auch noch
keine Xeons für 4-fach-Server und FSB133 verfügbar . Das Koa-Mainboard kann auf
einer separaten Speicher-Steckkarte bis zu 16 GByte Speicher ( PC100 ECC
Registered DIMMs ) aufnehmen . Es müssen jeweils vier DIMM-Slots bestückt werden
, da so über eine spezielle ECC-Architektur der Ausfall von eines kompletten
Speicherchips korrigiert werden kann ( Chipkill ) . Wenn alle 16 DIMM-Slots
bestückt sind , verbessert der Chipsatz über 4-fach-Interleaving die
Datentransferrate . Auch das Koa-Serverboard bietet keinen AGP-Steckplatz ,
sondern hat einen ATI-Rage-IIc-Grafikchip . Für Erweiterungen stehen sechs
Hot-Plug-fähige 64-Bit-PCI-Steckplätze zur Verfügung , davon sind zwei für 66
MHz ausgelegt . Es gibt auch noch zwei normale 32-Bit-PCI-Slots und einen
ISA-Steckplatz . Zwei Ultra-160-SCSI-Kanäle und ein Netzwerkadapter runden das
Produkt ab . In die beiden lieferbaren Gehäuse passen bis zu zehn Laufwerke .
Intel hat interessanterweise nicht die modernste Version des
ServerWorks-Chipsatzes , den ServerSet III HE , verwendet . Diese Version eignet
sich auch für FSB133 und wird beispielsweise von Supermicro verbaut . Das
Unternehmen ServerWorks firmierte früher übrigens unter dem Namen RCC ( Reliance
Computer Corp. ) , die Chipsätze trugen den Namen " Champion " . Zu den früher
von Intel nicht gewohnten Peinlichkeiten gehört außer der Tatsache , dass man
für die eigenen Prozessoren auf fremde Chipsätze zurückgreifen muss , auch die
angespannte Liefersituation . Server-Hersteller wie Compaq , HP oder IBM
beschweren sich lautstark über die schlechte Verfügbarkeit der Xeon-Prozessoren
. Rätselraten um Intels Pläne Intel wird am kommenden Montag nicht nur den
ersten Pentium 4 mit 2 GHz präsentieren , sondern auch die Preise dieses
Prozessortyps massiv senken . Damit will man an AMD verlorenen Boden im
Desktop-PC-Markt für Privatkunden wieder gutmachen . Außer diesen Maßnahmen ,
die Intel bereits angekündigt hat , steht bald auch noch die Einführung des
Chipsatzes i845 " Brookdale " und der "Northwood"-Version des Pentium 4 an .
Alle bisher ausgelieferten Pentium-4-Mainboards besitzen den Sockel 423 . Für
eine Übergangszeit wird es also zwei Ausführungen der älteren
Pentium-4-Ausführung geben . Der Brookdale-Chipsatz soll bei seinem Erscheinen
lediglich für den Speichertyp PC133 , also Single-Data-Rate-SDRAM geeignet sein
. Alle bisher bekannt gewordenen Roadmaps zeigen die Einführung einer ersten
DDR-SDRAM-tauglichen i845-Version zu Beginn des kommenden Jahres . Dabei geht
man davon aus , dass diese Version nur die langsamste DDR-SDRAM-Ausführung
PC1600 unterstützt . Es mehren sich nach Angaben verschiedener
Branchen-Newsdienste nun die Hinweise , dass Intel das Erscheinungsdatum der
ersten DDR-SDRAM-tauglichen i845-Version deutlich vorziehen könnte . In einer
Pressemitteilung geht der südkoreanische Speicherhersteller Hynix von einem
schon sehr bald wachsenden Bedarf für DDR-SDRAM aus - unter anderem verweist die
Firma auf einen neuen Intel-Chipsatz . Auch taiwanische Mainboardhersteller
bestätigen nach Angaben der Webseite DigiTimes.com hinter vorgehaltener Hand
einen früheren Termin . Auch um Veränderungen des
Northwood-Pentium-4-Prozessorkerns im Vergleich zu Willamette ranken sich
Gerüchte . In seiner Socket 478 Pentium 4 Processor FAQ spricht der taiwanische
Mainboard-Hersteller Asus davon , dass der kommende Pentium 4 mit 512 statt wie
bisher 256 KByte Level-2-Cache ausgestattet sei . Unterdessen stellt der
Hersteller VIA in einer Pressemitteilung klar , dass gegen das Unternehmen keine
Klagen von Intel wegen der Verletzung von Schutzrechten durch den neuen
P4X266-Chipsatz vorliegen . VIA verwahrt sich ausdrücklich gegen angebliche
Warnungen von Intel an Mainboard-Hersteller . Das sei eine reine "
Verunsicherungstaktik zu Marketing-Zwecken " . Intel solle " offen mit Tatsachen
umgehen und diese auch offiziell bekannt geben , statt Misstrauen im Markt zu
säen " , sagt Firmensprecher Richard Brown . VIA-Geschäftsergebnis schlechter
als erwartet Die Profite des taiwanischen Chipsatz-Spezialist VIA leiden unter
dem schwachen Absatz und dem hohen Preisdruck : Schon im Juni zeichnete sich die
Flaute auch bei VIA deutlich ab . Nun zittert die Branche vor dem nächsten Monat
: Dann zeigt sich , ob die "Back-to-School"-Saison in den USA die erhofften
Signale für den PC-Markt bringt . Details zu Xeon- und Itanium-Chipsätzen von
IBM und Intel Noch in diesem Jahr sollen Multi-Prozessor-Server mit den
angekündigten Intel-Prozessoren Xeon MP und dem schon verfügbaren Itanium und
neuen Chipsätzen auf den Markt kommen . Zum Chipsatz i870 gehören die drei
Hauptkomponenten Scalability Port Switch SPS , Scalable Node Controller SNC und
I/O-Hub . Im Unterschied zu Chipsätzen , wie sie in Desktop-Computern Dienst tun
, ist der i870 sehr modular ausgelegt . Aus mehreren " Nodes " aus jeweils vier
Prozessoren , die mit einem vierkanaligen DDR-SDRAM-Speicherinterface verbunden
sind , lassen Server mit bis zu 16 Prozessoren und 64 GByte Speicher aufbauen .
Kommende Versionen des i870 sollen sogar bis zu 256 Prozessoren verbinden . Der
I/O-Hub wird neue Schnittstellen wie PCI-X und InfiniBand unterstützen . IBM
informiert unterdessen über Details des Summit-Chipsatzes , den Intel zurzeit
für den Einsatz mit dem Xeon MP und dem Itanium-Nachfolger McKinley validiere .
Erste IBM xServer mit bis zu 16 Xeon-MP-Prozessoren sollen noch in diesem Jahr
auf den Markt kommen , McKinley-Systeme sollen Mitte 2002 verfügbar sein . Der
Summit-Chipsatz enthält eigenen Cache-Speicher - in Verbindung mit
Xeon-MP-Prozessoren , die selbst 1 oder 2 MByte Level-3-Cache enthalten , also
Level-4-Cache . Summit komprimiert offenbar den Hauptspeicherinhalt ; ob es sich
dabei um die MX-Technik handelt , gab IBM bislang nicht bekannt . Wie der i870
unterstützt der IBM-Chipsatz PCI-X . Auch von Remote-I/O-Fähigkeiten ist die
Rede - ob damit InfiniBand gemeint ist , bleibt unklar . Jedenfalls sollen sich
bis zu 48 PCI-Erweiterungskarten anbinden lassen . Wie von Mainframes bekannt
unterstützt Summit weitreichende Möglichkeiten zur Partitionierung und zum
Management des Servers . So sei ein Hot-Plug-System eingebaut , das den
Austausch von Speichermodulen und Prozessoren im laufenden Betrieb erlaubt .
Auch die japanische NEC stellt auf dem IDF Planungen für
64-Bit-Multiprozessor-Server mit Intel-Chips vor . Freud und Leid : Ergebnisse
von nVidia und 3dfx Sehr unterschiedlich fielen die Quartalsergebnisse der
beiden Grafikchipspezialisten nVidia und 3dfx aus . Während nVidia mit seinen
TNT-Bausteinen ein glänzendes Geschäft machte , verhagelte die Übernahme des
Grafikkartenherstellers STB dem Voodoo-Chip-Hersteller 3Dfx die Bilanz .
Zusätzlich zum wirtschaftlichen Erfolg kann sich nVidia derzeit als der
technologisch führende Hersteller fühlen : Der TNT2-Chip genießt hohes Ansehen ,
sein Nachfolger NV10 soll noch in diesem Jahr erscheinen . Ganz anders sieht die
Welt für 3dfx aus : Besonders ärgerlich ist nach Aussage von 3Dfx-Chef Greg
Ballard , dass die Übernahme von STB nicht , wie geplant , bereits Ende April
abgeschlossen werden konnte . Durch die Verzögerung um etwa zwei Wochen konnte
man die Voodoo3-Karten-Verkäufe aus diesem Zeitraum nicht in die Quartalsbilanz
aufnehmen , was das Ergebnis noch schlechter aussehen lässt . Computerkonzern
Acer sieht schrumpfenden PC-Markt Die taiwanische Acer Group reduziert ihre
Gewinnerwartung für das laufende Geschäftsjahr um rund Drittel . Genaue Zahlen
will Acer Anfang November bekannt geben . Als Begründung gab Acer-Finanzchef
Philip Peng an : Diese Aussage steht allerdings im Widerspruch zu gestern
veröffentlichten Marktanalysen , die für das abgelaufene Quartal mindestens 15
Prozent Wachstum des weltweiten PC-Marktes ermittelten . Bereits im Mai dieses
Jahres hat allerdings IBM Aufträge an Acer gestrichen . Acer fertigte Geräte der
Aptiva-Baureihe und einige der ThinkPad-Notebooks für IBM . Zum erwarteten
Ertragsloch des Acer-Konzerns trug außer den laut Phil Peng schlechten
Geschäften der Chipsatz-Tochter ALi auch der Kursverfall an der taiwanischen
Börse bei . Die Acer Group hatte in die Gewinnerwartung auch Erträge aus dem
Verkauf von Firmenanteilen eingerechnet . Wegen der schlechten Bewertung der
entsprechenden Aktien hat Acer derartige Geschäfte verschoben - im Vergleich zum
Juni dieses Jahres hätten die Langzeit-Investitionen in andere Unternehmen
zurzeit nur noch zwei Drittel ihres Wertes . Die Chip-Foundry TSMC etwa ist
unter anderem aus der Halbleiter-Fertigungssparte von Acer hervorgegangen . Die
Acer Group besteht aus einem verzweigten Konglomerat zahlreicher Unternehmen mit
193 Produktionsstätten in 42 Ländern . Zur Acer Group gehören außer ALi
beispielsweise auch der Mainboard- , CD-Laufwerks- und Grafikkartenspezialist
AOpen und der Speichermodul-Hersteller Apacer . Acer bringt in den USA mit dem
Veriton FP2 gerade einen Design-PC für Unternehmensanwendungen auf den Markt ,
der große Ähnlichkeiten mit der NetVista-Baureihe von IBM aufweist .
Online-Shopping bei IBM Deutschland Auch Endkunden können jetzt bei IBM in
Deutschland per Web direkt einkaufen . Das Unternehmen hatte schon zur CeBIT
solche Pläne angekündigt . Unter www.ibm.com/shop/de/ stehen PCs , Laptops und
Zubehör , aber auch RS/6000- und AS/400-Systeme zum Verkauf . Hier gibt es auch
die schicken NetVista-Rechner , mit denen IBM seine PC-Sparte auf Vordermann
bringen will . Preisbeispiel : Der NetVista X40 All-in-One mit
15-Zoll-TFT-Display , 667-MHz-Pentium-III , 128 MByte RAM , 20-GByte-Festplatte
, CD-Laufwerk , i810-Onboard-Grafik , Sound- und Netzwerkanschluss kostet bei
IBM direkt ab 4550 Mark ohne Mehrwertsteuer . Endkunden können vorab per
Überweisung oder per Kreditkarte zahlen , die Versandkosten betragen rund 85
Mark . Bisher setzte IBM beim Vertrieb in Deutschland ausschließlich auf seine
Business-Partner . Bei den alteingesessenen IBM-Verkäufern stößt der
Direktvertrieb natürlich nicht auf Gegenliebe - doch Endkunden waren über diesen
Vertriebskanal für Big Blue praktisch unerreichbar . Die preiswerten PCs aus der
Aptiva-Baureihe lieferte IBM daher über die Filialisten Vobis und Comtech .
Wegen Erfolglosigkeit trennte man sich mittlerweile von Comtech - wie es heißt ,
in gegenseitigem Einvernehmen . Auch Vobis bietet nur noch den Schüler-PC D21 an
. Aber auch Hewlett-Packard beispielsweise setzt ebenfalls verstärkt auf den
Direktvertrieb per Internet : Die neue Pavilion-Baureihe ist unter
www.hpstore.hewlett-packard.de/home ohne Monitor ab 1999 Mark zu haben . Für
Bestellungen im Wert von über 300 DM verlang HP keine Versandkosten . Infineon
verkauft Elektronik-Sparte " Image and Video " Dazu gehören etwa ICs für
100-Hz-TV , Videotext und Bild-im-Bild-Schaltungen . Stimmt das Kartellamt zu ,
übernimmt Micronas rückwirkend zum 1. August 2000 alle Mitarbeiter und die
Geschäfte der Sparte . Produktionsanlagen wechseln dabei nicht den Besitzer .
Gemischte Gefühle bei Chip-Herstellern Der Halbleiterhersteller National
Semiconductor ( NSC ) erwartet , dass die Erträge im laufenden und im kommenden
Quartal unter denen der vorausgegangenen Geschäftsperiode liegen werden . Als
Gründe für diese negative Entwicklung gibt NSC an , dass vor allem die
Hersteller von Handys weniger Bauelemente bestellt hätten als geplant . Da in
dieser Branche zurzeit Lagerbestände abgebaut würden , sei auch kaum Besserung
zu erwarten . Die Aufträge für ICs zum Einsatz in PCs seien zwar gestiegen ,
doch in geringerem Umfang als erhofft . Diese Einschätzungen decken sich mit den
Angaben von Texas Instruments , einem Konkurrenten von NSC . Auch Ericsson war
mit den Erträgen aus der Handy-Produktion nicht zufrieden . Noch vor wenigen
Monaten machte man sich in der Branche mehr Sorgen um Lieferengpässe als um
Absatzschwierigkeiten . Die taiwanische Chip-Foundry UMC konnte den
Halbleiterboom dagegen wohl besser nutzen : Gleichzeitig gelang es dem
Unternehmen , die Fertigungskapazität massiv auszubauen : Auch der mittlerer
Verkaufspreis pro Wafer steigerte sich im abgelaufenen Quartal . Die heutige UMC
entstand erst im Januar dieses Jahres aus der Verschmelzung der Firmen Utek
Semiconductor Corporation ( UTEK ) , United Semiconductor Corporation ( USC ) ,
United Integrated Circuit Corporation ( UICC ) und United Silicon Incorporated (
USIC ) . UMC fertigt Halbleiterchips im Kundenauftrag . STMicroelectronics
verkündet Rekordergebnis Der Umsatzanstieg des Unternehmens war damit deutlich
größer als der des gesamten Chipmarktes , der im vergangenen Jahr um etwa 35
Prozent wuchs . ST ist jetzt der weltweit siebtgrößte Chipfabrikant und belegt
im europäisch-asiatischen Vergleich Rang drei . Im vergangenen Quartal wuchsen
die Sparten Telekommunikation , Computer- und Consumerprodukte im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum um 74,5 , 43,5 und 41 Prozent . Im Vergleich zum dritten
Quartal 2000 schrumpfte das Segment der Consumerelektronik um 7,5 Prozent , was
aber die anderen Bereiche mehr als ausgleichen konnten . Das zeigt deutlich die
derzeitige Unsicherheit , was die Entwicklung des Geschäftes betrifft . Pistorio
hebt hervor , dass sich STMicroelectronics dank des fetten Jahres 2000 in einer
guten Position für den Ausbau der eigenen Marktanteile befindet . Damit deutet
er eine gewisse Trendwende im Halbleitermarkt an : Im abgelaufenen Jahr , das in
einigen Bereichen von Bauteileknappheit gezeichnet war , rissen die
Elektronikhersteller praktisch allen Chipherstellern deren Produkte aus den
Händen . Jetzt geht man bei ST offenbar davon aus , dass man härtere Bandagen
anlegen muss - gutes Wachstum geht in Zeiten schwächerer Märkte nur auf Kosten
der Konkurrenten , die sich dagegen sicherlich wehren . STMicroelectronics sieht
sich für die Zukunft gut gerüstet . Unter anderem hob Pistorio die
Zusammenarbeit mit Ovonyx hervor , deren Dünnfilm-Speichertechnik ST in
Flash-Speicher- und anderen Chips einsetzen will . Andere DRAM-Hersteller
entwickeln zurzeit fieberhaft MRAM- , FRAM- und FeRAM-Techniken , die ebenfalls
schnelle und nichtflüchtige Chips zum Ziel haben . Mit Intel gemeinsam arbeitet
ST an Flashbausteinen , die bei den neuen i8xx-Chipsätzen als Firmware-Hubs zum
Einsatz kommen . Halbleiterfirmen investieren weniger Damit war 2000 das
Rekordjahr für die im Verband SEMI zusammengeschlossenen Firmen . Im August
vergangenen Jahres lag der Auftragsbestand um 23 Prozent über den Lieferungen ,
was man mit dem Book-to-Bill-Quotienten von 1,23 ausdrückt . Mittlerweile hat
sich die Champagnerlaune aber verzogen : Auch das Book-to-Bill-Verhältnis kühlte
sich auf 1,03 ab . Angesichts schleppender Nachfrage nach Chips investieren die
Halbleiterfirmen weniger . Die Preise sind nicht nur bei den Speichern , den
DRAMs , im Keller . Während noch vor einem halben Jahr für Flash-Speicher oder
Tantalkondensatoren nahezu jeder Preis bezahlt wurde und Intel mit der
Herstellung von Prozessoren nicht mehr hinterherkam , sind solche Komponenten
jetzt problemlos zu haben . Bei den PC133-SDRAM-Chips mit 64 MBit Kapazität
liegen die Spottpreise unter 3 US-Dollar . Nach Schätzungen von Branchenkennern
betragen die variablen Kosten eines solchen Chips etwa 2 US-Dollar . Zu den
aktuellen Preisen verkaufen die Chipschmieden also mit Verlust , da sich damit
die fixen Kosten für Anlagen und Personal nicht mehr decken lassen . Man will
bei Hyundai Electronics nach Angaben von US-Medien nun fast ein Viertel der
22.000 Mitarbeiter entlassen . In dieser Situation ist die Lust auf
Investitionen bei den Chipherstellern natürlich gering . Das spiegelt sich auch
in den Marktindices der Branche wider : Die Aktien in dem ebenfalls von der SEMI
gepflegten Index SEMIndex verloren im Vergleich zu Anfang 2000 rund 30 Prozent
an Wert . Der Semiconductor Sector Index SOX sackte nur um 22,4 Prozent ab .
Intel : Rambus wird billiger ! Der schwache Absatz von PCs und Mainboards mit
Rambus-Speicher ist vor allem auf die hohen Preise für RDRAM-RIMMs
zurückzuführen . Intel plant daher , durch verschiedene Maßnahmen die
RIMM-Preise auf ein akzeptables Preisniveau zu drücken - man geht davon aus ,
dass die Kunden einen Mehrpreis von maximal 30 Prozent im Vergleich zu
SDRAM-DIMMs angesichts der besseren Leistung akzeptieren würden . Billigeren
Speicherchips steht aber vor allem der bislang geringe Absatz an RIM-Modulen
entgegen - diesen Teufelskreis könnte Intel durchbrechen , indem man
beispielsweise den Herstellern gewisse Abnahmemengen garantiert oder an OEMs
bestimmte Kontingente verbilligter Module liefert . Der Preisvergleich mit
SDRAM-Modulen ist allerdings schwierig , da sich dieser Vergleich auf
SDRAM-DIMMs von Markenherstellern bezieht . An Endkunden verkaufen die meisten
Händler jedoch hauptsächlich die wesentlich günstigeren No-Name-Speicherriegel .
Solche Low-Cost-Module wird es aber als Rambus-Speicher auf längere Sicht nicht
geben , weil die No-Name-Produzenten die sehr hohen Investitionen in die
Produktions- und Testanlagen für Rambus-Speichermodule nicht aufbringen können .
Fazit : Wer dagegen sein vorhandenes i820- oder i840-Mainboard mit mehr Speicher
aufrüsten möchte , wird noch lange im Vergleich zu SDRAM sehr hohe Preise zahlen
. Grafikkarte als Videoüberwachungssystem Der taiwanische Hardware-Hersteller
Asus ( Halle 13 , Stand B52 ) erweitert das Software-Bundle seiner Grafikkarten
AGP-V6600/6800 um eine Software zur Videoüberwachung . Das Tool beobachtet einen
wählbaren Ausschnitt des Videobildes und kann bei Veränderungen verschiedene
Aktionen veranlassen . Es kann eine Warnmeldung über Telefon oder eine Email mit
einem Videobild des zu überwachenden Objekts verschicken . Auch die
Videoaufzeichnung auf Festplatte und der automatische Start anderer
Sicherheitssoftware ist möglich . Die auf verschiedene Empfindlichkeit und
Überwachungsarten einstellbare Software setzt die Deluxe-Version der Grafikkarte
V6600/6800 mit Videoeingang voraus , an die eine Videokamera anzuschließen ist .
IBM : EON zunächst für Geschäftskunden Heute stellte Carla Davison ,
Marketing-Vizechefin für IBM Desktop Systems , die neue Linie der EON-Systeme
vor : In Europa zielen die EON-Geräte zunächst auf Geschäftskunden . Hier steht
die kompakte Bauweise und die einfache Bedienung mehr im Vordergrund als zum
Beispiel die Möglichkeit , das Gerät leicht ausbauen oder erweitern zu können .
Auch der Preis der mit einem TFT-Display ausgestatten Rechner dürfte höher als
bei leistungsmäßig vergleichbaren Standard-PCs liegen . Auch bei anderen
Trend-Produkten möchte Big Blue nicht hintanstehen : Die anwesende Presse durfte
ein Muster des " Wearable PC " , also einen " anziehbaren " Mini-Rechner ,
bestaunen . Ein Verkaufstermin liegt allerdings noch nicht fest ... Douglas
LeGrande , Europa-Chef der IBM Personal Systems Group , gab eine andere
Neuigkeit bekannt : Wie schon in den USA erfolgreich eingeführt , soll auch in
Europa der Direktvertrieb von IBM-Geräten übers Internet forciert werden . Der
E-Business-Pionier IBM möchte noch in diesem Jahr neue Käuferschichten per Web
erreichen . Hier liegt ein Knackpunkt für die Einführung des Web-Direktverkaufs
in Deutschland : Einige Händler haben sogar eigene Direktvertriebskanäle
aufgebaut : Bekanntlich kommen die IBM-Endkundensysteme der Aptiva-Baureihe in
Deutschland von Comtech oder Vobis . Flextronics macht gute Geschäfte Trotz
dieser guten Zahlen baut Flextronics vor allem in Hochlohnländern Arbeitsplätze
ab : Die Gesamtzahl der Mitarbeiter soll um 10 Prozent sinken , die
Fertigungskapazität wird um 15 Prozent zurückgestutzt . Flextronics ist auf die
Auftragsfertigung von elektronischen Geräten spezialisiert und erhofft sich vom
zunehmenden Trend zum Outsourcing weiterhin gute Geschäfte . In den vergangenen
Jahren hat Flextronics Werke von Siemens , Bosch und Ericsson übernommen . Dabei
gelingt es dem Fertigungsspezialisten mit weltweit rund 80.000 Mitarbeitern
offenbar , auch ehemals mit Problemen kämpfende Werke wirtschaftlich zu
betreiben - ein Beispiel ist die ehemalige Paderborner Siemens-Fertigung .
Flextronics kooperiert mit Microsoft bei deren Desktop-Zubehör wie Tastaturen
und Mäusen und soll auch die Xbox bauen . NEC baut Server mit Athlon-Prozessoren
AMD gelingt es immer besser , den Athlon im profitstärkeren Profi-Markt zu
verkaufen : Die Maschine hat AMD nach eigenen Angaben in Kooperation mit NEC
Japan und der japanischen Firma ASCII NT entwickelt . Das System besteht aus
drei Rack-Gehäusen zu je zwei Höheneinheiten , in denen der zurzeit schnellste
1,33-GHz-Athlon mit Double-Data-Rate-Speichermodulen zusammenarbeitet . Für AMD
ist die Eroberung wesentlicher Anteile am Server- und Office-PC-Markt
lebenswichtig . In diesem Bereich liegen die Profitraten höher als im
Privatkundenbereich , wo AMD bislang vor allem durch ein günstiges
Preis/Leistungsverhältnis erfolgreich ist und Intel zunehmend Marktanteile
abnimmt . Einige Erfolge bei Firmen-PCs konnte AMD in letzter Zeit schon
vermelden : So haben neben NEC auch Fujitsu-Siemens und Maxdata Geräte auf
Athlon-Basis angekündigt . Bisher hat noch keine der großen Computerfirmen einen
Athlon-Server im Angebot , doch es gibt Pläne von IBM für eine
Dual-Athlon-Serverfamilie . Außerdem existieren Cluster-Projekte bei Boeing und
einer US-Universität . Trübe Aussichten für LSI und Fairchild LSI Logic und
Fairchild Semiconductor beklagen in ihren Quartalsberichten die abkühlende
Nachfrage nach Halbleitern . Beim Ausblick in die nahe Zukunft sehen beide
Firmen weitere Umsatzeinbußen . Für das laufende zweite Quartal erwartet LSI
Logic eine weitere Schrumpfung des Umsatzes und Verluste von etwa sieben Cent
pro Aktie - trotz bereits eingeleiteter Gegenmaßnahmen wie Werksschließung und
Kooperationsabkommen . In fernerer Zukunft soll es wieder bergauf gehen ; mit
dem Zukauf von Firmen wie C-Cube erschließt LSI neue Marktsegmente . Fairchild
hat es weniger hart erwischt : Fairchild erwartet im laufenden Quartal weitere
Umsatzeinbußen von etwa fünf Prozent . Auf die schlechteren Geschäftsaussichten
habe man schnell reagiert , da bereits Erfahrungen mit solchen Konjunkturzyklen
vorhanden seien . Durch die breite Streuung der Produkte und Märkte sowie die
hohe Innovationskraft sieht sich der Hersteller für schlechtere Zeiten gut
gerüstet und will sogar seine Marktanteile ausbauen . Intel-Chef sieht
anhaltende Chip-Knappheit voraus Er erwarte , dass es noch rund ein Jahr lang zu
Engpässen bei der Lieferung von Chips für die Computerindustrie kommen werde .
Als Grund führte Barrett nach Angaben des Online-Dienstes News.com an , dass in
den vergangenen zwei Jahren zu wenig in neue Anlagen investiert worden sei . Die
Ausgaben für neue Fabriken in den vergangenen Monaten würden erst nach einer
gewissen Zeit zu Verbesserungen der Liefersituation führen . PC-Hersteller wie
Compaq und Dell hatten wiederholt Lieferengpässe von Intel für stagnierende
PC-Verkaufszahlen verantwortlich gemacht . Intel und andere Halbleiterschmieden
hatten in den vergangenen Monaten Milliarden-Investitionen angekündigt .
Transmeta erhält AMD-Lizenzen Der Prozessorhersteller AMD erteilt dem
Entwicklungsunternehmen Transmeta Lizenzen für die HyperTransport- und
x86-64-Technik . Das von AMD gemeinsam mit API Networks unter dem Namen Lighning
Data Transfer ( LDT ) entwickelte HyperTransport-Verfahren erlaubt bis zu 6,4
GByte/s schnelle Verbindungen digitaler Schaltungen . Es eignet sich besonders
für die Vernetzung von Bauelementen auf Mainboards . Eine mögliche Anwendung ist
die Verschaltung mehrerer Prozessor-/Speicherknoten zu Multiprozessorsystemen .
Auch Hersteller von Grafikchips ( Nvidia ) und schnellen Netzwerkkomponenten (
Broacom , Cisco ) gehören zu den Lizenznehmern von HyperTransport . AMDs
x86-64-Architektur ist die Basis der angekündigten 64-Bit-Prozessoren Clawhammer
und Sledgehammer . Für Transmetas Technik-Chef David R. Ditzel ist x86-64 die
64-Bit-Architektur der Wahl , weil sie " den besten aufwärtskompatiblen Pfad
darstellt , um dem x86-Befehlssatz 64-Bit-Befehle hinzuzufügen " . Transmeta
entwickelt im Auftrag von AMD bereits eine 64-Bit-Emulation der kommenden
Prozessoren auf Basis des Crusoe . Neue optische Speicher aus Japan Ein
neuartiger optischer Speicher soll theoretisch bis zu 100 Gigabyte Daten fassen
. Dabei soll der neue Baustein des japanischen Konzerns Nippon Telegraph and
Telephone Corporation ( NTT ) kleiner als eine DVD ( Digital Versatile Disc )
sein . Nach einem Bericht des Wirtschaftsinformationsdienstes Nihon Keizai
Shimbun will NTT einen Prototypen des Speichers und weitere zugehörige Hardware
im nächsten Frühjahr vorstellen . Die neue Speichertechnik ist besonders für den
Einsatz in tragbaren Computersystemen vorgesehen . Bisher gab NTT jedoch keine
weiteren Einzelheiten bekannt , wie zum Beispiel zur Zugriffsgeschwindigkeit
oder Wiederbeschreibbarkeit . Was kommt nach PCI-X ? Für NGIO ( Next Generation
Input/Output ) , ein schnelles I/O-System , welches den Flaschenhals PCI-Bus in
Servern ablösen soll , liegt nun die Spezifikation 1.0 vor . NGIO konkurriert
mit einem anderen Konzept : Future I/O . Beiden Standardisierungsvorschlägen ist
gemeinsam , dass es sich nicht mehr um Bus-Systeme handelt , sondern schnelle
Point-to-Point-Verbindungen spezifiziert werden . NGIO beruht im ersten Schritt
auf dem Gigabit-Ethernet-Protokoll und lässt höhere Datenraten durch Bündelung
serieller Links zu , während die große Übertragungskapazität von Future I/O auf
der Verwendung einer mehradrigen parallelen Leitung basiert . Dadurch ist es
aber nicht wie bei NGIO möglich , die Geräte mit bis zu 30 Meter langen Kabeln
anzuschließen . Future I/O ist ein Projekt der Firmen IBM , Compaq ,
Hewlett-Packard , Adaptec , 3Com und Cisco . Wie man sich denken kann , steht
hinter NGIO der Chipgigant Intel , mit seinen Verbündeten Dell , Sun , NEC ,
Hitachi und Siemens . Beobachter erwarten , dass sich beide Konsortien in der
nächsten Zeit auf ein gemeinsames Konzept einigen werden . Dual-Celeron-Hype :
US-Hersteller nimmt den Mund voll Aus zwei Celeron-Prozessoren lässt sich
Pentium-III-Leistung zum günstigen Preis quetschen - das jedenfalls verspricht
der US-Hersteller FuturePower . Dabei unterschlägt der ambitionierte
Computer-Discounter , der kürzlich von Apple wegen seiner iMac-Kopie verklagt
wurde , eine Menge Informationen : Einerseits profitieren nur sehr wenige
Programme überhaupt von einem zweiten Prozessor , manche Treiber arbeiten gar
nicht mit zwei CPUs zusammen . Speziell Spiele-Fans werden enttäuscht sein ,
wenn sie ihren neuen " Millennium-PC " anwerfen : Unter dem mitgelieferten
Windows NT 4.0 laufen nur wenige 3D-Action-Games , da hilft dann auch die
eingebaute Savage-4-Pro+-Grafikkarte nichts . Allerdings soll das demnächst
verfügbare Quake 3 unter dem ebenfalls noch nicht verfügbaren Windows 2000 mit
zwei Prozessoren tatsächlich schneller sein . Unter Windows 98 trägt die zweite
CPU lediglich zum Stromverbrauch bei . Speziell die im Kaufpreis von knapp 1900
US-Dollar enthaltenen 466-MHz-Celerons werden sich allerdings kaum von den
tollen Multiplikatoreinstellungen im " Soft Menu II " des Abit-Boards
beeindrucken lassen : Alle aktuellen Celerons besitzen nämlich fest eingebrannte
Multiplikatoren , die sich auch mit viel Aufwand nicht umgehen lassen . Alle
anderen Übertaktungs-Tricks führen bei den schnellen Celerons eher zu Abstürzen
als zu Mehrleistung . Eine zweite Variante des Millennium-PC macht da schon mehr
Sinn , denn die kommt mit Linux statt Windows daher und soll als Billig-Server
in kleinen Netzen werkeln . Doch auch nicht alle Linux-Programme nutzen zwei
CPUs , hier wird manchem Käufer der Dual-Celeron-Quark sicherlich sauer
aufstoßen . Wer mehr als einen Celeron auf einer Platine betreibt oder diese gar
übertaktet , verliert jeglichen Garantieanspruch . Ob Intel die Drohung
wahrmacht , den aktuellen Celerons die Dual-Fähigkeit grundsätzlich abzuzwacken
, ist umstritten - doch Support kann man vom Prozessorgiganten für den
Low-Cost-Dual-Rechner nicht erwarten . Auch Palm-PDAs mutieren zu Handys
Besitzer von Palm-Vx-Geräten sollen ab Anfang 2001 ihren PDA zum Handy aufrüsten
können . In Zusammenarbeit mit der Firma RealVision aus Hongkong will Palm ein
Snap-On-Erweiterungsmodul anbieten , welches an die serielle Schnittstelle des
Palm Vx andockt . Mit dem RealVision-Modul wird aus dem PDA ein vollwertiges
Dual-Band-Handy , welches in den europäischen und asiatischen GSM-Netzen Sprach-
und Datenkommunikation bietet . Mit dieser Ankündigung reagiert Palm offenbar
auf die Ankündigung von Handspring , ab Anfang 2001 mit dem VisorPhone ein Modul
für die US-amerikanischen GSM-Netze zu liefern . Technische Details des mit
Kartenvertrag 299 US-Dollar teuren RealVision-Moduls sind noch nicht bekannt .
Die direkte Wahl aus dem Palm-Adressbuch ist vorgesehen , weiter sollen
SMS-Dienste und Web-Anwendungen nutzbar sein . Gemeinsam mit Motorola will Palm
unterdessen die Integration von Handy und PDA weiter vorantreiben . Das Gerät
soll sich per Cradle oder drahtlos mit dem heimischen PC verbinden lassen und
für GSM- und andere Funknetze ausgelegt sein . Intels Xeon-CPU für Workstations
mit 2 GHz Der im Mai vorgestellte Workstation-Prozessor Intel Xeon ist jetzt mit
bis zu 2 GHz Taktfrequenz zu haben . Prototypen des neuen Prozessors , der eng
mit dem Pentium 4 verwandt ist , hatte Intel bereits auf der SIGGRAPH
demonstriert . Die im Sockel-603-Gehäuse eingebauten CPUs besitzen wie der
Pentium 4 256 KByte L2-Cache , auch die Herstellung erfolgt wie beim Pentium 4
in einem 0,18-µm-Prozess . Für den 2-GHz-Xeon verlangt Intel mit 615 US-Dollar
nur 73 US-Dollar mehr als für einen gleich schnellen Pentium 4 . Der Xeon läuft
nur auf Mainboards mit Intel-i860-Chipsatz , der bis zu 4 GByte Rambus-Speicher
unterstützt . Passende Platinen liefern Iwill , Supermicro und Tyan .
SPEC-CPU2000-Benchmarks weisen den Xeon als einen der schnellsten lieferbaren
Workstation-Prozessoren aus . Nach Angaben von IDC war Intel mit 68 Prozent
Anteil im zweiten Quartal 2001 Marktführer bei den Workstations . Die
Marktforscher von Dataquest sahen in diesem Zeitraum Dell mit 31,5 Prozent als
führenden Rechner-Anbieter , wobei der Markt mit nur 344.580 verkauften Geräten
im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 14,6 Prozent schrumpfte . Für Server ist
diese Xeon-Version nicht vorgesehen , es gibt auch keinen passenden Chipsatz ,
der beispielsweise mehr Speicher oder SDRAM-DIMMs unterstützt . Zurzeit bietet
Intel für Zwei-Prozessor-Maschinen außer den diversen Pentium-III-Versionen mit
bis zu 1,26 GHz die Pentium-III-Xeons bis 1 GHz und mit FSB133 an . Für größere
Server sind die Pentium-III-Xeons mit FSB100 und größerem L2-Cache gedacht , die
mit bis zu 900 MHz Taktfrequenz zu haben sind . Lieferschwierigkeiten beim 3692
US-Dollar teuren Pentium III Xeon mit 900 MHz und 2 MByte L2-Cache sind
mittlerweile ausgeräumt . Erst im kommenden Jahr ziehen die neuen Xeons auch in
Server ein ; zunächst in Versionen , die für Zwei-Prozessor-Maschinen gedacht
sind ( Intel Xeon for DP Servers ) . Diese Prestonia-CPUs arbeiten dann mit dem
Plumas-Chipsatz zusammen . Etwas länger warten muss man auf Xeons , die mit
größeren L3-Caches und anderen Spezialfunktionen für Multiprozessor-Server
ausgestattet sind ( Intel Xeon for MP Servers ) . Passende Chipsätze für solche
Boliden mit bis zu 256 Prozessoren haben außer Intel selbst auch IBM und
ServerWorks in Arbeit . Intel spezifiziert schnelleres DDR-SDRAM Bisher liefert
Intel nicht einmal einen eigenen DDR-SDRAM-tauglichen Chipsatz ; doch für die
Zukunft rüstet sich der Chipgigant schon mit einer Spezifikation für die
schnellen Speicherchips . Das " Intel(R) DDR 266 JEDEC Specification Addendum
Rev 0.9 " fasst nicht nur die JEDEC-Norm JESD79R1 vom Juni 2000 in einigen
Details enger , sondern legt überdies eine Vorschrift für DDR266-SDRAMs fest .
Die JEDEC hatte nur die Double-Data-Rate-SDRAM-Klassen DDR200 , DDR266B und
DDR266A beschrieben . Diesen drei Typen sind zwei Zeitparameter gemeinsam : Das
RAS-to-CAS-Delay tRCD und die RAS Precharge Time tRP dürfen jeweils 20 ns dauern
. Bei DDR266A- und DDR266B-Chips , aus denen die mit 133 MHz laufenden
PC2100-DIMMs aufgebaut sind , führt dies zu Wartezeiten von je 3 Taktzyklen für
die beiden Parameter . Nach JESD79R1 sind deshalb nur DIMMs mit den
Zugrifsparamtern PC2100-2533 ( aus DDR266B-Chips mit einer CAS Latency von 2,5 )
und PC2100-2033 ( aus DDR266A-Chips mit CL 2 ) vorgesehen . Die neue
Intel-Spezifikation beschreibt DDR266-Bausteine mit CL2 und tRCD sowie tRP von
nur 15 ns , also 2 Takten zu je 7,5 ns . PC2100-2022-DIMMs dürften noch etwas
zügiger arbeiten als die bisher schnellsten lieferbaren PC2100-2033-Module .
Neuer Intel-Chipsatz für Laptops Intel stellt unter dem Namen i815EM eine
spezielle "Mobile"-Ausführung des i815E-Chipsatzes für Laptops vor . Wie alle
Mitglieder der i8xx-Familie setzt Intel beim i815EM auf eine Hub-Struktur . Der
82815EM Graphics and Memory Controller Hub ( GMCH ) entspricht dem , was man
früher eine " Northbridge " nannte : Er verbindet den Hauptprozessor , den
Arbeitsspeicher und die Southbridge , die bei Intels i8xx-Chipsätzen ja
Input/Output Controller Hub ( ICH ) heißt , miteinander . Der GMCH2-M , wie
Intel den Baustein 82815EM auch nennt , hat dabei noch einige Besonderheiten :
An das AGP-Interface kann man auch 4 MByte Display-Cache anschließen , womit
sich die Verarbeitung von 3D-Grafik beschleunigen lässt . Etwas verwunderlich
ist , dass der GMCH2-M nur PC100-Speichermodule unterstützt . Allerdings gibt es
Intels Mobile-Prozessoren ebenfalls ausschließlich zum Betrieb mit 100 MHz
Frontside-Bustakt ; auch die in Laptops üblichen SO-DIMMs ( Small Outline Dual
Inline Memory Modules ) sind hauptsächlich mit PC100-SDRAM bestückt . Der
GMCH2-M bietet außer dem normalen Grafikausgang über einen 230-MHz-RAMDAC auch
einen digitalen Ausgang für die Bildsignale . Hier lässt sich der 82807AA Video
Controller Hub ( VCH ) anschließen , der direkt ein TFT-Display ansteuern kann .
Zusätzlich kann man über einen TV-Encoder einen Fernsehanschluss oder über einen
DVI-Transmitter eine Buchse für externe Flachbildschirme realisieren . Der
ICH2-M-Baustein 82801BAM ist eng mit dem vom i815E-Chipsatz bekannten ICH2
verwandt . Er ist über das 266 MByte/s schnelle Hub-Link-Interface mit dem
GMCH2-M verbunden und bindet den PCI-Bus an den Chipsatz an . Um EIDE-Geräte
kümmert sich der ICH2-M selbst , er beherrscht den Ultra-ATA/100-Modus . Zwei
USB-Controller und zwei Hubs bieten bis zu vier USB-Ports . Ein integrierter
Media Access Controller ( MAC ) lässt sich mit wenigen externen Bauelementen (
PHY ) zum Netzwerkadapter ausbauen ; eine AC-97-Schnittstelle sorgt für
Anschluss von CODECs für Soft-Sound- und -Modem-Funktionen . Die wesentlichen
Unterschiede zum normalen ICH2 betreffen die integrierte Speed-Step-Logik zur
Steuerung der gleichnamigen Stromsparfunktionen der Mobile-Pentium-III-CPUs
sowie die Möglichkeit , die Taktfrequenz des PCI-Bus dynamisch zu verändern .
Wie bei den i8xx-Chipsätzen üblich benötigt der i815EM anstelle eines
BIOS-Flash-Chips einen so genannten Firmware-Hub ( FWH ) , der ebenfalls über
die LPC-Schnittstelle an den ICH2-M angeschlossen ist . Diesen FWH gibt es in
4-MBit- und 8-MBit-Ausführung als 82802AB und 82802AC . Den Stromverbrauch des
GMCH-2 gibt Intel nicht im Detail an ; lediglich für den ICH2-M mit maximal 2
Watt und den VCH mit 0,5 Watt sind Daten verfügbar . GMCH2-M , ICH2-M und VCH
arbeiten mit 1,8 Volt Corespannung und 3,3 Volt auf den I/O-Kreisen . Als Preis
für den kompletten Chipsatz nennt Intel 47,50 US-Dollar bei Abnahme von 1000
Stück . Gute Zeiten für LSI , Fairchild und Maxim Die Halbleiterfirmen Fairchild
, LSI Logic und Maxim Integrated Products melden gute Ergebnisse für das dritte
Geschäftsquartal 2000 . Das Unternehmen macht für diese positive Entwicklung
hauptsächlich die Diversifikation des Angebots verantwortlich . PC-Verkäufe in
Europa schwächer als erwartet Das Marktforschungsunternehmen IDC meldet , dass
im abgelaufenen Quartal rund 11,7 Prozent mehr PCs in Europa verkauft wurden als
zwischen April und Juni dieses Jahres . Das sei zwar eine Verbesserung im
Vergleich zum zweiten Quartal , als die Wachstumsrate nur 9,6 Prozent betrug ,
doch deutlich weniger als im Vorjahreszeitraum . Damals konnten die Hersteller
den Absatz noch um mehr als 20 Prozent steigern . Die Analysen von IDC decken
sich mit den Angaben von anderen Marktforschern und Firmen wie Dell oder Intel .
Allerdings ließ nur der Verkauf von PCs zu wünschen übrig . Laptops kaufen die
Kunden offenbar deutlich lieber - im Vergleich zum dritten Quartal 1999 stieg
der Absatz um 44 Prozent . Und das freut natürlich die Hersteller , verdienen
sie doch an Laptops deutlich mehr als an Desktop-PCs . Besonders IBM hat im
europäischen Laptop-Markt Boden gut gemacht . Als einen Grund für den schlappen
PC-Absatz gab IDC an , dass Großfirmen bei Investitionen in Hardware zögerlicher
seien als erwartet . Hier sei zwar langsam Besserung in Sicht , doch gerade in
Frankreich und Deutschland entwickele sich der PC-Markt nicht so gut . Im
schwierigeren Markt finden sich die PC-Hersteller offenbar unterschiedlich gut
zurecht : Die europäischen Marktführer Compaq , Fujitsu-Siemens und Dell
verloren Marktanteile , während die viertplazierte IBM dazu gewann . Bei der
aktuellen Diskussion , ob das PC- und Chip-Geschäft nun zurückgeht oder weiter
boomt , erscheinen noch andere Zahlen einen Trend nach unten anzudeuten : Der
Verband der US-amerikanischen Hersteller von Anlagen für die
Halbleiterfabrikation ( SEMI ) meldet erstmals seit dem September des
vergangenen Jahres einen leichten Rückgang der Auftragseingänge seiner
Mitgliedsfirmen . Ein Book-to-Bill-Verhältnis von 1,16 ist also eigentlich kein
schlechtes Zeichen , doch der leichte Rückgang wird in Zeiten nervöser
Börsenkurse der Technologieaktien schnell als böses Omen gewertet . Die Leiterin
der Abteilung Industrieforschung und Statistik der SEMI wiegelt jedoch ab : "
Diese Zahlen zeigen eher eine saisonale Schwankung als eine signifikante
Änderung in der aktuellen Geschäftsperiode . " AMDs Athlon rennt mit DDR-SDRAM
Gigabyte stellt das erste Sockel-A-Mainboard vor , das mit DDR-SDRAM-Modulen
läuft . Der neue Speichertyp kann PCs mit AMD-Athlon-Prozessor spürbar
beschleunigen . Das Gigabyte-Board GA-7DX nutzt eine Mischbestückung aus der
Northbridge des brandneuen AMD-760-Chipsatzes und der VIA-Southbridge 686A . In
zwei 184-poligen Slots lassen sich DDR-SDRAM-DIMMs des Typs PC200 ( 100 MHz )
oder PC266 ( 133 MHz ) unterbringen . Die Northbridge AMD-761 unterstützt nur
den synchronen Betrieb von Frontside-Bus ( also der Prozessor-Schnittstelle )
und Speicherbus . Der Frontside-Bus ( FSB ) und die Speicherchips laufen dabei
mit derselben Taktfrequenz . Da AMD noch keinen Athlon für FSB133 liefert , ließ
sich das Mainboard nur mit einem PC200-Modul testen . Doch schon in dieser
Leistungsklasse zeigten sich in Verbindung mit einem Athlon PGA 800 die Vorteile
der neuen Speichertechnik . Messungen mit den Anwendungsbenchmarks des BAPCo
SYSmark 2000 erbrachten in Einzelwertungen um bis zu 8 Prozent bessere
Ergebnisse . Da es noch kleine Probleme mit Chipsatztreibern gab , sind künftig
weiter verbesserte Resultate möglich . Auch Spielefans kommen auf ihre Kosten :
Beim Demolauf " demo001 " des Ballerspiels Quake 3 konnte eine
TNT2-Ultra-Grafikkarte auf dem GA-7DX knapp 10 Prozent mehr Bilder pro Sekunde
liefern als auf einem Sockel-A-Mainboard mit VIA-KT133-Chipsatz mit PC133-SDRAM
, das mit 222-Timing lief . Die DDR-SDRAM-Technik verspricht damit bei
Athlon-Systemen deutlich leistungsfähiger zu sein als bei Intel-Pentium-Rechnern
. Ein Test eines Prototypen-Mainboards mit VIAs Apollo Pro266-Chipsatz für den
Pentium III hatte eher enttäuschende Resultate gezeigt . Der
US-Speicherhersteller Micron verkauft PC200-SDRAM zum gleichen Preis wie
PC133-222-DIMMs . Flüsterleiser Tiefkühler für übertaktete CPUs Das
VapoChill-System der dänischen Firma Asetek kühlt Prozessoren auf bis zu minus
20 °C . Damit sollen vergleichbare Übertaktungsmöglichkeiten wie bei
KryoTech-Systemen gegeben sein . Asetek setzt dabei prinzipiell auf dieselbe
Technik wie KryoTech : Ein Kompressor treibt einen geschlossenen
Kältemittelkreislauf , der Verdampfer sitzt auf der CPU und kühlt diese stark ab
. Dabei erlischt die Garantie von AMD nicht , denn die Prozessorschmiede hat die
KryoTech-Computer anerkannt . Die kostspieligen KryoTech-Systeme gelten jedoch
als relativ laut - damit will Asetek aufräumen . Durch anpassbare Verdampfer
soll sich dasselbe Kühlsystem anders als bei der Konkurrenz für verschiedene
Prozessoren eignen . Zusätzlich würden die strengen deutschen
Arbeitsstätten-Richtlinien beim Lärmschutz eingehalten , denn der
Kühlmittelkompressor surrt mit leisen 35 dB(A) . Unklar ist , wie Asetek die
Anpassung an verschiedene Prozessortypen umsetzt : Nur mit einem anderen
Verdampfer ist es dabei nicht getan . So muss der tiefgekühlte Prozessor
beispielsweise vollständig isoliert sein , damit Kondenswasser ihn nicht außer
Gefecht setzt . Aber auch Asetek liefert nicht zum Discount-Preis : Der
englische Distributor ( für Deutschland ist noch keiner angegeben ) verlangt
mehr als 1500 Mark für ein VapoChill-Komplettgehäuse einschließlich
CPU-Montage-Kit . Thanksgiving : Kingston gehackt Zum Thanksgiving-Feiertag in
den USA hat es die Webseite des Speicherherstellers Kingston erwischt : Die
Hacker fuqrag , ytcracker und #sesame wünschen der Firma ein besonders "
sicheres " Erntedankfest . Intel baut Fabrik für 300-mm-Wafer Chipgigant Intel
steigt nun auch in die 300-mm-Liga ein : In Chandler , Arizona , betreibt Intel
bereits die Wafer-Fab 12 , in der zur Zeit etwa 8500 Angestellte mit der
Halbleiterherstellung auf 200-mm-Wafern beschäftigt sind . Intel hatte vor einem
halben Jahr angekündigt , ab 2002 Chips auf 300-mm-Siliziumscheiben zu
produzieren . Die Fertigung soll auf den 300-mm-Wafern von Anfang an im
0,13-Micron-Prozess erfolgen . Derzeit stellt Intel die neuen
Pentium-III-Coppermine-Prozessoren im gröberen 0,18-Mikrometer-Raster her .
Gegenüber 200-mm-Wafern ( 8 Zoll ) bieten die Scheiben mit 12 Zoll Durchmesser
etwa 225 Prozent der Fläche . Darauf lassen sich wegen der gleichzeitig besseren
Flächennutzung etwa 2,4 mal so viele Chips als bei den kleineren Scheiben
unterbringen . Zusätzlich sparen die größeren Wafer pro Stück etwa ein Drittel
der Bearbeitungskosten ein . Eine funktionierende 300-mm-Fertigungsanlage
arbeitet also deutlich kostengünstiger als die bisherigen 200-mm-Fabs . Die neue
Intel-Fabrik soll eine Fläche von etwa 34000 Quadratmetern haben , davon ist
etwa ein Drittel für Reinräume vorgesehen . Die Dresdner Fab 30 des Konkurrenten
AMD ist mit 9000 Quadratmetern etwa ein Viertel kleiner . Dort sollen im
Endausbau etwa 5000 200-mm-Wafer wöchentlich von den Bändern laufen . AMD
fertigt in Dresden Siliziumchips mit bis zu 6 Kupferlagen im
0,18-Mikrometer-Prozess . Fast alle Halbleiterhersteller investieren derzeit
gewaltige Summen in neue Fertigungslinien für die größeren Wafer . Ebenfalls in
Dresden steht die Musteranlage von Semiconductor300 , einem Joint-Venture von
Infineon und Motorola . Dort ist man mittlerweile bei Strukturbreiten von
weniger als 0,2 Mikrometern angelangt und hat damit erfolgreich 256-MBit-SDRAMs
hergestellt . Dual-Pentium-Mainboards ohne Intel-Chipsatz Tyan und Asus setzen
bei neuen Server-Mainboards auf Chipsätze der kalifornischen Firma ServerWorks :
Damit sind demnächst Dual-Slot-1-Platinen ohne Rambus-Speicherinterface
erhältlich , die zudem PC133-Speicherriegel vertragen . Das Tyan Thunder 2500
kann in seinen acht DIMM-Steckplätzen bis zu acht Gigabyte SDRAM unterbringen .
Der eingesetzte ServerWorks-III-HE-Chipsatz erreicht theoretisch durch
verschachtelte Zugriffe auf die Speicherriegel ( Interleaving ) eine maximale
Datentransferrate von etwa 4 GByte pro Sekunde . Auf dem Board finden sich zwei
unabhängige PCI-Kanäle . Einer arbeitet mit 66 MHz und bietet zwei
64-Bit-Steckplätze ; der andere Kanal ist ebenfalls 64 Bit breit ausgelegt ,
aber nur mit 33 MHz getaktet . Auch ein AGP-Pro-Steckplatz ist vorhanden . Für
Grafik-Arbeitsplätze kommt aber eher die WS-Ausführung des Chipsatzes in Frage :
Sie unterstützt zwar weniger Speicher , bietet dafür aber den AGP-4X-Modus . Die
Funktionsvielfalt des Chipsatzes hat in zweierlei Hinsicht ihren Preis . Zum
einen besteht der Chipsatz aus vier Bausteinen , wobei die Northbridge NB6536
644 Pins und damit einen erheblichen Platzbedarf hat . Das Tyan Thunder 2400 mit
Intels i840 steht beispielsweise um 100 Dollar günstiger in der Preisliste .
Asus hat neue Mainboards mit ServerWorks-III-Chipsatz nicht als Einzelprodukte
angekündigt , sondern will diese Boards zunächst in die Server-Barebones AP6300
und AP2300 einbauen . Trotz der recht langen Erfahrung des Unternehmens sind
Beobachter bislang skeptisch , ob sich die ServerWorks-Chipsätze als Ersatz für
Intels i840 tatsächlich durchsetzen . Derzeit ist das Interesse an einer
Alternative zu Intel-Produkten wegen der Rambus-Speicherpreise und der Probleme
mit der ECC-Fehlerkorrektur groß . Die Skeptiker bezweifeln jedoch , dass das
mit 85 Mitarbeitern recht kleine Unternehmen ServerWorks , das nicht über eigene
Fertigungsanlagen verfügt , tatsächlich den Bedarf befriedigen kann . Bei
ServerWorks ist man jedoch zuversichtlich , dem Intel-Einheitsbrei eine
interessante Alternative zur Seite stellen zu können : Immerhin arbeitet man
explizit mit Intels Segen und entwickelt zurzeit neue Chipsätze ( ServerWorks IV
) , die im nächsten Jahr auch mit Double-Data-Rate-Speicher ( DDR-SDRAM )
umgehen können sollen . Mehr auf das preiswerte Marktsegment zielen neue
Dual-Pentium-Platinen von MSI Microstar : Das angekündigte MS-6321 soll zwei
FC-PGA-Coppermines aufnehmen und arbeitet mit dem VIA-Chipsatz Apollo Pro133A (
VT82C694X ) . Das Board will MSI optional auch mit FireWire- oder
Ultra-ATA/100-Schnittstellen liefern . Eine pfiffige Zwei-Prozessor-Lösung für
die Slot-1-Mainboards MS-6192 und MS-6301 mit Intel-i820-Chipsatz ist die
Slot-1-Steckkarte MS-6905 . Die zwei 370-Pin-Sockel verwandeln diese
Hauptplatinen in Dual-FC-PGA-Mainboards . Zudem passt diese Konstruktion wegen
der Bauhöhe des Adapters nicht in jedes Gehäuse . Tyan ist auf der CeBIT in
Halle 9 , Stand C16 vertreten ; Asus findet man in Halle 13 , Stand B52 MSI
Microstar ebenfalls in Halle 13 auf dem Stand F31 . Halbleiterfirmen bremsen
Investitionen Wegen der schrumpfenden Nachfrage nach Halbleiterbauelementen
reduzieren die Chipfirmen ihre Ausgaben für neue Anlagen deutlich . Der
US-Verband der Hersteller von Anlagen zur Bauelementefertigung ( SEMI ) meldet
für Januar einen Rückgang der Auftragseingänge um 21 Prozent im Vergleich zum
Dezember 2000 . Nach dem Rekordjahr 2000 hatte man zwar eine Normalisierung der
Auftragslage einkalkuliert , doch bewertet SEMI-Geschäftsführer Stanley T.
Meyers die Höhe des Rückgangs als " schnellere Anpassung der Ausgaben der
Chiphersteller " als erwartet . Der Januar war schon der dritte Monat in Folge
mit rückläufigen Auftragseingängen - allerdings lag der Umsatz in der Branche um
46 Prozent über dem Vorjahreszeitraum . Diese Stagnation auf hohem Niveau dürfte
sich noch ein Weilchen fortsetzen . Zum einen haben die Halbleiterfirmen im
letzen Jahr sehr viel investiert , zum anderen haben sie jetzt andere Sorgen :
Dem wachsenden Kostendruck können die Halbleiterhersteller allerdings nur durch
neue Technik wie 300-mm-Wafer oder kleinere Strukturen standhalten . Daher
reduzieren die Firmen ihre Investitionen zumindest in diesen Bereichen wohl
nicht . Nach US-Berichten plant IBM jetzt den Einstieg bei EUV LLC , einer
Industrievereinigung zur Enwticklung einer neuen Lithografietechnik für noch
kleinere Chipstrukturen ( Extreme-Ultraviolet ) . Bisher galt IBM eher als
Befürworter der Elektronenstrahl-Lithografie . Dieses Verfahren ist prinzipiell
für noch kleinere Strukturen als EUV geeignet , arbeitet aber deutlich langsamer
: Ein Elektronenstrahl " schreibt " die Halbleiterkonturen direkt auf das
Silizium . Die EUV-Technik setzt wie bisher auf Masken , die die Belichtung
größerer Bereiche eines Wafers in einem Schritt erlauben . Diese Bereiche sind
aber nicht allzu riesig : Erschwinglicher DVD-R-Writer aus der Schweiz Das
schweizerische Unternehmen Vivastar zeigt auf der CeBIT einen DVD-R-Brenner ,
der ab Mai für 1790 DM erhältlich sein soll . Das Gerät mit der Bezeichnung
RS-111 ist zum Einbau in 5,25-Zoll-Schächte vorgesehen , als RS-121 soll eine
externe Version für rund 200 DM mehr erhältlich sein . Beide Ausführungen
besitzen eine SCSI-2-Schnittstelle und beschreiben DVD-R-Medien maximal in
2X-Geschwindigkeit . Anders als das soeben von Pioneer vorgestellte und in
Apples neuem 733-MHz-G4 als SuperDrive eingebaute DRV-A03 können die
Vivastar-Brenner nicht mit CD-R/RW-Medien umgehen . Ein solches Produkt wollen
die Schweizer erst im Sommer auf den Markt bringen . Vivastar entwickelt und
fertigt in der Schweiz bisher hauptsächlich wiederbeschreibbare CD-Medien . Ein
DVD-R(G)-Medium soll etwa 30 DM kosten . Den Schreibkopf des neuen
DVD-R-Laufwerks hat Vivastar selbst entwickelt und fertigt ihn auch am Hauptsitz
in Zug . Die Massenfertigung der Laufwerke soll zunächst bei US-amerikanischen
und asiatischen Subunternehmen erfolgen , später plant die Firma ein eigenes
Werk in Fernost . Vivastar stellt auf der CeBIT am schweizerischen
Gemeinschaftsstand A14 in Halle 9 aus . Verwirrung um Pentium-4-Fahrplan
Besucher des Intel Developer Forum , mit dem der Halbleiterhersteller durch
Asien tingelte , durften in Taipei die Demonstration eines 2-GHz-Prototypen des
Pentium-4-Prozessors bestaunen . Anlässlich der Vorführung kündigte nach
Informationen der Infoworld Louis Burns , Chef der Intel Desktop Platforms Group
, diesen 2-GHz-Prozessor bereits für das dritte Quartal 2001 an . Dies wiederum
löst Spekulationen über Intels weiteren Pentium-4-Fahrplan aus . Diese läuft nur
in neuen Mainboards mit dem µPGA-748-Sockel . Es mehren sich die Anzeichen ,
dass Intel die Taktraten des jetzigen Pentium 4 weit schneller als ursprünglich
geplant nach oben drückt , um AMD das Wasser abzugraben . Der zurzeit schnellste
Pentium 4 1,7 GHz benötigt laut Datenblatt 1,75 Volt Kernspannung und nimmt bis
zu 50,2 A Strom auf . Daraus ergibt sich eine theoretische Maximalleistung von
83,6 Watt ; im realen Einsatz setzt der Pentium 4 mit 1,7 GHz nach Intel-Angaben
jedoch höchstens 64 Watt um . Auf diesen Wert , Thermal Design Power ( TDP )
genannt , legen Systemhersteller die Kühlung der CPU aus . Intel veröffentlicht
zu den Prozessoren noch weitere Entwicklungsdokumente , Design Guides genannt .
So spezifizieren die " VRM 9.0 DC-DC Converter Design Guidelines " den
Spannungsregler , den Pentium-4-Prozessoren für ihre Versorgung benötigen . Es
fällt auf , dass Intel in diesen Richtlinien eine maximale Strombelastbarkeit
von 55,5 A fordert . Derzeit schießen Spekulationen ins Kraut , ob Intel die
weniger stromhungrige 0,13-µm-Variante deutlich früher als geplant liefert oder
ob man ein neues Core-Stepping , also einen leicht veränderten Prozessorkern ,
entwickelt . Fans von Verschwörungstheorien äußern gar den Verdacht , dass Intel
eine Funktion namens " Automatic Thermal Monitor " nutzt , um den Pentium 4 mit
unsauberen Mitteln auf hohe Taktraten zu zwiebeln . Der beim Pentium 4
eingeführte Thermal Monitor überwacht die Chip-Tempertur und moduliert bei
Überschreitung eines gewissen Schwellwertes die interne Taktfrequenz . Wird der
Prozessor also zu heiß , so arbeitet er nur noch mit der halben angegebenen
Taktrate , bis er wieder kühler ist . Dann schaltet der Thermal Monitor wieder
auf volle Taktrate . Die exakten Schaltschwellen dieser Temperaturüberwachung
hat Intel nicht veröffentlicht . Experimente im c't-Labor zeigten bei
vorschriftsmäßiger Kühlung keinen Eingriff des Automatic Thermal Monitor .
Dessen Arbeit lässt sich , wie Intel im Kapitel 12.14 des " IA-32 Intel
Architecture Software Developer's Manual , Volume 3 " beschreibt , über das
Model Specific Register " IA32_THERM_STATUS MSR " ( MSR 19Ch ) überwachen . Wenn
Bit 1 dieses MSR auf " 1 " steht , so hat der Prozessor sich seit dem letzten
Reset selbst heruntergetaktet . Das signalisiert der Prozessor zusätzlich über
das an Pin F38 liegende Signal " PROCHOT# " , außerdem kann man ihn so
programmieren , dass er einen ACPI-Interrupt auslöst . Ob die automatische
Temperatursicherung überhaupt eingeschaltet ist , lässt sich ohne große
Programmierkenntnisse mit dem c't-Utility ctp2info überprüfen , das auf
Pentium-4-Systemen das MSR 1A0h im Hexadezimalformat anzeigt . Die
Hexadezimal-Binärwandlung erledigt der Windows-Taschenrechner . Anders als
bisherige AMD-Prozessoren bieten Intel-CPUs seit dem Pentium II noch eine
weitere Möglichkeit der Temperaturüberwachung , nämlich eine eingebaute
Messdiode . Bei entsprechend ausgestattetem Mainboard lässt sich die aktuelle
CPU-Temperatur per Software auslesen . Die meisten Boardhersteller bieten dazu
Windows-Software an , es gibt auch freie Tools für Windows und Linux .
Mainboard-Entwickler können abhängig vom Temperaturmesswert die Lüfter steuern
oder auch den Prozessortakt bremsen - dazu dient das "STPCLCK#"-Signal an Pin C5
. Eine solche Temperatursteuerung bieten etwa Fujitsu-Siemens-Mainboards . Hier
kann jedoch Anwender entscheiden , ob er lieber ein lauteres System ( mehr
Lüfterdrehzahl ) und die volle Prozessorleistung wünscht oder eine leisere ,
aber etwas langsamere Einstellung . Iridiums Glanz verblaßt Iridium , Betreiber
des weltweiten Satelliten-Telefonnetzes , ist in Turbulenzen geraten .
Geschäftsführer Edward Staiano trat am vergangenen Donnerstag zurück . Er ist
der zweite wichtige Manager , der innerhalb weniger Wochen seinen Hut nimmt .
Bereits im März hatte der Finanzchef des Unternehmens , Roy Grant , seinen
Ausstieg angekündigt . Iridium will morgen die Quartalsergebnisse vorstellen ,
doch sind Probleme bereits länger bekannt . Zum Jahresende 1998 hatte Iridium
mit nur etwa 3.000 Kunden die selbst gesteckten Ziele weit verfehlt . Bislang
schrecken hohe Kosten für Telefone und Gesprächsgebühren die Kunden ab , wie
Beobachter meinen . Ein wirtschaftlicher Betrieb des milliardenteuren Netzes von
66 Satelliten ist derzeit nicht in Sicht . Das Unternehmen handelte mit seinen
Kreditgebern gerade einen zweimonatigen Aufschub für wichtige Zielvereinbarungen
aus . Die Krise bei Iridium zieht weite Kreise , denn das Vertrauen der
Investoren in die Satellitenkommunikation bröckelt ab . Zahlreiche Konkurrenten
stehen in den Startlöchern und brauchen viel Geld für ihre Technik . Das
Unternehmen Globalstar will noch in diesem Jahr den Betrieb aufnehmen . Der
Mißerfolg von Iridium wirft die Frage auf , wie hoch das Kundenpotential für
Satellitenhandies ist . Wieviele Menschen wollen wirklich in der Wüste
telefonieren - und können sich das auch leisten ? Neue Dell-Notebook-Serie mit
bunten Blenden Dell bietet ab sofort Notebooks der neuen Serie Inspiron 4000 an
. Für die Inspiron-4000-Notebooks liefert Dell farbige "Snap-On"-Blenden . Ein
Set besteht aus vier Plastikteilen in den Farben Blau , Gelb , Hellgrau und Lila
, die sich außen auf den Gehäusedeckel und auf die Handballenauflagen
aufschnappen lassen . Eine Blende gibt es für einen Aufpreis von 29 Mark , alle
vier kosten 99 Mark . Solche austauschbare Blenden scheinen sich zum Trend
auszuwachsen : Auch die anderen US-Branchenriesen Compaq und Hewlett-Packard
stellten schon Desktops und Laptops mit farbigen Blenden vor . Transmeta-Chef
Ditzel : Wir haben fünf Jahre Vorsprung Die Prozessorschmiede Transmeta geht
davon aus , fünf Jahre Vorsprung vor den etablierten Chip-Hersteller Intel und
AMD zu besitzen . " Um unseren Vorsprung aufzuholen , müssten sie ebenfalls auf
ein Software-basiertes Design setzen " , sagte Transmeta-CEO David R. Ditzel
nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters in einem Interview in Japan .
Ditzel berief sich dabei auf seine 20-jährige Erfahrung im Prozessordesign . Er
war vor seinem Einstieg bei Transmeta unter anderem für die Entwicklung diverser
SPARC-Chips verantwortlich . In Tokio wird am Mittwoch von Hitachi die
Ankündigung von drei Notebooks und einem Webpad auf Basis von Transmetas
Crusoe-Prozessor erwartet . Transmeta hatte den Crusoe in zwei Varianten im
Januar dieses Jahres vorgestellt . Der Prozessor nutzt spezielle Software , um
Anwendungs-Befehle in seinen eigenen Befehlssatz zu übersetzen . In den
vergangenen Monaten haben etliche große Hersteller Mobilgeräte mit dem
Crusoe-Chip angekündigt , darunter Sony , Fujitsu-Siemens und FIC .
Linux-Treiber für i810-Chipsatz Intel hat die lang erwarteten
Linux-Grafiktreiber für den i810-Chipsatz zum Download bereit gestellt . Schon
bei der Vorstellung des "Whitney"-Chipsatzes im April hatte Intel Grafiktreiber
für Linux versprochen . Dann kam sogar der Nachfolger ( 810E ) des Chipsatzes
noch vor dem Linux-Treiber auf den Markt . Den 32,7 kByte großen
Treiber-Sourcecode stellt Intel ebenfalls zur Verfügung , außerdem sogenannte
Source-Patches für den XFree86-Server ( Version 3.3.5 , Linux-Kernel ab 2.2.x ,
Glibc 2.1 ) . Genauere Angaben zur Installation finden sich in den separaten
Release Notes . Auch für Windows 9.x und NT liegt eine neue Treiberversion
bereit ; sie trägt die Versionsnummer 2.5 . Bevor man sich das mehr als 7 MByte
große Paket herunterlädt , sollte man jedoch unbedingt einen Blick in die
Release Notes ( PDF-Datei , 153 kByte ) werfen . Ob sich ein Updaten der
Windows-Treiber lohnt , muß jeder selbst entscheiden . Wesentliche
Geschwindigkeitsverbesserungen sind davon jedenfalls nicht zu erwarten . VIA
sponsert DDR-SDRAM Die taiwanische Firma VIA vertreibt DDR-SDRAM-Module zum
Sonderpreis , um den Absatz des Chipsatzes VIA Apollo Pro266 anzukurbeln . Laut
Firmensprecher Richard Brown verkauft sich dieser Chipsatz für
Sockel-370-Mainboards nicht so erfolgreich wie erhofft ; es gebe offenbar nicht
genügend preiswerte Double-Data-Rate-SDRAM-Module auf dem Markt . Man kooperiere
daher mit dem Speicherhersteller Nanya und liefere den Apollo Pro266 zusammen
mit je einem 128-MByte-DDR-DIMM für 99 US-Dollar an OEM-Kunden . Die
Mainboard-Hersteller können so günstige Kombipakete schnüren . Das Angebot soll
mindestens für drei Monate gelten . Für den Athlon-Chipsatz KT266 ist eine
ähnliche Maßnahme noch nicht geplant , werde aber nicht ausgeschlossen . Intel
gewährt schon seit Monaten Rabatte auf die Chipsätze i840 ( Pentium III ) und
i850 ( Pentium 4 ) mit RDRAM , um den Absatz dieser Produkte zu fördern . Die
immer noch sehr teuren Rambus-Speichermodule konnten sich bislang dennoch nicht
durchsetzen . Plötzlicher Führungswechsel bei Fujitsu-Siemens Überraschender
Wechsel an der Spitze des PC-Giganten Fujitsu-Siemens : Winfried Hoffmann und
Robert Hoog stellen zum 1. April ihre Ämter als erster und zweiter Präsident des
Unternehmens zur Verfügung . Die Führung des erst vor fünf Monaten durch den
Zusammenschluss von Fujitsu und Siemens gegründeten Konzerns übernimmt der
bisherige Vize-Chef Tetsuo Urano ( Bild ) . Nach Unternehmensangaben ebnen
Hoffmann und Hoog , die noch auf einer CeBIT-Pressekonferenz stolz die Erfolge
des Konzerns präsentierten , mit ihrem Rücktritt den Weg für eine
schlagkräftigere Management-Struktur . Fujitsu-Siemens nannte noch keine genauen
Gründe für den Rücktritt der bisherigen Firmenchefs und war für weitere
Stellungnahmen nicht erreichbar . Information Week Online zitiert einen Sprecher
der bayrischen IG Metall , demzufolge Winfried Hoffmann Vetternwirtschaft
vorgeworfen werde . Dem nach IG-Metall-Angaben in einigen Bereichen defizitären
Werk in Augsburg hätten Entscheidungen von Hoffmann immer mehr das Wasser
abgegraben . Insbesondere sei er gegen den zunächst geplanten Aufbau einer
Mobilrechner-Fertigung in Augsburg gewesen . Der ehemalige Commodore-Manager
Winfried Hoffmann hatte Anfang der 90er Jahre die ASI Computer GmbH mit Sitz in
Bad Homburg und Sömmerda gegründet . Später übernahm Fujitsu diese Firma , die
damit auch in den fusionierten Fujitsu-Siemens-Konzern einging . Nach dem
Zusammenschluss sollten Privatkunden-PCs nur noch in Sömmerda montiert werden ,
während früher Siemens-Rechner im Augsburger Werk vom Band rollten . Nervöser
DRAM-Markt : Speicherpreise gestiegen Ein Erdbeben in Japan hat am Samstag eine
Speicherchip-Fabrik des Herstellers Elpida lahm gelegt . Prompt zogen am
gestrigen Montag die Preise für DRAM-Chips auf den Spotmärkten an , was sich
unterdessen auch auf die Endpreise bei einigen deutschen Anbietern auswirkt .
Nach Auskunft der Firma NEC , die gemeinsam mit Hitachi die Fabrik in der Nähe
von Hiroshima betreibt , sind die Schäden durch das Erdbeben aber nicht
gravierend . Man rechne maximal mit einer Woche Produktionsausfall , was
angesichts des bestehenden Überangebots an Speicherchips eigentlich keine
Auswirkungen auf den Markt haben dürfte . Die Händler sind aber momentan
offenbar nervös : Bereits vor rund drei Wochen sorgten Gerüchte über
Zahlungsschwierigkeiten eines Herstellers für spekulative Überreaktionen . Es
ist zu erwarten , dass die Preise bald wieder fallen werden . Nach Ansicht der
meisten Speicherhersteller dürften die Preise erst mit dem für das zweite
Halbjahr erwarteten Aufschwung der Computerverkäufe wieder dauerhaft ansteigen .
LSI Logic kauft Chip-Schmiede C-Cube Der Chiphersteller LSI Logic übernimmt die
Entwicklerfirma C-Cube . Der Kauf des Unternehmens , das kürzlich einen neuen
Prozessor für Multimedia-Anwendungen vorstellte , soll durch LSI-Aktien erfolgen
: Pro C-Cube-Aktie bietet LSI 0,79 eigene Anteile an . Intel : das Internet
läuft auf Silizium Der Chip-Marktführer Intel spürt den Strukturwandel : Getreu
der Devise " das Internet läuft auf Silizium " ist das Intel-Produktspektrum
voll auf Geräte ausgerichtet , die am Web hängen . Trotzdem seien die
Steigerungsraten der PC-Verkäufe weiter beeindruckend hoch : Während zwischen
1998 und 1999 der PC-Absatz um 21 bis 30 Prozent gewachsen sei , erwarte man für
den Zeitraum 1999/2000 eine Steigerungsrate von rund 20 Prozent . Auf dem
Analystentreffen gibt der Prozessorgigant Beobachtern aus der Finanzwelt einen
Ausblick auf die künftige Geschäftspolitik . Paul Otellini , Chef der
Architecture Business Group , legte weitere Zahlen für die nächste Zukunft vor .
China sei mittlerweile zum weltweit drittgrößten Absatzmarkt für PCs
aufgestiegen , doch auch die Absatzchancen in Europa und den USA stünden nicht
schlecht : US-Geschäftskunden kauften mittlerweile bereits nach weniger als vier
Jahren neue Hardware , weil die alten Systeme dann nicht mehr leistungsfähig
genug seien , sagte Otellini . Sehr hohe Wachstumsraten erwartet Intel bei den
Mobilgeräten und Servern : Der Markt an Laptops , Handy und PDAs soll in diesem
Jahr um 27 Prozent wachsen , 1999 stieg der Absatz von Servern gar um 32 Prozent
. Von den Xeon-Prozessoren setzte Intel im ersten Quartal 2000 etwa doppelt so
viele ab wie noch im dritten Quartal des vergangenen Jahres . Keine wesentlichen
Neuvorstellungen gab es im Bereich der Celeron- und Pentium-Prozessoren . Hier
waren mehr die Hintergrundinformationen von Interesse : So fertigen mittlerweile
vier Intel-Chipfabriken im 0,18-µ-Prozess , eine fünfte soll zum Ende diesen
Jahres in Irland den Betrieb aufnehmen . Damit geht bei gleicher Rechenleistung
( Taktfrequenz ) eine Reduktion der Leistungsaufnahme einher . Den Analysten
wurde ein SpeedStep-Mobil-Prozessor vorgeführt , der bei 500 MHz unter einem
Watt Leistung verbraucht . Im Laufe dieses Jahres will Intel
Mobile-Pentium-III-CPUs mit mehr als 750 MHz und Mobile Celerons mit über 600
MHz liefern . Der Absatz an Celeron-Prozessoren ist im ersten Quartal 2000
leicht zurückgegangen ; insgesamt verkaufte Intel mehr Pentium-Prozessoren als
Celerons . Der Pentium-Nachfolger Willamette soll mit 1,4 GHz Taktfrequenz
starten und zum Weihnachtsgeschäft verfügbar sein . Das gilt auch für die
All-in-One-CPU Timna auf Celeron-Basis mit eingebautem Grafikchip , die mit 600
MHz loslegen soll . Nach wie vor ist die Einführung des neuen Chipsatzes Solano
( i815 ) innerhalb der nächsten zwei Monate geplant ; gleichzeitig erfährt der
bereits bekannte " I/O Controller Hub " der i8xx-Chipsätze eine
Generalüberholung : Der ICH-2 wird mit ATA100-Festplattenanschlüssen und
integriertem Netzwerkadapter ausgestattet sein . Diese netzfähigen Geräte sind
zum Absatz über Internet-Provider gedacht , die sie mitsamt dem Web-Anschluss
vermieten . Eine Set-Top-Box für Kabelfernsehen soll zunächst in China
vermarktet werden . Generell setzt Intel im Web-Markt auf Komplettangebote : Die
Service-Provider sollen Intel-Server einsetzen , in denen so leistungsfähige
Prozessoren werkeln wie beispielsweise der neue Itanium in 64-Bit-Architektur .
Die Kunden greifen auf diese Server dann mit Low-Cost-Surfboxen zu , in denen
Intels Timna sitzt . Mit keinem Wort erwähnte Otellini die Lieferschwierigkeiten
der letzten Monate , die Probleme mit den i820- und i840-Chipsätzen und die
Erfolge des Konkurrenten AMD . Intel investiert in Mikromechanik Intel
investiert kräftig in Mikrotechnologie-Firmen . Nach eigenen Angaben forscht
Intel bereits seit 1999 an MEMS . Außerdem hat Intel neue Investitionen in
Unternehmen angekündigt , die Bausteine für optische Netzwerke entwickeln . Die
drei Firmen Cognet , LightLogic und nSerial hat sich der Gigant einverleibt .
MEMS haben viele Anwendungsbereiche in optischen Netzen , etwa als optische
Schalter . Das Unternehmen Cronos hatte der Optik-Konzern JDS Uniphase erst im
vergangenen Jahr übernommen und sogar schon eine ehemlige
Motorola-Halbleiter-Fab in North Carolina zur Ausweitung der MEMS-Produktion
gekauft . Auch in Deutschland fließt Geld in die MEMS-Technik , so investiert
das US-Unternehmen Standard MEMS in ein Joint-Venture in Itzehoe . Dort gibt es
auch ein Ausbildungszentrum für Mikrotechnologie . Infineon steigt bei Sican ein
Der größte deutsche Halbleiterhersteller Infineon steigt beim
Mikroelektronikspezialisten Sican ein . Auch die rund 300-köpfige Belegschaft
habe positiv reagiert . Die beiden Unternehmen haben zu dem Bericht noch keine
Stellung genommen . Sican war mit massiver öffentlicher Förderung vor rund zehn
Jahren als niedersächsisches Mikroelektronikzentrum gegründet worden . Zu den
bisherigen Sican-Gesellschaftern gehören die Kreissparkasse Hannover , die TÜV
Süddeutschland Holding und die Frieda Palma S.L. , deren Geschäftsführer
Karl-Heinz Voß früher bei Baan Dienst tat . Intels Pannen verärgern Firmen- und
Endkunden Eine Serie von Intel-Pannen sorgt derzeit bei Firmen- und Privatkunden
für Unmut . So ärgern sich Mainboardhersteller über plötzliche Preissteigerungen
der BX- und ZX-Chipsätze . Der Grund : Intel kann die gestiegene Nachfrage nicht
sofort befriedigen . Die Zwischenhändler reagierten prompt mit höheren Preisen :
Bis zu 25 Prozent mehr mussten Mainboardhersteller in der vergangenen Woche für
die begehrte Ware zahlen . Noch eine weitere Intel-Panne dürfen die
Mainbaord-Hersteller ausbügeln : Ein neuer Fehler der Pentium-III- und
Pentium-III-Xeon-Prozessoren kann beim Multiprozessorbetrieb zu Konflikten
führen . Intel hat Mainboardherstellern bereits entsprechende Bug-Fixes
bereitgestellt , die diese in Form von BIOS-Updates an ihre Endkunden
weiterreichen sollen . Besonders ärgerlich ist allerdings ein anderer
Intel-Schachzug : Die Celeron-Prozessoren wurden leicht modifiziert , so dass
der Multiprozessorbetrieb dieser CPUs mit den bisher bekanntgewordenen Tricks
nicht mehr möglich sein soll . Entsprechend trägt die Verpackung dieser neuen
Prozessoren einen Aufdruck , der sie als " nur für Einzelbetrieb geeignet "
kennzeichnet . Intel hat den Celeron von Anfang an nicht für
Dual-Prozessor-Betrieb spezifiziert , doch gab es bereits einige Monate nach dem
Erscheinen der CPU im Internet Anleitungen für Modifikationen , mit denen sich
zwei Celerons zur Zusammenarbeit bewegen ließen . Seit einiger Zeit sind Adapter
auf dem Markt , die den Betrieb zweier Celeron-CPUs in Dual-Mainboards ohne
Umbauten ermöglichen . Hersteller Abit brachte sogar ein spezielles
Dual-Celeron-Mainboard auf den Markt . Nach Berichten im Internet ist der
Dual-Celeron-Betrieb weiterhin möglich . Intel : Frühstart des 1-GHz-Celeron und
weitere Preissenkungen Intel fährt zurzeit einen verwirrenden Kurs bei der
Vorstellung neuer Produkte : Den Chipsatz i845 " Brookdale " für PC133-SDRAM
führt Intel gleichzeitig vor , ohne ihn offiziell zum Verkauf freizugeben . Der
zur Metro-Gruppe gehörende Elektronik-Discounter bietet den Fujitsu-Siemens
HighClass C10031-40/128 für knapp 1.700 Mark mit diesem Prozessor an . Die
c't-Redaktion holte sich den Prozessor aus diesem PC auf den Prüfstand . Die
neue CPU benötigt wie ihre Vorgänger mit 800 , 850 und 900 MHz Taktfrequenz eine
Front-Side-Bus-Taktrate von 100 MHz . Offenbar stellt Intel den Celeron-1000
nach wie vor in einem 0,18-µm-Prozess her . Eine offizielle Preisangabe macht
Intel noch nicht . Im Vergleich zum sicherlich deutlich teureren Pentium III mit
FSB133 und 256 KByte L2-Cache schlägt sich der 1-GHz-Celeron nicht schlecht ,
nur im 3D-Grafikbenchmark 3DMark 2000 ist der Rückstand größer als 18 Prozent .
Leistungsvergleich unter Windows 98SE Alle Messungen durchgeführt mit 256 MByte
Hauptspeicher , Grafikkarte mit Nvidia-GeForce-2-Chip und 32 MByte SGRAM ,
Treiber Detonator 12.41 , Festplatte IBM-DTLA307030 , Onboard-Sound . Neben
denen für Pentium-4-Prozessoren hat Intel auch die Großkunden-Preise (
OEM-Preise bei gleichzeitiger Abnahme von mindestens 1000 Stück ) für
Desktop-Celerons , Pentium-III- und Xeon-CPUs teilweise kräftig
zusammengestrichen . Mit diesen Preissenkungen hält Intel die Zusage ein , den
neuen Xeon nur 50 Dollar teurer als den jeweils taktgleichen Pentium 4
anzubieten . Angesichts der hohen Rechenleistungen des Xeon läutet Intel damit
einen enormen Preisverfall bei Workstation-Prozessoren ein . Auch die
Preissenkungen beim Celeron sind bemerkenswert , erreicht Intel doch damit
teilweise die offiziellen AMD-Duron-Preise , wenn man bei derselben Taktrate
vergleicht . Allerdings schneiden Durons in der Rechenleistung deutlich besser
ab als gleichschnell getaktete Celerons . Dennoch sind die Preissenkungen ein
deutliches Signal an die PC-Hersteller und an AMD , dass Intel in den Kampf um
Marktanteile wieder voll einsteigt . Während man in den vergangenen Monaten im
Angebot mancher Heim-PC-Einzelhändler kaum noch Intel-Prozessoren antraf ,
könnte sich das Blatt nun langsam zugunsten der Pentium-4-Systeme wenden . Vobis
setzt auf das AMD-Pferd Die Reihen der eisernen Intel-Getreuen lichten sich
weiter : Demnächst bietet auch Vobis einen Komplettrechner mit
AMD-Athlon-Prozessor an . Vobis will " die überzeugten AMD-Fans als Kunden
zurückgewinnen " : Aber an dem leistungsstarken und lieferbaren Athlon führt
offenbar aber kein Weg vorbei . Ab " Ende September " soll nach Angaben von
Vobis für 1999 Mark ein System mit Gigahertz-Athlon , 64 MByte RAM ,
TNT2-Grafikkarte und 20-GByte-Festplatte zu haben sein , bei dem Windows 98 und
die Works Suite 2000 von Microsoft vorinstalliert sind . Genauere Details der
Konfiguration sind noch nicht bekannt . Mit Vobis konnte AMD einen weiteren
großen Anbieter , der bislang ausschließlich auf Intel setzte , ins Boot holen .
In den letzten Wochen hatten mit Micron in den USA und der britischen Tiny noch
zwei andere große PC-Händler erstmals AMD-Systeme angekündigt . NEC meldet
Gewinn - DRAM-Spotpreise fallen Interessant ist die Begründung , die NEC-Boss
Koji Nishigaki während einer Pressekonferenz gab : Weiter heißt es bei NEC ,
dass die weltweit starke Nachfrage nach PCs und allgemein nach Halbleitern das
positive Ergebnis ermöglichten . Andere Hersteller von PCs und Komponenten
begründeten dagegen zuletzt ihre geringer als erwartet ausgefallenen Erträge mit
der gegenteiligen Aussage . Dabei erwartet NEC , dass die Preise für DRAM ab
Januar kommenden Jahres drastisch fallen werden , und zwar aufgrund der
saisonalen Nachfrageschwankungen . Das habe man bei der Ertragsprognose jedoch
bereits berücksichtigt . Falls weitere Einbrüche beim Chip-Absatz zu erwarten
seien , würde man allerdings auch geplante Investitionen verzögern . Nach
Ansicht von Analysten könnte das bedeuten , dass NEC weniger Geld in den Ausbau
der Fertigungskapazitäten stecken möchte . Nach Angaben des asiatischen
Online-Dienstes AsiaBizTech berichtet die taiwanische Commercial Times über
Gerüchte , nach denen die südkoreanischen DRAM-Marktführer Samsung und Hyundai
angeblich die Preise für DRAM-Chips deutlich senken wollten . Die Talfahrt der
Aktien der Halbleiterhersteller wurde unter anderem durch Nachrichten über
fallende Nachfrage nach DRAMs ausgelöst . Die dann fallenden Preise schmälern
die Erlöse der Speicherchip-Hersteller drastisch . Momentan sind die Preise für
einzelne SDRAM-Chips niedrig : In Asien fiel der Spot-Preis für 64-MBit-ICs auf
knapp 4,50 US-Dollar , in den USA blieb er jedoch oberhalb 5 US-Dollar . Im
Unterschied zu den Spotmärkten blieben die Vertragspreise für Speicherchips
vergleichsweise stabil : Anfang Oktober zahlten Vertragskunden etwa 8 US-Dollar
pro 64-MBit-SDRAM . 128-MBit-Chips nach PC133-Standard kosten für Großabnehmer
etwa 16 US-Dollar . Vertragspreise vereinbaren die Chip-Hersteller und die
Modulhersteller auf relativ langfristiger Basis . Speichermodule ( DIMMs ) sind
aus mehreren Chips zusammengesetzt ; für ein 64-MByte-Modul benötigt man acht
64-MBit- oder vier 128-MBit-Chips . Zusätzliche Kosten fallen für das
obligatorische SPD-EEPROM , Widerstände , Kondensatoren und natürlich die
Platine an . Coppermine-Start drückt die Prozessorpreise Intels Startschuss für
den Coppermine läutet auch eine neue Prozessor-Preisrunde ein . Mit den neuen
Coppermine-Prozessoren droht ein ziemliches Wirrwarr bei Händlern und Kunden .
Intel nennt alle CPUs weiterhin " Pentium III " , fügt aber gegebenenfalls die
Kennbuchstaben " E " für den 0,18-Mikrometer-Chip ( Coppermine ) und " B " für
133 MHz FSB-Takt an . Wegen des festgelegten Multiplikators der
Pentium-III-Chips muss Intel verschiedene Versionen für die unterschiedlichen
FSB-Taktraten ausliefern . Den 600-MHz-Pentium-III gibt es beispielsweise in
vier verschiedenen Ausführungen . Nach Informationen von The Register ist es um
die Lieferbarkeit der neuen Intel-Prozessoren schlecht bestellt : Die
Coppermines im FCPGA-Gehäuse seien praktisch nicht verfügbar , das
733-MHz-Topmodell könne man noch nirgends kaufen und auch die Mobil-Chips seien
nur in geringen Stückzahlen lieferbar . Neue AMD-Chipfabrik soll ( vielleicht )
nach Sachsen AMD-Saxony-Chef Hans Deppe will ein geplantes Chipwerk nach Sachsen
holen . Wegen der hohen Investitionssumme will AMD die neue " Fab " , wie
Chiphersteller ihre Werke nennen , mit einem Partner und nicht im Alleingang
aufbauen und betreiben . Die bestehende Fab30 in Dresden wurde bereits erweitert
. Trident verklagt VIA und S3 Der US-Grafikspezialist Trident Microsystems
verklagt den Chipsatzhersteller VIA und dessen Tochterfirma S3 Graphics . In
einer beim kalifornischen " Superior Court " eingereichten Klageschrift
beschuldigt Trident VIA und S3 der systematischen und böswilligen Auswertung von
Geschäftsgeheimnissen . Demnach hätten die beiden Firmen Trident-Mitarbeiter mit
dem Ziel abgeworben , an deren Insiderwissen über den ehemaligen Arbeitgeber zu
gelangen . Besonders pikant an dem Streit ist , dass VIA den Blade-3D-Grafikkern
von Trident in eigene Chipsätze einbaut . VIA ist also ein Kunde von Trident .
Seit Übernahme der Grafiksparte von S3 integriert VIA aber auch die dort
entwickelte Savage-4-Grafik in eigene Produkte . Kingston stellt 512-MByte-RIMM
vor Der Speicherspezialist Kingston hat von Intel eine Freigabe für ein
PC800-Direct-Rambus-Speichermodul mit 512 MByte Kapazität für den
Pentium-4-Chipsatz i850 erhalten . Damit gehört das RIMM mit der
Typenbezeichnung KVR800X18-16/512 zu den wenigen verfügbaren Speicherriegeln ,
mit dem sich der bislang nur theoretische maximale Speicherausbau der
Intel-Chipsätze i820 , i840 und i850 tatsächlich nutzen lässt . Außer Kingston
bieten laut Intel-Validierungs-Website auch NEC und Toshiba vergleichbare RIMMs
an . Ein entsprechender Samsung-Riegel ist bisher nur für den Chipsatz i820
freigegeben . Ein Rambus-Speicherkanal der Intel-Chipsätze kann maximal 32
RDRAM-Chips ansteuern . Es sind pro Kanal nur zwei Steckplätze für Module
möglich . Man benötigt also 512-MByte-RIMMs , um den maximalen Speicherausbau
von 1 GByte ( Pentium-III-Chipsatz i820 ) beziehungsweise 2 GByte (
Pentium-4-Chipsatz i850 ) zu realisieren . Da bei Rambus-Speichermodulen die
einzelnen Speicherchips jeweils mit voller Busbreite angebunden sind , muss
zusätzlicher Speicherplatz für ECC-Fehlerkorrektur in die Chips eingebaut sein .
Statt 128- und 256-MBit-Speicherchips wie bei der SDRAM-Technik sind deshalb
144- und 288-MBit-RDRAMs üblich . Laut Datenblatt besteht das
512-MByte-Kingston-RIMM aus 16 Chips zu je 288 MBit . Kingston gibt dafür einen
Preis von 2.174 US-Dollar an . Das ist etwa das Vierfache dessen , was Kingston
für ein Registered-ECC-PC100-DIMM gleicher Kapazität verlangt oder rund das
Dreifache dessen , was man bei Kingston für Speicher für Sun-Workstations
bezahlt . Intel droht ein Lieferengpass Noch in diesem Jahr will Intel Mobil-
und Desktopprozessoren mit verkleinerten Strukturen herstellen . Nach Angaben
von US-Medien haben die Zulieferer der nötigen Fertigungstechnik jedoch massive
Schwierigkeiten ; das könnte zu Lieferengpässen oder zur Verzögerung bei der
Einführung der neuen Prozessoren führen . Solche im 0,13-µm-Prozess P860
gefertigten CPUs sollen die aktuellen Versionen des Pentium III , Mobile Pentium
III und Pentium 4 ablösen . Die kleineren Strukturgrößen sorgen für geringere
Fertigungskosten , weniger Leistungsaufnahme und höhere mögliche Taktfrequenzen
. Die verkleinerten Strukturen lassen sich mit bestehender Prozesstechnik für
0,18-µm-Strukturen nur mit riesigem Aufwand fertigen . Hersteller wie Intel und
TSMC haben zwar bereits Pilotanlagen für 0,13-µm-Chips , fertigen aber bisher
nur Kleinmengen oder Prototypen . US-Medien berichten nun , dass die Silicon
Valley Group ( SVG ) , ein wichtiger Hersteller von 0,13-µm-Fertigungstechnik ,
die Auslieferung von Anlagen des Typs " Micrascan V " aus technischen Gründen um
bis zu vier Monate verzögern muss . Diese Anlagen sind mit Argonfluoridlasern
ausgerüstet , die Licht mit einer Wellenlänge von 193 Nanometern emittieren .
Nur mit solchen Lithografiesystemen lassen sich 0,13-µm-Chips wirtschaftlich
fertigen . Dieselben US-Quellen berichten , dass Intel Probleme mit der
rechtzeitigen Auslieferung der neuen Prozessoren dementiert . Alles laufe nach
Zeitplan . Auch wenn Intel ein anderes Verfahren als 193-nm-Laser zur Belichtung
von 0,13-µm-Strukturen nutzt , könnten prinzipielle Probleme mit dieser Technik
andere große Hersteller wie TSMC oder Motorola und deren Kunden in
Schwierigkeiten bringen . Intel-Konkurrent AMD will erst 2002
0,13-µm-Prozessoren herstellen . NeoMagic fast ohne Umsatz Der ehemals im
Notebook-Markt erfolgreiche Grafikchip-Hersteller NeoMagic macht hohe Verluste
und kaum noch Umsätze . Besonders dramatisch ist der Umsatzrückgang auf nur mehr
80.000 US-Dollar . Diese Entwicklung kam offenbar nicht unerwartet , wie der
seit Gründung des Unternehmens 1993 amtierende Geschäftsführer Prakash Agarwal
mitteilte . Man habe auf der Kostenseite entsprechend gegengesteuert , deshalb
sei der Verlust von 0,28 US-Dollar pro Aktie geringer als zunächst befürchtet
ausgefallen . NeoMagic hatte den auch bei Mobilgeräten domninierenden Trend zu
3D-Grafik verpasst . Künftig widmet man sich Halbleitern für die Wiedergabe von
multimedialen Inhalten auf mobilen Internetgeräten . Zu den Schwerpunkten zählen
MPEG-4-Video-Kompression/Dekompression , drahtlose Breitband-Kommunikation sowie
die Integration von Internetfunktionen in System-on-Chip-Bausteinen . Dazu
formierte NeoMagic sein Management-Team neu und reduzierte den Personalstand um
ein Drittel , um die Kosten während der Umstrukturierungsphase zu minimieren .
Bereits in den NeoMagic-Grafikchips kam Embedded DRAM zum Einsatz , also
eingebauter Speicher . HP-PCs demnächst in Krypton-Grün Nachdem Compaq kürzlich
farbig gestaltete Home-Computer präsentierte , stellte der US-Marktführer
Hewlett-Packard auf der PC Expo nun eigene bunte Rechner vor . Die besonders für
Schüler gedachten Modelle der Pavilion-8700- und 9700-Baureihen lassen sich mit
separat erhältlichen Blenden in den Farben Kobaltblau , Krypton-Grün und
Xenon-Violett verzieren . Speicherpreise steigen Wer in diesen Tagen
Speichermodule für seinen PC bestellen will , wird sich über stark gestiegene
Preise wundern : Für Standard-PC100-SDRAM-DIMMs mit 64 MByte Kapazität verlangen
viele Anbieter mittlerweile rund 180 Mark - Anfang Juni stand der Preis noch bei
zirka 120 Mark . Das entspricht einer Erhöhung um 50 Prozent . Bei
128-MByte-DIMMs ist der Preisanstieg nicht ganz so drastisch ausgefallen : Mit
etwa 330 Mark kosten aber auch diese Module deutlich mehr als vor vier Wochen -
da lagen die Preise bei 250 Mark . Alle angegebenen Preise beziehen sich auf
No-Name-Module , für die man nur eine Händlergarantie erhält . Der Preis von
Markenmodulen ist noch nicht so stark angestiegen . Nach Ansicht von
Distributoren und Händlern werden sich die Preise allerdings weiter nach oben
bewegen : Wie es heißt , treiben die unvermindert große Nachfrage nach PCs und
die weitgehende Auslastung der Fertigungskapazitäten bei den
Speicherchip-Herstellern die Preise hoch . Derzeit soll die schlechte
Verfügbarkeit von Intel-Prozessoren den Preisanstieg der Speichermodule sogar
noch bremsen . Man erwartet also noch schneller steigende Preise , sobald Intel
wieder in größeren Stückzahlen liefern kann . Laut Intels eigener Einschätzung
kann es bis dahin aber noch eine Weile dauern . Rambus " habgierig und
niederträchtig " Habgier , Doppelzüngigkeit und Niederträchtigkeit wirft das
einflussreiche US-Wirtschaftsmagazin Fortune der Speicherentwicklungsfirma
Rambus vor . Varchaver beschuldigt Rambus , seine Mitgliedschaft in dem
JEDEC-Ausschuss für Speicherstandards zwischen 1992 und 1996 hauptsächlich dazu
genutzt zu haben , um die dort diskutierten Techniken in eigene Patente
einzubauen . Damit sei Rambus einer schon im Juni 1992 von Geschäftsführer
Geoffrey Tate ausgetüftelten Idee gefolgt , möglichst heimlich Patente auf
später standardisierte Verfahren zu beantragen , um dann dafür Lizenzgebühren zu
beanspruchen . Laufende Patentanmeldungen und sogar existierende Patente habe
Rambus dem JEDEC-Ausschuss selbst auf Nachfrage verschwiegen . Varchaver zitiert
Zeugenaussagen von Tate und dem Rambus-Mitarbeiter Robert Crisp , die diese
Vorwürfe bestätigen . Mit dieser Strategie sei Rambus zu Recht gescheitert ,
schreibt Varchaver . Die Firma habe eigentlich seit Anfang der 90er Jahre eine
technisch fortschrittliche und überlegene Speichertechnik entwickelt . Nachdem
Intel RDRAM bereits 1996 als Speicherstandard für zukünftige Chipsätze erkoren
habe , sei eine solide wirtschaftliche Basis gesichert gewesen . Fehlende
Leistungsvorteile , den hohen Preis für Speichermodule und die anfänglichen
technischen Schwierigkeiten mit Intel-Chipsätzen habe sich Rambus selbst
zuzuschreiben . Mit diesen Problemen und den Lizenzforderungen für SDRAM und
DDR-SDRAM habe das Unternehmen nicht nur den wichtigen Geschäftspartner Intel
verprellt , sondern auch die gesamte Speicherindustrie gegen sich aufgebracht
und das Vertrauen der Anleger erschüttert . Für die elf weltweit laufenden
gerichtlichen Auseinandersetzungen habe das Unternehmen im vergangenen Quartal
23 Prozent seiner gesamten Einnahmen ausgegeben . Das würden die Aktionäre
sicherlich nicht auf Dauer tolerieren , meint Varchaver . Nach seinen Angaben
hat Rambus-Manager Avo Kanadjian auf diesbezügliche Nachfragen lediglich
entgegnet , das Unternehmen sei " zum Schutze seines geistigen Eigentums
verpflichtet " . Mark Edelstone , ein Analyst der Investmentfirma Morgan Stanley
, die 1997 am Börsengang ( IPO ) von Rambus beteiligt war , sei seiner Bitte um
Stellungnahme überhaupt nicht nachgekommen . Mittlerweile dümpelt der Kurs bei
unter 11 US-Dollar . Der Fortune-Autor sieht schwarz für die Zukunft von Rambus
: Eine erfolgreiche Revision des Richmonder Urteils hält Varchaver für schwierig
und in jedem Falle langwierig . Außerdem habe die Federal Trade Commission ( FTC
) nach Auskunft von Insidern mittlerweile begonnen , das Verhalten von Rambus im
JEDEC unter die Lupe zu nehmen . Das sei " kein zahnloser Tiger " , schreibt
Varchaver unter Hinweis auf Präzedenzfälle : Die FTC hatte 1996 der Firma Dell
Patente aberkannt , die das Unternehmen einem Standardisierungsgremium
verschwiegen hatte . Sun hatte sich unter den Druck einer solchen Untersuchung
mit einem Konkurrenten einigen müssen . Infineon verkauft Infrarot-Sparte Die
ehemalige Siemens-Halbleiterfirma ist wegen der Marktflaute unter Druck geraten
. Entwicklung und Vertrieb sind in San Jose , USA , ansässig ; die Fertigung
erfolgt in Malaysia . Der Verkauf soll bis Ende dieses Monats über die Bühne
gehen . Vishay hat vor einigen Jahren bereits die Optoelektronik-Sparte von AEG
Telefunken gekauft und daher ebenfalls Infrarotkomponenten im Angebot . Zunächst
übernimmt Vishay 19 Prozent am Joint Venture " Infineon Technologies Krubong "
in Malaysia , die restlichen 81 Prozent gehen erst 2002 in den Vishay-Besitz
über . Mit diesem " Deinvestment " will Infineon-Chef Ulrich Schumacher sein
Unternehmen stärker auf das Kerngeschäft konzentrieren . Bereits im vergangenen
November hatte man den Bereich " Image und Video " an Micronas verkauft .
Schumacher setzt nun - wie angekündigt - im Bereich Kommunikation verstärkt auf
drahtgebundene Systeme sowie Lokal- und Weitverkehrsnetzwerke und Netzwerkzugang
. Dazu investiert Infineon auch kräftig in andere Firmen wie Catamaran und
drückt bei Bluetooth auf die Tube . Acer will keine PCs und Notebooks mehr bauen
Der taiwanische Acer-Konzern , einer der weltweit größten PC- und
Notebook-Hersteller , zieht sich aus dem Hardware-Geschäft zurück . Die Acer
Group hat bereits damit begonnen , die Fertigungsaktivitäten in den völlig
eigenständigen Bereich " DMS " ( Design , Manufacturing und Services ) zu
überführen . Diese Transformation des Konzerns von einem Hardware-Hersteller in
einen reinen Dienstleister mit dem Schwerpunkt auf E-Business erscheint wie eine
Verzweiflungstat . Stan Shih folgt dem Vorbild von Micron Electronics : Der
ehemalige US-PC-Spezialist setzt jetzt ebenfalls ganz aufs Internet und
verkaufte seine PC-Fertigung . Bereits im vergangenen Oktober sah Acer schwarze
Wolken aufziehen ; im Dezember 2000 reagierte man mit der Ankündigung von
Fabrikschließungen , im Februar dieses Jahres entließ Acer sieben Prozent seiner
taiwanischen Mitarbeiter . Wie ein böses Omen erscheint da der Brand , der im
Mai das Acer-Gebäude in der Nähe von Taipeh zerstörte . Der Umsatz im ersten
Quartal 2001 lag allerdings um 37 Prozent unter den Vergleichsdaten des
Vorjahres . Intel erhöht Anteil an Entwickler von Plastik-Datenspeichern Die
Intel-Investmentabteilung Intel Capital hat den Aktienanteil an der
norwegisch-schwedischen Entwicklerfirma Thin Film Electronics ( TFE ) auf 13
Prozent gesteigert . Das Unternehmen entwickelt an Standorten in Skandinavien
und den USA sowie mit weltweiten Partnern Polymer-Massenspeicher , die
wesentlich preiswerter und schneller als beispielsweise Flash-EEPROMs sein
sollen . Der US-Chip-Hersteller hatte sich damals eine Option auf den Erwerb von
maximal 13 Prozent der Thin-Film-Anteile gesichert . Die restlichen Anteile hält
das norwegische Unternehmen Opticom , das Anfang 1999 erstmals
Polymer-RAM-Prototypen mit mehr als 1 MByte Kapazität präsentierte . Auf dem
Server der Firma steht eine Präsentation zum Download bereit , die die Vorteile
von Polymerspeicher zeigt . Im Jahresbericht 2000 erläutert das Unternehmen die
Funktionsweise des " Polymer RAM " , dessen Speicherzelen ohne Transistoren
auskommen und nichtlineare Effekte leitfähiger Kunststoffe nutzen . Die
Speicherzellen sollen von einer Schreib-/Leselogik angesteuert werden , die aus
Dünnfilm-Transitoren ( TFTs ) aufgebaut ist . Nach eigenen Angaben verfügt TFE
bereits über rund 350 nationale und 70 internationale Patente . Intel hat durch
die Beteiligung an dem Unternehmen ein Recht auf die Lizenzfertigung , auch der
Spielehersteller Eidos ist an TFE beteiligt . AMD senkt ebenfalls die CPU-Preise
AMD reagiert auf die massiven Preissenkungen von Intel beim Pentium 4 und bietet
Athlons jetzt um bis zu 49 Prozent billiger an . Aus diesen neuen OEM-Preisen ,
die bei gleichzeitiger Abnahme von 1000 Prozessoren gelten , lassen sich die
Einzelhandelspreise für Privatkunden aber nur schwer ableiten . In den USA sind
Athlons teilweise im Versandhandel als Einzelstücke deutlich preiswerter zu
haben : Die 1400-MHz-Ausführung gibt es beispielsweise ab 113 US-Dollar . AMD
hat nur die Athlon-Preise gesenkt , die Preise für Desktop-Durons bleiben trotz
der neuen Intel-Preise für Celerons unverändert . Dell bietet Pentium-4-Rechner
mit i845-Chipsatz an Der US-Computerversender Dell bietet auch in Deutschland
mit dem Dimension 4300 ein erstes PC-Modell mit i845-Chipsatz an . Diesen
Chipsatz hat Intel offiziell noch gar nicht vorgestellt . Damit setzt sich das
Verwirrspiel um bereits verfügbare , aber noch nicht präsentierte Intel-Produkte
weiter fort . Der Dell Dimension 4300 ist mit Pentium-4-Prozessoren mit 1,5 ,
1,7 oder 2,0 GHz erhältlich . Dell verlangt zusätzlich allerdings noch fast 150
Mark Versandkosten . Nach dem 10. September läuft der Rabatt in Höhe von 400
Mark für Online-Bestellungen des 2-GHz-Systems aus . In einer Pressemeldung
verweist Dell explizit auf die Vorteile des i845-Chipsatzes . Anders als der
i850 kann dieser Chipsatz mit preiswertem PC133-SDRAM umgehen ; der i850
verlangt die teuren Rambus-Speichermodule . Allerdings arbeitet der
i845-Chipsatz bei bestimmten Anwendungen auch deutlich langsamer . Das Rätsel um
die gestern aufgetauchten Celeron-Prozessoren mit 1000 MHz Taktfrequenz konnte
Intel-Sprecher Hans-Jürgen Werner mittlerweile lösen : Celerons mit 950 , 1000
und 1100 MHz würden bereits an PC-Hersteller ausgeliefert . Die offizielle
Vorstellung solle in Kürze erfolgen . Intels Chipsatz-Joker schon im Handel
Schon vor der offiziellen Vorstellung tauchen im Handel jetzt auch
Pentium-4-Mainboards mit dem brandneuen i845-Chipsatz auf . Dieser verbindet den
schnellsten Intel-Prozessor mit PC133-SDRAM und soll für preiswertere
Komplettrechner sorgen . Der Chipgigant will damit seinen bisher wenig
erfolgreichen Pentium 4 in den Markt drücken . Nachdem Dell bereits
Komplettrechner mit i845-Mainboard anbietet , listen die ersten Hardware-Händler
jetzt auch einzelne Platinen . Bei Alternate etwa ist das Asus P4B für rund 470
Mark sofort lieferbar . Messwerte der neuen Platinen aus dem c't-Labor zeigen ,
dass der Einsatz von PC133- statt Rambus-Speicher den Pentium 4 in einigen
Anwendungen erheblich ausbremst . Besonders die Bildrate des 3D-Spiels Quake 3
bricht regelrecht ein . Bei Office- und Video-Anwendungen wirkt sich der
langsamere Speicher dagegen nicht besonders stark aus - die geringere
Arbeitsgeschwindigkeit ist in der Praxis kaum spürbar . Leistungsvergleich unter
Windows 98SE und Linux Alle Messungen durchgeführt mit 256 MByte Hauptspeicher ,
Grafikkarte mit Nvidia-GeForce-2-Chip und 32 MByte SGRAM , Treiber Detonator
12.41 , Festplatte IBM-DTLA307030 , Onboard-Sound oder
Soundblaster-Live-1024!-Soundkarte . Auf den neuen i845-Boards findet sich nicht
mehr die Sockel-423-Prozessorfassung , sondern der kompaktere Sockel 478 . Der
Chipsatz Intel i850 für Rambus-Speichermodule stirbt aber nicht aus , auch er
kommt auf neuen Sockel-478-Boards zum Einsatz . Wann Intel die wahrscheinlich
schnellere Brookdale-Version für DDR-SDRAM liefern will , ist noch unklar .
Vielleicht will der CPU-Riese die bisher ungewohnte Taktik ja fortsetzen ,
Produkte vor der offiziellen Einführung auf den Markt zu werfen . Sony erwartet
Lieferengpass bei Playstation 2 Sony kann offenbar nicht so viele
Playstation-2-Geräte fertigen wie geplant : Ursprünglich wollte der japanische
Elektronikriese zum US-Verkaufsstart am 26. Oktober eine Million der
Spielkonsolen absetzen . Gestern gab Sony bekannt , dass diese Zahl auf 500.000
Stück halbiert werde . Als Grund nannte man die knappe Verfügbarkeit einiger
Hardware-Komponenten . Ob es auch in Deutschland zu Lieferengpässen kommen kann
, will Sony im Laufe des Tages bekanntgeben . Man halte jedoch auf jeden Fall am
Termin der Markteinführung fest , erklärte ein Sprecher gegenüber c't . Sony
hatte angekündigt , in Deutschland ab dem 24. November mit zunächst 100.000
Playstation 2 Spielkonsolen an den Start zu gehen . In Japan verläuft der
Verkauf der Playstation 2 erfolgreich : Dennoch gab es bereits einige
Rückschläge : Wegen hoher Nachfrage kam es zu Lieferengpässen und Verschiebungen
von Verkaufsstarts . Sony sagte nicht genau , bei welchen Hardware-Bauteilen der
Playstation 2 es Lieferschwierigkeiten gibt . Der Erfolg der Playstation 2 ist
für Sony extrem wichtig : Im letzten Geschäftsjahr war das Ergebnis der
Sony-Gruppe rückläufig . Die Börse reagierte auf die Nachricht von den
Lieferengpässen mit einem Kurseinbruch der Sony-Aktie . Intel senkt die Preise
für 13 Mobilprozessoren In der neuesten Intel-Preisliste finden sich um bis zu
27 Prozent günstigere Mobilprozessoren . Am stärksten reduzierte Intel den Preis
für den Mobile Pentium III 1,0 GHz mit 512 KByte L2-Cache ( Mobile Pentium III
Processor-M ) . Dieser im neuen 0,13-µm-Prozess gefertigte "Tualatin"-Typ kostet
mit 294 US-Dollar jetzt rund 8 Prozent weniger als die noch im 0,18-µm-Prozess
hergestellte Version mit 256 KByte L2-Cache . Damit gibt Intel die niedrigeren
Fertigungskosten pro Chip an die Kunden weiter . Wie immer handelt es sich um
OEM-Preise bei der Abnahme von 1000 Prozessoren oder mehr . Die Straßenpreise
können erheblich davon abweichen . Große Neuigkeiten enthält die Preisliste
sonst nicht , es sind jetzt aber die Preise der aktuellen Desktop-Celerons und
Pentium-III-Tualatin-Versionen eingearbeitet . Die letzten Preissenkungen gab s
erst am 26. August , die Mobilprozessoren wurden zuletzt im Juli billiger .
Samsung stellt 576-MBit-RDRAM vor Samsung Electronics will im ersten Halbahr
2002 die Serienfertigung von preiswerteren und schnelleren Rambus-Speicherchips
aufnehmen . Die Entwicklung eines solchen 576-Megabit-RDRAMs ist nach Angaben
der Koreaner abgeschlossen . Eine Reihe von Maßnahmen sollen die neuen
Rambus-Speicherbausteine billiger machen als heutige RDRAMs : Dank eines neuen
0,12-µm-Prozesses sollen auf einen Siliziumwafer rund 47 Prozent mehr Chips als
mit heutiger Technik passen . Außerdem hat Samsung den im Vergleich zu SDR- und
DDR-SDRAM nötigen zusätzlichen Chip-Flächenbedarf für das kompliziertere
Rambus-Interface angeblich auf weniger als 1 Prozent der Gesamtfläche des
576-MBit-RDRAMs reduziert . Zur weiteren Vereinfachung der Schaltung des
Speichers und damit zur Kosteneinsparung besitzt der Chip nur vier interne
Speicherbänke , wie es auch bei SDRAMs ab 64 MBit Kapazität üblich ist .
Bisherige RDRAMs haben 32 interne Speicherbänke , was Rambus als
Leistungsvorteil preist . Quasi als Ausgleich eignen sich die neuen RDRAMs auch
zum Betrieb mit 533 MHz Busfrequenz , was für eine maximale theoretische
Datentransferrate von 2,1 GByte/s ausreichen soll - wie bei PC2100-DIMMs . Zwei
Rambus-Channels wären dann für bis zu 4,2 GByte/s gut . Die " krumme "
Speicherkapazität von 576 Megabit rührt daher , dass bei Rambus zusätzliche Bits
zur ECC-Fehlerkorrektur auf demselben Chip untergebracht sein müssen . Ein
576-MBit-RDRAM wird also meist zur Speicherung von 512 MBit ( 64 MByte )
Nutzdaten und 64 MBit ( 8 MByte ) ECC-Informationen benutzt . ECC-geeignete
SDRAM-DIMMs speichern die Redundanzinformationen zur Fehlerkorrektur in einem
zusätzlichen Speicherchip . 16 der neuen RDRAMs lassen sich zu einem
1-GByte-RIM-Modul zusammenschalten , bislang waren maximal 512-MByte-RIMMs
machbar . Im kommenden Jahr wird Intel neue Pentium-4-Versionen mit FSB533
herausbringen . Der dazu nötige neue Chipsatz kann dann sicherlich auch mit den
neuen RIMMs umgehen . Zwei Rambus-Kanäle lassen sich dann wahrscheinlich mit je
zwei dieser RIMMs auf bis zu 4 GByte Speicher aufrüsten . Da es nicht so viele
Hersteller von Rambus-Speicherchips wie von SDRAMs gibt und RDRAM nach wie vor
etwas teurer ist , hofft Samsung , in diesem Segment dem extremen Preisdruck des
Speichermarktes ein wenig zu entkommen . So stellte das Unternehmen bereits eine
Reihe von Spezialmodulen mit RDRAMs vor . Tulip verklagt Dell wegen
Patentverletzung Die niederländische PC-Firma Tulip verklagt den Branchenriesen
Dell wegen Patentverletzung vor einem Gericht in Delaware , USA . Das ehemals zu
den großen europäischen Computerherstellern gehörende Unternehmen Tulip hält
seit 1997 das US-Patent 5,594,621 auf eine spezielle PC-Bauweise . Dabei kommt
eine so genannte Riser-Card zum Einsatz , mit der sich Steckkarten platzsparend
montieren lassen . Nach Angaben von Tulip erzielte Dell im vergangenen
Geschäftsjahr mehr als zwei Drittel des Umsatzes mit PCs , in denen die durch
das Patent geschützte Konstruktion zum Einsatz kommt . Tulip klagt auf
Schadensersatz beziehungsweise angemessene Lizenzzahlungen . Das Unternehmen mit
Sitz in s'Hertogenbosch kam 1998 in finanzielle Schwierigkeiten und gab in deren
Folge die eigene Geräteproduktion auf . Tulip macht dafür hauptsächlich
Verzögerungen durch Zulieferer verantwortlich . IBM , UMC und Infineon starten
Chipfertigung im 0,13-Mikrometer-Prozess Ab Anfang 2001 sollen die ersten im
0,13-µm-Prozess gefertigten Serienbausteine aus Chipfabriken von IBM , Infineon
und UMC geliefert werden . Erste Prototypen haben die drei Chipfirmen im Rahmen
eines gemeinsamen Entwicklungsabkommens bereits fertiggestellt . Der
0,13-µm-Fertigungsprozess wurde in den IBM-Labors im US-amerikanischen East
Fishkill entwickelt und kommt in US-Fabs von IBM , europäischen Infineon-Werken
und in Taiwan bei UMC zum Einsatz . Diese Fertigungslinien stehen für
Kundenaufträge bereit ; Ein interessantes Modell zur Kosteneinsparung und zur
Beschleunigung der Entwicklung hat sich zudem UMC mit dem " Silicon Shuttle "
einfallen lassen . Dabei teilen sich mehrere UMC-Kunden den Aufwand für die
teuren Fotomasken , die für die Lithografieprozesse nötig sind . Das spart nicht
nur Geld : Da die Entwürfe mehrerer Entwickler auf einen Wafer zusammengepackt
werden , ist auch die Produktionszeit kürzer . Ab dem kommenden Jahr soll ein
solcher Wafer mit 0,18-µm-Strukturen und sechs Metalllagen nach weniger als vier
Wochen fertig sein . 850-MHz-Pentium-III : Verschiedene Auguren , darunter auch
unser Newsticker , hatten auf Grundlage vermeintlich aktueller Roadmaps für
vorgestern das Erscheinen eines 850 MHz schnellen Pentium-III-Prozessors
vorausgesagt . Auch die schnelleren Celeron-Typen mit 566 und 600 MHz erblickten
nicht das Licht der Öffentlichkeit . Lediglich die gemeldeten Preisabschläge
gelten tatsächlich seit dem 27. Februar . Wann genau denn nun mit den neuen
Prozessoren zu rechnen sei , wollte Intel auf Nachfrage nicht bekannt geben .
Man verwies auf den Monat März , schloss aber den in US-Presseberichten
genannten 27. März wiederum als Erscheinungsdatum aus . Die Kaffeesatzleser
haben nun wieder etwas zu deuten . Wird der Pentium-III-850 ein Karnevalsscherz
? Oder wählt Intel als Anlass die Spiele-Entwickler-Konferenz GDC2000 ?
Natürlich wäre auch der Frühlingsanfang am 20. März ein schöner Anlass für eine
Prozessorgeburt . Intels Prozessorpreise wieder gesenkt Nach Anpassungen im
April und Mai präsentiert nun schon die dritte Preissenkung für x86-Prozessoren
binnen zwei Monaten . Die Pentium-III-Topmodelle , die Celerons und einige
Mobile-Pentium-III-CPUs sind jetzt für Großkunden billiger zu haben . Wie immer
handelt es sich um OEM-Preise bei der Abnahme von 1000 Prozessoren oder mehr .
Die Straßenpreise können erheblich davon abweichen . Bereits Mitte Juni erwarten
Branchenkenner erneute Preissenkungen bei einigen Mobilprozessoren , weil dann
Intel wohl den neuen Laptop-Chip " Tualatin " einführen wird . Dieser ist ein im
0,13-µm-Prozess gefertigter und daher besonders Strom sparender Prozessor mit
wahrscheinlich 512 KByte Level-2-Cache , der später auch in einer
Desktop-Version zum Einsatz in Servern kommen soll . Taiwanische Hardware-Firmen
zieht es nach China Taiwanische Produzenten von Computer-Hardware investieren
immer stärker in der Volksrepublik China , obwohl die taiwanische Regierung dies
politisch und mit Gesetzen verhindern möchte . Die Insel-Republik ist einer der
weltweit wichtigsten Zulieferer von PC-Komponenten sowie Hersteller von
Komplettrechnern . Zwar fertigen nach wie vor riesige OEM wie Quanta , Compal
oder First International Computers ( FIC ) hauptsächlich im Auftrag
ausländischer Marken , doch sind auch eigene Labels zunehmend international
erfolgreich , wie Acer oder etwa Asus beweisen . In den letzten Jahren kamen
dazu noch Halbleiterproduzenten wie TSMC und UMC , die für so erfolgreiche
Firmen wie Nvidia und VIA , aber auch als verlängerte Werkbank von Intel
arbeiten . Auch im DRAM-Markt mischen die Taiwaner mittlerweile kräftig mit .
Dafür stehen Namen wie ESMT , Mosel Vitelic , Nanya , ProMOS , TwinMOS ,
Vanguard und Winbond . Der ehemals vorbildliche Technologiepark in Hsinchu sei
heute überfüllt und die dort ansässigen Firmen leiden unter der überlasteten
Infrastruktur , Netzschwankungen seien beispielsweise häufig . Außerdem werde
die Baufläche knapp und damit teuer . Zudem haben Unwetter und Erdbeben
wiederholt die gesamte Insel lahm gelegt . Hinzu kommt , dass Ingenieure und
einfache Arbeitskräfte knapp und somit teuer werden . Die Hardwarefirmen
entziehen sich mittlerweile dem Kostendruck durch Investitionen in der
Volksrepublik China ( auch " Mainland China " genannt ) . Dort sieht man Taiwan
nach wie vor als abtrünnige Republik an . China erhebt weiterhin die Forderung
nach einer Wiedervereinigung unter der politischen Führung Pekings . Taiwan
reagiert auf diesen Anspruch mit Gesetzen , die direkte Investitionen
taiwanischer Firmen in China streng reglementieren . Außerdem mogelten viele
taiwanische Firmen bei der Angabe der tatsächlichen Fertigungstiefe in China :
Um die entsprechenden Gesetze zu unterlaufen , geben sie an , dass sie in China
nur Komponenten fertigen ließen - obwohl fast komplette Systeme von dort kommen
. Eine Studie im Auftrag der Taipei Computer Association bei 400 Firmen zeigt ,
dass die überwiegende Mehrzahl ( 88,4 Prozent ) eine Lockerung der Restriktionen
im Handel mit China befürworten . Der Kostendruck zwingt die Hardwarehersteller
ohnehin zur Suche nach billigeren Produktionsstandorten . Doch auch der
wachsende asiatische und besonders der chinesische Markt lockt aufs Festland .
US-Gesetze gegen den Export von Hochtechnologie an feindliche Staaten stellen
eine zusätzliche Hürde für die Herstellung mancher Produkte in China dar . So
ist zurzeit der Export von Anlagen zur Halbleiterfertigung auf 300-mm-Wafern
oder in 0,13-µm-Technik aus den USA nach China verboten . Für die USA ist das
Outsourcing der taiwanischen Firmen nach China durch die immer noch anhaltende
Flugzeug-Affäre nicht ohne Brisanz . Wenn die USA in einen politischen oder gar
militärischen Konflikt mit China geraten , würde die Wirtschaft unmittelbar von
einem wesentlichen Zulieferer abgeschnitten . Speicherfehler bei Palm-PDAs mit 8
MByte In einigen PDAs des Herstellers Palm , die mit 8 MByte Speicher
ausgestattet sind , wurde ein defekter Chip eingebaut . Dadurch kann es nach
Angaben von Palm zu Datenfehlern oder Abstürzen kommen . Betroffen sind nur
Palm-Kunden , die ihren Palm IIIxe , Palm IIIc oder Palm Vx zwischen Oktober
1999 und Mai 2000 gekauft haben . Unter http://www.palm.com/support/dram/ kann
man sich informieren , ob in einem Gerät ein defekter Speicherchip eingebaut
wurde oder nicht . Dazu benötigt man die zwölfstelligen Seriennummer von der
Rückseite des Palm ; wenn sie dort nicht mehr lesbar ist , lässt sie sich auch
im "Info"-Menü des Application Launcher finden . Laut Palm kann der
Hardware-Fehler bei den Modellen Palm IIIc und Vx durch einen Software-Patch
behoben werden . Ob dieser Patch überhaupt nötig ist , kann man vorher durch
einen etwa halbstündigen Test mit einem speziellen Prüfprogramm ermitteln . Ein
Patch für den Palm IIIxe ist noch in Arbeit . National Semiconductor lizenziert
Know-how zur Chip-Produktion Der US-Halbleiterkonzern National Semiconductor
kauft Know-how zur Herstellung von Chips bei TSMC ein . Taiwan Semiconductor
Manufacturing Co. ist eine der größten " Foundrys " der Welt . So bezeichnet man
reine Herstellerfirmen für Halbleiter , die keine eigene IC-Entwicklung
durchführen . Stattdessen konzentrieren sich diese Firmen auf optimale und
kostengünstige Fertigungstechniken . Das über zehn Jahre laufendende
Know-how-Transferabkommen beginnt mit der Übernahme von Prozesstechnologie zur
Fertigung von Kupfer-Interconnects , Embedded SRAM , Embedded SDRAM und Embedded
Flash im 0,25-Mikrometer-Prozess . Damit soll die
National-Semiconductor-Chipfabrik in South Portland ( New England ) schnell in
die Lage versetzt werden , Mixed-Mode-ICs für kombinierte
Digital-Analog-Verarbeitung zu fertigen und im Laufe eines Jahres die Kapazität
auf monatlich 25.000 Wafer zu steigern . Die nächsten Schritte des
Technologietransfers zielen auf Fertigungsprozesse für 0,18- , 0,15- , 0,13- und
schließlich 0,10-µm-Strukturen . Die Kosten für die Entwicklung und die Anlagen
zur Fertigung immer kleinerer Halbleiterstrukturen sind immens . Daher
kooperieren praktisch alle Chipschmieden weltweit bei der Einführung dieser
Techniken . TSMC ist besonders stolz darauf , dass in diesem Fall der
Technologietransfer von Asien in die USA erfolgt - und nicht wie bisher häufig
in Gegenrichtung . Für die asiatischen Halbleiterbäcker ist es zudem wichtig ,
sich ein Standbein auf dem immer noch weltweit größten Markt , den USA , zu
verschaffen : So lassen sich beispielsweise die Folgen von Handelsbeschränkungen
durch Importzölle in manchen Fällen mildern . Infineon erwartet höhere Einnahmen
Wer Infineon-Aktien hat , sollte sich nicht über steigende Preise für
PC-Hauptspeichermodule beschweren : Der Halbleiterkonzern erwartet dank
steigender Nachfrage und " überraschend positiver Preisentwicklung " im
DRAM-Markt höhere Einnahmen im dritten Geschäftsquartal und im gesamten
Geschäftsjahr 2000 . Wegen der Steigerung der Produktivität und der guten
Entwicklung auch der anderen Geschäftsbereiche erwartet Infineon , dass die
eigenen Umsätze stärker als der Markt wachsen . Das sind gute Aussichten für den
Konzern : Denn die allgemeine Wachstumsprognose der weltweiten Halbleitermärkte
für das Jahr 2000 wurde schon von 18,7 auf 30,6 Prozent heraufgesetzt . Anleger
enttäuscht von SCM Microsystems Der Aktienkurs des deutsch-amerikanischen
Unternehmens SCM Microsystems brach am neuen Markt der Frankfurter Börse heute
bis 14:30 Uhr um fast 30 Prozent ein . SCM hatte zuvor bekannt gegeben , dass
die Verkaufszahlen weniger stark als geplant angestiegen seien . Während das
Umsatzwachstum 1999 noch rund 50 Prozent betrug , erwartet das Unternehmen im
zweiten Quartal 2000 nur noch einen Zuwachs zwischen 10 und 17 Prozent . Diese
jedoch sind zum einen relativ knapp und teuer , andererseits verkaufen sich
beispielsweise MP3-Player schlechter als erwartet . Nach dpa-Informationen führt
SCM dies auf die unklare rechtliche Situation beim Vertrieb von Musik über das
Internet zurück . Aktionäre verklagen Transmeta Der Prozessor-Newcomer Transmeta
bekommt Ärger mit seinen Aktionären . Die Anwaltskanzlei Milberg Weiss reichte
vor dem Bezirksgericht für Nord-Kalifornien eine Sammelklage wegen Verstoßes
gegen Regelungen der US-Börsenaufsicht ein . In der Klageschrift heißt es ,
Transmeta habe in dem Prospekt zum Börsengang im November 2000 " falsche und
irreführende Angaben " gemacht . Insbesondere die versprochene hohe
Rechenleistung und gleichzeitig große Stromersparnis hätten die neuen
Crusoe-Prozessoren im Vergleich zu anderen x86-Prozessoren offenbar nicht
erreicht . Außerdem sei der versprochene Crusoe mit einer Taktfrequenz von 1 GHz
immer noch nicht lieferbar . Daher hätten Anleger , die im Vertrauen auf die
Aussagen des Transmeta-Managements zwischen dem 11. Juli 2000 und dem 20. Juni
2001 Aktien des Unternehmens kauften , unter anderem durch Verschulden des
Transmeta-Managements viel Geld verloren . Aus diesem Grund klagen die Anwälte ,
die schon zahlreiche ähnliche Sammelklagen betreut haben , auf Schadenersatz .
Im April musste Transmeta ein schlechtes Quartalsergebnis veröffentlichen , am
20. Juni gab man auch eine Gewinnwarnung für das 2. Quartal 2001 heraus . Der
Aktienkurs des Unternehmens brach daraufhin um über die Hälte auf unter 6
US-Dollar ein - zu Hochzeiten erreichte die Aktie über 50 US-Dollar . Legend
meldet gute Geschäfte Der asiatische Computergigant Legend Group ist mit dem
Ergebnis des Geschäftsjahres 2000/2001 sehr zufrieden . Legend führt den Erfolg
vor allem auf den sich rasend schnell entwickelnden PC-Markt der Volksrepublik
China zurück , wo man im Berichtszeitraum um 82 Prozent mehr PCs und Internet
Appliances absetzte als im Jahr zuvor . Nach eigenen Angaben hielt Legend in der
VR China im Jahre 2000 etwa 29 Prozent Marktanteil . Im März 2000 führte Legend
das Lowcost-Modell " Tongxi " als simplen Internet-Zugangs-PC mit
vorinstalliertem " Happy Linux " ein . Der Rechner besitzt einen 500-MHz-Celeron
, 64 MByte RAM und eine 7,5-GByte-Festplatte und kommt im Bundle mit einem
Internet-Zugang der China Telecom . Legend kooperiert auch mit AOL , um den
Absatz von Internet-Zugangsgeräten anzukurbeln . Damit steht Legends Tongxi in
Konkurrenz zum Vias Information PC , der bisher allerdings nur als Konzept
existiert . Toshiba stutzt Investitionspläne Der japanische Elektronikriese
Toshiba will nun doch rund 30 Prozent weniger Geld in neue Anlagen investieren
als noch im April geplant , meldet der US-Newsdienst Bloomberg . Noch im Februar
hatte Toshiba mit sehr günstigen Marktprognosen überrascht , vor einer Woche
aber bereits die Bremse in der Produktion gezogen . Auch der
US-Speicherhersteller Micron und die japanische Fujitsu wollen angeblich ihre
Investitionspläne weiter kürzen . AMD sucht Partner für Dresdner Fab Um die
Kapazität der nagelneuen Dresdner Fab 30 auszulasten , sucht AMD schon jetzt
nach einem potenziellen Partner . Dem Wall Street Journal bestätigte AMDs
Finanzchef Fran Barton , dass man derzeit die Produktionskapazität analysiere .
Als wahrscheinlichster Partner für die Fertigung in Dresden gilt Motorola . Das
Wall Street Journal berichtet , Motorola plane in den kommenden Jahren die
Auslagerung der Hälfte seiner Halbleiterproduktion . Bereits beim Aufbau der
Kupfer-Prozesstechnik der Fab 30 arbeiteten AMD und Motorola zusammen . Zudem
hat Motorola bereits ein eigenes Standbein in Dresden : Gemeinsam mit der
Siemens-Halbleitersparte Infineon beschäftigt man dort 2500 Mitarbeiter , die
Speicher-Chips herstellen und eine Fertigungslinie für 300-mm-Wafer aufbauen .
Fran Barton betonte gegenüber dem Wall Street Journal , dass AMD völlig hinter
dem Standort Dresden stehe . Dort arbeiten zur Zeit etwa 800 Firmenangehörige ,
doch man sucht ständig neue Mitarbeiter . Auch für das im Aufbau befindliche
Dresden Design Center schreibt AMD im Internet Stellen aus . In einigen Jahren
sollen dort 200 Mitarbeiter Kommunikationschips entwickeln . Trotz großer
Hoffungen auf den neuen K7-"Athlon"-Prozessor ist derzeit Sparen angesagt , denn
auch die neue CPU wird unter erheblichem Preisdruck stehen . Selbst bei gutem
Verkaufsstart bleibt fraglich , wie schnell das ganz auf die Kupfertechnik des
Athlon ausgerichtete Werk in Dresden ausgelastet ist : Dort ist die
Auslastungsgrenze zur Zeit aber noch nicht erreicht . Pentium 4 kommt
wahrscheinlich verspätet Der Pentium-III-Nachfolger könnte deutlich später als
bislang erwartet auf den Markt kommen . Nach Information des US-Newsdienstes
News.com wird Intel diesen Termin nicht einhalten . Die Einführung des Pentium 4
werde sich um mehrere Wochen verzögern . Der Newsdienst beruft sich auf anonyme
Quellen bei PC-Herstellern , die über die Verzögerung sehr erbost seien . Wenn
Intel nicht bald liefere , könnten die OEMs zum Weihnachtsgeschäft nur noch
geringe Mengen von Pentium-4-PCs fertigen . Der Prozessor selbst arbeite
fehlerfrei . Nachfragen der c't-Redaktion bei PC-Herstellern ergaben gleichfalls
, dass bisher keinerlei prinzipielle technische Probleme der Pentium-4-CPU
bekannt seien . Allerdings scheint Intel zurzeit nur relativ wenige
Pentium-4-Chips liefern zu können . Vier Wochen vor dem geplanten Starttermin
müssten die PC-Assemblierer jedoch schon ausreichend mit Testmustern versorgt
sein , um rechtzeitig Systeme liefern zu können . Dagegen bereitet der
i850-Chipsatz in dem bisher verfügbaren Stepping offenbar erhebliche
Schwierigkeiten - vor allem deshalb , weil er mit vielen marktgängigen
Grafikkarten nicht harmoniert . Intel hat in den vergangenen Wochen immer wieder
für Negativschlagzeilen gesorgt . Ende August musste der Hardware-Gigant den
1133-MHz-Pentium III nach der Präsentation wegen eines Fehlers wieder vom Markt
nehmen . Vergangene Woche gab Intel eine Gewinnwarnung wegen unerwartet
niedriger Absatzzahlen aus . NEC-Hitachi heißt jetzt Elpida Memory Das
Joint-Venture der japanischen Konzerne NEC und Hitachi heißt Elpida Memory .
Diesen neuen Namen verliehen die beiden Teilhaber ihrer 1999 gegründeten Firma "
NEC-Hitachi Memory Inc. " mit Sitz in Tokio . Seit April diesen Jahres arbeitet
ein Team von rund 200 Entwicklern im japanischen Sagamihara zusammen . Ein
erstes Produkt sollen 256-MBit-DRAM-Chips sein , die in 0,13-µm-Technik
produziert werden . Bei dieser Strukturgröße sind die fertigen Dies nur etwa
halb so groß wie die heute im 0,18-µm-Prozess hergestellten . Computerhändler
Publix nicht mehr erreichbar Die Gießener Vertriebsfirma Publix Computer GmbH
hat nach bisher unbestätigten Informationen ihren Geschäftsbetrieb eingestellt .
Telefonisch war die Firma gestern und heute nicht erreichbar . Anrufer unter
0641/9744710 hören nur noch ein Endlosband . Eine Fax-Anfrage zu einer offenen
Bestellung hat die Firma seit einer Woche nicht beantwortet . Das
Internetangebot unter www.publix-computer.de ist abgeschaltet . Der
Internet-Provider von Publix , Schlund+Partner in Karlsruhe , wollte die Gründe
für die Abschaltung der Internetpräsenz nicht nennen . Wie das Amtsgericht
Gießen auf Anfrage mitteilte , liegt kein Insolvenzantrag vor , doch haben sich
dort offenbar schon mehrere Anrufer nach der Firma Publix erkundigt . Neue
Chipsätze : Überall ist der Wurm drin Nach Intels Desaster mit dem lang
erwarteten Camino-Chipsatz hat jetzt auch VIA Probleme : Nach Informationen
einiger Mainboard-Hersteller ist noch ein " Feintuning " des entsprechenden
VIA-ICs ( VT82C694X ) notwendig . Dies bedeute , dass erst in vier bis acht
Wochen eine neue Version des Bausteins geliefert werde . Bislang sind noch keine
Platinen mit diesem Chipsatz serienreif ; erste Testmuster sind allerdings
bereits verfügbar . Von der Vorgängerversion VT82C693A unterscheidet sich der
neue Baustein nur durch das AGP-4X-Interface ; alle anderen Eigenschaften , wie
beispielsweise die Unterstützung von VC-SDRAM ( Virtual Channel SDRAM ) ,
bleiben gleich . Damit kann VIA den Vorsprung vor Intel durch den gescheiterten
Camino-Start nicht mehr ganz wie erwartet nutzen . Allerdings bleibt der Apollo
Pro der einzige verfügbare Chipsatz , mit dem 133 MHz FSB- und Speichertakt
möglich sind . BfG-Bank verkauft Homebanking-PC Die BfG Bank bietet - solange
der Vorrat von etwa 10.000 Stück reicht - einen Toshiba-PC für 1359 Mark an .
Das BfG-Internet-Paket , das nicht auf Kunden der Bank beschränkt ist , gibt es
aber nur in Verbindung mit einem 25-monatigen Vertrag beim Online-Dienst AOL .
Bei dem PC handelt es sich um einen modifizierten Toshiba Equium 3100 im
Minitower-Gehäuse . Auf der Hauptplatine werkelt Intels Chipsatz 810 ( " Whitney
" ) , der auch einen Grafikchip enthält , weshalb der Computer auch ohne
separate Grafikkarte und AGP-Steckplatz auskommt . Der
433-MHz-Celeron-Hauptprozessor kann auf 64 MByte Arbeitsspeicher zugreifen ;
neben der 6-GByte-Festplatte gehört zum Lieferumfang noch ein 40-fach
CD-ROM-Laufwerk , ein internes Modem , ein 17-Zoll-Monitor sowie eine
Cherry-Tastatur ( G83/6700 ) mit integriertem Chipkarten-Lesegerät . Letzteres
braucht man fürs Internet-Banking mit der vorinstallierten BfG-Software , die
nach dem HBCI-Standard arbeitet . Weitere vorinstallierte Software-Pakete sind
die Corel Office Suite , das kostenlose " NetBis " zum Download von Börsenkursen
aus dem Web und natürlich die ( ebenfalls kostenlose ) AOL-Zugangssoftware .
Laut BfG sind alle anderen Programme so eingerichtet , dass auch PC-Laien sofort
ins Internet starten können . Das Internet-Paket kann man in jeder BfG-Filiale
bestellen , Infos gibt s unter Telefon 01803/150157 . Nach Vorauskasse wird der
Rechner dann kostenfrei per Kurierdienst geliefert ; für Nachnahmebestellungen
wird dagegen ein Aufpreis fällig . Auf die gesamte Hardware gewährt Toshiba drei
Jahre Garantie , im ersten Jahr sogar mit Vor-Ort-Service . Von den technischen
Daten her ist der Toshiba-Rechner für die installierten Programme sicherlich
ausreichend leistungsfähig . 3D-Grafik ist allerdings keine Stärke des
integrierten Grafikchips . Einer späteren Aufrüstung stehen der fehlende
AGP-Steckplatz , der Celeron-Prozessorsockel sowie das mit 150 Watt knapp
ausgelegte Netzteil im Wege . Hier will die BfG ihren PC-Kunden aber noch einen
Printer von Lexmark für 129 Mark anbieten . Ein Preisvergleich des Systems ist
schwierig : Mit dem zwangsweisen AOL-Zugang summieren sich die Kosten auf
1596,60 Mark . Im ersten Monat verzichtet AOL zwar auf die Grundgebühr von 9,90
Mark , doch sind die AOL-Verbindungsgebühren nicht die billigsten : 6 Pfennig
kostet allein der Verbindungsaufbau , anschließend werden 3,9 Pfennig pro Minute
fällig . Beim Toshiba-Händler kostet ein Equium 3100M ohne Monitor etwa 1600
Mark . Mit 17-Zoll-Monitor , Modem , spezieller Tastatur und Software dürfte man
bei separatem Einkauf der Komponenten auf einen Gesamtpreis von mindestens 2300
Mark kommen - im Vergleich dazu kann man mit dem BfG-Angebot etwa 700 Mark
sparen . Ganz anders liegt der Fall , wenn man keinen Toshiba-PC haben möchte :
Für ein vergleichbar ausgestattetes PC-System muss man nicht mehr als 1800 Mark
anlegen . Dazu gibt es dann bei der BfG die Homebanking-Software samt
Chipkartenleser ( ohne Tastatur ) für 50 Mark . Prozessorfirmen erwarten
Java-Boom Der japanische Mobilfunkriese NTT Docomo startete kürzlich einen
Java-basierten Mobilservice . Der " i&alpha;ppli " genannte Dienst bietet im
Vergleich zu NTT Docomos Wap-ähnlichem " i-mode " Multimedia-Inhalte und
Zusatzfunktionen wie verschlüsselte Kommunikation per SSL . Für die Nutzung von
i&alpha;ppli sind spezielle Handys notwendig , die unter anderem Java-Befehle
abarbeiten können . Bislang sind erst zwei Geräte verfügbar : In dem mit 7800
Yen ( rund 150 Mark ) teureren P503i HYPER sind drei Spiele eingebaut , es
lassen sich weitere Applikationen per i&alpha;ppli herunterladen und lokal
ausführen . Die Entwickler und Anbieter von Prozessoren , die Java-Befehle in
Hardware ausführen , wittern angesichts solcher Entwicklungen jetzt
Frühlingsluft . Schon seit Jahren arbeiten Entwicklerteams an Chips und
Prozessorcores , die Java direkt verstehen . Diese Bauteile könnten die
Verarbeitung von Java-Programmen besonders in Mobilgeräten stark beschleunigen .
An derartigen Prozessoren werkeln Firmen wie Ajile , ARM , Chicory , Nazomi ,
Philips Semiconductor , inSilicon , WindRiver und Zucotto Wireless , die sich in
dem J2ME-Komitee zusammengeschlossen haben . Zum einen sind die dort eingebauten
stromsparenden CPUs oftmals zu wenig leistungsfähig für Java , zum anderen
ermöglicht diese Programmiersprache in gewissen Grenzen plattformunabhängige
Applikationen . Einige Firmen setzen auf eine Art Java-Coprozessor , andere
bieten fertige Java-Prozessorkerne zur Integration in den Hauptprozessor des
Gerätes an . Bislang erfolgt die Java-Implementierung meist über
Just-in-Time-Compiler ( JITs ) , die recht viel Rechenleistung benötigen .
Branchenkenner schätzen , dass ab kommendem Jahr die ersten Mobilgeräte mit
Java-Hardware-Beschleunigung serienreif sind . Der Trend geht bei den
Mobildiensten klar in Richtung Multimedia ; gerade die jungen Käufer will man
mit Spieleanwendungen ködern . Intel bringt besonders sparsame Mobilprozessoren
Ein seltenes Ereignis im umkämpften Prozessormarkt beschert heute Intel :
Langsamere Prozessoren sollen die Konkurrenz das Fürchten lehren . Die neuen
Ultra-Low-Voltage-Versionen der Mobile-Pentium-III- und
Mobile-Celeron-Prozessoren , deren detaillierten technischen Spezifikationen
Intel soeben veröffentlicht hat , laufen mit maximal 500 MHz . Die " normalen "
Mobile-Ausführungen des Pentium III gibt es bereits mit bis zu 850 MHz und die
Celeron-Version mit bis zu 700 MHz interner Taktfrequenz . Der Clou der neuen
Prozessoren ist , dass sie bei 500 MHz nur 1,1 Volt Kernspannung benötigen . Das
sorgt für eine geringere Leistungsaufnahme von maximal 8,1 Watt und "
typischerweise " 5,5 Watt . Der Mobile Pentium III beherrscht einen noch
sparsameren Batterie-Modus , in dem er bei 0,975 Volt mit 300 MHz Taktfrequenz
läuft und höchstens 4,5 Watt aufnimmt . Diese SpeedStep-Technik soll gemeinsam
mit der QuickStart-Funktion die mittlere Stromaufnahme in der Praxis senken .
Intel spricht von weniger als einem halben Watt mittlerem Leistungsbedarf bei
300 MHz Taktfrequenz . Das gilt allerdings nur für ein von Intel definiertes
Nutzungszenario . Schon seit geraumer Zeit hat Intel Low-Voltage-Ausführungen
der Mobilprozessoren im Angebot . Der Mobile Pentium III ist als 600 MHz LV und
als 500 MHz LV erhältlich ; der Mobile Celeron als 500 MHz LV . Die LV-Versionen
arbeiten bei 1,35 Volt Kernspannung , der Mobile Pentium III 600 MHz LV
beherrscht zusätzlich einen Batteriemodus , in dem er bei 1,1 Volt Kernspannung
mit 500 MHz läuft . Dann setzt der Chip , wie die neue Ultra-Low-Voltage-Version
auch , maximal 8,1 Watt Leistung um . Dort entwickelt man mit dem Crusoe
ebenfalls besonders stromsparende Prozessoren , die sich vor allem für
akkubetriebene Geräte eignen . Allerdings ist die Leistungsfähigkeit der ersten
Transmeta-Notebooks nicht berauschend . Außerdem scheuen Firmen wie IBM offenbar
den Aufwand für die Markteinführung eines neuen Prozessors in ihren Laptops -
man setzt anscheinend lieber auf Bewährtes . Eines der ersten Produkte mit einer
der neuen Ultra-Low-Power-CPUs soll nach Berichten in US-Medien ein Notebook aus
der IBM-ThinkPad-i-Serie sein , das aber zunächst nur in Japan erhältlich sein
werde . Einen konkreten Termin für die Verfügbarkeit dieses Gerätes in den USA
oder gar Europa gibt es noch nicht . Die neuen sparsamen Prozessoren stellt
Intel wie bisher in einem 0,18-µm-Prozess her und verpackt sie in das steckbare
Micro-PGA2-Gehäuse oder in das BGA2-Gehäuse zum Einlöten . Als Preis gibt Intel
208 US-Dollar für den Mobile Pentium III und 118 US-Dollar für den Mobile
Celeron an . Diese Preise gelten bei Abnahme von jeweils 1000 Stück in
BGA2-Version und entsprechen in etwa den Preisen der schon bisher lieferbaren
Low-Voltage-Ausführungen der Mobil-CPUs . Die Datenblätter des Mobile Pentium
III und des Mobile Celeron stehen auf dem Intel-Webserver bereit . Micron
Technology doch im Minus Der größte US-Speicherchiphersteller Micron ist im
zweiten Geschäftsquartal 2001 leicht in die Verlustzone gerutscht . Das
Unternehmen hatte die Bekanntgabe der Quartalsergebnisse verzögert , weil man
die Tochterfirma MicronPC abspaltete . Den Ertragsrückgang im Chipsektor führt
Micron vor allem auf die stark gefallenen Speicherpreise zurück . Nach
Informationen von Branchenkennern ist der Lagerbestand an DRAM-Chips bei den
großen Herstellern Mircon und Hyundai in den letzten Wochen drastisch gesunken .
Dieser Effekt ist bereits seit Jahren bekannt - kurz vor Bekanntgabe der
Quartalsergebnisse räumen die Chipgiganten ihre Läger . Doch auch die
PC-Hersteller hätten ihre Lagerbestände deutlich senken können . NEC stoppt
DRAM-Produktion außerhalb Japans Die Elektronik-Sparte des japanischen Konzerns
NEC will die Speicherchip-Produktion drastisch zurückfahren . Außer der bereits
kürzlich angekündigten Umstrukturierung des Werkes im kalifornischen Roseville
soll auch das schottische NEC-Werk künftig keine DRAMs mehr herstellen , sondern
andere Logik-Bauelemente . Ausgenommen von den Umstrukturierungsplänen ist die
Fabrik im japanischen Hiroshima , wo NEC Speicherchips für das gemeinsam mit
Hitachi betriebene Joint-Venture Elpida Memory herstellt . In einem weiteren
Werk im chinesischen Shanghai soll nach Angaben japanischer Medien eventuell die
Kapazität beschnitten werden . Wie dieselben Quellen weiter berichten , wolle
NEC die Produktion kleinerer SDRAMs mit 16 und 64 MBit Kapazität noch in diesem
Sommer ganz einstellen . Bei Elpida hingegen werden die Kapazitäten erweitert :
Auf dem NEC-Werksgelände in Hiroshima ist eine Fertigungslinie für 300-mm-Wafer
im Bau , die ab der ersten Jahreshälte 2002 256-MBit-Speicherchips in
0,13-µm-Technik herstellen soll . Die geplante Fertigungskapazität im Endausbau
beträgt 20.000 Wafer pro Monat . Für das laufende Geschäftsjahr erwartet NEC
trotz der ökonomischen Abkühlung in den USA um 8,1 Prozent steigende Umsätze und
um 14,8 Prozent höhere Gewinne . Die hohe Nachfrage nach Informationstechnik in
Japan sowie weltweit nach Mobilgeräten soll dieses Wachstum bringen . National
verkauft Cyrix an VIA VIA , der taiwanische Hersteller von Chipsätzen für
PC-Mainboards , übernimmt die Cyrix-Prozessoren von National Semiconductors . Im
Mai kündigte National deshalb den Verkauf der Cyrix-Prozessorlinie für Personal
Computer an , die in direkter Konkurrenz zu den Intel-CPUs stehen . Weitere
Details zu dem Geschäft zwischen National und VIA sollen erst im Juli
bekanntgegeben werden , auch ein Kaufpreis wurde noch nicht genannt . VIA
erzielt trotz guter Geschäfte nicht einmal ein Hundertstel des Intel-Umsatzes .
Bislang konkurrieren die Firmen bei den Chipsätzen für Intel-Pentium-Prozessoren
. VIA hat hierzu Intel-Know-how lizenziert , doch unter anderem wegen der von
VIA forcierten PC-133-Spezifikation kam es in der vergangenen Woche zum Streit .
Intel verklagte VIA wegen Patentverletzung und Bruch von Lizenzvereinbarungen .
Mit der Übernahme der Cyrix-Prozessoren greift VIA seinen Konkurrenten Intel nun
auch bei den PC-Prozessoren an . Auf diesem Gebiet benötigt VIA allerdings
ebenfalls Lizenzen von Intel . Solche Abkommen bestehen zwischen Intel und
National , noch ist aber unklar , ob diese Lizenzen mit dem Kauf von Cyrix auf
VIA übergehen . Beobachter erwarten , daß VIA mit dem Cyrix-Know-how in relativ
kurzer Zeit einen Celeron-kompatiblen Prozessor für preiswerte PCs entwickeln
will . Fraglich ist , wo diese Prozessoren dann hergestellt werden : Es gilt als
unwahrscheinlich , daß VIA auch bei der ebenfalls von National angebotenen
Wafer-Fab in Maine einsteigen wird . Dort produziert National derzeit die
Cyrix-M II-Prozessoren . IBM übernimmt RAID-Spezialist Mylex Hardwaregigant IBM
hat das 300-Mitarbeiter-Unternehmen Mylex geschluckt . Mylex entwickelt und
vertreibt verschiedene RAID-Produkte . Neben diesen Hard- und Software-Lösungen
zur Speicherung großer Datenmengen auf mehreren Festplatten bietet das
Unternehmen auch SCSI-Adapter und Netzwerkkarten an . Athlon mit DDR-SDRAM -
erste Benchmarks Heute stellte AMD im Pariser Hotel Ritz offiziell die neuen
Athlon-Prozessoren mit FSB133 sowie den Chipsatz AMD-760 mit DDR-SDRAM-Support
vor . Erste Tests bestätigen , dass die neue Speichertechnik Vorteile bringt .
Eine Leistungsverdopplung , wie sie der Name " Double-Data-Rate " ( DDR ) nahe
legt , ist jedoch in weiter Ferne . AMD selbst präsentiert Benchmarks , nach
denen der Vorteil durch DDR-RAM gerade einmal drei Prozent beträgt . Die unten
aufgeführte Tabelle zeigt erste Benchmark-Daten , die auf dem
AMD-Referenz-Mainboard namens " Corona " , dem GA-7DX von Gigabyte sowie der
MSI-Platine K7T Pro2 ermittelt wurden . Während letztere mit einem
PC133-222-Speichermodul ausgestattet war , steckte auf den beiden anderen
Platinen mit AMD-761-Northbridge DDR-SDRAM nach PC200- beziehungsweise
PC266-Spezifikation . Einzig in Verbindung mit dem neuen Athlon mit 1200 MHz
Taktfrequenz und einem Multiplikator von 9 für eine Frontside-Bus-Taktfrequenz
von 133 MHz lassen sich auf Mainboards mit dem AMD-760-Chipsatz Speichermodule
mit 133 MHz Taktfrequenz betreiben . Das bedeutet , dass in Verbindung mit den
bisher gelieferten Athlons nur PC200-Speicher sinnvoll ist . 1Auflösung
1024×768×32 , 75 Hz Bildwiederholrate 2Auflösung 800×600×16 , VSync off 3Version
1.11 Die weitere Ausstattung der Testsysteme bestand aus einer
IBM-DTLA-307030-Festplatte und einer 32-MByte-Grafikkarte mit
GeForce-GTS2-Grafikchip und DDR-SGRAM . Double-Data-Rate-Speichermodule können
Anwendungsprogramme auf Athlon-PCs im Vergleich zu PC133-SDRAM also um bis zu 13
Prozent beschleunigen . Vor allem 3D-Actionspiele auf Systemen mit
leistungsstarken Grafikkarten profitieren von der neuen Speichertechnik . Die
maximale Leistungssteigerung beträgt hierbei 12,8 Prozent und tritt beim
1200-MHz-Athlon mit FSB133 und PC266-Speicher im Vergleich zur
FSB-100-Ausführung der CPU mit PC133-SDRAM auf . Die guten 3D-Spiele-Werte
ermöglichte allerdings erst ein von AMD gelieferter Detonator-Treiber für die
Grafikkarte mit der Versionsnummer 6.27 . Nur damit gelang es , den AGP-4X-Modus
einzuschalten . Im Vergleich zur 6.18-er Version waren die AMD-760-Boards mit
dem 6.27-er Treiber schneller . Der aktuelle Detonator-6.31-Treiber von Nvidia
war um ein bis zwei Prozent langsamer als die spezielle 6.27-er Variante . Bei
den Anwendungsbenchmarks der BAPCo-SYSmark-2000-Suite betragen die Vorteile um
die fünf Prozent , wobei hier der 800-MHz-Athlon etwas mehr gewinnt als die
1200-MHz-Version . Unter Linux lohnt sich der DDR-SDRAM-Einsatz am meisten ,
wenn man einen Duron-Prozessor besitzt . Immerhin 3,4 Prozent beträgt der
Geschwindigkeitsvorteil hier , während es beim 1,2-GHz-Chip nur 2,3 und beim
800-MHz.Athlon gar nur 1,7 Prozent sind . In der Theorie sollte der Duron wegen
seines kleineren Level-2-Caches am stärksten vom schnelleren Speicher
profitieren ; es sind schließlich mehr Speicherzugriffe erforderlich , wenn
diese nicht so häufig vom L2-Cache abgefangen werden . Die Latenzzeiten für die
Adressierung sind bei DDR-SDRAM nicht wesentlich anders als bei PC100- oder
PC133-SDRAM . PC200-Module sind mit einer CAS Latency ( CL ) von 2 und 2,5
verfügbar ; PC266-DIMMs sind vorerst nur mit CL 2,5 zu haben . Bei allen
DDR-SDRAMs betragen die RAS Precharge Time ( tRP ) und die RAS-to-CAS-Delay (
tRCD ) 20 Nanosekunden ; daher sind für diese Parameter bei PC200 jeweils zwei
und bei PC266 immer drei Takte Wartezeit nötig . Das Datenblatt des AMD Athlon
PGA mit den Typenbezeichnungen der neuen FSB133-Ausführungen steht auf dem
AMD-Server bereit . HP-Systeme mit Pentium 4 aus dem Handel genommen Die
US-Handelskette Best Buy hat Pentium-4-PCs von Hewlett-Packard aus dem Sortiment
genommen . Der Grund : Zur Beseitigung eines Bugs des Pentium 4 ist ein
BIOS-Update bei den betroffenen Rechnern notwendig . Offenbar hatte
Hewlett-Packard die Geräte schon vor Bekanntwerden des Fehlers ausgeliefert .
Schon beim Erscheinen des Pentium 4 veröffentlichte Intel 40 Fehler des
Prozessors . Derartige " Errata " lassen sich häufig durch Microcode-Updates
beheben , die das BIOS beim Booten eines Rechners in einen speziell dafür
vorgesehenen Speicherbereich des Prozessors lädt . Deshalb ist es wichtig , dass
das BIOS eines Mainboards den jeweils installierten Prozessor richtig erkennt .
Microcode-Updates gibt Intel nicht öffentlich heraus - es gäbe auch keine
praktikable Möglichkeit , derartige Updates ohne Unterstützung des BIOS in die
CPU zu laden . Die Microcode-Updates erhalten die Mainboardhersteller , die
diese wiederum in ihre BIOS-Aktualisierungen integrieren . Bekannte Bugs der
Prozessoren veröffentlicht Intel in den regelmäßig erscheinenden Specification
Updates , die per Internet zugänglich sind . Datenblätter zum Pentium 4 finden
sich ebenfalls auf einer Webseite von Intel . GeForce-Grafikkarte für PCI Elsa
will ab April eine PCI-Version der Grafikkarte Erazor-X mit
GeForce-Grafikprozessor ausliefern . Damit können auch Besitzer von Mainboards
ohne AGP-Steckplatz von der hohen Grafikleistung des Nvidia-Flaggschiffs
profitieren . Ein weiterer Vorteil : Auf Mainboards , deren Stromversorgung für
gängige GeForce-AGP-Karten zu schwach ausgelegt ist , funktionieren PCI-Karten
meist problemlos . Nach Angaben von Elsa muss das Mainboard dazu allerdings
vollständig PCI-2.1-konform sein : Da Nvidia den GeForce-Chip gar nicht mehr für
PCI-Anschluss auslegte , hat Elsa ein eigenes PCI-Interface nachgerüstet . Als
Richtpreis für die mit 32 MByte SDRAM bestückte Grafikkarte gibt Elsa 599 Mark
an . Infineon-Quartalsergebnis leidet unter Speicherpreisen In seinem Bericht
über das erste Geschäftsquartal 2001 nennt Infineon die Marktentwicklung "
uneinheitlich " . Das ist sehr milde ausgedrückt : 48 Prozent des Umsatzes
erzielte Infineon in außereuropäischen Ländern . Das unverschuldete Desaster im
Speichermarkt überschattet die gute Entwicklung in den anderen Sektoren .
Besonders der Bereich drahtgebundene Kommunikation lief sehr gut , auch die
drahtlose Kommunikation machte Fortschritte : Die weitere Entwicklung dieses
Bereiches im laufenden Geschäftsjahr beurteilt man bei Infineon als " robust " ,
Impulse sollen von Bluetooth- und anderen drahtlosen Kommunikationstechniken
kommen . Man hat hier Lieferverträge mit den Branchengrößen Schlumberger und
Gemplus und verdient am Boom der Prepaid-Handy-Karten . Alles glatt läuft nach
Meinung des Unternehmens auch im Bereich der Automobil- und Industrieelektronik
. Der problematischen Entwicklung bei den Speicherchips begegnet man mit
mehreren Maßnahmen . Als besonders wichtig sieht der Konzern die strategische
Ausrichtung des Konzerns auf eine verringerte Abhängigkeit von diesem Segment an
, das im vorletzten Quartal noch für 53 Prozent des Umsatzes und 90 Prozent des
EBIT sorgte . Im letzten Quartal schrumpften diese Zahlen auf 30 Prozent vom
Umsatz und nur noch 15 Prozent vom EBIT . Doch immerhin hat Infineon zumindest
im ersten Quartal 2001 noch Geld mit den Speicherchips verdient , was auf eine
ordentliche Produktivität hindeutet . Die im 0,17-µm-Prozess gefertigten 128-
und 256-MBit-Chips seien relativ gut nachgefragt worden . Infineon will künftig
noch produktiver sein , etwa durch den eingeläuteten Umstieg auf die
300-mm-Wafer-Fertigung , und sich stärker auf die profitableren Speicherlösungen
für High-End-PCs und Server konzentrieren . Eine echte Trendumkehr im
Speichermarkt erwartet Infineon erst in der zweiten Jahreshälfte . Bis dahin
werden wohl auch die neuen Speichertechniken MRAM , FeRAM und FRAM noch keinen
Umsatz in die Kasse spülen . Vielmehr muss noch viel Geld in die Forschung und
Entwicklung fließen ; in diesem Bereich arbeiten bei Infineon rund 5.000 der
weltweit 31.700 Mitarbeiter . Infineon baut zweite Chipfabrik in Dresden Gleich
neben Infineons Dresdner Halbleiterfertigung soll eine neue Produktionsanlage
für 300-mm-Wafer entstehen . Seit 1998 entwickeln Infineon und Motorola
gemeinsam die 300-mm-Fertigungstechnik , die seit etwa einem halben Jahr
64-MBit-SDRAMs liefert . Von 300-mm-Wafern ( 12-Zoll ) versprechen sich die
Halbleiterhersteller geringere Fertigungskosten , weil sich auf den größeren
Siliziumscheiben etwa zweieinhalb mal mehr Chips unterbringen lassen als auf den
derzeit verwendeten 200-mm-Wafern . Die möchte Infineon aber offenbar nicht
allein bezahlen . Wie schon bei der Entwicklung der 300-mm-Produktionstechnik
fließen kräftige Finanzspritzen der öffentlichen Hand in die Infineon
Technologies SC300 GmbH & Co. KG , an der sich der Freistaat Sachsen und die
Firma M+W Zander beteiligen wollen . Ende Mai soll die Grundsteinlegung für das
Werk erfolgen , in dem später etwa 1100 Menschen arbeiten werden . Neben
Infineon fertigt AMD Prozessoren in der sächsischen Hauptstadt , nur wenige
Kilometer entfernt in Freiberg stellen FCM und Wacker Siltronic
Halbleitermaterial her , daneben gibt es auch noch kleinere Produktionsbetriebe
wie das ZMD . Intel , AMD : Neue Prozessoren , neue Preise Mit vorgezogenen
Preissenkungen der Celeron-Modelle macht Intel dem Rivalen AMD weiter Druck .
AMD kontert mit der Vorstellung des neuen K6-III mit 500 MHz Taktfrequenz . Wie
verlautete , hat die Auslieferung des neuen Flaggschiffs schon begonnen , man
erwartet , daß der neue Prozessors innerhalb der nächsten zwei Wochen im Handel
verfügbar sein wird . Die günstigeren Intel-Preise sollen das traditionell
schwache Sommergeschäft ankurbeln , wie auch der von September auf August
vorgezogene Start des 500-MHz-Celeron . Mit dessen Erscheinen will Intel die
Produktion des Modells mit 333 MHz einstellen , der 366-MHz-Celeron ist dann das
Einsteiger-Modell . Hier die neuen OEM-Preise , wie immer in US-Dollar je Stück
bei Bestellungen von über 1.000 Stück : Konkurrent AMD bietet seine K6-2 und
K6-III-Chips derzeit zu den folgenden Preisen an , wird aber die Preise im Juni
notgedrungen nach unten korrigieren : Den OEM-Preis für den neuen K6-III-500
schätzen Branchenkenner auf 439 US-Dollar . Der englische Versandhändler Dabs
Direct listet den Prozessor bereits mit 298 britischen Pfund - dies entspricht
etwa 894 Mark . Intel bringt Pentium III mit 1,13 GHz und neuem Stepping " In
begrenzten Stückzahlen " ist ab heute der schnellste x86-Prozessor bei Intel zu
haben : Der Pentium III mit 1,13 GHz . Wie schon den 1-GHz-Vorgänger liefert der
Halbleiter-Marktführer sein neuestes Flaggschiff zunächst ausschließlich im
SECC-2-Modulgehäuse für Slot-1-Mainboards . Bei Abnahme von 1000 Stück zahlen
OEMs einen Stückpreis von 990 Dollar - falls Intel so viele 1,13-GHz-Chips
liefern kann . Der Preis für die 1- und die 1,13-GHz-Versionen ist damit gleich
, Intel hat die anderen CPU-Preise heute nicht angepasst . Intel führte auch ein
neues Prozessor-Stepping bei den Coppermines ein : Der 1,13-GHz-Chip trägt das
Core-Stepping cC0 ( CPU-ID 686h ) , während zuvor das Stepping cB0 ( 683h )
aktuell war . Auch der 1-GHz-Typ kommt jetzt im neuen Stepping cC0 : Wichtiger
ist aber die maximal zulässige Prozessortemperatur , die im neuen Stepping 70
Grad Celsius statt zuvor nur 60 Grad Celsius betragen darf . Diese niedrige
Oberflächentemperatur war nur mit aufwändigen Kühlern beziehungsweise bei
geringer Gehäuse-Innentemperatur zu halten . Damit sind auch ältere Mainboards
mit BX- oder GX-Chipsatz , die Coppermine-Pentiums vertragen und einen
Multiplikator von 10 tolerieren , auf 1 GHz zu beschleunigen . Die jetzt Pentium
III 1.0B GHz getaufte Variante hat einen internen Multiplikator von 7,5 und
läuft nur bei einem FSB-Takt von 133 MHz . Dasselbe gilt für den brandneuen
1,13-GHz-Chip ( Multiplikator 8,5 ) , der allerdings eine Kernspannung von 1,8
Volt braucht . Damit steigt der maximale Stromverbrauch auf 23 Ampere , die
Wärmeleistung ( Thermal Design Power ) erreicht mit 35,5 Watt trotz cC0-Stepping
sogar höhere Werte als beim Gigahertz-Chip . Die zulässige Betriebstemperatur
des Prozessors liegt mit 62 Grad Celsius leider recht niedrig - zusätzlich zum
Prozessor ist also in jedem Fall ein leistungsfähiger Kühlkörper nötig .
FC-PGA-Varianten für aktuelle Dual-Prozessor-Platinen sind noch nicht verfügbar
. Hier findet sich auch die interessante Information , dass die cC0-Steppings
des Slot-1-Gigahertz-Pentium endlich dual-tauglich sind . Die cB0-Version hatte
Intel für Tandem-Mainboards nicht freigegeben . Die FC-PGA-Versionen der
Gigahertz-Chips sollen bereits bei ihrem Erscheinen auch in Dual-Boards laufen .
Intel reagiert mit den Gigahertz-Pentiums für 100-MHz-FSB-Takt offenbar
besonders auf den Server- und Workstationmarkt , wo kaum FSB133-taugliche
Dual-Mainboards zu finden sind . Intel liefert für diese FSB-Taktfrequenz die
Chipsätze i810E , i815 , i820 und i840 . Nur der i820 und i840 sind für
Dual-Systeme geeignet , aber nur mit Rambus-Interface ausgerüstet . Die oft satt
mit SDRAM-Speicher bestückten BX- oder GX-Platinen von
Hochleistungs-Workstations und Servern hätte man also nicht auf Gigahertz-Niveau
bringen können . Das neue Prozessorstepping cC0 betrifft übrigens die gesamte
Pentium-III-Prozessorfamilie . Die Betriebsspannung der meisten Frequenzklassen
steigt in der neuen Ausführung von 1,65 auf 1,70 Volt - das sollte aber die
meisten Anwender nicht interessieren , da moderne Mainboards diese Spannung
automatisch einstellen . Das nächste Specification Update erscheint am 16.
August . Angeblich bald neuer Rambus-DRAM-Chipsatz für Pentium 4 Während
mittlerweile vier Hersteller Pentium-4-Chipsätze mit Single- und
Double-Data-Rate-SDRAM angekündigt haben , soll nun angeblich ein
Intel-Konkurrent einen RDRAM-tauglichen Chipsatz planen . Nach Informationen des
US-Newsdienstes News.com verhandele ein Unternehmen gerade über einen Chipsatz ,
der wie Intels i850 auf Rambus-Speichermodule setzt . Eine entsprechende
Produktankündigung werde innerhalb der nächsten zwei Wochen erwartet . Diese
Nachricht überrascht - gerade wegen des relativ teuren RDRAM-Speichers war der
Absatz von Pentium-4-Systemen nie richtig in Schwung gekommen . Intel selbst
wird in den nächsten Wochen den Chipsatz i845 für PC133-SDRAM offiziell
einführen . VIA präsentierte kürzlich den P4X266 für PC1600- und
PC2100-DDR-SDRAM , ALi und SiS vermeldeten ebenfalls die Fertigstellung ihrer
Produkte Aladdin-P4 und SiS645 , die sogar mit dem kommenden
PC2700-Speichermodulen umgehen können sollen . Der neue Aladdin-P4 soll ab
Oktober in die Serienfertigung gehen . Der Chipsatz besteht aus der Northbridge
M1671 und der vom Athlon-Chipsatz ALi MAGiK 1 schon bekannten Southbridge M1535+
. Enttäuschend : Anders als noch auf der Computex demonstriert , unterstützt der
Chipsatz mit dieser Southbridge den USB-2.0-Standard nun doch nicht . ALi
verweist auf später folgende Versionen mit schnellerem IDE-Interface -
wahrscheinlich ist damit Ultra-ATA/133 gemeint . Japanische
Halbleiter-Hersteller sind zuversichtlich Der japanisch Hitachi-Konzern meldet
für das abgelaufene Halbjahr einen fast 13-fach höheren Gewinn als im
Vergleichszeitraum des Vorjahres . Wie zurzeit üblich , brach der Aktienkurs
daraufhin an der Wall Street ein . Den größten Erfolg verbuchte man bei den
Halbleiterchips : 37 Prozent des gesamten Rohertrags kamen aus diesem Bereich .
Im kommenden Halbjahr erwartet Hitachi wegen der sinkenden Speicherpreise
allerdings weniger hohe Erträge . Analysten bewerteten aber natürlich , ganz dem
aktuellen Trend folgend , die Aussichten des Konzerns aufgrund der angeblich
sinkenden Chip-Nachfrage kritisch . Bei der World Semiconductor Trade Statistics
( WSTS ) sieht man dagegen zuversichtlich in die Zukunft . Die aktuelle
Herbstprognose , die man diesmal in Japan präsentierte , geht von einem
weiterhin soliden Wachstum der Chip-Branche aus . Diese zahlen stehen in krassem
Gegensatz zu einer kürzlich vorgestellten Prognose des
Marktforschungsunternehmens Dataquest . Diese Auguren waren der Ansicht , dass
sich der Weltmarkt für Halbleiter in 2003 rückläufig entwickelt . Auch andere
Details der Dataquest-Studie stimmen mit der Voraussage der WSTS nicht überein ;
das betrifft etwa die absolute Größe des Weltmarktes . So sind die
Halbleiterhersteller und ihre Anteilseigner also wieder genauso schlau wie zuvor
: Soll man den angeblich unabhängigen Marktforschern von Dataquest oder der
industrienahen WSTS glauben ? Die Börsen gehen aber bislang offensichtlich davon
aus , dass der Boom-Zyklus der Chip-Branche sich langsam seinem Ende nähert .
Troll Tech will Opera-Browser auf Linux portieren Nachdem der erste Versuch
offenbar nicht von Erfolg gekrönt war , unternimmt Opera Software jetzt einen
neuen Anlauf . Der als besonders klein und schnell bekannte Browser " Opera "
soll nun von der norwegischen Firma Troll Tech auf Linux portiert werden . Sie
ist Hersteller des Qt-Toolkits , auf dem der freie Linux-Desktop KDE basiert .
Von Qt gibt es ebenfalls eine Windows-Version , so daß Troll Tech über intime
Kenntnisse der X- und der Windows-Umgebung verfügt . Einen ersten Prototypen
wollen die beiden Firmen diese Woche auf der LinuxWorld Expo in San Jose (
Kalifornien ) zeigen . TelDaFax stellt Insolvenzantrag Der am Neuen Markt
notierte Call-by-Call-Anbieter TelDaFax hat beim zuständigen Amtsgericht das
Insolvenzverfahren beantragt . Grund ist die bevorstehende Abschaltung ihres
Netzanschlusses durch die Deutsche Telekom , erklärte das Unternehmen in einer
Börsenpflichtmitteilung . Der Insolvenzverwalter werde versuchen , die
Abschaltung gemeinsam mit dem Neu-Eigentümer World Access aus Atlanta zu
verhindern . Die Übernahme der Telefongesellschaft durch das US-Unternemen war
laut TelDaFax auch der Grund für die Verschiebung des Jahresabschlusses Ende
vergangener Woche . TelDaFax bietet unter anderem über die Vorwahl 01030
Call-by-Call-Gespräche an . Die Telekom hatte bereits angekündigt , gegen
Call-by-Call-Anbieter vorzugehen , die ihre offenen Rechnungen nicht begleichen
. Am Freitag vergangener Woche hatte bereits die Telefongesellschaft Callino
einen Insolvenzantrag gestellt ; das Unternehmen bestritt jedoch gegenüber heise
online jeden Zusammenhang mit offenen Forderungen der Telekom . Vielmehr liege
der Grund für den Antrag im Rückzug der US-Muttergesellschaft Formus
Communications . Fehler bei Kreditkartenabrechnung der GZS Die Gesellschaft für
Zahlungssysteme ( GZS ) hat Schwierigkeiten bei der Umrechnung ausländischer
Währungen . So benutzt sie in einigen Fällen bei der Konvertierung von
griechischen Drachmen in Euro nicht den seit 1.1.1999 geltenden offiziellen Kurs
, sondern täglich andere . Die in den Kreditkarten-Abrechnungen angegebenen
Werte schwankten zwischen 340,82828 und 340,63802 Drachmen . Der offizielle Kurs
liegt hingegen bei 340,75 . Bei niedrigen Beträgen fallen die Fehler allerdings
nicht ins Gewicht . Erst ab mehreren zehntausend Drachmen liegen die Unterschied
im Pfennig-Bereich . Gravierender sind die Fehler bei der Umrechnung von
US-Dollar in Euro . Hier setzt die GZS für Umsätze am selben Tag stark
differierende Kurse an . So zum Beispiel am 6. Juni mit 0,8648227
beziehungsweise 0,8438748 Dollar . Mit knapp zweieinhalb Prozent beträgt die
Abweichung hier das Doppelte des Betrags , den die Firma ihren Kunden als "
Entgelt für den Auslandseinsatz " in Rechnung stellt . Trotzdem ist sich der
Dienstleister sicher : " Ein finanzieller Schaden ist Ihnen hierbei nicht
entstanden . " Die GZS wickelt für viele Banken die Abrechnung der von ihnen
ausgegebenen Visa- und Eurocard-Kreditkarten ab . LinuxWorld : IBM kündigt
Support an Auf der LinuxWorld in San Jose ( Kalifornien ) hat IBM angekündigt ,
in Zukunft sämtliche großen Linux-Distributionen zu unterstützen . Der Blaue
Riese will dabei mit vier Distributoren ( Caldera , RedHat , SuSE und Pacific
HiTech ) zusammenarbeiten , um Entwicklung , Schulung und Werbung für Linux zu
koordinieren . Angekündigt wurden zudem Linux-Portierungen von
WebSphere-Produkten für Web-Publishing und javabasierte Transaktionsverarbeitung
sowie des On-Demand Server . Linux-Versionen für ausgewählte RS/6000-Maschinen
stellte IBM ebenfalls in Aussicht . Kommerzielle Entwicklungswerkzeuge für Linux
Inprise ( vormals Borland ) hat seine Java-Entwicklungsumgebung JBuilder 3 für
Linux angekündigt . Das Produkt soll Ende Mai für Windows erscheinen , Ende des
Jahres für Solaris und danach für Linux . Die Solaris- und Linux-Versionen
werden selbst zu 100% in Java geschrieben sein , wodurch sie auf beliebigen
Java-Plattformen laufen sollten . Mortice Kern Systems , vor allem bekannt durch
das MKS Toolkit , bietet sein Sourcecode-Managementsystem " Source Integrity "
jetzt für Linux an . Es unterstützt die Softwareentwicklung durch verteilte
Teams , der Zugriff auf die Quellen ist neben den üblichen Protokollen auch per
HTTP möglich . Preis : 1289 DM . Linux-CAPI für FritzCard verfügbar Die Berliner
AVM GmbH hat das angekündigte Linux-CAPI für ihre passiven ISDN-Karten ( unter
anderem Fritzcard ) fertiggestellt . Auf dieser normierten Schnittstelle
basierende Anwendungen sind von der eingesetzten Hardware unabhängig . AVM hat
die Version 2.0 des CAPI implementiert . Passive ISDN-Karten können die für das
Faxen erforderliche Analog-Digital-Wandlung mangels Signalprozessor nicht selber
durchführen , sondern müssen dafür die CPU einspannen . Da beim Faxverkehr
bestimmte Zeitanforderungen einzuhalten sind , lassen sich nur leistungsfähige
Rechner benutzen , die die A/D-Konvertierung schnell durchführen können . Das
ISDN-CAPI samt Fax-Applikationen und anderer Werkzeuge ist bei AVM zu bekommen .
Qt-Bibliothek bekommt GPL-Lizenz Qt , die Bibliothek für den Linux-Desktop KDE ,
wird ab Version 2.2 ( laut Hersteller Trolltech ab dem 6. September verfügbar )
unter die GPL ( GNU General Public License ) gestellt . Dies gilt für die bisher
schon frei nutzbare Unix-Version . Damit ist eine lang andauernden
Auseinandersetzung in der Linux-Gemeinde beendet , die unter anderem zur
Entwicklung eines anderen verbreiteten Desktop-Systems ( Gnome ) führte .
Stift-PDA mit Linux Auf dem Helio-PDA der US-Firma VTech läuft ein rudimentäres
Linux-System . Es kann in den Flash-RAM des Geräts geladen werden und so das
mitgelieferte Betriebssystem VT-OS ersetzen . Die Linux-Portierung weist
allerdings noch etliche Lücken auf : Zwar unterstützt sie schon die grafische
Ein- und Ausgabe , jedoch noch kein Powermanagement . Das Gerät kommt in der
Grundausstattung mit einer 75MHz MIPS-CPU , 2 MByte Flash und 8 MByte RAM sowie
einer Cradle zum Anschluss an die serielle PC-Schnittstelle . Es enthält
Mikrofon und Lautsprecher , das einfarbige Display hat 160x160 Bildpunkte . Bei
FMS Computer ist der Helio für knapp 400 Mark erhältlich . IDE für Perl und
Python läuft im Browser Innerhalb des Browsers Mozilla läuft die Perl- und
Python-Entwicklungsumgebung " Komodo " von ActiveState . Er kann auch zur
Fehlersuche in Programmen benutzt werden , die auf anderen Rechnern laufen .
Laut ActiveState enthält die IDE ein Regular Expression Toolkit , das die
Erstellung und Entwanzung regulärer Ausdrücke erleichtern soll . Online-Hilfe ,
automatische Vervollständigung von Funktionsaufrufen sowie ein- und ausklappbare
Codeteile sollen die Arbeit mit dem Werkzeug erleichtern . Obwohl der Hersteller
Komodo als plattformübergreifend bezeichnet , ist die Version 1.0 bisher nur für
Windows erhältlich ; die Linux-Variante gibt es nur als Prerelease . Für den
Einsatz in der Ausbildung ist Komodo frei , andere Anwender müssen 295 US-Dollar
Jahresgebühr für ein Abonnement von " ASPN Komodo " bezahlen , das Updates und
Online-Zugang zu technischer Dokumentation beinhaltet . IN e. V. löst sich auf
Individual Network e. V. , der Dachverband der deutschen IN-Domains , löst sich
aus finanziellen Gründen auf . Das Individual Network war 1992 gegründet worden
, um Privatpersonen einen kostengünstigen Zugang zum Internet zu ermöglichen .
Seine Mitglieder waren Vereine in größeren Städten und Ballungsräumen , die die
örtliche Anbindung sicher stellten , während der Dachverband deren Einnahmen
sammelte und zum Einkauf günstiger Anbindungen nutzte . In den letzten Jahren
musste der Dachverband zunehmend mit der kommerziellen Konkurrenz kämpfen ,
zudem durfte die Internetanbindung nur privat genutzt werden . Günstige Preise
waren nicht länger ein Grund , zum IN zu gehen ; andererseits war die
Organisation durch langfristige Verträge an Provider gebunden . Am 13. Mai wird
sich Individual Network e. V. offiziell auflösen . Die örtlichen Vereine sind
davon nicht betroffen , die meisten von ihnen werden weiter arbeiten wie bisher
. SGI trennt sich von Cray-Supercomputern In einer internationalen
Telefonkonferenz hat SGI am 10. August bekannt gegeben , die Produktion und den
Vertrieb der Cray Supercomputer und skalierbaren Parallelsysteme in einen
eigenen Geschäftszweig auzulagern , der zukünftig völlig eigenständig operieren
soll . Im Zuge der Restrukturierung sollen 1000 bis 1500 Mitarbeiter ihre
Arbeitsplätze verlieren . Gleichzeitig hat der Hersteller von Grafikworkstations
sein Engagement bezüglich Linux bekräftigt . Zukünftig will man nicht weiter die
NT-Schiene ausbauen , sondern sich stattdessen darauf konzentrieren , neben den
eigenen Mips-basierten Servern , Intel-basierte Linux-Server für den
Low-End-Markt anzubieten . Kersten Auel SIGGRAPH : Avids Sumatra im Beta-Test
Sumatra , Avids bereits auf der CeBIT 99 vorgestellter Nachfolger der
Animationssoftware Softimage 3D , geht jetzt in die offizielle Beta-Testphase .
Die Auslieferung stellt der Hersteller für Ende des Jahres in Aussicht . Sumatra
soll die Entwicklung von Animationen viel intuitiver und einfacher gestalten ,
als dies bisher für diesen Sektor verfügbare Software erlaubt . Zu den
angebotenen Features zählt unter anderem die kontinuierliche
Oberflächenmodellierung in Echtzeit und die Verknüpfung nichtlinearer
Animationen . Laut Avid wird Sumatra zunächst für Windows- und Irix-Plattformen
verfügbar sein . Das Rendering-Modul läuft auch unter Linux . Kersten Auel
SIGGRAPH : Open-Source-Tool für Internet-3D Ur Studios aus dem kalifornischen
Santa Monica hat die Graph Evaluation Language ( GEL ) als Open Source
freigegeben . Dabei handelt es sich um ein 3D-Entwicklungstool für das Internet
, das nicht-polygonale NURBs ( Non-Uniform Rational B-Splines ) und
Patch-Modelle ins Web bringen soll . Unter einer GEL.org genannten URL finden
sich dazu weitere Informationen , unter anderem ein White Paper . Die in C++
geschriebene GEL enthält QDraw , eine Low-level-3D-Grafik-API sowie einen
weiteren Renderer , der die 3D-Modelldatenbasis bearbeitet . Derzeit läuft GEL
unter Windows NT und 98 . Ein Port auf Linux und BSD ist für die nahe Zukunft
angekündigt . Kersten Auel Software AG mit XML- und Java-Tools für Linux Beide
Produkte sollen für den privaten Gebrauch frei sein . Bolero ist eine seit Ende
letzten Jahres für Windows verfügbare " Application Factory " , mit der auch
Java-Laien die Entwicklung von Java-Applikationen möglich sein soll . Das auf
der diesjährigen CeBIT erstmals vorgestellte Tamino verwaltet XML-Dokumente ,
für den Zugriff auf traditionelle Datenbanken sorgen sogenannte Xnodes . Bereits
seit einiger Zeit ist die DCOM-Implementierung " EntireX " der Software AG für
Linux erhältlich . Linux-Programme laufen unter Solaris Sun Microsystems stellt
ab sofort ein Werkzeug zur Verfügung , mit dessen Hilfe Linux-Programme ohne
Änderungen unter Solaris 7/x86 laufen können . Dadurch werden Anwendungen wie
ApplixWare , Netscape Communicator , StarOffice und WordPerfect , die nicht in
Quellform vorliegen , auf Suns Solaris-Version für Intel-Systeme nutzbar . Das
Programm lxrun ist zum kostenlosen Download bei http://sun.com/linux/lxrun/
erhältlich . Neue PDAs : Der Flache von Handspring Die Spatzen pfiffen es
bereits vergangene Woche von den Dächern , nun ist es offiziell : Handspring
baut seine PDA-Familie weiter aus und hat mit dem Visor Edge nun auch ein
flaches Gerät im Programm . Dafür vollführte der Hersteller eine kleine Abkehr
weg vom eingebauten Springboard-Slot : Der Erweiterungssteckplatz kommt in einem
externen Modul unter , das bei Bedarf an den Visor Edge gesteckt wird . Die
Hardware-Ausstattung des neuen Palm-OS-PDA entspricht weitgehend dem des Visor
Platinum : Graustufen-Display , 8 MByte RAM und der mit 33 MHz getaktete
Dragonball VZ . Während Palm in seiner vermutlich geplanten Highend-Serie Palm
m500 schon die Version 4.0 des Betriebssystems einsetzt , beschränkt sich
Handspring noch auf Version 3.5 . In den USA kostet der Visor Edge 399 US-Dollar
und Anfang April soll der Neue auf den europäischen Markt kommen . Während Palm
mit den m500 und m505 zum ersten Mal voraussichtlich einen Erweiterungsslot
einbaut , ist der Visor Edge das erste Handspring-Gerät ohne eingebauten
Springbord-Schacht . Offensichtlich will man dem jeweils anderen Konkurrenten
kein Stück des Kuchens überlassen . StarOffice 5.2 ist da - oder doch nicht ?
Jeder Teilnehmer der JavaOne-Konferenz in San Francisco hat eine CD mit dem
neuen StarOffice 5.2 erhalten . Inzwischen ist eine erste Kopie dieser CD auf
einem deutschen FTP-Server installiert - allerdings unvollständig . Unter
anderem fehlt die Datenbank . Sun hat bisher keinen offiziellen Termin für die
Freigabe der Software mitgeteilt . GCC 3.0 fertiggestellt . Ab heute soll
Version 3.0 der GNU Compiler Collection ( GCC ) zum Herunterladen bereit stehen
. Die Entwickler versprechen vor allem schnelleren Code auf 32-Bit-Prozessoren
von Intel und AMD . Brandneu ist die Unterstützung von Intels IA-64-Prozessor
sowie ein Java-Compiler , der nativen und Java-Byte-Code erzeugt . Ein
Interpreter für Java-Byte-Code ist ebenfalls enthalten . Der C++-Teil soll den
ISO-Standard besser implementieren und bietet ein neues ABI ( Application Binary
Interface ) , das beim IA-64 zu anderen Compilern kompatibel ist . Laut
Ankündigung sind Symbol- und Debug-Informationen in C++-Programmen nun
wesentlich kleiner . Venture-Capital für deutsche Linux-Firma Erstmals wurde
jetzt in Deutschland die Beteiligung eines Venture-Capital-Gebers an einer
Linux-Firma bekannt . Innominate wurde vor zwei Jahren gegründet und bietet
Produkte und Dienstleistungen auf Linux-Basis an . Die Firma unterhält die erste
bundesdeutsche Servicenummer für Informationen über Linux im Geschäftseinsatz .
Geschäftsführer Raphael Leiteritz will die Finanzspritze unter anderem dafür
nutzen , in diesem Jahr zwei weitere Niederlassungen zu gründen . Ablösung für
gcc in Sicht Der freie GNU C/C++-Compiler gcc hat einen Nachfolger bekommen .
Schon seit einiger Zeit war die Entwicklung des Übersetzers schleppend verlaufen
. GNU-Chef Richard Stallman hat nun entschieden , daß egcs in Zukunft der
offizielle Compiler des GNU-Projekts sein wird . Dessen Entwickler versuchen ,
verschiedene Weiterentwicklungen des gcc wieder in ein Produkt zu integrieren .
Dazu gehören unter anderem das Fortran-Frontend g77 und der speziell auf
Pentium-Operationen optimierte pgcc . Nähere Informationen gibt es bei
http://egcs.cygnus.com/ . Qt für Mac OS X Trolltech ( www.trolltech.com ) zeigt
auf Apples World Wide Developers Conference in San Jose eine Vorabversion von Qt
für Mac OS X. Die endgültige Version ist für diesen Sommer angekündigt . Auf der
Trolltech-Website soll in Zukunft die Registrierung für die Beta-Version möglich
sein . Qt ist ein in C++ geschriebenes Toolkit , auf dem das Unix-GUI KDE
basiert . Bisher existieren Versionen für Unix und Windows . Trolltech plant ,
die Mac-Unterstützung auch auf die Betriebssystem-Versionen 9.x auszudehnen .
Mit Qt erstellte Benutzeroberflächen sollen ohne Änderungen am Quellcode durch
Übersetzen auf der Zielplattform portierbar sein . KDE startet Projekt für
Lernsoftware Das KDE-Projekt will sich verstärkt um die Erstellung pädagogischer
Software kümmern . Dazu hat sich eine "Edutainment"-Gruppe zusammengefunden ,
die für Kinder geeignete Programme erstellen will . Bisher umfasst das Projekt
sechs Programme , darunter eines für Multiple-Choice-Aufgaben und ein
Lernprogramm zum Zehn-Finger-Schreiben . Kommunen im Web : Eine Hitliste mit
besonders scheußlichen , disfunktionalen oder verwirrenden Web-Sites
deutschsprachiger Kommunen ist bei iBusiness zu bewundern . Spitzenreiter ist
die östereichische Gemeinde Gols mit einem schwer weinlastigen Angebot . Einen
verdienten neunten Platz belegt Berlin . Schon die Eröffnung der privaten
Investoren überlassenen Site war hinreichend blamabel gewesen . Bis heute
zeichnet sich das Angebot durch Unvollständigkeit und lange Ladezeiten wegen
Grafiküberfrachtung aus . Perl 5.6 freigegeben Nach längerer Entwicklungszeit
gibt es eine neue Version der Programmiersprache Perl . Eine Vorabversion für
Windows war schon vor einigen Wochen bei ActiveState erschienen , nun liegen die
allgemein benutzbaren Quellen vor . Neu ist vor allem die Unterstützung für
fork() unter Windows , wodurch viele Perl-Programme leichter darauf portierbar
sein sollten . Fundamente für den Einsatz von Unicode mit Perl sind gelegt ,
jedoch noch nicht vollständig . Datei- und Verzeichnis-Handles kann man so
erzeugen , dass sie beim Verlassen des Scope automatisch geschlossen werden .
GMD-Betriebsrat : Per Gericht gegen Fusion Bei der vorwiegend
Grundlagenforschung betreibenden GMD stieß das Vorhaben bislang auf wenig
Gegenliebe : Man befürchtet dort , von der anwendungsorientierten FhG
untergebuttert zu werden . Inzwischen gibt es einen Vertragsentwurf , der den
Verkauf der GMD an die FhG vorsieht . Der Berliner Betriebsrat der GMD will mit
einer einstweiligen Verfügung durch das Arbeitsgericht die Fusion mit der
Fraunhofer Gesellschaft verhindern , da der Berliner Senat für die dortigen
beiden Institute keine Arbeitsplatzgarantie ausgehandelt hat . SIGGRAPH :
Deutsche Animation ausgezeichnet Einen Tag vor Beginn der weltgrößten Konferenz
zu Computergrafik und -animation ( SIGGRAPH ) hat die Grafikgruppe der ACM (
Association for Computing Machinery ) den " Jury Honors Award " an Christian
Sawade-Meyer von der Fachhochschule Hannover vergeben . Grund für die
Auszeichnug der Arbeit " Stationen " ist die Kombination von einfühlsamer
Erzählweise und digitalen Animations- und Rendering-Techniken . Mehr zu diesem
Projekt , das schon auf der Ars Electronica 1999 Erwähnung fand , ist bei
wired-illusions zu finden . Die Auszeichnung " Best of Show " für
anspruchsvolles Motion Capture und Rendering erhielt die japanische Firma Links
DigiWorks , Inc. , die diese Animation für das Spiel " Onimusha " erstellt hat .
Insgesamt wurden mehr als 650 Arbeiten eingereicht . Linux-PDA mit
Dualband-Handy und Kamera Die israelische Firma Galleo zeigt in Halle 25 , Stand
E83 , unter dem Namen mobile multimedia communicator einen Linux-basierten PDA .
Das Gerät enthält ein Dualband-GSM-Modul und eine Video-Kamera ; der eingebaute
SD-Slot nimmt Speichererweiterungen oder zusätzliche Geräte auf . Die Software
basiert zum Teil auf der Qt-Personal-Edition , für die Web-Anbindung benutzt
Galleo einen selbstentwickelten Browser . Er bietet neben HTML 4.0 auch SSL- und
TLS-Verschlüsselung , JavaScript und Java . Zur Verbindung nach außen stehen
außer GSM zusätzlich Infrarot , USB und RS232 zur Verfügung . Ab der zweiten
Jahreshälfte soll das Gerät über Mobilfunkanbieter und ISPs erhältlich sein .
Als nicht-subventionierten Preis peilt Galleo 600 US-Dollar an . Interbase 6 als
Open Source freigegeben Die Software unterliegt einer an die Mozilla-Regelungen
angelehnten Open-Source-Lizenz , die die freie Weitergabe auch veränderter
Versionen erlaubt . Interbase 6 soll SQL92 implementieren und Erweiterungen wie
zusätzliche Zeichensätze unterstützen . Binaries für Linux , Solaris und Windows
sind wie die Quellen im Web erhältlich . Linux 2.2 ist fertig Wie angekündigt ,
hat Linus Torvalds am Montagabend die neue Linux-Version 2.2 freigegeben . Mehr
als zwei Jahre haben Entwickler in aller Welt daran gearbeitet . Hinzugekommen
sind neue Dateisysteme ( beispielsweise CODA ) , Soundkarten-Unterstützung und
Kernel-Konfiguration zur Laufzeit . Verbesserungen gab es vor allem bei der
Speicherverwaltung , was sich unter anderem in wesentlich verkürzten Startzeiten
großer Programme bemerkbar macht . Erhältlich ist der neue Kernel u. a. bei
ftp.de.kernel.org . Vor der Installation sollte man Documentation/Changes
gründlich lesen , da Linux 2.2 auch viele aktualisierte Hilfsprogramme benötigt
. Einen ausführlichen Bericht über die Neuerungen im Linux-Kernel bringt iX in
Ausgabe 3/99 . IBM portiert ViaVoice auf Linux IBMs Spracherkennungssoftware
ViaVoice gibt es demnächst auch für Linux . Beta-Versionen des
ViaVoice-Entwicklerkit ( SDK ) und des Runtime-Kit sind bereits erhältlich . Die
bisher nur für Windows und AIX verfügbare Software ermöglicht es , einzelne
Wörter in gesprochenem Text zu erkennen und enthält Schnittstellen zur
Weiterverarbeitung der gefundenen Begriffe . W3C verabschiedet XHTML-Empfehlung
Das W3C hat die Empfehlung ( Recommendation ) für einen auf XML basierenden
Nachfolger von HTML 4 verabschiedet . Drei Dokument Type Definitions ( DTD )
beschreiben die zulässigen und erforderlichen Elemente in XHTML-Dokumenten .
XHTML-Dokumente entsprechen den Regeln von XML , sie müssen beispielsweise einen
DOCTYPE enthalten , alle Tags müssen in Kleinbuchstaben erscheinen und
nicht-leere Elemente müssen mit einem schließenden Tag versehen sein . XHTML
soll HTML als Dokumentenformat im Web ablösen und den Übergang zu XML
erleichtern . Die komplette Empfehlung gibt es beim W3C SIGGRAPH :
CAVE-Entwicklung auf dem PC Auf der Anfang der Woche vorgestellten Workstation
Onyx 3000 hat die Iowa State University am SGI-Stand immersive Anwendungen
präsentiert , die mit einem an der gleichen Universität entwickelten
VR-Autorensystem erstellt wurden . VisualAge/Java für Linux IBM arbeitet an
einer Linux-Version seiner Java-Entwicklungsumgebung VisualAge . Auf der Mitte
Juni stattfindenden JavaOne-Konferenz soll eine erste Preview zu sehen sein .
Erhältlich sein soll die Linux-Version im vierten Quartal dieses Jahres . Hält
IBM diesen Zeitplan ein , hätte sie damit Inprise überholt : Deren JBuilder soll
erst Anfang nächsten Jahres für Linux erhältlich sein . SIGGRAPH :
Linux-Unterstützung für HPs Visualize Hewlett-Packards im Juni für NT- und
Unix-Workstations vorgestellte Grafikbeschleuniger Visualize fx5 und fx10 werden
zukünftig auch Linux-Anwendern zur Verfügung stehen . HP zeigt die Systeme
bereits auf der SIGGRAPH , der August ist noch als Testphase vorgesehen .
Voraussichtlich im September will der Hersteller die Systeme ausliefern . Eine
Linux-basierte Visualize-Workstation mit einem der beiden Grafikbeschleuniger
soll dann ab circa 4700 US-Dollar zu haben sein . SIGGRAPH : Nvidia übernimmt
Elsas Workstation-Team Nvidia und Elsa haben einen sogenannten Letter of Intent
unterzeichnet , demzufolge die beiden Firmen eine gemeinsame Produktpalette von
Workstationbeschleunigern vermarkten wollen . Teil der Vereinbarung ist , dass
Elsas Workstation Engineering Team zu Nvidia wechseln wird . Wieviele Personen
das betrifft und wann die Vereinbarung in Kraft tritt , konnte Nvidia noch nicht
sagen . Ausdrücklicht dementiert hat Nvidia das Gerücht , dass sie Elsa komplett
übernehmen wollen . Kersten Auel Inprise : JIT-Compiler für Linux Als erstes
Stückchen seines JBuilder für Linux bietet Inprise ( vormals Borland ) eine
Preview seines Just-In-Time-Compilers für Java kostenlos im Web an . Er soll
Java-Programme rund 33% schneller als das vergleichbare Produkt aus Suns JDK
übersetzen . Gleichzeitig kündigte die Firma an , ihre Entwicklungsumgebungen
Delphi und CBuilder auf Linux portieren zu wollen . Die neue Version des
JBuilder , die vollständig in Java geschrieben ist , soll Anfang nächsten Jahres
erhältlich sein . Motorola setzt auf MySQL Motorola will das freie relationale
Datenbanksystem MySQL in seinem iDEN-Netzwerk einsetzen . Das vorwiegend in
Lateinamerika , den USA und Japan benutzte drahtlose Netz bietet neben
Telefonie- und Nachrichtendiensten auch Internetzugänge an . MySQL soll den
iDEN-Kunden den drahtlosen Zugriff auf Datenbanken bieten . Den Zugriff
erledigen Java-Applikationen in den Handys , passende Geräte sollen ab April von
den jeweiligen Netzbetreibern angeboten werden . Rückruf-Aktion für
Sony-Kamera-Akkus Einige Sony-InfoLithium-Akkus der Typen NP-F550 und NP-F750 ,
die zwischen März und Juni 1999 gefertigt wurden , können beim Aufladen
unzulässig hohe Temperaturen erreichen und unter Umständen platzen ; bislang
sind drei derartige Fälle aufgetreten . Diese Akkus finden vor allem in
Camcordern , -Digitalkameras und anderen portablen Geräten von Sony Verwendung .
Eine europaweite Rückrüf- und Austauschaktion wird laut Sony Deutschland am 7.
März 2000 starten . Möglicherweise fehlerhafte Akkus vom Typ NP-F750 weisen auf
ihrer Rückseite den eingestanzten Datumscode 9C , 9D , 9E und 9F auf , beim
NP-F550 sind die Chargen 9D , 9E und 9F betroffen . Sony empfiehlt , den
Ladevorgang bei starker Wärme- oder gar Rauchentwicklung sofort durch Ziehen des
Netzsteckers zu unterbrechen , um Verbrennungen zu vermeiden . Kodak-Kamera doch
nicht ganz " gratis " Kleine Panne bei Kodak : Nach dem nunmehr zweiten Update
einer Pressemitteilung kostet Kodaks DC 4800 im Bundle mit einer Vollversion von
Photoshop 6.0 nun doch nicht wie versprochen 1700 DM , sondern 1949 DM ( inkl.
Mwst. ) ; offenbar hatte man der Presseagentur versehentlich den Nettopreis
genannt . In einem ersten Update hatte man die Verfügbarkeit bereits auf "
solange der Vorrat reicht " eingeschränkt , was sich im Nachhinein auf " solange
die Kamera noch produziert wird " relativierte . Viele Newsticker-Leser
wunderten sich bereits , warum von diesem attraktiven Bundle-Angebot auf den
Kodak-Webseiten erst nur die Preisangabe " XXXX DM ( empfohlener Verkaufspreis
einschließlich MwSt. ) " zu finden war und später sogar der Verweis auf "
http://www.kodak.de/global/de/digital/promos/dc4800Adobe/ " entfernt wurde .
Dieser Link ist inzwischen " tot " . Nichtsdestotrotz fanden wir bei einigen
Discountern Angebote dieses Bundles , die sogar noch unter den anfangs genannten
1700 DM lagen . Motorola verärgert über Apple Nicht nur , daß das vertraglich
zugesicherte System 8 nun doch nicht " Rhapsody " wird , sondern lediglich ein
aufgepepptes System 7 - vor allem ärgert man sich über die zukünftigen hohen
Lizenzkosten ( angeblich ein Mehrfaches einer Windows-Lizenz ) , die
Verzögerungen bei der MacOS-Entwicklung für CHRP-Rechner und Apples
Hardware-Zertifizierung . Dadurch , daß jeder Mac-Nachbau schon während der
Entwicklung einer kleinlichen Kontrolle seitens Apple unterzogen wird , sei ein
gesunder Wettbewerb nicht mehr möglich . Apple baut auf Mach-Kernel Ende Januar
ließen Apples Chief Technical Officer Ellen Hancock und Next-Chefentwickler
Tevanian wie angekündigt verlauten , daß Apple einen Mach-Kernel im zukünftigen
MacOS " Rhapsody " verwenden werde . Für den neuen Systemkern standen
Speicherschutz , Multithreading , virtueller Speicher und
Mehrprozessor-Unterstützung im Pflichtenheft . Laut Tevanian liegt bei Next eine
interne Neuentwicklung als Ersatz für den betagten Mach-2.5-Kernel bereit .
Diese wurde bereits auf der ObjectWorld '95 angekündigt und soll das für
Rhapsody geforderte symmetrische Multiprocessing unterstützen . Gerüchten
zufolge basiert der neue Kern auf Ideen von Mach 4 . Das Zögern bei der
Kernel-Wahl zeigt deutlich , daß Apple beim Kauf der Next Inc. wohl
hauptsächlich an OPENSTEPs Objekt-Technologie interessiert war . PowerPC-Macs
mit 300 MHz Nach Power Computing hat nun auch Motorola ein eigenes
Mac-kompatibles Board mit einem 300 MHz schnellen PPC603e vorgestellt . Das "
Viper " getaufte Design entspricht bereits der PowerPC-Platform-Spezifikation (
ex CHRP ) , muß aber in der 300-MHz-Version noch von Apple abgesegnet werden .
Möglicherweise findet es in der StarMax-Reihe Verwendung . Geplant sind bis
September Bus-Taktfrequenzen von 100 MHz ( bislang 66 und 83 MHz ) . Eigene
PowerPC Platform von Pios Zwei Eigenentwicklungen namens TransAm und Maxxstreme
will Pios aus Hildesheim ( http://www.pios.de ) auf der CeBIT vorstellen :
Während ersteres Design wahlweise mit dem Amiga-ähnlichen Betriebssystem pOS ,
mit BeOS oder mit Linux läuft , soll auf letzterem ein ROM-unabhängiges MacOS
zum Einsatz kommen . Die Pios-Entwickler haben den 200 MHz schnellen
603e-Prozessor samt Cache , PCI-Bridge und Speicher auf eine Steckkarte
ausgelagert , wodurch man im Handumdrehen die gesamte Architektur upgraden kann
. Drei PCI- und drei ISA-Slots , Fast-SCSI , MIDI und USB gehören zur
Serienausstattung der ATX-Boards . Der Pios-Stand ist bei Motorola zu finden :
Halle 12 , Stand E24 . Sun lizenziert Java an Apple Apple hat von Sun
Microsystems eine Lizenz für Java erhalten , das man zu einem integralen
Bestandteil des MacOS machen will . Java in der Hosentasche Schlumberger ,
bekannt durch Chip-/Magnetkarten-Bearbeitungs- und Abrechnungssysteme , möchte
Java als Applikations-Interface und Programmiersprache für
Microcontroller-Chipkarten ( Smart Cards ) etablieren . Die Anwendung einer
Hochsprache für Smart-Card-Anwendungen hat , so Schlumberger , für Entwickler
den Vorteil , daß Programmiertools bereits zur Verfügung stehen und die
Programmierung des Microcontrollers auf der Karte nicht mehr zeitaufwendig in
Assembler geschehen muß . Der Anwender schließlich kann auf einer Java-Karte
Applikationen nachladen , die beispielsweise von seiner Bank über das Internet
zur Verfügung gestellt werden . Nokia und Daimler-Benz erproben die Java-Karte
bereits für Telekommunikations- und Automobil-Anwendungen . Interessierte
Entwickler können unter http://www.cyberflex.austin.et.slb.com nähere
Informationen und ein Entwickler-Kit anfordern . QuickTime 3.0 erst im Januar
Durch Änderungen am QuickTime Media Layer , laut Apple wegen der Windows-Version
erforderlich , wird sich die Auslieferung von QuickTime 3.0 einige Wochen
verzögern . Apple erwartet die Multimedia-Systemerweiterung nun zur im Januar
stattfindenden MacWorld Expo in San Francisco . Dafür , so QuickTime-Papst Peter
Hoddie , wird es DVD unterstützen : im Laufe des nächsten Jahres kommen MPEG-1
und MPEG-2 . Bereits zum Frühjahr sei ein MPEG-2-Entwickler-Kit geplant .
Nebenbei erhielt Apples interactive Media Group eine neue Struktur : QuickTime
ist jetzt die übergeordnete Technologie , eigenständige größere Updates von
QuickDraw 3D und QuickTime VR sind laut Marketing-Direktor Ron Ely nicht mehr zu
erwarten . Ely hält es sogar für sinnvoll , statt dessen die Konkurrenz OpenGL
in QuickTime zu integrieren : " Ein QD3D 2.0 wird es nicht mehr geben . " Power
Macs kommen verspätet So hatte auch kaum ein Händler erwartet , die
High-End-Power-Macs der Serien 8600 und 9600 pünktlich zur Vorstellung im
Februar in den Regalen stehen zu haben . Tatsächlich erreichen die ersten
9600/200 erst in der dritten April-Woche deutsche Kunden , der 8600 , die
233-MHz-Ausführungen sowie " nullbestückte " 9600-Chassis lassen noch bis Mitte
Mai auf sich warten . Daß noch gar keine Geräte gefertigt werden , wie in der
amerikanischen Fachpresse berichtet , ist laut Aussagen hiesiger Händler , die
mit Apples Werk in Cork/Irland in Kontakt stehen , unwahr . Aus Arthur/G3 wird
PPC 750 Intel : DECs Patente sind nichtig Die Patente des Computer-Pioniers DEC
, deren Verletzung Intel vorgeworfen wird , sind " ungültig , nichtig , nicht
durchsetzbar " . Das jedenfalls ist Intels Auffassung zu der Patentklage , die
DEC am 12. Mai eingereicht hat ( siehe
http://www.heise.de/newsticker/data/cp-28.05.97-000/ ) . Intel " verstieß nicht
und verstößt nicht gegen Ansprüche der DEC-Patente " , heißt es in der
Klageerwiderung , die der Prozessorhersteller aufforderungsgemäß dem
Bezirksgericht in Worcester , Massachusetts , vorgelegt hat . Im Gegenzug
verlangt Intel nun den Ersatz der Kosten und Anwaltshonorare . DEC kommentierte
nur , dieser Schritt sei zu erwarten gewesen . Digitalkameras : Sanyo betont die
Schnelligkeit des Geräts ( 0,7 Sekunden Einschaltzeit , 0,9 Sekunden Bildfolge )
und die Möglichkeit , statt CompactFlash-Karten IBMs Microdrive mit 340 MByte
einsetzen zu können . Ebenfalls 1,5 Megapixel Auflösung bietet Samsungs neue
Digimax 150 , die zwar mit den kleineren SmartMedia-Karten auskommen muss ,
dafür aber über einen schnellen USB-Anschluss zur Datenübertragung verfügt . Den
hat auch Toshibas in Kürze lieferbare PDR-M4 zu bieten . Im Listenpreis von
knapp 1400 Mark ist allerdings nur eine dürftige 8-MByte-SmartMedia-Karte
enthalten . Dafür kommt die 2,1-Megapixel-Kamera wie die Samsung Digimax mit
Li-Ion-Akkus und Ladegerät . In der gleichen Preislage dürfte sich Epsons
PhotoPC 800 bewegen , eine 2,1-Megapixel-Kompaktkamera mit USB , aber wiederum
für CompactFlash-Speichermedien ausgelegt . Wie andere Epson-Kameras unterstützt
sie den direkten Ausdruck der Bilder über Epson-Photo-Farbdrucker . Das geringe
Gewicht von 240 g wurde durch Verwendung von nur zwei NiMH-Mignon-Akkus möglich
. Für viele gewerbliche Anwender sicher interessant ist Kodaks GPS Solution Kit
für die scriptfähigen Kamera-Modelle DC 260 und DC 265 . Der GPS-Empfänger
Garmin III übermittelt Positionsdaten und Uhrzeit über ein Schnittstellenkabel
an die Kamera , auf der ein spezielles Script die empfangenen Daten in das
geschossene Bild einbaut . Ein neues Consumer-Kamera-Modell mit dem " Formfaktor
" der bekannten DC 240 - die inzwischen auch im iMac-Design zu bekommen ist -
wird Kodak voraussichtlich erst zur Internationalen Funkausstellung in Berlin
präsentieren . Neues auch von Yashica : Im typisch " vertikalen " Samurai-Design
( siehe Bild ) präsentiert sich die 2100 DG , eine 2-Megapixel-Kamera mit
optischem 4-fach Zoom und kombiniertem Infrarot- und CCD-Autofocus . Der
Li-Ion-Akku der Ende September ausgelieferten Kamera kann zum Laden im Gerät
verbleiben . Mini-Knipser mit VGA-Auflösung Das 158 g leichte Gerät bietet zwar
keinen Blitz , aber immerhin ein kleines LC-Display und einen CCD-Sensor mit
350000 Pixeln . Die interne Speicherkapazität von 2 MByte reicht für 16 Bilder
in VGA-Qualität oder für rund 94 Aufnahmen mit 320x240 Punkten Auflösung .
Panasonic empfiehlt einen Preis von 1099 DM . Gericht verbietet "Cards"-Programm
Das noch nicht rechtskräftige Urteil wegen " Beihilfe zum Mißbrauch von Scheck-
und Kreditkarten " gegen die Ulmer Firma wertet Kläger Euro Kartensysteme
bereits als Stärkung des Verbraucherschutzes . Tatsache ist aber , daß der
Magnetstreifen auf Kreditkarten per se nicht fälschungssicher ist . Doch der
Cards-Hersteller wirbt mit einer illegalen Nutzung - der einzige grundlegende
Unterschied zu anderen Magnetkarten-Kodierprogrammen . Genau dies sei laut
Meinung des Gerichts wettbewerbswidrig . c't hat das Programm bereits in der
Ausgabe 1/98 auf S. 51 getestet - mit niederschmetterndem Ergebnis : Die
gebotenen Informationen sind lückenhaft bis falsch und die Routinen zum Kodieren
von Magnetkarten so umständlich zu konfigurieren , daß sich das Programm kaum
als " Tatwerkzeug für kriminelle Laien " eignet . Zu diesem Schluß kam auch die
Citicorp Deutschland ( VISA ) , die eher in den irreführenden und falschen
Werbeaussagen der Firma S.A.D. ein Gefahrenpotential sieht . Euro Kartensysteme
gab indes auf Nachfrage zu , das Programm nicht selbst getestet zu haben . IBM
erwirbt MacOS-Lizenz IBM hat nach dem Ableben von OS/2 für PowerPC Anfang Mai
eine Lizenz für das MacOS erworben und ist damit als prominentestes Mitglied in
die Riege der Mac-Cloner eingestiegen . IBMs Microelectronics Division hatte
diesen Schritt schon im Juni 1995 angekündigt . Das war aber offenbar in
Vergessenheit geraten , so daß die Ausführung jetzt in einigen
Veröffentlichungen als Überraschung gewertet wurde . Kartenmanipulator : Viel
Lärm um nichts Eher im Gegenteil : Die 16-Bit-Applikation basiert auf einer
alten Version des Multimedia-Authoring-Tools Asymetrix ToolBook und ist deshalb
unnötig aufgebläht und träge . Zudem verlangt das Programm teure Kartenleser mit
serieller Schnittstelle , die " zum Vorteilspreis " im Booklet der CD angeboten
werden - für 200 DM ( 2-Spur-Leser ) bis 1100 DM ( 3-Spur-Leser/Schreiber ) .
Die beigelegten " professionellen Programme zum Daten- und Programmschutz "
erweisen sich gar als befehlszeilenorientierte Simpel-Tools aus dem PC-Altertum
. Daß Magnetkarten ohne großen Aufwand gelesen und beschrieben werden können ,
war ohnehin keine Neuigkeit : Amelio : Wozniak als Berater , Apple-OS für
Intel-PCs ? Mächtig Gegenwind bekam Apples CEO Gilbert Amelio auf der
Aktionärsversammlung am 5. Februar in Cupertino zu spüren . Die Hörerschaft ließ
sich erst besänftigen , als Amelio verkündete , daß es so lange keine
Bonuszahlungen für die Top Executives geben werde , bis Apple wieder stabil
schwarze Zahlen schreibe . Im Gegensatz zu Gerüchten , Apple wolle sich
mittelfristig zu einer reinen Software-Firma wandeln , versicherte Amelio , es
bleibe bei dem bisherigen Geschäftsmodell eines Unternehmens mit eigener
Hardware-Entwicklung und -Produktion neben der Betriebssystem-Entwicklung und
-Lizenzierung . Es werde möglicherweise auch ein Apple-Betriebssystem für
Intel-Plattformen geben : Man müsse ein " verdammter Dummkopf " sein , würde man
das Potential der installierten PCs nicht ausschöpfen . Einen solchen Schritt
überlege man bei Apple schon seit fünf Jahren , jedoch ermögliche erst das
Rhapsody-Konzept eine einfache Portierung . Eine Version für Unix-Rechner habe
man ebenfalls angedacht . Apples OS-Entwickler Tevanian und Gable relativierten
diese Aussage allerdings später : Beide Lösungen müssen natürlich ohne den als "
Blue Box " bezeichneten System-7-Emulator auskommen , und persöhnlich hielte man
nichts von einem Port für Intel-PCs . " Von diesen Kisten gibt es schon genug "
, so Gable wörtlich . Selbst in den oberen Etagen tut sich etwas :
Marketing-Stratege Satjiv Chahil ist bereits gegangen , und im " Executive
Committee " wird Amelio nun nicht nur von Steve Jobs , sondern auch von
Apple-Mitgründer Stephen Wozniak beraten , der vor über zehn Jahren bei Apple
ausgeschieden war . AltiVec : Neues PowerPC-Design von Motorola Mit einer
zusätzlichen Verarbeitungseinheit für 128-Bit-Wörter wird Motorola kommende
PowerPC-Prozessoren erweitern . Die universelle " Vector Unit " fügt sich
nahtlos in das PowerPC-Design ein und soll vor allem Grafik- und
Multimedia-Applikationen , aber auch Telefonie- , Spracherkennungs- und
Netzwerk-Dienste beschleunigen . Dieses , so der MicroDesign-Analyst Jim Turley
, unterscheide Motorolas AltiVec-Technologie von Intels MMX , das auf einem
Prozessor aufsetze , der nie dafür konzipiert war . Die AltiVec-Einheit wird
über 162 neue Instruktionen angesprochen , was - analog zu MMX - eine
Neukompilation bestehender Applikationen bedingt , will man deren
Leistungspotential nutzen . Bestimmte Algorithmen , so Motorola , lassen sich
damit immerhin 16fach beschleunigen . Eine MMX-ähnliche Erweiterung schien
bislang unnötig ; PowerPC-Prozessoren , vor allem der PPC604e , lieferten in
unseren Multimedia-Tests mindestens ebenso gute Ergebnisse wie Pentium-CPUs mit
MMX und speziell angepaßter Software . Wann AltiVec-PowerPCs Einzug in die Power
Macs finden , wird Apple auf der Entwickler-Konferenz WWDC bekanntgeben .
Musterstückzahlen dürften in der zweiten Jahreshälfte verfügbar sein . USB , ADB
und PS/2 auf einem Chip Jeder der "KeyWarrior"-Chips beherrscht die
Interface-Protokolle USB , ADB , AT-Tastatur und PS/2 ; der jeweils benutzte
Anschluß wird automatisch erkannt . Noch ein billiger PC-Emulator für den Mac
Der Erfolg des preiswerten PC-Emulators " Virtual PC " vom Konkurrenten
Connectix ließ Insignia offenbar nicht ruhen . Parallel zum luxuriösen
SoftWindows 95 hat man nun eine simple Ausführung namens " RealPC " angekündigt
, die für Spiele-Anwendungen optimiert sein soll ( Info unter
http://www.insignia.com/SoftWindows/Mac/Products/RealPC.html ) . Insignia will
für das Programm in den USA 79$ verlangen . Digitale Filmpatrone : Der nächste
Versuch Bereits auf der letztjährigen Photokina zeigte die kalifornische Firma
Imagek ein Handmuster des nunmehr seit 18 Monaten angekündigten Wandlermoduls
EFS-1 ( Electronic Film System ) , eine Art " digitale Filmpatrone " für
herkömmliche SLR-Kameras . Zwar durfte man erleben , wie das ( offensichtlich
nicht funktionsfähige ) Modul in eine Canon-Spiegelreflex eingelegt wurde , eine
digitale Aufnahme , die direkt vor Ort mit dem EFS-1-Modul entstanden war ,
zeigte der Hersteller aber nicht . Nachdem man geraume Zeit nichts mehr von der
an sich genialen Erfindung gehört hatte , meldet sich die Firma nun unter neuem
Namen zurück : SiliconFilm heißt das sagenumwobene Produkt jetzt . Bei den
technischen Daten hat sich indes nichts geändert : Die Patrone soll einen
CMOS-Sensor mit 1,3 Megapixeln und Flash-Speicher für 24 Bilder erhalten . Der
avisierte Preis von 800 US-$ dürfte wohl kaum mehr konkurrenzfähig sein , denn
dafür erhält man bereits hochwertige 2,3-Megapixel-Digitalkameras . Motorola und
IBM stellen G3-PowerPC vor Kurz vor der Produktion steht die intern " G3 "
getaufte dritte Generation ( daher der Codename ) von PowerPC-CPUs mit stark
überarbeiteter Architektur . Unter anderem wurde die dynamische
Sprungvorhersage-Einheit mit einer Art " Mustererkennung " ausgestattet , die
nicht nur die Programmsprünge selbst , sondern auch deren geschachtelte Abfolge
wiedererkennt . Mit einem integrierten L2-Cache-Controller samt Entry-Tag-RAM
soll der G3 bei Integer-Berechnungen schneller sein als der aufwendigere
PentiumPro-Konkurrent 604e , aber nur ein Viertel seiner Leistung verbrauchen (
5 Watt ) und dank 0,25-Mikron-Technologie mit 66 mm2 Chipfläche auskommen . Ein
integrierter Überhitzungsschutz reduziert den Takt , wenn der Chip ( z. B.
aufgrund eines abgelösten Kühlkörpers oder einer Übertaktung ) zu heiß wird .
Das G3-Design unterstützt jedoch im Gegensatz zu dem des 604e keinen
Multiprozessorbetrieb . Der Prozessor wird in zwei Pinouts auf den Markt kommen
. Eines wird zu bestehenden 603- und 604-Boarddesigns kompatibel sein und damit
ein leichtes Upgraden ermöglichen . Interessanter ist jedoch die Version mit
zusätzlich herausgeführten Cache-Controller-Leitungen : Die Taktraten sollen bei
Auslieferung im Sommer diesen Jahres bei 250 MHz beginnen und noch bis
Jahresende 300 MHz erreichen . Für Fließkomma-intensive Berechnungen und
Multiprozessor-Designs empfiehlt Motorola weiterhin den 604e , die Vorzüge des
G3 liegen im Bereich der ganzen Zahlen . Über den Aufbau des 1999 erwarteten
G4-Designs schweigen sich Motorola und IBM noch aus . Neue Compiler machen Macs
schneller Durch die Wahl des richtigen Compilers läßt sich die Performance eines
Power Macintosh eklatant steigern , wie Benchmarks bei c't ergeben haben .
Deutlich schnellere Programme als die populären C- und C++-Compiler von
Metrowerks produzieren MrC , eine Eigenentwicklung von Apple , und MCC , ein
Produkt von Motorola . Beide sind auch als Plug-in-Versionen für Metrowerks
CodeWarrior erhältlich . Mit dem HINT-Benchmark ( siehe dazu auch c't 11/96 S.
270 ) maßen wir ein Plus von über 30 Prozent bei Integer und knapp 20 Prozent
bei Fließkomma auf einem Power Macintosh 7500 mit 150 MHz schnellem PowerPC 604e
. HINT ist ein an der Universität Iowa entwickelter synthetischer Benchmark ,
der näherungsweise die durchschnittliche Leistung in realen Applikationen
widerspiegeln soll . MrC ist in Version 3.0 ( final ) auf Apples neuester
Entwickler-CD E.T.O. 23 enthalten . Informationen zum Motorola-Compiler finden
sich auf http://www.mot.com/SPS/PowerPC/ , zum MrC-Compiler auf
http://www.devtools.apple.com/compilers/mrc/ . 300-MHz-Rechner von Apple und
Motorola Die neuesten PowerPC-CPUs PPC603e mit 300 MHz Takt laufen bereits in
Motorolas Fab MOS 13 in Austin vom Band - sie sind damit die ersten kommerziell
verfügbaren Mikroprozessoren in platz- und energiesparender
0,25-Mikron-Technologie . Erste Rechner mit dieser CPU , die sich dank 2,5V-Kern
und nur 3,5 Watt Stromverbrauch auch für mobile Systeme eignet , sind der Power
Mac 6500/300 und Motorolas StarMax 5000/300 . Während der 6500/300 in
Deutschland nur als 6000 DM teures Bundle mit einem üppigen Software-Paket und
einer Avid-Cinema-Karte zu haben ist ( vgl. auch Test in c't 6/97 ) , steht der
Mac-kompatible StarMax auch einzeln in den (US-)Regalen - mit 16fach-CD-Laufwerk
, ZIP-Drive , 5 PCI-Slots und 4,3-GByte-Harddisk für unter 2900 Dollar .
MacOS-API für Openstep Metrowerks wird auf Apples Entwicklerkonferenz in San
Jose die " Green Box " vorstellen , ein Programminterface , das die bisher
verwendeten MacOS-APIs auf die Openstep-Umgebung des kommenden Rhapsody-OS
portiert . Anwendungs-Entwickler sind nun in der Lage , ihre Software schnell
und reibungslos für Rhapsody beziehungsweise Apples " Yellow Box " umzuschreiben
( siehe auch c't 3/97 , S. 126 ) . Die " Green Box " geht auf eine Entwicklung
der Latitude Group , Inc. zurück , die sich Metrowerks kürzlich einverleibt hat
. Update : Grabenkrieg um MacOS-8-Lizenzen Während einer Auftaktveranstaltung
der amerikanischen MacWeek anläßlich der MacWorld Expo und selbst noch auf
Apples nachmittäglicher " Technology Keynote " wurde ungewohnt schnell und
scharf geschossen : Guerrino De Luca , Apples Marketing-Vize , und
Power-Computing-Chef Joel Kocher lieferten sich ein heftiges Wortgefecht - neuer
Höhepunkt der schon seit längerem ausgetragenen Debatte um die Vergabe von
MacOS-8-Rechten . Kocher brachte es auf den Punkt : " Ich habe kein MacOS 8 ,
kein CHRP-Programm und keine Arthur/G3-Zertifizierung " , meinte er , ein neues
Notebook hochhaltend . Er verlangte von Apple ein eindeutiges Statement für eine
offene Plattform - anderenfalls werde der Mac untergehen . Guerrino De Luca
entgegnete , Apple werde sich nicht durch eine zu großzügige Lizenzvergabe das
Wasser abgraben . Ohne Apple gebe es keinen Mac , und ohne Mac auch keine Clones
. Also sollte man sehr auf das Wohlergehen von Apple bedacht sein .
Apple-Finanzchef Fred Anderson stellte zukünftige MacOS-Lizenzen sogar ganz in
Frage - solange die Lizenznehmer nur Apples Feld beackern und sich nicht darauf
besinnen würden , mit der Macintosh-Plattform neue Marktsegmente zu besetzen .
Offenbar haben sich die Apple-Manager da etwas hinreißen lassen . Auf Anfrage
der c't-Redaktion gab Apple Deutschland bekannt , man werde " unter keinen
Umständen das Clone-Geschäft aufgeben " . Das habe auch Steve Jobs bestätigt (
anderslautende Gerüchte hatten dem Vorstandsmitglied unterstellt , er wolle das
Lizenzgeschäft ganz aufgeben , da es Apple mehr schade als nutze ) . Man müsse
lediglich die Bedingungen über die Lizenzierung von MacOS 8 neu aushandeln , was
derzeit geschehe . Die Diskussion um Lizenzen begann , als Apple das jüngste
Betriebssystem-Update nicht als System 7.7 , sondern als MacOS 8 bezeichnete .
Die Lizenzverträge mit den Clonern gelten derzeit aber lediglich für " System
7.x " . Die Cloner warten indes auf die neuen Bedingungen Apples .
Brancheninsider vermuten , daß die Lizenznehmer in Zukunft weit mehr als die
bislang üblichen 50 US-$ pro MacOS-Lizenz bezahlen müssen . Bereits vor einigen
Wochen hatte Motorola , ebenfalls Hersteller von Mac-Clones , einigen Unmut über
Apples Lizenz- und Zertifizierungspolitik (
http://www.heise.de/newsticker/data/cm-02.06.97-000/ ) sowie über die
Verzögerung bei der CHRP-Unterstützung geäußert . MacOS 8 ist das bislang
erfolgreichste Betriebssystem von Apple . Allein in den ersten zwei Wochen
wurden in den USA 1,2 Mio. Pakete verkauft . Die deutsche Version ist für Mitte
September angekündigt . Update für Apples HD-Treiber Apple empfiehlt allen
Nutzern eines Power Mac mit IDE/ATA-Laufwerk ( 4400/5400/5500/6400/6500 ) und
System 8 , den neuen Festplattentreiber " Drive Setup 1.3.1 " zu verwenden . Mit
älteren Treibern kann es zu Startproblemen oder in seltenen Fällen zu
Datenverlusten kommen . Der Treiber kann nachträglich auf eine bereits genutzte
Festplatte aufgespielt werden und unterstützt nebenbei auch
Ultra-Wide-SCSI-Platten . Wer einen Mac mit Original-Festplatte besitzt , sollte
auf jeden Fall den Apple-Treiber verwenden ; mit anderen Treibern gab es , so
unsere Erfahrung , vor allem bei IDE-Festplatten immer wieder Inkompatibilitäten
und Probleme mit zu geringen Durchsatzraten . Version 1.3.1 ist unter
ftp://ftp.info.apple.com/Apple.Support.Area/Apple.Software.Updates/US/Macintosh/Utilities/Drive_Setup_1.3.1.img.hqx
verfügbar . 1-Zoll-Festplatte von IBM Miniatur-Festplatten für den
PC-Card-Einsatz werden inzwischen nur noch von der schottischen Firma Calluna
Technology gefertigt , hier allerdings noch in 1,8 " Größe . Nach Be kommt A Den
überaus loyalen Rest der Amiga-Fangemeinde wird 's freuen : Hoffentlich weiß die
Zielgruppe diese Features zu schätzen . Etwas weniger abgehoben liest sich eine
Ankündigung für die nähere Zukunft : Die PowerPC-Upgrades von Phase 5 für
bestehende Amiga-Systeme sollen demnächst auch von wichtigen
Software-Entwicklern unterstützt werden . MacOS 8 ist " amtlich " Am 9. Juli
stellte Apple in München das MacOS 8 offiziell vor . Bereits fertiggestellt ist
die US-Version , sie erscheint am 22. Juli . Exakt zwei Monate später , am 22.
September , soll dann die deutsche Ausgabe von MacOS 8 verfügbar sein . Die
heißeste Neuerung ist ein komplett überarbeiteter Finder , der laut Apple
erstmals komplett im nativen PowerPC-Code geschrieben wurde . Der neue Finder
beherrscht jetzt ein eingeschränktes Multitasking , so daß beispielsweise beim
Kopieren von Dateien noch andere Verwaltungsaufgaben erledigt werden können . Zu
den weiteren Features des neuen MacOS zählen eine ins Betriebssystem integrierte
Virtual Machine für Java nach Suns Konzept " 100% Pure Java " , Quicktime 3.0
mit Sprites , Transparenzeffekten und Echtzeit-Animationen sowie die im
Lieferumfang enthaltenen Netscape Navigator 3.0 und Internet Explorer 3.0 .
Trotz einiger neuer Finder-Funktionen wie Popup-Fenster und kontextsensitiver
Menüs bleiben die Korrekturen an MacOS kosmetisch . Marketing Manager Stefan
Heimerl konnte auch nicht verhehlen : " MacOS 8 hat nicht die moderne Struktur ,
die wir uns wünschen würden - und mit Rhapsody auch bekommen werden ! " So
führte Apple das neue Zauber-Rhapsody als " Weg aus der Nische " in einer neuen
Beta vor , die schon mit MacOS-Oberfläche glänzte , aber in puncto
Datei-Handling das Next-Erbe deutlich durchscheinen ließ . Ein voll
funktionsfähiges Display-Postscript war jedoch schon implemetiert . Als Kern der
Rhapsody-Strategie stellt man jetzt die Yellow-Box heraus - wer für dieses API
entwickelt , erhält Software für MacOS , Windows 95 und Windows NT . Apple
möchte so mehr Entwickler für sich gewinnen und verstärkt als Systemhersteller
auftreten . Freilich soll davon vor allem der Absatz der PowerMacs profitieren ,
die Intel-Version von Rhapsody wird nur als " Option " betrachtet . Bis Rhapsody
zum Jahreswechsel als erste " Premier Release " erscheint , bleibt den
bisherigen Mac-Anwendern aber vorerst nur das Upgrade zu MacOS 8 . Wer seinen
Mac nach dem ersten Juli gekauft hat , bekommt das neue Betriebssystem kostenlos
. Unter 200 Mark soll ein Upgrade von MacOS 7.6 kosten , die Vollversion wird
etwas teurer . Ungewisse Zukunft des Audio-Experten Aureal Nach der
Veröffentlichung der Geschäftsdaten Ende März traten der gesamte Vorstand und
einige Führungskräfte geschlossen zurück . Der nunmehr ehemalige Aureal-CEO Kip
Kokinakis führt den hohen Verlust im Geschäftsjahr 1999 vor allem auf den
Rechtsstreit gegen Creative Labs zurück . CMOS-Bildsensoren : Durchbruch
geschafft ? Die kalifornische Firma Foveon will mit einem
16,8-Megapixel-Bildsensor in preisgünstiger CMOS-Technik den Kameramarkt
aufmischen . Bisher arbeiten neun von zehn Digitalkameras mit den aufwendig zu
produzierenden CCDs ( Charge Coupled Devices ) . Geht es nach Plänen von Foveon
, werden hochauflösende CMOS-Bildsensoren den CCDs bald den Rang ablaufen .
Technologie-Partner und Investor National Semiconductor steuert das
Chipfertigungs-Know-How bei . Die On-Chip-Programmierbarkeit erlaubt
verschiedene Seitenverhältnisse , auch ein Sub-Sampling für
Digital-Video-Anwendungen ( z. B. Full Frame auf VGA mit 30 Vollbildern pro
Sekunde ) ist möglich . Y-Media betont den sehr geringen Stromverbrauch des
Sensors , der nur ein Bruchteil von dem eines vergleichbaren CCDs betragen soll
. MP3 am Handgelenk Auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas stellte Casio
einen MP3-Spieler vor , der wie eine Armbanduhr getragen werden kann . Seine
Daten bezieht der Winzling über eine USB-Schnittstelle vom Rechner , als
Übertragungszeit für ein Vier-Minuten-Stück gibt Casio 70 Sekunden an . Ein
kleines Display erleichtert das Auffinden bestimmter Titel - und zeigt nebenbei
auch noch die Uhrzeit an . MP3-fähiger MiniDisc-Walkman mit ATRAC 3 320 Minuten
Hörgenuss auf einer MiniDisc verspricht Sonys ATRAC-3-Kodierung , die nun
erstmals beim MiniDisc-Recorder MZ-R700PC zum Einsatz kommt . Das bislang nur
bei Sonys Memory-Stick-Walkman und dem Music Clip verwendete ATRAC 3 erlaubt im
Unterschied zu dem auf rund ein Fünftel komprimierenden MiniDisc-ATRAC eine
weitaus effizientere Kodierung auf ein Zehntel bis ein Zwanzigstel der
ursprünglichen Datenmenge . ATRAC 3 ist deshalb keinesfalls zu verwechseln mit
dem bisherigen ATRAC , von dem es auch eine Version 3 gab ( aktuell 4.5 ) . Der
MD-Walkman MZ-R700PC ist also eigentlich gar kein MP3-Spieler , sondern ein
MD-Recorder mit angepasstem Encoder/Decoder und Rechnerschnittstelle ( USB ) .
Die Konvertierung von MP3 nach ATRAC 3 geschieht mit dem beigelegten
Musikverwaltungsprogramm für den Anwender transparent auf dem Host-Rechner ;
darüber hinaus kann das Gerät auch ohne PC-Hilfe Audio-Signale mit
ATRAC-3-Kompression aufzeichnen . Sony empfiehlt einen Verkaufspreis von 599
Mark . Auch diese drei Geräte verwenden die ATRAC-3-Kompression . Digitalkamera
speichert auf CD-RW Nachdem Sony im Herbst 2000 mit der MVC-CD1000 die erste
Kamera vorstellte , die auf CD-R-Medien aufzeichnet , vollzieht man nun
konsequent den nächsten Schritt : Die Modelle MVC-CD300 ( 3,3 Megapixel ) und
MVC-CD200 ( 2,1 Megapixel ) sind nicht nur um einiges kleiner , sondern können
auch auf wiederbeschreibbaren CD-RWs aufzeichnen . Dank UDF-Format und
Finalisierung nach ISO 9660 lassen sich die 156 MByte fassenden 8-cm-CDs in fast
jedem Mac und PC lesen . Der MVC-CD300 hat Sony sogar ein 3fach-Vario-Sonnar aus
dem Hause Zeiss gegönnt ( Kleinbild-äquivalente Brennweite rund 39 bis 117 mm )
. Beide Kameras verfügen über einen USB-Anschluss und InfoLithium-Akkus für
Betriebszeiten von bis zu 75 Minuten . Als Preise gibt Sony 2299 Mark für die
MVC-CD200 und 2899 Mark für die MVC-CD300 an . Bahn fahren mit dem Flugsimulator
Ein erstaunliches Add-on für den Microsoft-Flugsimulator stellt Burkhard Renk
auf seiner Website FSRail vor : FSRail nutzt die Landschafts-Engine des
Microsoft-Flugsimulators und erlaubt es mit etwas Einarbeitung , frei von allen
räumlichen Beschränkungen beliebige Streckenführungen und Kunstbauten ( Brücken
, Tunnels usw. ) zu realisieren . Geschwindigkeitsbedingte Einschränkungen im
Bahnbetrieb soll es lediglich in der Nähe belebter Flughäfen geben - da hat der
Flugsimulator vermeintlich Wichtigeres zu tun . Videorecorder-Programmierhilfe
aus dem Web Die Programmierung des Videorecorders stellt nach wie vor für viele
Anwender eine große Herausforderung dar . Besitzer eines iLink- beziehungsweise
FireWire-fähigen Rechners sollen mit VistaZap von der Firma ivistar bald Hilfe
aus dem Internet erhalten . Die Idee : Der Benutzer kann bequem über eine
Oberfläche im Web-Browser Format und ortsunabhängig unterschiedliche
Videorekordertypen programmieren . Zahlreiche Programmzeitschriften bieten ihre
Übersichten im World Wide Web an . VistaZap nutzt diese Daten , und der Benutzer
kann so über Menüs sein Wunschprogramm zusammenstellen . Das Programm imitiert
die Fernbedienung des Videorekorders am Rechner und übermittelt so die Daten .
Eine infrarotfähige " Black Box " zum Anschluß an Ethernet-Verkabelungen sei
gleichfalls in Vorbereitung , teilte ivistar mit , so dass sich später auch
Geräte ohne FireWire plattformunabhängig steuern lassen . Weltrekord : Die
kleinste 3,3-Megapixel-Kamera Eine Meisterleistung der Miniaturisierung stellt
das hochvergütete Objektiv mit einem Kleinbild-äquivalenten Brennweitenbereich
von 39-117 mm bei einer Lichtstärke von f/2,8 bis f/5,6 dar , das beim
Ausschalten völlig im Gehäuse verschwindet . Sucher , Blitz und
123.000-Pixel-LCD sind auch eingebaut . Im Preis von knapp 2000 Mark ist zwar
nur ein 8-MByte-Memory-Stick enthalten , dafür aber ein leistungsfähiger
Li-Ion-Akku und die Bildbearbeitungssoftware MGI:Photosuite+VideoWave . Im
Gegensatz zur P1 besitzt sie keine USB- oder sonstige Rechner-Schnittstelle ,
sie wird stattdessen mit einem CompactFlash-Lesegerät ausgeliefert . Der
Verkaufspreis wird bei 1500 DM liegen . 9600/410-Mac auf NAB-Show in Las Vegas
Die einen PCI-Slot blockierende CPU-Steckkarte ist mit 1 MByte L3-Cache bestückt
und läuft mit 82 MHz Bustakt . Dadurch wird die Performance des Prozessors
wesentlich besser genutzt als im bislang als Plattform verwendeten 9500 ( c't
berichtete ) . Exponential teilte derweil mit , daß die 533-MHz-Version des
Prozessors nun im August erscheinen soll . Streit um Exponential-Patente Nachdem
Exponential mit seinen Plänen für den bipolaren PowerPC-kompatiblen Prozessor
X704 gescheitert war , die erlangten Patente meistbietend an den Chip-Hersteller
S3 versteigert und Apple gar wegen entgangener Geschäfte verklagt hatte , holt
Apple nun zum Gegenschlag aus . Eine im Delaware Chancery Court vorgebrachte
Beschwerde richtet sich gegen fünf leitende Exponential-Angestellte wegen
Verletzung treuhänderischer Pflichten bezüglich der Patente und
Firmengeheimnisse . Jetzt doch : MacOS " Rhapsody " für Intel-Plattformen
Metrowerks verspricht jedoch die Unterstützung dieser Plattform durch passende
CodeWarrior-Compiler . Apple-Chef Amelio hatte sich bislang zwar nicht ablehnend
gegenüber einer PC-Version des MacOS gezeigt , ein so offenes Statement wie hier
stand aber noch aus . MacApp 13 : Totgesagte leben länger Seit gut zehn Jahren
ein treuer Begleiter für Mac-Programmierer ist MacApp , Apples
objektorientiertes Applikations-Framework . Nun stellt Apple die MacApp-Release
13 vor , die mit modernen C++-Features , Multithreading , OS-8-Appearance , mehr
Modularität und Netzwerk-unterstützenden Klassen glänzt . So sei laut Apple ein
rudimentärer Web-Server mit nur acht Zeilen Internet-spezifischen Codes
realisierbar . MacApp ist kostenlos unter
http://devtools.apple.com/macapp/index.html erhältlich . Fuji und Nokia setzen
auf " Bluetooth " Als Medium für die drahtlose Kommunikation zwischen
Digitalkamera und Handy favorisieren Fuji und Nokia in einer gemeinsamen
Erklärung den Bluetooth-Standard . Ziel der angekündigten Kooperation ist eine
Vereinfachung der Datenkommunikation zwischen Fotograf und Auftraggeber oder
Fotolabor . Über den zukünftigen Mobilfunkstandard , der mehr als die heute
möglichen 9600 Bit/s Datenrate zulässt und ohne den das Ganze relativ witzlos
ist ( die Übertragung eines 3-Megapixel-Bildes in hoher Qualität würde derzeit
eine Dreiviertelstunde dauern ) , konnten die beiden Firmen auf einer
Pressekonferenz am 14. Februar allerdings noch keine Angaben machen . Mit GPRS
ist zumindest für den Sommer ein Standard angekündigt , mit dem
Geschwindigkeiten von anfangs 57,6 kBit/s , später sogar 115 kBit/s möglich sein
sollen . Eine erste Demonstration von Bildübertragungen per Bluetooth soll bei
Nokia auf der CeBIT erfolgen . Exponential zeigt X704-Mac mit 450 MHz Nur
Auserkorene bekamen auf Apples CeBIT-Stand den PowerPC-kompatiblen
X704-Prozessor von Exponential Technology zu Gesicht . Die im Juli debütierende
533-MHz-CPU ( c't berichtete ) enthält im Gegensatz zur komplett in CMOS
gefertigten PowerPC-Reihe von IBM und Motorola einen in ECL-Bipolar-Technik
ausgeführten CPU-Kern , der von je 2 KByte großen Daten- und Befehlscaches (
0-Waitstates-"Blastcache" ) und einem 32 KByte großen L2-Cache ( 1 Waitstate )
unterstützt wird . Der Chip benötigt aufgrund seiner enormen Leistungsaufnahme
von 80W einen Kühlkanal mit großem Lüfter sowie einen separaten Spannungsregler
, der die -1,2V und +3,6V für die " Emitter Coupled Logic " bereitstellt . Der
gezeigte Prototyp auf Basis des 9500 mit einem ersten Muster des X704 arbeitete
" nur " mit 450 MHz Prozessor- und 50 MHz Bustakt . Apple enthüllt
Hardware-Pläne Etwas überraschend kündigte Apple an , reine CHRP-Hardware
lediglich zu zertifizieren , aber nicht selbst anzubieten . Deshalb läßt man
sich wohl - sehr zum Unmut der Mac-Cloner - mit dem ROM-losen CHRP-MacOS sehr
viel Zeit ; obwohl beispielsweise Motorola bereits einen CHRP-Rechner fertig hat
, könnte der vor 1998 nicht verkauft werden , will Motorola nicht doch auf ein
ROM-basiertes Konzept zurückgreifen . Aber auch die CHRP-MacOS-ROMs würden kaum
vor Oktober fertig , und für das lukrative Weihnachtsgeschäft wäre es dann schon
fast zu spät . Den Exponential-Chip X704 hat Apple fallengelassen wie eine heiße
Kartoffel ( im wahrsten Sinne des Wortes ) ; trotz seiner hohen Taktfrequenz von
derzeit 410 MHz bietet er laut Apple gegenüber einem 233-MHz-PPC604e keinerlei
Performance-Vorteile . Statt dessen wird das kommende "Kansas"-Design Motorolas
G3-Prozessor verwenden , der dank direkt angebundenem Cache nach
Pentium-Pro-Manier leistungsmäßig einem gleich schnell getakteten
Pentium-II-System um bis zu 70% überlegen sein soll . Maximal drei
Motherboard-Designs sollen nach einer Design-Entschlackung übrig bleiben , die
dann durch Steckkarten und Module " personalisiert " werden können . Microsoft
liefert Rückschlag-Joystick Ein Novum in der Firmengeschichte ist dem
Softwareriesen mit dem Joystick Sidewinder Force Feedback Pro gelungen : Massive
Nachfrage des Handels und schnell freigestellte Produktionskapazitäten hätten
laut Microsoft zur verfrühten Markteinführung beigetragen . Als einer der ersten
Force-Feedback-Joysticks schlägt der neue Sidewinder bei entsprechend angepaßten
Spielen zurück . So werden etwa beim Flight Simulator 98 die Ruderkräfte wie bei
einem echten Steuerknüppel spürbar . Bei Action-Titeln wie MDK entwickeln
abgefeuerte Waffen einen Rückschlag an der Hand des Spielers . Von der Leistung
der beiden 15 Watt starken Motoren konnte c't sich in einem ersten Test
überzeugen - der Stick steht stabil auf dem Tisch und entwickelt beachtliche
Kräfte . Als normaler Analogstick arbeitet der Force Feedback Pro nur unter
Windows 95 , wo er auch zwingend eine MIDI-Schnittstelle und nicht einen bloßen
Gameport benötigt . Das mit internem Netzteil und Lüfter ausgestattete
Schwergewicht soll um 350 Mark kosten . Telefonkarten weiterhin fälschbar Das
Fakt-Team spürte ungarische Hacker auf , die in Kleinserie Dauer-Telefonkarten
herstellen - realisiert mit " Hausmitteln " eines jeden fortgeschrittenen
Elektronikers ( PC mit PIC-Assembler , Universal-Programmer , Kartenleser ,
SMD-Lötstation ) - und in Deutschland feilbieten . Neuere Fälschungen denken
sich dagegen nach einigen Benutzungen eine neue " Identität " aus . Da nimmt die
Telekom offensichtlich lieber einen kalkulierten Verlust hin . NC-Design mit
PowerPC und OS-9 Microware setzt bei ihrem Network Computer auf den von Motorola
geschaffenen WebRef-Platform-Standard und das Echtzeit-Betriebssystem OS-9 . In
einer Portierung für den verwendeten MPC821 , einem Embedded Controller mit
PowerPC-Kern , benötigt das stabile OS-9 kaum 200 KByte ; durch den im MPC821
enthaltenen Kommunikations-Coprozessor erreichte man in ersten Tests eine
Java-Performance wie auf einem 120-MHz-Pentium . Das auf Motorolas CeBIT-Stand
in Halle 12 gezeigte Gerät soll unter 500 DM kosten und ist zum Anschluß an den
heimischen Fernseher gedacht . Statt Floppy- und Harddisk-Laufwerk ist ein
PC-Card-Schacht eingebaut . Mars-Mobil : Es muß nicht immer Pentium sein Auf
Suns Internet-Seite http://www.sun.com/mars/rover/faqs_sojourner.html
beantworten Ingenieure aus dem Sojourner-Team interessante Fragen rund um die
Mars-Mission ( siehe auch http://www.heise.de/newsticker/data/ae-07.07.97-000/ )
. Erstaunlich liest sich vor allem die steuerungstechnische Ausrüstung des Rover
: Der zwanzig Jahre alte Prozessor-Typ wird hier auf der Erde sonst nur noch in
Haustelefonanlagen und Waschmaschinen eingesetzt . RealPC-Emulator für Macintosh
Insignia Solutions hat mit der Auslieferung des PC-Emulators " RealPC " begonnen
, der auf dem Mac einen Pentium-MMX-Rechner mit MSDOS 6.22 nachbildet (
http://www.insignia.com/SoftWindows/Mac/Products/RealPC.html ) . RealPC ist
vornehmlich auf Spielernaturen als Zielgruppe ausgerichtet , was die Joystick-
und SoundBlaster-Unterstützung , aber auch die enthaltene DOS-Spiele-CD mit
Vollversionen von Dark Forces , Descent , Doom 1.666 , Alien Carnage und Rise of
the Triad belegt . Damit Mac-User sich mit der spartanischen DOS-Oberfläche
schneller zurechtfinden , starten DOS-Programme per " EasyLaunch " auf
Doppelklick . Insignia verlangt für das Programm in den USA 79$ , der hiesige
Kurs wird in Kürze bekanntgegeben . Exponential verklagt Apple Alsbald stellte
Exponential sämtliche Weiterentwicklungen ein und bot die rund 40 errungenen
Patente zum Verkauf an - die daraufhin buchstäblich weggingen wie warme Semmeln
. Pikanterweise gehörte Apple zu den Exponential-Finanziers , deren CEO Rick
Shriner wiederum früher Apples Team im PowerPC-Entwicklungszentrum in Austin
leitete . Apple benennt Jobs als vorläufigen CEO Apples neugebildeter Vorstand (
siehe http://www.heise.de/newsticker/data/em-06.08.97-001/ ) hat auf seiner
ersten regulären Sitzung Steve Jobs als Interims-CEO bestimmt . Jobs hatte bei
Apple bisher nur eine ( wenn auch weitreichende ) Beratertätigkeit inne und war
schließlich Anfang August in den Vorstand berufen worden .
Mikrosekunden-Digitalkamera für Extrem-Zeitlupen Materialprüfungen , Crashtests
und andere wissenschaftliche Aufgaben verlangen oft nach
Hochgeschwindigkeits-Kameras für Extrem-Zeitlupen , die deutlich mehr als die
üblichen 25 oder 30 Bilder pro Sekunde anfertigen . Normalerweise verwenden
solche Geräte " analoges " Filmmaterial oder quasi parallel arbeitende
Bildsensoren , da die in Digitalkameras verwendeten CCDs nicht schnell genug
ausgelesen werden können . Der neue SR-CMOS-Sensor im Kamerasystem Phantom V4
von Vision Research kann durch seine neuartige Struktur stufenlos einstellbar 30
bis 1000 Bilder pro Sekunde bei einer Auflösung von 512x512 Pixeln liefern ; bei
kleinerer Auflösung sind noch höhere Bildraten drin . Auch ohne den sonst
üblichen Kurzzeit-Stroboskop-Blitz garantiert die Verschlusszeit von minimal 10
Mikrosekunden Bilder ohne Bewegungsunschärfen . Der eingebaute
256-MByte-Speicher puffert rund 2000 Bilder ( zwei Sekunden bei
Höchstgeschwindigkeit ) . Die mit FireWire-Anschluß ausgerüstete Kamera ist in
Monochrom- und Farb-Ausführung mit C-Mount-Objektivanschluss lieferbar .
MacWorld : Beim nächsten Mal wird alles anders Der Veranstalter verspricht sich
von der dann als " digiMedia 99 " firmierenden Messe eine größere Akzeptanz und
ein breiteres Angebot für den Fachbesucher : Statt der " übersichtlichen " Halle
13 , die in diesem Jahr die MacWorld beherbergte , sollen nächstes Jahr die
Hallen 3 und 4 sowie das angrenzende Kongreßzentrum Süd belegt werden .
MacWorld-typische Veranstaltungen wie das Digital Theatre oder das Digital
Solutions Center bleiben bestehen . Zeitgleich soll die vierte MultiMediaMeile
mit Pavillons und Ständen in der Düsseldorfer Innenstadt als Begleitprogramm den
Endkunden anlocken . Eine Umfrage unter den Ausstellern zeigte keine einhellige
Begeisterung für das Vorhaben . Profi-orientierte Hersteller wie Hermstedt oder
Heidelberg freuen sich über mehr Fachpublikum , während sich der Spiele- ,
Zubehör- und Home-Office-Sektor von der medienlastigen Ausrichtung eher
benachteiligt fühlt . Selbst Apple Deutschland erwägt nach einer
fernschriftlichen Rüge von Steve Jobs , an der digiMedia nicht teilzunehmen -
womit die Messe Düsseldorf eine wahrlich fette Kröte schlucken müßte . Daß Apple
sich damit womöglich mehr schadet als nutzt , steht auf einem anderen Blatt .
Apple meidet gern Messen , die man nicht dominiert - gut zu beobachten an der
CeBIT Home , die ein ideales Podium für den kürzlich vorgestellten iMac gewesen
wäre . Unterdessen bekräftigte die Messeleitung ihr Vorhaben , da nach ihren
Aussagen die MacWorld Expo auf Dauer keine eigene Messe in Deutschland tragen
würde . Neuer Apple-Chef in Europa Apple hat den bisherigen Italien-Chef und
europäischen Vertriebsdirektor Diego Piacentini zum General Manager of Europe ,
Middle East and Africa ( EMEA ) ernannt . Er übernimmt das Amt von Jan-Gesmar
Larsen , der das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlassen hat . Zeitgleich
wurden zwei weitere Manager auf Europaebene bestellt : Nigel Turner , bisher
Direktor fuer Bildverarbeitungsprodukte und den europäischen Markt für Erziehung
und Bildung wurde zum neuen Vice President Marketing , und Georges Guyon de
Chemilly erhielt die Position des Vice President , Finance . BeOS Preview
Release fertig Das mit reichlich Vorschußlorbeer bedachte , dann aber doch arg
verspätete Be Operating System für Power Macintosh und Mac-Kompatible ist nun in
einer sogenannten Preview Release " publikumsreif " und kann bei Be online
bestellt werden ( http://www.be.com ) . Das " Trial Pack " kostet 10 US-$ , ein
" Full Pack " mit zwei Updates und gedruckter Dokumentation 49 US-$ . Wer
aufpaßt , kann das Trial Pack demnächst auch als CD-Beilage in diversen
Mac-Zeitschriften entdecken . Die Preview Release kommt im Gegensatz zu den
bislang kursierenden Developer Releases mit AppleTalk- und
PostScript-Drucker-Unterstützung , Font-Antialiasing ,
OpenGL-3D-Grafikbibliotheken , Unicode- und HFS-Disketten-Support . Sie
unterstützt zudem voll symmetrisches Multiprocessing auf Daystar- , UMAX- und
Apple-Rechnern . Das BeOS kann alternativ oder parallel zum MacOS auf dem
Rechner installiert werden . CD-Portable spielt MP3 Die junge kalifornische
Firma Vertical Horizon hat sich einen Chip patentieren lassen , der als
kombinierter D/A-Wandler und MP3-Decoder fungiert . In herkömmliche
Audio-CD-Laufwerke eingebaut , kann er normale CDs ebenso wiedergeben wie
MP3-Dateien von CD-ROM . Wenn die Verhandlungen mit einer taiwanischen
Fertigungsstätte Erfolg haben , werden bald zwei preiswerte Geräte auf den Markt
kommen : Ein Gerät für den HiFi-Turm mit der Bezeichnung CH-100 ( rechts im Bild
) und der portable Player CP-200 ( links ) . Vertical Horizon meint , für beide
Geräte einen Verkaufspreis von 110 US-$ realisieren zu können .
Avantgardistischer Jubiläums-Mac So daneben lagen die Gerüchte um einen
Designer-Mac nicht , die sich bereits auf Apples Entwicklerforum in London
verdichtet hatten . Der Preis für das Sammlerstück steht noch nicht fest , man
erwartet jedoch mindestens 8000 US-Dollar . DaimlerChrysler eröffnet
Virtual-Reality-Center Der Hochleistungs-Cluster im neueröffneten Virtual
Reality Center der DaimlerChrysler-Entwicklungsabteilung in Sindelfingen soll
den Ingenieuren , Designern , Konstrukteuren und Zulieferern als gemeinsame
Arbeitsplattform dienen . Den Entwicklern stehen dabei drei interaktive
Visualisierungssysteme zur Verfügung : Eine 200-Grad-Rundumprojektion für
2D-Darstellungen dient vor allem für Ergonomieuntersuchungen an der ( realen )
Fahrgastzelle und für Fahrsimulationen . Die " Cave " , ein fünfseitig
rückprojizierter Würfel von 2,5 m Kantenlänge , ermöglicht dagegen die
dreidimensionale Beurteilung des Fahrzeug-Innendesigns in einem sehr frühen
Entwicklungsstadium . Der Rechner ermittelt die Kopfposition des " Fahrers "
dabei über eine Tracking-Shutterbrille , die auch gleichzeitig für einen
überzeugenden 3D-Effekt sorgt . Leerlauf kennt der Höchstleistungrechner ( 15
GByte RAM , 14 Grafik-Pipes , Speicherbandbreite 22,4 GByte/s ) übrigens nicht :
Nachts berechnet er numerische Simulationen wie die Strömungsverhältnisse in
einem Cabrio oder das Crash-Verhalten eines zukünftigen Automodells . Er kann
dabei direkt auf die CATIA-Daten der firmeneigenen Konstruktionsdatenbank
zugreifen . DaimlerChrysler verspricht sich vom Virtual-Reality-Center eine
Verkürzung des Entwicklungsprozesses von neuen Automobilen von derzeit 60 auf 40
Monate bei gleichzeitiger Kostenersparnis von 10 bis 20 Prozent . Erster
Handheld mit Crusoe-Prozessor Auf der europäischen Technologie-Konferenz in
Venedig präsentierte Sony das erste Sub-Notebook mit einem energiesparenden
Transmeta Crusoe-Prozessor , über das c't im Vorfeld schon berichtete . Das Vaio
PCG-C1VE ist mit einem 600 MHz schnellen TM5600-Prozessor ausgestattet , dem 128
MByte SDRAM und eine 12-GByte-Festplatte zur Seite stehen . Ein PC-Card-Modem ,
Memory-Stick-Slot , i.Link/fireWire- und USB-Anschluß sowie ein
Sony-Softwarepaket auf Windows ME gehören ebenso zur Ausstattung des inklusive
Standard-Akku ( 2,5 h Betriebszeit ) nur 1 kg schweren Geräts . Das Gerät soll
noch im Herbst auf den Markt kommen , einen Verkaufspreis nannte Sony noch nicht
. Digitale Filmpatrone : Deal mit Ringfoto Kommt die digitale Filmpatrone für
Kleinbildkameras , auf die die Fachwelt nun schon drei Jahre lang vertröstet
wird , nun doch ? Ringfoto , eine von Europas größten Fotohandelsketten ,
präsentierte am 15. März überraschend einen Deal mit Silicon Film ( ehemals "
Imagek " ) , dem Hersteller der an sich genialen Erfindung . Sie soll aus fast
jeder Kleinbild-Spiegelreflex eine Digitalkamera machen - allerdings mit
inzwischen kaum mehr zeitgemäßer Auflösung und einer im Vergleich zum
Kleinbildfilm winzigen Chipfläche . Nach dem Abkommen wird Ringfoto in Fürth die
Exklusiv-Distrubution des " EFS-1 Electronic Film System " in Europa übernehmen
. Silicon Film will die mit einem CMOS-Sensor ausgestattete Filmpatrone auf der
CeBIT beim fotoMagazin in Halle 9 , Stand B01 demonstrieren . Mac-Clones von
Everex Die von der Everex-Tochter PowerEx ( http://www.powerex.com )
vertriebenen Geräte sind mit 200 , 225 oder 233 MHz schnellen 604e-Prozessoren ,
16 MByte Interleaved RAM on Board , acht zusätzlichen DIMM-Slots und 512 KByte
L2-Cache ausgestattet . Megapixel-Kameras : Gimmicks satt Fujis MX-700 für
voraussichtlich 1798 DM bietet eine Auflösung von 1280x1024 Pixeln , ein
35-mm-Objektiv ( KB-äquivalent ) und speichert die aufgenommenen Bilder auf den
briefmarkengroßen SmartMedia-Karten - wie auch der DS-7-Nachfolger DX-7 in der
XVGA-Klasse . Deutlich mehr Spielereien erhält man mit der Olympus Camedia
C-840L , die erstaunliche zwei Bilder pro Sekunde in höchster Auflösung
verarbeitet , wie die QV-5000 von Casio mit einer Panorama-Hilfe aufwartet und
ihre Bilder über einen kleinen Adapter direkt auf einem Olympus-MO-Laufwerk
abspeichern kann . Einen echten Zoom gibt es auch hier noch nicht , lediglich im
VGA-Modus läßt sich ein Zweifach-Digitalzoom einschalten . Mit
4-MByte-SmartMedia soll sie 1498 DM kosten . Einen optischen Dreifach-Zoom
erhält man bei Ricohs RDC-4300 schon für 1698 DM bei nur geringfügig niedrigerer
Auflösung ( 1280x980 Pixel ) . Mit dem schwenkbaren Objektiv lassen sich auch
Makro-Aufnahmen auf SmartMedia-Karten bannen . Als weitere Messeneuheit
präsentierte man die Zoom-Ausführung der RDC-300 in der VGA-Klasse . Deutlich
professioneller gibt sich die PowerShot Pro 70 mit halbzölligem 1536x1024-Sensor
, Dreifach-Zoom , Blitzgeräte-Anschluß und verschiedenen Automatiken - doch
dafür sind rund 3000 DM fällig . Nikon verwendet ebenfalls
CompactFlash-Speicherkarten , die hohe Kapazitäten bieten ( bis 22 MByte ) .
Angesichts der hohen Preise bemängeln selbst weniger anspruchsvolle Amateure und
Semiprofis an digitalen Kameras die im Vergleich zum KB-Film geringe Auflösung ,
die zum Teil unpraktische Handhabung , den hohen Batterieverbrauch und die
bescheidenen kreativen Eingriffsmöglichkeiten . Der meist fehlende Blitzanschluß
und ein wenig werterhaltendes Plastik-Design werden ebenso kritisiert .
Internet-Fotolabor von Kodak Kodaks PhotoNet , ein digitales Fotolabor im
Internet , startet zwar offiziell erst im Mai , kann aber bereits im Internet
besucht werden . PhotoNet ermöglicht dem Digitalfotografen , von Bilddaten
vergleichsweise günstige Papierabzüge zu erhalten , aber ebenfalls den
umgekehrten Weg : Ein im Fotogeschäft abgegebener Film wird auf Wunsch nicht nur
entwickelt , sondern dem Kunden auch im Internet verfügbar gemacht . Eine
Transaktionsnummer verhindert , daß Unbefugte an die Bilddaten gelangen . Die
Auflösung der mit einem professionellen Scanner digitalisierten Bilder beträgt
rund 1500x1000 Punkte . Ebenso kann man vom Kleinbild- oder APS-Film eine
sogenannte PictureCD anfertigen lassen , die neben den gescannten Bildern auch
einige Software-Beigaben wie ein elektronisches Fotoalbum und einfache
Retusche-Werkzeuge enthält . Mit unter 20 DM ist die PictureCD deutlich
günstiger als die eher im Profi-Bereich verbreitete PhotoCD , dafür ist die
maximale Auflösung auch nicht größer als im PhotoNet . Wer über keinen
Internet-Anschluß verfügt , kann seine Datenträger auch gleich im Fotoladen per
PhotoNet-Order-Station ( Bild ) auslesen lassen . Exponential gibt auf Bereits
mehrfach mußte das Erscheinungsdatum des X704 verschoben werden ; zuletzt war
die 410-MHz-Version für den Herbst angekündigt worden , während man sich mit dem
anfangs versprochenen 533-MHz-Chip anscheinend völlig verhoben hatte . Erste
Tests zeigten , daß der Exponential-Prototyp mit 410 MHz nicht mehr leistete als
der bereits lieferbare PowerPC 604e mit 233 MHz . Die rund 30 verbleibenden
Mitarbeiter bei Exponential werden sich in Austin/Texas auf die Entwicklung
eines High-Performance-Prozessors mit x86-Architektur konzentrieren , so ein
Firmensprecher . IBM plant Java-Chip Ein auf der VLIW-Architektur ( Very Long
Instruction Word ) basierender Java-Prozessor ensteht in IBMs T.J. Watson
Research Center . Das geht nicht ganz ohne Software-Unterstützung , hat aber den
Vorteil , daß sich beispielsweise auch PowerPC-Code einbinden läßt , den die
VLIW-Maschine interpretiert . Dank des PowerPC-kompatiblen Busses soll sich der
Prozessor einfach mit vorhandener Peripherie kombinieren lassen , etwa für einen
Einplatinen-Netzwerk-Computer . VLIW-Prozessoren erhalten ihre parallel
abzuarbeitenden Befehle bereits im überlangen Instruktionswort und müssen diese
zur Beschäftigung ihrer vielen Rechenwerke nicht in Reorder-Buffern umsortieren
, wie es bei CISC- und zum Teil auch bei RISC-Architekturen nötig ist . Der
Aufbau einer VLIW-CPU ist daher wesentlich einfacher - oder anders herum : Die
Leistungs ist bei gleicher Komplexität wesentlich größer als bei herkömmlichen
CPUs . Dafür hat der Compiler nun mehr zu tun , aber das eben nur einmal . Neues
SmartCard-Konzept Wenn es nach dem internationalen MAOSCO-Konsortium geht , sind
die Tage der dicken Brieftasche gezählt : Unter der Federführung von Mondex (
ein Zusammenschluß von 19 Großbanken und -unternehmen mit Sitz in London ) will
das achtköpfige Konsortium ( neben Mondex noch Siemens , Gemplus , Hitachi ,
KeyCorp , MasterCard , Motorola und Dai Nippon Printing ) MULTOS als weltweiten
Technologiestandard für Smartcards einführen . Trotz Kompatibilität mit
bestehenden Standards können auf einer Karte Applikationen aus den
verschiedensten Bereichen ( Finanzdienstleistung , Kommunikation , Einzelhandel
, Medien usw. ) untergebracht werden ; zusätzliche Anwendungen lassen sich
beispielsweise per Internet oder am Geldautomaten " aufspielen " . MULTOS nutzt
die Sicherheitstechnologie von Mondex , was beispielsweise einen direkten
Geldtransfer von Karte zu Karte ermöglicht . Siemens wird entsprechende Chips
beisteuern , auch eine Smartcard mit Display und Eingabemöglichkeit ist in
Planung . MULTOS-Lizenzen sollen noch bis Ende Juni vergeben werden ; erste
Tools sowie das MEL-API ( MULTOS Executable Language ) sind bereits verfügbar .
6,6-Megapixel-Sensor für Kleinbild-Kameras Der Leaf C-MOST 6.6 Mega Pixel Sensor
soll mit seinen aktiven Sensorzellen die Nachteile bisheriger CMOS-Sensoren
vermeiden ; Empfindlichkeit und Rauschen sollen mit den auf Grund ihres
Herstellungsprozesses wesentlich teureren CCD-Sensoren vergleichbar sein . Der
große Bildaufnahmebereich erfordert keine speziellen Optiken und keine
Brennweiten-Umrechnung , während die extrem flache Bauweise den Einsatz in
herkömmlichen Spiegelreflex-Gehäusen ermöglicht . Dagegen hat die Konkurrenz
wieder zurückstecken müssen : MacOS 8 pünktlich auf dem Markt Die Schnelligkeit
, die Fähigkeit des Finders , mehrere Kopier- und Suchvorgänge gleichzeitig zu
erledigen , die gute Internet-Integration , die Setup-Assistenten und natürlich
die verringerte Neigung zum Abstürzen fanden ebenso kräftigen Beifall . System 8
hat vor allem an der Oberfläche mehr zu bieten als seine Vorgänger , wenngleich
es weiterhin auf die antiquierte Architektur von MacOS aufsetzt . Volles
preemptives Multitasking , Speicherschutz und integrierte
Multiprozessor-Unterstützung wird erst " Rhapsody " bringen , dessen " Premier
Release " Anfang Januar 1998 herauskommen soll . Wir bemerkten zumindest
subjektive Geschwindigkeitsvorteile gegenüber System 7 - alles " fühlt " sich
merklich flotter an , sieht besser aus , ist sinnvoller sortiert und angebracht
. Einen ausführlichen Test von System 8 haben wir für c't 9/97 geplant . Als
offizieller Verkaufsbeginn für die deutsche Version ist zwar der 22. September
genannt worden , Kenner erwarten aber aufgrund der entspannten Terminlage einen
vorgezogenen Start . In den USA steht derweil schon Version 8.1 in den
Startlöchern : Es kommt auf CHRP-Rechnern ohne ROM aus , enthält QickDraw 3D 1.6
, QuickTime 3.0 und bereits das ( für Rhapsody angekündigte ) HFS Plus , das
schnelle 64-Bit-Filesystem . Außerdem sollen die kontextabhängigen Menüs breiter
Verwendung finden . Einen Bugfix enthält es dagegen nicht - weil angeblich
unnötig . Mac-Updates von Microsoft im Herbst Für iMac und iBook , das soeben
vorgestellte Volks-Notebook von Apple , soll es schon im nächsten Monat
zumindest in den USA ein spezielles Bundle-Angebot der Textverarbeitung Word 98
geben - statt regulär 349 US-$ für nur 99 US-$ . Auf Sendung mit QuickTime TV
QuickTime TV oder kurz QTV basiert auf dem RTSP ( Real Time Streaming Protocol )
von QuickTime 4 . Die " Progamme " steuern größtenteils kommerzielle Radio- und
TV-Anbieter bei , und als " Relay-Stationen " bei Langstreckenverbindungen
sollen lokale Streaming-Proxies von Apple-Partner Akamai den
unterbrechungsfreien Datenstrom sicherstellen - unabhängig von Internet-Staus .
Steve Jobs zeigte anläßlich der MacWorld-Eröffnung Sendungen von ABC News , ESPN
, Rolling Stone , VH1 und Disney ; auch Warner will nach Informationen der
amerikanischen MacWeek der QTV-Allianz in Kürze beitreten . Apples
Marketing-Vize Phil Schiller vergaß nicht , das kommerzielle Potential von QTV
zu loben : Ein Klick im Player genügt , und schon kann man das gerade
probegehörte Musikstück im WWW-Browser als CD-Album bestellen . Photokina '98 :
Preiswertes Megapixel-Modell von Fuji Als preiswerte Ergänzung zur edlen
Megapixel-Kamera MX-700 hat Fuji die etwa 400 DM billigere MX-500 vorgestellt .
Das Sparmodell teilt sich mit ihrer vornehmen Schwester Objektiv , Elektronik
und die Bedienungsphilosophie , ist aber mit Plastik- statt Alu-Gehäuse und
Batterien statt LiIon-Akku etwas fülliger . Die bekannte MX-700 gibt es übrigens
als fast exakten Nachbau nun auch von Leica . Mit belederter Griffmulde und dem
ohnehin wertigen Äußeren fügt sich die " Digilux " optisch gut in das exklusive
Sortiment des renommierten Herstellers ein . Fujis Semiprofi-Modell DS-300 wurde
geringfügig überarbeitet und firmiert nun als DS-330 . Wichtigste Neuerung : der
Videoausgang ist nun immer aktiv , und eine Serienbildschaltung gestattet 12
fortlaufende Aufnahmen mit 4,5 Bildern pro Sekunde . Photokina '98 : Ärger um
Speicherkarten Offensichtlich bereitet die Verwendung von zwei 8-MByte-Chips
statt eines mit 16 MByte Probleme - letzteren kann Halbleiter-Hersteller Toshiba
aber noch nicht liefern . CompactFlash-Verfechter SanDisk freut sich derweil ,
daß Minolta nun auf die ATA-kompatiblen CF-Medien umgeschwenkt ist . Die soll es
bis Jahresende in 96-MByte-Gebinden geben . Sonys Memory Stick wußte noch nicht
so recht zu begeistern - gegenüber neuen Speichermedien gibt sich das Publikum
eher zugeknöpft . In Sonys neue Spiegelreflex-Digitalkamera DKC-700 paßt er nur
über einen PC-Card-Adapter . Sony plant die breite Einführung des Mediums in
allen möglichen Audio-/Video-Consumer-Geräten , selbst als MiniDisk-Ersatz wäre
er auf lange Sicht geeignet - eine 128-MByte-Version ist bereits spezifiziert .
Photokina '98 : Digitalkameras aus Deutschland Während der Jenaer Hersteller auf
OEM-Baugruppen zurückgreift , ist Rolleis d-Serie komplett im Braunschweiger
Werk entwickelt worden . Jenoptics VGA-Einsteiger-Modell JD 11 wiegt ohne
Batterien ganze 80 g , weist aber kein Display auf . Dafür soll der Preis bei
unter 300 DM liegen , inklusive 2-MByte-Smartmedia . Die entfernt an Canons
PowerShot 350 erinnernde JD 850 liegt mit 850000 Pixeln schon in der guten
Mittelklasse . Ihr Festbrennweiten-Objektiv erlaubt Makroaufnahmen ab 10cm
Abstand . Der im Preis von rund 1000 DM enthaltene LiIon-Akku soll bei sparsamen
Einsatz des Displays mehrere hundert Bilder ermöglichen . Noch nicht gezeigt
wurde das bereits projektierte Megapixel-Modell JD 1450 . Die Bilddaten des
2/3-ZOLL-Sensors ( rund 1,8 MByte ) werden übrigens immer unkomprimiert
abgespeichert , was die Kameras auch für Meßaufgaben interessant macht . Der
eingebaute Blitz mit Leitzahl 16 wird durch einen Standard-Blitzschuh ergänzt .
Als Speichermedium dienen PC-Cards bis Typ III , als Rechner-Schnittstelle ein
SCSI-Anschluß . Die Preise beginnen bei rund 3500 DM . Photokina '98 :
Zweiwege-Drucker von Sony A3-Übergrößen-Drucker mit zwei verschiedenen
Druckwerken sind Sonys UP-D9500 und YP-D9000 . Die "Spectraproof"-Drucker
vereinen Thermosublimations- und Variable-Dot-Verfahren , um neben
fotorealistischen Halbton-Drucken auch preisgünstig Proofs herstellen zu können
, die dem Offsetdruck nahekommen - mit 300x600 dpi auf einer Druckfläche von
458x323 mm in weniger als vier Minuten . Ein werksprogrammierter Chip mit
Angaben über die Farbkalibrierung in jeder Farbbandkassette soll auch nach
Jahren und bei geänderten Farbbändern die Farbreinheit sichern . Der
PostScript-fähige UP-D9500 ist für den Einsatz im Netzwerk gedacht , während der
YP-D9000 an Scriptworks-RIPs angeschlossen wird . Billig sind die Profis
allerdings nicht : rund 40000 DM müssen dafür abgeschrieben werden . Erste
Digitalkamera mit Clik!-Disk Agfas ePhoto CL30 Clik! , eine Weiterentwicklung
der ansonsten mit SmartMedia-Slot ausgerüsteten CL30 , wird als erste
Digitalkamera mit einem von Iomega lizenzierten Clik!-Disk-Laufwerk als
Massenspeicher auf den Markt kommen - voraussichtlich schon zur CeBIT 2000 . Im
Vergleich zu CompactFlash- oder SmartMedia-Karten auf Halbleiterbasis sind
Clik!-Disks deutlich billiger ( rund 25 Mark für ein 40-MByte-Medium ) .
Digital-8-Camcorder kommen Zusätzlich bieten die Geräte die Möglichkeit ,
vorhandene analoge Hi8- oder Video-8-Cassetten abzuspielen . Damit will Sony
offenbar Hi8-Anwendern den Umstieg auf Digital-Video schmackhaft machen . Das
2700 DM teure Spitzenmodell DCR-TRV510 kommt zusätzlich mit einem 4 Zoll großen
LC-Display und einer PC-Schnittstelle , die es erlaubt , digitale Fotos aus
einem internen Flash-Speicher direkt auf einen PC zu überspielen . Digital 8
löst wie das 1995 eingeführte DV horizontal 500 Linien auf und beherrscht die
Bildformate 4:3 und 16:9 . Digitalkamera mit Wetterschutz Mit der DC5000 stellt
Kodak eine sehr robuste , staub- und spritzwasserfeste
Zwei-Megapixel-Digitalkamera mit zweifach-Weitwinkel-Zoom vor , die auch den
Einsatz auf der Baustelle , im Schnee , am Strand oder im
Outdoor-Abenteuerurlaub nicht scheut . Große Tasten und Knöpfe ermöglichen sogar
die Bedienung mit Handschuhen . Die Bildübertragung zum PC kann seriell oder per
USB erfolgen . Die ab Juli erhältliche Kamera soll unter 1600 Mark kosten . Dell
und Rio Audio zeigen MP3-"Rundfunk" Ein PC mit der bekannten MusicMatch Jukebox
Version 5.1 liefert als Server MP3-Daten an ein sogenanntes HPNA-Modem ( Home
Phoneline Networking Alliance , in USA verbreiteter Standard zur
In-House-Kommunikation und zur Heim-Automatisierung ) , das wiederum über
vorhandene Kupferkabel ( z. B. Telefon- oder Lautsprecherleitung ) einen oder
mehrere angeschlossene Receiver speist ; ebenso ist eine Ethernet-Verkabelung
nutzbar . Die Receiver sind mit einem LC-Display für Titel- und Statusanzeige
sowie mit einem eigenen Verstärker ausgerüstet , der den direkten Anschluß von
Lautsprecherboxen gestattet . Per Fernbedienung kann man die Jukebox-Software
auf dem PC steuern , und das von jedem Zimmer aus , in dem ein solcher Receiver
steht . Ein einzelner Empfänger soll ohne HPNA-Modem-Karte 249 US-$ kosten .
Premiere-Schlüssel nicht geknackt Entgegen anderslautenden Pressemeldungen ist
die Verschlüsselung des Pay-TV-Senders Premiere nicht geknackt . Der
medienbeflissene und in diesem Zusammenhang oft genannte Chaos Computer Club
weist darauf hin , daß lediglich eine Programmimplementierung existiert , die
nach statistischen Verfahren arbeitet und eine Betrachtung des Fernsehbildes auf
dem Computermonitor ermöglicht . Voraussetzung sei ein Pentium-133-PC mit
Frame-Grabber- bzw. Tunerkarte und Linux- oder DOS-Betriebssystem . In
Schwarzweiß ist bereits damit eine ruckelfreie Darstellung möglich , eine "
flüssige " Farbdekodierung benötigt einen deutlich schnelleren Rechner . Das
bereits vor einigen Monaten im Internet veröffentlichte Verfahren basiert auf
der Annahme , daß sich aufeinanderfolgende Zeilen eines Fernsehbildes ähneln .
Die algorithmisch untereinander vertauschten FBAS-Zeilen von kodierten
Premiere-Sendungen werden zunächst nach Ähnlichkeit sortiert . Wurden einige
zueinander passende Zeilen gefunden , sucht das Programm in einer
Permutationtabelle ( Tabelle mit 32768 möglichen Zeilen-Vertauschungs-Paaren
einzelner Halbbilder ) , die der Programmautor offenbar aus dem Dekoder
übernommen hat , diese Zeilennummern-Sequenz und erhält in der näheren Umgebung
der Fundstelle auch gleich die Permutationen für das gesamte Halbbild . Damit
ist das Prinzip nicht auf die Syster/Nagravision-Kodierung von Premiere
beschränkt , es könnte auch bei Videocrypt und ähnlichen Verfahren funktionieren
. Das Programm kommt ohne den ( bislang nicht bekannten ) Schlüssel des
Verwürfelungs-Algorithmus' aus , weil es die Stellung des im Dekoder enthaltenen
Pseudo-Zufallsgenerators anhand der gefundenen Plaintext/Schlüsseltext-Paare
rekonstruiert . iMac-Plagiateure lassen nicht locker Obwohl Apple mittlerweile
gerichtlich gegen iMac-Clones vorgeht , lassen sich die Nachahmer nicht
abschrecken . Die japanische Vertriebsfirma Sotec wirbt jetzt für einen weiteren
iMac-Lookalike mit Intel-Innenleben und Windows-Betriebssystem . Der e-one
genannte Kompaktrechner mit 433-MHz-Celeron und 64 MByte RAM soll 128.000 Yen
kosten und kann online bestellt werden - wenn man des Japanischen mächtig ist .
Apple hatte erst im Juni gegen Future Power und die südkoreanische Daewoo-Gruppe
geklagt , deren " e-Power " genannten Windows-Rechner allzu große Ähnlichkeit
mit dem geschützten iMac-Design aufwiesen . TriMedia-Support von Metrowerks
Metrowerks , Hersteller der beliebtesten Mac-Entwicklungsumgebung , und die
kalifornische Philips Semiconductors vereinbarten Anfang Januar ,
Entwicklungstools für den TriMedia-Prozessor zu erstellen und als " CodeWarrior
for TriMedia " anzubieten . Der Compiler , der für Mac- und Windows-Plattformen
erhältlich sein wird , soll im Sommer auf den Markt kommen und rund 700 Dollar
kosten . Im Gegensatz zu Intels MMX-Erweiterung ist der Philips-TriMedia-Chip
nicht CPU-gebunden und läßt sich hochsprachenähnlich programmieren . Mehrere
integrierte DMA-Einheiten sowie " glueless " Sync-DRAM- und PCI-Interfaces
kommunizieren ohne zusätzliche Bauteile mit Grafikspeicher , Peripherie und CPU
. Neue Digitalkameras : Dem Kleinbild auf den Fersen Fuji , Nikon , Olympus und
Toshiba wollen auf der CeBIT digitale Consumer-Kameras mit einer Auflösung
präsentieren , die nicht mehr weit von der Qualität einer
Kleinbild-Amateurkamera entfernt ist . Die Bilder von Zwei-Megapixel-Kameras
erreichen mit einer Auflösung von 1800x1200 Pixeln rechnerisch die Qualität
eines herkömmlichen 10x15-Fotos , das über ein digitales Minilab geprintet wurde
. Die in Rohform rund 6 MByte großen Bilddateien reichen ferner aus , um einen
fotorealistischen Ausdruck in DIN A4 zu erstellen . Mit der neuen MX-2700 bringt
Fujifilm als einer der ersten Hersteller eine Consumer-Digitalkamera mit einem
2,3-Megapixel-CCD auf den Markt . Äußeres und Bedienung sind der 1998
eingeführten MX-700 sehr ähnlich ; das edle Aluminiumgehäuse konnte sogar noch
ein wenig kleiner gestaltet werden , auch das Gewicht reduzierte sich auf 240 g
. Die feste Brennweite des Fujinon-Objektivs entspricht 35 mm beim
Kleinbildformat . Der Lithium-Ionen-Akku sorgt für bis zu 250 Aufnahmen , die im
JPEG-Format auf SmartMedia-Karten ( nun bis 32 MByte lieferbar ) gespeichert
werden . Ein Preis steht noch nicht fest , erwartet werden aber rund 1700 DM .
Nikons Coolpix 950 für knapp 2000 Mark kommt profigerecht im robusten
Magnesium-Gehäuse und einem lichtstarken 3-fach-Zoom ( 35-105 mm ) . Bedienung
und Gehäusekonzept der 900er wurden beibehalten , ebenso deren geringer
Batterieverbrauch und ein externer Blitzanschluß . Die billigere Collpix 700
besitzt den gleichen Bildwandler wie die 950 , muß aber als
Consumer-Kompaktkamera ohne Zoom und ohne weitreichende manuelle
Einstellmöglichkeiten auskommen . Olympus zieht mit der Kompaktkamera C-2000
Zoom ebenfalls in die Zwei-Megapixel-Riege ein . Deren 2,1-Megapixel-CCD wird
von einem lichtstarken ( f/2 ) Dreifach-Zoom unterstützt . Neu ist auch die
Infrarot-Fernbedienung und die Antipp-Menüs des LCDs . Über Toshibas neues
Spitzenmodell PDR-M4 gibt es vorerst nur zu berichten , daß es mit USB-Anschluß
und 16 MByte internem Speicher ausgerüstet ist . Ebenfalls mit USB ist Ricohs
RDC-5000 ausgestattet , die kürzlich in Tokyo präsentiert wurde . Sie bietet
eine Auflösung von 1792x1200 Pixeln , ein Zoom mit 35-86mm ( entsp. KB ) und
eine 32-MByte-SmartMedia-Karte zur Datenaufzeichnung . Als Auslieferungstermin
wurde Ende April genannt , bei einem Preis von unter 900 US-$ . Nach ersten
Informationen soll die DSC-F55K mit einer Auflösung von 1600x1200 und einem
Video-Modus im MPEG1-Format aufwarten . Als Speichermedium verwendet sie Sonys
proprietäre " Memory-Sticks " . PGP-Key für Bundesgeschäftsführer Pretty Good
Privacy ( PGP ) ist der De-facto-Standard für sichere Kommunikation im Internet
. Um ihn zu nutzen , benötigt man einen persönlichen Schlüssel , den
Interessierte gegen Vorlage des Personalausweises direkt am Heise-Stand auf der
CeBIT erhalten können . Apple verliert R&D-Chef David Nagel , dereinst Chef von
Apples Research&Development-Abteilung und unter anderem für das neue
Betriebssystem Copland zuständig , hat Apple Mitte April verlassen und ist nun
President der AT&T Labs , der 1900 Mitarbeiter großen Entwicklungsabteilung des
amerikanischen Telefon-Giganten . Die Versuchung sei einfach zu groß gewesen ,
meint Nagel , aber Apple sei bei Gil Amelio in guten Händen . Trotzdem erwarten
Analysten eine weitere Verzögerung der Copland-Auslieferung . Amelio bezeichnet
Copland inzwischen selbst als ein " 97er Ereignis " . Apple lizensiert NT-Code
Wird Apple nach einem AIX-basierten Server nun bald auch einen NT-Server
anbieten ? Nach dem Niedergang von OS/2 für PowerPC und Novells Verspätung bei
der Fertigstellung von Netware 4.x für PowerPC nimmt nun Apple selbst die Zügel
in die Hand und hat Microsofts Betriebssystem Windows NT lizensiert . Von
offizieller Seite gab es allerdings noch keine Stellungnahme , welchen Zweck
Apple mit der Lizenznahme verfolgt ; doch Insider vermuten , daß spätestens zum
Jahreswechsel ein Apple-Server mit NT erscheinen wird , zumal die
Leistungsfähigkeit AppleShare-basierter Server enttäuschte . Neuer billiger
Pentium-Konkurrent Diese Lücke will man mit dem IDT C6 füllen , der in der
Perfomance mit dem Pentium MMX vergleichbar sein soll und auch MMX-Befehle
versteht - bei rund 150 US-$ für die 200-MHz-Version allerdings zu einem
konkurrenzlos niedrigen Preis . Erste Rechner mit diesem Prozessor sollen im
September auf den Markt kommen . Das Gehäuse ist zum bekannten Socket 7
kompatibel . IDT hat sich mit Cache-SRAMs und anderen speziellen
Speicherbausteinen einen Namen gemacht . ICs mit dem charakteristischen
Integral-Zeichen finden sich auf vielen PC-Mainboards . Aldi-Digitalkamera :
Ladenhüter oder Superschnäppchen ? Die fast zwei Jahre alte Digitalkamera
PhotoSmart C200 von Hewlett-Packard kommt unerwartet zu neuen Ehren : Aldi Nord
will die 1-Megapixel-Kamera ab dem 29. November ins Regal stellen . Das Gerät
soll dann ein Preisschild von rund 500 Mark zieren , deutlich weniger als die
Preisempfehlung von über 700 Mark - für die das Gerät aber auch kaum mehr zu
verkaufen war . Mit der Preisvorstellung steht Aldi übrigens nicht allein da :
Epsons ältere Photo PC 650 oder die zierliche Kodak DC 215 im edlen
Metallgehäuse liegen inzwischen bei vergleichbarer oder besserer Ausstattung mit
rund 550 Mark in einer ähnlichen Preiskategorie . Die Auflösung dieser Kameras
reicht indes bestenfalls für 9×13-Prints ; für gute 10×15-Ausbelichtungen sollte
man schon zu einer 2,3-Megapixel-Kamera wie der Minolta Dimage 2300 für rund 790
Mark oder der Nikon Coolpix 800 greifen , die derzeit bei verschiedenen
Anbietern für knapp 1000 Mark über die Theke geht . Wer allerdings nur
Web-Illustrationen oder Bilder für Online-Auktionen anfertigen möchte , kommt
durchaus mit dem Aldi-Angebot aus . Ein Hammerpreis-Schnäppchen ist das Angebot
aber nicht . VW zeigt autonomen autofahrenden Roboter Das Ergebnis des
niedersächsischen Gemeinschaftsprojekts " Autonomes Fahren " präsentierte VW auf
der Hannover Messe Industrie : " Klaus " , der autofahrende Roboter , soll vor
allem Testfahrer bei ermüdenden und anstrengenden Erprobungsfahrten auf dem
VW-Testgelände bei Ehra-Lessien entlasten . Der Testparcours beansprucht Mensch
und Automobil nach Angaben von VW rund 14mal stärker als eine durchschnittliche
Autofahrt . Der dreibeinige " Klaus " kann in jedes herkömmliche Automobil mit
minimalen Änderungen eingebaut werden ; lediglich für die drei
Rundum-Laserscanner am vorderen Stoßfänger ist eine Halterung notwendig . Die
Stromversorgung für die insgesamt acht Industrie-PCs auf der Rückbank übernimmt
eine Batterie , so dass auch keinerlei Eingriffe in die Elektrik der
Serienfahrzeuge nötig sind . Drei Pentium-Rechner sind allein für die
Fahrzeugregelung zuständig , einer für das GPS-System , je einer für die
Kollisionserkennung , die Bilderkennung über eine Stereo-Kamera in
Rückspiegelhöhe und die Laserscanner , und ein VME-Bus-Rechner übernimmt
schließlich die Diagnose und Fehlererkennung . Als Betriebssysteme werden
Realzeit-DOS-Extender , die Unix-Variante QNX und Windows NT eingesetzt ,
während auf dem VME-Bus-System OS-9 läuft . Die Rechner , Sensoren und Aktoren
tauschen ihre Daten über dem im Kfz-Bereich üblichen CAN-Bus aus . " Klaus "
wählt seinen optimalen Fahrweg selbst , bremst an Einmündungen , überholt ,
umfährt eigenständig Hindernisse und macht notfalls auch eine Vollbremsung . Das
in der Demonstration recht forsche Fahrverhalten läßt sich natürlich an die
Gegebenheiten des Tests anpassen . Der Roboter ist zwar kein Leichtgewicht ,
aber die bei den Testfahrten üblichen 60% der maximalen Zuladung konnten trotz
der aufwändigen Elektronik und der Batterieversorgung auch für kleinere
Fahrzeuge noch unterschritten werden . Zu den beteiligten Firmen und Instituten
gehören die TU Braunschweig , die Robert Bosch GmbH , die Kasprich-IBEO
Lastertechnik und die Witt Sondermaschinen GmbH . Omnipräsente Transluzenz Noch
nie sah man auf einer CeBIT so viele Apple-Rechner im Einsatz - und wo das
Apfel-Logo fehlte , war dennoch der Design-Stil à la iMac präsent . Selbst die
sonst auf PC-Produkte fixierten taiwanischen Zubehör-Hersteller sind offenbar
dankbar für etwas Abwechslung im Computer-Einheitsbeige : QuickTime für
Kodak-Digitalkameras Als erster Digitalkamera-Hersteller setzt Eastman Kodak für
Videoclip-Funktionen auf das QuickTime-Format von Apple . Eine
Lizenzvereinbarung mit dem Rechnerhersteller aus Cupertino ermöglicht Kodak ,
Digitalkameras mit einem integrierten QuickTime-Video-Encoder zu bauen und zu
verkaufen . Kurze Bewegtbild-Sequenzen mit eingeschränkter Auflösung können zwar
auch andere Digitalkameras aufnehmen , jedoch bislang nur in MPEG- oder
proprietären Video-Formaten . Als Grund für die Wahl von QuickTime nannte Kodak
die weite Verbreitung dieses Video-Standards und die einfache Bedienung der
QuickTime-Komponenten . QuickTime unterstützt die Aufnahme , Bearbeitung und
Wiedergabe von Audio- und Video-Daten ; es arbeitet plattformübergreifend auf
Macintosh- und Windows-Betriebssystemen . Apple begrüßt derweil , dass sich
QuickTime über den Computer hinaus nun auch im Mainstream-Consumer-Bereich
ausbreitet . Digitale Spiegelreflexkamera von Canon Für Bildreporter und
ernsthafte Amateure soll die neue Canon EOS D30 einen erschwinglichen Einstieg
in die Digital-Spiegelreflexkamera-Technik bieten . Bei Bedarf steht ein
eingebautes E-TTL Blitzlicht zur Verfügung . Der Verschlusszeitenbereich liegt
zwischen 1/4000 und 30 Sekunden . Zeitgleich mit der D30 präsentierte Canon die
" Digital Ixus " als Schwester der seit langem eingeführten Ixus-APS-Kameras .
Das ultrakompakte Gerät in der Größe einer Zigarettenschachtel bei nur 190 g
Gewicht besitzt einen 2,11-Megapixel-CCD hinter einem für die Größe recht
lichtstarken Zweifach-Zoom ( 35 bis 70 mm KB-äquivalent ) . Trotz ihrer
Winzigkeit spendierte Canon der Kamera auch noch einen TV-PAL-Ausgang und einen
1,5-Zoll-LCD-Monitor . Mit 1599 DM ist sie allerdings über dreimal so teuer wie
die analoge APS-Ausführung . Portabler MP3-Player mit Festplatte von Creative
Der PC-Audio-Spezialist Creative präsentiert mit der D.A.P. Jukebox ( Digital
Audio Player ) einen MP3-Player mit integrierter 6-GByte-Festplatte und 8 MByte
großem DRAM-Pufferspeicher . Das Gerät kommt in der Größe eines tragbaren
CD-Spielers daher . Gefüttert über USB , kann der 400 Gramm schwere Player etwa
150 CD-Alben oder 2000 Songs speichern . Die Creative D.A.P Jukebox soll zu
einem empfohlenen Kaufpreis von 1399 Mark im Herbst in den Handel kommen . Jeder
Käufer erhält einen Gutschein für eine multifunktionale Infrarotfernbedienung ,
die Ende des Jahres verfügbar sein soll . Die Unterstützung mehrerer Codecs
ermöglicht auch die Anpassung an zukünftige (kopier-)sichere Audiotechniken wie
Digital Rights Management ( DRM ) und Secure Digital Music Initiative ( SDMI 2.0
) . Vorsicht vor Digitalkamera-"Schnäppchen" Tatsächlich wird die Oregon
Scientific Digitalkamera DS3838 bereits im Einzelhandel als Spielzeug angeboten
, mit verschiedenen Namen und Gehäusefarben ( etwa als " Barbie-Cam " ) und oft
zu Preisen von deutlich unter 100 Mark . Der Schweizer Vertrieb steht mit seiner
Preisgestaltung allerdings nicht allein da : Besonders gewitzte Zeitgenossen
bieten das Kameramodell zu ebenfalls völlig überzogenen Preisen als Schnäppchen
in diversen Online-Auktionen an . Digitalkamera mit 4 Megapixel zur photokina
Das Spiegelreflex-Modell Camedia E-10 verwendet einen vergleichsweise
großflächigen 2/3-Zoll-CCD , der dadurch besonders lichtempfindlich und
rauscharm geriet . Das fest angeflanschte manuelle 4-fach-Zoom mit einer
Lichtstärke von immerhin f/2,0 bis f/2,4 bietet einen Kleinbild-äquivalenten
Brennweitenbereich von 35 bis 140 mm . Es soll dank zweier asphärischer Linsen
sowie einer aus niedrigbrechendem ED-Glas besonders verzeichnungsarm und
randscharf sein . Optionale Tele- und Weitwinkelkonverter erweitern den
Brennweitenbereich auf 28 bis 200 mm ; ebenso ist ein Makro-Vorsatz lieferbar .
Den semiprofessionellen Auftritt unterstreicht das robuste Alu-Gehäuse und ein
Vertikal-Batteriegriff als Zubehörteil . Der integrierte Speicher ( 32 MByte
SDRAM ) ermöglicht dabei Bildfolgen von 1,2 Sekunden . Natürlich fehlt auch ein
USB-Anschluss zur Datenübertragung nicht . Besonders pfiffig ist der nach oben
und unten kippbare LC-Monitor geraten , der trotz Spiegelreflex-Sucher den
aktuellen Bildinhalt anzeigt - möglich durch einen halbdurchlässigen
Prismen-Spiegel im Strahlengang . Die Kamera soll Ende September für rund 4000
Mark in den Handel kommen - gemessen an ihren Leistungen ein attraktiver Preis .
MP3 für " Henkelware " Selbst in Autoradios und tragbare Musikanlagen (
sogenannte " Henkelware " im Rundfunk-Fachhandelsjargon ) hält MP3 Einzug : Die
Micro-Anlagen NSX-L5MP und XR-MP50 und das Autoradio CDC-MP3 ( Bild oben ) von
Aiwa sowie das Mini-System FW-M55 von Philips ( Bild unten ) können CDs und
CD-RWs mit MP3-Files abspielen . Die NSX-L5MP und die stilistisch arg
missglückte FW-M55 für rund 850 Mark sind sogar mit einem Dreifach-CD-Wechsler
ausgestattet . Schade nur , dass sich auch das Design des MP3-fähigen Autoradios
( Listenpreis 999 DM ) eher an den tiefergelegten Radau-Fahrer richtet ... Aiwa
bringt in Kürze mit dem MM-FX500 auch einen tragbaren MP3-Spieler mit
eingebautem MP3-Encoder auf den Markt , der nicht nur wie andere Geräte
lediglich Sprachnotizen digitalisieren kann , sondern auch Audio-Material in
Stereo . Leider wird als Rechner-Schnittstelle nur der Parallelport genutzt und
nicht der universellere USB . Agfa ruft Digitalkamera-Netzteil zurück
Agfa-Gevaert ruft das als optionales Zubehör gelieferte Netzteil für die
Digitalkamera " ePhoto CL 30 " zurück . Wird es benutzt , während sich
gleichzeitig Batterien in der Kamera befinden , können sich diese überhitzen .
Als Folge kann es zum Austritt von ätzenden Elektrolyten und unter Umständen zur
Explosion der Batterien kommen . Der Rückruf betrifft nicht die Kamera selbst .
Alle Besitzer eines derartigen Netzteils können dieses zum kostenlosen Umtausch
an Agfa zurückgeben . Informationen über den Austausch sind unter der
Servicenummer 0221/5717-257 erhältlich . BMG Entertainment , die Musik-Abteilung
des Bertelsmann-Konzerns , hat seit kurzem Audio-CDs im Handel , die mit dem
Kopierschutz Cactus Data Shield versehen sind . Entwickelt wurde dieser
Mechanismus in Zusammenarbeit mit dem israelischen Software-Unternehmen Midbar
und Sonopress aus Deutschland . Bislang sind die Alben " Razorblade Romance "
der Gruppe Him und " My Private War " der einstigen Independent-Heroen Philip
Boa & The Voodoo Club betroffen . Der Kopierschutz verhindert nicht nur das
Auslesen ( Grabben ) und Kopieren der Audio-Tracks mit dem PC , sondern auch das
Abspielen auf allen CD-ROM-Laufwerken sowie auf älteren Audio-CD-Spielern . Ein
Leser berichtete c't , dass sein gerade zwei Jahre alter Philips-Player mit
einer derartig geschützten CD versagte . Besonders ärgerlich : Die Warnung ist
ernst zu nehmen : Nach etwa 30 Sekunden bricht der Abspielvorgang am PC ab ;
auch MP3-Dateien lassen sich nicht erstellen . Derzeit überprüft das c't-Labor ,
ob sich der Kopierschutz auch auf die Überspielung per SPDIF-Digitalausgang
besserer CD-Player auswirkt ; möglicherweise beeinflusst er die Fehlerkorrektur
des Players und damit auch das Digitalsignal . Wenn dem so ist , dürfte der CD
das Siegel Compact Disc Digital Audio aufgrund des verletzten Red-Book-Standards
nicht zustehen . BMG gestand auf Anfrage von c't " gewisse Schwierigkeiten " mit
dem Kopierschutz ein . Bis diese ausgeräumt sind , werden wohl vorerst keine
weiteren damit versehenen Neuauflagen erscheinen . Auch der Handel zeigte sich
nicht gerade begeistert : Saturn-Hansa beispielsweise verzeichnete eine erhöhte
Rücklaufquote wegen angeblicher Mängel . Ein Brinkmann-Mitarbeiter klagte über
die fehlende Möglichkeit , die Him-CD in das Music-Station-System einspeisen zu
können , mit dem Kunden aktuelle CDs anspielen können . Der Linux-basierte
Musik-Server stürze beim Einlesen so gründlich ab , dass nur noch ein Kaltstart
helfe . Autoradios mit eingebautem MP3-Player Mehr Produktstudien als
ankündigungsreife Geräte sind die zwei MP3-fähigen Autoradios , die Blaupunkt
vorstellte . Das Autoradio Cape Canaveral verfügt über ein CDROM-Laufwerk , über
das es MP3-Dateien von CD lesen kann ; es kommt aber auch mit normalen Audio-CDs
zurecht . Demgegenüber verwendet die Studie mit dem bezeichnenden Namen Silicon
Valley einen Flash-ROM-Speicher in Form der kompakten MultiMediaCard , einer
Entwicklung von Sandisk und Siemens . Bislang gibt es diese Karten allerdings
nur mit einer Speicherkapazität von 32 MByte . Im Design und Technik lehnen sich
die Prototypen an die aktuelle Skyline-Serie von Blaupunkt an . Markteinführung
und Preise stehen derzeit noch nicht fest . Webcam mit FireWire-Anschluss Der
verglichen mit USB 30 mal so hohe Datendurchsatz der
FireWire/IEEE1394-Schnittstelle ermöglicht bei der neuen iBOT-Webcam von Orange
Micro eine stetige VGA-Fullframe-Darstellung von 30 Frames pro Sekunde ;
USB-Modelle erreichen bei dieser Auflösung maximal 12 fps . Die originelle
Kamera ist mit Mac- und PC-Systemen kompatibel , sofern diese über einen
FireWire-Anschluss ( i.Link bei Sony ) verfügen . Durch den 1/4-ZOLL-Sensor in
CCD-Technik wird eine hohe Bildqualität erreicht . Treiber stehen für Windows 98
Second Edition , Windows 2000 , Windows ME sowie MacOS zur Verfügung . Der Preis
der Kamera wird mit 119 US-Dollar angegeben , eine Luxus-Version mit
zusätzlicher Software ist 30 Dollar teurer . Tragbarer MP3-CD-Player Der erste
portable MP3-CD-Player , der SM-200C von Pine D'music , spielt normale Audio-CDs
genauso ab wie mit dem PC erstellte CDROMs mit MP3-Files . Auf einer individuell
zusammengestellten MP3-CD finden - je nach Länge des einzelnen Liedes und der
gewünschten Ton-Qualität - über hundert Musikstücke Platz . Dank des eingebauten
Textdisplays behält man auch bei derartig vielen Titeln auf einer CD den
Überblick . Wie bei tragbaren " Diskmännern " üblich , besitzt der SM-200C einen
Anti-Shock-Speicher von 10 Sekunden , der CDs auch bei Erschütterungen
unterbrechungsfrei abspielt . Eingebaut ist ein Equalizer , der über
Voreinstellungen für Pop , Klassik , Jazz und moderne Musik verfügt . Auch eine
Fernbedienung liegt dem SM-200C bei . Das Gerät soll im Vertrieb von Maxtek in
Essen rund 500 DM kosten . Audio-CD-Kopierschutz wirkt nicht bei CD-Duplizierern
Der umstrittene Kopierschutz für Audio-CDs , den der Musikkonzern BMG
versuchsweise bei zwei Titeln eingeführt hat , wirkt sich nicht bei
Audio-CD-Recordern und -Duplizierern wie dem Philips CDR-765 und auch nicht bei
Digital-Überspielungen per SPDIF-Kabel aus . Versuche im c't-Labor haben ergeben
, dass sich eine mit dem CDR-765 in doppelter Geschwindigkeit duplizierte Him-CD
anschließend wie eine nicht kopiergeschützte Audio-CD verhielt . Statt
herkömmlicher CD-Rohlinge verlangen Audio-CD-Recorder wie der Philips CDR-765
allerdings überteuerte Audio CD Recordables ( der enthaltene GEMA-Anteil von
0,12 DM pro Spielstunde rechtfertigt kaum den doppelten Preis einer Audio-CD-R
gegenüber einem CD-Rohling für computergestützte CD-Schreiber ) . Wenn sich ein
PC mit CDROM-Laufwerk auf die in der TOC vermerkte Gesamtlaufzeit verläßt ,
bricht er nach 28 Sekunden die Wiedergabe oder das Einlesen der Audio-Daten ab .
Digitalkamera-Schmuckstücke von Canon Die nicht zuletzt ihrer Kompaktheit und
ihres edlen Outfits wegen geschätze Digital Ixus von Canon bekommt eine würdige
Nachfolgerin : Dies ist auch gleich der augenfälligste Fortschritt , war doch
das Zweifach-Zoom der ( deshalb etwas kompakteren ) älteren Schwester vielen
Anwendern etwas zu " kurz " geraten . Verbessert wurden auch die
Serienbildfunktion , die mit 2,5 Bildern pro Sekunde nun so manche analoge
Kompaktkamera aussticht , und der mit drei Messfeldern arbeitende Autofokus ,
der auch Motive berücksichtigt , die nicht in der Mitte des zentralen Messfelds
liegen . Ein multimediales Extra ist die Movie-Funktion zur Aufzeichnung von
Video-Sequenzen in VGA-Auflösung bei 20 Bildern pro Sekunde . Die Kamera soll im
April auf den Markt kommen , ihr Preis steht noch nicht fest . Beiden Geräten
hat Canon ebenfalls ein Dreifach-Zoom gegönnt . Im Unterschied zur
ausschließlich vollautomatischen Ixus lassen sich die Belichtungsparameter bei
der A10 und A20 auch manuell einstellen . Die Bilddaten auf den verwendeten
CompactFlash-Medien finden bei allen drei neuen Modellen per USB den Weg in den
Rechner - oder mit Canons " Card Photo Printer " CP-10 direkt auf Fotopapier :
Nie wieder Windows-"Bluescreens" Den berüchtigten Windows-Todeshauch mit
kryptischer Fehlerbeschreibung auf blauem Grund , kurz " Bluescreen " genannt ,
fürchten Anwender genauso wie Vortragende und CeBIT-Aussteller ( siehe Bild ) .
Ein für allemal Schluss mit den Bluescreens macht jetzt die Freeware BSOD von
Nathan Lineback . Das Programm bewahrt Windows zwar nicht vor Abstürzen ,
gestattet aber die freie Wahl der Hintergrund- und Textfarbe der unbeliebten
Meldung ( die beliebten iMac-Farbtöne " Tangerine " und " Blueberry " sind
leider nicht darunter ) . MP3-Player mit Digitalkamera Dräut uns nun ähnliches
mit MP3-Abspielern ? Schon heute okkupieren die Winzlinge Armbanduhren ,
Diktiergeräte , Handys und Digitalkameras . Letztes Opfer : Kodaks mc3 , ein
Gadget , von dem man nicht so genau sagen kann , ob es jetzt eine Digitalkamera
mit eingebautem MP3-Abspieler oder ein portabler MP3-Player mit eingebauter
Digitalkamera ist . Wir würden zu letzterer Betrachtung neigen , denn im
Unterschied zu Fujis FinePix 40i ist der Kamera-Nutzen des mc3 begrenzt .
Lediglich VGA-Bildchen und kleine QuickTime-Spots speichert das Gerät auf dem
beiliegenden CompactFlash-Medium . Kodak möchte für den ab April verfügbaren
Kombi 599 Mark haben . Be-ziehung : Statement von Be zu Verhandlungen mit Apple
" Gassée spricht mit Leuten von Apple " - Richtig . Er kennt diese Leute seit
mehr als fünfzehn Jahren . Manchmal essen sie sogar zusammen zu Mittag . " Apple
und Be verhandeln miteinander " - Nicht vollkommen richtig . Bisher wurden keine
Vereinbarungen getroffen . Es steht nicht einmal fest , ob jemals eine
Zusammenarbeit in irgendeiner Form zustandekommen wird . Bisher unterhält man
sich nur , um einmal " die Fühler auszustrecken " , ob " die anderen " überhaupt
ein entferntes Interesse an derartiger Zusammenarbeit haben . Schließlich ist
man sich bewußt , daß auch andere hin und wieder gute Ideen haben können . "
Apple kauft Be " , " Be wird Tochter von Apple " - Falsch . Be wird nicht von
Apple geschluckt . Davon war auch nie die Rede . Be macht längst schwarze Zahlen
und hat bessere Aussichten als jemals zuvor . Zudem hat Jean-Louis ohnehin genug
Geld . Er würde auch nicht verhungern , wenn Be keinen Gewinn abwerfen würde .
Also hat er keinen Anlaß , den Traum seines Lebens wegzuwerfen . " Apple hat Be
für 100 Millionen gekauft " - Kompletter Unsinn . " Apple lizensiert BeOS " , "
Apple kauft neuartiges Betriebssystem " - Daß Apple in Zukunft vielleicht
irgendwann das BeOS oder eventuell auch nur Teile davon lizensieren könnte ,
streitet niemand ab . Schließlich hat ja Be auch Open GL bei SGI in Lizenz
genommen . Doch im Augenblick ist davon nicht die Rede . Derartige
Vereinbarungen oder Pläne wurden mit Be bisher nicht besprochen ; sie
entspringen ausschließlich der Phantasie einiger Journalisten . Übrigens : " Das
GUI von MacOS 8 läuft auf dem BeOS Kernel " , " MacOS 8 läuft auf Apples Kernel
mit dem Be GUI " - Die Idee , das Be GUI auf den Kernel von Apple zu setzen ,
hält wohl keiner Diskussion stand . Ähnlich sieht es umgekehrt aus . Was bringt
ein Multithreading-Kernel mit einer Oberfläche , die überwiegend nur in einem
Thread läuft ? Soweit der Wortlaut der Stellungnahme . Die überwältigende
Mehrheit der Apple-Entwicklerschaft würde allerdings einen modernen BeOS-Kernel
unter dem ( überarbeiteten ) Mac-GUI begrüßen - so zumindest unser Eindruck von
der kürzlich stattgefundenen Apple-Entwicklerkonferenz in London . MP3-Player
Rio " killt " Speicherkarten Schön , daß Diamond bei den Speichererweiterungen
auf einen verbreiteten Standard zurückgegriffen hat , denkt sich der unbedarfte
User , und steckt eine überzählige SmartMedia-Karte aus dem Zubehörpaket seiner
Digitalkamera in den frisch erworbenen MP3-Player - spielt wunderbar . Das böse
Erwachen kommt später : Die Digitalkamera lehnt die mißbrauchte Karte nun ab und
will sie noch nicht einmal mehr formatieren . Das SSFDC-Forum weist darauf hin ,
daß der Rio-Player aus urheberrechtlichen Gründen nicht SmartMedia-konform ist ;
er überschreibt das MSDOS-ähnliche Dateisystem der Karte und macht sie so für
die Kamera unbrauchbar . Hintergrund : Ein Duplizieren der Karten am PC soll so
verhindert werden . Doch selbst damit wäre die Zusatzsoftware , die einige
Kamera-Hersteller auf den Karten unterbringen , etwa für Panorama- , Schmuck-
und Kalenderfunktionen , unrettbar verloren . CeBIT Home : Multimedia-Brille von
Sony Äußerst futuristisch anmutende LCD-Brillen zum Anschluß an beliebiges
Video-Equipment bringt Sony mit den "Glasstron"-Modellen PLM-A55E (
Video-Eingang ) und PLM-S700E ( Video- und SVGA-Eingang ) auf den Markt . Die
PLM-A55E mit Kopfhörer wiegt 150 Gramm , ein externes Steuergerät für Bild- und
Toneinstellungen 110 Gramm . Da auch längeres Tragen entspannt möglich ist ,
legt eine eingebaute Schutzschaltung nach 6 Stunden Dauerbetrieb eine 30minütige
Zwangspause ein . Durch den halbdurchlässigen LCD-Hintergrund der
Multimedia-Brillen ist man gegenüber der Außenwelt nie völlig blind . Die Preise
liegen deutlich über Walkman-Niveau : rund 1800 DM für die PLM-A55E , rund 4000
DM für die PLM-S700E . CeBIT Home : Force Feedback von Logitech Neu im Programm
bei Logitech ist der Force-Feedback-Joystick " WingMan Force " sowie das Lenkrad
" WingMan Formula Force " . Herkömmliche Force-Feedback-Systeme geben nur 50 Hz
her . Zur Schnelligkeit trägt auch die USB-Schnittstelle bei , die zusätzlich
zur seriellen Anbindung vorhanden ist . Als Preis für die Geräte nennt Logitech
jeweils 299 DM . Auch bei PC-Lautsprechern wird Logitech jetzt aktiv : Mit der
Übernahme von Connectix' Hardware-Division ist auch die QuickCam-Produktreihe
bei Logitech gelandet . Neu ist eine kleine Videokamera mit USB-Anschluß , die "
QuickCam Home " . IFA : Spielekonsolen der nächsten Generation Die Größen der
japanischen Unterhaltungsbranche kündigen auf der IFA '99 ihre nächste
Gerätegeneration an . Allen voran wird Sega am 14. Oktober den Verkauf der
Konsole Dreamcast ( Preis 499 DM zusammen mit 10 Spielen ) starten . Der Clou
des auf Windows CE basierenden Gerätes ist das integrierte 33,6 kbps-Modem in
Kombination mit einem Internet-Zugang , für den lediglich Ortsgebühren anfallen
. Segas Browser DreamArena beschränkt beim Surfen die Inhalte nicht , kann aber
nicht alle Funktionen der Browser aus der PC-Welt bieten . Der 200 MHz schnelle
RISC-Prozessor von Hitachi sorgt zusammen mit einem Grafikchip von
NEC/VideoLogic für gute Grafikqualität , die mit der von aktuellen
PC-Grafikkarten mithalten kann . Sony wird die Playstation2 in diesem Winter in
Japan einführen und voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2000 in Europa .
Nach den technischen Daten stellt sie das Sega-Gerät weit in den Schatten . Die
Playstation2 ist zudem die erste abwärtskompatible Konsole - auch die alten
Spiele laufen . Anschließbar sind nicht nur gewöhnliche TV-Geräte , sondern auch
Breitbild- und digitale HDTV-Geräte sowie PC-Monitore bis 1280x1024 Bildpunkte .
Nintendo will die Konsole N64 , die im März 1997 herauskam , erst zum
Weihnachtsgeschäft 2000 durch " Dolphin " ersetzen , und zwar parallel in Japan
, USA und Europa . Sie beruht auf dem 400-MHz-Prozessor " Gecko " , den IBM in
der schnellsten verfügbaren Technologie fertigt ( 0,18-µm-Kupferprozess ) . Als
Datenträger kommen DVD-Medien mit einer Kapazität von mehreren Gigabyte zum
Einsatz . Das Abspielen gewöhnlicher DVD-Titel mit Dolphin ist nicht vorgesehen
. Fotoabzüge aus dem Web Ein neuer Service namens " Fotoguide " liefert
Hobbyfotografen über das Internet digitale Abzüge ihrer Filme . Das Projekt von
FotoQuelle , T-Online und GuideGuide arbeitet ähnlich wie Kodaks PhotoNet . Bei
der Filmabgabe bei FotoQuelle , Quelle , Karstadt oder Hertie findet der Kunde
die Option " fotoguide " auf der Auftragstasche . Für 14,95 Mark pro Film (
unabhängig von der Bilderzahl ) digitalisiert Foto Quelle beim Entwickeln die
Fotos und stellt sie ins Web . Der Kunde erhält neben seinen Abzügen ein
Passwort , das ihm den Zugriff auf seine Bilder gestattet . Dort kann der
Hobbyfotograf die Bilder herunterladen , mit jedem Browser in virtuelle Alben
verteilen , weitere Abzüge bestellen oder Links auf einzelne Bilder per E-Mail
verschicken . Noch undurchsichtiger und unverständlicher als die Tarifstruktur
großer Fluggesellschaften ist die Preisgestaltung bei manchen Hard- und
Software-Bundles . Wer ohnehin Adobes Photoshop als Vollversion anzuschaffen
gedenkt , kommt ab dem 30. Januar beim Bundle-Angebot von Kodak zu einer "
kostenlosen " Digitalkamera : Das Angebot gilt , solange der Vorrat reicht .
Update : Nachdem Kodak in einer ersten Pressemitteilung einen " erwarteten
Endverbraucherpreis von ca. 1.699 DM ( inkl. MwSt. ) " genannt hatte ,
korrigierte man dies am 2. Februar auf " 1949 DM inkl. Mwst. " . Offenbar hatte
Kodaks Presseagentur versehentlich den Nettopreis angegeben . Das Paket enthält
zusätzlich eine 16 MByte große CompactFlash-Speicherkarte , ein Lithium-Akku ,
der über das Netzteil bei ausgeschalteter Kamera wiederaufgeladen werden kann ,
Video-Kabel , USB-Kabel für PC und Mac sowie das erwähnte Adobe Photoshop 6.0
für die Bildübertragung und -bearbeitung . IFA : Kleinster MP3-Player der Welt
Das Gerät verwendet sogenannte Multimedia-Cards , die bislang vor allem bei
Solid-State-Diktiergeräten eingesetzt wurden , mit zunehmender Kapazität nun
aber auch für anspruchsvollere Anwendungen interessant werden . ArtVoice
favorisiert fertig bespielte ROM-Karten , die nicht ohne weiteres kopiert werden
können ; Flash-Karten , die mit einem am PC-Parallelport angeschlossenen
Lese-/Schreibgerät mehrfach beschrieben werden können , sind aber ebenfalls
lieferbar . Der Player soll ohne Speicherkarten 179 DM kosten und ab September
lieferbar sein . MP3-Portable speichert 70 Stunden Musik Einen tragbaren
MP3-Player mit eingebauter Notebook-Festplatte will der koreanische Hersteller
HanGo zur Herbst-Comdex in Las Vegas vorstellen . Ein 10 MByte großer Cache
sorgt dafür , dass die Platte nicht ständig laufen muss , was Akkulaufzeiten von
bis zu 10 Stunden ermöglichen soll . Die anfänglich von Compaq initiierte
Entwicklung verwendet einen Software-Encoder/Decoder von Thomson und Fraunhofer
, die Datenübertragung vom PC erfolgt per USB . Preis und Liefertermin stehen
leider noch nicht fest . IFA : Waren Digitalkameras auf der letzten IFA vor zwei
Jahren eigentlich noch kein relevantes Thema , haben selbst Branchenriesen wie
Sony , Kodak und Fuji ihre Produktankündigungen eng mit der diesjährigen Messe
verknüpft . Sonys brandneue DSC-F505 hat Sensor ( netto 2,02 Megapixel ) und
Elektronik weitgehend von der kompakten Cybershot geerbt , erhielt aber ein
leistungsfähiges 5-fach-Zoomobjektiv von Zeiss und ein sehr praktisches
schwenkbares Gehäuse ( siehe Bild ) . Profis werden sich über die manuelle
Scharfeinstellung per Objektivring sowie die einstellbare Verschlußzeit- oder
Blendenpriorität der Belichtungsautomatik freuen - und über die magere
Speicherausstattung ( 4 MByte Memory-Stick ) bei einem Preis von immerhin fast
2000 DM ärgern . Der Datenaustausch über USB funktioniert am PC genauso schnell
und reibungslos wie am Mac , und der fehlende optische Sucher wird durch einen
leistungsfähigen Stamina-Akku kompensiert . Fuji überraschte gleich mit drei
Neuheiten : Ricoh hat die RDC-5000 ( 2,3 Megapixel , Dreifach-Zoom ) kräftig
überarbeitet und mit einem leistungsfähigeren Prozessor sowie einem verbesserten
Interpolationsalgorithmus versehen . Herausgekommen ist die RDC-5300 mit
rauschärmeren Bild und erheblich fixeren Bildfolgezeiten . Eine neue
Kompaktkamera auch bei Canon : Die semiprofessionelle PowerShot Pro70 wurde mit
der Treiber-Software SilverFast aufgewertet , die deutliche Verbesserungen in
der Detailwiedergabe verspricht - die Interpolation der CCD-Rohdaten geschieht
nun in der höchsten Qualitätsstufe nicht mehr in der Kamera , sondern im PC oder
Mac . Die beeindruckende Bildqualität der All-In-One-Spiegelreflex C-2500L ( 2,5
Megapixel ) konnte ebenfalls überzeugen . Ein sehr sinnvolles
Digitalkamera-Zubehör für Anwender , die keinen PC oder Mac besitzen , ist
Sanyos " Digital Album " DMA-100 , eine Art Set-Top-Box zum Anschluß an ein
Fersehgerät . IFA : MPEG-4-Kamera für Web-Videos speichert 60 Minuten Die
Internet-Viewcam von Sharp bringt Leben in die Web-Site . Das mit Batterien 240
g leichte Gerät speichert Videos inklusive Ton auf einer SmartMedia-Card . Die
Aufzeichnung erfolgt im sehr stark komprimierenden MPEG-4-Format . Bei einer
Videogröße von 160x120 Bildpunkten faßt die mitgelieferte 4-MByte-Karte
Aufnahmen von etwa 7,5 Minuten Länge . Die Aufnahmedauer steigt mit einer
32-MByte-Karte auf das 8fache . Für höhere Bildqualität steht das Format 320x280
zur Verfügung . Per Diskettenadapter gelangt der Clip in den PC und läßt sich
leicht in Internetseiten einbauen . Der für das Abspielen benötigte
MPEG-4-Player ( bzw. der Codec für den Medien-Player von Windows 98 ) ist bei
Microsoft kostenlos erhältlich und auch Bestandteil des Internet Explorer 5.0 .
Es lassen sich auch bis zu 500 Standfotos mit 640x480 Bildpunkten aufnehmen .
Weitere Merkmale sind ein um 270 Grad drehbares Objektiv , ein 4,6 cm großes
TFT-LC-Display , 4fach-Zoom , ein 1/4-Zoll-CCD-Sensor mit 350.000 Bildpunkten
und progressivem Scan , Verschlußzeiten von 1/4 bis 1/4000 Sekunde sowie ein
eingebauter 20-mm-Lautsprecher . Die Internet-Viewcam ist ab September für 1499
DM erhältlich . IFA : Roboter zum Selbstbauen Nach erfolgreichem Test in den USA
führt LEGO den Roboter-Baukasten " Robotics Invention Systems 1.5 " ab Oktober
in Deutschland ein . Mit ihm können Kinder ab 12 Jahren ihre kreativen Ideen
beim Bau von selbständig agierenden Maschinen und Robotern verwirklichen . Der
Bausatz enthält Motoren , Licht- und Drucksensoren , eine Steuereinheit mit
8-Bit-Microprozessor von Hitachi mit etwa 64 KByte RAM sowie etwa 700 weitere
mechanische Bauteile . Für die Programmentwicklung am PC wurde eine einfache
Programmiersprache am Media Lab des Massachusettes Institute of Technology ( MIT
) entwickelt . Der Preis beträgt einschließlich eines Infrarotsenders für die
Übertragung des Programms in die Steuereinheit 450 DM . Zubehör wie Temperatur-
und Rotationssensoren kann man nachkaufen . Mit Zusatzkästen wie " Exploration
Mars " ( ab März 2000 ) lassen sich die Möglichkeiten erweitern . Robotics
Invention ist mit allen Lego System und Lega Technic Sets kompatibel . Weitere
Informationen findet man unter www.legomindstorms.com ( Manfred Bertuch ) IFA :
TV on Demand - einmal anders Ein digitaler TV-Zwischenspeicher als Set-Top-Box ,
der das Programm eines ganzen Tages auf Abruf vorhält , könnte nach Ansicht von
Philips die Fernsehgewohnheiten drastisch verändern . Dem ausgewählten
Fachpublikum auf der IFA bereits gezeigt , speichert der " Personal TV Receiver
" HDR112 je nach Ausführung und Aufzeichnungsqualität bis zu 30 Stunden Programm
. Dabei lernt es dessen Vorlieben und Abneigungen durch ein Rating-System , bei
der jeder Sendung Noten gegeben werden . Das sehr einfach per Fernbedienung
anzusprechende Gerät arbeitet intern mit einem PowerPC-Prozessor , der
MPEG-II-Video auf ein oder zwei 14-GByte-Festplatten abspeichert . Die
komfortablen Vor- und Rücklauffunktionen mit Standbild , Suchlauf- und
Indexfunktionen entsprechen denen eines normalen Videorecorders . Das Gerät
durchläuft derzeit eine Testphase in den USA und könnte im Laufe des nächsten
Jahres auch bei uns zu kaufen sein . Nikon Coolpix 990 : 3,3 Megapixel mit USB
Zu den weiteren Verbesserungen gegenüber der bereits in c't 13/1999 getesteten
Coolpix 950 gehören eine schnelle USB-Schnittstelle , fünf Autofokus-Messfelder
und eine Matrixmessung mit automatischem Weißabgleich . Die Einschaltzeit liegt
nur noch bei zwei Sekunden ; die Auslöseverzögerung beträgt sogar nur noch eine
Zehntelsekunde . Die Kamera soll im Mai auf den deutschen Markt kommen und 2499
Mark kosten . Cyber-Brillen von Sony und Olympus Wie die in c't 19/98 auf Seite
77 vorgestellte "Glasstron"-Brille PLM-S700 lassen sich die neuen Geräte in
einen " See-Through-Modus " schalten , in dem der Benutzer das Bild mit einer
virtuellen Diagonale entsprechend 1,3 Meter quasi " durchschauen " kann . Ein
Preis für die Sony-Brillen steht noch nicht fest . 1300 DM soll der Spaß kosten
, Videofilme und Multimediales an jedem Ort und zu jeder Zeit ungestört genießen
zu können . CHRP legt los : Motorola StarMax mit G3 Rechtzeitig zur MacWorld in
Boston rundet Motorola die Mac-kompatible StarMax-Serie nach oben hin ab . Mit
117 bzw. 133 MHz schnellem Backside-Cache ( 512 KByte ) und 66 MHz Bustakt soll
der Rechner die doppelte Leistung aktueller 200-MHz-Macs erreichen .
Ultra-SCSI-Platte , 24x-CDROM-Laufwerk , ZIP-Drive und 64 MByte EDO-RAM gehören
beim 266er Spitzenmodell dazu , optional ist eine Sync-DRAM-Bestückung möglich .
Im umfangreichen Software-Bundle sind auch Treiber für die
Centronics-Schnittstelle des CHRP-Boards und einige PC-Drucker enthalten .
Spiegelreflex von Sony mit " Memory Stick " Mit ihrem klassischen
Spiegelreflex-Design und den weitreichenden Einstellmöglichkeiten wendet sich
die Sony-Digitalkamera DSC-D700 an den anspruchsvollen Fotoamateur und an den
Profi . Blitz und Blitzschuh sind ebenfalls vorhanden . Neben PC-Cards können in
der Kamera auch Sonys neuentwickelte " Memory Sticks " als Wechselspeicher
verwendet werden . Es soll Eingang in viele Unterhaltungselektronik-Geräte von
Sony und Lizenznehmern wie Aiwa , Casio oder Sanyo finden , derweil ein
PC-Card-Adapter das Lesen und Beschreiben am PC ermöglicht . IFA :
Megapixel-Camcorder von Sony Trotz i.Link keine iCam : Sonys DV-Camcorder
DCR-PC100 als funktionsfähiges See-Through-Modell , das die enorme
Bauteil-Packungsdichte im Innern verdeutlicht . Ausgeliefert wird das Gerät
natürlich silberfarben . Mit dieser Auflösung macht die eingebaute Foto-Funktion
Sinn , die digitale Bilder auf einem einschiebbaren Memory Stick ablegt . Der
hochauflösende Sensor bietet neben der durchaus professionellen TV-Auflösung von
520 horizontalen Linien auch deutliche Reserven beim Wechsel vom optischen in
den Digital-Zoom-Bereich . Dank digitalem und analogem Video-Ein- und -Ausgang
über i.Link ( entspricht FireWire/IEEE 1394 ) ist der DCR-PC100 gleichzeitig
auch digitaler Videorecorder . Carl-Zeiss-Objektiv mit optischem 10x-Zoom (
40x-Zoom digital ) , NightShot-Funktion für Aufnahmen bei absoluter Dunkelheit
und InfoLithium Akku-Technologie für bis zu sechs Stunden Aufnahmekapazität (
mit optionalem Akku NP-FM90 ) machen die Ausstattungsliste der knapp 4000 DM
teuren DCR-PC100 komplett . Cirrus baut MP3-fähigen Microcontroller Als
System-On-Chip-Lösung versteht Cirrus Logic , bekannt durch die
Crystal-Audio-Codecs , den wandlungsfähigen Controller EP7209 , der im Umfeld
der Internationalen Funkausstellung in Berlin präsentiert wurde . Durch den
programmierbaren ARM-Prozessorteil , der trotz 74 MHz Taktfrequenz nur 180 mW
verbraucht und leistungsmäßig mit einem Pentium-100 gleichzieht , sind
selbstverständlich neben MP3 auch andere Kompressionsverfahren wie MS Audio 4.0
zu dekodieren . In Produktionsstückzahlen soll der Chip unter 15 US-$ kosten ,
was den Markt für Solid-State-Player deutlich aufmischen könnte - sehr viel
weniger leistungsfähige wie universelle Bausteine der Konkurrenz kosten derzeit
noch das Doppelte . Kein Computer-Crash in der Silvesternacht In Deutschland ist
der befürchtete Crash von Computer-Systemen in der Silvesternacht offenbar
ausgeblieben . Dies berichteten die Staatssekretärin aus dem
Bundesinnenministerium , Brigitte Zypries , und ihr Kollege aus dem
Wirtschaftsministerium , Alfred Tacke , am Samstag früh vor Journalisten in
Berlin . Auch die Deutsche Telekom und die Bahn AG berichteten , der
Jahreswechsel sei ohne Störungen gelungen . " Bei uns läuft alles " , sagte
Telecom-Sprecher Ulrich Lissek in Bonn . Das Fest- und Mobilnetz seien aber
stark belastet gewesen . Anrufer erwartete bei der Telekom und bei anderen
Anbietern öfter das Besetzt-Zeichen . Die Computer-Systeme der Bahn AG
bewältigten den Jahrtausendwechsel ebenfalls wie geplant . Alle Personenzüge
waren kurz vor Mitternacht für einige Minuten auf den Bahnhöfen festgehalten
worden . Danach sei der Verkehr reibungslos weitergelaufen , teilte die Bahn AG
in Frankfurt in der Nacht mit . Dem Krisenstab der Bundesregierung liegen bisher
Meldungen aus acht Bundesländer vor , darunter alle großen Flächenstaaten . Die
Informationssysteme der Polizei funktionierten reibungslos . Das Telefonsystem
sei wie üblich zu Silvester überlastet . Der Bahnverkehr wie der Flugverkehr
funktioniere nach bisherigen Erkenntnissen reibungslos . Der
Wirtschafts-Staatssekretär schließt dennoch nicht aus , dass es in den nächsten
Tagen in Einzelfällen zu Problemen kommen könne . Die großen Sorgen seien aber
offensichtlich ausgestanden . Zuvor waren bereits Australien , Asien sowie
Europa ohne größere Computerprobleme ins Jahr 2000 gestartet . Kurz nach
Mitternacht ( Ortszeit ) wurden in Japan , Russland sowie in Australien und
Neuseeland keine Millenniums-Probleme , etwa Ausfälle bei der Strom- und
Wasserversorgung oder im Bahnverkehr , bekannt . In zwei japanischen
Atomkraftwerken fielen jedoch durch das Jahr-2000-Problem Daten-Kontrollsysteme
zur Überwachung des Strahlenniveaus aus . Die Systeme in den Anlagen in der
zentraljapanischen Provinz Ishikawa hätten nach dem Jahreswechsel nicht mehr die
richtigen Werte angezeigt , sagte ein Sprecher der Regionalregierung . Die Werte
müssten nun von Arbeitern manuell erfasst werden . Für die Bevölkerung gebe es
aber keine unmittelbaren Auswirkungen , sagte Takashi Minami . Die französischen
Atomkraftwerke überstanden den Jahreswechsel ohne Probleme . Das teilte am
Samstag morgen der für die befürchteten Computerprobleme zuständige Experte des
Energie-Konzerns EdF in Paris mit . Auch die klassischen Heiz- und
Wasserkraftwerke sowie die Energieverteil-Netze hätten keine Probleme
aufgewiesen . Auch die deutschen Energie-Anlagen arbeiteten nach dem
Jahreswechsel offensichtlich fehlerlos : Die insgesamt gut 1000 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter , die in der Nacht Dienst hatten , verlebten eine ruhige
Silvesternacht . In der c't-Redaktion trafen eine Reihe von Meldungen über
unbedeutende Pannen ein , die keine Schäden nach sich zogen . Ohne negative
Folgen blieb auch die kleine Panne im Verkehrsleitrechner in Neustadt an der
Weinstraße . Der Computer landete im 1. Januar 100 . Die Ampeln der Stadt seien
aber ohnehin jede Nacht abgeschaltet , teilte ein Sprecher des Lagezentrums
Mainz mit . Bereits am frühen Neujahrsmorgen sei der Fehler im Software-Programm
behoben gewesen . Alle Ampeln hätten dann einwandfrei funktioniert . Experte
warnt : Nicht zu früh freuen Vor verfrühter Freude über den reibungslosen
Übergang ins neue Jahr hat Prof. Jan Knop , Mitglied der Bundeskommission zum
Schutz kritischer Informationssysteme , gewarnt . " Am Montag wird es noch
einmal spannend " , sagte Knop . " Dann fahren die meisten Unternehmen ihre
Computer erst wieder hoch . " " Bisher mussten sich insbesondere erst Kraftwerke
und Telefonnetze als 2000- tauglich erweisen " , sagte der Leiter des
Uni-Rechenzentrums Düsseldorf am Samstag der dpa . Indikator für die anhaltende
Spannung sei , dass die Notfallstäbe noch bis Montagabend im Einsatz blieben .
Auch in den meisten Universitäten seien die Rechner herunter gefahren worden .
Die Krankenhäuser hätten den Großteil der Patienten nach Hause geschickt und nur
die Notfälle da behalten . Immerhin habe es aber im sensiblen medizinischen
Bereich keine Störungen gegeben . Knop bezeichnete es als erstaunlich , nicht
einmal in Russland zu Störungen gekommen sei . Aber auch dort seien sehr viele
Systeme herunter gefahren worden und müssten sich in den nächsten Tagen als
tauglich erweisen . Zuvor hatte bereits das US-amerikanische
Beratungsunternehmen GartnerGroup darauf hingewiesen , dass etliche mögliche
Jahr-2000-Probleme mit Computeranlagen erst viele Tage nach dem Jahreswechsel
sichtbar werden . Die GartnerGroup geht davon aus , dass lediglich zehn Prozent
der Störungen in der Silvesternacht entdeckt werden . 3dfx demonstriert Voodoo4
und Voodoo5 Mit Technologie-Demos ( T-Buffer-Demos ) und anhand von Spielen will
3Dfx in Halle 9 , Stand D36 , erstmals die Fähigkeiten der zur Herbst-Comdex
angekündigten Grafikkarten Voodoo4 und Voodoo5 demonstrieren . Die deutschen
Liefertermine und Preise sollen ebenfalls auf der Messe bekanntgegeben werden .
Ob es sich bei der Hardware noch um Prototypen oder um erste Serienprodukte
handelt , ist noch nicht bekannt . Offen ist auch noch , ob die Grafikkarten
öffentlich oder nur dem Fachpublikum gezeigt werden . Voodoo5 setzt zwei oder
vier parallel arbeitende VSA-100-Chips ein , um spezielle Effekte und eine hohe
Darstellungsgeschwindigkeit und Grafikqualität zu erzielen . Mit dem
VSA-100-Chip will 3dfx dem Geforce256 des Konkurrenten Nvidia Paroli bieten und
Marktanteile zurückerobern . Telefonmarkt : MobilCom senkt Preise drastisch Nach
der jüngsten Preissenkung der Telekom wird der Druck auf die neuen
Telefongesellschaften größer . Mit einer massiven Preissenkung setzt sich der
Anbieter MobilCom nochmals von der Telekom ab . Die Tarife werden günstiger und
fairer , jedoch auch komplizierter . Künftig unterscheidet MobilCom drei Modelle
: Beim Call by Call ohne Anmeldung beträgt der Minutenpreis rund um die Uhr 16
Pfennige , wobei die erste Minute zwischen 19 und 24 Uhr kostenlos ist . Sie
wird auch nicht , wie bisher , bei längeren Gesprächen rückwirkend berechnet .
Neben dem Standard-Tarif bietet MobilCom einen weiteren Call by Call-Tarif , für
den eine explizite Anmeldung erforderlich ist . Hier trumpft MobilCom mit echten
Niedrigpreisen auf . In der Zeit von 19 bis 22 Uhr sinken die Preise auf 8 und
von 22 bis 7 Uhr sogar auf 4 Pfennige . Das Freiangebot mit der Gratisminute
entfällt jedoch . Bei Preselection bietet MobilCom neben diesen Preisen auch
noch eine sekundengenaue Abrechnung , wobei das Risiko einer Überlastung des
Netzes und der damit einhergehenden Störung des Telefons angesichts der
aggresiven Preise allerdings groß ist . Neben den Inlandspreisen halbiert
MobilCom auch die Preise vom Festnetz zum Mobilfunk . Sie liegen künftig bei 49
statt 99 Pfennigen je Minute . Die neuen Preise gelten ab sofort . Etwas
unglücklich ist man derweil bei der Regulierungsbehörde über ein gleichzeitig
veröffentlichtes Interview von Regulierungs-Chef Scheuerle mit dem Berliner
Tagesspiegel . Diese Aussage steht laut Pressesprecher Dörr in keinem
Zusammenhang mit den MobilCom-Preissenkungen . Sie gehe auf ein bereits zwei
Wochen altes Interview mit dem Fernsehsender N-TV zurück . Eine Übersicht mit
den neuen MobilCom-Preisen finden Sie ab heute nachmittag in unserem
Tarifrechner ttarif . FAZ : Nur wenige erhalten Infineon-Aktien Für viele
Privatanleger dürfte der Börsengang der Siemens-Tochter Infineon nach einem
Bericht der " Frankfurter Allgemeinen Zeitung " mit einer Enttäuschung enden .
Wie die Zeitung aus Kreisen der Emissionsbanken erfuhr , könne nur ein Bruchteil
der Investoren überhaupt mit einer Zuteilung rechnen . Die Zahl der Aktien , die
den Gewinnern des absehbaren Losverfahrens zugesprochen wird , liege überdies
aller Wahrscheinlichkeit nach weit unter den individuellen Kaufwünschen . Java
API für XML verfügbar Entwickler können bei Sun die endgültige Version von Suns
API für XML unter Java JAXP herunterladen . Das Akronym JAXP steht übrigens für
" Java Application Programming Interface for Extensible Markup Language Parsing
Optional Package " . Das API bietet eine einheitliche Schnittstelle zum
Verwenden von XML Parsern . Als Referenzparser dient Suns Project X , aber
andere Parser wie Xerces von Apache lassen sich ebenso einbinden . Online-Banken
ohne Verbindung Sie sehen sich als Banken der Zukunft . Schnell , virtuell und
rund um die Uhr wollen die Direktbanken für ihre Kunden erreichbar sein . Das
Internet soll es möglich machen : Weniger Personal und Kosten für die Bank und
zugleich mehr Service und Bequemlichkeit für die Kundschaft . Aus dem angeblich
kurzen Draht ist inzwischen jedoch eine lange Leitung geworden . Die
Direktbanken sind dem provozierten Kundenansturm nicht gewachsen :
Telefonanlagen laufen heiß , Internet-Zugänge sind verstopft und an allen Ecken
fehlt Personal . " Wir haben massivste Beschwerden von Direktbank-Kunden
bekommen " , berichtet Udo Fenchel vom Bundesaufsichtsamt für den
Wertpapierhandel ( BAWe ) in Frankfurt . Zahlreiche Finanzinstitute haben vom
BAWe nun einen blauen Brief erhalten . Die Kontrolleure wollen wissen , " wie
diese Unternehmen auf das stark gestiegene Interesse der Anleger an Wertpapieren
vorbereitet sind " . Vor allem in punkto technischer Infrastruktur und
Personalausstattung wird den Direktbanken nun auf den Zahn gefühlt . Die
Aktienkurse schießen schier unaufhörlich in die Höhe . Wer noch nicht dabei ist
, will jetzt rein und mitzocken - ganz professionell , online und direkt .
Täglich werden tausende Wertpapierdepots eröffnet . Dieser unerwartete Boom hat
die Direktbanken und Billig-Broker kalt erwischt . Alleine die rasant wachsende
comdirect bank zählt pro Monat 20.000 Neukunden . Die Sektlaune über den Zulauf
wird aber durch krasse Organisationsprobleme getrübt . Bis zu drei Wochen dauert
inzwischen die Eröffnung eines Kontos . Für die neue Aktie der Infineon AG ,
eine Halbleiter-Tochter von Siemens , gingen in wenigen Tagen mehr als 70.000
Aufträge ein . Die Konsequenz : Es fehlt an Räumen , Personal , Computern und
Telefonen . Die Online-Finanzhäuser hätten mit ihrer aggressiven Werbung den
Ansturm " selbst angezettelt " . Der Dumme ist in jedem Fall König Kunde . Denn
: Das Risiko etwa für entgangene Börsengewinne oder auch Verluste trägt er
allein . Ist die Direktbank nicht erreichbar und kann somit keine Aufträge
ausführen , tritt sie bei der Haftung vornehm zurück . " Das haben die alle
schon in ihren Geschäftsbedingungen so geregelt " , sagt Kurz . Zudem müsse der
Kunde beweisen , dass die Online-Bank nicht erreichbar war . Kurz empfiehlt
daher zur Sicherheit : Intels Itanium-Geheimnisse ausspioniert Ein früherer
Intel-Mitarbeiter ist am Freitag in San Jose , Kalifornien , wegen
Industriespionage unter Anklage gestellt worden . Den Namen des Wettbewerbers
nannte das Gericht nicht . Das Magazin PC Week will herausgefunden haben , dass
der heute 29-jährige Angeklagte Anfang 1998 von Intel zu Sun wechselte . Briten
bauen Zentrum für Internet-Überwachung auf Die britische Regierung will ein
spezielles Überwachungszentrum für das Internet aufbauen . Das Projekt solle
dabei helfen , dem Einsatz modernster Technologien durch Kriminelle besser auf
die Spuren zu kommen , hieß es . Zu den Aufgaben werde es gehören ,
verschlüsselte Internet-Botschaften zu entziffern . Aber auch herkömmliche
Aufgaben wie die Telefon- und E-Mail-Überwachung soll das Zentrum erfüllen .
Eine Sprecherin des Ministeriums wies Vorwürfe von Liberalen zurück , die
staatliche Beschnüffelung und Einmischung würden unter der Labour-Regierung
verschärt . " Wir müssen mit den Kriminellen wetteifern und sicherstellen , dass
wir dazu die richtigen Werkzeuge zur Hand haben " , sagte sie . Siehe auch
Britischer Geheimdienst will Emails überwachen bei Telepolis . Hintergrund : SAP
kann Erfolgsbilanz vorweisen Mit stolz geschwellter Brust können die SAP-Bosse
Hasso Plattner und Henning Kagermann ihren Aktionären bei der Hauptversammlung
am Donnerstag entgegen treten , denn ungeachtet aller Kritik präsentiert das
Unternehmen sich in guter Verfassung . SAP habe das Internet verschlafen , sei
außerdem zu deutsch , zu wenig amerikanisch und zu unflexibel , hieß es in den
vergangenen zwei Jahren vielfach . In den USA verlor SAP reihenweise
Führungskräfte an die mit Aktienoptionsprogrammen bestückte Konkurrenz . Doch
inzwischen schwächelt mancher US-Konkurrent , während SAP im ersten Quartal 2001
glänzte : Der Zuwachs fiel unter anderem deswegen so hoch aus , weil das
Vorjahresquartal schlecht gewesen war . Von Januar bis Ende September dieses
Jahres will SAP mehr als 23 Prozent Umsatzwachstum erreichen . Wichtigster
Programmpunkt der Hauptversammlung ist die Umwandlung der nicht
stimmberechtigten Vorzugsaktien in stimmberechtigte Stammaktien : Damit würde
der Anteil der SAP-Gründer sowie deren Stiftungen und Familien von 63 Prozent
des stimmberechtigten Kapitals auf 39 Prozent sinken . Hintergrund ist die
Ankündigung der Deutschen Börse , ab Juni 2002 für die Gewichtung im Dax nur
noch eine Aktiengattung heranzuziehen . Unternehmen , die dann immer noch beide
Aktiengattungen anbieten , riskieren die Streichung aus dem Index der 30
Börsenschwergewichte . Die SAP-Bosse können eine Erfolgsbilanz präsentieren :
Der Wandel zum Hersteller von e-business-Software für das Internet ist bewältigt
. " Wir haben in jedem Bereich der Unternehmenssoftware ein wettbewerbsfähiges
Angebot " , sagt Unternehmenssprecher Herbert Heitmann . Doch ist der Wandel
noch nicht abgeschlossen , und der Konzern musste alte Prinzipien aufgeben .
Getrieben von der Einsicht , dass SAP nicht alles besser machen kann als die
Konkurrenz , kündigte SAP-Chef Hasso Plattner vergangene Woche eine "
fundamentale technologische Wende " an . Künftig soll SAP-Software die
Einbindung von Programmen der Wettbewerber erlauben . Bisher war Walldorfer
Software nur unter Mühen mit Programmen anderer Hersteller zu kombinieren . SAP
hatte lange darauf gesetzt , dass die Kundschaft alle Software-Bedürfnisse bei
SAP abdecken würde - eine irrige Annahme . Bei Marktplatz-Software wird mit dem
US-Unternehmen Commerce One zusammen gearbeitet . Bei der Entwicklung von
Unternehmensportalen - den Eingangsseiten einer Firma ins Internet - kooperiert
SAP mit Yahoo , dem weltweit bekanntesten Portal . Wesentliche Teile der für die
Portal-Lösungen benötigten Technologie werden schlicht eingekauft : Ein anderes
Problem hat sich im Laufe des vergangenen Jahres ganz von allein gelöst : Die
Krise vieler new-economy-Firmen in den USA hat den dortigen Mitarbeiterschwund
bei SAP gestoppt : " Jetzt können wir uns die guten Leute aussuchen " , sagt
Heitmann . Größte Videowand Europas geht in Betrieb 13 Meter breit und fast acht
Meter hoch - das sind die Abmessungen der Videowand , die mit Beginn des Monats
am Berliner Ku'damm in Betrieb geht . Mit über 100 Quadratmetern
Bildschirmfläche ist sie damit nach Angaben der Betreiber die größte
16:9-Videowand Europas im Außenbereich . Zusammengesetzt ist die Großbildwand
aus 80 Modulen mit jeweils eigenem Netzanschluss und automatischer
Helligkeitssteuerung . Sollte einmal ein Modul ausfallen , bleiben alle anderen
in Funktion ; ein Totalausfall der Anlage sei daher praktisch ausgeschlossen ,
meinen die Betreiber . Die einzelnen Bausteine sind wasserdicht , horizontale
Stege verhindern Lichteinblendungen von oben und sollen Schutz vor Vandalismus
bieten . Ihre Lebensdauer liegt bei über 80.000 Stunden , was bei einer
täglichen Laufzeit von 24 Stunden einem Zeitraum von über 9 Jahren entspricht .
Das Gewicht eines Moduls beträgt 100 kg , das Gesamtgewicht der Videowand
beläuft sich somit auf 8 Tonnen . Die inhaltliche Programmgestaltung kommt
weniger schwer daher . Auf der Wand soll ein Mix aus Werbung , Entertainment und
Information sowie ein News-Ticker laufen . IDC sieht eCommerce in Europa kräftig
wachsen Trotz Wirtschaftsflaute und Dotcom-Sterben wachse der eCommerce in
Europa stetig , stellt das Marktforschungsunternehmen IDC in einer soeben
veröffentlichten Analyse fest . Diese Zahl werde bis Ende 2004 auf 233 Millionen
wachsen . Der Umsatz im Internethandel werde dann eine Billion US-Dollar
überschreiten , prognostizieren die Marktforscher . " Das Dotcom-Sterben hat der
Reputation des Internet und des eCommerce insgesamt keinen Abbruch getan " ,
sagte IDC-Manager Daniel O'Boyle Kelly . Tugenden wie Profitabilität und
Effizienz könnten sich nun durchsetzen . Tatsächlich sei der Zusammenbruch
bestimmter Dotcoms eher eine Hilfe auf dem Weg zu einer solideren Entwicklung im
eCommerce . Diese Wachstumsrate sei zwar auf Dauer nicht zu halten , doch gebe
es noch eine Menge Wachstumschancen , zumal der eCommerce bisher nur einen
kleinen Bruchteil des Gesamthandels ausmache . " Das Internet bietet einen Weg ,
die Produktivität zu steigern und die Kosten zu reduzieren " , meinte O'Boyle
Kelly . " Das erhöht seine Bedeutung besonders in Zeiten einer ökonomischen
Flaute . " Die Fusion EMI/BMG findet nicht statt Die geplante Fusion zwischen
der britischen EMI und der Bertelsmann Music Group ( BMG ) ist offenbar
endgültig vom Tisch . Bertelsmann erklärte am heutigen Dienstag die Gespräche
mit EMI für beendet und gab als Grund für das Scheitern die kartellrechtlichen
Anforderungen aus Brüssel und Washington an . Bis zuletzt hatten
Bertelsmann-Chef Thomas Middelhoff und EMI-Chef Eric Nicoli versucht , die
EU-Behörden in informellen Gesprächen zu überzeugen . In allen Detailfragen über
den Firmenwert , die künftige Strategie und das Management war Einigkeit erzielt
worden . Der umfangreiche EMI-Rechtekatalog wäre mit BMG um eine wertvolle
Palette klassischer Rock-Musik ergänzt worden . EU-Wettbewerbskommissar Mario
Monti und seine Experten hatten sich wie im Fall des vorigen Fusionsversuchs von
EMI mit AOL/Time Warner gegen die Entstehung einer zu hohen Marktkonzentration
entschieden . Ihre Forderungen liefen auf eine Abtrennung wichtiger Teilbereiche
der zu fusionierenden Unternehmen hinaus . Die Betroffenen stellten am Schluss
aber fest , dass durch die Auflagen für eine Genehmigung der Fusion das ganze
weniger wert gewesen wäre , als die Summe der Einzelteile zuvor . Die Logik der
Wettbewerbshüter richtete sich nach den bislang bekannten Tatsachen aus : BMG
und EMI sind zwei der fünf großen Konzerne , die den internationalen Musikmarkt
beherrschen . Weltmarktführer ist Universal Musik mit einem Marktanteil von 21,2
Prozent . Das Unternehmen gehört zur Vivendi-Universal-Gruppe . Platz vier nimmt
die Bertelsmann Music Group ( BMG ) mit 12,5 Prozent ein , gefolgt von Warner
Music ( 11,1 ) . " Unsere Firmen werden nun ihren jeweils eigenen Weg
weitergehen " , erklärte Bertelsmann-Vorstand Middelhoff . " Mit der
Talentschmiede BMG und unserem modernen Vertriebskonzept sind wir im
Musikgeschäft in jedem Fall hervorragend aufgestellt . " Der Gütersloher Konzern
verwies darauf , dass er seine Position im Musikbereich in den vergangenen
Monaten maßgeblich verbessert habe . Im direkten Musikvertrieb sei Bertelsmann
mit CDNow und dem weltweit größten Musikclub BMG Music Service bereits heute
global die Nummer eins . Im digitalen Musikvertrieb habe man die Rolle des
Schrittmachers übernommen : " Die Kunden erhalten die Musik , die sie wünschen -
wann , woher und wie sie wollen " , so Bertelsmann . US-Soldaten bekommen eine "
Net-Nanny " Die US-Army will 200.000 Soldaten vor den Versuchungen durch
Internet-Pornos schützen . Eine Filtersoftware gegen " unpassende Inhalte " nach
Art des Kinderschutz-Programms Net Nanny soll zu diesem Zweck auf den
Regierungsrechnern in über 100 Militärstandorten installiert werden . Man wolle
zwar keine Daten über die sexuellen Aktivitäten der Soldaten im Internet sammeln
, versicherte Armeesprecherin Karen Baker , aber wenigstens wollen die Behördern
dafür sorgen , dass von Regierungscomputern aus keine Webseiten mit Porno- oder
Glücksspielangeboten mehr besucht werden . Baker meinte , Soldaten sähen sich
wohl nicht mehr Pornos an als die Angehörigen anderer Gesellschaftsschichten ,
aber immerhin seien sie ja menschliche Wesen . Nach einem Skandal , als
Armee-Ausbilder weibliche Rekruten in Maryland sexuell belästigt hatten , ergab
bereits 1997 eine Umfrage , dass die meisten Soldaten solches Verhalten als
normalen Bestandteil des Kasernenlebens betrachten . Wenn die Armee jetzt etwas
zur Erziehung ihrer Mitglieder unternimmt , kann das auch daran liegen , dass
wahre Fürsorge durch den Geldbeutel geht : Websense preist seine Software nicht
nur damit an , dass sie die Produktivität erhöhe , sondern auch damit , dass sie
" die Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit der Internet-Nutzung " vermindere .
Damit dürften wohl kaum die Telefonkosten der US-Army gemeint sein , sondern
eher die Ausgaben für Gerichtsprozesse und außergerichtliche Einigungen in der
Folge von Strafanzeigen , wenn Porno-Inhalte an Arbeitsplätzen kursieren . Siehe
auch US-Soldaten werden vor dem Internet geschützt in Telepolis . " Kein
sicherer Datenaustausch in Deutschland " Der Bundesverband der
Datenschutzbeauftragten Deutschlands kritisierte heute die Absicht von
Bundesinnenminister Manfred Kanther , den Einsatz sicherer
Verschlüsselungstechniken in der elektronischen Kommunikation zu begrenzen . "
Werden die Pläne von Bundesminister Kanther tatsächlich umgesetzt , wird es in
Deutschland keinen sicheren Datenaustausch geben " , erklärte der
Verbandsvorsitzende Prof. Dr. Gerhard Kongehl . Wer künftig ein
Verschlüsselungsverfahren verwende , das sich mit dem " Kanther-Dietrich " nicht
knacken lasse , gerate automatisch in den Verdacht krimineller Machenschaften ,
auch wenn er womöglich nur ein erlaubtes Verfahren unsachgemäß angewendet habe .
Echte Kriminelle dagegen würden beispielsweise eine mit sicherer Technik
verschlüsselte Nachricht ein zweites Mal mit einem erlaubten Verfahren
verschlüsseln . Wenn die Behörden dann noch die verbotenen Schlüssel
herausfiltern wollten , müßten sie den gesamten Nachrichtenverkehr einer
automatischen Kontrolle unterwerfen . Dabei bestehe aber die Gefahr , daß die
Inhalte der Nachrichten gleich mit überprüft würden . Die geplante zentrale
Hinterlegung der Schlüssel hält der Verband für ein großes Sicherheitsrisiko :
Das Szenario sei ähnlich wie beim Großen Lauschangriff : Um den
Sicherheitsbedürfnissen des Bürgers entgegenzukommen , sollen seine von der
Verfassung garantierten Grundrechte eingeschränkt werden . Kartellamt will mehr
Wettbewerb im Online-Markt Das Bundeskartellamt will auf dem rasant wachsenden
Markt für Internet-Dienste den Wettbewerb und freien Zugang neuer Firmen sichern
. Wolf plädierte für eine Neuordnung der Regulierung des Wettbewerbs auf dem
deutschen Internet-Markt . Die Vielfältigkeit der im Internet angebotenen
Dienstleistungen führe häufig zu einem komplizierten Nebeneinander von
Aufsichtsbehörden . Wolf : " Wer in Deutschland in moderne Kommunikations- und
Informationstechnologien investieren will , steht vor einem schwer
überschaubaren Gestrüpp von Zuständigkeiten und Regulierungen " . Anzustreben
sei eine schlanke " Regulierung unter einem Dach " , wobei das allgemeine
Kartellrecht prädestiniert scheine . Die Bonner Regulierungsbehörde für
Telekommunikation und Post wies die Kritik Wolfs zurück . Von einem Gestrüpp von
Zuständigkeiten könne keine Rede sein , sagte ein Sprecher . Das
Telekommunikationsgesetz und das Multimediagesetz regelten eindeutig die
Aufsicht über den Wettbewerb . Der Sprecher warf Wolf vor , selbst Verwirrung zu
stiften , wenn er jetzt spezifische Regelungen für Internet-Dienste fordere . Um
den Wettbewerb im Internet zu intensivieren wäre es nach den Worten des
Kartellamtspräsidenten wünschenswert , daß sich die Telekom sehr bald von ihrem
Kabelnetz trennt . Solange das Telefonnetz wichtigste Zugangsmöglichkeit bleibe
, könne die gegenwärtige Marktstruktur Gefahren für den Wettbewerb mit sich
bringen . Zum Antitrust-Prozeß gegen Microsoft sagte Wolf , der Ausgang werde
nicht ohne Folgen für Deutschland bleiben . Sollte sich der Vorwurf der
amerikanischen Wettbewerbsbehörden bestätigen und Microsoft verpflichtet werden
, Betriebssystem und Internet-Browser getrennt anzubieten , erwarte er davon
eine Signalwirkung . Microsoft werde dann seine Vertriebsstrategie auch in
anderen Ländern entsprechend anpassen müssen . " Sollte dies nicht so sein ,
würden wir als Kartellbehörde einschreiten . " Motorola zieht Klage gegen Intel
zurück Die Klage von Motorola gegen Intel wegen Abwerbung von Mitarbeitern aus
Schlüsselpositionen wird außergerichtlich beigelegt . Motorola hatte im März
beim Bezirksgericht in Austin eine Klageschrift eingereicht , in der Intel
vorgeworfen wurde , den Chipdesigner Mark McDermott und weitere 15 Angestellte
gezielt abgeworben zu haben , um in den Besitz von Firmengeheimnissen zu
gelangen . Am Freitag gaben die beiden Konkurrenten in dürren Worten ihre
Einigung bekannt , ohne nähere Einzelheiten zu nennen . McDermott war der Chef
von Motorolas Somerset Design Center . Dort wurde der PowerPC-Prozessor G4
entwickelt , der im Herbst auf den Markt kommen soll . Der Chip wird in
Kupfertechnik gefertigt und weist mit " AltiVec " eine besonders leistungsfähige
Architekturerweiterung für Multimedia-Anwendungen auf . Microsoft-Entscheidung
frühestens nächste Woche Das Strafmaß im Kartellprozess gegen Microsoft wird
frühestens in der kommenden Woche verkündet . Der zuständige Bundesrichter
Thomas Penfield Jackson räumte den beiden Streitparteien am Donnerstag
überraschend noch eine weitere Gelegenheit zur Stellungnahme ein . Ursprünglich
war die Entscheidung bereits in dieser Woche für möglich gehalten worden ,
nachdem Microsoft am Mittwoch seine Reaktion auf überarbeitete Vorschläge des
Justizministeriums vorgelegt hatte . Der Konzern hat dann bis Mittwoch
Gelegenheit für eine abschließende Reaktion . SoftRAM 96 angekündigt Es soll
wieder einmal RAM durch Software ersetzen und die Performance von Windows 95
steigern . Im Oktober 1995 hatte c't den Placebo-Charakter von SoftRAM 95
aufgedeckt und nach einer Klage des deutschen SoftRAM-Distributors Softline GmbH
durch Disassemblieren des Programms öffentlich Beweis geführt . Der Vorgang fand
ein weltweites Presseecho und führte dazu , daß Syncronys das Produkt vom Markt
nehmen mußte . Seither hatte die Firma praktisch keinerlei Umsätze mehr zu
verzeichnen . Das Geschäftsgebahren des Unternehmens wurde Gegenstand von
Ermittlungen der amerikanischen Wirtschaftsaufsichtsbehörde Federal Trade
Commission . Außerdem schweben in den USA mehrere Verbraucherschutzklagen wegen
irreführender Werbung . Wer SoftRAM 96 auf den deutschen Markt bringen wird ,
ist fraglich . Die Softline GmbH kommt als Distributor wohl nicht mehr in Frage
, denn sie liegt nach dem 95er-Fiasko im Streit mit dem Hersteller , weil dieser
die in USA fast obligatorische " Geld-zurück-Garantie " auch für Deutschland
abgegeben hatte , ohne die vollen Kosten übernehmen zu wollen . Softline will
dadurch mehr als 900000 DM verloren haben . Eine umfangreiche Dokumentation zu
den Vorgängen um Syncronys hält Andrew Schulman auf http://www.ora.com/www/win/
bereit . " BIOS-Kompendium " zum Gratis-Download Hans-Peter Schulz hat eine neue
Version seines " BIOS Kompendium " in deutscher Sprache auf seiner Website
bios-info.de zum kostenlosen Download bereitgestellt . In dem umfangreichen Werk
werden jetzt nach Angaben des Autors 1000 Befehle und Optionen der gängigsten
BIOS-Versionen erklärt und Vorschläge für die Einstellung und Optimierung
gemacht . Die downloadbare Zip-Datei ist 364 KByte groß , auf der Festplatte
belegt das Kompendium ca. 1,7 MByte Speicherplatz . c't-Leser können sich den
Download sparen . Das Kompendium ist in der c't-Shareware-Kollektion enthalten ,
die auf CD-ROM der kommenden Ausgabe 12/99 beiliegt . Microsofts Technik-Chef
geht Dino-Knochen suchen Nathan Myhrvold , der Technologie-Chef von Microsoft ,
wird den Software-Konzern für ein Jahr verlassen , um nach Überresten von
Dinosauriern zu suchen . Das teilte Microsoft am Dienstag mit . Das Unternehmen
trat damit einem Bericht des Nachrichtenmagazins " Time " entgegen , wonach
Microsoft-Präsident Steve Ballmer den Wissenschaftler gefeuert habe . Er gilt
als der eigentliche Autor von Bill Gates Buch " The Road Ahead " . Der
Wissenschaftler werde sich vom 1. Juli an auf die Jagd nach Dinosaurier-Knochen
im östlichen Teil Montanas begeben , teilte Microsoft mit . Gates sagte , er
freue sich bereits auf die Rückkehr von Myhrvold . Beobachter werten die
Presseerklärung allerdings als endgültigen Abschied des Wissenschaftlers von
Microsoft . Sie rechnen bereits seit mehreren Wochen mit seinem Ausscheiden ,
nachdem Ballmer den Software-Konzern umstrukturiert hatte . In der neuen
Führungsmannschaft spielt Myhrvold keine herausragende Rolle mehr . Der
Wissenschaftler besitzt Microsoft-Aktienoptionen , die ihn finanziell unabhängig
machen . AOL kauft sich ins Musikgeschäft ein Online-Riese AOL steigt mit dem
Kauf der US-Firmen Spinner.com und Nullsoft in den Vertrieb von Musik über das
Internet ein . Spinner.com ist ein Pionier und führender Anbieter von
Internet-Radio . Nullsoft ist Hersteller des bekannten MP3-Players Winamp und
der MP3-Serverlösung Shoutcast . Beobachter erwarten , daß AOL das zugekaufte
Know-how nutzen wird , um proprietäre Techniken für Streaming Audio und den
Vertrieb von Musik in seine Online-Angebote zu integrieren . Digitale Signatur
in den USA gültig In den USA ist die digitale Signatur jetzt rechtsverbindlich .
Damit können praktisch alle Geschäfte über das Internet besiegelt werden .
Präsident Bill Clinton unterzeichnete am Freitag das neue Gesetz . Bei einer
Zeremonie in Philadelphia im Bundesstaat Pennsylvania benutzte Clinton zunächst
einen " altmodischen " Füllfederhalter und unterschrieb dann noch einmal digital
. Clinton zeigte sich zuversichtlich , dass die digitale Unterschrift viele
Geschäfte vereinfachen und auch die Archivierung von Verträgen erleichtern werde
. " Bald werden ganze Lagerhallen voller Papier durch Computer von der Größe
eines Videorekorders ersetzt werden " , sagte Clinton . Hauskäufer können damit
ihre Hypothekarkredite per E-Mail aufnehmen . Autokäufe über das Internet werden
ebenso möglich wie rechtsgültige Online-Verträge von Firmen untereinander . Die
Befürworter des Gesetzes erwarten einen gewaltigen Schub für den Onlinehandel .
Bisher hätten viele Vertragsabschlüsse über das Internet gescheut , weil sie
Fälschungen befürchteten . Die verschlüsselte digitale Unterschrift soll
Verträge sicherer machen . Die Debatte über das Gesetz hatte zwei Jahre gedauert
, da die Demokraten befürchteten , der Verbraucherschutz könnte durchlöchert
werden . Sie hatten Sorge , dass Firmen oder Hausverwalter Benachrichtigungen
über Preiserhöhungen oder Kündigungen per E-Mail verschicken könnten , ohne
sicherzustellen , dass die Kunden auch die notwendige Technik haben , um die
Nachricht zu empfangen . Damit hätten die Kunden Einspruchsfristen versäumen
können . Nun müssen Firmen zunächst klären , ob ihre Kunden die technischen
Voraussetzungen besitzen , bevor sie Verträge oder ähnliche Dokumente
verschicken . Focus : BKA-Beamter kopierte Kinderpornos Ein für die
Computerdienste im Bundeskriminalamt ( BKA ) verantwortlicher Beamter hat dem
Nachrichtenmagazin Focus zufolge im Internet verbotene Kinderpornografie
abgezogen und für seine private Verwendung kopiert . Das Amtsgericht Bonn
verurteilte den Referatsleiter aus der BKA-Staatsschutzabteilung in Meckenheim
bei Bonn Anfang Mai zu einer Geldstrafe von rund 16.000 Mark , wie Focus unter
Berufung auf den Bonner Oberstaatsanwalt Fred Apostel berichtet . Eine Razzia
gegen Internet-Provider hatte laut Focus die Fahnder im vergangenen Jahr auf die
Spur des BKA-Beamten geführt . In der Wohnung des verheirateten Familienvaters
seien vier CD-Roms mit zirka 2500 Bildern sexuell missbrauchte Kinder
beschlagnahmt worden . Drillisch verkauft Festnetzgeschäft Die Kölner
Telekommunikationsfirma Drillisch hat ihr defizitäres Festnetzgeschäft an die
finnische Elisa Kommunikation verkauft . Das teilte Drillisch am Freitag in Köln
mit . Zum Verkaufspreis wurden keine Angaben gemacht . Durch diesen Schritt
würden beide Unternehmen auf dem deutschen Telekommunikationsmarkt ihre Position
stärken , hieß es . Das Unternehmen will auf dem deutschen Markt vor allem
Stadtnetzbetreiber konsolidieren und ausbauen . Gekaufte Empfehlungen bei
Preisvergleichern Wer preisbewusst einkaufen , aber nicht mühsam Angebote
miteinander vergleichen möchte , dem dienen sich Preisvergleicher im Internet an
. Aber auf dem bequemen Weg zum Schnäppchen wird der Verbraucher oft ganz schön
an der Nase herumgeführt , warnt c't in der aktuellen Ausgabe 14/01 . Etliche
Billigpreisportale bieten dem Surfer als scheinbar kostenlose Dienstleistung den
produktbezogenen Preisvergleich unter einer Vielzahl von Online-Händlern an .
Doch was dabei heraus kommt , ist keineswegs immer das günstigste Angebot . Ein
wesentlicher Grund für die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit liegt
darin , dass die Preisvergleicher natürlich nicht kostenlos arbeiten , sondern
sich von den Anbietern bezahlen lassen - teils durch Buchungsgebühren , teils
durch Provisionen , die auf den Kaufpreis draufgeschlagen werden . " Wo in einem
redaktionellen Umfeld solche scheinbar neutralen Preisvergleiche angestellt
werden , die nicht klar als Werbung gekennzeichnet sind , da muss man sie wohl
als Schleichwerbung bezeichnen " , so Schüler . Obendrein entpuppten sich manche
Angebote im c't-Test bei genauerem Hinsehen als irreführend . Scheinbare
Software-Schnäppchen erwiesen sich als Import-Versionen in englischer Sprache
oder gar nur als Updates , deren Nutzung den Kunden in eine zweifelhafte
Rechtslage brächte . Statt der gesuchten Grafikkarte in besonders hochwertiger
Ausführung wurde den c't-Testern hier und da eine Billigvariante angepriesen .
So wird aus der vollmundig offerierten Dienstleistung ein Bärendienst und dem
Kaufinteressenten bleibt am Ende doch nichts anderes übrig , als selbst genau
hinzuschauen . Ohnehin sollte man vor dem Online-Einkauf akribisch die
Geschäftsbedingungen studieren , rät c't . Wer Wert auf Serviceleistungen legt ,
solle vielleicht besser zum Händler am Ort gehen . Diesem müsse man beim
Preisvergleich zugute halten , dass keine Versandkosten anfallen , die bei
Online-Bestellungen meist noch extra zu Buche schlagen . Virtuelle Figuren
sollen das Web " persönlicher " machen Er hat breite Schultern , gepflegte Hände
, und die Krawatte sitzt perfekt . Auch wenn die Augen nervös hin und her rollen
- seit vergangener Woche präsentiert der digitale Sprecher J.P. Partourt die
Finanznachrichten des Wirtschaftsportals www.vwd.de im Viertel-Stunden-Takt wie
ein Profi . Der Nachrichtenmann gehört zu der Spezies der Avatare , die
zunehmend das Netz bevölkern und teilweise auch bereits auf Werbeplakaten und im
Fernsehen gesichtet wurden . Die dreidimensionalen Figuren sollen das Netz
lebendiger und service-orientierter machen . " Jeder User wird eine Truppe von
Cyberwesen zur Verfügung haben , die ihm die Recherchearbeit im Dickicht des
Netzes abnimmt " , prognostiziert der Trendforscher Matthias Horx in seiner
Studie " Die Zukunft des Internets " . Horx geht davon aus , dass an Stelle
Tausender Themen-Portale in Zukunft individuell auf den Nutzer zugeschnittene "
Ich-Portale " entstehen werden . So weit ist die Technologie aber noch nicht
ausgereift , wenn auch Avatare bereits mehr können als nur Nachrichten vorlesen
. So beantwortet der Berater Liam zum Beispiel Fragen rund um den Aufbau der
Firmenwebseite und die Produkte des Elektronikunternehmens Loewe . Charmant
tritt die virtuelle Beraterin der Deutschen Bank , Cor@ , auf . Die elegante
Blondine gibt zwar Einzelheiten über ihre Hobbys preis , bleibt dennoch stets
kühl distanziert . Die Avatare , die nach den im hinduistischen Glauben von Gott
auf die Erde entsandten Wesen benannt sind , treten nicht nur in Menschengestalt
auf . So navigiert unter www.genie.de die Fantasiefigur Baby Fred den Nutzer
durch die Seiten . Die virtuellen Wesen würden als zusätzliches
Marketinginstrument eingesetzt , sagt Kai Bühler , Vorstandsvorsitzender der
Kölner Firma plan_b media , die auch den vwd-Nachrichtensprecher und Baby Fred
kreierte . " Kunden werden dadurch emotional angesprochen " , glaubt Bühler .
Manche Webseite habe durch den Einsatz der virtuellen Helfer ihre Klickraten
enorm erhöht . Baby Fred erreiche gar Kult-Status . Fans riefen an , um
Baby-Fred-Sticker zu bekommen . Das Internet wird aber nicht die einzige Domäne
der virtuellen 3-D-Wesen bleiben , meint Alexandra Fuzinski , Geschäftsführerin
der Kölner v*sta new media . Populärstes Beispiel ist die Kunstfigur Lara Croft
, die als moderne Amazone in Tomb Raider Berühmtheit erlangte . " Jetzt ist sie
auf der Leinwand zu sehen " , sagte die Expertin für Agenten-Technologie . So
seien auch Avatare in einer Fernsehshow einsetzbar und könnten nach der Sendung
den Zuschauern weitere Fragen auf der Webseite beantworten . In englischen
TV-Testsendungen wandelt bereits der Avatar Simon den Redefluss in
Gebärdensprache um . Fuzinski geht davon aus , Avatare in Zukunft als Verkäufer
im Kaufhaus oder als Sympathieträger auf Verpackungen zu sehen . Studie :
IT-Investitionen nehmen zu Die Investititonslust deutscher Firmen bei
Informationstechnik und Telekommunikation sei ungebrochen , berichtet die
Computerwoche unter Berufung auf Ergebnisse einer Studie , die das
Marktforschungsinstitut Techconsult im Auftrag der Zeitschrift zwischen November
2000 und Februar 2001 unter 2.505 deutschen Betrieben mit 20 oder mehr
Mitarbeitern durchgeführt hat . Bei den reinen IT-Anschaffungen im Jahr 2002
wird der Studie zufolge der größte Anteil der Gesamtausgaben mit 38,2 Prozent
auf Hardwareinvestitionen entfallen . Bezieht man die Kosten für hausinternes
IT/TK-Personal mit ein , machen diese 41,1 Prozent des gesamten
Investitionsvolumens aus . Ganz oben auf der Prioritätenliste stehe für das Gros
der Betriebe die Aktualisierung der bestehenden Hardware-Infrastruktur . Bei der
Anschaffung neuer Software habe für die meisten Firmen Aktualität den höchsten
Stellenwert : Für die nächsten zwei Jahre nannten 14,2 Prozent der Unternehmen
die Installation von Updates als oberstes Ziel . Mehr Bedienerfreundlichkeit
wünschen sich 11,6 Prozent ; 10,5 Prozent geht es in erster Linie um die
Leistung ihrer Software . Windows XP fast fertig Microsoft hat am Freitag den
ersten Kandidaten für die Produktionsversion von Windows XP offiziell
herausgegeben , wie US-Medien berichten . Das Programm enthält alle Merkmale der
finalen Version , die am 25. Oktober auf den Markt kommen soll . Die
Feature-Palette von Windows XP - vor allem die Integration der unter dem Namen
Hailstorm bekannt gewordenen Internetdienste - findet nicht nur Beifall . Der
Generalstaatsanwalt von Iowa , Tom Miller , kündigte im Licht der
Berufungsentscheidung im Kartellverfahren gegen Microsoft eine kritische Prüfung
an : " Die jüngsten Ankündigungen bezüglich XP und Hailstorm zeigen uns , dass
Microsoft anscheinend seine Bemühungen fortsetzt , sein Monopol noch breiter auf
das Internet auszudehnen " , sagte Miller . c't berichtet in der aktuellen
Ausgabe 14/01 ausführlich über den Stand der Dinge bei Windows XP . Alle
Pinguine sind gleich Die Version 1.0.0 der Linux Standard Base ( LSB ) ist da .
Sie soll dem Wildwuchs von Varianten des Open-Source-Betriebssystems
entgegenwirken . Der Grund , diese Richtschnur zu formulieren , liegt in
Befürchtungen , Linux könnte sich in unverträgliche Zweige zergliedern wie
einstmals Unix etwa in die Berkeley Software Distibution ( BSD ) und das
konkurrierende System V. Nicht zuletzt Microsoft hat in aggressiven
Werbekampagnen mit mutierten Pinguinen versucht , derlei Befürchtungen zu
schüren und damit Linux in Misskredit zu bringen . Die Protagonisten des
Open-Source-Betriebssystems beurteilen die Situation ganz anders : Im Gegensatz
zu Unix stünden hinter Linux keine ökonomischen Interessen , proprietäre
Lösungen an den Mann zu bringen , sondern der Selbstzweck , ein frei
zugängliches System zu etablieren . Daher seien Zerwürfnisse wie bei den
Unix-Entwicklergruppen nicht zu erwarten . Zu den Mitgliedern des
LSB-Konsortiums zählen neben Linux-Distributoren wie Caldera , SuSE , Red Hat ,
Debian , VA Linux , Turbolinux und Mandrake namhafte Hard- und
Software-Entwickler wie IBM , Hewlett-Packard , Compaq , SGI , Oracle oder Corel
. Der Konsens dieses großen Herausgeberkreises umfasst Systeminterna wie das
Objektformat für kompilierte Binaries , einen Kanon der gebräuchlichsten System-
und Grafikbibliotheken und Hinweise zur Initialisierung von Rechnern beim Booten
. Die LSB-Vorgabe bezieht sich ausdrücklich auch auf ältere Standards wie die
Beschreibung des X11-Protokolls und den Posix.1-Standard . Weiterhin beschreibt
sie mit der File System Hierarchy , wo bestimmte Dateien auf der Platte zu
finden sind , und sie bezieht sich auf die Vorgaben von Red Hat für
Softwarepakete in RPM-Archiven . Diese Definition lässt zurzeit offen , ob etwa
die Anhänger der alternativen DEB-Archive des Debian-Projekts diese zukünftig
ohne Informationsverlust in ihre Systeme integrieren können . Immerhin
klassifiziert die LSB-Webseite das Subprojekt zu diesem Thema als " in progress
" , so dass auch dafür eine Lösung in Aussicht steht . Beta-Software legte die
NASDAQ lahm Börsianer erwarten am Montag eine schwierige Eröffnung des Handels
an der NASDAQ , nachdem es dort am Freitag ein großes Durcheinander gegeben hat
. Einige Broker waren zeitweise vom Handel ausgesperrt ; sie bekamen ihre
eigenen Eingaben an den Terminals nicht mehr zu sehen . In der Folge wurde der
ganze Handel zeitweise ausgesetzt und anschließend um eine Stunde ( bis 23 Uhr
hiesiger Zeit ) verlängert . Dabei traten offenbar weitere Störungen auf und
viele Geschäfte konnten nicht ordentlich abgeschlossen werden . " Das ist
organisiertes Chaos , aber es ist sehr chaotisch " , beschrieb ein Betroffener
die Lage . Ein Senior Trader äußerte sich weniger diplomatisch auf der
NASDAQ-Website : " It's a big mess . " Ausgerechnet am letzten Handelstag des
Quartals kam der NASDAQ das Problem besonders ungelegen . Den Schuldigen an dem
Debakel hat man in Person eines Mitarbeiters beim Netzwerkbetreiber MCI Worldcom
ausgemacht , der die Nachrichtenübermittlung irrtümlich auf eine Software im
Entwicklungsstadium umgeschaltet hat . Immerhin sollen die erforderlichen
Reparaturmaßnahmen die Geschäfte am Montag nicht weiter behindern , versicherte
ein NASDAQ-Sprecher . Bereits am Tag zuvor hatte es eine Handelsunterbrechung
gegeben , nachdem das Zerschlagungsurteil gegen Microsoft aufgehoben worden war
. Was zunächst wie die Auswirkung eines sprunghaft gestiegenen Handelsaufkommens
aussah , erschien nachher in anderem Licht , als die NASDAQ auch den
nachbörslichen Handel am Donnerstag schlichtweg absagte . Neue BAföG-Regeln im
Internet Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat die Broschüre "
BAföG 1999/2000 " überarbeitet und neu aufgelegt . Sie gibt einen Überblick über
die wichtigsten Regelungen des BAföG , die ergänzenden Rechtsverordnungen und
Berechnungsbeispiele . Die aktuellen Informationen und die für die
Antragstellung erforderlichen Formblätter sind auch auf der Website des
Ministeriums zu finden . Die Broschüre kann per EMail angefordert werden . Mit
dem 20. Änderungsgesetz sind Bedarfssätze und Freibeträge zum 1. Juli angehoben
worden . So erhalten wieder mehr Studierende BAföG , teilte das Ministerium mit
. Eine Studienzeitverlängerung wegen Gremienarbeit und in der studentischen
Selbstverwaltung werde wieder angemessen berücksichtigt . Die
Studienabschlußförderung werde um weitere zwei Jahre verlängert . Apple verklagt
iMac-Plagiateure Apple Computer hat am heutigen Donnerstag am Bundesgericht in
San Jose , Kalifornien , eine Klage eingereicht . Apple habe viel Geld und
Anstrengungen in die Entwicklung investiert und sei entschlossen , diese mit
allen Rechtsmitteln zu schützen . Unterdessen hat der iMac in den USA weiter an
Popularität gewonnen . Nach der jüngsten Statistik der Marktforschungsfirma PC
Data schaffte es die aktuelle Modellvariante mit 333-MHz-Prozessor im Mai auf
Platz 3 der Einzelhandels-Hitparade , während die ausgelaufene B-Variante mit
233 MHz gleichzeitig noch auf Platz 7 rangierte . Umweltverbände warnen vor mehr
Handy-Smog Vor einer Ausweitung von Elektrosmog durch den Ausbau der
Mobilfunknetze haben Umweltschutzorganisationen aus Anlass der Versteigerung der
UMTS-Mobilfunklizenzen in Mainz gewarnt . Es gebe keine ausreichenden
Erkenntnisse über die Auswirkungen des Mobilfunks auf den Menschen , erklärten
der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz ( BBU ) und der Bund für Umwelt
und Naturschutz ( BUND ) . Speziell für gesundheitliche Gefahren bei
Langzeiteinwirkung von Elektrosmog gebe es keine befriedigenden Untersuchungen ,
sagte BBU-Vorstandsmitglied Eduard Bernhard mit . Nach Angaben des in Bonn
ansässigen Verbandes liegen beim Bundesumweltministerium etwa 1000 Anfragen und
Beschwerden zu vorhandenen Mobilfunkanlagen vor . BBU und BUND forderten eine
umfangreiche Prüfung der Umweltverträglichkeit vor der Zulassung der neuen
UMTS-Technik , für die in Mainz die Frequenzen versteigert werden . Einen
ausführlichen Report über den Stand der Diskussion und wissenschaftliche Studien
zum Elektrosmog hat c't im Juli veröffentlicht . Der milliardenschwere Poker um
die begehrten UMTS-Mobilfunklizenzen in Deutschland entwickelt sich zu einem
Bietergefecht in Tippelschritten . Am zweiten Tag der Versteigerung in Mainz
schaukelten sich die sieben Bewerber nur langsam hoch . Alle Bieter sind
weiterhin im Rennen , die Auktion geht am Mittwoch weiter . Antitrust-Klage
gegen Microsoft Zwei Jahre nach dem lauen Ende der regierungsamtlichen
Antitrust-Untersuchung muß Microsoft wegen derselben Vorwürfe noch einmal vor
Gericht . Caldera , ein von dem früheren Novell-Boß und Microsoft-Gegner Ray
Noorda finanziertes Unternehmen , will das von Novell aufgegebene DR-DOS
wiederbeleben und fordert von Microsoft Schadenersatz in nicht spezifizierter
Höhe . Die in der Linux-Szene wohlbekannte Caldera Inc. aus Utah hat DR-DOS
inklusive damit verbundener Ansprüche von Novell übernommen . Caldera-Chef Bryan
Sparks kündigte an , das Betriebssystem noch in diesem Jahr wieder auf den Markt
zu bringen . Aber trotz etlicher Vorzüge setzte es sich nicht durch . Laut
Calderas Klageschrift war das Scheitern " ein direktes Resultat von Microsofts
räuberischen Handlungen " . Auch das US-Justizministerium hatte in seiner
Anklageschrift aus dem Jahr 1994 den Fall von DR-DOS aufgeführt , als es
Microsoft vorwarf , mit wettbewerbswidrigen Praktiken den Betriebssystemmarkt zu
monopolisieren . Vor allem die "Per-Processor"-Verträge wurden damals moniert -
die Abrechnung von Lizenzgebühren pro PC , gleich mit welchem Betriebssystem .
Microsoft gab keine Schuld zu , versprach aber , einige umstrittene Bedingungen
zu ändern . Caldera will jetzt " zu Ende bringen , was das Justizministerium
unvollendet gelassen hat " , so der Anwalt des Unternehmens , Stephen D. Susman
. Microsoft habe durch ungesetzliche Handlungen " dem Wettbewerb , dem
Verbraucher und der Innovation " geschadet und übe bis heute " räuberische
Praktiken " aus , um sein Monopol zu stützen . So erhielten OEMs nur dann
kommerziell vernünftige Preise , wenn sie ausschließlich
Microsoft-Betriebssysteme einsetzten . Preispolitik und Lizenzpraktiken , die
auf den Ausschluß von Wettbewerbern hinauslaufen , sollen Microsoft untersagt
werden . Für die Dauer von zehn Jahren will Caldera Einblick in alle APIs für
Betriebssystemprodukte erhalten . Außerdem soll das Gericht den Redmondern
verbieten , Code in Programme einzubauen , dessen einziger oder primärer Zweck
darin bestehe , Inkompatibilitäten mit Caldera-Produkten herbeizuführen .
Microsoft kommentierte die Klage als zweckloses Aufwärmen alter Anschuldigungen
. Auch die Börse blieb unbeeindruckt : Microsofts Aktien kletterten an den
folgenden Tagen um 5 Dollar . Weitere Informationen auf http://www.caldera.com
Gerüchte brodeln um Apple-Führung Die Nachricht von Steve Jobs Absage an Apple (
http://www.heise.de/newsticker/data/cp-31.07.97-000/ ) hat kaum die Runde
gemacht , da meldet sich ein Jobs-Vertrauter mit der gegenteiligen Aussage zu
Wort . Oracle-Vorstandschef Larry Ellison sagte in einem Interview mit der
französischen Zeitung La Tribune , er werde in den Apple-Vorstand eintreten und
nächste Woche eine neue Führungsspitze unter der Leitung von Steve Jobs
präsentieren : " Am Montag werden wir Apples neues Management-Team vorstellen ,
und ich bin dabei . " Demgegenüber war gestern eine anscheinend von Jobs
verfaßte Email an die Mitarbeiter seiner Firma Pixar bekanntgeworden , in der er
versicherte , er wolle sich nur für maximal 90 Tage stärker bei Apple engagieren
. " Man kann Microsoft nicht ein Monopol errichten lassen . " Der Milliardär
bestätigte , daß er einen Teil seines Vermögens in Apple investiere , nannte
aber keine Summe . Er wiederholte auch seine Auffassung , Apple müsse
preisgünstige Netzcomputer bauen , die schon einmal wütende Proteste von
Macintosh-Anhängern hervorgerufen hatte . Ellison hatte allerdings später
klargestellt , damit sei nicht gemeint gewesen , daß Apple keine
High-End-Macintoshs mehr herstellen solle . Unterdessen überbieten sich
Kommentatoren in den USA stündlich in immer neuen Spekulationen und Nachrichten
" aus Insider-Kreisen " über die Nachfolge von Gil Amelio im Amt des CEO . Als
Kandidaten gelten unter anderen Joel Kocher , der Chef von Power Computing , und
Borland-CEO Del Yocam , ein Apple-Veteran . Unbeeindruckt von all dem
Durcheinander zeigte sich überraschenderweise die Börse : Der Apple-Aktienkurs
stieg weiter an . Gericht stoppt Bau eines Mobilfunksendemastes Das Düsseldorfer
Verwaltungsgericht hat dem Mobilfunkunternehmen De Te Mobil den Weiterbau eines
Mobilfunksendemastes in einem Wohngebiet in Kaarst bei Neuss untersagt . Das
Gericht hält in seiner am Freitagnachmittag gefallenen Entscheidung die
bisherige Praxis der Mobilfunkbetreiber für rechtswidrig , in reinen
Wohngebieten ohne Baugenehmigungen Sendeanlagen für den Mobilfunk zu errichten .
Anlagen dieser Art stellten in Wohngebieten eine genehmigungspflichtige
Nutzungsänderung dar . Wegen ihrer städtebaulichen Relevanz und ihrem Einfluss
auf das Ortsbild ließen sie sich daher nicht ohne Baugenehmigung betreiben . (
Aktenzeichen 9 L 1021/01 ) Die Entscheidung hat nach den Worten des Anwalts des
Klägers große Bedeutung für ganz Deutschland . In vielen Städten wehrten sich
die Menschen bisher vergeblich gegen Sendemasten in ihren Wohngebieten , sagte
Anwalt Cornel Hüsch , der den Nachbarn der betroffenen Anlage vor Gericht
vertritt . Das werde sich ändern , wenn die bisher in Deutschland einzigartige
Entscheidung des Gerichts Bestand habe . Dann müssten die Masten genehmigt
werden , was in reinen Wohngebieten nur unter Beachtung der Nachbarinteressen
gehe . In vielen Fällen müssten nach Meinung des Anwalts Sendeanagen
nachträglich genehmigt oder abgebaut werden . US-Regierung gegen Überprüfung des
Microsoft-Urteils Die US-Regierung sieht keinen Grund für eine Neuauflage des
Kartellprozesses gegen Microsoft . Das Oberste Gericht des Landes in Washington
sollte daher den Antrag des weltgrößten Softwarekonzerns ablehnen , das
ergangene Urteil wegen wettbewerbsrechtlicher Verstöße aufzuheben , forderte das
Justizministerium am Freitag . Der Fall liegt derzeit bei der Richterin Colleen
Kollar-Kotelly . Ihr war von einem Bundesberufungsgericht die Entscheidung über
das Strafmaß übertragen worden . Kollar-Kotelly hat die Streitparteien für den
21. September zu einem ersten Bestandsaufnahme-Treffen aufgefordert . Microsoft
fordert ein neues Verfahren mit der Begründung , dass der ursprüngliche Richter
Thomas Penfield Jackson parteiisch gewesen sei . Er hatte die Zerschlagung des
Konzerns angeordnet , doch wurde dies von dem Berufungsgericht später wieder
aufgehoben . Bei dem Schuldspruch wegen Verstößen gegen das Kartellrecht blieb
es jedoch . hr fordert gesetzliche Regelung für Rundfunk per Kabel Rundfunk- und
Verwaltungsrat des Hessischen Rundfunks ( hr ) fordern gesetzliche Regelungen
für die Einspeisung von Radio- und Fernsehprogrammen in das Kabelnetz . "
Angesichts der Bedeutung des Rundfunks für den in einem demokratischen
Gemeinwesen unerlässlichen Meinungs- und Willensbildungsprozess darf die
Rundfunkverbreitung im Kabel nicht den Marktkräften überlassen werden " , heißt
es in einer am Samstag in Frankfurt verbreiteten Resolution der hr-Gremien . Die
Kabelnetze seien von der Allgemeinheit finanziert und ausschließlich für die
Verbreitung von Rundfunkprogrammen geschaffen worden . Hintergrund ist die Sorge
, der Verkauf der Telekom-Kabelnetze an englische und amerikanische Investoren
könnte grundlegende Veränderungen bringen . Für die Rundfunkanbieter müsse die
Einspeisung der Programme kostenlos sein , und die Kabelnetzbetreiber müssten
verpflichtet werden , ein Drittel der technischen Kapazitäten für die
Verbreitung von Rundfunkprogrammen zu reservieren . IDF : I/O-Buskrieg beendet
Intel und das Dreier-Konsortium IBM , HP und Compaq haben ihre Streitereien über
den I/O-Standard der Zukunft beigelegt . Aus Ärger über Intels Vormachtstellung
hatten die drei Unternehmen für den Serverbereich zunächst PCI-X , eine
Erweiterung zu PCI und dann als Antwort auf Intels neuen I/O-Idee NGIO ein
Konkurrenzkonzept namens Future-I/O vorgelegt . Nun war der Aufstand gegen den
Prozessorgiganten nur ein Sturm im Wasserglas und die I/O-Zukunft wird wieder
gemeinsam gestaltet . System-I/O heißt jetzt das Kind , das die jeweils besten
Anlagen aus beiden Welten erben soll . Mit geplanten 2,5 GBit/s pro Kanal und
bis zu 12 Kanälen soll System-I/O beeindruckende I/O-Raten erreichen . IDF :
Display-Interface DVI im Kommen Das Digital Visual Interface ( DVI ) für die
digitale Ansteuerung von Displays und Monitoren , das maßgeblich von Intel
mitgestaltet wurde und dessen " Workgroup " sich im letzten Herbst auf dem IDF
formierte , tritt nun in seine Realisierungsphase . Philips und Princeton haben
DVI-Displays fertig , ADI , NEC und Viewtronic Displays und Monitore in der
Queue . ATI , Matrox , Elsa , Nvidia , Number 9 und S3 zeigen auf dem IDF
Prototypen ihrer DVI-Grafikkarten . Als erstes Systemhaus will IBM DVI in der
Aptiva-Familie auf den Markt bringen , auch Fujitsu hat DVI-Systeme angekündigt
. In der DVI-Workgroup sind daneben auch Compaq und HP , die aber noch keine
Produkte ankündigen ( Compaq glänzt auf dem IDF eh durch Abwesenheit ) . Eine
ausführliche Gegenüberstellung der konkurrierenden Standards für die digitale
Ansteuerung von Displays hat c't in Ausgabe 11/99 , Seite 220 , veröffentlicht .
Kennzeichen D : Neonazis dringen vor im Internet Das Internet wird nach einem
Bericht des ZDF-Magazins " Kennzeichen D " verstärkt zum zentralen
Propagandaforum für Neonazis . Rechtsextremisten seien online in Bereiche
vorgedrungen , die bislang nicht politisch beeinflusst gewesen seien .
Verfassungsschützer beobachteten zudem eine zunehmende Finanzierung der
rechtsextremen Szene durch das Internet . So sei in Hamburg ein neonazistischer
Medienkomplex entstanden , der " Nachrichten , Unterhaltung und kommerzielle
Interessen " bündele . Auch international verstärkten rechtsextreme
Internet-Betreiber ihr Angebot für Kinder und Jugendliche . Durch eine
zunehmende Auslagerung der Internet-Strukturen ins Ausland gebe es für die
deutschen Innenbehörden wenig Möglichkeiten , gegen die neonazistische Hetze
vorzugehen . " Es gelingt uns zum Teil nicht , offene Mordaufrufe , die über das
Internet verbreitet werden , beim Provider abstellen zu lassen " , sagte der
Leiter des brandenburgischen Verfassungsschutzes , Hasso Lieber , dem Magazin .
Bericht über Ablösung Scheurles dementiert Das Bundeswirtschaftsministerium hat
Berichte dementiert , wonach der Chef der Bonner Regulierungsbehörde für Post
und Telekommunikation , Klaus-Dieter Scheurle , abgelöst werden soll . Die Welt
am Sonntag hatte gemeldet , Scheurle werde möglicherweise schon bald sein Amt
niederlegen oder zum Rücktritt gezwungen werden , weil er in jüngster Zeit zu
häufig zu Gunsten der privaten Kommunikationsanbieter entschieden habe . Als
Nachfolger sei der SPD-Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium , Sigmar
Mosdorf , im Gespräch . Intershop will Belegschaft um ein Viertel verkleinern
Die bisherige Umsatzprognose sei auf Grund der " anhaltenden makroökonomischen
Schwäche und der zurückhaltenden Unternehmensausgaben im IT-Bereich " nicht zu
halten , teilte das Unternehmen am Montag in Hamburg mit . Zu den
Einsparmaßnahmen gehört die Reduzierung der Belegschaft um 25 Prozent auf 790
Mitarbeiter . Auch die weltweite Bürofläche solle verkleinert werden , teilte
der Anbieter von E-Commerce-Software mit . Neue iMacs am 5. Oktober Apple
Computer lädt für kommenden Dienstag , 5. Oktober , zu einem " Special Apple
Event " ein - offenbar , um die erwarteten neuen iMac-Modelle vorzustellen .
Damit bewahrheiten sich die Spekulationen einschlägig spezialisierter Websites ;
in einigen Berichten war auch dieses Datum schon genannt worden . Die Rede von
iCEO Steve Jobs will Apple live im Internet übertragen . Videorekorder gehorcht
aufs Wort Der angeblich so aussichtlose Kampf mit der Programmierung des
Videorekorders könnte bald zugunsten des Anwenders entschieden sein . Ein
Karlsruher Informatiker hat jetzt einen Videorekorder-Prototyp entwickelt , der
sich durch natürlichsprachliche Befehle programmieren und bedienen lässt . " Es
ist egal , wer spricht und welcher Wortlaut oder welche Satzstellung benutzt
wird " , sagt der 35-jährige Ivica Rogina . Er tüftelt seit Jahren an der Uni
Karlsruhe an Algorithmen für die Sprach- , Handschrift- und Gesichterkennung .
In den vergangenen Monaten haben mehr als 100 Sprecher den Computer trainiert .
Das Gerät soll die " Spontansprache " und jeden Gesprächspartner akzeptieren .
Bis das Gerät im Handel erhältlich sein wird , dürfte allerdings noch einige
Zeit vergehen . Sein Entwickler will ihm noch einige Kinderkrankheiten
austreiben und ihn robuster machen . Der Prototyp , dessen Wissensbasis der
Duden ist , tut sich noch schwer mit der Aussprache englischer oder
französischer Titel . Auch zu derben Dialekt mag das Gerät nicht . Ein munteres
bayerisches " host mi " führte bisher noch selten zu der gewünschten Reaktion .
Erwin Teufel virtuell bei den Grünen Das Internet macht 's möglich : Erwin
Teufel ( CDU ) hat sich am virtuellen Parteitag der Südwest-Grünen beteiligt .
Am Freitag sprach der Ministerpräsident in einem Gastbeitrag zu den " lieben
Surfern im Internet " . Der Grünen-Landeschef Andreas Braun begrüßte den
Gastbeitrag des Regierungschefs und wertete ihn als " gutes Zeichen der
politischen Kultur in Baden-Württemberg " . Teufel verwies in seinem Vortrag auf
die Spitzenstellung Baden-Württembergs in Sachen Internet . Durch vom Land
bezuschusste Internetkurse solle im kommenden Jahr der Anteil der regelmäßigen
Internetnutzer im Südwesten von derzeit 35 auf 50 Prozent angehoben werden .
Neben der Darstellung des Stands der Ausstattung der Schulen und Hochschulen mit
neuester Technik sparte Teufel nicht mit Seitenhieben . Mit Blick auf die
zunehmende Zahl von Staus auf Deutschlands Straßen betonte er : " Es bleibt zu
hoffen , dass die Grünen nach der Entdeckung der virtuellen Netze auch noch
diese realen Netze und die damit zusammenhängenden Sorgen und Nöte der Bürger
entdecken , anstatt sie mit Öko-Steuern oder Fünf-DM-Beschlüssen für Benzin zu
ärgern . " Braun hielt Teufel in seinem Beitrag entgegen , dass die von Teufel
hoch gelobte Ausstattung der Schulen mit je einem PC nicht ausreiche . Das von
Teufel geschilderte " einmalige Gesamtkonzept " für die Schulen könne er nicht
erkennen . Microsoft lässt " Windows CE " verschwinden Mit dem nächsten
Versionswechsel will Microsoft sein glückloses Bonsai-Betriebssystem Windows CE
umtaufen . Künftig sollen Handheld-PCs , PDAs und Set-Top-Boxen als " Windows
powered " ausgegeben werden . Die Zeitschrift zitiert den Kommentar eines
IT-Managers : Von dieser Tatsache möchte Microsoft offenbar ablenken . Als
Argument soll die Vision herhalten , dass CE-Geräte als " Thin Clients " den
Zugriff auf Server-Applikationen unter dem kommenden Betriebssystem Windows 2000
gestatten werden . Ob das ausreicht , um Windows CE neuen Schub zu geben , ist
fraglich . Bisher haben die Konsumenten sich weitgehend immun gegen den Versuch
gezeigt , ihnen " CE " quasi als Variante von Windows 98 anzudienen und damit
die Marktposition des PC-Betriebssystems auszunutzen . Gegen die Wettbewerber
Palm OS und EPOC konnte sich Microsoft nicht durchsetzen . Palm OS hält drei
Viertel des PDA-Marktes . Einige Hersteller , die den Windows CE-Zug bestiegen
hatten , sind inzwischen wieder abgesprungen . Coppermine-PCs mit Starthemmung
Intel hat am Mittwoch zugegeben , dass einige der brandneuen
Coppermine-Prozessoren einen kleinen Fehler aufweisen , der das Booten nach dem
Einschalten machmal verhindert . Bei einem zweiten Druck auf die Power-On-Taste
soll die Starthemmung aber behoben sein . Ein Datenverlust könne dadurch nicht
auftreten , sagte ein Firmensprecher gegenüber der US-Presse . Betroffen seien 1
bis 2 Prozent der seit dem 25. Oktober gelieferten Chips mit 0,18-Mikron-Technik
. Intel-Großkunde Dell hat die Auslieferung seiner Pentium-III-PCs Optiplex GX
110 wegen des Fehlers vorübergehend gestoppt , zugleich aber die Wiederaufnahme
noch in dieser Woche angekündigt . Bei Intel will man dem Problem zunächst durch
eine Änderung der Testprozedur begegnen . Die Ursache des Fehlers soll mit der
nächsten Maskenrevision behoben werden . Dasselbe gilt für die mittlerweile
recht lange Liste anderer Errata , die Intel in einer PDF-Datei dokumentiert .
Kleinere Y2K-Probleme in den USA Der Datumswechsel hat bei wichtigen
Computersystemen in den USA zu kleineren Pannen geführt . Nach einer ersten
Bilanz der US-Regierung vom Neujahrstag waren dabei auch Atomanlagen und ein
System für Spionagesatelliten betroffen . Wie der Regierungsbeauftragte für das
Jahr-2000-Problem , John Koskinen , in Washington sagte , gab es bei sieben
zivil genutzten Atomreaktoren geringfügige Schwierigkeiten . Die
Sicherheitssysteme seien dabei nicht betroffen gewesen . Vielmehr seien
Fehlfunktionen bei der Zugangskontrolle zu den Anlagen und bei der Verarbeitung
von Wetterdaten aufgetreten . Die Mängel seien schnell behoben worden . Der
stellvertretende Verteidigungsminister John Hamre berichtete , in einer
Bodenstation für die Verarbeitung von Daten der US-Spionagesatelliten sei ein
Fehler aufgetreten . Die Satelliten selbst seien jederzeit unter Kontrolle
gewesen . Koskinen betonte , es sei noch zu früh , völlig Entwarnung zu geben .
Alle Systeme müssten noch drei oder vier Tage sorgfältig beobachtet werden .
Erst dann könne man den Erfolg der Computerumstellung beurteilen . Zu viel
Rummel um das Y2K-Problem ? Pessimisten hatten für die Silvesternacht vor
Katastrophen wie Flugzeugabstürzen , großflächigen Stromausfällen und einem
riesigen Chaos in allen Bereichen des öffentlichen Lebens gewarnt . Doch die
Computer in aller Welt haben bislang ohne größere Probleme den Wechsel ins Jahr
2000 verkraftet . Nun stellen sich viele Menschen die Frage , ob der ganze
Rummel um das Jahr-2000-Problem nicht völlig übertrieben war . Diesen Einwand
wollen Experten aber nicht gelten lassen : " Alle , die in den vergangenen
Monaten an diesem Problem gearbeitet haben , wissen genau , welche gravierenden
Fehler aufgetreten wären , wenn man nichts getan hätte " , sagte Frank Sempert
von der Initiative 2000 , einem Zusammenschluss großer Unternehmen der
Informationstechnologie . " Es wäre aber ein Wunder gewesen , wenn nach all
diesen Vorbereitungen noch Ernsthaftes passiert wäre . " Die weltweite
Wirtschaft war Mitte der neunziger Jahre durch erste düstere Prognosen zum
Jahr-2000-Problem aufgeschreckt worden . 1997 sagte der renommierte
Wall-Street-Ökonom Edward Yardeni voraus , dass durch fehlerhafte Computer und
Software eine globale Wirtschaftskrise wie beim Ölschock Mitte der siebziger
Jahre drohe . Inzwischen rückt der Chefökonom der Deutschen Bank Securities
etwas von dieser Aussage ab . Zum Entspannen sei es aber noch zu früh , meint
Yardeni . Niemand kann genau sagen , wie viel Unternehmungen und Regierungen
ausgegeben haben , um ein Jahr-2000-Computerchaos abzuwenden . Die Schätzungen
reichen von rund 600 Milliarden bis 1,2 Billionen Mark . Deutschland gehörte zu
den Ländern , die mit erheblichen finanziellen Aufwand gegen den
Jahr-2000-Fehler vorgegangen waren . Hätte die Telekom darauf verzichtet , wären
viele Vermittlungsstellen ausgefallen , Telefonrechnungen wären falsch berechnet
worden . Der Lohn : In der Silvesternacht meldete sich kein einziger Kunde mit
einem Jahr-2000-Problem . " Wenn wir nicht diesen Aufwand getrieben hätten ,
wäre das Chaos ausgebrochen " , ist sich Andy Kyte , der Jahr-2000-Experte der
US-Beratungsfirma GartnerGroup , sicher . " Wir hätten ernsthafte Zusammenbrüche
in wichtigen Computersystemen im öffentlichen und privaten Bereich erlebt , die
zu massiven Störungen im politischen , sozialen und wirtschaftlichen Leben
geführt hätten . " In den 24 Stunden geöffneten Supermärkten der USA sprach sich
in der Silvesternacht die gute Botschaft schnell herum . Die Kunden legten nach
Mitternacht nicht mehr Notfall-Artikel wie Batterien und Wasserflaschen in die
Einkaufswagen , sondern kauften stattdessen Bier und Wein , berichtete eine
Sprecherin der Kette " 7-Eleven " . Computerexperten befürchten nun aber , dass
mancher am Montag , dem ersten Arbeitstag im neuen Jahr , mit einem
Jahr-2000-Kater aufwachen wird . " Dann müssen sich Unternehmen mit
widerspenstigen Bürosystemen , Durcheinander im Rechnungswesen und fehlerhaften
Datenerfassungs-Anwendungen befassen " , sagte der Vizepräsident des
Beratungsunternehmens IDC , John Gantz . Auch Bill Gates befürchtet , dass
zumindest kleinere Störungen auftreten werden : " Es gibt noch etliche Probleme
, die bislang nicht entdeckt worden sind " , sagte der Microsoft-Chef . " Da
gibt es noch etwas Durcheinander , das aufgeräumt werden muss . " IBM meldet
Harddisk-Weltrekord Zum Rekordergebnis beigetragen haben ein verbesserter
GMR-Lesekopf ( giant magnetoresistive ) , ein induktiver Schmalspurschreibkopf
für hauchdünnes Speichermaterial , das aus einer ultra-rauscharmen magnetischen
Kobaltlegierung besteht , und schließlich eine verfeinerte PRML-Leseelektronik (
Partial-Response - Maximum Likelihood ) , die Leseergebnisse nach der
Wahrscheinlichkeit interpretiert . " Robert " wirbt für T-Online-Aktie Der Mann
hat keine Glatze , raucht keine dicken Zigarren und heißt nicht Manfred Krug .
Mit einer virtuellen Figur hat die Telekom ihren Werbefeldzug für den Börsengang
der Tochter T-Online gestartet . Die ersten Fernsehspots flimmerten bereits über
den Bildschirm , in Tageszeitungen folgten am Donnerstag ganzseitige Anzeigen .
Nach dem Börsengang 1996 und einem weiteren Listing im vergangenen Jahr für die
Telekom AG ist T-Online die erste Tochter des Bonner Telefonriesen , die Mitte
April dieses Jahres den Schritt an den Kapitalmarkt wagt . Das sind rund zehn
Prozent des Grundkapitals von T-Online . Doch anders als bei der Konkurrenz AOL
Europe ( 3,8 Mio Kunden ) stammen die meisten aus Deutschland . Wenn die
derzeitige Internet- und Börseneuphorie nicht trügt , wird T-Online - wie
gegenwärtig die Siemenstochter Infineon - der nächste große Renner unter den
Börsenneulingen . Der gegenwärtige Ansturm auf Aktien des Münchener
Halbleiterherstellers übertrifft alle Vorhersagen . Ähnliches steht jetzt
T-Online bevor : Obwohl die Kampagne gerade gestartet sei , hätten schon mehr
als 100000 Interessenten um Informationen gebeten , hieß es am Donnerstag bei
der Telekom . Über E-Mail oder per Post sollen die potenziellen Zeichner und
Interessenten zeitnah informiert werden . Voraussetzung : Sie müssen sich bei
der Telekom registrieren . In den kommenden Wochen will der rosa Riese den
Umfang der Informationen zum Börsengang von T-Online im Internet erweitern .
Eine rege Nachfrage nach den ersten Online-Aktien der Telekom kann Vorstandschef
Ron Sommer nur recht sein : Eine Preisspanne hat der Telefonkonzern noch nicht
bekannt gegeben . Für Telekom-Mitarbeiter gibt es eine garantierte Zuteilung .
Sie sollen eine feste Tranche von 25 oder 50 T-Online-Aktien zu den Konditionen
erhalten , die auch für Privatanleger gelten . Die Zeichnungsunterlagen sollen
bereits in den nächsten Tagen an die Mitarbeiter rausgehen . Microsoft-Prozess :
Es gibt keinen Vergleich Die Verhandlungen über einen Vergleich im
Antitrust-Prozess gegen den Softwaregiganten Microsoft sind gescheitert . Das
teilte der Vermittler , Richter Richard Posner , am Samstagabend ( Ortszeit ) in
Washington mit . Damit kommt es vermutlich in den nächsten Tagen zu einem Urteil
, das aller Voraussicht nach gegen Microsoft ausfallen wird . Die US-Regierung
und 19 Bundesstaaten werfen dem Unternehmen von Bill Gates in ihrer Klage vor ,
es habe seine Marktmacht bei der Windows-Software für PCs dazu missbraucht ,
Konkurrenten aus dem Internetgeschäft zu drängen . Dies habe den technologischen
Fortschritt behindert und Konkurrenten sowie Verbraucher geschädigt . Dieser
Sichtweise ist der zuständige Richter in vorläufigen Feststellungen im
vergangenen November bereits weitgehend gefolgt . Es gilt als sicher , dass
Microsoft im Falle einer Niederlage Berufung einlegen wird . Damit dürfte sich
das Verfahren noch Jahre hinziehen . Richter Thomas Penfield Jackson hatte sein
bereits für vergangene Woche angekündigtes Urteil auf Bitten des von ihm
berufenen Vermittlers noch einmal verschoben . Da habe sich herausgestellt , "
dass dieser Fall nicht zu vergleichen ist , zumindest nicht im jetzigen Stand
des Verfahrens " , schrieb Posner in seiner Erklärung . Die Differenzen zwischen
den Parteien hinsichtlich der Implikationen und Konsequenzen einer
außergerichtlichen Einigung seien nicht überbrückbar . Er bedauerte das
Scheitern der Bemühungen um eine Einigung . Der weitere Prozess drohe , eine
Schlüsselindustrie der Weltwirtschaft zu verunsichern . Gates und der
Klageführer des Justizministeriums , Joel Klein , äußerten ebenfalls ihre
Enttäuschung . " Wir haben alles getan , um den Fall zu lösen " , sagte Gates am
Firmensitz in Redmond . " Aber die Regierung wollte einem fairen und
vernünftigen Vergleich nicht zustimmen . " Microsoft habe einschneidende
Konzessionen angeboten . Die Einigung sei daran gescheitert , dass
Bundesregierung und Bundesstaaten nicht zusammengearbeitet hätten . Die Staaten
hätten extreme Zugeständnisse wie die Zerschlagung von Microsoft verlangt .
Klein erklärte in Washington : Posner betonte , dass die Verhandlungen nicht an
mangelnder Bereitschaft von Microsoft oder der Bundesregierung zu einer
Verständigung gescheitert seien . Die Bundesstaaten erwähnte er in diesem
Zusammenhang nicht . Der Richter verwies darauf , dass fast 20
Vergleichsvorschläge erarbeitet und erörtert worden seien . " Unglücklicherweise
haben sich alle Versuche als fruchtlos erwiesen . " Siehe dazu auch : Die
Chronolige des Microsoft-Prozesses und den Hintergrundbericht Das mögliche Ende
eines Erfolgsrezepts Yahoo kauft broadcast.com Die Konzentration im
Internet-Geschäft geht weiter . Broadcast.com zählt zu den ersten Anbietern von
Radio- und Video-Programmen " on demand " und spiegelt unter anderem 385
Radiosender via Internet . Auch zahlreiche Video-Webcasts wie Sport-Ereignisse
oder die Premierenfeier des Films " Titanic " wurden von Broadcast.com
übertragen . Mit diesem Deal verlieren die anhaltenden Gerüchte über die
Beteiligung eines klassischen Medienunternehmens an Yahoo an Nahrung . Erst vor
zwei Monaten stärkte die Firma ihre Position durch die Übernahme der
Online-Community GeoCities . Die Börse reagierte postiv auf den Merger . Während
Yahoo wegen eines durch die Übernahme erwarteten geringen Quartalsergebnisses
nur 6,7 Prozent zulegte , freuten sich die Anleger anderer Internet-Werte umso
mehr : RealNetworks steigerte seinen Börsenwert gestern um über 29 Prozent .
Arcor übernimmt o.tel.o Das Telekommunikationsunternehmen o.tel.o ist an
Mannesmann verkauft worden . Das gaben die Muttergesellschaften Veba und RWE am
Donnerstagabend in Düsseldorf bekannt . Mit Wirkung vom 1. April hat Mannesmann
Arcor den Kundenstamm und den gesamten Festnetzbereich mit rund 2800
Mitarbeitern sowie den Markennamen o.tel.o übernommen . Der Kauf schließt auch
die hundertprozentige Tochter germany.net mit über 600.000 Kunden ein . Arcor
stärkt seine Marktposition durch die Übernahme deutlich . Der Anteil am
deutschen Markt wachse mit diesem Kauf sprunghaft um mehr als 50 Prozent ,
erklärte das Unternehmen in einer Pressemitteilung . Gleichzeitig würden die
bereits bei Arcor existierenden internationalen Netz-Zusammenschaltungen mit
Frankreich , Österreich , Italien , USA um die Netz-Zusammenschaltungen von
o.tel.o nach Großbritannien , Belgien , Luxemburg , Dänemark sowie in die
Schweiz erweitert . Süddeutscher Verlag übernimmt " PC-Magazin " Der Süddeutsche
Verlag übernimmt rückwirkend zum 1. Januar die WEKA-Zeitschriftengruppe mit
ihren Flaggschiffen PC Magazin und PC Go . Das Geschäft stehe noch unter dem
Vorbehalt der Zustimmung des Kartellamtes . Neben den Computerzeitschriften
übernimmt der Süddeutsche Verlag auch den WEKA-Fachzeitschriften-Verlag , der
unter anderem die Wochenzeitschrift Markt und Technik ( 31000 ) im Angebot hat ,
und den Franzis Buch- und Software-Verlag . Darüber hinaus wurde eine
50-prozentige Beteiligung an der CMP-WEKA Verlagsgesellschaft erworben . Die
WEKA Zeitschriften-Gruppe werde in bestehender Form innerhalb der Süddeutscher
Verlag Hüthig Fachinformationen GmbH weitergeführt , hieß es . Ihre Zahl hat
allein im vergangenen Jahr um 45 Prozent zugenommen . Das geht aus einem von der
Bundesregierung in Auftrag gegebenen Bericht über die Informationswirtschaft
hervor , den der Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium , Alfred Tacke ,
am Mittwoch in Berlin vorstellte . Ostdeutschland hat danach bei der Nutzung der
neuen elektronischen Medien deutlich aufgeholt . Die Zuwachsraten dort seien
fast drei Mal so hoch wie in Westdeutschland . In den alten Bundesländern
nutzten 39,9 Prozent der Bevölkerung über 14 Jahren das Internet . In den neuen
Ländern sind es nach dem Bericht 34,8 Prozent . Beim E-Commerce ist Deutschland
mit einem Umsatzanteil von 27,1 Prozent Marktführer in Westeuropa . Weltweit
liegt der deutsche Anteil bei 3,2 Prozent . Die IT-Branche gewinne zunehmend an
Bedeutung , hieß es . Mit einem Umsatzanteil von 5,3 Prozent am
Bruttoinlandsprodukt liege sie in Deutschland nach Straßenfahrzeugbau ,
Maschinenbau und Elektrotechnik auf Platz vier . Bombenanschlag auf
Microsoft-Büro in Südafrika Auf das Büro des Softwaregiganten Microsoft in
Johannesburg ist am frühen Freitagmorgen gegen 5 Uhr ( Ortszeit ) ein
Bombenanschlag verübt worden . Personen wurden dabei nicht verletzt . Nach
Berichten in US-Medien gingen lediglich einige Scheiben zu Bruch . Zum Zeitpunkt
der Detonation hätten sich nur vier Wachmänner in dem Gebäude aufgehalten , hieß
es . Den Berichten zufolge hatte die Johannesburger Polizei am Nachmittag noch
keinerlei Hinweise auf den Hintergrund des Anschlags . Es stehe jedoch fest ,
dass es sich um ein Bombenattentat und nicht etwa um eine Gasexplosion handelte
. Deutsche fliegen auf Web-Aktienhandel Der Aktienhandel per Internet wird in
Deutschland immer populärer . Täglich werden im Web etwa 1200 neue Aktiendepots
eröffnet . Damit haben die Bundesbürger europaweit die Nase vorn . An zweiter
Stelle liegen die Briten mit 690 neuen Depots pro Tag , teilte die
Unternehmensberatung Mummert + Partner in Hamburg unter Berufung auf eine Studie
des Marktforschungsinstituts Datamonitor in Frankfurt/Main mit . In den
kommenden zwei Jahren wird die Zahl der Online-Depots europaweit demnach um 80
Prozent weiter stark steigen . Der Boom der so genannten Discountbroker , über
die der Online-Aktienhandel abgewickelt wird , erklärt sich nach Ansicht der
Experten damit , dass die Deutschen die Angst vor den Risiken des Aktienhandels
und des Internets verloren haben . Zudem bieten die Discountbroker ihre Dienste
zunehmend günstiger an und liegen mit ihren Gebührensätzen weit unter denen der
Großbanken . In den kommenden fünf Jahren sei jedoch eine Konsolidierung des
Marktes zu erwarten : Allein der Aktienhandel im Web sei keine Garantie mehr für
den Erfolg , da auch Großbanken und Sparkassen zunehmend Online-Brokerage
anböten . Noch ein Jahr-2000-Problem : Neben den Computerproblemen bei der
Umstellung auf das Jahr 2000 könnten starke Sonnenstürme von Januar an zu
massiven technischen Problemen mit Störungen in der Satellitenkommunikation
führen . Anfang des kommenden Jahres erreicht der elfjährige Zyklus der Sonne
seinen Höhepunkt , berichteten Astronomen der amerikanischen Luftwaffe und der
nationalen US-Behörde für Luft und Wasser auf dem Kongreß der US-Astronomen in
Chicago . " Die Risiken sind im Vergleich zu früheren Höhepunkten der
Sonnenaktivität viel höher , weil wir weit mehr von Technologien abhängig sind ,
die beschädigt werden könnten . " Nach den Berichten der Astronomen könnten die
gewaltigen Ausbrüche der Sonne auch zu Stromunterbrechungen führen . Zwischen
Januar und April seien die stärksten geomagnetischen Auswirkungen der
Sonnenstürme zu befürchten , sagte Richard Altrock von dem Forschungszentrum der
Air Force in Sunspot ( New Mexico ) . " Es ist unter den Wissenschaftlern
allerdings umstritten , wie genau der Höhepunkt der Sonnenaktivitäten von uns
vorausberechnet werden kann . " Altrock rechnet mit etwa 160 Sonnenflecken . Das
ist annähernd die Zahl an Sonnenflecken , die bei den beiden letzten Höhepunkten
der Sonnenzyklen in den Jahren 1979 und 1989 gezählt worden sind . Was Anfang
des Jahres 2000 zu erwarten sei , komme wahrscheinlich nicht an die stärksten
Sonnenstürme der Vergangenheit heran , vermutet Joselyn . Außerdem sei das
Vorwarnsystem inzwischen erheblich ausgebaut worden . 01051 schaltet zu
unprofitablen Zeiten ab Dort können Inlandsgespräche nur noch zwischen 21 und 9
Uhr mit 01051 geführt werden - und in der Zeit ist der Discounter zum Teil mehr
als doppelt so teuer wie die günstigsten Anbieter . Das ist natürlich auch ein
Weg , das Versprechen einzuhalten , die in der Hauptzeit hart an der
Rentabilitätsgrenze liegenden Tarife nicht zu erhöhen . SAP : Wieder Verdacht
auf Insidergeschäfte Mit Aktien und Optionen des Software-Herstellers SAP ,
Walldorf , hat es offenbar erneut illegale Insider-Geschäfte gegeben . Das
Bundesaufsichtsamt für Wertpapierhandel in Frankfurt hat Anzeige gegen Unbekannt
bei der Staatsanwaltschaft Heidelberg gestellt . Amtssprecher Jürgen Oberfrank
bestätigte am Mittwoch einen entsprechenden Bericht des Handelsblatts . Der
Verdacht zielt wie bereits vor zwei Jahren auch auf Mitarbeiter des Unternehmens
: Die Staatsanwaltschaft ließ mit richterlicher Genehmigung
Telefonverbindungsdaten bei SAP sicherstellen . Hierbei habe sich das
Unternehmen kooperativ verhalten , sagte der Sprecher . Auffällige
Handelsaktivität hatte die Frankfurter Aufseher rund um die Mitteilung des
Unternehmens vom 5. Januar festgestellt , in der SAP seine Ergebniserwartungen
deutlich nach unten korrigieren mußte . Bereits einen Tag vor der
Veröffentlichung war der Kurs unter Druck geraten . Zur Größenordnung der
mutmaßlichen Insider-Geschäfte machte Oberfrank keine Angaben . SAP-Sprecher
Gundolf Moritz sagte , das Unternehmen sehe den Ermittlungen gelassen entgegen .
Nach den ersten Insider-Ermittlungen im Jahre 1997 sei der Kreis der
potentiellen Insider erheblich eingeschränkt worden . Auch seien die
Veröffentlichungszeiträume börsenrelevanter Mitteilungen stark begrenzt worden .
1997 hatte die Frankfurter Staatsanwaltschaft gegen mehr als 30 Personen wegen
des Insider-Handels mit SAP-Papieren ermittelt . Bei drei Beschuldigten -
darunter ein SAP-Vorstandsmitglied - wurden die Verfahren gegen Geldbußen
eingestellt . Canon bringt Scanner für Beamer Der so genannte
Präsentationsscanner PR-200S von Canon liest DIN-A4-Vorlagen mit bis zu 150 dpi
Auflösung und 24 Bit Farbtiefe ein . Das Bild wird anschließend mit einem
VGA-Kabel ohne den Umweg über den PC an einen LCD-Projektor weitergeleitet .
Dabei überträgt er 800×600 Pixel mit 32.768 Farben . Über verschiedene
Zoom-Stufen bestimmt der Anwender den gewünschten Ausschnitt . Canon will mit
dem PR-200S den Overhead Projektor überflüssig machen , indem auch nicht digital
vorliegende Medien sofort projiziert werden können . Der Scanner soll im Oktober
zu einem Preis von etwa 2800 Mark auf den Markt kommen . Mobilfunk-Lobby warnt
vor E-Smog-Debatte Die Debatte um Gesundheitsgefahren durch Mobilfunksendemasten
könnte nach Einschätzung des Informationszentrums Mobilfunk zu einer Bedrohung
für den High-Tech-Standort Deutschland werden . Gerade in Bayern seien die
Bedenken gegen die Sendemasten enorm , sagte der Geschäftsführer des
Informationszentrums Mobilfunk ( IZM ) , Immo von Fallois , in einem
dpa-Gespräch in München . Die Sorgen seien aber unbegründet . Durch die
anhaltende öffentliche Diskussion könnten gerade ausländische Investoren vom
High-Tech-Standort-Deutschland abgeschreckt werden , warnte Fallois . " Die
gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte werden in jedem Fall eingehalten " ,
sagte Fallois . Eine Herabsetzung der Grenzwerte , die von vielen Kritiker
gefordert wird , würde die Mobilfunkanbieter nach Ansicht von Fallois stark
unter Druck setzen . Außerdem hätte eine Herabsetzung der Grenzwerte nach
Angaben von Fallois zur Folge , dass weit mehr Sendeanlagen errichtet werden
müssten , um eine flächendeckende Abdeckung sicher zu stellen . Für den neuen
Mobilfunkstandard UMTS müssen nach Angaben von Fallois in Deutschland insgesamt
rund 40000 Sendeanlagen errichtet werden . Der Lobby-Verein der
Mobilfunkunternehmen IZM wurde im Juni in Berlin von T-Mobil ( D1 ) , Mannesmann
Mobilfunk ( D2 Vodafone ) , E-Plus , Viag Interkom , Mobilcom , der Gruppe G3
und dem Bündelfunknetzbetreiber Dolphin Telecom gegründet . Fehlende Software
hält Ehescheidungen auf Rund 25.000 Ehepaare warten einem Bericht des
Nachrichtenmagazins Der Spiegel zufolge seit Monaten auf ihre Scheidung , weil
die Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder ( VBL ) Probleme mit ihrer
Computer-Software hat . Ohne das Computerprogramm könne ein Unterhaltsverfahren
nicht in absehbarer Zeit durchgeführt werden , berichtet das Magazin . Betroffen
sind Paare , bei denen ein Partner vorzeitig aus dem öffentlichen Dienst
ausgeschieden ist . Seine Rentenansprüche und Versorgungszahlungen , die bei
einer Scheidung dem Partner zustehen , werden von der Karlsruher Behörde
ermittelt . Nachdem das Bundesverfassungsgericht den Bund 1998 verpflichtet
hatte , die Versorgungsanwartschaften neu zu regeln , erließ der Gesetzgeber im
Dezember 2000 eine entsprechende Änderung des Betriebsrentengesetzes . Dafür
sollte im Frühjahr eine neue Berechnungssoftware bereitgestellt werden , die
aber erst jetzt einsatzbereit sei , berichtet der Spiegel . Celeron erreicht 1,1
GHz Intel hat am Freitag drei neue Varianten seines Low-Cost-Prozessors Celeron
mit Taktfrequenzen von 950 MHz , 1 GHz und 1,1 GHz offiziell eingeführt . Auch
die 1,1-GHz-Version wurde unterdessen schon in Angeboten gesichtet . Intel
stellt die neuen Prozessoren offenbar weiterhin in 0,18-µm-Technik her . Sie
laufen mit einem Bustakt ( FSB ) von 100 MHz . Celeron-CPUs besitzen denselben
Kern wie der Pentium III , jedoch nur einen 128 KByte großen Level-2-Cache . Die
Händlereinkaufspreise ( Tausenderpreise ) der neuen Varianten werden mit 74
US-Dollar ( 950 MHz ) , 89 Dollar ( 1 GHz ) und 103 Dollar angegeben . Nur noch
Domaininhaber sollen ICANN-Wahlrecht haben Wer keine eigene Domain hat , soll
künftig nicht mehr an den Wahlen für die Selbstverwaltung im Netz teilnehmen
dürfen . Das hat ein von der Internet Corporation for Assigned Names and Numbers
( ICANN ) eingesetztes Gremium von Experten unter Leitung des ehemaligen
schwedischen Premierministers Carl Bildt vorgeschlagen . Außerdem sei die
Authentifizierung von Email-Adress-Inhabern ein enormes Problem . Damit spielte
ICANN auf die Kampagnen von Unternehmen und Regierungen vor allem in Asien an ,
die bei der ersten ICANN-Wahl versucht hatten , einen Kandidaten für ihr Land
durchzusetzen . Im vergangenen Jahr hatten über 30.000 Nutzer aus aller Welt
fünf der 18 Direktoren in den Vorstand der über Namen , Nummern und
Internetprotokolle wachenden Organisation gewählt . Für Europa war CCC-Sprecher
Andy Müller-Maguhn in den ICANN-Vorstand eingezogen . Die Wirtschaft sei aber
ohnehin schon sehr gut in anderen ICANN-Gremien vertreten . Nur eine breite
Beteiligung der Öffentlichkeit könne der ICANN die für ihre Aufgabe notwendige
Legitimation sichern . Schröder : Flatrate ist eine gute Sache Bundeskanzler
Gerhard Schröder hat sich am Samstag auf dem Tag der offenen Tür im
Bundeskanzleramt für eine Internet-Flatrate ausgesprochen . " Das ist eine gute
Sache " , sagte der Kanzler in einem Interview mit dem Onlinedienst AOL . AOL
und andere Provider " fordern das auch zu Recht " . Anderseits sei es immer
leicht , Forderungen zu Lasten des Wettbewerbers aufzustellen . " Ich finde ,
Ihr solltet euch zusammensetzen , damit das Internet preiswerter wird , weil das
dazu führen wird , dass noch mehr Menschen das Internet nutzen " , meinte
Schröder . Er habe " kein Problem damit " , Telekom-Chef Ron Sommer einmal
anzurufen und zu einer Einigung zu ermuntern , antwortete der Kanzler auf eine
direkte Frage des Interviewers , lehnte es aber ab , sich unmittelbar in die
Verhandlungen zwischen den Unternehmen einzuschalten . Der Kanzler wies darauf
hin , dass mittlerweile 98 Prozent der deutschen Schulen am Netz seien und lobte
die Unterstützung durch AOL und die Deutsche Telekom . Im September sollten auch
die letzten Schulen mit einem Internetzugang ausgestattet werden . Das
vollständige Interview ist als Streaming Video abrufbar . Apple kauft Power
Computing Nach wochenlangem Gezänk um die MacOS-Lizenzen hat Apple heute die
Übernahme der Firma Power Computing bekanntgegeben . Danach will sie
Hardwareservice und Garantieleistungen weiter erbringen , während Apple den
Kundensupport übernimmt . Wichtige Mitarbeiter mit Erfahrungen in den Bereichen
Direkt-Marketing , Vertrieb und Entwicklung werden von Apple übernommen .
Bereits seit einigen Monaten hatte man in der Branche darüber spekuliert , daß
Apple einen Direktvertriebszweig aufbauen wolle . Die Kundendatenbank von Power
Computing geht ebenfalls an Apple über . Weltweite Aktion gegen
Kinderpornographie Polizeibeamten in drei Kontinenten haben in einer
koordinierten Aktion am Mittwoch einen weltweit operierenden
Kinderpornographie-Ring ausgehoben . Bei der Großrazzia wurden über 100 Personen
festgenommen , darunter auch mindestens drei Deutsche . Die Aktion war bereits
im Sommer mit einem Treffen im Pariser Interpol-Hauptquartier initiiert worden .
Nach mehrmonatiger Fahndung schlugen die Behörden in der Nacht zum Mittwoch
gleichzeitig in Australien , Belgien , Deutschland , Finnland , Frankreich ,
Großbritannien , Italien , Kanada , den Niederlanden , Norwegen , Österreich ,
Portugal , Schweden und den USA zu . Der Ring soll in den USA gegründet worden
sein . Dort wurden 23 Verdächtige festgenommen . Telekom plant Treueprämien Die
Telekom plant die Einführung eines Prämiensystems , mit dem treue Kunden belohnt
werden sollen . Wie die "Bild"-Zeitung ( Donnerstagausgabe ) berichtet , sollen
Telekom-Kunden künftig Bonuspunkte für Telefoneinheiten erhalten . Dies gelte
auch für Handy-Gespräche und die Internet-Einwahl über das Telekom-Netz . Die
Bonuspunkte könnten dann später gegen eine Gutschrift auf die Telefonrechnung
oder gegen Sachprämien eingelöst werden . Geplanter Starttermin sei Anfang
nächsten Jahres . Telekom-Sprecher Jürgen Kindervater bestätigte die Pläne . Er
sagte : " Die neue Strategie ist im Grundsatz unstrittig und wird bei uns auf
höchster Ebene forciert . " Mobilcom kauft Computerkette comtech Die Mobilcom AG
erwirbt die Mehrheit der Computerkette comtech GmbH . Wie das
Telekommunikationsunternehmen am Donnerstag mitteilte , übernimmt es rückwirkend
zum 1. Januar 1999 eine 75-prozentige Beteiligung . Mit der Vereinigung der
bundesweit 123 Comtech-Filialen und der knapp 180 MobilCom Shops entstehe die
größte Handelskette in Deutschland für Internet , Computer und Telekommunikation
. Mit der Übernahme des größten deutschen Computerfilialisten mache Mobilcom
einen weiteren entscheidenden Schritt hin zur " Optimierung des Internet- und
Telekommunikations-Angebots " innerhalb der Unternehmensgruppe , hieß es .
Gleichzeitig werde Mobilcom mit der Comtech-Akquisition sein E-Commerce- und
Internet-Geschäft gezielt ausbauen . IDF : Intel hat im Memory Roadmap Update
nun offiziell PC133 als Bestückungsvariante der nächsten Chipsatz-Generation
bestätigt . Zwar bringt PC133 zumindest in diesem Design nach Meinung von
Intel-Fellow Pete MacWilliams keine Performance-Vorteile vor einem BX-Chipsatz
mit PC100 , aber kommen muß sie trotzdem , wie Co-Referent Jay Bell von Dell
sagte : " Die Leute wollen höhere MHz-Werte sehen ! " . Doch Rambus scheint auch
nicht gerade der Renner zu sein . Zwar gibt es Low-Level-Werte vom 820- und
840-Chipsatz , in denen RDRAMs erheblich besser aussehen als SDRAMs , doch
Dell-Fellow Bell präsentierte Office-Benchmark-Ergebnisse von Excel und
Powerpoint , in denen " RDRAM500 " deutlich schlechter abschnitt als " SDRAM500
" ( gemeint sind hier Pentium-III-500-Systeme ) . Nur wenn man parallel dazu
andere speicherintensive Applikationen wie etwa Laplink ausführt , beweist sich
der Rambus , der dann nur um 67% langsamere Werte liefert , im Vergleich zu
SDRAM , das um 85% einbricht . Später im Jahr 2000 soll ein weiterer Chipsatz
auf den Markt kommen , der nur SDRAMs PC100/133 unterstützt und dadurch etwas
schneller sein soll als der Combo-Chipsatz mit halbherzig nachgestricktem
SDRAM-Support . eBay versteigert gewerbliche Waren Zum 1. September hat eBay die
laut eigenen Angaben erste Business-to-Business-Auktion Europas im Internet
eröffnet . Auf der Onlineplattform können Firmen untereinander Produkte und
Services handeln , teilte eBay mit . eBay hat hierzu einen eigenen Auktionskanal
mit der Bezeichnung " Handel , Industrie & Handwerk " eingerichtet . Neben Waren
können auch Dienstleistungen angeboten werden . Rekordabsatz bei DVD-Laufwerken
Laufwerke für die Digital Versatile Disc ( DVD ) entwickeln sich zum Renner .
Für dieses Jahr erwartet die Gesellschaft für Unterhaltungs- und
Kommunikationselektronik ( gfu ) nach Angaben vom Montag einen Absatz von 410000
DVD-Spielern , doppelt so viel wie 1999 . Vor zwei Jahren waren in Deutschland
nur 40000 Abspielgeräte verkauft worden . Europaweit ist die Entwicklung noch
rasanter . Spitzenreiter ist Frankreich mit 640000 Geräten . Experten rechnen
damit , dass sich die Entwicklung im gleichen Tempo fortsetzt . Kurz nach Ablauf
des Jahres 2001 dürfte die Marke von einer Million verkaufter Geräte erreicht
sein . Forscher feiern Durchbruch bei der Spracherkennung Ein neuartiges
Spracherkennungssystem kann angeblich besser als der Mensch gesprochene Wörter
identifizieren . Das Berger-Liaw-System , benannt nach seinen Entwicklern
Theodore W. Berger und Jim-Shih Liaw von der University of Southern California ,
habe in Tests mit wenigen gesprochenen Wörtern nicht nur alle existierenden
Computer-basierenden Spracherkenner , sondern auch die schärfsten menschlichen
Ohren übertroffen , heißt es in einer Mitteilung der Universität . Den Angaben
zufolge werden die gesuchten Wörter selbst dann noch erkannt , wenn sie von
weißem Rauschen mit 1000-fach höherer Amplitude überlagert sind . Vor einer
akustischen Kulisse von anderen Stimmen und Verkehrsgeräuschen mit 560-mal
höherem Pegel als das Zielsignal betrage die Erkennungsleistung immer noch 60
Prozent . Bisher , so die Universität , versagten die besten
Spracherkennungssysteme bereits bei einem Störgeräuschpegel von zehn Prozent des
Nutzsignals . Bei einer etwas stärkeren Geräuschkulisse sei auch ein
menschlicher Zuhörer kaum noch in der Lage , die Wörter sicher zu identifizieren
. Grundlage des Berger-Liaw-Systems ist der Mitteilung zufolge ein neu
entwickeltes neuronales Netz aus nur elf Neuronen mit lediglich 30 Verknüpfungen
. Der Durchbruch sei durch fundamentales Überdenken der Architektur neuronaler
Netz gelungen . Dabei hätten Berger und Liaw sich wesentlich stärker als bisher
üblich an der Signalcharakteristik in Gehirnen aus " Fleisch und Blut "
orientiert . Handy-Importe brechen alle Rekorde Bei Handy-Importen zeichnet sich
in diesem Jahr ein neuer Rekord ab . Fast die Hälfte der importierten Handys kam
aus EU-Staaten , 20 Prozent aus China . Rein theoretisch könnte allein damit
jeder zweite Bundesbürger mit einem Handy versorgt sein . Die Einfuhrwerte
sanken seit 1996 von durchschnittlich 419 DM je Gerät auf 205 DM . Suchmaschine
fürs WAP-Handy Speziell für Handys gibt es jetzt auch eine Suchmaschine : "
WapUP! " ermöglicht unter http://WapUP.de die Recherche in WML-Seiten .
Betreiber und Anbieter von WAP-Diensten können ihren Server unter
www.wapup.de/addurl anmelden . WapUp! ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Pirro
new media in Bechhofen , der Hövener & Trapp evision GmbH in Dortmund und des
Werbevermarkters Internetzentrale.com in München . Was für das Internet
HTML-Seiten sind , ist WML ( Wireless Markup Language ) für das mobile Internet
per Handy . c't stellt in der aktuellen Ausgabe 22/99 die ersten Surf-Handys vor
, sichtet das Angebot an WAP-Seiten und zeigt , wie man solche Seiten selbst
entwirft . Späte Einsicht soll Lauschangriff stoppen " Die Einsicht des
SPD-Vorsitzenden kommt spät , aber sie kommt noch nicht zu spät . " Mit diesen
Worten begrüßte der Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbandes ( DJV ) ,
Dr. Hermann Meyn , die Forderung des SPD-Vorsitzenden Oskar Lafontaine , den vom
Bundestag beschlossenen Großen Lauschangriff nachzubessern . Die sei künftig
nicht mehr gewährleistet , wenn es möglich sei , Journalisten und Redaktionen zu
verwanzen . Dann müßten Informanten um ihren Schutz fürchten , wenn sie sich den
Medien anvertrauten , und das werde viele davon abhalten , Insiderwissen über
Unregelmäßigkeiten oder Skandale an Journalisten weiterzugeben . Er appellierte
erneut an den Bundesrat , am Freitag das Gesetz zum Großen Lauschangriff
scheitern zu lassen . Das Nachrichtenmagazin SPIEGEL kündigte unterdessen eine
Verfassungsklage für den Fall an , daß " der Lauschangriff doch auf den Marsch
kommt " . Das Magazin war 1962 ein Ziel verfassungswidriger Polizeiaktionen ,
die als " SPIEGEL-Affäre " in die Geschichte der Bundesrepublik eingingen . Call
by Call bei debitel am billigsten Die Telefontarife fallen weiter , die Auguren
sprechen von Marktsättigung - doch scheinen die Anbieter den Spaß am Call by
Call-Geschäft noch nicht verloren zu haben . Dabei nutzt debitel offenbar das
Netz von RSL Com . Das Inkasso erfolgt über die Telekom-Rechnung . Bei Erfolg
ist eine Ausdehnung auf die ganze Bundesrepublik geplant . Den nötigen Zulauf
erhofft sich debitel wegen des Preises - das derzeit wohl einzige Argument , das
im deutschen Fernmeldemarkt funktioniert : Er liegt rund um die Uhr bei 15
Pfennig pro Minute , wobei die Abrechnung minutenweise erfolgt . Damit ist
debitel tagsüber der günstigste Anbieter , der sich Call by Call ohne Anmeldung
nutzen läßt . ( Ralf Hüskes ) BSI darf Windows 2000 nicht prüfen Der
Softwarekonzern Microsoft hat dementiert , dem Bundesinnenministerium eine
Überprüfung des Quellcodes von Windows 2000 angeboten zu haben . Mitte Februar
hatte das dem Innenministerium unterstellte Bundesamt für Sicherheit in der
Informationstechnik ( BSI ) gegenüber c't mitgeteilt , Microsoft sei mit einem
entsprechenden Vorschlag an das Amt herangetreten . Windows 2000 ist wegen
möglicher Scientology-Verstrickungen in der Diskussion . Doch während
BSI-Sprecher Michael Dickopf noch vor zwei Wochen sagte , im Vorfeld der
angebotenen Prüfung seien nur noch einige Details zu klären , wollte er sich
jetzt zum Stand der Dinge nicht mehr äußern . Ein Sprecher des
Bundesinnenministers erklärte auf Nachfrage von c't , es sei nicht absehbar , ob
und wann die Prüfung stattfinden könne . " Wir stehen mit dem Ministerium im
Gespräch " , sagte Microsoft-Sprecherin Irene Nadler am heutigen Freitag der dpa
. " Es gibt aber kein Angebot von unserer Seite , den Quellcode überprüfen zu
lassen . " Es gebe auch kein Angebot von Microsoft , Spezialisten des BSI den
Einblick in den Quellcode in den USA zu ermöglichen . c't hatte im November 1999
berichtet , dass die in Windows 2000 integrierte Defragmentierungssoftware von
der Firma Executive Software des Scientologen Craig Jensen entwickelt worden ist
. Jensen bekennt sich im Internet offen dazu , sein Unternehmen nach den
umstrittenen Methoden des Scientology-Gründers L. Ron Hubbard zu führen .
Seitdem wird besonders in Deutschland kontrovers diskutiert , ob mit Hilfe der
Software Daten auf der Festplatte von Windows-2000-Rechnern ausgespäht werden
könnten . Anhand des Quellcodes könnten Experten erkennen , welche Funktionen
die Software in ihrer jetzigen Version tatsächlich beinhaltet . Während freie
Betriebssysteme wie Linux im Quellcode veröffentlicht werden , betrachtet
Microsoft den Quellcode bei seinen kommerziellen Software-Produkten als
Betriebsgeheimnis . LetsBuyIt.com nennt keine Richtpreise mehr Der auf
Sammeleinkäufe spezialisierte Anbieter LetsBuyIt.com will auf seiner Website
künftig keine unverbindlichen Preisempfehlungen für die angebotenen Produkte
mehr angeben . In den vergangenen Wochen hatte die c't-Redaktion mehrmals die
von Shopping-Sites genannten Richtpreise überprüft und die Irreführung der
Kunden durch falsche Angaben kritisiert . So nannten die Auktionshäuser Ricardo
und Primus sowie die Shopping-Site Atrada Preise , die zum Teil weit über den
unverbindlichen Preisempfehlungen der Hersteller lagen . Auch Primus hat
daraufhin angekündigt , auf seiner Shopping-Site Primus-Tronix keine
Hersteller-Preisempfehlungen mehr nennen zu wollen . Microsoft für schuldig
befunden Das Urteil ist gesprochen . Microsoft hat sein Windows-Monopol
missbraucht und damit das US-amerikanische Kartellrecht verletzt . Mit seinen "
Conclusions of law " , die am späten Montagabend nach US-Börsenschluss
veröffentlicht wurden , folgte der zuständige Richter Thomas Penfield Jackson
weitgehend der Position der Kläger in Anti-Trust-Prozess . Die US-Regierung und
19 Bundesstaaten werfen dem Unternehmen von Bill Gates in ihren Klagen vor , es
habe seine Marktmacht in unfairer Weise eingesetzt , um Konkurrenten aus dem
Internetgeschäft zu drängen . Auch Richter Jackson befand jetzt , Microsoft habe
seine Position genutzt , " um den Markt für Web-Browser zu monopolisieren " .
Das Unternehmen habe in mehreren Punkten gegen die kartellrechtlichen
Bestimmungen des so genannten Sherman-Akts verstoßen und mit wettbewerbswidrigen
Mitteln seine Monopolposition aufrechterhalten . Microsoft habe jedoch keine
rechtswidrigen Exklusivverträge mit anderen Firmen geschlossen . Da Richter
Jackson sich schon in seiner Tatsachenfeststellung im November weitgehend der
Sichtweise der Kläger angeschlossen hatte , war diese rechtliche Bewertung
allgemein erwartet worden . Im Vorfeld brachten viele Anleger an der Börse zum
Ausdruck , dass sie kaum noch auf einen für Microsoft guten Ausgang des
Prozesses hofften : Der Kurs der Aktie stürzte um 15 Prozent auf knapp 91 Dollar
ab . Die Unsicherheit um den Marktführer bescherte der Hightech-Börse NASDAQ mit
einem Minus von rund 350 Indexpunkten einen der schwärzesten Tage ihrer
Geschichte . Mit welcher Strafe Microsoft zu rechnen hat , geht aus dem heutigen
Urteil noch nicht hervor . Die Entscheidung über das Strafmaß ist erst in
einigen Monaten zu erwarten . Beobachter rechnen damit , dass die Kläger nun mit
aller Macht darauf drängen werden , Microsoft in drei Firmen aufzuspalten . Ob
sie dieses Ziel erreichen , gilt als fraglich . Der Softwareriese hat bereits
angekündigt , in Berufung zu gehen und sich einem solchen Verdikt durch alle
Instanzen zu widersetzen . Dies bekräftigte Firmensprecher Rick Miller
unmittelbar nach der Bekanntgabe des Urteils noch einmal . Wenn es dazu kommt ,
könnte der Rechtsstreit noch über Jahre andauern . Feuer legt iMac-Produktion
lahm Nach einem Großfeuer in der mexikanischen Produktionsanlage von LG
Electronics sieht Apple in den USA massiven Lieferproblemen entgegen . Dies
berichtet die gewöhnlich gut informierte Website AppleInsider.com . Die
koreanische Firma LG Electronics hatte kürzlich in einem
10-Milliarden-Dollar-Vertrag die komplette Fertigung des populären iMac
übernommen . Die Produktionsstätte in Mexicali , die den US-Markt versorgte ,
wird laut AppleInsider im Internet wegen der Schäden durch Feuer und Löschwasser
für mehrere Wochen außer Betrieb sein . Beobachter erwarten nun , daß Apple die
Produktion zeitweilig nach Sacramento in ein eigenes Werk verlegen muß , das
eigentlich vorrangig die blauweißen G3-Rechner fertigen sollte . Damit würden
sich die Lieferschwierigkeiten auch auf diese Produktgruppe ausweiten . Apple
hatte in den vergangenen Wochen ohnehin Probleme , der Nachfrage nach iMacs in
den USA nachzukommen . Hinter der blauen Tür : Pentium oder Porno ? Intels blaue
Tür , durch die man angeblich zu einem " völlig neuen Interneterlebnis " gelangt
, ist offenbar kein völlig neuer Werbegag . Das findet auch der Inhaber der
älteren blauen Tür , Gene Trent , und wirft Intel nun eine Verletzung seines
Warenzeichens vor . Durch Trents blaue Tür durften allerdings nur Besucher im
Alter von mindestens 18 Jahren eintreten , denn Blue Door handelt mit Videos und
Spielzeugen " für Erwachsene " . Intel hat gegenüber dem Online-Dienst News.com
den Vorwurf der Warenzeichenverletzung zurückgewiesen , zugleich aber bestätigt
, daß Trents blaue Tür durchaus vorher bekannt war . Trent hatte abgelehnt .
Nach dem Start von Intels Werbekampagne für den Pentium III habe er eine
Verdopplung der Besucherzahl auf seiner Website verzeichnet , sagte Trent
gegenüber News.com . Es hätten aber auch doppelt so viele Besucher sofort wieder
kehrtgemacht . Er sehe eine potentielle Geschäftsschädigung darin , daß
Nichteingeweihte annehmen könnten , seine Firma habe sich an Intels Kampagne
drangehängt , dabei sei es doch eigentlich umgekehrt . UMTS , die unvermutete
Mehreinnahme Mit diesem eingängigen Bonmot äußerte sich der oberste Hüter
unserer Staatsfinanzen auf der Pressekonferenz zur Platzierung von
Bundesanteilen an der Telekom zu der umstrittenen Frage , wofür die Erlöse aus
der Versteigerung der UMTS-Mobikfunklizenzen verwendet werden sollen . Zwölf
Unternehmen nehmen an der Versteigerung der Lizenzen für die nächste
Mobilfunkgeneration teil . Nun doch : VLSI läßt sich von Philips kaufen Nach
wochenlangem Poker hat der US-Chiphersteller VLSI jetzt doch der Übernahme durch
den niederländischen Elektronikkonzern Philips zugestimmt . Das Übernahmeangebot
an die Aktionäre gelte bis 14. Mai . Die VLSI-Aktie schloß am Freitag mit 18,875
Dollar . VLSI beschäftigt 2.200 Mitarbeiter . Es soll in die Philips
Semiconductors eingegliedert werden . Linux in Deutschland besonders populär Das
freie Betriebssystem Linux wird in Deutschland besonders häufig eingesetzt .
Deutschland sei mit das Land mit der höchsten kommerziellen Nutzung von
Linux-Betriebssystemen , berichteten am Dienstag die Veranstalter der Fachmesse
LinuxTag in Stuttgart . Nach einer Analyse des Marktforschungs-Instituts
International Data Corporation ( IDC ) betrage der jährliche Zuwachs im
Server-Bereich bis 2003 rund 25 Prozent . Linux steht vom 5. bis 8. Juli auf dem
Stuttgarter Messegelände im Mittelpunkt der Aktivitäten von rund 110
ausstellenden Firmen und freien Software-Projekten . Wie die Messe Stuttgart
berichtete , sind die Linux-Tage die größte derartige Fachmesse in Europa . Fast
alle großen IT-Hardware-Anbieter haben in jüngster Zeit angekündigt , Linux
unterstützen zu wollen . HP stellt in Stuttgart seine neuen Workstations und
Server erstmals öffentlich vor . NRW-Autobahnstaus bald im Internet Die
Verkehrslage auf allen nordrhein-westfälischen Autobahnen wird demnächst aktuell
im Internet abrufbar sein . Die aus den Induktionsschleifen in den Fahrbahnen
gewonnenen Zähldaten fließen in eine Datenbank an der Mercator-Universität
Duisburg und werden dort mit einer zusätzlichen Simulation zu einem " homogenen
Verkehrsbild " aufbereitet . Die Darstellung des Ist-Zustandes ist nach Angaben
von Prof. Michael Schreckenberg aber nur der erste Schritt . Das
Forschungsvorhaben wird vom Düsseldorfer Verkehrsministerium mit rund 250000
Mark gefördert . Das Projekt soll im September starten . Sony geht 's gut . Als
Ursachen werden zum einen die Schwäche des Yen genannt , die den Export
beflügelt hat , zum anderen die guten Geschäfte mit der Unterhaltungselektronik
: Exponential-Patente unter dem Hammer Jetzt werden die Großen noch einmal
nervös , denn Exponential will nun seine Prozessor-Patente versteigern . Obwohl
die alten Hasen den letzten Beweis schuldig bleiben mußten , daß bipolare
Prozessoren den CMOS-Chips der großen Hersteller überlegen seien , gilt das
Portfolio aus 45 angemeldeten und zum Teil bereits zuerkannten Patenten unter
Experten als sehr wertvoll . Die Sammlung von Tricks wäre für die nächste
Generation von Mikroprozessoren gut zu gebrauchen , schreibt das Wall Street
Journal . Mehr noch : Eines der Patente betrifft eine Technik , die Intel in
seinem Merced-Prozessor einsetzen wird . Merced soll dereinst Intels
Pentium-Prozessoren ablösen und in völlig neue Leistungsdimensionen vorstoßen .
Doch dabei könnte das Exponential-Patent im Wege stehen , wenn es in die Hände
eines Konkurrenten geriete . Dann bliebe Intel kaum etwas anderes übrig , als
ein Patent-Abkommen zu schließen und in der Folge Merced-Clones zu tolerieren .
Man erwartet daher , daß Intels Wettbewerber DEC , AMD und die von National
Semiconductors übernommene Cyrix an der Versteigerung teilnehmen und kräftig
bieten werden . Intel muß wohl dagegenhalten . Und Exponential kann endlich doch
einmal ordentlich Umsatz machen . Das sind 38,8 Prozent der Bundesbürger im
Alter ab 14 Jahren , berichtet die in Frankfurt erscheinende Fachzeitschrift
Media Perspektiven ( Ausgabe 8/2001 ) . Im Vergleich zum Vorjahr nutzen damit 36
Prozent mehr Menschen das Internet . Die Online-Studie 2000 hatte ergeben , dass
18,25 Millionen oder 28,6 Prozent der Bundesbürger zu den Internet-Nutzern
gehörten . Nach den Befunden der Studie , die in Zusammenarbeit von ARD und ZDF
in Auftrag gegeben worden ist , erreicht das Internet zunehmend auch
Bevölkerungskreise , die früher eher " internetfern " waren . Die absolut
größten Zuwächse kommen aber weiter aus der Stammklientel , das vor allem aus
jungen und formal hoch gebildeten Männern besteht . Deutliche Verschiebungen
stellt die Studie für den Ort des Online-Anschlusses : Wurde 1997 noch
überwiegend am Arbeits- oder Ausbildungsplatz auf das Internet zugegriffen , so
dominiert heute die Nutzung zu Hause . 78 Prozent der User haben der Zeitschrift
zufolge inzwischen einen Onlinezugang in ihrer häuslichen Umgebung . Die
stärkere Verbreitung der privaten Onlineanschlüsse habe auch dazu geführt , dass
die heutigen Nutzer einen anderen Umgang mit den Webangeboten pflegen , so die
Zeitschrift . Probierten früher die Internetanwender noch mehrheitlich alle
technischen Möglichkeiten des Netzes aus , so sei heute die Nutzung
zweckgebundener . Unterhaltungsangebote im Netz rangieren im unteren Mittelfeld
: Sie werden nur von einem Fünftel der Befragten genutzt ( 20 Prozent ) .
StrongARM : 1000 MIPS pro Watt Digitals stromsparende RISC-Prozessoren der
ARM-Serie bekommen Zuwachs . Die ersten Muster des SA-1100 ( StrongARM ) stehen
jetzt zur Verfügung , mit der Massenfertigung wird 1998 begonnen . Der neue Chip
ist mit 133 oder 200 MHz getaktet und verbraucht dennoch nur maximal 250
Milliwatt . Er liegt damit noch deutlich unter seinen Vorgängern , die
beispielsweise in PDAs wie dem Newton 2000 oder Psion Series 5 eingesetzt werden
. Neue Funktionen für Schrift- und Spracherkennung hat Digital gleich in den
Prozessor integriert , obendrein die Emulation eines v.34-Modems , was nur 25
Prozent der Rechenzeit beanspruchen soll . Neu ist auch der Bildschirmcontroller
im Chip , der Farb- oder Monochromdisplays bis 1024 mal 1024 Punkte ansteuern
kann . Auch USB könnte durch die Unterstützung im SA-1100 endlich Sinn bekommen
, um Daten mit Handheld-Geräten auszutauschen . Der erste Kunde für den neuen
Prozessor ist mit Nortel ( Northern Telecom ) schon gefunden , ein Smart Phone
soll um den Chip herum gebaut werden . Neben Newton und Psion hat auch die
Windows CE-Fraktion Interesse am SA-1100 bekundet , der ein schnellerer
Prozessor mit mehr Features endlich Erfolg bescheren könnte . Der 10.000er-Preis
des sparsamen Kraftzwergs in der 133-MHz-Version soll 29 US-Dollar betragen .
Intels Kurswechsel schockt Rambus-Aktionäre Intels Kursänderung in Sachen
PC-Speicher hat die Rambus-Aktie , einen der heißesten Technologie-Werte an der
Hightech-Börse NASDAQ , schwer in Mitleidenschaft gezogen . Sie schloß mit 90,50
US-Dollar etwa fünf Prozent unter dem Vortagsschlußkurs und hat damit binnen
zwei Tagen rund zehn Prozent ihres Wertes verloren . Er stabilisierte sich
wieder , als mehrere Analysten ihre Kaufempfehlungen bekräftigten und die
Bedeutung von Intels Ankündigung relativierten . Doch angesichts eines
Kurs-Gewinn-Verhältnisses von über 300 dürfte die Unsicherheit noch nicht
vorüber sein . Der Prozessorgigant arbeitet seit langem mit Rambus zusammen und
plant , deren Speichertechnik zum Standard für kommende PC-Generationen zu
machen . Aber die Zweifel mehren sich , ob Rambus wirklich in absehbarer Zeit
den Durchbruch schafft . Vor allem aber hat die Weiterentwicklung
konventioneller Speicher den ursprünglich gesehenen Performance-Vorteil immer
mehr schrumpfen lassen . IFA : AM-Radio goes digital Die weltweite Initiative
Digital Radio Mondial ( DRM ) will den Lang- , Mittel- und Kurzwellenrundfunk
digitalisieren , um die Tonqualität zu verbessern und neue Dienste zu
ermöglichen . AM-Radio ist auch heute noch ein wichtiges Medium , da ein
einzelner Sender sehr große Gebiete abdecken kann . Um mit der hohen Tonqualität
von UKW- und Satelliten-Rundfunk konkurrieren zu können , setzt man nun auf die
Digitalisierung . Das bestehende 9- bzw. 10-kHz-Kanalraster bietet pro AM-Kanal
nur eine sehr geringe Übertragungsbandbreite . Um eine mit UKW-Rundfunk
vergleichbare Tonqualität zu erzielen , ist eine Kompression erforderlich . DRM
basiert auf AAC+ , einer verbesserten Version des in MPEG-4 verwendeten
Kompressionsalgorithmus MPEG-AAC . Mit nur 20 Kbit/s ist es möglich , Musik und
Sprache mit einem Frequenzumfang bis 15 kHz zu übertragen . Alternativ kann man
auf einer AM-Frequenz auch zwei Sprachkanäle mit 8 Kbit/s oder Kombinationen von
Sprach- und Datenrundfunk senden . Für zukünftige Anforderung ist auch die
Übertragung mit 48 Kbit/s auf zwei gebündelten 9- oder 10-KHz-Kanälen vorgesehen
. Als Modulationstechnik kommt 64QAM auf etwa 200 diskreten Trägern zum Einsatz
( orthogonal frequency division multiplex ) . Dabei transportiert jeder Träger
alle 25 ms eine Information von 6 Bit . Das Sendeverfahren ist auf alle
AM-Frequenzen bis 30 MHz anwendbar und arbeitet innerhalb des bestehenden
Kanalrasters . Der DRM-Standard soll Ende diesen Jahres als Draft bei der ITU (
International Telecommunication Union ) vorgelegt werden . Bis Ende 2000 will
man Sende- und Empfängerprototypen demonstrieren und im Jahr 2001 mit dem
Sendebetrieb beginnen . Bordellkunden nach Hotmail-Hack bloßgestellt Nach dem
Einbruch in den E-Mail-Dienst Hotmail von Microsoft haben Hacker die Namen von
schwedischen Bordellkunden im Internet veröffentlicht . Wie die Stockholmer
Zeitung " Expressen " am Freitag meldete , fanden die Hacker alle E-Mails von
zwei Stockholmer Prostituierten mit ihrer männlichen Kundschaft . Sie
veröffentlichten diese auf einer frei zugänglichen Homepage mit Namen und
Telefonnummern der Freier . Zu den Kunden , die an den Pranger gestellt wurden ,
gehört laut " Expressen " auch der Vorstandschef eines namhaften schwedischen
Medienkonzerns . Auch Details über die gewünschte Form sexueller Dienste von
Kunden wurden veröffentlicht . Der Microsoft-Beauftragte für Hotmail in
Nordeuropa , Lars Backhans , meinte zu den neuen Enthüllungen : Es ist aber eine
ganz andere Sache , die Informationen anderer Menschen zu stehlen und einfach zu
publizieren . " Expressen " hatte Anfang der Woche als erste Zeitung über das
weltweit Aufsehen erregende Sicherheitsloch bei Hotmail berichtet . Sie konnten
dort E-Mails lesen , verschicken oder löschen . Apple im Höhenflug Drei Tage
nach der Markteinführung des Apple-"Supercomputers" G4 erreicht der Börsenkurs
des Unternehmens einen neuen Rekordstand . Die Apple-Aktie hatte seither
kräftigen Aufwind und übersprang heute , beflügelt durch die Bekanntgabe
günstiger US-Wirtschaftsdaten , das " All Time High " von 73,25 US-Dollar , das
im April 1991 erreicht worden war . Seit Anfang 1998 hat sich ihr Wert damit
mehr als verfünffacht . Apple war 1995 durch falsche Produktpolitik und
Managementfehler in eine schwere Krise gerutscht , an deren Tiefpunkt
milliardenschwere Verluste eingefahren wurden und viele Beobachter das Überleben
der Firma nicht mehr für möglich hielten . Doch mit der Übernahme der Führung
durch den Mitbegründer Steve Jobs , der zwölf Jahre zuvor aus dem Unternehmen
gedrängt worden war , wendete sich das Blatt . Nach sieben profitablen
Geschäftsquartalen zweifelt niemand mehr am wirtschaftlichen Erfolg des
Unternehmens . Die Marke mit dem Apfel-Logo hat ihren Glanz zurückgewonnen und
feiert insbesondere in den USA und in Japan Absatzrekorde - und das trotz
relativ hoher Preise , was Apples einzigartige Stellung in der von Preiskämpfen
geprägten PC-Branche unterstreicht . Nächster Nintendo Gameboy ARM-getrieben Das
nächste Gameboy-Modell von Nintendo wird mit einem 32-Bit-RISC-Prozessor von ARM
ausgestattet sein , wie die britische Chipschmiede heute bekanntgab . Der Game
Boy Advance soll im August nächsten Jahres in Japan und vor Weihnachten auch in
den USA und in Europa auf den Markt kommen . Das Gerät soll den Internet-Zugang
und das Spielen im Netz ermöglichen . Wenn die Spieler zusätzlich eine
Digitalkamera anschließen , sollen sie sich dabei auch gegenseitig sehen können
. Microsoft kauft 25 Prozent von Corel Die Anteile können in eine voll
stimmberechtigte Beteiligung umgewandelt werden ; mit knapp 25 Prozent des
Aktienkapitals wäre Microsoft dann einer der größten Anteilseigner von Corel .
Die Kanadier standen nach dem Scheitern ihrer Pläne für eine Fusion mit Inprise
kurz vor der Pleite . Im August erklärte der Unternehmensgründer und CEO Michael
Cowpland überraschend seinen Rücktritt . Teil der Vereinbarung ist die Beilegung
" bestimmter rechtlicher Fragen " , die Corel nicht näher spezifizieren wollte .
Das erinnert an die Deals , die Microsoft mit Apple und mit Inprise unter
ähnlichen Umständen getroffen hat . Corels Interim-CEO Derek J. Burney beeilte
sich aber zu versichern , dass seine Firma keine rechtlichen Schritte gegen
Microsoft eingeleitet hatte . Das wesentliche Motiv , das Microsoft zu der
Hilfeaktion bewogen hat , dürfte freilich in der kartellrechtlichen
Auseinandersetzung mit der US-Regierung und 19 US-Bundesstaaten liegen , die
demnächst in die Berufung geht . Der Konkurs eines Wettbewerbers hätte
Microsofts Argumentation erheblich geschwächt . Vertriebssystem für eBook auf
dem deutschen Markt Ein Jahr nach der Einführung in den USA soll das
elektronische Buch " Rocket eBook " nun auch in Deutschland die Leser erobern .
Auf der Frankfurter Buchmesse ( 13. bis 18. Oktober ) will das kalifornische
Unternehmen NuvoMedia zusammen mit dem Onlinebuchhändler BOL das " erste sichere
elektronische Buch-Vertriebssystem für deutsche Verleger " präsentieren . " Wir
möchten die Buchmesse dazu nutzen , die deutschen Verleger vom
Rocket-eBook-System als zusätzlichen Vertriebskanal zu überzeugen " , kündigte
Ingo Reese , Director International Development bei NuvoMedia , am Sonntag in
Hamburg an . An NuvoMedia ( Palo Alto ) sind unter anderem Bertelsmann Venture ,
der amerikanische Buchhändler Barnes & Noble sowie das kalifornische
Netzwerkunternehmen Cisco beteiligt . In den USA gibt es mittlerweile rund 1800
Titel in elektronischer Form . Das eBook soll im Frühjahr 2000 in Deutschland in
die Läden kommen . Zu diesem Zeitpunkt sollen dann auch genügend deutsche Titel
verfügbar sein . Mit dem in dem vergangenen Monaten entwickelten Standard für
elektronische Bücher , der Open eBook Spezifikation OEB1.0 , hätten Verlage und
EBook-Hersteller die Möglichkeit , plattformunabhängig zu publizieren , sagte
Reese . Sony-Mitbegründer Morita gestorben Der legendäre Mitbegründer des
japanischen Elektronikriesen Sony , Akio Morita , ist tot . Er starb nach
japanischen Medienberichten am Sonntag im Alter von 78 Jahren in einem
Krankenhaus in Tokio . Kaum ein anderer japanischer Industriemanager verkörpert
den Aufstieg des fernöstlichen Inselreiches zu einer führenden Wirtschaftsmacht
so sehr wie Morita . Mit technischen Pioniertaten und Kreationen wie dem "
Walkman " führte er sein Unternehmen aus dem Nichts der Nachkriegszeit an die
Weltspitze der Unterhaltungselektronik . Die Erfolgsstory des am 26. Januar 1921
geborenen Akio Morita begann im Mai 1946 . Nach Abschluss seines Physikstudiums
gründete der Sohn einer angesehenen Sake-Brauer-Familie aus Nagoya mit seinem
Freund Masaru Ibuka eine kleine Firma für Transistor-Radios , die sie zunächst "
Tokyo Tsushin Kogyo Kabushiki Kaisha " tauften . 1958 benannten sie das
Unternehmen dann in " Sony Corporation " um . Der " unjapanische " Name sollte
die Eroberung der Weltmärkte erleichtern . Schon bald erwies sich Morita als
technischer und kaufmännischer Motor des Unternehmens . Bereits 1953 begab sich
der Jungunternehmer auf seine erste Auslandsreise , um vor allem in Europa und
den USA die Marktchancen zu erkunden . Morita lernte Englisch - wie nur wenige
Japaner seiner Generation . 1960 wurde als erste ausländische Tochter die Sony
Corp of America gegründet . Wie kaum einem anderen japanischen Unternehmer
gelang es Morita , Brücken zum Westen zu bauen und die Verständnishürden
zwischen Japan und der westlichen Kultur zu überwinden . Es gibt auch kaum einen
, der ein ähnlich hohes internationales Ansehen erwarb und mit Reden , Büchern
und Artikeln im Ausland Japans Wirtschaftsposition- und -philosophie vertrat .
Auf dem Höhepunkt des japanischen Wirtschaftsbooms präsentierte Morita 1989
zusammen mit dem nationalistisch gesinnten Politiker und heutigen Gouverneur von
Tokio , Shintaro Ishihara , das umstrittene Buch " Das Japan , das Nein sagen
kann " und plädierte für einen internationalen Alleingang Japans gegen die USA
und Westeuropa . Seinen Ruf als Vorreiter der Unterhaltungselektronik begründete
Sony mit einer Reihe technischer Pioniertaten . 1950 brachte das Unternehmen das
erste Tonbandgerät auf den japanischen Markt . 1957 begann der Vertrieb des
ersten Taschentransistorradios der Welt . Ein neues Farbfernsehsystem (
Trinitron ) hievte Sony 1968 in die Spitze der Fernsehhersteller . Mit dem
tragbaren Kassettenrekorder ( " Walkman " ) oder der Videokamera im
Handtaschenformat ( " Handycam " ) schuf Sony Milliardenmärkte . Mit der "
Playstation " wurde Sony führend im Markt für Video-Konsolen . Im März nächsten
Jahres soll die neue Generation " Playstation II " kommen , mit der Sony das
Wohnzimmer erobern will und zugleich auf Konfrontationskurs zum US-Chipkonzern
Intel geht . Der Konzern musste aber auch Niederlagen einstecken . So konnte
sich zum Beispiel Sonys Video-Format Betamax nicht gegen das von Matsushita
entwickelte VHS-System durchsetzen . Der starke Yen-Kurs und die kostspieligen
Investitionen der achtziger Jahre ließen die Gewinne schmelzen , die Rezession
zwang zu neuer Bescheidenheit . Inzwischen steht das Unternehmen vor gewaltigen
Umwälzungen . Im März kündigte Sony einen umfangreichen Umbau der gesamten
Konzern- und Management-Strukturen bis 2003 an . 17.000 Arbeitsplätze sollen
wegfallen , zehn Prozent der Gesamtbelegschaft . Für die Zukunft wollen die
Nachfolger Moritas den Kernbereich , das Elektronikgeschäft , wieder
schlagkräftiger machen . BSI prüft Windows 2000 nicht Nach monatelangem
ergebnislosen Streit um eine Sicherheitsüberprüfung von Windows 2000 durch das
Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik ( BSI ) haben das
Bundesinnenministerium und Microsoft sich anders geeinigt : Die
Auseinandersetzung um die in das Betriebssystem integrierte
Defragmentier-Software , die von einer Firma aus dem Umfeld der umstrittenen
Scientology-Organisation stammt , soll nun durch Deinstallation dieser
Komponente aus der Welt geschafft werden . Das Defragmentierprogramm in Windows
2000 wird von der kalifornischen Firma Executive Software hergestellt . Deren
Direktor Craig Jensen bekennt sich offen zu seiner Mitgliedschaft bei
Scientology . Windows 2000 gilt als das größte kommerzielle Software-Projekt der
Computer-Geschichte und hat das Vorgängersystem Windows NT abgelöst . Nach einem
c't-Bericht über Vorbehalte in der katholischen Kirche wegen der Verstrickung
mit der Scientology-Organisation wurden auch von Firmen und Regierungsbehörden
Sicherheitsbedenken laut . Das BSI war daraufhin aufgefordert worden , die
Sicherheit von Windows 2000 und des Defragmentierprogramms zu überprüfen . Doch
während das BSI erklärte , dass eine seriöse Überprüfung ohne Einsicht in den
Quellcode unmöglich sei , wollte Microsoft der deutschen Behörde den Einblick
nicht gewähren - ein Gegensatz , der offenbar auch in monatelangen Verhandlungen
nicht aufgelöst werden konnte . " Während der laufenden Gespräche über Art und
Umfang dieser Überprüfung hat Microsoft ein Verfahren entwickelt , getestet und
im Internet publiziert , mit dem das Tool komplett aus Windows 2000 entfernt
werden kann " , teilte Microsoft nun mit . Die Deinstallation ist im Internet
beschrieben . Damit habe jeder Windows-Anwender die freie Wahl , welchen der am
Markt erhältlichen Defragmentierer er unter Windows 2000 nutzen wolle . " Auf
Grund der gefundenen pragmatischen Lösung sind das Bundesinnenministerium und
Microsoft übereingekommen , auf die aufwändige Überprüfung zu verzichten . " Bei
einem Treffen in Berlin hätten die Staatssekretärin im Innenministerium ,
Brigitte Zypries , und der Chef von Microsoft Deutschland , Richard Roy ,
außerdem die Absicht erklärt , im Bereich der Sicherheit beim Einsatz von
Betriebssystemen und im Internet verstärkt zusammenzuarbeiten , etwa bei der
digitalen Signatur . Unterdessen deutet sich an , dass auch der in Bonn
ansässige Verband der Diözesen Deutschlands sich mit der technischen Lösung
zufrieden geben will , die es ihm ermöglicht , seine Empfehlung zum Verzicht auf
Windows 2000 zurückzunehmen . Microsoft fordert 10,5 Mio von sächsischen
Raubkopierern Es handelt sich dabei um die bisher höchste Schadenersatz-Summe in
Deutschland , wie die " Dresdner Neuesten Nachrichten " unter Berufung auf
Microsoft in ihrer Donnerstag-Ausgabe berichten . " Uns geht es nicht darum ,
die drei Beklagten wirtschaftlich zu ruinieren , sondern wir wollen Schaden
wieder gut machen " , sagte Microsoft-Sprecherin Martina Wimmer der Zeitung .
Man sei aber zu einem Vergleich bereit . Der Prozess beginnt am kommenden
Dienstag vor dem Landgericht in Leipzig . Der Fälscherring aus dem Landkreis
Bautzen war 1994 aufgeflogen . Die Raubkopierer hatten rund 200000 Kopien von
Microsoft-Produkten hergestellt und in Umlauf gebracht . Der Hauptbeschuldigte
war im November 1995 zu vier Jahren Gefängnis verurteilt worden . Seine Mittäter
erhielten Bewährungsstrafen . Windows 2000 droht ein Bann Eine Komponente von
Windows 2000 stammt von einer Scientology-Firma . Das Defragmentierungsprogramm
" Diskeeper " soll im Februar als fester Bestandteil des NT-Nachfolgers auf den
Markt kommen . Entwickelt wird es von der Firma Executive Software des
bekennenden Scientologen Craig Jensen , wie c't in Ausgabe 25/99 berichtet . Die
Verbindung zwischen dem Psycho-Konzern und dem Softwareriesen ist
Sektenbeauftragten der großen Kirchen ein Dorn im Auge . " Das wird nicht nur
die katholische Kirche interessieren , sondern auch alle Bundesländer , den
Verfassungsschutz und auch die deutsche Industrie " , kommentierte Harald Baer ,
katholischer Beauftragter für Sekten und Weltschauungsfragen , gegenüber der
Deutschen Presseagentur ( dpa ) . Nach Ansicht von Ursula Caberta , Leiterin der
Arbeitsgruppe Scientology der Hamburger Innenbehörde , gehört Executive Software
zu den führenden Unternehmen der Scientology-Organisation WISE ( World Institute
of Scientology Enterprises ) . WISE sei der " entscheidende Arm von Scientology
, um die Wirtschaft zu unterwandern und auszuspionieren " . In den Bundesländern
Bayern und Hamburg existierten Beschlüsse , wonach Behörden insbesondere im
Bereich Informationstechnologie keine Dienstleistungen von
Scientology-Unternehmen ankaufen dürfen . ( An English version of this news
article is available here ; an English version of the complete article is
available here . ) Bertelsmann startet Internet-Buchversand Die Bertelsmann AG
eröffnet am heutigen Donnerstag ihr neues Internet-Versandhaus namens " Books
Online " ( BOL ) . Der Medienriese will dort zunächst , wie es heißt ,
schwerpunktmäßig Bücher anbieten . Mit Büchern rechnet man sich die besten
Chancen für den Einstieg in den E-Commerce aus , denn es ist eine Ware mit einer
unübersichtlich großen Titelzahl , die leicht durch textbezogene Recherche im
Internet erschlossen werden kann . Hinzu kommt , daß Bertelsmann die Logistik
für den Versand der online bestellten Bücher bereits hat . BOL startet zunächst
in Deutschland und Frankreich . In der zweiten Jahreshälfte soll Spanien folgen
. DirectX jetzt mit DirectMusic Die neueste Version des Spiele- und
Multimedia-Paketes DirectX steht auf den Microsoft-Servern mit 6,8 MByte zum
Download bereit . Das SDK mit 75 MByte ist ebenfalls verfügbar , kann aber auch
für 11,15 US-Dollar auf CD bestellt werden . Entwickler , die damit
experimentieren , verbauen sich unter derselben Windows-Installation den Rückweg
zu DirectX 6.0 . Abhilfe bei diesen und anderen Versions-Problemen mit DirectX
schafft das Tool DXBackdate . Ein Artikel dazu findet sich in der aktuellen
Ausgabe c't 3/99 auf Seite 204 . Zu den wesentlichen Neuerungen von DirectX 6.1
zählt DirectMusic , dessen Software-Synthesizer wie der originale Sound Canvas
von Roland klingen soll . Außerdem enthält DirectMusic Unterstützung für
Downloadable Sounds ( DLS ) , die per Wavetable-Synthese eine Generierung von
neuen MIDI-Instrumenten erlauben . Die neuen Befehle des Pentium III ( KNI ,
Katmai New Instructions ) soll DirectX 6.1 außerdem unterstützen . Keine
künstliche Sonne über Frankfurt Die Folie hatte sich in einer Antenne verfangen
. Derzeit ist noch unklar , ob das Experiment überhaupt stattfinden kann .
Schröder : 2001 alle Schulen am Internet Bislang seien etwa 10.000 Schulen am
Netz . Schröder betonte die Bedeutung für die Jugend , wenigstens die
Grundelemente dieser Kommunikationsform zu erlernen . Bei einer Feierstunde
zeichnete Schröder zusammen mit Microsoft-Chef Bill Gates drei Schulklassen für
Online-Arbeiten aus . Die Schüler aus Nordrhein-Westfalen , Bayern und
Rheinland-Pfalz erhielten den von Microsoft ausgeschriebenen " Road Ahead Prize
" . Sie hatten zum Thema " Bundestagswahl 98 " in Eigenregie Seiten entworfen
und ins Internet gestellt . Der mit 25000 Mark dotierte erste Preis ging an das
Heinrich-Heine-Gymnasium in Mettmann . Auf den zweiten Platz ( 20000 Mark )
kamen Schüler des Hans-Sachs-Gymnasiums in Nürnberg . Den dritten Rang ( 15000
Mark ) belegte das Germersheimer Johann-Wolfgang-von-Goethe-Gymnasium . An dem
Wettbewerb hatten sich 300 Schulen aus dem ganzen Bundesgebiet beteiligt . 130
Arbeiten kamen in die engere Auswahl . Der " Road Ahead Prize " ist benannt nach
einem Buch von Bill Gates und wird in diesem Jahr erneut ausgelobt . Das Thema
steht noch nicht fest . Gates : Zeitplan für " Consumer NT " verschoben
Microsoft-Chef Bill Gates hat erstmals Terminprobleme bei der Entwicklung von
Windows 2000 bestätigt . Bisher war man in der Branche davon ausgegangen , daß
Microsoft sein Windows 98 im nächsten Jahr mit dem Profi-Betriebssystem Windows
NT verschmelzen werde . In den vergangenen Tagen gab es jedoch Hinweise , wonach
die bei der Integration auftretenden Probleme nicht rechtzeitig gelöst werden
können . Gates sagte in einem Exklusiv-Interview mit c't : Wir sind dabei , auf
den NT-Kernel umzustellen , nur der Zeitplan ist verschoben worden . Den
gesamten Text des Interviews finden Sie in der c't-Ausgabe 4/99 , die ab 15.
Februar erhältlich sein wird . AMD bezieht Prügel an der Börse Während
Prozessorgigant Intel seinen neuen Pentium III bereits in Massen an
PC-Hersteller ausliefert , gerät Wettbewerber AMD zunehmend unter Druck . Als
der Chiphersteller kurzfristig und ohne Begründung seine Teilnahme an zwei
Investorenkonferenzen absagte , sah die Börse darin ein Alarmsignal . Binnen
zwei Tagen rutschte der Aktienkurs um 25 Prozent . Nach Presseberichten kommt
der Celeron-433 um mehr als einen Monat früher als erwartet . Die Preise für die
aktuellen Celeron-Typen sollen gleichzeitig um 15 bis 20 Prozent fallen . AMD
wird sich wiederum gezwungen sehen , mit den Preisen für den K6-2 nachzuziehen ,
so daß sich die ohnehin schwachen Margen weiter verschlechtern . Ob am
Nachfolger K6-3 bald mehr verdient wird , ist fraglich . Bisher mochte AMD sich
nicht einmal auf einen Auslieferungstermin festlegen . 1-GHz-Finale : AMD vor
Intel ? Der Wettlauf um den ersten 1000-MHz-Prozessor geht unerwartet früh in
die Zielgerade . Der US-Newsdienst News.com will erfahren haben , dass AMD
bereits am Montag drei neue Athlon-Typen mit 900 , 950 und 1000 MHz vorstellen
will - zwei Tage vor Intels Gigahertz-Premiere . Seit drei Tagen mehrten sich
unbestätigte Berichte , wonach Intel die bisher für das dritte Quartal erwartete
Markteinführung des Pentium III mit 1 GHz auf diesen Monat vorverlegt hat .
News.com nannte unterdessen Mittwoch , den 8. März , als angeblich seit langem
heimlich geplanten Termin . Andere Quellen erwarten die Ankündigung am Dienstag
. Am Freitag hatte ein AMD-Sprecher offiziell bestätigt , dass auch AMD " noch
im März " mit einem 1-GHz-Prozessor auf den Markt kommt . Nachdem einzelne
Muster der neuen Prozessoren schon im Vorfeld gesichtet wurden , ist der
Stichtag der Ankündung freilich weniger wichtig als die Frage , welcher der
beiden Hersteller den Markt mit ausreichendem Volumen bedienen kann . Intel
hatte in letzter Zeit einige Schwierigkeiten , die Nachfrage nach dem Pentium
III mit 800 MHz zu bedienen . AMD hat versichert , den 1-GHz-Prozessor sofort in
Stückzahlen liefern können . Playstation 2 in Japan ausverkauft Mehr als 7000
Computer- und Elektronikgeschäfte in Japan erlebten an diesem Morgen einen
riesigen Ansturm auf Sonys neue Spielkonsole Playstation 2 . Manche Läden hatten
die Öffnungszeit auf fünf Uhr morgens vorverlegt . Es dauerte meist nur etwa
eine Stunde , da waren alle Geräte vergriffen . Den größten Ansturm erlebte
Tokios Stadtteil Akihabara , wegen der enormen Dichte an Elektronikgeschäften
auch " Electric Town " genannt . Allein an diesem Wochenende , so heißt es ,
dürften eine Million der neuen Spielkonsolen über den Ladentisch gehen . Wer die
Playstation 2 seit dem 18. Februar online bestellte , muss möglicherweise bis zu
zwei Wochen auf die Lieferung warten . Damals war Sonys Internetseite unter dem
Andrang von über 100000 Interessenten innerhalb einer Minute zusammengebrochen .
Monatlich wolle Sony 500000 weitere Playstation 2 auf den Markt bringen ,
berichtete die Tageszeitung " Asahi Shimbun " am Samstag . Siehe auch Hektik und
große Erwartungen begleiten den Launch der PS2 in Telepolis . Office 2000
Developer's Edition nimmt Gestalt an Noch vor der CeBit will Microsoft die erste
Beta-Version der Office 2000 Developer's Edition ausliefern . Die
Entwicklerversion basiert auf der Premium Edition , dem Flaggschiff der
Endanwenderpakete . Mit Visual Basic for Applications ( VBA ) 6 lassen sich
COM-Add-Ins , kompilierte DLLs zur Einbindung in Office-Anwendungen , erstellen
. Visual Source Safe 6.0 gehört ebenso zum Lieferumfang wie ein Package und
Deployment Wizard , der die Verteilung komplexer VBA-Applikationen vereinfacht .
Eine Runtime-Version von Access 2000 darf als Grundlage Access-basierender
Anwendungen ohne Lizenzgebühren verteilt werden . High-Tech-Aktien mit Microsoft
auf Talfahrt Noch vor wenigen Wochen waren Aktien von
Hochtechnologie-Unternehmen die Höhenflieger an der Wall Street . Die Investoren
konnten von diesen Aktien gar nicht genug bekommen . Der mit Technologieaktien
gespickte Sammelindex der elektronischen NASDAQ-Börse spiegelt diesen
Trendumschwung überdeutlich wider . Er brach am Montag angesichts der
Entwicklung des Microsoft-Kartellprozesses um 349,15 Punkte oder 7,64 Prozent
auf nur noch 4223,68 Punkte ein . Das war der höchste Punktverlust in der
Geschichte der NASDAQ und der fünfthöchste prozentuale Tagesrückschlag . Der
NASDAQ-Index liegt jetzt um 16,3 Prozent unter seinem am zehnten März verbuchten
Rekordhoch von 5048,62 Punkten . Er weist seit Jahresbeginn aber immer noch
einen Gewinn von 3,8 Prozent auf . Er hatte im vergangenen Jahr um 86 Prozent
zugelegt und sich seit Sommer 1995 verfünffacht . Viele spekulative
Hochtechnologiewerte sind aber in den letzten Tagen und Wochen bereits um 50 bis
80 Prozent abgestürzt . Selbst große Technologiewerte mussten Federn lassen .
Microsoft liegt jetzt um knapp 24 Prozent unter dem Hoch der letzten zwölf
Monate , Cisco Systems und Intel um jeweils neun Prozent und Yahoo um 33 Prozent
. Dagegen sind jetzt plötzlich die lange verpönten Standardwerte oder " Blue
Chips " wieder gefragt , das heißt die Aktien der Großkonzerne aus den
traditionellen Branchen wie Banken und Finanzen , Einzelhandel oder Industrie .
Sie stellen die " Old Economy " dar und haben einen großen Vorteil : Riesige
Umsätze und Gewinne . Dagegen haben viele der Internet- und Biotechnologiefirmen
nur minimale Umsätze und Riesenverluste . Der Dow legte am Montag um 300,1
Punkte oder 2,75 Prozent auf 11221,93 Punkte zu , doch liegt er noch immer um
2,4 Prozent niedriger als zum Jahresbeginn . Er hat sich in den letzten Wochen
um 13 Prozent gefestigt . Die astronomischen Bewertungen vieler
Hochtechnologiewerte rächte sich ebenfalls . Die 100 wichtigsten NASDAQ-Aktien
wurden zum Wochenauftakt im Schnitt noch mit dem 150-fachen ihrer Gewinne
bewertet , während das Kurs-Gewinn-Verhältnis der 30 Dow-Werte nur bei 22 lag .
Deshalb rieten zahlreiche Wall-Street-Gurus in den letzten Tagen plötzlich von
Technologiewerten ab . Die starke Korrektur im Hochtechnologiebereich ist auch
auf den Ausstieg der so genannten Trendspekulanten und auf die steigenden
US-Zinsen zurückzuführen . Notruf-Chaos durch Störung im D1-Netz Eine Störung
des Telekom-Mobilfunknetzes hat am Donnerstag für Chaos in Notrufzentralen der
bayerischen Polizei gesorgt . Gegen Mittag war in Teilen des Landes das D1-Netz
zusammengebrochen , berichtete die Polizei am Freitag . In vielen Städten
konnten sich die Telefonbesitzer mit ihren Geräten nicht mehr ins Netz
einschalten . Viele Telefone zeigten daraufhin im Display den Schriftzug "
Notruf " an . " Verwirrte Benutzer dachten wohl , das sei der Notruf zur Telekom
" , sagte ein Sprecher der Münchner Polizei . Doch die Nummer führte in die
nächste Einsatzzentrale der Polizei . " Der Notrufbetrieb war extrem gestört " ,
sagte ein Polizeisprecher . Nach Informationen des Bayerischen Rundfunks soll
ein Blitzschlag den Netzausfall verursacht haben . In der Nacht zum Freitag
konnte die Telekom die Störung beheben . Von dem Netzausfall sollen mehrere
hunderttausend Besitzer von Mobiltelefonen in Bayern betroffen gewesen sein .
Der Preis richtet sich nach dem Kurs der T-Aktie am 25. Juni , dem Ende der
Zeichnungsfrist . Bonusaktien für Privatanleger , die bis dahin zeichnen ,
werden den Angaben zufolge auf der Basis 1:10 zugeteilt , sofern sie die Aktien
für mindestens 14 Monate bis 31. August 2000 halten . Am 2. Juni notierte die
T-Aktie mit 39,05 Euro ( etwa 78 DM ) . 17-Zoll-iMac in Taipeh gesichtet Das
jedenfalls berichtete der US-Newsdienst News.com . Das Gerät trage das Logo mit
dem angebissenen Apfel , aber es handelt sich keineswegs um ein
Ausstellungsstück von Apple . Ausgerechnet Firma Umax , ehemals Produzent von
Macintosh-Clones und von Apple arg gebeutelt , zeigt den mysterösen iMac mit den
zusätzlichen 2 Zoll eher beiläufig an ihrem Stand - als Plattform für eine
Scanner-Vorführung . Verkaufen wolle Umax die Maschine nicht , berichtet
News.com . Die einzige Auskunft eines Firmenangestellten sei gewesen : " Wir
haben ihn eben gekauft . " Möglicherweise ist der Berichterstatter aber auch nur
einer optischen Täuschung erlegen . MacWeek jedenfalls hat den großen iMac nicht
gesehen , dafür aber beobachtet , daß News.com den sensationellen Bericht aus
den Schlagzeilen des Tages verschwinden ließ . Auch ansonsten wimmelt es auf der
Computex von iMac-artigen bunten Produkten - so sehr , daß MacWeek schon eine "
iMac-Manie " konstatierte . Angebliche UMTS-Alternative gibt Rätsel auf
Presseberichte , wonach der 18-jährige Hildesheimer Schüler Sascha Haenel mit
einem von ihm entwickelten Verfahren über das heutige GSM-Mobilfunknetz Daten
mit Geschwindigkeiten von 448 kBit/s übertragen kann , lassen sich bisher nicht
bestätigen . Die Berichte beruhen auf nicht verifizierten Angaben . Parallel zur
laufenden Versteigerung der deutschen UMTS-Lizenzen erschienen Berichte , in
denen seine frisierten Handys als Alternative zum UMTS dargestellt werden . So
wusste der Spiegel in dieser Woche zu berichten , mit der Software des
Hildesheimer Abiturienten könnten " Datenpakete 500-mal schneller übertragen
werden als bisher " . Die angebliche Turboladung auf die 500-fache
Geschwindigkeit hieße , die Datenrate von den derzeit im GSM-Netz möglichen 9,6
kBit/s auf beachtliche 4,8 MBit/s zu steigern , und das einzig durch
Umprogrammieren der Handys , heißt es in dem Spiegel-Beitrag - " keine großen
Investitionen , keine neue Technik " . Diese Beschleunigung um den Faktor 5 ist
allerdings weit entfernt von dem im Spiegel dieser Woche genannten Faktor 500
gegenüber dem heutigen GSM-Netz . Die vorgeführte Geschwindigkeitssteigerung auf
das Fünffache lässt eher vermuten , dass die Übertragung lediglich über die im
E-Plus-Netz eingesetzte HSCSD-Technik ( High Speed Circuit Switched Data )
stattfand . Unter optimalen Bedingungen erlaubt das vom ETSI standardisierte
HSCSD Datenraten von 57,6 kBit/s , die in der Praxis bislang jedoch noch nicht
erreicht werden . Fakt ist , dass die Jugend forscht-Prüfer keine eigenen
Messungen zum effektiven Datendurchsatz durchgeführt haben , sondern sich die
Datenraten von dem Testprogramm Haenels anzeigen ließen . Dabei vertrauten sie
darauf , wie einer der Juroren gegenüber c't einräumte , " dass die vorgeführten
Displays und Handys nicht intern gesteuert waren " . Es gibt bislang keine
aussagekräftigen Darstellungen , wie das Verfahren zu der wundersamen
Datenraten-Vermehrung auf 448 kBit/s im herkömmlichen GSM-Netz kommen will . Der
einzige , der den Sachverhalt aufklären könnte - Haenel selbst - ist in die
Ferien gefahren , nachdem er Spiegel Online noch ein Interview gegeben hatte .
Bislang hat er technische Hintergründe zu seinem Verfahren nicht veröffentlicht
- nach seinen Aussagen aus Furcht , seine Erfindung könnte ihm geklaut werden .
Nach verschiedenen Berichten nutzt die Technik Gesprächspausen anderer
GSM-Teilnehmer in der gleichen Funkzelle aus , was allerdings nicht gerade dafür
spräche , dass eine konstante Datenrate erzielbar wäre . Die Veranstaltung sei
kein Wettbewerb zur Förderung von Erfindungen oder technischen Systemen ,
sondern diene der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses . Im Vordergrund
stünden die Kreativität , das Denkvermögen und die Entwicklungsfähigkeit der
jungen Forscher . Hewlett-Packard kauft Compaq Im PC-Markt liegt Compaq zurzeit
nach Stückzahlen knapp hinter Dell auf dem zweiten Rang , während HP mit einigem
Abstand den drittgrößten Weltmarktanteil hat . Das neue Unternehmen läge mit
rund 19 Prozent Marktanteil vor Dell ( 13 Prozent ) . Das Unternehmen würde nach
derzeitigem Stand über 145.000 Mitarbeiter beschäftigen . Nach Ansicht von
Beobachtern ist aber mit Entlassungen zu rechnen . Die Compaq-Aktionäre sollen
0.6325 neu ausgegebene HP-Anteile je Aktie erhalten . Sie wären demnach an dem
neuen Unternehmen zu 36 Prozent beteiligt , während HP-Aktionäre 64 Prozent
halten . Surfen in der Arbeitszeit kein Kündigungsgrund 100 Stunden pro Jahr
privates Surfen im Internet während der Arbeitszeit rechtfertigen keine
fristlose Kündigung . Das hat das Arbeitsgericht in Wesel entschieden .
Arbeitgeber müssten ein ausdrückliches Verbot aussprechen und einen Verstoß
dagegen zunächst mit einer Abmahnung rügen , erklärten die Richter in der am
Dienstag bekannt gewordenen Urteilsbegründung . Apple will die Mac-Clones
einstampfen Drei Jahre nach der Öffnung der Macintosh-Plattform für Lizenznehmer
möchte Apple das Rad offenbar am liebsten wieder zurückdrehen . Mit dem Kauf des
Clone-Geschäfts von Power Computing wurde der Haupt-Konkurrent ausgeschaltet ,
bestehende Verträge mit anderen Lizenznehmern sollen nicht auf neue Systeme
ausgedehnt werden . De-facto-Chef Steve Jobs erklärte , die Lizenzgebühren
deckten nicht annähernd Apples Kosten für Entwicklung und Marketing der
Plattform : " Im Endeffekt geben wir zu jeder MacOS-Lizenz einen Zuschuß von
mehreren hundert Dollar . " Auf diese Weise werde Apple niemals in die
Gewinnzone zurückkehren , gleichgültig wie gut das Unternehme arbeite . Power
Computing und " andere Lizenznehmer " seien nicht bereit gewesen , im Gegenzug
für die Ausweitung der Lizenzen auf Notebooks und CHRP-Systeme einen fairen
Anteil der Kosten zu übernehmen . " Andere Lizenznehmer " sind vor allem
Motorola und Umax . Motorola steht mit seiner erfolgreichen StarMax-Linie in
kaum einem anderen Wettbewerbsverhältnis zu Apple als Power Computing . Der
neueste StarMax ist ein CHRP-System ( Test in der kommenden c t 10/97 ) und
fällt als solches nicht unter die bestehenden Lizenzverträge . Apple verlangt
als Vorbedingung für eine Erweiterung der Verträge einen Vermarktungsplan , der
auf eine Ausweitung des MacOS-Marktes ziele , also offenbar Klauseln zum Schutz
vor der Konkurrenz . Bei Motorola gab es Krisensitzungen , eine offizielle
Stellungnahme steht aber noch aus . Umax geht dagegen davon aus , Apples
Vorstellungen hinsichtlich der Marktstrategie zu erfüllen . Gegenüber
US-Journalisten sagte ein Firmensprecher , Umax könne mit Systemen für weniger
als 1000 US-Dollar einen anderen Markt bedienen als Apple . Man sehe auch
Absatzmöglichkeiten im asiatischen Raum , die Apple nicht habe . Daher sei man
zuversichtlich , zu einer neuen Vereinbarung zu kommen . Die Clone-Krise fand
ein zwiespältiges Echo : Während die Wall Street auf Apples Schritte positiv
reagierte und der Aktienkurs um einige Prozentpunkte stieg , herrschte in den
einschlägigen Newsgroups von Macintosh-Anhängern massive Enttäuschung vor .
Viele Teilnehmer warfen Apple vor , sich dem Wettbewerb zu entziehen und damit
einen verhängnisvollen Fehler zu machen . Der texanische Hersteller Power
Computing war der erste und mit einem zeitweiligen MacOS-Marktanteil von über 12
Prozent der schärfste Konkurrent Apples . Ein Liefervertrag mit Education Access
, einem großen Distributor im US-Schulmarkt , hatte Apple besonders hart
getroffen . Mit Direkt-Marketing und einem Build-To-Order-System unterbot Power
Computing notorisch Apples Preise . Obendrein galt die Firma in der
US-Computerpresse als wichtigster Innovator der Macintosh-Plattform , da sie mit
Prototyp-Prozessoren , übertakteten Apple-Boards und schnelleren Komponenten
immer wieder Benchmark-Rekorde aufstellte . Der mit Power Computing Ende 1994
geschlossene Vertrag ging in seinem Gehalt über spätere Apple-Lizenzverträge
weit hinaus . Power Computing hätte für die Dauer von fünf Jahren ein Anrecht
auf alle neuen MacOS-Versionen gehabt . Auch das geistige Eigentum von Power
Computing , darunter erste eigenständige Hardware-Entwicklungen , ist Teil des
Handels . Außerdem darf Apple wichtige Mitarbeiter aus den Bereichen
Direkt-Marketing sowie Entwicklung übernehmen und erhält die rund 200000
Adressen umfassende Kundendatenbank . Die meisten der rund 450 Mitarbeiter
bleiben jedoch bei Power Computing . Die Firma behält ihren Namen und ihre
Fertigungsstätten . Die geplante Börseneinführung wird zwar zunächst ausgesetzt
, aber Power Computing bleibt im Geschäft : In diesen Tagen will die Firma ein
Windows-Notebook herausbringen . Auch Dell macht schlechtere Geschäfte als
erwartet Die Reihe der negativen Signale vom PC-Markt hat sich am 4. Oktober mit
einer Gewinnwarnung vom US-Marktführer fortgesetzt . Dell Computer machte nach
US-Börsenschluss bekannt , dass der Quartalsumsatz um drei Prozent hinter den
Erwartungen zurückbleiben werde . Schuld daran seien , wie auch bei Intel , die
schwache Nachfrage in Europa , aber auch das weltweit unter Plan liegende
Wachstum im Small-Business-Bereich . Die Nachricht verpackte Dell in die
Ankündigung einer Analystenkonferenz , in der die Firma mitteilen will , dass
sie bezüglich ihrer Profitabilität sehr optimistisch bleibe . Die Nachfrage in
anderen Geschäftsbereichen sei sehr stark . Trotz der korrigierten
Umsatzerwartung tendiere das Ergebnis des dritten Quartals zu einer gesunden
7-prozentigen Steigerung im Vergleich zum Vorquartal . Das Gewinnziel für das
dritte Quartal will Dell erreichen , doch könne im vierten Quartal der Gewinn
pro Aktie um ein bis zwei Cents niedriger liegen als bisher prognostiziert . Die
Dell-Aktie schloss vor der Ankündigung mit 28,1875 US-Dollar und damit leichter
als am Vortag . Im nachbörslichen Handel gab sie um fast zehn Prozent nach . Es
bleibt abzuwarten , ob die Schwäche von Dauer ist , zumal der Kurs bereits bei
weniger als der Hälfte des 52-Wochen-Hochs vom März notiert . Seit Intels
Gewinnwarnung vor zwei Wochen hat Dell mehr als ein Drittel des Kurswertes
eingebüßt . Die negativen Erwartungen dürften demnach bereits weitgehend "
eingepreist " sein . France Telecom steigt bei E-Plus ein Der französische
Konzern gab am Montag in Paris bekannt , die Anteile des britischen
Mobilfunk-Unternehmens Vodafone Airtouch in Höhe von 17,24 Prozent übernehmen zu
wollen . Der Einstieg soll Anfang nächsten Jahres perfekt sein . Damit geht
France Telecom nach der gescheiterten Allianz mit der Deutschen Telekom nun auf
dem heimischen Markt des früheren Partners in Stellung . Die E-Plus Mobilfunk
GmbH ( Düsseldorf ) gehört zu 60,25 Prozent den deutschen Energiekonzernen RWE
und Veba . Weiterer Anteilseigner ist das US-Telekom-Unternehmen Bell South mit
22,51 Prozent . Ein Veba-Sprecher wollte zu dem Geschäft zunächst keine Stellung
nehmen . Er sagte lediglich , Veba wolle bekanntlich im Zuge der Fusion mit Viag
seinen E-Plus-Anteil verkaufen . Man verhandele mit mehreren Unternehmen , die
interessiert sein könnten . E-Plus ist drittgrößter Mobiltelefon-Betreiber in
Deutschland . Das Unternehmen hatte angekündigt , die Zahl der Teilnehmer 1999
kräftig steigern zu wollen . Das meldet der US-Newsdienst News.com unter
Berufung auf die Intel-Managerin Jami Dover zum Auftakt des
Mikroprozessor-Forums in San Jose . Der Name lautet " Itanium " , und tragen
soll ihn Intels kürzlich zu Silizium gewordener 64-Bit-Prozessor , an dessen
Codenamen " Merced " wir uns fast schon gewöhnt hatten . Nun kann das Marketing
also anlaufen . Auf dem Forum in San Jose beginnt Intel damit gleich morgen
durch Bekanntgabe einiger bisher noch gehüteter Architektur-Geheimnisse . Auf
den Markt soll Itanium im Sommer des nächsten Jahres gelangen . Ungeschützt vor
Wirtschaftsspionage Nur wenige Betriebe in Deutschland nehmen
Wirtschaftsspionage ernst . Das berichtet das in Würzburg erscheinende
Unternehmermagazin " Markt und Mittelstand " . Demnach verschlüsseln lediglich
rund vier Prozent der deutschen Firmen ihre elektronische Post und nur ein
Prozent die Telefon- und Faxkommunikation . Diese Übermittlungswege seien jedoch
nach Aussagen von Experten die ergiebigsten Quellen für Informationsdiebstahl .
Expertenrat soll Industriespione stoppen Baden-Württemberg hat ein hochrangig
besetztes Beratungsgremium gegen Wirtschaftsspionage eingesetzt . Der
Vizepräsident des Landesamts für Verfassungsschutz , Hans-Jürgen Doll , sagte
der Nachrichtenagentur dpa am Donnerstag , dem Gremium gehörten etwa ein Dutzend
führende Vertreter der Wirtschaft , der Wissenschaft , des Landesamts für
Verfassungsschutz , des Innen- und des Wirtschaftsministeriums sowie von
Verbänden an . Diese würden künftig regelmäßig zusammenkommen , um Empfehlungen
zu erarbeiten , wie sich Unternehmen gegen Spionage schützen können . In dem
Gremium sitzen nach dpa-Informationen unter anderem Vertreter der Industrie- und
Handelskammern , des Handwerkstages , des Landesverbandes der Industrie ( LVI )
, der Steinbeiss-Stiftung sowie Sicherheitsexperten der Daimler-Chrysler AG .
Die Runde , über deren genaue Zusammensetzung Doll nichts sagte , habe sich vor
wenigen Wochen erstmals getroffen . Schwerpunkt der Beratungsarbeit sei der
Schutz vor Spionage in den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnik ,
Luft- und Raumfahrt , Verkehrstechnik , Werkstoffe , Produktionstechnik ,
Biotechnik und Medizin sowie Energie- und Umwelttechnik . Die Republikaner ( REP
) im Landtag hatten der Landesregierung zuvor schwere Versäumnisse bei der
Abwehr von Wirtschaftsspionage durch westliche Staaten vorgeworfen . Der
REP-Abgeordnete Wolfram Krisch verlangte eine umfassende Aufklärung der
Öffentlichkeit über das Ausmaß der US-amerikanischen Wirtschaftsspionage im Land
. Deutsche Geheimdienste bräuchten mehr Befugnisse für den Kampf gegen
Wirtschaftsspionage . Krisch betonte , die Forderung nach zusätzlichen
Kompetenzen für die Nachrichtendienste stehe nicht im Widerspruch zur früheren
Forderung seiner Partei , den Verfassungschutz abzuschaffen , der auch die
Republikaner überwacht . Doll wies die Kritik der Republikaner , der
Verfassungschutz unternehme nichts und informiere unzureichend , zurück . Er
erklärte , er könne keine konkreten Beispiele von Wirtschaftsspionage durch
befreundete Staaten nennen . " Wir drücken kein Auge zu " , versicherte Doll .
Er wies jedoch darauf hin , dass High-Tech-Spionage schwer nachzuweisen sei .
Nach jüngsten Medienberichten hören westliche Geheimdienste verstärkt
Satellitenverbindungen , Fax-Mitteilungen und andere elektronische
Datenübertragungen wie E-Mail ab und nutzen dies auch zur Wirtschaftsspionage .
In der Antwort des Innenministeriums auf die Parlamentsanfrage der REP heißt es
, im Südwesten seien seit 1990 nachrichtendienstliche Ausspähungsaktivitäten
unter anderem von Russland , der Ukraine , Kasachstan , Bulgarien , der
Volksrepublik China , Nordkorea , Iran , Irak , Libyen und Syrien festgestellt
worden . Intel schult Lehrer in Rheinland-Pfalz Eine neue "
Multimedia-Fortbildung " soll die rheinland-pfälzischen Lehrer fit für den
Unterricht mit dem Computer machen . Dazu hat das Bildungsministerium einen
Kooperationsvertrag mit Intel abgeschlossen . Bei der Fortbildung gehe es um die
Einbeziehung der neuen Techniken in den Unterricht , sagte die zuständige
Marketingleiterin der Firma Intel , Martina Roth , bei der Vorstellung des
Projekts am Montag in Mainz . Das Intel-Konzept stehe auch den anderen
Bundesländern zur Verfügung und werde weltweit in 22 Ländern angewendet .
Vorkenntnisse aus dem Lehrerkurs Fitnesstraining Internet , an dem bereits 8000
Lehrer teilgenommen haben , seien erforderlich . Bisher haben sich nach Angaben
Zöllners 750 Lehrer für die Intel-Schulung angemeldet . Sie vermittelt , wie der
Computer didaktisch und methodisch im Unterricht eingesetzt werden kann .
Frühere Kurse hätten vor allem den technischen Umgang mit dem neuen Medium
gelehrt . Für das Land entstünden durch die Schulungen keine Kosten , sagte
Zöllner . An jedem Kurs dürfen höchstens 15 Lehrer teilnehmen . Seit Montag
werden etwa 30 so genannte Masterteacher geschult , um die Kurse an den Schulen
zusammen mit Lehrern vor Ort anzuleiten . Dem Landesmedienzentrum stellt Intel
für die Lehrerfortbildung 20 Desktop-PCs und 15 Notebooks zur Verfügung . Lehrer
erhalten Software zu einem Sonderpreis . Mars Polar Lander sendet nicht Die
amerikanische Marssonde , die am Freitag gegen 21 Uhr am Südpol des Planeten
gelandet sein soll , hat bisher keine Signale zur Erde übermittelt . Die
Wissenschaftler im Jet Propulsion Center der NASA gehen dennoch weiterhin davon
aus , dass die Sonde weich gelandet ist und sich irgendwann melden wird . Die
nächste Gelegenheit , Kontakt herzustellen , ist am Sonntagmorgen um 5 Uhr .
Über den Status der Mission informiert die NASA kontinuierlich im Internet .
Siehe auch Der Mars Polar Lander schweigt bei Telepolis . US-Datenschützer
klagen wegen Echelon Der US-Geheimdienst National Security Agency ( NSA ) soll
auf dem Rechtsweg gezwungen werden , Informationen über das umstrittene
Spionageprojekt " Echelon " zu veröffentlichen . Am Freitag hat die
Datenschutzorganisation Electronic Privacy Information Center ( EPIC ) beim
US-Bundesgericht eine Klage eingereicht , um die Herausgabe von Dokumenten über
Abhöraktionen gegen US-Bürger zu erreichen . " Die Charta der NSA erlaubt keine
nachrichtendienstliche Aufklärung im Inland " , erklärte EPIC-Direktor Marc
Rotenberg . " Dennoch haben wir Grund anzunehmen , dass die NSA am wahllosen
Sammeln und Abfangen von inländischer Kommunikation über das Internet beteiligt
ist . " Im Frühjahr hatte der US-Kongress den Geheimdienst zu einem Bericht über
seine Aktivitäten aufgefordert , die in Europa Aufsehen erregt hatten . Die NSA
hatte jedoch in beispielloser Weise dem parlamentarischen Committee of
Intelligence die Einsicht in Dokumente über das Echelon-Programm verweigert .
Aus für Modempionier Hayes Der US-amerikanische Modemhersteller Hayes
Corporation , auf den unter anderem der sogenannte AT-Befehlssatz zur
Modemsteuerung zurückgeht , muß nun endgültig die Geschäftstätigkeit beenden .
Während es 1996 noch gelang , durch Entlassungen und Reorganisation die
Geschäftslage zu verbessern , drehte die Bank den Geldhahn jetzt endgültig zu .
Firmengründer Dennis Hayes hatte sich bereits im Herbst aus der Geschäftsführung
zurückgezogen . Sein Nachfolger Ron Howard versuchte bis zuletzt , das
Unternehmen als Ganzes zu verkaufen und so zu erhalten . Das gelang jedoch nicht
rechtzeitig . Jetzt bleibt nur noch die Liquidation der Firma , die sich zu
lange an dem einst florierenden Geschäft mit analogen Modems festgehalten hat .
MacWorld : Neuer iMac in fünf Farben Das Design des iMac bekommt noch ein
i-Tüpfelchen : Ab sofort ist Apples Einsteiger-PC nicht mehr nur in " bondi-blue
" , sondern fünf Farben von blau bis leuchtend rot erhältlich . Zwischen "
blueberry " , " strawberry " , " grape " , " lime " und " tangerine " haben
iMac-Käufer nun die Wahl . Auch in der technischen Ausstattung erfährt der iMac
eine kleine Aufwertung . Der Prozessor tickt nun mit 266 statt 233 MHz , die
Festplatte faßt 6 statt 4 GByte . Dabei wird der Preis gleichzeitig um 100 auf
1199 US-Dollar gesenkt . Den internen Aufbau hat Apple indes abgestrippt : die
neue Hauptplatine enthält nicht mehr den Mezzanine-Steckplatz , den
Dritthertsteller entgegen Apples Spezifikation für Erweiterungen nutzen wollten
. Auch der IRda-Infrarotport wurde fortgelassen . Das bisherige Modell in
bondi-blue wird zum Preis von 1049 US-Dollar ausverkauft . Das ist deutlich mehr
, als Marktbeobachter bisher vermutet hatten . Studie zu Hirnschäden durch
Handys Das Bundesamt für Strahlenschutz ( BfS ) in Salzgitter informiert jetzt
durch eine kostenlose Telefonansage über Forschungsergebnisse zum Einfluß von
Handys auf das menschliche Gehirn . Unter der Rufnummer 0800/8851111 kann man
ein Ansageband abhören , auf dem die Ergebnisse einer vom BfS gemeinsam mit der
Universität München durchgeführten Studie zusammengefaßt werden . Dabei wurden
nach Angaben der Behörde an den Testpersonen keine Veränderungen durch den
Gebrauch von Mobiltelefonen festgestellt . Andere Untersuchungen waren zu
gegenteiligen Ergebnissen gekommen . Siehe Lassen Mobiltelefone das Gehirn
bruzzeln ? Virtuelle Hochschule Bayern startet Der Pilotbetrieb der virtuellen
Hochschule Bayern ( vhb ) soll Mitte Mai an der Fachhochschule Hof beginnen .
Neun bayerische staatliche Universitäten und elf Fachhochschulen bieten über 40
Kurse in Medizin , Wirtschaftswissenschaften , Informatik und
Ingenieurswissenschaften im Internet an . Die Pilotphase soll bis März nächsten
Jahres laufen , danach ist ein " regulärer Betrieb " mit kontinuierlichem
Lehrangebot geplant . " Die vhb ist die Innovations-Werkstatt der Bayerischen
Hochschulen " , sagte der Planungskoordinator Walter F. Kugemann am Dienstag in
Bamberg . Etwa 170 Experten aus Europa und Nordamerika hatten bei einer
Fachveranstaltung zwei Tage lang über den derzeitigen Stand des Projektes sowie
Erfahrung mit ähnlichen Vorhaben im Ausland diskutiert . Kugemann erklärte , die
vhb sei kein Experiment . Man wolle vielmehr die virtuelle Lehre
gleichberechtigt neben der realen Lehre etablieren . Nach Angaben der
Koordinatoren gibt es ein solches flächendeckendes Angebot nur in Bayern . Die
Studenten erhalten eine Chipkarte und können dann die angebotenen
Bildungsinhalte im Internet abrufen . Ein Team soll die Betreuung gewährleisten
; AMD kündigt Umsatzrekord an Das gab Firmenchef W. J. Sanders am heutigen
Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Tokio anläßlich des 25-jährigen Bestehens
der AMD-Japan Ltd. bekannt . Das genaue Ergebnis für dieses Quartal , das am 2.
April 2000 endete , wird am 12. April bekannt gegeben . Bei den
Flash-Memory-Bausteinen und den PC-Prozessoren erreiche AMD , gemessen an
Stückzahlen wie an Umsatz , Rekordwerte . " Wir gehen davon aus , dass wir
unseren weltweiten Marktanteil im Bereich der PC Prozessoren im vergangenen
Quartal erhöht haben " , sagte Sanders . Deutsche Politiker und Computer Wenn es
um ihre Internet-Kenntnisse geht , verstummen sogar sonst redselige Politiker .
Während Bundeskanzler Gerhard Schröder rund 20.000 Computerfachkräfte aus dem
Ausland nach Deutschland holen will , scheint der Nachholbedarf bereits im
Bundeskanzleramt anzufangen : " Ich werde bald 56 , ich will noch lernen , wie
man mit dem Internet so umgeht , dass das nicht nur Pfuscherei ist " , bekannte
der Kanzler unlängst in einem Interview . Auch bei den Bundesministerien fallen
die Antworten auf die Frage , wie es um die Computerkenntnisse der Hausherren
und -damen bestellt ist , eher spärlich aus . " Natürlich hat Herr Schily schon
mal einen Computer benutzt " , heißt es beispielsweise im Innenministerium . Aus
dem Bundeswirtschaftsministerium verlautet : " Minister Werner Müller hat einen
PC in seinem Büro stehen . " Und mehr noch : " Er hat auch einen
E-Mail-Anschluss . " Müller beantworte sogar hin und wieder Bürgeranfragen per
E-Mail selbst , berichtet ein Sprecher . " Was heißt schon fit im Umgang mit der
modernen Technik ? " Müller jedenfalls könne seinen Computer selbst bedienen .
Im Gegensatz zu den Regierungspolitikern nutzen bundesweit bereits rund ein
Drittel der Bürger zwischen 14 und 69 Jahren das Internet , berichtet die
Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung ( GfK ) . Die Zahl der Nutzer habe
sich innerhalb eines Jahres auf 15,9 Millionen verdoppelt . Einen Bericht ,
wonach Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul an ihrer alten
Olympia-Monica-Reiseschreibmaschine festhalte , auf der sie vor 25 Jahren ihre
ersten jungsozialistischen Parolen tippte , wollte ihr Ministerium nicht
bestätigen . Immerhin habe die Ministerin erst kürzlich an einem Chat im
Internet teilgenommen und über politische Themen geplaudert . Offen präsentiert
sich das Haus des Außenministers Joschka Fischer . " Er hat keinen Computer in
seinem Büro " , sagt ein Sprecher . " Vielleicht ja zu Hause " , mutmaßt er
weiter . Die E-Mails an den Grünen-Minister werden gleich an die Pressestelle
weitergeleitet und von dort beantwortet . " Ich weiß nicht , ob Fischer das
Gerät bedienen kann " , bekennt der Sprecher . Eine Ausnahme scheint
Justizministerin Herta Däubler-Gmelin zu sein : " Die Ministerin surft im
Internet und wie " , sagt Sprecher Thomas Weber . " Der Ticker läuft bei ihr
immer . " Manchmal werde es sogar für ihre eigenen Mitarbeiter " bedrohlich " :
Durch die neue Technik nehme auch die Arbeit zu , meint Weber . Däubler-Gmelin
besitze eine " natürliche Neugier " , daran könnten sich viele ein Beispiel
nehmen . Auch manche Kollegen aus der Regierung . Home-Macintosh mit 300 MHz
Nach dem schnellsten Notebook kann Apple jetzt auch den angeblich schnellsten
Home-Computer der Welt vorweisen . Die am 4. April vorgestellte Modellreihe
Power Macintosh 6500 soll die glücklose Performa-Reihe ablösen . Ein
603e-Prozessor mit 300 MHz treibt das Spitzenmodell , das damit laut Apple in
Industriestandard-Benchmarks um 54% besser abschneidet als ein
Pentium-MMX-Rechner mit 200-MHz-Prozessor . Diese Maschine wird für einen
Home-Computer nicht gerade billig sein ( rund 5000 Mark ) , aber dafür bekommt
man eine Top-Ausstattung mit 64 MByte EDO-RAM , 512 KByte Cache , 4-GByte-Platte
und integriertem Zip-Drive . Das kleinste Modell der Reihe läuft mit 225 MHz ,
kommt mit 32 MByte RAM und dürfte hierzulande für rund 3500 Mark auf den Markt
gelangen . Apple betont besonders die Multimedia-Leistung , etwa MPEG-Playback
in vollem Bildschirmformat . Ansonsten zielen die fünf Ausstattungsvarianten der
Reihe mit Zubehör wie Videoschnittkarte oder TV-Tuner und unterschiedlichen
Software-Bundles auf verschiedene häusliche Anwendungsschwerpunkte wie Spielen ,
Kreativ-Studio oder Home Office . E-Mail-Aktion " gegen den Krieg " Als Protest
gegen die NATO-Angriffe auf Jugoslawien ruft ein Journalist auf seiner Website
zu einem " virtuellen Ostermarsch " auf . Keller , der im fränkischen
Treuchtlingen einen kleinen Verlag für Tourismus- und Heimatliteratur betreibt ,
fordert in seiner Aktion " EMails gegen den Krieg " Web-Surfer auf ,
elektronische Briefe an Bonner Politiker zu schicken . Die Internetseite enthält
die EMail-Adressen von Bundeskanzler Schröder , weiteren Regierungsmitgliedern
und Bundestagsabgeordneten . Billig surfen im Schneckentempo Für 9,90 Mark im
Monat bietet die Telekom mit T-ISDN @ctive quasi eine Standleitung ins Internet
. Mitte April hat die Telekom ihren bereits für Februar angekündigten
Pilotversuch T-ISDN @ctive gestartet . Zum monatlichen Pauschaltarif von knapp
10 Mark können jeweils 500 T-Online-Kunden in Hannover und Berlin via
Standleitung ins World Wide Web . Die c't-Redaktion konnte mit zwei
ISDN-Anschlüssen an dem Projekt teilnehmen . Ende des Jahres 2000 will die
Telekom die günstige Flatrate bundesweit allen ihren ISDN-Kunden anbieten . Bei
T-ISDN @ctive handelt es sich um ein Stand-by-Internet genannten D-Kanal , der
normalerweise zur Übermittlung von Steuersignalen dient . Über diese Leitung
können alle Internetangebote genutzt werden , wenn auch mit gedrosselter
Geschwindigkeit . Benötigt man einen höheren Datendurchsatz , kann man einen
oder sogar beide der schnelleren , aber auch gebührenpflichtigen B-Kanäle
zuschalten . Im c't-Testbetrieb haperte es ab und zu am Verbindungsaufbau und
der flüssigen Datenübertragung . Läuft die D-Kanal-Verbindung jedoch stabil ,
eignet sie sich hervorragend für alle Internet-Dienste , die nur eine geringe
Bandbreite benötigen . Ohne das Portemonnaie zu strapazieren , kann man rund um
die Uhr chatten , elektronische Post abholen oder kurze Textnachrichten wie
beispielsweise die aktuellen Börsenkurse abrufen . Und wenn die Online-Zeit
nichts kostet , nimmt man gern die längeren Download-Zeiten von MP3-Musikstücken
oder Videodateien in Kauf . Milliarden-Schaden durch " Liebesbrief "
Zusammenfassung : Der als Liebesbrief getarnte E-Mail-Wurm " ILOVEYOU " hat nach
Ansicht von Experten möglicherweise wirtschaftliche Schäden in Milliardenhöhe
verursacht . Weltweit wurden die E-Mail-Systeme vieler Unternehmen , Behörden
und Parlamente lahm gelegt . Am Freitag bekam das VB-Script wie erwartet Ableger
in Form neuer Varianten . " Es ist der bösartigste , schädlichste , teuerste und
am schnellsten um sich greifende Virus in der Computergeschichte " , sagte Peter
Tippett von der US-Computersicherheitsfirma ICSA.net . Darin sind
Produktionsausfälle sowie Kosten für die Beseitigung von Softwareschäden und für
neue Antivirusprogramme enthalten . Die EU-Kommission kündigte am Freitag an ,
sich verstärkt um die Computersicherheit zu bemühen . " Dieser Virus ist eine
Warnung an uns alle , dass der Sicherheit die höchste Priorität beim Eintritt in
das Informationszeitalter eingeräumt werden muss " , hieß bei der Kommission in
Brüssel . In der Brüsseler Behörde selbst habe es lediglich unmaßgebliche
Schäden gegeben . Der falsche Liebesbrief drang in mehrere Bundes- und
Länderministerien in Deutschland vor . Eine abschließende Schadenbilanz liege
noch nicht vor , sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums .
Totalzusammenbrüche von Computer-Systemen blieben aber nach einer ersten
Übersicht aus . Beim ZDF in Mainz legte " ILOVEYOU " die gesamte Kommunikation
lahm . Der Sendebetrieb und die dafür notwendigen Computer seien aber zu keinem
Zeitpunkt beeinträchtigt gewesen . Die Produktion der " Mittelbayerischen
Zeitung " in Regensburg wurde massiv getroffen . Das Blatt erschien am Freitag
nur in einer Notausgabe . Bei Siemens war die interne Kommunikation stundenlang
eingeschränkt . " ILOVEYOU " infizierte auch den Terminkalender der Expo 2000 .
Expo-Geschäftsführerin Birgit Breuel , die selber keinen Computer auf ihrem
Schreibtisch hat , wird allerdings keinen Termin versäumen : Ihr Sekretariat hat
parallel zu dem elektronischen Planer noch einen anderen auf Papier geführt ,
versicherte die Expo-Gesellschaft . Die elektronische Liebesbrief-Flut
beflügelte die Aktien von Software-Unternehmen , die Programme zur
Datensicherheit anbieten . Am Frankfurter Neuen Markt verbuchten die Aktien der
Anbieter von Sicherheits-Software wie Utimaco oder Norcom am Freitag zeitweise
ein starkes Plus . In ganz Europa hatte der elektronische Wurm zu Ausfällen in
der elektronischen Kommunikation geführt : In Skandinavien und Großbritannien
waren neben Privatfirmen auch die Parlamente betroffen . In Italien hatten vor
allem kleinere Firmen mit " ILOVEYOU " zu kämpfen . In den USA schlich sich der
Wurm in die Netzwerke des Kongresses , des Verteidigungsministeriums , der
Zentralbank , der Küstenwache und vieler weiterer Behörden ein . Japan und China
wurden dagegen kaum berührt - dort sind viele Unternehmen wegen mehrerer
Feiertage in dieser Woche geschlossen . Bei der Suche nach dem Urheber des
getarnten E-Mail-Wurms will der philippinische Internet-Provider AccessNet auf
die Spur eines 22-Jährigen aus der Hauptstadt Manila gestoßen sein . Er benutze
Pre-paid-Karten , mit denen man anonym Zugang zum Internet bekommen könne , und
habe die E-Mail-Adresse spyder@super.net.ph verwendet , hieß es . Im Nationalen
Computer Zentrum ( NCC ) der Philippinen wurde dies jedoch als " reine
Spekulation " bezeichnet . Das Programm " könnte von überall her kommen " ,
sagte NCC-Direktor Ramon Seneres . Siehe auch ILOVEYOU : Keine Fusion von
Telefonica und KPN Die geplante Fusion der spanischen Telefonica mit der
niederländischen KPN zum viertgrößten Telekom-Konzern Europas ist gescheitert .
Das teilten beide Unternehmen am Freitagabend in Madrid und Den Haag mit . " Die
geeigneten Bedingungen für einen Erfolg der Operation sind nicht gegeben " ,
hieß es . Nach der Regierung in Madrid hatten sich auch die Kernaktionäre von
Telefonica gegen die Fusion ausgesprochen : Die Großbank BBVA und die Sparkasse
La Caixa machten am Donnerstag bei einer Sondersitzung des Verwaltungsrates
Front gegen das Projekt , schrieb die Presse . Das Treffen war am
Freitagnachmittag fortgesetzt worden . Eine Einigung konnte aber nicht erreicht
werden . Hintergrund des Streits war die fast 44-prozentige Beteiligung des
niederländischen Staates an KPN . Napster bestätigt Gespräche mit Microsoft Die
angeschlagene Musiktauschbörse Napster verhandelt mit dem Softwareriesen
Microsoft über dessen Digital Rights Management System . Napster-Firmensprecher
Paul Breton bestätigte am Samstag gegenüber der dpa entsprechende Presseberichte
. Es gebe aber auch Gespräche mit zahlreichen anderen Unternehmen . Zwischen
Napster und Microsoft bestehe derzeit keine Vereinbarung . Bei den Verhandlungen
gehe es darum , dass Napster Microsofts Technik benutze , um einen sicheren
Musiktauschdienst aufzubauen , der die Urheberrechte garantiere , hatte die Los
Angeles Times am Freitag berichtet . Mit dieser Technik hoffe Napster , die
Musikindustrie zu überreden , die Tauschbörse mit neuen Titeln zu beliefern .
Nach Angaben der Zeitung könnte Microsoft im Gegenzug Anteile an Napster
erhalten . Napster war von der Vereinigung der amerikanischen Musikindustrie (
RIAA ) wegen Verletzung des Urheberrechts verklagt worden und muss nun alle
geschützten Titel herausfiltern . Dies ist aber bisher noch nicht vollständig
geschehen . Dennoch musste die Tauschbörse , die mit dem Medienriesen
Bertelsmann kooperiert , bereits deutliche Rückgänge bei der Zahl der Nutzer
hinnehmen . Wieder technische Probleme bei Strato Nur zwei Tage nach der letzten
großen Panne hat die teuflische Technik bei Strato wieder zugeschlagen . Seit
etwa 8.15 Uhr sind viele der dort gehosteten Websites nicht mehr zu erreichen .
Im Strato-Forum teilte die Firma unterdessen mit , dass rund 120.000
Interpräsenzen von der Störung betroffen seien . Wie beim letzten Störfall nennt
Strato einen ausgefallenen Data Mover im EMC-Storage-System als Ursache .
Rambus-Patentklage gegen Infineon abgewiesen Die Patentklage der
Speicherschmiede Rambus gegen den deutschen Chip-Hersteller Infineon ist
vorläufig gescheitert . Nachdem ein US-Bundesrichter in Virginia bereits vor
einigen Tagen die meisten der von Rambus vorgebrachten Ansprüche zurückgewiesen
hatte , wischte er am Freitag laut Berichten in US-Medien auch noch die
verbliebenen drei Punkte von Tisch . Nach dem Richterspruch gab der Kurs der
Rambus-Aktie um 20 Prozent nach . Rambus kündigte Berufung an und wies darauf
hin , dass es in diesem Verfahren lediglich um vier seiner US-Patente gegangen
sei . Es seien weitere Klagen gegen die Speicherhersteller Infineon , Hyundai
und Micron anhängig , die auf einem Dutzend weiterer amerikanischer und
europäischer Patente fußten . In einem in Deutschland laufenden Verfahren gegen
Infineon und Hyundai soll am 18. Mai vor dem Landgericht Mannheim verhandelt
werden . Windows XP soll Ende Oktober kommen Nach einiger Verwirrung um den
Verkaufsstart der nächsten Windows-Version scheint nun festzustehen , dass
Windows XP am 29. Oktober auf den Markt kommen wird . Der gewöhnlich gut
informierte Newsdienst CNet.com nennt dieses Datum unter Berufung auf eine
ungenannte Quelle , die " mit Microsofts Produktplänen vertraut " sei . Dies ist
die übliche Umschreibung für einen inoffiziellen Hinweis von offizieller Seite ,
also aus dem Unternehmen selbst . Die PC-Industrie darf sich also nun doch auf
einen zusätzlichen Impuls für das Weihnachtsgeschäft freuen . Nach den letzten
Gerüchten war bereits die Sorge groß , dass Microsoft das neue Betriebssystem
erst im Frühjahr 2002 herausbringen werde . Riesiger Kreditkartenbetrug
aufgedeckt Ein amerikanischer Unternehmer soll sich über das Internet an 900.000
Kreditkartenbesitzern in aller Welt bereichert haben . Die Polizei im
Bundesstaat Kalifornien glaubt an einen der bisher größten Fälle von
Kreditkartenbetrug im Internet . Der 47jährige Kenneth H. Taves aus Malibu , der
Pornographie im Internet vermarktet , soll ein Computerprogramm benutzt haben ,
das Kartennummern nach dem Zufallsprinzip auswirft . Die Aufklärung des Falles
fand zu großen Teilen im Internet statt . Eines der Opfer , John G. Faughnan ,
hatte Anfang Dezember 1998 auf seiner Webpage über Unregelmäßigkeiten bei seiner
Kreditkartenabrechnung berichtet . Es meldeten sich daraufhin viele andere
Geschädigte bei Faughnan , der diese Informationen sammelte , kombinierte und
auf seiner Webpage veröffentlichte . Die Hinweise deuteten schließlich auf Taves
als Kopf hinter einem verschlungenen Konglomerat von Porno-Anbietern . Neue
Telekom-Aktien kommen am 28. Juni Die Deutsche Telekom AG hat den Termin für
ihren zweiten Börsengang festgelegt . Das sagte der Vorstandsvorsitzende Ron
Sommer am Mittwoch in Bonn . Der endgültige Ausgabepreis soll erst wenige Tage
vorher festgesetzt werden . Privatanleger können wie beim ersten Börsengang 1996
mit einem " begrenzten Nachlaß " rechnen , dessen Höhe die Telekom aber erst
später bekanntgeben will . Jeder Interessent muß mindestens 50 Aktien ordern .
Die Papiere sollen Privatanlegern und anderen Interessenten in den Euro-Ländern
erstmals zu gleichen Konditionen angeboten werden . Damit stelle die
Kapitalerhöhung der Telekom die " erste pan-europäische Aktienemission " dar ,
sagte Sommer . Kinderporno-Tauschring aufgeflogen Ein 35 Jahre alter Kaufmann
aus dem Landkreis Schweinfurt hat zwei Jahre lang einen schwunghaften
Tauschhandel mit Kinderpornos aus dem Internet betrieben . Der Mann ging den
Schweinfurter Fahndern nach deren Angaben vom Montag mit Unterstützung des
Bundeskriminalamts ins Netz . Nach Polizeiangaben tauschte der Täter die Bilder
im In- und Ausland , seine Kontakte reichten auch in die USA und nach Australien
. Ob der 35jährige die Bilder nur privat sammelte und tauschte oder auch
kommerziell damit handelte , ist noch unklar . Es gebe keine Hinweise darauf ,
daß der Mann selbst als Fotograf Bilder machte oder Kinder für pornographische
Szenen mißbrauchte , berichtete die Polizei . Bei Stichproben im Internet waren
die Fahnder auf Firmen aus dem Landkreis Schweinfurt gestoßen , unter deren
Adressen Kinderpornos zum Tausch angeboten und gesucht wurden . Auch Annoncen
mit Titeln wie " Suche Mädchen , je jünger desto besser " liefen über die
Adressen dieser Firma . Schließlich ermittelten die Beamten den 35jährigen als
Aufgeber der Annoncen . Gegen ihn wird nun wegen der Verbreitung
pornographischer Schriften und Bilder sowie des Besitzes von Kinderpornographie
ermittelt . Der Verdacht richtet sich auch gegen drei weitere Männer , die mit
ihm Material getauscht haben sollen . Ozonprognosen im Web Das Umweltbundesamt
in Berlin informiert online über die aktuellen Ozonwerte in Deutschland . Die
Ozonprognosen werden täglich ab 10 Uhr ins Netz gestellt . Ab 16 Uhr gibt es
eine erste Vorhersage für den kommenden Tag . Diese Übersicht werde stündlich
aktualisiert , so das Umweltbundesamt . Wer sich intensiver mit dem Thema
Sommersmog beschäftigen möchte , findet unter www.umweltbundesamt.de in der
Rubrik " Neue Angebote " einen 20seitigen Hintergrundtext . China : " Rote Fahne
2.0 " statt Windows Der chinesische PC-Hersteller TCL will das Monopol von
Microsoft und des Betriebssystems Windows brechen . Bei der Auslieferung von
Computern werde in Zukunft das Betriebssystem " Rote Fahne 2.0 " installiert ,
berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Freitag . Rote Fahne ist
eine chinesische Entwicklung auf der Grundlage des alternativen Betriebssystems
Linux und arbeitet mit chinesischen Schriftzeichen . Es wurde von der
chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften initiiert . Der Vizepräsident der
Akademie , Jiang Mianheng , ist der Sohn des Staats- und Parteichefs Jiang Zemin
. Seit längerem ist die chinesische Regierung über die Sicherheit von Windows
besorgt und sucht daher eine Alternative . Chinesische Medien berichteten , die
Regierung werde voraussichtlich noch in diesem Jahr einen Rahmen für die Nutzung
von Linux erlassen . Die Firma Legend , Chinas größter Computerhersteller ,
entwickelt sein eigenes Linux-Betriebssystem . Mobilcom droht Millionenklage
US-amerikanische Investoren , die gemeinsam mit Mobilcom an der deutschen
Computerfirma Comtech beteiligt sind , haben laut " Focus " eine entsprechende
Teilklage beim Landgericht Kiel eingereicht . Den Vorwürfen zufolge soll Gerhard
Schmid seine Doppelfunktion als Mobilcom-Chef und Geschäftsführer von Comtech
dafür missbraucht haben , die Computerfirma auszuhöhlen . Nach Ansicht der
US-Investoren ist der Kaufpreis jedoch viel zu niedrig ausgefallen . Mobilcom
hatte das Comtech-Onlinepaket unmittelbar nach dem Erwerb als wesentliche
Sacheinlage in die Mobilcom-Tochter freenet.de AG eingebracht .
Leistungs-Rekorde zur MacWorld Expo Auf der MacWorld Expo , die am morgigen
Mittwoch in Boston beginnt , stellt Apple unter anderem zwei neue
High-End-Macintosh vor . Beide sind mit dem 604e-Prozessor bestückt , der jetzt
Taktfrequenzen von bis zu 350 MHz erreicht . Power Computing präsentiert eine
Serie von Macintosh-Clones auf Basis der brandneuen PowerPC-750-CPU , die erst
gestern von IBM und Motorola offiziell angekündigt worden ist . Motorola zeigt
die mit demselben Prozessor ausgestattete Modellreihe StarMax 6000 , das erste
CHRP-System . Apples neue Power Macintosh 8600 und 9600 basieren immer noch auf
dem zwei Jahre alten Tsunami-Board mit 50 MHz Bustakt , sind aber im Gegensatz
zu den bisherigen Top-Modellen mit einem 1 MByte großen sogenannten Inline-Cache
bestückt . Er läuft mit doppeltem Bustakt , also 100 MHz , was den
Systemdurchsatz spürbar verbessert . Den 8600 gibt es mit 300 MHz CPU-Takt , den
9600 mit 300 oder 350 MHz . Ein 9600/300 absolvierte bereits einen Test auf dem
c't-Prüfstand . Den Testbericht lesen Sie in c't 9/97 . Noch bessere Performance
sollen die Mac-Clones von Power Computing und Motorola erzielen . Sie machen
Gebrauch von dem separaten Cache-Bus des neuen PPC750 , mit dem sich ein
sogenannter Backside-Cache realisieren läßt , der unabhängig vom Systembus
arbeitet . Offiziell gibt es den 603e-Nachfahren PPC750 ab sofort mit bis zu 266
MHz Takt - und das ist auch die Spezifikation für das Spitzenmodell von Motorola
, dessen Backside-Cache mit 133 MHz läuft . Der Systemtakt des CHRP-Boards
beträgt 66 MHz . Power Computing dagegen prescht vor und will mit 275 MHz
Prozessortakt und 275 MHz L2-Cache-Takt wieder einmal einen Performance-Rekord
aufstellen . Offen bleibt allerdings , woher Prozessoren und statische
RAM-Bausteine für diese Taktfrequenz in genügender Menge kommen sollen .
Fraglich ist außerdem bei beiden Herstellern , ab wann sie Systeme in
vernünftigen Stückzahlen liefern können . Von Apple war jedenfalls zu hören ,
daß man dort den PPC750 mangels ausreichender Quantität zunächst noch nicht
einsetzen könne . Die Firma Newer Technology zeigt auf der MacWorld bereits
CPU-Karten mit 250 MHz und 266 MHz schnellen PPC750 und Backside-Caches mit
jeweils halber Prozessortaktfrequenz . Preise und Liefertermine waren aber vorab
noch nicht zu erfahren . Neue PowerPC-Generation Mehr Dampf für 's Handliche
versprechen IBM und Motorola mit den beiden neuen Prozessoren PowerPC 740 und
750 . Erste Versionen des 750 werden mit 266 MHz bei einer Leistungsaufnahme von
5 Watt auf den Markt kommen . IBM und Motorola haben zusätzlich noch den 740 als
embedded Variante entwickelt , gedacht für Desktops , die hohe Anforderungen an
Kommunikations- und Netzwerkleistung stellen , sowie für Netzwerkcomputer ,
Router und Massenspeicherkontroller . Ihm fehlt im Gegensatz zum 750 der
eingebaute Cache-Controller . Fokus sind die Betriebssysteme Mac-OS und Unix .
Erste geringe Stückzahlen sind verfügbar , die Massenproduktion ist für 's
vierte Quartal 1997 zu erwarten . Zugleich kündigten IBM und Motorola neue
Versionen des kürzlich auf 0,25 Mikrometer-Strukturen geshrinkten 604e an , die
jetzt mit bis zu 350 MHz Taktfrequenz laufen . Weitere Informationen :
http://www.chips.ibm.com Umax bekommt MacOS 8 Den Kauf der MacOS-Abteilung von
Power Computing durch Apple am vergangenen Dienstag interpretierten viele
Industriebeobachter als das Ende der MacOS-Lizenzierung . Jetzt scheint es so ,
als habe sich Apple nur einen besonders unangenehmen Konkurrenten vom Hals
schaffen wollen : Ein anderer großer Mac-Cloner , Umax , gab heute bekannt , mit
Apple eine Lizenzvereinbarung bezüglich der aktuellen Betriebssystemversion
MacOS 8 getroffen zu haben . Über die weitere Kooperation bei der Vermarktung
von Desktop- und Notebook-Systemen werde noch verhandelt , heißt es . Auch die
kleine Firma PowerTools will jetzt eine MacOS-8-Lizenz für ihre Infiniti-Modelle
erhalten haben . IFA : Weniger Besucher , aber volle Auftragsbücher Die
Internationale Funkausstellung ( IFA ) hat die Auftragsbücher der Industrie
prall gefüllt . Die hoch gesteckten Erwartungen der Aussteller wurden
übertroffen , heißt es im Abschlussbericht am Sonntag in Berlin . Das Publikum
zeigte für die 42. IFA aber weniger Interesse . Es wird von etwa 400000
Besuchern ausgegangen , 25000 weniger als vor zwei Jahren . Als Grund dafür wird
unter anderem eine größere Konkurrenz durch andere Veranstaltungen in der Stadt
genannt . Nach Angaben der Messe Berlin berichteten 87 Prozent der 872
Aussteller aus 36 Ländern von sehr guten oder guten Geschäften . 80 Prozent
erwarten noch ein gutes Geschäft nach der IFA . Die französische Thomson
Multimedia zum Beispiel spricht von einem sehr erfreulichen Absatz . Gefragt
waren unter anderem Plasma-Bildschirme . Philips berichtet von einem Umsatzplus
im Vergleich zur vorherigen IFA von 50 Prozent . Microsoft bestreitet Beihilfe
zur Spionage Mit Nachdruck hat der für Sicherheitsfragen zuständige
Microsoft-Manager Scott Culp den Vorwurf dementiert , in die
Microsoft-Betriebssysteme sei ein Spionage-Zugang für den US-Geheimdienst
National Security Agency ( NSA ) eingebaut worden . Die angebliche Entdeckung
des Mathematikers und Programmierers Andrew Fernandes hatte am Freitag Anwender
und Sicherheitsexperten in aller Welt aufgeschreckt . Fernandes berichtet auf
der Website seines Unternehmens Cryptonym Corporation , er sei im
Verschlüsselungs-Interface ( Crypto-API ) auf einen kryptografischen Schlüssel
mit dem Namen NSAKEY gestoßen . Aus der Bezeichnung folgerte Fernandes , dass
dieser Schlüssel der NSA das heimliche Austauschen von Verschlüsselungsmodulen
und damit das Ausspionieren von vertraulichen Daten auf jedem Windows-Rechner
ermögliche . Es handele sich bei dem Zweitschlüssel nur um ein Backup für den
ersten , sagte Culp . Der Name " NSAKEY " bringe zum Ausdruck , dass die
Software amerikanischen Export- und Sicherheitsvorschriften entspreche , die von
der NSA überwacht werden . Culp räumte ein , die Bezeichnung sei unglücklich
gewählt worden . " Konspirationstheoretiker werden sich nun abarbeiten , aber
die Wirklichkeit ist viel langweiliger " , sagte er . Unter Sicherheitsexperten
wird die Sache heiß diskutiert . Manche halten Fernandes' Darstellung für aus
der Luft gegriffen , zumal dafür außer dem Variablennamen kein weiteres
konkretes Indiz vorliegt . Andere sehen Microsofts Erklärung als nicht
ausreichend an . " Es gibt keinen technischen Grund , einen zweiten
Verifikationsschlüssel einzubauen " , sagte der Direktor der Smartcard
Developers Association , Marc Briceno , dem US-Magazine Wired . Auch diejenigen
, die Microsoft glauben , halten es jedenfalls für einen schweren Fehler , daß
die Existenz des zweiten Schlüssel nicht publiziert wurde . " Sie haben ihr
Ansehen erneut abgewertet , weil sie das nicht offen gelegt haben " , sagte Mark
Seiden von dem auf Datensicherheit spezialisierten Unternehmen Kroll-Ogara .
Erst vor wenigen Tagen war die Sicherheit der Microsoft-Produkte in Zweifel
geraten , als Hacker den E-Mail-Dienst Hotmail geknackt hatten . Ein schweren
Image-Schaden für Microsoft befürchtet auch Culp : Skorpione im Druckerkarton
Wie in einem Horrorfilm fühlte sich ein 62-jähriger Mann aus Braunschweig am
Samstag kurz vor Mitternacht . Als er zu Hause den neuen Drucker für seinen
Heimcomputer auspacken wollte , krabbelten ihm drei Skorpione entgegen und
verschwanden rasch unter den Möbeln . Wie die Polizei am Sonntag mitteilte ,
konnte der Mann nur ein Tier fangen . Deshalb zog der 62-jährige mit seiner
Lebensgefährtin vorrübergehend ins Hotel . Die Skorpione stammen aus Ostasien .
Wie sie in den Karton kamen , sei völlig schleierhaft , teilte die Polizei mit .
Telekom investiert in kleine US-Firmen In Palo Alto und Boston sei jetzt eine
Tochtergesellschaft an den Start gegangen , die einen entsprechenden
Wagniskapitalfonds verwalte , teilte die Telekom am Dienstag in Bonn mit .
Schwerpunkt der geplanten Minderheitsbeteiligungen seien Firmen der
Kommunikations- und Informationstechnologie-Branche ( Telematik ) . Die Firmen
sollen das Potenzial haben , Beiträge zur Technologieplattform und
Strategie-Entwicklung der Deutschen Telekom zu leisten . Außerdem würden Anteile
an Firmen mit hohen Renditeerwartungen erworben . Höhere Grafikleistung mit
DDR-RAM Grafikkarten mit Nvidias 3D-Grafikchip GeForce256 ( hier erste
Testergebnisse ) sollen noch in diesem Jahr mit DDR-RAMs ( Double Data Rate )
angeboten werden . Der neue Speichertyp nutzt beide Flanken des Taktsignals und
verarbeitet zwei Datenworte innerhalb eines Taktzyklus . Gegenüber SDRAMs lassen
sich so die doppelte Anzahl Daten lesen und schreiben . Elsa hat einen DDR-Takt
von 150 MHz ( effektiv 300 MHz ) als Ziel genannt , was fast der zweifachen
Leistung der SDRAMs entspricht ( effektiv 166 MHz ) . Je mehr Bildpunkte sich
pro Zeiteinheit berechnen und abspeichern lassen , um so komplexer sind die
Darstellungen und um so flüssiger die Abläufe bei 3D-Grafik . Elsa , Guillemot
und Creative Labs haben für Dezember DDR-Versionen ihrer GeForce256-Grafikkarten
angekündigt . Creative Labs und Guillemot nennen Preise von 699 und 799 DM .
Elsa will sich noch nicht festlegen . Man plane aber ein High-End-Produkt mit
reichhaltiger Software-Ausstattung . Taiwan-Krise treibt Grafikkartenpreise hoch
Da Speicherchips sich drastisch verteuert haben und die beiden größten Fabriken
für Grafikcontroller - UMC und TSMC - vom Erdbeben in Taiwan betroffen sind ,
sehen Analysten steigende Preise bei Grafikkarten voraus . Creative Labs und
Elsa wollen ihre Preise solange stabil halten , wie die Lagerbestände reichen .
Creative Labs könne noch mindestens bis Ende November produzieren , hieß es .
Elsa will aufgrund der schwer abschätzbaren Nachfrageentwicklung keine
Zeitspanne nennen . Danach wollen beide Hersteller Preiserhöhungen nicht
ausschliessen . ATI betont , aufgrund des hohen Produktionsvolumens Engpässe am
längsten überbrücken zu können . Deren Preise müsse man aber aufgrund
gestiegener Speicherpreise anheben . Die Wettbewerber beäugen sich gegenseitig ,
und keiner will den ersten Schritt tun oder stärker erhöhen als ein Konkurrent .
Auch der Verkauf unter den eigenen Kosten dürfte für einen begrenzten Zeitraum
nicht ausgeschlossen sein . Besonders krass steigen die Preise für Speicherchips
vom Typ 4Mx16 , die man auf weniger leistungsfähigen Grafikarten mit
64-Bit-Datenbus verwendet ( Savage4 , TNT2 M64 , Rage128 VR ) und die vorwiegend
von OEMs und Systemintegratoren eingesetzt werden . Hier sei auch politisches
Verhalten und künstliches Preistreiben der Speicherhersteller im Spiel , so
verschiedene Grafikkartenhersteller . " CoBrain " sammelt Wissen und erstellt
Nachrichten Die US-Firma Invention Machine Corporation stellt einen "
Knowledge-Processor " für das Internet vor . Das " CoBrain " getaufte Programm
kann nach Angaben der Firma verschiedenste elektronische Quellen nach
gewünschten Fakten durchsuchen , diese semantisch verarbeiten und zu einem Text
zusammenstellen . Damit soll CoBrain in der Lage sein , die für den Anwender
wichtigen Informationen herauszufiltern , neu zu strukturieren und in einer
Datenbank zu sammeln . Nutzer misstrauen ECommerce-Firmen Internet-Nutzer haben
wenig Vertrauen in den Datenschutz und die Datensicherheit beim elektronischen
Einkauf . Lediglich 15 Prozent vertrauen weltweit darauf , dass ihre Daten bei
den ECommerce-Unternehmen sicher aufgehoben sind . Das geht aus einer Studie
hervor , die IBM bei dem Marktforschungsinstitut Louis Harris & Associates in
Auftrag gegeben hat . " Wenn ECommerce erfolgreich sein soll , muss es Vertrauen
beim Kunden schaffen " , sagte William Vance , Sicherheitsexperte bei IBM . Die
sichere Übermittlung von sensiblen Daten sei heute kein Problem mehr . " Wichtig
für die Entwicklung des ECommerce ist vor allem , auf welche Weise Unternehmen
die persönlichen Daten ihrer Kunden nutzen " , betonte Vance . 40 Prozent der
Befragten in Deutschland und 60 Prozent in den USA stehen zielgruppengerichteter
Werbung positiv gegenüber . Allerdings meinen 79 Prozent ( Deutschland )
beziehungsweise 80 Prozent ( USA ) , dass sie die Kontrolle darüber verloren
hätten , wer persönliche Daten von ihnen erfasst hat . Durchschnittlich 40
Prozent der befragten Nutzer weltweit haben bereits mindestens einmal auf einen
Online-Kauf verzichtet , wenn die Sicherheit ihrer Daten nicht gewährleistet zu
sein schien . 63 Prozent geben in der Regel keine Informationen über das Netz ,
wenn es unklar ist , was mit ihren Daten geschieht . Auf einer gemeinsamen
Veranstaltung in Hamburg zeigte IBM zusammen mit Kunden aus dem Einzelhandel ,
wie neue Technologien den Handel und das Einkaufen verändern werden .
Insbesondere der Einzelhandel werde sich in den nächsten Jahren tief greifend
wandeln , sagte Michael Gerling , Direktor des Euro-Handelsinstituts . "
Unternehmen , die die Entwicklung des ECommerce nicht zu nutzen wissen , werden
nicht konkurrenzfähig bleiben und aufgeben müssen . " Vor allem für kleinere
Unternehmen sei das Internet als Vertriebskanal eine große Chance . Als Beispiel
hatte IBM eine kleine englische Brauerei ( Mordue Brewery ) eingeladen , die mit
Hilfe des Internet über die regionalen Grenzen hinweg binnen kurzer Zeit zur
größten Privatbrauerei im Nordosten Englands expandierte . Millionste deutsche
Internet-Domain registriert Die Zahl deutscher Internet-Adressen hat am heutigen
Dienstag die Millionengrenze überschritten . Die millionste Adresse sei am
frühen Morgen registriert worden , teilte die Verwaltungsstelle Denic in
Frankfurt mit . Die Denic verwaltet die Domains mit dem Länderkürzel de für
Deutschland . Das Internet wachse mit rasender Geschwindigkeit , berichtete die
Denic . Im Dezember 1997 lag die Zahl der de-Adressen bereits bei 100.000 , im
April 1999 dann bereits bei 500.000 . Jeden Monat kommen der Denic zufolge
derzeit rund 100.000 neue Adressen hinzu . Die Zahl der de-Internetseiten liegt
tatsächlich noch weit höher als eine Million , da unter jedem Domainnamen oft
viele einzelne Webseiten abgelegt sind . Preis für GeForce-Grafikkarte gesenkt
Creative Labs hat den empfohlenen Verkaufspreis der 3D Blaster GeForce
Annihilator auf 499 DM vermindert . Die im vergangenen Monat für rund 600 DM
eingeführte Grafikkarte ist mit dem technisch ehrgeizigen 3D-Chip GeForce256
bestückt . Creative Labs nennt als Grund für die Preissenkung die sich
beruhigende Situation in Taiwan . Reinhold Säckl , Geschäftsführer von Creative
in Zentraleuropa , erklärt dazu : " Wir finden es nur gerecht , wenn wir solche
positiven Marktentwicklungen dann auch an unsere Endkunden weitergeben . " Da
der ursprüngliche Preis der Annihilator deutlich oberhalb des üblichen
Grafikkarten-Preisbereichs lag , darf man wohl auch vermuten , dass er von
Kunden nicht so recht akzeptiert wurde . Bitte erst registrieren , dann
kommentieren Liebe Leserin , lieber Leser , die Diskussionsforen auf heise
online bieten Ihnen Gelegenheit , zusätzliche Informationen , Kommentare und
kritische Anmerkungen zu unseren Berichten zu veröffentlichen . Mit der
Speicherung auf unserem Server und der öffentlichen Verbreitung übernehmen wir
eine Mitverantwortung für den Inhalt Ihrer Beiträge . Wir erwarten daher von
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werden . Wir behalten uns vor , Beiträge , die diese Regeln verletzen , aus den
Foren zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren . Wir
bedauern mit Ihnen , dass es nicht ganz ohne Regeln geht . Wir freuen uns auf
engagierte , kritische und informative Diskussionsbeiträge . Ihr heise online
Team Apple schreibt schwarze Zahlen Er schien die Präsentation bereits beendet
zu haben und das Podium verlassen zu wollen . Der Verkauf der neuen G3-Macintosh
habe alle Erwartungen übertroffen , sagte Jobs . 80.000 Einheiten der neuen
Modellreihe , die erst am 10. November vorgestellt worden war , habe Apple in
dem Quartal verkaufen wollen . Mit mehr als 133.000 Stück liege der tatsächlich
erreichte Absatz weit über dem gesteckten Ziel . Höhere Margen bei den neuen
Modellen und die weitere Kostenreduzierung hätten außerdem zu der unerwarteten
Profitabilität beigetragen . Als zwei wesentliche Stützen des Erfolgs nannte der
Apple-Chef den ebenfalls im November eingeführten Internet-Shop " The Apple
Store " und das Konzept des " Shop im Shop " in Zusammenarbeit mit der großen
Computer-Handelskette CompUSA . Der Internet-Shop gehöre jetzt zu den zehn
größten E-Commerce-Projekten der Welt , sagte Jobs . Bei CompUSA sei der
Umsatzanteil von Apple-Produkten von bisher 3 auf 14 Prozent gestiegen . Jobs
pries auch die blühende Partnerschaft mit Microsoft und wies mit sichtlichem
Stolz auf die zur Macworld eingeführte Software-Suite Office 98 hin , die ihrem
für Windows 95 angebotenen Pendant einige Neuerungen voraus hat . Auf der
Macworld werden insgesamt rund 50 Software-Neuvorstellungen für den Macintosh
erwartet , darunter neue , schnellere Versionen der PC-Emulatoren von Insignia
und Connectix . Außerdem gibt es interessante Hardware-Neuheiten , unter anderem
G3-Prozessorkarten für die erste Power-Macintosh-Generation von 1994 . c't
berichtet ausführlich in Ausgabe 2/98 . Neue Macs in Deutschland viel teurer Für
die gestern auf der MacWorld in San Francisco vorgestellten neuen Produkte hat
Apple Deutschland mittlerweile eine Preisliste herausgegeben . Sie enthält die
geplanten Verkaufspreise für den deutschen Apple Store , der seinen Betrieb
bisher noch nicht aufgenommen hat . Aus der Preisliste ergibt sich , daß die
deutsche Filiale ihre Hochpreispolitik offenbar ungeachtet der massiven Kritik
beibehält . Während Geschäftsführer Peter Dewald erst kürzlich in einem
Interview zum wiederholten Mal von einem kostenbedingten Unterschied zum
US-Preisniveau in Höhe von acht bis zehn Prozent sprach , hat Apple Deutschland
de facto auf die meisten Preise wiederum wesentlich mehr aufgeschlagen . So
liegen die deutschen Preise für die neuen G3-Modelle um bis zu 33 Prozent über
den vergleichbaren US-Preisen . Für das Basismodell mit 300 MHz bespielsweise ,
das in den USA für 1599 US-Dollar ( umgerechnet 2661 DM ) angeboten wird ,
verlangt Apple Deutschland 3540 DM . Rechnet man die Mehrwertsteuer heraus , für
die es in den USA kein Pendant gibt , so beträgt die Differenz immer noch satte
15 Prozent . Lediglich der neue iMac liegt mit 2540 DM bei einem Aufpreis von
zehn Prozent und damit in dem versprochenen Rahmen . Eine Ausnahme bilden die
neuen Monitore . Mit 2230 DM liegt etwa der Preis für das Studio Display TFT um
nur 5 Prozent über dem US-Niveau . Ähnlich sind mit 1020 beziehungsweise 3040 DM
auch die 17-Zoll- und 21-Zoll-Röhrengeräte kalkuliert . c't und iX auf
Top-Rankings bei Leseranalyse Nach den Ergebnissen der Leseranalyse
Computerpresse 2001 ( LAC ) , die heute veröffentlicht wurden , erreicht c't von
allen teilnehmenden IT-Zeitschriften mit Abstand die meisten außerordentlich
interessierten IT-Investitionsentscheider . 621.000 IT-Investitionsentscheider
zählt die LAC zum Leserkreis von c't . Auch in der Reichweite bei den
Computer-Profis unter den Entscheidern liegt c't weit vorn . Ähnlich positive
Ergebnisse verzeichnet iX : Wie die LAC ausweist , hat das Magazin für
professionelle Informationstechnik mit 66 Prozent den höchsten Leseranteil an
IT-Experten unter den IT-Investitionsentscheidern . Die LAC ist die größte
Media-Studie zum deutschen IT-Markt und den Leserschaften der entsprechenden
Zeitungen und Zeitschriften . Prüfsiegel für ECommerce gefordert Die
Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen fordert für den Handel im Internet und
für Teleshoppingdienste besondere Prüfsiegel und einen allgemein besseren
Kundenschutz . " Beim elektronischen Handel müssen Transparenz und Kontrollen
verbessert werden , da neue Märkte auch schwarze Schafe anziehen " , sagte
Verbraucherjuristin Helga Zander-Hayat der dpa . In die europäischen Richtlinien
und das deutsche Teledienstgesetz müßten klare Schutzklauseln aufgenommen werden
. Prüfung und Siegelvergabe könnten durch eine Stiftung , ähnlich der Stiftung
Warentest , übernommen werden . Zum verbesserten Verbraucherschutz gehörten auch
Angaben über den Anbieter , die Leistungen , Zahlungsmodalitäten , Zoll sowie
Neben- und Folgekosten bei Kaufabschluß . " Auf den Homepages fehlen häufig
Adressen und die Angaben über die Gesellschaftsform der verantwortlichen
Repräsentanten des Anbieters " , sagte die Juristin . Kunden wüßten bei
Reklamationen häufig nicht , wie sie an Lieferanten herankommen könnten . Das
gelte besonders bei Auslandsbestellungen . Dazu müßten Käufer wählen können , ob
sie per Kreditkarte , per Nachnahme , auf Rechnung oder gegen Vorauskasse
bezahlen wollen . Nächste Runde im Microsoft-Prozess schon im Mai Der
Microsoft-Prozess wird bereits am 24. Mai mit einer gerichtlichen Anhörung über
das Strafmaß fortgesetzt . Das gab Bundesrichter Thomas Penfield Jackson nach
einem Treffen mit den Anwälten der Streitparteien bekannt . Eine Berufung könnte
unter Umgehung der nächsten Instanz direkt an das Oberste Bundesgericht gehen ,
deutete Jackson an . Nächsthöhere Instanz wäre ansonsten ein
Bundesberufungsgericht in Washington . Es hatte 1998 eine frühere Entscheidung
Jacksons aufgehoben . Eine Umgehung der Instanz liegt daher wahrscheinlich nicht
im Interesse von Microsoft . Ein Sprecher betonte , Microsoft erwarte eine "
volle Berufung dieses Falles und dieses Urteils " . Gates hielt sich am Mittwoch
im Weißen Haus auf . Er nahm an einem " Gipfel " mit führenden Vertretern der
High-Tech-Industrie teil , zu dem Präsident Bill Clinton schon vor geraumer Zeit
eingeladen hatte . Der Microsoft-Gründer ging in seiner Konferenz-Rede zur
Bedeutung der Computer-Technologie für die Wirtschaftsentwicklung nicht direkt
auf das Verfahren ein , sprach sich aber ausdrücklich für eine freie
Marktwirtschaft aus . Gates und sein Chefmanager Steve Ballmer warben am selben
Tag in ganzseitigen Zeitungsanzeigen um Vertrauen . Virtueller PC auf dem Mac
Connectix , Hersteller der populären Macintosh-Programme RAM Doubler und Speed
Doubler , hat ein Produkt namens " Virtual PC " angekündigt , auf dessen Basis
angeblich sämtliche PC-Betriebssysteme auf dem Power Macintosh eingesetzt werden
können . Anders als " SoftWindows " von Insignia , das DOS , Windows 3.1 oder
Windows 95 emuliert , ermöglicht der Virtual PC laut Hersteller auch die
Installation von Windows NT , OS/2 und NeXT OpenStep . " Virtual PC gibt dem
Power-Macintosh-Anwender die kompatibelste Plattform der Welt " , versicherte
Connectix bei einer Vorführung in Disney-World in Orlando , Florida , wo Apple
auch seine neue 6500-Modellreihe präsentierte . Er re-kompiliert den übersetzten
x86-Code und erzielt damit eine wesentlich höhere Leistung als ein herkömmlicher
Emulator . Auch PC-Spiele sollen mit " spielbarer Performance " laufen . Den
Preis des Virtual PC will Connectix erst zur Markteinführung im Juni
bekanntgeben . Microsoft überholt Netscape bei Web-Servern Beim Einsatz von
Web-Servern im Internet hat Microsoft den Konkurrenten Netscape jetzt überholt .
Weit in Front liegt aber unverändert Apache mit einem Anteil von 42,79% . Sun
bezahlte Attacke auf ActiveX Nach einem Bericht des amerikanischen
Online-Magazins c|net ( http://www.cnet.com ) hat Sun dem Sicherheitsexperten
Fred McLain 6000 US-Dollar dafür bezahlt , eine Software zur Demonstration von
Sicherheitslücken in Microsofts ActiveX zu entwickeln . Das Programm namens "
Outer Limits " , das McLain auf der JavaOne-Konferenz in San Francisco vorführte
, faßt eine Reihe von bereits bekannten Attacken auf Microsofts
Sicherheitslöcher zu einem Paket zusammen . Nach dem Download formatiert es
unter anderem die Floppy-Disk , schnüffelt in Homebanking- und Steuer-Dateien
und fährt mit der Meldung " Hier ist Ihr Tassenhalter " den CD-Schlitten aus .
c|net hielt Sun-Chef Scott McNealy vor , er habe es versäumt , die Zahlung an
McLain zu erwähnen , als er unter Berufung auf dessen Arbeit die
Sicherheitsmechanismen von ActiveX und Java verglich . Ein Microsoft-Manager
wird mit den Worten zitiert , die Demonstration sei " konsistent mit deren
Etiquette " . US-Handelsaufsicht knöpft sich " Intel inside " vor Wie die PC
Week berichtet , habe Intel sein Logo-Programm vor allem im Unternehmensmarkt
eingesetzt , um den Wettbewerb auf Distanz zu halten , was für die Kunden auf
weniger Auswahl und höhere Preise hinauslaufe . c't hat das Logo-Programm
bereits 1997 in einem kritischen Bericht gewürdigt : Berlin erwägt Strafe für
Virenverbreitung Die Bundesregierung erwägt , den Tatbestand der Verbreitung von
Computerviren in das Strafgesetz aufzunehmen , sagte Bundesinnenminister Otto
Schily am Freitag in einer ZDF-Sondersendung zum "ILOVEYOU"-Angriff . Auch über
eine Verschärfung der Strafandrohung für die einschlägige Tatbestände werde
nachgedacht . Bisher müsste ein Täter in Deutschland in einem ähnlichen Fall nur
dann mit einer Bestrafung rechnen , wenn ihm die Zerstörung von Daten
nachgewiesen werden kann . Nach § 303a StGB betrüge die Höchststrafe zwei Jahre
Haft . Je nach den näheren Umständen kommt auch der Tatbestand der
Computersabotage in Betracht , der mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft werden
kann . Die Verbreitung von Viren als solche ist im Strafgesetzbuch nicht erfasst
. Die Staatssekretärin im Bundesinnenministerium , Brigitte Zypries , sagte der
Tageszeitung " Die Welt " , angesichts der grenzüberschreitenden Struktur des
Internets mache eine gesetzliche Regelung nur Sinn , wenn sie international
abgestimmt sei . Daher arbeite die Bundesregierung im Europarat mit anderen
Staaten an übereinstimmenden Normen . Milliardär investiert groß in CDNow Ein
mexikanischer Milliardär glaubt offenbar an die wirtschaftliche Zukunft des in
Schwierigkeiten geratenen Online-CD-Händlers CDNow . Die vergangene Woche
publizierten Quartalsergebnisse von CDNow schienen die Unkenrufe zu bestätigen :
Der Aktienkurs , der zu optimistischeren Zeiten 23,25 Dollar erreicht hatte ,
stürzte ins Bodenlose . Die Nachricht von der Investition des in Börsenkreisen
bekannten Mexikaners ließ den Kurs um Freitag um 20 Prozent steigen . Mit 4,82
Dollar ist das Papier allerdings noch weit von seinem früheren Höchststand
entfernt . Pentium II hat einen Bug Unmittelbar vor der offiziellen
Markteinführung des Pentium II verdichteten sich Informationen , wonach der neue
Intel-Prozessor einen Fehler hat . Intel erklärte dazu , ein entsprechender
Bericht des Autors Robert Collins werde ernstgenommen und von Ingenieuren der
Firma untersucht : Danach verhält sich der Pentium II bei der Umwandlung von
Daten aus dem Fließkomma- in das Ganzzahlenformat nicht korrekt : Wenn dabei ein
Überlauf auftritt , so zeigt der Prozessor diese Fehlerkondition nicht mit dem
dafür vorgesehenen Statusbit an . Dies verstoße gegen den IEEE-Standard .
Derselbe Fehler trete auch beim Pentium Pro auf , nicht jedoch beim Pentium ,
Pentium-MMX und AMD K6 . Collins nennt den Fehler " Dan-0411 " - nach dem Namen
des Informanten und dem Datum der ersten Benachrichtigung ; eigentlich müßte er
analog zur Bezeichnung des betreffenden Prozessorbefehls als FIST-Bug bezeichnet
werden . In der internationalen Fach- und Wirtschaftspresse fand Intels
Premieren-Mißgeschick am Vorabend der Pentium-II-Präsentation große Beachtung .
Viele Artikel nahmen Bezug auf die Vorgänge von Anfang 1994 , als Intel die
Berichte über den Pentium-Fließkommafehler anfangs nicht ernstnahm , dann
abwiegelte und sich schließlich unter zunehmendem Druck der Öffentlichkeit
gezwungen sah , eine teure Umtauschgarantie auszusprechen . Wie groß die
Bedeutung des Fehlers in den aktuellen Spitzenprodukten des Marktführers ist ,
darüber gehen die Meinungen auseinander . Collins erinnert daran , daß ein
solcher Überlauf bei der Zahlenkonvertierung , allerdings durch einen
Software-Fehler bedingt , den Absturz der "Ariane-5"-Rakete verursacht habe . Im
übrigen aber äußert er sich sehr vorsichtig . Tests bei c't haben ergeben , daß
zumindest die meistbenutzte Windows-Entwicklungsumgebung , Visual C++ von
Microsoft , das falsche Statusbit überhaupt nicht zur Kenntnis nimmt - ebenso
wenig übrigens wie das richtige . Dies gilt jedenfalls bei Benutzung der
mitgelieferten Standard-Bibliotheken . Man kann daher davon ausgehen , daß der
FIST-Bug in vielen Programmen keinerlei Auswirkungen zeigt . Bekenntnisse zu
Java Sun-CEO Scott McNealy hatte zur Eröffnungs-Keynote der JavaOne 2000
bedeutende Gäste geladen . Nach dem beinahe schon rituellen Microsoft-Bashing
mit Anspielung auf die jüngsten VB-Viren ( " I Love You , You Love Me , Look
What Happens with VB " ) legte Suns Obmann vor den inzwischen mehr als 25.000
Entwicklern , die die JavaOne zur größten Entwicklerkonferenz der Welt machen ,
den Schwerpunkt auf die Partner : " Es geht nicht um Sun , es geht um die
Community . " Als erster Überraschungsgast betrat Apples Frontmann Steve Jobs
die Bühne . Sein Versprechen : Dabei gab er zu , in den letzten Jahren Java
vernachlässigt zu haben : Steve Jobs zeigte eine Vorabversion von Mac OS X mit
Java 2 Standard Edition ( J2SE ) , das fester Bestandteil von Mac OS wird . Ein
weiterer Gast war Sega-CEO Shoichiro Irimajiri , der Java für die
Dreamcast-Spielekonsole ankündigte . Die Java Virtual Machine dafür stammt von
Planetweb und entspricht der Personal Java Spezifikation . Sega gehört außerdem
zu den Herstellern , die Handys mit Java inside fertigen . Auch Sony will im
nächsten Jahr ein Mobiltelefon mit Java , basierend auf der Java 2 Micro Edition
( J2ME ) , auf den europäischen Markt bringen . Durch die Kooperation mit den
Handyherstellern erhofft sich Sun eine verstärkte Verbreitung der kleinsten
Virtual Machine für Java , der KVM , die bereits im letzten Jahr auf der JavaOne
99 für den Palm Pilot und Motorola Pager gezeigt wurde . Java-Anwendungen wie
PIMs oder auch Spiele können damit zwischen den Geräten ausgetauscht werden .
American Express würzte die Ankündigung seiner Bluecard mit Java-Unterstützung
mit einem Auftritt von Star-Basketballer Magic Johnson . Um den Kunden die
Bluecard schmackhaft zu machen , veranstaltet American Express einen
Java-Entwicklerwettbewerb . Dem Gewinner winken immerhin 50.000 Dollar . Weitere
Entlassungen und rote Zahlen bei Motorola Der Handy- und Chip-Hersteller
Motorola wird in diesem Jahr angesichts der Branchenflaute 2000 Arbeitsplätze
mehr abbauen als bisher geplant . Mit den neuen Kürzungen baut Motorola nun
insgesamt 32.000 Stellen ab . Der Umsatz im dritten Quartal des laufenden
Geschäftsjahres werde unter den Erwartungen liegen , teilte das Unternehmen am
Donnerstag mit . Motorola hatte für das dritte Quartal fünf Prozent
Umsatzwachstum erwartet ; stattdessen werde der Umsatz im Vorjahresvergleich
unverändert bleiben . Grund sei ein Nachfragerückgang . Motorola rechnet im
dritten Quartal auch mit einem Verlust zwischen fünf und acht Cent je Aktie .
Bei Intel alles nach Plan Hardwaregigant Intel hat am Donnerstag nach
US-Börsenschluss seine Absatzprognose für das dritte Quartal bekräftigt . Auch
die Prognose für die Bruttomarge bleibt im Wesentlichen unverändert . Zur
Verteidigung seines Marktanteils hat Intel den Preis für seinen
Pentium-4-Prozessor um bis zu 84 Prozent gesenkt . Dies hatte zu Spekulationen
geführt , Intel müsse seine Ergebnisprognosen nach unten berichtigen .
Riesenmarkt für Flachbildschirme Beim Boom für Flachbildschirme ist kein Ende
abzusehen . Durch den Bedarf für Notebooks , Handys , Jet Cockpits oder im Auto
zähle die Displaytechnik zu den weltweit interessantesten Schlüsseltechnologien
, hieß es am Montag auf einer internationalen Konferenz des Verbandes der
Elektrotechnik in Berlin . Vorreiter sei die PC-Industrie .
Flüssigkristall-Anzeigen würden im Jahr 2004 mit 85 Prozent den weitaus
überwiegenden Marktanteil behalten . Über diesen Zeitraum hinausgehende
Vorhersagen seien wegen der extrem kurzen Innovationszyklen in diesen
dynamischen Märkten kaum möglich , hieß es . Alle Zeichen deuteten aber darauf
hin , dass Plasma-Displays ebenfalls den Weg in die Massenanwendung finden
werden . Telefonkonferenzen spontan einberufen Privat- und Geschäftskunden
können über den Telefonauskunftsdienstleister Telegate künftig spontan
Telefonkonferenzen mit bis zu 25 Teilnehmern einberufen . Bisher seien
Telefonkonferenzen nur über die Telekom mit langfristiger Voranmeldung möglich
gewesen . Für den neuen Dienst zahlt der Anrufer , der die Konferenz unter der
Nummer 11880 anmeldet , 48 Pfennig pro Minute für jeden Teilnehmer . Anrufer ,
die aus dem Mobilfunknetz zugeschaltet werden , kosten 96 Pfennige . Hinzu kommt
die Vermittlung , für die noch einmal eine Grundgebühr von 96 Pfennigen plus 12
Pfennige alle 7,5 Sekunden anfallen . SZ : EU erlaubt Fusion von Time Warner und
AOL Die Fusion der amerikanischen Konzerne Time Warner und AOL wird nach
Informationen der Süddeutschen Zeitung genehmigt . Der Beratende Ausschuss habe
am Donnerstag einen entsprechenden Entschluss gefasst , schreibt die Zeitung in
ihrer Freitagsausgabe . Brüssel reagiere damit auch auf die Rücknahme der
Fusionspläne von Time Warner mit der britischen Musik-Gruppe EMI zum größten
Musikkonzern der Welt . Der Vorstandschef von America Online ( AOL ) habe
weitere Konzessionen gemacht . So soll bei AOL Europa ein weiterer Partner ins
Boot geholt werden . Elefanten-Deal zwischen Intel und DEC Intel könnte Patente
und Technologien des 64-Bit-Alpha-Prozessors für ihr ehrgeiziges iA64-Projekt (
Codename Merced ) nutzen , und Digital wäre erst einmal saniert . Noch klingt
allerdings unisono " Kein Kommentar " aus den Führungsetagen der Companies , und
die amerikanische Kartellbehörde FTC hat auch noch ein gewichtiges Wörtlein
mitzureden . Insider glauben jedoch nicht , daß die FTC Einwände erheben wird .
Mit dem Alpha-Prozessor und seinen nur knapp 1 Prozent Marktanteil erwüchse
Intel kein nennenswerter Marktvorteil . Außerdem habe Digital alles versucht ,
den Ladenhüter anderswo zu verkaufen . Wie der Deal im einzelnen aussehen soll ,
ist noch unklar . Möglicherweise wird Intel auch die Fertigung des
Alpha-Prozessors übernehmen und sich für mehrere Jahre zur Lieferung
verpflichten . Digital könnte sich dann auf das Geschäft mit Alpha-basierten
Computersystemen konzentrieren . Ganz will sich Digital dem Vernehmen nach aber
nicht aus dem Halbleitergeschäft zurückziehen , sondern zumindest noch den
erfolgversprechenden StrongARM-Prozessor ( für mobile Systeme wie digitale
Telefone oder Apples MessagePad ) in eigener Regie herstellen . Microprocessor
Forum : Details zur Merced-Architektur Intel hat auf dem Microprocessor Forum in
San Jose einige weitere Details zur Mikroarchitektur des nun Itanium getauften
Merced-Prozessors bekannt gegeben . Zu den freigegebenen Information gehören
insbesondere die Anzahl der Ausführungseinheiten , Aufbau und Größe der Pipeline
sowie die Arbeitsweise des Dekoders und der Sprungvorhersageeinheit . Itanium
hat vier Integer- , vier MMX- , zwei FP- ( vier für SSE ) , und zwei
Load/Store-Einheiten , die über einen Dekoder bedient werden , der sechs
Instruktionen pro Takt dekodiert . Er versorgt die Einheiten mit bis zu zwölf
Operationen ( mit SSE sogar 20 Operationen ) pro Takt . Ansonsten bleibt Intel
bei der bisherigen Salami-Taktik : Microprocessor Forum : AMDs Antwort auf IA64
AMD nennt die Architektur x86-64 , der interne Codename des Prozessors ist "
Sledge-hammer " : Anders als Intel will AMD bei seinem 64-Bit-Prozessor einfach
die bestehende iA32-Architektur mit Präfixen auf 64 Bit ausdehnen , ähnlich wie
Intel vor knapp 15 Jahren mit dem 386-Prozessor die Architektur von 16 auf 32
Bit erweiterte . Nur bei dem inzwischen völlig veralteten FPU-Konzept hat AMD
nach neuen Wegen gesucht : Ein zusätzlicher Satz von " Technical Floating Point
Instructions " ( TFP ) ergänzt den alten FPU-Satz um
Double-Precision-Operationen mit vollem Drei-Adress-Format . Laut
AMD-Vizepräsident Fred Weber benötigt die 64-Bit-Erweiterung nur 5 Prozent der
Chipfläche . Doch trotz der geringen Design-Änderung wird man den Schmiedehammer
wohl kaum vor 2001 begrüßen dürfen . Die Athlon-Serie will AMD bald auch auf 266
MHz EV6-Bus erweitern . Außerdem schlägt AMD einen neuen seriellen System-Bus
namens LTD ( Lightning Data Transport ) mit 1,6 Gbit/s pro Pin vor , der für
schnelleren I/O und Multiprocessing vorgesehen ist . Microprocessor Forum : IBMs
Power4 läuft Itanium den Rang ab Der bereits auf der Hot Chips Conference kurz
umrissene Power4-Prozessor wurde auf dem Microprocessor Forum genauer
spezifiziert und wird nun allgemein als der stärkste Konkurrent von Intels
Itanium im Highest-End-Server-Bereich gehandelt . Gut die Hälfte der
Transistoren benötigt der integrierte gemeinsame L2-Cache , was auf eine
L2-Größe von 2 MByte schließen läßt . Die beiden Cores von etwa Power3-Format
sollen mit mehr als 1 GHz arbeiten . Das weist dann mehr als 5500 Pins auf ,
denn jeder Chip hat seinen eigenen Bus zum L3-Cache . Der Bus läuft mit der
halben Taktrate , also mit mehr als 500 MHz . Zwischen den Chips erreicht das
Power4-MCM eine Bandbreite von 35 GB/s und zum L3-Cache 40 GB/s . Genaue Termine
für die Markteinführung wollte IBM noch nicht nennen , die ersten Prototypen des
im 0,18-µm-IBM8S2-Prozess ( mit Kupfer und SOI ) hergestellten Chips werden aber
bereits im nächsten Jahr erwartet . Microprocessor Forum : Am 25. Oktober kommt
er auf den Markt : Der neue Pentium III " Coppermine " mit 0,18-µm-Struktur und
integriertem L2-Cache ( 256 KByte ) . Er startet mit bis zu 733 MHz und dürfte
recht bald auf 800 MHz hinaufgezwiebelt werden . Eigentlich sollten Details zum
Coppermine erst am 25. Oktober bekannt gegeben werden , doch Intel machte für
das Microprocessor Forum eine Ausnahme : Außerdem vervierfachte Intel die Zahl
der Writeback-Buffer , verdoppelte die Queue für ausstehende
Memory/Bus-Opertionen und erhöhte die Zahl der Füll-Buffer von vier auf sechs .
Insgesamt profitieren speicherhungrige Applikationen davon erheblich , SPECfp95
wird zum Beispiel 20 Prozent schneller , SPECint95 um 12 Prozent . Damit
schließt Intel wieder stark gegenüber dem AMD Athlon auf . Microprocessor Forum
: Einen Prozessorkern , noch viel mächtiger als IBMs Power4 , präsentierte Dr.
Joel Emer von Compaq auf dem Microprocessor Forum . Die Besonderheit am EV8 ist
ein neues Konzept , dass sich " 4-way simultaneous Multithreading ( SMT ) "
nennt . Der EV6 ist achtfach superskalar , verwaltet vier Registersätze und
besitzt vier Instruction Pointer für die Threads . Der Reihe nach wird zwischen
den Threads umgeschaltet . Wann immer die Pipeline stockt , weil eine Einheit
besetzt ist , ein Sprung erfolgt oder auf den Speicher gewartet werden muß ,
stellt der Prozessor die Wartezeit den anderen Threads zur Verfügung . Für die
Abfrage eines so genannten Spin Lock hat EV8 einen speziellen Mechanismus : der
Thread wird schlafen gelegt ( gibt seine Zeit also frei ) und erst wieder
aufgeweckt , wenn sich die überwachte Speicherzelle geändert hat . Alle anderen
Ressourcen , wie L1 , L2 , Sprungvorhersage teilen sich die vier " virtuellen "
Prozessoren . Microprocessor Forum : Sun mischt mit bei 64 Bit Von diesem
1-GHz-Prozessor soll im dritten Quartal 2000 das erste Silizium fertig sein .
Mit 70 SpecINT95-Base und 130 SpecFP95 gab Sun auf dem Microprocessor Forum als
einziger der 64-Bit-Konkurrenten geschätzte SPEC-Werte an . Wie Merced kann der
Sparc64V sechs Instruktionen pro Takt dekodieren ( bei Gleitkomma gar acht ) .
Die Besonderheiten sind sein Trace-Cache ( 1 KByte ) und seine "
superspekulative Execution " . Microprocessor Forum : Motorola präsentiert G4+
Noch ist der G4 gar nicht richtig auf den Markt , da stellt Motorola bereits den
Nachfolger vor . Die neue Version namens G4+ hat einen integrierten L2-Cache von
256 KByte , der über einen 256-bittigen internen Bus angesprochen wird . Die
Pipeline ist auf sieben Stufen vergrößert worden , um höhere Taktzahlen zu
unterstützen . Zwei neue Execution-Units und eine verbesserte AltiVec-Einheit
sind hinzugekommen . Ein leistungsfähiger Dekoder ( 3 Dispatch plus 1 Branch )
verteilt die Operationen auf die nunmehr insgesamt elf Execution-Einheiten . Der
Dekoder kann nun auch zwei AltiVec-Befehle pro Takt an die vier
AltiVec-Einheiten ausgeben . Zusätzlich wurde noch die Sprungvorhersage deutlich
verbessert . Weiterhin unterstützt der G4+ einen externen L3-Cache sowie
36-Bit-Adressen . EU-Kommissar will nur Mindestregeln für ECommerce Die
EU-Kommission will den Handel im Internet nicht überregulieren . " Die
Vorschriften sollen auf das Mindestmaß beschränkt werden " , heißt es in einem
Strategiepapier für den EU-Binnenmarkt für die kommenden fünf Jahre . Das
Konzept wurde am Dienstag von Binnenmarkt-Kommissar Frits Bolkestein in Brüssel
vorgelegt . Es solle Dienstleistern Rechtssicherheit gegeben werden . Auch die
Verbraucher sollten geschützt und Kriminalität im Internet verhindert werden .
Der Medienkonzern Bertelsmann hatte der EU-Kommission noch im Sommer vorgeworfen
, mit der Stärkung der Verbraucherrechte den Internet-Handel zu gefährden . Der
Niederländer Bolkestein kündigte eine neue Phase der Binnenmarktpolitik an . Es
gehe nun weniger darum , neue Vorschriften zu erlassen , als die bestehenden
Regelungen anzuwenden . Dazu sollen die 15 Mitgliedsstaaten der EU durch "
moralischen Druck " in Form von so genannten Bestenlisten gezwungen werden .
Zudem will die Kommission verstärkt rechtlich gegen Mitgliedsstaaten vorgehen ,
die EU-Vorschriften nicht - wie gefordert - in nationales Recht umsetzen .
Schily will Engagement für IT-Sicherheit verstärken Bundesinnenminister Otto
Schily hat auf dem Gebiet der Internet-Sicherheit eine verstärkte Zusammenarbeit
von Bund und Unternehmen gefordert . " Hier stehen wir erst am Anfang der
Entwicklung " , sagte Schily während der Eröffnung der Computermesse Systems
2000 ( 6. bis 10. November ) in München . Angesichts des Fachkräftemangels der
Branche kündigte der Minister an , " die Möglichkeiten zum Erwerb einer Green
Card im Rahmen einer allgemeinen Zuwanderungsregelung " auszubauen . Im Programm
" Bund Online 2005 " habe man die Absicht erklärt , alle Internet-fähigen
Dienstleistungen staatlicher Einrichtungen binnen weniger Jahre online
anzubieten . Deshalb sei es wichtig , dass dem Bereich IT-Sicherheit auf der
Systems 2000 ein eigenes Forum gewidmet sei . Hier sei vor allem auch das
Engagement der Unternehmen gefordert , da der Staat lediglich die gesetzlichen
Rahmenbedingungen abstecken oder beispielsweise im Bereich des Bildungswesens
und der Verwaltung koordinierend wirken könne . Der Bund habe die Aufgabe , eine
Spaltung der Gesellschaft in Fachkräfte und " digitale Habenichtse " zu
verhindern . Schily lobte auch die Zusammenarbeit mit den Unternehmen zur
Bekämpfung rechtsextremer Homepages im Internet . " Mit ihrer Hilfe haben wir es
geschafft , dass das Internet nicht zum Tummelplatz rechtsextremistischer
Volksverhetzer wird . " Stoiber : Elektronische Medien müssen auf den Prüfstand
Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber hat eine Überprüfung der elektronischen
Medien angekündigt . " Wir brauchen einen in sich schlüssigen rechtlichen Rahmen
für alle elektronischen Medien . " Stoiber forderte , insbesondere die
Überwachung des Jugendschutzes in den elektronischen Medien in eine Hand zu
legen . So könne dafür eine Stelle bei den Landesmedienanstalten gebildet werden
und die von den Ländern gegründete gemeinsame Einrichtung jugendschutz.net
einbezogen werden . Im Rahmen eines einheitlichen Jugendschutzrechtes sollte
nach seinen Worten auch die unterschiedliche Behandlung von Telediensten und den
Mediendiensten aufgegeben werden . Ein klares Bekenntnis legte der
Ministerpräsident zur Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ab . Auch in
einer reformierten Medienordnung seien ARD und ZDF unverzichtbar . Stoiber
forderte aber , den Funktionsauftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks über
die Begriffe Information , Bildung , Kultur und Unterhaltung hinaus konkret
festzulegen . Eine klare Absage erteilte er Überlegungen von ARD und ZDF , das
Internet als " drittes Standbein " auszubauen . " Es wäre verfehlt , wenn im
Internet gebührenfinanzierte Online-Dienste der öffentlich-rechtlichen Anstalten
und auf eigenes Risiko gestartete Internetangebote privater Medien wie etwa der
Zeitungsverlage in einen ungehinderten Wettbewerb treten . " Die Online-Dienste
von ARD , ZDF und Deutschlandradio müssten werbefrei und vorwiegend
programmbezogen bleiben . Erstmals werden mehr als 7000 Teilnehmer zu dem
dreitägigen Branchentreff erwartet , der in diesem Jahr unter dem Motto " Global
Media - Fusionen , Visionen , Illusionen " steht . Die Münchner Medientage
gelten als der wichtigste Medien-Fachkongress in Deutschland . Im Mittelpunkt
steht dabei die Verschmelzung der einzelnen Branchen und Märkte . US-Sheriff
stellt Häftlinge im Internet aus Verbrechen lohnt sich nicht , und wer das nicht
glaubt , dem sei die Internet-Adresse www.mcso.org empfohlen . Dort sprechen gut
sichtbare Gitterstäbe eine deutliche Sprache , und das freut Sheriff Joe Arpaio
aus Phoenix , Arizona . Im Internet führt er mit Live-Übertragungen seiner "
Jailhouse Webcam " das Innere seiner Haftanstalt vor - zur Abschreckung ,
Unterhaltung , und natürlich auch zur Wahlwerbung in eigener Sache . Arpaio
möchte seinen Posten als oberster Ordnungshüter des Bezirks Maricopa County in
Arizona gerne behalten . Am 7. November wird darüber abgestimmt , zeitgleich mit
der Präsidentschaftswahl . Zum dritten Mal steht der 68-Jährige jetzt im
Wahlkampf , und es gilt als sicher , dass er seinen Posten behält . Immerhin ist
er berühmt . Zeitungen im ganzen Land beschrieben ihn als den " gemeinsten
Sheriff Amerikas " , und das hält Arpaio für einen werbeträchtigen Ehrentitel .
" Wir glauben einfach daran , dass man Verbrechern das Leben nicht zu leicht
machen sollte " , betont Arpaios Sprecher Bill Knight im Gespräch mit der
Deutschen Presse-Agentur . Natürlich wurden die Insassen des Bezirksgefängnisses
nicht gefragt , bevor man die Digitalkameras über ihren Zellen aufbaute . " Wir
führen der Öffentlichkeit gerne vor , wie wir arbeiten " , begründet Knight die
Verletzung der Häftlings-Privatsphäre . Das Interesse an der Website mit den
unfreiwilligen Big Brother-Mitspielern aus Phoenix ist groß . Die Seitenaufrufe
waren schon kurz nach dem Start im vergangenen Sommer so zahlreich , dass die
bezirkseigenen Server die Übertragung vorübergehend einstellen mussten .
Neuerdings werden die Aufnahmen über den Internet-Händler crime.com verbreitet ,
der in seinem virtuellen " Crime Store " auch Kriminalromane ,
Humphrey-Bogart-Thriller und Kleidung aus einer Gefängnis-Schneiderei anbietet .
Bei Bürgerrechtlern sind Arpaios Maßnahmen umstritten . Den Aktivisten der
American Civil Liberties Union ( ACLU ) ist der Sheriff verhasst , er betreibe "
Bestrafung durch Demütigung " , so die Kritiker . Aber bei den Wählern ist
Arpaio populär . Der Sheriff senkt zur Freude der Steuerzahler die
Knast-Betriebskosten . Indem er in seinem Gefängnis den Kaffee gestrichen hat ,
spart er jährlich umgerechnet 200000 Mark ein . Die Insassen bekommen
Billig-Lebensmittel . Nach der Spende einer Straußenfarm gab es unter Arpaios
Regie wochenlang Straußenfleisch zum Mittagessen . Und wenn die Zellen zu voll
sind , werden die Häftlinge eben selbst bei Sommertemperaturen von über 40 Grad
und in Winter-Frostnächten in ungekühlten und ungeheizten Zelten auf dem
Gefängnishof untergebracht . Dieses primitive Straflager für 1250 Menschen ist
allerdings im Web nicht zu sehen - aus " technischen Gründen " . " Wir konnten
draußen keine Kameras anschließen " , behauptet Bill Knight . Die ACLU bereitet
unterdessen eine Klage gegen Arpaio vor . Das Hauptargument der Bürgerrechtler :
Die meisten der zur Zeit über 7000 Insassen im Gefängnis von Maricopa County
sind noch nicht einmal verurteilt , es handelt sich überwiegend um
Untersuchungshäftlinge , die auf ihr Verfahren warten . Umfragen ergaben jedoch
, dass Arpaio eine überwältigende Mehrheit von bis zu 80 Prozent auf seiner
Seite hat . Die größte Tageszeitung des Bundesstaates , die Arizona Republic ,
unterstützt ihn ebenfalls offiziell , wenn auch " mit gedämpften Trompeten " ,
wie es jetzt auf der Kommentarseite hieß . Arpaio sei zwar ein " Showman Sheriff
" , aber immerhin erfahrener als seine Wahlkampfgegner . T-Mobile will mit
globaler Marke auftreten Die Deutsche Telekom will in Kürze mit einer
einheitlichen Weltmarke im Mobilfunk gegen seine Konkurrenten antreten . Es gehe
um ein internationales Geschäft . Mitte Oktober hatte der Telekom-Konkurrent
Vodafone bereits einen globalen Markenauftritt angekündigt . Danach wird zum 1.
Januar 2001 unter anderem das Logo D2-Privat durch D2-Vodafone ersetzt . France
Telecom strebt mit dem Zukauf des britischen Mobilfunkbetreibers Orange Plc
einen internationalen Markenauftritt unter dem Namen New Orange an . Wie Ricke
weiter sagte , werde T-Mobile mit den europäischen und demnächst auch
amerikanischen Partnern als erster Wettbewerber globale Mobilfunkdienste
anbieten . Außerdem sei die Einführung eines weltweit einheitlichen Tarifs
geplant . Weitere Details wollte Vorstandschef nicht nennen . Heute gängige
Marken sollen allerdings für eine Übergangsphase beibehalten werden . Unter dem
Dach der T-Mobile International hat die Telekom ihre Beteiligungen und
Tochterfirmen im Mobilfunk gebündelt . Hierzu gehören neben T-D1 , One2One ,
max.mobil und Beteiligungen in Osteuropa auch der jüngste Zukauf VoiceStream .
T-Mobile soll voraussichtlich im Herbst kommenden Jahres an die Börse gebracht
werden . Den Erwerb des US-Unternehmens muss die US-Aufsichtsbehörde FCC noch
genehmigen . Je nach Ausgang der US-Präsidentschaftswahlen , die an diesem
Dienstag stattfinden , könnte sich die Prüfung um mehrere Wochen verzögern . Für
diesen Fall rechnet er mit einer Genehmigung bis Mitte kommenden Jahres .
Scientology kritisiert deutsche Windows-2000-Einigung Als unerhörtes Beispiel
religiöser Diskriminierung hat die internationale Scientology-Organisation eine
Vereinbarung zwischen der deutschen Bundesregierung und dem Software-Konzern
Microsoft bezeichnet . Diese sieht die Möglichkeit vor , die von der Firma eines
führenden US-Scientologen hergestellte Defragmentiersoftware aus dem
Betriebssystem Windows 2000 zu entfernen . " Sollen nicht-katholische Amerikaner
jetzt Mercedes-Autos boykottieren , weil sie von Katholiken in Stuttgart gebaut
werden ? " heißt es rhetorisch in der Scientology-Erklärung vom Montag . Die von
der US-Steuerbehörde als Kirche eingestufte Vereinigung gilt in Deutschland als
Organisation mit undemokratischen Zielen . Das Bundesamt für Sicherheit in der
Informationstechnik ( BSI ) war aufgefordert worden , die Sicherheit von Windows
2000 und des Defragmentierers wegen des Scientology-Hintergrundes zu überprüfen
. Dazu kam es jedoch nicht , weil Microsoft der deutschen Behörde den
erforderlichen Einblick in den Quellcode nicht gewähren wollte . Stattdessen
veröffentlichte der Softwarekonzern eine Anleitung zur Deinstallation des
integrierten Defragmentierers . Richter : Microsoft agierte als Monopolist Der
US-Softwaregigant Microsoft hat als Monopolist gehandelt und Wettbewerbsregeln
der USA verletzt . Das hat Richter Thomas Penfield Jackson in dem
Antitrust-Verfahren gegen Microsoft in seinen am Freitagabend ( Ortszeit ) in
Washington veröffentlichten Tatsachenfeststellungen erklärt . In der 207 Seiten
starken Schrift stützt der Richter im Wesentlichen den Vorwurf der Regierung ,
Microsoft habe seine wirtschaftliche Macht missbraucht , um Konkurrenten im
Markt zu schädigen , und diese Aktionen hätten dem Verbraucher Nachteile
gebracht . Diese " findings of facts " sind noch kein Urteil , sondern geben
lediglich die Sichtweise des Richters nach der Beweisaufnahme wieder . Die
Parteien können dazu Stellung nehmen . Beobachter sehen darin aber eine wichtige
Vorentscheidung : " Es ist nicht illegal , ein Monopol zu erwerben , aber es ist
illegal , diese Dominanz auszunutzen , um das Monopol zu erhalten oder
Monopolmacht auf neuen Gebieten zu erwerben . " Justizministerin Janet Reno
sprach in einer ersten Stellungnahme von einem " großen Tag für die Verbraucher
" . Der Richter habe die Sichtweise der US-Regierung geteilt , dass das von Bill
Gates gegründete Unternehmen die Wahlfreiheit der Verbraucher eingeschränkt habe
. Beide Seiten haben nun 30 Tage Zeit für ihre Stellungnahmen . Das Urteil wird
jedoch erst Anfang nächsten Jahres erwartet . Microsoft hat bereits angekündigt
, im Fall einer Niederlage in die nächste Instanz gehen zu wollen . Microsoft :
Im Antitrust-Verfahren des US-Justizministeriums gegen Microsoft endete die
erste Runde vor dem Bezirksgericht in Washington ohne Ergebnis . Richter Thomas
P. Jackson befragte die Anwälte der Parteien zwei Stunden lang und erklärte die
Anhörung dann für beendet , ohne auch nur über die Zulassung der Klage zu
entscheiden . Das Justizministerium wirft Microsoft vor , seine Monopolstellung
im Betriebssystemmarkt auszunutzen , um seine Browser-Software Internet Explorer
auf wettbewerbswidrige Weise in den Markt zu drücken . Damit habe Microsoft
gegen den sogenannten Consent Decree aus dem Jahr 1995 verstoßen , mit dem ein
früheres Antitrust-Verfahren endete . Laut Microsoft ist der Internet Explorer
ein Bestandteil des Betriebssystems . Aus dieser Auffassung leitet der
Marktführer das Recht ab , PC-Hersteller zu zwingen , die Browser-Software
zusammen mit Windows 95 zu installieren . Richter Jackson befragte
Microsoft-Anwalt Richard Urowsky : " Könnten ebenso auch Word für Windows ,
Excel oder andere größere Anwendungsprogramme in das Betriebssystem integriert
werden ? " Das sei unwirtschaftlich , antwortete der Anwalt , bestätigte aber
auf Nachfrage , daß Microsofts Interpretation des Consent Decree auch diese
Möglichkeit einschließt . Der Vertreter der Gegenseite , Philip Malone , trug
demgegenüber vor , die einzig geradlinige Auslegung des Consent Decree sei die
der Regierung , denn nur sie verleihe den Bestimmungen überhaupt einen Sinn :
Nach der Anhörung bleibt vorerst unklar , ob es überhaupt zu einem Prozeß kommen
wird . Richter Jackson äußerte sich auch nicht dazu , wann er seine Entscheidung
verkünden werde . 149-DM-Flatrate bei Mannesmann Arcor Mannesmann Arcor kündigt
ab 1. Januar eine Flatrate in Kombination mit dem ISDN-Komplettanschluß an .
Arcor-Kunden in Berlin , Hamburg , München , Frankfurt , Köln , Düsseldorf ,
Hannover , Essen , Nürnberg und Stuttgart können zu einem Monatspreis von 149
Mark ohne zeitliche Begrenzung im Internet surfen . Die Anmeldung ist kostenlos
. Im kommenden Jahr sollen mindestens 30 weitere Städte hinzukommen . Als einen
" Quantensprung für die Internetgemeinde in Deutschland " bezeichnete das
Vorstandsmitglied Elmar Hülsmann das Flatrate-Angebot , das den Zugriff auf
Newsgroups , eine Mailbox mit zwei E-Mail-Adressen und 10 MByte Speicherplatz
für eine eigene Homepage einschließt . Ab dem Frühjahr 2000 wolle Arcor außerdem
durch den Einsatz von DSL-Technik ( Digital Subscriber Line ) doppelt so hohe
Übertragungsraten für die Flatrate-Kunden anbieten . Unsere Kunden bekommen dann
noch mehr Geschwindigkeit für das gleiche Geld . Interessenten können sich auf
der Website des Unternehmens oder telefonisch unter 0800/1070800 informieren und
Auftragsformulare anfordern . Kostenlose Programmierkurse im Internet Die
Metrowerks CodeWarrior University bietet eine Reihe von Programmierkursen gratis
im Internet an . Die interaktiven Kurse sind 24 Stunden täglich und 7 Tage in
der Woche online und haben eine Dauer von rund 30 Tagen . Jeder Kurs wird von
einem professionellen Lehrer geleitet . Per Chat kann man mit dem Leiter und
Teilnehmern in Verbindung treten . Im Februar beginnen zwei Kurse zur
C++-Programmierung auf dem Macintosh , drei weitere Kurse für die Programmierung
unter Windows sowie eine Einführung " PowerPC Embedded Developement " sind
angekündigt . Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist , empfiehlt Metrowerks , sich
möglichst bald für die Kurse einzuschreiben , die man besuchen möchte .
Vorzeitiger Jahr-2000-Crash in Schweizer Krankenhäusern In der Schweiz hat der
allseits gefürchtete Jahr-2000-Fehler bereits zum Jahreswechsel 1998/99
zugeschlagen . In einigen regionalen Krankenhäusern des Kantons Waadt mußte die
Patientenregistrierung mit Papier und Bleistift abgewickelt werden . Grund für
das vorzeitige Auftauchen der Jahr-2000-Panne : Das Klinik-Programm stellt bei
der Einlieferung eines Patienten im Computer eine Art Vorausvergleich an . Bei
dieser Funktion las das noch nicht für 2000 gerüstete System den 01.01.00 als 1.
Januar 1900 und stürzte daraufhin komplett ab . " Pentium III " in den
Startlöchern Nach einem Bericht des amerikanischen ZDNet will Intel am kommenden
Montag den Nachfolger des Pentium-II-Prozessors ankündigen . Das bisher unter
dem Codenamen " Katmai " gehandelte Produkt soll , so vermutet ZDNet , unter dem
Namen " Pentium III " vorgestellt werden . Katmai stellt in seiner Architektur
vornehmlich in einem Punkt eine Weiterentwicklung des Pentium II dar : Er
besitzt eine neue Multimedia-Erweiterung , die als MMX 2 bezeichnet und 70 neue
Befehle bieten wird . Der neue Prozessor wird auch in den Slot 1 auf den derzeit
aktuellen Pentium-II-Boards passen . Ansonsten zeigt sich der Fortschritt im
Bereich der Fertigungstechnik . Katmai ist der erste Prozessor , mit dem Intel
die Taktfrequenz von 500 MHz erreicht . Die ersten Exemplare aus der
Massenfertigung mit 450 und 500 MHz werden im März erwartet . Über weitere
Neuvorstellungen im Prozessormarkt 1999 berichtet c't ausführlicher im "
Prozessorgeflüster " der aktuellen Ausgabe . Microsoft kauft Spieleprogrammierer
ein Microsoft hat die Firma FASA Technologies akquiriert , Hersteller der
populären "MechWarrior"-Kriegsspiele . Die Fans des Genres warten zur Zeit auf "
MechWarrior 3 " , dessen Vermarktung unter älteren Verträgen über Hasbro
Interactive und MicroProse laufen soll , die nach Angaben von Microsoft von dem
Aufkauf nicht berührt werden . Microsoft war vielmehr an den Programmierern von
FASA interessiert , die nun in die Redmonder Belegschaft integriert werden und
neue Spiele für Microsoft entwickeln sollen . Strafbar : Handys und CD-Laufwerke
im Flugzeug Ab 1. März wird der Betrieb von Mobiltelefonen und Notebooks mit
CD-Laufwerken in deutschen Flugzeugen unter Strafandrohung gestellt . Der
Bundesrat hat am Freitag einer entsprechenden Verordnung des
Verkehrsministeriums zugestimmt , nach der Verstöße mit einer Geldstrafe oder
bis zu zwei Jahren Gefängnis geahndet werden . Die Verordnung regelt Ausnahmen
vom neuen Luftfahrtverkehrsgesetz , das grundsätzlich den Betrieb von allen
Geräten untersagt , die zu Störungen der Bordelektronik führen können . Bei
Störungen der Bordelektronik kann der Pilot allerdings auch weiterhin den
Betrieb während des Flugs verbieten . Verbraucherschützer kritisieren
"Tomorrow"-Zugang Der von Mobilcom und der Zeitschrift " Tomorrow " angebotene
Internet-Zugang zum Pauschalpreis von 77 DM gerät nach einer Serie von Pannen
nun auch in die Kritik des Verbraucherschutzes . Nach Meinung der
Verbraucher-Zentrale Brandenburg sind die Geschäftsbedingungen teilweise
unzulässig . Die Nutzer des Angebots seien nicht gegen Ausfall durch technische
Schwierigkeiten geschützt , so die Potsdamer Verbraucherschützer . Sie müßten
laut Vertrag auch dann die Grundgebühr zahlen , wenn MobilCom den Zugang über
eine längere Zeit nicht gewährleisten könne . Zudem bemängeln die Juristen der
Verbraucher-Zentrale eine Klausel , wonach der Nutzer mit Abschluß des Vertrags
für den Internet-Zugang zugleich seine Zustimmung erklärt , daß ihm die
Zeitschrift " Tomorrow " zunächst dreimal kostenlos zugesendet wird . Wenn er
sich danach nicht beim Verlag meldet , werde ein Abonnementsvertrag
abgeschlossen . Eine solche Regelung sei jedoch unwirksam . Anzeige gegen
Mannesmann-Chef Esser Strafanzeige wegen Untreue haben zwei Stuttgarter
Rechtsanwälte gegen den Chef der Düsseldorfer Mannesmann AG , Klaus Esser ,
erstattet . Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft bestätigte am Dienstag eine
entsprechende Meldung der " Frankfurter Allgemeinen Zeitung " . Die höchste
Abfindung der deutschen Unternehmensgeschichte verletze zudem den Grundsatz des
Aktiengesetzes , nach dem die Gesamtbezüge eines Vorstandsmitgliedes " in einem
angemessenen Verhältnis " zu den Aufgaben und zur Lage des Unternehmens stehen
müssten . Esser habe sein Amt nur ein knappes Jahr inne gehabt . France Telecom
kauft Mannesmann-Tochter Orange Der französische Telekommunikationsriese France
Telecom will die britische Mannesmann-Tochter Orange übernehmen . Zur
Vorbereitung eines Angebotes seien bereits drei Banken beauftragt worden , sagte
der Präsident von France Telecom , Michel Bon , am Donnerstag in Brüssel nach
Angaben der Nachrichtenagentur Belga . In Belgien führt der Pariser Konzern
seine Mobilfunktochter Mobistar . Nach Angaben von Belga sind France Telecom und
das niederländische Telekommunikationsunternehmen KPN die ernsthaftesten
Interessenten für Orange . Der Preis sei vergleichsweise hoch . Der britische
Anbieter soll im Zuge der Übernahme Mannesmanns durch den britischen
Mobilfunkbetreiber VodafoneAirtouch verkauft werden . Das werden auch die
EU-Wettbewerbshüter verlangen . Der Wettbewerbsfall ist in Brüssel noch nicht
entschieden . Im März war France Telecom mit der Übernahme eines Anteils der
Mobilcom AG in den deutschen Markt eingestiegen . Intel investiert in
europäische E-Business-Center Mit Millioneninvestitionen in E-Business-Zentren
will Chiphersteller Intel den elektronischen Handel über das Internet in Europa
vorantreiben . Innerhalb der kommenden Monate sollen drei dieser Center in
Europa starten . Eines der ersten sei in München geplant , sagte Vizepräsident
Rob Eckelmann der dpa . Weitere sollen im kommenden Jahr folgen . Intel stellt
in den Centern die Hard- und Software zur Verfügung . " In den Centern wollen
wir die Firmen und die Software-Entwickler zusammenbringen " , erläutert
Eckelmann . Firmen , die das Internet noch nicht für den Absatz ihrer Waren
nutzen , sollen sich in den Centern bestehende Konzepte ansehen können . Intel
will sich mit diesem Engagement Marktanteile am boomenden E-Commerce Markt
sichern . Die ersten Center sind in Deutschland , Großbritannien und Schweden
geplant . Als weitere Standorte sind Frankreich und die Niederlande vorgesehen .
Die Gerüchte um eine baldige Übernahme des kränkelnden Online-Dienstes
CompuServe durch den Konkurrenten AOL verdichten sich . Unklar ist allerdings
noch , ob das US-Justizministerium kartellrechtliche Bedenken gegen den Kauf
erheben wird . Stasi-Akten im Web Zehn Jahre ist es her , daß die Mauer fiel und
damit auch das Ministerium für Staatssicherheit ( MfS ) , die Stasi , aufgelöst
wurde . Der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes
der ehemaligen DDR in Berlin , Joachim Gauck , stellt die Arbeit des MfS jetzt
auszugsweise vor : Nachlesen läßt sich , womit sich die Stasi in ihrer
Alltagsarbeit befaßt hat und auf wessen Schreibtisch das dann landete , im
Zweifelsfall ganz oben beim Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker . Die
Dokumente sind im Faksimile zu sehen - so , wie sie tatsächlich in der
Aktenmappe lagen . Da geht es dann zuweilen um Luftballons , die Kinder aus
Kreuzberg im Westteil Berlins nach Ostberlin haben fliegen lassen , um
Vorschläge zur Werbung eines neuen Informellen Mitarbeiters ( IM ) oder zu den
Folgen eines Steinschlags im thüringischen Grenzgebiet . ILOVEYOU-Absender
angeblich identifiziert Die Polizei auf den Philippinen hat nach eigenen Angaben
einen Verdächtigen identifiziert , der den zerstörerischen E-Mail-Wurm "
ILOVEYOU " ausgelöst haben soll . Man wolle die Identität der Person aber nicht
vor der Festnahme bekannt geben , sagte Polizeichef General Panfilo Lacson am
Sonntag . Der Verdächtige werde beobachtet ; es liege aber noch kein
richterlicher Haftbefehl vor . Nach Ermittlungen des philippinischen Providers
Access Net soll ein 22-jähriger Filippino den Wurm von Manila aus ins Netz
geschleust haben . Die australische Polizei hat dagegen keinerlei Erkenntnisse
darüber , dass ein deutscher Student von Australien aus den E-Mail-Wurm in
Umlauf gebracht haben könnte . Das hatte ein schwedischer Computer-Experte am
Samstag behauptet . " Wir können die Verfolgung nicht aufnehmen " , sagte ein
Sprecher der australischen Bundespolizei in Canberra . " Wir bräuchten
verlässliche Informationen , sonst sind es nur Gerüchte . " Der Softwaregigant
Microsoft hat eine Frist bis Mittwoch , dem Strafantrag der US-Regierung im
Antitrust-Prozess mit Gegenvorstellungen zu begegnen - eine prekäre Aufgabe ,
denn Microsoft beharrt darauf , kein US-Gesetz verletzt zu haben . Damit
verträgt es sich nur schwer , Vorschläge für die eigene Bestrafung zu machen .
Dennoch wird Microsoft die Gelegenheit wahrnehmen , dem Antrag der Regierung ,
der die Spaltung in zwei voneinander unabhängige Unternehmen vorsieht , einen
eigenen Vorschlag gegenüberzustellen . Die US-Tageszeitung Washington Post hat
offenbar vorab Einblick in die Taktik der Microsoft-Anwälte erhalten . Dem
Bericht zufolge werden sie einige Auflagen für das künftige Verhalten von
Microsoft vorschlagen , die sich ganz eng an dem festgestellten Tatbestand und
dem Urteil von Richter Thomas Penfield Jackson orientieren . Die vorgeschlagenen
Auflagen beschränken sich dem Bericht zufolge auf vier Punkte : Microsoft will
künftig Softwareherstellern , die Applikationen für Windows entwickeln , offenen
und vollständigen Einblick in Teile des Windows-Quellcodes gewähren . Damit soll
der Feststellung des Richters begegnet werden , dass der Zugang zu Windows-APIs
in der Vergangenheit in diskriminierender Weise beschränkt wurde . Der Internet
Explorer soll bei der Installation von Windows nicht mehr automatisch ein Icon
auf dem Desktop erhalten ; Und schließlich will Microsoft künftig darauf
verzichten , durch spezielle Preisgestaltung bestimmte PC-Hersteller dafür zu
belohnen , dass sie keine Konkurrenz-Software anbieten . Parallel dazu , so
berichtet das Blatt , spielen die Microsoft-Anwälte weiterhin auf Zeit : Sie
wollen eine Fristverlängerung anstreben und verlangen erneut , die Experten der
Regierung befragen und Einblick in Unterlagen der Gegenseite nehmen zu dürfen .
Microsoft zur Spaltung verurteilt Mit dem Beschluss , Microsoft in zwei
unabhängige Unternehmen zu spalten , kam am Mittwoch der seit über zwei Jahren
andauernde Kartellprozess gegen den Softwaregiganten zu einem vorläufigen
Abschluss . Richter Thomas Penfield Jackson ist mit dem Urteil weitgehend dem
Antrag gefolgt , den die US-Regierung und 17 US-Bundesstaaten gestellt hatten .
Das Schicksal des Softwareunternehmens , das bereits im April des Verstoßes
gegen das US-Kartellrecht für schuldig befunden worden war , ist damit aber noch
nicht entschieden . Microsoft will Berufung einlegen , und Bill Gates gab sich
in einer eilends verbreiteten Stellungnahme erneut zuversichtlich : " Wir
glauben , dass wir in der Berufung gute Chancen haben . " Allerdings sollen bis
dahin scharfe Restriktionen für Microsoft in Kraft treten , so das Verbot ,
exklusive Lizenzverträge mit Herstellern auszuhandeln , und die Auflage , allen
Softwareherstellern in derselben Weise Einblick in Programmierschnittstellen zu
gewähren " wie dem eigenen Personal " . Nach dem abschließenden Urteil von
Richter Jackson soll Microsoft binnen vier Monaten einen Plan für die Aufteilung
in zwei Unternehmen vorlegen . Über alle Vereinbarungen untereinander müssen sie
quartalsweise an die Kläger berichten . PDA-Display aus elektronischem Papier
Elektronisches Papier als Display für PDAs ist nicht mehr sehr weit von der
Marktreife entfernt . Die Firma E Ink zeigt auf der SID in San Jose einen
Prototypen im 3,1-Zoll-Format , eingebaut in einen PDA , der mit bestechender
Darstellungsqualität glänzt . Er ist anders als alle derzeit verfügbaren
PDA-Displays selbst in dunkler Umgebung ausgezeichnet lesbar - und das ohne
eigene Beleuchtung . Der Kontrast liegt nach Angaben des Herstellers bei 15:1 ,
der Reflexionsgrad erreicht 45 Prozent . Zum Vergleich : Zeitungspapier hat
einen Kontrast von 6:1 und 60 Prozent Reflexionsgrad . Die Auflösung des
Passivmatrix-Displays beträgt 80 ppi ( pixel per inch ) , das Bild wird alle 150
Millisekunden komplett aufgefrischt . E Ink verspricht eine Lebensdauer von
10.000 Stunden . Erste Muster des Schwarzweiß-Displays sollen Ende 2002
verfügbar sein , die Massenproduktion soll Mitte 2003 anlaufen . Das PDA-Display
ist Ergebnis der erst kürzlich geschlossenen Kooperation von E Ink mit Philips
Components . Der niederländische Elektronikriese will mit einer Finanzspritze in
nicht genannter Höhe die Entwicklung vorantreiben . Im Gegenzug soll der
amerikanische Philips-Zweig ein zeitlich begrenztes Exklusivrecht erhalten ,
Displays auf Basis des elektronischen Papiers von E Ink in PDAs und eBooks zu
vermarkten . Im elektronischen Papier von E Ink liegt eine Schicht aus 100
Mikrometer messenden Kügelchen zwischen zwei Elektroden . In den Kügelchen
schwimmen in einer durchsichtigen Flüssigkeit schwarze und weiße Pigmente , die
negativ respektive positiv geladen sind . Farbige Anzeigen will E Ink ähnlich
wie in LCDs mit über dem elektronischen Papier liegenden Farbfiltern herstellen
. Das Unternehmen hat sich dazu einen kompetenten Partner gesucht : die Firma
Toppan , nach eigenen Angaben weltgrößter Hersteller von Farbfiltern . Erste
Farbdisplays hofft E Ink 2003 zeigen zu können . Die Firma Xerox stellt
ebenfalls elektronisches Papier her , Gyricon genannt . Anders als E Ink
präsentiert Xerox sein Erzeugnis allerdings nicht auf der SID . Computex :
Supermicro mit Dual-VIA-Board Der Chipsatzhersteller VIA ist auf dem Sprung in
den Servermarkt : Der Serverboard-Spezialist Supermicro bietet zwei Dual-Boards
mit dem VIA Apollo-Chipsatz Pro266T an , das P3TDDA und das P3TDDR . Beide haben
vier Speicherslots und unterstützen damit bis zu 4 GByte DDR-Speicher nach
PC1600- und PC2100-Standard . Der Apollo-Pro266-Chipsatz unterstützt den Pentium
III , das nachgestellte " T " deutet aber an , dass er auch für den Tualatin
ausgelegt ist , die 0,13-µm-Fassung des Pentium III , die für Ende des Monats
erwartet wird . Das P3TDDR-Board zielt auf kompakte Server , die mit einer
Höheneinheit ( 1U ) auskommen : Die Speicherslots sind gekippt , auf dem Board
sitzen ein ATI-Grafikchip , zwei 10/100-MBit- und ein Ultra160-SCSI-Controller ,
der auf Ultra320 aufrüstbar ist . Das P3TDDA ist für Workstations gedacht und
hat einen AGPPro- und fünf PCI-Slots , zudem traut Supermicro sich an IDE-RAID
per Promise-Chip . Zwei weitere neue Boards sind für den Intel Xeon konzipiert :
Das P4DH6 nutzt nicht den üblichen Intel-Chipsatz i860 , sondern den Serverworks
GC-HE . Dieser kommt mit einem 4-Kanal-DDR-Speicher-Interface , das 16
PC1600-Module mit insgesamt 32 GByte Hauptspeicher unterstützt . Als
theoretische Datenrate ergibt sich 6,4 GByte/s . Die Module sitzen auf einer
speziellen Riser Card . Das Board ist ganz eindeutig für den Servermarkt
konzipiert , da kein AGP-Slot vorhanden ist , dafür aber sechs PCI-Slots mit 64
Bit und 66 MHz . Onboard finden sich zwei Ultra-ATA/100-Kanäle , ein
Dual-Channel-SCSI-160- oder -320-Chip und ein 10/100-MBit-Netzwerk . Das P4DC6
nutzt den " bekannten " i860-Chipsatz mit einem 2-Kanal-Rambus-Interface für
maximal 2 GByte Speicher . Das Board hat einen AGPPro- , vier PCI- und zwei
64-Bit-66-MHz-PCI-Slots . Ebenfalls sind ein 10/100-MBit-LAN und ein
Ultra160-SCSI-Controller von Adaptec integriert . Studie : Surfen kann heimatlos
machen Die elektronischen Medien werden die deutsche Gesellschaft nach Ansicht
des Hamburger Freizeitforschers Horst W. Opaschowski grundlegend verändern .
Noch nie habe es eine Generation gegeben , deren Lebensgefühl so stark von den
elektronischen Medien geprägt wurde wie die der heute 14- bis 29jährigen . Die
Entwicklungen des Informationszeitalters könnten den Alltag so revolutionieren
wie die Erfindung und Verbreitung der Elektrizität vor hundert Jahren . Für
seine Studie befragte Opaschowski 3000 Personen nach ihren Lebens- , Konsum- und
Mediengewohnheiten . Demnach sind die liebsten Freizeitbeschäftigungen der 14-
bis 29jährigen Deutschen Fernsehen ( 89 Prozent ) , Radio ( 70 Prozent ) ,
Telefonieren ( 64 Prozent ) , Musikhören ( 63 Prozent ) , Video-Filme ( 44
Prozent ) , Bücher ( 35 Prozent ) , Computer ( 27 Prozent ) und Videospiele ( 20
Prozent ) . Opaschowskis Fazit : Aus Angst , etwas zu verpassen , lebt die
Generation der 14- bis 29jährigen rastlos und nach der Erlebnisformel " Leben
minus Langeweile " . " Sie machen sich selbst zu gehetzten Akteuren , die das
Gefühl haben , sie kämen dauernd zu spät . " Gleichzeitig warnt der
Erziehungswissenschaftler vor einer nachlassenden Kommunikationsfähigkeit der
jungen Internet-Gemeinde . Das Surfen um die Welt könne heimatlos machen ,
befürchtet Opaschowski . " Die inflationären Kontakte im elektronischen Netz
bleiben oberflächlich und können beständige Beziehungen nicht ersetzen " . Das
Internet werde zur Schaubühne , auf der Jugendliche ebenso spielen wie "
probeleben " könnten . Dabei gäben sie sich anders als sie wirklich sind .
Telepassport klagt gegen Telekom-Gebühr Die Erfurter Telefongesellschaft
Telepassport hat am vergangenen Freitag bei der EU-Kommission Beschwerde gegen
die Deutsche Telekom eingereicht . Man wolle damit eine Senkung der
Interconnection-Gebühren erreichen , die im Vergleich zu den Endkundenpreisen
der Telekom zu hoch seien , sagte Pressesprecher Volker Isenmann am Montag . Auf
keinen Fall wolle man jedoch , daß an den Endkundenpreisen " rumgedoktert "
werde . Die jetzigen Interconnection-Gebühren bedeuteten jedoch kaum Gewinn für
andere Telefonanbieter . Interconnection-Gebühren müssen die Wettbewerber an die
Telekom zahlen , wenn sie deren Leitungen benutzen . Der Preis ist nach Zeit und
Entfernung gestaffelt . Er liegt durchschnittlich bei 2,7 Pfennige pro Minute .
Während Telekomkunden nach der Tarifsenkung zwischen 21 Uhr abends und 6 Uhr
morgens nur sechs Pfennige pro Minute für Ferngespräche zahlen , betrage die
Interconnection-Gebühr für diesen Zeitraum maximal 3,1 Pfennige , sagte Isenmann
. Die meisten Wettbewerber müßten die Gebühr zweimal an die Telekom zahlen - für
das Abholen eines Gespräches und für das Terminieren . c't wehrt "
Lizenzerpressung " ab Diesen Versuch hat der Verlag Heinz Heise heute mit einer
einstweiligen Verfügung abgewehrt . Der in der Computerbranche wegen unzähliger
Abmahnfälle umstrittene Rechtsanwalt hatte damit gedroht , serienweise die
gewerblichen Vertriebsstellen des c't-Magazins abzumahnen , sofern der Verlag
nicht auf seine Forderungen eingehe . Das Angebot , deren Rechtmäßigkeit und die
angemessene Höhe einer eventuellen Entschädigung gerichtlich feststellen zu
lassen , lehnte er ab . c't wird von über 50.000 Einzelhändlern angeboten . Das
angedrohte Vorgehen hätte dem Verlag in völlig unverhältnismäßiger Weise
wirtschaftlich geschadet . " Es handelte sich nach meiner Auffassung um den
Versuch , uns in nicht legitimer Form die Pistole auf die Brust zu setzen " ,
sagte Verleger Christian Heise . Hintergrund ist ein Markeneintrag für den Namen
" Explorer " , den das Ratinger Unternehmen im Jahre 1995 erlangt hat , obwohl
diese Bezeichnung in der Computerbranche seit langem als beschreibender Begriff
für Programme zur Datenvisualisierung geläufig ist . Das Wort " Explorer " ist
Bestandteil der Namen unzähliger einschlägiger Programme , darunter insbesondere
gratis verteilter Shareware und Freeware . c't war betroffen , weil der
aktuellen Ausgabe 14/00 eine CD-ROM beiliegt , auf der sich unter mehr als 350
Programmen auch die beiden Systemtools " HFVExplorer " und " Explore2fs "
befinden . Die Heftausgabe kann nun ungestört im Handel bleiben . Der Verlag
Heinz Heise sieht die Programmbezeichnungen auf seiner CD-ROM nicht als
Markenverletzung an , zumal bei einem Begriff mit derart schwacher
Kennzeichnungskraft wie " Explorer " die Verwechslungsgefahr durch die
Namenszusätze ausgeschlossen wird - wenn der Markeneintrag überhaupt Bestand hat
. Verleger Christian Heise will die Sache nun auf jeden Fall vor Gericht klären
lassen : " Solchen Machenschaften muss ein Riegel vorgeschoben werden . " Er
kündigte an , durch eine negative Feststellungsklage die Rechtmäßigkeit der
Abmahnung überprüfen zu lassen und gleichzeitig die Löschung der Marke zu
beantragen . Zu dieser Meldung gibt es eine Gegendarstellung . SPD diskutiert
über das Internet Die Sozialdemokraten diskutieren heute auf einem
Internet-Kongress in Hamburg über aktuelle Entwicklungen und die
Zukunftsperspektiven des weltweiten Datennetzes . Schwerpunkte sind der Einsatz
in der Bildung , in Produktion und Dienstleistung sowie in der Politik .
Branchenexperten werden auch die Situation nach den jüngsten Pleiten der New
Economy beleuchten . Füße im See , Augen im Netz Am Zürisee startet kommende
Woche die Aktion " Surf am See " , die sonnenhungrigen Notebook-Besitzern per
Wireless LAN den kostenlosen Internetzugang ermöglichen soll . " Surf am See "
dauert den ganzen Sommer lang . IDs und Passwörter , die zum Zugang berechtigen
, sind gratis über die Website der Aktion " Surf am See " zu beziehen . Spiegel
: Gefälschte Telefonkarten kosten Telekom Millionen Das massenweise Fälschen von
Telefonkarten fügt der Deutschen Telekom Millionenschäden zu . Wie das Magazin
in der neuen Ausgabe schreibt , könnte das Finanzloch nach Einschätzung von
Polizeifahndern sogar noch größer sein . Das Unternehmen selbst räume einen
Verlust in Höhe eines " mehrstelligen Millionenbetrages " ein , hieß es .
Hunderte von Fälschern haben laut Spiegel etwa auf Tauschmärkten für
Telefonkartensammler kiloweise " leere " Karten gekauft . Anschließend wurden
sie auf ihren Nennbetrag von 12 oder 50 Mark aufgeladen . Eine Tätergruppe
benutzte dazu Ladegeräte aus niederländischer Produktion , die nach Deutschland
geschmuggelt wurden . Andere Fälscher montierten Schaltkreise in Originalkarten
. Die Täter überlisten so die Sicherheitssysteme der Chip-Hersteller und der
Telekom . Wie der Spiegel weiter berichtet , müssen sich mutmaßliche Drahtzieher
der Kartenfälscher noch in diesem Jahr in zwei Großverfahren vor dem Kölner und
dem Münchner Landgericht verantworten . Im Kölner Verfahren wird der Schaden ,
der der Telekom allein in einem Monat entstand , auf eine zweistellige
Millionensumme geschätzt . Berliner CDU lässt Multimedia sprechen Die
Sozialdemokraten wollen am Sonntag ihr Programm für die Neuwahlen verabschieden
. Die CDU möchte erreichen , dass die SPD-Delegierten den Passus streichen , der
eine Koalition mit der PDS ermöglichen soll . Vor dem Hintergrund eines
"Scrabble"-Spiels , auf dem die Buchstabenfolge " SPD " in " PDS " verändert
wird , warnt eine Stimme " Setzen Sie nicht die Zukunft aufs Spiel " . Der kurze
Spot soll von Sonntag an auch im Internet verfügbar sein . Bayerisches
Innenministerium : Provider behindern Polizei Die Zugangsanbieter behindern nach
Ansicht des bayerischen Innenministeriums die Bekämpfung der Kriminalität im
Internet . Das hat Innenstaatssekretär Hermann Regensburger ( CSU ) am Samstag
in München beklagt . Die Polizei könne solche Straftaten oft nicht verfolgen ,
weil die Provider die Verbindungsdaten krimineller Internet-Nutzer nicht
aufzeichneten oder bereits nach kurzer Zeit löschten . Die Bundesregierung habe
eine Forderung der Länder nach einer Aufzeichnungspflicht der Provider bisher
nicht umgesetzt . Regensburger gab an , im vergangenen Jahr habe das bayerische
Landeskriminalamt rund 700 mutmaßliche Internetstraftaten ermittelt , davon
allein 650 Hinweise auf Pornografie- und Sexualdelikte . ProSieben fusioniert
mit KirchMedia Medienmogul Leo Kirch bringt sein Kerngeschäft durch eine Fusion
mit dem ProSieben-Konzern im kommenden Jahr an die Börse . ProSieben wird dazu
mit der Muttergesellschaft KirchMedia verschmolzen . Damit entsteht einer der
größten Medienkonzerne in Europa . Der ProSieben-Vorstandsvorsitzende Urs Rohner
soll im Vorstand für den Bereich Fernsehen zuständig sein . Wenn der Beschluss
wie geplant bis spätestens Ende Juni 2002 umgesetzt wird , wird es die derzeit
im MDAX notierte ProSiebenSAT.1-Aktie nicht mehr geben . Stattdessen soll die
neue KirchMedia an der Börse gelistet werden . In diesem Wert soll die
ProSieben-Aktie aufgehen . Die Aufsichtsgremien der beiden Unternehmen müssen
der Fusion formal noch zustimmen . Die Verschmelzung straffe die Strukturen und
stärke die Finanzkraft für ein nachhaltiges Wachstum , erklärte ProSieben . Mit
der Umsetzung des Vorhabens werde sofort begonnen . Die Börse hatte am
Donnerstag mit einem Kurssturz der ProSieben-Aktie auf die Spekulationen über
den Zusammenschluss reagiert . " Es gab Unsicherheit wegen der Gerüchte " ,
sagte ein ProSieben-Sprecher . ProSieben und Kirch müssten die Konstruktion nun
in den nächsten Wochen erklären . Der neue Konzern werde sehr gut aufgestellt
sein und die Wertschöpfungskette optimal genutzt . KirchMedia ist mit Free TV ,
Rechtehandel und Produktion die profitable Kerngesellschaft der Mediengruppe von
Leo Kirch . Außenstehenden Gesellschaftern wie Silvio Berlusconi und Rupert
Murdoch war ein Börsengang der KirchMedia bis spätestens 2003 versprochen worden
. Aufruhr und Argwohn um Newcomer CVB " Zahlen Sie nie wieder zuviel " - mit
dieser Aufforderung und einer langen Preisliste voller Überraschungen versetzte
ein Newcomer vergangenen Monat die Branche in Aufregung und sich selbst unter
Betrugsverdacht . Der Lindauer Computer-Versand Boch ( CVB ) inserierte seine
Tiefstpreise großformatig in etlichen Computermagazinen , darunter auch c't . "
Das kann doch überhaupt nicht wahr sein ! " regte sich ein Mitbewerber am
Telefon auf . CVBs Verkaufspreise lägen zum Teil weit unter seinen
Einkaufspreisen . " Nicht einmal Großabnehmer kriegen solche Konditionen , und
dazu noch inklusive Mehrwertsteuer . " Auf die Fax-Anforderung der Allgemeinen
Geschäftsbedingungen habe CVB nicht reagiert ; telefonisch sei Boch nicht zu
erreichen : " Das Ganze stinkt nach Betrug . " Die c't-Redaktion verzeichnete
unzählige Anfragen von skeptischen Kaufinteressenten , denen vor allem die
geforderte Vorauskasse verdächtig vorkam . Etliche bestellten und überwiesen
freilich erst einmal munter drauflos und kamen erst später ins Grübeln . Auch
bei der aufmerksamen Kriminalpolizei in Lindau schrillten die Alarmglocken . Ein
Beamter suchte die Firma auf und befragte den Inhaber Alexander Boch . Auch die
Recherchen von c't brachten bis heute nichts zutage , was einen Betrugsvorwurf
rechtfertigen würde . Doch etliche Fragen und Unstimmigkeiten blieben ungeklärt
: Gibt es die angebotene Ware überhaupt ? Aus welchen Kanälen könnten Produkte
stammen , die weit unter Preis verkauft werden sollen ? Wie will das
Einmann-Unternehmen Service und Gewährleistung sicherstellen ? Offenbar ist der
furiose Start des 26jährigen Boch in das PC-Business mit erheblichen Risiken
behaftet - für ihn selbst und für seine Kunden . Der Kripo gegenüber hat er
erklärt , die billige Ware beziehe er aus dem osteuropäischen Ausland . c't
erfuhr von seiner aus Bulgarien stammenden Mutter , Wassilka Boch , daß sich ihr
Sohn am 20. August dorthin aufgemacht habe , um seine Einkäufe zu erledigen .
Die günstigen Angebote habe er " von einer großen Firma " erhalten . Bis Anfang
September war Boch noch nicht zurückgekehrt . Aus Sicherheitsgründen habe er nur
eine geringe Menge Bargeld mitgenommen . In Lindau warteten auch Ehefrau und
Kind auf seine Rückkehr . " Wir machen uns so große Sorgen , daß Alexander
überfallen und beraubt wird . " Ein Sprecher der IHK Lindau kommentierte :
Potentiellen Käufern sei jedenfalls zu raten , sich nicht auf die Vorauskasse
einzulassen : " Wenn es nicht gelingt , mit CVB andere Zahlungsmodalitäten zu
vereinbaren , würde ich von der Bestellung Abstand nehmen . " IBM-Netzcomputer
auf PowerPC-Basis IBM will im November einen Netz-PC im Format einer
VHS-Videokassette auf den Markt bringen , der von einem PowerPC 603 getrieben
wird . Er soll eine " intuitive grafische Benutzeroberfläche im Windows-Stil "
besitzen , über deren Herkunft IBM nichts weiter verlauten ließ . Auf der
Network Station laufe der Netscape Navigator 3.0 ; die Portierung habe die erst
vor kurzem gegründete Netscape-Tochter Navio vorgenommen . Betriebssystem ,
Browser-Daten , traditionelle Business-Applikationen und Java-Applets sollen
laut IBM von Servern via Internet bereitgestellt werden . Java-Programmierung
sei ebenso möglich wie der Zugriff auf Lotus Notes Groupware . Der Anschluß
erfolgt über Ethernet oder Token-Ring . IBM zielt mit der Network Station , die
ohne Monitor " deutlich unter 1000 Mark " kosten soll , vor allem auf den
Business-Bereich . Verurteilt für " grenzenloses " Porno-Angebot In einem
Strafprozeß wegen illegaler Verbreitung von Pornographie in Großbritannien ist
der 28-jährige Geschäftsmann Graham Waddon aus Sutton zu einer Freiheitsstrafe
von 18 Monaten verurteilt worden . Die Strafe wurde gestern auf zwei Jahre zur
Bewährung ausgesetzt . Der Strafaussetzung war bereits im Juli ein wegweisendes
Grundsatzurteil des britischen Richters Christopher Hardy zu illegalen
Internet-Aktivitäten vorausgegangen , das nach Auffassung von Beobachtern
international Einfluß auf die künftige Rechtsprechung haben könnte . Sutton
betrieb mehrere Pornographie-Websites auf einem Server in den USA . Dort gelten
harte Porno-Angebote an Erwachsene nicht als illegal , sofern eine
oberflächliche Altersprüfung stattfindet . Richter Hardy sah jedoch den
Tatbestand der Veröffentlichung in Großbritannien , wo härtere Gesetze gelten ,
als erwiesen an , weil die Inhalte auch dort über das Internet abzurufen waren .
Über die Grundsatzentscheidung berichtete c't bereits ausführlich in Ausgabe
15/99 auf Seite 17 . Verband der Kunstversteigerer will gegen Internet-Auktionen
klagen Mit einem Musterprozess will der Bundesverband Deutscher
Kunstversteigerer gegen Auktionen im Internet vorgehen . Dieses Internet-Angebot
stehe zwar erst am Anfang , es drohten aber erhebliche Wettbewerbsnachteile ,
erläuterte ein Sprecher des Verbands am Donnerstag in Berlin . Solche Dienste
dürften nicht die Bezeichnung " Auktion " tragen . Der Prozess werde gegen das
Internet-Auktionshaus ExtraLot.com aus Kleve geführt . Das Unternehmen
bezeichnet sich als ersten Internet-Kunsthandel , der mit einem klassischen
deutschen Auktionshaus in Köln zusammenarbeite und seinen Kunden alle üblichen
Garantien und Gewährleistungen biete . " Bei Auktionen besteht ein räumlicher
und zeitlicher Zusammenhang von Gebot und Zuschlägen " , begründete
Verbandssprecher Tilman Bassenge die Kritik am Online-Angebot . Außerdem seien
im Vergleich zum Internet bei herkömmlichen Auktionen eine ganz andere
Transparenz sowie eine behördliche Überwachung gegeben . Dagegen bezeichnete das
Unternehmen die Kritik als " fortschrittsfeindlich " . Es gehe offenbar um
Besitzstandswahrung auf Kosten der Kunden . " Extralot.com ist kein Flohmarkt ,
auf dem alle alles anbieten können " , sagte Vorstandschef Georg Friedrichs . Wo
der Musterprozess ausgetragen werden soll , ist nach Angaben des Bundesverbands
noch offen . Umfrage : Jeder zweite Handwerksbetrieb nutzt Internet Jeder zweite
Handwerksbetrieb im Großraum Rhein-Ruhr hat inzwischen an das Internet angedockt
. Das ergab eine Umfrage der Handwerkskammer Düsseldorf . Mehr als jedes dritte
Unternehmen verschicke seine Post auch elektronisch , berichtete die
Handwerkskammer am Donnerstag . Nur sieben Prozent der Firmen hätten dagegen das
Netz für ihre eigene Werbung entdeckt . Für die Studie hat die Kammer rund 5500
Betriebe befragt . Der Vergleich mit einer Umfrage von 1996 macht die rapide
Entwicklung im Umgang mit dem Internet deutlich : Nur 38 Prozent der Befragten
hatten vor drei Jahren einen Zugang zum Netz . EMail nutzten damals erst magere
sechs Prozent . Cisco meldet Gewinnanstieg um 67 Prozent Der weltgrößte
Internet-Ausrüster Cisco Systems Inc. hat im ersten Quartal seines laufenden
Geschäftsjahres 2000/2001 dank der starken Kundennachfrage drastische Umsatz-
und Gewinnsteigerungen verbucht . Der Gewinn lag mit 18 Cents pro Aktie über den
Wall Street-Erwartungen von 17 Cents . Cisco hat damit die Wall-Street-Prognosen
auch umsatzmäßig übertroffen . Cisco-Präsident John Chambers zeigte sich mit der
Geschäftsentwicklung in allen Geschäftszweigen , Produktgruppen und Regionen
zufrieden . In einer Telefonkonferenz erhöhte das Cisco-Management seine
Prognose für das laufende zweite Quartal . Man erwartet nun eine
Umsatzsteigerung gegenüber dem ersten Quartal im hohen einstelligen oder knapp
zweistelligen Prozentbereich . Auch die Umsatzschätzung für das Geschäftsjahr
2001 wurde hochgeschraubt ; es wird jetzt ein Wachstum um 50 bis 60 Prozent
erwartet . Zeitungen investieren in Online-Auftritte Die Nutzer erwarteten ein
mediengerecht aufbereitetes Angebot . Es sei noch viel zu früh , von großen
Erfolgen im Internet zu sprechen . Doch die Verlage hätten allen Grund zum
Optimismus . Die Zugriffe auf die Online-Angebote der Zeitungen hätten sich
innerhalb eines Jahres verdoppelt . Dabei habe sich diese Entwicklung überhaupt
nicht zu Lasten der gedruckten Zeitung ausgewirkt . Mehr denn je , so Heinen ,
erwarteten die Nutzer von Internet-Angeboten vor allem hochwertige und seriöse
Inhalte . Qualitäten wie redaktionelle Kompetenz , Glaubwürdigkeit und Vertrauen
würden auch im Internet immer wichtiger . Darin liege eine große Chance für die
Verlage . Das vom BDZV und vom Verband Bayerischer Zeitungsverleger ( VBZV )
ausgerichtete Forum Zeitung steht unter dem Thema " Zeitungen.com -
Verlagsstrategien im Internet " . China : Nur offizielle Nachrichten im Web Das
Pressebüro des chinesischen Staatrates und das Ministerium für
Informationsindustrie ( MII ) in Peking haben heute gemeinsam weitere
Bestimmungen für das Publizieren im Internet bekanntgegeben . Die zwei Dokumente
betreffen laut Berichten der chinesischen Nachrichtenagentur China News Agency (
CNA ) inhaltliche Einschränkungen für Nachrichtenangebote , das Verbot
nicht-lizensierter Nachrichtenangebote und Regeln für die Nutzung von Foren und
Mailinglisten im Netz . Die jetzt veröffentlichen Zensurvorschriften für
Nachrichtenanbieter spiegeln noch einmal wider , was der Staatsrat in den Ende
September verabschiedeten allgemeinen Bestimmungen für Telekommunikation und
Internet festgelegt hat . Ein Dorn im Auge sind Chinas Behörden besonders auch
Nachrichten aus dem Ausland . Wollen die Nachrichtenseiten Links auf
ausländische Nachrichtenangebote setzen oder Nachrichtenangebote aus dem Ausland
ins eigenen Angebot aufnehmen müssen sie dafür eigens spezielle Genehmigungen
beim Staatsrat einholen . Ohnehin sollen künftig nur Nachrichten im Web stehen ,
die durch das Raster der offziellen Medien dahin gelangt sind . " Bereits
lizensierte allgemeine nicht-journalistische Websites dürfen keine selbst
recherchierten Nachrichten oder Nachrichten irgendwelcher anderer Quellen
veröffentlichen " , so CNA . Nachrichten können sie von den zugelassenen
überregionalen oder regionalen staatlichen und Parteimedien beziehen . Man wolle
, so heißt es im Orginaldokument , das Nachrichtenangebot im Netz fördern und
für dessen " Korrektheit , Genauigkeit und Rechtmäßigkeit " sorgen . Mit der
harten Trennung von " Medien " und "Nicht-Medien"-Angeboten verfolgen die
Behörden offenbar vor allem das Ziel , unkontrollierbare Nachrichtenströme im
Netz einzuschränken . Für die Chatrooms ist anders als für die News-Angebote in
erster Linie das MII , beziehungsweise dessen regionale und lokale Vertretungen
zuständig . Ausserdem sind sie gehalten , sich an die beantragten "
Themenbereiche " und " Ressorts " zu halten . Wer keine Lizenz bekommt , darf
immerhin auf eine Begründung rechnen . Inhaltlich gelten für die Chats
diesselben " neun Gebote " wie für die Nachrichten . Auf Geheimnisverrat ,
separatistische Umtriebe oder Werbung für erklärtermaßen staatsfeindliche
Organisationen wie die Falung-Gong-Bewegung stehen drakonische Gefängnisstrafen
. Der Betreiber hat Zuwiderhandlungen sofort mit der Sperrung und Dokumentation
der Verstöße zu beantworten . Wie aktiv er nach Verstößen zu suchen hat , geht
aus dem Dokument allerdings nicht hervor . Ob Nichtwissen im Zweifel schützt ,
ist vor allem bei wiederholten oder schweren Verstößen fraglich . Wie in den
klassischen Medien dürften Staatsrat und MII mit diesen Bestimmungen vor allem
auf die Selbstzensur von Nutzern und Anbietern setzen . Nach und nach ziehen die
unterschiedlichen KP-Organe und Behörden das Netz ums Netz immer enger . Dass
man allerdings selbst nicht mehr so ganz an eine lückenlose Zensur glaubt ,
zeigt der Appell an die Betreiber von Mailinglisten , sich nicht nur an die
Gesetze , sondern auch an die Selbstregulierungspielregeln der Branche zu halten
. Telekom und Microsoft planen angeblich Joint Venture Die Deutsche Telekom
plant nach Informationen des Nachrichtenmagazins " Focus " ein gemeinsames
Tochterunternehmen mit dem Softwarekonzern Microsoft . Die Verhandlungen stehen
nach Darstellung von " Focus " kurz vor dem Abschluss . Telekom-Sprecher Ulrich
Lissek sagte dazu : " An Spekulationen beteiligen wir uns nicht " . Bereits im
Mai hatten das " manager magazin " und die Wochenzeitung " Die Zeit " über Pläne
von Telekom-Chef Ron Sommer berichtet , mit Microsoft-Gründer Bill Gates eine
strategische Partnerschaft einzugehen , die eine gegenseitige
Kapitalverflechtung nicht ausschließt . Im Gespräch waren damals unter anderem
eine breit angelegten Kooperation im Internet- , Online- und Mobilfunkgeschäft .
Microsoft solle für die Deutsche Telekom neue Web-Dienste , interaktive Services
für das digitale Fernsehen und Breitbandanwendungen für den Mobilfunk entwickeln
. Athlon-PCs von Gateway erwartet Intels Lieferschwierigkeiten treiben die
Großkunden in die Arme des Konkurrenten AMD . Wie US-Medien unter Berufung auf
unternehmensnahe Quellen berichten , wird auch der Direktversender Gateway in
der kommenden Woche PC-Modelle auf Basis des Athlon-Prozessors von AMD
ankündigen . Gateway-Chef Jeff Weitzen hatte am Mittwoch in einer
Telefonkonferenz mit Wirtschaftsanalysten ein enttäuschendes Geschäftsergebnis
vorausgesagt und in scharfer Form Intel dafür verantwortlich gemacht . " Wir
sind extrem frustriert über unsere Liefersituation " , sagte Weitzen . " Wir
werden nicht hinnehmen , dass die Aktionen anderer Firmen diktieren , welche
Gateway-Produkte unsere Kunden kaufen können . " Gateway hatte im vergangenen
Jahr zeitweilig K6-2-Prozessoren eingesetzt , sich aber dann vollständig auf
Intel-Produkte festgelegt . In dem Online-Dienst New.com kommentierte ein
Analyst , der Direktversender habe AMD nur als Mittel benutzt , um bessere
Preise bei Intel herauszuholen . Das Rambus-Debakel und Intels Lieferprobleme
bei Prozessoren und BX-Chipsätzen machten jedoch einen Strich durch die Rechnung
. Jetzt offiziell : Am 8. Januar kündigte Intel , wie in c't rechtzeitig
vorausgesagt , offiziell die Verfügbarkeit der Pentium-CPU mit der
MMX-Erweiterung an . Während die I/O-Versorgungsspannung 3,3 Volt beträgt ,
reduzierte man die Versorgungsspannung für den Prozessorkern auf 2,8 Volt bzw.
bei den speziell für den mobilen Einsatz entwickelten Varianten auf lediglich
2,45 Volt , um die Leistungsaufnahme möglichst gering zu halten . Eine
Overdrive-Version , die eine Aufrüstung auch bei älteren Pentium-Motherboards
erlaubt , soll im Laufe des Jahres folgen . Während der vergrößerte Cache sowie
eine optimierte Branch Prediction allen Applikationen zu Gute kommt , müssen
Entwickler auf den MMX-Instruktionssatz optimierte Applikationen explizit neu
programmieren . Der entsprechende Compiler-Support beschränkt sich derzeit bei
Microsoft , Borland und Watcom/Powersoft auf das Einbetten der neuen Befehle
direkt per Inline-Assembler . Optimierte Applikationen , die sich hauptsächlich
im Bereich der Bild- und Ton-Verarbeitung finden dürften ( Multimedia ) , sollen
eine Leistungssteigerung von bis zu 60 Prozent erfahren , während sich der Cache
allein mit einer Verbesserung von 10 bis 20 Prozent auswirkt . Detaillierte
Testergebnisse inklusive eines ernüchternden Vergleichs mit dem Wettbewerb
PowerPC hat c't bereits in Mitte Dezember veröffentlicht (
http://www.heise.de/ct/art_ab97/9701228 ) . Im Vergleich zu den bisherigen
Produkteinführungen , bei denen man vorab eher die Hardware-Hersteller
informierte , waren diesmal auch Software-Firmen involviert . Man hofft durch
diesen Schritt eine beschleunigte Markteinführung entsprechend optimierter
Pakete zu erzielen und die bisher übliche Verzögerung von über 12 Monaten
abzukürzen . Darüber hinaus beschränkt sich das Angebot derzeit auf einige
wenige Spiele bzw. CD-ROM-Titel . Die vom Hersteller genannten
SPECint95/SPECfp95-Benchmarkwerte liegen bei ( 6.41/4.66 ) für die
200-MHz-Variante bzw. ( 5.59/4.30 ) für die 166-MHz-CPU . Apples neue
Betriebssystemstrategie " Rhapsody " ist der Projektname für Apples neues
Betriebssystem auf Basis der Next-Software , das laut Ankündigung auf der
MacWorld-Expo in drei Stufen auf den Markt gelangt : Zwischen Mitte und Ende
1997 soll die erste Developer Release herauskommen . Binnen zwölf Monaten will
Apple die " Rhapsody Premier Release " an Entwickler und " Early Adopters "
verteilen . Sie wird mittels einer rudimentären Emulationsumgebung namens " Blue
Box " - ähnlich dem Macintosh Application Environment für Unix - eingeschränkt
kompatibel zum bisherigen MacOS sein ; in einer " Yellow Box " wird man
weiterhin Nextstep-Programme ausführen können . Sie wird laut Apple auf allen
derzeit vertriebenen Power Macs und Clones laufen . Versionen für ältere
Hardware seien nicht geplant . Über die derzeitigen Fähigkeiten von Nextstep
hinaus werde das neue System auch symmetrisches Multiprocessing unterstützen und
auf einen modernisierten Kernel aufsetzen . Rhapsody wird Drittanbietern einen
Satz neuer APIs bescheren , die auf Nexts OpenStep basieren und die Nutzung von
dessen Technik erlauben sollen . Eine Java Virtual Machine soll Rhapsody für
künftige Internet- und Intranet-Anwendungen rüsten . Apple betont , daß " die
technisch fortschrittliche Rhapsody-Programmierumgebung Entwicklern das
Generieren neuer Applikationen ermöglichen wird , die denen für andere moderne
Betriebssysteme überlegen sind " . Die Nextstep-Bildschirmausgabe über das
elegante Display-PostScript wird beibehalten und weiterentwickelt , was Apples
kreative Zielgruppe besonders schätzen dürfte . Ein Teil der Funktionalität von
QuickDraw GX und ColorSync , Apples Farbmanagement-Technik , soll integriert
werden . Auch Basiskomponenten wie QuickTime oder OpenDoc bleiben erhalten . Das
bisherige System 7 will Apple parallel zu Rhapsody noch für mehrere Jahre
weiterentwickeln . Nach Harmony ( MacOS 7.6 ) im Januar folgen Mitte 97
plangemäß Tempo ( 7.7 ) , Ende 97 Allegro mit Copland-Outfit und Mitte 1998
Sonata . MacOS soll bis dahin die Standardausstattung der Apple-Systeme bleiben
; danach werde man für eine Übergangszeit beide Betriebssysteme mitliefern ,
sagte Technik-Chefin Ellen Hancock . Ein Rhapsody für andere Plattformen sei
derzeit nicht geplant . Telefonmarkt : Neue Kampfpreise Nachdem die Großen im
Fernmeldemarkt mit stark verbilligten Tarifen für Furore gesorgt haben , gehen
nun die kleineren Anbieter daran , diese durch Schnäppchenpreise abermals zu
unterbieten . Gerade einmal 12 Pfennige pro Minute möchte die Firma Nikoma für
ein Ferngespräch tagsüber kassieren . Mit diesem Preis sticht Nikoma nicht nur
die Deutsche Telekom aus ( 24 Pfennige je Minute bei einem ISDN-Anschluß ) ,
sondern auch Viatel ( 16 Pfennige pro Minute ) , den derzeit günstigsten
Anbieter , der sich Call by Call ohne vorherige Anmeldung nutzen läßt . Der
Tarif von Nikoma gilt allerdings nur bei Voranmeldung und nur für Kunden in den
Orten Hamburg , Hannover , Berlin , München , Stuttgart , Düsseldorf , Nürnberg
und Frankfurt . Wer außerhalb dieser Gebiete wohnt , zahlt 15 Pfennige tagsüber
. Die neuen Preise von Nikoma finden Sie bereits in unseren Tarifrechner ttarif
. Ebenfalls mit einem Knüller wartet die Firma Drillisch auf . Ihre Preise
sollen bei gerade einmal 10 Pfennigen für ein Ferngespräch tagsüber liegen .
Geplanter Starttermin für das Angebot ist jedoch erst das 2. Quartal 1999 .
Yahoo : Lahmgelegt durch Sabotage Das Web-Portal von Yahoo war am Montagabend
für rund drei Stunden vollständig lahmgelegt . Nach Angaben von Yahoo-Präsident
Jeff Mallett wurde der Totalausfall durch gezielte Sabotage verursacht . Dabei
seien über 50 verschiedene Internet-Adressen zeitweilig Datenmengen von 1 GByte
pro Sekunde abgerufen worden , was zum Zusammenbruch von Yahoos Netzwerk führte
. Der Betrieb ging weiter , nachdem Ingenieure ein System von Filtern
installiert hatten , um echte von falschen Anfragen zu unterscheiden . Wie die
Finanzzeitung Wall Street Journal berichtet , will das FBI den Fall untersuchen
. Bei einem Schaden von mehr als 5000 US-Dollar durch einen Computer-Angriff sei
die Schwelle für die Zuständigkeit der Bundespolizei überschritten . Eine
Yahoo-Sprecherin teilte demgegenüber mit , das Unternehmen habe bisher keine
Anzeige erstattet , sondern unternehme selbst Schritte , um die Verantwortlichen
zu ermitteln . Athlon aus Dresden erreicht 1,1 GHz Der Prozessorhersteller AMD
hat am Montag auf der Internationalen Solid State Circuits Conference in San
Francisco erstmals einen Athlon-Prozessor mit einer Taktfrequenz von 1,1 GHz
demonstriert . Damit konterte die Nummer 2 im x86-Prozessormarkt eindrucksvoll
die Ankündigung des Erzrivalen Intel , demnächst 1-GHz-Prozessoren fertigen zu
können . Der Prozessorprototyp entstammt der nächsten Athlon-Generation (
Codename " Thunderbird " ) , bei der sich der Second-Level-Cache auf einem Die
mit dem Prozessorchip befindet . Er wurde in AMDs Dresdener Fab 30 in
0,18-µm-Kupfertechnik hergestellt . Konkurrent Intel will demgegenüber seine
GHz-CPUs in einer weiterentwickelten Aluminiumtechnik produzieren . Zur
Lieferbarkeit der neuen Prozessortypen heißt es , AMD erwarte , dass mit
Produkten aus dem Dresdener Werk " am Ende des 2. Quartals 2000 erste Umsätze
erzielt werden " . Das würde bedeuten , dass die schnellen Thunderbirds im
Spätsommer auf den Markt kommen . Arcor kündigt Klage gegen Leitungsmiete an Die
heute von der Regulierungsbehörde auf 25,40 DM festgesetzte Höhe der Miete für
die " Letzte Meile " im Telefonnetz stößt auf Kritik . Telekom-Wettbewerber
Mannesmann Arcor kündigte an , gegen die Entscheidung gerichtlich vorzugehen und
außerdem beim Kartellamt einen Prüfantrag zu stellen . Christian Rogge ,
Pressesprecher von Mannesmann Arcor , kommentierte die Entscheidung gegenüber
c't : Der Deutsche Verband für Post und Telekommunikation ( DVPT ) in Offenbach
kritisierte , die Entscheidung habe die Chance auf Wettbewerb bei Ortsgesprächen
zunichte gemacht . Gleichzeitig kündigte der Verband am Montag eine Beschwerde
bei der EU-Kommission an . Die Entscheidung der Regulierungsbehörde sei
offensichtlich unter massivstem politischen Druck gefallen . ( Ralf Hüskes )
Siehe auch Preis für die " letzte Meile " steht fest . Börsenaufsicht will
Falschmeldungen in Chat-Rooms bestrafen Der Präsident des Bundesaufsichtsamts
für den Wertpapierhandel , Georg Wittich , hat sich für eine schärfere Fassung
des Börsengesetzes ausgesprochen . Darüber hinaus fordert er eine zentrale
Aufsicht über kriminelle Vorgehensweisen am Kapitalmarkt . " Vor allem im
Internet sehen wir mit Sorge , dass auch bei uns in Deutschland die Gefahr von
Kursmanipulationen besteht " , sagte Wittich in einem Gespräch mit der "
Frankfurter Allgemeinen Zeitung " ( Samstag-Ausgabe ) . Insbesondere in den
Chat-Rooms sei zu beobachten , dass offenbar mit Falschmeldungen die Kurse
beeinflusst werden sollen . Um diese Trends besser bekämpfen zu können , müssten
die schwer nachweisbaren " subjektiven Elemente " aus der Strafvorschrift im
Börsengesetz gestrichen werden . Dies entspreche auch der Tendenz in anderen
europäischen Ländern . Wittich schlägt in diesem Zusammenhang vor , sein Amt zur
zentralen Überwachungsinstanz in der Bundesrepublik auszugestalten . Derzeit ist
die zentrale Aufgabe die Beobachtung von Insidergeschäften , die nach dem
reformierten Wertpapierhandelsgesetz strafbar sind . Mit dieser Position stellt
sich das Aufsichtsamt gegen die Ansprüche der Deutschen Bundesbank , die eine
zentrale Kontrolle der Finanzmärkte unter dem eigenen Dach installieren möchte .
CDU-Saar fordert Steuerermäßigung für Internet-Zugang Eine Ermäßigung des
Mehrwertsteuersatzes von 16 auf sieben Prozent für den Internet-Zugang hat die
stellvertretende saarländische CDU-Landesvorsitzende und Beauftragte für neue
Medien , Daniela Schlegel-Friedrich , gefordert . Sie werde eine entsprechende
Initiative der CDU-Fraktion im Deutschen Bundestag anregen , um die
Bundesregierung zur Einbeziehung in den ermäßigten Steuersatz zu bewegen , sagte
Schlegel-Friedrich am Donnerstag in Saarbrücken . Zu den steuerbegünstigten
Gütern zählten neben Lebensmitteln auch Waren des Buchhandels und
Druckereierzeugnisse , Leistungen von Theatern und Museen sowie Filmvorführungen
. Das seien Produkte , die Bildung und Wissen vermittelten und damit zur
Allgemeinbildung der Bevölkerung beitrügen . " Auch das Internet ist ein solches
Produkt , das noch mehr als jede Zeitschrift Zugang zum Wissen der Welt bietet "
, so Schlegel-Friedrich . Es sei daher sinnvoll , den Internet-Zugang diesen
Produkten gleichzustellen . Computex : Mainboard schützt vor Viren Der
Hersteller Elitegroup Computer Systems ( ECS ) möchte die Anwender seiner
Mainboards vor Viren und anderen Unbilligkeiten schützen . Eine BIOS-Erweiterung
namens " Guard Master " soll Festplatteninhalte sichern und im Notfall
restaurieren . Guard Master funktioniert wie ein abgespecktes
Festplatten-Image-Programm : Man kann gewisse Teile einer Partition auf einem
reservierten Teil der Festplatte sichern und anhand dieser Daten die Partition
restaurieren lassen , falls sie durch einen Virus oder sonstwie beschädigt
worden ist . Die Integration dieser Funktion in das Mainboard-BIOS ist durchaus
zu begrüßen , doch die Implementation erscheint noch verbesserungsfähig .
Derzeit ist es nur möglich , die erste primäre Partition der ersten
IDE-Festplatte zu sichern , die zudem als FAT oder FAT32 formatiert sein muss .
Auch bleibt noch unklar , welche Informationen gesichert sind und gegen welche
Art von Unfällen Guard Master hilft . Computex : Easy-PCs von Biostar Mit zwei
neuen Geräten erweitert Biostar seine Easy-PC-Linie . Das Gerät bietet neben den
üblichen Schnittstellen ein integriertes Modem , fünf USB-Ports , einen
100-Mbit-Ethernet-Anschluss und ein Soundinterface . Das Luxusmodell EasyNow!
Gold ( Bild ) wartet überdies mit einem 1394-Port auf . Wer lieber einen PC mit
Intel-Prozessor im " Easy-Look " möchte , wird beim Modell Eagle fündig . Das
Gerät auf Basis von Intels i810e-Chipsatz arbeitet mit allen Celeron-Modellen im
Sockel 370 sowie mit Pentium-III-CPUs im FC-PGA-Gehäuse zusammen . Computex :
Hochintegrierte Chip-Sandwiches Mit einer neuen Chipgehäusetechnik will CTS den
PC-on-a-Chip realisieren . Die Komponenten werden dazu in Sandwich-Bauweise
übereinander gestapelt . Hauchdünne Leiterplatten verbinden die einzelnen
Die-Chips . Das Ergebnis ist ein Ball Grid Array mit wenigen Zentimetern
Kantenlänge und etwa sechs bis acht Millimeter Höhe . Computex :
18-Zoll-Flachbildschirm von Mitac Zusätzlich hat Mitac auch noch einen
Videoeingang vorgesehen . Zur Ausstattung gehört zudem ein USB-Hub mit einem
Upstream und vier Downstream-Ports . Computex : Mininotebook mit 1394-Interface
Mit nur knapp drei Zentimetern Höhe und einem Format von etwa 27 x 22
Zentimetern gehört das Minote M722 von Mitac eindeutig zu den Mininotebooks .
Dennoch besitzt es ein recht gut lesbares 12,1-Zoll-Display ( XGA ) in
TFT-Technik . Das Gerät wiegt knapp 1,6 kg und kann mit Intels Mobile Celeron
oder dem Mobile Pentium III mit SpeedStep-Technologie ausgerüstet werden . Es
ist " Legacy Free " und besitzt vier USB-Schnittstellen im Miniaturformat sowie
ein 1394-Interface . Als besondere Zugabe hat Mitac dem Gerät vier frei
programmierbare Tasten spendiert , über die sich häufig benutzte Programme oder
gern frequentierte Web-Seiten mit nur einem Tastendruck aufrufen lassen .
Computex : Trend zu kleinen PC-Gehäusen Die PCs werden immer kleiner , dieser
Trend lässt sich auf der Computex kaum übersehen . Nach dem ATX-Format folgte
deshalb zunächst Micro-ATX und dann NLX . Letzteres Format ermöglicht den Bau
besonders flacher und kleiner Computer , erfordert aber spezielle
Low-Profile-PCI-Steckkarten , die derzeit nur schwer zu bekommen sind . Einen
Ausweg aus dieser Misere bietet jetzt Yeong Yang mit einem besonders kleinen
Gehäuse für Micro-ATX-Boards . Daneben offeriert der taiwanische Hersteller
freilich auch die üblichen NLX-Gehäuse , die sich mit speziellen Plastikschalen
in knallbunte Home-PCs verwandeln lassen . FTC will gegen Intel klagen Nach
Microsoft gerät jetzt auch der zweite große Monopolist im PC-Markt ins
Fadenkreuz der Wettbewerbshüter : Die amerikanische Federal Trade Commission (
FTC ) entschied in ihrer Sitzung am Montag , gegen Intel wegen Verletzung von
Antitrust-Gesetzen zu klagen . Intel soll die Herausgabe von technischen
Vorabinformationen an PC-Hersteller mit der Bedingung verknüpft haben , Zugriff
auf deren geistiges Eigentum zu erhalten . Dieses Verhalten wäre zwar für sich
genommen nicht illegal , gilt aber als wettbewerbswidrig , wenn es von einem
Monopolisten ausgeübt wird . 0190er-Hotline als Geldmaschine Der Anklage nach
haben sie ISDN-Anschlüsse einrichten lassen , von denen aus ständig ihre zehn
0190er-Servicenummern für EDV-Hilfe angerufen wurden . Nach Angaben der
Staatsanwaltschaft bezahlten die Angeklagten die Rechnungen für diese Anschlüsse
nicht , kassierten aber von der Telekom ihren Anteil an den 0190er-Gebühren .
Die 0190er-Nummern sollen im Februar 1997 zunächst eingerichtet worden sein , um
Problemlösungen für die EDV-Branche anzubieten . Da dies zu wenig einbrachte ,
meldeten die Angeklagten nach Angaben der Staatsanwaltschaft über Bekannte und
Firmen die ISDN-Anschlüsse in Brotterode , Bad Salzungen , Schmalkalden und
Schweina an . Von dort sollten nicht in das Vorhaben eingeweihte Dritte
Langzeitgespräche mit den 0190er-Nummern geführt haben . Zum Teil seien die
teuren Verbindungen auch durch Computer aufrechterhalten worden . Für die
ISDN-Anschlüsse fielen Gebühren in Höhe von 300.000 Mark an , die aber nicht
bezahlt worden seien . Dagegen hätten die beiden Angeklagten rund 250.000 Mark
Anteil aus dem Gebührenvolumen kassiert . Internet-Goldfieber wird für viele
Firmen teuer Beim eigenen Internet-Auftritt sind viele deutsche Unternehmen nach
Ansicht eines Branchenkenners zu unflexibel und müssen dafür erhebliches
Lehrgeld bezahlen . Bislang seien nur wenige Unternehmen bei ihren Aktivitäten
im elektronischen Handel wirklich profitabel . Häufig machten die Unternehmen
den Fehler , ihr bestehendes Geschäftssystem eins zu eins auf das Internet zu
übertragen , meinte Goette . Sie übersähen , daß in der " elektronischen Welt "
ganz eigene Regeln gälten . Neben Preis- oder Servicevorteilen für die Kunden
sei es auch wichtig , das Internet-Angebot unkompliziert und übersichtlich zu
gestalten . " Die Internet-Nutzer heute sind keine Technik-Freaks mehr . " Viele
neugegründete Firmen , die ihre Waren oder Dienstleistungen ausschließlich im
Internet anbieten , hätten diese Regeln schnell erkannt . Telekom weist Vorwürfe
gegen Vermögensbewertung zurück Die Deutsche Telekom hat Vorwürfe einer
Überbewertung ihrer technischen Anlagen als unhaltbar zurückgewiesen . Die
Bonner Staatsanwaltschaft hatte zuvor mitgeteilt , dass in die Ermittlungen
gegen die Deutsche Telekom auch die Bewertung des technischen Anlagevermögens
einbezogen wurde . Bei der Prüfung der Unterlagen habe sich der neue Sachverhalt
ergeben . Bislang bezogen sich Ermittlungen nur auf die Immobilienbewertung .
Dabei wird auch gegen Vorstandschef Ron Sommer ermittelt . Diese Vermerke lägen
den Ermittlern vor . Lissek nannte diese Zahl " nicht nachvollziehbar " . Die
Telekom habe jedoch keine Akteneinsicht und kenne die Details nicht . " Wir sind
aber sicher , dass wir die Vorwürfe widerlegen können " , betonte der
Telekom-Sprecher . Zum technischen Anlagevermögen der Telekom zählen
Telefonleitungen und Vermittlungsstellen . Die Staatsanwaltschaft geht nach
eigenen Angaben dem Anfangsverdacht nach , dass das technische Anlagevermögen in
der Eröffnungsbilanz der Deutschen Telekom AG zum 1. Januar 1995 möglicherweise
überbewertet gewesen sei und der Vorgang damit auch von strafrechtlicher
Relevanz sein könnte . Die Ermittlungen seien aber nicht auf weitere Personen
ausgedehnt worden . Ein Ende des Gesamtermittlungsverfahrens sei nicht abzusehen
und werde sicherlich noch einige Zeit dauern . Rechnungen aus heiterem Himmel
Das freche Zustellen von Rechnungen für nicht bestellte Leistungen macht
offenbar immer mehr Schule . Erst kürzlich hatte die DENIC vor einer dubiosen
Registrierungsstelle gewarnt , die Domaininhabern ihre angebliche Leistung in
Form von irreführenden Rechnungen offerierte . Dieses Wochenende wundern sich
wieder etliche Firmen darüber , dass ihnen aus heiterem Himmel ein nicht
bestellter Dienst in Rechnung gestellt wird . Absender ist eine GbR , die sich "
E-TEAM " nennt und unter de-netz.de ein " Branchenverzeichnis " betreibt , das
nach eigenen Angaben knapp 8400 Einträge umfasst . Bisher erfolgte die
Eintragung kostenlos , nun haben sich die Betreiber das offenbar anders überlegt
und berechnen ihren " bestehenden Usern " die Summe von 100 DM als "
Jahresbeitrag " . Aus dem Text der Rechnung , die als HTML-Mail verschickt wurde
, geht mit keinem Wort hervor , dass es sich lediglich um ein unverbindliches
Angebot handelt . Der Wert der angebotenen Leistung ist obendrein fragwürdig : "
Dass diese Firma mit veralteten Datensätzen arbeitet , ist bereits daran
festzustellen , dass unsere Kontaktinformationen Tel , Fax etc. aus dem Jahr
1999 stammen " , teilte ein Betroffener heise online mit . Microsoft
entschuldigt sich für Messenger-Panne Auf der Support-Website entschuldigt sich
MSN " von ganzem Herzen " für die aufgetretenen Schwierigkeiten . Seit Dienstag
war der Dienst in vielen Ländern zeitweilig ausgefallen und wurde vorübergehend
komplett abgeschaltet . Für die meisten Teilnehmer sei der Dienst jetzt
wiederhergestellt , so MSN . In einigen Fällen werde es allerdings weiterhin
Schwierigkeiten beim Anmelden geben . Bei den Ausfällen sind auch persönliche
Kontaktlisten gelöscht worden . Einige MSN-Nutzer berichteten heise online , sie
hätten die Listen , die zentral auf dem MSN-Server gespeichert werden , neu
anlegen müssen . Jedem Schweizer eine digitale Identität Im Rahmen der geplanten
Gesetzgebung zur digitalen Signatur erwägt das Schweizer Justizministerium ,
jedem Bürger oder gar Bewohner des Landes eine " digitale Identität " zu
verleihen . Wie das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement weiter
mitteilte , hat die Regierung ihren Entwurf zum " Bundesgesetz über
Zertifizierungsdienste im Bereich der elektronischen Signatur " am Donnerstag zu
Händen des Parlaments verabschiedet . Das Gesetz sieht unter anderem die
Gleichstellung von handschriftlicher und digitaler Signatur vor . Bei der
Zertifizierung soll nach den Vorstellungen der Regierung die öffentliche Hand
einspringen , nachdem die privatwirtschaftlich organisierte Swisskey AG als
bislang einzige behördlich autorisierte Zertifizierungsstelle ihren
Geschäftsbetrieb eingestellt hat . In Zukunft sollen auch Behörden beauftragt
werden können , digitale Zertifikate anzubieten , falls sich kein neuer privater
Anbieter findet . Rund 15000 Besucher beim LinuxTag Mit einem postiven Resümee
der Veranstalter ging heute der LinuxTag in Stuttgart zu Ende . Insgesamt kamen
rund 15000 Fachbesucher - 2000 weniger als im Vorjahr - zu der Veranstaltung auf
dem Stuttgarter Messegelände , auf der 110 Firmen ihre Hard- und Software für
den Linux-Bereich präsentierten und Dienstleistungen wie Consulting , Support
und Training anboten . Nach Angaben der Stuttgarter Messegesellschaft hat die
Zahl der Business-Besucher gegenüber der Vorveranstaltung deutlich zugenommen .
Rund 30 Prozent der Besucher sind einer Befragung zufolge Geschäftsführer oder
haben eine Führungsposition inne . 40 Prozent kamen aus dem Bereich
System-Administration und technischer Support . Die Ursache für den Rückgang der
Gesamtbesucherzahl sieht der Messechef hauptsächlich in der derzeitigen
allgemeinen Verunsicherung der IT-Branche und der nachlassenden Konjunktur . In
Europa tickten die Macintosh-Rechner nicht mehr richtig - jedenfalls diejenigen
, die ihre Systemzeit am Sonntag mit dem Server " time.euro.apple.com "
synchronisierten . Das ist der Timeserver , der bei der Installation in Europa
defaultmäßig eingestellt wird . Seit dem Morgen wurde die Systemzeit bei jeder
Synchronisation auf 2001-07-08 , 9:30:48 Uhr , zurückgestellt . Abhilfe in
solchen Fällen : Im Kontrollfeld " Datum & Uhrzeit " einen der anderen Server
für die automatische Uhrzeitsynchronisation einstellen . Als diese Meldung
verfasst wurde , war allerdings der amerikanische Timeserver " time.apple.com "
nicht zu erreichen - " time.asia.apple.com " hingegen lieferte die korrekte
Uhrzeit . Update : Am Montag früh gab auch der europäische Timeserver die Zeit
wieder korrekt an . Immer länger in der Leitung Der rasante Verfall der
Telefontarife hat dazu geführt , daß die Deutschen immer häufiger und länger
telefonieren oder im Internet surfen . Verbindungen ins Internet und zu
Online-Diensten machen einen erheblichen Teil der Steigerung aus . Wenn es um
mehr Wettbewerb in der Telekommunikation gehe , sei Deutschland inzwischen "
weltweit Spitze " , sagte Scheurle in einer Bilanz zur Entwicklung auf den
Telefon- und Postmärkten in der ersten Hälfte dieses Jahres . Nirgends habe es
so schnelle Preissenkungen und einen derart rapiden Anstieg bei den
Verbindungsminuten gegeben wie in der Bundesrepublik , wo mittlerweile mehr als
70 Unternehmen mit eigenen Telefondiensten um die Kunden wetteiferten . Dennoch
gebe es für die Regulierungsbehörde noch viel zu tun . Dabei boomt die
Telekommunikation weiter auf allen Gebieten . So steigt laut Statistik des
Regulierers nicht nur die Zahl der Telefonanschlüsse in den Festnetzen von
zuletzt 46,5 auf 48,5 Millionen . Einen großen Schub erhält die Internetnutzung
derzeit durch die Internet-by-Call-Angebote vieler Telefongesellschaften . "
Besonders für Gelegenheitssurfer und Einsteiger sind diese Angebote reizvoll und
attraktiv " , meinte der Vizepräsident der Regulierungsbehörde , Arne Börnsen .
Davon entfallen etwa 88 Milliarden auf Dienstleistungen und der Rest auf den
Gerätemarkt . Staatsanwalt ermittelt gegen Infomatec Im Zusammenhang mit dem
Vorwurf der Fälschung mehrerer Ad-Hoc-Meldungen bei dem Softwareunternehmen
Infomatec ermittelt die Augsburger Staatsanwaltschaft gegen die Verantwortlichen
. Die Ermittlungen dauerten bereits längere Zeit an , sagte der leitende
Oberstaatsanwalt Reinhard Nemetz am Freitag auf dpa-Anfrage . Eine anonyme
Anzeige gegen das Unternehmen sei im vergangenen Jahr eingegangen . Bei den
Ermittlungen gehe es auch um den Verdacht unzulässiger Insidergeschäfte . Ob
sich die Ermittlungen gegen die Vorstände des Unternehmens richteten , wollte
Nemetz nicht sagen . Auch die Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre ( SdK )
hatte inzwischen Anzeige gegen das Unternehmen erstattet . Ende August war die
SdK mit den Vorwürfen gegen das Augsburger Unternehmen an die Öffentlichkeit
getreten . Wenige Tage später hatte die WestLB als Konsortialbank ihre
Zusammenarbeit mit Infomatec beendet und den Rückzug ihres Aufsichtsrats bekannt
gegeben . Die am Neuen Markt notierte Aktie des Unternehmens rutschte
zwischenzeitlich auf unter fünf Euro ab . Für das laufende Jahr hatte Infomatec
seine Erwartungen erneut drastisch nach unten korrigiert . Im Gegensatz zu
früheren Ankündigungen geht das Unternehmen nunmehr von einem halbierten
Jahresumsatz von 98,2 Mio DM aus . Gegendarstellung zu " Fallstricke beim
Lottospiel im Web " Zu der am 20. September auf heise online veröffentlichten
Meldung Fallstricke beim Lottospiel im Web beansprucht die Tipp24 AG die
Veröffentlichung folgender Gegendarstellung : In www.heise.de erschien am 20.
September 2001 in der Rubrik " newsticker " unter der Überschrift " Fallstricke
beim Lottospiel im Web " ein Bericht über private Lotto-Annahmestellen im
Internet . Der Bericht befasst sich unter anderem auch mit dem privaten
Spielevermittler Tipp24.de . Heise online schreibt , in den Allgemeinen
Geschäftsbedingungen werde man über die vorbehaltliche Annahme der Lotto-Tipps
durch eine Lottogesellschaft aufgeklärt . Hierzu stelle ich fest : Die Tipp24 AG
vermittelt die Lotto-Tipps ihrer Kunden nicht an Lottoannahmestellen , sondern
unmittelbar an die Lottogesellschaft . Durch Geschäftsbesorgungsvertrag mit
einer staatlichen Lotteriegesellschaft hat die Tipp24 AG über ein 100%iges
Tochterunternehmen die Aufgabe einer " virtuellen Annahmestelle " übernommen .
Ihr obliegt laut Vertrag die Vermittlung der Teilnehmer an den von der
Lotteriegesellschaft angebotenen Spiel- und Wettgeschäften " mit den sich
hieraus ergebenden Aufgaben " . Unklar ist noch , ob dies durch die bestehenden
Gesetze zum Glücksspiel und die Kooperationsvereinbarungen zwischen den 16
Gesellschaften gedeckt ist . Hierzu stelle ich fest : Der Bundesgerichtshof hat
in einem Beschluss vom 9. März 1999 ausgeführt : Hamburg , 4. Oktober 2001 Marc
Peters , Tipp24 AG Die Verpflichtung zur Veröffentlichung einer Gegendarstellung
besteht nach dem Presserecht ohne Rücksicht auf deren Wahrheitsgehalt . Sichere
EMail durch Fern-Löschung Ein Konzept zum Verschlüsseln , Verfolgen und
automatischen Löschen versandter EMail stellt die Firma Disappearing Inc. ( San
Francisco ) vor . Das " Email-Policy Management System " codiert jede Nachricht
mit einem eigenen Schlüssel , der nur bei Dissappering Inc. hinterlegt ist .
Nach erfolgter Authentifizierung kann der rechtmäßige Empfänger den Schlüssel
abrufen und damit den Klartext der Nachricht lesen . Nach Ablauf der vorher
festgelegten Geltungsdauer vernichtet Disappearing Inc. den Schlüssel , wodurch
alle Kopien der Email nur noch unleserliche Zeichenfolgen enthalten . Bei
normalen Emails können sich wiederherstellbare Kopien der Nachricht auf den
Zwischenstationen auf dem Weg zum Adressaten befinden - auch nachdem Absender
und Empfänger ihre Exemplare gelöscht haben . Solche Backup-Kopien von Emails
spielten beispielsweise in der Iran-Contra-Affäre und dem Antitrust-Verfahren
gegen Microsoft eine große Rolle . Ein spektakuläres Echo hat die Aktion "
Frauen ans Netz " , mit der Frauen in 101 deutschen Städten kostenlose
Internet-Einstiegsseminare angeboten werden . Die Veranstalter Bundesministerium
für Bildung und Forschung , Zeitschrift " Brigitte " , Deutsche Telekom und
Bundesanstalt für Arbeit teilten mit , alle 1.200 Seminare seien bereits wenige
Tage nach dem Start der Aktion ausgebucht gewesen . Rund 30.000 Frauen hätten
sich um die 12.000 Seminar-Plätze beworben . In den Kursen lernen Frauen den
Umgang mit der modernen IT-Technologie und können so Weiterbildungschancen und
neue Arbeitsfelder , aber auch die privaten Anwendungsmöglichkeiten des
Internets für sich nutzen . Informationen gibt es unter www.frauen-ans-netz.de .
Mobilcom will Telepassport übernehmen Der Telefonkonzern Mobilcom will die
Erfurter Telepassport AG übernehmen . Die Kaufentscheidung falle allerdings erst
Ende nächster Woche durch den Aufsichtsrat der Mobilcom , teilte die Mobilcom AG
am Freitag mit . Mobilcom habe sich bis dahin " den Zugriff " auf die
Telepassport AG gesichert . Der Kauf werde auch nicht mit einer
Aktien-Transaktion bezahlt . Eine Kapitalerhöhung für den Kauf schloss Schmid
ebenfalls aus . Durch eine Übernahme könnte Mobilcom den Einstieg in das
Ortsnetzgeschäft weiter forcieren , hieß es . Die Erfurter Telefongesellschaft
Telepassport hatte unterdessen am Freitag einen Verkauf des Unternehmens an die
Mobilcom AG dementiert . Nach Informationen des " Handelsblatt " vom Freitag
sucht Telepassport seit Wochen nach einem Investor , der " einen kleinen
dreistelligen Millionenbetrag " in das Unternehmen stecken sollte . Telepassport
hatte seinen Börsengang abgesagt , nachdem am Neuen Markt die Kurse für
Telekommunikationsaktien eingebrochen waren . Telepassport bestätigt Verkauf an
Mobilcom Die Erfurter Telepassport AG hat am Freitag den Verkauf des
Unternehmens an die Mobilcom AG bestätigt . " Die Verträge wurden ganz
kurzfristig unterzeichnet " , sagte Vorstands-Assistentin Anja Tschötschel am
Freitag . Tschötschel hatte allerdings bestätigt , dass Telepassport mit
mehreren Unternehmen im Gespräch sei . Zudem verfüge Telepassport über Leitungen
ins Ausland . " Mit mehr als 130000 Preselection-Kunden , die vorwiegend aus dem
Firmenkundenbereich stammen , ergänzt Telepassport das Mobilcom-Kundenportfolio
in hervorragender Weise " , hieß es bei Mobilcom . Mobilfunker feilen an
Multimedia-Diensten Acht weltweit führende Mobilfunkunternehmen wollen gemeinsam
die Entwicklung mobiler Multimedia-Technologien vorantreiben . Aus diesem Grund
sei in London einen Initiative gegründet worden , teilte die Telekom-Tochter
T-Mobil am Freitag in Bonn mit . Ihr gehörten außerdem AT&T Wireless ( USA ) ,
France Telecom , NTT DoCoMo ( Japan ) , Singapore Telecom Mobile , SK Telecom (
Korea ) , BT British Telecom und Vodafone AirTouch an . Die Initiative stehe für
weitere Mitglieder wie namhafte Netzbetreiber offen . Mobile Multimedia sollen
neben dem Surfen im Internet auch mobile Videokonferenzen , elektronischen
Handel und das Herunterladen von Musik und Videos umfassen . Bereits in den
nächsten Jahren sollen entsprechende Dienste und Anwendungen eingeführt werden ,
hieß es . Japan will im Internet an die Weltspitze Mit einem ehrgeizigen
Kraftakt zur wirtschaftlichen " Wiedergeburt Japans " will sich das
krisengeplagte Hightechland in eine weltweit führende Internetnation verwandeln
. Innerhalb der nächsten fünf Jahre sollen die USA beim Internet überholt und
weit mehr als 60 Prozent der Bevölkerung ans weltweite Computernetzwerk
angeschlossen werden . Zu diesem Zweck soll das Inselreich mit einem der
modernsten Hochgeschwindigkeitsnetzwerke der Welt überzogen werden . " Japan
liegt im Internet-Sektor weit hinter anderen Staaten zurück " , stellte Nobuyuki
Idei , Chef des Elektronikriesen Sony und Vorsitzender der
IT-Strategiekommission der Regierung , fest . Japan werde abgehängt , wenn
nichts unternommen werde , warnte Idei kürzlich bei der Vorlage des ersten
Regierungsentwurfs zur nationalen Strategie für die Informationstechnologien (
IT ) . Ferner soll der Internet-Zugang über bestehende feste und mobile
Netzwerke innerhalb eines Jahres deutlich verbilligt werden . Ministerpräsident
Yoshiro Mori hatte die Förderung der Informationstechnologie zum Schwerpunkt
seiner Wirtschaftspolitik erklärt und die von Sony-Chef Idei geleitete
Kommission für IT-Strategie einberufen , der auch der Internet-Unternehmer
Masayoshi Son , die Chefs von Toyota , NTT und NEC sowie Wissenschaftler
angehören . Laut dem von ihnen nun vorgelegten Strategieentwurf sollen zur
Förderung des elektronischen Handels administrative Hürden abgeschafft werden ,
so dass die Online-Transaktionen unter Firmen bis 2003 um das Zehnfache
gegenüber dem Niveau von 1998 ansteigen . Um Japans ehrgeizige Ziele im
IT-Bereich zu erreichen , wird die Inselnation jedoch nicht umhin können , ihre
Ausländerpolitik zu ändern : Der Entwurf der Beraterkommission sieht vor , zum
Jahre 2005 rund 30000 ausländische IT-Experten ins Land zu holen . Nach einer
Studie des Handelsministeriums fehlen Japan bis zu 200000 IT-Fachleute . Nachdem
die Hightech-Nation verhältnismäßig spät auf den Internetzug aufgesprungen war ,
beeilt sie sich nun , den Rückstand rasant aufzuholen . Nach einer von
japanischen Medien zitierten Studie des Technologiedienstleisters Media Metrix
sind die Japaner inzwischen diejenigen , die das Internet am häufigsten nutzen .
Im Durchschnitt loggen sie sich 13,9 Tage im Monat ein , während die Amerikaner
dies an 12,7 Tagen tun . Offenbar spielten dabei die relativ hohen Telefonkosten
in Japan ein Rolle . Die Regierung will sich von dem nationalen
Vernetzungskraftakt selbst nicht ausschließen : Mit dem Ziel einer "
elektronischen Regierung " sollen zum Beispiel mehr öffentliche Informationen
online angeboten werden . In fünf Jahren soll Japan so schließlich zu einer
überragenden Internet-orientierten Nation mit einer von " Kreativität "
geprägten Gesellschaft aufgestiegen sein . T-Online-Umsatz wächst weiter Die
Telekom-Tochter T-Online hat auch im dritten Quartal ihren Umsatz weiter
steigern können . Dies entspreche einer Steigerung um 86,5 Prozent gegenüber dem
Vergleichszeitraum des Vorjahres . Die endgültigen Zahlen sollen nach Angaben
des Unternehmens am 30. November bekannt gegeben werden . E.ON trennt sich von
Schweizer Mobilfunkbeteiligung Der E.ON-Konzern verkauft seinen
milliardenschweren Anteil am Schweizer Mobilfunkunternehmen Orange
Communications an France Telecom . Dies teilte die E.ON AG am Mittwoch mit . Der
Kaufpreis könne sich in Abhängigkeit von der Gebühr für eine UMTS-Lizenz noch um
bis zu 20 Prozent erhöhen . Orange Communications ( Lausanne ) beteiligt sich an
der Schweizer UMTS-Versteigerung , die kommende Woche beginnt . Den Kaufpreis
erhalte E.ON zu einem Viertel in bar , zu drei Viertel in Aktien der neuen
Orange . France Telecom werde seine Mobilfunkaktivitäten in das neue Unternehmen
einbringen . Für das erste Halbjahr 2001 sei ein Börsengang der Gesellschaft
geplant . E.ON verpflichte sich , die Aktien an der neuen Gesellschaft ab der
Erstnotierung mindestens ein Jahr lang zu halten . Der Verkauf stehe unter dem
Vorbehalt einer kurzfristigen Zustimmung der Schweizer Regulierungsbehörde .
E-Commerce zwischen Phantasie und schnöder Realität Wenn es auf den Medientagen
, die in München parallel zur Systems stattfinden , um das Zusammenwachsen der
klassischen Medien mit dem Internet geht , darf natürlich auch das Thema
E-Commerce nicht fehlen . Ist E-Commerce also ein Spiel von 100 Helden oder ein
Milliardengrab ? " Page-Impressions sind erst einmal Kosten " , meinte
jedenfalls Büscher . E-Commerce sei zwar mehr als ein " Nice-to-have-Angebot " ,
gleichzeitig enttäusche das Internet-Geschäft aber die Erwartungen der
Beteiligten . Offensichtlich sieht aber auch Dörr das Problem , dass kaum ein
E-Commerce-Anbieter gute Geschäfte macht . So schlug er denn auch neue
Finanzierungsmodelle vor : Entsprechende Angebote könnten sich etwa über
gemeinsame Vermarktungen finanzieren ; denkbar sei auch , dass
E-Commerce-Angebote ähnlich wie Content-Angebote durch Werbung finanziert würden
, so einer der eher überraschenden Vorschläge von Dörr . Philipp Monteglas ,
Geschäftsführer von Lastminute.com , malte die aktuelle Situation seiner eigenen
Branche in eher düsteren Farben : Derzeit könne der stationäre Anbieter im Laden
um die Ecke dem Kunden noch mehr anbieten als der E-Commerce . Mit der
Verbesserung der Übertragungsraten werde es jedoch einen E-Commerce-Mehrwert
geben . Wie der E-Commerce-Vorreiter Amazon setzt auch Lastminute.com auf ein
Komplettangebot . " Das Angebotsportfolio muss breit sein , denn eine
Urlaubsreise machen die meisten Menschen ja nur ein bis zwei Mal im Jahr " ,
beschrieb Monteglas seine Plänen für erfolgreichen E-Commerce . Anders als für
die Betreiber von E-Commerce-Plattformen standen für den Innovationsforscher
Joachim Henkel von der Universität München die Grenzen des E-Commerce im
Vordergrund . Drei große Handicaps stünden dem weltweiten Handel im Wege ,
führte er aus . " Es gelten in den Ländern unterschiedliche Werte , die bei der
Vermarktung berücksichtigt werden müssen " , betonte Henkel . Noch immer
behinderten zudem unterschiedliche Zollreglungen den E-Commerce . " Auch der
harte Wettbewerb im Internet ist ein Mythos " , sagte der Münchner
Wissenschaftler und präsentierte eine Aufstellung , nach der für eine Musik-CD
im Internet von verschiedenen Anbietern unterschiedliche Preise verlangt wurden
. Entgegen der verbreiteten Ansicht , die Kunden könnten in Nullkommanichts von
einem Anbieter im Internet zum nächsten wechseln , sieht er für die Anbieter
gute Chancen , Online-Shopper dauerhafter als bislang vermutet an sich zu binden
: " Wie in der realen Welt ist der Wettbewerber auch im Internet mehr als einen
Mausklick entfernt " , resümierte Henkel . ICANN-Streit : Wer entscheidet über
neue Top Level Domains ? Vier Beschwerden und eine Klage hat die ICANN schon
jetzt auf dem Tisch , noch bevor in Marina del Rey über die Erweiterung des
Namensraumes diskutiert wird . Über 150 Namensvorschläge von 45 Bewerbern läßt
die Non-Profit-Organisation derzeit unter Hochdruck von eigens engagierten
externen Juristen prüfen , für Ende der Woche haben die Hauptamtlichen einen
Zwischenbericht zugesagt . Auf der Agenda der bevorstehenden Jahresversammlung (
13. bis 16. November ) erscheint das Thema derzeit als Haupt-Tagesordnungspunkt
. " Wir verwenden die erhobene Bewerbungsgebühr zu großen Teilen für
Rechtsberatung im Vorfeld unserer Entscheidung " , sagt ICANN-Board-Direktor Rob
Blokzijl . Man sei daher zuversichtlich , dass man damit die Entscheidungen
juristisch so wasserdicht mache , dass man anschließende Prozesse durchstehen
könne . Blokzijl gehört im übrigen zu den vier Direktoren , die sich eigentlich
gemütlich zurücklehnen könnten . Er wird nicht mit über die Auswahl der Bewerber
abstimmen , mit denen die ICANN bis Jahresende Vertragsverhandlungen für die
Einführung der von ihnen vorgeschlagenen Domains aufnimmt . Trotzdem habe ich
immer klar gesagt , dass ich meine eigene Beratertätigkeit für CentralNic und
mein Amt als ICANN-Direktor klar trennen will . Zuerst hatte sich der spanische
Jurist Amadeu Abril i Abril aufgrund seiner Tätigkeit für das CORE-Mitglied
Nominalia für befangen erklärt . Seinem Beispiel haben sich inzwischen neben
Blokzjil auch Greg Crew , Vorsitzender einer Melbourne-IT-Tochter und British
Telecom-Vertreter Phil Davidson angeschlossen . " Es wäre ein Wunder gewesen ,
wenn sich bei diesem Board niemand für befangen erklärt hätte " , so Blokzijl ,
immerhin handele es sich um Fachleute aus der Branche . Er glaube aber nicht ,
dass weitere Direktoren nicht an der Abstimmung teilnehmen würden : " Inzwischen
hatten alle genug Zeit , zu prüfen , ob sie befangen sind . " Blokzijl zählt wie
sein niederländischer Kollege Hans Kraaijenbrink zu den Direktoren , die fest
davon ausgehen , dass noch während der Board-Sitzung eine Entscheidung zu den
neuen Top Level Domains fällt . Offiziell hatte die ICANN bei ihrer Sitzung in
Yokohama beschlossen , am 20. November die " Gewinner " bekanntzugeben .
Natürlich werde man bei der Jahrestagung entscheiden , sagt dazu Blokzijl , da
man solche wichtigen Entscheidungen nicht in Telefonkonferenzen fälle . Statt
der neuen At-large-Direktoren würden damit ein von den Interims-Direktoren
dominiertes Gremium entscheiden , denn Andy Müller-Maguhn und seine vier
Kollegen sollen erst am Ende der Sitzung die Interimsdirektoren ablösen .
Angesichts der anhaltenden Diskussionen um den Status der Interims-Direktoren ,
vor allem derjenigen , die für weitere zwei Jahre amtieren sollen , keine
glückliche Lösung , die für Diskussionen beim ersten Treffen des At Large Member
Forums im Vorfeld der ICANN-Tagung sorgen wird . " Umstrittene Entscheidungen
müssen zurückgestellt werden , bis die neuen Direktoren ihren Sitz im Vorstand
eingenommen haben " , fordern beispielsweise Jeanette Hofmann und Thomas
Roessler in einem jetzt eigens für das At large Forum vorbereiteten Papier .
Eine Hauptforderung des vorbereiteten Grundsatzpapiers besteht außerdem darin ,
dass künftig Änderungen der Satzung nicht mehr durch einfache Beschlüsse des
Vorstands möglich sein sollen . Die beiden Aktivisten fordern , dass solche
Änderungen künftig einem Veto der Supporting Organisations und der noch zu
schaffenden Vertretung der At-Large-Mitglieder unterliegen . Zunächst sollen die
At-large-Vertreter innerhalb regulärer Wahlperionden freiwerdende
Direktorenposten besetzen dürfen . Grundsätzlich gehörten Entscheidungen über
die Auswahl neuer At-large-Direktoren ohnehin in die Hand der
At-large-Direktoren und der At-large-Vertretung , die übrigen Direktoren sollten
keinen Einfluß darauf haben . Wichtig erscheint Hofmann und Roessler schließlich
, dass die At-large-Direktoren an allen Personalfragen , wie der anstehenden
Besetzung der Stelle des CEO , beteiligt werden . Systems : Auf Rekordkurs Die
Veranstalter der Computermesse Systems 2000 haben am Mittwoch eine positive
Halbzeitbilanz gezogen . " Die Systems scheint sich bislang prächtig zu
entwickeln " , sagte eine Sprecherin der Messe München . Erste Umfragen hätten
ergeben , dass die Aussteller mit dem Verlauf der Veranstaltung hoch zufrieden
seien . Ziel der Veranstalter ist ein neuer Besucherrekord . Genaue Zahlen
sollen am Freitag zum Abschluss der größten europäischen Herbstmesse für die
Telekommunikations- und Informationstechnologie vorgelegt werden . Erwartet
werden etwa 140.000 Besucher , 17.000 mehr als im Vorjahr . Kinderschutz-Zentrum
im Internet Bundesjugendministerin Christine Bergmann hat am Mittwoch in Köln
ein virtuelles Kinderschutz-Zentrum der Öffentlichkeit vorgestellt . Die Website
YoungAvenue.de ist nach Angaben des Ministeriums die erste ihrer Art in
Deutschland und bietet Kindern sowie Eltern neben Informationen auch
Unterstützung in Krisensituationen an . Gewalt in der Familie geschehe oftmals
aus Hilflosigkeit und Überforderung der Eltern heraus . Vielfach hätten die
Betroffenen große Scheu , sich direkt an eine Beratungsstelle zu wenden . Das
virtuelle Beratungs-Zentrum ist Teil der bundesweiten Kampagne " Mehr Respekt
für Kinder " für eine gewaltfreie Kindererziehung , die unter anderem von
Olympiasiegerin Heike Henkel sowie Radprofi Erik Zabel unterstützt wird . Der
Bund fördert das Projekt mit insgesamt knapp 200000 Mark . Union fordert
europäisches GPS und EU-Weltraumbehörde Ein eigenes europäisches GPS-System und
die Umwandlung der ESA in eine Weltraumbehörde der Europäischen Union hat der
Obmann für Bildung und Forschung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion , Thomas Rachel
, am Mittwoch gefordert . " Die Bedeutung der Weltraumsysteme für die
Gesellschaft und den Weltmarkt wächst immer stärker " , so Rachel . " Europa
sollte sich deshalb unabhängig machen von nicht-europäischen
Weltraum-Infrastrukturen . " Angesichts der neuen technologischen Entwicklungen
werde andernfalls eine " Weltraumdominanz " zunehmend zu einer "
Informationsdominanz " , warnte der Unions-Obmann . Auch die europäische
Sicherheits- und Verteidigungspolitik sei ohne ungefilterten Wissenszugang aus
dem Weltraum unvollständig . Die Satellitenbeobachtung werde hier an Bedeutung
zunehmen . Als notwendig bezeichnete Rachel die Entwicklung eines europäischen
Verteidigungssystems , das auch eine Weltraumkomponente beinhalte . Nötig sei
also auch ein europäisches GPS-System , das die wirtschaftliche , technologische
, politische und sicherheitspolitische Fähigkeit Europas stärke . " Es ist an
der Zeit , dass bei technologischen Entwicklungen auch von europäischer Seite
aus Standards gesetzt werden " , so der Abgeordnete . " Eine solche
eigenständige Entwicklung sollte auch Europa anstreben . " Pentium : Absturz auf
Befehl Erst vor einer Woche machte die Nachricht von einem Bug der Cyrix-CPUs
die Runde , die sich mit einer sehr seltenen Befehlsfolge zum Absturz bringen
lassen - jetzt ist wieder einmal Intel an der Reihe : Er bleibt dann einfach
stehen . Nun ist diese Bytefolge kein offizieller Maschinenbefehl aus dem
Pentium-Programmierhandbuch ; es handelt sich also um einen illegalen Befehl .
Daher dürfte er in Anwendungsprogrammen , die ein Compiler übersetzt hat , auf
keinen Fall vorkommen . Aber ein übelwollender Assembler-Programmierer wäre in
Kenntnis dieser Pentium-Schwäche immerhin in der Lage , einen PC nach Belieben
zum Stillstand zu bringen , Speicherschutz und präemptives Multitasking hin oder
her . Intel prüft ... einen weiteren Kommentar gab es bisher noch nicht .
Microsofts Millionenklage auf tönernen Füßen Dem US-Softwaregiganten Microsoft
droht bei dem morgen beginnenden Prozess vor dem Leipziger Landgericht eine
juristische Schlappe . Obwohl der Fall seit 1994 bekannt ist , habe das
Unternehmen erst vier Jahre später begonnen , seine Schadensersatzansprüche
geltend zu machen . Die dreijährige Verjährungsfrist beginnt in dem Moment , in
dem der Geschädigte Kenntnis vom Schaden und der Identität des Verursachers hat
. Zur Bestimmung dieses Zeitpunktes zieht man in der Regel das Datum des
Strafurteils heran , das wäre hier der 15.11.1995 . Jedoch habe sich ein
Microsoft-Mitarbeiter bereits 1994 in einem Interview zu dem Fall geäußert , so
der Dresdner Rechtsanwalt Youssef Moussa zu c't , wodurch er beweisen zu können
glaubt , dass Microsoft diese Kenntnis schon 1994 gehabt haben muss . Sollte die
5. Zivilkammer des Landgerichts der Ansicht des Anwalts folgen , könnte der
Prozess bereits nach zehn Minuten Verhandlungsdauer beendet sein . Man verfüge
über entsprechende Zeugen und Ersatzverträge , kündigte der Bautzener Anwalt
Gerhard Thiery gegenüber c't an . Außerdem bleibt fraglich , ob sich das von
Microsoft offiziell erstrebte Ziel der Wiedergutmachung des Schadens auf diesem
Wege wird erreichen lassen . Die drei Raubkopierer haben Prozesskostenhilfe
beantragt , ihr Vermögen wird die geforderte Summe somit kaum hergeben . Im
Falle ihrer Verurteilung entstünde zunächst erst mal ein neuer Schaden - diesmal
nicht für das raubkopiegeschädigte Unternehmen , sondern für die Allgemeinheit
in Form der sächsischen Staatskasse , die zunächst die immensen Prozesskosten zu
tragen hätte . Der Branchenriese musste auf Antrag der Gegenanwälte für den Fall
seines Unterliegens eine Sicherheit von 600.000 DM für die entstehenden
Prozesskosten beim Gericht hinterlegen , denn ausländischen Klägern unterstellt
die deutsche Zivilprozessordnung von 1877 per se mangelnde Zahlungsfähigkeit .
Zweite Runde im Pilot-Prozess um Internet-Porno Der Münchner Pilot-Prozess um
die Verbreitung von Pornografie im Internet geht in die zweite Runde . Er war im
Mai 1998 nach einem Aufsehen erregenden Prozess vom Amtsgericht München wegen
Verbreitung pornografischer und jugendgefährdender Schriften zu zwei Jahren
Bewährungsstrafe und 100.000 Mark Buße verurteilt worden . Diese umstrittene
Entscheidung wurde nicht nur von der Verteidigung angefochten . Auch die
Staatsanwaltschaft war nach mehrtägiger Beweisaufnahme von der Schuldlosigkeit
des Angeklagten überzeugt und ging zu seinen Gunsten in die Berufung .
Ausschlaggebend war ein Gutachten , wonach der Deutschlandchef der
amerikanischen Compuserve den Zugang zu pornografischen Inhalten nicht
unterbinden konnte . Somm hatte nach eigenen Angaben und auch laut Urteil die
US-Muttergesellschaft auf das Einschreiten des Münchner Staatsanwalts
hingewiesen und um Sperrung des Zugangs zu pornografischen Inhalten ersucht .
Mehr konnte er laut seinen Anwälten nicht tun . Der Berufungsprozess wird
voraussichtlich bis 17. November dauern . Intel steigt bei Brokat ein Damit hält
Intel rund ein Prozent an der Brokat Infosystems AG . " Mit unserer
strategischen Beteiligung wollen wir uns im wachsenden Markt des E-Commerce
stärker positionieren " , erklärte Torsten Krumm von der Intel GmbH . Im
Gegenzug soll die Software des Spezialisten für elektronische Bankgeschäfte
künftig auf den neuen Intel-Prozessor Intanium abgestimmt werden . Brokat ist
nach eigenen Angaben weltführender Anbieter von Internetbanking-Software . "
Intel verspricht sich von der Zusammenarbeit die Erschließung neuer Absatzmärkte
und einen Kompetenzzuwachs im wachsenden Segment des Online-Banking " , sagte
Krumm . Der Vorstandssprecher von Brokat , Stefan Röver , teilte in Stuttgart
mit : Microsoft an der Börse schon wieder erholt Der befürchtete Kurssturz der
Microsoft-Aktien nach der Vorentscheidung im Antitrust-Verfahren ist
ausgeblieben . Zwar begann der Handel an der NASDAQ um gut sechs Prozent unter
dem Schlusskurs vom Freitag bei 85 Dollar , doch im Tagesverlauf erholte sich
das Papier und schloss mit 89,9375 Dollar , nur 1,625 Dollar unter dem Stand vor
dem Prozess-Schock . Während Microsoft-Alliierte wie Intel und Dell aus
Sympathie ebenfalls ein wenig schwächelten , profitierten explizite
Microsoft-Konkurrenten wie Corel ( +14,7 Prozent ) , Sun ( +2 Prozent ) , Red
Hat ( +21 Prozent ) und Apple ( +9,1 Prozent ) von der Unsicherheit im
Microsoft-Lager . Mannesmann Arcor senkt Telefontarife Die Lawine rollt an :
Nachdem die Telekom mit viel Brimborium ihre Preissenkungen für den 1. Januar
1999 angekündigt hat , geht nun der erste große Mitbewerber in die Offensive .
Mit einer " Preissenkung um bis zu 54 Prozent " , so die offizielle
Verlautbarung , möchte Arcor die neu gewonnenen Kunden bei der Stange halten .
Die neuen Preise im Detail : Gespräche in diesem Bereich kosten danach tagsüber
18 Pfennige pro Minute , abends und am Wochenende 10 Pfennige . Dies entspricht
über Tag einer Senkung der Ferngesprächspreise um 54 Prozent .
RegioPlus-Gespräche hingegen verteuern sich um 20 Prozent ( tagsüber ) . Des
weiteren vermeldet Arcor , daß das Verbindungsentgelt von 6 Pfennigen je
Gespräch entfällt . Dafür erfolgt die Abrechnung ab Anfang Januar jedoch
minutenweise , womit die Kunden zumindest tagsüber im Schnitt etwas schlechter
wegkommen . Unterm Strich jedoch kann sich Arcor mit den Tarifen durchaus sehen
lassen . Das Angebot zählt zu den günstigsten , die sich Call by Call ohne
vorherige Anmeldung nutzen lassen . Ziehen die anderen Mitbewerber nach , so
dürfte die Telekom auch 1999 zu den teuersten Anbietern gehören . Sie berechnet
ab 1. Januar für ein Ferngespräch über Tag 36 Pfennige ( für Analog-Anschlüsse )
beziehungsweise 24 Pfennige ( für ISDN-Anschlüsse ) , sofern die Preise von der
Regulierungsbehörde genehmigt werden . Flatrate-Zugang für 89 Mark im Monat Der
Wunsch nach zeitlich unbegrenztem Internet-Zugang zu einem günstigen
Pauschalpreis kommt auch in Deutschland langsam der Erfüllung näher . Am Sonntag
setzte die CompuTEAM Online Services GmbH eine neue Preismarke für
Flatrate-Angebote : Mit 89 Mark pro Monat inklusive Telefonkosten , 89 Mark
Einrichtungsgebühr und einer Mindestlaufzeit von drei Monaten bietet der
Würzburger Provider die derzeit mit Abstand günstigsten Konditionen in
Deutschland . CompuTEAM nutzt die Infrastruktur der Telekom . Unterstützt werden
analoge Zugänge bis 56 kBit/s ( V.90 ) und ISDN-Zugänge bis 64 kBit/s .
ISDN-Kanalbündelung sei noch in Vorbereitung , hieß es . Im Zugang enthalten
sind 10 MByte Speicherplatz für eine private Homepage mit eigener Domain ( .com
oder .de ) und ein Mail-Postfach . Das vor sieben Jahren gegründete Unternehmen
bietet ebenfalls einen Online-Dienst für Macintosh-Anwender namens MacOnline an
. Dort kostet die Flatrate jedoch 350 DM pro Monat . Einen Test von deutschen
Flatrate-Zugängen mit Messergebnissen für die auch von CompuTEAM verwendete
Telekom-Infrastruktur bringt c't in der Ausgabe 2/2000 ( ab 17. Januar im Handel
) . Deutscher " Apple Store " eröffnet Der deutsche Apple Store im Internet ist
mittlerweile eröffnet worden . Die in Euro und DM ( auf fünf Stellen hinter dem
Komma ) ausgewiesenen Preise sind geringfügig niedriger als von Apple
Deutschland angekündigt , liegen aber , wie berichtet , deutlich über den
US-Preisen . Im übrigen ähnelt die deutsche Web-Shop-Filiale zwar in der
optischen Erscheinung stark dem US-Vorbild , unterscheidet sich aber offenbar in
wichtigen Details . So fehlen etliche Built-to-Order-Optionen , beispielsweise
die SCSI-Erweiterungskarte und Gigabit-Ethernet für die neuen G3-Modelle . Und
während der potentielle Kunde im US-Store beispielsweise bei Auswahl eines
DVD-Laufwerks auf einen Liefertermin nicht vor Ende Januar hingewiesen wird ,
unterbleibt diese Information im deutschen Apple Store . Daten-Bomben auf
E-Commerce-Sites Amazon.com , EBay.com und Buy.com waren am Dienstag die Ziele
von Denial-of-Service-Angriffen aus dem Internet . Wie tags zuvor das Web-Portal
von Yahoo wurden die E-Commerce-Sites mit Anfragen bombardiert und dadurch
überlastet oder zeitweilig lahmgelegt . Am Abend geriet auch der
Nachrichtendienst CNN für rund zwei Stunden unter Beschuss . Die Angriffe
erfolgten in Form von " distributed attacks " über eine größere Zahl von
unverdächtigen Servern , die als Relay-Stationen missbraucht wurden . Sie sind
daher schwer von normalem Datenverkehr zu unterscheiden . Man rätselt auch über
die Motive : Wollen die Täter ein Zeichen gegen die Kommerzialisierung des
Internet setzen , oder wollen sie ihrerseits ein Geschäft mit den in Bewegung
geratenen Aktien der betroffenen Unternehmen machen ? Das FBI hat die
Ermittlungen aufgenommen . Siehe auch ECommerce-Websites lahmgelegt bei
Telepolis . EU nimmt Windows 2000 unter die Lupe Die EU-Kommission geht
Beschwerden nach , wonach Windows 2000 das europäische Wettbewerbsrecht verletzt
. Wie Wettbewerbskommissar Mario Monti am Mittwoch in Brüssel vor Journalisten
mitteilte , hat seine Behörde mehrere Fragen an Microsoft gestellt und der Firma
vier Wochen Zeit zur Beantwortung eingeräumt . Wenn die Beschuldigungen sich
bestätigen , könnte die Behörde dem Software-Giganten Änderungen an Windows 2000
auferlegen , das am 17. Februar auf den Markt kommen soll . " Wir sind ganz hart
bei Wettbewerbsfragen " , sagte der Kommissar auf die Frage , ob auch ein Verbot
der Vermarktung von Windows 2000 möglich wäre . Microsoft müsse dann sein
Programm ändern , und es könnten Geldstrafen verhängt werden . Die Untersuchung
sei durch Beschwerden von Verbrauchern , von kleinen Firmen und von
Microsoft-Wettbewerbern ausgelöst worden . Sie gehe der Frage nach , ob
Microsoft Teile von Windows 2000 so angelegt hat , dass dadurch seine Dominanz
auf dem Betriebssystemmarkt auf andere Bereiche übertragen werden könnte . "
Dies würde die Märkte für Server-Betriebssysteme und letztlich für den
elektronischen Handel einschließen " , sagte Monti . Der Kommission lägen
Hinweise vor , wonach Microsoft das neue Betriebssystem mit Netzwerk- und
Unternehmenssoftware aus dem eigenen Hause gebündelt habe . Das könnte dazu
führen , dass Microsoft-Produkte mit Systemen anderer Wettbewerber nicht
kommunizieren könnten . Um das Funktionieren der Systeme zu gewährleisten , wäre
der Kunde dann gezwungen , weitere Microsoft-Software zu kaufen . Mobilcom fuhr
satten Gewinn ein Die mit spektakulären Sonderangeboten im Telefonmarkt und
jüngst mit dem "Tomorrow"-Internet-Zugang zum Pauschaltarif zu einiger
Popularität gelangte Telefongesellschaft Mobilcom hat 1998 den besten Abschluß
in ihrer Firmengeschichte erzielt . Damit sei die Umsatzrendite innerhalb eines
Jahres von 8,9 auf 17 Prozent gewachsen . Die Hälfte des Gewinns werde an die
Aktionäre ausgeschüttet , mit der anderen Hälfte sei Mobilcom zur Übernahme
weiterer Firmen " gut gerüstet " , sagte Vorstandschef Gerhard Schmid am
Dienstag in Hamburg . Mobilcom will nach dem riesigen Gewinnsprung ihr Telefon-
und Internetgeschäft weiter kräftig ausbauen . Im Internet will Mobilcom einen
eigenen Online-Dienst als Konkurrenz zu T-Online und AOL aufbauen . 1999 werde
Mobilcom 30 bis 40 Millionen DM für den Einstieg in die Ortsgespräche
investieren . Dabei werde man sich auf 26 Städte konzentrieren und sich dort vor
allem um Geschäftskunden bemühen . Auf dem Land sei durch den jüngsten Beschluß
der Regulierungsbehörde für Telekommunikation kein profitables Wachstum möglich
. " Der Wettbewerb findet nicht in Husum oder Hallig Hooge statt , sondern in
Städten mit vielen Unternehmen " , so Schmid . Die große Zukunft der
Internet-Nutzung sieht Schmid in der Integration in Geschäftsprozesse - wie dem
Datenaustausch - und weniger im Surfen . Mit dem World Wide Web ist das Geschäft
mit den Abmahnungen aufgeblüht , denn nun gibt es ein Meer von
Veröffentlichungen , in dem mit Suchmaschinen nach konfliktträchtigen
Bezeichnungen gefischt werden kann . " Explorer " ist ein besonders brisantes
Beispiel aus dem Portfolio umstrittener Markennamen unter dem Schutz des
Freiherrn . Unzählige Abmahnungen und Gerichtsverfahren gegen private
Website-Betreiber , Universitäten und Unternehmen hat es gegeben . Doch je mehr
über die näheren Umstände bekannt wird , desto fragwürdiger erscheinen die
Markenansprüche der Ratinger Firma Symicron , in deren Auftrag der Rechtsanwalt
handelt . Eine sorgfältig zusammengestellte Sammlung zum Hintergrund des Falles
und zur Person unseres heutigen Chat-Gastes finden Sie auf der Webseite
Gravenreuth-Abmahnungen : Frequently Asked Questions . Wir öffnen den Chat-Raum
bereits gegen 13.30 Uhr . Zu dieser Zeit wird unter anderem auf der Chat-Seite
und auf unserer Homepage ein Link erscheinen , der Sie zum Login führt . Damit
möglichst viele Teilnehmer zu Wort kommen können und trotzdem die Dialoge lesbar
bleiben , bilden wir mit der Chat-Software eine Podiumsdiskussion nach . Den
Teilnehmern steht eine begrenzte Anzahl virtueller Mikrophone ( Schreibrechte )
zur Verfügung . Bevor ein Teilnehmer schreiben kann , muss er mit einem
Mausklick ein Schreibrecht vom Server anfordern . Sofern noch Schreibrechte frei
sind , erhält er sofort die Bestätigung vom Server . Sind bereits alle vergeben
, kommt die Anforderung in eine Warteliste . US-Ministerin fordert einheitliche
Gesetze gegen Computerkriminalität Die weltweite Attacke mit dem ILOVEYOU-Wurm
unterstreicht nach Auffassung von US-Justizministerin Janet Reno , dass
einheitliche Gesetze und eine enge internationale Zusammenarbeit gegen
Computerkriminalität erforderlich sind . " Ursprung und Folgen der Verbrechen
werden international " , sagte Reno am Montag in Washington nach der
vorübergehenden Festnahme von drei verdächtigen Personen auf den Philippinen .
Das US-Bundeskriminalamt FBI leistet den philippischen Behörden technische Hilfe
, um die mutmaßlichen Urheber des E-Mail-Wurms zu identifizieren . Am Montag
hatten die Behörden in Manila einen 27 Jahre alten Bankangestellten , seine Frau
und deren Schwester festgenommen . Es wurde kein Haftbefehl erlassen , da es im
philippinischen Strafgesetz keine Bestimmungen gegen Coputerkriminalität und
Computersabotage gibt . Microsoft-"Botschafterin" soll das Image aufpolieren
Microsoft will mit einer neuen Strategie sein schlechtes Image aufbessern .
Künftig soll die bisherige Forschungs-Chefin für den Bereich " Virtuelle Welten
" , Linda Stone , für eine grundlegende Veränderung der Unternehmenskultur
sorgen . Stone wurde zur Vize-Präsidentin für Unternehmens- und
Industrie-Initiativen ernannt , teilte Microsoft am Montag in Redmond mit . Sie
soll als " Microsoft-Botschafterin im Silicon Valley " fungieren und das
Verhältnis des von einer Aufspaltung bedrohten Softwaregiganten zu Kunden ,
Partnern und konkurrierenden Unternehmen verbessern . Eine Veränderung der
Unternehmenskultur sei Microsoft-Chef Steve Ballmer zufolge dringend
erforderlich , um das Image einer " stiernackigen " und " unsensiblen " Firma
abzulegen , berichtet die Tageszeitung " Washington Post " . Im anhängigen
Kartell-Prozess muss Microsoft mit der Spaltung in mindestens zwei unabhängig
agierende Unternehmen rechnen . Das US-Justizministerium sowie 17
US-Bundesstaaten beschuldigen Microsoft , Computerhersteller und
Internet-Service-Provider massiv eingeschüchtert zu haben , um seine
Monopolstellung auf dem Softwaremarkt aufrechtzuerhalten . dpa-Nachrichten
gratis für Online-Schülerzeitungen Die Deutsche Presse-Agentur ( dpa ) will
Online-Schülerzeitungen ab 15. Mai kostenlos mit ausgewählten Nachrichten
beliefern . Dabei geht es um Meldungen zu Themen wie Schule , Ausbildung und
Beruf , Computer , Internet und Szene . Mit diesem Angebot wolle man junge Leute
stärker mit der Arbeit von Nachrichtenagenturen vertraut machen , heißt es in
der Ankündigung . In Zusammenarbeit mit der Initiative Schulen ans Netz wolle
dpa den jungen Medienmachern von morgen gleichzeitig einen weiteren Anreiz für
die Arbeit mit dem Internet geben . Bis zu 150 Meldungen , die speziell für
junge Leute interessant sind , sollen monatlich per E-Mail in die Redaktionen
versandt werden . Nähere Informationen können per E-Mail angefordert werden .
Stoiber fordert High-Tech-Offensive nach bayerischem Vorbild Bayerns
Ministerpräsident Edmund Stoiber hat Bundeskanzler Gerhard Schröder aufgefordert
, eine High-Tech-Offensive nach bayerischem Vorbild für ganz Deutschland zu
starten . Die erwarteten Milliardenerlöse aus der Versteigerung von
Mobilfunklizenzen sowie aus dem Verkauf von Telekom-Anteilen müssten zu einem
Teil für die Technologieförderung eingesetzt werden , sagte Stoiber am Dienstag
nach einer Kabinettssitzung in München . Das bisherige finanzielle Engagement
der Bundesregierung für die Zukunftstechnologien sei " geradezu lächerlich " .
Zudem sollten der Ausbau des E-Commerce sowie die Errichtung eines bundesweiten
Verkehrstelematiksystems vorangetrieben werden . Im Aufsichtsrat der Telekom
müsse der Bund darauf hinwirken , die Breitbandkabelnetze verstärkt auch für den
Telefon- und Datenverkehr zu nutzen . Ohne gezielte Forschungsförderung könne
die deutsche Wirtschaft die weltweite Internet-Revolution nicht bestehen . Zur
Beratung der CSU-Staatsregierung wurde ein Internet-Beirat unter Vorsitz des
Münchner Verlegers Hubert Burda berufen . Auch privat gekaufte Software kann
steuerlich absetzbar sein Auch wenn das Finanzamt den PC zu Hause nicht als
Arbeitsmittel anerkennt , können die Kosten für Software unter Umständen von der
Steuer abgesetzt werden . Das geht aus einem am Dienstag in Neustadt/Weinstraße
veröffentlichten Urteil des Finanzgerichtes Rheinland-Pfalz hervor (
Aktenzeichen 1 K 1484/98 ) . Mit dem noch nicht rechtskräftigen Urteil gab das
Gericht der Klage eines Betriebswirts statt , der Ausgaben in Höhe von 99 Mark
für die Tabellenkalkulation Microsoft Excel von der Steuer absetzen wollte .
Sein Computer selbst war mit einem Privatnutzungsanteil von 20 Prozent nicht
steuerlich absetzbar . Nach Auffassung des Finanzamts galt dies auch für die
Software . Der Betriebswirt wollte die Anschaffungskosten jedoch als
Werbungskosten bei Einkünften aus nicht selbstständiger Arbeit absetzen und
klagte gegen die Behörde . Nach Ansicht des Gerichts hatte der Kläger glaubhaft
gemacht , dass er das Programm an seinem eigenen PC nahezu ausschließlich
beruflich nutzte . An seinem Arbeitsplatz werde nämlich die gleiche Software
verwendet . Zudem sei eine Tabellenkalkulation keine typische Anwendung für
private Zwecke . IBM integriert Java in " Merlin " Jetzt hat Sun auch mit IBM
einen Java-Deal unter Dach und Fach : IBM kündigte am 9. Mai an , daß die
Programmiersprache Java in der nächsten Version von OS/2 Warp ( " Merlin " )
enthalten sein wird . Damit folgt IBM ähnlichen Ankündigungen von Microsoft ,
Apple , Novell und anderen , setzt sie aber womöglich zuerst in die Tat um .
Merlin soll in der zweiten Jahreshälfte ausgeliefert werden . Neben einem
Java-fähigen Web-Browser in Merlin will IBM Java direkt in das Betriebssystem
einbauen . Damit können bestimmte Internet-Anwendungen auch unabhängig von einem
Web-Browser benutzt werden . Anwendungsentwickler und Endbenutzer sollen durch
die Integration gleichermaßen profitieren . Merlin soll mit einem integrierten
Java Entwickler-Kit und dem für den Betrieb einer Java-Anwendung notwendigen
Run-time-Code auf den Markt kommen . Die Benutzeroberfläche wird um neue
Funktionen für das Arbeiten mit dem Internet erweitert , z. B. kann der Benutzer
jetzt Java-Anwendungen von einer Web-Seite auf den Desktop ziehen , um sie dann
mit einem Doppelklick der Maus oder über die neu eingebaute Spracheingabe zu
öffnen . Weitere Informationen auf http://www.software.ibm.com . c't entzaubert
ISDN-Anlagen Teilweise schwerwiegende Mängel an ISDN-Telefonanlagen hat ein Test
im c't-Labor offenbart . c't warnt in der kommenden Ausgabe vor dem übereilten
Kauf von Modellen , die dem Anrufer selbst dann Kosten aufbürden , wenn gar
keine Verbindung zustande gekommen ist . Lediglich zwei Testteilnehmer erwiesen
sich als allen Alltagsanforderungen gut gewachsen . Von der Telekom im
Zusammenhang mit Neuanschlüssen üppig gefördert , finden ISDN-Tk-Anlagen derzeit
reißenden Absatz . Sie erleichtern dem Anwender den Umstieg in das digitale
Telefonnetz , weil er an einer solchen Anlage analoge Telefone ,
Anrufbeantworter , Faxgeräte und Modems weiterverwenden kann . Angesichts der
Ende Juni auslaufenden Förderung entscheiden sich viele Anwender übereilt und
unkritisch - bei 700 DM Zuschuß kann man vermeintlich nichts falsch machen .
Doch der für Hersteller lukrative Markt hält für den gutgläubigen Käufer einige
Überraschungen parat . Springer plant " Computer-Bild " Der Axel-Springer-Verlag
will im Sommer mit einer wöchentlichen Computer-Bildzeitung herauskommen . Nach
einem Bericht des Werbefachblatts w&v sollen bereits erste Nullnummern erstellt
worden sein . Die erste Ausgabe soll Ende August zur Messe " CeBIT Home "
erscheinen . Apple : Großes Reparaturprogramm Kern ist eine auf sieben Jahre
erweiterte Garantiefrist für bestimmte Mängel , die auf Herstellungsfehler
zurückgehen . Unverkaufte Notebooks werden aus dem Handel zurückgezogen und
sollen nach Reparatur erst in etwa vier Wochen wieder ausgeliefert werden . Die
erweiterte Garantie betrifft Macintosh-Modelle der Serien 5200 , 5300 , 6200 und
6300 sowie die Powerbooks 190 und 5300 . Insider schätzen die Zahl der
verkauften Geräte auf mehr als eine Million . Wie viele davon von den
Qualitätsproblemen betroffen sind , gab Apple nicht bekannt . Nach Berichten von
US-Magazinen sprechen Fachhändler von einem geringen Teil . Während
Kommentatoren von einem schweren Rückschlag für Apples Bemühungen um sein
Qualitäts-Image schrieben , zeigte sich die Börse unbeeindruckt : Die
Apple-Aktie kletterte am Freitag , 12. Mai , auf 27,25 US-Dollar - um mehr als
10 Prozent über den Kurs vom Wochenbeginn . Die Mängel äußern sich bei den
Performas und Power Macs in " Einfrieren " aufgrund eines Fehlers der
Hauptplatine und in unmotiviertem Farbwechsel , woran ein Kabel schuld sein soll
. Bei den Powerbooks sind wacklige Netzanschlüsse und bruchempfindliche
Gehäusedeckel zu beklagen . Ob für den deutschen Markt produzierte Geräte
ebenfalls betroffen sind , war zunächst nicht zu erfahren .
PowerBook-Leichtgewicht made by IBM Apple bringt ein Miniatur-PowerBook auf den
Markt , das von IBM gefertigt wird . Wesentliche Komponenten , wie der
PowerPC-603e-Prozessor , das 10,4 ZOLL große Aktivmatrix-Farbdisplay und die
Festplatte werden auch von Big Blue geliefert . Das Gemeinschaftsprojekt der
PowerPC-Partner war ursprünglich nur für den japanischen Markt gedacht . Bei der
US-Fachpresse fand das nur rund zwei Kilogramm schwere PowerBook 2400c trotz
seiner um 12% geschrumpften Tastatur aber so viel Beifall , daß Apple es jetzt
auch in den USA vermarkten will . Vor allem das geringe Gewicht , die
Akkulaufzeit von rund vier Stunden und die Super-Performance des mit 180 MHz
getakteten Maschinchens wurden hoch gelobt . In Deutschland wird man es aber
nicht kaufen können : Die Herstellung einer deutschen Tastatur sei zu teuer ,
hieß es aus Ismaning , und außerdem habe Apple im Herbst für den Notebook-Markt
" ohnehin etwas viel Besseres anzubieten " . Borland klagt : Microsoft stiehlt
Top-Leute Borland verkündete am Mittwoch ein Lizenzabkommen mit Microsoft - und
reichte am selben Tag beim Superior Court in Santa Clara eine Klage gegen den
übermächtigen Rivalen ein . Die Beschuldigung lautet , Microsoft werbe
systematisch Top-Mitarbeiter ab , um an Firmengeheimnisse heranzukommen und
Borlands Wettbewerbsfähigkeit zu untergraben . In einigen Fällen seien
Millionen-Prämien für das Unterzeichnen der Arbeitsverträge bezahlt worden . In
den vergangenen zweieinhalb Jahren sollen mindestens 34 Borland-Angestellte aus
Schlüsselpositionen weggelockt worden sein . Vor allem der Wechsel von
Entwicklungschef Paul Gross macht Borland zu schaffen . Vor zehn Jahren hatte
Microsoft gegen Borland wegen Abwerbung eines wichtigen Mitarbeiters geklagt und
gewonnen . Damals war Borland noch ein mächtiger Konkurrent . Der jahrelang
wichtigste Hersteller von Software-Entwicklungssystemen für PCs verliert jedoch
immer mehr Boden an Microsoft . Im Bereich der Windows-Entwicklungswerkzeuge
haben die Redmonder längst uneinholbar die Führung übernommen . " Wir haben
immerhin in diesem Zeitraum über 6700 neue Mitarbeiter eingestellt . " Microsoft
kauft Java-Spezialisten ein Dimension X , Hersteller des auf Java basierenden
Autorensystems " Liquid Motion " und des VRML-Browsers " Liquid Reality " , geht
für eine bisher nicht genannte Summe in den Besitz von Microsoft über . Die 40
Entwickler der jungen Firma sollen das dringend benötigte Java-API für Microsoft
entwickeln . Bisher war Microsoft neben Macromedia und Silicon Graphics der
größte Lizenznehmer von Dimension X. Für Ende 1997 wurde erstmals ein
Unternehmensgewinn erwartet . Dimension X hatte bislang eng mit JavaSoft
zusammengearbeitet , der auf Java konzentrierten Sun-Tochter . Ob diese
Kooperation künftig mit einem Teil der Gates-Company weitergeführt wird , ist
allerdings sehr fraglich . Computex : Mobiles DVD-Minikino Der mobile DVD-Player
PDV2000 von Afreey ist ein Minikino für unterwegs . Mit einer Akkuladung kann
man nach Herstellerangaben bis zu vier Stunden lang DVD-Videos auf dem 6,8 Zoll
großen TFT-Display betrachten . Außerdem spielt das handliche Gerät auch
Audio-CDs und MP3-codierte Musik von Daten-CDs ab . Eher für den Einsatz daheim
sind die Fernbedienung und der NTSC- und PAL-taugliche TV-Ausgang gedacht .
Afreey will das Gerät ab Juli für etwa 999 US-Dollar weltweit verkaufen . Den
Preis begründet die Firma mit den hohen Kosten des TFT-Panels , die angeblich
etwa 55 Prozent der Herstellungskosten ausmachen . Wenn die Displays billiger
würden , versicherte uns Afreey-Direktor Frank Lin , werde auch der Preis des
Geräts entsprechend sinken . Computex : AMD760 im ersten Probelauf Offiziell
gibt es den AMD760-Chipsatz für den Athlon noch gar nicht . Wer sich auf der
Computex aufmerksam umsah , konnte aber bei einigen Boardherstellern schon mal
einen ersten Blick auf Prototyp-Boards werfen . Offiziell durfte dies zwar nicht
geschehen , aber hinter dem berühmten Vorhang zeigte so mancher seine Boards in
Funktion . Systeme mit bis zu zwei Double-Data-Rate-SDRAM-Modulen vollführten
bei einigen Produzenten schon einmal erste Probeläufe . Bei einem kurzen Test
erwies sich der Chipsatz als für einen frühen Prototypen schon recht stabil und
auch die Leistung war ordentlich . Für den Herbst steht auf jeden Fall ein
spannendes Rennen zwischen den von Intel nach wie vor favorisierten
Rambus-Systemen und den von AMD , ALI und VIA unterstützten DDR-Plattformen ins
Haus . Damit es bei der Einführung der neuen Technik nicht zu Engpässen bei der
Versorgung mit geeigneten Speichermodulen kommt , entwickeln alle großen
Produzenten derzeit fieberhaft . Einige , wie etwa Apacer , die Memory-Division
von Acer , können bereits jetzt Muster liefern . Der Chip- und CPU-Hersteller
VIA , ein maßgeblicher Wortführer der DDR-Fraktion , hat sich für eine Art
Zertifizierung von DDR-Komponenten als Hilfestellung für Board- und
Modulhersteller ausgesprochen . Für die Boards , die auf VIA-Chipsätzen basieren
, will das Unternehmen selbst die Zertifizierung übernehmen . Computex : Hunde ,
Katzen und natürlich Pinguine Neben diversen Hightech-Produkten durfte das Bunte
auf der Computex natürlich auch nicht fehlen . Besonders die Gehäusehersteller
mühten sich nach Kräften , Farbe ins triste PC-Einerlei zu bringen . Wo letztes
Jahr noch iMac-Imitationen den Ton angaben , strengte man sich dieses Jahr vor
allem an , den Internet-Appliances und Home-PCs ein gefälligeres Aussehen zu
verleihen . Mit besonders bunten Kreationen tat sich unter anderen Chenbro
hervor , aber den Vogel bei den normalgroßen Gehäusen schoss dieses Mal der
koreanische Gehäusehersteller Sungmin ab : Die Modelle " Doggie " und " Kitty "
sollen wohl den Herzen der Hunde- und Katzenliebhaber höher schlagen lassen ,
wogegen der Typ " Penguin " offenbar auf der Linux-Welle ins heimische
Wohnzimmer gelangen soll . Brandenburg probt Wahl per Internet Das Land
Brandenburg stellt mit die Weichen für künftige Wahlen im Internet . Als
Premiere finde am 23. Juni eine simulierte Personalratswahl im Potsdamer
Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik ( LDS ) statt , kündigte dessen
Leiter Arend Steenken am Freitag an . Sie ist Teil eines bundesweiten
Forschungsprojektes , bei dem die Möglichkeiten von Internet-Wahlen erprobt
werden sollen . Er sei noch hin und her gerissen , ob eines Tages
Internet-Wahlen möglich sind , sagte Steenken . Möglicherweise ersetzten sie
einmal die Briefwahl , womit die Bürger die Gelegenheit hätten , noch am Wahltag
ihre Stimme abzugeben . Allerdings werde die Urnenwahl vorerst die Regel bleiben
. Wegen der zahlreichen Wahlen in Deutschland soll das Forschungsprojekt zu
deren Erleichterung beitragen . Bei der Simulation im Potsdamer Landesamt - dem
Projekt " iVote " - erfolgt die Stimmabgabe per Mausklick , Chipkarte und
Netzübertragung . Der Wähler erhält eine nur ihm zugeordnete elektronische
Signatur . Zur Teilnahme an der fiktiven Personalratswahl haben sich laut
Steenken bisher 330 von 550 Mitarbeitern gemeldet . Bei dem Vorhaben arbeitet
das Landesamt mit der Forschungsgruppe Internetw@ahlen der Universität Osnabrück
zusammen . Für Brandenburg wird die digitale Signatur als hilfreiches Instrument
bei künftigen Großverfahren zur Planung , Verwaltung und Bewirtschaftung von
Ressourcen angesehen . Niedersachsen setze sie bereits im Finanzwesen ein , hieß
es . Trittin startet Umwelt-Informationsnetzwerk Bundesumweltminister Jürgen
Trittin ( Grüne ) hat am Freitag in Dessau auf dem künftigen Gelände des
Umweltbundesamtes ( UBA ) das größte Umwelt-Informationsnetzwerk Deutschlands
gestartet . Über das Netzwerk stehe das gesamte in Deutschland verfügbare Wissen
auf dem Gebiet der Umwelt bereit , sagte Trittin . Das Angebot von GEIN umfasst
Informationen zu Themen wie Abfall , Gentechnik , Lärm , Luft oder Strahlung .
Das System wird vom Umweltbundesamt betreut . Neben Umweltbegriffen gibt es eine
breite Palette von Texten und Videoclips zu speziellen Bereichen wie Wasser ,
Boden , Luft , Energie oder Verkehr . Dünn , leicht , billig : Displays aus
Plastik Organische Displays waren die Stars der Show auf der " CeBIT der
Displayindustrie " , der SID 2001 , die gestern in San Jose zu Ende ging . Zwei
recht unterschiedliche Techniken bestimmen die Szene : Zu den Herstellern von
OLED-Displays zählen eMagin , Sanyo , Sony , Tohoku Pioneer und UDC . Tohoku
Pioneer setzt seine organischen Displays bereits seit 1999 in Autoradios ein ,
seit 2000 findet man sie auch in einem Timeport-Handy von Motorola . Im Februar
gründete Pioneer zusammen mit Sharp und SEL ( Semiconductor Energy Laboratoy )
das Joint Venture ELDis . Der Dreierverbund will TFT-Substrate in Sharps
Continious Grain Silicon-Technik ( CGS ) für organische Displays mit
Aktivmatrix-Ansteuerung herstellen und vermarkten . CGS hat eine sehr hohe
Elektronenbeweglichkeit ; das Substrat kann deshalb neben den Pixeltransistoren
die Treiberlogik und weitere Displayelektronik aufnehmen . Auf der SID zeigt
Pioneer ein erstes ELDis-Resultat : Mit wenig mehr als zwei Millimetern ist das
Display verblüffend dünn . Sony erregte Aufsehen mit einem 13-Zoll-OLED . Es
leuchtet laut Sony mit 300 cd/m2 und weist einen Kontrast von 200:1 auf . In
Konkurrenz zu dieser Technik zeigte Sony aber auch ein 13,2-zölliges
Feldemissionsdisplay ( FED ) gleicher Auflösung , das durch sehr hohe
Leuchtdichte ( 800 cd/m2 ) , sehr hohen Kontrast von 800:1 und ausgezeichnete
Farbsättigung besticht . eMagin nutzt die OLED-Technik von Kodak in
hochauflösenden Mikrodisplays . Die Firma bringt die organische Leuchtschicht
direkt auf einkristalline Siliziumchips auf . eMagin hatte zwei Displays in eine
EyeTrek-Brille von Olympus eingebaut . Die Massenproduktion der organischen
Mikrodisplays soll Ende des Jahres in Hopewell Junction starten ,
Entwicklungskits mit OLED-Display und Ansteuerlogik sind ab sofort für 6500
Dollar zu haben . Die Alternative zu organischen Leuchtanzeigen aus so genannten
Small Molecules sind die von Cambridge Display Technology ( CDT ) entwickelten
Polymer-LEDs . Die Bildqualität hinkt derzeit etwas hinterher , doch erhofft man
sich von Light Emitting Polymers ( LEP ) deutlich geringere Fertigungskosten .
Während die organischen Leuchtstoffe der SMOLEDs im Vakuum auf das Substrat
aufgedampft werden müssen , kann man das organische Material der LEPs in
Flüssigkeit auflösen und anschließend wahlweise per Spin Coating - also durch
Auftröpfeln auf die schnell drehende Substratfläche - oder im
Inkjet-Druckverfahren aufbringen . Toshiba überraschte die Branche mit der
Präsentation eines vollfarbigen Polymerdisplays . Der Newcomer im Bereich der
Plastikanzeigen druckt sein LEP ( Light Emitting Polymer ) auf ein TFT-Substrat
aus Low Temperature Polysilizium ( LTPS ) . Das 2,85-zöllige Display unterstützt
260.000 Farben und 64 Graustufen . Auch wenn das gezeigte Display noch etwas
blass wirkte , markiert es doch die Position von Toshiba im LEP-Business . Die
Firma will organische Displays bereits im April 2002 in Serie produzieren . Als
Dritter im Bunde führte Philips auf der SID " gedruckte " LEP-Displays vor . Vor
kurzem hat auch ein deutsches Unternehmen von CDT die Lizenz zur LEP-Fertigung
erworben : Osram Semiconductor , ein Gemeinschaftsuntenehmen von Osram und
Infineon , will kleine LEP-Displays zum Einbau in Handys und Autos herstellen .
Die Firma besitzt bereits eine Pilotanlage in San Jose und will noch dieses Jahr
eine LEP-Fab in Penang , Malaysia , in Betrieb nehmen . Die Hauptanwendungen für
organische Displays sieht Stanford Resources bei den mobile Appliances und im
Automobilsektor . Computex : USB 2.0 kontra IEEE 1394 Um mit Videostreams und
anderen schnellen und zeitkritischen Datenströmen von externen Geräten umgehen
zu können , braucht der PC eine schnelle , zuverlässige und möglichst universell
einsetzbare Schnittstelle . Diese sollte zudem industrieweit anerkannt sein ,
damit möglichst viele Geräte über sie nutzbar sind . Schön wäre es zudem , wenn
der Anschluss preiswert zu haben wäre und von einer breiten Palette von
Betriebssystemen unterstützt würde . Über diese zur etablierten USB-Version 1.1
( 12 MBit/s ) abwärtskompatible Schnittstelle sollen nicht nur Videokameras ,
Scanner und ähnliche Geräte mit hohem Datenaufkommen Anschluss an den PC finden
, sondern auch vergleichsweise unkritische Komponenten wie Tastaturen , Mäuse ,
Drucker und Co . Ein ausgeklügeltes Protokoll soll sicher stellen , dass jeder
Datenstrom mit der ihm gebührenden Aufmerksamkeit behandelt wird , damit sich
verschieden schnelle Geräte nicht ins Gehege kommen . Für ausreichend Anschlüsse
sorgt eine sternförmige Architektur mit kaskadierbaren Hubs . Damit sich die
neue USB-Version schnell im Markt etabliert , will Intel sie in alle zukünftigen
Chipsätze integrieren . Für den Übergang und als Nachrüst-Option für
existierende Systeme gab es auf der Computex in Taipeh bei diversen Herstellern
schon mal reichlich PCI-Steckkarten mit USB-2.0-Bridge zu bewundern . Diese
sollen laut Prospekt im allen gängigen Systemen funktionieren , seien es nun
x86-PCs oder Macs mit PCI-Steckplätzen . Bohrt man bei dem Anbietern etwas
genauer nach , so stellt sich aber schnell heraus , dass es momentan nur Treiber
für Windows 2000 gibt . Doch auch unter Windows 2000 kann USB 2.0 noch nicht
glänzen : Sobald mehrere Geräte verschiedener Hersteller ins Spiel kommen , hakt
es an allem Ecken und Enden . Jenseits des Prototyp-Stadiums fanden wir
lediglich Hubs . Hochauflösende Videokameras , die ja besonders von der großen
Bandbreite von USB 2.0 profitieren würden , entdeckten wir nur in Form von
Ankündigungen . Card-Reader zum Auslesen von Memorycards und -sticks gab es bei
einigen Herstellern ( Kouwell , Datafab ) immerhin als Prototypen zu sehen .
Warum man dafür allerdings ein Bussystem mit einer so hohen Bandbreite benötigt
, konnte niemand schlüssig erklären . Ganz anders sieht die Lage bei Geräten für
den IEEE-1394-Bus ( 400 MBit/s ) aus . Hier herrscht eine geradezu erdrückende
Vielfalt . PCI-Steckkarten mit bis zu sechs Ports kann praktisch jeder
Hersteller liefern . Ähnlich breit ist auch das Angebot an CardBus-Controllern ,
die Notebooks die 1394-Welt öffnen . Riesig die Auswahl von Videokameras mit
FireWire-Anschluss . Aus dem Rahmen des üblichen fiel hier das Modell S-Cam 400M
von Aplux . Über diesen lassen sich weitere 1394-Geräte kaskadieren , was die
Verkabelung der Wohnung oder des Büros wesentlich vereinfacht . Einfach und
unkompliziert , das sind ohnehin die Attribute , mit denen sich FireWire ,
respektiver IEEE 1394 schon seit geraumer Zeit schmücken darf . Das ist aber
auch nicht verwunderlich , da der gar nicht so neue Standard vornehmlich im
Consumer-Bereich zum Einsatz kommt . Insbesondere DV-Camcorder sind ausnahmslos
mit IEEE-1394-Anschluss ausgestattet . Da fragt man sich natürlich , warum Intel
nun unbedingt einen neuen Highspeed-Bus für den PC etablieren will . FireWire
ist bereits erprobt und gut eingeführt , es gibt ausreichend Komponenten an
Markt und die Kosten für eine 1394-Karte halten sich auch in Grenzen . Alles ,
was man dagegen bislang in Sachen USB 2.0 sieht , ist mehr oder weniger
unausgegoren . Was spricht also dagegen , 1394 die schnellen Datenströme zu
überlassen und langsamere Geräte wie bisher über USB anzuschließen ? VIA ,
Intels schärfster Rivale im Chipsatz-Geschäft , scheint diese Frage für sich
schon beantwortet zu haben . In alle neuen Chipsätze , so verriet uns VIA-CEO
Wen Chi Chen in einem Gespräch am Rande der Computex , wolle man nun FireWire
integrieren . Die bereits in USB 2.0 investierte Entwicklungsarbeit sei so zwar
verloren , doch dies verschmerze VIA gern im Interesse eines stabilen und vor
allem auch von der Consumer-Industrie akzeptierten High-Speed-Standards . Bleibt
eigentlich nur zu hoffen , dass auch Intel auch ein Einsehen hat und selbst
ebenfalls auf 1394 umschwenkt . Bis sich die Großen der Branche für einen
gemeinsamen Weg entschieden haben , bleibt für alle , die auf Nummer sicher
gehen wollen , nur der Griff zur Combo-Karte : Dieser etwa von IOI mit dem
Modell IOI-4801TL2 angebotene Kartentyp vereint einen 1394-Controller und einen
USB-2.0-Controller mit jeweils vier Ports auf einer PCI-Steckkkarte . Gefälschte
Office-Pakete noch im Handel Während der Kriminalfall bereits vor dem Aachener
Landgericht verhandelt wird , ist immer noch Ware aus derselben Quelle auf dem
Markt . Ein EDV-Fachhändler berichtete der c't-Redaktion , er habe am heutigen
Mittwoch , 9. Juni , im Großhandel eine Anzahl angeblicher OEM-Pakete von
Microsoft Office 97 Professional erworben , die sich als gefälscht erwiesen
hätten . Sein Verdacht bestätigte sich beim Vergleich der Codes auf den
Innenringen der CDs mit den von Microsoft veröffentlichten Fälschungsmerkmalen .
Stoiber-Rede über Auswirkungen des Internet Mit einem Vortrag des bayerischen
Ministerpräsidenten Edmund Stoiber ( CSU ) wird am heutigen Montag in München
der Bayern Online Kongress eröffnet . Im Mittelpunkt der zweitägigen
Veranstaltung stehen die Auswirkungen des Internets auf das Arbeitsleben und die
Verwaltung . In verschiedenen Vorträgen und Diskussionsveranstaltungen geht es
unter anderem um moderne Arbeitsformen wie die Telearbeit . Bayerns
Wirtschaftsminister Otto Wiesheu will in einem Vortrag die Chancen aufzeigen ,
die die Informationstechnologie gerade mittelständischen Unternehmen bietet .
Der Kongress wird von verschiedenen Unternehmen der Informationstechnologie in
Zusammenarbeit mit der Bayerischen Staatsregierung veranstaltet und findet zum
vierten Mal statt . Comcast würde damit zum weltweit führenden Anbieter von
Breitband-Diensten aufsteigen . Ein Sprecher von AT&T sagte , der Konzern habe
nicht die Absicht , sein Breitbandgeschäft zu verkaufen . Das Angebot von
Comcast werde aber geprüft . Nach Angaben von Comcast würden AT&T-Anleger nach
dem Übernahmemodell für die Breitbandsparte Comcast-Aktien im Wert von 12,60
Dollar je Anteilsschein erhalten . Gleichzeitig könnten sie Aktionäre der
AT&T-Kommunikationssparte bleiben . Damit würden die Aktionäre mehr als die
16,80 Dollar erhalten , die ein AT&T-Papier nach der Abspaltung der
Mobilfunktochter wert sei , teilte Comcast mit . Marktforscher : Apple wieder
Nummer 1 im US-Schulmarkt Nach zeitweiligen Verlust der Führung an den
Konkurrenten Dell hat Apple Computer die Spitzenposition im US-amerikanischen
Schulmarkt zurückerobert . Dies berichtet der Newsdienst MacCentral unter
Berufung auf eine Erhebung des Marktforschungsunternehmens Quality Education
Data ( QED ) . Im vergangenen Oktober hatte Dell sich auf Basis einer Statistik
von Dataquest zum Marktführer in dem traditionell von Apple dominierten Segment
erklärt . Auch die Marktforscher von QED haben dem Bericht zufolge Dell im
vergangenen Schuljahr in Führung gesehen . In der Zahl der an den Schulen
installierten Systeme überflügelt Apple den Wettbewerber um mehr als den Faktor
zwei . Firmen fürchten Datenklau Die deutschen Unternehmen fürchten zunehmend
Angriffe von Crackern auf ihre Betriebsdateien . Bei den Sicherheitsrisiken für
die deutsche Wirtschaft stufen die Firmen das Problem wachsender
Computerkriminalität bereits an dritter Stelle hinter Diebstahl und
Schwarzarbeit ein . Das ergab eine Umfrage der Mainzer Vereinigung für die
Sicherheit der Wirtschaft zusammen mit der Fachzeitschrift WIK . Von rund 200
befragten Unternehmen - darunter auch Opel , Siemens , und Daimler-Chrysler -
glauben 81 Prozent , daß die Fälle illegaler Datenbeschaffung oder Datensabotage
künftig deutlich zunehmen werden . 60 Prozent gaben an , in den letzten zwei
Jahren Computerkriminalität im eigenen Haus gehabt zu haben . 40 Prozent der
Betriebe wollten deshalb ihre EDV-Anlagen und Dateien verstärkt vor illegalen
Zugriffen von außen oder innen schützen . Die gesamten Kosten für die deutsche
Wirtschaft zum Schutz vor Computerkriminalität wurden aber nicht ermittelt . Die
Mainzer Vereinigung wies darauf hin , daß überwiegend große und mittlere
Unternehmen befragt wurden . Industrie gegen Rundfunkgebühr fürs Internet Der
Streit über die Abgabenpläne von Finanzminister Hans Eichel im Zusammenhang mit
verschiedenen Formen der Internet-Nutzung geht weiter . Die Einführung von
Rundfunkgebühren für multimediale Personal Computer mit Rundfunk- und
Fernsehempfang sei contraproduktiv , erklärte der Bundesverband der Deutschen
Industrie ( BDI ) am Dienstag in Berlin . Damit stärke Eichel diejenigen
Bundesländer , die auf erhebliche Mehreinnahmen zu Gunsten der Rundfunkanstalten
aus der Internetnutzung am Arbeitsplatz hoffen , sagte Carsten Kreklau ,
Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung . Damit sei die Bundesregierung von der
notwendigen Reform der Medienordnung weit entfernt . " Wenn jetzt nicht
eingeschritten wird , erklären die Länder demnächst auch multimediafähige Handys
zu Rundfunkgeräten " , sagte Kreklau . Das Aktionsprogramm der Bundesregierung ,
in dem sie für eine möglichst lastenfreie Anwendung der neuen Medien werbe , wie
auch die Absichtserklärungen der EU und des G8-Gipfels von Okinawa zur
Informationstechnologie dürften keine Lippenbekenntnisse bleiben . Eichel hatte
der " Bild am Sonntag " gesagt : " Sollten die Menschen Rundfunk und Fernsehen
zunehmend über das Internet nutzen , muss man darauf mit den Rundfunkgebühren
reagieren , sonst gibt es bald nur noch Big Brother " . US-Plattenindustrie
dringt auf schnelles Napster-Urteil Während die einst populäre Musiktauschbörse
Napster ihr neues Abonnement-Geschäftsmodell propagiert , dringt die
US-Musikindustrie auf Schadenersatzzahlungen . Die RIAA ( Recording Industry
Association of America ) hat bei Bezirksrichterin Marilyn Patel in San Francisco
eine Verurteilung wegen Urheberrechtsverletzungen beantragt . Nach
US-Medienberichten vom Mittwoch erklärt der Verband in einer gerichtlichen
Eingabe , dass Napster bewusst das Copyright verletzt und von dem kostenlosen
Austausch der Musikstücke finanziell profitiert habe . Die Industrie hat eine
Anhörung für den 1. Oktober beantragt . Richterin Patel hatte die
Tauschgeschäfte der Musikbörse im vergangenen Jahr für illegal erklärt . Nach
ihrem Urteil darf Napster erst wieder den Betrieb aufnehmen , wenn
sichergestellt ist , dass geschützte Musiktitel aus dem Angebot zu 100 Prozent
herausgefiltert werden . Napster hatte Anfang Juli das Musikangebot selbst vom
Netz genommen , um nach eigenen Angaben eine neue Filter-Software zu
installieren . Mitte Juli erlaubte ein Berufungsgericht dem Unternehmen , seinen
Online-Service wieder aufzunehmen . Noch in diesem Sommer will Napster seinen
neuen kostenpflichtigen Mitgliederservice testen . Die Musiktauschbörse arbeite
unter Hochdruck daran , aus dem ehemaligen Gratisangebot ein funktionierendes
Unternehmen zu machen , sagte der neue Napster-Geschäftsführer Konrad Hilbers
dem Hamburger Magazin Stern in einem am Mittwoch vorab veröffentlichten
Interview . " Napster ist nicht tot . " Für fünf Dollar im Monat sollen
Napster-Nutzer in Zukunft Musikstücke tauschen können . MobilCom mit 33 Prozent
Umsatzplus Der Telekommunikationsanbieter MobilCom hat im ersten Halbjahr 2001
ein Umsatzplus von 33 Prozent verbucht . Liberty Media will Kabelprogramm in
einem Jahr starten Nach dem Kauf der Kabelnetze der Deutschen Telekom will das
US-Unternehmen Liberty Media in rund einem Jahr in Deutschland auf Sendung gehen
. Der Einstiegspreis werde für Kabelkunden " irgendwo zwischen 20 und 30 Mark
liegen , inklusive des Decoders " , sagte Liberty-Chef John Malone dem
Nachrichtenmagazin Der Spiegel . Mit Blick auf die bevorstehende Prüfung des
Kaufs durch das Bundeskartellamt warnte Malone zugleich im Nachrichtenmagazin
Focus : " Wenn wir feststellen , dass unsere Vision vom Aufbau eines neuen
Dienstleistungsbereichs an den Regulatoren und an einem unfreundlichen Klima
scheitern , werden wir aus dem Vertrag aussteigen müssen . " Das
Bundeskartellamt muss bis Anfang Oktober entscheiden , ob eine vertiefte Prüfung
des Geschäfts eingeleitet wird . Dem Spiegel sagte Malone , er erwarte , " dass
wir etwa fünf bis sechs Monate brauchen , um den ganzen Regulierungskram zu
erledigen und den Kauf juristisch abzuwickeln " . Ein weiteres halbes Jahr werde
gebraucht , um eine ausreichende Zahl von Decodern zu bekommen . Malone wies in
dem Focus-Interview Befürchtungen zurück , Liberty könnte deutsche Programme aus
dem Kabelfernsehen verdrängen . " Wir werden nicht in Denver entscheiden , was
im deutschen Kabelfernsehen ankommt - sicher streichen wir nicht die Sender ,
die in Deutschland gefragt und beliebt sind . " Malone will auch mit dem
Medienunternehmer Leo Kirch ins Geschäft kommen , der einen großen Teil der
deutschen Pay-TV-Rechte besitzt . " Kirch hat sich festgefahren , er braucht uns
, definitiv " , sagte Malone dem Spiegel . Laser-Premiere bei Zeiss Jena Mehrere
tausend Menschen erlebten am Samstag nach Unternehmensangaben eine technische
Weltpremiere in der Carl Zeiss Jena GmbH . In der Planetariumskuppel wurde laut
Zeiss erstmals eine neue Laser-Technik öffentlich gezeigt , mit der farbige
Video- und Computerbilder auf eine halbrunde Fläche projiziert werden können .
Mit dem " Laser Alldome " ließen sich Planeten , kosmische Nebel oder
Weltraumflüge simulieren , sagte Firmensprecher Lothar Janiak . Die Premiere
gehörte zum Programm eines " Tags der offenen Tür " , mit der die Thüringer
Tochter des Optik- und Elektronikkonzerns Carl Zeiss Oberkochen ihr zehnjähriges
Bestehen beging . Rund 19.000 Besucher nutzten nach Angaben von Janiak die
Chance , sich über die Geschäftsbereiche zu informieren und hinter die Kulissen
zu schauen . Die knapp 1700 Mitarbeiter bauen Mikroskope , Geräte für Augenärzte
, Planetarien und optische Systeme für die Halbleiterindustrie . Die neue
Planetariumstechnik basiert auf einer Entwicklung der Schneider Laser
Technologie AG in Gera . Wired : Totale Copyright-Kontrolle per US-Gesetz In den
USA wird ein Gesetz vorbereitet , das den Einbau von Kopierschutztechnik in
sämtliche PCs und Geräte der Consumer-Elektronik erzwingen soll . Wie das
Online-Magazin Wired berichtet , sollen damit alle Arten von digitalem Content
wie Musik , Video und eBooks erfasst werden . Der US-Senator Fritz Holling ,
einflussreicher Vorsitzender des Senats-Handelsausschusses , werde im Herbst den
Entwurf des so genannten Security Systems Standards and Certification Act (
SSSCA ) einbringen , schreibt das Magazin . Danach wäre es künftig in den USA
rechtswidrig , Computerausrüstung herzustellen oder zu verkaufen , die keine
zertifizierte Kopierschutztechnik enthält und anwendet . Was die Lobbyisten der
Content-Industrie mit der Unterstützung durch Holling durchsetzen wollen , wäre
eine Verschärfung und Ausweitung des umstrittenen Digital Millennium Copyright
Act ( DMCA ) von 1998 . Nach diesem Gesetz steht beispielsweise der russische
Programmierer Dmitry Sklyarov in den USA vor Gericht , der eine Sicherheitslücke
bei eBooks aufgedeckt hatte . Verschiedene Hersteller haben längst mit dem
Einbau von Kopierschutztechnik begonnen , sogar in Festplatten . Kritische
Stimmen warnen vor einer Entrechtung des Verbrauchers , fanden jedoch bisher in
der breiten Öffentlichkeit nur wenig Aufmerksamkeit , weil die Konsequenzen für
die meisten Anwender noch nicht deutlich sichtbar sind . Der Internet-Aktivist
und Gründer der Electronic Frontier Foundation ( EFF ) John Gilmore erläuterte
vor einigen Monaten in einem c't-Artikel seine Auffassung davon , " Was falsch
ist am Kopierschutz " . Weltweiter PC-Absatz wächst um 25 Prozent Nach der
jüngsten Prognose von IDC werden im dritten Quartal 1999 weltweit 25 Prozent
mehr PCs verkauft als im Vergleichszeitraum des Vorjahres . Das
Wirtschaftsforschungsinstitut korrigiert damit seine bisherige Voraussage nach
oben , nachdem im zweiten Quartal eine unerwartet hohe Steigerung von 27 Prozent
eingetreten war . In Europa wird der PC-Markt nach Stückzahlen um 16 Prozent
wachsen , meint IDC . In Asien dürften es sogar 33 Prozent sein . Die
PC-Hersteller Dell , IBM , Gateway und Apple sind nach Ansicht der Marktforscher
am besten positioniert , um von der starken Nachfrage nach Consumer-PCs und
Rechnern für kleine Unternehmen zu profitieren . Fischer : Wissensrevolution
spaltet die Gesellschaft Vor der Gefahr einer gesellschaftlichen Spaltung beim
Übergang von der Industrie- in die Wissensgesellschaft hat Bundesaußenminister
Joschka Fischer gewarnt . Dieser revolutionäre Übergang drohe die Gesellschaft
in die Klassen der Wissenden und Nicht-Wissenden zu spalten , sagte Fischer bei
der Eröffnung der 4. Deutsch-Niederländischen Konferenz am Donnerstag in
Duisburg . Bereits jetzt vergrößere sich die Kluft zwischen " wissensnahen
Gruppen , die über das Privileg eines stetigen Zugangs zu Wissen verfügen , und
denjenigen , die den Anschluss an die moderne Informationswelt zusehends
verlieren " , sagte Fischer . Angesichts der wachsenden Informationsflut komme
der Bildungspolitik aber die wesentliche Aufgabe zu , Methoden der Bewertung und
Gewichtung zu vermitteln . Fischer regte die Entwicklung eines europäischen
Bildungsmodells an , das Europa global wettbewerbsfähig mache . Der
nordrhein-westfälische Ministerpräsident Wolfgang Clement warnte vor
Befürchtungen , eine moderne Wissensgesellschaft werde nur noch aus " neuen
Selbstständigen und Egoisten " bestehen . Die regelmäßig stattfindenden
Deutsch-Niederländischen Konferenzen wurden 1994 vom damaligen
Bundesaußenminister Klaus Kinkel und seinem ehemaligen niederländischen
Amtskollegen Pieter Kooijmans ins Leben gerufen . 9.9.99 ohne Computerausfälle
Rund 16 Wochen vor dem Jahrtausenddatumswechsel hat das erste angebliche
kritische Datum 9.9.99 offenbar keine Computerausfälle verursacht . " Wir haben
keine Erkenntnisse über Computerprobleme in Deutschland " , sagte Michael
Dickopf vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik am Donnerstag in
Bonn . Im Vorfeld hatte es einige Warnungen vor Programmabstürzen mit der
Begründung gegeben , die Ziffernfolge 9999 könnte als Ende-Anweisung
missinterpretiert werden . Behörden und Unternehmen nutzten den Tag als
Vorbereitung auf den weit mehr gefürchteten Jahr-2000-Fehler . Nach den Worten
des BSI-Sprechers kann aber keine Entwarnung für den Neujahrstag 2000 gegeben
werden . Lebenszeichen von CompuServe In München plauderte
CompuServe-Geschäftsführer Dr. Klaus Hommels über die Zukunft des
Online-Pioniers in Deutschland . Sechs Monate nach der Übernahme durch AOL sei
die Konsolidierungsphase abgeschlossen : " Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht
" . Unrentable Verträge etwa für Web-Hostings habe man gekündigt , der
Personalabbau sei ebenfalls gestoppt . Statt dessen wolle CompuServe Anfang
nächsten Jahres wieder neue Mitarbeiter einstellen , vor allem als
Online-Redakteure . Mit eigenen redaktionellen Leistungen will CompuServe sein
Profil als Dienst für professionelle Anwender stärken . Das Verhalten der
verbliebenen 250.000 Kunden in Deutschland deutet laut Hommels darauf hin , daß
vorwiegend Profis CompuServe nutzen . Die meisten Einwahlen erfolgen so um 9:30
Uhr und um 13:30 - also zu Arbeitsbeginn und nach der Mittagspause . Deshalb
stehe der Mutterkonzern Bertelsmann auch weiterhin zur Zwei-Marken-Strategie im
Online-Geschäft mit dem auf Privatkunden ausgerichteten AOL und CompuServe . Für
das laufende Geschäftsjahr rechnet man noch mit herben Verlusten , doch ab Mai
1999 erwartet CompuServe auch wieder Gewinne . Um dieses Ziel zu erreichen , ist
ab Anfang nächsten Jahres wieder aktives Marketing geplant , eine vollständig
neue Zugangssoftware soll es spätestens im Februar geben . Der neue Client
befindet sich momentan im Alpha-Stadium , soll aber schon in den nächsten Wochen
für breitere Beta-Tests verfügbar sein . Zur Systems will CompuServe außerdem
die Zahl der Einwahlknoten mindestens vervierfachen . Damit wäre dann auch eine
bundesweit einheitliche Einwahl zum Ortstarif denkbar . Microsoft-Prozeßbeginn
verschoben Der Kartellrechts-Prozeß gegen den Software-Giganten Microsoft , dem
das amerikanische Justizministerium und 20 US-Bundesstaaten wettbewerbswidrige
Praktiken vorwerfen , verzögert sich weiter . Der Richter ordnete außerdem an ,
daß Microsoft den Regierungsstellen Zugang zu internen Datenbanken in seinem
Redmonder Hauptquartier gewähren muß . Das Justizministerium will sich auf
diesem Weg weitere Aufschlüsse über die Preispolitik der Firma verschaffen .
Mobilfunk in Deutschland am teuersten Der weltweite Handy-Boom hält an . Schon
in zwei Jahren könnte es mehr Handy- als Festnetzanschlüsse geben , schreibt die
Weltorganisation für Telekommunikation ( ITU ) in ihrem Jahresbericht , der am
heutigen Samstag zur Eröffnung der weltgrößten Telekommunikationsmesse Telecom
99 in Genf veröffentlicht wurde . In Deutschland ist das Telefonieren mit dem
Handy mit Abstand am teuersten . Die monatlichen Gebühren und je 50
Telefonminuten zum Hoch- und Niedrigtarif kosten in Deutschland im Schnitt 62
Dollar , in Kanada 24 Dollar , in den USA 25 Dollar , in Frankreich 34 Dollar
und in Schweden 43 Dollar . Die ITU untersuchte für diese Studie 28 Märkte . Im
Normaltarif kostet die Minute in Deutschland im Schnitt 0,73 Dollar , in den
Niederlanden dagegen nur 0,13 Dollar . " Die Nachfrage nach Mobildiensten ist in
den meisten OECD-Ländern so groß , dass die Anbieter die Preise nicht senken
mussten , um neue Kunden zu finden " , schreibt die ITU . Weltweit fallen die
Preise für Mobiltelefonie im Schnitt um vier Prozent im Jahr . Jeden Tag werden
250000 neue Mobil-Teilnehmer angeschlossen . Die Gesamtzahl liegt weltweit bei
400 Millionen . Während sich aber die Zahl der Handy-Nutzer weltweit alle 20
Monate verdoppelt , stagniert die Zahl der Festnetzanschlüsse in den meisten
Industrieländern . Im nächsten Jahr sollen es 15 Millionen sein . In Finnland ,
Italien , Kambodscha und Korea gibt es nach Angaben der ITU inzwischen mehr
Mobil- als Festanschlüsse . In Finnland haben 57 von 100 Einwohnern ein Handy ,
in Deutschland 17 . Mehr in Telepolis MCI-WorldCom will angeblich nach Europa
MCI-WorldCom will schon in kurzer Zeit in Europa ein ähnlich leistungsstarkes
Telefonnetz aufbauen wie in den USA , berichtet das Nachrichtenmagazin " Der
Spiegel " in seiner neuen Ausgabe . Die Chancen , Unternehmen wie die Deutsche
Telekom oder der spanischen Telefonica Marktanteile abspenstig zu machen , hält
Ebbers für hervorragend : Das europäische Telefongeschäft sei nach wie vor von
schwerfälligen ehemaligen Staatsmonopolisten beherrscht . Die meisten von ihnen
, so Ebbers , hätten im Falle eines Übernahmeversuches durch eine
US-Gesellschaft " kaum eine Überlebenschance " . G4 mit 500 MHz wegen Fehlern
verspätet Der G4-Prozessor von Motorola weist angeblich Fehler auf , die ab 500
MHz Taktfrequenz zutage treten . Das US-Magazin MacWeek rechnet damit , daß
Apple deshalb den angekündigten Liefertermin für seine neuen G4-Modelle mit 500
MHz nicht wird halten können . Die Bugs können nach Informationen des Magazins
zu Datenkorruption im Prozessor-Cache führen . Bei niedrigeren Taktfrequenzen
trete der Effekt nicht auf , heißt es . Motorola empfehle bei Betrieb ab 500 MHz
behelfsweise , das "GlobalWaitR"-Register zu aktivieren , wodurch das
Chip-Timing generell verlangsamt und das Problem umgangen werde . MacWeek beruft
sich auf Auskünfte der Motorola Support Hotline , die bestätigt habe , dass die
Fehler in der derzeitigen Chiprevision 2.6 auftreten und in der Revision 2.8
ausgeräumt sein sollen . Während G4-Macs mit 450 MHz in den USA bereits im
Handel sind , hatte Apple die Auslieferung der 500-MHz-Modelle zunächst für Ende
Oktober angekündigt . Die revidierte Version des Prozessors wird dem Bericht
zufolge jedoch erst im Dezember zur Verfügung stehen , sodass Apple bis dahin
vermutlich nur die 450-MHz-Variante des G4-Mac liefern kann . Plattenbranche
verlangt Sonderabgabe für CD-Brenner Plattenfirmen , Musikverlage und Künstler
wollen in einem Musterverfahren eine hohe Sonderabgabe auf CD-Brenner erkämpfen
. Das berichtet " Der Spiegel " in seiner neuesten Ausgabe . Vor dem Patent- und
Markenamt in München fordere die Zentralstelle für private Überspielungsrechte
vom Hersteller Hewlett-Packard rückwirkend zum 1. Januar 1998 exakt 20,50 Mark
für jedes in Deutschland verkaufte Gerät . Die Zentralstelle ist eine
Inkasso-Firma von Verwertungsgesellschaften wie der Gema . Hintergrund des
Streits ist der zunehmende Trend bei vielen Computer-Benutzern , vor allem
Pop-CDs lieber billig zu kopieren , als teuer zu kaufen . Hewlett-Packard lehne
solche Pauschal-Abgaben , wie sie in den 60er Jahren für Tonbandgeräte
eingeführt wurden , komplett ab , schreibt das Blatt weiter . Die Musikindustrie
solle lieber selbst die Kontrolle über unliebsame Raubkopien zurückgewinnen ,
argumentiere die Münchner Anwaltskanzlei Poll & Ventroni im Auftrag der
Hersteller von CD-Brennern . Moderne Verschlüsselungstechnologien erlaubten es ,
" private Vervielfältigungen wirkungsvoll zu kontrollieren und individuell
abzurechnen , ohne in die Privatsphäre der Nutzer einzugreifen " . Rock-Marathon
gegen Hunger und Elend Die Rockgruppe Eurythmics hat am Samstagabend in London
ein elfstündiges Konzertmarathon mit zahlreichen Superstars der Musikszene
eröffnet . Sie unterstützen damit die Stiftung " NetAid " , die die Konzerte
live ins Fernsehen , Radio und auch ins Internet bringt . NetAid wurde vom
Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen ins Leben gerufen und soll Geld für
verschiedene Zwecke einspielen . Die Initiative will mit dem
länderübergreifenden Projekt Menschen zusammenbringen , um " den Hunger zu
beenden , Flüchtlingen zu helfen , die Umwelt zu schützen , Menschenrechte zu
sichern und die Verschuldung zu verringern " . Radiostationen in 132 Ländern
seien dabei , teilten die Veranstalter mit . Außerdem wird das Projekt im
Internet zu verfolgen sein . Nach Angaben des Hauptsponsors Cisco , weltweit
führender Anbieter von Netzwerktechnologie , ist die Übertragung die vermutlich
größte in der Geschichte des Internets . Bis zu 125000 Nutzer sollten sich
gleichzeitig einloggen können , um das Geschehen am Monitor zu verfolgen . Ein
geringer Teil kommt an einigen Universitäten in den Genuss von Bildern in
Fernsehqualität : Sie sind über das schnelle " Internet2 " verbunden , das große
Datenmengen übertragen kann . Der weitaus größte Teil der Internet-Nutzer muss
sich aber mit unscharfen Bildern in Dia-Größe zufrieden geben , wenn das
Einloggen auf www.netaid.org überhaupt gelingt . Die Web-Site kann nach Angaben
der Veranstalter darüber hinaus bis zu 1000 Spenden pro Sekunde annehmen .
Kongressmesse zum " intelligenten Haus " Im Berliner Kongresscentrum ICC beginnt
heute die Kongressmesse e-home mit Trends für das intelligente Haus .
Vorgestellt werden Systeme für automatisierte Abläufe im privaten Bereich durch
vernetzte Anwendungen . Die e-home , die laut Messe Berlin weltweit einzigartig
ist , wird von Wirtschaftssenator Wolfgang Branoner eröffnet . Schwerpunkt seien
konkreten Wünsche der Verbraucher statt utopischer Technikentwürfe . Dazu zählen
Sicherungssysteme für Häusern und Wohnungen oder Energieeinsparung durch
computergesteuerte Heizungen und Lüftungssysteme . Ein Beispiel für den Haushalt
von Morgen wird vor dem ICC gezeigt . In einem Truck kann die " vernetzte Küche
" begutachtet werden . Störungen und Fehlfunktionen würden sofort erkannt und
teilweise online behoben . Systeme für ein intelligentes Haus werden nach
Meinung von Experten in den kommenden Jahren zu einem Milliardenmarkt . Schröder
: IT-Branche wird wichtigster Wirtschaftszweig Die deutsche Informations- und
Telekommunikationsbranche ist nach Ansicht von Bundeskanzler Gerhard Schröder
der entscheidende Wirtschaftszweig der Zukunft . Angesichts des derzeitigen
Fachkräftemangels der Branche sprach sich Schröder für eine verstärkte
Zuwanderung aus . Dabei gehe es nicht nur um qualifiziertes Personal , sondern
auch um den Kontakt zum internationalen Markt . Rechte Gewalt gegen Ausländer
gelte es entschieden zurückzuweisen . Die jüngsten Übergriffe seien nicht nur
menschlich verwerflich , ihre Bekämpfung sei auch ein ökonomisches Gebot , "
sonst kommen wir auf den internationalen Märkten in Schwierigkeiten " , sagte
Schröder vor rund 1500 geladenen Gästen . Wer in Deutschland Arbeit suche ,
müsse die Verfassung respektieren , sich an Recht und Gesetz halten sowie sich
ernsthaft bemühen , die deutsche Sprache zu erlernen . Auch auf dem Gebiet der
Aus- und Fortbildung gelte es die Anstrengungen massiv zu verstärken . Aldi-PC
im c't-Labor Der neueste Aldi-PC ist einen Tag vor Verkaufsbeginn auf dem
Prüfstand der c't-Redaktion eingetroffen . Bei der ersten Durchsicht bestätigten
sich die bereits vor einer Woche gemeldeten technischen Daten . Der Prozessor
ist mit 500 MHz getaktet , 64 MByte Hauptspeicher und eine 14,2-GByte-Festplatte
werden mitgeliefert . Es bestätigte sich ebenfalls die Befürchtung , dass der
AGP-Grafikadapter Nvidia Riva TNT2 M64 auf der Hauptplatine integriert ist .
Auch der Soundchip befindet sich auf dem Motherboard . Lesen Sie den
detaillierten Testbericht auf der c't-Homepage . Leipziger Richter nahm
Microsoft beim Wort Bei dem heutigen Prozess vor dem Leipziger Landgericht
handelten die Anwälte einen Vergleich aus , wonach das Unternehmen in den
kommenden vier Jahren insgesamt 100.000 DM in Raten erhalten wird . Der
vorsitzende Richter der 5. Zivilkammer Gerulf Mende zitierte
Microsoft-Sprecherin Martina Wiemer bezüglich der Vergleichsbereitschaft des
Hauses direkt aus der Leipziger Volkszeitung und drängte so die
Microsoft-Anwältin Dr. Katharina Scheja , auf einen realistischen Kompromiss
einzugehen . Der muss allerdings noch von der Firmenzentrale in Redmond
abgesegnet werden . Ein Schreiben des Advokaten , in welchem er Microsoft unter
Drohung mit einer Pressekampagne à la " David gegen Goliath " zur Vernunft hatte
bringen wollen , landete umgehend auf dem Tisch des Richters . So war die
Hartleibigkeit des Branchenriesen nicht zu brechen . Am Ende ist sein Konzept
aber wohl doch noch aufgegangen , denn die nun anstehende Zahlung trifft seine
noch relativ jungen Mandanten zwar hart , verschafft ihnen jedoch die Aussicht ,
die Sache in einer absehbaren Zeit ausgestanden haben zu können . Wenn sie ihre
Raten pünktlich zahlen , wird Microsoft im Gegenzug auf die Forderung von 10,53
Millionen verzichten . Der lag zwar gerade mal bei ca. 1,35 DM , als die
Fälscher zu Werke gingen , ist aber mittlerweile auf ca. 1,88 DM gestiegen .
Dieses Kursrisiko tragen in diesem Falle die Schadensstifter . Die müssen
obendrein auch noch die Prozesskosten von insgesamt ca. 200.000 DM blechen . So
richtig gelohnt hat sich der Prozess eigentlich nur für die Juristen . Microsoft
läßt Scientology-Gespräch platzen Die für Donnerstag , 9. Dezember , geplante
Unterredung zwischen Microsoft und Mitarbeitern der katholischen Kirche über die
Mitwirkung der Scientology-Firma Executive Software an Windows 2000 hat nicht
stattgefunden . Die deutsche Microsoft-Niederlassung hat den Termin kurzfristig
abgesagt . Nach c't-Informationen wollten auch Vertreter des Bundesamtes für
Sicherheit in der Informationstechnik ( BSI ) an der Besprechung teilnehmen .
Doch in der Münchener Filiale des Software-Riesen war man offenbar pikiert
darüber , dass der Gesprächsstoff im Vorfeld in die Presse gelangt war . Ein
Gesprächspartner habe " es vorgezogen , die Diskussion in der Öffentlichkeit zu
führen " , kommentierte Firmensprecher Kurt Braatz . " Wir schließen uns dem an
. " Die bayerische Staatsregierung etwa hatte bisher die Vergabe öffentlicher
Aufträge , " die ein besonderes Vertrauensverhältnis voraussetzen " , von der
Abgabe einer Schutzerklärung abhängig gemacht . Ein Hindernis für die Einführung
von Windows 2000 , das sich bei der Staatsregierung bereits im Beta-Test
befindet , ergibt sich aus dieser Praxis nach Darstellung des bayerischen
Innenministeriums jedoch nicht . Vielmehr sei die Entscheidung von dem Ergebnis
einer Sicherheitsprüfung abhängig , die derzeit durch das BSI durchgeführt werde
. Beim BSI ist man zwar über das Thema informiert , will dazu aber keinen
Kommentar abgeben . Auch wird das Amt die in Bayern erwartete
Unbedenklichkeitsbescheinigung für Windows 2000 mit dem integrierten " Diskeeper
" von Executive Software wohl nicht ausstellen . " Ohne Quellcode können wir gar
nicht prüfen " , sagte BSI-Sprecher Michael Dickopf . " Das wäre unseriös . "
Dazu erklärte Microsoft-Sprecher Braatz , der Vertrag mit Executive Software
gestatte es Microsoft nicht , dem BSI die Programmquellen zur Prüfung zu
überlassen . ( Hans-Peter Göhring ) TV und Internet in Harmonie Fernsehen und
Internet kommen sich näher . Der Fernseher sei sogar eine ideale Plattform für
die Internetnutzung zu Hause , meint die Gesellschaft für Unterhaltungs- und
Kommunikationselektronik ( gfu ) . Neueste Untersuchungen in den USA hätten
außerdem ergeben , dass das Internet dem Fernsehen keine Konkurrenz mache : Der
fortgeschrittene Surfer spare viele Stunden bei Computer-Bankgeschäften und
Online-Einkäufen , die er dann im TV-Sessel verbringen könne . Sachsens
Hochschulen führend in IKM-Fächern Die sächsischen Hochschulen sind laut einer
Studie bei der Ausbildung in der Informations- , Kommunikations- und
Medienwirtschaft ( IKM ) deutschlandweit führend . Nach dem Bericht gab es im
Wintersemester 1998/99 in Sachsen rund 13.300 Studenten in den IKM-Fächern . Das
sei im Vergleich zu 1997/98 ein Zuwachs von mehr als 1100 . Damit nehme der
Freistaat noch vor Baden-Württemberg ( 15,7 Prozent ) Platz eins ein , sagte
Schommer . Im Juni 1999 seien in Sachsen 66 Studienmöglichkeiten auf diesem
Gebiet gelistet gewesen . Unter dem Bundesdurchschnitt ( 55 Prozent ) lag
Sachsen bei der Ausstattung der Haushalte mit Personalcomputern . 930.000
Haushalte ( 45 Prozent ) besaßen im Oktober 1999 einen PC . Das seien jedoch
mehr als dreimal so viele wie 1993 . 37 Prozent der PC-Besitzer im Freistaat
hatten auch einen Internet-Zugang . Der Bundesdurchschnitt liege hier allerdings
bei rund 53 Prozent , hieß es weiter . Die Unternehmen müssten noch stärker die
Chancen nutzen , die Internet , elektronischer Geschäftsverkehr und Telearbeit
bieten , sagte Schommer . 89-Mark-Flatrate nur ein Versehen Die Firma CompuTEAM
Online Services GmbH hat ihr am gestrigen Sonntag veröffentlichtes
Flatrate-Angebot überraschend wieder zurückgezogen . Offenbar ist man bei der
Kalkulation von falschen Zahlen ausgegangen . Mit einem Preis von 89 Mark im
Monat für den Internet-Zugang inklusive Telefongebühr wäre es der derzeit
billigste Pauschaltarif in Deutschland gewesen . Geschäftsführer Dirk Schrader
teilte per E-Mail mit : Wir werden diese Flatrate nicht realisieren können . Wir
bedauern diesen Fehler sehr ! Bitte teilen Sie den Lesern Ihrer Dienste dieses
mit . Schrader war zu einer telefonischen Stellungnahme zunächst nicht zu
erreichen . Microsoft-Office für Mac OS X im Herbst Microsoft will im Herbst
eine Version seiner Office-Suite für Apples Mac OS X auf den Markt bringen .
Beobachter werten diese Ankündigung des Softwaregiganten als einen großen Erfolg
für Apple . Die Verfügbarkeit der populären Office-Suite wird als ein Schlüssel
für die schnelle Akzeptanz von Apples neuer Betriebssystemgeneration betrachtet
. Gestern hatte Apple-CEO Steve Jobs zum Auftakt der MacWorld Expo in San
Francisco bekannt gegeben , dass die finale Version von Mac OS X ab 24. März
erhältlich sein wird . Ab Juli will Apple das Betriebssystem mit Unix-Kern auf
allen Macs standardmäßig vorinstallieren . 350 Programme für Mac OS X seien
bereits angekündigt , 400 Software-Hersteller hätten sich zu dem neuen System
bekannt , sagte Jobs . Run auf Billig-Telefontarife Nach den Zahlen liegt
Teldafax nur noch knapp hinter Arcor und MobilCom , die das Feld der
Telekom-Konkurrenten derzeit anführen . Bezahlen müssen die Kunden die günstigen
Preise derweil immer öfter mit Besetztzeichen . Teldafax plant daher bis Ende
April und dann nochmals bis Ende des Jahres eine Verdoppelung der
Leitungskapazitäten . Strategisch wähnt sich Teldafax derweil auf gutem Kurs :
Im Gegensatz zu MobilCom und Arcor plant die Firma keinen Einstieg in das
Geschäft mit den Ortsgesprächen . Es gilt als wesentlich investitionsintensiver
und langatmiger als das Geschäft mit den Ferngesprächen . In Anspielung an die
jüngste Entscheidung der Regulierungsbehörde , den Mietpreis für
Ortsnetzleitungen zu erhöhen , heißt es : " TelDaFax hat den
Ortsgesprächsverkehr auf flächendeckender Basis im Gegensatz zu seinen
Konkurrenten nie als attraktiv betrachtet und auch nicht zum Geschäftsziel
gehabt . " ( Ralf Hüskes ) Einen aktellen Preisüberblick liefert Ihnen unser
Tarifrechner ttarif . Demo zeigt die versteckten Microsoft-ID-Nummern Richard M.
Smith , der vor wenigen Tagen den Datenschutz-Skandal um die versteckten
ID-Nummer von Microsoft-Kunden auslöste , hat jetzt eine Webseite zur
Demonstration eingerichtet . Mit einem Netscape-Browser läuft sie nicht , da
dieser keine ActiveX-Controls ausführt . Falls keine Online-Registrierung für
Windows 98 stattgefunden hat , wird nur die weltweit eindeutige Nummer für das
System ( HWID ) gezeigt , andernfalls auch die personenbezogene MSID . Falls
eine Netzwerkkarte installiert ist , enthält die HWID deren MAC-Adresse in den
unteren sechs Stellen . Dies läßt sich mit Winipcfg verifizieren . Microsofts
angebliche Panne , die laut Auskunft aus Redmond durch Software-Updates und
Patches behoben werden soll , gefährdet die Privatsphäre der Surfer wesentlich
mehr als die stark umstrittene Seriennummer von Intels Pentium III . Im
Gegensatz zu dieser sind die Microsoft-IDs offenbar zusammen mit den
Personendaten , die bei der Online-Registrierung von Windows 98 angegeben werden
müssen , in einer Datenbank erfaßt . Und während Intels ID-Nummer immerhin ,
wenn auch nicht 100prozentig sicher , deaktiviert werden kann , lassen sich die
Microsoft-IDs relativ einfach durch einen ActiveX-Aufruf auslesen . Dies beweist
die Demonstration auf der Webseite . Das World Wide Web Consortium ( W3C ) hat
eine neue Spezifikation für die Hypertext Markup Language ( HTML ) angekündigt .
Mit HTML 3.2 will das Konsortium proprietäre Erweiterungen , wie die von
Netscape , integrieren und wieder einen verbindlichen Standard herbeiführen .
Die neue Spezifikation schließt Tables , Applets und Textfluß um Bilder ein und
soll Abwärtskompatibilität zum derzeit gültigen HTML 2.0 gewährleisten . An der
Entwicklung waren führende Firmen wie IBM , Microsoft , Netscape , Novell ,
SoftQuad , Spyglass und Sun Microsystems beteiligt . HTML 3.2 baut auf HTML 2.0
auf . Vorschläge wie HTML+ und HTML 3.0 werden damit anscheinend ungültig .
Einige Tags wie <CENTER> und <FONT> werden offiziell , andere HTML 3.0 Tags wie
<FIG> fallen weg . Weitere Informationen unter
http://www.w3.org/pub/WWW/MarkUp/Wilbur/ Intel bestätigt : Pentium II fehlerhaft
Der Verkauf des erst am 6. Mai offiziell eingeführten Pentium II soll jedoch in
vollem Umfang weiterlaufen . Intel veröffentlichte auf
http://www.intel.com/design/news/flag eine Diagnose sowie Ergänzungen zur
Dokumentation der beiden Prozessoren . Der FIST-Bug , bei dem ein falsches
Statusflag gesetzt wird , steht jetzt als Nummer 62 auf der Fehlerliste des
PentiumPro und als Nummer 25 auf der des Pentium II . Eine Umtauschgarantie ,
wie bei dem Pentium-Fließkommafehler vor zwei Jahren , sprach Intel nicht aus .
Allerdings seien die Untersuchung zur Bedeutung des Bugs noch nicht
abgeschlossen , heißt es . Man gehe bisher davon aus , daß die Auswirkungen des
Fehlers durch entsprechende Programmierung verhindert werden könnten . Der Chip
soll bei einer künftigen Revision korrigiert werden . Nach Fußball strebt Bayern
nun auch bei Software nach der Europameisterschaft . Heute wurde das Software
Forum Bayern gegründet , ein zentrales Element der sogenannten " Software
Offensive Bayern " . Die Gründungsmitglieder Bayerische Landesbank , BMW , Hypo
Vereinsbank , LfA Förderbank Bayern , Lotus , Microsoft , Siemens und Softlab
zahlen je 100.000 Mark Beitrag . Das Land Bayern beteiligt sich noch einmal mit
800.000 Mark . Der Software-Standort Bayern soll in vier wesentlichen Bereichen
unterstützt werden : Zur verbesserten Qualifikation werden weitere
DV-Studiengänge eingerichtet . Die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und
Industrie soll gefördert werden . Unternehmensgründungen werden für
Messeauftritte und die Einwerbung von Venture Capital unterstützt .
Beratungsprojekte sollen speziell den Mittelstand und das Handwerk auf
E-Commerce und bessere IT-Integration vorbereiten . Staatsminister Erwin Huber
kündigte die Errichtung eines Software-Campus in München Garching an . Mit Blick
auf eine Studie von McKinsey , die München als europäische Nummer Zwei in Europa
nach London bezeichnet , meinte Huber " Wir haben uns bereits auf die
Überholspur begeben " . Klage soll Internet-Offensive von ARD und ZDF stoppen
Der Verband Privater Rundfunk und Telekommunikation e. V. ( VPRT ) , ein
Zusammenschluß von privaten Rundfunk- und Fernsehsendern , strebt eine Klage bei
der Europäischen Kommission gegen Bund und Länder an . Der Lobbyverband will
damit den Ausbau der Online-Aktivitäten von ARD und ZDF bremsen , bei dem die
Bundesländer die Entscheidungshoheit haben . Das berichtet der Branchendienst
Der Kontakter in seiner aktuellen Ausgabe . Die Kommission soll Einfluß auf Bund
und Länder nehmen , um die gesetzlichen Auflagen für die Sender im
Online-Bereich zu verschärfen sowie mehr Transparenz beim Umgang mit
Rundfunkgebühren zu schaffen . Es sei unklar , welches Geld in welche Kanäle
fließe , so VPRT-Geschäftsführerin Ursula K. Adelt gegenüber dem Kontakter . Im
ersten Schritt versucht der Lobbyverband Einfluss auf die Rundfunkkommission der
Ministerpräsidenten zu nehmen , die am 21. Juni ihre nächste Zusammenkunft hat .
Der Verband will die Länderchefs dazu bewegen , genaue Regeln zu erlassen , was
öffentlich-rechtlicher Rundfunk im Internet tun darf und was nicht . Ein
Grundsatzentscheid der Länderchefs ist nicht vor Herbst zu erwarten . Computex :
VIA-Bugs und VIAs Antworten Auf der Pressekonferenz zur Vorstellung des
Ezra-Prozessors begegnete dem Optimismus versprühenden VIA-CEO Wen Chi Chen das
unangenehme Thema freilich nur in einer Andeutung . Sie war verpackt in eine
höflich formulierte Frage zur künftigen Qualitätssicherung bei Design und
Herstellung der Chips . In seiner gewohnten Redseligkeit antwortete Chen , er
plane die Einstellung zusätzlicher Ingenieure speziell für den Testbereich und
wolle weitere Anstrengungen in diese Richtung unternehmen . Später standen Wen
Chi Chen , VIAs Marketingdirektor Eric Chang und der Pressesprecher Richard
Brown heise online Rede und Antwort . In modernen Systemen , so Chang , kämpften
etliche schnelle und bandbreitenhungrige Geräte um den PCI-Bus . Das rufe
Konflikte bei der Busarbitrierung hervor , an die beim Entwurf der PCI-Standards
niemand gedacht habe . So müsse jeder Hersteller von PCI-Geräten und -Chipsätzen
eigene Strategien für Aufgaben wie die Prioritätsvergabe entwerfen , weil der
PCI-Bus den Anforderungen moderner Hardware nicht komplett gewachsen sei . Dabei
träten immer wieder Probleme auf , die im besten Fall nur eine Leistungseinbuße
bedeuteten , im schlimmsten Fall aber zu Abstürzen und Datenverlusten führten .
" Eine allgemeine Lösung gibt es für diese Konflikte nicht " , sagte Chang .
Jeder Einzelfall müsse individuell untersucht und gelöst werden . Speziell beim
686B-Bug helfe das Verändern der Priorisierung auf dem PCI : Bei viel Verkehr
muss der Prozessor normalerweise drei Busmaster-Anforderungen lang warten , bis
er selbst wieder zugreifen darf . Falls Busmaster den PCI-Bus zu lange in
Beschlag nehmen , scheint das jedoch zu einem Pufferüberlauf und schließlich zu
dem Datenverlust in der Southbridge zu führen . Abhilfe lässt sich nach Changs
Angaben dadurch schaffen , dass nur zwei statt drei Busmaster-Anforderungen
zugelassen werden . Diese Einstellung tauge jedoch nicht als generelle Lösung ,
weil sie den isochronen Datentransfer auf dem PCI-Bus behindern könne .
Isochrone Transfers benötigen eine garantierte Mindestbandbreite , etwa für
Audio- oder Video-Streams . Eine Unterschreitung macht sich bei Audiodaten
besonders deutlich durch Knackser bemerkbar . VIA betonte , dass ein Patch
inzwischen verfügbar und in den aktuellen 4in1-Treiber integriert ist . Unter
welchen Bedingungen der Patch die Prioritätenvergabe in der PCI-Bridge
umschaltet , konnte Chang allerdings nicht sagen . Brown bestätigte die
Darstellung des Board-Herstellers MSI , dass in diesem Fall ein
Produktionsproblem ursächlich sei : Eine Reihe von Chips liege knapp außerhalb
der Spezifikationen und benötige zum Betrieb mit FSB266 ( Frontside-Bustakt von
133 MHz ) eine höhere Spannung oder funktioniere gar nicht . Bisher soll nur MSI
betroffen sein , die meisten fehlerhaften Boards seien als OEM-Version in
Rechnern von Siemens-Fujitsu gelandet . Besonders ärgerlich : Per Software war
bisher nicht zu erkennen , ob die Northbridge zur fehlerhaften Serie gehört .
Man musste die Beschriftung ablesen , doch oft sitzt ein Kühlkörper auf dem Chip
; er ist mit einer Klammer befestigt , die sich nur bei ausgebautem Mainboard
lösen lässt , oder womöglich gar aufgeklebt . Beides bedeutet für große
OEM-Kunden , die ihre Rechner schon zusammengebaut haben , massiven Ärger .
Chang verriet nun , dass VIA über ein Programm zum Auslesen einer internen
Revisionsnummer verfüge und damit die betroffenen Chips doch per Software
identifizieren könnte . Man werde sich bemühen , Diagnosesoftware zur Verfügung
zu stellen . Angesprochen auf die sehr mageren Informationen , die VIA zu beiden
Problemen veröffentlicht hat , gaben Chang und Brown Versäumnisse zu . Chang
versicherte , VIA werde künftig die Ergebnisse interner Untersuchungen schneller
veröffentlichen . Um die Kompatibilität mit Produkten anderer Hersteller zu
verbessern , werde VIA Sample-Boards zur Verfügung stellen . VIA-Chipsätze haben
einen Marktanteil von rund 40 Prozent . Besonders problematisch ist auch die
Informationspolitik der taiwanischen Board-Hersteller bei derartigen technischen
Schwierigkeiten . Einige Firmensprecher wollten gegenüber heise online immer
noch nicht bestätigen , dass überhaupt ein Problem mit der 686B-Southbridge
existiert . Andere wiesen nur auf die neue Treiberversion hin , ohne das Wort
Patch zu verwenden , und wechselten hastig das Thema . VIA und die
Mainboard-Hersteller müssen an den Standards messen lassen , die Intel im Umgang
mit Fehlern setzt - auch wenn sie dort Specification Updates heißen . Diese
Maßstäbe gelten nun auch für die " neuen Großen " wie VIA und AMD . Wer den Ruf
gewinnen will , stabile und zuverlässige Hardware liefern zu können , muss die
unvermeidbar auftretenden Fehler dokumentieren . Kommt er dieser Pflicht nicht
nach , braucht er sich über ein schlechtes Image nicht zu wundern und muss Spott
ertragen - wie etwa VIA , die auf ihrer Pressekonferenz ein
Leatherman-Taschenmesser verschenkten : Ob das wohl zur Selbsthilfe bei der
Reparatur ihrer Chips gedacht sei , fragte ein Teilnehmer in die Runde .
Scientology-Kritiker wieder frei Der Scientology-Kritiker Keith Henson ist nach
US-Agenturberichten aus der kanadischen Haft entlassen worden . Im April
verhängte ein kalifornisches Bezirksgericht eine 200-tägige Haftstrafe gegen
Henson , weil er angeblich im Usenet eine Bombendrohung gegen Scientologen
veröffentlicht hatte . Henson floh daraufhin nach Kanada und bat um politisches
Asyl . Das Gericht hatte seine Entscheidung mit einem Posting in der Newsgroup
alt.religion.scientology begründet . " Modern weapons are accurate to a matter
of a few tens of yards . " ( Moderne Waffen treffen mit einer Genauigkeit von
wenigen Zentimetern ) . Das kalifornische Gericht wertete diese Formulierung als
Bombendrohung . Winteranfang auf Saturn Die NASA hat aufschlussreiche Bilder vom
Saturn ins Internet gestellt . Die Aufnahmen vom Weltraumteleskop Hubble zeigen
den zweitgrößten Planeten unseres Sonnensystems in den Jahren 1996 bis 2000 .
Die erst jetzt auf der Hubble-Webseite erschienenen Bilder lassen auf den
Saturnringen eine lachsrosa Färbung erkennen . Wissenschafler erklären sich den
Farbschimmer durch Spuren organischer Substanzen auf den unzähligen Brocken aus
Eis und Staub , die den Planeten als Bestandteile nur zehn Meter dicker Ringe
umkreisen . Crackerangriff auf kalifornisches Stromnetz Nach Informationen der
Los Angeles Times dauerte der Angriff mindestens 17 Tage , ehe er am 11. Mai
entdeckt wurde . Vertreter des California Independent System Operator ( CAISO )
, der die Stromversorgung steuert , erklärten , der Angriff habe das Netz nicht
gefährdet . Die rotierenden Stromabschaltungen am 7. und 8. Mai hätten nichts
mit der Cracker-Atacke zu tun . Die damaligen Abschaltungen betrafen auch das
Internet-Portal Yahoo : Personalisierte Internet-Dienste , wie etwa der
Instant-Messenger , fielen teilweise aus . Der Angriff auf die Systeme des "
California Independent System Operator " soll von der chinesischen Provinz
Guangdong aus gestartet worden sein . Das FBI hat inzwischen die Ermittlungen
aufgenommen . Intel auf dem Weg zum 20-GHz-Prozessor Der Hardwaregigant Intel
hat auf dem Silicon Nano Electronics Workshop in Kyoto , Japan , einen weiteren
Durchbruch in der Fertigung von Siliziumtransistoren bekannt gegeben : Damit
ließen sich Mikroprozessoren mit 0,045-Mikron-Strukturen fertigen , hieß es .
Zurzeit beginnt in der Halbleiterindustrie gerade die Umstellung auf 130
Nanometer-Prozesstechnik . Damit besteht die Aussicht , das Verfahren zügig in
die industrielle Produktion übertragen zu können . Moore's Law - das nach dem
Intel-Gründer Gordon Moore benannte " Gesetz " aus den 60er Jahren , wonach sich
die Chip-Komplexität alle 18 Monate verdoppelt - gilt also offenbar noch für
einige Zeit weiter . Doch bald wird sich die Halbleiterindustrie nach neuen
Materialien umschauen müssen , denn die Siliziumtechnik stößt unabänderlich an
ihre physikalische Grenze : Die winzigen Intel-Transistoren müssen mit einer
Gate-Isolierschicht von nur noch drei Atomen auskommen . Verlagsbüro München
unter neuer Anschrift Das Verlagsbüro München des Heise-Verlags ist umgezogen .
Die Redaktion Telepolis , c't-Korrespondent Nico Ernst und die
Verlagsrepräsentanz Süd sind jetzt unter folgender Adresse zu erreichen : Verlag
Heinz Heise Truderinger Str. 302a 81825 München Tel : +49 (0)89/427186-0 Fax :
+49 (0)89/427186-10 Personal TV : PC ersetzt Videorecorder Die niedrigen Preise
für Festplatten mit großer Kapazität machen es immer interessanter , selbst
komplette Spielfilme digital zu speichern . Die Schlüsseltechnik dazu sind
komprimierende Speicherformate wie Indeo 5.0 oder MPEG-2 , das Motion-JPEG ( nur
I-Frames ) oder die noch kompaktere Speicherung mit I-/B-/P-Frames abdeckt . Je
nach Format und gewünschter Bildqualität benötigt eine Aufzeichnung 1 bis 3
Gigabyte Speicherplatz pro Stunde . Auch die Videogeräte-Industrie hat die
Vorteile der Festplattenspeicherung entdeckt . So hat etwa Philips seine "
Personal TV Receiver " mit 15 bzw. 30 GByte Kapazität in den USA zu Preisen ab
499 US-$ bereits auf dem Markt . Doch PC-Besitzern bieten sich noch andere
Möglichkeiten . Praktisch alle Lösungen ermöglichen zusätzlich einfache
Schnittfunktionen und nicht-lineare Videobearbeitung . Für Rechner der
500-MHz-Klasse genügen dazu bereits Grafikkarten mit Videoeingang , wie sie
beispielsweise Elsa und Asus anbieten . Die Rechenleistung schneller PCs reicht
aus , um den Videostrom so weit zu komprimieren , daß die verbleibende Datenrate
von handelsüblichen Festplatten bewältigt wird . Die Qualität liegt dabei
deutlich über der von VHS . Der Grafikchip von ATI ( Rage 128 ) ist zudem in der
Lage , einen Teil des Komprimierungsprozesses auszuführen . Andere Produkte (
Matrox Marvel G400-TV ) können das IBP-Format nicht direkt erzeugen , sondern
erst in einem zweiten Bearbeitungsschritt . Ideal sind TV-Tuner-Karten mit
eigenem Kompressionschip für MPEG-2 , da sie selbst auf weniger rechenstarken
PCs maximale Kompression erreichen . Produkte dieser Art ( ATI Video-Wonder ,
199 US-Dollar ) stehen in den USA kurz vor der Einführung . PAL-Versionen für
den deutschen Markt sind erst im nächsten Jahr erwarten . Tuner-Karten für
digitales Fernsehen ( DVB ) machen das Aufzeichnen besonders leicht , da DVB
bereits im komprimierten MPEG-2-Format sendet ( WinTV DVB-s von Hauppauge ) .
Problematisch ist noch die Langzeitarchivierung . DVD-RAM-Medien bieten mit 2x
2,6 GByte zwar ausreichend Platz , sind mit 70 DM aber noch verhältnismäßig
teuer . Preiswerte CD-ROMs sind ideal , bieten aber nur bei Aufteilung Platz für
komplette Spielfilme . Auf Scheiben mit überlanger Kapazität ( 700 MByte oder
mehr ) lassen sich aber immerhin 30 bis 45 Minuten in annährender S-VHS-Qualität
unterbringen . MdB Tauss warnt vor Windows Für den Sprecher Neue Medien der
SPD-Bundestagsfraktion sind die Bedenken im Hinblick auf den NSAKey noch nicht
ausgeräumt . In einem Schreiben an Microsoft Deutschland bezeichnete der
Bundestagsabgeordnete Jörg Tauss die Stellungnahme von Microsoft bezüglich des
NSAKey als " allenfalls auf den ersten Blick logisch und befriedigend " . Tauss
weiter : " Die Bedenken einer weiteren Funktionalität dieser versteckten
Schlüssel zugunsten des US-amerikanischen Geheimdienstes werden damit aber nicht
ausgeräumt . " Tauss schreibt , er habe Rat von unabhängigen
Datensicherheitsexperten eingeholt , die seine Ansicht teilten . Dennoch hoffe
er immer noch , dass MS diese Bedenken ausräumen könne . Siehe auch Peinlicher
Fehler deckt die Unterwanderung von Windows durch die NSA auf in Telepolis .
Kunde kann sich gegen Kreditkartenmissbrauch wehren Wer seine Kreditkartennummer
im Internet angibt und sich anschließend über falsche Abbuchungen wundert , ist
rechtlich auf der sicheren Seite . Darauf hat die Rechtsanwaltskammer Koblenz am
Freitag hingewiesen . " Wer nur seine Kreditkartennummer angibt , ist nicht
dafür verantwortlich , wenn durch einen Missbrauch Schäden entstehen . " Die
herkömmlichen Allgemeinen Geschäftsbedigungen der Kreditkartenunternehmen sähen
vor , dass die Kunden nicht hafteten , wenn die Zahlung beleglos - also ohne
Unterschrift - und ohne Geheimzahl erfolgt sei . Spätestens bis 4. Juni 2000
werde dieser Erstattungsanspruch auch gesetzlich festgelegt sein . Der
Gesetzgeber müsse bis dahin eine EU-Richtlinie umsetzen . Die Rechtsanwälte
forderten die Verbraucher auf , zu Unrecht abgebuchte Summen bei den
Kreditkartenunternehmen zu beanstanden . Das Geld müsse den Kunden dann wieder
gutgeschrieben werden . Sollte sich das Kreditinstitut jedoch weigern , könne
der Kunde seine Ansprüche mit Hilfe eines Anwaltes durchzusetzen , betonte die
Kammer . Zukunft von Global One ungewiss Die Zukunft des internationalen
Telekommunikationsverbundes Global One ist weiterhin in der Schwebe . Global One
ist das Gemeinschaftsunternehmen der Deutschen Telekom , France Telecom und der
US-Firma Sprint Corp . Mit France Telecom hatte sich das Bonner Unternehmen
durch ihren Versuch , Telecom Italia zu übernehmen , zerstritten . In der
Branche wird seit einigen Monaten über verschiedene Optionen in dem Bündnis
spekuliert . Presseberichte , wonach die France Telecom angeblich ausscheiden
würde und die Telekom und Sprint den Verbund weiterführen möchten , wurden von
den Franzosen dementiert . Für möglich gehalten wird auch ein Rückzug der
Telekom aus Global One und Sprint , an dem der Telefonriese mit zehn Prozent
beteiligt ist . Neuer Biochip prüft Lebensmittel Mit einem neuen
Diagnoseverfahren können Lebensmittel- oder Blutproben gleichzeitig auf mehrere
Dutzend Inhaltstoffe untersucht werden . Das System beruht auf einem Biochip ,
dessen Sensoroberfläche mit Hunderten von Flüssigkeitströpfchen , sogenannten "
Dots " bestückt ist . Diese wenige millionstel Millimeter kleinen Tropfen
beinhalten die Analysemoleküle . Damit könne beispielsweise fremdes Erbgut in
gentechnisch-veränderten Lebensmitteln festgestellt werden , aber auch
Eiweißstoffe , teilte das Institut für Mikro- und Informationstechnik in
Villingen-Schwenningen am Freitag mit . Kernstück ist ein Dosierkopf , der
ähnlich wie ein Tintenstrahldrucker die Nachweissubstanzen in winzigen Mengen
auf einen Chip bringen kann . Jede reagiert individuell nach dem
Schlüssel-Schloss-System . Falls ein gesuchter Stoff an " sein " Analysemolekül
gebunden hat , kann er mit Fluoreszenz-Farbstoffen nachgewiesen werden . Aus dem
spezifischem Muster auf dem Biochip lässt sich die Substanz identifizieren .
Auch Tumorforscher und Gerichtsmediziner können von dem Verfahren namens "
Topspot " profitieren . Hubert Bernauer von Freiburger Firma Biochip
Technologies , die an der Entwicklung beteiligt war , rechnet für das nächste
Jahr mit der Markteinführung . Apple-Verkaufschef wirft das Handtuch Knapp zwei
Wochen nach einer Gewinnwarnung hat Apples Vizepräsident für den weltweiten
Verkauf , Mitch Mandich , am Montag überraschend seinen Rücktritt erklärt . Der
51-Jährige gehe Ende Dezember in den Ruhestand , teilte Apple mit . Er wolle in
Zukunft mehr Zeit mit seiner Familie verbringen . Mandich sei in den vergangenen
drei Jahren eine Schlüsselfigur im Top-Management des Unternehmens gewesen und
habe den Verkauf " mit Energie und Integrität " geleitet . Der Schritt erfolgte
offenbar überraschend , denn Apple kann noch keinen Nachfolger benennen .
Produktionschef Tim Cook soll die Aufgaben von Mandich kommissarisch übernehmen
, bis Ersatz gefunden ist . BKA : Markt für Kinderpornografie wächst Der Markt
für Kinderpornografie im Internet wächst nach Einschätzung des
Bundeskriminalamtes ( BKA ) beständig . Die Ermittler machen dies vor allem an
der Größe von sichergestellten Datensammlungen fest , wie BKA-Sprecher Dirk
Büchner am Dienstag in Wiesbaden sagte . Er bestätigte damit Angaben des
ZDF-Magazins Frontal , nach denen in der jüngsten Vergangenheit Datensammlungen
mit 70.000 bis 100.000 Bildern kinderpornografischen Inhaltes entdeckt worden
sind . Das Magazin zitiert zudem den Münchner Kriminalhauptkommissar Karlheinz
Moewes mit den Worten : " Es ist festzustellen , dass die Opfer immer jünger
werden . " Vermehrt sei der Missbrauch von Säuglingen und Kleinkindern zu
beobachten . Das BKA wollte dazu keine Stellung nehmen , da in den Einzelfällen
stets die Polizeidienststellen der Länder ermittelten . " Das Internet macht den
Austausch von Kinderpornografie wesentlich schneller und einfacher " , beschrieb
Büchner die allgemeine Situation im Kampf gegen Kinderschänder . Die breite
Berichterstattung über das Thema lenke zudem die Aufmerksamkeit Pädophiler auf
das Medium , so dass in den vergangenen Jahren immer mehr kinderpornografische
Bilder ins Netz gestellt und abgerufen wurden . Das BKA bemühe sich daher ,
möglichst wenig Details zu veröffentlichen . NetAid : Im Web kein Genuss Das
Marathon-Rockkonzert zugunsten der Stiftung NetAid hat in der Nacht zum Sonntag
viele Surfer frustriert . Das briefmarkengroße RealVideo fror immer wieder ein ;
" Und das soll jetzt die Zukunft sein ? " , kommentierte ein Zuschauer im
News-Diskussionsforum auf heise online . " Ich glaube , ich werde meinen guten
alten Fernseher lieber doch nicht verschrotten . " Die Eurythmics hatten am
Samstagabend in London den Konzertmarathon eröffnet , der als " größtes
Multimedia-Ereignis der Geschichte " angekündigt wurde . Die parallele
Übertragung im Web , nach Angaben des Hauptsponsors Cisco die vermutlich größte
in der Geschichte des Internet , demonstrierte im Vergleich dazu vor allem , wie
wenig Streaming Video bisher bei solchen Veranstaltungen mit den herkömmlichen
Medien konkurrieren kann . Dells steiles Wachstum zu Ende Der PC-Hersteller Dell
meldet für das abgelaufene Quartal ein Gewinn von 25 Cents pro Anteil und
erfüllt damit die nach einer Gewinnwarnung reduzierten Erwartungen der Analysten
. Für das Geschäftsjahr 2001 , das im Februar beginnt , prognostizierte
Dell-Finanzchef James Schneider in einer Telefonkonferenz ein Umsatzwachstum von
nur noch 20 Prozent . In den vergangenen Jahren hatte der erfolgsverwöhnte
Direktversender jährlich um 50 Prozent zugelegt . Für das laufende Jahr wird
eine Steigerung um 30 Prozent erwartet . Dell hat vor allem bei Desktop-Systemen
seine früheren Ziele nicht erreicht . In Europa ließ der Absatz wegen des
ungünstigen Wechselkurses zu wünschen übrig . Außerdem spürt Dell zunehmende
Konkurrenz , wie CEO Michael Dell zugestand . Künftig will sich das Unternehmen
vor allem auf Server , Notebooks , Speichersysteme und Dienstleistungen
konzentrieren . Apple : Direktvertrieb per Internet Mit einer aufwendigen
Satelliten-Direktübertragung rund um den Globus kündigte Apple am heutigen
Montag den Einstieg in den Direktverkauf via Internet , drei neue
Macintosh-Modelle und ein neues Powerbook an . Der Direktverkauf ist zunächst
auf die USA beschränkt . Die strenge Geheimhaltung im Vorfeld hatte zwar nicht
verhindern können , daß diese Informationen vorzeitig durchsickerten , sie hatte
aber wilde Spekulationen und hochgesteckte Erwartungen geschürt . Die
Spekulanten - auch die an der Börse , die den Aktienkurs in den vergangenen
Tagen hochgetrieben hatten - wurden enttäuscht : Für Apple bedeutet die
Ankündigung von " The Apple Store " weit mehr als die Eröffnung eines Web-Shop .
Es ist der Versuch , das Erfolgsrezept eines routinierten Direkt-Marketiers wie
Dell zu übernehmen , der trotz des scharfen Preiskampfes im PC-Markt gute
Gewinne einfährt . Dazu gehören eine Einkaufsplanung , die keine
Lagerüberschüsse entstehen läßt , und eine Build-to-order-Produktion , die
flexibel auf individuelle Kundenwünsche eingeht . Apple war dazu bisher nicht im
entferntesten imstande - im Gegenteil : Vor allem Fehleinschätzungen beim
Einkauf und Trägheit in der Produktion haben zu der seit zwei Jahren andauernden
Krise des Unternehmens geführt . Apples Schritt wird deshalb in
Wirtschaftskreisen sehr skeptisch beurteilt , zumal der Versuch , das
Dell-Rezept zu implementieren , mit dem Risiko einer Zerstörung der bestehenden
Fachhandelsstruktur verbunden ist . Diese soll zwar gemäß der heutigen
Ankündigung neben dem Direktvertrieb erhalten bleiben , aber wie das auf die
Dauer funktionieren soll , ist fraglich . Aldi-PCs mancherorts schnell
ausverkauft Das heutige PC-Sonderangebot bei Aldi hat wieder für lange Schlangen
gesorgt . Wie die Deutsche Presseagentur meldet , waren die Geräte in einigen
Filialen bereits innerhalb weniger Minuten ausverkauft . Die Nachfrage war aber
nicht überall so stürmisch . Bei einem Frankfurter Aldi-Markt hatten sich vor
Ladenöffnung um 9 Uhr rund 150 Kunden versammelt . Als die Türen geöffnet wurden
, stiegen die Leute über Einkaufswagen und drängten sich um eine Palette , auf
denen die Geräte standen . An den Kassen bildeten sich lange Schlangen , da die
1998 Mark pro Gerät in bar gezahlt werden mussten . In Hamburg-Borgfelde zogen
die ersten Kunden schon um 6.30 vor den Supermarkt . In der Hansestadt soll der
Vorrat in einigen Filialen für zweieinhalb Stunden gereicht haben . In der
Filiale auf dem Leipziger Hauptbahnhof war bereits um 8.40 Uhr kein Gerät mehr
zu haben . In Hannover konnte man dagegen noch am Nachmittag in aller Ruhe eines
der Schnäppchen ergattern . Die Filiale in Altwarmbüchen hatte noch sechs von
den 60 gelieferten Geräten anzubieten . Im Aldi-Markt im Stadtteil Kleefeld
warteten sogar noch zwölf Exemplare auf ihre Käufer . Nach Einschätzung von c't
hat Aldi insgesamt rund 200.000 Geräte auf den Markt gebracht . Mit seinen
Computer-Aktionen hatte Aldi im ersten Quartal 1999 den dritten Platz bei den
Absatzzahlen in Deutschland erobert . Damit lag die Discountkette noch vor dem
weltweiten PC-Marktführer Compaq Computer . Die c't-Redaktion konnte den "
Internet-PC " von Aldi bereits gestern auf den Prüfstand stellen . Lesen Sie den
Testbericht auf der c't-Homepage . Fakten über Microsoft als " Book on Demand "
Der als Taschenbuch erschienene Originaltext " Findings of Fact on Microsoft "
kann mit der Bestellnummer 3497186 über den Buchhandel bezogen werden und kostet
nach Angaben des Anbieters Libri 15,90 Mark . In der zusammenfassenden
Beurteilung erhebt der Richter Jackson schwere Vorwürfe gegen das
Software-Unternehmen . Microsoft habe sein Monopol für Betriebssysteme zu "
räuberischen Taktiken " gegen die Konkurrenz mißbraucht und damit die Interessen
der Verbraucher verletzt . Jacksons Beurteilung gilt als Vorentscheidung im
Kartellverfahren der amerikanischen Bundesregierung und 19 Bundesstaaten gegen
den Softwareriesen . Books on Demand ist ein integriertes Dienstleistungskonzept
, das alle Prozessschritte für die Produktion und Distribution gedruckter
Literatur umfaßt . Books on Demand lagern nicht mehr physisch im Regal , sondern
werden als elektronische Druckvorlage gespeichert . Einen ausführlichen Report
über " Das individuelle Buch " finden Sie in der aktuellen c't-Ausgabe 23/99 .
Banken fühlen sich fit fürs Jahr 2000 Die deutsche Kreditwirtschaft gibt wenige
Wochen vor dem Jahreswechsel 2000 Entwarnung : Bankkunden müssten sich um ihre
Spareinlagen und Wertpapierdepots keine Sorgen machen - die Finanzinstitute
seien mit ihren Computersystemen bestens auf den problematischen Datumssprung
vorbereitet . Dies bekräftigten Bankenvertreter und die Deutsche Börse am
Mittwoch in Frankfurt . Die Zahlungssysteme der Finanzwelt haben nach
Darstellung der Experten mehrere Tests bestanden . Bankguthaben und andere
Finanzdaten könnten nicht im Dateidickicht der Rechner verschwinden . Auch die
Deutsche Bundesbank sieht keinen Grund zu Sorge . In den Kellern der Zentralbank
lagerte genügend Bargeld für Notfälle , versicherte ihr Direktoriumsmitglied
Wendelin Hartmann . Deshalb solle kein Bankkunde an den Tagen um Silvester mehr
von seinem Konto abheben als sonst . Geldautomaten und Drucker für Kontoauszüge
könnten bei den Instituten auch zum Jahreswechsel rund um die Uhr benutzt werden
. Auch via Internet seien Transaktionen über das Bankkonto möglich . Die
Grundversorgung der Kunden im Zahlungsverkehr und Wertpapiergeschäft sei aber in
jedem Fall gesichert . EU-Kommission will Telefon-Ortstarife drücken " Die
Preise sind gerade bei den Ortsgesprächen noch zu hoch " , sagte
EU-Industriekommissar Erkki Liikanen am Mittwoch in Brüssel . Die Kommission
habe zudem auch die Preise von Telekom-Mietleitungen im Visier . " Bei den
Ortsgesprächen gibt es die größten Preisgefälle zwischen der EU und den USA " ,
sagte Liikanen weiter . Über die " letzte Meile " vor dem Telefonanschluss
hätten derzeit noch meist die Leitungseigentümer zu bestimmen . Lokale und
regionale Telefonnetze seien in Europa vielfach noch in der Hand von
Staatskonzernen oder früheren Branchen-Monopolisten . Bis März 2000 wolle die
Kommission eine Empfehlung verabschieden , die zu mehr Wettbewerb und damit
sinkenden Preisen in diesem Bereich führen könne , sagte Liikanen . Bei den
Mietleitungen will die Kommission laut Liikanen noch in diesem Monat eine
Empfehlung aussprechen . Preise für GeForce256-Grafikkarten rutschen Das
Grafikboard zeichnet sich durch einen TV-Ausgang aus . Creative Labs hatte den
Preis für seine GeForce256-Karte " 3D Blaster GeForce 256 Annihilator " bereits
vergangene Woche von 599 DM auf 499 DM gesenkt . Creative liefert das Spiel
Evolva ( 10 Level ) sowie die eindrucksvolle Demo " Dragon Moor Zoological
Gardens " des Spieleentwicklers WXP als Software-Beigabe . Elsa gab für die
Erazor X anfänglich 666 DM an , jetzt gilt ein Preis von 599 DM . Chipsatz mit
Geometriebeschleunigung Die Acer Labs wollen einen Sockel-7-Chipsatz mit
integrierter High-End-Grafik entwickeln . Die geplante Northbridge Aladdin 7
soll ähnlich starke Grafikfunktionen bieten wie der 3D-Baustein GeForce 256 von
Nvidia . Acer arbeitet bei dem Projekt mit dem SGI-Ableger ArtX zusammen , der
auch den Grafikchip für Nintendos nächste Spielekonsole " Dolphin " entwickelt .
Damit wäre ein Mainboard-Chipsatz erstmals zu Add-on-Grafikkarten
konkurrenzfähig . Bisher steuerten Grafikchipentwickler in Projekten dieser Art
lediglich die Vorgängergeneration bei , wie den TNT2 in einem anderen
Acer-Projekt oder den Savage4 bei einer Kooperation von S3 mit VIA . Auch OECD
verabschiedet E-Commerce-Regeln Die Mitgliedsländer der OECD haben sich nach
eineinhalbjährigen Verhandlungen auf Richtlinien für den elektronischen
Geschäftsverkehr geeinigt . Im Mittelpunkt steht nach Angaben der Organisation
für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung vom Donnerstag der Schutz der
Interessen der Verbraucher . Sie sollen künftig bei Käufen im Internet
mindestens die gleichen Rechte haben wie beim Händler um die Ecke und im
Versandhandel . Die OECD will zudem , dass eine größtmögliche Transparenz und
Information gesichert werden . Die Regeln sollen Orientierungshilfen für
Regierungen , Unternehmen und Verbraucherorganisationen sein , ohne den Handel
einzuschränken . Die für den Binnenmarkt zuständigen EU-Minister hatten sich am
Dienstag auf eine Rahmenrichtlinie geeinigt , die Rechtssicherheit in der neuen
Handelsform Internet schaffen soll . Grundprinzip ist es , dass ein in einem
EU-Mitgliedsland zugelassener Anbieter in allen anderen EU-Staaten verkaufen
darf . Es gilt dabei grundsätzlich das Recht des Herkunftstaates . Playboy
verklagt Excite und Netscape Der Verlag des traditionsreichen Männermagazins
Playboy hat eine Klage gegen die Portal-Betreiber Excite und Netscape
eingereicht , deren Ausgang das Geschäftsmodell vieler Suchmaschinen über den
Haufen werfen könnte . Playboy wirft den beiden Unternehmen vor , im Kontext der
Suchergebnisse zu den Wörtern " Playboy " oder " Playmate " Anzeigenbanner
einzublenden , die für den Besuch von Hardcore-Pornographie-Sites werben . Nach
einem Bericht von USA Today fordert der Verlag ein gerichtliches Verbot der
Kopplung von solchen Werbeeinschaltung an diese Suchbegriffe . Netscape
verwendet ebenfalls die Technik von Excite . Microsofts Kehrtwende ein
Rückschlag für AMD Die "Last-Minute"-Entscheidung von Microsoft , die
Spielekonsole X-Box mit einem Intel-Prozessor auszurüsten , hat offenbar viele
AMD-Aktionäre verunsichert . Der Börsenkurs , der nach einer Reihe guter
Nachrichten in diesem Jahr um mehr als 70 Prozent geklettert war , brach am
Freitag um 11 Prozent ein . AMD schloss mit 52 Dollar . Im Vorfeld der
X-Box-Präsentation hatte es etliche Berichte aus Insider-Quellen gegeben ,
wonach die Konsole mit einem Athlon-Prozessor ausgerüstet werden sollte . Einige
US-Blätter stellten AMDs scheinbaren Triumph über den Rivalen Intel bereits als
Faktum dar . Für den ewigen Zweitplatzierten wäre dies ein wichtiger
strategischer Pluspunkt gewesen , wenn auch - wie manche Analysten meinen -
durchaus kein lukratives Geschäft . Nun wird gerätselt , was Microsoft bewogen
hat , doch noch Intel den Zuschlag zu erteilen . Die Kehrtwende erfolgte
offenbar im letzten Moment . Gut kodierte MP3-Dateien klingen wie Audio-CD c't
berichtete darüber in Ausgabe 3/2000 . Zahlreiche skeptische Reaktionen
veranlassten die Redaktion , zwölf kritische Leser und einen Tonmeister einer
Schallplattenfirma zu einer weiteren Probe aufs Exempel nach Hannover einzuladen
. Das Resultat zeigt : Eine Datenreduktion von rund 5:1 ist bei MP3 offenbar
ohne hörbaren Verlust möglich . MP3 mit 128 kBit/s , was einer Reduktion von
11:1 entspricht , konnten die Tester jedoch in der Mehrzahl der Fälle von CD und
MP3 mit 256 kBit/s unterscheiden . Lesen Sie den ausführlichen Bericht
Kreuzverhörtest . Green-Card : Deutsche Gehälter für Top-Leute zu niedrig Die
Green-Card für High-Tech-Gastarbeiter wird nach Expertenmeinung den Mangel an
Fachkräften in der Computer- und Telekom-Branche nicht wesentlich beheben . "
Zur Zeit werden Top-Leute von Deutschland in die USA mit doppelt so hohen
Gehältern abgeworben " , erklärte Professor Matthias Jarke von der
Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule RWTH Aachen in einem Gespräch mit
der dpa . " Es ist schwer vorzustellen , warum ein höchst qualifizierter Inder
oder Chinese nach Deutschland kommen und nicht in die USA gehen soll . " Die
Resonanz weniger qualifizierter Leute sähe man in Deutschland nicht gern . " Die
würden vielleicht nur eine Lohndrücker-Rolle spielen " , sagte der Sprecher der
Fachgruppe Informatik an der RWTH Aachen , die nach seinen Angaben mit knapp
2000 Studenten die größte in Deutschland ist . " Das ist keine abstrakte
mathematische Aufgabe " , sagte Jarke . Die Lösung setze ein Verständnis für die
Funktion eines deutsche Betriebes voraus , betonte Jarke die speziellen
Anforderungen an Software-Spezialisten , die für den nationalen Markt arbeiten .
Neben Kenntnissen " lokaler " Anwendungsformen seien auch gute Sprachkenntnisse
gefordert . Eine Entspannung erhofft sich der Experte durch das vereinfachte
Procedere bei den ausländischen Studenten nach Abschluss ihres Studiums . "
Bisher war es so , dass wir oder auch Firmen diese Studenten problemlos
beschäftigen können , solange sie Studenten sind " , sagte Jarke . Wenn sie
fertig seien , dann würden sie aber in ihre Heimatländer abgeschoben . " Für uns
ist sehr positiv , dass die Leute die schon da sind und eingearbeitet sind ,
auch da bleiben können . " Jarke bezeichnete Schröders Vorschlag als Beitrag zur
Lösung des Problems . Die Weichenstellung dürfe aber nicht zur Ausrede werden ,
" hier nichts mehr zu machen , weil man das anderswo billig einkaufen kann " .
heise online meistgelesener Nachrichtendienst im Netz heise online hat sich zum
meistgelesenen Nachrichtendienst im deutschen Internet entwickelt . Mit
55.333.041 Seitenabrufen im März ( laut IVW ) baut www.heise.de nicht nur seine
Spitzenposition unter den IT-bezogenen Angeboten im Internet weiter aus ,
sondern überholt sogar die Spitzenreiter der Kategorie " General Interest " ,
FOCUS online und SPIEGEL online . In den drei redaktionellen Kategorien der
IVW-Online-Reichweitenmessung ( " Redaktionelle General-Interest-Angebote " , "
Redaktionelle Special-Interest-Angebote " und " Redaktionelle Fachinformationen
" ) liegen nach Seitenabrufen vor heise online lediglich die Webseiten von
RTL.de und Coupe.de , die vorwiegend Unterhaltung bieten , sowie die Portale von
OnVista und AOL . PC98 : ISA raus , 200 MHz , 32 MByte RAM Auf der Windows
Hardware Engineering Conference ( WinHEC ) in San Francisco haben Microsoft und
Intel bekanntgegeben , wie sie sich den PC des Jahres 1998 vorstellen . Demnach
hat der politisch korrekte PC nächstes Jahr mindestens 200 MHz Taktfrequenz und
32 MByte ( besser 64 MByte ) Hauptspeicher . Der mit Microsofts " Plug & Play "
so unverträgliche alte ISA-Bus soll endlich verschwinden . Für Erweiterungen
stehen PCI-Slots zur Verfügung , alternativ aber auch von außen bestückbare
Einschubplätze nach der Intel , Microsoft und Compaq definierten " Device Bay "
Spezifikation . Zu dem Universal Serial Bus ( USB ) gesellt sich mit IEEE-1394 (
" FireWire " ) ein weiterer schneller serieller Bus . Er war in der
PC97-Spezifikation noch optional ; jetzt ist er vorgeschrieben . Der von Apple
entwickelte FireWire-Bus wird bisher vor allem für Digital-Video eingesetzt .
Telekom zahlt Entschädigung für Telefonpanne Für die bislang größte Telefonpanne
in Deutschland will die Telekom nun doch Entschädigungen zahlen . Dies sagte
Telekom-Sprecher Ulrich Lissek am Samstag dem Südwestrundfunk . Bei dem Brand
waren Tausende von Telefonanschlüssen durchgeschmort . Zwei Drittel der Telefone
in Reutlingen , Pfullingen , Eningen/Achalm und einigen Nachbarorten waren
lahmgelegt . Rund 48.000 Anschlüsse waren fast zwei Wochen tot . Die
Versicherung der Telekom hatte sich nach dem Brand auf höhere Gewalt berufen und
Schadensersatzforderungen von Firmen zunächst zurückgewiesen . Die Telekom komme
für konkrete Mehrausgaben der Firmen für die telefonlose Zeit auf , sagte Lissek
. Für nicht nachweisbare Umsatzeinbußen wolle die Telekom aber nicht
geradestehen . Wieviel Geld die Telekom insgesamt bezahlt , bleibt weiter unklar
. Laut Telekom wird jeder Schadensfall einzeln geprüft . Bislang liegen der
Telekom 420 Schadenersatzforderungen vor . Firmen , die ihren Schaden noch nicht
geltend gemacht haben , können sich aber noch bei der Telekom melden , hieß es .
Veba und RWE bleiben im Mobilfunkgeschäft Die Mischkonzerne Veba und RWE wollen
sich nach dem Verkauf der gemeinsamen Telefongesellschaft Otelo auf den
Mobilfunk konzentrieren . " Die Beteiligung an der Mobilfunkgesellschaft E-Plus
steht nicht zur Disposition " , bekräftigten die beiden Unternehmen am Samstag .
Sie reagierten damit auf einen Bericht des " Focus " , wonach sich die beiden
Konzerne von ihrer 60-Prozent-Beteiligung an E-Plus trennen und damit ganz aus
dem Telekommunikationsgeschäft zurückziehen wollen . Am 1. April hatten Veba und
RWE ihre gemeinsame Telefontochter Otelo überraschend an Mannesmann Arcor
verkauft . Zu dem Bericht erklärten Veba und RWE weiter , die
Mobilfunkgesellschaft entwickle sich positiv und werde im kommenden Jahr Gewinne
erzielen . Aus Vorstandskreisen will " Focus " zudem erfahren haben , daß auch
die Beteiligung am Satelliten-Handy-Konsortium Iridium sowie Deutschlands
zweitgrößter Kabelnetzbetreiber Telecolumbus zum Verkauf stehen . Compaq
schockiert die Wall Street Mit einer am Freitagabend nach US-Börsenschluß
abgegebenen Gewinnprognose hat Compaq die Wall Street geschockt . Der weltgrößte
PC-Hersteller von Personal Computern erwartet für das erste Quartal 1999 nur
noch einen Gewinn von 15 Cents je Aktie . Die Ergebnisse werden am 21. April
vorgelegt . Die Wall Street-Prognosen lagen im Schnitt bei 31 Cents je Aktie .
Dieser Einschätzung war bereits eine Warnung Compaqs vor zu positiven
Erwartungen vorangegangen . Aktionäre hatten daraufhin eine Klage eingereicht ;
sie beschuldigen die Konzernleitung , die Nachricht zu lange zurückgehalten zu
haben , so daß einige Insider ihre Aktien noch zu hohen Preisen verkaufen
konnten . Konzernchef Eckhard Pfeiffer betonte , daß das Unternehmen trotz der
andauernd harten Wettbewerbsbedingungen seinen Marktanteil 1999 profitabel
ausbauen wolle . Pfeiffer will angesichts der harten Wettbewerbssituation " die
Kosten auch weiter aggressiv senken " . Microsoft : Windows und Office müssen
zusammenbleiben Im Kartellrechtsstreit hat Microsoft den Antrag des
Justizministeriums , das Unternehmen zu spalten , als radikal und unangemessen
abgelehnt . In seiner Gegenstellungnahme forderte der Konzern Richter Thomas
Penfield Jackson am Mittwoch auf , diese Forderung abzuweisen . Microsoft will
stattdessen seine Geschäftspraktiken in einigen Punkten ändern . Sollte das
Gericht dennoch die Zerschlagung erwägen , verlangt Microsoft mindestens sechs
Monate Zeit , um sich auf das weitere Verfahren vorzubereiten und Beweise zu
sammeln . Die Anhörungen über den Strafantrag , die nach dem bisherigen Zeitplan
des Richters am 24. Mai beginnen sollten , würden sich demnach auf den 4.
Dezember verschieben . In der Gegenstellungnahme schlug der Softwarekonzern ,
wie bereits erwartet , dem Richter vier Auflagen vor , denen man sich freiwillig
unterwerfen will : Das Icon des Internet Explorers soll bei der Installation
nicht mehr automatisch auf dem Windows-Desktop erscheinen . Alle
Softwarehersteller sollen unter gleichen Bedingungen Zugang zu Windows-APIs und
Einblick in Teile des Quellcodes erhalten . PC-Hersteller dürften auf dem
Windows-Desktop auch Applikationen von Konkurrenzherstellern präsentieren . Die
Hersteller sollen nicht mehr durch spezielle Preise für Lizenzverträge dazu
veranlasst werden , keine Konkurrenz-Software anzubieten . Eine Sprecherin der
Regierung nannte Microsofts Vorschlag " ineffektiv und voller Schlupflöcher " .
Er würde nicht einmal die bisherigen Kartellrechtsverletzungen beenden und schon
gar nicht Microsoft in Zukunft daran hindern , seine Monopolmacht in derselben
illegalen Weise zu missbrauchen , um Innovationen anderer Firmen zu zerstören ,
sagte sie . Microsoft vertritt demgegenüber den Standpunkt , dass die von der
Gegenseite verlangte Aufspaltung nicht mit dem im Prozess festgestellten
Tatbestand begründet werden könne . Auch das Urteil vom 3. April , wonach
Microsoft die US-Antitrust-Gesetze verletzt hat , rechtfertige eine so weit
gehende Bestrafung nicht . " Es ist in der Tat keine Übertreibung zu sagen ,
dass Microsofts Anstrengungen der gesamten US-Wirtschaft genützt haben . " Zum
Nutzen der Verbraucher sei es auch gewesen , dass Windows und die
Office-Software unter demselben Dach entstanden seien . So habe die gegenseitige
Befruchtung der Entwickler zu etlichen Innovationen geführt , darunter die
Toolbars , die die Bedienung erleichterten . Dagegen will sich der Konzern mit
allen Mitteln wehren und auf jeden Fall in Berufung gehen . Studie : " Gewisse
Schädigungen " durch Handys möglich Eine neue Studie warnt vor der
uneingeschränkten Nutzung von Mobiltelefonen durch Kinder und Jugendliche . Nach
einem Bericht der BBC kommt die von der britischen Regierung in Auftrag gegebene
Studie zwar zu dem Schluss , dass bisher für eine mögliche Gesundheitsgefährdung
durch Strahlung von Handys keine ausreichenden Beweise vorliegen . Da jedoch "
gewisse Schädigungen " nicht auszuschließen seien , wird eine Kontrolle der
Nutzung durch Kinder empfohlen . In der zehnmonatigen Studie haben unabhängige
Experten alle bisher vorliegenden Forschungsergebnisse über Mobiltelefone
überprüft und analysiert . Sie kommen zu dem Ergebnis , dass bei einer "
vernünftigen " Nutzung der Geräte nach den bisherigen Erkenntnissen keine
Gefährdung besteht . Die Studie soll aber Empfehlungen über die Einschränkung
der Nutzung durch Jugendliche enthalten . Möglicherweise werde sogar ein
Mindestalter und die Begrenzung von Sprechzeiten vorgeschlagen . Die Zahl der
Handy-Besitzer in Großbritannien wird mit 25 Millionen angegeben . Jeder vierte
davon ist ein Jugendlicher . Siehe auch Keine bekannten Gefährdungen durch
Mobiltelefone in Telepolis . Applied Materials verdreifacht Gewinn Der weltweit
größte Hersteller von Ausrüstungen für die Chip-Produktion , Applied Materials
Inc , Palo Alto ( Kalifornien ) , hat den Gewinn im zweiten Quartal des
Geschäftsjahres dank der Hochkonjunktur in der Halbleiterbranche mehr als
verdreifacht . Das gab die Firma am Mittwoch ( Ortszeit ) nach Börsenschluss
bekannt . Das Ergebnis entspricht den Erwartungen der von der Firma First
Call/Thomson Financial befragten Analysten . Die Chip-Hersteller profitieren
derzeit von der wachsenden Bedeutung des Internet . Der Boom folgt einer langen
Durststrecke in der Halbleiterindustrie als Folge der Asienkrisen , die 1997
einsetzte . An der Wall Street war der Kurs von Applied Materials wegen
allgemeinen Schwäche der Werte im Technologiesektor am Mittwoch um sechs auf
84,625 Dollar gefallen . Er gab nachbörslich weiter stark nach . Offenbar hat
Applied Materials trotz des guten Ergebnisses die Erwartungen vieler Anleger
nicht erfüllt ; im Internet kursierte eine " whisper number " von 60 Cents je
Aktie . Nach ILOVEYOU mehr Sicherheitsbewusstsein Als Reaktion auf
Beeinträchtigungen durch den "ILOVEYOU"-Angriff wollen fast 40 Prozent der
deutschen Unternehmen ihre Sicherheitsvorkehrungen an den firmeneigenen PCs
verbessern . Das ergab eine Umfrage des Forschungs- und Beratungsunternehmens
MediaTransfer in Hamburg . Befragt worden waren 1250 Personen mit einem Computer
am Arbeitsplatz . Zwei Drittel von ihnen gaben an , für die Zukunft eine
deutliche Zunahme der Probleme mit Computerviren zu befürchten . Diese Sorge
bestehe zu Recht , so MediaTransfer : Fast 40 Prozent der Befragten hatten
angegeben , dass in ihren Betrieben an E-Mails angehängte Dateien ohne besondere
Vorsichtsmaßnahmen von allen Mitarbeitern mit Internetzugang geöffnet werden
können . Der E-Mail-Wurm " ILOVEYOU " , der Anfang Mai ungezählte Computer
weltweit erreicht hatte , führte bei 21 Prozent der befragten PC-Nutzer in
Deutschland zu Ausfällen und Behinderungen . 6,2 Prozent gaben an , ihre Arbeit
sei " ganz erheblich " behindert worden . In 1,8 Prozent der Fälle habe die
Schadensbeseitigung mehr als drei Tage gedauert , so MediaTransfer . SAP kündigt
Attacke auf Oracle an Europas größter Software-Konzern , die SAP AG ( Walldorf )
, will noch im Herbst mit der Vermarktung einer eigenen Datenbank-Software
beginnen . Einen entsprechenden Bericht der " Wirtschaftswoche " bestätigte am
Dienstag SAP-Sprecher Gerd Rickes . Mit dem neuen Angebot tritt die SAP AG vor
allem gegen den kalifornischen Konkurrenten Oracle an . Die SAP produziert
betriebswirtschaftliche Standardsoftware , mit der in einem Unternehmen
verschiedene Prozesse wie Lagerhaltung , Personalverwaltung oder Einkauf
gesteuert und abgewickelt werden können . Bei jeder unternehmensweiten
Einführung der SAP-Software R/3 müssen gleichzeitig neue Datenbanken installiert
werden . Oracle konkurriert hier mit Anbietern wie IBM , Sybase oder Informix ,
gewinnt aber drei von vier SAP-Kunden für sich . Nach Angaben von Rickes hat die
SAP AG vor zwei Jahren von der Darmstädter Software AG die Lizenz für die
Datenbank-Software Adabas D im Kontext von R/3-Installationen erworben : " Diese
Lizenz haben wir erweitert und können Adabas D nun auch an Neu-Kunden vermarkten
. " Die " Wirtschaftswoche " berichtet weiter , SAP wolle mit dieser Strategie
verhindern , daß Oracle im Datenbankbereich weiterhin gute Gewinne einfährt , um
damit betriebswirtschaftliche Konkurrenzprodukte zur SAP-Lösung R/3 zu
entwickeln . Neben Baan und Peoplesoft hat sich Oracle zum stärksten
Konkurrenten des Walldorfer Software-Unternehmens entwickelt . Der wöchentliche
Report auf heise online über neue Treiber und BIOS-Versionen : Grafiktreiber von
Ati und NVidia ; BIOS-Updates von Asus , Elitegroup , Epox , FIC , FuSi ,
Gigabyte und MSI ; Chipsatz-Treiber von VIA . Asus ( AsusTek ) Auf der Treiber-
und BIOS-Seite stehen bereit : Epox ( ElitoEPoX ) FIC ( First International
Computer ) Fujitsu/Siemens ( FuSi ) Gigabyte ( GBT ) MSI ( Microstar
International ) Neue BIOS-Versionen und Treiber der Vorwochen Ortsnetz-Monopol
der France Telecom soll doch fallen Frankreichs Telefon-Ortsnetz soll nun doch
verschiedenen Anbietern zugänglich gemacht werden , meldet der
deutsch-französische TV-Kanal Arte . Noch in diesem Sommer werde die Regierung
ein entsprechendes Dekret zur " Umgruppierung " des mehrheitlich staatlichen
Konzerns France Telecom herausgeben , gab der französische Premierminister
Lionel Jospin am Montag bekannt . Die Neuregelung werde zum 1. Januar 2001 in
Kraft treten . Jospin fordere eine schnellere und billigere Verbindung zum Netz
. Bei Beratungen über eine Neuregelung der Telekommunikation im April hatte das
französische Kabinett ein ähnliches Vorhaben nach dem Widerstand der
kommunistischen Partei wegen einer befürchteten Verteuerung der Telefonnutzung
für kranke und alte Geringtelefonierer zurückgezogen . ( Ekkehard Jänicke ) Im
Milliarden-Poker um die UMTS-Mobilfunklizenzen in Deutschland hat der erste
Bieter das Handtuch geworfen . Der Mobilfunkbetreiber debitel schied nach der
127. Versteigerungsrunde am Freitagabend in Mainz aus dem Bieterfeld aus . Das
teilte ein Sprecher der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post mit .
Patentwesen in der Zerreißprobe Anders als in den USA sind Computerprogramme und
rechnergestützte Methoden des E-Commerce wie Amazons berüchtigtes
Ein-Klick-Patent in Europa bisher nicht patentfähig . Nun soll der gewerbliche
Rechtsschutz ausgedehnt werden . Doch der aktuelle Streit um Patente auf
Software- und Geschäftsmethoden ist nur die Spitze eines Eisbergs , so c't in
der aktuellen Ausgabe 17/2001 . Immer mehr Unternehmen reklamieren mit Hilfe des
staatlich garantierten Monopolschutzes das Eigentum am zentralen Rohstoff der
Informationsökonomie : Ideen , Erfindungen und Innovationen . Als Folge steckt
das Patentwesen weltweit in der Krise : ausufernde Ansprüche , sinkende Qualität
, unterbesetzte Patentämter , überforderte Prüfer und eine steigende Zahl
gerichtlich ausgetragener Patentstreitigkeiten . Ausgangspunkt sind die USA , wo
mittlerweile jede Trivialität Erfindungsschutz beanspruchen kann . Die Zahl der
Patentanwälte wächst schneller als die Forschungs- und Entwicklungsausgaben ,
denn der Wettbewerb verlagert sich zunehmend in den Gerichtssaal . Die Firmen
haben sich tief verstrickt und treiben den gewerblichen Rechtsschutz in die
Zerreißprobe . Der UMTS-Übertragungsstandard im Mobilfunk beispielsweise ist mit
1150 Patenten belegt . Die Ausweitung der Patente ist ein Schritt zur Umsetzung
des TRIPS-Abkommens von 1994 , einem Anhang zur Charta der
Welthandelsorganisation ( WTO ) . In dem internationalen " Übereinkommen über
handelsbezogene Aspekte der Rechte des geistigen Eigentums " haben sich die
WTO-Mitglieder auch zur " Harmonisierung " ihres nationalen Patentrechts
verpflichtet . Microsoft verärgert Bund und Länder mit Preissteigerungen Die von
Microsoft geplante Neuregelung der Unternehmenslizenzverträge hat bei Bund und
Ländern zu einem Sturm der Entrüstung geführt , berichtet die Fachzeitschrift
Computerwoche in ihrer aktuellen Ausgabe . Die Änderung der Lizenzpolitik könne
allein im Freistaat Bayern zu Mehrkosten in Millionenhöhe führen . In den
Behörden des Freistaats arbeiten dem Bericht zufolge rund 150.000 PCs unter
einer Windows-Version mit Microsofts Office-Suite . Bisher nutzten die Bayern
unter Auslassung mindestens einer aktuellen Variante die Vertragsoption "
Versions Upgrade " , bei der Kunden für einen Bruchteil der regulären
Lizenzkosten auf das aktuelle Release von Windows oder Office wechseln konnten .
In der ursprünglich von Microsoft geplanten Änderung der Lizenzpolitik wäre
diese Vereinbarung durch Alternativ-Modelle wie einen Wartungsvertrag oder ein
Mietangebot ersetzt worden , von der nur Unternehmen , die stets auf die neueste
Variante umsteigen , hätten profitieren können . Das Bundesinnenministerium
verhandele nun einen neuen Rahmenvertrag mit Microsoft , nachdem Bund , Länder
und Gemeinden Widerstand gegen die geänderte Lizenzpolitik angekündigt hätten ,
so die Zeitschrift . Ein Kompromissvorschlag des Softwaregiganten sehe vor ,
dass die Änderungen erst zum 1. März 2002 in Kraft treten . Der " Schwarze Kanal
" im Internet Die schriftlichen Dokumente des " Schwarzen Kanals " - der
umstrittensten und bekanntesten Propagandasendung des DDR-Fernsehens - können
jetzt im Internet abgerufen werden . Zum 40. Jahrestag des Mauerbaus an diesem
Montag hat das Deutsche Rundfunkarchiv Potsdam-Babelsberg Sendemanuskripte und
Unterlagen zugänglich gemacht . Es handelt sich um Unterlagen zu 1519 Sendungen
des Politmagazins , das von Karl-Eduard von Schnitzler moderiert wurde , teilte
das Archiv mit . Studie : Globaler Halbleiterumsatz schrumpft drastisch " Das
zweite Halbjahr 2001 wird für die Halbleiterbranche düster " , prognostizierte
die US-Marktforschungsfirma Dataquest in einer Studie . Das zur großen
US-Konsultingfirma Gartner gehörende Unternehmen stützt sich mit seiner
Einschätzung auf Hinweise und Berichte von einigen Branchenführern in den PC- ,
Speicher- und Kommunikationssparten . Es gebe nur wenige Wachstumsanzeichen .
Die Nachfrage nach Komponenten für elektronische Systeme sei schwach , sagte die
Chefanalystin der Dataquest-Halbleitersparte , Mary Olsson . Die
Halbleiterpreise seien im Mai und Juni rückläufig gewesen . Speicherpreise
stehen weiter unter Druck . Der Verkauf von Videospiele-Hardware , -Software und
Zusatzprodukten sei in den USA im ersten Halbjahr zwar gestiegen . Der saisonale
Nachfragezyklus für PCs und Handys habe sich aber noch nicht bemerkbar gemacht .
Dataquest sah dennoch Hoffnungszeichen . Es gebe gute Aussichten für gebündelte
Produkte zum Schulanfang . Es gebe auch Hinweise aus der asiatisch-pazifischen
Region , dass Aufträge amerikanischer und europäischer Firmen für Motherboards ,
Notebooks und selbst Handys zunähmen . " Diese Zuschläge mögen zwar nicht
erheblich sein , doch sieht es so aus als sei die Talsohle für einige
Halbleiter- und Systemfirmen im zweiten Quartal 2001 erreicht worden " , erklärt
Olsson . Infineon kündigt Kurzarbeit an In den Werken des Chip-Herstellers
Infineon soll es ab Oktober Kurzarbeit geben . Dies berichtet der Münchner
Merkur unter Berufung auf Konzern-Chef Ulrich Schumacher . Infineon hatte zuvor
bereits den Abbau von 15 Prozent seiner Belegschaft angekündigt . Allein in
München sollen davon über 1000 Mitarbeiter betroffen sein . Dem Blatt zufolge
sieht Infineon derzeit noch keine Erholung am Halbleitermarkt . Zur Situation in
einigen Infineon-Werken sagte Schumacher : " Momentan fahren wir eine Auslastung
von 20 Prozent . " Zusätzlich zu Stellenabbau und Kurzarbeit suche der Konzern
nach weiteren Wegen , seine Überkapazitäten abzubauen . Dies schließe auch einen
freiwilligen Lohnverzicht der Mitarbeiter ein . Niemand interessiert an Beckers
Sportgate Nach der Pleite des Internetportals Sportgate besteht nach einem
Zeitungsbericht keine Hoffnung für das mehrheitlich Boris Becker gehörende
Unternehmen . " Lediglich ein Investor hatte konkretes Interesse an dem Erwerb
des Geschäftsbetriebs , aber letztlich kein Angebot vorgelegt " , sagte der
Insolvenzverwalter Hartwig Albers der Welt am Sonntag . Nach Informationen aus
Gesellschafterkreisen hat es sich bei dem Interessenten um Freenet , eine
Tochter des Mobilfunkanbieters Mobilcom , gehandelt . Das Insolvenzverfahren sei
seit Anfang des Monats eröffnet . Albers musste den Geschäftsbetrieb einstellen
. Den 19 Mitarbeitern sei gekündigt worden . Das Internetportal , das im März
2001 an den Start gegangen war , habe " keine nennenswerten Umsätze " erzielt ,
sagte Albers . An dem Unternehmen waren neben Becker auch Pixelpark-Gründer
Paulus Neef mit eigenem Vermögen und die Pixelpark-Tochter Venturepark beteiligt
. Führungswechsel bei Compaq Deutschland Die Deutschland-Chefin des
Computerkonzerns Compaq , Gerrit Huy , verlässt das Unternehmen . Die 45-jährige
scheide auf eigenen Wunsch zum 30. September aus , teilte die deutsche Compaq
GmbH am Mittwoch mit . Nachfolger wird der 52-jährige Peter Mark Droste , der
bereits Mitglied der Geschäftsführung ist . Huy war zugleich Vorsitzende in der
Deutschland-Geschäftsführung der 1998 übernommenen Digital Equipment . Nach
Abschluss der Digital-Sanierung könne wie geplant Ende September die rechtliche
Verschmelzung von Compaq Deutschland mit der hiesigen früheren Digitial Tochter
erfolgen . " Für mich ist das der geeignete Zeitpunkt , mich neuen beruflichen
Herausforderungen zu widmen " , sagte Huy . Harte Zeiten für die Telekom Die
Deutsche Telekom wird nach Aussage ihres Vorstandsvorsitzenden Ron Sommer zwei
Jahre brauchen , um den Fall der Tarife im Telefongeschäft um bis zu 70 Prozent
in der Bilanz verkraftet zu haben . Das Jahr 1999 werde deshalb für die Telekom
" sehr schwer " . Angestrebte Firmenkäufe könnten den Gewinn in den kommenden
Jahren vorübergehend sogar auf Null bringen , kündigte Sommer an . " Wenn die
Deutsche Telekom als Ganzes eine Firma ihrer eigenen Größe kaufen sollte , was
sein kann , werden wir notfalls auch mal ein paar Jahre ohne Gewinn auskommen
müssen " , so Sommer . Dies sei gegenüber den Aktionären gerechtfertigt , wenn
dadurch die Zukunft des Unternehmens gestaltet werde . Sommer : " Wir arbeiten
an der Steigerung des Firmenwertes - dafür kann man vorübergehend auch weniger
Gewinn in Kauf nehmen . " Forscher : Internet gefährdet labile Menschen Häufiges
Surfen im Internet schadet besonders psychisch labilen Menschen . Nach einer am
Montag veröffentlichten Studie der Münchner Universität hatten rund vier Prozent
von 1000 Befragten ernste Probleme durch häufige Nutzung des Internets . Bei
diesen Betroffenen habe bereits eine psychiatrische Erkrankung bestanden , sagte
Professor Ulrich Hegerl . Sie hätten unter Depressionen , Angstneurosen und
anderen Manien gelitten . Alle hätten eines gemeinsam : Sie seien nicht
selbstbewusst und suchten im Internet nach Kommunikation , Partnerschaften oder
neuen Freunden . Als Beispiel nannte Hegerl Hausfrauen , die nachmittags
stundenlang im Netz chatten , Anleger , die ständig die Entwicklung der
Aktienkurse verfolgen oder Jugendliche , die bis morgens um fünf Uhr ihre Zeit
mit Computerspielen verbringen . Sie suchten Geborgenheit und Sex im Internet ,
steigerten im Netz ihr Selbstwertgefühl und flüchteten aus ihrer Realität .
Kennzeichen für eine krankhafte Nutzung des Internets sei unter anderem ein
deutlicher Rückzug aus dem sozialen Leben . " Die Leute vereinsamen immer mehr "
, sagte Oliver Seemann , der die nicht repräsentative Studie erarbeitete und
eine Ambulanz für Internet-Anhängige an der Ludwig-Maximilians-Universität
leitet . Tage und nächtelanges Surfen führt nach Angaben der staatlichen
Beratung für Ernährung und Hauswirtschaft in Bayern auch zu Kalziummangel .
Viel-Surfer bekämen zu wenig Sonne und bewegten sich nicht genug . Im
Unterschied zu gesunden Menschen würden Internet-Kranke heimlich und in aller
Abgeschiedenheit im Netz surfen . Es handelt sich zumeist um Männer , die im
Durchschnitt 28 Jahre alt sind . Bei vielen hätte zuvor Drogen- oder
Alkoholabhängigkeit sowie Spielsucht bestanden . Das Internet fördere
suchtähnliches Verhalten , weil es " jeden Tastenklick sofort belohnt " , sagte
Hegerl . Die Anonymität des Internets gebe vielen sonst unsicheren Menschen
große Sicherheit . " Zu langes Surfen ist krankhaft , macht aber nicht süchtig "
, sagte Hegerl . Es seien teilweise ernste gesundheitliche Probleme aufgetreten
. Die Frage sei aber , wie die mit der Befragung im Internet erforschten
Krankheiten zusammenhängen . " Wir wissen nicht , ob langes Surfen zu
Depressionen führt oder Depressionen zu langem Surfen " , sagte Hegerl .
Internet-Abhängigkeit sei wahrscheinlich keine eigenständige Krankheit , sondern
eher Symptom von anderen psychiatrischen Störungen . Es habe während der Studien
kaum Hinweise auf körperliche Abhängigkeiten gegeben . In Ausnahmefällen sei es
zu körperlichen Entzugserscheinungen wie Nervosität und Unruhe gekommen . Auch
ein Verlangen nach einer immer währenden Steigerung der Dosis sei nicht
aufgefallen . Den Internet-Kranken könne geholfen werden . Durch die Therapie
würde das Selbstbewußtsein der Leute gestärkt und dann würde sich ganz von
selbst wieder mehr soziale Kontakte ergeben . Die am meisten angeklickten
Webseiten der Betroffenen seien Chats und andere Kommunikationsadressen gewesen
. An zweiter Stelle stünden Sexseiten . Das Internet sei ein Medium wie
Fernsehen oder Radio . Der Unterschied des Internets zu herkömmlichen Medien
liege aber in der Interaktivität . In den USA wird die Zahl der Internet-Kranken
auf 300.000 geschätzt . Nach Einschätzung von Hegerl ist diese Zahl zu hoch . HP
will Consulting-Geschäft durch Zukauf ausbauen Die Computerkonzern
Hewlett-Packard verhandelt über einen Kauf der globalen Management- und
Informationstechnologie-Consultingsparte der Rechnungsprüfungs- und
Consultingfirma PricewaterhouseCoopers . Man habe sich aber noch nicht auf die
Transaktionsbedingungen geeinigt , betonte das Unternehmen .
PricewaterhouseCoopers ist eine der weltgrößten Rechnungsprüfungs- und
Consultingfirmen . Hewlett-Packard erklärte , dass das erwartete Umsatzwachstum
von 15 Prozent leicht gesteigert und der Gewinn pro Aktie im Jahr 2001 leicht
belastet werde . Bei Durchführung der Transaktion wird die
Rechungsprüferfunktion auf Grund behördlicher Anforderungen beendet .
Hewlett-Packard hat sein eigenes Consulting-Geschäft unter der Firmenchefin
Carly Fiorina bereits stark ausgebaut . Consulting ist ein sehr lukratives
Geschäft . IBM hat diese Geschäftssparte zu einem der wichtigsten
Geschäftsbereiche des Konzerns gemacht . Computerfirmen können den
Unternehmenskunden nicht nur die Installation von Computersystemen anbieten ,
sondern auch den Betrieb ihrer Informationstechnologieabteilungen .
PricewaterhouseCoopers hat mehr als 30.000 Berater , während es bei
Hewlett-Packard rund 6000 sind . Bei PricewaterhouseCoopers würde ein Verkauf
eine endgültige Abtrennung des Consulting- vom Rechnungsprüfungsgeschäft bringen
. Die amerikanische Wertpapier- und Börsenkommission SEC drängt auf eine
Trennung der Rechnungsprüfungs- und Consultingsparten bei den großen
einschlägigen Firmen , weil sie Interessenkonflikte befürchtet . Lewinsky-Report
online Zeitgleich mit Bill Clintons Anwälten soll auch die Öffentlichkeit
Einblick in den Abschlußbericht des Sonderermittlers Kenneth Starr erhalten .
Neben dem US-Kongreß haben auch die juristische Datenbank THOMAS und das
Dokumentationszentrum der US-Regierung Seiten auf ihren Servern vorbereitet . Im
Laufe des Tages wird mit der Veröffentlichung gerechnet . Unklar ist
US-Berichten zufolge noch , ob nur die Zusammenfassung oder das gesamte Dokument
ins Web gestellt wird . Es soll intime Details zur Affäre des US-Präsidenten mit
der damals 21jährigen Praktikantin Monica Lewinsky enthalten . Vorgeworfen
werden Clinton als Folgen der Affäre zweifacher Meineid , Behinderung der Justiz
, Beeinflußung von Zeugen und Amtsmißbrauch . Der US-Präsident versicherte
jedoch demokratischen Senatoren bei einem Treffen im Weißen Haus , daß das
Dokument keine weiteren Überraschungen enthalte . PC-Absatz in Europa wächst
kräftig Der PC-Absatz in Westeuropa nimmt im laufenden Quartal nach einer
Prognose der International Data Corporation ( IDC ) und rund 16 Prozent zu .
Weltweit ziehen die PC-Verkäufe in der zweiten Jahreshälfte um 12,2 Prozent an ;
für die ersten sechs Monate hat IDC 9,6 Prozent registriert . Massive Einbußen
in Asien und Osteuropa werden durch das stärkere Wachstum in Europa und den USA
mehr als kompensiert . Hauptgewinner ist laut IDC die Firma Apple . Sie habe im
dritten Quartal ihren Absatz verdoppelt und werde im vierten Quartal nach
US-Marktanteilen in den Kreis der Top 5 zurückkehren . Auch Dell verzeichne ein
deutliches Plus . Compaq habe seine Inventarprobleme weitgehend gelöst und
befinde sich ebenfalls wieder im Aufwind . US Army wechselt von Windows NT zu
Mac OS Geplagt von wiederholten Hackerangriffen hat die US Army überraschende
Konsequenzen gezogen : Ihre Websites laufen nicht länger auf NT-basierenden
Servern , sondern auf WebStar unter Mac OS . Systemadministrator Christopher
Unger erklärte dazu laut ArmyLink News , die Army habe ihre Websites auf eine
sicherere Plattform umgestellt . Er bezog sich dabei auf eine ältere Aussage des
Word Wide Web Consortium ( W3C ) , wonach Mac OS weniger Angriffspunkte bietet ,
weil es keine Kommandozeile hat und kein Remote Login erlaubt . Andreessen sagt
AOL Bye-Bye Netscape-Mitbegründer Marc Andreessen gibt seinen Posten als
Chefentwickler bei AOL auf . Wie das Unternehmen am Freitag mitteilte , erfolgt
die Trennung einvernehmlich . Andreessen werde AOL weiter als Berater zur
Verfügung stehen . Die Rolle eines Spitzenmanagers , die ihm nach dem Kauf von
Netscape durch AOL zugefallen war , lag Andreessen offenbar nicht : Beobachter
aus der Wirtschaft zeigten sich wenig überrascht , sondern eher erleichtert über
den Abgang des Web-Pioniers . Die Position des Chefentwicklers bei AOL übernimmt
William Raduchel , bisher Chief Strategy Officer von Sun Microsystems . AOL und
Sun sind durch einen strategischen Kooperationsvertrag miteinander verbunden .
Yahoo meldet Rekordgewinn und -umsatz Die amerikanische Internet-Firma Yahoo
Inc. hat im dritten Quartal des Jahres einen Rekordumsatz und -gewinn verbucht .
Dies gab Yahoo am Dienstag nach Börsenschluss bekannt . Die Yahoo-Aktien legte
im nachbörslichen Handel zunächst kräftig zu , fiel aber später unter den
Schlusskurs . Schwächere Nachfrage nach Motorola-Handys Der US-Elektronikkonzern
Motorola hat im dritten Quartal seinen Gewinn kräftig erhöht und die
Gewinnerwartungen der Wall Street erfüllt . Der größte amerikanische
Handyhersteller verzeichnete aber einen stark nachlassenden Auftragseingang bei
mobilen Telefonen . Motorola versuchte dies mit dem Hinweis auf einen massiven
Auftragsschub im Vergleichszeitraum des Vorjahres zu erklären . Der Handy-Absatz
stieg in Nord- und Südamerika erheblich , doch gab er in Europa deutlich nach .
Gut liefen Motorolas Geschäfte bei Breitbandprodukten und Netzwerkausrüstung .
Die Motorola-Aktien notierten im nachbörslichen Handel mit 26,5 Dollar fast
unverändert . Intel enthüllt " alte Hüte " Statt auf dem Microprocessor Forum
wie allgemein üblich mit Neuigkeiten aufzuwarten , wiederholte Intels Referent
Billy Siu nur längst bekannte Aussagen zum Pentium 4 . Seine vielleicht
wichtigste Aussage war , dass es sich um den leistungsfähigsten
Desktop-Prozessor handeln soll . Ob er da nicht den Mund zu voll genommen hat ,
wird sich Ende November im Vergleich zum 1,2- oder 1,3-GHz-Athlon zeigen müssen
. Pentium-4-Architekt Michael Upton toppte die Belanglosigkeit noch mit seinem
Vortrag über die Microarchitecture , dem so gut wie keine neue Information zu
entnehmen war . Schlagwort hier ist IMVP : Intel Mobile Voltage Positioning .
Mit dieser Technik sollen im nächsten Jahr die Prozessoren im 0,13-µm-Prozess
die 1-GHz-Grenze überscheiten und bei typische Applikationen nur etwa 1,5 Watt
verbrauchen . Bei 700 MHz ( weniger als 1 Volt Corespannung ) gibt Intel 0,5 bis
1 Watt ( inklusive Northbridge ) an . Glenn Henry , der Chef der jetzt zu VIA
gehörenden Centaur Technology , gab einen Überblick über die Prozessor-Roadmap
seiner Firma und den neuen C5X-Prozessor . Derzeit verkauft Via den C5A (
Codename Samuel ) unter dem offiziellen Namen Cyrix III mit 500 bis 667 MHz bei
1,9 Volt Core-Spannung . Der Nachfolger C5B in 0,15-µm-Prozess ( 1,5 Volt ) ist
bereits als Prototyp erhältlich . Er besitzt einen L2-Cache von 64 KByte Größe (
Exklusiv-Cache wie beim AMD Duron ) , aber auch diverse
Architekturverbesserungen . Der Chip ist für 600 bis 733 MHz Takt ausgelegt .
Ihm folgt der C5C , der zum Teil in 0,13-µm-Prozess gefertigt werden soll ( 1,2
V , 733 bis 867 MHz ) . Aufsehen erregte Henry aber mit dem C5X-Chip , der
ähnlich wie P6 und K6/Athlon nun mit einem Übersetzer von x86-Code in
RISC-artige µOPs arbeitet . Von 3Dnow! nimmt der CX5 wieder Abschied , dafür
wird er gleich zwei SSE-Einheiten aufweisen . Mit 17 Integer-Pipeline-Stufen ist
die Pipeline fast so lang wie die vom Pentium 4 . Damit ( und mit der
0,13-µm-Prozesstechnologie ) soll der für das dritte Quartal 2001 angekündigte
Chip 1,2 GHz erreichen . Motorola gab ein Update zum G4+ , dessen Architekur auf
dem letztjährigen Forum vorgestellt wurde . Das so genannte G4-Apollo-Design
unterscheidet sich vom G4+ hauptsächlich durch die Verwendung von SOI-Technik (
Silicon On Insulator ) . Hinzugekommen sind ein paar Features wie " Cache way
Locking " für den 1-Cache und die Verwendung des L3-Caches ( ähnlich wie beim L2
des Motorola MPC7410 ) als High-Speed-Memory . SOI beschleunigt das Design laut
David Bearden um 22 Prozent . Damit sollen die Motorola-Apollo-Chips im
0,18-µm-Prozess mehr als 1 GHz Takt erreichen . Die typischen Leistungsaufnahme
gibt Motorola mit 23 W bei 1 GHz an ( 10 W bei 666 MHz ) . Micron stellte zwar
keinen eigenen Prozessor vor , aber einen neuen Chipsatz , der so genanntes
Embedded DRAM von 8 MByte enthält , welches als L3-Cache dient . Der
DDR-SDRAM-Chipsatz unter dem Codenamen " Mamba " ist für Athlon/Duron vorgesehen
. ICANN : Europa schickt das Enfant Terrible Andy Müller-Maguhn ist der erste
online gewählte Europa-Direktor im Vorstand der Internet Corporation for
Assigned Names and Numbers ( ICANN ) . Mit 5948 Online-Stimmen der abgebenen
11309 Stimmen der europäischen ICANN-Mitglieder schaffte der Sprecher des Chaos
Computer Club gleich in der ersten Auszählung des komplizierten Wahlverfahrens
den Sprung in das für die Überwachung und Reform des Domain Name Systems
zuständige Gremium . Auf den Plätzen zwei und drei folgten mit deutlichem
Abstand die beiden anderen deutschen Kandidaten im Rennen im den Europa-Sitz ,
die Berliner Politikwissenschaftlerin Jeanette Hofmann ( 2295 ) und
Telekom-Manager Winfried Schüller ( 990 ) . Mit der Wahl Müller-Maguhns als
einem von fünf regional gewählten Mitgliedervertretern ( At-Large-Directors )
haben sich die Erwartungen vieler Beobachter bestätigt , die den von den
Mitgliedern selbst für die Wahl vorgeschlagenen Kandidaten die besten
Wahlchancen eingeräumt hatten . Ein Nominierungskomittee der ICANN hatte fünf
der sieben Kandidaten vorgeschlagen . Gleichzeitig spiegelt das Wahlergebnis
allerdings auch recht deutlich die Mitgliedsverhältnisse innerhalb Europas wider
. In Deutschland konnten die meisten Nutzer für Registrierung und Wahlteilnahme
gewonnen werden . Europa war mit über 48 Prozent gleichzeitig die Region mit der
höchsten Wahlbeteiligung . Auch in Nordamerika machte ein von den Nutzern
nachnominierter Kandidat das Rennen . Karl Auerbach von Cisco ( 1738 ) siegte
knapp vor Barbara Simons ( 1581 ) . In den drei anderen Regionen , Afrika ,
Asien/Australien und Lateinamerika folgten die Wähler Vorschlägen des
ICANN-Nominierungskomittees . Der Japaner Masanobu Katoh ( Fujitsu ) erhielt
13913 von 17745 abgebenen Stimmen , der Brasilianer Ivan Moura Campos 946 von
1402 und der ccTLD-Administrator von Ghana Nii Quaynor ( Nic ) schaffte es mit
67 von 130 in Afrika abgegeben Stimmen . Fest steht nach diesem Ergebnis auch ,
dass keine Frau ins ICANN-Direktorium einziehen wird . Wenn die derzeit noch
amtierenden Interims-Direktorinnen Esther Dyson , Linda Wilson und Geraldine
Capdeboscq ausscheiden , wird ICANNs Vorstand zu 100 Prozent männlich .
ICANN-Präsident und CEO Mike Roberts sprach von einen großen Erfolg der
At-Large-Wahl - trotz der technischen Pannen vor allem zu Beginn des
Wahlprozesse . " Das Wahlverfahren und die technische Umsetzung sind eine
Katastrophe " , hatte auch Müller-Maguhn kurz vor seiner Wahl gesagt . Er hat
mehrfach betont , er wolle sich als ICANN-Direktor für mehr Transparenz im
Entscheidungsprozess der ICANN einsetzen . Siehe auch Telepolis : Andy
Müller-Maguhn ist Sieger bei ICANN . ENEL übernimmt Mannesmann-Tochter
Infostrada Der italienische Energiekonzern ENEL hat die Mannesmann-Tochter
Infostrada übernommen . Infostrada gehört seit der Übernahme von Mannesmann
durch Vodafone AirTouch zu dem britischen Telekommunikationskonzern , der sich
auf den Mobilfunk konzentrieren will . In einem weiteren Schritt soll Infostrada
mit dem italienischen Mobilfunkbetreiber Wind ( ENEL , France Telecom )
zusammengelegt werden . Im ersten Halbjahr 2001 sollten 25 Prozent der neuen
Gesellschaft an die Börse gehen . An der neuen Gesellschaft sollen vor dem
Börsengang ENEL 73,4 Prozent und France Telecom 26,6 Prozent der Anteile halten
. Zuvor war auch Deutschen Telekom großes Interesse an Infostrada nachgesagt
worden . Mit einem Marktanteil von 13 Prozent an Fern- und Auslandsgesprächen
und 27 Prozent der Internet-Kunden ist Infostrada heute der größte Konkurrent
von Telecom Italia . Dell rechnet mit schneller Erholung des PC-Marktes Der
zweitgrößte PC-Hersteller der Welt , Dell , erwartet eine baldige Erholung des
PC-Marktes . Spätestens im nächsten Jahr werde der Markt um 15 Prozent wachsen ,
sagte der Chef von Dell Computer , Michael Dell , dem Finanzmagazin Focus-Money
. Dell rechnet mit einem Ausleseprozess in der Computerbranche . Für einige
Unternehmen werde bald das Ende kommen . Sein Unternehmen erwäge , Hersteller
von Speichersystemen aufzukaufen , sagte Dell . In das Geschäft mit
Taschencomputern wolle Dell erst einsteigen , wenn die nächste Produktgeneration
in der Lage sei , Tischcomputer zu ersetzen . 400 Aussteller auf
Technologie-Verbundmesse in Dresden Mehr als 400 Unternehmen werden sich in der
nächsten Woche auf der Verbundmesse für Hochtechnologie in Dresden präsentieren
. Vom 19. bis 21. Oktober wird zum zehnten Mal die Fachmesse für Informations-
und Kommunikationstechnologie COMTEC ausgerichtet . Parallel dazu läuft erstmals
die Industriefachmesse für Produktionstechnik , Automatisierung und
Qualitätssicherung IFM . Die Aussteller kommen aus fünf Ländern und stellen sich
auf einer Fläche von 12.000 Quadratmetern vor , teilten die Veranstalter am
Mittwoch mit . Rund 15.000 Fachbesucher aus dem In- und Ausland werden erwartet
. Die Verbundmesse ist nach Angaben der Veranstalter die größte in den neuen
Ländern . Im Mittelpunkt der ersten Industriefachmesse IFM steht die
Vergrößerung der Export-Chancen für einheimische Unternehmen aus dem Maschinen-
und Anlagenbau . Die Computerfachmesse COMTEC widmet sich unter anderem der
Entwicklung des E-Commerce sowie Sicherheitsaspekten im Internet . Ferner gibt
es ein umfangreiches Fachprogramm zu den beiden Messen mit mehr als 140
Vorträgen an drei Tagen . Müller-Maguhn : Zeit einstimmiger Beschlüsse vorbei "
Die Zeit einstimmig gefällter Beschlüsse im 19-köpfigen ICANN-Vorstand ist ganz
sicher vorbei " , sagte der frischgewählte Europa-Direktor der Internet
Corporation for Assigned Names and Numbers , Andy Müller-Maguhn , heute
gegenüber heise online . Müller-Maguhn ist einer von fünf regionalen Direktoren
, die Netizens in Europa , Nord- und Lateinamerika , Asien und Afrika in
Online-Wahlen zwischen dem 1. und 10. Oktober zu ihren Vertretern bestimmt haben
. Zwar könne man als einzelner kaum hoffen , ICANNs Kurs in der Domainpolitik
grundsätzlich umzuwerfen , sagte Müller-Maguhn . Trotzdem wolle er den bislang
nicht vertretenen Interessen der Endnutzer im ICANN-Prozess mehr Gewicht
verschaffen . " Da gerade bei den ganzen Veränderungen des Top-Level-Systems
keine Nutzerinteressen vertreten waren , halte ich einen kritischen Blick
beispielsweise auf die UDRP ( die außergerichtliche Schlichtung von
Domainstreitigkeiten ) durchaus für angebracht . " Bei der Jahrestagung im
November entscheidet die ICANN auch über neue Top Level Domains . Möglicherweise
beginnt die Amtszeit der fünf frisch gewählten ICANN-Direktoren jedoch erst im
Anschluß an die November-Sitzung . Noch habe er keine offizielle Nachricht der
ICANN über seine Wahl und den Beginn seiner Amtszeit erhalten , so Müller-Maguhn
. Seinen Wahlsieg hatte ihm am frühen Morgen die unterlegenen Konkurrentin
Jeanette Hofmann als erste Gratulantin mitgeteilt . " Ich denke , sie und ich
werden auch weiterhin in ICANN-Fragen gut zusammenarbeiten " , sagte
Müller-Maguhn . Seine ersten Bemühungen gälten der Bündelung der Interessen
europäischer ICANN-Mitglieder . Die Gründung eines eigenen ICANN-Europa-Concils
, wie er auf der ICANN-Europe-Mailing-Liste diskutiert wurde , hält
Müller-Maguhn für verfrüht . Lieber wolle er mit einer informellen Vernetzung
bestehender Gruppen starten . Das Computermagazin c't startet am Montag , 16.
Oktober , an der Universität Hamburg eine Tour durch zehn Universitäten und
Fachhochschulen . Highlight der Roadshow ist ein Gewinnspiel , bei dem Studenten
ein Stipendium im Wert von 10.000 Mark gewinnen können . Computerinteressierte
Studenten haben jeweils von 8 bis 17 Uhr die Möglichkeit , c't näher
kennenzulernen und mit Redaktionsmitgliedern zu sprechen . Außerdem können sie
an der c't-Krypto-Aktion teilnehmen und sich vor Ort kostenlos ihren
persönlichen PGP-Schlüssel generieren und zertifizieren lassen . Besonders
reizvoll für die Studenten ist das Gewinnspiel , bei dem ein Stipendium im Wert
von 10.000 Mark als Preis winkt . Allerdings müssen die Teilnehmer vorher ihr
Computerwissen unter Beweis stellen und einige Fragen aus der IT-Welt richtig
beantworten . Die weiteren Termine und Stationen der c't-Roadshow finden sich
hier - und Eindrücke von den ersten Stationen gibt es auf einer Extra-Seite .
Internet World : Alles fließt FlowPort von Xerox macht es möglich . Das auf der
Fall Internet World '99 erstmals gezeigte Programm arbeitet mit kleinen
Checkboxen und Symbolen auf den Seiten , die Xerox DataGlyphs nennt . Sie weisen
den Server an , was mit dem Papier zu tun ist . Billig ist FlowPort nicht : eine
an die Bedürfnisse einer Firma angepasset Version kostet 50.000 Dollar pro
Server . Technisch interessant ist das System durch die Verwendung des
Internet-Fax-Protokolls . Für " legacy fax machines " , die dieses Protokoll
nicht beherrschen , will Xerox zur Comdex einen Adapter für das Telefonkabel
herausbringen . Internet World : Doch BOL hat zumindest in Europa schon eine
bestimmte Bedeutung : Bertelsmann Online steht hinter BOL.de und BOL.com , und
Bertelsmann ist einer der grössten Kunden von Oracle . Also einigte man sich auf
eine Sprachregelung : Zuse-Rechner für Computermuseum Hoyerswerda Das
Computermuseum Hoyerswerda hat vom Bundesforschungsministerium einen "
Großrechner " aus den Anfangsjahren der Computertechnik erhalten . Anlässlich
der Vorstellung des Rechners wurden auf erweiterter Fläche zusätzliche
Ausstellungsbereiche eröffnet . Der Erfinder Zuse hatte 1927 in Hoyerswerda sein
Abitur gemacht . 1998 hatte die hessische Stadt Hünfeld , wo Zuse nach dem Krieg
lebte , dem Museum bereits ein Exemplar des Vorgängermodells Z 22 übergeben .
Der Leiter des Bereichs Mikroelektronik des Deutschen Zentrums für Luft- und
Raumfahrt in Berlin , Hans-Jörg Werrmann , würdigte am Montag die in Hoyerswerda
ehrenamtlich geleistete Arbeit . Vier Jahre nach seiner Eröffnung verfügt das
Museum im Lausitzer Technologiezentrum ( " Lautech " ) über 150 komplette
Computersysteme . Ebenfalls darunter ist ein " Robotron K 1840 " im Format einer
Schrankwand , der 1989 als einer der letzten Computer in der DDR fertig gestellt
wurde . Gutachten : Microsoft haftet für "LoveLetter"-Schäden Der
Softwarehersteller Microsoft haftet nach Auffassung eines renommierten Experten
für Softwarerecht für die Schäden , die der berüchtigte "ILOVEYOU"-Virus
angerichtet hat . In einem Aufsatz für die Zeitschrift Computer und Recht (
Novemberausgabe ) schreibt der Karlsruher Jurist Prof. Dr. Michael Bartsch ,
nach den Prinzipien der Produkthaftung treffe Microsoft die zivilrechtliche
Haftung . Der als Liebesbrief getarnte E-Mail-Wurm " ILOVEYOU " hatte im Mai
weltweit unzählige Computersysteme lahmgelegt und nach Schätzungen
wirtschaftliche Schäden in Milliardenhöhe verursacht . Das als E-Mail-Attachment
verbreitete Visual-Basic-Skript ( Dateikennung " .vbs " ) breitete sich
explosionsartig rund um den Globus aus , überflutete Mail-Server und
Firmennetzwerke und zerstörte Dateien . Abkömmlinge des ohne große
Programmierkenntnisse modifizierbaren Schädlings machen bis heute den
Datenverkehr unsicher . " Angriffspunkt und Einfallstor für den Virus war nur
die Internet-Software von Microsoft " , schreibt Bartsch . Das Ergebnis seiner
Prüfung der Haftungsfrage sei eindeutig und " in aller Wissenschaftlichkeit
belegt " . Kindersex im Netz : Göttinger Student beschuldigt Mit Unterstützung
der Zeitschrift Computer-Bild hat die Hamburger Staatsanwaltschaft einen
deutschen Anbieter von Kinderpornografie ermittelt . Redakteure der Zeitschrift
, so heißt es in einer Pressemitteilung , hätten der Staatsanwaltschaft
Möglichkeiten der elektronischen Rückverfolgung erläutert . Weitere deutsche
Täter könnten ermittelt werden , allerdings mangele es den zuständigen Behörden
am nötigen Wissen und der geeigneten technischen Ausstattung . Das
Übernahmeangebot wurde dem Finanzblatt zufolge von Vodafone als Zeichen gesehen
, dass die Düsseldorfer an keiner Partnerschaft mit Vodafone auf europäischen
Drittmärkten mehr interessiert seien . Am Mittwoch habe das Unternehmen aber
seine Vorbereitungen intensiviert . AMD steuert auf schwarze Zahlen zu Der
Chiphersteller AMD sieht nach einer Durststrecke ein Quartalsergebnis ohne rote
Zahlen in Reichweite . Die Hoffnung , im vierten Quartal 1999 mindestens 800.000
Prozessoren absetzen zu können , werde " mehr und mehr realistisch " , sagte
Firmenchef Jerry Sanders am Donnerstag auf einem Treffen mit
US-Wirtschaftsanalysten . Auch das Geschäft mit Flash-Speicher laufe gut ; AMD
sei ausverkauft . Die Börse reagierte mit einem kräftigen Kursgewinn der
AMD-Aktie . Bisher hatten die Analysten für das Quartal einen Verlust von 37
Cent pro Aktie erwartet . Während Erzkonkurrent Intel offenbar große Probleme
hat , seine neuen Coppermine-Prozessoren mit Taktfrequenzen von 700 und 733 MHz
in ausreichender Stückzahl zu produzieren , läuft bei dem im Preiskrieg schwer
gebeutelten Underdog AMD jetzt anscheinend alles nach Plan . Noch dieses Jahr
werde AMD sich mit der Lieferung von 750-MHz-Athlons die Geschwindigkeitskrone
von Intel zurückholen . Für das erste Quartal 2000 stelle Sanders
Athlon-Prozessoren mit 800 und 900 MHz in Ausssicht . In der zweiten
Jahreshälfte soll die GHz-Schwelle überschritten werden . Außerdem plant AMD für
Ende 2000 einen High-End-Chip ( Codename " Mustang " ) mit 2 MByte integriertem
Cache für Multiprozessorsysteme . T-Online : Noch immer Internet-Stau Ende
November , so hatte T-Online in Reaktion auf den c't-Test der Internet-Provider
versprochen , sollte auch der unsäglich lahme Slip-Zugang zum Internet deutlich
verbessert werden . Etliche Stichproben , die c't seither durchführte , zeigten
das Gegenteil . Jeder Einwahlversuch wurde mit der Meldung beantwortet : Der
Zugang ist also praktisch gesperrt . Auf Nachfrage von c't gestand der
T-Online-Sprecher ein , daß die angekündigten Verbesserungen tatsächlich noch
nicht geschaltet worden sind . Als neuen Termin nannte er jetzt den 20. Dezember
. Die notorische Fehlermeldung über die angebliche Überlastung des Gateways sei
wahrscheinlich auf die laufenden Umstellungsarbeiten zurückzuführen . Auf Slip
sind alle T-Online-Kunden angewiesen , die sich nicht mit dem proprietären
T-Online-Dekoder für Windows 3.1 einwählen , sondern beispielsweise auf einem
Macintosh , unter OS/2 , Linux oder mit 32-Bit-Software unter Windows 95 und NT
. o.tel.o , Interoute , TeleBridge ... Die Preise rutschen Nachdem die Telekom
und Arcor mit kräftigen Preissenkungen für Furore gesorgt haben , scheint der
Preiskampf im Fernmeldemarkt nun endgültig auszubrechen . Wie o.tel.o heute
morgen verlauten ließ , rüstet sich die Firma mit einer komplett neuen
Produktpalette für den Kampf um Marktanteile im kommenden Jahr . Der Preis für
den jedermann offenstehenden Call by Call-Tarif sinkt ab 1. Februar für
Ferngespräche über Tag auf 20 Pfennige je Minute . Nach 18 Uhr beträgt der Preis
10 Pfennige je Minute und am Wochenende 9,5 Pfennige . Zum Vergleich : Bei der
Telekom zahlen ISDN-Kunden über Tag 24 Pfennige und Analog-Kunden 36 Pfennige je
Minute . Abends verlangt die Telekom 12 Pfennige je Minute . Für Bestandskunden
von o.tel.o gelten die Preise sogar schon ab 1. Januar ( ansonsten wäre o.tel.o
im Januar 83 Prozent teurer als die Telekom zu diesem Zeitpunkt ) .
Preissenkungen auch bei Interoute : Hier liegen die Preise ab 1. Januar tagsüber
bei 18 Pfennigen und abends bei 10 Pfennigen je Minute für ein Ferngespräch .
Der Anbieter TeleBridge möchte sogar schon zum 15. Dezember die Preise senken .
Bei ihm liegen Ferngespräche derzeit bei 22 Pfennigen je Minute . Am Dienstag
will die Firma TelDaFax ihre neuen Preise verkünden , teilte allerdings schon
vorher mit , daß die Preise um ca. 30 Prozent unter denen der Telekom liegen
werden . Erwartet wird ein Preis von 18 oder 19 Pfennigen je Minute für ein
Ferngespräch tagsüber . Ebenfalls noch vor Weihnachten steht eine Ankündigung
von debitel ins Haus . debitel möchte sich damit für den geplanten Börsengang im
März positionieren und muß Akzente setzen , um sich im Wettbewerb zu behaupten .
Offen bleibt derweil , wie der einstige Niedrigpreisführer MobilCom reagiert .
Die Pressestelle lehnte jede Stellungnahme zu etwaigen Preissenkungen ab . Bei
der Bekanntgabe der jüngsten Quartalsergebnisse deutete das Unternehmen jedoch
an , daß die erzielten Gewinne " großen Spielraum für künftige Preisgestaltung
im Verdrängungswettbewerb der Telefongesellschaften " bieten , so das
Handelsblatt . Die Preissenkungen zeigen deutliche Tendenzen für den
Fernmeldemarkt 1999 : Die Telekom , so scheint es , dürfte auch 1999 zu den
teuren Telefongesellschaften gehören . Das Feld ihrer Herausforderer
positioniert sich preislich bei knapp 20 Pfennigen je Minute , wobei die
geringen Unterschiede darauf hindeuten , daß die Spielräume geringer werden .
Die Preissenkungen sind auch mit Nachteilen verbunden : Auf der einen Seite
werden die Tarife dadurch übersichtlicher . Auf der anderen Seite dürfen Kunden
mit vielen Regionalgesprächen jedoch draufzahlen . ( Ralf Hüskes )
Computerclubnacht live aus Paderborn Die zweite Computernacht des WDR wird in
der Nacht zum Sonntag live aus dem Heinz Nixdorf MuseumsForum in Paderborn
ausgestrahlt . In der mehr als siebenstündigen Sendung unter dem Titel " Vision
2000 - Schaufenster in das nächste Jahrtausend " geht es um die Zukunft der
Computertechnik und das Thema Robotik . Angereichert wird das Programm durch
Musik , Diskussionen und Interviews . Die Veranstalter rechnen mit 3000
Besuchern . Der Computerclub startet um 22.30 Uhr . Die gesamte Veranstaltung
soll außerdem per Streaming Video im Internet übertragen werden . Auch
Barnesandnoble streicht " Mein Kampf " Der Internet-Buchhändler
barnesandnoble.com hat am Freitag angekündigt , das Hitler-Buch " Mein Kampf "
nicht mehr nach Deutschland zu liefern . Man folge damit einer Aufforderung des
deutschen Justizministeriums , teilte die Firma mit . Das Justizministerium habe
erklärt , der Verkauf des Buches in Deutschland sei definitiv untersagt .
Vorangegangen war eine offizielle Beschwerde des Simon-Wiesenthal-Zentrums in
Los Angeles . Mitte November hatte bereits der Online-Buchhändler Amazon.com das
antisemitische Machwerk aus seinem Angebot für deutsche Kunden gestrichen .
Tatsächlich meinen wir , dass sie mehr Probleme schafft als kuriert . In
Deutschland hält der Freistaat Bayern das alleinige Copyright für " Mein Kampf "
. Außerdem steht das deutsche Strafgesetz dem Vertrieb entgegen . Paragraf 86
verbietet die Verbreitung von Propagandamitteln , " die nach ihrem Inhalt dazu
bestimmt sind , Bestrebungen einer ehemaligen nationalsozialistischen
Organisation fortzusetzen oder deren Inhalt gegen die freiheitliche
demokratische Grundordnung oder den Gedanken der Völkerverständigung gerichtet
ist " . WamS : Lehrer kaum auf Computer vorbereitet Berlins Lehrer sind nur
schlecht auf den Einsatz moderner Computertechnik an ihren Schulen eingestellt .
Vielen Pädagogen fehlten Zeit und Interesse an entsprechenden Fortbildungskursen
, schreibt die " Welt am Sonntag " . " Nur jeder zehnte der rund 34000 Lehrer
kann mit dem PC einigermaßen gut umgehen " , sagte Joachim Thoma , der
Verantwortliche für Medieneinsatz an den Schulen in der Senatsschulverwaltung ,
der Zeitung . Nach Angaben des Berliner Instituts für Lehrerfort- und
Weiterbildung wurden im vergangenen Schuljahr 2500 der rund 34.000 Pädagogen
geschult , zumeist jedoch nur in den elementaren Grundlagen des PC-Umgangs .
Statistisch kommt auf 50 Schüler der Hauptstadt nur ein Computer , heißt es in
dem Zeitungsbericht . " Wenn wir nicht aufpassen , geraten unsere Kinder auf dem
europäischen Arbeitsmarkt gefährlich ins Hintertreffen " , warnt Erwin Staudt ,
Chef der IBM Deutschland . In Paris liegt das Verhältnis Computer zu Schülern an
den Gymnasien bei 1:12 . Großbritannien verzeichnet an 62 Prozent der Grund- und
93 Prozent der Oberschulen Internetzugang . Angeblich zigtausend Fehler in
Windows 2000 Der Marktstart von Windows 2000 am 17. Februar gerät mehr und mehr
zu einem Fiasko für Microsoft . Eine Woche vor dem Termin häufen sich in der
US-Fachpresse die negativen Schlagzeilen über den NT-Nachfolger . Das
Fachhändlerblatt Sm@rt Reseller will aus einem internen Microsoft-Memo erfahren
haben , dass Windows 2000 noch zigtausend Fehler enthalte . Das Memo soll von
Marc Lucovsky stammen , einem der Entwicklungsleiter bei Microsoft . " Wie viele
von euch würden 500 Dollar für ein Stück Software mit über 63.000 potentiellen
bekannten Defekten ausgeben ? " , zitiert die Zeitung aus dem Dokument . Die
Zahl der Bugs , die zu " echten Problemen " führen könnten , schätze Microsoft
auf 28.000 , heißt es weiter . Unterdessen bekräftigte die Marktforschungsfirma
Gartner Group ihre Empfehlung an Firmen , Windows 2000 nicht einzusetzen , bevor
das erste Service Pack verfügbar ist . Die PC-Hersteller hatten die früheren
Premieren von Microsoft bejubelt , weil sie den Umsatz ankurbelten . Dieses Mal
ist kaum Vorfreude zu bemerken . Michael Dell , Chef der Nummer 1 im
amerikanischen PC-Markt , schockierte die Wirtschaftsanalysten am Freitag mit
der Voraussage , er erwarte keine Verkaufsbelebung durch Windows 2000 . Wie die
Gartner Group geht auch Dell davon aus , dass die Business-Kunden nicht
vorschnell auf dem NT-Nachfolger umsteigen sollten . Außerdem gewinne das freie
Betriebssystem Linux als Alternative zu dem Microsoft-Produkt im Business-Markt
mehr und mehr an Bedeutung . Vobis fertigt IBM-PCs In den nächsten Monaten
werden in den Vobis-Filialen auch IBM-PCs der Serie " Aptiva-E " zu finden sein
. Basierend auf der 5-Jahres-Lizenz von Comtech ( c't berichtete ) stellt Vobis
die IBM-Rechner als Sublizenznehmer in Würselen her . Die beiden Filialisten
wollen sich dabei gegenseitig unter Druck setzen . Die Lizenzgebühren von Vobis
können da freilich helfen . Umgekehrt will Vobis neue Zielgruppen mit größerem
Markenbewußtsein erschließen . Mit den mittlerweile nicht mehr von Vobis
angebotenen PCs von Siemens Nixdorf sei das nicht gelungen . Die seien schlicht
zu teuer gewesen , so Dr. Gert Hügler , Vorstandsvorsitzender der Vobis AG .
Außerdem vertreibt der Distributor Peacock , neben Vobis ebenfalls Teil des
Metro-Konzerns , fortan die selbst gefertigten Aptivas an Händler . Die
Qualitätskontrolle und ebenso das Produktmanagement der Aptiva-Reihe behält sich
IBM vor . Den Kundendienst für die Vobis-Aptivas übernimmt jedoch Vobis ,
geplant ist zunächst ein einjähriger Vor-Ort-Service . Sun sieht den Wechsel ins
nächste Jahrtausend von Portals geprägt und löst den eigenen Slogan " The
Network is the computer " durch " .com the World " ab . Neben dem
Applikationsserver NetDynamics spielt dabei die Jini-Technologie eine
Schlüsselrolle . Sun kündigte außerdem indirekt weitere Firmenübernahme an . Die
Version 5 des Applikationsservers NetDynamics von Sun bietet neben CORBA (
Common Object Request Broker Architecture ) auch EJB ( Enterprise Java Beans )
und Microsofts COM ( Component Object Model ) . Außerdem werden jetzt AS/400 ,
CICS und MQSeries unterstützt . Innerhalb des nächsten Quartals sollen mit der
Version 5.1 der Verzeichnisdienst LDAP , der Internetstandard XML sowie Servlets
hinzukommen . Iomega ruft Jaz-Netzteile zurück Bei rund 60.000 Netzteilen der
externen Jaz-Laufwerke kann das Plastikgehäuse Risse bekommen . Iomega beklagt ,
der Zulieferer Cortech Systems habe nicht das spezifizierte Material verwendet .
Rund 42.000 der betroffenen Netzteile wurden auch in Europa ausgeliefert . Seit
September 1998 sind die fehlerhaften Produkte im Handel . Kunden , die ihr Gerät
seitdem erworben haben , erkennen die betroffenen Versionen am Aufkleber des
Netzteils selbst : Die Modellnummer lautet GPC14.2002 , die Seriennummer beginnt
mit drei Ziffern , die zwischen 837 und 907 liegen . Nur diese Geräte sind laut
Iomega betroffen , Personenschäden seien noch nicht aufgetreten . Verpackung und
Porto für den Austausch will Iomega ebenfalls übernehmen . Die Rufnummern dafür
: Deutschland 0800/1824201 ( kostenlos ) , Österreich und Schweiz 00353/12133858
( international ) . Yahoo wegen Nazi-Auktionen verklagt Die Internationale Liga
gegen Rassismus und Antisemitismus geht wegen der Versteigerung von
Nazi-Objekten gerichtlich gegen die US-Internetfirma Yahoo vor . Die Liga will
nach Angaben vom Dienstag bei einem Gerichtstermin am 15. Mai in Paris erreichen
, dass über Yahoo Frankreich keine Nazi-Andenken im Internet mehr vorgestellt
und versteigert werden . Angedroht werden soll eine Geldstrafe von jeweils
100.000 Euro pro Tag , wenn Yahoo einer solchen Auflage nicht nachkommen sollte
. Mit ähnlichen Vorwürfen hatten bereits andere Anbieter im weltweiten Datennetz
zu kämpfen . Das grösste Internet-Auktionshaus eBay war beschuldigt worden ,
über 3000 Nazi-Andenken illegal zum Verkauf außerhalb der USA anzubieten . Auch
der Online-Buchhändler Amazon war wegen des internationalen Verkaufs des
Hitler-Buches " Mein Kampf " in die Schlagzeilen geraten . Beide US-Firmen
hatten daraufhin versichert , die für das Ausland illegalen Angebote stärker zu
filtern . Börsenaufsicht warnt vor falschen Aktientipps im Netz Aktientipps
angeblicher Aktienexperten im Internet haben die Börsenaufsicht alarmiert . Die
Aufseher gehen davon aus , dass auf Message-Boards und in Chats zunehmend
gefälschte Informationen über Unternehmen kursieren . Damit bestehe die Gefahr ,
dass unbedarfte Anleger Aktien dieser Firmen kauften und damit den Kurs in die
Höhe trieben , " während die Initiatoren ihre vorher zu Niedrigstpreisen
gekauften Papiere mit saftigen Gewinnen abstoßen " , warnte die hessische
Börsenaufsicht am Mittwoch . Unter der Internet-Adresse www.boersenaufsicht.de
veröffentlicht die Aufsichtsbehörde jetzt Warnhinweise : " Nach deutschen Recht
( Paragraf 88 Börsengesetz ) ist schon die Verbreitung von falschen Tatsachen
mit dem Ziel , Börsenpreise zu manipulieren , strafbar " , heißt es in der
Rubrik " Mitteilungen " auf der Website . Die Warnung richtet sich " an
kriminelle Profis genauso wie an Wichtigtuer in den News-Groups " . Anlegern rät
die Behörde : Wer nachweisen könne , dass er durch falsche Informationen in ein
Börsengeschäft gelockt wurde , sollte sich an die Staatsanwaltschaft oder das
Bundeskriminalamt wenden . Zwar gebe es zurzeit für den Börsenplatz Frankfurt
noch kaum Hinweise auf Manipulationen in großem Stil . Wegen der Entwicklung des
Internets steige aber die Gefahr deutlich . Allerdings räumen die Börsenaufseher
auch ein , " dass das Internet auf Grund seiner spezifischen Gegebenheiten einer
systematischen Kontrolle schwer zugänglich ist " . Die hessische Börsenaufsicht
ist für die wichtigste deutsche Börse in Frankfurt sowie die
deutsch-schweizerische Terminbörse Eurex zuständig . Vergangene Woche hatte sich
der Präsident des Bundesaufsichtsamts für den Wertpapierhandel , Georg Wittich ,
unter Hinweis auf manipulierte Nachrichten im Internet für eine Verschärfung des
Börsengesetzes ausgesprochen . AMD meldet Rekordergebnis Nach einem weiteren
schwarzen Tag an der US-Hightech-Börse NASDAQ hat der Prozessorhersteller AMD
ein sensationell gutes Quartalsergebnis bekanntgegeben . Mit 1,15 US-Dollar pro
Aktie lag der Gewinn fast doppelt so hoch wie die durchschnittliche Prognose der
Analysten von 0,58 Dollar . Der NASDAQ-Index hatte zuvor um 286 Punkte auf
3769,61 nachgegeben - der zweithöchste Verlust in der Börsengeschichte . Die
AMD-Aktie hatte mit 63,5 Dollar geschlossen , gut 15 Dollar unter dem
Höchststand vor wenigen Tagen . Börsenbeobachter spekulieren nun darauf , dass
das überraschend gute AMD-Ergebnis den derzeitigen Negativtrend an der NASDAQ
wenden könnte . Der Umsatz wuchs im Vorjahresvergleich um 73 Prozent und
übertraf den des gewöhnlich starken Dezemberquartals um 13 Prozent . " Wir
hatten das beste Quartal in unserer Firmengeschichte " , sagte CEO W. J. Sanders
. Mit einem stärkeren Produktportfolio als je zuvor in der Firmengeschichte
erwarte er weiteres Wachstum . Windows NT : Paßwortklau leicht gemacht Unter
Windows NT ist das Ausspähen von Paßwörtern ein Kinderspiel , selbst wenn der
Anwender den Rat befolgt hat , solche sicherheitsrelevanten Daten niemals auf
dem Rechner zu speichern . Durch ein " trojanisches Pferd " - ein Programm , das
neben seinem scheinbaren oder tatsächlichen Zweck verdeckt eine Schadfunktion
ausführt - lassen sich mit wenigen Programmzeilen sämtliche Paßwörter abrufen ,
die der Anwender jemals zur Einwahl in das Internet oder ein lokales Netzwerk
benutzt hat . Mit diesem Sicherheitsloch , das c't-Leser Dieter Göpferich
entdeckte , steht für trojanische Pferde Tür und Tor offen . Wir haben das
kritische Verhalten mit der derzeit aktuellen NT-Version 4.0 auf Alpha ( Service
Pack 3 ) und Intel ( Service Pack 4 ) reproduzieren können . Der c't-Redaktion
liegt der Quelltext eines Programms vor , das sämtliche Paßwörter des jeweils
angemeldeten Benutzers im Klartext ausgibt . Es belegt auch , daß die
Programmierung einer solchen Schad-Funktion trivial ist . Um Crackern in der
gegenwärtigen Situation keine Anhaltspunkte zu liefern , wird die Redaktion das
Demoprogramm erst dann zum Download freigeben , wenn Microsoft die
erforderlichen Sicherheits-Patches bereitgestellt hat . Playstation-Clone für
PCs kommt Sony ist erneut mit dem Versuch gescheitert , eine Software-Emulation
seiner Playstation-Spielkonsole durch juristische Schritte zu stoppen . Nach dem
Playstation-Emulator für den Macintosh , den die Firma Connectix seit einigen
Monaten vertreibt , soll es demnächst ein ähnliches Produkt für PCs auf
Wintel-Basis geben . Die kleine Firma Bleem aus San Diego gab am heutigen Montag
bekannt , daß Sonys Antrag auf Erlaß einer einstweiligen Verfügung
zurückgewiesen worden sei und die Auslieferung der Software binnen einer Woche
beginnen werde . Bleem nimmt auf ihrer Website schon seit längerer Zeit
Vorbestellungen zum Preis von 24,95 US-Dollar entgegen . Später soll der
Konsolenemulator rund 40 Dollar kosten , 10 Dollar weniger als derzeit das
Connectix-Produkt . Bleem will in einigen Monaten auch eine Macintosh-Version
anbieten , während Connectix ebenfalls eine PC-Version in Arbeit hat .
Connectix' Emulator kommt bisher nur mit den US-amerikanischen Versionen der
Playstation-Spiele zurecht . Bleem macht dazu keine konkreten Angaben , sondern
bietet eine Demo zum Download an , mit der die Kompatibilität zu einzelnen
Spielen geprüft werden kann . Dell wieder im Aufwind Mit 0,19 Dollar Gewinn pro
Aktie übertraf Dell die Erwartungen der Analysten , die laut First Call/Thomson
Financial mit 0,16 Dollar pro Aktie gerechnet hatten . Einnahmen aus
Beteiligungen trugen mit 2 Cent pro Aktie zu der Gewinnsteigerung bei . Neben
niedrigeren Einkaufspreisen für Komponenten habe vor allem der zunehmende
Verkauf von Servern und Workstations zu dem unerwartet guten Ergebnis
beigetragen , kommentierte Dell-Manager Kevin B. Rollins . Im Februar hatte die
Firma ihre Investoren wegen des schwachen Geschäfts im Business-Bereich vor
allzu hohen Umsatzerwartungen gewarnt . Tatsächlich wuchs der Anteil der
profitableren Server und Workstations in dem am 28. April beendeten Quartal ; im
Vergleich zur Vorjahresquartal konnte Dell den Absatz um 52 % steigern . BfS :
Handys machen nicht munter Anderslautende Berichte seien falsch . Mit dieser
Darstellung widerspricht das Bundesamt für Strahlenschutz ( BfS ) in Salzgitter
einer jüngst veröffentlichten Studie britischer Wissenschaftler . An der
Universität Bristol hatten Forscher die Auswirkungen von elektromagnetischen
Feldern auf die Leistungsfähigkeit des Gehirns untersucht . An den Testreihen
nahmen aber nur 36 Personen teil . Die Ergebnisse lassen dem BfS zufolge nicht
den Schluß zu , daß Handys nachweisbare Auswirkungen auf den Organismus haben .
So wurden bei 14 der 15 getesteten Parameter wie etwa der Reaktionszeit keine
Auswirkungen durch die Mobilfunknutzung gemessen . Bei dem einzigen Parameter ,
bei dem es sichtbare Veränderungen gab , seien diese nicht zwangsläufig mit
elektromagnetischen Feldern durch das Handy zu erklären . Bei dem Test hatten
die Teilnehmer , die elektromagnetischen Feldern ausgesetzt waren , Worte wie "
yes " und " no " schneller erkannt als zuvor . Als Erklärungsversuch gaben die
britischen Wissenschaftler unter anderem eine mögliche Erwärmung und somit
bessere Durchblutung bestimmter Hirnbereiche an . Das Bundesamt bezweifelt
diesen Zusammenhang . Solange nicht unabhängige Studien das Gegenteil bewiesen
hätten , sei davon auszugehen , daß Telefonieren mit dem Handy keine Folgen für
das Gehirn habe . IBM Server zu " Aldi-Preisen " Netfinity 1000 , der jüngste
Sproß der IBM PC-Server-Familie , kostet weniger als 3000 Mark . Im Sinne von
IBMs Small Business Initiative ist der Server auf kleine Umgebungen
zugeschnitten . Zum Innenleben gehören ein 400 MHz Pentium II Prozessor , 64 MB
SDRAM und ein 10/100-Ethernet-Adapter . CD-ROM und Diskettenlaufwerk sind im
Lieferumfang enthalten , eine Festplatte darf der Käufer in einem IBM Server für
2.958 Mark jedoch nicht erwarten . IBM liefert PowerPC für Nintendos " Delphin "
Nintendo hat erstmals Details seiner nächsten Spielkonsole vorgestellt . Das
Gerät mit dem Namen " Delphin " wird gemeinsam mit Matsushita entwickelt ,
teilten beide Unternehmen in Tokio mit . Ein Nintendo-Sprecher wollte den
Bericht am Mittwoch nicht kommentieren . Die neue Konsole soll ab Herbst 2000 in
Konkurrenz zur " Playstation II " treten , die Hauptkonkurrent Sony gemeinsam
mit Toshiba entwickelt hat und bereits im kommenden Frühjahr herausbringen will
. Wie dieser ermöglichen auch die " Playstation II " und der " Delphin " den
Spielern , über das Internet gegeneinander anzutreten . " AOL-TV " auch in
Deutschland geplant Der Online-Dienst AOL will auch in Deutschland
Kabel-TV-Netze für interaktive Multimedia-Dienste nutzen . " Dazu müssen
allerdings die Kabelnetzbetreiber die Leitungspalette ihrer Netze erweitern " ,
sagte AOL-Sprecher Frank Sarfeld . Im Gegensatz zum Kabel in den USA verfügten
die meisten Netze in Deutschland bislang nicht über einen Rückkanal , der zur
Steuerung der Inhalte benötigt wird . In Deutschland seien rund 60 Prozent der
Kabelnetze in der Hand der Deutschen Telekom oder Regionalanbietern mit
Beteiligung der Telekom , betonte Sarfeld . Vor dem anstehenden Verkauf des
Telekom-Kabelnetzes sei nicht zu erwarten , daß große Summen zur technischen
Erweiterung des Netzes investiert würden . Der Rückkanal könne theoretisch auch
über das Telefonnetz verwirklicht werden , damit begebe man sich allerdings
wieder in die Abhängigkeit der Deutschen Telekom . Am Dienstag hatte AOL
angekündigt , in den USA künftig gemeinsam mit mehreren Partnerfirmen ein neues
interaktives Fernsehprogramm über Kabel und Satellit anzubieten . " AOL TV "
soll das herkömmliche TV-Programm mit dem interaktiven Fernsehen und dem Zugriff
auf Internet-Inhalte kombinieren . In Zusammenarbeit mit dem amerikanischen
TV-Anbieter Hughes Electronics ( " DirecTV " ) soll " AOL TV " künftig über
Satelliten ausgestrahlt werden . Microsoft will bei Telekom einsteigen
Telekom-Chef Ron Sommer plant mit Microsoft-Gründer Bill Gates eine strategische
Partnerschaft , die eine gegenseitige Kapitalverflechtung nicht ausschließt ,
meldet das manager magazin in seiner Juni-Ausgabe , die am 21. Mai erscheint .
Seit Ende April verhandele Sommer mit Gates die Details einer breit angelegten
Kooperation im Internet- , Online- und Mobilfunkgeschäft . Microsoft soll für
die Deutsche Telekom neue Web-Dienste , interaktive Services für das digitale
Fernsehen und Breitbandanwendungen für den Mobilfunk entwickeln . Im Gegenzug
bietet ihm die Deutsche Telekom eine Beteiligung an ihrem TV-Kabelnetz an , das
voraussichtlich Ende Juni zum Verkauf ausgeschrieben wird . Mit Hilfe der
Gates-Company will sich die Deutsche Telekom gegenüber ihren Wettbewerbern einen
technologischen Vorsprung verschaffen , so manager magazin . Neue Software und
Services sollen den dramatischen Margenverfall im traditionellen Telefongeschäft
kompensieren . Gates will sein Software-Imperium ausweiten und braucht dazu
lokale Netzbetreiber vor Ort als Partner . Spektakulärster Deal von Bill Gates
war Anfang Mai der Einstieg beim US-Telefonriesen AT&T . Außerdem wird eine
4-Milliarden-Dollar-Investition bei Cable and Wireless in Großbritannien
erwartet . Noch ist unklar , wie die Einzelheiten des Deals mit der Deutschen
Telekom aussehen . Neben einer Beteiligung am Kabelnetz der Telekom halten
Insider für wahrscheinlich , daß die Deutschen beim Microsoft Network ( MSN )
einsteigen könnten . MP3.com zahlt 40 Mio. Dollar an Musikkonzerne Im
Rechtsstreit mit der Musikindustrie hat MP3.com mit zwei der fünf Kläger eine
außergerichtliche Einigung erzielt . Ein Gericht hatte das Unternehmen Ende
April für schuldig befunden , mit seinem Dienst My.MP3.com die Rechte der
Musikkonzerne verletzt zu haben . Teil der Einigung ist außerdem ein
Lizenzvertrag , wonach die Firma für jeden Upload eines Songs auf My.MP3.com
einen Betrag von 1,5 Cent und für jeden einzelnen Download einen Betrag von 0,33
Cent an die Copyright-Inhaber zahlt . Die Lizenzierung hat Beobachter des
Verfahrens überrascht , denn sie macht Warner Music und BMG zu Partnern des
Dienstes , dessen Existenz die Musikkonzerne ursprünglich beenden wollten . "
Das sind richtungsweisende Deals " , frohlockte denn auch MP3.com-CEO Michael
Robertson : " Wir bauen ein völlig neues Modell , um Musik zu Geld zu machen ,
und davon werden die Aktionäre der Musik-Labels ebenso profitieren wie die
Aktionäre von MP3.com . " MP3.com ist damit aber noch nicht aus der Gefahrenzone
, denn eine Einigung mit den drei weiteren Klägern Sony , EMI und Seagram steht
noch aus . Kommt eine ähnliche Regelung zustande , so kostet allein die
Beilegung der gerichtlich festgestellten Copyright-Verletzungen das Unternehmen
insgesamt 75 bis 100 Millionen Dollar . Fraglich sind aber vor allem die
Zukunftsaussichten , die My.MP3.com dann noch hätte . Jeder einzelne Musikfan ,
der den Service häufiger nutzt , dürfte nach Schätzungen jährliche Lizenzkosten
in Höhe von wenigstens 20 Dollar verursachen . Ob diese Kosten durch
Werbeeinnahmen wieder eingespielt werden können , wie es Robertson versichert ,
das wird sich erst noch zeigen müssen . Yahoo! profitabler als erwartet Das
Internet-Unternehmen Yahoo! hat im zweiten Quartal unerwartet kräftig zugelegt .
Analysten hatten mit weniger guten Zahlen gerechnet . An der US-Börse NASDAQ
kletterten die Yahoo!-Aktie im nachbörslichen Handel um 7,50 auf 113 Dollar . In
den vergangenen Tagen hatten Yahoo! unter Druck gestanden , weil der Markt einen
Ergebnisrückgang erwartet hatte . Newsletter-Abmahner verliert Klagebefugnis Die
" Gesellschaft zum Schutz privater Daten in elektronischen Informations- und
Kommunikationsdiensten e. V. " hatte seit Ende Juni in mindestens 70 Fällen
Anbieter von Internet-Newsletter wegen angeblicher Verstöße gegen
Datenschutzbestimmungen abgemahnt . Vereinsvorstand Dirk Felsmann hatte die
Aufnahme beim Bundesverwaltungsamt beantragt und dazu unter anderem die Satzung
sowie eine eidesstattliche Versicherung über die mindestens erforderliche Anzahl
von 75 Mitgliedern vorgelegt . Aus der Satzung ging freilich nicht hervor , dass
der Verein auch gewerbliche Interessen verfolgt , was Felsmann jedoch gegenüber
heise online ausdrücklich bestätigte . Nachdem die Abmahnwelle bekannt wurde ,
hatte eine Berliner Anwaltskanzlei unter Hinweis auf den Charakter eines "
Mischvereins " einen förmlichen Widerspruch gegen die Eintragung eingelegt . Das
Bundesjustizministerium als Aufsichtsbehörde ließ nun gegenüber heise online
verlauten , dem Widerspruch komme aufschiebende Wirkung zu . Damit ist die GSDI
vorläufig von der Liste qualifizierter Einrichtungen gestrichen . Nach
Informationen von heise online hat das Bundesverwaltungsamt Felsmann zu einer
Stellungnahme aufgefordert . Er muss nun auch eine Mitgliederliste vorlegen , um
zu beweisen , dass der Verein zum Zeitpunkt der Anmeldung tatsächlich die
angegebene Mitgliederzahl hatte . Unterdessen hat Felsmann bereits erklärt , die
GSDI wolle alle Abgemahnten von den Kosten der Abmahnung freistellen und selbst
die Anwaltshonorare in Höhe von 1286,21 DM je Fall tragen . Übernahmegerüchte
treiben Apple-Aktie hoch Aus dem 12-Jahres-Tief von wenig über 13 US-Dollar
kletterte sie auf einen Schlußkurs von mehr als 15 Dollar - ein Kurssprung von
gut 14% . Den plötzlichen Aufwind haben neuerliche Übernahmegerüchte verursacht
. An der Börse erinnert man sich an die gescheiterten Verhandlungen zwischen
Apple und Sun , vor allem aber an die Kaufabsicht von Oracle-Boß Larry Ellison .
Der hatte im März überraschenderweise laut verkündet , er wolle eine Gruppe von
Investoren zusammenbringen , um die Apple-Mehrheit zu übernehmen und das
bestehende Management zu feuern . Nach Abwehrmaßnahmen der Apple-Führung und
Protesten von Macintosh-Fans trat der Milliardär zwar von dieser Absicht zurück
, ließ aber verlauten , er bleibe ein aufmerksamer Beobachter der weiteren
Entwicklung . Nachdem Amelio nun mehr oder weniger freiwillig gegangen ist ,
blieb Ellison ganz gegen seine Gewohnheit still und heizte damit die Spekulation
erst recht an . Für Ellison und Oracle wäre Apple ein gefundenes Fressen , wie
Mike Gale von Intelliquest kürzlich vorrechnete : Die Apple-Mehrheit zu kaufen ,
käme nach jetzigen Kurs kaum teurer . Damit besäße Ellison dann eine geradezu
ideale Plattform für sein Lieblings-Projekt " Netz-Computer " und für den
kommenden Computer-TV-Markt . Als interessiert an einer Beteiligung bei Apple
gilt auch Umax . Beobachter gehen daher davon aus , daß Umax sich mit einem
ordentlichen Anteil an einem Konsortium zur Übernahme beteiligen würde . Auch
Motorola wird als mögliches Mitglied eines solchen Konsortiums genannt . Der
PowerPC-Hersteller müßte eigentlich ein massives Interesse haben , seinen
wichtigsten Prozessor-Kunden zu stabilisieren . Ein Motorola-Sprecher
dementierte jedoch am Freitag jede Kaufabsicht . Dabei wäre Apple auch noch zum
gestiegenen Kurs ein richtiges Schnäppchen . Fujitsu Siemens bremst Ausbau in
Sömmerda Wegen der Flaute auf dem PC-Markt hat der Computerhersteller Fujitsu
Siemens den geplanten Ausbau des Werks Sömmerda teilweise auf Eis gelegt . Das
Geschäft mit klassischen Tisch-PC sei wegen Preisdrucks stark zurückgegangen .
Fujitsu Siemens schreibt laut dem Bericht jedoch nach Verlust wieder schwarze
Zahlen . Für die Werke Sömmerda und Augsburg gebe es flexible Regelungen , die
es erlaubten , auf die Flaute zu reagieren , sagte Stodden . Die Ausbaupläne für
das Werk Augsburg seien weitgehend ausgeschlossen . Hilfe für Hochschulen bei
Patent-Vermarktung Mit dem Geld sollen die Universitäten und Fachhochschulen
professionelle Agenturen mit der Patentanmeldung und der anschließenden
wirtschaftlichen Verwertung beauftragen . Wie das Ministerium am Samstag
mitteilte , können die Mittel von den Hochschulen ab sofort beantragt werden .
Bulmahn sagte , bisher liege an den Hochschulen " ein erhebliches
Innovationspotenzial brach " , weil viel zu wenig Hochschullehrer Patente
anmeldeten und sich um die wirtschaftliche Verwertung ihrer Erfindungen
kümmerten . Das Bundeskabinett hatte Mitte Juli eine Reform des
Arbeitnehmererfindungsgesetzes beschlossen , mit der auch das so genannte
Hochschullehrerprivileg abgeschafft wird . Bislang konnten Professoren und
wissenschaftliche Mitarbeiter allein darüber entscheiden , ob sie Erfindungen
patentieren und verwerten , die sie im Rahmen ihrer Arbeit an der Hochschule
machen . Viele Professoren scheuten jedoch Kosten und Zeitaufwand . Künftig
erhält die jeweilige Hochschule zusammen mit der Verwertungsagentur 70 Prozent
der Einnahmen aus einem Patent . Dafür übernehmen sie allerdings auch die Kosten
des Patentierungsverfahrens . Die Hochschullehrer bekommen 30 Prozent der
Lizenzeinnahmen . Siehe auch " Patentwesen in der Zerreißprobe " . 20 Jahre IBM
Personal Computer Ein verschworenes Dutzend fand sich im Sommer 1980 im
IBM-Forschungslabor in Boca Raton zusammen . Ihr Auftrag : in einem geheimen
Projekt vorbei an der berüchtigten IBM-Bürokratie einen Personal Computer zu
entwickeln . Obwohl die Führung des Computerkonzerns damals nur halbherzig an
die Zukunft eines preiswerten Rechners für die Massen glaubte , wollte IBM-Chef
Frank Cary kleinen Firmen wie Apple oder Commodore nicht alleine diesen Markt
überlassen . Ganz entgegen den Erwartungen begründete der erste IBM-PC eine neue
milliardenschwere Industrie und änderte die Welt . Diese Mikrocomputer der
ersten Stunde sprachen aber entweder nur ein Bastlerpublikum an oder waren mit
Preisen über 20000 Dollar so unerschwinglich wie der im legendären
Forschungszentrum Xerox Parc entworfene Alto . Den ersten kommerziell
erfolgreichen persönlichen Computer brachte Apple 1977 auf den Markt , den Apple
II . Insbesondere die Tabellenkalkulation VisiCalc sorgte dafür , dass Apple die
junge PC-Industrie dominierte . IBM war damals zwar der führende Anbieter von
Computern , doch die waren meistens so groß wie ein Kühlschrank und nicht für
den privaten Gebrauch geeignet . Um möglichst schnell einen eigenen PC
entwickeln zu können , mussten die IBM-Techniker viele Komponenten von außen
zukaufen . Bei der Suche nach einem geeigneten Chip stießen sie auf Intels
Mikroprozessor 8088 und legten damit das Fundament für den Aufstieg von Intel
zum weltgrößten Chip-Produzenten . Auch das Betriebssystem für den neuen PC
wollten die IBM-Entwickler nicht selbst schreiben . Sie kauften es von Bill
Gates , nachdem der führende Softwareentwickler Gary Kildall von Digital
Research die IBM-Offerte nicht ernst nahm : Für den damals 25-jährigen Gates die
Chance seines Lebens . Zwar verfügte Microsoft 1980 nicht über ein geeignetes
Produkt . Doch Gates und sein Partner Paul Allen sahen sofort , welche
Perspektive ihnen ein IBM-Auftrag eröffnen würde . Gates kaufte bei anderen
Entwicklern den Kern für eine Systemsoftware zusammen und lizenzierte IBM das
Konglomerat als PC-DOS 1.0 . Die erfahrenen IBM-Manager ließen sich von Gates
sogar die Rechte an DOS abringen und sorgten so dafür , dass Microsoft sich zum
globalen Softwaregiganten entwickeln konnte . Technikpuristen waren vom ersten
IBM-PC tief enttäuscht . Der Chip war zu schwach für eine vernünftige
Grafikdarstellung , das DOS von Microsoft wurde als schwache Softwarearchitektur
kritisiert . Daten mussten auf einem Kassettenrekorder gespeichert werden , denn
der erste IBM-PC hatte keine Festplatte . Doch das Produkt von Big Blue fand in
der Geschäftswelt mehr Vertrauen als der Apple II einer Garagenfirma aus
Cupertino . In den USA kostete der IBM-PC inklusive Monitor rund 3500 Dollar .
1981 verkaufte IBM 35.000 PCs . Doch dann zog der Markt an . Doch erstmals in
der Geschichte sorgt der Personal Computer in diesem Jahr nicht mehr für
Wachstum . In den USA und auch in Europa schrumpft der PC-Umsatz deutlich . Zum
20. Geburtstag steckt der Personal Computer in einer Art Midlife-Krise . Mehr
zum 20. Geburtstag des IBM-PC : IG Medien tritt für Urheberrechtsabgabe ein Im
Streit um die geplante Urheberrechtsabgabe für digitale Medien hat der
Vorsitzende der IG Medien , Detlef Hensche , sich auf die Seite des
Justizministeriums gestellt und die Industrie kritisiert . Die vorgesehenen
Vergütungssätze bewegten sich vielmehr im " Pfennigbereich " oder bei " ein paar
wenigen Mark " . Die Klagen über Abwanderungen ins Ausland oder gar den Verlust
von Arbeitsplätzen nannte Hensche " baren Unfug " . Seit 1965 gebe es bereits
vergleichbare Regelungen für ältere Geräte " und kein einziger Gerätehersteller
etwa von Leerkassetten ist deswegen ins Ausland gegangen " . " Kein Unternehmen
könnte seine Geräte verkaufen , gäbe es nicht Texter , Komponisten oder
Interpreten . " Zugleich forderte er Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin
auf , die umstrittene Gebühr trotz der " hysterischen Reaktionen in der
Industrie " schnellstmöglich zu verabschieden . " Die Regierung darf sich nicht
von den Kampagnen interessierter Kreise beeindrucken lassen " , sagte der
Gewerkschaftschef . Analysten : Compaqs Markennamen werden verschwinden Compaq
wird nach der Übernahme durch den ehemaligen Rivalen Hewlett-Packard nach
Einschätzung von Branchenexperten auch in Sachen Markennamen den Kürzeren ziehen
. Nach erfolgreicher Fusion werden die meisten Produkte des texanischen
Computerherstellers vom Markt verschwinden , schätzen Analysten . " Ich glaube
nicht , dass viele von Compaqs Marken auf dem Markt bleiben werden " , sagte
Carl Howe , Analyst vom Marktforschungsinstitut Forrester Research , am Dienstag
in Houston . Die Entscheidung darüber werde aber vor allem auch den Ausschlag
dafür geben , in welcher Firma die angekündigten 15.000 Stellen gestrichen
werden . Von Compaqs Pocket PC iPaq , der PC-Linie Presario und dem Server
Himalaya könne vermutlich nur der iPaq überleben , da er populärer sei als HPs
Jornada . Im zweiten Halbjahr konnte Compaq seinen Marktanteil bei
Taschenrechnern gegen den Pionier und Marktführer Palm auf 16,1 Prozent ( HP 6,9
Prozent ) weiter ausbauen . Dass die Computermarke Compaq im Zuge der Übernahme
durch HP verschwinden wird , hatte HP-Chefin Carly Fiorina bereits vergangene
Woche angekündigt . Unterdessen will der US-Computerhersteller Dell von der
Fusion der Konkurrenten profitieren . Zusammenschlüsse dieser Größenordnung
würden die Gefahr von Komplikationen bieten , sagte Konzernchef Michael Dell
vergangenen Montag in San Francisco . Branchenexperten , Analysten und
Investoren hatten den Zusammenschluss zum zweitgrößten Computerkonzern weltweit
größtenteils kritisch aufgenommen . Motorola gibt Mac-Clones auf Die
Lizenzverhandlungen zwischen Apple und Motorola sind endgültig geplatzt .
Motorola verabschiedete sich gestern offiziell aus dem sogenannten
Macintosh-Clone-Markt und gab bekannt , daß die Produktion der StarMax-Modelle
nicht fortgesetzt werde . " Dies war eine schwere Entscheidung für uns " , sagte
der Chef der Motorola-Computergruppe , Joe Guglielmi , in einer
Telefonpressekonferenz . " Aber angesichts der Position von Apple in den
Lizenzverhandlungen hatten wir wirklich keine Wahl . " Motorola will
Sub-Lizenznehmer weiter mit Hardware und der älteren MacOS-Version 7.5 beliefern
, solange der Vorrat reicht . Motorola will weiterhin Support und Service
leisten ; die in der Branche einmalige 5-Jahres-Garantie bleibt erhalten , und
der kostenlose Telefonsupport wird sogar von 90 Tagen auf ein Jahr ausgedehnt .
Damit will man offenbar vermeiden , die Preise im Schlußverkauf allzu stark
senken zu müssen . Die Discount-Angebote dürften auch eine Wirkung auf Apples
Preise ausüben . AMDs Ergebnis übertrifft Erwartungen Der Chip-Hersteller AMD
hat das dritte Quartal mit einem Rekordergebnis abgeschlossen . Der Gewinn aus
dem regulären Geschäft beläuft sich auf 64 US-Cents pro Aktie ( Vorjahr -36
Cents ) und übertrifft damit die Erwartungen der Analysten um 2 Cents . Zusammen
mit den einmaligen Einnahmen aus dem Verkauf der Kommunikationssparte verbucht
AMD 1,18 Dollar pro Anteil . Von den Absatzproblemen des großen Konkurrenten
Intel konnte AMD profitieren und seinen Marktanteil auf 16,6 Prozent leicht
steigern . Für das vierte Quartal ist man optimistisch : " Es sieht aus wie eine
normale Weihnachtssaison " , sagte CEO Jerry Sanders . Allerdings verkaufe sich
der Duron nicht so gut wie erhofft , weil es noch an billigen Chipsätzen für den
Low-Cost-Prozessor fehlt . Weg zum " virtuellen Rathaus " ist noch lang Vom
virtuellen Rathaus , in dem Behördensachen rund um die Uhr per Mausklick
abgewickelt werden können , sind die deutschen Kommunen noch weit entfernt .
Nach einer Umfrage der Gütersloher Bertelsmann Stiftung in rund 160 Städten mit
mehr als 50.000 Einwohnern bereitet bundesweit erst rund ein Drittel der Städte
seine kommunalen Dienstleistungen online auf . Ein weiteres Drittel arbeite
zurzeit noch an einem interaktiven Online-Angebot für ihre Bürger , teilte die
Stiftung am Donnerstag mit . Andere Städte böten auf der Homepage bislang
lediglich statische Informationen an . Die Studie belege , dass die Potenziale
der Informationstechnologie für die städtischen Verwaltungen bei weitem noch
nicht ausgeschöpft seien , berichtet die Stiftung . Als Hindernisse auf dem Weg
zum virtuellen Rathaus würden vor allem finanzielle Engpässe genannt . Hinzu
komme großer Weiterbildungsbedarf der Verwaltungsmitarbeiter . Hintergrund :
Chip-Markt wächst - Kurse fallen Während an der Börse die Chip-Aktien in den
Keller gehen , weiten Halbleiterhersteller ihre Produktionsanlagen aus . Vor
allem der Handy-Boom sorgt für volle Auftragsbücher . Die guten Zahlen des
US-Chipbauers AMD " haben unsere erhöhten Umsatzprognosen nur bestätigt " ,
sagte Rüdiger Kühnle , Analyst der Baden-Württemberg Bank . Dem US-Verband der
Halbleiterhersteller ( SIA ) zufolge erhöhen sich die Chip-Aufträge stetig .
Erst Anfang 2001 dürften der Orderanstieg abflachen . Schließlich liege die
Nachfrage noch weit über den Lieferkapazitäten . Auch die Marktforscher von
Gartner Dataquest sehen ein Wachstum des Halbleitermarktes für Speicherbausteine
und Chips bis Mitte 2002 . Erst im Jahr 2003 sollten die Umsätze wieder sinken .
Widersprechende Einschätzungen kamen von Motorola . Der amerikanische Telefon-
und Chipbauer begründete die Senkung der Umsatzprognosen für das kommende Jahr
mit einem Abschwung der weltweiten Halbleiterindustrie . Der
Prozessor-Marktführer Intel hatte dem Chipmarkt am 21. September mit der Meldung
überrascht , das Umsatzwachstum im dritten Quartal werde mit drei bis fünf
Prozent nur halb so hoch sein wie erwartet . Damit setzte Intel einen
lawinenartigen Kursrutsch in Gang , der den Wert ihrer und anderer Chip-Aktien
knapp halbierte . Investmentbanken schlugen in dieselbe Kerbe und korrigierten
die Gewinnerwartungen für die Halbleiterhersteller drastisch nach unten . Intel
sah den Grund für die gesunkenen Umsatzerwartungen bei der schwachen
europäischen Nachfrage für Microprozessoren zum Bau von Computern , schließlich
mache der PC-Sektor bei Intel einen Absatzanteil von 66 Prozent aus . Der
schwache Euro half zwar europäischen Chipherstellern wie Infineon , sagte der
Halbleiteranalyst Robert Halver von der Delbrück Asset Management .
Ausschlaggebend seien Währungsfragen angesichts des Unterangebots bei qualitativ
hochwertigen Chips allerdings nicht . Auch die saisonbedingten
Nachfrageschwankungen hätten sich bei hochwertigen Chips stark eingeebnet .
Dafür sorge das neue Absatzfeld für Chips , die Handys , sagte Halver . Hatte
der PC-Markt das Geschäft mit Halbleitern bis 1999 noch angetrieben , so wurde
die PC-Nachfrage vom Chipbedarf für Handys und digitale Verbraucherelektronik
als wichtigste Absatzmärkte abgelöst . Da der Mobilfunk den europäischen Markt
bereits weitgehend abgedeckt habe , gehe der Neukundenzuwachs zurück . Dabei
ersetzen mehr als die Hälfte der neuen Telefone alte Handys . " Solange die
Ersatznachfrage so hoch ist , kommen Chip-Anbieter gar nicht mit dem Herstellen
nach " , sagte Jürgen Wagner , Analyst bei der Oppenheim Finanzanalyse . Wegen
der Marktverlagerung würden sich die Aktien der Chiphersteller , die sich
frühzeitig auf Handys ausgerichtet haben , besser entwickeln als die der
Nachzügler . Die beiden führenden US-Anbieter AMD und Intel lägen gleich auf ,
sagte Wagner . Für Lizenzen der neuen Mobilfunktechnik hatten Telekomkonzerne im
Sommer enormen Summen gezahlt . Davon laufen 80 bis 90 Prozent auch auf dem
GSM-Standard . IT-Beschaffung für Behörden vereinfacht Bund , Länder und
Kommunen haben den Kauf von Computern und Software für die Verwaltung
vereinfacht . Ein neues Regelwerk mit Musterverträgen werde die Beschaffung
dringend benötigter Informationstechnik künftig deutlich schneller und Kosten
sparender ermöglichen , sagte die Staatssekretärin im Bundesinnenministerium ,
Brigitte Zypries , am Donnerstag in Berlin . Der Bedarf an Computern und
Software werde weiter wachsen . Die neue Vereinbarung , die zusammen mit
Wirtschaftsvertretern erarbeitet wurde , ersetzt ein überholtes Regelwerk aus
den 70er Jahren . Digitales Tonstudio für 200 Mark Einen MIDI-/Audio-Sequencer
samt Drum-Computer und CD-Brennprogramm für Windows 95/98 will Steinberg zum 1.
November für 200 Mark in den Handel bringen . Die Instrumente können mehrfach
gestartet werden und somit gleichzeitig unterschiedliche Klänge erzeugen . Neben
der " Mastering Unit " , welche die komponierten Werke gleich auf CD brennt ,
enthält das Paket die Light-Version von Steinbergs WaveLab zum Bearbeiten von
WAV-Dateien . Cubasis VST unterstützt das Mixman-Track-Format ; die Mastering
Unit importiert MP3-Dateien . PhotoDeluxe in neuer Version Adobe kündigte heute
an , dass PhotoDeluxe Home Edition für Windows 95/98 ab sofort in der neuen
Version 4.0 erhältlich ist . Die Version für Windows NT soll im November folgen
. Das Programm kostet 50 Dollar ( 40 Dollar für das Update ) und enthält neue
Features wie Werkzeuge und Clip-Arts für 3D-Bearbeitungen , eine neue
Morphing-Funktion sowie Programm-Erweiterungen , die es vereinfachen sollen ,
Photos via E-Mail zu verschicken . Zahl der Telearbeiter deutlich gestiegen In
keinem anderen Land Europas ist die Zahl der Telearbeiter in den vergangenen
fünf Jahren so stark gestiegen wie in Deutschland . Gab es 1994 erst wenige
hunderttausend Telearbeiter , so hat sich diese Zahl auf mittlerweile 2,132
Millionen erhöht . Das berichtete am Dienstag das Forschungs- und
Beratungsunternehmen Empirica in Bonn unter Berufung auf die Ergebnisse einer
Befragung von 7700 Bürgern und 4158 Entscheidungsträgern in zehn europäischen
Ländern . Der Studie zufolge liegt Deutschland trotz des starken Anstiegs bei
den Telearbeitsplätzen im europäischen Vergleich nur im Mittelfeld . 80 Prozent
der Telearbeiter sind männlich , berichtet Empirica . Damit sei die weit
verbreitete Meinung widerlegt , dass es sich bei diesen Arbeitsplätzen um eine
weibliche Domäne handele . Telearbeiter seien meist hoch qualifiziert und nähmen
überwiegend Führungsverantwortung wahr . Ausgereift : Neue Prozessorversion von
Cyrix/IBM Cyrix und IBM liefern den Pentium-Konkurrenten 6x86 jetzt in Version
2.7 und scheinen die bisher gelegentlich beobachteten Stabilitätsprobleme
ausgeräumt zu haben . Die neue Version ist an vier Kondensatoren auf der
Unterseite zu identifizieren ; IBM gibt die Versionsnummer auch auf dem Deckel
im Klartext an . Im c't-Test erwies sich der neue 6x86 P166+ als zuverlässig und
weitgehend problemlos . Der Stromverbrauch war um 10 bis 15 % geringer als bei
der Vorgängerversion . Er liegt allerdings immer noch um 20 bis 30 % höher als
der eines etwa gleichwertigen Pentium-166 . Entsprechend höhere Anforderungen
bestehen hinsichtlich der Kühlung von Prozessor und Spannungsregler auf dem
Motherboard . Durch die zusätzlichen Kondensatoren wurden offenbar die
Reflexionsprobleme beseitigt , die vermutlich bei manchen Boards bisher zu
sporadischen Abstürzen geführt hatten . c't hat die neue Prozessorversion mit 30
Motherboards aus aktuellster Fertigung getestet ( siehe Bericht in Ausgabe 12/96
) . Die 6x86-Prozessoren sind deutlich billiger als die vergleichbaren
Intel-Chips . MacWorld : iMac für 2,93 DM pro Tag Zur MacWorld Expo in
Düsseldorf kündigt Apple das deutsche Pendant zum amerikanischen
iMac-Leasing-Programm an . Wer die 2998 DM für den Einsteiger-Macintosh nicht "
am Stück " bezahlen möchte , kann seinem Apple-Händler ab 16. November auch 88
Mark pro Monat überweisen - drei Jahre lang . Der Gesamtpreis von 3168 DM
entspricht einem effektiven Jahreszins von 3,9 Prozent . Eine Anzahlung wird
nicht verlangt . Aufwind für die Chip-Industrie " Die Daten zeigen , daß
Kapitaleinsatz und Umsatz wieder in Einklang kommen " , sagte Steven Appleton ,
der Chef des gebeutelten Speicherherstellers Micron Technology und
SIA-Beiratsmitglied , dem Wall Street Journal . Als Hauptgrund für die Wende
wird die Verringerung von Produktionskapazitäten angesehen , die den freien Fall
der Preise gestoppt habe . So sind die Erlöse für 64-MBit-DRAMs laut Appleton in
den vergangenen sechs Wochen bereits von 7,80 auf 9 Dollar gestiegen .
Controller für PS/2 , USB und ADB Universelle Controllerbausteine für PC- und
Macintosh-Eingabegeräte hat Code Mercenaries aus Berlin entwickelt . Der
Baustein erkennt den angeschlossenen Rechner automatisch und stellt sein
Protokoll darauf ein . Der "MouseWarrior"-Chip ist die optimale Lösung für alle
" Pointing Devices " , während der " KeyWarrior " als plattformübergreifender
Tastaturcontroller dient . Ein Baustein für Proportional-Joysticks ist laut
Hersteller ebenso in Planung wie Produkte für den Endanwender . Haftstrafe für
Pentium-Fälscher Zwei Jahre nach einer als " Goldfisch-Razzia " bekannt
gewordenen Polizeiaktion , bei der kistenweise verfälschte Pentium-Prozessoren
beschlagnahmt wurden , fällte das Landgericht München II gestern das erste
Urteil . Der Münchner Restaurantbesitzer und Geschäftsführer der Firma Suntech ,
Jee Hong Bounketh , wurde als Drahtzieher der Organisation mit vier Jahren und
drei Monaten Haft bestraft , sein Komplize Nghia Luong T. erhielt zwei Jahre
Haft , die zur Bewährung ausgesetzt wurden , sowie eine Geldstrafe von 20.000
Mark . Nach den damaligen Prozessorpreisen wären das allein in den Händen der
Haupttäter über 2600 Chips gewesen . Nach dem Geständnis mußte ein für nächste
Woche als Zeuge geladener Intel-Mitarbeiter gar nicht mehr aussagen . Insgesamt
wurden 170 Verfahren eingeleitet . Kapriolen schlug im Laufe des Verfahrens die
Münchner Tagespresse , die unter anderem von übertakteten Pentium-Prozessoren
aus Goldfisch-Quellen in Klinik-Computern berichtete . Auch
Herz-Lungen-Maschinen seien davon betroffen gewesen . MacWorld : Neuer Farblaser
von Canon Den kürzlich von uns getesteten LBP 360 hat Canon gründlich
überarbeitet - herausgekommen ist der LBP 460PS mit schnellerem
MIPS-4300-Prozessor ( 133 MHz ) , PostScript Level 3 und endlich Standard-DIMMs
zur Speicheraufrüstung ( 32 Mbyte , erweiterbar auf 192 MByte ) .
Detailverbesserungen betreffen auch die Papierführung , die nun für 60 bis 135 g
schweres Papier ausgelegt ist . Canons A0-Tintenstrahler BJ-W7000 erhielt nun
einen AppleTalk-fähigen ColorPass-RIP und passende Mac-Treiber . Auch die
High-End-RIPs der CLC-Familie werden demnächst überarbeitet - das heißt kleiner
und leistungsfähiger . MacWorld : Visueller Sampler von Steinberg Einen echten
Hingucker zeigte Steinberg mit XPose IT , einer Art Sample-Synthesizer - nur
nicht für Audio- , sondern für Video-Material . Mit 99 DM liegt das hippe
Produkt in der selben Preisklasse wie Kai Krauses Kreativstützen und ist auch
unter renommierten Künstlern schon kein Geheimtip mehr . Unter den
Cubase-VST-Plugins fiel der " Orange Vocoder " von Prosoniq auf , der ein
eingespieltes Musiksignal " sprechen " oder " singen " läßt . Zusätzlich bietet
das Modul einen virtuellen 8stimmigen " Analog-Synthesizer " mit
Freiform-Equalizer als Basisklangquelle . Nicht erst seit Cher's neuem Superhit
ist der Vocoder-Effekt im Studio wieder en vogue . Patentanmeldung künftig per
Internet Erfinder sollen ihre Entwicklungen künftig vom eigenen Computer aus in
Europa , Japan und den USA zum Patent anmelden können . Die Patentämter der drei
Wirtschaftszonen einigten sich am Freitag auf die dafür nötigen technischen und
rechtlichen Standards . Für dieses Jahr rechnen die europäischen Patentwächter
mit insgesamt 123000 Anmeldungen , das sind 10000 mehr als 1998 . Das neue
Online-Verfahren , das im nächsten Jahr erprobt werden soll , werde die
Bearbeitung beschleunigen und effizienter machen , hieß es . Mit dem japanischen
Patentamt und dem Patent- und Markenamt der USA wurden zudem die Anerkennung
elektronischer Unterschriften , die Daten-Verschlüsselung , und der
Gebühreneinzug per Internet abgestimmt . Dabei können die Partner bereits auf
Erfahrungen des japanischen Amtes aufbauen , das bereits seit mehreren Jahren
elektronische Patent-Anmeldungen entgegen nimmt . Das EPA mit Sitz in München
erwartet , dass die Zahl der Patentanmeldungen in fünf Jahren auf dann 160000
anwachsen wird . Die stärksten Impulse gehen von Hochtechnologie-Produkten ,
Kommunikationsmedien und der Medizin aus . 250 Mio für Schwaben aus "
High-Tech-Offensive " " Augsburg wird der absolute Schwerpunkt in der
Umwelttechnologie " , sagte Staatsminister Erwin Huber am Freitag in Augsburg .
Ein zweiter Schwerpunkt sei die Mechatronik . Die Universität Augsburg soll fünf
neue Lehrstühle für Angewandte Informatik erhalten . In Neu-Ulm und Memmingen ,
an der TU Weihenstephan und beim Milchwirtschaftsverein Allgäu-Schwaben ( MuVa )
in Kempten würden die Zukunftsbereiche Lifescience und Multimedia unterstützt .
Aldi-PC : Vom Kult zum " Ladenhüter " Die Absatzchancen für den jüngsten Aldi-PC
scheint der Lebensmitteldiscounter etwas zu optimistisch kalkuliert zu haben .
In der Berliner Aldi-Filiale im Gesundbrunnen-Center , einer Lage mit
kaufstarker Kundschaft , warteten gegen 14.30 Uhr noch 14 Computerpakete auf
Käufer . Ob außerdem noch welche im Lager standen , wollte das Personal nicht
beantworten . Zwar waren manche Filialen auch dieses Mal binnen weniger Stunden
oder gar Minuten ausverkauft , doch insgesamt deutet sich offenbar eine
Marktsättigung für PC-Systeme dieser Kategorie an . Immerhin haben andere
Filialketten , wie etwa der Aldi-Konkurrent Lidl und der Kaffeeröster Tchibo ,
mittlerweile ähnliche Aktionsangebote gemacht . Auch die Elektronikmärkte ,
Kaufhäuser und PC-Händler haben auf den Aldi-Preisdruck reagiert . Mit seinen
früheren PC-Sonderangeboten hatte Aldi die marktüblichen Preise drastisch
unterboten . Außerdem waren kleinere Mengen im Angebot , was zum Teil sogar
gewalttätige Verteilungskämpfe und ein entsprechendes Presseecho auslöste . Nun
scheint Aldi den Bogen aber überspannt zu haben - und damit dürfte wohl auch das
übertriebene Medieninteresse erlahmen , das dem Discounter gratis eine kaum zu
bezahlende Reklame verschafft hat . Dabei stellt der neueste Aldi-PC durchaus
ein echtes Schnäppchen dar . Zwar ist der Preisabstand zur Konkurrenz bei weitem
nicht mehr so groß wie früher , doch für Anwender ohne spezielle Ansprüche
dürfte es derzeit kaum einen günstigeren PC mit gleichwertiger Ausstattung geben
. Einen ausführlichen Testbericht finden Spätentschlossene auf der c't-Homepage
. Tipps zur Optimierung des Aldi-PC bringt c't in der kommenden Ausgabe 24/99 .
Auch AMD erreicht Umsatzziel nicht Im PC-Markt regnet es weiter auf die Bilanzen
. Im Weihnachtsquartal bleibt auch der Chiphersteller AMD deutlich hinter den
Erwartungen zurück . Ähnlich wie der große Konkurrent Intel kann AMD seine
Umsatzzahlen aus dem dritten Quartal gerade einmal halten . Bisher belief sich
die Prognose auf 8 bis 9 Millionen . Das reicht nicht für die von den Analysten
geschätzten 68 Cents Gewinn pro Aktie , sondern nur für 50 bis 60 Cents , je
nach Verlauf der restlichen Wochen . Immerhin kann AMD damit endlich wieder ein
Geschäftsjahr mit positivem Ergebnis abschließen . Vergabe öffentlicher Aufträge
künftig per Internet Aufträge der öffentlichen Hand können in Zukunft per
Internet vergeben werden . Eine für die " E-Vergabe " notwendige Änderung der
Vergabeverordnung wird das Bundeskabinett nach einem Bericht der Financial Times
Deutschland an diesem Mittwoch beschließen . Die Neuregelung soll bereits vom 1.
Januar an gelten . Behörden auf Bundes- , Landes- oder Gemeindeebene und die
Unternehmen versprechen sich von der elektronischen Auftragsvergabe ein
schnelleres Vergabeverfahren , Kostensenkungen und mehr Transparenz . Auch
Compaq reduziert Umsatzprognose Die weihnachtliche Absatzflaute macht auch vor
dem PC-Weltmarktführer nicht Halt . Am Dienstag nach US-Börsenschluss gab Compaq
- kaum überraschend - eine Umsatz- und Gewinnwarnung bekannt : Den Gewinn
prognostiziert Compaq mit 28 bis 30 Cents pro Aktie . Neue Macintosh-Modelle im
Januar erwartet Apple wird voraussichtlich auf der Macworld Expo im Januar neue
Macintosh-Modelle vorstellen . Der US-amerikanische Newsdienst c|net News.com
zitiert den auf Apple spezialisierten Finanzanalysten Lou Mazzucchelli mit der
Aussage : " Es ist so gut wie sicher , daß sie den Ersatz für die G3-Desktops
ankündigen werden . " Apple soll Händler aufgefordert haben , ihren Lagerbestand
an G3-Modellen auszuverkaufen . Bisher hatten Beobachter vor allem mit der
Vorstellung eines neuen Laptops in der 1000-Dollar-Preisregion gerechnet , der
in Vorberichten als " Apple WebMate " bezeichnet wird . Der preisgünstige
Consumer-Portable gilt neben dem iMac , den Macintosh-Desktops und den
PowerBooks als viertes Standbein der künftigen Produktstrategie . Apple-Chef
Steve Jobs machte diesen Spekulationen auf einer Erziehungskonferenz in Seattle
jedoch ein Ende , als er definitiv erklärte , es werde diese Neuvorstellung auf
der Messe nicht geben . Dennoch rechnet man in der Branche weiterhin mit der
Markteinführung im Frühjahr . Demgegenüber kündigte Jobs für die Macworld Expo
die Einführung von QuickTime 4.0 an . In der neuen Version soll Apples
Multimedia-Software die Streaming-Technik vollständig beherrschen . Die jetzige
Version kann lediglich Dateien abspielen , während diese noch geladen werden .
QuickTime 4.0 soll demgegenüber die kontinuierliche Audio- oder
Video-Übertragungen in guter Qualität ermöglichen . Über weitere bevorstehende
Ankündigungen schwieg Apples Interim-CEO sich aus . Doch die baldige Ablösung
der im Herbst 1997 eingeführten G3-Modellreihe steht an . Sie war vor dem iMac
die erfolgreichste Produktlinie in Apples Geschichte . Die Nachfolger mit dem
Codenamen " Yosemite " werden nach den vorliegenden Berichten dem populären iMac
im Design ähneln . Auch die konsequente Abkehr von der herkömmlichen Floppy
setzt Apple bei Yosemite fort . Neben USB-Ports und PCI-Erweiterungsslots haben
die Rechner serienmäßig FireWire-Anschlüsse . Die von Apple entwickelte und nach
IEEE 1394 genormte Schnittstelle ist ein schneller serieller Bus für
Massenspeicher und Multimedia-Daten , den die Hersteller von Videoelektronik für
digitale Camcorder übernommen haben . Die Yosemite-Desktops werden anfangs
vermutlich mit Taktfrequenzen von 333 bis 400 MHz aufwarten . Zumindest in den
schnellsten Modellen dürften die von IBM und Motorola entwickelten
Kupferprozessoren eingesetzt werden . Sie haben 0,18-Mikrometer-Strukturen ,
verbrauchen weniger Energie als die jetzigen G3-Chips und lassen sich bei 400
MHz noch ohne Prozessorlüfter betreiben . Macworld Expo : Positive Schlussbilanz
Aus Sicht der befragten Besucher war die Macworld Expo , die am Freitag in San
Francisco die Tore schloss , ein voller Erfolg : Zur Attraktivität der Macworld
für die Mac-Gemeinde trug auch die Ausrichtung als Verkaufsmesse bei , denn
viele Firmen nutzten die Gelegenheit und lockten die Besucher mit
Messeschnäppchen an ihre Stände . Hinsichtlich des Ertrags der Messe für die
Aussteller gab es verschiedene Meinungen zu hören : Die beiden auf der Macworld
deutlich erkennbaren Trends lassen sich auf Apples Engagement für die
Firewire-Schnittstelle zurückführen : Einerseits gab es an einer Vielzahl von
Ständen Firewire-Peripherie unterschiedlichster Art zu bewundern und zumeist
auch zu kaufen . Die massive Präsenz von Herstellern aus dem
Digital-Video-Bereich , die zunehmend ebenfalls auf die Firewire-Schnittstelle
setzen , belegt den zweiten großen Trend " Desktop Video " : Der legendäre
Ingenieur und Silicon-Valley-Pionier William Hewlett ist am Freitag in Palo Alto
in Kalifornien gestorben . Der Mitbegründer des Technologiekonzerns
Hewlett-Packard wurde 87 Jahre alt . Hewlett übertraf sein anfängliches Ziel , "
alles zu tun , um einen Nickel ( Fünfpfennigstück ) zu verdienen " , um das
Millionenfache . " Ich bin besonders stolz auf die gute Zusammenarbeit mit
unseren Angestellten , mit denen wir den Profit der Firma teilen " , sagte
Hewlett 1987 , als er von seinem Posten als Vizepräsident in den Ruhestand trat
. Bis 1977 war William Hewlett Präsident und bis 1978 CEO von HP . Hewlett
selbst bezeichnete den Management-Stil bei HP als seinen größten Erfolg . Er war
auch ein großzügiger Spender , der viele soziale und humanitäre Projekte mit
Millionenbeträgen unterstützte . Das erste erfolgreiche Produkt von
Hewlett-Packard war ein Tonmessgerät , das von Walt Disney für den Film Fantasia
verwendet wurde . Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs die Firma schnell und wurde
zum führenden Hersteller von elektronischen Geräten , wissenschaftlichen
Instrumenten , Rechnern , Druckern und Computern . Hewlett und Packard waren
sich in ihrer Führungsstrategie einig . Sie verzichteten auf eine strenge
Hierarchie und setzten auf die Kreativität und das Vertrauen ihrer Angestellten
. William Hewlett wurde 1913 in Ann Arbor , Michigan , geboren und wuchs in
Kalifornien auf , wo sein Vater Professor für Medizin an der Stanford University
war . In Stanford traf Hewlett auch David Packard ; beide machte ihre
Ingenieurs-Abschlüsse 1934 . Anschließend arbeitete Packard für General Electric
, während Hewlett seinen Master am Massachusetts Institute for Technology erwarb
. Am Neujahrstag 1939 schließlich , nachdem sie 1938 bereits gemeinsam
gearbeitet hatten , formalisierten William Hewlett und David Packard ihre
Zusammenarbeit und gründeten offiziell die Firma Hewlett-Packard .
CeBIT-Vorverkauf beginnt Eintrittskarten für die Computermesse CeBIT ( 18. bis
24. März ) in Hannover sind bereits jetzt im Vorverkauf erhältlich . Die
Tageskarte für 55 statt 60 Mark oder die Dauerkarte für 120 statt 140 Mark gibt
es bei den Industrie- und Handelskammern , den Handwerkskammern , bei etlichen
Verkaufsstellen des Großraum Verkehr Hannover ( GVH ) und einigen Reisezentren
der Deutschen Bahn . Die Tickets können aber auch über das Internet bestellt
werden . Gates : Microsofts Image ist nicht angekratzt Das Kartell-Verfahren
gegen Microsoft hat nach Ansicht von Firmenchef Bill Gates keine Kratzer am
Ansehen des Unternehmens hinterlassen . " Unser Ansehen ist so gut wie zu dem
Zeitpunkt , als das Verfahren begann " , sagte Gates in einem Exklusiv-Interview
mit c't . In der Bevölkerung der USA werde Microsoft noch immer mehr bewundert
als alle anderen Firmen . Die US-Regierung wirft Microsoft in dem laufenden
Antitrust-Prozeß vor , seine marktbeherrschende Stellung mißbraucht zu haben .
Auf der Suche nach neuen Lizenzmodellen für Software haben sich
nutzungsabhängige Bezahl-Modelle ( " Pay-per-Use " ) nach den Worten von Gates
nicht bewährt . " Die Haltung von Anwendern gegenüber Pay-per-Use war jedesmal ,
wenn wir das untersuchten , äußerst ablehnend . " Gates verglich die Problematik
der nutzungsabhängigen Preise mit den Telefonsystemen in den USA und in
Deutschland : Anders als in Deutschland könnten Telefongespräche in den USA
pauschal bezahlt werden . 2,5 Tonnen raubkopierte CD-ROMs beschlagnahmt Wie das
Amt am Montag mitteilte , wurden rund 116000 Raub-Kopien von beliebten Spielen
wie " Tomb Raider " , " Resident Evil " und " Mortal Combat " sicher gestellt .
Die rund 2,5 Tonnen CD-ROMs , die in einem Flugzeug aus Thailand versteckt waren
, werden vernichtet . Die Software teilt damit das Schicksal von etwa 260000
Plagiaten , die im vergangenen Jahr am Frankfurter Flughafen aus dem Verkehr
gezogen wurden . Fälscher in Asien und der Türkei seien auf die Herstellung von
Sportartikeln , Uhren und Computerprodukten spezialisiert , berichtete
Zollamtfrau Marie Luise Lein-Kröh . Der Handel mit gefälschter Soft- und
Hardware nehme jedoch zu . Es handelt sich um die größte Fusion in der
Geschichte der Softwarebranche . Dies gaben die Firmen am Montag bekannt . Es
entsteht ein globaler Marktführer im elektronischen Handel . Die fusionierte
Gesellschaft ist auf Software und Dienstleistungen für Geschäftstransaktionen
von Firmen untereinander spezialisiert . Dieses Business-to-Business-Geschäft
über das Internet , in dem Firmen in aller Welt bei anderen Firmen Waren und
Dienstleistungen kaufen und verkaufen , ist ein rasant wachsender Bereich . I2
wird durch den Aspect-Kauf über 4000 Mitarbeiter und ein großes Forschungsbudget
verfügen , erklärte die Gesellschaft . Die Aspect-Aktionäre erhalten 0,55
i2-Aktien je eigenen Anteil . Schröder will 20000 IT-Gastarbeiter holen
Bundeskanzler Gerhard Schröder will möglichst rasch 20000 ausländische
Computerexperten nach Deutschland holen , um den Mangel an einheimischen
Fachkräften auszugleichen . Das kündigte der Kanzler am Montagabend in Berlin an
. Die entsprechenden Verordnungen sollen in den nächsten drei bis vier Monaten
in Kraft treten . Der Aufenthalt soll auf maximal fünf Jahre begrenzt werden .
Die Wirtschaft habe sich bereit erklärt , die Zahl der Ausbildungsplätze in
diesem Bereich von jetzt 30000 bis Ende 2003 auf 60000 aufzustocken . Billig-PCs
locken wenig Erstkäufer Entgegen den Erwartungen der PC-Industrie erschließen
die Billig-PCs kaum neue Käuferschichten . Dies ist das Ergebnis einer aktuellen
Studie des US-Marktforschungsinstituts Odyssey , an der 2500 amerikanische
Haushalte teilgenommen haben . Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters
gingen nur 35 Prozent der Home-PCs in den vergangenen sechs Monaten an
Erstkäufer . Das sei zwar etwas mehr gewesen als Anfang 1997 ( 32 Prozent ) ,
aber deutlich weniger als zu Beginn der beiden vorangegangenen Jahre , für die
ein Erstkäuferanteil von jeweils 49 Prozent ermittelt worden war . Nach anderen
Studien stellen die Billig-PCs das mit Abstand am schnellsten wachsende
Marktsegment dar . Die Ergebnisse von Odyssey legen nun den Schluß nahe , daß
viele PC-Besitzer bei einem Neukauf ein billigeres Modell wählen als bisher .
Demnach hat die Niedrigpreispolitik , die auch Marken-Hersteller wie Compaq in
den vergangenen Monaten propagierten , statt der erhofften Vergrößerung des
Marktes lediglich drastisch geschrumpfte Margen zur Folge . T-Online verliert
vor Gericht gegen AOL T-Online hat gegen seinen Hauptkonkurrenten AOL vor
Gericht eine Schlappe erlitten . Der Online-Dienst der Telekom muß seinen neuen
Bündeltarif von sechs Pfennig pro Minute in die Kosten für Telefonverbindung und
Online-Dienst aufspalten . Das hat am Freitag das Hamburger Landgericht
entschieden . Das Gericht folgte damit dem Antrag von AOL . AOL wirft der
Telekom vor , T-Online aus hohen Einnahmen aus dem Telefongeschäft zu
subventionieren . Außerdem biete die Telekom den T-Online-Konkurrenten nicht die
gleichen niedrigen Preise für die technische Online-Verbindung . " Dies ist ein
Sieg für Millionen von Internet-Nutzern in Deutschland , die einen Zugang zum
Internet zu vernünftigen Konditionen erwarten " , kommentierte Andreas Schmidt ,
Chef von AOL Europe , das Urteil . In den USA würden diese pauschalen
Zugangstarife für durchschnittlich etwa 30 Mark angeboten . Telekom-Sprecher
Stephan Althoff sagte gegenüber dpa , es sei eine gute Nachricht für die
T-Online-Kunden , daß das Gericht den Tarif von sechs Pfennig pro Minute in der
Summe nicht angetastet habe . Wenn die detaillierte Begründung des Gerichts
vorliege , werde man die entsprechenden Konzequenzen ziehen , was die
Aufsplittung des Tarifs angehe . " Unserer Information gibt es da noch einen
Widerspruch zwischen dem verkündeten Tenor der Entscheidung und der
Stellungnahme der Gerichtssprecherin . " Es gebe keine Quersubventionierung von
T-Online . Außerdem stehe die Telekom zu der Aussage , daß AOL den Zugang zum
Telefonnetz bei gleicher Minutenabnahme zu gleichen Preis wie T-Online haben
könne . Gerichtssprecherin Monika Rolf-Schoderer bestätigte , daß T-Online mit
dem 6-Pfennig-Tarif Anfang April an den Markt gehen kann : Grundlage der
Entscheidung sei die Telekommmunikations-Kundenschutzverordnung . Danach müssen
marktbeherrschende Anbieter wie T-Online die Nutzung des Online-Dienstes und den
Kommunikationszugang als gesonderte Leistungen entsprechend der allgemeinen
Nachfrage am Markt anbieten . CeBIT-Eröffnung live im Internet Die Eröffnung der
Computermesse CeBIT soll live ins Internet übertragen werden . Wie die Firma Sun
Microsystems in Grasbrunn mitteilte , ist die Übertragung auf ihrer Homepage
sowie auf der offiziellen Messe-Website abrufbar . Fachkräftemangel bremst
Computerbranche In der Computer- und Telekommunikationsbranche wächst trotz
Anstrengungen bei der Nachwuchsförderung der Mangel an Fachkräften . Darauf
weist der Zentralverband Elektrotechnik und Elektronikindustrie ( ZVEI ) im
Vorfeld der CeBIT 99 hin . Europaweit wird die Zahl der offenen Stellen auf
mindestens 350.000 geschätzt . In Deutschland sind es etwa 50.000 bis 60.000 .
Der ZVEI erwartet , daß die CeBIT in der kommenden Woche in Hannover erneut zu
einer gigantischen Jobbörse wird . Dabei gehe es " nicht nur um
Informationsveranstaltungen " . Neben Hochschulabsolventen seien natürlich auch
die Fachkräfte anderer Unternehmen umworben . " Der Markt ist nun mal hart " ,
sagte Müller . Grünes Licht für AOL-Netscape-Deal Das US-Justizministerium hat
am Freitag die Übernahme von Netscape durch den Online-Dienst America Online (
AOL ) genehmigt . Die beiden US-Firmen können nun gemeinsam gegen den
Hauptkonkurrenten Microsoft antreten . Das Ministerium hat auch keine
kartellrechtlichen Einwände gegen die Bildung einer Allianz von AOL mit Sun
Microsystems , wie es in Washington mitteilte . AOL hatte die Netscape-Übernahme
und die Partnerschaft mit Sun im vorigen November angekündigt . Expo-Themenpark
: Nur IBM macht mit Ein Jahr vor der Expo 2000 in Hannover hat die
Expo-Gesellschaft offenbar noch nicht genug Sponsoren für den geplanten
Themenpark gefunden . Es gebe mit dem Computer-Konzern IBM bislang nur einen
festen Partner für den Themenpark , berichtete " Der Spiegel " am Samstag vorab
aus seiner neuen Ausgabe . Neben IBM gebe es aber bereits weitere Partner aus
dem Bereich Handwerk . Microsofts Panne wird immer größer Eine Woche nach der
Aufdeckung des Skandals um die Windows-98-Registrierung setzt in den USA scharfe
Kritik an Microsoft ein . Zunächst hatte die US-Presse das Ausmaß des
Datenschutzproblems kaum thematisiert . Selbst die Bürgerrechtsorganisationen ,
die sich für ein Verbot von Intels Pentium III stark machen , nannten Microsofts
Fehltritt zunächst weniger schwerwiegend . Die Stimmung begann sich zu wenden ,
nachdem Richard M. Smith , der dem Skandal auf die Spur kam , eine Webseite zur
Demonstration eingerichtet hatte . Der Chef der Firma Phar Lap zeigt dort , wie
leicht die weltweit eindeutigen ID-Nummern , die Microsoft seinen
Windows-98-Kunden und deren PCs zuteilt , online abgefragt werden können . Er
nutzt dazu das ActiveX Control , das Bestandteil des Registration Wizard von
Windows 98 ist . Die Anzeige der versteckten Nummer im Fenster des Web Browsers
beweist anschaulich , was manche zunächst wohl nicht in vollem Umfang verstanden
hatten . Das US-amerikanische Windows Magazine habe in eigenen Untersuchungen
herausgefunden , daß das Problem viel tiefer gehe als ursprünglich berichtet .
Man hat dort jetzt auch eine Demo-Webseite und führt vor , daß die ID-Nummern
online nicht nur gelesen , sondern sogar heimlich geändert werden können . So
können sie sich nach Belieben neue ID-Nummern erteilen und damit bequem
eventueller Datenschüffelei entgehen . In einem weiteren Bericht zitiert Techweb
den Microsoft-Analysten Dwight Davis von Summit Strategies , der ganz unverblümt
seine " Verblüffung über Microsofts Fähigkeit , von diesen Funktionen in Windows
98 nichts zu wissen " zum Ausdruck bringt : Der populäre Wired-Newsdienst hat in
einem ausführlichen Beitrag die Erkenntnisse von Richard M. Smith und
c't-Redakteur Peter Siering zusammengefaßt . Ein weiterer Wired-Artikel vom 12.
März enthält erstmals in der US-Presse eine definitive Bestätigung seitens
Microsoft , daß während der Registrierung von Windows 98 tatsächlich ID-Nummern
übertragen werden . Auch die US-Bürgerrechtler schlagen mittlerweile schärfere
Töne an . Jason Catlett , Chef der Datenschutz-Organisation Junkbusters , hat
nach zunächst zahm formulierten Kommentaren inzwischen Microsoft der falschen
Darstellung bezichtigt und eine formelle Beschwerde bei der Federal Trade
Commission angedroht . Jetzt fordert Catlett rückhaltslose Aufklärung - "
Glasnost bei Microsoft " . Sun meldet 35 % Umsatzzuwachs Mit 26 Cents Gewinn pro
Aktie übertraf das Unternehmen die Prognose der Analysten um 3 Cents . Einmalige
Erlöse hinzugerechnet , betrug der Gewinn sogar 30 Cents pro Anteil . Die guten
Nachrichten treffen auf ein schlechtes Börsenklima . Der Index der
US-Hightech-Börse NASDAQ gab nach festem Verlauf am Nachmittag wieder nach und
schloss mit 3703 Punkten . Die Sun-Aktie ging mit 77,75 US-Dollar aus dem Markt
- 2,25 Dollar unter dem Vortagsschlusskurs und 29 Dollar unter ihrem
Jahreshöchststand von Ende März . Chipbranche wieder optimistischer Die
Chipausrüster sind nach schweren Umsatzeinbrüchen im vergangenen Jahr wieder
positiver gestimmt . Darauf wies Bayerns Wirtschaftsminister Otto Wiesheu ( CSU
) am Montag abend zur Eröffnung der Semicon Europa in München hin . Auf der
Semicon Europa zeigen mehr als 900 Firmen bis Donnerstag , 15. April , ihre
Neuheiten in der Chip-Fertigungstechnologie . Wiesheu begrüßte , daß es gelungen
sei , diese größte europäische Messe für Halbleiterfertigungsgeräte von Genf
nach München zu holen . Ein leichtes Wachstum werde für möglich gehalten , sagte
Wiesheu . Mobilcom weiter in Kauflaune Auch nach dem gescheiterten Versuch ,
Otelo zu übernehmen , ist die Telefonfirma Mobilcom weiterhin darauf aus ,
Konkurrenten zu kaufen . " Wir sind an allen Firmen interessiert , die ein
eigenes Netz haben " , sagte Vorstandschef und Mehrheitseigentümer Gerhard
Schmid dem Hamburger Magazin Stern . Der Besitz von Glasfiberleitungen
entscheide darüber , wer auf dem umkämpften Telefonmarkt zu den Gewinnern zähle
. Lotus kauft ONEstone Lotus hat heute auf der AIIM 99 Konferenz in Atlanta die
Übernahme von ONEstone , einem führenden Anbieter für Workflow-Lösungen ,
bekanntgegeben . Es ist damit zu rechnen , daß Lotus das ONEstone-Produkt
Prozessware kurzfristig in das eigene Domino-Portfolio aufnimmt . Die
ONEstone-Entwickler sollen zu diesem Zweck nach USA ziehen , während der Rest
der deutschen Gesellschaft ein Workflow-Kompetenzzentrum der Lotus Consulting in
Paderborn bilden wird . ONEstone wurde in Paderborn von Oliver Heinz , Wolfgang
Hilpert und Peter Vos gegründet . Nach einem furiosen Start mit Lotus Beacon
Awards in Orlando und Nizza finanzierte sich das Unternehmen durch Beteiligungen
von TVM und Alta Berkeley . Im Rahmen der Finanzierung wurde eine amerikanische
Holding mit Sitz in Boston gegründet , die Lotus nun übernimmt . Die
ONEstone-Übernahme wird den Markt für Workflow-Systeme auf der Basis von Lotus
Domino bereinigen . Alle Business Partner mit konkurrierenden Lösungen werden
sich in Zukunft schwer tun . Einige größere deutsche Unternehmen haben nur auf
ein Signal gewartet , wohin sich dieser bisher zersplitterte Markt entwickelt .
Lotus hat nun die Richtung für die nächsten Jahre bestimmt . Unklar bleibt , wie
Lotus mit der Prozessware-Version für Microsoft Exchange verfahren wird , die
ONEstone im letzten Jahr entwickelt hat . Japan für globale E-Commerce-Steuer
Die japanische Regierung regt einem Zeitungsbericht zufolge die Versteuerung
internationaler Verkaufsgeschäfte über das Internet an . Wie die führende
japanische Wirtschaftszeitung " Nihon Keizai Shimbun " am Samstag berichtete ,
will Japan einen entsprechenden Vorschlag während des G-8-Gipfels im Juli auf
Okinawa unterbreiten . Zum einen gehe es der Regierung um Fairness : Während
Verbraucher , die importierte Waren erwerben , Steuern zahlen müssten ,
bräuchten Online-Käufer digitaler Erzeugnisse wie Software oder Musik keine
Steuern zu zahlen . Zum anderen befürchte Tokio Steuerausfälle , wenn die Käufe
über das Internet wie erwartet wachsen . Japan wolle die G-8-Partner dazu
bringen , sich grundsätzlich auf die Notwendigkeit einer solchen
Online-Versteuerung zu einigen , hieß es . Dies dürfte zudem die Bemühungen der
Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ( OECD ) für
eine Angleichung der Steuersysteme unter den Industriestaaten fördern . Doch
werde es für Japan schwierig sein , einen Konsens zu erzielen : Insbesondere die
USA hielten solche Steuern für schädlich für die Entwicklung ihrer
Informationsindustrie . Mit mehr Sympathie für Japans Vorschlag sei unter
europäischen Staaten zu rechnen , hieß es . Focus : Experten wollen Meldestelle
für Computer-Angriffe Eine Expertenkommission des Bundesamtes für Sicherheit in
der Informationstechnik ( BSI ) hat nach Angaben des Nachrichtenmagazins " Focus
" ein " nationales Meldewesen " für Computerangriffe befürwortet . In dem noch
unveröffentlichten Bericht spreche sich KRITIS dafür aus , gegebenenfalls auch
ein " Nationales Alarmzentrum " nach Vorbild der USA in Deutschland einzurichten
. Bis heute gebe es hier kein nationales Frühwarnsystem für Hacker-Angriffe und
Viren-Attacken wie die von " ILOVEYOU " . Bisher kooperierten einzelne
Notfallteams nur lose mit dem BSI . Experten warnen unterdessen vor weit
gefährlicheren Computer-Angriffen und kritisieren mangelnde
Sicherheitsvorkehrungen der Firmen . " Was wir gerade mit dem Liebes-Virus
erlebt haben , ist wie ein Attentat aus dem fahrenden Auto mit einer
Wasserpistole " , sagte der US-Sicherheitsberater Arnaud de Borchgrave dem
Magazin . Mittlerweile gebe es 30.000 Hacker-Sites im Internet , davon seien
2000 " außerordentlich fortgeschritten " . Der frühere ranghöchste Verfolger von
Internet-Verbrechen der USA , Scott Carney , sagte dem Focus , eine effektive
Polizeiarbeit sei in den meisten Fällen nicht möglich , weil Angreifer im
Internet ihre Spuren über verschiedene Staaten verwischten . " Internet-Attacken
verlaufen blitzartig - und die Spuren erkalten schnell . " Deutsche Politiker
besorgt wegen Handy-Studie Gesundheitspolitiker von SPD , FDP und Grünen haben
mit Besorgnis auf eine britische Studie über die Gefahren von Mobiltelefonen
reagiert . " Wir müssen das aufgreifen " , sagte der FDP-Obmann im
Gesundheitsausschuss , Detlef Parr , der " Welt am Sonntag " . Die
gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion , Gudrun Schaich-Walch , will
sich dafür einsetzen , dass der Bericht der britischen Kommission im
Gesundheitsausschuss vorgetragen wird . " Dann müssen wir weiter entscheiden " ,
sagte Schaich-Walch . Die gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion ,
Katrin Göring-Eckardt , sagte , das Problem müsse " ernst genommen werden " .
Eine Kommission von zwölf Wissenschaftlern war zu dem Schluss gekommen , dass
bei einer " vernünftigen Nutzung " von Handys durch Erwachsene nach den bisher
vorliegenden Forschungen keine Gesundheitsgefährdung nachgewiesen werden kann .
Dagegen sollten Kinder Handys nicht uneingeschränkt benutzen . Bei Jugendlichen
und Kindern könnten sich wegen der Entwicklung des Nervensystems und der
dünneren Schädeldecke " subtile biologische Veränderungen " ergeben . Die
Experten hatten im Auftrag der britischen Regierung alle bisher vorliegenden
Forschungsergebnisse über Mobiltelefone überprüft und analysiert . Die Liberalen
wollen nach den Worten Parrs im Gesundheitsausschuss darauf dringen , das Büro
für Technikfolgenabschätzung mit einer Expertise zu beauftragen . Sollten die
Karlsruher Forscher zu ähnlichen Erkenntnissen gelangen wie die britischen
Wissenschaftler , müssten die Handy-Hersteller verpflichtet werden , die
Verbraucher " besser über die Gefahren zu informieren " , sagte Parr . Dies
könne auch in Form von Warnhinweisen auf den Geräten erfolgen . Dagegen meinte
Schaich-Walch , es sei bekannt , dass die Handybenutzung gesundheitliche Risiken
berge . " Ein Warnhinweis dient allerdings eher der Beruhigung des Gewissens " ,
stellte die SPD-Politikerin fest . Zeitung : Fujitsu will Computerschrott
recyclen Der japanische Siemens-Partner Fujitsu will nach einem Bericht der
japanischen Wirtschaftszeitung Nihon Keizai Shimbun in Europa und Nordamerika in
das Recycling-Geschäft mit PCs einsteigen . Wie die führende Wirtschaftszeitung
am Sonntag unter Berufung auf Firmenkreise schrieb , will der Konzern in diesem
Jahr über das mit der Siemens AG gegründete Gemeinschaftsunternehmen Fujitsu
Siemens Computers ein Recycling-Netzwerk in Frankfurt am Main sowie vier
weiteren Standorten einrichten . Danach sollen weitere Netzwerke in
Großbritannien , Frankreich sowie in Nordeuropa folgen , hieß es . Auf diese
Weise reagiere Fujitsu auf strengere Umweltvorschriften und wolle zugleich
Kunden ermuntern , ihre Rechner durch neue Geräte zu ersetzen . In Nordamerika
werde der Konzern noch in diesem Monat ein Internet-Forum zum Verkauf recyclter
Speichermodule und anderer Computerteile an Halbleiter-Händler einrichten ,
schrieb das Blatt . Internet-Messe im Zeichen der Krise Ein Jahr ist eine lange
Zeit - erst recht für die Jungunternehmer der New Economy . Zwölf Monate ist es
her , da ließ die Pleite des britischen Online-Modehauses boo.com an den
Messeständen der Internet World erste Zweifel am unbegrenzten Höhenflug der
Onlinebranche aufkommen . Ab Dienstag treffen sich die Manager , Screendesigner
und Programmierer wieder auf Europas größter Internetmesse und sprechen sich
angesichts der weltweiten Hightech-Krise Mut zu . Pleiten und Kurseinbrüche ,
Entlassungen in den Tüftlerstuben , Betrügereien und sogar die Verhaftungen
einiger Firmenchefs hat die Branche hinter sich - das schlägt aufs Gemüt . " Man
heult immer noch " , beschreibt Harald Summa , Geschäftsführer des Verbands der
deutschen Internet-Wirtschaft die Stimmung . Nachdem in den vergangenen Jahren
kräftig in die Informationstechnologie investiert wurde , seien die Aufträge
spürbar zurückgegangen . Große Computerhersteller wie Cisco , Compaq und
Hewlett-Packard streichen deshalb genauso Stellen wie die einstigen Höhenflieger
Pixelpark oder Intershop . " Das Tal wird noch eine Weile andauern " , meint
Summa , dessen Verband 250 Internetfirmen vertritt . Dennoch hat sich die Zahl
der Aussteller auf der Internet World mit rund 1000 fast verdoppelt . Im fünften
Jahr ihres Bestehens hat sich die Messe , die Wirtschaftsminister Werner Müller
am Dienstag eröffnen wird , zu einer festen Institution für Kontaktpflege und
Marktbeobachtung gemausert . 70.000 Besucher werden erwartet . 1997 waren es
gerade einmal 5000 . Anders als bei der großen CeBIT in Hannover oder der
Systems in München glauben kleinere Unternehmen , auf der spezialisierteren
Berliner Veranstaltung weniger in der Masse unterzugehen , auch wenn gerade
diese nach Abstinenz im vergangenen Jahr wieder zurückkehren . Der Veranstalter
ComMunic GmbH wirbt mit der Präsenz von IBM , Microsoft , Sun Microsystems oder
T-Online . Bei den kleineren Firmen habe sich zudem die Spreu vom Weizen
getrennt . Trotz der Verlustproblematik wird der weltweite Umsatz mit
IT-Dienstleistungen nach Einschätzung des Branchenverbandes BITKOM in den
kommenden Jahren weiter wachsen , wenn auch nicht mehr so stark . Einige kleine
Startups haben ihr Kommen wegen der Internet-Krise abgesagt . " In den drei
Tagen haben wir locker einige hundert Kontakte " , sagt der Sprecher des
Risikokapitalgebers bmp , Thomas Blees . " Für uns hat die Krise den Vorteil ,
dass die Preise für Beteiligungen rapide nach unten gegangen sind . " Auch
diesmal reihen sich Superlative und Ankündigungen von " ersten " oder "
einmaligen " Produkten munter aneinander . Infrastruktur-Lösungen für
Online-Inhalte , neue Geschäftsmöglichkeiten mit dem Bezahlen übers Handy , die
Vernetzungstechnologie Bluetooth , aber auch die Sicherheit im weltweiten
Datennetz sind wichtige Themen der Messe . Erstmals findet parallel die
Streaming Media statt , auf der Unternehmen das Internet-Fernsehen der Zukunft
zeigen können . Eine der großen Entwicklungen in den kommenden Jahren , wenn man
den Dienstleistern der Branche glauben kann . Hintergrund : Umweltprobleme im
High-Tech-Tal Nicht nur sauber , sondern klinisch rein : Das ist das Image der
High-Tech-Industrie und der Internet-Ökonomie . Aber die Realität sieht anders
aus . Amerikanische Umweltgruppen wie die Silicon Valley Toxics Coalition ( SVTC
) sprechen bereits von einer " digitalen Müllhalde " : Auf diesem ständig
wachsenden Berg landet etwa das aufwendige Verpackungsmaterial für Postsendungen
, die online bestellt wurden . Dazu kommen Millionen von ausgemusterten
Computern , Monitoren und Druckern , die giftige Substanzen wie Blei und
Quecksilber enthalten . Die Ausrüstung der Internet-Wirtschaft frisst mehr und
mehr Strom . Jeder neue Prozessor steigert diesen Bedarf an Elektrizität , und
die rund um die Uhr laufenden Serverfarmen von Online-Unternehmen wie AOL und
Amazon sind wahre Stromfresser . Das Magazin U. S. News and World Report
präsentierte jetzt präzise Statistiken : Während in der ständig wachsenden
Großstadt Los Angeles der Stromkonsum in den vergangenen sieben Jahren gleich
hoch blieb , stieg er im Silicon Valley seit 1994 um sechs Prozent . Die
High-Tech-Region trägt damit zur Überlastung bei , unter der Kaliforniens
Stromnetz neuerdings immer wieder zusammenbricht . Neue Kraftwerke werden
dringend benötigt , und die USA denken bereits über die verstärkte Nutzung der
Atomenergie in bevölkerungsreichen Staaten wie Kalifornien nach . Bis die neuen
Kraftwerke gebaut sind , müssen sich die Unternehmen im Silicon Valley weiterhin
mit einem Notbehelf gegen den Stromausfall absichern : Extrem umweltschädliche
Dieselgeneratoren sind nach wie vor die populärste Lösung . Die aktuelle
Energiekrise führt nun erstmals in der Geschichte des amerikanischen
High-Tech-Mekkas zu einem massiven örtlichen Protest aus Umweltschutzgründen .
Bei San Jose will das Unternehmen Dataport eine gigantische Server-Farm
errichten . Der Komplex soll auf einem 60-Hektar-Gelände entstehen . Geplant
sind zwar Erdgas-betriebene Turbinen , die 30 Megawatt Strom herstellen . Der
gesamte Betrieb benötigt allerdings weitere 150 Megawatt aus dem ohnehin schon
arg strapazierten öffentlichen Netz - genug Elektrizität für über 150.000
Privathaushalte also . Der Stadtrat San Joses befürwortet das Projekt , aber
Umweltschützer unter Führung der SVTC wollen notfalls gerichtlich gegen die
Dataport-Baupläne vorgehen . Widerstand gegen Mobilfunksender wächst In vielen
Städten und Gemeinden nimmt der Widerstand gegen den Bau von neuen
Mobilfunksendern zu . Ein Beispiel ist der Protest in Welgesheim und Zotzenheim
im rheinland-pfälzischen Kreis Mainz-Bingen : Rund 90 Prozent der knapp 1300
Einwohner unterschrieben dort gegen die Errichtung von Mobilfunkantennen .
Geprüft werden jetzt alternative Standorte außerhalb der beiden Ortschaften -
zwei Anwohner müssen deshalb wohl auf die schon fest eingeplanten Mieteinnahmen
von jährlich rund 6000 Mark verzichten . Initiativen werden gebildet und
Unterschriften gesammelt , damit die vielerorts ungeliebten Antennen nicht vor
der eigenen Haustür errichtet werden . Die Zahl der Antennen allein in
Rheinland-Pfalz schätzt Eberbach auf rund 4000 , und mit dem Aufbau des neuen
UMTS-Netzes stehe eine neue Ausbauphase bevor . Angesichts der Protestwelle
fordern die Grünen im Landtag mehr Mitsprache für die Bevölkerung . " Es geht
nicht an , dass gerade in Wohngebieten Mobilfunkanlagen ohne Bürgerbeteiligung
installiert werden " , klagt der umweltpolitische Fraktionssprecher Bernhard
Braun . " Oftmals ist gar nicht bekannt , wo solche Anlagen stehen . " Die
Landesregierung müsse zumindest eine Statistik über die Zahl der Antennen in
Rheinland-Pfalz vorlegen . Den Überblick zu behalten , fällt aber schwer , weil
für die Errichtung von bis zu zehn Meter hohen Masten nicht einmal eine
Baugenehmigung erforderlich ist . Noch vor dem Bau der UMTS-Sender will der
Mobilfunknetzbetreiber D2/Vodafone seinen Antennenbestand in Rheinland-Pfalz um
rund 200 auf mehr als 600 ausbauen , sagt D2-Sprecher Matthias Andreesen . " Es
ist leider so , dass die Ängste und Sorgen bei den Menschen Bevölkerung zunehmen
. " Sie ergeben sich aber aus einem Trugschluss , wie Andreesen sagt . Denn neue
Antennen verringerten die Entfernungen zu den Handys und damit auch die
Funkleistung . Doch in vielen Gemeinden zählt diese Erklärung nicht . Die
Antennen werden zwar bereits auch in Ampeln und Litfass-Säulen versteckt , doch
überwiegend stehen sie auf Dächern und selbst auf Kirchtürmen . Internet per
Satellit mit Flatrate Zum Pauschalpreis von 179 Mark im Monat will Freenet.de ab
Herbst einen rückkanalfähigen Internet-Zugang per Satellit anbieten . Eine
Volumenbegrenzung gibt es nicht . Im Unterschied zu T-DSL und anderen
kabelgebundenen schnellen Internetzugängen soll " DSL-SATT " , so der
Produktname , bundesweit auch außerhalb der städtischen Ballungsräume verfügbar
sein . Einzige Vorbedingung sei eine Befestigungmöglichkeit für die
Antennenschüssel mit freier Sicht auf den Eutelsat-Satelliten . Die Schüssel und
eine Steckkarte für den PC will Freenet.de zum Preis von 799 Mark liefern und
installieren . Für rund 100 Mark Aufpreis soll es zusätzlich ein TV-Kit geben ;
damit ist dann auch der Empfang von Fernsehprogrammen möglich . Systracom
erwartet Übernahme durch US-Bank Der zahlungsunfähige Berliner Internet-Broker
Systracom rechnet damit , von der US-Großbank Merrill Lynch übernommen zu werden
. Das sagte Systracom-Vorstand Peter-Jörg Klein der Berliner Morgenpost . Er
gehe davon aus , dass Merrill Lynch im Rahmen des derzeit laufenden
Insolvenzverfahrens die Online-Bank vollständig kaufen werde . Das
Bundesaufsichtsamt für Kreditwesen hatte am vergangenen Dienstag einen
Insolvenzantrag für die Firma gestellt . Systracom war im Herbst vergangenen
Jahres als erster konzernunabhängiger Internet-Broker in Deutschland gestartet
und vom Kurssturz an den Aktienmärkten erfasst worden . Klein kündigte weiterhin
an , dass die Kunden in der kommenden Woche wieder Zugriff auf die derzeit
gesperrten Depots erhielten und diese dann auf andere Banken übertragen könnten
. Auch die Einlagen sollten in der kommenden Woche vollständig zurückgezahlt
werden . Dell trotz Marktflaute zuversichtlich Der US-Computerhersteller Dell
will der Krise auf dem PC-Markt mit der Erschließung neuer Absatzmärkte begegnen
. Wie Unternehmenschef Michael Dell dem Düsseldorfer Handelsblatt (
Montagausgabe ) sagte , sieht er für sein Unternehmen die besten Chancen in
Regionen wie Brasilien und China . Außerhalb der größten Technologie-Märkte habe
Dell nur 5 Prozent Marktanteil , " da gibt es also noch jede Menge Kunden " .
Weiteres Wachstumspotenzial sieht der Vorstandschef im Markt für Server und im
mobilen Internet . Trotz dieser Expansionspläne wird die Dell Computer
Corporation rund 10 Prozent ihrer Mitarbeiter entlassen . Nachdem im Februar
bereits 1700 Beschäftigte gehen mussten , sollen in den kommenden zwei Quartalen
3000 bis 4000 weitere vor die Tür gesetzt werden . " Wir müssen unsere Kosten im
Griff behalten und sicherstellen , dass die Zahl unserer Mitarbeiter der
wirtschaftlichen Situation entspricht " , rechtfertigt Dell die Entlassungen .
Der Betriebsgewinn sei etwas höher ausgefallen als erwartet . Handy-Hersteller
wollen Emissionswerte angeben Handy-Benutzer sollen künftig über die
Strahlenbelastung informiert werden , die von ihrem Gerät ausgeht . Die Branche
wolle die zum Teil stark unterschiedlichen Strahlungswerte der einzelnen
Mobiltelefone vom Sommer an in der Bedienungsanleitung angeben und einordnen ,
sagte ein Siemens-Sprecher den Stuttgarter Nachrichten ( Montag-Ausgabe ) .
Darauf hätten sich fast alle Handy-Hersteller verständigt , unter anderen Nokia
, Motorola , Siemens und Ericsson . Eine Sprecherin von Marktführer Nokia sagte
dem Blatt , die Werte würden aber nicht auf der Packung angegeben . " Das wäre
unfair , denn alle Geräte , die derzeit auf dem Markt sind , unterschreiten
deutlich die nationalen und internationalen Grenzwerte . " Die Unternehmen
reagieren damit auf die wachsende Angst vor Elektrosmog . Handys stehen unter
anderem im Verdacht , Krebs zu erzeugen . Derzeit laufen viele Studien , die
diesem Verdacht nachgehen . Intel soll bei der Entwicklung des Pentium , des
PentiumPro und des Pentium II wissentlich zehn technische Patente der Firma
Digital Equipment ( DEC ) verletzt haben . Dies steht in einer Klageschrift ,
die DEC gestern beim Bezirksgericht in Worcester , Massachusetts , eingereicht
hat . DEC verlangt , daß Intel die patentierte Technik nicht weiter verwendet .
Es geht unter anderem um die Branch Prediction ( Sprungzielvorhersage ) und das
Cache Management von Intels Spitzenprodukten . Außerdem soll der Marktführer
Schadensersatz in dreifacher Höhe leisten . Diese Forderung ist nach
amerikanischem Rechtsgebrauch üblich , wenn dem Kontrahenten eine vorsätzliche
Patentverletzung vorgeworfen wird . DEC-Sprecher Dan Kaferle erklärte , Intel
habe in den Jahren 1990 und 1991 nach Abschluß einer
Vertraulichkeitsvereinbarung detaillierten Einblick in Digitals Prozessortechnik
erhalten . Die beiden Firmen verhandelten seinerzeit über eine Lizensierung der
Alpha-Technologie . " Wir waren überrascht von dem Quantensprung in der
Performance " , sagte Kaferle . Intel habe dadurch sein Monopol im x86-Markt
stärken können . Palmer versicherte , DEC werde neben Workstations mit dem
eigenen Alpha-Prozessor auch künftig PCs auf x86-Basis anbieten . " Wir haben
langfristige Liefervereinbarungen mit Intel . " Intel wollte die Vorwürfe
zunächst nicht kommentieren ; die Klageschrift liege noch nicht vor , hieß es .
IBM und SAP bauen weltweite Allianz aus Zwei Riesen der Informationstechnologie
, IBM und SAP , rücken enger zusammen . Der deutsche Software-Konzern aus dem
badischen Walldorf und der Computer-Gigant aus den USA wollen ihre weltweite
Allianz künftig im Internet deutlich ausbauen , teilten die Unternehmen mit .
Offiziell soll die neue Kooperation heute auf einer internationalen
SAP-Konferenz in Orlando bekannt gegeben werden . Mit dem Schritt würde den
Wünschen von Unternehmen nach integrierten Angeboten für das E-Business
entsprochen , hieß es . Die komplette Online-Plattform mySAP.com soll über die
Infrastruktur von IBM genutzt werden können , zu der neben Hardware auch die
WebSphere-Software zählt . Rund die Hälfte der 5000 IBM-Berater , die bisher die
klassischen betriebswirtschaftlichen SAP-Anwendungen von Kunden betreuen , soll
künftig für die E-Business-Produkte der Walldorfer geschult werden , sagte
Ferdinand Prezenski , bei IBM in Europa zuständig für Allianzen im Bereich
Datenmanagement , der dpa . Die seit 20 Jahren bestehende Zusammenarbeit der
beiden Unternehmen sei damit auf alle wichtigen Produktmarken ausgedehnt worden
. Durch die vor zwei Jahren vereinbarte Kooperation bei Datenbanken habe IBM
seinen Marktanteil in diesem Segment von unter zehn auf 15 Prozent steigern
können , sagte Prezenski . Ein spezielles " Alliance Team " soll verhindern ,
dass sich SAP und IBM bei den gleichen Kunden Konkurrenz machen . Nach der
Einschätzung von Experten liegen in der IT-Branche Kooperation und Wettbewerb
oft nahe beieinander . Hintergrund ist die hohe Zahl von strategischen Allianzen
, die meist nicht exklusiv sind . Prezenski betonte , die Vereinbarung bedeute
keinen Strategiewechsel für IBM , das bisher bei Internet-Software in den
Bereichen Handelsplattformen und elektronischer Einkauf mit den amerikanischen
Anbietern Ariba und i2 zusammengearbeitet hatte . " Es gibt nach wie vor Kunden
, die Strategien mit mehreren Anbietern fahren , und solche , die sich auf SAP
konzentrieren wollen . " Arriba und i2 waren in den vergangenen Monaten in
wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten . SAP kooperiert wiederum im E-Business
bisher mit dem Unternehmen Commerce One , an dem die Walldorfer auch beteiligt
sind . Im Heise Newsticker wurde unter der URL "
http://www.heise.de/newsticker/data/cp-07.07.00-000/ " folgende Behauptung
veröffentlicht : Diese Behauptung ist unrichtig , richtig ist , dass ich im
Zusammenhang mit der Marke " Explorer " persönlich keinerlei Lizenzzahlungen
erhalten habe . Die Verpflichtung zur Veröffentlichung einer Gegendarstellung
besteht ohne Rücksicht auf deren Wahrheitsgehalt . Die Redaktion verbindet mit
dem Begriff " kassieren " keine Behauptung bezüglich des Verbleibs der Zahlungen
, zumal Kassierer vereinnahmte Beträge meistens nicht selbst behalten .
"Explorer"-Streit : Einstweilige Verfügung gegen c't In der Auseinandersetzung
um die angebliche Verletzung ihrer Marke " Explorer " durch c't hat die Ratinger
Firma Symicron beim Landgericht Köln eine einstweilige Verfügung erwirkt . Die
beiden Freeware-Systemtools mit diesen Namen befinden sich unter mehr als 350
Programmen auf der " c't-Shareware-Kollektion 2/2000 " , die der c't-Ausgabe
14/00 beiliegt . Da die Auflage längst in vollem Umfang ausgeliefert ist - am
Montag erscheint bereits die Ausgabe 15/00 - , hat die einstweilige Verfügung ,
die am heutigen Freitag , 14. Juli , zugestellt wurde , kaum Auswirkungen : Die
noch im Einzelhandel befindlichen Exemplare der c't-Ausgabe 14/00 können jedoch
ohne Störung weiter verkauft werden . Die Drohung , serienweise Abmahnungen an
Zeitschrifteneinzelhändler zu versenden , mit der die Zahlung einer
unverhältnismäßig hohen Lizenzgebühr erzwungen werden sollte , hatte der Verlag
seinerseits im Vorfeld durch eine gerichtliche Verfügung abgewehrt . Gegen die
einstweilige Verfügung der Firma Symicron , die bereits erwartet worden war ,
hat Heise umgehend Widerspruch eingelegt . Unterdessen geht die c't-Redaktion
dem Verdacht nach , dass es sich bei den "Explorer"-Abmahnaktionen - ähnlich wie
es beim Fall " Webspace " in der richterlichen Beurteilung heißt - um eine "
Serienabmahnung zum alleinigen Zweck des Geldverdienens " handeln könnte . Die
Redaktion bittet daher Betroffene , die in Sachen " Explorer " abgemahnt worden
sind , um eine Mitteilung per Fax ( 0511/5352-417 ) , per Brief ( c't-Redaktion
, Postfach 610407 , 30604 Hannover ) oder per E-Mail an die eigens eingerichtete
Adresse abmahn-ex@heise.de . c't sichert zu , ohne ausdrückliche Zustimmung
keine Namen zu veröffentlichen . Kein Ende des Streits um Newsletter-Abmahnungen
Trotz einer Erklärung des Verbraucherschutzvereins GSDI , die Kosten der von ihm
veranlassten Abmahnserie selbst übernehmen zu wollen , geht der Streit offenbar
weiter . Die Hannoveraner " Gesellschaft zum Schutz privater Daten in
elektronischen Informations- und Kommunikationsdiensten e. V. " hatte seit Ende
Juni in mindestens 70 Fällen Anbieter von Internet-Newslettern wegen angeblicher
Verstöße gegen Datenschutzbestimmungen abgemahnt . In der Sache blieb Felsmann
aber bei seinen Vorwürfen . Mittlerweile haben viele der Abgemahnten eine neu
gefasste Unterlassungserklärung auf dem Tisch . Nach Angaben von AdvoGraf
enthält diese unverändert die ursprüngliche Unterlassungsverpflichtung ; die
Unterzeichner sollen sich verpflichten , bei jedem Verstoß eine Vertragsstrafe
in Höhe von 10.100 Mark zu zahlen , sofern der Verstoß nicht aus der
Wiederherstellung alter Datenbestände durch den Webhoster enstanden ist .
Darüber hinaus sollen sie aber auch auf alle Ansprüche gegen die GSDI verzichten
. Der einzige Gewinner einer solchen Vereinbarung sei die GSDI , kommentierte
AdvoGraf-Redakteur Heiko Schütz : Schütz rät den Betroffenen davon ab , die
Erklärung zu unterzeichnen . Die GSDI hat unterdessen ihre Klagebefugnis
verloren . Dem Einlenken des Vereins war ein offener Brief des
Advograf-Herausgebers Alexander Kleinjung vorausgegangen . Kleinjung verweist
darin auf ein einschlägiges BGH-Urteil ( Az. I ZR 45/82 vom 12.04.1984 ) und
erklärt , dass die GSDI bei den Newsletter-Abmahnungen gar keinen Anwalt hätte
einschalten dürfen , weil es sich um leicht erkennbare Rechtsverstöße gehandelt
habe . Wer als Interessenverband Rechtsverstöße ahnden wolle , müsse das
notwendige Know-how vorweisen können . Intels Bugfix-Technik : ein
Sicherheitsrisiko ? Drei Wochen nach dem Fiasko um den Pentium-II-Bug , der das
Debüt des Prozessors versalzte , berichtete die Fachpresse weltweit von Intels
angeblich neuer Bugfix-Technik für bereits verkaufte Prozessoren . Jetzt wird
der PR-Gag , mit dem Intel offenbar auch einmal positive Schlagzeilen zum Thema
Prozessor-Fehler machen wollte , zum Boomerang . Nachdem Intel den bereits seit
Jahren verwendeten ladbaren Microcode an die große Glocke gehängt hat , meldeten
Experten prompt Sicherheitsbedenken an : Wenn der Microcode tatsächlich erst
beim Booten in den Prozessor geladen werde , dann könne man damit auch
gefährlichen Unfug anstellen . Die angesehene EE Times zitiert die Besorgnis
eines BIOS-Experten darüber , daß keinerlei Möglichkeit zur Verifizierung der
beim Booten nachgeladenen Daten bestehe : Intels Argument , der 2 Kilobyte große
Datenblock , der aus dem BIOS in den Chip transferiert wird , sei doch
verschlüsselt und nirgends dokumentiert , nutzt da wenig . Prozessor-Hardware
sei viel anfälliger gegen Hacker-Attacken als allgemein angenommen , meint der
Laborleiter , der nach eigenem Bekunden auch im US-Verteidigungsministerium zu
Sicherheitsfragen referiert . Curry macht sich vor allem Sorgen um
Mikroprozessor-gestützte Waffensysteme . Beim Pentium Pro sollen bereits fünf
Prozessor-Bugs durch BIOS-Upgrades behoben worden sein . Die Technik ist nur für
einen Teil des Funktionsumfangs verwendbar , bei dem es weniger auf Performance
ankommt , denn mikrokodierte Instruktionen werden viel langsamer ausgeführt als
hartkodierte . Intel sieht die Bugfix-Technik als einen Weg , die Validierung
abzukürzen und neue Prozessoren schneller auf den Markt bringen zu können , ohne
dabei wieder das Risiko einer teuren Umtauschaktion wie bei dem berüchtigten
Pentium-Gleitkommafehler einzugehen . Irreführende Telekom-Reklame untersagt Im
sogenannten Sauna-Werbestreit hat die Telekom auch in der zweiten Runde verloren
. Sie darf einen Werbespot nicht mehr senden , der von dem Gericht als
irreführend empfunden wurde . In dem 27 Sekunden langen Werbefilm sitzen zwei
Männer in einer Sauna . Gleichzeitig erklärt sehr schnell sprechend eine Stimme
: Bereits das Flensburger Gericht hatte diese Werbemethode irreführend und
wettbewerbswidrig genannt . Das OLG bestätigte diese Auffassung . Die Richter
meinten , es sei dem Zuschauer unmöglich , alle Informationen des Spots
aufzunehmen und zu verarbeiten . Als Blickfang werde lediglich die Zahl 8,4
herausgestellt . Die untere Zeile des schriftlichen Abspanns , der darauf
hinweist , daß der Tarif nur von 18 bis 9 Uhr sowie an Wochenenden gelte , sei
vom Fernsehzuschauer kaum wahrzunehmen . Die Rechtsanwälte der Telekom hatten am
Rande der Verhandlung betont , der umstrittene Spot werde ohnehin nicht mehr
gesendet . Im Prozeß sei es letztlich " ums Prinzip " gegangen . Kritik an
Online-Ausbau von ARD und ZDF Die privaten Fernsehsender haben den Ausbau der
Online-Redaktionen bei den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten kritisiert .
Die gebührenfinanzierten Anstalten ARD und ZDF hätten nicht das Recht , mit "
ihren prall gefüllten Gebührentaschen " gegen private Anbieter im Internet
anzutreten , sagte der RTL-Informationsdirektor Hans Mahr dem Nachrichtenmagazin
" Focus " . Der SAT.1-Geschäftsführer Jürgen Doetz forderte die Politik auf ,
den vor allem vom Westdeutschen Rundfunk ( WDR ) und dem Südwestrundfunk ( SWR )
vorangetriebenen Ausbau der Internetangebote zu stoppen . Sonst werde man
Beschwerde bei der Europäischen Kommission einlegen , sagte Doetz , der auch
Präsident des Verbandes Privater Rundfunk und Telekommunikation ( VPRT ) ist .
Unterstützung erhalten die Privatsender laut Focus zum Teil aus den Reihen der
CDU . Der Sprecher der CDU-Landesregierung Sachsens , Staatssekretär Michael
Sagurna , sprach sich beispielsweise gegen einen Einstieg der
öffentlich-rechtlichen Sender in den elektronischen Handel ( E-Commerce ) aus .
Aus ARD und ZDF dürfe nicht " eine Art AOL mit allem Drum und Dran " werden ,
sagt er dem Magazin . Siemens Nr. 1 in den PC-Charts Der Siemens-Konzern ist
unter die fünf größten PC-Hersteller in Westeuropa vorgerückt . Im zweiten
Quartal seien mit mehr als 390000 Stück rund ein Drittel mehr Siemens-PC
verkauft worden . Die übrige Branche sei gegenüber dem Vorjahresquartal dagegen
lediglich um 22 Prozent gewachsen , gab die Siemens AG am Freitag unter Berufung
auf das Marktforschungsinstitut Dataquest bekannt . In Deutschland habe Siemens
nach Stückzahlen wieder Platz eins erobert . Dem allgemein schwachen Wachstum im
deutschen PC-Markt von neun Prozent im zweiten Quartal hielt Siemens mit einem
Zuwachs von 25 Prozent entgegen . Durch eine im Juli bekannt gegebene Allianz
mit dem japanischen Fujitsu-Konzern will Siemens zu einem der drei weltweit
größten Computer-Hersteller aufsteigen . Infos und Werbespots auf dem Handy Ein
neuer werbefinanzierter Infoservice versorgt Handy-Besitzer mit Kurznachrichten
, Spielfilmtipps , Sportergebnissen oder Lottozahlen . Der von der Firma
Short-Messages.de in Hamburg eingerichtete Dienst sendet die Nachrichten wie
Kurzmitteilungen ( SMS ) auf das Display des Mobiltelefons . Er wird durch
eingeblockte Werbebotschaften finanziert . Die Themenpalette soll noch in diesem
Jahr erweitert werden . Erste Million 256-MBit-Chips aus Dresden Dieser
technologische Meilenstein sei nur vier Monate nach Aufnahme der Massenfertigung
im Mai erreicht worden , betonte der Geschäftsführer des Dresdner
Halbleiterwerkes , Johann Harter , am Freitag bei der Übergabe des
einmillionsten Bausteins an den sächsischen Wirtschaftsminister Kajo Schommer (
CDU ) . Infineon , zuvor Siemens Halbleiter , gehöre weltweit zu den ersten ,
die den 256-MBit-Chip produzieren und liefern könnten , sagte Harter . Das
Unternehmen will damit im Jahr 2000 einen erheblichen Marktanteil bei SDRAMs
erreichen . Schommer würdigte die hervorragenden technologischen Erfolge von
Infineon Technologies in Dresden . Die Investitionsentscheidungen von Siemens ,
AMD und Motorola hätten weltweit auf Sachsen aufmerksam gemacht . Die Dresdner
Chipfabrik von Infineon beschäftigt rund 2.800 Mitarbeiter . Hinzu kommen rund
300 Mitarbeiter in einem Joint Venture mit Motorola . Infineon und Motorola
arbeiten in Dresden an der Fertigung von Halbleitern auf 300-Millimeter-Wafern .
Gratis nach Australien telefonieren Kostenlose Telefonate nach Australien bietet
der Provider Talkline während der Olympischen Sommerspiele in Sydney an . Vom
15. September bis 1. Oktober fallen für Anrufe ins australische Fest- oder
Handynetz rund um die Uhr keine Gebühren an , wenn zuvor die
Call-by-Call-Vorwahl 01050 gewählt wird , teilt Talkline mit . Die technischen
Voraussetzungen für eine größere Anzahl von parallelen Gesprächen seien gegeben
. Für Gespräche mit Olympia-Teilnehmern oder -Touristen , die ihr deutsches
Mobiltelefon nach Australien mitgenommen haben , gilt das Angebot allerdings
nicht . Hier fallen weiterhin die Roaminggebühren an . Sprinkler setzen Apple
Expo unter Wasser Am Vorabend der Apple Expo in Paris haben die Sprinkler einen
Teil der Messehalle Porte de Versailles unter Wasser gesetzt . Die
Feuerlöschanlage sei ohne erkennbaren Grund ausgelöst worden , berichten
AFP-Journalisten und andere Augenzeugen , ein Feuer habe es nicht gegeben .
Einige Aussteller sprachen von beträchtlichen Schäden ; die Höhe wurde aber
bisher nicht beziffert . Geringer Wasserschaden auf der Apple Expo Die
unmotivierte Berieselung von Messeaufbauten durch die Feuerlöschanlage am
Vorabend der Apple Expo in Paris hat nur geringfügige Schäden verursacht . Am
Apple-Messestand standen die Besucher zwar am ersten Messetag auf einem nassen
Teppich , konnten aber unbeschädigte Ausstellungsstücke besichtigen , denn die
Rechner waren bei Eintritt der feuchten Überraschung noch nicht aufgebaut . Auch
bei Microsoft und France Telecom gab es keine Schäden an den Exponaten . Anders
als zunächst vermutet war die Sprinkleranlage der Halle nicht durch einen
Fehlalarm ausgelöst worden , sondern unmittelbar über dem Stand von Apple war
ein Rohr gebrochen . V.90-Modem für Handspring Visor Xircom Europe kündigt mit
dem Modem 56 GlobalACCESS das erste V.90-Modem für den Handspring Visor an . Es
passt in den proprietären Erweiterungssteckplatz des PDA und erweitert dessen
Funktionalität um den Zugang zu E-Mail und speziellen Internet-Diensten . Xircom
nennt einen empfohlenen Verkaufspreis von 164 Euro für das Modem , das ab sofort
in begrenzter Stückzahl lieferbar sein soll . Ein dazu passendes
GSM-Connection-Kit für den Internet-Zugang via Mobilfunk wird für 142 Euro
angeboten . Mehr als 10000 Greencard-Bewerber Die Zulassung ausländischer
Computer-Fachkräfte ist nach Angaben der Bundesanstalt für Arbeit ( BA ) vom
Mittwoch gut angelaufen . Bereits mehr als 10000 Computerexperten hätten ihre
Bewerbung in die Internet-Vermittlungsbörse eingestellt , berichtete die Behörde
am Mittwoch in Nürnberg . Gleichzeitig hätten dort rund 700 Arbeitgeber aus der
Informations-Technologie-Branche ihre Stellenangebote für hoch qualifizierte
Fachkräfte veröffentlicht . In den ersten sechs Wochen nach Inkrafttreten der so
genannten Greencard-Regelung haben die Arbeitsämter 1581 Arbeitserlaubnisse
erteilt oder zugesichert . 305 IT-Fachkräfte haben bereits ihr Studium in
Deutschland abgeschlossen . 1276 Arbeitnehmer reisten laut Bundesanstalt neu ein
. Die neuen Bundesländer waren mit 66 Green Cards deutlich unterrepräsentiert .
Zudem erhielten 47 Unternehmen von den Arbeitsämtern die Erlaubnis , bis zu 2119
IT-Fachkräfte selbst im Ausland anzuwerben . In 153 Fällen wurde eine besondere
Erlaubnis an private Arbeitsvermittler vergeben . Streit um " iX " mit Scheitern
der Börsenfusion erledigt Mit Erleichterung hat Verleger Christian Heise das
Scheitern der Börsenfusionspläne zur Kenntnis genommen . Der Name " iX " des
Magazins für professionelle Informationstechnik aus dem Heise-Verlag war für das
fusionierte Unternehmen aus Deutscher Börse und London Stock Exchange vorgesehen
. " Die Kollision mit unserer Marke iX hätte von Anfang an vermieden werden
können " , erklärte Heise , der stets darauf bestanden hatte , den Namen iX für
die bereits seit zwölf Jahren erscheinende Computerzeitschrift zu behalten . "
Nicht zuletzt die Tatsache , dass der Name nicht vorher recherchiert wurde ,
zeigt , dass die Börse ihre Hausaufgaben nicht richtig gemacht hatte . " Der in
Hannover ansässige mittelständische Verlag ließ sich von Anfang an nicht
einschüchtern . Heise weigerte sich beharrlich , den Namen und die Marke der gut
eingeführten IT-Profi-Zeitschrift zu verkaufen . In den Medien wurde schon von
einem Kampf " David gegen Goliath " gesprochen . Zahlreiche Leser haben der
Zeitschrift iX in E-Mails und Briefen Mut gemacht und den Verlag in seiner
Haltung unterstützt , den Titel nicht gegen Geld abzugeben . Verstoß gegen
Ad-Hoc-Regeln : CPU muss Buße zahlen Das am Neuen Markt notierte Softwarehaus
CPU muss wegen des Verstoßes gegen die Ad-Hoc-Publizität mehrere zehntausend DM
Strafe zahlen . Das Bußgeld habe das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel
verhängt , sagte Unternehmenssprecher Jürgen Rönsch am Mittwoch in Augsburg .
Damit bestätigte er einen Bericht der FAZ . CPU hatte im November vergangenen
Jahres auf der Comdex in Las Vegas vor einer kleinen Gruppe deutscher
Journalisten das Abrutschen in die Verlustzone angekündigt , die Ad-Hoc-Meldung
jedoch erst zwei Tage später veröffentlicht . Die genaue Höhe der Strafe wollte
CPU nicht bekannt geben . Nach Angaben von Rönsch habe das Bundesaufsichtsamt
strafmildernd berücksichtigt , dass es sich um den ersten Verstoß gegen die
Regeln gehandelt habe . Das Ermittlungsverfahren gegen CPU sei damit
abgeschlossen . Der damalige Vorstandsvorsitzende der CPU Softwarehouse AG ,
Jochen Furch , hatte seinen Posten Ende Mai niedergelegt . Für das laufende Jahr
hat CPU die Prognose erneut nach unten korrigiert . Telefonverkehr in den USA
wieder normal Zwei Tage nach der blutigen Attentatsserie hat sich der Telefon-
und Mobilfunkverkehr in den USA am Donnerstag wieder weitgehend normalisiert .
Dadurch ist der gesamte Telefonverkehr im Süden Manhattans beeinträchtigt ,
hatte Verizon am Mittwochabend ( Ortszeit ) mitgeteilt . Verizon-Vizepräsident
Larry Babbio versicherte : " Wir werden rund um die Uhr arbeiten , um den
Service für die betroffenen Kunden so rasch wie möglich wiederherzustellen . "
In Manhattan sind auch zehn Verizon-Mobilfunkstationen ausgefallen . 10 Prozent
der Leitungen seien nach den Attacken gestört gewesen , sagte Telekom-Sprecher
Stephan Broszio . Inzwischen kompensierten aber Ersatzschaltungen die Ausfälle
der Telekom-Kabel . AT&T , die größte amerikanische Telefongesellschaft , kam
glimpflich davon . Außer einer zerstörten lokalen Schaltstelle im Keller des
World Trade Center gab es keine Netzschäden . Die Festleitungs- und
Mobilfunknetze der US-Telekom-Unternehmen Sprint und WorldCom waren
einsatzbereit . Die Deutsche Telekom verzeichnete in 15 Minuten 425.000 Anrufe -
das Zwanzigfache eines normalen Tages . Bei France Telekom steigerte sich das
Aufkommen von 20.000 auf 500.000 Anrufe in der Stunde . Autokäufer in der
Innovationsfalle Zum Auftakt der Internationalen Automobilausstellung ( IAA ) in
Frankfurt am Main mahnen Experten die Autohersteller , sich beim diesjährigen
Modethema " Internet im Auto " auf das schnelle Innovationstempo im Mobil- und
Internetbereich einzustellen und Standards zu entwickeln , die auch ein
Nachrüsten künftiger Technik ermöglichen . Damit könnten Autofahrer auch
Dienstleistungen wie Stauwarnungen , Hotelinformationen und elektronische
Straßenkarten nutzen , die bereits ab Mitte nächsten Jahres von unabhängigen
Dienstanbietern bereitgestellt würden . Durch sehr unterschiedliche
Entwicklungszyklen im mobilen Internet und der Automobilindustrie ergäben sich
aber enorme Schwierigkeiten . " Innovationszyklen von gerade einem halben Jahr
im Mobil- und Internetbereich stehen Entwicklungszeiten von fünf bis sieben
Jahren bei Autos gegenüber " , so der Spezialist für Innovationsmanagement . "
Kauft der Kunde ein Auto , muss er damit rechnen , dass die verwendete Technik
für mobile Dienste bereits nach kurzer Nutzung des Autos veraltet ist . " Um den
Autofahrern veraltete Lösungen zu ersparen , sollten gemeinsam mit den
Autozulieferern technisch erweiterbare Standards entwickelt werden , die den Weg
aus dieser Innovationsfalle weisen , fordert der Experte . " Wer sich im
Wettbewerb einen entscheidenden Platz sichern möchte , muss Lösungen finden ,
die sich der Schnelllebigkeit des mobilen Internets anpassen , und darüber
hinaus gemeinsam mit Content-Anbietern attraktive Angebote schaffen . " Motorola
: PowerPC mit 400 MHz Motorola will auf der diesjährigen Mac-World-Expo in
Frankfurt als Messe-Gag mit einem ganz heißen Eisen auftrumpfen : einem Rechner
mit handverlesenem PowerPC-Prozessor , der mit 400 MHz getaktet wird . Wie c't
außerdem aus unabhängigen Quellen erfuhr , stellt der Konzern auch erstmals
Macintosh-kompatible PCs aus gemeinschaftlicher Entwicklung mit Apple vor . Sie
sollen deutlich preisgünstiger als vergleichbare Apple-Systeme angeboten werden
. Auch IBM will MacOS nicht mehr Nach Motorola gibt jetzt auch IBM den
MacOS-Markt auf . Einem Bericht des US-Magazins MacWorld zufolge sind die beiden
Sublizenznehmer Tatung ( Taiwan ) und Akia ( Japan ) bereits über den Rückzug
informiert worden . Lizenzverhandlungen mit zehn weiteren Firmen in Asien und
Europa sollen abgebrochen werden . IBM hatte ebenso wie Motorola eine
Generallizenz mit dem Recht zur Erteilung von Sublizenzen von Apple erworben .
Während Motorola mit der StarMax-Modellreihe selbst im MacOS-Geschäft aktiv war
, hatte IBM bisher noch keine derartige Absicht gezeigt . Tatung stand kurz vor
der Markteinführung eines High-End-Modells mit 75-MHz-Systembus , dem ersten
Mac-Clone mit einer so hohen Busfrequenz . Jetzt hofft der taiwanesische
Hersteller darauf , seine Entwicklung an Apple verkaufen zu können . Mit der
Revision seiner Lizenzpolitik hat Apple die PowerPC-Allianz einer harten
Belastungsprobe ausgesetzt . Dennoch scheint das Bündnis zu halten . Die beiden
Prozessorhersteller einigten sich aber zugleich darauf , ihre
Entwicklungspartnerschaft auf den Bereich der Embedded-Systeme auszudehnen .
Ungar erpresste Scientology mit "Dianetika"-Pornosite Ein Ungar hat die
Scientology-Organisation monatelang mit einer pornografischen Website zu
erpressen versucht . Ein Budapester Bezirksgericht verurteilte den 23-Jährigen
dafür nun zu einer einjährigen Bewährungsstrafe , berichtete die ungarische
Tageszeitung " Magyar Nemzet " am Montag . Der Ungar hatte mehrere E-Mails an
die Scientology-Zentrale in Los Angeles geschrieben , in denen er für die
Einstellung der Web-Seite zunächst 25000 , dann 30000 Dollar forderte . Dabei
gab er seine Kontonummer an , sodass die Polizei ihn rasch ermitteln konnte .
Der Erpresser hatte unter der Adresse www.dianetika.com eine Web-Seite im
Internet eingerichtet , auf der er seit November 1998 Pornofotos von ungarischen
Schönheiten veröffentlichte . Adresse und Aufmachung waren so gewählt , dass
sich die Seite leicht und irrtümlicherweise der Scientology-Organisation
zuordnen ließ . Das Hauptwerk ihres Gründers Ron Hubbard und die darin
verkündete umstrittene Lehre heißen " Dianetik " . Scientology bezeichnet sich
selbst als " Kirche " . BinTec backt immer kleinere Brötchen Auch beim Umsatz
räumte das am Neuen Markt notierte Unternehmen eine Fehlprognose ein : Als Grund
für die neuerliche Korrektur nannte eine Firmensprecherin Absatz- und
Vertriebsprobleme . Ende August hatte Walter Erl den Vorstandsvorsitz übernommen
, nachdem BinTec-Chef Claus Wortmann wegen des Geschäftseinbruchs zurückgetreten
war . Damals hatte die Firma erklärt , Lieferengpässe bei einzelnen Bauteilen
hätten zum Absprung von Kunden geführt . Die erneute Gewinn-Korrektur sorgte am
Freitag für einen Absturz des BinTec-Kurses . Telekom : US-Deal durch
Kursschwäche nicht gefährdet Die Deutsche Telekom sieht ihren Einstieg in den
amerikanischen Telekommunikationsmarkt durch den derzeit schwachen Kurs der
T-Aktie nicht gefährdet . Die Ausstiegsklausel von 33 Euro bei der geplanten
Übernahme der Mobilfunkgesellschaft VoiceStream werde möglicherweise erst im
zweiten Halbjahr des kommenden Jahres greifen , sagte ein Telekom-Sprecher am
Freitag in Bonn . Sie sei an den Abschluss der Gesamttransaktion und damit an
alle erforderlichen Genehmigungen durch die US-Behörden gekoppelt .
Erfahrungsgemäß seien für das Übernahmeverfahren sechs bis neun Monate
einzurechnen . Die T-Aktie unterschritt in dieser Woche die Kursmarke von 36
Euro . Im Detail sehe die Klausel vor , dass aus den unmittelbar auf den
Transaktionsabschluss folgenden 15 Tagen sieben Handelstage an der Frankfurter
Börse nach dem Zufallsprinzip ausgewählt werden . Sollte der Durchschnittskurs
der T-Aktie an diesen sieben Tagen unter 33 Euro liegen , könnten die
VoiceStream-Aktionäre aus der Vereinbarung mit der Deutschen Telekom aussteigen
oder neue Konditionen verhandeln . " Das ist noch so weit weg " , unterstrich
der Sprecher . Zudem wollten beide Unternehmen , dass die Zusammenarbeit
erfolgreich sei . Auf den Kurs wirke sich derzeit die schlechte Stimmung an den
Aktienmärkten aus , die unter anderem von Unruhen im Nahen Osten beeinflusst
werde . Die Telekom teilte außerdem mit , VoiceStream habe bei der vorgesehenen
Übernahme von Powertel jetzt eine administrative Hürde genommen . Im
abgelaufenen Prüfzeitraum des Justizministeriums seien keine Rückfragen gestellt
worden . Die Übernahme von Powertel ist an den Erwerb von VoiceStream gekoppelt
. Nur für den Fall sieht der Vertrag eine Beteiligung der Powertel-Aktionäre an
der Telekom vor . Die Ende Juli bekannt gegebenen Übernahmepläne für VoiceStream
sehen eine Bezahlung in Telekom-Aktien und in bar vor . VoiceStream und Powertel
seien auf 24 der 25 wichtigsten US-Märkte vertreten . Intershop erwartet wieder
Verluste Der Jenaer Softwarehersteller Intershop AG erwartet für das dritte
Quartal wieder rote Zahlen . Im ersten Halbjahr 2000 war erstmals seit der
Firmengründung 1992 ein positives Ergebnis erreicht worden . Zur Höhe des
erwarteten Verlustes im dritten Quartal machte das Unternehmen am Freitag keine
Angaben . Der Aktienkurs des auf Systeme für den elektronischen Handel
spezialisierten Unternehmens gab um 9 Prozent auf 45,50 Euro nach . Das
Quartalsergebnis soll am 31. Oktober vorgelegt werden , sagte ein Sprecher . Das
Unternehmen hat nach eigenen Angaben bisher weltweit über 300.000 Lizenzen für
E-Commerce-Sites verkauft . Es hat 950 Mitarbeiter . IT-Branche fordert
Milliarden-Bildungsfonds Die deutsche Wirtschaft hat innerhalb kürzester Zeit
die Aufholjagd beim Mobilfunk und Internet gewonnen . Mit rasanten
Wachstumsraten hat sie alle anderen europäischen Länder aus dem Feld geschlagen
. Dennoch schlägt die Industrie Alarm : " Der Fachkräftemangel wird immer
bedrohlicher , das Wachstum immer stärker gebremst " , klagte Volker Jung . Der
Präsident des Bundesverbands Informationswirtschaft , Telekommunikation und neue
Medien ( BITKOM ) richtete am Freitag in München einen eindringlichen Appell an
Politiker in Berlin und den Bundesländern , dem Nachwuchs das Computer-Rüstzeug
für die neue Kommunikations- und Informationswelt in die Hand zu geben und mehr
ausländische Informatik-Spitzenleute ins Land zu lassen . In der Branche werden
2000 und 2001 jeweils mehr als über 30.000 Stellen entstehen . Mindestens 60.000
Fachkräfte würden jedoch jährlich zusätzlich benötigt . Doch die Hetze kleiner
aber lautstarker Gruppen gegen Ausländer schreckten viele von einer Arbeit in
Deutschland ab . " Die rechtsradikalen Gruppen gefährden die
Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands . " Die Green Card-Aktion laufe schleppender
als von der Industrie erwartet , räumte der Verbandspräsident ein . Die Branche
hätte vor allem mehr Fachkräfte aus Mittel- und Osteuropa sowie Russland
erwartet . Oftmals würden auch mangelnde Sprachkenntnisse eine Einstellung
verhindern . Bislang seien rund 2000 Green Cards vergeben worden . Wöchentlich
kämen bis zu 200 Arbeits- und Aufenthaltungsgenehmigungen hinzu . Bis nächsten
Mai werden laut der Zentrale für Arbeitsvermittlung in Bonn voraussichtlich die
ersten 10000 Green Cards vergeben sein . " Die Green Card , die vor allem dem
Mittelstand hilft , greift noch zu kurz " , kritisierte der BITKOM-Präsident .
Der Verband fordere deshalb einen Wegfall der Fünf-Jahres-Frist für Green Cards
und eine aktive Einwanderungspolitik . Weltweit sei ein Wettbewerb um die besten
Köpfe in der Branche entbrannt . " Wir sind gerade drauf und dran , diesen
Wettlauf zu verlieren . " Doch selbst die eigenen Spitzenkräfte wanderten in
großer Zahl ab . " Der weiterhin zu hohe Spitzensteuersatz treibt die besten
Leute ins Ausland . " Größter Konkurrent beim Kampf um Spritzenkräfte seien die
Vereinigten Staaten , die mit wesentlich niedrigeren Steuersätzen lockten und
eine " echte Green Card " ohne Frist anböten . Die USA haben erst kürzlich
beschlossen , in den kommenden sechs Jahren bis zu 600.000 ausländischen
Spezialisten zusätzlich die Arbeit im eigenen Land zu ermöglichen . In drei
Jahren soll das Dezifit schon bei mehr als zwei Millionen liegen . Deutschland
müsse mit einer Bildungsoffensive antworten , forderte Jung . Gerade 6600
Informatik-Absolventen jährlich reichten bei weitem nicht aus , um die Löcher zu
stopfen . Auf Jahre hinaus werde einen riesigen Bedarf an jungen
Nachwuchskräften geben , vor allem auch im Mittelstand . Die Unternehmen hätten
keine Überlebenschance , wenn sie sich nicht auf die neuen
Informationstechnologien einstellten . Die Schulen müssten sich den neuen
Anforderungen anpassen . Nicht nur der Lehrer müsse seinen PC steuerlich
absetzen können , sondern auch die Eltern die Anschaffung eines PCs für ihre
Sprösslinge . " Das Laptop muss für jeden Schüler zum alltäglichen
Gebrauchsgegenstand werden . " Weiteres Urteil gegen Co-Shopping Das so genannte
Co-Shopping-Modell im Internet , bei dem mehrere Käufer ein Produkt zu einem
Mengenrabatt erhalten , ist erneut von einem Gericht untersagt worden . Das
Landgericht Hamburg sieht das Verkaufsmodell der Internet-Firma LetsBuyIt.com
als Verstoß gegen das deutsche Rabattgesetz und das Gesetz gegen unlauteren
Wettbewerb an , bestätigte eine Sprecherin von LetsBuyIt.com am Freitag der dpa
. Das Urteil sei am späten Nachmittag verkündet worden . Die Richter schlossen
sich damit der Auffassung der klagenden Konkurrentin cnited AG an . Eine
einstweilige Verfügung , die cnited gegen LetsBuyIt.com erwirkt hatte , war
zuvor vom Oberlandesgericht Hamburg wieder aufgehoben worden . Auch beim
Power-Shopping handelt es sich um Gruppenkäufe . Service-Pack für deutsches
MS-Office in Sicht Am Rande einer Presseveranstaltung in München versprach
Microsoft ein fehlerbereinigtes Update für das deutsche Office-Paket . Nach
schweren Problemen mit der US-Version hatte Microsoft den Patch für das deutsche
Office gar nicht erst freigegeben . Er soll nun , wie es hieß , Anfang November
veröffentlicht werden . Neben dem Download per Internet sollen Microsofts Kunden
auch wieder eine CD anfordern können - allerdings nicht kostenlos . Multimedia
auch für die Nase Es liest sich wie ein Aprilscherz , ist aber offenbar ernst
gemeint : Die Firma DigiScents kündigt einen Duft-Synthesizer an , der dem
Begriff Multimedia eine neue Dimension verleihen soll . " Scentography , die
Wissenschaft der Düfte , öffnet neue Kommunikationskanäle zu ihrem Publikum " ,
sagte Dexster Smith , Präsident von DigiScents . Smith und sein Kompagnon Joel
Bellenson sind in Fachkreisen keine Unbekannten . Die beiden
Stanford-Absolventen haben zuvor die Pangeal Systems Inc. gegründet , die das
Börsen-Magazin Red Herring heute als das führende US-Biotechnologieunternehmen
in Privateigentum einschätzt . Ihre Neugründung DigiScents Inc. , ansässig im
kalifornischen Oakland , soll den revolutionären Geruchserzeuger namens " iSmell
" vertreiben . Der " persönliche Duft-Synthesizer " ist laut Beschreibung ein
Zusatzgerät für den Computer , das eine breite Skala an Düften abgeben kann .
Für ihre Scent Registry , ein Verzeichnis von tausenden digitalisierten Düften ,
will die Firma Lizenzen zur Integrierung in Spiele , Internetseiten , Anzeigen ,
Filme und Musik vergeben . DigiScents arbeitet nach eigenen Angaben bereits mit
führenden Entwicklern für Websites und interaktive Spiele zusammen , um Düfte in
deren Produkte zu integrieren . Siehe auch Vom Zuschauer zum Zuriecher in
Telepolis . Intel enttäuscht die Börsianer Mit einem Gewinn von 55 Cents pro
Aktie im dritten Quartal dieses Jahres hat Intel die Prognosen der
Wirtschaftsanalysten um zwei Cents verfehlt . Trotz einer Steigerung um 22
Prozent gegenüber dem Vorjahr enttäuscht der erfolgsverwöhnte Hardware-Gigant
damit die Börsianer zum zweiten Mal in Folge . Rechnet man auch noch einmalige
Ausgaben für Firmenaufkäufe ab , so betrug der Überschuss nur 42 Cents pro
Anteil . Intel verkaufte mehr Produkte als jemals zuvor , doch die Gewinnmargen
seien schneller gesunken als vorausgesehen , sagte Intel-Finanzchef Andy Bryant
in einer Telefonkonferenz . Eine Ursache dafür sei der gestiegene Marktanteil
von Low-Cost-Systemen . Den Preisdruck durch Wettbewerber AMD erwähnte Bryant
nicht . Auch die Verzögerungen bei der Einführung der Chips in
0,18-µm-Technologie und unerwartete Mehrkosten bei den Produktionsanlagen hätten
das Ergebnis negativ beeinflusst , sagte er . Für das laufende Quartal erwartet
Intel wieder eine deutliche Verbesserung . Landauer Schüler erhalten Laptops Die
Schüler der elften Klassen des Gymnasiums im niederbayerischen Landau sollen
demnächst im Rahmen eines weltweiten Modellprojekts ihren gesamten Unterricht "
online " gestalten . Als eine von zwei Schulen in Europa sei das Landauer
Gymnasium ausgewählt worden , die Einsetzbarkeit von Laptops im Unterricht zu
erproben , sagte eine Sprecherin des bayerischen Kultusministeriums . Sie
übersah dabei offenbar das Gütersloher Pilotprojekt " Laptop statt Schulranzen "
, das bereits seit Mai läuft . Das von mehreren internationalen Computerfirmen
finanzierte Projekt werde weltweit an vier Schulen durchgeführt , sagte
Schulleiter Siegfried Pyka . Die Unternehmen wollen mit der Aktion preisgünstige
Laptops , die sich die Jugendlichen und ihre Eltern leisten können , an den
Schulen testen . Insgesamt 130 Laptops bekommen die Lehrer und Schüler in Landau
im November zur Verfügung gestellt . Alle Laptops verfügen über einen drahtlosen
Internet-Anschluss . " Im Schulhaus werden dafür derzeit überall Sendestationen
eingerichtet " , berichtete der Schuldirektor . Insgesamt belaufen sich die
Kosten auf rund 600000 Mark , die zum größten Teil von den Computerfirmen
getragen werden . Der Freistaat und der Landkreis Dingolfing-Landau bezuschussen
den Schulversuch . Wissenschaftlich betreut wird es durch die Zentralstelle für
Computer im Unterricht in Augsburg . SAP dämpft die eigenen Erwartungen Der
Softwarehersteller SAP erwartet für das laufende Geschäftsjahr einen geringeren
Umsatzanstieg als zunächst angenommen . Nach der Analyse der vorläufigen
Geschäftszahlen für das dritte Quartal halte der Vorstand nicht mehr an der
bisherigen Prognose fest , den Umsatz um 20 bis 25 Prozent und die Rendite vor
Ertragsteuern um bis zu einen Prozentpunkt steigern zu können , teilte der
weltgrößte Hersteller von Unternehmenssoftware am Mittwoch mit . Im dritten
Quartal ist der Umsatz nur um rund sieben Prozent gewachsen ; dennoch geht der
Vorstand davon aus , für das Gesamtjahr noch eine Steigerung von 15 bis 20
Prozent erreichen zu können . Hierfür spreche insbesondere die zunehmend
positive Resonanz der Kunden auf die Internetprodukte mySAP.com , die erst Mitte
September in den USA vorgestellt worden waren , sowie die unverändert starke
Auftragspipeline für das verbleibende vierte Quartal . Im ersten Halbjahr hatte
SAP nach früheren Angaben trotz eines kräftigen Umsatzzuwachses beim Gewinn ein
leichtes Minus verzeichnet . Microsoft kündigt Literaturpreis für eBooks an Mit
einem hoch dotierten Preis will Microsoft die Einführung der eBooks vorantreiben
. Der mit 100.000 US-Dollar dotierte Hauptpreis soll im kommenden Jahr erstmals
verliehen werden , kündigte der stellvertretende Präsident für die Microsoft
Technik-Entwicklung , Dick Brass , am Mittwoch auf der Frankfurter Buchmesse an
. Der Preisträger werde auf der Buchmesse bekannt gegeben . Außerdem soll es
sechs mit jeweils 10.000 Dollar verbundene Zusatzpreise geben . Der Hauptpreis
werde nur für Werk vergeben , das ausschließlich für ein eBook geschrieben
worden sei , sagte Brass . Autoren , deren Werke bereits auf Papier
veröffentlicht und erst später digitalisiert wurden , können nur auf einen
Zusatzpreis hoffen . Elektronische Bücher werden nach Ansicht des
Softwareherstellers Microsoft in rund 20 Jahren einen ebenso hohen Stellenwert
wie herkömmliche Bücher haben . " Elektronische Bücher weisen den Weg in die
Zukunft des Lesens und der Veröffentlichungen " , sagte Brass . Auf Grund der
Fortschritte in der Computer-Technologie und des weltumspannenden Internets
werde diese Entwicklung schneller eintreffen , als manche glaubten . Apple nach
Rückschlag optimistisch Apple Computer hat in seinem am 25. September
abgeschlossenen Geschäftsquartal drastische Einbußen bei Umsatz und Gewinn
hinnehmen müssen . Außerordentliche Erträge mitgerechnet , beläuft sich der
Gewinn sogar auf 63 Cents pro Anteil . Das Jahresergebnis hat sich mit 3,61
Dollar pro Aktie gegenüber 2,10 Dollar in 1998 deutlich verbessert . Wesentliche
Gründe für den Einbruch im letzten fiskalischen Quartal waren Lieferprobleme bei
den iBooks infolge des Erdbebens in Taiwan und bei den Ende August angekündigten
G4-Modellen infolge von Fertigungsproblemen beim Prozessorlieferanten Motorola .
Apple reagiert jetzt notgedrungen mit einer Herabstufung der Taktfrequenzen
seiner G4-Modelle : Das Spitzenmodell mit 500 MHz werde erst ab Anfang 2000 zu
haben sein , hieß es . Sehr positiv nahmen Beobachter die Ankündigung auf , dass
IBM im ersten Halbjahr 2000 in die Fertigung der G4-Chips einsteigen wird . Die
Entscheidung für die AltiVec-beschleunigten G4-Chips , mit der Apple sich auf
Motorola als alleinigen Hersteller festgelegt hatte , war von manchen als
strategischer Fehler kritisiert worden . Für die Zukunft verbreitet die
Apple-Führung ungetrübten Optimismus . Die Nachfrage nach den neuen
Produktlinien sei über Erwarten gut , die Versorgung habe man nun im Griff . "
Wir haben Bestellungen für mehr als 250.000 iMacs binnen einer Woche nach der
Vorstellung erhalten und für mehr als 300.000 iBooks seit der Ankündigung Ende
Juli " , sagte Steve Jobs . Finanzchef Fred Anderson fügte hinzu : Die meisten
Wirtschaftsanalysten teilen diese Einschätzung . MacWorld : USB-Allerlei in
Bondi-Blue Peripheriegeräte für den iMac sind neben dem allgegenwärtigen
Kompaktrechner die heimlichen Stars der Messe : Macally bietet einen
iMac-Trackball und eine " klassisch " geformte iMac-Maus ; der kreisrunde
Apple-USB-Nager ist ja vom Handling her nicht jedermanns Sache . Das nützliche
Zubehör wird im Januar fertig , ein Preis steht noch nicht fest . Wer nur zwei
serielle Schnittstellen am iMac nachrüsten möchte , kommt auch mit Keyspans USB
Serial Adapter aus . Imation aus Neuss liefert demnächst sein
120-MByte-"SuperDisk"-Laufwerk auch in einer iMac-kompatiblen USB-Version aus .
Wie alle SuperDisk-Drives liest und beschreibt es auch die herkömmlichen
3,5-ZOLL-HD-Disketten . MacWorld : WAM!Net startet mit Full-Service-Netz WAM!Net
soll damit auch jene Kunden ansprechen , denen die ISDN-Geschwindigkeit selbst
bei Kanalbündelung nicht mehr ausreicht . Die ständige Verfügbarkeit und
absolute Zuverlässigkeit stehen laut WAM!Net dabei im Vordergrund . Um möglichst
viele Unternehmen als Partner zu gewinnen - die Vorteile erschließen sich ja
erst , wenn Absender und Empfänger der Daten an diesem Dienst teilnehmen - ,
lockt WAM!Net derzeit mit einem Einführungsangebot , wobei die monatliche
Grundgebühr von 30 bis 3500 DM für 1999 alle Transfergebühren ( beim derzeitigen
T-Net-Gebührenstand rund 1,20 DM pro MByte ) einschließt . Echelon :
US-Bürgerrechtsgruppen wachen auf Erstmals reagieren US-Bürgerrechtsgruppen auf
das globale elektronische Abhörsystem " Echelon " , das der US-Geheimdienst
National Security Agency ( NSA ) betreibt ( c't 5/98 , S. 82 ) . So hat die Free
Congress Foundation einen detaillierten Report über die Geschehnisse vorgelegt .
Zusammen mit der American Civil Liberties Union und anderen Gruppen will man den
US-Kongreß unter Druck setzen , um eine offizielle Untersuchung des " größten
Überwachungssystems , das jemals etabliert wurde " , einzuleiten . WamS :
Vodafone übernimmt Mannesmann nicht Unter Berufung auf Informationen aus der
Londoner Finanzwelt schreibt die Zeitung , einflussreiche Fondsmanager hätten
nach einem Treffen mit dem Vodafone-Vorstand erklärt , sie würden die feindliche
Übernahme des deutschen Konzerns nicht unterstützen . Sie hätten ihr Nein mit
den mittlerweile exorbitant gestiegenen Preisvorstellungen begründet , da die
Mannesmann-Aktien zuletzt stark zulegen konnten . Am Freitag stieg der Kurs in
Frankfurt um 6,60 auf 185,30 Euro . Vodafone hat nach eigenen Angaben noch keine
Entscheidung über mögliche Akquisitionen getroffen . Hintergrund der möglichen
Übernahmeschlacht ist die Ankündigung von Mannesmann-Chef Klaus Esser , den
britischen Mobilfunkanbieter Orange zu übernehmen und damit seinen Partner
Vodafone auf dem eigenen Heimatmarkt zu attackieren . Bill Gates ist
zurückgetreten In einer überraschend anberaumten Pressekonferenz hat Bill Gates
am Donnerstagabend nach US-Börsenschluß seinen Rücktritt vom Vorstandsvorsitz
der Firma Microsoft erklärt . Der bisherige Präsident Steve Ballmer soll künftig
dieses Amt übernehmen . Gates bleibt Aufsichtsratsvorsitzender des weltgrößten
Softwarekonzerns . Außerdem wolle er sich in Zukunft darauf konzentrieren ,
Chef-Softwarearchitekt von Microsoft zu sein , sagte Gates . Die US-Börsianer
nahmen die Entwicklung positiv auf . Die Microsoft-Aktie legte im nachbörslichen
Handel leicht zu . Für Insider kam die Rücktrittsnachricht nicht völlig
unerwartet . Gates hatte in der Vergangenheit bereits angedeutet , dass er sich
Ballmer als seinen Nachfolger in der Rolle des CEO vorstellen könne . Die Wahl
des Zeitpunktes gibt gleichwohl Anlass zu Spekulationen , nachdem in den
vergangenen Tagen Informationen aus dem US-Justizministerium über eine
beabsichtigte Spaltung des Unternehmens durchgesickert waren . Nach der
Pressekonferenz sagte Gates in einem Interview mit dem Finanzsender CNBC , die
Management-Umbildung habe mit der Kartellklage absolut nichts zu tun : " Worum
es hier geht , ist die Bildung einer neuen Management-Struktur , die es uns
erlaubt , Windows von Grund auf umzugestalten . " Mit der Entscheidung gibt
Gates die Verantwortung für das Tagesgeschäft an den 43 Jahre alten Ballmer ab ,
der seit 1980 bei Microsoft ist und 1998 zum Präsidenten des Unternehmens
berufen wurde . Ballmer , der fünf Prozent des Microsoft-Aktienkapitals besitzt
, ist nach einer Aufstellung des Wirtschaftsmagazins " Forbes " der
viertreichste Mann Amerikas . Gates ist mit 15 Prozent Anteilen der reichste
Mann . Vor der Presse sprach sich Ballmer erneut gegen einen von der Regierung
angestrebten Vergleich aus , der auf eine Aufspaltung des Unternehmens
hinauslaufen würde . Entsprechende Bestrebungen bezeichnete er als "
rücksichtslos und unverantwortlich " . Gates , dessen Unternehmen die weltweite
Computerindustrie seit Jahren dominiert , brach 1973 sein Universitätsstudium
ohne Abschluss ab . Ballmer lernte er als Student an der Harvard University
kennen . Während seiner Studienzeit entwickelte Gates zusammen mit Paul Allen
einen BASIC Interpreter für den MITS Altair . Er verließ Harvard ein Jahr vor
dem Abschluss , um mit Allen Microsoft zu gründen . Microsoft machte 1975 , dem
ersten Jahr nach der Gründung , 16.005 Dollar Umsatz . Die einzigen drei
Angestellten waren Gates , Allen und Ric Weiland . Ballmer kam 1980 von Procter
& Gamble zu Microsoft . Den Coup seines Lebens machte Bill Gates mit der Lizenz
für das Betriebssystem DOS , das er einem Programmierer aus Seattle für 50.000
Dollar abgekauft hatte , für den IBM-PC . Intel verbucht Rekordprofit Nach Abzug
von außerordentlichen Aufwendungen belief sich der Gewinn auf 61 Cents . Im
nachbörslichen Handel zogen die Aktien der Firma kräftig an . Auch der
Jahresabschluss weist Rekordzahlen auf : Der Gewinn lag mit 8,1 Milliarden sogar
um 29 Prozent höher . " Wir sind stolz auf dieses Ergebnis " , erklärte
Intel-Chef Craig Barrett in einem Statement . " In 2000 freuen wir uns auf
kontinuierliches Wachstum in unserem Kerngeschäft mit Mikroprozessoren und auf
die Produktion unseres neuen Itanium-Prozessors zur Jahresmitte . " AMD mit
unerwartet niedrigen Minus Chiphersteller Advanced Micro Devices ( AMD ) hat am
Dienstagabend ( Ortszeit ) deutlich bessere Quartalsergebnisse gemeldet als von
den Analysten erwartet . Die Analysten hatten 50 % höhere Verluste vorausgesagt
. AMD kämpft bei der K6-Fertigung nach wie vor mit Problemen . Die Ausbeute
liegt bei nur zwei Drittel des branchenüblichen Wertes . Im jetzt begonnenen
ersten Geschäftsquartal stehe die Firma mit der Umstellung des
Produktionsprozesses von 0,35- auf 0,25-Mikrometer-Strukturen erneut vor einer
schweren Herausforderung , sagte AMD-Chef Jerry Sanders in einer
Telefonkonferenz . Intel will Lehrer weiterbilden Chip-Hersteller Intel will die
Lehrer lehren , was zeitgemäße Unterrichtsgestaltung ist . Nach dem Schüler-PC
und dem " surfenden Klassenzimmer " hat der Hardware-Gigant ein
Lehrer-Fortbildungsprogramm namens " Intel Lehren " vorgestellt . Die Software
sei ein " weiterer wichtiger Schritt , Informationstechnologie , Internet und
Multimedia in die Schulen zu bringen " , teilte Intel am Montag auf der "
Bildungsmesse 2000 " in Köln mit . Den Lehrkräften werde das richtige
medien-didaktische und technologische Handwerkszeug vermittelt , um ihren
Unterricht zu optimieren . Sie lernten und praktizierten den Einsatz Neuer
Medien in der Schule , beispielsweise das Erstellen von
Multimedia-Präsentationen und -Publikationen und deren Einbindung in den
Unterricht . Außerdem werden die Verwendung von Internet-Suchmaschinen geübt und
eigene Webseiten erstellt . Die Unterrichtsmodelle sollen dann ins Internet
gestellt werden . Schily bildet Task-Force für das Internet Bundesinnenminister
Otto Schily ( SPD ) will mit einer speziellen Eingreiftruppe Sabotage-Angriffe
im Internet abwehren und Maßnahmen zur besseren Bekämpfung vorschlagen . " Die
Sicherheit in der Informationstechnik ist eine Schlüsselfrage für jede moderne
Volkswirtschaft " , betonte Schily am Montag in Berlin . Die Bundesregierung
werde deshalb alle Maßnahmen ergreifen , um diese Sicherheit auch zu
gewährleisten . Staat und Wirtschaft müssten gemeinsam vorgehen . In der neuen
so genannten " Task-Force " sollen Mitarbeiter des Innenministeriums , des
Bundesamtes für die Sicherheit in der Informationstechnik und das
Bundeskriminalamt ( BKA ) zusammenarbeiten . Sie sollen nach Angaben des
Ministeriums Angriffe im Internet auswerten und prüfen , welche Gegenmaßnahmen
geeignet sind . Siehe auch Schilys Cyberwar in Telepolis . " Bündnis für Bildung
" gefordert Nach den Zusagen von Telekom und AOL , den 44.000 deutschen Schulen
kostenlosen Netzzugang zu ermöglichen , müsse jetzt in den Bildungseinrichtungen
auch für ausreichend Computer und die passende Lernsoftware gesorgt werden .
Dazu wolle er alle großen Medienanbieter an einen Tisch holen . " Wenn wir in
Deutschland genügend Computerexperten ausbilden wollen , müssen wir auch die
Schulen entsprechend ausstatten " , sagte Lemke heute in Bonn in einem
dpa-Gespräch . Die Ausbildung der Jugend dürfe " nicht unter den Problemen der
öffentlichen Haushalte in Deutschland leiden " . Daher müssten kreative Modelle
gefunden werden . Lemke : Für den Computer-Unterricht müssten auch die Lehrer
ausgebildet werden . In den nächsten Wochen will Lemke neben der Telekom auch
mit den Firmen AOL , Siemens und IBM sowie mit der Bertelsmann-Stiftung sprechen
. Vor Ort müssten jetzt regionale Netzwerke gegründet werden , damit die
versprochenen Internet-Anschlüsse realisiert würden " und die Computer-Zukunft
der Schulen beginnen kann " . In Bonn beginnt heute eine zweitägige Fachtagung
der Kultusministerkonferenz über die geplante internationale
Schulleistungsuntersuchung PISA . Münchner Forscher entwickeln Atom-Laser
Münchner Forscher haben einen Laser entwickelt , der kein Licht , sondern Atome
aussendet . Es sei zwar noch Grundlagenforschung , aber es gebe sehr viele
Anwendungsgebiete für diese neue Entwicklung . Dazu gehöre auch der
Computerbereich . Mit der neuen Technik seien kleinere Schaltkreise als bei den
heutigen Computern möglich , sagte Bloch . Mobilcom : Wieder Ärger mit
Verbraucherschützern Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat vor dem
Landgericht Flensburg Klage gegen die private Telefongesellschaft Mobilcom
eingereicht . Die Verbraucherschützer werfen Mobilcom nach Informationen der
Berliner Zeitung " Tagesspiegel " vor , daß der Einzelverbindungsnachweis auf
ihren Mobilfunkrechnungen nicht den Anforderungen der
Telekommunikationskundenschutzverordnung genügt . Wenn man diese Informationen
haben wolle , müsse man eine sogenannte Komfortabrechnung verlangen , für die
Mobilcom eine zusätzliche Gebühr von 5,80 DM im Monat fordert . " Wir haben
Mobilcom eine Abmahnung geschickt , konnten uns aber außergerichtlich nicht mit
dem Unternehmen einigen " , sagte die Sprecherin . Aus dem gleichen Grund wurde
auch der Mobilfunkprovider Cellway verklagt . Die Mobilcom hatte kürzlich nach
einer Abmahnung durch den Verbraucherschutzverein ( VSV ) Berlin ihren
umstrittenen Internetzugang zum Pauschaltarif eingestellt . E-Mail für
Steuerfahndung tabu Steuerfahnder dürfen die E-Mail-Korrespondenz eines
Verdächtigen nicht beschlagnahmen , wenn sie nur in elektronischer Form vorliegt
, berichtet die in Würzburg erscheinende Fachzeitschrift " Praxis
Steuerstrafrecht " . Die für eine Beschlagnahmung entscheidenden Paragrafen der
Strafprozessordnung ( Paragrafen 94 ff. StPO ) kennen den Begriff E-Mail nicht
und lassen sich auch nicht sinngemäß anwenden , so die Zeitschrift weiter . Nach
der Rechtslage könnten nur Gegenstände beschlagnahmt werden , aber keine Daten .
Elektronische Post falle außerdem unter den Schutz des Fernmeldegeheimnisses .
Erst in ausgedruckter Form könne die E-Mail beschlagnahmt werden , da sie dann
die Voraussetzungen nach Paragraf 94 erfülle . Auch der Paragraf 100a der
Strafprozessordnung , auf den sich die Steuerfahndung zuweilen berufe , sei
keine geeignete rechtliche Grundlage - von Steuerstraftaten sei dort nicht die
Rede . T-Online-Börsengang eine Zitterpartie Der Börsengang von T-Online wird
für die Deutsche Telekom immer mehr zu einer Zitterpartie . Mit Spannung
erwarten Analysten und Finanzexperten nicht nur den endgültigen Ausgabepreis ,
sondern vor allem die Erstnotierung der Internet-Tochter der Telekom am Montag .
Eine weitere Erfolgsgeschichte wolle die Telekom schreiben , kündigte
Vorstandschef Ron Sommer noch vor zwei Wochen an . Doch das gegenwärtige
Börsenumfeld verheißt nichts Gutes . Im vorbörslichen Handel fiel der Kurs der
Aktie am Freitag erstmals unter den obersten Wert der Preisspanne von 26 bis 32
Euro . Schnelle Zeichnungsgewinne seien bei T-Online kaum zu erwarten , sind
sich Bankberater und Analysten sicher . Auch eine hohe Nachfrage gelte nicht als
Garant für Kurssprünge . In Bankenkreisen wird inzwischen von einer 20fachen
Überzeichnung der T-Online-Aktien gesprochen . Das heißt , viele Privatanleger
werden bei der Zuteilung der Aktien leer ausgehen . Zu welchem Preis die
T-Online-Aktien auf Montag auf den Markt kommen , darüber werden sich die
Telekom und konsortialführenden Banken an diesem Wochenende die Köpfe zerbrechen
. Experten rechnen mit einem Preis am oberen Ende der Bookbuildingspanne . Doch
der Druck auf die Technologie- und Internetwerte im Börsenhandel weltweit könnte
die Telekom dazu bewegen , den Ausgabepreis niedriger anzusetzen . Doch die
Flops bei Internet-Neuemissionen wie Lycos und World Online sitzen der Telekom
im Nacken . Obwohl die Aktien dieser Firmen stark überzeichnet waren , brachen
die Kurse nach der Erstnotierung ein und rutschten weit unter den Ausgabepreis .
Für die Telekom wäre eine ähnliche Entwicklung bei T-Online fast eine
Katastrophe . Schließlich stehen in diesem Jahre noch zwei weitere Börsengänge
bevor : Der Bund will aus seinem bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau
geparkten Bestand einen Teil der Telekom-Aktien platzieren . Und im Herbst soll
die Mobilfunksparte an die Börse kommen . Der Börsenstart sei zwar wichtig ,
aber noch wichtiger sei die langfristige Entwicklung der T-Online-Aktie , macht
sich ein Telekom-Sprecher Mut . Schließlich sei das Unternehmen nicht mit einem
Zockerpapier angetreten . Auch beim ersten Börsengang vor mehr als drei Jahren
hatte es einige Zeit gedauert , bis der Kurs der T-Aktie explodierte . Gerätselt
werden darf noch über die Verteilung der knappen Emission . Dabei ist rund die
Hälfte für Privatanleger reserviert . Möglich sind eine Verlosung , Quotierung ,
ein Mischverfahren oder das First-Order-Prinzip . Schließlich gibt es noch jene
T-Online-Kunden , die an einer Befragung teilgenommen haben . Schwarzer Freitag
an den US-Börsen Zinsängste haben am Freitag den bisher größten Kurssturz der
Geschichte an den US-Wertpapierbörsen ausgelöst . Der Dow Industrial Index
schloss mit einem Verlust von 616 Punkten bei 10.307 , der bereits seit Tagen
heftig fallende NASDAQ Composite brach um 357 Punkte auf 3320 ein . Im
Technikbereich litten insbesondere die Internetwerte . Yahoo und Lycos verloren
zweistellig ; Amazon , die binnen einer Woche bereits 30 Prozent eingebüßt haben
, gaben nochmals leicht nach . Aber auch Intel fiel um fast zehn Prozent ,
Microsoft landete mit 741/8 Dollar auf dem tiefsten Stand seit 52 Wochen . Der
Ausverkauf war ausgelöst worden durch die Bekanntgabe des US-amerikanischen
Consumer Price Index für März . Mit 0,7 Prozent lag die Preissteigerung um 0,2
Prozentpunkte über den Erwartungen . Die Börsianer befürchten nun , dass eine
deutliche Anhebung der Leitzinsen bevorsteht , um Inflationstendenzen
vorzubeugen . Streit um den Rest von Computer 2000 Nach einem zwölfstündigen
Debattenmarathon hat die Hauptversammlung des Computer-Großhandelskonzerns
Computer 2000 am späten Dienstagabend die endgültige Eingliederung in die
US-Mutter Tech Data abgesegnet . Die bereits bestehende gut 99prozentige
Mehrheit von Tech Data an der Computer 2000 AG sicherte erwartungsgemäß den
Übernahmebeschluß . Allerdings wollen verbliebene Einzelaktionäre jetzt vor
Gericht ziehen . Sie kritisierten bei der zeitweise hitzigen Hauptversammlung in
München die Höhe ihrer Abfindung als zu niedrig . Der Einspruch kann den Vollzug
der bis Sommer geplanten Eingliederung verzögern . Die Restaktionäre sollen ihre
Anteile 1:1 in Papiere von Tech Data tauschen oder eine Abfindung von 976 DM
akzeptieren . Mit dem Beschluß der voraussichtlich letzten Hauptversammlung der
Computer 2000 AG soll der führende europäische Computergroßhändler vom
Kurszettel verschwinden . Die Marke bleibe aber vorerst weiter bestehen , hieß
es . Tech Data hatte 1998 die Computer 2000-Mehrheit vom Viag-Konzern übernommen
und dann schrittweise fast alle restlichen Anteile aufgekauft . dmmv gegen
unerwünschte Werbe-EMails Damit vertrete der dmmv eine Position , die die
Selbstbestimmung des Nutzers respektiere und die Akzeptanz von
Email-Werbeaussendungen fördere , heißt es in einer Erklärung des Verbandes vom
heutigen Mittwoch . Der dmmv werde sich im Rahmen der Diskussion um die
Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates über rechtliche Aspekte des
elektronischen Geschäftsverkehrs im Binnenmarkt für die Durchsetzung dieser
Position einsetzen . Die Unterschriftenliste , die mittlerweile über 23.000
Einträge umfaßt , wird am Montag in Brüssel dem zuständigen Ausschuß des
EU-Parlaments überreicht . Die Aktion läuft danach jedoch noch weiter . Siehe
auch " Vom Saulus zum Paulus " in Telepolis . AOL passiert die
17-Millionen-Marke Nach Angaben des Unternehmens verbringen AOL-Kunden im
Schnitt täglich 55 Minuten mit dem Online-Dienst , zehn Minuten mehr als vor
einem Jahr . Damit habe AOL etwa die doppelte Zahl von Nutzern in Spitzenzeiten
wie die amerikanischen Nachrichten-Fernsehsender CNN und CNBC . Apple fährt
satten Profit ein Mit einem Ergebnis von 60 US-Cents pro Aktie hat Apple das
zweite Geschäftsquartal 1999 abgeschlossen , das am 27. März endete . Das vor
zwei Jahren schon für tot erklärte Unternehmen setzt damit seinen Turnaround
fort und übertrifft wieder einmal die Erwartungen der Wall Street , die sich im
Mittel auf 57 Cents beliefen . Auf den Quartalsgewinn aus dem operativen
Geschäft ( Vorjahresquartal 38 Cents ) ist noch ein außerordentlicher Gewinn in
Höhe von 24 Cents pro Aktie aus dem Verkauf von ARM-Aktien zu addieren . Die
Zahl der verkauften Rechner wuchs um 27 Prozent gegenüber dem Vorjahr ; der
Industriedurchschnitt liegt demgegenüber bei 14 Prozent . Überraschend hoch war
wiederum Apples Bruttomarge von 26,3 Prozent in dem vom harten Preiskampf
geprägten PC-Geschäft , in dem jüngst Marktführer Compaq kräftig Federn gelassen
hat . Interim-CEO Steve Jobs kommentierte : " Wir sind sehr erfreut , daß Apple
in seinem sechsten profitablen Quartal in Folge schneller gewachsen ist als die
Industrie . " Zufrieden äußerte sich Jobs auch über den Rekordwert von nur einem
Tag Lagerbestand . iMac jetzt mit 333 MHz Der populäre Homecomputer wird ab
sofort mit einem 333-MHz-Prozessor ( statt bisher 266 MHz ) ausgestattet . Alle
übrigen Ausstattungsdetails und der Preis bleiben unverändert . Auch Cyrix wirft
Intel Patentverletzung vor Einen Tag nach Digital Equipment ( DEC ) hat auch der
Prozessorhersteller Cyrix eine Klage gegen Intel wegen Verletzung von Patenten
erhoben . Es geht dabei um zwei Patente für Power Management und Register
Renaming , die Cyrix erst am Dienstag zugesprochen worden sind . Die Intel-Aktie
hatte bereits unter dem Eindruck der gestrigen Klage von DEC an der Wall Street
mehr als sechs US-Dollar verloren , während das DEC-Papier um zwei Dollar stieg
. Im Wall Street Journal wird ein Industrieberater zitiert , der die DEC-Patente
geprüft habe und den Ansprüchen gute Erfolgschancen einräumt . Intel-Sprecher
Howard High erklärte mittlerweile , Intel sei ohne Vorwarnung von der Klage
überrascht worden und werde sich jetzt mit allen Mitteln verteidigen . Digital
reklamiere Techniken für sich , die von vielen Mikroprozessorherstellern benutzt
würden . Beobachter erwarten , daß die Klage DECs in einen jahrelangen
Rechtsstreit mündet . Marktführer Intel werde keine außergerichtliche Einigung
anstreben , weil er damit anerkennen müsse , keine technische Überlegenheit im
Prozessor-Design zu besitzen . Chemieindustrie steckt 22 Millionen in ihren
Expo-Auftritt Unter dem Motto " Leben ist Chemie " präsentiert sich die Branche
mit einem gemeinschaftlichen Auftritt im Themenpark , teilte die
Expo-Gesellschaft am Freitag in Hannover mit . Der Vertrag sei vor wenigen Tagen
unterzeichnet worden . Der Chemiebeitrag werde als Teil der Ausstellung " Mensch
" zeigen , wie die Menschen im 21. Jahrhundert im Einklang mit der Natur leben
können . In acht computergesteuerten Zügen sollen die Besucher durch eine 280
Meter lange Röhre fahren , die in zweieinhalb Meter Höhe durch die Halle führt .
Eine Kombination aus klassischen Bühnenbauelementen , modernster Multimedia- und
3D-Laser-Technik , aus Temperatur- und Windeffekten sowie Düften werde dabei für
ein Erlebnis sorgen , das alle Sinne des Besuchers anspricht . Neuro-Chip soll
Stimmen erkennen Die Berliner Cortologic AG will mit einem Neurochip zur
Sprachverarbeitung die Steuerung von Computern und Maschinen verändern .
Einsatzbereiche seien Sprachsteuerung , Stimmerkennung , Sprachkompression und
Geräuschunterdrückung . Der Chip sei als Prototyp vorhanden und solle bis Anfang
2000 auf den Markt kommen , teilte das Unternehmen am Freitag in Berlin mit .
Die Cortologic AG war beim bundesweiten Gründungswettbewerb StartUp mit dem
vierten Preis ausgezeichnet worden . Neuro-Chips basieren auf dem Vorbild
neuronaler Netze in Gehirnen und sollen dessen Prozesse simulieren . Der Chip
biete unter anderem die Möglichkeit , Sprache zu komprimieren . Damit ließe sich
die Kapazität der Telefonnetze verzehnfachen . Die Cortologic AG hat bislang 14
Mitarbeiter und strebt für 2002 die Börseneinführung an . Mit der Spielkonsole
gratis ins Internet Spielkonsolenhersteller Sega will ins Internetgeschäft
einsteigen und den künftigen "Dreamcast"-Anwendern europaweit einen freien
Zugang zum Netz ermöglichen . Dazu sei Sega Europa eine Kooperation mit der
Telefongesellschaft British Telecom eingegangen , teilte das Unternehmen in
London mit . Im Startpaket der neuen Konsole , die am 23. September in Europa
auf den Markt kommen soll , seien ein Modem und ein Internetbrowser enthalten .
Der Nutzer trage für den Internetzugang lediglich die Telefonkosten zum
Ortstarif . Sega will E-Mail- und Chat-Dienste anbieten ; später soll die
Möglichkeit zum Einkauf über das Internet hinzukommen . British Telecom stellt
gemeinsam mit anderen europäischen Telefongesellschaften die Internetzugänge .
Mit dem Internetzugang über die Spielkonsole will Sega vor allem Marktführer
Sony und dem Mitkonkurrenten Nintendo Paroli bieten . Sony stellte vor zwei
Monaten gemeinsam mit Toshiba sein künftiges Modell " Playstation II " vor .
Sega arbeitet bei " Dreamcast " , der in Japan bereits auf dem Markt ist , mit
Microsoft zusammen . Samsung-RAM im Warenhaus Jagd auf die Endkunden , die ihrem
PC mehr Speicher verpassen wollen , macht Samsung jetzt mit DRAMs in den
Computerabteilungen von Warenhäusern . Die PC-100-RAM-Bausteine werden als 32 ,
64 und 128 Megabyte-Varianten in Verpackungen ausgeliefert , die in etwa die
Größe einer Videokassette haben . Samsung hofft in erster Linie auf das
Optionsgeschäft : Kunden , die einen Billig-PC erwerben , können gleich die
nötige Speicheraufrüstung mitnehmen . Die ersten Boxen sollen in drei Wochen in
den Verkaufshäusern stehen . Systems 99 mit Internet-TV und SMS-Wecker Die Messe
München erweitert ihr Online-Angebot zur Systems 99 . Alle Karteninhaber
erhalten Zugriff auf einen speziellen Besucherbereich im Web , in dem sie unter
anderem elektronische Visitenkarten mit Terminvorschlägen an Aussteller schicken
können . Ein SMS-Service sorgt dafür , daß kein Termin vergessen wird , und auf
Wunsch klingelt das Handy früh morgens , damit der Messebesucher trotz Feier am
Vorabend nicht den Messetag verschläft . Alle Vorträge werden über RealVideo
live im Internet übertragen und sind anschließend als Video on demand weiterhin
online abrufbar . PalmPilot-Anwender gehen jedoch weiterhin leer aus : Ein
Hallenplan mit Ausstellerübersicht nach CeBit-Muster sei nicht geplant , teilte
die Messegesellschaft mit . Apple weit im Plus Mit dem siebten positiven
Quartalsanschluß in Folge hat Apple Computer das Verlierer-Image endgültig
abgestreift . Während die Wertpapier-Analysten im Mittel einen Gewinn in Höhe
von 64 Cents pro Aktie vorausgesagt hatten , schloß die Firma ihr drittes
fiskalisches Quartal mit 69 Cents aus dem laufenden Geschäft ab . Hinzu kommen
außerordentliche Erträge von 51 Cents aus dem Verkauf von ARM-Aktien . CEO Steve
Jobs zeigte sich erfreut und kommentierte : Apple hat in diesem Quartal
insgesamt 40 Prozent mehr Rechner abgesetzt als vor einem Jahr . Die
Brutto-Marge stieg auf 27,4 Prozent und ist damit die mit Abstand höchste in der
gesamten PC-Branche . 500 Millionen davon will die Firma jetzt für einen
Aktienrückkauf ausgeben ; ein Rückkauf führt in der Regel zu einem Kursanstieg .
Ein Ende von Apples " Aufstieg aus der Asche " ist nicht abzusehen . Im
Mittelpunkt des Interesses steht das Low-Cost-Notebook , das vermutlich den
Namen " iBook " tragen wird . Es soll neben iMac , G3 und Powerbook die vierte
Säule von Apples Produktstrategie bilden . Branchenkenner erwarten bei einem
Preis von unter 1500 Dollar einen ähnlichen Verkaufserfolg wie beim iMac . In
einer Telefonkonferenz mit Analysten kündigte Apple signifikante Steigerungen
bei Umsatz und Verkaufszahlen für das Weihnachts-Quartal an . Alle vier
Produktlinien würden dann in großem Volumen am Markt sein . Auch MSN lockt mit
"Gratis"-PC Wie ZDNet berichtet , erhalten Neukunden , die mit MSN einen
Dreijahresvertrag über den Internet-Zugang für monatlich 17,99 US-Dollar
abschließen , als Zugabe einen PC mit 400-MHz-Prozessor . Ähnliche Angebote gibt
es in den USA bereits von AOL , eMachines und Micron . MP3.com löscht DeCSS-Song
Dichterische Freiheit oder Verletzung von Firmengeheimnissen ? Beim Text des
DeCSS-Songs geht der Online-Musikdistributor MP3.com vorsichtshalber von
letzterer Sichtweise aus . Man habe das Gefühl gehabt , dieser Schritt liege im
Interesse von MP3.com , erklärte eine Firmensprecherin dem Online-Dienst
News.com . Schließlich liege bereits eine gerichtliche Verfügung vor , die der
Hacker-Website 2600.com die Verbreitung des DeCSS-Codes verbietet . Die Motion
Picture Association of America ( MPAA ) hat diverse Klagen angestrengt , um die
Verbreitung des Hacker-Tools zu unterbinden , mit dem sich digitale Kopien
geschützter DVD-Videos anfertigen lassen . In einer E-Mail an den Songschreiber
begründet MP3.com das Löschen mit der Natur des Textes . Dieser sei " anstößig
oder in anderer Weise unangemessen " , heißt es in dem offenbar vorgefertigten
Textbaustein . Wecker sieht das natürlich anders : " Es ist illegal , ein
urheberrechtlich geschütztes Gedicht zu kopieren " , kommentierte er gegenüber
dem Online-Dienst . Siehe auch MP3.com nimmt DeCSS-Song vom Netz - if that 's
okay in Telepolis . Zehn Millionen für neuen Zentralrechner an RWTH Aachen Das
erklärte am Donnerstag Ministerin Gabriele Behler . Der mehr als zehn Jahre alte
Rechner werde laufenden und künftigen Forschungs-Projekten nicht mehr gerecht .
Per Rechnerverbund sollen auch alle anderen Wissenschaftler in NRW das
Hochleistungsgerät nutzen können . Razzia gegen Pädophile in Dänemark Die
dänische Polizei hat am frühen Donnerstagmorgen bei einer landesweiten Razzia in
37 Privatwohnungen zahlreiche pornografische Bilder von Kindern sicher gestellt
. Wie ein Fahndungssprecher in Odense mitteilte , wurde die Aktion nach der
Verhaftung eines Mannes im Mai möglich . Danach habe man Kenntnis von etwa 350
E-Mail-Adressen erhalten , über die pornografische Bilder von missbrauchten
Kindern ausgetauscht oder verkauft worden seien . Nach derzeitigem
Fahndungsstand könne man noch nicht von der Enttarnung eines Pädophilenringes
sprechen , hieß es weiter . Computermaus-Erfinder zu Gast bei " Net.ObjectDays
2000 " Die internationale Software-Szene trifft sich im Oktober in Erfurt . Zu
dem Kongress " Net.ObjectDays 2000 " vom 9. bis 12. Oktober auf dem Messegelände
werden bis zu 1000 Teilnehmer , 200 Referenten sowie Aussteller aus der
IT-Branche erwartet , teilten die Veranstalter am Donnerstag in der Thüringer
Landeshauptstadt mit . Zu den Gästen der viertägigen Tagung gehörten der
Erfinder der Computer-Maus , Alan Kay , und die Software-Entwicklerin Adele
Goldberg . Thüringen sei wegen der aufstrebenden Software-Industrie vor allem in
Jena und Ilmenau als Tagungsort ausgewählt worden , sagte Projektleiter Henri
Bibow . Geplant sind mehr als 150 Fachvorträge sowie eine Ausstellung , zu der
sich bisher etwa 50 Firmen angemeldet haben . Dazu gehören die Jenaer Intershop
AG , Sun Microsystems und IBM Deutschland . Der Kongress dient vor allem dem
Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen Software-Entwicklern ,
IT-Spezialisten und Wissenschaftlern über künftige Anwendungsmöglichkeiten von
Programmiersprachen wie Java . Nach Angaben von Bibow ist die Resonanz von
IT-Studenten vor allem von Thüringer Hochschulen jedoch gering . " Bisher haben
sich mehr Teilnehmer aus dem Ausland als aus Thüringen angemeldet " , sagte der
Projektleiter . Für junge Software-Firmen aus dem Freistaat soll die geplanten
Schau " Software-Land Thüringen " die Chance bieten , auf sich aufmerksam zu
machen . Ausstellungsfläche sei für sie reserviert worden . Unterstützt und
gefördert werde der Kongress von Unternehmen wie Sun und Intershop sowie vom
Thüringer Wirtschaftsministerium . Lucent-Betriebsrat lehnt Sozialplan ab Der
Betriebsrat des finanziell angeschlagenen Telekom-Ausrüsters Lucent Technologies
in Nürnberg lehnt einen vom Vorstand vorgelegten Sozialplan ab . Die geplanten
Abfindungen in den niederländischen Werken seien drei Mal so hoch wie im
Sozialplan für Deutschland vorgesehen , sagte Betriebsrats-Chef Reynaldo Zavala
am Freitag in Nürnberg . Mehr als 700 Stellen sind in Nürnberg wegen der Krise
im amerikanischen Mutterkonzern gefährdet . Kripo rät zu Strafanzeige gegen CVB
Die Kriminalpolizei hat das Bankkonto der umstrittenen Lindauer Versandfirma CVB
" eingefroren " , nachdem deren Inhaber Alexander Boch auch nach mehreren Wochen
noch nicht von einer Auslandsreise zurückgekehrt war . Boch hält sich nach
Angaben seiner Mutter Wassilka Boch seit dem 20. August in Bulgarien auf , um
dort Ware einzukaufen , die ihm " von einer großen Firma " weit unter den
üblichen Marktpreisen angeboten worden sei ( siehe auch Bericht in c't 10/96 ) .
Auf dem Bankkonto befindet sich nach Angaben des ermittelnden Beamten " eine
Menge Geld " . Wer bei CVB Waren bestellt und Geld in bar beigefügt oder
überwiesen hat , sollte zur Sicherung seiner Ansprüche vorsorglich Anzeige wegen
Betrugsverdachts erstatten - so die Empfehlung der Lindauer Kripo . Die
Anschrift der Dienststelle lautet : Kriminalpolizei Lindau Ludwig-Kick-Strasse
20 88131 Lindau Fünfeinhalb Jahre für Kinderporno-Produzenten Unter anderem
wegen des schweren sexuellen Missbrauches von Kindern ist ein 43-jähriger Mann
aus Rudolstadt zu einer Haftstrafe von fünf Jahren und sechs Monaten verurteilt
worden . Das Landgericht Gera sah es am Dienstag auch als erwiesen an , dass der
weitgehend geständige Mann Bilder seiner Tochter im Internet verbreitet hatte .
Das Urteil sei bereits rechtskräftig , sagte ein Justizsprecher .
PC-Abschreibung wird vielleicht auf ein Jahr verkürzt Ein entsprechender Vorstoß
sei aus dem Wirtschaftsministerium gekommen , erfuhr die Deutsche Presse-Agentur
( dpa ) aus Regierungskreisen . Grünen-Finanzsprecherin Christine Scheel
bestätigte auf Anfrage indirekt : " Die Abschreibungsdauer für PCs soll so kurz
wie möglich sein . " Außerdem wolle man jetzt " die Dinge im Zusammenspiel mit
den Ländern vorantreiben " und eine neue gesetzliche Grundlage für die
Afa-Tabellen ( Abschreibung für Abnutzung ) schaffen . Danach sollten auch
betriebs- und volkswirtschaftliche Kriterien neben der rein technischen
Nutzungsdauer in die Fristen für jedes Gut einfließen . Dies hatten auch Länder
wie Bayern verlangt , nachdem der Münchner Bundesfinanzhof ( BFH ) eine
Aktualisierung der technischen Nutzungsdauer - derzeit die einzige Grundlage -
verlangt hatte . Nach Angaben aus Koalitionskreisen ist auch Finanzminister Hans
Eichel eingeschaltet . Die Überlegungen passten in die internationale
IT-Initiative von Bundeskanzler Gerhard Schröder ( SPD ) . Im Interesse der
Zukunftsgestaltung würde eine Abschreibungsfrist von nur einem Jahr die
Steuerbelastung der Gewinne rasant drücken . Damit würde Geld frei , um
Neuentwicklungen am Markt schneller mitmachen zu können . Auf Basis der jetzigen
Überlegungen wird in Berlin damit gerechnet , dass in der nächsten
Finanzministerkonferenz am 26. Oktober ein Durchbruch erzielt werden kann . Bei
sonstigen Waren werde es dennoch zumeist zu Verlängerungen der steuerlichen
Nutzungsdauer kommen . Medienfusion Vivendi/Seagram in Brüssel genehmigt Die
EU-Kommission hat die Fusion des französischen Mischkonzerns Vivendi mit der
Getränke- und Unterhaltungsgruppe Seagram mit Auflagen gebilligt . Vivendi werde
für das grüne Licht seinen 23-Prozent-Minderheitsanteil an dem britischen
Bezahlfernseh-Unternehmen BSkyB abgeben , teilte die Kommission am Freitag in
Brüssel nach einer sechswöchigen Standardprüfung mit . Üblicherweise dauern
Wettbewerbsprüfungen dieser Größenordnung in Brüssel deutlich länger . Brüssel
sorgte sich vor allem , dass die mehrheitliche Vivendi-Tochter Canal Plus ihre
beherrschende Stellung in vielen EU-Ländern noch ausbauen könnte . Um dieses zu
verhindern , sollen Produktionen und Ko-Produktionen der
Seagram-Unterhaltungstochter Universal auch anderen TV-Gesellschaften zur
Verfügung gestellt werden . Canal Plus ist bereits das größte europäische
Unternehmen im Bezahlfernsehen . Um eine beherrschende Stellung bei Musik im
Internet zu verhindern , wird Universal Music die Vivendi-Internet-Plattform
Vizzavi nicht ausschließlich bedienen . BSkyB hat laut Kommission Verbindungen
zu Fox , einem großen US-Filmstudio . LetBuyIt.com legt Berufung gegen
Co-Shopping-Urteil ein Das am Freitag verkündete Urteil des Landsgerichts
Hamburg gegen den Co-Shopping-Anbieter LetsBuyIt.com wird nicht rechtskräftig .
Das Unternehmen kündigte Berufung an . " Wir werden in Deutschland weiterhin
CoShopping betreiben " , sagte die Justiziarin der LetsBuyIt.com Deutschland
GmbH , Romy Hochwald , nach der Verhandlung . LetsBuyIt.com wünsche " eine
endgültige Klärung in der Sache " , so Hochwald : " Wenn nötig , werden wir über
die Rechtmäßigkeit unseres Co-Shopping-Modells den Bundesgerichtshof in
Karlsruhe entscheiden lassen . " Das Co-Shopping hat sich zu einer Variante des
Online-Einkaufs entwickelt , die im Internet von mehreren Unternehmen angeboten
wird . Käufer schließen sich dabei zu Gruppen zusammen , die Mengenrabatte
eingeräumt bekommen . Je mehr Käufer sich finden , desto billiger wird das
Produkt . Diese Rabatte stoßen jedoch bei Konkurrenten und Kontrollbehörden auf
Widerstand . Dreh- und Angelpunkt der Rechtsstreits ist das im internationalen
Vergleich eng gehaltene deutsche Rabatt- und Wettbewerbsrecht . Das Landgericht
Hamburg sah das Verkaufsmodell der am Neuen Markt notierten Firma als Verstoß
gegen das deutsche Rabattgesetz und das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb an .
Mit dem Urteil ( AZ 416 O 209/00 ) schlossen sich die Richter der Auffassung der
klagenden Konkurrentin cnited AG an . Diese hatte bereits zwei Wochen vor dem
Börsengang von LetsBuyIt.com im Juni eine einstweilige Verfügung gegen das
Unternehmen erreicht , die aber vom Oberlandesgericht Hamburg im August wieder
aufgehoben wurde . Im so genannten Hauptsacheverfahren haben die Richter nun
erneut gegen die Schnäppchenkäufe entschieden . Am Donnerstag hatte das
Landgericht Köln einer Klage der Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs
entsprochen und der Metro-Tochter PrimusOnline den Betrieb des
Co-Shopping-Angebots RTL-Primus-Power untersagt . Auch PrimusOnline hat Berufung
angekündigt . Neue Spekulationen um Windows-2000-Termin Die Zeitschrift will
erfahren haben , daß Microsoft sein neues Betriebssystem-Flaggschiff nicht noch
in diesem Jahr , wie zuletzt vermutet und angeblich mehrfach von
Microsoft-Offiziellen zugesagt , sondern erst im Februar 2000 auf den Markt
werfen wird . Eine offizielle Stellungnahme aus Redmond gibt es nicht .
Microsoft soll Vertriebspartnern mitgeteilt haben , man habe keine Eile mit der
Markteinführung des NT-4-Nachfolgers . Der dritte Release Candidate sei von
Oktober auf November verschoben worden , und die Kompatibilität mit vorhandenen
Applikationen liege laut Angaben eines Microsoft-Managers noch um 15 Prozent
hinter den Erwartungen zurück . Die neuen Termin-Spekulationen schaffen freilich
keine neue Situation , sondern widersprechen lediglich den ebenso ungesicherten
vorletzten Gerüchten . Schon im August war der jetzt kolportierte Zeitplan in
Insiderkreisen als der wahrscheinlichste gehandelt worden . Einzige kleine
Änderung : Die Windows Trade Show in San Francisco , die als guter Rahmen gilt ,
findet nicht Ende Januar , sondern erst im Februar statt . Intel kauft
Mobilfunk-Spezialisten Dies gab Intel in Santa Clara am Donnerstag bekannt . Die
DSP-Aktionäre sollen 36 Dollar je Aktie erhalten . Globaler Chipmarkt wächst
rasant Diese Prognosen gab die US-Marktforschungsfirma Dataquest am Donnerstag .
Der Chipabsatz wird vor allem vom Kommunikationssektor , der
Verbraucherelektronik und von der PC-Sparte angetrieben . Sie repräsentieren
laut Dataquest rund zwei Drittel der Chipnachfrage . Hinzu kommt die
Autoelektronik als weiterer wichtiger Bereich . Die explosionsartig wachsende
globale Kommunikation , persönliche Mobilität und der ECommerce sind die
wichtigsten Trends für die Halbleiterbranche . 35 Milliarden für
Telekom-Kabelnetz im Gespräch Dies berichtete die " Süddeutsche Zeitung " in
ihrer Freitagausgabe unter Berufung auf zuverlässige Quellen des
Telekom-Mehrheitseigentümers Bund . Der Verkauf des Kabelnetzes bekomme damit
jedoch eine erhebliche politische Dimension , weil auf diese Weise ein
wesentlicher Teil der deutschen Telekommunikations-Infrastruktur von
ausländischen Netzbetreibern übernommen würde , zitiert die Zeitung Kreise der
Bundesregierung . Bei der jetzt abgeschlossenen ersten Runde des
Bieterverfahrens habe sich herausgestellt , dass insbesondere einige US-Konzerne
den Kauf von Teilen des TV-Kabelnetzes als Einstieg in den deutschen
Telekommunikationsmarkt betrachteten und dafür Höchstpreise zahlen wollten , bei
denen deutsche Mitbewerber wie insbesondere die beiden Telekom-Konkurrenten
Mannesmann und Viag nicht mehr mithalten konnten oder wollten . Pentium-PCs erst
im Januar kaufen Wer die Neuanschaffung eines Pentium-PCs plant , sollte damit
besser noch einige Wochen warten . Hersteller Intel werde am 8. Januar eine neue
Pentium-Generation mit deutlich verbesserter Leistung auf den Markt bringen ,
berichtet c't in Ausgabe 12/96 . Offenbar produziert Intel die neuen Chips
bereits seit mehreren Wochen auf Halde . Man muß jetzt in dieser Leistungsklasse
ohnehin mit Lieferzeiten von vier bis sechs Wochen rechnen . Intels neue
Pentium-Typen , die "MMX"-Prozessoren , sind besonders für
Multimedia-Anwendungen optimiert . Aber auch Standard-Anwendungsprogramme laufen
um 10 bis 15 Prozent schneller . Allerdings sind die Motherboard-Hersteller
unzureichend auf die neue Chip-Generation vorbereitet . Im c't-Test arbeiteten -
entgegen den Herstellerangaben - 14 von 26 Hauptplatinen aus neuester
Entwicklung nicht korrekt mit den MMX-Prozessoren zusammen . Wenn im Januar die
ersten Systeme mit den schnelleren Chips auf den Markt kommen , sollte man diese
Angebote also vor einem eventuellen Kauf sorgfältig prüfen . Keine Einigung
zwischen Apple und Be Die Gespräche zwischen Apple und Be über einen Kauf sind
offenbar ins Stocken geraten . Nach amerikanischen Quellen liegen die
Preisvorstellungen der beiden Parteien so weit auseinander , daß die
Verhandlungen darüber vielleicht vollständig scheitern werden . In den
vergangenen Wochen war spekuliert worden , daß Apple das moderne BeOS zur Basis
des künftigen MacOS machen wolle ( siehe Bericht in c't 12/96 ) . Den Anlaß zu
dieser Erwartung hatte unter anderem Apple-Chef Gilbert Amelio in einem
Interview geliefert , als er im Gegensatz zur bisherigen Copland-Strategie ein
völlig neu konzipiertes Betriebssystem in Aussicht stellte . Außerdem wurde
bekannt , daß Apple mit Be in Verhandlungen eingetreten war . Inzwischen
relativierte Apples Pressestelle jedoch in einer offiziellen Erklärung die
Aussagen Amelios . Während Entwickler und Macintosh-Enthusiasten die Aussicht
auf einen radikalen Wechsel größtenteils begrüßten , betont Apple die
Verpflichtung , die Kompatibilität zur vorhandenen Basis zu wahren . Panne bei
c't-Abos Eine Meldung in eigener Sache : Aufgrund eines EDV-Fehlers der
Abonnementverwaltung sind einige c't-Abonnenten doppelt mit der Heftausgabe
12/96 beliefert worden , andere dagegen gar nicht . Der Verlag bedauert diese
Panne sehr und wird den Abonnenten , die kein Heft erhalten haben , eine
Gutschrift auf den Abonnementpreis in Höhe von 10 DM erteilen . Die von dem
Fehler betroffenen Abonnenten werden darüber brieflich informiert . Die
Gutschrift ist verbunden mit der Bitte , das fehlende Heft 12/96 ausnahmsweise
am Kiosk zu kaufen . AMD liefert die ersten K6-Prozessoren AMD hat jetzt mit der
Auslieferung von Muster des lang erwarteten K6-Prozessors an einige
Board-Entwickler begonnen . Er soll mit Intels PentiumPro konkurrieren und
bietet - wie die MMX-Pentiums des Marktführers - spezielle Optimierungen für
Multimedia . Mit der Auslieferung in Stückzahlen sei am Ende des ersten Quartals
oder im zweiten Quartal 1997 zu rechnen , sagte ein AMD-Sprecher . Der K6 soll
Sockel-kompatibel mit Intels Pentium sein , so daß er eventuell als
Upgrade-Prozessor in Betracht kommt . Er besitzt einen First Level Cache von 64
KByte Größe und eine im Vergleich zum Pentium überlegene Architektur . Bill
Gates eröffnet die Comdex Microsoft-Chef Bill Gates hält heute um 19 Uhr (
Ortszeit ) die Keynote zur Eröffnung der Computermesse Comdex in Las Vegas . Die
Herbst-Comdex ist die wichtigste US-Computermesse und gilt als bedeutender
Indikator für die Trends des kommenden Jahres . Prozessorhersteller AMD will
nach US-Presseberichten auf der Comdex ein Referenzdesign präsentieren , nachdem
der Hardwaregigant Intel bereits bei früheren Gelegenheiten Prototypen
vorgeführt hatte . PC-Hersteller wie Compaq , IBM , Dell und Gateway haben
mittlerweile entsprechende Produkte entwickelt . Ein anderer Schwerpunkt der
Messe werden Lösungen für den Internet-Empfang auf mobilen Geräten sein .
Etliche Aussteller haben Produkte im Angebot , die den Internet-Empfang ohne
einen PC möglich machen . Mit Spannung werden außerdem Details zu Windows 2000
erwartet . Der NT-Nachfolger soll am 17. Februar auf den Markt kommen und gilt
als das größte kommerzielle Softwareprojekt der Welt . Wegen seiner Komplexität
musste der Verkaufsstart mehrfach verschoben werden . Nun doch : Vodafone will
Mannesmann kaufen Mannesmann-Chef Esser hat der Tageszeitung " Die Welt " (
Montagausgabe ) bestätigt , dass Vodafone den Aktionären der Mannesmann AG am
Wochenanfang ein Angebot zur Übernahme sämtlicher Aktien unterbreiten wolle .
Vodafone-Chef Chris Gent habe ihn am Sonntagabend in einem langen Gespräch von
der bevorstehenden Übernahme offiziell unterrichtet . Die näheren Konditionen
sollten in Kürze bekannt gemacht werden . In dem Interview der " Welt " zeigte
sich Esser fest entschlossen , " die feindliche Attacke abzuwehren " . Er sagte
: " Ich bin ziemlich sicher , dass das feindliche Übernahmeangebot von Vodafone
zum Scheitern verurteilt ist . " Neues QuickTime-Plug-In für Web Browser Apple
bietet eine neue Version von QuickTime als Plug-In für die populären Web Browser
von Netscape und Microsoft an ; damit wird die Wiedergabe von Audio- und
Videosequenzen ermöglicht . Die Version 1.1 für Windows oder MacOS liegt auf
http://quicktime.apple.com zum kostenlosen Download bereit . Palm wird
selbständig Der PDA-Marktführer Palm Inc. will sich im Februar von der
Mutterfirma 3Com lösen und danach als selbständiges Unternehmen an die Börse
gehen . Red Hat wirft weitere Aktien auf den Markt Die Firma , die im August
1999 als erstes Linux-Unternehmen an die Börse gegangen war , will den Erlös als
Betriebskapital und zur geographischen Expansion verwenden . Auch einige
Großaktionäre , darunter der Aufsichtsratsvorsitzende Robert Young und der
Präsident und CEO Matthew Szulik , haben den beabsichtigten Verkauf von Aktien
bei der Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission angemeldet . Das Red
Hat-Papier , das im August für 14 Dollar ausgegeben worden war , hat bereits
einen 2:1-Split hinter sich und schloss am Freitag mit 132,25 Dollar . Linux nun
auch für Nur-Anwender geeignet Auch reine Anwender ohne Programmier-Ambitionen
dürften mit der Installation zurechtkommen . Ganz so problemlos wie Windows
lässt sich Linux auf dem Desktop jedoch nicht an . Dabei ist das eigentliche
Betriebssystem , der Linux-Kernel , bei verschiedenen Distributionen quasi
dasselbe . Deutliche Unterschiede gibt es hingegen beim Installationsprogramm ,
der Vorkonfiguration des Systems sowie bei Umfang und Integration der
mitgelieferten Anwendungen - kurzum , all dem , was aus einem nackten Linux eine
Distribution macht . c't testete die vier aktuellen Distributionen Caldera
OpenLinux 2.3 , Corel Linux OS 1.0 , Red Hat 6.1 und SuSE 6.3 hinsichtlich
dieser Kriterien . Die einfachste Installation für den Anwender bietet Corel .
Allerdings lässt diese Distribution dem Anwender die geringste Auswahl an
Anwendungen und nur wenige Möglichkeiten der individuellen Systemanpassung . Das
Linux von SuSE hingegen ist nicht so einfach auf die Festplatte zu bringen ;
verlässt man sich auf die Vorgaben des Installationsprogramms , erhält man ein
kaum brauchbares System ohne Online-Hilfe und Drucksystem . Dafür glänzt die
Distribution mit einer guten Anpassung an deutsche Verhältnisse , dem besten
Handbuch und einer konkurrenzlosen Software-Auswahl . Einen runden Eindruck
hinterlässt Calderas OpenLinux , das als einziges die gesamte Hardware des
Testsystems erkannte und optimal konfigurierte . Bei einem Minimum an
Benutzereingaben erhält man ein sehr gut eingerichtetes System . Apple meldet
angekündigten Gewinn Am Mittwochabend ( Ortszeit ) hat Apple Computer seine
Quartalsbilanz für das im Dezember beendete Geschäftsquartal bekanntgegeben . Er
erwarte im nächsten Quartal eine weitere Kostenminderung . Die Zahl der
verkauften Einheiten ist gegenüber den vorangegangenen Quartal von 700.000 auf
635.000 gefallen . 21 Prozent davon entfielen auf die neuen G3-Modelle , 11
Prozent auf Notebooks . Anderson betonte , das jetzt begonnene zweite
Geschäftsquartal bringe Apple traditionell schwache Umsätze . Eine
Umsatzsteigerung sei daher erst für die im September und Dezember endenden
Quartale zu erwarten . Von dem Ende der MacOS-Lizenzierung für Motorola und
Power Computing habe Apple bisher noch nicht profitiert , weil beide Firmen ihre
Bestände zu Diskount-Preisen liquidiert hätten . Die vorgelegten Zahlen ließen
aufgekommene Gerüchte über eine angeblich geschönte Bilanz sofort verstummen .
Die Zeitung zitiert auch den angesehenen Börsenfachmann Daniel Kunstler von
Morgan Securities mit der Aussage , er halte das von Apple angestrebte
Geschäftsmodell für tragfähig . Andere Beobachter äußersten sich demgegenüber
sehr skeptisch . Die positive Bilanz sei nur durch den scharfen Sparkurs
erreicht worden und nicht durch Wachstum auf der Einnahmeseite . Immerhin
scheint der Umsatzrückgang jetzt gestoppt zu sein , denn das Berichtsquartal
liegt etwa gleichauf mit den drei vorangegangenen - kein schlechtes Zeichen in
Anbetracht der reduzierten Produktpalette , die derzeit nur mittlere und
gehobene Preisklassen bedient . Mit dem anscheinend geplanten Einstieg in den
1000-Dollar-Markt könnte die Firma ihre Marktanteile wieder ausweiten . Intel
zeigt Pentium IV mit 1500 MHz Das Intel Developer Forum ( IDF ) in Palm Springs
begann heute mit einem Paukenschlag : Intel demonstrierte einen frühen
Prototypen des 32-bittigen Pentium-III-Nachfolgers ( Codename Willamette ) , der
mit 1,5 GHz Taktfrequenz aufwarten konnte . Willamette besitzt einen erweiterten
ISSE-Befehlssatz : 128-Bit-MMX statt 64 Bit , und die SIMD-Einheit für
Gleitkomma wurde auf zwei Double-Precision-Units erweitert . Die Befehlspipeline
des Willamette ist mit 20 Stufen doppelt so lang wie beim Pentium III und kann
mit doppeltem Takt arbeiten . Der Prozessor soll gegen Ende des Jahres auf den
Markt kommen . Daneben zeigte Intels Microprocessor-Chef Albert Yu
Gigahertz-Systeme von HP und IBM , die mit dem Pentium III Coppermine bestückt
sind und " ready for marketing " sein sollen ( 900 MHz in der ersten , 1GHz in
der zweiten Jahreshälfte 2000 ) . Acht Systemhäuser präsentierten ihre
64-Bit-Itanium-Systeme , die auf der CeBIT erstmals in der breiten
Öffentlichkeit zu sehen sein werden . Für Low-Cost-Systeme will Intel in der
zweiten Jahreshälfte Timna herausbringen - einen Chip , der Celeron-CPU ,
3D-Grafikcontroller und North-Bridge integriert . Zum IDF im kalifornischen Palm
Springs haben sich über 3000 Teilnehmer registriert . In der Keynote Show zur
Eröffnung betätigte sich Intels Ex-CEO Andy Grove als Talkmaster und interviewte
die Chefs erfolgreicher Internet-Startups , wie Google , e-toys und commerce one
. Alle benutzen für ihre Server natürlich Intel-Systeme und freuen sich schon
auf viel mehr Performance . Teurer Rambus bleibt Intels erste Wahl Intel will am
Rambus als der zukünftigen Speichertechnik für Desktopsysteme festhalten .
Allerdings räumte der Hardwaregigant auf den Developer Forum in Palm Springs
erstmals ein , dass für den Server-Bereich auch DDR-SDRAM als Alternative zu
RDRAM vorgesehen ist . Bisher kommt der Einsatz von Rambus-Speichern den
Anwender sehr teuer und zeigt keinen überzeugenden Leistungszuwachs . Die
RAM-Experten hoffen , dass sich die OEM-Preise für Rambus-Speicher zum
Jahresende nur noch auf etwa dem doppelten Wert der SDRAM-Preise bewegen werden
. Intel hat einen " Award " für " Ease of Use PCs " ausgelobt , und die ersten
beiden Preisträger nannte der Chef der Desktop-Abteilung , Pat Gelsinger , auf
der Eröffnungsveranstaltung des Intel Developer Forum in Palm Springs : Compaq
Easy PC 2000 und Dell WebPC . Sie sollen sich besonders leicht installieren
lassen . Auch auf serielle und parallele Schnittstellen wird verzichtet ; deren
Aufgabe übernehmen USB-Ports . Multimedia-Board kodiert MPEG-2 in Echtzeit ATI
will auf der CeBIT'99 mit der All-in-Wonder 128 MPEG-2-Kompression in Echtzeit
demonstrieren . Die All-in-Wonder 128 ist eine Grafikkarte auf Basis des
Rage-128-Chips , die zusätzlich Video-Eingänge und einen TV-Tuner enthält . Sie
soll mit 16 MByte SDRAM 499 DM kosten . Inwieweit die DVD-Beschleunigungsstufen
des Grafikchips für die Kompression ausgenutzt werden oder ob man dazu einen
Dual-Pentium-III-Rechner einsetzen muß , ist noch nicht bekannt . Das
komprimierte Video hat eine Bildrate von 25 fps . Die Auflösung liegt mit
640x480 Bildpunkten deutlich oberhalb der 384x288 Bildpunkte des
MPEG-1-Standards . Die Demonstration in Halle 9 am Stand A58 findet allerdings
hinter dem Vorhang statt und ist nur für Journalisten gedacht - also hartnäckig
nachfragen . 3D-Brille für Gamer Mit 3D-Revelator richtet sich Elsa an die Fans
von 3D-Spielen . Die LCD-Shutter-Brille benötigt keine speziellen
Spieleversionen , sondern soll mit allen gängigen 3D-Spielen zusammenarbeiten .
Die 3D-Ansicht wird erst vom Grafikkartentreiber durch Analyse des Bildinhaltes
erzeugt . Die Brille ist in einer Kabel-Version über den Elsa-Online-Shop zum
Einführungspreis von 69 DM erhältlich , danach soll sie 99 DM kosten . Eine
Version mit Infrarot-Steuerung ist dagegen auch im Handel zu einem Preis von
voraussichtlich 149 DM erhältlich . Die 3D-Revelator ist auf die
Elsa-Grafikkarte Erazor II abgestimmt . Zur Zeit sind Anpassungen für die
Victory II und die Erazor III in der Entwicklung . RWE : Telefonieren im
Stromnetz kommt Ende 2000 Das Telefonieren über das Stromnetz soll nach Angaben
des Energiekonzerns RWE schon Ende 2000 serienreif sein . Der Prototyp solle im
Frühjahr kommenden Jahres vorgestellt werden , sagte Hartmut Schilling ,
Projektkoordinator der RWE AG . In naher Zukunft würden Gespräche mit der
zuständigen Behörde über die Frequenzen geführt . Schilling dementierte einen
Bericht des Hamburger Nachrichtenmagazins " Spiegel " , wonach sich die
Entwicklung verzögere , weil die von RWE verwendete Frequenz den Polizeifunk
störe . Die bisher getestete Frequenz liege weit außerhalb dieses Bereichs . Der
Aufwand vor der Inbetriebnahme sei allerdings relativ groß , weil Trafostationen
umgerüstet und die Haushalte mit digitalen Geräten ausgestattet werden müßten .
Mehrheit vertraut auf Erfolg der T-Online-Aktie Eine Mehrheit von 59 Prozent der
Deutschen ist davon überzeugt , dass die T-Online-Aktie ein Erfolg wird . Das
ermittelte das Bonner Meinungsforschungsinstitut " dimap " in einer
repräsentativen Umfrage unter 1100 Personen für die Bild-Zeitung und den
Mitteldeutschen Rundfunk . Jüngere Befragte im Alter zwischen 18 bis 29 Jahren
glauben sogar zu 77 Prozent an einen Erfolg der T-Online-Aktie . Nur 23 Prozent
der Befragten bezweifeln , dass das Telekom-Papier den hohen Erwartungen gerecht
wird . An diesem Wochenende wollten die Telekom und die konsortialführenden
Banken festlegen , zu welchem Preis die Aktie der Internet-Tochter der Deutschen
Telekom auf den Markt kommt . T-Online-Aktie kostet 27 Euro Die Deutsche Telekom
hat am Samstag in Bonn einen Ausgabepreis von 27 Euro für die T-Online-Aktie
bekanntgegeben . Die Preisspanne für die Internet-Tochter der Telekom lag
zwischen 26 und 32 Euro . Der Handel soll am Montag eine halbe Stunde nach
Börsenöffnung beginnen . Nach dem dramatischen Kurseinbruch der Internet-Aktien
, der sich am Freitag an den US-Börsen fortsetzte , steht der Börsenstart von
T-Online am Neuen Markt unter einem denkbar schlechten Stern . Dies sei eine der
höchsten Zahlen von Privatanlegern bei einer Neu-Emission in Europa , meinte die
Telekom . Das Gesamtvolumen der Emission werde gleichgewichtig auf Orders von
institutionellen Anlegern und Privatanlegern aufgeteilt . Die Emission ist laut
Telekom 20-fach überzeichnet . Daher sei es nicht möglich , alle
Zeichnungsaufträge zu berücksichtigen oder in vollem Umfang zu bedienen . Für
andere Orders der Privatanleger wurde auf das Losverfahren zurückgegriffen .
Jeder dritte Zeichnungsauftrag werde mit 25 Aktien bedient . Intel mit
Rekordprofit Der Gewinn pro Aktie kletterte auf 2,20 Dollar . Börsenanalytiker
hatten lediglich mit 2,07 Dollar gerechnet . Dennoch fiel Intels Aktienkurs ,
der in Erwartung bevorstehender Preissenkungen und damit verbundener
Profiteinbußen für das laufende Quartal bereits deutlich nachgegeben hatte , am
Dienstag weiter . Apple übertrifft Erwartungen deutlich Die Anzahl der
ausgelieferten Systeme wuchs dagegen um acht Prozent auf 650000 . " Keine Frage
, Apple hatte ein großartiges Quartal , " kommentierte Interim-CEO Steve Jobs .
Die Strategie der Gesundschrumpfung unter Aufgabe von Marktanteilen ist soweit
offenbar aufgegangen . AMD : Befürchtungen übertroffen " Das Beste , was man
über das erste Quartal sagen kann , ist , daß es vorüber ist . " Sogar die
bereits nach unten korrigierten Schätzungen der Analysten , die einen Verlust in
Höhe von 64 US-Cents pro Anteil erwarteten , hat AMD mit 81 Cents in Rot noch
weit übertroffen . Vor einem Monat lagen die Schätzungen noch bei minus 28 Cents
. Dazu kommen noch 7 Cents Belastung für Restrukturierungsmaßnahmen . AMD will
nun weitere 300 Mitarbeiter entlassen . Die Hoffnungen richten sich auf den für
Juni erwarteten K-7 . Der High-End-Prozessor soll bessere Margen bescheren als
die jetzige Produktpalette , bei der AMD nur durchschnittlich 78 Dollar pro Chip
erlöst . Verhaftet wegen Falschmeldung im Web Das FBI hat einen Angestellten der
US-Firma PairGain unter dem Vorwurf verhaftet , durch eine gefälschte
Wirtschaftsmeldung den Aktienkurs seines Arbeitgebers manipuliert zu haben . Der
Kurs dümpelte seit Monaten im einstelligen Bereich , als am 7. April in
Investoren-Chatgroups die Nachricht von einer geplanten Übernahme durch ein
israelisches Unternehmen die Runde machte . Ein Link führte zu der gefälschten
Wirtschaftsmeldung im Design der angesehenen Agentur Bloomberg . Der Kurs
schnellte daraufhin um über 31 Prozent hoch . Als Bloomberg und die angebliche
Käuferin dementierten , brach er wieder zusammen . Ob der Verhaftete , der gegen
eine Kaution von 50.000 US-Dollar wieder auf freien Fuß gesetzt wurde ,
tatsächlich von dem Betrugsmanöver profitiert haben soll , geht aus der Anklage
nicht hervor . Offenbar steht bisher nur fest , daß er früher mit Aktien
spekuliert hat . Wenn Aktienbetrug nachgewiesen werden kann , droht ihm nach
US-Recht eine Haftstrafe von maximal zehn Jahren . Außerdem hat Bloomberg eine
Klage wegen mißbräuchlicher Verwendung seines Warenzeichens eingereicht .
Unterdessen stieg die PairGain-Aktie noch höher , als führende Brokerhäuser
Kaufempfehlungen aussprachen . Die Analysten bescheinigen PairGain gute Chancen
in ADSL-Markt . Gestern meldete die Firma allerdings Quartalsergebnisse , die
die Erwartungen nicht erfüllten , so daß der Kurs erneut unter starken Druck
geriet . Schily : Wirtschaftsspionage nicht nur aus dem Osten Innenminister Otty
Schily geht offenbar davon aus , dass westliche Staaten in Deutschland massiv
Wirtschaftsspionage betreiben . Bei einer Veranstaltung des Deutschen Industrie-
und Handelstages zum Thema Wirtschaftskriminalität brachte der Minister zunächst
die Aktivitäten östlicher Geheimdienste zur Sprache , betonte dann aber , solche
Aktivitäten seien " nicht nur auf eine Himmelsrichtung beschränkt " . Auch wenn
es keine große Aufklärungsquote gebe , so Schily , " sollten wir uns da nicht
täuschen lassen " . Auf Nachfrage schränkte er dann allerdings ein , die
Bundesregierung habe keine konkreten Erkenntnisse , was in den USA " stattfindet
" . Die US-Seite selbst beteuere jedenfalls , dass sie keine Industriespionage
betreibe . Über die Wirtschaftsspionage der russischen Seite wollte sich Schily
nicht äußern . In der EU-Osterweiterung sieht der Minister auch die Chance , den
" Kriminalitätsraum " in Osteuropa in den westlichen Einflussbereich
einzubeziehen . " Wir können es uns gar nicht leisten , solch einen
Kriminalitätsraum außerhalb unseres Einflussbereiches zu lassen . " Deutschland
und die EU würden darauf dringen , dass die Beitrittsländer das
Schengener-Abkommen zur grenzüberschreitenden Kriminalitätsbekämpfung voll
übernehmen . Kriminalität , so der Minister , stelle sich stets schnell auf die
Möglichkeiten neuer Wirtschaftsbereiche ein und nutze dabei die Globalisierung .
Jeder wirtschaftliche , technische oder auch kulturelle Innovationszyklus ziehe
stets neue Kriminalitätsformen und Bedrohungen nach sich . Nicht nur Politik und
Wirtschaft reagierten auf die Globalisierung , sondern auch Kriminelle , sei es
mit der Umgehung internationaler Waffenembargos , sei es mit
Schutzgelderpressung , Korruption oder Geldwäsche , sei es im Internet oder beim
E-Commerce . Der Minister verwies auf das von Bund und Ländern neu gegründete "
Deutsche Forum für Kriminalitätsprävention " , das im Dialog mit Gesellschaft
und Wirtschaft Strategien für eine frühzeitige Reaktion auf diese
Herausforderungen entwickeln solle . Big Blue wendet sich den Kleinen zu " Blue
Velocity " umfasst neben der Hard- und Software auch die Zusammenarbeit mit
Risikokapitalgebern , das Projektmanagement und die Sicherheitsüberprüfung durch
Hacker . " Die Start-Ups von heute sind die großen Kunden von morgen " , sagte
Gianpietro Cussigh der Konzerntochter IBM Net Generation am Dienstag auf der
Internet World in Berlin . Zielgruppe seien unter anderem Neue Medien sowie
Internetservice- und Breitbandanbieter . Jetzt sei die Chance für Leute mit
Durchhaltevermögen . Rambus kommt ins Rollen Die kleine Technologie-Firma Rambus
steht seit Mittwoch in den Annalen der Wall Street , nachdem sie im Sturm die
Börse erobert hat . Rambus gilt als Lieferant der Speichertechnologie , die
Intel von 1999 an nutzen will : Mit bis zu 1,6 GByte/s sollen die Daten bei
minimalem Spannungshub ( 0,6 Volt ) über den hochfrequenten Rambus-Channel
fließen ( siehe c't 10/94 , S. 262 ) . Die zur Zeit übliche DRAM-Technik wird
dann voraussichtlich bei 100 MHz Bustakt und damit am Ende ihrer physikalischen
Möglichkeiten angelangt sein . Die kleine Technologieschmiede in Mountain View ,
Kalifornien , hat sieben harte Jahre hinter sich . Für die von dem
Harvard-Professor Mark Horowitz und dem ehemaligen MIPS-Ingenieur Mike Farmwald
ersonnene High-Speed-Technik war es noch zu früh , als Rambus Inc. mit der
Arbeit begann . Die Weiterentwicklung konventioneller DRAMs verlängerte die
Durststrecke und verlangte den Investoren viel Geduld ab . Erst im vergangenen
Jahr bahnte sich die Wende an , als Nintendo sich für die Rambus-Technik
entschied . Im Dezember kündigte dann Intel die Übernahme in künftige
Chip-Generationen an und verhalf damit Rambus zum Durchbruch . ABC macht MSNBC
Konkurrenz Seit heute ist mit ABC News ein weiterer großer Nachrichtenkanal im
Internet " auf Sendung " . Auf http://abcnews.com bietet die Disney-Tochter ABC
rund um die Uhr ein volles Nachrichtenprogramm mit allen üblichen Sparten ,
darunter auch Wissenschaft und Technologie . ABC konkurriert im Internet mit CNN
und mit MSNBC , dem Joint Venture von Microsoft mit dem Nachrichtensender NBC .
Der Dienst soll gleichfalls durch Werbeeinnahmen finanziert werden . Spiegel :
Microsoft und Bertelsmann wollen Telekom-Kabelnetz Die Konzerne Microsoft und
Bertelsmann erwägen nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins Spiegel ,
gemeinsam mit der Deutschen Bank und anderen Firmen das Kabelnetz der Deutschen
Telekom zu übernehmen . Nach Informationen des Spiegel kommt für Telekom-Chef
Ron Sommer eine Abgabe des gesamten Kabelnetzes allenfalls unter ganz anderen
Vorzeichen in Frage : Sommer plant die Beteiligung an einer
US-Telefongesellschaft , in die er dann das TV-Kabel einbringen könnte , statt
die Anteile mit Geld oder Aktien zu bezahlen . " Angesichts der Preise , die zur
Zeit für Kabelnetze bezahlt werden " , zitiert der Spiegel einen
Telekom-Vorstand , " wäre das nicht ohne Reiz . " Zuvor hatten bereits das
Manager Magazin und " Die Zeit " berichtet , Microsoft wolle bei der Deutschen
Telekom einsteigen . Eine Sprecherin von Microsoft in den USA lehnte eine
Stellungnahme zu den Berichten ab . Am vergangenen Mittwoch wurde außerdem
bekannt , daß Microsoft in Gesprächen mit der britischen Telekommunikationsfirma
Cable & Wireless steht , um eine Beteiligung von bis zu 30 Prozent an deren
Kabelfernsehsparte zu erwerben . 100 Stunden Internet gut überstanden Die zwei
Frauen und zwei Männer , die 100 Stunden lang mit sich und dem Internet allein
waren , haben am Freitag in London über ihre Erfahrungen berichtet . Sie hätten
sich in ihren Einzelzimmern nicht eine Sekunde lang einsam gefühlt . Allerdings
habe es Momente der Frustration gegeben , in denen sie den Computer " am
liebsten aus dem Fenster geschmissen " hätten . Die vier Freiwilligen hatten
sich am Dienstag nur mit einem Bademantel bekleidet und mit einer Kreditkarte im
Wert von umgerechnet 1500 Mark ausgestattet einschließen lassen . Sie wollten
testen , ob man über das Netz alles Überlebensnotwendige besorgen kann . Am
besten habe ihnen der " soziale Kontakt " über das Internet gefallen ,
berichteten sie . Mehr in Telepolis : Überlebenstest im E-Commerce BDI ruft
Endspurt für Jahr-2000-Umstellung aus Anläßlich einer Strategiesitzung zur
Jahr-2000-Umstellung hat der Bundesverband der Deutschen Industrie ( BDI ) die
Unternehmen aufgerufen , die noch verbleibenden 230 Tage intensiv zu nutzen , um
Schäden durch das Jahrtausendproblem zu vermeiden . Besondere Aufmerksamkeit
sollte dem Testen umgestellter Systeme und der Sicherstellung der
Produktionsstabilität zukommen . Mit einer vorbeugenden Notfallplanung könnten
Störungen aufgefangen werden . Mit Blick auf die " heiße Phase " der Umstellung
zum Jahresende appellierte der BDI an die Bundesregierung , die Wirtschaft nicht
durch umfangreiche Neuregelungen zum Stichtag 1. Januar 2000 zu belasten . Die
Unternehmen müßten sich zum Jahresanfang auf eventuelle Nachwehen der Umstellung
konzentrieren können . Diese Broschüre decke ein breites Spektrum
unternehmensrelevanter Fragen ab und sei eine wichtige Orientierungshilfe für
Unternehmer , hieß es . Die Dokumentation kann per Fax 0221/3708-575 oder EMail
angefordert werden . Communicator 4.6 zum Download Netscape hat eine neue
Version seiner Kommunikationssoftware Communicator für 32-Bit-Windows , MacOS
und Unix zum kostenlosen Download bereitgestellt . Die Version 4.6 enthält laut
Beschreibung neben einigen Fehlerbereinigungen und Updates von Komponenten jetzt
auch den G2 Player von RealNetworks . Naumann : Chatten macht depressiv Der
Staatsminister für Kultur im Bundeskanzleramt , Professor Michael Naumann ( SPD
) , hat vor den sozialen Folgen übermäßigen Internet-Surfens gewarnt . Der
dadurch entstehende weitgehende Verzicht auf direkte menschliche Kontakte führe
auf Dauer zu einer " sozialen und kulturellen " Katastrophe , meinte Naumann am
Sonnabend in einer Festrede zum 50jährigen Bestehen des Landerziehungsheims
Louisenlund/Schlei . " Soziales Engagement und Toleranz drohen im Internet zu
versinken " . Nach Angaben des Ministers haben Untersuchungen in den USA ergeben
, daß Menschen , die täglich länger als zwei Stunden im virtuellen Chatroom
aktiv sind , einen Hang zur Depression entwickeln . Naumann bezeichnete die
Arbeit mit neuen Medien in den Schulen zwar als wichtig , warnte jedoch davor ,
deren Anwendungen über Gebühr zu fördern und sie im Freizeitbereich zu stark
auszudehnen . An die Schulen appellierte Naumann , sich außer Lerninhalten und
der Wissensvermittlung verstärkt aktuellen Fragen der Gesellschaft und Politik
zu widmen . " Eine Schule verfehlt dann ihre Eignung , wenn Tagesaktualitäten im
Unterricht nicht aufgegriffen werden " , sagte der Kulturpolitiker . Wenn die
Hochschulen total überfüllt sind , Professoren zur Vorlesungen nicht erscheinen
und Studenten Wörter wie Realismus oder Namen wie Kafka falsch schreiben , "
dann ist irgendetwas schief gelaufen " , sagte Naumann . Weitere Mammutfusion im
Telefonmarkt Im internationalen Telekommunikationsmarkt steht offenbar eine
weitere Mammutfusion bevor : Nach Presserichten führen die internationale
Gesellschaft Global Crossing Ltd. und die US-amerikanische Telefonfirma US West
Inc. Fusionsgespräche . Beide Firmen nahmen zu den Berichten vom Samstag keine
Stellung . Die Global Crossing war erst vor zwei Jahren gegründet worden . Chef
ist Robert Annunziata , ein ehemaliger hoher AT&T-Manager . Er hat sein
Unternehmen durch zahlreiche Firmenaufkäufe zu einem der am schnellsten
wachsenden Telekommunikationskonzerne gemacht . Global Crossing baut und
betreibt ein globales Hochleistungs-Telekommunikationsnetz und ist auch die
führende Unterwasser-Kabelfirma . US West deckt flächenmäßig ein riesiges Gebiet
im Westen der USA ab , doch lebt in ihrem Einzugsgebiet nur 14 Prozent der
US-Bevölkerung . Brüssel startet Verfahren wegen Preselection Die EU-Kommission
geht rechtlich gegen Deutschland wegen des Vorauswahlverfahrens des
Telefonanbieters ( Preselection ) vor . In letzter Konsequenz kann das begonnene
EU-Verfahren zu einer Klage vor dem Europäischen Gerichtshof ( EuGH ) führen .
Bei der Preselection wechseln Telefonkunden dauerhaft zu einem anderen Anbieter
, der Anschluss bleibt aber bei dem früheren Anbieter , beispielsweise der
Deutschen Telekom . Die Preselection sei wichtig für den Wettbewerb auf dem
Telekom-Markt , teilte die Kommission am Donnerstag in Brüssel mit . Deutschland
und auch Großbritannien versäumten es demnach , ein entsprechendes EU-Gesetz für
Telefon-Nummerierung rechtzeitig umzusetzen . Berlin und London haben nun einen
Monat Zeit für eine Stellungnahme . Ähnliche Verfahren startete die
EU-Kommission bereits gegen Belgien , Frankreich , Italien , die Niederlande ,
Österreich und Finnland . Ende April war die EU-Kommission bereits rechtlich
gegen Deutschland wegen der Telefongebühren der Deutschen Telekom vorgegangen .
Ins Visier Brüssels gerieten die vergleichsweise niedrige Grundgebühr für einen
Telefonanschluss und die relativ hohen Kosten für Telefonanrufe . "
Internet-Zahnarzt " darf virtuelle Praxis weiter betreiben Der als
Internet-Zahnarzt bekannt gewordene Dentist Michael Vorbeck aus Trier darf seine
virtuelle Praxis weiter betreiben . Werbe-Darstellungen , die gegen die geltende
Berufsordnung verstoßen , muss er jedoch von seinen Internet-Seiten entfernen .
Vorbeck hatte im Juni 1996 als erster deutscher Zahnarzt eine virtuelle
Zahnarztpraxis eröffnet . Darin präsentierte er unter anderem sein Praxisteam ,
beschrieb seine Dienstleistungen und pries bestimmte Zahnpflegeprodukte an .
Diese Darstellungen hatte das Oberlandesgericht auf Betreiben der
Landeszahnärztekammer bereits im Februar 1997 mit einstweiliger Verfügung
untersagt . Andere Inhalte wie etwa Aufklärung über Zahnpflege und Amalgam oder
die Entstehung von Krankheiten der Zähne durften bestehen bleiben . In den
Vergleichsverhandlungen wollen die Streitparteien klären , welche Darstellungen
wegen werbenden Charakters entfernt werden müssen . Gegen rein sachliche
Informationen eines Zahnarztes im Internet sei nichts einzuwenden , sagte der
Vorsitzende Richter Georg Schwarz . Bei Vorbeck gebe es jedoch
Abgrenzungsprobleme zu Werbung , die nach der geltenden Berufsordnung verboten
sei . Sie werde mehr Entscheidungsspielräume für Internetdarstellungen geben .
Am Grundsatz des Verbots von Werbung werde sich aber nichts ändern , sagte
Schulte . Vor 2005 keine Rundfunkgebühr für PCs Rundfunk und Fernsehen werden
teurer , aber bis Ende 2004 soll es jedenfalls keine Rundfunkgebühr für PCs mit
Internetanschluss geben . Die Ministerpräsidenten der Bundesländer beschlossen
am Donnerstag in Berlin die Erhöhung der monatlichen Gebühr um 3,33 auf 31,58 DM
zum 1. Januar 2001 . In diesen vier Jahren müssen die Rundfunkanstalten ARD und
ZDF sowie DeutschlandRadio mit den damit erhöhten Zuweisungen ohne zusätzliche
Kreditaufnahmen auskommen . Die Landesmedienanstalten , die den privaten
Rundfunk beaufsichtigen und mit zwei Prozent der Rundfunkgebühren finanziert
werden , sollen nach 2005 nicht mehr automatisch an jeder Gebührenerhöhung
teilhaben . Die Rundfunkgebühr ist Teil des 5. Rundfunkänderungsstaatsvertrages
. Er muss von allen 16 Landesparlamenten verabschiedet werden , um zum 1. Januar
2001 in Kraft treten zu können . Rückschläge für AMD Zugleich teilte die Firma
überraschend den Rücktritt ihres Chief Operating Officer Atiq Raza mit .
Branchenkenner bewerten vor allem die zweite Nachricht als schweren Rückschlag
für AMD . Sie hatten Raza , der zugleich Technik-Chef war , die in letzter Zeit
erzielten Verbesserungen in AMDs Produktion zugeschrieben . Raza kam mit dem
Kauf der Firma NexGen zu AMD ; auf seiner dortigen Arbeit basiert der AMD K6 .
Der Rückzug erfolgt angeblich aus persönlichen Gründen . Das schlechte Ergebnis
führte CEO Jerry Sanders auf den von Intel ausgeübten Preisdruck zurück . Die
Kabel Service GmbH der Deutschen Telekom und die katholische Joseph-Stiftung
nehmen am 19. September im Studentenwohnheim Obere Mühlen in Bamberg das
Pilotprojekt Fast-Internet und Internet-Telefonie in Betrieb . 116 Studenten
kommen damit in den Genuss eines Interzugangs per Standleitung mit einer
Bandbreite von 14 MBit/s ( Rückkanal 8 MBit/s ) . Die Grundlage bildet das
vorhandene Fernsehkabel , das die Techniker der DeTeKabelservice für einen
erweiterte Frequenzbereich umgerüstet und mit Rückkanalfähigkeit versehen haben
. Damit böten sie auch die Voraussetzungen für andere neue Anwendungen wie
Video-on-Demand , digitale Fernseh- und Mehrwertdienste sowie interaktives
Fernsehen . Oracle verdoppelt Quartalsgewinn Der Softwarehersteller Oracle
Corporation hat dank der starken Nachfrage von Internetfirmen und anderen
Großkunden im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2000/2001 seinen Gewinn mehr
als verdoppelt . Vor allem das Datenbankgeschäft , in dem Oracle insbesondere
mit Microsoft und IBM konkurriert , entwickelte sich mit einem Zuwachs von 32
Prozent unerwartet gut . Bei Applikationssoftware blieb Oracle aber trotz eines
Plus von 42 Prozent hinter den Voraussagen zurück . Feminine Computerkultur :
Killerspiele langweilen Mädchen Nordrhein-Westfalens Frauenministerin Birgit
Fischer hat die Unterhaltungssoftware-Branche aufgefordert , sich endlich der
Zielgruppe der Mädchen und Frauen zuzuwenden . " Mädchen fühlen sich von
Kampfspielen gelangweilt und unterfordert " , sagte Fischer am Freitag in
Düsseldorf . Dabei drücke die weibliche Kritik an einer männlich geprägten
Computer-Kultur keineswegs eine pauschale Distanz zur digitalen Welt aus . Dies
habe eine aktuelle amerikanische Studie über Mädchen im Computerzeitalter ebenso
gezeigt wie Erfahrungen mit Medienprojekten in NRW . Statt alte Vorurteile über
Frauen und Technik zu pflegen , müsse sich die Branche also mehr einfallen
lassen als die vorherrschenden Killerspiele , unterstrich die Ministerin . Data
Encryption Standard hat ausgedient Mehr als zwanzig Jahre beherrschte der von
IBM entwickelte Data Encryption Standard ( DES ) die Krypto-Welt , jetzt steht
mit Advanced Encryption Standard , kurz AES , der Nachfolger kurz vor der
Einführung . AES ist im Unterschied zu seinem Vorgänger vollständig
veröffentlicht . Der vor zwanzig Jahren mit Hilfe der US-amerikanischen
Geheimdienstorganisation NSA entwickelte DES , der unter anderem für die
Verschlüsselung von ec-Karten eingesetzt wird , stand immer unter Beschuss von
Kritikern . Zum einen , weil der DES-Algorithmus nie vollständig offen gelegt
wurde . Zum anderen bestand die NSA auf einer Schlüssellänge von 56 statt 128
Bit , wie ursprünglich von IBM vorgeschlagen . Dieser kurze Schlüssel wurde DES
1998 zum Verhängnis : die amerikanische Bürgerrechtsorganisation EFF führte vor
, dass sie mit einer so genannten Brute-Force-Attacke DES binnen drei Tagen
knacken konnte . Die Industrie stieg daraufhin zunächst auf 3DES mit
112-Bit-Schlüssel um . Jetzt haben Kryptologen aus aller Welt sich auf den
Advanced Encryption Standard geeinigt , der voraussichtlich im Herbst dieses
Jahres in Kraft tritt . Grundlage ist der von belgischen Wissenschaftlern
entwickelte Rijndael-Algorithmus , der mehrfach ausgeführt wird und
Schlüssellängen von 128 bis 256 Bit erlaubt . " Damit sind Brute-Force-Attacken
zu Zeit nicht vorstellbar " , meint Ute Roos , E-Commerce-Expertin der
iX-Redaktion . Wichtiger ist aber ein anderer Aspekt von AES : " Das Verfahren
ist vollständig veröffentlicht und konnte so von zahlreichen Wissenschaftlern
auf Herz und Nieren geprüft werden . " Zudem sei sämtlichen Spekulationen über
eventuelle Hintertürchen für Geheimdienste der Boden entzogen . iX berichtet
ausführlich in der aktuellen Ausgabe 10/2001 . Rekord-LAN-Party abgesagt Die für
den 2. und 3. November in Berlin angekündigte LAN-Party e-LAN 2001 findet nicht
statt . Auf der Party sollten über 4000 Spieler 24 Stunden lang gegeneinander
antreten . Veranstalter Electronic Arts wollte damit einen Weltrekord im Bereich
der LAN-Spiele aufstellen und einen Eintrag im Guinness-Buch erzielen . Auf der
für Anmeldungen eingerichteten Website ist jetzt nur noch eine kurze Abkündigung
zu lesen . Bereits angemeldete Teilnehmer haben eine E-Mail-Nachricht mit einem
ähnlichen Text erhalten . Aufruf zum " Heiligen Krieg " im deutschen Internet
Der Aufruf zu einem " Heiligen Krieg " ist offenbar auch von Deutschland aus im
Internet verbreitet worden . Die Polizei in Münster bestätigte am Samstag einen
Bericht der Westfälischen Nachrichten , wonach ein Student aus Münster auf
Websites zum " Heiligen Krieg " aufgerufen haben soll . Dem Mann , der sich laut
Polizei seit längerer Zeit nicht mehr in Münster aufhält , werden nach Angaben
der Zeitung Verbindungen zu Osama bin Laden nachgesagt . Er habe auf den nicht
mehr zugänglichen Sites Anweisungen gegeben , wie sich so genannte " Schläfer "
in Deutschland zu verhalten hätten , ohne ins Visier der Behörden zu geraten ,
berichtete die Zeitung . Von einem Münsteraner Anbieter , der die Websites
www.qoqaz.de und www.azzam.de betrieben haben soll , berichtet auch Spiegel
online . Die Sites hätten dazu gedient , in Deutschland lebende Muslime für
militante Aktionen zu rekrutieren . Es seien unter anderem Informationen
verbreitet worden , wie der Aufenthalt im Gastland genutzt werden könne , um
unauffällig den Umgang mit Messern , Schwertern und Handfeuerwaffen zu
trainieren oder Geld für die afghanischen Taliban zu sammeln . Beide Websites
sind mittlerweile nicht mehr erreichbar . Die englischsprachigen Webseiten , die
offenbar die Vorlage bildeten , stehen hingegen weiterhin im Netz . Siehe auch
Website der Taliban gehackt in Telepolis . Intels Quartalsplus " nur " 20
Prozent Intels Aktie , die noch vor drei Wochen mit 99 Dollar gehandelt wurde ,
stürzte nachbörslich auf unter 87 Dollar ab . Der Nettogewinn lag nämlich bei "
nur " 1,57 Milliarden oder 88 Cents per Aktie - ebenfalls 20 Prozent über dem
Vergleichsquartal , aber um 3 Cents unter dem mittleren Schätzwert der
Analytiker . Die hatten ihre Voraussagen wegen Intels drastischer Preissenkungen
schon nach unten korrigiert . Der erstarkte Wettbewerb im 586er-Markt und die
steigende Popularität von 1000-Dollar-PCs zwängen zu weiteren Preissenkungen und
kollidierten mit Intels Absicht , den ganzen PC-Markt auf Pentium-II-Kurs zu
drängen . Schon ist Intels Rohgewinnspanne von 61 Prozent auf 58 gesunken , auf
längere Sicht soll sie nun gar auf 50 Prozent schrumpfen . Für den einen wäre
das ein Niedergang , für die meisten anderen im PC-Markt eine Traum-Marge .
Software-Fix für Pentium-Bug Einen Tag nach den Linux-Programmierern hat nun
auch Intel einen Software-Patch für den sogenannten "F0"-Bug der
Pentium-Prozessoren fertig . Die Prozessoren lassen sich , wie berichtet , mit
der Bytefolge " F0 0F C7 C8 " zum Stillstand bringen und können dann nur durch
Kaltstart ( Reset oder Aus- und Einschalten des Rechners ) wiederbelebt werden .
Intels Patch ist allerdings nicht für Anwender gedacht , sondern für die
Betriebssystemhersteller . Die sollen nach Intels Vorstellungen in ihrer
Software die nötigen Sicherheitsvorkehrungen treffen . Microsoft ließ dazu
verlauten , die Möglichkeiten zur Implementierung des Workaround würden
untersucht . Anwender könnten sich vor dem Problem schützen , indem sie keine
Programme unbekannter Herkunft benutzten . Vier Millionen surfen täglich - aber
warum ? Soziodemographisch handelt es sich um eine vergleichsweise homogene
Gruppe , aber noch geben die Surfer den Forschern manche Rätsel auf . Eine neue
Studie von interactive media fragt nach den Motiven , das Web zu nutzen , danach
, welche Erwartungen der Nutzer an die Websites stellt und nach der
tatsächlichen Nutzung von Web-Inhalten , um zu erfahren , wie die ideale Website
aussehen muss , damit sie genutzt wird . Im Auftrag von interactive media hat
das Marktforschungsinstitut LINK+Partner , Frankfurt , nach einem
repräsentativen Telefon-Screening 300 Personen im Alter von 14 bis 59 Jahren für
die vorliegende Studie befragt . Zielgruppe waren Web-Intensivnutzer , die
innerhalb der letzten Woche vor der Umfrage das WWW an mindestens drei Tagen
genutzt haben . Das sind 4,55 Millionen - also knapp die Hälfte der gesamten
Online-/Internet-Nutzerschaft . " Die erste Frage , die wir den Heavy-Usern
stellten , war die nach dem Zugangsmotiv , das Web zu nutzen " , erläutert
Dieter Reigber , Chef-Marktforscher bei interactive media , Es überwiegt
deutlich die Informationsorientierung ( 13 Prozent mit dezidiertem und 41
Prozent mit ausgeprägtem Informationsinteresse ) . Für 18 Prozent ist der Grund
, ins WWW zu gehen , das Nutzwertinteresse am E-Commerce , 16 Prozent haben ein
ausgeprägtes Technikinteresse und zwölf Prozent der Heavy-User sind
ausgesprochen unterhaltungsorientiert , spielen online , hören Musik , sehen
sich Videos an oder laden sie herunter . Denn das Ergebnis einer anderen
Fragestellung , die nach Indikatoren für die ideale Website fragt , macht
deutlich , dass es den ausgesprochenen Web-Archetypus kaum noch gibt . Diese Art
von Heavy-User lehnt die für die Mehrheit der Nutzer zunehmend wichtigeren
Elemente auf einer Website zum Teil kategorisch ab , beispielweise Links zu
Nutzwert- oder Unterhaltungsangeboten , aber auch Bilder und Animationen .
Dagegen wünscht fast die Hälfte der Heavy-User , beim Besuch der idealen Website
auf ein Portal zu stoßen , 29 Prozent würden gern eine Portalsite vorfinden ,
die Links zu unterhaltsamen Bereichen wie Shoppingbereichen anbietet , und 17
Prozent legen nur Wert auf Links zu E-Commerce-Angeboten . Für ein Viertel der
Heavy-User sind die Inhalte auf einer Website das Wichtigste . Für sie und für
die Web-Ästheten ( 7 Prozent ) , denen es vorrangig auf das Design/Layout einer
Website ankommt , sind die längeren Ladezeiten eher Nebensache . Allerdings :
Wer heute eine Website gestaltet , sollte der Benutzerfreundlichkeit die höchste
Priorität einräumen . Aufwendige grafische Elemente oder Animationseffekte , die
längere Ladezeiten benötigen , sollten vermieden werden . Diese " added values "
spielen im Web - anders als in der Werbung - noch keine (konsum-)entscheidende
Rolle . Das WWW ist eine Plattform und auch ein Medium , aber nur zum Teil ein
Massenmedium . Das lässt sich daran ablesen , dass ( nur ) 54 Prozent der
Heavy-User am Tag vor der Befragung Sites mit redaktionellen Inhalten besucht
haben . Die " Heavy-User-Studie " von interactive media gibt hierzu einige
Hinweise . 46 Prozent der Heavy-User nutzen ausschließlich nicht-redaktionelle
Angebote , unter anderem Chatforen ( 12 Prozent ) oder auch Suchmaschinen ( 55
Prozent ) , E-Commerce-Angebote ( 24 Prozent ) oder Unterhaltungsangebote ( 12
Prozent ) . Shiny demonstriert neue Spieletechnik Der Spieleentwickler Shiny
kündigt für Donnerstag die lang erwartete Demo von Messiah an . Das Spiel - eine
Misching aus Rollen-Spiel , Strategie , 3rd-Person und Action Adventure -
zeichnet sich durch einen hohen Freiheitsgrad sowie einen extrem nicht-linearen
Spielverlauf aus . Man erhält als ein von Gott abgesandter Engel die Aufgabe ,
die Welt vom Bösen zu befreien . Man kann auf diese Weise von den besonderen
Fähigkeiten und Waffen der über 40 Charaktere Besitz ergreifen , um sie zum
eigenen Zweck einzusetzen oder um sich in deren Gestalt getarnt zu bewegen . Für
die mit bis zu 8000 Polygonen dargestellten Spielfiguren setzt Shiny seine
RT-DAT-Engine ( Real Time Deformation and Tessalation ) ein . Die Modelle
bewegen sich nicht nur in vorberechneten Formen , sondern werden während des
Spielablaufs modifiziert . Auf diese Weise kann die Game-Engine Muskeln und
Kleidung bewegen und Atembewegungen darstellen . Eine 3D-Grafikkarte ( Direct3D
oder Glide ) ist Voraussetzung . Eine Version für Sony Playstation soll kurz
nach der PC-Version folgen . Da auch Messiah trotz des pseudoreligiösen Plots
nicht ohne Darstellung von brutaler Gewalt auskommt , wird es in Deutschland
voraussichtlich als jugendgefährdend indiziert werden . Voodoo-Chips auf der
Comdex 3dfx stellt auf der Computermesse Comdex in Las Vegas die nächste
Generation von 3D-Grafikkarten vor . Die Voodoo4- und Voodoo5-Karten basieren
auf dem 3D-Chip VSA-100 ( 14 Mio. Transistoren , 0,25 µm-Prozess , 6 metal layer
) . Der Baustein kann in SLI-Technologie ( Scan Line Interleave ) bis zu 32fach
parallel arbeiten und erreicht eine Füllrate von 333 MTexel und MegaPixel/s
beziehungsweise 1,47 GTexel und GPixel/s in einer 4fach-Konfiguration . Das
Modell Voodoo4 4500 ( PCI und AGP ) bietet zum Preis von 180 US-Dollar einen
VSA-100-Chip und 32 MByte Speicher . Die Voodoo5-Boards nutzen zwei
beziehungsweise vier VSA-100 . Die Voodoo5 5000 ( PCI ) mit zwei VSA-100 und 32
MByte Speicher soll 230 Dollar kosten . Die Version Voodoo5 5500 ( AGP ) mit 64
MByte Speicher ermöglicht Full-Scene Anti-Aliasing sowie T-Buffer Digital
Cinematic Effects wie Motion Blur , Depth-of-Field , Soft Shadows und Soft
Reflections und schlägt mit 300 Dollar zu Buche . Das Flaggschiff - die Voodoo5
6000 ( AGP ) mit vier VSA-100 und 128 MByte Speicher - durchbricht die 1
GPixel/s-Schallmauer und kostet 600 Dollar . Betriebsräte fürchten um Jobs bei
Mannesmann Die Mannesmann-Betriebsräte befürchten bei einer feindlichen
Übernahme des Telekom-Konzerns durch den britischen Konkurrenten Vodafone
Airtouch den Verlust von Arbeitsplätzen . " Wir fordern alle Mitarbeiter auf ,
die im Besitz von Belegschaftsaktien sind , im Sinne der Arbeitsplatzsicherung
dieses Angebot auszuschlagen " , teilten die Arbeitnehmervertreter in Ratingen
und der Zentralverwaltung mit . Das hatte der Vorstand abgelehnt . Jetzt
erwarten Branchenkenner einen feindlichen Übernahmeversuch gegen das Management
. Wirtschaftsminister lobt Internetpreis aus Bundeswirtschaftsminister Werner
Müller will besonders innovative Entwicklungen im Online-Bereich mit einem
Deutschen Internetpreis würdigen . Die Auszeichnung solle erstmals im kommenden
Frühjahr auf der Computermesse CeBIT in Hannover vergeben werden , teilte das
Wirtschaftsministerium am Montag in Berlin mit . Den Gewinnern winken Geldpreise
in Höhe von jeweils 100.000 DM . Der Wettbewerb ist auf fünf Jahre mit
wechselnden Schwerpunktthemen angelegt und wird von mehreren Unternehmen
gesponsort . Das Wirtschaftsministerium erhofft sich von der diesjährigen Runde
ein breiten Anschub für den elektronischen Handel über das Internet . Mit dem
Preis sollen besonders innovative , kundenfreundliche und wirtschaftlich
erfolgreiche Beispiele für Internet-Angebote von Informationen , Waren oder
Dienstleistungen im Netz ausgezeichnet werden . Scotland Yard fahndet nach
Visa-Erpressern Scotland Yard bestätigte am Sonntag Berichte , wonach das
Kreditkarten-Unternehmen Visa im Mittelpunkt der Untersuchungen steht . Es habe
aber noch keine Festnahmen gegeben . Computer-Piraten seien im Juli 1999 in das
Visa-System eingedrungen , sagte Russ Yarrow , ein Sprecher der Firma , der
Zeitung " Sunday Times " . Eine Geldforderung sei im Dezember telefonisch und
per E-Mail gestellt worden . Bei den Nachforschungen auf der Grundlage des
Gesetzes gegen Computermissbrauch stieß die Polizei den Berichten zufolge auf
einen 20-jährigen schottischen Informatik-Studenten . In seinem Haus wurden
Ausrüstung und Materialen beschlagnahmt . " Die Gruppe bedient sich einer sehr
ausgereiften Technik " , sagte der Experte . Yahoo will unabhängig bleiben Der
Gründer und Chef des Internet-Dienstleisters Yahoo , Jerry Yang , schließt eine
Fusion nach dem Vorbild von AOL und Time Warner für sein Unternehmen aus . Der
Zeitung " Welt am Sonntag " sagte Yang , Yahoo habe derzeit Vereinbarungen mit
Hunderten von Medienunternehmen . " Auch in Anbetracht der derzeit schwebenden
Fusion von AOL/Time Warner sehen wir keine Notwendigkeit , unsere Position durch
die Konzentration auf einen starken Player zu schmälern . " Vielmehr wolle Yahoo
auch künftig als unabhängige Kommunikations- , Commerce- und Medien-Plattform
mit zahlreichen Unternehmen zusammenarbeiten . Yang kann sich nach eigenen
Worten auch ein Börsengang für die europäischen Aktivitäten von Yahoo vorstellen
. Zwar wolle sich Yahoo zunächst darauf konzentrieren , die Marktführerschaft in
Europa zu behalten . " Das Wachstum wird hier größer als in den USA sein . "
Doch wenn es erforderlich sei , einen Europa-Ableger an die Börse zu bringen , "
werden wir das tun " . Compiler für Pentium III optimiert Mit dem
Vtune-4.5-Paket liefert Intel jetzt die endgültigen Versionen der neuen C++- und
Fortran-Compiler aus , die mit diversen Optimierungen für den Pentium III
aufwarten können . Wie c't schon mit Beta-Versionen der Compiler anhand der SPEC
CPU95- und CPU2000-Benchmarks gezeigt hat , kann vor allem die
Prefetch-Optimierung bis zu 60 Prozent mehr Performance bei speicherintensiven
Anwendungen herauskitzeln . Das Vtune-Paket , zu dem auch ein
Performance-Analyse-Tool für Intel-Prozessoren ( eingeschränkt auch für
AMD-Prozessoren nutzbar ) gehört , lässt sich bei Intel online als
30-Tage-Testversion herunterladen oder für 499 US-Dollar ordern ; der
C++-Compiler allein kostet 299 Dollar , der Fortran-Compiler 349 Dollar . USB
2.0 erstmals in Aktion Auf Basis von Prototyp-Transceivern von NEC und einem
FPGA-Chip konnte Intels Desktop-Chef Pat Gelsinger auf dem Intel Developer Forum
in Palm Springs zum ersten Mal einen USB-2.0-Transfer von einem Scanner zum PC
mit 480 MBit/s demonstrieren . USB 2.0 ist 40-mal schneller als der aktuelle
Standard USB 1.0/1.1 und soll im Laufe der nächsten Jahre an dessen Stelle
treten . In der Geschwindigkeit liegt USB 2.0 sogar knapp vor dem seriellen
Standard IEEE 1394 ( Firewire ) , der sich für Desktop Video vollständig
etabliert hat , soll diesen nach Intels Darstellung aber nicht überflüssig
machen . IDE-Festplattenanschluss wird seriell Als Nachfolger des
Anschschlussstandards ATA 66 für IDE-Festplatten soll Ende des Jahres ATA 100
folgen . Die Pläne wurden auf dem Intel Developer Forum in Palm Springs
vorgestellt . Der serielle Anschluss besteht nicht mehr aus einem unhandlichen
Flachbandkabel , sondern nur aus einem dünnen Käbelchen . Jedes Laufwerk bekommt
eine eigene Verbindung zum Controller . Der Gag dabei ist , dass Serial ATA voll
softwarekompatibel zu Parallel-ATA sein soll . Für die Übergangszeit kann man
Adapter ( Fach-Slang " Dongles " ) auf Platten- und/oder Controllerseite nutzen
. Die ersten Stufe ( G1 ) ist für Mitte 2001 geplant , mit 1,5 GBit/s und netto
150 MByte/s , wobei die Transceiver nur etwa 1 Dollar kosten sollen . Im Jahr
2004 soll Stufe G2 mit 300 MByte/s folgen , in 2007 Stufe G3 mit 600 MByte/s .
Itanium-Dokumentation im Internet Versteckt auf Intels FTP-Site finden
Interessierte eine Fülle von Details zum Download . Apple legt in Deutschland
kräftig zu Die deutsche Apple-Filiale meldet für das Abschlussquartal 1999 eine
respektable Absatzsteigerung . Mit über 58.000 verkauften Rechnern habe man ein
Wachstum von 78,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erzielt , während der
PC-Markt insgesamt nur um 12,8 Prozent gewachsen sei , teilte Apple Deutschland
unter Berufung auf das Marktforschungsunternehmen Dataquest mit . Der
Marktanteil in Deutschland sei damit auf 2,7 Prozent gestiegen . Am stärksten
legte Apple Deutschland im Consumer-Bereich zu . Mit der Einführung des iBook
und neuer iMac-Modelle hat sich der Absatz im Vergleich zum Vorjahr beinahe
vervierfacht . Der Markanteil wuchs damit von mickrigen 1,3 auf 4,3 Prozent .
Flach-Display aus " glühendem Plastik " Einen Miniatur-Fernseher mit einem
Polymer-Display hat die kleine Technologie-Firma CDT ( Cambridge Display
Technology ) heute vorgeführt . Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet ,
zeigte der 50 mm breite Monochrom-Bildschirm das volle Fernsehbild . Hinter CDT
steht nach dem Agenturbericht eine Gruppe von illustren Investoren . Dazu zählen
die Universität Cambridge mit einer Beteiligung von rund 25 Prozent , die
Rockgruppe Genesis und Chipgigant Intel . CDT will jetzt mit Seiko-Epson
zusammen die Technik der licht-emittierenden Polymere ( LEP ) zur Serienreife
weiterentwickeln , um damit Fernseh- und Computerbildschirme zu produzieren .
Mit marktreifen Produkten aus dem " glühenden Plastik " sei in fünf Jahren zu
rechnen , heißt es . Noch in diesem Jahr soll ein großer Farbbildschirm
vorgestellt werden . Über das sagenhafte Potential der Polymer-Technologie hat
c't im Zusammenhang mit einem anderen Projekt erst kürzlich berichtet .
Aktionäre zittern um Dell Heute nacht wird es sich entscheiden : Bleibt Dell der
Liebling der Wall Street oder droht den Anlegern , die den Aktienkurs des
PC-Direktversenders in schwindelerregende Höhen getrieben haben , massiver
Verlust ? Dell gibt heute nach Schluß der US-amerikanischen Börsen ( 22 Uhr
hiesiger Zeit ) sein Quartalsergebnis bekannt . Am Freitag hatten die
Dell-Papiere urplötzlich um mehr als 10 Prozent an Wert verloren , nachdem zwei
renommierte Analysten aus heiterem Himmel Zweifel anmeldeten , ob der
Direktversender angesichts des Preiskriegs im PC-Markt seinen Umsatz-Steigflug
fortsetzen könne . Obwohl die beiden Experten weiterhin davon ausgehen , daß
Dell einen Gewinn in der erwarteten Höhe ( 0,31 US-Dollar pro Aktie ) ausweisen
wird , löste die Warnung panikartige Verkäufe aus , die das gesamte Marktsegment
in Mitleidenschaft zogen . Andere Analysten bekräftigten mittlerweile ihre
Kaufempfehlungen für Dell-Aktien . Das betroffene Unternehmen durfte sich wegen
der Schweigepflicht vor Veröffentlichung der Ergebnisse bisher nicht äussern .
Der Preis der Dell-Aktie hat sich im Verlauf des letzten Jahres mehr als
verfünffacht . Mit einem Kurs-Gewinnverhältnis von über 100:1 schien Dell sich
von den üblichen Bewertungsmaßstäben des Marktsegments völlig losgelöst zu haben
. Wettbewerber wie etwa Gateway 2000 werden nicht einmal halb so gut bewertet ,
Underdog Apple Computer kommt sogar nur auf ein Verhältnis von 13,5:1 . Doch der
Premium-Kurs ist gefährdet , wenn der verschärfte Wettbewerb in PC-Markt nun
Wirkung zeigen sollte . Vobis-Gründer Lieven startet Internet-CD-Handel Theo
Lieven , der Ex-Vorstandschef von Vobis-Computer , ist wieder im Geschäft . Zwei
Jahre nach seinem Ausstieg bei Deutschlands erfolgreichstem Computerhändler
versucht Lieven nun im Cyberspace sein Glück . An der Seite des Regensburger
Jung-Unternehmers Stefan Kreidl ( 29 ) ist Lieven in den Internet-Handel mit
Musik-CDs , Videos und Büchern eingestiegen . " Inzwischen hat das Internet auch
in Deutschland eine Eigendynamik bekommen . " Zum Start der CeBIT präsentieren
Lieven und sein Partner den runderneuerten Nachfolger des TeleCD-Services im
Netz unter der Adresse www.adori.de . Eine ausgeklügelte Datenbanklösung soll
den Kunden in die Lage versetzen , zu einer CD das passende Buch zu finden . Für
Theo Lieven schließt sich mit dem neuen Engagement ein Kreis : Doch 1970 gab er
als 18jähriger - nach zwölf Jahren Ausbildung - die Musikkarriere auf und
studierte statt dessen an der Technischen Hochschule Aachen . Als Student machte
Lieven seine ersten guten Geschäfte mit wissenschaftlichen Taschenrechnern , die
er importierte und an seine Kommilitonen verkaufte . Videokonferenz im Auto Eine
solche High-Tech-Limousine auf Basis eines S-Klasse-Mercedes zeigt die data
protect GmbH auf der CeBIT in Halle 25 , Stand A77 . Das sogenannte megaCar
verfügt über eine Online-Verbindung mit einer Übertragungsrate von 150 Kbps .
Aus dem Auto sind Realtime-Videokonferenzen mit bis zu 30 Bildern in der Sekunde
möglich . Drei Webkameras im Auto garantieren dem Hersteller zufolge jederzeit
eine Live-Bild-Übertragung , während das GPS-Ortungssystem die weltweite Ortung
des Fahrzeugs gewährleistet . Die Limousine verfügt unter anderem über zwei
eigene Server , Notebook-Anschlüsse für alle Beifahrer , Fernsehen und VHS-Video
. Entwickelt wurde das Zusammenarbeit mit dem Tuningunternehmen Brabus aus
Bottrop . Der Kaufpreis für die Cyber-Ausstattung soll bei rund 150000 Mark
liegen . Die Zahl der Computer in privaten Haushalten hat sich in Deutschland
während der vergangenen fünf Jahre verdoppelt . Vor fünf Jahren waren es 8,3
Millionen . 40 Prozent der privaten Haushalte in den alten sowie 34 Prozent in
den neuen Bundesländern besitzen einen oder mehrere PC . Mit einem
CD-ROM-Laufwerk sind 71 Prozent der Personalcomputer in den privaten Haushalten
ausgestattet . Uni Mannheim zeigt " Tesa-ROM " Die Universität Mannheim wird die
viel beachtete " Tesa-ROM " auf der CeBIT präsentieren . Die Verträge über die
kommerzielle Entwicklung des aus dem Klebefilm entwickelten Datenspeichers
stünden kurz vor der Unterzeichnung , sagte Erfinder Steffen Noehte vom
Informatik-Lehrstuhl V der Hochschule am Dienstag in Mannheim . Vertragspartner
seien neben ihm selbst der Hamburger Tesa-Hersteller Beiersdorf AG und das
Heidelberger European Media Lab ( EML ) . Am Gemeinschaftsstand der
baden-württembergischen Hochschulen ( Halle 16 , B35 ) zu sehen ist unter
anderem die Speicherung von Hologrammen im Tesafilm . Schneller surfen ab 197
Mark pro Monat Telekom-Chef Ron Sommer hat zwei Tage vor CeBIT-Beginn die
geplanten Preise für breitbandige T-DSL-Zugänge bekanntgegeben . Die Grundgebühr
für ein Paket aus ISDN- und dem T-DSL-Anschluß beträgt demnach 98 DM .
Privatkunden soll der schnellere Internetzugang über T-Online für zusätzliche 99
DM ( bei 50 enthaltenen Freistunden ) oder 149 DM ( bei 100 Freistunden )
angeboten werden . Die T-Online-Zugänge " T-Online Speed 50 " und " T-Online
Speed 100 " sind jedoch auf 768 KBit/s gedrosselt . Die Vermarktung soll im Juli
beginnen . Geschäftskunden sollen bereits ab April über " T-Interconnect "
angeschlossen werden , allerdings zunächst nur in den Großstädten Berlin , Bonn
, Dortmund , Düsseldorf , Frankfurt am Main , Hamburg , Hannover , Köln ,
München und Stuttgart . MacOS X Server für 499 Dollar Apple hat heute mit der
Auslieferung von MacOS X Server begonnen , seinem auf Unix-Technik basierenden
Server-Betriebssystem . Der Preis wurde entgegen einer früheren Ankündigung
nicht auf 999 US-Dollar , sondern auf 499 Dollar festgesetzt . Wie Firmenchef
Steve Jobs auf einer Pressekonferenz in Cupertino ankündigte , will Apple
Kernkomponenten des neuen Betriebssystems in Quellcode-Form veröffentlichen ,
damit Programmierer sich im Sinne der Open-Source-Bewegung an der
Weiterentwicklung beteiligen können . Dies betrifft das zugrundeliegende
BSD-Unix 4.4 ( Berkeley System Distribution ) , den Mach-Kernel 2.5 sowie einige
weitere Bestandteile des MacOS ( AppleTalk , HFS+ , NetInfo ) . Beim Einbau von
Apache hat Apple selbst von der Bewegung profitiert : der Web-Server ist
ebenfalls ein Open-Source-Projekt . In den nächsten Wochen sollen die ersten
Dateien unter dem Codenamen Darwin auf einer neu eingerichteten Webseite zum
Download bereitstehen . Auf der CeBIT ist das Betriebssystem im Apple Power Park
( Halle 13 , C36 ) zu sehen . CompuServe-Chef unter Pornographie-Anklage Der
Geschäftsführer der CompuServe Deutschland GmbH , Felix Somm , steht unter der
Anklage der Beihilfe zur Verbreitung von Kinderpornographie über das Internet .
Dies berichtet heute der US-Online-Dienst " Nando Times " unter Berufung auf
bayerische Staatsanwälte . Die CompuServe-Pressestelle in München erklärte , man
habe erst durch Nachfrage der Presse davon Kenntnis erhalten , daß Informationen
über die Anklageerhebung in die Öffentlichkeit gelangt seien . Jetzt arbeite man
einer offiziellen Stellungnahme . Somm war nicht zu sprechen .
Infrarotübertragung viermal schneller In Zukunft soll die Infrarotübertragung
standardmäßig auf 16 MBit/s kommen und damit schneller sein als konventionelle
Ethernet-Leitungen ( 10 MBit/s ) . Die Infrared Data Association ( IrDA )
verabschiedete einen entsprechenden Standard " Very Fast Infrared " ( VFIR ) .
Gleichzeitig steigt auch die Reichweite . Die Übertragungsgeschwindigkeit sinkt
jedoch mit steigender Entfernung . So werden bei einem Abstand von vier Metern
nur noch etwa die heute standardisierten 4 MBit/s erreicht . Die neue Reichweite
und Geschwindigkeit soll schon bald bei digitalen Kameras genutzt werden .
Hewlett Packard , IBM und Sharp sind die treibenden Kräfte von VFIR , und HP
möchte schon bald entsprechende Schnittstellen in ihre mobilen Computer
integrieren . Analyst : Dell hat bei AMD unterschrieben Angeblich hat der
Chiphersteller AMD nun auch Intels letzte große Bastion eingenommen : den
Weltmarktführer Dell . Wie es heißt , will Dell ab Juni AMDs neuen Prozessor
Athlon 4 in Notebook-Topmodellen einsetzen . Die Nachricht machte gestern an der
Wall Street die Runde und ließ AMDs Aktienkurs um über 7 Prozent nach oben
schnellen , während Intels Kurs leicht nachgab . Die Information stammt von dem
Börsenanalysten Eric Ross , der sich auf ungenannte Quellen beruft . Ross hatte
bereits vor einigen Tagen mit einem Intel-kritischen Report Aufsehen erregt :
Der Hardwaregigant verliere kontinuierlich weitere Marktanteile an AMD , schrieb
Ross . Intel werde seine Umsatzziele im laufenden Quartal verfehlen und in
diesem Jahr nur halb so viele Pentium-4-Prozessoren absetzen wie geplant .
Bisher setzt Dell ausschließlich Prozessoren von Intel ein und rührt mit dem
"Intel-inside"-Logo - wie alle großen PC-Hersteller - kräftig die Werbetrommel
für den Lieferanten . Intel bezahlt für solche Werbemaßnahmen mit erheblichen
Zuschüssen . Dieses "Eine-Hand-wäscht-die-andere"-Prinzip , das die
Geschäftsbeziehung festigt und gegen den Wettbewerb abschirmt , scheint aber
angesichts der günstigeren CPU-Preise des Konkurrenten langsam an Wirkung zu
verlieren . Polizeiaktion gegen rechtsextremen " Beobachter " Beamte des
Landeskriminalamts ( LKA ) Sachsen-Anhalt haben bei einer Hausdurchsuchung in
Halle bei einem mutmaßlichen Betreiber einer rechtsextremen Internetseite
Computer beschlagnahmt . Ein Sprecher des LKA bestätigte am Freitag einen
entsprechenden Bericht der in Halle erscheinenden " Mitteldeutschen Zeitung " (
Freitagausgabe ) . Der 25-jährige soll auf einer Website " Nationaler Beobachter
" dazu aufgerufen haben , Andersdenkende zu ermorden . Die Staatsanwaltschaft
Halle hatte laut LKA am Donnerstag ein Verfahren gegen den Mann eingeleitet .
Urheber der Seite soll jedoch der 25-Jährige aus Halle sein . Digitale Signatur
in den USA bald rechtswirksam In den USA können künftig praktisch alle Geschäfte
mit einer digitalen Signatur besiegelt werden . Nach dem Abgeordnetenhaus
billigte am Freitag auch der Senat eine entsprechende Gesetzesvorlage . Nun geht
die Vorlage an Präsident Bill Clinton , dessen Zustimmung als sicher gilt .
Beobachter sprachen von dem wichtigsten High-Tech-Gesetz der Legislaturperiode .
Sie rechnen damit , dass der Onlinehandel durch das neue Gesetz einen gewaltigen
Schub über die bisher üblichen Buch- und CD-Verkäufe hinaus erhält . Bisher
hätten viele Firmen aus Unsicherheit Vertragsschlüsse über das Internet gescheut
. Mit der verschlüsselten digitalen Unterschrift können Hauskäufer künftig ihre
Hypothekenkredite per E-Mail abschließen . Auch Autos und andere Waren können
über das Internet gekauft werden und Firmen können untereinander rechtsgültige
Verträge schließen . Ausgeschlossen bleiben zunächst " heikle " Dokumente wie
Adoptionsurkunden und Erbschaftsunterlagen . Die Debatte über das Gesetz hatte
zwei Jahre lang gedauert , da die Demokraten den Verbraucherschutz nicht
genügend gewährleistet sahen . Sie hatten unter anderem befürchtet , dass Firmen
oder Hausverwalter Benachrichtigungen über Preiserhöhungen oder Kündigungen per
E-Mail verschicken könnten , ohne sicher zu stellen , dass die Kunden auch die
notwendige Technik haben , um die Nachricht zu empfangen . Damit hätten die
Kunden Einspruchsfristen versäumen können . Nun müssen Firmen zunächst klären ,
ob ihre Kunden die technischen Voraussetzungen besitzen , bevor sie Verträge
verschicken . Microsoft darf den Namen " Xbox " weiter benutzen Der
Softwareriese Microsoft braucht nicht länger zu befürchten , von der kleinen
Firma XBOX Technologies verklagt zu werden , weil er seine kommende Spielkonsole
" Xbox " getauft hat . Laut einer gemeinsamen Presseerklärung der beiden
Unternehmen hat XBOX Technologies eingewilligt , den Firmennamen zu ändern , auf
den das Unternehmen seit 1999 Markenrechte hält . Was Microsoft bezahlen muss ,
um den im Produktdesign verankerten und in der Öffentlichkeit verbreiteten Namen
weiter für die Spielkonsole benutzen zu dürfen , wollten die ungleichen
Vertragspartner nicht verraten . Es handele sich um ein " beiderseitig sehr ,
sehr zufriedenstellendes Agreement " , kommentierte ein Vertreter von XBOX
Technologies gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters . Schärferes Strafgesetz
gegen Delikte im Internet Die rot-grüne Bundesregierung erwägt Verschärfungen
des Strafgesetzbuchs . Seit Februar liege ein entsprechendes Eckpunktepapier des
Justizministeriums vor , sagte der Sprecher des Justizministeriums , Thomas
Weber , am Samstag der dpa . Dies sei eine Diskussionsgrundlage . " Da ist noch
nichts beschlossen . " Nach Informationen des Nachrichtenmagazins Spiegel wollen
die Rechtspolitiker von Rot-Grün noch in diesem Monat darüber beraten .
Schwerpunkt ist unter anderem der Schutz von Kindern . Die Verbreitung von
Pornografie , Gewaltverherrlichung und Volksverhetzung über das Internet und
andere neue Medien solle umfassender als bisher verfolgt werden können , hieß es
. Nach dem Spiegel-Bericht sollen die Vorschriften gegen sexuellen Missbrauch
von Kindern und Jugendlichen ausgeweitet werden . Demnach soll sich in Zukunft
auch derjenige strafbar machen , der von solchen Vorgängen weiß und sie nicht
anzeigt . Anders als bisher soll auch derjenige bestraft werden , der " in der
Absicht auf ein Kind einwirkt , es zu sexuellen Handlungen zu bringen " . Auch
bei Tötungsdelikten soll der Strafrahmen ausgeweitet werden . Apple überraschend
profitabel Apple hat die Wall-Street-Gurus ein weiteres Mal überrascht . Zwar
hatten nun alle Analysten damit gerechnet , daß die Firma zum dritten Mal in
Folge einen Quartalsgewinn ausweisen würde , doch dessen Höhe übertrifft alle
Schätzungen : Mit 50 Cent pro Aktie liegt der operative Ertrag um die Hälfte
höher als erwartet ; die Analysten hatten im Mittel auf 33 Cent getippt . Das
positive Ergebnis ist im wesentlichen auf weiter verminderte operative Kosten
und verbesserte Margen zurückzuführen . Doch die meisten Analysten gehen jetzt
davon aus , daß Apple mit steigendem Powerbook-Absatz und der bevorstehenden
Einführung des Consumer-Rechners iMac künftig Wachstum generieren kann . Playboy
verliert gegen Excite und Netscape Das Männermagazin hat die erste Runde im
Streit mit Excite und Netscape um die Vermarktung seines Namens an Dritte
verloren . Ein Bundesgericht in Kalifornien wies den Antrag des Verlags auf eine
einstweilige Verfügung ab . Der Rechtsvertreter der Playboy Enterprises Inc.
kündigte Einspruch an . Der Kernfrage nach der Zulässigkeit einer Kopplung an
fremde Markennamen ist das Gericht allerdings ausgewichen , indem es seine
Entscheidung damit begründete , daß " Playboy " und " Playmate " generische
Begriffe seien . Brauchbare Notebooks unter 3000 Mark Der Preisverfall in der
Hardwarebranche hat längst auch die mobilen Rechner erreicht . Wie c't nach
einem Vergleich von 13 Geräten mit TFT-Displays berichtet , sind brauchbare
Geräte schon für weniger als 3000 Mark zu haben . Getestet wurden Rechenleistung
, Akkulaufzeit , Display-Qualität , Handhabung und Multimedia-Fähigkeit . Einige
No-Name-Modelle offenbarten hier zum Teil gravierende Schwächen :
Desktop-Prozessoren mit hohem Stromverbrauch erhitzten das Notebook-Innere und
führten zu spürbar verkürzten Laufzeiten im Akkubetrieb . Bei sieben der 13
Notebooks war der Geräuschpegel des Lüfters so hoch , daß an einen ruhigen
Arbeitsplatz nicht zu denken war . Microsoft gewinnt gegen Bristol Ein
US-Bundesgericht in Connecticut hat Microsoft von dem Vorwurf des
wettbewerbswidrigen Verhaltens gegenüber der kleinen Software-Firma Bristol
freigesprochen . Das Gericht sah lediglich einen Verstoß gegen ein Staatsgesetz
als erwiesen an und sprach der Klägerin einen symbolischen Schadensersatzbetrag
in Höhe von einem US-Dollar zu . Die Antitrust-Bundesgesetze habe Microsoft
jedoch nicht verletzt . Die Firma verlangte vor allem Zugang zu Teilen des
Quelltextes von Windows NT , um ihr Produkt auf aktuellen Stand bringen zu
können . An der Wall Street trug der Prozeßausgang zu einem Höhenflug der
Microsoft-Aktie bei , die am Freitag mit einen Rekordstand von 99,125 Dollar
schloss . UMTS : Entscheidung am Donnerstag ? Die Versteigerung der
milliardenschweren UMTS-Mobilfunklizenzen in Deutschland entwickelt sich zu
einem Nervenkrieg . Am Donnerstag werde es Ernst , sagte Klaus-Dieter Scheurle ,
der Präsident der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post , nach
einem spannenden Auktionsverlauf am Mittwoch in Mainz . Die beiden deutschen
Marktführer T-Mobil ( D1 ) und Mannesmann ( D2 ) hielten im Lauf des Tages an
ihrer Strategie fest , je drei Frequenz-Blöcke zu ersteigern . Dafür müsste aber
ein weiterer Bieter ausscheiden . Als möglicher Kandidat wurde die Gruppe G3
gehandelt . Das ist mehr als der gesamte Börsenwert des ThyssenKrupp-Konzerns .
Studie : Das Internet gewinnt immer mehr an Attraktivität . Das entspricht 17,7
Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren . Das Internet entwickelt sich immer mehr
zum Alltagsmedium . Dies geht aus der " ARD/ZDF-Online-Studie 1999 " hervor ,
die die ARD/ZDF-Medienkommission in Auftrag gegeben hat . Die Studie wurde seit
1997 zum dritten Mal vom Wiesbadener Marktforschungsinstitut ENIGMA durchgeführt
. Der Repräsentativerhebung liegen alle Online-Nutzer in Deutschland ab 14
Jahren zugrunde . 28 Prozent verfügen ausschließlich an ihrer Arbeits- oder
Ausbildungsstätte über einen Online-Zugang . Die Online-Angebote werden häufig
und intensiv genutzt . Daewoo : Raus aus dem PC-Business Die südkoreanische
Unternehmensgruppe Daewoo hat am Montag mit seinen Gläubigern den endgültigen
Plan zur Restrukturierung des Großunternehmens unterzeichnet . Der
hochverschuldete Konzern werde sich mit sechs verbleibenden Unternehmen auf die
Automobilbranche spezialisieren , sagte der Vorsitzende der
Finanzaufsichtskommission , Lee Hun Jai . Daewoo hatte sich auch in der
PC-Branche umgetan und zuletzt eine Klage von Apple wegen eines Plagiats des
iMac-Designs eingefangen . Nach Angaben der Gläubiger bleiben unter anderem
Daewoo Motor , Teile der Daewoo Telecom und der Maschinenbausektor der Daewoo
Heavy Industries erhalten . Die Schulden Daewoos belaufen sich auf insgesamt 76
Billionen Won ( etwa 116 Mrd DM ) . Daewoo-Chef Kim Woo Choong hatte 1967 mit
5000 US-Dollar und einer kleinen Textilfirma den Grundstein für sein
Wirtschaftsimperium gelegt . Primacom bietet für Telekom-Kabelnetz Der Mainzer
Kabelnetzbetreiber Primacom will für das Kabelnetz der Deutschen Telekom
mitbieten , an dem u. a. auch die Deutsche Bank starkes Interesse hat . Das
Unternehmen ist nach eigenen Angaben drittgrößter privater Kabelnetzbetreiber in
Deutschland . Die Geschäftszahlen der Primacom im ersten Halbjahr 1999 sehen
allerdings nicht rosig aus . Der Vorstandsvorsitzende Jacques Hackenberg
begründete das Minus mit teuren Firmen-Zukäufen . Dadurch haben sich
Verschuldung und Zinslast deutlich vergrößert . Die Zahl der Kunden stieg um 3,4
Prozent auf rund 907.000 . Hackenberg sagte , dass die Firma in Deutschland
inzwischen einen Marktanteil von 4,9 Prozent habe . In den neuen Bundesländern
komme Primacom auf 18,8 Prozent . Vor wenigen Tagen nahm das Unternehmen in
Leipzig eine neue Station in Betrieb . Infomatec kündigt Entlassungen an Nach
der Börsenaffäre will das am Neuen Markt notierte Softwareunternehmen Infomatec
sich durch eine harte Schrumpfkur stabilisieren . Firmengründer und
Vorstandschef Gerhard Harlos hatte am Freitag in München angekündigt , er und
Co-Chef Alexander Häfele würden spätestens zum Jahresende aus dem Vorstand
ausscheiden . Das Unternehmen räumte ein , dass als Folge der Vorfälle
zahlreiche Kunden abgesprungen sind . " Die operative Lage der Infomatec AG ist
kritisch " , sagte Hanspeter Kipfer von der Geschäftsführung . Durch ein
drastisches Restrukturierungsprogramm solle jedoch die Zukunft des Unternehmens
gesichert werden . Im Mittelpunkt stehe die Konzentration auf das Kerngeschäft ,
Soft- und Hardware-Lösungen rund um interaktives Fernsehen und Internet . Kipfer
kündigte einen Stellenabbau von 120 der weltweit 750 Beschäftigten des Konzerns
an . Zudem würden Kosten durch Reduzierung der angemieteten Büroflächen
reduziert . Die Vorwürfe von Aktionärsschützern , falsche
Börsenpflichtmitteilungen veröffentlicht und den Aktienkurs manipuliert zu haben
, wiesen die beiden Vorstände Harlos und Häfele als haltlos zurück . Die SdK
hatte Strafanzeige gegen die beiden Vorstände gestellt . Die Augsburger
Staatsanwaltschaft ermittelt . Das Unternehmen prüfe in diesem Zusammenhang
rechtliche Schritte gegen den Telekommunikationkonzern Mobilcom und die
französische Worldwide Database Company . Die Infomatec AG hatte Ende August
ihre Ergebnisprognosen für das laufende Jahr drastisch nach unten korrigiert .
Plädoyer für "Zuse"-Straße in Berlin Eine Straße in Berlin soll künftig an den
Computer-Pionier Konrad Zuse erinnern . Dafür will sich
Wirtschaftsstaatssekretär Volker Liepelt stark machen , teilte die
Senatsverwaltung für Wirtschaft und Technologie am Samstag mit . Seine
elektronische Rechenmaschine " Z 3 " , die als erster Computer der Welt gilt ,
vollendete er 1941 . Die Maschine wird im nächsten Jahr 60 Jahre alt : " Dies
ist ein geeigneter Anlass , die Persönlichkeit Konrad Zuse auch mit der
Benennung einer Straße in der deutschen Hauptstadt zu ehren " , so Liepelt .
Studie prüft Internet-Fähigkeiten von Studenten Das Verhalten und die
Fähigkeiten von Studenten im Umgang mit dem Internet will die Dortmunder
Sozialforschungsstelle mit einer neuen Studie herausfinden . " Wir vermuten ,
die schöne neue digitale Welt ist bei den Studenten noch nicht angekommen " ,
beschreibt Projektleiter Jürgen Klatt ein erstes Arbeitsergebnis der Studie im
Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung . Seit Anfang April
forscht ein Team aus rund zehn Mitarbeitern in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl
für Soziologie der Universität Dortmund . Bundesweit sollen rund 10000 Studenten
und 4000 Professoren befragt werden . " Die Studie soll klären , ob es
Informations- und Kompetenzdefizite im Umgang mit dem Internet bei der Recherche
für Fachliteratur gibt " , beschreibt Klatt . Das Projekt soll außerdem einen
Einblick geben , ob Studenten möglicherweise eine Unübersichtlichkeit des
Internets schreckt , oder ob sie zu hohe Kosten für das neue Medium scheuen .
Bis März kommenden Jahres will das Team die Studie abschließen . Außerdem sollen
die Dortmunder Forscher dem Ministerium dann einen Maßnahmen-Katalog vorlegen ,
wie der Gebrauch des Internets zum Studium verbessert werden kann . AltaVista
entlässt jeden vierten Mitarbeiter Das amerikanische Internet-Unternehmen
AltaVista will vor dem geplanten Börsengang ein Viertel seiner Belegschaft
entlassen , um schneller in die Gewinnzone zu gelangen . Wie das Unternehmen in
Palo Alto , Kalifornien , mitteilte , sollen 225 Mitarbeiter ihre Kündigung
erhalten . Schwarze Zahlen werden vom 31. Januar 2001 an erwartet , zitierte die
Wirtschaftsagentur Bloomberg den AltaVista-Chef Rod Schrock . Die
Muttergesellschaft CMGI , ein Risikokapitalgeber , hatte den Börsengang im April
wegen der schlechten Börsenstimmung verschoben . CMGI hatte AltaVista im
vergangenen Jahr von Compaq gekauft . AltaVista kündigte außerdem an , sich aus
dem Portalgeschäft zurückziehen und auf die Suchtechnik konzentrieren zu wollen
. Auch mit der Lizenzierung seiner Suchtechnik an andere Unternehmen will die
Firma Geld verdienen . Die Expansion soll mit der Ausdehnung auf 35 Länder von
derzeit sieben vorangetrieben werden . " Intelligentes " Haus überwacht Senioren
Das Seniorenhaus der Zukunft sieht so aus : Es ist voller Kameras und Sensoren .
Viele dieser Menschen werden pflegebedürftig sein . Ihnen könnte mit modernster
Technik dennoch ein Leben in den eigenen vier Wänden ermöglicht werden , sagt
die Forscherin Elizabeth Mynatt . Zusammen mit Kollegen plante und baute Mynatt
ein dreistöckiges Musterhaus , das als Forschungslabor dient . Alte Menschen
können nach den Plänen Mynatts künftig in ihrer vertrauten Umgebung bleiben ,
wenn sie sich mit einer diskreten Überwachung abfinden . Das intelligente Haus
in Atlanta verfügt zum Beispiel über einen " Aktivitätsmonitor " . Wenn die
Bewohner Türen öffnen , Kaffee kochen oder ein Bad nehmen , wird dies von
Bewegungsmeldern registriert . Der Hauscomputer ermittelt schnell ein Profil
seiner Bewohner und weiß nach kurzer Lernzeit genau , wie viele Aktivitäten an
einem Durchschnittstag üblich sind . " Die Kinder der Senioren können sich dann
mit ihrem eigenen Computer in das Haussystem der Eltern einwählen und prüfen ,
ob es im überwachten Haus ungewöhnlich ruhig zugeht " , erklärt Elizabeth Mynatt
. Die Ursache könnten ein Sturz und anschließende Bewusstlosigkeit sein . " Wenn
der Computer ungewöhnlich große Aktivität registriert , dann könnte das auf
ruheloses Herumwandern in der eigenen Wohnung hinweisen , ein typisches
Alzheimer-Symptom " , sagt Mynatt . Vergessliche Senioren werden auch direkt an
begonnene und versehentlich unterbrochene Aktivitäten erinnert . Eine solche
Überwachung ist vielen Menschen unangenehm , das weiß auch Mynatt . Sie hofft
aber , dass die im Musterhaus vorgestellten Technologien einen akzeptablen
Kompromiss darstellen . Die Forscher gaben sich große Mühe , die Privatsphäre
der Bewohner so weit wie möglich zu schützen . Die Kontrolle über die via
Internet übermittelten Daten haben immer die Hausbewohner selbst . Sie können
ihren Aktivitätsmonitor jederzeit ausschalten . Und wenn er eingeschaltet ist ,
dann wird ohnehin nur ein abstraktes Symbol übertragen : Auf dem
Empfangsbildschirm leuchtet ein Schmetterlings- oder Blumenbild auf , das je
nach der gemessenen Aktivität größer oder kleiner wird . Medienkritik nach den
Terroranschlägen Die Dauer-Berichterstattung vieler elektronischer Medien über
die Terroranschläge in den USA und ihre Folgen ist auf scharfe Kritik gestoßen .
Der Vizepräsident des Zentralrats der Juden , Michel Friedman , kritisierte bei
einem internationalen Medien-Symposium des Deutschen Journalisten-Verbands ( DJV
) im italienischen Montepulciano , dass bei der Berichterstattung zunehmend
Qualität durch Masse kompensiert werde . Die amerikanische Schriftstellerin
Susan Sontag schrieb in einem Beitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung ,
die Stimmen schienen sich zu einer Kampagne verschworen zu haben , mit dem Ziel
, die Öffentlichkeit noch mehr zu verdummen . " Die Journalisten sind in diesem
Extremfall offenbar nicht in der Lage zu fragen , ob Osama bin Laden einfach die
bequemste und am leichtesten zu choreografierende Antwort auf die Frage nach den
Drahtziehern der Anschläge ist " , sagte Friedman . Er appellierte an die
Journalisten , nicht einfach die Stellungnahmen von Politikern " nachzuplappern
" . Mit den Ereignissen der letzten Woche sei nicht nur eine neue Dimension der
weltpolitischen Auseinandersetzungen erreicht worden , sondern es stellten sich
auch neue Herausforderungen an den Journalismus der westlichen Demokratie . Auch
der DJV mahnt zur Besonnenheit . " Gerade in einer solchen Krisensituation
müssten die Journalistinnen und Journalisten für Frieden , Völkerverständigung
und Toleranz eintreten und pauschale Urteile vermeiden " , erklärte der
Bundesvorsitzende Siegfried Weischenberg am Samstag bei dem internationalen
Symposium . Gerade dann , wenn einige Wahnsinnige die Welt in Schutt und Asche
legen wollten , sollten Journalisten einen kühlen Kopf bewahren . Neue
PowerPC-Systeme von Motorola und IBM Vier Jahre sind die PowerPC-Prozessoren
mittlerweile auf dem Markt - aber aus dem von manchen erwarteten " Reset für die
Computerbranche " ( PC World ) ist bisher nichts geworden . Nur Apple setzte
voll auf die neue Prozessorfamilie - die beiden anderen Gründungsmitglieder des
PowerPC-Konsortiums , IBM und Motorola , taktierten halbherzig . Doch jetzt
bekommt die Intel-Alternative neuen Dampf : Motorola wird vermutlich am Dienstag
, 17. September , zwei neue System-Familien auf PowerPC-Basis vorstellen . Die
eine heißt " StarMax " und läuft unter MacOS , die andere kommt unter dem
bereits eingeführten Namen " PowerStack " und arbeitet mit Windows NT 4.0 . Vom
IBM ist ebenfalls demnächst die Ankündigung einer neuen Rechnergeneration mit
PowerPC-Prozessoren zu erwarten . Nachdem " OS/2 für PowerPC " unrühmlich
untergegangen und die Personal Power Division geschlossen worden ist , setzt man
in der RS/6000-Abteilung , die den PowerPC immerhin für ihre AIX-Systeme nutzen
durfte , jetzt alternativ auch auf Microsofts Shooting Star . Die IBM-Rechner
mit Windows NT 4.0 werden vermutlich am 8. Oktober vorgestellt . Native
Anwendungssoftware für PowerPC unter Windows NT 4.0 wird es voraussichtlich vom
Start weg geben : Die Hamburger StarDivision will ihr StarOffice rechtzeitig
portiert haben ; Gerüchten zufolge wird Motorola das Officepaket im Bundle mit
den neuen Rechnern vertreiben . Eine andere deutsche Firma , die Maxon GmbH in
Eschborn , will noch in diesem Monat die Anpassung ihres " Cinema 4D "
abschließen , eines brandneuen Programms für Raytracing und 3D-Animation . Beide
Softwareschmieden verfolgen eine plattformübergreifende Philosophie und setzen
als Basis für ihre Software betriebssystemunabhängige Klassenbibliotheken aus
eigener Entwicklung ein . Intel schickt ISA aufs Altenteil Einen stufenweisen
Ausstieg aus der veralteten ISA-Technologie fordert Intel von den PC-Herstellern
. Als ersten Schritt sollen die ISA-Slots verschwinden . Modem und
Audio-Funktionen will Intel auf die Risercard verlagern . Für später stehen die
seriellen , parallelen und PS/2-Tastatur/Maus-Schnittstellen auf der
Abschußliste , die durch USB zu ersetzen sind . Auch das Floppy-Laufwerk steht
zur Disposition . Auf dem Developer Forum in Palm Springs führte Intel eine nach
diesen Prinzipien konstruierte PC-Designstudie vor , die einige Beobachter
sogleich an Apples Bestseller iMac erinnerte . Das gestylte Gerät in Form einer
blauen Pyramide hat vier USB-Anschlüsse und zwei Firewire-Ports . Die bisher
üblichen Standardschnittstellen fehlen , ebenso das Floppylaufwerk . Anders als
bei dem iMac läßt sich aber ein externes Laufwerk einfach auf die Pyramide
stecken . Innen arbeitet eine Katmai-CPU mit 500 MHz . Ob Intel auch bei den
Prozessoren endlich den Schritt vollzieht , alte überflüssige Zöpfe
abzuschneiden , bleibt noch offen . So dürfte selbst Merced noch mit dem
unsinnigen A20-Gate bestückt sein . BSA : Internetpiraterie wird zur Epidemie "
Der Diebstahl geistigen Eigentums über das Internet hat die Ausmasse einer
Epidemie angenommen , die nicht nur die Industrie bedroht , sondern auch die
Entwicklung des E-Commerce behindert " , so lautete das Fazit einer Rede von
Robert Holleyman , Chef der Business Software Alliance ( BSA ) , auf der
WIPO-Konferenz " Electronic Commerce and Intellectual Property " in Genf . Vor
internationalem Publikum sprach Holleyman davon , dass die Softwareindustrie ein
wesentlicher Motor für das E-Business sei . Allerdings könne sich der
Online-Handel nicht weiterentwickeln , wenn Bedingungen wie im " Wilden Westen "
herrschten und der Diebstahl geistigen Eigentums ständig wachse . Die Schäden
durch Internetpiraterie gingen inzwischen auch weit über die Software-Industrie
hinaus . " Dieser Diebstahl fügt der Wirtschaft weltweit Schaden zu - durch
weniger Steuereinnahmen und weniger neue Arbeitsplätze " , so Holleyman . Im
gleichen Tempo , wie die High-Tech-Industrie versuche , das Wachstum von
Internet und E-Commerce zu fördern , nutzten Piraten die Möglichkeiten dieser
Technologie zum Schaden der Software-Eigentümer und zum eigenen Profit . Nahezu
jedes Softwareprodukt sei auf diese Art illegal erhältlich . Auf
Internetauktionen würden bekannte Office-Programme für lediglich 10 US-Dollar
angeboten . Die von der BSA genannte Schadenssumme ist allerdings umstritten .
Kritiker zweifeln die zu Grunde liegenden Annahmen an und weisen darauf hin ,
dass ein großer Teil der illegal eingesetzten Software wohl ohnehin nicht
gekauft worden wäre . Wegen der hohen Preise würden viele Anwender auf Freeware
oder Shareware ausweichen , wenn sie nicht so leicht an Raubkopien von
Original-Software gelangen könnten , zumal sie deren Leistungsmerkmale ohnehin
in der Praxis kaum benötigten . Auch führe die Verwendung illegaler Kopien im
privaten Umfeld oftmals erst zum Kauf derselben Produkte für den geschäftlichen
Einsatz . Dieser Werbeeffekt müsse gegengerechnet werden . Musikindustrie
verliert Prozess um MP3-Links Die europäische Musikindustrie ist mit ihrem
ersten Versuch gescheitert , vor Gericht ein Exempel gegen die illegale
Verbreitung von Musik im Internet zu statuieren . Wie " Svenska Dagbladet " am
Donnerstag meldete , sprach das Amtsgericht in Skövde den 17-jährigen Johan
völlig überraschend von dem Vorwurf frei , auf seiner Homepage durch Anbieten
von Raubkopien im MP3-Format das Urheberrecht der Musiker und die Rechte ihrer
Plattengesellschaften verletzt zu haben . Das Gericht begründete den Freispruch
damit , dass der 17-Jährige niemals selbst Musik ins Netz gestellt , sondern nur
Verbindungen zu anderen Links mit Musik angegeben habe . Die europäische
Branchenorganisation IFPI der Musikindustrie hatte mit dem Prozess in Schweden
erstmals einen Anlauf genommen , per Anzeige und danach geplanten
Schadensersatzforderungen die illegale Verbreitung von Musik im Internet zu
stoppen . Juristische Experten in Schweden hatten eine Verurteilung von Johan
wegen Verletzung des Urheberrechts mit einem verhältnismäßig niedrigen Bußgeld
erwartet , weil der Angeklagte noch zur Schule geht und kein Einkommen hat .
Anschließend wäre aber ein zivilrechtliches Verfahren mit
Schadensersatzforderungen in Millionenhöhe auf ihn zugekommen . Der 17-jährige
hatte selbst berichtet , dass er die Links zu MP3-Dateien nur auf seine Homepage
gesetzt habe , weil sie damit hohe Besucherzahlen erreichte . Sein Vater
erklärte , für ihn seien die Aktivitäten des Sohnes dasselbe wie früher das
Kopieren von Musik auf Tonband . Die schwedische Abteilung von IFPI begründete
ihre Klage gegen den jungen Mann aus Skövde damit , dass Johan mehrere Mahnungen
unbeachtet gelassen habe . " Wir wollten zeigen , dass es uns ernst ist mit dem
Kampf gegen die Piraten " , meinte IFPI-Jurist Magnus Martensson . Mit dem
Freispruch erfüllte sich auch der Wunsch Johans nach Rückgabe seiner von der
Polizei beschlagnahmten Festplatte . Er will jetzt seine Homepage komplett in
Richtung Fußball umbauen . Statt MP3-Links finden sich dort dann nur noch ganz
legal Tabellen , Statistiken und Fußballer-Lebensläufe . Beschwerde gegen
Telekom bei der EU Der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und
Mehrwertdiensten ( VATM ) fordert von der EU-Wettbewerbskommission in Brüssel ,
dass die Übernahme der britischen Mobilfunk-Firma " One-2-One " durch die
Deutsche Telekom " zwingend mit Auflagen versehen " werden müsse . Das berichtet
das Hamburger Magazin " Stern " , dem die schriftliche Beschwerde nach eigenen
Angaben vorliegt , in seiner aktuellen Ausgabe . Vor allem gehe es dem Verband
darum , dass die EU-Kommission den " vollständigen Verkauf " des TV-Kabels der
Telekom anordnet . Die Telekom will sich von dem Netz nicht komplett trennen ,
sondern laut Verkaufsangebot eine Sperrminorität von 25,1 Prozent behalten .
Darüber hat sich nach Informationen des " Stern " nun auch der
Mannesmann-Vorstandsvorsitzende Klaus Esser bei einem Treffen mit Beamten der
EU-Wettbewerbskommission in Brüssel beschwert . Datendiebstahl mit Internet
Explorer 4 Während Sie im Web surfen oder Ihre Email lesen , stiehlt ein
Angreifer aus dem Internet ungehindert ihre Daten . Diese Horrorvorstellung
macht der neue Internet Explorer 4 von Microsoft zur Realität . Er ermöglicht es
, Befehle in Web-Seiten und Email zu verstecken , durch die heimlich Dateien an
Unbefugte übermittelt werden können . Internet Consultant Ralf Hüskes , der das
Microsoft-Produkt im Auftrag der c't-Redaktion testete , bewertet die
Sicherheitslücke als ein ernstes Problem für Endanwender und Firmen : " Nicht
einmal ein durch Firewall geschütztes Firmen-Netz ist vor diesem Angriff sicher
. " Das Sicherheitsloch beruhe nicht auf einem Programmfehler , sondern sei
konzeptbedingt . Es besteht auch dann , wenn die Sicherheitsoptionen des
Browsers auf die Standardwerte für " hoch " eingestellt sind . Mindestens Text-
und HTML-Dateien lassen sich auf diese Weise von außen ausspähen . Ob auch
andere Dateitypen betroffen sind , ist noch ungeklärt . Das Sicherheitsloch
besteht im Internet Explorer 4.0 für Windows 95 und Windows NT , nach ersten
Analysen jedoch nicht in der Preview 1 für Apple Macintosh . Einziges Hindernis
für den Angreifer : Er muß die Dateien durch Pfadangaben beziehungsweise
Adressen im Intranet genau spezifizieren . Da viele Programme beispielsweise
unter Windows standardisierte Verzeichnisnamen verwenden , hat der Datendieb
jedoch sehr gute Chancen , etwa die PIN-Datei eines Homebanking-Programms
abzurufen . Der Trick ist sehr einfach und basiert auf Microsofts Dynamic HTML .
Der Angreifer versteckt in Webseite oder Mail einen sogenannten IFRAME mit einem
Verweis auf das gesuchte Dokument . Während das arglose Opfer liest , lädt der
Microsoft-Browser oder der Mail Client Outlook Express die betreffende Datei in
das unsichtbare Fenster . Ein weiterer versteckter IFRAME schickt sie an den
Server des Hackers . Schützen kann man sich derzeit nur , indem man die Funktion
" Active Scripting " für alle Internet-Zonen in den Grundeinstellungen des
Internet Explorer außer Kraft setzt . ( Zu finden im Menü " Ansicht " ,
Menüpunkt " Internetoptionen " , Reiter " Sicherheit " , Schaltfläche "
Einstellungen " ) . Dadurch gehen aber auch wichtige Programmfunktionen verloren
; viele Web-Angebote lassen sich nicht mehr nutzen . Die c't-Redaktion hat die
deutsche Microsoft-Tochter von den Testergebnissen informiert . Firmensprecher
Jörg Lorenz räumte in einer ersten Stellungnahme ein , daß die Möglichkeit einer
solchen Sicherheitslücke bestehe . Die Information sei zur Prüfung an die
Microsoft-Zentrale in Redmond weitergeleitet worden . Detaillierte Informationen
über das " IFRAME-Sicherheitsloch " hat Ralf Hüskes auf seinem Web-Server
bereitgestellt . Telefonnummern bringen jetzt Geld in den klammen Staatssäckel .
Nach der neuen sogenannten Telekommunikations-Nummerngebührenverordnung ( TNGebV
) müssen Telefongesellschaften pro Rufnummer eine Mark an die Finanzkasse
abführen . Eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums bestätigte am
Samstag einen entsprechenden Bericht des Magazins " Focus " . Nach Angaben der
Sprecherin ist die Verordnung bereits seit August in Kraft . Die Höhe des
Betrages werde erreicht , weil nicht nur für vergebene Telefonnummern gezahlt
werden müsse , sondern für " Nummernräume " , so " Focus " . So würden für ein
Unternehmen mit einer achtstelligen Ziffernfolge rund 10000 Telefonnummern
reserviert , von denen nur ein Bruchteil tatsächlich genutzt werde . " Für jede
dieser 10.000 Ziffernfolgen ( Nummernraum ) muss der Telefonanbieter nun eine
Mark bezahlen " . Die Regulierungsbehörde verwaltet die Nummern . Die Gebühr
dürfte damit eine Art Entgelt für den Verwaltungsaufwand darstellen . Microsoft
will Monopolwächtern das Geld abdrehen Während der Microsoft-Prozess in die
letzte Runde geht , zieht der Software-Riese offenbar politische Fäden hinter
den Kulissen , um dem Prozessgegner für die Zukunft den finanziellen Spielraum
zu beschneiden . Die Washington Post berichtete am Freitag ,
Microsoft-Lobbyisten und -Alliierte übten massiven Druck auf den US-Kongress aus
, um zu erreichen , dass der Etat der Antitrust-Abteilung des Justizministeriums
zusammengestrichen wird . Dieselbe Forderung hätten auch einflußreiche
politische Gruppen erhoben , die von Microsoft finanziell unterstützt würden .
Die Zeitung nennt drei Organisationen namentlich , die binnen zwei Tagen nach
einem Treffen in der Redmonder Firmenzentrale entsprechende Briefe an den
Haushaltsausschuss gerichtet hätten . Bei Antitrust-Anwälten habe der
Zeitungsbericht Verärgerung ausgelöst , meldet die Nachtenagentur Reuters und
zitiert einen Juristen mit den Worten : Der Präsident des US-Antitrust-Instituts
, Albert Foe , warf Microsoft vor , seine Position durch Einschüchterung
verbessern zu wollen . Ein Unternehmenssprecher bestätigte gegenüber der
Nachrichtenagentur , dass Microsoft entsprechende Gespräche mit
Kongressmitglieder geführt hat : " Wir haben unsere ernste Besorgnis darüber
ausgedrückt , wie das Justizministerium in unserer Sache vorgegangen ist . " Die
Kürzung der finanziellen Mittel des Justizministeriums habe jedoch " keine hohe
Priorität für Microsoft " . Die abschließenden Beratungen über den Etat des
Justizministeriums stehen in der kommenden Woche an . Teles verhandelt in den
USA über Strato Der Berliner Telekommunikationskonzern Teles will einen Teil
seiner Internettochter Strato an eine US-Firma verkaufen . Man wolle Strato
weltweit zum Marktführer machen und habe deshalb mit einer " namhaften
Erfolgsfirma " im Bereich Internet-Mehrwertdienste Verhandlungen über eine
Minderheitsbeteiligung aufgenommen , teilte die Teles am Dienstag in Berlin mit
, ohne einen Namen zu nennen . Im Zuge der internationalen Expansion sei Mitte
2000 ein Börsengang der Strato AG geplant , hieß es weiter . Zuletzt war über
einen Einstieg des Online-Dienstes AOL bei Strato spekuliert worden . Im
September wurden lediglich Gespräche bestätigt . Strato ist nach eigenen Angaben
bei der Verwaltung von Internet-Adressen ( Domains ) in Europa Marktführer . Zum
Oktober sei der Bestand an Internet-Dauerkunden auf etwa 280.000 gestiegen , an
Internet-Domains auf über 350.000 . Jetzt werde die internationale Expansion in
Angriff genommen , hieß es . Zusammen mit dem US-Partner wäre ein solcher
Verbund " in einer kurzfristig nicht mehr einholbaren Führungsposition " . Den
großen Bestand verdankt Strato extrem billigen Angeboten , die der Firma
allerdings auch einen entsprechenden Ruf beschert haben . In letzter Zeit häufte
sich die Kritik der Kunden wegen zögerlicher Auftragsbearbeitung , schlechtem
Service und mangelnder Reaktion auf Beschwerden . Apple mit roten Zahlen , aber
optimistisch " Wir haben unsere Medizin im letzten Quartal geschluckt und das
Inventar im Handelskanal auf fünfeinhalb Wochen reduziert " , kommentierte Steve
Jobs in einer vorbereiteten Erklärung . Aber mehr noch als die nicht unerwartet
marode Bilanz des im Dezember abgeschlossenen Quartals , das Apple als das erste
Quartal seines Geschäftsjahres 2001 verbucht , interessierten die Analysten die
Prognosen für den weiteren Verlauf des Jahres . Zweimal hatte Apple seine
zunächst sehr optimistischen Erwartungen bereits nach unten korrigiert , aber
immerhin hatte Steve Jobs für das jetzt laufende Quartal eine Rückkehr zu
nachhaltiger Profitabilität versprochen . Apple-Finanzchef Fred Anderson
unterstrich diese Aussage noch einmal , und auch die Nachricht von dem
reduzierten Lagerbestand ging in die richtige Richtung . Doch was Anderson über
die Umsatzerwartungen sagte , klang weit weniger positiv : Offenbar hat die
Resonanz auf Apples neue Produkte wie das Powerbook mit Titangehäuse und die
neuen G4-Modelle mit bis zu 733 MHz , die vergangene Woche auf der MacWorld Expo
präsentiert wurden , aber zumindest das Vertrauen in die Ertragskraft repariert
. In der Telefonkonferenz zur Bekanntgabe des Geschäftsergebnisses versprach der
Finanzchef wachsende Umsätze für die folgenden Quartale des Jahres . Die
Hoffnungen der Apple-Investoren richten sich auch auf die Macworld in Tokio ,
die in der dritten Februar-Woche stattfindet . Dort könnte Apple eine neue
iMac-Modellreihe vorstellen , so wird spekuliert , die einen neuen
Nachfrageschub auslöse . Wie gewohnt lehnte Anderson aber jeden Kommentar zu
entsprechenden Fragen ab . An der Nasdaq hatte Apples Aktie , die seit der
Gewinnwarnung Anfang Dezember zwischen 14 und 18 Dollar dümpelte , im
Tagesverlauf eingebüßt und mit 16,8125 Dollar geschlossen . Im nachbörslichen
Handel zog das Papier aber auf bis zu 17,75 Dollar an . Santana spielte zum
Windows-2000-Start Mit der Musik von Rockstar Carlos Santana und einer Rede von
Firmengründer Bill Gates feierte der Softwaregigant Microsoft heute in San
Francisco die offizielle Markteinführung von Windows 2000 . " Windows 2000 wird
das Fundament des Business-Internet bilden " , sagte Gates , der gemeinsam mit
dem Schauspieler Patrick Stewart ( " Captain Picard " ) durch die Präsentation
führte : Mit der Nachfolge-Software von Windows NT will Microsoft vor allem viel
weiter als bisher in das lukrative Marktsegment der Server vordringen , das
bislang von Sun dominiert wird . Der Marktstart wurde aus Sicht von Microsoft
von Negativ-Berichten überschattet . In Deutschland wird die Software demnächst
vom Bundesamt für die Sicherheit in der Informationstechnik ( BSI ) unter die
Lupe genommen , weil das integrierte Defragmentierungsprogramm von einer Firma
aus dem Umfeld der umstrittenen Scientology-Organisation stammt . Das BSI soll
untersuchen , ob Daten von der Festplatte an Dritte weitergeleitet werden können
. Nach Prognosen der Technologie-Beratungsfirma Gartner Group wird außerdem
jedes vierte Unternehmen Schwierigkeiten haben , seine Programme auf Windows
2000 zum Laufen zu bringen . Gartner-Vizepräsident Michael Gartenberg sagte ,
Unternehmen sollten zumindest auf das Service Pack von Microsoft warten , bevor
sie umsteigen . Nach den Prognosen von Gartner werden in diesem Jahr nur drei
bis sechs Prozent der 1999 installierten Windows-NT-Server auf Windows 2000
umgestellt werden . Bis Ende 2001 sollen es aber 45 bis 50 Prozent sein . Für
Aufsehen hatte im Vorfeld der Gala in San Francisco auch eine Bemerkung von
Michael Dell , dem Chef von Dell Computer , gesorgt . Dell verwies auf den
Erfolg des frei erhältlichen Betriebssystems Linux als Alternative zu Windows NT
und Windows 2000 , hat seine Skepsis aber mittlerweile relativiert . In den USA
ist Windows 2000 in den Versionen " Professional " , " Server " und " Advanced
Server " ab sofort erhältlich ; Windows 2000 " Datacenter Server " soll in vier
Monaten folgen . In Deutschland wird Windows 2000 am 24. Februar zur CeBIT
vorgestellt . Die Preise wurden bereits im Vorfeld bekannt . Nach Angaben von
Microsoft wurden bereits die Dresdner Bank , die Robert Bosch GmbH sowie die
Finanzverwaltung in Hamburg als erste Großkunden für Windows 2000 gefunden . In
der Verwaltung der Hansestadt ist der Einsatz von Windows 2000 allerdings wegen
der Scientology-Verflechtung nicht unumstritten . Siehe auch Hintergrundbericht
" Premiere mit Gegenwind " . Dortmunder " HobbyTronic " beginnt 181 Aussteller
aus fünf Ländern zeigen auf 15000 Quadratmetern ihr Angebot . Sie präsentieren
Bausätze , Datenübertragungseinrichtungen , aber auch Produkte für den Bereich
Online-Kommunikation und Multi-Media . Für Unterhaltung sorgen drei
Sonderschauen . Besucher können ein computergesteuertes dreidimensionales
Kinosystem erleben oder sich in einer Zeitreise über 5000 Jahre
Informationstechnik informieren . Die rasante Entwicklung des mobilen
Telefonierens steht im Mittelpunkt einer Sonderausstellung . Elektronik-Riese
NEC mit Rekordverlust Nach japanischen Presseberichten vom Mittwoch wird
NEC-Chef Hisashi Kaneko dafür voraussichtlich mit seinem Posten bezahlen müssen
. Ein Sprecher des Unternehmens wollte die Berichte auf Anfrage nicht
kommentieren . Erst im letzten Jahr mußte Spitzenmanager Tadahiro Sekimoto wegen
eines Skandals im Zusammenhang mit Wehrbeschaffungsgütern seinen Hut nehmen .
Der Skandal hatte das Image des Konzerns schwer angeschlagen und NEC von einer
Reihe öffentlicher Aufträge ausgeschlossen . Die Nachrichtenagentur Kyodo
meldete unterdessen unter Berufung auf Unternehmenskreise , NEC werde am Freitag
bei einer außerordentlichen Vorstandssitzung über Kanekos Rücktritt entscheiden
. Vor allem der schwache Absatz von Kommunikationsausrüstungen sowie die
fallenden Preise bei Halbleitern habe dem Elektronikriesen das Geschäft
verhagelt , hieß es in Branchenkreisen . HP : Kosten gekappt , Umsatz stagniert
Nach Dell gab am Dienstagabend ( Ortszeit ) ein zweiter Hardware-Gigant
enttäuschende Geschäftsergebnisse bekannt . Die Gewinnsteigerung resultiert
allein aus Maßnahmen zur Kostensenkung . Der Absatz von Midrange-Servern habe
sehr darunter gelitten , daß viele Kunden ihre Kaufabsichten zurückgestellt
hätten , um auf die neue Server-Linie zu warten , die Mitte 1999 herauskommen
soll . Dann würden die Verkäufe wieder anziehen , hofft Wayman . AOL will "
Europa online bringen " AOL wolle " Europa online bringen " , sagte Andreas
Schmidt , der Europachef des Online-Dienstes in einer Pressekonferenz zum
CeBIT-Auftakt . AOL Europe werde dann in allen Ländern der führende
Online-Dienst sein und zudem die Nummer Eins im Geschäft der Internet-Portale .
Damit werde ein deutlicher Zuwachs bei Werbeeinnahmen und eCommerce angestrebt .
Schmidt kündigte an , daß AOL " bald " auch in Deutschland einen
Online-Pauschaltarif anbieten werde . Am Beispiel der USA zeige sich , daß die
Online-Nutzung nach der Einführung von Pauschalgebühren drastisch steige : Erst
ohne Sorge vor hohen Kosten wird das Internet zu einem zentralen und
alltäglichen Teil ihres Lebens . Vor allem die künstlich hohen Telefongebühren
in Europa behinderten den Siegeszug des Internet . Die Gebühren seien etwa fünf
Mal so hoch wie in den Vereinigten Staaten . Intels Prozessorpläne
Prozessorgigant Intel hat seinen Produktfahrplan für die nächsten Jahre
aktualisiert . Danach muß sich die PC-Branche auf ein Feuerwerk neuer
Prozessoren und Chipsätze einstellen . Nach dem Celeron mit 433 MHz Taktfrequenz
, der für den 22. März erwartet wird , plant Intel nun auch eine Version mit 500
MHz . Diese soll im Juli auf den Markt kommen und anders als die Vorgänger mit
einem externen Systemtakt von 100 MHz arbeiten . Etwa zeitgleich soll es dann
auch eine Notebook-Version des Celeron-400 geben ; diese wird aber wie bisher
einem Systemtakt von 66 MHz laufen . Ebenfalls für den Notebook-Markt ist der
Mobil-Pentium-II-400 gedacht . Er wird aller Voraussicht nach in Intels
0,18-Mikron-Prozeß hergestellt und zur Jahresmitte herauskommen . Noch im 2.
Quartal dieses Jahres sollen Pentium-III-Prozessoren mit 550 und 600 MHz in den
Handel gelangen . Für den Workstation- und Server-Markt hält Intel den Pentium
III Xeon mit 550 MHz in der Hinterhand . Höherfrequente Xeon-Modelle mit mehr
als 600 MHz sind für das 2. Quartal vorgesehen . Mit einer neuen
Mikro-Architektur ( IA-32 ) soll irgendwann zwischen 2000 und 2001 der
Willamette-Prozessor für Desktops das Licht der Welt erblicken . Sein
Server-Pendant Foster ist für den gleichen Zeitraum geplant . Vorher soll aber
der Server-Prozessor Merced erscheinen . Erste Muster dieses in 0,18-µ
gefertigten IA-64-Prozessors will Intel Mitte dieses Jahres zeigen , in Serie
geht er aber nicht vor dem Sommer 2000 . Nach Merced folgt - gegen Ende des
Jahres 2001 - der doppelt so schnelle McKinley . Dessen preiswerte Variante
heißt " Deerfied " , ein in 0,13 µ gefertigter IA-64 Prozessor . Noch tiefer in
der Kristallkugel findet man den Server- und Workstation-Prozessor " Madison " .
Passende Chipsätze hat Intel ebenfalls in Planung . Der " Colusa " soll dem
Foster-Prozessor für Server und Workstations zur Seite stehen . Vorher beglückt
uns Intel aber mit hochintegrierten Chipsätzen für Einsteiger-PCs , die unter
anderem den Grafikkontroller enthalten sollen . Auf der Workstation-Seite folgt
im zweiten Quartal '99 der " Carmel " , der mit einem Systemtakt von 133 MHz
arbeiten , bis zu 4 GByte Hauptspeicher und einen 4X-AGP-Bus unterstützen soll .
Der erste Desktop-Chipsatz mit Direct-RDRAM-Unterstützung , der Intel 820 , soll
dagegen erst im dritten Quartal '99 erscheinen . Java im Handy Sun-Chef Scott
McNealy und Colly Myers , CEO von Symbian , haben eine Allianz zur Integration
der Java-Technologie in die EPOC-Plattform angekündigt . EPOC ist das
Betriebssystem für Smartphones , Communicators und PDAs von Ericsson , Motorola
, Nokia , Philips , Psion und weiteren Firmen . Die Verwendung von Java als
einheitliche Komponente in den mobilen Geräten ist gleichzeitig eine
Verzichtserklärung an Windows CE , mit dem Microsoft den Standard für den
mobilen Bereich setzen will . Scott McNealy bekennt sich jedoch weiterhin zu
Windows CE als Plattform für Personal Java , um eine universelle Kompatibilität
zu gewährleisten . Personal Java ist der kleine Bruder des herkömmlichen Java
und verzichtet auf Komponenten , die im mobilen Bereich nicht benötigt werden .
Office-Patch gegen versteckte ID-Nummern Microsoft hat mittlerweile die ersten
Patches zur Beseitigung versteckter ID-Nummern bereitgestellt . Der Microsoft
Office 97 Unique Identifier Patch ( direkter Download ) sorgt dafür , daß die
Office-97-Applikationen keine GUIDs mehr versteckt in Anwender-Dokumenten
anbringen . Der Patch setzt das Service Release 2 voraus . Mit dem Microsoft
Office 97 Unique Identifier Removal Tool ( direkter Download ) können Anwender
die ID-Nummern aus ihren Dokumenten entfernen . US-Außenministerium vermisst
Rechner mit Geheimdaten Ein Computer mit geheimen Informationen ist seit einer
Woche im amerikanischen Außenministerium verschwunden . Nach Angaben eines
Regierungsbeamten prüft das Bundeskriminalamt FBI , ob das Gerät aus dem als
sicher geltenden Konferenzraum der für Geheimdienstfragen zuständigen Abteilung
gestohlen wurde . Das berichtete am Montag die " Washington Post " . Es sei noch
offen , ob der Computer nur " verlegt " wurde . Er enthält dem Bericht zufolge
Informationen der höchsten Geheimnisstufe . Im vergangenen Jahr nahm das FBI
einen russischen Spion vor dem Ministerium fest . In einem Konferenzraum wurde
später eine Abhörwanze entdeckt . 1998 marschierte ein Mann unbehelligt in das
Vorzimmer von US-Außenministerin Madeleine Albright , nahm vor aller Augen einen
Stoß Dokumente an sich und verschwand . Er wurde bis heute nicht gefunden und
die Papiere wurden nie sicher gestellt . Apple schreibt wieder schwarze Zahlen
Nach einem schweren Rückschlag im Geschäftsverlauf ist Apple Computer wieder in
die Gewinnzone zurückgekehrt . Die Schätzungen lagen im Durchschnitt bei 1 Cent
. Die Firma hat damit jedenfalls mit Anstand den ersten Teil des Versprechens
eingelöst , das CEO Steve Jobs bei der Bekanntgabe der desolaten Ergebnisse für
das Dezemberquartal gemacht hatte : Apple werde vom kommenden Quartal an wieder
schwarze Zahlen schreiben . Einen wesentlichen Anteil am guten Ergebnis hat
offenbar der Markterfolg des Titanium-Powerbook , bei dem Apple vermutlich eine
hohe Marge erzielt . Die kräftige Nachfrage nach Mac OS X dürfte ebenfalls ihren
Teil beigetragen haben ; nachdem die Entwicklungskosten bereits im Vorfeld
ausgegeben worden sind , schlägt der Software-Umsatz fast in voller Höhe auf den
Gewinn vor Steuern durch . Hingegen finden die bunten iMacs , die seit
zweieinhalb Jahren nur behutsame Modellpflege erfahren haben , allem Anschein
nach keinen reißenden Absatz mehr . Beobachter rechnen deshalb mit einer
baldigen Neuauflage des iMac und erwarten in der zweiten Jahreshälfte neue
G4-Modelle mit deutlich höherer Prozessortaktfrequenz . Letzteres hängt freilich
kaum von Apple ab , sondern vom Zulieferer Motorola , dessen Probleme mit der
Produktion schnellerer Prozessoren Apple schon mehrfach Absatzchancen vermasselt
haben . Abmahnung : Microsoft und Gravenreuth einigen sich Sicherheit : Probleme
mit Java und JavaScript Patente : IBM kassiert ab Apple mit 708 Mio Dollar
Verlust Ein beträchtlicher Anteil davon entfällt - ebenfalls erwartungsgemäß -
auf den NeXT-Kauf ( 375 Mio ) und auf Abfindungen im Zusammenhang mit der
jüngsten Entlassungswelle . Schuld daran waren unter anderem Lieferverzögerungen
bei den kürzlich angekündigten Top-Modellen : Gerüchte um 300er Pentium II Nach
Insider-Gerüchten will Intel im Mai Pentium-II-Prozessoren mit 300 MHz
Taktfrequenz vorstellen . Damit fiele die Performance-Krone in der x86-Liga
wieder eindeutig an den Marktführer zurück , nachdem Konkurrent AMD mit dem seit
Anfang April lieferbaren K6 zeitweilig einen ungefähren Gleichstand erreicht
hatte . Andere Quellen berichten demgegenüber , daß Intel schon die Fertigung
von 266-MHz-Chips große Probleme bereite . Zwar wolle man unbedingt eine
266er-Topversion herausbringen , um das Technologieführer-Image zu erhalten .
Daß der Pentium II mit mehr als den ursprünglich erwarteten 233 MHz debütieren
wird , steht mittlerweile fest : In den vergangenen Wochen hat Intel zumindest
die Großabnehmer mit 266-MHz-Prozessoren ausgerüstet , so daß in der Werbung die
Top-Modelle dieser Frequenzklasse herausgestellt werden können . Mehrere c't
vorliegende Exemplare lassen sich ohne erkennbares Fehlverhalten mit 300 MHz
übertakten . Bei der Fertigung von Prozessoren kommen generell Chips
verschiedener Qualität heraus , die anschließend geprüft und in Frequenzklassen
eingestuft werden . Der Anteil der besonders gut gelungenen Exemplare ist
gewöhnlich bei Produktionsbeginn sehr gering und wird erst im Laufe der Zeit
durch Modifikation von Herstellungsschritten langsam gesteigert . Alles weitere
regelt sich über Preise und Verfügbarkeit . ZDF auf Schmusekurs mit Bill Gates
Ausgerechnet eine deutsche öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt fühlt sich
berufen , Bill Gates beim Aufbau seines weltumspannenden Medien-Konzern zu
helfen : Am Mittwoch wurde bekannt , daß das Mainzer ZDF jetzt auch mit MSNBC ,
Microsofts Joint Venture mit dem US-Nachrichtensender NBC , gemeinsame Sache
machen will . Ab August sollen 20 Redakteure deutschsprachige Nachrichten für
den ( bisher ) nur per Internet zu empfangenen Microsoft-Nachrichtenkanal
fabrizieren . Das ZDF trägt dazu laut MSNBC " mit einer beträchtlichen
Investition " bei . Bereits seit einigen Monaten liefert das ZDF Inhalte für
Microsofts Online-Dienst MSN , der bis dahin in Deutschland kaum Teilnehmer
hatte , und demonstriert seither täglich auf der Mattscheibe mit dem Domainnamen
" zdfmsn " seine Nähe zu dem Software-Monopolisten . Fusion von Terra und Lycos
besiegelt Die Übernahme von Lycos Inc. durch den spanischen Internet-Anbieter
Terra Networks S.A. ist beschlossene Sache . Terra Networks , eine Tochter des
spanischen Telekomriesen Telefonica , will pro Lycos-Aktie 97,55 Dollar zahlen .
Telefonica-Chef Juan Villalonga wird Präsident des neuen Konzerns , Lycos-Chef
Bob Davis dessen geschäftsführender Vorstandsvorsitzender . Lycos kann im
Gegenzug auf den lateinamerikanischen Markt vordringen . Die Bertelsmann AG ist
bereits an der europäischen Niederlassung von Lycos beteiligt . Mit dem Kauf
übernimmt erstmals ein europäisches Internet-Unternehmen einen der großen
Anbieter in den USA . BGH : Gattungsbegriffe als Domainnamen frei
Gattungsbegriffe sind als Domainnamen grundsätzlich frei verwendbar . Mit dieser
Grundsatzentscheidung hat der Bundesgerichtshof ( BGH ) in Karlsruhe heute einer
langen Serie von Streitigkeiten um Internet-Adressen ein Ende gesetzt . Als
Maßstab legte das oberste deutsche Zivilgericht einmal mehr das Leitbild des "
mündigen " Verbrauchers zu Grunde : Der durchschnittlich unterrichtete und
verständige Bürger wisse in der Regel , dass es sich bei der mit einem
Gattungsbegriff bezeichneten Website nicht um das alleinige Angebot handele .
Anders , so die Richter , sei aber bei einer möglichen Irreführung des
Verbrauchers durch den generischen Domainnamen zu entscheiden . Dieser Frage sei
das Oberlandesgericht Hamburg im konkreten Streitfall mitwohnzentrale.de , der
zur Entscheidung anstand , nicht genügend nachgegangen . Der Fall wurde an die
Berufungsinstanz zurückverwiesen . Sie muss jetzt erneut prüfen , ob die
Verwendung dieses Domainnamens durch den Ring Europäischer Mitwohnzentralen (
REM ) zulässig ist . Wenn bestimmte generische Namen freigehalten werden sollen
, etwa Branchenbezeichnungen für entsprechende Portale , ist erst einmal der
Gesetzgeber gefragt . Bisher bestehe dafür keine gesetzliche Grundlage , so der
BGH . In einem weiteren Verfahren urteilte der Bundesgerichtshof heute ,
inwieweit die Registrierungsstelle für Domainnamen ( DENIC ) zur Prüfung von
Rechten Dritter bei der Registrierung verpflichtet ist . Dies ist dem Urteil
zufolge nur bei einer ganz offensichtlichen Verletzung der Fall , etwa wenn ein
rechtskräftiger Titel oder eine vergleichbare Rechtsposition vorliegt . Die
Klägerin in diesem Rechtsstreit , die Frankfurter Messe Ambiente , unterlag mit
ihrem Begehren , der DENIC eine weiter gehende Verpflichtung aufzuerlegen .
Low-End-PC vs. Internet-Konsolen Mit einem Billig-PC für 997 US-Dollar ( ca.
1500 DM ) will AST sich aus den roten Zahlen retten . Um den niedrigen
Einstandspreis zu erreichen , greift AST auf Technik von gestern zurück : Die
Maschine wird von einem 486DX2 mit 66 MHz getrieben . Sie kommt mit 8 MByte RAM
, einer 540-MByte-Festplatte und einem 4-fach-CD-ROM-Laufwerk . Ein
14-ZOLL-Monitor gehört zum Paket . Windows 95 und diverse Anwendungsprogramme
sind vorinstalliert . Mit dieser Ausstattung wird der Billig-PC womöglich zu
einem starken Konkurrenten für Oracles Internet-Konsole . Oracle gab inzwischen
eine Liste mit mehr als 20 Hersteller bekannt , die Low-Cost-Netzwerkkonsolen
fertigen wollen . Allein im Markt ist Oracle ohnehin nicht : Apple-Lizenznehmer
Bandai plant , eine Internet-fähige Variante der Pippin-Konsole anzubieten . Das
Gerät soll ab September für 599 Dollar in den USA vertrieben werden . Es basiert
auf einem PowerPC 603 und arbeitet mit einem abgestrippten MacOS , das von
CD-ROM geladen wird . Dataquest weissagt Erfolg für NT Windows NT wird im Jahr
1996 das stärkste Wachstum der Marktanteile unter allen Betriebssystem aufweisen
. Nach Meinung von Chris Le Tocq , Analytiker beim kalifornischen
Marktforschungsinstitut Dataquest , haben viele Unternehmen in Erwartung von NT
4.0 gar nicht erst auf Windows 95 umgesattelt . "Amiga"-Comeback angekündigt Auf
der Londoner Konferenz " World of Amiga " vernahmen unverzagte Fans der
mittlerweile zum Kultobjekt avancierten Computerfamilie wieder einmal die
Botschaft : Amiga lebt , soll weiterentwickelt werden und wird neu erstehen .
Wie der Amiga der Zukunft aussehen könnte , steht freilich noch in den Sternen .
Jeff Schindler , Chef der inzwischen vom PC-Direktversender Gateway aufgekauften
Firma Amiga , sprach in seiner Rede von einer Wandlung zu einem reinen
Software-Unternehmen und deutete an , daß ein neues AmigaOS seine
Zweckbestimmung in Set-Top-Boxen finden könnte . Die 1986 von Commodore
eingeführten Amiga-Systeme zählten zeitweilig zu den meistverkauften
Homecomputern . Die für damalige Verhältnisse richtungsweisende
Multimedia-Integration und das fortschrittliche Multitasking-Betriebssystem
verhalfen der Rechnerfamilie zu einer begeisterten Anhängerschaft . Commodore
versäumte es jedoch , den Erfolg systematisch auszubauen , und mußte 1994 den
Konkurs anmelden . Microsoft angeblich Opfer von Spionage Das berichteten
US-Medien am Freitag . Anfang der Woche sei in ein Büro des Softwaregiganten in
der Hauptstadt Washington eingebrochen worden . Eine Privatdetektivin habe
angeblich den Arbeitern einer Putzkolonne 700 Dollar für den Papiermüll einer
mit Microsoft verbündeten Lobbygruppe angeboten . ACT wird unter anderem mit
Microsoft-Geld unterstützt und wendet sich gegen die Regierungsposition im
Kartellverfahren . Die Frau soll Mitarbeiterin eines Detektivbüros namens
Investigative Group International ( IGI ) sein , das laut Wired News bekannt ist
für seine " prominenten Clienten , aggressive Taktiken und enge Verbindung zu
Präsident Clinton und seiner Frau Hillary " . Kurz nach den Besuchen der
Privatermittlerin bei ACT kam es zu mehreren Einbrüchen in einem Washingtoner
Gebäude , in dem auch Microsoft ein Büro unterhält . Die Tür des Firmenbüros war
von den Einbrechern geöffnet worden , Dokumente verschwanden nach Angaben eines
Microsoft-Sprechers allerdings nicht . Den Berichten zufolge gibt es keinerlei
Beleg dafür , dass IGI im Auftrag der US-Regierung oder einer Behörde arbeitet .
Es werden Microsoft-nahe Quellen mit der Vermutung zitiert , dass ein
Wettbewerber den Spionageauftrag erteilt habe , um an Informationen zu gelangen
, die bei der Lobbyarbeit oder in PR-Schlachten gegen Microsoft eingesetzt
werden könnten . Die Washingtoner Polizei ermittelt in beiden Fällen . Bell
Atlantic darf GTE schlucken In den USA entsteht ein neuer Telefongigant . Die
amerikanische Aufsichtsbehörde FCC ( Federal Communications Commission ) hat am
Freitag die seit zwei Jahren geplante Fusion zwischen den US-Telefonriesen Bell
Atlantic und GTE genehmigt . Es war die letzte Hürde vor dem Zusammenschluss ,
der nun bis Monatsende über die Bühne gehen soll . Warmer Lizenzregen für Rambus
Chipdesigner Rambus hat an der Patent-Front einen strategischen Sieg errungen .
Am Freitag wurde bekannt , dass der japanische Elektronikgigant Toshiba sich
verpflichtet hat , Lizenzgebühren für Speicherbausteine an Rambus zu entrichten
. Dabei geht es ironischerweise nicht um die umstrittene Rambus-Technik ( RDRAM
) , die dem Geldgeber und Hauptlizenznehmer Intel bisher vornehmlich Ärger
eingetragen hat , sondern um herkömmliche SDRAMs und die schnelleren DDR-Chips .
Beobachter merken an , dass Toshiba für DDR-Speicher mehr Lizenzgebühren zahlen
muss als für RDRAM . " Wir glauben , dass DDR entwickelt wurde , um mit Rambus
zu konkurrieren " , sagte Rambus-Manager Avo Kanadjian in einem Interview . " Da
das Design unser geistiges Eigentum nutzt , steht uns eine Kompensation zu . "
Der Rambus-Aktienkurs schnellte nach Bekanntgabe der Lizenzvereinbarung um 46
Prozent nach oben . Der Deal mit Toshiba scheint die Position von Rambus zu
stützen , wonach praktisch die gesamte Speicherindustrie verpflichtet sei ,
Gebühren für die Nutzung der Patente zu zahlen , die Rambus bereits 1990
angemeldet hat . Wegen Verletzung dieser Patente hatte Rambus Anfang des Jahres
eine Klage gegen Hitachi eingereicht . Becker wollte " Sportgate " angeblich
retten Boris Becker soll bereit gewesen sein , das insolvente Internet-Portal
Sportgate neu zu finanzieren . Der dreimalige Wimbledon-Sieger habe seinen
Anteil von 60 auf 80 bis 90 Prozent erhöhen wollen , berichtet die Welt am
Sonntag unter Berufung auf Gesellschafter . Darüber seien sich Becker-Berater
Thomas Deissenberger und der Vorstands-Vorsitzende des Internet-Unternehmens
Pixelpark , Paulus Neef , einig gewesen . Beckers Vertreter hätten dagegen "
deutlich weniger " geboten . Bislang habe Neef keinen nachweislich
Interessierten vorgestellt , der für ihn diese Zahlung übernehmen könnte . Neef
ist über die Pixelpark-Tochter Venture Park und als Privatperson an Sportgate
beteiligt . Deissenberger wies gegenüber der Welt am Sonntag die Kritik von
Helmut Thoma zurück . Der Vorstandsvorsitzende von Sportgate und früherer Chef
des Privatsenders RTL hatte Becker vorgeworfen , er wisse alles besser und dulde
neben sich eigentlich keinen Berater . Dazu sagte Deissenberger : Hohes
Gefahrenpotential durch " Virenbasteln für Dummies " Mit einer einfachen
Software und wenigen Mausklicks kann jeder Windows-Nutzer seinen eigenen
Computervirus basteln . Tests der c't-Redaktion zeigen , dass Antivirenprogramme
für solche Baukasten-Schädlinge oft blind sind . In Zukunft droht eine wahre
Virenepidemie . Der Baukasten-Wurm Kournikova war Anfang des Jahres ein Vorbote
: Eine E-Mail versprach dem Empfänger ein Foto der Tennisspielerin im Anhang .
Wer es betrachten wollte , hatte mit einem Doppelklick auf den Anhang nicht nur
seinen eigenen Rechner infiziert , sondern den E-Mail-Wurm auch an sämtliche
gespeicherten E-Mail-Adressen weiter verschickt . Eine kinderleichte Sache : Mit
Hilfe so genannter Virus Construction Kits kann sich ein Anwender ohne jegliche
Programmierpraxis im Handumdrehen seinen eigenen Virus bauen und über das
Internet unzählige Computer damit anstecken . Mehr als 50 solcher Virenbaukästen
stehen in einschlägigen Internet-Archiven zum Download bereit . c't-Redakteur
Jürgen Schmidt warnt allerdings davor , sie aus Neugier einfach auszuprobieren :
Das liegt daran , dass die neueren Construction Kits bereits
Verschlüsselungsfunktionen enthalten . Schmidt : " Es ist keine Frage mehr , ob
demnächst ein neuer Virus auftauchen wird , den das eingesetzte
Antivirenprogramm nicht erkennt , sondern nur noch , wann er kommt , und was er
anrichtet . " Lesen Sie den ausführlichen Bericht in der aktuellen c't-Ausgabe
13/01 . Kein neuer Deal zwischen AOL und Microsoft Nach langem Hin und Her sind
die Verhandlungen zwischen dem Medienriesen AOL Time Warner und dem
Softwaregiganten Microsoft über eine Fortführung ihrer Marketingpartnerschaft
endgültig geplatzt . AOL wollte erreichen , dass seine Zugangssoftware mit dem
kommenden Windows XP gebündelt wird - wie mit allen Windows-Versionen in den
vergangenen Jahren . Nach dem Auslaufen eines entsprechenden Vertrags im Januar
verlangte Microsoft dafür weitgehende Zugeständnisse . Die langjährigen
Geschäftspartner sind sich offenbar zutiefst uneinig . Nicht einmal über die
Gründe für den Dissens gibt es eine gemeinsame Auffassung . Microsoft-Sprecher
Vivek Varma gab an , die Gespräche seien an mehreren Punkten gescheitert , unter
anderem an AOLs Weigerung , seinen Instant Messenger mit dem von Microsoft
kompatibel zu machen und das Windows Media Format zu unterstützen . AOL hingegen
nannte als einzigen wesentlichen Grund den Streit um digitale Medien : Microsoft
habe es darauf angelegt , den langjährigen AOL-Partner RealNetworks auszubooten
. Nach Insiderinformationen , über die der Onlinedienst CNet berichtet , hatte
Microsoft außerdem eine Klausel verlangt , wonach beide Seiten künftig auf
Rechtsmittel gegeneinander verzichten sollten . Das Softwareunternehmen wollte
seine Monopol-Vorwürfe gegen AOL wegen dessen proprietärer Messaging-Software
zurücknehmen . AOL sollte sich aus der Antitrust-Kampagne gegen Microsoft
zurückziehen . Auch auf diese Bedingung habe AOL nicht eingehen wollen .
MP3-Konkurrent Ogg Vorbis hat Premiere Der MP3-Konkurrent Ogg Vorbis verlässt
das Beta-Stadium : Heute soll die finale Version der Open-Source-Software zur
Audiokomprimierung herauskommen . Das Open Source Projekt Ogg Vorbis war vor
über einem Jahr mit der Ankündigung an die Öffentlichkeit getreten , einen
Audio-Codec entwickeln zu wollen , für den im Unterschied zu MP3 keine
Lizenzgebühren anfallen . Mit der Software-Version 1.0 , die noch am heutigen
Sonntag zum Download bereitgestellt werden soll , wollen die Entwickler
endgültig das Beta-Stadium verlassen . Der Codec komprimiert Audio-Daten von
44,1 bis 48 kHz und Musikdaten mit festen und variablen Bitraten von 16 bis 128
kBit/s pro Kanal . Damit ist Ogg Vorbis mit den Formaten MP3 , AAC , TwinVQ und
PAC vergleichbar . Die neue Version soll zusätzliche Funktionen wie Kaskadierung
und Kanal-Kopplung beinhalten , die im Beta Release 4 noch fehlten . Das
Audioformat Ogg Vorbis ist erst der Anfang : Im Rahmen des Xiphophorus Ogg
Multimedia Projekts sollen weitere Multimedia Codecs als Open-Source-Software
entwickelt werden . Streit um amerikanische Website-Hitparade Die
Jupiter-Webseitenstatistik für die USA vom Monat Mai hat einen Streit über die
Aussagekraft dieser Zugriffszahlen ausgelöst . Laut Jupiter hat nämlich der eher
unbekannte Kamerahändler X10 mit Hilfe einer aggressiven Online-Werbekampagne
den fünften Platz unter den meistbesuchten Websites der USA erreicht . Damit
ließ er Branchengrößen wie Excite@Home , Amazon.com und Walt Disney hinter sich
. Jupiter-Konkurrent Nielsen strich die werbebasierten Zugriffe auf die X10-Site
deshalb aus dem eigenen Netrating heraus . So landete X10 bei Nielsen nur auf
Platz 123 . Das Vorgehen von Nielsen wird von vielen Internet-Werbe-Experten
unterstützt . Die X10-Popups seien " keinesfalls eine Webseite " , sagte Rich
LeFurgy , der das Interactive Advertising Bureau leitet . Die Jupiter-Zahlen von
X10 sagten nichts über die Besucherzahlen der Webseite aus , sondern nur über
Reichweite der Werbekampagne . Der " Erfolg " von X10 könnte andere Anbieter
dazu ermuntern , ebenfalls auf unseriöse Weise ihre Zugriffszahlen zu steigern .
X10 verteidigte hingegen seine Werbestrategie : " Auch wenn Surfer nicht bewusst
die Webseite ansteuern , so gehört das Betrachten der Seite zu ihrem
Surf-Erlebnis dazu " , sagte ein Unternehmenssprecher . Wissenschaftler :
Abnehmen per Internet funktioniert Abspecken per Internet ist nach Einschätzung
des Göttinger Ernährungswissenschaftlers Prof. Volker Pudel eine ernst
zunehmende Methode zur Gewichtreduzierung . Diese Zwischenbilanz zog der
Göttinger Ernährungswissenschafter 18 Monate nach dem Start eines in dieser Form
einzigartigen Programms . Die bislang rund 6500 Teilnehmer des Projekts Slimnet
hätten allein während der Kernphase des Online-Programms im Durchschnitt acht
Kilogramm verloren , sagte Pudel am Wochenende während des ersten
Teilnehmertreffens in Göttingen . Das Besondere an Slimnet sei der ständige
Dialog im Internet in einer festen Gruppe unter Anleitung eines geschulten
Trainers . Die Grundidee sei , mit wöchentlichen virtuellen Gruppentreffen ,
einer Ernährungsberatung per E-Mail und speziell abgestimmten Lebensmitteln
dauerhaft Gewicht zu verlieren , sagte Pudel . Die Teilnahme an den Chats habe
sich als wichtiges Instrument des Abspeckens erwiesen , berichtete die
Psychologin Gina Bode . Am Bildschirm entstehe ein echtes Gruppengefühl . " Wir
reden gemeinsam über alles , geben Unterstützung , manchmal auch Trost und
Zuspruch . " Die Teilnahme an Slimnet ist kostenlos . Finanziert wird das
Programm über speziell hergestellte Nahrungsmittel , die im Online-Shop zu
bestellen sind . Eine Tagesration kostet bis zu 19 Mark . Weitere Lebensmittel
sind darüber hinaus nicht erforderlich . Nachdem die Teilnehmer mit den
speziellen Mahlzeiten in der Kernphase des Projektes 18 Wochen lang abgenommen
haben , wird die Diät-Nahrung wieder abgesetzt . In der nächsten Phase sollen
die zuvor Übergewichtigen durch Verhaltensänderungen und bewusstes Einkaufen und
Essen dazu gebracht werden , ihr Wunschgewicht zu halten . Apple will
Marktanteil verdoppeln Apple Computer erwartet in seinem Ende September
ablaufenden Geschäftsjahr ein Wachstum von 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr und
wird damit voraussichtlich Dell als den am schnellsten wachsenden PC-Hersteller
überholen . Das kündigte der sonst eher für Zurückhaltung bekannte
Apple-Finanzchef Fred Anderson laut Berichten in der australischen Presse bei
einem Besuch in Sidney an . " Wir sind wieder innovativ , wir sind wieder die
coole Company " , sagte Anderson . Anderson erwartet den Berichten zufolge ,
dass Apple binnen zwei Jahren seinen weltweiten Marktanteil von derzeit 4
Prozent verdoppeln kann . " Mit dieser Performance sind wir wieder ein
Wachstumsunternehmen " , sagte er . Das Computerunternehmen aus Cupertino stand
1997 nach einer Serie von Managementfehlern am Rande des Ruins . Als
Mitbegründer Steve Jobs nach Jahren der Trennung zu Apple zurückkehrte und
wieder die Führung übernahm , hatte ihm Michael Dell öffentlich den Rat erteilt
, die angeschlagene Firma zu schließen und den Aktionären ihr Geld zurückzugeben
. Seither zieht die Apple-Führungsriege immer wieder den Vergleich zu dem
erfolgreichen Direktversender , der mittlerweile die Marktführung in den USA
übernommen hat . Verbraucherzentrale warnt vor " Gratis-Handys " Die
Verbraucher-Zentrale Kassel hat vor angeblich kostenlosen Mobilfunktelefonen
gewarnt . Der Anbieter eines "Gratis"-Handys , die österreichische Versandfirma
Edelweiß , sei bereits wegen unseriöser Gewinnspiele bekannt , teilte die
Beratungsstelle Kassel am Montag mit . Mit der Unterschrift unter die
Anforderung des kostenlosen Handys werde automatisch ein Netzkartenvertrag bei
E-Plus mit einer Laufzeit von zwei Jahren abgeschlossen . Dafür seien dann
insgesamt 600 Mark zu bezahlen , selbst wenn das Handy nie benutzt werde ,
berichtete die Verbraucherzentrale . Privatisierung von Thomson Multimedia
beginnt In Frankreich beginnt am Montag die Privatisierung des weltweit
viertgrößten Elektronikkonzerns Thomson Multimedia ( TMM ) , bei der der Staat
seinen Anteil von 51,7 auf 35 Prozent reduzieren will . Bei der komplexen
Operation stößt zum einen der Staat seine über die Holding Thomson SA gehaltenen
Anteile ab , zum anderen werden eine Kapitalerhöhung vorgenommen und
Wandelanleihen ausgegeben . Die Zeichnungsfrist mit vorgeschalteter
Reservierungsperiode endet am 4. Oktober . Wichtigste Anteilseigner sind bisher
der amerikanische Satelliten-TV-Anbieter DirectTV ( 5,19 Prozent ) , der
japanische NEC-Konzern ( 6,8 ) , der US-Softwaregigant Microsoft ( 6,8 ) sowie
die französische Alcatel-Gruppe ( 6,8 ) . 5,54 Prozent halten die Mitarbeiter
und 17,1 Prozent sind in Streubesitz . Kanzler will Internetzugang für alle
schaffen Das ist das Ziel eines 10-Punkte-Programms , das Bundeskanzler Gerhard
Schröder nach Informationen der Berliner Zeitung am Montag in Hannover
anlässlich eines Kongresses der Initiative D21 vorstellen wird . Das
10-Punkte-Programm soll laut dem Bericht verhindern , dass Menschen vom Internet
ausgeschlossen werden , nur weil sie finanzielle Mittel oder Fertigkeiten nicht
besäßen . Auch öffentlichen Büchereien sollen einen kostenlosen Zugang zum
Internet bekommen . Dazu soll das Sponsoring von Personalcomputern an Schulen
und sonstigen Bildungseinrichtungen durch die Wirtschaft gefördert werden .
Bereits von Oktober an sollen nach Schröders Plänen Arbeitsämter jedem
Arbeitslosen anbieten , durch einen " Internetführerschein " die erforderlichen
Grundkenntnisse im Umgang mit dem Datennetz zu erlangen . Schröder will laut
Bericht außerdem allen Arbeitnehmern Steuerfreiheit für die private
Internet-Nutzung auf Computern des Arbeitgebers gewähren . Bisher gab es im
Bundesfinanzministerium Pläne , darin einen lohnähnlichen " geldwerten Vorteil "
zu sehen und deshalb Einkommensteuer darauf zu erheben . Arbeitnehmer , die
ihren privaten PC überwiegend beruflich nutzen , sollen diesen in Zukunft auch
dann als Werbungskosten steuerlich geltend machen können , wenn das Gerät über
einen Internet-Anschluss verfügt . Apple : Marketing-Chef tritt zurück Einen Tag
nach der Ernennung von Steve Jobs zum Interim-CEO hat Apple-Vizepräsident
Guerrino de Luca , weltweit zuständig für Marketing , seinen Rücktritt erklärt .
Zuvor mehrten sich Gerüchte , wonach Apple demnächst einem großen Teil seiner
Handelspartner den Status als " autorisierte Händler " entziehen und zum
Direktverkauf übergehen wolle . De Luca , der seinen Posten erst im Februar
angetreten hatte , gab die übliche Erklärung ab : Er habe persönliche Gründe ,
die Entscheidung reflektiere nicht seine Einschätzung von Apples
Zukunftsaussichten . Standard für digitale Displays in Sicht Intel gab auf dem
Developer Forum in Palm Springs die Bildung einer firmenübergreifenden
Arbeitsgruppe bekannt , die die Aufgabe hat , den Anschluß digitaler Displays zu
vereinheitlichen . Mit Intel , Compaq , Dell , Fujitsu , Hewlett Packard , IBM ,
Microsoft , NEC und Silicon Image dürfte das Gremium hinreichend gut besetzt
sein , um auf dem stark wachsenden Gebiet der digitalen Displays einen Standard
zu setzen . Das wird auch allmählich Zeit , denn zur Zeit herrscht hier ein
ziemliches Durcheinander . Man hofft , die Spezifikation Anfang nächsten Jahres
fertig zu haben . Lotus eSuite wird eingestellt Nun ist es offiziell : eine
Lotus-Sprecherin bestätigte c't auf Anfrage , dass Lotus eSuite nicht weiter
vermarktet wird . Lotus eSuite ist eine Familie von mit Java entwickelten
Office-Komponenten , die zum einen als DevPack für Entwickler und als Workplace
für Endanwender angeboten wurde . Mit dem Release 2.0 hatte Lotus gerade all das
fertiggestellt , was potenzielle Kunden bereits vom Release 1.0 erwartet hatten
, etwa Import/Exportfilter für MS Office und eine Rechtschreibkorrektur . Die
Technologie hat sich als tragfähig erwiesen ; allein der Zielmarkt der von Larry
Ellison skizzierten Network Computer ( NC ) hat sich nicht manifestiert . Wegen
anhaltendem wirtschaftlichen Misserfolgs zieht Lotus nun die Konsequenzen . Die
eSuite-Komponenten werden jedoch nicht verschwinden , sondern in die
Domino-Plattform integriert . Lotus hat bereits mit Domino R5 begonnen , Teile
von Notes nach Java zu portieren . In diesem Umfeld lassen sich die
eSuite-Komponenten gut wiederverwenden . Apple schreibt wieder schwarze Zahlen
Es ist das erste in schwarzen Zahlen geschriebene Quartalsergebnis nach einem
dramatischen Krisenjahr . Die unerwartete Wendung schreiben die Beobachter jetzt
dem strikten Sparkurs unter der Führung von Gilbert F. Amelio zu . Apple hat
seine Belegschaft seit September 1995 von über 17000 auf 13400 Köpfe reduziert .
Die Produktpalette wurde gestrafft , unprofitable Produkte gestrichen . So
gelang es , trotz des im Jahresvergleich um 23% gesunkenen Umsatzes einen Profit
von 20 Cent pro Aktie zu erwirtschaften . Die Tageszeitung San Jose Mercury News
zitierte einen verblüfften Dataquest-Marktforscher : " Was kann man dazu sagen ,
außer , daß es absolut unglaublich ist . " Vor einigen Tagen bereits hatte ein
ungewöhnlich vergnügter Marco Landi , Apples Chief Operating Officer , in einem
Interview mit dem Mercury News versichert , Apples werde 1997 wieder ganz
prächtig dastehen . Landi kündigte neue Low-Cost-Modelle mit Preisen zu 700
Dollar und Power Macintosh-Systeme mit 350 bis 500 MHz Taktfrequenz noch für das
nächste Jahr an . Demgegenüber erwartet die Fachwelt bei Intels Prozessoren
lediglich eine Steigerung der Taktfrequenz auf 266 MHz . Ende 1997 werde Apple
wieder eine klare Führung im Notebook-Markt haben , sagte Landi . Künftig
Handy-Zonen in ICE-Zügen In den ICE-Zügen der Deutschen Bahn gibt es ab sofort
jeweils zwei Wagen mit Empfangsverstärkern zum Mobiltelefonieren . Die
entsprechenden Bereiche sind in allen ICE-2-Zügen bereits mit speziellen
Kennzeichnungen versehen worden , wie die Deutsche Bahn in Frankfurt mitteilt .
In den älteren ICE-1-Zügen sollen solche Piktogramme bald folgen . Andererseits
soll es in den Zügen künftig Ruhezonen geben , in denen Handy-Telefonate
verboten sind ; Plätze für beide Bereiche können gezielt reserviert werden .
Focus : France Telekom will bei Mobilcom einsteigen France Telecom will sich
nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins " Focus " zu 20 Prozent an der
deutschen Telefongesellschaft Mobilcom beteiligen . Entsprechende Gespräche habe
Mobilcom-Chef und Mehrheitsaktionär Gerhard Schmid am Dienstag mit France
Telecom in Paris geführt . Da sich Mobilcom zusammen mit Debitel um eine Lizenz
für die nächste Mobilfunkgeneration UMTS bewirbt , sei das im Mobilfunk ,
Festnetz und Internet tätige Unternehmen für France Telecom besonders
interessant . Ex-Infoseek-Chef gesteht Kindersex-Absichten Der Prozess gegen den
früheren Infoseek-Geschäftsführer Patrick Naughton hat eine überraschende Wende
genommen . Der 34-Jährige hat sich am Freitag in Los Angeles schuldig bekannt .
Er habe versucht , Sex mit einer minderjährigen Internet-Chatpartnerin zu
arrangieren , räumte der Angeklagte vor Gericht ein . Naughton hatte die
Vorwürfe monatelang bestritten . Das Computergenie , einer der Mit-Erfinder der
Programmiersprache Java , war im September vergangenen Jahres zu einem
vermeintlichen Rendezvous von Seattle nach Los Angeles gereist . Die angeblich
13-jährige Chat-Partnerin hatte sich dabei als FBI-Agentin entpuppt . Nach
seiner Festnahme verlor Naughton seinen Job als Vize-Präsident des
Disney-Tochterunternehmens " GO Network " . Vor Gericht hatte sich Naughton
bisher mit dem Argument verteidigt , er habe gewusst , dass er es mit einer
erwachsenen Frau zu tun habe und habe deshalb keine Straftat begangen . In der
nächsten Woche hätte wegen Verfahrensfehlern bei der ursprünglichen Verurteilung
eigentlich ein neuer Prozess gegen Naughton beginnen sollen . Stattdessen will
das Gericht jetzt am 5. Juni ein Urteil sprechen . Sicherheitsloch bei
Emissionshaus net.IPO Bei dem Internet-Emissionshaus net.IPO ist es am Freitag
offenbar zu einer Sicherheitspanne gekommen . In einem Online-Diskussionsforum
berichtete ein Kunde , er sei auf dem Server der Firma zufällig auf eine Liste
mit Kundendaten für die Erstemission von ACG-Aktien gestoßen . Die Datei
kursiert inzwischen im Internet . Sie enthält über 3000 Datensätze mit
Kundennummern , Namen , Bankverbindungen und Abbuchungsbeträgen . Die Firma hat
das Sicherheitsloch unterdessen bestätigt : Es habe jedoch keine unberechtigte
Zugriffsmöglichkeit auf die Datenbanken mit vertraulichen Kundendaten bestanden
. Iridium-Satelliten sollen verglühen Die amerikanische
Satelliten-Telefongesellschaft Iridium LLC wird ihren Dienst einstellen und
Vorbereitungen für eine Zerstörung ihrer 66 regulären und acht Ersatzsatelliten
im Weltall treffen . Es handelt sich um eine der spektakulärste
Hochtechnologie-Pleiten , die es je gegeben hat . Iridium will deshalb seinen
kommerziellen Dienst einstellen und den Liquidationsprozess für das Unternehmen
beginnen . Motorola will das Satellitennetz noch " für eine begrenzte Zeit "
aufrechterhalten bis ein endgültiger Plan ausgearbeitet ist , wie die Satelliten
wieder aus ihrer Umlaufbahn gebracht werden können . Iridium-Kunden in
entlegenen Gebieten wolle man zwischenzeitlich helfen , alternative
Kommunikationsmöglichkeiten zu finden , teilte die Firma weiter mit . Dort
sollen sie verglühen , ohne vorher andere Satelliten im Weltall zu beschädigen
oder auf besiedelte Gebiete zu fallen . Bertelsmann will für 75 Milliarden
einkaufen Dies sei eine schöne Perspektive , sagte Middelhoff . Für uns heißt
das : Middelhoff will vor allem in den Ausbau des Buch- und Musik-Geschäfts
investieren . So gebe es Lücken bei den Buchverlagen in der spanischsprachigen
Welt , in Frankreich , Italien und Asien . Außerdem will Middelhoff die Position
von BMG im Musikgeschäft verbessern . Siemens Halbleiter wird zu " Infineon "
Siemens wird seinen Halbleiterbereich mit 25000 Beschäftigten zum 1. April
ausgliedern und unter einem völlig neuen Namen an die Börse bringen . Dresden
solle dabei das " Leitwerk " der neuen Gesellschaft bleiben , sagte Ulrich
Schumacher , bislang Halbleiterchef und künftig Vorstandsvorsitzender der neuen
AG am Mittwoch in München . Aufgrund der vorhandenen Infrastruktur habe Dresden
ferner die besten Chancen als Standort für eine künftige
300-Millimeter-Wafer-Fabrik . Siemens hatte erst kürzlich bekanntgeben , daß es
zusammen mit Motorola gelungen sei , die bislang größten Siliziumscheiben für
die Chipfertigung zu entwickeln und hatte dies als einen Durchbruch in der
Chiptechnologie gefeiert . Die Entwicklungsarbeiten laufen aber noch bis 2001 .
Die Halbleitersparte von Siemens soll künftig Infineon Technologies AG heißen
und ihren Sitz in München haben . " Sämtliche Mitarbeiter und Werke des
Halbleiterbereichs werden übernommen " , sagte Schumacher . Aufgrund der seit
einigen Monaten stabilen Chip-Preise und der steigenden Nachfrage vor allem in
der Mobilkommunikation habe sich die Situation aber wesentlich gebessert , sagte
Schumacher . Musiker : Internet entmachtet Plattenfirmen " Die Plattenfirma als
Vertriebsfirma wird es in 20 Jahren nicht mehr geben " , prognostiziert Dieter
Meier , Mitbegründer der Band " Yello " , in einem Interview mit dem
Wirtschaftsmagazin ECONY . Der Grund dafür sei das Internet , das für die
Musikindustrie " die größte Revolution seit Erfindung der Schallplatte "
darstelle : Die Schallplatte habe es ermöglicht , Musik vom Konzertsaal
abzukoppeln und nach Hause zu tragen , das Internet mache es nun möglich , die
Musik von der Schallplatte abzukoppeln . Yello war 1994 eine der ersten Bands ,
die ihre Musik im Netz kostenlos verbreitete . Die explosionsartige Verbreitung
der MP3-Player , die Musik-Dateien aus dem Internet in CD-Qualität abspielen
können , werde starken Druck auf die Preise herkömmlicher CDs ausüben . Meier :
" Heute wird so viel Musik im Netz gratis angeboten , da wird der Preis für CDs
fallen . " Den Kampf der Plattenfirmen gegen die kostenlose Verbreitung ihrer
Musik im Internet hält Meier für aussichtslos , da das Medium Internet dafür zu
mächtig sei . MP3-Player von Hexaglot Hexaglot hat sich nach eigenen Angaben
exklusive Vertriebsrechte für tragbare MP3-Player von Pontis für Deutschland ,
Österreich und die Schweiz gesichert . Das Pontis-Gerät ist für PC- und Mac-User
nutzbar . Die Klangdateien werden auf MultiMediaCardsTM ( Flash ) gespeichert ,
die von Siemens Halbleiter entwickelt wurden . Der Hexaglot Mplayer3 soll ab
Mitte April für 399 Mark ( inklusive zwei 16-MB-Karten ) in den Handel kommen .
" Unendlicher Markt " für Windows CE Microsoft will sein Marketing für Windows
CE verstärken und damit seine Marktstellung außerhalb des PC-Bereich deutlich
ausbauen . " Microsoft und seine Partner vergrößern weiterhin ihre Investitionen
in Windows CE , indem sie innovative Geräte , Anwendungen und Dienste entwickeln
" , sagte Microsoft-Manager Jonathan Roberts . Windows CE soll zu einer
Konkurrenz für Java und das neue Netzwerkkonzept Jini von Sun werden . Auf der
CeBIT zeigen nach Angaben Microsofts 28 Firmen auf Windows CE basierende
Produkte . Microsoft selbst führt in Zusammenarbeit mit Telefon-Herstellern ein
Bildschirm-Telefon mit Internet-Anschluß vor . Damit soll der Anwender
Telefonate führen , E-Mails versenden und ins Internet gehen können . " Der
Markt für Windows CE ist nahezu unendlich " , sagte Roberts . Kamera mit
USB-Anschluß Mit der DC240 präsentiert Kodak auf der CeBIT ( Halle 9/C35 ) eine
handliche und kompakte Digitalkamera mit USB für PC oder Mac . Zur " luxuriösen
" Ausstattung gehören ein optisches 3-fach Zoom , integrierter Blitz , Autofokus
und manuelle Einstellmöglichkeiten bei Weißabgleich und Belichtungskontrolle .
Der Preis soll bei rund 1400 Mark liegen . Wieder rote Zahlen bei Corel Die
Softwarefirma Corel sieht für das erste Quartal 1999 ein überraschend schlechtes
Geschäftsergebnis voraus . Corel-Finanzchef Michael O'Reilly rechnet damit ,
einen Verlust in Höhe von 0,24 US-Dollar pro Aktie ausweisen zu müssen , nachdem
es noch im Januar so schien , als hätte die Firma sich im scharfen
Konkurrenzkampf mit Microsoft stabilisiert . Die Analysten hatten für dieses
Quartal einen kleinen Gewinn von 3 Cent pro Aktie geschätzt , doch Corels
Hauptprodukte WordPerfect und CorelDraw verkaufen sich offenbar schlechter als
erwartet . Corel will in einigen Wochen die neuen Programmversionen WordPerfect
Office 2000 und CorelDraw 9 herausbringen . Erstes Mini-Notebook mit Kamera Sony
( Halle 13/C18 ) erweitert seine Mobilrechnerpalette durch ein Mini-Notebook mit
eingebauter Kamera . Sie befindet sich im Deckel oberhalb des 8,9-Zoll-Displays
. Das Vaio C1 wiegt knapp über ein Kilogramm und hat einen 266-MHz-Pentium und
64 MByte im Gehäuse . Der Kleine im DIN-A-5-Format soll 4270 Mark kosten und nur
als englische Version per ECommerce vertrieben werden . Live-Chat zu " Stimm
gegen Spam " Der Chat hat bereits um 13 Uhr begonnen und dauert noch bis 14.30
Uhr an . Die am umstrittenen Entwurf der sogenannten EU-Haftungsrichtlinie
beteiligte Internet-Expertin stellt ihre Vorstellungen zur Lösung des
Spam-Problems dar . politik-digital hat gemeinsam mit c't zu einer digitalen
Petition gegen unerwünschte EMail-Werbung aufgerufen . CeBIT-Besucher können
sich am Messestand des Heise-Verlags ( Halle 5/E34 ) an der Petition beteiligen
. Microsoft investiert in DSL Die erst vor zwei Jahren gegründete US-Firma
Rhythms NetConnections ist offenbar auf dem richtigen Weg . Nach MCI streckt nun
auch Microsoft die Finger nach dem Internet-Provider aus , der sich auf
Breitband-Kommunikation auf Basis von DSL-Technik ( Digital Subscriber Line )
spezialisiert hat und in Kürze an die Börse gehen will . Internet für 3 Pfennig
pro Minute Das junge Ibbenbürener Unternehmen inetservice Telekommunikations AG
will demnächst Internet-Zugänge ab 3 Pfennig pro Minute inklusive Telefongebühr
anbieten . Der günstige Tarif gilt nachts ab 21 Uhr . Werktags zwischen 8 und 18
Uhr kostet der Zugang 8 Pfennig pro Minute , von 18 bis 21 Uhr und tagsüber am
Wochenende 4,8 Pfennig . Die Abrechnung erfolgt im Minutentakt . Inetservice
verspricht " hochperformante Internet-Leitungen " und eine gute Anbindung an das
europäische und amerikanische Internet . " Als Internet-Provider besitzen wir ,
anders als viele Telefongesellschaften , sehr gute Kenntnisse im Internet und
können unseren Kunden damit ein Höchstmaß an Kundenservice bieten " ,
versicherte Unternehmenssprecher Jörn Klocke . " YourNet " soll am 14. April ans
Netz gehen . Anmeldungen werden bereits jetzt auf der Homepage von inetservice
oder telefonisch unter 0180/543543543 entgegengenommen . Weit ist der Weg ...
Der fast nicht versiegende Spaziergängerstrom am sonnigen Morgen des ersten
Messetages hatte seine Ursache nicht in fehlenden Messe-Knüllern oder mangelndem
Interesse an den Exponaten . Während die Aussteller an beunruhigend leeren
Ständen warteten , zwang ein Stromausfall der Stadtbahn-Oberleitung tausende
Besucher zu teilweise kilometerlangen Fußmärschen am Bahndamm entlang und quer
durch hannöversche Kleingärten zum Messe-Haupteingang . Rise-Prozessoren lassen
auf sich warten Der neue Prozessorhersteller Rise Technology kann seine
Sockel-7-Produkte mP6 und mP6-II auf der Cebit zwar vorführen - in den Handel
kommen sie aber frühestens im zweiten Quartal . Zur Zeit verhandelt Rise noch
mit Distributoren . Der ursprünglich angepeilte 1000er-Stückpreis von 70 Dollar
ist nicht mehr zu halten , IDTs Winchip2 ist im Handel schon billiger zu haben .
Der zweite Rise-Prozessor namens mP6-II verfügt wie AMDs K6-III über einen
internen L2-Cache und ist in ersten Mustern auf der Cebit zu sehen - geplante
Markteinführung : Ende des Jahres . Anti-Spam-Antrag abgeschmettert Die Mehrheit
im Wirtschaftsausschuß des EU-Parlaments hat sich heute erneut gegen ein Verbot
unerwünschter EMail-Werbung ( Spam ) gewandt . In der Beratung über die geplante
EU-Haftungsrichtlinie lehnten die konservativen Abgeordneten einen
Ergänzungsantrag der Abgeordneten Frieder Wolf ( Grüne ) und Graham Watson (
Liberal ) ab , wonach die Zusendung nur mit Zustimmung des Adressaten erlaubt
sein sollte . Die Grünen und die Liberalen wurden überstimmt , die Sozialisten
enthielten sich . Die Petition , der sich inzwischen über 17.000 EU-Bürger
angeschlossen haben , können CeBIT-Besucher auch am Heise-Messestand ( Halle
5/E34 ) unterzeichnen . Brokat und MeTechnology fusionieren Die Brokat
Infosystems AG , Stuttgart , und MeTechnology Europa GmbH , Leipzig , wollen
fusionieren . Das gaben die beiden Spezialisten für Anwendungen im
elektronischen Handel am Donnerstag auf der CeBIT in Hannover bekannt . Ziel sei
es , die beiden Unternehmen nach einer Phase der Partnerschaft noch dieses Jahr
zu verschmelzen . MeTechnology werde in der Brokat Infosystems AG aufgehen . Das
Unternehmen strebe dann weltweit eine Spitzenposition für Lösungen im
elektronischen Handel an . Beide Unternehmen beschäftigen zusammen etwa 420
Mitarbeiter . Milliardenpoker um britische Mobilfunklizenzen Es geht um so viel
Geld , dass selbst der britische Finanzminister Gordon Brown noch nicht genau
weiß , was er damit tun wird . Im Internet kann der Schatzkanzler jederzeit
nachschauen , wie gut es ihm heute gerade wieder geht : Und praktisch täglich
werden es mehr . Seit 6. März werden in Großbritannien fünf Lizenzen für
Mobilfunk der Dritten Generation ( UMTS ) versteigert . Ursprünglich waren 13
Bewerber im Rennen , jetzt sind es nur noch sechs . Sobald der erste dieser
sechs nicht mehr weiter bietet , ist die Auktion zu Ende . Natürlich hatte die
Londoner Regierung erfeuliche Einnahmen aus der Versteigerung der begehrten
Lizenzen erhofft - aber nicht in diesen Dimensionen . Schon jetzt wurden die
ersten Erwartungen um das Fünffache übertroffen . Als bisher letzter Bieter
stieg die nicht gerade finanzschwache spanische Telefonica aus . Sie will nun
die Wachstumsmöglichkeiten im Mobiltelefonbereich der Dritten Generation
anderswo in Europa suchen . Beispielsweise in Italien , wo die Lizenzen noch
nach alter Väter Sitte in einem Verfahren vergeben werden , das in der Branche
als " Schönheitswettbewerb " bekannt ist : Die britische Regierung hat nach
eigenem Bekunden als erste in Europa erkannt , dass mit den begehrten Lizenzen
für die nächste Mobilfunk-Generation sehr viel Geld gemacht werden kann . Für
das Verfahren , so heißt es im Handelsministerium , hätten auch die Regierungen
anderer Länder Interesse angemeldet und um Erfahrungsberichte gebeten . Denn die
Zahl der Lizenzen ist wegen der Technik begrenzt . Und diese nächste
Mobilfunkgeneration mit dem richtig schnellen Zugang zum Internet ist für die
großen Anbieter überlebenswichtig . Die Regeln des großen Telefon-Pokers sind
relativ einfach . Fünf Lizenzen sind zu vergeben , von denen die attraktivste
mit der größten technischen Reichweite für einen Neuling auf dem britischen
Markt reserviert ist . Damit soll die Konkurrenz vergrößert werden . Die Bieter
schicken zeitgleich jeden Tag die Gebote an eine zentrale Stelle , alle
Beteiligten werden über die jeweils höchsten Gebote informiert . Die
Wettbewerber können dann entscheiden , ob sie das Höchstgebot überbieten . Wenn
die Auktion abgeschlossen und die Lizenzen erteilt sind , bittet Brown für die
Hälfte des Betrages um einen gedeckten Scheck , für den Rest ist Ratenzahlung
möglich . Außer TIW sind noch im Rennen : BT Cellnet , Vodafone AirTouch , NTL ,
One2One und Orange . Die Gefahr bei diesem Verfahren ist nach Ansicht seiner
Gegner , dass sich ein Unternehmen in der Verzweiflung finanziell überschätzen
könnte : 1997 musste der Gewinner einer Lizenzauktion in den USA kurz nach dem
Sieg Konkurs anmelden . Auch glauben Kritiker , dass sich lediglich die
Regierung bereichern könnte : Die Kunden müssten die Kosten über höhere Preise
beim Telefonieren aufbringen , die Aktionäre der Bieter würden des Shareholder
Value beraubt . Das Handelsministerium weist solche Einwände zurück : Die
Auktion sei fairer und transparenter für neue Konkurrenten und begünstige
schließlich jenen , der den größten wirtschaftlichen Nutzen erwirtschaften kann
. Schatzkanzler Brown hat im Parlament bereits vor Begehrlichkeiten gewarnt .
Die Steuern würden nicht gesenkt , Geschenke nicht gemacht . Er habe noch viele
alte Schulden zu bezahlen . Intel weiterhin äußerst profitabel
Produktionsprobleme und wachsender Druck vom Erzkonkurrenten AMD haben in der
Quartalsbilanz von Intel kaum Spuren hinterlassen : 17 Cents davon sind
allerdings nicht auf reguläre Erträge , sondern auf eine Steuerersparnis
zurückzuführen . Außerordentliche Belastungen durch Akquisitionen mindern den
Gewinn pro Aktie auf 78 Cents . " Die Nachfrage im ersten Quartal war stärker
als erwartet und hat auch zu Beginn des zweiten Quartals angehalten " ,
kommentierte Intel-Chef Craig Barrett . Die Liefersituation bleibe angespannt ,
fügte Barret hinzu , aber Intel rüste zur Zeit fünf Fertigungsstätten auf
0,18-Mikron-Technik um . Die Bekanntgabe der stolzen Intel-Bilanz krönte den
zweiten " Bullentag " in Folge , mit dem sich die Trendwende an der
US-Hightech-Börse NASDAQ nach dem Desaster der vergangenen Woche manifestierte .
Mit einem Rekordzuwachs von 254 Punkten erreichte der NASDAQ Composite Index
wieder einen Stand von 3793 . IBM meldet Umsatzverlust Computergigant IBM hatte
bei der Bekanntgabe seines Quartalsergebnisses am Dienstag nach US-Börsenschluss
eine kleine Überraschung in petto : Mit 83 Cents Gewinn pro Aktie ( Vorjahr 78
Cents ) übertraf die Unternehmen die Prognose der Analysten um 5 Cents . Doch
der Umsatz hat sich im Vorjahresvergleich negativ entwickelt : Durch den höheren
Software-Anteil hat sich allerdings die durchschnittliche Marge verbessert .
Kinderpornographie : Kripo sucht Hinweise Das Bayerische Landeskriminalamt hat
eine Hotline für Hinweise auf Kinderpornographie in Datennetzen eingerichtet .
Unter der Rufnummer 089/1212-1212 nehmen die Beamten auch anonyme Anzeigen
entgegen . Zwar betreibe man durch Teilnahme an Dialogen in T-Online und Nutzung
von Internet-Providern selbst eine " Netzpatrouille " , teilte das
Landeskriminalamt mit , doch gleiche das der Suche nach einer Nadel im Heuhaufen
. Drei bis fünf Prozent der Internet-Newsgroups beschäftigen sich nach
Erkenntnissen der Beamten mit sexuellen Themen . Ein Teil davon verbreite harte
Pornographie , insbesondere kinderpornographische Darstellungen , bei deren
Herstellung Kinder sexuell mißbraucht und durch diese perfide Form der
Gewaltanwendung in ihrer seelischen Entwicklung beeinträchtigt würden . Die
Polizei setze alles daran , den Produzenten und Vertreibern dieser Machwerke das
Handwerk zu legen . Razzia gegen Pentium-Fälscher Die Polizei in Taipei ( Taiwan
) hat im Zuge einer Razzia fünf Werkstätten ausgehoben , in denen
Intel-Prozessoren gefälscht worden sind . Außerdem sei ein Lagerhaus für die
gefälschte Ware entdeckt worden , berichtet die Nachrichtenagentur Reuters .
Insgesamt wurden jedoch nur knapp 1000 gefälschte Prozessoren der Typen Pentium
und Pentium II gefunden . Die Polizei nahm fünf Verdächtige fest , die bereits
seit Juni 1992 Chips gefälscht haben sollen . Auf dem deutschen Markt entdeckte
c't erstmals Anfang 1994 umettikettierte 486er-Prozessoren ( siehe " Schleifers
Lohn " , c't 6/94 , S. 44 ) . Schröder eröffnet Hannover Messe Bundeskanzler
Gerhard Schröder eröffnet am heutigen Sonntagabend die Industriemesse in
Hannover . Die weltgrößte Schau ihrer Art öffnet ihre Tore von Montag an für die
Besucher . An sechs Tage werden rund 300000 Gäste erwartet . An der
Eröffnungsveranstaltung nimmt auch der chilenische Präsident Eduardo Frei teil .
Chile ist in diesem Jahr Partnerland der Hannover Messe . Insgesamt werden rund
7500 Ausstellern aus 68 Ländern ihre Produkte präsentieren . Ein Schwerpunkt der
Messe ist die Fabrikautomation . Regulierungsbehörde prüft T-Online-Tarife Die
Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post hat " ein förmliches
Verfahren der nachträglichen Entgeltregulierung " gegen die Telekom und ihre
Tochter T-Online eröffnet . Nach eingehenden Vorermittlungen sehe die
Regulierungsbehörde Anlaß , die Rechtmäßigkeit der Tarife für den Zugang und die
Nutzung des Online-Dienstes zu überprüfen , heißt es in einer Mitteilung vom
Sonntag . Seit dem 1. April zahlen T-Online-Kunden sechs Pfennig pro Minute für
den Internetzugang . Nach einer Einstweiligen Verfügung des Hamburger
Landgerichts mußte das Unternehmen diesen Tarif aufschlüsseln . Er enthält drei
Pfennig Nutzungs- und drei Pfennig Verbindungsentgelt . Für jede
Internet-Verbindung kommen einmalig sechs Pfennig hinzu . Zudem fällt eine
Grundgebühr von acht DM pro Monat an . Dell setzt Prognosen leicht herab Für das
laufende Quartal nahm das Unternehmen seine Prognosen leicht zurück . " Unsere
Kunden sind vorsichtig optimistisch , warten aber ihrerseits auf Zeichen einer
auffrischenden Endkundennachfrage , bevor sie in technische Projekte investieren
" , sagte Finanzchef James Schneider in einer Telefonkonferenz . Im Vergleich
zum ersten Quartal des Vorjahres hat der PC-Hersteller seinen Umsatz um 10
Prozent steigern können . Trotz der aggressiven Preisstrategie , mit der Dell
seit einigen Monaten erfolgreich seinen Marktanteil ausweitet , blieb die
Bruttomarge mit 18 Prozent unverändert . Das verdankt Dell gesunkenen
Einkaufspreisen für Komponenten und dem gewachsenen Absatzanteil von
hochpreisigen Produkten wie Notebooks und Servern . Künftig sollen auch
verringerte Personalkosten dazu beitragen , die Marge zu halten . Anfang Mai
hatte der Markführer die Streichung von 3000 bis 4000 Stellen angekündigt .
SDMI-Hacker warnt vor Bedrohung der Redefreiheit In einer Rede an der
renommierten Stanford University in Kalifornien hat Professor Edward W. Felten
der US-Musikindustrie einen Angriff auf die Redefreiheit vorgeworfen . Felten
liegt im Streit mit der Secure Digital Music Initiative ( SDMI ) , nachdem er
mit seiner Arbeitsgruppe deren Kopierschutzmechnismen für Musikdateien geknackt
hatte und unter Androhung rechtlicher Schritte daran gehindert worden war ,
seine Arbeitsergebnisse vorzutragen . Felten sprach von einem " gefährlichen
Vorgang " und der Bedrohung eines der höchsten Verfassungsgüter : Die
Arbeitsgruppe um Felten hatte an dem von der SDMI ausgeschriebenen
Hacker-Wettbewerb teilnehmen wollen , mit dem die Initiative die Sicherheit
ihrer digitalen Wasserzeichen unter Beweis stellen wollte . Felten zog seine
Anmeldung zurück , als er herausfand , dass die Teilnahmebedingungen jede
Veröffentlichung der Ergebnisse untersagten , setzte die Arbeit aber zum Ärger
der Veranstalter mit Erfolg fort . Sein Papier , das nicht vorgetragen werden
durfte , wurde unterdessen im Internet veröffentlicht . Motorola liefert
200-MHz-PowerPC Deutlich früher als angekündigt beginnt Motorola mit der
Lieferung einer 200-MHz-Version des PowerPC-603e-Prozessors . Der neue Chip wird
erstmals in 0,35-Micron-Technologie gefertigt und ist auch für 166 und 180 MHz
Takt erhältlich . Intels 166-MHz-Pentium kostet zur Zeit 488 Dollar . IBM und
Motorola kündigten außerdem den Nachfolger des PowerPC 604 an : Der PowerPC 604e
mit verdoppeltem L1-Cache und verbesserter Multiprozessor-Fähigkeit soll in
einigen Wochen in Versionen für 166 , 180 und 200 MHz Takt lieferbar sein . Er
konkurriert im Leistungsniveau mit Intels Pentium-Pro . Weitere Informationen
auf http://www.motorola.com/SPS/PowerPC/ Apple : Linux-Entwicklerversion fertig
Die erste Entwicklerversion von MkLinux ( Microkernel Linux ) für den Power
Macintosh ist fertig . Am letzten Tag der Entwicklerkonferenz in San Jose
verteilte Apple die Prerelease-CD an interessierte Entwickler und kündigte die
Fertigstellung der Referenz-Version für September an . Apple hat den
Freeware-Distributor Prime Time Freeware ( http://www.ptf.com ) autorisiert ,
die CD-ROMs unter die Leute zu bringen . Die Entwickler-CD soll dort für 10
US-Dollar erhältlich sein , die fertige Distribution im September für 50
US-Dollar . Weitere Informationen und Updates sind auf Apples Web-Server (
http://www.mklinux.apple.com ) zu finden . Ehrendoktor für Mr. " Intel inside "
Die Purdue-Universität in West Lafayette , Indiana , verlieh dem
Marketing-Direktor die Ehrendoktorwürde für seine " innovative Pionierarbeit in
der PC-Industrie und deren weltweiten Effekt " . Intel-Boß Andy Grove lobte die
Verdienste des Mitarbeiters : OS/2 : Merlin macht Fortschritte AMD : K5 endlich
am Markt Milliardenklage gegen Deutsche Telekom Der Deutschen Telekom droht von
ihrer früheren Partnerin France Telecom eine Milliarden-Klage wegen der
geplanten Fusion mit der Telecom Italia . Die Klage-Drohung kam am Montagabend ,
während Telekom-Vorstand Ron Sommer vor Journalisten in Bonn die Vorwürfe von
France Telecom wegen der geplanten deutsch-italienischen Fusion zurückwies .
France Telecom hat sich an das Schiedsgericht der Internationalen Handelskammer
in Paris gewandt . Der Konzern fordert eine Entschädigung , " deren Höhe im
Laufe des Verfahrens beziffert " werden soll . Als Beispiel führt er den
Ausstieg aus der Allemagne Info AG im Jahre 1996 an , mit dem France Telecom die
von Brüssel auferlegten Bedingungen für das Partnerschafts-Abkommen mit der
Deutschen Telekom erfüllt habe . Der einstige deutsche Partner habe seine
Annäherung an Telecom Italia " ohne die geringste Abstimmung mit France Telecom
" betrieben und damit einen Vertrauensbruch begangenen . " Er hat eine
Beendigung der Verträge von 1998 zur Folge " , meint France Telecom . Diese
sahen vor , daß jede strategische Entscheidung zuvor mit dem Partner abgestimmt
werden muß . Telekom-Chef Sommer sagte hingegen in Bonn , es sei nicht wahr ,
daß France Telecom von dem geplanten Vorhaben nicht unterrichtet worden sei .
Hewlett-Packard hat gut verdient Der Computerkonzern Hewlett-Packard hat im
zweiten Quartal dank des ausgezeichneten Personal Computer- und
Drucker-Geschäfts eine kräftige Gewinnsteigerung verbucht . Damit wurden die
Wall Street-Erwartungen übertroffen . Dies gab Hewlett-Packard am Montag nach
Börsenschluß bekannt . Verbraucherschützer warnen vor Kreditkartenbetrug
Kreditkartenfirmen und Banken würden Computer-Betrügern dabei häufig in die
Hände spielen , beklagte der Jurist Hartmut Strube am Dienstag bei der
Jahrespressekonferenz der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen . " Nachdem
Computer-Surfer einmal ihre Kreditkarten-Nummer ins Netz gegeben haben , werden
plötzlich Forderungen von Firmen eingezogen , auf deren Seiten sich die Nutzer
noch nie eingeklickt hatten " , berichtete Strube . Schwere Vorwürfe erhob
Strube in diesem Zusammenhang gegen Kreditkarten-Unternehmen und Banken . Einige
Kreditinstitute weigerten sich entgegen ihrer Verpflichtung , bei Widersprüchen
von Kunden die Lastschriften zu stoppen oder zurückzubuchen . Grundsätzlich
könnten im Internet geleistete Kreditkartenzahlungen zurückgeholt werden , so
die Verbraucher-Zentrale . Denn die Zahlung erfolge per Lastschrift , und das "
System-Risiko " liege bei Handel und Kreditkartenfirmen . Im Zweifel müsse das
Kreditkartenunternehmen den Nachweis erbringen , daß überhaupt eine Bestellung
aufgegeben wurde . Xerox-Kopierer mit Windows NT Der weltgrößte
Kopiermaschinenhersteller Xerox will seine Geräte künftig mit Windows NT
Embedded 4.0 ausstatten und gemeinsam mit Microsoft Produkte zum Scannen ,
Bearbeiten und Verwalten von Dokumenten entwickeln . Die Allianz ist Teil der
neuen Geschäftsstrategie des Kopiererherstellers , der sich zu einem
Komplettanbieter von Systemen zur Dokumentenverwaltung umbilden will . Die Expo
hat am Wochenende ihren millionsten Besucher registriert und pendelt sich bei
rund 100000 Tagesgästen ein . Für den Aufwärtstrend sorgt vor allem das auf zehn
Mark verbilligte Abendticket , das am Freitag und Samstag je mehr als 40.000
Menschen nutzten . Damit liegt der Anteil der Abendbesucher bei rund 40 Prozent
. Allerdings verfehlt die Expo ihr selbst gestecktes Ziel von durchschnittlich
150.000 Besuchern pro Tag im Juni weiter deutlich und bleibt in ihrem
wirtschaftlichen Ergebnis weit hinter dem Plansoll zurück . Der bisherige
Expo-Berater Hans-Erich Bilges hat deshalb eine Preisoffensive gefordert .
Außerdem brauche die Weltausstellung dringend hohe Millionenbeträge für Werbung
. Nachdem er in einem Zeitungs-Interview den Planern der Expo " massive
strategische Fehler und populistische Taktik " vorgeworfen hatte , verlangte er
im dpa-Gespräch Konsequenzen . " Die Politik muss endlich die Finanz-Fesseln für
die Expo-Gesellschaft lösen . " Er werde im übrigen auf den Vorschlag von
Expo-Chefin Birgit Breuel eingehen , seinen Beratervertrag einvernehmlich zu
lösen . Vor Bilges hatte sich bereits der Bertelsmann-Konzern als Weltpartner
für eine Ausweitung des Finanzspielraums der Expo-Gesellschaft ausgesprochen .
Auf der Expo selbst gab es am Wochenende ein umfangreiches Programm mit den
Nationentagen der Nachbarländer Österreich und Slowenien sowie dem Tag der
Weltweiten Projekte . Der Samstag war gleichzeitig der Tag der Weltweiten
Projekte , einem der inhaltlichen Schwerpunkte der Weltausstellung . " Die
Projekte waren in den letzten zehn Jahren das intellektuelle Rückgrat , das die
Expo zusammengehalten hat " , sagte der zuständige Expo-Planer Martin Roth . Für
den Präsidenten des Club of Rome , Ricardo Diez-Hochleitner , ist die
Weltausstellung erst mit dem Tag der Weltweiten Projekte " in vollen Schwung "
gekommen : " Sie überwinden Egoismus und Intoleranz und geben Sicherheit für die
Zukunft für uns und unsere Kinder . " Mehr als 3000 Projekte hatten sich
weltweit um die Auszeichnung beworben , 767 wurden schließlich Ende 1999 als
Weltweites Projekt offiziell registriert . Sie orientieren sich an der Agenda 21
und sollen Lösungen für die Probleme der Zukunft aufzeigen . Ihr Erfolg hat alle
Erwartungen übertroffen : Dadurch wurden 25000 Jobs gesichert oder geschaffen .
Die ehrenamtlichen Expo-Botschafter haben unterdessen die Bundesbürger zu einem
Besuch der Weltausstellung aufgerufen . Die gemeinsame Erklärung unterzeichneten
nach einem Bericht der " Welt am Sonntag " unter anderem der frühere
Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher ( FDP ) , Steffi Graf , Franz
Beckenbauer sowie die Schauspieler Uschi Glas und Mario Adorf . Einen guten
Grund zum Besuch der Expo nennt Ihnen übrigens das Editorial der aktuellen
c't-Ausgabe 13/00 . FTC zu SoftRAM : Falsche Versprechungen Die amerikanische
Handelsaufsichtsbehörde FTC hat jetzt bestätigt , was c't-Leser seit Oktober
wissen : Jodie Bernstein , Direktorin der FTC-Abteilung für Verbraucherschutz ,
sagte : Syncronys-Chef Rainer Poertner kommentierte gegenüber der US-Zeitschrift
PC-Week , seine Firma gebe kein falsches Verhalten zu . Syncronys hat vor
einigen Wochen ein Nachfolgeprodukt namens " SoftRAM96 " angekündigt , das in
diesen Tagen auf den Markt kommen soll . Apple : Quartal besser als erwartet Für
das am 28. Juni beendete Quartal überraschte Apple die Wall-Street-Experten mit
besseren Verkaufsergebnissen und deutlich geringeren Verlusten , als sie
vorausgesagt hatten . AOL : planmäßig in die Verlustzone Der Online-Dienst AOL
Deutschland will mit einer groß angelegten Werbeaktion den Abstand zu T-Online
verkürzen . " Wir planen eine aufwendige Marketing-Kampagne " , sagte
AOL-Sprecher Frank Sarfeld . " Zu genauen Zahlen machen wir keine Angaben . "
Das sähen die Budgets vor , die Bertelsmann und die Zentrale von AOL genehmigt
hätten . Außerdem habe AOL die Einführung einer Pauschalgebühr von 19,90 Mark
monatlich vorgesehen . Großen Zulauf erhofft sich AOL durch Bankgeschäfte im
Internet nach dem HBCI-Standard , bestätigte AOL-Sprecher Sarfeld . Bisher
dominiert T-Online beim Homebanking . Allein in diesem Jahr hat die
Telekom-Tochter schon über 600000 Neukunden gewonnen , AOL dagegen nur 100000 .
Apple-Deutschland-Chef kommentiert Microsoft-Deal Das US-Computerunternehmen
Apple wird auch künftig Hard- und Software anbieten und sich nicht nur auf eines
der beiden Geschäftsfelder konzentrieren . " Ich kann mir aber durchaus
vorstellen , daß wir das eine oder andere gemeinsam mit einem starken Partner
machen werden " , erklärte Dewald weiter . Microsoft habe mit der Beteiligung
nun endlich den Zugriff auf Technologien , die es immer schon haben wollte ,
sagte Dewald . Das eigentlich wichtige an dem Abkommen zwischen Apple und
Microsoft sei die weitreichende Patent- und Lizenzvereinbarung , die beiden
Firmen das Recht zur gegenseitigen Verwertung von Patenten einräumt . So erhalte
Apple Lizenzgebühren und werde außerdem in die Lage versetzt , Technologien als
Industriestandards durchzusetzen . Die Suche nach dem neuen Apple-Chef zieht
sich laut Dewald nach wie vor hin , sei " sicherlich auch keine einfache Aufgabe
" . Klar definiert sei aber auf jeden Fall die künftige Rolle von Steve Jobs .
Dewald : Makabres PC-Spiel erzürnt polnische Katholiken Ein Computerspiel sorgt
in der polnischen Kirche für Aufregung . Denn in " Operation Glemp " schießt der
Spieler im Kampf gegen die " schwarze Mafia " auf Priester . Hauptziel ist der
Primas der katholischen Kirche Polens , Kardinal Jozef Glemp . Autor des Spieles
soll ein Informatiker aus dem zentralpolnischen Kielce sein , berichtete die
Zeitung " Gazeta Wyborcza " am Mittwoch . Er habe das Spiel auf seine
Internet-Homepage geladen und über einen Server in den USA allgemein zugänglich
gemacht . Das Spiel verletze die religiösen Gefühle gläubiger Katholiken , sagte
der Sprecher des polnischen Episkopats , Pater Adam Schulz , der polnischen
Nachrichtenagentur PAP . Es sei besonders makaber , weil es Erinnerungen an den
während des Kriegsrechts von Geheimpolizisten ermordeten Priester Jerzy
Popieluszko wecke . Die Staatsanwaltschaft in Kielce ist eingeschaltet . Bayern
bekommt schnellsten Rechner Europas Bis zu 1,3 Billionen Rechenoperationen pro
Sekunde kann der Computer durchführen , den das bayerische Leibniz-Rechenzentrum
Anfang nächsten Jahres erhalten wird . Wie Wissenschaftsminister Hans Zehetmair
( CSU ) am Mittwoch mitteilte , sei der neue Hitachi-Hochleistungsrechner der
Bayerischen Akademie der Wissenschaften der leistungsstärkste in Europa .
Forscher aus ganz Deutschland werden das Gerät nutzen . Physiker können
errechnen , wie sich seismische Wellen ausbreiten , Chemiker bestimmen
Molekülstrukturen , Astronomen erforschen , wie Brennprozesse in den Sternen
ablaufen , Ingenieure simulieren Strömungen , Meteorologen prüfen regionale
Klimamodelle . Auf diesen Gebieten setzen die USA und Japan bereits
Supercomputer ein . UMTS-Uhr für 30000 DM ersteigert Die Stoppuhr aus den
Versteigerungsrunden der UMTS-Mobilfunklizenzen ist von der Pfleiderer AG ,
Neumarkt , für 30.000 DM ersteigert worden . Mit dem Erlös der Versteigerung
seien die Erwartungen übertroffen worden , teilte der Präsident der
Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post , Klaus-Dieter Scheurle , am
Montag in Bonn mit . Die Uhr auf dem Tisch von Scheurle hatte während der
Bieterrunden in Mainz wochenlang im Blickfeld von Bietern und Öffentlichkeit
gestanden . Die Pfleiderer AG ist Deutschlands größter Hersteller von
Mobilfunk-Sendemasten . Der Erlös der Versteigerung soll einer karitativen
Einrichtung zugute kommen . " Grand Prix " in Kommunikationsdesign für Website
Die Wiesbadener Werbeagentur " Scholz & Volkmer " erhält in diesem Jahr den mit
20.000 Mark dotierten Deutschen Preis für Kommunikationsdesign . Wie das Design
Zentrum Nordrhein-Westfalen mitteilte , wird die Agentur für die Gestaltung
einer Website für die Firma Overlook Textil GmbH ( Heusenstamm bei Offenbach )
ausgezeichnet . Die mit Flash-Effekten geladene Website www.cyber-pirates.com
richtet sich vorwiegend an junge Leute aus der Surfer- und Skaterszene .
Insgesamt hatten sich 913 Designer und 107 Auftraggeber aus 16 Ländern um den
Preis beworben , der in diesem Jahr zum achten Mal vergeben wurde . Die
Preisverleihung findet am 20. November in Essen statt . Alle ausgezeichneten
Arbeiten sind vom 21. November bis 14. Januar in einer Sonderausstellung im
Design-Zentrum zu sehen . Warnung vor " schwarzen Schafen " am Neuen Markt Die
Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre ( SdK ) warnt vor unseriöser
Informationspolitik einiger Unternehmen am Neuen Markt . " Es gibt einige
schwarze Schafe am Neuen Markt " , sagte das SdK-Vorstandsmitglied Markus Straub
in München der dpa . Die SdK hatte Strafanzeige gegen das Augsburger
Softwareunternehmen Infomatec AG wegen des Verdachts des Kursbetrugs und
unzulässiger Insidergeschäfte gestellt . Infomatec sei kein Einzelfall , wie
beispielsweise auch aus den Vorgängen um Gigabell ersichtlich sei , sagte Straub
, Der am Neuen Markt notierte Frankfurter Telekommunikationsanbieter Gigabell
hatte am Freitag überraschend Insolvenzantrag gestellt , nachdem ein Vertrag mit
einer angelsächsischen Investorengruppe geplatzt war . Damit steht das erste
prominente Unternehmen am Neuen Markt vor der Pleite . " Am Neuen Markt dürfte
es noch mehrere Pleiten geben " , prophezeit der SdK-Vorstand . Straub forderte
die Kleinanleger auf , sich intensiv zu informieren . " Die Anleger müssen bei
ihren Unternehmen am Ball bleiben und verfolgen , ob die angekündigten
Geschäftspläne auch wirklich realisiert werden . " Die Anleger seien sehr stark
auf das Vertrauen zum Unternehmen und zum Vorstand angewiesen , betonte er .
Gern meldeten gerade kleinere Unternehmen am Neuen Markt in
Börsenpflichtmitteilungen Auftragserfolge ; erwiesen sich diese als Flop und
würden wieder zurückgezogen , dann werde dies aber keineswegs wieder über eine
Ad-hoc-Mitteilung bekannt gegeben . Auch die Software-Firma CPU sei ein Beispiel
für falsche Informationspolitik . Das Augsburger Unternehmen muss wegen eines
Verstoßes gegen die Ad-Hoc-Publizität mehrere zehntausend DM Strafe zahlen . CPU
hatte im November 1999 auf der Computermesse Comdex in Las Vegas vor einer
kleinen Gruppe deutscher Journalisten eine negative Gewinnprognose abgegeben ,
die Ad-Hoc-Meldung jedoch erst zwei Tage später versandt . Der Augsburger
Infomatec wirft die SdK fälschliche Ad-hoc-Mitteilungen über Aufträge vor , die
zu Kursanstiegen beitrugen . Auf Basis dieser manipulierten Kurse hätten
Altaktionäre Aktien verkauft . Die Vorwürfe wurden vom Infomatec-Vorstand
bestritten . Entgegen Infomatec-Behauptungen habe die SdK keine Vereinbarung mit
dem Unternehmen getroffen , einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer mit der Prüfung
der Vorgänge bei Infomatec zu beauftragen , betonte Straub . Ein entsprechender
Vorschlag des Unternehmens sei von der SdK abgelehnt worden . Die SdK wolle die
Prüfung der Vorgänge bei Infomatec lieber dem Bundesaufsichtsamt für den
Wertpapierhandel und der Staatsanwaltschaft überlassen . Ein Hacker hat nach
einem Bericht von Spiegel Online den Verteiler des Newsletters ins Netz gestellt
, den man über die inzwischen abgeschaltete Website www.qoqaz.de bestellen
konnte . Darüber haben sich offenbar mehr als 500 Personen regelmäßig über
Aktionen militanter Islamisten informieren lassen . Zu den ersten zwanzig
Abonnenten des Newsletters zählt ein User mit der Adresse bahaji@tu-harburg.de ,
die dem Hamburger Studenten Said Bahaji zugerechnet wird . Bahaji hat nach
Erkenntnissen des BKA den Todespiloten die Visa für den US-Flug besorgt und in
Hamburg eine der Terroristen-Wohnungen angemietet . Die Liste der 532
E-Mail-Adressen , die in der Mailing-Liste von qoqaz.de standen ,
veröffentlichte der Hacker anonym in dem schweizerischen Internet-Forum
www.symlink.ch . Die Adressen enthalten überwiegend arabische Namen . In
mehreren Fällen deuten Bestandteile auf die Benutzung von E-Mail-Accounts
deutscher Hochschulen hin , etwa von Universitäten in Berlin , Bremen , Hamburg
, Konstanz , Tübingen , Stuttgart und Münster . 122 Adressen stammen vom
Freemailer GMX , 81 vom Microsoft-Service Hotmail , 41 vom größten deutschen
Onlinedienst T-Online und 31 von AOL . Nach dem Anschlag verschwand das Angebot
aus dem Netz , Teile sind allerdings zum Beispiel über den Cache der
Suchmaschine Google noch indirekt abrufbar . www.qoqaz.de ist die
deutschsprachige Version der Homepage www.qoqaz.com , die von dem Londoner
Verlag Azzam Publications verantwortet wird . Benannt ist die Firma nach dem
1989 bei einem Attentat ums Leben gekommenen Scheich Abdallah Azzam , dem damals
engsten Mitstreiter des Terroristenführers Osama Bin Laden . Kommentar : Erste
Reaktionen auf diesen Bericht haben leider gezeigt , dass einige Leser aus
solchen Informationen falsche Schlüsse ziehen . Daher muss wohl ausdrücklich
darauf hingewiesen werden , dass eine Eintragung in der Liste gar nichts beweist
. Mitglieder unserer Redaktion erhalten täglich E-Mail-Zusendungen , die sie
nicht bestellt haben - auch von radikalen politischen Gruppen . Gewöhnlich nennt
man das Spam und bedauert den Empfänger , der Ziel solcher Aktionen ist . Aber
auch die eigenhändig vorgenommene Eintragung in die Liste wäre nichts weiter als
ein Indiz für das Interesse an Information . Der einzige Verdacht , der daraus
automatisch folgt , wäre jener , dass es sich um einen Menschen handelt , der um
Erkenntnisgewinn bemüht ist . Gerade in diesen Zeiten darf er nicht in
Vergessenheit geraten . Microsoft verschiebt neuen Flugsimulator Aus Respekt vor
den Opfern und seinen Kunden werde Microsoft den für Anfang Oktober geplanten
Start des neuen Flight Simulator 2002 verschieben , sagte ein Microsoft-Sprecher
. Aus der aktualisierten Version soll das bei dem Anschlag zerstörte World Trade
Center entfernt werden . Microsofts Computerspiel ist einer der beliebtesten
Flugsimulatoren auf dem Markt . Innere Sicherheit : Datenschützer und Richter
mahnen Besonnenheit an Unmittelbar vor der für Mittwoch erwarteten Entscheidung
der Bundesregierung über neue Anti-Terror-Gesetze haben Datenschützer , Juristen
und Politiker Besonnenheit angemahnt . Neben dem Bundesdatenschutzbeauftragten
und dem Deutschen Richterbund forderten auch die Grünen mit Blick auf weiter
gehende Vorschläge , zunächst " inne zu halten und nachzudenken " . Unterdessen
brachte die Union die Wiedereinführung der Kronzeugenregelung ins Gespräch . Die
Gewerkschaft der Polizei ( GdP ) forderte die Einstellung von mehreren
zehntausend zusätzlichen Polizisten . Bundesinnenminister Otto Schily ( SPD )
wird dem Kabinett am Mittwoch ein erstes Paket von Gesetzesmaßnahmen zur
Verbesserung der inneren Sicherheit vorlegen . Dazu zählt ein neuer Paragraf
129b im Strafgesetzbuch , der die Unterstützung internationaler krimineller
Vereinigungen von Deutschland aus unter Strafe stellt . Extremistische
Islam-Organisationen sollen sich nicht hinter dem Religionsprivileg im
Vereinsrecht verstecken können . Vorgesehen sind zudem schärfere
Überprüfungsmöglichkeiten für Personal in Flughäfen . Ferner wird eine
Grundsatzentscheidung über eine bessere Auskunftspflicht der Banken erwartet ,
um Terrorgruppen den Geldhahn zuzudrehen . Der saarländische Regierungschef
Peter Müller ( CDU ) lehnte die Forderung von Bayerns Innenminister Günther
Beckstein ( CSU ) nach einer Regelanfrage beim Verfassungsschutz für Zuwanderer
ab . Über jemanden , der neu ins Land komme , könnten noch gar keine
Erkenntnisse vorliegen , sagte er der Saarbrücker Zeitung . Auch sollte die Ende
der 90er Jahre ausgelaufene Kronzeugenregelung wieder eingeführt werden , und im
Haushalt seien neue Schwerpunkte für die Sicherheitspolitik zu setzen .
Baden-Württembergs Regierungschef Erwin Teufel ( CDU ) sprach sich für
bewaffnete Sicherheitskräfte bei internationalen Flügen aus . Der
Bundesdatenschutzbeauftragte Joachim Jacob warnte indes vor voreiligen
rechtlichen Schlüssen in der Sicherheitsdebatte . " Es ist einfach falsch , in
der Öffentlichkeit den Eindruck zu erwecken , dass dieses furchtbare Attentat
durch weiter reichende rechtliche Befugnisse hätte vermieden werden können . "
Auch der Vorsitzende des Deutschen Richterbundes , Geert Mackenroth , mahnte in
einem dpa-Gespräch , trotz der Bedrohung durch Terroristen den Grundsatz der
Verhältnismäßigkeit nicht über Bord zu werfen . In der notwendigen Diskussion um
mehr Sicherheit dürften sich die Politiker jetzt nicht gegenseitig mit
Forderungen überbieten . " Wer am lautesten ruft , hat Recht - das kann so nicht
gehen . " Der innenpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion , Cem Özdemir ,
kritisierte Vorschläge zum Abbau des Datenschutzes , wie sie auch von Schily ins
Gespräch gebracht worden waren . " Es gibt hier Vorschläge , die abenteuerlich
sind " , sagte er im Fernsehsender Phoenix . Özdemir warnte vor einem
Pauschalverdacht gegenüber Asylsuchenden . " Ich bin für Regelungen , die
dauerhaft sind . " FDP-Präsidiumsmitglied Sabine Leutheusser-Schnarrenberger
verlangte von Schily einen umfassenden Situationsbericht zur Ausstattung des
Bundeskriminalamtes , des Bundesgrenzschutzes und der Nachrichtendienste .
Zugleich forderte sie den Innenminister auf , sich bei " Pauschalverdächtigungen
des Datenschutzes " zu mäßigen . Der GdP-Vorsitzende Konrad Freiberg sagte der
Augsburger Allgemeinen , nach der Terrorserie wachse der Polizei die Arbeit über
den Kopf . Mit dem organisierten Verbrechen , dem Rechtsextremismus , den
Castor-Transporten , der Internetkriminalität und den bevorstehenden
Euro-Geldtransporten seien immer neue Herausforderungen entstanden , so dass
mehrere zehntausend neue Stellen geschaffen werden müssten . Internet fördert
Kinderprostitution " Die Globalisierung hat auch vor der sexuellen Ausbeutung
von Kindern nicht haltgemacht " , sagte der Neuseeländer Ron O'Grady , Gründer
und Vorsitzender der gegen Kinderprostitution gerichteten Organisation ECPAT ( "
End Child Prostitution , Child Pornography and Trafficking of Children for
Sexual Purposes " ) , auf der ersten weltweiten Mitgliederversammlung am 17.
September in Bangkok . Kinderpornographie im Internet sei weltweit binnen
Sekunden abrufbar . Der kommerzielle Handel mit Kindern habe durch offenere
Grenzen zugenommen . An dem Treffen in Bangkok nehmen neben Delegierten aus 45
Ländern auch Beobachter der Reiseindustrie , der Internationale
Arbeitsorganisation ILO ( Genf ) und der EU teil . Der thailändische
Ministerpräsident Chuan Leekpai sagte bei der Eröffnung der Konferenz ,
Kinderprostitution und Kinderpornographie seien soziale Verbechen , von denen
viele Länder betroffen wären , leider auch Thailand . Er versprach , alles zu
tun , um die sexuelle Ausbeutung von Kindern in seinem Land zu stoppen . ECPAT
hat in mittlerweile 45 Ländern der Prostitution , dem Handel und der
Pornographie mit Kindern den Kampf angesagt . ECPAT-Deutschland wird getragen
von 25 Hilfswerken , darunter Brot für die Welt , Misereor und die
Kindernothilfe . Studie empfiehlt Flachdisplay-Produktion in Deutschland Die
deutsche Industrie sollte die Produktion von Flachdisplays nicht länger fast
ausschließlich fernöstlichen Produzenten überlassen . Das ist das Fazit einer
von mehr als 20 deutschen Unternehmen in Auftrag gegeben Studie , die am Freitag
in Mainz vorgestellt wurde . Es sei wünschenswert , solche Displays , die eine
Schlüsselkomponente in vielen innovativen Produkten sind , auch in Deutschland
herzustellen . Während Firmen aus Japan den Weltmarkt beherrschten , erstreckten
sich die europäischen Aktivitäten derzeit nahezu ausschließlich auf die
Forschung und Entwicklung von Flachdisplay-Komponenten . Als
Hochtechnologiestandort sei Deutschland jedoch gezwungen , eine aktive Rolle in
dieser Zukunftsbranche zu übernehmen , heißt es in der Studie , die unter
anderem von den Unternehmen Merck , Siemens und Schott bestellt worden war .
Eine Fertigung in Deutschland werde tausende Arbeitsplätze direkt und in der
Zuliefererindustrie schaffen . Die Politik solle die Ansiedlung der Produktion
mit Investitionsanreizen unterstützen . Ermittlungen gegen ehemaligen
Hagenuk-Chef Zur Pleite der Kieler Hagenuk Telecom GmbH im Jahr 1997 hat
anscheinend ein betrügerischer Griff in die Firmenkasse beigetragen : Gegen den
Mann wird wegen des Verdachts der Untreue ermittelt , wie der Kieler
Oberstaatsanwalt Uwe Wick am Freitagabend bestätigte . Das Anwesen des Managers
in der Nähe von Kiel wurde von der Polizei durchsucht . Im Zusammenhang mit den
Ermittlungen , die sich auch gegen weitere Verdächtige richten , soll es in den
vergangenen Tagen bundesweit zahlreiche weitere Durchsuchungen von Büros und
Privatwohnungen gegeben haben . Wick wollte wegen der laufenden Ermittlungen
keine weiteren Angaben machen . Die Auswertung des beschlagnahmten
Beweismaterials werde mehrere Wochen in Anspruch nehmen . Der Beschuldigte hatte
von 1996 bis 1997 die Geschäfte bei Hagenuk geführt . 64-Bit-Unix " Monterey "
auf Merced gebootet Einen Meilenstein in der Softwareentwicklung für Intels
kommende IA64-Architektur reklamiert das Monterey-Konsortium für sich . " Damit
haben wir Sun und HP überholt " , sagte IBM-Manager Rajiv Samant , dessen Team
angeblich weniger als 24 Stunden gebraucht hat , um das Betriebssystem in einem
Intel-Labor auf dem Merced zum Laufen zu bekommen . Auch die Vorführung von
Linux auf dem Merced , die Andy Grove auf der Linux World im August gegeben
hatte , sei nur mit der Software-Emulator des Prozessors zu Stande gekommen .
Neben IBM gehören Intel , SCO und Sequent dem Monterey-Konsortium an . Motorola
verspricht G5-PowerPC mit 2 GHz Während der AltiVec-beschleunigte G4-PowerPC im
gleichnamigen Power Mac gerade sein Markt-Debüt feiert , fasst Hersteller
Motorola die nächste Leistungsklasse ins Auge . Das Papier enthält eine grobe
Spezifikation für den PowerPC-Prozessor der fünften Generation ( G5 ) , die sich
vielleicht in zwei Jahren erstmals in Silizium manifestieren wird . Der
64-Bit-Prozessor mit der Typennummer 7500 soll demnach gleich mit 2 GHz
Taktfrequenz starten . Das will Motorola durch SOI-Technik ( Silicon On Isolator
) und eine effektive Strukturgröße von nur 0,10 µm erreichen . Eine neue
Bus-Topologie soll Flaschenhälse im System beseitigen und damit sicherstellen ,
dass die Prozessorleistung auch zur Wirkung kommt . Das Design folgt offenbar
der kürzlich mit Partner IBM vereinbarten Spezifikation für eine erweiterbare
PowerPC-Architektur und bietet damit auch Raum für die AltiVec-Implementierung .
Motorolas Antwort auf Intels 64-Bitter Merced wird diesem einige Vorzüge voraus
haben . Motorola-Manager Will Swearingen betonte gegenüber dem Magazin MacWeek ,
dass der G5 , von dem auch Varianten mit 32-Bit-Bus gebaut werden sollen ,
bestehende 32-Bit-Applikationen " native " ausführen werde . Mit Ausnahme des
Betriebssystems werde an existierender Software praktisch keine Änderung
erforderlich sein . Merced hingegen muss einen 32-Bit-Prozessor emulieren , um
32-Bit-Code zu verarbeiten , und erreicht damit nicht die volle Leistung . Die
Zeitschrift konstatiert außerdem , der G5 sei offenbar für den Einsatz in
Desktop-Systemen konzipiert , während der Zigarettenschachtel-große und viel
Hitze produzierende Merced sich wohl nur für große Server eigne . Doch während
Intels Merced bereits in Silizium existiert und nächstes Jahr auf dem Markt sein
dürfte , wird man wohl frühestens 2002 eine G5-Maschine kaufen können . In der
Zwischenzeit will Motorola den Leistungsvorsprung mit neuen G4-Versionen halten
: Laut Roadmap steht auch dort der Übergang auf SOI-Technik an , womit sich der
Energiekonsum wesentlich verringert und der Spielraum für höhere Taktfrequenzen
wächst . Pro-Microsoft-Inserate von Microsoft bezahlt Wieder eine peinliche
Enthüllung im Zusammenhang mit dem laufenden Antitrust-Prozess der US-Regierung
gegen Microsoft : Gestern mußte das " Independent Institute " in Oakland (
Kalifornien ) zugeben , dass die Anzeigen von Microsoft bezahlt wurden . Der
Zeitung waren Unterlagen zugespielt worden , aus denen sich ergab , dass
Microsoft in letzter Zeit der größte Geldgeber des Institut war , das sich laut
Selbstdarstellung den höchsten Standards wissenschaftlicher Unabhängigkeit
verpflichtet sieht . Institutsdirektor David Theroux hatte zunächst versichert ,
man übernehme keine Auftragsarbeiten , Microsoft habe mit den Inseraten nichts
zu tun , diese seien aus dem allgemeinen Budget des Instituts finanziert worden
. Neben den Kosten für die Inserate waren darin 5966 Dollar für Flugtickets für
Theroux und einen Kollegen enthalten . Nun gibt Theroux zu , daß Microsoft
gezahlt hat , sagt aber , das mache keinen Unterschied : " Der akademische
Prozess ist unabhängig von den Einkommensquellen . " Im Antitrust-Prozess
stützte sich der Microsoft-Entlastungszeuge Richard Schmalensee auf das Werk ,
dessen Kernthese lautet , Microsoft dominiere die Softwareindustrie in erster
Linie wegen seiner überlegenen Produkte . Auch Schmalensee kassierte : seine
Zeugentätigkeit honorierte Microsoft mit 800 Dollar pro Stunde , insgesamt über
200.000 Dollar . Apple prognostiziert halbierten Gewinn im Jahr 2001 Ende
September hatte Apple seine Investoren mit der Warnung schockiert , dass der
Umsatz für das zu Ende gehende Quartal um 5 bis 10 Prozent hinter den
Voraussagen zurückbleiben werde . Der Gewinn sollte statt geschätzter 45 nur 30
bis 33 Cents pro Aktie betragen . Mehr als das gar nicht so weit verfehlte
Quartalsergebnis , das sich mit Komplikationen bei dem stattgefundenen
Produktwechsel leicht erklären ließe , alarmierten die Investoren die mutmaßlich
tiefer liegenden Ursachen : Könnte es sein , dass Apple seine Vormachtposition
im US-Schulmarkt ein für alle Mal an den Intel-Musterpartner Dell verloren hat ?
Immerhin hat Dell sich laut vorliegenden Erhebungen mit 23,3 zu 19,1 Prozent
Marktanteil an den US-Schulen erstmals vor Apple positionieren können . Kann
Apple mit seinen vergleichsweise teuren Design-Produkten überhaupt eine andere
Zielgruppe ansprechen als die geschrumpfte " installierte Basis " ? Die
revidierte Prognose , die Apple-Finanzchef Fred Anderson zusammen mit den
Quartalsergebnisse bekannt gab , scheint alle Befürchtungen zu bestätigen : Mehr
noch : Apple-CEO Steve Jobs ließ verlauten , das Unternehmen habe mehrere Gründe
für den Rückschlag identifiziert und arbeite kräftig daran , diese auszuräumen .
Die bereits angelaufene Rabatt-Aktion ist offenbar ein Teil dieses Kraftaktes .
Was Apples Produkte und Programme im kommenden Jahr betrifft , gab sich Jobs
aber optimistisch . T-Online : die Kriechspur zur Datenautobahn In seiner
Werbung vermittelt Börsenkandidat Telekom den Eindruck , die deutsche
Datenautobahn erfunden zu haben . Im c't-Test dagegen erwies sich der
Internet-Zugang über den Telekomdienst T-Online als eine Art Kriechspur , auf
dem man sich allenfalls im Schrittempo bewegt , während der übrige Verkehr an
einem vorbeirauscht . In München und Hannover richtete die Redaktion
ferngesteuerte Meßstationen ein , die über schnelle Modems und ISDN-Leitungen
Daten aus dem Internet abriefen . Der T-Online-Zugang erwies sich dabei als der
mit Abstand schwächste und teuerste . Obendrein war er extrem unzuverlässig :
Dabei unterschied sich die Qualität des ISDN-Zugangs kaum von dem des analogen (
über Modem ) . Über einen der guten Internet-Anbieter wäre der Download in 30
bis 40 Minuten zu bewerkstelligen . Bei diesem Berechnungsbeispiel sind die
ermittelten durchschnittlichen Transferraten zugrundegelegt . Erfreulicherweise
haben etliche Internet-Anbieter seit dem letzten c't-Test vor einem knappen Jahr
ihre Leistung verbessert und dabei ihre Preise noch gesenkt . Im Spitzenfeld
lagen EUnet , IPF , MSN , Nacamar , PNet und Topnet . Sie bieten zum Teil
unterschiedliche Preismodelle , aus denen der Privatkunde sich ein auf seine
Ansprüche passendes heraussuchen sollte . In der aktuellen c't-Ausgabe 11/96
sind alle Angebote im Detail aufgeschlüsselt . Telekom-Sprecher Jürgen Homeyer
bezweifelte gegenüber der Deutschen Presseagentur ( dpa ) die
Allgemeingültigkeit des c't-Tests : Demgegenüber betont c't , daß es sich bei
den Angaben um Mittelwerte aus über 1000 Messungen pro Zugang handelt , die an
allen Wochentagen rund um die Uhr vorgenommen wurden . Wenn T-Online mit den
Wachstumsraten nicht zurechtkommt , sollte sie aufhören , das Internet so massiv
in ihrer Werbung zu vermarkten . Besonders bedenklich ist : Bei der Abrechnung
nach Zeittakt ( Telefongebühr + T-Online-Gebühr + Internetzugangs-Gebühr ) kann
T-Online umso mehr kassieren , je schlechter die gebotene Leistung ist . In
einer weiteren Stellungnahme erklärte T-Online , die ermittelten Werte beträfen
nur OS/2- und Macintosh-Anwender , da nur diese über das SLIP-Protokoll bedient
würden , das c't auch für die Messungen verwendet hat . Die Zugänge für die
Mehrheit der Anwender , die den T-Online-Dekoder für Windows 95 benutzten ,
seien aber jetzt beschleunigt worden . Wann diese Verbesserung vorgenommen wurde
und ob sie bereits flächendeckend wirksam ist , war zunächst nicht zu erfahren .
Der SLIP-Zugang solle im November ausgebaut werden . Eine erste Überprüfung über
einen schnellen Modem-Zugang ( 28800 bps ) in Hannover ergab , daß Daten von
einigen deutschen Web-Seiten tatsächlich zeitweise mit einer Übertragungsrate
von rund 1,5 KByte/s geladen werden konnten . Bei einigen US-amerikanischen
Seiten blieb es jedoch bei Werten um 0,45 KByte/s . Bei der Mehrzahl der
Versuche kam die Übertragung allerdings ins Stocken , und das 30-Sekunden-Limit
wurde überschritten . c't wird die neuen Verhältnisse in einer weiteren
Testreihe untersuchen . Vobis-Chef Theo Lieven tritt zurück Vobis-Vorstand Theo
Lieven will sein Amt zum Jahreswechsel an seinen bisherigen Stellvertreter Dr.
Gert Hügler abgeben . Lieven und Fraling gründeten das Unternehmen 1975 ,
nachdem sie als Studenten mit großem Erfolg Sammelbestellungen für Kommilitonen
organisiert hatten . Nach stürmischen Wachstumsjahren wurde 1989 die Mehrheit an
die Kaufhof AG ( heute Metro AG ) abgegeben . Lieven behielt die Führung und
formte die Computerhandelskette zu einem Mitspieler im PC-Markt , dem auch IBM
und Compaq ihren Tribut zu zollen hatten . Dieses Jahr triumphierte Vobis über
den Erzkonkurrenten Escom , der dem Wettbewerb nicht mehr gewachsen war und
Konkurs anmelden mußte . Vielleicht war dieser finale Erfolg der Anlaß für
Lieven , den Abschied ins Auge zu fassen . Kühle kaufmännische Vernunft und
sachlich-nüchternen Führungsstil sagt dem Unternehmer Lieven niemand nach . Als
" Enfant terrible " der Branche hat er oft kein Blatt vor den Mund genommen -
selbst dann , wenn es ihm nicht nutzte . Unvergessen ist seine Auflehnung gegen
den Monopolisten Microsoft , als er mitten im Weihnachtsgeschäft 1994 OS/2 statt
Windows zur Standardausstattung der Vobis-Rechner ausrief . Zur Computex 96
mietete der so untypische Business Man gar die National Concert Hall von Taipei
und gab zusammen mit dem dortigen Symphonieorchester ein Piano-Konzert von
Mozart . Jetzt trägt sich Lieven mit einer neuen Geschäftsidee " im Bereich der
klassischen Musik " , die er vor seinem 50. Geburtstag in Angriff nehmen wolle .
Der Mann ist 44 - schade wär 's , wenn man bis dahin nichts mehr von ihm hörte .
Schon getestet : Intels erster MMX-Prozessor Falsche K6 und MMX-Pentium auf dem
Markt Nach Berichten aus mehreren Quellen tauchen auf dem sogenannten "
Spot-Markt " wieder einmal gefälschte Prozessoren auf . Es handelt sich um
Pentium-MMX , die durch Remarking von 166 auf 200 Mhz beziehungsweise von 200
auf 233 MHz " aufgewertet " wurden , und um AMD K6 mit der gefälschten
Taktangabe " 233 MHz " . Ein Mitarbeiter des kanadischen System-Integrators
Typhoon teilte c't mit , dort seien beim Testen von neu-assemblierten PCs
mehrere Pentium-MMX aufgefallen , die mit den angegebenen Taktfrequenzen nicht
funktionierten : " Sie waren relativ leicht zu identifizieren " , schrieb er .
Der Farbüberzug enthält anscheinend winzige Bläschen ; er ist nicht so glatt wie
die Original-Oberfläche . Es handele sich um 200- und 233-MHz-Typen . Unklar ist
bisher , ob die primitiven Fälschungen auch hierzulande im Handel sind . Die in
Deutschland gefundenen gefälschten K6-Prozessoren sind ebenfalls relativ leicht
zu identifizieren , sofern sie auf den neueren K6-200-Typen basieren : AMD hat
auf der Prozessoroberseite rechts oben per Laser-Markierung die Taktrate
eingebrannt . Diese läßt sich nicht spurlos abschleifen , da der wannenförmige
Kühlkörper des K6 leicht absteht . Die Fälscher übertünchen sie mit Farbe . Es
gibt aber auch " faule " K6-233 aus älterer Produktion , die diese Markierung
nicht aufweisen . Ein solcher Chip entlarvte sich im c't-Labor durch mangelnde
Funktionstüchtigkeit : Er wurde zu heiß und lief nicht stabil . Die ZDNet News
berichtet über eine Art " stille Rückrufaktion " des Neusser Großhändlers TCC :
In einem vertraulichen Rundschreiben habe die Firma angeboten , verdächtige Ware
zurückzunehmen . Außerdem habe sie ihren Kunden per Fax Erkennungsmerkmale für
gefälschte CPUs mitgeteilt . Beim Pentium MMX 233 sollen Seriennummern ab
C7345246 aufwärts verdächtig sein . E-Plus an France Telecom verkauft France
Telecom baut sich mit der Übernahme des Mobilfunkanbieters E-Plus eine starke
Position in Deutschland auf . Der Vertrag gelte rückwirkend zum 1. Juli 1999 .
Für den RWE- /Veba-Anteil haben die anderen derzeitigen E-Plus-Gesellschafter
allerdings noch ein Vorkaufsrecht . Der Sitz des Unternehmens mit 3100
Mitarbeitern bleibe Düsseldorf , hieß es . Immer mehr Stellen in der IT-Branche
vakant In der Informationstechnik und Telekommunikation könnten wegen des
Mangels an Fachkräften in Deutschland in fünf Jahren 250.000 Stellen unbesetzt
sein . " Die Schere öffnet sich immer weiter " , sagte Jörg Menno Harms vom
Fachverband Informationstechnik im Zentralverband Elektrotechnik- und
Elektronikindustrie am Montag auf der Systems 99 in München . In der
IT-Industrie würden in diesem Jahr 37.000 neue Arbeitsplätze entstehen . Dem
stünden aber weniger als 10.000 Absolventen der Informatik gegenüber . Derzeit
seien 75.000 Stellen in der deutschen IT-Industrie unbesetzt . Harms begrüßte
das Aktionsprogramm der Bundesregierung , das die Beschäftigungssituation in der
High-Tech-Branche verbessern soll . Die Politik müsse aber auch das
Bildungssystem in den Schulen modernisieren . " Wenn dies nicht gelingt , wird
es vom Internet hinweggefegt " . Die stärksten Wachstumsschübe seien in den
Bereichen Software und Service zu erwarten . " Die Deutschen werden im Jahr 2000
erstmals so viel für PCs wie für die gesamte Unterhaltungselektronik ausgeben "
, sagte Harms . Regulierer prüfen DSL-Angebote der Telekom Der Präsident der
Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post , Klaus-Dieter Scheurle , hat
sich skeptisch zu den niedrigen DSL-Preise der Deutschen Telekom geäußert : "
Wir müssen darauf achten , dass der DSL-Markt nicht kaputt gemacht wird , bevor
er sich richtig entwickeln kann " , sagte der " Chefregulierer " der Berliner
Zeitung ( Samstagausgabe ) . Die Regulierungsbehörde nimmt derzeit das Geschäft
der Telekom mit Breitband-Internetzugängen unter die Lupe . Anfang 2001 werde
sein Amt über den Zugang von Telekom-Wettbewerbern zu DSL-Angeboten entscheiden
, sagte der Amtspräsident . DSL ( " Digital Subscriber Line " ) soll es dank
seiner hohen Bandbreite ermöglichen , sogar Filme schnell aus dem Internet zu
laden . Angesichts der Milliardeninvestitionen in den UMTS-Mobilfunkbereich hält
Scheurle den finanziellen Kollaps von UMTS-Netzbetreibern nicht für
ausgeschlossen . " Unternehmenszusammenbrüche sind ein normales Phänomen in
einer sozialen Marktwirtschaft " , sagte Scheurle . Es wäre verwunderlich , wenn
es Zusammenbrüche in einer bestimmten Branche nicht geben würde . SyQuest
beantragt Schutz vor Gläubigern Wechselplattenhersteller SyQuest hat jetzt nach
Chapter 11 des US-amerikanischen Konkursrechts den zeitweiligen Schutz vor
Gläubigern beantragt . Schon vor zwei Wochen hatte die Firma ihre
Zahlungsunfähigkeit bekanntgegeben und den Betrieb eingestellt . Den
Reparaturservice für SyQuest-Produkte will die Firma Convar übernehmen , die
einen Teil des Ersatzteillagers aufgekauft hat . Wie der
Internet-Nachrichtendienst News.com meldet , will SyQuest seine Patente und
restlichen Lagerbestände an einen " strategischen Käufer " veräußern , dessen
Name noch nicht genannt worden sei . Ein Teil des Erlöses soll dazu verwendet
werden , Garantieleistungen für bereits verkaufte Produkte sicherzustellen . Der
Käufer werde Service und Garantie für künftig verkaufte Produkte übernehmen .
Aus diesen Angaben ist zu schließen , daß der Käufer einen Ausverkauf der
Lagerbestände vornehmen oder sogar die Produktion weiterführen wird . Vodafone
will angeblich 242 Milliarden bieten In der Übernahmeschlacht um den
Mannesmann-Konzern holt der britische Mobilfunkanbieter Vodafone Airtouch zum
möglicherweise entscheidenden Schlag aus . Das Unternehmen will nach
Informationen der Deutschen Presse-Agentur ( dpa ) am Freitag ein erhöhtes
Kaufangebot ohne Barabfindung vorlegen . Bei einem Angebot ohne Barabfindung
böte das britische Unternehmen für eine Mannesmann-Aktie erneut lediglich
Vodafone-Aktien , wenn auch mehr als bisher . Die Offerte soll dem
Mannesmann-Aufsichtsrat noch vor Beginn seiner Sitzung am Freitag vorgelegt
werden . Über die Einzelheiten des Angebots sollte am Donnerstag in London
entschieden werden . Falls das Angebot Erfolg hat , wäre es die erste gelungene
feindliche Übernahme in Deutschland . Bei einer feindlichen Übernahme wird ein
Unternehmen gegen den Willen des Managements gekauft . Vodafone hatte
angekündigt , den Mannesmann-Konzern , der auch im Industriegeschäft tätig ist ,
im Falle einer Übernahme zu zerschlagen . Am vergangenen Wochenende hatte
Vodafone Airtouch für eine Mannesmann-Aktie 43,7 eigene Papiere geboten .
Mannesmann-Vorstandschef Klaus Esser hatte dies als unangemessen zurückgewiesen
und den Zusammenschluss wenig attraktiv genannt . Auch die Arbeitnehmervertreter
im Aufsichtsrat kündigen Widerstand an . Mannesmann sei ein kerngesundes
Unternehmen mit hervorragenden Perspektiven , sagte der stellvertretende
Aufsichtsratsvorsitzende Klaus Zwickel . Wie die " Financial Times " am
Donnerstag berichtete , ging es bei den Vodafone-Beratungen darum , ob der
Konzern sein Angebot für Mannesmann-Aktien auf den "Knockout"-Preis von 240 Euro
pro Aktie erhöhen wird . Dieser Preis soll auch für bisher skeptische
Mannesmann-Aktionäre attraktiv sein . Analysten halten jedoch selbst dieses
Angebot noch nicht für ausreichend . Erst bei einem Preis von 250 bis 270 Euro
je Aktie wären Fondsmanger bereit , einen Tausch vornehmen , glaubt Peter Ott
von Schröder Münchmeyer Hengst Investment in Frankfurt . Mannesmann scheiterte
am Donnerstag vor dem Londoner Zivilgericht mit dem Versuch , dem Bankhaus
Goldman Sachs die Beratung von Vodafone zu untersagen . Das Gericht wies den
Antrag auf eine Einstweilige Verfügung ab . Mannesmann hatte argumentiert ,
Goldman Sachs verfüge auf Grund früherer Geschäftsbeziehungen über vertrauliche
Informationen über Mannesmann . Deswegen dürfe Goldman Sachs jetzt Vodafone
nicht bei dem Versuch einer feindlichen Übernahme Mannesmanns beraten . " Unsere
Bemühungen waren zum Schutz der Interessen von Mannesmann gerechtfertigt " ,
hieß es . Wegen fehlerhafter Festplatten von Western Digital , durch die es zu
Datenverlust kommen kann , hat der Computerhersteller Fujitsu Siemens seine
Kunden zum kostenlosen Umtausch aufgefordert . Betroffen seien fünf PC-Modelle
mit Festplatten vom Typ WD205AA und 20 GB Speicherkapazität sowie WD136AA mit 13
GB Speicher , teilte Fujitsu Siemens Computers Deutschland am Donnerstag mit .
Folgende Modelle können Fehler aufweisen : Fujitsu T-Bird 500 Millenium mit 13
GB oder 20 GB Festplatte , Fujitsu T-Bird 500 Millenium XL COM mit 13 GB oder 20
GB Festplatte , Network NPI-600CD Avantgarde , Siemens Xpert 8600-20/64 mit 20
GB Festplatte und Siemens Xpert 8603-20/64 mit 20 GB Festplatte . Die Kunden
können sich an folgende Telefonnummern wenden : Deutschland 01803 - 100150 ,
Österreich 00431-60541 , Schweiz 0041848-808101 . Zur Identifizierung werden die
Seriennummer und die so genannte Geräte-Ident-Nummer auf dem Typenschild auf der
Rückseite des PC benötigt . Die Geräte wurden seit 4. Oktober in Deutschland ,
Österreich und der Schweiz verkauft . Die Käufer sollten sich möglichst schnell
an den Händler oder die speziellen Hotlines wenden . Der Austausch erfolge
kostenlos . Hewlett-Packard steigert Umsatz und Gewinn Die deutsche
Hewlett-Packard GmbH mit Sitz in Böblingen berichtete am Donnerstag ebenfalls
von kräftigen Umsatz- und Gewinnsteigerungen . Angesichts der hohen
Ausgangsbasis sei man mit der Gewinnentwicklung im abgelaufenen Jahr sehr
zufrieden , sagte eine Sprecherin . Der US-Mutterkonzern brachte seine große
Tochterfirma Agilent Technologies Inc. am heutigen Donnerstag mit großem Erfolg
als selbständiges Unternehmen an die Börse . Agilent bietet Messgeräte ,
medizintechnische Geräte , Halbleiter und optische Produkte an . Hewlett-Packard
will sich in Zukunft voll auf das Computergeschäft konzentrieren . Die
Agilent-Ergebnisse waren in den US-Hewlett-Packard-Zahlen nicht mehr
eingeschlossen . Das Geld wird in Form einer Dividende an Hewlett-Packard
gezahlt . Nach der Emission hält Hewlett-Packard noch 84,1 Prozent der
Agilent-Aktien . Die neue Hewlett-Packard-Konzernchefin Carly Fiorina erklärte ,
das Unternehmen habe " einige Langzeit-Geschäftsprobleme " . Angestrebt würden
Gewinn- und Umsatzwachstumsraten von zwölf bis 15 Prozent . Hewlett-Packard
leidet vor allem unter der Konkurrenz von Sun Microsystems , die bei
Internet-Servern sehr stark expandiert . Hintergrund : Das UMTS-Monopoly
Kennzeichen der Telekom-Branche im Jahr 2000 sind vier Großbuchstaben : UMTS ,
der Mobilfunkstandard der Zukunft . Wie keine andere Technik zuvor hat die
dritte Handy-Generation , Universal Mobile Telecommunications System , die
Mobilfunkkonzerne inspiriert und Kursfantasien geweckt . Schnelle
Datenübertragung , elektronischer Handel ( M-Commerce ) und Multimedia über
Handy - das ist der Stoff , aus dem UMTS-Träume sind . Unternehmen arbeiten
fieberhaft am Aufbau der Netze und an Anwendungen . Nach einer Umfrage des
Marktforschungsinstituts EMNID ist bei Handybesitzern und Internetnutzern
bereits jetzt das Interesse groß , mobil Informationsdienste aus dem Internet zu
ziehen . Besonders gefragt : Das Überspielen von Verkehrsinformationen wie
Staumeldungen auf das Handy . Neben Deutschland wurden in den vergangenen zwölf
Monaten in acht weiteren europäischen Ländern die begehrten Konzessionen
vergeben ( Spanien , Großbritannien , Niederlande , Österreich , Italien ,
Schweiz , Polen , Schweden ) . Weitere UMTS-Lizenzen stehen im kommenden Jahr
zur Vergabe an - darunter in Frankreich , einem der letzten attraktiven und noch
nicht aufgeteilten UMTS-Märkte Europas . Beobachter sind überzeugt , dass UMTS
in den kommenden Jahren zu Konsolidierungen in der Branche führen wird . Dabei
zeichnet sich ab , dass nur wenige Konzerne das Monopoly überleben werden . An
vorderster Stelle steht die britische Vodafone-Gruppe , die sich durch die
Übernahme von Mannesmann am Jahresanfang unangefochten an die Spitze gesetzt hat
. Auf den allen wichtigen UMTS-Märkten ist Vodafone mit Lizenzen vertreten . Als
gut positioniert gilt ferner France Telecom , während die Deutsche Telekom
lediglich einen hinteren Platz einnimmt . Inzwischen blickt auch ein asiatischer
Riese nach Europa und USA : Die japanische NTT DoCoMo , die im kommenden Jahr
als erster Mobilfunkkonzern der Welt mit UMTS-Diensten startet , kaufte sich bei
der niederländischen KPN und erst vor wenigen Wochen bei AT&T Wireless ein .
Richtig entfacht wurde die UMTS-Euphorie , als im Frühjahr 2000 in
Großbritannien erstmals Lizenzen unter den Hammer kamen . Zuvor hatte Spanien
die Rechte in einem so genannten Schönheitswettbewerb vergeben . Das britische
Auktionsergebnis überstieg alle Vorhersagen : Angesichts des zu erwartenden
gigantischen Geschäfts traten die Lizenzkosten zunächst völlig in den
Hintergrund . Das zeigte sich besonders in Deutschland , wo im August drei
Wochen lang um die UMTS-Lizenzen gefeilscht wurde . Aus dem Poker gingen D1 (
Telekom ) , D2 ( Vodafone ) , E-Plus , VIAG Interkom ( British Telecom ) sowie
Mobilcom ( France Telecom ) und zur Überraschung vieler auch das
spanisch/finnische Konsortium G3 als Sieger hervor . Die Katerstimmung folgte :
In der Branche machten sich Zweifel breit , ob sich die enormen Kosten für
Lizenzen und Netzaufbau jemals wieder einspielen lassen . Außer den Regierungen
würde vom UMTS-Wahnsinn kaum einer profitieren , hieß es . Hält ein Unternehmen
ein Drittel des Marktes , meinen Experten , könnten die Kosten in zehn Jahren
refinanziert sein . Neueinsteiger ohne Kundenbasis dürfte es aber schwer haben ,
überhaupt Tritt zu fassen . Das war auch der Grund , warum sich die Deutsche
Telekom in Italien und Frankreich an der UMTS-Ausschreibung erst gar nicht
beteiligte . QXL will ricardo zu 100 Prozent Das britische Web-Auktionshaus QXL
will in einem neuen Anlauf auch die restlichen acht Prozent am Hamburger
Online-Auktionshaus ricardo übernehmen . Dazu werde es noch einmal auf die
Aktionäre zugehen , die ihre Anteilsscheine bisher nicht getauscht haben . Dies
sagte QXL-Chef Jim Rose dem Handelsblatt ( Montagausgabe ) . Er glaube , dass es
eine Reihe von Investoren gebe , die in Urlaub waren oder den Tausch einfach
verschlafen haben . QXL.com hatte ricardo.de im November per Aktientausch
übernommen und hält derzeit fast 92 Prozent . Die neue QXL ricardo-Aktie wird
nicht mehr im Neuen Markt sondern im Amtlichen Handel notiert werden . In
Deutschland könne man Anteilseigner nicht zwingen , den Tausch vorzunehmen ,
sagte Rose . Bis es gelinge , die verbliebenen Aktionäre zu überzeugen , bleibe
Ricardo deshalb ein am Neuen Markt gelistetes Unternehmen . Durch die Fusion ist
QXL ricardo in 13 Ländern im Internet vertreten . Insight kauft Computer Profis
Der amerikanische Computer-Direktanbieter Insight Enterprises aus Tempe ,
Arizona , hat die Übernahme des deutschen Discounters Computer Profis
bekanntgegeben . Die Computer Profis aus Griesheim in der Nähe von
Frankfurt/Main bestehen seit 1993 und gehören zu den fünf größten
Direktanbietern von Computerprodukten in Deutschland . Insight-President Tim
Crown kündigte " pan-europäischen Wachstumspläne für die Marke Insight " an ,
für die mit der Übernahme eine Grundlage geschaffen werde : " Unsere
Marktforschung deutet auf eine starke Nachfrage nach Computerprodukten in
deutschen Wirtschaftsunternehmen hin , und wir glauben , daß der deutsche Markt
für die Einführung von Insights erfolgreichem Modell - aktiver Telefonverkauf an
Wirtschaftsunternehmen und elektronischer Handel - prädestiniert ist . "
Microsoft meldet Gewinnsteigerung Softwaregigant Microsoft Corporation hat für
das im Dezember beendete zweite Quartal des Geschäftsjahres einen Ertragsanstieg
bekannt gegeben . Das Ergebnis von 47 Cents pro Aktie liegt deutlich über den
Erwartungen der Wall Street . Trotz der Rekordergebnisse war die Börse
anscheinend nicht zufrieden . Im nachbörslichen Handel gab die Microsoft-Aktie
nach . Die US-Finanzzeitung Wall Street Journal wies darauf hin , dass die
Steigerungsrate der Microsoft-Erträge stetig abnehme . Außerdem habe das
Softwareunternehmen die Schätzungen der Analysten nicht aufgrund guter
Verkaufszahlen , sondern durch hohe Investmenterträge übertroffen . Apples
Quartalsergebnis über Erwarten gut Da staunt die Wall Street : Apple Computer
hat in seinem fiskalischen ersten Geschäftsquartal 2000 ein über Erwarten gutes
Ergebnis eingefahren . In Europa sei der Absatz um 54 % gestiegen , sagte
Apple-Finanzchef Fred Anderson in der erstmals live im Internet übertragenen
Konferenz mit Finanzanalysten . In Japan habe sich die Zahl sogar fast
verdoppelt . Mehr Spaß mit Windows-2000-Patch Kaum ist Windows 2000 offiziell
auf dem US-Markt , da schickt Microsoft seinem Betriebssystem-Flaggschiff
bereits ein Update hinterher . Es soll die Kompatibilität mit Anwendungssoftware
verbessern . Ob das Compatibility Update einen positiven Einfluss auf die
Produktivität ausüben wird , ist allerdings fraglich . Denn unter den 48
Softwaretiteln , die nach dem Patchen problemlos auf Windows 2000 laufen sollen
, befindet sich mit Microsofts eigenem Web-Editor Frontpage98 gerade mal einer ,
den man mit einigem Wohlwollen als Business Software einordnen kann . Alle
übrigen sind populäre Spiele wie Mageslayer , Creature 3 und Tomb Raider III .
In den Kompatibilitätstests vor dem Marktstart habe man sich auf die wichtigsten
Business-Applikationen konzentriert , erklärte Microsoft . Nachdem diese Tests
abgeschlossen seien , widme man sich jetzt der Home- und Unterhaltungssoftware .
Auktionen : Ricardo überholt EBay.de EBay.de hat seinen Spitzenplatz unter den
deutschen Web-Auktionshäusern eingebüßt . Zum Wochenende sank die Anzahl der
laufenden Auktionen nach Angaben der spezialisierten Website auktionsnews.de.vu
auf 258.195 , während die bisherige Nummer 2 , Ricardo.de , knapp 268.000
Auktionen verzeichnete . Seit der umstrittenen Einführung von Einstellgebühren
erleidet EBay.de einen drastischen Angebotsschwund . Unterdessen wuchs die
Mutterfirma EBay.com , von der die neue Gebührenstruktur übernommen wurde ,
unvermindert weiter . Nokia rechnet mit " Trend zum Zweit-Handy " Obwohl bereits
fast jeder dritte Deutsche ein Handy in der Tasche hat , erwartet finnische
Nokia-Konzern eine weiter steigende Nachfrage . " Rund 70 Prozent der Finnen
haben bereits ein Handy " , sagte der Geschäftsführer der deutschen Nokia GmbH ,
Raine Ohtamaa , am Samstag in einem dpa-Gespräch . Nun rechne der Konzern
zunächst in Finnland und dann in Deutschland mit einem " Trend zum Zweit-Handy "
. Am Standort Bochum hat Nokia seine Produktion bereits kräftig ausgeweitet .
Mit seiner neuen Produktionsanlage will das Unternehmen künftig vom Ruhrgebiet
aus den Markt in Europa und Afrika mit Mobiltelefonen beliefern . Angaben zur
Bochumer Produktion wollte Ohtamaa dagegen nicht machen . Spiegel : Deutsche
Bank plant Allianz mit SAP Die Deutsche Bank will nach einem Bericht des
Nachrichtenmagazins " Der Spiegel " eine Allianz mit dem Software-Riesen SAP
eingehen . Bank-Vorstandssprecher Rolf Breuer werde am Montag eine umfassende
Kooperation mit dem Weltmarktführer für betriebliche Standard-Software aus
Walldorf bekannt geben , schreibt das Blatt in seiner neuesten Ausgabe . Mit
einer Reihe von Partnern wolle die Bank zu einem mächtigen Akteur im Internet
aufsteigen . Ein Unternehmenssprecher wollte den Bericht am Samstag nicht
kommentieren , verwies aber auf eine für Montag geplante Pressekonferenz mit
Breuer zum Thema E-Commerce . Erst vor wenigen Tagen hatten die Commerzbank und
die Deutsche Telekom ein Milliarden-Bündnis bekannt gegeben . Nach Einschätzung
von Branchenexperten steht die gesamte Branche unter Druck , möglichst schnell
und umfassen das elektronische Geschäft auszubauen . Dabei setzen die Banken auf
Partner . Gefälschte Pentium II auf dem Markt Auf dem deutschen PC-Markt sind
jetzt professionell gefälschte Pentium-II-Prozessoren aufgetaucht . Ein
Informant , der nicht genannt werden wollte , spielte der c't-Redaktion ein
Exemplar zu . Es handelt sich um einen 266-MHz-Prozessor , der als 300-MHz-Typ
gekennzeichnet ist . Hersteller Intel war von dem Auftauchen der neuerlichen
Falsifikate nicht sonderlich überrascht . Seit den Zeiten des 486ers , als c't
erstmals Fälschungen entlarvte , hatte es nach jeder neuen Produkteinführung des
Weltmarktführers stets nicht sehr lange gedauert , bis sich professionelle
Fälscher die großen Preisdifferenzen für ihre Geschäfte zunutze machten . c't
hat das gefälschte Exemplar an Intel übergeben . Im Labor des Herstellers soll
nach Merkmalen gesucht werden , anhand derer eventuell der Lieferweg ermittelt
oder in einem späteren Strafverfahren Beweis geführt werden kann . c't berichtet
in Ausgabe 7/98 ausführlich . MS Office für Linux erwartet Die Gerüchte
kursieren schon länger , aber nun gibt es erstmals konkrete Indizien : Microsoft
portiert sein populäres Office-Paket auf Linux . c't erfuhr aus gut
unterrichteter Quelle , daß in Redmond eine separate Abteilung für das Projekt
gebildet worden sei . Den Informationen zufolge hat Microsoft 37 Entwickler auf
die Portierung angesetzt . Der Software-Gigant ist im Linux-Applikationsmarkt
weit ins Hintertreffen geraten ; Office-Produkte anderer Hersteller sind längst
verfügbar . Die Hamburger Star Division stellt ihr Star Office für den
nicht-kommerziellen Einsatz sogar gratis zur Verfügung . Ob Microsoft sich zu
einem ähnlichen Vertriebskonzept durchringen kann , bleibt noch abzuwarten .
Jedenfalls gehört es für die Windows-Company zum normalen Business ,
Anwendungssoftware für konkurrierende Betriebssysteme anzubieten : Mit Office
für MacOS verdient Microsoft schon seit Jahren eine Menge Geld . Die schnellste
Maus der Welt Logitech stellt auf der Cebit eine speziell für Computerspiele
entwickelte Maus vor . Sie soll vor allem in 3D-Action-Titeln und
Strategiespielen die Reaktionsgeschwindigkeit verbessern . Dafür liefert die "
WingMan Gaming Mouse " per USB 120 Impulse pro Sekunde ; über einen
mitgelieferten Adapter paßt sie auch an einen PS/2-Port , wo dann 200 Impulse
erreicht werden sollen . Üblich sind bei Mäusen 40 Messungen pro Sekunde .
Leider ist die kabelgebundene 3-Tasten-Maus trotz der versprochenen
Geschwindigkeit noch nicht perfekt : Ihr fehlt das Rädchen , das neben dem
Scrollen von Fensterinhalten auch immer häufiger von Spielen unterstützt wird .
VLSI wehrt sich gegen Philips-Offerte Der US-Chiphersteller VLSI möchte nicht
von dem europäischen Philips-Konzern geschluckt werden - schon gar nicht zu den
angebotenen Konditionen . Die Niederländer hatten auf etwas unkonventionelle
Weise eine feindliche Übernahme probiert : Sie offerierten den VLSI-Aktionären
Ende Februar öffentlich einen Kaufpreis von 17 US-Dollar für ihre Anteilsscheine
, die zu diesem Zeitpunkt für knapp 11 Dollar gehandelt wurden , und stellten
der Firma ein Ultimatum . Da hatten sie die Rechnung aber ohne die
amerikanischen Spekulanten gemacht : Blitzschnell kletterte der Kurs auf über 17
Dollar . VLSI verkündet nun , die Offerte von Philips sei unadäquat ; man sei
zwar bereit , über eine " strategische Lösung " zu verhandeln , aber nicht nur
mit den Europäern . Philips seinerseits ist " nicht darauf vorbereitet , mehr zu
bezahlen " , sagte der Halbleiter-Chef Scott McGregor . Nun sinnt er darauf ,
die Mehrheit der Aktionäre hinter sich zu bekommen , um die VLSI-Führung aus dem
Amt zu entfernen . Studie : Mittelstand verschläft ECommerce Der Mittelstand in
Deutschland läuft Gefahr , den Anschluß an das Internet-Zeitalter zu verpassen .
Nur jedes fünfte mittelständische Unternehmen plant für die kommenden drei Jahre
den Einstieg in den ECommerce . Fast zwei Drittel sehen für sich im
Internet-Handel keinen Markt . Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Yukom
New Media GmbH im Auftrag des Branchenverbandes BVB , die am Freitag auf der
CeBIT vorgestellt wurde . Der Großteil der Mittelständler in Deutschland sei
derzeit mit den kurzfristigen Problemen Euro-Einführung und Jahr-2000-Umstellung
beschäftigt . " Trotz ausreichender technischer Angebote verschläft der
Mittelstand den Electronic Commerce " , sagte Yukom-Geschäftsführer Manfred
Hasenbeck . Apple legt um 26 Prozent zu Bei Apple Computer stehen die Signale
weiterhin auf Wachstum : In dem am 1. April abgelaufenen Quartal hat das
Unternehmen mit 1,043 Millionen gut 26 Prozent mehr Maschinen abgesetzt als im
entsprechenden Vorjahreszeitraum ( 827.000 Stück ) . Im Europa stieg der Absatz
sogar um 36 Prozent . Außerdem hat sich der Anteil der profitableren PowerBooks
und der G4-Modelle am Produktmix vergrößert , nachdem Apple die Modellreihe
endlich auf den Stand der Ankündigung vom vergangenen Sommer bringen konnte .
Die Prognose der Analysten hatte laut FirstCall bei 0,81 Dollar gelegen . Für
das laufende Quartal erwartet Finanzchef Fred Anderson eine weitere
Umsatzsteigerung . SoftRAM : Alles neu im Mai ? Der Termin für das Erscheinen
der seit Oktober 1995 versprochenen neuen Version des " Speicherverdopplers "
SoftRAM 95 ist wieder einmal verschoben worden . Bei der telefonischen
Bestellannahme des Herstellers Syncronys Softcorp spricht man jetzt von Mai 1996
. Urspünglich hatte Syncronys enttäuschten Kunden für Dezember 1995 den Umtausch
in die neue Programmversion in Aussicht gestellt - der deutsche Distributor
Softline GmbH sprach sogar von November . Telekom verhandelt mit Telecom Italia
Die Deutsche Telekom verhandelt offenbar doch mit der Telecom Italia über eine
Fusion . Vor wenigen Tagen hatte die Telekom einen entsprechenden Bericht noch
als " reine Spekulation " dementiert . Am Sonntag abend bestätigte das Bonner
Unternehmen in einer knappen Mitteilung erstmals offiziell , daß eine " mögliche
industrielle Partnerschaft " geprüft werde . Im Falle einer Übereinkunft werde
das Vorhaben den entsprechenden Unternehmensgremien zur Genehmigung vorgelegt .
Nach der angekündigten Kapitalerhöhung waren Spekulationen um einen Partner der
Deutschen Telekom aufgekommen . Neben der Telecom Italia war auch die britische
Cable & Wireless genannt worden . Zur Zeit ist die Deutsche Telekom durch ihre
Beteiligung an der italienischen Telefongesellschaft Wind noch ein bedeutender
Konkurrent der Telecom Italia . Die Telekom ist noch zu 72 Prozent im Besitz des
Bundes . Telecom Italia wehrt sich derzeit gegen eine feindliche Übernahme durch
den italienischen Computerhersteller Olivetti . Nach Informationen des
Düsseldorfer Handelsblatts sollen die Aktien der beiden
Telekommunikations-Unternehmen auf eine noch zu gründende neue Gesellschaft
verschmolzen werden . Das Tauschverhältnis könnte in der Größenordnung 40 zu 60
liegen . Den Aktionären der Telecom Italia solle zusätzlich zu den Aktien noch
eine Prämie gezahlt werden , um das Angebot für sie attraktiv zu machen ,
berichtet das Blatt weiter . Ein entsprechendes Angebot wollten die Konzerne
möglichst noch in dieser , spätestens aber in der nächsten Woche den Aktionären
unterbreiten . Kurskorrektur bei Scheinselbständigkeit Bundeskanzler Gerhard
Schröder will das umstrittene Gesetz gegen die Scheinselbständigkeit korrigieren
. Nach einem Bericht des Hamburger Nachrichten-Magazins Spiegel soll in der
kommenden Woche eine Runde mit Schröder , Wirtschaftsminister Werner Müller ,
Arbeitsminister Walter Riester sowie den Fraktionschefs Peter Struck und Rezzo
Schlauch Verbesserungen verabreden . Seit Anfang des Jahres gelten Freiberufler
, die nur für einen Auftraggeber arbeiten und keine Angestellten haben , als "
arbeitnehmerähnliche Selbständige " und müssen Sozialabgaben zahlen ( siehe
Bericht in der aktuellen c't-Ausgabe 8/99 , S. 40 ) . Die neue Regelung schade
ausgerechnet Existenzgründern und Jungunternehmern , die von der neuen Regierung
eigentlich unterstützt werden sollen , monierte Schröder laut Spiegel-Bericht im
kleinen Kreis . VDE : Viel zu wenig Ingenieure Die Mikroelektronik rechnet trotz
der Asienkrise in den nächsten Jahren mit einem kräftigen Wachstum . Trotz der
guten wirtschaftlichen Aussichten schlug der VDE-Vorsitzende Rolf Windmöller
Alarm . In einigen Bereichen wirke der Nachwuchsmangel an Ingenieuren bereits
als Wachstumsbremse . Europaweit seien derzeit 500000 Stellen nicht besetzbar .
" Das Problem wird negiert " , sagte Windmöller . Die Zahl der Studienanfänger
sei auf 30 Prozent des Niveaus der 90er Jahre gesunken . Werde der Abwärtstrend
nicht gebrochen , könne es zu einem massiven Schaden für den Wirtschaftsstandort
Deutschland kommen , wenn die Zukuftstechnologien abwanderten . Japan selbst
werde von derzeit 21 auf 18 Prozent sinken . Im Chip-Konsum ist Europa im
vergangenen Jahr an die zweite Stelle weltweit aufgerückt . Doch 81 Prozent der
weltweit eingesetzten Chips stammen wertmäßig aus amerikanisch und japanisch
kontrollierter Produktion . Noch ein Fusionskandidat : Neben der angestrebten
Partnerschaft mit der Telecom Italia verhandelt die Deutsche Telekom AG auch
über eine Übernahme der US-Telefongesellschaft Sprint . Das berichtet das in
Hamburg erscheinende " manager magazin " in seiner nächsten Ausgabe . Mit dem
Kauf wolle der größte europäische Telekommunikationskonzern seine Position in
den USA ausbauen , meldete das Blatt am heutigen Montag vorab . Die Telekom
besitzt bereits einen Anteil von zehn Prozent . Gemeinsam mit Sprint und der
France Telecom betreibt die Telekom außerdem das international tätige
Kommunikationsunternehmen Global One . Prozeß um Windows-Raubkopien Ein
39jähriger Texaner steht ab Donnerstag , 22. April , in Aachen wegen Marken- und
Produktpiraterie auf Kosten von Microsoft vor Gericht . In seinen englischen
Firmen soll er zwischen Juli 1997 und Juli 1998 unter anderem von Software und
Handbüchern Raubkopien für den deutschen Markt hergestellt haben , teilte das
Aachener Landgericht am Montag mit . Der mutmaßliche Drahtzieher einer Bande war
im Juli vergangenen Jahres bei einem Transport an der deutsch-niederländischen
Grenze gefaßt worden . Der Handel war aufgeflogen , nachdem Microsoft einen
Hinweis auf die Raubkopien erhalten und selbst recherchiert hatte . Bei dem
Versuch , illegal hergestellte CDs und Handbücher in einem LKW und einem Auto in
eine Lagerhalle bei Aachen zu bringen , wurde der Texaner festgenommen . Fündig
wurden die Fahnder auch in der Lagerhalle und dem gemieteten Container einer
Spedition . Der Angeklagte , der seit seiner Festnahme in U-Haft sitzt ,
bestreitet nach Angaben des Landgerichts die Vorwürfe . Die Verhandlung vor der
2. Großen Wirtschaftskammer ist auf 16 Tage anberaumt . Telekom und Telecom
Italia gehen zusammen Der Zusammenschluß der Deutschen Telekom mit der Telecom
Italia ist perfekt . Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur werden
beide Unternehmen für den morgigen Dienstag zur einer Pressekonferenz in London
einladen , auf der die Pläne bekanntgegeben werden sollen . Zuvor hatte die
France Telecom ihren strategischen Partner eindringlich vor dem Zusammengehen
mit der Telecom Italia gewarnt . " Unsere Abkommen mit der Deutschen Telekom
sind präzise und unvereinbar mit einem einseitigen strategischen Umschwung " ,
erklärte die France Telecom SA am Montag in Paris . Die einzige bedeutungsvolle
Kooperation der France Telecom mit der Deutschen Telekom in Europa gebe es in
Italien , wo beide Unternehmen gemeinsam mit dem italienischen Elektrokonzern
Enel an dem Unternehmen Wind beteiligt sind . Auf dieses
Gemeinschaftsunternehmen " müßte die Deutsche Telekom verzichten , wenn sie sich
mit Telecom Italia verbünden würde " , heißt es in der Erklärung . Neue
QuickTime-Version zum Download Apple gibt die neue Version seiner
Multimedia-Software QuickTime zu einem öffentlichen Beta-Test frei . QuickTime
4.0 ermöglicht die Live-Übertragung von Audio und Video im Internet und ist laut
Apple " die erste Internet-Streaming-Technik mit den nicht-proprietären
Protokollen RTP und RTSP " . Die Software bietet die Wahl zwischen einer
Vielzahl von Kompressionstechniken , darunter MP3 , Sorenson Video , QDesign
Music , Qualcomm PureVoice , H.261 und DVI . Apple kündigte an , die
Beta-Version ab sofort zum Download bereitzustellen ; bei Veröffentlichung
dieser Meldung war das allerdings noch nicht erfolgt . Der QuickTime Streaming
Server wird ein Teil von Apples Open Source-Projekt " Darwin " . Entwickler
können sich den Quellcode als " Darwin Streaming Server " herunterladen .
Außerdem soll die Software als Teil eines kostenlosen Updates zu Mac OS X Server
verteilt werden . Der Streaming Server kann lizenzfrei benutzt werden . Mit "
Final Cut Pro " tritt Apple in den Markt für Videoschnittsoftware ein . Das
1000-Dollar-Produkt , das zunächst nur in den USA und Kanada angeboten werden
soll , setzt auf QuickTime 4.0 auf und bietet laut Apple hochwertiges Video
Editing mit Spezialeffekten für professionelle Ansprüche . Weizenbaum : Das
Internet bringt uns nicht weiter Computer und Internet haben die Menschheit
nicht vorangebracht , glaubt der amerikanische EDV-Pionier Joseph Weizenbaum .
Die Gesellschaft mache sich von Systemen abhängig , die sie kaum noch
beherrschen könne . " Nur wenn ein Mensch die Informationen interpretiert ,
werden sie zu Wissen . " Auch die weit verbreitete Vorstellung , das Internet
fördere die Demokratie , weil es von überall aus Zugang zu unzensierten
Informationen ermögliche , trägt Weizenbaum nicht mit : " Bei einem Volk , das
nicht politisch gebildet und erzogen ist , helfen die Computer auch nicht weiter
. " Das Internet helfe allerdings Menschen , die das Volk manipulieren wollten .
Weizenbaum warnte davor , dass die Technik außer Kontrolle geraten könnte : Als
die ersten Rechner gebaut worden seien , hätten sie ausschließlich militärischen
Zielen gedient , sagte Weizenbaum : " Der Computer wurde entwickelt , um den
Krieg , den Massenmord effizienter zu machen . " Diese Möglichkeiten steckten
noch immer in ihm . Daher trage die Gesellschaft eine große Verantwortung : "
Wie der Computer verwendet wird , hängt allein vom Zeitgeist ab . " Telekom will
UMTS-Lizenz in Frankreich Nach dem erfolgreichen Erwerb einer UMTS-Lizenz in
Großbritannien will sich die Deutsche Telekom auch in Frankreich um die
begehrten Mobilfunkrechte bewerben . Das kündigte Vorstandschef Ron Sommer in
einem Gespräch mit der Tageszeitung " Le Figaro " an . Man brauche dabei keinen
einheimischen Partner . Die Deutsche Telekom sei auch ein französisches
Unternehmen , das 3000 Menschen beschäftige , betonte Sommer . Der Bonner
Telefonriese ist in Frankreich mit seinen Töchtern Siris ( Festnetz ) , Club
Internet ( Online ) und debis ( Systemgeschäft ) vertreten . Für Kooperationen
sei das Unternehmen bei UMTS aber offen , ergänzte ein Telekom-Sprecher in Bonn
. Im Zusammenhang mit dem Ausbau der internationalen Mobilfunk-Aktivitäten der
Telekom wurde in der Branche immer wieder über eine mögliche Übernahme der
französischen Bouygues Telecom durch den Bonner Telefonkonzern spekuliert . Das
Unternehmen ist der drittgrößte Mobilfunkbetreiber in Frankreich und gilt neben
Itineris ( France Telecom ) und SFR als sicherer Bewerber um die UMTS-Lizenzen .
Eine Auktion bezeichnete Sommer erneut als die fairste und transparenteste
Lösung . " Wenn die Regierung die Lizenzen gratis verteilen würde , wäre das
eine verdeckte Subvention " , warnte er . Die Kosten für die Lizenzen wären
weniger hoch , wenn in allen Länder Versteigerungen durchgeführt würden . Sommer
hatte in den vergangenen Wochen die Erlöse aus den Versteigerungen und die
unterschiedliche Vergabepraxis in Europa kritisisiert . In Spanien seien die
Lizenzen in einem " Schönheitswettbewerb " vergeben worden . Die Telekom war
dort leer ausgegangen . In Deutschland sollen voraussichtlich Ende Juli vier bis
sechs UMTS-Lizenzen versteigert werden . Über das Vergabeverfahren in Frankreich
ist noch nicht endgültig entschieden . Billiger telefonieren : Über 100000
Preise in TTarif Wer den Überblick behält und je nach Uhrzeit den richtigen
Anbieter wählt , telefoniert spürbar billiger . Im Gegensatz zu den
irreführenden Preisangaben einiger Anbieter berechnet TTarif auch die Verluste
durch Taktüberhänge , die etwa bei der Abrechnung auf Minutenbasis anfallen .
Nur so ergibt sich ein zutreffender und fairer Vergleich mit sekundengenauen
Tarifen . Die durchschnittliche Gesprächsdauer , die der Auswertung
zugrundegelegt wird , kann der Anwender individuell vorgeben . TTarif erstellt
übersichtliche Tabellen , die Sie ausdrucken können , um zu jeder Tageszeit die
günstigste Netzvorwahl parat zu haben . Pentium II " in a box " mit falscher
Aufschrift Nachdem die Pentium-II-Fälscher zunehmend auch Intel-Prozessoren " in
a box " für sich entdeckt haben , wissen Kunden und Händler mittlerweile kaum
noch , wie sie sich vor dem Betrug schützen können . Einzig der Direkteinkauf
der besonders gesicherten "Boxed"-Produkte bei einem offiziellen
Intel-Distributor schien noch risikofrei zu sein . Doch nun erlebte ein
PC-Händler auch damit sein Fiasko : Kunden reklamierten , die auf dem sicheren
Weg bezogenen " Pentium II 266 in a box " seien offensichtlich gefälscht . Sie
hatten mit dem c't-Testprogramm ctP2Info festgestellt , daß die Prozessoren
entgegen der Aufschrift auf der Box nicht mit ECC-Funktionalität ausgestattet
waren . " 512KB Integrated L2 Cache with ECC " steht ausdrücklich auf der
Schachtel , den Prozessoren fehlt jedoch die spezielle Fehlerkorrektur . Wieder
ein Fall für die Polizei ? Wie Intel-Sprecher Heiner Genzken gegenüber c't
bestätigte , ist eine nicht genannte " kleinere " Anzahl von Boxen falsch
bedruckt worden . Die Distributoren seien inzwischen informiert und gebeten
worden , beanstandete Ware bei Reklamationen umzutauschen . Die betroffenen
Händler erhielten jedoch keine Nachricht und müssen damit leben , bei ihren
Kunden eventuell unter falschen Verdacht zu geraten . Hewlett-Packard bekommt
eine Chefin An die Spitze des US-Computerkonzerns Hewlett-Packard , Palo Alto ,
rückt mit Carly Fiorina erstmals eine Frau . Sie wird neue Vorstandsvorsitzende
und Präsidentin des Unternehmens , wie am Montag bei der deutschen
Hewlett-Packard GmbH in Böblingen bekannt wurde . Fiorina , die bisher Chefin
der Dienstleistungssparte Global Services bei Lucent Technologies war , tritt
zum 1. Januar 2000 die Nachfolge von Lewis E. Platt an . Der 58jährige zieht
sich , wie es hieß , aus Altersgründen zurück . In Deutschland will HP seine
Aufteilung planmäßig zum 1. November abschließen . Computer , Dienstleistungen
und Drucker einerseits und die Meßtechnik andererseits sollen in zwei getrennten
Unternehmen zusammengefaßt werden . Durch die Teilung sollen beide Firmen
flexibler auf Marktanforderungen reagieren und neue Geschäftsfelder erschließen
können . Im Geschäftsjahr 1998/99 ( 31. Oktober ) legt HP in Deutschland nach
Angaben des Geschäftsführungsvorsitzenden Jörg Menno Harms im Umsatz " gut
einstellig " zu . Derzeit seien 500 Stellen im Computerbereich in Deutschland
nicht besetzt , sagte Harms . Im laufenden Jahr sollen insgesamt 800 Mitarbeiter
eingestellt werden . Die neue Vorstandsvorsitzende kann auf Erfahrungen bei der
Spaltung von Unternehmen zurückgreifen , denn sie war an der Trennung des
Informationstechnologie-Unternehmens Lucent von AT&T beteiligt . Die
Historikerin bringt 20 Jahre Erfahrung in der Technologie- und
Telekommunikationsbranche mit . Vor kurzem wurde sie von dem US-Magazin "
Fortune " als " mächtigste Frau der US-Wirtschaft " genannt . Transmeta und AMD
rücken zusammen Die Intel-Konkurrenten AMD und Transmeta stehen kurz vor dem
Abschluss einer Kooperationsvereinbarung , berichtet der US-Onlinedienst ZDNet .
Ziel und Umfang der Kooperation würden in Kürze bekannt gegeben , heißt es unter
Berufung auf den AMD-Chef Jerry Sanders . Zu Details habe sich Sanders aber noch
nicht geäußert . Aus anderen Quellen wollen die Autoren bereits erfahren haben ,
dass vermutlich ein Patentaustausch vereinbart wird - ähnlich dem Abkommen , das
AMD mit Motorola getroffen hat . Transmeta sei besonders an AMDs LDT-Technik
interessiert , einem skalierbaren Buskonzept für I/O- und
Multiprozessoranwendungen . LDT ( Lightning Data Transport ) soll Datenraten von
bis zu 1,6 GBit/s pro Pin ermöglichen . Transmeta hatte am Donnerstag seinen
bevorstehenen Börsengang angekündigt . Telekom-Chef erwartet Fusionswelle im
Handy-Markt Telekom-Chef Ron Sommer rechnet nach einem Bericht des
Nachrichtenmagazins " Der Spiegel " mit einer weiteren Konzentrationswelle auf
dem europäischen Handy-Markt . Die zahlreichen Fusionen und Übernahmen der
letzten Jahre , so Sommer in einem Interview des Magazins , seien erst der
Auftakt gewesen . Die hohen Kosten für die UMTS-Lizenzen würden den Trend zu
Fusionen und Übernahmen noch einmal verschärfen . Sommer schließt nicht aus ,
das künftige UMTS-Netz der Telekom auch anderen Firmen zur Verfügung zu stellen
. Mit den Einnahmen durch einen solchen virtuellen Netzbetreiber könnten nach
seinen Angaben die hohen Kosten für Lizenz und Netzaufbau schneller wieder
eingefahren werden . Es könne , so Sommer in dem Interview , " wirtschaftliche
Umstände geben , die einen solchen Schritt sinnvoll machen " . Wie der " Spiegel
" weiter schreibt , könnte eine von Bundesumweltminister Jürgen Trittin geplante
Verschärfung der Elektrosmog-Verordnung den Absatz von Handys der neuen
Generation gefährden . Das Magazin beruft sich dabei auf Regulierungsexperten
aus dem Wirtschaftsministerium . Diese befürchteten , dass die von Trittin
geplante Herabsetzung des Grenzwertes auf ein Zehntel der jetzt zulässigen
Normen in einigen Ballungsgebieten zu Problemen führen und den Netzbetreibern
die Geschäftsgrundlage entziehen könnte . Kunden wollen NetObjects vor der
Pleite retten Die Websoftware-Firma NetObjects steckt in großen finanziellen
Schwierigkeiten . Die liquiden Mittel reichten nicht aus , um das Geschäft bis
Ende September weiterführen zu können , teilte das Unternehmen im aktuellen
Quartalsbericht am Dienstag mit . Es drohe die Zahlungsunfähigkeit . Jetzt
wollen Kunden dem Unternehmen helfen . NetObjects stellt die bekannten
Website-Entwicklungstools Fusion und Matrix her . Kunden haben inzwischen die
Online-Initiative " Save NetObjects " gestartet , um die Pleite des Unternehmens
zu verhindern . " Ich hoffe , ihr erkennt den Unterschied , wenn eine Firma ein
gutes Produkt macht und ihren Kunden stets guten Support geboten hat " , schrieb
einer der Unterstützer . Xbox-Reservierung kostet Zuschlag Am 8. November
startet der Verkauf von Microsofts Spielkonsole Xbox in den USA , vom kommenden
Monat an soll der Handel Vorbestellungen entgegennehmen . Doch wer unbedingt
unter den Ersten sein möchte , wird mehr als den angekündigten Preis von 299
US-Dollar hinblättern müssen : Wie die Los Angeles Times berichtet , will der
Software-Gigant die so genannten " Early Adopters " bestmöglich abschöpfen und
daher die ersten Geräte möglichst nur zusammen mit einem teuren Softwarepaket
verkaufen . Die Händler , die statt der nackten Xbox ein Bundle aus Hardware und
Microsoft-Spielen zum Gesamtpreis von 500 bis 1200 US-Dollar offerieren , sollen
dafür von Microsoft mit Werbezuschüssen belohnt werden . Der Hintergrund : An
der reinen Hardware verdient Microsoft nichts , sondern macht nach Einschätzung
von Analysten sogar einen Verlust von bis zu 100 Dollar pro Gerät . Die Software
dagegen ist hochprofitabel , wenn erst einmal die Entwicklungskosten
abgeschrieben sind . Gegenüber der LA Times bestätigte Microsoft-Sprecher James
Bernard diese Motivation jedoch nicht , sondern sagte , Microsoft habe sich mit
seinem Marketing-Programm nach den Wünschen des Handels gerichtet .
Marktbeobachter äußerten sich sehr skeptisch zu Microsofts Plänen . " Sie
überschätzen die Nachfrage " , sagte P.J. NcNealy von der Gartner Group
gegenüber der Zeitung . " Das könnte zu einem nahezu fatalen ersten Schritt
werden . " Sean McGowan von Gerard Klauer Mattison kommentierte , er sei sehr
überrascht , dass ein Newcomer im Spielkonsolengeschäft , " auch wenn es sich um
Microsoft handelt " , eine so aggressive Haltung einnehme . In Deutschland soll
die Xbox erst im Frühjahr 2002 auf den Markt gelangen . Über Microsofts hiesige
Marketing-Pläne ist noch nichts bekannt . Schlechte Prognose für die
Softwarebranche In der zweiten Jahreshälfte werden die Unternehmen in den USA
ihre Investitionen für Software nicht nennenswert erhöhen . Dies haben Analysten
der Firma Morgan Stanley nach US-Medienberichten in ihrer jüngsten Erhebung
unter EDV-Leitern ermittelt . Nur 34 Prozent der befragten EDV-Chefs hatten
angegeben , in den verbleibenden Monaten des Jahres mehr Geld für Software
ausgeben zu wollen . Dies steht im Gegensatz zu früheren Erfahrungen , wonach
speziell im letzten Quartal des Kalenderjahres der Softwareabsatz deutlich
zunimmt . SIGGRAPH : PC-Grafikkarte treibt zwei Cinema-Displays Der
Grafikkartenhersteller 3DLabs hat auf der SIGGRAPH in Los Angeles eine
"Premium"-Version seiner Oxygen GVX420 vorgestellt , an der sich zwei
Cinema-Displays betreiben lassen . Der Anschluss an " beige " PCs scheiterte
bisher daran , dass Apple den Monitor mit einem proprietären Interface
ausstattet . Der Apple Display Connector ( ADC ) führt neben den digitalen
Bildsignalen auch eine USB-Verbindung und die Stromversorgung des Monitors ;
alles wird in einem einzigen schlanken Kabel übertragen . Der Preis für die
spezielle Premium-Version der Oxygen GVX420 ist noch nicht bekannt . In der
Standardvariante kostet die Highend-Grafikkarte , die mit 128 MByte RAM , einem
Glint-R4-Grafikprozessor und zwei Geometrie-Prozessoren ausgestattet ist ,
bereits über 4000 DM . Treibersoftware liefert der Hersteller nur für Windows NT
und 2000 . Zeitung : Telekom darf " Happy Digits " verteilen Die Bonner
Regulierungsbehörde hat nach Zeitungsinformationen das von der Deutschen Telekom
beantragte Bonusprogramm " Happy Digits " genehmigt . Wie die WELT (
Montagausgabe ) aus dem Umfeld des Bonner Konzerns erfahren haben will , werde
das ursprünglich schon für den August geplante Programm im Oktober oder November
starten können . Das Bonusprogramm der Telekom sei so modelliert , dass Kunden
beim Kauf von Telefon- oder Faxgeräten sowie bei der Inanspruchnahme der
verschiedenen Dienste Bonuspunkte erhalten . Der vom Regulierer genehmigte Bonus
betrage ein Prozent , berichtet die Zeitung . Eine Behörden-Auflage sehe vor ,
dass der Kunde keine Sachprämien erhalten darf , deren Preis über dem Wert der
Gutschrift liegt . Die Konkurrenten der Telekom hatten die Befürchtung geäußert
, der Ex-Monopolist wolle das Bonusprogramm missbrauchen , um Internet-Surfer
bei T-Online und Mobiltelefonierer bei D 1 zum Telefonieren im Festnetz mit der
Telekom zu animieren . Die Verbraucherverbände stehen diesen Systemen , die auf
die verstärkte Bindung von Kunden an das Unternehmen ausgerichtet sind ,
skeptisch gegenüber . So sagte ein Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der
Verbraucherverbände , das System berge die Gefahr von Absprachen der großen
Anbieter . Damit würden kleinere Telefongesellschaften möglicherweise verdrängt
. Gerücht : Apple kauft Power Computing Amerikanische Quellen berichten unter
Berufung auf angebliche Insider-Informationen , daß Apple die Übernahme des
Mac-Clone-Herstellers Power Computing beabsichtige . Power Computing soll in
massive finanzielle Schwierigkeiten geraten sein , nachdem Apple den
Clone-Herstellern im vergangenen Quartal fast die Hälfte ihres Marktanteils
wieder abgenommen hatte . Unter dem Einfluß anhaltender Unsicherheit über Apples
künftige Lizenzpolitik spitzte sich die Lage offenbar dramatisch zu . Die
bereits angelaufene Börseneinführung wurde ausgesetzt , der Bau eines neuen
Firmengebäudes gestoppt . Am Freitag trafen dann führende Manager von Apple und
Power Computing zu einer "Alarm"-Sitzung zusammen . Dabei soll die Entscheidung
zur Übernahme gefallen sein . Eine der Quellen dieser Information , die auf
Verbreitung oftmals ungesicherter Gerüchte spezialisierte Web site
http://www.macosrumors.com/ , will bereits von mehreren Seiten Bestätigungen
erhalten haben . Die Übernahme werde noch in dieser Woche bekanntgegeben , heißt
es . IBM setzt AMD K6 ein IBM hat sich entschieden , den K6-Prozessor von AMD in
einigen Aptiva-Modellen einzusetzen . Ein IBM-Sprecher erklärte gestern , der
Chip solle in PCs mit Verkaufspreisen von 1500 US-Dollar und darunter Verwendung
finden . Es seien ausgiebige Tests durchgeführt worden , die ergeben hätten ,
daß AMDs K6 den Qualitätsnormen von IBM entspreche . Die Entscheidung bedeutet
einen Durchbruch für AMD , die damit erstmals einen der ganz großen
PC-Hersteller als Referenzkunden für ihr Produkt gewinnen konnten . Der Wert der
AMD-Aktie machte einen Freudensprung um mehr als 13 Prozent . Auch Bertelsmann
will an Auktionen verdienen Mit seinem virtuellen Auktionshaus " www.andsold.de
" , das heute Mittag online ging , will der Gütersloher Bertelsmann-Konzern ein
weiteres Stück des Internetmarktes für sich gewinnen . Händler wie Privatleute
können über den Anbieter ihre Produkte online versteigern . Bertelsmann verlangt
dafür eine Vermittlungsprovision von drei Prozent . Fireball eröffnet
MP3-Plattform Die deutsche Suchmaschine Fireball lädt mit ihrer neuen MP3
Jukebox zum Herunterladen und Anhören von Musikstücken ein . In Kooperation mit
dem Internet-Musikkanal LAUT werden Songs von Bands aus verschiedenen
Stilrichtungen im MP3-Format kostenlos bereitgestellt . Die teilnehmenden Bands
werden von der LAUT-Redaktion ausgewählt . Fireball-Projektleiter Dr. Detlev
Kalb will insbesondere Bands aus dem semi-professionellen Bereich fördern :
Diesen Bands wollen wir mit der MP3 JUKEBOX die Möglichkeit geben , sich über
Fireball einer größeren Öffentlichkeit vorzustellen . Schily : Internet zieht
Betrüger an Der zunehmende Zahlungsverkehr über das Internet hat Deutschland
nach Angaben von Bundesinnenminister Otto Schily zu einem Aktionsfeld
international organisierter Betrüger werden lassen . Die Sicherheitsbehörden
müssten sich deshalb etwas einfallen lassen , um gegen die Internet-Kriminalität
vorzugehen , sagte Schily am Montag in Berlin anlässlich eines Fachforums "
Sicherheit des Zahlungsverkehrs " . Sicherheit sei ein wichtiger Standortfaktor
, betonte Schily . " Deutschland ist im internationalen Vergleich eines der
sichersten Länder . " Online-Banking und E-Commerce gewännen zunehmend an
Bedeutung . Inzwischen gibt es nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden eine
neue Form der Internet-Kriminalität , den " Identitätsdiebstahl " , also die
Vortäuschung einer anderen Identität . Nach Angaben des Innenministeriums nehmen
die Fälle von Kreditkartenbetrug weiter zu . 1999 war dieser
Kriminalitätsbereich drastisch um 40 Prozent auf erfasste 36.000 Fälle gewachsen
. Mit neuen Sicherheitsvorkehrungen soll dieser Betrug eingedämmt werden . Dazu
zählen biometrische Verfahren zur Identitätsfeststellung wie der Fingerabdruck ,
das Abtasten der Iris oder Spracherkennung . Große Kreditkartenunternehmen
wollten zudem bis 2005 die relativ leicht zu lesenden Magnetstreifen durch eine
neue Chip-Technologie ersetzen . E-Commerce eine Gefahr für Web-Journalismus Das
Internet bringt nach Ansicht des Herausgebers der Frankfurter Allgemeinen
Zeitung , Hugo Müller-Vogg , " dramatische Veränderungen " in der Medienwelt mit
sich . Die traditionellen gedruckten Zeitungen kämen um ein ergänzendes
Web-Angebot nicht herum . Er sehe eine " große Gefahr " , wenn Zeitungen
versuchten , ihr Angebot über E-Commerce zu finanzieren . Wenn beispielsweise
Buchbesprechungen in der elektronischen Ausgabe mit Links verknüpft würden ,
über die man die Bücher gleich bestellen könne , drohe die Möglichkeit , dass
die Bücher möglicherweise positiver besprochen würden als sonst . Da jedermann
beliebige Informationen ins Netz stellen könne , drohe zudem " Wildwuchs " ,
weil damit auch unseriöse Quellen in die Medienberichterstattung eindringen
könnten . Die Seriosität von Informationen und Quellen werde daher immer
bedeutsamer . Gigabell-Vorstand macht Aktionären Mut Die von Pleite bedrohte
Gigabell AG könnte nach Einschätzung ihres Vorstandes vor dem Aus bewahrt werden
. Mit einem Schrumpfkurs und einer Neuausrichtung sei das am Neuen Markt der
Börse notierte Unternehmen zu retten , hieß es in einer Mitteilung am
Montagabend in Frankfurt . " Der Vorstand der Gigabell AG strebt die Fortführung
der Gesellschaft an und sieht hierfür gute Chancen . " Der Frankfurter
Telekommunikationsanbieter hatte am Freitag wegen " drohender
Zahlungsunfähigkeit " das Insolvenzverfahren beantragt . Gigabell ist damit das
erste Unternehmen des Neuen Marktes , das kurz vor der Pleite steht . Die Aktie
, die im Frühjahr noch gut 130 Euro wert war , kostet inzwischen weniger als
vier Euro . Nach Angaben der Gigabell-Spitze soll am heutigen Dienstag vom
Gericht der Insolvenzverwalter bestimmt werden . Löhne und Gehälter der
Beschäftigten seien aber gesichert , betonte der Vorstand . Die DG Bank habe
unterdessen ihren Betreuungsvertrag fristlos gekündigt . Die erwartete
Kapitalspritze einer britischen Investorengruppe , die Gigabell vertraglich
zugesichert worden sein soll , wird noch nicht aufgegeben . Es sei nicht bekannt
, warum die Costingham Ltd. nicht gezahlt habe . Bereits im ersten Halbjahr 2000
hatte Gigabell mehr Verlust als Umsatz eingefahren . Mehrheit von Hansenet nach
Italien verkauft Der Hamburger Energiekonzern HEW hat 80 Prozent seiner
Telefontochter Hansenet nach Italien verkauft . Neuer Mehrheitseigner von
Hansenet werde das Telekommunikationsunternehmen e.Biscom aus Mailand , teilten
die drei beteiligten Firmen in einer gemeinsamen Presseerklärung am Dienstag in
Hamburg mit . Die HEW folge damit ihrer Strategie , sich auf das Kerngeschäft
mit Energie zu konzentrieren . Gleichzeitig bleibe HEW mit einem Anteil von 20
Prozent an Bord . Hansenet ist eine regionale Telefongesellschaft mit rund 2900
Geschäfts- und mehr als 8300 Privatkunden . Die börsennotierte e.Biscom
entwickelt und betreibt Telekom-Dienstleistungen , Internet und
Multimediadienste in Italien . Der Computerkonzern IBM will in seinem
expandierenden Software-Geschäft die Marktführer überflügeln . Durch die
Übernahme des Datenbank-Spezialisten Informix habe IBM sein Lizenzgeschäft in
dem wichtigen Segment verdoppelt . Außerdem wachse das Unternehmen bei den
Datenbanken für die Betriebssysteme Unix und Windows NT drei Mal so schnell wie
der amerikanische Konkurrent Oracle , meinte Rau . Im Bereich der Software für
Internet-Infrastruktur habe IBM einen Weltmarktanteil von 30 Prozent hinter dem
Wettbewerber BEA Systems mit 35 Prozent . " Wir sind gerade dabei , BEA zu
überholen " , sagte Rau . Im zersplitterten deutschen Markt sei IBM bereits an
dem Konkurrenten vorbeigezogen . Die Hiobsbotschaften bei Technologieunternehmen
würden sich auf das Software-Geschäft von IBM nicht negativ auswirken . Die
Kunden würden sich nun auf die " alten IT-Werte " besinnen und stärker auf die
Integration ihrer Anwendungen achten . IBM genieße eine hohe Glaubwürdigkeit .
Die Informix-Produkte würden in die IBM-Familie integriert , sagte Rau .
Mittelfristig sollen sie mit den DB2-Datenbanken des Konzerns zusammengeführt
werden . " Neue Produkte werden wir dann nicht mehr in zwei Versionen anbieten .
" IBM übernimmt in Deutschland rund 100 Informix-Mitarbeiter . Seit dem 1. 7.
gehören Informix und die 1995 erworbene Tochter Lotus auch
gesellschaftsrechtlich zu IBM . Das bekannte Kommunikationsprogramm Lotus Notes
werde weiterhin eine eigenständige Marke bleiben . Allerdings wolle IBM stärker
als bisher Synergien zwischen Lotus und anderen Software-Bereichen nutzen .
Wichtige Zukunftsthemen seien dabei die Bereiche Wissensmanagement und
elektronisches Lernen . Etappensieg für Stefan Münz im "Explorer"-Streit Das OLG
Düsseldorf hat in einem soeben verkündeten Urteil die Berufung der Firma
Symicron im Rechtsstreit mit dem Autor Stefan Münz um die Benutzung des
Markennamens " Explorer " zurückgewiesen . Dies habe der Gerichtssprecher soeben
bestätigt , berichtet das juristische Onlinemagazin AdvoGraf . Symicron steht
nun die Revision zum Bundesgerichtshof offen . Mit seiner negativen
Feststellungsklage begehrte der Autor des bekannten Kompendiums SELFHTML
zunächst die Feststellung , dass er mit einem Link auf das Programm "
FTP-Explorer " der amerikanischen FTPx. Corp. keine Rechte von Symicron aus
deren Wortmarke " Explorer " verletzt . Der Senat schloß sich laut AdvoGraf der
erstinstanzlichen Auffassung an , wonach " Explorer " nur über eine schwache
Kennzeichnungskraft verfügt und bereits der Zusatz " FTP " vor einer
Verwechslungsgefahr schütze . Der einzige bisher bekannte Beleg dafür erscheint
jedoch fragwürdig . Zugleich sollte mit diesem oft zum " Musterprozess "
hochstilisierte Verfahren die Frage der Haftung für Links geklärt werden .
Unterstützt wurde der Prozess anfangs durch die Netz-Initiative Freedom for
Links ( FFL ) und mit rund 60.000 Mark Spenden aus der Netzgemeinde . Ob sich
der Senat in seiner Urteilsbegründung auch zu dieser Frage der Linkhaftung
äusserte , ist noch nicht bekannt . Die von Münz als so wichtig angesehene Frage
der Linkhaftung werde wieder nicht entschieden . Ob gegen die Entscheidung
Revision eingelegt werde , hänge von den noch nicht bekannten
Entscheidungsgründen ab . Außerdem sei Münz nicht so wichtig " wie
beispielsweise in der Vergangenheit Microsoft , Hewlett & Packard und Asus
Computer GmbH " . Auch in Zukunft werde " gegen Verletzer der Marke Explorer
vorgegangen " . Bosch gibt Bereich Telekommunikation auf Die Robert Bosch GmbH
führt Verkaufsgespräche für ihre Telekomsparte . " Wir können in diesem Bereich
mit unseren Produkten international nicht mit den größeren Unternehmen
mitspielen " , sagte der Unternehmenssprecher Ulrich Breitsprecher der
Nachrichtenagentur dpa . Das Nachrichtenmagazin " Spiegel " berichtet , die
Deutsche Bank , die sich auch um das Kabelnetz der Telekom bemüht , habe
Interesse am Kauf des TV-Kabelgeschäftes . Siemens bemühe sich um die
Bosch-Handyproduktion in Aalborg ( Dänemark ) . Das Bosch-Geschäft mit
Telefonnetzen solle ein Tochterunternehmen der britischen General Electric
Company erwerben . Die Sparte ist nicht rentabel . Im Juni hatte die
amerikanische Bosch Telecom Inc. in Richardson , Texas , ihren Telekombereich an
Motorola und Cisco verkauft . Systems : WAP-Office als Vorführung und Vision Ein
Anruf genügt , um den Terminplaner und das Adressbuch des Firmen-Servers über
das Handy aufzurufen . Dokumente , die auf dem Display des Mobiltelefons nicht
mehr vernünftig dargestellt werden können , ruft der Außendienstmitarbeiter auf
ein Fax-Gerät oder eine E-Mail-Adresse ab . Diese einfache Version des
WAP-Office zeigt Nokia zusammen mit der Software AG auf der Systems . Als
Zugangsgerät dient das Nokia 7110 , das im November nun endlich auf den Markt
kommen soll . Auf dem Server verwaltet die XML-Datenbank Tamino der Software AG
die Dokumente . Der Zugriff erfolgt über das WAP-Interface ( Wireless
Application Protocol ) . Neben den Basisfunktionen lassen sich beliebige
Plug-ins und Geschäftslogik in Tamino einbinden und so per Handy verfügbar
machen . Weitere Partner sind Mannesmann Mobilfunk und die Service-Firma
Linkedwith . Microsoft und T-Mobil kündigten heute ihre Office-Vision an , auf
die der mobile Geschäftskunde jedoch noch etwas warten muss . Im ersten Schritt
soll der Exchange Server " Platinum " im nächsten Jahr über das Handy erreichbar
sein . Weitere Visionen hinsichtlich eines mobilen Office haben die beiden
Partner ebenfalls : Auf der Pressekonferenz betonte Microsoft noch einmal , dass
in Redmond bereits seit drei Jahren an einem Office-Portal gearbeitet werde . Ob
der Softwaregigant tatsächlich ernsthafte Absichten hegt , oder die Ankündigung
nur als MS-übliche " wir auch " Reaktion auf Suns Star-Office-Portal zu
verstehen ist , wird sich zeigen müssen . Systems : Visibroker 4 mit CORBA 2.3
Inprise kündigte auf der Systems die Version 4 des Object Request Brokers ( ORB
) Visibroker an , der auf der aktuellen CORBA-Spezifikation 2.3 ( Common Object
Request Broker Architecture ) basiert . Damit wird eine Brücke zwischen den
Enterprise Java Beans ( EJB ) und CORBA geschlagen und die Server-Verknüpfung
durch Portable Object Adapters vereinfacht . Visibroker 4 soll Ende November für
Windows NT , diverse Unix-Plattformen - darunter Linux , sowie OS/390
herauskommen . AMDs Ziel : Intel überholen Der US-Halbleiterproduzent AMD will
mit dem Athlon-Prozessor langfristig seinem Hauptkonkurrenten Intel die
Marktführerschaft streitig machen . Bisher hat AMD einen Marktanteil von 15
Prozent . " Wir wollen ihn so schnell wie möglich auf 30 Prozent steigern " ,
sagte Jochen Polster von der AMD-Verkaufsabteilung München am heutigen Dienstag
in Dresden . Morgen eröffnet AMD offiziell sein neues Halbleiterwerk " Fab 30 "
in Dresden-Wilschdorf . Die AMD Saxony Manufacturing GmbH ist der erste
eigenständige Produktions- und Forschungsstandort von AMD außerhalb der USA . "
Fab 30 " wird nach Angaben von AMD die erste europäische Fabrik sein , die in
ihrem Produktionsprozess die Kupfertechnologie einsetzt . " Intel wird etwa
zwölf Monate brauchen , um unseren Vorsprung aufholen zu können " , meinte
Polster . Bisher hat AMD seine Marktanteile vorwiegend im Bereich der
preiswerteren PCs vor allem für Privatkunden gefunden . " Das obere Ende des
Marktes mit den Firmenkunden war uns bisher verschlossen " , sagte Polster . "
Mit dem in Dresden produzierten Athlon auf Kupfertechnologie-Basis wird sich das
aber gewaltig ändern . " Hunderte Patienten-Blätter frei im Internet Mehrere 100
Datenblätter mit Blutanalysen von Patienten des Münchner Klinikums " rechts der
Isar " sind im Internet frei zugänglich gewesen . Wie Recherchen von c't und des
hessischen Fernsehens ergaben , trugen etliche der Datenblätter neben den
kompletten medizinischen Blutbildern den vollen Namen und das Geburtsdatum der
Patienten . Auf einigen Blättern war als Grund für die Einlieferung der
Patienten " Drugs " , oder " Unfall " angegeben . Die Daten waren offenbar seit
vielen Monaten im Internet . Beim Nachschlagen von medizinischen Fachausdrücken
mit der Suchmaschine Altavista war ein c't-Leser auf einen Befundbericht des
Instituts für Klinische Chemie und Pathobiochemie gestoßen , in dem der Name des
Patienten zu lesen war . Die c't-Redaktion entdeckte die weiteren Befunde in
mehreren Verzeichnissen des Servers , die in keiner Weise gegen den Abruf aus
dem Internet geschützt waren . Das Hessen Fernsehen konnte bestätigen , dass es
sich hierbei um Originaldaten handelt . Um Möglichkeiten eines elektronischen
Befundberichts zu verdeutlichen , hatte das Institut 872 Datensätze aus dem März
1998 in anonymisierter Form der Öffentlichkeit präsentieren wollen . Dabei
wurden versehentlich auch nicht-anonymisierte Daten aufgespielt . Doch auch die
anonymisierte Form zeigt Defizite in Sachen Datenschutz : Nur jeweils die ersten
vier Zeichen des Vor- und Nachnamens wurden unkenntlich gemacht .
Institutsleiter Prof. Dr. Dieter Neumeier bedauerte den Vorfall gegenüber c't :
Ich hatte zum Start des Demo-Servers daher eine vollständige Anonymisierung
gefordert und das wurde auch so umgesetzt . Wie die kompletten Befundberichte
ins Internet gelangt sind , konnte Neumeier nicht sagen : Das ist ein schlimmer
Fehler , das ist nicht wegzudiskutieren . Nach der Information durch c't hat das
Institut die Daten unverzüglich vom Netz genommen . Der Bayerische
Landesbeauftragte für den Datenschutz , Reinhard Vetter , äußerte in einer
ersten Stellungnahme : Seine Behörde werde den Vorfall aufmerksam prüfen .
Mannesmann : 242-Milliarden-Angebot ist " schwach " Der feindliche
Übernahmeangriff der britischen Vodafone-Gruppe auf den Düsseldorfer
Mannesmann-Konzern wird zu einer Hängepartie . Am Freitagnachmittag vertagte der
Mannesmann-Aufsichtsrat eine Entscheidung über das zweite Kaufangebot auf den
28. November . Das Übernahmeangebot , das ein reiner Aktientausch ist und keine
Barabfindung beinhaltet , ist das größte in der Industriegeschichte . Gelingt
der Kauf , droht dem Düsseldorfer Konzern die Zerschlagung .
Mannesmann-Vorstandschef Klaus Esser empfahl den Aktionären , das zweite
Vodafone-Angebot abzulehnen . " Das Angebot ist schwach und für unsere Aktionäre
außerordentlich risikoreich " , sagte Esser im Anschluss an die
Aufsichtsratsitzung . Vodafone-Chef Chris Gent erklärte in London , es sei
Vodafones letztes Angebot . Die Mannesmann-Aktionäre würden bei einer Annahme
des Angebotes 47,2 Prozent am Gesamtkonzern halten . Allerdings soll der Konzern
schnell aufgespalten werden : Vodafone kündigte an , nach der Übernahme die
Festnetz-Telefongesellschaften Mannesmann Arcor und Infostrada sowie die
Mannesmann-Sparten Maschinenbau und Autotechnik an die Börsen zu bringen . Der
Zusammenschluss werde " zu keinem Personalabbau führen " . Der Geschäftsführer
der deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz , Jörg Pluta , kommentierte
: " Die neue Kaufofferte ist ein außerordentlich hohes Angebot , sie wird aber
keinen Erfolg haben . " Er glaube auch nicht , dass Anteilseigner wie die
Allianz und Hutchison Whampoa , die durch den Erwerb von Orange hinzukommen ,
zum Verkauf bereit sein würden . Bundeskanzler Gerhard Schröder wandte sich
gegen die feindliche Übernahme Mannesmanns . Der Pariser Zeitung " Le Monde " (
Samstagausgabe ) sagte er : " Die feindlichen Übernahmen zerstören die
Unternehmenskultur ; sie schaden dem Ziel , aber auch mittelfristig dem Jäger
selbst . " Er könne nur zu größter Vorsicht bei derartigen Aktionen mahnen . "
Ich bin nicht gegen ausländische Beteiligungen an deutschen Unternehmen , doch
gegen bestimmte Methoden , die dabei angewandt werden " , sagte Schröder . AMD
meldet sensationelles Ergebnis Kaum mehr als eine " schwarze Null " hatten die
Wall-Street-Experten AMD zugetraut , aber am späten Mittwochabend kam die
sensationelle Meldung : Im vorangegangen Quartal hatte der im Konkurrenzkampf
mit Intel gebeutelte Chiphersteller noch einen Verlust von 72 Cents pro Aktie
hinnehmen müssen . CEO Jerry Sanders zeigte sich rundum zufrieden mit dem
Abschlussquartal , vor allem mit dem Erfolg des Athlon-Prozessors . AMD habe
damit seine aggressiven Ziele erreicht ; die Zahl der verkauften Athlon-Chips
habe die angestrebte 800.000er-Marke überschritten . AMD halte seine
Prozessor-Roadmap gut ein : " Unser Übergang auf die 180-Nanometer-Technik geht
weich vonstatten " , sagte Sanders . " Im Februar werden wir 100 Prozent unserer
Athlon-Wafer in 180-Nanometer-Technik herstellen . " Für das laufende erste
Quartal erwartet das Unternehmen einen gleichbleibenden oder leicht sinkenden
Umsatz . AOL konnte Quartalsergebnis verdoppeln Der weltweit führende
Onlinedienst AOL hat im zurückliegenden Quartal einen doppelt so hohen Gewinn
erzielt wie in der Vorjahresvergleichszeit . Der Hauptgrund seien höhere
Werbeeinnahmen auf den AOL-Webseiten während der Feiertage gewesen , teilte das
Unternehmen am Mittwoch nach Börsenschluss mit . Analysten hatten acht Cent
Gewinn pro Aktie vorhergesagt . Im nachbörslichen Handel stieg der Kurs auf
65,25 . Seit der Bekanntgabe der Übernahme von Time Warner waren AOL um zwölf
Prozent gefallen . Die Investoren rechneten mit einer Verlangsamung des Umsatz-
und Gewinnwachstums , sobald die Akquisition abgeschlossen ist . Telekom-Gewinn
beinahe halbiert Der Gewinn der Telekom ist 1999 drastisch zurückgegangen . Der
mit den Tarifsenkungsmaßnahmen verbundene Margenrückgang habe nicht aufgefangen
werden können , heißt es in der Mitteilung des Unternehmens . Der Vorstand will
dennoch eine Dividende von unverändert 0,61 Euro ( 1,20 DM ) je Aktie
vorschlagen . Ohne Berücksichtigungen der Firmenzukäufe wie den britischen
Mobilfunkbetreiber One2One und die österreichische max.mobil sei der
Umsatzrückgang mit drei Prozent wesentlich moderater ausgefallen als zu
Jahresbeginn erwartet . Die Zahl der Telekom-Beschäftigten verringerte sich bis
Ende Dezember auf 172.900 . Das waren vier Prozent weniger als ein Jahr zuvor .
Rund 6300 Stellen seien sozialverträglich abgebaut worden . Im Gesamtkonzern (
einschließlich One2One und max.mobil ) lag die Zahl der Mitarbeiter bei knapp
195.000 . Microsoft Handlanger des US-Geheimdienstes ? " Uncle Sam " liest
systematisch im Internet vertrauliche Wirtschaftsinformationen mit , berichtet
dieses Wochenende das Nachrichtenmagazin " Focus " . Der Computer-Konzern
Microsoft geht ihm dabei nach Mutmaßungen des französischen
Verteidigungsministeriums zur Hand , will die linksliberale Pariser Tageszeitung
" Liberation " wissen . Der Softwarerriese hat diesen Vorwurf dementiert . Doch
er will nicht verstummen . Als der Verdacht einer Kooperation erstmals im
September laut wurde , ahnte ein Microsoft-Sicherheitsexperte schon : " Wir
werden dafür noch und noch bezahlen müssen . " Da hatte der Mathematiker und
Programmierer Andrew Fernandes von der US-Firma Cryptonym Corporation in der
Sicherheitssoftware von Windows einen bis dahin unbekannten Schlüssel mit der
ominösen Bezeichnung " NSAkey " entdeckt und enthüllt . Er folgerte , es sei der
Schlüssel des amerikanischen Geheimdienstes National Security Agency ( NSA ) zu
jedem mit Windows arbeitenden PC . Laut Microsoft stimmt das nicht . Es sei nur
ein neues Backup für das Verschlüsselungssystem . Der Begriff " NSAkey "
dokumentiere lediglich , dass die Software amerikanischen Export- und
Sicherheitsvorschriften entspreche . Diese Vorschriften würden von der NSA
überwacht . Also keine Schnüffelei und keine anrüchige Liaison mit den "
Geheimen " - aber eine unglückliche Namenswahl , die wohl "
Konspirationstheoretiker " beflügeln werde . " Liberation " gab nun die
Vermutung weiter , dass NSA-Mitglieder in Entwicklungsteams von Microsoft direkt
an der Quelle sitzen könnten . " Focus " berief sich auf eine vom
Europaparlament in Auftrag gegebene Studie , einen ihrer Autoren , den Pariser
Wissenschaftler Franck Leprevost , und die deutsche EU-Abgeordnete Ilka Schröder
( Bündnis 90/Grüne ) . Leprevost befand : " Die US-Giganten Microsoft , Netscape
und Lotus statten ihre Software für den Export schon so aus , dass sie dem
US-Geheimdienst Zugriff auf E-Mails ermöglichen . " Die Nationale
Sicherheitsbehörde ( NSA ) der USA in Fort Meade ( Bundesstaat Maryland ) steht
seit langem unter dem Verdacht der Wirtschaftsspionage . Der Londoner Telegraph
hatte vor mehr als zwei Jahren darüber berichtet . Im Januar 2000 gab es
erstmals eine offizielle Bestätigung für die Existenz des globalen Lauschsystems
. Vertrauliches aus Handel und Industrie ist auch ein immer wichtiger werdender
Arbeitsschwerpunkt der Central Intelligence Agency ( CIA ) und anderer Stellen .
Die Betonung liegt aber offiziell auf der Abwehr von Industriespionage . Vor
allem der Bereich der Hochtechnologie übt eine magische Anziehungskraft aus . In
das Fadenkreuz der Kritiker in Deutschland geriet vor allem die
NSA-Aufklärungsstation im bayerischen Bad Aibling . Sie gilt seit dem Zweiten
Weltkrieg als einer der wichtigsten Stützpunkte der elektronischen Aufklärung
der USA . Dass die Amerikaner von dort auch die deutsche Industrie ausspähen ,
verneinte im November der Geheimdienstkoordinator im Bundeskanzleramt , Ernst
Uhrlau , in einem dpa-Gespräch . Hayden habe unterstrichen : "
Wirtschaftsspionage gehört ausdrücklich nicht dazu . " "Tomorrow"-Surfer
schimpfen auf Verbraucherschützer Dort laden jetzt zornige Surfer ihren Ärger
darüber ab , daß die Mobilcom AG nach einer Abmahnung durch den
Verbraucherschutzverein e. V. Berlin den sogenannten "Tomorrow-Leser"-Zugang
stillgelegt hat . Auch in einigen Newsgroups schlagen Wellen der Empörung hoch .
Mitte Dezember hatten Mobilcom und die Zeitschrift " Tomorrow " mit großem
Werberummel den Internetzugang zum Pauschaltarif inklusive Telefongebühr
ausgerufen , doch die technische Infrastruktur war nicht einmal auf 15.000
Kunden vorbereitet . Als auch noch Sicherheitsmängel offenkundig wurden ,
sperrte Mobilcom den Zugang zeitweilig und gelobte Nachbesserung . Außerdem
versprach die Firma , den am Fehlstart beteiligten Kunden keine Gebühr zu
berechnen . Ob es sich um Fehlbuchungen handelt oder ob die Kunden das "
Kleingedruckte " mißverstanden haben , konnte Mobilcom bisher nicht klären .
Anfang Februar ging der Zugang wieder in Betrieb , " Tomorrow " brachte über
300.000 CDs mit Zugangssoftware unter die Leute , aber Mobilcom hielt wiederum
Versprechungen nicht ein . Doch die Privilegierten konnten sich immerhin fast
drei Wochen lang über einen preisgünstigen , gut erreichbaren und einigermaßen
schnellen Internetzugang freuen . Jetzt soll es zu ihrer Enttäuschung auch damit
vorbei sein ; Mobilcom verspricht wiederum , auf die Berechnung des Festpreises
zu verzichten . Offensichtlich ist ein solches Pauschalangebot für diejenigen am
attraktivsten , die tatsächlich täglich stundenlang im Internet surfen oder an
Online-Spielen teilnehmen möchten . Bei diesem Nutzungsverhalten müßte der
Provider viel mehr Ports für die Einwahl bereithalten als für Zugänge mit
zeitabhängiger Berechnung . Das haben die Initiatoren anscheinend nicht genügend
bedacht . Angesichts der angeblich überraschenden Erkenntnis , daß die
technische Infrastruktur völlig unzureichend konzipiert war und jetzt mit hohen
zusätzlichen Kosten hätte ausgebaut werden müssen , kam Mobilcom die Abmahnung
der Verbraucherschützer offenbar gerade recht . Statt eine angemessene Änderung
der angefochtenen Geschäftsbedingungen zu erwägen , die das Risiko der
Nichterfüllung infolge technischer Engpässe allzu einseitig auf den Kunden
abwälzen , nahm die Firma behende die Chance wahr , den Verbraucherschützern die
Schuld für den Abbruch des mißlungenen Experiments in die Schuhe zu schieben : "
Verbraucherschutzverein verhindert 77 Mark-Pauschaltarif " . " Mit der
Tomorrow-Tarif Flat Rate haben wir Neuland betreten und aus Gründen , die in
keiner Weise vorhersehbar waren , negative Erfahrungen sammeln müssen " ,
behauptet Mobilcom-Vorstand Gerhard Schmid nun . Das ist verwunderlich , denn
die einschlägigen Erfahrungen , die AOL vor Jahren bei Einführung desselben
Tarifmodells in den USA gemacht hat , sind dokumentiert und müßten doch in
Fachkreisen geläufig sein . So bleibt vom ersten deutschen Internetzugang mit
echter " Flat rate " nur der Eindruck eines möglicherweise gut gemeinten ,
jedenfalls vielbeachteten , aber unausgegorenen Reklame-Gags . Dolmetscher fürs
Reisegepäck Ein automatischer Dolmetscher für unterwegs soll Reisenden die
Verständigung im Ausland erleichtern . Wer etwa in London zu Besuch ist ,
spricht den Wunsch nach einem Hotelzimmer einfach auf Deutsch in einen
Taschencomputer . Das Gerät übersetzt den Satz und spricht ihn in Englisch und
mit annähernd menschlicher Stimme laut für den britischen Hotelangestellten vor
. Dessen Antwort kann dann wiederum von dem Klein-PC rückübersetzt werden . So
jedenfalls sieht das Produktkonzept der Münchner Firma Linguatec aus , die auf
der CeBIT den Prototyp ihres Programm " Talk & Translate " vorstellt . Sie
kombiniert ein Übersetzungsprogramm mit einem Spracherkennungs- und einem
Sprachausgabeprogramm . Der auf der Messe gezeigte Prototyp demonstriert die
grundsätzliche Ausführbarkeit der Idee - erst das Endprodukt soll nach Angaben
von Linguatec eine Übersetzungsgenauigkeit von über 95 Prozent erzielen .
Tausende " Scheinselbständige " in der DV-Branche Die Computerbranche fordert
von der Bundesregierung eine Korrektur der Neuregelung zur sogenannten
Scheinselbständigkeit . Infolge der gesetzlichen Änderung bei der Frage der
Scheinselbständigkeit von Freiberufler drohten jetzt mehrere tausend Kündigungen
, erklärte der Bundesverband Informationstechnologien ( BVIT ) am Freitag auf
der CeBIT . Notwendig sei Gruppenfreistellung für die Berufe der Informations-
und Kommunikationsbranche von der Neuregelung . Insgesamt werde die Zahl der oft
hochqualifizierten und sehr gut bezahlten Freiberufler auf 15.000 geschätzt ,
sagte BVIT-Geschäftsführer Alexander Bojanowsky . Viele freie Mitarbeiter fielen
unter die Kriterien und müßten daher in der Sozialversicherung pflichtversichert
werden . Sie arbeiteten mitunter ein Jahr und länger bei einer Firma für ein
bestimmtes Projekt und lehnten trotzdem die Festanstellung ab . Umgekehrt gebe
es Experten , die eine Firma nur für ein bestimmtes Projekt brauche . Auch hier
mache eine Festanstellung keinen Sinn , sagte Bojanowsky . Den Unternehmen
bliebe also nichts anderes , als tausenden von Freiberuflern die Verträge zu
kündigen . Andernfalls drohe eine Strafe von 10000 DM je Scheinselbständigem .
Seit Januar sind arbeitnehmerähnliche Selbständige - Personen , die ohne eigene
Mitarbeiter für einen einzigen Auftraggeber arbeiten - in der Rentenversicherung
pflichtversichert . Dabei müssen sie die Hälfte der Beiträge selbst zahlen .
Motorola investiert in Chip-Produktion für Mobilfunk Der US-Konzern Motorola
will eine schottische Chip-Fabrik der südkoreanischen Hyundai-Gruppe kaufen .
Dies hat das Unternehmen am Donnerstag mitgeteilt . Das Werk in Dumfernline wird
die größte Investition von Motorola in Europa . Es soll 1350 Mitarbeiter
beschäftigen . Motorola hat bereits drei Chip-Fabriken in Schottland und ist mit
insgesamt 6500 Mitarbeitern der größte industrielle Arbeitgeber in Schottland .
Rom will keine Telecom unter Bonner Kontrolle Die Telecom Italia sieht nach
Informationen der Financial Times noch " ernsthafte Schwierigkeiten " bei der
geplanten Fusion mit der Deutschen Telekom . Dabei gehe es vor allem um die
Kontrollstruktur des künftigen Gesamtkonzerns , berichtete die britische
Wirtschaftszeitung am Dienstag . Die Deutsche Telekom beanspruche 56 Prozent der
Anteile . Die Regierung in Rom wolle auf keinen Fall , daß die privatisierte
Telecom Italia durch den Zusammenschluß mit der noch immer zu 74 Prozent vom
deutschen Staat kontrollierten Deutschen Telekom wieder verstaatlicht werde .
Beide Unternehmen hatten eine für den heutigen Dienstag angesetzte
Pressekonferenz in London am Montag abend überraschend verschoben . Die
Pressekonferenz soll nun am Mittwoch stattfinden . Telecom Italia führte dafür "
technische und logistische Gründe " an . Durch den Zusammenschluß würde einer
der größten Telefonkonzerne der Welt entstehen . TI hat mit DSPs gut verdient
Mit Chips für Handys hat Texas Instruments im ersten Quartal 1999 unerwartet
gute Geschäfte gemacht . Der Umsatz in diesem Segment stieg um 16% und bescherte
dem Elektronik-Riesen mit 65 US-Cents Gewinn pro Anteil einen um 4 Cent besseren
Quartalsabschluß , als die Wall Street vorausgesehen hatte . Nicht
berücksichtigt ist dabei eine außerordentliche Rückstellung für Kosten im
Zusammenhang mit dem teilweisen Rückzug aus Japan . Damit hat sich der
strategische Rückzug aus dem verlustreichen Speichergeschäft für Texas
Instruments ausgezahlt . Microsoft steigert Gewinn um 40 Prozent Völlig
unbeeindruckt von düsteren Wolken über dem PC-Markt hat Softwaregigant Microsoft
im ersten Quartal 1999 einen Gewinn von 35 US-Cents pro Aktie erzielt und damit
den Vorjahreswert von 25 Cents um satte 40 Prozent übertroffen . Die
Börsenanalysten hatten im Mittel mit nur 32 Cents pro Aktie gerechnet .
Finanzchef Greg Maffei warnte traditionsgemäß vor allzu hohen Erwartungen für
den Rest des Jahres ; er führte explizit das Jahr-2000-Problem als mögliches
Hemmnis für IT-Investitionen in Unternehmen an . Mit dem abgelaufenen Quartal
ist Maffei aber rundweg zufrieden . Er konstatierte " ein solides Ergebnis für
alle Produktlinien " sowie " als besondere Glanzpunkte die fortgesetzte
Migration zu Windows NT Workstation , die starke Nachfrage nach Office und die
Stärke unserer Server-Applikationen " . Telekom-Monopol für Ortsgespräche
besteht weiter Auch nach der Öffnung des Telefonmarktes für private Anbieter
verfügt die Deutsche Telekom bei Ortsgesprächen über eine nahezu ungebrochene
Monopolstellung . Dies sagte Klaus-Werner Schatz vom Institut der deutschen
Wirtschaft ( IW ) im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur ( dpa ) . " Das
größte Problem besteht darin , dass die privaten Anbieter in Sachen
Anschlussleistungen immer noch von der Deutschen Telekom abhängig sind " ,
erklärte Schatz . Der frühere Leiter der Abteilung Wirtschaftspolitik im
Wirtschaftsministerium hat nach eigenen Angaben kein Verständnis für die
Situation im Ortsgesprächsbereich : Der Telefonriese lasse sich die Leitung in
das Haus des Kunden , die so genannte " letzte Meile " , teuer bezahlen . "
Eigene Leitungen können bislang nur vereinzelt von Großkunden gelegt werden ,
weil die Kosten sehr hoch sind " , sagte Schatz . Auch bei Auslands- und
Ferngesprächen komme die Telekom voll auf ihre Kosten . Hier hielten die
privaten Unternehmen zwar einen Marktanteil von 40 Prozent , müssten jedoch 90
Prozent ihres Gewinns für Vorleistungen an die Telekom abführen . " Die Telekom
kassiert viel zu hohe Leitungsnutzungsgebühren " , kritisierte Schatz . Trotzdem
sei für beide Seiten immer noch ein immens hoher Profit drin ; da frage man sich
unwillkürlich , wie die Telekom vor der Liberalisierung gearbeitet habe . Im
Mobilfunk dagegen seien Unternehmen wie etwa Mannesmann , Viag Interkom oder
e-plus mit ihren insgesamt 60 Prozent Marktanteil " voll funktionsfähige
Wettbewerber " . Und auch die Verbraucher profitierten kräftig davon : Er
forderte deshalb , die Telekom zu einer fairen Behandlung der Endkunden zu
zwingen . Die Kommission der Europäischen Gemeinschaft habe zwar auf Grund der "
untransparenten Telekom-Kostenrechnungen " ein Verfahren gegen Deutschland wegen
des Verstoßes gegen die Wettbewerbsbestimmungen des EU-Vertrages eingeleitet .
Trotzdem sei bislang seitens der Bundesregierung noch nicht viel passiert . "
Die Regierung spricht immer von Informationsgesellschaft , aber die Preise sind
ein viel zu schwerwiegendes Hemmnis ! " . Chip-Fehler schmälert Intels Bilanz
Der kürzlich festgestellte Fehler in einem Chip für i820-Boards hat sich
nachträglich auf Intels jüngste Quartalsbilanz ausgewirkt . Die Revision des
Berichts vom 14. April zeigt nur den ersten kleinen Teil der Kosten , die dem
Unternehmen durch den Fehler des so genannten Memory Translation Hub entstehen .
Er versetzt den eigentlich nur für Rambus-Speicher entwickelten i820-Chipsatz in
die Lage , statt dessen mit preisgünstigeren konventionellen SDRAMs umzugehen .
Intel hatte bereits erklärt , dass der notwendige Ersatz der Boards je nach der
Umtauschrate zu einer signifikanten Schmälerung der künftigen
Geschäftsergebnisse führen werde . Schily : Frühestens 2010
Online-Bundestagswahl Bundesinnenminister Otto Schily geht davon aus , dass es
noch etliche Jahre dauern wird , bis die Deutschen bei Bundestagswahlen vom
heimischen Computer aus abstimmen können . Der Bild am Sonntag sagte er : "
Online-Stimmenabgaben sind frühestens 2010 möglich . " Auf absehbare Zeit könne
die Online-Wahl nur ein ergänzendes Angebot sein , wie etwa die Briefwahl heute
. Die Hoffnung mancher Befürworter , dass die bequeme Online-Stimmabgabe als
Heilmittel gegen die Wahlmüdigkeit tauge , teilt Schily offenbar nicht . In
diesem Punkt erhielt der Innenminister Schützenhilfe vom
ICANN-Direktoriumsmitglied und Sprecher des Chaos Computer Club , Andy
Müller-Maguhn , für den Online-Wahlen " der allerletzte Schritt " sind , " über
den es sich nachzudenken lohnt " . Das geringe Interesse vieler Bürger sei wohl
eher auf den weit verbreiteten Eindruck der Nutzlosigkeit zurückzuführen , " wo
der Wähler sein Kreuzchen macht " . Hagenuk aus dem Gröbsten raus Das von
Insolvenzen gebeutelte Kieler Telekommunikations-Unternehmen Hagenuk CPS GmbH
steht nach eigenen Angaben kurz vor Erreichen der Gewinnschwelle . " Wir
erwarten etwa im kommenden Juni den Break Even " , sagte Marketingleiter Michael
Ehlers . In Kiel sind in den Sparten Entwicklung und Konstruktion 50 Mitarbeiter
beschäftigt . Neben einem Großauftrag von Grundig seien in diesem Jahr Verträge
mit Abnehmern in Schweden , Griechenland und Südafrika unterzeichnet worden .
Verhandlungen über die Entwicklung und Fertigung von Telefonen mit Firmen in
Russland und Australien ständen kurz vor dem Abschluss , hieß es . " Es ist
nicht so , dass wir schon lauthals jubeln können , aber wir blicken sehr positiv
in die Zukunft " , sagte Ehlers . Hagenuk war im vorigen Jahr nach zwei
Insolvenzen in zwei eigenständige Gesellschaften aufgeteilt worden . Der
niederländische Elektronikhersteller Semecs ( früher Nedworks Electronics Group
) übernahm den Produktionsbereich des Kieler Unternehmens mit etwa 150
Beschäftigten . Zuvor hatte bereits die niederländische CPS Europe B.V. die
Sparten Entwicklung und Konstruktion - das heutige Unternehmen - übernommen .
ARD und ZDF wollen 385 Mio. für Web-Auftritt ausgeben Die öffentlich-rechtlichen
Sender planen massive Investitionen im Online-Bereich . Das geht nach Angaben
des Branchendienstes Der Kontakter aus internen Schreiben an die
Ministerpräsidenten hervor , die dem Branchendienst vorliegen . Das Geld wolle
die ARD insbesondere zum Aufbau ihrer Dachmarke ARD.de und einzelner
Themenportale wie Tagesschau.de und Sportschau.de verwenden , so Der Kontakter
in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe . ZDF-Intendant Dieter Stolte
kritisiert besonders , dass er durch den engen Finanzrahmen noch kein
schlagkräftiges Kinderangebot im Internet schaffen konnte . Der Vorsitzende der
Rundfunkkommission , Ministerpräsident Kurt Beck , hatte die
öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten im November aufgefordert , ihre
gegenwärtigen und zukünftigen Aktivitäten im Bereich der Online-Dienste
darzustellen . Eine erste Beratung der Länderchefs zu diesem Bericht wird es
nach Angaben des Branchendienstes am 21. Juni in Berlin geben .
Apple-Ladeneröffnung " wie bei einem Rockkonzert " Fans der Computermarke mit
dem Apfel haben am Samstag die Eröffnung des ersten Apple-Ladengeschäfts in
einem Vorort von Washington D.C. begeistert gefeiert . Schon sechs Stunden vor
dem Ereignis begann sich eine Warteschlange zu bilden , die auf über 500
Menschen anwuchs . " Eine Szene wie bei einem Rockkonzert " , berichtet der
US-Onlinedienst CNet . Apple will in den kommenden Monaten insgesamt 25
Ladengeschäfte in besten Einkaufslagen von US-Metropolen eröffnen . CEO Steve
Jobs sieht darin einen Weg , die Sichtbarkeit der Marke zu verbessern und Apples
Marktanteil zu vergrößern . Die Börsenanalysten beäugen diesen Schritt
großenteils skeptisch und erinnern daran , dass Direktversender Gateway mit
seinen " Country Shops " auf die Nase gefallen ist . Sie bezweifeln , dass die
schicken Läden ihre teuren Mieten einspielen werden . Immerhin - der Auftakt in
Washington D.C. verlief vielversprechend : Den Berichten zufolge waren binnen
fünf Minuten nach der Eröffnung schon die ersten fünf iBooks verkauft . Zeitung
: Mobilcom will Hutchison kaufen Das Telekommunikationsunternehmen Mobilcom AG
in Büdelsdorf ( Kreis Rendsburg-Eckernförde ) will offenbar den Wettbewerber
Hutchison ( Münster ) übernehmen . Dies berichtet die Tageszeitung Die Welt (
Montagausgabe ) . Nach Informationen der Zeitung wird noch über den künftigen
Status von Hutchison verhandelt . Während das auf Geschäftskunden spezialisierte
Unternehmen , das sich auf den Verkauf mobiler Multimedia-Dienste spezialisiert
hat , weit gehende Autonomie für sich beansprucht , will Schmid Hutchison
vollständig in den Großkundenvertrieb integrieren und auch den Markennamen
Hutchison streichen . Außerdem will Hutchison verhindern , dass bei ihnen massiv
Arbeitsplätze abgebaut werden . " Virtueller Marktplatz Bayern " angeblich ein
Flop Das bayerische Internet-Großprojekt Virtueller Marktplatz Bayern ( VMB )
steckt einem Zeitungsbericht zufolge in Schwierigkeiten . Die Welt berichtet in
ihrer Montagsausgabe von Klagen vieler Landkreise in Bayern über zu hohe
Beteiligungskosten . Außerdem ignoriere das Projekt die regionalen Bedürfnisse .
Unter dem Dach des Virtuellen Marktplatzes sollen in allen Landkreisen und
kreisfreien Städten in Bayern regionale Portale entstehen , auf denen
Internet-Surfer wichtige Informationen aus ihrer Region finden können , zum
Beispiel einen Behördenwegweiser . Koordiniert wird das Projekt vom
Softwareanbieter SAP und der Siemens Business Services ( SBS ) . Die regionalen
Portale sollen von örtlichen Vermarktern in den einzelnen Landkreisen betrieben
werden . Von den insgesamt 96 Landkreisen haben bisher jedoch erst 30 einen
Vertrag unterzeichnet , berichtet Die Welt . Ein Grund für das verhaltene
Engagement sei unter anderem , dass jeder regionale Betreiber pro Einwohner und
Jahr 20 Pfennig Vorleistungen sowie eine Internet-Schulung bezahlen muss . Der
Erlös aus den virtuellen Marktplätzen gehe hingegen zu 60 Prozent an die
Koordinatoren SAP und Siemens . Nun sollen strukturschwache Gegenden finanziell
entlastet werden , sagte der Projektbetreuer aus der Münchner Staatskanzlei ,
Hans-Joachim Heusler der Welt . Ärzte fordern Warnhinweis auf Handy-Verpackungen
In die Diskussion um die möglicherweise von Handys ausgehende Gesundheitsgefahr
hat sich nun auch die Bundesärztekammer eingeschaltet . Im Einklang mit
Verbraucherschützern fordert die Ärzteorganisation die Einführung von
Warnhinweisen auf Handy-Verpackungen . " Auf die Verpackung von Mobiltelefonen
gehört eine Kennzeichnung , dass die übermäßige Benutzung zu gesundheitlichen
Beeinträchtigungen führen kann " , sagte Heyo Eckel von der Bundesärztekammer
der Berliner Zeitung . Die Expertin der Verbraucher-Zentrale Nordrhein-Westfalen
, Andrea Mayer-Figge , betonte , eine Kennzeichnung an gut sichtbarer Stelle sei
schon deshalb nötig , damit sich die Kunden vor dem Kauf entscheiden könnten ,
ob sie sich der Belastung aussetzen wollten . Vor allem Kinder seien besonders
von der Strahlung betroffen . Die großen Handy-Hersteller haben sich ohnehin
darauf geeinigt , die Anwender demnächst über die Emissionswerte ihrer Geräte zu
informieren - allerdings nur in der Bedienungsanleitung , wie ein
Siemens-Sprecher bereits vor einer Woche sagte . Die Unternehmen reagieren damit
auf die wachsende Angst vor Elektrosmog . Der gestiegene Qualitätsanspruch sei
dabei für 54 Prozent der Befragten der wichtigste Kaufanreiz gewesen . Nur 27
Prozent der Befragten gaben an , vorher noch keinen PC besessen zu haben . Damit
zeichne sich der zur Zeit schwächelnde PC-Markt im Vergleich etwa zum Markt für
Fernsehgeräte prinzipiell als jung und sehr innovativ aus , meinen die
Konsumforscher . Während sich 50 Prozent der Konsumenten erst dann einen
Fernseher kaufen , wenn ihr alter defekt ist , sind dies der Befragung zufolge
nur 9 Prozent unter den PC-Käufern . Die Erwartungen der Konsumenten an der
Nutzungsdauer der neuen Geräte würden auf dem PC-Markt jedoch enttäuscht . Die
meisten der rund tausend Befragten gingen davon aus , dass ein PC
durchschnittlich erst nach etwa acht Jahren ersetzt werden müsse . Damit
überschätzten sie die tatsächliche Nutzungsdauer ( knapp fünf Jahre mit
fallender Tendenz ) bei weitem . Die Innovationsgeschwindigkeit in der
PC-Branche werde nicht in Jahren , sondern in Monaten gemessen . Die Kauffreude
leistungshungriger PC-Anwender , die sich oft schon nach einem Jahr ein neues
Gerät zulegen , hat unterdessen einen sehr attraktiven Gebrauchtmarkt entstehen
lassen . Wo man die günstigsten Gebraucht-PCs findet und was beim Kauf beachtet
werden sollte , berichtet c't in der aktuellen Ausgabe 11/2001 . Handelsblatt :
Viag-Interkom-Chef wirft hin Der Vorsitzende der Geschäftsführung von Viag
Interkom , Maximilian Ardelt , will einem Zeitungsbericht zufolge zurücktreten .
Wie das Handelsblatt in seiner Montagsausgabe berichtet , ist es zu einem
heftigen Streit zwischen dem Telekommunikationskonzern British Telecom und der
Deutschlandtochter Viag Interkom über die künftige Geschäftspolitik gekommen .
Nach Angaben des Handelsblatt will auch Viag-Geschäftsführer Hans-Burghardt
Ziermann das Unternehmen verlassen . Auch Ford klagt gegen Eric Corley
Zusätzlich zu dem Grundsatzprozess mit der US-Filmindustrie wegen der
Veröffentlichung des Programms DeCSS hat der Betreiber von 2600.com jetzt auch
noch eine Klage der Ford Motor Company am Hals . Eric Corley , der im Internet
gern unter dem Pseudonym " Emmanuel Goldstein " auftritt , dem Namen des
Oppositionsführers in Orwells " 1984 " , soll das Markenzeichen des
Autoherstellers missbraucht haben . Grund für die Klage ist eine Domain namens "
fuckgeneralmotors.com " , die auf Corley registriert ist . Wer diese Adresse
ansteuert , gelangt auf die offizielle Website des General-Motors-Konkurrenten .
Mit der Umleitung der General Motors zugedachten Adresse auf Ford wollte er die
Wartezeit provisorisch überbrücken . Rechtsanwalt Eric C. Grimm , der Corley
auch gegen die Filmindustrie zur Seite steht , räumt der Klage des Autogiganten
wenig Erfolgsaussichten ein . Auch ein Hyperlink-Scherz falle unter das " First
Amendment " , der das Recht auf Redefreiheit in der US-Verfassung verankert .
Corley meint , das sei nun mal eine neue Form von Humor in dem ausdrucksvollen
Medium Web , das vor 1992 noch gar nicht existiert habe . Im DeCSS-Prozess
feilen die Kontrahenten unterdessen an neuen Stellungnahmen , die das Gericht
überraschenderweise erbeten hat . Sie sollen darlegen beziehungsweise widerlegen
, dass die Verbreitung von Software vom Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt
ist . DeCSS ist ein Windows-Programm , das den Kopierschutz von DVD-Videos
unterwandert und die Filme unverschlüsselt auf die Festplatte schreibt . Acht
US-Filmstudios haben Corley wegen der Verbreitung des Programms auf 2600.com
verklagt . Immer mehr Supercomputer mit AMD-Athlon Die Hong Kong University of
Science and Technology und das Tokyo Institute of Technology bestückten große
Cluster-Systeme mit bis zu 80 Athlon-Prozessoren . In den USA unterstützen die
NASA und die National Science Foundation ( NSF ) ähnliche Projekte an der Santa
Cruz und der Western Michigan University sowie dem Calvin College . Sie alle
treten in die Fußstapfen der Universität von Delaware , die Anfang des Jahres
mit Samson den ersten Athlon-Supercomputer ( mit 132 Prozessoren ) der
Öffentlichkeit vorstellte . Derweil hat auch bereits der Flugzeughersteller
Boeing Athlon-Supercomputer im Einsatz . PC-Markt : Starke Zahlen - schwache
Umsätze Der PC-Markt wächst weiter mit atemberaubender Geschwindigkeit , aber
die Preise schrumpfen noch schneller . Das zeigt die Statistik von PC Data für
den Monat April , die am Mittwoch veröffentlicht wurde . Das
Marktforschungsinstitut erhebt regelmäßig die Marktdaten für den PC-Einzelhandel
in den USA . Danach ist das Volumen nach Stückzahlen gegenüber dem Vorjahr um 21
Prozent gewachsen , während aber der Umsatz um 2,2 Prozent zurückging . " Das
gesamte Wachstum fand bei PCs unter 1000-Dollar statt " , kommentierte Stephen
Baker von PC Data . " Der durchschnittliche Verkaufspreis ist weit stärker
gefallen als erwartet . " Vor allem Celeron-PCs ließen sich gut absetzen , ihr
Anteil stieg von 19,2 Prozent im März auf 28,2 Prozent im April , während
Maschinen mit Pentium III nur 7,8 Prozent ausmachten . Intel hat vermutlich
einen höheren Anteil der teureren Chips erwartet und muß womöglich seine
Gewinnerwartungen für das zweite Quartal zurückschrauben . Immerhin konnte der
Chip-Gigant so den Verlust an Marktanteilen stoppen : Gegenüber dem März wuchs
sein Stück vom Kuchen um 0,7 auf 53,2 Prozent , während AMD nur 40,5 Prozent
bekam . Die Verteilung ist aber noch weit entfernt von den 98er-Verhältnissen ,
als Intel 72 Prozent für sich verbuchte . Unter den PC-Hersteller konnte Compaq
mit 13 Prozent Wachstum mühsam seine Spitzenposition behaupten . HP auf Platz 2
steigerte sich um fast 100 Prozent , strich dafür aber die Preise von
durchschnittlich 1186 US-Dollar im März auf 953 Dollar im April zusammen . Apple
Computer auf Platz 3 der Statistik steht dagegen in jeder Hinsicht glänzend da :
Die Stückzahl hat sich im Vorjahresvergleich mehr als verdoppelt , und der
Durchschnittspreis ist gegenüber März sogar noch um 60 auf 1369 Dollar gestiegen
. Telefonieren nach USA billiger als im Inland Schöne Zeiten für
Vieltelefonierer : Mit dem sagenhaften Preis von 16 Pfennigen je Minute für ein
USA-Gespräch eröffnet der Telekommunikations-Discounter 01051 eine neue Runde im
Preiskampf um das Festnetz . Und damit nicht genug der Kampfpreise : Mit 17
Pfennig pro Minute für Gespräche in die USA will die Telefongesellschaft First
Telecom ab 1. Juni ihr Debüt als Call-by-Call-Anbieter geben . Weitere
Schnäppchen aus dem Angebot von First Telecom : Die Preise für Inlandsgespräche
liegen hingegen mit 15 Pfennig tagsüber im mittleren und mit 7 Pfennig pro
Minute nachts sogar im gehobenen Bereich . Eine Anmeldung ist bei First Telecom
( Netzzahl 01039 ) wie bei 01051 Telecom ( Netzzahl 01051 ) nicht erforderlich .
Abgerechnet wird bei beiden Carriern im ungünstigen Minutentakt . Hinzu kommt
bei First Telecom außerdem pro Gespräch ein Verbindungsentgelt von 2 Pfennig ,
so daß die effektiven Preise etwas über den genannten liegen . Alle Tarife
finden Sie ab morgen in unserem Tarifrechner TTarif . Mehrsprachig zum Diktat
bereit Philips startet eine neue Attacke auf den Markt der
Spracherkennungssoftware . Lediglich für die Steuerung des Betriebssystems muß
er sich auf eine Sprache festlegen . Die neue Rechtschreibung ist noch nicht
integriert ; sie soll später in einem kostenlosen Upgrade nachgeliefert werden .
Komplexe Makros kombinieren Maus- , Tastatur- und Programmablaufbefehle , so daß
auf " Erstelle einen privaten Brief " gleich Word mit der passenden Vorlage
startet . Laut Philips ist ein Initialtraining für die Muttersprache nicht
notwendig , aber ein Training von 15 Minuten empfehlenswert . Das Programm läßt
sich in Word 95/97/2000 und den Internet Explorer 4/5 integrieren ; von
WordPerfect Office 2000 soll es eine spezielle Version mit eingebautem
FreeSpeech geben . Gates präsentiert " Digital Dashboard " Microsoft-Chef Bill
Gates hat Unternehmensführern aus aller Welt seine Vision von einem " digitalen
Infozentrum " vorgeführt . Mit diesem Instrument ( " Digital Dashboard " )
sollen Computernutzer die wichtigsten geschäftlichen und persönlichen Daten über
das Internet abgreifen können , egal wo sie sich aufhalten , berichtete die
Wirtschaftsagentur Bloomberg am Donnerstag . Zu dem dritten " CEO-Summit " (
Chef-Gipfel ) hatte Gates über 100 Führer großer internationaler Konzerne
eingeladen , darunter den Chef von General Electric , Jack Welch , Top-Investor
Warren Buffett sowie Michael Dell , den Gründer von Dell Computer . Interesse an
Telekom-Kabelnetz bestätigt Der Medienkonzern Bertelsmann und
US-Softwarehersteller Microsoft wollen tatsächlich gemeinsam das TV-Kabelnetz
der Deutschen Telekom übernehmen . Der Vorstandsvorsitzende von Bertelsmann ,
Thomas Middelhoff , bestätigte am Donnerstag bei einer Tagung des
Zentralverbandes der Deutschen Werbewirtschaft in Berlin , daß beide Unternehmen
hierüber Gespräche führen . Anfang der Woche hatte das Hamburger
Nachrichtenmagazin Spiegel über den möglichen Verkauf des Telekom-Kabelnetzes an
Bertelsmann und Microsoft berichtet . C-Netz wird Ende 2000 abgeschaltet Die
Telekom wird das analoge C-Netz für Autotelefone schon Ende kommenden Jahres
abschalten . Ein Betrieb des technisch veralteten Netzes sei über das Jahr 2000
hinaus " wirtschaftlich nicht mehr länger zu vertreten " , teilte die
Konzerntochter T-Mobil am Donnerstag mit . Den zur Zeit noch 330.000
C-Netz-Kunden sollen in den nächsten Tagen " attraktive Angebote " für einen
Wechsel ins digitale D1-Netz der Telekom unterbreitet werden . Die
Leistungsfähigkeit des C-Netzes liegt zwar weit hinter der der digitalen
Mobilfunk-Systeme . Viele Kunden schätzen aber die nach wie vor unerreichte
Flächendeckung von praktisch 100 Prozent des Bundesgebietes und die
vergleichsweise günstigen Verbindungstarife . AOL will in Deutschland und in
Großbritannien einen Pauschaltarif für die Internetnutzung einführen . Mit der
Flatrate wolle sich AOL gegen die wachsende Konkurrenz wehren und die Basis für
neue E-Commerce- und Unterhaltungsangebote erweitern , meldet das Düsseldorfer
Handelsblatt . In Deutschland werde der Preis bei 78 DM im Monat liegen ,
bestätigte AOL-Deutschland-Chef Uwe Heddendorp dem Blatt . AOL-Sprecher
Alexander Adler erklärte gegenüber c't , der Pauschaltarif solle zum 1. August
dieses Jahres starten . Mindestvertragslaufzeit sei ein Jahr ; eine Umstellung
von den bisherigen Tarifen sei für AOL-Kunden zum Ende des laufenden
Abrechnungszeitraums im August möglich . Weitere Details und Angebote will AOL
noch im Laufe des heutigen Tages bekannt geben . Bislang verlangt AOL 9,90 Mark
Grundgebühr , sechs Pfennig pro Einwahl und 3,9 Pfennig pro Minute , doch auch
diese Preise sollen nach Angaben des Handelsblatt gesenkt werden . Für AOL
Großbritannien wollte eine Sprecherin noch keinen Preis nennen , der Tarif komme
" in wenigen Wochen " . Großbritannien und Deutschland gelten auf Grund der
hohen Verbreitung von Internetanschlüssen als die wichtigsten europäischen
Länder für E-Commerce . In Deutschland bietet T-Online seit Anfang Juni
bundesweit einen Pauschaltarif für 79 Mark im Monat an und die Telekom den Tarif
" XXL " für unbegrenztes Telefonieren und Surfen an Sonn- und Feiertagen .
Richter verweist Fall Microsoft an das oberste US-Bundesgericht Der Richter im
Kartellverfahren der US-Regierung gegen Microsoft , Thomas Penfield Jackson ,
hat die Berufung des Softwaregiganten an das oberste US-Bundesgericht Supreme
Court verwiesen . Durch Überspringen der nächsthöheren Instanz soll die
endgültige Entscheidung in dem Verfahren beschleunigt werden . Jackson stützte
seine Entscheidung erwartungsgemäß auf den so genannten Expediting Act , der die
direkte Berufung vor dem Supreme Court bei Kartellverfahren von nationaler
Bedeutung zulässt . Dem Supreme Cour steht es frei , den Fall anzunehmen oder
ihn zunächst an das örtlich zuständige Berufungsgericht zu verweisen . Nimmt er
die Berufung an , könnte der Prozess noch in diesem Jahr zum Ende kommen . Mit
dem Beschluss folgte der Richter dem Antrag der Kläger , während Microsoft
beantragt hatte , die Berufung vor dem Berufungsgericht in Washington zu
verhandeln . Dieses Gericht gilt als Microsoft-freundich , nachdem es 1998 eine
frühere Entscheidung Jacksons gegen den Softwarekonzern aufgehoben hatte . Auch
jetzt überraschte das Berufungsgericht mit einer umgehenden Reaktion auf
Microsofts Antrag , mit der es nach Ansicht von Beobachtern in ungewöhnlicher
Weise signalisierte , den Fall an sich ziehen zu wollen . Lauschverordnung nach
c't-Bericht gestoppt Internet-Provider und andere Kommunikations-Dienstleister
müssen vorerst keine Technik zur Überwachung ihrer Kunden bereitstellen .
Aufgeschreckt von Presseberichten hat das Bundeswirtschaftsministerium ( BMWi )
einen entsprechenden Erlaß gestoppt . Mit der Verabschiedung ist vor den Wahlen
nicht mehr zu rechnen . Nach c't-Informationen hatte eine vom aufgelösten
Postministerium übernommene Arbeitsgruppe den Entwurf der
Telekommunikationsüberwachungsverordnung ( TKÜV ) erarbeitet , ohne die neuen
Vorgesetzten im BMWi zu informieren . Erst durch einen c't-Bericht erfuhren sie
im Mai vom Stand der Dinge und den dramatischen Auswirkungen auf die junge
deutsche Internet-Infrastruktur . Dem letzten Entwurf zufolge hätten
Diensteanbieter auf eigene Kosten Abhörschnittstellen installieren müssen ; nach
vorsichtigen Schätzungen für mindestens 15.000 bis 50.000 Mark . Stimmen aus dem
BMWi und der Industrie erwarten im Mittel sogar sechsstellige Beträge . Die für
Mitte Juni geplante letzte Anhörung ausgewählter Industrievertreter sagte das
BMWi kurzfristig ab . Nun will man im Juli die Diskussion im großen Kreis erneut
beginnen und betroffene Verbände von Industrie , Handel , Banken und
Versicherungen sowie Internet-Service-Provider , Datenschützer und Juristen zu
Wort kommen lassen . Sollte sich herausstellen , daß Nutzen und Aufwand in
keinem vernünftigen Verhältnis zueinander stehen , müßte das Justizministerium
die Verfassungsmäßigkeit der Verordnung neu bewerten . Konzentrationsprozesse
bei den Internet-Dienstleistern , die aus der für kleinere Anbieter untragbar
teuren Abhörtechnik folgen könnten , seien keinesfalls erwünscht , hieß es aus
Ministeriumskreisen . Für eine Entwarnung ist es jedoch zu früh : Vor kurzem
wurde die Erweiterung einer technischen Richtlinie zur
Fernmeldeüberwachungsverordnung angekündigt . Damit könnten die
Überwachungs-Hardliner sogar ohne Kabinettsbeschluß Zugriff auf das Internet
erlangen . c't berichtet ausführlich in der aktuellen Ausgabe 13/98 . SAP
verzeichnet Gewinneinbuße Das Walldorfer Software-Haus SAP hat im ersten
Halbjahr 1999 trotz eines kräftigen Umsatzzuwachses beim Gewinn ein leichtes
Minus verzeichnet . Mit einem neuen Internet-Produkt will das Unternehmen das
Wachstum ankurbeln . Kurz nach Bekanntgabe der Zahlen sackte der Kurs der
SAP-Aktien am Morgen um vier Prozent auf 382 Euro ab . Vorstandssprecher Hasso
Plattner begründete das für Anleger enttäuschende Ergebnis mit " grundlegenden
Veränderungen im Markt für Geschäfts-Software durch das Internet " . Mit dem
neuen Produkt " mySAP.com " , das voraussichtlich von Herbst an auf den Markt
komme , könnten sich Kunden benötigte Komponenten einzeln ins System holen . Der
Börsenliebling hatte in den ersten sechs Monaten Probleme , neue Kunden zu
gewinnen . Das Neukundengeschäft ging um rund zwölf Prozent zurück . " Damit
haben wir aber gerechnet " , sagte Plattners Vorstandskollege Henning Hagermann
. In Paris beginnt Schönheitswettbewerb um UMTS In Paris ist jetzt der
Startschuss für die Bewerber um die vier UMTS-Lizenzen gefallen , die in
Frankreich vergeben werden . Nach der Versteigerung beim deutschen Nachbarn kam
zwar an der Seine Kritik an der Regierung auf , die mit ihrem " französischen
Sonderweg " den Telekommunikations-Firmen Milliarden schenke . Doch die
Regierung von Lionel Jospin verfolgt damit auch handfeste politische Ziele .
Frankreichs drittgrößter Mobilfunk-Betreiber Bouygues zog sogar mit einer
Beschwerde nach Brüssel , weil er in den " hohen Lizenzgebühren " verdeckte
Hilfen für die größeren Akteure auf dem Feld der dritten Mobilfunkgeneration
sieht . Die Pariser Regierung dürfte indessen einige Gründe dafür haben , ihren
Appetit im Unterschied zu London und Berlin zu zügeln , auch wenn Finanzminister
Laurent Fabius gerne noch ein paar Milliarden mehr für die Rentenversicherung
oder für Steuerentlastungen verfügbar gehabt hätte . " So können wir unsere
Ziele besser erreichen . " Ein Ziel ist die optimale UMTS-Abdeckung im Land .
Weit weist der Staatssekretär dabei die Mutmaßung zurück , der " französische
Ausnahmeweg " bei der UMTS-Vergabe diene auch dem Schutz der einheimischen
Bewerber vor der ausländischen Konkurrenz : " Noch nichts ist entschieden . "
Frankreich ist aber das einzige größere Land in Europa , in dem dieser Markt
noch in der Hand von drei nationalen Betreibern ist . Alle Welt geht davon aus ,
dass France Telecom , Cegetel-Vivendi und Bouygues denn auch ihre Lizenzen
erhalten werden . Bliebe noch die vierte UMTS-Lizenz . Sieben bis zehn Bewerber
werden erwartet , darunter die Deutsche Telekom und Telecom Italia sowie Suez
Lyonnaise und der kanadische TIW-Konzern . Sechs Monate später sollen die vier
Lizenzen für die Mobilfunk-Zukunft vergeben sein , so dass der Betrieb am 1.
Januar 2002 aufgenommen werden könnte . Auch wenn Finanzminister Fabius jammern
sollte , dass die deutsche Auktion das Zweieinhalbfache ( für sechs Lizenzen )
eingefahren hat , so gibt es keinen Weg zurück . " Darüber wird nicht
nachgedacht " , erklärt Staatssekretär Pierret . Analysten : Telekom-Aktie
bleibt unter Druck Die Aktien der Deutschen Telekom bleiben nach Ansicht von
Analysten wegen größerer Aktienverkäufe weiterhin unter Druck . Demzufolge
rechnet er nicht mit weiteren " negativen Überraschungen in Form von
Paketverkäufen " , sagte er der Welt am Sonntag . Power-Computing-Präsident
tritt zurück Joel Kocher , der Präsident und Chief Operating Officer der in
Finanzprobleme geratenen Firma Power Computing , hat seinen Rücktritt erklärt .
Anfang August hatte Kocher auf der Macworld Expo in Boston die Lizenzpolitik von
Apple öffentlich massiv kritisiert . Er warf Apple vorsätzliche Verzögerung bei
den Verhandlungen um künftige MacOS-Lizenzen und bei der Freigabe von neuer
Hardware vor . Am vergangenen Freitag waren die Firmenspitzen von Apple und
Power Computing in Cupertino zusammengetroffen . Jetzt erklärte Kocher : " Ich
habe unglücklicherweise unversöhnliche Differenzen mit dem Management von Power
Computing über die Richtung in der Lizensierungsfrage . " Apple hat sich eine
solche Prüfung in den Lizenzvereinbarungen vorbehalten . Mit der Einführung des
CHRP-Standards bekämen die Lizenznehmer aber einen sehr viel größeren Spielraum
für die technische Weiterentwicklung als bisher . Apple verlöre die bislang
bestehende Möglichkeit , die Markteinführung von Konkurrenzprodukten willkürlich
zu verzögern . Industriebeobachter gehen davon aus , daß Apple die Öffnung der
Plattform nicht wieder zurücknehmen kann . Die angeblichen Pläne zum
vollständigen Stopp der MacOS-Lizensierung werden als taktische Position in den
gegenwärtigen Verhandlungen angesehen . Apple wolle angesichts der Konkurrenz in
eigenen Hauptmärkten sehr viel höhere Lizenzgebühren kassieren als bisher . Man
werde sich wahrscheinlich auf eine nach der Systemleistung gestaffelte
Lizenzgebühr einigen . Intel hat eine seit langem erwartete Variante des
PentiumPro-Prozessors mit 1 MByte Cache ( statt bisher 256 oder 512 KByte )
angekündigt . Der größere L2-Cache , der beim PentiumPro in den Prozessor
integriert ist und mit voller Taktfrequenz betrieben wird , verleiht dem
ehemaligen Flaggschiff des Hauses noch einmal einen kleinen Performance-Schub .
Die Taktfrequenz bleibt aber wie bisher bei 200 MHz . Der 1000er-Preis des
voraussichtlich letzten PentiumPro-Modells soll 2675 US-Dollar ( knapp 5000 DM )
betragen . Der PentiumPro ist derzeit noch der Intel-Prozessor der Wahl für
leistungsfähige Server . Er eignet sich im Gegensatz zum neuen Spitzenmodell
Pentium II für den Multiprozessor-Betrieb und ist nicht auf 512 MByte
Hauptspeicher limitiert . Gefälschte c't-Leserumfrage Neuerdings ist c't zum
Gegenstand einer " wissenschaftlichen Arbeit " avanciert . Es geht dabei nicht
etwa um den möglicherweise akademischen Gehalt mancher Artikel , sondern um
Leserverhalten und Leserwünsche - um Fragen also , die einen Verlag im Hinblick
auf den Lesermarkt brennend interessieren . Zu Unrecht : Wir gehen davon aus ,
daß auch künftig nicht der günstigere Preis für Ihre Wahl ausschlaggebend sein
wird , sondern wie bisher die Qualität des Heftes . Die machen wir , und dann
schaun mer mal . Daher möchten wir ganz klar machen : Von uns stammt diese Frage
nicht . Gewiß wäre es schön , auch die komplexen Themen ganz einfach und populär
darstellen zu können . Daran arbeiten wir . Aber nicht zu Lasten des
erforderlichen Tiefgangs . Verlag Heinz Heise GmbH Redaktion c't Helstorfer Str.
730625 Hannover Fax 0511/5352-417 Mit der richtigen Adresse auf dem
Antwortumschlag finden Ihre Wünsche und Kritikpunkte jedenfalls an der richtigen
Stelle die gebührende Aufmerksamkeit und Beachtung . iMac-Geheimnisse gelüftet
Apples neuer Home-Computer iMac , dessen Markteinführung in den USA am
vergangenen Wochenende zu einem triumphalen Erfolg wurde , kommt am 5. September
zum Preis von knapp 3000 Mark auf deutschen Markt . Das kompromißlose
iMac-Konzept ist umstritten - ein Floppylaufwerk fehlt , Anschlüsse gibt es nur
für Telefonnetz , Ethernet-LAN und USB-Peripherie . Wer etwa von einem alten
Apple Performa auf den iMac umsteigt , kann seine Dateien nicht einfach per
Diskette überspielen ; ein passender USB-Adapter für die serielle Übertragung
ist noch nicht auf dem Markt . Im c't-Labor erwies sich aber , daß dieser
Hauptkritikpunkt sich leicht aus der Welt räumen läßt : Wer mit dem Lötkolben
umzugehen weiß , kann an den iMac ohne große Mühe ein Apple-Standardlaufwerk
anschließen . Eine Laufwerk-Schnittstelle befindet sich auf der Rechnerplatine ;
die Treibersoftware bringt der iMac bereits mit . Auch hinsichtlich
Erweiterbarkeit - ein weiterer Kritikpunkt - steht der iMac nicht ganz so nackt
da wie zunächst befürchtet . Ein nicht-dokumentierter Slot auf der Hauptplatine
erwies sich bei näherer Analyse als kompletter Erweiterungs-Port . Apple klagt
wieder wegen iMac-Kopie Apple Computer ist offenbar entschlossen , keine
Windows-PCs im Stil des iMac auf dem Markt zu dulden . Nach dem Billig-PC von
Future Power/Daewoo ist nun auch der e-One der koreanischen Firmen Trigem
Computer und Korea Data Systems Gegenstand einer Klage . In den USA wurde der
All-in-one-PC von der kalifornischen Tochterfirma eMachines auf den Markt
gebracht , die sich vor vier Wochen bereits eine Klage von Compaq wegen
angeblicher Patentverletzungen zugezogen hat . Wie im vorangegangenen Fall
beschuldigt Apple die Beklagten , illegal das Design des iMac kopiert zu haben .
Beim e-One ist das freilich nicht so offensichtlich wie bei dem Produkt von
Future Power : Er besteht zwar auch aus halbdurchsichtigem Plastik in Blau und
Weiss , unterscheidet sich aber von seinem Vorbild in der Gehäuseform . Die
technische Ausstattung des 800-Dollar-Produkts auf Celeron-Basis übertrifft die
des iMac in manchen Punkten . Der eOne bietet mehr Speicher , ein Floppylaufwerk
, einen Video-Eingang und zwei PCMCIA-Erweiterungsslots . Aufgrund der
Unterschiede bezweifeln viele Beobachter , dass die Klage Aussicht auf Erfolg
hat . Die Koreaner dagegen beurteilen die Lage anscheinend anders und geben sich
geschmeidig : Trigem ließ verlauten , man wolle den Streit mit Apple auf sanfte
Weise beilegen . Popkomm eröffnet : Branche ruft nach Politiker-Hilfe Pop und
Politik - das waren die großen Themen am Eröffnungsabend der Musikmesse Popkomm
in Köln . Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsminister Peer Steinbrück ( SPD ) bot
der unter Umsatzeinbrüchen leidenden Musikbranche Unterstützung an . Die
Popmusik sei die umsatzstärkste Sparte in der Musikwirtschaft . Er wünsche sich
kontinuierliche Kontakte zur Branche , damit die Popmusik in Deutschland eine
kompetente politische Lobby erhalte . Der Gema-Aufsichtsrats-Vorsitzende
Christian Bruhn rief zu einem weltweiten Bündnis gegen Piraterie und Ausbeutung
in den digitalen Netzen auf . Staaten und Regierungen sollten den Ausbau des
Urheberrechts im Internet und seine globale Durchsetzung sicherstellen . Thomas
M. Stein , Vorsitzender des Bundesverbandes Phono , kritisierte die rasant
wachsende Piraterie durch das Internet sowie die zunehmende Verödung der
Rundfunklandschaft . Die Rundfunksender argumentieren , der Hörer wolle eben
nichts anderes . Radiomacher räumten ein , dass sie am Radiomarkt keine neuen
Künstler durchsetzen könnten . Da Musik aber der vorherrschende Sendeinhalt sei
, müsse die Lizenzpraxis überdacht werden , drohte Stein . " Wenn Radiosender
Musik nur als massen-attraktives Programmangebot verstehen , so muss die
Industrie zumindest von den Einnahmen der Sender stärker profitieren . " Auf der
11. Popkomm informieren bis Sonntag über 800 Firmen aus 25 Ländern über die neue
Musikströmungen , Technologien und Multimedia . Zum gleichzeitig statt findenden
Musikfest am Ring treten am Wochenende über 300 Bands in Köln auf . Zudem
spielen in 50 Kölner Clubs während der Popkomm 550 Künstler , Bands und DJs .
Bieterschlacht um TV-Kabelnetz Der Verkauf des Kabelnetzes der Deutschen Telekom
rückt näher : Um die 460.000 Kilometer TV-Kabel bewerben sich etliche Firmen und
Banken , darunter Microsoft und die Deutsche Bank . Auch Medienriese Bertelsmann
und die Düsseldorfer Mannesmann AG sollen dazugehören . Alle potentiellen Käufer
haben vor , das TV-Kabelnetz zu einem Multimedia-Netz zu erweitern . Künftig
sollen Rückkanäle geschaffen werden , um damit das Telefonieren ebenso zu
ermöglichen wie den Zugang zum Internet , das Abrufen von Videofilmen oder
Teleshopping . Über die Höhe der erforderlichen Investitionen herrscht noch
Unklarheit . Sie hat ihr Kabelgeschäft in neun regionale Gesellschaften
eingebracht , für die sie jetzt Käufer sucht . Eine Minderheitsbeteiligung von
25,1 Prozent will die Telekom an diesen Gesellschaften behalten . Expo gewinnt
Millionenprozess gegen Informix Im Prozess der Expo GmbH gegen den
Software-Hersteller Informix hat das Landgericht Hannover am Freitag zu Gunsten
der Weltausstellungsgesellschaft entschieden . Das Unternehmen hatte eine
Datenbank-Software für das Besucher-Informationssystem der Expo entwickelt . Ein
Informix-Sprecher kündigte an , das Software-Unternehmen werde voraussichtlich
in Berufung gehen . Informix hatte 1997 den Produktpartnervertrag unterzeichnet
. Eine das Datenbank-Programm betreffende Übereinkunft kam aber anschließend
nicht zu Stande . Informix verlangte im Gegenzug nach eigenen Angaben insgesamt
11,7 Millionen an bereits geleisteten Zahlungen und Sachleistungen zurück . Auf
einem Scheingeschäft beruhte der Partnervertrag nach Ansicht der auf
EDV-Angelegenheiten spezialisierten 13. Zivilkammer nicht . Informix hatte
behauptet , dass sich beide Seiten in Wahrheit nicht rechtlich binden , sondern
nur der Öffentlichkeit eine feste Vereinbarung vorgaukeln wollten . Das Gericht
fand dafür keine Anhaltspunkte . Rekordbeteiligung auf der IFA Die 42.
Internationale Funkausstellung ( IFA ) meldet eine voraussichtliche
Rekordbeteiligung . 872 Aussteller aus 36 Ländern stellen vom 28. August bis 5.
September in Berlin weltweite Neuheiten der Unterhaltungselektronik und
Telekommunikation vor . Das sei die größte Beteiligung in der Geschichte der
Funkausstellung , sagte Reinhard Bank von der Messe Berlin am Freitag . Vor zwei
Jahren hatten sich an der IFA 812 Aussteller aus 36 Ländern beteiligt . Nach dem
Ausbau des Geländes unter dem Funkturm stehen 160000 Quadratmeter
Ausstellungsfläche zur Verfügung . Als Wegweiser für die auswärtigen Besucher
wurde auf der Stadtautobahn Avus erstmals eine IFA-Spur eingerichtet .
Microsoft-Gegner Klein verlässt US-Justizministerium Der Hauptgegner des
Software-Riesen Microsoft im Kartellprozess , Joe Klein , verlässt seinen Posten
als Chef der Kartellabteilung im Justizministerium . Das teilte Klein selbst am
Dienstag in Washington mit . Er werde bereits in wenigen Tagen gehen . Klein
hatte sich während des spektakulären Prozesses den Ruf eines ausgezeichneten und
hartnäckigen Anwalts erworben . Klein nannte keine Begründung für seinen Schritt
. Er sagte lediglich , er wolle " neue Herausforderungen " suchen . Da der Chef
der Kartellabteilung von US-Präsident Bill Clinton eingesetzt worden war , hätte
er wahrscheinlich nach den Neuwahlen im November ohnehin seinen Posten räumen
müssen . Nach Meinung von Beobachtern wird sein Rücktritt den weiteren Verlauf
des Microsoft-Prozesses nicht beeinflussen . Im Kartellprozess wird der Oberste
Gerichtshof der USA demnächst entscheiden , ob er sich des Falles direkt annimmt
oder sich zunächst eine untere Instanz mit der Berufungsverhandlung befassen
soll . In dem historischen Kartellrechtsprozess hatte Richter Thomas Penfield
Jackson den Softwarekonzern schuldig gesprochen , mit unfairen Mittel
Konkurrenten aus dem Geschäft gedrängt zu haben . Er ordnete eine Zerschlagung
von Microsoft in zwei Unternehmen an . MobilCom lässt UMTS-Versteigerung
gerichtlich prüfen Die Telefongesellschaft MobilCom aus dem
schleswig-holsteinischen Büdelsdorf will die Rechtmäßigkeit der
UMTS-Lizenzgebühr überprüfen . Hintergrund seien wiederholt von Experten
geäußerte Zweifel am UMTS-Versteigerungsverfahren , teilte die MobilCom am
Mittwochabend mit . Im Interesse der MobilCom AG Shareholder habe das
Unternehmen fristgerecht Widerspruch gegen den Gebührenbescheid der
Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post eingereicht , hieß es . Die
Lizenzgebühr habe man unter Vorbehalt fristgerecht bezahlt . Die spektakuläre
Versteigerung der begehrten UMTS-Lizenzen war nach knapp drei Wochen am 18.
August mit einem Rekordergebnis zu Ende gegangen . Alle verbliebenen sechs
Bewerber sicherten sich eine Lizenz für den Mobilfunk der Zukunft . Fachleute
zweifelten daran , dass die Lizenzgebühr rechtmäßig sei , so die MobilCom .
Möglicherweise lägen Verstöße unter anderem gegen das Haushaltsrecht , das
Grundgesetz , das Kartellgesetz , die deutsche Finanzverfassung , die
europarechtlichen Anforderungen an die Vergabe der Lizenzen sowie gegen Art. 10
der EU-Lizenzrichtlinie vor . Außerdem sei fraglich , ob der Staat als
Mehrheitsaktionär des Mutterkonzerns eines Wettbewerbers mit dem
Versteigerungsverfahren eine Wettbewerbsverzerrung erzeugt habe . Applied
Materials streicht 2000 Stellen Der weltgrößte Ausrüster der Halbleiterindustrie
Applied Materials hat wegen der anhaltenden Talfahrt der Branche die Streichung
von 2000 Stellen beschlossen . Dies seien 10 Prozent der Gesamtbelegschaft ,
teilte der US-Konzern am Donnerstag in Santa Clara mit . Betroffen seien allein
700 Jobs im kalifornischen Silicon Valley sowie 500 in der texanischen
Hauptstadt Austin . Die nicht näher bezifferten Kosten für die Restrukturierung
sollen als außerordentlicher Aufwand im vierten Quartal verbucht werden , das am
28. Oktober endet . Microsoft verlangt mehr Zeit im Kartellprozess Der
Software-Gigant Microsoft steht erneut im Clinch mit amerikanischen
Kartell-Behörden . Das Justizministerium , 18 Bundesstaaten und das Unternehmen
veröffentlichten am Donnerstag eine gemeinsame Stellungnahme . Darin wird
deutlich , dass der Weg zu einer außergerichtlichen Einigung im Verfahren um
unfairen Wettbewerb holprig bleibt . Microsoft lehnte den Vorschlag der Behörden
ab , bereits am 4. Februar 2002 die Anhörungen fortzusetzen . Der Konzern
verlangte mehr Zeit , um sich vorzubereiten . Noch sei nämlich nicht klar ,
welche Maßnahmen die Behörden vorsähen , um zukünftige Wettbewerbs-Verletzungen
Microsofts zu verhindern . Die Unterzeichner der Stellungnahme lehnten zudem
einen vom Gericht gestellten Vermittler ab . Beide Seiten " werden weiterhin
eine Einigung dieser Angelegenheit in privaten Gesprächen suchen " , schrieben
sie . Das US-Justizministerium hatte am 6. September dem Verfahren eine
überraschende Wende gegeben . Die US-Regierung will nicht länger , dass der
Konzern zerschlagen wird . Microsoft ist in dem Prozess wegen
Wettbewerbsverstößen schuldig gesprochen worden . Derzeit liegt der Fall bei der
neuen Richterin Colleen Kollar-Kotelly . Zuvor hatte der Richter Thomas P.
Jackson wegen Vorwürfen der Befangenheit den Fall aus der Hand geben müssen . Er
hatte Microsoft vorgeworfen , sein Monopol auf dem Software-Markt zu
missbrauchen und ordnete eine Zerschlagung des Konzerns an . Borland und
Microsoft vertragen sich wieder Die Klage der Firma Borland gegen Microsoft
wegen illegaler Abwerbung von Mitarbeitern aus Schlüsselpositionen ist erledigt
. Am Freitag teilten die beiden rivalisierenden Softwarehäuser mit , daß sie
sich außergerichtlich geeinigt hätten . Was Microsoft zahlen mußte , um den
Prozeß zu vermeiden , wurde nicht bekannt . In der Klageschrift , die im Mai
eingereicht wurde , hatte Borland dem Rivalen die " systematische Plünderung des
Mitarbeiterstabes " vorgeworfen ( c't berichtete in Ausgabe 7/97 , S. 15 ) .
Seit 1994 soll der Softwaregigant 34 Borland-Mitarbeiter abgeworben und dabei
zum Teil fette Prämien gezahlt haben . Adobe im Aufwind : Nach zeitweilig
schwachem Absatz im Sommer ist Adobe wieder im Aufwind . Auch der Gewinn lag
deutlich über den Voraussagen der Börsenanalysten . Adobes Umsätze im
Macintosh-Markt sind im Jahresvergleich um 42 Prozent gestiegen , die Umsätze
der Windows-Versionen wuchsen sogar um 75 Prozent . Beide Plattformen liegen
damit jetzt nach Umsatzanteilen etwa gleichauf . Motorola hat Gigahertz-PowerPCs
Motorola ist Vermutungen entgegengetreten , man werde sich nach dem Ärger um
MacOS-Lizenzen aus der Weiterentwicklung der PowerPC-Familie für den
Desktop-Einsatz verabschieden . Die amerikanische Computer Reseller News
berichtet unter Berufung auf offizielle Quellen über Pläne für die
Weiterentwicklung über die Jahrtausendwende hinaus . Danach soll der derzeitige
Top-Prozessor PPC 750 , der seit August in Versionen für 233 und 266 MHz
produziert wird , bis Mitte 1998 eine Taktfrequenz von 500 MHz erreichen . Der
Chip wurde bereits in Modellen von Power Computing und Motorola eingesetzt , die
wegen der Lizenzstreitigkeiten nicht auf den Markt kommen . Apple wird ihn
vermutlich ab November in Macintosh-Modellen und Powerbooks nutzen . Für 1999
plane Motorola den Start der nächsten PowerPC-Generation ( " G4 " ) mit
Taktfrequenzen von bis zu 750 MHz . Bereits heute würden in dem sogenannten "
Projekt 2K " Chips mit 1 GHz getaktet . Dabei handele es sich aber laut Motorola
um eine Technologiedemonstration , für die noch kein Ankündigungstermin
festgesetzt worden sei . Jeder vierte Deutsche nutzt das Internet Bereits jeder
vierte Deutsche nutzt laut einer Infratest-Studie das Internet . Allerdings habe
sich das Wachstum etwas verlangsamt , teilte die Infratest Burke GmbH am Montag
mit . Die Zahl derjenigen , die innerhalb der letzten zwölf Monaten das Netz
geschäftlich oder privat nutzten , sei im ersten Halbjahr um gut zehn Prozent
auf 15,4 Millionen gestiegen . Dabei seien Kinder unter 14 Jahren und in
Deutschland lebende Ausländer nicht berücksichtigt . Eine Sättigung sei noch
nicht in Sicht , sagte ein Sprecher des Instituts . Mittelfristig sei ein
Nutzungsgrad von deutlich über 50 Prozent zu erwarten . Besonders beliebt ist
das Internet bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen . So nutzt beispielsweise
gut jeder zweite 18- bis 24-jährige das Netz . Der Anteil der Frauen liege
nahezu unverändert bei gut einem Drittel , teilte das Institut unter Berufung
auf die Langzeitstudie Euro.net mit . In Deutschland werde das Internet derzeit
etwas weniger als in Großbritannien ( 27,5 Prozent ) , aber deutlich stärker als
in Frankreich ( 14 Prozent ) genutzt . In der jüngsten Erhebung wurden gut 2000
Menschen in Deutschland , Großbritannien und Frankreich befragt . Etwa jeder
sechste Nutzer kauft im Internet auch ein . Am gefragtesten sind dabei laut
Studie Bücher sowie Software und Computer . Auch Unterhaltungselektronik werde
oft bestellt . Viele hätten aber noch Sicherheitsbedenken , ihre
Kreditkartennummer anzugeben . Der Wettbewerb unter den Internet-Service
Providern habe sich verschärft , hieß es weiter . Gut jeder fünfte Nutzer habe
in den letzten zwölf Monaten den Anbieter gewechselt . Gericht stoppt iMac-Kopie
in Japan Ein Bezirksgericht in Tokio hat heute dem PC-Hersteller Sotec den
Vertrieb seines All-in-one-PCs eOne durch eine einstweilige Verfügung untersagt
. Der Windows-PC , der im Design sichtlich Apples populärem iMac nachempfunden
ist , darf auch nicht weiter hergestellt oder exportiert werden . Das Gericht
folgte damit einem Klageantrag , den Apple Ende August gegen Sotec gestellt hat
. Ähnliche Klagen hat Apple auch in den USA gegen die Firmen eMachines , Future
Power und Daewoo eingereicht . eMachines bietet den eOne in den USA an , Future
Power/Daewoo haben ein noch deutlicheres Plagiat vorgestellt . Antitrust-Fiasko
für Microsoft Für Microsoft bahnt sich ein Fiasko an . In der zur Zeit laufenden
Antitrust-Untersuchung ist das US-Justizministerium zu dem Ergebnis gekommen ,
daß die Windows-Company gegen die einschlägigen US-Gesetze verstoße . Microsofts
Lizenzpraktiken seien illegal . Im Browser-Krieg mit Netscape wende die Firma
Täuschungsmanöver an . Microsoft habe ein Monopol im Betriebssystemmarkt und
nötige PC-Hersteller , beim Erwerb von Windows-95-Lizenzen den " Internet
Explorer " gleich mit zu lizenzieren . Microsoft soll die PC-Anwender künftig
ausdrücklich darauf hinweisen , daß anstelle des Internet Explorer auch ein
anderer Browser benutzt werden kann , und einen " einfachen Weg " anbieten , um
das Explorer-Icon vom Windows-95-Desktop zu entfernen . Das Ministerium kündigte
an , die Antritrust-Untersuchung auf andere Microsoft-Geschäftspraktiken
auszudehnen . Das Windows-Monopol sei jedoch kein Angriffspunkt . Microsoft
erklärte in einer ersten Stellungnahme , man habe nie versucht , PC-Hersteller
an der Verwendung konkurrierender Browser zu hindern . Der " Consent Decree "
von 1995 erlaube ausdrücklich das Hinzufügen weiterer Funktionen zum
Betriebssystem . Der Consent Decree war das einvernehmliche Ergebnis einer
früheren Antitrust-Untersuchung und wurde seinerzeit von vielen Beobachtern als
zu lau kritisiert . Als entscheidender Punkt für die jetzige Anklage
kristallisiert sich die Frage heraus , ob der Internet Explorer als separates
Produkt oder als Bestandteil des Betriebssystems anzusehen sei . Nach der Lesart
von Microsoft soll er in Windows integriert werden ; somit handele es sich um
eine Funktionserweiterung , und die Klausel des Consent Decree wäre eingehalten
. Das Justizministerium dagegen hält den Internet Explorer für ein
eigenständiges Produkt , mit dem Microsoft im Wettbewerb mit Netscape und
anderen Browser-Herstellern stehe . SAP schwächelt : Quartalsgewinn um 64 %
geschrumpft Der erfolgsverwöhnte Softwarehersteller SAP hat in den ersten neun
Monaten 1999 einen massiven Gewinneinbruch verzeichnet . " Selbst vor dem
Hintergrund des gegenwärtig schwierigen Marktumfelds ist das Ergebnis für uns
enttäuschend " , sagte SAP-Vorstandssprecher Hasso Plattner am Mittwoch in
München . Besonders deutlich fiel der Gewinnrückgang beim größten europäischen
Softwareproduzenten im dritten Quartal aus : Spielraum für eine Drosselung des
Kostenanstiegs gebe es kaum , hieß es . " Allerdings hängt viel davon ab , wie
das Kaufverhalten unserer Kunden vom Jahrtausendwechsel beeinflusst wird " ,
schränkte Vorstandssprecher Henning Kagermann ein . Als Gründe für die
Wachstumsdelle in den ersten neun Monaten führte der Konzern das " unerwartet
schwache Lizenzgeschäft in Amerika und Japan " und eine Umsatzschwäche in
Großbritannien an . Ursprünglich war SAP für 1999 von einem Anstieg der Erlöse
um bis zu 25 Prozent ausgegangen , schraubte die Erwartungen aber in der
vergangenen Woche nach unten . Mit UMTS kommt Call-by-Call auch für Handys Auch
die Nutzer von Mobiltelefonen sollen künftig ihren Netzbetreiber für jedes
Gespräch frei wählen können . Das kündigte Bundeswirtschaftsminister Werner
Müller ( parteilos ) am Dienstag auf einem Symposium der Mannesmann AG in Berlin
an . " Auf die Regelung , Verbindungsnetzbetreiber grundsätzlich in allen Netzen
zuzulassen , wollen wir auch künftig nicht verzichten " , sagte Müller . Der
Wirtschaftsminister wandte sich damit klar gegen Forderungen von D2 Mannesmann
und anderen Mobilfunkunternehmen , auch in Zukunft auf Call-by-Call in den
Funknetzen zu verzichten . Die Unternehmen fürchten , keine sichere
Kalkulationsgrundlage für Investitionen in ihre Netze mehr zu haben , wenn
Kunden jederzeit einen anderen Anbieter für Telefongespräche oder die
Übertragung von Daten wählen können . Zur Öffnung des deutschen Festnetzmarktes
sei Call-by-Call durchaus sinnvoll gewesen , sagte eine Mannesmann-Sprecherin
der dpa . Eine Übertragung auf den Mobilfunk würde jedoch zu einem " ungesunden
und ruinösen " Wettbewerb führen . Müller erklärte dagegen , für ihn komme es
nicht in Frage , das Telekommunikationsgesetz , das Call-by-Call grundsätzlich
für alle Netze vorsieht , zu ändern oder auf den Mobilfunk nicht anzuwenden . "
Wir werden allerdings sehr genau darauf achten , dass die Bedingungen , unter
denen dies geschieht , fair und insbesondere nicht investitionshemmend sind " ,
sagte der Wirtschaftsminister . Nach seiner Kenntnis werde die ihm rechtlich
unterstellte Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post in Bonn noch vor
der Versteigerung von UMTS-Lizenzen " die für die Unternehmen unabdingbaren
Klarstellungen vornehmen " . UMTS soll zehn Jahre nach dem Start der ersten
digitalen Mobilfunknetze in Deutschland den bisherigen GSM-Standard ablösen und
eine schnellere Datenübertragung ermöglichen . Nach Müllers Worten sollen die
entsprechenden Lizenzen noch in der ersten Hälfte des kommenden Jahres
versteigert werden . Der UMTS-Betrieb wäre dann ab 2002 möglich . Systems :
ViaVoice " Millennium " versteht mehr IBM stellte auf der Systems die " ViaVoice
Millennium Edition " vor . Das Vokabular der Spracherkennungssoftware wurde
verdoppelt , und der Benutzer hat jetzt die Möglichkeit , eigene Dokumente an
das Programm zu übergeben , um den Basiswortschatz zu erweitern . Ähnlich wie
bei den Wettbewerbsprodukten von Dragon und Philips ist die einführende
Trainingszeit drastisch reduziert worden . Der Benutzer kann über einfache
Sprachbefehle neben Word auch MS Outlook und Excel steuern . Die
Millenniumsversion passt sich im Hintergrund ständig an das Sprachprofil des
Benutzers an und lernt nun auch aus manuell korrigierten Fehlern - das
Korrektur-Panel ist nicht mehr Pflicht . ViaVoice soll bereits heute für einen
Preis zwischen 129 Mark für die Standard- und 399 Mark für die Pro-Version im
Handel sein . Pentium 4 im c't-Testlabor Mit einer neuen Prozessorgeneration
will Intel die Führung zurückerobern und die Negativschlagzeilen der vergangenen
Monate vergessen machen . Doch im Praxistest der c't-Redaktion konnte der
Pentium 4 seine Papierform nicht bestätigen . Mit beeindruckenden 1,5 Gigahertz
Taktfrequenz lässt Intels neues Flaggschiff den nur 1,2 GHz schnellen
Athlon-Prozessor des Erzrivalen AMD deutlich hinter sich . Allerdings kann der
Pentium 4 seine theoretische Leistungsfähigkeit bislang nur punktuell unter
Beweis stellen . So liegt er etwa in der SPEC-Benchmark-Suite deutlich in Front
( bis zu 23 % Vorsprung bei SPECint2000 , bis zu 70 % bei SPECfp2000 ) . Auch
das Ballerspiel Quake läuft auf Intels Top-Prozessor schneller als auf AMDs
Athlon . Doch bei der überwiegenden Mehrzahl der c't-Tests schnitt der Pentium 4
schlechter ab . Insbesondere bei den typischen Büroanwendungen wie zum Beispiel
Word oder Excel konnte der Athlon den Pentium 4 ausstechen . Auch bei den
meisten Spielen hatte der Konkurrent die Nase vorn . Die bewährte Devise " Mehr
Megahertz ist auch mehr Leistung " stimmt hier ganz offensichtlich nicht mehr .
" Der Pentium 4 hat das Potenzial für große Leistung , nur wird dieses von der
aktuellen Software nicht optimal genutzt " , kommentiert c't-Redakteur Georg
Schnurer . " Intel wird sich noch etwas einfallen lassen müssen , vor allem wenn
die Kunden anfangen , nicht mehr nach Mark pro MHz sondern nach dem
tatsächlichen Preis-Leistungs-Verhältnis zu kaufen . " Bastler und Schrauber
haben beim neuen Pentium 4 das Nachsehen : Zum Aufrüsten alter Rechner ist der
neue Super-Chip nicht zu gebrauchen , da er eine ganz spezielle Umgebung braucht
. Manager fürchten Viren und Pornos Computerviren und Pornographie sind die
Hauptängste von Topmanagern bei der Internet-Einführung in den Unternehmen . Das
hat eine europaweite Umfrage ergeben , die die auf Sicherheitssoftware
spezialisierte The Bristol Group Deutschland GmbH gemeinsam mit dem britischen
Softwarehersteller Content Technologies jetzt veröffentlicht hat . Demnach
fürchten 95 Prozent der Führungskräfte , daß Virusprogramme durch den
Internet-Anschluß eindringen und die firmeninternen EDV-Systeme lahm legen
könnten . 86 Prozent der befragten Manager äußerten die Befürchtung , daß
unerwünschte pornographische Darstellungen auf den Computerbildschirmen ihrer
Mitarbeiter erscheinen könnten . 83 Prozent meinen , daß ihre Mitarbeiter durch
das Surfen im World Wide Web Zeit verschwenden . Insbesondere Nachrichten- und
Sportseiten würden überwiegend aus privatem Interesse aufgesucht . Ebenso viele
Firmen befürchten , daß die Beschäftigten während der Arbeitszeit private
E-Mails schreiben und beantworten . Eine übermäßige Belastung der firmeninternen
Computernetze durch die Übertragung zu großer Bild- und Videodateien hält 83
Prozent der Manager für ein Problem . 80 Prozent der Führungskräfte sehen
Betriebsgeheimnisse in Gefahr : Sie haben Angst , daß wissentlich oder
versehentlich vertrauliche Firmeninformationen über den Internet-Anschluß nach
draußen gelangen . Richter Jackson beruft Vermittler im Microsoft-Prozess Ein
Vermittler soll nun dabei helfen , im Kartellprozess gegen Microsoft eine
außergerichtliche Lösung zu finden . Der zuständige Richter Thomas Penfield
Jackson beauftragte am Freitag in Washington den angesehenen leitenden
Bundesberufungsrichter Richard Posner aus dem Gerichtsbezirk Chicago mit dieser
Aufgabe . Posner soll die Streitparteien an einen Tisch bringen und die
Gespräche leiten . Beide Seiten , die US-Regierung und Microsoft , begrüßten den
Schritt . Microsoft-Sprecher Mark Murray sagte nach US-Medienberichten , die
Einschaltung eines Vermittlers sei ein sehr positiver Schritt . Das Unternehmen
freue sich darauf , zusammen mit Richter Posner an einer vernünftigen Lösung zu
arbeiten . Ähnlich äußerte sich eine Sprecherin des Justizministeriums . Nach
ihren Worten war die US-Regierung immer schon zu einer Regelung bereit , die
Wettbewerb , Innovation und Wahlfreiheit für den Verbraucher garantiere .
Richter Jackson kann IE entfernen Nur 90 Sekunden habe es ihn gekostet , den
Internet Explorer aus Windows 95 zu entfernen , sagte US-Bezirksrichter Thomas
Penfield Jackson am Freitag bei einer weiteren Anhörung im Antitrust-Verfahren
gegen den Software-Riesen Microsoft . Ein Techniker habe ihm gezeigt , wie es
geht . " Danach funktionierte Windows 95 problemlos . " Der Richter reagierte
damit auf Microsofts Versuch , seine vorläufige Verfügung vom 11. Dezember durch
eine überspitze Auslegung zu unterlaufen . Jackson hatte Microsoft untersagt ,
die Vergabe von Windows-95-Lizenzen an PC-Hersteller weiterhin an die Abnahme
des Internet Explorer zu koppeln . Microsoft behauptete daraufhin , aus der
aktuellen Version Windows 95B könne der Internet Explorer nicht entfernt werden
und bot den Herstellern als Alternative zwei veraltete Windows-Versionen ohne
Internet-Software an . Im heutigen PC-Markt kann es sich freilich kein
Hersteller leisten , auf die Schein-Alternative einzugehen . Das Verhalten des
Software-Giganten stößt deshalb auf massive Kritik . Die meisten Beobachter
sehen darin die Absicht , die Gerichtsentscheidung lächerlich zu machen . Das
Justizministerium verlangt nun die Verhängung eines Zwangsgeldes ( siehe auch
http://www.heise.de/newsticker/data/em-18.12.97-000/ ) . Mit Richter Jacksons
Experiment ist Microsoft allerdings noch nicht der Lüge überführt . Offenbar hat
der Richter nur das Programm-Icon gelöscht und damit den Internet Explorer vom
Windows-Desktop entfernt , nicht jedoch die unzähligen Systemdateien , die
ebenfalls zu dem Programm gehören . Nach Microsofts Auslegung müßte alles
entfernt werden , was der Internet Explorer installiert , und dann wäre das
Betriebssystem in der Tat nicht mehr funktionsfähig . Der Richter will den
Dingen in einer weiteren Anhörung am 13. Januar auf den Grund gehen . Wie
Microsofts Darstellung aus technischer Sicht zu bewerten ist , wird eine
detaillierte Untersuchung im c't-Labor offenbaren . Lesen Sie die Ergebnisse in
c't 1/98 . Apple hat noch keinen neuen Chef gefunden Mitbegründer Steve Jobs
bleibt auf absehbare Zeit Interim-CEO von Apple Computer . Nach einem Bericht
des San Francisco Chronicle soll der Posten auch dem Hardware-Chef von Sun
Microsystems , Ed Zander , angeboten worden sein . Zander habe aber abgelehnt ,
weil Steve Jobs sich weigere , aus dem Apple-Verwaltungsrat auszuscheiden .
Beobachter meinen , die starke Autorität des Apple-Mitbegründers im Unternehmen
vermindere die Aussichten , einen hochprofilierten Manager für die CEO-Position
interessieren zu können . Apples Aktienkurs steuert derweil wieder auf sein
Zehn-Jahres-Tief zu . 800-MHz-Prozessor von Intel Nur knapp vier Wochen konnte
AMD mit dem Athlon-750 den MHz-Thron für sich beanspruchen . Jetzt schlägt Intel
zurück . Ab heute gibt es den Pentium III auch mit 750 und 800 MHz . Die beiden
neuen CPUs basieren auf dem Coppermine und besitzen einen 256 KByte großen
integrierten L2-Cache . Intel fertigt die Prozessoren im 0,18-µ-Prozess ,
weshalb sie nur auf Boards funktionieren , die die benötigte Core-Spannung von
etwa 1,6 Volt liefern können . Die 750-MHz-Version arbeitet mit einem
Frontside-Bustakt ( FSB ) von 100 MHz und einem festen Multiplikator von 7,5 .
Sie kostet in 1000er-Stückzahlen 750 US-Dollar . Den Pentium-III-800 offeriert
Intel für 795 Dollar und unterschreitet damit bei hochgetakteten CPUs erstmals
die Grenze von einem Dollar pro MHz . Da Intel inzwischen alle Prozessor mit
festem Multiplikator ausliefert , gibt es den 800er in zwei Varianten : Als
Pentium III 800 mit " 100 MHz mal 8 " und als Pentium III 800B mit " 133 MHz mal
6 " . Offiziell gibt es von AMD zur Stunde noch keine Reaktion . Hinter
vorgehaltenen Hand war aber zu hören , man sehe Intels Neuvorstellungen gelassen
entgegen . AMD könne in Kürze ebenfalls einen Athlon mit 800 MHz auf den Markt
bringen , und Preissenkungen seien natürlich auch drin . Interessanter als die
heutige Ankündigung dürfte die Frage sein , ob Intel diese Prozessoren auch
tatsächlich in nennenswerten Stückzahlen liefern kann . Anders als in der
Vergangenheit , als Intel-CPUs zum Vorstellungszeitpunkt stets auch lieferbar
waren , gab es ja bereits bei den erst kürzlich eingeführten 733-MHz-CPUs
Engpässe . Ebenso ist im Markt bislang wenig von den Coppermine-Prozessoren im
FC-PGA-Gehäuse zu sehen . Es scheint , als müsste sich Intel inzwischen die
Einführungstermine für neue Prozessoren vom Wettbewerb diktieren lassen , statt
sie wie ehedem nach eigenem Gutdünken festzulegen . Sektenbeauftragter ruft zum
Windows-2000-Boykott auf Der Sektenbeauftragte der Pommerschen Kirche hat zum
Boykott von Windows 2000 aufgerufen , weil die darin enthaltene
Defragmentierungssoftware von einer Scientology-Firma stammt . Wie " Spiegel
Online " berichtet , argumentiert der Sektenbeauftragte Friedrich von Kymmel ,
dass jeder Käufer von Windows 2000 damit auch die Scientology-Firma Executive
Software bezahle . Damit würden Kunden die zum Teil als verfassungsfeindlich
eingestufte Organisation finanzieren . Auch die Kirche müsse Flagge zeigen und
die Software nicht kaufen . Ein Microsoft-Sprecher erklärte dazu laut " Spiegel
Online " , dass Executive Software keine stückzahlabhängigen Entgelte bekomme .
Daher würden Kunden die Firma auch dann nicht unterstützen , wenn sie
tatsächlich unterwandert wäre . Generell sei bei der Auswahl der Programme
Qualität entscheidend , um die " Hobbys des Chefs " kümmere sich Microsoft
dagegen nicht . Auf die Mitwirkung der nach Scientology-"Technologie"
arbeitenden Firma Executive Software an Windows 2000 hatte c't Anfang Dezember
aufmerksam gemacht . Private Börsengeschäfte kosten 200 Mio. Arbeitsstunden Das
gestiegene Interesse der Deutschen an Börsengeschäften kommt die deutsche
Wirtschaft teuer zu stehen : Das ergab eine Umfrage des Wirtschaftsmagazins BIZZ
, die vom Starnberger Software-Hersteller Business Gateway unter rund 1.300
Beschäftigten durchgeführt wurde . Der Umfrage zufolge ist mehr als ein Vierteil
der Mitarbeiter mit Internet-Anschluss am Arbeitsplatz im Besitz von Aktien . Um
sich über das Börsengeschehen zu informieren , greifen die Aktienbesitzer
durchschnittlich 5,8-mal pro Woche auf das Web zu . Jeder Zugriff dauert im
Schnitt 11,4 Minuten . Beschäftigte müssten mit Abmahnung und im
Wiederholungsfall mit Kündigung rechnen , wenn sie am Arbeitsplatz bei privatem
Surfen erwischt werden , warnt das Magazin . Olivetti will italienische Telekom
kaufen Auf dem italienischen Telekom-Markt bahnt sich eine Umwälzung an . Der
Verwaltungsrat der Telecom Italia wies das Angebot am Samstagabend als
unzureichend zurück . Der ehemalige Ministerpräsident Romano Prodi forderte : "
Die Telecom muß italienisch bleiben . " Der einstige Büromaschinenfabrikant
Olivetti SpA , Ivrea , ist der Telekom-Partner der Mannesmann AG in Italien .
Beide betreiben über die gemeinsame Firma Oliman das Mobiltelefon-Unternehmen
Omnitel und den Festnetztelefonat-Anbieter Infostrada . Für Mannesmann
entwickelt sich die Telekommunikation zur tragenden Säule . Im Ausland ist
Mannesmann nicht nur in Italien , sondern auch in Frankreich und Österreich auf
Telekommunikationsmärkten aktiv . Spiegel : Nur T-Online soll ADSL bekommen Die
Deutsche Telekom AG will nach einem Bericht des " Spiegel " mit erheblichen
Investitionen in die neue ADSL-Technik die Vorherrschaft ihres Onlinedienstes
T-Online in Deutschland zementieren . Die Pläne lösten heftige Kritik des
größten T-Online-Konkurrenten AOL aus , der freien Zugang zur neuen Technik
fordert . Mit ADSL sind auf den vorhandenen Kupferleitungen theoretisch
Übertragungsraten von bis zu 8 MBit/s zu erreichen , 62mal schneller als per
ISDN . Messungen von c't an den Pilotinstallationen der Telekom ergaben
Praxiswerte von immerhin 350 KByte/s . ( Ausführlichere Informationen zu ADSL
finden Sie hier . ) Die Telekom wolle ADSL vom 1. Juli an vermarkten , schreibt
der Spiegel . Dabei ziele das Unternehmen auf Intensivnutzer wie Computerfreaks
und Werbeagenturen . Als " alleiniger Vermarktungskanal " sei der konzerneigene
Onlinedienst T-Online eingeplant . Andere Onlinedienste sollen keinen Zugang
erhalten . Jede weitere Stunde soll mit acht DM zu Buche schlagen . Die
Hochpreispolitik diene " der Nachfragesteuerung " und solle eine Störung der
ISDN-Vermarktung vermeiden , heißt es laut Spiegel in einem internen
Telekom-Papier . " Der Zugang zu ADSL als neuem Hochgeschwindigkeits-Zugang zum
Internet muß den Kunden von allen Online- und Internetdiensten zur Verfügung
stehen " , sagte der Sprecher von AOL Deutschland , Frank Sarfeld . AOL hat bei
der Brüsseler EU-Kommission bereits eine Beschwerde gegen die Telekom
eingereicht . Der mit 800.000 Kunden zweitgrößte deutsche Onlinedienst wirft der
Telekom vor , T-Online mit Gewinnen aus dem Telefongeschäft zu subventionieren .
Die Telekom bestreitet dies . Am Samstagabend begrüßte AOL eine Aufforderung der
Regulierungsbehörde an die Telekom AG , ihre Pläne für den Onlinedienst
offenzulegen . Die Forderung des Sprechers der Regulierungsbehörde , die Telekom
solle klarstellen , ob und inwieweit sie Kunden anderer Onlinedienste
unmittelbaren Zugang zum Internet diskriminierungsfrei gewähre , sei ein "
ermutigender Schritt zur Förderung des freien Wettbewerbs im Internetmarkt " .
AMD stellt K6-III-Prozessor vor Der Chiphersteller Advanced Micro Devices ( AMD
) will am Montag , 22. Februar , seinen neuen Prozessortyp K6-III präsentieren .
Mit dieser Vorstellung kommt AMD dem Rivalen Intel knapp zuvor , der seinen
Pentium-III-Prozessor am kommenden Freitag offiziell einführt . Doch hat Intel
bereits im Vorfeld eine große Show um das neue Produkt veranstaltet und
PC-Hersteller beliefert , so daß Systeme mit Pentium III schon ab Anfang März
auf dem Markt sein werden . Wann AMD in größeren Stückzahlen liefern kann , ist
dagegen noch fraglich . Der K6-III soll zunächst in Varianten mit 400 und 450
MHz herauskommen . Mit " 3D Now! " besitzt der Sockel-7-Chip eine ähnlich
leistungsfähige Multimedia-Erweiterung wie Intels Pentium III mit " ISSE " . Im
Vergleich zum Vorgänger K6-2 legt er aber dank integriertem L2-Cache auch bei
der Integer- und Gleitkomma-Performance kräftig zu . AMD und Intel streiten um "
MMX " Nachdem der Chip-Hersteller die CeBIT-Präsentation des neuen
Pentium-II-Konkurrenten K6 von AMD durch eine einstweilige Verfügung gestört hat
( siehe http://www.heise.de/newsticker/data/gs-16.03.97-000/ ) , geht die
Auseinandersetzung jetzt in die zweite Runde . AMD legte Widerspruch ein und
beantragte beim Deutschen Patentamt in München die Löschung der Marke " MMX " .
Begründung : " MMX " sei nur eine Abkürzung für " Multimedia Extension " ( die
Erweiterung der x86-Architektur zur Beschleunigung einiger
Multimedia-Anwendungen ) . AMD-Rechtsberater Thomas McCoy meint : In den USA hat
Intel seinerseits Klage eingereicht , um sich die alleinigen Rechten zur
Benutzung des Kürzels zu sichern . Dabei geht es allein um den Namen , und nicht
etwa um die damit bezeichnete Technik . Es ist völlig unstrittig , daß AMDs K6
dieselbe Multimedia Extension besitzt wie Intels Pentium II ( " Klamath " ) .
Offenbar möchte Intel verhindern , daß dieses Faktum auch vom Verbraucher
verstanden wird . Auch neue Technologien jetzt Chefsache Bundeskanzler Gerhard
Schröder will die Förderung der neuen Technologien durch die rot-grüne
Bundesregierung zur Chefsache machen . Er werde sich persönlich um die
Initiative führender Unternehmen der Computerbranche kümmern , sagte Schröder
während seines Rundgangs auf der CeBIT am Sonntag . Der Kanzler sagte dem
Vorstandschef von IBM Deutschland , Erwin Staudt , daß es nach dem Berliner
EU-Gipfel ein erstes Gespräch zwischen ihm und den Unternehmen geben werde . IBM
und andere rund 50 andere Unternehmen haben eine Initiative für eine Offensive
zugunsten der neuen Technologien in Schulen , Verwaltung und Wirtschaft
gestartet . Es wäre wünschenswert , wenn sich der Bundeskanzler an die Spitze
dieser Initiative setzen würde , sagte IBM-Chef Staudt . Die Bundesregierung war
zum Auftakt der CeBIT von allen Branchenverbänden zu einem stärkeren Engagement
für die Computer- und Telekommunikationsbranche gedrängt worden . Die
Bundesregierung müsse " für Rahmenbedingungen sorgen , die es denen , die darin
arbeiten , erleichtert " , sagte Schröder . Er besuchte in Begleitung seiner
Frau Doris Schröder-Köpf rund zweieinhalb Stunden ein gutes Dutzend Aussteller .
Sicherlich hätten amerikanische Unternehmen einen Vorsprung . Ein ernstes
Problem sei der große Mangel an Fachkräften . Es sei vor allen Dingen Sache der
Universitäten , hier eine schnelle und gute Ausbildung anzubieten . Neuer
Call-by-Call-Anbieter Mit der Vorwahl 01078 geht am 1. April die 3U
Telekommunikation GmbH mit Sitz in Eschborn ( Taunus ) als neue
Telefongesellschaft an den Start . Ihre Dienste können im Call-by-Call-Verfahren
ohne vorherige Anmeldung genutzt werden . Ferngespräche sollen tagsüber 13,9
Pfennig pro Minute , nachts 5,9 Pfennig kosten . Auslandsgespräche will die
Firma ab 21,9 Pfennig je Minute anbieten . Die Abrechnung erfolge sekundengenau
über die normale Telefonrechnung , teilte das Unternehmen am Sonntag mit .
Detaillierte Tarifinformationen sind im Internet einzusehen . Microsofts
Umsatzsteigerung enttäuscht Wall Street Mit 43 Cents Gewinn pro Aktie für das am
31. März beendete Quartal hat Microsoft die Prognosen leicht übertroffen , doch
der Umsatz blieb deutlich hinter den Erwartungen zurück . Die PC-Nachfrage von
Unternehmen habe sich erst zum Quartalsende belebt , sagte Microsoft-Finanzchef
John Connors . Diese Zahl liegt über den Erwartungen , löste aber wenig
Begeisterung aus . Finanzchef Connors musste sich in einem Interview dafür
rechtfertigen , dass Microsoft diese Erträge nicht als außerordentliche Posten
gebucht hat . Zu künftigen Umsatzerwartungen äußerte sich der Finanzchef sehr
vorsichtig . Schnellere Celerons kommen später Nach Berichten in der US-Presse
hat Intel die für nächste Woche geplante Einführung von Celeron-Prozessoren mit
633 und 667 MHz Taktfrequenz verschoben . Sie sollen nun erst im Juni auf den
Markt kommen , möglicherweise gleichzeitig mit einem 700-MHz-Typ . Mit der
Verzögerung will Intel den Berichten zufolge sicherstellen , dass die erwartete
Nachfrage vom Start an befriedigt werden kann . Seit Monaten wird der
Hardware-Gigant für Lieferprobleme bei Chipsätzen und Prozessoren kritisiert .
Bei der Vorlage des jüngsten Geschäftsberichts sagte Intel-Chef Craig Barret ,
die Liefersituation bleibe weiterhin angespannt . Poker um Italiens Telecom geht
weiter Die Bundesregierung will nicht auf die Forderung der Telecom Italia ( TI
) nach einer Beschränkung ihrer Stimmrechte bei der Deutschen Telekom eingehen .
Damit hat sie die aus Italien gestellten Bedingungen für die geplante Fusion
praktisch abgelehnt . Wie die Deutsche-Presse Agentur am Mittwoch aus Bonner
Regierungskreisen erfuhr , hat das Finanzministerium dies am Vormittag dem
TI-Verwaltungsrat in einem Brief mitgeteilt . Auch ein Verkauf seiner
Telekom-Anteile noch in diesem Jahr kommt demnach für den Bund nicht in Frage .
In Rom prüft unterdessen eine Arbeitsgruppe der italienischen Regierung die
Möglichkeit , eine mit Vetorecht ausgestattete " Goldene Aktie " bei TI
anzuwenden . Als unstrittig gilt , daß die Regierung mit der Goldenen Aktie den
Eintritt eines unwillkommenen Großaktionärs in das Telecom-Kapital verhindern
kann . Der Telekommunikationsminister Salvatore Cardinale hatte am Vortag betont
, Italien dürfe nicht zum " armen Vetter " werden . Siemens " auf Kurs " :
Chip-Sparte erholt In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 1998/99
schnellten Umsatz und Gewinn um je 17 Prozent nach oben . " Wir sind auf Kurs "
, sagte ein Konzern-Sprecher zur Vorlage der Halbjahreszahlen am Mittwoch in
München . Europas größter Elektrokonzern hält für das Gesamtjahr am Ziel eines
zweistelligen Wachstums fest : " Der Gewinn soll dabei schneller steigen als der
Umsatz " , betonte der Sprecher . Allein im zweiten Quartal betrug der Anstieg
sogar 21 Prozent nach plus zwölf Prozent von Januar bis März . Allerdings
resultiere das Plus bei Orders und Umsätzen stark aus der erstmaligen
Einbeziehung neuer Töchter , hieß es . Der Konzern konnte zudem Großaufträge
abrechnen Die Chip-Sparte , der Rekordverlustbringer des vorangegangenen
Geschäftsjahres hat sich nach Angaben des Unternehmens spürbar erholt - auch
dank stabilerer Preise am Halbleitermarkt . Der Bereich schreibe aber noch immer
rote Zahlen . Im Rahmen eines Zehn-Punkte-Programms will Siemens schrittweise
Bereiche mit insgesamt 17 Milliarden Umsatz und 60000 Beschäftigten abgeben .
Aus dem Kernstück Bauelemente wurden bereits Gesellschaften ausgegliedert . So
soll auch die Chip-Sparte als separate Firma an die Börse kommen . Job-Boom für
Ingenieure Rosige Zeiten für Ingenieure : 79.821 Positionen für technische Fach-
und Führungskräfte wurden in 1998 ausgeschrieben . Im ersten Vierteljahr 1999
gab es bereits 24.627 weitere Stellenangebote . Das sind nochmals 17% mehr als
im gleichen Zeitraum 1998 . Die Auswertung beruht auf einer Analyse von 35
regionalen und überregionalen Zeitungen durch die Personalberatung SCS für die
VDI nachrichten . Während der Hannover Messe findet ein Kongreß der Studenten
und Jungingenieure des VDI mit mehr als 1.200 Teilnehmern statt , auf dem sich
Firmen vorstellen und Gelegenheit zu Kontakten geben . Unter den Branchen , die
nach Fachkräften suchen , stand die Informationstechnik 1998 mit 13.777
ausgeschriebenen Positionen nach wie vor unschlagbar an der Spitze . Der
Maschinenbau belegt Platz 2 mit 7.921 Angeboten , knapp darauf folgen
Elektrotechnik , Elektronik und Fahrzeugbau . Auf diese Branchen entfallen auch
55% des gesamten Marktwachstums für technische Fach- und Führungskräfte . In der
Jobbörse auf heise online können Jobsuchende und Firmen in den Bereichen Technik
, Medien und Wissenschaft kostenlos Inserate schalten . Grünes Licht für
Telekom-Megafusion Die Fusion der Deutschen Telekom und der Telecom Italia ( TI
) zu einer der größten Telefongesellschaften der Welt hat offenbar ihre größte
Hürde genommen . Laut italienischen Medienberichten hat der TI-Verwaltungsrat
nach seinem prinzipiellen Ja nun am Mittwoch endgültig grünes Licht für den
Zusammenschluß gegeben . Das Gremium will demnächst eine Hauptversammlung
einberufen , auf der auch die Aktionäre des Unternehmens der größten Firmenehe
der europäischen Wirtschaftsgeschichte ihre Zustimmung geben sollen . Dies
meldete die Nachrichtenagentur Radiocor nach einer Sitzung des Verwaltungsrates
in Rom . Die wichtigsten deutschen Telekom-Konkurrenten haben unterdessen
kartellrechtliche Schritte gegen die aus ihrer Sicht wettbewerbsfeindliche
Fusion angekündigt . Entscheidend für das Votum des Verwaltungsrates war
offensichtlich ein Brief , den das Bundesfinanzministerium am Mittwoch vormittag
an das Schatzministerium in Rom sandte . Darin versichert der Bund als
Mehrheitsaktionär der Telekom , keinerlei Einfluß auf das operative Geschäft der
fusionierten Unternehmen zu nehmen . Eine formale Beschränkung ihrer Stimmrechte
stellte die Bundesregierung aber nicht in Aussicht . Mit Trick : Windows von CD
booten Bisher galt , Windows könne nur von einem beschreibbaren Medium gestartet
werden . Denn es hagelt Fehlermeldungen , wenn beim Start kein Schreibzugriff
auf die Registry besteht . Mit einem Trick kann man Windows dennoch von einer CD
aus starten , berichtet c't in seiner aktuellen Ausgabe . Von einer CD Windows
starten zu können , haben sich Administratoren , Power-User und Anwender schon
immer gewünscht . Nach einem kompletten Systemabsturz läßt sich häufig nicht
einmal mehr Windows starten . Eine bootfähige und vor Viren geschützte
Windows-Installation auf CD-ROM kann da Abhilfe schaffen . Anwender können zum
Beispiel nach einem Systemcrash auch ohne funktionsfähiges Windows lange
Dateinamen sichern oder Dateien aus einem Backup-Archiv extrahieren . Schulen
und Internet-Cafés mit zahlreichen spiel- und hackfreudigen Anwendern an ihren
Computern können sich mit Hilfe einer Boot-CD vor trojanischen Pferden schützen
. Um selbst eine bootfähige Windows-CD zu erstellen , benötigt man einen
CD-Brenner mit Software , mindestens 500 MByte auf der Festplatte und einige
Freeware-Programme aus dem Internet . Kritik an Scientology wieder im
Amazon-Sortiment Internet-Buchhändler Amazon.com hat sich unter dem Eindruck
massiver Proteste entschlossen , ein kritisches Buch über die Scientology-Sekte
wieder in den Vertrieb aufzunehmen . Das Buch " A Piece of Blue Sky " von Jon
Atack war im Februar aus dem Sortiment gestrichen worden , als Amazon erfuhr ,
daß der Verkauf in Großbritannien verboten ist . Ein britisches Gericht hatte
1995 geurteilt , das Buch enthalte Verleumdungen . Es ist aber kaum denkbar ,
daß in den USA , wo die Freiheit der Rede als ein besonders hohes Verfassungsgut
gilt , ein ähnliches Urteil zustande gekommen wäre . Nachdem Wired News über die
Streichung aus dem Sortiment berichtet hatte , hagelte es Proteste in Newsgroups
, vor allem im Forum alt.religion.scientology . Amazon-Sprecher Bill Curry sagte
: " Auf Basis der Informationen , die wir im Februar hatten , erschien uns die
Entscheidung richtig , doch glücklicherweise haben uns die aktuellen
Informationen in den vergangenen Tagen veranlaßt , noch einmal genauer
hinzuschauen . " Amazon will jetzt ein Verfahren implementieren , das lediglich
den Versand des umstrittenen Werks nach Großbritannien ausschließt . Gericht
lehnt Ausverkaufsplan für L&H ab Ein Handelsgericht in Belgien hat dem
Sprachenspezialisten Lernout&Hauspie gestern die Absolution in Sachen Ausverkauf
versagt . L&H , die seit geraumer Zeit in schweren Finanznöten steckende
belgische Softwareschmiede , hatte einen Plan vorgelegt , wonach alle wichtigen
Unternehmensteile veräußert werden sollten , um die Hauptkreditgeber abzufinden
. Diese Absicht stieß aber bereits auf harsche Kritik und Ablehnung durch
wichtige Gläubiger . Richter Michel Handschoewerker stellte nun fest , den
vorgelegten Plänen mangele es an der notwendigen Transparenz gegenüber
Investoren . Bei den vagen Berechnungen und theoretischen Konstrukten sei vor
allem der Wunsch Vater des Gedanken gewesen . Das Gericht bemängelte zudem ,
dass die Kreditgeber keinerlei Garantien erhielten . Teile des ehemaligen
Management , darunter die beiden Firmengründer Jo Lernout und Pol Hauspie sowie
der vormalige Geschäftsführer Gaston Bastiaens , wurden verhaftet . Philippe
Bodson übernahm nach einem kurzen CEO-Intermezzo des früheren Dictaphone-Chefs
John Duerden die Rolle des Chief Executive Officer . Bodson zeichnet somit für
die vorgelegten Verkaufsszenarien verantwortlich . Gleichzeitig wurde die
Schutzfrist gegenüber den Gläubigern bis Ende September verlängert . Auch in den
USA genießt L&H Gläubigerschutz ; dort muss das Unternehmen spätestens im
September einen Restrukturierungsplan für die amerikanische L&H-Sparte vorlegen
. Diese besteht in erster Linie aus der ehemals eigenständigen
Spracherkennungsfirma Dragon Systems , die L&H im Mai 2000 übernommen hatte .
Etwa gleichzeitig hatte sich L&H auch den renommierten Diktiergerätehersteller
Diktaphone einverleibt . Hauptgeldgeber für diesen Deal waren seinerzeit fünf
Banken , darunter die Deutsche und die Dresdner Bank . Ab Herbst kommt c't
14täglich Mit der Ausgabe 11/97 stellt c't die Erscheinungsweise um . Künftig
erscheint Deutschlands meistabonniertes Computermagazin 14täglich an jedem
zweiten Montag . Der Heftumfang wird sich voraussichtlich auf durchschnittlich
320 Seiten verringern . Der Heftpreis wird von neun Mark auf fünf Mark gesenkt .
Der Heise-Verlag reagiert mit dieser Umstellung auf das anhaltend starke
Wachstum von c't . Die sechs Heftausgaben des ersten Halbjahres 1997 wiesen im
Durchschnitt 508 Seiten auf , und mit 614 Seiten Umfang war die c't-Ausgabe zur
CeBIT 1997 das dickste Magazin , das je in Europa gedruckt worden ist . Im
Anzeigenmarkt liegt c't weit vor allen anderen deutschen Computertiteln . Noch
größer ist der Abstand freilich beim Umfang des Redaktionsteils mit
durchschnittlich 265 Seiten im ersten Halbjahr 1997 . " Die schlankere c't wird
einen echten Mehrwert bieten - und der besteht nicht nur darin , daß sie
leichter in der Hand zu halten ist und besser in die Briefkästen unserer
Abonnenten paßt " , verspricht Verlagsleiter Steven P. Steinkraus . " Vor allem
wird unsere Leserschaft aktueller und besser über Ereignisse und Produkte in
dieser schnellebigen Branche informiert sein . " Mit der Umstellung soll auch
der Produktionsprozeß beschleunigt und damit die Aktualität noch gesteigert
werden . Das Redaktionsteam wurde von 30 auf 45 Köpfe vergrößert . Weitere
Informationen zur Umstellung finden Sie in der kommenden c't-Ausgabe 9/97 .
Apples iBook : Drahtlos ans Netz Mit einem US-Preis von 1599 Dollar soll das
Gerät ab September das vierte Standbein in Apples Produktpalette bilden . Es hat
einen raffinierten Verschlußmechanismus und einen ausklappbaren Tragegriff .
Neben dem auffallenden äußeren Design ragt eine weitere Besonderheit heraus :
Das iBook ist laut Apple das erste Notebook , das serienmäßig für die drahtlose
Vernetzung vorbereitet ist . Die Antennen sind bereits eingebaut ; zusätzlich
ist aber noch eine optionale Netzwerkkarte erforderlich . Mit Air Ports
ausgestattete iBooks können untereinander im Umkreis von bis zu 50 Metern mit
einer Transferrate von bis zu 11 MBit/s kommunizieren . Zusätzlich bietet Apple
zum Preis von 299 Dollar eine Basisstation mit Ethernet-Adapter und V.90-Modem
an , über die das drahtlose Netzwerk gemeinschaftlichen Zugang zu einem
kabelgebundenen LAN oder zum Internet findet . Apples " Air Port " , der
zusammen mit Lucent entwickelt worden ist , folgt dem für drahtlose LANs
eingeführten Standard IEE 802.11 ( DSSS compliant ) . Bisherige Produkte warten
nur mit Transferraten von 2 MBit/s auf , doch Apples Technik dürfte der
Spezifikation nach abwärtskompatibel sein , sodass sie auch in PC-Umgebungen
integrierbar sein wird . Auch sonst gibt sich der neue Zwerg aus Cupertino
kontaktfreudig : Serienmäßig sind neben einem USB-Port ein Ethernet-Anschluß (
100/10BASE-T ) und ein V.90-Modem eingebaut . Dagegen fehlen seitliche Einschübe
für PC-Cards und der übliche externe Monitoranschluß . Weitere
Ausstattungsdetails sind : 512 KByte L2-Cache mit 150 MHz Takt 66 MHz Systembus
32 MByte RAM , erweiterbar auf 160 MByte 24fach CD-ROM-Laufwerk ATI Rage
Mobility Grafikkarte mit 2x AGP und 4 MByte Grafikspeicher Lithium-Ionen-Akku (
45 Wh ) für bis zu sechs Stunden Betriebsdauer Zum Lieferumfang gehört außerdem
ein Softwarepaket , bestehend unter anderem aus Apple Works , Microsoft Outlook
Express , dem Palm Desktop Organizer , Web-Browsern von Microsoft und Netscape ,
The World Book Encyclopedia , FAXstf und zwei Spielen . Der hiesige
Verkaufspreis steht noch nicht fest , er wird laut Apple Deutschland " unter
3.800 DM ( inkl. MwSt ) erwartet " . Preiskrieg : Intel senkt um bis zu 41
Prozent Die neue Wettbewerbslage zeigt Wirkung , Intels künftige Kunden dürfen
sich bei AMD bedanken : Offenbar dank des Athlon-Effekts fallen die für Montag
avisierten Preissenkungen für Pentium-III-Prozessoren drastischer aus als
erwartet . Um bis zu 41 Prozent ( beim 500-MHz-Typ ) streicht Intel seine Preise
zusammen . Nur die bereits zum Kampfpreis angebotene 600-MHz-Variante soll
unverändert 669 Dollar kosten : Pentium III : MHz neuer alter Preis Preis 600
$669 $669 550 $487 $658 500 $251 $423 450 $183 $230 AMD Athlon : MHZ Preis 650
$815 600 $615 550 $449 500 $249 Informatiker fordern bessere Software-Forschung
Nach Ansicht von Informatikern läuft Deutschland Gefahr , im Bereich der
Software-Technologie international den Anschluss zu verlieren . Der Präsident
der Gesellschaft für Informatik ( GI ) , Heinrich C. Mayr , sagte am Mittwoch am
Rande der GI-Jahrestagung an der Technischen Universität ( TU ) Berlin , man sei
zwar auf einem guten Weg . Man müsse aber die Software-Entwicklung weiter
vorantreiben , um den Wettbewerbsnachteilen gegenüber den USA zu entgehen .
Stefan Jähnichen , Informatiker an der TU , forderte in diesem Zusammenhang
Anstrengungen in der Grundlagenforschung . Zudem müsse die Softwareentwicklung
effizienter gestaltet werden . Uwe Thomas , Staatssekretär am
Bundesforschungsministerium , sicherte zu , dass der Informationstechnologie in
den kommenden fünf Jahren oberste Priorität eingeräumt werde . Die verfügbaren
Mittel sollen in diesem Zeitraum um 40 Prozent ansteigen . Mayr begrüßte die
Initiative , kritisierte sie aber als nicht ausreichend . Bei einer
Schlüsseltechnologie wie der Software-Technik müsse Deutschland " in der
Champions League mitspielen " . Bei der Diskussion um die Patentierung von
Software sagte Andrea Grimm von IBM Deutschland , dies könne Entwicklern helfen
, ihre Investitionen zu schützen . Es gebe " keinen empirischen Beweise " dafür
, dass der technische Fortschritt dadurch behindert würde . Auch Mayr betonte
den möglichen finanziellen Nutzen einer Patentierung . Er mahnte allerdings eine
verbesserte Prüfpraxis an , um so genannte Trivial-Patente zu verhindern .
Unterdessen forderte der medienpolitische Sprecher der CSU-Landesgruppe im
Bundestag , Martin Mayer , anstelle eines generellen Patentschutzes für Software
ein " zweijähriges Moratorium " zu beschließen . Durch eine " übereilte
Ausdehnung der Patentierbarkeit " bestehe die Gefahr , dass die Monopolstellung
großer Softwarehäuser gestärkt und der Fortschritt in der Softwareentwicklung
gebremst wird , erklärte er in einer am Mittwoch verbreiteten Erklärung . Siehe
auch Software-Engineering braucht Patente bei Telepolis . Regulierungsbehörde :
UMTS-Regeln bestandskräftig Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und
Post hat mit Verwunderung auf die Ankündigung der Telefongesellschaft MobilCom
reagiert , die Rechtmäßigkeit der UMTS-Lizenzgebühr überprüfen zu lassen .
Lizenzbedingungen und Versteigerungsregeln seien schon seit März bestandskräftig
. Der Vorstandschef von Mobilcom , Gerhard Schmidt , habe die Lizenz auch
entgegengenommen und habe auch rechtzeitig die Gebühr bezahlt , betonte der
Präsident der Regulierungsbehörde , Klaus-Dieter Scheurle . Schmidt beanspruche
die Lizenz auch weiterhin . Da Schmidt nicht gegen die ursprüngliche
Entscheidung zur UMTS-Lizenzierung geklagt habe , sei für die
Regulierungsbehörde nicht erkennbar , welche Zielsetzung er damit verfolge . Im
Interesse der Aktionäre habe das Unternehmen fristgerecht Widerspruch gegen den
Gebührenbescheid der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post
eingereicht . Nach Angaben von Focus Online reichte MobilCom Klage beim Kölner
Verwaltungsgericht ein . Bald auch Gerichtsverfahren per Internet In Deutschland
sollen so bald wie möglich auch Klagen und Verfahren vor Gericht online geführt
werden können . Das hat Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin am
Donnerstag auf dem 9. Deutschen EDV-Gerichtstag in Saarbrücken angekündigt . Die
Ministerin betonte , entsprechende Gesetzentwürfe zur Rechtsabsicherung der
Online-Klage per gesicherter elektronischer Signatur und zur Modernisierung der
Justiz seien bereits auf den Weg gebracht . Die Ministerin erhofft sich vom
ergänzenden elektronischen Rechtsverkehr vor allem schnellere Verfahren . Noch
klafften allerdings Wunsch und Wirklichkeit in Gerichten und Justizverwaltung
weit auseinander : Bislang stehe nur an jedem dritten Arbeitsplatz ein PC und
von einer wirklichen Vernetzung der Behörden könne noch keine Rede sein . " Die
Kosten für die Modernisierung der Justiz sind groß und die Ausbildung braucht
Zeit , aber der Zug ist angefahren " , betonte die Ministerin . Beim
Finanzgericht Hamburg , so wurde auf dem EDV-Gerichtstag berichtet , läuft
bereits seit August 1999 ein Feldversuch zum papierlosen Rechtsverkehr :
Erstmals in Deutschland wird hier bereits der Austausch von Klage- und anderen
Schriftsätzen per Internet erprobt . Etwa 25 Steuerberater- und Anwaltbüros
beteiligen sich an dem Versuch . Sie können die Schriftsätze papierlos und
verschlüsselt beim Finanzgericht einreichen . Ziel des Versuches ist es , den
immer noch üblichen Aktentransport durch Wachtmeister mittels Aktenwagen in
Gerichten sowie die Zeit raubende und kostenträchtige Postversendung von
Schriftstücken entbehrlich zu machen . Außerdem soll ein schneller Zugriff auf
den Akteninhalt vom PC aus ohne Zeit raubende Aktensuche möglich sein . Auf dem
EDV-Gerichtstag in Saarbrücken beschäftigen sich bis Freitag rund 500 Juristen
und Spezialisten der Informationstechnologie aus ganz Europa mit Chancen und
Problemen beim elektronischen Rechtsverkehr und E-Commerce . VATM erwartet
Rückzahlung in Millionenhöhe für Lizenzen Eine schnelle Rückzahlung der
unrechtmäßig erhobenen Lizenzgebühren für Sprachtelefonie und Übertragungswege
hat der Telekommunikationsverband VATM gefordert . Alle betroffenen Firmen
müssten ihr Geld zurückerhalten , bevor die Bundesregierung eine neue
Gebührenverordnung auf den Weg bringe , erklärte der Geschäftsführer des
Verbandes der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdienste ( VATM ) ,
Jürgen Grützner , am Freitag in Köln . Das Bundesverwaltungsgericht in Berlin
hatte zuvor entschieden , dass der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und
Post eine Rechtsgrundlage für die Erhebung von Lizenzgebühren fehle . Nach
Angaben des VATM summieren sich die Lizenzgebühren auf einen hohen dreistelligen
Millionenbetrag . Die Bonner Regulierungsbehörde wollte keine Angaben über die
Summe machen , die sie an die Telekommunikationsfirmen zurückzahlen muss .
Betroffen seien rund 200 von insgesamt 1722 Lizenzen , meinte ein Sprecher der
Behörde . Anrecht auf eine Rückzahlung hätten zudem nur solche Unternehmen , die
geklagt hätten beziehungsweise mit welchen eine Vereinbarung über einen
Klageverzicht abgeschlossen worden sei . Gainward nimmt Voodoo-Karten in Zahlung
Aus alt mach neu : Der Grafikkartenhersteller Gainward bietet den Besitzern von
3dfx-Grafikkarten mit Voodoo-Chip einen Preisnachlass , wenn sie ihre alte
Grafikkarte einschicken . Sie können zwischen der " GeForce3 PowerPack VIVO
Golden Sample " für 799 DM und der " GeForce3 PowerPack TV/DVI " für 699 DM
wählen . Das Angebot bezieht sich auf alle 3dfx-Karten ab 1997 einschließlich
Voodoo Graphics , Voodoo Rush , Voodoo 2 , Voodoo Banshee und Voodoo 3 . Weitere
Informationen gibt es im Online-Shop des Herstellers . Da Nvidia in den nächsten
Tagen neue Varianten des GeForce3-Chips herausbringen wird und zudem Konkurrenz
durch den ATI Radeon 8500 bekommt , ist aber ohnehin ein Preisrückgang bei der
jetzigen Geforce3-Version zu erwarten . Schlussplädoyers im Microsoft-Prozess
Mit den Schlussplädoyers der Anwälte geht das Kartellverfahren gegen den
Softwaregiganten Microsoft heute in die entscheidende Phase . Beide Seiten haben
einen Tag Zeit , noch einmal ihre Argumente zusammenzufassen , bevor Richter
Thomas Penfield Jackson in etwa vier Wochen seine Tatsachenfeststellung
formuliert . Dabei dürfte es vor allem um den Hauptvorwurf des
US-Justizministeriums und von 19 Einzelstaaten gehen , dass Microsoft sein
Quasi-Monopol beim PC-Betriebssystem Windows dazu missbraucht hat , Wettbewerber
bei Internetsoftware aus dem Markt zu drängen . Beide Seiten haben dann
Gelegenheit , in Schriftsätzen Stellung zu nehmen . Jackson wird wahrscheinlich
Anfang nächsten Jahres sein Urteil fällen . In dem bald seit einem Jahr
dauernden Verfahren hat Microsoft jegliche Verletzung des Kartellrechts
bestritten . Die Software-Industrie sei durch eine derart dynamische Entwicklung
gekennzeichnet , dass der Aufbau dauerhafter Monopole gar nicht möglich sei ,
ist eines der Hauptargumente des Unternehmens von Bill Gates . Die Kläger der
Regierung haben dagegen mit zahlreichen Zeugen und internem Schriftverkehr
versucht zu beweisen , dass Microsoft ausgeklügelte Strategien zur Unterdrückung
von Konkurrenten verfolgt hat . Da in einem solchen Fall Microsoft Berufung
einlegen dürfte , würde sich das Verfahren noch Jahre hinziehen . Es ist aber
auch ein außergerichtlicher Vergleich denkbar , zu dem Richter Jackson die
Parteien schon mehrfach aufgefordert hat . Apple in Lieferschwierigkeiten Apple
Computer wird in diesem Monat weit weniger G4-Systeme verkaufen als geplant ,
weil Motorola nicht genügend G4-Prozessoren liefern kann . Damit wird das
Geschäftsergebnis des am 25. September endenden Quartals deutlich hinter den
Prognosen zurückbleiben . Mit dieser Ankündigung stoppte die Firma gestern Abend
nach US-Börsenschluß abrupt den Höhenflug ihrer Aktie , die mit 79,0625 Dollar
einen neuen Rekordkurs erreicht hatte . Im nachbörslichen Handel brach der Kurs
um mehr als 10 Dollar ein . " Apple hat seit der Vorstellung des G4 vor drei
Wochen 150.000 Bestellungen erhalten , und wir bedauern , nicht alle liefern zu
können " , sagte Steve Jobs . Es handele sich um ein temporäres Problem . Er
hoffe , dass der Lieferrückstand frühzeitig im nächsten Quartal aufgeholt werden
könne . Telekom will weiter Personal abbauen Der Stellenabbau bei der Deutschen
Telekom ist auch nach der geplanten Kürzung der Belegschaft auf 170.000 nicht
abgeschlossen . " Es wird keinen Stillstand geben , die Rationalisierung geht
weiter " , sagte Personalvorstand Heinz Klinkhammer am Dienstag bei der
Vorstellung des Sozialberichts in Bonn . Ende August beschäftigte der Bonner
Telefonriese noch 173.000 Menschen , davon rund 27.000 in Tochtergesellschaften
. Das Unternehmen zählt damit zu den größten Arbeitgebern in Deutschland . Vor
vier Jahren hatte die Telekom noch 230.000 Mitarbeiter . Auf die Verbesserung
der Produktivität in den vergangenen vier Jahren um 30 Prozent sei die Telekom
stolz . " Wir haben es geschafft , im Konsens mit den Gewerkschaften den
Stellenabbau ohne betriebsbedingte Kündigungen hinzukriegen " , unterstrich der
Personalchef der Telekom . Die Einsparungen bezeichnete er dabei als ein "
notwendiges Übel " . Der Stellenabbau werde künftig aber nicht mehr mit der
Geschwindigkeit der vergangenen Jahre fortgesetzt . Während in der
Muttergesellschaft Arbeitsplätze wegfielen , würden vor allem in den
Wachstumssparten Mobilfunk und T-Online neue Stellen geschaffen . " In den
Tochterfirmen entstehen Arbeitsplätze mit Zukunft " , sagte der Personalchef .
Allein bei T-Mobil ( D1 ) kommen nach seinen Angaben in diesem Jahr 2000 neue
Arbeitsplätze hinzu . Klinkhammer rechnet in den kommenden zwei Jahren im
Mobilfunk mit einem weiteren Belegschaftsaufbau von 2000 Stellen jährlich . In
der Berufsausbildung werde die Telekom im laufenden Jahr und im Jahr 2000 ihre
Ausbildungskapazitäten über 25 Prozent aufstocken , hieß es weiter . Zur
Jahresmitte beschäftigte der Konzern rund 7400 Auszubildende . PowerPC mit 533
MHz angekündigt Exponential Technology , ein junges High-Tech-Unternehmen im
kalifornischen San Jose , hat einen Prozessor mit einer Taktfrequenz mit 533 MHz
angekündigt . Der " X704 " soll Mitte 1997 in die Massenproduktion gehen . Er
basiert auf der PowerPC-Architektur , die Exponential von IBM und Motorola
lizensiert hat . Apple gehört zu den Finanziers des Unternehmens . Während alle
großen Mikroprozessorhersteller ihre Chips vorrangig in CMOS-Technologie
fertigen , setzt Exponential auf bipolare Logik . Mit dieser Technik läßt sich
eine deutlich höhere Schaltgeschwindigkeit erzielen ; sie wird jedoch bisher in
Mikroprozessoren nur wenig verwendet , weil sie als ungeeignet für sehr hoch
integrierte Schaltkreise gilt . Außerdem brauchen bipolare Bausteine mehr Strom
als CMOS-Chips . Exponential will es jedoch geschafft haben , einen
Fertigungsprozeß zu entwickeln , in dem komplexe bipolare Logik und
CMOS-Speicherzellen auf demselben Chip kombiniert werden können . Die
Stromaufnahme soll nicht höher sein als die zweier herkömmlicher Prozessoren mit
jeweils der halben Leistung des x704 . " Er wird der PowerPC-Plattform und der
Macintosh-Produktfamilie einen größeren Wettbewerbsvorteil bringen . "
Exponential Technology wird von Gordon Campbell und Rick Shriner geführt , zwei
gestandenen " Veteranen " der US-Halbleiterindustrie . Campbell war Chef von
Chips and Technologies , Shriner leitete Apples Team im
PowerPC-Entwicklungszentrum in Austin , Texas . IBM befürchtet Geschäftsflaute
wegen Jahr 2000 IBM hat im dritten Quartal und in den ersten neun Monaten 1999
den Gewinn kräftig gesteigert . Der Computerkonzern betonte jedoch am Mittwoch
nach Börsenschluss , dass er bereits zum Quartalende eine Verlangsamung aufgrund
des Jahr-2000-Computerproblems verspürt habe . Die Auswirkungen werde man auch
noch im vierten Quartal und Anfang nächsten Jahres merken . Die IBM-Aktien kamen
im nachbörslichen Handel unter massiven Druck . Der Umsatz stieg allerdings nur
noch um fünf Prozent auf 21,1 Milliarden . Im Hardware-Bereich gab es sogar
einen Rückgang um ein Prozent . Die Umsatzzahlen bei Servern und Großcomputern
fielen aufgrund des Jahr-2000-Computerproblems . " Es war ein ausgesprochen
gemischtes Quartal " , kommentierte Gerstner . Das Jahr-2000-Problem habe sich
vor allem gegen Ende des Quartals bei großen Servern und zu einem geringeren
Teil bei Dienstleistungen und Betriebssystemen ausgewirkt . Es gab auch Engpässe
bei Flachbildschirmen , Margendruck bei Diskettenlaufwerken und andere Probleme
. Dagegen haben sich Dienstleistungen , sonstige Software und Direktgeschäfte
mit anderen Firmen laut Gerstner sehr gut entwickelt . Computergroßhändler CHS
hat Liquiditätsprobleme Die deutsche Tochter des US-Computergroßhändler CHS
Electronics kämpft mit Liquiditätsproblemen . Die Banken hätten daraufhin einige
Kreditlinien des Unternehmens gekürzt , sagte der Geschäftsführer der CHS
Electronics Deutschland GmbH , Peter Bundgard , am Donnerstag . Die Probleme
könnten mit einer Finanzspritze des Mutterkonzerns und einer Einigung mit den
Banken aber bald gelöst werden . Bundgard bestätigte einen Bericht des " manager
magazins " , wonach dem Unternehmen von den Kreditversicherern der
Versicherungsschutz für Warenlieferungen gestrichen worden ist . " Einige dieser
Entscheidungen waren ein bisschen überzogen . " Das Unternehmen führe derzeit
Gespräche mit den Banken und den Kreditversicherern . Den Zulieferern habe CHS
zugesagt , den Eigentumsvorbehalt anzuerkennen und unbezahlte Ware nicht zu
verkaufen oder auszuliefern . Weniger als fünf Prozent der Zulieferer hätten
daraufhin unbezahlte Ware aus den Lagern von CHS zurückgeholt . FDP : " Mein
Kampf " muss unter Verschluss bleiben Das in Deutschland bestehende
Verkaufsverbot für das Buch " Mein Kampf " von Adolf Hitler darf nach Ansicht
der FDP-Fraktion des Bundestages auch weiterhin nicht durchlöchert werden . Für
Rechtsradikale und Neonazis habe das Hitler-Buch nach wie vor einen "
Devotionaliencharakter " , der noch stärker überhöht sei als etwa der der Bibel
für Christen , sagte der Parlamentarische Fraktionsgeschäftsführer Jörg van
Essen am Sonntag in einem dpa-Gespräch . Van Essen begrüßte die Entscheidung des
amerikanischen Internet-Buchhändlers amazon.com , " Mein Kampf " nicht mehr nach
Deutschland zu liefern . Für wissenschaftliche Zwecke müsse das Buch
selbstverständlich zugänglich sein , und das sei es auch . Dies gelte in
besonderer Weise für Deutschland , weil es hier eine sehr aktive rechtsextreme
Szene gebe , die besonders auf das Hitler-Buch zurückgreife , sagte der
Politiker , der lange Jahre in Nordrhein-Westfalen als Staatsanwalt für den
Bereich Rechtsextremismus zuständig war . Van Essen erinnerte auch daran , dass
immer wieder rechtsradikale Sonnenwendfeiern oder Veranstaltungen zum Geburtstag
von Hitler Polizei und Justiz beschäftigten . Ein großes Problem sei auch , dass
in großem Umfang rechtsradikales und neonazistisches Propagandamaterial aus den
USA nach Deutschland gelange . Das Geld soll zur Bekämpfung des tödlichen
Wundstarrkrampfs ( Tetanus ) bei werdenden Müttern und Babys verwendet werden .
Nach Medienberichten vom Sonntag hat es allein im vergangenen Jahr in
Entwicklungsländern mehr als 300.000 Todesfälle durch diese Krankheit gegeben .
Die Spende der Stiftung von Gates und seiner Frau Melinda solle für
Tetanus-Impfungen ausgegeben werden . Apple kauft Next - Steve Jobs kehrt zurück
Die Spekulationen um das nächste Macintosh-Betriebssystem sind beendet . Das
fortschrittliche NextStep soll mit Apples Software zu einem neuen Betriebssystem
kombiniert werden . Steve Jobs kehrt zurück zu der Firma , die er zusammen mit
Steve Wozniak vor fast genau 20 Jahren in der Garage seines Elternhauses in
Cupertino gründete und neun Jahre später nach einer verlorenen Machtprobe mit
John Sculley im Zorn verließ . Er übernimmt eine Position als Berater von
Apple-Chef Gil Amelio . Amelio begrüßte Jobs auf einer Freitagabend in Cupertino
überraschend einberufenen Pressekonferenz als " Apples talentiertesten Visionär
" und jemanden , der eine neue Generation von Kunden und Softwareentwicklern
inspirieren könne . Jobs sagte : Apple gewinnt durch die Übernahme neben der
Leitfigur Steve Jobs und der ausgezeichneten Entwicklermannschaft von Next zwei
fehlende Software-Bausteine : Moderne Betriebssystemtechnologie und Komponenten
für den unternehmensweiten Einsatz im Intra- und Internet . Nextstep ist ein
objektorientiertes Betriebssystem , basierend auf Unix und aufgebaut auf dem
ursprünglich an der Carnegie-Mellon-Universität entwickelten Mach-Kernel . Die
aktuelle Version 4.1 läuft auf Intel-Prozessoren , Motorolas 68xxx-Familie und
Sun SPARC . Das Betriebssystem hatte zunächst auf Next-Hardware ( " Cube " )
debütiert , deren Markterfolg jedoch ausblieb . Next wandelte sich zum
Softwarehersteller und firmiert seit Anfang 96 offiziell als Next Software . Das
auf den Mach-Ports basierende Objekt-Modell mit brillianten Werkzeugen für die
plattformübergreifende Software-Entwicklung ist mit OpenStep und Web-Objects
geradezu prädestiniert für verteilte Anwendungen in Intra- und Internet .
NextStep besitzt Schlüsseleigenschaften , die Entwickler und zunehmend auch
Apple-Kunden von einem künftigen Macintosh-Betriebssystem forderten : Es bietet
präemptives Multitasking , Multithreading , Speicherschutz für Applikationen und
eine moderne objektorientierte Architektur . Eine PowerPC-Version existierte
bisher aber noch nicht . Auch wird eine weitere wichtige Anforderung , die
Unterstützung von Multiprozessorbetrieb , von der derzeitigen NextStep-Version
nicht erfüllt . Allerdings soll Next bereits vor drei Jahren intensiv an einer
Multiprozessorversion für PowerPC gearbeitet haben . Zu den Besonderheiten zählt
die Nutzung von Display-PostScript für die Bildschirmausgabe . Als
Entwicklungssprache wird vornehmlich Objective C benutzt . NextStep ist außerdem
relativ gut portierbar . Wird die von Next Software gepflegte
Cross-Plattform-Strategie beibehalten , dann könnte sich Apple damit auch vom
Schicksal der PowerPC-Hardware unabhängig machen . Nachdem die Apple-Spitze die
bisherige Betriebssystemstrategie ( " Copland " ) verworfen und die Übernahme
externer Technologie nicht mehr ausgeschlossen hatte , galt das BeOS des
früheren Apple-Chefentwicklers Jean-Louis Gassée als Favorit unter den
potentiellen MacOS-Nachfolgern . Andere Quellen nannten auch Suns Solaris und
Windows NT als mögliche Basis für ein neues Apple-Betriebssystem . Amelio
versicherte jetzt aber , BeOS sei ohnehin nicht Apples erste Wahl gewesen . Die
Technologie von Next sei allen anderen , die man in Betracht gezogen habe ,
überlegen . Amelio kündigte Produkte auf Basis des neuen Betriebssystems " im
1997er-Zeitplan " an . Eine erste Version für Entwickler soll binnen sechs
Monaten herauskommen . Metrowerks , der Hersteller der populärsten
Macintosh-Entwicklungsumgebung , versprach für die Apple-Entwicklerkonferenz im
Mai einen Objective-C-Compiler . Außerdem werde man die vorhandenen Compiler an
den Interface Builder anpassen , das vielgerühmte Entwicklungswerkzeug von Next
. In einer mehrjährige Phase des Übergangs soll die Kompatibilität mit
vorhandene Macintosh-Applikationen gewährleistet werden . Gates-Stiftung : 30
Mio. Dollar für die Wohlfahrt Microsoft-Chef Bill Gates und seine Frau Melinda
treten weiterhin als Wohltäter in Erscheinung . Es ist die bisher zweitgrößte
Spende an die Wohlfahrtsorganisation , die im ganzen Land soziale Programme
unterstützt . Sie ist damit der größte Wohltätigkeitsfonds der USA . Im
September versprach der Milliardär außerdem , armen Studenten die Ausbildung zu
finanzieren . Microsoft gibt im Browser-Streit nach PC-Hersteller dürfen künftig
Windows-95-Systeme verkaufen , bei denen Microsofts Internet Explorer nicht mehr
als Standard-Browser eingerichtet ist . Statt dessen darf beispielsweise der
Browser des Konkurrenten Netscape installiert werden . Dieses Zugeständnis , das
die meisten Beobachter als einen Etappensieg des US-Justizministeriums im
laufenden Antitrust-Verfahren bewerten , machte Microsoft am Donnerstag . Damit
ist der Software-Gigant möglicherweise knapp der von vielen erwarteten
Verurteilung entgangen . Pentium-III-Seriennummer doch " weich " einschaltbar
Prozessorhersteller Intel war den Protesten von Datenschützern mit der
Darstellung entgegengetreten , es liege allein in der Hand des Anwenders , ob er
die Identifizierung zulasse oder nicht . Diese Darstellung hat sich als falsch
erwiesen . Ein Intel-Sprecher bestätigte auf Anfrage von c't , daß mit einem von
c't-Redakteur Andreas Stiller ausgetüftelten Verfahren die Seriennummer
tatsächlich per Software reaktiviert werden kann . Intels Lösung ist eine
nochmalige Korrektur der Verlautbarungen , wie der Datenschutz trotz
Seriennummer gewährleistet werden soll : Nun sind die PC-Hersteller aufgefordert
, die Abschaltung konfigurierbar in das BIOS zu integrieren . Lesen Sie den
Vorab-Auszug aus c't 5/99 . Die beiden Firmen kündigten außerden eine enge
Kooperation im Bereich Forschung und Entwicklung an . Dell will bei Samsung
Electronics im Rahmen dieses Vertrags Speicherkomponenten und Festplatten ,
LC-Displays , Monitore und optische Laufwerke einkaufen . " Samsung beliefert
uns seit langem mit führender Technologie für unsere Produkte " , sagte Fred
Seibl , Marketing Direktor bei Dell Computer in Langen . Bereits im Oktober 1999
hatte Dell mit Samsung die langfristige Belieferung mit LC-Displays für
Notebooks und Flachbildschirme vereinbart . Samsung-Präsident Y.W. Lee lobte den
Großkunden als einen " sehr attraktiven Partner " . Dell sei aufgrund seines
Direktmodells in der Lage , relevante neue Technologien sehr schnell auf den
Markt zu bringen . Packard Bell läßt in Dresden produzieren Dresden entwickelt
sich immer mehr zu einem Produktionszentrum für PCs der verschiedensten Marken .
Ab April beliefert das Dresdner Computerunternehmen Schäfer-IT-Logistics
Computer die beiden Branchen-Riesen Peacock und Packard Bell . " Wir entwickeln
Gehäuse und Design und montieren die Geräte " , bestätigte Geschäftsführer
Christian Michel . Pro Jahr sollen rund 150.000 Computer für Peacock produziert
werden . Das Auftragsvolumen der US-Firma Packard Bell , einem der weltweit
führenden Computerunternehmen , stehe noch nicht fest . Bereits seit Mitte
September 1998 fertigen die Dresdner Compaqs Presarios für den deutschen Markt .
Inzwischen läuft nach Angaben Michels auch die Endmontage der Compaq-Serie "
Prosignia " in dem Dresdner Betrieb , einem Nachfolgeunternehmen des ehemaligen
DDR-Elektronikkombinats Robotron . " Wir bauen außerdem für den Otto-Versand ,
für Comtech und zehn weitere Hersteller aus dem mittleren Bereich " , sagte
Michel . 300-MHz-Pentium II soll 1980 US-$ kosten Allerdings dämpft Intel die
Nachfrage für diese Version von vornherein mit einem Premium-Preis von 1980
US-Dollar , wie verschiedene Quellen in USA berichteten . Im Vordergrund stehen
die Typen mit 233 und 266 MHz Taktfrequenz . Auch die Einführung der 300er
Variante hat vor allem markttaktische Gründe : der Marktführer möchte sein neues
Produkt im öffentlichen Auftritt von dem chancenreichen Konkurrenzchip absetzen
, der erst im Herbst mit Taktfrequenzen von mehr als 233 MHz gefertigt werden
soll . Daß die Produktionsausbeute an 300-MHz-Chips einer größeren Nachfrage
genügen könnte , erwartet Intel aber offenbar selbst nicht . Raubkopien
angeblich von Microsoft bestellt Vor dem Aachener Landgericht hat am heutigen
Donnerstag der Prozeß gegen einen mutmaßlichen Raubkopierer aus Texas begonnen .
Zigtausende CDs wurden in Lagerhallen des Angeklagten gefunden und beschlagnahmt
. Das Gericht spricht von dem größten Fall von Markenpiraterie in Deutschland .
In seiner Fabrik in England soll Staud die Software kopiert haben . In der Nähe
von Aachen sollen die CDs dann mit Handbüchern , Registrierkarten und
Echtheitszertifikaten zu kompletten Paketen zusammengepackt worden sein . Die
Verteidigung zielt auf einen Freispruch ab . Staud habe einen Auftrag von
Microsoft erhalten , sagte uns sein Rechtsanwalt Dr. Ulrich Sommer . Im Faxkopf
sei eindeutig " Microsoft GmbH " zu lesen . Microsoft-Anwältin Dr. Katharina
Scheja bestreitet das . Einen Auftrag habe es nie gegeben . Den Faxkopf könne
sogar sie als Normaluserin fälschen , und der Rest des vermeintlichen Auftrags
sei eindeutig als Fälschung zu erkennen . Scheja sagte , sie bleibe bei ihrem
Ziel , die höchstmögliche Strafe zu erwirken - für die Anklage wegen Verstoßes
gegen das Markenrecht und Urkundenfälschung drohen Staud maximal 5 Jahre
Gefängnis . Angesetzt ist der Prozeß auf 16 Verhandlungstage , voraussichtlich
am 15. Juni soll das Urteil fallen . Speicherkarten für MP3-Musik Schon jetzt
können innerhalb eines Gerätes bis zu 30 Karten kombiniert werden . Die
typischen Anwendungen liegen im Bereich der PDAs , Handys , Digitalkameras ,
elektronischer Bücher und Musikabspielgeräte . 32 Megabyte entsprechen einer
guten halben Stunde MP3-Musik . ROMs lassen sich hardwareseitig schützen , um
den Markt für bespielte Medien zu beleben . Der Flash-Preis liegt zur Einführung
im Bereich der Compact-Flashs , so daß der Endkunde etwa 100 Mark pro MultiMedia
Card bezahlt . Drohbriefe an Software-Kunden Wer Software kauft , muß ein
potentieller Raubkopierer sein . Dies ist offenbar das Motto einer Aktion , der
sich rund 10000 Firmen in Deutschland derzeit ausgesetzt sehen . Sie begann Ende
April mit persönlichen Briefen an die Geschäftsführer : " Wollen Sie sich diese
Aussicht ersparen ? " fragt der Absender . Darunter das Foto einer
Gefängnismauer mit vergitterten Fenstern . Das Delikt der meisten Adressaten :
Sie haben Software gekauft und ordnungsgemäß registrieren lassen . Absender der
Drohbriefe ist die Business Software Alliance ( BSA ) , eine Vereinigung zur
Bekämpfung von Software-Piraterie . Hinter der Allianz mit den rüden Manieren
steckt Microsoft im Verein mit Adobe , Autodesk , Bentley , Intergraph , Novell
, SCO und Symantec . Sie hätten für diese Aktion Adressen ihrer Kunden
beigesteuert , gab Sabine Lobmeier , Microsoft-Beauftragte für
Software-Piraterie , auf Anfrage von c't ganz unverblümt zu . Das bestätigte
auch ein Sprecher von Novell . Symantec versicherte dagegen , keine Adressen
geliefert zu haben . Stellungnahmen der anderen BSA-Mitglieder waren noch nicht
zu erhalten . Die BSA rühmt sich in ihrem Brief , " einen großen rechtlichen
Erfolg errungen " zu haben : " Jetzt sind auch in Deutschland zivile
Durchsuchungen ohne Vorankündigung möglich . " Weiter heißt es : " Vor diesem
Hintergrund hat sich die BSA entschlossen , verstärkt Aktionen gegen Unternehmen
durchzuführen . " Die Betroffenen werden aufgefordert , die in ihren Betrieben
eingesetzte Software mit einem BSA-Programm zu inventarisieren . Per
Einschreiben flattert ihm in diesen Tagen ein inquisitorischer Fragebogen ins
Haus : " Wer entscheidet in Ihrem Unternehmen über den Kauf von Software ? " "
Wer ist der Verantwortliche für die Softwareverwaltung ? " " Wieviele PCs werden
in Ihrem Unternehmen eingesetzt ? " " Welche Softwareprogramme sind in welcher
Anzahl installiert ? " ... und so weiter . Beigefügt ist das
Inventarisierungsprogramm der BSA . Für die Rücksendung des Fragebogens wird ein
Termin gesetzt : Viele Betroffene sind empört . Firmen , die ihre Kunden so
belästigten , seien " als Geschäftspartner indiskutabel " . Die Konsequenz werde
sein , " daß wir soweit möglich die Produkte der BSA-Mitglieder meiden und auf
Konkurrenzfirmen ausweichen werden " . Ein Informatiklehrer , dessen Schule
ebenfalls einen Drohbrief erhalten hat , vermutete anscheinend eine
betrügerische Absicht und fragte verunsichert bei der Redaktion nach : Er wolle
nun beim zuständigen Schulamt juristischen Rat einholen . Im adressierten
Marktsegment seien die Schäden durch Software-Klau am größten , sagte Sabine
Lobmeier . Gegen die Aktion habe man keinerlei Bedenken . Wer keine Raubkopien
einsetze , habe ohnehin nichts zu befürchten . AOL kauft Chatsystem ICQ Kurz vor
der Übernahme durch den Online-Riesen AOL steht die kleine Softwarefirma
Mirabilis . Das Programm ermöglicht eine einfache Kontaktaufnahme mit Freunden
oder Gleichgesinnten , die gerade online sind . Zwar bietet AOL mit der " Buddy
List " einen ähnlichen Service an , plazierte ihn jedoch anfangs nur im eigenen
Online-Dienst und zu spät im Internet . Außerdem bietet ICQ mehr Funktionen ,
wie zum Beispiel einen Dateiaustausch zwischen den Usern oder eine Schnittstelle
für Spieler . In Spitzenzeiten melden sich bis zu 500.000 User gleichzeitig im
Chatsystem an . 100hot Sites listet die Homepage von Mirabilis auf Platz 4 der
meistbesuchten Websites , gleich hinter Yahoo , Netscape und Microsoft . Carsten
Fabich iMac meistverkaufter PC im US-Einzelhandel Die April-Statistik des
Marktforschungsinstituts PC Data weist Apples iMac als meistverkauften PC im
US-Einzelhandel aus . Mit dieser Darstellung widerspricht der Newsdienst
Macintosh News Network ( MacNN ) anderslautenden US-Presseberichten , wonach der
populäre iMac erstmals seit seinem Verkaufsbeginn im August 1998 seinen Platz
unter den Top 5 eingebüßt habe . MacNN beruft sich auf den privaten Analysten
Eric Yang , der die Website AppleInvestors betreibt und sich mit außergewöhnlich
genauer Marktbeobachtung einen Namen gemacht hat . Die von PC Data
veröffentlichten Ergebnisse haben zu der Fehlinterpretation geführt , weil darin
erstmals neun iMac-Modelle einzeln aufgeführt sind . Bei dem auf Platz sieben
zurückgefallenen Modell handelt es sich um den im April ausverkauften iMac mit
233 MHz ( Revisionen A und B ) . Der Nachfolger mit 266 MHz und die aktuelle
Modellreihe mit 333 MHz , die erst in der dritten Aprilwoche ausgeliefert wurde
, werden jeweils separat in jeder der vier erhältlichen Farben in der Statistik
geführt . Auch Apples drei G3-Modelle konnten sich auf Positionen von 16 bis 31
gut plazieren . Erst dadurch wird die Angabe von PC Data plausibel , wonach
Apple im April auf Rang drei im US-Einzelhandelsabsatz lag . Telekom-Fusion
geplatzt - Olivetti war schneller Die vor einem Monat angekündigte Fusion von
Deutscher Telekom und Telecom Italia ( TI ) zum zweitgrößten
Telekommunikationskonzern der Welt ist vorerst gescheitert . Der italienische
Elektronikkonzern Olivetti hatte sich bis Freitag abend im Wege einer
feindlichen Übernahme 51,02 Prozent der Stimmrechte an TI gesichert . Der Chef
der Deutschen Telekom , Ron Sommer , ließ in einem Interview der " Welt am
Sonntag " durchblicken , das er nach wie vor an einen Zusammenschluß mit dem
italienischen Partner glaubt . In Italien ist der Ausgang des Übernahmepokers
überwiegend mit Befriedigung aufgenommen worden . Auch die Regierung in Rom
hatte das Zusammengehen der weitgehend privatisierten TI mit dem noch
überwiegend im Bundesbesitz befindlichen deutschen Konzern skeptisch beurteilt .
Die Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre wertete den Ausgang des Kampfes um den
italienischen Konzern als Blamage für die Deutsche Telekom . Die
stellvertretende Vorsitzende Anneliese Hieke sagte am Samstag im Saarländischen
Rundfunk , das Unternehmen habe einen Image- , Glaubwürdigkeits- und
Vertrauensverlust hinnehmen müssen . Die Telekom hätte besser ihre Position auf
dem US-Markt ausbauen sollen , als auf eine Fusion mit TI zu spekulieren .
Streit um " denglischen " Computer-Jargon Zwischen deutschen Sprachschützern ist
es zum offenen Streit um die Einbeziehung englischer Computer-Ausdrücke in den
deutschen Sprachschatz gekommen . " Wir werden mit allen Mitteln zu verhindern
versuchen , daß sich das Institut für Deutsche Sprache mit seiner Initiative
durchsetzt , derlei Begriffe ins deutsche Wörterbuch aufzunehmen " , kündigte
der Vorsitzende des Vereins zur Wahrung der deutschen Sprache , Professor Walter
Krämer , in einem Gespräch mit der dpa an . Das Mannheimer Institut für Deutsche
Sprache ( IdS ) hatte in der vorigen Woche den Standpunkt vertreten , Begriffe
wie " upgrade " und " download " seien zunehmend akzeptiert . Ziel der Sprache
sei es , Verständigung zu erleichtern . Wenn sich englischsprachige Wörter als
allgemeinverständlich etabliert hätten , sei es unsinnig , krampfhaft nach einem
deutschen Begriff zu suchen . Niedersachse Krämer , dessen Verein vor allem der
deutsch-englischen Sprachvermischung ( " Denglisch " ) den Kampf angesagt hat ,
kann diese Argumentation nicht nachvollziehen . " Für einen großen Teil des
englischen Computer-Jargons gibt es perfekte und oft bessere deutsche Wörter " ,
versicherte der in Dortmund lehrende Universitätslehrer . AOL investiert in
Satellitendienst Hughes ist mit seinem DirecTV der führende
Satellitenfernsehanbieter in den USA . Das Unternehmen bietet auch
satellitengestützte Breitband-Internet-Dienste über sein DirecPC-System an . Sie
versprechen sich von der Allianz einen starken Kundenzuwachs und höhere
Einnahmen pro Kunde . Die Satellitenfernsehkunden von Hughes befinden sich vor
allem in weniger dicht besiedelten Gebieten der USA . Jeder elfte täglich im
Internet Die Deutschen rüsten daheim technisch auf und surfen zunehmend im
Internet . So nutzen inzwischen 56 Prozent der Befragten einen PC . Rund neun
Prozent der Bürger surfen täglich oder fast täglich im Internet . Das ergab die
Studie " Online-Offline 2 " der Verlage " Spiegel " und " manager magazin " ,
die am Dienstag in Hamburg vorgestellt wurde . Befragt worden waren dafür rund
10000 Deutsche im Alter zwischen 14 und 64 Jahren . Das Verschicken von EMails
ist den meisten dabei laut Marktforscher Hans-Jürgen Witt das Wichtigste - 60
Prozent der Befragten nannten diese Anwendung . Aber auch um berufliche oder
fachliche Informationen zu finden , klicken sich viele ( 49 Prozent ) ins
Internet ein . Ebenso häufig werden Produktinformationen gesucht . An vierter
Stelle folgt der elektronische Handel ( 47 Prozent ) . Jeder fünfte Deutsche (
21 Prozent ) zwischen 14 und 64 Jahren besitzt oder nutzt mittlerweile ein Handy
. Rund 43 Prozent haben sich aus Gründen der Bequemlichkeit inzwischen ein
schnurloses Telefon zugelegt . 29 Prozent besitzen einen Anrufbeantworter , elf
Prozent ein Faxgerät . Zwar beanspruchen noch neun von zehn Telefonkunden bei
privaten Festnetzgesprächen die Dienste der Deutschen Telekom . Aber fast ein
Drittel der Bevölkerung ( 30 Prozent ) hat schon einmal daran gedacht , den
Telefonanbieter zu wechseln . Damit hat bereits ein Viertel ( 26 Prozent ) der
Bundesbürger Erfahrung , hieß es . SoftRAM-Hersteller pleite Syncronys Softcorp
, der Hersteller des Placebo-Produktes SoftRAM , hat nach einem Bericht des
Onlinedienstes News.com den Konkurs angemeldet . Die Firma war 1995 zu
unrühmlicher Bekanntheit gelangt , als sie just zur Markteinführung von Windows
95 die Speicherverdopplung mittels Software versprach . Ihr Produkt " SoftRAM 95
" , das wochenlang auf Platz 1 der amerikanischen Bestsellerliste stand , erwies
sich jedoch im c't-Test als nutzlos . Als der deutsche Distributor Softline GmbH
wegen des c't-Testberichts klagte , disassemblierten c't-Mitarbeiter das
Programm und wiesen dadurch definitiv nach , daß es Routinen zur Täuschung des
Anwenders enthielt , nicht jedoch für die behauptete Datenkompression .
Syncronys mußte das Produkt zurückziehen und sah sich anschließend diversen
Verbraucherklagen und einer Untersuchung durch die amerikanischen
Handelsaufsichtsbehörde FTC ausgesetzt , die mit Vergleichen endeten . Die
daraus resultierenden Verpflichtungen zur Kaufpreiserstattung überforderten
offenbar die finanziellen Reserven der Firma , die zuletzt ein Programm namens "
UpgradeAID 98 " auf den Markt geworfen hat . Es soll Anwendern , die mit Windows
98 unzufrieden sind , die Rückkehr zu Windows 95 ermöglichen . Da Windows 98
serienmäßig eine Deinstallationsroutine mitbringt , wäre dieses Produkt offenbar
ähnlich nützlich gewesen wie seinerzeit SoftRAM . IBM portiert ViaVoice auf
MacOS Die während der Eröffnungsrede gezeigte Vorversion setzte fließend
gesprochene Sätze fehlerfrei in Text um . Der englischsprachigen Fassung sollen
Anfang 2000 weitere folgen ; die deutsche komme wohl erst Mitte nächsten Jahres
, sagte W. S. Osborne , General Manager Speech Systems bei IBM , zu c't . Der
Verkaufspreis soll dem der Windows-Version entsprechen , die verwendeten
Algorithmen seien gleich . Trotzdem arbeite die Macintosh-Fassung zuverlässiger
als jene unter Windows , da der Mac eine bessere Sound-Hardware besitze als die
meisten PCs , so Osborne . Macintosh-Anwender warten auf eine neue
Spracherkennungssoftware , seit Apple PlainTalk eingestellt hat . Doch das
Geschäft wird IBM nicht allein machen : Im Mai hatte bereits Konkurrent Dragon
Systems angekündigt , seinen Voice Navigator auf den Macintosh zu portieren .
Kernel-Bug in MacOS X Server behoben Den schwerwiegenden Fehler im
Betriebssystem MacOS X Server hat Apple nach neun Wochen offenbar endlich
behoben . Der Fehler war im c't-Labor im Rahmen eines Web-Server-Vergleichstests
entdeckt worden . Startete man viele CGI-Prozesse gleichzeitig , stürzte das
Unix-basierende System ab . Der Bug machte MacOS X Server verwundbar für
Angriffe , weil der Absturz mit einem simplen Skript herbeigeführt werden konnte
. AOL verbucht Rekordgewinn Nach hohen Verlusten in den Vorjahren schreibt AOL
jetzt wieder schwarze Zahlen . AOL verdankt das Rekordergebnis einem hohen
Kundenzuwachs und stark gestiegenen Werbeeinnahmen . " Es war ein enormes
Wachstumsjahr " , kommentierte AOL-Chef Steve Case die Bilanzpräsentation . Dem
fetten Jahr gingen allerdings zwei magere Geschäftsjahre voraus . Das Ergebnis
wurde erst nach Intervention der SEC ( Securities and Exchange Commission )
bekannt . Die Aufsichtsbehörde hatte AOL gezwungen , Marketing-Kosten sofort zu
melden und nicht wie bis dato üblich auf mehrere folgende Quartale zu verteilen
. Auch im Schlußquartal des abgelaufenen Geschäftsjahres legte AOL kräftig zu .
Der ursprünglich ausgewiesene Gewinn wurde allerdings im Zusammenhang mit dem
Milliardeneinkauf von Netscape nachträglich korrigiert . CD-Brennsoftware Toast
wird vielseitig In der neuen Version 4.0 wandelt sich Adaptecs Brennprogramm
Toast zum multimedialen Vielkönner . Viel wichtiger ist ihnen aber , daß Toast
4.0 erstmals auch IDE- und USB-Brenner unterstützt , denn G3-Macs und iMacs
werden von Haus aus ohne SCSI-Schnittstelle ausgeliefert . Die letzte Fassung
3.8 kam lediglich mit zwei USB-Brennern zurecht und wurde daher nur im Bundle
verkauft - Adaptec verlor viele Kunden an den Konkurrenten Discribe , dessen
CharisMac schon von Anfang an IDE-Brenner fütterte . Erste
Permedia-3-Grafikkarte für den Mac Der deutsche Zubehörhersteller Formac will
den internationalen Macintosh-Markt erobern . Die " ProFormance 3 " soll mit 16
MByte SGRAM 599 DM kosten und bei 2D- und 3D-Anwendungen bis zu doppelt so
schnell arbeiten wie die im G3-Mac eingebaute Rage128-Karte von ATI . Auch bei
2D-Anwendungen wie dem Zoomen von großen Photoshop-Bildern oder dem Abspielen
von QuickTime-Movies macht die Formac-Karte ein gutes Bild . Man kann sie
wahlweise im 66-MHz-Grafikslot des G3-Mac oder im Standard-PCI-Slot als
Zweitgrafikkarte betreiben . Über ein optionales Upgrade-Modul steuert sie auch
digitale LCDs wie etwa das 1600SW von SGI an , das übrigens Radius auf der Messe
im blau-weißen Mac-Design präsentiert . Derzeit unterstützt die ProFormance 3
allerdings nur QuickDraw-3D-RAVE-Anwendungen und -Spiele . OpenGL-Treiber will
Formac im dritten Quartal dieses Jahres nachreichen . Update : Apple nimmt alte
Powerbooks in Zahlung Wie schon bei den Desktop-Modellen 8500 und 9500 ( siehe
http://www.heise.de/newsticker/data/se-01.08.97-000/ ) tauscht Apple nun auch
die Powerbooks der verunglückten Serie 5300 gegen neue Geräte der Serie 3400 um
. Neu ist , daß nicht nur funktionierende Geräte umgetauscht werden , sondern
auch defekte 5300er . Apples neuester Portable-Rechner , der Emate 300 auf Basis
des Newton-OS , wird vorerst nicht in Deutschland angeboten . Das für den
Bildungsmarkt entwickelte Gerät wird derzeit im britischen Markt in der
US-Version getestet , ein Nachfolgemodell könnte dann auch in einer deutschen
Variante erhältlich sein . Elsa will Hercules kaufen Die Aachener Elsa AG hat
ihre Absicht bekanntgegeben , den kalifornischen Grafikkarten-Pionier Hercules
zu 100 Prozent zu übernehmen . Mit dieser Akquisition wolle man weitere
Marktanteile gewinnen und neue Vertriebskanäle erschließen . Intel-Crash lässt
Technik-Aktien abstürzen Der Handel mit Intel-Aktien wurde ausgesetzt , bevor
der Chipgigant die Bombe platzen ließ : Intel schraubt seine Umsatzerwartungen
für das laufende Quartal drastisch zurück und macht dafür den starken US-Dollar
verantwortlich . Die Nachfrage in Europa habe wegen der ungünstigen Wechselkurse
nachgelassen . Die Umsatzwarnung des Prozessor-Marktführers , aus dessen
Geschäftsverlauf oftmals auf den Zustand der gesamten PC-Industrie geschlossen
wird , löste an den US-Börsen geradezu panische Abverkäufe von Technikpapieren
aus : Im nachbörslichen Handel stürzten bei außergewöhnlich hohem Volumen
Intel-Aktien um 20 Prozent ab , Microsoft gaben 6 Prozent nach , Dell mehr als
10 Prozent , AMD 19 Prozent . Jetzt ist nur noch von 8,5 bis 8,7 Milliarden die
Rede . Der Nettogewinn könnte damit nach Schätzungen der Analysten auf 37 Cents
pro Aktie statt der bisher erwarteten 41 Cents fallen . Intels Ankündigung hat
Diskussionen über generelle Absatzprobleme der weltweiten PC-Industrie ausgelöst
. Diesen von Analysten geäußerten Befürchtungen trat ein Intel-Sprecher jedoch
entgegen : " Wir sehen nur in Europa eine schwächere Nachfrage " , sagte er . "
In allen anderen Regionen sind die Umsätze im Plan " . Müller-Maguhn : "
Rechtsradikale Propaganda ist nützlich " Kontroverse Auffassungen über den
Umgang mit rechtsradikalen Inhalten im Internet sind in einem Streitgespräch
zwischen dem CDU-Internetsprecher Thomas Heilmann und dem Sprecher des Chaos
Computer Clubs ( CCC ) , Andy Müller-Maguhn , aufeinander geprallt . Heilmann
ist nicht für eine uneingeschränkte Meinungsfreiheit im Internet . In
Ermangelung besserer Alternativen sieht er mögliche Abhilfe in freiwillig zu
installierenden Filtersystemen wie dem der Internet Content Rating Association (
ICRA ) . Mit ihrer Gatekeeper-Kampagne wirbt die CDU für das Prinzip der
freiwilligen Selbstkontrolle der Inhalteanbieter . Dennoch wendet sich Heilmann
gegen Zwangsfilterung , wenngleich er sie bei Internetzugängen an Schulen
befürwortet . " Freiheit braucht Schutz ; das Internet muss vor Missbrauch
geschützt werden " , so der CDU-Internetsprecher in dem Gespräch .
Rechtsradikale wie linksradikale Propaganda gehöre verboten , wenn sie
verfassungsfeindlich sei . Das gelte ebenfalls für das Internet , wobei das
Problem bekannt sei , dass die deutsche Jurisdiktion nicht ins Ausland reiche .
Auch rechtsradikale Propaganda ist als Information nützlich . Man könne solche
Informationen nicht einfach ausblenden oder filtern . Gefragt sei eine
entsprechende Medienkompetenz . Diese solle gefördert werden , anstelle zur
Zensur zu greifen . Schwarze Listen und Filter hält Müller-Maguhn für sinnlos .
" Ich habe die Befürchtung , dass das Internet mehr und mehr als Produkt oder
Plattform für Werbetreibende betrachtet wird " , erklärte Müller-Maguhn . CDU
fordert steuerbegünstigten Computerkauf für Lehrer Das forderte am Freitag die
bildungspolitische Sprecherin der brandenburgischen CDU-Landtagsfraktion ,
Carola Hartfelder , in Potsdam . Eine Medienoffensive für das gesamte Schul- und
Bildungssystem müsse an dieser Stelle ansetzen . Indem sich Leher an Computern
auf ihren Unterricht vorbereiten , könnten neue Medien besser in den Schulalltag
integriert werden . Internet-Angebot parallel zum TV-Programm Der
Unterhaltungselektronik-Hersteller Loewe will in Zusammenarbeit mit dem ZDF dem
TV-Zuschauer zusätzliche Informationen per Internet zugänglich machen . Die neue
Loewe-Geräte wählen nach einem Knopfdruck auf der Fernbedienung eine neben der
laufenden Sendung übermittelte Internet-Adresse an . Auf Wunsch kann die
Webseite parallel zum laufenden Fernsehprogramm gelesen werden , das als
Bild-im-Bild zu sehen ist . Ende des Jahres sollen die ersten Geräte mit dieser
Funktion auf den Markt kommen . Das ZDF werde von diesem Zeitpunkt an die
Kennung ausstrahlen , die nötig ist , um die Zusatzinformationen der
Internetseite dem laufenden Programm zuzuordnen , teilte Loewe mit . Die
eingesetzte Technik sei grundsätzlich offen , so dass sie auch von anderen
Geräteherstellern und Programmanbietern genutzt werden könne . Das
Ausbildungsangebot für Spezialisten der Informationstechnologie und der
Medienbranche solle weiter ausgebaut werden , kündigte der Staatssekretär im
Arbeitsministerium , Josef Fischer , am Freitag bei der 2. Kölner
Medien-Jobbörse an . Die boomende Medienbranche gebe dem Land gute
Beschäftigungsimpulse , betonte Fischer . " Besonders kleine und mittlere
Unternehmen könnten von diesen Technologien profitieren . " Ziel sei die exakte
Ermittlung der Nachfrage in diesem Bereich und die " passgenaue Qualifizierung "
neuer Mitarbeiter . Ein anderer Schwerpunkt der Arbeitspolitik liege auf der
Qualifizierung von arbeitslosen und von Arbeitslosigkeit bedrohten Menschen in
den neuen Medienberufen . Bisher stärkste Expo-Woche : 888.785 Besucher Die
Weltausstellung hat in der vergangenen Woche so viele Besucher gehabt wie noch
nie . Insgesamt kamen 888785 zahlende Gäste , neun Prozent mehr als in der
Vorwoche . " Das war die erfolgreichste Woche , die die Expo je erlebt hat " ,
sagte Expo-Sprecher Andreas Lampersbach am Freitag in Hannover . " Ich halte 14
Millionen für sehr wahrscheinlich , ich denke aber auch , dass 15 Millionen
möglich sind . " " Ich glaube , dass es in den letzten Wochen der Expo einen
Last-Minute-Effekt geben wird " , sagte Lampersbach . Sorgen mache der
Expo-Gesellschaft allerdings nach wie vor das ehemals so gut laufende
Abendticket . " Früher hatten wir abends 30000 Besucher , jetzt sind es unter
20000 " , sagte Lampersbach . Sechs Monate Haft für 16-jährigen Hacker Mit sechs
Monaten Jugendhaft muss ein 16 Jahre alter Hacker aus Miami ( Florida ) für
Einbrüche in Computersysteme des US-Verteidigungsministeriums und der
Weltraumbehörde NASA büßen . Wie US-Medien am Freitag berichteten , ist es das
erste Mal , dass ein Minderjähriger in den USA wegen Hacker-Attacken ins
Gefängnis gesteckt wird . Ein Vertreter der Bundeskriminalpolizei FBI sagte ,
die Strafe sei eine Lehre : " Wer in Computer der Regierung eindringt , muss
dafür bezahlen . " Jonathan James - im Internet bekannt unter dem Pseudonym "
cOmrade " - hatte gestanden , 3300 E-Mails einer Pentagon-Abteilung mit "
sensiblem " Inhalt gelesen und Informationen aus 13 NASA-Rechnern gestohlen zu
haben . Dazu gehörten auch Daten über die Internationale Raumstation ISS , wie
das Justizministerium bestätigte . Zu seinen Opfern gehörte auch eine Abteilung
im Verteidigungsministerium , die mit der Abwehr nuklearer , biologischer und
chemischer Bedrohung befasst ist . Wie der Miami Herald berichtete , fanden sich
in den E-Mails aber keine " spannenden Informationen " . Den Bundesbehörden war
das anscheinend egal : Bereits im Januar hatten bewaffnete Beamte unter
strengster Geheimhaltung eine Razzia im Elternhaus durchgeführt und den Jungen
vorübergehend festgenommen . Der wöchentliche Report auf heise online über neue
Treiber und BIOS-Versionen : Neue BIOSse von AOpen und Asus , Grafiktreiber von
Elsa , Matrox und Nvidia . AOpen : Asus : Elsa : Matrox : Nvidia : AMD stellt K6
für Notebooks vor Den Herstellern von PC-Notebooks blieb bisher kaum eine Wahl :
den Prozessor mußten sie von Intel kaufen , denn keiner der Konkurrenten im
x86-Markt konnte eine ernstzunehmende Alternative zu den mobilen CPUs des
Marktführers bieten . Das soll sich jetzt ändern . AMD stellte heute zwei
Low-Power-Varianten des K6-Prozessors mit 266 und 300 MHz vor , die mit 159
beziehungsweise 229 Dollar ( im 1000er-Los ) deutlich billiger sind als Intels
entsprechende Produkte . Der 300-MHz-Typ kommt nach AMDs Angaben mit 6,6 Watt
aus und liegt damit im Energieverbrauch günstiger als der mobile Pentium-II-300
, den Intel seit zwei Wochen auf dem Markt hat . Bis 2001 alle Schulen ins
Internet Das ist Teil eines Aktionsprogramms " Innovation und Arbeitsplätze in
der Informationsgesellschaft " , das am heutigen Mittwoch im Bundeskabinett in
Berlin verabschiedet werden soll . Außerdem soll der Frauenanteil bei den
fachspezifischen Berufsausbildungen und den Informatik-Studiengängen auf 40
Prozent bis 2005 ausbaut werden . Der E-Commerce werde die Gesellschaft auch in
Deutschland fundamental ändern , sagte Mosdorf . Daher sei es wichtig , nicht
nur die Großindustrie auf den Wandel vorzubereiten , sondern auch den
Mittelstand , der bislang nur zu acht Prozent das Internet nutze . " Die
Bundesregierung legt erstmals ein Programm vor , das konkrete Zielmarken und
entsprechende Aktionen für den Weg Deutschlands in die Informationsgesellschaft
enthält " , betonte Mosdorf . Das Regierungsprogramm soll mit der Initiative "
D21 " verknüpft werden , die von der Privatwirtschaft ins Leben gerufen worden
war und deren Schirmherrschaft Bundeskanzler Gerhard Schröder ( SPD ) übernommen
hatte . Passbild genügt : Gesichtserkennung überlistet Gesichtserkennungssysteme
sind als Zugangsschutz für sicherheitskritische Bereiche offenbar noch nicht
brauchbar . Das ist das Ergebnis eines Tests auf dem c't-Prüfstand , dem sich
fünf Produkte zu Preisen zwischen 80 und 17280 Mark unterziehen mußten . Keines
der Systeme war in der Lage , berechtigte Benutzer fehlerfrei von Unberechtigten
zu unterscheiden . Die Fehlerkennungsrate variierte allerdings stark : sie lag
zwischen 0,4 und 50 Prozent . Manche Programme ließen sich besonders leicht
überlisten . Sie gewährte auch nicht zugangsberechtigten Personen Einlass , wenn
sie nett in die Kamera schauten . Manche Software ließ sich zudem mit einem Foto
austricksen , wobei oft schon ein Passbild genügte . Vor allem die besonders
günstigen Programme sind nach Einschätzung der c't-Redaktion allenfalls als
Spielerei brauchbar und bieten in sicherheitskritischen Umgebungen keine
Alternative zu Passwort- und Chipkarten-gestützten Systemen . Bundesweite Aktion
" Frauen ans Netz " Frauen können ab Ende September in 101 deutschen Städten an
kostenlosen Seminaren für den Einstieg ins Internet teilnehmen . Die Aktion "
Frauen ans Netz " ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für
Bildung und Forschung in Bonn , der Zeitschrift " Brigitte " , der Telekom und
der Bundesanstalt für Arbeit . Nach dem Erfolg der Projektphase in vier Städten
, an der bereits 1500 Frauen teilgenommen haben , werden nun mehr als 1200 Kurse
bundesweit angeboten , wie das Bildungsministerium mitteilte . Die Kurse richten
sich an Frauen , die mit dem Computer umgehen können , aber keine oder kaum
Internetkenntnisse haben . Dort gibt es auch Informationen über Ort und Zeit der
Angebote . Siehe auch Frauen müssen ans Netz in Telepolis . AOL darf nicht mehr
mit " Festpreis " werben Ein Hamburger Gericht hat per einstweiliger Verfügung
eine Kampagne gestoppt , in der AOL für seine jüngste Preissenkung mit dem
Slogan " Internet zum Festpreis " wirbt . Das Gericht gab damit einem Antrag der
Elmshorner Telekommunikationsfirma Talkline statt , die AOL " Irreführung der
Verbraucher " vorgeworfen hatte . Solange AOL zur festen Grundgebühr "
nutzungsabhängige Verbindungsgebühren " erhebe , sei die Werbung nicht statthaft
, so das Gericht in seiner Begründung . AOL habe zu keiner Zeit einen echten
Festpreis im Sinn gehabt , begründete der Leiter des Talkline-Geschäftsbreichs
Internet , Markus Wendel , den Gang zum Kadi . AOL betreibe mit Unwahrheiten
Werbung . Bei AOL zeigte man sich heute von dem Hamburger Entscheid überrascht .
digiMedia : Übersichtlicher Auftakt Nachdem durch den Ausstieg von Apple und
anderen " Key Playern " der deutschen MacWorld Expo in Düsseldorf die Grundlage
entzogen war , sollte nun die " digiMedia " als Fachmesse für Publishing ,
Marketing und Kommunikation deren Rolle übernehmen . War schon bei den
Ausstellern ein zurückhaltendes Interesse zu spüren ( 193 waren zum Auftakt
gemeldet , im Vergleich zur letztjährigen MacWorld Expo ein Minus von fast 30
Prozent ) , konnten auch die Besucherzahlen am ersten Messetag nicht so recht
zufriedenstellen . So sieht man die Messe auch eher als
Vorbereitungsveranstaltung zur drupa im Mai nächsten Jahres ; echte
Produktneuheiten waren selten . Auf dem sehr großzügigen Stand des
Arbeitskreises Digitalfotografie ( adf ) können alle Digitalkamera-Neuheiten an
verschiedenen Motiven ausprobiert werden , auch die Themen Belichtung und
Fotodruck kommen dort nicht zu kurz . Profi-Kameras und -Rückteile mit dem neuen
6-Megapixel-Chip von Philips runden die Präsentation nach oben ab . Auch das
beliebte " Digital Theatre " wurde in gewohnter Form beibehalten , wobei das
Themenspektrum recht durchwachsen ist - Highlights bilden wohl Demonstrationen
der im neuesten Star-Wars-Epos verwendeten 3D-Programme sowie Diskussionsrunden
zu Aus- und Weiterbildung in den digitalen Medien . Nur Kai Krause vermisst man
hier schmerzlich . Systems-Fazit : Alle zufrieden Der Besucherandrang auf der
Computermesse Systems war in diesem Jahr groß wie nie zuvor . Die Veranstalter
zählten an den fünf Messetagen in München 136000 Besucher , teilte
Messe-Geschäftsführer Joachim Enßlin am Freitag in München mit . Im vergangenen
Jahr waren es 125000 . Zufrieden waren auch die Branchenvertreter . Vodafone
will Mannesmann schlucken Der weltweit größte Mobilfunkanbieter
Vodafone/Airtouch erwägt eine feindliche Übernahme des zukünftigen
Branchenriesen Mannesmann . Das berichtete die Londoner " Times " am Freitag . "
Wir haben keinen Anlass , das zu kommentieren " , sagte Mannesmann-Sprecher
Manfred Söhnlein . Damit steigt der Konzern zum Mobilfunkgiganten in Europa auf
. Vodafone/Airtouch wird immer wieder als heißer Interessent von Mannesmann
gehandelt . Das Unternehmen sitzt bei den Düsseldorfern bereits im Boot und ist
mit 34 Prozent an Mannesmann Mobilfunk beteiligt . Vodafone-Chef Chris Gent ist
dem "Times"-Bericht zufolge verärgert darüber , dass sich Mannesmann trotz der
gemeinsamen Joint Ventures mit Vodafone für den Orange-Deal entschieden hat .
Die Zeitung berief sich in ihrem Bericht auf " Quellen aus direkter Nähe zu
Vodafone " und zitierte eine der Quellen mit den Worten : Ein namentlich nicht
genannter Analyst sagte , er erwarte , dass Vodafone " ein so freundliches
feindliches Übernahmeangebot wie möglich " mache . Damit könne das
Mannesmann-Management noch " einigermaßen in Würde abgehen " . Telekom will
angeblich Cable & Wireless kaufen Die Deutsche Telekom erwägt nach Informationen
der Londoner Wirtschaftszeitung " Sunday Business " ein freundliches
Übernahmeangebot für das britische Telekommunikationsunternehmen Cable &
Wireless ( C&W ) . Es könnten allerdings Gegenangebote anderer Telekom-Gruppen
wie France Telecom , Bell Atlantic oder SBC folgen , berichtete die Zeitung .
Die " Giftpille HKT " habe potenzielle Bieter bisher abgeschreckt . C&W könnte
der Deutschen Telekom ein Standbein in den USA verschaffen , wo sich das
britische Unternehmen ins Internet-Geschäft eingekauft hat . C&W ist nach
eigenen Angaben der weltweit größte Anbieter von Kommunikationsdienstleistungen
im Internet . Bundesrechnungshof befürchtet Jahr-2000-Chaos Der
Bundesrechnungshof befürchtet zur Jahrtausendwende ein Computer-Chaos in der
Bundesverwaltung . Die meisten Behörden hätten viel zu spät begonnen , sich mit
dem Jahr-2000-Problem auseinander zu setzen , heißt es in einem vertraulichen
Bericht der Frankfurter Rechnungsprüfer an den Haushaltsausschuss des Bundestags
. Die Umstellung der Computer sei Anfang 1999 bei vielen Behörden noch in einem
so frühen Stadium gewesen , dass die Zeit für Tests nicht mehr ausreichen dürfte
. Der Bericht vom 20. Mai 1999 war bisher aus rechtlichen Gründen nicht
veröffentlicht worden . Er sei aber noch aktuell , sagte eine Sprecherin des
Bundesrechnungshofes am Montag der dpa . Die "Bild"-Zeitung hatte in ihrer
Montagsausgabe aus dem Papier zitiert . Wie die Zeitung berichtete , könnten
durch Computer-Pannen beim Bundeskriminalamt oder Bundeszentralregister "
kriminalitätsbezogene Datensätze " über Fingerabdrücke , Täter oder Schusswaffen
verloren gehen . Bei öffentlich-rechtlichen Banken sei mit Zinsverlusten in
Millionenhöhe zu rechnen , wenn eingehende Zahlungen auf Grund von
Computer-Abstürzen nicht verbucht würden . Außerdem könne es geschehen , dass
Kalkulationsprogramme in der Rentenversicherung vermeintlich überalterte Daten
automatisch löschen . In der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte "
könnten Fehler in den Konten der Versicherten zu unrichtigen oder mehrfachen
Rentenzahlungen führen , die sich bei der großen Anzahl von Versicherten zu
erheblichen Schadenssummen addieren könnten " . Der Verband Deutscher
Rentenversicherungsträger ( VDR ) widersprach der Darstellung und versicherte ,
es werde kein " Computerchaos 2000 " in der Rentenversicherung geben . Die
Rentenversicherung habe seit mehreren Jahren alle Vorbereitungen getroffen ,
damit auch nach dem Jahreswechsel 2000 alle Renten ordnungsgemäß und pünktlich
gezahlt werden . Erst kürzlich hätten umfangreiche Tests die
Jahrtausendumstellung simuliert . Fehler seien dabei nicht aufgetreten . Die
Lösung des Jahr-2000-Problems in der Bundesverwaltung kostet nach Schätzung des
Bundesrechnungshofes einen dreistelligen Millionenbetrag . Zu befürchten seien
nicht nur Ausfälle , sondern auch Regressforderungen und Rechtsstreitigkeiten .
Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums wies die Darstellung als falsch zurück
. Der Bericht des Bundesrechnungshofes sei völlig veraltet , die Untersuchungen
stammten aus dem Jahr 1998 . Mittlerweile sei die Umstellung in der
Bundesverwaltung " zu 100 Prozent abgeschlossen " , sagte Sprecher Lutz
Meyer-Bruns . Auch Rente und Arbeitslosenhilfe würden pünktlich ausbezahlt .
Comtech-Geschäftsführer geht fristlos Der Geschäftsführer des Waiblinger
Computerfilialisten comtech , Winfried End , verlässt das Unternehmen mit
sofortiger Wirkung . Zum Nachfolger wurde der bisherige Berater des Unternehmens
, Holger Thomä , berufen . Grund für den Wechsel an der Führungsspitze seien
unterschiedliche Auffassungen über die strategische Zielrichtung der comtech
nach dem Eigentümerwechsel gewesen , erklärte Unternehmenssprecher Stefan Schanz
am Montag auf Anfrage . Die Computerkette war Anfang September mit Wirkung zum
1. Januar diesen Jahres mehrheitlich von der Mobilcom AG übernommen worden .
Boeder vertreibt Nomaï-Zip-Disketten Der Rechtsstreit zwischen Iomega und der
französischen Nomaï ist noch nicht entschieden , doch die ohne Lizenz des
Zip-Erfinders hergestellten Zip-Disketten sind trotzdem im Handel : Der
Zubehör-Anbieter Boeder GmbH hat die umstrittenen Scheiben aus Frankreich in
sein Programm aufgenommen , obwohl er sie nach derzeitiger Beschlußlage auf der
Verpackung nicht als " kompatible " Zip-Disks bezeichnen darf . Deshalb wolle
man dem Endverbraucher die Entscheidung überlassen . Der spart beim Einkauf pro
Scheibe runde 5 Mark . Siehe auch
http://www.heise.de/newsticker/data/bo-28.11.97-000/ . Apples iMac bleibt
US-Bestseller Apples iMac war auch im Monat November der bestverkaufte PC auf
dem amerikanischen Einzelhandels- und Versandmarkt . Nach der regelmäßigen
Absatzstatistik von PC Data erzielte Apple allein mit diesem Modell einen
Marktanteil von 7,1 und einen Umsatzanteil von 8,2 Prozent . Dank des iMac habe
sich Apples US-Marktanteil seit August auf rund 10 Prozent verdoppelt . " Er war
obendrein der einzige PC , der es in allen vier Monaten unter die Top 5
geschafft hat . " Die Wettbewerber in der Spitzengruppe sind mit jeweils zwei
Produkten vertreten : Compaq liegt mit dem Presario 5150 auf dem zweiten und mit
dem Presario 5170 auf dem vierten Platz . Hewlett-Packard belegt die Plätze 3
und 5 mit den Pavilion-Modellen 6355 beziehungsweise 6370Z . Der
durchschnittliche PC-Preis in den USA ist laut PC Data erstmals unter die
1000-Dollar-Schwelle gesunken . Doch mit Ausnahme des Pavilion 6355 zählen die
bestverkauften PCs allesamt zu der Preiskategorie von 1000 bis 1500 Dollar .
Urteil gegen beschreibende Internet-Adressen Ein Urteil des Oberlandesgerichts (
OLG ) Hamburg sorgt für neue Aufregung um die Nutzung von Domainnamen ,
berichtet c't in seiner nächsten Ausgabe . So genannte sprechende Domainnamen
wie " Erdnuesse.de " gelten nach Meinung des OLG Hamburg als rechtswidriger
Wettbewerbsvorteil . Laut OLG Hamburg gilt für beschreibende Begriffe , also
Gattungs- , Waren- oder Dienstleistungsbezeichnungen , auch als Domainbezeichner
ein Freihaltebedürfnis . Das bedeutet , dass niemand im kommerziellen Wettbewerb
für sich das Recht beanspruchen darf , ein Wort , das seinen Geschäftsgegenstand
und den seiner Mitbewerber bezeichnet , exklusiv einzusetzen . Derartige
Internetadressen dürfen diesem Richterspruch zufolge nur noch mit zusätzlichen
Angaben verwendet werden . Beobachter rechnen schon mit einer Abmahnungs- und
Prozesslawine , die auf Domaininhaber zurollen kann , weil sich Mitbewerber der
unliebsamen und schnelleren Konkurrenz entledigen wollen . Schon jetzt ist es
möglich , sich auch bundesweit auf das Hamburger Urteil zu berufen . Die
wirtschaftlichen Konsequenzen liegen auf der Hand : Website-Betreiber haben
großen finanziellen Aufwand in die Promotion ihrer Internet-Adressen gesteckt ,
der nun möglicherweise verpufft . Die Begründung des Hamburger Urteils steht
jedoch formaljuristisch auf schwachen Füßen . Ein höchstrichterlicher Spruch
kann der durch das Urteil entstandenen Verwirrung schnell ein Ende setzen . Die
Chancen dafür , dass die Hamburger Auffassung in Karlsruhe revidiert wird ,
stehen nicht schlecht . Ein ausführlicher Bericht erscheint in der c't-Ausgabe
1/2000 . SuSE-Börsengang im Frühjahr erwartet Der deutsche Linux-Distributor
SuSE wird nach einem Bericht des Wall Street Journal im Frühling an die Börse
gehen . Die Aktien sollen voraussichtlich am Neuen Markt und an der NASDAQ
gehandelt werden , schreibt die US-Finanzzeitung unter Berufung auf einen
Insider . Es sei zu erwarten , prognostiziert das Wall Street Journal , dass die
Investoren die Börseneinführung von SuSE willkommen heißen würden . Die wenigen
bereits an der Börse gehandelten Linux-Unternehmen zählten 1999 zu den Stars im
Aktienhandel . Das Wall Street Journal vergleicht SuSE mit der US-Firma Red Hat
, die im August als erstes Linux-Unternehmen einen sehr erfolgreichen
Börsenstart geschafft hat . 20 Jahre Sinclair ZX80 Es war der erste Computer ,
der für weniger als 100 Pfund Sterling verkauft wurde . Seinerzeit machten der
mit dem ZiLOG-Z80-Prozessor bestückte ZX80 und bald darauf sein Nachfolger ZX81
viel von sich reden , vergleichbar etwa mit dem Erfolg des C64 von Commodore .
Das ZX-TEAM veranstaltet zum Jubiläum ein großes Treffen in der Rhön ( mehr dazu
auf der ZX81-Website ) . Alle Freunde der Sinclair-Rechner sind am Samstag , 18.
März , zum Jubiläumsfest eingeladen , wo sie nicht nur in Reminiszenzen
schwelgend die Originalrechner in Aktion erleben , sondern auch viele neue Hard-
und Softwareentwicklungen bestaunen können . Handheld mit eingebauter Kamera
Sharp erweitert die Windows-CE-Familie der DIN-A5-großen Handheld-PC Pro um den
HC-7000 mit eingebauter Kamera . Das Display zeigt 800 x 480 Bildpunkte an . Das
Display lässt sich jedoch auch ganz nach unten klappen , sodass die Tastatur auf
der Rückseite des Displays liegt . Das Gerät ähnelt dann eher einem quergelegten
Taschen-PC und die Bedienung erfolgt ausschließlich über das Touchscreen . Neben
den üblichen Office- und PIM-Anwendungen integriert Sharp auch einen MP3-Player
. Der HC-7000 wiegt unter ein Kilogramm , soll eine Akkulaufzeit von rund acht
Stunden haben und voraussichtlich im August auf den deutschen Markt kommen .
Über den Preis schweigt sich Sharp noch aus . Die Zahl der Internet-Anwender in
Deutschland hat sich im vergangenen Jahr fast verdoppelt . Allein in den
vergangenen sechs Monaten stieg die Zahl um rund 40 Prozent . In den USA liegt
dieser Anteil inzwischen bei rund 50 Prozent . Und während früher vor allem
Menschen mit höherer Bildung das Netz nutzten , surfen inzwischen immer mehr
Computerbesitzer mit durchschnittlichem Bildungsabschluß im Web . " Das Büro ist
das Einfallstor zum Internet " , sagte Roland Bronold von der
GfK-Medienforschung . Internet Explorer 5 kommt zur Cebit Seit gestern läuft auf
Microsofts IE-Webseite ein " Countdown " für Version 5 des Internet Explorer .
Am 18. März , dem ersten Tag der Cebit , soll das fertige Produkt zum Download
bereitstehen . Wer die Hannoveraner Messe also nur per Web verfolgen will ,
könnte im Download-Stau steckenbleiben . US-Amerikaner und Kanadier haben es
wieder einmal besser : Sie können den neuen Browser vorab für 6,95 Dollar auf CD
bestellen ; die soll aber erst in den nächsten acht bis zehn Wochen verschickt
werden . France Telecom steigt bei Mobilcom ein Mit der Übernahme von 28,5
Prozent der Mobilcom AG vollzieht France Telecom den lange angestrebten Einstieg
in den deutschen Telefonmarkt . Die beiden Unternehmen wollen sich gemeinsam um
eine Lizenz für die UMTS-Mobilfunktechnik in Deutschland bewerben . Hierzu
stelle France Telecom das technische Wissen und sichere die Gesamtfinanzierung ,
erklärte die Mobilcom AG . France Telecom zahle 201 Euro je Aktie . Siehe dazu
auch den Hintergrundbericht : Der lange Marsch von France Telecom FBI : Schäden
durch Computer-Kriminalität verdoppelt Die Angriffe auf Computersysteme haben im
vergangenen Jahr in den USA drastisch zugenommen , heißt es in einer Studie der
US-Bundeskriminalpolizei FBI und des amerikanischen Computer Security Institute
. Mehr als 90 Prozent von 643 befragten Unternehmen hätten eine
Sicherheitsverletzung in ihren Computersystemen festgestellt , so der Bericht .
Die tatsächliche Zahl liege vermutlich noch weitaus höher , da eine große Zahl
der Attacken unbemerkt bleibe . Außerdem gäben es manche Firmen ungern zu , dass
sie Opfer eines Cyber-Angriffs waren . Dazu gehörten der Diebstahl
patentrechtlich geschützter Informationen , Finanzbetrug , das Eindringen
Außenstehender in die Computersysteme , Netzwerk-Sabotage oder Attacken , die
eine Webseite lahm legen . Mindestens 74 Prozent der befragten Unternehmen
hätten solche Sicherheitsverletzungen erfahren . Siehe auch Mit dem ECommerce
boomt auch die E-Kriminalität in Telepolis . E-Commerce aus der Steckdose Der
Vorteil für die Kunden , verspricht Intershop-Mitgründer Stephan Schambach ,
liegt in einer kürzeren Entwicklungszeit von E-Business-Auftritten und
geringeren Investitionskosten und -risiken . Während der Software-Anbieter in
den vergangenen Jahren verstärkt die " Fortune-500-Konzerne " im Visier hatte ,
will Schambach nun auch kleinere und mittlere Unternehmen mit preisgünstigeren
Standardlösungen versorgen . Dazu setzt Intershop auf Partnerschaften mit
Application Service Providern ( ASPs ) wie der Hamburger Ision Internet AG , an
der die englische Telekommunikationsgesellschaft Energis plc Anfang des Jahres
75 Prozent übernommen hat . " Damit funktioniert E-Business ohne große
Investitionen in Hard- und Software " , glaubt Tsifidaris . Der Neuzugang aus
der Old Economy geht davon aus , dass immer mehr Firmen das Hosting ihrer
IT-Prozesse an ASPs auslagern . Dasselbe hatte Intershop allerdings bereits Ende
Oktober über die normale Enfinity2-Version behauptet . Zu den
branchenspezifischen Lösungen sollen Module für " Cross-Industry-Solutions "
treten , verkündete Schambach auf der CeBIT . Darunter versteht er Komponenten ,
die das Hosting , die Konfiguration und den Anschluss von Lieferanten an
bestehende Online-Marktplätze oder E-Commerce-Sites ermöglichen . Die
Technologie trete heute immer stärker in den Hintergrund , während Services und
Kundennutzen gefragt seien . Neben Pixelpark , Hewlett-Packard , UBIS und der
KPMG arbeitet Intershop dabei seit Neuestem auch mit Siemens Business Services
zusammen . Auf die allgemeine Lage des Unternehmens wollten die
Intershop-Manager auf der CeBIT nur kurz eingehen . Angesichts der schlechten
wirtschaftlichen Gesamtlage werde es das Unternehmen " noch viel Arbeit kosten "
, so Schambach , bis es wieder " ein größeres Wachstum " erlebe . Die Krise der
New Economy lasse sich auch mit neuen Produkten nicht wegdiskutieren . Der seit
Anfang März für das operative Geschäft zuständige Mitgründer Wilfried Beeck
hofft allerdings darauf , dass sich zumindest die neuen Lösungen innerhalb der
nächsten 12 bis 18 Monate bezahlt machen . Startups wollen " Internet ohne PC "
pushen Das " mobile Netz " ist das Thema Nummer Eins auf der CeBIT . Das sei in
Ländern wie Japan dank i-mode bereits anders , wo ein Großteil der Nutzer
E-Mails und Webdienste übers Handy abrufe . Die Japaner sind damit
zukunftsweisend , glaubt Samwer , demzufolge das Internet die Menschen bald "
wie Luft " umgeben wird . Zugangsgeräte könnten dabei neben Smart Phones auch
Gameboys , Krawatten , Webpads oder sogar Überraschungseier sein . Die meisten
seien noch gar nicht erfunden . Letztlich stehen dahinter allgemein bekannte
Grundsätze : der PC werde in den Hintergrund treten , das Handy werde
multifunktional , das Internet individuell und " aktiv " , verkünden die
Selbstvermarktung groß schreibenden Gründer . Zu ihren Thesen gehören außerdem
Weisheiten wie die Feststellung , dass man über die mobilen Netzgeräte auch
bezahlen kann und dass Privatwirtschaft und Staat gemeinsam für Sicherheit im
drahtlosen Internet sorgen müssen . Nicht ganz einig sind sich die beteiligten
Startups , welche Anwendungen im mobilen Netz am meisten genutzt werden .
Während space2go , ein Anbieter von mobilen Office-Lösungen wie Terminkalender
und Adressbüchern , die persönlichen Daten ins Internet wandern sieht , sieht
Samwer Entertainment-Dienste als den großen Wachstumsmarkt . Das Abrufen von
Witzen , Horoskopen und Klingeltönen mache heute bereits 30 Prozent des über
Internet-fähige Handys getätigten Umsatz aus . Jamba selbst testet mit 16
Jugendlichen aus der " M-Generation " einen " Friends-Locator " , über den sich
Gruppen von Freunden nach dem Motto " Wo kauft mein Freund heute ein " über
ihren Aufenthaltsort auf dem Laufenden halten können . Die ewige Suche nach der
" Killer-Applikation " fürs Netz der Zukunft hält Samwer allerdings für reinen "
Schwachsinn " , da sich vielfältige Nutzungen durchsetzen würden . Das Auto als
Ladestation für mobile Netzgeräte Die gerade auf der CeBIT von vielen
Herstellern versprochene drahtlose Netzzukunft hat noch einige Herausforderungen
zu meistern . Vor einem übertriebenem Hype warnte heute Heinz Gerhäuser , Leiter
des Darmstädter Fraunhofer-Instituts für Graphische Datenverarbeitung ( IGD ) in
Hannover . Ohrchips , die als Lautsprecher fungierten , oder Halsketten mit
Mikrofon gehörten dazu . Rechenfunktionalität werde immer stärker in die
Kleidung integriert . Um den dadurch enstehenden hohen Kommunikationsbedarf
decken zu können , " müssen die vernetzten Geräte mit sehr viel weniger Leistung
auskommen " , so Gerhäuser . Im Körperbereich seien allerdings Funkreichweiten
von wenigen Zentimetern ausreichend . Eine größere Herausforderung ist dem
Fraunhofer-Forscher zufolge die Versorgung all der drahtlosen Endgeräte mit
Energie . Während das Massachusetts Institute of Technology ( MIT ) seit
längerem mit Stromgeneratoren in der Schuhsole experimentert , sieht Gerhäuser
das Auto als " mobile Docking-Station " der Zukunft . Sobald eine Person ins
Auto einsteige , würde sie über den Sitz drahtlos mit Strom für all die
mitgeführten Gerätlein versorgt . Als weiteres Problem der vernetzten Zukunft
sieht Gerhäuser die Funktionsfähigkeit der ubiquitären Rechnerwelt . Wenn das
Internet immer weniger sichtbar werde , müsse es gleichzeitig stabiler und
sicherer sein . In die Endgeräte solle daher mehr Intelligenz wandern und die
Benutzerführung weiter vereinfacht werden , fordert der IGD-Wissenschaftler .
PC-Nutzung : Frauen holen auf Bei der Computernutzung holen Frauen auf . So ist
seit 1992 der Anteil der Frauen , die privat einen PC nutzen , von sieben auf 33
Prozent gestiegen , wie das Institut für Demoskopie Allensbach mitteilt . Bei
Männern stieg der Wert von 18 auf 46 Prozent . Ingesamt hat heute fast jeder
Zweite ( 48 Prozent ) im Alter von 14 bis 64 einen oder mehrere PC in seiner
Privatwohnung aufgestellt . Das Allensbacher Institut hatte im Zeitraum von
Januar bis März 1999 rund 2800 Bundesbürger im Alter zwischen 14 und 64 Jahren
befragt . Neun Prozent der Frauen nutzen mittlerweile auch Online-Dienste .
Männer sind in diesem Bereich mit einem Anteil von 21 Prozent allerdings weitaus
aktiver . Doch verrät dem Institut zufolge die Analyse nach Altersgruppen , daß
junge Frauen die einstige Männerdomäne zunehmend erobern . Während unter den 50-
bis 64jährigen Online-Nutzern der Frauenanteil bei lediglich 16 Prozent liegt ,
sind es in der Altersgruppe der 14- bis 29jährigen bereits 37 Prozent .
Allerdings verbinden Frauen mit dem Computer andere Erwartungen als Männer , so
das Institut . Männer interessierten sich für die Technik an sich , Frauen für
die Anwendung . So zählen sich 53 Prozent der Männer , aber nur 22 Prozent der
Frauen zu dem Typus , der bei technischen Geräten grundsätzlich den
Funktionsmechanismus genau verstehen will . Die Kenntnis von Begriffen wie
Homepage , Decoder oder ISDN-Anschluß sei bei Männern aufgrund der
unterschiedlichen Interessen deutlich höher . Neue Suchmaschine " reduziert
Datenmüll " Die Unternehmensberatung McKinsey & Company stellt im Internet ab
sofort ein kostenloses Recherchemittel zur Verfügung . Unter
http://www.qualitysearch.mckinsey.de erhalte man Zugriff auf die Volltextarchive
von 45 ausgewählten Zeitungen , Magazinen und Hochschulen . Der Vorteil der
neuen Suchmaschine sei , daß der " Datenmüll " üblicher Internet-Suchen deutlich
reduziert werde , teilte McKinsey & Company am Montag in Düsseldorf mit .
TeleTrust : Ab 2000 Internet-Shopping mit Geldkarte Die Besitzer von aufladbaren
Geldkarten können bald mit zusätzlichen Einsatzmöglichkeiten rechnen . Geeignet
sei die Karte vor allem zum Bezahlen im Internet , sagte Prof. Helmut Reimer ,
Geschäftsführer des Vereins zur Förderung der Vertrauenswürdigkeit von
Informations- und Kommunikationstechnik ( TeleTrust ) , in einem dpa-Gespräch .
" Mit neuen Funktionen kann die Geldkarte in der Bevölkerung an Akzeptanz
gewinnen . " Bislang werde die Geldkarte nicht im erwarteten Ausmaß genutzt .
Die Verwendung von Geldkarten zum Bezahlen im Internet wird nach Einschätzung
von Reimer bereits bereits im nächsten Jahr möglich sein . Entsprechende Anträge
lägen dem Zentralen Kreditausschuß ( ZKA ) bereits vor . Der Nutzer muß die
Karte dann in ein Karten-Terminal am Rechner einführen und kann alle Einkäufe im
Internet von der Karte abbuchen lassen . Das größte Problem an dieser Methode
sei die unklare Lage bei Reklamationen , sagte Reimer . Ohne diese Möglichkeit
sei es für den Nutzer sehr schwierig , das Geld zurückzubekommen . Die
Geldkarten können mit bis zu 400 DM aufgeladen und zum Bezahlen in Geschäften
genutzt werden . Auch im öffentlichen Nahverkehr oder an Parkuhren wird die
Karte in vielen Städten akzeptiert . Iomega verkauft Ditto-Abteilung Iomega gibt
das Geschäft mit Streamern für Heimanwender auf . Die will aus der Technologie
preiswerte Systeme für Netzwerk-Backups entwickeln . Alle Rechte an Ditto gehen
an Tecmar über . Iomega behält nur noch den Markennamen , der aber nicht mehr
für Band-Technologien eingesetzt wird . Arbeitsplätze und Fertigungsstätten von
Iomega sollen von dem Deal nicht betroffen sein . Mit Streamern ist nichts mehr
zu verdienen . Noch drei Monate will Iomega die schon gefertigten Dittos
verkaufen , danach werden auch die Lagerbestände an Tecmar verkauft . Die Bänder
werden von Iomega vollständig abverkauft , noch bestehende Garantien und den
Support will Iomega übernehmen . Reparaturen an den Laufwerken Ditto 2GB und der
Linie Ditto Max sollen nach Ablauf der Garantie von Tecmar abgewickelt werden .
Hannover Messe Industrie eröffnet Bundeskanzler Gerhard Schröder hat am Sonntag
zur Eröffnung der Hannover Messe 2001 erneut die Bedeutung der Green-Card betont
. Sie leiste einerseits einen Beitrag zur raschen Linderung des
Fachkräftemangels . Die Deutsche Messe AG rechnet an den sechs Tagen mit mehr
als 250000 Besuchern in Hannover . " Mit Sicherheit setzt die deutsche Politik
damit das falsche Zeichen für einen neuen Pioniergeist im Sinne der
Wissensgesellschaft . " Harting forderte mehr " Mut zum Wandel " hin zu einer "
wirklichen Wissensgesellschaft " . " Bildung ist nicht mehr allein Kulturgut ,
sie ist der Treibstoff des Einzelnen , ohne den es immer weniger Fortkommen gibt
" , sagte er . Zudem sei die gesamte Industrie jetzt gefordert , " altes Denken
über Bord zu werfen , um wirklich von innen heraus zukunftsfähig zu sein " .
Gerade mittelständische Firmen arbeiteten noch viel zu selten in " virtuellen
Unternehmen " gemeinsam daran , Probleme zu lösen oder neue Produkte zu
entwickeln . Die Unternehmen müssten sich daher mehr für Innovationen öffnen ,
sich schneller an die ständig verändernden Märkte anpassen und auf immer
unterschiedlichere Kundenanforderungen reagieren . Unter den " neuen eigenen
Gesetzmäßigkeiten " müssten Bezahlung und soziale Sicherheit entsprechend neu
gestaltet werden . Harting betonte , dass die IT-Revolution nicht außerhalb der
Industrie , " sondern mitten in ihr " stattfinde . Auch der DaimlerChrysler-Chef
Jürgen Schrempp maß der Bildungspolitik höchste Priorität zu und bezeichnete sie
als " Zentralschlüssel für die Zukunft unseres Landes " . Gleichzeitig forderte
er , die Steuer- und Abgabenbelastung der Bürger zu verringern , um den Menschen
mehr finanzielle Entscheidungsfreiheit zu geben . Außerdem müsse es eine tief
greifende Reform des Sozialsystems geben . Aktionäre verklagen Cisco Nach dem
massiven Einbruch des Aktienkurses und der Ankündigung von Massenentlassungen
sieht sich Cisco einer Aktionärsklage gegenüber . Der Netzwerkgigant soll
falsche und irreführende Informationen über seine wirtschaftliche Situation und
seine Produkte herausgegeben haben , heißt es in der von einem Anwaltsbüro in
San Diego verfassten Klageschrift . Die Kläger werfen Cisco außerdem vor ,
vorsätzlich fehlerhafte oder unvollständige Produkte an Kunden ausgeliefert zu
haben , um den Umsatz verbuchen zu können . Ein Sprecher der Firma sagte , die
Klage habe keinerlei Aussicht auf Erfolg , wollte aber auf Details der
Klageschrift nicht eingehen . Cisco-Chef John Chambers hat unterdessen seine
eigenen Bezüge für unbegrenzte Zeit auf den symbolischen Betrag von 1 Dollar pro
Jahr herabgesetzt . AT&T setzt auf Breitbandkabel Der Telefonkonzern gab die
Offerte am Donnerstag nach Börsenschluß bekannt . Kommt jetzt noch MediaOne
hinzu , dann würde AT&T noch vor dem Medienriesen Time Warner zur führenden
US-Kabelfernsehgesellschaft mit insgesamt 26,5 Millionen angeschlossenen
Haushalten . AT&T will die Kabelfernsehnetze benutzen , um unter Umgehung der
regionalen US-Telefongesellschaften auch Ortsgespräche anbieten zu können . AT&T
ist bisher nur im Ferngesprächsgeschäft aktiv . Die große amerikanische
Regional-Telefongesellschaft US West kritisierte das Kaufangebot in scharfer
Form . Es handele sich um den Versuch , das ehemalige Telefon-Monopol von AT&T
auf dem Rücken der amerikanischen Konsumenten wiederaufzubauen . Gateway : Uns
ging 's nie besser PC-Hersteller Gateway hat einen Quartalsabschluß hingelegt ,
der die Erwartungen übertrifft : Die Anzahl der verkauften PCs nahm um 42
Prozent zu . Das abgelaufene Quartal werde durch robuste Consumer-Verkäufe und
stabile Margen charakterisiert , heißt es in einer Mitteilung der Firma . Den
PC-Preisverfall hat Gateway zwar auch gespürt - der durchschnittliche
Verkaufspreis sank von 2003 auf 1938 Dollar . Aber anders als etwa Konkurrent
Compaq hat der Direktanbieter bisher nicht darunter gelitten . Im Gegenteil :
Gateway konnte seine Bruttomarge sogar von 19,5 auf 21,4 Prozent verbessern .
Jeder Zehnte im Internet In Deutschland surft bereits jeder Zehnte regelmäßig
durchs Internet . Die Veranstalter des größten Multimedia-Branchentreffs , des
am Montag in Stuttgart beginnenden 7. Deutschen Multimedia Kongresses ( DMMK ) ,
erwarten daher auch einen Boom des E-Commerce . Zu dem dreitägigen Kongreß
werden 1200 Teilnehmer in Stuttgart erwartet . Parallel stellen rund 400
Unternehmen auf der Fachmesse Multimedia Market 1999 Produkte aus den Bereichen
interaktives Fernsehen , Online-Banking und mobile Kommunikation vor .
Telekom-Fusion noch umstritten Der Zusammenschluß der Deutschen Telekom mit der
Telecom Italia zur zweitgrößten Telefongesellschaft der Welt steht noch auf
tönernen Füßen . Einen Tag nach dem gemeinsamen Auftritt der beiden
Vorstandschefs Ron Sommer und Franco Bernabe in London meldete die italienische
Regierung am Freitag erneut massive Vorbehalte gegen die Megafusion an .
Außerdem bemüht sich der italienische Olivetti-Konzern weiter um einen Kauf der
Telecom Italia . Bedenken gegen die Firmenehe äußerten auch die großen
Aktionärsvereinigungen der deutschen Privatanleger . Die Kritik aus Rom
entzündete sich einmal mehr an der Rolle des Bundes als Mehrheitsaktionär der
Telekom . Trotz gegenteiliger Beteuerungen aus Bonn befürchtet die italienische
Regierung weiterhin , daß die Deutschen ein zu großes Gewicht in der geplanten
Telefon-Allianz einnehmen könnten . " Es ist nicht akzeptabel und denkbar , daß
die Telecom Italia von einem staatlichen deutschen Unternehmen gekauft wird " ,
sagte der italienische Finanzminister Vincenzo Visco in Rom . Er forderte , vor
dem Abschluß der Verschmelzung die Privatisierung der Deutschen Telekom
sicherzustellen . Dagegen ließ die Bundesregierung erkennen , daß sie Rom in
dieser Frage nicht weiter entgegenkommen will . Ein Sprecher des
Finanzministeriums verwies noch einmal auf ein Schreiben vom vergangenen
Mittwoch . Darin hatte die Bundesregierung dem italienischen Schatzminister
zugesichert , daß sie sich nicht in die Führung des neuen Unternehmens
einmischen will . Außerdem hatte sie zugesagt , sich wie geplant vom nächstem
Jahr an schrittweise von ihren Telekom-Anteilen zu trennen . Das
Finanzministerium gehe deshalb davon aus , daß die Bedenken der italienischen
Regierung ausgeräumt sein müßten . Hintergrund dieser Haltung ist nach
Informationen aus Regierungskreisen eine interne Absprache mit der Telekom .
Damit die Kapitalmärkte nicht mit T-Aktien überschwemmt werden , soll der Bund
seine Anteile nicht vor dem Sommer 2000 an die Börsen bringen . Apple gliedert
Newton aus Apple hat angekündigt , seine Newton-Abteilung zum 30. Juni in ein
eigenständiges Unternehmen umzuformen . Die Leitung behält der bisherige
Vizepräsident und Chef der Newton Systems Group , Sandy Benett . Rund 170
Mitarbeiter nimmt er mit . Apple bleibt - jedenfalls vorläufig - alleiniger
Eigentümer . Wirtschaftsbeobachter gehen allerdings davon aus , daß die
Ausgliederung den Verkauf von Anteilen oder der gesamten Firma vorbereiten soll
. Während frühere Newton-Modelle sich nur schleppend verkauften , soll der
Absatz der aktuellen Produkte MessagePad 2000 und eMate 300 sehr gut angelaufen
sein : Die künftige Newton Technologies Inc. hat auch bereits einen Großabnehmer
, nämlich Apple : Den für den Schulmarkt entwickelten eMate 300 will das
Mutterhaus in diesem Bereich auch künftig selbst vermarkten . Nachgelegt : neue
Treiber und BIOS-Versionen Der wöchentliche Report auf heise online über neue
Treiber und BIOS-Versionen : Ein Chipsatz-Treiber von VIA und BIOS-Updates von
Asus , Chaintech , Elitegroup , FIC , Fujitsu-Siemens , Gigabyte , Shuttle ,
Soltek sowie Tyan . Asus ( AsusTek ) Auf der Treiber- und BIOS-Seite stehen
bereit : Auf der Update-Seite stehen bereit : ECS ( Elitegroup Computer Systems
) Auf der Download-Seite stehen bereit : FIC ( First International Computer )
Fujitsu/Siemens ( FuSi , FSC ) Gigabyte ( GBT ) Shuttle ( Spacewalker ) Auf der
Download-Seite stehen bereit : Soltek Auf der Download-Seite stehen bereit :
>Neue BIOS-Versionen und Treiber der Vorwochen Apples " iBook " auf der Kippe ?
Apples lang erwartetes Consumer-Notebook kommt möglicherweise nicht mehr
rechtzeitig zum Beginn der neuen US-Schulsaison auf den Markt . Verschiedene
US-Nachrichtenquellen berichten von Entwicklungsproblemen , die am vergangenen
Wochenende zu einer Krisensitzung in Cupertino geführt haben sollen . Alle
Berichte gehen offenbar auf angebliche Insider-Informationen zurück , die auf
der Website O'Grady's PowerPage lanciert worden sind . Danach soll sich " mehr
als ein Teilnehmer " der Sitzung sogar dafür ausgesprochen haben , das Projekt
gänzlich einzustellen . Angeblich gibt es Schwierigkeiten mit dem Chipsatz für
das sogenannte " iBook " . In diesen Zusammenhang wird nun auch die
überraschende Entlassung des PowerBook-Entwicklungsleiters Mark Foster gestellt
, als deren Anlaß bisher die vierzehntägige Lieferverspätung beim PowerBook galt
. Gegen die Richtigkeit der Gerüchte spricht die Information von Ende Mai über
einen Großauftrag zur Produktion des iBook an die taiwanesische AlphaTop . Es
ist kaum wahrscheinlich , daß ein solcher Auftrag ohne einen funktionierenden
Prototyp erteilt worden ist . Manche Beobachter vermuten daher in den jüngsten
Gerüchten eine gezielte Pressekampagne von Steve Jobs , um das Medieninteresse
für das iBook zu schüren . Compaq will angeblich AltaVista verkaufen
Computerhersteller Compaq will angeblich seinen Internetdienst AltaVista und
andere Internet-Aktivitäten verkaufen . Die CMGI Inc. , eine US-Internetfirma ,
befinde sich mit Compaq in Gesprächen über den Kauf , meldet das " Wall Street
Journal " . Der Compaq-Aktienkurs war am Dienstag aufgrund entsprechender
Spekulationen deutlich um 1,68 Dollar auf 23,81 Dollar gestiegen . Der
weltgrößte Computerhersteller hatte zuletzt Verluste gemeldet . Die CMGI-Aktien
waren um 8,06 Dollar auf 94,38 Dollar gefallen . AltaVista könnte CMGI eine
starke Basis für seine eigenen 40 Web-Sites geben , die unter anderem mit dem
Web-Marktführer Yahoo konkurrieren . AltaVista liegt unter den am stärksten
besuchten Web-Sites auf Platz zehn . Zu den anderen Internet-Vermögenswerten ,
die Compaq angeblich an CMGI abgeben will , sollen das Internet-Einkaufsangebot
Shopping.com und Zip2.com mit lokalen Informationen gehören . Die beiden Firmen
nahmen nicht Stellung . PC Expo : Aus iMac wird Ei-PC Der bislang unbekannte
PC-Hersteller FuturePower stellt auf der PC Expo einen All-in-one-PC aus ,
dessen äußeres Design komplett von Apples populärem iMac ( im Bild oben )
geklaut ist . Bei näherem Vergleich erweist sich das PC-Ei allerdings als etwas
rundlicher und kürzer . Der Rechner ist mit einem 400-MHz-Celeron , 64 MByte RAM
und einer 6,4-GByte-Platte ausgestattet und soll 799 US-Dollar kosten .
Microsofts Feinde feuern drauflos Gleich zum Auftakt bezeichnete der CEO von
RealNetworks , Robert Glaser , Microsoft als Bedrohung für die Freiheit und
Offenheit des Internet . Die Firma bremse die Innovation in der
Software-Industrie und hindere die Produkte von RealNetworks ( Streaming-Audio
und -Video ) daran , ordentlich zu funktionieren . Der Chef des
Datenbank-Herstellers Sybase , Mitchell Kertzman , nahm ebenfalls kein Blatt vor
den Mund : Microsofts Preispolitik sei " räuberisch " , und außerdem stehle der
Software-Riese geistiges Eigentum anderer Firmen . Microsoft stelle die
gefährlichste Bedrohung für die Softwareindustrie dar . Jeff Papows von Lotus
sagte , Microsofts Erfolge im Softwaremarkt seien auf die Hebelwirkung des
Betriebssystem-Monopols zurückzuführen und nicht auf Produktqualität . Der
Monopolist übe Druck auf PC-Hersteller aus , um den Wettbewerb auszuschalten .
Microsoft läßt sich in dem Hearing nur durch einen Beobachter vertreten . Die
Einladung von Senator Orrin Hatch , selbst Zeugen aufzubieten , hat man
ausgeschlagen . Am Rande der Veranstaltung wies ein Sprecher die Vorwürfe von
Glaser zurück : Sie seien irreführend ; RealNetworks lege es nur darauf an ,
einen neuen Lizenzvertrag mit Microsoft abzuschließen . Microsoft fragt
Journalisten aus : warum Linux ? Microsoft treibt Imageforschung bei der
deutschen Presse - nicht nur in eigener Sache , sondern vor allem auch zu Linux
. Die deutsche Dependance des Softwaregiganten hat das Allensbacher
Meinungsforschungsinstitut beauftragt , ein repäsentatives Meinungsbild
deutscher Journalisten zu erstellen . Der umfangreiche Fragebogen , der in
Telefoninterviews mit ausgewählten Probanden durchgearbeitet wird , enthält
einen langen Abschnitt mit sehr spezifischen Fragen zu dem
Open-Source-Betriebssystem . Damit will Microsoft in Erfahrung bringen , worin
die Befragten die Stärken und die Schwächen von Linux sehen . " Wodurch könnte
der Erfolg von Linux behindert werden ? " , lautet eine der Fragen , und
Microsoft schlägt selbst einige Argumente vor , deren Stichhaltigkeit die
Befragten jeweils benoten sollen , etwa " Mangel an Spielesoftware " . Der
Begriff Open Source kommt dabei allerdings nicht vor . PGP-Zertifizierung auf
der IFA c't bietet auch auf der Internationalen Funkausstellung 1999 in Berlin (
28. August bis 5 September ) wieder die kostenlose Möglichkeit zur Generierung
und Zertifizierung von PGP-Schlüsseln . Bisher wurden im Rahmen der
Kryptografie-Kampagne zur digitalen Signatur von E-Mails mehr als 6500
Zertifikate für PGP-Benutzerkennungen vergeben . Da zur Zertifizierung der
persönliche Kontakt erforderlich ist , nimmt c't entsprechende Anträge nur auf
Messen an , auf denen der Heise-Verlag vertreten ist . Auch auf der IFA können
sich Anwender auf dem Heise-Messestand ( Stand 25 in Halle 1.1b ) an einem
gläsernen Rechner kostenlos einen PGP-Schlüssel für sichere E-Mail-Kommunikation
generieren und zertifizieren lassen . Auf dieser Messe kann erstmals die neuere
Generation der PGP-Schlüssel erzeugt werden . Pretty Good Privacy ( PGP ) ist im
Internet seit Jahren ein anerkannt sicherer De-Facto-Standard für authentische
und vertrauliche E-Mail . Durch das c't-Zertifikat wird die Korrektheit der
Benutzerkennung bestätigt . c't startete die Kryptografie-Kampagne zur CeBIT
1997 und setzt sie seitdem auf Grund der großen Nachfrage fort . Die Redaktion
ruft dazu auf , E-Mails zu signieren und damit ein Zeichen gegen eine staatliche
Regulierung von Kryptografie und Privatsphäre zu setzen . Einzelheiten zur
Krypto-Kampagne und den Vordruck für die Anträge gibt es auf heise online . Die
nächsten Möglichkeiten zur Zertifizierung durch die c't Certification Authority
sind vom 22. 9. bis 25. 9 auf der DigiMedia , Düsseldorf , vom 5. 10. bis 7. 10.
auf der Exponet , Düsseldorf , und vom 18. 10. bis 22. 10 auf der Systems in
München . Internet verrät Schulschwänzer in San Francisco Schwänzen wird für die
Schüler der High School in Antioch in der Nähe von San Francisco schwieriger :
Die High School in Antioch ist die erste von elf Schulen in Kalifornien , die
die Software der Firma Edu-Link testen , berichtete der " San Francisco
Chronicle " am Montag . Das Programm informiert Eltern auch über die Benotung
von Klassenarbeiten oder über Verweise . Die im Internet übertragenen
Informationen werden jede halbe Stunde aktualisiert . Die Lehrer haben zudem die
Möglichkeit , Eltern Hausaufgabenlisten zu schicken und auf Tests hinzuweisen .
Bewaffnete Räuber erbeuteten 1450 Notebooks Drei bewaffnete Männer haben am
Samstag in Großbritannien einen Transport der Firma Compaq überfallen und 1450
Notebooks gestohlen . Wie The Register meldet , stoppten die Bewaffneten den
Scania-Lastzug auf der M6 bei Knutsford ( Cheshire ) , indem sie durch ein
Blinklicht hinter der Frontscheibe ihres PKW eine Polizeikontrolle vortäuschten
. Der 41jährige Fahrer , dessen Name mit Claus Weichert angegeben wird , wurde
für sechs Stunden im Kofferraum des Wagens gefangengehalten und schließlich bei
Warwickshire freigelassen . Der Lastzug wurde am Sonntag bei Oxfordshire leer
aufgefunden . Die britische Polizei bittet insbesondere um Hinweise aus der
IT-Branche . Ein Polizeisprecher wird mit den Worten zitiert : " Dies ist eine
sehr große Anzahl von Geräten zum Lagern , so etwas stiehlt man nur , wenn man
einen Markt dafür hat . " Focus : MobilCom-Schmid will abtreten MobilCom-Chef
Gerhard Schmid will sich laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins Focus aus
seinem Unternehmen zurückziehen und den Vorstandsvorsitz abgeben . Wie das
Magazin meldet , sucht der Manager derzeit intensiv nach einem Nachfolger .
Schmid fühle sich nach der Beteiligung der France Telecom an MobilCom im eigenen
Unternehmen nicht mehr wohl , das nun zu einem Bestandteil eines Großkonzerns
umgebaut werden müsse . Bereits zum Zeitpunkt des Einstiegs der Franzosen habe
sich Schmid demnach vertraglich zusichern lassen , seine 36 Prozent
MobilCom-Anteile gegebenenfalls an die Franzosen abgeben zu können . Schmid will
Focus zufolge einzelne Teile aus dem MobilCom-Verbund abspalten , um dort wieder
wie gewohnt frei schalten und walten zu können . Zudem wolle er sich künftig
verstärkt um die Bereiche Bankgeschäfte , UMTS und mobilen e-Commerce kümmern .
Internet-Muffel in Meckpomm Obwohl Mecklenburg-Vorpommern über eine moderne
Kommunikations-Infrastruktur verfügt , hinkt es bei der Nutzung des Internet
weit hinterher . " In Schleswig-Holstein , nicht gerade das Paradebeispiel für
ein Industrieland , surfen fast doppelt so viele Menschen wie im benachbarten
Mecklenburg-Vorpommern " , sagte der Vorsitzende des Landes-Multimedia-Beirates
, Alfons Rissberger , in einem dpa-Gespräch . Einer Infratest-Umfrage aus diesem
Jahr zufolge hätten nur 18,6 Prozent der Befragten in Mecklenburg-Vorpommern
angegeben , das Internet privat oder geschäftlich zu nutzen . In Brandenburg
seien es 22,8 , in Bayern 28,6 und in Schleswig-Holstein 33,4 Prozent gewesen .
Ein Schlüssel zur Zukunft liege in den Schulen . Die Gesellschaft werde sich
künftig nach Usern und Losern ( Internetnutzern und Verlierern ) unterteilen .
Rissberger forderte konzertierte Aktionen von Bundes- , Landespolitik und
Wirtschaft . Auch das von Landesbildungsminister Peter Kauffold geplante
Drei-Millionen-Mark-Programm sei ein Schritt in die richtige Richtung . " Aber
auch nur einer " . Handy-Boom in Deutschland hält an Der Handyboom in
Deutschland ist ungebrochen . Nach Angaben der Gesellschaft für Unterhaltungs-
und Kommunikationselektronik ( gfu ) bedeutet dies gegenüber dem
Vorjahreszeitraum einen Zuwachs von 187 Prozent . Zweistellig legte mit 18,4
Prozent im ersten Halbjahr 2000 im Vergleich zum Vorjahr auch der Absatz von
Heimcomputern zu : Positiv bewertete der Gfu-Aufsichtsratsvorsitzende Rainer
Hecker auch die Entwicklung im Bereich " Vision " : Allein bei den
Audioprodukten seien die Konsumenten im ersten Halbjahr zurückhaltend gewesen .
Hier rechnet Hecker allerdings mit einem guten Weihnachtsgeschäft . Hickhack um
Sozialplan für Lucent Nürnberg Die Gespräche über einen Interessenausgleich und
einen Sozialplan für die rund 700 Beschäftigten beim Telekom-Ausrüster Lucent
Technologies in Nürnberg sind ins Stocken geraten . Nachdem die Lucent-Führung
kaum Entgegenkommen signalisiert habe , müsse jetzt wenigstens die
Mindestabsicherung für die Mitarbeiter gesichert werden , sagte
Betriebsrats-Chef Reynaldo Zavala nach einem mehrtägigen Verhandlungsmarathon in
Nürnberg . Zuvor hatte der Betriebsrat ein nach Ansicht von Lucent " sehr gutes
" Angebot ausgeschlagen . Zur Begründung hieß es , beide Seiten bevorzugten
unterschiedliche Beschäftigungsgesellschaften . Zudem befürchtete der
Betriebsrat , einem Teil der Mitarbeiter werde trotz höheren Alters oder
geringerer Qualifikation gekündigt . IG Metall und Betriebsrat betonten deshalb
in einem Schreiben vom Samstag , dass " mit dieser Geschäftsführung eine
zukunftsweisende Vereinbarung zum Wohle der Mitarbeiter nicht möglich ist " .
Lucent-Sprecher Gerhard Dahlberg hielt dagegen , die Geschäftsführung wolle sich
nicht auf dieses " Niveau " begeben , um die Verhandlungen nicht zu belasten . "
Die Belegschaft ist uns wichtiger " , sagte er . Die Lucent-Führung hatte in den
vergangenen Tagen immer wieder bemängelt , dass der Betriebsrat sich mehr für
die Interessen Dritter interessiere als für die eigenen Kollegen .
Belegschaftsvertreter und IG Metall schlugen der Geschäftsführung vor , einen
gesetzlich abgesicherten Sozialplan abzuschließen . Dieser müsse jedoch
vergleichbar mit dem Sozialplan für die niederländischen Lucent-Mitarbeiter sein
, sagte Zavala . Der niederländische Vertrag sieht unter anderem wesentlich
höhere Abfindungen als in Deutschland vor . Die nächste Verhandlungsrunde findet
an diesem Montag statt . Bis dahin soll die Geschäftsleitung nach dem Willen des
Betriebsrates einen ersten Entwurf dazu vorlegen . Das Nürnberger Werk , in dem
Basisstationen für Mobilfunknetze gefertigt werden , war durch die Krise im
US-amerikanischen Mutterkonzern in Murray Hill in Bedrängnis geraten .
Bibliotheken planen gemeinsames Internetportal Die öffentlichen Bibliotheken in
Deutschland wollen in Zukunft stärker das Internet nutzen . So sollen die
Bibliotheken bundesweit miteinander vernetzt und ein gemeinsames Internetportal
erstellt werden , sagte Volker Pirsich vom Deutschen Bibliotheksverband ( DBV )
am Freitag in Magdeburg . Elektronische Kataloge könnten die Suche erleichtern
und die Akzeptanz der Bibliotheken erhöhen . Derzeit nutzten rund 40 Prozent der
städtischen Bevölkerung die Angebote der öffentlichen Bibliotheken . Um diese
Pläne zu verwirklichen , sei eine ausreichende Finanzierung durch die Kommunen
notwendig , sagte Pirsich . Trotz der relativ guten Situation in den großen
Städten gäbe es einige Sorgenkinder . Bundesweit gibt es etwa 2000 öffentliche
Bibliotheken . In Magdeburg hatten 50 Leiter öffentlicher Bibliotheken aus dem
gesamtem Bundesgebiet über die Zukunft der Einrichtungen beraten .
Xbox-Vorsprung schrumpft Microsofts Spielkonsole verliert offenbar den Titel "
Erste Konsole mit interaktivem Digital-Surround-Sound in Echtzeit " an Sonys
Playstation 2 . Dabei hatten die Redmonder ihrer Spielkonsole eigens den so
genannten Media Communications Processor spendiert , der passend zur
Dolby-Digital-5.1-Ton in Echtzeit erzeugen können soll , statt nur vorgefertigte
5.1-Stücke abzuspielen . Damit wollte man sich beim Sound einen echten Vorsprung
gegenüber Sony sichern , dessen Playstation 2 für diese Aufgabe nicht über die
notwendige Rechenleistung zu verfügen schien . Immerhin gab Dolby bislang nur an
, dass Code bereitstehe , um Dolby Digital über den optischen SPDIF-Port der PS2
für Zwischenszenen auszugeben - wie dies beispielsweise auch beim Spiel "
Bouncer " geschieht . Und auch Dolby-Konkurrent Digital Theater Sound ( DTS )
sprach auf der AES-Konferenz Ende Juni lediglich davon , dass es Spiele auch mit
DTS-Sound für die PS2 geben werde . Nun aber teilte Digital Theater Sound
überraschend mit , dass in den USA bereits Ende September für die Playstation 2
die Eishockey-Simulation " NHL Hockey 2002 " von Electronic Arts erscheinen
werde , die interaktiven Digital-Surround-Sound in Echtzeit bietet - nur eben im
( Dolby Digital zumindest ebenbürtigem ) DTS-Format . Nicht ersichtlich ist
bislang , dass Nintendos Next-Generation-Konsole GameCube Digital-Surround-Sound
unterstützt . Einen ersten Blick auf den gerade in Japan erschienen GameCube
wirft c't in der am Montag erscheinenden Ausgabe 20/01 . Microsoft nimmt
Digitalfotografie ins Visier Das etwa 160 US-Dollar teure Paket besteht
einerseits aus einer Software , die es ermöglicht , Digitalfotos auf eine
TV-gerechte Auflösung herunterzurechnen und in einem Fotoalbum zu arrangieren .
Andererseits liefert Microsoft eine kleine Box mit , über die sich die auf der
Disk gespeicherten Fotos auf dem heimischen Fernseher darstellen lassen .
Derzeit unterstützt das Gerät , das über einen Composite-Anschluss Verbindung
mit dem Fernseher aufnimmt und mit Fernbedienung geliefert wird , nur die
amerikanische Fernsehnorm NTSC . Die damit erstellten Fotoalben können auch am
PC betrachtet werden . Schlechte Scherze , Lügen und Legenden Nach den
Terroranschlägen in den USA brodelt die Gerüchteküche im Internet : Nostradamus
soll den Anschlag auf das World Trade Center vorhergesagt haben . CNN sendet
angeblich alte Bilder mit jubelnden Palästinensern . Und die Flugnummer der
ersten Maschine soll in einer Schriftart von Microsofts Word gar eine Kette
höchst verdächtiger Symbole ergeben , darunter ein Totenkopf . Wahr ist : In
E-Mails , auf privaten Homepages und in Newsgroups machen Verschwörungstheorien
weltweit die Runde . So ging kurz nach den Anschlägen per E-Mail das Gerücht um
, die von CNN gezeigten Bilder jubelnder Palästinenser stammten schon aus dem
Golfkrieg . Das ist von der Agentur , die die Bilder nach den Anschlägen in
Jerusalem drehte , längst dementiert worden . Auch kursierte die Geschichte ,
mit Spenden an eine angeblich " extrem talentierte " Hacker-Gruppe in Estland
könne man die Suche nach Osama Bin Laden unterstützen . Ein echter Dauerbrenner
nach Katastrophen und in Krisenzeiten ist Nostradamus , oder besser , das was er
angeblich prophezeit hat . Die Pseudo-Weissagungen im Internet versetzen manchen
offensichtlich in Panik . " Die Leute haben echte Angst " , sagt Manfred Dimde ,
der sich mit dem französischen Astrologen ( 1503-1566 ) beschäftigt hat und eine
entsprechende Website betreibt . " Der Spruch , der da zitiert wird , ist
gefälscht " , betont Dimde . In der Washington Post wies Nostradamus-Biograf
James Randi die Gerüchte mit den Worten zurück : " Das passiert nach großen
Katastrophen jedes Mal . " Das Internet ist zwar seit jeher ein Nährboden für
schlechte Scherze , Legenden und Verschwörungstheorien . Aber eine Geschichte
sorgte etwa eine Woche nach den Anschlägen für besonders viel Wirbel . Die
Flugnummer ist jedoch falsch , und damit ist auch dieses geschmacklose Gerücht
widerlegt . Nachzulesen ist dies auch auf einer privaten Homepage , die derlei
Legenden bewertet und Links zu anderen Quellen bietet . Auf der Seite geht es
auch um folgendes Zitat von George W. Bush : " Ich werde keine
Zwei-Millionen-Dollar-Rakete in ein leeres Zehn-Dollar-Zelt feuern und den
Hintern eines Kamels treffen . " Das hat Bush allerdings wirklich gesagt - steht
im US-Magazin Newsweek . Nintendo dementiert Gerüchte über " GBA Light "
Fansites im Web kolportieren derzeit Gerüchte , wonach Nintendo noch im Dezember
in Japan unter der Bezeichnung " GBA Light " eine verbesserte Version des Game
Boy Advance herausbringen will . Das Gerät soll ein Display mit verbessertem
Kontrast und Hintergrundbeleuchtung besitzen . Eine Nachfrage nach einem derart
aufpoliertem Modell bestünde zweifellos : Viele Game-Boy-Advance-Besitzer sind
darüber verärgert , dass sich mit dem Gerät nur unter guten Lichtverhältnissen
spielen lässt . Im Juni erschien auf der Website IGN sogar ein " Tuning-Tipp " ,
der den Kontrast des Displays verbessern sollte - im schlimmsten Fall aber
gleich das Spielgerät killte . Doch Nintendo will die von Fans herbeigewünschte
Version des Game Boy Advance nicht bauen . Eine Sprecherin von Nintendo
Deutschland dementierte auf Nachfrage gegenüber heise online , dass ein
verbesserter " GBA Light " geplant sei . Tatsächlich dürfte das Unternehmen noch
einige GBAs auf Lager haben und sich zudem mit der allzu frühen Einführung eines
Nachfolgemodells bei den " Early Adopters " wenig Freunde machen . Bei einem "
Ready for change " überschriebenen Vortrag in München stellte Intels CEO Craig
Barrett die Bedeutung des E-Commerce für die zukünftige Entwicklung des
PC-Geschäfts heraus . In wenigen Jahren werde es eine Milliarde vernetzter PCs
geben . Auch Privatanwender würden sich das Internet per ADSL und Kabelmodem
fest nach Hause holen . Dennoch wachse im Internet der Markt des
Business-to-business-Geschäfts schneller als der mit Konsumenten . Insgesamt ,
so Barrett mit Berufung auf eine IDC-Studie , würden im Jahre 2002 über 400
Milliarden Umsatz per Internet abgewickelt . Europa hole seinen Rückstand an
installierten PCs allmählich auf , so Barrett weiter . Im ersten Halbjahr 1998
seien 40 Prozent mehr Home-PCs und 16,2 Prozent mehr Business-PCs verkauft
worden . Zu Ankündigungen neuer Produkte ließ sich Intels neuer Chef nicht
hinreißen . Die Roadmap weist nun neben der IA-Schiene von Tanner bis McKinley
aber auch ausdrücklich die Weiterentwicklung der StrongARM-Familie für
Mobilgeräte aus . Im Zuge der weltweiten Vernetzung betonte Barrett auch die
Bedeutung des Funk-Standards Bluetooth . Während die Anforderung nach immer mehr
Rechenleistung für Server einleuchtend ist , führte Barrett für
Internet-Verbindungen einmal mehr die Möglichkeiten der Datenkompression als
Argument für die neuesten Intel-Prozessoren in Desktop-Computern ins Feld . Mit
mehr MIPS seien auch die Bandbreitenprobleme zu lösen . Compaq macht kein
64-Bit-Unix für Merced Der weltgrößte PC-Hersteller Compaq hat die Absicht
aufgegeben , sein 64-Bit-Unix an Intels kommende High-End-Architektur IA-64
anzupassen . Wie der US-Newsdienst News.com berichtet , will Compaq das mit der
Übernahme von Digital erworbene Tru64 Unix nur noch für die eigenen
Alpha-Prozessoren weiter entwickeln und vermarkten . Auf der anderen Seite wird
es für die Alpha-Chips keine neue Version von Windows NT mehr geben , wie
bereits im August bekannt wurde . Ganz auf NT setzen möchte Compaq bei Servern
mit Intels Merced allerdings auch nicht : Vielmehr sollen die Systeme optional
mit dem 64-Bit-Unix des Monterey-Konsortiums vermarktet werden . Red Hat meldet
rote Zahlen Der US-amerikanische Linux-Distributor Red Hat hat in seinem ersten
Geschäftsbericht nach dem erfolgreichen Börsengang die erwarteten roten Zahlen
gemeldet . Das Ergebnis entspricht den Erwartungen der Analysten . Red Hat war
im August als erstes Linux-orientiertes Unternehmen an die Börse gegangen . Der
von Linux-Hype beflügelten Börseneinführung folgte gleich am ersten Tag eine
Kursexplosion . Internet-Versteigerer eBay macht jetzt auch
Traditionsauktionshäusern wie Christie's und Sotheby's Konkurrenz . Anbieter des
in Privatbesitz befindlichen Ölgemäldes " Die Beschneidung Christi " sei die "
Gemäldebörse " . Die Echtheit des Werkes , das aus dem Besitz des Prinzen
Friedrich Heinrich von Oranien stammte , sei geprüft worden . Sprecher Alexander
Samwer erklärte , eBay sei die größte Handelsplattform für beinahe jede Art von
Ware . Da sei es nur konsequent , wenn jetzt auch der traditionelle Kunstmarkt
aufgerollt werde . Flut von neuen Marken und Patenten Das Deutsche Patentamt
erlebt derzeit einen Boom bei den Anmeldungen für nationale Marken und Patente .
Um voraussichtlich über 20 Prozent auf 100.000 würden die Markenanmeldungen im
laufenden Jahr klettern , berichtete der Präsident des Deutschen Patent- und
Markenamtes ( DPMA ) , Hans-Georg Landfermann , am Montag vor dem
Wirtschaftsbeirat der Union in München . Auch die Patentanmeldungen würden
erneut deutlich zunehmen . Es sei mit einem Anstieg zum Jahresende auf insgesamt
100.000 nach gut 94.000 im Vorjahr zu rechnen . Besonders in der
Kommunikationstechnik , Telekommunikation , Rechner- und Speichertechnik sowie
bei den mikroelektronischen Bauelementen lägen die Wachstumsschwerpunkte . Bei
den Markenanmeldungen dominiere der Dienstleistungsbereich , wobei die
speziellen Begriffe des Internets neue Herausforderungen darstellten . Der
DPMA-Präsident kündigte an , die Behörde werde ihr eigenes Internet-Angebot
deutlich ausweiten . Über DPInfo sei seit diesem Jahr auch der Zugang zum
Auskunftssystem über den Stand der Schutzrechte möglich . Ab dem zweiten Quartal
2001 sollen über DEPATISnet die deutschen Offenlegungs- und Patentschriften im
Internet allgemein abrufbar sein . Es werde daran gedacht , die gesetzlich
vorgeschriebenen Publikationen in elektronischer Form anstelle der Papierform
vorzunehmen . Dafür müssten aber noch zwei Voraussetzungen geschaffen werden :
die elektronische Anmeldung und die elektronische Unterschrift . Dies erfordere
die Änderung der Bestimmungen und die technische Umsetzung .
Bundesjustizministerin Hertha Däubler-Gmelin plant nach Informationen des
Nachrichten-Magazins " Der Spiegel " , elektronische Briefe als rechtswirksam
zuzulassen . Ein Referentenentwurf des Justizministeriums sehe vor , dass
anstelle der eigenhändigen Unterschrift künftig eine digitale Signatur genügen
soll . Bürger und Anwälte könnten damit bei Gericht auch mit digitalem Fax und
EMail Klage einreichen oder Anträge stellen . Per elektronischem Briefwechsel
ließen sich auch solche Verträge schließen , für die ein gesetzlicher
Schriftzwang besteht . Ein entsprechender Gesetzentwurf soll im kommenden Jahr
in den Bundestag eingebracht werden . Bislang urteilen die höchsten
Bundesgerichte unterschiedlich darüber , ob Klagen mit elektronischer
Unterschrift zulässig seien . In Hamburg läuft ein Modellversuch , allerdings
nur für Prozesse am Finanzgericht und nur für Anwälte . Für schriftlich
abzuschließende Verträge genügen E-Mails bisher nicht . Private wollen weiter
gegen " Fernsehfee " klagen Mit dieser Ankündigung reagierte der Präsident des
Verbandes Privater Rundfunk und Telekommunikation ( VPRT ) ,
SAT1-Geschäftsführer Jürgen Doetz , auf die Entscheidung des Berliner
Kammergerichts , mit der am Freitag eine einstweilige Verfügung des Berliner
Landgerichts gegen die " Fernsehfee " aufgehoben wurde . Ähnlich hatte Ende
September auch das OLG Frankfurt entschieden . Wichtig für die privaten
Fernsehanbieter sei es , dass die bisherigen Entscheidungen keinen Freibrief für
die Hersteller des Werbeblockers bedeuteten , so der Verband . Vielmehr stellten
sie im Wesentlichen darauf ab , dass das Gerät derzeit die Existenz von privaten
Fernsehanbietern noch nicht bedrohe . Diese müssten erst wirtschaftlichen
Schaden nachweisen können , bevor sie die " Fernsehfee " verbieten lassen
könnten . Wegen der grundsätzlichen Bedeutung werde der VPRT für die klagenden
Sender die Finanzierung des Verfahrens übernehmen . Doetz : Läuft auf einem vom
Kunden angegebenen Kanal ein Werbespot , löst ein Techniker in der
Firmenzentrale das Werbe-Stop-Signal aus . Ein PC-gestütztes algorithmisches
Verfahren , das beim Empfang von Werbespots ohne Zutun menschlicher Operatoren
einen Pause-Befehl für Videorecoder erzeugt , hat c't in Ausgabe 13/99
vorgestellt . Intel : Internet-Zugang per PC ist konkurrenzlos Handys und
Fernseher mit Internetzugang werden dem Personal Computer nach Einschätzung von
Intel keine ernsthafte Konkurrenz machen . " Der Computer wird nach wie vor der
wichtigste Zugang zum Internet bleiben " , sagte Patrick Gelsinger ,
Intel-Vice-Präsident , in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur ( dpa
) in Malaga . Andere Geräte werden allerdings eine wichtige Ergänzung zum PC . "
Dann stelle ich mir zum Beispiel Informationen über ein Unternehmen am PC
zusammen und informiere mich unterwegs per Mobiltelefon über den Aktienkurs " ,
meint Gelsinger . " Die Leute wollen keine Telefone mit riesigen Displays für
den Internetzugang zu Hause stehen haben " , sagt Gelsinger . Mit der weiteren
Verbesserung der Prozessoren werde der Internetzugang am PC außerdem immer
komfortabler . Auch Intel habe seine Firmenstrategie stark auf das Internet
ausgerichtet . Dabei will sich Intel vor allem als Lieferant von Netzwerk- und
Kommunikationsprodukten profilieren . Während die Computerpreise weiter fallen ,
verspreche der Markt der Kommunikationstechnik zweistellige Wachstumsraten .
Durch mehrere Firmenakquisitionen in diesem Bereich wolle Intel diese Strategie
stärken . Durch das Jahr-2000-Problem wird der Umsatz nach Einschätzung von
Gelsinger im ersten Quartal 2000 leicht steigen . SZ : Deutsche Bank will
Kabelnetze kaufen Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung vom Wochenende hat
die Deutsche Bank der Telekom AG ein konkretes Angebot zur Übernahme der
Infrastruktur des deutschen Kabelfernsehens vorgelegt . Mit dieser
Vermarktungsgesellschaft betreut die Telekom unter anderem die Abonnementinhalte
. Die Deutsche Bank plant dem Bericht zufolge den eigenständigen Ausbau der
Netze zum Multimedia-Konzept samt Internetzugang . In der Vergangenheit hatten
sich die lokalen Betreiber der Kabelnetze immer wieder beschwert , daß die
Telekom diese Weiterentwicklung nicht forciere und sogar behindere , um eigenen
Dienste wie T-DSL keine Konkurrenz zu machen . Insbesondere die Rückkanaltechnik
, die Modem oder ISDN für den Internetzugang überflüssig machen würde , steckt
in Deutschland noch in den Kinderschuhen . Sprecher der Deutschen Bank waren
nicht bereit , den Bericht zu kommentieren . Microsoft bestätigt
Windows-"Verdongelung" Ein Manager von Microsoft Deutschland hat bestätigt ,
dass Microsoft die Installations-CDs für das Betriebssystem Windows 2000 künftig
an die PC-Hardware koppeln will . Wie c't bereits berichtete , soll anstelle
einer Vollversion ab Januar noch eine sogenannte Recovery-CD für das neue System
beigelegt werden , die eine Installation des Betriebssystems im Notfall
ermöglicht . Das funktioniert aber nur auf dem jeweiligen Rechner , mit dem die
CD abgegeben wurde . Thomas Aschenbrenner , Business-Marketingleiter bei
Microsoft , sagte nun dem Fachhandelsblatt " ComputerPartner " , der
Software-Hersteller beabsichtige mit dieser Maßnahme den Einsatz unlizenzierter
Software zu unterbinden . " Die Identifizierung erfolgt durch einen Teil des
Bios , das von einem eventuellen Anwender-Update nicht betroffen sein wird " ,
erklärte Aschenbrenner . Auf Einzelheiten des Schutzes wollte er jedoch nicht
näher eingehen . Bislang ist es bei den PC-Herstellern gängige Praxis gewesen ,
Lizenzen für nicht abgesetzte Rechner einfach weiterzuverkaufen . Solche
Versionen sind aus der Sicht von Microsoft Raubkopien , doch dem
Software-Unternehmen fehlten bislang die rechtlichen Grundlagen , dagegen
einzuschreiten , da der entsprechende Hersteller die Software legal eingekauft
hat . Grundsatzprozess um Internet-Auktion Die Versteigerung eines Neuwagens im
Internet hat vor dem Landgericht Münster ein Nachspiel : " Es gibt in diesem
Bereich bisher wenig Urteile , daher kommt der Entscheidung eine wegweisende
Bedeutung zu " , sagte Gerichtssprecher Dirk Oellers zur Bewertung des Prozesses
. Nach Gerichtsangaben hatte das Internet-Auktionsunternehmen am 27. Juli für
einen neuen VW-Passat Variant im Wert von mehr als 45.000 Mark ein Mindestgebot
von gerade einmal 10 Mark gefordert . Der Kläger sei als 963. Bieter mit 26.350
Mark der Höchstbieter gewesen und habe somit den Zuschlag erhalten . Dennoch
habe er das Auto nicht bekommen . Gegenüber dem Kläger habe die Auktionsfirma
eingeräumt , die Veröffentlichung im Internet stelle kein verbindliches
Kaufangebot dar . Zudem sei die Nennung von zehn Mark als Mindestgebot ein "
Irrtum " gewesen . Die Auktionsbedingungen für Verkaufsveranstaltungen der
beklagten Firma besagen jedoch laut Gericht , dass mit der Freischaltung ihrer
Angebotsseite automatisch die Annahme des höchsten Kaufangebots erklärt wird .
Der Prozess beginnt am 3. Dezember vor der 4. Zivilkammer des Landgerichts
Münster . Die Verhandlung ist öffentlich . In Deutschland keine Beschwerden
gegen Microsoft Der Softwarekonzern Microsoft muss in Deutschland vorerst nicht
mit Verbraucherklagen oder einem Kartellprozess rechnen . Ein Sprecher des
Bundeskartellamtes in Bonn sagte am Dienstag gegenüber der Deutschen
Presseagentur , seine Behörde werde zunächst das US-Kartellverfahren beobachten
. Die Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände ( AgV ) erklärte , ihr lägen
keine konkreten Beschwerden gegen das Geschäftsgebahren von Microsoft in
Deutschland vor . " Die ganze Materie ist wahnsinnig komplex " , sagte Manfred
Dimper , Abteilungsleiter für Verbraucherpolitik . Im Zweifel werde die AgV "
ein Signal des Kartellamtes " abwarten . In San Francisco war am Montag von drei
Anwälten eine Sammelklage gegen Microsoft im Namen von Millionen kalifornischer
Verbraucher und Unternehmen wegen angeblich überhöhter Monopolpreise eingelegt
worden . In der Klage wird Microsoft beschuldigt , seine Monopolstellung bei
Betriebssystem-Software ausgenutzt zu haben , um den Käufern von Windows 95 und
Windows 98 zu viel Geld abzunehmen . Microsoft wies in den USA die Vorwürfe als
" grundlos " zurück . Der im Kartellprozess zuständige Richter Thomas Penfield
Jackson in Washington hatte Microsoft als Monopol bezeichnet und festgestellt ,
dass das Unternehmen auch dann noch einen erheblichen Gewinn machen würde , wenn
es sein Hauptprodukt Windows 98 für 49 Dollar statt der derzeit verlangten 89
Dollar verkaufen würde . In Deutschland kostet das Update von Windows 95 auf
Windows 98 199 DM . Eine Sammelklage ( Class Action Suit ) wie in den USA ist im
deutschen Verbraucherrecht nicht vorgesehen . Die Börse zeigte sich von der
Sammelklage weitgehend unbeeindruckt . Das Microsoft-Papier legte um 4,4 Prozent
auf 89,81 Dollar zu . Die Berufung von Richard Posner als Vermittler im
Kartellprozess wird als Anzeichen für einen außergerichtlichen Vergleich
gewertet . Die Ernennung von Posner , der zu der konservativen " Chicago School
" gezählt wird , signalisiert nach Analysteneinschätzung eine positive Wende für
Microsoft . GEW warnt vor " PC-Friedhöfen " in Schulen Benötigt würden
langfristige Konzepte , die auch die Lehrerausbildung miteinbezögen . Sonst
riskiere man in vielen Schulen " PC-Friedhöfe " , sagte GEW-Vorstandsmitglied
Marianne Demmer am Dienstag in Frankfurt/Main . An vielen Schulen stünden
bereits jetzt ungenutzte PCs , weil die laufenden Kosten unterschätzt und die
Lehrer nicht unterstützt würden , sagte Demmer . Auch brauche nicht jede
Schulstufe und jede Schulform die gleiche Ausstattung . Eine Einbeziehung der
Eltern in die Finanzierung , an die bei dem Modell " Laptop für alle " in der
Regel mit gedacht werde , lehnte Demmer ab . Die Eltern seien durch die
schleichende Privatisierung einiger Bildungskosten bereits genug belastet .
Datenschutzbeauftragter übt Kritik an Webcams Niedersachsens
Datenschutzbeauftragter Burckhard Nedden sieht die Verbreitung der immer
beliebter werdenden Webcams kritisch . " Oftmals bekommen die Leute gar nicht
mit , dass sie aufgenommen werden und können sich so auch nicht dagegen wehren "
, sagte Nedden am Freitag in Hannover bei der Vorlage seines Jahresberichtes .
Mit Web-Kameras können wie bei Big Brother rund um die Uhr Videoaufnahmen live
ins Internet gestellt werden , wo sie für jedermann abrufbar sind . Hotels oder
Restaurants machen immer mehr von der Möglichkeit Gebrauch , ihre
Internet-Seiten durch den Einsatz von Webcams aufzupeppen . " Vielleicht wollen
die Leute auch gar nicht gefilmt werden , weil etwa die Ehefrau nicht erfahren
soll , mit wem sie in einem Hotel abgestiegen sind " , sagte Nedden . Zum
Einsatz von Webcams und zum Recht am eigenen Bild im Internet-Zeitalter sei nun
die Bundesregierung gefordert , eine datenschutzrechtliche Regelung vorzulegen .
Jahr-2000-Patent noch einmal unter der Lupe Das US-Patentamt prüft das
umstrittene Software-Patent auf " Windowing " ein zweites Mal daraufhin , ob das
Verfahren zur Jahr-2000-fähigen Darstellung von Kalenderdaten die erforderliche
Erfindungshöhe hatte und wirklich neu war . Die Zuerkennung des Patents für ein
triviales und bereits von anderen genutztes Verfahren , auf dessen Basis der
Kalifornier Bruce Dickens seit einigen Wochen Lizenzgebühren von Firmen fordert
, hatte massive Kritik an der Kompetenz des Patentamtes ausgelöst . Microsoft
berät bei Deinstallation von Linux Ein kürzlich erschienener Artikel der
Microsoft Knowledge Base gibt Ratschläge , wie man Linux deinstallieren kann ,
um anschließend Windows 2000 oder Windows NT zu installieren . Auf der Website
heißt es , die Partitionstypen zwischen Windows- und Linuxsystemen seien nicht
kompatibel - auf die mögliche Parallel-Installation der Systeme geht der Artikel
nicht ein . Die besondere Ironie dieser Empfehlung liegt in einem inhaltlichen
Fehler , aufgrund dessen die Entfernung des Master Boot Record ( MBR ) scheitern
muss : Dieser Befehl funktioniert jedoch nicht mit dem in Linux enthaltenen
fdisk , sondern nur mit Microsofts fdisk-Befehl unter DOS . "Tomorrow"-Zugang
nach Pannenserie offline Nach einer Serie von Pannen , die zu mangelnder
Sicherheit und ständiger Überlastung führten , hat Mobilcom am Freitag seinen
Pauschal-Internetzugang " Tomorrow " geschlossen . " Wir haben uns wegen
Zugangs- und Performance-Problemen entschieden , mit dem Angebot vom Netz zu
gehen " , sagte Pressesprecher Stefan Arlt am Freitagabend . Am 1. Februar wolle
man " mit neuer Kraft " wieder starten . Das Angebot war der erste Internettarif
Deutschlands , der in einem monatlichen Pauschalbetrag von 77 DM neben den
Internetgebühren als auch die Telefongebühren enthielt , allerdings nur in der
Nebenzeit und am Wochenende . Aktive Internet-Surfer fordern seit langem einen
solchen Tarif , um die hohen Internet-Kosten in Deutschland zu senken . " Wir
hatten nicht mit einem solchen Ansturm der Kunden gerechnet " , sagte Arlt .
Mobilcom bot den Zugang gemeinsam mit dem Hamburger Magazin " Tomorrow " an .
Mehrere tausend Kunden haben den "Tomorrow"-Tarif seit Dezember 1998 abonniert .
Arlt kündigte an , daß keiner die genutzte Zeit bezahlen müsse . Da alle
Anmeldungen gelöscht würden , müßten sich die Interessenten aber vom 1. Februar
an neu anmelden . Computerkette Vobis wird zerlegt Die Computerkette Vobis wird
nach einem Bericht des Hamburger Abendblattes nun " endgültig zerschlagen " .
Die Computerfertigung werde aus dem Unternehmen ausgegliedert und der
Tochtergesellschaft Maxdata zugeschlagen , die im Herbst an die Börse gehen
solle , berichtet die Zeitung in ihrer Samstagausgabe . Die neun Auslandstöchter
würden abgestoßen . Außerdem werde die Vobis-Handelsorganisation in Deutschland
zerlegt und teilweise verkauft . " Schon in den nächsten Tagen werden wir einen
Käufer für das Unternehmen präsentieren " , sagte eine Vobis-Sprecherin dem
Abendblatt . Der bisherige Vobis-Eigner Metro AG wolle seine profitablen
Vobis-Verkaufsstellen in den Kaufhof-Warenhäusern als " Kaufhof Computer Shops "
in Eigenregie weiterführen . Das übrige Vobis-Geschäft sei in die
Verwertungsgesellschaft Divag ausgegliedert worden , um verkauft oder
abgewickelt zu werden . Die Mitarbeiter der Vobis-Shops würden vom Kaufhof
übernommen , sagte Karlheinz Marth , der für die Gewerkschaft HBV im
Metro-Aufsichtsrat sitzt . Unsicher sei die Zukunft der Beschäftigten in den
übrigen Vobis-Läden : " Um die Leute in den kleinen Betrieben machen wir uns
ernsthaft Sorgen . " Warten auf ISDN-Anschlüsse Bei neuen ISDN-Anschlüssen ist
zur Zeit nach Angaben der Telekom mit Wartezeiten von zwei bis drei Wochen zu
rechnen . Erst Ende Februar werde es wieder normale Lieferzeiten von einer Woche
geben . Die " Welle Nord " berief sich dabei auf die Auskunft von
Telekom-Beratern , die vom Sprecher der Telekom in Schleswig-Holstein , Helmut
Ritter , bestätigt worden sei . Betroffen seien alle Telekom-Kunden , die seit
dem 19. Januar einen Antrag auf Installation eines ISDN-Anschlusses gestellt
haben . Spiegel : Telekom plant Billigtarif für T-Online Telekom-Chef Ron Sommer
wolle dies in den kommenden Tagen seinen Vorstandskollegen vorschlagen ,
berichtet das Magazin in seiner neuen Ausgabe . Zur Zeit fallen bei T-Online
neben der Grundgebühr und eventuell den Minutenpreisen für den Internet-Zugang
Telefonkosten von acht Pfennig in der Hauptzeit und drei bis 4,8 Pfennig in der
Nebenzeit an . Pentium III - ein Datenschutzrisiko ? Die sogenannte
Security-Architektur des neuen Intel-Prozessors Pentium III , der
voraussichtlich am 27. Februar offiziell vorgestellt wird , stößt schon im
Vorfeld auf Kritik . Was Intel sich als besonderen Clou für Geschäfte im
Internet ausgedacht hat , bezeichnete der US-Kongreßabgeordnete Edward J. Markey
in einem Brief an Firmenchef Craig Barrett als Bedrohung für den Datenschutz .
Die Pentium-III-Prozessoren sollen im Gegensatz zu bisherigen Intel-Chips per
Software lesbare Seriennummern erhalten . Sie dienen laut Intel vornehmlich dazu
, die Lizenzierung von Software zu vereinfachen und den elektronischen Handel im
Internet sicherer zu machen . Durch die unveränderlichen Nummern schaffe man ein
zusätzliches Mittel zur Identifizierung von Computern und letztlich auch von
deren Anwendern . Auf die Kritik reagierte der Prozessorhersteller mit dem
Hinweis darauf , daß der Befehl zum Lesen der Seriennummer abgeschaltet werden
könne . Es liege daher vollständig in der Hand des Anwenders , ob er die
Identifizierung auf diesem Wege zulassen oder unerkannt im Internet surfen wolle
. MobilCom sponsort Multimedia-Campus Das Engagement sei auch der Dank für die
finanzielle Unterstützung des Landes bei der Gründung von MobilCom im Jahr 1991
, sagte der MobilCom-Gründer und Hauptaktionär Gerhard Schmid am Mittwoch in
Kiel : " Ich möchte einen Teil zurückgeben und zur Attraktivität des Standortes
Schleswig-Holstein beitragen . " Der Multimedia-Campus soll Studiengänge wie
Informatik und Betriebswirtschaft um das Fach Electronic Business ergänzen und
ein internationales Aufbaustudium im Bereich Multimedia und Internet anbieten .
Schröder : " Red-Green-Card " kommt schnell Bundeskanzler Gerhard Schröder will
die angekündigte Visa-Initiative für ausländische High-Tech-Spezialisten zügig
angehen . " Wir wollen das nicht auf die lange Bank schieben " , sagte Schröder
heute Morgen der dpa . " Die Bundesregierung trägt das mit " , betonte er . Am
Vortag hatte es Berichte gegeben , Bundesarbeitsminister Walter Riester habe
Bedenken geäußert . Laut Schröder sollen Einzelheiten des Projekts bald mit der
Unternehmerinitiative D21 besprochen werden . Auf eine Zahl wollte sich Schröder
nicht festlegen . BDI-Präsident Hans-Olaf Henkel lobte die Absicht des Kanzlers
: " Das ist ein guter Vorschlag " , sagte Henkel der dpa . Er sprach sich dafür
aus , über ähnliche Initiativen in anderen Branchen nachzudenken . Auch in der
pharmazeutischen Forschung oder bei öffentlichen Forschungsinstituten gebe es
einen dramatischen Mangel an Fachkräften . " Wir brauchen eine offenere
Gesellschaft für Eliten aus dem Ausland und können nicht länger immer nur unsere
guten Leute exportieren . " Schröder hatte die Initiative am Vorabend bei der
Eröffnung der CeBIT bekannt gegeben . In Anspielung auf die US-amerikanische "
Green-Card " für ausländische Arbeitskräfte bezeichnete er sie " Red-Green-Card
" . Voraussetzung für die Zulassung ausländischer Arbeitskräfte aus
Nicht-EU-Ländern sei , dass die Wirtschaft gleichzeitig alles daran setze ,
arbeitslose Deutsche für die neuen Informationstechnologien zu qualifizieren .
Schröder kam damit Forderungen aus der Wirtschaft entgegen . Der Branchenverband
BITKOM hatte Arbeitserlaubnisse für 30000 junge Spezialisten aus Osteuropa und
Fernost gefordert . Insgesamt gibt es in Deutschland bei Computer- und
Telekommunikationsunternehmen 75000 offene Stellen . Stadtbahnpanne zum Auftakt
Am Morgen des ersten Messetages kam es bei der Anfahrt in Hannover gleich zu den
ersten größeren Verkehrsproblemen . Während sich Autos und Lastwagen auf den
Straßen zum Messegelände quälten , hatte die Hannoversche
Nahverkehrsgesellschaft ÜSTRA ausgerechnet mit einer Computerpanne zu kämpfen .
Weite Teile des Stadtgebietes waren von den Behinderungen betroffen . So fuhren
kaum Stadtbahnen vom Hauptbahnhof in Richtung Messe . Die Polizei schätzt , dass
im Laufe des Vormittags mehr als 40000 Autos zum Messegelände fahren werden .
Siemens-Chef : Infineon-Aktie deutlich überzeichnet " Das ist ein spektakulärer
Börsengang " , sagte Pierer am Donnerstag in München . Bereits nach vier Tagen
der Bookbuildingphase zeichne sich ab , dass die Emission deutlich überzeichnet
sein werde . Die Siemens-Halbleitertochter startet am 13. März an der Börse .
Der Ausgabepreis wird am 12. März bekannt gegeben . Die Siemens AG trennt sich
zunächst von 29 Prozent der Anteile . Pierer betonte , dass der Konzern in
mehreren Schritten auch die übrigen Anteile vollständig abgeben werde . Ein
Zeitpunkt stehe noch nicht fest . Dies hänge auch von der Entwicklung des
Aktienmarktes ab . SAP-Software " mieten statt kaufen " Europas führendes
Softwarehaus , die SAP AG will künftig seine Programme auch als
Komplett-Dienstleitung zur Miete über das Internet anbieten .
SAP-Vorstandssprecher Hennig Kagermann kündigte auf der CeBIT die Gründung eines
neuen Tochterunternehmens an , das sich dem Wachstumsmarkt des so genannten
Application Service Providing ( ASP ) widmen werde . " Damit ermöglichen wir den
Unternehmen einen schnellen und kostengünstigen Weg , an der
E-Business-Revolution teilzunehmen " , sagte Kagermann . Die neue Firma , deren
Name noch nicht feststeht , soll zum 1. April mit 50 Mitarbeitern starten .
Bislang werden SAP-Anwendungen in der Regel vor Ort beim Kunden auf den Rechnern
installiert . Künftig sollen SAP-Kunden mit dem ASP-Konzept die Möglichkeit
haben , SAP-Programme über das Internet auszuprobieren und anzupassen . Nach
Abschluss der Konfiguration der SAP-Anwendungen stellt das Softwarehaus die
Lösung online zur Verfügung . Mit dem ASP-Konzept reagiert die SAP auch auf
Kritik an überlangen Installationszeiten für die SAP-Software . " Ein ASP-System
von SAP kann in knapp zehn Tagen live gehen " , sagte SAP-Vorstand Gerhard
Oswald . SAP übernimmt auf Wunsch auch das so genannte Application Hosting . In
diesem Fall kauft der Kunde die Software , die SAP betreibt jedoch die
Rechenzentren , auf denen die Anwendungen letztlich laufen . Nach Angaben von
Oswald kann ein Applikation-Hosting-System in zwei bis vier Monaten zum Laufen
gebracht werden . Kagermann zog eine positive Bilanz der SAP-Internet-Initiative
" my.SAP.com " , die vor einem Jahr auf der CeBIT angekündigt wurde . Inzwischen
seien zehn regionale oder fachspezifische virtuelle Marktplätze auf der Basis
von SAP-Software gegründet worden , an denen sich 4600 Firmen sich beteiligten .
Mit dem Internet-Direktvertrieb der SAP-Applikationen ändere sich nichts an der
Partner-Strategie der SAP , sagte Kagermann . " Wir benötigen mehr Partner denn
je . " Um die Qualität der SAP-Lösungen komplett zu gewährleisten , müsse SAP
jedoch in jedem Marktsegment selbst auftreten , nicht unbedingt mit dem Ziel ,
in jedem Segment Marktführer zu sein . " Im Softwarebereich wollen wir
Marktführer sein , nicht im Service-Sektor . " Neue Tiefpreise im Fernmeldemarkt
Die in jüngster Zeit durch einige Flops ins Gerede gekommene Telefongesellschaft
Mobilcom geht in die Offensive und senkt ihre Preise . Während Ferngespräche
tagsüber weiterhin 16 Pfennige je Minute kosten , sinkt der Preis in der Zeit
von 19 bis 22 Uhr auf 8 und nachts von 22 Uhr bis 7 Uhr sogar auf 4 Pfennige .
Diese Preise bot MobilCom in der Vergangenheit nur nach vorheriger Anmeldung an
. Die bisher angebotene kostenlose Minute streicht MobilCom derweil ganz . Doch
MobilCom ist nicht der einzige Anbieter mit Tiefstpreisen . Kräftig von sich
reden macht derzeit der Newcomer 01051 Telecom , der Ferngespräche bundesweit
rund um die Uhr für 9 Pfennige anbieten will . Derzeit ist 01051 laut eigenen
Angaben nur in NRW verfügbar . Auf Hotline , Werbung und aufwendigen Vertrieb
will die Firma mit ihren 20 Mitarbeitern komplett verzichten . Dafür gibt sie
sich jung und dynamisch , präsentiert ihre Belegschaft ( Durchschnittsalter
unter 30 Jahren ) mit Foto im Internet , und spricht ihre Kunden im
Email-Newsletter - so ziemlich die einzige Informationsquelle von 01051 -
freimütig per Du an . Die Preise von MobilCom und 01051 Telecom finden Sie
voraussichtlich ab Donnerstag nachmittag in unserem Tarifrechner ttarif . ( Ralf
Hüskes ) iTunes und iMovie für Mac OS X Pünktlich zum Marktstart des neuen
Betriebssystems Mac OS X , das vom heutigen Samstag an im Handel ist , hat Apple
native Versionen der Applikationen iTunes und iMovie 2 zum Download
bereitgestellt . Auf der Website wird auch eine Preview der Home-Office-Suite
AppleWorks 6.1 für MacOS X angeboten . Mit iTunes kann man Audio-Titel von CD
auslesen , ins MP3-Format umwandeln , Playlists erstellen , Internet-Radio hören
, Audio-CDs brennen und Songs in Hardware-MP3-Player übertragen . iMovie dient
zum Schneiden , Vertonen und Betiteln von Video-Filmen , die per FireWire von
einer DV-Kamera überspielt werden . AppleWorks umfasst Applikationen für
Textverarbeitung , Tabellenkalkulation , Datenverwaltung , Präsentation ,
Zeichnen und Malen . Die früheren Versionen der Applikationsprogramme laufen
unter Mac OS X in der so genannten Classic-Umgebung , in der sie ein Mac OS 9.1
vorfinden . Doch in der Unix-basierten Architektur von Mac OS X ist der Zugriff
auf die Hardware in der bisherigen Form nicht mehr möglich , weshalb iTunes und
iMovie in der Classic-Umgebung nicht sinnvoll nutzbar sind . Einen Teil des
Berichts können Sie auch online lesen . Voodoo-2 bekommt scharfe Konkurrenz
Mehrere 10.000 Vorbestellungen melden Creative Labs für die 3D Blaster Voodoo2
und Diamond für die Monster 3D II , mit denen Spielefreaks neue virtuelle Welten
mit bislang unerreichtem Detailreichtum erobern sollen . Die PC-Karten arbeiten
parallel zur vorhandenen Grafikkarte und basieren auf dem Voodoo-2-Chipsatz von
3Dfx Interactive . Konkurrenzprodukte von Matrox und VideoLogic sind obendrein
vielseitiger , da sie als vollwertige Grafiklösung neben Spielen auch andere
Standard- und 3D-Anwendungen beschleunigen und sich beispielsweise für die
Grafikschnittstelle OpenGL eignen . Der Matrox-Chip - G200 - deckt zudem neue
3D-Funktionen wie Szenen-Antialiasing und 32-Bit-Z-Buffer ab und zeichnet sich
durch hochauflösende Echtfarbmodi bis 1600x1200 Bildpunkte aus . Grafikkarten
mit dem neuen Matrox-Chip sollen im Mai/Juni in den Handel kommen . VideoLogics
Neuentwicklung - PowerVR2 - besitzt die gleichen Merkmale und beherrscht
zusätzlich Bump-Mapping und anisotrope Texturfilterung , ist aber noch nicht so
weit gediehen . Endprodukte sind für August angekündigt . Wohl als Reaktion auf
die CeBIT-Neuigkeiten deckte Chiphersteller Nvidia noch während der Messe
Einzelheiten seiner nächsten Chipgeneration - Riva128TNT - auf . Sein Z-Buffer
arbeitet mit maximal 24 Bit Genauigkeit , weitere 8 Bit stehen als sogenannter
Stencil-Puffer für unregelmäßige Bereiche wie Windschutzscheiben zur Verfügung .
Als Produktionszeitpunkt nennt Nvidia das dritte Quartal diesen Jahres . Wir
rechnen aber eher mit Anfang 1999 als frühesten Zeitpunkt für die
Markteinführung von Riva128TNT-Karten . Bereits die Einführung des ersten
8-MByte-fähigen Nvidia-Bausteins - des Riva128ZX - verzögert sich
voraussichtlich um 4 bis 6 Wochen . ( Manfred Bertuch ) . Oberlandesgericht
verbietet Telefon-CDs Telefonkunden müssen um Erlaubnis gefragt werden , bevor
ihre Daten für eine Telefonbuch-CD-Rom verwendet werden können . Nach einem
Beschluß des Koblenzer Oberlandesgerichts verstößt der Verkauf einer
Telefonbuch-CD ohne Zustimmung der Telefonkunden gegen den Datenschutz . Ein
Händler , der eine solche CD verkauft , mache sich mitschuldig . Das geht aus
einem am Mittwoch in der Zeitschrift " OLG-Report " veröffentlichten Beschluß
des Oberlandesgerichts hervor . Das Gericht stellte mit seiner grundlegenden
Entscheidung ( Aktenzeichen 4 U 1196/98 ) die Rechtswidrigkeit des Verkaufs
einer CD-Rom fest , die Daten von Fernsprechteilnehmern enthielt . Die
enthaltenen Daten stammten aus Telefonbüchern der Deutschen Telekom . Die
Richter betonten , die gegenüber der Telekom erteilte Einwilligung der
betroffenen Telefonkunden zur Aufnahme in die " amtlichen Telefonbücher " sei
nicht zugleich auch eine Einwilligung in die Nutzung der Daten auf einer CD .
Siemens und NEC planen neue Handy-Generation Siemens entwickelt gemeinsam mit
dem japanischen NEC-Konzern die Technik für die dritte Mobilfunk-Generation .
Das teilten die beiden Unternehmen am Mittwoch mit . Ziel der Partnerschaft sei
es , eine Produktplattform für den neuen weltweiten Mobilfunk-Standard Universal
Mobile Telecommunications System ( UMTS ) zu entwicklen . Die neuen
Handy-Systeme sollen vor allem einen schnellen Zugriff auf das Internet und die
Nutzung von Multimedia-Angeboten ermöglichen . Zur Entwicklung und Vermarktung
der neuen Handy-Technik planen Siemens und NEC ein Gemeinschaftsunternehmen , an
dem beide Konzerne zunächst je zur Hälfte beteiligt sein werden . Das Joint
Venture mit vorerst 80 Beschäftigten soll in diesem Sommer in Europa gegründet
werden . Der Sitz steht nach Siemens-Angaben noch nicht fest . Aktion " Stimm
gegen Spam " läuft weiter Die Initiatoren der ersten europaweiten
Online-Petition im Internet , politik-digital und c't , erneuern deshalb ihren
Aufruf zur Teilnahme an der Aktion , die sich gegen eine gesetzliche Freigabe
unerwünschter Email-Werbesendungen wendet . Bisher haben knapp 20.000 Bürger aus
allen EU-Ländern die Petition digital unterzeichnet , die weitaus meisten aus
Deutschland und Österreich ( siehe Unterzeichnerliste ) . In diesen Ländern
hatte auch die Tagespresse über die Petition berichtet . Dagegen verbreitet sich
der Aufruf in anderen europäischen Ländern , in denen es bisher nur ein sehr
schwaches oder gar kein Presseecho gab , nur sehr langsam , zumal die
Initiatoren dazu aufgerufen haben , im Sinne der Aktion die Verbreitung in
Internet-Newsgroups zu unterlassen . US-Zeitungen : Ankläger wollen Microsoft
spalten Im Antitrust-Prozess gegen Microsoft werden die Ankläger voraussichtlich
die Aufspaltung des Unternehmens nach Produktgruppen verlangen , um den
Monopolmissbrauch zu unterbinden . Dies berichteten am Montag mehrere
US-Zeitungen unter Berufung auf gut informierte Kreise . Demnach soll eine "
Windows Company " entstehen , die nur noch die Betriebssysteme anbieten darf ,
während ein zweites Unternehmen die Anwendungssoftware übernehmen soll . Einige
Quellen sprechen sogar von der Abspaltung eines dritten Teils für
Internet-bezogene Produkte . Die Aufteilung entspräche Microsofts aktueller
Unternehmensstruktur , die den Software-Giganten in drei Bereiche gliedert : Die
" Platform Group " ist für die Betriebssysteme zuständig und gilt als Ursache
für das Entstehen der Monopolmacht . Die Application Group gibt unter anderem
die lukrativen Office-Pakete heraus und bildet mit rund 40 Prozent vom
Gesamtumsatz den größten Unternehmensbereich . Der dritte und kleinste Bereich
umfasst das Internet-Geschäft , darunter den Onlinedienst MSN . Als Alternative
zur Aufspaltung sind scharfe Verhaltensmaßregeln zur Verhinderung von
Wettbewerbsverstößen in der Diskussion . Doch würde ein solches Urteil praktisch
darauf hinaus laufen , dass Microsoft auf Jahre hinaus einer staatlichen
Aufsicht unterstellt wäre . Globaler PC-Markt wächst weiter zweistellig Auch im
ersten Quartal 2000 ist der weltweite PC-Markt nach Darstellung führender
Marktforschungsunternehmen kräftig gewachsen . Allerdings weisen die Berichte
der International Data Corp. ( IDC ) und von Dataquest , einem Unternehmen der
Gartner Group , eine etwas geringere Zunahme als im Vorjahr aus . Der Rückgang
der PC-Verkäufe an Unternehmen sei durch steigende Nachfrage von Privatleuten
nur teilweise kompensiert worden , hieß es . Uneinig sind sich die Marktforscher
darüber , ob die Flaute im Business-Bereich als Nachwirkung der
Jahr-2000-Probleme oder als ein Anzeichen einer Marktsättigung zu interpretieren
ist . Vor einem Jahr hatte IDC die Wachstumsrate mit 21 Prozent beziffert .
Dataquest kommt aufgrund unterschiedlicher Methodik zu anderen Zahlen , doch
zeigen die Ergebnisse dieselbe Tendenz : Das Wachstum hat sich demnach von 17
auf 15 Prozent verlangsamt , ist aber immer noch sehr gesund . Beide Firmen
schreiben den Löwenanteil des Wachstums dem PC-Absatz im Consumer-Bereich zu .
Doch während IDC davon ausgeht , dass die Verkäufe im Business-Markt im weiteren
Verlauf dieses Jahres wieder anziehen werden , warnt Dataquest vor einer
möglichen Stagnation . Im US-Markt hat Dell seinen Vorsprung nach Angaben von
Dataquest weiter ausgebaut und liegt mit 16,8% Marktanteil auf Platz 1 vor
Weltmarktführer Compaq ( 16,4% ) . Hewlett-Packard konnte seine Veraufszahl um
74% steigern und erreichte einen Marktanteil 12,6% . Es folgen Gateway ( 9,2% )
, der Low-Cost-Anbieter eMachines ( 4,8% ) und Apple Computer ( 4,4% ) . IBM ist
mit 4% auf den siebten Rang zurückgefallen . Corel geht das Geld aus Der
kanadische Softwarehersteller Corel Corp. steht offenbar vor massiven
Liquiditätsproblemen , wenn die geplante Fusion mit Borland/Inprise nicht
zustande kommt . Investoren der beiden Unternehmen sind durch einen
Pflichtbericht an die US-Börsenaufsicht alarmiert , in dem Corel davor warnt ,
dass innerhalb der nächsten drei Monate ein Mangel an Barmitteln auftreten könne
, wenn die Fusion scheitere und keine Mittel aus anderen Quellen gesichert
werden könnten . Die Warnung bedeutet Wasser auf die Mühlen der Fusiongegner und
scheint die Argumente des zurückgetretenen Inprise-Direktors Robert Coates zu
bestätigen , der vor zwei Wochen eine Klage eingereicht hatte , um den geplanten
Zusammenschluss zu verhindern . Coates wirft Corel vor , die schlechte
Finanzlage verheimlicht und so den Wert der Firma in die Höhe getrieben zu haben
. Demgegenüber sagte eine Inprise-Sprecherin dem Finanzblatt Wall Street Journal
, dem Aufsichtsrat des Unternehmens sei die Finanzlage von Corel bekannt gewesen
, als er dem Zusammenschluss zugestimmt habe . Mit 21 Linux-basierten
Softwareprodukten , die noch dieses Jahr auf den Markt kommen sollen , erwarte
er eine baldige Umsatzsteigerung . Microsofts Versicherung will Prozesskosten
nicht zahlen Microsofts primärer Haftpflichtversicherer , die Zürich American
Insurance Co. , lehnt es ab , die Kosten für Rechtsstreitigkeiten und mögliche
Schadenersatzregelungen im Zusammenhang mit Antitrust-Vorwürfen gegen den
Software-Riesen zu übernehmen . Wie die Zeitung USA Today berichtet , hat die
Versicherung gegen ihren großen Klienten eine Klage eingereicht . Es soll
dadurch gerichtlich festgestellt werden , dass die allgemeine Haftpflichtpolice
die mit einem Monopolmissbrauch verbundenen Risiken nicht abdeckt . " Microsoft
versucht , die ökonomischen Konsequenzen seines der Anklage nach
wettbewerbswidrigen Handels auf die Haftpflichtversicherer abzuwälzen " , sagte
ein Rechtsvertreter der Versicherung gegenüber der Zeitung . Die
Antitrust-Vorwürfe seien jedoch " weit entfernt " vom beabsichtigten Umfang des
Versicherungsschutzes . Microsoft hat eine Widerklage erhoben . Im Gefolge des
Antitrust-Verfahrens der US-Regierung und der 19 US-Bundesstaaten sind bereits
über 140 private Klagen gegen Microsoft anhängig . Microsoft hat teure
Top-Anwälte mit der Abwehr beauftragt . BOL möchte Musik per Internet verkaufen
Bertelsmann Online ( BOL ) , die Medien-E-Commerce-Tochter der Bertelsmann AG (
Gütersloh ) , will künftig Musik im Internet zum Download anbieten . "
Selbstverständlich nicht kostenlos " , sagte Bertelsmann-Unternehmenssprecher
Manfred Harnischfeger der dpa am Montag . Die Planung sehe eine Kooperation mit
getmusic vor , einem US-Joint-Venture der Bertelsmann Music Group ( BMG ) mit
Universal . BOL plant in den nächsten Monaten den Börsengang . " Wir werden auch
im Bereich Musik massiv ins Internet investieren " , kündigte Arnold Bahlmann ,
Executive Vice President bei der Bertelsmann AG , in einem Gespräch mit dem
Branchenblatt Der Kontakter an . Der Download-Service solle auf allen
Plattformen angeboten werden , die mit dem Gütersloher Medienkonzern kooperieren
. Die endgültigen Preise stünden noch nicht fest . AMD meldet : Prozessoren
ausverkauft Der Chiphersteller AMD hat bereits jetzt seine gesamte
Quartalsproduktion an Prozessoren verkauft . Ein solcher Ausverkauf im zweiten
Kalenderquartal sei sehr ungewöhnlich . Normalerweise gelte das zweite Quartal
als eine schwache Periode , mit einer Nachfragebelebung werde erst im dritten
und vierten Quartal durch Schuljahresbeginn , Weihnachtszeit und neue PC-Modelle
gerechnet . Schnellere Notebook-CPUs von Intel Zwei neue Prozessoren für den
mobilen Einsatz , einen Pentium III mit 700 MHz und einen Celeron mit 550 MHz
Taktfrequenz , hat Intel am Montag vorgestellt . Beide seien ab sofort in
Stückzahlen lieferbar , hieß es . Der Pentium III nutzt Intels SpeedStep-Technik
, das heißt er läuft nur bei Netzbetrieb mit 700 MHz ; bei Batteriebetrieb
werden die Versorgungsspannung auf 1,35 Volt und die Taktfrequenz auf 550 MHz
herabgesetzt . Der Pentium III 700 kostet für Großabnehmer ( ab 1000 Stück ) 562
US-Dollar ; der Preis des Celeron-Prozessors wird mit 170 Dollar angegeben .
Microsoft-Crash an der Börse Nach Berichten über eine mögliche Spaltung des
Unternehmens ist die Microsoft-Aktie am Montag um über 15 Prozent eingebrochen .
Das Papier schloss an der NASDAQ , der US-Börse für Technologietitel , mit einem
Kurs von 66,625 US-Dollar , mehr als 12 Dollar unter dem Schlusskurs vom
Gründonnerstag . Die Microsoft-Aktie hatte noch im Dezember zeitweise mit knapp
120 Dollar notiert . Die negativen Nachrichten vom Marktführer verunsicherten
auch heute die US-Börsen . Fast alle Computertitel wurden massiv in
Mitleidenschaft gezogen . Der NASDAQ Composite Index , der zeitweilig mit fast
300 Punkten im Minus stand , erholte sich jedoch kurz vor Börsenschluss und
schloss mit einem Verlust von 161,50 bei 3482 Punkten . Compaq , Dell und
Hewlett-Packard gingen mit deutlichen Verlusten aus dem Markt , während Intel ,
AMD und Apple es auf positives Territorium schafften . Infineon kommt mit blauem
Auge davon Der schwache Handy-Markt und der Preisverfall bei Speicherchips haben
dem Halbleiterkonzern Infineon einen Gewinneinbruch beschert . " Die aktuelle
Marktsituation in der Halbleiterindustrie bleibt weiter uneinheitlich und schwer
vorhersehbar " , kommentierte Infineon . Die Quartalszahlen lagen aber über den
Erwartungen von Analysten . Im Geschäft mit Speicherprodukten schrieb Infineon
deutlich rote Zahlen . Analysten hatten teilweise allerdings mit Verlusten auch
im Gesamtkonzern im zweiten Quartal gerechnet . Beim Ausblick auf das Gesamtjahr
gab sich der Konzern vorsichtig : Bei drahtgebundener Kommunikation , bei
Chipkarten und in der Autoelektronik rechnet man mit einem zweistelligen
Umsatzplus und einer deutlichen Ergebnisverbesserung . Beim Handy-Geschäft gebe
es allerdings noch keine Anzeichen einer baldigen Markterholung . Im schwierigen
DRAM-Markt hofft Infineon weiterhin auf einen Aufschwung in der zweiten Hälfte
des Kalenderjahres , da die weltweite Produktion von Speicherchips
voraussichtlich nicht mehr zunehmen werde . Musikbranche arrangiert sich mit dem
Internet Die Internet-Nutzer haben der Musikindustrie Beine gemacht . Kostenlose
Musiktauschbörsen wie Napster und Gnutella zeigten den Großen der Branche , dass
das Internet weit mehr ist als ein reines Marketinginstrument . Jetzt müsse die
Industrie die Verantwortung übernehmen , den Kunden Musik übers Internet zur
Verfügung zu stellen und gleichzeitig Urheberrechte zu schützen . Tim Renner ,
Präsident von Universal Music Deutschland , stimmte seinem Konkurrenten am
Montag auf dem Medienkongress hamburger dialog zu : " Wir werden einen
drastischen Wandel erleben . " Erfreulich sei , dass Bertelsmann Napster auf
einen legalen Weg bringen wolle . Die Musikindustrie hatte gegen die kostenlose
Musiktauschbörse wegen Urheberrechtsverletzungen erfolgreich geklagt . Nach
Renners Meinung müsste die Branche jetzt konkrete Angebote an den Konsumenten
machen . " Alles , was nicht kundenorientiert ist , ist dem Untergang geweiht "
, sagte der Universal-Chef . So viel Einigkeit wie zwischen den
Podiumsteilnehmern Renner und Schmidt demonstriert scheint in der Branche jedoch
nicht zu herrschen . Fachleute gehen von einer heftigen Marketingschlacht aus .
Die beiden weltgrößten Musikfirmen Universal Music Group und Sony Music
Entertainment planen mit dem Gemeinschaftsprojekt Duet für den Sommer einen
gebührenpflichtigen Online-Musikservice . Warner Music , Bertelsmann Music Group
( BMG ) und EMI starteten eine Gegenoffensive mit der Online-Plattform MusicNet
. Egal welcher Online-Plattform sich der Musikliebhaber zuwendet , um das
Bezahlen kommt er bei den Angeboten der Plattenmultis nicht herum . Mit einem
kostenpflichtigen Vertriebsmodell der Partner Bertelsmann und Napster sollen
Nutzer der bisher kostenlosen Musiktauschbörse ab 1. Juli keine Stücke mehr im
MP3-Format auf CD brennen können . Für eine monatliche Mitgliedsgebühr zwischen
sechs und 21 Mark können Nutzer die Musik lediglich zum Hören auf den PC laden .
Kosten fallen auch bei der Konkurrenz Duet an , die Musik von Sony , Universal
und anderer Firmen anbieten will . Universal-Chef Renner geht davon aus , dass
Musik künftig auch für eine begrenzte Zeit zu erwerben ist . BeCG-Präsident
Schmidt will sich nicht allein auf den Computer beschränken . " Ich bin der
Überzeugung , dass das Handy der Walkman der Zukunft wird " , sagte Schmidt .
Der Kunde werde sich zum Beispiel bei Napster ein eigenes Musikarchiv anlegen
und die Lieder dann über verschiedene Geräte abrufen können . Bislang hat das
Internet den Ertrag der Musikindustrie nur gering geschmälert . Im vergangenen
Jahr verkaufte sie 3,8 Prozent weniger Tonträger als im Jahr zuvor . 233er
Pentium-MMX im Juni Entgegen früheren Ankündigungen will Intel jetzt doch noch
einen leistungsstärkeren Pentium-MMX mit 233 MHz Taktfrequenz herausbringen .
Der Prozessor wird voraussichtlich ab Anfang Juni zum Einzelpreis von rund 1250
DM im einschlägigen Fachhandel zu erhalten sein . Größere PC-Hersteller können
möglicherweise schon früher Systeme mit dem neuen Chip anbieten . Mit dem
überraschenden Richtungsschwenk will Intel offenbar dem Verlust von
Marktanteilen an den Konkurrenten AMD vorbeugen . Dessen K6-Prozessor ist "
sockel-kompatibel " mit dem Pentium und läuft in vielen bereits eingeführten
Motherboards . Intels Pentium II dagegen , der am 6. Mai auf den Markt gelangt ,
erfordert ein neues Motherboard-Design unter Nutzung eines Intel-Patents . Die
längerfristige Strategie des Marktführers läuft darauf hinaus , den
Pentium-Prozessor durch den Pentium II abzulösen . Offenbar hat AMD die
Nachfrage nach dem Anfang April eingeführten K6 beträchtlich unterschätzt und
kann sie derzeit bei weitem nicht erfüllen . Zwar gibt es von Vobis und Fujitsu
komplette PCs mit dem leistungsfähigen neuen Chip , die üblichen Handelskanäle
wurden aber noch nicht beliefert , so daß einzelne Prozessoren bislang noch
nirgends zu erhalten sind . " Wir könnten jede Menge von den Chips verkaufen ,
aber wir bekommen keine " , sagte ein Hamburger Elektronik-Versender gegenüber
c't . Genauso geht es anderen Vertreibern von Einzelkomponenten . Viele haben
den K6-Prozessor im Vertrauen auf in Aussicht gestellte Liefertermine bereits in
Inseraten angeboten . Jetzt sehen sie sich einem Ansturm verärgerter Kunden
gegenüber . Distributoren bestätigten die Terminverschiebungen . AMD liefert
offenbar bevorzugt an die Großkunden , die sich von Anfang an zu der
Intel-Alternative bekannt haben . Bei Vobis ist man jedenfalls sehr zufrieden ,
nachdem heute eine weitere Chip-Lieferung eintraf : Das tröstet freilich die
leistungshungrigen PC-Anwender nicht , die möglichst bald einen einzelnen
AMD-Chip kaufen möchten , um ihren Pentium-Rechner durch simplen Austausch des
Prozessors auf ein neues Leistungsniveau zu bringen . Im Gegensatz zu diesem
läuft er aber in herkömmlichen Pentium-Sockeln und eignet sich deshalb auch zum
Umrüsten vorhandener Systeme . Allerdings verträgt sich bei weitem nicht jedes
ältere Pentium-Board mit dem K6 . Eine umfangreiche Liste mit weit über 100
Motherboard-Typen , die ein K6-Upgrade erlauben , erscheint in der c't-Ausgabe
6/97 am 15. Mai . Etwa zu diesem Zeitpunkt will AMD auch die ersten K6-Exemplare
an die Distributoren liefern . Danach werde sich die Liefersituation nach und
nach entspannen , hieß es . Erst ab Juli werde man jede Nachfrage erfüllen
können . Neuer Internet Explorer für Mac OS X Anwender von Mac OS X können über
die eingebaute Softwareaktualisierung ein Update für Microsofts Internet
Explorer beziehen . Die 7,8 MByte große Datei bringt den Browser auf den
Versionsstand 5.1.1 . Microsoft bezeichnet die Software weiterhin als " Preview
Release " , doch scheint die gelegentliche Instabilität der bisherigen
Vorversion beseitigt zu sein . Wird parallel der Inhalt mehrerer Fenster
aufgebaut , so hakelt manchmal kurzfristig die Bedienung . Die Version für das "
klassische " Mac OS erledigt das in der Regel reibungslos . Computer Bild erhält
Sprachpreis Die Zeitschrift Computer-Bild erhält den in diesem Jahr erstmals
vergebenen Institutionenpreis Deutsche Sprache . Der Preis des Dortmunder
Vereins Deutsche Sprache und der Eberhard-Schöck-Stiftung in Baden-Baden soll am
3. November in Kassel verliehen werden , teilte der Verein Deutsche Sprache in
Dortmund mit . Computer-Bild werde für ihr Bestreben ausgezeichnet , Begriffe
aus Computertechnik und Internet auf Deutsch zu erläutern . So bezeichne die
Zeitschrift die Begriffe " E-Mail " mitunter als " elektronische Post " oder "
Pixel " als " Bildpunkt " . Intel offeriert Mitarbeitern unbezahlten Urlaub
Hardwaregigant Intel ersucht einen Teil der Belegschaft seines Werks in
Albuquerque , New Mexiko , in diesem Sommer zwei Wochen unbezahlten Urlaub zu
nehmen . Grund : " Der Markt für Flash-Speicher ist ein wenig schwächer , als
wir es uns wünschen würden " , so Intel-Specher Chuck Mulloy . Die
Kostensparmaßnahme betreffe nur eine bestimmte Gruppe von Arbeitern und sei
strikt freiwillig , versicherte Mulloy . Im März hatte Intel die Streichung von
5000 Stellen angekündigt , rund 6 Prozent seines weltweiten Personalbestands ,
nachdem der Chipabsatz hinter den Erwartungen zurück geblieben war . Bill Gates
: Das Beste kommt erst noch Die gegenwärtige Dotcom-Krise ist nach Ansicht von
Bill Gates nicht das Ende des IT-Booms , sondern nur " das Ende des Beginns " .
Im vergangenen Jahr habe sich lediglich gezeigt , dass die so genannte New
Economy die alten ökonomischen Gesetze nicht außer Kraft setzen konnte , sagte
der Microsoft-Gründer laut US-Medienberichten vor 140 Firmenchefs auf dem
fünften Microsoft CEO Summit . " Dieses nächste Jahrzehnt ist das Große " ,
versicherte Gates seinen Gästen . Obwohl viele Internetfirmen hinter ihren
Versprechungen zurückgeblieben seien , werde die Technik ihnen radikale
Verbesserungen im Umgang mit Daten , Kunden und Partnern bringen . Als eine
Bremse für den Fortschritt bezeichnete Gates die Kosten für schnellere
Interzugänge . Er sei aber zuversichtlich , dass in vier Jahren wenigstens 20
Prozent der amerikanischen Haushalte über Breitbandzugänge auf das Netz
zugreifen könnten . Amazon verspricht bessere Kundenbetreuung Der weltgrößte
Internet-Händler Amazon.com will mit besserer Kundenbetreuung seine
Spitzenposition ausbauen . Firmenchef Jeffrey Bezos betonte am Mittwoch bei der
Hauptversammlung in Seattle , dass Amazon.com weiterhin einen operativen
Proforma-Gewinn im vierten Quartal dieses Jahres anstrebe . Der größte Teil
dieses Schuldenbergs müsse aber erst im Jahr 2009 abgetragen sein , sagte Bezos
. Der Aktienkurs des Unternehmens ist seit der vergangenen Hauptversammlung um
80 Prozent gesunken . Bezos betonte allerdings , die Firma sei trotzdem in einer
starken Position . Im Januar hatte Amazon den Abbau von 1300 Arbeitsplätzen oder
15 Prozent seiner Belegschaft angekündigt . Das Sortiment habe sich durch den
Verkauf elektronischer Bücher ( Ebooks ) und die Zusammenarbeit mit dem
Spielzeughändler ToysRUs erweitert , sagte Bezos . Am Mittwoch begann Amazon
auch mit dem Verkauf von Babyartikeln in Kooperation mit der
ToysRUs-Tochtergesellschaft BabysRUs . iNotes Web Access fertig Lotus hat iNotes
Web Access ( IWA ) fertiggestellt und liefert es zusammen mit Domino 5.08 aus .
IWA ist neben iNotes Access for Outlook , POP3 und IMAP die vierte alternative
Möglichkeit zum Zugriff auf Notes Mail . Die Maildatenbank muss mit Hilfe des
Convert Task auf die Inotes5-Schablone umgestellt werden und kann weiterhin auch
mit Notes verwendet werden . Ein Agent erlaubt die Synchronisation des lokalen
Notes-Adressbuchs mit der Maildatenbank , so dass auch bei Zugriff über IWA alle
Adressen zur Verfügung stehen . IWA ist für Internet Explorer ab 5.01 optimiert
. Weil die meisten Aktionen , etwa das Blättern im Kalender , lokal ablaufen ,
vergisst man sehr schnell , dass man sich in einem Browser befindet .
Dateianhänge kann man per Drag & Drop bearbeiten . Als Rich Text Editor
verwendet IWA das lokale IE-Control statt des Java-Applets im bisherigen
Notes-Webmail . Auch ohne Installation kann man IWA auf der Iris-Webseite testen
. Mittels der Domino Offline Services ( DOLS ) kann man die Maildatenbank lokal
auf den eigenen Rechner herunterladen und lokal ohne Verbindung zum
Domino-Server bearbeiten . Das ist zwar technisch brilliant , widerspricht aber
dem eigentlichen Zweck von IWA . Schließlich geht es darum , vor allem reisenden
Mitarbeitern oder solchen ohne eigenen PCs einen gelegentlichen Zugriff auf
E-Mail und PIM ( Personal Information Manager ) zu ermöglichen . Da IWA laut
Lotus eine wesentliche Funktionserweiterung von Domino ist , wird es nicht über
die Maintenance Releases auf Notes.net vertrieben . Wer sich das Update auf 5.08
installiert , kommt nicht automatisch in den Genuss des neuen Clients .
Passport-Kunden mit Wartungsvertrag können dagegen eine Vollversion
herunterladen . Auf der Webseite Partnerworld for Software war zunächst durch
einen Distributionsfehler Domino 5.07a als Domino 5.08 angeboten worden . Diesen
Fehler hat Lotus unterdessen korrigiert und stellt jetzt auch dort die
Vollversion zur Verfügung . Rüttgers : Keine Rundfunkgebühr für ARD und ZDF
online Internet-Angebote der öffentlich-rechtlichen Rundfunksender sollten nach
Auffassung der nordrhein-westfälischen CDU nicht aus der Rundfunkgebühr
finanziert werden . " Online-Aktivitäten und das Internet gehören nicht zur
Grundversorgung " , betonte Rüttgers . Wenn die öffentlich-rechtlichen
Rundfunkanstalten sich auf diesen Feldern betätigen wollten , müssten sie sich
den allgemeinen Wettbewerbsregeln unterwerfen . Zusätzliche Angebote von ARD und
ZDF müssten privatwirtschaftlich finanziert werden . Um dies sicher zu stellen ,
verlangt die NRW-CDU eine Ergänzung des Rundfunkstaatsvertrags . Nach den
Vorstellungen der CDU soll sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk künftig
ausschließlich aus Gebühren finanzieren . Werbung soll nicht mehr erlaubt sein .
Microsoft fordert Firmen zur Lizenzprüfung auf Der Softwarehersteller Microsoft
hat rund 5000 mittelgroße Unternehmen in den USA aufgefordert , eine interne
Überprüfung ihrer Softwarelizenzen durchzuführen und ihm binnen 30 Tagen Bericht
zu erstatten . Nach Berichten in US-Medien ist die Aufforderung in
einschüchterndem Ton verfasst . Viele Firmen fühlen sich massiv unter Druck
gesetzt . " Wir gehen davon aus , dass die mittleren Unternehmen als Ergebnis
ihres schnellen Wachstums größere Probleme haben , die Lizenzbedingungen
einzuhalten " , zitiert der Newsdienst News.com eine Microsoft-Juristin . Die
Firmen sollen unter anderem detailliert auflisten , an wie vielen Arbeitsplätzen
sie Microsoft-Produkte installiert haben und welche Lizenzdokumente sie dafür
vorweisen können . Das Recht , solche Überprüfungen zu verlangen , habe
Microsoft in den Lizenzverträgen mit den Unternehmenskunden vereinbart . Die
betroffenen Firmen ihrerseits klagen über den damit verbundenen Aufwand und die
Kosten , die Microsoft ihnen verursacht . Psion-PDA mit 32 Bit In München wurde
heute eine neue Version des PDA von Psion vorgestellt . Der " Series 5 "
arbeitet erstmalig mit einer 32-Bit-Version des Betriebssystems EPOC und einem
RISC-Prozessor vom Typ ARM 7100 bei 18.4 MHz . Als Laufzeit mit zwei
Mignonzellen gibt der Hersteller 30 Stunden an , inklusive Batterien wiegt der
PDA nur 354 Gramm . Am grundlegenden Design hat sich gegenüber den
Vorgängermodellen 3a und 3c wenig geändert . Die Tasten sind jedoch wesentlich
größer ausgefallen und haben keine Zwischenräume mehr . Das Schreibgefühl des
Series 5 erinnert fast schon an ein Subnotebook . Der Bildschirm in halber
VGA-Auflösung ( 640 mal 240 Punkte mit EL-Hintergrundbeleuchtung ) kann 16
Graustufen darstellen und arbeitet auch als Touch-Pad : Der Benutzer kann kleine
Skizzen erstellen und die Benutzeroberfläche mit einem Stift bedienen . Eine
Handschrifterkennung beherrscht die Serie 5 jedoch nicht . Für die Aufnahme von
Sprachnotizen stehen zusätzliche Tasten an der Gehäuseseite zur Verfügung , mit
der 8-MByte-Version ist bis zu einer halben Stunde Aufnahmezeit garantiert .
Anders als die Serie 3 muß das neue Modell beim Einsatz als Diktiergerät nicht
mehr geöffnet werden . Erste Experimente mit einem Vorserienmodell verliefen
äußerst vielversprechend : Auf dem neuen Psion läßt sich trotz der geringen
Taktfrequenz flott arbeiten , die inzwischen samt Kabel mitgelieferte
PC-Software PsiWin2.0 synchronisiert nun auch die Daten aus Microsofts Schedule
und dem Lotus Organizer in den aktuellen Versionen automatisch . Aus einer
Datenbank mit über 400 Einträgen waren die Treffer mit einer einfachen
Stichwortsuche in unter 3 Sekunden herausgesucht . Ab August soll die Serie 5 im
Handel erhältlich sein . Bei Preisen von 1499.- Mark ( 4 MByte ) und 1699.- Mark
( 8 MByte ) versteht Chairman David Potter den neuen Psion als High-End-PDA und
spart auch nicht mit großen Worten : " We are lightyears ahead of the
competition " . Ob sich die Serie 5 gegen die Konkurrenz der Windows
CE-Maschinen und den Apple Newton 2000 behaupten kann , bleibt abzuwarten .
Trotz ausgereiftem Gesamteindruck fehlen noch wichtige Funktionen : Ein
Web-Browser und E-Mail-Client sollen im Herbst per Internet kostenlos
nachgeliefert werden . Wie bei Psion üblich fehlt der Serie 5 auch ein interner
Slot für PC-Cards , der aus der Serie 3 bekannte Adapter bleibt weiter
verwendbar . Für moderne GSM-Telefone reicht jedoch der serielle Anschluß des
Psion , eine erste Lösung für das Ericcson GS18 ist bereits fertiggestellt - die
internen GSM-Stacks des neuen Psion machen eine Software-Lösung für die
Modemfunktionen möglich . Weiterer Wermutstropfen : Die Daten aus einem
Serie-3-Gerät bleiben zwar verwendbar , nicht jedoch die rund 3000 Applikationen
für die alten Psions : Sie müssen neu kompiliert werden . Dennoch stemmt sich
Psion gegen Windows CE : Bis im gerade erst entstehenden Markt ein Standard
abzusehen sei , werde am eigenen Betriebssystem EPOC festgehalten , so David
Potter . Zwei Lizenznehmer für EPOC seien auch schon gefunden - über deren Namen
schwieg man sich aber noch aus . Jetzt offiziell : 1998 kommt " Windows 98 " Das
lang erwartete Upgrade zu Windows 95 ist jetzt offiziell auf den Namen " Windows
98 " getauft . Auf einer Windows-Plattform-Konferenz in Seattle nannten
Microsoft-Sprecher erstmals diesen wenig überraschenden Namen und versicherten ,
daß das Baby im ersten Quartal des kommenden Jahres das Licht des Marktes
erblicken werde . Windows 98 , das sich derzeit in der Beta-Prüfung bei
selektierten Anwendern befindet , soll dank des integrierten Internet Explorer
4.0 die Grenzen zwischen lokalen Daten und Internet-Inhalten verschwimmen lassen
. US-Frauen surfen an Männern vorbei Im Gründerland des Internet haben Frauen
die bisherige Männerdomäne gestürmt und stellen mit 50,4 Prozent erstmals die
Mehrheit im Netz . Das entspricht auch in etwa ihrem Bevölkerungsanteil in den
USA . Wie das Forschungsunternehmen Media Metrix in einer umfassenden Studie
feststellte , unterscheidet sich das Verhalten der Frauen im Netz aber deutlich
von dem der Männer . So seien Frauen mehr praxisbezogen und deutlich " treuer "
; sie kehren häufiger zu den Webseiten zurück , mit denen sie gute Erfahrungen
gemacht und die ihnen Nutzen gebracht haben . Männer seien dagegen viel mehr an
technischen Spielereien interessiert und stöberten auf der Suche nach immer
neuen Seiten länger im Netz umher . Dies dürfte unter anderem erklären , warum
die Forschungsgruppe bei den Teenagern den stärksten Anstieg verzeichnete . In
der Altersgruppe von zwölf bis 17 Jahren wuchs die Zahl der Internet-Nutzerinnen
binnen eines Jahres um stolze 126 Prozent . Ihre beliebtesten Webseiten sind die
Online-Ableger der Teen-Zeitungen wie Cosmogirl und Teenpeople oder freevote.com
. Hier können Interessierte zu praktisch jedem Thema ihre Stimme abgeben : Wer
ist der schönste Hollywoodstar ? Welche ist die beste TV-Serie ? Aber auch über
ernstere Themen wie den künftigen Präsidenten der USA oder das Kartellverfahren
gegen Microsoft finden Abstimmungen statt . Die Gruppe der Vier- bis Elfjährigen
stellt zwar bisher nur 4,0 Prozent der Webbevölkerung dar , doch auch ihr Anteil
wächst ständig . Sie besuchen vor allem die Seiten ihrer
Lieblings-Fernsehsendungen oder chatten mit ihren Freundinnen . Insgesamt
stellte die Media-Metrix-Studie fest , dass Frauen das Netz eher als Fortsetzung
ihrer normalen Interessen betrachten und es inzwischen gelernt haben , die
Vorteile der weltweiten Vernetzung dafür einzusetzen . So nutzen sie das Netz
häufig für Reisereservierungen , Einkäufe oder um nach bestimmten Informationen
zu suchen . Die stellvertretende Chefredakteurin der Webseite Cybergrrl.com ,
Stephanie Fairleigh , erklärte im Fernsehsender ABC , Frauen nutzen die
Möglichkeiten des Internets auch viel stärker als Männer für soziale Zwecke .
Das gilt vor allem für die Altersgruppe der über 55-Jährigen . Zwar sind sie mit
4,4 Prozent bisher nur relativ schwach im Netz vertreten , doch ist ihre Zahl
seit vergangenem Mai um 110 Prozent gestiegen . Das Interesse der Frauen in
dieser Altersgruppe gilt der Studie zufolge hauptsächlich Gesundheitsfragen und
der Familie . D21-Initiative warnt vor sozialer Spaltung Rund einem Viertel der
deutschen Bevölkerung droht einem Zeitungsbericht zufolge auf absehbare Zeit ein
Ausschluss von der Nutzung des Internets . Die von Unternehmen der
Informationstechnik gegründete Initiative D21 rufe daher die Bundesregierung auf
, gegen die drohende Verschärfung der sozialen Spaltung vorzugehen , berichtet
die Berliner Zeitung in ihrer Donnerstagausgabe . Nach einer Studie werde sich
die Zahl der Internet-Nutzer in Deutschland bis 2003 auf 30 Millionen knapp
verdoppeln . Von Ausgrenzung bedroht seien Menschen mit geringer Schulbildung ,
Arbeitslose , Senioren , Frauen sowie Bewohner ländlicher Gebiete . Abhilfe
könne ein Regierungsprogramm in Zusammenarbeit mit öffentlichen Institutionen
und privaten Unternehmen schaffen . Die Studie Digitale Spaltung in Deutschland
soll an diesem Donnerstag in Berlin von dem D21-Vorsitzenden und Chef von IBM
Deutschland , Erwin Staudt , vorgestellt werden , so die Zeitung . Krise bei SGI
: Silicon Graphics ( SGI ) rutscht immer tiefer in die Krise : Am Montag
erklärte Firmenchef Rick Belluzzo völlig überraschend seinen Rücktritt - zwei
Wochen , nachdem er einen großen Restrukturierungsplan zur Rettung des
Unternehmens vorgestellt hatte . SGI , auf deren Highend-Workstations Films-Hits
wie " Jurassic Park " und " Star Wars " produziert wurden , leidet seit Jahren
unter dem zunehmenden Konkurrenzdruck billiger PCs am unteren und der Server von
IBM , Sun und HP am oberen Ende seiner Produktpalette . Belluzzo war im Januar
1998 von HP zu SGI gewechselt . Als seinen Nachfolger benannte der
SGI-Verwaltungsrat eines seiner Mitglieder , den 56jährigen Robert Bishop .
Bishop war bis 1995 Marketing-Chef der Firma und gilt als einer der größten
Anteilseigner . Berichten der US-Presse zufolge soll Belluzzo ein Angebot von
Microsoft angenommen haben . Er werde eine Führungsposition im Bereich der
Internet-Aktivitäten einnehmen , hieß es . AOL plant angeblich große
Mobilfunk-Allianz Der weltgrößte Onlinedienst AOL will nach Informationen der
Financial Times mit einem der größten Mobilfunkkonzerne der Welt , DoCoMo , das
Internet aufs Handy holen . Dazu werde die japanische DoCoMo sich mit bis zu 40
Prozent an AOL Japan beteiligen , schreibt die Londoner Zeitung . DoCoMo wolle
mit Hilfe von AOL seinen mobilen Internetdienst i-mode international durchsetzen
. Weltmarktführer ist AOL mit 24 Millionen ; der größte europäische Anbieter
T-Online kommt auf gut sechs Millionen . Ein Versuch von DoCoMo , mit i-mode in
den USA Fuß zu fassen und die dortige Mobilfunkfirma VoiceStream zu kaufen ,
scheiterte an der Übernahme von VoiceStream durch die Deutsche Telekom . Das
Bündnis AOL/DoCoMo sei " potenziell eine sehr starke Allianz des größten
Anbieters von Internetdiensten über PC und des größten Anbieters von
Internetdiensten über Mobiltelefone " , sagte der Analyst Toshiaki Iba von Tokyo
Mitsubishi Securities der Zeitung . Für AOL ist die Verbindung eine weitere
Möglichkeit , Internetdienste über die PC-Welt hinaus zu entwickeln . Die
Allianz soll in der kommenden Woche bekannt gegeben werden . Ein weiteres
AOL-Projekt ist AOL TV . Studie : Chancen im UMTS-Markt überschätzt Der Einstieg
in die Mobilfunktechnik der Zukunft , UMTS , könnte nach einer Studie für die
Telefonfirmen zu einem Milliardengrab werden . Hohe Lizenzgebühren und der
Netzaufbau machten UMTS in den Startjahren " extrem unwirtschaftlich " , sagte
Volker Putz , Chef der Hamburger Unternehmensberatung Putz & Partner der Welt am
Sonntag . Pro Kunde beliefen sich die Einstandskosten auf 5000 DM . Derzeit
geben Handy-Nutzer im Jahr nur ein Achtel des Betrages aus . Dem Spiegel zufolge
kann sich die Einführung des UMTS-Standards zudem deutlich verzögern . Die
Techniklieferanten von Siemens bis Nokia und Alcatel hätten Schwierigkeiten ,
die nötigen Teile rechtzeitig für die Tests zu liefern . Siemens befürchte bei
einigen Komponenten " eine Verzögerung von sechs Monaten " . 2003 sollen die
ersten UMTS-Netze arbeiten . Lukrativ werden sie nach Putz' Worten nur bei der
Entwicklung neuer Dienstleistungen . " UMTS lässt sich nur wirtschaftlich
betreiben , wenn die Anbieter die Wertschöpfungskette ausbauen und neben der
reinen Telefonie auch andere Services anbieten " , sagte Putz . Dies könnten
Videokonferenzen , Filmübertragungen oder eine Kreditkartenfunktion sein .
MobilCom dementiert Bericht über Rückzug Schmids MobilCom hat den Bericht des
Focus über einen geplanten Rückzug des Firmengründers Gerhard Schmid aus der
Konzernführung dementiert . Das Nachrichtenmagazin hatte gemeldet , Schmid wolle
den Vorstandsvorsitz abgeben , weil der neue Großaktionär France Telecom die
Unternehmenspolitik zunehmend bestimme . " Der Bericht entbehrt jeglicher
Grundlage " , sagte der MobilCom-Sprecher Torsten Kollande der
Nachrichtenagentur dpa . Focus hatte gemeldet , Schmid suche intensiv nach einem
Nachfolger . Er fühle sich nach der Beteiligung der Franzosen an der MobilCom AG
im eigenen Unternehmen nicht mehr wohl , das nun zu einem Bestandteil eines
Großkonzerns umgebaut werden müsse . Apple entwickelt Low-Cost-NC Die seit
Monaten anhaltenden Gerüchte um einen angeblich bei Apple in der Entwicklung
befindlichen Netzcomputer sind jetzt quasi offiziell bestätigt worden .
Oracle-Chef Larry Ellison , seit kurzem Mitglied im Apple-Verwaltungsrat , gab
auf einer Industriekonferenz in Los Angeles das Geheimnis preis : Anfang 1998
soll ein Low-Cost-NC auf MacOS-Basis vorgestellt werden . Das US-Zeitschrift
MacWeek wollte schon vergangene Woche nähere Einzelheiten erfahren haben .
Festplatte mit 12000 U/min Hitachi stellte heute in München die erste Festplatte
mit 12000 Umdrehungen pro Minute vor . Ein 1,6 Zoll hohes Modell mit 18,4 GByte
soll bald folgen . Die kleinere Platte soll in spätestens sechs Wochen zu einem
Preis um 1800 Mark ausgeliefert werden . Die Pegasus2 verfügt zunächst über ein
SCSI-Interface ( Ultra-Wide ) , Versionen für Ultra-2-SCSI und FC/AL sind
geplant . Hitachi verspricht sich aber gute Akzeptanz durch den geringen
Stromverbrauch und damit niedrige Wärmeentwicklung der Pegasus2 . Im Ruhezustand
soll das Gerät nur 12 Watt Leistung aufnehmen , unter Last jedoch gut das
Doppelte - um einen Lüfter kommt man damit auch nicht herum . Um die hohe
Drehzahl bei geringer Leistungsaufnahme zu erreichen , sind in der Pegasus2 nur
Magnetscheiben mit einem Durchmesser von 2,5 Zoll verbaut . Für die 15000
U/min-Generation werden gar nur 2-Zoll-Platters erwartet . Im aktuellen
Hitachi-Gerät dient denn auch der Rest des 3,5-Zoll-Gehäuses nur der Lärmdämmung
und Kühlung . Daher sei die Platte auch , so Produktmanager Adrian Tovey , "
gebaut wie ein Panzer " . Intels Rambus : Premiere abgesagt Die Firma Intel
zieht offenbar eine radikale Konsequenz aus den in letzter Minute zu Tage
getretenen Stabilitätsproblemen mit ihrem neuen Camino-Chipsatz : Die für Montag
geplante Vorstellung sei auf unbekannte Dauer verschoben worden , berichtet das
US-Magazin PC-Week unter Berufung auf ungenannte Quellen . Die PC-Hersteller ,
die zum Teil noch im Oktober erste PCs auf Basis des neuen Chipsatzes auf den
Markt bringen wollten , seien Donnerstag Nacht über die Verzögerung informiert
worden . Mit dem Camino-Chipsatz , dessen Markteinführung bereits zum zweiten
Mal verschoben wird , sollte erstmals die Rambus-Speichertechnik in PCs
eingesetzt werden . Gateway 2000 schreibt rote Zahlen Gateway 2000 enttäuschte
gestern die Börsenpropheten an der Wall Street mit einem tiefroten
Quartalsergebnis . Jetzt ist zwar die Stückzahl der verkauften PCs um 31 Prozent
auf 622000 gestiegen , aber gleichzeitig sank der Durchschnittspreis pro System
auf 2419 Dollar , und der Rohgewinn schrumpfte von ehemals 18,6 auf nur noch 13
Prozent . In Europa betrug die Zunahme nur magere 4,6 Prozent . Die einmaligen
Belastungen bestehen vor allem aus abzuschreibenden Investitionen für Forschung
und Entwicklung im Zusammenhang mit dem Kauf des Server-Produzenten ALR und
aufgegebenen Projekten . Händler will versteigertes Auto nicht liefern Ein
Autohändler aus Münster muss sich vor Gericht verantworten , weil er einen per
Auktion im Internet unter Wert versteigerten Neuwagen nicht an den Höchstbieter
abgeben will . Damit verstoße der Händler gegen die Internet-Auktionsbedingungen
, sagte der Anwalt des klagenden Bieters am Mittwoch Abend in Münster und
korrigierte damit die zunächst vom Gericht gegebene Darstellung , wonach die
Auktionsfirma die Beklagte sei . Dem für den 3. Dezember vor der Zivilkammer des
Landgerichts Münster angesetzten Prozess wird wegen einer wachsenden Zahl von
Auktionen im Internet grundsätzliche Bedeutung beigemessen . Nach
Gerichtsangaben hatte das Autohaus über ein Internet-Auktionsunternehmen am 27.
Juli für einen neuen VW-Passat Variant im Wert von mehr als 45.000 Mark ein
Mindestgebot von gerade einmal 10 Mark gefordert . Der Kläger sei als 963.
Bieter mit 26.350 Mark der Höchstbieter gewesen und habe somit den Zuschlag
erhalten . Dennoch habe er das Auto nicht bekommen . Gegenüber dem Kläger habe
der Händler eingeräumt , die Veröffentlichung im Internet stelle kein
verbindliches Kaufangebot dar . Zudem sei die Nennung von zehn Mark als
Mindestgebot ein Irrtum gewesen . Die Auktionsbedingungen besagen jedoch laut
Gericht , dass mit der Freischaltung der Angebotsseite im Internet automatisch
die Annahme des höchsten wirksamen abgegebenen Kaufangebots erklärt wird .
Spacelab erstes deutsches Schaustück auf der Expo Das Spacelab ist am Montag als
erstes Exponat im deutschen Pavillon auf der Expo feierlich enthüllt worden .
Mehrere Kamerateams verfolgten , wie das acht Tonnen schwere Modul einige Meter
in den sogenannten medialen Garten des Pavillons gefahren wurde . Das
Weltraumlabor der Dasa ( DaimlerChrysler Aerospace AG ) soll das Bundesland
Bremen und die Leistungsfähigkeit der deutschen Raumfahrt auf der
Weltausstellung präsentieren . Es war seit 1983 insgesamt 22-mal erfolgreich zu
Forschungszwecken ins Weltall geflogen . Im deutschen Pavillon stellt jedes
Bundesland ein Exponat aus , das die Geschichte und die Zukunft der Region
repräsentieren soll . Schleswig-Holstein will den originalgetreuen Nachbau eines
Wikingerschiffes zeigen , Baden-Württemberg den ersten Motorwagen .
Sachsen-Anhalt bringt die Lutherkanzel und Niedersachsen schickt den ersten
VW-Käfer ins Rennen . Mit dem Weltraumlabor wurde der Deutsche Pavillon
gleichzeitig inoffiziell eingeweiht . Siehe auch Was die EXPO in Hannover bieten
will in Telepolis . Chaintech GmbH in Konkurs Wie erst jetzt bekannt wurde , hat
die deutsche Niederlassung des Motherboard-Produzenten Chaintech im Januar den
Konkurs angemeldet . Das Konkursgericht Hamburg ( AZ 67bIN2/99 ) hat den Antrag
inzwischen angenommen und den Rechtsanwalt Büttner als Konkursverwalter bestellt
. Die Chaintech-Zentrale in Taiwan wollte zum Konkurs der Niederlassung nicht
Stellung beziehen . In einem offiziellen Statement teilte man nur mit , daß
Chaintech in Holland ein neues Service-Center aufgebaut habe , welches jetzt
auch den deutschen Markt betreuen soll . Alle Service- und
Garantieverpflichtungen der deutschen Niederlassung würden nun von Holland aus
wahrgenommen . Formelle Beschwerde wegen Intels ID-Nummern Eine
Bürgerrechtsgruppe in den USA will am morgigen Freitag , 26. Februar , bei der
US-Handelsaufsicht Federal Trade Commission ( FTC ) eine formelle Beschwerde
gegen Intel einreichen . Wie verschiedene Nachrichtenquellen im WWW berichten ,
wirft das Zentrum für Demokratie und Technik in Washington dem
Prozessorhersteller vor , die sogenannte Sicherheits-Architektur der
Pentium-III-Prozessoren repräsentiere " unfaire und irreführende
Handelspraktiken " . Während Intel die Technik als Mittel zum Schutz gegen
Betrug im E-Commerce anpreist , stößt insbesondere die individuelle Seriennummer
der Pentium-III-Chips auf starken Protest von Datenschützern . Sie befürchten ,
daß die Numerierung dazu mißbraucht werden wird , im Internet Personenprofile zu
erstellen . Die am Dienstag von c't veröffentlichten Nachricht , daß die
Seriennummer mit den von Intel nachgeschobenen Mitteln nicht zuverlässig
abgeschaltet werden kann , hat in den US-Medien hohe Aufmerksamkeit gefunden und
die Diskussion noch weiter angeheizt . IBM kündigte daraufhin an , das Lesen der
Seriennummer in allen PCs grundsätzlich auf BIOS-Ebene zu sperren .
Datenschutz-Institutionen wie EPIC und Junkbusters versuchen , einen Boykott des
Pentium III zu organisieren . Sie haben auch die FTC aufgerufen , gegen Intels
Seriennummern-Pläne einzuschreiten . Deren Chairmann Robert Pitofsky erklärte
daraufhin , er halte die FTC in dieser Sache für nicht zuständig . Doch nach der
formellen Beschwerde dürfte die Kommission nicht mehr umhin kommen , sich
offiziell mit der Sache zu beschäftigen . Microsoft legt Vergleichsvorschlag vor
Im Antitrust-Prozess gegen Microsoft liegt jetzt offenbar ein konkreter
Vergleichsvorschlag des Softwaregiganten auf dem Tisch . US-Medien berichten
unter Berufung auf nicht genannte Insider vage über den Inhalt des Schriftstücks
, das am Freitag per Fax an die Regierungsanwälte übermittelt wurde . Microsoft
lehnt demnach eine Zerschlagung in mehrere " Baby Bills " weiterhin kategorisch
ab , will sich aber Verhaltensmaßregeln auferlegen lassen . Nach Angaben von ABC
News ist Microsoft bereit , seine Geschäftspraxis teilweise unter die Aufsicht
der Regierung zu stellen und Teile seiner Software im Quellcode offen zu legen .
Bedingung dafür sei , keinen Gesetzesverstoß anerkennen zu müssen . Das
Finanzblatt Wall Street Journal nimmt an , dass der Softwaregigant angeboten hat
, die Preise und Lizenzbedingungen für Windows zu vereinheitlichen . Damit solle
dem im Prozess erhobenen Vorwurf wettbewerbswidriger und unfairer Praktiken
begegnet werden . Außerdem stelle Microsoft in Aussicht , den Internet Explorer
wieder aus dem Betriebssystem zu entfernen . Ferner wolle Microsoft mehr
Einblick in seine Softwareschnittstellen ( APIs ) geben , um Wettbewerbern die
Programmierung von Software für das Windows-Betriebssystem zu erleichtern .
Microsofts Vorstellungen seien " technisch kompliziert " , heißt es
übereinstimmend . Während die Regierungsanwälte am Freitagabend ( Ortszeit )
noch über den Details brüteten , berichtete die Zeitung " USA Today " von einem
möglicherweise noch an diesem Wochenende stattfindenden Treffen in Chicago , auf
dem die streitenden Parteien den Vergleich endgültig festklopfen würden . Dort
werde neben Microsoft-Gründer Bill Gates auch der stellvertretende
Justizminister Joel Klein erwartet . In anderen Berichten hieß es später am
Abend , das Treffen sei geplatzt , weil Microsofts Vorschläge zu wenig Substanz
böten . Wenn es nicht zu einer Einigung kommt , landet der Fall am Dienstag
wieder bei Richter Thomas Penfield Jackson in Washington , der dann das
gerichtliche Verfahren planmäßig fortsetzen würde . Richter Jackson hatte die
Parteien wiederholt dazu gedrängt , sich außergerichtlich zu einigen - auch
deshalb , um langwierige spätere Berufungsverfahren zu vermeiden . Jetzt hat der
Richter offenbar mit seiner Warnung , er werde andernfalls am Dienstag die
rechtliche Bewertung ( " Findings of Law " ) verkünden , fieberhafte Bemühungen
um eine außergerichtliche Lösung in letzter Minute ausgelöst . Nachdem schon die
im November veröffentlichte Tatsachenfeststellung ( " Findings of Fact " ) als
scharfe Kritik am Verhalten Microsofts aufgefasst wurde , dürfte der
Softwaregigant sehr daran interessiert sein , diese Situation abzuwenden .
Fünfeinhalb Jahre Knast für Raubkopierer Das Wuppertaler Landgericht bestrafte
den 50-jährigen Computer-Händler wegen Verstößen gegen das Urheberrecht und
Steuerhinterziehung . Bei Durchsuchungsaktionen in den Lagerräumen des
Unternehmers hatten die Ermittler im September unter anderem mehr als 4000 CDs
mit Raubkopien gefunden . Der Elektronik-Händler soll aber bereits lange Zeit
vor dem Fund im großen Stil mit illegalen Kopien gehandelt haben . Laut Urteil
hat er von 1997 bis 1999 außerdem Umsatzsteuern in Millionenhöhe hinterzogen .
Die Münchener Microsoft-Filiale ist mit dem Urteil zufrieden . Es zeige , dass
dem Schutz von Software als geistigem Eigentum ein höherer Stellenwert
beigemessen werde als in der Vergangenheit . Im Prozess hatte der Kaufmann
erklärt , er sei seit Herbst 1998 von dubiosen Hintermännern aus Düsseldorf und
Holland zu Abnahme und Verkauf der Raubkopien gezwungen worden . " Man hielt mir
damals auch einen Revolver an den Kopf " , sagte der Angeklagte vor Gericht .
Telekom kauft debis und Unisys Im Werben um das Unternehmen debis Systemhaus hat
nach Informationen des Nachrichtenmagazins " Focus " die Deutsche Telekom AG das
Rennen gemacht . Die Telekom werde noch in diesem Jahr 51 Prozent der debis und
ihrer Auslandstöchter erhalten , heißt es in dem Bericht . Aus steuerlichen
Gründen gingen die restlichen Anteile erst im Jahr 2001 an den Telefonriesen .
Damit hätte der Elektronikkonzern Siemens das nachsehen , der bis zuletzt um
debis Systemhaus mitgeboten hatte . Nach Informationen der dpa soll die
Entscheidung über den Käufer am Montag nach der Sitzung des
Wirtschaftsausschusses des DaimlerChrysler-Aufsichtsrates bekannt gegeben werden
. Ein debis-Sprecher wollte den "Focus"-Bericht auf Anfrage nicht kommentieren .
Auch DaimlerChrysler wollte dazu keine Angaben machen . Nach
"Focus"-Informationen will die Telekom außerdem den amerikanischen
IT-Dienstleister Unisys kaufen , mit dem sie bereits kooperiert . Telekom-Chef
Ron Sommer wolle damit seine " Vier-Säulen-Strategie " aus Mobilfunk ,
Telefondienst , Internet und Systemgeschäft vorantreiben . Der Vorsitzende des
Bundes Deutscher Kriminalbeamter ( BDK ) , Eike Bleibtreu , sieht kaum
Erfolgschancen bei der Bekämpfung von Internetkriminalität . Der in Halle
erscheinenden " Mitteldeutschen Zeitung " sagte Bleibtreu : " Wir haben den
Kampf im Internet längst verloren . " Er sei Realist und halte das Internet
inzwischen für " einen unkontrollierbaren Raum " . Die rechtlichen nationalen
Hürden für Ermittler kämen hinzu . Bleibtreu sagte , schon heute könne man im
Internet alles bekommen : Anleitungen zum Bombenbauen , Sprengstoff oder
Hakenkrallen , um Züge zum Entgleisen zu bringen . Im Bereich der
Kinderpornografie gebe es inzwischen " ganz klar erkennbare Strukturen " . AMD :
Es gibt genug Athlon-Prozessoren Der Prozessorhersteller AMD befürchtet für das
laufende Quartal keine Lieferengpässe bei Athlon-Prozessoren . Gütter
widersprach damit einem Bericht des US-Newsdienstes CNN , wonach die gesamte
Quartalsproduktion an Athlon- und K6-Prozessoren bereits vorbestellt sei . " Nur
bei den K6-Prozessoren sind wir für das zweite Quartal fast ausverkauft . " Dies
bedeute jedoch nicht , dass Endverbraucher im Einzelhandel mit Lieferproblemen
rechnen müssten . AMD hatte erst vor wenigen Tagen mit dem K6-2+ und dem K6-3+
zwei neue K6-Prozessortypen für den Einsatz in Notebooks auf den Markt gebracht
. " Hell.com " soll Millionen bringen Hölle meistbietend zu verkaufen : Die
Internetadresse www.Hell.com wird für einen Millionenbetrag versteigert .
HitDomains preist das Angebot damit an , dass " Hell " eines der am besten
bekannten Worte der Welt sei und der Kauf eine historische Chance für alle
möglichen Geschäfte darstelle . Netcologne jetzt auch in Bonn Der Kölner
Stadtnetzbetreiber NetCologne ist jetzt auch in Bonn präsent . Vom 1. Mai an
würden die Bonner Stadtteile auf das Glasfasernetz geschaltet , teilte
NetCologne am Dienstag mit . In Bonn seien mehr als 80 Kilometer Glasfaserkabel
verlegt worden . Bis 2005 möchte das Unternehmen hier einen Marktanteil von 15
Prozent , rund 27000 Privatkunden und 2000 Geschäftskunden , erreichen . Die
1994 gegründete regionale Telekommunikationsgesellschaft betreibt ein eigenes
Telekommunikationsnetz in der Region Köln . Sie bietet neben Telefondiensten
beispielsweise auch Internet-Zugänge , Kabel-Fernsehen und Datenservices an . "
Letzte Meile " vor dem Bundesverwaltungsgericht Das Bundesverwaltungsgericht in
Berlin will an diesem Mittwoch ein Grundsatzurteil zur umstrittenen " letzten
Meile " der Telekom fällen . Der Ex-Monopolist war vor knapp drei Jahren von der
Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post verpflichtet worden , diese
letzte Verbindung zwischen Ortsvermittlungsstelle und Endkunden Wettbewerbern
auch für Einzeldienste wie den Internetzugang zur Verfügung zu stellen . Ziel
war , mehr Wettbewerb im Ortsnetz zu ermöglichen . Dagegen klagte die Telekom ,
scheiterte jedoch in den bisherigen Verfahren . Das Gericht muss in dem
Revisionsverfahren nun klären , ob die Regulierungsbehörde zu Recht bei dem
marktbeherrschenden Unternehmen eingeschritten sei , das den Wettbewerbern
ursprünglich den Zugang nur unter Einschluss weiterer Leistungen gewähren wollte
, sagte ein Gerichtssprecher am Dienstag . Den Wettbewerb im Ortsnetz bezeichnet
die Regulierungsbehörde als den " eigentlichen Flaschenhals " der
Telekommunikation . Die Mitbewerber beschäftigten laut Angaben im Vorjahr rund
60000 Menschen und damit rund 15 Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor . Bis Ende
2000 hatten nach Behördenangaben 95 Unternehmen mit der Telekom Verträge über
Leitungen für die letzte Meile geschlossen . Die Konkurrenten der Telekom kommen
insgesamt im Festnetz inzwischen auf einen Marktanteil von 22 Prozent . Nach
Beschwerden der privaten Anbieter hatte die Regulierungsbehörde zuletzt
festgelegt , dass die Telekom den monatlichen Mietpreis für die
Teilnehmeranschlussleitung um eine Mark senken muss . Seit 1. April darf die
Telekom nur noch 24,40 Mark monatlich von ihren Konkurrenten für die letzte
Meile verlangen . Forschungsobjekt " Bildsprache des Internet " Die globale
Bildsprache des Internet wollen Wissenschaftler der Kunsthochschule
Berlin-Weißense in einem internationalen Forschungsprojekt entschlüsseln . Dies
ist nach eigenen Angaben eine der höchsten Fördersummen , die von der Stiftung
bislang bewilligt wurden . In den nächsten drei Jahren will Haustein in
Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der Universität von Kumasi ( Ghana ) , sowie
Künstlern in Afrika , Südamerika und China vor allem die Rolle der Bilder im
Internet , in der Videokunst und in Werbefilmen untersuchen . " Die von
Künstlern und Designern gestalteten multimedialen Räume verändern das Leben der
Menschen , überwinden mentale und geographische Grenzen und verbinden eine
Vielzahl von Lebensentwürfen in einer neuen Dimension " , erläuterte Haustein .
Kulturelle Identität erwachse künftig immer weniger aus traditionellen Sitten ,
Gebräuchen , Riten , der bildenden Kunst oder der Architektur sondern aus dem
geradezu unerschöpflichen Arsenal digitaler Angebote . " Das Projekt steht
beispielhaft für das interkulturelle Verständnis und den Blick über nationale
Grenzen " , begründete der Generalsekretär der Volkswagenstiftung , Wilhelm
Krull , die Bewilligung der Fördermittel . Studie : Deutsche sind "
Internet-Muffel " Die Mehrheit der Deutschen zählt nach den Ergebnissen einer
Umfrage zu den Internet-Muffeln . 58 Prozent sind nicht daran interessiert ,
online zu gehen . In anderen europäischen Ländern sei das Interesse deutlich
größer und der Anteil der Internet-"Verweigerer" um rund 20 Prozent niedriger ,
heißt es in einer am Dienstag in Hamburg vorgestellten europaweiten Studie für
die Meinungsforschungsinstitute Ipsos Deutschland und das französische
RISC-Institut . Mehr als 12.000 Menschen in fünf europäischen Ländern sind für
die Studie befragt worden . Gut 24 Prozent der Bundesbürger benutzen das
Internet demnach regelmäßig oder manchmal , hieß es . Nicht einmal jeder Fünfte
gehe gern online . Damit habe Deutschland die höchste " Internet-Resistenz " in
Europa , sagte RISC-Sprecherin Bettina Missler . Teles rutscht in Verlustzone
Wegen Umstrukturierungskosten ist das Telekom-Unternehmen Teles in die roten
Zahlen geraten . Für 2001 werde jedoch wieder ein positiver Jahresüberschuss
erwartet , sagte der Vorstandsvorsitzende der Teles AG , Professor Sigram
Schindler , am Dienstag in Berlin . Der Kurs des am Neuen Markt notierten
Unternehmens legte leicht auf 3,05 Euro zu . Er liegt damit aber noch weit unter
dem Stand von rund 19 Euro vor rund einem Jahr . Verantwortlich für die Verluste
war vor allem der Geschäftsbereich ISDN-TK-Anlagen und -Endgeräte . Teles hatte
im Dezember vergangenen Jahres die Schließung des ehemals zentralen Bereichs
angekündigt . Das Unternehmen hat sich von seinem Geschäftsschwerpunkt von den
Infrastruktursysteme weitgehend auf Internetmehrwertdienste verlagert . Dafür
seien hohe Umstrukturierungskosten nötig gewesen , die im kommenden Jahr jedoch
nicht mehr anfielen , sagte Schindler . Vor Abschreibungen und diesem
Einmalverlust erwirtschaftete das Unternehmen einen kleinen positiven Ertrag vor
Zinsen , Steuern und Abschreibungen von 647000 Euro . Amazon.com mit geringerem
Verlust Dies hat Amazon.com am Dienstag nach US-Börsenschluss bekannt gegeben .
Amazon.com-Finanzchef Warren Jenson betonte , das Unternehmen hoffe , sein Ziel
eines operativen Gewinns auf Pro-Forma-Basis im Dezember-Quartal zu erreichen .
Amazon.com geht für das Gesamtjahr von einem Umsatzanstieg von 20 bis 30 Prozent
aus . Zweite Betaversion des nächsten Lotus Notes Gerade einmal sieben Wochen
sind seit der Freigabe der ersten Beta von Notes und Domino Rnext vergangen .
Nun stellt Lotus auf der Iris-Webseite eine neue Version zum Download bereit .
Aktuell gibt es Notes für Windows und Mac , Domino Designer für Windows sowie
Domino Server für AIX , Linux , Solaris/Sparc und Windows . Als Highlights der
aktuellen Version nennt Lotus Soft Deletions , Internet Style Forwarding , eine
Druckfunktion für den Gruppenkalender sowie Framesets wie auf dem Bildschirm
dargestellt . Der Designer erhält die Code Completion für @-Funktionen , HTML-
und JSP-Code . Der Server hat eine neue Servlet-Engine sowie einen neuen
HTTP-Task ( Windows ) . Dazu gibt es ein neues Java-basiertes Programmier-Modell
für Web-Anwendungen . Auch diese zweite Beta ist noch nicht mit allen geplanten
Funktionen ausgestattet . Die Entwickler wollen in weiteren Beta Releases neue
Features hinzufügen . Die vor sieben Wochen vorgestellte Beta hat vor allem
durch ihre hohe Qualität und Performance überzeugt . Man würde von einer
Betaversion eigentlich eher eine Verschlechterung gegenüber dem aktuellen
Produkt erwarten . Dies scheint jedoch hier nicht der Fall zu sein . An einigen
Stellen sind bereits Dinge erkennbar , die noch nicht realisiert sind . Wie Ed
Brill , Direktor Notes und iNotes Marketing auf der DNUG-Konferenz in Potsdam
klarstellte , will Lotus jedoch keine Funktionen ankündigen , die noch nicht
eingecheckt sind . Auch das User Interface sei noch keineswegs vom Design her
fertig gestellt . Die erste Beta hatte bereits mit einigen Unsitten des
aktuellen Notes-Clients aufgeräumt . So wurde zum Beispiel die Behandlung von
Anhängen um Edit und Delete ergänzt . Man darf also gespannt sein , welche
Neuigkeiten die nächsten Betas bringen werden . Wissenschaftler : Internet wird
andere Medien nicht verdrängen Trotz steigender Beliebtheit des Internet werden
die klassischen Medien nach Ansicht von Wissenschaftlern ihre Bedeutung nicht
verlieren . Der Zuschauer wünsche sich beides , Fernsehen und Internet , aber
auch Zeitungen und Bücher , sagte die Publizistin Barbara Sichtermann bei der
Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Publizistik und
Kommunikationswissenschaft , die am Freitag in Münster zu Ende ging .
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Wolfgang Clement unterstrich die
Bedeutung des Internet in einem globalen Wirtschaftsgefüge zur Sicherung der
Wettbewerbsfähigkeit einheimischer Unternehmen . In Münster waren 250 Experten
aus der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft zusammengekommen , um über
aktuelle Entwicklungen in der Medienbranche zu beraten . Dabei ging es unter
anderem um die Abbildung von Wirklichkeit in den Medien . Die bisherige
Münsteraner Professorin und heutige Sprecherin der nordrhein-westfälischen
Landesregierung , Miriam Meckel , wies Befürchtungen zurück , wonach die
Bevölkerung wegen der Fernseh-Berichterstattung ihren Wirklichkeitsbezug
verlieren könnte . Die Menschen seien sehr wohl in der Lage , zwischen Fakten
und Fiktionen zu unterscheiden , sagte sie . Der Duisburger
Sozialwissenschaftler Jörg-Uwe Nieland kritisierte , die Politik wandle sich mit
Hilfe der Medien mehr und mehr zum " Politainment " . Es werde unter den
Bedingungen der Telepolitik regiert , sagte er . Wo Politiker in Filmen
mitspielten , in Talk-Shows oder Reality-Soaps aufträten , drohten die Grenzen
zwischen Realität und Fiktion zu verschwimmen , sagte er . Nach Aussage von
Ministerpräsident Clement birgt die zunehmende Nutzung des Internet die Gefahr ,
dass " Dumme dümmer und Kluge klüger werden " . Er sehe jedoch nicht das Risiko
einer neuen Elitenbildung . Seit der Erfindung des Automobils habe es keine
technische Neuerung gegeben , die sich so schnell wie das Internet in der
Bevölkerung ausgebreitet habe , sagte der Regierungschef bei einer
Podiumsdiskussion zum Thema " Internet und Globalisierung " . Das weltweite Netz
biete eine große Chance , den international steigenden Anforderungen an die
Bildung Rechnung zu tragen . Die DGPuK wurde 1963 gegründet . Sie zählt heute
über 600 Mitglieder aus dem Hochschul- und Medienbereich . Ihr Ziel ist die
Förderung der Kommunikationswissenschaft . Bei der Jahrestagung wurde unter
anderem auch die Vergangenheitsbewältigung der Kommunikationswissenschaft nach
dem Zweiten Weltkrieg beleuchtet . Der Dortmunder Journalistik-Professor Horst
Pöttker hatte im Vorfeld unter anderem die Leiterin des Allensbach-Instituts für
Demoskopie , Elisabeth Noelle-Neumann , wegen ihrer Rolle im
nationalsozialistischen Regime angegriffen . Handhelds sind 1999 der Renner Dies
hat die US-Marktforschungsfirma Dataquest am Montag geschätzt . Der Markt für
diese Geräte wird laut Dataquest bis 2003 um jährlich mehr als 30 Prozent
wachsen . Dies sei der Grund für das erwartete starke Wachstum . Ihr Marktanteil
werde sich von 67 Prozent im Jahr 1998 bis 2003 auf 92 Prozent erhöhen .
Dataquest begründete diese Voraussage mit der Notwendigkeit nahtloser
Verbindungsmöglichkeiten und des Zugangs zu Fremdanbieter-Anwendungen . BSA :
Massenhaft Raubkopien in Deutschland Computer-Nutzer in Deutschland setzen immer
noch massenhaft Raubkopien ein . Trotz erheblicher Anstrengungen der
Strafverfolgungsbehörden und der Branche gegen Softwarepiraten werde mehr als
jedes vierte eingesetzte Programm-Paket raubkopiert , teilte die Business
Software Alliance ( BSA ) am Dienstag in München mit . Die Raubkopierquote sei
damit zwar im Vergleich zu 1997 im vergangenen Jahr von 33 Prozent auf 28
Prozent leicht gesunken , Deutschland nehme aber beim Gesamtschaden in Europa
vor Großbritannien und Frankreich die Spitzenposition ein . Im Interessenverband
BSA haben sich Hersteller unter Führung von Microsoft zusammengeschlossen , um
für den Schutz von Software als geistiges Eigentum zu kämpfen . Die BSA hatte in
den vergangenen Monaten mehrfach Fälle von illegal kopierter Software aufgedeckt
und in einer umstrittenen Kampagne öffentlich angeprangert . Die Schadenszahlen
errechnet die BSA auf der Basis der verkauften Rechner im Vergleich zur
verkauften Software . Für die Erhebung der Pirateriequoten wurde nur sogenannte
Business-Software berücksichtigt , nicht jedoch Software für die private
Anwendung wie Spiele , Nachschlagewerke und Steuerprogramme . Ballmer : .NET
erst in drei Jahren einträglich Die neue Internet-Strategie Microsoft.NET wird
sich nach Ansicht von Unternehmens-Chef Steve Ballmer erst in drei Jahren
maßgeblich beim Umsatz des weltgrößten Software-Konzern auswirken . Die
Bedeutung von Microsoft im Internet-Zeitalter werde von vielen Menschen nicht
richtig eingeschätzt , meinte Ballmer : Aber die anderen Geräte wie
Mobiltelefone haben eine deutlich höhere Wachstumsrate als die PCs . Deshalb
habe der Stellenwert von Microsoft nachgelassen . Microsoft werde auch im Markt
außerhalb des PCs aktiv sein . " Vielleicht wird unser Marktanteil dort nicht so
hoch sein wie im PC-Markt 2 das macht uns aber noch lange nicht unbedeutend . "
Nicht alles , was Microsoft für den Rest seiner Firmengeschichte tun werde ,
müsse aber Windows sein . Niemand hat jemals so ein erfolgreiches Geschäft
gestartet wie Windows . Wird Microsoft noch einmal ein Erfolg wie Windows
gelingen ? Die Attacke durch den E-Mail-Wurm ILOVEYOU , der durch das
Microsoft-Programm Outlook verbreitet worden war , hat nach Einschätzung von
Ballmer dem Ruf der Sicherheitsstandards von Microsoft nicht geschadet . " Ich
glaube nicht , dass es für unsere Produkte Outlook und Exchange einen Rückschlag
gegeben hat . " Microsoft stelle seinen Kunden Werkzeuge zur Verfügung , mit der
Virenattacken wie diese vermieden werden könnten . Aufgabe von Microsoft sei es
, die Anwendung der Werkzeuge einfacher zu machen . Zum Schutz vor künftigen
Attacken müsse man ein System der sicheren Authentifizierung der Internet-Nutzer
in Kraft setzen . " Mit Hilfe von intelligenten Agenten kann das System dann
entscheiden , von welchem Absender ich Programmcode ausführen lassen möchte ,
wer mich mit einem Internet-Telegramm ansprechen darf oder wer Einblick in meine
Finanzunterlagen haben darf . " Das sichere Management der " digitalen
Persönlichkeit " sei sicherlich auch Teil der Dot-Net-Plattform von Microsoft .
Siemens steigt bei Software-Firmen ein Siemens setzt seine Beteiligungsstrategie
in der Internet-Branche fort und steigt bei zwei weiteren Software-Firmen ein .
Ein Konzernsprecher in München bestätigte den Bericht . Für einen einstelligen
Millionen-Dollar-Betrag sei Siemens zudem eine Minderheitsbeteiligung an der
US-Gesellschaft Phone.com eingegangen . Die erst 1997 gegründete More Magic gilt
führend bei der Entwicklung sicherer Bezahlsysteme über das Handy . Erst im März
hatte die Siemens AG ( Berlin/München ) bereits drei hochspezialisierte
US-Firmen im Bereich Datennetze und Internet ganz übernommen oder sich daran
beteiligt . Speicher-Test : Fast nur RAMsch im Handel Die derzeit im Fachhandel
angebotenen PC-Speichermodule funktionieren großenteils nicht einwandfrei . Das
ist das Ergebnis eines Tests der c't-Redaktion . Beim Praxistest in normalen PCs
, wie sie der Anwender zu Hause hat , liefen nur vier von 15 anonym gekauften
Modulen ohne Beanstandungen . Die übrigen elf Speicher sorgten mindestens für
Probleme bei der automatischen Erkennung des Speicher-Timings oder fielen sogar
beim Speichertest mit Bitfehlern aus . PC133-Speicher müssen ein wesentliches
Merkmal aufweisen : die so genannte SPD-Spezifikation . SPD steht für " Serial
Presence Detect " und beschreibt einen kleinen Baustein , der auf jedem PC100-
und PC133-DIMM vorhanden sein muss und dessen Inhalt genau beschreibt , wie der
PC die Speichermodule behandeln soll . Sind die SPD-Angaben fehlerhaft oder
unvollständig , ist es reine Glückssache , ob das Modul korrekt betrieben wird
oder nicht . Von den 15 anonym gekauften DIM-Modulen konnte kein einziges mit
einem vollständig fehlerfrei programmierten SPD-Chip aufwarten . Manchmal kann
man noch von Hand nachbessern , manchmal geht aber auch gar nichts . In einigen
Fällen arbeitet das System erst eine Weile , bis sich der PC aufhängt . Das
Testfeld bestand aus 15 anonym gekauften DIMMs und zusätzlich bei
Markenherstellern angeforderten Modulen . Auf ganzer Linie überzeugen konnte nur
das Speichermodul von Infineon . Es hatte einen kompletten und korrekten
SPD-Chip und lief als einziges Modul ohne Beanstandungen . Der Grund für die
Misere liegt allerdings nicht nur bei den Herstellern . Sie arbeiten zumeist
nach der vom Handel und damit auch den Käufern diktierten Devise " Billig muss
es sein " . Angeblich Milliardenverluste durch Surfen bei der Arbeit
Durchschnittlich verbringe jeder Beschäftigte 3,2 Stunden pro Woche ohne
betrieblichen Anlass online . " Pro Mitarbeiter entsteht dadurch ein
Arbeitsausfall von mehr als 17 Tagen im Jahr " , sagte Wilfried Heinrich ,
Geschäftsführer der Agentur Denkfabrik , die die Studie im Auftrag von Sterling
Commerce erstellte . Wirksame Gegenmaßnahmen seien schwierig umzusetzen , meint
Heinrich : " Den Unternehmen fällt nicht viel dazu ein . " In kleineren Firmen
sei es beispielsweise möglich , separate Internet-Arbeitsplätze einzurichten : "
Das schafft soziale Kontrolle . " Roland Ebert-Weglehner von Sterling Commerce
warnt die Unternehmen jedoch , die " schleichende Kostenlawine " zu ignorieren .
Es gebe immer mehr Anlässe zum privaten Surfen : " Je größer zum Beispiel der
Kreis der privaten Aktionäre ist , desto häufiger werden Börseninformationen
abgerufen . " Telekom-Bilanz : Der Riese schrumpft Die Deutsche Telekom hat im
ersten Halbjahr 1999 im Festnetzbereich kräftige Einbußen verzeichnet .
Mehreinnahmen in anderen Geschäftssparten hätten den Rückgang aber zum größten
Teil kompensiert . Vor allem im Mobilfunk , bei T-Online und ISDN legte der
Bonner Telefonriese kräftig zu . Vorstandschef Ron Sommer zeigte sich
zuversichtlich für die zweite Jahreshälfte : Erste Vertragsabschlüsse beim
Verkauf von Beteiligungen an den regionalen Kabelgesellschaften würden das
Ergebnis positiv beeinflussen . Am vergangenen Freitag war die Bieterfrist für
das zum Verkauf anstehende 460000 Kilometer lange Kabelnetz der Telekom
abgelaufen . Der Vorstandschef kündigte zugleich an , durch Fusionen und
Akquisitionen international weiter zu expandieren . IFA als
Konjunktur-Lokomotive Die Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik erwartet
von der Internationalen Funkausstellung ( IFA ) in Berlin einen deutlichen
Nachfrageschub . Dies sagte Helmut Stein , Vorsitzender des Fachverbands
Consumer Electronics im Zentralverband Elektrotechnik- und Elektroindustrie (
ZVEI ) , am Mittwoch in Berlin kurz vor Beginn der IFA ( 28. August - 5.
September ) . Die Messe werde als Konjunktur-Lokomotive dienen . Die
Unterhaltungselektronik habe im ersten Halbjahr darunter gelitten , dass es kein
sportliches Großereignis gegeben habe , sagte Stein . Dadurch wurden Konsumenten
nicht zum Kauf von TV-Geräten und Videorecordern animiert . Der Verkauf von
Geräten der Telekommunikation zur privaten Nutzung und Heim-PCs verlief hingegen
wesentlich besser . Die Branche setzt auf das Käufer-Interesse für Neuheiten und
eine stärkere Nachfrage für Flachbildschirme , für 16:9-TV-Geräte und digitale
Videorecorder . Größerer Hoffnungsträger ist nach Angaben von Rainer Hecker ,
Vorsitzender des IFA-Veranstalters Gesellschaft für Unterhaltungs- und
Kommunikationselektronik ( gfu ) , die Digitale Versatile Disc DVD . Sie stehe
kurz vor ihrem Durchbruch , was sich im Herbst- und Weihnachtsgeschäft deutlich
zeigen werde . Wirtschaftlich und technisch sei die beschlossene Einführung des
digitalen Fernsehens bis 2010 eine außerordentlich bedeutsame Entscheidung ,
sagte Hecker . Auf der IFA soll erstmals die Multimedia Home Plattform ( MHP )
als wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum digitalen Fernsehen vorgeführt werden
. Sie verbinde die Welten von Rundfunk und Internet , von TV und Computer und
schaffe ein einheitliches System für alle Dienste . Auf der IFA zeigen mehr als
870 Aussteller aus 36 Ländern Neuheiten und Weiterentwicklungen der Branche .
Kabelnetz-Verkauf soll Telekom stärken Mit den Verkaufserlösen aus dem Kabelnetz
und durch Börsengänge von Tochterfirmen will die Deutsche Telekom künftige
Übernahmen finanzieren . Das Unternehmen wolle nicht in lockeren Allianzen
zusammen arbeiten , sondern durch Fusionen den Weg zu einem führenden globalen
Telematik-Dienstleister gestalten , sagte der Vorstandschef Ron Sommer am
Mittwoch bei der Vorstellung der Halbjahreszahlen in Bonn . Dabei werde die
Telekom auf jeden Fall eine Mehrheit an T-Mobil und T-Online behalten . Darüber
hinaus werde das jetzt zum Verkauf anstehende Kabelnetz den finanziellen
Spielraum erweitern , sagte Sommer . Nach Sommers ist das Bietverfahren sehr
positiv ausgefallen . Auch die Preisangaben der Bewerber seien aus Sicht der
Telekom " ermutigend " . Der Vorstand geht davon aus , dass der Verkauf von
Mehrheitsbeteiligungen an dem begehrten Netz noch in diesem Jahr einen
wesentlichen Ergebnisbeitrag leisten wird . Zu konkreten Preisen wollte sich
Sommer nicht äußern . " Wir reden hier nicht über Peanuts , es geht um gewaltige
Werte " , sagte der Telekom-Chef . Ziel des Unternehmens sei es , für die
Telekom-Aktionäre das Optimum herauszuholen . Sommer widersprach in diesem
Zusammenhang der Darstellung , dass die EU-Kommission in Brüssel das Unternehmen
zum Verkauf gezwungen habe . Die Telekom wolle Partner in die
Kabelgesellschaften aufnehmen , weil sie mit der Rentabilität des
Kabelgeschäftes nicht zufrieden sei . Gigabell kündigt "Flatrate"-Zugang an
Einen Internet-Zugang für pauschal 17,90 DM im Monat zuzüglich Telefonkosten von
drei Pfennig pro Minute bei sekundengenauer Abrechnung kündigt der
Multi-Service-Provider Gigabell AG an . Mit dem neuen Tarif von myOKAY.NET , der
rund um die Uhr gilt , sollen sich vor allem tagsüber die Internet-Kosten
beträchtlich verringern . " Gigabell hat jetzt realisiert , was Deutschlands
User schon lange fordern " , kommentierte Gigabell-Vorstand Daniel David die
Ankündigung . Deutschlands User fordern zwar mehr , nämlich auch die Abschaffung
des Telefongebührenzählers , doch der faire Sekundentakt dürfte sicherlich
Akzeptanz finden . Die Firma ist sich sicher , dem erwarteten Ansturm gewachsen
zu sein . Der Standort Frankfurt am Main garantiere eine reibungslose Anbindung
, hieß es , die unmittelbare Nähe des Datenaustauschpunkts DE-CIX sei ein
strategischer Vorteil . Startschuss für Wettbewerb im Ortsnetz Nach Öffnung des
Telefonmarktes Anfang 1998 mit drastischen Preissenkungen bei Ferngesprächen ist
jetzt auch der Startschuss für mehr Wettbewerb im Ortsnetz gefallen . Die
Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post vergab am Mittwoch Frequenzen
für den drahtlosen Teilnehmeranschluss . Von 32 Bewerbern seien zwölf
Unternehmen im Ausschreibungsverfahren um 662 Richtfunkfrequenzen erfolgreich
gewesen , teilte die Behörde in Bonn mit . Der Verbraucher dürfe sich jetzt im
Ortsbereich auf Tarifsenkungen freuen , sagte der Präsident der
Regulierungsbehörde , Klaus Dieter Scheurle . Künftig werde der Kunde zwischen
mehreren Anbietern wählen können . Scheurle : " Wirtschaftlich spürt er dann die
Segnungen des Wettbewerbs . " Zu den Gewinnern des Ausschreibungsverfahrens
gehören die Viag Interkom ( München ) , Star One ( Düsseldorf ) , First Mark (
Berlin ) und Callino ( München ) . Diese vier Gesellschaften hatten sich
bundesweit beworben . Keiner kam aber in allen 262 Versorgungsbereichen zum Zuge
. Mannesmann Arcor ( Eschborn ) hatte sich nicht in allen Gebieten beworben ,
gehört aber ebenfalls zu den Telefongesellschaften mit den meisten
Richtfunkfrequenzen . Erfolgreich bei der Ausschreibung , zu der die Unternehmen
21,6 Tonnen Papier bei der Regulierungsbehörde eingereicht hatten , waren
außerdem die Associated Com ( Düsseldorf ) , BroadNet ( Düsseldorf ) , K-Net (
Kaiserslautern ) , Tesion ( Stuttgart ) sowie Viaphone und Winstar ( beide
Frankfurt ) . Noch in diesem Jahr würden die ersten Unternehmen punktuell ihre
Geschäftstätigkeit aufnehmen , hieß es weiter . Zum Start wollen die Anbieter
ihre Kunden mit speziellen Funkempfängern ausrüsten . Daran lassen sich dann
handelsübliche Telefone anschließen ; auch ISDN-Anschlüsse sind denkbar . Vieles
hänge jetzt davon ab , wann die entsprechenden Geräte im Markt verfügbar seien .
Es gebe keine Region in Deutschland ohne Frequenzzuteilung und damit auch keine
weiße Flecken auf der Landkarte . Stark umworben waren vor allem die
Ballungsgebiete Berlin , Dortmund , Düsseldorf , Frankfurt , Hamburg , Hannover
, Köln , München und Stuttgart . Auf der Halbjahrespressekonferenz der Telekom
hatte deren Vorstandsvorsitzender Ron Sommer die Frequenzvergabe im Ortsbereich
begrüßt : ECommerce in Europa wächst rasant Der elektronische Handel im Internet
wird in Europa in den kommenden Jahren nach Einschätzung von US-Marktforschern
schnell wachsen . Diese Prognose gab die International Data Corp. ( IDC ) am
Mittwoch . " Das Internet bewegt sich in Westeuropa rasch von einem technischen
Phänomen zu einem Werkzeug für die gesamte Bevölkerung " , erklärte die
IDC-Analystin Anna Giraldo . Nach ihren Angaben werden das Interesse am Internet
und der Euro den elektronischen Handel vorantreiben . Nach einer neuen
IDC-Studie werden sich zum Jahresende bereits 60 Prozent der Internet-Benutzer
außerhalb der USA befinden . Die Internetgeschäfte außerhalb der USA werden
ebenfalls rasant wachsen . Ihr Anteil am weltweiten Internetgeschäft wird von 26
Prozent im Jahre 1998 bis 2003 auf 46 Prozent steigen . Dell plant PC-Winzling
fürs Internet PC-Hersteller Dell will ab Herbst einen abgestrippten Klein-PC
vermarkten , der vor allem dem einfachen Internet-Zugang dienen soll .
Firmenchef Michael Dell habe den Winzling mit dem Codenamen " Webster " auf
einer Firmenkonferenz in Austin gezeigt , meldet der US-Onlinedienst News.com .
ISA-Slots werde es ebenfalls nicht geben . Das rundliche Gehäuse ähnele dem
einer Kaffemaschine , wird ein Konferenzteilnehmer zitiert . Damit trage Dell
dem aktuellen Design-Trend Rechnung , der sich in der Nachfrage nach Apples
populären iMac zeige . Bunt ist es freilich nicht - zumindest der gezeigte
Prototyp trug schlichtes Schwarz . Computer in fast jedem zweiten Haushalt 1998
hatte erst bei 40 Prozent ein Computer in der Wohnung gestanden . In den neuen
Ländern hatte der Ausstattungsgrad mit Personalcomputern 1998 sogar erst bei 34
Prozent gelegen , mittlerweile sind es 43 Prozent . Auch Notebooks werden
zunehmend angeschafft , wie das Amt weiter mitteilte : 5,5 Prozent der privaten
Haushalte besitzen derzeit einen mobilen Rechner . Und immer mehr Menschen sind
" drin " : Während 1998 erst 7,9 Prozent der Haushalte im alten Bundesgebiet und
4,4 Prozent der Haushalte in den neuen Ländern über einen Internetzugang
verfügten , liegen die entsprechenden Quoten mittlerweile bei 17,4
beziehungsweise 12,2 Prozent . Bahn versteigert Bauauftrag im Internet Die
Deutsche Bahn AG hat am Montag erstmals einen Bauauftrag im Internet versteigert
. Bei der Online-Auktion wurde ein Auftrag für die Sanierung von drei Kilometern
Schienenweg bei Gießen vergeben . Ein Bahnsprecher bestätigte eine entsprechende
Meldung des Wirtschaftsradios hr Skyline vom Hessischen Rundfunk . Elf Baufirmen
gaben demnach Gebote für einen Auftrag über ursprünglich 30.000 Euro ab . Der
Zuschlag ging laut hr Skyline für 18.051 Euro an eine Fachfirma für Bahnbau .
Die Internet-Auktionen sollen das Vergabeverfahren vereinfachen und Kosten
sparen . Künftig wolle die Bahn beim Einkauf Stellen abbauen , hieß es . Ein
neuer Computer-Virus tarnt sich als Umfrage zum Kampf der USA gegen den
Terrorismus . Im Volltext heißt es : Der Virus befiel zunächst Nutzer des
E-Mail-Programms Outlook von Microsoft , teilte die Software-Sicherheits-Firma
Computer Associates International mit . Außerdem modifiziert der Virus die
autoexec.bat , sodass beim nächsten Booten die Partition c: reformatiert wird .
Wer also die Datei WTC.exe versehentlich ausgeführt hat , sollte unbedingt bevor
er den Rechner ausschaltet , folgende Anweisungen aus der Datei
C:\\\\autoexec.bat entfernen : echo Y | format C Ist der Rechner bereits
ausgeschaltet , sollte man von einer sauberen Diskette oder CD-ROM booten , um
diese Zeile zu löschen und das Formatieren der Festplatte zu verhindern . Der
Karlsruher Virenexperte Christoph Fischer hält " Vote " für wenig gefährlich .
Zwar lösche der Virus die gesamten Dateien im Windows-Verzeichnis , doch könne
man möglichen Datenverlusten mit einer Sicherheitskopie begegnen , kommentierte
Fischer gegenüber dpa . " Vote " habe in etwa die Qualität von " I love you " .
Nach Ansicht von US-Experten gibt es keine Hinweise , dass der Virus direkt mit
den Anschlägen vom 11. September in Verbindung steht . Der Programmierer sei
vermutlich ein Trittbrettfahrer . Weitere Details bei Telepolis . Informationen
zum Schutz vor Viren und Würmern bieten die Antiviren-Seiten von c't . Napster
zahlt Millionen für Urheberrechte Die Musiktauschbörse Napster hat einen Vertrag
mit der amerikanischen Musikindustrie und Komponisten unterzeichnet , der als
wichtige Hürde auf dem zu einem kostenpflichtigen Abonnement-Service gilt .
Napster plant , Ende des Jahres einen kostenpflichtigen Abonnement-Dienst mit
mehreren hundert Musiktiteln zu starten . Seit ihrer Gründung 1999 hatte die
Tauschbörse mit ihrer Software kostenlosen Musik-Tausch möglich gemacht und
wurde so zu einem der am meisten besuchten Internet-Seiten . Nach einem
Gerichtsurteil beendete Napster seinen kostenlosen Service . Das jetzige
Abkommen beseitigt Napsters Rechtsprobleme noch nicht vollständig . Am 10.
Oktober soll eine weitere Anhörung mit Napster und Plattenproduzenten
stattfinden . Dann entscheidet sich , ob Napster mit weiteren Forderungen
rechnen muss . " Wir freuen uns , ein so wichtiges Element für unseren neuen
Dienst abgeschlossen zu haben - eines , das Liedermachern , Künstlern und
Konsumenten zugleich zugute kommt " , kommentierte der Napster-Geschäftsführer
Konrad Hilbers . George D. Weiss , Vorsitzender der Vereinigung amerikanischer
Liedermacher , sagte : Talkline wechselt Führung aus Die beiden führenden
Manager des Elmshorner Telekommunikations-Unternehmens Talkline haben das
Unternehmen verlassen und sind durch Geschäftsführer aus dem Mutterunternehmen
ersetzt worden . Der ehemalige Talkline-Chef Klaus H. Rasmussen und der
bisherige Finanz-Chef Frank Schubert wollen prüfen , ob sie das Unternehmen
kaufen können , heißt es in einer Mitteilung . Die dänische Konzernmutter TDC
Mobile International ( früher Tele Danmark ) will sich seit längerem von
Talkline trennen , hat aber bislang keine Käufer gefunden . PC-Rundfunkgebühr
noch nicht vom Tisch Der Initiativkreis " Keine Rundfunkgebühren für PCs " - ein
Zusammenschluß von mehr als 40 Verbänden und Unternehmen der Medienindustrie -
hat jetzt in einem Schreiben an die Ministerpräsidenten der Länder appelliert ,
sämtliche Pläne zur Einführung einer Rundfunkgebühr für PCs ad acta zu legen .
Es gebe keine rechtliche Legitimation dafür , ein fast überall verbreitetes
Arbeitsmittel wie den PC mit tausenderlei Funktionen nur wegen der
hypothetischen Möglichkeit des Abrufs öffentlich-rechtlich verantworteter
Inhalte zum gebührenpflichtigen Rundfunkgerät zu erklären . Außerdem wäre es
nicht nachvollziehbar und mit dem Rundfunkstaatsvertrag grundsätzlich
unvereinbar , wenn ein internetfähiger PC mit hunderttausenden von
Abrufvarianten zum gebührenpflichtigen Empfangsgerät erklärt werde , nur weil
neben einem riesigen nationalen und internationalen Informations- und
Kommunikationsangebot womöglich auch Angebote öffentlich-rechtlicher Sender
abrufbar seien . Telekom verlangt über 20 Milliarden für TV-Kabelnetz Das sagte
Telekom-Vorstandsmitglied Gerd Tenzer der " Süddeutschen Zeitung " (
Samstagsausgabe ) . Was realistisch erscheine und was auch durch die Verkäufe
ähnlicher Netze im Ausland bestätigt werde , liege deutlich über diesem Betrag ,
betonte Tenzer . Für das zum Verkauf stehende 460000 Kilometer lange
TV-Kabelnetz prüft der Bonner Telefonkonzern derzeit die Kaufangebote . Um das
Netz , das mit Milliarden-Investitionen zu einer bidirektionalen Datenautobahn
aufgerüstet werden soll , haben sich zahlreiche Unternehmen aus dem In- und
Ausland beworben . Die Telekom will an ihren neun regionalen Kabelgesellschaften
Beteiligungen von maximal 74,9 Prozent abgeben . Zu einem Totalverkauf des
Netzes an einen Investor wird es nach den Worten von Tenzer nicht kommen . "
Hauptgrund ist , dass wir intensiven Wettbewerb unter den Investoren wollen " ,
sagte er . Nicht ausschließen wollte der Telekom-Vorstand dagegen , dass auch
ein einziger Investor gegebenenfalls in allen neun Regionen einen bestimmten
Prozentsatz erwirbt . Der Düsseldorfer Mannesmann-Konzern hatte sich unlängst
gegen einen zerstückelten Verkauf des Kabelnetzes ausgesprochen und angekündigt
, das Netz der Telekom vollständig erwerben zu wollen . Nur so habe es seinen
Wert und nur so könne die Telekom einen entsprechenden Preis dafür erzielen .
Gerücht um Microsoft-Spielkonsole bestätigt Microsoft will offenbar noch dieses
Jahr in den boomenden Markt für Spielkonsolen vordringen . Der Software-Riese
habe seine Pläne für ein Windows-basierendes System mit japanischen und
amerikanischen Spieleherstellern erörtert , schreibt der US-Newsdienst News.com
unter Berufung auf einen Gesprächsteilnehmer , der davon ausgeht , dass
Microsoft das Produkt bereits Ende Oktober ankündigen kann . Vor drei Wochen
hatte das Spielemagazin Next Generation erstmals über die sogenannte X-Box von
Microsoft berichtet . Danach handelt es sich um eine Set-Top-Spielkonsole , die
aus üblichen PC-Komponenten aufgebaut sein soll . Nähere Details wurden bisher
nicht bekannt . Microsoft lehnte eine Stellungnahme ab . Initiative D21 macht
Front gegen Copyright-Abgabe Die Computer- und Internet-Initiative D21 hat eine
schnelle Anpassung des Urheberrechtsgesetzes an die Erfordernisse des Internets
gefordert . Eine pauschale Copyright-Abgabe für digitale Produkte komme einer
Sonderbesteuerung gleich , sagte der Sprecher der Initiative , Norbert Eder .
Dies führe zu einer Verteuerung von Computerprodukten in Deutschland und damit
im internationalen Vergleich zu erheblichen Wettbewerbsnachteilen . Das
Stuttgarter Landgericht hatte den Computerhersteller Hewlett-Packard ( HP ) am
Dienstag in einem Vergleich mit der Verwertungsgesellschaft Gema dazu
verpflichtet , zwölf DM für jeden neu hergestellten CD-Brenner zu bezahlen . Für
jedes bereits verkaufte Gerät werden 3,60 DM fällig . Damit bestätigte das
Gerichte eine gesetzliche Vergütungspflicht für digitale Kopien . Die Gema geht
davon aus , dass nun auch andere Hersteller und Importeure eine
Urheberrechts-Abgabe leisten müssen . HP und der Dachverband der deutschen IT-
und Telekommunikationsindustrie , BITKOM , hatten andere Modelle gefordert . HP
hofft , durch Kopierschutztechnologien doch noch um die pauschale Abgabe
herumzukommen . " Das Gericht berücksichtigt mit dem vorgeschlagenen Vergleich
für CD-Brenner erstmals , dass pauschale Abgaben ihre Berechtigung verlieren ,
sobald technologische Schutzmechanismen zum Einsatz kommen " , sagte
HP-Geschäftsführer Hans-Jochen Lueckefett . Die Kombination aus digitalem
Wasserzeichen , physikalischer Kennzeichnung von Original-CDs und -DVDs und
verschlüsselter " Tickets " verhindere das illegale Kopieren und Abspielen von
Dateien . Gleichzeitig würde bei einer solchen Lösung nur der zahlen , der auch
wirklich Musik oder Filme kopiert - im Gegensatz zu einer pauschalen Abgabe .
Die Initiative D21 , die von Bundeskanzler Gerhard Schröder und großen
Unternehmen vor gut einem Jahr gestartet wurde , soll den Übergang Deutschlands
von der Industrie- zur Informationsgesellschaft fördern . Im Januar werde die
Initiative in einer Beiratssitzung mit Bundesministerin Herta Däubler-Gmelin (
SPD ) Lösungen für einen modernen Urheberrechtsschutz erörtern , hieß es .
Hannover Messe : Weniger Besucher , mehr Geschäfte Die Deutsche Messe AG und die
meisten der 7250 Aussteller zogen am Samstag eine blendende Messe-Bilanz . Doch
die öffentliche Resonanz , die diese Branchen angesichts des allseits beklagten
Nachwuchsmangels dringend bräuchte , fiel schwach aus . Nach Angaben der
Deutschen Messe AG kamen rund 270.000 Besucher , 12.000 weniger als 1999 und
über 50.000 weniger als 1998 . Als Hauptgrund gilt dieses Jahr die Ausgliederung
der Weltlichtschau , die in Frankfurt/Main vor gut einer Woche als neue " Light
and Building " auf Anhieb 100.000 Besucher anlockte . Die Hannover-Aussteller
setzen bewusst nur noch auf Fachbesucher . Dieses Potenzial sei offenbar
ausgeschöpft , meinte Messe-Chef Klaus E. Goehrmann . Gleichwohl soll der
Besucherrückgang gestoppt werden . Die Konzentration auf ausgewählte
Top-Industriebranchen habe sich aber bewährt . Die Aussteller aus 65 Ländern
hätten auch gezeigt , dass sie keineswegs als " Old Economy " abgeschrieben
werden könnten . Das Zusammenwachsen der traditionellen Industrien mit den neuen
Informations- und Kommunikationstechniken drückte der Hannover Messe zwar den
Stempel auf . Als " CeBIT Industrie " aber will sich die Messe nicht verstanden
wissen . Sie pocht auf Eigenständigkeit . Indessen wich die Aufbruchstimmung und
High-Tech-Euphorie der Computerschau CeBIT vier Wochen zuvor vielfach einem
geschäftsmäßigen Business as usual . So sah sich Bundeskanzler Gerhard Schröder
zu einem Spontanbesuch veranlasst , um zu warnen , die Öffentlichkeit möge sich
doch nicht nur an der Handy- und Laptop-Generation erfreuen , sondern auch die
traditionellen Industrien nicht ganz aus dem Blick verlieren . Dabei gab es in
Hannover Spitzentechnologien zu Hauf zu sehen . Gerade die deutsche
Investitionsgüterindustrie läuft auf dem Weltmarkt niemandem hinterher . Die
Hannover Messe könnte somit das Forum gegen eine zu geringe Technikbegeisterung
vieler Jugendlicher sein . Die " New Economy " der quirligen Software-Hersteller
und Internet-Start-Ups habe ohne die Anwender in der Industrie keine Zukunft . "
Ohne Produktionstechnologien gibt es auch keine Handys und keine PC zu
marktfähigen Preisen " , sagte Dietmar Harting vom Ausstellerbeirat in der
Abschluss-Pressekonferenz . Gleichzeitig aber blieben die meisten Aussteller in
Hannover vorzugsweise in ihrer Fachwelt . " Viele Hersteller von Robotern oder
Förderanlagen haben nur wenig Interesse an großer Öffentlichkeit " , heißt es
auch bei Verbänden . Einige Teilbranchen liebäugeln bei zu starker Rückkehr zu
Glamour und Show gar damit , die Hannover Messe zu verlassen und sich separat zu
präsentieren . Messe-Chef Goehrmann kündigte für das kommende Jahr eine
Öffentlichkeitsoffensive an . Das Motto für die Hannover Messe 2001 vom 23. bis
28. April klingt zumindest kraftvoll : " The Power of Industry " . McNealy : Wir
brauchen keine Baby-Bills In einem Interview mit c't hat sich Sun-Chef Scott
McNealy gegen eine Aufteilung von Microsoft als Ergebnis des laufenden
Kartellrecht-Prozesses ausgesprochen : Java in Windows zu implementieren , sagte
McNealy , sei für Sun viel schwieriger gewesen als bei allen anderen Plattformen
. Microsoft macht " substantielles Angebot " Darüber werde voraussichtlich am
kommenden Dienstag zwischen den Anwälten des Unternehmens und denen der
klagenden Justizministerien in Washington verhandelt . Dem Bericht zufolge will
Microsoft einige Zugeständnisse bei der Vertragsausgestaltung mit
Computerherstellern machen und ihnen mehr Spielraum bei der Windows-Startseite
einräumen . Es gilt aber als wenig wahrscheinlich , daß es auf dieser Basis zu
einer Einigung bei dem vom Richter angeordneten Vergleichsversuch kommt . Den
Monopolbehörden reichen die Zugeständnisse nicht aus . Sie strebten eine
Umstrukturierung des Unternehmens von Bill Gates an . Ein Microsoft-Sprecher
erklärte dagegen : " Wir haben ein ernstes und substantielles Angebot gemacht ,
das die von der Regierung genannten Probleme betrifft . " Der Prozeß in
Washington hat im Mai vergangenen Jahres begonnen und ruht derzeit . Drei
Viertel der Deutschen haben keine Ahnung vom Internet Lediglich 23 Prozent
nutzen es - davon weniger als die Hälfte ( 42 % ) täglich , wie aus einer
Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa hervorgeht . Das Institut hatte
Anfang April 516 Menschen im Auftrag der Zeitung " Die Woche " befragt . Die
Fehlerquote liege bei 3,5 Prozent , hieß es . Vor allem Menschen mit geringem
Bildungsgrad nutzten das Internet kaum , berichtet die Wochenzeitung in ihrer
neuesten Ausgabe . Unter Abiturienten seien immerhin 44 Prozent im Netz ; bei
Menschen mit Hauptschulabschluss waren das nur acht Prozent . Im Beruf sehe es
ähnlich aus . Während 41 Prozent der Selbstständigen das Internet nutzten ,
seien es bei den Arbeitern nur zwölf Prozent . Als Hauptgrund sieht Forsa die
geringe Verbreitung von Computern an deutschen Schulen . Nur jeder Siebte ( 15
Prozent ) habe den Umgang mit dem Internet in der Schule oder an der Universität
kennengelernt . Die meisten Deutschen brächten sich ihre Internet-Kenntnisse
selbst bei oder fragten Freunde um Rat . France Telecom darf bei Mobilcom
einsteigen Das Bundeskartellamt hat der Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens
durch die schleswig-holsteinische Mobilcom AG und die France Telecom zugestimmt
. Gleichzeitig hat das Bundeskartellamt die Teilnahme des Joint Venture am
UMTS-Auktionsverfahren genehmigt , teilte Mobilcom am Mittwoch mit . Damit sei
eine wesentliche Voraussetzung zur Ersteigerung einer Lizenz für das neue
Mobilfunknetz mit der UMTS-Technik erreicht worden . Die französische
Telefongesellschaft France Telecom steigt mit einem Anteil von 28,5 Prozent bei
der Mobilcom AG ein . Neue CDU-Kampagne : Ruttgers statt Rüttgers Dem
nordrhein-westfälischen CDU-Spitzenkandidaten Jürgen Rüttgers will es offenbar
nicht so recht gelingen , das Thema neue Medien in seinen Wahlkampf zu
integrieren . Auf unzähligen Großwerbeflächen , die Rüttgers zusammen mit
CDU-Chefin Angela Merkel zeigen , ist des Wahlkämpfers eigens eingerichtete
Web-Adresse falsch angegeben . " Ruttgers " steht dort statt " Ruettgers " . Was
nun ? Die landesweit angebrachten Plakate haben schließlich eine Menge Geld
gekostet . Auf Nachfrage von c't sagte die CDU-Wahlkampfmanagerin Tanja Müller ,
über die Lösung des soeben erst mitgeteilten Problems werde noch beraten . Neue
Plakate werde man sicherlich nicht kleben lassen - allenfalls einen kleinen
Zettel mit der korrekten Adresse " www.juergenruettgers.de " über die falsche .
Deshalb an dieser Stelle ein kleiner Tipp von c't : Der Domainname "
www.juergenruttgers.de " ist noch zu haben . Am billigsten wäre es gewiss ,
diese Domain schnellstens anzumelden und von dort auf die richtige Website
umzuleiten . Hoffentlich liest das jetzt keiner von der SPD ... Neue
Gerichtsentscheidung gegen Internet-Apotheke In einem Eilverfahren um die
Internet-Apotheke Doc Morris hat das Landgericht Frankfurt erneut gegen den
Medikamenten-Vertrieb im Internet entschieden . Auf Antrag der Arzneimittelfirma
Bayer Vital erließ das Gericht am Mittwoch eine einstweilige Verfügung , die der
holländischen Apotheke den gewerbsmäßigen Versandhandel mit Medikamenten in
Deutschland untersagt . Ebenso hatte eine andere Kammer des Frankfurter
Landgerichts in einem Eilverfahren im vergangenen Jahr entschieden . Abweichend
davon erging jedoch inzwischen eine Entscheidung des Landgerichts Berlin zu
Gunsten von Doc Morris . Die Frankfurter Kammer stützt sich auf die Bestimmung
im deutschen Arzneimittelgesetz , nach der gewerbsmäßiger Versandhandel mit
Medikamenten nicht zulässig ist . Diese Regelung sei im Interesse der
Verbraucher getroffen worden , um Angebote von in Deutschland nicht zugelassene
Medikamenten unter Kontrolle zu halten und eine qualifizierte Bedienung und
Beratung in den örtlichen Apotheken zu garantieren , so das Gericht fest .
Möglicherweise könne sich diese Regelung in der Zukunft als überholt erweisen ,
bemerkte das Gericht . Vorläufig sei sie aber noch gültig . Doc Morris beruft
sich vor Gericht ebenfalls auf Verbraucherinteressen . Der Verbraucherschutz sei
in der Internet-Apotheke ebenso gut garantiert wie im konventionellen örtlichen
Medikamentenverkauf . Darüber hinaus profitiere der Verbraucher jedoch von dem
zum Teil erheblich preisgünstigeren Angebot bei Doc Morris . Das Gericht
erklärte , die rechtliche Auseinandersetzung um den internationalen
Medikamenten-Vertrieb per Internet befinde sich derzeit in einem etwas
unübersichtlichen Anfangsstadium . Über die Entscheidung des Frankfurter
Gerichts vom vergangenen Jahr wird voraussichtlich im Mai in zweiter Instanz vor
dem Oberlandesgericht Frankfurt verhandelt . Inzwischen sind bereits mehrere so
genannte Hauptverfahren in Sachen Internet-Apotheke anhängig . FCC : Telekom
darf VoiceStream kaufen Die Deutsche Telekom ist der Übernahme des
US-Mobilfunkunternehmens VoiceStream Wireless Corp. einen bedeutenden Schritt
näher . Die US-Aufsichtsbehörde FCC gab am Mittwoch grünes Licht mit der
Begründung , der Firmenzusammenschluss sei für den Verbraucher in den USA von
Nutzen , weil die Telecom das Netzwerk von VoiceStream ausbauen wolle . Der Kauf
soll spätestens im Juni abgeschlossen werden . Die FCC machte zur Auflage , dass
sich die Deutsche Telekom an eine Vereinbarung mit dem Justizministerium und dem
Bundeskriminalamt FBI hält , in der es um die Zusammenarbeit mit
Aufklärungsbehörden geht . Die Telekom darf auch nicht auf internationalen
Leitungen , die sie dominiert , Wettbewerber ihrer amerikanischen Tochter
diskriminieren , hielt die FCC fest . In Washington gab es wegen des hohen
Staatsanteils an der Telekom lange Widerstand gegen die Übernahme . Die FCC
meint hingegen , die Deutsche Telekom sei nicht in einer Position , um auf dem
amerikanischen Markt unfairen Wettbewerb zu betreiben . Die Wettbewerbsbehörden
hatten dem Kauf bereits zugestimmt . Die Telekom gehe davon aus , dass das
Engagement in den USA für gegenseitige Impulse sorgen werde . Sun schickt
Belegschaft in Zwangsurlaub Sun Microsystems will mit einer zeitweiligen
Betriebsschließung auf die Nachfrageflaute im Computermarkt reagieren .
US-Medien interpretieren den Schritt als einen Versuch , die Kosten zu
reduzieren , ohne Personal entlassen zu müssen . Es ist das erste Mal in der
19-jährigen Geschichte des Unternehmens , dass Sun zu einer solchen Maßnahme
greift . Der Server-Hersteller , der seit Jahren mit herausragenden
Geschäftsergebnissen glänzte , hatte vor einigen Tagen einen drastischen
Gewinneinbruch melden müssen . Erster deutscher Professor für virtuelle Realität
Die nach Uni-Angaben erste Professur für Systeme der virtuellen Realität (
VR-Systeme ) in Europa ist mit Beginn des Sommersemesters an der
Bauhaus-Universität Weimar besetzt worden . Der 38 Jahre alte Informatiker Bernd
Fröhlich stellte am Donnerstag in Weimar sein Lehr- und Forschungsgebiet
erstmals der Öffentlichkeit vor . Die technische Erstausstattung der neuen
Professur lässt sich die Bauhaus-Universität knapp 600.000 Mark kosten . Das sei
die vierfache Summe , die sonst für eine Professur ausgegeben wird , hieß es .
Damit sollte eine der wichtigsten Kompetenz der Universität ausgebaut werden ,
sagte Rektor Gerd Zimmermann . Als Vorteil der an der Fakultät Medien
eingerichteten Professur sieht Zimmermann die interdisziplinäre Zusammenarbeit
zwischen Medientechnologie , Mediengestaltung und Medientheorie . Die drei
Gebiete unter einem Dach sind in Deutschland einmalig . Fröhlich ( Jahrgang 1962
) studierte Informatik und promovierte an der TU Braunschweig . Er lehrte und
forschte im Bereich Grafische Datenverarbeitung in Deutschland , Venezuela ,
Kanada und den USA . Zuletzt arbeitete er am Institut für Medien und
Kommunikation GMD/St. Augustin . Hintergrund : Telekom will US-Mobilfunkmarkt
aufmischen Auf diese Entscheidung hatte Telekom-Chef Ron Sommer sehnsüchtig
gewartet . Nach der Genehmigung der Übernahme des US-Mobilfunkbetreibers
VoiceStream durch die Aufsichtsbehörde FCC ist der in den letzten Wochen stark
in die Kritik geratene Vorstandsvorsitzende wieder oben auf . Dem Einstieg der
Telekom in einen der weltweit größten und attraktivsten Märkte ist damit so gut
wie perfekt . Und Sommer kommt seinem Ziel näher , die Telekom zu einem
internationalen Branchenriesen zu machen . In Frankfurt bezeichnete er am
Donnerstag die Übernahme des sechstgrößten US-Mobilfunkbetreibers als "
Meilenstein " . So steht noch der Segen des Ausschusses für
Auslandsinvestitionen in den USA aus , was aber nach Einschätzung von Experten
kein Problem sein sollte . Die Telekom ziehen vor allem die gigantischen
Marktpotenziale in die USA . Dort wird in der Mobiltelefonie in den kommenden
Jahren ein wesentlich höheres Wachstumstempo erwartet als in der Alten Welt .
Erst jeder dritte US-Bürger besitzt derzeit ein Handy . Das liegt auch daran ,
dass im Land der unbegrenzten Möglichkeiten die Mobilfunkwege noch verworren
sind : Schwer vorstellbar für einen Europäer , der dank des einheitlichen
Mobilfunkstandards GSM von Helsinki bis Palermo erreichbar ist . Um so lohnender
erscheint der Auftritt in Übersee : Bis Ende 2003 werden nach einer
Marktprognose acht von zehn US-Bürgern ein Handy besitzen . Gegenwärtig sind es
erst 40 Prozent . Mittelfristig seien 100 Prozent vorstellbar . Und GSM macht
möglich , was bislang für Europäer unmöglich war : Sie können mit ihrem Handy
problemlos von San Francisco bis Frankfurt telefonieren . Denn beim
Markteintritt in den USA setzt die Telekom auf den in Europa bewährten
Mobilfunkstandard GSM . Die in Bellevue , US-Bundesstaat Washington ,
beheimatete VoiceStream verfüge derzeit als einziger US-Anbieter über ein nahezu
flächendeckendes GSM-Netz , sagt Sommer . Ein Vorteil , der " gar nicht hoch
genug eingeschätzt werden kann " . Doch bevor die Dollars so richtig sprudeln ,
steht der Telekom in den USA eine längere Durststrecke bevor . Denn die erst
sieben Jahre alte VoiceStream fährt noch hohe Anlaufverluste ein , die die
Bilanzen der Telekom belasten werden . Das war sogar mehr als der gesamte Umsatz
des Unternehmens . Wie teuer das Startgeld in den USA ausfällt , ist derzeit
noch nicht sicher . Inzwischen sind die T-Aktien mit knapp 30 Euro aber deutlich
weniger wert . Analysten halten den Erwerb für einen strategisch richtigen
Schritt . Allerdings könnte nach Abschluss der Übernahme , die Ende Mai erwartet
wird , ein Verkaufsdruck die T-Aktie belasten , meint Frank Rothauge vom
Bankhaus Sal. Oppenheim . Und von diesen Papieren könnten sich manche
Kleinaktionäre vorzeitig trennen . " Das ist ein ernsthaftes Problem " , räumt
auch Sommer ein . Aber mehr als 100 bis 150 Millionen Papiere sollten es nicht
sein . Die gebeutelten T-Aktionäre müssen sich jedenfalls weiter in Geduld üben
. Die T-Aktie sei zwar drastisch unterbewertet , meint Analyst Rothauge : Ein
Anstieg von mehr als 15 Prozent sei wegen des VoiceStream-Kaufs kurzfristig aber
nicht drin . Verbraucherschützer warnen vor SMS-Dummenfang Handybesitzer werden
derzeit mit einem neuen Trick dazu gebracht , teure 0190er-Rufnummern anzurufen
. Nach Angaben des Europäischen Verbrauchzentrums ( EVZ ) in Kiel werden per SMS
über den angeblichen Gewinn einer Reise informiert . Alles was zu tun sei , um
die Reiseunterlagen zu bekommen , sei ein Anruf bei der angeführten 0190er
Nummer . Betroffen seien die Netze D1 und D2 . Die Verbraucherschützer kündigten
eine Strafanzeige gegen die Versender der SMS an . Nach EVZ-Angaben befindet
sich das angegebene Unternehmen in Wien in Liquidation und wurde von einer Firma
übernommen , die in Zusammenhang mit unseriösen Geschäftspraktiken " kein
unbeschriebenes Blatt " sei . Sun : Java in Windows , MacOS und OS/2 Sun
Microsystems erwartet , seine populäre Netz-Programmiersprache Java künftig als
Bestandteil der führenden Desktop-Betriebssysteme Windows 95 , MacOS und OS/2 zu
sehen . Nach einem Bericht des Internet-News-Service C/net will Sun eine
Vereinbarung mit Microsoft getroffen haben , wonach Java-Fähigkeiten in Windows
95 integriert werden sollen . Apple überlege , Java mit dem
Macintosh-Betriebssystem zu bundlen . Bei IBM denke man darüber nach , Java in
OS/2 und möglicherweise auch in andere Betriebssysteme einzubauen . Das Wall
Street Journal kommentierte , die Nachricht enthalte einige Ironie , denn Sun
habe doch bisher Java als potentiellen Killer der heutigen
Desktop-Betriebssysteme positioniert . Compaq : Extrem zufrieden Compaq hat
wieder ein Rekordquartal hinter sich . Jetzt freut er sich schon auf die
Marktanteils-Statistik : " Wir erwarten , daß Compaq Marktanteile gewinnt und
alle großen Hersteller hinter sich läßt . " Die stärkste Zunahme verbuchte die
Firma übrigens mit 84% in Lateinamerika , aber auch in Europa stieg der Umsatz
um mehr als ein Viertel . Iomega ruft Jaz-Disketten zurück 75000 Jaz-Disketten ,
die zwischen dem 13. März und dem 20. April in Malaysia produziert wurden , sind
fehlerhaft und sollten nicht benutzt werden , weil es sonst zu Datenverlusten
kommen kann . Hersteller Iomega kündigte gestern an , die Speichermedien würden
zurückgenommen und kostenlos umgetauscht . Etwa 50000 der defekten Jaz-Disketten
sind auf den europäischen Markt gelangt . Wer nach dem 24. März ein solches
Speichermedium gekauft hat , sollte überprüfen , ob es zu der betroffenen Charge
gehört . Diese ist anhand des auf der Rückseite eingeprägten Datums- und
Herstellungscodes zu identifizieren : Wenn dort ein Datum zwischen 031397 und
042097 ( im Format MMTTJJ ) steht und die darunter stehende Zeichenkette mit den
Buchstaben " MS " endet , besteht Anspruch auf Ersatz . Iomega hat eine Hotline
unter der Rufnummer 00353-1-807-5599 eingerichtet . Außerdem können sich
betroffene Kunden per Email mit dem Betreff " jazmedia " an
eurosupport@iomega.com wenden . Der Umtausch soll innerhalb weniger Tage
erfolgen . Frankreich fordert härteres Urheberrecht Am Widerstand Frankreichs
ist am Donnerstag in Brüssel die Einigung auf eine Richtlinie zum Urheberrecht
in der digitalen Technik vorerst gescheitert . Mit seiner harten Haltung zum
strengen Schutz der Urheber blockierte Frankreich ein Kompromisspapier , hieß es
beim EU-Binnenmarktrat aus Delegationskreisen . Die Richtlinie soll regeln , zu
welchen Bedingungen Urheber technische Sperren in die Abspielgeräte einbauen
können , die das Ziehen von Kopien zur privaten Nutzung beschränken .
Gleichzeitig soll der Spielraum für die privaten Kopiermöglichkeiten definiert
werden . Deutschland vertrat eine Mittellinie für ein Gleichgewicht zwischen
Autoren- und Verbraucherinteressen . Briten , Niederländer und Skandinavier
setzten sich besonders für die Verbraucherseite ein . So wünschte Großbritannien
bei einer geringfügigen Nutzung wie beispielsweise einer Videoaufzeichnung und
einer zeitversetzen Abspielung keinen Entschädigungszwang . Die Richtlinie soll
keine Vollharmonisierung des digitalen Urheberrechts sein , sondern nur die
Leitlinien festsetzen . Dabei geht es auch um Kopien , die aus dem Internet
heruntergeladen werden . Sieh dazu den Artikel in Telepolis : Streit über
Urheberrecht-Richtlinie in der EU Italienisches Gericht entscheidet gegen Rambus
Die Speicherentwicklungsfirma Rambus ist am Freitag mit dem Versuch gescheitert
, durch eine gerichtliche Verfügung die Produktion in einem italienischen Werk
des Herstellers Micron Technology zu stoppen . Das Gericht in Monza , Italien ,
wies den Antrag von Rambus ab , wegen angeblicher Patentverletzungen die
Micron-Fertigung in Avezzano stillzulegen . In dem von Texas Instruments
übernommenen Werk stellt Micron SDRAMs her . Rambus will jetzt beim
Bezirksgericht in Mailand Berufung einlegen . " Wir sind enttäuscht über die
Entscheidung des Richters in Monza , sich über die technischen Gutachten der
Experten hinwegzusetzen " , erklärte Rambus-CEO Geoff Tate . Das
Entwicklungsunternehmen , das wegen angeblicher Patentrechte hohe Lizenzgebühren
von allen Herstellern dynamischer Speicher fordert , hat in den vergangenen
Wochen bereits mehrere schwere Rückschläge erlitten . So entschied ein Gericht
in Virginia Anfang Mai , dass der deutsche Hersteller Infineon die
Rambus-Patente nicht verletzt . Nackte Tatsachen auf Sachsen-Anhalt-Website Wer
die " amtliche " Website der Landesregierung Sachsen-Anhalt besuchen möchte und
statt " .de " versehentlich " .com " eintippt , stößt unversehens auf eine
nicht-jugendfreie Überraschung . " Unsere Seiten zeigen , dass Sachsen-Anhalt
nicht nur Politik zu bieten hat " , sagt der Geschäftsführer der Firma celly.de
in Halle , Christoph zur Nieden . Er hat sich die Internetadresse
www.sachsen-anhalt.com gesichert und baut dort jetzt einen " erotischen
Branchenführer " auf . Darin sollen alle Bordelle , Swingerclubs ,
Telefonsexangebote und Sexshops im Land übersichtlich präsentiert werden . Die
Landesregierung findet die Idee gar nicht gut , und nun bahnt sich Streit an .
In einem Interview mit dem Sender SAW drohte der stellvertretende
Regierungssprecher Theo Struhkamp der Firma eine Klage an , falls sie die Domain
nicht freiwillig dem Land überlasse . Die Landesregierung beansprucht alle "
amtlich " wirkenden Domainnamen , die andere für sich vereinnahmt haben , so
beispielsweise auch die Adresse www.sachsenanhalt.de , die bisher zu der
Hotelkette Mercure führt . Sex-Anbieter zur Nieden hat auf seinem Portal
unterdessen einen Link auf die offizielle Website und einen unmissverständlichen
Hinweis in vier Sprachen angebracht : " Ce n'est pas un offre du land
Sachsen-Anhalt ! " Die Segel streichen möchte er aber nicht : " Vielleicht tut
das dem Land ja ganz gut . " NRW verteilt 14 Millionen für neue Medien an
Schulen Damit sollen die NRW-Schulen die notwendige Software und zusätzliche
Lehrer-Fortbildungen finanzieren , teilte das Ministerium am Freitag in
Düsseldorf mit . Flauer Börsenstart für Barnesandnoble.com Die Aktien des
Internet-Buchhändlers Barnesandnoble.com sind am ersten Tag ihres Handels an der
High-Tech-Börse NASDAQ nur zeitweise auf 26 Dollar gestiegen . Sie schlossen
aber mit 22,9375 Dollar nur um 27,4 Prozent über dem Emissionspreis von 18
Dollar - ein vergleichsweise flauer Start für eine amerikanische "
Internet-Company " . Das Paket repräsentiert 18 Prozent der
Barnesandnoble.com-Aktien . Bisher waren Bertelsmann und Barnes & Noble zu
jeweils 50 Prozent an der Firma beteiligt . Die Barnesandnoble.com-Aktien werden
unter dem Kürzel " BNBN " gehandelt . Barnesandnoble.com konkurriert mit dem
Branchenführer Amazon.com , der Bücher , CD und andere Waren im Internet
verkauft . Barnesandnoble.com war 1997 gegründet worden und hat sich inzwischen
zum zweitgrößten Internet-Buchhändler entwickelt . SAP hat Krach mit der SPD Die
Walldorfer Softwareschmiede SAP hat Krach mit der SPD . Wegen großer Probleme
bei der Verwendung von modifizierter SAP-Software wolle die Partei eventuell
sogar Schadenersatzforderungen stellen , sagte Ingo Moll , Abteilungsleiter
Finanzen und Verwaltung in der Bonner SPD-Zentrale , am Mittwoch . Er bestätigte
damit einen Bericht der Ludwigshafener Tageszeitung " Rheinpfalz " . In den
Streit ist nach Angaben der SAP auch Bundeskanzler Gerhard Schröder
eingeschaltet . Neben der SAP ist auch ein mittelständisches Unternehmen aus
Limburg maßgeblich in den Streit verwickelt . Das Partnerunternehmen der SAP
habe die betriebswirtschaftliche SAP-Software R/3 auf die Bedürfnisse der SPD
zugeschnitten und installiert , sagte Moll . Moll verwies auf ein Gutachten ,
nach dem die Software nur 46 Prozent der gestellten Anforderungen fehlerfrei und
ohne Mängel erfüllt . " Am 19. April hat der Parteivorstand den Ausstieg aus dem
Projekt beschlossen " , sagte Moll . Klage habe die SPD bisher nicht erhoben . "
Wir möchten das auf dem Verhandlungswege lösen und zu einer gütlichen Einigung
kommen . " Alles , was " nicht dem unmittelbaren Schaden zuzurechnen ist " ,
werde die SPD selbstverständlich bezahlen . Schadenersatz werde die Partei aber
möglicherweise für " Programmierfehler und nachgeordnete Verschlimmbesserungen "
verlangen . SAP-Sprecher Herbert Heitmann macht hingegen die Partei für die
Probleme verantwortlich . " Nach unserer festen Überzeugung ist mangelhaftes
Projektmanagement die Hauptursache . " Die angeblich nicht erfüllten
Anforderungen habe die SPD trotz Aufforderung nicht klar definiert . Das System
habe " vollends funktioniert " . Seit einem halben Jahr seien jedoch keine
Zahlungen der SPD mehr eingegangen . 119 Wohnungen nach Kinderpornos durchsucht
Bundesweit hat die Polizei Wohnungen von 119 Personen durchsucht , die sich
kinderpornographisches Material aus dem Internet beschafft haben sollen .
Schwerpunkte der Durchsuchungen waren das nördliche Rheinland-Pfalz , der Raum
Bonn-Siegburg und Aachen . Rund 150 Computer sowie zehntausende Disketten und
CD-ROMs wurden sichergestellt , berichtete Staatsanwalt Friedhelm Merzig in
Koblenz . In zwei Fällen sei kinderpornographisches Material entdeckt worden .
Festgenommen wurde bislang niemand . Den Verdächtigen droht jedoch eine Anklage
wegen des Besitzes von Kinderpornographie . Dieses Vergehen könne mit bis zu
einem Jahr Haft oder einer Geldstrafe geahndet werden . Bundesweit hatten 456
Polizisten die Wohnungen durchsucht . In Rheinland-Pfalz waren 74 Beamte im
Einsatz , sie stellten 26 Wohnungen im Raum Koblenz-Mayen-Neuwied auf den Kopf .
69 der 119 Ermittlungsverfahren konzentrieren sich nach Angaben Merzigs auf den
Raum Bonn-Siegburg , 22 auf den Raum Aachen . Ermittelt wird auch gegen
Verdächtige in Trier , Köln und Berlin . Die Fahnder waren nach der Verurteilung
eines Mannes aus Neuwied auf die Spur der Verdächtigen gekommen , der wegen
sexuellen Mißbrauchs seiner Söhne vom Landgericht Koblenz zu acht Jahren
Gefängnis verurteilt worden war . Fotos von seinen Taten kursierten im Internet
. Bei dem Provider des 39jährigen seien die Verbindungsdaten zu den jetzt
Verdächtigen sichergestellt worden , berichtete Merzig . Auch Rheinland-Pfalz
unterschreibt bei Microsoft Nach Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen hat
jetzt auch Rheinland-Pfalz eine Kooperationsvereinbarung mit Microsoft
geschlossen . Ministerpräsident Kurt Beck ( SPD ) und Microsoft-Präsident Steve
Ballmer unterzeichneten am Mittwoch in Mainz einen Vertrag , der eine zunächst
auf zwei Jahre befristete Zusammenarbeit beim Einsatz von Software in Schulen ,
Hochschulen und Verwaltung vorsieht . Sein Unternehmen sei " eine Reihe sehr
konkreter Verpflichtungen " eingegangen , etwa bei der Ausbildung von Lehrern
oder der Ausstattung von Schulen mit Computerprogrammen , sagte Ballmer . Der
Chef der deutschen Microsoft-Filiale , Richard Roy , bezifferte den Wert des
Abkommens auf einen " größeren Millionen-Betrag " . Das Rahmenabkommen müsse in
den kommenden zwei Jahren mit Leben gefüllt werden . Konkrete Einzelabkommen
sollten folgen . Die ähnlich gearteten Verträge Microsofts mit Baden-Württemberg
und Nordrhein-Westfalen waren in Fachkreisen auf heftige Kritik gestoßen .
Informatiker und Internet-Experten schrieben damals Nordrhein-Westfalens
Ministerpräsident Wolfgang Clement ( SPD ) : " Infolge des Abkommens werden sehr
viele Steuergelder in zweifelhafte Softwarelösungen fließen , obwohl bessere
Technik kostenlos zur Verfügung stünde . " Sie verwiesen dabei vor allem auf
Linux . Rheinland-Pfalz hat sich nach Angaben von Beck nun verpflichtet , " den
verbreiteten Einsatz der Microsoft-Produkte in den Schulen und Hochschulen des
Landes zuzulassen und zu ermöglichen " . Bei der Gestaltung des Vertrags habe
das Land aber darauf geachtet , daß es keine Wettbewerbsverzerrungen zu Lasten
anderer Unternehmen gebe . Es handle sich nicht um einen Exklusiv-Vertrag .
Eingescannte Kunden und virtuelle Organe " Virtuelle und Erweiterte Realität "
ist das Thema einer Tagung , die zurzeit in Bonn stattfindet . In einem
Wettbewerb wurden aus 173 Vorschlägen 15 Projekte ausgewählt , die die Bereiche
Kommunikation , Service , Medizin und Edutainment abdecken . Die Techmath AG aus
Kaiserslautern koordiniert zum Beispiel das Projekt " Virtual Try-On " ,
sozusagen die virtuelle Umkleide für Klamottenläden . Der Kunde soll sich in
Zukunft im Laden einscannen lassen und dann mit dem Verkäufer am Bildschirm eine
virtuelle Anprobe durchführen können . Potentiell , so Dr. Rainer Trieb von
Techmath , könnte der Kunde seinen 3D-Body-Scan auch dem Versender seines
Vertrauens zur Verfügung stellen . Diese könnte dann endlich Klamotten , die
nicht zwicken , in den Karton packen . Die Rücklaufquote von Katalogware liege
heute bei über 50 und könne so reduziert werden . Neun Partner bringen das
nötige Wissen für das Projekt zusammen . Das Bekleidungsphysiologische Institut
Hohenstein simuliert Grundschnitte für Kleidungsstücke und vermisst die
Materialeigenschaften der verschiedenen Stoffe . Diese dienen dann als Input für
die Kleidungssimulatoren der Universität Tübingen . Computergrafiker der Uni
Bonn sorgen für eine realistische Optik der verschiedenen Stoffe , Techmath
liefert die 3D-Scanner . Bekleidungshersteller wiederum füttern diese komplexe
Simulation dann mit ihren Schnitten , und im Kaufhaus steht ein Computer , der
auf einem Riesendisplay bewegte Bilder des Kunden in den virtuellen Anziehsachen
zeigt . Eine im Schweißschutzhelm montierte Kamera ist mit einem
Rucksack-Computer gekoppelt , der die aufgenommenen Bilder in Echtzeit so
aufbereitet , dass der Schweißer deutlich mehr erkennen kann als beim Blick
durch den konventionellen Helm . Auf diese Weise lassen sich auch virtuelle
Schweißschablonen in das Gesichtsfeld des Arbeiters einblenden . Am Klinikum der
TU München hat man beobachtet , dass viele Knie-Operationen heute nur
diagostischen Zwecken dienen . Sie ließen sich also vermeiden , wenn es ein
besseres Training für Ärzte gäbe . Eine robotergesteuerte Knie-Simulation zum
Anfassen , in der sich verschiedene Krankheitszustände darstellen lassen , ist
die Lösung der bayerischen Forscher . Bewegungsabläufe und Gelenkgeräusche aus
dem Lautsprecher sollen das Ganze realistisch machen . Für die Zukunft kann sich
Projektkoordinator Dr. Robert Riener auch die Modellierung komplizierterer
Organe vorstellen . Preise für Windows 98 purzeln Schon einen Tag nach
Verkaufsstart purzeln die Preise für Microsofts neuestes Betriebssystem . Statt
des von Microsoft empfohlenen Verkaufspreises von 199 Mark ist das Update
mancherorts schon für 169 Mark zu haben - ganze 15 Prozent billiger . In München
hatte der Preiskampf schon gestern im Elektronik-Eldorado der Schillerstraße
begonnen , als zwei Läden in Absprache mit 169 Mark starteten . Die etablierten
Fachhändler sahen sich gezwungen mitzuziehen , auch wenn " daran fast nichts
mehr verdient wird " . Die Abgabepreise der Distributoren seien aber verlockend
günstig gewesen , so einer der billigsten Händler gegenüber c't . Akzeptiert
wird Windows 98 überwiegend von erfahrenen Anwendern - die schlagen aber zum
kleinstmöglichen Preis bei den Fachhändlern zu . Die großen Elektronikketten wie
Media Markt und Saturn beklagen sich dagegen über mangelndes Interesse und sind
mittlerweile auch schon bei 179 Mark angelangt . Berauschend sei der Start aber
nicht , sagte ein Fachhändler . Statt 400 Paketen am Starttag von Windows 95
habe er binnen zwei Tagen nur 40 Exemplare von Windows 98 verkauft . Für das
Wochenende wird aber mit einer stärkeren Nachfrage gerechnet . Im Fachhandel
verkauft sich überraschenderweise die Vollversion ebenso gut ( oder schlecht )
wie das Update . Microsoft sieht dem Treiben gespannt zu .
Windows-98-Produktmanager Reinhold Böh sagte , man wolle den Handel nicht
kontrollieren . Dennoch seien Empfehlungen ergangen , die Preise in den ersten
Tagen nicht gleich so weit zu senken . Surfen im Büro für Arbeitgeber kein
Problem Das private Surfen am Arbeitsplatz ist für die Arbeitgeber nach Auskunft
der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände ( BDA ) zur Zeit kein
Problem . Der Abteilungsleiter Betriebliche Personalpolitik , Jobst Hagedorn ,
sagte am Freitag in Berlin , von den Mitarbeitern würden zunehmend
Eigenverantwortung , ergebnisorientiertes Arbeiten und die Bereitschaft zu
flexiblen Arbeitszeiten verlangt : " Da macht es einfach keinen Sinn , genau zu
kontrollieren , wie lange ein Mitarbeiter das Internet beruflich und privat
nutzt . " Auch große Konzerne wie Volkswagen , Preussag und Continental sehen
bislang keinen Anlass , Maßnahmen gegen privates Internetsurfen im Büro zu
treffen , ergab eine dpa-Umfrage . Volkswagen wollte den Download der neuen
Variante des Moorhuhn-Spiels sperren , sagte eine VW-Sprecherin . Das gelte auch
für den Zugang zu Seiten mit pornografischen Inhalten . Bei IBM gibt es zwar
eine Betriebsvorschrift , die einen privaten Gebrauch der IBM-Programm am
Arbeitsplatz verbietet . " Aber kein Mensch käme auf die Idee , die Mitarbeiter
zu kontrollieren " , sagte IBM-Sprecher Thomas Mickeleit . Der Deutsche
Multimedia Verband ( DMMV ) erklärte , es sei nicht sinnvoll , Mitarbeiter vom
Internet fernzuhalten . Das Internet sei nicht nur sinnvolles Recherche-Werkzeug
, sondern inzwischen eines der bevorzugten Kommunikationsmittel . Lohmer sprach
sich jedoch dafür aus , in den Betrieben die Nutzung des Internets zumindest
stichprobenartig zu kontrollieren , um einen Missbrauch des Netzzugangs zu
minimieren . Außerdem sollte die private Nutzung des Internets in
Arbeitsverträgen oder Betriebsvereinbarungen geregelt werden . Das
nordrhein-westfälische Arbeitsministerium wies am Freitag darauf hin , wenn der
Arbeitgeber das Surfen im Betrieb auf längere Zeit dulde , könne dies einer
Erlaubnis gleichkommen . Der Arbeitsrechtler Peter Hanau empfahl Betrieben in
einem Gutachten , klar festzulegen , wann und in welchem Umfang sich die
Mitarbeiter privat im Internet tummeln dürfen . Die Privatnutzung sollte nur in
Pausen und außerhalb der Arbeitszeiten erlaubt werden . BDA-Abteilungsleiter
Hagedorn sagte , privates Internetsurfen im Büro könne auch den Umgang mit dem
neuen Medium trainieren , was letztlich wieder dem Betrieb zu Gute komme .
Krasser Missbrauch werde auch ohne regelmäßige Kontrollen aufgedeckt . Wenn
jemand ständig private Dinge im Internet erledige , lasse seine Arbeitsleistung
zwangsläufig nach : " Da wirkt auch das Regulativ über die Kollegen . " Intel
sieht leichte Trendwende im PC-Markt Intel erwartet wieder eine Belebung des
PC-Marktes . " Die Anschaffungszyklen beginnen bei vielen Unternehmen langsam
wieder " , sagte Jürgen Thiel , Geschäftsführer und Europa-Direktor von Intel ,
auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin in einem dpa-Gespräch .
Zuletzt hätten die Unternehmen vor dem Jahr 2000 in neue Hardware investiert ,
noch in diesem Jahr erwartet Thiel den nächsten Zyklus . Auch im
Konsumenten-Markt zeichne sich eine Veränderung ab . Monatelang hatten Händler
aufgrund der Absatzflaute ihre Lager voll mit Computern . " Seit einigen Wochen
sind die Lager mit alten Produkten leer " , sagte Thiel . Erstmals in diesem
Jahr ist der weltgrößte Chiphersteller auf der IFA als Aussteller vertreten und
präsentiert einen neuen Pentium 4 , der mit einer Taktfrequenz von 2 GHz eine
weitere Rekordmarke aufstellt . " Der PC war in der Vergangenheit schon öfter
mal tot , danach stiegen die Absatzzahlen wieder " , sagte Thiel . Er werde aber
auch künftig eine zentrale Rolle im digitalen Alltag spielen . Vor allem die
digitale Fotografie trage beim Zusammenwachsen von Informationstechnologie und
Konsumenten-Elektronik bei und erfordere immer höhere Rechenleistungen . Im
letzten Jahr hätten die Digitalkameras bereits einen Anteil von 13 Prozent beim
Kameraverkauf ausgemacht . Der wachsende Markt an mobilen Geräten werde sich auf
das Geschäft von Intel in diesem Jahr allerdings noch nicht auswirken . Erst in
vier Jahren genug Computerspezialisten Trotz erheblicher Anstrengungen der
Hochschulen wird es in Deutschland nach Einschätzung der Bundesregierung noch
auf Jahre hinaus einen Mangel an Computerspezialisten geben . Der
Parlamentarische Staatssekretär im Bundesbildungsministerium , Wolfgang Michael
Catenhusen , sagte der Berliner Zeitung , zwar habe sich die Zahl der
Studienanfänger im Fach Informatik seit Ankündigung der Greencard-Initiative im
März 2000 kräftig erhöht . Aber auf dem Arbeitsmarkt " wird dieser Zuwachs wegen
der Studiendauer erst in vier Jahren spürbar " . Deswegen werde der
Fachkräftemangel in der Informations- und Kommunikationstechnik in den nächsten
Jahren unverändert hoch bleiben . Im ersten Halbjahr 2001 habe es bundesweit
93000 offene Stellen gegeben , zu 80 Prozent seien davon akademisch
qualifizierte Fachkräfte gefragt gewesen . Toshiba verhandelt über
Speicherchip-Sparte Der japanische Elektronikriese Toshiba will Medienberichten
zufolge angesichts starker Ertragseinbußen im Halbleitergeschäft 20.000 seiner
weltweit rund 190.000 Stellen streichen , jeweils 10.000 davon im In- und
Ausland . In Japan solle der Stellenabbau im Halbleiterbereich durch
Versetzungen in andere Firmen oder durch freiwilliges Ausscheiden von
Mitarbeitern erfolgen . Besonders die Speicherchip-Sparte scheint dem
japanischen Konzern Sorgen zu bereiten : Es liefen Gespräche mit der
Siemens-Chiptochter Infineon über eine Zusammenarbeit bei DRAM-Speicherchips und
Toshiba plane auch Verhandlungen mit dem südkoreanischen Konzern Samsung . Das
Unternehmen werde seine Ertragsprognose drastisch senken , berichtet die
Wirtschaftszeitung Nihon Keizai Shimbun am Wochenende . Angesichts des rapiden
Preisverfalls wolle Toshiba nun sein Geschäft mit Speicherchips ausgliedern ,
hieß es . Bereits Anfang August hatte Toshiba die Schließung einer kompletten
Produktionslinie für Speicher-Chips verkündet . Neben den bereits laufenden
Gesprächen mit dem deutschen Chiphersteller Infineon über eine Zusammenlegung
der Geschäfte mit DRAM- und Flash Memory-Chips wolle Toshiba in Kürze auch mit
der südkoreanischen Samsung Electronics sprechen , berichtete das Blatt .
Toshiba wäre demnach der erste japanische Hersteller , der sein
Speicherchip-Geschäft mit einem Auslandskonzern verschmelzen würde . Samsung ist
der weltgrößte Hersteller von DRAM-Chips und konnte hier in den letzten Monaten
die Konkurrenz weiter abhängen . Microsoft soll Intel unter Druck gesetzt haben
Angeblich liegen interne Memos aus dem Hause des Prozessorgiganten vor , die
sich auf ein Gipfeltreffen zwischen Microsoft-Chef Bill Gates und dem damaligen
Intel-Boß Andrew Grove im August 1995 beziehen . Gates habe in diesem
Zusammenhang " vage Drohungen " hinsichtlich der Unterstützung anderer
Hardwareplattformen ausgesprochen . Zu dieser Zeit habe Microsoft auch ein
100-Millionen-Dollar-Programm zugunsten des Alpha-Prozessors von Digital
angekündigt . Ein Stein des Anstoßes soll das Projekt " Native Signal Processing
" ( NSP ) gewesen sein , mit dem Intel für seine Prozessoren eine umfassende
Software-Bibliothek von Multimedia-Grundfunktionen bereitstellen wollte . In der
Tat gab Intel das angekündigte Vorhaben damals sang- und klanglos auf . Ferner
habe Gates verlangt , die Softwareentwicklung in den Intel Architecture Labs (
IAL ) zu drosseln . Als ein weiterer kritischer Punkt sei das Verhältnis zum
Microsoft-Konkurrenten Netscape zur Sprache gekommen . Gates habe gefordert ,
daß Intel eng und vorrangig mit Microsoft zusammenarbeiten müsse ; Netscape
dürfe nicht stärker unterstützt werden als jeder andere Software-Hersteller .
Die neuerlichen Beschuldigungen liefern weiteren Zündstoff im
Antitrust-Verfahren gegen Microsoft , in dem ein Gerichtstermin für den 23.
September anberaumt ist . CeBIT Home : Flauer Auftakt Einsame Moderatoren , die
ins Leere monologisierten , tolle Live-Bands ohne Publikum - am ersten Messetag
bot die CeBIT Home ein Bild des Jammers . Der Verband der Elektrotechnik- und
Elektronikindustrie äußerte am Abend gegenüber der Deutschen Presseagentur seine
Enttäuschung über das mangelnde Interesse . Ob die angepeilte Besucherzahl von
200.000 ( vor zwei Jahren 210.000 ) noch erreicht wird , scheint nach diesem
Auftakt fraglich . Neuer Surf-Tarif für Nachtschwärmer Ab 1. September können
Nachtschwärmer zwischen 1 Uhr und 8 Uhr für 2,99 Pfennig pro Minute durchs
Internet surfen . Abgerechnet wird im Sekundentakt . In der restlichen Zeit
beträgt der Minutenpreis weiterhin 4,9 Pfennig . Einrichtungskosten oder
Grundgebühren fallen nicht an . Stiftung Warentest kritisiert Onlineshops Nur in
40 Fällen habe es nichts zu beanstanden gegeben , heißt es in der neuen Ausgabe
der Zeitschrift " test " ( 9/99 ) . Oft sei bereits die Bestellung zu
umständlich gewesen , etliche Anbieter hätten zudem die vereinbarten
Lieferzeiten nicht eingehalten . In 27 Fällen seien zwar Bestellungen angenommen
worden , aber geliefert wurde nichts . Die Tester raten , nur bei Onlineshops zu
kaufen , die mit Namen und Adresse im Web auftreten . Außerdem sollte die
Möglichkeit einer Rückgabe bei Nichtgefallen vereinbart werden . Besondere
Vorsicht sei bei Bestellungen im Ausland geboten , da Lieferkosten und Zölle die
Preise erheblich erhöhen können und die Durchsetzung von
Gewährleistungsansprüchen im Ausland recht schwierig sein könne . T-Online will
auf AOL-Kampfpreis reagieren Kaum hat AOL seinen Tarif gesenkt , kündigt
T-Online Gegenmaßnahmen an : Telekom-Vorstandsmitglied Detlev Buchal sagte auf
der IFA , T-Online werde nach der AOL-Offensive ein " absolut konkurrenzfähiges
Angebot " unterbreiten . AOL-Sprecher Frank Sarfeld entgegnete , AOL habe der
Telekom dieses Angebot nie gerichtlich untersagen lassen . Vielmehr habe AOL im
Sinne der Verbraucher nur vor Gericht durchgesetzt , dass im Bündelpreis von
T-Online die Kosten für die Telefonverbindung und den Onlinedienst entkoppelt
und transparent gemacht werden . IFA : Aus der Telefonzelle ins Internet Die
Telefonzelle der Zukunft hat Internetzugang , E-Mail-Service und Bildtelefon .
Solche Multimedia-Terminals will die Telekom ab Herbst in Deutschland aufstellen
. Der Telekom zufolge werden die multimedialen Schwestern der klassischen
Telefonzelle mit einem Touchscreen-Bildschirm ausgestattet sein , mit dem
Betriebssystem Windows NT arbeiten und über einen ISDN-Anschluss wie über eine
Kamera für die Bildtelefon-Funktion verfügen . MICRO.tec 2000 : " Immenses
Potenzial " Deutschland müsse dieses " immense wirtschaftliche Potenzial " mit
einer nationalen Initiative fördern , sagte er zur Eröffnung des ersten
Weltkongresses für Mikrotechnologie MICRO.tec 2000 am Montag in Hannover .
Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn ( SPD ) betonte , dass die Regierung
mit gezielter Mittelstandsförderung und ihrem Ausbildungsprogramm an
Universitäten und Berufsschulen gute Rahmenbedingungen geschaffen habe . Bulmahn
und Pierer mahnten übereinstimmend , dass Forschung , Industrie und Hochschulen
in Deutschland sich stärker vernetzen müssten . Die Ministerin stellte heraus ,
dass der Bildungs- und Forschungsetat 2001 trotz leerer Haushaltskassen bereits
im dritten Jahr in Folge erhöht werde . Die Länder der EU seien bei der
Mikrotechnologie gegenüber den USA und Japan in einer sehr guten
Ausgangsposition . Er stützte sich auf eine Umfrage seines Verbandes der
Elektrotechnik , Elektronik , Informationstechnik ( VDE ) bei 300 deutschen
Firmen zur Innovationsfähigkeit : " Die Firmen Europas sind auf gutem Wege ,
dieses Ziel zu erreichen . " Jedoch leide die Branche unter dramatischem
Fachkräftemangel : 13.000 neue Elektroingenieure brauche die deutsche Industrie
im Jahr . Doch kämen jährlich nur 8500 Absolventen von Hochschulen und
Lehrausbildungen dazu . In zehn Jahren werden es nach Schätzungen nur noch 6500
sein . Antitrust-Untersuchung gegen Intel Die US-Behörde Federal Trade
Commission ( FTC ) , eine dem deutschen Kartellamt vergleichbare Institution ,
hat wieder einmal Ermittlungen aufgenommen , um zu prüfen , ob Intel unfaire und
monopolistische Mittel gegen die Konkurrenz einsetzt . Die konkurrierenden
Chip-Hersteller Digital , AMD und Cyrix bestätigten , daß sie von der Behörde um
Informationen gebeten worden seien . Ein ähnliches Verfahren endete vor vier
Jahren ohne negative Konsequenzen für den Marktführer . Amerikanische
Antitrust-Experten gehen davon aus , daß es dieses Mal auch nicht anders sein
wird . Nach der Rechtslage kommt es nicht darauf an , ob eine Unternehmen eine
Monopolstellung besitzt , sondern ob es seine dominante Position in unzulässiger
Weise ausnutzt . Dies könnte beispielsweise für Intels Verhalten im Patentstreit
mit Digital gelten : Die von Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn
gestarteten kostenlosen Internet-Seminare für Frauen finden rasanten Zuspruch :
Drei Tage nach dem Start der Aktion " Frauen ans Netz " zählte das Ministerium
für die 1200 Seminare bundesweit schon 12000 Anmeldungen . In Berlin , Hamburg ,
München und einigen anderen Großstädten sind die Kurse sogar schon jetzt
ausgebucht , teilte eine Sprecherin am heutigen Sonntag mit . Bulmahn sagte ,
das Interesse sei überwältigend . " In ganz Deutschland wollen die Frauen ans
Internet " . Die gemeinsame Initiative von Ministerium , der Zeitschrift "
Brigitte " , der Deutschen Telekom , der Bundesanstalt für Arbeit und der
Fachhochschule Bielefeld treffe offensichtlich ins Schwarze . Die Schulungen
richten sich an Frauen , die bereits Computererfahrung haben , aber über wenig
oder keine Internet-Kenntnisse verfügen . Auskunft und Anmeldung sind über die
kostenfreie Rufnummer 0800-3308197 möglich . Xeon 550 wegen Fehler vom Markt
Intel wird derzeit vom Pech verfolgt . Neben dem Fehlstart des Camino-Chipsatzes
macht auch der High-End-Prozessor Pentium III Xeon negative Schlagzeilen . Die
Prozessortypen mit 512 KByte und 1 MByte L2-Cache verursachen in
Acht-Prozessor-Servern , die auf Intels Saber-Hauptplatine basieren ,
gelegentlich einen Absturz ( " Blue Screen " ) . Die Variante mit 2 MByte Cache
sei davon nicht betroffen und werde weiter vertrieben . Das Magazin zitiert
einen Intel-Sprecher mit der Erklärung , ein Prozessorsignal liege in einem
geringfügig anderen Spannungsbereich als im Datenblatt spezifiziert . " Wir
hoffen , in den nächsten paar Wochen einen Work-around zu haben . "
"Super-Mario"-Autor : Zwei Stunden sind genug Shigeru Miyamoto , Erfinder des
berühmten Computerspiels " Super Mario " , lässt seine eigenen Kinder höchstens
zwei Stunden täglich am Bildschirm spielen . " Ich möchte , dass meine Kinder
ein abwechslungsreiches Leben haben und sich nicht mit einem Game Boy in die
Ecke setzen " , sagte der Japaner dem Nachrichtenmagazin " Der Spiegel " . "
Wenn ich mir meine Kinder so ansehe , dann sind die so beschäftigt mit der
Schule , dass ich mir wünsche , dass sie ihre echte Freizeit anders verbringen ,
als vor einem Bildschirm zu hocken . " Die Eltern seien verantwortlich für den
Videospiel-Konsum ihrer Kinder , sagte Miyamoto weiter . In Japan denke man
darüber nicht viel nach . Er finde es aber gut , dass es eine derartige
Diskussion in Deutschland gebe . Talkline will Teldafax kaufen Die
Marktbereinigung auf dem Telefonmarkt geht offenbar weiter . Damit sei Talkline
die Nummer fünf der deutschen Telefonfirmen , schreibt das Münchener Magazin in
seiner neuen Ausgabe . Teldafax hatte vergeblich versucht , die Firma Debitel zu
erwerben . Kids wollen Joystick statt Würfel Computerspiele für Kinder laufen
alt bewährten Spielen zunehmend den Rang ab . Die Spielebranche verzeichnet nach
Angaben des Ravensburger Spieleverlags einen deutlichen Rückgang bei klassischen
Kinderspielen . " Dieser Trend wird sich noch verstärken " , sagte Lothar Hemme
, Produktmanager für Gesellschaftsspiele bei dem oberschwäbischen
Familienunternehmen , am Montag auf der Pressekonferenz zur Eröffnung der 5.
Süddeutschen Spielemesse in Stuttgart . Die viertägige Messe beginnt am 29.
Oktober auf dem Killesberg . Einerseits würden Kinder immer früher mit den
elektronischen Medien vertraut . " Ein Achtjähriger kann heute schon viel
komplexere Vorgänge am Computer bewältigen , als das ein Brettspiel für sein
Alter von ihm verlangt " , sagte Hemme . " Wir hinken da der Entwicklung
hinterher . " Ein weiterer Grund für den Rückgang bei Brettspielen für Kinder
sei , dass der Anteil ausländischer Kinder zugenommen habe .
Telekom-Aufsichtsrat billigt Kauf von Siris Der Aufsichtsrat der Deutschen
Telekom AG hat den Erwerb der französischen Festnetzgesellschaft Siris genehmigt
. Das teilte der Bonner Telefonkonzern am Freitag mit . " Mit der Übernahme von
Siris gewinnen wir in Frankreich eine solide Basis in unseren strategischen
Geschäftsfeldern Online , Datentransfer/Systemlösungen und Netzkommunikation " ,
erklärte Vorstandschef Ron Sommer . In Frankreich ist die Telefongesellschaft
hinter der France Telecom und Cegetel die Nummer drei . Dell kündigt schwaches
Quartalsergebnis an Dell Computer , die Nummer 1 im US-amerikanischen PC-Markt ,
erwartet enttäuschende Ergebnisse für das am 28. Januar endende Geschäftsquartal
. Der Gewinn bleibt mit 16 Cents pro Anteil deutlich hinter den erwarteten 21
Cents zurück . Als Gründe für das Verfehlen des Umsatzziels nennt Dell eine
allgemeine Kaufzurückhaltung vor dem Wechsel ins Jahr 2000 und Lieferengpässe
bei Intel . Ähnliches war vor drei Wochen von Gateway-Chef Jeff Weitzen zu hören
, der bei dieser Gelegenheit den Prozessorlieferanten Intel in scharfer Form für
Einbußen verantwortlich machte . Analysten kritisieren hingegen den ersten Teil
von Dells Begründung als wenig stichhaltig , zumal das Quartal bis Ende Januar
läuft . Man werde die Bewertung der PC-Unternehmen allgemein " rekalibrieren "
müssen , heißt es in einem Kommentar , den die Finanzzeitung Wall Street Journal
zitiert . Weitere Attacke auf Microsofts Websites Am Freitag waren
Microsoft-Websites den vierten Tag in Folge zeitweilig nicht erreichbar . Ein
weiterer Denial-of-Service-Angriff habe den Zugang vorübergehend blockiert , gab
der Softwarekonzern am Abend ( Ortszeit ) bekannt . Nähere Angaben machte
Microsoft dazu nicht . In US-Medien meldeten sich unterdessen
Sicherheitsexperten zu Wort , die Microsoft Nachlässigkeit vorwerfen . Offenbar
befinde sich der Domain Name Server ( DNS ) , der die Übersetzung von
Domainnamen in IP-Adressen besorgt , hinter einem einzigen Router - ohne ein
Backup für den Störfall . Telekom : Ferngespräche ab 6 Pfennig pro Minute Die
Telekom möchte ihre Preise für Ferngespräche nach 21 Uhr auf 6 Pfennig je Minute
senken . Das berichtet die Südddeutsche Zeitung von heute . Ein Sprecher der
Telekom bestätigte die Meldung gegenüber c't , nannte jedoch noch keine
Einzelheiten . Für heute 16 Uhr ist eine Pressekonferenz geplant . Mit dem neuen
Preis wäre die Telekom nach 21 Uhr der günstigste Anbieter von Ferngesprächen in
Deutschland . Pikanterweise läge der Preis sogar deutlich unter dem
Einkaufspreis für Ferngespräche , den die Telekom ihren Mitbewerbern in Rechnung
stellt . Aufgrund ihrer " marktbeherrschenden Stellung " muß die Telekom ihre
Preise noch von der Regulierungsbehörde genehmigen lassen . Eine umfassende
Übersicht zu den aktuellen Preisen im Fernmeldemarkt liefert Ihnen unser
Tarifrechner ttarif . ( Ralf Hüskes ) Compaq : Überraschend gutes
Quartalsergebnis Compaq meldete heute einen Gewinn von 43 Cents pro Aktie für
das Ende Dezember abgeschlossene Geschäftsquartal und übertraf damit die
Voraussagen der Analysten , die First Call auf durchschnittlich 37 Cents
bezifferte . Gestern hatte Compaq die Ausgliederung der Suchmaschine Altavista
bekanntgegeben , die als unabhängiges Unternehmen an die Börse gebracht werden
soll . B2B : die revolutionäre Seite des E-Commerce Die Gründung eines
elektronischen Marktplatzes für die weltweite Autoindustrie zeigt das gewaltige
Potenzial des Handels über das Internet . Im Mittelpunkt stehen dabei nicht
erweiterte Versandhandelskonzepte wie Internet-Buchhändler oder andere Anbieter
, die sich an den privaten Endverbraucher richten , sondern der Handel zwischen
Unternehmen . Das Schlagwort heißt " Business-to-Business " oder kurz " B2B " .
Die Vernetzung mit Zulieferern , Kunden und Transporteuren bietet den
Unternehmen erhebliche Kostenvorteile . Preise für Waren und Dienste können
weltweit abgeglichen werden . Lagerbestände werden erst gefüllt , wenn sie
tatsächlich benötigt werden . Gleichzeitig werden Herstellungs- und
Vertriebsprozesse beschleunigt und Beschaffungs- , Lager- , Personal- und
Informationskosten gesenkt . Das US-Marktforschungsunternehmen Forrester
Research prognostiziert sogar allein für Europa bis 2004 Internetgeschäfte für
1,6 Billionen Dollar . Dagegen wirkt das Potenzial des in der Öffentlichkeit
viel beachteten Online-Geschäfts mit Privatkunden winzig : E-Commerce und
insbesondere B2B können die wirtschaftlichen Abläufe revolutionieren . Im
Idealfall wird der Marktzugang zu Angeboten und Ausschreibungen für alle Firmen
gleich . Voraussetzung dafür sind allerdings Programmstandards , die alle
Computer beim Datenaustausch verstehen , sowie sichere Übertragungswege . Für
die Vertragsfähigkeit von Dokumenten spielt dabei die elektronische Unterschrift
ein große Rolle . Und die Vertraulichkeit der Geschäftsbeziehungen muss auch im
Internet garantiert werden . Die Branche ist " wieder in Aufbruchstimmung " Zur
Halbzeit der Computermesse CeBIT in Hannover haben die Aussteller eine glänzende
Bilanz gezogen . Die Themen Internet und E-Commerce haben mehr Besucher als im
Vorjahr an die Stände gelockt , urteilten mehrere Unternehmen in einer Umfrage
der Deutschen Presse-Agentur am Wochenende . Die Zahl der Vertragsabschlüsse
zeige , dass sich die Branche nach der Zurückhaltung nach dem Jahr-2000-Problem
wieder in Aufbruchstimmung befinde . Branchenriese IBM verzeichnete an den
ersten Messetagen einen " extrem hohen Besucherandrang " , der sich auch "
erfreulich auf das Geschäft niederschlägt " . In einigen Bereichen seien auf
dieser CeBIT bis zu 25 Prozent mehr konkrete Abschlüsse vorbereitet worden ,
sagte ein Sprecher von IBM Deutschland . Im Internet-Zeitalter hätten sich viele
Privatkunden vorab informiert und kämen mit sehr präzisen Anliegen zum
Messestand . Auch die Online Dienste AOL und T-Online zeigten sich zur Mitte der
Messe hochzufrieden . " Wir hatten bisher rund 200.000 Besucher an unseren
Ständen " , erklärte ein Sprecher von T-Online . Vor allem Online-Banking und
Internet-Handys seien die Top-Themen gewesen . Auch beim Konkurrenten AOL
herrschte großes Gedränge . " Alle sind scharf auf das SMS-Verschicken - wie
Boris Becker . " Bei dem Mobilfunkunternehmen Mannesmann ( D2 ) drehte sich
alles um die neuen Servicedienste für Internethandys . Auch bei Siemens sind die
Internet-Handys der Renner . Bemerkenswert sei der hohe Anteil an ausländischen
Fachbesuchern . Softwarehersteller Microsoft registrierte in diesem Jahr
gleichfalls deutlich mehr internationale Besucher als in den vergangenen Jahren
. Die diesjährige CeBIT steht bei Microsoft ganz im Zeichen von Windows 2000 .
Bei dem ostdeutschen Softwarehersteller Intershop waren Lösungen für den
E-Commerce gefragt . " Die Abteilungen , die bislang mit dem Jahr-2000-Problem
beschäftigt waren , sind wieder frei und nehmen sich jetzt E-Commerce vor " ,
sagte eine Sprecherin . In den ersten drei Tagen strömten mehr als 320000
Besucher auf die weltgrößte Computerschau . Damit kamen 17000 Menschen mehr als
im Vorjahr , berichtete die Deutsche Messe AG am Sonntag in Hannover in einer
Zwischenbilanz . Auch die Veranstalter waren mit der gestiegenen Zahl
internationaler Fachbesucher besonders zufrieden . IBM produziert AMDs K6 Ab
Mitte des Jahres steigt IBM mit in die Produktion der K6-Prozessoren von
Advanced Micro Devices ( AMD ) ein . Es sei eine zunächst auf zwei Jahre
befristete Vereinbarung abgeschlossen worden , gab AMD heute bekannt . Zugleich
halten sich Gerüchte , IBM wolle den angeschlagenen Chiphersteller kaufen . AMD
ist es nicht gelungen , die Produktion des Pentium-kompatiblen K6 reibungslos
hochzufahren . Die Ausbeute blieb bisher hinter den branchenüblichen Quoten
zurück . Verkaufsstart des Pentium III Obwohl von Intel offiziell immer noch der
kommende Montag als Verkaufsstart für den Pentium III vorgesehen ist , lieferten
etliche Einzelhändler in München die neue CPU in der vergangenen Woche an "
ausgesuchte Kunden " aus . Das Interesse sei trotz der gesalzenen Preise groß
gewesen , berichten die Verkäufer : Für die 450-MHz-Version sind knapp 1300 Mark
zu zahlen , der 500-MHz-Chip kostet knapp 1700 Mark . Der Preisrutsch bei den
Pentium-II-Prozessoren läßt indes noch auf sich warten . Die 400-MHz-Variante
liegt im Fachhandel noch immer bei rund 700 Mark . Die befragten Händler hoffen
, den Preisvorteil durch die neuen High-End-Prozessoren in den nächsten zwei
Wochen an die Kunden weitergeben zu können . Der am vergangenen Montag
vorgestellte K6-III von AMD findet sich noch nirgends im Handel . Die " Early
Adopters " des Pentium III haben inzwischen mit der Suche nach dem passenden
Zubehör zu kämpfen . Die aktuellen Lieferungen der Boards von Asus und Gigabyte
haben jedoch schon serienmäßig den neuen Haltebügel . Etwas besser sieht die
Situation bei den passenden Lüftern aus . Das Problem des überstehenden
Kondensators ist aber noch nicht allen befragten Händlern bekannt . Das
Versprechen , das Internet mit dem Pentium III schneller zu machen , durfte die
Intel-Crew dann ebenso wie die Funktion der umstrittenenen Seriennummer
ausführlich erklären : FTP-Downloads würden nicht schneller , es gehe auch nur
um neue Software mit ISSE-Optimierungen , die dann beispielsweise 3D-Grafiken im
Web nicht mehr mit Dreiecken , sondern den platzsparenderen NURBS übertragen
könnte . Und eine Datenbank mit den Seriennummern zu führen , plane Intel auch
nicht . Den Preis des " bald " erhältlichen Pentium III mit 550 MHz wollte Intel
noch nicht nennen . Für Stirnrunzeln bei der Fachpresse sorgte nach der
Veranstaltung der inzwischen veröffentlichte " Performance Brief " zum Pentium
III . Dort findet eine mit dem Ziff-Davis-3D Winbench 99 ermittelte Steigerung
von 74 Prozent gegenüber dem bei gleichem Takt gemessenen Pentium II . Den schon
lange befürchteten Tod des Pentium II läutete Eckart Baum auch ein . Bis
Jahresende hofft Intel , alle Mainstream-PCs mit Pentium III-Prozessoren im
Markt zu sehen . So könnte vor allem der Pentium II mit 400 MHz in den nächsten
Monaten zum Schnäppchen für alle werden , die auf die ISSE-Befehle des Pentium
III noch verzichten können . Die Schmerzgrenze für einen neuen PC ohne Monitor
sieht Intel bei 3500 Mark . Unter anderem bemüht sich Dell im Moment , schon
jetzt ein passendes Modell auf die Beine zu stellen - das dann aber mit einer
vergleichsweise schwächeren Ausstattung bei Grafik und Festplatte auskommen muß
. Die aktuelle High-End-Maschine von Vobis liegt mit einem 500-MHz-Pentium III
bei 3699 Mark noch etwas darüber . AMD überholt Intel im US-Markt Nach der
regelmäßigen Statistik des Marktforschungsunternehmens PC Data hat Advanced
Micro Devices ( AMD ) im Januar mehr Prozessoren im US-amerikanischen
Einzelhandel abgesetzt als Intel . Die Marktanteile werden nach Stückzahlen
berechnet und sagen nichts über die Umsatzanteile aus . Ausschlaggebend für den
Wechsel an der Spitze war das starke Stückzahlwachstum im Low-Cost-Markt . Bei
PCs mit Preisen unter 1000 US-Dollar führt AMD deutlich mit 50 Prozent
Marktanteil gegenüber 25,4 Prozent für Intel und 24 Prozent für National/Cyrix .
Als bestverkauften PC nennt PC Data den HP 4450 . Es folgen der Presario 5204 ,
der HP 4440 und Apples iMac in der " bondi-blauen " Revision B ; die in fünf
Farben erhältlichen C-iMacs schafften es im Januar nicht in die Top-Ten .
Pan-europäische Petition gegen SPAM Das Computermagazin c't ruft alle
Internet-Nutzer in den Ländern der Europäischen Gemeinschaft zur Teilnahme an
einer Petition gegen unerwünschte Email-Werbung ( SPAM ) auf . Dort haben bisher
nur Lobbyisten aus der Wirtschaft Gelegenheit erhalten , ihre Vorstellungen zu
der geplanten EU-Haftungsrichtlinie vorzutragen . Danach ist zu befürchten , daß
SPAM künftig unter unzureichenden Auflagen in ganz Europa legalisiert sein wird
. Die Zeit drängt , denn der zuständige Ausschuß des EU-Parlaments wird die
Direktive voraussichtlich schon am 29. März verabschieden . Sie wird dann
eventuell ohne weitere Beratung in den Länderparlamenten in nationales Recht
umgesetzt . Bei der Durchführung der Petition kooperiert c't mit politik-digital
, einer unabhängigen Arbeitsgemeinschaft für Politik und Internet mit Sitz in
Hamburg . politik-digital hat die technischen Voraussetzungen für das
Petitionsverfahren im Internet geschaffen . Obwohl bisher noch keine gesetzliche
Grundlage für ein solches Verfahren besteht , gehen die Initiatoren gemeinsam
davon aus , daß die Internet-Anwender auf diesem Wege ein wirksames politisches
Signal setzen können . Nach Abschluß der Aktion werden politik-digital und c't
die unterzeichnete Petition offiziell dem Rechts- und Wirtschaftsausschuß des
EU-Parlaments übergeben . Wer die Petition durch einen Link auf seiner Homepage
unterstützen möchte , findet hier weitere Hinweise . UMTS-Lizenznehmer möchten
kooperieren dürfen Mehrere Mobilfunkbetreiber haben der Regulierungsbehörde für
Telekommunikation und Post ( RegTP ) Vorschläge für eine Zusammenarbeit beim
Aufbau der UMTS-Netze vorgelegt . Wie das Handelsblatt unter Berufung auf
Informationen aus beteiligten Unternehmen berichtet , konzentrieren sich die
Vorschläge auf zwei Lösungen : Erstens wäre die gemeinsame Nutzung jeweils einer
Antenne denkbar . Zwei Anbieter könnten darauf mit eigener Frequenz funken .
Zweitens wollen sich die Betreiber den Ausbau der Netze in ländlichen Gegenden
aufteilen , damit sich Kunden in Netze von Partnern einwählen können , wenn ein
Betreiber in dieser Region nicht vertreten ist . Auf Partnerschaften setzten die
Anbieter Group 3G , E-Plus , Viag Interkom und MobilCom , heißt es in dem
Bericht . Die Regulierungsbehörde hatte bekräftigt , sie halte an den
Lizenzbedingungen fest , nach denen jeder Anbieter sein eigenes UMTS-Netz
aufbauen muss . Darüber hinaus sei jedoch Zusammenarbeit möglich . Lotus
Knowledge Discovery System ist vollständig Statt " The eagle has landed " wie
bei ersten Mondlandung muss es bei Lotus jetzt heißen : Der Rabe ist gelandet .
Das war eine schwere Geburt . Ein Jahr später wurde dann die Portalsoftware
ausgegliedert und unter dem Markennamen K-station angekündigt . Lotus schaffte
es gerade noch , auf den allerletzten Drücker im Dezember auch tatsächlich zu
liefern . Zu diesem Zeitpunkt war die eigentliche Intelligenz im Hintergrund
noch nicht fertig gestellt . Im Januar hieß es dann in Orlando , der Discovery
Server sei verspätet und werde nun Anfang März fertig sein . Ende März musste
Lotus-Vizepräsident Scott Cooper dann noch eine letzte Verschiebung konzedieren
. Nun , das Warten hat ein Ende . Ab sofort kann Lotus liefern , in 14 Sprachen
und zu einem durchaus stolzen Preis . Die deutschen Preise sind noch nicht
bekanntgegeben . Durch Clustering der untersuchten Dokumente bildet er eine
Taxonomie und stellt Affinitäten zwischen Benutzern und Dokumenten her . Das
Ergebnis präsentiert er in einer Wissenslandkarte ( Knowledge Map ) , die zu
jedem Suchbegriff Dokumente , Benutzer und Portalseiten auflistet . c't wird in
einer der nächsten Ausgaben ausführlicher über diese Lösung berichten . Apple :
Copland erst im Sommer 1997 Apple hat den Termin für die Einführung von Copland
erneut verschoben . Nach einem Bericht des amerikanischen Magazins MacWeek soll
die neue Betriebssystemversion jetzt erst Mitte 1997 herauskommen . Auch die
Entwickler werden enttäuscht . Hatte Apple bisher die Herausgabe der Developers
Release 1 für die Entwicklerkonferenz im Mai versprochen , so ist jetzt die Rede
vom Sommer dieses Jahres . MacWeek zitiert einen Apple-Sprecher mit den Worten :
" Die Entwicklerversion entsprach nicht unseren Minimalkriterien hinsichtlich
Qualität , Vollständigkeit , Performance und Speicherplatzbedarf . " " Tesa-ROM
" wird kommerziell entwickelt Tesafilm soll in Zukunft als computerlesbarer
Datenspeicher Karriere machen . Am Montag unterzeichneten die Heidelberger
European Media Laboratory GmbH ( EML ) und der Hamburger Tesa-Hersteller
Beiersdorf AG einen Kooperationsvertrag über die Weiterentwicklung der " T-ROM "
. Neben dem Datenspeicher selbst solle auch das notwendige Laufwerk entwickelt
werden , teilte die Klaus-Tschira-Stiftung mit , einer der Sponsoren des EML .
Die T-Rom könnte künftig als Speicher in kleinen Digitalgeräten wie
Westentaschen-PCs oder Miniatur-Videokameras dienen . Die beiden Wissenschaftler
sind nun auch an der Weiterentwicklung der T-ROM beteiligt . Diese Prognose
stellte der Geschäftsleiter Multimedia der Deutschen Telekom , Prof. Knut
Föckler , am Dienstag auf dem 7. Deutschen Multimedia Kongress in Stuttgart vor
. " Wir stehen erst am Anfang einer Entwicklung , die nur sehr schwer
vorauszusagen ist " , sagte Föckler . Der Wandel werde nicht nur die
geschäftlichen Prozesse revolutionieren , sondern auch die Gesellschaft
insgesamt . Die bislang üblichen Internet-Zugangswege via Telefon und ISDN
würden von Hochgeschwindigkeitsanwendungen wie ADSL , Breitband-Satelliten ,
Kabel-Modems und multimediafähigen Handys der dritten Generation ergänzt und
teilweise abgelöst . Der Marketingleiter des Telekom-Konkurrenten Otelo , Dirk
Krössenberg , berichtete auf dem Kongreß von einem " regelrechten Krieg " um die
Breitband-Kabelanschlüsse in den USA . Bei den Übernahmeschlachten um
Kabelanbieter in den Vereinigten Staaten würden inzwischen bis zu 5.400 Dollar
pro Kabelanschluß geboten . Das Wachstum des Online-Marktes in Deutschland wird
nach Ansicht des Sprechers von AOL Deutschland , Frank Saarfeld , nur durch den
Zeittakt-Tarif der Deutschen Telekom behindert . " Jeder , der online geht , hat
das Ticken des Telekom-Tarifs im Hinterkopf " , sagte der AOL-Sprecher in einem
Diskussionsforum . T-Online-Geschäftsführer Eric Danke verwies darauf , daß
T-Online mit der jüngsten Senkung des Online-Tarifs von sechs Pfennig pro Minute
inklusive Telefon-Kosten schon einen erheblichen Beitrag geleistet habe , um den
Zugang zum Internet preiswerter zu machen . Maxdata will an die Börse Um das
Wachstum zu finanzieren , will das Unternehmen aus Marl noch in diesem Jahr an
die Börse gehen . Das teilte die Maxdata Computer GmbH am Dienstag mit . Im
vergangenen Jahr hatte Maxdata von Vobis in Würselen die Produktion von
Computersystemen übernommen und die Peacock AG ausgegliedert . Der Hersteller
von Monitoren , Computern und Notebooks beschäftigt etwa 570 Mitarbeiter .
Maxdata gehört nach eigenen Angaben zu den zehn führenden Produzenten in
Westeuropa und exportiert in mehr als 30 europäische Länder . Viel mehr
Telearbeitsplätze möglich Das sehr hohe Potential an Telearbeitsplätzen in
Deutschland wird nach Einschätzung des Instituts der deutschen Wirtschaft ( IW )
nur zu einem kleinen Teil ausgeschöpft . In den USA sei jeder zwölfte
Arbeitsplatz ein Telearbeitsplatz , in Deutschland gelte das nur für jede 45.
Stelle , berichtete das IW am Dienstag in Köln . Allerdings gebe es bereits
zahlreiche Projekte , die bundesweit die Einführung der Telearbeit vor allem in
kleineren und mittleren Unternehmen unterstützten . Neuer Makro-Virus beunruhigt
das FBI Die US-Bundespolizei FBI hat am Freitagabend ( Ortszeit ) vor einem
neuen Makro-Virus gewarnt , der sich als E-Mail-Attachment verbreitet . Am
Samstag schloss sich das Bundesinnenministerium der Warnung an . Offenbar
handelt es sich um eine Variante von " Melissa " . " Killer Resume " hängt als
Word-Dokument namens " Explorer.doc " oder " Resume.doc " an einer E-Mail mit
dem Subject " Resume - Janet Simons " . Der Text der E-Mail lautet Please feel
free to call or e-mail me if you have any further questions regarding my
experience . I am looking forward to hearing from you . Wird das Attachment
geöffnet , nutzt der Virus das Outlook-Adressbuch , um sich an weitere Anwender
zu verschicken . Beim Schließen des Attachments werden Dateien auf der
Festplatte gelöscht . Nach Angaben des FBI sind in den USA bereits etliche
Firmennetze infiziert . " Melissa " hatte sich im März 1999 wie ein Lauffeuer um
die Welt verbreitet und viele E-Mail-Server überlastet . " Killer Resume "
könnte größere Schäden anrichten , weil er obendrein Dateien löscht . Allerdings
gehen viele Anwender nach den Erfahrungen mit dem ILOVEYOU-Wurm nicht mehr so
sorglos mit Mail-Attachments um . Mehrere Hersteller von Viren-Scannern haben
unterdessen Updates bereitgestellt , die den neuen E-Mail-Virus identifizieren .
Hinweise zum Download finden Sie auf der c't-Spezialseite " Virenschutz " .
Umfrage : E-Commerce ein Erfolgsmodell Allen Negativ-Meldungen zum Trotz schätzt
die Mehrheit der Deutschen die Zukunft der Internet-Wirtschaft positiv ein und
ist überzeugt davon , dass die Unternehmen innerhalb der nächsten zwei Jahre mit
dem Web Geld verdienen können . Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen
Forsa-Umfrage in Auftrag von Online Today unter 1001 Bundesbürgern . Danach
glaubt fast die Hälfte ( 45 Prozent ) , dass die Netzwirtschaft richtig
durchstarten wird , sobald es kostengünstige und schnelle Web-Zugänge gibt . Ein
weiteres Drittel ist der Ansicht , dass das Internet zwar erfolgreiche
Geschäftsmodelle hervorbringen wird , aber nur in bestimmten Branchen . Damit
schätzen gut drei Viertel der Deutschen die Zukunft des E-Commerce grundsätzlich
positiv ein . 58 Prozent der Befragten , die die Zukunft des E-Commerce
grundsätzlich positiv beurteilen , gehen davon aus , dass der Internet-Vertrieb
zum Beispiel von CDs , Büchern , Hardware oder Lebensmitteln innerhalb der
nächsten zwei Jahre Gewinne abwirft . 54 Prozent sehen den Handel zwischen
Unternehmen als lukratives Geschäftsmodell . Knapp 40 Prozent der Befragten
glauben , dass sich mit kostenpflichtigen Auskünften oder mit
Entertainment-Angeboten wie Filmen und Musik innerhalb der nächsten zwei Jahre
Geld verdienen lässt . Fusion Alcatel/Lucent vielleicht schon beschlossen Die
Telekommunikationsausrüster Alcatel SA und Lucent Technologies Inc. haben nach
einem Zeitungsbericht am Wochenende in Paris entscheidende Fusions-Verhandlungen
geführt . Falls es zu einer Fusion der französischen Alcatel-Gruppe mit dem
US-Telekomausrüster komme , sollten Einzelheiten an diesem Dienstag mitgeteilt
werden , berichtete das Pariser Journal du Dimanche . Die Firmen nahmen nicht
Stellung . Bei dem möglichen Zusammenschluss geht es um eine " Fusion Gleicher "
, die einen neuen Weltmarktführer schaffen würde . Alcatel soll vorgeschlagen
haben , den früheren ATT-Teilbereich im Zuge eines Aktientauschs zu kaufen , der
kein Aufgeld gegenüber dem derzeitigen Lucent-Aktienkurs bieten würde . Beide
Firmen könnten jeweils fast gleich hohe Anteile und auch die gleiche Sitzzahl im
Verwaltungsrat erhalten . Die Verteilung der Sitzzahl soll am Wochenende
wichtiger Diskussionspunkt gewesen sein . Experten setzten die Chancen einer
Fusion der beiden Konkurrenten aber lediglich auf 50 Prozent an .
MobilCom-Ansiedlung in Erfurt fraglich Die geplante Ansiedlung einer
UMTS-Netzzentrale der MobilCom AG in Erfurt ist offenbar gefährdet . Grund sei
eine fehlende Risiko-Rückstellung bei Mietausfällen , berichtete die Thüringer
Allgemeine in ihrer Samstagausgabe . Dabei berief sich die Zeitung auf
Wirtschaftskreise . Die Stadt Erfurt sei aber nicht in der Lage , eine derartige
Summe aufzubringen , sagte Erfurts Oberbürgermeister Manfred Ruge der Zeitung .
" Wir halten am Standort Erfurt fest , hoffen , dass wir die Verhandlungen bald
unter Dach und Fach haben " , zitierte die Zeitung einen Unternehmenssprecher .
Vor einigen Monaten hatte MobilCom seine Ansiedlungspläne für die
UMTS-Netzzentrale in Erfurt bekannt gegeben . Durch die zehnjährige Vermietung
der Immobilie an MobilCom sollten rund 2000 Arbeitsplätze entstehen . Deutsche
Bank kauft TV-Kabel Die Energiekonzerne Veba und RWE verkaufen ihre gemeinsame
TV-Kabeltochter Telecolumbus an DB Investor , die Beteiligungsholding der
Deutschen Bank . Für Veba sei der Verkauf der Kabel-TV-Aktivitäten ein weiterer
Schritt zur Konzentration des Telekommunikationsengagements auf den Mobilfunk (
E-Plus ) , hieß es . Erst Anfang April hatten Veba und RWE das Festnetzgeschäft
ihrer Tochter Otelo an Mannesmann Arcor verkauft . Ein Sprecher der Deutschen
Bank in Frankfurt erklärte auf Anfrage , daß sich das Institut in drei bis fünf
Jahren wieder von der Beteiligung trennen werde . Die Bank sehe ihre Rolle als
die eines Finanzinvestors . Drei von vier Studenten nutzen EMail Zu dieser
Einschätzung kamen Mitarbeiter von Rechenzentren am Donnerstag bei einer
Fachtagung über Kommunikationsnetze in Düsseldorf . Die Nutzung der Uni-Computer
sei in den vergangenen Jahren sprunghaft angestiegen , hieß es . Viele nutzten
den Uni-Zugang auch von Zuhause aus . Oft zu Niedrigpreisen : Die Düsseldorfer
Studenten zahlen für die Online-Minute am heimischen Computer lediglich einen
Pfennig . Sex sells : Beate Uhse im Steilflug Die Aktien des Flensburger
Erotik-Unternehmens Beate Uhse AG haben sich gleich am ersten Handelstag im Wert
verdoppelt . Nach einem Ausgabekurs von 7,20 Euro ( 14,10 DM ) schoß das Papier
wie von vielen Händlern erwartet in den Mittagsstunden auf bis zu 14 Euro hoch .
Der erste notierte Kurs um 12.06 Uhr lag an der Frankfurter Börse bei 13,20 Euro
. Das machte für die Aktienbesitzer eine Rendite von rund 85 Prozent vom
Ausgabekurs . Die Emission war zuvor 40fach überzeichnet . " Das ist einfach der
Bekanntheitsgrad des Unternehmens , ähnlich wie bei der Telekom " , sagte ein
Händler in Frankfurt . Außerdem hätten die Pläne von Beate Uhse , den Handel mit
Erotikartikeln weltweit über das Internet anzukurbeln , positive
Ertragserwartungen geweckt . Die Gründerin des Unternehmens , Beate Rothermund ,
zeigte sich am Rande des Börsenparketts sichtlich erfreut über die Kursexplosion
. Oracle schnürt Internetpaket Speziell auf den Mittelstand zielt Oracle mit dem
Internet Development Pack ( OIDP ) . Das Paket beinhaltet neben der Oracle 8
Datenbank und dem Oracle Application Server mit JDeveloper eine speziell auf die
Oracle-Familie zugeschnittene Version der Java-Entwicklungsumgebung JBuilder von
Borland.com . Der Client ist ein beliebiger Java-fähiger Browser . Das
Zusatzpaket iWorkplace besteht aus typischen Intranet-Anwendungen wie einem
Forum und einem Verzeichnis , die mit dem JDeveloper entwickelt wurden und mit
Quellcode ausgeliefert werden . Das OIDP ist in einer amerikanischen Version
bereits verfügbar . Die Lokalisierung für den deutschen Markt soll bis Ende Juni
abgeschlossen sein . Der Preis für zehn Lizenzen liegt bei gut 18.000 Mark .
Ansturm auf Lizenz zum Funken Telekom-Konkurrenten stehen Schlange nach
Richtfunkfrequenzen . Die Anträge der Anbieter , die mit neuer Technik die "
letzte Meile " zum Kunden überbrücken wollen , stapelten sich zum Ende der
Bewerbungsfrist am Donnerstag im Hof der Berliner Außenstelle der
Regulierungsbehörde für Telekommunikation . Dort mußten alle Bewerber bundesweit
einreichen . Die Unterlagen wurden kistenweise angeliefert . Mitbewerber und
Herausforderer der Telekom kamen zum Teil mit Lastwagen , um Firmenprofile und
Papiere abzuladen . Star One aus Düsseldorf lieferte 5000 Ordner . Viag Interkom
reichte 1000 mit Daten bespielte CD-ROMs ein . " Wir hatten mit einer regen
Beteiligung gerechnet , aber nicht , daß es eine solche Fülle an Material geben
würde " , sagte der Bonner Sprecher der Behörde , Rudolf Boll . Innerhalb eines
Jahres müsse ein Anbieter dann mit einem Angebot starten . Der Deutschen Telekom
, bisher praktisch Monopolist im Endkundenbereich , erwächst damit weitere
Konkurrenz . Nach Brancheneinschätzung wird das Aufkommen an Ortsgesprächen in
den nächsten Jahren deutlich steigen , weshalb der direkte Zugang zum Kunden von
strategischer Bedeutung ist . Neue EU-Richtlinie : Internetzugang für alle In
der Europäischen Union soll jedermann ein Recht auf Zugang zum Internet bekommen
. Das sieht eine EU-Richtlinie über den " Universaldienst und Nutzerrechte bei
elektronischen Kommunikationsnetzen " vor , auf die sich die für
Telekommunikation zuständigen Minister der Europäischen Union am Mittwoch in
Luxemburg grundsätzlich einigten . Danach muss jeder Bürger die Möglichkeit
bekommen , zu erschwinglichen Preisen zu telefonieren oder im Internet zu surfen
, egal ob er in der Großstadt wohnt oder im abgelegenen Dorf . Der Staat soll
möglichst wenig regulierend eingreifen , solange der Markt diesen Basiszugang zu
Telekommunikationsdiensten sicherstellen kann . " Wir haben hier eine sehr
liberale Position durchgesetzt " , sagte der Parlamentarische Staatssekretär
Siegmar Mosdorf vom Bundeswirtschaftsministerium zu der Entscheidung . Zur
Grundversorgung gehört zunächst nicht das Recht auf einen besonders schnellen
Internet-Zugang ( Breitband ) . Die Finanzierung dieser Telekom-Grundversorgung
soll über einen Fonds sichergestellt werden , in den die beteiligten Unternehmen
einzahlen , oder über eine Steuer , sagte dazu ein Sprecher der EU-Kommission .
Im Rahmen der Universaldienst-Regelung einigten sich die Minister auch auf die
Verpflichtung der Kabelnetz-Betreiber , die Inhalte von Programmanbietern zu
transportieren . Hier sei ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen den Anbietern
von Hörfunk- und Fernsehprogrammen und den Netzbetreibern erreicht worden ,
sagte Mosdorf . Auch Aspekte des Datenschutzes sollen berücksichtigt werden .
Als nächstes muss nun das Europäische Parlament zu der Ministereinigung Stellung
nehmen . Die Universaldienst-Richtlinie gehört zu einem Paket von Vorschlägen
der EU-Kommission , mit dem die unterschiedlichen Rechtsregelungen im
liberalisierten Telekombereich harmonisiert und vereinfacht werden sollen . Nach
dem Willen der EU-Staats- und Regierungschefs soll die Reform bis Ende dieses
Jahres unter Dach und Fach sein , um Anfang 2003 zu greifen . Die Telekommärkte
waren in nahezu allen EU-Mitgliedstaaten Anfang 1998 liberalisiert worden .
Seitdem ist die Anzahl der Telekomanbieter in der Union auf rund 500 angestiegen
. Rechnungshof warnt vor Jahr-2000-Chaos bei Behörden Der Bundesrechnungshof hat
vor einem dramatischen Computer-Chaos bei deutschen Behörden zum Jahr 2000 und
vor Regreßansprüchen in Milliardenhöhe gewarnt . Bei der
Bundesversicherungsanstalt für Angestellte etwa könnten Fehler in den Konten der
Versicherten zu mehrfachen Rentenzahlungen und damit zu hohen Schadenssummen
führen , heißt es nach Informationen der " Welt am Sonntag " in einem internen
Bericht des Rechnungshofes . Bei den öffentlich-rechtlichen Banken seien selbst
bei einem kurzfristigen Ausfall der Computer Zinsverluste in Millionenhöhe
denkbar . Allein das Bundesamt für Finanzen , die Bundesanstalt für Arbeit und
die Bundesversicherungsanstalt für Angestellte steuerten Einnahmen und Ausgaben
in dreistelliger Milliardenhöhe durch Computertechnik , schreibt das Blatt . Der
Bundesrechnungshof erhebt nach Angaben der " Welt am Sonntag " auch schwere
Vorwürfe gegen das Bundesinnenministerium , das ressortübergreifend für die
Informationstechnik zuständig ist . Dort sei die Dimension des Problems nicht
rechtzeitig erkannt worden . Die Umstellungsphase hätte bereits Mitte 1998
abgeschlossen sein müssen , berichtet das Blatt unter Berufung auf den
Bundesrechnungshof . Schadenersatzansprüche seien nun vermutlich eher die Regel
als die Ausnahme . CeBIT Home : Sony verbilligt Playstation Sony kündigte
während einer Pressekonferenz auf der CeBIT Home eine Preissenkung für die
erfolgreiche Spielkonsole PlayStation an . Ab September soll sie statt 299 Mark
nur noch 249 kosten . Auch Zubehör wird billiger . Die Memory Card zum
Abspeichern von Spielständen und Controller für Spiele im Mehrspielermodus
kosten künftig knapp 30 statt 40 Mark . Gleichzeitig will der deutsche Ableger
von Sony-Entertainment in Radio und Fernsehen eine massive Werbekampagne starten
. Verband : Funklizenzen bringen keinen Wettbewerb Die Vergabe von
Richtfunkfrequenzen für den drahtlosen Telefonanschluss bringt nach Auffassung
des Deutschen Verbandes für Post und Telekommunikation ( DVPT ) keinen
wirklichen Wettbewerb im Ortsnetz . Die Bedeutung der Lizenzen werde überschätzt
, sagte der Verbandsvorsitzende Wilhelm Hübner der dpa am Donnerstag in
Offenbach . Für private Kunden hätten sie keine Auswirkungen . " Wegen der sehr
hohen Investitionen in die Richtfunktechnik sind private Kunden nicht die
Zielgruppe der Lizenznehmer " , begründete Hübner . Vielmehr konzentrierten sich
die Telefonfirmen auf Industriegebiete mit Geschäftskunden . " Der Wettbewerb im
Ortsnetz wird deshalb nicht gefördert " , meinte der Verbands-Vorsitzende . Nach
wie vor sei es notwendig , den Mietpreis zu senken , den Telekom-Konkurrenten
für die Überlassung der Anschlussleitung zum Kunden zahlen müssen . Nach einer
Entscheidung der Regulierungsbehörde in Bonn müssen die Telefonfirmen dafür
25,40 Mark plus Mehrwertsteuer zahlen . Der DPVT fordert , dass der monatliche
Mietpreis unter der Telekom-Grundgebühr von 21,39 Mark plus Mehrwertsteuer
liegen müsse . Dabei seien von 100 Telefongesprächen 60 Orts- und weitere 20
Nahbereichsgespräche . Virus beschimpft Bank-Geschäftspartner Peinlicher
Computerfehler bei der japanischen Fuji Bank : In dutzenden E-Mails des
Unternehmens an Geschäftspartner in aller Welt sorgte ein Virus für wüste
Beschimpfungen der Empfänger . Immer wieder tauchte auf den Schirmen der so
infizierten Computer auf Englisch die Nachricht auf , der Leser sei ein " großer
, dummer Schwachkopf " ( big stupid jerk ) . Der Virus sei unabsichtlich mit
elektronischen Nachricht über die bevorstehende Fusion der Fuji Bank mit zwei
anderen japanischen Geldhäusern verschickt worden , sagte ein Sprecher am
Freitag in Tokio . Das zentrale Datennetz des Unternehmens sei nicht infiziert .
Bisher habe der Virus keine weiteren Schäden angerichtet , betonte der Sprecher
. IFA : Sony zeigt Roboterhund " Aibo " Mit dem Roboterhund " Aibo " will Sony
auf der Funkausstellung in Berlin die Nachfrage nach Unterhaltungsrobotern
testen . Das High-Tech-Spielzeug kann nicht nur laufen und bellen , sondern ist
vor allem programmierbar , erklärte der Chef von Sony Europe , Otto Zich , am
Freitag in Berlin . Am Computer können dem silbergrauen Blech-Hund
Bewegungsabläufe beigebracht werden , die dann mittels Speicherkarte dem Hund "
eingepflanzt " werden . Kinder könnten so spielerisch den Umgang mit den
unterschiedlichsten neuen Technologien lernen . Der Hund sei damit ein Symbol
auch für die klassischen Märkte , in denen Kameras , Hifi-Anlagen und Computer
immer stärker vernetzt würden . Über den Preis für " Aibo " machte Sony keine
Angaben . Bei früheren Gelegenheiten war ein Preis von 2500 US-Dollar für die
erste Produktionsserie genannt worden . Deutsche Krypto-Software frei
exportierbar Die Bundesrepublik erleichtert den Export von
Verschlüsselungstechnik . Exporteure von Kryptoprodukten , die als
Massenmarktgüter qualifiziert werden können , sollen ab 1. September für
Drittlandsmärkte keine Einzelgenehmigung mehr benötigen . Eine Beschränkung auf
bestimmte Schlüssellängen gebe es nicht , erklärte Wirtschaftsstaatssekretär
Siegmar Mosdorf am Freitag in Berlin . Zwar werde auch künftig für
Massenmarktprodukte ein grundsätzlicher Exportkontrollanspruch bestehen , dieser
werde aber auf das absolut Notwendige beschränkt . Die neue Regelung gelte mit
Ausnahme weniger Länder weltweit , sofern nicht Güter für " eine sensitive
Verwendung etwa im militärischen Bereich oder für Massenvernichtungswaffen "
bestimmt sind . Exporteure müssen in Zukunft selbst entscheiden , ob sich ihre
Produkte im Sinne der Freistellung klassifizieren lassen und darüber eine
Dokumentation vorhalten . Auf eine generelle Meldepflicht wird verzichtet . Kein
Glück mit 300-Dollar-PC PC-Hersteller Microworkz , der auf dem US-Markt mit
Billigstangeboten Furore machte , ist in finanzieller Not . Firmengründer Rick
Latman will nun seinen Chefposten aufgeben , um einem erfahreneren Manager Platz
zu machen . Durch diesen Schritt , hofft Latman , soll die junge Firma vor dem
Untergang gerettet werden . Im Februar hatte Microworkz mit einem PC namens "
Webzter " als erster Hersteller die 300-Dollar-Preisschwelle unterschritten .
Bei " Webzter " war die Qualitätssicherung vernachlässigt worden . Das
eingebaute Modem funktionierte oft nicht richtig . Außerdem gab es massive
Produktions- und Lieferprobleme . Die Management-Fehler trugen Microworkz
obendrein eine Klage des Online-Dienstes Earthlink ein , mit dem die Firma ein
Vermarktungsabkommen geschlossen hatte . "Webzter"-Käufer sollten ein Jahr lang
freien Zugang zu Earthlink erhalten . Im August ging Earthlink vor Gericht und
warf Microworkz vor , die vereinbarten Kosten für den Zugang nicht bezahlt zu
haben . Mobilcoms " Sparvorwahl " ist unlauterer Wettbewerb Im Dauerstreit
zwischen Telekom und Mobilcom um Werbeaussagen geht die jüngste Runde an die
Telekom : MobilCom darf nicht mehr mit der Bezeichnung " Sparvorwahl " für seine
Netzkennzahl im Call-by-Call werben . Damit erwecke die MobilCom den falschen
Eindruck , sie habe durchweg oder jedenfalls überwiegend günstigere Tarife an
als die Konkurrenz . Die Verwendung des Begriffs " Sparvorwahl " sei deshalb
unlauterer Wettbewerb und rechtfertige einen Unterlassungsanspruch . Erster
Termin im Microsoft-Berufungsverfahren Das Berufungsverfahren im Kartellprozess
gegen Microsoft kommt offenbar schon bald in Gang . Das entschied das zuständige
Bundesberufungsgericht in Washington am Dienstag - nur wenige Stunden , nachdem
der Oberste Gerichtshof den Fall an die niedrigere Instanz verwiesen hatte . Die
Kläger hatten das Oberste US-Gericht aufgefordert , sich als höchste Instanz
unmittelbar der Berufung anzunehmen , anstatt zunächst den Fall von einer
niedrigeren Instanz behandeln zu lassen . Das höchste Gericht lehnte dies jedoch
ab und folgte damit dem entsprechenden Antrag von Microsoft . Beobachter
befürchten , dass sich das Verfahren aufgrund dieser Entscheidung um weitere
zwei Jahre hinziehen kann . Broadcom beantragt Vertriebsverbot für Intel Der
kalifornische Chip-Hersteller Broadcom will Intel den Vertrieb von
Netzwerkkomponenten durch eine gerichtliche Verfügung untersagen lassen . Die
Firma begründete ihren Antrag beim Bezirksgericht in Santa Clara laut
Darstellung des Wall Street Journal mit dem Vorwurf , Intel nutze in neuen
Netzwerkchips widerrechtlich Teile ihrer High-Speed-Technologie . Seit Mai
lodert der offene Streit zwischen dem Prozessor-Giganten und dem vergleichsweise
kleinen Breitband-Spezialisten , den Intel selbst mit einer Kapitalspritze
aufgepäppelt hatte . Intel verklagte Broadcom wegen Abwerbung von Entwicklern
mit dem angeblichen Ziel , Einblick in technische Geheimnisse zu erlangen .
Daraufhin verbot ein Gericht Broadcom die Beschäftigung eines ehemaligen
Intel-Mitarbeiters und bestellte einen Kontrolleur , um die Firma zu überwachen
. Ende August reichte Intel eine weitere Klage wegen Patentverletzung gegen
Broadcom ein . Intel schließt Prozessor- und Motherboard-Foren Mit dem heutigen
Tag beendet Intel sein Engagement in moderierten Newsgroup-Foren zu den Themen
Prozessoren und Motherboards . Der Chipgigant begründet dies mit einer
Neuausrichtung der " Support-Ressourcen " , um die Website-Inhalte zu verbessern
und den E-Mail-Service zu erweitern . Bereits im Juni 2000 hat Intel das Forum
über Corporate Information & Support geschlossen . Intel hat in den jetzt
geschlossenen Foren immer wieder mit unerwünschten Themen zu kämpfen gehabt ,
insbesondere mit Overclocking und mit Vergleichen zu Konkurrenz-Prozessoren .
Weiterhin geöffnet bleiben allerdings die Foren zu Networking , Graphics ,
Chipsets , Initiatives , Technologies & Tools , Controllers und Flash-Memory . "
e-mobil " soll " Berührungsängste abbauen " Ein mit den Neuheiten der
Informations- und Kommunikationstechnik bepackter Lastwagen soll in den nächsten
zwei Jahren Bayerns Schülern auf einer Rundfahrt die boomende Branche
schmackhaft machen . Bayerns Wirtschaftsminister Otto Wiesheu präsentierte am
Mittwoch in München mit Vertretern der beteiligten Firmen das Projekt " e-mobil
- Chancen im 21. Jahrhundert " . Bis Februar 2002 soll der 28-Tonner rund 150
über den ganzen Freistaat verteilte Standorte ansteuern . Die Unternehmen
versprechen sich von ihrer Beteiligung langfristig steigende Studien- und
Ausbildungszahlen , um die zur Zeit klaffenden Löcher bei Nachwuchskräften
stopfen zu können . AOL schließt Mobilfunkallianz mit DoCoMo Die Allianz des
japanischen Telefonriesen NTT DoCoMo mit dem weltgrößten Onlinedienst AOL ist
perfekt . DoCoMo wolle sich mit einem Anteil von 42,3 Prozent an AOL Japan
beteiligen , teilte das Unternehmen am Mittwoch in Tokio mit . Schweizer wollen
auch zu " .eu " gehören Die Schweiz hat sich bei der EU-Kommission beschwert ,
weil diese die Eidgenossen zunächst von der geplanten neuen Top-Level-Domain (
TLD ) " .eu " ausschließen möchte . Wie der Sprecher des Bundesamtes für
Kommunikation ( Bakom ) in Biel , Andreas Suter , am Mittwoch bestätigte , ist
die Schweiz nicht damit einverstanden , dass diese neue Adresse ausschließlich
von Firmen und Institutionen in EU-Mitgliedsstaaten benutzt werden soll . " .eu
" solle für " Europa " stehen und nicht für " Europäische Union " . Die Schweiz
müsse auch als Nicht-Mitglied der EU Zugang zu der Adresse erhalten , erklärte
Suter . " Ein Ausschluss der europäischen Nicht-EU-Länder wäre für den Komfort
der Internetnutzer hinderlich . " Die EU-Kommission hatte im Juli angekündigt ,
sie werde in Kooperation mit der internationalen Registrierungsbehörde für
Web-Adressen ICANN die Einführung der neuen TLD " .eu " vorbereiten . In einer
entsprechenden Erklärung hieß es damals , eine mögliche Erweiterung des
Benutzerkreises um europäische Nicht-EU-Staaten solle erst nach der Einführung
der TLD im Namen der EU geprüft werden . Die Schweizer wollen aber von Anfang an
dabei sein . Gericht lässt Mobilfunk-Sender abschalten Wegen der möglichen
gesundheitlichen Gefährdung von Anwohnern lässt das Landgericht Frankfurt eine
Mobilfunk-Sendeanlage auf dem Kirchturm von Oberursel-Bommersheim (
Hochtaunuskreis ) abschalten . Die Telekom-Anwälte bestritten die
Gesundheitsgefährdung der Anwohner und legten ihrerseits ein Gutachten der TH
Aachen vor , nach dem es in der gesamten internationalen Literatur keinen
Nachweis für die behaupteten Auswirkungen gebe . Das Gericht entschied , dass
eine Gefährdung zumindest nicht ausgeschlossen werden kann . Die einstweilige
Verfügung ist nach Mitteilung des Gerichts sofort wirksam , aber nur von
vorläufiger Geltung . Für das Hauptsacheverfahren ist am 20. Dezember der erste
Termin anberaumt . Kinderporno-Ring verkaufte Bilder von Folter und Mord Die
italienischen und russischen Behörden sind einem internationalem
Kinderporno-Ring auf der Spur , der per Internet " Bilder von Gewalt , Folter
und Mord " verbreitet hat . Einige der Opfer seien weniger als ein Jahr alt .
Die Filme seien an Kunden in Deutschland , den USA sowie Italien und Russland
verkauft worden , berichtete das staatliche italienische Fernsehen am Mittwoch .
Die Behörden nahmen den Angaben zufolge bisher elf Männer fest , darunter drei
Russen in Moskau . Selbst Fahnder zeigten sich von der Grausamkeit der Bilder
bestürzt . Unter anderen sei ein erhängtes junges Mädchen zu sehen . Andere
Filme zeigten Vergewaltigungsszenen . " Die Ermittlungen hinterlassen selbst bei
den Fahndern ein Gefühl der Verzweiflung " , sagte ein italienischer Beamter . "
Man möchte am liebsten seinen Beruf aufgeben , die Augen schließen und das
Leiden vergessen . " Mutmaßlicher Chef der Bande sei ein 31-jähriger russischer
Geschäftsmann aus Murmansk , verlautete in Rom . Acht Italiener seien in
mehreren italienischen Städten festgenommen worden , unter anderem in Neapel ,
Rom und Turin . Insgesamt liefen über 1600 Ermittlungen . Es habe über 600
Durchsuchungen in Italien und Russland gegeben . Apple : Neue Politik , neue
Modelle Im Bemühen um mehr Absatz und höhere Erträge ändert Apple wieder einmal
seine Marketing-Politik . Das am Freitag von Vizepräsident Mitch Mandich
vorgestellte Modell dürfte viele Beobachter überraschen , die eine drastische
Verringerung der Händlerzahl und den Übergang zum Direktvertrieb vorausgesagt
hatten : Apple will im Gegenteil künftig kleineren Händlern die Möglichkeit zum
direkten Einkauf einräumen und damit ihre Position im Wettbewerb mit den großen
Handelsketten stärken . Dagegen sollen Computer-Läden , die Apple-Produkte nicht
angemessen präsentieren und kein fachkundiges Personal aufbieten , die
Autorisierung verlieren . Die neuen Vertriebsbedingungen sollen ab 15. Dezember
in den USA in Kraft treten . In welcher Form sie auf den deutschen Markt
übertragen werden , war noch nicht zu erfahren . Apple hatte 1995 schon einmal
versucht , durch eine Senkung der Umsatzschwelle für Direkteinkauf die kleineren
Händler stärker zu motivieren und den Absatz anzukurbeln . Dieser Versuch
scheiterte , weil die Probleme der Distribution offenbar unterschätzt wurden .
Währenddessen berichten verschiedene Quellen über eine neue
Mittelklasse-Produktlinie , die voraussichtlich zur deutschen Macworld-Expo (
13. bis 15. November ) offiziell vorgestellt wird . Apple setzt in diesen
Macintosh-Modellen erstmals ein neues Mainboard-Design ( Codename " Gossamer " )
ein , an dem seit mehr als einem Jahr gearbeitet wurde . Es trägt nur die
Basiskomponenten und läßt sich durch steckbare Module ( " Personality Cards " )
mit Sound- , Grafik- und Video-Adaptern für verschiedene Einsatzbereiche
ausrüsten . Die neuen Macs sind mit dem aktuellen PPC750-Prozessor ausgestattet
und kommen zunächst in Varianten mit 233 und 266 MHz auf den Markt . Der
Level-2-Cache läuft mit der halben Prozessortaktfrequenz , der Bustakt auf dem
Mainboard beträgt 66 MHz . In der Performance dürfte das 266-MHz-Modell
weitgehend dem CHRP-Rechner von Motorola entsprechen , den c't in der aktuellen
Ausgabe 10/97 vorgestellt hat . In Deutschland werden die Preise voraussichtlich
bei knapp 4000 bis knapp 6000 DM liegen . Gates will " intelligentere Computer "
In seiner Freitagabend-Show auf der Professional Developers Conference widmete
sich Bill Gates schwerpunktmäßig der Interaktion zwischen Mensch und Computer .
Es erinnerte an Computer-Kunst-Experimente vergangener Jahre , als der 41jährige
Microsoft-Chef vorführte , wie unter anderem Trommeln und Becken im Rhythmus von
Körperbewegungen , die der Rechner per Kamera beobachtete , zum Klingen gebracht
werden konnten . Der Input per Maus und Tastatur werde minimiert , sagte Gates ,
das Computer-Interface der Zukunft arbeite mit Bewegungsanalyse und
Spracherkennung . " Die Synthese , nach der wir suchen , ist ein weit
intelligenteres Computersystem . " Das Betriebssystem der Zukunft werde demnach
zu einem großen Teil aus Werkzeugen für die Spracherkennung und Interaktion mit
dem Anwender bestehen . Auch Gates betonte eine auf der Konferenz oft
wiederholte Parole : Microsoft setze seine Zukunft auf NT 5.0 . Bill Gates hielt
die Abschlußrede einer Entwicklerkonferenz , die diese Woche für einen wahren
Ankündungshagel gesorgt hat . Die rund 6000 Konferenzteilnehmer fahren mit der
ersten Betaversion von NT 5.0 nach Hause und haben in den letzten Tagen viel
über die Zukunftspläne Microsofts erfahren : ActiveX ist tot , es lebe die
Windows Distributed interNet Applications Architecture ( DNA ) . COM wurde als
COM+ wiedergeboren . HTML schmückt sich mit dem Zusatz " Dynamic " . Wann und ob
das alles in die Tat umgesetzt wird , zeigen die nächsten Monate , einen Bericht
zu den wichtigsten Neuerungen und NT 5.0 bringt bereits die nächste c't . Amiga
kehrt zurück Gateway 2000 will bald Amiga-Modelle auf den Markt bringen . Nach
einem Bericht des ZDNet plant der Direktversender , der im März die Rechte aus
der Escom-Konkursmasse aufgekauft hatte , die Wiederbelebung der Marke binnen
des nächsten Jahres . Derzeit sei man dabei , in Kreisen ehemaliger
Commodore-Mitarbeiter ein Entwicklerteam zu rekrutieren . Noch heute gibt es
eine engagierte Fan-Gemeinde , die auf die Vorzüge des Amiga schwört . Wiso :
Manipulation bei Internet-Auktionen Die Preise bei Internet-Auktionen werden
nach Angaben des ZDF und der Zeitschrift Computerbild oft künstlich in die Höhe
getrieben . Vor allem kleinere Computerhändler bieten bei den Versteigerungen
heimlich mit , um so die Preise zu manipulieren , heißt es in einem Bericht des
ZDF-Magazins Wiso ( Montag , 19.25 Uhr ) . Das Magazin beruft sich auf den
ehemaligen Mitarbeiter eines Händlers , der die Praktiken bestätigt habe . Die
Betrügereien blieben deshalb unentdeckt , weil die Auktionshäuser auf eine
gründliche Kontrolle der Identität verzichteten . Mit anonymen E-Mail-Adressen
kostenloser Anbieter und falschen , aber existenten Postadressen könne jeder für
eigene Produkte mitbieten . Die Preistreiber verfügten teilweise über 50
verschiedene Nutzernamen . Computerbild hat eine Woche lang 400 Versteigerungen
von Neuwaren bei den Auktionshäusern Ricardo , eBay , Hardware.de und
IEZ-Auktionen beobachtet . Dabei hätte man mehr als ein Drittel der
versteigerten Produkte zu einem vergleichbaren Preis auch im Handel erwerben
können , heißt es in der Mitteilung . Zehn Prozent der Produkte seien teurer als
im Kaufhaus gewesen . Auf die mangelnde Identitätsprüfung und überteuerte "
Pseudo-Schnäppchen " hatte auch c't vor einigen Wochen in einem ausführlichen
Bericht über Internet-Auktionen hingewiesen ( c't 14/99 , S. 68 ) . Microsoft
investiert in Akamai Nach Apple Computer und Cisco will nun auch Microsoft in
die junge Firma Akamai investieren , deren weltweites Server-Netz die
Auslieferung von Web-Seiten beschleunigt . Akamai hat mittlerweile ein Netz von
1200 Servern in Betrieb . Das Konzept des Unternehmens besteht darin , die
Datenquellen näher zu den Anwendern zu bringen und damit die
Internet-Verbindungen zu entlasten . Bei Anwahl der Website eines
Akamai-Vertragspartners wird der Anwender automatisch zum nächstgelegenen
Akamai-Server umgelenkt und bezieht die Daten von dort . Die Firma liefert den
Website-Betreibern dazu proprietäre Software , die bisher nur für Linux
verfügbar war . Als Bestandteil der Vereinbarung mit Microsoft verpflichtet sich
Akamai jetzt , auch eine Version ihrer Software für Windows-NT-basierende Server
zu entwickeln . Wall Street Journal : Telekom in kritischer Phase Die Deutsche
Telekom AG droht nach Einschätzung des " Wall Street Journal Europe " nach
schweren Rückschlägen bei internationalen Fusionsvorhaben von einem " Jäger " zu
einer " Beute " im weltweiten Konzentrationsprozess zu werden . Die
Bundesregierung erwäge , den Großteil ihres 65-Prozent-Anteils am
Telekom-Kapital im Jahre 2000 abzustoßen , schreibt das Finanzblatt am Montag .
" Wir wollen unsere Mehrheitsposition bei der Deutschen Telekom im Juli aufgeben
" , sagte ein Regierungsvertreter dem Blatt zufolge . Bereits im Januar könnte
die Regierung zudem laut " Wall Street Journal Europe " Wandelanleihen
herausgeben , die von Juli an in Telekom-Aktien umgetauscht werden könnten .
Damit könne die Regierung ihr Versprechen einlösen , die Privatisierung nicht
vor Juli vorzunehmen , aber dennoch im kommenden Jahr zwei Aktienpakete anbieten
. Die Kapitalmehrheit der Telekom wäre dann auf dem Markt . Wenn die geplante
Fusion der US-Telefonfirmen MCI World Com Inc. und Sprint Corp. zu Stande komme
, könne dies zum Ausschluss der Telekom aus dem lukrativen US-Markt führen und
der Telekom ihren strategischen internationalen Partner nehmen . Bisher hält die
Telekom zehn Prozent an Sprint . Als Schwächung der Telekom wertet das " Wall
Street Journal Europe " die Niederlage im Kampf um die Übernahme der Telecom
Italia und das Auseinanderbrechen der strategischen Allianz mit France Telecom .
In der Folge waren die Telekom-Vertreter vom italienischen
France-Telecom-Partner Enel aus den Spitzengremien des italienischen
Telekom-Joint-Ventures Wind geworfen worden . " Diese beiden Entwicklungen
zusammen könnten die Telekom eines lange Undenkbarem aussetzen : einer
feindlichen Übernahme " , folgert das Finanzblatt . Allerdings sei noch nichts
entschieden . Angesichts der Schwierigkeiten von Olivetti , Telecom Italia zu
verdauen , könne die Deutsche Telekom zum Beispiel einen zweiten Anlauf zum Kauf
des italienischen Telefonriesen wagen . " Orbit 99 " verzeichnet Besucherrekord
Mit annähernd 110.000 Besuchern weist die Basler Kommunikationsmesse " Orbit 99
" einen neuen Rekord aus . Damit spiegele die am Wochenende zu Ende gegangene
größte Schweizer Fachmesse die von der Branche ausgehende Dynamik wider , hieß
es in einer Mitteilung vom Montag . " Orbit 99 " , größte Fachmesse für
Informatik des Landes , präsentierte fünf Tage lang Neuheiten aus Informatik ,
Kommunikation und Organisation . Annähernd 1300 Aussteller zeigten unter dem
Motto " Business today for business tomorrow " ihre neuesten Produkte und
Dienstleistungen in den Bereichen Internet , Digitaltechniken , intelligente
Netzwerke oder Telekommunikation . Im vergangenen Jahr kamen gut 100000 Besucher
auf die Orbit . Schröder-Wahl live im Internet Man braucht dazu den Real Video
Player , der hier heruntergeladen werden kann . Compaq schreibt wieder schwarze
Zahlen Die Compaq Computer Corp. ist unter ihrem neuen Präsidenten und
Unternehmenschef Michael Capellas wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt .
Compaq hatte im vergangenen Jahr den Computerkonzern Digital Equipment gekauft
und müht sich seither , die Kosten zu drücken . Compaq hat hingegen gegenüber
den vorangegangenen drei Monaten einen leichten Umsatzrückgang von zwei Prozent
verbucht und blieb damit hinter den Umsatzerwartungen der Wall Street zurück .
Das Unternehmen hat inzwischen auch seine Spitzenposition im amerikanischen
PC-Markt an die Dell Computer verloren , doch ist Compaq im Weltmarkt weiter
Spitzenreiter . Compaq ist laut Capellas im dritten Quartal in die Gewinnzone
zurückgekehrt , hat die Geschäftssparten auf wettbewerbsfähige Modelle
ausgerichtet und hat begonnen , eine klare Internet-Strategie zu entwickeln . Es
gebe allerdings noch erhebliche Herausforderungen , betonte der Compaq-Chef .
Die Gesellschaft verwies auf niedrigere Lagerbestände im Handel , den starken
Preisdruck und die Auswirkungen des Erdbebens in Taiwan , das teilweise zu
Problemen im Nachschub geführt habe . Kopierprogramm für Kreditkarten Zwischen
allerlei aufklärenden Hilfe-Texten über Technik und Risiken von Magnetkarten
bietet es auch Funktionen an , mit denen sich etwa eine EC-Karte auslesen und
manipulieren läßt . Auch das Zurückschreiben auf allen drei Spuren ist möglich ,
wenn der Benutzer ein vom Programm unterstütztes Gerät verwendet . Geräte zum
Lesen und Beschreiben von Magnetkarten sind handelsüblich , Cards wird für 49,95
Mark angeboten . Vertreter der " Eurocard und Eurocheque GmbH " haben bereits
rechtliche Schritte gegen S.A.D. angekündigt und bestreiten unter anderem , daß
sich das Limit von Kreditkarten mit Cards manipulieren läßt .
Gratis-Telefoneinheiten für Studenten Die Telekom gewährt allen Bafög-Studenten
ab 1. Dezember pro Monat 131 kostenlose Tarifeinheiten . Das sagte ein
Telekom-Sprecher der " Westdeutschen Allgemeinen Zeitung " ( Samstagsausgabe )
in Essen . Diese für Studenten neue Vergünstigung mache monatlich 13,57 DM netto
aus und sei Teil der jetzt neu geregelten Sozialtarife der Telekom . Auch alle
Kunden , die von der Rundfunkgebührenpflicht befreit sind , erhalten laut
Telekom 131 kostenlose Einheiten pro Monat . Blinde , Gehörlose und
Sprachbehinderte können unter bestimmten Bedingungen monatlich 165 kostenlose
Einheiten nutzen . Die bisherigen Sozialtarife laufen - je nach Vertrag -
maximal noch drei Jahre . Sega und Nintendo dementieren Übernahmegerücht Die
Zeitung hatte unter Berufung auf ungenannte Quellen gemeldet , Sega-Chairman
Isao Okawa suche schon seit einiger Zeit nach einem Käufer für das Unternehmen
und habe darüber auch mit dem Softwaregiganten Microsoft verhandelt . In
Reaktion auf den Bericht schoss der Kurs der Sega-Aktie an der Tokioter Börse
auf das Tageslimit , bevor der Titel dann aus dem Handel genommen wurde . Zuvor
war die Aktie um massive 10,5 Prozent auf 1054 Yen gestiegen . Auch die Aktien
der Sega angeschlossenen CSK Corp. verzeichneten einen Anstieg von 200 Yen auf
1.661 Yen . Bombenbauanleitungen auf Neonazi-Websites Der niedersächsische
Verfassungsschutz sieht im Internet Ansätze zu Rechtsterrorismus .
Behördensprecher Rüdiger Hesse sagte am Mittwoch dem Radiosender NDR 4 INFO ,
Neonazis riefen auf ihren Seiten offen zu Gewalt auf . Auf ihren Seiten fänden
sich mittlerweile Anleitungen zum Bombenbau . Dies sei eine völlig neue
Entwicklung , betonte Hesse . Bislang kenne Deutschland keinen fest
strukturierten Rechtsterrorismus , künftig könne dies aber nicht mehr
ausgeschlossen werden , sagte Hesse . Die Zahl der rechtsextremen
Internet-Angebote sei unterdessen von 380 im Sommer auf jetzt rund 800
sprunghaft angestiegen . Rund 90 Prozent dieser Seiten würden aus den USA ins
Internet gestellt . Neonazis träten mittlerweile auch selbst als
Internet-Provider auf , um nicht von größeren Anbietern abhängig zu sein . Der
niedersächsische Verfassungsschutz fordert daher eine Erklärung der US-Regierung
, die rechtsextremen Angebote künftig nicht mehr zu tolerieren . Telefonieren
weiter verbilligt Sie lagen nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes vom
Montag in Wiesbaden im Durchschnitt um 4,3 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor
. Im Dezember hatte sich das Telefonieren bereits um 11,3 und im Januar um 2,9
Prozent verbilligt . Am stärksten sanken nach Mitteilung der Statistiker die
Preise für Auslandsgespräche , die sich um 42,9 Prozent verminderten . Die
Preise für Inlandsgespräche wurden um 11,0 und die für das Mobiltelefonieren um
11,4 Prozent billiger . Falsche Jungfrau stellt Freier bloß Das Angebot auf der
Web-Seite der 21-jährigen Ungarin Szandra klang verlockend : 1,81 Meter groß ,
59 Kilo und ein Foto , das die Modellfigur der dunkelhaarigen Schönheit
unterstrich . Doch Szandra stellte sich im Internet nicht als professionelle
Liebesdienerin vor , sondern offerierte ihre Jungfräulichkeit - an den
Meistbietenden . Die Seite war kaum ins Netz gestellt , da hagelte es schon
Offerten . Den Höchstpreis bot mit 500.000 Forint ( 4000 Mark ) ein in Budapest
lebender Amerikaner . Doch dann outete sich Szandra am Wochenende als falsche
Jungfrau : Ein 16-Jähriger gab sich als ihr Erfinder aus und verhöhnte die
potenzielle Freierschar : " Schon lange nicht mehr habe ich so viel gelacht " ,
schrieb er . Seine eigene Identität lüftete der Witzbold nicht . Murdoch-Konzern
interessiert sich für Yahoo Der australische Medienkonzern News Corporation von
Rupert Murdoch ist im Begriff , eine " weitreichende Allianz " mit dem
Internet-Portal Yahoo zu schmieden . Yahoo würde dadurch unter anderem Zugang
zum Fox News Channel und den Murdoch-Zeitungen The Times und The News York Post
erhalten . News Corp. plant , Internet-Angebote zusammen mit TV-Programmen per
Satellit zu liefern . In Deutschland ist Murdoch an Premiere beteiligt . PC mit
Internet-Zugang doch absetzbar Ein Gericht widerspricht der Auffassung vieler
Finanzämter , die Anschaffungskosten für Computer mit Internet-Anschluss könnten
grundsätzlich nicht als Werbungskosten abgesetzt werden . Sie sind doch
absetzbar , wenn der Computer " weit überwiegend " für den Beruf benutzt wird .
Viele Finanzämter vertreten derzeit die Auffassung , dass Aufwendungen für die
Anschaffung oder die Abschreibung von Computern nicht als Werbungskosten bei
Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit zu berücksichtigen sind , wenn der
Computer einen Internet-Anschluss hat . " Das wird damit begründet , dass eine
steuerliche Abzugsfähigkeit nur dann gegeben sein könne , wenn keine oder nur
eine völlig untergeordnete private Mitbenutzung vorliegt " , teilte das Gericht
mit . Ein Internet-Anschluss weise nach Ansicht der Finanzämter auf eine private
Mitbenutzung hin . Mit ihrem Urteil gaben die Richter der Klage eines Lehrers
Recht , der an einer berufsbildenden Schule für Wirtschaft neben Englisch und
Französisch auch das Fach Kommunikationstechnologie betreut . Der Mann hatte
sich einen Computer , eine Festplatte und ein Modem angeschafft und einen
Internet-Anschluss legen lassen . Die Behörde ging davon aus , dass der
Internet-Anschluss privat genutzt wurde . Dagegen klagte der Lehrer . Die
Richter erklärten , es könne anhand objektiver Merkmale festgestellt werden , ob
die geltend gemachten Kosten überwiegend beruflich verursacht seien . Das gelte
auch für den Internet-Anschluss . Es gehöre zu den Aufgaben des Klägers , den
Schülern das Surfen im Internet und den Umgang mit fremdsprachlichen
EDV-Programmen beizubringen . Hinzu komme , dass er nur über eine bestimmte
Universität Zugang zum Internet habe , in einer Vereinbarung mit der Hochschule
sei zudem eine private Nutzung ausgeschlossen . Außerdem habe der Lehrer ein
Verzeichnis der von ihm benutzten Internet-Seiten vorgelegt . BOL strebt
Börsengang an Spätestens im Juni will Bertelsmanns Internet-Buchhandlung BOL am
Neuen Markt in Frankfurt notiert werden . Grund für den Börsengang sei unter
anderem der Wunsch des Unternehmens , weitere Märkte in Europa , Asien und
Lateinamerika zu erobern , teilte die BOL International Holding am Montag mit .
Bisher vertreibt BOL in Deutschland , Frankreich , den Niederlanden ,
Großbritannien , der Schweiz und Spanien Bücher und CDs über das Internet .
Zusätzlich zu der geographischen Ausdehnung des Geschäfts sei außerdem eine
Erweiterung der Angebotspalette um andere " Medienprodukte " geplant , hieß es .
Grafikspezialist 3dfx kauft GigaPixel Mit der Akquisition des Chipentwicklers
GigaPixel will 3dfx sein 3D-Know-how vergrößern und seine Chancen in den Märkten
der Settop-Boxen , Spielkonsolen , PDAs und der portablen Kommunikation
vergrößern . Bei der geringeren Pixel-Auflösung von TVs und PDAs ist
Antialiasing unverzichtbar , um die Pixelstruktur zu unterdrücken . Während
Linienglättung bei konventionellen Grafikchips eine sehr hohe Speicherleistung
benötigt , setzt GigaPixel ein Region- oder Tile-basierendes Verfahren ein , um
mit weniger Speicherzugriffen auszukommen . Dabei wird ein 3D-Bild in viele
kleine Bereiche oder Kacheln zerlegt , um es Kachel für Kachel aufbauen zu
können . Es ist dann möglich , alle Grafikobjekte innerhalb einer Kachel so zu
sortieren , dass verdeckte Dreiecke erst gar nicht gezeichnet werden .
Herkömmliche Verfahren müssen etwa dreimal mehr Bildpunkte zeichnen als im
fertigen Bild sichtbar sind . 3dfx gibt ferner an , durch das Aufstocken seiner
Entwicklermannschaft um 40 weitere Ingenieure auch die Produktzyklen bei
Desktop-Chips verkürzen zu können . Das Basisgeschäft mit PC- und
Mac-Boardlevel-Produkten will man in Zukunft auch durch die Vergabe von
3D-Core-Lizenzen ergänzen . Die Integration des Tile-basierenden
GigaPixel-Konzepts in den zum Jahresende erwarteten 3dfx-Spiele-Chip " Rampage "
ist aber unwahrscheinlich , da sich dieser schon in einer fortgeschrittenen
Entwicklungsphase befinden dürfte . Oracle-Chef will Apple " retten " Die
finanziell angeschlagene Firma Apple ist wieder einmal Ziel von
Übernahme-Spekulationen . Oracle-Chef Larry Ellison , der schon einmal durch
öffentliches Nachdenken über dieses Thema für Aufregung sorgte , hat sie mit
einem Interview ausgelöst , das er der San Jose Mercury News gab . Es sei Zeit
für Maßnahmen zur Rettung Apples , sagte Ellison . Das derzeitige Management
wolle er feuern und gemeinsam mit seinem persönlichen Freund Steve Jobs die
Kontrolle übernehmen , um das Unternehmen wieder ins richtige Fahrwasser zu
steuern . Seine Firma Oracle sei an diesem Vorhaben nicht beteiligt . Die
meisten Wirtschaftsanalytiker , die in US-Zeitungen zu Wort kamen ,
kommentierten Ellisons Ankündigungen als " heiße Luft " . Über einen
ernstgemeinten Übernahmeplan rede man nicht vorher in aller Öffentlichkeit ,
hieß es . Jobs sagte , er habe mit Ellisons Plänen nichts zu tun : " Larry
bringt diese Idee dann und wann zur Sprache , ich versuche zu erklären , daß
meine Rolle bei Apple die eines Beraters ist . " Auch bei Apple-Großaktionären
fand Ellison wenig Beifall , zumal er in dem Interview davon gesprochen hatte ,
daß er nicht den bei einer Übernahme üblichen Bonus auf den aktuellen Aktienkurs
drauflegen wolle . Statt dessen stelle er sich eine Abfindung in Höhe von 60%
des Wertes in bar und 40% in Anteilen vor . Die Börse jedenfalls reagierte auf
die Ankündigung erst einmal mit einem Kurssprung der Apple-Aktie um 11% .
Musikindustrie gewinnt gegen MP3.com Führende Unternehmen der Musikindustrie
haben ein Grundsatzurteil gegen MP3.com erstritten . Der Dienst ermöglicht es
Anwendern , Musiktitel im MP3-Format in einer zentralen Datenbank zu speichern
und von jedem Ort aus über das Internet abzurufen . Die Prozessniederlage
bedroht nun möglicherweise die Existenz von MP3.com . Der Aktienkurs des
Unternehmens , der beim Börsengang im Juli bei über 60 Dollar startete , war in
den vergangenen Wochen massiv eingebrochen und erreichte heute nach
Bekanntwerden der Entscheidung einen Tiefststand von 6,50 Dollar . Noch sind die
Entscheidungsgründe allerdings nicht bekannt ; auch über die Schadenersatzsumme
hat das Gericht noch nicht befunden . AMD verschiebt "Hammer"-Einführung AMD
will erst ein halbes Jahr später als bisher geplant einen 64-Bit-Prozessor auf
den Markt bringen . Firmensprecher Drew Prairie sagte am Freitagabend ( Ortszeit
) , Muster des ersten Chips mit dem Codenamen " Clawhammer " würden Ende dieses
Jahres für Hersteller zur Verfügung stehen . Die Massenfertigung werde erst im
zweiten Halbjahr 2002 beginnen . Für die Terminverschiebung hat sich AMD nach
eigenen Angaben entschieden , um den ersten Chip auf Basis des 64-Bit-Kerns "
Hammer " gleich mit 0,13-Mikron-Strukturen und "Silicon-on-Isolator"-Technik (
SOI ) fertigen zu können . Der Fertigungsprozess dafür wird zurzeit in AMDs
modernster Fab in Dresden entwickelt . Die Fabrik arbeitet laut Prairie derzeit
mit 50 Prozent ihrer Kapazität und soll Ende dieses Jahres den vollen Ausstoß
erreichen . Das einzige Wettbewerbsprodukt , Intels Itanium , sei eigentlich
kein echter Konkurrent . Im Unterschied zu AMDs "Hammer"-Kern weist der Itanium
einen vollkommen neuen Befehlssatz auf und wird x86-Software nur in einem
vergleichsweise langsamen Emulationsmodus ausführen können . Nach jüngsten
Marktdaten verfügt AMD im PC-Mikroprozessormarkt über einen Anteil von 20,8
Prozent - Intel liegt bei 77,5 Prozent . AOL beschwert sich über
T-Online-"Trickserei" Der zweitgrößte deutsche Online-Dienst AOL hat beim
Bundeskartellamt Beschwerde gegen den Marktführer T-Online und dessen
Muttergesellschaft Deutsche Telekom eingelegt . AOL hält die Kopplung von ISDN-
und Internetangeboten der beiden Unternehmen für nicht vereinbar mit dem
Wettbewerbsrecht und hofft auf eine einstweilige Anordnung des Kartellamts .
Dies sagte AOL-Sprecher Frank Sarfeld am Sonnabend der dpa . Er bestätigte damit
einen Bericht des Nachrichtenmagazins " Der Spiegel " . AOL kritisiert , dass
neue ISDN-Kunden der Telekom automatisch und ungefragt auch Mitglieder von
T-Online werden , unabhängig davon , ob sie das Internet-Angebot nutzen oder
nicht . Diese " Trickserei " treibe die Kundenzahlen von T-Online künstlich in
die Höhe . Im Gegenzug vermittele T-Online vielen seiner Internet-Kunden einen
schnellen ISDN-Anschluss der Telekom und erhalte dafür von seinem Mutterkonzern
jeweils eine Vergütung von rund 200 Mark . " T-Online wird vom Monopolisten
Telekom unzulässig quersubventioniert " , sagte Sarfeld . Mit diesen Einnahmen
könne T-Online beispielsweise seine für Juni angekündigte Flatrate finanzieren .
Darüber hinaus habe die Telekom das Ansinnen von AOL abgelehnt , ebenfalls
ISDN-Anschlüsse zu vermitteln . " Die Telekom verweigert uns die Gleichstellung
mit T-Online " , sagte Sarfeld . Das führe zu " irreparablen Schäden " , nicht
nur bei AOL , sondern auch bei anderen Anbietern . US-Film dokumentiert
Dotcom-Pleite Diese wahre Geschichte präsentieren US-Dokumentarfilmer in dem
Film " Startup.com " , der den steilen Aufstieg und tiefen Fall eines
Internet-Unternehmens schildert . Der Streifen wurde zum Hit der
Filmfestivalsaison , mit ausverkauften Vorführungen in den Internet-Hochburgen
San Francisco und Seattle . " Es war ein reiner Glücksfall , dass unsere
Geschichte ein so spannendes Finale hat " , sagt die Regisseurin Chris Hegedus .
Zusammen mit ihrer Kollegin Jehane Noujaim wollte Hegedus im vergangenen Jahr
eigentlich nur die atemberaubend schnelle Entwicklung einer neuen Internetfirma
namens GovWorks.com filmen . Das Unternehmen scheiterte noch während der
Dreharbeiten . Die zentrale Figur von " Startup.com " ist der heute 29 Jahre
alte Unternehmer Kalil Isaza Tuzman . Er kündigt 1999 seinen gut bezahlten Job
bei der Investmentbank Goldman Sachs , als ihm Jugendfreund Tom Herman von einer
Geschäftsidee erzählt : Von einer Internetfirma , die den Kontakt zwischen
städtischen Ämtern und Bürgern organisiert . Knöllchen werden online bezahlt ,
Amtsformulare gibt es in digitaler Form und mit den Beamten kann per Internet
gesprochen werden . Tuzman wird als Chef angeheuert , und die Idee der Gründer
überzeugt viele Investoren . Bis zu 233 Mitarbeiter kommen an Bord . Tuzman wird
zur Vorzeigefigur der Internet-Ökonomie und erhält damals sogar einen
Gesprächstermin bei Präsident Clinton . Schließlich werden die Investoren jedoch
ungeduldig ; vergeblich warten sie auf Einnahmen und drehen langsam den Geldhahn
zu . Im vergangenen Herbst muss Tuzman zunächst mehr als die Hälfte der
Belegschaft entlassen , darunter seinen Vater und seinen Jugendfreund . Dem
Internet-Unternehmen ging das Geld aus . Die Firmengründer Tuzman und Herman
sind jetzt Direktoren einer Wirtschaftsberatungsfirma , die Internetunternehmen
beim Aufbau ihres Geschäfts begleitet . Aus über 400 Stunden Filmmaterial , das
mit digitalen Kameras entstand , schnitten Hegedus und Noujaim einen
103-minütigen Film zusammen . Stellenweise erinnert er an einen Krimi über
Wirtschaftsspionage . Dramatische Szenen mit panischen Gesichtern im
Firmen-Konferenzraum bilden einen Höhepunkt in " Startup.com " . Hegedus und ihr
Produzent und Ehemann D. A. Pennebaker genießen in der internationalen
Dokumentarfilmszene einen guten Ruf . In Deutschland kennt man Hegedus durch
ihren Konzertfilm " Keine Zeit " über den Rocksänger Marius Müller-Westernhagen
. Siehe auch Dot-Commers , Dot-Goers bei Telepolis . Datenschützer Jacob gegen
Lauschangriff im Internet Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz , Joachim
Jacob , hat vor einer umfassenden Überwachung des Internet gewarnt . Er wende
sich entschieden gegen die von der Bundesregierung geplante Schaffung einer
technischen Infrastruktur , die die Überwachung des Internet-Verkehrs "
entscheidend erkleichtern könnte " , sagte Jacob der Leipziger Volkszeitung .
Eine derartige Überwachung " würde einen unverhältnismäßigen Eingriff in das
Grundrecht auf Persönlichkeitsschutz darstellen " , warnte Jacob in dem heute
veröffentlichten Interview . Hintergrund ist die
Telekommunikations-Überwachungsverordnung ( TKÜV ) , deren neuester Entwurf zur
Zeit vom Bundeswirtschaftsministerium erstellt wird . Das
Bundeswirtschaftsministerium habe diese Vorwürfe zurückgewiesen , hieß es weiter
. Die Ermittlungsbehörden von Bund und Ländern hätten eine mögliche Überwachung
als unverzichtbares Mittel für die Verbrechensbekämpfung bezeichnet , sagte ein
Sprecher der Zeitung . Die Vermutung , es gehe um eine großflächige Beschneidung
der Privatsphäre , habe mit der Wirklichkeit nichts zu tun . Es handele sich
immer nur um gerichtlich angeordnete Einzelfälle . Start des neuen
BKA-Fahndungscomputers steht in den Sternen Angesichts des verpatzten Starts
seines neuen Fahndungs-Computersystems " Inpol-Neu " will das Bundeskriminalamt
keinen festen Start-Termin mehr nennen . Zunächst müsse die Software
umfangreichen Tests unterworfen werden , erklärte BKA-Sprecher Norbert Unger am
Montag in Wiesbaden . Eigene und externe Experten arbeiteten daran mit Hochdruck
. Unger wies Berichte zurück , dass dem BKA durch den missglückten Systemstart
Mehrkosten in dreistelliger Millionenhöhe entstanden seien . Das System , an dem
seit 1993 gearbeitet wird , sollte am 15. April den Betrieb aufnehmen .
Inpol-Neu war aber in einer unvollständigen Version bereits zehn Minuten nach
dem Start zusammengebrochen . Es gibt bei der neuen Software zudem erhebliche
Probleme in der Computer-Kommunikation zwischen den Zentralrechnern und denen
der Landespolizeien . Die Polizei sei aber auch mit dem alten System weiterhin
handlungsfähig , betonte Unger . Noch Anfang April hatte das BKA dem geplanten
Termin festgehalten , obwohl sich bereits seit Beginn des Jahres das Fiasko
abzeichnete . Erst eine Woche vor dem geplanten Start gaben die Verantwortlichen
zu , dass die Software längst nicht komplett war . Die Gewerkschaft der Polizei
( GdP ) beklagte daraufhin , dass den Mehrkosten für eigens beschaffte Rechner
und für zusätzliches Personal kein Nutzen gegenüberstehe . Allein in
Rheinland-Pfalz entstünden monatlich Mehrkosten von rund 900.000 Mark , was auf
die Bundesrepublik umgerechnet Millionenbeträge ergebe , sagte der GdP-Experte
Horst Müller . Heißer Dienstag : T-Aktionäre treffen auf Ron Sommer Der
drastische Kursverfall der T-Aktie und die Immobilienaffäre sind die Top-Themen
auf der Hauptversammlung der Deutschen Telekom am morgigen Dienstag in Köln .
Auf dem mit Spannung erwarteten Treffen der Anteilseigner muss Vorstandschef Ron
Sommer Rede und Antwort stehen . Aktionärsvertreter kündigten bereits vor
einigen Wochen an , Vorstand und Aufsichtsrat die Entlastung zu verweigern . Sie
kritisieren die enormen Vermögensverluste , die die T-Aktionäre einstecken
mussten . Seit ihrem Höchststand im Frühjahr vergangenen Jahres ( 104 Euro ) bis
heute hat die T-Aktie rund 75 Prozent an Wert verloren . Dabei gilt das einst
als Volksaktie gefeierte Papier als Inbegriff für die neue deutsche Aktienkultur
. Millionen von Kleinanlegern kauften T-Aktien . Jetzt ist die Enttäuschung groß
. Richtig gebeutelt wurden dagegen jene Anleger , die beim letzten Börsengang
der Telekom im vergangenen Jahr für 63 Euro eingestiegen waren . Die
Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre wirft dem Vorstand Missmanagement vor :
Der Preis für die UMTS-Lizenzen sei zu hoch , die Übernahme der
US-Mobilfunkfirme VoiceStream zu teuer gewesen und in Europa wurden Kernmärkte
vernachlässigt . Hoch hergehen dürfte es auf der Hauptversammlung auch in Sachen
Immobilien . Das drückte den Kurs der T-Aktie weiter in den Keller . Forderungen
nach einem Rücktritt von Sommer wurden lauter . Angeblich soll der Vorstand
schon länger von der Überbewertung der Immobilien gewusst , aber seine Aktionäre
im Unklaren gelassen haben . Dieser Vorwurf wurde von der Telekom stets
zurückgewiesen . Das ARD-Politmagazin Report Mainz kündigte unterdessen neue
Enthüllungen zur Immobilienaffäre an : In seiner Sendung am heutigen Abend um 21
Uhr will das Magazin Indizien dafür vorlegen , dass die Telekom bereits 1995 mit
einer falschen Bilanz an die Börse gegangen sei . Auf Grund von Strafanzeigen
ermittelt seit längerem die Bonner Staatsanwaltschaft in der Immobilienaffäre
gegen Sommer und andere Telekom-Manager . Die DSW will auf der Hauptversammlung
eine Sonderprüfung durchsetzen und die Vorwürfe eingehend untersuchen lassen .
Ein kleines Zugeständnis gab es aber doch : Die Bilanz 2001 wird ein zweiter
Wirtschaftsprüfer testieren . TI kündigt Mega-Chip an Texas Instruments hat die
Einführung einer neuen Chiptechnologie namens " TImeline " angekündigt , die "
die Elektronikindustrie revolutionieren " soll . Der Hersteller rechnet vor ,
daß die Anzahl der Transistoren ausreiche , um sämtliche Logikbausteine eines
heutigen PCs inklusive 16 MByte DRAM , Modem , Soundkarte und
Festplattencontroller auf einem Baustein unterzubringen . Auch für
Multiprozessor-Systeme ergeben sich laut TI völlig neue Möglichkeiten , da 20
CPUs vom Schlage eines Pentium auf einem Chip vereinigt werden können . Erste
Entwicklungsprojekte auf Basis der TImeline-Technologie haben laut TI schon
begonnen . Im dritten Quartal soll die Zusammenarbeit mit Beta-Kunden starten ,
Anfang 1997 die Serienfertigung . Intel schlägt zurück : Klage gegen DEC Intel
hat heute in San Jose eine Klage gegen Digital Equipment ( DEC ) wegen
Verletzung von Rechten an geistigem Eigentum eingereicht . DEC soll sich
geweigert haben , Dokumente zurückzugeben , die Intel gehören . Es handele sich
um vertrauliche Informationen zu Intel-Produkten , die DEC während der
vergangenen Jahre erhalten habe , erklärte Intel in einer Pressemitteilung . DEC
sei in der vergangenen Woche zur Rückgabe aufgefordert worden , habe sich aber
bis gestern geweigert , das geistige Eigentum zurückzugeben . Der Vorgang ist
offenbar eine Reaktion auf DECs Klage gegen Intel wegen vorsätzlicher Verletzung
von zehn Patenten zur Prozessortechnik ( siehe
http://www.heise.de/newsticker/data/cp-13.05.97-000/ ) . Experten in den USA
räumen der Klage DECs gute Chancen auf Erfolg ein . Sie wiesen darauf hin , daß
DECs Patente aus der seit vielen Jahren betriebenen Prozessor-Entwicklungsarbeit
viel Substanz hätten , sahen aber auch bereits eine Reaktion Intels voraus .
Allgemein wurde mit einer Gegenklage wegen Patentverletzung gerechnet , da Intel
in jüngerer Zeit ebenfalls etliche Patente angemeldet hat . Üblicherweise enden
solche Streitigkeiten dann im Vergleichswege mit einem gegenseitigen
Patentabkommen . Daß Intel sich nun für einen anderen Weg entschieden hat ,
deutet darauf hin , daß man keinen Ansatzpunkt für den Vorwurf einer
Patentverletzung gegen DEC gefunden hat . Bei den zurückverlangten Materialien
handelt es sich vermutlich um vertrauliche Vorab-Informationen über künftige
Technologie und Produkte , die Intel großen PC-Herstellern für ihre
Produktentwicklung zugänglich macht . Würde DEC von solchen Informationen
künftig ausgeschlossen , bedeutete dies erhebliche Wettbewerbsnachteile im
PC-Geschäftsbereich . Intel will den Streitgegner dadurch offenbar unter Druck
setzen . Auch die künftige Versorgung mit Intel-Prozessoren scheint nicht
gewährleistet zu sein . Multimedia-Verband befürchtet Imageschaden " Dieses
Urteil ist ein Schlag gegen die gesamte Multimedia-Industrie in Deutschland " ,
so kommentierte Paulus Neef , der Vorsitzende des Deutschen Multimedia Verbandes
, das Urteil des Amtsgerichts München gegen den ehemaligen Geschäftsführer von
CompuServe Deutschland . Er befürchte angesichts der Verurteilung von Felix Somm
" einen schwerwiegenden Imageschaden für den Wirtschaftsstandort Deutschland " .
Er sehe das Urteil zudem im Widerspruch zu dem 1997 in Kraft getretenen
Teledienste-Gesetz . Dieses mache Anbieter , die lediglich Zugang zur Nutzung
des Internets vermitteln , nicht für fremde Inhalte verantwortlich . Auch rein
technisch habe eine Möglichkeit , die angesprochenen Inhalte aus dem Netz zu
filtern oder den Zugang zu blockieren , für Somm nicht bestanden . Für die im
Deutschen Multimedia-Verband vertretenen Provider , die laut Neef maßgeblich
dazu beitragen , daß Deutschland in Europa eine führende Rolle beim Aufbau des "
Zukunftsmarktes Internet " spiele , habe dieses lokale Urteil zwar keine
unmittelbare Negativwirkung , aber von ihm gehe ein bedenkliches Signal aus . "
Felix Somm wird zum Sündenbock für Straftaten gemacht , die wirklich Kriminelle
unter Nutzung des Internets begehen " . Pilotprojekt " Laptop statt Schulranzen
" In einem bundesweit einmaligen Medienprojekt erhielten rund 60 Siebtklässler
des Evangelisch Stiftischen Gymnasiums tragbare Computer . An der Aktion sollen
in den kommenden vier Jahren insgesamt 240 Schüler teilnehmen . Träger des
Projekts sind die Bertelsmann-Stiftung , Toshiba und Microsoft . Die
mitgelieferte Software umfaßt Textverarbeitung , ein Lexikon , eine Datenbank ,
Tabellenkalkulation sowie englische und französische Lernprogramme . Die Geräte
sollen in mehreren Unterrichtsfächern eingesetzt werden . Ziel sei die
Vermittlung von Medienbildung , sagte Schulleiter Ulrich Engelen . Finanziert
wird das Projekt durch Sponsoring , gemeinnützige Zuwendungen und eine
Elternbeteiligung in Höhe von 65 Mark im Monat . Nach vier Jahren geht das
Laptop in den Besitz der Schüler über . Für Familien , die nicht über die
notwendigen finanziellen Mittel verfügen , steht ein Solidarfonds zur Verfügung
. Linus Torvalds erhält für sein Betriebssystem Linux den Prix Ars Electronica
1999 . Dies gab das oberösterreichische Landesstudio des ORF als Veranstalter
heute in Linz bekannt . Die Engländer Richard James und Chris Cunningham
erhalten den Preis für ihr Musikvideo " Come to Daddy " . Den Jugendbewerb
gewannen die Österreicher Raimund Schumacher und Jürgen Oman . Mit 2119
Einreichungen aus 60 Ländern verzeichnete der Prix Ars Electronica als einer der
weltweit bedeutendsten Bewerbe für Cyberkunst in diesem Jahr eine
Rekordbeteiligung . Die " Goldene Nica " wird in den vier Sparten " net " , "
Interaktive Kunst " , " Computeranimation " und " Digital Music " vergeben . Die
Preise werden am 6. September überreicht . Jenoptik baut Chipfabrik in Singapur
Es sei bereits der zweite Großauftrag für die Jenoptik-Tochter M+W Zander GmbH
in diesem Jahr aus Südost-Asien , teilte das Unternehmen am Freitag mit . In
Singapur werde bis Juli 2000 eine Fabrik für das Unternehmen Systems on Silicon
Manufacturing Ltd. errichtet . Nach Angaben von Jenoptik handelt es sich bei
beiden Projekten um die weltweit größten Aufträge , die in diesem Jahr bisher
von der Halbleiterindustrie vergeben wurden . Kein Urteil im Prozess Münz gegen
Symicron Vor dem 27. Senat des Oberlandesgerichts Düsseldorf wurde gestern der
Rechtsstreit zwischen dem Autor Stefan Münz und der Firma Symicron um die
Benutzung des Markennamens " Explorer " verhandelt . Das Berufungsverfahren
endete zunächst ohne Entscheidung ; das Gericht will im September sein Urteil
verkünden . Bis dahin haben die Parteien noch einmal Gelegenheit , sich in
Schriftsätzen zur Sache zu äußern . Münz hatte den Rechtsstreit gegen die
Inhaberin der umstrittenen deutschen und europäischen Marke " Explorer " in der
ersten Instanz gewonnen . Einen ausführlichen Bericht über die Hintergründe und
den gestrigen Prozessverlauf hat der Onlinedienst JURAwelt veröffentlicht . Der
Verlag Heinz Heise , Herausgeber von heise online , befindet sich gleichfalls
wegen der Nennung von Programmnamen mit dem Bestandteil " Explorer " im
Rechtsstreit mit Symicron . Die dortige Verhandlung soll am 15. August um 11 Uhr
stattfinden . Ingram Micro übernimmt J&W Ingram Micro , der weltweit größte
Distributor für Computerprodukte , kauft die deutsche J&W Computer GmbH . Wie
J&W heute mitteilte , sollen ihre Niederlassungen in Deutschland bestehen
bleiben . Geschäftsführer Sven Janssen übernimmt auch die Führung der deutschen
Filiale von Ingram Micro in München . Den Kaufpreis wollte J&W nicht nennen .
ARD/ZDF-Studie : Internet ergänzt Fernsehen Die wachsende Internet-Nutzung
stellt nach einer gemeinsamen Studie von ARD und ZDF keine Gefahr für das
klassische Medium Fernsehen dar . Insgesamt nutzten heutzutage 28,6 Prozent der
Erwachsenen in Deutschland das Internet , das sind 18,3 Millionen . Nach der
Studie verbinden die Nutzer verschiedene Bedürfnisse und Erwartungen mit
Fernsehen , Radio und Internet . Alte und neue Medien machten sich deshalb keine
Konkurrenz , sondern ergänzten sich . So liefere das Fernsehen als
Allroundmedium gleichermaßen Information und Unterhaltung und bediene das
Bedürfnis nach sozialer Orientierung und Integration . Das Internet dagegen
werde von den meisten Menschen vornehmlich als Informations- und Servicemedium
genutzt . Allerdings schätzten vor allem jüngere Leute die Möglichkeit , das
Nachrichten- und Informationsangebot der Fernsehsender jederzeit auf deren
Homepage im Internet nachlesen zu können . BinTec-Chef wirft das Handtuch Unter
dem Druck anhaltender Verluste ist der Vorstands-Sprecher des Nürnberger
Netzwerkspezialisten BinTec , Claus Wortmann , am Montag zurückgetreten . Er
habe damit die Verantwortung für das deutliche Unterschreiten der Umsatz- und
Gewinnprognose übernommen , teilte eine Sprecherin der BinTec Communications AG
mit . Der Rücktritt sei aus freien Stücken geschehen . Seine Funktion übernimmt
das für Vertrieb und Marketing zuständige Vorstandsmitglied , Walter Erl .
Wortmann hatte das Unternehmen seit Frühjahr 1999 geführt . Der Aktienmarkt
reagierte auf die Korrektur der Gewinnprognose mit einem 20-prozentigen
Kursrutsch auf 16,60 Euro . Auf der Ertragsseite blieb das Unternehmen aber
weiterhin in der Verlustzone . Zur Begründung verwies das Unternehmen auf die
Verknappung von Bauteilen , die eine Preissteigerung und eine verlangsamte
Entwicklung und Markteinführung von Produkten mit höherer Gewinnmarge zur Folge
gehabt habe . Prozessor-Bug : Intel ruft 1,13-GHz-Pentium III zurück Wegen
Funktionsstörungen bei bestimmten Code-Sequenzen , die zum Systemabsturz führen
können , ruft Intel sein Produktflaggschiff zurück . Die Auslieferung des
Pentium III mit 1,13 GHz hatte am 31. Juli in begrenzten Stückzahlen begonnen .
Beobachter vermuten , dass Intel seither kaum 10.000 Einheiten verkauft hat .
Intel hat bisher keine Zahl genannt . Der Prozessor war bisher nur von wenigen
PC-Herstellern angeboten worden , darunter Dell und IBM , die bereits vor Intels
Entscheidung die Auslieferung von 1,13-GHz-Rechnern stoppten . Intel-Sprecher
Howard High sagte , Intel arbeite mit den Herstellern zusammen und werde ihren
Kunden nach deren Wahl Ersatz oder Entschädigung anbieten . Intel habe bisher
keine Fehlermeldungen von Kunden erhalten , versicherte High . Im c't-Labor
hatte Intels Spitzenreiter beim Linux-Kernel-Benchmark reproduzierbare Fehler
gemacht , wie c't bereits in Ausgabe 17/00 berichtete . Zu diesem Zeitpunkt
hatte Intel freilich noch beschwichtigt und mitgeteilt , es sei nur ein
Microcode-Update für das neue Prozessor-Stepping notwendig . Mittlerweile ist
offiziell die Rede von einem notwendigen Re-Design der Schaltung . Es scheint ,
als habe sich Intel mit dem neuen cC0-Stepping einen Bug eingefangen , der nicht
durch einen Microcode-Patch zu neutralisieren ist . Das cC0-Stepping kam bei dem
1,13-GHz-Chip erstmals zum Einsatz , sollte aber laut Intel sofort auf sämtliche
Pentium III der Coppermine-Generation übertragen werden . Damit bleibt noch die
Frage zu klären , ob sich der Fehler auch bei neuen Pentium-III-Typen mit
niedrigerer Taktfrequenz auswirken wird - auch wenn Intel diese Befürchtung
vorerst von der Hand gewiesen hat . IDF : Intel überrascht mit 3,5-GHz-Prozessor
Intels Marketing-Vize Paul Ottelini entfachte in seiner Keynote Speech Beyond
Gigahertz auf der IDF ein wahres Feuerwerk von Innovationen auf allen
Prozessorgebieten . Morgens früh , kurz nach 8 Uhr Ortszeit , stellte er den
Forumsteilnehmern einen Prototypen des 0,13-µm-Pentium-4 ( Northwood ) vor , der
- kurzzeitig - mit 3,5 GHz lief . Im Schnitt kommen IDF-Rekord-Prozessoren nach
rund einem Jahr auf dem Markt . So wurde der gestern eingeführte 2-GHz-Typ auf
dem IDF vor einem Jahr als Prototyp vorgestellt . Man kann also im Spätsommer
2002 mit dem 3,5-GHz-Pentium 4 rechnen . Insgesamt , so Otellini , sei die
Architektur längerfristig bis etwa 10 GHz skalierbar . Zusätzlich werde die
Server/Workstation-Ausführung des Pentium 4 ( Foster ) auch noch mehrere
logische Prozessoren auf einem Chip bieten . Für diese bislang unter dem
Codenamen " Jackson Technology " kursierende Technik verriet Otellini den neuen
offiziellen Namen : " Hyper Threading " . Hierbei teilen sich die logischen
Prozessoren die Caches und die Execution Engine , besitzen aber jeweils eigene
Register und Interrupt-Controller ( APICs ) . Für den stark wachsenden Bereich
der Notebooks , Subnotebooks , PDAs und so weiter hat Intel einen neuen
Prozessor mit Codenamen " Bania " in der Entwicklung , in den wesentliche Teile
des Chipsatzes integriert werden . Das Besondere an Bania ist jedoch seine neue
Mikroarchitektur , die den internen Datenverkehr reduziert und dadurch Strom so
spart . Erreicht wird dies durch leistungsfähigere Mikro-Operationen ( µOps ) ,
sodass zum Übersetzen des x86-Codes weniger µOps nötig sind . Für den
Serverbereich schließlich gab Otellini ein paar Details zum McKinley-Itanium
bekannt . AMD wird es schwer haben , mit dieser Offensive mitzuhalten . So
konnten AMD-Vertreter am Rande des Forums nur lapidar darauf hinweisen , dass
Takt nicht gleich Performance ist und der Athlon bei gleichem Takt
leistungsfähiger als der Pentium 4 sei . Das bestreitet auch niemand , doch
angesichts der rohen Gigahertz-Gewalt der nächsten Pentium-4-Versionen droht
doch ein großer Performance-Unterschied . Microsoft stellt Spiele mit DirectX
vor Als einer der ersten Hersteller kommen die Redmonder mit einer Reihe von
DirectX-fähigen Spielen auf den Markt . Für Sportbegeisterte finden sich " Golf
" , " NBA full court press " ( Basketball ) und " Fußball " in einer
Fensterversion . Fans von Fury3 werden sich über den Nachfolger " Hellbender "
freuen , der die immer noch reichlich vorhandene Ballerei in eine dichte
Hintergrundstory verpacken will . Neben Hellbender nutzt auch " Monster Truck
Madness " Direct3D und zieht damit Nutzen aus 3D-Beschleunigern wie S3s Virge .
Bei diesem Spiel steuert man einen typisch amerikanischen Monstertruck über
diverse Rennstrecken . " Deadly Tide " entführt in die Ozeane des Jahres 2500 :
Aliens wollen die Erde erobern und haben sich auf dem Meeresgrund eine
Operationsbasis errichtet . Der Spieler muß sie mit viel Feuerkraft vernichten .
Schrägen Humor und Popkultur der 70er will Actionspiel " Gex " bieten . Auch den
schon legendären Flugsimulator portiert Microsoft auf Windows 95 . Die Version
6.0 soll neue Flughäfen , Flugzeugtypen und noch detailliertere Grafiken bieten
. Die Spiele sollen ab Ende September in einer englischen Version zu Preisen
zwischen 80 und 100 DM zu haben sein ; die deutschen Varianten folgen Ende
Oktober . Nur auf den Flugsimulator muß man noch etwas länger warten : bis Ende
Oktober auf die englische Version , bis Anfang 1997 auf die deutsche . Erstes
Voodoo-Board vorgestellt Auf dem Stand der PC Player ist die erste Version einer
neuen 3D-Grafikkartengeneration zu sehen . Der Voodoo-Chipsatz des
amerikanischen Herstellers 3Dfx beherrscht zwar nur 3D , ersetzt also nicht die
vorhandene Grafikkarte , macht seine Sache aber sehr gut . Sauber gerenderte
Texturen und flüssige Bildfolgen wecken hohe Erwartungen . Die gezeigte
PCI-Karte stammt von Orchid , andere Hersteller haben ebenfalls Karten auf
Voodoo-Basis angekündigt . CeBIT Home : Nützliches und Kurioses Suchen Sie etwas
Ausgefallenes ? Wie wäre es etwa mit einem Pentium-PC zum Selberbauen für Sie
selbst oder für den Filius ? Der Alpha Ville 2001 wird als Bausatz geliefert und
besteht aus einer vorgefertigten Bodenplatte mit der Rechner-Elektronik und
einem Fischertechnik-Gehäusebausatz mit 413 Teilen . Zu bewundern ist der 3222
DM teure PC für den kreativen Bastler in der Game-City in Halle 3 . Wer mehr zur
Feinmechanik neigt , muß sich noch etwas gedulden : Im Februar nächsten Jahres
soll es auch ein Notebook mit Fischertechnik-Gehäuse geben . Zu zweit oder gar
zu viert an einem Rechner zu arbeiten , kann schnell zu Streit führen . Also muß
ein zweiter PC her . Schön , wenn dafür das Geld da ist . Was aber tun , wenn
der Chef " nein " sagt ? Auf dem Stand D48 in Halle 2 finden Sie vielleicht die
Lösung : Squiddy ist ein in drei Varianten angebotener elektronischer Umschalter
. Das Basismodell für knapp 240 Mark schaltet zwischen zwei Tastaturen und
Mäusen um . Die beiden Anwender teilen sich den Bildschirm . Jedem Benutzer
seinen eigenen Monitor , Tastatur und Maus , das verspricht Squiddy ABS , das
zweite Modell . Das zum Jahresende angekündigte Spitzenmodell Squiddy ABD für
knapp 1000 Mark ermöglicht gar bis zu vier Benutzern den gleichzeitigen Zugriff
auf einen Computer . So können beispielsweise vier Personen mit nur einem
Rechner und einer Datenleitung gemeinsam im Internet surfen . Schaltet sich Ihre
Kaffeemaschine morgens automatisch ein ? Ist der Toast fertig , wenn Sie aus dem
Bad kommen ? Dann brauchen Sie vielleicht die Kugel von Asgard . Sie wird
einfach zwischen Steckdose und ein beliebiges Elektrogerät geschaltet und
ermöglicht dann dessen Steuerung vom PC aus . Jede Kugel hat dazu eine eigene
Adresse und kommuniziert mit dem Computer über das Stromnetz . Extra-Strippen
sind also nicht erforderlich . Sie messen die Helligkeit und regeln die
Beleuchtung . Wer bereits angesichts des vollcomputerisierten Haushalts in Panik
gerät , sollte einfach mal an dem Stand E55 in Halle 3 vorbeischauen . Dort
ermittelt die Techniker-Krankenkasse die persönliche Streß-Belastbarkeit und
gibt Tips zur Entspannung . Leistungsschub beim Macintosh erwartet Auf der am
Montag in San Francisco beginnenden Seybold-Konferenz , dem Mekka der
Publishing-Branche , will Apple " größere Neuigkeiten " verkünden . Soviel
immerhin hat Pressesprecherin Rhona Hamilton den bohrenden Journalisten im
Voraus verraten . Doch wie immer bei Apple gab es No Comment zu irgendwelchen
Detailfragen bezüglich der speziellen Keynote , die iCEO Steve Jobs am Dienstag
halten wird . Die Fachpresse in den USA , wo Apple mittlerweile wieder als
Trendsetter der PC-Branche gilt , spekuliert auf Basis von Gerüchten und
unbestätigten Insider-Informationen über die Dinge , die da kommen werden . Als
sicher darf gelten , dass Jobs keine Rede halten würde , wenn er nicht einen
Knüller zu bieten hätte . Man rechnet fest damit , dass Apple vor der
Weihnachtssaison seine Desktop-Modelle aktualisieren wird . Zur professionell
orientierten Seybold-Konferenz würde am besten die Auffrischung der im Januar
eingeführten G3-Reihe passen . Gegenüber den neuesten Intel-basierenden PCs mit
600-MHz-Pentium III ist Apples Profi-Reihe , die derzeit mit maximal 450 MHz
aufwarten kann , leistungsmäßig ein wenig ins Hintertreffen geraten . Nach
c't-Analysen ( in der aktuellen Ausgabe 18/99 ) entspricht das Leistungsniveau
des PPC750/400 bei Integer etwa dem eines Pentium III/500 , bei Gleitkomma etwa
dem eines Pentium III/550 . Das Mindeste , was Apple ankündigen müßte , wären
also PPC750-Prozessoren mit höheren Taktfrequenzen . Da sich die
Chip-Lieferanten IBM und Motorola diesbezüglich verdächtig still verhalten ,
unterstellen einige Beobachter eine Absprache mit Apple , um den
Überraschungseffekt zu sichern . Motorola wird aber zugetraut , Chips mit bis zu
550 MHz produzieren zu können . Ein IBM-Manager hat sogar angedeutet , dass 600
MHz beim PPC750 im Bereich des Möglichen lägen . Vor allem aber könnte der lang
erwartete PPC 7400 mit der von Motorola entwickelten Architekturerweiterung
AltiVec den großen Performance-Durchbruch für Apple bringen , wenn er denn in
Stückzahlen lieferbar ist . Die Vektor-Recheneinheit mit 32128-Bit-Registern
wird Intels ISSE ( nur 8 Register ) und AMDs 3DNow! nach allen vorliegenden
Information an Wirksamkeit weit übertreffen . In einer Prototyp-Vorführung auf
Apples Developer Conference im Mai war die Rede von einer Leistungsverdopplung
in "Real-World"-Applikationen gegenüber dem PPC750 mit gleicher Taktfrequenz .
Ein begeisterter Entwickler von Bildanalyse-Software berichtete gar von einer
Verfünffachung , die ihm schon nach schneller Anpassung seiner Software gelungen
sei . Viele Software-Hersteller haben sich jedenfalls auf AltiVec eingestellt ,
zumal Entwicklungssoftware schon seit einiger Zeit zur Verfügung steht . Das
nächste iMac-Modell dürfte einen schnelleren Prozessor bieten , dazu vermutlich
einen FireWire-Port , DVD statt CD-ROM und vielleicht eine Upgrade-Option auf
das drahtlose Netzwerk ( " AirPort " ) , das Apple mit dem iBook vorgestellt hat
. Eine Vergrößerung des Monitors auf 17 Zoll wird ebenfalls für möglich gehalten
. Eher fraglich ist aber , ob Apple die Seybold-Konferenz als passende
Gelegenheit für eine Ankündigung zum Consumer-Modell iMac ansieht . Neben neuer
Hardware wird Steve Jobs in der Keynote wahrscheinlich die nächste Mac
OS-Version 9 ( " Sonata " ) vorführen , die im Herbst auf den Markt kommt , und
den aktuellen Stand von Mac OS X demonstrieren . Eventuell gibt es neue Features
von Apples integrierter Suchmaschine Sherlock zu sehen . Ganz sicher dürfte
QuickTime TV eine Rolle spielen , Apples Netzwerk zur Verbreitung von Streaming
Content im Internet , dem die Kooperation mit Akamai zu einer leistungsfähigen
Infrastruktur verhelfen soll . Apples Rolle auf der Seybold-Konferenz ist
jedenfalls wieder unbestritten die eines Branchenführers . Das war vor zwei
Jahren anders . IFA : Erazor III mit verbessertem 3D-Chip Der Aachener
Hersteller Elsa verbessert die 3D-Leistung seiner Grafikkarte Erazor III durch
Einsatz des 3D Chips " Riva TNT2 Pro " . Dank verbesserter Fertigungstechnologie
- 0,22 µm statt 0,25 µm - kann Chiphersteller Nvidia seinen Grafikbaustein mit
140/160 MHz spezifizieren - für den Vorgänger galt 125/150 MHz . Die Angaben
beziehen sich jeweils auf den Takt für den 3D-Chip und den Takt für den lokalen
Grafikkartenspeicher . Die Beschleunigung trägt zur flüssigen Darstellung von
hektischem Kampfgetümmel bei . Die Preise der Erazor III Pro sind die des
Vorgängermodells : Im Preis enthalten sind Vollversionen von " Need For Speed 4
" , die Grafiksuite " Corel Select 7 Edition " sowie die Videobearbeitung
MainActor 3.0 . Die Preise des Vorgängermodells reduzieren sich um etwa 50 DM .
Flatrate-Experimente wieder gescheitert Wieder einmal ist der Versuch
gescheitert , in Deutschland Internet-Zugänge zu Pauschalpreisen einzurichten .
Danach entstanden für Anrufe im Zeitraum zwischen 21 Uhr und 8 Uhr dem
Angerufenen keine Kosten , während dem Anrufer für jede Einwahl 48 Pfennig
berechnet werden . Solche Bedingungen für die Internet-Nutzung gelten in den USA
, wo Ortsgespräche vielfach in der Grundgebühr der Telefonunternehmen enthalten
sind . WestSurf kündigt jetzt an , ab 1. September zumindest in großen Städten
eine 24-Stunden-Flatrate mit einer Volumenbegrenzung auf 1 Gigabyte anbieten zu
wollen . Die näheren Konditionen wurden noch nicht genannt . IFA :
3D-Videoeffekte schnell berechnet Die zur Berechnung komplexer
Videoschnitteffekte auf PCs benötigte Rechenzeit läßt sich mit der
Beschleunigerkarte Xplode von Canopus drastisch verkürzen . Die Karte basiert
auf einem gewöhnlichen 3D-Grafikchip ( Riva TNT2 ) und ist im System zugleich
als Grafikkarte nutzbar . Die Objektbibliothek kann man durch Import von
selbsterzeugten 3D-Studio-Objekten erweitern . Zusätzlich sind 200
Alpha-Übergänge , 60 3D-Übergänge und 100 Hintergründe in der Software enthalten
. Xplode ist kompatibel zu Adobe Premiere 5.1 , Ulead MediaStdio 5.x , Rex Edit
und Raptor Edit und soll im Fachhandel für 1500 DM angeboten werden . Metabox :
Doch keine schwarzen Zahlen Die Hildesheimer Metabox AG erwartet im laufenden
Geschäftsjahr entgegen den Prognosen nun doch einen Verlust . Grund sei eine
Verzögerung bei der Herstellung neuer Set-Top-Boxen , teilte das Unternehmen am
Donnerstag mit . Der für das laufende Geschäftsjahr geplante Lieferbeginn für
einen auf zwei Jahre angelegten Auftrag über 500.000 Set-Top-Boxen soll nun erst
Anfang 2001 erfolgen . Grund der Verschiebung sind den Angaben zufolge Engpässe
in der Softwareentwicklung sowie Abstimmungsschwierigkeiten mit dem Zulieferer
der Entschlüsselungs-Software . Die Serienproduktion sei allerdings bereits
vorbereitet und solle im Dezember starten . Kombi aus Strom , ISDN und Internet
nicht wettbewerbswidrig Die Deutsche Telekom hat den Rechtsstreit um ein von den
Stadtwerken Augsburg und der Telefongesellschaft AugustaKom angebotenes
Kombi-Paket vorerst verloren . Der Telefon-Riese hatte den Unternehmen per
einstweiliger Verfügung untersagt , Strom , ISDN-Anschluss und Internet im Paket
anzubieten . Das Landgericht München hat das Verbot nach Angaben der Stadtwerke
Augsburg nun aufgehoben . Die Deutsche Telekom hatte wettbewerbsrechtliche
Bedenken gegen das Kombi-Angebot angeführt . Das Landgericht München habe diese
Auffassung nicht geteilt . " Dies ist ein Sieg für unsere Kunden " , sagte Claus
Gebhardt , Geschäftsführer der Stadtwerke Augsburg am Donnerstag . Das
Kombi-Paket augustaStrom combitel bietet Strom , ISDN-Anschluss und Internet zu
einem monatlichen Preis von 44 Mark zuzüglich verbrauchs- beziehungsweise
zeitabhängiger Gebühren . Der Richterspruch hat nach Angaben des schwäbischen
Energieversorgers auch Bedeutung für andere Anbieter , die ähnliche Angebote
nach dem Einspruch der Telekom eingeschränkt oder gar eingestellt hätten . Es
sei allerdings damit zu rechnen , dass die Telekom weitere rechtliche Schritte
gegen das Angebot einleite , sobald die schriftliche Urteilsbegründung vorliege
. Britischer Flatrate-Anbieter tief in roten Zahlen Freeserve bietet einen
völlig kostenlosen ( werbefinanzierten ) Internet-Zugang an und offeriert einen
Flatrate-Zugang für zehn Pfund pro Monat . Das Unternehmen galt Anfang des
Jahres als Kandidat für eine Übernahme durch die Deutsche Telekom , doch erlosch
das Telekom-Interesse nach detaillierterer Prüfung . Telekom darf One-2-One
übernehmen Die Deutsche Telekom darf die britische Mobilfunktelefon-Gesellschaft
One-2-One zu 100 Prozent übernehmen . Den Weg hierzu habe die Europäische
Kommission am Montag in Brüssel frei gemacht , sagte gestern Abend ein
Telekom-Sprecher in Bonn . Offen blieb , ob die Übernahme mit Auflagen verbunden
ist , wie sie der deutsche Verband der Anbieter von Telekommunikations- und
Mehrwertdiensten ( VATM ) gefordert hatte . " Das Unternehmen ist sein Geld wert
und eine Perle in der britischen Mobilfunklandschaft " , erklärte der
Telekom-Sprecher . Der Telekom-Aufsichtsrat hatte den Kauf des britischen
Unternehmens , das über ein voll digitalisiertes Netz verfügt , bereits Ende
vergangenen Monats gebilligt . Für die Deutsche Telekom ist die Übernahme des
britischen Telekommunikationsanbieters ein " weiterer Schritt auf dem Wege zu
einem paneuropäischen Mobilfunkangebot " . IBM-Chef Staudt : In Kundendaten
steckt Erfolgspotenzial Die zielgerichtete Sammlung und Verwendung von
Kundendaten birgt für Unternehmen nach Auffassung des Chefs von IBM Deutschland
, Erwin Staudt , ein oft ungenutztes Erfolgspotenzial . " Was die Leute aufregt
, ist die Flut unpersönlicher und überflüssiger Werbung . " Das ändere sich mit
effektiven Datenbanken und dem Internet . Für Unternehmen werde die Verwaltung
der Daten und die Pflege der Kundenbeziehungen immer stärker zur
Erfolgsgrundlage . Die Herausforderung sei , die Menschen nach ihrem
tatsächlichen Interesse anzusprechen . Aufmerksame Autohändler beispielsweise
erführen bei Verkaufsgesprächen vieles über ihre Kunden . Die Herausforderung
sei , diese Daten kundenfreundlich zu verwenden . " Ich will keinen gläsernen
Kunden , denn ich will nicht alles von ihm wissen " , sagte Staudt . " Ich will
mit dem Kunden Geschäfte machen , die für beide Sinn machen . " Die Überflutung
mit E-Mails und Briefen sei ein Problem , dem man sich stellen müsse . " Wenn
jemand meine Angebote nicht will , soll er anrufen , und dann lass ich es . "
Nun doch : Windows "Millennium"-Beta Nachdem Microsofts PR-Abteilung vergangene
Woche die Mitteilung zurückgezogen hatte , die erste Beta-Version des
Nachfolgers von Windows 9x , " Millennium " , werde bereits ausgeliefert ,
scheint es jetzt tatsächlich so weit zu sein . Verschiedene Quellen berichten
einheitlich , dass die ausgewählten Tester per E-Mail über den Postversand der
CD-ROM informiert worden seien . Für Millennium hat Microsoft offenbar das
Testerlager aufgemischt : In der E-Mail würden explizit die Neulinge begrüßt ,
so die Quellen weiter . Die erste Testversion von Millennium geht laut Microsoft
an rund 300 Software-Entwickler und Testpersonen . Eine technische Begründung
für den Rückzieher nannte eine Microsoft-Sprecherin , die sich gegenüber CNET
äußerte , nicht . Lediglich die Ankündigung sei zu früh erfolgt . Das bestätigt
indirekt auch BETAnews : Die jetzt verschickte Version ( Build 2380.2 )
entspreche derjenigen , die registrierte Tester schon vergangene Woche
herunterladen konnten . Mikrotechnik : " Jobmaschine der Zukunft " Die
Mikrotechnik kann nach Ansicht des Instituts für Mikrotechnik in Mainz ( IMM )
in Deutschland zur Jobmaschine der Zukunft werden . " Und wir stehen erst am
Anfang einer atemberaubenden Entwicklung . " Laut Weber dürften heute in der
Bundesrepublik rund 10.000 Menschen in der Forschung und Entwicklung der
Mikrotechnik arbeiten . Eine ähnliche hohe Zahl sei in der Anwendung im
Maschinenbau tätig . Wie viele neue Stellen das Wachstum in der Mikrotechnik
bringen könnte , sei zwar nicht genau zu beziffern . Aber in Zukunftsbranchen
wie der Biotechnologie und in der Chemie würden jetzt erste mikrotechnische
Komponenten und Produkte auf den Markt kommen , was für das Mainzer Institut
klare Indikatoren für zahlreiche neue Arbeitsplätze sind . Johann Dorner vom
Stuttgart Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung
bezeichnete die Bereiche Kommunikationstechnik , Medizintechnik und
Automobiltechnik als künftige Wachstumsträger für die Mikrotechnik . In der
Medizin seien die Mini-Endoskope bereits mit Optik- , Greif- und Dosiersystemen
ausgerüstet . Mini-Analysesysteme würden derzeit am Menschen getestet . " Das
Auto wird geradezu von Mikrotechnikanwendungen überflutet " , sagte Dorner und
verwies auf Airbagauslöser , Navigationssysteme , Abstandsradar , ESP und die
Common-Rail Dieseleinspritzung . Das Zukunftspotenzial der Mikrotechnik
charakterisierte Dorner mit den Worten : Neben dem Automobil ist die
Mikrotechnik heute vor allem als Laserkopf in CD- und DVD-Geräten , als
Schreib-Leseköpfe in Magnetspeicherplatten , als Frequenzfilter im
Mobiltelefonen oder bei Herzschrittmachern und Hörhilfen millionenfach im
Einsatz . Zum parallelen wissenschaftlichen Kongress haben sich 1500 Forscher
und Anwender aus mehreren Nationen angemeldet . Walter Gehring , Geschäftsführer
der Messe Stuttgart , sagte , dass in diesem Jahr vor allem die Informations-
und Kommunikationstechnik sowie die Mikrotechnik in der Automobilindustrie im
Mittelpunkt stünden . Die 100 Aussteller zeigen Anwendungen , Maschinen ,
Ausrüstungen , Materialien für Mikrofertigung wie Metall , Legierungen und
Keramik sowie Dienstleistungen . Wachsender Verlust bei Amazon.com Der
weltgrößte Online-Einzelhändler Amazon.com hat im dritten Quartal und in den
ersten neun Monaten 1999 auf Grund seiner aggressiven Wachstumsstrategie noch
viel höhere Verluste verbucht als im vergangenen Jahr . Dies teilte Amazon.com
am Mittwoch nach Börsenschluss mit . Firmenchef Jeff Bezos sagte , Amazon.com
habe seine Vertriebslagerflächen innerhalb eines Jahres mehr als vervierfacht
und investiere stark in die Kundenbetreuung . Die Betonung von Wachstum und
Kundendienst werde das Ergebnis im vierten Quartal gegenüber dem dritten Quartal
beeinflussen . Die Gesellschaft rechnet mit einem erheblichen Wachstum , mit
niedrigeren Bruttomargen und steigenden Marketingkosten . Telekom-Gewinn
schrumpft nach Tarifsenkungen Die Deutsche Telekom hat auf Grund der massiven
Tarifsenkungen im Telefongeschäft 1999 deutlich weniger verdient als im
vergangenen Jahr . Die Einbußen durch die Tarifsenkungen zum Beispiel für
Ferngespräche hätten erwartungsgemäß kurzfristig nicht durch den Wachstumsmarkt
Mobilfunk ausgeglichen werden können , hieß es . Trotz des gestiegenen
Wettbewerbs konnte die Telekom eigenen Angaben zufolge auch in den ersten neun
Monaten 1999 leicht vom Mengenwachstum des Telekommunikationsmarktes profitieren
. So verzeichnet T-Online zur Zeit monatlich 100000 neue Teilnehmer mit weiter
steigender Tendenz . Dell vor Apple im US-Schulmarkt Direktversender Dell -
mittlerweile die Nummer 1 im amerikanischen PC-Markt - hat nach eigenen Angaben
auch an den US-Schulen die Marktführerschaft übernommen . Laut
Dataquest-Marktanalyse habe man den bisherigen Marktführer Apple bereits im
ersten Quartal 1999 von der Spitzenposition verdrängt und auch im zweiten
Kalenderquartal um fünf Prozent überflügelt , teilte die Firma mit . Ob Dell den
ersten Rang behaupten kann , ist allerdings fraglich , denn mit dem für den
Schuleinsatz konzipierten iBook und dem neu aufgelegten iMac hat Apple seine
Absatzchancen unterdessen wieder stark verbessert . Mit dem Digital-Fernseher
ins Internet Mit MHP soll der Fernsehzuschauer in Zukunft nicht nur das
TV-Programm empfangen , sondern auch über das Fernsehgerät E-Mail versenden und
im Internet surfen können . Auch eine spätere Aufrüstung zu Pay-TV sei möglich .
Die ersten Free-TV-Boxen mit MHP-Standard soll es spätestens ab Herbst 2000
geben . Die Boxen sind der Mitteilung zufolge industrieübergreifend , das heißt
alle Anbieter digitaler Dienste - gleich ob kostenlos oder im Pay-TV-Bereich -
können empfangen werden . In der " Deutschen TV Plattform " haben sich
Fernsehsender wie ARD , ZDF , RTL und SAT.1 , Telekommunikationsanbieter wie
Deutsche Telekom und Nokia , das Bundeswirtschaftsministerium sowie die
Landesmedienanstalten und Forschungseinrichtungen wie die Universität
Braunschweig zusammengeschlossen . Philosoph warnt vor Wissensverlust durch das
Internet Die zunehmende Verbreitung des Internet führt nach Einschätzung des
Philosophen Walther Zimmerli zu einem gravierenden Wissensverlust der Menschen .
" Wir entwickeln uns nicht in eine Wissensgesellschaft " , sagte der neue
Präsident der Privat-Universität Witten-Herdecke am Dienstag in einem
dpa-Gespräch . " Zwar haben wir immer besseren Zugang zu Datenbanken , aber wir
verlieren dabei Teile unseres Wissens . " Die enormen Langzeitfolgen des
Internet für die Menschen würden bislang zu wenig diskutiert , kritisierte der
Fachmann für angewandte Philosophie . Da immer mehr Daten im Internet zu finden
seien , brauche der Einzelne immer weniger Informationen abrufbar im Kopf zu
haben . " Bei auswendig gelerntem Wissen schneiden wir im Vergleich zu früheren
Zeiten miserabel ab . " Das Problem sei , dass man benötigtes Wissen in den
Datenmengen nicht mehr finde , sagte Zimmerli . Die Halbwertszeit von
Geschriebenem werde immer kürzer . Wissenschaftler , Wirtschaftsexperten ,
Politiker und Journalisten hätten bereits den Überblick über die ständig
anschwellenden Datenmengen in ihren Fachgebieten verloren . " Die Fähigkeit ,
die wachsenden Angebote zu selektieren , erreicht ihre Grenze " . Unternehmen
der Informationstechnologie bekämen dadurch immer mehr Macht . Mit Suchmaschinen
und Internet-Diensten für einzelne Branchen und Wissenschaften machen sie das
Internet für viele Anwender erst nutzbar . " Der Wissenszugang kann dabei
selbstverständlich manipuliert werden " , warnte Zimmerli . Der Präsident der
Wittener Reform-Universität forderte Schulen und Universitäten zu einer besseren
Vorbereitung auf das Leben mit der alles beherrschenden Wissenstechnologie auf .
" Wir dürfen nicht länger der Illusion erliegen , das Wissen der Menschen zu
vergrößern " , sagte der Philosoph . Vielmehr müsse die Fähigkeit gesteigert
werden , die richtigen Informationen im Internet zu finden . So sollte Schülern
und Studenten bei Prüfungen stets ein Internetzugang zur Verfügung stehen .
Zimmerli : " Wer in eine Prüfung heute auch nur ein nicht vorgesehenes Lexikon
mitnimmt , bekommt eine fünf . " Künftig müsse ein kreativer Umgang mit den
vorhandenen Informationen im Zentrum der Lehre stehen . Biosafety-Protokoll
angenommen Regierungen von gut 135 Ländern haben sich in Montreal auf ein
Abkommen für den internationalen Handel mit gentechnisch veränderten Produkten
geeinigt . Das Biosafety-Protokoll wurde am frühen Samstagmorgen nach rund
100-stündigen Verhandlungen ohne Gegenstimme akzeptiert . Das Abkommen soll
Menschen und Umwelt in den Unterzeichnerländern vor Schäden durch genetisch
manipulierte Lebensmittel , Saatgut , Tiere und Tierfutter sowie Bakterien
schützen . Es erlaubt allen Importländern , gentechnologische Produkte im
Zweifelsfall abzulehnen , und schreibt den Exportländern vor , Informationen
über die Produkte offen zu legen und diese zu kennzeichnen .
Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer , die für die deutsche Regierung an
der Konferenz teilgenommen hatte , begrüßte das Ergebnis in einem dpa-Gespräch
als " gut annehmbar " und als " großen Fortschritt für den Schutz der
Verbraucher und der Artenvielfalt " . Als Erfolg wertete Fischer vor allem ,
dass das Biosafety-Protokoll nicht den Bestimmungen der Welthandelsorganisation
untergeordnet ist , sondern ihnen gleichwertig ist . Der Koordinator der
Gentechnik-Kampagne bei Greenpeace , Benny Härlin , sprach von einem "
entscheidenden Durchbruch " . Die Europäische Union und die Entwicklungsländer
hätten sich in " entscheidenden Punkten " gegen die gentechnologisch führenden
USA und weitere fünf Staaten der so genannten Miami-Gruppe durchgesetzt . Der
letzte Versuch , internationale Kontrollmechanismen für den Export von
gentechnisch veränderten Organismen festzuschreiben , war im Februar 1999 in
Cartagena ( Kolumbien ) fehlgeschlagen . Auch in Montreal wäre das Abkommen nach
Auskunft von Härlin noch zwei Stunden vor dem Ende der Verhandlungen um ein Haar
gescheitert . Seit Cartagena hat sich nach Einschätzung der deutschen Ministerin
Fischer auch in den USA und Kanada der Druck auf die Regierungen erhöht und
damit möglicherweise die Weichen für die Verabschiedung des Biosafety-Protokolls
gestellt . Amerika ist Weltführer in der Biotechnologie . Die Hälfte der
Sojabohnen-Ernte und ein Drittel der US-Getreideernte war 1999 mit Genen zum
Schutz vor Insekten oder pflanzlichen Krankheiten manipuliert . Das
Biosafety-Protokoll basiert auf der Konvention zum Schutz der biologischen
Vielfalt , die 1992 auf dem Umweltgipfel der Vereinten Nationen in Rio de
Janeiro verabschiedet worden war . Ziel dieser Konvention ist der weltweite
Schutz der Artenvielfalt . Um die Risiken des grenzüberschreitenden Handels mit
gentechnisch verändertem Getreide und anderen pflanzlichen sowie tierischen
Produkten einzugrenzen , beschlossen die Unterzeichnerstaaten der Rio-Konferenz
1995 in Jakarta , ein Zusatzprotokoll zur biologischen Sicherheit zu erarbeiten
. An zwei Tagen 800 Mahnungen der Telekom Wegen eines Computerfehlers erhielten
die beiden Betreiber einer Rolladenfirma 800 gleich lautende Mahnbriefe der
Telekom . Entsprechende Zeitungsberichte wurden am Samstag von den beiden
Betroffenen , Uwe und Waltraud Becker , bestätigt . Am 21. Januar hatte der
Postbote den ersten Stapel gebracht . In 100 Briefen hieß es : Da die Rechnung
trotz zweier Mahnungen nicht bezahlt sei , werde der Vertrag zum 1. Februar
gekündigt . Waltraud Becker faxte zunächst belustigt zurück , sie wisse nichts
von zwei Mahnungen . Das Ehepaar hatte schon im November der Telekom einen
Abbuchungsauftrag erteilt . Am 25. Januar brachte der Briefträger dann in zwei
gelben Plastikkörben der Post weitere 700 Mahnbriefe - alle ordentlich frankiert
mit 1,10 Mark . Erst ein Anruf bei der Telekom brachte Klarheit : Die Beckers
seien nicht die einzigen , die solche Mahnungen erhalten hätten . Rund 50
Handybesitzer in Deutschland seien betroffen . Der Computer sei leider
abgestürzt . Lotus mahnt Microsoft wegen unlauteren Wettbewerbs ab Seit dem Ende
des ersten Quartals '98 versucht Microsoft den Erfolg von Exchange herbeizureden
. Microsoft nimmt für sich die Marktführerschaft in Anspruch . Lotus hält voll
dagegen . Beide Firmen ziehen dabei IDC-Studien aus der Schublade , wobei
Microsoft sich zunächst auf eine Studie von Mitte letzten Jahres beruft und
Lotus eine neuere Studie anführt , die IDC allerdings selbst noch als "
vorläufig " bezeichnet . In Deutschland ist der Krieg der Worte nun auf
juristischer Ebene ausgebrochen . Als Anlaß nimmt Lotus die im Microsoft
Internet Newsletter vom 5. Januar publizierte Aussage , Exchange habe seit 1998
auf dem Markt für E-Mail Kommunikation und Zusammenarbeit die Marktführerschaft
. Lotus sieht darin einen Verstoß gegen das Irreführungsverbot nach §3 UWG und
fordert Microsoft mit Fristsetzung zum 1. Februar zur Löschung der
entsprechenden Webseite sowie der Unterlassung weiterer inhaltsgleicher
Werbeaussagen bezüglich Exchanges Marktführerschaft auf . Computerpannen durch
Schalttag in Japan Der Schalttag am heutigen Dienstag , 29. Februar , hat im
Hightech-Land Japan einige überraschende Computerstörungen hervorgerufen . Der
japanische Wetterdienst hat Probleme mit der Erfassung von lokalen Temperaturen
und Niederschlägen . Dem Bericht zufolge übermitteln 43 über das Land verteilte
Stationen seit heute Morgen falsche Daten . Schon am Montag waren einige
24-Stunden-Vorhersagen mit einem Fehler ausgedruckt worden : Statt " 29. " wurde
" 1. " als Ende des Gültigkeitszeitraums angegeben . In Nordjapan fielen bei 20
lokalen Ämtern die Geräte zur Anzeige seismischer Aktivitäten aus . Anders als
zum Jahreswechsel wurden jedoch keinerlei Pannen in den japanischen
Kernkraftwerken gemeldet . Das Internet könnte auch die Verwaltung deutscher
Städte und Gemeinden radikal verändern . " Die Kommunen müssen rund um die Uhr
ihre Dienstleistungen verfügbar machen " , sagte der Sprecher des Deutschen
Städte- und Gemeindebundes , Franz-Reinhard Habbel , am Dienstag in einem
dpa-Gespräch während der CeBIT . Von den rund 15.000 Städten und Kommunen in
Deutschland seien bereits knapp 2000 im Internet vertreten , bis 2002 könnten es
drei Mal so viel sein . " Zur Zeit nutzen die meisten das Internet aber nur als
Schaufenster " , meinte Habbel . So lassen sich von den städtischen Startseiten
aus zum Beispiel Öffnungszeiten von Ämtern , Stadtpläne , Kinoprogramme oder
Restauranttipps herunterladen . Doch darüber hinaus fordert Habbel "
Behördenshops " im Internet : Statt Stunden auf dem Amtsflur zu warten , könnten
Bürger so einfach den heimischen Computer einschalten . Bauanträge ,
Volkshochschulkurs-Anmeldungen oder das Bestellen von Abfalltonnen sollen dann
per Internet möglich sein . Etwa zehn Prozent der deutschen Kommunen am Netz
stellen jetzt interaktive Formulare ins Internet , schätzte Habbel . So könnten
in Nürnberg demnächst Anwohnerausweise online angefordert werden . Andere Städte
wie Mannheim haben schon die Hunde-Anmeldung oder das Anfordern der Biotonne im
Internet-Angebot . Die Nutzer laden bislang das Formular aus dem Netz , drucken
und füllen es aus - und schicken es konventionell per Post zurück zur Behörde .
Vielerorts ist auch schon der Antrag per E-Mail möglich . Die Bundesdruckerei
hat zudem zur CeBIT bei Pässen , Ausweisen oder Führerscheinen die Voraussetzung
für den digitalen Antrag geschaffen . " Für die Zukunft aber setzen wir auf die
digitale Signatur " , meinte der Sprecher des Städte- und Gemeindebundes . Dann
braucht der Bürger zur Unterschrift unter Ausweisanträge nicht mehr unbedingt
ins Rathaus zu kommen . Dafür müssten zunächst die rechtlichen und
sicherheitstechnischen Voraussetzungen geklärt werden , sagte Habbel . Doch das
virtuelle Rathaus sollte seiner Meinung nach nicht nur den Behördengang
überflüssig machen . Die " Behörde online " müsse Bürgern auch eine stärkere
Teilnahme am kommunalen Geschehen ermöglichen : etwa durch Gemeinderatssitzungen
oder Kulturveranstaltungen , die im Internet übertragen werden . Auch
elektronische Wahlen sind für Habbel vorstellbar . " Da stehen wir in
Deutschland noch völlig am Anfang . " Internet-Simulationen zu städtischen
Bauvorhaben oder Links zu Bürgerinitiativen in der Gemeinde werden seiner
Meinung nach den Internet-Auftritt einer Kommune abrunden . " Die Homepage wird
für eine Stadt das , was im Mittelalter das Stadttor war . " IG Metall fordert
Qualifizierungsoffensive In der Diskussion um eine Green Card für ausländische
Computerexperten hat die bayerische IG Metall eine Qualifizierungsoffensive der
Betriebe gefordert . Der Streit um das angebliche Fehlen von Spezialisten in der
Informationstechnologie sei eine " Gespensterdebatte " , sagte der IG
Metall-Bezirksleiter Werner Neugebauer am Dienstag in München . Die Betriebe
sollten arbeitslose Naturwissenschaftler und Techniker über 40 Jahre einstellen
und qualifizieren . Der " Schrei nach Qualifizierten " sei ein Armutszeugnis für
die gesamte Branche . Er dokumentiere die Versäumnisse der vergangenen Jahre .
Vor einer Öffnung des Arbeitsmarktes mittels Green Card müssten alle nationalen
Ressourcen ausgeschöpft werden . Empört zeigte sich Neugebauer darüber , dass
Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber ( CSU ) der rot-grünen Bundesregierung
die Schuld am Mangel an Spezialisten gebe . Gerade in Bayern fehle es am meisten
an solchen Experten . " Wenn nicht alles täuscht , ist die CSU in Bayern seit
knapp einem halben Jahrhundert für Bildung und Technologiepolitik zuständig . "
Bertelsmann : Gewinne sprudeln Bessere Ergebnisse aus dem laufenden Geschäft und
der Erlös aus dem teilweisen Verkauf der Beteiligung an dem US-Onlinedienst AOL
lassen die Gewinne des Medienriesen Bertelsmann kräftig sprudeln . Ein kräftiges
Wachstum verzeichnete Bertelsmann den Angaben zufolge vor allem im
Multimedia-Geschäft . In Bayern 3300 EDV-Spezialisten arbeitslos Trotz des
angeblichen Fachkräfte-Mangels in der Computer-Industrie sind in Bayern noch
immer viele EDV-Spezialisten arbeitslos . Ende 1999 hatte das Landesarbeitsamt
3300 Computer-Fachleute ohne Job registriert . Ihnen standen etwa 2300
entsprechende offene Stellen gegenüber . Über 50 Prozent der arbeitslosen
Fachkräfte sind jünger als 45 Jahre , teilte das Landesarbeitsamt Bayern am
Dienstag in Nürnberg mit . Hinzu kämen 6600 arbeitslos gemeldete Ingenieure ,
von denen möglicherweise viele eine fachliche Nähe zu
informationstechnologischen Qualifikationen aufwiesen . Von ihnen sind 31
Prozent unter 45 Jahre alt . Insgesamt befinden sich derzeit in Bayern über 5000
Teilnehmer in Weiterbildungsmaßnahmen des Arbeitsamtes , die für eine
Beschäftigung in der Computerbranche qualifizieren sollen . Das Landesarbeitsamt
betonte , das geltende Recht biete im Ausnahmefall auch heute schon die
Grundlage , eine Arbeitserlaubnis an ausländische Spezialisten zu erteilen .
Eine der Ursachen für gegenwärtige Engpässe sieht das Landesarbeitsamt darin ,
dass die Betriebe die entsprechenden Fachkräfte während der letzten
Konjunkturabflachung entlassen hätten . Das Amt appelliert an die bayerischen
Betriebe , alle Möglichkeiten auszuschöpfen , in Deutschland lebende Arbeitslose
wenigstens befristet einzustellen . Davor warnte der Zentralverband
Elektrotechnik- und Elektronikindustrie ( ZVEI ) am Dienstag in München . Vor
allem der Handy-Boom beflügele die Branche , erklärte Wolfgang Hofmann ,
Marktforscher der Halbleiter-Gruppe im ZVEI-Fachverband Bauelemente . Der
europäische Chipmarkt werde sogar mit einem Plus von voraussichtlich 36 Prozent
schneller wachsen als die Märkte in den USA und Japan . Europa dürfte auf einen
Marktanteil von 21 Prozent kommen . Davor rangieren die USA als der größte
Chipmarkt mit 30 Prozent und Südostasien mit voraussichtlich 26 Prozent . Mit
der steigenden Nachfrage zeichne sich auch eine Stabilisierung oder sogar ein
Anziehen der Preise ab . Nach dem Einbruch am Halbleitermarkt 1998 war bereits
im vergangenen Jahr eine starke Belebung der Chip-Nachfrage eingetreten . Nach
Einschätzung Hofmanns werden sich die Chip-Engpässe trotz weltweit neuer
Produktionsstätten im laufenden Jahr erheblich verstärken und auch noch 2001
andauern . " Das ist eine Kapazitätsauslastung wie in der allergrößten Boomphase
" , erklärte der Chipexperte . " Überall werden zuvor zurückgestellte
Investitionen aus den Schubladen geholt . " Eine Erleichterung der angespannten
Lieferlage bringe dies wegen der langen Anlaufzeiten jedoch noch nicht . Unter
den Anwenderbranchen steige die Chip-Nachfrage der Telekommunikations-Industrie
auf Grund des anhaltenden Mobilfunk-Booms im laufenden Jahr am dramatischsten .
In Deutschland werde der Zuwachs voraussichtlich bei mehr als 34 Prozent liegen
. Für die Datentechnik , vom Volumen her der größte Chip-Abnehmer , werde mit
einem Plus von 25 Prozent gerechnet . In der Kfz-Elektronik , die nach zwei
wachstumsstarken Jahren eine langsamere Gangart einschlage , liege der erwartete
Zuwachs bei 15 Prozent . Ein noch stärkeres Plus von 18 Prozent dürfte es in der
Industrielektronik geben , da diese Sparte ihre Nachfrage nach integrierten
Schaltkreisen für Chipkarten erheblich steigere . Der weltweite Aufwind in der
Halbleiterindustrie sollte die deutsche und europäische Chipindustrie in
nächster Zeit spürbar begünstigen , sagte Hofmann . Provozierende Thesen zur "
Green Card " Der frühere SPD-Bundesgeschäftsführer Peter Glotz hat sich auf der
CeBIT für eine allgemeine Entbürokratisierung in Deutschland ausgesprochen .
Dies müsse eine Internationalisierung des Bildungsprozesses an den Universitäten
und eine einfachere Erteilung von Arbeitserlaubnissen für ausländische
Computer-Experten beinhalten . Seine teilweise provozierenden Thesen äußerte
Glotz in einem Vortrag auf dem Stand der Telekommunikationsfirma Talkline . "
Zwei erstklassige Software-Entwickler leisten mehr als 100 durchschnittliche " ,
so Glotz . " Fünfzigjährige arbeitslose Maschinenbauingenieure werden nicht
plötzlich zu geschäftshungrigen Start-up-Unternehmern . " So müsse den
Forderungen des Bundeskanzlers Gerhard Schröder nach vereinfachten
Zuzugsmöglichkeiten für ausländische Computer-Experten nachgegeben werden . " In
Deutschland sind drei Mitarbeiter des Arbeitsamtes einen Monat lang damit
beschäftigt , statt dringend benötigten Fachkräften schnell eine
Arbeitserlaubnis zu erteilen , zu schauen , ob man diese Stelle nicht mit Leuten
aus Castrop-Rauxel oder Pinneberg besetzen kann . " Mit der in Deutschland
vorherrschenden Bürokratie sei man international kaum noch wettbewerbsfähig .
Das Grundgesetz bezeichnete Glotz in diesem Zusammenhang als " langsamste
Verfassung Europas " . Insbesondere die deutschen Universitäten müssten von
Bürokratie befreit werden , forderte Glotz . Dann erst könne der Bedarf von
Fachkräften am Technologie-Arbeitsmarkt aus dem eigenen Bildungssystem heraus
befriedigt werden . " Ein deutscher Student studiert heute am liebsten dort , wo
die Waschmaschine seiner Mutter steht , und nicht an der bestmöglichen
Universität . " Auch dies müsse sich ändern . Das deutsche Manko sei kein
Erkenntnis- , sondern ein Umsetzungsproblem , so Glotz . Die CeBIT-Rede des
Bundeskanzlers sei genauso richtig gewesen wie die Ansprache des früheren
Bundespräsidenten Roman Herzog im Berliner Hotel Adlon . " Auf den damals
geforderten Ruck warten wir in Deutschland noch heute . " Glotz hatte die
Gründung und den Aufbau der Universität in Erfurt als Rektor und Professor für
Kommunikationswissenschaft an der Universität Erfurt maßgeblich vorangetrieben
und lehrt heute als Gastprofessor des neugegründeten Lehrstuhls für Medien und
Gesellschaft im Institut für Medien- und Kommunikationsmanagement an der
Universität St. Gallen . Von 1981 bis 1987 war er Bundesgeschäftsführer , von
1995 bis 1996 bildungs- und forschungspolitischer Sprecher der SPD . Spiel-Demo
nicht für deutsche PCs Die erste englische Demo-Version des 3D-Spiels "
Daikatana " von Ion Storm läßt sich auf deutschen PCs nicht installieren . Das
wegen exzessiver Gewaltdarstellung von einer Indizierung bedrohte Spiel soll so
in Deutschland nicht schon vor seinem Erscheinen im September in Verruf geraten
. Laut Sascha Green , PR-Managerin bei Eidos Deutschland , ist eine entschärfte
deutsche Version von Daikatana geplant . Whitehouse.gov von Russen gecrackt ?
Die offizielle Website des Weißen Hauses in Washington war am Sonntag ganztägig
und am Montag bis 10 Uhr offline - und jetzt gibt es wilde Spekulationen über
die Ursache . Es sei ein Hardwarefehler gewesen , will der Newsdienst von
Wired.com von einer Quelle aus der Administration erfahren haben , nennt aber
andererseits einen Bericht des Moskauer Online-Magazins GAZETA.RU , wonach der
Server der US-Regierung von russischen Crackern lahmgelegt worden sei . Dieselbe
Gruppe , so der Bericht , habe auch diverse andere US-Websites gecrackt und
Protestaufrufe gegen den Nato-Einsatz in Jugoslawien auf deren Homepages
veröffentlicht . US-Regierung beantragt Zweiteilung von Microsoft Im
Antitrust-Verfahren gegen Microsoft hat die US-Regierung am Freitagabend
erwartungsgemäß die Spaltung des Konzerns in zwei voneinander unabhängige
Unternehmen beantragt . Außerdem fordern die Ankläger Verhaltensmaßregeln für
den Softwaregiganten , die für drei Jahre gelten und die Fortsetzung
wettbewerbswidriger Praktiken verhindern sollen . Einem Bericht der
Finanzzeitung Wall Street Journal zufolge hat eine Gruppe von prominenten
Antitrust-Experten gleichzeitig einen weiter gehenden Antrag beim vorsitzenden
Richter Thomas Penfield Jackson eingereicht . Danach soll das Betriebssystem an
drei miteinander konkurrierende Unternehmen übergeben werden . Der Leiter des
Antitrust-Büros im US-Justizministerium , Joel Klein , erläuterte in einer
Pressekonferenz die von der Regierung vorgeschlagenen Auflagen . Danach müsste
die Windows-Firma allen Kunden dieselben Preisstaffeln anbieten und dürfte keine
Software entwickeln , die mit Programmen von Mitbewerbern " interferiert " . Sie
wäre gehalten , alle Softwareentwickler im Hinblick auf Lizenzierung und Zugang
zu technischen Informationen gleich zu behandeln . Der Regierungsvorschlag sieht
vor , dass die führenden Köpfe von Microsoft selbst einen Plan über den Vollzug
der Aufspaltung erarbeiten . Dazu gehört etwa die Frage , welche der beiden
Teilfirmen den Namen Microsoft behalten soll . Der Plan zur Reorganisation soll
nach dem Willen der Kläger spätestens vier Monate nach einem entsprechenden
Urteil des Richters vorliegen und binnen 12 Monaten umgesetzt werden . Bill
Gates und andere führende Manager sollen nur von jeweils einer der Firmen Aktien
halten dürfen . " Unsere Vorschläge werden den Wettbewerb stimulieren " , sagte
die US-Justizministerin Janet Reno . " Sie werden die Innovation fördern und dem
Konsumenten neue und bessere Alternativen auf dem Markt bieten . " Ob Richter
Jackson den Vorstellungen der Ankläger folgen wird , ist ungewiss . Allerdings
gehen Beobachter davon aus , dass der Richter sich bei seiner Entscheidung eng
daran anlehnen wird . Die Vertreter des Unternehmens haben aber schon im Vorfeld
mitgeteilt , dass sie eine längere Frist benötigen würden , falls eine so
extreme Maßnahme wie die Zerschlagung des Unternehmens beantragt werden würde .
Microsoft-Gründer Bill Gates äußerte sich in einer vorbereiteten Stellungnahme
zu dem Antrag : Microsoft hatte bereits zuvor angekündigt , Berufung gegen eine
solche Verurteilung einlegen zu wollen . Beobachter erwarten , dass sich das
Verfahren dann noch über Monate , wenn nicht Jahre hinziehen wird . An der Wall
Street wurde der nach Börsenschluss bekanntgegebene Antrag anscheinend nicht
negativ aufgenommen . Im nachbörslichen Handel legt die Microsoft-Aktie um 1,25
Dollar zu . Industrie nach Hannover Messe optimistisch Die führenden deutschen
Industrieverbände haben zum Abschluss der Hannover Messe eine positive Bilanz
gezogen . Der Zentralverband der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie ( ZVEI
) und der Verband Deutscher Maschinen und Anlagenbauer ( VDMA ) zeigten sich
nach sechs Tagen zufrieden mit der größten Industrieschau der Welt , auf der
sich 7000 Aussteller aus 65 Ländern präsentierten . Rund zwei Drittel der
Aussteller beurteilten nach einer Umfrage die Branchenaussichten als günstig bis
sehr günstig , sagte Messevorstand Prof. Klaus E. Goehrmann . Dieser Wert
widerspreche den verhaltenen gesamtwirtschaftlichen Prognosen . Die Zahl der
Besucher sei im Vergleich zum Vorjahr leicht auf rund 260000 gestiegen . " Die
Konjunkturlokomotiven stehen unter Dampf " , sagte Harting . Die Stimmung
bestätige , dass die Branche vor einem guten Jahr mit einem Wachstum von bis zu
sieben Prozent stehe . Besorgt zeigte er sich aber über die Konjunkturzahlen ,
nach denen Deutschland auf dem letzten Platz im europäischen Vergleich liegt .
Die Mitglieder des VDMA hofften auf ein gutes Nachmessegeschäft und lobten "
sehr hochwertigen Fachbesuch und starkes Interesse " , hieß es im
VDMA-Abschlussbericht . Die Hersteller von Robotik und industrieller
Bildverarbeitung rechneten nach der Messe mit einem Wachstum von real 15 Prozent
. Die Automationssparte sprach von einem erfreulichen Zuwachs an Fachbesuchern .
Die Aussteller im Bereich Energie nannten die Messe " überwiegend befriedigend "
. Zehntausende Telefonate doppelt berechnet Durch einen Fehler im Rechenzentrum
hat die Deutsche Telekom den Regierungs-Verwaltungen in Hessen und Thüringen
mehrere 10.000 Telefonate doppelt berechnet . Ein Telekom-Sprecher bestätigte am
Sonntag einen entsprechenden Bericht des Nachrichtenmagazins Focus . In
Thüringen sind nach Angaben des Magazins mehr als 55.000 Gespräche zweifach
gezählt worden , in Hessen sollen es 106.000 Telefonate gewesen sein . Am 29.
November 2000 seien wegen einer neuen Software Gespräche doppelt gezählt worden
, sagte Telekom-Sprecher Stephan Broszio . Der Schaden habe bei mehreren 10.000
Mark gelegen . Laut Focus hatten Beamte der Staatskasse im thüringischen Suhl
den Fehler entdeckt . Die intensive Suche nach etwaigen weiteren falschen
Rechnungen sei negativ verlaufen , erklärte Broszio . Mit den Abrechnungen für
den Normalkunden habe diese auf Großkunden spezialisierte Software ohnehin
nichts zu tun . Chinesische Hacker greifen US-Websites an Die US-Regierung
bereitet sich für die kommenden Tage auf einen massiven Hacker-Ansturm aus China
vor . So erschien auf der Website des Arbeitsministeriums eine Würdigung des
chinesischen Piloten , der bei dem Zusammenstoß mit einem amerikanischen
Spionageflugzeug ums Leben kam . Unter einem Foto des Piloten Wang Wei hieß es
auf der offiziellen Website des Ministeriums : Auch die Website des
Gesundheitsministeriums wurde am Samstag angegriffen . Auf ihr erschien das Foto
eines Chinesen in Uniform . Das Verteidigungsministerium und das FBI hatten
bereits Ende der Woche gewarnt , dass in den kommenden Tagen zahlreiche Angriffe
erwartet würden . Nach Angaben des Fernsehsenders ABC liefern sich amerikanische
und chinesische Hacker seit geraumer Zeit einen Kampf . Nach der Attacke einer
amerikanischen Gruppe mit dem Namen PoizonBOx ( Giftdose ) hätten chinesische
Hacker nun für die nächste Woche Gegenangriffe angekündigt . Das Pentagon ist
nach Informationen von ABC auf Alarmstufe Alpha gegangen , um sich gegen die
erwarteten Angriffe zu wappnen . Von Mitte nächster Woche an werde dann eine
weitere Erhöhung der Alarmstufe erwogen . Siehe auch Erster Schlagabtausch
zwischen amerikanischen und chinesischen Crackern bei Telepolis . PC Theatre
vereinigt TV und Computer Der Trend zur Vereinigung von PC und Fernseher geht
weiter : Für den US-amerikanischen Markt haben Compaq Computer Corp. und Thomson
Consumer Electronics den " PC Theatre " entwickelt . Das Gerät ist ausgestattet
mit einer von Thomson neu entwickelten 36-Zoll-Bildröhre , die das NTSC-Signal
in 720 mal 480 Pixeln 60mal in der Sekunde darstellt . Fernbedienung und
Bildschirmmenüs sollen dem Benutzer die Bedienung auch ohne die normale
Windows-95-Oberfläche ermöglichen . Das System unterstützt
Bild-im-Bild-Darstellung . Für die Verbindungen zwischen TV und Computer steht
die endgültige Spezifikation noch aus . Der PC-Part des " Theatre " kommt mit
zwei S-Video- , drei Composite- und zwei USB-Ports daher . Das 1394-Interface
findet man bislang nur in der Planung . Ebenso sind Ergänzungen wie Digital-TV ,
Satelliten-Receiver und DVD-ROM noch Zukunftsmusik . Dem Produkt fehlt im
Grafikteil die für Spiele auf dem großen Bildschirm interessante
3D-Beschleunigung . Auch Dolby Surround sucht man vergeblich . Die eingebauten
Lautsprecher bieten lediglich simulierten Surround-Sound . Geräte mit ähnlicher
Zielgruppe haben IBM , Princeton Graphic Systems und Mitsubishi in Arbeit .
Unbestätigten Berichten zur Folge entwickelt IBM ein Heimsystem , das aus
Zentralcomputer und über die Wohnung verteilten Monitoren für TV , Internet und
Computer-Funktionen besteht . Princeton liefern ihren " Arcadia " , einen
PC-Monitor mit TV-Empfang , in Kürze für 800 US-$ aus . Mitsubishis Lösung wird
unter Verzicht auf Rechnerfähigkeiten nur Fernsehen und Surfen bieten . Der
Preis von 9999 DM schließt die Installation des Gerätes ein , das mit
Infrarot-Tastatur und Trackball zu bedienen ist . Bislang konnten sich
Kombinationen aus TV und PC nicht im Markt durchsetzen . Die Verkaufszahlen
beispielsweise der ein Jahr alten Lösung von Gateway ( " Destination " ) blieb
laut Hersteller weit hinter den Erwartungen zurück . Waibel-Test : Lesen Sie
selbst ! PC-Hersteller Waibel hat im Web und in Zuschriften an andere
Redaktionen einen umfangreichen Kommentar zum jüngsten c't-Kauftest eines "
Waibel Badenexpress III " abgegeben , in dem Teile des Testberichts freizügig
interpretiert werden . Da möglicherweise weitere Änderungen vorgenommen werden ,
können wir nur noch auf die Web-Seite der Firma Waibel verweisen und empfehlen ,
dort nach der Überschrift " Stellungnahme " Ausschau zu halten . Die
Stellungnahme endet - jedenfalls in ihrer ersten Fassung - mit dem Aufruf , der
Firma und dem Autor des Testberichts die " ehrliche Meinung über diesen
unglaublichen Vorfall " mitzuteilen . Die c't-Redaktion schließt sich der
Aufforderung an und stellt den Testbericht aus c't 9/98 jetzt auch im Web zur
vorherigen Lektüre bereit . Im Rahmen der Kauftest-Reihe führt c't regelmäßig
Tests von verdeckt eingekauften PCs durch und berichtet über die Kauferfahrungen
aus der Perspektive des Kunden . Ferngespräche billiger - Ortsgespräche teurer
Das Telefonieren war im April im Durchschnitt um 11,2 Prozent billiger als ein
Jahr zuvor . Binnen Jahresfrist sanken vor allem die Preise für
Inlandsferngespräche im Festnetz , wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden
am Donnerstag berichtete . Ortsgespräche wurden dagegen teurer . Im März und im
Februar waren die Verbraucherpreise für Telefondienstleistungen um 8,9 und 11,5
Prozent gesunken . Im Vergleich zum April vergangenen Jahres war das
Telefonieren im Festnetz um insgesamt 10,4 Prozent billiger . Die Preise für
Ferngespräche innerhalb Deutschlands sanken um 42,5 Prozent und die für
Auslandsgespräche um 8,1 Prozent . Ortsgespräche wurden dagegen um 7,4 Prozent
teurer . Das Mobiltelefonieren war im April um 22,2 Prozent preiswerter als vor
Jahresfrist . Von März auf April wurde das Telefonieren für den privaten
Durchschnittshaushalt um 1,8 Prozent billiger . Amazon leicht gebremst Das
rasante Wachstum des weltgrößten Internethändlers für Bücher und Tonträger ,
Amazon , hat leicht an Fahrt verloren . Die Zahl der Online-Kunden sei um 2,2
auf 8,4 Millionen gestiegen , teilte Amazon.com mit . Damit sei seit dem Start
im Oktober vergangenen Jahres die Marktführerschaft in den beiden Ländern weiter
gefestigt worden , hieß es . Amazon.com wurde vor knapp vier Jahren gegründet .
Handelskrieg um Speicherchips Die USA belegen Taiwan mit Strafzöllen auf
DRAM-Chips , Taiwan droht nun umgekehrt dasselbe an . Damit sollen die
Chip-Hersteller zu Preiserhöhungen gezwungen werden . Taiwan hat am Samstag dem
US-Unternehmen Micron Technology vorgeworfen , seine DRAM-Chips in Taiwan um ein
Viertel billiger zu verkaufen als in den USA . " Die Hersteller fordern einen
Strafzoll von 66,83 Taiwan-Dollar je Chip der Micron Technology . " Dies werde
nun vom Finanzministerium geprüft . Micron hatte seinerseits in den USA elf
Konkurrenten aus Taiwan des Dumpings angeklagt . Am Donnerstag hatte das
US-Handelsministerium einen Strafzoll von 31 Prozent auf DRAM-Chips aus Taiwan
verhängt . Das US-Unternehmen beherrscht 40 Prozent des DRAM-Weltmarktes . 80
Prozent seiner Exporte gehen nach Taiwan . HP möchte Gehälter um zehn Prozent
kürzen Der Computerriese Hewlett-Packard ( HP ) erwartet , dass seine weltweit
rund 88.500 Mitarbeiter in den Monaten Juli bis Oktober eine Gehaltskürzung um
zehn Prozent akzeptieren . Die in Düsseldorf erscheinende Wirtschaftswoche
berichtet , dies habe die deutsche Unternehmenssprecherin Jeannette Weißschuh
bestätigt . Der Gehaltsverzicht sei zwar freiwillig , gelte aber auch für die
rund 6000 Mitarbeiter in Deutschland . Es werde niemand gezwungen , am
Gehaltsverzicht teilzunehmen . Mit der Freiwilligkeit will HP einem Konflikt mit
dem Betriebsrat ausweichen . " Wir hoffen , dass möglichst viele Mitarbeiter an
dem Gehaltsverzicht teilnehmen " , sagte Weißschuh . " Wahlweise können die
Mitarbeiter auch auf Urlaubstage verzichten . " Das Unternehmen wolle durch
diese Aktion auch vermeiden , dass betriebsbedingte Kündigungen notwendig würden
. Es sei jedoch nicht auszuschließen , dass es zu einem Stellenabbau komme .
Durch Gehaltsverzicht und andere Maßnahmen will der Computerkonzern insgesamt
zehn Prozent der Gesamtkosten einsparen . Techno-BH als Leibwächter Ein
Hochtechnologie-Büstenhalter mit eingebautem Satellitensystem soll künftig
Frauen vor Überfällen oder sexueller Belästigung schützen . Der von der Londoner
Ingenieurstudentin Kursty Groves ( 26 ) entwickelte Dessous-Leibwächter mißt
ständig den Herzschlag der Trägerin und löst einen Alarm aus , falls sich dieser
plötzlich schlagartig erhöht . Nach Auslösen eines Alarms , der über ein kleines
Spezial-Mobiltelefon übertragen werde , könne die Trägerin problemlos mit Hilfe
des GPS-Satellitensystems geortet werden . Falls sich der Herzschlag der Frau
nicht wegen einer Bedrohung , sondern aus einem anderen Grund plötzlich erhöhe ,
könne das Gerät auch ausgeschaltet werden . Fehlalarm etwa durch Treppensteigen
sollen durch Analyse verschiedener Parameter ausgeschlossen werden . Proactiv
verspricht auch guten Tragekomfort : Da schon jetzt Geräte zur automatischen
Pulsmessung nicht schwerer sind als eine Streichholzschachtel , dürfte die
Elektonik des Hightech-BH kaum ins Gewicht fallen , sagte Haffenden . Der
Büstenhalter solle nicht mehr als umgerechnet 120 Mark kosten . Kursty Grove
arbeite auch bereits an der Entwicklung eines T-Shirts für den
sicherheitsbewußten Herren . Ab Montag , 5. Juli , soll es in den
Minimal-Märkten ein PC-Sonderangebot nach ALDI-Muster geben . In Zusammenarbeit
mit dem gleichnamigen Fernsehsender bietet die Rewe-Handelskette die " Pro 7 PC
Edition " zum Preis von knapp 2300 DM an . Das System glänzt mit einer
beachtlichen Ausstattung : Einem Pentium-III-450 stehen 64 MByte Hauptspeicher ,
eine AGP-Grafikkarte ATI Rage II-C und eine PCI-Soundkarte SB PCI 64V zur Seite
. Hinzu kommen ein CD-ROM-Laufwerk MX 6502B ( 40fach ) von Toshiba , eine
Samsung-Festplatte SV 0844A ( 8 GByte ) , eine Cherry-Tastatur , eine
Logitech-Maus und ein 17-Monitor von Teco ( 72 KHz-Modell ) . Das Ganze ergänzt
ein üppiges Software-Paket , bestehend aus Windows 98 , MS-Word 97 und der
MS-Works Suite 99 ( Works 4.5 , Encarta 99 , Money 99 , AutoRoute Express Europa
98 , Picture It ) . IFA : Videorekorder mit optischen Discs Nachdem Pioneer
bereits auf der CeBIT 99 das Prototyp-Modell eines DVD-Videorekorders auf der
Basis von DVD-RW vorgestellt hatte , folgten nun auf der IFA Philips und Thomson
ebenfalls mit Prototypen , die jeweils mit dem eigenen Format arbeiten . Philips
präsentierte sein Videorekorder-System noch im Hinterzimmer . Es läuft mit dem
DVD+RW-Format , das als Speichermedium für Computer unter anderem auch von Sony
und Hewlett-Packard unterstützt wird . Der DVD+RW-Videorekorder zeichnet mit
MPEG-2-Kompression auf , die bespielten Discs sind in herkömmlichen DVD-Playern
wiederzugeben . Mit der nächsten Generation der DVD+RW , die eine Kapazität von
4,7 GB bieten soll , wird Philips den Videorekorder voraussichtlich im Herbst
nächsten Jahres auf dem Markt bringen . Das Prototyp-System auf der IFA
arbeitete noch mit einem DVD+RW-Laufwerk der 1. Generation , das 3,0 GB auf der
Disc unterbringen kann . Thomsons Videorekorder wurde öffentlich gezeigt . Er
basiert auf dem von NEC vor etwa zwei Jahren vorgestellten Multimedia Video
Format ( MMVF ) , trägt allerdings diesen Namen nicht mehr , sondern wird jetzt
nur schlicht als " digitales Aufzeichnungsystem auf optischen Discs " bezeichnet
. Es arbeitet ebenso wie DVD-RAM , DVD-RW und DVD+RW mit Phase-Change-Medien ,
ist aber bislang zu keinem Format kompatibel . Das Prototyp-Modell konnte daher
auch noch keine herkömmlichen DVD-Video-Discs lesen ; diese Möglichkeit soll
aber in künftigen Modellen realisiert werden . Thomsons Gerät zeichnet ebenfalls
mit MPEG-2-Kompression bei einer Datenrate von 10 Mbit/s auf . Die Disc bietet
5,2 GB Kapazität . Die Markteinführung des Systems soll zu einem späteren
Zeitpunkt bekanntgegeben werden . IFA : MiniDisc im Camcorder Sony stellte einen
Camcorder vor , der auf einer MiniDisc aufzeichnet . Dabei handelt es sich
jedoch nicht um das für die Audio-Aufzeichnung gebräuchliche Medium , sondern um
die MiniDisc 2 , ein MO-Medium mit gleichen Abmessungen , das aber mit einem
roten Laser ( 650 nm ) arbeitet und dadurch die bisherige Kapazität auf 650 MB
vervierfacht . Aufgezeichnet wird mit MPEG-2-Kompression und einer Datenrate von
8 Mbit/s . Der Mini-Camcorder hat eine Größe , die etwa der von zwei
nebeneinandergestellten Zigarettenschachteln entspricht , vergleichbar also mit
sehr kleinen DV-Camcordern , ist aber etwas flacher und bietet eine
Videoqualität , die zwar nicht an die der DV-Aufzeichnung heranreicht , die aber
durchaus mit Hi8 konkurrieren kann . Die Video-MiniDisc bietet Platz für knapp
20 Minuten Video , das auf dem ausklappbaren LCD-Display wiedergegeben werden
kann . Darüber hinaus bietet der Camcorder auch Editierfunktionen . Dazu wird
kein zusätzliches Gerät benötigt . Da es sich um ein Disc-basierendes System
handelt , müssen die Sequenzen dabei nicht umkopiert werden , sondern es werden
nur neue Zeiger für den Zugriff gesetzt . Die Funktionalität ist etwa
vergleichbar mit der von Audio-MiniDisc-Rekordern beim Audio-Editing . IFA :
Pinnacle liefert DVD1000 aus Pinnacle erklärte auf der IFA , daß die ersten
DVD1000-Systeme ausgeliefert worden seien . Dieser Prozeß umfaßt das
Video-Editing , die MPEG-2-Kodierung , das DVD-Authoring und die Ausgabe auf die
einmal beschreibbare DVD-Recordable . Das Grundsystem soll laut Aussage von
Pinnacle weniger als 20.000 DM kosten , mit einer DV-I/O-Option ( IEEE 1394 )
für die Videokarte erhöht sich der Preis auf etwa 23.000 DM . Für Besitzer der
DC1000 soll eine Aufrüstmöglichkeit angeboten werden . In den Preisen ist aber
noch kein DVD-Rekorder berücksichtigt , der gesondert angeschafft werden muß und
noch einmal mit ca. 10.000 DM zu Buche schlägt . Pioneer ist zur Zeit der
einzige Anbieter eines solchen Rekorders . IFA : DVD hat CD im Huckepack
Sonopress stellte eine neue DVD-Variante , die DVDplus vor . Nach Angaben von
Sonopress soll die DVDplus in allen herkömmlichen Laufwerken und CD-Playern
wiedergegeben werden können . Die erste DVDplus mit dem Titel " The best of
Caught in the Act " wurde von Sonopress und MAWA Film & Medien auf der Popkomm
und der IFA vorgestellt . Sie enthält auf der CD-Seite achtzehn Songs der
bekannten Boygroup , auf der anderen Videoclips . Die neue DVD-Variante soll
Kompatibilität zur CD-Playern und Laufwerken garantierten . Während der
Konsument die DVD-Seite in einem stationären Player im Wohnzimmer ansehen und
anhören kann , kann er die CD-Seite beispielsweise im Autoradio wiedergeben .
IFA : Sony führt Super Audio CD ein Sony zeigt auf der IFA die beiden ersten
Super-Audio-CD-Player SCD-1 und SCD-777ES , die im September und November 1999
auf den europäischen Markt kommen sollen . Die Super-Audio-CD ( SACD ) arbeitet
mit einer neuen Technik namens Direct Stream Digital ( DSD ) , die ein
1-Bit-Signal aufzeichnet , das mit einer Abtastrate von ca. 2,8 MHz gewonnen
wird . Die Super-Audio-CD tritt in Konkurrenz zur DVD-Audio und verfügt über die
selbe Kapazität , bietet aber als Hybriddisc durch eine zusätzliche
Informationsschicht noch die Möglichkeit der Wiedergabe in CD-Playern -
allerdings dann nicht mit der laut Hersteller im Vergleich zur CD deutlich
verbesserten Wiedergabequalität . Sonys Super-Audio-CD-Player wurden als
Zweikanal-Stereo-Player entwickelt und sprechen Audiophile an ; der Preis liegt
bei 6000 und 10000 DM . Philips , auch ein Befürworter der SACD , hält sich noch
zurück und geht mit Wiedergabegeräten der Marke Marantz im nächsten Jahr
zunächst in den japanischen , dann in den europäischen Markt . Erst wenn sich
eine breiter Markt eröffnet , sollen DVD-Player unter dem Namen Philips in
Europa und Japan eingeführt werden , die dann auch die SACD wiedergeben können .
Microsofts MSN kommt wieder Microsoft will seinen Online-Dienst MSN in Europa zu
neuem Leben erwecken . Vor etwa einem Jahr hatte Microsoft seinen 30.000
deutschen Kunden gekündigt und sein Online-Geschäft in Europa wegen mangelnden
Erfolgs eingestellt . In Europa sei das Internet noch nicht so weit verbreitet
gewesen wie in den USA , zitiert die Zeitung Microsoft-Europachef Bernard
Vergnes . Nach Iridium wieder eine Satellitenpleite Zuvor hatte die
Iridium-Gruppe den Gang zum Konkursrichter angetreten , um Zeit für eine
Schuldenumstrukturierung und Sanierung zu gewinnen . ICO beantragte
Gläubigerschutz im Rahmen des Kapitel Elf des US-Konkursrechtes . Die Firma will
nach Angaben von Firmenchef Richard Greco damit Zeit für eine Umstrukturierung
gewinnen und sich Mittel für die Fertigstellung ihres Satellitentelefonsystems
besorgen . Die Firma mit Sitz in London will bis Ende 2000 ihr
Satellitentelefonnetz aufbauen , das aus zwölf Satelliten bestehen soll . Die
dritte Satellitentelefongesellschaft Globalstar Telecommunications Ltd. will
Ende Oktober ihren Betrieb aufnehmen . IFA : Milliardengeschäft mit
Computerspielen Computerspiele und Unterhaltungssoftware zählen zu den Motoren
der Multimedia-Branche : Das sind 7,5 Prozent mehr als vor einem Jahr , teilte
der Verband der Unterhaltungssoftware Deutschland ( VUD ) am Samstag auf der
Funkausstellung in Berlin mit . Erstmals stellen die Spielemacher auf der
Funkausstellung in der Gemeinschaftsschau " Entertainment World " ihre neuen
Produkte vor . Haupttrend ist neben immer besserer und schnellerer Grafik das
Spiel im Netzwerk gegen andere Gegner . Gewinnwarnung von Apple ( Update ) Apple
Computer verzeichnet für das jetzt endende Quartal einen deutlich schlechteren
Geschäftsverlauf als erwartet . Die Gewinnwarnung , die Apple am Donnerstag nach
US-Börsenschluss veröffentlichte , schlug wie eine Bombe ein und ließ die
Apple-Aktie im nachbörslichen Handel zeitweilig um mehr als 40 Prozent abstürzen
. Am Freitag sank der Kurs im ordentlichen Handel noch weiter : Apple schlossen
mit 25,75 US-Dollar - 52 Prozent unter dem Vortagsschlusskurs . Apple-Finanzchef
Fred Anderson nannte in einer vorbereiteten Erklärung drei Ursachen für das
enttäuschende Ergebnis : Die Nachfrage habe im September weltweit nachgelassen .
Der Absatz im Bildungsbereich , der gewöhnlich im September seinen Höhepunkt
erreichte , sei unerwartet schwach ausgefallen . Außerdem sei der Verkauf des
Power Mac G4 Cube langsamer als erwartet gestartet . Apple-Chef Steve Jobs
kommentierte : " Die Verlangsamung ist zwar enttäuschend , aber wir haben viele
wundervolle neue Produkte und neue Programme in der Pipeline - einschließlich
Mac OS X Anfang nächsten Jahres - und sehen optimistisch in die Zukunft . "
Apples Gewinnwarnung kommt eine Woche nach einer ähnlichen Ankündigung von Intel
, die fast alle Technikaktien zeitweise in den Keller schickte . Große
Polizeiaktion gegen Kinderporno-Konsumenten Deutschen Sicherheitsbehörden ist
der bislang größte Erfolg im Kampf gegen die Kinderpornografie gelungen . Wie
die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung berichtet , leiten Justiz und
Polizei in der gesamten Bundesrepublik derzeit Strafverfahren gegen tausende
Privatpersonen ein , die auf eine bei T-Online gehostete Seite mit verbotenen
Inhalten zugegriffen haben sollen . Nach Angaben des Blattes sind allein in
Nordrhein-Westfalen bisher 258 Strafverfahren eröffnet worden , in
Sachsen-Anhalt sind es Verfahren im zweistelligen Bereich . Ein
Unternehmenssprecher von AOL Deutschland sagte dem Blatt , dass man auf ein
Ersuchen des Bundeskriminalamtes die angeforderten Daten zu mehr als 10.000
IP-Adressen von beschuldigten AOL-Kunden an die Polizei übermitteln werde . Dies
sei ein in der Geschichte der Bundesrepublik bislang einmaliger Vorgang .
Besonders erschreckt sind die Sicherheitsbehörden darüber , so die Zeitung
weiter , dass auf die illegale Seite innerhalb kürzester Zeit mehr als 500.000
Mal zugegriffen worden sei . Höhepunkt der konzertierten Aktion deutscher
Sicherheitsbehörden ist eine Razzia , die am Donnerstag in Sachsen-Anhalt
stattgefunden hat . Wie die Zeitung unter Berufung auf die Zentralstelle des
Landes zur Bekämpfung der Kinderpornografie berichtet , haben 60 Beamte des
Landeskriminalamtes zeitgleich zahlreiche Wohnungen und Objekte durchsucht .
Landgericht Köln bestätigt "Explorer"-Verfügung gegen Heise Im Streit um die
Nutzung des Begriffs " Explorer " hat das Landgericht Köln in einem soeben
verkündeten Urteil seine einstweilige Verfügung gegen den Verlag Heinz Heise
bestätigt . Gegen das wenig überraschende Urteil des Kölner Landgerichts wird
der Verlag unverzüglich Berufung einlegen und geht insbesondere im Licht der
jüngst in Düsseldorf getroffenen "Explorer"-Entscheidung davon aus , in der
nächsten Instanz bessere Erfolgsaussichten zu haben . Außerdem hat der Verlag
Heinz Heise unterdessen beim Deutschen Patent- und Markenamt die Löschung der
umstrittenen Marke " Explorer " beantragt . Geräte , die sich selbst zerlegen
Sinnvolle Recyclingkonzepte werden immer notwendiger . Nach einem Bericht des
IT-Fachhandelsmagazins ComputerPartner wollen Forscher nun Geräte entwickeln ,
die sich nach ihrer Ausmusterung selbst zerlegen . Ein Entwicklungsteam hat
innerhalb des von der EU und der Industrie geförderten Forschungsprojekts
bereits ein Handy entwickelt , das sich selbst zerlegt . Die Technik : Die
Klammern , die die einzelnen Plastikschalen zusammenhalten , werden aus einem
sogenannten Gedächtnismetall hergestellt . Als solches wird eine Legierung
bezeichnet , die in kaltem Zustand beliebig verformt werden kann , bei Erhitzung
aber wieder ihre ursprüngliche Form annimmt , berichtet das Magazin . So könnten
aus " intelligenten " Metallstreifen Haltewinkelklammern für Plastikgehäuse von
Handys gebogen werden . Mehrere dieser Klammern , die bei unterschiedlichen
Temperaturen reagieren , erlauben nun eine automatische Trennung der einzelnen
Bestandteile von Elektronikgeräten . So sei ein Fließband denkbar , auf dem ein
Altgerät unterschiedliche Temperaturzonen durchläuft . Hier zerlegt sich
Elektronikschrott automatisch und die sortenreinen Kunststoffe können an den
verschiedenen Temperaturzonengrenzen eingesammelt und verwertet werden . Nach
Ansicht der Wissenschaftler sei mit marktreifen Produkten dieser Art erst im
Jahr 2010 zu rechnen . ComputerPartner betont , dass sich die Hersteller auf
einen gemeinsamen Standard einigen müssten , damit auch Geräte verschiedener
Fabrikate in derselben Anlage vollautomatisch recycelt werden können . Siehe
auch Sich selbst zerlegende elektronische Geräte bei Telepolis . Geplantes
Urhebervertragsrecht stößt auf Kritik Der rheinland-pfälzische Justizminister
Herbert Mertin und mehrere Medienvertreter haben die von der Bundesregierung
geplante Reform des Urhebervertragsrechts scharf kritisiert . Mit dem Gesetz
will die Bundesregierung oft unterbezahlten Freiberuflern eine " angemessene "
Honorierung sichern . Im Juni war es in erster Lesung im Bundestag . Das Gesetz
greift nach Ansicht Mertins massiv in die Freiheit der Verleger und
Rundfunksender ein , Vergütungen selbst in Verträgen festzulegen . Außerdem
könne sich niemand mehr auf ausgehandelte Honorare verlassen , weil Urheber nach
den Plänen der Regierung noch Jahre nach Vertragsabschluss mehr Geld fordern
könnten . Der Regierungsentwurf schaffe eine " kaum erträgliche
Rechtsunsicherheit " für Autoren und Verlage , warnte der FDP-Politiker auf
einer Podiumsdiskussion der Industrie- und Handelskammer in Mainz . Der
stellvertretende Vorsitzende des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (
BDZV ) und Sprecher der Geschäftsführung der Verlagsgruppe Rhein-Main ,
Karlheinz Röthemeier , meinte , derartige Risiken könnten die Verlage nicht
tragen . Dem Multimedia-Zeitalter wird das Gesetz nach Einschätzung des
Justitiars des ZDF , Carl-Eugen Eberle , nicht gerecht . Künftig würden die
Rechte an einem Film nicht mehr ausreichen , um ihn auch im Internet zu
verwerten , sofern es nicht vorher ausdrücklich mit jedem Mitwirkenden
vereinbart wurde . Damit hätten ausländische Sender wie die BBC künftig
Konkurrenzvorteile , so Eberle . Hanser-Strecker mahnte , die neuen Medien
forderten ganz andere Gesetze . Die kostenlosen Musikbörsen im Internet machten
seine Branche unrentabel , ein " Notstand " sei bereits ausgebrochen . "
Handlungsbedarf ist gegeben , aber die Bundesregierung nimmt sich das
untaugliche Objekt " , sagte Hanser-Strecker . Der Bundesjustizministerin Herta
Däubler-Gmelin ( SPD ) warf Mertin ideologische Motive vor . Außerdem
kritisierte der Landesminister handwerkliche Fehler im Gesetzentwurf : Außerdem
habe die Regierung die Folgen der neuen Regelung nicht abgeschätzt und den
Ländern zu wenig Zeit gegeben , um Stellungnahmen abzuliefern . Siehe auch Das
Gegenteil des Guten ist nicht immer das Böse , sondern oft auch das Gutgemeinte
bei Telepolis . TÜV stellt Strafanzeige gegen " Kimble " Der Streit zwischen dem
TÜV Rheinland/Brandenburg und dem als Hacker " Kimble " bekannt gewordenen Kim
Schmitz um die Insolvenz der gemeinsamen Firma TÜV Data Protect schaukelt sich
hoch . Schmitz hatte dem TÜV vorgeworfen , das Tochterunternehmen absichtlich in
die Pleite geführt zu haben , um dasselbe Geschäft künftig allein mit seiner
hundertprozentigen Tochterfirma TÜV Secure IT zu machen . Gegen den
Data-Protect-Geschäftsführer Detlev Henze habe er eine Strafanzeige gestellt ,
erklärte Schmitz . Henze schießt nun mit denselben Mitteln zurück und erstattete
seinerseits eine Strafanzeige gegen den Geschäftspartner . Schmitz hält er vor ,
seine Gesellschaft Kimvestor AG habe eine offene Forderung in Höhe von 140.000
Mark nicht reguliert und damit die Zahlungsunfähigkeit der Data Protect
herbeigeführt . Gefälschte S3-Grafikkarten im Handel Seit einigen Wochen
kursieren gefälschte Grafikkarten im Markt . Auf den PCI-Karten befindet sich
ein Grafik-Chip mit der Beschriftung " S3 Trio64V2/DX " , der dem gleichnamigen
Original täuschend ähnlich sieht . Tatsächlich handelt es sich aber um einen "
REALmagic64/GX " von Sigma Design , der abgeschliffen und mit neuer Beschriftung
versehen wurde . Die Fälscher machen sich dabei die Tatsache zunutze , daß der
REALmagic64/GX pinkompatibel zum Trio64V2/DX ist . Intern unterscheiden sich die
beiden Bausteine aber grundlegend , weshalb der Schwindel auffliegt , sobald man
versucht , statt der mitgelieferten Software die Original-S3-Treiber zu
installieren . Wer befüchtet , eine gefälschte S3-Karte in seinem Rechner zu
haben , kann sich leicht mit unserem Programm ctpci Gewißheit verschaffen . Die
Software liest die Hardware-Kennung von PCI-Bausteinen aus und zeigt diese an .
2000-Problem bei " heißen Drähten " zwischen Washington und Moskau Die USA und
Russland arbeiten auf Hochtouren an der Beseitigung von Problemen , die zum Jahr
2000 sechs direkte Telex-Verbindungen für nukleare Notfälle lahm legen könnten .
Die nötigen Reparaturen an den " heißen Drähten " würden rasch und rechtzeitig
erfolgen , versicherte der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums , Craig
Quigley , am Dienstag in Washington . Wie der Abteilungsleiter für Strategie im
Pentagon , Ted Warner , am selben Tag vor einem Sonderausschuss des Senats
mitteilte , versorgen die USA Russland mit der nötigen Software und anderer
Computer-Ausrüstung , um das Problem " an ihrem Ende " zu beseitigen . Warner
und Quigley machten klar , dass der Telex-Kontakt aus den Zeiten des Kalten
Krieges nur eine von mehreren Möglichkeiten einer raschen direkten Kommunikation
in dringenden Notfällen sei . Selbst wenn die vom 2000-Problem betroffenen
Hotlines nicht rechtzeitig fit gemacht werden könnten , so müsse bei einem
Versagen nicht mit katastrophalen Folgen gerechnet werden , sagte der
Pentagon-Sprecher . Es sei aber davon auszugehen , dass alle
Kommunikationsmittel zum Jahresende sicher und verlässlich seien .
Informatik-Institute vor Groß-Fusion In Deutschland soll der größte
Forschungsverbund der Informations- und Kommunikationstechnik Europas entstehen
. Dazu sollen die acht Forschungsinstitute der Gesellschaft für Mathematik und
Datenverarbeitung ( GMD ) und zehn Einrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft (
FhG ) unter einem Dach zusammengeführt werden . Dies teilte
Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn am Mittwoch vor der Presse in Berlin
mit . In den Instituten arbeiten zusammen rund 2500 Mitarbeiter .
Dachgesellschaft wird die Fraunhofer-Gesellschaft in München , in der bisher
schon 47 Institute auch aus anderen Bereichen der angewandten Forschung
zusammengefasst sind . FhG-Präsident Hans-Jürgen Warnecke und der
Vorstandsvorsitzende der GMD , Dennis Tsichritzis , sagten übereinstimmend , sie
versprächen sich durch die Fusion einen deutlichen Zuwachs an internationaler
Aufmerksamkeit und auch mehr Forschungsaufträge aus dem Ausland . Ex-Mitarbeiter
sind die gefährlichsten Cracker Verärgerte oder ehemalige Mitarbeiter sind die
größte Gefahrenquelle für die Sicherheit von Computerdaten in Unternehmen . Sie
seien für mehr als 80 Prozent der Angriffe auf Computernetze verantwortlich ,
sagte Sicherheitsexperte Stefan Strobel von der Datenschutz-Firma Integralis
Centaur am Mittwoch auf dem 4. Deutschen Internet Kongress in Karlsruhe .
Angestellte wüssten am besten , wie in ein Unternehmen einzudringen sei , da sie
Passwörter und Telefonnummern für Modemzugänge kennen . " Wenn sie gehen ,
nehmen sie das Wissen einfach mit " , sagte Strobel . Darauf nähmen zu wenig
Firmen Rücksicht . Schwachstellen seien vor allem Modems , die in den Büros ohne
Wissen der Technik-Abteilung installiert würden . Sie böten keinerlei Schutz für
Angriffe von außen . Daneben seien Zugänge für Außendienstler auf das
Unternehmensnetz oder für die technische Fernwartung gefährdet . Aber auch
innerhalb der Firma schnüffelten viele Mitarbeiter in Unterlagen herum , die sie
nichts angingen . Firmen unterschätzten immer noch die Gefahr durch
Wirtschaftskriminalität über Computernetze , sagte Strobel . Eine aktuelle
Studie der US-Bundespolizei FBI und des amerikanischen Computer Security
Institut habe ergeben , dass von 521 befragten Firmen 61 bereits
Firmengeheimnisse online abhanden gekommen sind . Gigahertz-CPU von Intel lässt
auf sich warten Intels "Willamette"-Prozessor mit einer Taktfrequenz von 1 GHz
und mehr wird doch erst in der zweiten Jahreshälfte 2000 auf den Markt kommen .
Die Gerüchte über eine Weihnachtsüberraschung , die der Prozessorgigant in
Reaktion auf AMDs Athlon geplant haben soll , bewahrheiten sich also nicht . AMD
dagegen dürfte nach der gelungenen Produktionsaufnahme in Dresden schon Anfang
des Jahres in der Lage sein , Athlons mit 900 MHz und mehr zu produzieren . Im "
Intel Executive Webcast 1999 " gaben die Top-Manager des Unternehmens am
Donnerstag Nachmittag ( Ortszeit ) einen Ausblick auf die Prozessor-Roadmap für
das kommende Jahr . Danach will Intel ebenfalls in der zweiten Jahreshälfte den
Low-End-Chip " Timna " mit integriertem Grafikadapter herausbringen . Der
Pentium III soll im zweiten Quartal eine Taktfrequenz von 800 MHz erreichen . Zu
diesem Zeitpunkt soll die Mobile-Version bei 700 MHz angelangt sein .
Notebook-CPUs mit mehr als 750 MHz stellt Intel ebenfalls für die zweite
Jahreshälfte in Aussicht . Airbus flog problemlos ins simulierte Jahr 2000 Ein
Airbus der Lufthansa hat in der Nacht zum Freitag problemlos einen Flug in der
kommenden Silvesternacht simuliert . Die Board-Uhr und alle Instrumente wurden
zu diesem Zweck auf die Nacht vom 31. Dezember 1999 auf den 1. Januar 2000
eingestellt . Die Maschine startete mit mehreren Journalisten an Bord um 23.30
Uhr in Frankfurt am Main und landet dort wieder am simulierten Neujahrsmorgen um
00.20 Uhr . Wie ein Lufthansa-Sprecher am Donnerstagabend sagte , sind
inzwischen alle Flugzeuge der Gesellschaft erfolgreich auf ihre Jahr-
2000-Tauglichkeit getestet . Auch die Deutsche Flugsicherung ( DFS ) ist nach
eigenen Angaben fit für das Jahr 2000 . " Die Systeme sind inzwischen allesamt
2000-tauglich " , sagte der Sprecher der DFS , Axel Raab , in Frankfurt . Für
die Flugsicherung wichtig sind beispielsweise Radar- und Sprechfunkgeräte . Auch
die Betreibergesellschaft des Flughafens Frankfurt ( FAG ) habe die
Datumsumstellung im Griff , berichtete ihr Computerexperte Michael Kraft . Die
Lufthansa investierte nach eigenen Angaben rund 83 Millionen in die Umstellung .
FAG und DFS gaben je rund 42 Millionen aus . Fraglich ist weiterhin die
Flugsicherheit in einigen Entwicklungsländern und in Osteuropa . Das
US-Verkehrsministerium hatte sich kürzlich kritisiert , dass 34 Staaten bisher
keine Auskunft über ihre Jahr-2000-Maßnahmen für den Luftverkehr gegeben hätten
. Ortsgespräche wurden noch teurer Telefonieren in Deutschland wird immer
billiger , nur die Ortsgespräche zeigen den entgegengesetzten Trend . Im Oktober
sanken die Kosten für Gespräche über Handy oder Festnetz im Durchschnitt um 11,4
Prozent , geht aus einer Mitteilung des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden
vom Freitag hervor . Im Festnetz haben sich danach am stärksten die
Inlandsferngespräche verbilligt . Die Preise für Auslandsgespräche sanken um
20,5 Prozent , dagegen verteuerten sich Ortsgespräche um 7,4 Prozent . Die
Anschluss- und Grundgebühren blieben unverändert . Der französische Hersteller
von Multimedia-Komponenten für PCs Guillemot kauft den Grafikkarten-Spezialisten
Hercules . " Unser vornehmliches Ziel beim Kauf von Hercules war es , unser
weltweites Produkt-Branding zu verbessern " , erklärte Claude Guillemot ,
Präsident der Guillemot Corporation . " Wir planen , weiterhin auf den Namen
Hercules für High-End-Grafikprodukte zu setzen . " Hercules hatte seine
Geschäftsaktivitäten vor wenigen Wochen wegen Zahlungsunfähigkeit eingestellt .
Guillemot will die Firma durch Kapitaleinsatz sowie Forschung und Entwicklung
revitalisieren . Jahr 2000 : Tokio rät zur Bevorratung Die japanische Regierung
empfiehlt Haushalten , ausreichend Bargeld , Benzin und Medizin zu besorgen , um
auf jeden Fall " auf der sicheren Seite " zu stehen . Die Bevölkerung soll
außerdem vermeiden , Telefon- und Internetdienste übermäßig zu benutzen , um
eine Überlastung der Netze zu verhindern . Keizo Obuchi , Japans Premierminister
, erwartet aber keine größeren Probleme und weist ausdrücklich darauf hin , dass
die empfohlenen Maßnahmen nur einen Teil der üblichen Vorbereitungen auf einen
anstehenden Jahreswechel seien . In der Liste mit Richtlinien , die von der
japanischen Regierung harausgebracht wurde , wird weiterhin darauf hingewiesen ,
dass es zu Fehlfunktionen in elektronischen Geräten kommen kann . Außerdem warnt
Tokio vor Geschäftemachern , die eine Jahr-2000-Panik ausnutzen könnten , um
schnelles Geld zu verdienen . Windows mit PCs verdongelt Microsoft plant
offenbar schärfere Bedingungen für Windows-OEM-Lizenzen , die auf eine strikte
Kopplung an das jeweilige PC-Modell hinauslaufen . Statt einer vollwertigen
Installations-CD sollen die PC-Hersteller ihren Kunden nur noch eine Recovery-CD
mitliefern , von der das Betriebssystem im Notfall wieder aufgespielt werden
kann . Technische Vorkehrungen , etwa die Abfrage einer BIOS-ID oder einer
PCI-Vendor-ID , sollen die Installation auf einem anderen PC-Modell verhindern .
Über Microsofts Pläne berichtete der britische News-Dienst The Register bereits
am 18. Oktober . Doch während es zunächst nach einer rein britischen
Angelegenheit aussah , verdichten sich inzwischen die Anzeichen dafür , dass
auch die deutsche PC-Branche betroffen ist . Nach c't-Informationen sind die
größeren OEMs , die ihre Windows-Lizenzen direkt von Microsoft beziehen ,
bereits über die geplanten Bedingungen unterrichtet worden . Ein Insider
berichtete gegenüber c't : " Die Recovery-CD für Modell 1 wird auf Modell 2
nicht mehr laufen . " Microsoft hat es offenbar auf den sekundären Markt für
Windows-Lizenzen abgesehen , die große PC-Hersteller vergleichsweise billig
einkaufen können . Lässt sich die Hardware nicht in der erhofften Stückzahl
absetzen , werden ungenutzte Lizenzen einfach weiterverkauft . Erst jüngst kam
ein solcher Fall in einem c't-Testkauf ans Licht : Ein PC der Firma Snogard
wurde mit einem OEM-Windows für einen IBM-Rechner geliefert , das nach
Darstellung von Microsoft eine " Raubkopie " darstellt ( siehe Titelthema " PCs
von der Stange " , c't 21/99 ) . Snogard versicherte demgegenüber , die Software
sei rechtmäßig erworben . Microsoft fehle jede rechtliche Handhabe gegen diese
Form der Weiterverwertung . Wenn jedoch die Recovery-CD künftig die Hardware ,
für die die Lizenz eingekauft wurde , quasi als Dongle voraussetzt , dann wäre
dem Weiterverkauf ein Riegel vorgeschoben . Mannesmann-Aufsichtsrat lehnt
Vodafone-Offerte ab Der Aufsichtsrat der Mannesmann AG hat sich geschlossen
hinter den Vorstand gestellt und das Übernahmeangebot des
britisch-amerikanischen Mobilfunkkonzerns Vodafone Airtouch abgelehnt . " Unser
Aufsichtsrat steht geschlossen hinter Klaus Esser und dem gesamten Management "
, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Joachim Funk nach der Sitzung am
Sonntagabend in Düsseldorf . Der Aufsichtsrat wertete den Übernahmeversuch von
Vodafone ausdrücklich als feindlich . Vodafone selbst spricht bisher von einem
freundlichen Angebot , hat aber angedroht , sich auch gegen den Willen der
Mannesmann-Führung direkt an die Aktionäre zu wenden . Der Aufsichtsrat gab dem
Vorstand einstimmig " die volle Unterstützung " bei der " Zurückweisung des
Angebots und bei der Empfehlung an alle Mannesmann-Aktionäre , es nicht
anzunehmen " . Damit wurden Spekulationen von Analysten und in der Presse
hinfällig , die Vertreter des Kapitals im Aufsichtsrat könnten sich für Vodafone
entscheiden . Athlon 750 ist auf dem Markt Bereits vorher wurde der Prozessor
von Compaq beworben . Auch IBM hat den neuen Spitzenreiter sogleich in die
Aptiva-Linie integriert . Der Athlon-750 wird im 0,18 µm-Aluminium-Prozess in
der Fab 25 in Austin Texas gefertigt . Dank der beiden großen integrierten
L1-Caches ( je 64 KByte ) macht sich das aber in den üblichen Benchmarks kaum
bemerkbar . Daneben hat AMD auch den noch in 0,25-µm-Technologie gefertigten
K6-2 mit 533 MHz herausgebracht . Compaq will den 167 Dollar teuren Chip (
OEM-Preis ab 1000 Stück ) in den Presario Internet PC einsetzen . Mit maximal
20,75 W ( typisch 12,4 W ) hat er den gleichen Leistungshunger wie sein
500-MHz-Vorgänger ( bei 100 MHz Bustakt ) . Die Dinos haben ihre Stimme
wiedergefunden Wissenschaftler des New Mexico Museum of Natural History and
Science haben aus gut erhaltenen Fossilien eines Parasautolophus versucht ,
dessen Laute zu rekonstruieren . Sie erstellten ein Computermodell des
Atmungssystems und versuchten so , die von ihm erzeugten Laute zu simulieren .
Wer den simulierten Dino hören will , der kann sich von der Webpage des Museums
verschiedene Wav- oder AIF-Dateien herunterladen . Jahr 2000 : IBM und Microsoft
verklagt Das Jahr-2000-Problem beschert jetzt auch den größten
Softwareherstellern der Welt juristische Scharmützel . Microsoft wurde erstmals
wegen angeblicher Jahr-2000-Bugs in der Datenbanksoftware Foxpro verklagt . Ein
Gynäkologe aus Illinois will die IBM und das Softwarehaus Medic vor den Kadi
zitieren , weil ihm noch 1997 für seine RS-6000-Anlage eine Praxissoftware im
Wert von 20.000 US-Dollar verkauft worden ist , die den Jahrtausendwechsel nicht
verkrafte . Dem Arzt war der Kragen geplatzt , als Medic ihm das freundliche
Angebot unterbreitete , die teure Software für weniger als 2500 Dollar
Jahr-2000-fest zu machen . Er verlangt jetzt eine gerichtliche Auflage , wonach
die Firmen alle Lizenznehmer informieren und mit einem kostenlosen Update
beliefern müssen . Fusionspoker : Telekom in Zugzwang Doch davon sind Sommer und
seine Vorstandskollegen noch ein Stück entfernt . 1999 musste die Telekom durch
den harten Preiswettbewerb nicht nur Gewinn- und Umsatzbußen einstecken . Herbe
Rückschläge verzeichnete der einstige Telefon-Monopolist auch bei seinen Plänen
zur Internationalisierung des Unternehmens . Dabei gilt die Schlappe bei der
Telecom Italia schlechthin als Pleite des Jahres . Die geplante Fusion
scheiterte , weil der ehemalige Büromaschinenhersteller Olivetti die
Telekom-Pläne durchkreuzte und Telecom Italia feindlich übernahm . Gleichzeitig
vergraulte sich Sommer durch seine italienische Episode den Partner France
Telecom . Mit den Franzosen und der US-Firma Sprint ist der rosa Riese an dem
bislang wenig erfolgreichen Gemeinschaftsunternehmen Global One beteiligt , das
vor der Auflösung steht . " Eine Serie von Pleiten , Pech und Pannen begleiteten
viele Auslandsengagements der Telekom von Anfang an " , resümierte " Der Spiegel
" . Das sieht Telekom-Stratege Sommer freilich anders : Außerdem sei die Telekom
jetzt von ihren Fesseln in Nordamerika befreit und werde zugreifen , wenn sich
eine Gelegenheit ergebe . " Uns wird es nicht langweilig " , sagt Sommer und
kündigt Überraschungen für das Jahr 2000 an . Doch welche großen Partner bleiben
in den USA noch , nachdem sich dort zahlreiche Telekommunikations-Firmen zu
neuen Allianzen gefunden haben ? " Der Markt spricht eine eindeutige Sprache :
der Telekom wird einiges zugetraut " , sagt der WestLB-Analyst . Dabei scheint
der Handlungszwang für die Telekom im Mobilfunk am größten zu sein . Dieser
Bereich gilt als Wachstumsträger in der Telekommunikation schlechthin und ist
für die Telekom eine wesentliche Ertragssäule . Mit dem neuen Standard UMTS und
der mobilen Datenkommunikation eröffnen sich zudem künftig große Marktchancen .
Sommer werden große Ambitionen nachgesagt , das Unternehmen zu kaufen . Dies
wäre zugleich für France Telecom eine bittere Pille , da sie selbst bei E-Plus
in Deutschland nicht zum Zuge gekommen war . Um Zukäufe finanzieren zu können ,
wird die Telekom im kommenden Jahr unter anderem die beiden Töchter T-Mobil ( D1
) und T-Online an die Börse bringen . Für seine Ausbau-Strategie kann Sommer das
Finanzpolster gut gebrauchen . Wellendorf : " Es wird zu Akquisitionen kommen ,
das ist so sicher wie das Amen in der Kirche " . Schritte gegen
Medikamentenhandel im Web US-Präsident Bill Clinton will den illegalen Verkauf
verschreibungspflichtiger Medikamente über das Internet bekämpfen . EBay.de
erhebt Angebotsgebühr Das deutsche Web-Auktionshaus eBay.de will vom 5. Februar
an geringe Gebühren für das Anbieten von Waren erheben . Damit solle die
Qualität des Angebots verbessert werden , teilte die Firma am Wochenende in
einem E-Mail-Newsletter mit . Offenbar will eBay auf diese Weise die Flut der
Angebote geringwertiger Waren eindämmen . Wie bei vielen anderen Web-Auktionen
können die Anbieter bei eBay neben dem Mindestpreis , unterhalb dessen kein
Zuschlag erfolgt , einen niedrigeren Startpreis festlegen . Die Kopplung der
Gebühr an dessen Höhe dürfte den Trend verstärken , Auktionen bei unrealistisch
niedrigen Preisen beginnen zu lassen . EU-Entscheidung zum Urheberrecht unter
Zeitdruck Der Ausschuss für Recht und Binnenmarkt des EU-Parlaments musste sein
abschließendes Votum zur geplanten Urheberrechtsrichtlinie in der
Informationsgesellschaft aus Termingründen auf die kommende Woche vertagen . Er
wird sein endgültiges Votum für eine Plenarvorlage nun erst am kommenden Montag
abgeben . Dabei steht den Abgeordneten nur sehr wenig Zeit zu Verfügung , sich
mit den vor allem von Seiten der Verwertungsindustrie an sie herangetragenen
Änderungswünschen auseinanderzusetzen . Die Gremien des Parlaments haben laut
Geschäftsordnung ganze drei Kalendermonate Zeit , bis sie ihre verbindliche
Haltung der EU-Kommission und dem Ministerrat übermitteln müssen . Letzterer
hatte sich in Sachen " Urheberrechte im Digitalzeitalter " volle 19 Monate
gegönnt , um zu einem " gemeinsamen Standpunkt " seiner Mitgliedsländer zu
gelangen , auf dessen Grundlage das Parlament nun innerhalb weniger Wochen
beraten muss . Man sei in dieser " hochkomplexen Angelegenheit " zu sehr
ausgewogenen Ergebnissen gekommen , verteidigte ein Ratssprecher gegenüber heise
online die lange Bearbeitungsfrist , und habe " auslegungsfähige "
Formulierungen für die zwischen den Mitgliedsländern strittigen Punkte der
Richtlinie gefunden . Genau dies wollen die Abgeordneten des für die
Harmonisierung des Binnenmarktes zuständigen Parlamentsausschusses jedoch
verhindern , dass auch noch nach Verabschiedung der Richtlinie jedes
Mitgliedsland auf Grund von Auslegungsspielräumen sein nationales
Urhebersüppchen kochen kann . Vor allem der enorme Zeitdruck , unter dem die
Abgeordneten dabei per EU-Verfassung stehen , ermöglicht es den Lobbyisten der
Unterhaltungsindustrie , großen Einfluss auf die gegenüber der Ratsvorlage eher
skeptischen Abgeordneten zu nehmen . Anfragen von heise online um Stellungnahme
wurden von einzelnen Abgeordnetenbüros unter dem Hinweis abgewiesen , man habe
schon genug Lobbyisten angehört . Im Büro des konservativen britischen
Abgeordneten Lord Ingelwood ( EVP ) stapeln sich die Lobbyistengesuche auf zirka
30 Zentimeter . Selbstverständlich wolle man die Provider zur Kontrolle und
Verhinderung von urheberrechtswidrigen Datenübermittlungen zwingen , wann immer
dies technisch möglich sei , führt der stellvertetende Ausschussvorsitzende
Willy Rothley aus . Er sehe darin keine Konflikt mit § 5 des deutschen
Teledienstgesetzes , das Provider ( " Zugangsvermittler " ) von der Haftung für
vermittelte Inhalte freistellt . Es gehe hier um reine Unterlassungsansprüche ,
nicht um eventuellen Schadensersatz . Diesen Unterlassungsanspruch solle man
Urheberrechtsinhabern gegen jeden , der ihrer Werke auch nur weiterleite ,
zugestehen . Die gestern vorgelegte Kompromissvorlage des zuständigen
Ausschussberichterstatters Enrico Bonelli muss wohl angesichts der 197
Änderungsanträge , die er zu einem Großteil einfach übergangen hat , als
unzureichend bezeichnet werden . Das Parlament wird auf seiner Sitzung am 14.
Februar seine Entscheidung über die Richtlinie treffen . Sehr deutlich brachte
der Abgeordnete Neil MacCormick die Unsicherheit der Parlamentarier zum Ausdruck
: " Ich bin nicht sicher , ob es richtig wäre , dass ich , wenn ich mir von der
Schottischen Nationalbibliothek eine Kopie von einem Artikel aus der TIMES über
meine Familie machen lasse , nur deshalb Urheberrechtsabgaben zahlen soll , weil
die Nationalbibliothek keine natürliche Person ist ? " Vorbild bei all dem sind
eindeutig die Regelungen zum Copyright in den USA , das wurde in den Beratungen
sehr deutlich . Privates Kopieren urheberrechtlich geschützter Werke wird daher
künftig EU-weit eingeschränkt werden . Gratis : QuickTime 3.0 für PC und Mac
Apple hat jetzt das neue QuickTime 3.0 in den englischsprachigen Versionen für
Windows 95 , Windows NT und Macintosh zum kostenlosen Download bereitgestellt .
Einen umfassenden Report finden Sie in der aktuellen c't-Ausgabe 7/98 . CA kauft
Platinum Technology Damit handelt es sich um einen der teuersten Deals der
Softwareindustrie . Platinum hat am selben Tag die Übernahme von Memco , einem
Hersteller von Security-Software abgeschlossen . Computer Associates bekannteste
Produkte sind das Management Framework Unicenter TNG und die objektorientierte
Datenbank Jasmine . Darüber hinaus spielt seit der Übernahme von Cosmo Software
im letzten September die Verbindung von E-Commerce und dreidimensionalen
VRML-Welten eine große Rolle in Platinums Firmenstrategie . Telefonieren weiter
verbilligt Im April sind die Telefonkosten in Deutschland weiter gesunken , wie
das Statistische Bundesamt in Wiesbaden zum Monatsende mitteilte . Der
Preisindex für Telefondienstleistungen lag um 5,8 % niedriger als im Vorjahr .
Nach weiteren Preissenkungen für Inlandsferngespräche im Festnetz ( minus 1,5 %
) und für Mobiltelefondienstleistungen ( minus 4,1 % ) war das Telefonieren für
den privaten Durchschnittshaushalt im April um 0,4 % billiger als im März . Die
Preise für Ortsgespräche sind nur um 0,7 % gesunken , während die Anschluss- und
Grundgebühren gleich blieben . MP3.com kämpft ums Überleben MP3.com will das am
Freitag zugunsten der etablierten Musikindustrie ergangene Urteil anfechten . "
Wir stehen in einem Schwergewichtskampf " , sagte MP3.com-Gründer Michael
Robertson . " Der Kampf ist noch lange nicht zu Ende . " Zugleich bemühte er
sich um Argumente zur Schadensbegrenzung in der Sache , in der es für sein
Unternehmen um die nackte Existenz geht : Eigentlich bedeute es eine Niederlage
für die Musiklabels , wenn ein verantwortungsbewusster Service wie " My MP3.com
" , dessen Anwender die Musik-CDs immerhin zuvor kaufen müssten , möglicherweise
gestoppt werde . " Das eröffnet ein Vakuum für andere Dienste wie Napster und
Gnutella , die die Künstler nicht schützen " , sagte Robertson . Die
Entscheidung von US-Bundesrichter Jed S. Rakoff , wonach MP3.com für den Schaden
haftbar ist , der den Klägern durch den Dienst " My MP3.com " entstanden sein
soll , könnte auf eine gigantische Schadenersatzsumme hinauslaufen . " My
MP3.com " ermöglicht es den Anwendern , Musiktitel im MP3-Format von jedem Ort
aus über das Internet abzurufen , nachdem sie den Besitz einer entsprechenden
Musik-CD nachgewiesen haben . Der Nachweis wird durch Einlegen der Scheibe in
das CD-Laufwerk des PCs erbracht . MP3.com glaubte , mit diesem Verfahren
rechtlich auf der sicheren Seite zu sein . " Dadurch haben wir die Anwender
veranlasst , mehr CDs zu kaufen " , sagt Robertson . Die Kläger hingegen sind
überzeugt , dass diese Form der Online-Musikdistribution durch " My MP3.com " zu
Einbußen beim CD-Verkauf führe . Rund 45.000 Musiktitel waren in der Datenbank
von MP3.com gespeichert , als die Musikkonzerne ihre Klage einreichten ;
unterdessen sind es rund 80.000 Songs . US-Medien spekulieren , dass den Klägern
Schadenersatz zwischen 750 und 30.000 US-Dollar für jeden einzelnen Fall der
Copyright-Verletzung zugesprochen werden könnte - oder sogar bis zu 150.000
Dollar , wenn das Gericht auf Vorsatz erkennt . Die Urteilsbegründung soll erst
in etwa zwei Wochen vorgelegt werden . Bis dahin bleibt offen , inwieweit der
Richter den Argumenten der Kläger gefolgt ist , die in diesem Prozess erstmals
eine juristische Handhabe gegen MP3.com gefunden zu haben scheinen . Das
Unternehmen mit seinem Konzept zur Distribution von Musik über das Internet galt
schon lange als massive Bedrohung für das Geschäft der etablierten Musikkonzerne
. Telekommunikation 7,9 Prozent billiger als vor einem Jahr Wie das Statistische
Bundesamt mitteilt , sind die Preise für Telekommunikationsdienstleistungen aus
Sicht der privaten Haushalte im April 2001 im Vergleich zum April 2000 um 7,9 %
gesunken . Gegenüber dem Vormonat wurde ein Preisrückgang von 0,8% ermittelt .
Für die Internet-Nutzung zahlten die privaten Haushalte im April 2001 41,8 %
weniger als im April 2000 . Das Mobiltelefonieren war im April 2001 um 10,3 %
preiswerter als ein Jahr zuvor . Gegenüber dem Vormonat sanken die Preise um 3,8
% . Die Preise für Telefondienstleistungen im Festnetz blieben gegenüber dem
Vormonat unverändert , gegenüber April 2000 lagen sie um 0,4 % niedriger . Dies
stellte eine Sprecherin von Siemens klar . Der britische Handelsminister Stephen
Byers hatte am Donnerstag kritisiert , Siemens habe mit den Zuschüssen
verbundene Bedingungen nicht erfüllt . London hatte 1996 die Ansiedlung eines
Siemens-Halbleiterwerks in der Nähe von Newcastle ( Nordost-England )
unterstützt . Das Werk wurde im vergangenen Jahr wegen des Verfalls der
Weltmarktpreise für Halbleiter und der zu hohen Produktionskosten in
Großbritannien wieder geschlossen . Dabei verloren über 1000 Menschen ihre
Arbeitsplätze . Der Halbleiterbereich war im vergangenen Geschäftsjahr 1997/98
der Rekordverlustbringer des Konzerns . Intershop : Schwarze Zahlen in
Sichtweite Der Internet-Softwarentwickler Intershop vermeldet , er liege bei der
geplanten Eroberung des weltweiten elektronischen Marktplatzes im Plan . Nach
einer Verdoppelung des Umsatzes im ersten Quartal erwartet der Pionier für
Handelssoftware im Internet , Ende 1999 die Gewinnschwelle zu erreichen . Für
das Gesamtjahr 1999 peilt Finanzvorstand Wilfried Beeck ein Plus von deutlich
mehr als 100 Prozent an . " Exzellente Wachstumschancen " verspricht sich
Intershop-Gründer und Vorstandschef Stephan Schambach von der erwarteten
sprunghaften Entwicklung des elektronischen Handels . " Früher waren es nur
einige große Unternehmen , die sich das leisten konnten zu experimentieren " ,
sagte er . Mittlerweile stiegen aber auch kleinere Unternehmen zuhauf in die
Vermarktung via Internet ein . Schambachs Vorstellungen einer " digitalen
Wirtschaft " gehen über die Bestellung von Büchern oder CDs im elektronischen
Netz hinaus . Ähnlich wie zuvor interne Abläufe in Firmen automatisiert worden
seien , könnten künftig sämtliche Außenbeziehungen der Unternehmen - etwa die
Kontakte zu Zulieferern - via Internet laufen . " Der Markt dafür ist
langfristig noch größer als für betriebswirtschaftliche Systeme . " Microsoft
will AOL Kunden abspenstig machen In der Preiserhöhung , die AOL in den USA
angekündigt hat , sieht der Softwareriese offenbar die Chance , sein bisher
nicht sehr erfolgreiches Onlineunternehmen MSN auf Kosten des großen
Wettbewerbers aufzupäppeln . AOL erhöht die monatliche Flatrate für den
Internet-Zugang in den USA ab Juli von 21,95 Dollar auf 23,90 Dollar . Erst vor
wenigen Tagen war die im Januar ausgelaufene Kooperationsvereinbarung zwischen
AOL und Microsoft überraschend verlängert worden . Sie hatte AOL einen
prominenten Platz auf dem Windows-Desktop beschert und den Internet Explorer zum
alleinigen Browser der AOL-Kunden gemacht . Das verschaffte Microsoft einen
Wettbewerbsvorsprung gegenüber Netscape und steigerte den Marktanteil des
Internet Explorers . Nachdem die Verhandlungen über eine Fortsetzung zunächst
gescheitert waren , soll die AOL-Software nun auch in Windows XP eingebaut
werden . Kammergericht entscheidet gegen Internet-Apotheke Medikamente dürfen
nach einem Beschluss des Berliner Kammergerichts nicht über das Internet
vertrieben werden . Mit der Entscheidung des Gerichts sei nicht nur der
geschäftliche Verkehr von apothekenpflichtigen Waren durch Versandhandel an den
Endverbraucher untersagt worden , sondern auch die Werbung dafür , teilte ein
Sprecher am Dienstag mit . Die Entscheidung sei nicht mehr anfechtbar . Die
Begründung liege noch nicht vor , hieß es . Hintergrund ist ein juristischer
Streit um die nach eigenen Angaben erste europäische Apotheke im Internet
0800DocMorris mit Sitz in den Niederlanden . Sie hatte die europaweite
Bestellung von Medikamenten per Post und im Internet angeboten . Angeboten
wurden Medikamenten zu Preisen , die im Schnitt etwa 20 Prozent unter denen in
Deutschland liegen . Dagegen hatte sich verschiedene Verbände gewandt . In
Berlin klagte der Verband Sozialer Wettbewerb . Das Landgericht Stuttgart hatte
im Januar dieses Jahres eine einstweilige Verfügung gegen 0800DocMorris
aufgehoben . In Frankfurt am Main steht am Donnerstag noch eine
Berufungsverhandlung gegen eine einstweilige Verfügung vor dem Oberlandesgericht
an . Virtueller Friedhof im Internet Auf einem Friedhof im Internet kann jetzt
jeder seinen verstorbenen Angehörigen ein kostenloses Denkmal setzen . Erfinder
des sogenannten " Friedparks " ist der Steuerberater Bernd Schröder aus
Bissendorf bei Osnabrück . Auf Friedhöfen und aus Todesanzeigen hat er Tausende
von Namen und Daten gesammelt und die Datenbank schließlich zum virtuellen
Friedhof ausgebaut . Unter der Adresse www.friedpark.com kann jeder eine
Grabstätte anlegen und mit persönlichen Trauertexten oder einem Foto des Toten
ausstatten . Auch 2000 Prominente haben auf dem Web-Friedhof ihre letzte Ruhe
gefunden ; Schröder hat die Lebensdaten berühmter Persönlichkeiten der deutschen
Geschichte in die Datenbank aufgenommen . Per Mausklick kann man von Grab zu
Grab surfen . " Ich möchte , daß die Menschen irgendwo unsterblich sind " ,
sagte Schröder . " Wirklich tot ist ein Mensch erst dann , wenn sich niemand
mehr an ihn erinnert . " Die Kosten für die Computer-Gräber übernehmen Sponsoren
, die am Eingang des Friedhofs ihre Werbung plazieren können . Als besonderes
Extra erhalten die Hinterbliebenen am Totensonntag sowie am Todes- und
Geburtstag ihrer Verstorbenen einen virtuellen Blumenstrauß oder ein Grablicht .
T-Online soll separat an die Börse Die Telekom erwägt einen separaten Börsengang
ihrer Tochterfirma T-Online , um den Onlinedienst für einen Einstieg in andere
Internetfirmen zu munitionieren . Es wäre richtig , eine eigene Online-Aktie zu
haben , wenn sich das Unternehmen im Internet-Bereich verstärken wolle und dafür
" mit Papier zahlen müßte " , sagte Telekom-Chef Ron Sommer in einem Interview
mit dem Nachrichtenmagazin SPIEGEL . Nach einem Börsengang könnte T-Online
Aktien als Währung für Firmenkäufe oder Beteiligungen nutzen . " AOL wird heute
an der Börse mit 8900 Euro pro Kunde bewertet " , rechnete Sommer vor . Apple :
Aktie ganz unten , Verkäufe rauf In Verdacht steht Steve Jobs - hatte er sich
doch vor zwei Wochen durch Registrierung bei der amerikanischen Börsenaufsicht
grünes Licht für den Verkauf besorgt . Sein Aktienpaket , das er durch den
Verkauf von Next Software Inc. an Apple erhielt , hat exakt dieses Volumen .
Beobachter rätselten über die Motive : Hat Jobs das Vertrauen in ein Comeback
der von ihm mitgegründeten Firma restlos verloren ? War es überhaupt Jobs , der
das Paket veräußert hat ? Unterdessen kommen von der Handelsfront ungewohnt
positive Nachrichten . Aus Resultaten ihrer regelmäßigen Marktuntersuchung
schließt die amerikanischen CRN : " In den ersten fünf Monaten dieses Jahres hat
Apple ein eindrucksvolles Comeback zustandegebracht . " Bei Notebooks kletterte
Apples Anteil aus dem tiefen Tal von 2,4 % im ersten Quartal 1996 auf 4,0 % im
ersten Quartal 1997 und sogar auf 5,5 % in den Monaten April und Mai .
Telefongebühren sinken schneller Der Rückgang der durchschnittlichen
Verbraucherpreise für Telefondienstleistungen hat sich im Sommer noch einmal
beschleunigt . Die Preise lagen im Juni um 12,4 Prozent unter dem Vorjahreswert
. Das sei der stärkste bisher festgestellte Preisrückgang seit Öffnung des
Telefonmarktes für neue Anbieter , teilte das Statistische Bundesamt mit . Im
Mai und im April hatten die Preissenkungen bei 11,4 und 11,2 Prozent gelegen .
Die Preise für Inlandsferngespräche im Festnetz verbilligten sich im Frühjahr am
stärksten . Sie lagen im Juni um fast 43 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor .
Auslandsferngespräche wurden um 20,5 Prozent billiger . Das mobile Telefonieren
war um rund ein Viertel preiswerter . Ortsgespräche wurden dagegen im
Jahresvergleich sogar um sieben Prozent teurer . Wer beim Telefonieren sparen
möchte , findet auf heise online alle Informationen rund um die aktuellen
deutschen Telefontarife . Unser Tarifrechner TTarif ermittelt binnen Sekunden
die jeweils günstigsten Anbieter für alle nationalen und internationalen
Gespräche und berücksichtigt dabei auch Verluste durch Taktüberhänge , die
zwangsläufig entstehen , wenn nicht sekundengenau abgerechnet wird . Und falls
der billigste Anbieter besetzt sein sollte , was leider oft vorkommt , finden
Sie in der übersichtlichen Tabelle bequem eine Ausweichmöglichkeit .
Siemens-Bauelemente als " Epcos " an die Börse Der Elektrokonzern Siemens bringt
sein Geschäft mit Elektronik-Bauelementen unter dem Namen Epcos an die Börse .
Dazu solle das derzeitige Gemeinschaftsunternehmen Siemens Matsushita Components
GmbH in die neue Epcos AG mit Sitz in München umgewandelt werden , teilte die
Siemens AG mit . Das Joint Venture bildete bisher den Kern des Siemens-Bereichs
Röhren und passive Bauelemente . Siemens will sich insgesamt von Konzernteilen
mit 17 Milliarden Umsatz und 60000 Beschäftigten trennen , darunter sind neben
den passiven Bauelementen und den elektromechanischen Komponenten auch die
Halbleiter . Epcos ( Electronic Parts and Components ) soll im vierten Quartal
1999 oder Anfang 2000 zeitgleich in den USA und in Deutschland an die Börse
gehen . Beim Börsengang wollen Siemens und die japanische Matsushita Electric
Industrial Co Ltd , die bisher mit je 50 Prozent an dem Joint Venture beteiligt
waren , ihren Anteil auf jeweils bis zu 12,5 Prozent plus eine Aktie reduzieren
. Der Halbleiter-Bereich von Siemens wurde bereits zum 1. April als Infineon
Technologies AG ausgegliedert . Er soll ebenfalls im letzten Quartal 1999 oder
Anfang 2000 an die Börse gebracht werden . Internet-Sucht wird psychologisch
erforscht Berliner Psychologen wollen mögliche Erscheinungsformen einer
Internetsucht untersuchen . Dazu werden möglichst viele auskunftsfreudige
Netz-Nutzer gesucht , die sich an der Online-Studie beteiligen möchten . " Wir
sind sehr gespannt , inwieweit die Internetnutzung zu Streß führt und ob sich
die klassischen Suchtmerkmale auch auf den Bereich des Surfens übertragen lassen
" , sagte Projektleiter Prof. Matthias Jerusalem am Lehrstuhl für Pädagogische
Psychologie und Gesundheitspsychologie der Humboldt-Uni . " Möglicherweise
müssen wir in Zukunft mit einer neuen gesundheitspsychologisch relevanten
Problem rechnen . " Unbemannter Segler überquert Atlantik Nach monatelanger
Vorbereitung ist der erste vollständig computergesteuerte Trimaran zur ersten
unbemannten Etappe einer Atlantiküberquerung gestartet . Wie die Fachhochschule
Furtwangen mitteilte , startete der Dreirumpf-Segler am Dienstag abend von einer
Bucht im nordwestspanischen Bayona aus . Die ersten 20 Meilen jedoch wird der
Segler noch von einem Mann auf offene See hinausgeführt , der danach an Bord des
Begleitschiffes " Moby Dick " geht . Von dort soll der Trimaran zurück über
Irland nach Wilhelmshaven segeln . Ursprünglich war eine ganze Weltumseglung
geplant , die jedoch an den Klippen des Seerechts scheiterte . Da das Seerecht
keine unbemannten Schiffe zuläßt , mußte zur " RelationShip " ein Begleitschiff
beschafft werden , was die Kosten hochtrieb . So schrumpfte die Weltumsegelung
zur Route über den Atlantik mit Begleitung . Damit Internet-Surfer die Reise
mitverfolgen können , sind zwei Videokameras an Bord installiert . In Furtwangen
liegt auch die Leitstelle für die Satelliten-überwachte unbemannte Weltumseglung
. Bundesrechnungshof nimmt sich die Expo vor Das 2,4-Milliarden-Mark-Desaster
der Expo-Gesellschaft wird zum Thema für den Bundesrechnungshof . Es gebe zwar
noch keinen Beschluss des zuständigen Bundestagsausschusses , eine solche
Prüfung der Weltausstellung zu beantragen , jedoch sei sie vom Rechnungshof
ohnehin vorgesehen , sagte die Präsidentin der Behörde , Hedda von Wedel , am
Mittwoch in Bonn . Expo-Sprecher Andreas Lampersbach sagte in Hannover :
Präsidentin von Wedel sagte , mit raschen Ergebnissen sei aber nicht zu rechnen
. Denn es müsse eine umfassende Prüfung sein , bei der auch die Folgekosten und
Nachnutzung der Ende Oktober zu Ende gehenden Weltausstellung einbezogen würden
. Die Expo-Gesellschaft hatte zuvor zugegeben , dass sie mit einem Verlust in
dieser Höhe rechne . " Unriechbare Duftstoffe " sollen Raubkopien entlarven
Musik-CDs und Designermode sollen demnächst mit Duftstoffen bespritzt werden ,
die sie von Piratenware unterscheiden . Die Bundesdruckerei Berlin entwickelt
einen für menschliche Nasen nicht unbedingt zu riechenden Duftstoff , der in
naher Zukunft zur Bekämpfung der Produkt- und Markenpiraterie eingesetzt werden
soll . Wie die Druckerei am Mittwoch mitteilte , kann eine von der US-Firma
Cyrano Sciences entwickelte " elektronische Nase " den Duft erkennen . Ware ,
die nicht mit dem Stoff imprägniert ist , könne damit als Fälschung entlarvt
werden , erläuterte die Druckerei-Sprecherin Anja Tomic . Das gasförmige
Sicherheitsmerkmal könne variiert und an die Wünsche von Herstellern angepasst
werden , sagte Tomic . Der Duft soll " sehr lange " halten - wie lange , könne
sie nicht genau sagen . Die Bundesdruckerei und die in Pasadena beheimatete
Cyrano Sciences Inc. wollen Details der Neuentwicklung nächsten Mittwoch in
Berlin vorstellen . Nach einer Testphase im Herbst soll der Sicherheitsschutz im
nächsten Jahr auf den Markt kommen . Kauft Apple Be ? In USA kursieren Gerüchte
über eine mögliche Übernahme der kalifornischen Firma Be durch Apple Computer .
Sie gehen zurück auf einen Bericht des Wall Street Journal , das unter Berufung
auf einen Insider über Vorgespräche zwischen den beiden Firmen berichtet hatte .
Das Magazin MacWeek holte daraufhin flugs ein Dementi bei Be-Gründer Jean-Louis
Gassee ein , während Apple die Gerüchte gar nicht kommentieren wollte . Gassee
war bis 1990 Chef der Apple-Forschungsabteilung . Danach gründete er die Firma
Be und entwickelte mit einer kleinen Mannschaft ein neues Betriebssystem , das
BeOS , und einen Rechner auf PowerPC-Basis , die BeBox ( siehe c't 12/95 ) .
Beide fanden seit der Vorstellung im Herbst 1995 eine Menge Aufmerksamkeit und
Anerkennung . Auf der MacWorld Expo in Boston zeigte Be sein Betriebssystem auf
einem Macintosh-Clone von Power Computing . Es hat eine moderne
Mikrokernel-Architektur , bietet echtes preemptives Multitasking und unterstützt
Mehrprozessor-Betrieb - Eigenschaften , die Apple-Kunden sich von einem
künftigen MacOS wünschen . Während MacOS 8 alias Copland immer länger auf sich
warten läßt , will Be bereits im Januar das BeOS als Alternative für
fortgeschrittene Mac-Anwender anbieten . Jetzt darf spekuliert werden , ob Apple
vielleicht den PPC-nativen Kernel des BeOS zur Grundlage von MacOS 8 machen
möchte . Auch käme ein sanfter Übergang , wie Apple ihn am liebsten vollziehen
würde , zu dem völlig neuen OS nicht in Frage ; alle Applikationen müßten von
Grund auf neu geschrieben oder portiert werden . Dennoch : Freaks und Fachleute
wären von einem so konsequenten Schritt begeistert - ist BeOS doch bereits jetzt
moderner als Copland es dereinst werden soll . Microsoft will Tablett-Rechner
bauen Ein Entwickler-Team von Microsoft arbeitet derzeit an einem
Tablett-Computer . Eine Tastatur ist nicht vorgesehen . Der Beschreibung nach
ähnelt das Microsoft-Konzept dem des Webpad von Cyrix ( c't 7/99 , S. 46 ) ,
aber auch dem früherer Stift-Computer wie Apple Newton und AT&T Eo . Die Zeitung
zitiert Dick Brass , Microsoft-Vizepräsident für neue Technologien , mit der
Aussage , das Projekt sei eine Herausforderung für Microsoft , zumal ähnliche
Anstrengungen anderer Firmen fehlgeschlagen seien . Mit Butler Lampson and Chuck
Thacker gehören zwei in Fachkreisen respektierte Veteranen aus dem legendären
Xerox PARC ( Palo Alto Research Center ) dem Team an . Sie hatten dort schon
1971 am Konzept des " Dynabook " mitgearbeitet , einer Art Informations-Terminal
, das portabel und drahtlos vernetzt sein sollte . Der wöchentliche Report auf
heise online über neue Treiber und BIOS-Versionen : Windows-2000-Treiber für
Ali-Southbridges , BIOS-Updates von Asus und DFI , Windows-Treiber für den
Voodoo 4/5 und ein paar Treiber von Elsa . Ali : Asus : DFI : 3dfx : Elsa : Neu
gerechnet : Höherer Gewinn bei der Telekom Die Deutsche Telekom hat ihren
Konzernüberschuss für das erste Halbjahr 2000 auf Grundlage der US-Regeln für
die Rechnungslegung neu berechnet . Nach den deutschen
Rechnungslegungsgrundsätzen im Handelsgesetzbuch ändere sich nichts . Die
Maßgaben der US-Börsenaufsichtsbehörde für die amerikanische Rechnungslegung
GAAP sähen vor , dass die Aktientransaktionen vor dem T-Online-Börsengang
ebenfalls als Erträge zu berücksichtigen seien . Die Telekom hatte Beteiligungen
unter anderem bei der Direktbank comdirect mit T-Online-Aktien finanziert und
dies in der Bilanz nur als Erhöhung des Eigenkapitals ausgewiesen . Neuer
Mobilfunkriese in den USA Die beiden großen amerikanischen
Regionaltelefongesellschaften SBC Communications Inc. und BellSouth Corporation
haben am Freitag von Washington grünes Licht für die Bildung der zweitgrößten
amerikanischen Mobilfunkfirma erhalten . Durch die Zusammenlegung werde der
Wettbewerb im amerikanischen Telefonmarkt nicht beeinträchtigt , betonte die FCC
. Die beiden Firmen könnten ein Mobilfunknetz bilden , das mit anderen auf
nationaler Basis operierender Firmen konkurrieren könne , erklärte die Behörde .
Die neue Mobilfunkgesellschaft hat noch keinen endgültigen Namen .
US-Branchenführer ist die Verizon Wireless , ein Joint-Venture der
US-Telekomgesellschaft Verizon Communications und der britischen Vodafone
AirTouch Plc . Die neue Gemeinschaftsfirma der SBC und der BellSouth wird die
AT&T-Gruppe im Mobilfunkbereich auf Platz drei verdrängen . Polizeipräsidenten
setzen auf Internet-Überwachung Die durch die Terroranschläge in den USA
sichtbar gewordene Bedrohung der Gesellschaft macht nach Auffassung der
baden-württembergischen Polizeiführung völlig neue Aufklärungsmethoden
erforderlich . Landespolizeipräsident Erwin Hetger sagte in einem dpa-Gespräch :
" Die Überwachung des Internets und des E-Mail-Verkehrs muss erheblich verstärkt
werden . " Der Präsident des Landeskriminalamtes ( LKA ) , Franz-Hellmut
Schürholz , erklärte : " Im Unterschied zu anderen Gefährdungslagen ist jetzt
die verdeckte Erkenntnisgewinnung das A und O . " Eine bessere Überwachung der
Informations- und Kommunikationswege ist nach Aussage von Hetger und Schürholz
deshalb besonders wichtig , weil es fast unmöglich sei , Informanten in die
Szene der gewaltbereiten Islamisten und fundamentalistischen Gruppierungen
einzuschleusen . " Wir brauchen aber eine möglichst personenscharfe Übersicht
über potenzielle Gewalttäter in diesem Bereich " , betonte Hetger . Deshalb
müssten auch die verdeckt arbeitenden Sondereinheiten mit dem neuesten Stand der
Technik ausgestattet werden . " Wir setzen nicht auf einen unglaublichen
Stellenzuwachs bei der Polizei , sondern auf Qualität und eine Technik , die es
uns erlaubt , punktuell vorzugehen " , fügte der Landespolizeipräsident hinzu .
Zwar sei die allgemeine technische Ausstattung der Polizei im Land hervorragend
, in einzelnen Bereichen seien aber auf Grund der neuen Bedrohungslage noch
Verbesserungen notwendig . Phenomedia bläst wieder zur Moorhuhnjagd In zwei
Wochen beginnt die nächste Jagdsaison für das virtuelle Federvieh .
"Moorhuhn"-Hersteller Phenomedia AG hat angedroht , voraussichtlich am 15.
Oktober die dritte Version des beliebten Computer-Spiels zum Herunterladen
bereitzustellen . Genau wie seine Vorgänger soll " Moorhuhn 3 " kostenlos sein .
Neben den bekannten " Tieren " warten neue Figuren auf die Fans , darunter "
Lesshühner " , die allerdings unter Artenschutz stünden : Wer sie abschießt ,
verliert Punkte . Zudem könnten strategisch geschickte Spieler ihre Punktezahl
erheblich verbessern , wenn sie nach bestimmten Regelmäßigkeiten im Spiel suchen
, so Phenomedia . Bill Gates bleibt König der Reichen Mit Microsoft-CEO Steve
Ballmer ( 15 Mrd. Dollar ) schaffte es noch ein Protagonist des
Computer-Business unter die ersten Zehn . Versandhändler Michael Dell ( 9,8 Mrd.
Dollar ) muss sich mit einem bescheidenen 15. Rang begnügen . WestLB will
angeblich Netz der British Telecom kaufen Die Bank wolle ein " k.o.-Angebot "
machen , das BT-Chef Sir Christopher Bland zu ernsthaften Verhandlungen zwinge .
Das Angebot werde gemacht , sobald BT seine Mobilfunksparte verkauft habe ,
berichtete die britische Sonntagszeitung unter Berufung auf Banker in der
Londoner City . BT-Finanzchef Philip Hampton soll der Bank bereits signalisiert
haben , dass das Unternehmen dann offen für Gespräche sei . Siemens-Forum zeigt
Multimedia-Installationen Das neue Siemens-Forum in München startet an diesem
Freitag mit einer Schau preisgekrönter Multimedia-Installationen für das breite
Publikum . In der Eröffnungsausstellung sind ausgewählte Werke des " Prix Ars
Electronica 1999 " zu sehen , der als weltweit renommiertester und
höchstdotierter Wettbewerb für digitale Medien gilt . Die Arbeiten von Künstlern
, Wissenschaftlern und Entwicklern , die bis Anfang nächsten Jahres zu sehen
sind , sollen den aktuellen Stand der digitalen Mediengestaltung dokumentieren .
Das Forum ist aus einem alten denkmalgeschützten Gebäude in der Münchner
Innenstadt vor kurzem in den nahe gelegenen Neubau der Konzernzentrale umgezogen
. Nur Mobiltelefonieren wurde noch billiger Im Vergleich zum Vorjahr wurde das
Mobiltelefonieren um 20,9 Prozent preisgünstiger . Die Preise der von privaten
Haushalten im September in Anspruch genommenen Telefondienstleistungen lagen im
Festnetz um 11,4 Prozent niedriger als im September 1998 . Ortsgespräche waren
dagegen im Vorjahresvergleich um 7,4 Prozent teurer . Anschluss- und
Grundgebühren lagen auf dem Niveau des Vorjahres . Studie : " Webaholics " lügen
und sind aggressiv Eine neuerliche amerikanische Studie bekräftigt das
Suchtpotential des Internet . " Webaholics " belügen demnach ihre Familie , um
zu verbergen , wie viel Zeit sie vor dem Computer verbringen . Sie werden
zunehmend aggressiv , schlafen zu wenig und lassen sich auch durch
Rückenschmerzen durch das ständige Sitzen nicht zum Abschalten bewegen . So
steht es in der Studie der Universität Pittsburgh , die am heutigen Donnerstag
in der Fachzeitschrift " Student British Medical Journal " veröffentlicht wurde
. Internet Addiction Disorder ( IAD ) , wie die psychische Störung jetzt
offiziell heißt , kann demnach in verschiedenen Formen auftreten : als Sucht
nach Pornosites , nach Online-Shopping , nach Gewinnspielen oder Online-Spielen
. Außerdem gebe es Süchtige , die ungezählte Cyber-Beziehungen unterhielten und
deshalb ständig E-Mails beantworten müssten . Auch die Suche nach Informationen
auf Websites und in Datenbanken könne süchtig machen . Dabei gehe es meist nicht
um den stereotypen jungen Computerfreak , sondern um Männer zwischen 40 und 60
Jahren . Sie fliehen nach Youngs Erkenntnissen vor Berufsstress , plötzlicher
Arbeitslosigkeit oder Beziehungskummer . Wenn die Sucht einmal erkannt sei ,
könnten Psychologen meist helfen . Young bietet auch Online-Beratungsstunden an
, da die Hemmschwelle dafür niedriger sei und die Süchtigen anonym blieben .
Brüssel segnet die Siemens-Fujitsu-Ehe ab Die EU-Kommission will die globale
Computer-Allianz zwischen Siemens und dem japanischen Fujitsu-Konzern billigen .
Es müsse aber mit Auflagen gerechnet werden , war am Donnerstag aus
Kommissionskreisen in Brüssel zu erfahren . Die über den fairen Wettbewerb in
der Gemeinschaft wachende Kommission wird voraussichtlich am Freitag ihre
Entscheidung mit näheren Details bekannt geben . Das grüne Licht der
europäischen Wettbewerbshüter würde dann pünktlich zum offiziellen Start der
Konzern-Zusammenarbeit am 1. Oktober kommen . Die Unternehmen hatten ihr
Vorhaben Ende August in Brüssel angemeldet . Siemens und Fujitsu wollen nach
eigenen Angaben zusammen in die Weltspitze der drei größten Hersteller von PCs
und Großrechnern aufsteigen . Die Computer-Ehe war im Juni verabredet worden und
Mitte August endgültig besiegelt worden . Talkline beantragt Bestrafung von AOL
Die Talkline GmbH hat beim Landgericht Hamburg einen Antrag auf Bestrafung des
Online-Dienstes AOL gestellt , der ungeachtet einstweiliger Verfügungen der
Landgerichte Hamburg und Köln weiter mit dem Slogan " Internet zum Festpreis "
geworben hat . Unterdessen hat der Service-Provider Addcom nach eigenen Angaben
ebenfalls eine einstweilige Verfügung gegen eine AOL-Werbeaussage erwirkt . Wie
Addcom mitteilte , sieht das Landgericht München I die Formulierung "
50-Stunden-Gratistest " als irreführend an . Der Online-Dienst erwähne nicht ,
daß die tatsächliche Ersparnis nur 9,90 Mark betrage und ab 1. Oktober für die
50 Gratisstunden Verbindungsgebühren in Höhe von 117 Mark sowie eine
Einwahlgebühr von 6 Pfennig pro Verbindungsaufbau anfallen . Keine Einigung über
Call-by-Call-Inkasso Im Streit zwischen der Deutschen Telekom und ihren
Konkurrenten um die Rechnungsstellung zeichnet kein Ende ab . Die Wettbewerber
seien bereit , die Kosten für das Inkasso der Telekom anteilig zu übernehmen ,
sagte der Geschäftsführer des Verbandes der Anbieter von Telekommunikations- und
Mehrwertdiensten ( VATM ) , Jürgen Grützner , in einem Gespräch mit der
Deutschen Presse-Agentur . " Die Telekom muss allerdings erst ihre Zahlen auf
den Tisch legen " , forderte er . Dann werde man sehen , ob das
Call-by-Call-Gespräch noch eine Chance habe . Durch die Weigerung des
Telefonkonzerns , die Kosten für das Inkasso zu belegen , sei eine weitere
Eskalationsstufe erreicht , betonte Grützner . Vor einigen Tagen hatte der
Bonner Telefonriese angekündigt , das Inkasso für die Wettbewerber ab April
kommenden Jahres völlig einzustellen . Nach den Plänen sollen die Telefonkunden
zwar weiterhin nur eine Rechnung bekommen , aber Beträge für Gespräche , die
über die neuen Anbieter geführt wurden , selber überweisen . Telekom-Chef Ron
Sommer begründete diesen Schritt unter anderem mit den hohen Kosten . Der
Präsident der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post , Klaus-Dieter
Scheurle , erklärte dagegen , der Konzern könne sich nicht so einfach aus dem
Inkasso zurückziehen . Ein Kunde habe ein Recht auf nur eine Telefonrechnung .
Gleichzeitig sei die Telekom verpflichtet , das Geld an die Wettbewerber
weiterzuleiten . Auf den Wunsch des Unternehmens nach getrennten Überweisungen
müsse sich der Kunde nicht einlassen . Grützner begrüßte die Klarstellung der
Regulierungsbehörde . Der VATM sei bereit , mit der Telekom über alles zu reden
, wenn diese ihre Daten offen lege . Hierzu gehöre auch die Einrichtung eines
Inkassobüros . Voraussetzung sei allerdings , dass das Unternehmen die
Kundensätze herausrücke . Dazu sei die Telekom bislang aber nicht bereit gewesen
. Für das Inkasso verlangt die Telekom von ihren Wettbewerbern gegenwärtig 4,5
Prozent vom Umsatz und 0,7 Pfennig pro Rechnungszeile . Angesichts eines
automatisierten Verfahrens , mit dem die Daten auf die Rechnungen geschrieben
würden , sei das bereits ein " aberwitzig hoher Preis " . Akamai startet wie
eine Rakete an der Börse Die US-Firma Akamai hat am Freitag eine der größten
Börseneinführungen der Geschichte erlebt . Die Aktien des jungen Unternehmens ,
das mit Web-Caching und einem weltweiten Server-Netz die Infrastruktur des
Internet verbessern will , schlossen an ihrem ersten Handelstag an der Nasdaq
mit einem Kurs von 145,19 Dollar - mehr als das Fünffache des Ausgabepreises von
26 Dollar . Der raketengleiche Börsenstart machte die beiden Unternehmensgründer
Thomas Leighton , beurlaubter Professor am berühmten Massachusetts Institute of
Technology ( MIT ) , und Daniel Lewin , Doktorand , mit einem Schlag zu
Milliardären . Ironischerweise hat Akamai damit sogar einen seiner ersten
Großinvestoren und wichtigsten Kunden überflügelt : Dennoch dürfte Apple mit
seiner Investition sehr zufrieden sein : Nach Apple haben sich auch Cisco und
Microsoft an Akamai beteiligt . Auch der Computerhändler Bemi lockt jetzt mit
einem " PC für eine Mark " - die wirklichen Kosten verstecken sich natürlich
auch bei diesem Angebot in Verbindlichkeiten rund um das Schnäppchen . Der Kunde
bekommt den Celeron 433-PC mit 64 MByte RAM , ISDN-Karte und 6,8-GByte-Platte
nur dann für eine Mark , wenn er gleichzeitig etliche Verträge abschließt ;
sonst kostet das Gerät ohne Monitor 1299 Mark . So bringt etwa der Abschluss
eines ISDN-Vertrages über Bemi 120 Mark Prämie , ein Preselection-Vertrag für
Ferngespräche bei Tele2 schlägt mit 180 Mark zu Buche . Des weiteren kann der
Kunde mit einem Bemi-Servicekontrakt , einem Stromabnahmevertrag und Abonnements
für Focus , Tomorrow und TV Spielfilm den Preis weiter drücken . Den fehlenden
Rest von 154 Mark gibt die Citybank dazu , wenn die Finanzierung über die Bank
läuft und wirklich alle Verträge abgeschlossen werden . In der Summe belaufen
sich dann die Grundkosten für die diversen Verträge auf stolze 2855,84 Mark ,
die auch sonst fälligen Grundgebühren für den Stromlieferanten und die
Telekommunikationsanbieter nicht eingerechnet . Den Preis für einen Monitor muss
man ebenso wie bei dem " Eine-Mark-PC " von IPC Archtec noch hinzurechnen .
Microsoft-Prozess noch lange nicht zu Ende Ein Ende des Kartellrechtsprozesses
gegen den Softwareriesen Microsoft in den USA ist nicht abzusehen . Der Prozess
werde in die nächste Runde gehen : Roy sprach sich gleichzeitig für mehr
Zurückhaltung bei Microsoft aus . Gestern hatten Beobachter in den USA damit
gerechnet , dass Richter Thomas Penfield Jackson die so genannte
finding-of-facts-Phase des Verfahrens abschließen würde . Doch der Richter , der
vor kurzem die Zwischenbewertung für " einen Freitag " angekündigt hatte , ließ
die Journalisten vergeblich warten . Nun richtet sich die Aufmerksamkeit auf den
5. November . In dem Prozess klagen seit einem Jahr die US-Regierung und 19
einzelne Staaten vor dem Bundesbezirksgericht in Washington gegen Microsoft .
Das Unternehmen soll seine marktbeherrschende Stellung bei Betriebssystemen dazu
missbraucht haben , auf anderen Märkten Konkurrenten wie Netscape zu verdrängen
. Das Urteil wird Anfang des Jahres erwartet . Telefonkosten : minus 11,4
Prozent im November Die Telefonkosten in Deutschland sind mit Ausnahme der
Ortsgespräche weiter rückläufig . Die Verbraucher telefonierten im November im
Durchschnitt 11,4 Prozent billiger als im gleichen Monat des Vorjahres ,
berichtete das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag . Die Preise für
Inlandsferngespräche im Festnetz sanken binnen Jahresfrist um 43,3 Prozent . Für
Auslandsgespräche mussten die Verbraucher im Festnetz 20,5 Prozent weniger
bezahlen . Dagegen stiegen die Preise für Ortsgespräche um 7,4 Prozent . Als
Ursache nannten die Statistiker ein neues Tarifsystem für Karten- und
Münztelefone , das im März eingeführt wurde . Fujitsu Siemens verdoppelt
Produktion in Sömmerda Das neu formierte Gemeinschaftsunternehmen Fujitsu
Siemens Computers will seine Kapazitäten im thüringischen Sömmerda weiter
hochfahren . In dem 1993 eröffneten Werk würden künftig in Spitzenzeiten bis zu
1.200 Mitarbeiter beschäftigt . Derzeit sind es je nach Auftragslage bis zu 800
. Gefeiert wurde am Dienstag der millionste Computer in diesem Jahr . Weitere
100.000 sollen voraussichtlich im Dezember montiert werden . Falsche Pentiums
auch in USA entdeckt Daß auf dem dortigen Markt ebenfalls gefälschte Chips
kursieren , blieb der Öffentlichkeit bisher verborgen . Außerdem kam die
Nachricht aus Europa ausgerechnet zum " Thanksgiving Day " in die schwach
besetzten Redaktionen und wurde deshalb allenfalls als Kurzmeldung gedruckt .
Mit einer Ausnahme : " San Jose Mercury News " , die große Tageszeitung des
Silicon Valley , hat das Thema aufgegriffen und eigene umfangreiche Recherchen
angestellt . Dabei kam unter anderem ans Licht , so die Zeitung , daß der in
Südkalifornien ansässige PC-Versender Comtrade übertaktete Pentium-Prozessoren
eingebaut hatte . Die American Electronics Association habe bei dem
Forschungsinstitut Rand Corporation eine zweijährige Studie über Chip-Diebstahl
und -Betrug in Auftrag gegeben . Die Bestrafung sei vergleichsweise leicht . Die
Zeitung zitiert einen ehemaligen Intel-Sicherheitsbeauftragten mit der Aussage ,
" die Hersteller geben nicht mehr aus als sie müssen , vor allem , wenn man
ihnen das Ausmaß und die Gefahr nicht demonstrieren kann " . Die Firmenleitungen
würden aber reagieren müssen , wenn sie sähen , wie erschreckend hoch die Zahlen
tatsächlich seien . Teles verschiebt Verkauf von Strato Das Berliner
Telekommunikationsunternehmen Teles verschiebt wegen der Steuerreform den noch
für dieses Jahr geplanten Teilverkauf seiner Internet-Tochter Strato und deren
späteren Börsengang . Durch die auf 2001 verschobene Veräußerung reduzieren sich
die ursprünglich für 1999 und 2000 geplanten Gewinne , die für 2001 erhöhen sich
dagegen , teilte die Teles AG am Donnerstag in Berlin mit . Das börsennotierte
Unternehmen begründete den Schritt mit der von der Bundesregierung angekündigten
Steuerbefreiung bei Firmenverkäufen . Zu Gunsten einer Verdoppelung des
Strato-Veräußerungserlöses werde das Vorhaben auf das Jahr 2001 verschoben . Die
Verhandlungen mit einem renommierten US-Unternehmen über den Verkauf von
Strato-Anteilen und die Vertriebspartnerschaft beim satellitengestützten
Internet-Dienst " skyDSL " gingen unverändert weiter . Ursprünglich war Mitte
2000 ein Börsengang der Strato AG geplant . Strato ist nach eigenen Angaben in
Europa Marktführer bei der Verwaltung von Internet-Domains . In letzter Zeit
machte die Firma mehrfach mit technischen und Support-Problemen von sich reden .
EBay-Auktion : Einen Mindestpreis gibt es nicht EBay.de will Anbietern auch
künftig nicht gestatten , für eine Web-Auktion einen über dem Startpreis
liegenden Mindestpreis für den Zuschlag festzusetzen . Auf Nachfrage von c't
sagte Firmensprecher Malte Feller , der entsprechende Passus in der
EBay-Anleitung für Verkäufer sei missverständlich und werde umgehend geändert .
" Einen solchen Mindestpreis wird es bei uns auch dann nicht geben , wenn wir
irgendwann auf die Technik von EBay.com umsteigen " , versicherte Feller . Das
US-amerikanische Mutterhaus des deutschen Web-Auktionators erlaubt es den
Anbietern ausdrücklich , unabhängig vom zumeist sehr niedrigen Startpreis einen
so genannten " reserved price " zu bestimmen , der zur Erteilung des Zuschlags
mindestens geboten werden muss . Auch bei vielen anderen Web-Auktionen ist
dieses Verfahren üblich . EBay.de hatte am Wochenende angekündigt , vom 5.
Februar an eine Gebühr zwischen 0,25 und 1 DM für jedes Angebot erheben zu
wollen . Die Höhe hängt vom Startpreis ab und wird bei Verlängerung einer
Auktion erneut fällig . Bei etlichen EBay-Kunden stößt die Neuregelung auf
massive Kritik : Die Gebühr werde kurzfristig zum Rückzug einiger Anbieter
niedrigpreisiger Waren führen , doch die Bereinigung des Auktionsangebots sei
erwünscht . T-Online-Hack in ARD-Plusminus Das ARD-Wirtschaftsmagazin Plusminus
berichtet am heutigen Dienstag , 31. März , ausführlich über den spektakulären
Hackerangriff zweier 16jähriger Schüler gegen den größten deutschen Onlinedienst
T-Online . Die Jugendlichen hatten sich mit Hilfe eines Programms , das als
Trojanisches Pferd fungierte , in den Besitz der Zugangsdaten von über 600
T-Online-Kunden gebracht . Mit geringem Aufwand und ohne fortgeschrittene
Programmierkenntnisse gelang es ihnen , die Zugangskennungen und Paßwörter zu
entschlüsseln . Die beiden jungen Hacker wollten auf diese Weise die
prinzipielle Unsicherheit von T-Online unter Beweis stellen . Sie deckten ihren
Coup nach knapp drei Monaten gegenüber Plusminus und c't auf . Plusminus wird um
21.30 Uhr im Ersten Fernsehprogramm ausgestrahlt . c't berichtet ausführlich in
der aktuellen Ausgabe 7/98 . AgV verlangt Schutz der Online-Kunden Nach der
spektakulären Hacker-Attacke auf T-Online forderte die Arbeitsgemeinschaft der
Verbraucherverbände ( AgV ) heute in Bonn eine gesetzliche Regelung zum Schutz
der Kunden von Online-Diensten . Die Beweislast müsse eindeutig zugunsten des
Kunden geregelt werden . Die bisherige Rechtsprechung war zumeist von einem "
Anscheinsbeweis " ausgegangen , wonach die Systeme so gut gesichert seien , daß
ein Mißbrauch durch Dritte praktisch ausgeschlossen sei . Die Aktion zweier
16jähriger Schüler , die sich in den Besitz von mehr als 600
Zugangsberechtigungen von T-Online-Kunden gebracht hatten , beweist jedoch ganz
klar das Gegenteil : Die beiden Hacker hätten auf Kosten der Betroffenen
Leistungen im Wert von jeweils mindestens 600 DM in Anspruch nehmen können -
insgesamt von mehr als 360.000 DM . Dieses Risiko müsse in Zukunft von den
Anbietern getragen werden , verlangen die Verbraucherschützer . Die Anwender
hätten keinen Einfluß auf die bereitgestellte Software und könnten mögliche
Gefahren in der Regel nicht erkennen . Es sei eine gesetzliche Regelung
erforderlich , um die nicht hinnehmbare Rechtsunsicherheit zu beenden . T-Online
hat unterdessen ein Update des Dekoders fertiggestellt , das nach einem internen
Test noch diese Woche bereitgestellt werden soll . Es soll die Entschlüsselung
der Nutzerdaten erschweren . Das grundsätzliche Sicherheitsproblem der
Empfindlichkeit von PCs gegen den Angriff mit einem " Trojanischen Pferd " , das
heimlich Daten übermittelt , ist damit jedoch nicht zu lösen . AOL und Sun
konkretisieren ihre Allianz Die E-Commerce Allianz unter Leitung von Mark
Tolliver soll im Zuge des Portal Computing die vorhandenen Backoffice-Produkte
von Sun und Netscape zusammenführen . Unter anderem werden bis Anfang nächsten
Jahres Netscapes Application Server mit Suns NetDynamics zu einen gemeinsamen
Application Server verschmelzen . AOL übernimmt in der Allianz vor allem die
Rolle der universellen Schnittstelle zum Online Kunden . Ob die Allianz für die
Mitarbeiter von Sun und AOL/Netscape die Gefahr neuer Entlassungen bringt , ist
noch nicht absehbar . Windows 2000 Beta Ende April Als " voll im Zeitplan "
schätzt Microsoft selbst die Windows-2000-Entwicklung ein . Diese Version wird
zwar alle Features enthalten , aber es können sich noch kosmetische Änderungen
ergeben . Microsoft will die Beta 3 für rund 100 DM auch in Deutschland
verkaufen . Die Herausgabe weiterer Testversionen wird nicht ausgeschlossen .
Ein Datum , wann mit dem endgültigen Code zu rechnen ist , gibt es indes immer
noch nicht . Microsoft macht den Termin weiterhin von den Rückmeldungen der
Tester abhängig . Bei einem technischen Briefing in der Redmonder Zentrale wurde
lediglich eine grobe Einschätzung genannt , wonach Windows 2000 jedenfalls noch
1999 auf den Markt kommen soll . Ab morgen billiger telefonieren Die Preise für
Telefongespräche purzeln munter weiter . Zum 1. April ändern eine ganze Reihe
von Anbietern ihre Tarife . Auch wenn die Margen sich verkleinert haben ,
scheint insgesamt doch immer noch reichlich Spielraum für Preissenkungen
vorhanden zu sein . TelDaFax und o.tel.o verlangen tagsüber für innerdeutsche
Verbindungen nur noch 15 Pfennige pro Minute . Beliebtes Schlachtfeld im Kampf
um die Preisführerschaft sind außerdem die Auslandstarife , speziell die Preise
für Gespräche in europäische Länder . Während die Telekom noch über der für den
1. Juni vorgesehene Tarifsenkung für Auslandsgespräche brütet , zahlt man bei
einigen Telefongesellschaften mittlerweile nur noch zwischen 25 und 30 Pfennige
für eine Gesprächsminute ins europäische Ausland . Die Minutenpreise für
Verbindungen auch in die exotischsten Gegenden schlagen etwa bei TelDaFax nur
noch mit höchstens 1,49 DM zu Buche . Mancher Anbieter verändert die
Entfernungszonen . So führt Arcor überraschenderweise die vor kurzem
abgeschaffte Regio50-Zone wieder ein . Eine komplette Übersicht finden Sie in
unserem Tarifrechner ttarif . Schwarzes Jahr für Chiphersteller 1998 wird als
schwarzes Jahr in die Geschichte der Halbleiterindustrie eingehen . Das
Marktforschungsunternehmen Dataquest legte jetzt seinen Abschlußbericht für den
Halbleitermarkt 1998 vor . Danach verzeichneten die Unternehmen im vergangenen
Jahr die deutlichsten Umsatzrückgänge seit 1985 : Damit schrumpfte der Markt um
8,4 Prozent . Als Grund nennt Dataquest den allgemeinen Preisverfall . Der
anhaltende Trend zu niedrigeren Preisen für DRAMs habe auch andere Bereiche
mitgezogen . Dabei konnte die Pentium-Company weiterhin Umsatzsteigerungen
verzeichnen , der Gewinn ging allerdings 1998 um 13 Prozent zurück . Anders
ausgedrückt : Auch Intel kann nicht mehr jeden beliebigen Preis verlangen .
Telekom dementiert angebliche Bilanzfälschung Die Deutsche Telekom hat einen
Vorwurf der " Telebörse " zurückgewiesen , sie habe ihre Bilanz mit der falschen
Bewertung von Immobilien um Milliardenbeträge aufgebläht . Es würden altbekannte
Tatsachen aufgewärmt und in der Öffentlichkeit diskutiert , sagte
Telekom-Sprecher Ulrich Lissek . Sollte die Bilanz falsch oder unvollständig
sein , würden sich der Vorstand , der Aufsichtsrat und die Wirtschaftsprüfer
strafbar machen . Verschiedene Wirtschaftsprüfer und die US-Börsenaufsicht SEC
hätten die Immobilienwerte und die Bilanzen der Telekom eingehend geprüft und
nicht beanstandet . Die Telebörse hat einige Dokumente ins Internet gestellt .
Sie zitiert den wegen seiner Managerkritiken bekannten Wirtschaftsprofessor
Ekkehard Wenger mit den Worten , dass möglicherweise " sämtliche
Jahresabschlüsse der vergangenen Jahre nichtig und absehbare
Schadensersatzforderungen zu befürchten " seien . Intels Merced kommt verspaetet
Prozessorhersteller Intel hat bestätigt , daß sich die Einführung seiner
nächsten Prozessorgeneration um mindestens ein halbes Jahr verzögern wird . Nach
dem bisherigen Zeitplan wurde der " Merced " für Ende 1999 erwartet ; jetzt ist
von Sommer 2000 die Rede . Intel gibt an , die Komplexität des Gesamtprojekts
zur Einführung der 64-Bit-Architektur ( " IA64 " ) sei unterschätzt worden .
Technische Probleme mit dem Chip selbst gebe es aber nicht . Die Verspätung
trifft vor allem Hersteller wie HP , Compaq und Dell , die möglichst bald ihre
Server mit dem neuen Antrieb ausstatten wollten . Für den PC-Massenmarkt dürften
sich aber kaum Auswirkungen ergeben . Als Ablösung der x86-Prozessoren kommt der
teure Merced auf absehbare Zeit ohnehin nicht in Betracht , zumal er den Pentium
nur per Emulation mit vergleichsweise schwacher Leistung nachbildet . Dennoch
reagierte die Börse heftig : Der Kurs der Intel-Aktie sackte im nachbörslichen
Handel auf 70 US-Dollar ( rund 125 DM ) ab . Ferngespräche weiter verbilligt Die
Preise fürs Telefonieren sinken weiter : Im Mai lagen die Verbraucherpreise für
Telefondienstleistungen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vom Montag um
11,4 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor . Im April hatte die
Jahresveränderungsrate minus 11,2 und im März minus 8,9 Prozent betragen . Am
stärksten sanken die Kosten für Ferngespräche im Inland über das Festnetz mit
minus 42,8 Prozent . Auslandsgespräche waren im Mai um 8,1 Prozent billiger als
vor Jahresfrist , während Mobiltelefonierer um 25,3 Prozent weniger zahlen
mußten im Vorjahr . Die Kosten für Ortsgespräche stiegen dagegen um 7,4 Prozent
. Eine umfassende Übersicht der aktuellen Preise im Fernmeldemarkt liefert Ihnen
unser Tarifrechner TTarif . Banken einig : Geldkarte zum Bezahlen im Internet
Zahlungen per Internet können künftig unabhängig vom jeweiligen Kreditinstitut
mit der Geldkarte abgewickelt werden . Die im Zentralen Kreditausschuß
vertretenen Banken und Sparkassen haben sich auf ein einheitliches
Internet-Zahlungsverfahren geeinigt , teilte der Bundesverband deutscher Banken
am Montag in Berlin mit . Etliche Hersteller haben aber bereits Interesse
bekundet . Die elektronischen Geldbörsen des "GeldKarte"-Systems sollen künftig
nicht nur als Bargeldersatz dienen , sondern mit Zusatzfunktionen auch als
elektronischer Fahrschein im Nahverkehr , als Eintrittskarte , Rabattmarkenheft
oder als City-Karte . Für bereits ausgegebene Chipkarten soll es Konzept für ein
Online-Upgrade geben ; damit ließen sich auch weitere Zusatzanwendungen auf die
Karten laden . Bisher war die aufladbare Geldkarte eher ein Flop . Ihr Anteil
als Zahlungsmittel liege im Einzelhandel bei weniger als einem Prozent , hieß es
kürzlich . Die Zahl der aktiven Benutzer ist aber nach Expertenangaben
wesentlich geringer . Die Geldkarten können mit bis zu 400 DM aufgeladen und so
für kleinere Zahlungen benutzt werden . Apple : Keine zweite Ära Steve Jobs
Wenige Tage vor der Macworld Expo in Boston schien für viele Beobachter
festzustehen , daß Apple-Mitbegründer Steve Jobs den Aufsichtsratsvorsitz des
kriselnden Unternehmens übernehmen werde . Damit stand plötzlich wieder ein
Akteur im Rampenlicht , der unlängst noch erklärt hatte , er sei an einem
Führungsposten bei Apple nicht interessiert . Dasselbe versicherte Jobs erneut
in einer heute bekanntgewordenen Email an die Mitarbeiter seiner Firma Pixar . "
Ich kann mir keinen cooleren Platz vorstellen . " Jobs erklärte , der
Apple-Aufsichtsrat habe ihn vor drei Wochen von der bevorstehenden Entlassung
Gil Amelios informiert und ihm die Firmenleitung ( CEO ) angeboten . Er habe das
Angebot ausgeschlagen . Dann sei ihm der Aufsichtsratsvorsitz angeboten worden ,
was er gleichfalls abgelehnt habe . Apple wolle die Neuigkeit am Eröffnungstag
der Macworld bekanntgeben , hieß es . Der Fernsehsender CNBC berichtete unter
Berufung auf gut unterrichtete Kreise , die Ernennung sei bereits unterzeichnet
. Ihm traue man es am ehesten zu , der Marke die dauerhafte Loyalität der
Mac-Fans zu sichern . Als bekannt wurde , daß Jobs anstelle des ursprünglich
vorgesehenen Entwicklungschefs Avie Tevanian die Keynote zum Messeauftakt halten
werde , schlossen viele Beobachter auf die bevorstehende Ernennung . Die Börse
reagierte auf die sich verdichtenden Gerüchte positiv . Allerdings gab es auch
skeptische Stimmen : Diese Befürchtungen sind nun wohl zertreut . Doch
unabhängig davon trauen die meisten Beobachter Jobs zu , auch als temporärer
De-facto-Boß die Geschicke Apples zu wenden : " Ich habe überhaupt keinen
Zweifel an seinem Erfolg , weil es zu viele Leute geben wird , die ihm helfen
wollen . " Sun will Set-Top-Boxen bauen Sun Microsystems will die Firma Diba
Inc. kaufen , einen kalifornischen Hersteller von Set-Top-Boxen für Fernseher ,
die auch Internet-Zugang , Email und Telefonieren ermöglichen . Das Unternehmen
mit seinen 79 Mitarbeitern soll als neue Consumer Electronics Group von Sun
weitergeführt werden . Fernseher zum An-die-Wand-hängen Drei Große der
Consumer-Elektronik haben sich zusammengetan , um die nächste Generation von
Fernsehgeräten hervorzubringen : Sony , Sharp und der holländische
Philips-Konzern planen die gemeinsame Entwicklung von flachen
Plasma-Bildschirmen , die wie ein Bild an die Zimmerwand gehängt werden können .
Ein Sony-Sprecher sagte , die Entwicklungsarbeit werde im Herbst beginnen . Die
zugrundeliegende PALC-Technologie ( Plasma-Adressed Liquid Crystal ) stammt in
Lizenz von Tektronix . Ein anderes Dreier-Konsortium , bestehend aus Fujitsu ,
Matsushita und NEC arbeitet gleichfalls an flachen Plasma-Bildschirmen auf Basis
einer eigenen Technologie . Hausarrest für Falschmeldung im Web ( Update ) Die
Fälschung einer Web-Seite , um einen Aktienkurs zu manipulieren , hat dem Täter
fünf Monate Hausarrest eingetragen . Ein Gericht in den USA verurteilte den Mann
aus North Carolina außerdem dazu , die Verluste von Aktionären in Höhe von über
93.000 US-Dollar zurückzuzahlen , und setzte eine fünfjährige Bewährungszeit
fest . Er hatte im April eine Web-Seite im Look der angesehenen
Nachrichtenagentur Bloomberg aufgesetzt und darauf die Falschmeldung platziert ,
wonach ein israelisches Unternehmen die Firma PairGain kaufen wolle . In
Newsgroups verbreitete er den Link , woraufhin der Kurs der PairGain-Aktie in
die Höhe schnellte . Der Täter wurde binnen weniger Tage vom FBI aufgespürt und
legte ein Geständnis ab . Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war es das erste
Mal , dass ein Börsenbetrug auf diese Weise ausgeführt wurde . Intel will
Merced-Prototypen zeigen Auf der heute beginnenden Entwicklerkonferenz in Palm
Springs will Intel einen ersten Prototypen des Merced-Prozessors zeigen . Dies
verriet Intel-Sprecherin Kea Grilley den Journalisten schon vorab auf einer
Pressekonferenz . Zum Intel Developer Forum ( IDF ) werden über 2500 Teilnehmer
erwartet . Neben Neuigkeiten zu Merced und seiner 64-Bit-Architektur IA64
rechnet man mit einer Fülle von Informationen zu neuen Chipsätzen , zu RDRAM und
PC133-SDRAMs , AGP4x , Bluetooth , PC99 und vor allem zu diversen
Internet-Lösungen . Intel-Chef Craig Barret eröffnet die Veranstaltung mit einer
Keynote unter dem Titel " Die sich ändernde Welt des Kommerz und der
Kommunikation " . Intel will anschließend eine Aufzeichnung der Keynote im Web
anbieten . IFA : Schneller 3D-Grafikchip von NVidia Der kalifornische Hersteller
von Grafikchips Nvidia stellte in Berlin den im Vorfeld als " NV10 "
bezeichneten 3D-Chip für PC-Grafikkarten vor . Der " GeForce256 " ist der erste
Grafik-Chip für Consumer-PCs , der 3D-Daten weitgehend selbständig aufbereitet
und darstellt . Da er die Geometrietransformations- und Beleuchtungsberechnungen
deutlich schneller als der PC-Prozessor durchführt , kann er 3D-Objekte und
3D-Welten mit wesentlich mehr Details erzeugen und mit flüssigeren Bewegungen
darstellen . In PC-Spielen sind dadurch geschwungene und organische Formen wie
in den Kinofilmen " Toy Story " und " A Bug's Life " möglich . In
DirectX-7-Spielen , die man zum Jahresende erwarten kann , sollen Szenen mit
16.000 Polygonen möglich sein . Zur Zeit sind bei Spielen maximal 5000 Polygone
möglich . Da der Chip im Unterschied zu den zwei Pixelpipelines des Vorgängers "
Riva TNT2 " vier Pixelpipelines besitzt , sollen auch ältere DirectX-6-Spiele
auf dem neuen Baustein schneller laufen , obwohl der Chiptakt des Bausteins mit
120 MHz vermutlich niedriger liegt als etwa beim RivaTNT2 Pro ( 143 MHz ) .
Weitere Merkmale des Chips sind ein 350-MHz-RAMDAC , bis zu 8 interaktive und
bewegliche Lichtquellen ( keine Light-Maps ) , DirectX-6-Textur-Kompression ,
Cube Environment Mapping sowie Dot-Product-Bump-Mapping . Letzteres übertrifft
noch Environment-Mapped-Bump-Mapping in der Qualität . Durch seine
Geometrie-Engine benötigt der 3D-Chip zudem 60 Prozent weniger CPU-Leistung .
Hohe Bildraten erfordern also keinen 500-MHz-Prozessor . Nach Messungen von
Nvidia erreicht der Chip bereits auf einem Pentium-II-300 eine Bildrate von 45
fps im Q3-Benchmark bei einer Bildauflösung von 1024x768 Punkten und 32 Bit
Farbtiefe . Insgesamt erwartet NVidia bei Spielen einen Qualitätssprung , der
der von DOS-Grafik aus den 80er-Jahren zu den heutigen Spielen entspricht . Da
der Baustein bis zu 128 MByte lokalen Speicher unterstützt , kann man im
Extremfall die Textur- und Geometriedaten eines ganzen Spiele-Levels auf die
Grafikkarte laden und mit geringer CPU-Belastung durchlaufen oder durchfliegen .
Unter OpenGL soll man in Verbindung mit AGPx4-Mainboards sehr nahe an die
theoretische Höchstleistung von 15 Mio. Dreiecken/s herankommen . Mit AGPx2 muß
die CPU berechnete Daten erst im Arbeitsspeicher ablegen , von wo sie sich der
Grafikchip mit AGP-Lesezyklen abholt . ( Manfred Bertuch ) . Grafikchip
Savage2000 berechnet 3D-Daten selbst Der kalifornische Hersteller S3 setzt mit
der Ankündigung des Grafikchips Savage2000 den Trend zu immer höherer
3D-Leistung bei PC-Grafikkarten fort . Der Baustein ist mit speziellen
Recheneinheiten in der Lage , die Komplexität von 3D-Szenerien deutlich zu
steigern . Entsprechend höher ist der Detaillierungsgrad von Objekten , Figuren
und ihre Anzahl innerhalb einer Szene . Hochwertige Grafik wie in den
Disney-Produktionen " Toy Story " und " A Bug's Life " rückt dadurch auch bei
PC-Spielen in den Bereich des Machbaren . Komplexe Oberflächenmuster mit
Reflexionen und Bump Mapping lassen sich ohne Leistungsverlust mit 700 Mio.
Texel/s und mehr erzeugen . Der Baustein unterstützt ferner bis zu 8 dynamische
Lichtquellen , bis zu 64 MByte lokalen Speicher , besitzt einen 350-MHz-RAMDAC
und beschleunigt DVD-Playback mittels Motion-Compensation . Die
Standardausführung für den OEM-Markt sollen mit Taktfrequenzen von maximal 150
MHz für den Chip und 160 MHz für den Speicher arbeiten . Ihr 10.000-Stück-Preis
beträgt 29 US-$ . Der Savage2000+ verträgt dagegen 200 MHz Chip- und
Speichertakt und kostet 35 US-$ . Diamond will zum Jahresende eine Karte mit dem
Savage2000+ für unter 250 US-$ anbieten . Man kann also mit einem Preis von
knapp 500 DM rechnen . Der Konkurrent Nvidia demonstrierte heute bereits den "
GeForce256 " , der ebenfalls eigene Geometrie- und Beleuchtungseinheiten besitzt
. Aus den genannten Daten kann man auf einen Chiptakt von 120 MHz schließen - er
wäre damit langsamer getaktet als der Savage2000 . Trotzdem könnte er den
S3-Baustein übertreffen , da er mit seiner vierfach ausgelegten Pixel-Pipeline (
4x 120 Mio. Pixel/s ) eine größere Pixel-Füllrate erreichen kann als der
Savage2000 ( 2x 200 Mio. Pixel/s ) . Definitive Aussagen sind aber erst möglich
, wenn beide Produkte für Tests unter realen Bedingungen zur Verfügung stehen .
IDF : Internet mit Coppermine und Merced ( Update ) Alles drehte sich um das
Internet bei der Begrüßungsansprache von Intel-Chef Craig Barrett zum Intel
Developer Forum ( IDF ) in Palm Springs . Vor über 2500 Teilnehmern ( darunter
etwa 250 Journalisten ) entwickelte Barrett diverse Szenarien für " building
blocks " der Internet Infrastruktur rund um E-Business , E-Commerce und kreierte
die Neuschöpfung " E-home " . Ob Internet-Appliances , Info-Pads , Auto-PCs ,
Küchen-PC , Kinder-PCs , Entertainment-PCs : fast kein Bereich bliebt hier außen
vor . Wie das aussehen soll , präsentiert Intel auf der begleitenden Ausstellung
in einem " Connected Home " mit diversen Concept- und Design-PCs . Welche
Hardware das Ganze treibt , ist hier natürlich klar : auf einem 800-MHz-Prototyp
des Coppermine-Prozessors demonstrierte Barrett eine virtuelle Einkaufsstraße .
Coppermine soll mit zunächst 700 MHz im Oktober debütieren ; der genaue Termin
für die Markteinführung wurde nicht genannt . Als Höhepunkt führte Barrett , wie
bereits vorab durchgesickert , das seit knapp zwei Wochen fertiggestellten erste
Silizium des 64bittigen Merced-Processors vor . Ein weiterer Merced war als
Web-Server unter Linux ( Apache ) installiert . Insgesamt sieben Betriebssysteme
sollen bereits auf den iA64-Emulatoren betriebsfähig sein . Sieben " goldene "
und acht " silberne " Sponsoren , darunter erstmalig auch Microsoft und Motorola
unterstützen das IDF , das nach den Worten von Barrett nun nicht mehr als Intel
Developer Forum , sondern als Industry Developer Forum verstanden werden soll .
IDF : USB 2.0 viel schneller als geplant Nach den ersten Tests von
USB-2.0-Hardware haben die Entwickler die Datenraten für USB 2.0 um den Faktor
drei bis vier gegenüber der ursprünglichen Planung hochgeschraubt . Dies wurde
auf dem Intel Developer Forum bekannt . Neben Intel unterstützen Compaq ,
Hewlett-Packard , Lucent , Microsoft , NEC und Philips den neuen Standard . IDF
: Rambus-Hersteller gründen Verein Alle aktuellen RDRAM-Hersteller Hyundai ,
Micron , NEC , Samsung , Infineon und Toshiba haben zusammen mit Intel und
Rambus Inc. ein sogenanntes Implementer Forum gegründet , das Probleme beim
Entwicklen von Rambus-Systemen und beim Einsatz von RDRAMs adressieren soll .
Vor allem soll damit die breite Vermarktung von Rambus vorangetrieben werden .
Nach Aussage von Intel-Chef Craig Barrett sind derzeit 14 verschiedene
RDRAM-Speicher und ingesamt 46 verschiedene Module von fünf Herstellern
verfügbar . Knackpunkt wird neben der Perfomance der Preis sein , den Rambus
derzeit mit etwa 50 Prozent über SDRAM PC133 beziffert . Microsoft-Prozeß :
Apple erpreßt und sabotiert ? Mit irritierenden Fehlermeldungen soll Microsoft
versucht haben , die Benutzung von Apples Multimedia-Software QuickTime unter
Windows zu sabotieren . Dies geht aus einer umfangreichen schriftlichen
Zeugenaussage hervor , die Apples Software-Entwicklungsleiter Avadis Tevanian im
Antitrust-Verfahren gegen Microsoft abgelegt hat . Das Dokument ( Download im
PDF-Format , ca. 2,8 MByte ) wurde am Freitag ( Ortszeit ) vom
US-Justizministerium veröffentlicht . Tevanian beschreibt darin unter anderem ,
wie Windows systematisch Anwender mit Fehlermeldungen verunsicherte , wenn sie
Dateien mit QuickTime-Formaten abspielen wollten , und statt dessen die
Neukonfiguration mit dem Microsoft-Programm ActiveMovie nahelegte . So sei der
Eindruck erweckt worden , daß QuickTime nicht einwandfrei funktioniere . Die
Fehlfunktionen habe Microsoft zum Teil durch undokumentierte Änderungen an der
Windows Registry bewirkt . Microsoft wies den Vorwurf in einer am Samstag
veröffentlichten Stellungnahme zurück ; die Ursache seien Fehler in der
Installationsroutine von QuickTime . Microsoft soll Apple ferner in einer Reihe
von Treffen im Jahr 1997 massiv bedrängt haben , den Markt für
Multimedia-Software aufzuteilen . Apple sollte sich auf Editier-Software
beschränken und keine Programme zum Abspielen von Multimedia-Dateien mehr
entwickeln . Außerdem bestätigt Tevanians Aussage den bereits im Vorfeld
bekanntgewordenen Vorwurf , daß Microsoft mit der Drohung , das Office-Paket für
MacOS einzustellen , Apple dazu gezwungen habe , den Internet Explorer als
Default-Browser auszuliefern . Schnellster Rechner der Welt unter Linux ? Im
Jahr 2001 wird der schnellste Supercomputer der Welt möglicherweise unter Linux
laufen . Wie der US-Newsdienst News.com berichtet , beteiligt sich SGI an der
Ausschreibung für das Projekt " T30 " , ein System zur Atomwaffen-Simulation ,
das die US-Regierung im Los Alamos National Laboratory in Neu-Mexiko
installieren lassen will . Der Projektname deutet an , dass der Rechner eine
Leistung von 30 Teraflops erreichen soll . Ein Sprecher hat dem Bericht zufolge
bestätigt , dass SGI sich um den millionenschweren Auftrag bemüht , mit dem das
Entwicklungsbudget der finanziell angeschlagenen Firma zumindest zeitweilig
saniert werden könnte . Auch ein derzeit zur Nuklearsimulation eingesetztes
System stammt von SGI . Bisher baute SGI zwar Großrechner mit MIPS-Prozessoren ,
die unter Irix laufen , doch die Firma hat angekündigt , mittelfristig auf die
IA64-Architektur und Linux umstellen zu wollen . Die aktuelle SGI-Neuentwicklung
( Codename SN-1 ) basiert bereits auf Intels Itanium-Prozessor . Die Millionen
von der Regierung würden eher dazu beitragen , die Umstellung zu beschleunigen .
SGI hat sich bisher nicht dazu geäußert , wie das angebotene T30-Konzept konkret
aussieht . Neben SGI nehmen Compaq und Sun an der Ausschreibung teil . Der
T30-Auftrag soll im Frühjahr 2000 erteilt werden . Jahr 2000 : USA besorgt um
Botschaftspersonal Mitarbeiter der US-Botschaften in Russland , der Ukraine ,
Weißrussland und Moldawien dürfen über Silvester mit ihren Familien das Land
verlassen , um etwaigen Problemen wegen der Computer-Umstellung auf das Jahr
2000 zu entgehen . Das hat das US-Außenministerium beschlossen , wie die "
Washington Post " am Samstag berichtete . Danach hält die US-Regierung eine
Unterbrechung der Strom- und Gasversorgung sowie der Telefonverbindungen Anfang
Januar in den betreffenden Staaten für möglich . US-Bürger mit
Russland-Reiseplänen wurden am Freitagabend in einer Erklärung des
Außenministeriums auf die Gefahren aufmerksam gemacht , die für Gesundheit und
Sicherheit entstehen könnten . Im neuen Jahr billiger telefonieren Die Kunden
können sich über das Feuerwerk der Rabatte und Preissenkungen freuen - immerhin
kosten Ferngespräche jetzt nicht einmal mehr halb so viel wie bisher . Doch im
Tarifdschungel durchzublicken , fällt zunehmend schwer . Auch ohne permanenten
Wechsel der Telefongesellschaft kann der Telekom-Kunde künftig tagsüber bei
Ferngesprächen mehr als die Hälfte der Gebühren sparen , wenn er im
Call-by-Call-Verfahren auf einen anderen Anbieter ausweicht . Es genügt , der
Rufnummer die richtige Netzvorwahl voranzustellen . Bei der Auswahl des für die
jeweilige Tageszeit und Tarifzone günstigsten Anbieters hilft ttarif , ein
Service der c't-Redaktion in Zusammenarbeit mit der xdial Software GmbH .
Pünktlich zum Jahreswechsel ist die neue Version mit 216 Tarifen von 47
Anbietern online gegangen . Über 65.000 Einzelpreise umfaßt die Datenbank ,
darunter auch für Verbindungen in die Mobilnetze und ins Ausland . Sie wird
ständig auf aktuellem Stand gehalten . Nutzen Sie die ttarif-Preisübersicht , um
die jeweils günstigsten Anbieter für Ihren Standort zu ermitteln . Wenn Sie nach
den Vorschlägen von ttarif konsequent das Call-by-Call-Verfahren anwenden ,
können Sie im neuen Jahr deutlich billiger telefonieren als bisher . Experte :
Computer ins Kinderzimmer Die elektronische Revolution auch im Kinderzimmer
gehört nach Meinung von Pädagogen zu einem modernen Erziehungsprozeß .
Weihnachtsgeschenke wie Gameboys , Computerspiele und interaktive Software
ermöglichten den Kindern schon im Vorschulalter die Erfindung eigener Wege und
vermittelten ihnen eine spielerische Form von Freiheit . Daher dürften digitale
Spielsachen und der Computer im Kinderzimmer von Erwachsenen nicht mit "
negativistischer Ablehnung " betrachtet werden , sagte Professor Wassilios
Fthenakis , Direktor des Staatsinstituts für Frühpädagogik in München in einem
dpa-Gespräch . Die Eltern sollten aber auf die Inhalte der Spiele achten .
Aggressive oder rechtsradikale Computerspiele sollten Kindern und Jugendlichen
vorenthalten werden . Alle anderen Computerspiele oder der Umgang mit
elektronisch aufgerüstetem Spielzeug führten bei den Kindern zu einem
Wissenszuwachs und der Anregung ihrer Phantasie . Ideal sei die Verknüpfung
traditioneller und technologisch neuer Spielsachen , also ein Nebeneinander von
Puppe und Joystick , JoJo und Gameboy . Fthenakis : c't berichtete in Ausgabe
25/98 in einem ausführlichen Heftschwerpunkt über " High-Tech für Kids " . Y2K :
China " auf das Schlimmste vorbereitet " China demonstriert Optimismus , das
Jahr-2000-Computerproblem im Griff zu haben , hat sich aber vorsichtshalber auf
das Schlimmste vorbereitet . Wenige Stunden vor der Umstellung der Computer auf
das neue Jahrtausend sagte Zhang Qi , Direktorin im Hauptquartier zur
Koordination der Y2K-Probleme : " Obwohl wir zuversichtlich sind , das
Millennium-Computerproblem zu lösen , bereiten wir uns für den schlimmsten Fall
vor " , zitierte die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua . China gilt
als eines der Länder , die am schlechtesten vorbereitet sind , doch ist seine
Abhängigkeit von Computern auch nicht so groß . Die Regierung machte den Freitag
zum Feiertag , an dem Banken und die beiden Aktienbörsen in Shenzhen und
Schanghai geschlossen waren . Die Chefs der großen chinesischen
Fluggesellschaften , darunter der Leiter der Flugverkehrsbehörde CAAC , Liu
Jianfeng , werden mit Flugzeugen über Mitternacht in der Luft sein . " Ich habe
Vertrauen in Chinas Luftfahrt " , sagte Liu Jianfeng . Die Zentralbank hat
bereits drei Tests für Banken , Versicherungen , Börsen und Finanzinstitute
durchgeführt . Um auch auf einen möglichen Ansturm auf Banken vorbereitet zu
sein , wurden größere Mengen Bargeld zur Verfügung gestellt . Y2K : Russische
Atombetriebe in Alarmbereitschaft Die russischen Atombetriebe sind am Freitag
wegen möglicher Y2K-Computerprobleme in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt
worden . Der Krisenstab des Ministeriums für Atomenergie werde in der
Neujahrsnacht ständigen Kontakt zum Katastrophenschutz und zum
Verteidigungsministerium halten , meldete die Nachrichtenagentur Interfax . Als
erster russischer Reaktor tritt das Atomkraftwerk Bilibinskaja im Osten
Sibiriens um 13 Uhr MEZ in das neue Jahr ein . Atomminister Jewgeni Adamow hatte
wiederholt betont , dass die Computer der russischen Atomindustrie auf das Jahr
2000 vorbereitet seien . Insgesamt gibt es in Russland neun Atomkraftwerke mit
29 Reaktoren sowie zahlreiche Forschungs- und Rüstungs-Meiler . Für die Nacht
sei auch der Austausch von Informationen mit den Energiebehörden Frankreichs ,
Japans und der USA geplant , hieß es . Die USA hatten Russland bei der Umrüstung
der Computer für das Jahr 2000 geholfen . Zudem ist ein gemeinsames
Krisenzentrum wegen möglicher Falschmeldungen über angebliche Raketenstarts
eingerichtet worden . Y2K : Deutscher Krisenstab blickt nach Japan Die
Bundesregierung rechnet nicht mit größeren Problemen bei der Datumsumstellung
auf das Jahr 2000 . Im Südwestrundfunk ( SWR ) sagte der Sprecher des
Jahr-2000-Stabes der Bundesregierung , Lutz Meyer-Bruns , er gehe nicht davon
aus , dass es in Deutschland zu einem Chaos kommen werde . Der Krisenstab der
Bundesregierung habe sich nicht auf konkrete Szenarien vorbereitet .
Atom-Aufsichtsbehörden und Betreiber hätten in den vergangenen Tagen noch einmal
bestätigt , dass die in der Silvesternacht weiterlaufenden deutschen
Atomkraftwerke sicher seien . Es sei die eigentliche Herausforderung für den
Krisenstab , hier die für Deutschland relevanten Informationen herauszufiltern
und Falschmeldungen von Richtigen zu unterscheiden . Im Kommunikationsbereich
habe die Bundesregierung " Doppelt- und Dreifachsicherungen " eingebaut . Der
Krisenstab werde zunächst ab Mittag die Situation im Ausland beobachten .
Besondere Aufmerksamkeit gelte dabei den asiatischen Industriestaaten , vor
allen Dingen Japan , aber auch gerade die Philippinen , da es dort eine mit
Deutschland vergleichbare Telefon-Infrastruktur gebe . Wenn dort nichts passiere
, dann werde voraussichtlich auch in Deutschland keine Probleme geben . Die
meisten Internet-Neuanschlüsse in Hongkong Im ersten Halbjahr 2001 haben sich in
der ehemaligen britischen Kronkolonie Hongkong 27,9 Prozent mehr Einwohner ins
Internet eingewählt als im gleichen Zeitraum des Vorjahrs . Einer Studie des
Marktforschungsunternehmens NetValue zufolge konnte in Europa dagegen
insbesondere Spanien am stärksten zulegen . Dort zählten die Analysten im ersten
Halbjahr 2001 25,3 Prozent mehr Internetnutzer . Auf dem dritten Platz landete
Korea , wo der Zuwachs immerhin noch 15 Prozent betragen hatte . Obwohl Asien
die höchsten Zuwachsraten für sich verbuchen konnte , führen die USA die Top 10
der " Länder mit den meisten Internetnutzern " auch weiterhin unangefochten an .
Die Studie gibt aber auch Auskunft über die Nutzung von sicheren Verbindungen ,
um beispielsweise Kreditkarten-Informationen beim Internet-Shopping zu
übertragen . Demnach holen auch hier die Koreaner stark auf . Beinahe ein
Viertel der Web-Shopper nutzen sichere Verbindungen . Führend sind hier jedoch
die Briten : Über 44 Prozent greifen regelmäßig auf diese Verbindungsart zurück
. Danach folgen Singapur mit fast 41 und Hongkong mit über 39 Prozent . NetValue
deckt mit der Studie auch die ungleiche Verteilung der Internetzugänge auf
Männer und Frauen auf . Deutschland liegt mit einem Männeranteil von 62,3
Prozent leicht über dem Durchschnitt . In Spanien hingegen fällt das
Ungleichgewicht am deutlichsten zu Ungunsten der Frauen aus . Lediglich etwas
mehr als 33 Prozent der Surfer sind hier weiblich . Microsoft-Sites verbuchen
weltweit die meisten Besucher Das Microsoft-Netzwerk verbuchte im Juli weltweit
die meisten Zugriffe auf seine Websites . Zu diesem Ergebnis kommt The Industry
Standard ( TIS ) nach einer Analyse von Daten , die Nielson NetRatings erhoben
hatte . Demnach gehören 55 Prozent der populärsten Websites in 26 Ländern zum
Redmonder Software-Giganten . Lediglich ein Prozent der näher untersuchten
Internet-Auftritte lassen sich dem AOL-Netzwerk zuordnen . Anhand der
Australien-Statistik wird die Dominanz des US-Unternehmens besonders deutlich .
Dort gehören vier der fünf meistbesuchten Seiten zum Microsoft-Netzwerk . Die
Deutschen hingegen surfen lediglich www.microsoft.com an . Nur in den
brasilianischen und den französischen Top 5 ist keine zum amerikanischen Konzern
gehörige Seite vertreten . Dem ITS liegen zudem Zahlen von Compete und ComScore
zu Grunde - beides Unternehmen , die das Datenaufkommen von Internet-Seiten
auswerten . Demnach macht Microsofts kostenloser E-Mail-Service Hotmail immerhin
80 Prozent der User-Zugriffe aus . Während das Internetportal MSN laut ComScore
noch 15 Prozent der Seitenaufrufe für sich verbuchen kann , macht die Website
MSNBC keine gute Figur . Etwas Transparenz in die Statistiken bringt ein
weiteres Ergebnis von Compete . Demnach verursachte die Search-Funktion im Juni
2001 immerhin vier Prozent des erzeugten Datenvolumens auf Microsoft-Websites .
Die Such-Site wird immer dann geladen , wenn User eine falsche Adresse eingeben
. Durch die immensen Zugriffe auf die Suchseite stellt der ITS den wahren Wert
des Netzwerks jedoch in Frage . Nach Meinung vom ITS liegt der Hauptgrund für
Microsofts Übermacht im Internet darin , dass die Redmonder ihren eigenen
Browser gemeinsam mit Windows ausliefern . Immerhin stammen 86 Prozent der
weltweit genutzten Browser aus dem Hause Microsoft . Nach Ansicht von ITS ändern
zudem 59 Prozent der Nutzer in den USA nie die Browser-Standardeinstellung ,
sodass sie sofort nach dem Programmstart auf die Microsoft-Website gelangen .
Dadurch steige die Zahl der Zugriffe auf die Website , sobald sich diese
Personen ins Internet einwählen . AT&T will Computer-Stimmen realistischer
machen In Zukunft sollen am Computer generierte Stimmen genauso klar und
verständlich klingen wie eine natürliche Stimme . Forscher des amerikanischen
Telekommunikations-Unternehmens AT&T wollen dieser Idee jetzt einen
entscheidenen Schritt näher gekommen sein . Die Firma bietet mit Natural Voices
ein Sprachprogramm an , dass die Stimme eines Menschen beinahe perfekt imitieren
soll . Nach Ansicht der Entwickler könnte die Software zukünftig unter anderem
in Call-Centern zum Einsatz kommen . Das Softwarepaket Natural Voices besteht
aus drei Programmteilen . Die Text-to-Speech-Engine wandelt geschriebenen Text
in Sprache um . Der zweite Teil der Sprachsoftware ist eine umfangreiche
Sprachbibliothek . Diese enthält mehere Sprecher , die wie in der Realität
unterschiedlich hohe oder tiefe Stimmen besitzen . Natural Voice Icons hingegen
bietet dem Nutzer die Möglichkeit , neue Stimmen zu schaffen und diese an die
eigenen Wünsche und Vorstellungen anzupassen . Der Entwicklungs-Leiter bei AT&T
, David C. Nagel , sieht verschiedene Anwendungsgebiete für Natural Voices : "
Zum Beispiel haben wir jetzt die Möglichkeit , das System für die einzelnen
Einsatzmöglichkeiten wie Reise- und Reservierungsdienste genau anzupassen . "
Bereits jetzt können sich Interessierte Demos zur neuen Sprachsoftware anhören
und die Qualität selbst einschätzen . Darunter befinden sich sogar zwei deutsche
Hörbeispiele - eine Frauen- und eine Männerstimme . Canon erzielt mit
Digitalfotografie Umsatzplus Nach eigenen Angaben konnte die Canon Deutschland
GmbH im Bereich Bürokommunikation den Hauptanteil des Wachstums für sich
verbuchen . Am stärksten konnte das Geschäft von Canon Euro-Photo zulegen . Das
Unternehmen musste in einigen Bereichen aber auch Umsatzrückgänge hinnehmen . So
konnten Spiegelreflexkameras und das passende Zubehör mit einem Rückgang um 15,7
Prozent beziehungsweise 0,2 Prozent nicht mehr die gewohnten Umsätze erzielen .
Und auch das Geschäft mit Schwarzweiß-Kopien ging um 5,4 Prozent zurück . Über
Gewinne und den Marktanteil wollte Canon keine Auskunft geben ; beide Angaben
werden erst am Ende des Jahres vorliegen . AOL Time Warner baut Netscape-Portal
um AOL Time Warner hat das Inhaltsangebot auf Netscape.com nach eigenen Angaben
stark ausgebaut . Demnach wurde hauptsächlich der News-Bereich um Inhalte von
weiteren Websites des Medienkonzerns ergänzt , darunter etwa CNN.com und
Time.com . Zudem seien die Netscape-Tools wie E-Mail oder Diskussionsboards noch
stärker mit den News-Channel verzahnt worden . Netscape-Vizepräsident Susan
Mernit äußerte sich in einer Erklärung über die abgeschlossenen " Umbauten "
zufrieden . Bereits vor einem halben Jahr hatte AOL Time Warner angekündigt ,
die Netscape-Site umbauen zu wollen und Informationen von anderen zum
Medienkonzern gehörenden Websites auch auf Netscape.com anzubieten . Durch die
Mehrfachverwertung der Content-Angebote wollte das Unternehmen weitere
Bruchlandungen wie mit der als Internetportal angekündigten Website Pathfinder
vermeiden , die jetzt auf die Time-Site verweist . Lucent plant
Werksschließungen in Europa Zum ersten Mal müssen auch deutsche Angestellte beim
Telecom-Ausrüster Lucent um den Erhalt ihrer Arbeitsplätze bangen . Der
Lucent-Sprecher für Europa , Harald Kettenbach , erläuterte in einem Interview
mit den Nürnberger Nachrichten ( NN ) Überlegungen , wonach man auch in Europa "
über Arbeitsplätzen reden muss " . Dies bestätigte der Unternehmenssprecher auf
Anfrage von dpa . Der Telecomausrüster habe beschlossen , keine Werke mehr in
eigener Regie zu betreiben , heißt es in den NN weiter . Außerdem wäre auch eine
Verpachtung der Werke an Dritte denkbar . Laut Kettenbach habe das Unternehmen
bereits mit dem europäischen Betriebsrat mögliche Auswirkungen einer
Umstrukturierung besprochen . Ein den NN vorliegendes internes Strategiepapier
gibt schon jetzt Auskunft über genaue Stellenkürzungen in den einzelnen
Unternehmensbereichen . Demnach sollen in den europäischen Forschungs- und
Entwicklungs-Abteilungen des Unternehmens 35 Prozent , im Vertrieb 40 Prozent
und in der Logistik 35 Prozent der Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze verlieren .
Die so genannten Stabstellen sollen sogar um 50 Prozent gekürzt werden .
Kettenbach bezeichnete diese Angaben als " schlimmsten denkbaren Fall " .
Insgesamt beschäftigt Lucent in Europa derzeit 3.500 Angestellte . Lucent hatte
bereits Ende Juli die Entlassung von weiteren 15.000 bis 20.000 Beschäftigten
angekündigt . Zuvor musste sich das Unternehmen im Januar von 10.500
Mitarbeitern trennen . 8.500 weitere Lucent-Angestellte hatten zuvor ein
Vorruhestandsangebot von der Führungsspitze akzeptiert . Bisher wurden beim
Telecom-Ausrüster 19.000 Stellen abgebaut . Internet-Startups unter Druck In den
USA ist seit Jahresbeginn die Zahl der Insolvenzen bei Internet-Startups
sprunghaft angestiegen . Im ersten Halbjahr 2001 haben sich die Pleiten im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum nahezu verzehnfacht . Dies geht aus einer
aktuellen Studie des Internet-Dienstleisters Webmergers.com hervor . Demnach
mussten im Juni 53 Startups ihre virtuellen Pforten schließen . Im Vormonat
waren es 54 . Die Gesamtzahl der Startup-Pleiten stieg damit in den vergangenen
18 Monaten auf über 550 . Websites wie fuckedcompany.com listen bereits seit
geraumer Zeit einen Großteil der Firmen auf , die ihr Geschäft einstellen
mussten . Nach Ansicht von Wembergers-Chef Tim Miller war das erste Halbjahr
2001 für die Dotcoms besonders brutal . " Wir beobachten derzeit eine
Verlagerung des Startup-Sterbens vom Business-to-Consumer-Bereich ( B2C ) hin zu
Providern , Infrastruktur-Anbietern und Beratungsdiensten " , sagte Miller in
einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters . Eine andere Marktstudie von
Webmergers zeigt , dass viele Startups der Krise durch einen Strategiewechsel
begegnen . Demnach haben 47 Prozent der Business-to-Consumer-Firmen ihr
Geschäftsmodell auf Business-to-Business ( B2B ) umgestellt . IT-Investitionen
in Gefahr Nach einer Studie des US-Marktforschungs-Unternehmens IDC wären davon
vor allem IT-Produkte und Dienstleistungen zwischen den Jahren 2001 und 2003
betroffen . Sollten die kommenden Wirtschaftszahlen einen stärkeren
Geschäftsrückgang in Westeuropa wahrscheinlich machen , drohe eine Ausweitung
der Verlangsamung in der IT-Wirtschaft auch auf Europa . Ein leichter Rückgang
des Wirtschaftswachstums habe jedoch keine spürbaren Auswirkungen auf die
IT-Ausgaben , schreiben die IDC-Analysten . Stephen Minton , Manager bei IDC
Global Economic Outlook , prophezeit der IT-Industrie Zuwächse : " Software und
Dienstleistungen werden dem Markt einen starken Wachstum bescheren . " Eine
mögliche Verlangsamung des Wachstums würde aber starke Auswirkungen auf die
Hardware-Industrie haben . Derzeit erwartet IDC ein Wachstum der IT-Ausgaben in
Westeuropa um elf Prozent . Im schlimmsten Fall könne die Branche jedoch nur um
7,9 Prozent zulegen , schreibt IDC . Weiterhin erwartet die Firma einen Fortgang
des rückläufigen IT-Wachstums bis 2002 , womöglich aber auch bis ins Jahr 2003 .
Insbesondere zählten Deutschland und Italien zu den " gefährdeten Märkten " ,
heißt es im aktuellen Bericht . Bereits im Juni hatten die US-Marktforscher eine
Studie veröffentlicht , die bei den PC-Verkäufen einen historischen Tiefstand
prophezeite . Cyber-Verbrechen in Russland auf Rekordhoch Verbrechen im
Cyberspace haben in Russland längst das Ausmaß von Drogenhandel oder
Waffenschmuggel erreicht . Nach Angaben von Tscheptschugow haben die
international operierenden Gesetzesbrecher Daten von Online-Kunden ausspioniert
und anschließend missbraucht . Insgesamt sei die Kriminalität unter Nutzung
modernster Kommunikationstechnik in den vergangenen zwei Jahren in Russland um
das Siebenfache gestiegen . Nach russischen Angaben ballt sich die
Hightech-Kriminalität allerdings in den russischen Großstädten - nach
Schätzungen verfügen deutlich weniger als fünf Prozent der Russen über einen
eigenen Computer . Die Fahnder konzentrieren sich zurzeit auch auf so genannte
Telefonpiraten , die Kosten für Ferngespräche durch technische Manipulationen
auf Unwissende abwälzen . Ein weiterer Schwerpunkt bei der Bekämpfung der
Cyber-Kriminalität ist die Verbreitung von Kinderpornografie . In diesem
Zusammenhang nahm die Polizei in den vergangenen Monaten mehrere Täter fest .
Aber auch Mörder entdecken das Internet als neue Kontaktplattform . Wie die
Nachrichtenagentur Itar-Tass meldet , haben russische Sicherheitskräfte einen
Auftragsmörder festgenommen , der seine Dienste im Internet anbot . Zeitung :
BMG muss Stellen streichen Die Bertelsmann Music Group ( BMG ) will mehrere
hundert Mitarbeiter entlassen . Dies berichtet heute das Wall Street Journal
unter Berufung auf Insider-Informationen . Demnach muss BMG auf Druck aus
Gütersloh künftig deutlich profitabler arbeiten . Eingerechnet seien bereits
Verluste bei Internet-Investitionen und Änderungen im Management von Arista
Records . Bertelsmann-Chef Thomas Middelhoff hatte sich bereits vor Tagen über
die mangelnde Rentabilität von BMG beklagt . Nach Informationen des Wall Street
Journal hat Bertelsmann für Ende nächster Woche ein Treffen in Madrid einberufen
. Dort sollen auch Einsparungs-Programme auf der Tagesordnung stehen . Die
BMG-Führung sei jedoch darauf bedacht , die Streichung von Arbeitsplätzen nur
als letzte Möglichkeit in Betracht zu ziehen , sagte die Sprecherin im Gespräch
mit heise online . Unklar ist derzeit auch , wie es um die Zukunft des
Music-on-Demand-Dienstes Musicdownload24.de bestellt ist . Die Website hat
mittlerweile ihr Angebot für nicht angemeldete User eingestellt . UMTS-Netze in
den USA erst nach 2007 Die Mobilfunknetze der dritten Generation ( 3G ) werden
in den USA frühestens nach dem Jahr 2007 in Betrieb gehen können . Zu diesem
Ergebnis kommt eine Marktanalyse der Unternehmensberatung Frost & Sullivan .
Gründe hierfür seien vor allem die schlechte Finanzsituation der
Mobilfunkanbieter und deren Zulieferer . Telecom-Ausstatter wie Lucent , Nortel
und Motorola haben den Netzbetreibern zwar großzügige Finanzierungen gewährt ,
deren Realisierung scheine durch unter anderem steigende Entwicklungskosten
jedoch unrealistisch . Ein weiteres Problem sind nach Ansicht der Analysten die
dringend benötigten Frequenzen , denn diese sind bereits zum Großteil an
Fernsehsender , drahtlose Internet-Netzbetreiber und sogar an das amerikanische
Verteidigungsministerium vergeben . Zudem behindere die Federal Communications
Commission ( FCC ) einen schnelleren Start der dritten Mobilfunkgeneration . Sie
habe die Vergabe der freien Funkfrequenzblöcke immer wieder verschoben .
Zusätzlich stimmt die Analysten die Entwicklung der G3-Mobiltelefone
pessimistisch . Sie glauben , dass sich die Fertigung von Endgeräten , die
verschiedene Standards wie TDMA , GSM und auch GPRS beherrschen , als sehr
schwierig gestalten wird . Frost & Suvillan haben gleichzeitig Prognosen darüber
veröffentlicht , wie viel Umsatz der Markt jedes Jahr generieren wird . Der
überwiegende Teil werde jedoch in den Aufbau des UMTS-Netzes investiert . Xerox
stellt preiswertere Farbtoner in Aussicht In Zukunft werden die Preise für
Druckerfarbtoner kräftig fallen . So stellt es sich zumindest Xerox vor . Der
Hersteller von Druck- und Kopiersystemen hat mit dem Emulsion
Aggregation-Verfahren ( EA ) eine neue Technik zur Produktion von Farbtonern
vorgestellt , die in den vergangenen acht Jahren im kanadischen
Forschungszentrum ( XRCC ) entwickelt wurde . Anders als beim bisherigen
Herstellungsprozess wird bei der neuen Technik weniger Energie benötigt und
verschwendet . Nach Aussagen von Xerox soll das neue Verfahren gleichzeitig viel
umweltschonender sein . Die Xerox-Unternehmensführung ist von dem neu
entwickelten Verfahren zur Herstellung von Farbtonern überzeugt und vergleicht
es mit der Entwicklung des Farbfernsehers : Adobe veröffentlicht ElcomSoft-FAQ
Der Softwareentwickler Adobe hat in einer sehr ausführlichen ElcomSoft-FAQ
Stellung zu der Festnahme des Russen Dmitry Sklyarov bezogen . Dort begrüßt das
US-Unternehmen die strafrechtliche Verfolgung von ElcomSoft , dem Entwickler des
Hack-Tools Advanced eBook Processor . Gleichzeitig weist Adobe jedoch
Presseberichte zurück , wonach das Unternehmen die US-Regierung persönlich auf
das kriminelle Handeln der Firma hingewiesen haben soll . " Wir haben das Büro
des Justizministers informiert - nicht aber die US-Regierung " , heißt es in der
Erklärung . Demnach habe man zuerst ElcomSoft schriftlich gebeten , den Vertrieb
des Advanced eBook Processor einzustellen . Daraufhin sei das Unternehmen jedoch
nicht eingegangen . Zudem beklagt Adobe , dass ElcomSoft sich nicht zuerst an
den eBook-Entwickler gewendet und sofort mit dem Verkauf des Tools begonnen
hatte . Zur eigenen moralischen Entlastung weist das durch sein Verhalten in die
Kritik geratene Unternehmen darauf hin , die Verfolgung von Sklyarov nicht
unterstützen zu wollen . Adobe gehe es vielmehr darum , einen Verkaufsstop der
Software in Amerika durchzusetzen als einen Entwickler zu bestrafen . Der erste
Verhandlungstag im Prozess gegen Dmitry Sklyarov und ElcomSoft ist auf den 8.
November 2001 festgesetzt . Zuvor hatte der Anwalt von Sklyarov , Joseph Burton
, vergeblich versucht , sich mit der Gegenseite außergerichtlich zu einigen . Im
Falle eines Schuldspruchs drohen Sklyarov bis zu 25 Jahre Gefängnis und eine
Geldstrafe von 250.000 US-Dollar . ElcomSoft müsste sogar mit einer Geldstrafe
von bis zu 500.000 US-Dollar rechnen . 20. Bundeswettbewerb Informatik gestartet
Die Gesellschaft für Informatik ( GI ) hat heute den 20. Bundeswettbewerb
Informatik ( BWINF ) gestartet . Schwerpunkt der Aufgaben ist diesmal das Lösen
von Problemen der Bioinformatik , Robotik und Sprachanalyse . Laut GI reichen
dafür Kenntnisse einer Programmiersprache und Informatik-Grundlagen vollkommen
aus . Das Aufgabenblatt steht auf der Website zum Download bereit . Im
Unterschied zu den vergangenen Wettbewerben winken diesmal bereits in der ersten
Wettbewerbsrunde Sachpreise . Der Linux-Distributor SuSE hat 60 Software-Pakete
für Sieger der ersten Runde und für engagierte Personen gestiftet , die Neulinge
für den Wettbewerb begeistern konnten . Apple stiftet einen iMac und IBM die
Spracherkennungssoftware ViaVoice . Es bleibt den Teilnehmern überlassen , ob
sie die Aufgaben alleine oder in Gruppen angehen . Jüngere Teilnehmer in der
Finalrunde haben nach Angaben des Organisators die Chance , sich für das
deutsche Team bei der Informatikolympiade zu qualifizieren . Diese wird 2003 in
den USA ausgetragen . Der Bundeswettbewerb Informatik wurde von der Gesellschaft
für Informatik im Jahr 1980 gegründet . Primäres Ziel ist es , das Interesse bei
jungen Leuten an der Informatik zu wecken , schreibt die GI . Der Wettbewerb
wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und von der
Gruppe Informations- und Kommunikationstechnik der Fraunhofer Gesellschaft
mitgetragen . Ortsnetz-Monopol fällt Ende 2002 Dies meldet das Anlegermagazin
Die Telebörse unter Berufung auf eine offizielle Mitteilung der Bundesregierung
an die EU-Kommission . Entgegen der Meldung des Magazins , das Monopol würde
Ende 2002 fallen , wollte Steffen Moritz , Pressesprecher im Bundesministerium
für Wirtschaft , keinen genauen Zeitpunkt angeben : Peter Kespohl ,
Pressesprecher der Deutschen Telekom , sagte gegenüber heise online : " Der
Pressestelle liegt derzeit keine derartige Mitteilung vor . " Die Ankündigung
zur Öffnung des Ortsnetzes erfolgt nicht ganz freiwillig . Die Europäische
Gemeinschaft hatte Deutschland angewiesen , Telefonkunden das
Call-by-Call-Verfahren auch im Ortsnetz zu ermöglichen . Zuletzt drohte die EG
der Regierung sogar mit einem Vertrags-Verletzungsverfahren . Warum die
Bundesregierung dieser Anweisung bisher nicht nachgekommen ist , konnte Moritz
nicht sagen : " Es liegt vermutlich an der Gesetzgebung . " Zahlreiche
Mitbewerber der Telekom hatten des Öfteren die Öffnung des Ortsnetzes auch für
andere Anbieter gefordert . AOL unterstellte der Telekom sogar , sie würde das
Monopol zur Unterstützung der eigenen Online-Tochter T-Online missbrauchen . Die
Regulierunsbehörde für Post und Telekommunikation ( RegTP ) sah in der
Vergangenheit jedoch kein Grund zum Handeln . Verband übt harsche Kritik am
Telekom-Regulierer Der Telecom-Verband VATM hat dem Chef der Regulierungsbehörde
für Post und Telekommunikation ( RegTP ) , Matthias Kurth , mangelnde
Durchsetzungsfähigkeit vorgeworfen . In einem Gespräch mit heise online äußerte
Jürgen Grützner , Geschäftsführer des Telecom-Verbandes VATM , seinen Unmut über
die Politik der RegTP : " Sie reguliert zu Ungusten der vielen regionalen und
auch großen Wettbewerber der Deutschen Telekom " . Sollte in den nächsten Wochen
von der Behörde keine klare Aussage für den Wettbewerb und gegen die Telekom
kommen , sei das Aus vieler Unternehmen aus der Telecom-Branche nah , sagte
Jürgen Grützner . Ein zweiter wichtiger Punkt neben der Existenz der
Wettbewerber sind die Investitionen ausländischer Unternehmen . Nach seiner
Aussage wartet der über 50 Firmen umfassende Verband schon lange auf ein
endgültiges Gerichtsurteil , dass das Line-Sharing deutschlandweit ermöglicht .
Beim Line-Sharing können Wettbewerber ihren Kunden DSL anbieten ; die Telekom
behält dabei das Sprachmonopol im Ortsnetz . Doch auch hier stellt sich der
Bonner Telekommunikationsgigant nach Ansicht von Grützner quer : Anschließend
ordnete die Behörde die Einführung von Line-Sharing an . Die Telekom weigerte
sich dennoch . Die Telekom rechtfertigt die verzögerte Freigabe von Line-Sharing
mit der Aussage , sie wolle erst einen einheitlichen Standard für Zulieferer wie
Siemens schaffen . Wir verhandeln derzeit unter anderem mit British Telecom und
France Telecom , um möglichst noch im kommenden August einen Standard
beschließen können . Australien schiebt Internet-Glücksspiel Riegel vor Die
australische Regierung hat allen Bewohnern des fünften Kontinents
Internet-Glücksspiele auf in- und auf ausländischen Websites verboten . Dies
soll dadurch erreicht werden , dass Wettgewinne nicht mehr nach Australien
ausgezahlt werden dürfen . Von dem Gesetz sind Sportwetten und Lotterien nicht
betroffen . Nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Reuters haben die
Abgeordneten der Regierungskoalition und der Grünen nach einer elfstündigen
Sitzung einen entsprechenden Gesetzentwurf gebilligt . Die Opposition stimmte
dagegen , weil das Gesetz nach ihrer Ansicht eine absurde Situation schafft .
Bereits im Vorfeld hatten Glücksspiel-Unternehmen damit gedroht , ihren Sitz ins
Ausland zu verlegen . Besonders starken Widerstand hatte die Renn-Vereinigung
und die Opposition angekündigt . Die australische Casino-Vereinigung erkannte in
dem Verbot sogar eine Diskriminierung von Online-Spielen . Nach offiziellen
Schätzungen spielen ungefähr 80 Prozent der Australier mindestens einmal pro
Jahr um Geld . Auszeichnungen auf der Spielemesse ECTS vergeben Auf der
europäischen Spielemesse ECTS 2001 wurden Spiele , Entwickler und Konsolen in
den vier Kategorien ECTS Award , Visitor Award , Game of the Show Award und Game
of the Year Award ausgezeichnet . Die sicherlich begehrtesten Auszeichnungen auf
der heute zu Ende gehenden Show wurden in der Kategorie Game of the Year
verteilt . Hier trumpfte vor allem Black & White mit gleich sechs Awards für das
beste PC-Spiel auf . Bei den Konsolen hatte Gran Turismo 3 die Nase vorn :
Gleich drei Preise gingen an das Rennspiel für die Playstation 2 ( PS2 ) . Die
aus europäischen Journalisten zusammengesetzte Jury des Game of the Show Awards
vergab insgesamt fünf Auszeichnungen . Allen voran Project Nomad von CDV in der
Kategorie Best PC Game . Das dürfte bei CDV sicherlich für gute Stimmung sorgen
, da der deutsche Vertrieb zu den wenigen deutschen Unternehmen gehörte , das
auf der Messe vertreten war . Der Best Console Game Award hingegen wurde Kemco
für Universal Studios ( Game Cube ) verliehen . Hinzu kommen drei weitere
Auszeichnungen ; Best Handheld Game und Best Game für Denki Blocks und Best
Multiplayer Game für das Online-Spiel Anarchy Online ( Funcom ) . Die Besucher
der ECTS-Website konnten auch in diesem Jahr in fünf Kategorien des Visitor
Award ihre Stimmen abgeben . Das Ergebnis birgt für viele sicherlich wenig
Überraschungen : Best Console ging an Sonys Spielekiste PS2 , als Best PC
Hardware wurde Nvidias Grafikchip GeForce 3 von der 750-köpfigen Jury auserkoren
. Gran Turismio 3 wurde als bestes Konsolenspiel ausgezeichnet . Den Award für
das beste PC-Spiel des Jahres konnten sich die finnischen Entwickler von Remedy
für Max Payne sichern . Der französische Vertrieb Ubi Soft ( Rayman-Serie )
erhielt zudem die Auszeichnung Publisher of the Year . In der Kategorie
ECTS-Awards hat Infogrames für sein Action-Adventure Alone in the Dark den CTW
Award für das beste Marketing erhalten . Das britische Branchen-Magazin MCV
vergab seine Auszeichnung Best of British Award an Sold Out Software . Das
Unternehmen Criterion hingegen wurde vom Develop Magazine für das gelungene Game
Design in Renderware ausgezeichnet . Besondere Ehre kam den Entwicklern von
Space Tripper , PomPom , zuteil : Das Spiel erhielt den Edge Award for
Excellence . Mit Spannung wurde aber auch die Vergabe des PC Gamer Award für das
beste PC-Spiel erwartet . Dieser ging diesmal an das Team von Bohemia
Interactive für den Actiontitel Operation Flashpoint . Dynamix-Mitarbeiter
wollen eigene Firma gründen Fünf ehemalige Dynamix-Mitarbeiter wollen eine
eigenständige Firma gründen und sich weiterhin der Entwicklung von Spielen
widmen . Dies geht aus einem Forumsbeitrag auf Tsayadin.com hervor , in dem sich
der Ex-Dynamix-Mitarbeiter Blake Hutchins diesbezüglich geäußert hat . Bereits
jetzt hat das Team konkrete Vorstellungen : So soll die V12-Engine Garage Games
zum Einsatz kommen , um neue Spiele zu entwickeln . Gescheitert seien jedoch
Gespräche mit Sierra , Microsoft und Turbine , um die Tribes-Serie fortzusetzen
. Trotzdem glaubt Hutchins daran , dass es das neue Team schaffen wird . Während
Hutchins und seine Kollegen für die Selbstständigkeit planen , ist Ex-Firmenchef
Dave Georgeson überraschend zur Konkurrenz abgewandert . Aus dem
Tsayadin-Beitrag geht hervor , dass Georgeson einen Vertrag bei dem
Planetside-Entwickler Verant Interactive unterschrieben hat . Er wollte zwar
ursprünglich an dem neuen Projekt mithelfen , ist nach dem Zersplittern der
Gruppe jedoch abgesprungen , schreibt Hutchins . Die US-Spieleschmiede Dynamix
wurde Mitte August vom Mutterunternehmen Sierra geschlossen . Seitdem ist die
Zukunft der Tribes-Reihe ungeklärt . Handwerksbetriebe zögern vorm Schritt ins
Internet Bundeswirtschaftsminister Werner Müller hat das Zögern der
Handwerksbetriebe beim Errichten eines eigenen Internetauftritts bemängelt .
Laut einem Bericht der Berliner Zeitung geht Müller davon aus , dass bisher
lediglich 50 Prozent der kleinen Betriebe das Internet nutzen . Gerade bei
diesem Betrieben sehe er noch erheblichen Nachholbedarf . Dies sagte der
Wirtschaftsminister anlässlich der Preisverleihung des Internetpreises des
Deutschen Handwerks in Berlin . An dem vom Bundesminister für Wirtschaft und
Technologie erstmals gemeinsam mit dem Zentralverband des Deutschen Handwerks ,
der Deutschen Telekom und dem Wirtschaftsmagazin impulse ausgeschriebenen
Wettbewerb nahmen 304 Unternehmen teil , drei davon wurden ausgezeichnet . Den
ersten Platz erreichte die Karl Baumgartner GmbH in Augsburg . Minister Müller
wertete die rege Beteiligung am Wettbewerbung als Erfolg : Nach Ansicht der
Bundesregierung ist das Geschäft übers Internet Teil des globalen Wettbewerbs ,
der auch nach der gegenwärtigen Konsolidierungsphase mit moderaterem Tempo
fortbestehen werde . Compaq bringt neue PDA-Modelle Der amerikanische
Computerhersteller Compaq hat drei neue iPaqs für den deutschen Markt
angekündigt : den H3760 , H3850 und den H3870 mit integrierter
Bluetooth-Funktion . Auf allen drei Geräten ist Microsofts neues Betriebssystem
Pocket PC 2002 vorinstalliert , dass die Redmonder heute in San Francisco
offiziell vorstellen . Bereits Anfang nächster Woche soll man das neue
Betriebssystem auf Compaqs PDAs - beginnend mit dem iPAQ H3760 - auch in
Deutschland bestaunen können . Mit einem veranschlagten Preis von 1.400 Mark ist
der H3760 der günstigste Neuling in der iPAQ-Produktreihe . Die beiden anderen
Modelle stammen aus der H3800-Serie . Deren Akkus sollen laut Herstellerangaben
um bis zu 30 Prozent leistungsfähiger sein als die der Vormodelle . Im Gegensatz
zu dem etwas günstigeren H3850 ( 1.500 Mark ) kann der 1.750 Mark teure H3870
jedoch über eine Bluetooth-Schnittstelle mit anderen kabellosen Endgeräten
kommunizieren . Während der H3850 im Laufe der nächsten Tage erhältlich sein
soll , liefert Compaq den H3870 erst ab Mitte November an die deutschen Händler
aus . Hewlett-Packard , Compaqs neue Muttergesellschaft , wenn es nach den
Vorstellungen der beiden Unternehmen geht , hatte bereits Anfang September 2001
zwei neue Jornadas vorgestellt . Gleichzeitig hat Compaq zwei so genannte
Expansion Packs und weitere SD-Speicherkarten für seine Pocket PCs angekündigt .
Mit dem GSM/GPRS-Pack können iPaq-Nutzer beispielsweise Daten von einem Pocket
PC schnell via Handy über Mobilfunknetze verschicken . Ein eingebauter
Lautsprecher soll den iPaq so zusätzlich zum Mobiltelefon aufrüsten . Das
Bluetooth Wireless Pack rüstet ältere iPaq-Modelle mit dem Bluetooth-Standard
aus , sodass auch diese Modelle wie das iPaq H3870 mit anderen drahtlosen
Geräten kommunizieren können . Genaue Preise stehen jedoch noch nicht fest . Die
neuen SD-Speicherkarten gibt es wahlweise mit 64 oder 128 MByte . Eine
Minitastatur , die sich insbesonders zum Verschicken von Kurznachrichten eignet
, soll ab November erhältlich sein . Bisher gab es sie entweder nur für USB oder
für einen seriellen Anschluss . eSlate soll US-Wahlen modernisieren Auch Dell
Computer versucht , auf dem Markt der elektronischen Wahlsysteme Fuß zu fassen .
In Zusammenarbeit mit dem Entwickler Hart InterCivic will der texanische
PC-Direktversender künftig das elektronische Wahlsystem eSlate vermarkten . Bob
McFarland , verantwortlich für den Bereich Regierung bei Dell Computer , äußerte
sich zuversichtlich zu den Marktchancen von eSlate : " Gerade die letzten
US-Präsidentschaftswahlen in den USA haben gezeigt , wie es um das nationale
Wahlsystem steht und beweisen die Notwendigkeit einer Modernisierung der
amerikanischen Wahlen " . Die US-Präsidentschaftswahlen im vergangenen Jahr
scheiterten beinahe an der katastrophalen Stimmenauszählung , die unter anderem
auf fehlerhafte Wahlmaschinen zurückzuführen war . Aus diesem Grund sind alle
US-Bundesstaaten bemüht , die einzelnen Systeme durch zuverlässigere Soft- und
Hardware zu ersetzen . Die Kosten für ein Eingabegerät beziffert Dell auf 2.500
US-Dollar , die Servervariante hingegen kostet 3.500 US-Dollar und kann bis zu
zwölf Eingabegeräte verwalten . Des Weiteren besteht für den Wahlveranstalter
die Möglichkeit , von Dell- und Hart-Technikern die Systeme gegen eine Gebühr
von 1.000 US-Dollar vorkonfigurieren zu lassen . Studiengang zur Entwicklung
eines Schach-Supercomputers An der schottischen University of Aberdeen will
Peter Vas den ersten Promotions-Studiengang für Schach und Künstliche
Intelligenz einführen . Die Erkenntnisse sollen zur Entwicklung eines
Schach-Supercomputers führen , der die größten Schachgenies schlagen kann . Die
Doktoranden sollen unter anderem von Ex-Schachweltmeister Gary Kasparov betreut
werden , den sich Peter Vas , selbst ein begeisterter Schachspieler , als
Wunschdozenten auserchoren hat . PrimusOnline will gegen das am Freitag
verhängte Powershopping-Verbot in Revision gehen und erwägt eine Abwanderung ins
Ausland . Dies sagte heute Bassam Doukmak , der den Bereich PrimusPowershopping
als Geschäftsführer leitet . Doukmak zeigte sich von der Urteilsbegründung
enttäuscht : " Wenn wir uns beugen , könnten wir unseren Kunden nicht mehr die
günstigsten Preise anbieten . " Eher werde man den Firmensitz ins Ausland
verlegen , als den Richterspruch umzusetzen . Beim Powershopping-Verfahren
werden unterschiedliche Artikel angeboten , deren Preise mit steigender
Bieterzahl sinken . Darin erkannten die Richter vom Oberlandesgericht Köln ein
Verstoß gegen § 1 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb ( UWG ) . " Wenn
der Standort Deutschland wettbewerbsfähig sein soll , dann muss das UWG endlich
im Sinne der Rechtsgestaltung in den übrigen europäischen Ländern ausgelegt
werden " , so Doukmak . Eine endgültige Grundsatzentscheidung will PrimusOnline
über den Bundesgerichtshof erwirken . Erst dann ist die Rechtslage für den
Kölner Internethändler und auch für die Mitbewerber wie LetsBuyIt.com eindeutig
geklärt . Libro stellt Deutschland-Geschäft ein Der österreichische Buch- und
Medienhändler Libro will sich bis Ende August 2001 vollständig aus dem
Deutschland-Geschäft zurückziehen . Laut dpa hat das Unternehmen die deutsche
Gesellschaft liquidiert . Bereits Ende Juni hatte die Buchhandelskette 14 der 19
Libro-Filialen geschlossen oder an Mitbewerber abgegeben . Zeitgleich musste das
Unternehmen Vergleich anmelden . Aus diesem Grund konzentriert man sich jetzt
auf das Kerngeschäft wie den Verkauf von Büchern , Schreibwaren und Musikträgern
. Libro wurde europaweit durch seine Online-Tochter Lion.cc bekannt , die die
Buchpreisbindung umgehen wollte . Claudia Dückner , Marketing-Assistentin von
Libro Deutschland , betonte gegenüber heise online , man habe von dem Ende der
Deutschland-Aktivitäten quasi über Nacht erfahren . Zur Libro-Unternehmensgruppe
gehört MVL , Libro Österreich , Libro Deutschland , Libro Entertainment ,
Amadeus Mediaplex , Lion.cc und der Online-Shop CeDe . Testverkauf für
PS2-Festplatte in Japan Die angekündigte Playstation-2-Festplatte mit
integriertem Modem soll ab dem 19. Juli über die Sony Japan Website verkauft
werden . Nach Angaben von Sony Japan findet am 19. Juli jedoch nur ein erster
Testverkauf statt . Über den offiziellen Verkaufsstart macht Sony derzeit noch
keine Angaben . Zunächst wolle man die Stabilität des Playstation-Netzwerkes
sicherstellen , heißt es in einer Sony-Mitteilung . Während der Testphase will
Sony Japan insgesamt 7.500 interne und 2.500 externe Festplatten verkaufen .
Getestet werden soll auch die Funktionsfähigkeit mit kommenden Spieletiteln ,
die Daten auf die Festplatte auslagern oder Erweiterungen aus dem Internet
abspeichern . Die HD soll 12 cm x 3,9 cm x 17,8 cm messen , 1,1 Kilogramm wiegen
und bis zu 40 GB Daten speichern . Nach einer Meldung der Spiele-Website The
Magix Box kostet die interne Version 102 US-Dollar ( 238 Mark ) und das externe
Modell 108 Dollar ( 252 Mark ) . Hiervon ist bei Sony jedoch noch nie die Rede
gewesen . PS2-Besitzer können ab sofort auf der Sony Japan Website Bestellungen
abgeben . Sony Deutschland machte zur Verfügbarkeit der HD in Deutschland und
auch in den USA keine Angaben . Urheberrechtsstreit um Vogelstimmen-Archiv im
Internet Eigentlich wollte der Betreiber von Vogelstimmen.de , Christian Heil ,
auf seiner Website allen Interessierten über sein Hobby berichten . Jetzt muss
sich der Hobby-Ornithologe mit dem Vorwurf der Urheberrechtsverletzung
auseinander setzen : Karl-Heinz Dingler , Geschäftsführer des Musikverlages
Ample Edition , hat auf der Website Stimmen von einer seiner verkauften CDs
wiedererkannt und Heil dazu aufgefordert , diese zu entfernen . Diese seien
unter anderem von ihm auf der CD Vogelstimmen im Park und Garten veröffentlicht
worden . Christian Heil war zu einem Kommentar nicht zu erreichen .
Währenddessen hat Heil per Mail mit Dingler Kontakt aufgenommen und ein
Einlenken signalisiert . Er versprach ihm , alle Samples vom Ample-Verlag sofort
zu entfernen . Trotzdem bestreitet er , jemals Vogelstimmen von einem Tonträger
kopiert zu haben . Gleichzeitig beschwerte er sich über das Verhalten von
Dingler , ihn bei anderen Webmastern zu verleumden . Derzeit ist lediglich die
Startseite von Vogelstimmen.de erreichbar . Interessierte konnten unter anderem
in Samples reinhören und diese per E-Mail an Freunde verschicken . Yahoo
eröffnet eigenen eBook-Shop Das amerikanische Internetprotal Yahoo hat heute
seinen Shop durch die Kategorie eBooks erweitert . Dies wurde durch eine
Kooperation mit vier führenden US-Verlagen ermöglicht . Neben Penguin Putnam ,
Simon & Schuster , Random House ( US-Sparte der Bertelsmann AG ) hat sich auch
HarperCollins dazu bereit erklärt , ausgewählte Titel als eBooks bei Yahoo
anzubieten . Zur Auswahl stehen derzeit jedoch ausschließlich Bücher für den
Microsoft Reader und den Adobe eBook Reader , insgesamt rund 1000 Titel . Mit
Ausnahme der etwas eingeschränkten Auswahl unterscheidet sich die neue
Shop-Rubrik kaum von anderen Rubriken . Neugierige , die sich vorher noch nicht
mit dem Thema eBooks beschäftigt haben , können sich zudem über das
elektronische Buchformat informieren . Und auch Schnäppchenjäger kommen auf ihre
Kosten : Teilweise sind ausgewählte eBooks bereits ab fünf US-Dollar erhältlich
. Durch die Erschließung neuer Geschäftsfelder erhofft sich Yahoo eine
Steigerung des Umsatzes . Eine Erweiterung des deutschen Online-Shops sei
derzeit jedoch nicht geplant , erklärte Yahoo-Sprecherin Claudia Strixner
gegenüber heise online . " Hierbei handelt es sich um ein rein amerikanisches
Vorhaben " , sagte sie . Durch die Zunahme der eBook-Verkaufsstellen im Internet
wächst gleichzeitig die Angst vor Raubkopien . Zuerst gelang dies einer Gruppe
von Programmierern : Ihr Tool knackte den Kopierschutz des Adobe Acrobat
eBook-Reader . Daraufhin folgte eine überarbeitete Reader-Version - wenige Tage
danach aber auch eine neue Version des Hacktools . Der Kopierschutz des
Microsofts Reader soll ebenfalls mangelhaft sein . Einen Beweis dafür gibt es
jedoch bisher nicht . Playstation 2 vor GameCube in Japan Demnach liegt die
Spielekiste hinter dem Konkurrenten Playstation 2 ( PS2 ) von Sony auf dem
dritten Platz . Der Elektronikkonzern konnte mit 40.560 verkauften Konsolen im
gleichen Zeitraum fast doppelt so viele Geräte absetzen und rangiert damit auf
Platz zwei der Famitsu-Charts . Auf Platz eins liegt unangefochten der Game Boy
Advance mit 61.550 verkauften Einheiten . Nintendo wollte diese Zahlen nicht
kommentieren . Das japanische Unternehmen hatte kurz nach dem Verkaufsstart am
14. September 2001 300.000 verkaufte Konsolen gemeldet . Ein weitere positive
Nachricht für die Playstation 2 meldet Play France . Dort will man in Erfahrung
gebracht haben , dass die PS2-Verkauszahlen nach der Preissenkung zumindestens
in Großbritannien um 52 Prozent gestiegen sind . Ob sich die Preisreduzierung
hierzulande auch positiv auf die Verkaufszahlen auswirkt , bleibt abzuwarten .
Sony war zu einer Stellungnahme nicht zu erreichen . Während Nintendo und Sony
derzeit um den japanischen Markt kämpfen , schmiedet Microsoft mit zahlreichen
Spieleentwicklern Allianzen . Ultima Blade of Darkness ( Winter 2002 ) ,
Nachfolger von Blade of Darkness für den PC , Mike Tyson Heavyweight Boxing (
April 2002 ) und Pro Race Driver ( drittes Quartal 2002 ) . Auf der offiziellen
Xbox-Website sind bisher 35 Spiele angekündigt - darunter jedoch noch nicht die
Codemasters-Titel . Activision kauft langjährigen Partner Treyarch Der
amerikanische Videospielevertrieb Activision hat heute die Übernahme des
Spieleentwicklers Treyarch bekannt gegeben . Nach eigenen Angaben will das
US-Unternehmen so seine eigenen Kräfte bündeln , um effektiver neue Spiele für
die kommenden Konsolen entwicklen zu können . Zudem soll dadurch die eigene
Marktführung in den Bereichen Action und Actionsport gestärkt werden .
Activision-COO Ron Doornik äußerte sich zuversichtlich über die
Weiterbeschäftigung der Treyarch-Angestellten . Dazu zählen unter anderem
Spider-Man und Tony Hawk's Pro Skater 2 für die Konsole Dreamcast . Derzeit sind
die Auftragsbücher bei Treyarch gut gefüllt . Allein für Activision sind fünf
Spiele in der Mache : Tony Hawk's Pro Skater 2x , Spider-Man The Movie , Shaun
Palmer's Pro Snowboarder 2 , Kelly Slater's Pro Surfer und Minority Report .
Tryarch wurde im Jahr 1996 von fünf Leuten gegründet und beschäftigt derzeit
ungefähr 140 Mitarbeiter . Das damals noch sehr kleine Entwicklerteam feierte
den ersten Erfolg mit Die By The Sword . Auszeichnung für deutschen
Internetpionier Gestern wurde Daniel Karrenberg , einer der Mitbegründer der
RIPE NCC , für seine Mithilfe am Aufbau des Internets mit dem Jon Postel-Award
ausgezeichnet . Der Preis in Form einer Glaskugel wird Karrenberg am heutigen
Abend im Rahmen der INET 2001 in Stockholm vom Architecture Board ( IAB )
überreicht . Daniel Karrenberg hat neben dem RIPE NCC , eine der ersten
zentralen Vergabestellen für IP-Nummern , den Provider EUNet in der
Gründungszeit mitaufgebaut . Der Vorsitzende des IAB , Brian Carpenter , äußerte
sich zufrieden über die Vergabe des mit 20.000 US-Dollar dotierten Preises : "
Karrenberg hat nie auf seinen wirtschaftlichen Vorteil gesetzt , aber viele
persönliche Opfer für den Aufbau des Netzes gebracht . " Nach der Übergabe
bedankte sich der Preisträger bei den anwesenden Kollegen und Freunden , die der
Verleihung in Stockholm beiwohnten : " Der Preis ist vor allem auch dazu da , um
sich an Jon Postel zu erinnern . " Der Preis wurde nach dem Internetpionier Dr.
Jonathan Postel benannt , der unter anderem am ARPANET mitarbeitete und als
Direktor die IP-Vergabestelle Internet Assigned Numbers Authority ( IANA )
leitete . Bis kurz vor seinem Tod überwachte er als Herausgeber des Request for
Comments Editor ( RFC ) die Entwicklung neuer Internet-Standards . Rabattgesetz
bleibt vorerst bestehen Die Abschaffung des Rabattgesetzes und der
Zugabeverordnung verschiebt sich über den 1. Juli hinaus . Nach der ersten
Lesung im Bundestag am 5. April hat die CDU jetzt eine zusätzliche
Ausschusssitzung zu diesem Thema einberufen . Experten gehen davon aus , dass
die endgültige Verabschiedung des Gesetzes verschoben werden muss . " Viele
könnten enttäuscht reagieren , wenn jetzt die Reform nicht zum verabredeten
Termin in Kraft trete . " Auch für die Händler kommt die Verschiebung eher
überraschend . So haben bereits jetzt Unternehmen wie Media-Markt ihre
Marketingkampagnen auf die Verabschiedung des Gesetzes abgezielt . Das
Rabattgesetz existiert seit mehr als 70 Jahren und untersagt es den Händlern ,
Kunden mehr als drei Prozent Nachlass zu gewähren , während die Zugabeverordnung
Gratisbeigaben zu einem Produkt verbietet . Die Verzögerung könnte auch
Konsequenzen für die Bundesregierung haben , zumal die EU-Kommission ihr
angedroht hat , Deutschland vor den Europäischen Gerichtshof zu zwingen , sollte
die Regierung das Rabattgesetz nicht korrigieren . Weltweiter Internetzugang per
Iridium-Handy Die Iridium Satellite LLC löst ihr Versprechen ein , über das
eigene Satelliten-gestützte Telefonnetz einen Datenübertragungsservice
anzubieten . Wer ein Iridium-Handy und das spezielle Data Kit hat , kann nun
weltweit Daten mit einer Geschwindigkeit von 9600 bps empfangen und auch senden
. Dabei schien das Iridium-Telefonnetz fast am Ende . Nachdem der Betreiber
Motorola am 23. August 2000 sein Satellitennetz zum Konkursrichter führte ,
übernahm der amerikanische Flugzeugbauer Boeing das finanziell angeschlagene
Unternehmen . Ein Großauftrag des Pentagon verhalf dem US-Betreiber zusätzlich
zu mehr Liquidität . Des Weiteren befinden sich im Paket ein Datenadapter , ein
Standfuß , eine spezial beschichtete Tragetasche und die Iridium World Data
Services CD . Neben gängigen Internettools enthält die CD auch eine spezielle
Internetzugangssoftware , um die Verbindung zum Iridium World Data Services-Netz
aufnehmen zu können . Die Kosten für ein Iridium-Handy belaufen sich in den USA
auf 900 bis 1500 US-Dollar . Nähere Informationen zu den Verbindungsgebühren und
den Kosten für das Data Kit sind noch nicht bekannt . Routenplanung mit PDA und
Handy Der italienische Motorradhersteller Aprilia will seinen Kunden künftig
eine komfortablere Routenplanung ermöglichen . Hierzu benötigen die
Motorradfahrer den iPAQ PDA H3630 von Compaq und das Siemens-Handy C35 nebst
diverser Halterungen und einem GPS-Sender/Empfänger . Diese Ausstattung wird von
Aprilia beim Kauf des Motorrads SL 1000 Falco bereits mitgeliefert . Das so
genannte Offboard-Navigationssystem ermöglicht den Zugriff auf das Global
Positioning System von Tegaron Scout , das den jeweiligen Standort des
Motorradfahrers ermittelt . Zum Planen einer Route muss der Biker seinen Zielort
in den iPAQ eingeben . Das mit dem PDA per Kabel verbundene Handy sendet
anschließend die Anfrate via SMS an die Tegaron-Zentrale , die eine Fahrtroute
zum gewünschten Zielort erstellt und die Routendaten via SMS an den Sender
zurückschickt . Pro geplanter Route berechnet Tegaron zwei Mark zuzüglich
SMS-Gebühren . Verstaut werden die Geräte unter einer Klarsichthülle im
Tankrucksack . Das so genannte Scout-Kit enthält zusätzlich ein Headset , das
nach eigenen Angaben eine klare Sprachausgabe auch bei hohen Geschwindigkeiten
ermöglichen soll . Interessenten können das Kit bei Aprilia auch ohne Motorrad
kaufen . Dann werden jedoch 3000 Mark für die mobile High-Tech-Routenplanung
fällig . Motorrad- und Autofahrer , die bereits einen iPAQ und ein passendes
Handy besitzen , finden das fehlende Zubehör zum Preis von rund 800 Mark bei
Compaq . Sicherheitsloch auf "Safe-Harbor"-Website Eine Website des
US-Wirtschaftsministeriums hat monatelang streng vertrauliche Angaben von
US-Firmen preisgegeben , darunter die von Microsoft , Intel und Procter&Gamble .
Nach einem Bericht von Wired News waren auf den Safe-Harbor-Seiten brisante
Wirtschaftsdaten einsehbar , die der US-Regierung unter strikter Geheimhaltung
im Rahmen eine Abkommens mit der EU über den " Austausch von persönlichen Daten
" nach dem Prinzip des Sicheren Hafens erhoben hatte . Besucher der Site sollen
die Möglichkeit gehabt haben , auf die Datenbank des Department of Commerce
zuzugreifen und dort Firmendaten zu verändern . Laut dem Bericht war das
Sicherheitsloch mehrere Monate geöffnet . Nach Angaben des
Wirtschaftsministeriums wurde es am Mittwoch dieser Woche gestopft . Zu
möglichen Manipulationen der Daten hält sich das Ministerium bedeckt , bedauert
jedoch den Vorfall . IBM verkauft PCs über eBay-Shop Der US-Computerriese IBM
und das Internet-Auktionshaus eBay.com haben eine Allianz in den Bereichen
Software , Verkauf und Marketing geschlossen . Ein wesentlicher Bestandteil sei
unter anderem der Verkauf von weiteren IBM-Computern über den Shop des
Online-Auktionshauses . Ein entsprechendes Pilotprojekt über mehrere Monate sei
zuvor entsprechend positiv verlaufen , begründete IBM sein verstärktes
Engagement . IBM will mit diesem Schritt vor allem Kunden gewinnen , die bisher
nicht das Shopangebot auf IBM.com nutzen . Das Auktionshaus will diese Software
für die Schaffung neuer Handelsplattformen im Internet einsetzen . WebSphere ist
eine so genannte Middleware , die für die reibungslose Kommunikation zwischen
dem Betriebssystem und den Applikationen sorgt . Halbleiterbranche im Aufschwung
Der US-Industrieverband der Chipproduzenten , Semiconductor Industry Association
( SIA ) , sieht für das Jahr 2002 eine positive Entwicklung voraus . Dies
entspricht einer Steigerung des Branchenumsatzes um 20,5 Prozent . Eine weitere
Steigerung um 25 Prozent erwartet der Verband im Jahr 2003 . Im darauf folgenden
Jahr soll das Umsatzwachstum jedoch wieder auf sieben Prozent zurückgehen . Die
aktuelle Entwicklung bringt jedoch andere Zahlen zum Vorschein . Nach
Schätzungen der SIA reduzierte sich der Halbleiterumsatz im April gegenüber dem
Vorjahr um 22 Prozent . Kirk Pond , SIA-Vorsitzender , unterstrich die Absicht
der Chipentwickler , durch die Produktionsdrosselung der Krise entgegenzuwirken
. Die Hersteller verwalteten nach außergewöhnlich erfolgreichen Jahren
überfüllte Lager . Erhebliche Überkapazitäten wurden allerdings bereits in den
vorausgegangenen zwei Quartalen abgebaut . Bei einigen ist der Abbau noch in
vollem Gange . Etwa bei Texas Instruments , die am Dienstag dieser Woche die
vorübergehende Stillegung zweier Fabriken ankündigten . Mit Dell ,
Hewlett-Packard ( HP ) und Compaq ziehen weitere Branchengrößen ähnliche
Resümees zu den Tendenzen im Chipsektor . Während Compaqs CEO Michael Capellas
eine Abschwächung des europäischen Marktes voraussieht , beschreibt
Hewlett-Packards CEO Carly Fiorina ein vollkommen anderes Szenario . Für sie
deuten alle Anzeichen auf eine " globale Verlangsamung " hin . Bluetooth-Karte
für den Palm Ende dieses Jahres soll dem Datenaustausch zwischen Handhelds von
Palm und Bluetooth-fähigen Geräten wie Handys und Computern nichts mehr im Wege
stehen . Zu diesem Zweck präsentierte heute der Handheld-Hersteller Palm auf dem
Bluetooth-Kongress 2001 in Monte Carlo die Entwicklung einer SD-Bluetooth-Karte
für seine Palm Personal Digital Assistents ( PDA ) . Voraussetzung für die
Verwendung der SD-Bluetooth-Karte ist der von Palm entwickelte SD/MultiMediaCard
Erweiterungsslot , den zurzeit ausschließlich die beiden Handhelds m500 und m505
vorweisen können . Ein möglicher Verwendungszweck ist die Kommunikation zwischen
dem Palm und Telefonen , um E-Mails abzurufen . Palm beziffert den Preis auf 150
US-Dollar , die ersten SD-Bluetooth-Karten werden voraussichtlich Ende 2001 an
den Handel ausgeliefert . Ein drohender Rechtsstreit mit dem
Grafikprogramm-Entwickler iPIX hat den deutschen Mathematik-Professor Helmut
Dersch dazu bewogen , seine Website vom Netz zu nehmen . Im Gespräch mit heise
online sagte Dersch , dass er " von einem Bekannten aus den USA gewarnt worden
sei , iPIX wolle gegen ihn gerichtlich vorgehen " . Daraufhin habe er sein
Webangebot freiwillig zurückgezogen . Die Internet Pictures Corporation ( iPIX )
argwöhnt , dass Derschs kostenlos angebotenes Panorama-Programm PTStitcher
Patente verletzt . Mit PTStitcher lassen sich 360-Grad-Bilder erzeugen . Dersch
, der an der Fachhochschule Furtwangen Mathematik und Physik lehrt , äußerte
sich verärgert über die Vorwürfe : Des Weiteren bittet er die Besucher seiner
Website um Verständnis : Um eine weitere Konfrontation mit iPIX zu vermeiden ,
will Dersch seine umstrittenen Programme wie PTStitcher modifizieren . Nicht
betroffene Tools wie PTStripe und PTStereo sollen auf der überarbeiteten Website
weiterhin unverändert zum Download angeboten werden . iPIX begann bereits 1999
mit der Verfolgung potentieller Patentrechtsverletzungen . Die Folge waren
unzählige Abmahnungen an diverse Websitebetreiber , die auch zu Derschs
Grafikarchiv verlinkten . Es bleibt abzuwarten , ob iPX die Modifizierungen
akzeptiert . Menschheit gegen Affen jetzt als Spiel 33 Jahre nach dem Film
Planet der Affen soll zum ersten Mal ein auf der Handlung der SF-Legende
basierendes Spiel erscheinen . Darauf haben sich der Filmrechte-Inhaber Fox
Interactive und die Spieleentwickler Ubi Soft sowie Visiware geeinigt . Während
sich Ubi Soft um die Gameboy Color- und Gameboy Advance-Umsetzung kümmert ,
entwickelt Visiware die PC- und Playstation-Variante . Alle Spiele sollen jedoch
den gleichen spielerischen Ablauf bieten . Entgegen den Erwartungen mancher Fans
haben die Umsetzungen jedoch nichts mit der Neuverfilmung zu tun , die derzeit
in den deutschen Kinos läuft . " Es tauchen weder Figuren auf noch werden
Konflikte aus dem aktuellen Film von Tim Burton in den Spielen geschildert " ,
versicherte Ubi-Soft-Sprecher Niels Bogdan gegenüber heise online . Nähere
Informationen über das Spielgeschehen konnte der französische Vertrieb jedoch
nicht machen : Der erste Teil erschien 1968 und basierte auf den gleichnamigen
Roman von Pierre Boulle . Die Urfassung wurde in den USA ausgestrahlt , als die
rassenpolitischen Unruhen dort ihren Höhepunkt erreicht hatten . Microsoft
riskiert Blick in die Xbox-Zukunft Ohura stützt sich bei seiner Aussage auf die
vergleichsweise magerere Ausstattung der Konkurrenzkonsolen Playstation 2 ( PS2
) und GameCube . Zwar hatte Sony Japan über seine Website am 19. Juli eine
Festplatte mit integriertem Modem angeboten , jedoch nur in begrenzter Stückzahl
. Eine Ausweitung der bisher einmaligen Aktion ist derzeit aber nicht geplant .
Nintendo vertritt selbst die Ansicht , dass ihre Kunden vorrangig eine
Spielkonsole und keine " Entertainment-Center " erwerben wollen . Gleichzeitig
verwies Horohisa Ohura auf das geplante Online-Spiele-Netzwerk , das sechs
Wochen nach dem Japanstart der Konsole vorgestellt werden soll . Zu diesem
erhalten japanische Xbox-Spieler Zugang via ADSL über das Netz von NTT
Communications ; Microsoft-Server verwalten die Onlinespiele . Dieses speziell
für die Xbox geplante Netzwerk soll sich vor allem durch eine stabile Verbindung
von anderen Umgebungen , wie etwa dem Internet , unterscheiden . Zudem sei es "
vollkommen virenfrei " , sagte Ohura . Der Verkaufsstart der Konsole in den USA
ist für den 8. November 2001 geplant , in Japan soll sie am 22. Februar 2002
erscheinen . Währenddessen sind im Internet erste Gerüchte über einen
angeblichen Nachfolger der Xbox aufgetaucht . Das Betriebssystem soll wiederum
von Microsoft und der Grafikchip von nVidia stammen . Ein ähnliches Konzept
verfolgt Sony mit der Playstation 2 unter dem Schlagwort " Connectainment " :
Mit Hilfe von Partnerfirmen wie AOL , Macromedia , Cisco und RealNetworks soll
die Playstation 2 zum " AOL-Client " und Wiedergabegerät für Video- und
Audioströme aus dem Netz mutieren . Bis Ende des Jahres will das Unternehmen
zudem eine Java Virtual Machine für die Playstation 2 anbieten . Sie soll den
Datenaustausch zwischen der PS2 und unter anderem Java-PDAs ermöglichen .
Handy-Prepaid-Karten per SMS aufladen Siemens hat eine Technik entwickelt , die
das Aufladen von Handy-Prepaid-Karten erheblich vereinfacht . Mit dem
MoneyBeamer können Handybesitzer bald ihre Guthaben per SMS oder per WAP
aufladen , ohne die üblichen PIN-Gutscheine im Laden kaufen und später ins Handy
eingeben zu müssen . Aufgeladen werden die Handys , indem der Kunde an seinen
Netzbetreiber eine SMS- oder eine WAP-Mitteilung verschickt . Siemens beziffert
den Kostenvorteil durch den Einsatz dieser Mobile-Commerce-Lösung für den
Netzbetreiber auf rund 30 Prozent . Alle MoneyBeamer-Angebote enthalten
zusätzlich einen so genannten " Honey-Money-Bonus " . So ist es unter anderem
Eltern möglich , die Karten ihrer Kinder schnell und einfach aufzuladen . In
Tschechien wird MoneyBeamer bereits erfolgreich getestet . Dort bietet der
Mobilfunkbetreiber Cesky' Mobil ( Oskar ) seinen Kunden einen zusätzlichen
Service an : Siemens plant unterdessen bereits eine zweite Generation der
MoneyBeamer-Technik . Besonders Firmen sollen von dem Group Account Recharging
profitieren , wobei eine Person die Konten von mehreren Nutzern gleichzeitig
aufladen kann . Microsoft ändert Handy-Strategie Der Softwaregigant Microsoft
will nun doch sein Handy-Betriebssystem Stinger auf Nokia-Mobiltelefonen
einsetzen . Nach Berichten der Financial Times Deutschland sagte Microsoft-Chef
Steve Ballmer , er habe gegen eine " tiefer gehende Partnerschaft mit Nokia "
nichts einzuwenden . Die Strategiewende kommt für die Microsoft-Partner Samsung
und Mitsubishi und die Interessenten wie Vodafone und T-Mobile nach einer
anderslautenden Ankündigung überraschend . Damit forcieren die Redmonder einen
strategischen Richtungswechsel und setzen den bisherigen Nokia-Partner Symbian
unter Druck . Nokias-Firmensprecher Lauri Kivinen gab sich gelassen und wenig
beeindruckt . Der Handy-Weltmarktführer wolle auch in Zukunft die Handy-Software
des Mobilfunk-Spezialisten Symbian verwenden . Offen zeigte sich Kivinen
gegenüber einer eingeschränkten Zusammenarbeit mit Microsoft , um die
Kommunikation zwischen Nokia-Handys und Microsoft-Plattformen weiter zu
optimieren . " Die Mobilfunkanbieter sehen mit Sorge , dass Nokia eine sehr viel
stärkere Kundenbindung aufgebaut hat als sie selbst . " Trotz des
Entgegenkommens von Microsoft ist ein Einlenken Nokias äußerst unwahrscheinlich
. Das US-Unternehmen Symbian wurde von den umsatzstärksten Mobilfunk-Entwicklern
gegründet . Dazu zählen neben Nokia auch Ericsson , Motorola und Matsushita .
Zusätzlich kündigte Nokia an , das von Symbian entwickelte Betriebssystem Epoc
auf allen kommenden Smartphones einzusetzen . Damit ist es Besitzern eines
solchen Handys möglich , neben dem Telefonieren unter anderem auch E-Mails zu
verschicken . MSNBC : Ballmer räumt Fehler ein Microsoft-Chef Steve Ballmer ist
mit dem eigenen News-Portal MSNBC nicht mehr zufrieden . In einem Gespräch mit
der Nachrichtenagentur Reuters sagte Ballmer : " Wenn wir jetzt zu entscheiden
hätten , das Web-Portal online zu stellen , würden wir uns dagegen aussprechen .
" Ballmer deutete zudem an , dass Microsofts Stärken nicht im Content-Geschäft
liegen . Die kritische Haltung zu MSNBC , eine Kooperation zwischen Microsoft
und dem Fernsehsender NBC , fällt in eine Zeit rückläufiger Anzeigengeschäfte .
Diese Quelle sprudelt seit geraumer Zeit nicht mehr , wie von europäischen oder
US-Medienunternehmen erhofft . Der Rückgang der Werbeeinnahmen zwang unter
anderem NBC , ein Büro der Internet-Tochter in San Francisco zu schließen . Auch
in Deutschland verläuft längst nicht mehr alles nach Plan . Sportgate droht
Insolvenzverfahren Die als Internet-Portal geplante Website Sportgate , an der
der ehemalige Tennisspieler Boris Becker mehrheitlich beteiligt ist , steht kurz
vor der Pleite . Die Berliner Sportgate AG kündigte heute an , dass in den
nächsten Tagen eine " endgültige Entscheidung über die Zukunft des Unternehmens
" fallen soll . Intensive Gespräche der Gesellschafter würden am Wochenende
weitergehen . Pixelpark-Chef Paulus Neef , Aufsichtsratschef der Gesellschaft
und an dem Portal mit fünf Prozent beteiligt , müsse weitere Mittel zuschießen ,
wird Thoma von Bild zitiert . Bisher sei aber noch kein Geld geflossen .
Gegenüber Spiegel-Online zeigt sich Thoma verwundert über die Darstellung von
Bild . " Es ist zwar richtig , dass Herr Neef kein weiteres Geld bezahlen will ,
doch Boris Becker verhält sich genauso . " Die unendliche Geschichte von
US-Mobilfunklizenzen Damit will sich das Unternehmen nach eigenen Angaben zu
einem führenden Anbieter für Sprach- und Daten-Dienste etablieren . Außerdem
habe man dem Konkursgericht , das mit über die Zukunft von NextWave zu
entscheiden hat , einen Zahlungsplan für die Gläubiger vorgelegt . Zu den
bekannt gewordenen Investoren gehören unter anderem Bay Harbour Partners ,
Credit Suisse First Boston Management und Qualcomm . Während das eigentlich tot
geglaubte Unternehmen um zahlungskräftige Investoren buhlt , führt es parallel
den Kampf um die von der Federal Communications Commission ( FCC ) versteigerten
Mobilfunklizenzen weiter . Diese gehörten ursprünglich NextWave , das die
Lizenzen 1997 in einer Auktion der FCC ersteigert hatte . Nicht nur NextWave
möchte aber die Mobilfunklizenzen gerne ohne den Weg über die FCC bekommen . Die
Firmen wollten mit dem Geld die Verfügbarkeit ihrer Handynetze in Großstädten
sicherstellen , da es dort schon jetzt zu Engpässen kommt . Libro mit gewaltigem
Jahresfehlbetrag Die Libro-Gruppe , die bereits am 29. Juni Vergleich angemeldet
hatte , begründet diese negativen Zahlen mit operativen Verlusten in den
Teilbereiche Libro und Amadeus sowie dem fehlgeschlagenen Großflächenkonzept .
Zudem sei die Ausweitung der Geschäftstätigkeit in Deutschland Schuld an den
tiefroten Zahlen . Bereits Anfang Juli hatte die Gruppe den Rückzug aus dem
Deutschland-Geschäft angekündigt , der Ende August abgeschlossen sein soll .
Dieser Ankündigung war die Schließung von 14 Libro-Filialen vorausgegangen .
Libro begründete den Rückzug damit , sich auf das Kerngeschäft wie den Verkauf
von Büchern konzentrieren zu wollen . Mitte Juli kam es zu Lieferengpässen beim
Libro-Tochterunternehmen Lion.cc . Dort wurden Kunden , die günstige DVDs
bestellt hatten , immer wieder mit derselben Stellungnahme hingehalten .
Zugleich verwies der Kundenservice auf die schwierige Lage des
Mutterunternehmens Libro . US-Behörden zerschlagen großen Kinderpornoring Die
US-Behörden haben nach einer fast zwei Jahre andauernden geheimen Operation
einen großen internationalen Kinderpornoring zerschlagen . Dies gab der
US-Justizminister John Ashcroft am Mittwoch auf einer Pressekonferenz bekannt .
Man habe den Machenschaften der Firma Landslide ein Ende gesetzt , die
kinderpornografische Videos und Bilder über das Internet verkaufte , sagte
Ashcroft . Nach Angaben der leitenden Staatsanwältin Terri Moore waren auch
Bilder darunter , die Vergewaltigungen von Kindern durch Erwachsene zeigen . Im
Mittelpunkt der Ermittlungen , an denen der Inspektionsdienst der US-Post
maßgeblich beteiligt war , stand die Firma Landslide Incorporated in Fort Worth
( Texas ) . Landslide vertrieb Kinderpornografie unter anderem aus Russland und
Indonesien . Der 38-jährige Thomas Reedy erhielt lebenslänglich , seine
33-jährige Ehefrau 14 Jahre Gefängnis . Die Reedys arbeiteten für eine
internationale Kinderpornografie-Bande . Landslide soll nach Angaben der Polizei
weltweit mindestens 250.000 Kunden haben , die rund 30 Dollar Beitrag pro Monat
zahlten . Der Besitz von Kinderpornografie ist in den USA ein Delikt , das nach
Bundesgesetzen verfolgt wird . Bei den nach Bundesrecht verhängten
Gefängnisstrafen gibt es keine vorzeitige Begnadigung . Die Staatsanwältin Moore
sagte der Presse , sie hoffe , dass die hohen Haftstrafen abschreckend wirkten .
Spieleentwickler Ascaron stellt Insolvenzantrag " Der Insolvenzantrag wurde
aufgrund der drohenden Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens gestellt " , heißt
es in einer offiziellen Mitteilung von Ascaron . Zudem handle es sich hierbei um
eine kaufmännische Vorsichtsmaßnahme zur Sicherung der Arbeitsplätze . Ascaron
beschäftigt derzeit 80 Mitarbeiter . Am Tag des Insolvenzantrags konnte die
Firma zugleich auf ihr zehnjähriges Bestehen zurückblicken - ein wenig
freudvolles Firmenjubiläum . Nach Informationen von Ascaron habe man es nicht
mehr geschafft , bei Banken die notwendige Kreditsicherheit vorzuzeigen .
Software , die sich noch in der Entwicklung befindet , werde von Banken nicht
als Sicherheit angesehen . Trotzdem kommt dieser Schritt für viele Fans der
Ascaron-Spiele überraschend . Die Fußball-Aktions- und Managementsimulationen
der Anstoss-Reihe und erfolgreiche Wirtschaftsspiele wie der Patrizier ,
Patrizier II oder auch Hanse haben sich ebenso Freunde gemacht wie das
Fernfahrerspiel King of the Road . Ein weiteres Beispiel dafür sind Dynamix und
Sega : Während sich Sega durch einen umfangreichen Stellenabbau und eine
Neuausrichtung des Unternehmens vor einem finanziellen Kollaps retten konnte ,
wurde Dynamix von Firmenmutter Sierra überraschend geschlossen . Sierra selbst
hat eine Verkleinerung durchgemacht . Intel verklagt Via Technologies Der
amerikanische Chiphersteller Intel hat gegen Via Technologies vor einem Gericht
in Delaware ( USA ) Klage eingereicht . Nach Informationen des Wall Street
Journal wirft Intel dem taiwanischen Chipsatzentwickler vor , fünf Patente
verletzt zu haben . Via habe in den Chipsätzen P4X266 und P4M266 Techniken
verwendet , die sich Intel habe schützen lassen , schreibt das WSJ weiter .
Bereits vor einem Jahr waren die beiden Unternehmen aneinander geraten . Damals
konnten sie sich jedoch außergerichtlich einigen . Ericsson legt Deutschland- ,
Österreich- und Schweiz-Geschäft zusammen Der schwedische Kommunikationskonzern
Ericsson hat am 1. September 2001 zentrale Aufgaben seiner nationalen Präsenzen
in Deutschland , Österreich und der Schweiz zusammengefasst . Im Rahmen dieses
Kostensenkungsprogrammes hat das Unternehmen über 500 Mitarbeiter entlassen ,
einen Großteil davon in Deutschland . Hier baut Ericsson 400 Arbeitsplätze ab ;
150 davon sollen " ausgelagert " werden . Nach Unternehmensangaben ist dieser
Schritt Teil des globalen Effizienzprogramms , das bereits im April 2001
angekündigt wurde . Ericssons erklärtes Ziel ist dabei die schnelle Rückkehr in
eine gesunde Gewinnlage . Für die neu gebildete Drei-Länder-Organisationseinheit
mit Sitz in Düsseldorf steht bei Ericsson das Akronym " DACH " ( D für
Deutschland , A für Österreich und CH für die Schweiz ) . Die Leitung soll der
bisherige Präsident der Ericsson Schweiz AG , Kristian Tear , übernehmen . Seine
Aufgabe soll nach Unternehmensangaben vordringlich darin bestehen , den
UMTS-Netzausbau in den drei Ländern voranzutreiben . Ericsson hat in Deutschland
bisher Verträge mit D2 Vodafone , Mobilcom und E-Plus , in Österreich mit
Mobilcom und Connect One , in der Schweiz mit Swisscom unterzeichnet . Zudem
liefert der schwedische Konzern in diesen Ländern GSM-Netztechnik an D2 Vodafone
und Swisscom . Erst vor wenigen Tagen hatten Ericsson und Sony die Fusion ihrer
Mobilfunksparten angekündigt - Angaben über mögliche Entlassungen wurden jedoch
nicht gemacht . Nach Informationen der Financial Times Deutschland soll diese
Kooperation im Juli 2002 starten . Danach seien die beiden Marken Erisson und
Sony zumindestens im Mobilfunkbereich verschwunden , einen neuen Namen habe man
jedoch noch nicht gefunden . Amazon-Chef freut sich auf Weihnachten Der
Online-Medienversender Amazon will sich nicht unterkriegen lassen : Verluste und
eine wenig begeisternde Börsengeschichte sollen nicht das letzte Wort sein .
Aktuelle Zahlen sprechen dafür , dass der Pionier des
Online-Buchversandgeschäfts seine Talsohle durchschritten haben könnte , und die
Unternehmensspitze blickt hoffnungsvoll auf das kommende Weihnachtsgeschäft .
CEO Jeff Bezos hat in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters
Optimismus demonstriert . Er erwarte eine sehr vielversprechende
Weihnachtssaison , sagte er am Freitag an der Nasdaq , die er per Knopfdruck
eröffnen durfte . Bezos verspricht sich einiges von Neuheiten , beispielsweise
im Videospielbereich . Er blieb mit seinen Angaben jedoch allgemein und eher
nebelhaft . Eine erste Gewinnprognose für das dritte Quartal wollte er nicht
abgeben . Wie es aussieht , kann sich Bezos' Optimismus durchaus auf eine
gewisse Grundlage bei den betriebswirtschaftlichen Fakten stützen . Bereits die
letzten Quartalszahlen haben viele Kritiker davon überzeugt , dass sich sein
Unternehmen auf dem Weg zurück nach oben befindet . Obwohl Bezos die
Umsatzerwartungen für das gesamte Geschäftsjahr nach unten korrigieren musste ,
konnte Amazon den Verlust im zweiten Quartal 2001 kräftig senken . Eine weitere
Vertrauensstütze bekamen die Anleger von AOL : Doch auch solch erfreuliche
Meldungen und ein zuversichtlich gestimmter Bezos sind nicht in der Lage ,
sämtliche Analysten von einem baldigen Erreichen der Gewinnzone zu überzeugen .
Laut einer Umfrage von First Call/Thompson rechnen einige Experten damit , dass
Amazon erneut einen Verlust ausweisen muss . Dieser könnte sogar bis zu elf Cent
je Aktie betragen . Klarheit werden letztendlich die Quartalszahlen Ende
September schaffen . Wissenschaftler wollen Telefonqualität optimieren Immer
wieder werden Telefonate durch Piepsen oder Rauschen gestört . Das könnte nach
Ansicht von Wissenschaftlern schon bald vorbei sein . Pia Dreiseitel von der
Technischen Universität Darmstadt gab sich gegenüber der Nachrichtenagentur dpa
zuversichtlich , störende Nebengeräusche mit technischen Tricks herausfiltern zu
können . Vom 10. bis 13. September treffen sich über 100 Wissenschaftler auf
einem internationalen Workshop , um den aktuellen Stand der Forschung zu diesem
Thema zu diskutieren . Bereits jetzt habe die Wissenschaft herausgefunden , wie
man die als störend empfundenen Geräusche filtern könne , sagte Dreiseitel . Ein
Problem sei aber immer noch die dadurch veränderte Stimme . " Je höher die
Stimme ist , desto weniger Probleme gibt es " , so die Darmstädter Forscherin .
Das Filtern verändert dunkle Stimmlagen bislang immer . Versuche , die
Nebengeräusche herauszufiltern und dann die verloren gegangenen Frequenzen bei
der Sprache künstlich nachzubilden , laufen aber bereits . Die Darmstädter
arbeiten darüber hinaus an weiteren Herausforderungen wie der Beseitigung von
Echoeffekten bei Handy-Freisprechanlagen . " Wir haben einen Kompensator
entwickelt , der die Stimme , die aus dem Lautsprecher kommt , untersucht , das
Echo berechnet und dann vor dem Mikrofon herausfiltert " , gab sich Dreiseitel
optimistisch . Aber auch hier gibt es Einschränkungen . Insbesondere dann , wenn
sich der Telefonierer heftig bewegt oder im Zimmer umherläuft , können die Echos
nicht mehr berechnet und damit nicht gefiltert werden . Noch keine Lösung ist
Dreiseitel zufolge bislang in Sicht , was die angestrebte Übertragung von
Video-Konferenzen in Stereoqualität betrifft . Ausschlaggebend wird letztendlich
der zu treibende Aufwand sein , der sich für die Anwender im Preis der
Kommunikationsgeräte bemerkbar macht . Die Wissenschaftlerin schätzt die
Mehrkosten für ein mit einem Echo-Kompensator ausgerüstetem Telefon auf 50 Mark
. " Das ist für einige Hersteller bereits an der Schmerzgrenze . " Spielkonsole
Xbox in Europa ohne Kindersicherung Boris Schneider-Johne , PR-Manager für die
Xbox , begründet dies gegenüber heise online mit den nicht einheitlichen
Standards . So würden allein in Deutschland zwei Einrichtungen
Altersempfehlungen für Computerspiele vergeben : die Unterhaltungssoftware
Selbstkontrolle ( USK ) und Freiwillige Selbstkontrolle für die Filmwirtschaft (
FSK ) . Denkbar ist unter anderem eine generelle Passwortabfrage für als "
bedenklich " eingestufte Spiele . Eine weitere Möglichkeit bestünde darin ,
bestimmte Inhalte wie Blut oder Gewaltszenen im Menü zu deaktivieren . Dies ist
bereits bei 3D-Shootern gang und gäbe . Eine Alterskontrolle ( Parental Control
) bei Spielekonsolen wäre gleichbedeutend mit der Kindersicherung bei
DVD-Playern : Hier können besorgte Eltern schon lange entsprechende Filme für
ihre Jüngsten sperren - entsprechende Software-Unterstützung vorausgesetzt .
Absatzflaute im IT-Sektor bis 2003 Die Flaute in der Computer-Branche wird in
den kommenden zwei Jahren anhalten . Nach einem Bericht des Wall Street Journals
erwarten Analysten eine weitere Verlangsamung des Wachstums im amerikanischen
IT-Markt auf 5 bis 5,5 Prozent . Weltweit verzeichnet der IT-Sektor einen
Rückgang beim Wachstum von 10 auf 7 bis 7,5 Prozent . Frühestens 2003 werde die
Branche jährlich wieder um zehn Prozent zulegen können , meinen die Analysten .
Die PC-Absatzflaute treffe beinahe alle großen Computerhersteller ,
beispielsweise Hewlett-Packard , Compaq , Dell und Server-Spezialist Sun .
Branchenprimus IBM profitiere lediglich von einem Vergleich mit schwachen
Ergebnissen aus dem letzten Jahr , schreibt das US-Blatt . In den letzten Wochen
gaben alle der oben genannten Unternehmen Entlassungen oder Gehaltskürzungen
bekannt . Bereits im Mai 2001 musste Sun-Finanzchef Michael Lehman die Gewinn-
und Umsatzprognosen für das vierte Quartal des laufenden Geschäftsjahres
deutlich senken . Hewlett-Packard kündigte hingegen Ende Juni 2001 an , die
Gehälter seiner 88.500 Mitarbeiter zwischen Juli und Oktober um zehn Prozent
kürzen zu wollen ; der Verzicht auf zehn Prozent des Gehaltes , der auch die
deutschen Mitarbeiter betrifft , ist allerdings freiwillig . Aber auch
PC-Direktverkäufer wie Dell bleiben von der Krise im IT-Sektor nicht verschont ;
das Unternehmen kündigte bereits die Streichung von 3.000 bis 4.000
Arbeitsplätzen an . Entlassungen gibt es aber auch bei Firmen wie Compaq - die
Texaner gaben Anfang April die Streichung von 700 Arbeitsplätzen in Schottland
bekannt . Der weltgrößte Chiphersteller sieht die Aussichten dagegen nicht ganz
so pessimistisch ; der Intel-Vorstandsvorsitzende Craig Barrett erwartet eine
Kurserholung der Computerunternehmen jedoch nicht vor Ende dieses Jahres . Dem
Wirtschaftsmagazin Capital sagte Barrett : " Ab Ende des Jahres geht es mit der
Computerindustrie und später dann auch mit der Telekommunikationsbranche an den
Börsen wieder aufwärts . " Zurzeit seien die Kurse " viel praxisnäher als bei
der Übertreibung vor einem Jahr . " Marconi droht angeblich feindliche Übernahme
Nach einem Bericht der britischen Zeitung Sunday Telegraph gehen Analysten
derzeit davon aus , dass Cisco an einer Übernahmen des britischen Unternehmens
interessiert ist , um die Schlüsselposition Marconis im europäischen Markt
auszunutzen . Um dem entgegen zu wirken , wolle CEO Lord George Simpson wie
andere Kollegen aus der Führungsetage auch das Unternehmen durch private
Aktienkäufe nach dem dramatischen Kursverfall stützen , schreibt das Blatt .
Simpson kündigte an , Aktien im Wert von 330.000 Mark ordern zu wollen : " Ich
werde auf mein Konto schauen , und sehen , was ich tun kann . " Erst kürzlich
gaben die Briten bekannt , 3.000 der derzeit 49.000 Angestellten zu entlassen .
Anfang Juni kündigte die Führungsspitze weitere 4.000 Entlassungen an . Nachdem
Marconi für das laufende Geschäftsjahr einen Umsatzrückgang um 15 Prozent und
eine Halbierung des Betriebsgewinns vorausgesagt hatte , musste bereits der
designierte Nachfolger von Simpson , John Mayo , seinen Hut nehmen .
Windows-XP-Preise aufgetaucht Das Geheimnis um die Preise für das neue
Microsoft-Betriebssystem Windows XP scheint gelüftet . Amazon.com bietet seinen
Kunden schon jetzt die Möglichkeit , das Betriebssystem vorzubestellen .
Liefertermin soll der 25. Oktober sein . So wird das Upgrade von Windows
98/Me/NT/2000 auf Windows XP Professional für 199,99 US-Dollar zu haben sein .
Das Upgrade auf die Home Edition kostet 99,99 Dollar . Für die Vollversionen
verlangt Amazon 199,99 Dollar ( Home Edition ) und 299,99 Dollar ( Windows XP
Professional ) . Vereinzelte Internet-Shops bieten Windows XP auch für deutsche
Kunden an . So können Interessenten beim pricecontrast zShop auf Amazon.de die
Home Edition für satte 600 Mark zuzüglich sechs Mark Versandkosten vorbestellen
. Ob es sich hierbei um die empfohlenen Verkaufspreise des Softwareriesen
handelt , war bei Microsoft Deutschland heute nicht zu erfahren . Irene Nadler ,
Pressesprecherin der deutschen Niederlassung , sagte gegenüber heise online : "
Wir haben erst vor kurzem von den Preisangaben auf Amazon.com erfahren und
warten zurzeit noch auf eine Informationen aus den USA . " E-Books mit
Lesezeitbegrenzung Der amerikanische E-Book-Shop RosettaBooks bietet ein
elektronisches Buch für einen Dollar mit einer auf zehn Stunden begrenzten
Lesezeit an . Danach ist es nicht mehr möglich , diese Version von Agatha
Christies Klassiker And Then There Were None zu lesen . RosettaBooks meint ,
dass zehn Stunden für das 275-Seiten-Buch vollkommen ausreichen . Ob dies allen
Lesern reicht , ist jedoch fraglich , auch wenn sie die zehn Stunden beliebig
aufteilen dürfen . Das E-Book bietet RosettaBooks für den Adobe Acrobat
eBook-Reader an . Die entsprechende Technik stammt von Adobe und wurde vom
US-Unternehmen Reciprocal erweitert , das neben E-Commerce- auch
Digital-Rights-Management-Lösungen ( DRM ) anbietet . Sobald ein Nutzer für das
Buch einen Dollar bezahlt hat , erhält er ein Lesezeitkontingent . Nach dieser
Zeit kann der Kunde das vollständige E-Book für 5 US-Dollar erwerben .
Reciprocal will mit seinem System Internet-Händlern mehr Flexibilität bei der
Preisgestaltung und mehr Freiheiten bei den Bestellmöglichkeiten bieten .
Beispielsweise könnten Verlage ihre Bücher für eine halbe Stunde kostenlos als
Leseprobe anbieten und so zusätzlich Werbung für ihr Lesematerial machen . Sie
könnten dann E-Books günstig erwerben und versuchen , diese illegal zu
verbreiten . Inwieweit die von Reciprocal entwickelte Verschlüsselungstechnik
sicher ist , wird sich noch zeigen . Dass solche Techniken keinen absoluten
Schutz vor Piraterie bieten , haben die russischen Entwickler von ElcomSoft
bewiesen . Sie knackten bereits den Verschlüsselungscode der Acrobat
eBook-Reader-Versionen 2.1 und 2.2 - mit harten Auswirkungen für einen der
Programmierer der Software . Gunter Hille , Geschäftsführer des deutschen
E-Book-Shops dibi , sieht jedoch keine Gefahren für den Handel mit
elektronischen Büchern . Nach seiner Ansicht kann es durchaus vorkommen , dass
gehackte E-Books im Internet auftauchen . Jedoch werde es keine Napster-Ausmaße
annehmen , sagte Hille gegenüber heise online . " Man muss nur aufpassen , dass
man es den Raubkopieren nicht zu leicht macht " , mahnte er . Gleichzeitig gab
das Tochterunternehmen der Berlinwasser-Holding die Anlaufverluste für das
Geschäftsjahr bekannt . Die Summe sei vor allem durch ein erhöhtes
Investitionsvolumen aufgrund der hohen Kundennachfrage entstanden . Die
Tageszeitung beruft sich dabei auf Informationen aus dem Aufsichtsrat . " Das
ist die Berlikomm definitiv nicht wert " , kommentierten Insider gegenüber dem
Blatt . Zwar ist es auch nach Ansicht von Unternehmenssprecherin Lüssenhop
schwer , auf dem Telekommunikationsmarkt einen Investor zu finden , der die
gleichen Ziele wie das Unternehmen verfolge ; aber in einer Krise befinde sich
Berlikomm deshalb nicht , betonte sie gegenüber heise online . Der
Gewerkschafter Uwe Scharf , der im Aufsichtsrat der Berlinwasser-Holding sitzt ,
sieht das anders . Er siedelt die Krise aber an ganz anderer Stelle an und
erhebt gegen die Unternehmensführung schwere Vorwürfe . Er habe schon lange
Zweifel gehabt , ob im Konzern die Fähigkeiten vorhanden seien , im
Telefommunikation-Markt mitzumischen , polterte er gegenüber der Berliner
Morgenpost . Berlikomm-Srecherin Lüssenhopp reagiert auf den Bericht mit
Unverständnis . Sie betrachtet diesen " Vorfall " als Imageschaden für die
Berlikomm . Sollten sich die Prognosen der Berliner Morgenpost über die
notwendigen Wertberichtigungen in diesem Jahr als richtig herausstellen , droht
Berlin ein erneutes Finanzdebakel . Denn das Land ist am Berlinwasser-Konzern
mit 50,1 Prozent mehrheitlich beteiligt . Schon jetzt sieht der Senat nach
Meinung der Zeitung rot . Die Berliner hatten den privaten Investoren
ursprünglich eine garantierte Rendite versprochen : Diese müsse der Senat jetzt
aus der Landeskasse zahlen , schreibt die Zeitung weiter . Dinamic Multimedia :
Weiterer Spieleentwickler pleite Der spanische Spieleentwickler Dinamic
Multimedia musste bereits vergangene Woche Insolvenz anmelden . Davon betroffen
sind nach Aussage des Dinamic-Marketing-Directors Kai Fiebig etwa 90 Mitarbeiter
in Spanien und der Geschäftsführer Karsten Otto sowie er selbst in Deutschland .
Die Gründe für die überraschende Pleite sind wie auch bei den Tribes-Entwicklern
Dynamix und auch Ascaron akute Geldprobleme . Hinzu kommt der schleppende
Verkauf von eigenen Spielen wie beispielsweise Excalibug . Ob und wer die
Dinamic-Spiele vertreiben wird , ist bislang nicht klar . Ungeklärt ist auch die
Zukunft von The Prison ( Online-Rollenspiel ) und Runaway ( Adventure ) - beide
Spiele befanden sich in der Entwicklung . Bisher konnten dafür noch keine
Vertriebspartner gefunden werden . Der geplante Verkaufsstart von Runaway wird
jedoch wahrscheinlich nicht mehr im Oktober stattfinden . Zumindestens ein Teil
der Belegschaft konnte zu anderen Entwicklerstudios wechseln . Und auch
Dinamic-Geschäftsführer Karsten Otto hat bereits einen neuen Arbeitgeber . Er
leitet ab sofort beim Burda Verlag den Bereich Neue Medien . Sie gründeten nach
dem Scheitern ihrer alten Firma Monkeystone ebenfalls ein Spielestudio . Ab dem
1. November 2001 soll man das Spiel in dem eigenen Onlineshop kaufen können .
Unterstützt werden Hall und Romero von zwei weiteren namhaften Persönlichkeiten
aus der Spieleszene . Brian Moon war zuvor bei den Ensemble Studios ( von
Microsoft aufgekauft ) als Chief Financial Officer tätig ; Stevie Case steht den
drei Männern als Vice President und Production Coordinator bei . Gesucht wird
darüber hinaus immer noch ein 2D-Designer , der das Team bei kommenden
Entwicklungen unterstützt . Strom sparende Displays für Notebooks Das japanische
Elektronik-Unternehmen Toshiba will mit Niedertemperatur-Polysilizium-Displays
den Preis von Notebooks langfristig um bis zu 40 Prozent senken . Die Displays
sind leichter und verbrauchen weniger Strom als die bisher verwendeten LCDs .
Derzeit sind solche Displays jedoch noch teurer als klassische LCDs ; nach
Unternehmensangaben soll die Serienproduktion aber noch Ende dieses Monats
anlaufen und dann hofft Toshiba auf deutlich niedrigere Preise . Laut dem
US-Newsdienst CNet versucht Toshiba bereits seit mehreren Jahren , die
Polysilizium-Technik auch für größere Geräte marktreif zu machen , da der Bedarf
an Displays stetig wächst . Bislang finden die Displays in einigen Handys und
Organizern Verwendung , Toshiba setzt eine ähnliche Polysilizium-Technik bereits
in seiner Subnotebook-Serie Portégé ein . Run auf Vorbestellungen der
Spielkonsole GameCube Innerhalb weniger Minuten ging am gestrigen Montag die
GameCube-Vorbestellung auf ToysRUs.com zu Ende . Die Geräte waren innerhalb
weniger Minuten auf der gemeinsam von Online-Shop Amazon und dem Spiele-Händler
Toys'R'Us betriebenen Website ausverkauft . Business 2.0 beispielsweise zitiert
einen Käufer , der seine Bestellung nicht schnell genug abwickelte : Die genaue
Anzahl der verfügbaren Geräte ist jedoch nicht bekannt . Die Mehrheit der
Amerikaner muss sich jedoch noch etwas gedulden : Der offizielle Verkaufsstart
von Nintendos Spielekiste beginnt am 18. November . Der Run auf Nintendos
GameCube erinnert stark an Xbox-Vorbestellungen auf ToysRUs.com . Auch in diesem
Fall waren die wenigen Konsolen innerhalb kürzester Zeit ausverkauft .
Inzwischen wurde auch bekannt , dass Nintendo Softwareentwicklern bei der
Produktion von Spielen für den GameCube und auch den Game Boy Advance finanziell
unter die Arme greifen will . Einem Bericht der japanischen Zeitung Nihon Keizai
zufolge beläuft sich diese Unterstützung auf bis zu 166.000 US-Dollar . Sony
erwirbt Unternehmensanteile von Squaresoft US-Medienberichten zufolge verspricht
sich Sony davon eine bessere Zusammenarbeit bei der Entwicklung von
Onlinespielen für die Playstation 2 . In letzter Zeit aufgetretene Gerüchte ,
wonach Squaresoft das Spiel Final Fantasy auch für den konkurrierenden GameCube
entwickeln wollte , dürften sich damit erledigt haben . Durch die Zusammenarbeit
entsteht ein Schwergewicht im Spielemarkt . Derzeit arbeiten die Entwickler mit
Hochdruck an einer Onlineversion . Silicon Graphics enttäuscht über
Auftragseingänge Dieses Ergebnis stimmt nach eigenen Angaben mit den Erwartungen
der Analysten überein . Die Quartalsergebnisse sollen offiziell am 26. Juli 2001
veröffentlicht werden . SGI-CEO Bob Bishop kommentierte die Zahlen : " Während
unser Umsatz den Erwartungen gerecht wird , sind die Auftragseingänge eher
enttäuschend . " Außerdem hat SGI das Ausscheiden von Präsident und Finanzchef
Hal Covert bekannt gegeben , der das Unternehmen aus " persönlichen Gründen "
verlasse . Jeffrey Zellmer , bislang " Corporate Controller " , soll seine
Position übernehmen . Bereits im April hatte SGI die Streichung von über 1000
Arbeitsplätzen angekündigt . Als Grund gab SGI damals an , dadurch im 4. Quartal
den Break-Even erreichen zu wollen . UN : High-Tech zur Armutsbekämpfung
Informations- und Kommunikations-Technologien können zur Verringerung der
weltweiten Armut beitragen . Dies geht zumindestenst aus einem aktuelle Bericht
des UN-Entwicklungs-Programms ( UNDP ) hervor - alllerdings sind laut dem
Bericht dafür mehr internationale Gelder nötig . Die Autoren des aktuellen
Reports widersprechen dem Argument , arme Menschen könnten mit einem Computer
nichts anfangen . UNDP-Administrator Mark Malloch Brown warnt sogar davor ,
technologische Durchbrüche in der Medizin und in der Landwirtschaft zu
ignorieren . Dies seien später fehlende Möglichkeiten , die Lebenssituation von
armen Menschen zu verändern . Der Bericht wird seit 1990 jährlich von der UN
veröffentlicht . Er enthält eine Auflistung von derzeit 162 Ländern , die nach
den Kriterien Lebenserwartung , Bildung und Einkommen angeordnet sind . Während
europäische Länder wie Norwegen das Spitzenfeld anführen , belegen afrikanische
Staaten die letzten 28 Plätze . Verantwortlich dafür seien eine Vielzahl von
Faktoren , sodass Entwicklungsländer von bereitgestellten Technologien kaum
profitieren , resümiert der UN-Bericht . Insgesamt nennt die UNDP vier
Schwerpunkte , um mit High-Tech die Armut benachteiligter Länder effektiv
bekämpfen zu können : Allein China könnte durch den Einsatz genmanipilierter
Lebensmittel einen Großteil der Kosten für Pestizide einsparen . Zusätzlich
würden neue Technologien gleichzeitig weitere Arbeitsplätze und neue Export-Wege
ermöglichen . Besonders schwerwiegende Krankheiten sind nach Meinung der Autoren
ein grundsätzliches Problem . Aber auch eine nachhaltig verbesserte
IT-Infrastruktur eines Entwicklungslandes könnte nach Ansicht der Experten die
Lebenssituation der Menschen verbessern . Als Beispiel nennen die Verfasser das
Gesundheits-Netzwerk in Gambia und in Nepal sowie das bereits praktizierte
Telelearning in der Türkei . Selbst die Teilnahme an Wahlen wäre dann für
finanziell schlechter gestellte Personen kein Problem . Der Bericht zeigt aber
auch , wie langsam der technologischen Fortschritt sich ausbreitet : So ist
Elektrizität , die mit der Erfindung der Glühbirne im Jahr 1870 ihren weltweiten
Siegeszug begann , für ein Drittel der Weltbevölkerung immer noch nicht
verfügbar . Handy mit Vibrator ärgert KPN Der niederländische Mobilfunk-Anbieter
KPN Mobile hat wenig Freude an der Werbekampagne seines Vertragspartners Tring .
Dieser hatte für Neukunden ein spezielles Paket geschnürt , bestehend aus einem
Nokia-Handy , einer Vertragsbindung bei KPN und einem Vibrator als kostenlose
Dreingabe . Gegenüber der Nachrichtenagentur AFP äußerte KPN Mobile Unmut über
das Tring-Angebot . Entgegen den üblichen Gepflogenheiten in der Werbebranche
sei die Anzeige bei KPN nicht vorgelegt worden . Mittlerweile hat Tring die
umstrittene Anzeige gestoppt . Auf seiner Website erklärte das Unternehmen , es
habe sich nach einem " tiefgreifenden Gespräch " mit KPN Mobile , Nokia und dem
Hersteller des Massagestabs dazu entschlossen , das Paket-Angebot zurückzuziehen
. Man habe nicht die Absicht gehabt , KPN Mobile und Nokia in Verlegenheit zu
bringen . Zahl der Highspeed-Internet-Anschlüsse in den USA steigt In Amerika
ist die Zahl der Highspeed-Internet-Anschlüsse im Jahr 2000 stark gewachsen . Im
zweiten Halbjahr stieg die Zahl der Nutzer mit einer schnellen Verbindung um 63
Prozent auf 7,1 Millionen ; Das größte Wachstum konnten die Anbieter von
ADSL-Lösungen verbuchen . Dies bedeutet einen Anstieg um 108 Prozent im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum . Der Zuwachs im gesamten Jahr 2000 beläuft sich
auf 435 Prozent . Schnelle Internetzugänge über Satelliten und Funk-Techniken
sind in den USA dagegen kaum verbreitet . Zwar stieg die Zahl dieser
Verbindungen um über 100 Prozent auf 112.000 Anschlüsse , trotzdem bleibt der
Anteil im Vergleich mit der Gesamtzahl der Highspeed-Zugänge sehr gering . Die
von der FCC veröffentlichten Zahlen zeigen sehr deutlich , dass die
Netzinfrastruktur in dünn besiedelten US-Regionen im Jahr 2000 stark ausgebaut
wurde . Während vor zwei Jahren lediglich 24 Prozent der Surfer in ländlichen
Gegenden über eine schnelle Internetverbindung verfügten , waren es Ende 2001
immerhin 45 Prozent . In Großstädten und Ballungszentren ist die schnelle
Internetanbindung laut der FCC nahezu perfekt . In den Städten mit einer großen
Bevölkerungsdichte surfen 97 Prozent der Internetnutzer mit einem entsprechenden
Zugang . AT&T stellt interaktives Fernsehen vorerst ein Der
US-Telekommunikationsgigant AT&T hat seinen interaktiven Fernsehdienst vorerst
vom Markt zurückgezogen . AT&T plant , eine einfachere Version der Set-Top-Boxen
zu veröffentlichen . Der US-Kabelnetz-Betreiber begründet seine Entscheidung
damit , dass die Kunden auf die fortschrittlichen Geräte nicht vorbereitet waren
. Eine andere Erklärung könnte aber sein , dass Microsoft sich anscheinend außer
Stande sah , die zugesagte Set-Top-Boxen-Software innerhalb der letzten 18
Monate zu liefern . Zusätzlich sollte der AT&T-Partner die Server-Software
entwickeln , womit die Anbieter von TV-Programmen ihre Services über Kabel oder
Satelliten verbreiten können . Angedacht waren Angebote wie Homebanking ,
interaktive Musikkanäle , Shopping-Möglichkeiten und auch Online-Spiele . Zudem
sollten über die Set-Top-Box Telefonate und Hochgeschwindigkeits-Internetzugänge
realisiert werden . Ursprünglich war der Dienst vor einem Jahr und erste
Pilotprojekte im zweiten Quartal 2000 geplant . Bereits im August 2000 wurden
erste Liefer-Verzögerungen von Microsoft TV bekannt . Aber auch sonst scheinen
die Investitionen des US-Software-Entwicklers in Kabelnetz-Betreiber keinen
Profit abzuwerfen . Bereits im vergangenen Jahr hatten die EU-Wettbewerbshüter
Microsoft daran gehindert , den Kabelanbieter Telewest zu übernehmen . Microsoft
gelang es bisher nur einmal , dass eine Investition in einen Kabelnetz-Betreiber
letztendlich zum Erfolg führte . TV Cabo mit Sitz in Portugal startete sein
interaktives Fernsehangebot am vergangenen Donnerstag . Zudem gaben die
Redmonder weitere Pilotprojekte mit dem größten mexikanischen
Kabelnetz-Unternehmen Cablevision und dem israelischen Kabelnetz-Betreiber Matav
Media bekannt . Nach einer Meldung der Financial Times Deutschland räumte der
Microsoft-Chef Steve Ballmer in Lissabon beim Startschuss des TV-Cabo-Angebotes
ein , den Markt mit schnellen Internet-Anschlüssen falsch eingeschätzt zu haben
. Seiner Ansicht nach verläuft hier der Fortschritt langsamer als ursprünglich
gedacht . AT&T will jetzt einfachere Set-Top-Boxen auf den Markt bringen , die
zudem Video-on-Demand beherrschen und zusätzlich über einen digitalen
Programm-Guide verfügen . Auf Anfrage von heise online wollte Microsoft die
Ereignisse noch nicht kommentieren . Homepage kostet Opel-Mitarbeiter den Job
Zwei Links auf seiner Homepage haben den Opel-Mitarbeiter Jörg Zellmann den Job
gekostet . Die Opel-Fan-Seite des Bochumers war dem Rüsselsheimer-Autobauer
durch einen Hyperlink auf eine Website aufgefallen , auf der unter anderem Fotos
extrem verstümmelter Körper zu finden sind . Grund genug für die
Bochumer-Opel-Niederlassung , Zellmann aufzufordern , den Verweis umgehend zu
entfernen . Als Grund der Kündigung , so vermutete Zellmann im Gespräch mit
heise online , komme dieser Link jedoch nicht in Betracht . " Anscheinend
missfiel dem Personalchef die Tatsache , dass auf der Website ein anderer Link
auf Opel-Händler verwies , die Neuwagen bis zu 17,5 Prozent günstiger anbieten .
" Auf Nachfrage wollte Opel zur Kündigung keine Stellungnahme abgegen . In einem
Vergleich vor dem Arbeitsgericht Bochum einigte sich die Werksleitung jetzt mit
Zellmann auf eine Abfindung in Höhe von 22.500 Mark und ein wohlwollendes
Zeugnis . Demnächst will Jörg Zellmann seine Domains
opelaner.de/.com/.net/.ch/.org und opelforyou.de verkaufen . Börsenverein :
Viel-Surfer lesen viel Börsenvereins-Vorsteher Roland Ulmer widersprach bei der
Vorstellung der Zahlen der These , Computer und Internet seien als Konkurrenz
zum klassischen Buch zu betrachten : " Intensivnutzer des PC sind auch
Intensivleser . " So veröffentlichte der Börsenverein auch eine Studie in
Zusammenarbeit mit der Stiftung Lesen : Sie ergab , dass 22 Prozent der Surfer ,
die täglich ins Internet gehen , auch täglich Bücher lesen . Lediglich elf
Prozent lesen seltener als einmal in der Woche oder überhaupt nicht . Die Studie
ergab zudem , dass 72 Prozent der Deutschen ab 14 Jahren an Büchern interessiert
sind . Großes Interesse zeigen immerhin noch 31 Prozent . Damit rangiert Lesen
auf der Beliebtheitsskala der Freizeitbeschäftigungen auf dem achten Platz .
Dies entspricht einer Steigerung im Vergleich zum Vorjahr um 129 Prozent . Trotz
der enormen Steigerungen konnten auch im letzten Jahr die Erwartungen der
Online-Händler und der Marktbeobachter nicht erfüllt werden . Lediglich 2,3
Prozent des Gesamtumsatzes entfällt auf den Verkauf im Netz . Im Rahmen dieser
Marktstudie wurden 834 klassische Buchhandlungen und Online-Händler im Frühjahr
vom Börsenverein befragt . Amazon beendet vorerst Windows-XP-Vorbestellung Der
amerikanische Online-Händler Amazon.com hat bereits nach einer Woche die
Vorbestellung von Windows XP für US-Kunden eingestellt . Erst am 9. Juli 2001
hatte Amazon Amerika diese Aktion gestartet . Die entsprechenden Websites wurden
nun offline gestellt . Unternehmensnahe Quellen zufolge hätten die Redmonder
Druck auf das Versandhaus ausgeübt , die Vorbestellung zu beenden .
Amazon-Sprecher Lizzie Allen bestätigte gegenüber US-Medien zwar die Einstellung
der Pre-Orders , dementierte jedoch ein Einmischen des Softwarekonzerns
Microsofts . Der Softwaregigant wollte sich dazu nicht äußern . Amazon-Sprecher
Allen begründet die Rücknahme der Vorbestellung damit , dass man irrtümlich die
Preise festgelegt hatte , obwohl diese offiziell noch nicht bestätigt wurden .
Amazon Deutschland konnte zu einer Windows-XP-Vorbestellung auf Amazon.de
außerhalb der zShops , den Online-Shops für Drittanbieter , noch keine konkreten
Angaben machen . In einem Gespräch mit heise online sagte Amazon-Pressesprecher
Felix Petzel : Bei Spielen zum Beispiel erhalten wir die Codes teilweise schon
vier Wochen im Voraus . Umweltminister : Aufklärung über Risiken von
Mobilfunksendern Im Kieler Landtag hat der schleswig-holsteinische
Umweltminister Klaus Müller dazu aufgefordert , die Menschen verstärkt über
mögliche gesundheitliche Risiken von Mobilfunksendern aufzuklären . Sie hatten
sich bereits auf eine Offenlegung der Planungen für den Bau von Sendemasten bei
den Kreisen und kreisfreien Städten geeinigt . Müller verwies in seiner Rede auf
die 1000 bis 1200 Sender der Mobilfunkbetreiber in Schleswig-Holstein . Ein
Zusammenhang zwischen den biologischen Effekten der von diesen Anlagen
abgestrahlten elektromagnetischen Feldern und möglichen gesundheitlichen Folgen
sei zwar " noch nicht geklärt " . Er sehe jedoch keinen Sinn in einer Änderung
der bereits existierenden Grenzwertregelung . Auch die Einführung von so
genannten Schutzgebieten hält er für nicht erstrebenswert . Richtungsweisende
Entscheidungen seien bereits vom Bundesamt für Strahlenschutz auf einer eigenen
Veranstaltung Ende Juni gekommen , so der schleswig-holsteinische Umweltminister
. Dort hatten Fachleute den benötigten Forschungsbedarf konkretisiert . GameBoy
Advance stark gefragt Der japanische Konsolen- und Handheld-Bauer Nintendo ist
mit dem GameBoy Advance mehr als zufrieden . Nach Angaben der deutschen
Niederlassung wanderte der Spielzwerg seit dem Verkaufsstart im Juni mehr als
100.000 Mal über die deutschen Ladentheken . Nintendo-Pressesprecherin Ulrike
Andresen gegenüber heise online : Zusätzlich zu TV- und Radio-Spots soll das
Spielegerät auch auf Plakaten und in Zeitungsanzeigen beworben werden .
Mittlerweile wurden laut Nintendo ebenso viele Spielekasseten wie Handhelds
verkauft . Im Vergleich zum Game Boy ( Color ) sind die Spiele-Preise um etwa 20
bis 30 Prozent gestiegen . An der Spitze der Verkaufscharts liegt demnach Super
Mario Advance . Aber auch die Zulieferer von Taschen , Schutzhüllen , Lupen und
Mini-Lampen profitieren von den wachsenden Käuferzahlen . Kathrin Bachmann ,
InterAct-Pressesprecherin , kann sich über den Absatz insbesondere der Lampe
PowerShield Advance , die das Problem der fehlenden Hintergrundbeleuchtung beim
Game Boy Advance beheben soll , nicht beklagen : Panne bei T-Online :
Computerspiel zum kostenlosen Download angeboten T-Online hat heute eingeräumt ,
das Computerspiel AquaNox kostenlos im Internet angeboten zu haben . " Es ist
ein Fehler auf unserer Seite geschehen , der sicherlich nicht noch einmal
auftreten wird " , sagte T-Online-Sprecher Michael Schlechtriem gegenüber heise
online . Unklar bleibt jedoch , warum die Redaktion die Software nicht schon
viel früher gelöscht hatte . Nach Angaben von Schlechtriem sei diese auch am
Wochenende besetzt . Am vergangenen Sonnabend hat T-Online die Alpha-Version des
PC-Spiels AquaNox zum kostenlosen Download angeboten , obwohl diese Version
lediglich für den internen Test-Gebrauch innerhalb der Redaktionen gedacht war .
Nach Angaben des Publishers Fishtank Interactive ( FI ) handelte es sich dabei
um eine Preview-Version des Spiels , das derzeit noch von Massive Development
entwickelt wird . Zwar ist die Preview-Version mit einem Passwort geschützt ,
dieses Passwort kursierte allerdings bereits auf einschlägigen Seiten im
Internet . Die Veröffentlichung des Spiels ist für den 11.10.2001 vorgesehen .
Die FI-Sprecherin , Ulla Wenderoth , möchte sich ausdrücklich von dieser illegal
verbreiteten Version distanzieren : Wenderoth klagt zudem darüber , dass der
Link zum Download in der Rubrik Fun@T-Online so lange existierte . Der
AquaNox-Entwickler Massive Development hatte die Fan-Gemeinde bereits am 8.
September über die illegale Alpha informiert und darauf hingewiesen , dass " die
Weiterverbreitung und das Umgehen des Installationspasswortes illegal sei " .
Dass dies keine leeren Drohgebärden sind und " gegen Zuwiderhandlungen " aktiv
vorgegangen wird , bewies auch der Publisher Fishtank Interactive , der einer
Person auf eBay.de den Verkauf der Alpha-Version verboten hat . AOL entwickelt
interaktive Dienste für China Wie bereits angekündigt , werden AOL Time Warner
und Legend Holdings ( LH ) zusammen interaktive Dienste für den chinesischen
Markt entwickeln . Aus diesem Grund haben gestern der amerikanische Mediengigant
und der chinesische PC-Hersteller ein Joint-Venture gegründet . Weiterhin
verpflichtete sich AOL dazu , das LH-Portal www.fm365.com mit Inhalten zu
pflegen . Legend Chairman Liu Chuanzhi , der mit seinem Unternehmen an dem
Joint-Venture mit 51 Prozent die Mehrheit hält , sagte gegenüber US-Medien : "
Die Zusammenarbeit wird Chinas-Industrie spürbar beeinflussen . " Sein
Vertragspartner Gerald Levin , CEO des US-Mediengiganten , charakterisierte in
einer gemeinsamen Erklärung die Vereinbarung als " den wichtigsten Schritt , um
dem Versprechen weltweites Internet näherzukommen " . Besonders die
PC-Zuwachsraten von jährlich mehr als 50 Prozent deuten auf ein äußerst
lukratives Geschäft für AOL Time Warner hin . Denkbar wäre in Zukunft auch eine
Kopplung von LH-PCs und der AOL Zugangssoftware . Die Zensur von
Internetinhalten durch die chinesische Regierung berührt AOL Time Warner jedoch
nicht . Gegenüber US-Medien gab sich der amerikanische Medienkonzern kämpferisch
: " Wir unterstützen rigoros redaktionelle Unabhängigkeit und künstlerische
Freiheiten - so verdienen wir das Vertrauen unserer Leser , der Zuschauer ,
Zuhörer und der Teilnehmer . " Digitales Nummernschild für Kraftfahrzeuge
Infineon und Utsch wollen ein " digitales Nummernschild " für Autos entwickeln .
Bereits fertiggestellt ist ein Speicherchip mit integriertem Transponder und
Antenne , der in erster Linie die Kennzeichen-Überprüfung aus der Entfernung
ermöglicht . Laut Utsch - eigenen Angaben zufolge weltweiter Marktführer für
KFZ-Kennzeichen und Registrierungssysteme - wird der von Infineon entwickelte
Chip jetzt in ein holographisches Sicherheitsetikett integriert . Insgesamt
speichert der neuartige Chip bis zu vier Kilobyte Daten in Form von
ASCII-Zeichen , die eine Vielzahl von Praxisanwendungen in Aussicht stellen .
Wie es in einer Erklärung von Utsch heißt , wurde der holographische Sticker
bisher von innen an der Windschutzscheibe befestigt . Sobald jedoch jemand
versucht das Etikett zu lösen , wird das so genannte dritte Kennzeichen
unbrauchbar . Nach Aussage des Siegener Entwicklers ist der Chip , der jetzt in
das Etikett integriert werden soll , in einzelne Speicherbereiche gegliedert .
So wären mit einem Handheld-Computer ausgerüstete Polizeibeamte bei einem
parkenden Fahrzeug in der Lage , mit einem PIN Zugriff auf bestimmte Bereiche
des Chips zu nehmen und so die Fahrzeug-Daten auszulesen . Einen weiteren
Anwendungsbereich sieht Utsch bei der Vermietung von Automobilen . Dem Kunden
solle damit " lange Lauferei " erspart werden . IBM kündigt weiteren 1000
Mitarbeitern Der Chipgigant IBM hat schätzungsweise 1000 Mitarbeitern
Kündigungsschreiben geschickt . Dies berichtet heute das Wall Street Journal
unter Berufung auf Lee Conrad , einen Sprecher der IT-Gewerkschaft
Communications Workers of America . Demnach sollen in dieser Woche betroffene
Mitarbeiter eine kurze Nachricht erhalten haben , in der ihnen mitgeteilt wurde
, sie seien im Zuge einer " Neuausrichtung der Resourcen " von einer "
dauerhaften Kündigung " betroffen . IBM-Sprecher John Bukovinsky bestätigte die
Kündigungen , wollte aber zu genauen Zahlen keine Angaben machen : " Der
Stellenabbau betrifft nicht einmal ein Prozent der Belegschaft . " Er
dementierte zudem Vermutungen , die aktuellen Kündigungen seien eine "
unternehmensweite Aktion " . " Die Entlassungen dienen nicht der
Kostenreduzierung " , so Bukovinsky weiter . Gewerkschaftssprecher Conrad , der
früher selbst beim IBM-Konzern angestellt war , ist das als Erklärung jedoch zu
wenig . IBM Global Services hatte bereits Anfang Juli überraschend angekündigt ,
sich von 1000 Angestellten zu trennen . AOL Time Warner will weitere Kosten
einsparen Der US-Mediengigant AOL Time Warner hat seine Führungskräfte
angewiesen , nach weiteren Einsparmöglichkeiten zu suchen . Nach einem Bericht
der Financial Times erhielten alle leitenden Angestellten der einzelnen
Konzern-Sparten ein entsprechendes Schreiben . Ein AOL-Sprecher widerspricht
jedoch Behauptungen , das Unternehmen starte eine Entlassungswelle : " Weil wir
immer darauf bedacht sind , das Unternehmen effizient zu führen , denken wir
über keine signifikanten Entlassungen nach . " Nach Aussage von Jens Nordlohne ,
Sprecher von AOL Deutschland , ist hierzulande kein Arbeitsplatz gefährdet : Wir
stellen zurzeit sogar neue Mitarbeiter ein . Das amerikanische Unternehmen hatte
bereits vor kurzem die Entlassung von 2400 Arbeitsplätzen bekannt gegeben . AOL
Time Warner rechtfertigt die bisherigen Entlassungen mit der Verlangsamung der
Ökonomie in den USA und in Europa . Analysten erwarten mit Spannung die
Geschäftszahlen des zweiten Quartals von AOL Time Warner , die in der nächsten
Woche veröffentlicht werden sollen . Dies würde einen Anstieg um bis zu 30
Prozent entsprechen . Luftschiffe als Alternativen zu Satelliten Künftig werden
Mobilfunkmasten und Satelliten durch unbemannte Luftschiffe ersetzt - jedenfalls
wenn es nach dem Willen der englischen Advanced Technologies Group ( ATG ) geht
. Nach Informationen von pressetext.austria hat ein Prototyp des so genannten
Luftschiffs StraSat seinen ersten Testflug erfolgreich absolviert . Die Agentur
beruft sich dabei auf eine " britische Luftfahrtzeitschrift " . Gegenüber dem
Internet-Newsdienst Anananova.com zeigte sich John Wood , Marketing-Direktor der
ATG , vom Luftschiff begeistert : " Dieses Fluggerät wird aufgrund der niedrigen
Kosten und der überragenden Leistung auf die Telekommunikations-Branche
dramatische Auswirkungen haben . " StraSat wird nach Firmenangaben das erste in
Serie gefertigte Luftschiff sein , das primär digitales Radio und Fernsehen
überträgt sowie Überwachungsdienste anbietet . Zusätzlich soll der fliegende
Sendemast auch Breitband-Übertragungen problemlos ermöglichen können . Das
britische Unternehmen wirbt auf seiner Website vor allem mit den im Vergleich zu
gewöhnlichen Funkanlagen und Satelliten vergleichsweise geringen Kosten .
Preisangaben zum Luftschiff machen die Briten jedoch nicht . Und auch Details
über die speziell angefertigte Startrampe wurden nicht bekannt . Eine
Beeinträchtigung der zivilen Luftfahrt besteht jedoch nicht . Das mit
Tedlar-Teflon-Laminat beschichtete fliegende Schiff wird in einer Höhe von 20
Kilometern schweben und mit Hilfe von Elektromotoren seine Position für einen
Zeitraum von fünf Jahren halten können . Während es am Tag die benötigte Energie
aus den Solarzellen an der Oberseite des Schiffes speist , erfolgt die
Energieversorgung nachts über mehrere Batterien im Frachtraum . Die Briten sind
nicht die einzigen , die an derartigen Plänen arbeiten : Bereits 1999 wurden
vier Wissenschaftler für ihre Arbeiten zur Entwicklung " stationärer
Höhenplattformen " mit dem Körber-Preis für die Europäische Wissenschaft
ausgezeichnet : Koordiniert wurde das Projekt von Professor Bernd Kröplin von
der Universität Stuttgart , an dessen Institut schon seit 1992 an der
Weiterentwicklung von Luftschiffen gearbeitet wird . Zu dem Team gehören zudem
der Luft- und Raumfahrttechniker Michael Rehmet vom Friedrichshafener
Unternehmen Dornier Luftfahrt , der aus Schweden stammende Unternehmer Per
Lindstrand und der britische Atmosphärenchemiker John Adrian Pyle . Mit einem
ähnlichen Stratosphären-basierenden System will die US-Firma Sky Station
International aus Washington ab 2002 den Internet-Zugang per Funk realisieren .
SkyStation setzt auf in der Stratosphäre plazierte heliumgefüllte Plattformen (
30 km Höhe ) , die bis zu zehn Jahre dort verbleiben sollen . Produktiver im
Home-Office Die Mehrheit der Telearbeiter glaubt , dass sie zu Hause produktiver
arbeiten können als im Betrieb . Zu diesem Ergebnis kommt eine Langzeitstudie
der Universität Trier . Den Produktivitätsgewinn erklärten 85 Prozent der
Befragten damit , dass sie sich während der Arbeit kaum gestört fühlten . 63
Prozent schätzten zudem die Möglichkeit , die Arbeitszeiten frei einteilen zu
können . Erstaunlicherweise war aber nur rund die Hälfte der Befragten mit der
häuslichen Arbeitsatmosphäre zufrieden . Das Ausbildungsniveau der Beteiligten
ist relativ hoch . 44 Prozent der Telearbeiter können einen Hochschulabschluss
vorweisen ; 46 Prozent der weiblichen Beschäftigten haben eine Lehre absolviert
. Immerhin 24 Prozent der Frauen sind Fachhochschulabgänger . Ein weiteres
Ergebnis der Studie ist die Erkenntnis , dass sich ein Großteil der
Beschäftigten die Zeiten bei der Heimarbeit vollkommen anders einteilt als im
Unternehmen . Telearbeit ist aber auch ein Privileg . Dies sagen zumindestens 59
Prozent der Befragten und insbesondere Frauen . Nach eigenen Einschätzungen
werden die Teilnehmer von manchen Kollegen im Büro beneidet . Die Studie gibt
zusätzlich Auskunft über die berufliche Mediennutzung der Heimarbeiter . Demnach
nutzen Telebeschäftigte pro Tag durchschnittlich 79 Minuten für berufliche
Kontakte . 49 Prozent der Zeit wird am Telefon verbracht ; lediglich 37 Prozent
verständigen sich per E-Mail . Das durchschnittliche Einstiegsalter in die
Telearbeit liegt für Frauen bei 36 Jahren . Max Payne wird verfilmt Eines der
erfolgreichsten Computerspiele , Max Payne , soll in den USA verfilmt werden .
Nach einem Bericht vom The Hollywood Reporter hat sich Collision Entertainment (
CE ) die TV- und Film-Rechte an dem Actiontitel gesichert . Dimension Films will
die internationale Vermarktung übernehmen . Vor einiger Zeit hatte sich das
Filmstudio bereits die Rechte an dem Computertitel Alice in Wonderland gesichert
. Ein anderes Studio will das Spiel Duke Nukem Forever als Film herausbringen .
Sega USA senkt Dreamcast-Preis erheblich Das japanische Unternehmen Sega hat
erneut den Preis für seine Spielekonsole Dreamcast gesenkt . Nach einer Meldung
des Wall Street Journal fällt der US-Preis von 100 Dollar auf 80 US-Dollar .
Dies ist die dritte Preissenkung seit Markteinführung der ursprünglich 200
Dollar teuren Konsole . Den Preis für das Sonic Hardware Bundle , das zwei
Spiele und ein Speichermodul enthält , senkte Sega gleichzeitig von 120 auf 100
US-Dollar . Neue Preise für den deutschen Markt sind noch nicht bekannt . Das
Unternehmen will offenbar den Abbau der Lagerbestände beschleunigen , nachdem es
die Herstellung der Konsole bereits im März gestoppt hat . Diese Zahl überrascht
, nachdem etliche Spiele-Publisher sich von dem Sega-Produkt abgewandt haben .
So wurde unter anderem die Entwicklung von Half-Life von Sierra und Black &
White von Lionhead eingestellt . Unterdessen berichtete die Zeitschrift Computer
Bild Spiele , dass der japanische Hersteller seine Vertriebsniederlassungen in
Deutschland , Frankreich und Spanien schließen wolle . Den meisten Mitarbeitern
drohe die Entlassung . FBI inhaftiert vier Software-Piraten Nach Berichten von
US-Medien kopierten sie dabei auch das von Microsoft entwickelte
Sicherheits-Hologramm für CD-ROMs . Die Duplikat-Hologramme seien allerdings
recht leicht zu erkennen , weil sie sich auf einer ablösbaren Folie befänden ,
sagte der Senior Manager der Microsoft Anti-Piraterie-Abteilung , Richard
LaMagna . Nach Ansicht von LaMagna sind die vier Inhaftierten keine gewöhnlichen
Software-Piraten : " Es handelte sich bei diesen Personen um eine solide
finanzierte und gut organisierte Gruppe . " Web-Lernangebote machen Kinder
selbstständiger Kinder werden durch Lernangebote im Internet
experimentierfreudiger und lernen selbstständiger . Zu dieser Einschätzung kommt
der Erziehungswissenschaftler der Universität Erlangen-Nürnberg , Werner Sacher
, in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa . Gleichzeitig steige das
Bedürfnis der Schüler nach unterhaltenden Lernmethoden ( Edutainment ) . Laut
Sacher nutzen Schüler die Web-Angebote vor allem für Referate und Hausaufgaben .
Die wenigsten würden aber ihr Wissen mit den im WWW vertretenen virtuellen
Schulen kontinuierlich aufbessern . Es fehle den Internet-Angeboten auch an
Nachhaltigkeit . " Intelligente Lerner werden vorausgesetzt " , sagte Sacher .
Beim Online-Lernen fielen jedoch Schulangst und Handlungsdruck weg . Auch
Persönlichkeitsmerkmale wie Aussehen oder Kleidung ständen im Hintergrund . " Es
wird in einer offenen Umgebung sachlich orientiert gearbeitet " , erklärte
Sacher . Andererseits fehle aber die Kontrolle , ob der Schüler auch alles
verstanden und seine Aufgaben auch durchgearbeitet habe . Zudem decke keines der
bisher acht deutschsprachigen Web-Schul-Angebote systematisch einen größeren
Fachbereich ab . Oftmals werde nur Grundwissen vermittelt . Keinesfalls seien
Web-Angebote als Ersatz für den Nachhilfe-Unterricht zu sehen .
NEC-Plasma-Display mit 61 Zoll Der erstmals auf der CeBIT 2001 vorgestellte
61-Zoll-Großbildschirm PlasmaSync 61MP1 soll im September 2001 in Serie gehen .
Das NEC-Display misst in der Bilddiagonale 155 Zentimeter und könnte vor allem
in Konferenzsälen , Flughäfen oder Bahnhöfen zum Einsatz kommen . Durch die
Verwendung des 16:9-Formats eignet sich der Flachbildschirm aber auch zum
Abspielen von digitalen Filmen . Die Käufer müssen jedoch tief in die Tasche
greifen . Nach Aussage von NEC soll der Jumbo 60.000 Mark kosten . Das Gehäuse
ist knapp 1,50 Meter breit , 90 Zentimeter hoch und nur zwölf Zentimeter tief .
Da fast jedes Pixel zu sehen ist , muss der Betrachter einen entsprechend großen
Abstand wahren . Optional verfügbar sind Wand- und Deckenhalterung , ein
Standfuß sowie Lautsprecher . Nach Aussage des Herstellers beträgt die erwartete
Lebensdauer des 61 kg schweren Geräts 30.000 Stunden . Nach dieser Zeit leuchtet
der Schirm nur halb so hell . Allerdings räumte NEC-Produkt-Manager Ulrich
Vohrer ein , dass das Schwergewicht unter Dauerbelastung wie etwa auf Flughäfen
viel schneller an Helligkeit verliert . Hinzu kommen verhältnismäßig hohe
Stromkosten : der Bildschirm verbraucht im Betrieb 660 W . Vohrer rechnet in
diesem Jahr mit 3000 verkauften Displays vom Typ PX-61XM1 . HanseNet mit
Multimedia-Angeboten Die Hamburger Telefongesellschaft HanseNet will ihren
Kunden Anfang 2002 eigene Multimedia-Dienstleistungen anbieten . Dazu wolle man
eine Set-Top-Box und eine 10-Mbit-Anbindung zur Verfügung stellen , über die der
Kunde Spielfilme , Sport- und Musiksendungen sowie Spiele anwählen kann , so
HanseNet . Abgerechnet wird nach dem On-Demand-Prinzip , wobei der Zuschauer pro
Sendung bezahlt . Möglich werden die angekündigten multimedialen Angebote durch
die Technik Fibre-To-The-Home ( FTTH ) . Dabei werden Glasfaserkabel direkt in
die Wohnung des Kunden verlegt . HanseNet sieht dies erst als Anfang einer
massiven Veränderung des Festnetzes . In einem Gespräch mit heise online gab
Etha Schulze , Pressesprecherin von HanseNet , zwar keine konkreten Preise an ,
sagte aber : DSL-Flatrate von Speed21 Der Internet-Provider Speed21 will ab
sofort in 30 Städten eine DSL-Flatrate anbieten . Zum Preis von 99 Euro pro
Monat zuzüglich einer einmaligen Anschlussgebühr von 99 Euro können Kunden ohne
Zeit- oder Volumenbegrenzung surfen . Eine " Zwangstrennung " nach einem
bestimmten Zeitraum gibt es im Gegensatz zum T-DSL-Angebot der Deutschen Telekom
nicht . Jedem DSL-Zugang ordnet Speed21 eine feste IP-Adresse zu , zudem ist die
Benutzung von Routern ausdrücklich gestattet . Die Bandbreite beträgt maximal
1024 kBit/s beim Download und 128 kBit/s beim Upload . Die
Mindestvertragslaufzeit endet nach 12 Monaten . Das DSL-Angebot ist jedoch auf
Großstädte begrenzt . Um welche Städte es sich genau handelt , ist derzeit noch
unbekannt ; doch noch am heutigen Freitag sollen interessierte Kunden auf der
Website die Verfügbarkeit des DSL-Angebots für ihre Region online prüfen können
. Wirtschaftsministerium startet Web-Infokampagne Das Bundesministerium für
Wirtschaft und Technologie ( BMWi ) hat heute in Kiel die Informationskampagne
Kids an die Maus gestartet . Im Zuge dieser Kampagne will das BMWi speziell
Kinder und Jugendliche mit keiner oder nur geringer Interneterfahrung erreichen
und für das neue Medium begeistern . Bundeswirtschaftsminister Werner Müller
erklärt das Ziel der bundesweiten Aktion : " Wir wollen gerade denjenigen , die
das Internet noch nicht nutzen , zeigen , welche Möglichkeiten es bietet . " Um
dies zu erreichen , soll ein " Internet-Truck " mit acht Computern bis Anfang
Oktober insgesamt 21 Stationen anfahren und dort Interessierten den Zugang zum
Internet anbieten . Kinder können an Gewinnspielen , Wettbewerben und an
Live-Chats mit Prominenten teilnehmen . Als " wichtiges Element " der
Gesamtaktion bezeichnet das Wirtschaftsministerium den Aufbau eines Netzwerks
Digitale Chancen , dass einer bundeweiten Datenbank gleichkommt . In dieser
plant das BMWi alle öffentlichen Einrichtungen mit Computern und
Internetanschlüssen sowie Internetcafés zu erfassen , um den Bürgern über
Surfmöglichkeiten in seiner näheren Umgebung informieren zu können . Die
Informationskampagne Kids an die Maus ist nur eine von mehreren Kampagnen der
Bundesregierung , um all diejenigen Menschen zu erreichen , die bisher noch über
keinen Zugang zum Netz verfügen . Nach der Road-Show werde die Aktion Internet
ohne Barrieren starten , die behinderten Menschen die Begegnung mit dem neuen
Medium erleichtern soll , hieß es im Ministerium . Mission Internet hingegen
richte sich eher an Menschen im ländlichen Raum . Dort versucht das BMWi über
Kirchengemeinden Menschen für das Internet zu begeistern . 8.500
Lucent-Angestellte gehen in Ruhestand Mehr als 8.500 Lucent-Angestellte haben
sich dazu bereit erklärt , freiwillig in den Vorruhestand zu gehen . Dies gab
der amerikanische Telecom-Ausrüster am Donnerstag bekannt . Lucent hatte bereits
Anfang Juni 15.000 US-Managern den Vorruhestand nahegelegt , um so Kosten zu
sparen . Die Angestellten gehen jedoch auf keinen Fall leer aus . Den
Freiwilligen werden nach dem vorzeitigen Ausscheiden fünf zusätzliche
Arbeitsjahre auf die Zahlung der Pensionierung angerechnet . Zeitgleich kündigte
Lucent-CEO Henry Schacht weitere Entlassungen an . Genaue Angaben über Zahlen
und betroffende Standorte macht er jedoch nicht . Das Angebot des angeschlagenen
US-Unternehmens an die Manager ist nur ein Teil eines sieben Punkte umfassenden
Programms , das den Konzern wieder in die Gewinnzone führen soll . Nach der
geplatzten Fusion mit Alcatel hatte der Telecom-Ausstatter die Streichung von
weiteren 10.000 Arbeitsplätzen und den Verkauf von 50 Fabriken beschlossen .
Noch am 11. Juli meldeten US-Medien , das Unternehmen wolle sich zukünftig nur
noch in zwei Sparten gliedern . Derweil warten die Analysten auf die
Geschäftszahlen für das dritte Quartal , die Lucent am 24. Juli bekannt geben
will . Spiele-Schmiede Dynamix vor dem Aus Die US-Spieleschmiede Dynamix steht
offenbar vor dem Aus . US-Medienberichten zufolge wurden alle Angestellten
bereits am Donnerstag ohne jede Begründung aufgefordert , die Firma sofort zu
verlassen und erst am Montag wiederzukommen . Die deutsche Dependance des
Mutterunternehmens Vivendi Universal Interactive Publishing ( ehemals Sierra )
konnte bislang keine offizielle Stellungnahme abgeben . Ein ehemaliger
Dynamix-Mitarbeiter im Tribalwar.com-Forum will dagegen Näheres erfahren haben :
Demnach seien die Büroräume seit Donnerstag verschlossen . Keiner der 100
Angestellten könne derzeit seine Arbeit fortsetzen . Wenig Hoffnung setze er
zudem in ein für heute geplantes Treffen zwischen Dynamix und dem
Sierra-Management . Zu einer Stellungnahme über mögliche Entlassungen oder ein
endgültiges Aus für die Firma wollte sich Ostergard jedoch nicht äußern . Viele
Fans der Dynamix-Spiele wie der Tribes-Serie ( Tribes und Tribes 2 ) gehen
angesichts der vom Mutterunternehmen noch nicht bestätigten Meldungen bereits
auf die Barrikaden . Einige Dynamix-Anhänger versuchen die Firma durch eine
Online-Petition zu retten . Dort haben sich bereits jetzt über 6000 Personen
registriert , die angeben , in Zukunft kein Spiel mehr von Vivendi Universal
Interactive kaufen zu wollen . Sierra/Vivendi habe das Unternehmen zur eigenen
Bereicherung benutzt und es dann aufgegeben , so Kommentare von erbosten Usern .
Vivendi Universal Publishing hatte bereits vor zwei Jahren 90
Dynamix-Mitarbeitern gekündigt . Sollte der Spieleentwickler Dynamix wirklich
geschlossen werden , wäre dies ein weiterer Schlag für die regionale
High-Tech-Industrie in Oregon , schreibt The Register-Guard . Firmen wie Hynix
und Komax hätten in der Vergangenheit insgesamt bereits 1000 Mitarbeiter
gekündigt oder zwangsbeurlaubt . Brian Rooney vom Arbeitsamt in Oregon
betrachtet diese Entwicklung in seinem Zuständigkeitsbereich mit großer Sorge :
" Zwar sind 100 Arbeitslose mehr nicht wirklich viele , jedoch geht es hier um
einen Bereich , in dem wir nicht noch mehr Stellenstreichungen wollen . " Canon
: Fusion kostet Arbeitsplätze Die beiden bisher rechtlich eigenständigen
Canon-Unternehmensbereiche in Deutschland , Canon Deutschland und Canon
Euro-Photo , wurden heute von der Führung rückwirkend zum 1. Juli 2001
zusammengefasst . Im Zuge der Fusion sollen auch Arbeitsplätze wegfallen . " Wir
gehen derzeit von maximal 50 sozialverträglichen Entlassungen aus " , sagte
Canon-Pressesprecherin Ulrike Hemmerle gegenüber heise online . Canon
beschäftigt derzeit rund 1.100 Mitarbeiter in Deutschland . Durch die Fusion
will Canon zum einen steuerliche Vorteile nutzen und zum anderen die
gesamteuropäische Unternehmenslinie fortführen , laut Canon-Geschäftsführer
Roderich Stomm eine dringende Notwendigkeit . Die Fusion sei eine Antwort auf
den hart umkämpften Markt , begründet Stomm . Das Endkundengeschäft will Canon
im Bereich Volume neu formieren ; in diesen Bereich fallen Kameras , Camcorder ,
Desktop-Drucker , Scanner , Projektoren , Tischkopiergeräte , Faxe und
Taschenrechner - Produkte , die endkundenorientiert und in großen Stückzahlen
vertrieben werden . Die Value-Linie umfasst dagegen sämtliche Office-Produkte
wie Farbkopierer , Dokumentenscanner und Laserfaxgeräte . Sega dementiert
Bericht über Schließungen Der japanische Spieleentwickler Sega will seine
Niederlassungen in Europa auch nach dem Produktionsstop der Dreamcast nicht
schließen . Dies sagte Sega-Präsident Hideki Sato heute gegenüber dem
Nachrichtendienst Bloomberg . Damit dementiert er eine Meldung der Zeitschrift
Computer Bild Spiele , die in ihrer aktuellen Ausgabe über die Schließung von
Sega-Niederlassungen in Deutschland , Frankreich und Spanien sowie weiteren
Stellenstreichungen berichtet . Gleichzeitig gab Hideki Sato aber eine mögliche
Reduzierung der Geschäftsaktivitäten in Europa bekannt . Gleichzeitig bestätigte
er jetzt offiziell die Zusammenarbeit mit dem Spiele-Publisher Infogrames und
dem ehemaligen Erzrivalen Sony Computer Entertainment Europe . Demnach werde
Sega für Sonys Spielekonsle Playstation 2 sieben Titel entwickeln . Zudem seien
13 Spiele aus dem Hause Sega für Nintendos Gamecube und der Xbox in der
Entwicklung , sagte Sato . Trotz des klaren Dementis zu möglichen Schließungen
von Niederlassungen geht die Entmachtung des Dreamcast-Entwicklers weiter .
Gründe hierfür sind unter anderem in den schwachen Verkaufszahlen der Dreamcast
in Deutschland zu suchen . Bisher seien nach Unternehmensangaben lediglich
100.000 Stück verkauft worden . Nach diesen enttäuschenden Zahlen hatte das
Unternehmen Ende März den Produktionsstop der Konsole angekündigt . Um die
restliche Hard- und Software zu verkaufen , senkte Sega am vergangenen
Wochenende die US-Preise erheblich . Japan-Verkaufsstart des GameCube Heute
liefert Nintendo die mit Spannung erwartete Spielkonsole GameCube an die
japanischen Händler aus . Der Spieleentwickler und Hersteller von Konsolen , der
in diesem Jahr sein 110-jähriges Firmenjubiläum feiern konnte , will mit der
neuen Konsole dem ärgsten Konkurrenten Sony ( Playstation 2 ) Marktanteile
abjagen und gleichzeitig seine Dominanz in Fernost unter Beweis stellen . Durch
den verschobenen Xbox-Launch erhofft man sich zudem erhebliche Vorteile
gegenüber Microsoft , die sich am 22. Februar 2002 zum ersten Mal auf den
japanischen Konsolenmarkt mit einem eigenen Gerät wagen . Unter dem Motto Gaming
24:7 will Nintendo neue Kunden vor allem durch Innovationen gewinnen . Besonders
stolz ist Nintendo auf die Möglichkeit , einige GameCube-Daten auf den Gameboy
Advance zu laden , um unterwegs weiterspielen zu können . Sega hatte dies mit
seiner Dreamcast jedoch schon vorgemacht . Vollkommen neu ist hingegen die
Verwendung eines Gameboy Advance als Controller an der Spielekiste , womit man
ein Steuergerät einsparen kann . Ein Internetzugang fehlt laut
Unternehmensangaben jedoch und ist auch nicht angedacht . Nach Ansicht von
Nintendo wollen Konsolenkäufer nur eins : spielen und nicht surfen . Die Zahl
der Spiele zum Verkaufsstart des GameCube ist eher enttäuschend : Mit Super
Smash Bros. Melee , Super Monkey Ball und Luigi's Mansion haben die Fans nicht
gerade die größtmögliche Auswahl . Ein Großteil der Spiele wurde von Nintendo
entwickelt - andere Firmen wie Namco und Konami veröffentlichen ihre Titel erst
im weiteren Verlauf des Jahres 2002 . Die bisher gezeigten Titel sehen jedoch
recht vielversprechend aus und konnten die Messebesucher der E3 in Los Angeles
sowie die Fachpresse überzeugen . Im Inneren des so genannten Spielewürfels
arbeitet ein auf 485 MHz getakteter Prozessor , eine PowerPC-Variante des Gekko
von IBM . Der 162-MHz-Grafikchip stammt vom ATI-Tochterunternehmen ArtX und
sollte ursprünglich auf 202,5 MHz getaktet sein . Zudem spendiert Nintendo
seinem Jüngsten 40 MB Hauptspeicher . Demnach seien nach Aussage des Herstellers
ein Datendurchsatz von 2,6 GByte pro Sekunde garantiert . Alle technischen
Details kann man auf Nintendo.com nachlesen . Grafisch präsentiert sich der
GameCube zeitgemäß . Eine Farbtiefe von 24 Bit sorgt nach Unternehmensangaben
unter anderem für realistische Nebeleffekte , Subpixel Antialiasing , Alpha
Bending , Multi Texturing , Bump Mapping und Environment Mapping sowie
Mip-Mapping . Große Töne spuckt ein 81 MHz schneller Macronixchip , der 64
Soundkanäle gleichzeitig wiedergeben kann . Mafiaboy stolpert über Warnung Einer
Meldung der Nachrichtenagentur AP zufolge wurde gestern der unter dem Pseudonym
" Mafiaboy " bekannte Cracker in Montreal verhört . Nach Ansicht zweier Zeugen
hatte der heute 16-jährige Cracker eine Warnung missachtet , die den Einsatz der
Software im Internet ausdrücklich für illegal erklärt . Mit ihrer Einschätzung
erschüttern die Zeugen das Argument des Angeklagten , der bisher behauptete , er
habe nur die Sicherheit der Websites testen wollen . Mafiaboy , dessen Identität
aufgrund der kanadischen Rechtsprechung nicht bekannt gegeben werden darf ,
drohen bis zu zwei Jahre Jugendgefängnis . Er wurde bereits im April vergangenen
Jahres festgenommen , nachdem die Polizei Chatrooms überwacht hatte , in denen
Mafiaboy mit seinen Angriffen prahlte . Im Januar 2001 gestand Mafiaboy seine
Schuld ein . VitaGO stellt Webangebot ein Der Online-Drogeriehändler VitaGo
nimmt seit gestern keine Bestellungen mehr entgegen . Dies kündigte das
Startup-Unternehmen seinen Kunden in einem Newsletter und auf der Homepage an .
Gründe nennt der vor über einem Jahr gestartete Internet-Shop nicht . Er weist
lediglich darauf hin , dass die Hauptversammlung der VitaGo AG beschlossen habe
, die Gesellschaft aufzulösen und zurzeit nach Käufern für die Namens- und
Domain-Rechte suche . Eine Stellungnahme war bisher von VitaGo nicht zu bekommen
. VitaGo hatte Anfang 2000 mit dem ehrgeizigen Ziel sein Angebot ins Netz
gestellt , den Online-Shops der Drogeriehändler Schlecker und Rossmann
Marktanteile abzunehmen . Sensible Behördendaten in der rechten Szene Erstmals
nach dem Diebstahl zweier Computer aus dem Thüringer Innenministerium im Jahr
1997 sind Teile der darauf gespeicherten Dokumente aufgetaucht . Der Suhler
Regionalzeitung Freies Wort wurden nach eigenen Angaben entsprechender Dokumente
zugespielt , die sich auf den Computern befunden hatten . Zum Beweis zitiert
Freies Wort einige Absätze aus den gestohlenen Files . Die Redaktion vermutet
hinter dem Diebstahl den Neonazi Thomas Dienel . Nach Einschätzung der Zeitung
kursieren die zum Teil sensiblen Daten seit geraumer Zeit unter rechten
Radikalen . " Wir sind fest davon überzeugt , dass die rechte Szene Kenntnis von
dem gestohlenen Material hat " , sagte Gerd Schwinger , Chefredakteur des Freien
Worts im Gespräch mit heise online . Hochbrisant sind auch einige
Gedächtnisprotokolle von Sitzungen der Parlamentarischen Kontrollkommission (
PKK ) , die unter anderem über den deutschen Geheimdienst BND wacht . Zusätzlich
befinden sich unter den zugespielten Dokumenten auch Briefwechsel zwischen dem
Innenministerium und Verfassungsschutzbehörden anderer Bundesländer , die " zum
Teil als vertraulich gekennzeichnet sind " . Nachdem der Datenklau im Juni 1998
von einer Zeitung aufgedeckt wurde , kam es zu heftigen Diskussionen in der
Union . Teile der Großen Koalition forderten daraufhin sogar den Rücktritt des
damaligen SPD-Innenministers Richard Dewes . Der Pressesprecher des Thüringer
Innenministeriums Andreas Karmrodth war heute zu einer Stellungnahme nicht zu
erreichen . Das geht aus einer Pflichtmeldung Apples an die US-Börsenaufsicht
SEC hervor . Weitere Neueröffnungen seien für das Jahr 2002 geplant . Der
nächste soll am 25. August in Illinois seine Pforten öffnen . In den Shops
bietet Apple Hard- und Software rund um den Mac an - aus dem eigenen Hause wie
auch von Drittanbietern . Eigenen Angaben zufolge erwartet das Unternehmen den
Breakeven beim Direktverkauf bereits im ersten Geschäftsquartal des kommenden
Jahres . Ende 2002 will man einen Profit verbuchen . TV-Modul für Gameboy
Advance geplant Kemco will im Sommer kommenden Jahres ein TV-Modul für den
Gameboy Advance ( GBA ) vorstellen . Der so genannte TV Boy ( Arbeitstitel )
wird auf die tragbare Spielekonsole aufgesteckt - eine Antenne ist in das Gerät
eingebaut . Zusätzlich sind nach Aussage des deutschen Vertriebspartners Mitsui
in Hamburg zahlreiche Anschlussmöglichkeiten für externe Bildquellen geplant .
Selbst die Verbindung mit stationären Spielekonsolen wie dem GameCube soll nach
Ansicht von Kemco problemlos möglich sein . Wie hoch der Stromverbrauch sein
wird und mit welchen Anschlüssen der TV Boy ausgestattet wird , ist bisher offen
. Laut Mitsui befinden sich derzeit eine NTSC- und eine PAL-Version in der
Entwicklung . Auf Anfrage von heise online bestätigte Mitsui , dass eine
Veröffentlichung des TV Boys im Sommer angedacht ist . Über einen möglichen
Preis wollte man noch nicht spekulieren . Der erstmals auf der ECTS 2001 in
London vorgestellte TV Boy ist allerdings keine Neuerfindung des japanischen
Spieleentwicklers Kemco , der Videospielsparte des in Japan ansässigen
Unternehmens Kotobuki . Bereits kurz nach dem Verkaufsstart von Segas Gamegear
im Jahr 1990 veröffentlichte der Konzern das erste und bisher einzige TV Modul
für die tragbare Spielkonsole . Nach dem Produktionsstop wurden seitdem
allerdings keine solchen TV-Erweiterungen mehr entwickelt . Kostenloses
Vogelstimmen-Archiv online Nach unzähligen Multimedia-Sammlungen im Internet ist
jetzt auch ein Online-Vogelstimmen-Archiv online gegangen . Unter der Adresse
www.vogelstimmen.de kann jeder Internetnutzer kostenlos Stimmen verschiedenster
Vogelarten anhören und sogar an andere Interessierte per E-Mail verschicken .
Als Zielgruppe nennt der Betreiber Christian Heil die " große Gemeinde der
privaten Vogelliebhaber ebenso wie Schulen und Ornithologen " . In der
umfangreichen Vogelstimmen-Datenbank finden sich unter anderem kurze Samples von
Adlern und Amseln , aber auch von weniger bekannten Vogelarten wie der
Lapplandmeise , dem Gartenrotschwanz oder der Feldlerche . Nach einem Klick auf
den Vogelnamen öffnet sich ein Fenster , in dem der Surfer ein störungsfreies
fünf bis 15 Sekunden langes Sample der Vogelstimme im RealAudio-Format starten
kann . Hinzu kommt die Möglichkeit , einzelne Vogelstimmen per E-Mail an Freunde
zu verschicken . Angemeldete Nutzer können zudem einen Newsletter abonnieren ,
der über Veränderungen im Archiv und themenbezogene Neuigkeiten im Internet
informiert . Zusätzlich finden Vogelliebhaber in der Rubrik Shops Links zu
verschiedenen Internet-Händlern , die einzelne Vogelstimmen als CD oder auch
Alben per Post verschicken . Des Weiteren ist dort ein Anbieter aufgelistet ,
der Vogelstimmen als Handy-Klingeltöne über eine 0190-Hotline anbietet .
3D-Spieleengine für mobile Endgeräte Finnische Entwickler arbeiten an der
3D-Engine X-Forge , die Spiele plattformübergreifend auf Handys , Smartphones ,
PDAs und anderen mobilen Endgeräten ermöglichen soll . Das im Oktober 2000
gegründete Unternehmen Fathammer hat sich damit unter anderem zum Ziel gesetzt ,
kostengünstige 3D-Spiele für Wireless-Geräte zu realisieren . Außerdem sollen
nach Angaben des Herstellers die üblichen Entwicklungs-Schritte verkürzt und die
damit verbundenen Kosten gesenkt werden . Gegründet wurde das noch relativ junge
Unternehmen von Samuli Syvähuoko , der bereits 1995 Remedy Entertainment ( Max
Payne ) ins Leben rief . Auch CEO Brian Bruning kann langjährige Erfahrungen aus
dem Spielebereich vorweisen . Er arbeitete vorher bei 3dfx und Creative Labs .
Über genaue technische Details ist zurzeit noch nichts bekannt . Computerspiel
verherrlicht Massaker Auf einer japanischen Website ist ein Computerspiel
aufgetaucht , das ein Massaker an acht Schulkindern verherrlicht . " Das
Spielziel war die Tötung möglichst vieler Kinder " , so Yahoo Japan gegenüber AP
. Das Spiel bezog sich auf einen Anschlag am 8. Juni . An diesem Tag war ein
37-jähriger bewaffneter Mann in die Grundschule von Ikeda eingedrungen , hatte
acht Schüler erstochen und 15 weitere verletzt . Vor zwei Tagen wurden die
Portal-Betreiber von der japanischen Polizei auf das Spiel aufmerksam gemacht .
Die Gesetzeshüter monierten , " dass das dargestellte Massaker die
Hinterbliebenen der acht Opfer und alle anderen an der Schule zutiefst beleidigt
" . Jedoch kam der Entwickler des Spiels Yahoo zuvor und entfernte das Programm
freiwillig von der Seite . Anders als in Deuschland können japanische
Internetnutzer ihre Spiele auf einer bestimmten Yahoo-Seite selbst
veröffentlichen und auch wieder entfernen . Yahoo Deutschland konnte den
Sachverhalt nicht kommentieren . Spieleentwickler Sierra kündigt
Umstrukturierung an Der Spieleentwickler Sierra , ein Unternehmensbereich von
Vivendi Universal Publishing , hat heute umfangreiche Umstrukturierungsmaßnahmen
angekündigt . Getroffen hat es hierbei den Sierra-Sitz in Bellevue . Dort
erhalten fast 150 Mitarbeiter demnächst ihre Kündigung . Weitere 20 Angestellte
werden von Bellevue in die Vivendi Universal Interactive Publishing-Zentrale
nach Los Angeles verlegt . Sierra-Präsident Michael Ryder sieht in diesem
Schritt eine Notwendigkeit : Gleichzeitig gab das US-Unternehmen eine
umfangreiche Umstrukturierung für bestimmte Unternehmensbereiche bekannt .
Hauptsächlich sind davon die Entwicklungseinheiten betroffen . Welche Entwickler
außer Dynamix genau ihren Platz räumen müssen , ist bisher nicht bekannt . Von
den Einsparungen nicht betroffen sind neben Papyrus ( NASCAR-Serie ) , Blizzard
Entertainment ( Warcraft-Titel ) und Impressions ( Lords of the Realm ) . Sierra
hat heute auch offiziell die Schließung der Spieleschmiede Dynamix bestätigt .
Demnach wurden alle 97 Angestellten entlassen . Lediglich eine kleine
Entwicklergruppe wird vom Unternehmen im Standort Sierra Bellevue untergebracht
, um von dort weiterhin für die Tribes 2-Fans den Support sicherzustellen .
Weitere Spiele aus dem Hause Dynamix werden jedoch nicht mehr folgen . VUD will
Computerspiel-Messe veranstalten Der Verband der Unterhaltungssoftware
Deutschlands ( VUD ) will eine eigene deutsche Computerspiel-Messe durchführen .
Die Veranstaltung soll unter dem Namen Games Convention vom 29. August bis 1.
September 2002 in Leipzig stattfinden . Dies sagte VUD-Geschäftsführer Hermann
Achilles gegenüber heise online . Damit bestätigt er einen Bericht der Leipziger
Volkszeitung , die Ende 2000 über das Projekt mit dem Arbeitstitel Game On
berichtet hatte . Veranstaltungsort sei das Gelände der Leipziger Messe , sagte
Achilles . Auf der Games Convention sollen vor allem Spiele und passendes
Zubehör vorgestellt werden . Zusätzlich erwartet man aber auch Entwickler von
Internet-Diensten , Verlage , Verbände und Lizenzgeber aus den Bereichen Film
und TV . Nach Angaben der Leipziger Messe hat es in Deutschland bisher noch
keine vergleichbare Veranstaltung gegeben , auf der die neuesten Entwicklungen
der Spiele-Branche für das Fachpublikum und Verbraucher vorgestellt wurden . Die
Idee für die Messe wurde nach dem Scheitern der CeBIT Home geboren . Aus Sicht
der Veranstalter soll die Games Convention ihren Besuchern mehr als nur eine
gewöhnliche Ausstellung bieten . Geplant sei eine Messe mit Erlebnischarakter
für den Endverbraucher , schrieb die Leipziger Volkszeitung . Ein Höhepunkt der
Messe soll unter anderem die bisher größte LAN-Party der Welt sein . Bereits
jetzt macht sich Achilles Gedanken über die Bewältigung des enormen
Organisationsaufwandes : Als hilfreich könnte sich da das neu gegründete
Unternehmen TLC TheLAN Company Event AG erweisen . TheLAN will das Geschäft mit
so genannten Netzwerk-Sessions für die Organisatoren profitabler gestalten und
vor allem mit eigener Netzwerk-Technik und auch Know-how aushelfen . Aus diesem
Grund haben sich mit Malte " Hardball " Kanebly , Patrick " Reschky " Reschke ,
Holger " Zatte " Eilers , Frank " Gandalf " Schliefer sowie Sven " DeVries "
Wagner fünf LAN-Pioniere zusammengefunden , die bereits an großen
Veranstaltungen wie der PlaNET iNSOMNIA , gXp sowie gXp 2 mitgeholfen haben .
Sie alle verbindet gemeinsam ein Ziel : Konkrete Ziele wurden heute in einer
Mitteilung veröffentlicht . Zuerst wolle man die LAN-Party Das große Beben 4 im
September mit der eigenen Technik ausstatten , sagte TheLAN-Chef Malte Kanebly
in einem Gespräch mit heise online . Dazu zähle unter anderem ein Netzwerk mit
tausend Ports vom Computerhersteller Hewlett-Packard . Ob vielleicht sogar
TheLAN auf der Game Convention die Netzwerk-Party organisieren wird , bleibt
abzuwarten . US-Gouverneure streiten für E-Commerce-Steuer Die Gouverneure von
40 Bundeststaaten wollen ein Gesetz stoppen , das vielen US-Web-Shops
Steuerfreiheit garantiert . Nach geltendem Recht aus dem Jahr 1992 dürfen
Bundesstaaten von Internet-Händlern keine Steuern fordern , wenn diese im
jeweiligen Staat keine Filialen unterhalten . Laut der Washington Post wollen
die Gouverneure und Abgeordnete der Demokraten in einem Brief an alle
Kongressabgeordneten dazu auffordern , gegen die Verlängerung der derzeit
gültigen Regelung zu stimmen . Das entsprechende Gesetz würde im Oktober bei
einer Zustimmung durch den Kongress um weitere fünf Jahre verlängert , schreibt
die Zeitung weiter . Nach Ansicht der Demokraten könne sich die steuerfreie
Bestellung via Web künftig auch negativ auf die Einnahmen der Öffentlichen Hand
auswirken : Dieses Szenario würde eintreten , wenn die Einnahmen der Onlineshops
steigen und die Umsätze der Geschäfte sinken , argumentieren die Befürworter
einer neuen Regelung . Gegner verweisen jedoch auf das noch junge Geschäft im
Internet und die derzeitige recht schwierige finanzielle Lage des
E-Commerce-Sektors . Nach ihrer Ansicht haben zusätzliche Steuern für die
Branche verheerende Folgen . Polizei stellt Mordvideo ins Netz Mordvideos im
Internet werden für gewöhnlich als Perversion abgetan . Jetzt hat jedoch auch
die Genfer Polizei ein solches Video ins Netz gestellt , um die Mörder an einem
vorbestraften Pädophilen zu überführen . Dies berichtet neben der Schweizer
Sonntagszeitung ( SSZ ) auch das Westschweizer Fernsehen . Der 50-Jährige wurde
in seinem Auto auf einer Straße im Genfer Industriepark von Unbekannten
erschossen . Auf dem Film sind jedoch keine Details auszumachen . Die Aufnahme
zeigt eine Schnellstraße am 27. Juni gegen 23 Uhr . An einer Ampelkreuzung hält
ein nach Angaben der Genfer Polizei roter Golf . Fast zeitgleich stoppt ein
anderes Auto direkt neben dem Wagen des Opfers . Die Personen aus dem anderen
Wagen feuern insgesamt zweimal auf den Fahrzeughalter des Golfs , der am
Unterleib und am Kopf getroffen wird und anschließend seinen schweren
Verletzungen erliegt . Nach dem Mord sind die Täter in Richtung Rue
Francois-Dussaud weitergefahren . Bisher zeigte die Aktion jedoch keinen Erfolg
. Ein Polizeisprecher sagte gegenüber der SSZ , man habe bisher noch keine
Hinweise erhalten . Das Opfer war der Polizei jedoch schon lange bekannt . Er
war vorbestraft wegen Exibitionismus und sexueller Übergriffe auf Minderjährige
. Zuletzt stand er 1995 vor dem Schweizer Gericht und musste sich in sechs
Straffällen verantworten Mit dem im Internet veröffentlichten Video hofft die
Polizei Zeugen zu finden , die zum Tathergang nähere Angaben machen können .
Insbesondere der Halter des Fahrzeuges an der Quidort-Rampe wird gebeten , sich
bei der Polizei zu melden . Die Anonymität der Zeugen ist garantiert . Für
Hinweise , die zur Ermittlung oder zur Ergreifung der Täter führen , ist eine
Belohnung von 5000 Schweizer Franken ( 6470 Mark ) ausgeschrieben . Florida :
Wenig Bürgerprotest gegen Überwachungskameras Das erst vor zwei Wochen in der
US-Stadt Tampa instalierte Überwachungssystem hat zwar in der Öffentlickeit hohe
Wellen geschlagen , einem Aufruf zur Demonstration gegen die Überwachungsanlage
folgten am Sonntag aber nur rund 100 Menschen . Das berichtet die Los Angeles
Times . Die Polizei hatte Anfang Juli im Ort 36 Kameras installiert , die der
Behörde beim Auffinden von jugendlichen Ausreißern und Verbrechern unterstützen
sollen . Die Bilder der Kameras werden in Echtzeit von einer FaceIT genannten
Software ausgewertet , die von einer Person 80 Gesichtspunkte einscannt und die
daten mit denen von insgesamt 30.000 Gesuchten vergleicht . Zurzeit ist Tampa
die einzige US-Stadt , in der die Polizei High-Tech-Kameras für
Routineüberprüfungen einsetzt . Bisher hat der Einsatz modernster
Polizei-Kameras jedoch noch zu keiner Festnahme geführt . Eine Demonstrantin
hatte auf ihrer Stirn einen Strichcode-Aufkleber angebracht - andere wiederum
trugen Gasmasken . Rein theoretisch könnten dabei alle Personen mit der
FaceIt-Software vom Hersteller Visionics erfasst werden . Virtuelle
Europa-Sprachreise im Web Neben den europäischen Sprachen sollen die Mitspieler
auch interessante Fakten über Länder und Personen kennenlernen . Die Aktion
Eurospiel der Sprachen ist Teil des Europäischen Jahres der Sprachen 2001 , das
das Bildungsministerium am 6. Februar 2001 in Deutschland gestartet hatte .
Europaweit wird das Aktionsjahr gemeinsam von der EU und dem Europarat
veranstaltet . Von den Teilnehmen wird jedoch einiges gefordert . So schlüpfen
die Sprachreisenden abwechselnd in die Rolle eines Geschäftsmannes , eines
Urlaubers und eines Austauschschülers . Mit jeder erfüllten Aufgabe kommen die
Teilnehmer dem Lösungswort näher . Als Preise locken etwa ein Berlinaufenthalt
mit Hotelübernachtung , ein Multimedia-PC oder eine Bahn-Card . Darüber hinaus
gibt es auch Sprachprogramme und Sprachlexika zu gewinnen . Neben dem Lernen der
Sprachen wollen die Veranstalter den Teilnehmern jedoch auch die einzelnen
Länder etwas näher bringen . UMTS-Millionen für die IuK-Forschung Die
Bundesregierung hat heute ihr Versprechen eingelöst , Teilerlöse aus der
UMTS-Auktion für Forschungszwecke bereitzustellen . Bundesforschungsministerin
Edelgard Bulmahn begrüßte die Entscheidung : Nach Ansicht der Ministerin könnte
diese Finanzierungsspritze die deutsche IuK-Forschung sogar an die Weltspitze
führen . Das BMBF wird die bereitstehenden finanziellen Mittel nach eigenen
Angaben in vier Forschungsbereichen einsetzen : IT-Sicherheit , Vernetzung mit
dem Schwerpunkt Next-Generation-Internet , Simulation und virtuelles Engineering
mit Hilfe der Softwaretechnik und im Bereich Innovative Anwendungen . Nokia
überprüft xDSL-Modems Nach Angaben von Nokia sind jedoch lediglich Modems der
Serien M/MW betroffen . Demnach ist der Grund ein möglicher Defekt im
Stromanschluss des Modems , aus dem einzelne Pins herausbrechen und im Kabel
stecken bleiben könnten . Berührt ein Besitzer den Kontakt , könnte er einen
lebensgefährlichen Stromschlag bekommen . Nokia-Pressesprecherin Eva Heller
sagte gegenüber heise online , dass in Deutschland jedoch nur wenige Modems
dieser Serien verkauft wurden . Arja Suominem , Leiterin der
Unternehmenskommunikation von Nokia Networks in Finnland , machte in einem
Gespräch mit heise online genauere Angaben zu den Stückzahlen und den
betroffenen Ländern : Bisher wurden von den Händlern mehrere tausend Geräte
zurückgegeben . In Deutschland gehen wir davon aus , dass lediglich 300 Modems
verkauft wurden . Dort gestaltet sich die Überprüfung daher auch viel einfacher
. " Der Herr der Ringe " als Handyspiel Der epische Fantasy-Dreiteiler Der Herr
der Ringe soll auch in Form von Spielen auf mobilen Endgeräten umgesetzt werden
. Darauf einigten sich der Software-Entwickler Riot Entertainment und das
Filmproduktionsstudio New Line Cinema . Die Entwicklungen sollen bereits weit
vorangeschritten sein . Nach einer Mitteilung von Riot kann mit der
Fertigstellung des Spiels Ende des Sommers gerechnet werden . New Line Cinema
produziert die Verfilmung der Herr der Ringe : Die Erwartungen der Fans sind
hoch . Mit den offiziellen Spielen zum Film wollen die finnischen Entwickler von
dem Boom profitieren : Bisher hat Riot mit mehreren Mobilfunkunternehmen in
Europa und Asien entsprechende Verträge abgeschlossen . Riot-Entertainment-CEO
Jan Wellmann verspricht sich von der Vereinbarung mit New Line Cinema viel : "
Die Zusammenarbeit mit New Line Cinema ist eine fantastische Gelegenheit , das
unermessliche Potenzial drahtlosen Marketings und von Unterhaltung einem
globalen Publikum zugänglich zu machen . " Der Entwickler von
Entertainment-Inhalten für mobile Endgeräte hatte bereits in der Vergangenheit
zahlreiche Vereinbarungen mit Unternehmen und Personen wie Marvel Enterprises ,
Universal Pictures und Helen Fielding unterzeichnet . Dadurch sicherten sich die
Finnen Rechte an unter anderem allen 4.700 Marvel-Comic-Helden und zahlreichen
Filmproduktionen . VPRT : Neue Rechtsgrundlage für TV-Kabel notwendig Der
Präsident des Verbandes Privater Rundfunk und Telekommunikation ( VPRT ) Jürgen
Doetz hat eine neue Rechtsgrundlage für den Zugang zum TV-Kabelnetz gefordert .
Nach seiner Ansicht droht vielen analog verbreiteten TV-Stationen die
Verdrängung aus dem Kabelnetz . Grund dafür ist der Kauf des deutschen
Kabelnetzes durch amerikanische und britische Investoren , die viele regionale
Stationen aus dem Netz verdrängen würden . Dadurch droht nach seiner Auffassung
" ein neuer RIAS - ein Rundfunk im amerikanischen Sektor " . Nach Ansicht des
VPRT-Präsidenten streben Netzbetreiber wie die Callahan-Gruppe , Klesch und
Liberty Media an , das Kabel für digitale Mediendienste wie Internetzugang oder
die Bestellung einzelner Filme ( pay-per-view ) zu Lasten der analog
verbreiteten Sender zu nutzen . Der 160 Mitglieder umfassende Verband hatte
bereits Anfang Juli zusammen mit den öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern ARD
und ZDF neue Rahmenbedingungen für TV-Kabelnetze gefordert . Nach Ansicht des
Bündnisses werde der Verkauf des deutschen Kabelnetzes weit reichende Änderungen
auslösen . Damals wollten sich die VPRT , ARD und ZDF mit den Netzbetreibern in
" wesentlichen technischen und betrieblichen Fragen " abstimmen . Als erste
Grundlage wurde das Referenzmodell Kabel vorgelegt . eBook-Hacker nach Vortrag
festgenommen Auf dem neunten amerikanischen Hacker-Treffen Def Con Nine wurde
Dmitry Sklyarov , ein Entwickler von ElcomSoft , vom FBI festgenommen .
Angeblich wurde die Festnahme vom Softwarehersteller Adobe veranlasst . Bereits
im Vorfeld hatten die Amerikaner den russischen Entwicklern vorgeworfen , mit
ihrem eBook-Entschlüsselungsprogramm das Digital Millennium Copyright Act aus
dem Jahre 1992 zu verletzten . Dmitry Sklyarov war einer der Programmierer , die
vor einem Monat ein Programm vorstellten , das eBooks im
Acrobat-eBook-Reader-Format entschlüsseln konnte . Daraufhin nahm
Barnes&Noble.com einige eBooks für 24 Stunden aus dem Onlineshop . Zuvor hatte
ElcomSoft auch ein Tool zum Entfernen des Kopierschutzes von PDF-Dateien
vorgestellt . Zurzeit ist die offizielle ElcomSoft-Website jedoch nicht
erreichbar . Die deutsche Adobe-Pressestelle konnte zu der Festnahme keine
Angaben machen . Björk : Napster hat die Leute wachgerüttelt Die isländische
Sängerin Björk hat in einem Interview in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift
MUSIKEXPRESS ihrem Ärger über die Musikindustrie Luft gemacht . Sie selbst lade
auch Musik aus dem Netz : " Ich würde eine Menge in Kauf nehmen , um einen Song
, den ich unbedingt haben will , zu bekommen " , sagte die Musikerin . Für die
36-jährige Isländerin ist die Musikindustrie zudem nichts weiter als eine
Maschinerie : Napster habe die Leute lediglich wachgerüttelt und mitunter sogar
Kreativität in ihnen geweckt , gab Björk zu bedenken . Mit Björk konnte Napster
aber nicht zum ersten Mal Untersützung in der Musikszene gewinnen . Alanis
Morissette verteidigte das Unternehmen Anfang April vor einem US-Senatsausschuss
: Nur über solche Tauschbörsen könnten insbesondere Künstler ohne Plattenvertrag
ihre Musik verbreiten . Und Prince beispielsweise veröffentlichte seinen ersten
Song aus dem Album The Rainbow Children vorab bei der Musiktauschbörse .
US-Gericht stimmt Sammelklage gegen DoubleClick zu Ein kalifornisches Gericht
hat vier Sammelklagen gegen den Internet-Werbevermarkter DoubleClick zugelassen
. Nach einem Bericht des britischen Newsdienstes The Register werfen die Kläger
DoubleClick vor , das Verhalten der Nutzer auszuspionieren , unter anderem durch
illegale Auswertung von Cookies und so genannten Web Bugs . Bei letzteren
handelt es sich um eine Grafik in der Größe 1x1 Pixel , die für Besucher
unsichtbar bleibt . Beim Aufruf des Web Bugs per HTTP-Request wird ein Eintrag
im Log-File des Website-Betreibers erzeugt und dabei die IP-Adresse der User ,
die URL der besuchten Webseite und der Zeitpunkt des Besuchs protokolliert .
Bereits im Frühjahr 2001 hatte die amerikanische Wettbewerbsbehörde Federal
Trade Commission ( FTC ) gegen DoubleClick wegen angeblicher Verstöße gegen
Datenschutzbestimmungen ermittelt . Bei den Untersuchungen konnte die Behörde
jedoch keinen Verstoß des Website-Betreibers feststellen . Preisrutsch bei Intel
Mobile Celerons Der US-Chipproduzent Intel hat nach dem Preisrutsch vom 1. Juni
erneut die Prozessorpreise gesenkt , allerdings nur für drei Prozessoren der
Mobile-Celeron-Linie . Der Mobile Celeron mit 850 MHz kostet jetzt 107 US-Dollar
, was einem Preisnachlass von 37 Prozent entspricht . Hinzu kommt eine
32-prozentige Vergünstigung beim mobilen 750 MHz Celeron von 134 US-Dollar auf
91 US-Dollar . Der derzeit drittschnellste Mobile Celeron mit 700 MHz ist um 22
Prozent günsiger zu haben und kostet jetzt 75 US-Dollar . Alle anderen
Mobile-Pentium- , Pentium- , Celeron- und Xeon-Modelle bleiben im Preis
unverändert . Den 800 MHz Mobile Celeron hat Intel erst vor drei Wochen
vorgestellt , die anderen beiden sind schon etwas betagter . Alle drei gehören
zu denjenigen Mobile Celerons , die wegen ihrer Kernspannung von 1,6 V den
höchsten Stromverbrauch dieser Prozessorlinie haben . Die gibt es allerdings nur
bis 750 MHz respektive 600 MHz . Die von Intel veröffentlichten Preise richten
sich ausschließlich an Großhändler bei einer Abnahme von mindestens 1000
Prozessoren . Online-Gaming : Neocron startet im November Der Spiele-Publisher
CDV Software wird die Client-Software deutsche Online-Spiel Neocron von Reakktor
Media ab dem vierten Quartal 2001 vertreiben , gab Reakktor-CEO Joerg Martin
Schwiezer bekannt . Nach Ansicht von Schwiezer gibt es zwar noch viel zu tun ,
der angepeilte Veröffentlichungstermin bleibt jedoch realistisch . Zudem steht
jedem Teilnehmer die Wahl eines frei definierbaren Cybercharakters frei .
Schwiezers Erwartungen sind trotz der seiner Ansicht nach finanziellen Flops wie
World War 2 und Anarchy Online hoch : Das Spiel wird hoffentlich noch im
Novemvber 2001 als Vollpreisprodukt erscheinen . Danach können die User
mindestens einen Monat online kostenlos durch die atemberaubende Neocron-Welt
schreiten . Man werde sich dabei unter anderem am Everquest-Bezahlsystem von
zehn US-Dollar pro Monat orientieren . Zurzeit beschäftigen sich die
Hannoveraner mit dem Feintuning des Spiels . " Priorität haben vor allem das
Balancing der einzelnen Spielerfähigkeiten und die Überprüfung der
Engine-Kompatibilität mit den aktuellen Grafikkarten wie der GeForce 3 " , sagte
Schwiezer in einem Gespräch mit heise online . Nach eigenen Angaben haben sich
bereits mehr als 60.000 User für den Betatest angemeldet , der zurzeit aufgrund
eines Patchtests ausgesetzt wurde . Durch die Ankündigung von CDV , den Vertrieb
weltweit übernehmen zu wollen , tritt die Firma in direkte Konkurrenz mit Sony
Entertainment und Microsoft . Das Ende einer Cash-Machine Der 26. Newsletter des
Münchner Unternehmens CyberProfit war gleichzeitig seine letzte Meldung an die
Nutzer : Die Führung des Internet-Start-ups will das Unternehmen auflösen . Dies
gab der CyberProfit-Vorstand seinen Kunden per Newsletter bekannt und
verabschiedete sich zugleich . Nach eigenen Angaben wird die Plattform in der
nächsten Zeit abgestellt . Zudem sollen die Benutzerdaten gelöscht und alle
Mitarbeiter entlassen werden . Ausstehende Geldbeträge sollen nicht ausgezahlt
werden . Das Unternehmen bot seinen Kunden die so genannte Cash-Mashine , ein
Werbefenster im Surf-Client . Registrierte Nutzer konnten 90 Pfennig pro Stunde
fürs Anschauen dieser Werbung verdienen . Das ursprünglich über 20 Personen
umfassende Unternehmen musste bereits am 31. Mai die Eröffnung eines
Insolvenzverfahrens beim Münchner Amtsgericht beantragen . Am 16. Juli kam nun
das endgültige Aus : Nach Angaben von CyberProfit liefen die Verhandlungen mit
Konkurrenten wie FairAd über eine mögliche Finanzierung ins Leere . Zum anderen
versuchten wir parallel die Cash-Machine-Plattform zu verkaufen . Ungewöhnlich
ist der Verweis des bankrotten Unternehmens auf den bisher ärgsten Konkurrenten
FairAd : Im Vorfeld mussten bereits ein vergleichbarer Anbieter die Segel
streichen : AllAdvantage hatte Anfang Februar 2001 sein Onlinebanner-Geschäft
eingestellt . Studien : Brutale Computerspiele fördern Aggressionen Brutale
Computerspiele können bei Kindern und Jugendlichen zu einem Anstieg der
Agressionen führen . Zu diesem Ergebnis kommen die beiden Psychologen Craig A.
Anderson und Brad J. Bushman von der Iowa State University . Sie haben
anlässlich der Massaker von Jugendlichen an US-Schulen 35 Studien aus dem Jahr
2000 ausgewertet . Dabei wurden mehr als 4.000 Kinder und Erwachsene zu den
Auswirkungen von brutalen Spielen befragt . Der heise online vorab zur Verfügung
gestellten Artikel soll in der September-Ausgabe der Fachzeitschrift
Psychological Science erscheinen . Brutale Computerspiele fördern nach der
Ansicht der Autoren die Entwicklung von aggressiven Gedanken und aggressiven
Gefühlen . Laut der Studie entstünden so aggressive Verhaltensmuster . Zudem
senken derartige Spieletitel die Bereitschaft , anderen Personen in der Not zu
helfen . In dem Artikel werden die Überfälle auf Schulen mit in Deutschland
indizierten Shootern wie Doom verglichen . In diesem Zusammenhang wird auch das
Massaker an der Columbine High School geschildert , in der Eric Harris und Dylan
Klebold 13 Personen töteten und 23 verletzten . Laut Medienberichten spielten
sie mit Vorliebe den in Deutschland indizierten Ego-Shooter Doom . Die
Auswertungen der Studien ergaben zudem , dass Kinder zwischen acht und 18
ungefähr 40 Stunden pro Woche ein Medienangebot ( unter anderem Zeitung und
Fernsehen ) nutzen . Zwar schauen die meisten Kids immer noch fern , die
Popularität von Videospielen steige jedoch rapide an . Zehn Prozent der Kinder
zwischen zwei und 18 Jahren spielen an der Konsole oder am Computer sogar länger
als eine Stunde am Tag . Überraschend fallen die Ergebnisse bei den Jungen im
Alter von acht bis 13 Jahren aus . Sie verbringen lediglich 7,5 Stunden in der
Woche mit dem Spielen . Eltern schreiben die Spielzeiten jedoch kaum vor .
Lediglich elf Prozent der Befragten gaben an , dass ihre Eltern diese Zeiten
begrenzen würden . In der Studie gehen die Psychologen auch auf die Argumente
der Interactive Digital Software Association ( IDSA ) ein , die die Vorwürfe ,
Spiele oder sogar Filme hätten etwas mit den Morden zu tun , strikt von sich
weisen : Zuletzt hatte Bundesfamilienministerin Christine Bergmann Ende März
eine gesetzlich geregelte Altersgrenze für von ihr als " Horror-Computerspiele "
bezeichnete Spiele gefordert . GameCube-Verkaufsstart in Japan erfolgreich
Bereits wenige Tage nach dem GameCube-Verkaufsstart in Japan hat Nintendo
bereits deutlich mehr als die Hälfte der verfügbaren Spielekonsolen verkauft .
Pro Konsole seien im Schnitt 1,3 Softwaretitel verkauft worden . Angesichts der
geringen Auswahl an Spielen liegt diese Zahl innerhalb der Erwartungen . Noch
bevor der japanische Spieleproduzent den GameCube Anfang 2002 an europäische
Händler ausliefert , werden am 18. November die US-Verkaufsstellen bedient .
Nintendo rechnet derzeit mit 700.000 Konsolen , die zum Start verfügbar sein
sollen . Um den GameCube-Verkauf in den USA anzukurbeln , will Nintendo eine
Werbe-Tour durch zwölf amerikanische Städte machen . Mit MTV , Yahoo und DC
Comics sind namhafte Sponsoren mit im Boot . Deutsche Fußball-Roboter sind
Vize-Europameister Das Fußball-Roboter-Team des Lehrstuhls Informatik I von der
Universität-Dortmund hat bei der Europameisterschaft in der MiroSot-Klasse nur
knapp den ersten Platz verfehlt . Eine Farb-CCD-Kamera beobachtet das
Spielgeschehen . Von einem Zentralrechner - der im Fall der Dortmunder
Mannschaft unter Linux läuft - wird über eine Farberkennung mittels
Pixel-Such-Methode die Position der Roboter der eigenen Mannschaft und des
Golfballes herausgefunden und an die einzelnen Spieler weitergeleitet . Die
Europameisterschaft wurde zum vierten Mal von der Federation of International
Robot Soccer Association ( FIRA ) in Ostrava , Tschechien , veranstaltet . Auf
den dritten Platz wurde das österreichische Team AUSTRO verwiesen , das die
Dortmunder in der Vorrunde als auch im Halbfinale mit 6:0 und 7:1 deutlich
geschlagen hatten . Die verbleibende Zeit zur nächsten Weltmeisterschaft im
August in Peking und Europameisterschaft im Mai 2002 wollen die Informatiker an
der Uni-Dortmund dafür nutzen , um " die Möglichkeiten der Neuralen Netze und
der Fuzzy Logik für die Spielstrategie zu testen " . Die Dortmunder
Wissenschaftler und ihre Kollegen an anderen Universitäten wollen mit dieser
Form des Fußballs allerdings nicht nur die Robotik weiterentwickeln , sondern
auch junge Menschen für die Roboter-Technologie und die Entwicklung
intelligenter Software begeistern . Das bisher ehrgeizigste Projekt verfolgen
die Organisatoren der Roboter-Fußball-Weltmeisterschaft RoboCup . Sie wollen in
50 Jahren Spiele veranstalten , in denen humanoide Roboter nach den offiziellen
Regeln der FIFA gegen den amtierenden menschlichen Fußballweltmeister antreten
und gewinnen . Ericsson bekommt Milliarden-Auftrag Diese dritte
Mobilfunkgeneration ermöglicht die gemeinsame breitbandige Übermittlung von
Sprache und Daten . Der von der australischen Hutchison Telecom vergebene
Auftrag umfasst den Aufbau eines Funknetzwerkes , über das auch der Zugang zum
Internet möglich sein soll . Nach eigenen Angaben wird das Netzwerk frühestens
Ende 2002 seinen Betrieb aufnehmen können . Gleichzeitig ist dies Ericssons
erster 3G-Auftrag auf dem fünften Kontinent . Bereits am Freitag hatte der
schwedische Mobilfunkausrüster Verträge mit den drei chinesischen
Telekombetreibern Jiangsu Mobile Communications , China Unicom Jiangsu Branch
sowie der China Telecom Jiangsu Corporation unterzeichnet . Neue Details zur
Festnahme des eBook-Hackers Angeblich wurde der Vater von zwei Kindern am 16.
Juli vor seinem Hotel Alexis Park Hotel vom FBI verhaftet . Dies berichtet ein
weiterer Angestellter der Firma ElcomSoft auf der Website Passwords.ru , der
zusammen mit Sklyarov während der Def Con Nine im Hotel übernachtete . Nach
seinen Aussagen wollten sie am Morgen nach dem Hacker-Treffen Def Con Nine in
Richtung Flughafen fahren . Beide Programmierer hielten die FBI-Anweisung
anscheinend jedoch für einen schlechten Scherz . Hände an die Wand ! Die
FBI-Beamten hätten Sklyarov in ein Hotelzimmer geführt und ihn dort mit
Handschellen gefesselt . Auf die Frage , warum die Beamten den Def-Con-Redner
festgenommen hätten , antwortete das FBI , dass er beschuldigt würde , gegen den
Digital Millenium Copyright Act ( DMCA ) verstoßen zu haben . Danach ist es
strafbar , digitale Sicherungen oder Verschlüsselungen , die das geistige
Eigentum schützen , aufzubrechen oder Programme herzustellen oder zu vertreiben
, mit denen sich Sicherungen aushebeln lassen . Entgegen dem offiziellen
Statement von Adobe USA , das Software-Unternehmen habe mit der Festnahme direkt
nichts zu tun , sagten die FBI-Beamten laut dem Kollegen von Sklyarov , dass der
Initiator des gerichtlichen Verfahrens und der Ermittlungen Adobe sei . Laut
einem Bericht der Las Vegas Sun bezeichnete Def-Con-Nine-Veranstalter Jeff Moss
die Arbeit des Russen als vollkommen konform mit den im Staat Nevada geltendem
Recht . Das FBI sehe das jedoch anders und werfe Sklyarov die Entwicklung und
den Verkauf des Advanced eBook Processor ( AEBPR ) vor , der den Urheberschutz
des Adobe eBook Reader aushebelt . FBI-Agent Daniel O'Connell berichtete
gegenüber dem US-Blatt , dass er vom Adobe-Produktmanager Kevin Nathanson über
ElcomSofts Programm informiert wurde . Demnach habe ihm Nathanson gesagt , dass
dieses Tool das Lesen von eBooks ermöglicht , ohne eine Gebühr an den
Buchverkäufer zahlen zu müssen . Zudem habe die Adobe-Vizepräsidentin Susan
Altman Prescott das Moskauer Software-Unternehmen vor der Benachrichtigung des
FBI davor gewarnt , das betreffende Entschlüsselungs-Tool weiterhin anzubieten .
Unterdessen kämpfen die Arbeitskollegen von Sklyarov für seine Freilassung und
rufen die User zur Unterstützung auf . So werden die Besucher der
ElcomSoft-Website gebeten , online für die Electronic Frontier Foundation ( EFF
) oder direkt für Sklyarov Geld zu spenden . Die Vollversion ist derzeit jedoch
noch nicht veröffentlicht . IT-Fachkräfte in fünf EU-Ländern gesucht Jedes
zweite Unternehmen in fünf befragten EU-Ländern hat Schwierigkeiten ,
IT-Fachkräfte zu gewinnen oder gar im Unternehmen zu halten . Zu diesem Ergebnis
kommen Umfragen in Großbritannien , Frankreich , Deutschland , Schweden und
Spanien aus dem Jahr 2000 . Sie waren Teil einer europaweiten Umfrage des
EU-Forschungsnetzwerks Cranet zum Thema Personalwirtschaft , Aufgaben ,
Instrumente und Strategien in Unternehmen . Insgesamt wurden dabei europaweit
8.000 Unternehmen von 31 Universitäten und Schulen befragt . Hierzulande
leiteten Rüdiger Kabst und Professor Dr. Wolfgang Weber vom Fachbereich
Wirtschaftswissenschaften an der Universität Paderborn die Befragungen . Das
endgültige Ergebnis soll nach Aussage von Kabst im Herbst veröffentlicht werden
und zudem Umfragen aus diesem Jahr berücksichtigen Beinahe 50 Prozent der
befragten Unternehmen in den fünf Ländern gaben an , nur schwer neue
Arbeitskräfte auf dem Gebiet der Informationstechnik gewinnen zu können . In
Deutschland lag der Anteil mit fast 65 Prozent am höchsten . Ein heise online
vorliegender Studienausschnitt zeigt deutlich , dass der Bankensektor
hierzulande am stärksten vom Fachkräftemangel betroffen ist . Immerhin 67
Prozent der Unternehmen gaben an , nur schwer neue Spezialisten zu finden .
Dahinter folgen der Handel und das Gaststättengewerbe , die Energie- und
Wasserversorgung sowie die Maschinen- und Elektroindustrie . Lediglich das
Baugewerbe ( 17 Prozent ) und die Kommunalverwaltung ( 18 Prozent ) haben
demnach mit der Verpflichtung neuer Fachkräfte kaum Probleme . Professor Weber
nutzt das Ergebnis der Studie , um den neuen Diplom-Studiengang
Informationstechnik an der Universität Paderborn zu bewerben . Xbox ohne
Auszeichnung Beim diesjährigen Game Critics Award ist die Xbox von Microsoft
leer ausgegangen . Dagegen erhielt der Nintendo Gamecube zwei und die
Playstation 2 von Sony eine Auszeichnung . Der Game Critics Award wird jährlich
von einer unabhängigen Jury vier Wochen nach der E3 in 16 Kategorien verliehen .
Die 40-köpfige Jury ist mit Redakteuren von Spiele-Magazinen besetzt .
RealNetworks entwickelt Multimedia-Copyright-Schutz RealNetworks hat heute mit
der RealSystem Media Commerce Suite ( MCS ) eine Softwarelösung vorgestellt ,
mit der insbesondere Plattenfirmen , Film- und On-Demand-Dienste ihre Inhalte
online vermarkten können . Die Suite soll Lizenzen generieren , Daten packen und
gleichzeitig mit einem Copyright-Schutz versehen können . MCS besteht aus
einzelnen Programmen . Die Kodierung des Materials erfolgt im RealSystem
Packager , der nach Angaben von RealNetworks auf eine neu entwickelte
Verschlüsselungstechnik zurückgreift . Ein weiterer Bestandteil von MCS ist das
RealSystem Trusted Delivery Plugin , das Rechteinhabern die Möglichkeit bietet ,
aufbereitete Inhalte via Streaming oder per Download auszuliefern . Der
RealSystem License Server identifiziert die Inhalte und fordert Lizenzen an .
RealPlayer-Nutzer ohne die MSC-Erweiterung müssen erst ein Upgrade installieren
, um auf geschützte Inhalte zugreifen zu können . Diese Player sollen bereits
MCS-kodierte Filme und Musikstücke wiedergeben können . RealNetworks wirbt für
den Copyright-Schutz mit starken Partnern . MCS soll unter anderem beim
Online-Musikdienst MusicNet , den AOL Time Warner , Bertelsmann , EMI und
RealNetworks noch in diesem Jahr starten wollen , zum Einsatz kommen . Maxdata
muss Umsatzprognose senken Der Monitor- und Computerhersteller Maxdata hat im
zweiten Quartal nach eigenen Angaben die Planzahlen erfüllt , muss aber die
Prognosen für das nächste Quartal senken . Das Unternehmen rechnet mit keiner
Erholung des IT-Marktes : Der Grund hierfür liegt nach Firmenangaben in den
derzeit fehlenden kunjunkturellen und saisonalen Impulsen . Auf Anfrage von
heise online sagte Maxdata-Pressesprecher Lars Schriewer : Das Ergebnis vor
Steuern für das zweite Quartal lag nach eigenen Angaben jedoch innerhalb der
Erwartungen . Damals ging das Unternehmen sogar davon aus , im zweiten Halbjahr
von einem Anstieg der Computernachfrage profitieren zu können . Mobilcom mit
weniger Handy-Neukunden Das Büdelsdorfer Telecom-Unternehmen Mobilcom hat im
zweiten Quartal 2001 erheblich weniger Handy-Neukunden gewinnen können als noch
im Quartal zuvor . Nach Firmenangaben entschieden sich noch 390.000 neue
Mobilfunk-Kunden für Mobilcom . Im ersten Quartal 2001 lag die Neukundenzahl mit
605.000 abgeschlossenen Handy-Verträgen deutlich höher . Als Grund nennt das am
Neuen Markt gelistete Unternehmen vor allem gekürzte Handy-Subventionen . Durch
diesen Zuwachs konnte das Unternehmen seinen Marktanteil in der Mobilfunksparte
im Vergleich zum ersten Quartal 2001 von 8,7 auf 9,1 Prozent ausbauen . Bei den
unter den Mobilfunkbetreibern besonders begehrten Vertragskunden , die nicht auf
Prepaid-Handys zurückgreifen , baute Mobilcom nach eigenen Angaben den
Marktanteil in diesem Segment von 10,4 auf 14,1 Prozent aus . Der
Mobilcom-Vorstandsvorsitzender Gerhard Schmid sieht den Zuwachs als solide Basis
, um den Kampf um die UMTS-Kunden erfolgreich bestreiten zu können : Die
Büdelsdorfer gaben erst vor wenigen Tagen bekannt , UMTS als erstes Unternehmen
in Deutschland anbieten zu wollen . Nach eigenen Angaben wurde mit dem
Netzausbau bereits in Stuttgart und Karlsruhe begonnen . Keine Low-End-Scanner
und Digicams von Agfa mehr Das Unternehmen Agfa möchte anscheinend das
Produkt-Design und den Vertrieb von Low-End-Scannern und von Digitalkameras
einstellen . Damit würde die Führungsspitze die Erwägungen vom Juni 2001
umsetzen . Agfa argumentiert damit , dass die Geschäftszweige zu unrentabel
seien . Dazu komme die schwache Marktposition . Agfa-Pressesprecher Günter Kopp
zeigte sich überrascht , betonte aber gegenüber heise online , dass noch keine
endgültige Entscheidung über das Procedere getroffen sei . Lediglich der Vetrieb
der Low-End-Scanner und der Digitalkameras soll offensichtlich betroffen sein .
Nach Aussage von Kopp wird der Support für die bereits verkauften Produkte auf
jeden Fall wie bisher weiter geleistet ; auch die Garantieleistungen sollen ihre
Gültigkeit behalten . Handspring senkt PDA-Preise Der Palm-OS-PDA-Hersteller
Handspring hat heute die Preise für einige seiner Visor-Handhelds gesenkt .
Demnach kostet der Visor Deluxe anstatt 550 nur noch 450 Mark , die
Platinum-Version mit 600 Mark rund 100 Mark weniger und der schlanke Visor Edge
noch 850 statt 1000 Mark . Von der Preissenkung nicht betroffen sind der Visor (
280 Mark ) und das Farbdisplay-Gerät Prism für fast 1100 Mark . Mit dieser
Preissenkung will Handspring dem Konkurrenten Palm auch im mittleren
Preissegment keine Marktanteile überlassen . Erst vor kurzem hatte Handspring in
den USA den Preis für das VisorPhone beachtlich gesenkt . Die
Mobilfunkerweiterung , die einem Handspring-PDA den Zugang zum GSM-Netz
ermöglicht , ist dort ab sofort ohne Vertrag zum Preis von 250 US-Dollar zu
haben . Zuvor kostete das Zusatzmodul 300 US-Dollar . Dieser Preisrückgang war
offensichtlich auf die schwache Nachfrage zurückzuführen , die sich wiederum auf
die Bilanzzahlen des US-Unternehmens negativ auswirkte : Eidos nicht
mitverantwortlich für Schulmassaker Der britische Spiele-Publisher Eidos
Interactive trägt nach dem Urteil eines US-Gerichts keine Mitschuld an dem
Amoklauf zweier Schüler an der Columbine High School in Littleton , Colorado .
Eidos und 24 weitere Unternehmen aus der Spiele- und Entertainment-Branche waren
von Angehörigen eines Opfers verklagt worden . Richter Lewis Babcock sah es als
erwiesen an , dass das von den Hinterbliebenden kritisierte Eidos-Spiel Final
Fantasy 7 keinen Einfluss auf das Verhalten der Jugendlichen ausgeübt habe .
Eidos Interactive wertet diese Entscheidung als Erfolg für alle Spiele-Publisher
: " Wir haben den Richterspruch mit Erleichterung aufgenommen " , sagte der
Eidos-Abteilungsleiter Lars Winkler gegenüber heise online . Denn es ist doch so
, dass , sobald ein neues Medium auftaucht , dort für unerklärliche Taten zuerst
die Ursachen gesucht werden . Wie sich die Richter in den verbleibenden Fällen
entscheiden werden , steht derzeit noch nicht fest . GPS spürt Temposünder auf
Für Autofahrer ist das Global Positioning System ( GPS ) eine nützliche Hilfe ,
um schnell die eigene Position zu bestimmen . Ein Auto-Verleiher in den USA geht
jetzt einen Schritt weiter . Das Unternehmen Acme Rent-a-Car hat in seiner
Flotte GPS-Sender installiert , um Temposünder im eigenen Kundenkreis zu
entlarven . So berichtet die Zeitung New Haven Advocate vom Acme-Kunden James
Turner , dem der Autoverleiher 450 US-Dollar für drei
Geschwindigkeitsübertretungen vom Konto abgebucht hatte . Nach dem Bericht
konnte ihm Acme auf einer Karte die genaue Position zeigen , an der er zu
schnell gefahren war . US-Autoverleiher setzen seit Beginn der 90er Jahre
GPS-Systeme ein . Aus der Sicht von Richard Smith , Chef-Techniker der Privacy
Foundation , zeigt der Fall , wie neue Techniken dazu benutzt werden , um in die
Privatsphäre von Personen einzudringen . " Das Verteilen von Strafzetteln ist
die Aufgabe der Polizei und nicht die der Industrie " , sagte Smith . Max F.
Brunswick , Rechtsanwalt von Acme , widersprach den Vorwürfen , die Privatsphäre
der Kunden zu verletzen : " Acme will mit GPS nicht seine Kunden beobachten ,
sondern die Fahrzeuge schützen . " Zurzeit wird der Streit vor einem Gericht in
New Haven verhandelt . Schily für härtere Gangart gegen Internetkriminalität
Bundesinnenminister Otto Schily hat heute im Kampf gegen die steigende
Internetkriminalität eine härtere Gangart angekündigt . Angesichts der
zunehmenden Verbrechen im Internet " sollten alle rechtlichen und technischen
Möglichkeiten geprüft werden , um mit modernsten und schnellen Maßnahmen dagegen
vorgehen zu können " , sagte Schily . Dies geht aus einer Antwort auf eine Große
Anfrage der CDU/CSU-Fraktion hervor . Zusätzlich fordert die Regierung
internationale Mindesstandards im Internet , um Volksverhetzung und Aufrufe zum
Rassenhass rechtlich verfolgen zu können . Nach Ansicht von Otto Schily gehören
früher eher seltene Straftaten wie Computersabotage , Datenklau und Hacking
jetzt zur täglichen Realität : " Die Internetkriminalität hat sich zu einer
sichtbaren und spürbaren Bedrohung für die Informationsgesellschaft entwickelt .
" Der Bundesinnenminister sieht daher insbesondere in der schnellen Sicherung
von Datenspuren und bei der Zurückverfolgung zum Täter wichtige Voraussetzung
für einen Strafprozess . Die Bundesregierung prüfe daher laufend das vorhandene
Ermittlungsinstrumentarium auf seine Wirksamkeit . Bereits jetzt sind
beispielsweise sogenannte Distributed Denial of Service-Attacken im
Strafgesetzbuch erfasst . Das Bundesministerium des Inneren ( BDI ) hatte
bereits im Februar 2000 die Task-Force Sicheres Internet ins Leben gerufen , die
Maßnahmen zur effektiven Bekämpfung von Hacker-Angriffen vorschlagen und
koordinieren soll . Das Team setzt sich aus Mitarbeitern des Bundesministeriums
des Inneren ( BMI ) , des Bundesamtes für die Sicherheit in der
Informationstechnik ( BSI ) und des Bundeskriminalamtes ( BKA ) zusammen .
Zusätzlich hat das BMI gemeinsam mit dem Bundeswirtschaftsministerium die
Kampagne Sicherheit im Internet initiiert , die insbesondere Laien über das
Thema IT-Sicherheit aufklären soll . Sicherheitsloch bei T-Online entdeckt ...
und vorerst gestopft Seit etwa Mai 2001 konnten potenzielle Angreifer durch ein
Sicherheitsloch auf die WebMail-Konten von T-Online-Usern zugreifen . Dabei
hätten sie davon profitieren können , dass sich WebMail-Nutzer beim Ändern des
Passworts lediglich durch ihre E-Mail-Adresse authentifizieren müssen und nicht
wie etwa bei Freemailern durch zusätzliche Eingabe des alten Passworts . Der
19-jährige Zivildienstleistende Stefan Rohde demonstriert das von ihm entdeckte
Sicherheitsloch auf seiner Website Perletarier.de anhand eines JavaScripts . Mit
diesem Script wäre es Angreifern prinzipiell möglich gewesen , Passwörter von
WebMail-Accounts zu ändern . Danach hätten sich Hacker unter einer fremden
Idendität anmelden und E-Mails beliebig lesen , löschen und verschicken können .
Nähere Details dazu liefert Stefan Rohde auf seiner Website . Seit heute
Vormittag funktioniert das Script unverändert jedoch nicht mehr . In einem
Gespräch mit heise online sagte Michael Schlechtriem von der
T-Online-Pressestelle : Auf die Frage , warum die Sicherheitslücke auch heute
morgen noch existierte , antwortete er : Das Grundproblem hat T-Online aber noch
nicht im Griff . Beim Ändern von Passwörtern werden WebMail-Nutzer weiterhin
nicht nach dem alten Passwort gefragt . Mobilcom will Talkline schlucken Das
Telekommunikationsunternehmen Mobilcom ist an einer Übernahme des Konkurrenten
Talkline interessiert . " Zurzeit laufen intensive Verhandlungen " , bestätigte
Pressesprecher Matthias Quaritsch im Gespräch mit heise online : " Letztlich
wird man sich auf einen akzeptablen Preis einigen müssen . " Auf die Frage , ob
Mobilcom das gesamte Unternehmen oder nur bestimmte Geschäftsbereiche übernehmen
will , antwortete Quaritsch : Talkline hatte Mitte Juni angekündigt , die
Telefonauskunft mit Sitz in Schwerin schließen zu wollen . Ove-Sverker Nilsson ,
Geschäftsführer der Talkline Auskunft , begründet diese Überlegung mit hohen
Überkapazitäten . " Es gibt zwar Wachstum im Markt , aber es wird damit kein
Geld verdient " . Bisher besitzt das Telekommunikationsunternehmen aus
Rendsburg-Büdelsdorf nach eigenen Angaben einen Marktanteil im
Festkundengeschäft von 13,5 Prozent . datango-Webrides auf eBay.com Das Berliner
Start-Up-Unternehmen datango kann mit eBay.com seinen ersten US-Kunden vorweisen
. Der heute bekannt gegebene Vertrag sieht vor , dass datango kommentierte
Webtouren basierend auf der datango navigation suite für das amerikanische
Online-Auktionshaus erstellt . Malte Probst , Pressesprecher von datango ,
bezeichnet den Vertrag gegenüber heise online als bisher wichtigsten Schritt für
das Unternehmen : Hinzu kommen Kosten bei unverhältnismäßig hohen
Streaming-Aufrufen . Die Software wird als JavaScript in einzelne Seiten
eingebunden . Die sogenannten Webrides erklären insbesondere Internet-Anfängern
in einer festgelegten Zeitspanne wichtige Funktionen und Optionen einer Website
. Klickt ein Nutzer auf eine Webtour , hilft ihm ein Sprecher dabei ,
Online-Formulare auszufüllen oder Bilder in Auktionsseiten einzufügen . Bisher
hatte datango nach eigenen Angaben unter anderem die Vereinsbank , T-Online und
auch eBay Deutschland als Kunden gewinnen können . Gegen den allgemeinen
Markttrend schaut Probst optimistisch in die Zukunft : CIA befürchtet Angriffe
aus dem Internet Der US-Geheimdienst CIA befürchtet Cyber-Angriffe Russlands und
Chinas auf die USA . Nach seinen Erkenntissen würden diese Staaten Software
entwickeln , die der US-Ökonomie substantiell schaden könnte , erklärte Lawrence
Gershwin , CIA-Verantwortlicher für die Bereiche Wissenschaft und Technologie ,
am Donnerstag vor einem Ausschuss des US-Parlaments . Von einem solchen
Cyberwar-Szenario gehe eine Bedrohung für nationale Interessen aus . Zwar seien
Bomben immer noch effektiver als Bytes , erklärte Gershwin nach
US-Medienberichten , doch werde sich das bald ändern . Schon jetzt zielen
Hackerangriffe auf die Infrastruktur des Landes wie den Transport und
Finanznetzwerke . Gershwin befürchtet durch weiterentwickelte Computerviren eine
zusätzliche Bedrohung für Amerika , da diese Viren noch präzisere Angriffe
ermöglichen sollen . Senator Bob Bennet aus Utah ermahnte die Industrie , mit
dem Staat bei der Entwicklung von möglichen Verteidigungsmaßnahmen
zusammenzuarbeiten . " In einer vernetzten Welt steht der private Sektor an der
Front " , resümiert Senator Bennet . Eine ganze Reihe weiter Staaten würde sich
auf Infowar-Szenarien vorbereiten , erklärte Gershwin : Er könne dazu jedoch
nicht mehr sagen , da ein Großteil dieser Information geheim seien . Um der
Bedrohung als Weltmacht entgegentreten zu können , arbeitet die USA der
Intergration von eigenen digitalen Angriffen in alle militärischen Operarationen
, sagte Edward Anderson , stellvertrender Kommandeur des US-Space Command .
Symbian-System EPOC künftig auf StrongArm-CPUs Symbian will sein Betriebssystem
EPOC für Handys und andere mobile Geräte auf Intels Personal Client Architecture
( PCA ) portieren . Darauf haben sich der CPU-Hersteller Intel und das
EPOC-Konsortium Symbian geeinigt und eine entsprechende Vereinbarung
unterzeichnet . Die Kooperation sieht außerdem vor , die Kompatibilität des
Betriebssystems auch für kommende Intel-Prozessoren zu garantieren , die auf
Intels XScale-Architektur aufbauen , der neuen Generation " extrem skalierbarer
" StrongArm-Prozessoren . Damit wollen beide Firmen anderen Entwicklern den
Umgang mit dem Betriebssystem und Intels StrongArm-Technologie vereinfachen .
Symbians Executive Vice President Mark Edwars sieht in dieser Zusammenarbeit den
Schlüssel zum Erfolg : Symbian ist ein Konsortium , das sich um die Entwicklung
und Pflege des EPOC-Betriebssystems kümmert . Zunächst wurde EPOC ausschließlich
in PDAs von Psion eingesetzt , neuerdings aber auch im Nokia 9210 Communicator .
Symbian hatte kaum eine andere Wahl , als auf den StrongARM-Zug aufzuspringen ,
da sich die Intel-Chips in der mobilen Welt zunehmend verbreiten . Es mehren
sich die Anzeichen , dass zukünftige Pocket PCs mit Windows CE nur noch mit
StrongARM-CPUs laufen . Auch Palm hat sich mit zukünftigen Geräten ebenfalls
dieser Hardware-Plattform verschrieben . Online-Verkauf von Reisen in den USA
boomt Der Verkauf von Flugtickets und kompletten Reisen erfreut sich in den USA
steigender Beliebtheit . Zu diesem Ergebnis kommt die Studie von PhoCusWright
Der Online-Reisemarktplatz 2001 bis 2003 . Nach Angaben der Studie hat sich die
Reisebranche damit zum erfolgreichsten Handelsmodel im Web entwickelt . Auch
zukünftig soll sich dieser Trend trotz der vielen Startup-Pleiten fortsetzen .
Dies würde einen Anteil von 17 Prozent an der gesamten US-Reisebranche ausmachen
. Von dem Online-Boom würden vor allem die Verkäufer von Flugtickets profitieren
, heißt es in der Studie . Diese Händler erwirtschaften demnach 62 Prozent des
Gesamtumsatzes . Der Deutsche Reisebüro- und Reiseveranstalter-Verband schätzte
bereits im März 2001 die Aussichten von Online-Verkaufsstellen pessimistischer
ein . Demnach werde das Internet bei der Buchung von Reisen auch zukünftig eine
Nebenrolle spielen , sagte der Geschäftsführer Jochen Martin . Gleichzeitig
betonte der Verband , dass die Reisebüros mit den neuen Medien klarkommen
müssten . GameCube-Verkaufsstart in den USA verschoben Der Verkaufsstart der
Spielekonsole GameCube in den USA verzögert sich um 2 Wochen , gab heute
Nintendo auf der offiziellen GameCube-Website bekannt . Demnach erscheint die
Wunderwaffe gegen die von Microsoft geplante Xbox und Sonys Playstation 2 erst
am 18. November 2001 , nicht wie bisher geplant am 5. November . Dies bietet für
Microsoft natürlich die Möglichkeit , mit der Xbox noch vor dem Verkaufsstart
des GameCube möglichst viele Käufer für sich zu gewinnen , da die
Microsoft-Spielkonsole nun zehn Tage vor dem japanischen Würfel erscheinen soll
. Die Nintendo-Führungsetage verweist als Begründung indirekt auf den Launch der
Playstation 2 . Damals musste Sony die Zahl der zum Verkaufsstart verfügbaren
Geräte immer wieder nach unten korrigieren . Zum Verkaufsstart in Japan am 14.
September 2001 plant Nintendo , 500.000 Geräte an die Händler ausliefern zu
können . Der Fond-Manager Joseph Spiegel äußerte sich gegenüber dem
Nachrichtendienst Bloomberg skeptisch über die Markteinführung der Spielekonsole
GameCube : IBM will damit seine Marke der Öffentlichkeit verstärkt präsentieren
. Im Innern der GameCube arbeitet eine PowerPC-Variante von IBM . Nintendo hat
heute auch eine Spieleliste mit den geplanten Titeln zum US-Launch
veröffentlicht . Demnach sind bisher insgesamt fünf Eigenentwicklungen und Titel
von anderen Herstellern geplant . Zusätzlich sollen zwölf Spiele von
Lizenznehmern erscheinen . In der ersten Startphase ( zwischen dem 18. 11. und
dem 3. 12. 2001 ) sollen jedoch lediglich fünf Titel erscheinen : Und auch Sega
hat bereits ein Spiel für den GameCube angekündigt : Super Monkey Ball . Selbst
Tote unterstützen Microsoft Der Justizminster des US-Bundesstaates Utah , Mark
Shurtleff , hat mindestens zwei Protestbriefe gegen den Microsoft-Prozess
bekommen , deren angebliche Verfasser bereits tot waren . Nach einem Bericht der
US-Tageszeitung Seattle Times sind die Briefe im Rahmen einer Kampagne der
Americans for Technology Leadership ( ATL ) verschickt worden - seit dem
Frühjahr sind etwa 400 ähnliche Briefe beim Justizminister von Utah eingetrudelt
. Die Angestellten des Justizministers wurden allerdings misstrauisch , als sie
entdeckten , dass bestimmte Sätze immer wieder auftauchten und einige
Absende-Adressen ungültig waren . Microsoft selbst ist sich keiner Schuld
bewusst . Nach eigenen Angaben reagiere man lediglich auf die
Anti-Microsoft-Kampagnen der Mitbewerber wie unter anderem AOL : Detaillierte
Fragen der Seattle Times zu der Lobby-Kampagne verwies Redmond allerdings an die
ATL . Die zum Teil von Microsoft finanzierte Organisation erklärte zunächst ,
sie würde eine telefonische Umfrage zu dem Anti-Trust-Verfahren durchführen .
Wer sich kritisch zu dem Anti-Trust-Verfahren geäußert hätte würde dazu ermutigt
, Protestbriefe zu schreiben - es sei gängige Praxis , dass Interessierte
vorbereitete und bereits adressierte Briefe zugeschickt bekämen . Zudem gebe die
Organisation auch Formulierungsvorschläge , erklärte ATL Executive Director Jim
Pendergeist gegenüber der Zeitung . Auf die Frage , warum einige Sätze identisch
seien , gab Pendergeist zu , dass die ATL alle Briefe selbst geschrieben hatte .
Auch in anderen US-Bundesstaaten haben Microsoft-Lobbygruppen versucht , mit
fingierten Briefen Pro-Microsoft-Stimmung zu verbreiten . Der Justizminister von
Minnesota , Mike Hatch , bekam nach eigenen Angaben 300 solcher Zuschriften .
Aus seiner Sicht hindern Microsoft nicht einmal ethische Grenzen an der
Durchführung der Aktion , sagte er mit Blick auf die fingierten Briefe der
bereits verstorbenen Bürger von Utah . Rechtsstreit um US-Mobilfunklizenzen geht
weiter Der unendliche Rechtsstreit um die begehrten US-Mobilfunklizenzen des
angeschlagenen Telecom-Unternehmens NextWave geht in eine weitere Runde . Nach
einer Meldung des Wall Street Journal hat ein US-Gericht einen Antrag der
Federal Communications Commission ( FCC ) zurückgewiesen , der die Rückgabe von
Mobilfunklizenzen an die Behörde verlangte . Das Gericht begründete seine
Entscheidung damit , dass es erst Aufgabe des Obersten Gerichtshofes sei zu
entscheiden , ob er die FCC in diesem Fall anhören wird oder nicht . Der Oberste
Gerichtshof wird diesen Fall im Oktober weiterverhandeln . Ein entsprechender
Vertrag wurde mit dem Telecom-Ausrüster Lucent bereits unterzeichnet . Damit
wolle man das Unternehmen beim Aufbau des 3G-Netzes unterstützen , betonte ein
Qualcomm-Sprecher - wobei NextWave natürlich die Qualcomm-Technik CDMA2000 nutzt
. Nachdem der Mobilfunkbetreiber das Geld jedoch nicht aufbringen konnte ,
musste das Unternehmen 1998 unter Berufung auf Chapter 11 des US-Konkursrechts
Gläubigerschutz beantragen . Ein US-Gericht sprach die Rechte jedoch wieder
NextWave zu . Seitdem fordert die FCC die begehrten Lizenzen zurück . Microsoft
muss Xbox-Start in Japan verschieben Microsoft muss nun doch den Launch seiner
Spielekonsole Xbox in Japan in das nächste Jahr verschieben , berichtet die Los
Angeles Times unter Berufung auf firmennahe Kreise . Nähere Einzelheiten und
eine offizielle Begründung sollen am kommenden Montag bekannt gegeben werden .
Gegenüber dem Konkurrenten Nintendo verliert Microsoft jedoch wertvolle Zeit und
wohl auch Kunden : Nintendo will seine neue Spielekonsole , den GameCube ,
bereits am 14. September 2001 an japanische Händler ausliefern . Nach Ansicht
von Analysten kommt die Terminverschiebung die Redmonder teuer zu stehen , da
jetzt die wichtigen Erlöse aus dem Weihnachtsgeschäft ausbleiben werden Bereits
Mitte August hatten die US-Analysten von Thomas Weisel Partners gemeldet ,
Microsoft habe mit Problemen bei der Hauptplatine zu kämpfen . Microsoft
dementierte diese Behauptung jedoch sofort und versicherte , dass die von Intel
gelieferte Hardware fehlerfrei sei . Hoffnung besteht jedoch noch für den
US-Markt : Am dortigen Starttermin , dem 8. November 2001 , hat sich bisher
nichts geändert . Microsoft ist jedoch nicht der einzige Konsolenhersteller ,
der den Launch seines Produktes weiter hinausschiebt . Erst gestern musste
Nintendo den Verkaufsstart seines GameCube auf den 18. November 2001 verlegen -
jedoch nicht in Japan , sondern in den USA . Nintendo argumentierte dahingehend
, nicht den gleichen Fehler wie Sony mit der Playstation 2 begehen zu wollen .
Eine garantierte Bedienung der Nachfrage war den Japanern daher wichtiger als
ein vorzeitiger Startschuss . Gleichzeitig versprachen die Japaner , zum Start
insgesamt 750.000 Konsolen an den Handel auszuliefern ; 250.000 Geräte mehr als
ursprünglich geplant . Dotcom-Sterben schadet Image von Softwarefirmen Für eine
Vielzahl von Unternehmen aus der Softwarebranche sind die Glanzzeiten
offensichtlich vorbei . Zu diesem Ergebnis kommt eine Befragung des Verbandes
der Softwareindustrie Deutschlands ( VSI ) der mehr als 100 eingetragenen
Mitglieder . Auf die Frage , wie die Unternehmen die geschäftliche Entwicklung
einschätzen würden , äußerte sich ein Großteil eher pessimistisch . Mehr als die
Hälfte schätzt die Entwicklung negativ oder teilweise negativ ein . Lediglich
ein Drittel der Firmen erwarten in den kommenden sechs Monaten eine positive
Entwicklung der Softwarebranche . Immerhin 70 Prozent der Befragten sind davon
überzeugt , dass es im zweiten Halbjahr 2002 wieder zu einer Erholung kommt .
Nach Ansicht des Verbandes resultieren die negativen Erwartungen für die
kommenden Monate aus der Gleichsetzung der Branche mit den gescheiterten Dotcoms
. Deren teilweise negatives Image schade der gesamten Industrie , erklärt der
VSI . Zudem seien die Kunden jetzt äußerst misstrauisch und würden um den
versprochenen Support bangen , fasst der VSI das Ergebnis zusammen . Der
Vorstandsvorsitzende des VSI , Rudolf Gallist , erkennt sogar Parallelen :
Damals war es ein nahezu unüberwindbares Problem für junge innovative
Unternehmen , ihre Finanzierung bei den Banken zu erhalten . Für ihn ist es
einfach nicht tragbar , dass die Softwarebranche mit Startup-Pleiten
gleichgesetzt wird . Zum im Jahr 1987 gegründeten VSI gehören neben
Softwareherstellern auch Händler , Verlage , Schulungsunternehmen und
Dienstleister . Weltbank-Konferenz im Visier von Hackern Ein heute beginnendes
Weltbank-Treffen zur Entwicklungsökonomie , das bis morgen im Internet
abgehalten wird , könnte nach Medienberichten von Hackern virtuell gestört
werden . Auf der ABCDE-Website können Interessierte per E-Mail Fragen an die
Podiumsteilnehmer der einzelnen Diskussionen schicken - die Eingangsreferate und
Antworten auf die Fragen sollen per Live-Stream übertragen werden . Die
virtuelle Konferenz ist heute Nachmittag mit einer Rede von Weltbank-Präsident
James D. Wolfensohn eröffnet worden . Beobachter befürchten , dass die Konferenz
von Anti-Globalisierungs-Aktivisten gestört werden könnte : BBC Online
beispielsweise kritisiert den Einsatz eines Microsoft-IIS-Servers : " Neben der
Weltbank-Website wird auch die Canalweb.net-Site von einem Microsoft-IIS-Server
gehosted , von dem mehrere Sicherheitslöcher längst bekannt sind . " Zudem sind
nach Informationen von BBC Online genaue Angaben über Softwareversionen und
Reboot-Vorgänge der Server für jeden frei zugänglich . Diese Informationen
könnten es für Hacker sehr viel einfacher machen , das System anzugreifen . In
der Vergangenheit wurde der Online-Auftritt der Weltbank des Öfteren von
Webaktivisten attackiert , die Websites mit E-Mail-Angriffen störten , um gegen
die Politik der Organisation zu demonstrieren . Bereits im Mai 2001 entwickelten
die französischen Aktivisten " Federation of Random Action " ein Chat-Programm ,
das immer dann E-Mails an die Weltbank sendete , sobald im Chat Wörter wie Armut
, Finanzen und Investment geschrieben wurden . Nach Meinung von BBC Online
könnten aber auch Denial-of-Service-Attacken ( DoS ) die zweitägige
Internettagung stören . Der Internet-Newsdienst FutureZone hingegen berichtet
von Vorsichtsmaßnahmen der Veranstalter : Internationale LAN-Liga in den
Startlöchern PlanetLan hat mit der World Wide Championship of LAN-Gaming ( WWCL
) die erste LAN-Liga für Computer-Spieler angekündigt . Im Vergleich zu bisher
existierenden Veranstaltungen sollen alle Spiele , egal ob Vorrunde oder Finale
, ausschließlich auf LAN-Partys und nicht übers Internet ausgetragen werden .
Darüber hinaus wird die Liga nicht nur in Deutschland sondern auch
länderübergreifend in Österreich und in der Schweiz ausgespielt . Zu den 14
Turnieren können sich neben Einzelspielern auch Teams anmelden . Ins Finale
kommen am Saisonende nur die 16 besten Spieler oder Teams eines jeden Genres .
Während die Registrierung für Spieler noch nicht möglich ist , können
Organisatoren sich bereits als WWCL-Partner vormerken lassen . Jedoch sollten
die Veranstalter bereits Erfahrung mit LAN-Partys haben . Eine vollständige
Liste der unterstützten Spiele ist bereits online verfügbar . Das
Turnier-Regelwerk steht jedoch noch nicht auf der WWCL-Website . Als
Hauptsponsor konnte PlanetLan nach eigenen Angaben Intel Deutschland gewinnen .
Michael Wegner zu heise online : " Wir verhandeln derzeit mit einem großen
Sportwagen-Hersteller über einen möglichen Hauptgewinn für die WWCL . " Gericht
erklärt US-Mobilfunk-Auktion für ungültig Das US-Berufungsgericht für den
District of Columbia hat die US-Mobilfunk-Versteigerung vom Januar dieses Jahres
für ungültig erklärt . Nach einer Meldung des Wall Street Journals gehörte ein
Großteil der versteigerten Lizenzen dem Mobilfunk-Anbieter NextWave Telecom ,
der bereits 1998 Konkurs angemeldet hatte . Die Rechtmäßigkeit der Auktion der
Federal Communications Commission ( FCC ) war anschließend von Konkurs-Experten
bezweifelt worden . Die FCC hatte jedoch mit dem Argument gekontert , sie sei "
als regulierende Behörde nicht an geltendes Konkursrecht gebunden " . Nach
Informationen der Financial Times hat das Berufungsgericht genau diese Ansicht
jetzt widerlegt : " Auch Bundesbehörden müssen sich an die grundlegenden Regeln
des Konkursrechts halten " , begründete das Berufungsgericht seine Entscheidung
. Zudem hat die FCC nach Meinung des Gerichts ihre Macht als Regulierungsbehörde
und gleichzeitiger Gläubiger von NextWave missbraucht . Sollte das Urteil
Bestand haben , müssten die Mobilfunkbetreiber ihre Lizenzen zurückgeben .
Computer-Spiele : Ärger mit Raubkopien Computerspiele sind teuer : Für viele
Jugendliche reicht das Taschengeld nicht , um sich die Top-Titel selber zu
kaufen . So werden Raubkopien zur billigen Alternative . An manchen Schulen
floriert ein regelrechter Handel mit gebrannten Spiele-CDs , und nur wenige der
jungen Spielefreaks sind sich dabei bewusst , dass sie mit dem Kopieren unter
Umständen eine Straftat begehen . Der Schaden , der den Spieleherstellern durch
Raubkopien entsteht , soll immens sein . Andererseits hält es die Polizei für
schwierig , das Dunkelfeld abzuschätzen . " Anders als bei den professionellen
Raubkopierern ist es blanke Prognose , wer sich alles Kopien für den
Privatgebrauch herstellt " , sagt Steffen Hahn von der für Computerbetrug
zuständigen Abteilung LK 521 in Hamburg . Das Problem besteht
VUD-Geschäftsführer Hermann Achilles zufolge in erster Linie darin , dass bei
den Tätern kein Unrechtsbewusstsein besteht . " Wer weiß schon , dass er mit dem
Erwerb einer Software nicht das Eigentum an der Software erwirbt , sondern
lediglich das Recht , sie zu nutzen " , fragt er . Hier müsse viel mehr
Aufklärung bei Eltern und Lehrern betrieben werden . " Leider herrscht auch dort
noch häufig die Meinung vor , dass Raubkopieren ein Kavaliersdelikt ist " , sagt
Achilles . Gebrannt werden vor allem die Renner unter den Computerspielen .
Beliebt sind auch indizierte Produkte , meint der 16-jährige Stefan aus Hamburg
: " In der Schule kann man alles besorgen . " Er selbst besitze nicht eine
einzige Original-CD , so der Schüler . Doch was nun genau kopiert wird , weiß
eigentlich niemand . " Wenn wir das wüssten , wüssten wir auch wesentlich mehr
über die Kopierer und könnten gezielter gegen sie vorgehen " , sagt Achilles .
Warum viele Jugendliche sich ihre Spiele-Software lieber von Freunden brennen
lassen oder selber aus dem Internet herunterladen , liegt auf der Hand :
CD-Rohlinge sind inzwischen billig zu bekommen , und CD-Brenner gehören bei den
Computer-Paketen vieler Kaufhäuser zur Serienausstattung . Dazu besteht für die
Raubkopierer kaum ein Risiko , denn bevor die Polizei der Sache überhaupt
nachgehen kann , muss ihr zunächst eine Anzeige vorliegen . Doch kosten
Computerspiele wirklich zu viel Geld ? Laut VUD-Geschäftsführer Achilles
arbeiten durchschnittlich zehn Vollzeitkräfte bis zu 36 Monate lang an der
Entwicklung eines solchen Spiels . " Wenn man dagegenhält , welche Stückzahl
verkauft wird , kommt man schnell zu den bekannten Marktpreisen . " Und
schließlich liefere ein Vollpreisspiel bis zu über 40 Stunden Spielzeit für den
Nutzer . Für Eidos Interactive-Pressesprecher Theodosseos Theodoridis in Hamburg
sind die Preise gerechtfertigt . " Das Argument der Raubkopierer , die Spiele
seien zu teuer , gilt nicht " , sagt er . " Schließlich handelt es sich hier um
geistiges Gut . " So enthalte die Eidos Premier Collection beispielsweise gut
gelaufene Spiele für rund 40 Mark . " Ich vermute , die anderen Spiele werden
erst billiger , wenn das Kopieren aufhört . " Einen hundertprozentigen
Kopierschutz gibt es jedoch nicht . Schutzvorrichtungen wie Key-Code-Abfragen
oder integrierte Code-Abfragen halten nur weniger erfahrene Raubkopierer vom
Brennen ab . " Da lohnt sich das Brennen nicht , denn dazu sind drei CDs nötig "
, sagt Michael Bratsch , PR-Manager von Infogrames in Dreieich-Sprendlingen bei
Frankfurt/Main . Für Steffen Hahn von der Polizei in Hamburg handelt es sich bei
dem Herstellen von Spiele-Kopien um eine schwierige Rechtsmaterie , die nicht
leicht zu durchschauen sei . " Selbstgebrannt bedeutet nicht gleich strafbar " ,
sagt er . Solange mit den Kopien kein Handel betrieben werde , sei das
Urheberrecht nicht verletzt . Bestehe jedoch der hinreichende Tatverdacht des
Handels mit Raubkopien , würde die Polizei einschreiten und auch Computer und
CDs beschlagnahmen . Die Rechteinhaber selbst stellen im Vorfeld ihre eigenen
Nachforschungen an , indem sie etwa Newsgroups oder Chat-Räume , in denen
Software-Kopien angeboten werden , überwachen . Auch wenn viele Raubkopierer auf
Grund ihres Alters noch nicht strafmündig sind , so können die Rechteinhaber
doch trotzdem ihre Forderungen einklagen , notfalls bei den Eltern . " Das
trifft meist empfindlicher " , sagt Hahn . Infineon will weitere 5000 Stellen
streichen Nach dem Sturz in die Verlustzone will der Chiphersteller Infineon
nach Informationen des Wall Street Journal 5000 Stellen streichen . Damit würde
jeder siebte der knapp 35.000 Arbeitsplätze entfallen . Der Aufsichtsrat wolle
die Pläne diskutieren und möglicherweise noch in dieser Woche verkünden ,
berichtete die Zeitung . Infineon wollte den Bericht nicht kommentieren .
Konzernchef Ulrich Schumacher hatte am Montag bei der Präsentation der
schlechten Quartalszahlen Entlassungen nicht mehr ausgeschlossen , aber keine
Zahlen genannt . Derzeit gelte bei dem Halbleiterhersteller in jedem Fall ein
Einstellungsstopp . Auch die Investitionen wurden zurückgefahren .
Verantwortlich für den Einbruch bei Infineon sei vor allem die drastisch
gesunkene Nachfrage nach Chips aus der Computerindustrie und bei den
Handyherstellern . Nach Einschätzung Schumachers ist keine Trendwende in Sicht .
Termin für Japan-Start der Xbox weiterhin ungewiss Nach Angaben des
Microsoft-PR-Managers in Japan Yoshio Hongo gegenüber der Nachrichtenagentur
Reuters veröffentlichen die Redmonder die Spielkonsole Xbox in Japan kurz nach
dem US-Verkaufsstart oder sogar zeitgleich am 8. November 2001 . Analysten
bezweifeln jedoch , dass die Konsole in Japan überhaupt noch in diesem Jahr
verkauft wird und prophezeien dem Softwaregiganten aufgrund der erwarteten
Verzögerungen einen noch schwierigeren Start . Immerhin werden Microsofts
Japan-Pläne seit Monaten von negativen Schlagzeilen begleitet . So haben sich
zwar viele Firmen gefunden , die Spiele für die Konsole entwickeln wollen - mit
Ausnahme des Unternehmens Capcom sucht man japanische Firmen jedoch vergeblich .
Ohne speziell auf Japan zugeschnittene Spieletitel wird es Microsoft jedoch nach
Analystenmeinungen schwer haben , im Land des Lächelns gegen andere Konsolen
bestehen zu können . Als Reaktion darauf hatte Microsoft bereits im März
angekündigt , mit bis zu 100 Entwicklern in Japan zukünftig eigene Spieletitel
zu produzieren . Die Redmonder , die mit der Xbox zum ersten Mal eine
Spielekonsole anbieten , laufen bei einer Verschiebung des Verkaufsstarts Gefahr
, die für Spielefirmen ausgesprochen ertragreiche Zeit zum Ende des Jahres zu
verpassen . Währenddessen schläft die Konkurrenz nicht : Spielefirmen meiden
Spiele- und Computer-Messe Neben Sony und Nintendo will auch Microsoft in diesem
Jahr keinen Stand im ExCel-Gebäude aufbauen , um ihre Konsolen und aktuelle
Spielehighlights vorzustellen , gab die deutsche Niederlassung in München heute
bekannt . Noch vor kurzer Zeit hatte Microsoft-Manager Paul Fox betont , es
handele sich bei der Messe um ein sehr wichtiges Ereignis für die Industrie .
Bereits seit einigen Jahren sind Infogrames , Activision und Eidos auf der Messe
nicht mehr vertreten . Activision-Marketingleiter Achim Kaspers gab
witschaftliche Gründe gegenüber heise online an : Der Zeitabstand ist einfach zu
gering , dass Activision neue Produkte vorstellen könnte . Außerdem sind auf der
E3 alle wichtigen US-Entwickler und auch Publisher vertreten . Auf der ECTS
vertreten sind unter anderem Blizzard , Ejay , GamepSpy , Guillemot , Intel ,
Logitech , Ubi Soft , CDV und der Online-Spieledienst Mplayer.com . CDV und
Phenomedia sind jedoch die einzigen deutschen Firmen aus der Branche . Erst vor
kurzem hatte sich CDV die weltweiten Vertriebsrechte am Online-Spiel Neocron
gesichert und damit einen ersten Schritt in Richtung Internet-Gaming gewagt .
Dot.Com-Mitarbeiter vor der Flucht in die Old Economy Ein Großteil der
Angestellten in der New Economy zieht es in die alte Wirtschaft zurück . Zu
diesem Ergebnis kommt eine Studie der Universität Witten/Herdecke und der
Personalberatung Heidrick & Struggles , die von der Financial Times Deutschland
und Capital in Auftrag gegeben wurde . Demnach beabsichtigen vier Fünftel der
befragten Angestellten und mehr als die Hälfte der Geschäftsführer einen Wechsel
zu einem anderen Arbeitgeber . Während 88 Prozent der Angestellten sich nach
einem Arbeitsplatz in der Old Economy sehnen , sind es bei den Chefs 61 Prozent
. Die Meldungen über Massenentlassungen und Pleiten stecken vielen Angestellten
offenbar noch in den Knochen . Lediglich zwölf Prozent der Angestellten würden
den Wechsel zu einem anderen Startup bevorzugen . Immerhin 39 Prozent nannten
als Grund für den Wechselwunsch " mangelnde Perspektiven " . 22 Prozent gaben
hingegen an , mit einem Wechsel in die alte Wirtschaft eine Steigerung des
Einkommens erreichen zu wollen . Die Umfrage unter den Geschäftsführern von
Startups führte zu einem ähnlichen Ergebnis . Nur 22 Prozent der Wechselwilligen
würden in einem anderen New-Economy-Unternehmen erneut anfangen . Während 28
Prozent der Befragten als Grund " mangelnde Perspektiven " angaben ,
beabsichtigen 20 Prozent einen Wechsel , um mehr Geld zu verdienen .
HP-Mitarbeiter stimmen Lohn- und Gehaltsverzicht zu Die Mehrheit der Mitarbeiter
von Hewlett-Packard Deutschland hat sich nach Unternehmensangaben zu einem
freiwilligen Gehaltsverzicht bereit erklärt . 94 Prozent der 5.700
angeschriebenen Mitarbeiter hätten auf eine entsprechende Bitte reagiert .
Hewlett-Packard hatte Anfang Juli weltweit die Mitarbeiter zu dieser
Sparmaßnahmen aufgefordert , weil der Konzern unter der konjunkturellen Schwäche
sowie der Schwäche des PC-Marktes gelitten hatte . In Deutschland sei nur so das
geplante Umsatzwachstum von 15 Prozent zu erreichen , hatte Deutschland-Chef
Heribert Schmitz erklärt . Bereits im Vorfeld hatte die IG Metall die
Ankündigung von HP kritisiert , die Arbeitnehmer zu einem freiwilligen Verzicht
auf zehn Prozent des Lohns oder auf acht Tage Urlaub auffordern zu wollen . Die
Gewerkschaft empfand das Vorhaben des Computerherstellers als " peinlich und
abstrus " . Das Unternehmen sei weit davon entfernt , in die Verlustzone zu
geraten , auch wenn die ehrgeizigen Wachstumsziele im laufenden Geschäftsjahr
voraussichtlich nicht erreicht würden . Die IG Metall hatte daher allen
HP-Beschäftigten geraten , den freiwilligen Lohn- und Urlaubsverzicht abzulehnen
. Nach Ansicht der Organisation sei das Vorhaben nichts weiter als ein
kurzsichtiges Lohndumping . Software-Piraterie in Osteuropa am stärksten In
Osteuropa verwenden doppelt so viele Anwender Software-Raubkopien wie in
Westeuropa . Dieses Ergebnis geht aus einer Studie von Datamonitor hervor , die
von der Business Software Alliance ( BSA ) , dem US-Branchenverband der
Software-Industrie , in Auftrag gegeben wurde . Den Negativrekord halten demnach
die Ukraine und Russland : In beiden ehemaligen Ostblock-Staaten sind annähernd
90 Prozent der eingesetzten Software-Produkte nicht registriert . Während in
zehn osteuropäischen Staaten im Durchschnitt 63 Prozent der Anwender ihre
Software nicht registrieren , sind es in Westeuropa 34 Prozent und in den USA
lediglich 20 Prozent . Stefan Krawczyk , Direktor der International Federation
of the Phonographic Industry ( IFPI ) in Brüssel , erklärt das Ungleichgewicht
zwischen Ost- und Westeuropa beim Handel mit Raubkopien : Seiner Meinung nach
sind die Regierungen und die Behörden in bestimmten Regionen aber auch nicht
daran interessiert , etwas gegen den florierenden Schwarzmarkt zu unternehmen .
Aus diesem Grund fordert Krawczyk die USA auf , Handelssanktionen gegen die
Ukraine zu beschließen , um die illegale CD-Produktion wirksamer bekämpfen zu
können . BBC stellt Kurzwellen-Dienst ein BBC World Service ( BBCWS ) kündigt
zum 1. Juli 2001 die Einstellung der Ausstrahlung seines Kurzwellen-Dienstes für
Nordamerika , Australien , Neuseeland und die Pazifischen Inseln an .
BBCWS-Direktor Mark Byford begründet diese Entscheidung mit der zunehmenden
Nutzung neuer Medien : Kritiker sehen der Einstellung des Kurzwellen-Dienstes
eher skeptisch entgegen . Es gebe bisher noch zu viele Regionen , in denen man
keinen Zugang zum Internet besitze . Trotz der Einsparungen will der BBC World
Service auch weiterhin auf Radio über Kurzwelle setzen . Die bisher
existierenden Kurzwellen-Einrichtungen im Mittleren Osten und in Asien sollen
mit einem enormen finanziellen Aufwand ausgebaut werden . Der BBC World Service
hat auf dieser Site alle Frequenzen aufgelistet , die zum 1. Juli abgeschaltet
werden sollen . Insolvenzantrag des VoIP-Spezialisten Tedas stattgegeben Das
Marbuger Amtsgericht hat heute dem Insolvenzantrag der Tedas AG stattgegeben .
Der deutsche Entwickler von Voice-over-IP- ( VoIP ) und IP-Fax-Software Tedas
musste den Insolvenzantrag vor zwei Wochen einreichen , um einer drohenden
Zahlungsunfähigkeit zu entgehen . Als Gründe nannte das Unternehmen in einer
Erklärung die schlechte Lage an den Kapitalmärkten , eine schleppende
Entwicklung des VoIP-Marktes und die derzeit schlechte Auftragslage im
IT-Bereich . Mirko Österhaus , Marketingleiter bei Tedas , gegenüber heise
online : Nach eigenen Angaben beabsichtigt das Unternehmen die Weiterführung der
gesamten Gesellschaft , sobald neue Investoren gefunden wurden . Andernfalls
sollen Teile oder das ganze Unternehmen verkauft werden . Zurzeit arbeitet die
Geschäftsführung mit dem Insolvenzverwalter gemeinsam an einer Lösung . Hartmut
Bauer , Vorstand Marketing von Tedas , schaut zuversichtlich in die Zukunft :
Jenoptik feiert Jubiläum Bundeskanzler Gerhard Schröder , der das Engagement des
Vorstandschefs Lothar Späth beim Aufbau des Konzerns 1991 würdigte , honorierte
auch die Leistung der Angestellten : " Die Erfolgsgeschichte der Jenoptik AG
wäre ohne ihre hoch qualifizierten Mitarbeiter nicht möglich gewesen " , sagte
er . Durch Zahlungen an die Carl Zeiss Jena GmbH , die Begleichung von
Altschulden sowie die Auszahlung von Sozialplänen und Pensionsansprüchen habe er
die Gelder gar nicht zur Verfügung gehabt , sagte Späth . Die Erfolgsgeschichte
des Elektronik- und Optikunternehmens begann Mitte der 90er Jahre mit der
Aufteilung des VEB Carl Zeiss Jena Kombinats in ein Dutzend eigenständiger
Unternehmen . Die größte Gesellschaft war die Jenoptik Carl Zeiss Jena GmbH .
Kurz nach dem Eintritt von Späth in die Führungsetage der GmbH wurde das
Unternehmen in die Carl Zeiss Jena GmbH und die Jenoptik GmbH aufgeteilt .
Anschließend spezialisierte sich die Jenoptik AG auf die Geschäftsbereiche
Optoelektronik , Systemtechnik und Präzisionsfertigung . Zuletzt hatte die
Jenoptik den Zuschlag für den Bau einer Chipfabrik im Auftrag der Firma
Communicant Semiconductor Technologies erhalten . Zuvor hatte die
Jenoptik-Sparte Clean Systems an dem Bau der Chipfabrik AMD-Fab30 mitgewirkt .
Xerox begründet dieses hohe Minus damit , dass die Kosteneinsparungen derzeit
nicht nach Plan laufen . Immerhin erwartet das US-Unternehmen im Verlauf der
zweiten Jahreshälfte eine Rückkehr in die Gewinnzone . Aus Sorge um eine weitere
Verschlechterung des Consumer-Marktes gab das Unternehmen bereits im Juni den
Rückzug aus diesem Bereich bekannt . Neben der Konzernführung und den
Arbeitnehmern dürften auch die Aktionäre keinen Grund zur Freude haben . Als
Folge der schlechten Bilanzzahlen zahlt Xerox zum ersten Mal in den vergangenen
53 Jahren keine Dividende . Lucents Mikroelektronik-Tochter Agere schreibt rote
Zahlen Mit den roten Zahlen liegt die Lucent-Tochter noch ein Vielfaches über
dem Verlust aus dem gleichen Vorjahreszeitraum : Der Hersteller von
Kommunikations- und Opto-Elektronik gibt sich trotz der hohen Verluste für die
Zukunft optimistisch . Agere-CEO John Dickson meinte , dass er für das vierte
Quartal 2001 eine Wende im Markt erwartet . " Das im Juni bekannt gegebene
Konsolidierungsprogramm und Stellenstreichungen werden uns dabei helfen , dem
Break-Even näher zu kommen . " Agere Systems hatte bereits im Juni eine
umfangreiche Umstrukturierung angekündigt . Infolgedessen sollten 4.000
Mitarbeiter entlassen und zahlreiche Fabriken geschlossen werden . Web.de mit
hohem Verlust und mehr Nutzern Web.de rechnet auch weiterhin damit , den
Breakeven im vierten Quartal 2002 zu erreichen . Auch sei die Benutzerreichweite
von Web.de nach der jüngsten Studie von Jupiter MMXI auf über 31 Prozent
gestiegen und übertreffe das Ergebnis von Yahoo.de um fast drei Prozent , hieß
es bei dem Internet-Portal . Sony hat im Zuge seiner Bilanzzahlen für das erste
Quartal 2001 auch die Ergebnisse der einzelnen Unternehmenssparten
veröffentlicht . Demnach seien vor allem die Probleme in den Sparten
Konsumelektronik und auch Spiele für die schlechten Quartalsergebnisse
verantwortlich - und das , obwohl die Verkaufszahlen um 29 Prozent zulegen
konnten und der Verlust um fast 40 Prozent zurückgegangen ist . Die
Produktionszahlen der PS2 werden den Vorgaben aber noch nicht gerecht . Trotzdem
bleibt Sony-Chef Teruhisa Tokunaka bei den Prognosen : " Die Natur des
Spiele-Geschäfts führt dazu , dass von Herbst bis Jahresende die Hälfte der
Gesamtumsätze realisiert werden " , meinte er gegenüber dem Wall Street Journal
. Der Spielebereich von Sony werde in der Mitte des Geschäftsjahrs wieder
Gewinne abwerfen . Ob dies tatsächlich eintrifft , hängt aber nicht nur von den
Vorhaben von Tokunaka ab . Gerade für das Weihnachtsgeschäft dieses Jahres sieht
sich Sony aber möglicherweise noch mit zwei neuen Konkurrenten im
Konosolen-Geschäft konfrontiert : Nintendo will mit dem GameCube am 14.
September in Japan starten ; und Microsoft möchte mit der Xbox auch noch ein
Wörtchen in der " Holiday Season " mitreden . Da bleibt Sony eigentlich nur ,
darauf zu hoffen , dass Microsoft den Start der Xbox in Japan tatsächlich
verpatzt , wie einige Beobachter bereits vermuten . Immerhin konnte Sony beim
Vertrieb von Spielen stark zulegen , jedoch reichte dies nicht aus , den
Spielebreich zum jetzigen Zeitpunkt ins Plus zu führen . Darin sind neben
Sony-Entwicklungen auch Produkte so genannter Third-Publisher wie Squaresoft
eingerechnet . Dort wurde die PS2 weltweit zuerst am 4. März 2000 angeboten - in
Deutschland beispielsweise dagegen erst seit dem 24. November 2000 . Egmont
Interactive schließt seine Pforten Der Spiele-Vertrieb Egmont Interactive hat
überraschend die Einstellung seiner Geschäftsaktivitäten zum 30. September 2001
angekündigt . In einer Mitteilung begründete die Firma diesen Schritt damit ,
dass sich das Mutterunternehmen , der Egmont Ehapa Verlag , weltweit ab sofort
nur noch auf das Kerngeschäft konzentrieren will . " Die vom Egmont Interactive
bisher vetriebenen Spiele wie Gothic und Demonworld 2 werden von nun an über das
Label dtp digital tainment pool angeboten " , sagte Delbrögge . Die Zukunft des
Egmont-Interactive-Labels shoebox hingegen ist ungewiss . Lediglich einer von
fünf Angestellten soll innerhalb des Verlages weiterbeschäftigt werden . Obwohl
Egmont Interactive sicherlich nicht zu den Großen in der Branche zählte , zeigt
das Ende der Firma doch , dass sich der gesamte Spielesektor in einer
Umbruchphase befindet , in die auch namhafte Unternehmen wie Sierra verwickelt
sind . Der Spieleentwickler musste vor wenigen Wochen ungefähr 150 Mitarbeitern
die Kündigung aussprechen . Sierra-Präsident Michael Ryder begründete diesen
Schritt mit der derzeit schlechten Marktlage : Gleichzeitig gab Sierra die
Schließung von Dynamix bekannt , die sich unter anderem mit der Tribes-Serie
einen Namen gemacht hatten . Zuletzt hatte es den Gütersloher Spieleentwickler
Ascaron getroffen . Dieser musste Ende August beim Amtsgericht Bielefeld einen
Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens stellen - betroffen waren davon 80
Mitarbeiter . Lucent plant weitere 10.000 Entlassungen Der US-Telecomausrüster
Lucent plant , weitere Arbeitsplätze in großem Umfang zu streichen . Nach einem
Bericht des Wall Street Journal sollen zusätzlich 10.000 Jobs eingespart werden
. Die US-Zeitung beruft sich dabei auf unternehmensnahe Quellen ; genaue Details
sollen Ende Juli bei der Präsentation der Geschäftszahlen des dritten Quartals
bekannt gegeben werden . Kathleen Fitzgerald , Lucent-Pressesprecherin ,
kommentierte den Bericht des Blatts recht lapidar : " Wir werden unser
umfangreiches Umstrukturierungs-Programm fortsetzen . " Zuvor hatte der
Telecomausrüster die Streichung von bis zu 16.000 Arbeitsplätzen angekündigt ,
um der Krise im Technologie-Sektor und den Auswirkungen der Management-Fehler
bei Lucent entgegenzuwirken . Alcatel will Produktions-Standorte verkaufen Der
französische Telecom-Ausrüster Alcatel will bis Ende 2002 einen Großteil seiner
Produktions-Standorte verkaufen . Dies gab die Alcatel-Führungsetage gegenüber
dem Wall Street Journal ( WSJ ) bekannt . Damit versucht das französische
Telekommunikations-Unternehmen vor allem Kosten einzusparen : Zukünftig will
sich Alcatel mehr auf seine Geschäftsfelder Breitband-Ausrüstung und
Dienstleistungen - unter anderem die Verlegung von Glasfaserkabeln -
konzentrieren . " Breitband-Zugänge und Service-Leistungen werden vielleicht
schon bald jeweils ein Drittel des Alcatel-Geschäfts ausmachen . " Wie viele der
130.000-Alcatel-Mitarbeiter in den Fabriken arbeiten und wie viel Geld dadurch
gespart werden könnte , wollte das Unternehmen auf Anfrage nicht mitteilen .
Auch in Deutschland hält man sich bedeckt : Die Franzosen verhandeln zurzeit
über den Verkauf der eigenen Fabriken für die Produktion von Wireless-Handsets
mit Flextronics International . Bereits am Montag gab der Telecom-Ausstatter den
Verkauf einer Fabrik in Texas an das Unternehmen Sanmina bekannt . Die radikalen
Einsparungen könnten auf die geplatzte Fusion mit Lucent Technologies
zurückzuführen sein . Universität Siegen schränkt Internet-Nutzung ein Die
Universität Siegen hat die Internet-Nutzung für ihre Studenten stark
eingeschränkt . Der Direktor des Hochschulrechenzentrums , Jochen W. Münch ,
hatte den Dekanen in einem Rundschreiben mitgeteilt , dass ab 1. Juli alle Ports
oberhalb 1024 gesperrt werden . Münch begründet diesen Entschluss damit , dass
die Studenten in den Wohnheimen den Internet-Zugang für eigene Zwecke wie das
Downloaden von Musik und Filmen missbrauchen würden - heise online liegt eine
Kopie des Rundschreibens vor . Besonders in den letzten Jahren wurde in Siegen
massiv in die Anbindung vieler Studentenwohnheime per Glasfaser-Kabel an das
Internet investiert . Die Studierenden sollen nun vor allem dafür verantwortlich
sein , dass die Universität an das Deutsche Forschungsnetz ( DFN ) 130.000 Mark
nachzahlen muss . Ein anonymer Leser schildert gegenüber heise online die
aktuelle Situation : Nach seiner Ansicht hat die Sperrung der Ports gravierende
Folgen : Lutz Glagau , Stellvertretender Administrator an der Universität Siegen
, versteht die Aufregung nicht : Jedes Jahr zahlen wir an das DFN 500.000 Mark
für die Leitungsmiete und ein vorgeschriebenes Datenvolumen-Kontingent . Und
wenn sich einige Studenten über die Leitungen andauernd große Datenpakete
downloaden , ist es klar , dass wir irgendwann die Notbremse ziehen müssen . Die
Stellvertretende Pressereferendarin der Universität Siegen , Cordula Lindner ,
sieht das Rundschreiben viel mehr als eine Umfrage : Wir wollen gemeinsam eine
Lösung finden . Cracker bei Alldas.de Alldas.de , eine Online-Auflistung
gecrackter Websites , wurde selbst Opfer eines Angriffs . Eine Minute später sei
der Hinweis wieder verschwunden , schreibt der Webmaster in einer Erklärung im
Alldas-Newsbereich . " Der Angreifer konnte nicht tief genug in die Website
eindringen " . Kurze Zeit später hat sich der Angreifer beim alldas.de-Team
gemeldet . " Es war nicht meine Absicht die Datenbank zu löschen oder in das
Root-System einzudringen " , erklärte er . Alldas.de kann das jedoch nicht
nachvollziehen . Nach Angaben des Webmasters beweisen die Log-Files das
Gegenteil . " Die Logs zeigen deutlich , dass der Eindringling versuchte ,
tiefer in das System einzudringen , um unter anderem unsere E-Mails zu lesen " ,
heißt es in der Erklärung weiter . RealNetworks kündigt 15 Prozent der
Belegschaft Das auf die Entwicklung von Streaming- und Audio-Software für das
Web spezialiserte Unternehmen RealNetworks will 15 Prozent seiner gesamten
Belegschaft kündigen . Dabei handelt es sich um die ersten Kündigungen in der
sechsjährigen Firmengeschichte überhaupt ; sie betreffen 150 von bisher 950
Beschäftigten , berichtet das Wall Street Journal . Mit diesem Schritt reagiert
die Unternehmensführung auf die am 18. Juli bekannt gegebenen Zahlen für das
zweite Quartal . Gleichzeitig gab RealNetworks bekannt , im dritten Quartal 2001
einen weiteren Rückgang des Umsatzes um fünf Prozent oder mehr zu erwarten .
Nach Angaben des US-Blatts seien auch die stark reduzierten Werbeaktivitäten der
Dot.Coms ein Grund für die Entlassungen ; RelNetworks verdiene auch mit
geschalteten Werbe-Bannern in seinem eigenen Streaming-Netzwerk .
RealNetworks-Präsident Larry Jacobson sieht jedoch schon wieder Licht am Ende
des Dot.Com-Tunnels : Bereits bei der Veröffentlichung der jüngsten
Quartalszahlen gab sich CEO Rob Glaser äußerst optimistisch : Silicon Graphics
mit weniger Verlust und Umsatz Der kalifornische Workstation-Entwickler Silicon
Graphics ( SGI ) hat seine Bilanzzahlen aus dem vierten Quartal und gleichzeitig
das Gesamtergebnis aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr veröffentlicht . Wie SGI
bereits Anfang Juli angekündigt hatte , ging mit dem Verlust auch der Umsatz
zurück . SGI-CEO Bob Bishop nannte als Grund dafür die Auftragslage , die etwas
schlechter ausgefallen sei als erwartet . Obwohl die Auftragslage nicht ganz den
Erwartungen gerecht wurde , schaut Bob Bishop optimistisch in die Zukunft und
kündigt neue Maßnahmen an : US-Videospiele-Industrie bekommt wieder Auftrieb Die
Spiele-Industrie hat im ersten Halbjahr 2001 ihre Umsätze wieder kräftig
steigern können . Nach einer Studie des US-Marktforschungsunternehmens NPD
konnten die Hersteller von Videospielen , Konsolen und Handhelds deutlich mehr
Produkte verkaufen als noch im Jahr zuvor . Im gleichen Vorjahreszeitraum betrug
die Wachstumsrate lediglich 11 Prozent . Nach eigenen Angaben liegen dem
Studienergebnis offizielle Verkaufszahlen der Entwickler und Publisher zu Grunde
. Am deutlichsten konnte der Bereich Next Generation Konsolen Zubehör ( NGKZ )
zulegen , der beim Umsatz einen Zuwachs von 294 Prozent und bei den verkauften
Stückzahlen einen Zuwachs von 262 Prozent aufweist . Auf Platz zwei folgt der
Bereich NGK-Software . Gleichzeitig legte der Umsatz um 237 Prozent zu . Diese
Zahlen sind derzeit nur auf die Playstation 2 zurückzuführen , da der
Verkaufsstart von Nintendos Gamecube und der Xbox aus dem Hause Microsoft noch
aussteht . Die NPD-Zahlen bescheinigen auch dem GameBoy Advance von Nintendo
einen guten Start . Demnach wurden im ersten Halbjahr 2001 sechs Prozent mehr
dieser portablen Handhelds verkauft . Der Umsatz konnte hingegen um 17 Prozent
zulegen . Der Bereich Handheld-Software bescherte den Entwicklern und Publishern
einen stärkeren Zuwachs . So stieg die Zahl der verkauften Einheiten um 18
Prozent - der Umsatz legte um 21 Prozent zu . Lediglich die Bereiche 32- und
64-Bit-Konsolen sowie das dazugehörige Zubehör müssen Umsatzeinbußen und
rückläufige Verkaufszahlen hinnehmen . 22 Prozent weniger verkaufte Konsolen und
Zubehörprodukte zeigen deutlich , dass mit der Markteinführung der Playstation 2
und dem GameBoy Advance die Nachfrage bei älteren Konsolen stark zurückgegangen
ist . Mit der Präsentation der Studie hat NDP auch eine Rangliste der in Amerika
am meisten verkauften Spiele veröffentlicht . Angeführt wird die Top 10 von
Pokemon Stadium 2 für den Nintendo64 . Und auch auf den Plätzen zwei und drei
folgen zwei Pokemon-Spiele . Insgesamt ist Nintendo fünf Mal auf der
Verkaufsliste vertreten . Activision-Marketingleiter Achim Kaspers prophezeit
Deutschland eine ähnlich gute Entwicklung erst im nächsten Jahr : " Durch den
späteren Verkaufsstart der Xbox und des Gamecube wird der deutsche Markt
vermutlich erst im nächsten Jahr deutlicher zulegen können . "
NPD-Account-Executive Richard Ow schlussfolgert aus der Studie den
langerwarteten Aufschwung für die Videospiele-Industrie : " Die explodierten
Verkaufszahlen in den ersten sechs Monat im Jahr 2001 sind nach den
Verkaufszahlen im Jahr 2000 eine großartige Neuigkeit für die Industrie . "
Damit bezieht er sich auf das schlechte Geschäftsjahr 2000 , indem die Firmen
zum ersten Mal seit 1997 Umsatzrückgänge und rückläufige Verkaufszahlen gemeldet
hatten . Nach seinen Worten könnte das laufende Jahr für die
US-Videospiele-Industrie überaus erfolgreich verlaufen . US-Mobilfunklizenzen
aus ungültiger Auktion sind begehrt Nach einer Meldung der Computerworld wollen
die Firmen so im Interesse der Kunden in den amerikanischen Großstädten die
Verfügbarkeit der Handynetze sicherstellen . Zu dem Konsortium gehören Native
Wireless , AT&T Wireless , Dobson Communications , Salmon PCS , Cingular
Wireless , Verizon Wireless und die Telekom-Tochter VoiceStream Wireless .
Nachdem der Mobilfunkbetreiber das Geld jedoch nicht aufbringen konnte , musste
das Unternehmen 1998 unter Berufung auf Chapter 11 des Federal Bankruptcy Code
Gläubigerschutz beantragen . Im Juni 2001 erkannte ein US-Gericht darin jedoch
ein Verstoß gegen geltenes Recht und forderte die FCC auf , die Lizenzen an
NextWave zurückzugeben . In diesem verpflichtetet sich Lucent , für das
angeschlagene Unternehmen ein 3G-Netzwerk zu erreichten . Woher das Geld jedoch
stammte , ist unklar . In einem Statement erklärte das Mobilfunk-Unternehmen
lediglich , dass es sich derzeit in einem Umstrukturierungsprozess befinde .
Jippii beendet " unrentables Deutschland-Geschäft " Die finnische Jippii Group
hat die Schließung des unrentablen Deutschland-Geschäfts bekannt gegeben . Der
Sprecher der deutschen Niederlassung des Telekom-Unternehmens , Thorsten Beuchel
, gab sich jedoch zuversichtlich , dass dies nicht automatisch die Beendigung
des gesamten operativen Geschäfts hierzulande bedeute . Er habe dafür vom
Mutterkonzern die feste Zusage erhalten : Das finnische Unternehmen hatte im
Oktober 2000 die Anlagen und Kundenadressen der insolventen Gigabell AG erworben
. Jedoch schon sehr bald klagten die übernommenen Mitarbeiter über das fehlende
Sozialverständnis des neuen Mutterunternehmens : Die Unternehmensführung hatte
recht seltsame Vorhaben für weitere Kündigungen . Damals kündigte das
Unternehmen an , spätestens zu Beginn des dritten Quartals 2001 schwarze Zahlen
schreiben zu wollen . Xbox : Japan-Verkaufsstart Februar 2002 Microsoft hat
heute offiziell die Verschiebung der Xbox-Markteinführung in Japan in das
kommende Jahr bekannt gegeben . Bereits am Freitag hatte die Los Angeles Times
vorab gemeldet , Microsoft müsse den Japan-Verkaufsstart der Konsole in das Jahr
2002 verschieben . Dadurch verschiebt sich die Markteinführung der Konsole in
Japan um knapp zweieinhalb Monate . Der Verkaufsstart der Xbox in Nordamerika am
8. November sei davon jedoch nicht betroffen , heißt es in einer Erklärung .
Während der Release-Termin für Nordamerika und Japan schon jetzt feststeht ,
hüllen sich die Redmonder über einen Verkaufsstart in Europa noch in Schweigen .
Aus der heute veröffentlichten Mitteilung geht lediglich hervor , dass das
Unternehmen den Verkaufsstart der Konsole in Europa im Frühjahr 2002 erwartet .
Zudem verwiesen die Redmonder auf die gute Zusammenarbeit mit den japanischen
Spieleentwicklern wie Sega , Konami , und Capcom , die alle langjährige
Erfahrungen in diesem Marktsegment vorweisen können . Zudem gab Microsoft mit
Namco einen weiteren Entwickler von Videospielen bekannt , der Soul Calibur 2
und Ridge Racer 5 für die Konsole umsetzen will . Zusätzlich seien zwei
exklusive Spieletitel für die Xbox in Planung : Dead to Rights und ein noch
geheim gehaltenes Action-Adventure . Japans Technologieindustrie zeigt Nerven
Nun hat es auch Japans Technologieindustrie erwischt . Ein fernöstlicher Konzern
nach dem anderen muss dieser Tage massive Stellenkürzungen und radikale
Umstrukturierungen bekannt geben . Dabei galten Nippons Elektronikunternehmen ,
einst in aller Welt bewundert wie gefürchtet , noch vor wenigen Monaten als
Zugpferde , um der rezessionsgeplagten Wirtschaftsnation wieder zu Wachstum zu
verhelfen . Doch nun müssen die Technologiekonzerne das vollziehen , was die
Konkurrenz in anderen Ländern bereits hinter sich hat . Am Montag teilte Toshiba
mit , zehn Prozent seiner Arbeitsplätze zu streichen . Von den rund 19.000
betroffenen Stellen fallen allein 17.000 in Japan weg . Das ist bemerkenswert in
einem Land , das Arbeitslosigkeit lange Zeit für ein westliches Phänomen
gehalten hat . Noch immer hängen viele Menschen an dem einst so erfolgreichen
Prinzip der lebenslangen Beschäftigung . Als Matsushita kürzlich bekannt gab ,
mit dieser Tradition zu brechen und ebenfalls Tausende von Stellen durch
Vorruhestandsregelungen abzubauen , ging eine Schockwelle durchs Land .
Inzwischen haben auch andere diesen Weg eingeschlagen . So will auch der
Siemens-Partner Fujitsu weltweit 16.400 Stellen streichen . Beim Konkurrenten
NEC fallen 4000 Arbeitsplätze weg . Der nächste Kandidat dürfte Hitachi sein :
Japanischen Medienberichten zufolge will auch dieser Konzern 20.000 Stellen
wegrationalisieren . Das Alarmierende an diesen Hiobsbotschaften ist nach
Ansicht von Experten , dass sich die Probleme wie die sinkenden
Kapitalinvestitionen in der Technologieindustrie auf die gesamte Wirtschaft
auswirken und die Rezession zusätzlich verschärfen , wie die Finanzzeitung Nihon
Keizai Shimbun unlängst schrieb . Das bekommen auch andere Sektoren wie der
ohnehin von der Wirtschaftskrise geschwächte Maschinenbau zu spüren . Schuld an
der Misere ist zum einen der Kollaps der Dotcom-Blase in den USA . Er erfolgte
zu einem Zeitpunkt , als sich die Nachfrage nach Computern und Mobiltelefonen in
den Industriestaaten gerade den Zenit erreichte . Das Geschäftsumfeld hat sich
zudem in den letzten Jahren dramatisch gewandelt . So fanden sich Japans
Elektronikkonzerne in der Situation wieder , dass sie in puncto Kosteneffizienz
und technologischem Vorsprung ins Hintertreffen geraten waren , wie die
japanische Wirtschaftszeitung Nihon Keizai Shimbun feststellte . Bedroht durch
die Konkurrenz aus den Vereinigten Staaten und dem benachbarten Asien sind
Nippons Technologieunternehmen nun gezwungen , das Hauptaugenmerk auf profitable
Kernbereiche zu richten . So will sich der Computerbauer Fujitsu künftig
verstärkt auf Software und Dienstleistungen konzentrieren . Toshiba verhandelt
mit dem angeschlagenen Halbleiterhersteller Infineon über eine Zusammenarbeit in
dem verlustreichen Geschäft mit Speicherchips . Toshiba wäre Medien zufolge der
erste japanische Hersteller , der sein Speicherchipgeschäft mit einem
Auslandskonzern verschmelzen würde . Nippons Hightech-Giganten können sich nicht
allein darauf verlassen , dass sich die Situation in den USA irgendwann einmal
wieder erholt . Rekordverdächtige LAN-Party geplant Der nach eigenen Angaben
größte Spiele-Verlag , Electronic Arts , will einen Weltrekord der ganz
besonderen Art schaffen : Ziel dieser bisher einmaligen Aktion ist der
Weltrekord im Bereich LAN-Spiele , der den Veranstaltern einen Eintrag im
Guinness-Buch und den Teilnehmern Geldpreise im Wert von 40.000 Mark und
zusätzliche Sachpreise sichern soll . Interessierte ( ab 18 Jahren ) können sich
auf der e-LAN-Website registrieren lassen . Die Organisation dieses Events
übernimmt die Frankfurter Agentur Brand Factory Sales ( BFS ) . Um die Verlegung
des Netzwerks kümmert sich die Computech GmbH ; der DarkBreed e. V. hilft bei
der Organisation mit . Unterstützt wird die Veranstaltung von Sponsoren wie
Hewlett-Packard , Elsa , McDonalds und Sennheiser . Fujitsu-Siemens sicherte die
Bereitstellung von 4.000 PCs mit identischer Hardwareausstattung zu . Um bereits
im Vorfeld möglichen Bedenken besorgter Eltern vorzubeugen , verzichten die
Veranstalter vollkommen auf so genannte 3D-Shooter . Die Teilnehmer an der
LAN-Party können hauptsächlich aus Sport- und Strategiespielen wählen - kaum
verwunderlich , dass es sich um Titel aus dem Sortiment von Electronic Arts
handelt . Die Eintrittspreise liegen allerdings mit 100 bis 150 Mark weit über
dem Durchschnitt für kommerzielle LAN-Partys , jedoch erhalten die Teilnehmer
dafür unter anderem ein aktuelles Electronic-Arts-Spiel , Mousepad , Kopfhörer
von Sennheiser und ein T-Shirt . Bisher hatte der amerikanische Spielegigant das
Sponsoring und das Organisieren von LAN-Partys abgelehnt . Nun aber ist das Ziel
der Veranstaltung klar formuliert : Man wolle mit e-LAN den Bekanntheitsgrad der
eigenen Marken EA SPORTS und EA GAMES in der Öffentlichkeit zielgerecht ausbauen
, betonte Oliver Kaltner , Marketing-Manager bei der Spiele-Firma . Erst
kürzlich hatte Electronic Arts Veranstaltern von öffentlichen und kommerziellen
Events untersagt , Titel aus dem Sortiment der Firma zu nutzen . Nach eigenen
Angaben wolle man sich so vor einem möglichen FIFA-Lizenzentzug schützen . Diese
Lizenz berechtigt Electronic Arts unter anderem , in Fußballspielen
Originalnamen , Schauplätze und auch Symbole sowie Logos verwenden zu dürfen .
Microsoft erwirbt Internetrechte für Winter-Olympiade 2002 Der
US-Software-Gigant Microsoft soll die offizielle Website zu den Olympischen
Winterspielen 2002 ( OW 2002 ) gestalten . Die News-Website The Industry
Standard schreibt , Microsoft habe für die Olympischen Rechte nichts bezahlen
müssen . Das Magazin stützt sich dabei auf ungenannte Quellen . Zusätzlich
einigten sich Microsoft und NBC darauf , die Website in das gemeinsame
MSNBC-Portal einzubinden . Somit erhält das Software-Unternehmen die Möglichkeit
, exklusive Berichte , Interviews und Bildmaterial auf der Seite zu
veröffentlichen . Interessierte können ab Februar 2002 die Spiele auf
NBCOlympics.com , Saltlake2002.com und auf Olympics.com mitverfolgen . In den
Jahren zuvor wurde die Website der Olympischen Winterspiele von dem Unternehmen
Quokka Sports mit Inhalten versorgt . Nach dem Bankrott der Firma vor einem
Monat sollte Logictier die kommenden Online-Auftritte organisieren . Das
Unternehmen gab die Rechte jedoch an die SLOC zurück . Anschließend verhandelte
das Komitee mit weiteren Interessenten wie Yahoo , RealNetworks und Microsoft ,
von denen letztendlich die Redmonder den Zuschlag erhalten haben . Microsoft und
Yahoo wollten die SLOC-Entscheidung nicht kommentieren . Kopierschutz für
Acrobat eBooks geknackt Der Internet-Buchhändler Barnes & Noble.com musste
eBooks aufgrund eines Sicherheitslochs im Acrobat eBook-Reader 2.1 für 24
Stunden vom Netz nehmen . Wie das Wall Street Journal ( WSJ ) berichtet ,
reagierte der Online-Shop der Buchhandelskette Barnes & Noble damit auf ein
russisches Entschlüsselungs-Tool , welches eBooks entschlüsselt , die in
Verbindung mit dem Adobe Acrobat eBook Readers 2.1 benutzt werden . Mit dem
Programm kann der Anwender jedoch nur Originale von eBooks kopieren oder drucken
- bereits kopierte Titel lassen sich nicht noch ein zweites Mal vervielfältigen
. Susan Altman Prescott , Vizepräsident für Produkt-Marketing bei Adobe System ,
sagte : " Adobe hat das Wochenende durchgearbeitet , um das Problem zu lösen . "
Seit Montag steht die neue Version 2.2 des Readers zum Download bereit .
Vermutlich wurde das Tool von ElcomSoft entwickelt . Auf der Website der
russischen Firma bieten die Entwickler ein Programm zum Kauf an , das nach
eigenen Angaben unter anderem eBooks im Acrobat-eBook-Reader-Format
entschlüsselt . In einem ersten Test schaffte es das Programm nicht , ein
codiertes eBook in Verbindung mit dem Adobe Acrobat eBook Reader 2.2 zu
entschlüsseln . ElcomSoft hatte bereits in der Vergangenheit ein Tool
vorgestellt , mit dem Anwender den Kopierschutz von PDF-Dateien entfernen
konnten . Das Moskauer Unternehmen weist jedoch darauf hin , dass der Gebrauch
der Trial- und auch Vollversion ausschließlich für Sicherheitskopien bereits
gekaufter eBooks angewendet werden darf . Michael Fragnito , Vizepräsident von
Barnes & Noble.com , begründet die getroffene Vorsichtsmaßnahme : " Unser
Interesse gilt in erster Linie den Verlegern und den Autoren . " Amazon.com ,
ein weiterer Anbieter von eBook-Software , hat seine elektronischen Bücher
weiterhin online verkauft . Ein Sprecher von Amazon sagte : " Wir haben mit
Adobe am Dienstag und am Mittwoch zusammengearbeitet , um sicherzustellen , dass
auf unserer Website ausschließlich die aktuelle Version der Reader-Software
angeboten wird . " Hotel Gates : Zimmer mit kostenlosem Internet-Zugang Das
Berliner Hotel Gates bietet seinen Gästen einen bislang ungewöhnlichen Service
an . Alle 72 Zimmer sind über eine 2,3-MBit-Standleitung mit dem Internet
verbunden . Zusätzlich steht auf jedem Zimmer ein PC mit 700 MHz ( AMD ) sowie
ein 15 Zoll TFT-Flachbildschirm . Vorinstalliert sind das aktuelle Windows und
Office 2000 . Im Unterschied zu anderen Hotels ist der Preis für das Surfen
bereits in den Kosten der Einzel- und auch Doppelzimmer enthalten . Jürgen Urban
, Direktor des Hotels , gab sich gegenüber heise online euphorisch : Um einem
Missbrauch der Internet-Verbindung vorzubeugen , wurden alle Disketten-Laufwerke
aus den Computern ausgebaut . Der Hotel-Direktor ist bereits wenige Tage nach
der Neueröffnung des ehemaligen Windsor-Hotels mit der Resonanz der Gäste
zufrieden . Zukünftig will das Hotel seinen Gästen die Dienste eines
Surftrainers anbieten . Dieser soll insbesondere Anfängern den Umgang mit dem
Internet erklären . Pixelpark rutscht tiefer in die Verlustzone Das teilte das
Unternehmen am Dienstag mit . Das Unternehmen begründet den Verlust mit der
strategischen Neuausrichtung und internen Umstrukturierungen . Nach Ansicht von
Pixelpark befinde sich die Internetbranche auch weiterhin in einem sehr
schwierigen Umfeld , das durch die allgemeine Auftragslage und die schwache
Konjunktur geprägt sei . Die Internetagentur verwies jedoch auch auf die feste
Kundenbasis , die eine Grundauslastungen des Unternehmens sicherstellen würde .
Bereits Ende Juni hatte Pixelpark seine Firmenstrategie geändert und die
Zusammenarbeit mit konkurrierenden Beratungsfirmen öffentlich in Betracht
gezogen . Der Firmengründer und derzeitige Chef Paulus Neef sagte damals der
Financial Times Deutschland : " Wir haben unser Angebot fokussiert , und es gibt
keinen Grund mehr , nicht mit Unternehmen zusammenzuarbeiten , die wir früher
als Konkurrenten gesehen haben . " Diese Kooperationen seien Teil einer
Neuausrichtung , um das Geschäft wieder profitabel zu machen , schrieb die
Zeitung . Kündigungswelle bei Cell Network Germany Das schwedische Unternehmen
Cell Network steckt offenbar in Zahlungsschwierigkeiten . Die deutsche
Niederlassung habe 60 der 110 Mitarbeiter entlassen , berichteten Mitarbeiter
gegenüber heise online : Anschließend versammelten sich fast alle Mitarbeiter in
einem großen Raum , aus dem zuerst die Praktikanten rausgeschickt wurden . Des
Weiteren sollen auch Stellen bei Cell Network in Schweden , Frankreich und
Italien wegrationalisiert worden sein . Dies sei eine mögliche Reaktion auf die
ausstehenden Lohnzahlungen aus Stockholm , sagte einer der Mitarbeiter . " Es
ist sogar weiterhin nicht klar , ob wir im Nachhinein unser Juni-Gehalt erhalten
werden . " Dirk Buddensiek , Geschäftsführer von Cell Network Germany ,
bestätigte die Kündigungen . " Es ist furchtbar , mehr als die Hälfte der
eigenen Mitarbeiter plötzlich entlassen zu müssen " , sagte er . " Dieser
Schritt war jedoch notwendig , um der allgemeinen schwierigen Geschäftslage
begegnen zu können . " Über den Fortgang der Geschäfte äußerte sich Buddensiek
optimistisch : " Wir haben mit vielen Kunden Service-Verträge laufen , die uns
die Auftragslage für die Zukunft sichern . " Im August 2000 hatten die Schweden
51 Prozent am deutschen Unternehmen Aperto erworben . Ziel der Expansionspolitik
war es , europaweit zu einem der größten Internet-Dienstleister zu wachsen .
Noch vor einem Jahr kündigte das Management an , Cell Network Germany bald an
den Neuen Markt in Frankfurt bringen zu wollen . Adaptec streicht 325 Jobs Der
Speichersystem-Spezialist Adaptec will weltweit 325 Arbeitsplätze einsparen ,
ungefähr 15 Prozent der Angestellten . Das Unternehmen begründet die massive
Umstrukturierung mit der schwachen US-Wirtschaft und der Einschätzung , diese
Abschwächung werde sich auch auf Europa und Asien ausdehnen . Trotz der
Kosteneinsparungen erwartet Adaptec jedoch keine negativen Auswirkungen auf die
Entwicklung neuer Produkte . Bereits im März hatte das Unternehmen eine
Gewinnwarnung veröffentlicht . Zeitgleich kündigte die Firma an , 450
Mitarbeiter entlassen zu wollen . Powerline nicht für den Massenmarkt Zu diesem
Ergebnis kommen Analysten von Forrester Research . Hauptprobleme seien vor allem
die undurchsichtige Preisgestaltung , die nicht garantierte Geschwindigkeit und
die mangelhafte Flächendeckung . Nach Ansicht der Autoren der Studie ist die
Powerline vor allem gegenüber aktuellen DSL-Angeboten im Nachteil . Powerline
basiere auf dem Shared-Medium-Prinzip . Dabei werde die maximale
Zugangsgeschwindigkeit von 2 MBit/s mit allen an der gleichen Netzstation
angeschlossenen Personen geteilt . Besonders Internet-Nutzer , die häufig
Streaming-Angebote und große Dateien aus dem Netz anfordern , reduzierten
dadurch die zur Verfügung stehende Bandbreite für andere User . " Ein weiterer
Kritikpunkt ist die undurchsichtige Abrechnung " , schreiben die Autoren . Nach
ihrer Einschätzung berechnen alle Anbieter ihren Kunden Kosten , die auf der
genutzten Datenmenge beruhen . Vor allem für Wenignutzer sei dieses Preismodell
zu unattraktiv . Aber auch Vielnutzer kommen für Powerline nicht in Frage . Sie
müssten nach Meinung von Forrester im Vergleich zu alternativen Technologien
draufzahlen . Als dritten Kritikpunkt bemängeln die Analysten die nicht
flächendeckende Infrastruktur : Er bleibt auf wenige ausgewählte Regionen
beschränkt und wird erst ab 2003 nahezu im gesamten Versorgungsgebiet angeboten
werden können . Um der alternativen Übertragungstechnologie den Durchbruch zu
ermöglichen , müssen die Stromgiganten , so die Autoren , vor allem die Kosten
vom übertragenden Datenvolumen entkoppeln , Schulen als Kunden gewinnen und die
Infrastruktur unkompliziert erweitern . Lucents Mikroelektroniktochter mit
Massenentlassungen Der Mikroelektronik-Entwickler Agere Systems , eine
Tochtergesellschaft von Lucent , hat heute eine umfangreiche Umstrukturierung
des Unternehmens angekündigt . Damit verbunden ist die Entlassung von 4.000
Mitarbeitern ; zudem sollen zahlreiche Fabriken geschlossen werden . John
Dickson , CEO von Agere , begründet diese Entscheidung : Um die
Herstellungs-Kapazitäten an die aktuelle Nachfrage anzugleichen , sucht das
Lucent-Tochterunternehmen derzeit nach Käufern für seine Chipfabrik in Madrid .
Bereits Ende des Jahres sollen dort die Maschinen stillstehen . Zusätzlich
sollen Fabriken zur Herstellung von Satelliten sowie einzelne Standorte
zusammengelegt werden . Trotz der äußerst schwierigen Lage in der
Halbleiter-Branche schaut Dickson gelassen in die Zukunft : Agere Systems wurde
im Januar 2000 vom Telecom-Ausrüster Lucent aufgekauft , der mittlerweile selbst
in die Krise getaumelt ist und sein Heil unter anderem in Massenentlassungen
sucht . 14 Monate später ging das High-Tech-Unternehmen zu einem Preis von sechs
US-Dollar je Aktie an die Börse . eco mit Richtlinien für E-Mail-Marketing Das
Electronic Commerce Forum ( eco ) hat eine Richtlinie für das Verschicken von
Werbe-E-Mails beschlossen . Durch die so genannte Permission Marketing Policy
will der Kölner Verband deutscher Internet-Unternehmen der ausufernden Flut an
E-Mail-Werbung einen Riegel vorschieben . Die sieben Eckpunkte weisen darauf hin
, dass ein werbendes Unternehmen die eigentliche Botschaft klar und verständlich
formulieren sollte , um das Vertrauen der Kunden nicht durch Missverständnisse
zu belasten . Ein weiterer Punkt der Richtlinien betrifft das Versenden von
Werbemails allgemein . Hier schreibt die eco vor , solche Mails nur dann zu
verschicken , wenn diese auch explizit angefordert wurden . Zudem sollten
Kundenadressen nach Ansicht der eco ausschließlich für den bei der Eintragung
erklärten Zweck verwendet werden . " Beispielsweise erhält niemand telefonische
Produktangebote , wenn vorher die Telefonnummer ausdrücklich nur für den Fall
von Rückfragen im Zusammenhang mit einer Bestellung gegeben wurden " , heißt es
dazu in der eco-Erklärung . Der Verband schlägt den Unternehmen zudem vor , den
Kunden die Möglichkeit einzuräumen , sich selbst aus dem Mail-Verteiler
austragen zu können . Werbetreiben sollen den Kunden bei jeder Botschaft
informieren , wie er die E-Mails schnellstmöglich abbestellen kann . Weiterhin
schlägt der Verband vor , dass Werbetreibende Adressen nicht ohne Zustimmung der
Besitzer weitergeben und eigene Datenschutzrichtlinien entwickeln . Die
Permission Marketing Policy steht auf dem eco-Server als PDF-Datei zum Download
bereit . Zu den Mitgliedern des Verbands gehören über 160 deutsche Firmen ,
darunter Mannesmann Arcor , Compaq , Internshop , KPNQwest , Microsoft und
Schlund + Partner . Tiscali kündigt DSL-Flatrate für den Herbst an Dies sagte
der Deutschland-Chef Carl Mühlner von Tiscali in einem Interview mit der Welt am
Sonntag . Zudem werde das durch die Zukäufe von deutschen Internet-Providern
bekannt gewordene Unternehmen auch ein neues Preismodell vorstellen . Konkrete
Angaben über Kosten oder Verfügbarkeit machte Tiscali jedoch nicht . Im
Interview gab Mühlner zudem die Investition eines hohen zweistelligen
Millionenbetrags bekannt , um eine eigenen Netzinfrastruktur für das europaweite
Großkundengeschäft aufzubauen . Damit verfolgt er das Ziel , in Detuschland im
ersten Quartal 2002 im operativen Geschäft die Gewinnzone zu erreichen . Während
andere Portalbetreiber ihr Content-Angebot reduzieren , will Mühlner die Website
Tiscali.de weiter ausbauen . Aus diesem Grund liefen derzeit Verhandlungen mit
Content-Anbietern aus verschiedenen Bereichen , sagte Mühler . Tiscali hatte
bereits Ende Juni einen schnellen Internetzugang per Satellit angekündigt , der
auch rückkanalfähig sein soll . Der Weg über den Satelliten soll um ein
Zehnfaches schneller sein als eine Modemverbindung . Der Vorteil einer solchen
Verbindung ist die großflächige Verfügbarkeit in fast ganz Europa , da keine
zusätzliche Telefonleitung benötigt wird . US-Bericht bescheinigt Napster & Co.
regen Pornohandel Über Musiktauschbörsen wie Napster und Morpheus werden
mittlerweile mehr Pornovideos gehandelt als Musiktitel . Zu diesem Ergebnis
kommen nach einer Meldung von CNN.com Sachverständige , die im Auftrag der
demokratischen Abgeordneten im US-Kongress die bekanntesten File-Sharing-Dienste
untersucht hatten . Der Experte Steve Largent hält insbesondere die Tatsache für
erschreckend , dass man den Ursprung der Videos nicht zurückverfolgen kann : "
Es ist wie ein Krebsgeschwür , das diesem Land die Seele wegfrisst . " Ein
weiterer Autor des Berichts , der Abgeordnete Henry Waxman , beschreibt das
alarmierende Ergebnis einer Suchanfrage . Die Experten hatten auf Aimster nach
Britney-Spears-Videos gesucht und auch gefunden . 70 Prozent davon seien jedoch
Pornovideos gewesen . Den zweiten Versuch starteten die Sachverständigen auf
Morpheus . Auch dort wurden die Experten angeblich fündig . Selbst auf BearShare
sollen " unzählige " solcher Videos gehandelt werden . Die an dem Bericht
arbeitenden US-Senatoren behaupten , vor der Einführung der Tauschdienste sei
Pornografie im Internet fast ausschließlich für Nutzer mit Kreditkarte
erhältlich gewesen ; die Programme für Napster & Co seien dagegen kostenlos .
Als ersten Schritt zur Bekämpfung dieses " regen Handels mit Pornovideos " haben
die Mitglieder den US-Justizminister John Ashcroft über den Sachverhalt
informiert und ihn darum gebeten , diese Vergehen zu verfolgen . Siehe dazu auch
: Auf Tauschbörsen zirkuliert vor allem Porno in Telepolis . Cisco kauft
IP-Sicherheitsfirma und Chip-Entwickler Allegro wurde im Sommer 2000 von
ehemaligen Mitarbeitern der Startups Alantec , Assured Access , Onstream
Networks und Silicon Light Machines gegründet . Cisco hatte bereits am 11. Juli
die Übernahme von AuroraNetics bekanntgegeben , einer Designfirma , die Chips
für die IP-Datenübertragung entwickelt . Verfahren gegen eBook-Hacker eröffnet
Eine US-Gericht hat am Dienstag Anklage gegen den russischen eBook-Hacker Dmitry
Sklyarov und seinen Arbeitgeber ElcomSoft erhoben . Nach Angaben der Electronic
Frontier Foundation ( EFF ) hatten beide Seiten zuvor erfolglos versucht , eine
außergerichtliche Einigung zu erzielen . Dmitry Sklyarov wurde am 16. Juli im
Anschluss an einen Vortrag am Rande der Hacker-Konferenz Defcon inhaftiert .
Anfang August wurde er gegen eine Kaution von 50.000 US-Dollar aus der Haft
entlassen . Der 26-jährige Russe und sein Arbeitgeber ElcomSoft werden
beschuldigt , mit dem Verkauf des Hack-Tools Advanced eBook Processor gegen den
Digital Millennium Copyright Act ( DMCA ) verstoßen zu haben . Zudem sei es nach
Ansicht des Klägers unumstößlich , dass die Angeklagten mit dem Verkauf des
Programmes einen kommerziellen Nutzen und privaten Profit herausschlagen haben .
Eine erste Anhörung soll am Donnerstag stattfinden . " Wir waren eigentlich sehr
zuversichtlich , dass die Regierung die Klugheit und die Gerechtigkeit besitzen
würde , nicht gegen Sklyarov zu prozessieren . " Sollte es Burton nicht gelingen
, die Unschuld seiner Mandanten zu beweisen , müsste Sklyarov mit einer
Freiheitsstrafe von bis zu 25 Jahren und einer Geldstrafe von 250.000 US-Dollar
rechnen ; ElcomSoft sogar mit einer Geldstrafe von bis zu 500.000 US-Dollar . Im
Laufe des Verfahrens hat sich Dmitry Sklyarov immer mehr zur Symbolfigur der
DMCA-Gegner entwickelt . Nach der Festnahme des Russen während des
Hacker-Treffens DefCon 9 , die durch einen Hinweis von Adobe veranlasst wurde ,
hatten mehrere Websites seine Freilassung gefordert . Der Druck der
Öffentlichkeit zwang letztendlich auch Adobe selbst , sich für die Freilassung
des Russen einzusetzen . Unterdessen haben Sklyarov-Sympathisanten gegen die
Verfahrenseröffnung Proteste in Moskau , London , Boston , San Francisco , Los
Angeles und Black Rock City in Nevada angekündigt . ATI senkt Preise für
Grafikkarten Der Hersteller von 3D-Grafik- und Videolösungen ATI hat die Preise
für seine Grafikkarten zum Teil erheblich reduziert . Gleichzeitig gab ATi die
Einführungspreise für die All-In-Wonder Radeon SDR PCI mit 32 MByte , Radeon Mac
Edition 32 MB DDR TV-Out AGP und die Mac-PCI-Version bekannt .
ATI-Pressesprecherin Nicole Dortans begründete die Preissenkungen mit der
allgemeinen Marktentwicklung . Am stärksten sind die Preise von der
All-In-Wonder Radeon 32 MB DDR AGP von 799 Mark auf 499 Mark und der Rage Fury
Pro VIVO von 289 Mark auf jetzt 199 Mark gefallen . Erheblich günstiger zu haben
sind aber auch die Radeon 64 MB DDR VIVO mit 183 MHz ( 499 Mark ) , die
All-In-Wonder 128 Pro AGP mit 32 MByte ( 399 Mark ) und die Radeon 32 MB DDR mit
166 MHz ( 349 Mark ) . Zusätzlich senkte das auf die Entwicklung von
Grafikkarten spezialisierte Unternehmen die Preise für die verbleibenden
Radeon-Boards ( AGP/PCI und Radeon VE ) und auch für die TV Wonder leicht .
Terra Lycos macht weniger Verluste und mehr Umsatz Für die Analysten kommt vor
allem der Umsatzanstieg und der Rückgang des EBITDA überraschend . Terra Lycos
begründet diesen Zuwachs mit einem Anstieg der Anmeldungungen für
kostenpflichtige Inhalte und mit den Internet-Zugangsgebühren . Nach eigenen
Angaben konnte das Unternehmen in diesen Bereichen im zweiten Quartal 2001 einen
Anstieg von 17 Prozent verbuchen . Damit stieg die Abonentenzahl weltweit auf
1,3 Millionen zahlende Nutzer . Nachdem noch im Jahr 2000 das Portalgeschäft 76
Prozent des Geschäfts ausgemacht hatte , ging dieser Anteil jetzt auf 62 Prozent
zurück . Die restlichen 38 Prozent belaufen sich auf den Zugangs-Service .
Joaquim Agut , Chef von Terra Lycos , sieht die Zahlen als Beweis dafür , dass
sich sein Unternehmen auf dem richtigen Weg befindet : " Wir haben bei einer
Umsatzsteigerung von 34 Prozent unser Ziel erfüllt , gleichzeitig Kosten zu
reduzieren und profitabel zu wachsen . " Der Internet-Anbieter Terra Networks
gehört zur spanischen Teleconica und hatte die Übernahme von Lycos im Mai 2000
verkündet . Das Computerspiel wird 40 Jahre alt In diesem Sommer hat die
Computerspiele-Industrie allen Grund zur Freude : Das Computerspiel feiert
seinen 40. Geburtstag . Spacewar! stellte wohl vor ungefähr 40 Jahren das erste
Computerspiel dar . Kein geringerer als Unix-Entwickler Ken Thompson hat das
Spiel zum Anlass genommen , um das weit verbreitete Betriebssystem zu
programmieren . Die britische BBC ruft das Jahr 1961 zum Geburtsjahr aus ,
während andere eher das Jahr 1962 als Ausgangspunkt für Jubiläumsfeierlichkeiten
nehmen würden . Eines jedenfalls ist sicher : Während die Entwickler heutiger
Spiele gar nicht genug an Grafik- und CPU-Leistung verbraten können , mussten
sich die Spacewar!-Entwickler zu den damaligen Zeiten etwas bescheiden : Martin
Graetz , Stephen Russell und Wayne Wiitanen konzipierten das Spiel 1961 für eine
TX-0 . 1962 wurde Spacewar! dann von Stephen Russell , Peter Samson , Dan
Edwards , Martin Graetz , Alan Kotok , Steve Piner und Robert A Saunders auf
einer PDP-1 umgesetzt . Im Ur-Spacewar! nehmen zwei Spieler in einem Raumkreuzer
Platz und versuchten sich gegenseitig abzuschießen . In der Bildschirmmitte
befand sich zudem eine Sonne mit einem Gravitationsfeld . Feuerte ein geübter
Spieler ein Torpedo auf das Feld , wurde das Geschoss abgelenkt und schnitt
anschließend die Flugbahn des Gegners . Die folgende Explosion war damals um ein
Vielfaches unspektakulärer , als man es heutzutage von Spielen gewohnt ist . Bis
jetzt wurden zum Urspiel mehere veränderte Versionen veröffentlicht , die sogar
das Spielen übers Netz und den Flug durch mehrere Galaxien ermöglichten . Yahoo
PayDirect verspricht einfaches Online-Shopping Yahoo und die Londoner HSBC Bank
wollen ihren Kunden gemeinsam das Bezahlen von Waren aus dem Web näher bringen .
Wie beide Unternehmen am heutigen Montag bekannt gaben , soll das so genannte
Online-Bezahl- und Überweisungsverfahren Yahoo PayDirect noch in diesem Sommer
in den USA an den Start gehen . Geplant ist die Ausweitung des Angebots auf
andere Länder , in denen Yahoo und die HSBC-Bank zusammenarbeiten ; ob und wann
der Service auch in Deutschland eingeführt wird , konnte die deutsche Dependance
des Internet-Portals noch nicht mitteilen . Yahoo sieht die getroffende
Zusammenarbeit mit der HSBC Bank als wichtigen Schritt an , um die Barrieren für
den Online-Handel endlich aus dem Weg zu räumen . Zudem wolle man so noch mehr
Usern die Möglichkeit bieten , im Web schnell und einfach Geldtransaktionen zu
erledigen , und das auch über Ländergrenzen hinweg einfach per E-Mail .
PayDirect sollen die Nutzer mit ihren Kreditkarten oder über ihre Bankverbindung
auffüllen können ; das Konto selbst soll bei einer Niederlassung von HSBC
geführt werden . Mit dem Service können die Nutzer nach Angaben von Yahoo noch
einfacher Transaktionen im Internet vornehmen , etwa das unkomplizierte
Verschicken von Geld an Familienmitglieder oder das Bezahlen von Waren im
Internet . Langfristig ist angedacht , den Konto-Service auch anderen Firmen
zugänglich zu machen . Strahlenschutzamt warnt vor Elektro-Smog Der Präsident
des Bundesamtes für Strahlenschutz ( BfS ) , Wolfram König , hat Handynutzer vor
möglichen gesundheitlichen Risiken durch Mobiltelefone und Elektro-Smog gewarnt
. " Eltern sollten ihre Kinder möglichst von dieser Technologie fern halten " ,
empfiehlt König in einem Interview der Dienstags-Ausgabe der Berliner Zeitung .
Als Vorsichtsmaßnahme empfahl der BfS-Präsident , " generell Telefonate mit dem
Handy möglichst kurz zu halten " . Bereits in der Vergangenheit hatten die
Verbraucherinitiative und das nova-Institut vor Handystrahlen gewarnt und eine
Elektrosmog-Verordnung vorgeschlagen . Bekannt seien aber thermische und
biologische Effekte , die Vorsorge angeraten erscheinen ließen . So seien "
veränderte Hirnströme beobachtet " worden . " Dringend beantwortet werden "
müsse auch die Frage , ob Handytelefonieren zu Augen- , Lymphdrüsen- oder
Blutkrebs oder anderen Erkrankungen führen könne . Zwar seien die geltenden
Grenzwerte für die hochfrequente elektromagnetische Strahlung der Mobiltelefone
ausreichend , um " nachgewiesene Gefahren zu vermeiden " . Dennoch sei es "
richtig , sich über Risiken möglichst frühzeitig Gedanken zu machen " , riet
König . Der BfS-Präsident kritisierte die Mobilfunkbranche . Die Industrie hätte
bei Standortfestlegungen für neue Sendeanlagen " viel früher " die Kommunen
einbinden müssen . In Zukunft müsse bei der Errichtung von Mobilfunkmasten "
mehr Transparenz für die Menschen " herrschen . Die Umgebung von Einrichtungen
wie Kindergärten , Schulen und Krankenhäuser sollte nach Königs Ansicht für
Sendeanlagen Tabu sein . Kopierschutz von Microsoft Reader geknackt Der
Kopierschutz des Microsoft Reader zum Lesen von E-Books wurde offensichtlich
geknackt . Dies soll einem Hacker gelungen sein , der sein Tool einem Reporter
des Technology Review , einer Zeitschrift des Massachusetts Institute of
Technology ( MIT ) in Boston , vorgestellt hat . Demnach sei es jetzt möglich ,
E-Books über die Software auf weitere Computer und Notebooks als diejenigen zu
laden , für die das jeweilige E-Book lizenziert wurde . Zudem stelle das
Überspielen der elektronischen Bücher auch auf andere E-Book-Reader kein Problem
dar . Gegenüber der Technology Review kündigte der Hacker an , die Software
lediglich privat nutzen zu wollen . Dass der Reader von Microsoft ohne
komplettes Digital Rights Management ( DRM ) zu unsicher ist , war allerdings
kein großes Geheimnis . Schon seit längerer Zeit warten etwa Pocket-PC-Benutzer
auf ein Update , das ihr System mit der fehlenden Sicherheitsstufe nachrüstet .
Große Verlage haben bisher um Microsofts Reader einen Bogen gemacht , denn nur
wenige sind bereit , elektronische Bücher für eine aus ihrer Sicht unsichere
Plattform zu vertreiben . Mit der Entscheidung , sein Tool vorerst nicht zu
veröffentlichen , schützt sich der Hacker vor einem möglichen Einschreiten der
Justiz . Erst vor kurzem wurde der russische Entwickler Dmitry Sklyarov vom FBI
festgenommen . Sklyarov arbeitete für ElcomSoft ; die Firma hatte unter anderem
den Advanced eBook Processor entwickelt . Dieser konnte den Kopierschutz von
Adobes eBook Reader umgehen und verstieß nach Ansicht von Adobe gegen den
Digital Millennium Copyright Act . Ixos wieder mit Gewinn Das Software-Haus Ixos
ist in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt . Angesichts des schwierigen
Marktumfelds sei das Geschäftsjahr 2000/01 sehr erfreulich verlaufen , sagte
Ixos-Chef Robert Hoog am Dienstag in München . Im laufenden Geschäftsjahr
sollten Umsatz und Gewinn um 10 bis 15 Prozent weiter gesteigert werden . Nach "
Jahren organischen Wachstums " schaue man sich derzeit auch nach passenden
Zukäufen um . Der Ixos-Aktienkurs stieg um zwischenzeitlich 15 Prozent auf 7,80
Euro . Ixos sei dabei " breiter aufgestellt als in der Vergangenheit " , sagte
Hoog . Das Unternehmen ist auf Software zur Verwaltung von Dokumenten
spezialisiert und arbeitet vor allem mit SAP-Kunden zusammen . Für das zweite
Kalenderhalbjahr 2001 sei der Ausblick angesichts der Hightech-Flaute in
wichtigen Regionen verhalten , sagte Hoog . In den USA habe Ixos aber bereits in
den vergangenen Monaten eine deutliche Besserung gesehen , nachdem das Geschäft
Anfang des Jahres fast zum Stillstand gekommen sei . " Jetzt ist ein
Silberstreif am Horizont erkennbar " , gab sich Hoog zuversichtlich . Die Krise
in der Technologiebranche biete auch Chancen , sagte Hoog . So kämen jetzt junge
Unternehmen mit neuen Technologien , denen langsam das Geld ausgehe , als
Akquisitionskandidaten in Frage . Derzeit sei Ixos in einer Sondierungsphase ,
es gebe noch keine konkreten Verhandlungen . Börsennotierte Unternehmen
beispielsweise am Neuen Markt habe er nicht im Visier . Die Zahl der Mitarbeiter
im Konzern sank im abgelaufenen Geschäftsjahr von knapp 1000 auf rund 750
Beschäftigte . Dies liege vor allem daran , dass man sich von Beteiligungen
getrennt habe , sagte Hoog . Dieser Prozess sei jetzt aber abgeschlossen . Er
erwarte für das laufende Jahr einen leichten Anstieg der Zahl der Arbeitsplätze
. Internet-Shopper sind vom Kundenservice enttäuscht Internet-User , die bereits
online eingekauft haben , sind mit der Beratung per E-Mail und auch per Telefon
größtenteils unzufrieden . Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Hamburger
Marktforschungsinstitutes eMind@emnid , die vom Deutschen Direktmarketing
Verband ( DDV ) in Auftrag gegeben wurde . Das Institut hatte während der
repräsentativen Studie über 500 Netz-Shopper über deren Erfahrung mit
Kundenservice-Angeboten von Internet-Unternehmen befragt . Ungefähr die Hälfte
der befragten Shopper war schon einmal mit der Beratung im Internet unzufrieden
. Zudem bemängelten 44 Prozent der Kunden die Qualität der Auskunft per Mail .
Telefonisch hingegen fühlten sich viele Kunden besser beraten . Lediglich 22
Prozent waren auch mit der Qualität der Telefon-Hotline unzufrieden . Die
Leiterin der Neuen Medien im DDV , Bettina Höfner , schlussfolgert aus diesen
Ergebnis : Die Studie gibt nach Ansicht von emnid aber auch Auskunft darüber ,
wie sich die Internet-Einkäufer einen optimalen Support vorstellen . Demnach
halten zwei Drittel eine individuelle Beratung per E-Mail für wichtig oder sehr
wichtig . Erst an zweiter Stelle wünschen sich die Befragten eine persönliche
Beratung am Telefon ( 55 Prozent ) . Immerhin noch 49 Prozent der befragten
Internetnutzer stufen die Möglichkeit als äußerst wichtig ein , dass das
Unternehmen sie zurückruft . Handy-Hersteller weisen Elektro-Smog-Vorwürfe
zurück Die Warnung des Präsidenten des Bundesamtes für Strahlenschutz ( BfS ) ,
Wolfram König , vor den Auswirkungen von Elektro-Smog sind bei einigen
Geräteherstellern auf Unverständnis gestoßen . Laut dpa empfinden die
Gerätehersteller Nokia und Ericsson die bisherigen Grenzwerte auch für besonders
empfindliche Kunden wie Kinder als ausreichend . Nach Ansicht einer
Nokia-Pressesprecherin liege die Verantwortung bei den Eltern , ob sie ihre
Kinder mit Handys telefonieren ließen . Sie sehe keine wissenschaftliche
Grundlage dafür , die Strahlenschutzwerte zu senken . Die Unternehmenssprecherin
des schwedischen Handy-Herstellers Ericsson räumte ein , dass Äußerungen wie die
des BfS-Präsidenten Kunden verunsichern würden . Erst gestern hatte König die
Eltern dazu aufgefordert , ihre Kinder möglichst von der Mobilfunk-Technologie
fernzuhalten . Er begründete seine Forderung mit den thermischen und biologische
Effekten , die durch die Handystrahlung hervorgerufen würden . Gleichzeitig
räumte er jedoch ein , dass es derzeit keine wissenschaftlichen Beweise dafür
gebe , dass mobiles Telefonieren tatsächlich krank mache . Ab dem 1. August
müssen Handy-Hersteller , die dem Verband der US-Mobilfunkindustrie Cellular
Telecommunications Association ( CTIA ) angehören , ihre Kunden über die
spezifische Absorptionsrate ( SAR ) informieren . Die Mobiltelefon-Hersteller
wollen die Abstrahlung ihrer Geräte ab Herbst auch in Deutschland in der
Bedienungsanleitung angeben . Ericsson betonte in diesem Zusammenhang , dass die
Grenzwerte den Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation ( WHO ) entsprächen .
Viele Investitionen bei Online-Shops überflüssig Zu diesem Ergebnis kommt eine
Studie des Markforschungsunternehmens Forrester Research . Insbesondere in die
Lizenzierung von Software , den Ausbau des Services und in die Forschung müssen
die Firmen dabei investieren . Viele Firmen investieren immer wieder in die
neueste Technologie . Nach Ansicht von Forrester ist dies jedoch nicht notwendig
. Es reiche oft aus , Arbeitsprozesse zu optimieren . Ein Beispiel dafür sei der
immense Arbeitsaufwand bei der Verwaltung von 50.000 Bildern in HTML . Hierzu
reiche ein Image-Server vollkommen aus . Sobald ein Unternehmen den Inhalt um 20
Prozent zurückfahren und sich lediglich auf die Beschreibung der Produkte
konzentrieren würde , können Firmen aufgrund der Reduzierung des Datenaufkommens
mit Kosteneinsparungen im Höhe von 400.000 US-Dollar rechnen . Zusätzlich komme
den Firmen die Preissenkung vieler Softwareprodukte und auch Servertechniken zu
Gute . Nach Ansicht von Forrester verlaufe für viele Firmen die Erschließung
neuer Verkaufsplattformen problematisch . So beachten die Unternehmen nicht die
immensen Anschaffungskosten für die Umrüstung der Shops , um den Kunden die
Bestellung übers Handy und via Interaktivem TV zu ermöglichen . Um beispielweise
die Datenbank für das Shoppen per Internet-TV umzustellen , müssen die
Shop-Betreiber mit mindestens 250.000 US-Dollar Anschaffungskosten rechnen ,
merken die Analysten abschließend an . eJay strafft das Unternehmen Der
Entwickler von Musiksoftware eJay hat heute Details zu seiner geplanten
Restrukturierung bekannt gegeben . Demnach soll die Rückkehr in die Gewinnzone
durch Erkenntnisse aus einer Unternehmensanalyse erreicht werden , die bereits
im Juli von einer Agentur durchgeführt wurde . Das daraus resultierende
Maßnahmenpaket sieht die Verschlankung des Unternehmens und eine Fokussierung
auf das Kerngeschäft Musiksoftware vor . Zusätzlich soll das Kapital gegen
Bareinlagen erhöht werden . Der Stuttgarter Software-Entwickler will bis Ende
September 2001 den Personalstamm weiter verkleinern . Das sagte eJay-Sprecher
Michael Kränzle in einem Gespräch mit heise online . Insgesamt wäre das
Unternehmen dann um rund 25 Prozent verkleinert worden , teilte Kränzle mit .
Derzeit beschäftigt eJay insgesamt 100 Mitarbeiter . Kränzle geht aber davon aus
, dass die neuen Absatzkanäle davon nicht betroffen seien . Damit bezieht er
sich auf das Entwickeln von Software für weitere Plattformen wie die Playstation
2 . Erst vor kurzem hatte das Unternehmen die Ausweitung der Vertriebswege
bekannt gegeben und sich davon zusätzliche Umsatzerlöse versprochen . eJay hatte
erst vor wenigen Tagen mit Acclaim einen Distributionsvertrag abgeschlossen .
Demnach wickelt Acclaim ab dem 1. 10. 2001 die Distribution von Musiksoftware
innerhalb Deutschlands ab . eJays bisheriger Partner Koch Media kümmert sich
fortan nur noch um die Belieferung des Schweizer Marktes . Cray wird
OEM-Distributor von NEC Supercomputer Nach einer halben Dekade erbitterten
Konkurrenzkampfs um den US-Markt wird Cray OEM-Distributor der Supercomputer
SX-5 von NEC . Der OEM-Vertrag mit dem ehemaligen Erzfeind umfasst Verkauf ,
Installation und Support für die Maschinen , die unter dem Label von Cray
exklusiv in den USA verkauft werden . Nach Zustimmung durch die entsprechenden
Stellen will Cray die NEC-Superrechner auch in Europa und anderen Gebieten
vermarkten . Doch auch NEC verlangt seinen Teil bei dem Deal : Cray hatte 1996
vor einem US-Gericht NEC unlauteren Wettbewerb durch Dumping-Preise im
Supercomputer-Markt vorgeworfen , was zu einer Verurteilung von NEC und zu
erhöhten Strafzöllen führte . Nun soll Cray alle Klagen zurückziehen , sodass
NEC der lang verschlossene US-Markt nun endlich offen steht . Noch vor einem
Monat bekamen sich Cray und NEC in die Haare , als eine Petition von NEC zur
Aufhebung der Strafe beim obersten Bundesgerichtshof der USA zurückgewiesen
wurde . " Es ist schon sehr merkwürdig " , wundert sich ein NEC-Mitarbeiter , "
die Feinde von gestern sind heute unsere Partner " . Philips investiert in
elektronisches Papier Der Marktführer im LCD-Bereich , Philips Components , hat
mit dem Entwickler für elektronisches Papier E Ink ein
Technologietransfer-Abkommen geschlossen . Der Vertrag sichert die Rechte für
die Vermarktung der entwickelten Produkte Philips zu , wogegen E Ink Hilfe bei
der weiteren Entwicklung ihrer faltbaren Displays zuteil wird . Über die
finanziellen Bedingungen des Vertrags wurde nach Angaben der neuen Partner noch
nicht verhandelt . Da der Bildschirminhalt auch ohne Versorgungsspannung
erhalten bleibt , soll das " E-Paper " nur mit einem Tausendstel der heute
üblichen Stromaufnahme auskommen . Philips erhofft sich durch den Deal mit E Ink
bald PDAs , Handys und E-Books mit wesentlich längeren Stand-by-Zeiten
herstellen zu können . USA : Immer noch Schwächen in der Netzsicherheit Nach
Aussage eines vom Critical Infrastructure Assurance Office ( CIAO )
veröffentlichten Berichts sind die essenziellen Netze der USA immer noch nicht
sicher genug gegen Angriffe von außen . Der Bericht bescheinigt der Regierung
zwar Fortschritte im Sichern der kritischen Infrastruktur , dennoch seien noch
viele Lücken gerade im IT-Bereich zu füllen . Dies sei vor allem notwendig , da
" der Einfluss der Informationstechnologie in der amerikanischen Wirtschaft
immer mehr zunimmt " , betonte ein Sprecher des CIAO . Erfolge seien vor allem
durch Partnerschaften mit der Industrie erzielt worden , die technische
Schwachpunkte zum Beispiel im Netzwerk des Department of Defense ( DoD )
ausgleichen konnten . Ebenso zeige die weiterführende Schulung des
Sicherheitspersonals erste Früchte . Dennoch sei es noch immer fast unmöglich ,
Schwachstellen in den Systemen ausreichend schnell zu lokalisieren und zu
eliminieren , da es an Fachpersonal in dieser Hinsicht mangele . In Zukunft , so
schätzt das CIAO , werden weitere 4.000 Fachleute benötigt , um eine
ausreichende Netzsicherheit der 14 wichtigsten staatlichen Stellen zu
gewährleisten . Bereits am 22. Mai 1998 legte Präsident Clinton dem
amerikanischen Kongress ein Dokument vor , das Maßnahmen zur Sicherung der
Schwachstellen in den für die USA überlebenswichtigen Infrastrukturen forderte .
Das Papier zeigte auf , dass viele Instanzen des US-Staates im Ernstfall nicht
gegen Angriffe gesichert oder nicht hinlänglich ausgebaut seien , um die Nation
von innen heraus zu verteidigen . Daraufhin wurde das CIAO gegründet , das sich
seither der Schadenssicherung angenommen hat . HAL is back : Mit dem Computer
sprechen Eine israelische Softwarefirma hat ein Konversations-Programm
entwickelt , das die Kommunikation mit einem Computer in Zukunft vereinfachen
und seinem Gegenüber den Eindruck verleihen könnte , es verstehe ihn . Im
momentanen Entwicklungsstadium , so erklärte die in Tel Aviv ansässige
Entwicklerfirma Artificial Intelligence Enterprises ( Ai ) gegenüber dem
Wissenschaftsmagazin New Scientist , kann sich Hal in einem Gespräch in
Vokabular und Grammatik so überzeugend ausdrücken wie ein fünfzehn Monate altes
Kind . Unabhängige Testpersonen , denen ein Ausdruck einer solchen Konversation
zwischen Hal und einem Menschen vorgelegt wurde , hatten den Eindruck , sie
würden die Dokumentation eines realen Gespräches zwischen einem Erwachsenen und
einem Kleinkind lesen . Als weiteren Schritt will die israelische Firma Hal nun
die Sprachfähigkeiten eines fünfjährigen Kindes beibringen , was bereits eine
verständliche Kommunikation mit dem Computer ermöglichen würde . Vor allem
Forscher , die sich mit künstlicher Intelligenz beschäftigen , arbeiten schon
seit 50 Jahren an Programmen , die eine flüssige Kommunikation zwischen Mensch
und Maschine ermöglichen sollen . Dafür wurden bisher vergleichsweise einfache
Techniken verwendet : Für Standardfragen liegen meist schon entsprechende
Antworten in einer Liste bereit . Besonders aber bei kurzen Sätzen mit kompaktem
Inhalt haben diese Techniken große Probleme , da hier für die Erzeugung einer
passenden Antwort nicht ausreichend Input vorhanden ist . Die israelischen
Forscher dagegen lehren ihrem Programm die sprachlichen Fähigkeiten . Hierfür "
liest " ( per Eingabe über die Tastatur ) ein Trainer dem Programm Geschichten
vor und antwortet auf Fragen von Hal - ähnlich , wie es Eltern mit ihren Kindern
tun . Die Software verfügt jedoch über keinerlei sensorischen Input , sondern
nur über die per Tastatur eingegebenen Worte . Die Lernalgorithmen bringen dem
Programm dabei nach und nach bei , auf welche Fragen welche Antworten zutreffen
und wie es auf den Konversationsstil seines Trainers reagieren soll . Dadurch
funktioniert die Software auch mit Sätzen und Fragen , die nicht der strengen
Grammatik , sondern der alltäglichen gesprochenen Sprache entsprechen . Es
könnte möglicherweise auch einen Sinn für Humor entwickeln , schätzen die
Entwickler . Im Gegensatz zu menschlichen Kindern , die richtige Sprache in
Jahren erlernen , kann Hal in einigen Tagen trainiert werden , da das Training
sehr intensiv ist und weil die Algorithmen keine verwirrenden und ablenkenden
Inputs bekommen . Nach der Trainingsphase testet der " Ausbilder " , wie gut Hal
mit neuen Algorithmen arbeitet und sagt den Mathematiker , was als nächstes
ergänzt werden sollte . Die neuen Algorithmen werden anschließend in das
Programm implementiert und der Lernprozeß fortgesetzt . Zur Zeit beherrscht das
Programm nur Antworten , die aus einfachen Sätzen und ein paar Worten bestehen .
Dabei kann das Programm , das im Moment hauptsächlich in Englisch getestet wird
, auch jede andere Sprache erlernen . Für Jason Hutchens , Chef-Wissenschaftler
bei Ai , ist Hal jedoch nicht wirklich intelligent , sondern lediglich eine
bessere Konversations-Simulation als andere Programme . Für den Forscher besitzt
Hal trotzdem ein Potenzial , das er mit der Entwicklung der Elektrizität
vergleicht : " Funktioniert es erst einmal , dann gibt es Millionen , die es
nutzen werden . " Hutchens arbeitet bereits seit mehreren Jahren an Programmen
zur Mensch-Maschine-Konversation . 1996 gewann eine seiner Softwarelösungen den
Loebner-Preis , der die besten Programme in dieser Fachrichtung auszeichnet .
Der Preis basiert auf dem Test , der auf den britischen Mathematiker Alan Turing
zurückgeht . Turing stellte die Hypothese auf , dass eine Maschine dann als
intelligent bezeichnet werden könnte , wenn eine Person nicht mehr in der Lage
ist zu unterscheiden , ob sie sich mit einem anderen Menschen oder einer
Maschine unterhält . Hutchens orientierte sich bei seinem Programm dabei an
einer weiteren Aussage Turings : " Er sagte , dass der beste Weg für einen
erfolgreichen Test jener sei , quasi eine Baby-Maschine zu entwickeln und diese
zu trainieren " . Bis Hal wirklich so spricht und denkt , wie sein gleichnamiger
Science-Fiction-Kollege , dürfte allerdings noch einige Zeit ins Land streichen
. EDS übernimmt Hamburger Systematics Der amerikanische E-Business-Konzern
Electronic Data Systems ( EDS ) kauft den Internet-Dienstleister Systematics AG
aus Hamburg . Die neu entstandene Firma wird EDS Systematics AG heißen . Am
heutigen Montag übernahm das amerikanische Unternehmen 72 Prozent des
Grundkapitals von Systematics . Schon am 9. April plant EDS allen
Systematics-Aktionären ein Barangebot von 34 Euro je Aktie zu unterbreiten . Die
Nummer zwei im Bereich E-Business strebt an , den noch im Streubesitz
befindlichen Aktienanteil durch das öffentliche Übernahmeangebot möglichst
vollständig aufzukaufen . Beide Firmen versprechen sich erhebliche Vorteile von
dem Deal . Systematics hofft seine Geschäfte durch die Zusammenführung künftig
auf den internationelen Markt ausweiten zu können , wogegen EDS den europäischen
Markt stärker ins Visier nehmen möchte . Napster : Neue Perspektiven durch EMI ,
Bertelsmann und Warner Die umstrittene Musiktauschbörse Napster wird
Lizenznehmer des Musik-Abodienstes MusicNet . Die Verkaufsplattform für Musik
aus dem Netz , die von RealNetworks entwickelt wurde , soll es Kunden
ermöglichen über das Portal gleich von mehereren Anbietern Musik kostenpflichtig
aus dem Netz herunterladen zu können . Neben Warner Music , der Bertelsmann
Music Group ( BMG ) ist auch EMI mit von der Partie . Erste Berichte über die
Allianz von drei der fünf Majors mit RealNetworks waren bereits Ende vergangener
Woche aufgetaucht . Die Bertelsmann AG plant als Partner von Napster in den
nächsten Monaten eine legale Version der Tauschplattform mit Abonnementgebühren
zu etablieren . Mit der offiziellen Lizenzierung durch MusicNet ist Bertelsmann
auf dem Weg der Napster-Legalisierung ein gutes Stück vorangekommen . Derzeit
steht das Unternehmen noch wegen Verletzung von Urheberrechten vor Gericht . Im
Zusammenhang mit der neuen Musik-Allianz MusicNet gaben die Partner bekannt ,
dass auch der weltgrößte Online-Dienst AOL und auch RealNetworks selbst jeweils
eigene digitale Musikangebote mittels MusicNet etablieren werden . Die neue
Allianz ist auch eine Reaktion auf die Partnerschaft der beiden weiteren großen
Musikfirmen Universal Music und Sony Music . Sie hatten im Februar dieses Jahres
angekündigt , ihr Repertoire in einer eigenen Tauschbörse vertreiben zu wollen .
Universal Music und Sony Music wurden von der neuen Allianz eingeladen , sich an
MusicNet durch Lizenzvergabe ihres Repertoires zu beteiligen . Great Plains löst
Hamburger Zweigstelle auf Die Hamburger Zweigstelle der
Wirtschafts-Softwareschmiede Great Plains ist aufgelöst worden , bestätigte eine
Firmensprecherin am heutigen Montag gegenüber heise online . Alle vormals in
Hamburg abgewickelten Geschäfte von Great Plains sollen nun von der Zweigstelle
bei München aus bearbeitet werden . Bereits am Donnerstag sollen die
Angestellten der Filiale ihre Kündigung zum heutigen Montag in Händen gehalten
haben . Sofern die Möglichkeit bestehe , betonte die Firmensprecherin , werden
einige der Mitarbeiter von der Münchener Niederlassung übernommen . Eine
Begründung für die Auflösung der Hamburger Filiale wurde bis dato von der Firma
nicht genannt . Ende vergangenen Jahres hatte Microsoft seine Absicht bekannt
gegeben , die US-Firma , die unter anderem die Unternehmenssoftware Apertum
produziert , zu übernehmen . Mitte Februar genehmigten die US-Kartellwächter den
Deal . Chinesischer Hacker-Angriff auf deutschen Provider Der
amerikanisch-chinesische Hacker-Krieg schwappt nach Deutschland . Etwa 340 Sites
, die vom hessischen Provider ICC gehostet werden , waren heute Nacht Ziel
chinesischer Hackerangriffe und teilweise nicht erreichbar . Henrik Bischoff ,
Chef-Administrator des Unternehmens , bestätigte im Gespräch mit heise online ,
dass in diesem Zeitraum zwei Windows-NT-Systeme ausgefallen sind . Die mit Unix
ausgestatteten Rechner hielten den Angriffen glücklicherweise stand . " Wir
haben immer mit unliebsamen Zugriffen zu kämpfen , aber noch nie in einem
solchen Ausmaß wie in der vergangenen Nacht " . Nach Angaben von ICC weist das
Logfile einen Provider in Peking als Ausgangspunkt der Angriffe aus .
Firmensprecher Hans-Joachim Wagner ist der Ansicht , dass " die Server von ICC
einem wahllosen Hack-Angriff zum Opfer gefallen " sind . Das Firmennetz hänge
direkt am Backbone von MCI Worldcom und sei von Attacken , die auf dieses Netz
gestartet werden , mitbetroffen . Mittlerweile sollen aber alle Fehler behoben
und die Server wieder online sein . Datenverluste waren angeblich nicht zu
beklagen . Internet zum Kaffee Kunden des Unternehmens sollen so zu Kaffee und
Kuchen kostenlos die neuesten Nachrichten aus dem Web serviert bekommen . Die
Installation und Wartung der Hardware soll der Computer-Hersteller Compaq
übernehmen . Als Surf-Stationen dienen iPAQ-PDAs , die an jedem Tisch der Cafés
befestigt werden . Auch Kunden , die ihre eigenen Organizer mitbringen , können
künftig in Starbucks-Filialen das Internet zu nutzen - entsprechende Hardware
vorausgesetzt . Compaq streicht 700 Stellen in Schottland Compaq plant , wegen
des niedrigen Wachstums am europäischen Computermarkt 700 Stellen in seinem Werk
in Erkine ( Schottland ) zu streichen . In Zukunft soll die europäische
PC-Fabrikation von Werken der taiwanischen Firmen Hon Hai Precision Industries
und First International Computer ( FIC ) in der tschechischen Republik
übernommen werden . Nicola Adamson , Sprecherin von Compaq in Großbritannien ,
erklärte , man erhoffe sich , so die Herstellungskosten für PCs bei
gleichbleibender Qualität der Produkte senken zu können . Der Schritt ist Teil
eines Programms , das von der Konzernleitung in Amerika initiert wurde . In
dessen Zug sollen weltweit 5.000 Stellen abgebaut werden . Analyst Steve Brazier
meinte gegenüber dem Wall Street Journal , Compaq sei nicht nur aus
Kostengründen dazu gezwungen , seine Produktion zu verlagern . Auch Lieferzeiten
würden eine Rolle spielen . Immerhin dauere es knapp 16 Tage , bis ein PC-System
an Firmenkunden ausgeliefert werden könne . Die Verlagerung der Produktion werde
diese Zeit merklich verkürzen . " Im Hinblick auf die momentane europäische
Marktisituation hat Compaq die richtige Entscheidung getroffen " , fügte Brazier
hinzu . Das Wachstum des europäischen PC-Marktes blieb im letzten Quartal mit
nur 5,3 Prozent weit hinter den Erwartungen zurück . Besonders hart trifft es
jetzt vor allem Großbritannien , da der momentan hohe Kurs des englischen Pfunds
den Außenhandel mit anderen Staaten merklich erschwert . So ist Compaq auch
nicht das einzige Unternehmen , das dort über Stellenabbau spricht . Bereits zu
Ostern will sich die Leitung der englischen Zweigstelle von Motorola mit den
3.100 Mitarbeitern zusammensetzen , um über den geplanten Abbau von ebenfalls
700 Arbeitsplätzen zu reden . Auch die englischen Firmen Psion und
Telecom-Produzent Bookham Technologies kündigten die Streichung von 100 Stellen
für die nächsten Monate an . IBM legt Desktop- und Notebook-Divisions zusammen
Seit dem gestrigen Montag sind die Desktop- und Notebook-Abteilungen von IBM zu
einer Sparte zusammengefasst . Offenbar will Big Blue in Zukunft auch im
Desktop-Bereich sein Engagement für Mobile Computing verstärken . Beobachter in
den USA meinten bereits , die Entscheidung mache Sinn , da die Käufer von
Desktop-Systemen auch die Hauptkonsumenten von Notebooks seien . Schon letztes
Jahr überwand IBM die Lücke zwischen Desktop-PCs und Notebooks , indem der
Konzern einen All-in-One-Computer in ein TFT-Display einbaute . Bereits am
gestrigen Montag hatte TelDaFax ein Insolvenzverfahren wegen drohender
Zahlungsunfähigkeit beantragt . Grund ist nach Unternehmensangaben die mögliche
vollständige Abschaltung des Netzes durch die Telekom , nachdem einige Leitungen
bereits gekappt wurden . Die Muttergesellschaft World Access versucht derweil
nach eigenen Angaben , eine drohende vollständige Stilllegung mit einer
Finanzierungszusage zu verhindern . Walter Burmeister , Präsident der
US-Gesellschaft , erklärte inzwischen , dass World Access für " gewisse
Forderungen der Deutschen Telekom " bis Anfang kommender Woche einstehe . Nach
dem Insolvenzantrag von TelDaFax ist die Aktie am heutigen Dienstagvormittag
abgestürzt . Bis Mittag brach der Kurs auf 0,39 Euro ein . Die Aktie war am
Vortag vom Handel ausgesetzt worden . Außer TelDaFax stehen noch weitere
Telefonieanbieter unter Druck . Die Telekom will bei einer Reihe von
Call-by-Call-Diensten konsequent Außenstände eintreiben und ihnen notfalls die
Leitungen sperren . Dies könnte zum Aus zahlreicher säumiger Anbieter in diesem
Telefon-Segment führen . Dem Frankfurter Unternehmen Star Telecom und dem
Pleitier Gigabell hatte die Telekom bereits früher die Leitungen gekappt .
TelDaFax gab ebenfalls zum jetzigen Zeitpunkt keinen weiteren Kommentar ab ; man
habe aber bislang nicht die volle Leitungskapazität zurück . Die Deutsche
Telekom hält ungeachtet der angekündigten Zahlungsbereitschaft ihren Druck
aufrecht . Die Service-Leitungen 0180 und 0190 sowie Zugänge zum Mobilfunk
blieben wegen der Schulden von TelDaFax gekappt , sagte Telekom-Sprecher Ulrich
Lissek . Die Telekom bleibe aber wegen der Außenstände mit TelDaFax im Gespräch
. Die Vorwürfe von World Access , die Telekom wolle durch ihre starre Haltung
eine Rettung von TelDaFax verhindern , wies Lissek als " ziemlich dreist "
zurück . Psion Revo bei Lidl zum Schleuderpreis Für 555 Mark soll das Gerät in
dem Supermarkt seinen Besitzer wechseln können , was etwa 350 Mark unter dem vom
Psion-Shop angegebenen Verkaufspreis liegt . Das bestätigte Jochen Rössner von
Psions Presseagentur HFN Kommunikation heute gegenüber heise online .
PDA-Hersteller Psion sieht diese Aktion , so Rössner , als eine Art Experiment
an . Man hoffe durch diese Vertriebswege neue Käuferschichten erreichen zu
können , um so auch unter Consumern die Verbreitung der hauseigenen PDAs
drastisch zu steigern . " sex.com " von US-Gericht als Besitztum anerkannt
Dadurch erkannte das Gericht quasi gleichzeitig den Status von Domainnamen als "
realen Besitz " an . Nach den Gesetzen der USA kann solch ein Eigentum nicht
gestohlen oder missbraucht werden , weshalb auch Schadenersatzforderungen
unzulässig sind . Mit diesem Urteil wurde nun der Status von Domainnamen als
reales Besitztum anerkannt , für dessen Missbrauch auch Schadenersatz verlangt
werden kann . Schon bei zwei vohergehenden Prozessen verlangte Gary Kremen vom
Bezirksrichter , außer der Überschreibung des Domainnamens an ihn , sex.com als
" echtes " Eigentum anzuerkennen , was ihm jedoch verweigert wurde . So konnte
Stephen Cohen , der die Domain sex.com durch einen Schwindel an sich gebracht
hatte , auch nur zur Herausgabe des Namens und nicht wegen Missbrauchs
verurteilt werden . Nach dem neuen Urteil könnte Kremen jetzt sogar Cohen wegen
widerrechtlicher Aneignung belangen . Met@box : Nach Beteiligungsverkauf geht
Finanzvorstand Wie der am Neuen Markt notierte Hersteller von Settop-Boxen am
heutigen Mittwoch mitteilte , gehöre die Trennung vom Engagement bei dem
Software-Entwickler zum Ende vergangener Woche beschlossenen
Restrukturierungsprogramm . Das Unternehmen gab außerdem bekannt , dass
Vorstandsmitglied Geerd-Ulrich Ebeling " aus familiären Gründen " seinen
Rücktritt erklärt habe . Nähere Einzelheiten wurden nicht genannt . Gegen
Met@box laufen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Hannover wegen des Verdachts
des Kapital- und Kursbetruges sowie des Insiderhandels . Der
Vorstandsvorsitzende Stefan Domeyer hatte in diesem Zusammenhang beklagt , dass
Met@box-Vorstände massiven Bedrohungen und Beleidigungen von enttäuschten
Anlegern ausgesetzt seien . Ebeling war für Finanzen , Produktion , Logistik und
Verwaltung zuständig . Einen Nachfolger gebe es zunächst nicht , hieß es bei der
Firma . Reisebuchung im Internet immer noch die Ausnahme Eines hat sich in den
vergangenen Jahren allerdings verändert : Das Internet spielt eine immer größere
Rolle bei der Reiseplanung . Nach einer neuen Studie des
Internet-Marktforschungsinstituts Fittkau & Maaß in Hamburg ist das Interesse
der Online-Nutzer an Reise-Informationen groß : Besonders beliebt sind der
Studie zufolge Informationen zu Last-Minute-Reisen , Flug- und Bahntickets sowie
zu Hotelzimmern . Auch bei Pauschalreisen nutzen viele Surfer den heimischen PC
als Medium zur Reiseplanung . Rund 48 Prozent der deutschen Surfer sehen sich -
falls möglich - Hotelzimmer , Pool oder Bar schon einmal in virtueller Form am
Rechner an . Doch wenn es um die Buchung im Netz geht , machen die User einen
Rückzieher : Nur fünf Prozent wagen den Mausklick , wenn es ums Bezahlen geht .
" Das ist der lange Weg vom Suchen zum Buchen " , sagt Susanne Fittkau ,
Geschäftsführerin des Markforschungsunternehmens . " Gebucht wird immer noch im
Reisebüro um die Ecke . " Für die Zurückhaltung beim Buchen im Web gibt es
mehrere Gründe : " Reisen ist eine emotionale Sache , da schätzen viele Kunden
eben doch das persönliche Gespräch " , so die Erfahrung von Anette Forre ,
Sprecherin des Veranstalters ITS in Düsseldorf . " Der Jahresurlaub ist für
viele Menschen so wichtig , da darf einfach nichts schief gehen " , erklärt Anke
Dannler , Sprecherin der DER-Reisebüros in Frankfurt . Besonders heikel werde es
beim Bezahlen . Viele Internet-Nutzer hätten Sicherheitsbedenken gegenüber den
Verfahren beim Daten- und Zahlungsverkehr . Über 85 Prozent der Befragten geben
in der Fittkau & Maaß-Studie an , dass ihnen Sicherheit sehr wichtig ist - noch
wichtiger als ein günstiger Preis . Die meisten Online-Reisebüros sind mit
Sicherheitssystemen wie SSL ( Secure Socket Layer ) oder SET ( Secure Electronic
Transfer ) ausgestattet . Ob die Daten verschlüsselt werden , merkt der Besucher
, wenn das Unternehmen den Surfer beim Buchen auffordert , in einen geschützten
Bereich , den so genannten " secure checkout " zu wechseln . Wenn online gebucht
wird , sollten die User sich vorher über die Zahlungsbedingungen und die
Allgemeinen Geschäftsbedingungen informieren . Manche Online-Veranstalter geben
diese Auskünfte erst während des Buchungsvorgangs , bei anderen wartet man
vollends vergebens auf die wichtigen Angaben , berichtet Edda Castello von der
Verbraucherzentrale . " Dann sollte man auf die Buchung verzichten . " Auch den
Online-Reisebüros ist die Angst der Surfer vor dem Schritt zur entscheidenden
Buchung bewusst . Allerdings setzen sie auf den Faktor Gewöhnung . " Wer zum
Netz als Informationsquelle Vertrauen hat , entwickelt langfristig auch genug
Vertrauen , um im Netz zu buchen " , hofft Sonja Britta Reber von travel24.com
in München . Dass ein persönliches Gespräch für potenzielle Kunden wichtig ist ,
hat allerdings auch auch travel24.com erkannt : Zu den Vorteilen von
Online-Reisebüros gehören nach Angaben der Anbieter die kundenfreundlichen "
Öffnungszeiten " rund um die Uhr , das Entfallen von Parkplatzsuche und
Wartezeiten und die schnelle Information darüber , ob noch Plätze frei sind .
Trotz dieser Vorteile haben die online erzielten Umsätze deutscher
Touristikunternehmen immer noch einen geringen Anteil am Gesamtumsatz . Bei den
anvisierten Urlaubszielen sind sich Internet-Bucher und Reisebürokunden
allerdings weitgehend einig : Gefragt sind auch in diesem Jahr die
Mittelmeerländer - Schwerpunkt bleibt Spanien . Neben den vergleichsweise
günstigen Mittelmeerzielen gibt es laut travel24.com-Sprecherin Reber allerdings
auch einen Trend zu luxuriöseren Reisen : " Es werden vermehrt exklusive und
teure Fernziele gebucht . " Toshibas Genio-PDA in Deutschland unter neuem Namen
Toshiba hat den bereits in Japan auf dem Markt befindlichen Pocket PC-PDA Genio
jetzt auch für Deutschland angekündigt . Da der Markenname in Europa aber
offenbar schon vergeben ist , will der Elektronikkonzern den PDA hierzulande
unter dem Namen " Pocket PC e570 " vermarkten . In Spezifikationen und
Ausstattung sollen die Geräte dem japanischen Modell in nichts nachstehen und
unter Microsofts neuem Betriebssystem Pocket PC 2002 laufen . Der Handheld wird
vorausichtlich ab Mitte November in den deutschen Läden für etwa 750 Euro zu
haben sein . Microsoft-Chef stellt Pocket PC 2002 vor Microsofts CEO Steve
Ballmer stellt heute bei einem Festakt in San Francisco das neue
PDA-Betriebssystem Pocket PC 2002 vor . Die neueste Ausgabe der
Pocket-PC-Systemsoftware soll vor allem durch eine verbesserte Oberfläche und
Benutzerführung überzeugen . Auch an der PC-Anbindung , besonders der
Outlook-Synchronisation , haben die Entwickler nach Angaben des Redmonder
Konzerns gefeilt ; ebenso gehe die Datenübertragung per IrDA und Netzwerk jetzt
ohne Probleme plattformübergreifend vonstatten , auch mit Palm-OS-PDAs . Der
Internet Explorer soll zudem jetzt auch ActiveX und WAP unterstützen . Doch auch
wenn das neue System mit vielen Neuerungen glänzt , basiert der Kern laut
Microsoft immer noch auf Windows CE 3.0 . Mehrere Handheld-Hersteller , darunter
Toshiba , Compaq und Hewlett-Packard haben bereits neue PDA-Serien angekündigt ,
auf denen das neue Betriebsystem laufen soll . In Deutschland will Compaq schon
Anfang nächster Woche seinen neuen PDA iPAQ H3760 auf den Markt bringen , der
mit Microsofts frischer Software ausgestattet sein soll . Elektronische Ohren
sollen Schusswechsel aufspüren Die Polizei von Willowbrook ( Los Angeles )
testet dieser Tage ein neues Schusswechsel-Ortungssystem . Daher schrecke auch
kaum jemand mehr auf , wenn es mal wieder ein kleineres Scharmützel gebe - und
die Polizei verständige auch niemand mehr . Alleine 1997 wurden in Willowbrook
89 Morde , 400 Feuergefechte und 660 Verhaftungen aufgrund illegalen
Waffenbesitzes verzeichnet . Gesetzeshüter auf Streife seien deshalb besonderen
Gefahren ausgesetzt , da sie ohne Vorwarnung jederzeit in eine nicht gemeldete
Schießerei geraten könnten . Das neue ShotSpotter-System , das seine
Informationen über an Privathäusern und öffentlichen Gebäuden angebrachte
Sensoren bekommt , sendet bei einem als Schuss erkannten Geräusch sofort ein
Warnsignal . Danach kann die Polizei auf einer elektronischen Karte den
ermittelten Ort des Geräusches sehen . Nach dem Einsatz und der Sicherung des
Tatortes kann dann bei Bedarf vom Streifenwagen aus sogar eine automatische
Telefonkette im Umkreis der Nachbarschaft in Gang gesetzt werden , um per
elektronischem Interviewsystem das Auffinden von Zeugen zu erleichtern . Das
Büro des Sheriffs sieht in dem ShotSpotter-System einen echten Fortschritt , da
man nun womöglich schneller am Ort eines Verbrechens sein kann . Viele der
betroffenen Anwohner sind jedoch der Ansicht , man hätte die 277.000 US-Dollar ,
die das System gekostet hat , lieber in die Nachbarschaftshilfe stecken sollen .
Nach ihrer Meinung dient das System nur dem Schutz der Sheriffs und Deputies ,
während die Sicherheit der Bürger auf der Straße bleibt . So ganz fehlerfrei
scheint das System auch noch nicht zu laufen . Immerhin stellten sich von 853
ermittelten " Schüssen " in einem Zeitraum von 41 Wochen 569 als andere
Geräusche heraus . Neue Top Level Domains ohne ICANN Die Firma new.net will ca.
25 neue Top Level Domains etablieren , ohne dabei den Weg über die Internet
Corporation for Assigned Names and Numbers ( ICANN ) gehen zu müssen . Erreichen
will dies die Idealab-Tochter durch Zusammenarbeit mit diversen
Internet-Providern wie zum Beispiel Earthlink inc. , die über entsprechend große
DNS-Server-Systeme verfügen . Außerdem sollen alle Benutzer , die sich außerhalb
der Reichweite der kooperierenden DNS-Server befinden , ihren Browser mit einem
Zusatzprogramm aufrüsten können , das dann die entsprechenden
DNS-Aufschlüsselungen enthält . Geplant sind unter anderem Domainnamen wie .game
, .pic , .xxx , .euro , .store , .sport oder auch .mp3 . Bill Gross , der
Gründer des Unternehmens , will mit seinem neuen Angebot eine Alternative zur
ICANN bieten , die sich seiner Meinung nach bei der Vergabe neuer Top Level
Domains zu bürokratisch und zu langsam verhält . " Auch Kleinstunternehmen
sollen die Möglichkeit erhalten , ihren Domainnamen so zu gestalten , wie sie es
für richtig halten " , meint Gross . Dies könne vor allem auch für Unternehmer
interessant sein , die nur einen lokalen Kreis über das Internet erreichen
wollen . Michael Roberts , Präsident der ICANN , äußerte dazu auf einem Treffen
in Melbourne , daß neue Einflüsse grundsätzlich gut fürs Internet seien , aber
ebenso eine einheitliche Struktur gewahrt bleiben solle . Ob es in dieser
Hinsicht zu Streit zwischen new.net und ICANN kommen werde , war zum jetzigen
Zeitpunkt noch nicht zu erfahren . Sollte das Konzept von Bill Gross erfolgreich
sein , würde auf jeden Fall der Einfluss der ICANN auf das Netz geschwächt . "
Spätestens , wenn ICANN und new.net für gleichlautende Domainnamen die Rechte
beanspruchen sollten , könnten Streitigkeiten nicht ausgeschlossen werden " ,
musste ein Sprecher von new.net allerdings zugeben . Die Firma ist jedoch nicht
das erste Unternehmen , das einen Versuch zu einer alternativen DNS-Rootzone
startet - bislang waren sie alle aber nicht mit besonders großem Erfolg gesegnet
. Computer erkennt Ertrinkende Die französische Firma Poseidon Technologies in
Boulogne hat ein Computersystem entwickelt , das Menschen im Schwimmbad vor dem
Ertrinken retten soll . Sinkt ein Schwimmer leblos zu Boden , dann schlägt das
System Alarm , und der Bademeister wird auf seinem Pager angepiepst , um
rechtzeitig Rettungsmaßnahmen einzuleiten , wie das britische Fachmagazin New
Scientist vor kurzem berichtete . Die Anlage überwacht dabei die Schwimmer im
Becken über mehrere Überwasser- und Unterwasserkameras . Ein
Bildbearbeitungsprogramm analysiert , ob es sich bei einem von den Kameras
erfassten Objekt um einen Schwimmer handelt oder nur um einen Schatten am Boden
oder Rand des Beckens . Da die Bildanalyse fortwährend erfolgt , können
irritierende Wellenbewegungen und Reflexionen herausgerechnet und Personen
erkannt werden . Um Verwechslungen auszuschließen , betrachtet das System das
Geschehen im Wasser aus verschiedenen Kameraperspektiven . Sinkt ein Körper
langsam auf den Beckengrund , dann wird dieser im System vorgemerkt . Erst dann
wird Alarm mit der Position des Verunglückten ausgelöst . Nach Angaben von
Poseidon Technologies ist ihr System bereits in sieben europäischen Ländern
getestet worden . In einer Poolanlage nahe Nantes ( Frankreich ) soll dadurch
bereits ein Menschenleben gerettet worden sein . In England soll das erste
Poseidon-kontrollierte Schwimmbad diese Woche in High Wycombe eröffnet werden .
In Großbritannien ertrinken nach Angaben der englischen Royal Society for the
Prevention of Accidents jährlich 15 Personen in Schwimmbädern , viele der
Geretteten tragen oftmals schwere Schäden davon . Experten befürworten das
System , kritisieren aber , dass für die Kosten von 100.000 Mark und mehr , die
das Poseidon-System kostet , auch Kurse bezahlt werden könnten , in denen
Kindern ordentlich das Schwimmen beigebracht wird . Handspring : Es muss nicht
immer Palm OS sein Die Präsidentin des PDA-Spezialisten Handspring , Donna
Dubinsky , deutete in einem Interview an , dass die von ihrer Firma
hergestellten elektronischen Organizer in Zukunft auch durchaus unter anderen
Betriebssystemen laufen könnten als Palm OS . " Vielleicht kommt bald die Zeit ,
in der wir Features in unsere Handhelds integrieren wollen , für die das
Palm-OS-Betriebssystem nicht leistungsfähig genug ist " , erklärte Dubinsky . Ob
Handspring allerdings wirklich konkrete Pläne verfolgt , seine PDAs in Zukunft
auf Basis eines eigenen Betriebssystems laufen zu lassen , steht in den Sternen
. Es könnte sich vielmehr eher um Vorgeplänkel für neue Lizenzverhandlungen mit
Palm handeln . Immerhin läuft der Vertrag mit Palm Computing nächstes Jahr aus .
Da Palm momentan sowieso mit erheblichen Kursverlusten an der Börse sowie
rückläufigen Gewinnen zu kämpfen hat , wäre die Nachricht vom Verlust eines
seiner größten Lizenznehmer sicherlich auch nicht gerade stimmungssteigernd .
Dies könnte Handspring bei den nächsten Lizenzverhandlungen eine bessere
Position sichern . Allerdings habe die Firma bereits beträchtliche Mittel in die
Entwicklung ihrer PDAs auf Basis des Palm-Systems gesteckt , weshalb mit einer
Trennung von der Palm-Technologie nicht wirklich zu rechnen sei , führte der
Marktforscher weiter aus . Ein Sprecher erklärte , man sei mit dem
Handspring-System auf Palm-Basis sehr zufrieden . Es sei höchstens vorstellbar ,
die Software noch mehr an die eigenen Bedürfnisse anzupassen , was durchaus neue
Wege eröffnen könnte , die sich von der Palm-Philosophie in einigen Punkten
unterscheiden könnten . BDI : Mehr Sicherheit für den Erfolg im E-Business Auf
einer Tagung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie ( BDI ) in Berlin
betonte Dr. Carsten Kreklau , Mitglied der Hauptgeschäftsführung , dass
Sicherheitsfragen der Schlüssel zum Erfolg im E-Business seien . Sicherheit im
Internet müsse deshalb bei allen Firmen zur Chefsache erklärt werden , forderte
Krelau . Schon seit geraumer Zeit bemühen sich Organisationen , wie der BDI
sowie der Bundesverband Information , Telekommunikation und neue Medien ( BITKOM
) gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie , die
Unternehmen für das Thema " Sicherheit im Internet " zu sensibilisieren . Bisher
sei diesbezüglich das Vertauen des Kunden noch nicht gewonnen , weshalb weitere
Überzeugungsarbeit seitens der Industrie geleistet werden müsse , betonte
Berchtold . Erst dann sei mit einem weiteren Aufschwung in diesem Sektor zu
rechnen . Sega-Spielereien auf dem Pocket PC Spiele-Hersteller Sega hat zusammen
mit der Softwareschmiede Synovial vor , Spiele der mittlerweile eingestellten
Mobil-Konsole Game Gear für Pocket PCs umzusetzen . Ein Emulationsprogramm
namens Virtual Game Gear soll es möglich machen . Bereits im Herbst werden laut
Sega das Jump'n Run Sonic the Hedgehog und das Knobelspiel Baku Baku Animals für
Pocket PCs mit StrongARM- , MIPS- oder SH3-CPU verfügbar sein . Synovial plant
seine Emulationssoftware allerdings zunächst nur an Pocket PC-Hersteller zu
lizensieren , die diese dann im Bundle mit ihren zukünftigen Neugeräten
vertreiben können . Eine weitere Version des Emulators für Symbians
PDA-Betriebssystem EPOC befindet sich bereits in Planung . Compaq : Der Konzern
verkündete am gestrigen Donnerstag , dass bei Netzteilen der Modelle M300 , E500
, E500S , M700 , Notebook 100 , 100S , 110 , Prosiginia 170 , Prosignia 190 ,
V300 und 3500 Brandgefahr durch starke Erwärmung bestehe . Betroffen sind die
Adapter mit den Seriennummern PPP003SD , PPP003 und PP2012 . Zwar wären von den
genannten Stromversorgungen erst fünf als fehlerhaft gemeldet worden ; um
Unfälle zu vermeiden entschloss man sich aber zu dieser Rückrufaktion , hieß es
bei Compaq . Für weitere Informationen hat das Unternehmen eine eigene Website
eingerichtet . Durch den Austausch der Netzteile sollen Kunden keine Kosten
entstehen . Neue Linux-Server bei Toshiba Seit Montag bietet Toshiba eine neue
Server-Linie auf Linux-Basis an , die speziell für den Büro-Bereich oder
kleinere Unternehmen gedacht ist . Als Betriebssystem ist Red Hat Linux 6.1
vorinstalliert . Eine zusätzliche Option soll die Server befähigen , als Hub für
drahtlose Netzwerke wie 802.11b oder Bluetooth zu fungieren . Gedacht ist das
System zum Hosten von Web-Pages und als E-Mail-Server . Toshiba erhofft sich
durch die neue Serie einen Einstieg in den Low-Cost-Servermarkt , auch wenn das
Unternehmen in diesem Bereich schon auf alteingesessene Konkurrenten trifft .
Zum besonderen Anreiz hat Toshiba deshalb die Serie durch zusätzliche Software
aus eigenem Hause aufgepeppt , die zum Beispiel das Status-Monitoring des
Servers und automatisches Backup abdeckt . Zusätzlich möchte man durch ein
dichtes Netz von technischen Support-Dienstleistern , die auch Einstiegshilfen
und Kurse beim Umgang mit der Server-Linie anbieten , vor allem Neukunden den
Einstieg in die Netzwelt erleichtern . Dadurch hofft der Konzern Kunden zu
gewinnen , die später mit steigenden Ansprüchen auf die High-End-Systeme aus
demselben Hause zurückgreifen . Microsofts Spielkonsole Xbox mit "
Anti-Gewalt-Chip " Nach einer Mitteilung von Microsoft soll die neue hauseigene
Spielekonsole Xbox über eine Kontrolle verfügen , die bei Bedarf vermeintlich
jugendgefährdende Spieleinhalte abblockt . Die Kontrollfunktion , die durch
einen Code aktiviert beziehungsweise deaktiviert werden kann , soll nur durch
Öffnen des Gerätes zugänglich sein . Ein Sprecher von Microsoft begründete den
Schritt damit , dass alle bisherigen Kontrollsysteme meist Software-Optionen
seien , die für technisch nicht versierte Eltern oft eine unüberwindliche Hürde
darstellten . Dadurch könnten die Eltern sich bei jeder Software sicher sein ,
dass sie dem Kind nicht schade . Billy Pigeon , Analyst bei Jupiter Research ,
meinte allerdings gleich : Näheres zur Funktionsweise des "
V-Chip-Kontrollsystems " war von Microsoft bis dato allerdings noch nicht zu
erfahren . Erst Mitte Mai zur Electronic Entertainment Expo will man weitere
Details preisgeben . Neuer Palm im Leoparden-Look Die Firma Palm Computing hat
heute den neuen Einsteiger-PDA m105 vorgestellt . Die Anbindung an den PC
erfolgt über eine im Lieferumfang enthaltene neu gestaltete Dockingstation . Das
Verbindungskabel zum Macintosh kostet den Benutzer allerdings satte 117 Mark
extra . Der Firma will mit seinem 125 Gramm schweren Organizer vor allem Frauen
, Einsteiger und jüngere Käufer ansprechen . Der Handheld mit der Palm OS
Version 3.5 ist ab sofort in den USA und ab Mitte März auch in Deutschland zu
haben . Der erwartete Straßenpreis beträgt etwa 528 Mark . Spracherkennung für
PDAs im mobilen Internet Die Firma 724 Solutions bietet ab sofort die neue
Version ihrer Server-Software Wireless Internet Platform an . Mit ihr soll es
möglich sein , Audiodatenströme , die durch einen mit einem Mikrofon
ausgestatteten PDA erzeugt werden , in eine für den Computer verwertbare Form zu
bringen . Da der Prozess der Spracherkennung allein auf der Serverseite erfolgt
, soll die Belastung für die CPU des Handhelds nur minimal sein . Die
Sprachschnittstelle des Server-Programms unterstützt den VoiceXML-Standard . So
kann es dann möglich sein , per Spracheingabe Anfragen ( zum Beispiel Abfragen
von Börsenkursen ) an den Server zu schicken , der die Audiosignale erkennt und
die Antwort als SMS zurücksendet . Außerdem enthält das Packet eine Anwendung ,
die HTML-Webseiten in WML umwandelt , um so auch auf PDAs und Handys den
Web-Dienst nutzbar machen zu können . Die Client-Software gebe es bereits für
Handhelds mit Palm OS , Pocket PCs und Geräte von Research in Motion ( RIM ) ,
erklärte das Unternehmen . Ein Firmensprecher bemerkte allerdings , dass
momentan Rechenleistung und Ausstattung der meisten PDAs noch ein Problem
darstellten . Viele verfügten einfach noch nicht über die nötige Performance
oder gar ein Mikrofon , um gesprochene Sprache via Internet übermitteln zu
können . Auch stelle das gegenwärtige langsame Mobilfunknetz noch ein großes
Hindernis bei der Übertragung der erzeugten Datenmengen dar . Man hoffe aber ,
dass dies spätestens nach der Etablierung von UMTS keine Probleme mehr bereiten
werde . Bessere Qualität beim Telefonieren übers Internet Das Problem bei der
Übertragung von Sprache über das Netz ist immer noch , daß im Unterschied zum "
normalen " Datentransfer ein kontinuierlicher Datenstrom erzeugt werden muss ,
um eine gleichbleibende Qualität zu gewährleisten . Reisst der Datenstrom ab ,
muss ein herkömmliches Programm für Voice-over-IP ( VoIP ) wie Microsofts
Netmeeting nach alternativen Netzwerkressourcen suchen oder aber die Datenrate
des Stromes verringern , was wiederum zu Qualitätseinbußen führt . Das System
des PsyTechnics-Teams orientiert sich am psychoakustischen Modell der
menschlichen Wahrnehmung . Das Team ist davon ausgegangen , dass eine Steigerung
der Sprachqualität beim Menschen nicht immer mit der Auflösung der Audiosignale
, sondern vielmehr mit der Art der gehörten Geräusche zu tun hat . So erscheint
einem Menschen das Geräusch eines Presslufthammers oft lauter als das eines
lachenden Babys , auch wenn beides messtechnisch dieselbe Lautstärke aufweist .
Durch langjährige Tests mit Probanden haben die Wissenschaftler versucht ,
dieses psychoakustische Modell für Internet-Telefonie in einem Computerprogramm
abzubilden . Für die Zukunft stellt man sich bei PsyTechnics vor , Programme zur
Internet-Telefonie zu entwickeln , die die Netzkapazitäten noch effizienter
ausnutzen . So soll solch ein Programm nur noch dann rechtzeitig für neue
Netzwerkressourcen sorgen , wenn die tatsächlich wahrgenommene Sprachqualität
sinkt . Eichel will Steuerrecht auch auf Internet anwenden Bundesfinanzminister
Hans Eichel will das bestehende Steuerrecht auch auf das Internet anwenden .
Damit wolle er der Entwicklung Rechnung tragen , dass der boomende " E-Commerce
" Möglichkeiten zur Steuerhinterziehung eröffne , sagte Eichel auf dem 8.
Deutschen Wirtschaftskongress am gestrigen Donnerstag in Köln . Einzelheiten
nannte der Minister nicht . Ansonsten sei er allerdings überzeugt , dass die
positiven wirtschaftlichen Entwicklungen des elektronischen Handels durch den
Euro einen weiteren Aufschwung erfahren werden . Von diesem Aufschwung werden
nach Worten von Deutsche-Bank-Vorstandssprecher Rolf Breuer auch die Banken
profitieren . Seiner Meinung nach werden Kreditinstitute auch in einer vom
Internet bestimmten Wirtschaft eine bedeutende Rolle einnehmen , erklärte Breuer
laut dpa bei einer vorangegangenen Diskussionsrunde , an der unter anderem
Telekom-Chef Ron Sommer teilnahm . " Auch in der zukünftigen Entwicklung im
E-Business werden die Banken immer an Finanzdienstleistungen beteiligt sein " ,
sagte Breuer . Schließlich könne keine Elektronik eine vertrauensvolle Marke mit
individueller Kundenbetreuung samt Beratung und Risikomanagement ersetzen .
Dennoch nutze die Deutsche Bank natürlich neue technologische Möglichkeiten wie
Online-Banking . Da sein Kreditinstitut auf diese Weise die wünschenswerte
Verbindung von " Old " und " New Economy " bereits verwirkliche , erteilte er
einer Trennung von alter und neuer Wirtschaft eine Absage , zumal beide nach den
gleichen betriebswirtschaftlichen Prinzipien funktionierten . Die jüngsten
Einbrüche am Neuen Markt bewertete Breuer als " Phase der Konsolidierung , weil
viele neue Unternehmen einfach überbewertet waren " . Auf dem Kongress in der
Kölner Universität diskutierten mehr als 400 Studenten aus 71 Ländern zwei Tage
lang mit 400 hochkarätigen Unternehmern über die Auswirkungen der " vernetzten
Welt " im Zeitalter der " New Economy " auf Wirtschaft und Gesellschaft . Neue
Massenklage gegen Microsoft Nachdem mehrere Privatleute in Minnesota eine Klage
gegen Microsoft wegen überhöhter Windows-Preise und wettbewerbswidrigrer
Ausnutzung der Marktmacht angestrengt hatten , wurde der Prozess nun von einem
US-Richter zur Sammelklage erklärt . Bereits früher konnte Microsoft mehrere
US-Gerichte dazu bewegen , ähnliche Klagen fallen zu lassen . Insgesamt waren
bislang mehr als 130 Klagen anhängig . Als Begründung vor Gericht führte der
Software-Konzern jeweils an , dass Antitrust-Klagen , bei denen Konsumenten die
von der Firma hergestellten Produkte nicht direkt , sondern über Dritte erworben
haben , nach den Bundesgesetzen der USA nicht zulässig seien . Als weiteres
Argument führte Microsoft vor Gericht an , dass Hersteller schließlich nicht für
die Preise der Händler zur Verantwortung gezogen werden könnten . Die jetzt in
Gang gesetzte Sammelklage betrifft Käufer von MS-DOS und
Windows-Betriebssystemen seit Mai 1994 . Der zuständige Richter Petersen wies
das Argument Microsofts zurück , das Vertriebssystem der Firma sei zu komplex ,
als dass der reale Schaden für alle betroffenen Kunden gleichzeitig objektiv
festgestellt werden könne . In seiner Begründung meinte der Richter , alle
Kunden verbinde Gemeinsamkeiten beim entstandenen Schaden durch überhöhte Preise
sowie bei den genutzten Vertriebswegen . Aus diesem Grund sei eine Sammelklage
durchaus angemessen . Betrug im koreanischen Zweig von Lernout & Hauspie
Nachforschungen des Wirtschaftsprüfers PriceWaterhouseCoopers auf Geheiß der
Hauptstelle in Belgien ergaben nach einem Bericht des Wall Street Journal
weiterhin , dass wahrscheinlich alle Verkaufszahlen der koreanischen Tochter
gefälscht seien . Der gesamte Plan ermöglichte es , der Geschäftsstelle
vorzutäuschen , die Firma befinde sich im Aufwind . Er wurde bereits im November
des vorigen Jahres von L&H gefeuert . Möglich wurde der gesamte Schwindel erst
durch diverse koreanische Banken , die mit der angeblich korrupten Leitung der
Zweigstelle zusammengearbeitet haben sollen . Wollte der von L&H zu diesem
Zeitpunkt beauftragte Wirtschaftsprüfer KPMG die vermeintlich getätigten
Verkäufe nachvollziehen , so gaben sich einfach die Mitarbeiter des Managements
als die entsprechenden Kunden aus . Der neue CEO von L&H in Belgien , Philippe
Bodson , kündigte bereits rechtliche Schritte gegen das Management der
koreanischen Tochter sowie gegen vier koreanische Bankhäuser an . Der Hersteller
von Spracherkennungssoftware Lernout & Hauspie geriet zuletzt in die
Schlagzeilen , nachdem das Unternehmen wegen gefälschter Finanzberichte sowie
zwielichtiger BND-Kontakte fast seine gesamte Führung auswechseln ließ und sogar
Mitbegründer Jo Lernout sich nach schweren Vorwürfen offiziell vom
Firmengeschehen zurückziehen musste . Palm kauft Extended Systems Der
Handheld-Produzent Palm Computing will die PDA-Softwareschmiede Extended Systems
über einen Aktiendeal aufkaufen . Palm begründete die Übernahme mit dem
geplanten Vordringen in weitere Bereiche des Software-Marktes für Handhelds .
Zum Beispiel sei es mit der Software von Extended Systems möglich , mit einem
Organizer durch eine Firewall zu tunneln , um direkt auf Daten eines internen
Firmennetzwerkes zugreifen zu können . Da die Software sich außerdem nicht nur
auf Palm-PDAs beschränkt , sieht man dies auch als einfache Möglichkeit an ,
Schnittstellen für weitere Organizer anbieten zu können . Palm hofft , sich den
Kundenstamm von Extended Systems erhalten zu können , zu dem immerhin British
Airways , Internatioanl Paper , Cadbury Schweppes , DaimlerChrysler und Orange ,
die Mobilfunktochter von France Telecom , gehören . Motorola und Elmos bauen
Chips für Autos Motorola , größter Chiphersteller im Bereich der
Automobilindustrie , und die deutsche Chipschmiede Elmos Semiconductor wollen in
Zukunft bei der Entwicklung ihrer Chips zusammenarbeiten . Motorola meinte ,
dass man sich nun verstärkt wieder auf vormals vernachlässigte Marktbereiche
konzentrieren wolle , da der Verkauf von Handys , vorher ein wichtiges Standbein
des Konzerns , in letzter Zeit stark zurückgegangen sei . Für diese Strategie
werde man auch weiterhin nach neuen Partnern suchen . Zusammen mit Elmos soll
nun an der Entwicklung von 8- und 16-Bit-Chips für die Automobilindustrie
gearbeitet werden , um die eigene Marktstellung in diesem Bereich weiter
festigen zu können . Altes zu frischen Preisen bei Tchibo Der Kaffeeröster
Tchibo bietet ab sofort im Web wieder PCs , Scanner , Drucker und
Flachbildschirme an . Dagegen suchte der nun wieder angebotene 1,1-GHz-Athlon-PC
schon Anfang Januar vergeblich nach Käufern . Der Computer ist unter anderem mit
128 MB RAM , einer schon etwas schwach anmutenden Riva TNT2 M64 , Soundblaster
PCI 128 und 20 GByte Festplattenspeicher ausgestattet . Für den Preis von 1898
Mark wird das System wohl auch diesmal wenig Zuspruch finden ; vergleichbare
Systeme sind zu diesem oder niedriegeren Preisen bei anderen Anbietern bereits
einige Zeit erhältlich . Auch der Tintenstrahl-Drucker HP 843C ( 299 Mark ) und
der ebenfalls unter dem Medion-Label angebotene USB-Flachbettscanner ( 149 Mark
) sind eigentlich nur " aufgewärmte " Ware , die schon zu Anfang dieses Jahres
angeboten wurde . Software AG rechnet mit Umsatzplus von 50 Prozent Trotz der
vorausgesagten Rezession in den USA rechnet die deutsche Software AG mit einem
Umsatz- und Gewinnzuwachs von ca. 50 Prozent in diesem Jahr . Die schlechten
Nachrichten vom Branchenriesen Oracle habe der größte europäische Anbieter von
Systemsoftware noch nicht zu spüren bekommen , betonte der Vorstandsvorsitzende
Erwin Königs am Mittwoch . Die ehrgeizigen Wachstumspläne begründete König auch
mit einer neu entwickelten Plattform für den Internethandel zwischen Firmen .
Der mit der neu entwickelten Datenbank Tamino erzielte Umsatz soll sich auf
Grund dieses stark wachsenden Marktes im laufenden Jahr sogar verdreifachen .
Zur CeBIT will der auf Datenbanken spezialisierte Softwareanbieter nun auch in
den Markt der Endabnehmer vordringen . Dazu möchte man erstmals ein System
vorstellen , mit dem Krankenschwestern und Pfleger im mobilen Einsatz ihre
Leistungen für den Patienten direkt per Handy mit Krankenkassen und
Leistungsträgern abrechnen können , was sonst mehrere Wochen in Anspruch nehmen
soll . Da die neue Software auch für andere Dienstleister konfiguriert werden
kann , erhofft sich der Konzern ein großes Stück vom Kuchen der mobilen
Abrechnungssysteme abschneiden zu können . Dotwin-Verschwörung nur ein Hoax Ein
Werbegag des TV-Senders ProSieben hat in den vergangenen Tagen für die
Verbreitung einer Verschwörungstheorie gesorgt . Auslöser der Spekulationen sind
kleine Pappscheiben , die von Zuschauern während spezieller Sendungen an die
Mattscheibe geklebt werden müssen . Diese so genannten Dotwins berechtigen zur
Teilnahme an einem Gewinnspiel . Nach Berichten von Usern einiger
Internet-Boards sollen Dotwins allerdings mehr Innenleben enthalten , als dem
Publikum lieb sein kann . Verschiedene Quellen im Internet verbreiteten gestern
die Nachricht , die von ProSieben gestartete Aktion würde dem Ausspionieren der
Fernsehzuschauer dienen . Ein mit CC128-A4 bezeichneter Spionage-Chip der
Siemens-Tochter Infineon sei entgegen der Aussage von Pro Sieben das eigentliche
Kernstück der lichthungrigen Pappscheibe . Besonders schlimm sollte es danach
den Schwarzsehern gehen , da alle "Dotwin"-Adressen an die GEZ übermittelt
würden . An der " Verschwörung " seien außer ProSieben auch alle Werbepartner
wie T-D1 , Shell und McDonalds beteiligt . Auch bei heise online meldeten sich
Leser , die sich nach dem Wahrheitsgehalt der Geschichte erkundigten . Ein in
die Redaktion mitgebrachter und sezierter Dotwin brachte schnelle Aufklärung :
Für ProSieben hat sich die Aktion auch ohne Spionage-Chip gelohnt . Wenn eine
Dotwin-Sendung läuft , verzichten dem Vernehmen nach viele Zuschauer auf das
sonst übliche Zappen . ( siehe hierzu auch Telepolis-Artikel : " Führ mich
hinters Licht " ) Veränderungen in Philips-Telefonsparte Nachdem sich der neue
Präsident des Elektronikkonzerns Philips , Gerard Kleisterlee , von Thom
Swartsenberg als früheren Leiter des verlustreichen Zweiges getrennt hat , will
man durch den heute als neuen Chef ernannten Axel Rückert wieder an Boden
gewinnen . Da sich Kleisterlee seit seiner Amtseinführung am 1. Mai 2001 das
hohe Ziel gesetzt hat , die Umsätze der Firma jährlich um zehn Prozent wachsen
zu lassen , steht ihm hierbei die defizitäre Telefonsparte im Wege . Axel
Rückert soll nun " mit der nötigen Härte " sukzessive am Abbau der Defizite
arbeiten , um freie Bahn für Kleisterlees Pläne zu schaffen . Zu Philips
Consumer Communications ( PCC ) gehören neben Handys auch konventionelle
Telefone und Faxgeräte . Für Spekulationen sorgten heute Aussagen von
Philips-Sprecher Ben Geerts , der sagte , dass " Rückert vornehmlich für die
Sicherstellung des Geschäfts außerhalb der Mobiltelefone eingestellt " worden
sei . Da Philips weltweit nur Platz 11 auf dem Markt der Handyhersteller
einnimmt , ist das Unternehmen für Preiskämpfe in der Branche besonders anfällig
. Es wäre deshalb auch durchaus möglich , dass Philips im Zuge der
Umstrukturierung ganz aus dem Handy-Bereich aussteigt . " Wir schauen uns alle
nur denkbaren Optionen an " , betonte Geerts . Bis Juni , so die Vorgabe von
Firmenchef Kleisterlee , soll Rückert verlauten lassen , welche Pläne er mit der
Handy-Sparte verfolgt . Aktionswochen für E-Learning an europäischen Schulen Mit
der von der EU unterstützten Aktion " eSchola " sollen vom 7. bis 11. Mai
europäische Schulen ermuntert werden , computergestütztes Lernen im Unterricht
zu integrieren . Im Zuge des Programms sollen diverse Methoden zum Einsatz
moderner Informations- und Kommunikationstechnologien in verschiedenen Schulen
präsentiert werden . Die vorgestellten Lösungen sollen danach im Internet
dokumentiert werden . Am Ende der Woche können die Schulen dann bei der Vergabe
der " European eLearning Awards " Reisen und Computerausrüstung sowie 60.000
Euro gewinnen . IBM , Cisco und Sun stellen die Preise . Ausgezeichnet wird
dabei in den Kategorien " Innovationen " , " Neue pädagogische Wege " , "
myEUROPE " und " eTeacher Training " . Nortel Nummer Eins bei Telecom-Equipment
Der Anbieter von Telekommunikations-Equipment Nortel , im Jahr 1999 noch Nummer
Drei in der Welt , hat sich jetzt auf Rang Eins vorgeschoben . Allerdings werden
diese Zahlen bei Nortel wohl nur wenig Anlass zur Freude geben , da der gesamte
Telekommunikationsmarkt momentan stagniert . " Das Ergebnis ist sicher sehr
positiv , doch wie so viele Firmen in diesem Marktsegment muss jetzt auch Nortel
den Gürtel enger schnallen , um seine Position halten zu können " , kommentierte
Dean Eyers , Vize-Präsident bei Gartner Dataquest , die Ergebnisse . Jetzt sei
die Zeit der großzügigen Investitionen vorbei , und man müsse sich unbedingt auf
neue Marktbereiche konzentrieren . Noch im Januar korrigierte Nortel seine
Wachstumsvorhersage von 30 auf 15 Prozent nach unten , und gab sogar eine
Gewinnwarnung heraus . Im laufenden Jahr will der Konzern 10.000 Stellen
streichen . Intershop zieht Konsequenzen aus Krise Der Jenaer
Internetsoftware-Spezialist Intershop zieht aus der Krise personelle
Konsequenzen und ordnet seine Führungsstruktur neu . Firmengründer und
Vorstandschef Stephan Schambach übergibt die Verantwortung für das operative
Geschäft an seinen Kollegen Wilfried Beeck . Für 2001 kündigte die Intershop
Communications AG am Donnerstag zudem erneut hohe Verluste an . Frühestens im
vierten Quartal hofft der Anbieter von Software für den elektronischen Handel
via Internet nun auf den Sprung in die Gewinnzone . Von der einstigen Euphorie
und dem Selbstbewusstsein in der Vorstandsetage bei Intershop scheint indes
nicht mehr viel übrig zu sein . Zu Lizenzverkäufen in den ersten beiden Monaten
dieses Jahres wollte Beeck keine Angaben machen . Alle Konzentration liege
vorerst auf der eingeleiteten Restrukturierung , betonte er . Die Entlassung von
rund 200 Beschäftigten habe aber negativ zu Buche geschlagen , da " zum Teil
Abfindungen gezahlt werden mussten " . Für die Aussichten im wichtigsten
Software-Markt USA sieht das Management vorerst schwarz . " Das USA-Geschäft
wird auf lange Zeit auf einem niedrigen Niveau bleiben . " Dabei wollte
Intershop gerade jenseits des Atlantiks groß auftrumpfen . Nun solle mit
mehreren Partnerschaften die Position am US-Markt gestärkt werden . Schambach ,
der in den USA verweilte und sich auf der Bilanzpressekonferenz nicht persönlich
den Fragen stellte , werde sich darum weiterhin verstärkt kümmern , so Beeck .
Der Vorstand hofft zudem , dass mehrere potenzielle Kunden , die Ende 2000 ihre
Aufträge kurzfristig storniert hatten , im Laufe der Zeit doch noch an Bord
kommen . Der Rückzug Schambachs sei nicht als schleichender Abschied aus der
Firma zu verstehen , unterstrich Beeck . " Das Gegenteil ist der Fall . " Der
Anstoß für die Neuordnung der Verantwortung in der Führungsspitze sei zudem von
Schambach selbst gekommen , erläuterte er . " Natürlich ist das auch immer eine
gemeinschaftliche Entscheidung von Aufsichtsrat und Vorstand " , sagte Beeck .
Die Intershop-Aktie reagierte auf die " strategische Neuorientierung " bis
Donnerstagmittag mit einem Kursgewinn von rund fünf Prozent auf 7,10 Euro . Von
ihrem Höchststand mit rund 140 Euro zu Beginn des vergangenen Jahres ist die
Aktie aber noch meilenweit entfernt . Minnesänger im Internet Historische
Darstellungen von Walther von der Vogelweide und 136 anderen Minnesängern des
Mittelalters finden sich jetzt im Internet . Das auch als Manessische
Handschrift bekannte Werk enthält fast 6000 Strophen von 140 Dichtern . 137 von
ihnen ist eine ganzseitige Abbildung im Internet gewidmet . Die
Universitätsbibliothek hütet das Werk , das den Status eines " nationalen
Kulturdenkmals " beanspruchen könne , seit mehr als 100 Jahren . Das kostbare
Original kann aus konservatorischen Gründen nur noch selten gezeigt werden .
Streit um sex.com geht weiter Der Streit um die Rechte am Domainnamen " sex.com
" , der im November letzten Jahres von einem US-Bundesgericht Gary Kremen
zugesprochen wurde und dessen angebliche Versteigerung im Januar für einige
Verwirrung sorgte , geht in eine weitere Runde . Nachdem die Rechtsansprüche für
die Verwendung nach zweijähriger gerichtlicher Auseinandersetzung mit dem
früheren " Besitzer " Stephen Cohen geklärt sind , geht es jetzt um den
allgemeinen Status des Namens . Da Bezeichner für Domains in den USA noch immer
nur als geistiges Eigentum gelten , nicht aber als Besitztümer angesehen werden
, kann niemand für den Diebstahl eines Domainnamens auf Schadensersatz verklagt
werden . Schon zweimal wurde Kremens Forderung nach finanziellem Ausgleich von
US-Gerichten mit dieser Begründung abgewiesen . " Schließlich wird jemandem ,
der ein Taxi gestohlen hat auch nicht der Gewinn geschenkt , den er mit diesem
erwirtschaftet hat " , betonte Kremens Anwalt Tim Fox . Sollte Kremen mit seiner
Klage vor Gericht Erfolg haben , würde sich dies wohl auch auf andere
Rechtsstreitigkeiten in Bezug auf Domainnamen auswirken . Die Auseinandersetzung
nahm bereits 1995 ihren Anfang , als Stephen Cohen nach einer Haftentlassung
Interesse an dem Namen " sex.com " gezeigt hatte , aber feststellen musste ,
dass er bereits an die Firma Online Classifieds vergeben worden war . Kremen ,
damals der einzige Mitarbeiter von Online Classifieds , bestritt dies allerdings
, und klagt seitdem auf Schadenersatz von Cohen . Laut Nancy Watson , beim
Superior Court in San Jose für die Angelegenheit zuständig , dürfte es momentan
aber auch bei einem Erfolg für Kremen schwierig sein , überhaupt an Geld von
Cohen heranzukommen . Der Beklagte habe sich mittlerweile nach Mexiko abgesetzt
und werde per gerichtlichem Haftbefehl gesucht , beschrieb Watson die Situation
gegenüber heise online . Kremens Anwälte vermuten außerdem , dass Cohen seine
sämtlichen Mittel in ausländische Konten überführt habe , an die nicht
heranzukommen sei . Computer-Crash per Funkimpuls Ein Gerät , dessen Bauteile in
jedem Elektronik-Shop erhältlich sind , soll angeblich durch Ausstrahlung kurzer
elektromagnetischer Impulse ( EMP ) Computer-Systeme lahmlegen . Nach
Informationen des Wissenschaftsmagazins New Scientist testete jetzt die US-Army
anhand nachgebauter Geräte , ob solche Puls-Waffen für terroristische Anschläge
missbraucht werden könnten . Dem Bericht zufolge wurden die Teile für das
Experiment aus dem Angebot normaler Katalog-Versender zusammengestellt . Eine
der EMP-Kanonen soll es dabei wirklich geschafft haben , bei Computern ,
Messgeräten und Elektroanlagen , die sich in einem Umkreis von 10 Metern
befanden , Defekte auszulösen . Allerdings war die dafür erforderliche Apparatur
so groß , dass sie nur in ein Auto passte . Ein Sprecher der Army befürchtete
jedoch , dass sich durch Optimierung schon in naher Zukunft Waffen herstellen
lassen , die in der Lage sind , Flugzeuge zum Absturz zu bringen . Deshalb werde
man auch weiterhin auf diesem Gebiet forschen , um im Ernstfall gewappnet zu
sein . Berichte über zerstörerische EMP-Waffen tauchen schon seit vielen Jahren
immer wieder in den Medien auf . " Es handelt sich dabei um Mythen eines
bevorstehenden Cyber-Krieges , die lediglich geheime militärische Projekte
rechtfertigen sollen " , vermutet etwa George Smith , Herausgeber des
Online-Magazins Crypt Newsletter . Für diese Einschätzung spricht , dass es
bisher noch niemandem gelungen ist , eine serienreife EMP-Waffe auf den Markt zu
bringen . Fujitsus PDA-Pläne Computer-Hersteller Fujitsu hat vor , Anfang des
nächsten Jahres einen PDA auf Basis des vor wenigen Tagen offiziell
vorgestellten Betriebssystems Pocket PC 2002 von Microsoft auf den Markt zu
bringen . Neben Japan und den USA möchte das Unternehmen auch deutsche Kunden
mit dem neuen Produkt beglücken . Nach Aussagen von Fujitsu befindet sich der
Handheld momentan noch im Entwicklungsstadium . Voraussichtliche technische
Daten und Spezifikationen des neuen Gerätes wollte das Unternehmen noch nicht
preisgeben . Angesichts der in den letzten Tagen gezeigten Geräte anderer
Hersteller wie Compaq und HP ist zu erwarten dass wohl auch Fujitsu eine
ähnliche Hardware-Basis verwenden wird . Das heißt : StrongARM-110-CPU mit 206
MHz , reflektiver Farb-Touchscreen und Multimedia-Tauglichkeit . Ob der Konzern
bei der momentan schon präsenten PDA-Konkurrenz mit seinem Handheld noch auf dem
Markt Fuß fassen kann , bleibt allerdings abzuwarten . UMTS trotz hoher Kosten
Zukunftsmarkt Dies geht aus einer neuen Studie von Durlacher Research hervor ,
die am heutigen Donnerstag in München vogestellt werden soll . Gemäß der
Kernaussage sollen sich langfristig die Lizenzgebühren bezahlt machen , auch
wenn erwartet wird , dass erst nach der vollständigen Etablierung von GPRS auch
UMTS eine Chance haben wird . Dazu müsse noch intensiver am Netzausbau für GPRS
gearbeitet werden , um die Kunden von der allgemeinen Akzeptanz des Netzes auf
dem Markt zu überzeugen . Sollte sich der Markt gemäß den Voraussagen entwickeln
, rechne man damit , dass GPRS bereits Mitte 2002 profitabel sein könnte . Dazu
müsse es endlich auch in Europa und Amerika höhere Anstrengungen geben , neue
Technologien auf UMTS-Basis zu entwickeln , da sich bisher gerade die
Handyhersteller als Engpass für die Etablierung neuer Netze erwiesen haben .
Falls es auf diesem Gebiet keine weitere Veränderung gebe , werden koreanische
und japanische Firmen mit Erfolg auf den europäischen Markt drängen und große
Marktanteile für sich verbuchen können , was aber nichts an der Profitabilität
des Marktes ändern soll . Die Investmentbank Credit Suisse Boston ( CSFB ) ist
laut der Süddeutschen Zeitung der Meinung , dass Partnerschaften zwischen den
einzelnen Lizenznehmern in Europa die doch recht hohen investierten Lizenzkosten
wieder abfedern könnten , was auch von den Börsen mit Kursgewinnen honoriert
werden würde . Dabei sehe man vor allem Chancen auf Ersparnisse beim
Hardwareausbau des Netzes , auf den etwa 50 bis 66 Prozent der
Investitionskosten anfallen werden , wogegen im Bereich des UMTS-Betriebs nur
wenig Geld gespart werden könne . Kleinere Unternehmen werden sicherlich diese
Gelegenheit nutzen , um so schneller zum Markterfolg zu gelangen . Probleme sehe
man nur bei größeren Telekommunikations-Untenehmen , wie der Deutschen Telekom ,
die wohl auch in Zukunft wenig Bündnisbereitschaft zeigen werde . Siemens : Nach
Konzernumbau an die Wall Street Mit dem Gang an die Wall Street am 12. März
krönt Siemens seinen radikalen Konzernumbau . Zum einen sei es für einen
Weltkonzern wie Siemens fast schon Pflicht , am weltweit größten und wichtigsten
Börsenplatz vertreten zu sein , sagte eine Sprecherin . Allerdings sind schon
heute 12 bis 13 Prozent der Siemens-Aktien in den Händen von US-Investoren .
Größere Veränderungen im Aktionärskreis seien eher nicht zu erwarten . Zudem
will Siemens auch den Bekanntheitsgrad in den USA steigern und das US-Geschäft
anschieben . In diesem Jahr will der Konzern erstmals auch Handys in Nordamerika
verkaufen . In den nächsten Monaten ist dafür eine größere Werbekampagne geplant
, um Siemens dort als Handy-Marke bekannt zu machen . Vor gut zwei Jahren
verkündete er einen radikalen Konzernumbau . Siemens trennte sich von einem
beträchtlichen Teil seines Geschäfts , die verbliebenen Bereiche wurden auf
Rendite getrimmt . Im laufenden Jahr rechnet Pierer allerdings mit einem
gebremsten Wachstum . So leidet auch Siemens unter dem derzeit schwachen
Handymarkt , auch in der wichtigen Automatisierungstechnik sieht Pierer erste
Anzeichen für eine konjunkturelle Abkühlung . TV kämpft um den Multimedia-Markt
Schon seit geraumer Zeit ist das Zusammenwachsen von Internet und Fernsehen
bereits Thema auf der weltgrößten Computermesse CeBIT . Bereits auf der CeBIT
2000 hatte die Bertelsmann Broadband Group ( BBG ) bereits interaktives
Fernsehen über Set-Top-Box und TV-Kabel angekündigt . Das Gütersloher
Medienunternehmen , das mittlerweile große Teile der Inhalte von RTL New Media
produzieren lässt , will ein weit gefächertes Service- und Info-Programm für die
Fernseher anbieten . Seit fast einem Jahr probt das Unternehmen in einem
Testlauf in 1000 Haushalten in sieben Städten eine Mischung aus TV- , Internet-
und E-Commerce-Inhalten , die der Kunde nach Bedarf anfordert . Gleichzeitig ist
man aber auch der Meinung , dass erst mit schnelleren Netzen Interaktives TV für
jeden möglich sei . Dass das Fernsehen neue und interaktive Inhalte braucht ,
darüber sind sich die Experten der Branche einig . Vor allem die begehrte und
umworbene Zielgruppe der 8- bis 20-Jährigen treibt es zufolge einer Studie des
Marktforschungsinstituts Forrester zunehmend weg von der passiven Mattscheibe .
" Die Jungen wandern vom TV ab , die Zuschauer werden immer älter " , sagt Dr.
Simone Emmelius vom ZDF . Doch noch gibt es Zweifel , wie viel Interaktivität
der durchschnittliche Fernsehzuschauer überhaupt verträgt , schließlich liegt
für viele der Reiz am TV darin , sich berieseln zu lassen . " Die TV-Sender sind
in Sachen interaktives Fernsehen noch sehr zurückhaltend " , sagt Rainer Ney von
Deuromedia , einem Hersteller von Breitband-Software . Die großen TV-Sender
fürchteten vermutlich aber auch die Konkurrenz des Internet , schätzt Ney . "
Doch alles , was über das Internet-Protokoll möglich ist , ist im Prinzip auch
über TV möglich " , sagt Ney . Unterdessen bieten eine Reihe von
Unterhaltungselektronik-Unternehmen wie Philips oder Panasonic Boxen an , die
die Vorteile des Internet für das betagte Medium Fernsehen nutzbar machen sollen
. Doch noch sind längst nicht alle Hürden genommen . " Ich vermute , dass mit
interaktivem TV als Massenprodukt in den nächsten zwei Jahren nicht zu rechnen
ist " , sagt Ney . Dagegen sprächen vor allem die derzeit noch immensen Kosten
für Breitband-Leitungen . " Die Nutzung der Leitungen kostet viel Geld , das der
Zuschauer am Ende zahlen müsste . " Kostenakzeptabel sei der Einsatz von
Breitbandkabeln derzeit nur im Business-to-Business-Bereich . Der
Breitband-Software-Anbieter aus Merzig im Saarland zeigt auf der diesjährigen
CeBIT deshalb auch eine Reihe von Projekten wie etwa speziellen interaktiven
TV-Kanälen für Friseur-Salons oder das " Health-Portal " , einer Lösung für
Ärzte zur Übertragung von Live-Operationen . Der Breitband-Dienstleister
mediaWays zeigt auf dieser CeBIT auch wieder Lösungen für interaktives Web-TV .
Rein technisch gibt es dem Gütersloher Unternehmen zufolge aber auch für
Internet-Inhalte auf dem Fernseher nur noch wenige Probleme . " Die Komponenten
sind bereits auf Serienreife geprüft , lediglich die Settop-Boxen sind noch der
Flaschenhals " , sagt Arnold Stender von dem Dienstleister , der auch die
technische Plattform für das BBG-Projekt entwickelt hat . Für den Erfolg seien
nun die Anbieter mit entsprechendem Marketing gefordert . Stender ist
hinsichtlich der Zukunft des Internet-TV zuversichtlich . " Nach dem Verkauf der
Bertelsmann Broadband Group an RTL New Media steckt wesentlich mehr Power hinter
dem Projekt . " Für den weiteren Erfolg komme es nun vor allem auf die Akzeptanz
beim Konsumenten an . Der Elektronikkonzern Loewe geht dagegen ganz eigene Wege
. Seit rund zwei Jahren bietet das Unternehmen aus dem nordbayerischen Kronach
komplette internetfähige Fernsehgeräte an . Die Verknüpfung von TV-Angebot und
Internet-Zugang realisiert Loewe in Partnerschaft mit dem ZDF . Und das
Unternehmen ist überzeugt , auf die richtige Plattform gesetzt zu haben . "
Schon in wenigen Jahren wird das Multimedia-TV dem Computer auf dem
Unterhaltungssektor den Rang ablaufen " , sagt Roland Raithel von Loewe .
Datenschützer warnen vor gläsernem Internet-Nutzer Die Datenschutzbeauftragten
des Bundes und der Länder sehen die Anonymität im Internet in Gefahr . Wegen der
in Deutschland und Europa geplanten Maßnahmen gegen die Kriminalität im Netz
drohe der " gläserne Internetnutzer " , warnte die nordrhein-westfälische
Datenschutzbeauftragte Bettina Sokol am Freitag nach einer dreitägigen Konferenz
in Düsseldorf . Die Datenschutzbeauftragten kritisieren vor allem die Forderung
der Innenminister , die Internetprovider sollten die digitalen Spuren der Nutzer
aufzeichnen und aufbewahren . Eine solche Datenbevorratung sei unverhältnismäßig
. Eine pauschale Registrierung greife tief in das Persönlichkeitsrecht ein . Das
Sammeln von Daten für Zwecke der Strafverfolgung dürfe erst erfolgen , wenn ein
konkreter Verdacht bestehe , fordern die Beauftragten . Auch im Internet müsse
der Datenschutz und das Fernmeldegeheimnis gewährleistet sein .
Grundrechtseingriffe müssten begrenzt werden . In andere Länder dürften Daten
von Internet-Nutzern nur übermittelt werden , wenn in diesen Staaten der
Datenschutz auf einem ähnlichen Niveau sei wie in Deutschland . AOL zeigt
Interesse an Napster AOL Time Warner kündigte Interesse an der Musiktauschbörse
Napster an . " Wir unterzeichnen einen Vertrag mit Napster , wenn sie ein
Copyright-Schutz-System haben " , sagte Gerry Levin , Generaldirektor von AOL
Time Warner , in einem Online-Interview der britischen BBC . Zurzeit gebe es ein
derartiges System aber noch nicht . Die weitere Entwicklung des
Internet-Musikmarkts ist derzeit ungewiss . Am vergangenen Dienstag hatte
Richterin Marilyn Hall Patel in San Francisco per einstweiliger Verfügung
angeordnet , dass die US-Internet-Tauschbörse Napster alle geschützten Titel aus
dem Angebot nehmen muss . Durch ein Berufungsverfahren konnte Napster zwar seine
Schließung verhindern , aber es tauschen inzwischen schon weitere
Rechtsstreitigkeiten auf . Ab Sommer könnte sich der Musiktausch dann endgültig
zum Musikgeschäft für die Mediengiganten entwickeln : Napster will ab Juli die
kostenpflichtige Mitgliedschaft einführen . Musikfans sollen für eine monatliche
Gebühr zwischen zehn und zwanzig Mark Titel über die Napster-Software bei
anderen Mitgliedern herunterladen können . Das neue Geschäftsmodell werde alle
juristischen Bedingungen erfüllen , hatte Bertelsmann betont . Neben dem
Napster-Partner Bertelsmann und dem neuen Interessenten AOL Time Warner kann
sich auch der französische Mischkonzern Vivendi/Universal eine Kooperation mit
der Tauschbörse vorstellen , sobald Napster den kostenpflichtigen
Abonnenten-Service eingerichtet hat . Bleibt nur noch abzuwarten , ob sich die
User auf dieses neue Modell dann einlassen werden . E-Mail für Aibos Herrchen
Sonys Roboter-Hund Aibo ERS-210 hat ein paar neue Tricks gelernt . Mit einer
zusätzlichen Software , dem Aibo Messenger , soll der elektronische Kläffer nun
auch E-Mails holen und seinem Besitzer vorlesen können . Die von Sony
angebotenen Anwendungen greifen über eine WLAN-Anbindung auf Herrchens Postfach
zu . Neben elektronischer Post sollen auch Texte aus dem Web wiedergegeben
werden können . Die Software wird zunächst auf einem PC installiert und wandelt
dort die entsprechenden Texte in Sound-Dateien um . Diese werden dann über das
Funknetz an den Roboter geschickt , der sie getreu nachspricht . Ab Ende Juli
soll der Aibo Messenger für etwa 150 US-Dollar in Japan erhältlich sein . Man
darf gespannt sein , ob Aibos Herrchen beim Aufkommen von 100 oder mehr E-Mails
pro Tag nicht die Lust an dem mechanischen Vierbeiner vergeht . Österreich :
Abgabe auf digitale Videorecorder Die österreichische Verwertungsgesellschaft
Austro Mechana ( AM ) , das Pendant zur deutschen GEMA , will vor Gericht eine
Urheberrechtpauschale auf digitale Videorecorder durchboxen . Helmut Steinmetz ,
Direktor der Vereinigung , bestätigte auf Nachfrage von heise online , dass man
in den nächsten Wochen ein Gericht anrufen werde , zunächst um den Status der
Aufzeichnungsgeräte zu klären . Erst nach der Gerichtsentscheidung will die AM
über die Höhe der Abgabe nachdenken . Gleichzeitig wies Steinmetz Presseberichte
zurück , in denen behauptet wurde , die AM wolle auf eine Abgabe für
PC-Festplatten drängen . Dies sei lediglich angedacht . " Momentan sind wir eher
bemüht , klar abgrenzbare Bereiche gebührentechnisch zu erfassen " , betonte er
. Videorecorder mit fest integriertem Speicher seien im weitesten Sinne
Datenträgern zuzuordnen . In Bezug auf PC-Festplatten wäre es aber schwieriger
nachzuweisen , in welchem Umfang auf ihnen urheberrechtlich geschützte Daten
gespeichert würden . Erst wenn hierzu genauere Erkenntnisse vorliegen , sei es
möglich , eine Gebührenordnung aufzustellen . Vorabgespräche mit Vertretern der
Computerindustrie , die Klarheit über die Höhe einer eventuellen
Urheberrechtspauschale bringen sollte , wurden im Dezember ergebnislos
abgebrochen . IBM frischt Notebooks und Desktops auf IBM bringt seine Notebooks
und Desktops auf Vordermann : Heute stellt der Computer-Hersteller die neuen
Modelle der ThinkPad- und NetVista-Serien vor . Die ThinkPads werden durch das
erste Produkt der neuen R-Serie , den R30 , ergänzt , das nur 2,5 Kilogramm
wiegen soll und bereits integriertes WLAN mitbringt . Mit einem empfohlenen
Endkundenpreis ab rund 3.360 Mark will man sich mit dieser mobilen Lösung
besonders an Einsteiger richten . Die anderen Notebooks ThinkPad X22 , ThinkPad
T23 und ThinkPad A30 unterscheiden sich kaum von ihren Vormodellen , bieten aber
schnellere Mobile-Pentium-III-CPUs und eingebaute WLAN-Karten . Dazu kommt ein
integriertes Embedded Security Subsystem für mehr Datensicherheit , das auch in
der R-Serie zum Einsatz kommen soll . IBM plant Preise für das ThinkPad X22 ab
6.170 Mark , für das ThinkPad T23 ab 4.920 Mark und für das ThinkPad A30 ab
5.170 Mark . Bei der Desktop-Familie kommt mit dem NetVista M41 ebenfalls das
Startmodell einer neuen Serie heraus . Die M-Serie soll zukünftig die
IBM-Rechner im höheren Leistungsbereich kennzeichen , wogegen die A-Serie für
den Einsteiger gedacht ist . Der neueste Vertreter hier wird laut Aussage von
IBM der NetVista A22p sein , der einen Pentium-4-Prozessor mit 1,5 GHz Takt
mitbringt und über 128 MByte Speicher verfügt . Das Mittelfeld soll dann der
NetVista X41 abdecken , der mit einem Platz sparenden Design daherkommt . Für
den M41 verlangt der Konzern vom Kunden ab 2.240 Mark . Der NetVista A22p soll
schon ab 2.130 Mark zu haben sein , wogegen IBM den NetVista X41 ab 3.970 Mark
an den Mann bringen möchte . Microsoft sieht sein Heil in Server-Applikationen
Der Software-Riese Microsoft sieht im Bereich der Server-Applikationen seine
größten Wachstumschancen . " Der Markt für Server-Software wird in den nächsten
fünf Jahren vermutlich das Wachstumspotenzial Nr. 1 haben " sagte Microsoft-Chef
Steve Ballmer gestern auf dem Fortune Global Forum in Hong Kong . Er hoffe schon
in wenigen Jahren den Umsatz seines Unternehmens im Bereich der
Server-Anwendungen von derzeit 12 auf 20 Prozent zu steigern . Diesbezüglich
habe man für die Zukunft auch den Consumer-Bereich im Auge . In einem Interview
mit dem Online-Magazin Tech News betonte er , dass mit Windows XP endlich die
Lücke zwischen Professional- und Consumer-Bereich geschlossen werde . Damit
würden Server-Applikationen nun für alle Windows-Nutzer interessanter . Um den
Käufern das neue Betriebssystem schmackhaft zu machen , hat Microsoft im
Vergleich zu Windows 95 bereits doppelt soviel Werbegelder veranschlagt . Damit
liegt er aber immer noch weit hinter Unternehmen wie Sun und Oracle . Acrobat
Reader für Palm Adobe hat die erste Beta des Acrobat Reader für Handhelds mit
Palm OS zum Testen freigegeben . Das Programm zum Anzeigen von Dokumenten im
PDF-Format ist damit zum ersten Mal für eine mobile Plattform verfügbar . Die
Endversion soll in der zweiten Hälfte dieses Jahres fertig sein . Die jetztige
Beta hat allerdings noch einen Pferdefuß : Sie läßt sich nur von
Windows-Maschinen ( 98 , ME , NT oder 2000 ) aus installieren . Mac-User haben
momentan noch das Nachsehen . 120 Ermittlungsverfahren wegen Nazi-Songs bei
Napster Nach einer Mitteilung des Bundeskriminalamtes ( BKA ) war die
Hausdurchsuchung bei einem 22-Jährigen , der rechtsextremistische Songs zum
Tausch über die Börse Napster anbot , kein Einzelfall . Wie das BKA bekannt gab
, wurden insgesamt 104 Häuser und Wohnungen verdächtiger Personen in Deutschland
durchsucht . Im gesamten Bundesgebiet wurden 120 Ermittlungsverfahren
diesbezüglich eingeleitet . Schon in den vergangenen Monaten habe die in
Meckenheim residierende Abteilung für Staatsschutz des BKA bei "
anlassunabhängigen Kontrollen im Internet " , also Online-Streifengängen ,
festgestellt , dass Napster vermehrt zur Weitergabe strafrechtlich relevanter
rechtsextremistischer Musikdateien bekannter Skinhead-Bands genutzt werde .
Bereits im Dezember vergangenen Jahres hatte der Verfassungsschutz darauf
hingewiesen , dass sich Napster zu einer " zentralen Plattform für den Austausch
rechtsradikaler Musik " entwickle . Nach den Hausdurchsuchungen erwirkte die
Behörde jetzt bei den für die jeweiligen Internet-Provider zuständigen
Amtsgerichten Herausgabebeschlüsse für die IP-Nummern zur Identifizierung der
Surfer . Die Verfahren wurden bereits an die zuständigen lokalen Gerichte
weitergegeben . Bei einer Verurteilung drohen den Tätern nach den
Straftatbestimmungen " Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger
Organisationen " , " Volksverhetzung " , " Aufstachelung zum Rassenhass "
beziehungsweise " Verherrlichung von Gewalt " bis zu drei Jahre Haft . Ein
BKA-Sprecher betonte : " Diese Maßnahmen zeigen , dass auch die
Internet-Musiktauschbörsen keinen rechtsfreien Raum darstellen . " Rückrufaktion
für Ericsson R520-Handys Nach einer Mitteilung von Ericsson soll die erste
Lieferung des neuen GPRS-Handys R520 mit einem Softwarefehler behaftet sein .
Dieser soll zu weit kürzeren Standbyzeiten führen als in den Spezifikationen
angegeben . Deutsche Kunden seien von diesem Problem allerdings nicht betroffen
, da diese Charge nur an Retail-Händler in Schweden und zwei andere europäische
Länder gegangen sei , betonte Firmensprecherin Monika Rubensson gegenüber heise
online . Man sei bereits dabei , die fehlerhaften Geräte per Rückrufaktion
auszutauschen . Ericsson hatte im vorigen Jahr sowie im ersten Quartal diesen
Jahres mit hohen Verlusten zu kämpfen . Nun versucht der Konzern im Bereich
neuer mobiler Technologien wieder Fuß fassen zu können . Deshalb wurden in
letzter Zeit vor allem Entwicklungen im Bereich Bluetooth und Generel Packet
Radio Services ( GPRS ) vorangetrieben . Das jetzt auf dem Markt kommende R520
ist das erste GPRS-Mobiltelefon von Ericsson . E-Book-Allianz von Amazon mit
Adobe Seit dem gestrigen Dienstag bietet Online-Buchhändler Amazon.com E-Books
auch im Format für Adobes eBook Reader an . Das Angebot beinhaltet nun neben den
2.000 Titeln für den Microsoft Reader auch etwa genauso viele Adobe-Books auf
der amerikanischen Site . In den nächsten zwölf Monaten sollen die
elektronischen Bücher den Weg auch in alle ausländischen Verkaufsportale von
Amazon finden . Eine Sprecherin von Amazon Deutschland erklärte gegenüber heise
online , dass in Deutschland wohl noch in diesem Jahr mit dem Verkauf begonnen
werden könne . Momentan sei das Angebot an deutschen Werken im E-Book-Format
allerdings noch recht dünn . Die Allianz mit Adobe sei ein weiterer Schritt in
diese Richtung , da Verlage und Käufer sich nicht mit einem verwirrenden Wust
von Datei-Formaten abgeben möchten , sondern zuverlässige Standards bevorzugen .
Eine Auskuft darüber , ob das Format von Microsofts Reader auch noch in fernerer
Zukunft von Amazon unterstützt werde , wollte Amazon nicht geben . " Die
Zusammenarbeit mit einem der größten Online-Anbieter für Bücher ist auf jeden
Fall eine gute Basis , um mehr Überzeugungsarbeit bei den Verlagen in Bezug auf
ihr E-Book-Angebot leisten zu können " , meinte ein Sprecher von Adobe . Bisher
war das Angebot eher auf Belletristik und Klassiker beschränkt . Nortel schließt
seine DSL-Division Der kanadidische Telekom-Ausrüster Nortel zieht sich aus dem
DSL-Geschäft zurück . " Wir legen jetzt unsere gesamte Energie lieber in die
Geschäftsfelder mit größerem Wachstum , um unseren Gewinn in Zukunft weiter zu
erhöhen " , sagte Nortel-Sprecher David Chamberlin . Es werde allerdings zu
keinen weiteren Stellenkürzungen kommen . Nortel hatte bereits im April 20.000
Entlassungen angekündigt . Microsoft hat das " Linux-White-Paper " verbummelt
Dem Software-Konzern Microsoft ist bei der Neugestaltung seiner Web-Site ein in
den vergangenen Tagen vielbeachtetes Dokument abhanden gekommen . In dem " White
Paper " genannten Schriftstück rät Microsoft Einzelhändlern vom Einsatz von
Linux ab . Bereits heute morgen konnte das Dokument unter dem früheren Link
nicht mehr erreicht werden . Wie ein Microsoft-Sprecher auf Anfrage von heise
online bestätigte , ist der Text " momentan nicht auffindbar " . Ein gezieltes
Entfernen der Seite schloss er aber aus . Zurzeit versuche man gemeinsam mit der
Marketing-Abteilung , Aufschluss über den Verbleib des Papiers zu erhalten . An
anderer Stelle ist das White Paper allerdings noch zu finden - in englischer
Sprache und zum Download . Neues Handheld-Bildtelefon von Orange Der
Mobilnetz-Provider Orange nimmt ab sofort Bestellungen für sein neues
Videophone-PDA entgegen , das zunächst nur in Großbritannien erhältlich sein
wird . Das Internet-fähige Gerät läuft auf Basis eines PocketPC-3.0-Systems und
bringt einen 4 Zoll ( 10 cm ) großen Farb-TFT sowie eine eingebaute Video-Kamera
, die auch Digitalphotos erzeugen kann , mit . Außer Microsoft Windows CE
bekommt man auch noch die Applikationen Reader , Outlook , Explorer sowie Pocket
Word und Excel dazu . Der Organizer arbeitet mit einem eigens von der
schottischen Strathclyde-Universität entwickelten Video-Kompressionsverfahren ,
um auch über das langsame GSM-Netz ( 900 und 1800 MHz ) vernünftige Bildqualität
übertragen zu können . Orange-Sprecher Ben Sturrock sagte dazu gegenüber
heise-online , das Gerät stelle kein Produkt für den Massenmarkt dar , weshalb
die Herstellung auch auf etwa 5 - 10.000 Stück begrenzt sei . Vielmehr sollen
Manager und Technik-Freaks angesprochen werden , die auf der Suche nach einem
All-in-one-Gerät sind , welches Laptop , PDA , Digitalkamera und Telefon
unterwegs ersetzen kann - dafür spricht auch der Preis von knapp 4000 Mark (
1299 £ ) . Neuer Grafikchip von PowerVR kommt im April Die nächste Generation
des von PowerVR Technologies entwickelten Kyro-Grafikchips wird im April in
ersten Grafikkarten zu finden sein . Der Nachfolger des Kyro I soll den
Leistungsvorsprung seiner Konkurrenten wieder etwas schmelzen lassen . Bei
Taktraten um die 175 MHz soll der Chip mit dem Tile-based Rendering-Verfahren ,
welches nur sichtbare Pixel berechnet , vor allem dort Leistung wettmachen , wo
andere Grafikkarten mit zu niedrigen Busbandbreiten zu kämpfen haben . Zusammen
mit Features wie interner 32-Bit-Farbauflösung auch bei 16 Bit-Betrieb , Full
Scene Anti-Aliasing ( FSAA ) , Environmental und Dot3 Bump Mapping , 8-layer
Multi-Texturing und Schatten-Berechnung ( " ConstantStencil " ) hofft man mit
dem Kyro II vor allem im mittleren Preissegment der Konkurrenz zu Leibe rücken
zu können . Weiterhin soll der in 0,18 Mikron-Technik hergestellte Chip einen
128 Bit breiten Spreicherbus für 16 bis 64 MByte SGRAM bzw. SDRAM bei einem
RAMDAC von 270 MHz mitbringen . Eine T&L-Einheit fehlt dem Kyro II allerdings
immer noch , Dafür bringt er für DVD- und Video-Fans Motion-Compensation , 4:2:0
Overlay-Unterstützung , Sub-Picture-Blending , sowie Skalierung und Color-Keying
mit . In die Grafikkarten werden Video Ein- und Ausgänge sowie
DVI-Schnittstellen integrierbar sein . Zu den ersten Herstellern von Kyro
II-Karten werden neben der PowerVR-Tochter Videologic überraschenderweise auch
Hercules/Guillemot zählen . Zumindest Guillemot hat bereits erste Details zu
seiner Hercules 3D Prophet 4500 getauften Kyro-II-Grafikkarte für den AGP-Bus
bekannt gegeben : Der Grafikchip und der mit 64 MByte SDRAM recht groß bemessene
Speicher sind synchron mit 175 MHz getaktet . Die Grafikkarte wird laut
Guillemot voraussichtlich in der zweiten Aprilwoche für etwa 350 Mark in
Deutschland erhältlich sein . T-D1 auf Türkisch Der Funktionsumfang des mobilen
Anrufbeantworters für T-D1-Kunden wurde um einige Features erweitert : So hat
man jetzt die Möglichkeit außer Deutsch und English auch Türkisch als
Menüsprache auszuwählen . Ein Sprecher von T-D1 äußerte heise-online gegenüber ,
dass schon seit geraumer Zeit ein mehrsprachier Call-Center-Service verfügbar
sei . Mittlerweile werde auf dem türkischsprachigen Sektor der Bedarf aber so
groß , dass er mit der momentan verfügbaren Personalkapazität nicht mehr
abzudecken sei . Man erhofft sich durch die Integration der Sprache in das
Mobilbox-Menüsystem eine Entlastung der Mitarbeiter . Außer den neuen
Sprachfähigkeiten wurde auch das Handling von Rufumleitungen vereinfacht .
Anstatt sich mit GSM-Codes herumzuplagen , kann der Benutzer jetzt über einen
eigenen Menüpunkt in der Mobilbox auswählen , wohin ein ankommender Anruf bei
Nichterreichbarkeit umgeleitet werden soll . Ericsson gibt Gewinnwarnung aus Der
schwedische Konzern Ericsson erwartet für das erste Quartal 2001 Verluste in
Milliardenhöhe . Noch bei der Veröffentlichung der Jahresbilanz für das Jahr
2000 hatte Ericsson mit einem Null-Ergebnis vor Steuern bei einer
Umsatzsteigerung um 15 Prozent gerechnet . An der Stockholmer Börse reagierte
der Kurs der Ericsson-Aktie mit Verlusten um 16 Prozent auf umgerechnet ca.
14,50 Mark . Ihr Wert hat sich damit seit dem Jahreswechsel um 40 Prozent
vermindert . Um den momentanen Abwärtstrend nun aufhalten zu können , arbeitet
das Unternehmen jetzt an einem Sofortprogramm zur Kostendämpfung . Palms Preise
purzeln - in den USA Nachdem Palm schon nach der Ankündigung der neuen Modelle
m105 und m505 in den USA die empfohlenen Verkaufspreise für alle anderen
hauseigenen Geräte reduziert hatte , folgen nun weitere Preissenkungen .
Betroffen sind die älteren Modelle Palm Vx , m100 und IIIc . Ab sofort soll der
Palm Vx statt 349 nur noch 299 US-Dollar kosten . Für den Palm IIIc will die
Firma jetzt nur noch 299 statt 329 Dollar haben . In Deutschland soll es
allerdings nach aktuellem Stand der Dinge keine Veränderung der Verkaufspreise
geben , wie ein Sprecher von Palm Deutschland heise online gegenüber bestätigte
. Judy Bruner , Finanzchefin von Palm , begründete den Schritt des
US-Unternehmens mit vollen Lagerbeständen , die sich im Laufe der Zeit
angesammelt hätten und nun abgebaut werden sollen . Interne Berechnungen haben
nach Bruners Worten ergeben , dass die finanzielle Situation Palms empfindlich
unter den " Altlasten " leiden könnte , wenn jetzt nicht ensprechende Schritte
unternommen würden . Oberstes Ziel sei , die Liquidität des Unternehmens zu
erhalten , was durch entsprechende Verkaufsmaßnahmen , wie temporäre
Preisnachlässe , gesichert werden könne , meinte Bruner . Intel & Co im
Handschuhfach Intel plant , in einer Kooperation mit den Firmen Microsoft , IBM
, Lernout & Hauspie , QNX Software Systems , Fonix und Wind River Systems einen
Auto-Computer für den Massenmarkt zu entwickeln . Der Chip-Hersteller hofft ,
das Computer-System für Automobile bereits in der zweiten Hälfte des Jahres 2002
auf den Markt bringen zu können . Im Innern des Auto-Rechners soll eine
StrongARM-CPU ihren Dienst verrichten ; später hat man vor , Prozessoren auf
Basis der XScale-Architektur einzusetzen . Als Betriebssystem möchte Intel eine
Kombination aus WindowsCE , QNX Realtime OS und VxWorks verwenden . Lernout &
Hauspie sowie Fonix wurden mit der Entwicklung eines Spracherkennungs-Systems
für den Auto-Rechner beauftragt . Dabei soll das System als Zusatzoption beim
Autokauf mit nicht mehr als 100 bis 200 US-Dollar zu Buche schlagen . Intel
hofft , durch solche Anwendungen den Chip-Verkauf ankurbeln zu können . Ein
Sprecher von Intel meinte , dass " Autocomputer in den nächsten Jahren einer der
größten Absatzmärkte für Prozessoren überhaupt sein werden " . " Zu diesem Zweck
werden wir mit Firmen zusammenarbeiten , die schon länger in diesem Geschäft
tätig sind , um die Bedürfnisse der Autofahrer besser verstehen zu können " ,
erläuterte er weiter . Tatsächlich soll sich Intel zurzeit in Verhandlungen mit
weiteren Firmen wie Sony , Clarion und General Motors' OnStar Division befinden
, um weitere Techniken für das Projekt einkaufen zu können . VoiceStream-Werbung
im Visier von Verbraucher-Schützern Eine Organisation für Verbraucherschutz und
lauteren Wettbewerb , das Better Business Bureau ( BBB ) ließ am gestrigen
Mittwoch verlauten , es bestehe der Verdacht , dass VoiceStream seine Kunden
durch unlautere Werbung hinters Licht führe . Eine Bildunterschrift verspricht
Kunden volles Roaming in diesem Gebiet . Nur eine kleingedruckte Fußnote macht
darauf aufmerksam , dass dieser Dienst zu den angegebenen Preisen nur innerhalb
des VoiceStream-Netzes zur Verfügung steht , das dieses Gebiet gar nicht
vollends abdeckt . Das BBB spricht von einem bewußten Täuschungsversuch der
Firma gegenüber seinen Kunden . Für den normalen Verbraucher sei die
Angebotsbeschränkung nicht klar ersichtlich , weshalb man durchaus daran denke ,
rechtliche Schritte gegen die Werbung einzuleiten , so ein Sprecher der
Organisation . VoiceStream selbst ergriff bereits Maßnahmen , um einer Klage
zuvor zu kommen . Mittlerweile wurde der Schriftgrad des kleingedruckten Textes
von 4 auf 7 Punkt heraufgesetzt . Gleichzeitig wurde der Satz hinzugefügt : "
Karte entspricht nicht dem aktuellen Netzausbau " . Zu einer Stellungnahme
bezüglich dieses Schrittes war VoiceStream jedoch bis dato nicht bereit . Aus
diesem Grund wurde die Beschwerde jetzt an die Federal Communications Commission
( FCC ) und die Federal Trade Commission ( FTC ) weitergeleitet , die nun eine
Entscheidung darüber treffen müssen ob die Anzeige gegen das Wettbewerbsrecht
verstößt oder nicht . Zeitung : Mobilcom mit Milliardenverlust Wie die Zeitung
in ihrer Dienstagsausgabe berichtet , ergibt sich das aus dem Jahresabschluss
nach dem Handelsgesetzbuch ( HGB ) , der dem Blatt vorliege . Mobilcom habe
bisher nur den Abschluss nach dem internationalen Standard IAS vorgelegt , nach
dem diese Ausgaben erst mit dem Start des UMTS-Netzes im Jahr 2002 in die Bilanz
aufgenommen werden müssen . Nach Angaben des Handelsblatts kritisieren Banken
die Informationspolitik von Mobilcom . Das Unternehmen habe den HGB-Abschluss
offenbar absichtlich zurückgehalten , um seinen Aktionären die Folgen des
UMTS-Geschäfts für den Gewinn vorzuenthalten . Intel legt Programm für
Gratis-PCs auf Eis Die momentane Krise bei Intel zwingt den Konzern jetzt
offenbar zu weiteren Sparmaßnahmen . Schon vor einem Jahr wollte der
Prozessorhersteller seinen weltweit etwa 70.000 Voll- und Teilzeitkräften die
Möglichkeit geben , einen kostenlosen PC nebst Internet-Zugang zu erhalten . Das
Angebot schloss auch die Mitarbeiter des deutschen Zweigs der Chipschmiede ein .
Das angekündigte Gratis-PC-Programm wird jetzt , wie eine Sprecherin von Intel
Deutschland gegenüber heise online bestätigte , auf das nächste Jahr verschoben
. Schon bestellte PCs werden allerdings noch ausgeliefert . Die Idee des
firmengesponsorten Internet-PCs war Anfang Februar 2000 vom Autobauer Ford
geboren worden . Nachahmer dieses Modells waren dann beispielsweise die
Fluglinie Delta-Airlines sowie die deutsche HypoVereinsbank , die anlässlich
ihrer Fusion den 18.000 Vertriebs-Mitarbeitern gratis ein Life Book C345 von
Fujitsu zur Verfügung stellte . Zoll-Auktionen per Internet Tausende
beschlagnahmter Schnaps-Flaschen , gepfändete Möbel , Autos oder Antiquitäten
versteigert der Zoll künftig per Internet - selbst ein Jagd-Gewehr mit
Zielfernrohr ist bereits im Angebot . Die zentrale hessische
Vollstreckungsstelle des Zolls in Bad Hersfeld bietet die Ausbeute aus Hessen ,
Rheinland-Pfalz und dem Saarland probeweise zweimal im Monat in
Internet-Auktionen an . Das Angebot umfasse alle möglichen Gegenstände und
Produkte , die der Zoll etwa am Frankfurter Flughafen einzieht oder bei nicht
zahlungsfähigen Schuldnern pfändet , sagte der stellvertretende Leiter der
Vollstreckungsstelle , Reiner Emmerich , am Dienstag in Bad Hersfeld . Gegenüber
heise online bemerkte ein Sprecher des Zollamts , dass bei Erfolg auch andere
Zollstellen solche Auktionsportale im Internet eröffnen sollen . Die Beamten des
Zolls pfänden im Auftrag des Bundes Möbel , Autos , Geräte oder Kunstgegenstände
von Menschen , die finanzielle Forderungen des Bundes - wie etwa die Rückzahlung
von Arbeitslosengeld - nicht begleichen können . Bei den Internet-Auktionen
lasse sich für viele Angebote ein weit höherer Erlös erzielen als bei
herkömmlichen Auktionen vor Ort , sagte der Internet-Experte bei der
Oberfinanzdirektion Koblenz , Michael Heeg . Zudem sei der Kundenkreis größer .
Aber nicht nur in die Kasse des Bundesfinanzministeriums komme mehr Geld ,
sondern auch die Schuldner profitierten davon , wenn der gepfändete Gegenstand
einen hohen Wert erziele . Für afrikanische Holzfiguren etwa , die lange Zeit
keinen Abnehmer gefunden hatten , fand sich per Internet schnell ein Käufer .
Der Zoll hatte einen Schätzwert von 50 Mark angesetzt , der Internet-Bieter
zahlte mehr als 1400 Mark , wie Heeg erzählte . Die Zahl der neu hinzugekommenen
Vollstreckungsverfahren ist im Jahr 2000 um 12 Prozent auf etwa 140.000
gestiegen , berichtete die Zollbehörde . Die zentrale Vollstreckungsstelle in
Bad Hersfeld sei neben Berlin einer der größten Stellen in Deutschland .
Solarmodul macht PDA netzunabhängig Forscher des Fraunhofer-Instituts für Solare
Energiesysteme ( ISE ) in Freiburg haben in den Deckel eines PDA vom Typ Casio
PV-250X ein Hochleistungs-Solarmodul integriert , das das Gerät vollständig vom
Stromnetz unabhängig machen soll . Das Modul speist die aus dem Sonnenlicht
gewonnene Energie in den geräteeigenen Akku ein . Der Prototyp sei in dieser
Geräteklasse ein Novum , erklärten die Entwickler . Problematisch soll es vor
allem gewesen sein , das Gerät mit Solarzellen auszustatten , die über einen
genügend hohen Wirkungsgrad verfügen . Für Solaranlagen auf dem Dach oder
Armbanduhren mit kleinem Energiebedarf ist das vollkommen ausreichend . Der
Hersteller muss dann einen Kompromiss zwischen Herstellungskosten und
Wirkungsgrad eingehen . Sie erreicht einen Wirkungsgrad von mehr als 20 Prozent
und ermöglicht dadurch Stromdichten von über 35 Milliampere pro
Quadratzentimeter bei direktem Lichteinfall . Der höchste Wirkungsgrad , den die
ISE-Wissenschaftler bisher in ihrem Labor erreichen konnten , liegt bei fast 25
Prozent . Aus Kostengründen wäre eine solche Solarzelle allerdings noch nicht
für den Massenmarkt geeignet . Um den Wirkungsgrad der verwendeten Solarmodule
auf einfache Weise zu erhöhen , formten die Freiburger Forscher mit einer
speziellen Ätzlösung eine Oberflächenstruktur , die nicht glatt , sondern mit
Mikropyramiden übersät ist . Reflektiertes Licht , das nicht zur Solarzelle
vordringt , kann so mittels der Pyramidenstruktur noch einmal auf die Oberfläche
treffen , was wiederum die Stromausbeute erhöht . Damit die von der Solarzelle
erzeugte elektrische Ladung nicht sofort wieder an die Umwelt abgegeben wird ,
ist sie mit einem Isolator überzogen . Um jedoch die elektrischen Kontakte mit
der Zelle zu verbinden , musste bisher das nicht leitende Material an diesen
Stellen gezielt und recht aufwendig wieder abgetragen werden . Auch dafür haben
die Fraunhofer-Forscher jetzt eine neue Lösung : Ein spezieller Laser schießt
die Kontaktpunkte wieder frei , was die Gesamtzahl der nötigen Prozessschritte
auf ein Fünftel gegenüber früheren Techniken reduziert . Schon vor zwei Jahren
hatten die ISE-Wissenschaftler den ersten Prototypen eines Siemens-Handys
vorgestellt , das durch Solarstrom im Standby gehalten wurde . Inzwischen
konnten die Forscher die Integration der Solarzellen in die Geräte weiter
vorantreiben und verbessern . In Zukunft sollen die Hochleistungs-Solarzellen
auch in andere mobile Geräte wie MP3-Player oder Handys integriert werden können
. Entsprechende Gespräche mit namhaften Unternehmen sollen bereits laufen . Für
den netzunabhängigen Betrieb eines Laptops , der 30 Watt und mehr zum Arbeiten
braucht , reicht jedoch der Platz auf dem Deckel noch nicht aus , um genügend
Solarmodule platzieren zu können . Die Freiburger Forscher sind jedoch nicht die
ersten , die sich an netzunabhängige Rechner gewagt haben . Vor einigen Jahren
werkelte schon der Computerhersteller Zenith Data an einem Notebook mit einem im
Deckel integrierten Solarpanel . Der durch die Solarzellen gewonnene Strom
sollte den Akku puffern , was einen längeren netzunabhängigen Betrieb ermöglicht
hätte . Mangels Nachfrage wurde das Projekt jedoch eingestellt . Motorola baut
weitere 7.000 Stellen ab Der zweitgrößte Handy-Hersteller der Welt , Motorola ,
will weitere 7.000 Stellen im Bereich Mobiltelefone abbauen . Das teilte das
US-Unternehmen am Dienstag in Liberty ( Illinois ) mit . Durch diese Maßnahmen
sollen angesichts der nachlassenden Konjunktur die Kosten gesenkt werden , sagte
Personalchef Mike Zafirovski . Der Chip- und Handykonzern Motorola hatte bereits
im Februar wegen nachlassender Absatzzahlen den Streichung von 4.000 Stellen in
der Halbleiter-Sparte bekannt gegeben ; im Dezember war dem bereits die
Ankündigung des Abbaus von fast 3.000 Stellen im Handy-Bereich vorausgegangen .
Neuer Markt : Auch Emprise im freien Fall Die Hamburger Unternehmensgruppe
Emprise ergänzte am heutigen Dienstag die lange Liste der einstigen Börsenstars
, von deren früherem Glanz nur noch Asche blieb . Die Börse strafte Emprise ab :
Der Aktienkurs sackte heute um 55 Prozent auf 2,70 Euro ab . Doch das ist für
die Anleger nichts Neues , betrug doch der Höchstkurs des Papiers vor kaum einem
Jahr noch 245 Euro . Damit nicht genug : Das Aktiengesetz schreibt in solchen
Fällen eine außerordentliche Hauptversammlung vor , zu der Emprise demnächst die
Aktionäre einladen wird . In der Hamburger Zentrale der Unternehmensgruppe
bemühte sich Sprecherin Grit Muschelknautz , trotz der Hiobsbotschaft Optimismus
und Zuversicht zu verbreiten . " Wir werden uns von Verlustbringern trennen und
die Verluste drastisch reduzieren " , beteuerte sie . Die Konzentration auf das
profitable Kerngeschäft werde noch in diesem Jahr zu schwarzen Zahlen führen . "
Das ist eine Phase , durch die wir hindurch müssen " , sagte Muschelknautz . "
Danach wird das Unternehmen eine gute Entwicklung nehmen . " Entscheidend sei ,
dass die 360 Emprise-Mitarbeiter nach wie vor gute Arbeit leisten . Doch auf
versprochene Gewinne warten die Anleger schon seit längerem . Nach dem
Börsengang im Juli 1999 nutzte der damalige Vorstandschef Gerd Nicklisch das
frische Geld , um auf Einkaufstour zu gehen und sich an diversen Unternehmen zu
beteiligen , darunter auch US-amerikanische Internet-Startups . Der übrige
Vorstand sah die Strategie mit zunehmender Sorge und zog die Notbremse , als
Nicklisch noch voll auf dem Expansionstrip war . Er musste das Unternehmen im
Frühjahr 2000 verlassen . Sein Nachfolger Bernhard Mannheim will die Gruppe ,
die aus 14 einzelnen Unternehmen besteht , verstärkt auf das Internet ausrichten
. Mikro-Kühler für Prozessoren Wissenschaftler der University of California
haben es geschafft , eine Art Peltier-Kühlelement direkt auf
Silizium-Schaltkreise aufzubringen . Die nur 40 Mikrometer großen
thermoelektrischen Kühler sollen die Betriebstemperatur eines Chips um bis zu
sieben Grad Celsius senken können . Durch die neuartige Technik will man
empfindliche Bauteile ( " Hot Spots " ) noch effektiver vor Überhitzung schützen
können . Der thermoelektrische Effekt wurde zum ersten Mal 1834 von dem
französischen Physiker Jean Peltier beschrieben . Der Peltier-Effekt äußert sich
in einem Stromkreis , der aus zwei verschiedenen Leitern bzw. Halbleitern
besteht : Fließt der Strom in eine Richtung , so findet auf einer Seite der
Kontaktstelle zwischen den beiden Leitern bzw. Halbleitern eine Abkühlung statt
, während sich die andere Seite erwärmt . Die Forscher der kalifornischen
Universität verwendeten als Halbleiter eine Silizium-Germanium-Legierung , die
direkt auf das Die aufgebracht wurde . Beim Anlegen einer Spannung erzielten die
Elemente dann den gewünschten Kühleffekt . Die Wissenschaftler rechnen sich gute
Chancen für den Massenmarkt aus , da sich die von ihnen entwickelte Technik
problemlos in heutige Produktionsprozesse eingliedern lassen soll . Auch HP
Deutschland rechnet mit schwächeren Geschäften Der Computerkonzern
Hewlett-Packard rechnet im laufenden Geschäftsjahr in Deutschland mit geringerem
Umsatzwachstum und weniger Gewinn . In drei Jahren soll der Anteil des Geschäfts
mit Produkten und Dienstleistungen rund um das Internet von heute 20 Prozent auf
mehr als die Hälfte klettern , erklärte der neue Vorsitzende der
Geschäftsführung der Hewlett-Packard GmbH , Heribert Schmitz . Schmitz gestand
Defizite bei der Umstrukturierung des vor allem für Computer und Drucker
bekannten amerikanischen Unternehmens ein . Die Neuausrichtung auf das Internet
sei " schwieriger als ursprünglich erwartet " , solle aber dennoch beschleunigt
werden . Außerdem wolle HP künftig stärker das Interesse der Kunden an
Komplettlösungen an der Stelle einzelner Produkte . In Asien und den USA habe
sich die Nachfrage stark abgeschwächt . In seinem Heimatland rechnet HP daher in
diesem Jahr nur mit einem einstelligen Umsatzwachstum . " In Europa sieht es
besser aus " , meinte Schmitz . Der verschärfte Wettbewerb könne sich allerdings
negativ auf die Margen auswirken . Zudem profitierte Hewlett-Packard beim
Ergebnis 1999/2000 von Einmaleffekten . Eine genaue Gewinn- und Umsatzprognose
wollte Schmitz nicht abgeben . Der Gesamtkonzern habe keinen guten Start in das
neue Geschäftsjahr erwischt . " Davon konnten wir uns auch in Deutschland nicht
freimachen " , sagte Schmitz . In diesem Jahr sollen trotzdem rund 250 neue Jobs
geschaffen werden . Die Mitarbeiter sollen im Rahmen der Umstrukturierung
künftig stärker nach Leistung bezahlt werden . Die Vergütung des Managements
hänge teilweise direkt von der Zufriedenheit der Kunden ab , sagte Schmitz .
Hewlett-Packard konnte seine Position als Marktführer bei Tintenstrahl- und
Laserdruckern in Deutschland weiter ausbauen . In Zukunft will HP vor allem auf
neue Technologien für das mobile Internet setzen . Software lehrt hörgeschädigte
Kinder das Sprechen Wissenschaftler an der Universität von Colorado haben eine
dreidimensionale Animation eines Gesichtes entworfen , die das
Konversationsverhalten hörbehinderter Kinder verbessern soll . " Baldi " , so
heißt der animierte Lehrer , kommuniziert dabei unter Einsatz neuester
Technologien auf dem Gebiet der Spracherkennung und Spracherzeugung und soll den
Kindern zeigen , wie man Worte richtig ausspricht . Hörbehinderte Kinder nehmen
ihre Umwelt meist durch Hörhilfen oder elektrische Stimulation der
Innenohrschnecke wahr und erlernen Sprache nicht nur durch hören , sondern auch
durch visuelle Wahrnehmung . Baldi arbeitet daher nach den gleichen Regeln , mit
denen tauben Kindern normalerweise Sprache beigebracht wird . Per Mikrophon und
Lautsprecher kommunizieren die Kinder mit dem Programm . Hilfestellung erhält
das Kind dabei durch die exakte Abbildung der Mund- , Zahn- und Zungenstellung
auf dem Monitor , die erforderlich ist , um ein bestimmtes Wort auszusprechen
oder einen Laut zu erzeugen . Die Animation ist dabei so real , dass
Hörbehinderte , die der Technik des Lippenlesens mächtig sind , die gesprochenen
Worte von der Animation am Monitor ablesen könnten . Um Baldi das kindliche
Sprechen beizubringen , haben die Wissenschaftler die Sprache von tausend
Kindern aufgenommen , in einer Datenbank organisiert und daraus einen
Algorithmus entwickelt , der die feinen Details in der Kindersprache erkennt .
Die Forscher meinen , dass durch eine entsprechende Anpassung der Algorithmen
und des Sprachschatzes die Software auch bald das Erlernen von Fremdsprachen für
Nicht-Hörbehinderte erleichtern könnte . Ebenso ließen sich durch eine
Lehrersimulation Mängel in der Sprach- und Lesefähigkeit von Kindern erkennen .
Baldi wird zurzeit in einer Pilotstudie an der Tucker-Maxon-Schule von
hörbehinderten Kindern eingesetzt . " Den Schülern macht die Arbeit mit Baldi
sehr großen Spaß " , freut sich Projektleiter Ron Cole von der
Colorado-Universität . Auch die Lehrer und Sprachtherapeuten berichten über
große Fortschritte bei den Lern- und Sprachfähigkeiten . Daneben kann Baldi aber
auch den Schulunterricht flexibler gestalten , indem Schüler an mehreren
Computern zum Beispiel Vokabeln erlernen , während sich der Lehrer um andere
Schüler eingehender kümmert . Einen anderen Ansatz verfolgt " Andy " , eine
3D-animierte Figur mit natürlichen Gesichtszügen und Körperbewegungen , die
Hörbehinderten Texte auf dem Monitor in die Zeichensprache übersetzen und
hörbehinderten Kindern beim Erlernen des Lesens behilflich sein soll .
Zahlreiche Schulen in Florida mit schwerhörigen und tauben Schülern setzen die
Software bereits ein , da hörbehinderte Kinder mit akustischen Lernprogrammen
Probleme haben . Andy übersetzt einzelne Worte , einfache und komplexe Sätze in
die Zeichensprache . Um Kindern den Zugang zu der Software zu erleichtern ,
haben die Entwickler der Figur auf dem Bildschirm eine Persönlichkeit verpasst ,
wie den rothaarigen Andy oder die 13-jährige Tonja . Neben der reinen
Übersetzung fragen die virtuellen Figuren auch nach oder erzählen Geschichten .
Bei einem Vokabular von 3500 englischen Wörtern und der entsprechenden Umsetzung
in die Zeichensprache kommt da so schnell keine Langeweile auf . "
Linux-White-Paper " wieder aufgetaucht Microsoft hat das vor einigen Tagen
verschollene " Linux-White-Paper " wiedergefunden . Am Freitag war das
Web-Dokument bei der Renovierung der Microsoft-Website zeitweilig
verlorengegangen . Jetzt steht das Dokument unter einem neuen Link wieder zur
Verfügung . Anscheinend ist der Umbau des Microsoft-Servers aber noch nicht ganz
abgeschlossen . Der Link zum Download des Dokumentes führt immer noch ins Leere
. Mittlerweile hat sich der Linux-Distributor Suse in die Diskussion um das
Papier eingeschaltet und nimmt auf seiner Website Stellung . Microsoft agiere "
wie die Hufschmiede , die versuchen den Siegeszug des Automobils aufzuhalten " ,
heißt es dort unter anderem . Der Softwarekonzern wolle mit einer Mischung aus "
Gerüchten und Halbwahrheiten " die rasante Verbreitung von Linux bei
professionellen Anwendern bremsen . Iran : Polizei schließt über 400
Internet-Cafés Die Teheraner Polizei hat während einer Großrazzia über 400
Internet-Cafés geschlossen . Zeitungen des Landes berichteten gestern , den
Inhabern habe eine spezielle Genehmigungen zum Betrieb der Terminals gefehlt .
In Teheran soll es rund 1500 Internet-Cafés geben , die auch billige
Telefondienste anbieten . Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters ,
die einen Internet-Café-Betreiber zitiert , folgten der Schließung " Wellen des
Protests " . Mittlerweile sollen die Gesetzeshüter eingelenkt haben . Bei
weiteren Kontrollen wird den Café-Betreibern die Möglichkeit gegeben , die
geforderten Dokumente einzuholen . Der Hintergrund der Aktion bleibt indes
unklar . Gerüchten zufolge sollen Polizei , Geheimpolizei und die örtlichen
Telefongesellschaften hinter den Razzien stecken . Pocket PC gewinnt in Europa
an Boden Organizer auf Basis von Microsofts Pocket-PC-System konnten in Europa
Marktanteile gewinnen . Während der Marktanteil von Palm von 59 im Dezember
vergangenen Jahres auf 55 Prozent im Januar dieses Jahres gesunken ist , konnten
sich die Firmen Hewlett-Packard und Compaq zusammen mit ihren Pocket-PC-Geräten
in Europa von 18 auf 31 Prozent Marktanteil verbessern . Context-Sprecher Jeremy
Davies meinte , dies liege vor allem daran , dass viele große IT-Firmen in
Europa ihre Angestellten jetzt mit Organizern ausstatten würden . Die meisten
von ihnen stünden wiederum in engem Geschäftskontakt zu Microsoft und kauften
dementsprechend die Produkte aus Redmond . Da die Firmen meist Abnehmer großer
Stückzahlen seien , sei es nicht verwunderlich , dass im Vergleich zu Palm ,
dessen Käuferschicht meist aus Privatpersonen bestehe , ein großer Zuwachs zu
verzeichnen sei . Dieser Trend werde sich auch noch weiter fortsetzen , sagte
Davies voraus : Schon 2001 soll auf dem europäischen Markt der Gleichstand
zwischen Palm- und Pocket-PC-Geräten erreicht sein . Boeing kauft
AMD-Supercomputer Der Flugzeughersteller Boeing hat einen Supercomputer mit 96
Athlon-CPUs auf Basis eines Linux-Betriebssystems gekauft . Den Computer möchte
Boeing bei der Entwicklung der neuen Trägerrakete Delta IV einsetzen , die 15
Tonnen schwere Satelliten ins All befördern soll . Das System wurde von der
Firma Linux NetworX entwickelt , die sich auf Beowulf-Cluster spezialisiert hat
. Der Rechenriese sei bereits der vierte dieser Art , den diese Firma an einen
Flugzeugbauer verkauft habe , aber der erste , der nur von AMD-Prozessoren
angetrieben werde , bemerkte Brad Rutledge von Linux NetworX . Seitdem die
preiswerteren Supercomputer der Beowulf-Machart auf den Markt gebracht wurden ,
leisten sich immer mehr Unternehmen die Rechenkünstler für ihren Eigenbedarf .
Die Computer werden vornehmlich für komplizierte Rechenvorgänge in der Forschung
eingesetzt , wie zum Beispiel in Simulationen zur globalen Erderwärmung . Auch
wenn die Maschinen nicht für alle Rechenprozesse einsetzbar sind , so wird doch
ein großer Bereich abgedeckt . Beide Firmen machten keine Angaben zum Preis und
der Rechenleistung des Clusters . Ein Sprecher von Linux NetworX erklärte aber ,
Boeing habe nicht nur die Hardware , sondern auch Software , Schulungsprogramme
und Supportleistungen gekauft . Das Linux-System basiere auf einem
Red-Hat-Produkt , doch schon bald wolle man mit einer eigenen Linux-Distribution
herauskommen . Auch AMD war erfreut über den Verkauf der Athlon-Lösung an Boeing
, will das Unternehmen doch immer mehr in den noch weitestgehend von Intel
beherrschten Server-Markt vordringen . " Wir hoffen , dass sich in Zukunft auch
andere große US-Firmen mit Athlon-basierten Server-Systemen ausstatten werden "
, sagte dazu David Somo von AMD . Playstation 2 : Mit AOL ins Internet
Elektronikriese Sony und Internet-Provider AOL planen , die Videospiel-Konsole
PS2 gemeinsam fit fürs Internet zu machen , in der Hoffnung , damit zu den
kommenden Spielekonsolen von Nintendo und Microsoft konkurrieren zu können , die
von Haus aus Online-Funktionalität mitbringen sollen . Auch PS2-Spiele sollen
von der Netzanbindung profitieren . Nach Sonys Vorstellungen werden dann
Spiele-Teams über das Internet ihre Strategien untereinander absprechen können .
Um in den Genuss der Online-Freuden zu gelangen , wird allerdings mindestens ein
demnächst erhältliches Modem vonnöten sein . Wer alle AOL-Features , wie
zusätzliche Internet-Dienste oder das Abspeichern von Websites , nutzen möchte ,
wird laut Sony außerdem um weitere Hardware nicht herumkommen . Ein weiterer
Vorteil für den Online-Dienst ist auch , dass der Vertrag mit Sony dem Provider
nicht verbietet , mit weiteren Konsolen-Herstellern zu kooperieren . Dadurch
steht es AOL frei , weitere Videospiel-Systeme mit seiner Software auszustatten
. Er bemängelte ebenso , Sony würde sich zu sehr auf Kommunikation über die
Tastatur versteifen , obwohl die Zukunft bei Video-Spielen in der netzgestützten
Sprachübertragung liege . Auch P. J. McNealy , Analyst bei Dataquest , zeigte
sich skeptisch : " Die Symbiose aus Internet und Konsole stellt für sich noch
kein Erfolgsrezept dar - was benötigt wird , sind vor allem Spiele , die die
neuen Funktionen unterstützen . " Sun baut Marktstellung weiter aus Nach eigenen
Angaben konnte der Server-Hersteller Sun im letzten Jahr mehr denn je zulegen .
Man stützt sich dabei auf eine vom Branchenanalysten IDC herausgegebene Studie .
Nach dieser konnte Sun im letzten Jahr 70 Prozent mehr Systeme ausliefern als
1999 . Dies bedeutet nach dieser Untersuchung , dass Sun - zählt man die
ausgelieferten Systeme - einen Marktanteil von 43 Prozent im gesamten
Server-Markt für sich verbuchen kann und weltweit die Nummer zwei unter den
Serverherstellern ist . Betrachtet man nur den Markt für Unix-Server , sieht es
für Sun noch besser aus . Mit einem Marktanteil von 44 Prozent nach Stückzahlen
und 35 Prozent nach Umsatz konnte Sun sich in dieser Sparte ein großes Stück vom
Kuchen abschneiden . Sun lieferte im vorigen Jahr mehr Unix-Server aus als IBM ,
HP und Compaq zusammen . Damit ist Sun laut IDC seit nunmehr vier Jahren die
Nummer eins der Welt im Bereich Unix-basierter Server . Die Ergebnisse sind
besonders im Vergleich zum Konkurrenten IBM für Sun erfreulich . Dort fielen die
Ergebnisse mit einem Umsatzplus von nur 2 Prozent sowie einem Marktanteil von 15
Prozent ( minus 10 Prozent ) im Vergleich zum Vorjahr eher dürftig aus .
Schmerzliche Einbußen musste Big Blue vor allem im Unix-Entry-Level-Bereich
hinnehmen . IBM konnte seine Marktstellung in dieser Sparte nicht halten und kam
nur noch auf 9 Prozent Anteil ( minus 28 Prozent ) . Sun dagegen konnte für sich
in dieser Sparte ein Umsatzplus von 44 Prozent sichern , was einem Marktanteil
von 35 Prozent entspricht . USA plant Weltraum-Kontrollsystem Die USA wollen
sich in Zukunft noch mehr auf die Sicherung ihres Weltraum-Territoriums
konzentrieren . Nach einem Bericht der Aviation Week laufen bereits Tests zur
Fernidentifikation von Objekten , die sich weit oberhalb der Stratosphäre
aufhalten . Details zur verwendeten Technologie wurden bisher allerdings noch
nicht preisgegeben . Viele US-Millitärs seien der Ansicht , dass sich durch
Hightech-Kriegführung bald viele Konflikte vornehmlich im Weltraum abspielen
werden , schreibt die Aviation Week . Deshalb sollte man schon jetzt mit der
Kontrolle beginnen , sodass bei einer späteren feindlichen Auseinandersetzung
die entsprechenden Mittel verfügbar seien . Talkline klagt bei
Regulierungsbehörde wegen T-DSL Das Telekommunikationsunternehmen Talkline hat
bei der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post die Zusammenschaltung
der Hochgeschwindigkeitsnetze beantragt . Der Deutschen Telekom wirft das
Unternehmen aus Elmshorn die Ausnutzung einer Quasi-Monopolstellung bei den
schnellen Internet-Verbindungen vor . " Die Telekom betreibt einen eklatanten
Missbrauch ihrer marktbeherrschenden Stellung " , wetterte der Finanz-Chef des
Telekomunikationsunternehmens , Frank Schubert . Mit der Weigerung der Telekom ,
die Netze zusammenzuschließen , hätten Mitbewerber in dem lukrativen
Internet-Markt keine Chance . Die Kosten für die Nutzung der letzten Meile seien
für Talkline derzeit höher als der Mietpreis für die Telekom-Endkunden , betonte
Markus Wendel vom Talkline-Geschäftsbereich Internet . Bei einem Zusammenschluss
der Netze wäre Talkline dagegen in der Lage , seine eigene Infrastruktur zu
nutzen . " Dann werden wir auch die Flatrate der Telekom unterbieten können . "
Talkline-Sprecher Martin Ortgies erklärte gegenüber heise online , man verfüge
bereits über die entsprechende Technik , um auch Talkline-Kunden die Möglichkeit
zu geben , schneller durch das Internet zu surfen . Bei einer Entscheidung der
Regulierungsbehörde zu Gunsten von Talkline werde man einen entsprechenden
Preselection-Tarif als Alternative zum T-DSL-Dienst anbieten können . Ortgies
meinte , dass heutzutage auch Internet zu den Basis-Kommunikationsdiensten zählt
. Deshalb würden viele , die vorher nur die Sprachdienste benutzten , sich jetzt
auch den T-DSL-Dienst zulegen . Dies störe empfindlich den Markt der
Telefon-Netzprovider , da für den T-DSL-Dienst noch immer ein Telekom-Anschluss
benötigt werde . Daher müssten Talkline-Kunden ihren Anschluss kündigen , um in
den Genuss des schnellen Internet zu kommen . Nach Meinung von Ortgies sichert
sich so einerseits T-Online das Highspeed-Internet , andererseits bekommt die
Telekom neue Kundschaft . Takline hofft nun , durch die Klage bei der
Regulierungsbehörde die Telekom dazu zu bringen , den Highspeed-Internet-Markt
auch für andere Provider zu öffnen . Kinderpornografie im Internet nimmt weiter
zu Knapp zwei Drittel der Internetkriminalität sind nach Angaben von Bayerns
Innenminister Günther Beckstein der Kinderpornografie zuzurechnen . Von den
insgesamt rund 700 bearbeiteten Verdachtsfällen im vergangenen Jahr betrafen 409
diesen Bereich . In 36 Fällen habe es den Verdacht des sexuellen Missbrauchs von
Kindern gegeben , sagte Beckstein am Mittwoch im Rechtsausschuss des Landtags .
Vordringliches Ziel sei , Kinder vor dieser " widerwärtigen und
menschenverachtenden Ausbeutung " zu schützen . Bayern hat nach den Worten des
CSU-Politikers eine Vorreiterrolle im Kampf gegen die Internetkriminalität . Er
hob besonders das hohe Engagement junger Polizisten hervor , die sich trotz
niedrigerer Besoldung nicht von Firmen aus der freien Wirtschaft abwerben ließen
. Außerdem habe vor allem die Zusammenarbeit mit dem Kooperationspartner
jugendschutz.net seit 1997 gefruchtet . Die länderübergreifende Stelle zur
Wahrung des Jugendschutzes in den Online-Medien sucht und überprüft mit Hilfe
von Suchmaschinen über Nacht das Netz auf entsprechende Angebote und bringt sie
zur Anzeige . Die Zahl der Hinweise sei im vergangenen Jahr auf mehr als das
Doppelte angestiegen , die Zahl der Straffälle aber gleich geblieben ,
bilanzierte Beckstein . Neben der Kinderpornografie gibt es vor allem
verfassungsfeindliche Äußerungen von Rechts wie Links sowie Wirtschafts- und
Computerkriminalität . Ein wichtiger Ansatz in der Verfolgung der Täter bestehe
darin , deren Verbindungsdaten länger zu speichern . Häufig sei die
Internet-Protokoll-Adresse ( IP ) zu schnell gelöscht und der Verfasser nicht
mehr ausfindig zu machen , sagte Beckstein . Peter Paul Gantzer kritisierte
diesen Ansatz . " Wir suchen an der falschen Front " , sagte der SPD-Abgeordnete
. Er forderte eine Art Personalausweis oder Zulassung für Internet-Autoren und
Homepage-Hersteller , bevor sie überhaupt im Netz veröffentlichen dürfen .
Susanna Tausendfreund von den Grünen nannte das eine " völlig indiskutable
Forderung " und einen " elementaren Verstoß gegen die Freiheit der Information "
. Dieser Meinung schloss sich auch Beckstein an : " Ein solcher
Legitimierungszwang verstößt gegen die Freiheit des Denkens in fundamentaler
Weise . " Urschrei online Wissenschaftler der Sandia National Laboratories haben
in Zusammenarbeit mit dem New Mexico Museum of Natural History akustische
Experimente an Schädelfossilien von Dinosauriern durchgeführt . Dadurch wurde es
möglich , das Gebrüll der Urtiere zu rekonstruieren . Mehrere Knochenfunde
wurden zu diesem Zweck tomographisch gescannt , um ein dreidimensionales Bild im
Rechner zu erzeugen . Danach berechnete der Computer , wie es klingen würde ,
wenn Luft durch die erzeugte Konstruktion gepresst wird . Einige der dabei
entstandenen Laute ähneln überraschenderweise dem Walgesang . Im Internet kann
man sich die simulierten Brüllproben verschiedener Dinos wie dem Parasaurolophus
jetzt anhören . Auf der Electronic Entertainment Expo in Los Angeles hat
Nintendo den offiziellen Starttermin des Gamecube in den USA bekanntgeben . Noch
bevor Nintendo die neue Spielemaschine der Presse vorstellen konnte , sind erste
Informationen über die endgültigen Spezifikationen durchgesickert . Demnach soll
das Herz der Konsole , die PowerPC-Variante Gekko von IBM , nun doch höher als
erwartet getaktet werden . Mit 485 MHz liegt sie immerhin 80 MHz über dem vorher
angenommenen Wert . Stattdessen soll der Grafikchip Flipper , der von der
ATI-Tochter ArtX hergestellt wird , jetzt nur noch mit 162 statt 202,5 MHz
betrieben werden . Nintendo setzt dafür voll auf Speicherbandbreite und geringe
Latenzzeiten . Der Grafikchip besitzt 3 MByte On-Chip-RAM , von denen 2 MByte
für den Frame- und Z-Buffer und 1 MB für S3TC-komprimierte Texturen vorgesehen
sind . Die Bandbreite für Texturen soll bis zu 10,4 GB pro Sekunde betragen .
Die insgesamt 40 MB Hauptspeicher teilen sich in 24 MB MoSys 1-Transistor SRAM
und 16 MB SDRAM auf . Der Hauptspeicher soll einen Datendurchsatz von 2,6 GByte
pro Sekunde bieten . Mit Grafikeffekten wurde nicht gegeizt : Unter anderem
sollen bei einer Farbtiefe von 24 Bit Nebeleffekte , Subpixel Antialiasing ,
acht Hardware-Lichter , Alpha Bending , Multi-Texturing , Bump-Mapping ,
Environment Mapping , Mip-Mapping und anisotrophe Textur-Filterung geboten
werden . Der Ton wird von einem 81 MHz schnellen Macronix-Soundchip mit
16-Bit-DSP erzeugt . Der Baustein soll mit 48 KHz Abtastrate ausgestattet werden
und 64 Soundkanäle gleichzeitig wiedergeben können . Zur Kodierung/Dekodierung
wird der ADPCM-Codec verwendet . Als Massenspeicher kommt ein optisches Laufwerk
von Matsushita zum Einsatz . Auf die drei Inch großen Medien sollen etwa 1,5 GB
Daten passen . Über zwei serielle Schnittstellen , einen parallelen Port sowie
zwei Memory-Card-Slots wird man das Gerät mit zusätzlicher Hardware ausstatten
können . Des Weiteren lassen sich vier Gamecontroller an den Würfel anschließen
. Ein eingebautes Modem oder eine Netzwerkkarte ist im Gegensatz zu Microsofts
X-Box nicht vorgesehen . Allerdings will Nintendo ein externes Modem anbieten .
Ebenso sollen auf der E3 bereits erste Spiele für den Gamecube vorgestellt
werden . Ein Preis steht bis dato noch nicht fest , Insider rechnen jedoch mit
rund 200 US-Dollar . Nintendo macht mehr Gewinn durch schwachen Yen Der führende
Hersteller von Spielekonsolen Nintendo hat im vergangenen Geschäftsjahr mehr
Gewinn erwirtschaftet als ursprünglich erwartet . Der Konzern profitierte dabei
von der schwächelnden japanischen Währung . Wie der Konzern nun weiter mitteilte
, sollen bis zu zehn Prozent der eigenen Aktien zwecks Annullierung
zurückgekauft werden . Nintendo-Präsident Hiroshi Yamauchi wies derweil außerdem
ein weiteres Mal Spekulationen über eine Übernahme des angeschlagenen
Konkurrenten Sega zurück . Aiwa schließt alle japanischen Werke Der Audio- und
Video-Equipment-Hersteller Aiwa hat am heutigen Mittwoch verlauten lassen , alle
seine fünf japanischen Fabriken bis Ende März 2002 schließen zu wollen . Wie ein
Sprecher von Aiwa dazu bemerkte , plane man bereits jetzt ein Programm zum Abbau
der Belegschaft in den betroffenen Werken . Die Produktion soll danach von den
Fabriken in Malaysia und Indonesien übernommen werden . Die Maßnahme ist Teil
eines Restrukturierungsprogramms des zu 50,6 Prozent zu Sony gehörenden
Elektronikriesen . Hier sei Aiwa kein Einzelfall . Die Firma hofft jetzt durch
Konzentration auf Gewinn bringende Märkte sowie Kostenreduzierungen bis 2003
wieder schwarze Zahlen schreiben zu können . Hightech-Produktion bedroht
Gorilla-Bestand Der Abbau des für die Hightech-Industrie wichtigen Tantal-Erzes
Coltan bedroht nach Darstellung der Naturschutzorganisation Pro Wildlife die
kleine Population von Grauer-Gorillas in der Demokratischen Republik Kongo .
Mehr als 10.000 Minenarbeiter sollen derzeit im Ka-huzi-Biega-Naturschutzgebiet
Jagd auf bedrohte Tierarten machen , um ihren Nahrungsbedarf decken zu können .
Dr. Sandra Altherr , Sprecherin von Pro Wildlife , meinte gegenüber heise online
, dass der Erzabbau durch die Konflikt-Parteien des Bürgerkrieges , der momentan
in dem Land wüte , besonders vorangetrieben werde , da man Geld für Waffen und
militärische Ausrüstung benötige . Durch den gesteigerten Erzabbau sei der
Bestand an Grauer-Gorillas bereits von 8.000 auf knapp 1.000 Tiere gesunken .
Die Weltnaturschutzgesellschaft IUCN warnte bereits vor einem Verlust des
Artenreichtums in dem von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärten Park . " Es ist
nicht auszuschließen , dass die Zerstörung der Artenvielfalt von den
Kriegsparteien sogar gewollt ist " , befürchtete Dr. Altherr . Pro Wildlife
appelliere deshalb an die Wirtschaft , nicht länger Tantal-Erz aus der
Demokatischen Republik Kongo zu kaufen . Das seltene Tantal wird vor allem von
der Computer- und Handy-Industrie benötigt , unter anderem für
Tantal-Kondensatoren und bestimmte Leiterplattenmaterialien . Auf der Welt sind
bis jetzt nur sechs größere Erzvorkommen bekannt , weshalb die Preise für das
Metall in den letzten Jahren stetig in die Höhe gestiegen sind . Siehe dazu auch
Tantalusqualen beim Kauf eines Mobiltelefons ? in Telepolis . HP mit
Gewinnwarnung und Straffung des Managements Der zweitgrößte Computerkonzern der
Welt , Hewlett-Packard , gab am heutigen Mittwoch eine Gewinn- und Umsatzwarnung
für das am 30. April auslaufende zweite Quartal des Geschäftsjahres 2000/2001
heraus . Man rechne nun mit einem Umsatzrückgang von zwei bis vier Prozent im
Vergleich zum Vorjahresquartal . Gleichzeitig gab man bekannt , das Management
der Firma um 3000 Stellen weltweit verkleinern zu wollen . Auf Nachfrage von
heise online versicherte eine Sprecherin von HP Deutschland , dass dieser
Schritt keine Entlassungen zur Folge haben solle . Es werde schlimmstenfalls zu
einigen Versetzungen kommen , da in anderen Bereichen genug Arbeitsbedarf
bestehe . Man wolle zurück zum " Lean Management " . HP begründete das
schlechtere Ergebnis mit den rasch sinkenden Ausgaben der Verbraucher für
Informationstechnologie . Außerdem dehne sich jetzt die Konjunkturflaute von
Amerika auch auf andere Bereiche der Welt aus , vor allem Europa , erklärte die
Konzernchefin Carly Fiorina . " Die jüngsten europäischen PC-Markt-Daten weisen
darauf hin , dass die Abschwächung in Europa den gleichen Trend widerspiegelt ,
den wir auch schon in den USA gesehen haben " , betonte sie . Ehemaliger
FCC-Chef im Handspring-Vorstand Der PDA-Spezialist Handspring hat den früheren
Vorsitzenden der Federal Communications Commission ( FCC ) , William Kennard ,
in den Vorstand berufen . Durch diesen Schritt möchte Handspring seinen Vorstoß
in den Kommunikations-Sektor noch weiter unterstreichen . " In Zukunft wird sich
die Handheld-Technologie zu drahtlosen Kommunikationgeräten weiterentwickeln " ,
prophezeite Handspring Chefin Donna Dubinsky . " Aus diesem Grund benötigen wir
schon jetzt ein Team , das die Firma Handspring in diese Zukunft führen kann . "
William Kennard hatte die FCC am 19. Januar 2001 verlassen . Er wurde in der
amerikanischen Öffentlichkeit besonders durch sein Engagement für Projekte
bekannt , die möglichst allen Amerikanern Zugang zum Internet verschaffen
sollten . Vögel kopieren klingelnde Handys Stare , Drosseln und Amseln können
Handy-Klingeltöne imitieren . Das behauptet Mike Everett , Sprecher des
britischen Vogelschutzbundes . Er erklärte dazu in einem Interview mit der
Zeitung The Independent : " Singvögel haben sich seit jeher durch Geräusche von
Menschen Inspirieren lassen , um ihren Balzgesang aufzuwerten . " Er sagte
weiter , dass Vögel bekanntermaßen zum Beispiel das Quietschen von Bremsen oder
Pfeifen imitieren würden , um es in ihre Lieder einzubauen . Schon vor einer
Woche sendete das dänische Fernsehen einen ähnlichen Bericht : Peter Anderson ,
ein Mitarbeiter des dänischen ornithologischen Instituts , wollte selbst gehört
haben , wie Amseln Handy-Signale imitierten . heise online gegenüber bestätigte
Anderson die Begebenheit und bemerkte , dass diese Kuriosität bei solchen Vögeln
schon länger bekannt wäre . Dennoch sei so ein Schauspiel nicht oft zu
beobachten . Dr. Detlef Schorf von der staatlichen Vogelwarte Hamburg konnte dem
beschriebenen Erlebnis allerdings wenig Glauben schenken . Auf Nachfrage von
heise online sagte er : Weiter erklärte Schorf , dass der normale Gesang von
Vögeln oft von Menschen als vermeintlich kopierte Melodie fehlinterpretiert
werde . Dies sei höchst wahrscheinlich auch in diesem Fall anzunehmen .
Palm-Verluste höher als erwartet Die Verluste beim PDA-Hersteller Palm fallen
vermutlich doppelt so hoch aus wie ursprünglich erwartet . Das gab der
Hersteller heute in einer Prognose für das vierte Quartal bekannt . Auch beim
Umsatz dämpft Palm die Erwartungen . Palm-CEO Carl Yankowski und Finanzchefin
Judy Brune machten Schwierigkeiten bei der Markteinführung der neuen PDA-Modelle
m500 und m505 für das schlechte Ergebnis verantwortlich . Die Produktion der
Organizer sei langsamer angelaufen als erwartet , was sich auch auf die
Verfügbarkeit ausgewirkt habe . Auch die Preissenkungen bei den älteren Modellen
hätten bisher nicht den gewünschten Erfolg gebracht . " Die Verkäufe gehen
weltweit nach wie vor schleppend voran " , bestätigte Bruner . Als Konsequenz
wird das Unternehmen nun doch nicht , wie im März dieses Jahres angekündigt ,
die Firma Extended Systems kaufen . Extended Systems-Chef Steve Simpson bemerkte
dazu , man sei " in Freundschaft auseinandergegangen " , und erwarte trotzdem
für die Zukunft eine enge Zusammenarbeit mit Palm . Flagge zeigen per Handheld
Seit den jüngsten Terroranschlägen auf die USA rufen viele US-Bürger dazu auf ,
Solidarität zum eigenen Staate zu zeigen , wo immer es geht . Einige US-Firmen
verteilen jetzt sogar Programme , mit denen Handheld-Nutzer die amerikanische
Flagge auf ihrem PDA darstellen lassen können . Palm-OS-PDA-Nutzer können
beispielsweise das Banner mit dem Programm Pocketflag auf ihrem Kleincomputer
wehen lassen . Für die Pocket-PC-Version der " Stars and Stripes " benötigt der
User allerdings noch einen Flash-Player der Firma Macromedia . Dafür lässt sich
die Animation aber auch auf dem Desktop-PC installieren . Von Trauer über die
schrecklichen Ereignisse ist während des Programmablaufs allerdings nichts zu
sehen : Keine der dargestellten Flaggen weht auf Halbmast . MSN Messenger
überholt AOL Instant Messenger Nach einer Studie des Analysten Jupiter Media
Metrix hat der MSN Messenger den AOL Instant Messenger in Puncto Beliebtheit
überholt . Demgegenüber sollen nur 29,1 Millionen das Konkurrenzprodukt von AOL
nutzen . In diesen Zahlen ist allerdings ICQ , das ebenfalls AOL gehört , nicht
enthalten . Laut Microsoft soll das Engagement in Bezug auf den MSN Messenger
noch weiter verstärkt werden . Microsoft erhofft sich so eine gesteigerte
Nutzung der Websites , die an das MSN-Network angeschlossen sind , und daraus
resultierend natürlich höhere Werbeeinnahmen . 3D-Fußball von Intel
Chiphersteller Intel will am heutigen Donnerstag eine Software vorstellen , die
es Sportfans ermöglicht , sich komplette Fußballspiele in einer 3D-Simulation
über das Internet anzuschauen . Serverseitig wird die Anwendung für Irix- und
Windows-NT/2000-Systeme zur Verfügung stehen . Erstaunlicherweise soll bereits
eine Leitungskapazität von 28,8 KBit/s ausreichen , um in den Genuss eines
virtuellen Spieles zu gelangen . An Hardware-Voraussetzungen sollte man dabei
mindestens einen Celeron mit 300 MHz und 32 MByte RAM bei Windows9x oder 128
MByte RAM bei Windows NT/2000 mitbringen . Über die Hardware-Anforderungen bei
Mac-OS-Systemen ließ man bis jetzt noch nichts verlauten . Zur Einführung des
Systems plant Orad Net nur eine begrenzte Anzahl von historischen Fußballspielen
anzubieten . Die Entwicklung von TOPlay ist Teil einer Initiative von Intel ,
die zum Ziel hat , durch entsprechende Anwendungen Hardware und Internet enger
miteinander zu verknüpfen - in der Hoffnung , dies fördere weiter den Absatz
möglichst leistungsfähiger Prozessoren . Schuldenabbau durch Entlassungen bei
Sega Videospiele-Hersteller Sega verkündete am heutigen Donnerstag auf einer
Pressekonferenz die Pläne zur Reduzierung seiner Schuldenlast , um endlich
wieder in die Gewinnzone zu kommen . Erreichen will man dies durch Stellenabbau
und Konzentration auf Gewinn bringende Märkte . So soll die bisherige
Belegschaft der Firma von 1081 auf 700 Mitarbeiter bis März 2002 gekürzt werden
. Nachdem Sega bereits Ende Januar dieses Jahres beschlossen hatte , sich mit
dem Stopp des Dreamcast-Systems endgültig vom Konsolengeschäft zurückzuziehen ,
plant der Konzern nun seine Kräfte auf die Entwicklung von Videospielen zu
konzentrieren . Die Dreamcast-Konsole wird die Firma aber wohl noch einige Zeit
belasten . Verluste mit Lichtblick bei Akamai Das geht aus einem von der
Konzernleitung veröffentlichten Bericht hervor . Nach Meinung der Konzernführung
kein Grund , schwarz zu sehen - sind doch die Zahlen des operativen Geschäfts
für dieses Quartal weitaus besser ausgefallen als ursprünglich von den Analysten
angenommen . Auch die Verkaufszahlen haben kräftig zugelegt . CEO George
Conrades meinte , dass sich der positive Trend auch im nächsten Quartal
fortsetzen werde . Die momentane Durststrecke des Unternehmens hänge seiner
Meinung nach mit der gegenwärtig zurückgehenden Nachfrage an E-Commerce-Lösungen
zusammen . Diese werde aber seiner Ansicht in Zukunft wieder steigen . Schon
Anfang diesen Monats kündigte das Unternehmen an , wegen der kränkelnden
Nachfrage 182 Mitarbeiter zu entlassen , was etwa 14 Prozent der
Gesamtbelegschaft entspricht . Akamai verfügt nach eigenen Angaben über 8.000
Server in 54 Ländern und 460 Telekommunikationsnetzwerken . Anfragen an stark
frequentierte Webseiten wie Yahoo oder CNN werden auf diese Server umgeleitet ,
wodurch sich der Datenverkehr im Internet verringert und die Seiten schneller
erreichbar sind . 20 Prozent Gewinnzuwachs bei EMC Nach dem am heutigen
Donnerstag veröffentlichten Quartalsberichts stiegen die Gewinne bei EMC ,
Hersteller von Massenspeicherlösungen , um 20 Prozent im Vergleich zum
Vorjahresquartal . Damit entsprach EMC zwar den Erwartungen der Analysten ,
diese hatten aber die Prognosen bereits nach unten reduziert . Vor einer
Umsatzwarnung des Konzerns war die Börse von einem Gewinn von 20 Cents pro Aktie
ausgegangen . Der Konzern begründete den nicht den ursprünglichen Erwartungen
entsprechenden Gewinnzuwachs mit schwächerer Nachfrage im Bereich der
Highend-Speicherlösungen . Dennoch sei man positiv gestimmt , das jetzt noch
schwache Wachstum wieder steigern zu können . Zuletzt war der Konzern durch
seine Pläne , 700 Mitarbeiter entlassen zu wollen , in die Schlagzeilen geraten
. Auch die Ausfälle bei dem mit EMCs Speicherlösungen ausgestatteten Webhoster
Strato sorgten zumindest hierzulande für negative Stimmung bei dem Konzern .
Handspring legt auf US-Markt weiter zu Der Palm-Clone-Hersteller Handspring
konnte seine Marktposition in den USA weiter ausbauen . Nach einem Bericht von
PC Data kontrollierte der Handheld-Produzent Ende Februar einen Marktanteil von
28 Prozent ( im Vormonat noch 26 Prozent ) . Demgegenüber schwand die Marktmacht
von Konkurrent Palm ein wenig . Statt der Ende Januar ermitteltem 61 Prozent
konnte Palm nur noch 59 Prozent an Marktanteilen für sich verbuchen . Nicht viel
getan hat sich hingegen bei den Firmen , die Microsofts Pocket-PC-System
lizenzierten : Compaq , HP und Casio teilten sich zusammen , wie auch schon im
Vormonat , 9 Prozent des Marktes - im Vergleich zu Europa , wo die Pocket PCs
zulegen konnten , sicherlich noch ein recht mageres Ergebnis . Auch wenn
Handspring mit seinen PDAs den Vorsprung zu seinem Lizenzgeber etwas verkleinern
konnte , so ist das für die Firma noch kein Grund zum Jubeln : Analysten sind
der Meinung , dass auch Handspring nicht vom momentanen harten Konkurrenzkampf
auf dem Handheld-Markt verschont bleiben werde . Abgespeckte Jornadas von HP
Hewlett Packard hat die Absicht , auf der CeBIT eine kleinere Version seines
PocketPC für das mittlere Preissegment vorzustellen . Der Jornada 525 ist an
sich kein neues Gerät , sondern eher ein mit günstigeren Bauteilen versehener
Jornada der 540er-Reihe . So hat man bei diesem Modell auf das teure
High-Colour-Display verzichtet , und stattdessen eines mit 256 Farben eingesetzt
. Für die große Masse der Anwender dürfte die Farbtiefe ohnehin eine eher
untergeordnete Rolle spielen . Ärgerlicher ist da schon die Sparmaßnahme an der
Docking-Station . Auch das solide Metallgehäuse des 545er musste einem
Plastikgehäuse ohne Schutzklappe weichen . Immerhin sinkt dadurch aber das
Gewicht von 260 auf 230 Gramm . Die übrigen technischen Daten sind identisch mit
denen eines Jornada 545 . Der Handheld soll Mitte April zu einem Listenpreis von
800 Mark in die Läden kommen . Der Handheld-PC ist baugleich mit dem vor einigen
Monaten vorgestellten Jornada 720 , verzichtet jedoch auf ein eingebautes Modem
. Der mit dem WinCE 3.0-Derivat " Handheld PC 2000 " betriebene Kleinstrechner
ist mit einer Reihe von Anwendungen ausgestattet , darunter Pocket Powerpoint
und Pocket Access . Der Listenpreis für den Handheld soll 1700 Mark betragen .
Stoff für Adobes eBook-Reader Als deutschlandweit erster Anbieter plant der
eBook-Shop dibi , ab dem ersten April auch verschlüsselte Dateien im Format für
Adobes eBook-Reader zu verkaufen . Die bislang nur für das Rocket eBook
erhältlichen " Bücher " sollen aber weiterhin im Angebot bleiben . Da die
Software zum Lesen der eBooks von Adobe auf jedem PC oder Laptop installiert
werden kann , werde jeder PC-Besitzer in der Lage sein , den virtuellen
Lesestoff zu verwenden , hieß es bei dibi . Unter dem Anfangsangebot sollen sich
Autoren wie Marcel Reich-Ranicki , Erich Fromm , Harry Rowohlt , Wolfgang
Holbein und Philip K. Dick befinden . Der eBook-Händler dibi ist seit 1998 in
diesem Geschäft tätig , betreibt seit Juni 2000 das auf elektronische Bücher
spezialisierte Verkaufssystem im Internet und ist nach eigenen Angaben der
größte deutsche Verlag für Medien dieser Art . Dell überholt Compaq als
PC-Hersteller Nummer 1 Nach sieben Jahren der unumstrittenen Herrschaft von
Compaq an der Weltspitze der Computer-Hersteller hat Dell jetzt den König von
seinem Thron gestürzt . Nach einem Bericht von Gartner Dataquest lag Dell im
vorigen Quartal mit 12,8 Prozent Marktanteil vor der Firma Compaq , die diesmal
nur 12,1 Prozent für sich beanspruchen konnte . Eine Premiere besonderer Art
vermeldet Gartner zudem , der die Branche schockieren dürfte : Laut der
Gartner-Studie ist dies das erste Mal in der Geschichte der PC-Industrie . Im
vergangenen Quartal war Dell fast der einzige PC-Produzent , der mit größeren
Zuwachsraten aufwarten konnte . So wuchs der Verkauf von Desktops , Notebooks
und Intel-basierten Server-Systemen bei Dell um 34,3 Prozent weltweit . Selbst
in den in letzter Zeit krisengeschüttelten USA konnte Dell noch ein Wachstum von
30,7 Prozent erzielen . So gut wie alle anderen Hersteller - auch Compaq -
mussten Einbrüche hinnehmen . So gingen die Verkäufe innerhalb der USA bei
Compaq um 17,9 Prozent zurück , weltweit nahm der Absatz nur um 0,3 Prozent zu .
Compaq selbst ist der Ansicht , die Zahlen würden das Bild leicht verzerrt
wiedergeben und wenig über die Situation der einzelnen Firmen aussagen . So sei
Compaq im profitablen Sektor der Intel-basierten Server-Systeme immer noch die
Nummer 1 der Welt . Im letzten Quartal habe man mit diesen Techniken 90 Prozent
des Firmenumsatzes erwirtschaftet . Schlechte Stimmung auch bei Hewlett Packard
: Obwohl der Konzern zeitweise im Jahr 2000 höhere Wachstumsraten als Dell zu
verzeichnen hatte , litt man im letzten Quartal am meisten von den " großen Vier
" unter der Konjunkturflaute in den USA . So gingen die Verkäufe in den
vereinigten Staaten um 24,7 Prozent und weltweit um 3,5 Prozent zurück . Mit 7,3
Prozent Marktanteil schloss HP den ersten Abschnitt des Jahres 2001 leicht
angeschlagen ab . IBM hatte da schon weniger Grund zur Traurigkeit , konnte die
Firma doch allein in den USA eine Zunahme beim PC-Absatz um 19,1 Prozent
verzeichnen . Mit einem weltweiten Verkaufsanstieg von 7 Prozent konnte Big Blue
seinen Marktanteil um 0,2 Prozent auf 6,2 Prozent verbessern . Die Analysten von
Gartner Dataquest sind der Ansicht , Dell werde auch weiterhin seine Führung in
diesem Bereich festigen können , Dell habe die kommende Rezession in den USA
früh genug erkannt und entsprechende Maßnahmen ergriffen . Klage wegen
Elektrosmog gegen Mobilfunkkonzerne Unter den 25 beschuldigten Firmen befinden
sich unter anderem die Mobilfunk-Provider Verizon Wireless , Sprint PCS und
Nextel . Aber auch die Handy-Hersteller Motorola , Nokia und Ericsson sind unter
den Beklagten . Der Anwalt möchte in den Verfahren , die er bereits vor einiger
Zeit ankündigte , Beweise dafür erbringen , dass die von den Firmen vertriebenen
Headsets und Handys Elektrosmog auslösen und deshalb eine gesundheitsschädliche
Wirkung auf Gehirn und Nerven haben , ja sogar Krebs auslösen können . In einem
weiteren Fall vertritt Angelos auch einen Neurologen , der durch den Elektrosmog
seines Headsets einen Hirntumor bekommen haben soll . Die beklagten Firmen
ihrerseits reagierten in der Zwischenzeit gelassen auf die Vorwürfe . Norman
Sandler , Direktor bei Motorola , meinte gegenüber der Washington Post , dass
bisher noch niemand glaubhaft eine Schädigung der Gesundheit durch Handys
wissenschaftlich nachweisen konnte . Nancy Stark , Sprecherin von Verizon ,
pflichtete mit den Worten bei : " Bisher konnte nicht ein einziger Beweis dafür
erbracht werden , dass die Benutzung von Handys sich in irgendeiner Form auf die
menschliche Gesundheit auswirkt . " Elsas Internet-by-Call durch
Callino-Abschaltung vom Netz Die Abschaltung von Telefonie-Anbietern durch die
Telekom führt auch bei Resellern zu Problemen : Das bestätigte heute ein
Sprecher der Elsa AG gegenüber heise online . Er erklärte , man könne den Dienst
nicht anbieten , da die Leitungen , die vom Telecom-Provider Callino
bereitgestellt wurden , am Mittwoch von der Deutschen Telekom gekappt wurden .
Elsa befindet sich nach Angaben des Firmensprechers bereits in Verhandlungen mit
einem neuen Provider , um den Dienst so schnell wie möglich wieder anbieten zu
können . Den Namen des potenziellen neue Partners wollte Elsa allerdings noch
nicht nennen ; der Sprecher versicherte aber , dass man sich diesmal auf ein
Unternehmen stützen werde , das anders als Callino oder TelDafax über eine
gesicherte Finanzlage verfüge und deshalb besser für eine langfristige
Partnerschaft geeignet sei . Wie lange das Angebot auf die reinen Webdienste
beschränkt ist , sei noch nicht klar . Man hoffe bereits in den nächsten Tagen
wieder einen Internet-by-call-Zugang anbieten zu können , hieß es bei Elsa . Bis
dahin sollten sich Elsanet-Kunden aus dem Angebot anderer Provider bedienen .
Transmeta-Ergebnis schlechter als erwartet Der Quartalsbericht von
Chip-Hersteller Transmeta fällt schlechter aus als ursprünglich von Analysten
angenommen . Transmetas CEO Mark Allen zeigte sich mit dem Ergebnis trotz der
hohen Verluste zufrieden : " Die Verkaufszahlen sprechen eine deutliche Sprache
, was die Nachfrage an stromsparenden Prozessoren wie den Crusoe angeht . " Der
Mobile-Computing-Markt sei noch immer stark am wachsen , weshalb auch im
nächsten Quartal noch mit einer Steigerung des Chip-Absatzes bei Transmeta
gerechnet werden könne . Transmetas Prozessor Crusoe ist kleiner und verbraucht
weniger Strom als Chips der Konkurrenten Intel oder AMD . Die Firma hofft
deshalb in Zukunft auf dem Sektor der mobilen Computer und auch besonders platz-
und stromsparender Server weiter zuzulegen , auch wenn Crusoe-Produkte im
Vergleich zu den Konkurrenz-Geräten immer noch recht dünn gesät sind . J.D.
Edwards Software-Suite für Pocket-PC statt Palm J.D. Edwards , Anbieter von
Business-Lösungen , plant sein Corporate Software Programm exklusiv für
Microsofts Pocket-PC-System zu vermarkten , statt Palm den Vorzug zu geben .
Dies kündigte Microsoft-Chef Steve Ballmer bei der CTIA Wireless Conference in
Las Vegas an . Microsoft hat diesen Sieg für seine Pocket-PCs bitter nötig , da
die meisten Nutzer in den USA immer noch PDAs auf Palm-Basis verwenden .
Zusammen halten Handhelds mit Palm OS ( Handspring und Palm ) in den USA
immerhin einen Marktanteil von 87 Prozent . Demgegenüber sehen die 9 Prozent
Marktanteil der großen drei Pocket-PC-Hersteller ( Compaq , HP und Casio ) doch
recht mager aus . PDA-Toys und Bluetooth-Drucker bei HP Auch Hewlett-Packard
zeigte auf seiner heutigen CeBIT-Pressekonferenz Neues für mobile Anwendungen .
Das gezeigte Kamera-Modul für den Compact-Flash-Slot bei Hewlett Packards Pocket
PCs soll sich bereits in der Produktionsphase befinden und in naher Zukunft auch
hierzulande erhältlich sein . Mit der Mini-Cam sollen Bilder in Photo-Qualität
schnell und einfach geschossen und über das Internet versendet werden können .
Zum Preview wird der PDA-eigene Farbbildschirm benutzt . Das " Jornada Mobile
Phone " , das eine Kombination aus Handy und PDA darstellt , war leider nur als
Prototyp zu bestaunen . Über eine mögliche Serienreife des Gerätes sowie weitere
technische Daten wollte HP sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiter äußern .
Das Gerät machte allerdings einen sehr eleganten Eindruck , ist es doch kaum
größer als ein normaler Jornada 540 . Der einzige bemerkbare Unterschied ist die
etwa 2,5 cm kurze Handy-Antenne , die dezent an der Oberseite des Handhelds
herausragt . Zudem plant HP , besonders im Bluetooth-Bereich mächtig zuzulegen .
Der neue HP Deskjet 995C soll als erster Tintenstrahl-Drucker mit eingebauter
Bluetooth-Fähigkeit bereits ab dem morgigen Donnerstag auf dem HP-Stand
präsentiert werden . Des Weiteren will HP auch für alle anderen Drucker der
Deskjet 9xx- , sowie der Laserjet 1xxx-Serie Blutooth-Erweiterungen anbieten .
Entsprechende Produkte oder Vorserienmodelle konnte HP bisher jedoch noch nicht
zeigen . Vivendi will MP3.com kaufen Nach eigenen Angaben werde der Betrag in
bar und mit eigenen Aktien beglichen . MP3.com war vor einigen Monaten durch
Urheberrechtsstreitigkeiten mit zahlreichen Musikfirmen in die Schlagzeilen
geraten . Die Einigung mit den Plattenlabels kostete das Unternehmen
nachträgliche Lizenzzahlungen in Millionenhöhe . Siehe hierzu auch den
Telepolis-Artikel : Deutschland Europameister beim Softwareklau Das geht aus
einer Studie hervor , die heute vom Industrieverband Business Software Alliance
( BSA ) veröffentlicht wurde . Deutschland belegt damit nach BSA-Angaben
europaweit vor Großbritannien ( 498 Millionen ) und Frankreich ( 481 Millionen )
den ersten Platz der Verlustliste . Nach Japan ( 1,6 Milliarden ) und China (
1,1 Milliarden ) folgen dann die Deutschen auf dem vierten Platz . Dagegen
scheint es in China bei einem Raubkopie-Anteil von 94 Prozent kaum einen Rechner
geben , der mit Originalsoftware bestückt ist . Erster Palm-OS-PDA mit 16 MByte
Handheld-Hersteller Handspring hat seiner Produktpalette einen weiteren PDA
hinzugefügt . Der Visor Pro bringt als erster Palm-OS-PDA von Hause aus 16 MByte
Speicher mit und ist für professionelle User gedacht , die größere Datenmengen
auf ihrem PDA verwalten möchten . Der Handheld läuft noch unter der älteren
Systemversion 3.5.2 . In Gewicht und Größe ähnelt er dem Visor Platinum . Der
Mini-Rechner verfügt über ein Graustufendisplay , dessen unterer Teil die
üblichen Palm-OS-Bedienelemente enthält . Im Innern verrichtet ein Motorola
Dragonball-Prozessor seinen Dienst , der mit 33 MHz getaktet wird . Wie alle
anderen Modelle wurde auch der Visor Pro mit einem Springboard-Slot bedacht ,
der den Anschluss von Hardware-Ergänzungen wie MP3-Player , Backup-Modulen oder
einer GSM-Erweiterung ermöglicht . Für etwa 860 Mark soll der PDA in Deutschland
ab sofort zu haben sein . HP : Noch kein Ende der Krise in Sicht Ein Ende der
Konjunktur-Flaute in den USA ist nach Ansicht der Chefin des Computerkonzerns
Hewlett-Packard , Carleton S. Fiorina , nicht in Sicht . " Es wird auch im
zweiten Quartal keine rasche Erholung geben " , sagte die HP-Präsidentin am
Mittwoch am Rande der Computermesse CeBIT in Hannover . Europa bleibe von der
US-Entwicklung ebenfalls nicht verschont . HP habe im vergangenen Jahr noch ein
Umsatzwachstum von 15 Prozent erzielt , im ersten Quartal 2001 sei das Wachstum
auf zwei Prozent geschrumpft . Prognosen seien jedoch schwierig . " Es ist so ,
als würde man im Nebel navigieren . " Unabhängig von den Turbulenzen an der
Börse habe der Einfluss der Informationstechnologie auf das Leben der Menschen
gerade erst begonnen , meinte die HP-Chefin , die seit 1999 den US-Konzerns
leitet . Drei große Trends , so Fiorina , würden künftig die
Informationstechnologie bestimmen : Zum einen erlebe man einen Boom von mobilen
Geräten , mit denen man über das Netz überall Informationen abrufen könne . Der
zweite Trend seien " nützliche e-Services " . Darunter habe man Programme ,
Prozesse und Werte zu verstehen , die über das Web zur Verfügung gestellt werden
. Dritter Trend sei die Allgegenwart einer " Always-on-Infrastruktur " . Das
Netz müsse also nicht eigens eingeschaltet werden , sondern stehe ständig zur
Verfügung . Fiorina kündigte an , HP werde sich an dem Mobilitätsportal
beteiligen , das von Volkswagen , Microsoft Network ( MSN ) und gedas entwickelt
wurde . Über Kleinstcomputer wie den HP Journada könnten im Auto nützliche
Mehrwertdienste rund um die Themen Reisen , Auto und Mobilität angeboten werden
. Intel glaubt an baldiges Ende der PC-Flaute Intel glaubt wieder an einen
Anstieg der PC-Nachfrage zur zweiten Jahreshälfte . CEO Craig Barret sagte dazu
auf der CTIA-Conference in Los Angeles , der Computermarkt in Europa sei bereits
durchaus zufriedenstellend . Jetzt müsse man den Fokus auf den US-Markt richten
, der im Moment unter der äußerst schwachen Konjunkturlage leide . Doch auch
dort , so meinte Barret , werde die Nachfrage nach neuen PCs mit mehr
Rechenleistung ansteigen . Gute Nachrichten haben Intels Aktionäre bitter nötig
, hat doch der Chiphersteller bereits die dritte Gewinnwarnung in Folge
abgegeben . Dies entspricht einem Abfall von immerhin 25 Prozent . Bisher ist in
Bezug auf die Marktsituation auch noch kein Ende diesbezüglich abzusehen . Ashok
Kumar , Analyst bei der US Bancorp Piper Jaffray konnte sich der Meinung des
Intel-Chefs denn auch nicht anschließen . Seiner Ansicht nach wird das nächste
Halbjahr keine Periode der Wiederherstellung des PC-Marktes sein . Kritik an
MP3.com-Übernahme wächst Die Übernahme des Internet-Musikhändler MP3.com durch
den französischen Medienkonzern Vivendi stößt zunehmend auf Kritik . So argwöhnt
etwa die Handelsorganisation Digital Media Association , dass die großen
Konzerne ihre Geldreserven benutzen , " um kleineren Online-Unternehmen die
Chance zu nehmen , am Markt Fuß zu fassen " . Jetzt werden Stimmen lauter , die
davon ausgehen , Vivendi habe aus reinem Kalkül prozessiert , um den
Konkurrenten zum Schnäppchenpreis schlucken zu können . " Noch vor neun Monaten
waren Vivendi und MP3.com erbitterte Feinde im Streit um Urheberrechte . "
Vivendis Transaktion zeige nun , wie stark das Interesse der Musik-Industrie am
wachsenden Online-Markt wirklich ist , sagte Phil Leigh , Vize-Präsident bei
Raymond Lee & Associates , in einem Gespräch mit SiliconValley.com . Vivendi
erhält durch den Deal mit MP3.com jetzt die Technologie , um seine Pläne
bezüglich der Erschließung des Internet-Marktes schneller verwirklichen zu
können . Senior Analyst Aram Sinnreich von Jupiter Research meinte dazu : "
Vivendi bezahlt in Wirklichkeit nur für das Vertrauen , das MP3.com bei anderen
Firmen in diesem Bereich genießt " . Intel stoppt Xircoms Mini-PDA Rex Nachdem
Intel bereits das Aus der Xircom-Portreplikatoren PortStation und NetStation
beschlossen hat , versetzt der Chiphersteller nun auch dem Kleinst-PDA Rex den
Todesstoß . Wie bereits auf der Produktinfo-Site des PDA verkündet wird , hat
Intel die Produktion und Entwicklung des Rex 6000 eingestellt . Zum 31. August
will der Chiphersteller auch die Site rex.net vom Netz nehmen . Als Begründung
für den Produktions- und Entwicklungsstopp gibt Intel an , der Organizer passe
nicht in das vorgesehene Produkt-Konzept der Intel-Tochter Xircom . Die Rex-PDAs
hatten erstmals 1997 auf der Comdex ihr Debüt und wurden ursprünglich von der
Firma Franklin Electronic Publishers mit mäßigem Erfolg vertrieben . 1999 kaufte
das damals noch eigenständige Unternehmen Xircom das Produkt auf . Mit der neuen
6000er-Serie , die Xircom mit Touchscreen und verbesserter PC-Anbindung
ausstattete , erhoffte sich die Firma Anfang 2001 bessere Erfolgschancen .
Besondere Innovation des neuen Modells : Noteboook-Besitzer konnten die
Notizkarte zur Synchronisation einfach in einen freien PC-Card-Slot stecken .
Anfängliche Lieferprobleme und ein Fehler in der PC-Anbindung erschwerten den
Vertrieb des Organizers aber . Auf dem deutschen Markt kam das Gerät bis heute
überhaupt nicht an und über das Web werden jetzt nur noch Restbestände
vertrieben . Der telefonische Support-Service wird laut Intel aber schon mit
diesem Jahr auslaufen . Bluetooth-Druckerlösungen bei HP Wie schon auf der
Pressekonferenz angekündigt , präsentiert HP nun auf der CeBIT in Halle 7 seine
neuen Bluetooth-Angebote rund ums Drucken . Der HP DeskJet 995C wird wohl laut
Aussage eines Firmensprechers erst im September dieses Jahres angeboten werden
können . Das eingebaute Modul soll Übertragungsraten von bis zu 723 KBit
ermöglichen , und bereits den Bluetooth-Standard 1.1 unterstützen . Aber auch
auf weitere Updates des Bluetooth-Standards soll der InkJet-Printer vorbereitet
sein . Auf einen Preis wollte man sich bis jetzt noch nicht genau festlegen ,
aber er soll in etwa dem Preis eines mit Bluetooth-Modul erweiterten " normalen
" DeskJet der 9xxer Serie entsprechen , was auf rund 1400 Mark hinausliefe .
Auch für den mobilen DeskJet-Drucker 350C gibt es eine Bluetooth-Lösung . Für
die an den Parallel-Port des Druckers ansteckbare Erweiterung werden bereits
jetzt Bestellungen angenommen . Regulär erhältlich wird das Modul aber erst
Mitte April sein . Das Set beinhaltet eine PCMCIA-Card ( Typ II ) , das
eigentliche Modul für den Drucker sowie Treiber und zusätzliche Software . Laut
Angaben von HP beläuft sich der Preis des Pakets ( ohne Drucker ) auf stolze
1048 Mark . Ein Sprecher des Firmenpartners H-Soft ( welcher die Module für HP
produziert ) meinte allerdings , man werde die Bluetooth-Lösung deutlich unter
diesem Preis anbieten können . Bluetooth für Palm V Auf dem Stand der Firma
Sunderland Technologies in Halle 6 lässt sich die erste Bluetooth-Lösung für
Palm-Geräte der Serie V bewundern . Der gezeigte Prototyp bietet momentan nur
Bluetooth Version 1.0B , soll aber später über ein mitgeliefertes Kabel auch auf
die Spezifikation 1.1 aufrüstbar sein . Als Gegenstück wird die BLUEcard
angeboten , eine PCMCIA-Card ( Typ II ) für Laptops , die über das
WAVEclip-Modul die Kommunikation mit dem Palm ermöglichen soll . Das Set aus
BLUEcard , WAVEclip , Kabeln und Software soll zu einem Preis von 320 US-Dollar
ab Mitte Mai 2001 erhältlich sein . Neuer PDA mit Palm OS Die vormals als TRG
Products bekannte 40-Mann-Firma HandEra will ein Nachfolgemodell ihres
PalmOS-Organizers TRGPro auf den Markt bringen . Besonders auffällig an dem 170
Gramm leichten Gerät sind das Jog-Dial-Rädchen , die Voice-Recorder-Funktion
sowie der neben dem Compact-Flash-Slot zusätzlich eingebaute SD-Slot , der es
ermöglichen soll , auch Erweiterungskarten zu nutzen , die für die neuen Palms
m505 und m500 gedacht sind . Ein Schacht für vier AAA-Batterien soll im
Vergleich zum Vormodell eine doppelt so lange Laufzeit garantieren . Eine
weitere Besonderheit soll der Bereich zum Schreiben von Graffiti-Schriftzeichen
darstellen . Er wird nach Firmenangaben nicht vom Bildschirm getrennt sein ,
sondern virtuell als Grafik angezeigt . Ein Landscape-Modus soll ebenfalls im
Funktionsumfang vorhanden sein . HandEra will Anfang Juni mit einem Preis von
knapp 350 US-Dollar in den USA auf den Markt gehen . Ein Termin für den
Marktstart in Europa steht noch nicht fest . Leicht dürfte es das kleine
Unternehmen aus Iowa mit seinem neuen Produkt nicht haben , da mittlerweile alle
großen PDA-Firmen , die das Palm OS für ihre Geräte verwenden ( Sony ,
Handspring , Palm ) neue Modelle herausgebracht haben und der Organizer-Markt
momentan stagniert . Verbraucherzentrale von Dotwin-Hoax geleimt Die
Verbraucherzentrale Brandenburg hat irrtümlich vor " Schnüffel-Chips " in
Dotwins gewarnt . In einer Pressemitteilung , die von vielen Nachrichtenquellen
bundesweit verbreitet wurde , raten die Verbraucherschützer zur Vorsicht beim
Einsatz der kleinen Pappscheiben , die der Fersehsender Pro 7 zusammen mit
seinen Werbepartnern im Zuge einer Gewinnaktion verteilt . Bereits Anfang Mai
hatte heise online über die angebliche Verschwörung berichtet und die
vermeintlich mit einem Infineon-Chip ausgestatteten Dotwin-Scheiben genauer
unter die Lupe genommen . Mittlerweile distanziert sich die Verbraucherzentrale
Brandenburg von der voreiligen Pressemeldung . Sprecherin Evelyn Dahm erklärte ,
dass Mitarbeiter aus der Technik-Redaktion die Warnung von einer vermeintlich
renommierten Quelle erhalten hätten . Durch einen weiteren Bericht hätten sich
die Kollegen dann in ihrer Annahme bestätigt gesehen . Compaqs drahtlose Zukunft
im Bund mit Intel Computer-Hersteller Compaq plant , Intels Personal Internet
Client Architecture Modell ( PCA ) für Handhelds mit drahtloser Kommunikation zu
unterstützen . Im Gegenzug erwählt Chipriese Intel Compaqs Pocket PC iPAQ als
Referenz-Plattform für seine zukünftigen Pläne . Gleichzeitig wollen die beiden
Konzerne gemeinsam die Softwareentwicklung für PDAs vorantreiben , die auf dem
PCA-Modell basieren . " Intel und Compaq haben in den letzten Jahren sehr gut
und eng Zusammengearbeitet " , betonte Ron Smith , Intel-Vize des
Unternehmenszweiges drahtlose Kommunikation . " Der neue Marktzweig , der sich
momentan eröffnet , ist eine gute Gelegenheit , diese Partnerschaft noch weiter
zu vertiefen . " Auch Sean Burke , Vize-Präsident des PDA-Bereiches bei Compaq ,
sah in dem Deal mit Intel eine Notwendigkeit : Momentan ist die Anbindung des
iPAQ an drahtlose Netze nur über eine externe Erweiterung möglich . Ein
spezielles iPAQ-GSM-Modul befindet sich in Planung . Neben dem Intel-Design
bastelt Compaq momentan auch noch an einem WinCE-Smartphone nach der
"Stinger"-Spezifikation von Microsoft , mit dem drahtloses Surfen im Internet
möglich sein soll . Linux-PDA von FIC Noch nicht in der Öffentlichkeit , sondern
vorerst hinter verschlossenen Türen präsenterte der taiwanische Hersteller FIC (
Halle 13 , Stand C07 ) heise online einen ersten Prototypen seines Linux-PDAs
mit integrierter Bluetooth-Schnittstelle . Eine StrongARM-110-CPU mit 206 MHz
soll für die nötige Rechenpower sorgen . In der Standard-Version soll der PDA
mit 32 MByte RAM und einem internen Bluetooth-Modul bestückt sein , das bereits
den Standard 1.1 unterstützt . Das Gerät lässt sich über einen Compact
Flash-Slot mit zusätzlicher Hardware ausrüsten . Ein High-Color-TFT-Bildschirm
sorgt für die nötige Farbenfreude . Ein GPRS/GSM-Modul für das Gerät sei bereits
in Vorbereitung und soll zur Markteinführung des PDAs erhältlich sein , erklärte
ein Sprecher der Firma . FIC betonte , das Gerät sei vor allem für User bestimmt
, die unterwegs auf PC-Komfort nicht ganz verzichten wollen . Damit wäre er der
erste Linux-PDA , der tatsächlich auf dem Massenmarkt erhältlich ist . Abmahnung
for you Die Komplikationen um Domainnamen und Warenzeichen im Internet nehmen
immer skurrilere Formen an . Nun hat sich die Marketing-Firma Media Consult GmbH
mit einem offenbar unbedachten Schnellschuss auf juristisches Glatteis begeben .
Die Buxtehuder Firma hat im Februar unter der Nummer 300160755 eine
Wort/Bild-Marke ( Bild ) angemeldet , die unter anderem das auf " 4u.de "
endende Fragment eines Domainnamens enthält . Nachdem die Eintragung nun Ende
März veröffentlicht worden war , richtete Media Consult ein Schreiben an etliche
Website-Betreiber und forderte sie zur Herausgabe ihres 4U-Domainnamens oder zur
Zahlung einer Lizenzgebühr von 150 Mark monatlich auf . Die Rechtsgrundlage ist
mehr als fraglich , zumal " 4u " als weithin geläufige Kurzform für " for you "
in unzähligen Domainnamen vorkommt - und das bereits seit Jahren . Unterdessen
beteuert das Unternehmen , einige 4U-Benutzer seien versehentlich angeschrieben
worden . Doch die übrige Abmahnpraxis konnte die Firma gegenüber heise online
nicht dementieren . Eine konkrete Stellungnahme wurde mit der Begründung
abgelehnt , der Geschäftsführer befinde sich im Urlaub . Er wird wohl bei seiner
Rückkehr eine unangenehme Überraschung erleben , denn die Abgemahnten haben nun
ihrerseits Anlass , sich mit den gebotenen rechtlichen Mitteln zur Wehr zu
setzen . PDA-Spezialist Palm in Allianz mit Chip-Herstellern Im Bemühen ,
Dritthersteller bei der Produktion von Palm-Hardware zu unterstützen , hat der
PDA-Hersteller ein Programm mit den Chip-Produzenten Intel , Motorola , Texas
Instruments sowie der Design-Schmiede ARM gestartet . Ziel ist es , die
Produktion und Entwicklung von Handheld-Computern zu beschleunigen . Nach dem
Abkommen will Palm zusammen mit den britischen Chip-Designern bei ARM zunächst
ein Software-Development-Kit entwickeln , das an alle anderen Firmen der Allianz
lizenziert werden soll . Dadurch werde es den Chip-Schmieden möglich ,
Embedded-Chips für Palm OS in ihre eigenen Layouts einzubetten , meint Palm .
Die Firma erhofft sich dadurch die Entwicklung neuer Chip-Technologien für
Palm-OS-PDAs vorantreiben zu können . Im Hinblick auf das Bemühen Palms , seine
PDAs multimedialer zu gestalten , ist die Allianz sicher von Vorteil , um
geeignete und leistungsfähigere Hardware für dieses Vorhaben liefern zu können .
Alan Kessler , Manager der Platform Solution Group bei Palm , sieht
diesbezüglich die Zukunft optimistisch : " Die Initiative wird dazu führen ,
dass Palm-Geräte mit ARM-Prozessoren schneller entwickelt werden können . " Zu
der Frage , wann mit den ersten entsprechenden Chips gerechnet werden könne ,
schwieg sich Kessler allerdings noch aus . Bunt und Laut : Sonys neuer PDA Clié
PEG-N770c Elektronik-Riese Sony präsentiert in Halle 18 , Stand 1 den
MP3-fähigen Handheld Clié PEG-N770C mit Farbdisplay . In den USA hat Sony schon
seit längerem Farb-PDAs auf Palm-OS-Basis im Programm ; nun macht der Konzern
auch in Deutschland Ernst . Wie bei Sony-PDAs üblich , darf auch der
Memory-Stick-Slot und das Jog-Dial-Rädchen natürlich nicht fehlen . Optional
soll sogar ein Kamera-Modul für den Mini-Computer erhältlich sein . Damit der
Nutzer die Farbenfreude auch so richtig genießen kann , will Sony dem Handheld
noch das kleine Bildbearbeitungsprogramm PictureGear , den Video-Player gMovie
und die Web-Software AvantGo in der Verkaufsversion beilegen . Wann das schmucke
Gerät in Deutschland zu haben sein wird und zu welchem Preis , wollte Sony bis
dato noch nicht bekannt geben . Roboter-Jet überquert Pazifik Ein neuer Typ
unbemannter Spionageflugzeuge könnte den Vereinigten Staaten künftig
diplomatische Verwicklungen ersparen . Durch die immensen Treibstoffreserven von
6,8 Tonnen , was 60 Prozent des Gesamtgewichts entspricht , kann das Flugzeug 36
Stunden ohne zusätzliche Tankfüllung in der Luft bleiben . Einen Flug von
Kalifornien nach Australien hat der Luftspion bereits erfolgreich absolviert .
In 22 Stunden legte der Roboter-Jet 13.840 km zurück und stellte damit einen
neuen Weltrekord für unbemannte Langzeitflüge auf . Während des Fluges konnten
jederzeit Infrarot- und Schwarzweiß-Bilder über die eingebauten Kameras vom
Kontrollzentrum abgerufen werden . Kurskorrekturen führte der interne Computer
des " Falken " aber selbst aus . Der " Global Hawk " ist ein
Gemeinschaftsprojekt der US-Streitkräfte und der Royal Australian Airforce .
Panasonics harter Handheld Panasonic hat am Montag seinen ersten PDA , das
Toughbook 01 , vorgestellt . Der Minicomputer , der unter dem Betriebssystem
Embedded Windows CE 3.0 läuft , soll die Produktpalette der gegenüber
Umwelteinflüssen besonders widerstandsfähigen Toughbook-Notebookserie ergänzen .
Wie diese soll sich auch das Toughbook 01 durch ähnliche Merkmale wie
kratzfestes Display oder bruchsicheres Gehäuse auszeichnen . Das Gerät ist
allerdings wohl eher nicht für den Consumer-Markt gedacht , da der
Elektronikkonzern keine Bestellungen unter 500 Stück entgegennimmt . Im Innern
des Handheld verrichtet eine StrongARM SA-1110 bei 206 MHz Takt ihre Arbeit ,
die auf 32 MByte Speicher zugreifen kann . Außerdem spendiert Panasonic dem
Gerät außer einem SD-Erweiterungsslot noch eine eingebaute Mini-Tastatur zur
bequemeren Texteingabe . Der Kleinrechner wiegt etwa 450 Gramm und soll bereits
drahtlose Technik und eine GPS-Schnittstelle mitbringen . Dadurch , dass in dem
Computer statt des Pocket-PC-Betriebssystems Embedded WinCE 3.0 zum Einsatz
kommt , kann die Benutzeroberfläche vom Hersteller frei gewählt werden und somit
vom Windows-Standard abweichen . Panasonic plant den PDA in den USA bereits Ende
dieses Jahres für knapp 1000 US-Dollar auf den Markt zu bringen . Ein Termin für
Deutschland steht bis jetzt noch nicht fest . Zentralrechner der ISS reagiert
nicht Laut einer Mitteilung der US-Weltraumbehörde NASA ist ein Zentralrechner
der Internationalen Raumstation ISS nicht mehr zu steuern . Wichtige Tests
sollen deshalb verschoben werden oder sogar ganz ausfallen . Auch das
Backup-System sowie ein drittes Sicherungssystem sollen nicht mehr
funktionsfähig sein . Für die Besatzung bestehe aber keine Gefahr , da die
untergeordneten Computer und Steuerelemente auch weiterhin ihren Dienst
zuverlässig erledigen , so ein Sprecher der NASA . Licht , Heizung und
Luftversorgung seien funktionsfähig . Ebenso soll das russische Servicemodul
nicht betroffen sein , so dass die Crew jederzeit bei einer kritischen Situation
dorthin ausweichen könne . Die Bodenstation bemühe sich , die Rechner in ein bis
zwei Tagen wieder in Gang zu bringen . Bisher habe man aber noch keine Erklärung
für den Ausfall gefunden . Vom Crash sollen vor allem die Kommunikationssysteme
der Station betroffen sein , so dass der Kontakt mit der Bodenstation teilweise
gestört war . Allerdings scheint die Laune der Astronauten unter Fehlfunktion
nicht zu leiden . Auf Live-Videobildern , die von der Raumfähre Endeavour
übertragen wurden , gingen die Weltraum-Männer ganz normal ihrer Arbeit nach .
Die NASA selbst schließt aber nicht aus , dass sich die Mission der
internationalen Raumfähre Endeavour durch den System-Absturz um einen oder
mehrere Tage verlängern könnte . Ursprünglich sollte die Fähre bereits am
Samstag abdocken . Anfang nächster Woche soll dann die russische Raumkapsel
Sojus mit dem ersten Weltraumtouristen Dennis Tito an Bord bei der ISS ankommen
. Zollfreie Zigaretten im Web Internet-Portale , die Zigaretten ohne Zoll- und
Steuerabgabe anbieten , haben den deutschen Markt entdeckt . Wie der
Fernsehsender n-tv im Wissenschaftsmagazin n-tv.de berichtete , liefern Anbieter
wie Websites wie eSmokes.com oder Smokemcheap.com mittlerweile auch an deutsche
Kunden . Die Firmen , die hinter diesen Portalen stehen haben ihren Sitz meist
in Ländern oder Gebieten , die von Zollabgaben teilweise oder ganz befreit sind
. In Amerika sind dies zum Beispiel Indianer-Reservate . Aber auch in Europa
gibt es Sonderrechtsgebiete , wie die Kanarischen Inseln oder Helgoland , in
denen Ware zollfrei abgesetzt werden darf . Damien McGuinnes von n-tv äußerte
heise online gegenüber , dass der Zigarettenkauf über das Internet in Amerika
schon seit längerer Zeit recht populär sei . Doch erst seit neuererem könne man
auch über diverse europäische Websites an zollfreue Glimmstengel kommen . Um
dabei die Beamten vom Zoll täuschen zu können , würden die Sendungen in
neutraler Form verpackt und als " Geschenk " deklariert . Oft würden solche
Pakete auch noch andere Zwischenstationen durchlaufen , um die genaue Herkunft
zu verwässern . So hoffen die Händler den Stichproben des Zolls zu entgehen .
Werner Feuge vom Zollamt Hannover rät , dass Deutsche von Bestellungen dieser
Art lieber die Finger lassen sollten . " Die Bestellung an sich stellt noch
keinen Rechtsbruch dar , wohl aber ein Täuschungsversuch der deutschen
Zollbehörden , der mit einem Bußgeld in Höhe des Warenwertes geahndet werden
kann . " Im besten Fall würde der Empfänger nur die anfallenden Zollkosten
zahlen , welche dann den Kauf allerdings nicht mehr rechtfertigen würden .
Letztendlich wäre der Verbraucher der Dumme , da die ausländischen
Internet-Firmen nicht belangt werden könnten . Da Pakete mit Zigaretten meist
wegen Geruch und Form auch nicht so gut kaschiert werden könnten , würden den
Beamten viele Sendungen ins Netz gehen , behauptete Feuge . Ein Internet-Händler
bietet für diesen Fall allerdings schon jetzt eine besondere Sicherheit an :
Falls das gesendete Paket vom Zoll Entdeckt wird , bekommt der Kunde sein Geld
zurück . Ex-Cisco-Manager unter Betrugsverdacht Danach investierte Gordon das
Geld in die Cisco-Partnerfirma Spanlink Communications . Der entscheidende
Hinweis , der schließlich zu Gordons Festnahme führte , kam von Cisco , nachdem
das Unternehmen von dem Betrug Wind bekommen hatte . Gordon , der sich jetzt vor
dem Gericht zu verantworten hat , muss mit bis zu 250.000 US-Dollar Strafe und
fünf Jahren Gefängnis rechnen . Entlassungen bei Ericsson Nachdem der
schwedische Handy-Fabrikant Ericsson schon in einer früheren Mitteilung von
Stellenabbau gesprochen hatte , gab er nun Zahlen bekannt . Etwa 700 Mitarbeiter
in England und Schweden müssen ihren Hut nehmen , 4000 weitere möchte Ericsson
in ausgelagerten Produktionsstätten unterbringen . Weitere Streichungen schloss
der Konzern allerdings auch nicht aus . Ebenso werde ein Einstellungsstopp über
die gesamte Firma verhängt . Die Entlassungen sind Teil des angekündigten
Maßnahmenpakets zur Rückkehr in die Gewinnzone . PDA-Handy " Strike Eagle " von
HP Hewlett Packard hat weitere Details über das bereits während der
Pressekonferenz vorgestellte PDA-Handy mit Code-Namen " Strike Eagle " verraten
. Das GPRS-Gerät , welches leider nur als Dummy auf der Messe zu sehen war ,
soll im September/Oktober dieses Jahres auf den Markt kommen und unter WindowsCE
3.0 laufen . Ein voll funktionsfähiger Prototyp sei bereits in den USA verfügbar
, habe aber leider den Weg zur CeBIT nicht mehr geschafft . Der PDA soll von
einem StrongARM-110-Prozessor angetrieben werden und mit 32 MByte RAM
ausgestattet sein . Das Display wird zwecks Stromersparnis nur eine
Graustufen-Darstellung bieten . Ein Modell mit Farb-TFT-Bildschirm sei bis dato
nicht angedacht , sagte ein Sprecher von Hewlett-Packard .
Bluetooth-Unterstützung wird nach momentaner Planung auch nur als zusätzliche
Option erhältlich sein . Eine kleine Besonderheit : Das Handheld weist an der
linken Seite einen neuen Erweiterungsslot auf , den HP selbst entwickelt hat .
Ein CompactFlash-Slot ist trotz der momentanen Popularität nicht vorgesehen .
Olivetti mit neuer PDA-Serie Der Büromaschinen-Hersteller Olivetti Tecnost zeigt
in Halle 1 ( Stand 4i16 ) eine komplett neue Produktpalette von
daVinci-Organizern . Die Serie umfaßt insgesamt vier neue Geräte . Der nur
Scheckkarten-große und 45 Gramm leichte XSmall soll besonders im Low-End-Bereich
Kundschaft finden , beträgt sein empfohlener Verkauspreis doch nur 179 Mark .
Allerdings ist dieser PDA im wahrsten Sinne des Wortes eine Sparversion . Nur
zwei Schnittstellen zum Anschluß der mitgelieferten Tastatur oder des seriellen
Sync-Kabels zieren das Mini-Gerät . Da das monochrome Display des kleinen
Organizer nicht berührungsempfindlich ist , muss zur Dateneingabe immer auf die
Tastatur zurückgegriffen werden . Die eingebauten 768 KByte Speicher sind selbst
für Wenig-Nutzer doch recht dünn bemessen . Leder-Etui , serielles-Kabel und
"Organizer-Link"-Software . Das Gerät soll ab sofort auf dem deutschen Markt
erhältlich sein . Die Handhelds DV2 und DV4 sind demgegenüber schon vollwertige
Stift-Organizer mit berührungsempfindlichem Graustufen-Display . Die Modelle
unterscheiden sich nur durch den eingebauten Speicher von 2 oder 4 MByte RAM .
Das Betriebssystem soll nun nach vorherigen Streitigkeiten mit Palm eine
komplett neue Eigenentwicklung von Olivetti darstellen . Die Handhelds werden
von einer 13-MHz-Sharp-CPU angetrieben , was ein wenig langsam anmutet . Im
weiteren Lieferumfang befinden sich noch die faltbare Tastatur , eine Docking
Station , sowie Software und drei Ersatzstifte . Der daVinci DV2/DV4 soll Mitte
April diesen Jahres für 279 beziehungsweise 349 Mark zu haben sein . Vom daVinci
DV8 war auf dem Stand von Olivetti lediglich ein Prototyp zu sehen . Der PDA
soll unter WindowsCE 3.0 laufen und 8 MByte RAM mitbringen . Eine
StrongARM-110-CPU sorgt laut Olivetti im Innern des Geräts für die nötige
Rechenpower . Die Schnittstellen-Ausstattung ist auch hier etwas spartanisch
ausgefallen : Es lassen sich nur Tastatur und serielles Kabel anschließen .
Weiteres Zubehör : Externes Netzteil , faltbare Tastatatur , drei Ersatzstifte ,
Docking Station , sowie Software . Ab Juni 2001 soll das Gerät in Deutschland
für 499 Mark erhältlich sein . Kopierschutz in Windows Media Player angeblich
geklaut Der Spezialist für Digital Rights Management InterTrust Technologies hat
den Software-Riesen Microsoft wegen Patentverletzung verklagt . Die Firma aus
Santa Clara bezichtigt den Redmonder Konzern , ihre Kopierschutz-Technik in
seinem Windows Media Player verwendet zu haben . In der am Bezirksgerichtshof
von San Jose eingereichten Klageschrift fordert die Firma Schadenersatz und
Deaktivierung der entsprechenden Funktionen in der von Microsoft gratis
verteilten Software . Der Rechtsstreit wirft ein bezeichnendes Licht auf die
aktuelle Situation am Markt . Viele Medienkonzerne haben sich mittlerweile dazu
durchgerungen , ihre Produkte auch in digitaler Form über das Web anzubieten .
Dadurch ist die Nachfrage nach Kopierschutztechniken für Audio- und
Video-Dateien immens gestiegen . Microsoft hat alle Anstrengungen unternommen ,
sich frühzeitig den Löwenanteil dieses Marktes zu sichern . Der angestrebte
Prozess zeigt aber , dass die Luft in diesem Sektor wohl doch zusehends dünner
wird . Ein Sprecher von Microsoft bedauerte , dass InterTrust nun den Rechtsweg
eingeschlagen habe , anstatt die Möglichkeiten des freien Marktes durch mehr
Innovationen auszuschöpfen . Der Anwalt von InterTrust schloss indes nicht aus ,
dass die Firma ihre Rechtsansprüche auch gegenüber weiteren Firmen , so etwa IBM
, mit rechtlichen Schritten durchsetzen werde . Werbefinanziertes DJH-Freeweb
nicht mehr kostenlos Der werbefinanzierte Internet-Zugang des Deutschen
Jugendherbergswerks ( DJH ) , der durch die Telekom-Firma Talkline zur Verfügung
gestellt wird , soll ab 7. Mai nicht mehr kostenfrei sein . Das geht aus einer
E-Mail hervor , die von Talkline zurzeit an alle DJH-Freeweb-Nutzer versendet
wurde . Ab dem genannten Termin soll jede Online-Minute 1,98 Pfennig kosten .
Sobald man mehr als 15 Stunden pro Monat surft , schlägt jede weitere Minute
dann mit 2,9 Pfennig zu Buche . Eine Neuanmeldung sei für bisherige Benutzer
jedoch nicht erforderlich . Eric Lüders , Entwickler der Talkline-Tochter
Novaville , die die Technologie für das DJH-Freeweb bereitstellt , sagte auf
Nachfrage von heise online , dass Änderungen an der Zugangssoftware
diesbezüglich nicht geplant seien . Es werde weiterhin die üblichen
Werbeeinblendungen beim Surfen geben . Als kleinen Ausgleich zur " bitteren
Pille " sollen ab Mai dafür wieder Neuanmeldungen angenommen werden . Im Juni
2000 war wegen zu starker Serverbelastung ein Anmeldestopp verhängt worden .
Moorhuhn bei Kids auf Rang 1 Der Computer ist für jedes sechste Kind in
Deutschland die liebste Freizeitbeschäftigung . Am häufigsten wird der PC zum
Spielen verwendet , aber auch Lernprogramme kommen bei Kindern an . Dies ist das
Ergebnis der Studie " KIM 2000 PC und Internet " des Medienpädagogischen
Forschungsverbundes Südwest ( MpFS ) , die heute veröffentlicht wurde . Während
34 Prozent der 6- bis 7-Jährigen einen Computer benutzen , sind es bei den 12-
bis 13-Jährigen bereits 80 Prozent . Fast ein Drittel der Computer-Kids hat
schon einmal Erfahrung mit dem Internet gesammelt . Im Vergleich zur KIM-Studie
von 1999 bedeutet dies fast eine Verdreifachung - damals hatten lediglich 13
Prozent den Sprung ins Web gewagt . Jungen sind mit 57 Prozent etwas stärker
vertreten als Mädchen . Kinder an Gymnasien nutzen das Internet und
elektronische Post doppelt so häufig wie Hauptschüler . Bei der vorliegenden
zweiten Untersuchung zum Medienverhalten der Sechs- bis 13-Jährigen in der
Bundesrepublik wurden im November/Dezember 2000 über 1200 Kinder und deren
Mütter befragt . Neuer Clié-Handheld wird doch nicht gezeigt Der auf der Messe
der breiten Öffentlichkeit unter dem vermeintlichen Namen PEG-N770c vorgestellte
Clié-PDA von Sony entpuppt sich in Wirklichkeit nur als ein PEG-N710c , der
schon seit längerem in den USA feilgeboten wird und nicht für den deutschen
Markt bestimmt ist . Mit den ersten Exemplaren des vor wenigen Tagen noch groß
angekündigten PDA kann man laut Aussage von Sony frühestens Ende September
dieses Jahres rechnen . Der auf der Messe gezeigte PEG-N710c läuft noch unter
dem Betriebssystem Palm OS 3.5 statt der 4.1er-Version des zukünftigen Clié
PE-N770c . Im Vergleich zum Display des neuen Handheld , das über 65.000 Farben
darstellen soll , unterstützt das gezeigte Modell auch nur 256 Farben . Der
Elektronikkonzern plant den Handheld für etwa 1200 Mark im Spätherbst 2001 auf
den deutschen Markt zu bringen . Neue PDAs und Web-Pads bei Gericom Gericom
plant mit neuen PDAs im Low- und High-End-Bereich in Zukunft kräftig im " Mobile
Business " mitzumischen . Hinter verschlossenen Türen zeigte der
Notebook-Hersteller aus Österreich auf der IFA schon vorab einige Prototypen der
kommenden Handheld-Serien sowie sein mittlerweile fertig gestelltes Webtablett
Flatpad . Bereits Ende September dieses Jahres soll der mit einem proprietären
Betriebssystem aus China ausgestatte PDA V30 auf den deutschen Markt kommen .
Der Mini-Computer , der noch in einer chinesischen Sprachversion zu begutachten
war , ist für Nutzer mit kleinem Geldbeutel gedacht und verfügt dementsprechend
auch nur über eine spartanische Ausstattung . Außer dem Sync-Port sind keine
weiteren Schnittstellen vorhanden . Dafür ist der Handheld aber auch kleiner und
leichter als ein Palm-OS-PDA . Etwa 200 Mark soll die eingedeutschte Version zum
Verkaufsstart kosten . Das Besondere an dem für einen Pocket PC etwas klobigen
Handheld : Statt CompactFlash- oder SanDisk-Slot bauten die Entwickler einen
PCMCIA-Steckplatz in den PDA ein . Daneben ist der massige Mini-Computer noch
mit IrDA-Schnittstelle , einem USB-Sync-Port , Jog-Dial und Kopfhörerausgang
ausgestattet . Über die " Innereien " des Gerätes schwieg sich Gericom noch aus
. Mit dem ebenfalls noch namenlosen Gericom Smartphone plant der
Notebook-Fabrikant demnächst in den Handymarkt vorzudringen . Die Kreuzung aus
PDA und Mobiltelefon fällt durch kompaktes Design und ein kontrastreiches
Graustufen-Display auf . Wie beim V30 kommt ein proprietäres Betriebssystem aus
China zum Einsatz . Leider soll das Gerät nur den Mobilfunkstandard GSM mit den
Frequenzen 900 und 1800 MHz unterstützen . Ob Gericom spätere Smartphones auch
mit GPRS- oder HSCSD-Fähigkeit ausstattet , steht noch in den Sternen . Zu Preis
und Verfügbarkeit wollte sich Gericom auch bei diesem Gerät nicht äußern .
Endlich in Stückzahlen verfügbar ist laut Gericoms Aussage das bereits in
Ausgabe 5/2001 von c't getestete Webpad Frontpad . An Schnittstellen bringt das
Gerät bereits IrDA , je einen PCMCIA- und CompactFlash-Slot , VGA-Ausgang sowie
eine USB-Schnittstelle mit . Buchsen für Tonein- und ausgabe sowie ein
Lautstärkeregler für die internen Boxen sind ebenfalls vorhanden . Mit 64 MByte
RAM ist auch der Speicherausbau des Frontpads halbwegs großzügig bemessen . Für
etwa 2500 Mark soll der flache Webcomputer jetzt in Deutschland den Besitzer
wechseln können . Transmeta-Webpad von Innolabs Die Firma Innolabs ( Halle 13 ,
Stand B70 ) fabriziert seit neuestem ein Webpad mit 533 MHz schnellem
Crusoe-Prozessor von Transmeta . Das Pad soll unter allen gängigen
Microsoft-Windows-Versionen laufen ( außer WinCE ) , wird allerdings mit Windows
98 SE ausgeliefert . An Schnittstellen soll das Gerät so ziemlich alles bieten ,
was das Herz begehrt : Bluetooth wird beim vorliegenden Gerät nur als Extra
verfügbar sein , nachfolgende Versionen sollen die Option allerdings schon in
der Grundkonfiguration mitbringen . Ein AC97-kompatibler ESS-1921-Audiochip
sorgt für den guten Ton . Standardmäßig plant man eine 10-GByte-Festplatte
einzubauen , die ebenfalls auf Verlangen größer ausfallen kann . Innolabs hat
vor , im mitgelieferten Softwarepaket eine Handschrifterkennung zu integrieren .
Die Lokalisation für andere Sprachen außer Englisch befindet sich aber noch in
der Entwicklungsphase . Eine Tastatur ist bis dato nicht vorgesehen , soll sich
aber leicht über den USB-Port einbinden lassen . Anders als die
Notebook-Prototypen von Innolabs soll das WebPad bereits nach der Messe zu einem
Preis von etwa 2000 US-Dollar auf dem Markt erhältlich sein . 80 Prozent der
Dot.coms im Silicon Valley gefährdet Aus einer Studie , die am Donnerstag
veröffentlicht werden soll , geht hervor , dass wahrscheinlich etwa 80 Prozent
der Startups , die in der Bay Area um San Francisco angesiedelt sind , keine
Überlebenschance haben werden . Ebenso prophezeit das von den Analysten bei
Cushman & Wakefield erstellte Papier , dass infolgedessen etwa 30.000 Angestllte
ihre Jobs verlieren werden . Analysiert wurden 150 Referenzfirmen , die für
dieses Projekt auf ihre Zukunftschancen hin geprüft wurden . Bei einem Großteil
von ihnen war schon zum Zeitpunkt der Erstellung der Konkurs nicht mehr
abzuwenden . Die Rosen Consultig Group prognostizierte zudem , dass es bald zu
einem Preisverfall bei Immobilien an der Westküste kommen werde . Die
angekündigte Pleitewelle werde deshalb auf diesem Markt zu einem Preis-Crash
führen . Doch bei allen schlechten Nachrichten wird in dem Bericht auch etwas
Positives vermerkt : Traditionellen Produkten und Dienstleistungen wird wieder
eine bessere Zukunft vorausgesagt . Die fallenden Preise auf dem Immobilienmarkt
sollen diesen Trend noch unterstützen . Video-Chat ohne spezielle Hardware Die
Firma Imajet Video Communications ( Halle 6 , Stand H32 ) zeigte eine
Software-Lösung für Video-Conferencing , die außer einem Standard-PC mit Webcam
keine weitere Hardware benötigen soll . Das von einem russischen Programmierer
in Java erstellte Applet ist nur etwa 200 KByte groß . Es enthält einen
Video-Codec , der schon bei ISDN-Bandbreite einen Video-Chat mit bis zu fünf
Personen gleichzeitig ermöglichen soll . Bei einer Vorführung während der CeBIT
waren tatsächlich Frameraten von etwa 25 Bildern pro Sekunde in erstaunlicher
Qualität auf einem Standard-Pentium-Laptop zu beobachten . Allerdings waren die
Teilnehmer über eine 10-MBit-Leitung mit dem Rechner verbunden . Es lässt sich
also noch keine Aussage darüber treffen , ob die Applikation auch bei
niedrigerer Bandbreite ihre Dienste in derselben Qualität verrichtet . Das
Unternehmen plant für die Zukunft , die Technologie nicht nur zum einfachen
Video-Chatten , sondern auch in Video-on-demand-Systemen einzusetzen .
Allerdings meinte Kursh Molla , Sprecher von Imajet Video Communications , dass
für derartige Anwendungen selbst bei diesem schnellen Codec Bandbreiten auf
ADSL-Niveau benötigt werden . Man sei aber davon überzeugt , dass sich der Trend
in diese Richtung entwickeln werde . Trotz Börsenflaute : Internet-Marktplätze
nehmen zu Trotz der besonders am Neuen Markt spürbaren Börsenflaute wird die
Zahl an Internet-Marktplätzen für Geschäfte zwischen Unternehmen nach Ansicht
von Experten deutlich zunehmen . " Die technischen Möglichkeiten sind da bei
weitem noch nicht ausgereizt " , sagte Axel Schlich , Professor für Marketing
und Marktforschung an der FH-Koblenz , in einem dpa-Gespräch . Die virtuellen
Marktplätze hätten viele Vorteile : " Sie senken die Kosten , sparen Zeit ,
machen Angebot und Nachfrage übersichtlicher und erweitern den Markt " ,
erklärte Schlich . Allerdings sei unter diesen Internet-Plattformen auch " viel
Schrott " . Doch sei die Goldgräberzeit der fragwürdigen Internet-Unternehmen
zum Glück vorbei . Viele Firmen sähen noch ein Risiko im Abwickeln von
Geschäften über Internet-Marktplätze . Ein gut funktionierender
Internet-Marktplatz sei nicht umsonst zu haben und erfordere eine ständige
Betreuung mit Fachleuten , die heute oft noch fehlen würden . Sony : Mit Mobile
Computing aus der Krise Der japanische Elektronik-Riese Sony plant , seinen
Focus stärker auf Mobile Computing auszurichten . Seine Handy-Sparte will der
Konzern zudem in eine eigene Division auslagern . Da Sony im letzten Jahr durch
die Playstation 2 herbe Verluste in der Gaming-Sparte hinnehmen musste sowie
unter dem schwächelnden Yen zu leiden hatte , hofft man mit diesem Schritt
wieder Fuß auf dem Markt fassen zu können . Ziel dieses Programms ist es , durch
Expansion und weitere Spezialisierung auf profitbringende Marktbereiche wieder
erhöhte Gewinne einstreichen zu können . Schon jetzt sei Japan führend in
Know-how und Technik bei PDAs , Handys und Organizern , meinte ein Sprecher von
Sony . Nun werde es Zeit , sich nicht allein auf den japanischen Markt zu
konzentrieren , sondern den Weltmarkt stärker ins Visier zu nehmen . In der
Vergangenheit habe man das Potenzial dieses Sektors weit unterschätzt .
Sun-Server in neuem Cray-Supercomputer Rechengigant-Hersteller Cray plant in
seiner neuen Mega-Maschine MTA-2 Server von Sun des Typs Fire 6800 einzusetzen ,
die den UltraSparc-III-Chip verwenden . Die Sun-Rechner sollen dem Supercomputer
bei der Datenein- und -ausgabe unter die Arme greifen . Steve Conway von Cray
erklärte , man erhoffe sich so die Entwicklungskosten für eigene Bauteile , die
stattdessen dafür notwendig wären , einsparen zu können , um dann auch das
eigentliche Endprodukt zu einem attraktiveren Preis anbieten zu können . Die mit
Sun-Servern ausgestattete MTA-2-Station wird allerdings nur ein Modell in der
neuen Superrechner-Serie von Cray darstellen . In der Vergangenheit hatte die
nach ihrem Gründer Seymour Cray benannte Firma diverse finanzielle Hürden zu
nehmen , die erst durch in neuerer Zeit geschlossene Abkommen und
Partnerschaftsverträge mit ehemaligen Konkurrenten wieder ausgeglichen werden
konnten . Loop-Forum.de von Viag-Interkom abgemahnt Das
Internet-Diskussionsforum über Prepaid-Tarife Loop-Forum.de hat nach eigenen
Angaben vom Mobilfunk-Provider Viag-Interkom eine Abmahnung mit einer
Strafandrohung von 500.000 Mark erhalten . In der Abmahnung soll die
Forenleitung aufgefordert worden sein , das Logo der Site , das den geschützten
Loop-Schriftzug der Viag-Prepaid-Handys enthalte , umgehend zu entfernen .
Ebenso forderte man Name und Adresse eines Benutzers , der Firmengeheimnisse des
Unternehmens ausgeplaudert haben soll . Falls man dieser Aufforderung nicht
nachkommen werde , sehe sich Viag-Interkom gezwungen , auf Herausgabe des
Domainnamens " Loop-Forum.de " sowie Schadenersatz zu klagen . Jimmy Gebhardt ,
einer der Website-Betreiber , erklärte gegenüber heise online , man habe sich
inzwischen bereits mit Viag Interkom dahingehend geeinigt , das Loop-Logo von
der Site zu entfernen . Die Anschuldigung an einen Benutzer des Forums ,
Firmengeheimnisse preisgegeben zu haben , sei nicht haltbar gewesen und stelle
deshalb keinen Rechtsstreitpunkt mehr dar . Über die weitere Verwendung des
Site-Namens " Loop-Forum.de " habe man sich bisher noch nicht einigen können .
Aber die Site sei jetzt unter dem Namen " www.Prepaid-Community.de " zu
erreichen , um weiteren Rechtsstreitigkeiten vorzubeugen . Allerdings bemängelte
der Schüler , der Konzern hätte sich schon im Vorfeld mit den Betreibern einigen
können , ohne den Weg über die Anwälte gehen zu müssen . Um den beauftragten
Rechtbeistand finanzieren zu können , sei man jetzt auf der Suche nach Sponsoren
für die ehemals werbefreie Site . Roland Kunze , Sprecher von Viag Interkom ,
bestätigte heise online gegenüber die Einigung , konnte jedoch zum genauen
Wortlaut der Abmahnung sowie über die Höhe der Strafandrohung und
Schadensersatzforderung keine Stellungnahme abgeben . Er betonte aber , Viag
Interkom werde in Zukunft von weiteren rechtlichen Schritten absehen , da der
eigentliche Streitpunkt - das Loop-Logo - von der Site bereits entfernt worden
sei . Notebook-Schnäppchen von Aldi Aldi Nord bringt übermorgen unter seiner
Hausmarke Medion ein DVD-Notebook für 3000 Mark in seine Läden . Aldi Süd soll
dann einen Tag später mit einem baugleichen Modell nachziehen . Das Gerät
basiert auf der Asus-Notebook-Serie L8400 , ist aber mit einem anderen
Innenleben ausgestattet . Das Aldi-Gerät arbeitet mit einem 850 MHz Pentium III
, der auf 128 PC-100 SDRAM zugreift . Für die Darstellung sorgt ein
14,1-ZOLL-TFT-Flachbildschirm , der von einer Grafikkarte S3 Savage mit 8 MByte
RAM versorgt wird . Über den integrierten TVout-Port läßt sich auch ein
Fernseher anschließen . Eine 16 Bit-Soundkarte soll für den guten Ton sorgen .
An Massenspeichern wurden ein 8x DVD-ROM , ein Diskettenlaufwerk und eine
10-GByte-Festplatte von IBM integriert . Neben serieller , paralleler , IrDA- ,
PS/2- und USB-Schnittstellen stehen auch ein 56KBit-Modem und eine
Fast-Ethernet-Karte zur Verfügung . Daneben finden sich Ports für die Soundein-
und ausgabe . Das Gerät soll inklusive Ledertasche und umfangreicher Software (
Windows ME , MS WorkSuite 2000 , Works 6.0 , Word 2000 , Autoroute 2001 ,
Encarta 2001 Weltatlas , Picture it ) ausgeliefert werden . Aufgrund seiner
Hardware und Ausstattung darf das Mobilgerät als echtes Schnäppchen gesehen
werden . Activision Deutschland zieht um - ohne Belegschaft Wie aus
unternehmensnahen Kreisen heute bekannt wurde , wird Spiele-Hersteller
Activision Deutschland demnächst seinen Standort wechseln - und seine 15
Mitarbeiter starke Belegschaft komplett hinter sich lassen . Nach dem Willen des
amerikanischen Mutter-Unternehmens zieht die Firma von Ismaning nach
Burglengenfeld nahe Regensburg , um Vertrieb und Marketing des Software-Hauses
örtlich zusammenzuführen . Die ganze Aktion soll bis Mitte Oktober 2001
vollzogen sein . Obwohl fast alle Mitarbeiter ein Übernahmeangebot von
Activision erhalten haben , weigern sich diese , der Softwareschmiede in das
verträumte Städtchen zu folgen . Ein Mitarbeiter bedauerte heise online
gegenüber den Schritt der Mutterfirma und ließ gleichzeitig durchblicken , dass
Activision momentan krampfhaft nach einer neuen Belegschaft suche , damit die
neuen Räumlichkeiten nach dem Umzug nicht leer stünden . Ein Sprecher von
Activision Deutschland bestätigte zwar das Umzugsvorhaben , wollte aber zu
diesem Zeitpunkt keine weitere Stellungnahme abgeben . Psion schreibt tiefrote
Zahlen Der Handheld-Hersteller Psion rutschte im ersten Halbjahr 2001 tief in
die Verlustzone . Abzüglich der Umsätze , die durch das im September akquirierte
Unternehmen Teklogix erwirtschaftet wurden , ergibt sich allerdings unterm
Strich ein Umsatzrückgang von 48 Prozent . Zuletzt kam das Unternehmen durch
seinen geplanten Rückzug vom Consumer-Handheld-Markt in die Schlagzeilen . Die
Umstrukturierungsmaßnahmen fordern anscheinend auch in den Bilanzen ihren Preis
. Dennoch gibt sich Psion-Chef David Potter optimistisch : Nach seinen Angaben
soll sich die Firma schon im vierten Quartal diesen Jahres wieder mit schwarzen
Zahlen schmücken können . Grünes Licht für Wireless-PDAs von Palm und Handspring
Offenbar planen die Handheld-Hersteller Palm und Handspring demnächst neue
Wireless-PDAs auf den Markt zu bringen . Aus Veröffentlichungen der
US-Regulierungsbehörde FCC geht hervor , dass die Institution zu einem Gerät von
Palm mit dem vorläufigen Namen " i705 " ihren Segen gegeben hat . Da der
Organizer voraussichtlich wie sein Vorgänger Palm VII nicht mit den in Europa
genutzten GSM-Mobilfunk , sondern mit CDMA-Technik arbeitet , wird eine
entsprechende Version wahrscheinlich gar nicht oder erst später den europäischen
Markt erreichen . Wie schon die Organizer der m50x-Serie sollen auch die neuen
Geräte über einen SD-Slot verfügen . Im Vergleich zu herkömmlichen
Palm-Organizern sollen die sonst mit " Aufgabenliste " und " Merkzettel "
belegten Knöpfe mit dem "MyPalm"-Portal und dem E-Mail-Programm Multimail
vorbelegt sein . Des weiteren soll eine LED auf eintreffende E-Mails oder eine
gestörte Netzwerkverbindung hinweisen . Um in den Genuss der drahtlosen Freuden
zu gelangen , wird der Nutzer allerdings den Palm.Net-Service abonnieren müssen
, der mit etwa zehn US-Dollar pro Monat zu Buche schlägt . Gleich zwei
Smartphones hat Handspring nach FCC-Angaben offensichtlich auf der Pfanne : Der
Handheld unter dem Codenamen " Manhattan " soll mit integrierter Tastatur
daherkommen , was für PDAs mit Palm OS eine Premiere darstellt . Die kleinere
Variante " Shea " soll auf dem üblichen Palm-Design aufbauen . Beide Geräte
dürften die Telefoniefähigkeiten der bislang eher glücklosen
Springboard-Erweiterung " Visorphone " bereits integriert haben , was darauf
schließen lässt , dass beide PDAs wohl auch in Europa angeboten werden . Weitere
technische Einzelheiten wollten beide PDA-Hersteller bis dato noch nicht bekannt
geben . Auch über Preise und Verfügbarkeit schwiegen sich die Unternehmen noch
aus . Microsoft liefert Preview von Office XP an Firmen Die ersten Vorversionen
von Office XP hat Microsoft noch einem kleinen Kreis von Testern vorbehalten .
Ab jetzt können Firmen ein so genanntes " Preview Beta Kit " in Redmond
bestellen : Auf Microsofts Website gibt es das Kit für knapp 20 US-Dollar . Das
Paket aus Word , Excel , PowerPoint , Access , Outlook FrontPage lässt sich auf
zehn Rechnern gleichzeitig installieren . Jede einzelne Installation muss über
den so genannten Activation Wizard online freigeschaltet werden , um die
Anwendungen mehr als 50 Mal starten zu können . Für jeweils zehn weitere PCs
benötigt man ein zusätzliches Kit , wobei Microsoft höchstens fünf Exemplare pro
Kunde liefert . Die fertige Version von Office XP will Microsoft im Sommer
ausliefern . Die Laufzeit der Preview endet daher auch am 31. August 2001 .
Bezieher der Universal Sunbscription des Microsoft Developer Network ( MSDN )
können sich den Kauf dieser Vorversion sparen : In der März-Ausgabe ist sie auf
den CDs ebenfalls enthalten . StarOffice 4.0 : Linux-Beta zum Download Ebenso
wie die Windows- und OS/2-Versionen integriert das Office-Paket Textverarbeitung
, Tabellenkalkulation , Präsentationsprogramm sowie EMail-Client und News-Reader
unter einer gemeinsamen Oberfläche . Laut Star Division läuft StarOffice 4.0 für
Linux wesentlich schneller als die bisherige Version 3.1 . Um das knapp 50 MByte
große Paket installieren zu können , setzt StarOffice eine libc der Version
5.4.22 oder höher voraus . Im Gegensatz zur Version 3.1 benötigt das neue
Office-Paket kein Motif mehr . Sun arbeitet an StarOffice für MacOS Seit der
Übernahme von Star Division kursiert in Mac-Kreisen immer wieder das Gerücht um
StarOffice für MacOS . Wie Sun auf Anfrage jetzt bestätigte , arbeitet man
bereits an der Mac-Version und wird sie auf jeden Fall herausbringen . Einen
Erscheinungstermin wollte man jedoch genau so wenig nennen wie die geplante
Versionsnummer . Letzten Oktober tat Sun-Chef Scott McNealy noch alle
Spekulationen mit dem Hinweis ab , man wolle den StarOffice-Quelltext freigeben
und folgerte : " Ich hege die Erwartung , dass jemand aus der
Macintosh-Community die Software portiert . " Bislang ist StarOffice für MacOS
nur in der Version 3.1 erschienen . Eine Version 4.0 hatte Star Division einst
zwar angekündigt , aber nur als öffentliche Vorversion herausgegeben . Auf der
CeBIT 1998 hatte die Hamburger Software-Firma schließlich mit einer Mac-Variante
von StarOffice 5.0 geworben - doch zum Ärger vieler Mac-Benutzer hat sie erst
gar nicht den Weg in die Öffentlichkeit gefunden . Corel stoppt WordPerfect
Office 2000 " Aufgrund technischer Probleme bei der Lokalisierung der deutschen
Version " stoppt Corel die erst vor wenigen Tagen begonnene Auslieferung von
WordPerfect Office 2000 . Kunden , die die deutsche Version bereits besitzen und
sich vor dem 31. August 1999 registrieren , stellt der kanadische Hersteller ein
kostenloses Servicepack in Aussicht , das die Probleme beheben soll . Das
Servicepack soll auch auf dem Webserver zum Download angeboten werden . Eine
fehlerbereinigte Version des Office-Pakets werde es Ende August geben , teilte
Corel mit . Heimtückischer Fehler in Excel 97 Einen besonders heimtückischen
Fehler in Excel 97 meldet Woody's Office Watch in der neuesten Ausgabe des
Newsletters . Anders als die bereits bekannten Fehler rund ums Neuberechnen
bringt diesmal selbst der Griff zur Tastenkombination Strg-Alt-F9 keine Rettung
. Auch ein Speichern der Tabelle und ein erneutes Laden aktualisiert die Werte
nicht . Der Fehler tritt im Zusammenhang mit natürlichsprachigen Formeln auf .
Das Problem läßt sich ganz einfach nachvollziehen : In Zelle A1 gebe man eine
Überschrift ein , beispielsweise Umsatz , und tippe in derselben Spalte ein paar
Werte ein . Ergänzt man diese hinterher um weitere Zahlen , werden diese in der
Formel nicht mit einbezogen . Vorversion von StarOffice 6.0 zum Download Mit dem
Download-Angebot der Vorversion von StarOffice 6.0 für Windows , Linux und
Solaris beginnt Sun am heutigen Dienstag den öffentlichen Beta-Test des
Office-Pakets . Im Frühjahr des nächsten Jahres soll die fertige Version
erscheinen . Vor einem Jahr hatte Sun den Quelltext von StarOffice als Open
Source freigegeben . Als " OpenOffice " sollte das Paket weiterentwickelt werden
, wobei die StarOffice-Entwickler die Hauptarbeit übernahmen . Auf dieser
Grundlage entstand die Version 6.0 , die auch die von Drittanbietern
lizenzierten Komponenten wie die Rechtschreibprüfung enthält ; OpenOffice muss
auf diese verzichten . Als Neuerung fällt in der Windows- beziehungsweise
KDE-Startleiste zunächst auf , dass der Benutzer hier auswählt , welche Art von
Dokument er öffnen oder erstellen möchte . Auf dem Desktop erscheint dann ein
einzelnes Fenster für Textdokument , Tabelle , Präsentation oder Zeichnung . Auf
Komponenten wie den Terminplaner Schedule oder den E-Mail- und News-Client hat
Sun verzichtet . Stattdessen benutzt StarOffice den Standard-E-Mail-Client unter
Windows oder den Netscape 6.x Messenger unter Linux und Solaris , um Dokumente
aus der Anwendung heraus als Attachment zu versenden . Für den Terminplaner
Schedule gibt es derzeit noch keinen Ersatz , man arbeite aber an einer Lösung ,
hieß es bei Sun . Das neue Adressbuch nutzt bestehende Kontakte aus der Version
5.2 und aus Anwendungen wie Netscape 6.x , Mozilla , Outlook oder aus dem
Windows-Adressbuch . Beim ersten Start von StarOffice meldet sich ein so
genannter AutoPilot , der das Einbinden der externen Quellen erleichtert . Als
neues Dateiformat nutzt StarOffice XML für alle Dokumenttypen . Ein Konverter
vereinfacht es , StarOffice-5.2- und MS-Office-Dateien ins neue Format
umzusetzen . Im Batch-Modus verarbeitet er den kompletten Inhalt von
Verzeichnissen , sodass man nicht jede Datei einzeln per Hand laden und
speichern muss . Statt die Software mit immer mehr neuen Komponenten zu
überfrachten , hat Sun StarOffice 6.0 auf die Aufgaben klassischer Office-Pakete
reduziert . Die bessere Integration in die Systemoberfläche soll zu einer
höheren Akzeptanz führen , insbesondere unter Nutzern von MS Office . Bug :
Excel 97 rechnet nicht Ein Bug in Microsofts Excel 97 verhindert unter
bestimmten Voraussetzungen , daß einzelne Zellen automatisch neuberechnet werden
. Unter welchen Umständen dieser Fehler in Erscheinung tritt , hat Microsoft auf
der eigenen Web-Site unter http://www.microsoft.com/excel/recalc.htm beschrieben
. Ein Bugfix soll in Kürze verfügbar sein . Bis dahin empfiehlt es sich , Excel
manuell via Tastenkombination Strg-Alt-F9 zu zwingen , alle Zellen des
Arbeitsblattes neu zu berechnen . Oracle-Tochter lizenziert StarOffice für NCs
Oracle-Tochter NCI ( Network Computer Inc. ) will weltweit StarOffice 4.0 als
Standardanwendung für Network Computer ausliefern - im Paket mit ihrer
NC-Server-Software , bestehend aus Administrationstools und diversen
Java-basierten Anwendungen für Sun Solaris und Windows NT . Er läuft auf einem
zentral administrierten Server , auf die NCs als Java-Clients zugreifen . Auf
den Clients soll StarOffice lediglich 2 MByte RAM erfordern . Eine eigene
Architektur namens Universal Network Objects ( UNO ) soll für eine möglichst
hohe Performance sorgen . Sie ermöglicht nach Angaben von Star Division , daß
Teile der Anwendung je nach Netzauslastung dynamisch zwischen Server und Client
verlagert werden . Das NC-Server-Paket will NCI ab November ausliefern ; der
Preis wurde noch nicht genannt . Gesteigerte Vorfreude auf Domino/Notes R5 Mit
drei Wochen Verspätung hat Iris Associates nun die " Endspiel-Version " von R5
freigegeben . Zur Lotusphere war noch Build 164 zu sehen , das eigentlich direkt
nach der Tagung zum Download anstand . Wegen einiger Qualitätsmängel durchlief
diese Version noch einen Entwicklungs- und Testzyklus und steht jetzt als Build
164.1 auf der Website von Iris Associates zum Download bereit . Lotus ringt ein
wenig mit Worten und bezeichnet Build 164.1 als " Endgame Version " . Es ist
sicher keine Beta mehr , sondern entspricht wohl am ehesten einem " Release
Candidate " . Die Software hat nun genügend Qualitätssicherung hinter sich , so
daß die Entwickler einen Download erlauben . Die Produktfreigabe ( release to
manufacturing ) ist jedoch noch nicht erfolgt . Auf der Lotusphere verfaßte ein
geschätzter Kollege die passende Schlagzeile : " Vorfreude ohne Ende " . Star
Division trumpft mit StarOffice für Java auf Nachdem es einige Zeit merkwürdig
still war um die Star Division , trumpft die Hamburger Softwareschmiede jetzt
richtig auf : StarOffice 4.0 geht mit einer Vielzahl an neuen Funktionen eigene
Wege . Darüber hinaus gewährt ein 386 KByte großer Java-Client im Netz den
Zugriff auf den gesamten Funktionsumfang von StarOffice 4.0 . Der Trick dabei :
Star Division hat StarOffice in einen Server und in einen Client aufgeteilt .
Dabei ist der Server nichts anderes als ein ganz normales in C++ geschriebenes
StarOffice 4.0 , das in der NT-Version nur durch drei neue DLLs zum "
Application Server " wird . Durch einfachen Austausch einer dieser DLLs kann
jederzeit wieder die " normale " StarOffice-Version entstehen . Als Beta-Version
läuft der Server derzeit unter NT ; Versionen für Unix , OS/2 , OS/400 und
OS/390 sollen später folgen . Als Client kommt jedes Betriebssystem in Frage ,
für das ein Java-fähiger Browser existiert . Zusätzlich ist noch ein in C++
entwickelter Client geplant , der sich dank der besseren Performance auch auf
älterer Hardware einsetzen läßt . So spielt es in heterogenen Netzumgebungen
keine Rolle , ob die Clients unter Windows , OS/2 , MacOS oder Unix laufen - auf
dem Server , der entsprechend leistungsfähig sein muß , arbeitet immer dasselbe
Programm . Für die Schnittstelle zwischen Server ( C++ ) und Client ( Java oder
C++ ) hat Star Division ein eigenes Protokoll namens " Distributed Component
Computing Architecture " ( DCCA ) geschaffen . Mit Hilfe dieses DCCA soll der
Application Server in der Lage sein , die Aufgaben zwischen Client und Server je
nach Auslastung zu verteilen . Bei hoher Auslastung des Servers beispielsweise
rechnet der Client lokal und entlastet so den Server . Bei leistungsschwachem
Client und wenig ausgelastetem Netz wird die Arbeit auf den Server übertragen .
Dieses funktioniert laut Star Division dynamisch : Mit dem Funktionsumfang von
StarOffice 4.0 demonstriert Star Division neues Selbstbewußtsein . Der
StarDesktop verschmilzt alle Programme unter einer Oberfläche . Die
Einzelapplikationen StarWriter , StarCalc und StarDraw sind damit passé . Neu
hinzugekommen sind unter anderem Email-Funktionen und Newsreader . Eine Vielzahl
an Details haben die Entwickler in StarOffice 4.0 verbessert , darunter den
WWW-Support und die Hilfe . StarOffice 4.0 soll Ende März für Windows und OS/2
verfügbar sein . Versionen für Unix und MacOS sollen später folgen . In Ausgabe
4/97 wird c't ausführlicher auf die neue Version eingehen . IDF : Erster Easy PC
soll im Herbst kommen Mit der Initiative " Easy PC " wollen IBM und Microsoft
den Heim-PC revolutionieren und Neulingen den Einstieg in die Computerwelt
erleichtern . Ohne jegliche Computerkenntnisse sollen sie den PC in Betrieb
nehmen und bedienen können . Nach diversen Design-Studien zeigt AST auf dem
Intel Developer Forum die erste Frucht des jahrelangen Reifens , ein Gerät
namens " Century City " . Der " Century City " basiert auf einem 5 mal 11 Zoll
großen FlexATX-Board mit Celeron-Prozessor im rund 800 US-Dollar teuren
Einstiegsmodell . Zwei USB-Ports dienen zum Anschluß externer Geräte und
ersetzen parallele und serielle Schnittstellen sowie PS/2-Anschlüsse . Zwei
Audio-Ports und ein CD-ROM-Laufwerk ebnen den Weg in die Multimedia-Welt . Ein
Floppy-Laufwerk ist beim Easy PC nicht vorgesehen . Das vom
Palm-Pilot-Mitentwickler " Palo Alto Products " gestaltete Gehäuse enthält auch
den Monitor . Diese " neuartige " Konfiguration soll PC-Einsteigern ab Herbst
angeboten werden - gut ein Jahr nach dem Verkaufsstart von Apples iMac .
Tribunal gegen Microsoft In einem Justizausschuß des US-Senats über den
Wettbewerb in der Computerindustrie räumte Bill Gates gestern erstmals
öffentlich ein , Microsoft habe Internet-Anbietern untersagt , auf ihren
Web-Sites für die Konkurrenz zu werben . Dies gab der Microsoft-Chef freilich
erst nach mehreren energischen Nachfragen des Senators Orrin Hatch zu , die
Gates vorher stets ausweichend beantwortete . In dem Hearing , das sich zu einem
Tribunal gegen Microsoft entwickelte , hatte Gates zuvor erklärt , seine Firma
besäße keineswegs ein Monopol im Software- und Betriebssystemmarkt . Ein
Monopolist könne den Zugang neuer Firmen in einen Markt verhindern und den Preis
ganz allein kontrollieren . Microsoft sei jedoch zu keinem der beiden in der
Lage . Außerdem sei es absurd zu glauben , eine einzige Firma könne den Zugang
zum Internet kontrollieren . Auf die Frage des Senators , ob Microsoft mit einem
Anteil von mehr als 90 Prozent am Betriebssystemmarkt kein Monopol besäße und
die bestehenden Anti-Trust-Gesetze demnach nicht gelten sollten , wich Gates
wiederum aus : " Ich werde nichts zu juristischen Streitfragen sagen " .
Sun-Chef Scott McNealy sagte , Microsoft wolle sein Monopol auf alle möglichen
Bereiche wie Fernsehen , Unterhaltung , Zeitungen , Kabel-TV , Reiseunternehmen
, Homebanking und so weiter ausweiten . Damit erhalte der Software-Gigant die
Macht , die Wirtschaft und alle Lebensbereiche zu beeinflussen .
Netscape-Präsident Jim Barksdale forderte , das laufende Anti-Trust-Verfahren
gegen Microsoft auszuweiten . Für einen solchen Schritt gäbe es inzwischen
genügend Beweise . Erste Details zu MS Office 9x Office 9x , so der Codename der
nächsten Version von Microsofts Office-Paket , soll im Sommer in den Beta-Test
gehen . In den USA soll das Produkt zum Jahresende auf dem Markt erscheinen ;
mit dem deutschsprachigen Release ist dieses Jahr nicht mehr zu rechnen . Wie
der US-amerikanische Buchautor Woody Leonhard ( unter anderem " Word 97
Annoyances " ) in seinem Newsletter Woody's Office Watch berichtet , soll die
kommende Office-Version besser ans Web und an firmeninterne Intranets angepaßt
sein . Word 97 soll HTML mit XML-Erweiterungen als natives Dateiformat nutzen .
Textdokumente lassen sich so mit Browsern beliebiger Betriebssysteme lesen . Das
Word-97-Format will Microsoft allerdings beibehalten , so der Newsletter . Damit
bliebe die Kompatibilität mit Dokumenten der aktuellen Windows- und
Mac-Versionen erhalten . Das Format von Access-Datenbanken wird sich aber auf
jeden Fall ändern , da die aktuelle Version noch kein Unicode unterstützt ,
sondern den Windows-Zeichensatz verwendet . In Netzumgebungen will Microsoft die
Arbeit im Team verbessern . Die Installation soll wesentlich flexibler als
bisher sein . Der Benutzer hat die Wahl , Komponenten wie WordArt lokal auf dem
Client einzurichten , vom Server aus zu starten oder bei Bedarf
nachzuinstallieren - zum Beispiel erst dann , wenn er eine Excel-Tabelle mit
Chart-Objekt öffnet . Die in Office 98 für den Macintosh eingeführte
Selbstreparatur , falls die Office-Installation beschädigt wurde , soll
ebenfalls enthalten sein . Neben diesen Neuerungen zählt Woody's Office Watch
zahlreiche weitere Änderungen auf . Interessant die Spekulationen um die
Hardware-Anforderungen : Leonhard empfiehlt einen High-Speed-Pentium mit
mindestens 233 MHz Taktrate ( eher einen Pentium II ) sowie 32 MByte RAM . Um
eine Komplettinstallation durchzuführen , empfiehlt er außerdem , schon einmal
250 bis 300 MByte auf der Festplatte zu reservieren . Ob 's wirklich stimmt ,
wird sich dann nächstes Jahr anhand der fertigen Version zeigen . Windows und
Office nur noch mit " Aktivierungstechnik " Zukünftige Versionen von Windows und
Office wird Microsoft weltweit nur noch mit einer so genannten "
Aktivierungstechnik " ausliefern , um sich so vor Software-Piraterie zu schützen
. In einigen Ländern wie den USA und Kanada hat Microsoft bereits Office 2000
mit einem solchen Registrierungszwang ausgerüstet . Die Technik bewirkt , dass
sich etwa die Office-Anwendungen nach der Installation des Pakets nur fünfzig
Mal starten lassen . Erst nach der Registrierung bei Microsoft via Internet oder
Telefon schaltet das Paket zur unbeschränkten Nutzung frei . Bei den
Betriebsystemen muss die Registrierung künftig 30 Tage nach dem ersten Start
erfolgt sein . Nachdem Microsoft diesen Schutz auch in der deutschsprachigen
Beta-Version von Office 10 eingeführt hatte ( siehe dazu Ausgabe 26/2000 von c't
, S. 16 ) , bestätigte die deutsche Dependance des Software-Herstellers am
heutigen Montag , dass die Technik künftig weltweit beim Office-Paket und
Windows eingesetzt werden soll . Der Mechanismus verhindert zudem die
Installation der Software auf mehreren Rechnern . Microsoft versichert , die
Aktivierung des Produkts könne anonym verlaufen . Man müsse lediglich das Land
angeben , in dem man das Produkt einsetzen wolle . Produktion von Office XP
angelaufen Kaum gab es eine Preview-Version von Office XP , da geht Microsoft
schon den nächsten Schritt an : Der Software-Konzern hat die nächste Version des
Office-Pakets in Produktion gegeben . Die wichtigsten Neuerungen des Pakets
sollen vor allem die Bedienung der Programme erleichtern und sie um zusätzliche
Teamfunktionen erweitern . Zur Markteinführung im Frühsommer startet Microsoft
am 2. Mai eine Roadshow durch sechs deutsche Städte , auf der man vor allem
Firmen über die neue Version informieren möchte . CeBIT-Besucher können die
kommende Generation des Office-Pakets schon vorher auf Microsofts Stand in Halle
2 begutachten . Schwerer Bug in Excel 97 Über einen schwerwiegenden Fehler in
Excel 97 berichtet Buchautor Woody Leonhard ( unter anderem " Excel 97
Annoyances " ) in seinem neuesten Newsletter zu MS Office . Unter
nachvollziehbaren Voraussetzungen berechnet Excel das Arbeitsblatt nach
Änderungen selbst dann nicht neu , wenn der Benutzer F9 oder Shift-F9 drückt .
Alleinige Abhilfe besteht laut Leonhard darin , jede fehlerhafte Zelle
anzuklicken , das Formelfeld anzuwählen und dieses ohne Änderung zu verlassen .
Erst danach berechnet Excel diese Zellen neu . In der Praxis scheidet dies aber
als Workaround aus : Nach jeder Änderung müßte man alle Zellen entsprechend "
nachbearbeiten " , um alle Eventualitäten auszuschließen . Da derzeit unbekannt
ist , unter welchen Bedingungen dieser Fehler auftritt , wiegt er besonders
schwer . Leonhard empfiehlt daher , alle wichtigen Berechnungen mit früheren
Excel-Versionen oder mit Lotus 1-2-3 zu überprüfen . StarOffice 5.2 Beta jetzt
zum Download Sun hat die Vorversion von StarOffice 5.2 für Windows , Solaris und
Linux jetzt für einen öffentlichen Beta-Test zum Download ( rund 80 MByte )
freigegeben . Ursprünglich war der Start des Testprogramms bereits für die erste
März-Hälfte geplant . Neu in StarOffice 5.2 ist unter anderem der
StarImpress-Player , der Präsentationen auch auf Rechnern ohne installiertes
Office-Paket abspielt . Die Import-/Export-Filter für Microsoft-Office-Programme
hat Sun überarbeitet . Selbst Makros aus Word , Excel oder PowerPoint sollen
beim Import nicht mehr verloren gehen . In der Textverarbeitung hat Sun vor
allem die Funktionen für umfangreiche Dokumente wie Bücher und Diplomarbeiten
verbessert . Hinzugekommen ist eine Funktion zum Erzeugen von
Literaturverzeichnissen . Die Rechtschreibprüfung kennt jetzt auch die neuen
Rechtschreibregeln . Wie bereits zur CeBIT gemeldet , plant Sun für einen
späteren Zeitpunkt auch eine MacOS-Version . Für OS/2 soll es dagegen kein
Update mehr geben . Excel-Bugfix fixt den Bug nicht Einen weiteren
schwerwiegenden Fehler in Excel 97 hat der US-amerikanische Buchautor Woody
Leonhard ( unter anderem " Excel 97 Annoyances " ) entdeckt . Unter bestimmten
Voraussetzungen berechnet Excel weiterhin Zellen nicht neu - auch bei
installiertem Service Release 1 und dem Fix für den kürzlich entdeckten Fehler
beim Neuberechnen . Den bisherigen Patch hat Microsoft zwar auf dem Web-Server
gegen einen modifizierten ausgetauscht , doch dieser behebt das Problem immer
noch nicht . Als Workaround empfiehlt Microsoft derweil , nach Änderungen an
Zellinhalten Strg-Alt-F9 zu drücken , um die Neuberechnung des gesamten
Spreadsheets zu erzwingen oder über die Suchfunktion global " = " durch " = " zu
ersetzen . Unterdessen hat Leonhard auf seiner Web-Site ein Beispiel-Spreadsheet
zum Download bereitgestellt , mit dessen Hilfe sich die bisher bekannten Fehler
reproduzieren lassen . Lotus lueftet Details zum Intranet-Office Für
Netzcomputer entwickelt Lotus unter dem Projektnamen Kona einen Desktop
inklusive Web-Browser , 3270-Terminal und Office-Komponenten . Diese
Java-Komponenten sollen sich auch als Bausteine für die Entwicklung interaktiver
Web-Anwendungen eignen . Lotus verfolgt eine Doppelstrategie : Einerseits
avisiert man mit Kona und dem Netzcomputer direkt Arbeitsplätze , die bisher
noch mit Terminals ausgestattet sind oder ganz ohne Computer auskommen müssen .
Für diese Anwenderkreise kommt es darauf an , die Anwendungen nur mit den
wichtigsten Funktionen auszustatten und möglichst leicht bedienbar zu halten .
Andererseits sollen sich die Komponenten auch für die Entwicklung interaktiver
Intranet-Anwendungen eignen . Hier kommt es darauf an , die Komponenten klein zu
halten und eine Architektur zu schaffen , mit der Kona-Applets Daten innerhalb
einer Web-Seite austauschen . Die Kona-Applets vervollständigen die
Basisfunktionalität des NC-Desktop , der einen Hot-Java-Browser und ein
3270-Terminal enthält . Derzeit entwickelt Lotus einen EMail-Client , einen
Organizer mit Kalender , Adressen und Aufgabenliste , eine Textverarbeitung ,
eine Tabellenkalkulation , eine Projektplanung sowie Präsentationsgrafiken und
Charts . Alle Komponenten kommunizieren über den sogenannten Infobus , den
Javasoft in die nächste Version des JDK aufnehmen will . Der Infobus dient nur
zur Kommunikation von Komponenten einer Web-Seite , nicht aber zur Kommunikation
zwischen Client und Server . Für den Entwickler ist der Infobus praktisch
unsichtbar , da er die Applets über Applet- und Param-Tags in den HTML-Code
eingliedert . Ein Chart-Applet kann so im Param-Tag auf einen Bereich eines auf
derselben Seite eingebetteten Spreadsheet-Applets verweisen . Derzeit kann man
von den Kona-Applets nur ein paar sehr einfache Demos auf der Web-Site
http://kona.lotus.com besichtigen . Etwa Anfang Juli sollte man dort auch erste
Betas finden . Für das Release nennt Lotus noch etwas vorsichtig " Herbst 97 "
als Termin . Service Release 2 für Office 97 geplant Nachdem erste Details der
nächsten Office-Version an die Öffentlichkeit drangen , hat Microsoft ein
zweites Servicepack fürs aktuelle Office 97 angekündigt . Neue Funktionen bietet
das SR-2 laut Microsoft nicht . Da es auf dem Service Release 1 aufsetzt , muß
dieses 8 MByte große Paket bereits installiert sein . MS Office 97 :
Service-Release fertig Das ursprünglich für Juli angekündigte Service-Release
für Office 97 steht jetzt auf Microsofts Web-Server zum Download bereit (
http://www.microsoft.com/office/office97/servicerelease/ ) - allerdings nur für
die US-Version . Als wichtigste Komponente des rund 7 MByte großen Pakets nennt
Microsoft den Word-6.0/95-Binärkonverter , der bereits seit längerem unter
http://www.microsoft.com/officefreestuff/word/dlpages/wrd6ex32.htm verfügbar ist
und sich in alle internationalen Versionen einbinden läßt . Außerdem soll es
Office 97 um MMX-Unterstützung erweitern . Alle weiteren Änderungen bezeichnet
Microsoft als " minor enhancements " . Da Microsoft an keiner Stelle explizit
auf beseitigte Fehler eingeht , steht zu befürchten , daß die Office-97-Anwender
auf die " richtigen " Bugfixes noch weiter warten müssen . Rechtschreibprüfung
für Word 95/97 erneuert Wenige Tage nach der Umstellung von Nachrichtenagenturen
, Zeitungen und Zeitschriften auf die neuen Rechtschreibregeln stellt Microsoft
eine aktualisierte Version der Rechtschreibprüfung für die älteren
Word-Versionen zum Download bereit . Mit Hilfe dieses Updates können Benutzer
älterer Word-Versionen zwischen alter und neuer Schreibweise umschalten - der
bisherige Zusatz zur neuen Rechtschreibung betrachtete hingegen beide Regelungen
als korrekt . So mancher Word-Besitzer dürfte sich jetzt fragen , weshalb er
noch auf Word 2000 umsteigen soll . IBM : Windows-95-Spracheingabe fuer 199 Mark
, SDK kostenlos Ab sofort vertreibt IBM eine abgespeckte Version des rund 1400
DM teuren VoiceType für Windows 95 für 199 DM inklusive Mikrofon . " VoiceType
Simply Speaking " erlaubt das Diktieren von Texten in ein spezielles Fenster ,
dessen Inhalt der Benutzer über das Clipboard beispielsweise in die
Textverarbeitung importieren kann . Die Light-Version unterstützt nicht das
sogenannte VoiceType Navigation , so daß der Benutzer die Windows-Oberfläche und
Programme nicht damit steuern kann . Als Zielgruppe sieht IBM vor allem
Studenten , Lehrer und Home-Office-Anwender . Käufer von OS/2 Warp Version 4
erhalten VoiceType Navigation und Dictation standardmäßig samt Mikrofon zum rund
425 DM teuren Betriebssystem ; das Update von einem beliebigen Betriebssystem
inklusive Windows ist bereits für rund 280 DM zu haben . Windows-95-Entwicklern
bietet IBM das VoiceType SDK , um die Spracheingabe in eigene Anwendungen zu
integrieren , auf ihrem WWW-Server (
http://www.software.ibm.com/workgroup/voicetyp/ ) zum kostenlosen Download an .
Voraussetzung ist lediglich die Aufnahme ins ebenfalls kostenlose
Entwicklerprogramm , die man auf demselben Weg beantragen kann .
Interessanterweise erwähnt IBM das OS/2-VoiceType-SDK auf dem WWW-Server mit
keinem Wort . OS/2-Entwickler erhalten dieses im Rahmen der vierteljährlich
erscheinenden Devcon-CDs . Für das Jahresabonnement sind über 400 DM zu zahlen .
Visual Basic 5.0 CCE frei erhältlich Einen Vorgeschmack auf die nächste
Visual-Basic-Version , die im ersten Quartal 1997 zu erwarten ist , bietet
Microsoft mit der Beta-Version der " Visual Basic 5.0 Control Creation Edition "
auf ihrem WWW-Server ( http://www.microsoft.com/vbasic/ ) . Die rund 7 MByte
große Entwicklungsumgebung plus 2,5 MByte Online-Referenz liegen dort zum
kostenlosen Download bereit . Mit Hilfe dieser eingeschränkten Version können
Entwickler ActiveX-Controls erstellen , die sich in Programme mit
ActiveX-Unterstützung integrieren lassen - unter anderem Microsofts Internet
Explorer , Visual FoxPro und Borlands Delphi . Die Entwicklungsumgebung zeigt
sich im neuen Design und ähnelt mit ihrem Menü samt Icons Office 97 . Neu sind
ebenfalls der Code-Generator , die Forms-Engine und der Debugger . Für
ActiveX-Controls nicht benötigte Funktionen hat Microsoft ausgelassen , etwa die
Jet-Datenbank-Engine . Außerdem kann diese Version keine eigenständigen
Anwendungen übersetzen . Neue StarOffice-3.1-Beta für Linux Nachdem die
bisherige Beta 3 von StarOffice 3.1 für Linux am 31. März abgelaufen ist , hat
die Hamburger Star Division eine weitere Beta-Version auf Sunsite zum Download
freigegeben . In dieser Version sind die Motif-Bibliotheken statisch gelinkt ,
so daß sie keine Motif-Runtime erfordert . Links auf FTP-Server , die das Paket
zum Download anbieten , finden sich auf der internationalen Homepage von Star
Division ( http://www.stardivision.com/staroffice/linuxb4.html ) . Die Laufzeit
der neuen Beta 4 ist bis Ende Oktober befristet . Bugfix für StarOffice 5.2 (
Update ) Für StarOffice 5.2 stellt Sun jetzt ein Patch-Paket bereit , das über
50 dokumentierte Fehler im Office-Paket beseitigt . Der größte Teil der
dokumentierten Korrekturen behebt Fehler , die die Stabilität beeinträchtigen
und die Software zum Absturz bringen . Derzeit lässt sich der rund 14 MByte
große Bugfix nur über ein Suchformular von Suns Website herunterladen , in dem
man die ID für das jeweilige Betriebssystem eingeben muss : 109941-02 für
Solaris x86 109943-02 für Solaris 109939-02 für Linux 109945-02 für Windows
Benutzer der Windows-Version sollten mit dem Download allerdings abwarten , bis
eine 14 MByte große Datei erscheint . Durch eine Panne ist der Patch zweimal im
Dateiarchiv enthalten , das demzufolge zweimal auszupacken ist . In Kürze soll
der Patch auch im Supportforum zur Verfügung stehen . Erneute Schlappe bei
OS/2-Auslieferung Beim neuen OS/2 Warp Version 4 wollte IBM es besser machen als
1994 bei Einführung von Warp 3 . Damals war das Betriebssystem erst Wochen nach
der Ankündigung lieferbar . Diesmal sollte es ab dem 4. November , dem Tag der
offiziellen Ankündigung , in den Läden sein . Doch daraus ist wieder nichts
geworden . Nicht einmal offizielle IBM-Händler konnten Warp 4 ab Lager liefern .
Laut IBM haben die Pakete aber mittlerweile die Produktionsstätte in Dänemark
verlassen und sind auf dem Weg in die Geschäfte . Borland : Fahnenflucht oder
zweites Standbein ? Das offizielle Statement von Corel und Inprise/Borland über
den Zusammenschluss der beiden Firmen überraschte nicht nur Kunden und
Distributoren , sondern auch die urplötzlich zu einer Versammlung einberufenen
Mitarbeiter der deutschen Borland-Niederlassung . Die Details dieses Mergers
werden zur Zeit noch weitgehend unter Verschluss gehalten . Dennoch gibt es
einige wesentliche Statements : Die Planung , die Datenbank Interbase 6.0 als
Open Source herauszugeben , bleibt unverändert . Die aktuelle Version 5.6 wird
weiterhin vertrieben , für die Pflege der Version 6.0 soll eine Firma gegründet
werden , an der Borland als Minderheitsgesellschafter beteiligt bleibt . Delphi
, JBuilder , C++ Builder und andere Borland-Produkte entwickelt man für Windows
weiter , zusätzlich aber auch für Linux und Solaris ; derzeit existieren nur
Interbase 5.6 und JBuilder für Linux . Das erklärte Ziel der Firmenvereinigung
laut Peter Weger , Borlands Deutschland-Manager : Linux und das Internet also
als Oase , unter deren Palmen Borland nun ein ruhiges Plätzchen sucht . Nachdem
sich dort bereits recht viele der üblichen Verdächtigen für Anti-Allianzen
niedergelassen haben , bleibt nur zu hoffen , dass der Platz auch zukünftig für
alle reicht . Immerhin setzen Corel und Borland nicht alles auf eine Karte ,
sondern scheinen mit der angekündigten Weiterentwicklung für Windows ihr
bisheriges Standbein zu behalten . ( Arne Schäpers ) Microsoft durchleuchtet
Office-Benutzer Um einen tieferen Einblick in die Gepflogenheiten der
Office-Benutzer zu gewinnen , hat Microsoft eine groß angelegte Umfrage
gestartet , meldet BetaNews . Dem Bericht zufolge müssen die Befragten bis zu
vier Stunden Zeit investieren , um den Fragebogen auszufüllen . Wer sich der
ganzen Prozedur unterzieht , soll nach dessen Markteinführung immerhin " MS
Office 2000 Premium Edition " gratis erhalten und so rund 800 US-Dollar sparen .
Neues StarOffice mit Terminplaner Genau ein Jahr nach Erscheinen von StarOffice
4.0 stellt die Hamburger Star Division auf der kommenden CeBIT ( 19. bis 25.
März 1998 ) die Version 5.0 des integrierten Office-Pakets vor . Wie bisher sind
alle Module , darunter Textverarbeitung , Tabellenkalkulation ,
Präsentationssoftware und EMail-/News-Client unter der gemeinsamen Oberfläche
StarDesktop vereint . Neben Erweiterungen in allen bisherigen Modulen stellt er
in der Version 5.0 zahlreiche neue Funktionen bereit . Zusätzlich zum
Präsentationsmodul StarImpress , das bislang die Zeichenfunktionen bot , erhält
StarOffice das vektororientierte Grafikmodul StarDraw . Ihm liegt eine neue
3D-Engine mit OpenGL-Unterstützung zugrunde . Das Datenbankmodul StarBase wurde
erweitert und soll dank eigener Datenbankengine komplette relationale
Datenbanken erstellen und verwalten können . Darüber hinaus unterstützt StarBase
wesentlich erweiterte Formulare . Neue Funktionen zur Versionsverwaltung
erlauben das Arbeiten mehrerer Benutzer an gemeinsamen StarWriter- und
StarCalc-Dokumenten . Hinzugekommen ist in StarOffice 5.0 der Terminplaner
StarSchedule mit Groupware-Funktionen , die die Verwaltung von Terminen ,
Kontakten , Aufgaben und Ressourcen auch im Netz erlauben . Die Pilot-Anbindung
erlaubt den Datenabgleich mit dem Organizer von 3com beziehungsweise IBMs
WorkPad . Weitere Einzelheiten will der Hersteller auf der Messe bekanntgeben ,
wo die neue Version in Halle 5 , Stand C08 , präsentiert wird . Microsoft
vermietet Office online Microsofts Pläne für Internet-basierte
Office-Anwendungen konkretisieren sich . In einem Programm namens " Office
Online " soll der Kunde die Software künftig nicht mehr kaufen , sondern von
einem Service-Provider mieten . Gegen eine monatliche Miete pro Arbeitsplatz
stellt der Provider die Office-Anwendungen auf seinem Server zur Verfügung . Mit
einem ersten Kunden in Baltimore hat der US-amerikanische Provider Telecomputing
jetzt ein Pilotprogramm gestartet . Als Teil eines umfangreichen Servicepakets
bezieht eine Firma in Baltimore das Office-2000-Paket über High-Speed-Leitungen
. Das Projekt beschränkt sich derzeit auf einige US-Staaten und soll im nächsten
Jahr nach Europa ausgeweitet werden . Bugfixes für MS Office 97 verschoben
Entgegen anderslautenden Meldungen ist das korrigierte Office 97 immer noch
nicht da . Microsoft wollte das Service Release 1 für die deutschsprachige
Version ursprünglich am 1. Oktober auf dem Web-Server bereitstellen (
http://www.microsoft.com/germany/office/ ) . Laut Pressereferent Stefan
Leiprecht wurde der Termin jedoch auf den 15. Oktober verschoben , um den
kürzlich erst entdeckten Bug in Excel neben zahlreichen anderen Fehlern
ebenfalls zu beseitigen ( siehe auch
http://www.heise.de/newsticker/data/db-02.10.97-000/ ) . Ob der geplante Termin
diesmal eingehalten wird , mochte Leiprecht allerdings nicht garantieren . Eine
CD-ROM mit den Patches wird erst später lieferbar sein . Auf Anfrage will
Microsoft sie kostenlos an registrierte Office-97-Besitzer verschicken (
Bestellung unter 0180/5251199 ) . Im Handel liegt nach wie vor die fehlerhafte
Programm-Version . Microsoft will sie gegen neue Pakete mit integrierten Fixes
austauschen . Die neue Version werde deutlich auf der Verpackung zu erkennen
sein , sagte Leiprecht . Am Produktionsdatum kann der Kunde auf jeden Fall vor
dem Kauf erkennen , ob es sich um ein altes Paket handelt . Das Datum findet
sich auf einem Aufkleber mit Strichcode oben am Karton . Wurde das Paket vor dem
15. Oktober 1997 produziert , sollte man besser die Finger davon lassen .
Office-2000-Testphase geht in die zweite Runde Einzelbenutzer können sich für
das sogenannte " Consumer Preview Program " bewerben , das " Corporate Preview
Program " mit erweitertem Umfang bleibt Firmen vorbehalten . Für die Bewerbung
zu diesen Testprogrammen hat Microsoft eine spezielle Web-Seite eingerichtet .
Derzeit bietet sie nur allgemeine Informationen , soll aber laut c|net am
Mittwoch , 11. 11. , freigeschaltet werden . Die große Masse der Benutzer muß
sich noch eine Weile geduldnen : Vor dem zweiten Quartal 1999 ist mit der
fertigen Version nicht mehr zu rechnen . Office 97 : Deutsches Service Release 2
wird ausgeliefert Obwohl das Service Release 2 für das deutschsprachige Office
97 erst für Anfang Dezember angekündigt war , liefert Microsoft es schon auf
CD-ROM aus . Wie mehrere c't-Leser berichten , haben sie den beim Kundendienst
bestellten Patch bereits letzte Woche erhalten und problemlos installieren
können . Das SR-2 für die US-Version hatte Microsoft kurz nach der Freigabe Ende
September zurückgezogen und erst einen Monat später korrigierter Form erneut
freigegeben . Zahlreiche Benutzer hatten sich beklagt , daß sie das Patch-Paket
nicht auf die vorhandene Office-Installation aufspielen konnten . Online steht
der deutsche Bugfix nach wie vor nicht zur Verfügung . Microsofts Web-Seite zu
Office nennt weiterhin " Anfang Dezember " als Termin . Von Microsoft
Deutschland waren keine näheren Informationen zur CD-ROM und zum Download zu
erfahren . Office 97 : Service Release 2 jetzt zum Download Nach zahlreichen
Pannen steht das lang erwartete Service Release 2 ( SR-2 ) jetzt auch für das
deutschsprachige Office 97 zum Download bereit . Das 22,5 MByte große Paket soll
zahlreiche Fehlerkorrekturen enthalten , von denen Microsoft die " Problemlösung
" ( O-Ton ) für das Neuberechnen in Excel als wichtigste bezeichnet . Dieser
Patch steht allerdings schon lange zum Download bereit . Dennoch empfiehlt
Microsoft es auch allen anderen Office-97-Benutzern . Um den Patch ausführen zu
können , muß das SR-1 bereits installiert sein . Dies läßt sich im Hilfe-Menü
unter " Info " überprüfen : Der Produktname muß den Zusatz " SR-1 " tragen .
Andernfalls fällt zusätzlich der 7 MByte große Download an . Auf CD-ROM erhalten
registrierte Benutzer das SR-2 auf Bestellung gratis . Laut Microsoft ist auf
der CD-ROM ebenfalls das SR-1 enthalten . Besitzer einer OEM-Lizenz , auf deren
Rechner Office 97 oder eine der Office-Anwendungen vorinstalliert war , können
die Gratis-CD-ROM diesmal ebenfalls auf der Web-Site bestellen .
Office-Assistent Clippy sucht neuen Job In Office 97 führte Microsoft animierte
Assistenten ein , die den Benutzern zwischendurch mit Tipps helfen sollten .
Doch viele Benutzer zeigten sich vor allem genervt : Die Animationen erscheinen
zu den unmöglichsten Augenblicken und unterbrechen die Arbeit , wo sie
eigentlich helfen sollen . Kurz vor dem Erscheinen von Office XP Ende Mai sucht
einer der Assistenten jetzt einen neuen Job übers Internet : Er bittet , diesmal
ihm zu helfen . Auf seiner Website beschwert sich Clippy , Office XP sei so
einfach zu bedienen , dass es die Office-Assistenten wie ihn überflüssig mache .
Man habe ihm sogar das Gehalt gekürzt , obwohl er gar keins erhalten habe . In
einer Umfrage können Besucher der Website wählen , für welche Stelle Clippy am
geeignetsten sei . Ein Blues verschafft dazu einen Vorgeschmack über die
musikalischen Fähigkeiten . In einem sehenswerten Video versucht sich Clippy als
zukünftiger Filmstar : In diesem Film unterbricht er einen Office-Benutzer , der
ihn daraufhin als größten Störenfried der Computergeschichte bezeichnet . In
Kürze soll zusätzlich ein Spiel auf der Website erscheinen , in dem man Clippy
mit Utensilien wie Büroklammern und Radiergummis bewerfen kann . Das Jobgesuch
von Clippy ist Teil einer Werbekampagne zu Office XP . Kern der Kampagne ist die
Aussage , die kommende Version des Office-Pakets von Microsoft sei so einfach zu
bedienen , dass selbst die Office-Assistenten überflüssig würden . Sie werden
dort zwar weiterhin vorhanden , aber standardmäßig abgeschaltet sein . Auch wenn
Clippy darob in herzerweichende Tränen ausbrechen mag - die meisten Anwender
werden 's zufrieden sein . Office 2000 : Microsoft startet Betatest Mit der
Auslieferung einer Vorversion von Office 2000 an 20.000 ausgewählte Benutzer
startet Microsoft den Beta-Test des kommenden Office-Pakets . Das Hauptaugenmerk
richtet der Software-Hersteller auf eine verbesserte Internet-Integration .
Damit will man vor allem die Zusammenarbeit von Arbeitsgruppen in firmeninternen
Intranets erleichtern , die ihre gemeinsamen Dokumente auf Web-Servern
bereitstellen . Aus den Office-Anwendungen greift der Benutzer darauf wie auf
Fileserver zu . Eine Ausnahme bildet Access , dessen Datenbankformat um Unicode
erweitert wird . Als zusätzliches Standardformat für Web-Dokumente benutzt
Office 2000 HTML und unterstützt Cascading Style Sheets sowie XML ( Extensible
Markup Language ) . Die Installation soll sich wesentlich vereinfachen . Eine
Option läßt die Wahl , einzelne Komponenten erst bei Bedarf auf die lokale
Festplatte zu übertragen . Eine Minimalinstallation mit geringem Platzbedarf
wird so im Lauf der Zeit mit den Teilen des Pakets erweitert , die Benutzer
tatsächlich benötigt . Eine zweite Beta-Version sieht Microsoft für Herbst vor ,
so daß die endgültige Version nicht vor dem ersten Quartal 1999 zu erwarten ist
. In der zweiten Beta soll auch Frontpage 2000 enthalten sein . Dieses bleibt
allerdings einer separaten High-End-Version vorbehalten . PCSuite : Neun
Software-Pakete im Bündel Zusammen mit sieben Software-Herstellern hat Lotus mit
der PCSuite Komplettpaket aus neun Anwendungen geschnürt , die PC-Neulingen eine
umfangreiche Grundausstattung für den Einstieg in die PC-Nutzung bieten sollen .
Das Paket zum Preis von 99 Mark umfasst das Office-Paket Lotus SmartSuite
Millennium , die Grafik-Software Corel Draw SE , das Homebanking-Programm
Quicken 2000 , das Multimedia-Lexikon Bertelsmann Discovery'99 , den Straßen-
und Städte-Atlas Marco Polo Routenplaner , den Virenscanner Symantec Anti-Virus
und das Flipper-Spiel Empire Pro Pinball . Die PCSuite vertreibt Lotus über
Handelketten wie Media Markt , PC-Spezialist und Red Zac sowie über Fachhändler
. Das Angebot gilt allerdings nur für Käufer eines neuen Rechners . Verwirrung
um SR-2 für Office 97 Microsoft hat Office-97-Benutzer , die das Service Release
2 ( SR-2 ) auf CD-ROM bestellt hatten , verunsichert : Ein Schreiben vom 4.
Februar warnt vor der Installation der Software , da sie zu Problemen in der
Anwendung führen könne . Durch eine " Lücke im Prozeß der Qualitätssicherung "
sei diese Version produziert und versandt worden , entschuldigt sich der
Hersteller in dem Schreiben und verspricht , die Software " nach abschließender
Freigabe " automatisch zuzusenden . Dabei handelt es sich keineswegs um einen
neuen Fehler . Wie bereits Mitte November 1998 gemeldet , hatte Microsoft die
wegen Installationsproblemen zurückgezogene US-Version lokalisiert und an Kunden
versandt . Die fehlerhafte Version wurde offenbar nicht gegen den bereinigten
Patch ausgetauscht , der seit Dezember im Internet zum Download bereitsteht .
Pressereferent Tomas O. Jensen entschuldigt dies mit internen
Abstimmungsschwierigkeiten . Das Mailing von letzter Woche empfindet er
allerdings als im Ton übertrieben : " So dramatische Probleme , wie in dem
Anschreiben geschildert wurden , sollten nicht auftreten . " Corel : Aggressive
Lizenzpolitik gegen Microsoft Mit aggressiver Lizenzpolitik will Corel (
http://www.corel.com ) Microsofts Vormachtstellung im Bereich der
Office-Software angreifen . Firmen sollen für " Corel Office for Windows NT
Server 4.0 " nur eine pauschale Lizenzgebühr von knapp 2000 US-Dollar zahlen ,
um das Paket auf einem NT-Server installieren und an allen angeschlossenen
Arbeitsplätzen nutzen zu dürfen . Die Anzahl der Clients spielt dabei keine
Rolle , es fallen keine zusätzlichen Kosten an . Das Officepaket soll Ende
November in den Vertrieb gehen . Auf den CD-ROMs liefert Corel Versionen für
alle drei Windows-Plattformen ( NT , Windows 95 und Windows 3.x ) aus , so daß
sich eine einzige Lizenz auch in " gemischten " Windows-Umgebungen einsetzen
läßt . In den 32-Bit-Versionen für NT und Windows 95 bietet es neben WordPerfect
, Quattro Pro , Presentations und Paradox diverse Zusätze für das Internet ,
unter anderem den Corel WEB.Site Builder ; mit diesem kann man auf einfache
Weise interaktive Web-Sites gestalten , ohne HTML programmieren zu müssen . Die
Windows-3.x-Version enthält neben den altbekannten 16-Versionen WordPerfect 6.1
, Quattro Pro 6.0 , Presentations 3.0 und Paradox 5.0 die WEB.Graphics Suite .
Darüber hinaus erlauben über 150 Fonts , 5000 Cliparts und 7500 Grafiken
speziell für Internet-Seiten , Dokumente optisch aufzupeppen . Corel entwickelt
Java-Station Den Prototypen einer eigenen Java-Station zeigte der kanadische
Spezialist für Grafiksoftware Corel auf der Pressekonferenz am ersten Messetag .
Diese habe man entwickelt , um eine entsprechende Hardware-Plattform für das
eigene " Corel Office for Java " anbieten zu können . Immerhin konnte man
letztere in einer Pre-Beta-Version vorweisen . Seit längerer Zeit liegt sie auf
Corels Web-Server zum Download bereit ( http://www.corel.com ) . Im Mai soll die
Java-Station bereits erhältlich sein . Bisher konnte man nur ihr futuristisches
Design auf der Pressekonferenz bewundern - ein lauffähiges System hatte Corel
noch nicht zu bieten . StarOffice-Quelltext als Open Source freigegeben Wie im
Juli angekündigt , hat Sun den Quelltext des Office-Pakets jetzt als Open Source
freigegeben . Bei diesem Quelltext handelt es sich bereits um eine Vorversion
des zukünftigen StarOffice 6.0 . Die Weiterentwicklung liegt nun in den Händen
des Projekts OpenOffice , auf dessen Webserver der Source für Windows , Linux
und Solaris zum Download bereitliegt . Eine Variante für Mac OS X befindet sich
derzeit noch in einem früheren Stadium und soll später folgen . OpenOffice lädt
alle Interessierten ein , an dem Projekt mitzuwirken und Fehler in der Software
aufspüren - ganz gleich , ob Programmierer oder Anwender . Für diesen Zweck
sollen in regelmäßigen Abständen aktualisierte und kompilierte Versionen
bereitstehen . Trotz der Freigabe des Codes verabschiedet sich Sun nicht von der
Weiterentwicklung . Vielmehr beteiligt sich die Hamburger Entwicklungsabteilung
ebenfalls an dem Projekt und erstellt auf Basis von OpenOffice die zukünftigen
offiziellen StarOffice-Versionen . Der rund 400 MByte große Quelltext besteht
aus rund 9.000.000 Zeilen C++-Code , die sich auf über 35.000 Dateien verteilen
. Die Übersetzung erfordert 2 Gigabyte Platz auf der Festplatte und soll unter
Linux auf einem Rechner mit Pentium III und 256 MByte RAM rund 20 Stunden dauern
. Von Drittanbietern lizenzierte Komponenten wie Rechtschreibprüfung , Thesaurus
und die Datenbank Adabas D stehen nicht als Quelltext zur Verfügung und bleiben
den von Sun erzeugten StarOffice-Versionen vorbehalten . Erste Details zu MS
Office 10 Die nächste Version von Microsofts Office-Paket für Windows , die
voraussichtlich als Office 2001 oder Office 2002 auf den Markt kommen wird ,
befindet sich derzeit in der Testphase . Sie weist etliche Neuerungen auf , die
den Umgang mit den Anwendungen erleichtern . Die Oberfläche der
Office-Anwendungen hat Microsoft leicht verändert . Das Single Document
Interface ( SDI ) lässt sich in Word endlich abschalten , sodass sich nicht mehr
für jedes Dokument ein eigenes Programmfenster öffnet . In Excel lässt sich dies
bereits in der aktuellen Version 2000 einstellen . Endlich unterstützt die
Textverarbeitung die Mehrfachselektion von Text - eine Fähigkeit , die der
Konkurrent StarOffice bereits in der Version 3.0 beherrschte . Funktionen wie
das Formatieren des Textes , Suchen und Ersetzen , Fußnoten und Tabellen will
Microsoft ebenfalls verbessern . Der Personal Information Manager und
E-Mail-Client Outlook soll den Wechsel zwischen unterschiedlichen
E-Mail-Servertypen , unter anderem Exchange , POP3 , IMAP , HTTP oder cc:Mail ,
vereinfachen . In Access hat Microsoft schon wieder das Dateiformat geändert ;
Access-2000-Datenbanken sollen sich aber ohne Konvertierung bearbeiten lassen .
Das Präsentationsprogramm PowerPoint enthält zusätzliche Animationen , und das
Web-Design-Tool Frontpage soll mit dem neuen Office Web Server ( OWS ) direkt
zusammenarbeiten . StarOffice für Privatgebrauch gratis ( English version
available ) Mit einem Paukenschlag steigt die Hamburger Star Division ins
internationale Geschäft ein . Für den nicht-kommerziellen Einsatz wird das
Office-Paket ab sofort in allen Betriebssystemvarianten als " Personal Edition "
weltweit gratis sein , kündigte Geschäftsgründer Marco Börries wenige Tage vor
der Beginn der US-Computermesse Comdex an . Ab dem heutigen Tage werden zunächst
zwei Sprachversionen zur Verfügung stehen , weitere acht sollen demnächst folgen
. " Dies gilt für alle zukünftigen Versionen , für immer " , so Börries . Für
alle Betriebssysteme gelten dieselben Bedingungen wie schon bei der
Linux-Version : Im Internet steht das Paket ab sofort auf dem Web-Server von
Star Division zum Download bereit . Um dieses uneingeschränkt nutzen zu können ,
müssen Benutzer sich lediglich online registrieren . Interessenten ohne
Internet-Zugang erhalten die Personal Edition inklusive gedrucktem Handbuch für
79 Mark . Kunden im kommerziellen Bereich zahlen den regulären Preis . Um dies
weiter zu erleichtern , hat Börries die US-amerikanische " Star Division
Corporation " als Muttergesellschaft gegründet , die jetzt alle Rechte an der
Software hält - der bisherige Hamburger Sitz ist jetzt nur noch
Tochtergesellschaft . Microsoft beseitigt Access-Fehler Mit einem Update der
Jet-Engine auf Version 3.51 beseitigt Microsoft diverse Fehler im
Desktop-Datenbanksystem Access . Das erst kürzlich gemeldete Phänomen , daß
Access geänderte Einträge unter Umständen in falschen Datensätzen speichert ,
wird laut Hersteller ebenfalls behoben . Die neue Version liegt auf Microsofts
Web-Site zum kostenlosen Download bereit . Visual Basic : Ballmer zeigt nächste
Generation Zwei Tage vor Einführung von Windows 2000 will Microsoft-Chef Steve
Ballmer heute die nächste Visual-Basic-Version auf der Entwicklerkonferenz VBITS
in San Francisco vorstellen . Sie soll vor allem die Erstellung von Anwendungen
für Windows 2000 und von Web-basierten Applikationen erleichtern . Ballmers
Präsentation überträgt Microsoft ab 19.30 Uhr mitteleuropäischer Zeit live im
Internet . CeBIT-Verzeichnis für PalmPilot Eine CeBIT-Ausstellerliste samt
Standnummern für den PalmPilot bietet die Darmstädter Firma all4net auf ihrer
Web-Site zum Download an . Das Verzeichnis setzt einen DOC-Reader wie AportisDoc
oder TealDoc voraus . TealDoc zeigt außerdem einen Hallenplan an und erleichtert
so die Orientierung auf dem Messegelände . Bill Gates bei Sabine Christiansen
Die Weltwirtschaft wächst in einem rasanten Tempo zusammen , Konzernfusionen
gigantischen Ausmaßes sprengen alle finanziellen und politischen Grenzen .
Einzelne große Unternehmen teilen die Welt unter sich auf . Welchen Einfluss hat
der Staat noch auf den neoliberalen Turbokapitalismus ? Und wer regiert
letztendlich die Welt - die Politik oder das Geld ? Über diese Themen diskutiert
Sabine Christiansen mit Bill Gates sowie dem Bertelsmann-Vorsitzenden Thomas
Middelhoff , dem ehemaligen VW-Vorstandsmitglied Daniel Goeudevert , dem
bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber und dem
Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Rudolf Hickel - am nächsten Sonntag um
22.15 Uhr im Ersten . Office 2000 nähert sich der Fertigstellung Nach
Verzögerungen von Office 2000 , die mittlerweile das Geschäftsergebnis drücken ,
liefert Microsoft jetzt den sogenannten " Release Candidate " für einen letzten
Test an wenige tausend Benutzer aus , berichtet News.com . Release Candidates
entsprechen quasi dem fertigen Produkt . Microsoft trifft mit ihnen die letzten
Vorbereitungen , um Software in Produktion zu geben . Verzweifelt ersehnt :
StarOffice für MacOS Mit einer Unterschriftenaktion will das Online-Magazin
macnews.de den Software-Hersteller Star Division dazu bewegen , endlich die
versprochene Mac-Version von StarOffice 5.0 herauszubringen . Auf der CeBIT soll
die Liste der Unterzeichner dem Hersteller übergeben werden . Bugfix für
deutsches Office 2000 fertig Schon im März brachte Microsoft das Service Release
1 ( SR-1 ) für die US-Version heraus . Wie schon beim SR-1 für Office 97 klagten
jedoch zahlreiche Benutzer nach dessen Installation über Probleme und Abstürze
bei den Office-Anwendungen . Sogar der Nachrichtenservice MSNBC , an dem
Microsoft beteiligt ist , nannte auf seiner Website die zehn wichtigsten Gründe
, das SR-1 nicht zu installieren . Eine überarbeitete Fassung des Service-Packs
steht jetzt als SR-1a auf Microsofts Website für die deutschsprachige Ausgabe
von Office zum Download bereit . Dabei ermittelt der ( auf jeden Fall
erforderliche ) Windows-Installer zunächst , welche Office-Komponenten
eingerichtet sind . Daher lässt sich der Download nur von Rechnern mit
installiertem Office 2000 durchführen . Installationen im Netz erfordern ein
spezielles Paket für Administratoren . Je nach Konfiguration umfasst der
Download immerhin 26 bis 40 MByte - Nutzer einer Modem-Verbindung müssen sich
also schon sehr in Geduld üben . Neben Aktualisierungen für die
Office-Anwendungen Word , Outlook , Excel , Access , PowerPoint , Frontpage und
Publisher enthält das Paket auch die neuesten Sicherheitsupdates für Outlook .
Office-2000-Pakete : Absturz vorprogrammiert Doch in den Kernanwendungen hat
sich wenig geändert . Nennenswerte Neuerungen finden sich fast nur in den
Textverarbeitungen . Wie c't nach einem Härtetest berichtet , sind gravierende
Mängel , die die Programme schon seit vielen Versionen mit sich herumschleppen ,
nach wie vor vorhanden ; neue Macken sind hinzugekommen : Von der unzulänglichen
Silbentrennung , die den Benutzer zur manuellen Korrektur nötigt , bis zu
zahllosen Programmabstürzen bei anspruchsvolleren Textdokumenten . Fehler haben
sie alle - der Anwender hat nur die freie Wahl der Qual . Office 97 : Service
Release 2 fertig Der 23 MByte große Patch setzt ein installiertes Office 97 mit
Service Release 1 voraus und beseitigt laut Microsoft auch die Fehler beim
Neuberechnen in Excel . Die neue Jet-Datenbankengine 3.51 soll verhindern , daß
Access geänderte Einträge im falschen Datensatz speichert ; diese steht bereits
jetzt für alle internationalen Version separat zum Download bereit . Wann das
Service Release 2 für die deutschsprachige Version erscheint , läßt Microsoft
noch offen . Anhand der Liste bereinigter Fehler können Office-97-Benutzer aber
jetzt schon nachlesen , ob der neue Patch tatsächlich alle Probleme mit dem
Paket lösen wird . StarOffice angeblich als Open Source unter der GPL Für Wirbel
sorgte eine Nachricht des amerikanischen Newsdienstes ZDNet , Sun werde den
Quelltext des Office-Pakets StarOffice unter der GNU General Public License (
GPL ) freigeben . Der Meldung zufolge wolle Sun dies im Laufe dieser Woche
ankündigen und den Sourcecode Interessierten im Sommer zur Verfügung stellen .
Mit diesen Plänen würde Sun praktisch alle Rechte am Quelltext verlieren . Die
GPL erlaubt nämlich die uneingeschränkte Modifikation an der Software , sofern
man die Änderungen an die Allgemeinheit zurückgibt . Dass Sun den Quelltext des
Office-Pakets offenlegen will , ist allerdings keine Neuigkeit : Schon vor fast
einem Jahr hatte die Firma angekündigt , den Quelltext unter der so genannten
Sun Community Source License freizugeben . Auf Anfrage tat Sun dann auch die
Meldung , Star Office als Open Source unter der GPL herausgeben zu wollen , als
Gerücht ab , das man nicht kommentiere . Comdex : Corel kündigt WordPerfect
Office 2000 an Mit der nächsten Version des Office-Pakets macht auch Corel einen
Schwenk in der Namensgebung und führt ebenfalls Jahreszahlen statt der
bisherigen Versionsnummer ein . Als gemeinsame Programmsprache hat Corel Visual
Basic for Applications von Microsoft lizenziert . WordPerfect Office 2000 soll
in Nordamerika im zweiten Quartal 1999 erscheinen , die internationalen
Versionen etwas später . Verschiedene Ausstattungsvarianten stehen in Zukunft
zur Auswahl , die unter anderem die Datenbank Paradox , die Publishing-Software
Corel Print House , das Web-Authoring-Tool Trellix oder ein Server-basiertes
Internet-Publishing-Programm mit dem Codenamen NetDocs enthalten . Mit dieser
Software sollen Benutzer über einen zentralen Server Dokumente aus den
unterschiedlichsten Anwendungen im Web publizieren und Web-Inhalte zu
vorgegebenen Zeiten automatisch aktualisieren lassen können .
Star-Division-Gründer steigt bei Sun aus Jetzt verlässt der ehemalige
Jungunternehmer seinen Arbeitgeber . Anfang Februar will Sun das serverbasierte
Office-Paket StarPortal vorstellen , das auf StarOffice aufbaut und den Zugriff
von beliebigen Rechnern mit Webbrowser sowie von Handys und Handhelds übers
Internet gestattet . Doch die geplante Präsentation wird ohne dessen
eigentlichen Vater stattfinden : Zum 26. Januar verabschiedet sich Marco Börries
von seinem Arbeitgeber , wie Sun auf Anfrage von heise online bestätigte . Mit
Börries verliert Sun einen Verfechter freier Software . Erst im Juli letzten
Jahres gab er auf einer Linux-Konferenz bekannt , den Quelltext des
Office-Pakets als Open Source freizugeben - was dann im Oktober auch tatsächlich
geschah . Börries Zukunftspläne sind noch unbekannt , doch dürfte sich der heute
33-Jährige trotz der vielen Millionen aus dem Star-Division-Verkauf kaum zur
Ruhe setzen . Schon im Alter von 16 Jahren gründete er im Lüneburger Elternhaus
seine Firma Star Division und begann damals , seine eigene Textverarbeitung
StarWriter zum Dumping-Preis zu vermarkten . Anfang der neunziger Jahre sah
Börries die Zukunft seiner Firma vor allem in der plattformübergreifenden
Programmierung von Standardanwendungen . Zu diesem Zweck baute er in Hamburg ein
eigenes Entwicklerteam auf . Mit Hilfe der eigenen Klassenbibliothek StarView
entstand zunächst die Textverarbeitung StarWriter für Windows und OS/2 , die
sich schließlich zum ausgewachsenen Office-Paket StarOffice für alle gängigen
Betriebssysteme entwickelte , inklusive Linux und Mac OS . In einer
spektakulären Aktion gab Börries im November 1998 bekannt , das Paket fortan für
den Privatgebrauch gratis abzugeben . Damit erhoffte er sich , StarOffice ohne
teures Marketing weltweit bekannt zu machen . Einnahmen sollten durch den
Verkauf an Firmenkunden fließen . Börries war also immer für eine Überraschung
gut - es bleibt abzuwarten , ob dies auch nach seinem Ausstieg bei Sun so bleibt
. Excel-Bugs nehmen kein Ende Die Reihe neu entdeckter Fehler in Excel reißt
nicht ab : Wie Woody Leonhard in der neuesten Ausgabe seines Newsletters Woody's
Office Watch meldet , berechnet Excel unter Umständen einzelne Zellen nicht
automatisch neu , wenn diese als Liste sortiert wurden . Der Fehler tritt auch
bei installiertem Patch auf , der die bisher bekannten Fehler beim Neuberechnen
beseitigt , und läßt sich auch in der deutschsprachigen Version reproduzieren .
Das Drücken der Funktionstaste F9 , um das Neuberechnen manuell zu erzwingen ,
führt nicht zum korrekten Ergebnis ; erst die in der Online-Hilfe nicht
dokumentierte Kombination Strg-Alt-F9 aktualisiert die Daten . MS Office 2000
ohne Spracherkennung Microsoft hat auf der PC Expo erstmals öffentlich die
nächste Version des Office-Pakets mit Namen " Office 2000 " vorgeführt . Wie
bereits Anfang Mai berichtet , wird das Paket vor allem um Funktionen für den
Zugriff auf Internet und Intranet erweitert . So lassen sich Dokumente direkt
auf einem Web-Server abspeichern , so daß andere Benutzer im Netz diese direkt
bearbeiten können . Eine Abonnement-Funktion informiert auf Wunsch die Benutzer
, wenn Änderungen an den Dokumenten vorgenommen wurden . Anders als erwartet
will Microsoft vorerst keine Diktiersoftware mit Spracherkennung integrieren .
Diese Technik befinde sich noch in der Experimentierphase , sagte Produktmanager
Matthew Price . Office 2000 wird frühestens Ende 1998 auf den Markt kommen ;
eine nichtöffentliche Beta-Version wird für Ende Juli erwartet . Unterdessen
liefert Konkurrent Corel seine WordPerfect Suite mit integriertem Dragon
Naturally Speaking auch in deutscher Sprache aus . Sie erlaubt es , direkt in
die Textverarbeitung zu diktieren . Lotus will Mitte Juli die SmartSuite
Millennium Edition ausliefern , die standardmäßig mit IBMs ViaVoice Gold
ausgestattet ist . Beide Spracherkennungssysteme erreichten in einem
Vergleichstest in c't 5/98 mit knapp 98 ( Dragon ) und 96 Prozent ( IBM ) recht
gute Erkennungsraten . Office-97-Bugfixes jetzt fertig Dieses Service Release
liefert unter anderem neue Import/Export-Filter für Word , die Dokumente dann
tatsächlich im Format der Vorversion abspeichern . Ohne Filter legt Word 97 beim
Sichern im Word-7.0-Format zwar Dateien mit der Extension DOC an , schreibt die
Dokumente allerdings im Format RTF hinein . Damit kommen zwar die früheren
Word-Versionen zurecht , andere Programme können diese Dateien jedoch nicht
importieren , sofern sie nicht umbenannt werden . Die Filter waren bereits
vorher auf Microsofts Web-Site verfügbar . Neben dieser Korrektur enthält das
immerhin 8 MByte große Paket zahlreiche Bugfixes für alle Office-97-Anwendungen
. Eine Liste , welche Bugs beseitigt wurden , will Microsoft allerdings nicht
veröffentlichen . Unter anderem soll im deutschsprachigen SR-1 der Bug in Excel
97 beseitigt sein , der unter bestimmten Umständen die automatische
Neuberechnung einer Tabelle verhindert und so zu falschen Ergebnissen führen
kann ( siehe auch http://www.heise.de/newsticker/data/db-02.10.97-000/ ) . Laut
Pressesprecher Stefan Leiprecht wurden außerdem zahlreiche Fehler beseitigt ,
die im Zusammenhang mit diversen Grafikkartentreibern auftraten . Das SR-1 sei
demnach allen Office-97-Benutzern zu empfehlen . Zu einem späteren Zeitpunkt
will Microsoft das SR-1 auf CD-ROM anbieten . Office-97-Besitzer können diese
kostenlose CD unter 0180/5251199 bestellen . Sie soll unter anderem neue
Hilfe-Dateien enthalten , die im derzeit erhältlichen Paket nicht zur Verfügung
stehen . Ein Anruf bei Microsofts Bestellservice lohnt sich dann auch für jene ,
die sich die Bugfixes bereits jetzt per Download besorgen . StarOffice zeigt
Mail-Paßwort im Klartext In StarOffice 5.0 , das seit ein paar Tagen für
Privatanwender zum freien Download bereitsteht , sind Login und Paßwort für den
EMail-Account vor dem Ausspionieren nicht ausreichend gesichert . Ein
Programmfehler führt dazu , daß der Ausgangskorb das "An"-Feld zweimal anzeigen
kann . Im zweiten Feld stellt StarOffice dann allerdings nicht den Adressaten ,
sondern Login und Paßwort für den POP3-Account im Klartext dar - sofern man das
Paßwort aus Bequemlichkeit über die Voreinstellungen mit abspeichert .
Andernfalls fragt StarOffice zwar nach jedem Start einmal das Paßwort für den
Mail-Account ab , das Problem tritt dann aber nicht auf . Star Division geht
davon aus , daß der Fehler spätestens im Servicepack 1 behoben sein wird ; wann
dieses erscheint , steht allerdings noch nicht fest . StarOffice 5.0 im Mai ,
Linux-Version kurz danach Voraussichtlich im Mai will Star Division die Windows-
, OS/2 und Solaris-Versionen von StarOffice 5.0 ausliefern . Natürlich werde es
auch eine Linux-Version geben , so Geschäftsführer Marco Börries auf der CeBIT .
Sie soll sogar schon vier Wochen nach den anderen Plattformen folgen . Für die
Weiterentwicklung des Office-Pakets wurden über 10000 qualifizierte
Rückmeldungen von Kunden ausgewertet und berücksichtigt - so die Hamburger
Software-Schmiede . Insgesamt sollen über 500 neue Funktionen beziehungsweise
Komponenten hinzugekommen sein . Vom StarDesktop und von der Task-Leiste aus
lassen sich auch externe Programme starten - das Motto " Do Everything in One
Place " wird dann anscheinend Realität . Neben den neuen Komponeten StarSchedule
( Terminplaner ) und StarDraw ( Grafikmodul mit neuer 3D-Engine ) , über die c't
in Ausgabe 6/98 kurz berichtet , bietet StarOffice 5.0 neue Teamwork-Funktionen
. Die Überarbeiten-Funktion gestattet es , StarWriter- und StarCalc-Dokumente zu
vergleichen und zusammenzuführen . Mit der Replikationsfunktion lassen sich
komplette Verzeichnisbäume abgleichen , um etwa die Daten auf dem Notebook und
dem Arbeitsplatzrechner synchron zu halten . Der EMail-Client wird in der
kommenden Version um PGP-Unterstützung erweitert , um EMails sicher zu
verschlüsseln . Die Vollversion von StarOffice 5.0 wird laut Star Division 498
Mark kosten , Altkunden müssen für das Update 249 Mark zahlen . Kunden , die
StarOffice 4.0 nach dem 1. März 1998 gekauft haben , erhalten das Update auf die
Version 5.0 gratis . CeBIT-Besucher können die neue Version bereits jetzt bei
Star Division in Halle 5 , Stand C08 sehen . Neues Servicepack für
Linux-StarOffice Anders als geplant will Star Division doch noch ein Servicepack
3 für das aktuelle StarOffice 4.0 herausbringen - zahlreiche Benutzer hatten
dies in den Support-Newsgruppen gefordert . Die auf der CeBIT für Ende April
angekündigte Version 5.0 hat der Hamburger Hersteller unterdessen verschoben .
Produktmanager Götz Wohlberg versicherte c't gegenüber , man gehe vom 28. Mai
als Liefertermin aus . Die für nicht-kommerziellen Einsatz kostenlos erhältliche
Linux-Version spielt diesmal die Vorreiterrolle : Auf dem Web-Server von Star
Division steht jetzt eine neue Version mit integriertem Servicepack 3 zum
Download bereit . Dabei handelt es sich um einen kompletten Installationssatz ;
ein Patch der vorherigen Version könne aus technischen Gründen nicht zur
Verfügung gestellt werden . Benutzer der Windows- und OS/2-Versionen müssen sich
mit dem Servicepack 3 noch gedulden . Im neuen Linux-Release soll außerdem der
Fehler beseitigt sein , der in Verbindung mit PS/2-Mäusen den X-Server lahmlegte
. Das systemweite Clipboard unterstützt das Linux-Paket jetzt ebenfalls .
Ergänzt wird die Linux-Version um Tools , um Drucker und Fonts zu installieren ,
sowie um ODBC-Support für den Zugriff auf Datenbanken . Eine verbesserte
User-Installation belegt für jeden Benutzer nur noch 2 MByte zusätzlich . Auf
CD-ROM ist das Linux-Paket ebenfalls erhältlich . Besitzer einer Kreditkarte
können diese für 29,95 Mark auf dem Web-Server bestellen oder gegen Vorkasse mit
Verrechnungsscheck bei Star Division ordern . Für die kommerzielle Version
inklusive Handbuch sind 199 Mark zu zahlen . StarOffice 5.1 jetzt erhältlich
Nachdem Star Division auf der CeBIT erste Einblicke in StarOffice 5.1 gewährt
hat , steht jetzt die neue Version des Office-Pakets für Windows , OS/2 , Linux
und Solaris zum Download bereit . Laut Star Division habe man bei der
Entwicklung der neuen Version höchsten Wert auf Benutzerfreundlichkeit ,
sinnvolle erweiterte Funktionalität , Stabilität und auf ein Höchstmaß an
Systemintegration gelegt . Der überarbeitete Explorer zeigt sich in neuem Design
und soll die Bedienung deutlich vereinfachen . Neue " AutoPiloten " sollen dem
Benutzer beispielsweise helfen , Präsentationen dank eines neuen HTML-Exports
mit variablen Gestaltungsmöglichkeiten im Internet zu veröffentlichen .
Zusätzliche 3D-Diagrammtypen erlauben , Daten in Form von Kegeln , Pyramiden
oder Zylindern darzustellen . Mit Hilfe neuer Werkzeuge lassen sich
Bitmap-Grafiken vektorisieren , so daß sich beispielsweise eingescannte Bilder
als Vektorgrafik bearbeiten lassen . Neue Team-Funktionen in StarSchedule
erlauben , daß sich Termine und Aufgaben mit anderen Benutzern im Netz abstimmen
lassen . Der Datenaustausch mit dem PalmPilot beschränkt sich nicht mehr auf
Windows , sondern ist jetzt laut Star Division auf allen Betriebssystemen
möglich . Auf CD-ROM ist StarOffice 5.1 als " Personal Edition Deluxe " für
knapp 80 Mark erhältlich . Für die " Professional Edition " sind knapp 298 Mark
zu zahlen . MS Office 97 : Service-Release zurueckgezogen Rund zwei Wochen nach
Bereitstellung des Service-Release 1 für die US-Version von Office 97 ( siehe
auch http://www.heise.de/newsticker/data/db-06.08.97-000/ ) hat Microsoft das
Paket wieder zurückgezogen . Offiziell heißt es , in seltenen Fällen könne Word
97 geänderte Dokumente nicht mehr sichern . Einen Bugfix und ein neues
Service-Release will man nach ausführlichen Tests bereitstellen . Ob dies der
einzige Grund für den Rückzug ist , scheint allerdings fraglich . In Microsofts
Newsgruppe zum Office-Paket ( news:microsoft.public.office.misc ) mehren sich
nämlich die Klagen über weiterhin bestehende und neue Fehler nach Installation
des Service-Release . Benutzer der deutschsprachigen Office-97-Version sind
nicht unmittelbar betroffen : IBM öffnet Internet-Entwicklungslabor
Beta-Versionen ihrer Internet-Software bietet IBM an zentraler Stelle auf der
Homepage des Online-Entwicklungslabors alphaWorks (
http://www.alphaworks.ibm.com ) zum kostenlosen Download an . Mit dem Designer
PanoramIX für AIX und Windows 95/NT ( aber nicht für OS/2 ) können Web-User
dreidimensionale Bilder kreiieren und bearbeiten . Der TCP-Router ShockAbsorber
für AIX verbindet Webserver miteinander und verteilt die Arbeitslasten je nach
deren Kapazität . Zusätzlich zu den Anwendungen enthält alphaWorks aktuelle
Beiträge von IBM-Entwicklern und Wissenschaftlern zum Thema
Internet-Technologien . In Kürze soll außerdem ein Diskussionsforum das Angebot
ergänzen . Dort könnten OS/2-Benutzer dann fragen , weshalb das als ideale
Plattform zum " Network Centric Computing " gepriesene eigene System auf
alphaWorks so stiefmütterlich behandelt wird . Caldera OpenLinux und StarOffice
im Bundle Eine speziell an OpenLinux angepaßtes StarOffice 3.1 will Caldera in
zukünftigen Versionen des auf Linux 2.0 basierenden Betriebssystems
standardmäßig mitliefern . Das aus Textverarbeitung , Tabellenkalkulation ,
Präsentationsprogramm und Applets zur Bildbearbeitung und Diagrammerstellung
bestehende Paket soll als kommerzielle Lizenz ab etwa Mai im rund 300 US-Dollar
teuren OpenLinux Standard und später auch in OpenLinux Deluxe enthalten sein .
OpenLinux Base wird dagegen eine nicht-kommerzielle Version des Office-Pakets
beiliegen . Sie unterscheidet sich vom kommerziellen Paket lediglich in der
Einschränkung , daß sie nur im Privatbereich eingesetzt werden darf .
Office-Komponenten für alle Systeme Neben StarOffice 5.0 , das Star Division auf
der CeBIT vorstellt , wartet der Hamburger Softwarespezialist mit einem
Leckerbissen für Programmierer auf : Auf Grundlage der neuen Version entwickelt
Star Division ein Komponentenmodell , das aus allen Programmierumgebungen , die
auf JavaBeans oder COM basieren , den Zugriff auf alle Teile des Office-Pakets
erlaubt . Entwickler können so zum Beispiel in Visual Basic , Java oder
innerhalb des Windows Scripting Host einzelne Teile des Pakets in eigene
Anwendungen einbinden - etwa nur die Rechtschreibprüfung oder die
Tabellenkalkulation . Dabei stehen alle Komponenten eines ausgewachsenen
Office-Pakets zur Verfügung , unabhängig von Betriebssystem und
Programmiersprache . Nur sechs Monate nach der Freigabe im Internet verzeichnet
Corel den einmillionsten Benutzer von WordPerfect für Linux . Diese Zahl
unterstreicht einmal mehr , daß sich Linux immer mehr zum Desktop-Betriebssystem
und zur Windows-Konkurrenz entwickelt . Corel schafft sich so eine breite Basis
für das kommende WordPerfect Office 2000 , das Ende des Jahres auch für Linux
erscheinen soll . Ebenso wie die Windows-Version , mit der im Juni zu rechnen
ist , soll sie neben der Textverarbeitung WordPerfect auch die
Tabellenkalkulation Quattro Pro und das Präsentationsprogramm Presentations
enthalten . StarOffice 5.2 zum Download freigegeben Auf der JavaOne in San
Francisco hatte Sun den Teilnehmern bereits vorab eine CD mit StarOffice 5.2 für
alle Betriebssysteme verteilt . Jetzt steht das Paket auf Suns Server zum
Download bereit . Als wohl wichtigste Neuerung im neuen Office-Paket hat Sun von
der Software AG die Datenbank Adabas lizenziert . Hinzugekommen ist außerdem ein
Player für Präsentationen , um diese getrennt vom Paket abzuspielen . Über die
Webcast-Funktion lassen sich Präsentationen ins Internet exportieren .
Zusätzliche AutoPiloten sollen helfen , Webseiten leichter zu gestalten .
Überarbeitet hat Sun die Import-/Export-Filter für Microsoft-Office-Programme .
Sie importieren jetzt auch Makros aus Word , Excel oder PowerPoint . Das Gros
der Neuerungen betrifft kleinere Änderungen bisheriger Funktionen , von denen
Sun über 100 dokumentiert hat . Für den Download empfiehlt sich eine schnelle
Internet-Verbindung , umfasst das Paket doch 79 MByte für Windows und 105 MByte
für Linux und Solaris . Kostenloser VBA-Code für Entwickler Mit dem neuen
Angebot namens " Code Librarian Update " können VBA-Entwickler von Microsofts
Website zusätzlichen Beispielcode beziehen , den sie ohne Einschränkung in ihre
eigenen Programme integrieren dürfen . Jeden Monat will Microsoft weitere
Bibliotheken zur Programmierung der Office-Anwendungen bereitstellen .
Gewöhnliche Office-Benutzer können diese allerdings nur schwerlich nutzen : Das
Format der Beispieldatenbanken setzt den " Code Librarian " voraus , der jedoch
nur in der Developer Edition des Office-Pakets enthalten ist . MS Office97 jetzt
im Laden Ab sofort ist Microsofts Office97 in mehreren Varianten im Handel . Das
Standardpaket mit der Textverarbeitung Word , der Tabellenkalkulation Excel ,
dem Präsentationsprogramm Powerpoint und dem "
Desktop-Information-Management-Programm " mit Email-Funktion Outlook kostet laut
Liste 1099 DM , das Update von Office95 499 DM . Die 1299 DM teure "
Professional Version " ( 649 DM für das Update ) enthält darüber hinaus die
Datenbank Access . Wohl eher für das Heimbüro hat Microsoft die " Small Business
Edition " vorgesehen . Zum Preis von 999 DM ( Update 399 DM ) erwirbt deren
Käufer neben Word , Excel , Outlook Microsofts Publisher sowie den Internet
Explorer , der aber sowieso im Internet frei erhältlich ist . Die Developer
Edition schließlich soll erst Ende Februar erscheinen .
Office-Anwendungsentwicklern stellt sie neben dem Umfang der Professional
Edition einen Setup-Wizard und ein Access-Runtime-Modul zur Verfügung . Auf
diese Weise müssen Benutzer von Office97-Datenbankanwendungen kein eigenes
Access besitzen . Mit der neuen Office-Version hat Microsoft die
Office-Anwendungen besser aufeinander abgestimmt . Menüs , Toolbars und Dialoge
haben die Entwickler weitgehend angeglichen . Als einheitliche
Programmiersprache dient jetzt Visual Basic for Applications 5.0 ( VBA ) .
Internet-Funktionen erleichtern ohne die bisher notwendigen Zusatzmodule ,
Web-Seiten zu gestalten . Benutzern ohne HTML-Kenntnissen helfen dabei
sogenannte Internet-Assistenten . Animierte Assistenten geben Einsteigern
ständig Tips im Umgang mit den Anwendungen . Sie lassen sich aber auch
abschalten . Netscape : Browser gratis , Quelltext frei Im Konkurrenzkampf mit
Microsoft hat Netscape-Präsident Jim Barksdale angekündigt , Entwicklern den
Quelltext des Communicator 5.0 zur freien Verfügung zu stellen . Der Sourcecode
darf dabei beliebig modifiziert , erweitert und kostenlos in eigene Anwendungen
integriert werden . In eigens eingerichteten Diskussionsforen auf Netscapes
Web-Server sollen die Entwickler miteinander Erfahrungen austauschen können .
Weiterhin kündigte Barksdale an , den Navigator und den Communicator ab sofort
an jeden gratis abzugeben . Anbieter von Internet-Angeboten dürfen die Software
ohne jede Einschränkung auf ihren Web-Sites zum Download anbieten . Service
Release 1 für Office 2000 ist da Das Update für Office 2000 steht jetzt auf
Microsofts Webserver zum Download bereit und soll Fehler in allen
Office-Anwendungen beseitigen - allerdings nur für die US-Version des
Office-Pakets . Die bisher schon als getrennte Downloads erhältlichen Patches ,
die Sicherheitslücken unter anderem in Excel schließen , hat Microsoft ebenfalls
integriert . Gleichzeitig bringt das Update veraltete Windows-Systemdateien auf
den neuesten Stand und aktualisiert den Internet Explorer auf die Version 5.01 .
Für Server-Installationen können Administratoren ein eigenes Update als 146
MByte große Datei bekommen . Das Service Release 1 lässt sich derzeit nur auf
US-Versionen des Pakets installieren , Benutzer der deutschsprachigen Variante
müssen sich noch bis April gedulden - dabei hatte Microsoft doch bei
Markteinführung von Office 2000 damit geworben , alle Sprachvarianten würden auf
demselben Code beruhen , sodass man in Zukunft für alle Versionen gleichzeitig
Updates herausbringen könne . Corel liefert WordPerfect Office 2002 aus Kurz vor
Einführung von Microsofts Office XP am 31. Mail kommt jetzt Corel WordPerfect
Office 2002 in die Regale . Die lokalisierten Versionen des Office-Pakets hat
Corel allerdings aus Kostengründen eingestellt und durch ein internationales
englischsprachiges Release ersetzt . Neue Funktionen , die vor allem aus
Vorschlägen von Benutzern stammen , sollen den Umstieg auf WordPerfect Office
2002 trotzdem schmackhaft machen . WordPerfect Office 2002 besteht aus den
Komponenten Textverarbeitung WordPerfect , der Tabellenkalkulation Quattro Pro ,
der Präsentationssoftware Presentations und dem Personal Information Manager und
E-Mail-Client CorelCentral , die jetzt allesamt die Versionsnummer 10 tragen .
Hinzu kommen Utilities wie der Datei-Viewer Quick View Plus oder die
Schriftartverwaltung Bitstream Font Navigator . Wie bei Corel schon länger
üblich finden sich auf einer zweiten CD rund 11.000 Cliparts , über 1000
Schriften und rund 200 Fotos . Im Lieferumfang ist außerdem ein rund
430-seitiges Handbuch enthalten . Neben der Standardversion enthält die
Professional Edition außerdem die Datenbank Paradox und die
Spracherkennungssoftware Dragon Naturally Speaking samt Headset . Auf
spektakuläre Neuerungen hat Corel in der neuen Version weitgehend verzichtet .
Die wohl wichtigste Ergänzung betrifft alle Anwendungen und steckt noch dazu im
Verborgenen : Der " Application Recovery Manager " läuft im Hintergrund und
versucht beim Absturz eines der Office-Programme , das Dokument zu retten und
danach den alten Zustand wieder herzustellen . Damit geht Corel weiter als
Microsoft im kommenden XP : Dieses versucht nur , die geöffneten Dateien bei
einem Absturz noch irgendwie zu speichern . Corel fängt die
Windows-Fehlermeldung ab und hält das Programmfenster auf dem Bildschirm ,
sodass der Absturz selbst unsichtbar bleibt . VBA-Programmierbuch zum
Gratis-Download Anhand vieler Beispiele und Übungen soll der Leser lernen , wie
er VBA in der Praxis in Word , Excel , PowerPoint oder Outlook optimal nutzen
und etwa Rechnungsformulare , Adressverwaltung oder einen Dateimanager selbst
erstellen kann . Das Buch ist im Jahr 2000 bei Addison Wesley erschienen und
kostet im Handel inklusive CD-ROM knapp 50 Mark . Unter allen , die sich vor dem
Download freiwillig registrieren , verlost das Online-Magazin drei Exemplare des
gedruckten Werks . StarOffice : Update auf Version 3.1 jetzt verfügbar Das
Update auf StarOffice 3.1 für Windows ( 3.1 , 95 und NT ) steht jetzt auf dem
WWW-Server von StarDivision ( http://www.stardiv.de ) zum Download bereit . Mit
dieser Version erhalten Benutzer der 32-Bit-Windows-Version direkten Zugriff auf
das Internet , um etwa im WWW zu browsen oder um eigene Seiten zu gestalten .
Windows-3.1-Benutzer können mit dem Update derzeit nur Trockenübungen
durchführen : Die modifizierte Oberfläche mit Web-Browser ist zwar vorhanden ,
der Zugriff aufs Internet klappt aber noch nicht . Laut Readme-File will
StarDivision zusätzliche Dateien , die das Office-Paket für Windows 3.1 um die
komplette Internet-Funktionalität erweitern , " in Kürze " anbieten . In der
OS/2-Version fehlt der Internet-Zugriff zwar auch , doch mit einer separat
erhältlichen Beta-Version dieser Dateien kann man bereits jetzt experimentieren
. Patch soll Excel-Sicherheitslücke schließen Mit einem knapp 3 MByte großen
Patch will Microsoft eine Sicherheitslücke in Excel schließen , die Angreifern
aus dem Internet den vollen Zugriff auf die Festplatte gewährt . Durch einen
Fehler im Datenbanktreiber können Spreadsheets , die als E-Mail oder von einer
Web-Seite geladen werden , Dateien auf der Festplatte löschen . Der
Makrovirenschutz bleibt dabei wirkungslos . Netscape Navigator für OS/2 : Beta
jetzt offiziell Erst kürzlich entschwand eine interne und noch unvollständige
Beta-Version des Netscape Navigator für OS/2 dem Entwicklungslabor und geriet in
Windeseile auf diverse ftp-Server . Unter OS/2-Usern sorgte sie wegen vieler
Bugs und mangelnder Stabilität nicht gerade für Begeisterung . Die erste
offizielle Beta-Version vom 19. September findet sich jetzt auf Netscapes (
http:www.netscape.com ) und auf IBMs WWW-Server (
http://www.internet.ibm.com/browsers/netscape/warp ) . Um Java-Applets laufen zu
lassen , benötigt der Navigator/2 allerdings IBMs Java-Erweiterung . Sie ist in
Merlin von vornherein enthalten . Deutsches Corel Office 8 fertig Corel kündigte
heute den Produktionsbeginn der deutschsprachigen Corel WordPerfect Suite 8 an (
über die US-Version hat c't bereits in Ausgabe 9/97 berichtet ) . Das Paket
besteht aus den Kernanwendungen WordPerfect ( Textverarbeitung ) , Quattro Pro (
Tabellenkalkulation ) , Presentations ( Präsentationsprogramm ) und InfoCentral
( PIM ) . Zu den zahlreichen " Bonusanwendungen " zählen unter anderem das
Bildbearbeitungsprogramm Corel Photo House und die Dokumentverwaltung Corel
Versions . Die WordPerfect Suite 8 für Windows 95 und NT soll Anfang Oktober im
Handel zu einem Preis von 769 DM erhältlich sein . Laut Corel können
WordPerfect-Anwender sowie Besitzer von Produkten von Mitbewerbern das Upgrade
für 369 DM erwerben . Die Professional Edition mit der Datenbank Paradox soll
Ende Oktober folgen und 899 DM kosten ( Update 499 DM ) . Probleme mit
englischem Office-97-Bugfix Kaum hat Microsoft das sogenannte Service Release 2
( SR-2 ) für das englischsprachigen Office 97 zum Download bereitgestellt ,
häufen sich die Klagen frustrierter Benutzer . Zahlreiche Office-97-Besitzer
berichten , daß sich das 23 MByte große Paket erst gar nicht installieren ließe
. Als Workaround müßten sie zunächst einige Dateien löschen beziehungsweise von
der Original-CD-ROM kopieren und die Windows-Registry editieren . Der
Online-Dienst Bugnet warnt sogar ausdrücklich davor , die " Fehlerkorrektur "
über Office-97-Versionen aus dem ersten Halbjahr 1997 einzurichten . Corel
übernimmt Paradox Nachdem die Windows-Datenbank Paradox schon bisher Teil der "
Professional Version " von Corels Office-Paket war , hat der kanadische
Hersteller jetzt den Quelltext von Borland lizenziert . Mit dieser Vereinbarung
übernimmt Corel die Weiterentwicklung und weltweit den Vertrieb , das Marketing
und den Kundendienst für die Datenbank . In einer zukünftigen Version will Corel
Web-Entwicklungsfunktionen integrieren und gängige Entwicklungswerkzeuge wie
beispielsweise Borlands Delphi unterstützen . StarOffice 5.2 in Sicht , aber
nicht für alle Auf dem CeBIT-Stand von Sun in Halle 5 ist bereits eine
Vorversion von StarOffice 5.2 für Windows , Solaris und Linux zu sehen . Eine
MacOS-Variante plant man für das zweite oder dritte Quartal . Eine neue
OS/2-Version wird es dagegen nicht mehr geben . Hinzugekommen ist in StarOffice
5.2 ein StarImpress-Player , um Präsentationen auch ohne installiertes
Office-Paket abzuspielen . Die Webcast-Funktion erzeugt auf einfache Weise
anspruchsvolle Präsentationen im Internet . Zusätzliche AutoPiloten sollen
helfen , Webseiten leichter zu gestalten . Die Datenbank wurde ausgetauscht und
ist in der Version 5.2 ebenso wie die PGP-Verschlüsselung auf allen Plattformen
enthalten , erklärte der Ex-Stardivision-Chef und jetzige Sun-Manager Marco
Börries gegenüber c't . Hohe Priorität hat man laut Börries dem besseren
Austausch von Dokumenten mit Microsofts Office-Paket gewidmet . Grafik- und
OLE-Objekte sollen sich problemlos importieren und exportieren lassen .
StarOffice- und MS-Office-Benutzer können so Dokumente wechselweise bearbeiten
und alle Änderungen mitprotokollieren . Makros aus Word- , Excel- oder
PowerPoint-Dateien sollen beim Import nicht mehr verloren gehen , sondern
unangetastet bleiben . StarOffice-Benutzer können so MS-Office-Dateien ändern
und ohne Verlust wieder ins ursprüngliche Format exportieren . In der
Textverarbeitung hat Sun vor allem die Funktionen für umfangreiche Dokumente wie
Bücher und Diplomarbeiten verbessert , meinte Börries , darunter das Erzeugen
von Verzeichnissen und Endnoten . Hinzugekommen sind Literaturverzeichnisse ,
die sich bislang nur mit Mühe erstellen ließen . Die Rechtschreibprüfung hat man
ausgetauscht ; sie soll in der deutschen Version dann auch die neuen
Rechtschreibregeln kennen . OS/2-Benutzer müssen auf diese Neuerungen verzichten
. Bereits seit letztem Herbst kursierten Gerüchte , die Weiterentwicklung für
dieses Betriebssystem werde eingefroren . Dies zeigten auch die Download-Zahlen
der OS/2-Version . Die bisherige Version 5.1 für OS/2 wolle man aber noch drei
Jahre weiterpflegen und bei Bedarf Patches herausgeben . Corel Office mit
Philips-Spracherkennung Corel will in das kommende WordPerfect Office 2000 die
Spracherkennungssoftware FreeSpeech von Philips integrieren . Für die aktuelle
Version hatte man noch Dragon Natural Speaking lizenziert . In der 449 Mark
teuren Standardversion sind unter anderem die Textverarbeitung WordPerfect , die
Tabellenkalkulation Quattro Pro , die Präsentationssoftware Presentations und
das Web-Authoring-Tool Trellix enthalten . Besitzer von CorelDraw 8 , Ventura 8
oder " eines beliebigen Textverarbeitungs- oder Tabellenkalkulationsprogramms
oder eines Büropakets von Microsoft , Lotus , Novell , Borland oder Star
Division " können laut Corel ein " Update " zum Preis von 157 Mark beziehen .
Sicherheitsloch in StarOffice 4.0 Nach Microsoft und Netscape hat jetzt auch
Star Division mit Sicherheitslücken zu kämpfen . Davon betroffen sind alle
Anwender , die StarOffice zum Browsen im Web benutzen . Seit der Version 4.0
lassen sich mit StarOffice HTML-Seiten erstellen , die StarBasic-Makros in Form
von StarBasic-Script enthalten . Dabei existieren keinerlei Einschränkungen ,
alle Dateioperationen auf der lokalen Platte sind erlaubt . Die
Internet-Optionen bieten zwar die Möglichkeit , das Ausführen von
StarBasic-Scripts zu deaktivieren , dies bleibt allerdings ohne Wirkung .
StarBasic-Scripts werden beim Browsen weiterhin ausgeführt . Der Benutzer hat
also keine Möglichkeit , die eventuell in Web-Seiten versteckten
StarBasic-Scripts abzublocken . Wer sich von dieser Sicherheitslücke überzeugen
möchte , findet auf der Homepage von Bodo Meseke (
http://members.aol.com/bodomes ) ein harmloses Beispiel , das eine Datei auf der
lokalen Festplatte anlegt und auf Knopfdruck wieder löscht . Word 97 : Absturz
unter Windows 98 Ein Fehler in Word 97 bringt die Textverarbeitung unter Windows
98 zum Absturz , macht sich unter Windows 95 und NT aber nicht bemerkbar . Er
tritt auf , wenn man Autotext-Einträge über den Autokorrektur-Dialog per
Doppelklick in sein Dokument einfügt , die Datei speichert und die Autokorrektur
später erneut aufruft . Alle Änderungen seit dem letzte Sichern gehen dabei
verloren . Der Fehler läßt sich auch mit den deutschsprachigen Versionen von
Word 97 und Windows 98 reproduzieren . Als Workaround empfiehlt Microsoft in der
Knowledge-Base , Autotext-Einträge nicht per Doppelklick , sondern über den
Einfügen-Button ins Dokument zu übernehmen . Das Service-Release 2 für Office 97
, das in den nächsten Wochen zu erwarten ist , soll den Fehler beheben . Fix für
schweren Excel-97-Fehler Auf den zuletzt gemeldeten schweren Bug in Excel 97 hat
Microsoft jetzt mit einem Fix reagiert . Ohne diese Bugfix besteht die Gefahr ,
daß Excel Zellen nach einer Änderung nicht neu berechnet - auch wenn der
Benutzer die F9-Taste drückt , um dies zu erzwingen . Der Fehler läßt sich
reproduzieren , wenn Zellen Formeln enthalten und kopiert wurden . Dieser neue
Patch beseitigt gleichzeitig einen früheren Fehler im Neuberechnen , für den es
bereits seit längerem einen Bugfix gab . Microsoft empfiehlt allen
Excel-97-Benutzern , diesen neuesten Patch unbedingt zu installieren .
Widerstand gegen Microsofts Lizenzpolitik verschärft sich Die Organisation
vertritt die technischen Interessen von 98 Firmen Großbritanniens , darunter BP
und Shell . Aus der Umfrage habe sich ergeben , dass keine einzige Firma mit
geringeren Kosten rechne , hieß es . Deshalb fordert TIF die britische Regierung
auf , Microsofts neue Lizenzpolitik zu verhindern . Bislang überspringen viele
Firmen einen oder mehrere Versionswechsel und ersetzen ihre Software nur alle
vier bis fünf Jahre . Diese Möglichkeit , auch von älteren Versionen auf die
neuesten Releases aufzurüsten , hat Microsoft im neuen Lizenzmodell gestrichen .
Als Voraussetzung für den Einstieg in dieses Programm gilt aber , dass Firmen
die jeweils aktuelle Software-Version lizenzieren . Microsoft zwingt sie so ,
erst auf Office XP umzusteigen , um an dem Programm teilnehmen zu können . Die
aus 4000 Mitgliedern bestehende niederländische " Network Users Association "
hat inzwischen ermittelt , dass 86 Prozent der Mitglieder mit Preiserhöhungen
rechnen . In Deutschland hat Microsofts Neuregelung zu einem Sturm der
Entrüstung bei Bund und Ländern geführt . Allein im Freistaat Bayern könne die
Änderung der Lizenzpolitik zu Mehrkosten in Millionenhöhe führen , hieß es in
einem Bericht der Computerwoche . Das ab 1. Oktober geltende Lizenzmodell zwinge
die Firmen dazu , bei jedem Hardware-Upgrade neue Software zu kaufen . Dieses
Geld sei im Budget der Firmen jedoch nicht eingeplant . Analysten in den USA
schätzen , Microsofts neue Lizenzpolitik stelle die wohl größte Preiserhöhung
dar , die Microsoft jemals vorgenommen habe . Sun will angeblich Star Division
kaufen Nach Insider-Berichten plant Sun Microsystems die Übernahme des
StarOffice-Herstellers Star Division . Bei Sun wird schon seit längerem von
einem möglichen Aufkauf des Hamburger Software-Herstellers gemunkelt . Ein
entsprechender Kaufvertrag sei bereits unterschrieben , heißt es . Nach c't
vorliegenden Informationen soll Star Division schon ab August als
hundertprozentige Sun-Tochter unter dem Namen StarOffice GmbH firmieren .
Bereits in der Vergangenheit gab es enge Verbindungen zwischen Sun und Star
Division . Im April 1992 beteiligte sich Sun-Gründer und Vater der
SPARC-Architektur Andreas von Bechtolsheim an der Hamburger Software-Schmiede .
Seit November 1997 bündelt Sun die Solaris-Version von StarOffice mit den
eigenen Workstations . Nach Meinung von Insidern ist für die Zukunft unter
anderem eine Integration von StarOffice in die kommenden JavaStations geplant .
Auch bei Sun hält man sich noch bedeckt . Microsoft " verbessert " kostenfreien
Support Microsoft hat die Nutzungsbedingungen für den kostenlosen Telefonsupport
geändert . Während die Hotline bislang nur Anfragen zur Installation von
Software behandelte , hilft sie nun auch bei Problemen mit der Programmbedienung
. Zwar fällt auch die oft kritisierte Begrenzung auf 30 beziehungsweise 90 Tage
nach dem ersten Anruf weg , doch im Gegenzug dürfen Kunden nur noch zweimal
kostenfrei Anfragen an den Support richten - bisher gab es diesbezüglich kein
Limit . Microsoft begründet den Schritt in einer Pressemitteilung damit , daß
bislang nur jeder hundertste Kunde den Standardsupport mit durchschnittlich 1,5
Anfragen in Anspruch genommen hätte . Fragen zur Programmierung , zu Netzwerken
und Servern bleiben weiterhin ausgeklammert und setzen von vornherein einen
kostenpflichtigen Supportvertrag voraus . Aus für deutsches WordPerfect Office
Vor gut einem Monat gab Corel bekannt , einen neuen Kurs einzuschlagen , um
damit nach jahrelangen Verlusten längerfristig Wachstum und Rentabilität zu
erreichen . Mehrere Monate habe Corels Geschäftsleitung rigoros alle Aspekte
seiner Geschäftstätigkeiten beurteilt . Im Zuge dieser Umstrukturierung gab der
kanadische Hersteller schon vor rund einem Monat bekannt , die Linux-Sparte in
eine neue Firma auszugliedern und den Bereich der Kreativ-Software mit CorelDRAW
und anderen Grafikprogrammen auszubauen . Die WordPerfect Office Suite sollte
auch in Zukunft das Flaggschiff des Software-Hauses bleiben und man wollte die
US-Version in Nordamerika und weltweit verstärkt vermarkten . Von lokalisierten
Versionen war allerdings in den verklausulierten Formulierungen von Corel schon
damals keine Rede mehr . Nun wird deutlich , was dies eigentlich heißt : Laut
Corel wurde während der Geschäftsüberprüfung klar , dass lokalisierte Versionen
von WordPerfect den vom Unternehmen vorgegebenen Schwellwert für zukünftige
Investitionen nicht erreichen . Deswegen habe man die schwierige , aber
notwendige Entscheidung getroffen , die Entwicklung dieser Varianten
einzustellen . Stattdessen soll es eine internationale englische Version von
WordPerfect Office 2002 geben , deren Schreibtools die Hilfsmittel
Rechtschreibprüfung , Grammatik und Silbentrennung für 25 Sprachen bieten .
Deutsches Office 2000 kommt Mitte Juni Mitte Juni soll Office 2000 in den
deutschen Handel gelangen , gab Microsoft auf einem " Launch Event " bekannt .
Office 2000 soll es in vier Varianten geben . Die Standardversion mit Word ,
Excel , PowerPoint und Outlook soll 1149 DM kosten ( Update 499 DM ) , die
Professional Edition mit zusätzlich Access 1299 DM ( Update 699 DM ) und die
Small Business Edition mit Word , Excel , Outlook und Publisher 699 DM ( Update
499 DM ) . Die Premium Edition enthält neben dem Umfang der Professional Edition
zusätzlich Frontpage und PhotoDraw und wird 1799 DM kosten ( Update 899 DM ) .
Sun-Chef wollte Windows 2000 entwanzen Sun-Chef Scott McNealy lässt kaum eine
Gelegenheit aus , um Bill Gates zu ärgern . Die Windows-2000-Vorstellung in San
Francisco wollte er mit einer spektakulären Aktion begleiten , um auf die
angeblich mehr als 63000 Fehler in Microsofts neuem Betriebssystem hinzuweisen .
Wie New-York-Times-Kolumnist John Markoff berichtet , hatte Sun zwanzig
auffallend gelb lackierte LKWs der in Kalifornien bekannten
Schädlingsbekämpfungsfirma Western Exterminator angemietet , die während
Microsofts Windows-2000-Rollout um das Veranstaltungszentrum kreisen sollten .
Er hatte angeblich Angst , Bill Gates könne seine Firma daraufhin aufkaufen und
dicht machen . Homebanking im neuen Standard Den Prototyp einer neuen
Homebanking-Software für Sparkassenkunden präsentiert die Hamburger Star
Division . StarMoney entspricht dem vom Zentralen Kreditausschuß ( ZKA )
erarbeiteten neuen Homebanking-Standard HBCI ( Homebanking Computer Interface )
, der den bisherigen CEPT-Standard des BTX ablösen soll . HBCI bietet unter
anderem die Möglichkeit , auf PIN und TAN zu verzichten und den Benutzer statt
dessen via Chipkarte zu identifizieren . Neben Kontostandsabfragen und
Überweisungen ( auch terminierte Überweisungen ) erlaubt StarMoney neue Dienste
im Selbstbedienungsbereich , wie zum Beispiel den Aktienkauf und die
Festgeldanlage per PC . Darüber hinaus ist StarMoney multibankfähig , so daß
Kunden alle Kontoverbindungen mit der Software nutzen können . Star Division
entwickelt StarMoney für alle Windows-Versionen sowie für OS/2 , MacOS und
Unix-Systeme . Im Dezember 1996 soll das Produkt mit PIN/TAN als
Sicherheitsverfahren verfügbar sein , die Version für Chipkarten und
entsprechendem Kartenleser soll im Frühjahr 1997 folgen . Preise sind derzeit
noch nicht verfügbar . MS Office 98 fuer den Mac vorgestellt Microsoft hat
Details zu Office 98 für den Macintosh gelüftet . Das Office-Paket , das nur auf
dem PowerMac laufen wird , soll Word 98 , Excel 98 , PowerPoint 98 , den
Personal Information Manager mit integrierter Email-Funktion Outlook Express und
den Internet Explorer enthalten . Eine Mac-Version der Datenbank Access ist
nicht geplant . Gegenüber der Windows-Version soll Office 98 für den Mac einige
Besonderheiten aufweisen . Ein Installationsprogramm gibt es nicht . Der
Benutzer braucht nur den Office-98-Ordner vom CD-ROM-Symbol auf das
Festplatten-Icon zu ziehen . Falls versehentlich wichtige Dateien des Programms
auf der Platte gelöscht werden , soll Office 98 automatisch alle notwendigen
Dateien selbständig von CD-ROM nachinstallieren . In Office 98 sollen die
Programme besser an den Mac angepaßt sein und sich wie Mac-Anwendungen verhalten
, statt wie bisher wie Windows-Applikationen zu wirken . In einem " Fact Sheet "
betont Microsoft , bei der neuen Version handle es sich nicht um eine
Windows-Portierung , sondern die Programme seien von Grund auf für den Mac
entwickelt worden . Den Datenaustausch zwischen Microsofts Office-Paketen für
Windows und für den Mac soll ein einheitliches Dateiformat erleichtern . Die
deutschsprachige Version ist laut Microsoft Deutschland voraussichtlich im
zweiten Quartal 1998 zu erwarten . Access-Fehler zieht weite Kreise Ein
reproduzierbarer Fehler in Microsofts Desktop-Datenbanksystem Access sorgt
derzeit für Aufregung in Entwicklerkreisen . Unter bestimmten Voraussetzungen
speichert Access Änderungen an Einträgen in ganz anderen Datensätzen . Dem
Benutzer bleibt dies verborgen . Entwickler hatten in den Access-Newsgruppen
berichtet , der Fehler trete in Access ab Version 2.0 auf . Im Support-Bereich
der eigenen Web-Site hat Microsoft den Fehler bestätigt . Ein Workaround durch
Einfügen der Zeile " Me.Requery " im AfterUpdate-Event soll ihn umschiffen .
Datenbankentwickler sind jetzt darüber erbost , daß sie längst abgeschlossene
Projekte überarbeiten müssen , um Katastrophen als Folge des Fehlers zu
vermeiden . Office-97-Bugfix zurückgezogen Nach den zahlreichen Problemen mit
dem ersten Office-97-Bugfix wollte Microsoft diesmal beim " Service Release 2 "
alles besser machen . Wenige Tage nach der Freigabe der englischsprachigen
Version häuften sich jedoch die Klagen frustrierter Benutzer , die die 23 MByte
große Fehlerkorrektur erst gar nicht installieren konnten . Andere berichteten ,
daß sie nach erfolglosem Versuch sogar das komplette Office 97 von Grund auf neu
einrichten mußten . Microsoft hat jetzt auf die Schreckensmeldungen reagiert und
den Bugfix vom Webserver genommen . In einer Mitteilung entschuldigt sich der
Software-Hersteller und bittet um Geduld , bis die Fehlerkorrektur korrigiert
ist . Besitzer internationaler Sprachversionen sind von den Problemen ohnehin
nicht betroffen , da sich der Bugfix auf diesen nicht installieren ließ . Sie
können immerhin hoffen , von vornherein einen bereinigten Patch herunterladen zu
können . OS/2 : IBM zeigt Merlin Auf einer Entwicklerkonferenz in Nashville hat
IBM OS/2 Warp Version 4 , wie die unter dem Codenamen Merlin bekannte Version
wahrscheinlich heißen wird , erstmals der Öffentlichkeit gezeigt und weitere
Einzelheiten dazu bekanntgegeben . Neben den schon in c't 6/96 erwähnten
Neuerungen soll sie standardmäßig Spracherkennung unterstützen . Anders als beim
bisher schon erhältlichen Voicetype begnügt sie sich mit einem Mikrofon , das an
eine Soundkarte angeschlossen ist . Betriebssystem und Anwendungen sollen sich
sprecherunabhängig und in kontinuierlicher Sprache steuern lassen . Beim
Diktieren von fortlaufendem Text muß der Benutzer allerdings zwischen jedem Wort
eine kurze Pause einlegen . Der Text landet zunächst in einem besonderen Fenster
, von dem aus er sich in beliebige Anwendungen kopieren läßt , zum Beispiel in
die Textverarbeitung . Die direkte Spracheingabe in Anwendungen hinein ist zwar
vorgesehen , Softwareentwickler müssen ihre Programme dann aber entsprechend
ergänzen . StarOffice : Loch gestopft Auf das Sicherheitsloch in StarOffice 4.0
( siehe auch http://www.heise.de/newsticker/data/db-24.07.97-000/ ) hat die
Hamburger Star Division schnell reagiert . Das sogenannte " Security Fix 1 "
läßt sich über den Update-Agenten aus dem Office-Paket automatisch übers
Internet installieren . Dieser rund 3 MByte große Fix behebt den Fehler , daß in
HTML-Seiten eingebettete StarBasic-Scripts trotz abgeschalteter Option
ausgeführt werden und vollen Zugriff auf die lokale Festplatte erhalten .
Servicepack 2 für Office 2000 verfügbar Für Office 2000 hat Microsoft jetzt das
Servicepack 2 zum Download bereitgestellt . Nach Angaben des
Software-Herstellers enthält das Servicepack die neuesten Updates für Office
2000 und soll vor allem für Kunden in großen Unternehmen nützlich sein , könne
aber auch von Benutzern in kleinen Firmen und von Einzelbenutzern installiert
werden . Dieses neueste Update für Office 2000 setzt sich denn auch überwiegend
aus bisherigen Patches zusammen , um vor allem Sicherheitslücken in Outlook ,
Excel , Word und PowerPoint zu schließen . Der Installation des rund 9 MByte
großen Downloads setzt das Service Release 1 zwingend voraus . Benutzer , die
die bisher zusätzlich verfügbaren Patches bereits installiert haben , können
sich das Herunterladen des Service-Pack-2-Gesamtpakets allerdings ersparen . IBM
: Prioritaet fuer Java Updates will man in Zukunft quartalsmäßig verbreiten -
unter anderem übers Internet . Diese sollen auch Erweiterungen am Betriebssystem
enthalten . So ist derzeit unter anderem die Unterstützung von
Multiprozessorsystemen , die im Warp Server schon ihren Dienst verrichtet , in
Arbeit . OS/2 an sich bleibt für IBM auch in Zukunft wichtig - vor allem in
vernetzten Umgebungen als " Network Computing Client " . In diesem Zusammenhang
spielt jedoch Java die tragende Rolle . Von über 300 Programmierern , die noch
an Warp Version 4 gearbeitet hatten , sollen nur noch rund 70 für die
Weiterentwicklung von OS/2 übriggeblieben sein - so ein IBM-Insider zu c't .
IBM-Pressespecher Christoph von Gamm bestätigte auf Anfrage diese
Umstrukturierungen , konnte aber keine genauen Zahlen nennen . Java hat für IBM
wegen der Plattformunabhängigkeit eine höhere Priorität als OS/2 . Die
Java-Entwicklungsabteilung arbeitet derzeit an einer verbesserten Version - das
in Warp 4 enthaltene Runtime-System erwies sich als allzu langsam . Java soll
auch ein zukünftiges schlankeres OS/2 dominieren . Laut IBM verzichtet dieses
OS/2 auf die Workplace Shell ( WPS ) und wird nur mit Java und Web-Browser
ausgestattet . Zum Einsatz soll diese Variante auf Intel-basierten
Netz-Computern ( NC ) in Firmenumgebungen kommen . IBM hat für die NCs eine
eigene Division gegründet und als weiteres Betriebssystem JavaOS und den
HotJava-Browser von Sun lizenziert . Mac-StarOffice 4.0 zum freien Download Für
Windows- und OS/2 steht seit fast einem Jahr die Version 4.0 zur Verfügung .
Mac-Benutzer mußten sich weiterhin mit der veralteten Version 3.1 begnügen .
Seit sich Microsoft verstärkt der Mac-Gemeinde widmet , scheint man sich in der
Hamburger Software-Schmiede besonnen und die Arbeit an der Mac-Software
verstärkt zu haben . Für viele Mac-Besitzer sicher überraschend , steht jetzt
eine Beta-Version von StarOffice 4.0 für den PowerMac im Internet zum Download
bereit . Vorher müssen sie allerdings einen längeren Download für das 38 MByte
große Archiv über sich ergehen lassen . Anscheinend plant Star Division ,
Microsoft zuvorzukommen und sein Office-Paket noch vor Office 98 auf den Markt
zu bringen . Die derzeitige Beta-Version stellt nämlich ihre Arbeit Ende April
1998 ein . Warnungen vor Office-2000-Bugfix Eine Woche nach Bereitstellung des
Service Release 1 ( SR-1 ) häufen sich in den Newsgruppen wie schon beim ersten
Bugfix von Office 97 die negativen Erfahrungen . Bereits Tage vor der Freigabe
hatte der Buchautor Woody Leonhard ( " Office 97 Annoyances " ) in seinem
Newsletter Woody's Office Watch eindringlich vor der Installation des je nach
Office-Konfiguration 26 bis 40 MByte großen Pakets gewarnt - allerdings ohne
konkrete Gründe angeben zu können . Jetzt nennt der Nachrichtenservice MSNBC ,
an dem Microsoft beteiligt ist , die zehn wichtigsten Gründe , den Bugfix auf
keinen Fall aufzuspielen . Eine Option , Laufwerk und Pfad einzustellen , ist
nicht vorhanden . Auf NT-Rechnern soll sich das SR-1 weigern , trotz
Administrator-Rechten auf bestimmte Verzeichnisse zuzugreifen . Stattdessen
meldet es , der Benutzer möge sich als Administrator anmelden . Unter Windows
2000 Professional und Advanced Server soll die Such-Funktion ( Ctrl-F ) im
Internet Explorer 5.01 nicht funktionieren . Outlook 2000 sei nicht mehr in der
Lage , Word als E-Mail-Editor zu benutzen . Outlook Express gar soll gleich nach
dem Start mit einer Fehlermeldung abbrechen . Die Probleme sollen auf allen
Windows-Versionen vorkommen , aber unter Windows 2000 gehäuft auftreten . Das
SR-1 für die deutschsprachige Version soll im April erscheinen - bleibt zu
hoffen , dass die Kunden dann von vornherein ein korrigiertes Update erhalten .
Office XP ab heute in den Läden Office XP sei so leicht wie nie zuvor zu
bedienen , wirbt die Gates-Company . In einer Marketing-Offensive schickt sie
deshalb die Office-Assistenten wie Karl Klammer in Rente . Die meisten
Office-Benutzer empfanden sie aber ohnehin eher als Störenfriede denn als Hilfe
. Vergleichsweise günstige Update-Angebote gibt es ausschließlich für Besitzer
von Office 97 und 2000 ; wer noch Office 95 einsetzt , muss zur Vollversion
greifen . Die 1329 Mark teure Standardversion enthält neben der Textverarbeitung
Word , der Tabellenkalkulation Excel , dem Präsentationsprogramm PowerPoint den
Personal Information Manager ( PIM ) Outlook . In der Professional Edition kommt
die Datenbank Access hinzu . Eine Professional Special Edition enthält darüber
hinaus das Webdesign-Tool Frontpage , ist aber nur als 100 Mark teures Update
erhältlich . Besitzer von Windows 95 müssen außerdem die Kosten für den Umstieg
auf eine neuere Version des Betriebssystem einkalkulieren : Auf Windows 95 läuft
Office XP nicht . Im Vergleich zu Office 97 oder 2000 gibt es in der Tat mehr
Bedienungskomfort : So erleichtern so genannte " Aufgabenbereiche " das
Auffinden wichtiger Funktionen . Dabei handelt es sich um einen permanent
sichtbaren Dialog am rechten Bildschirmrand , der in verschiedenen Kategorien
die jeweils wichtigsten Funktionen zur Bearbeitung von Dokumenten bereithält .
So genannte Smart Tags erkennen bestimmte Datentypen und helfen mit einem
Kontextmenü , diese schneller zu bearbeiten . Wer beispielsweise den Namen einer
Person eintippt , der er kurz zuvor eine E-Mail geschickt hat , findet neben dem
Namen ein Smart Tag mit Kommandos , um ihr einen elektronischen Brief zu senden
oder über Outlook einen Termin zu vereinbaren . Etliche Probleme , die in
früheren Versionen von Word und Excel auftreten , sind nicht beseitigt worden -
unter anderem im Umgang mit komplexen Textdokumenten . Darüber hinaus dürfte die
mit Office XP eingeführte Anmeldepflicht manchen Benutzer vom Umstieg
abschrecken : Nach der Installation muss das Paket erst freigeschaltet werden ,
andernfalls lässt es sich nur 50 mal starten . Doch etliche Analysten bezweifeln
, dass diese Rechnung aufgeht , da viele Office-Anwender nicht an Office XP
interessiert seien . Office 97 : Service Release 2 wieder da Für die US-Version
des Office-Pakets hat Microsoft das Service Release 2 ( SR-2 ) wieder zum
Download freigegeben . Das im September fertiggestellte SR-2 hatte man wieder
zurückgezogen und überarbeitet , nachdem sich zahlreiche Benutzer beklagten ,
daß es sich erst gar nicht installieren ließe . Ein " Version Checker " prüft
jetzt die vorhandene Office-Installation und gibt dem Benutzer Hinweise , welche
Schritte er durchzuführen hat , um den Bugfix erfolgreich aufzuspielen .
Allerdings gibt es für deutsche Office-Anwender bisher auch nur eine
Korrekturdatei für die automatische Neuberechnung in Excel zum Download bei
Microsoft . Den " großen Office-Patch " für die deutschsprachige Version darf
man hierzulande laut Microsoft erst Anfang Dezember erwarten . Heute offiziell :
Sun kauft Star Division Die Übernahme der Hamburger Star Division durch Sun
scheint perfekt : Laut Einladung zur Pressekonferenz wollen CEO Scott McNealy
und Präsident Ed Zander zu den geplanten Neuerungen Stellung nehmen . Erwartet
wird die offizielle Ankündigung der Star-Division-Übernahme , über die heise
online bereits vor einem Monat berichtete . Dies könnte Firmen den Umstieg auf
Thin-Clients schmackhafter machen und so den Verkauf von Suns Hardware ankurbeln
. Laut unbestätigten Meldungen aus den USA möchte Sun vor allem StarPortal als
Web-Applikationsserver in den Markt drücken und das bisherige StarOffice als
Open Source freigeben . StarOffice wird Open Source Wie erwartet hat Sun
Microsystems heute den Kauf der Hamburger Softwarefirma Star Division offiziell
bestätigt . Zugleich kündigte Sun an , das Office-Paket StarOffice ab sofort im
Internet zum Download bereitzustellen . Anders als das bisherige Lizenzmodell
von Star Division erlaubt Sun den kostenlosen Einsatz auch im kommerziellen
Bereich . Wie bereits berichtet plant Sun darüber hinaus , den Quelltext von
StarOffice in Form des " Sun Community Source Licensing Program " freizugeben .
Sinti und Roma wollen gegen IBM klagen Eine internationale Organisation der
Sinti und Roma will den Computer-Konzern IBM vor einem Schweizer Gericht wegen "
Beteiligung an Verbrechen gegen die Menschlichkeit " zur Verantwortung ziehen .
Dies meldet heute die Nachrichtenagentur Reuters . Dem Bericht zufolge wirft der
Anwalt der Internationalen Anerkennungs- und Entschädigungs-Aktion ( GIRCA ) ,
Henri-Philippe Sambuc , IBM vor , indirekt am Tod von 600.000 Sinti und Roma im
Dritten Reich beteiligt gewesen zu sein . Der Konzern habe die Nazis über seine
Tochterfirma Deutsche Hollerith-Maschinen-Gesellschaft ( DEHOMAG ) mit
Lochkarten und Geräten beliefert , die zur systematischen Erfassung der
Holocaust-Opfer verwendet wurden . Eine ähnliche Klage von ehemaligen
Zwangsarbeitern war Ende März zurückgezogen worden , da sie die Verhandlungen um
die finanzielle Entschädigung der Zwangsarbeiter zu verzögern drohte . In der
angekündigten Klage gehe es jedoch " nicht um Zwangsarbeit , sondern die
Vernichtung von Sinti und Roma während der Nazi-Zeit " , sagte Sambuc im
Gespräch mit Reuters . Einer der Vorwürfe besteht darin , dass der IBM-Konzern ,
als er den Kontakt zu Töchtern in Hitler-Deutschland abbrechen musste , die
Geschäfte über die europäische IBM-Zentrale in der Schweiz weitergeführt habe .
In seinem Buch IBM und der Holocaust beschreibt der amerikanische
Wissenschaftler Edwin Black detailliert die Verwendung der Lochkarten im Dritten
Reich . Er schildert darin , dass die Nazis ihre Maschinen fast ausschließlich
bei der IBM-Tochter kauften . Portal informiert über Krebserkrankungen Die
nordrhein-westfälische Gesundheitsministerin Birgit Fischer hat heute ein neues
Internet-Portal zur Information über Krebserkrankungen freigeschaltet . Daher
wird bei dem neuen Angebot auch besonderer Wert auf die Prävention gelegt .
Unter www.krebs-nrw.de bekommen Informationssuchende daher ab heute umfassende
Informationen zur Vorbeugung , Vorsorge , Früherkennung und Selbsthilfe . Die
Ausrichtung auf Gesundheitsvorsorge nennt auch Walter Godenschwenger von der
Pressestelle des Ministeriums als besonders wichtiges Merkmal der neuen Site .
Das Ministerium hatte den Aufbau des Projektes mit 60.000 Mark gefördert . Die
laufende Unterhaltung und Weiterentwicklung der Site liegt in der Verantwortung
der Uni Düsseldorf . Experten der Unikliniken sollen die Web-Inhalte
kontinuierlich betreuen . Gerade für Menschen , die sich über ein so ernstes
Thema informieren wollen , sei die Zuverlässigkeit der Informationsquelle sehr
wichtig . Neben den neuesten Nachrichten aus Forschung und Wissenschaft
informieren Fachleute per Live-Chats über das " Thema des Monats " . Ein
Terminkalender weist auf Veranstaltungen hin und der Internetbesucher kann einen
Online-Krebsrisikotest machen . Falls Fragen offen bleiben , die nur im
persönlichen Gespräch geklärt werden können , sollen Links und Adressen dazu die
richtigen Anlaufstellen vermitteln . Ebenso wie die seit einem Jahr existierende
Web-Site mit Informationen zum Thema Diabetes ist auch das neue Projekt Teil
eines größeren Vorhabens des NRW-Gesundheitsministeriums . Langfristig soll so
ein umfassendes Informationsangebot zum Thema Gesundheit entstehen . Bundestag
erwägt Umstieg auf Linux Eine elfköpfige Abgeordneten-Kommission sucht nach
einem neuen Betriebssystem für den Bundestag . Die Entscheidung wird zwischen
Linux und Windows 2000 fallen . Auf den rund 5000 Arbeitsplatzrechnern von
Abgeordneten , Fraktionsmitgliedern und der Verwaltung ist derzeit noch Windows
NT installiert . In drei bis vier Monaten will die Kommission des Ältestenrates
für den Einsatz neuer Informations- und Kommunikationstechniken und -medien (
IuK-Kommission ) unter dem Vorsitz von Uwe Küster ( SPD ) ihre Erkenntnisse in
schriftlicher Form dem Ältestenrat vorlegen , der dann seine Entscheidung trifft
. Noch ist keine Vorentscheidung gefallen . Sicher ist jedoch , dass es eine
eindeutige Empfehlung geben wird . Die Möglichkeit , jedem einzelnen Anwender
die Entscheidung zu überlassen , schließt Küster aus , denn man wolle Support
nicht für zwei Systeme anbieten . Vor zwei Monaten hatten Vertreter von
Microsoft und SuSE auf Einladung der Kommission die künftigen Entwicklungen in
der Windows- und Linux-Welt vorgestellt . Um weitere Informationen zu sammeln ,
fuhren sechs Kommissionsmitglieder in der vergangenen Woche nach Amerika . Dort
führten sie Gespräche mit Firmenvertretern von Microsoft , Red Hat , Caldera ,
Oracle und , so Küsters , " mit Anwendern vor Ort " . Der Abwägung von Vor- und
Nachteilen müsse nun eine Phase der praktischen Erprobung folgen , sagte Küster
. Deshalb schlägt er vor , unter den Fraktionsmitgliedern Freiwillige zu suchen
, die innerhalb der bestehenden IT-Infrastruktur des Bundestages den Einsatz von
Linux und Windows 2000 erproben . Auf diesem Wege erhalte man Angaben " von ganz
normalen Anwendern " . Innerhalb seiner Fraktion ließen sich leicht etwa 30
Kandidaten für einen Test mit Linux finden . Eckart von Klaeden sitzt für die
CDU in der IuK-Kommision . Er äußerte im Gespräch mit einem Internet-Newsdienst
einige Bedenken gegen den Umstieg auf Linux . Nach Ansicht von
Kommisionsmitglied Josef Hollerith ( CSU ) bleibt auch die Arbeit der Kommision
nicht verschont von einer gewissen " Lagerbildung die durch die ganze
Computerwelt geht " . Im Gespräch mit heise online bezeichnete sich Hollerith
als Fan von Linux , das er als " offenes und funktionierendes System " sieht .
Nach seiner Meinung stehen die Chancen gut , dass der Abschlußbericht zu Gunsten
von Linux ausfällt . Der finanzielle Aspekt spiele bei der endgültigen
Entscheidung sicherlich auch eine Rolle ; erste Priorität habe allerdings
eindeutig die Zuverlässigkeit . Generell sei er gegen Monopole . Zur
Microsoft-Strategie gegen Linux sagte Hollerith : " Die haben da einen
eingekauft , der gegen Linux agiert . " Im Server-Bereich treffen die Fraktionen
ihre Entscheidungen selbständig . Sie haben unabhängige Rechenzentren mit
eigenen Systemen der Kommunikation , sogenannte " Vertrauensinsel " . In der
SPD-Fraktion hat man seit 1995 die Umstellung auf Linux-Derivate betrieben .
Mittlerweile ist Linux dort auf allen Servern installiert . Der Bundestag ist
dagegen noch in einer Phase der Erprobung . Als erster Netzknoten wurde der
Mailserver von Windows NT auf Linux umgestellt . Seitdem funktioniere der
Mailversand einwandfrei , so Küster . Vorher sei der Rechner beim Massenversand
von E-Mails immer abgestürzt . Wieviele der rund 100 Server in den Fraktionen
und der Verwaltung unter Linux laufen , konnte Küster nicht sagen . WAP für die
Hälfte Mit einem einmonatigen Sonderangebot will D2 die Lust seiner Kunden am
Wappen wecken , mit der es bisher noch hapert . Dort werden die Surfer , so die
D2 Vodafone-Ankündigung , vom D2-Spielecenter und einem MobilChat erwartet .
Weiterhin soll der Verkehrsinfodienst Passo und der mobile Einkaufsführer
Kompazz im Angebot sein . Bereits im vergangenen Jahr hatte es bei D2 ein so
genanntes Sommer-Special gegeben , bei dem an sechs Wochenenden verbilligte
Tarife galten . Software hilft Satelliten Treibstoff sparen Ein Computerprogramm
, das ursprünglich für die mathematische Beschreibung von Seifenblasenformen
entwickelt wurde , haben Wissenschaftler an der Purdue University in Indiana (
USA ) nun so modifiziert , dass es den Treibstoffvorrat von Satelliten errechnet
. Das Programm benutzt Hardware , die sich standardmäßig in jedem Satelliten
befindet und kann daher auch bei künstlichen Himmelskörpern eingesetzt werden ,
die bereits im Orbit sind . Bei einem Satelliten ist es durch die fehlende
Schwerkraft schwierig , den Tankinhalt zu überwachen . Normalerweise berechnen
die Wissenschaftler die noch verbliebene Treibstoffmenge indem sie den
bisherigen Verbrauch vom ursprünglichen Tankinhalt abziehen . Da bekannt ist ,
wie viel jeder Triebwerksstoß an Treibstoff verbraucht , läßt sich so der noch
verbleibende Tankinhalt bestimmen . Eine andere Methode errechnet die Restmenge
anhand der Temperatur und des Drucks im Tank . Das neue Modell beruht auf der
Tatsache , dass die mit Treibstoff gefüllten Bereiche des Tanks im Vergleich zu
treibstoffarmen Bereichen länger brauchen , um sich zu erhitzen . " Das
funktioniert ähnlich wie bei einem Wassertopf " erklärt Steven Collicott ,
Raumfahrt-Professor und Mitentwickler des Modells an der Purdue-Universität . "
Je weniger Wasser sich in ihm befindet , umso schneller erhitzt es sich " . Das
Programm benutzt für die Berechnung des Tankinhalts Temperaturdaten , die
ohnehin ständig an kleinen Frostschutz-Öfen im Satelliten gemessen werden .
Zusätzlich ermitteln Sensoren die Temperatur außerhalb des Tanks . Die so
erhobenen Daten lassen sich in ein dreidimensionales Bild umwandeln , das genau
zeigt , wo im Tank sich der meiste Treibstoff befindet und zur Berechnung der
noch verbliebenen Treibstoffmenge dient . " Treibstoff mit dem Satelliten nach
oben zu schießen ist so extrem teuer , dass man alles tut , um diesen so
effizient wie möglich zu nutzen " , sagt Collicott . Durch eine genauere
Bestimmung des Tankinhalts könnten die Betreiberfirmen die Verweildauer eines
Satelliten im Orbit optimieren . Mit weitere Erkenntnissen über das Verhalten
von Treibstoff in der Schwerelosigkeit wird die Genauigkeit der Berechnungen
noch steigern lassen . In Zukunft wird es somit möglich , das Design der
Satelliten-Tanks so zu verbessern , dass sich die Bewegungen des Treibstoffs im
Tank kontrollieren lassen . Das würde wiederum den Treibstoffverbrauch
reduzieren , denn ein nicht richtig ausbalancierter Satellit muss immer wieder
durch Triebwerksstöße unter Kontrolle gebracht werden . Beta-Version von NetWare
6 Die offizielle Vorstellung und Auslieferung der NetWare 6 von Novell ist für
September geplant - die Beta-Version ( Beta 3 ) kann aber jetzt schon geordert
werden . Auf den amerikanischen Web-Seiten steht seit gestern auch eine
Online-Dokumentation dazu zur Verfügung . Auf der diesjährigen CeBIT wurden die
gegenüber der Version 5 geplanten Veränderungen und Erweiterungen bereits
angekündigt . War ein Novell-Netzwerk früher nicht ohne das eigene Protokoll IPX
denkbar , so setzt die Version 6 , nachdem schon Netware 5 direkt mit TCP/IP
arbeiten konnte , konsequent auf Standard-Protokolle und Internet-Integration .
Dadurch werden auch spezielle NetWare-Clients endgültig überflüssig , heißt es
dazu im White Paper von Novell . Forscher entwickeln Transistoren auf Lichtbasis
Japanische Wissenschaftler vom National Institute of Advanced Industrial Science
and Technology ( AIST ) haben einen photonischen Transistor entwickelt , bei dem
ein Laserstrahl die Verstärkung eines anderen Strahls kontrolliert . Die
Forscher konnten in ihrem Experiment ein Signal in dem photonischen Transistor
um das 60fache verstärken , indem sie Plasmone - wellenartige Bewegungen in den
Elektronen - anregten . Mit dem " Local plasmon photonic transistor " , den
Junji Tominaga und seine Kollegen in der Fachzeitschrift Applied Physics Letters
vorstellen , hat das Team einen Durchbruch erreicht : Zwei Laserstrahlen ( 405
and 635 nm ) wurden auf einen Punkt auf einer in hoher Geschwindigkeit
rotierenden optischen Scheibe fokussiert . Der rote Laserstrahl verstärkt dabei
den blauen Laserstrahl . Die Silberpartikel auf der DVD-Scheibe sind das
Reservoir der Plasmone , die mit dem blauen Laserstrahl interagieren , nachdem
der rote sie mit Energie aufgeladen hat . Diese Silberpartikel können einfach ,
klein und günstig hergestellt werden , indem das rote Laserlicht über eine mit
Silberoxid bestrichene DVD-Scheibe streicht . Mehr zu diesem Thema :
Photonischer Transistor in Telepolis . Halbleiter-Chipmarkt mit großen
regionalen Unterschieden Auch für den Monat März berichtet die Semiconductor
Industry Association ( SIA ) von einem weiteren Rückgang der Umsätze auf dem
Halbleitermarkt . Dabei gab es weiter deutliche regionale Unterschiede : während
es in Europa nur einen Rückgang von 0,7 Prozent gab , gingen die Umsätze auf dem
amerikanischen Markt um 10,6 Prozent zurück und im asiatisch-pazifischen Raum um
10,4 Prozent . In Japan legten die Umsätze dagegen um 7 Prozent zu . Der
Präsident der SIA , George Scalise , führt den seit November anhaltenden
Umsatzrückgang in der Branche nicht nur auf gesamtwirtschaftliche Faktoren
zurück , sondern auch auf hohe Lagerbestände bei den Abnehmern . Für die zweite
Hälfte 2001 zeigt sich Scalise optimistisch : " Wir glauben weiter daran , dass
die Unternehmen ihre Bestandskorrekturen im dritten Quartal abschließen werden
und dass das vierte Quartal eine weitere Erholung des Marktes bringen wird " .
Die monatlichen Zahlen der SIA gelten als wichtiger Indikator für den
Halbleiter-Chipmarkt , da mehr als 90 Prozent der amerikanischen
Halbleiter-Hersteller in dieser Organisation vertreten sind . Web.de will eigene
Aktien kaufen Das Karlsruher Internetportal Web.de plant den Rückkauf von bis zu
3,8 Millionen eigener Aktien . Der geplante Rückkauf entspreche etwa zehn
Prozent des Grundkapitals . Es sei im Sinne der eigenen Aktionäre die
ertragreichste Anlage , sagte Finanzvorstand Robert Gratzl . Auf der für den 15.
Mai vorgesehenen Hauptversammlung soll über den Rückkauf abgestimmt werden . Ein
Indiz für die vermutete Unterbewertung liefert eine heute bei Web.de
veröffentlichte Pressemitteilung . Nach Ansicht von Sprecher Berg stehen
Konkurrenten wie freenet und Lycos , bei denen jeder Kunde mit rund 1000 Euro
bewertet werde , deutlich besser da . Sollte die Hauptversammlung von Web.de dem
Aktiendeal zustimmen , soll der Rückkauf der Aktien " zeitnah und zum Tageskurs
" erfolgen , sagte der für Investor Relations zuständige Wirtschaftssprecher von
Web.de , Richard Berg , auf Anfrage von heise online . Der Wert pro Aktie lag
heute bei 7,98 Euro . Kurz nach dem Börsengang im Februar 2000 notierte die
Web.de-Aktie noch bei 61 Euro . Mit 3,86 Euro hatte das Wertpapier am 3. April
dieses Jahres einen Tiefstand erreicht . US-europäische Fusion bei geografischen
Filtersystemen Das kalifornische Software-Unternehmen Quova will den
europäischen Mitbewerber RealMapping kaufen . Die Softwarefirma mit Sitz in
Amsterdam gehört ebenso wie Quova zu den führenden Anbietern geografischer
Filtersysteme . Mit der Übernahme vergrößert das US-Unternehmen nicht nur seine
Datenbank um europäische IP-Adressen , sondern gewinnt auch ein von RealMapping
entwickeltes Verfahren zur Datenauswertung hinzu . Geografische Filter wie
GeoPoint 2.0 von Quova ermöglichen es , Internet-Inhalte je nach Standort des
Seitenbesuchers zu variieren . Surft jemand aus Indien auf eine Site , könnte er
so mit indischen Inhalten versorgt werden , während ein Engländer englische
Angebote vorfindet . Dies bietet die Möglichkeit , gezielt Online-Marketing zu
betreiben und regionale rechtliche Bestimmungen einzuhalten . Den Angaben der
Hersteller zufolge erreicht die Software bei der Erkennung eines Landes eine
Trefferquote von 98 , bei der richtigen Zuordnung einer Stadt immerhin 85
Prozent . Probleme entstehen vor allem beispielsweise bei AOL , weil bei diesem
Provider alle Anfragen nach Internetseiten zunächst an firmeneigene Server in
den USA geschickt werden . Die Software hält daher auch europäische AOL-Kunden
für Amerikaner . Kritiker der geografischen Filterung von IP-Adressen befürchten
, dass diese Verfahren Zensur ermöglichen . Zudem könnten zielgruppenspezifische
Inhalte die Reichweite und Universalität des Internet einschränken . MobilCom
erhält Darlehen für UMTS-Netz Ohnehin ist France Telecom mit 28,5 Prozent an der
MobilCom beteiligt . Die für den Netzausbau zur Verfügung gestellte Summe soll
bis Ende 2003 zurückgezahlt werden . Für das UMTS-Netz werde man aber nur einen
geringen Teil der Summe in Anspruch nehmen , ließ MobilCom-Sprecher Matthias
Quaritsch verlauten . Die UMTS-Infrastruktur von MobilCom wird von der
finnischen Mobilfunkfirma Nokia sowie dem schwedischen Unternehmen Ericsson
aufgebaut . Für den Verbraucher sind erste UMTS-Angebote ab Mitte 2002
vorgesehen . Sharp reagiert auf Marktentwicklung bei LCD-Bildschirmen Der
japanische LCD-Hersteller Sharp hat zum Abschluss des Wirtschaftsjahres am
vergangenen Samstag zu den starken Bewegungen auf dem Markt für LCD-Displays
Stellung genommen . Für die kommenden Monate wurden Anpassungen der
Produktionszahlen angekündigt . Masaya Hijikigawa , Vorstandsmitglied bei Sharp
, sagte , der Wettbewerb werde härter . Sharp , Hitachi und NEC hatten im
vergangenen Jahr die Produktion von Bildschirmen mit weniger als 10 Zoll
Bildschirmdiagonale gesteigert . Gleichzeitig sank die Nachfrage für
Handy-Displays , da Nokia , Motorola und Ericsson einen Rückgang beim Verkauf
von Mobiltelefonen erwarten . Mitsubishi Electronic berichtete im Vergleich zum
Vorjahr sogar von einer Halbierung der Verkaufszahlen auf dem amerikanischen und
europäischen Markt . In den vergangenen 12 Monaten hatte Sharp die Produktion
von kleineren LCD-Bildschirmen von bisher 50 auf 60 Prozent der gesamten
LCD-Produktion gesteigert . Die restlichen 40 Prozent entfallen auf Bildschirme
mit einer Diagonale von mehr als 10 Zoll . Das Verhältnis von 60 zu 40 Prozent
soll auch im neuen Geschäftsjahr beibehalten werden . Die höheren
Produktionszahlen von kleineren LCD-Displays war durch die fallenden Preise bei
größeren Displays ausgelöst worden , nachdem Hersteller in Südkorea und Taiwan
ihre Produktion in diesem Bereich erhöht hatten . Experten bei Displaysearch
schätzen den Preisrückgang bei großen Displays gegenüber dem Vorjahr auf etwa 42
Prozent . Langfristig wird dies zu einer höheren Nachfrage führen , die dann die
Preise wieder in die Höhe treiben könnte . Mit dieser Entwicklung rechnet man
bei Displaysearch im zweiten Quartal 2002 . Sharp erwartet den Preisanstieg für
größere LC-Displays dagegen schon in diesem Jahr und will daher die Produktion
in Japan bereits in diesem Monat erhöhen . Gegen Ende des Jahres soll ein
zweiter Produktionsstandort die Kapazität verdreifachen . eBay verbannt
NS-Memorabilien aus Auktionen Das Internet-Auktionshaus eBay will Gewalt
verherrlichende , rassistische und Hass schürende Angebote aus seinen
Versteigerungen verbannen . Einem Bericht des Wall Street Journal zufolge sollen
die neuen Richtlinien am 17. Mai in Kraft treten . Auf den deutschen und
französischen eBay-Sites stehen Symbole des Ku Klux Klan und der NS-Zeit schon
seit längerer Zeit auf der Liste der verbotenen Artikel . Auf den US-Seiten des
Auktionshauses waren sie dagegen bisher nur als " questionable " eingestuft .
Dadurch war die Versteigerung unter einer Auflage möglich . Die Gegenstände
mussten älter als 50 Jahre sein und wurden somit als " historisch wertvoll " im
Auktionsangebot geführt . Nach zunehmender internationaler Kritik hatte
eBay-Konkurrent Yahoo bereits Anfang dieses Jahres alle Gewalt verherrlichenden
Angebote von seiner US-Website verbannt . Auch Mike Jacobson von eBay begründete
den Schritt mit der internationalen Expansion des Unternehmens , durch die eBay
mit unterschiedlichen nationalen Gesetzen konfrontiert werde . Mit Kondom-Kanone
auf Virenjagd Mit einem Computerspiel will das Kinderhilfswerk Unicef der
Aidsprävention Nachdruck verleihen . " Catch the sperm " heißt das rund vier
MByte große Programm , das die Phenomedia AG zusammen mit einer Baseler
Werbeagentur entwickelt hat . Hintergrund der Unicef-Aktion ist die Tatsache ,
dass Aids Kinder und Jugendliche besonders bedroht : Alle sechs Minuten
infiziert sich ein junger Mensch zwischen 15 und 24 Jahren mit dem HI-Virus .
Die Idee des Spiels ist schlicht : mit einer Kondom-Kanone müssen Aidsviren und
Spermien neutralisiert werden . Der Spieler hat 90 Sekunden Zeit , um auf diese
Weise Punkte zu sammeln . Läßt er dabei ein Aidsvirus passieren , ist das Spiel
sofort aus . Die Moorhuhn-Erfinder von Phenomedia hoffen , dass sich das Spiel
im Schneeballsystem verbreiten wird . Es steht auf dem Server der Firma zum
kostenlosen Download zur Verfügung . Mehr dazu in Telepolis : Kampf mit der
Kondomschleuder WAP-Handys nur für Top-Manager Bei der mobilen geschäftlichen
Kommunikation liegt die Sprachübertragung immer noch deutlich vor allen anderen
Anwendungen . Rund 26 Prozent der Angestellten in größeren Unternehmen haben ein
firmeneigenes GSM-Handy . Mit nur 16 Prozent ist der Dienst-Laptop deutlich
weniger verbreitet , PDAs werden nur für vier Prozent der Angestellten zur
Verfügung gestellt . Dies zeigt eine Untersuchung des Beratungsunternehmens Cap
Gemini Ernst & Young in Zusammenarbeit mit dem französischen Forschungsinstitut
IDATE . Die Marktforscher hatten im März dieses Jahres europaweit 300 Manager
aus Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern befragt . Nur einer von 24
befragten Mitarbeitern verfügte über ein WAP-fähiges Handy , da die Arbeitgeber
diese Geräte derzeit offenbar nur hochrangigen Managern spendieren . Diese
Geräten werden allerdings nur in 42 Prozent der Unternehmen für spezifische
Datenanwendungen wie Fernwartung oder Kundenbeziehungsmanagement genutzt . In
vielen Unternehmen sind solche Anwendungen noch nicht implementiert . Die
WAP-Handys dienen dort nur zum Internet-Zugang oder zur allgemeinen
Datenübertragung . Diese Diskrepanz zwischen dem Vorhandensein der Geräte und
der relativ geringen Nutzung ihrer Fähigkeiten ließe sich damit erklären , "
dass gerade das Top Management weniger aus geschäftlichen als aus
Prestigegründen mit diesen Geräten ausgestattet wird " , kommentiert Michael
Schwalbach , zuständig für die strategische Mobile-Internet-Beratung bei Cap
Gemini Ernst & Young . Die Untersuchung ergab deutliche regionale Unterschiede .
In den USA ist der Prozentsatz der Handy-Benutzer deutlich niedriger als im
europäischen Durchschnitt . Während in 48 Prozent der deutschen Unternehmen
mobile Geschäftsprozesse stattfinden , hinken die südeuropäischen Länder Spanien
, Italien , Griechenland und Portugal mit nur 20 Prozent deutlich hinterher .
Die weitere Entwicklung mobiler Internet-Lösungen in europäischen Firmen wird
auch davon abhängen , ob derzeit noch bestehende Bedenken ausgeräumt werden
können . Neben den Kosten ist mangelnde Datensicherheit nach Aussage der
Befragten ein Hinderungsgrund für die Nutzung mobiler Datendienste .
MP3-Sammlung kostet den Job Eine Sekretärin aus Evanston im US-Bundesstaat
Illinois hat ihren Arbeitsplatz verloren , nachdem sie Musikdateien aus dem
Internet geladen hatte . Während die Sekretärin angab , dass die meisten Stücke
von CDs stammen , die sie zuvor gekauft hatte , soll bereits eine Plattenfirma
Kontakt mit der Hochschule aufgenommen haben , um die Herkunft einiger angeblich
nicht autorisierter Titel in ihrer Sammlung zu untersuchen . Immer mehr Firmen
versuchen in den USA , die Grauzone zwischen privater und dienstlicher Nutzung
des Arbeitsplatzcomputers durch detaillierte Vorschriften zu reglementieren .
Sie befürchten unter anderem rechtliche Schritte der Musikindustrie . Deren
Branchenverband RIAA geht zunehmend auch gegen Einzelpersonen vor , von denen
bekannt wird , dass sie illegal Musikdaten kopieren und verbreiten . Internet
Explorer 6 : Download ab Mitte August " Aufrichtige Anerkennung " sprachen die
Entwickler des Internet Explorer gestern allen aus , die sich auf der Public
Preview Bug Reporting Website daran beteiligt hatten , der Version 6 den letzten
Schliff zu geben . Dies schreibt das Software-Magazins Betanews in einem Bericht
, in dem es weiter heißt , die Entwicklung stehe kurz vor dem Abschluss und ab
Mitte des Monats werde der Internet Explorer 6 zum kostenlosen Download zur
Verfügung stehen . Entgegen früherer Ankündigungen wird der IE 6 ebenso wie
Windows XP nun doch keine Smart Tags enthalten . Gegenüber der Vorversion - für
die zeitgleich das Service Pack 2 angeboten wird - soll die neue Ausgabe mit
zahlreichen Neuerungen ausgestattet sein . Neben verbesserter Unterstützung von
Multimedia-Dateien wurde vor allem die Platform for Privacy Preferences ( P3P )
implementiert . Um eine Standardisierung der P3P-Technik bemühen sich schon seit
längerem verschiedene Initiativen - darunter das World Wide Web Consortium ( W3C
) . P3P erlaubt dem Browser-Anwender , persönliche Sicherheitseinstellungen
zentral einzurichten . Diese sollen dann generell beim Surfen im Netz gelten und
von der Software selbsttätig umgesetzt werden . Wie sich dies beim IE 6 konkret
auf Cookies und Werbe-Banner auswirken wird , bleibt abzuwarten . Gespräche über
teilweise Übernahme der Kabel New Media Möglicherweise werden nicht alle
Mitarbeiter der insolventen Internet-Agentur Kabel New Media ihren Job verlieren
. Medienberichten zufolge denkt man bei der WWL Internet AG darüber nach , einen
Teil der Mitarbeiter und Kunden der Hamburger Agentur zu übernehmen . Keines der
beiden Unternehmen wollte Angaben zum Stand der Gespräche machen . Noch im
Februar dieses Jahres war Kabel New Media von Analysten als Outperformer
gefeiert worden . Allerdings bewerteten die Experten die zahlreichen
Auslands-Akquisitionen des Hamburger Unternehmens damals schon als kritisch .
Ende Juni führte die Verkündung des Zahlungsstopps zum Einbruch der Kabel-Aktie
, am 1. August trat der Finanzvorstand und stellvertretende Vorstandsvorsitzende
Fristz Mathys mit sofortiger Wirkung zurück . Am selben Tag leitete die
Hamburger Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen den Firmengründer Peter Kabel
ein , dem ein Verstoß gegen das Kreditwesengesetz vorgeworfen worden war .
Comdirect stellt Allianz mit T-Online infrage Das Wall Street Journal berichtet
von kritischen Äußerungen des Sprechers des Vorstands der Comdirect Bank AG ,
Bernt Weber , über die Verbindung zwischen Comdirect und der T-Online
International AG . Weber schätzt darin die derzeitige Zusammenarbeit als sehr
unbefriedigend ein und sagte , die ursprünglichen Erwartungen hätten sich bisher
nicht erfüllt . Er kritisiert , dass große Werbebanner des Konkurrenten Consors
auf der T-Online-Startseite zu sehen seien , und bezeichnet die Zukunft der
Allianz zwischen Comdirect und T-Online als offen . Auch aus dem Vorstand der
Commerzbank AG sei in der vergangenen Woche ein entsprechender Kommentar zu
hören gewesen , berichtet das Wall Street Journal weiter . Der Sprecher des
Vorstands Martin Kohlhaussen schätzt die Lage allerdings etwas optimistischer
ein und sieht keinen unmittelbaren Handlungsbedarf . Auch bei T-Online gab es
keine offiziellen Äußerungen , allerdings habe ein Vorstandsmitglied erklärt ,
es seien ihm keine Pläne der Commerzbank bekannt , ihre gut zwei Prozent Anteile
an T-Online zu verkaufen . Die Zusammenarbeit zwischen Comdirect und T-Online
begann 1998 mit einem werbewirksamen Angebot , bei dem Comdirect-Neukunden eine
Aktie der Deutschen Telekom sowie einen T-Online-Zugang erhielten . Dieses
Angebot bestand bis Mitte letzten Jahres und brachte Comdirect rund 100.000 neue
Kunden . Inzwischen ist der Online-Broker in Europa auf Platz eins , die
Comdirect-Internetsite die meistbesuchte Finanzsite in Deutschland . Bei der
Entwicklung der Site war T-Online beteiligt . Große gemeinsame Projekte folgten
aber nach der Aktion 1998 nicht mehr . Umfangreiche personelle Veränderungen
beim T-Online-Management Ende letzten Jahres sowie die angekündigte
Partnerschaft mit dem Springer Verlag erschweren zur Zeit eine Bewertung der
Situation bei der Telekom-Tochter T-Online , die sich vom reinen Zugangsprovider
zum " Internet-Medienhaus " wandeln will . Für Comdirect stellt sich die Frage ,
inwieweit man von einer weiteren Zusammenarbeit mit T-Online profitieren kann .
In den neuesten Veröffentlichungen von JupiterMMXI , in denen führende
europäische Finanzsites nach der Zahl ihrer Besucher eingestuft werden ,
rangierte Comdirect auf Platz drei in Europa . MobilCom hofft nach
UMTS-Investition auf schwarze Zahlen Im laufenden Geschäftsjahr hofft die
MobilCom AG , Büdelsdorf ( Schleswig-Holstein ) , auf ein positives
Geschäftsergebnis vor Steuern , Zinsen und Abschreibungen . Der Kurs der
MobilCom-Aktie war in diesem Zeitraum von rund 140 Euro auf knapp über 15 Euro
gefallen . Während der MobilCom-Hauptversammlung am heutigen Donnerstag in
Hamburg kritisierte die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz ( DSW )
die Informationspolitik des MobilCom-Vorstands im Zusammenhang mit der
Ersteigerung der UMTS-Lizenz . Unter anderem würden die Kosten der UMTS-Lizenz
in der Bilanz nach dem internationalen Standard IAS nicht ausreichend
dargestellt . MobilCom meint , die Ausgaben sollten nicht sofort , sondern über
die Laufzeit der Lizenz abgerechnet werden . Der Chef des Telekom-Unternehmens ,
Gerhard Schmid , verteidigte die Milliarden teure Lizenz-Ersteigerung vor den
Aktionären . Nur durch eine eigene UMTS-Lizenz werde dem Unternehmen der Sprung
zum Netzbetreiber gelingen , betonte Schmid . Bisher habe das Unternehmen mehr
als 70 Prozent des Umsatzes an Betreiber von Mobilfunktnetzen abgeben müssen .
Schmid sprach sich zudem ausdrücklich gegen eine Änderung der
UMTS-Lizenzbedingungen aus , die den Aufbau eigener Netze durch alle Anbieter
vorschreiben . Nur in diesem Rahmen sei eine Kooperation möglich . Vom
Großaktionär France Telecom wurden die Vize-Präsidentin Brigitte Bourgoin und
Direktor Eric Bouvier in den MobilCom-Aufsichtsrat gewählt . Vatikan lehnt
Online-Beichte ab Beichten via Internet wird auch in Zukunft nicht möglich sein
. Der Vatikan werde dies demnächst in einem offiziellen Dokument dargelegen ,
meldet die Nachrichtenagentur dpa heute unter Berufung auf italienische
Presseberichte . Bei der Deutschen Bischofskonferenz weiß man allerdings noch
nichts über ein geplantes Dokument zur Internet-Beichte . Für Rudolph
Hammerschmidt , den Leiter der Pressestelle , ist das nichts Neues : " Manchmal
wird so eine Erklärung im Pressesaal ausgelegt , vielleicht wird sie auch auf
die Internet-Seite gestellt - aber da steht auch nicht alles . " Unabhängig
davon hält Hammerschmidt ein Internet-Angebot zum Beichten für nicht angemessen
. Denselben Standpunkt vertritt auch Klaus Funke , der Regionaldechant für
Hannover . Auch ihm ist nichts bekannt von einer Erklärung aus Rom . Dennoch
vertritt er in der Frage der Online-Beichte einen klaren Standpunkt : Durch eine
Beichtmöglichkeit via Internet wäre auch die Wahrung des Beichtgeheimnisses
nicht sichergestellt . Schweizer User Group kritisiert Zensur im Netz Die Swiss
Internet User Group ( SIUG ) wirft vier Schweizer Internetprovidern vor ,
Bürgern widerrechtlich den Zugang zu ausländischen Web-Seiten zu verwehren .
Hintergrund der Vorwürfe ist die Sperrung von vermutlich 750 Seiten mit
nationalsozialistischen oder anderen rechtsextremen Inhalten , zu der es Anfang
Februar gekommen war , nachdem die Schweizer Aktion Kinder des Holocaust ( AKdH
) bei Service-Providern protestiert hatte . Als rassistische Gruppen daraufhin
auf den US-Provider front14.org auswichen , sperrten die Zugangsanbieter
Sunrise/Diax , Bluewin , IP-plus und TiscaliNet auch den Zugriff auf diese
Seiten . Nach Ansicht der SIUG stellt das eine indirekte Zensur dar . " Da die
Seiten im Ausland angeboten werden , fehlt für die Sperrungen jegliche
Rechtsgrundlage " . Die Bundesverfassung spreche jeder Person das Recht zu ,
Informationen frei zu empfangen . Zunächst wolle seine Organisation herausfinden
, " welche Provider was sperren " , so SIUG-Sprecher Felix Rauch zu heise online
. Auf der SIUG-Page steht ein vorgefertigter Brief zur Verfügung , mit dem User
bei ihrem ISP dazu Details erfragen sollen . " Das Problem ist komplex , weil
Gesetze international so unterschiedlich sind " räumte Rauch ein . Den Zugang zu
bestehenden Sites zu sperren , sei dagegen der falsche Weg . Die Motivation der
AKdH hält Rauch für gut , wenn auch die Mittel aus seiner Sicht falsch sind .
Das Problem des Rechtsextremismus werde so verdrängt , aber nicht gelöst .
Verfügbares Material sollte auch von der Schweiz aus aufrufbar sein , sonst
könne für Schweizer Surfer der falsche Eindruck entstehen , es gäbe keine
rassistischen Internet-Inhalte . Die Provider wolle man mit der Aktion zum
Nachdenken bewegen . Großauftrag aus China lässt Ericsson-Aktie steigen Neben
Hardware für feste Daten- und Telefonnetze soll Ericsson auch Infrastruktur für
Mobilfunknetze liefern . Beteiligt sind mehrere chinesische Firmen , darunter
die China Telecom . " Dieser Vertrag stärkt erneut die Stellung von Ericsson als
Marktführer in China " , hieß es in einer Stellungnahme des Unternehmens .
Zurückhaltende Prognosen für den westeuropäischen Markt unterstreichen die
Bedeutung dieses Deals . Im vergangenen Jahr war Ericsson der größte Hersteller
von Mobilfunk-Ausrüstungen gewesen . Das Nomura Research Institute ( NRI )
berichtete , Ericsson habe einen Marktanteil von 34 Prozent bei
Mobilfunk-Infrastruktur im Jahr 2000 erreicht . Nach Höhenflug nun
Gewinnwarnungen bei Switch-Herstellern Sycamore Networks Inc. und Extreme
Networks Inc. - Hersteller von Netzwerk-Equipment - rechnen mit Verlusten . Nach
den vorläufigen Geschäftszahlen werden bei beiden Unternehmen die Umsätze des
letzten Quartals deutlich unter dem erwarteten Ergebnis liegen . Dies würde
einem Verlust von 0,16 US-Dollar pro Aktie bedeuten . 1999 hatte die
Sycamore-Aktie zu den begehrtesten Erstemissionen gehört ; im März 2000 wurde
sie noch zum Preis von 199,50 US-Dollar gehandelt , ist aber seitdem um 95
Prozent gefallen . Die jüngsten Umsatzeinbußen führt das Unternehmen auf einen
unerwarteten Rückgang der Nachfrage durch die Telekommunikationsfirmen zurück .
Noch im letzten Jahr hätten die Abnehmer beklagt , dass ihr Bedarf die bei
Sycamore vorhandenen Kapazitäten übersteigt . Man habe sich daraufhin bei der
Produktion auf eine höhere Nachfrage eingestellt . Rund 140 der 1100 Mitarbeiter
sollen nun entlassen werden . Extreme Networks berichtet von einer ähnlich
schwierigen Situation . Das dritte Quartal des Geschäftsjahres endete hier am
31. März . Endgültige Zahlen wurden für den 18. April angekündigt ; das
Unternehmen erwartet einen Verlust von 0,06 bis 0,08 US-Dollar pro Aktie . Vor
einem Jahr hatte Extreme Networks den Bereich der High-End-Switches von 3COM
übernommen . Im abgelaufenen Quartal hatte das Unternehmen die Firmen Optranet
und WebStacks gekauft . Auf den Umsatzrückgang will man bei Extreme Networks
ebenfalls mit der Reduzierung der Mitarbeiterzahl reagieren . Von den zur Zeit
1100 Stellen sollen bis zu 132 entfallen . Joghurt-Boykott hat juristisches
Nachspiel Der Nahrungsmittelkonzern Gervais-Danone wirft dem französischen
Journalisten Oliver Malnuit Markenmissbrauch und Rufschädigung vor .
Französischen Presseberichten zufolge verlangt das Unternehmen von Malnuit
600.000 Euro Schadensersatz . Er wollte damit gegen die von Danone geplanten
Massenentlassungen protestieren . Die Site ist inzwischen gesperrt , wird jedoch
vom Internet-Portal réseau Voltaire gespiegelt . Danone hatte Ende März im
Rahmen von Umstrukturierungen die Schließung von sechs Standorten mitgeteilt ,
die die Streichung von 1780 Stellen in Europa bedeuteten , 570 davon in
französischen Werken . Am 11. April ging die Protest-Site von Malnuit ans Netz .
Der Boykott-Aufruf stieß in der Öffentlichkeit auf großes Interesse , das sich
in hohen Zugriffszahlen der Site ausdrückte . Am 30. April musste Malnuit
jeboycottedanone.com wieder vom Netz nehmen , da der Danone-Konzern Malnuit das
Benutzen des Firmen-Logos per einstweiliger Verfügung untersagt hatte .
Bürgerinitiative gegen Mobilfunk-Sender gibt auf Die Klage einer
Bürgerinitiative aus Oberursel gegen die T-Mobil wurde gestern vom Landgericht
Frankfurt abgewiesen . Damit ist der Rechtsstreit um eine T-D1-Sendeanlage , die
im vergangenen Jahr vorübergehend abgeschaltet werden musste , endgültig
entschieden . Die Initiative Keine Mobilfunksender in reinen Wohngebieten hatte
ihre Klage am vergangenen Donnerstag zurückgezogen , nachdem eine zunächst
erwirkte einstweilige Verfügung in der nächsthöheren Instanz aufgehoben worden
war . Schon jetzt sähen sich die Mitglieder der Bürgerinitiative Anwalts- und
Gerichtskosten in Höhe von 50.000 Mark gegenüber . Der Rechtsstreit hatte Ende
September 2000 begonnen , als die Interessengemeinschaft vor dem Landgericht
Frankfurt die vorläufige Abschaltung des Senders erreicht hatte . Zur Begründung
der einstweiligen Verfügung hieß es damals , eine gesundheitliche Gefährdung der
Anwohner durch die Sendeeinrichtung , die im Glockenturm einer Kirche
installiert ist , sei nicht auszuschließen . Die T-Mobil ging daraufhin in die
nächsthöhere Instanz . Das Oberlandesgericht Frankfurt hob die Verfügung am 28.
11. wieder auf ; man sah dort keinen Nachweis für die Verursachung von
Gesundheitsbeschwerden . Die Beweislast lag nach dieser Entscheidung nicht mehr
bei dem Mobilfunkunternehmen sondern bei den Anwohnern . Damit konnte die
Sendeeinrichtung von der T-Mobil vorerst wieder in Betrieb genommen werden . Zur
endgültigen Bearbeitung verwies das OLG Frankfurt das Verfahren zurück an das
Landgericht . Durch das Zurückziehen der Klage ist es jetzt beendet . Verfahren
gegen Mobilfunkbetreiber , bei denen sich die Kläger auf das Miet- oder das
Baurecht berufen , waren in der Vergangenheit schon häufiger erfolgreich .
Dagegen gibt es noch keine Erfahrungen bei Klagen auf der Grundlage des
Nachbarschaftsrechts ( Paragraph 906 BGB ) , wie sie die BI in
Oberursel-Bommersheim angestrengt hatte . Der Fall galt als Präzedenzfall . "
Wir waren die Ersten , die in der ersten Instanz gewonnen hatten " sagte Ronimi
. Die Kreuzkirche in Bommersheim hätte auch in diesem Fall die Möglichkeit
gehabt , mietrechtlich gegen T-Mobil vorzugehen , machte aber davon keinen
Gebrauch . Dies verärgert den Anwalt besonders , zumal der Kindergarten der
Gemeinde in direkter Nähe des Turmes liegt . Für künftige Verfahren kann sich
seiner Meinung nach die Ausgangslage bald ändern . Aus seiner Sicht erfordert
die Schutzpflicht des Staates eine Anpassung der gesetzlich geregelten
Grenzwerte , wie sie zum Beispiel auch in einer Studie des Ecolog-Instituts aus
Hannover gefordert wird . Laptop-Schnäppchen waren gestohlen Gestohlene Computer
im Wert von fast 300.000 Mark hat ein 20-Jähriger aus Niederbayern über das
Internet verkauft . Der Mitarbeiter eines Straubinger Handelsunternehmens hatte
die hochwertigen Laptops aus dem Lager seines Arbeitgebers immer dann entwendet
, wenn er zuvor bei Internet-Versteigerungen einen Interessenten gefunden hatte
. Die neuen Rechner im Wert von jeweils rund 7000 Mark bot der 20-Jährige sehr
günstig über das Internet an , sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch . Zwischen
Herbst 1999 und Mai 2001 hatte der junge Mann insgesamt mehr als 40 mobile
Computer auf diesem Weg zu Schnäppchenpreisen verkauft und so weit über 150.000
Mark verdient . Der 20-Jährige war sogar so dreist , das Diebesgut auf Kosten
seines Arbeitgebers per Paket zu verschicken . Die Käufer der Laptops müssen nun
ebenfalls mit Anzeigen rechnen . Die Kriminalpolizei ermittelt , ob sie sich der
Hehlerei schuldig gemacht haben . Die Firma Kontiki hat heute offiziell ihren
Betrieb aufgenommen . Gemeint ist vor allem die schnellere und sicherere
Verbreitung von Video- und Audio-Dateien . Dazu soll das Kontiki Delivery
Network dienen sowie die zum Patent angemeldete Technik des Bandwith Harvesting
. Beim Download von Rich-Media-Dateien soll die Software gezielt Zeiten mit
geringem Datenverkehr ausnutzen , um die Geschwindigkeit zu erhöhen und
gleichzeitig Kosten zu senken . Sobald neue Produkte oder Updates angekündigt
sind , könnten diese vom Endanwender vorbestellt werden , das Programm regelt
dann den Versand der Daten . Mike Homer , CEO des neuen Unternehmens , sieht für
das Verfahren einen großen Bedarf und sagt ihm eine glänzende Zukunft voraus :
Die illegale Verbreitung von Dateien soll dabei durch Verpacken in einen
digitalen Schutz erschwert werden . Noch in dieser Woche läuft bei ausgewählten
Firmen der Betatest an , im Herbst soll dann die öffentliche Testphase beginnen
- an dieser kann sich laut Kontiki jeder beteiligen , der auf der entsprechenden
Seite seine E-Mail-Adresse hinterlässt . Cray zieht Dumping-Vorwurf zurück Das
amerikanische Wirtschaftsministerium hat Strafzölle wieder aufgehoben , mit
denen die Einfuhr bestimmter Vektorrechner aus Japan belegt war . Damit kann
Cray Inc. diese Supercomputer jetzt ungehindert vermarkten . Konkret geht es um
Vektorrechner , die von NEC und Fujitsu Ltd. in Japan hergestellt werden , vor
allem um das NEC-Topmodell SX-5 . Die Rücknahme der Strafzölle ist das Ergebnis
einer Neubewertung der Situation , um die Cray die Behörden im Februar gebeten
hatte . Diese Intervention war Teil eines Abkommens zwischen den ehemaligen
Rivalen Cray und NEC . Das Abkommen sichert Cray das Recht , als OEM-Distributor
NEC-Superrechner zu vermarkten . In dem Antrag , den Cray an das
Wirtschaftsministerium gestellt hatte , hieß es , Cray sei der einzige
amerikanische Hersteller von Supercomputern und habe als einziges Unternehmen
1995 eine Petition abgegeben , in der Dumping-Vorwürfe gegen NEC erhoben worden
waren . Diese Petition hatte zur Verhängung der Strafzölle geführt . In dem
Antrag heißt es weiter , Cray habe nun kein Interesse mehr an einer weiteren
Verhängung der Strafzölle . Diese wurden daraufhin rückwirkend zum 1. Oktober
2000 aufgehoben . GPS soll Flugüberwachung in den USA verbessern Mit Beginn der
Urlaubssaison werden Flugreisende wieder mit häufigeren Verzögerungen im
Reiseverkehr rechnen müssen . In den USA will die Federal Aviation
Administration ( FAA ) diesem Problem jetzt mit Einsatz von Satellitentechnik in
der Flugüberwachung begegnen . Zeitgleich hat der Flugzeughersteller Boeing ein
detailliertes Konzept für den Satelliteneinsatz zur Navigation und Kommunikation
im Flugverkehr veröffentlicht . Der schrittweise Ersatz von
Navigationseinrichtungen am Boden durch satellitenbasierte Systeme soll nicht
nur gegenwärtige Probleme lösen , sondern auf Jahre hinaus auch eine weitere
Steigerung der Flugkapazitäten ermöglichen . Durch Einsatz von Global
Positioning Systemen soll der zeitliche Sicherheitsabstand zwischen Starts
verringert werden können . Auch die Vorhersage von Staus soll mit der neuen
Technik schneller und präziser sein . Hinzu kämen Investitionen für den
Flughafenausbau und das , was die einzelnen Fluggesellschaften in die neue
Technik investieren müssten . Bei der Zahl der Flüge in den USA erwartet die FAA
eine Steigerung von rund 30 Prozent in den nächsten zehn Jahren . Das
Boeing-Konzept verspricht , trotz kontinuierlicher Steigerung die
Kapazitätsprobleme der nächsten 15 Jahre zu lösen . Einem Bericht des Wall
Street Journal zufolge sagte Monte Belger von der FAA , die Boeing-Pläne seien "
völlig kompatibel " mit den Vorstellungen der FAA . IT-Prüfungen im zweiten
Anlauf ohne Pannen Die Wiederholung der IHK-Abschlussprüfung in den IT-Berufen
verlief gestern ohne Pannen . Dies bestätigte heute Andreas Bähre von der Kölner
IHK-Zentralstelle für Prüfungsaufgaben ( ZPA ) . Auch nach der gestrigen Prüfung
gab es vereinzelte Gerüchte über Probleme . So hieß es , Im Bezirk der Kammer
Marburg sei die Prüfung wieder abgebrochen worden . Dies konnte Hannelore Bender
, bei der IHK Marburg zuständig für das Prüfungswesen , jedoch nicht bestätigen
. " Hier ist alles klargegangen " , sagte sie gegenüber heise online . " Es
gefällt niemandem , wenn er zum zweiten Mal zu einer Prüfung antreten muss " so
Bähre . Er habe volles Verständnis für den Unmut der betroffenen Auszubildenden
, hält Kritik an den Ersatzfragen jedoch für unbegründet . " Es gibt nach jeder
Prüfung immer Einzelne , die alles zu schwierig fanden " . Die zentrale
IHK-Prüfung werde von einem bundesweit besetzten und berufenen Fachausschuß aus
einem ständig aktualisierten Pool von Fragen entwickelt . Das sei auch bei der
gestrigen Ersatzprüfung der Fall gewesen . Er betonte , dass es sich bei den
neuen Fragen keinesfalls um " den Abfall aus dem Papierkorb " gehandelt habe .
Bei der ZPA hatte man die einschlägigen Web-Sites genau beobachtet , aber "
nichts Außergewöhnliches finden können " . Er gehe davon aus , dass diesmal
keine " heißen Informationen " vorab verbreitet worden seien . Die angekündigte
Strafanzeige gegen Unbekannt hat die ZPA bei der Staatsanwaltschaft Köln
eingereicht . Mit einer Entscheidung des Leitenden Staatsanwalts rechnet Bähre
in der kommenden Woche . USA : PC-Verkäufe erstmals rückläufig Das
US-Marktforschungsunternehmen IDC erwartet bei den PC-Verkäufen in den USA einen
" historischen Tiefstand " . Aufgrund neuer Daten hat IDC gestern die bisherige
Prognose für den PC-Markt nach unten korrigiert . Demnach wird es bei den
PC-Verkäufen in den USA bis Ende 2001 zum ersten Mal kein Wachstum , sondern
einen Rückgang von 6,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr geben . Auch die Prognose
für den Weltmarkt wird von der schwachen US-Konjunktur stark beeinflusst . Hier
sehen die IDC-Marktforscher für den gesamten Zeitraum 2001 nur noch 5,8 Prozent
Steigerung voraus ; in früheren IDC-Berichten war ein Plus von 10,3 Prozent
gegenüber 2001 genannt worden . Die stärksten Einbrüche gab es in den USA bei
den Privatkunden . Bei den Firmenkunden lag das Wachstum in den ersten beiden
Quartalen dagegen noch im einstelligen Prozent-Bereich . Allerdings wird laut
IDC die Nachfrage der Firmenkunden in der zweiten Jahreshälfte ebenfalls
deutlich nachlassen . Außerhalb der USA verläuft der Rückgang etwas weniger
dramatisch . Dennoch korrigierte IDC für diesen Bereich die Prognose von +15,1
auf +12,9 Prozent für das laufende Jahr . Dafür werden in dem IDC-Bericht
mehrere Gründe angeführt . In Westeuropa ging die Nachfrage vor allem bei den
Privatkunden zurück , die schwache wirtschaftliche Situation in der Türkei
wirkte sich ebenfalls aus . Im asiatischen Raum deutet sich nach zwei extrem
starken Jahren eine erste Sättigung des Marktes an . Der IDC-Bericht nennt
Zahlen für den Zeitraum bis 2005 . Mittelfristig wird die PC-Branche demnach
wieder zulegen : für 2002 wird in den USA ein Wachstum von 4,6 , weltweit 12,2
Prozent genannt . Roboter aus Luftballons und Klobürsten Ein Kugelschreiber ,
zwei Luftballons , eine Klobürste und eine Damenstrumpfhose - dies findet sich
unter anderem in dem Baukasten , aus dem Studenten der TU Darmstadt einen
Roboter bauen sollen . Beim Ranking der Maschinen wird anschließend deren
Funktionstüchtigkeit und Originalität bewertet . Die TU Darmstadt veranstaltet
diesen Wettbewerb bereits zum zwölften Mal . Über 40 Bewerber gingen in diesem
Jahr in Zweierteams an den Start . Aus dessen Inhalt muß nun ein Roboter gebaut
werden . Die vorgegebene Aufgabe lautet in diesem Jahr : " Die Roboter sollen in
der Lage sein , Tischtennisbälle , die sich auf dem Spielfeld befinden ,
einzusammeln und in die vorgesehenen Abwurftrichter in der Höhe von einem Meter
abzulegen . " In der öffentlichen Endausscheidung am 30 Juni streiten sich
jeweils zwei Teams mit ihren Robotern um die Bälle . Sieger des Zweikampfes ist
das Team mit den meisten Bällen im Korb . Für die drei besten Teams gibt es
Flugtickets nach Osaka , wo die internationale Endrunde des traditionsreichen
Wettbewerbs stattfindet . In Japan treffen die Darmstädter Studierenden auf die
IDC-Sieger aus den USA , Japan , Brasilien , Südkorea , England und Frankreich .
In der letzten internationalen Runde werden die Teams mit Teilnehmern aus den
verschiedenen Nationen neu zusammengestellt . In zwei Wochen müssen diese
internationalen Gruppen einen weiteren Roboter nach Vorgaben fertig stellen ,
wobei die Überwindung der sprachlichen und kulturellen Barrieren besondere
Anforderungen an den Teamgeist der Teilnehmer stellt . Digital Economy warnt vor
neuem Urheberrecht Der Deutsche Multimedia Verband ( dmmv ) hat vor Risiken bei
der Reform des Urhebervertragsrechts gewarnt . Ein aktueller Gesetzentwurf sieht
vor , die Position von Künstlern , Autoren und anderen Urhebern zu stärken . In
Zukunft soll ein Anspruch auf " angemessene Vergütung " im Urhebervertragsgesetz
verankert werden . Der Deutsche Multimedia Verband vertritt Unternehmen der
sogenannten Digital Economy , vor allem Multimedia-Agenturen , die sich auf die
Erstellung von Web-Seiten spezialisiert haben . Die dort tätigen Web-Designer
sind größtenteils freie Mitarbeiter . Das gegenwärtig gültige Gesetz , das im
Fall eines " krassen Mißverhältnisses " einen Nachforderungsanspruch des
Urhebers vorsieht , hält sie für ausreichend . Datang dementiert Spionage bei
Lucent Datang Telecom Technology hat auf Spionage-Vorwürfe reagiert , die in der
vergangenen Woche gegen zwei chinesische Mitarbeiter von Lucent Technologies
erhoben worden waren . " Datang Telecom ist schockiert und bedauert einige
Medienberichte im In- und Ausland , die nicht wahr sind und dem Ruf unseres
Unternehmens geschadet haben " , hieß es in einem Statement , das gestern in
Shanghai veröffentlicht wurde . Die beiden Chinesen sollen Source-Code des
Lucent-Produktes PathStar per E-Mail verschickt haben . Sie wurden zusammen mit
einem US-Bürger verhaftet . Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen weiter vor , über
ihre Firma ComTriad Technologies Inc. eine Zusammenarbeit mit Datang eingefädelt
zu haben . Auf diesem Weg sollten die ausspionierten Lucent-Informationen an
Datang weitergegeben werden , so die Anklage weiter . Der Vorstand habe dem Deal
zugestimmt , das Geld sei aber noch nicht gezahlt worden . Viele Neukunden und
hohe Verluste bei VoiceStream Kurz vor der für Ende Mai geplanten Übernahme
durch die Deutsche Telekom hat VoiceStream Wireless die Ergebnisse für das erste
Quartal 2001 bekannt gegeben : Allerdings stiegen auch die Kosten im operativen
Geschäft deutlich an . Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatten sie 377,6
Millionen betragen . Die VoiceStream-Aktie wird zur Zeit mit 100,93 US-Dollar
gehandelt . Der " Pons " kostenlos im Web Unter dem Namen " PonsLine " gibt es
jetzt eine kostenlose Online-Variante der Pons-Wörterbücher . Die englische und
italienische Version steht bereits zur Verfügung , die französische , spanische
und polnische soll bald folgen . Für jede Sprache sind rund 120.000 Stichwörter
und Redewendungen gespeichert . Gesucht wird in einer kleinen Suchmaske , in der
das unbekannte Wort und auch die Suchrichtung einzugeben sind . Auch Sprichworte
und Redewendungen werden angezeigt . Waffenstillstand im Hacker-Krieg Der
Schlagabtausch zwischen chinesischen und amerikanischen Hackern scheint sich
nach intensiven Aktivitäten in den vergangenen Wochen abzukühlen . Sollte es
weitere Attacken geben , so gingen diese nicht mehr auf das Konto der Honker .
Web-Sites , die sich auf die Beobachtung und Kommentierung von Hack-Angriffen
auf Web-Sites spezialisiert haben , verfügen inzwischen über eine umfangreiche
Dokumentation gehackter Seiten . Allerdings werden die Ereignisse von den
Beobachtern nicht eindeutig in einem politischen Zusammenhang gesehen . Auf der
Site von attrition.org findet sich sogar ein Artikel , in dem der Cyberwar als
Ergebnis einer " Self-fullfilling Phrophecy " bezeichnet wird . Auch unter der
Adresse alldas.de findet man eine stündlich aktualisierte Liste gehackter Seiten
. Die Bewertung ist dort ähnlich zurückhaltend . In jedem Fall hat die Beachtung
der Hacker-Aktivitäten in den Medien den Hackern selbst zu einiger Bekanntheit
verholfen . " Pr0phet " , Mitglied der US-Hackergruppe PoizonBOx hat sich in
mehreren Interviews zu den Ereignissen der vergangenen Wochen geäußert . Sun mit
neuem Schnäppchen für Schweizer Uni Mit einem neuen Angebot für Angehörige der
Eidgenössischen Technischen Hochschule ( ETH ) Zürich möchte Sun Schweiz das
ramponierte Image aufpolieren . Der Workstation-Hersteller hatte Studierenden im
April ein Schnäppchen offeriert , das Angebot jedoch nach unerwartet hoher
Nachfrage wieder zurück gezogen . Im zweiten Anlauf bietet Sun nun
ETH-Angehörigen ausschließlich die kleinste Variante der Serie Sun Blade 100 an
, zudem ohne Monitor . Das Einstiegsmodell soll 929,90 Schweizer Franken ( rund
1200 Mark ) kosten . Das jetzige Angebot ist auf 1000 Workstations limitiert .
Diese Lieferung hatten hochrangige Sun-Vertreter im Rahmen einer
Informationsveranstaltung am 20. Juni versprochen . Inzwischen liegt der ETH
eine schriftliche Bestätigung vor . Studierende , die durch den Rückzieher im
Juni leer ausgegangen sind , erhalten von Sun außerdem einen Gutschein in Höhe
von 100 Schweizer Franken , der bei der Stiftung Studenten Discount ( SSD ) für
beliebige Einkäufe verwendet werden kann . Als Ersatz für das im neuen Angebot
gestrichene Sun-TFT-Display hat Andreas Dudler , der Direktor der
Informatikdienste an der ETH , inzwischen ein " sehr gutes Angebot für eine
18-ZOLL-TFT-Display von Philips " erhalten . Ansonsten wollte er das abgespeckte
Schnäppchen nicht weiter kommentieren . " Ob das Angebot gut ist , sollen die
Kunden entscheiden . " MP3.com-Konkurrent Musicbank stellt Betrieb ein Der
Musikdienst Musicbank hat am gestrigen Dienstag den Betrieb eingestellt . Am
Abend noch war dies auch auf der Internetseite des Unternehmens zu lesen ;
inzwischen ist unter der bisherigen Adresse keine Site mehr erreichbar .
Musicbank war im November 1999 gegründet worden . Man machte zunächst durch
Kooperationen mit großen Plattenlabels von sich reden , darunter BMG
Entertainment , Universal Music Group , Sony Music Entertainment und EMI
Recorded Music . Die Website des Musikdienstes wurde fünf Monate lang getestet .
Mit Hilfe einer von Musicbank selbst entwickelten Software konnte der Besucher
in seinem Besitz befindliche CDs registrieren lassen . Die Titel der so
angemeldeten CD standen dem Anwender anschließend online zur Verfügung . Einen
ähnlichen Dienst bietet MP3.com mit my.mp3.com an . Die bereitgestellte Software
lief allerdings nur unter Windows ; der Service war nur von den USA aus abrufbar
. Programmversionen für Linux und Mac OS waren im vergangenen Jahr noch
angekündigt worden , erschienen sind sie aber nie . Auch zu der vorgesehenen
Ausweitung des Service nach Europa kam es nicht . Im März wurde deutlich , dass
das Unternehmen Schwierigkeiten hatte . Der Geschäftsführer Michael Downing trat
zurück und 19 der 61 Stellen wurden gestrichen . Downings Posten konnte nicht
neu besetzt werden . Die jetzt bekannt gegebene Schließung bedeutet auch für die
verbliebenen Mitarbeiter das Aus . Generell ist die Situation der
Internet-Musikdienste schwierig . British Telecom wird aufgespalten Der
hochverschuldete Telekomunikationskonzern British Telecom ( BT ) spaltet sich in
zwei unabhängige Konzerne auf . Die Mobilfunk-Tochterunternehmen , darunter Viag
Interkom , werden als BT Wireless weitergeführt . Unter dem Namen Future BT
sollen in Zukunft das Festnetzgeschäft und die Internetdienste angeboten werden
. Zeitgleich mit der Aufteilung des angeschlagenen Konzerns wurde auch das
Ergebnis für das Geschäftsjahr bekannt gegeben , das am 31. März endete . Wegen
Wertberichtigungen bei der deutschen Tochter Viag Interkom rutschte BT im
vergangenen Jahr erstmals in die roten Zahlen . Nach dem Verkauf von
Auslandsbeteiligungen ist dies eine weitere Maßnahme , um aus den roten Zahlen
zu kommen . BT gab die Ausgabe neuer Aktien zum Preis von drei britischen Pfund
bekannt . Für je zehn alte Aktien sollen die Teilhaber drei neue Aktien bekommen
. Der erst seit 14 Tagen amtierende BT-Chairman Christopher Bland kommentierte
diese Schritte als schmerzlich , aber notwendig , " um langfristig Wert für die
Aktionäre zu schaffen " . Von Branchenexperten wird die Abspaltung des
Mobilgeschäfts als kritisch für den Restkonzern angesehen . Novell gibt NDS
eDirectory frei Der Netzwerkspezialist Novell schlachtet eine heilige Kuh und
ändert seine Strategie in Bezug auf den Verzeichnisdienst NDS eDirectory . Im
Rahmen der Networld+Interop 2001 gab das Unternehmen bekannt , dass
Novell-Geschäftspartner den Verzeichnisdienst in Zukunft an ihre Kunden
weitergeben dürfen . Die neue Regelung soll ab 29. Juni gelten .
Software-Unternehmen hatten das Novell-Produkt auch bisher schon frei erhalten ,
um ihre Applikationen auf den von Novell entwickelten Verzeichnisdienst
abstimmen zu können . Die Endkunden mussten aber bis jetzt NDS eDirectory
separat kaufen , um solche Applikationen nutzen zu können . Nun können
Novell-Partner ihre Programme als Bundle zusammen mit eDirectory weitergeben .
Der Software-Entwickler muss sich in einem " Bundling Agreement " verpflichten ,
eDirectory ohne einen zur Ausführung notwendigen Schlüssel weiterzugeben ;
diesen Schlüssel kann der Käufer des Bundles kostenlos bei Novell anfordern .
Novell versucht mit diesem Schritt , auf dem heiß umkämpften Markt der
Server-Betriebssysteme Boden gut zu machen . Viele Netzwerk-Administratoren
müssen sich im Laufe des Jahres mit dem Umstieg auf neue Software beschäftigen :
mit Windows XP hat Konkurrent Microsoft seine neue Server-Software angekündigt ,
aber auch NetWare 6 , die neue Version des Novell-Betriebssystems soll in der
zweiten Jahreshälfte fertig sein . Neues Gesetz zur Telefonüberwachung
beschlossen Der Bundestag hat heute die Neuregelung der Telefonüberwachung
gebilligt . SPD , Grüne und CDU/CSU stimmten für den Gesetzentwurf der
Bundesregierung . Juristen warnten unterdessen vor einer stark ansteigenden Zahl
von Telefonüberwachungen . Durch die Neuregelung werde die Hemmschwelle
richterlicher Anordnungen auf Überwachung erheblich sinken , sagte der Direktor
des Instituts für Kriminalwissenschaften der Universität Münster , Prof. Jürgen
Welp , heute auf einer Expertentagung in Münster . Da von nun an auch
Internet-Provider verpflichtet seien , die technischen Voraussetzungen für eine
mögliche Überwachung zu schaffen , würden die Abhörzahlen steigen . Bereits 1999
sei die Zahl der so genannten Abhöranordnungen um 30 Prozent auf 12.500
gestiegen , sagte Welp . Mit dem neuen Gesetz wird auch der Straftatenkatalog
erweitert . Damit können auch extremistische Einzeltäter oder lose Gruppierungen
abgehört werden . Nach zwei Jahren muss die Bundesregierung vor dem Parlament
über die Erfahrungen mit dem neuen Gesetz erstmals Bericht erstatten . Mehr dazu
in Telepolis : Augen zu und durch Konrad Zuses Z3 feiert Jubiläum Heute vor 60
Jahren stellte Konrad Zuse Besuchern in seiner Berliner Wohnung die
Rechenmaschine Z3 vor . Unbemerkt von der Öffentlichkeit und ohne finanzielle
Unterstützung hatte Zuse sich damit einen Traum erfüllt - gleichzeitig aber auch
das Computerzeitalter eingeläutet . Der Z3 gilt als erster funktionsfähiger frei
programmierbarer Rechner . Die Architektur besteht aus Steuerwerk , Speicher und
Rechenwerk und entspricht damit im Grundsatz der eines modernen Computers . Die
Leistung des Erfinders Konrad Zuses beschränkte sich nicht auf die Hardware des
Z3 ; neu waren auch der Einsatz des Binärsystems und die Verwendung der
Schaltalgebra zur Ablaufsteuerung . Der Original-Rechner aus dem Jahr 1941 wurde
zwei Jahre später bei einem Luftangriff zerstört , konnte jedoch von Zuse nach
dem Krieg aus dem Gedächtnis rekonstruiert werden . Diese Rekonstruktion des
Originals zeigt das Deutsche Museum in München als Teil seiner Dauerausstellung
. Zum Jubiläum wurde nun unter der Leitung von Prof. Dr. Raul Rojas von der FU
Berlin und Dr. Horst Zuse von der TU Berlin ein weiterer Nachbau des Z3
fertiggestellt . Ziel dieses Projektes war es , die Eleganz der Architektur des
Z3 zu zeigen und dessen Funktionsweise deutlich zu machen . Zur Verdeutlichung
des Datenstromes zwischen den Komponenten dienen Leuchtdioden . Anstelle der
rund 20.000 einzelnen Leitungen des Originals wurden zwei Platinen verwendet .
Auch das Heinz Nixdorf MuseumsForum präsentiert die Leistungen Zuses in seiner
Dauerausstellung . Dort ist neben einer Original Zuse Z11 aus dem Jahr 1958 auch
der Nachbau eines Z3-Rechenwerks zu sehen . Cisco und RealNetworks planen
strategische Allianz RealNetworks und der Netzwerkkomponenten-Hersteller Cisco
planen laut einem Bericht des Wall Street Journal eine Kooperation . Demnach
wird Cisco das RealNetworks-Produkt RealSystems iQ zusammen mit der eigenen
Hardware verkaufen . Ein Teil der Einnahmen für die verkaufte Software soll
dabei an Cisco gehen - Einzelheiten zur finanziellen Seite des Deals wurden
nicht bekannt . Bei RealNetworks verspricht man sich von der Zusammenarbeit mit
Marktführer Cisco einen Zuwachs bei den Geschäftskunden . Martin Plaehn , bei
RealNetworks zuständig für den Bereich Media Systems , sieht die Kooperation als
" wirkungsvolle Ergänzung der eigenen Strategie " . Die Streaming-Software
RealSystems iQ könnten die Unternehmen beispielsweise in der
Mitarbeiter-Schulung oder beim Kundenservice einsetzen . RealNetworks setzt in
letzter Zeit verstärkt auf Kooperationen , um aus der anhaltenden Geschäfsflaute
heraus zu kommen . Web-Kritik an Arbeitgeber landet vor Gericht Die
Veröffentlichung eines arbeitgeberkritischen Flugblatts im Internet hat dem
Wissenschaftsladen Dortmund Ärger mit der Justiz eingebracht . Der
Wissenschaftsladen ist Träger eines Projekts FREE! , das unterschiedlichen
Gruppen die Möglichkeit eines Internet-Auftritts bietet . FREE! stellt dabei die
Infrastruktur zur Verfügung , nimmt jedoch auf die Inhalte der Seiten keinen
Einfluß . Hotlines , eines der von FREE! gehosteten Projekte , hatte auf seinen
Webseiten ein Flugblatt veröffentlicht , in dem eine ehemalige Mitarbeiterin von
ISI Marketing ihre Tätigkeit unter anderem als " Scheiß-Job " und ihren
Arbeitgeber als " miese Bude " bezeichnet hatte . Das wollte sich der
Call-Center-Betreiber nicht gefallen lassen und beantragte beim Landgericht
Bochum eine einstweilige Verfügung . Die Vereinsmitglieder hatten in diesem Fall
alle Widerspruchsfristen verstreichen lassen und der Verfügung entsprochen . Im
Mai erwirkte ISI Marketing nun eine zweite einstweilige Verfügung gegen den
Dortmunder Verein , nach dem die Firma erneut in einem Hotline-Flugblatt heftig
kritisiert worden war . Diesmal beauftragten die Mitglieder des
Wissenschaftsladens den Rechtsanwalt Peter Weißpfennig . Der erreichte immerhin
, dass der Fall morgen in einer mündlichen Verhandlung vom Landgericht Bochum
geprüft wird . Zum weiteren Verlauf der Sache wollte Weißpfennig keine
Voraussage machen . Eigentlich sei das Projekt Hotlines und nicht der
Wissenschaftsladen verantwortlich für die Flugblätter . " ISI Marketing geht den
einfachsten Weg " . " Richtig vergleichbare Fälle " sind dem Anwalt nicht
bekannt . Zumindest habe der Bundesgerichtshof noch keinen Fall dieser Art
entschieden , so Weißpfennig im Gespräch mit heise online . Der weitere Verlauf
des Verfahrens dürfte allgemein mit Interesse verfolgt werden . Es gibt viele
Websites , auf denen Arbeitgeber kritisiert werden . Gerade die
Arbeitsbedingungen in Call Centern sind dabei Gegenstand der Kritik von Sites
wie beispielsweise www.callcenteroffensive.de . Cabletron löst sich auf Die Tage
eines traditionsreichen Namens in der Netzwerkwelt sind gezählt : Der
Netzwerkausrüster Cabletron hat jetzt konkrete Details zur endgültigen
Aufspaltung in vier Einzelunternehmen vorgelegt . Demnach wird Enterasys , die
größte der bisherigen Tochterfirmen , ab dem 6. August diesen Jahres als
selbstständiges Unternehmen weitergeführt . Zum selben Zeitpunkt ist auch der
Börsengang des Unternehmensnetzwerke-Herstellers geplant . Zu diesem Datum hört
auch die Firma Cabletron als Dachgesellschaft und damit ihr Firmenname auf zu
existieren . Auch über die Zukunft der anderen drei Cabletron-Töchter wurden
Details bekannt : Router-Hersteller Riverstone Networks soll künftig ebenfalls
als eigenständiges Unternehmen operieren . Die Consulting-Firma Global Network
Technology Service will man laut Wall Street Journal in der kommenden Woche
verkaufen , falls nicht noch " anders disponiert " wird . Wer am 27. Juli dieses
Jahres im Besitz von Cabletron-Aktien ist , erhält im Austausch zwei Enterasys-
und 1,02 Riverstone-Aktien für je zwei Cabletron-Papiere . Die Teilung in
Einzelunternehmen wurde schon seit längerem vorangetrieben . Bereits im Februar
vergangenen Jahres hatte Cabletron erste Pläne dazu veröffentlicht . Zuletzt
hatte das Unternehmen nur noch als Holding der Tochtergesellschaften fungiert .
Mit der endgültigen Aufteilung in unabhängige Einzelfirmen endet die Geschichte
des 1983 gegründeten Netzwerkausrüsters . Initiative D21 kritisiert geplante
Lauschverordnung Die Initiative D21 hat sich in einer offiziellen Stellungnahme
kritisch zu geplanten Änderungen der Telekommunikations-Überwachungsverordnung (
TKÜV ) geäußert . Der Verordnungsentwurf sieht vor , die bestehenden
gesetzlichen Bestimmungen für die Telefonüberwachung auf die Überwachung von
Internetseiten , E-Mails und Mailboxen auszudehnen . Internetprovider müssten
bei der Verabschiedung des Entwurfs durch das Kabinett in Zukunft genauso wie
Telcos Lauscheinrichtungen installieren und auf Abruf Verbindungsdaten und die
Mailkommunikation an die " Bedarfsträger " übermitteln . Die geforderten
Massnahmen werden nun von der Initiative D21 als " untauglich und
unverhältnismäßig " abgelehnt . Der durch das Bundeswirtschaftsministerium
vorgelegte Entwurf soll die Fernmelde-Überwachungs-Verordnung vom 18. 5. 1995
ablösen . Auf deren Grundlage findet zurzeit die Telefonüberwachung statt - mit
deutlich zunehmender Tendenz . Für Ermittlungen von Polizei und Justiz fordert
der Entwurf nun auch Überwachungszugänge zum Internet und zu Mailservern . In
einer Begründung des BMWi zu diesem Entwurf heißt es : " Das Inkrafttreten der
TKÜV duldet keinen Aufschub . " Die Initiative D21 fordert dagegen , das
Eilverfahren zum Inkrafttreten der TKÜV zu stoppen . Eine Neuregelung der
Überwachungsrichtlinien sollte nach Ansicht der Initiative im Einvernehmen mit
Wirtschaftsunternehmen und Verbrauchern zu Stande kommen . Es fehle weniger an
gesetzlichen Bestimmungen als an der nötigen Ausstattung : " Die
Überwachungspläne der Regierung machen das Internet nicht sicherer " , schreibt
die Initiative . Polizeieinrichtungen müssten PCs und Internetzugänge erhalten ,
um kriminelle Internetinhalte aufspüren zu können . " Dafür braucht es keine
aufwendige Überwachungstechnik , unter deren Folgen alle Anwender leiden müssen
" , betonte Joachim Riess von DaimlerChrysler , Mitglied der D21-Arbeitsgruppe "
Ordnungsrahmen " . Die Verpflichtung , teure Überwachungseinrichtungen
bereitzustellen , könne dazu führen , dass Serviceprovider in das nicht
regulierte Ausland abwandern . Das Justizministerium habe deshalb eine
Untersuchung zu der Frage der Effizienz von Überwachungsmaßnahmen in Auftrag
gegeben , deren Ergebnisse nach Ansicht der Initiative abgewartet und in die
Überarbeitung der Telekommunikations-Überwachungsverordnung einbezogen werden
sollten . Auch der Branchenverband Bitkom und der Bundesverband der Deutschen
Industrie ( BDI ) hatten sich bereits ablehnend zum Entwurf der TKÜV geäußert .
Die branchenübergreifende Initiative D21 wurde im Juli 1999 als gemeinnütziger
Verein gegründet . Zielsetzung der mehr als 200 Mitgliedsfirmen , Förderer ,
Partner und Beiratsmitglieder ist es , die Entwicklung Deutschlands von der
Industrie- zur Informationsgesellschaft zu beschleunigen . AMD peilt 30 Prozent
Marktanteil an Der Prozessorhersteller AMD will die Flaute beim Erzrivalen Intel
nutzen und seinen Marktanteil bis Ende 2001 von derzeit 21 Prozent auf 30
Prozent ausbauen . " Wir sehen gute Anzeichen dafür , dass wir uns weltweit in
diesem Bereich bewegen werden " , sagte AMD-Marketing-Manager Wee Yep Yin heute
der Nachrichtenagentur Reuters . Nach Ansicht von AMD-Chef Hector Ruiz ist vor
allem in den beiden für AMD wichtigsten Produktkategorien Prozessoren und
Flash-Memory-Bausteine eine deutliche Steigerung zu erwarten . Es gebe gute
Gründe , von einer generellen Stabilisierung des PC-Marktes bis Ende des Jahres
auszugehen , sagte er in dieser Woche auf einer Pressekonferenz in Tokio . AMD
ist nach Intel der zweitgrößte Mikrochip-Hersteller . Während die Verkaufszahlen
von Intels Pentium 4 hinter den Erwartungen zurückbleiben , sieht AMD auch für
seine neuesten Prozessormodelle gute Absatzschancen . Mit Prozessoren für
Dual-Systeme will das Unternehmen künftig verstärkt in den Servermarkt
einsteigen . Sony will mehr Handys bauen Noch in diesem Jahr wollen Sony und
Ericsson eine gemeinsame Mobiltelefon-Produktion aufbauen . Einem Bericht der
Financial Times Deutschland zufolge soll die operative Führung des neuen
Gemeinschaftsunternehmens bei Sony liegen . Während sich Ericsson wegen der
hohen Subventionen bei Handys zurzeit aus dem Geschäft zurückziehe , passe die
Handysparte sehr gut in die Sony-Marketingstrategie , so der Bericht weiter .
Kiyohiko Shimizu , Public Relations Manager bei Sony , betonte gegenüber heise
online jedoch , es handele sich um ein Joint Venture zwischen völlig
gleichberechtigten Partnern . Sony wolle stärker in das Handy-Geschäft
einsteigen ; gegenwärtig liege der Marktanteil hier weltweit nur bei zwei
Prozent . Das gemeinsame Geschäft sei für Sony und Ericsson gleichermaßen
interessant . Sony könne dabei vom technischen Know-how bei Ericsson profitieren
und steuere selbst Erfahrungen in den Bereichen Product Design und Marketing bei
. Bereits in der ersten Jahreshälfte 2002 soll es gemeinsam entwickelte
Handy-Modelle der Sony Ericsson Mobile Communications zu kaufen geben ,
berichtet die Financial Times Deutschland . Notebooks statt Aktenordner "
Kabinett online " heißt das Kommunikationssystem , mit dem im Saarländischen
Landtag seit heute die Kabinettssitzungen abgehalten werden . Ein Notebook
ersetzt dabei die Papierstöße , mit denen Minister und Staatsekretäre bisher zur
Sitzung kommen mussten . Damit haben die Teilnehmer nicht nur Zugriff auf die
Regierungsvorlagen zu den Tagesordnungspunkten , auch zusätzliches im Netz
gespeichertes Hintergrundmaterial steht ständig zur Verfügung . Ausgerechnet der
saarländische Bildungsminister Jürgen Schreier habe neben seiner
Justizminister-Kollegin Inge Spoerhase-Eisel die meisten Übungsstunden gebraucht
, hieß es . " Lebenslanges Lernen gilt auch für den Bildungsminister " . In der
Saarländischen Staatskanzlei ist man realistisch genug , auch die Grenzen des
neuen Verfahrens zu sehen . So wird die erste mediengestütze Kabinettssitzung
als " papierarm " bezeichnet . Ministerpräsident Peter Müller von der CDU ist
aber zuversichtlich , dass mittelfristig Material- und Transportkosten von rund
50.000 Mark eingespart werden können . Für die Erstellung von Unterlagen wurden
standardisierte Dokumentenvorlagen entwickelt , die allen Landesbediensteten zur
Verfügung stehen . Der Dokumentenaustausch soll dabei geschützt über ein
asynchrones Verschlüsselungsverfahren erfolgen . Punktsieg im Streit um
arbeitgeberkritische Website Der Wissenschaftsladen Dortmund darf im Rahmen
seines Internet-Projekts Free weiterhin kritische Äußerungen zu den
Arbeitsbedingungen in einem Call-Center zugänglich machen . Ein Antrag auf
einstweilige Verfügung der Firma ISI Marketing wurde heute am Bochumer
Landgericht zurückgewiesen . In den auf dem Free-Server abgelegten umstrittenen
Webseiten wurde von ehemaligen Mitarbeitern eines ISI-Call-Centers unter anderem
Erpressung vorgeworfen . ISI versuchte daraufhin , den Wissenschaftsladen
Dortmund als Träger des Free-Projekts zu zwingen , die Anschuldigungen vom Netz
zu nehmen . Der im Internet veröffentlichte Vorwurf der Erpressung setze das
Unternehmen herab , begünstigte damit die Konkurrenz und sei als unlauterer
Wettbewerb anzusehen , so der Vorwurf der Marketingfirma . In der mündlichen
Begründung der heutigen Verhandlung folgte der Richter dieser Argumentation
nicht und stellte fest , dass das Wettbewerbsrecht , auf das sich ISI berufen
hatte , in dieser Sache nicht angewendet werden könne , so Rechtsanwalt Peter
Weispfenning , der den Wissenschaftsladen in der Verhandlung vertrat .
Inhaltlich sei heute noch nicht viel entschieden worden . Der Richter habe sich
in der mündlichen Begründung nicht festgelegt , ob der Vorwurf der " Erpressung
" auf einer Internetseite im Rahmen des Rechts auf freie Meinungsäußerung
zulässig ist . Allerdings habe die Gegenseite heute während der Verhandlung
angekündigt , sie werde in die nächste Instanz gehen , so Weispfenning weiter .
Das weitere Vorgehen für diesen Fall hat er mit dem Dortmunder Verein bereits
abgesprochen : " Wir gehen mit und ziehen es weiter durch " . ISI Marketing war
gegenüber heise online zu keiner Stellungnahme bereit . Positive Zwischenbilanz
bei Green Cards Schon bis Ende 2002 könnten nach Einschätzung von Jürgen Goecke
von der Zentralstelle für Arbeitsvermittlung alle Green Cards vergeben sein -
das wäre ein halbes Jahr vor dem ursprünglich angepeilten Termin . Damit seien
auf diesem Weg innerhalb eines Jahr mehr ausländische Fachkräfte nach
Deutschland gekommen als im gleichen Zeitraum IT-Spezialisten von Hochschulen
abgingen , so Goecke . Die Bundesregierung bewertet den bisherigen Verlauf der
Green-Card-Initiative positiv . Sie sieht darin ein wirksames Instrument zur
Beseitigung des akuten Fachkräftemangels . Auch Unternehmen und Verbände der
IT-Branche seien mit der unbürokratischen Handhabung der Green Card zufrieden ,
heißt es in einer Erklärung aus Berlin . Erst in der vergangenen Woche hatte der
Branchenverband Bitcom erneut den Mangel an qualifizierten Experten als
wesentliches Hindernis für ein stärkeres Wachstum bezeichnet . In diesem
Zusammenhang sei die Green Card zu begrüßen , langfristig sei aber vor allem
eine tiefgreifende Reform des Bildungssystems notwendig , hieß es in der
Stellungnahme . Auch anlässlich der diesjährigen CeBIT hatte Bitcom-Präsident
Volker Jung erklärt , die langfristige Beseitigung des Mangels an qualifizierten
Fachleuten müsse zur vordringlichsten Aufgabe der deutschen Politik werden . Die
Hochschulen müssten in die Lage versetzt werden , die Attraktivität der
Studiengänge zu steigern , die Abbrecherquoten zu senken und den Frauenanteil zu
erhöhen . ICE von Technikpannen geplagt Im von der Bahn AG seit Sonntag
eingesetzten ICE mit Neigetechnik streikt der Bordcomputer . Durch einen
Steuerungsfehler blieben Züge , die zwischen Nürnberg und Dresden verkehren ,
auf offener Strecke stehen . Bahnfahrer berichteten von Verspätungen von bis zu
50 Minuten . " Es ist richtig , dass es zu Beginn der Woche Probleme gab " sagt
Christine Geisler-Schild , bei der Bahn AG Pressesprecherin für den Bereich
Technik . Der Hersteller Siemens sei dabei , die Störungen zu beheben . Bevor
der Zug wieder losfahren kann , muss der Bordcomputer neu gestartet werden .
Daran , dass ein Reboot des Computers künftig nicht mehr nötig ist , arbeite man
zurzeit . Die eigentliche Ursache des Problems vermutet Edelmann nicht beim
Bordcomputer , sondern im Bereich der Mechanik oder Elektrik . Ausgelöst würden
die Störungsmeldungen nämlich dadurch , dass beim Durchfahren von Kurven die
Neigung zu früh zurückgenommen werde . Er geht aber davon aus , dass das Problem
innerhalb der nächsten Wochen behoben werden kann . Dazu müssen diese Strecken
allerdings bestimmte Voraussetzungen erfüllen . Auch zwischen Augsburg und
Zürich fahren bereits Züge des neuen ICE-Typs , allerdings ohne Einsatz der
Neigetechnik . Die Strecke wurde dafür noch nicht entsprechend ausgebaut .
Getestet habe die Firma Siemens die neuen Züge im werkseigenen Testcenter , also
auf einer " modernen Strecke " , so Edelmann . So seien die Probleme im Vorfeld
nicht aufgetreten . Zudem fehlte offensichtlich die Zeit : " Wir konnten
aufgrund der späten Zulassung beim Eisenbahnbundesamt nicht ausreichend testen "
, so Edelmann im Gespräch mit heise online . US-Politiker für härtere Strafen
bei Computer-Delikten Bei der Verfolgung von Cyber-Kriminalität fordern
US-Regierungsvertreter mehr finanzielle Mittel und weitreichendere Befugnisse
vom amerikanischen Kongress . Vor dem Ausschuss für Kriminalitätsbekämpfung
nannten sie konkrete Beispiele aus den vergangenen Monaten , um das Ausmaß der
möglichen Gefährdungen zu illustrieren , berichtet die Nachrichtenagentur AP .
Demnach hat James A. Savage , beim amerikanischen Geheimdienst zuständig für
Finanzdelikte , von Einbrüchen in die Netze von zwei Telefongesellschaften
berichtet . Dabei wären die beiden Eindringlinge nach Auffassung des Experten
technisch dazu in der Lage gewesen , den Notruf 911 ( vergleichbar mit der
deutschen Notrufnummer 110 ) komplett lahmzulegen . Michael Chertoff , Chef der
Kriminalabteilung im Justizministerium , bemängelte zu niedrige Strafen für
Computertäter . So liege zum Beispiel das Höchststrafmaß für David L. Smith ,
den Autor des Melissa-Virus , bei fünf Jahren Gefängnis . Brainshare - die "
Macht zur Veränderung " Mit ungebrochenem Optimismus eröffnete heute Novells
Europa-Chef Juan Carlos Cerrutti die 11. europäische Brainshare in Nizza . Das
Motto heißt in diesem Jahr " The Power to Change " - gemeint ist der Sprung vom
Netzwerk-Oldie zum Net-Services-Spezialisten Novell . Das Interesse an der
Veranstaltung ist hoch : mit 1400 zahlenden Besuchern ist die Brainshare 2001
die größte , die bisher in Europa stattgefunden hat . Knapp 300 Experten
erklären in 233 Tutorien die neue Marschrichtung . Im Mittelpunkt des
Entwicklerinteresses stehen neue Caching- und Storage-Lösungen , die die
Novell-Tochter Volera präsentiert . Ein weiteres Hauptthema ist die Integration
der NDS eDirectories , laut Novell-Chef Stewart Nelson der Dreh- und Angelpunkt
der neuen Firmenstrategie . Kein weiterer Stellenabbau bei Texas Instruments
Beim Halbleiterhersteller Texas Instruments ( TI ) sollen in diesem Jahr keine
Stellen mehr abgebaut werden . Das gab TI-Hauptgeschäftsführer Richard Templeton
auf der zwölften Technik-Jahrestagung des Unternehmens bekannt . Im April hatte
TI den Abbau von 2500 Stellen im Rahmen umfassender Kosteneinsparungen
mitgeteilt . Die notwendigen Schritte zur Reduzierung der Kosten seien damit
abgeschlossen , so Templeton . Er berichtete jedoch von einem deutlichen
Nachfragerückgang seit dem vierten Quartal 2000 . Grund seien hohe Lagerbestände
und rückläufige Verkaufszahlen bei den OEM-Kunden . Vor diesem Hintergrund blieb
Templeton bei früheren vorsichtigen Prognosen für das zweite Quartal : Man
rechnet in diesem Zeitraum weiterhin mit einem Umsatzrückgang von 20 Prozent und
einer schwarzen Null beim Geschäftsergebnis . Bush-Berater nach Treffen mit
Intel-Chef im Zwielicht Hat Karl Rove , einflussreicher Berater des
US-Präsidenten Bush , im Interesse von Chip-Hersteller Intel interveniert und
damit gegen ein US-Gesetz verstoßen ? Diese Frage sorgt zurzeit für
Spekulationen in den US-Medien . Die komplizierte Geschichte beginnt im März
dieses Jahres mit einem Treffen zwischen Intel-CEO Craig Barrett ,
Intel-Lobbyist Jim Jarrett und Rove , zu diesem Zeitpunkt Besitzer von
Intel-Aktien im Wert von 100.000 US-Dollar . Einzelheiten werden nicht bekannt ;
Beobachtern genügt die Tatsache eines gemeinsamen Treffens des Trios mit
weiteren ungenannten Teilnehmern . Dem Meeting war der Versuch des
niederländischen Unternehmens ASM Lithography vorausgegangen , den
Intel-Zulieferer Silicon Valley Group ( SVG ) zu schlucken . Intel hatte großes
Interesse an dem Deal , da ASM über finanzielle Mittel verfügt , die SVG zur
Vermarktung neuer Projekte benötigt . Das Geschäft scheitert jedoch am
Widerspruch der Bush-Regierung , die mit dem Hinweis auf die Gefährdung der
nationalen Sicherheit argumentiert . Kurze Zeit später besinnt sich die
Regierung jedoch neu und stimmt der Übernahme zu . Rove stößt danach seine
Intel-Wertpapiere ab . Seither argwöhnen unter anderem Bushs politische Gegner ,
beim Treffen sei nicht alles mit rechten Dingen zugegangen . Als Kronzeuge wird
Intel-Lobbyist Jarrett angeführt , der das Gespräch als " recht nützlich " für
die Übernahme bezeichnet haben soll . Für Kritiker des Treffens ist das Grund
genug für die Annahme , dass Rove gegen ein Bundesgesetz verstoßen hat , das
Regierungsmitarbeitern die Einflussnahme auf Transaktionen von Firmen verbietet
, an denen sie Beteiligungen halten . Während Regierungssprecherin Anne Womack
laut einem Bericht im Wall Street Journal eilig versicherte , dass die
Akquisition in der Unterredung zwischen Barrett und Rove nicht Thema gewesen sei
, denken die Demokraten bereits über ernste Konsequenzen nach . Sie wollen beim
Justizministerium eine Untersuchung der Zusammenhänge beantragen . Die
Angelegenheit werfe " sehr ernste Fragen " auf , so deren Sprecherin Jenny
Backus . UMTS-Netz der British Telecom verspätet sich Nach Verzögerungen beim
Aufbau des japanischen UMTS-Netzes verschiebt jetzt auch die
British-Telecom-Tochter Manx Telecom den Start des weltweit ersten kleinen
kommerziellen UMTS-Netzes . Ursprünglich sollte der Betrieb Ende Mai auf der
Isle of Man mit rund 200 Teilnehmern aufgenommen werden . Einem Bericht des Wall
Street Journal zufolge gibt es bei der Manx Telecom Softwareprobleme mit den von
NEC gelieferten 3G-Mobilfunktelefonen . Angeblich verlieren die NEC-Handys die
Verbindung , sobald ein Teilnehmer eine andere " Mobilfunkzelle " betritt .
Brainshare : Groupwise für PalmOS Auf der Entwicklerkonferenz Brainshare in
Nizza stellt Novell eine Erweiterung für seine Kommunikationssoftware Groupwise
vor , mit der sich PDAs auf Basis des PalmOS in Groupwise integrieren lassen .
Dabei werden die Daten per Web-Clipping auf die Handhelds geladen . Mit der
Integration der Palm-PDAs sieht sich Novell für die propagierte " Deskless
Collaboration " gewappnet . Ähnlich den Foren in Open Source Projekten soll sie
NDS-Entwicklern zum Ideenaustausch dienen . Im Gespräch mit heise online schloss
Eric Schmidt , CEO von Novell , jedoch definitiv aus , dass NDS als Open Source
verbreitet wird : NDS ist nicht dafür konzipiert , als Open Source verbreitet zu
werden . Oracle stellt neue Datenbank-Version vor Im Kopf-an-Kopf-Rennen mit
Microsoft und IBM hat Datenbankhersteller Oracle mit der neuen Version seiner
DB-Software die nächste Runde eingeläutet . Im kalifornischen Hauptquartier
wurde Oracle9i am Donnerstag vorgestellt . Rene Bonvanie , Vizepräsident des
Oracle Technology Network ( OTN ) rechnet mit einer " gewaltigen Nachfrage
vonseiten der Industrieunternehmen , die sofort mit dem Testen und Prüfen von
Internetanwendungen beginnen wollen " . OTN-Mitglieder können dazu im Internet
eine Testversion aus dem Web herunterladen . Man habe durch Verringern des
notwendigen Plattenplatzes , Arbeitsspeichers und der notwendigen
Prozessorleistung für Java-Anwendungen einen Durchbruch geschafft , hieß es bei
der Einführung . In Deutschland soll die offizielle Vorstellung kommende Woche
im Rahmen der Oracle Open World in Berlin stattfinden . Mit der neuen Version
soll sich auch die Staffelung der Lizenzpreise ändern . Die bisherige
Preispolitik bei Oracle war bei einigen Kunden nicht gut angekommen : Beim so
genannten power unit pricing berechnen sich der Kosten einer Lizenz in
Abhängigkeit von der Prozessorleistung des Servers , auf dem die
Oracle-Datenbank eingesetzt wird . Für das Upgraden seiner Hardware musste der
Kunde auf diese Weise Strafe zahlen . Auch in Deutschland werden sich mit der
neuen Version die Preise ändern , so Sonja Trunzer , Pressesprecherin bei Oracle
. Derzeit liegen jedoch noch keine Informationen dazu vor . Die Ankündigung
kommt zu einer Zeit , in der auch Datenbankanbieter einen Rückgang der Umsätze
verzeichnen . IBM hatte kürzlich den Datenbank-Spezialisten Informix aufgekauft
und Microsoft will laut Wall Street Journal in der kommenden Woche die neue
Version des SQL-Servers vorstellen . Angeblich verringert sich mit der neuen
SQL-Server-Version der technische Abstand zur Oracle-Datenbank . Zudem habe
Microsoft-Chef Steve Ballmer alle Entwicklungsabteilungen seines Hauses
aufgerufen , bei neuen Produktentwicklungen gezielt auf Kompatibilität mit der
MS-Datenbank hinzuarbeiten . Vielleicht erfolgte die Vorstellung von Oracle9i
daher etwas übereilt - bei Oracle Deutschland gibt es noch keine präzisen
Informationen darüber , wann das neue Produkt für alle Betriebssysteme verfügbar
sein wird . Beim Oracle customer care rechnet man damit , dass es noch bis zu
acht Wochen dauern wird . In Nevada darf bald online gezockt werden Nevada ist
auf dem besten Weg , als erster US-Bundesstaat Internet-Glücksspiele zu erlauben
. Eine entsprechende Gesetzesvorlage wurde am Donnerstag vom Gouverneur Kenny
Guinn unterschrieben . Damit könne Nevada als Modell für die Einführung von
Online-Wetten und -Glücksspielen dienen , sagte Quinn dem Las Vegas
Review-Journal . " Mit diesem Gesetz sind wir in der Lage , auch weiterhin eine
Führungsrolle auf allen Gebieten des legalen Glücksspiels wahrzunehmen " , so
der Gouverneur weiter . Die Eröffnung der ersten Internet-Casinos wird
allerdings frühestens in etwa 18 Monaten erwartet . Eine endgültige Genehmigung
ist unter anderem davon abhängig , dass Minderjährige vom Online-Zocken
ausgeschlossen werden können . Daher beauftragte Quinn das Nevada Gaming Control
Board damit , unterschiedliche Systeme auf ihre Möglichkeit hin zu überprüfen ,
Jugendliche vom Spielen abzuhalten . Vorher gilt es auch noch rechtliche Hürden
zu überwinden , denn zurzeit verbietet das US-Justiz-Ministerium die
Online-Version des Glücksspiels noch . Dennis Neilander , der Vorsitzende des
Nevada Gaming Control Boards , sagte während einer Anhörung , er werde erst dann
eine Genehmigung erteilen , wenn die Bundesbehörde ihre Zustimmung gibt .
Konkrete finanzielle Regelungen stehen für diesen Fall jedoch schon fest : so
soll die Lizenz für Online-Casinos im Jahr der Beantragung 500.000 US-Dollar
kosten , ab dann 250.000 US-Dollar jährlich . Mit einer Steuer in Höhe von 6,25
Prozent ist der Staat an allen Einnahmen beteiligt . Nevada hatte schon 1931
eine Vorreiterrolle gespielt , als es als erster Bundesstaat in den USA
herkömmliche Glücksspiele legalisierte . Seit 1989 widmet man sich am Institute
for the Study of Gambling and Commercial Gaming der Universität von Nevada dem
Thema auch wissenschaftlich . IHK-Prüfungspanne mit juristischem Nachspiel Mit
den im Internet veröffentlichten Prüfungsinhalten zur IHK-Abschlussprüfung muss
sich jetzt die Justiz beschäftigen . Die Kölner IHK-Zentralstelle für
Prüfungsaufgaben ( ZPA ) kündigte heute " kurzfristige strafrechtliche Schritte
" an . Wir hatten bereits nach der Zwischenprüfung im vergangenen Jahr einen
Verdacht . Die ausgefallenen Prüfungen oder Prüfungsteile sollen jetzt am 6.
Juni nachgeholt werden . Betroffen sind rund 2000 Prüfungskandidaten der
Fachrichtung Systemintegration sowie weitere 8000 Auszubildende in drei
verwandten IT-Berufen , die nur den ersten Teil ihrer Prüfungen absolvieren
konnten . Damit verschiebt sich das Ende der Ausbildung um drei Wochen . Für
viele Prüfungsteilnehmer ergeben sich daraus erhebliche Probleme . heise online
liegen zahlreiche Briefe und E-Mails von Auszubildenden vor , die für diesen
Zeitraum bereits Arbeitsverträge unterschrieben oder Urlaubsreisen gebucht haben
. Geert Woortmann , Leiter des Fachbereiches Berufliche Bildung beim Deutschen
Industrie- und Handelstag ( DIHT ) in Berlin räumte ein , dass " viel Frust
ausgelöst wurde " . Es habe aber " aus Gründen der Objektivität und
Chancengleichheit " keine Alternative zum Abbruch der Prüfung gegeben .
Entschädigungen für Teilnehmer , die wegen des Ersatztermins einen Urlaub
absagen müssen , schloss Bähre aus . Die IHK-Abschlussprüfung sei ein
öffentlich-rechtlicher Verwaltungsakt . Dies gelte auch für den Ersatztermin im
Juni . Den Industrie- und Handelskammern bliebe nur der verwaltungsgerichtliche
Weg , falls betroffene Auszubildende Klage erheben würden . ITU fördert
IT-Ausbildung in Entwicklungsländern Am morgigen World Telecommunication Day
will die ITU ( International Telecommunication Union ) ein Projekt vorstellen ,
mit dem in Entwicklungsländern die IT-Ausbildung verbessert werden soll . In
einer Erklärung der Genfer Organisation heißt es , das Projekt habe eine kurze
Laufzeit und konkrete Zielsetzungen und sei auf Hilfe zur Selbsthilfe
ausgerichtet . In Zusammenarbeit mit Non-Profit-Organisationen will die ITU
insgesamt 50 Internet-Trainingszentren einrichten , fünfzehn davon bereits in
diesem Jahr . Sie hofft dabei auf finanzielle Hilfe aus der Industrie und
organisatorische Unterstützung durch die jeweiligen Landesregierungen . Mit dem
Netzwerkkomponentenhersteller Cisco steht bereits ein Partner fest . Nach
Abschluss des Projektes Ende 2003 sollen alle Trainingszentren wirtschaftlich
unabhängig arbeiten . Afrikanische Universitäten seien aus Kostengründen
gezwungen , den Zugang zum Internet drastisch zu beschränken . Nur
Uni-Mitarbeitern und einigen Studenten in höheren Semestern stehe es als
Informationsquelle offen , heißt es in der ITU-Erklärung . Im Rahmen des
Projektes sei eine Zusammenarbeit der geplanten Trainingszentren mit Internet
Service Providern denkbar . Als Gegenleistung für niedrige Sondertarife will die
ITU den Providern günstige Personal-Schulungen anbieten . Acrobat Reader in
Version 5.0 verfügbar Beide Versionen sind rund 10 MByte groß . Auch die
deutschsprachige Version der kostenlosen Software ist bereits fertig . Bereits
vor einer Woche war eine Beta-Version des neuen Reader für PalmOS freigegeben
worden . Der Reader dient zum Anzeigen und Ausdrucken von PDF-Dateien . Das
komplette Paket Adobe Acrobat 5.0 , mit dem auch PDF-Dateien erstellt und
bearbeitet werden können , hat die Firma für diesen Monat angekündigt . Mit der
Version 5.0 des Acrobat Reader können auch Dateien dargestellt werden , die mit
älteren Versionen von Acrobat bearbeitet wurden . Die Neuerungen der aktuellen
Version können aber nur in Dateien genutzt werden , die mit Acrobat 5.0 erstellt
worden sind . Optimistische Prognosen für Indiens Software-Export Der Export von
indischer Software boomt . Dies teilte der indische Branchenverband Nasscom am
heutigen Dienstag mit . Lernout & Hauspie hat Milliarden-Schulden Das teilte das
Handelsgericht im belgischen Ypern , dem Firmensitz des Unternehmens , am
heutigen Dienstag mit . Die 335 Gläubiger des Unternehmens werden sich am 5.
Juni über einen endgültigen Gläubigerschutz äußern . Das seit Monaten kriselnde
Unternehmen hatte Anfang Januar unter harten Auflagen diesen Gläubigerschutz
erhalten und ist damit bis Ende Juni von Zahlungsverpflichtungen befreit . Kodak
streicht bis zu 3500 Stellen Der amerikanische Foto- und
Digitalkamera-Hersteller Eastman Kodak hat am heutigen Dienstag die
Geschäftsergebnisse für das erste Quartal 2001 veröffentlicht . Darin wird ein
Rückgang des Gewinns um 48 Prozent berichtet . Der Gewinn pro Aktie lag damit im
ersten Quartal bei 0,52 US-Dollar gegenüber 0,93 US-Dollar im Vorjahr . Von den
weltweit 78.400 Stellen will Kodak nun 3.000 bis 3.500 streichen . Diese
Entlassungen sind Teil einer umfassenden Umstrukturierung , die im zweiten und
dritten Quartal dieses Jahres umgesetzt werden soll . Langfristig soll die
Umstrukturierung dem Konzern Einsparungen bringen ; zunächst wird der
Stellenabbau das Firmenergebnis jedoch belasten . Als ein Grund für die
niedrigen Gewinne wurde die schwache US-Konjunktur genannt . Es sei daher nicht
möglich , Berechnungen über das zweite Quartal hinaus anzustellen . Eine bereits
veröffentlichte Gewinnprognose für das Gesamtjahr 2001 von 4,50 bis 4,90
US-Dollar je Aktie zog Kodak zurück . Lufthansa-Notflugplan im Internet Mit
einem Notflugplan informiert die Lufthansa über die Flüge , die heute trotz des
weiter andauernden Streiks ihrer Piloten stattfinden werden . Die Übersicht kann
von der Lufthansa-Site als .pdf-Datei abgerufen werden . Auch die Web-Site der
Financial Times Deutschland bietet die Lufthansa-Informationen zu
interkontinentalen und Übersee-Flügen an . Die Auseinandersetzung zwischen der
Pilotenvereinigung Cockpit ( VC ) und der Lufthansa begann Anfang Februar .
Bisher konnte keine Einigung erzielt werden . Max-Planck-Gesellschaft bekommt
schnellsten Rechner Europas IBM hat den Zuschlag zum Bau eines Supercomputers
für die Max-Planck-Gesellschaft ( MPG ) erhalten . Ein wichtiges Einsatzgebiet
ist die Simulation instabiler molekularer Zustände von Proteinen , die die
Ursache der Alzheimer- und Creutzfeldt-Jakob-Krankheit sind . Standort des neuen
Rechners wird das Rechenzentrum des Max-Planck-Instituts in Garching sein . Bis
Ende 2002 soll er dort vollständig aufgebaut werden und dann eine Fläche von
rund 1500 Quadratmetern einnehmen - das entspricht dem Viertel eines
Fußballfeldes . Über den Kaufpreis macht die MPG keine genauen Angaben . Für IBM
ist das Geschäft in erster Linie aus Prestigegründen interessant . In dem
Superrechner wird der neue Power 4 - Chip seine Leistungsfähigkeit unter Beweis
stellen . Neuer Chef bei Yahoo Das Internet-Portal Yahoo hat einen neuen
Vorstandsvorsitzenden : Terry Semel wird Nachfolger des langjährigen
Vorstandschefs Tim Koogle , der am 7. März seinen Rücktritt angekündigt hatte .
Der 58jährige Semel war bis September 1999 Vorstandsmitglied bei Warner , einem
Tochterunternehmen der inzwischen in AOL Time Warner aufgegangenen Medienfirma
Time Warner . Zusammen mit seinem Partner Bob Daley war er dort für mehrere
erfolgreiche Filmproduktionen verantwortlich , darunter " Matrix " , " Batman "
und " Lethal Weapon " . Im ersten Quartal 2001 verbuchte auch der Portal- und
Suchmaschinenbetreiber insgesamt Verluste . Der Wechsel an der Spitze des
Vorstands wirft nun die Frage auf , ob Yahoo sich inhaltlich neu ausrichten wird
oder ob es zu einer Übernahme kommen könnte . Schon seit längerem sind die
Konzerne Disney oder Viacom als Kaufinteressent im Gespräch . Besonders Disney
hatte mit seinen bisherigen eigenen Internet-Aktivitäten nicht viel Glück . In
einem Interview am Dienstag gab Semel allerdings keinen Anlass zu weiteren
Spekulationen . Er bezeichnete die neue Arbeitsstelle als Herausforderung .
Yahoo habe eine starke Position am Markt ; er sehe die besten Voraussetzungen um
das Unternehmen aus der derzeitigen Krise herauszuführen . Auch
Yahoo-Mitbegründer Jerry Yang betonte , man habe Semel den Posten nicht wegen
seines Hollywood-Backgrounds angeboten . Seine Führungsfähigkeiten und seine
Erfahrungen im internationalen Mediengeschäft seien für die Ernennung
ausschlaggebend gewesen . Internetnutzung : Frauenanteil wächst stetig Seit Ende
März gibt es neue Ergebnisse der Gesellschaft für Konsumforschung ( GfK ) in
Nürnberg zur Internetnutzung in Deutschland . Der Frauenanteil liegt der Studie
zufolge jetzt bei 42 Prozent . Bereits zum siebten Mal hat die GfK
Medienforschung Daten zur Internetnutzung erhoben . Seit 1997 findet diese
Struktur-Analyse zur Internetnutzung in halbjährlichem Abstand statt , und zwar
im Namen der Auftraggeber-Gemeinschaft GfK Online Monitor . Zu den Auftraggebern
gehören unter anderem AOL Deutschland , die Bertelsmann eCommerce Group , die
Deutsche Telekom AG und die G+J Electronic Media Service GmbH . Vergleicht man
die aktuellen Daten mit bisherigen Ergebnissen , fällt der kontinuierliche
Anstieg des Frauenanteils auf . Ende 1997 betrug er nur 29 Prozent , ein Jahr
später 31 Prozent und lag Ende 1999 dann bereits bei 39 Prozent . Aber wenn die
absoluten Zahlen sich auch unterscheiden , so ist der Trend zu mehr weiblicher
Internetnutzung doch eindeutig . Rein zahlenmäßig haben die Frauen also beinahe
mit den Männern gleichgezogen - aber gibt es qualitative Unterschiede in den
Surfgewohnheiten ? Eine ganze Reihe von Studien und Projekten haben sich mit
dieser Fragestellung befasst . Die Ergebnisse dieser Studien sollten
Webseiten-Betreiber aufhorchen lassen . Von besonderem Interesse seien
Informationen zum Arbeitsmarkt und Serviceangebote , die Zeit sparen helfen ,
meinte sie in einem Gespräch mit gms/dpa . Auch die Jupiter MMXI-Studie ergab ,
dass Frauen gezielt nach Informationen zu Reisen , Einkaufen und Karriereplanung
suchen . Überdurchschnittlich oft besuchten Surferinnen dieser Studie zufolge
die Site des Arbeitsamts . " Frauen sind eben kommunikativer " , so fasst Birgit
Kampmann einen weiteren Aspekt spezifisch weiblicher Internetnutzung zusammen .
Dies deckt sich mit Ergebnissen des Zukunftsinstituts in Frankfurt . Unter dem
Titel " Die Zukunft des Internet " hat Matthias Horx , der Leiter des Instituts
, Ergebnisse zu diesem Thema vorgelegt . Demnach beteiligt sich ein Fünftel der
deutschen Surferinnen regelmäßig an Chats im Netz . Um Web-Inhalte auch auf die
Bedürfnisse der weiblichen Nutzer besser abzustimmen , sollten mehr Frauen an
der Gestaltung von Websites beteiligt sein . Dieses Ziel verfolgt auch das
Projekt " idee-it " in Bielefeld . In Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium
für Familie , Senioren , Frauen und Jugend in Berlin sowie Unternehmen ,
Verbänden und Städten sollen Mädchen und junge Frauen für IT-Jobs gewonnen
werden . Über 40% der EU-Patente kommen aus Deutschland Beim Europäischen
Patentamt ( EPA ) sind 1999 aus den 15 EU-Mitgliedsstaaten fast 45.000 Patente
angemeldet worden . 43,6 Prozent der Anmeldungen kamen aus Deutschland , das
damit an der Spitze der Statistik steht . Insgesamt nahm die Zahl der
Anmeldungen aus EU-Ländern von 1990 bis 1999 um 40 Prozent zu . Diese
Informationen sind einem Bericht zu entnehmen , der heute von Eurostat , dem
Statistischen Amt der Europäischen Gemeinschaften in Luxemburg , veröffentlicht
worden ist . Um die Innovationspotentiale der einzelnen Länder besser
miteinander vergleichen zu können , haben die Luxemburger Statistiker die Zahlen
in ihrem Bericht auf die Größe der Erwerbsbevölkerung umgerechnet . Alle
EU-Anmeldungen zusammen machten 37 Prozent der Anmeldungen aus , die beim EPA
eingereicht wurden . Aus den USA kamen 26 Prozent der Patentanmeldungen für den
europäischen Markt , aus Japan 12 Prozent . Bei einer Aufschlüsselung nach
Regionen lag die Île de France ganz vorn , die Plätze zwei und drei belegten
Oberbayern und Stuttgart . Eine andere Statistik des Berichtes gibt Aufschluß
über die Inhalte der Patentanmeldungen : etwa 20 Prozent entfielen 1999 auf den
High-Tech-Sektor . Client/Server-Technik für Spiele auf PDAs Im Rahmen der
Electronic Entertainment Expo ( 3E ) in Los Angeles hat das finnische
Unternehmen G-Cluster eine neue Technik angekündigt um 3D-Spiele auf PDAs zu
bringen . Unter dem Namen G-screen stellte die Firma eine proprietäre
Client/Server-Anwendung vor , die sie zunächst in sogenannten " Hotspots " wie
Hotels oder Flughafen-Lounges installieren möchte . An diesem Orten könnten
Besucher dann auf dem eigenen PDA oder auf Leih-Konsolen Computer-Spiele mit "
hochauflösender " 3D-Grafik spielen . Bisher ist die mögliche Komplexität von
Computerspielen auf Handhelds aufgrund der knappen Resourcen dieser mobilen
Geräte eingeschränkt . Bei der neuen Technik will G-Cluster die für Spiele
nötige Rechenleistung auf den Server verlagern . Damit würden hochauflösende
Grafik und realistischer Sound beim Spielen auch auf PDAs möglich . Die ersten "
Hotspots " werde es ab August dieses Jahres in Helsinki geben , teilte das
Unternehmen mit . Für 2002 sind weitere Standorte in den USA geplant .
Patientendaten irrtümlich im Web Vier Jahre lang waren persönlichen Daten von 82
Patienten des Wiener Allgemeinen Krankenhauses ( AKH ) öffentlich zugänglich .
Dies berichtet das österreichische Nachrichtenmagazin profil in seiner aktuellen
Ausgabe . Alle Messwerte , Symptome und Angaben zu Medikamentengaben , die im
Rahmen einer medizinischen Studie zusammenkamen , waren verknüpft mit Angaben
zur Person seit 1997 im Internet auf den Web-Seiten des AKH für die
Öffentlichkeit zugänglich . Eigentlich sollten die Daten der internen
Kommunikation der Ärzte dienen . Die entsprechende Netzwerk-Infrastruktur (
DermaNet ) war an der Universitätsklinik für Dermatologie aufgebaut worden .
Teile der Informationen waren auch für die Öffentlichkeit bestimmt . Auch die
Daten der Studie befanden sich irrtümlich im öffentlichen Bereich . " Die
Informationen des DermaNet sind über das Internet weltweit erreichbar ! " Genau
das hätte mit den Patientendaten nicht passieren dürfen . Grundsätzlich müssen
medizinische Details vor einer Veröffentlichung anonymisiert werden . In Wien
ist es offenbar noch unklar , wie die Daten auf die öffentlich zugänglichen
Web-Pages geraten sind . Er wisse nicht , wer verantwortlich sei , sagte
AKH-Arzt Michael Binder dem Magazin profil . Er sei zwar der Webmaster , habe
die Seiten aber schon seit drei Jahren nicht mehr betreut . Mittlerweile lagern
die Patientendaten nach Angaben von profil dort , wo sie ursprünglich
hingehörten : im geschützten Bereich von DermaNet . Schritt für Schritt zum
Superrechner An der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule ( RWTH )
wurde heute ein Parallelrechner offiziell in Betrieb genommen , der in seiner
Endkonfiguration eine maximale Rechenleistung von 2,3 Teraflops erreichen soll .
Soweit wird es aber erst im Herbst 2002 sein , wenn die dritte Stufe des
Installationszeitplans abgeschlossen ist . Bis dahin plant die RWTH auch einen
Ausbau des Arbeitsspeichers auf ein Terabyte . Schon in der ersten Stufe konnte
der Zeitplan nicht ganz eingehalten werden , nachdem sich die Lieferung durch
die Firma Sun Microsystems verzögert hatte . Eigentlich war für April und Mai
dieses Jahres die Inbetriebnahme der ersten acht von insgesamt 32 Knoten
vorgesehen ; zurzeit sind jedoch erst zwei davon in Betrieb . Bei jedem dieser
Knoten handelt es sich um ein 24-Prozessorsystem mit sechs Boards . Auf jedem
Board befinden sich 4 Prozessoren mit 16 Speichermodulen à 256 MB . Ab 2002
hofft man im Rechenzentrum der RWTH , mehrere Knoten zu einem Gesamtrechner
koppeln zu können . Wenn alle 32 Knoten in Betrieb sind , soll der Gesamtrechner
, der unter Solaris betrieben wird , zu den 50 schnellsten der Welt gehören .
Vodafone erwägt UMTS-Kooperationen Anscheinend denkt man nun auch bei D2
Vodafone darüber nach , beim Aufbau und Betrieb der UMTS-Ressourcen eine
Kooperation einzugehen . Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter
Berufung auf Branchenkenner . Nachdem die Regulierungsbehörde für
Telekommunikation und Post ( RegTP ) in der vergangenen Woche ein Thesenpapier
zum Infrastruktur-Sharing vorgelegt hatte , ist offenbar noch mehr Bewegung in
die Verhandlungen der Mobilfunkunternehmen gekommen . Bisher hatte Vodafone ,
Muttergesellschaft von D2 und weltweit Nummer eins der Branche , Kooperationen
kritisch beurteilt . " Mit der Entscheidung der RegTP stehen auch uns
grundsätzlich alle Kooperationen offen " kommentiert Christian Schwolow ,
Pressesprecher bei D2-Vodafone , die Auswirkungen des RegTP-Papiers für sein
Unternehmen . Darüberhinaus wollte Schwolow aber zur Frage nach möglichen
UMTS-Kooperationen nicht Stellung nehmen . Bei E-Plus wurde schon länger auf
Kooperation gesetzt . So bezeichnet Catrin Glücksmann , Leiterin der
E-Plus-Pressestelle das Thesenpapier der Regulierungsbehörde denn auch als "
Chance für die gesamte Branche " . E-Plus hatte bisher bereits
Kooperationsverhandlungen mit Mobilcom und der Group 3G geführt . Ihr
Unternehmen sei offen für Gespräche mit allen im Markt , so Glücksmann weiter .
Zwar wollte sie zu den Teilnehmern und dem Stand der Verhandlungen keine
genaueren Angaben machen , sagte jedoch im Gespräch mit heise online : " Es sind
alle im Boot . " Popkomm : Musik im digitalen Abo Die beiden Unterhaltungsriesen
Vivendi Universal und Sony wollen in etwa vier Wochen ihre gemeinsame
Musikplattform Pressplay starten . " Die Zukunft der Musik liegt im Internet " ,
sagte Jean-Marie Messier , Chef von Vivendi Universal , auf der Musikmesse
Popkomm in Köln . " Wir wollen Vorreiter sein auf dem Weg zur digitalen
Lieferung von Musik " . Für einen festen Beitrag sollen sich die Nutzer der
gemeinsam mit Microsoft entwickelten Plattform ihre Musiktitel aus dem Internet
herunterladen oder auch im Streaming-Verfahren online anhören können . Weitere
Einzelheiten wie etwa Preise oder die Zuverlässigkeit des Schutzes vor
Online-Piraterie nannte Messier nicht . Ebenso bedeckt halten sich die drei
anderen großen Plattenfirmen BMG , EMI und Warner Music , die gemeinsam mit dem
Microsoft-Konkurrenten RealNetworks bald ihre eigene gemeinsame Plattform
Musicnet starten wollen . Ein funktionierendes Musikangebot müsse alle
verfügbaren Titel beinhalten und dürfe sich nicht auf die Stücke nur einer oder
weniger Plattenfirmen beschränken . Das sei auch das Erfolgsgeheimnis der
ehemals illegalen Musiktauschbörse Napster gewesen . Messier glaubt an das
Internet als " Wachstumsmaschine für die Musikindustrie " . Planet Internet
zieht Schlussstrich Doch genau dies ist ab jetzt nicht mehr möglich . Die
freundliche Stimme auf dem Band erklärt kurz und bündig : Einzelne Seiten der
Planet-Internet-Homepage waren heute morgen nicht abrufbar , darunter auch die
Page mit den Vertragsbedingungen . Ein Anruf bei der Hotline ergab , dass bei
einer Kündigung der Verträge durch Planet Internet in jedem Fall die
Kündigungsfrist von einem Monat eingehalten werde . Mit einer solchen Kündigung
durch den Provider sei zu rechnen , der genaue Zeitpunkt stehe aber noch nicht
fest , hieß es weiter . Intel warnt PC-Hersteller vor Via-Chipsatz
Chiphersteller Intel hat einem Bericht von ZDnet zufolge mehrere PC-Hersteller
vor der Verwendung des Chipsatzes P4X266 von Via gewarnt . Demnach soll der
taiwanische Chipsatz-Spezialist keine Lizenz zum Vertrieb dieses Produkts
besitzen , mit dem kostengünstige Pentium-4-Systeme möglich sind .
Intel-Vertreter sollen gegenüber den Hardware-Herstellern mit rechtlichen
Schritten gedroht haben , falls diese trotzdem den Via-Chipsatz verwenden . Der
Preisvorteil bei Verwendung des Via-Chipsatzes kommt dadurch zustande , dass
dieser die Kombination eines Pentium-4-Prozessors mit günstigem
DDR-SDRAM-Speicher erlaubt . Das Alternativ-Produkt von Intel erfordert die
Verwendung von doppelt so teuren RDRAM-Speicherbausteinen . Da vielen Kunden
Pentium-4-Systeme zurzeit noch zu teuer sind , sind die PC-Hersteller sehr daran
interessiert , diese Systeme möglichst günstig anzubieten . Richard Brown ,
Marketing Director bei Via , sagte laut ZDnet , mehrere PC-Hersteller hätten ihm
von Gesprächen mit Intel berichtet . Im Augenblick gäbe es einen sehr starken
Druck , aber er sei zuversichtlich , dass schon bald Mainboards mit dem
Via-Chipsatz auf den Märkt kämen . Dell mit neuen Jobs in Deutschland Während
der Computerhersteller Dell im zweiten Quartal seines Geschäftsjahres in Europa
600 Mitarbeiter entlassen hat , sollen in Deutschland neue Stellen geschaffen
werden . Bis Ende des Jahres will der Direktvertreiber 120 Mitarbeiter neu
einstellen . Erweitert würden vor allem die Bereichen Vertrieb und Support ,
sagte Mathias Schädel , Geschäftsführer von Dell Deutschland . Nach Angaben des
Wall Street Journal waren zuvor bei Dell weiltweit 3000 Jobs dem Rotstift zum
Opfer gefallen . Weitere Entlassungen sollen derzeit aber nicht geplant sein .
Die Verkaufszahlen bei Dell gingen im zweiten Quartal des Geschäftsjahres
weltweit etwas zurück . In den USA und Südamerika , wo Dell zwei Drittel seiner
Rechner verkauft , lagen sie um drei Prozent niedriger als im Vorjahr . In
Europa und Asien nahm die Zahl der verkauften Geräte dagegen noch zu ,
wenngleich die sehr hohen Steigerungsraten des vergangenen Jahres auch dort
nicht mehr erreicht wurden . Auf dem deutschen Markt liegt das Unternehmen laut
einem Bericht des Marktforschungsunternehmens IDC jetzt auf Platz drei .
Verkäufe bei Extreme Networks rückläufig Am gestrigen Mittwochabend nach
Börsenschluss gab Extreme Networks die Ergebnisse für das dritte Quartal des
Geschäftsjahres bekannt . Die Verluste des letzten Quartals seien vor allem auf
Umstrukturierungsmaßnahmen zurückzuführen , heißt es in dem Bericht . Bereits am
5. April hatte das Unternehmen angekündigt , dass 12 Prozent der 1.050 Stellen
gestrichen werden . Extreme Networks stellt Netzwerkkomponenten her und übernahm
Anfang 2000 die Abteilung für Highend-Switches von 3Com ; die Abnehmer der
Extreme-Geräte sind überwiegend Unternehmen der IT-Branche . Die gegenwärtige
Hightech-Krise in den USA wird daher in dem Bericht als Hauptursache für die
rückläufigen Verkaufszahlen genannt . Bereits vor einigen Tagen musste sogar
Netzwerk-Gigant Cisco Gewinnrückgang und Massenentlassungen ankündigen .
Internet Security Alliance gegründet Das CERT Coordination Center und die
Electronics Industrie Alliance ( EIA ) gründen eine " Internet Security Alliance
" , berichtet das Wall Street Journal . Bisher hatte das CERT/CC solche
Warnungen kostenlos veröffentlicht , allerdings erst nach einer Frist von 45
Tagen . Dieser kostenlose Service solle weiterhin bestehen bleiben , zahlende
Kunden des CERT/CC erhielten die Informationen zu Gefahren aus dem Internet und
Software-Sicherheitslücken jedoch sofort nach deren Bekanntwerden . Die Kosten
dafür werden mit 2.500 bis 70.000 US-Dollar angegeben , je nach dem , wie hoch
die Einnahmen des Unternehmens sind . Neben frühen Warnungen sollen auch
Seminare angeboten werden . Dave McCurdy , der Präsident der EIA , dem führenden
amerikanischen IT-Wirtschaftsverband , sagte , man hoffe damit das Bewusstsein
für Art und Häufigkeit der Gefahren zu schärfen , deren Einfluss auf Sicherheit
und Produktivität eines Unternehmens von Führungskräften oft unterschätzt würden
. Dem bisher nur durch Steuergelder finanzierten CERT Coordination Center an der
Carnegie Mellon University solle die neugegründete Allianz " zum Durchbruch
verhelfen " , sagte McCurdy . Das CERT Coordination Center war früher unter dem
Namen " Computer Emergency Response Team ( CERT ) " bekannt . Es wurde Ende der
80er Jahre gegründet , um staatliche und private Netzwerke vor Angriffen zu
schützen . Die bisherige Praxis , Sicherheitsmängel erst nach 45 Tagen
bekanntzugeben , gab dem jeweiligen Software-Hersteller die Gelegenheit , den
Fehler vor Bekanntwerden zu beheben . Nur Regierungsstellen wurden sofort über
die Erkenntnisse der CERT-Wissenschaftler informiert . In den vergangenen Jahren
war der Druck auf das CERT/CC gestiegen , nach anderen Wegen der Finanzierung zu
suchen . Bei der gegenwärtigen Hightech-Krise in den USA ist es jedoch fraglich
, ob viele Unternehmen gewillt sind , für den Service des Centers zu bezahlen .
Darüber hinaus bemängeln Kritiker der neuen Allianz , es könne zu einer
Verdopplung der Forschung im Sicherheitsbereich kommen . 1998 hatte Clinton in
einer Verordnung dafür gesorgt , dass eine ähnliche Allianz gegründet wurde .
Diese Gruppe veröffentlicht ihre Ergebnisse nur an spezielle Branchen , darunter
Banken und Energieerzeuger . Die Kommunikation zwischen Kunst und Technik Von
einer Kooperation zwischen dem GMD-Institut für Medienkommunikation ( IMK ) und
der Universität-Gesamthochschule Siegen berichtet die GMD . Von der Uni Siegen
ist der Fachbereich Elektrotechnik und Informatik an der Kooperation beteiligt .
Der dort angesiedelte Forschungsbereich " Kooperatives Arbeiten " sei ein
kompetenter Partner für die geplante Zusammenarbeit , betont die GMD . Das erste
gemeinsame Vorhaben heißt " CAT " und steht für " Communication of Art &
Technology " . In diesem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung
geförderten Projekt soll ein " Kompetenzzentrum für Kultur , Kunst und Neue
Medien " aufgebaut werden . Gemeint ist damit der Aufbau einer virtuellen
Plattform , mit deren Hilfe Künstler , Techniker und Wissenschaftler miteinander
kommunizieren können . Das Ziel sei dabei , Konzepte zur Entwicklung der
Medienkultur zu erforschen und neue Formen der Zusammenarbeit mit der Industrie
zu finden . Die CAT-Plattform wird am 21. und 22. September dieses Jahres auf
der Konferenz " cast01 " vorgestellt . Merkel : Internet-Bildungsoffensive für
Politiker Politiker haben im Umgang mit dem Internet nach Ansicht von
CDU-Parteichefin Angela Merkel oft noch Nachholbedarf . " Auch wir werden in
diesem Bereich eine kleine Bildungsoffensive brauchen " , sagte Merkel am
Donnerstag in München . Die Spitzenfrau der Christdemokraten war zu einem
Internet-Chat beim Online-Unternehmen Yahoo in die bayerische Landeshauptstadt
gereist . Das Gespräch mit Surfern im World Wide Web musste indes abgesagt
werden - wegen technischer Probleme . Der Fortschritt bei den Informations- und
Kommunikationstechnologien mache es vielen älteren Menschen schwer , Schritt zu
halten , sagte Merkel . Auch die Politik hinke im legislativen Bereich oft
hinter den technischen Möglichkeiten der Branche hinterher . Viele
Gesetzesinitiativen wie der jüngste Entwurf zur digitalen Signatur bräuchten zu
lange . Die Politik müsse deshalb zwar die groben Rahmenbedingungen in den
Bereichen Datensicherheit , Wettbewerbs- oder Urheberrecht abstecken , sich aber
auch in wachsendem Maße auf Selbstverpflichtungen der Unternehmen und
brancheninterne Standards verlassen . " Die Gefahr , dass die praktischen
Erfahrungen zu spät umgesetzt werden , ist auf Grund der parlamentarischen
Rhythmen einfach zu groß " , sagte Merkel . Ihr selbst falle es auch nicht immer
leicht , der Entwicklung zu folgen , räumte die CDU-Chefin ein . " Wer gibt
schon gerne zu , dass er in diesem Bereich oft noch Analphabet ist . " Grund zu
Minderwertigkeitskomplexen habe sie jedoch nicht . Schließlich seien auch weiter
die klassischen Tätigkeitsfelder der Politik gefragt . Mühsame Beweis-Sichtung
im Lucent-Spionagefall Die drei Chinesen , die der Wirtschaftsspionage beim
US-Telekommunikationsausrüster Lucent beschuldigt werden , müssen sich offenbar
auf eine lange Prozessdauer einstellen . Während sie selbst in einer ersten
Anhörung gestern auf " nicht schuldig " plädierten , kündigte der Staatsanwalt
an , die Sichtung des umfangreichen Datenmaterials könne Monate dauern . Wie die
Nachrichtenagentur AP berichtet , nannte der zuständige Richter William H. Walls
als vorläufigen Verhandlungstermin den 28. Januar 2002 . In der Anklageschrift
werden bis zu zehn Jahren Gefängnis und eine Geldstrafe von 250.000 US-Dollar
gefordert . Bis dahin müsse die Staatsanwaltschaft etliche Datenträger daraufhin
überprüfen , ob sie belastendes Datenmaterial enthielten , so Staatsanwalt Scott
S. Christie während der gestrigen Anhörung . Für die Verteidigung seien dabei
Kopien dieser Medien anzufertigen , darunter 15 Festplatten und über 100 CDs ,
bei denen es sich zwar auf den ersten Blick um Musik-CDs handele , die aber
dennoch relevante Daten enthalten könnten . Dazu kämen Hunderte von
Schriftstücken , die vor einer Überprüfung aus dem Chinesischen übersetzt werden
müssten . Zwei der drei Verdächtigen , Hai Lin und Kai Xu , waren bei Lucent
Technologies als leitende Software-Entwickler tätig gewesen , der dritte ,
Yong-Qing Cheng , war Mitarbeiter bei Village Networks , einem Hersteller von
Hardware für optische Netzwerke . Anfang Mai waren alle drei verhaftet worden .
Sie werden beschuldigt , bei Lucent Sourcecode des Voice-over-IP-Programms
PathStar gestohlen und via Internet nach China transferiert zu haben . Zürcher
Studenten von Sun enttäuscht Mit der Rücknahme eines Schnäppchen-Angebots hat
der Workstation-Hersteller Sun rund 2500 Angehörige der Eidgenössischen
Technischen Hochschule in Zürich ( ETHZ ) verärgert . Die Schweizer Vertretung
hatte sich Anfang Mai unaufgefordert an die Hochschule gewandt und aktuelle
Einsteigermodelle der Serie Sun Blade 100 nebst TFT-Monitor zu etwa einem
Viertel des Listenpreises offeriert . So sollte eine Workstation mit einer
15-GB-Festplatte , 512 MB Arbeitsspeicher und vorinstalliertem
Solaris-Betriebssystem plus 18.1-Zoll-TFT-Bildschirm 2500 Schweizer Franken (
rund 1600 Euro ) kosten . Einzige Bedingung : Der Besteller musste nachweisen ,
dass er Student , Dozent oder Mitarbeiter der ETHZ ist . Die Nachfrage war bei
diesen Konditionen verständlicherweise hoch . Rund 2500 Bestellungen von
Studenten und Universitätsinstituten im Gesamtwert von 6,5 Millionen Schweizer
Franken kamen in kurzer Zeit zusammen , berichtet Andreas Dudler von der
Direktion Informatikdienste der ETHZ , der die Aktion mit Sun koordinierte .
Zweifel an der großzügigen Offerte kamen der Hochschule nicht . So wie Dudler
glaubten viele , Sun wolle an der Hochschule größere Präsenz zeigen , um sich "
gegenüber Linux- und Windows-Systemen zu positionieren " . Nach dem Eingang der
ersten Bestellungen habe er in ständigem Kontakt gestanden . " Sun war immer im
Bild über die Zahl der Bestellungen und das , was wir tun " , so Dudler . Kurz
vor Pfingsten zog der Workstation-Hersteller jedoch das Angebot überraschend
zurück . " In einem Anruf hat mir Sun mitgeteilt , dass die Aktion auf höchster
Ebene in den USA gestoppt wurde . " Dafür hat Dudler wenig Verständnis . "
Natürlich hätte Sun draufzahlen müssen , aber das Angebot kam nicht von mir " ,
sagte er im Gespräch mit heise online . Sun war in den vergangenen zwei Tagen zu
keiner Stellungnahme bereit . Niculae Cantuniar , der Leiter der
Hauptniederlassung in Volketswil , verwies auf eine für morgen angekündigte
Pressekonferenz und wollte vorab keine Fragen beantworten . Dudler erwartet
jetzt , dass Sun " guten Willen " zeigt und zumindest 230 Systeme zu den
ursprünglich angebotenen Konditionen an die Zürcher Hochschule verkauft . Diese
Rechner würde er gerne in öffentlich zugänglichen Arbeitsräumen aufstellen .
Studenten , die das Schnäppchen für private Zwecke ordern wollten , gehen in
jedem Fall leer aus . Die Stiftung Studenten Discount ( SSD ) , die die
Privatbestellungen abwickeln wollte , muss nun rund 1000 Studenten die bereits
eingezahlte Kaufsumme zurück überweisen . Patentklagen belasten WLAN-Hersteller
Proxim Bei Berücksichtigung dieser Sonderfaktoren wurde im ersten Quartal 2001
ein Verlust von 7,3 Millionen verbucht , das entspricht 0,27 US-Dollar pro Aktie
, gegenüber einem Gewinn von 2,2 Millionen oder 0,09 US-Dollar pro Aktie im
ersten Quartal 2000 . Der Proforma-Reingewinn ohne diese Belastungen betrug
dagegen 3,86 Millionen oder 0,14 US-Dollar pro Aktie . Proxim ist seit mehr als
15 Jahren im Geschäft und gehört zu den führenden Herstellern kabelloser
Netzwerk-Geräte . Online-Auktionshaus eBay schreibt schwarze Zahlen Die
Zukunftsfähgkeit mancher Geschäftsmodelle von Dot-Coms wird inzwischen doch
stark in Zweifel gezogen - das Online-Auktionshaus eBay dagegen macht wohl vor ,
wie eine Internet-Firma funktionieren kann . Analysten hatten nur mit 8 Cents
pro Aktie gerechnet . Auch für die nächsten sechs Monate rechnet eBay mit guten
Ergebnissen . Die Krise der IT-Branche schwäche sich langsam ab , heißt es in
dem Bericht . Auch für den deutschen Zweig des amerikanischen Unternehmens gibt
es Pläne zum Ausbau des Geschäftsmodells . US-Plattenindustrie erteilt Lizenz an
Online-Radiosender Das amerikanische Startup Kickworks hat von der Recording
Industry Association of America ( RIAA ) die Genehmigung zur Nutzung der
Musikstücke der Labels erhalten , die Mitglied bei der RIAA sind . Das
Startup-Unternehmen zahlt dafür Lizenzgebühren , wobei die Einzelheiten des
Deals zwischen der RIAA und dem Musiksender ohne Einflussnahme des
amerikanischen Copyright Office ausgehandelt werden konnten . Nachdem die
lizenzrechtlichen Bestimmungen für Webcasts Anfang Dezember neu geregelt worden
waren , hatte der US-Plattenindustrieverband erste Genehmigungen an Yahoo und
Musicmusicmusic erteilt . Das Abkommen mit Kickworks wird als weiteres Zeichen
für eine offenere Haltung der RIAA gewertet . Jarvis Mak , Analyst bei
Nielsen/NetRatings , meinte , die RIAA habe endlich erkannt , dass die
Verbreitung von Musik in Zukunft auf unterschiedlichste Art stattfinden werde
und zur Zeit die digitale Übertragung von besonderem Interesse sei . Kickworks
will Ende des Jahres den Betrieb aufnehmen . Dann will der Online-Radiosender
eine spezielle Software zum Download bereithalten , mit der jeder sein eigenes
Musikprogramm zusammenstellen und anschließend auch verbreiten kann . Diese
Möglichkeit zur individuellen Gestaltung mache den Deal mit der RIAA "
einzigartig " , sagte Matt Hackett von Kickworks . Bislang galten Lizenzen für
Radios in den USA nur unter strikten Auflagen - so durften Playlists nur in
Ausnahmefällen bekanntgegen und keine kompletten CDs am Stück abgespielt werden
. Auch interaktive Dienste , bei denen Hörer das Programm individuell
beeinflussen konnten , waren von der so genannten " statutory licence "
normalerweise ausgeschlossen . Für private Nutzer soll das Angebot von Kickworks
kostenlos sein , während die Firma von Website-Betreibern dafür Gebühren fordern
will . Weitere Einnahmen erhoffe man sich durch Werbung zwischen den Musiktiteln
, sagte Hackett weiter . Sun entschuldigt sich bei Zürcher Studenten Auf einer
Informationsveranstaltung will Sun Schweiz heute zur Rücknahme eines
Schnäppchen-Angebots Stellung nehmen , das im Mai Angehörigen der Technischen
Hochschule Zürich unterbreitet worden war . Später zog Sun die Offerte jedoch
wieder zurück . Das Unternehmen bedauere diesen Vorfall außerordentlich , heißt
es weiter in der Erklärung , die heise online im Voraus übermittelt wurde . An
einem improvisierten Stand vor der Hauptmensa der ETHZ hatten zwei Sun-Vertreter
schon gestern versucht , den Schaden zu begrenzen , indem sie sich den Fragen
der enttäuschten bis empörten Studenten stellten . Zur heutigen
Informationsveranstaltung wurde die Teilnahme von Kim Jones , Vizepräsident für
den Bereich Worldwide Education & Research , Nicolae Cantuniar , Managing
Director von Sun Schweiz sowie Roger Marti , Manager Communications and
Web-Marketing angekündigt - zweifellos ein Zeichen dafür , wie wichtig Sun die
Angelegenheit nimmt . Marti habe die ganze Angelegenheit schon gestern als "
absolut peinlich " bezeichnet , berichtet die Hochschulzeitung der ETHZ . Die
Belieferung von Universitäten zu attraktiven Sonderkonditionen finanziert der
Workstation-Hersteller aus seinem globalen Ausbildungs-Fond . Bei einer
ähnlichen Aktion an der Polytechnischen Hochschule in Lausanne ( École
Polytechnique Féderale de Lausanne , EPFL ) hatten die Interessenten mehr Glück
: rund 250 Workstations plus TFT-Monitor wurden dort tatsächlich an Studenten
und Mitarbeiter geliefert , und das zu den versprochenen günstigen Konditionen .
Der ETH Zürich will Sun statt der gewünschten rund 2500 Geräte jetzt wenigstens
220 Systeme verkaufen . Cisco baut Vorsprung wieder aus Im zweiten Quartal 2001
gab es bei den Herstellern von Highend-Netzwerkkomponenten eine Trendwende : Der
Vorsprung von Netzwerkspezialist Cisco gegenüber dem Konkurrenten Juniper
Networks vergrößerte sich deutlich . Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle
Studie von Dell'Oro . Das Marktforschungsunternehmen ist auf die Beobachtung des
Netzmarktes spezialisiert . In den vergangenen Jahren hatte sich der Abstand
zwischen Cisco und Juniper kontinuierlich verringert , weil Juniper in diesem
Bereich zunehmend Fuß fasste . Im ersten Quartal dieses Jahres betrug deren
Marktanteil dann 38 Prozent . Während Cisco seinem Marktanteil bei
Highend-Netzwerkkomponenten nun wieder auf 60,3 Prozent ausbauen konnte , ging
er bei Juniper Networks auf 34,7 Prozent zurück . Auch der kleine Mitbewerber
Avici gehörte im vergangen Quartal zu den Gewinnern und verdoppelte seinen
Anteil von zwei auf vier Prozent . Insgesamt ist auch das Geschäft mit
Netzwerkkomponenten rückläufig . Die Marktforscher erwarten jedoch schon bald
eine Erholung dieses Marktes , da Service-Provider für die Bereitstellung neuer
Dienste mit mehr Bandbreite neue Hochleistungskomponenten für ihre Netze
benötigten . Siemens verliert Milliarden-Vertrag Die argentinische Regierung hat
einen Vertrag mit der Siemens AG über die Herstellung von Ausweisen annuliert .
Das Wall Street Journal berichtet unter Berufung auf argentinische
Regierungskreise , dass Siemens am Freitag mündlich von der Entscheidung
unterrichtet worden sei . Das Unternehmen wolle zu dem Vorgang erst Stellung
nehmen , wenn eine schriftliche Bestätigung aus Argentinien vorliege , heißt es
in dem Bericht weiter . Siemens hatte bereits 1998 den Zuschlag für diesen
Vertrag erhalten . Wegen bürokratischer Hindernisse hatte die Produktion aber
noch nicht begonnen . Pro Dokument war ein Preis von 32 US-Dollar vereinbart
worden . Dafür sollten den Argentiniern fälschungssichere Ausweise geliefert
werden , die die Visapflicht bei der Einreise in die USA überflüssig machen
sollten . Die argentinische Behörde zur Überprüfung von Staatsverträgen SIGEN
hat zu dem Vertrag mit Siemens einen Report erstellt . Anibal Gutierrez , ein
Sprecher der Behörde , sagte gegenüber einem lokalen Radiosender , seine Behörde
habe nicht beurteilen können , ob der vereinbarte Preis angemessen ist . Novell
warnt Groupwise-Kunden vor Sicherheitslücke Per E-Mail hat Novell Kunden vor
einer " möglichen Sicherheitslücke " in seinem Groupware-Produkt Groupwise
gewarnt . Anwender , die die Version 5.5 plus Enhancement Pack benutzen und alle
Anwender der Version 6 werden dringend aufgefordert , sofort die entsprechenden
Sicherheitspatches aufzuspielen . Das Sicherheitsrisiko sei letzte Woche
entdeckt worden , sagte Vera Schneider , Pressesprecherin bei Novell . Alle
registrierten Benutzer von Groupwise habe man am Freitag per E-Mail verständigt
. Die Registrierung ist bei diesem Produkt jedoch freiwillig ; viele Kunden sind
nicht bei Novell gemeldet . Man habe daher auch die Fachhandelspartner gebeten ,
die ihnen bekannten Benutzer von Groupwise zu warnen . " Wir wollen unseren
Kunden erst die Möglichkeit geben , das Sicherheitsloch zu schließen " , erklärt
Schneider diese zurückhaltende Informationspolitik . Zu einem späteren Zeitpunkt
sollen technische Details veröffentlicht werden ; wann das sein werde , stehe
jedoch noch nicht fest . Der Fix besteht aus zwei Teilen . Bei allen Servern ,
auf denen die Groupwise-Server-Software läuft , muss zunächst der Server-Patch
angewendet werden . Danach ist das System bereits nicht mehr gefährdet , heißt
es in den technischen Informationen . Anschließend sollte jedoch in jedem Fall
auch der Client-Fix installiert werden . Anwender des GroupWise 5.5 Enhancement
Pack können alternativ auch ein komplettes Client- und Server-Update durchführen
und statt des so genannten Padlock Fix das aktuelle Servicepack 3a installieren
. Iomega-Chef Albertson tritt zurück Der Chef des Speichermedienherstellers
Iomega , Bruce Albertson , ist nach nur 18 Monaten als CEO zurückgetreten . Das
Unternehmen teilte keine Einzelheiten mit ; Presseberichten zufolge sind
Unstimmigkeiten bei strategischen Entscheidungen der Grund für den Rücktritt .
Albertson war Vizepräsident von General Electric , bevor er zu Iomega wechselte
. Dort löste er Jodie Glore ab , der das Unternehmen nur zehn Monate lang
geleitet hatte . Während der kurzen Amtszeit von Albertson war die
Produktpalette des Unternehmens entscheidend umstrukturiert worden . Durch die
zunehmende Verbreitung von wiederbeschreibbaren CDs hatten die auf magnetischer
Speichertechnologie basierenden Zip- und Jazdrives von Iomega an Bedeutung
verloren . Europas einflussreichste IT-Manager gekürt Wer sich fragt , welche
Top-Persönlichkeiten " derzeit am stärksten die digitale Ökonomie Europas
beeinflussen " , bekommt bei silicon.de die Antwort . Dort wurde nun bereits zum
zweiten Mal die Agenda-Setter-Liste veröffentlicht . Eine siebenköpfige Jury
beurteilte dazu 80 Kandidaten in den Kategorien Entscheidungskraft ,
Standvermögen und Einfluss auf die High-Tech-Branche in Europa . In der Liste
der Top 50 finden sich auch fünf Deutsche . Die höchste Wertung erhielt mit
Platz fünf der Bertelsmann Vorstandsvorsitzende Thomas Middelhoff . Middelhoff
liegt damit noch vor Microsoft-Gründer Bill Gates ( Rang 7 ) , der fünf Plätze
nach oben rutschte . Telekom-Chef Ron Sommer konnte 12 Plätze gut machen und
liegt nun an 17. Stelle . Auf Rang 21 folgt der SAP-Mitbegründer Hasso Plattner
. Bitcom-Vizepräsident Jörg Menno Harms belegte Platz 45 und Heinrich von
Pierrer , Vorstandsvorsitzender bei Siemens , steht an 50. Stelle . Auch Frauen
hatten bei der rein männlichen Jury eine Chance : sie nominierten Meg Whitman ,
Carly Fiorina ( HP ) und Esther Dyson ( Edventure ) . Über die E-Bay-Chefin
Whitman ( Platz 16 ) sagt Tim Johnson , Jurymitglied und Chefredakteur der
englischen Schwester silikon.com : Bei E-Bays Site geht es sehr viel um
Gemeinschaft , um den Glauben an die Menschen . Jüngster Auserwählter ist der
21jährige Napster-Gründer Shaun Fanning auf Platz 23 . Der Älteste dürfte mit 75
Jahren Jiang Zemin sein , Generalsekretär der KP China und " Technik-Freak " ,
den die Jury an die 41. Stelle setzte . Auf Platz 32 findet sich ein namenloser
Kandidat , der künftige Chef der British Telecom . Der neue US-Präsident George
W. Bush wurde in die diesjährigen Liste nicht aufgenommen , obwohl der damals
noch nicht gewählte " künftige US-Präsident " im Vorjahr mmerhin noch Platz 21
belegte . Pixelpark-Betriebsrat zieht vors Arbeitsgericht Der Betriebsrat der
Pixelpark AG wehrt sich vor Gericht gegen den Abbau von 200 Arbeitsplätzen .
Beim Arbeitsgericht Berlin stellte er " einen Antrag auf Unterlassung der
laufenden Personalgespräche " . Eine Stellungnahme des Arbeitsgerichts zu dem
Antrag werde noch heute erwartet , sagte Marcus Kempken , der Sprecher des
Betriebsrats im Gespräch mit heise online . Man sei überzeugt , dass das
Unternehmen rechtswidrig handele und hoffe darauf , dass die Fortführung der
Gespräche untersagt werde . Die 200 Entlassungen waren im Rahmen eines so
genannten Effizienzprogramms von der Pixelpark-Geschäftsleitung angekündigt
worden . Dazu sagte Kempken : " Es geht uns nicht in erster Linie um die Zahl .
" Der Betriebsrat wolle aber sein Recht auf Information und Mitsprache
durchsetzen . Aus Sicht der Betriebsratsmitglieder waren Details zu diesem
Zeitpunkt aber noch nicht exakt ausgearbeitet . Erst später , als der
Pixelpark-Betriebsrat bereits im Amt war , sei das Effizienzprogramm
konkretisiert worden . Die Betriebsratsmitglieder fordern nun ausreichende
Informationen , um zu dem Programm Stellung nehmen zu können . Man erwarte von
der Geschäftsleitung Zahlen , die die Notwendigkeit der Entlassungen belegen
sowie nachvollziehbare Kriterien bei der Auswahl der betroffenen Standorte und
Personen . Die Pixelpark-Geschäftsführung wollte sich dazu gegenüber heise
online nicht äußern . Euro-Prüfverfahren mit nationalen Eigenheiten Der
Countdown läuft also für Softwarehersteller , die ihren eurofähigen
Programmversionen bis dahin den letzten Schliff verleihen möchten . Doch nicht
nur der virtuelle Euro erfordert Anpassungen : ab 1. Januar 2002 müssen
Münzautomaten in allen Euro-Ländern die neuen Geldstücke richtig erkennen . Dazu
benötigen Fahrkarten- , Kaffee- und Kaugummiautomaten neue Münzprüfgeräte , die
auf Euro- und Centmünzen unabhängig vom Herstellungsland korrekt reagieren . In
einem Bericht des Verbands der Deutschen Automatenindustrie ( VDAI ) wird auf
die Möglichkeit hingewiesen , Euro-Münzen bereits jetzt zu Testzwecken
auszuleihen , " damit die im Feld befindlichen Münzprüfgeräte auf Euro
nachprogrammiert werden können , soweit sie DM und Euro gleichzeitig verkraften
" . Doch wie unterscheidet ein Prüfgerät einen echten Euro von falschen Münzen ?
Eine wichtige Kenngröße ist die Leitfähigkeit , die Rückschlüsse auf mechanische
Festigkeit , Reinheit und Legierungszustand ermöglicht . In einem
internationalen Projekt stießen Wissenschaftler nun darauf , dass regional
unterschiedliche Verfahren zum Messen der Leitfähigkeit eingesetzt werden . In
der am Projekt beteiligten Braunschweiger Physikalisch-Technische Bundesanstalt
( PTB ) misst man mit einem Gleichstromverfahren . Die ebenfalls gebräuchliche
Wechselstrommethode liefert bei gleichen Testobjekten abweichende Ergebnisse .
Peter Warnecke von der PTB betont die Notwendigkeit , die
Leitfähigkeits-Messungen international zu vereinheitlichen . Dies sei für
Hersteller von Leitfähigkeitsmessgeräten wichtig , da die fehlende
Übereinstimmung ein wesentliches Handelshemmnis darstelle . Die Euro-Herstellung
hat indes schon längst begonnen : Nach Abschluß der Probeprägungen gingen im
zweiten Quartal 1999 einzelne Euro-Münzstückelungen in Serie . Die "
Inverkehrgabe " des Euro-Bargelds in Deutschland wird in einem Konzept der
Bundesbank festgelegt . Darin stehen auch genaue Angaben zur " vorzeitigen
Abgabe von Euro-Münzhaushaltsmischungen ( Starter Kits ) " ab dem 17.12.2001 .
Der Wert für die Leitfähigkeit des Euro dagegen ist so geheim , dass selbst
Mess-Spezialist Warnecke dazu keine Angaben machen konnte . Lucent überholt
Nortel bei Glasfaserprodukten Der amerikanische Telekommunikations-Ausrüster
Lucent war im zweiten Quartal dieses Jahres mit einem Anteil von 21,1 Prozent
weltweit Marktführer im Glasfaserbereich . In einer entsprechenden Mitteilung
beruft sich das Unternehmen auf eine Studie des auf die Beobachtung von
Netzwerk-Ausrüstern spezialisierten Marktforschungsunternehmens Dell'Oro . Der
Mitbewerber Nortel wurde damit im zweiten Vierteljahr auf Platz zwei verwiesen .
Nortels Anteil bei Glasfaser-Produkten zur Datenübertragung betrug in diesem
Zeitraum 16 Prozent , gefolgt von Alcatel mit 15 Prozent . In ersten Quartal
dieses Jahres hatte Nortel mit einem weltweiten Anteil von 29 Prozent noch vorn
gelegen , während Lucent nur 16 Prozent erreichte . Die starken Schwankungen
sind unter anderem dadurch begründet , dass der Markt für Produkte zur optischen
Datenübertragung insgesamt deutlich zurückgegangen ist . Entsprechend schwierig
ist die Situation für Nortel und Lucent . Im Juli gab es bei Lucent deshalb noch
Pläne , die Glasfasersparte abzustossen . SGI will 15 Prozent der Belegschaft
entlassen Der Server- und Workstationhersteller SGI hat das Ergebnis für sein
drittes Geschäftsquartal bekanntgegeben und die Entlassung von rund 15 Prozent
seiner Belegschaft angekündigt . SGI-Chef Bob Bishop kommentierte : " Wir hatten
Verluste , aber im operativen Geschäft waren die Verluste nur halb so hoch wie
erwartet . " In der Tat hatten die Analysten ein noch schlechteres Ergebnis
prognostiziert . Bishop sagte weiter , die Bruttomarge sei im dritten Quartal
von 30 auf 36 Prozent gestiegen , nachdem es keine Engpässe mehr bei der
Lieferung des MIPS-R14000-Prozessors gab . Lieferschwierigkeiten hatten im
zweiten Quartal zu Umsatzeinbußen geführt . Systeme der neuen Highend-Serie
Origin 3000 und der damit eng verwandten Onyx-3000-Serie waren im vergangenen
Quartal sechsmal verkauft worden . Die dadurch erzielten Einnahmen machten 40
Prozent des Umsatzes aus . Rechner dieser beiden Serien können mit maximal 512
Prozessoren betrieben werden . Ab Januar sollen statt der gegenwärtig
verwendeten 500-MHz-Chips solche mit einer Taktrate von 600 MHz eingesetzt
werden . Binnen der nächsten zwei Jahre werde SGI die 1-GHz-Marke erreichen , so
Bishop . Jede zweite Stelle für Elektroingenieure vakant Der Präsident des
Bundesverbands der deutschen Industrie ( BDI ) , Michael Rogowski , hat auf der
Hannover Messe zur Konjunktur in Deutschland Stellung genommen . Trotz
weltwirtschaftlicher Risiken sieht er für die Entwicklung in Deutschland "
keinen Anlass zu Pessimismus " . Als Motor der deutschen Konjunktur bezeichnete
er den Export - für das laufende Jahr sei mit einem Zuwachs von zehn Prozent zu
rechnen . Die Bundesregierung müsse dafür sorgen , " dass es aufwärts und nicht
abwärts geht " . Als notwendige Schritte nannte der BDI-Präsident eine
Liberalisierung des Arbeitsmarktes , die Fortsetzung der Steuerreform ,
Verbesserungen bei der Infrastruktur und die Beseitigung des Fachkräftemangels .
In diesem Zusammenhang bezeichnete Rogowski den Fachkräftemangel als "
Wachstumsbremse " . Inzwischen müssten in jedem sechsten Unternehmen
Innovationsprojekte aufgeschoben oder abgebrochen werden , weil die nötigen
Fachleute fehlten . Rogowski forderte daher , Deutschland müsse " sofort die
Bildungsanstrengungen drastisch erhöhen " und Reformen im Schul- und
Hochschulbereich durchführen . Auch der Verband der Elektrotechnik , Elektronik
und Informationstechnik ( VDE ) äußerte sich anlässlich der Hannover Messe zum
Mangel an Nachwuchskräften . " 2002 wird jede zweite Stelle für
Elektroingenieure unbesetzt bleiben " , sagte der stellvertretende
VDE-Vorsitzende Klaus Wucherer am heutigen Montag in Hannover . Auf 13.000
Ingenieursstellen kämen dann nur 6500 Absolventen . Während die
Mikroelektronik-Branche 2000 noch um 37 Prozent gewachsen war , erwartet man in
diesem Jahr einen Rückgang um 4 bis 5 Prozent . Langfristig werde aber wieder
mit zweistelligen Wachstumsraten gerechnet , sagte Erich Barke vom Institut für
Mikroelektronische Schaltungen und Systeme der Universität Hannover .
Europäischer PC-Markt unerwartet stark In Europa wurden in den ersten drei
Monaten dieses Jahres deutlich mehr PCs verkauft , als Marktbeobachter erwartet
hatten . Dies geht aus den vorläufigen Zahlen zweier Marktforschungsunternehmen
hervor , über die das Wall Street Journal berichtet . In der vergangenen Woche
hatte Gartner Dataquest von einem Rückgang der PC-Verkäufe in den USA berichtet
, und auch aus den Zahlen der IDC-Untersuchung geht hervor , dass der PC-Markt
in den USA schrumpft . Die Krise in den USA habe zwar auch Auswirkungen auf den
europäischen Markt , sagte Context-Analyst Jeremy Davies , " aber es war nicht
so schlimm wie angenommen " . IDC berichtet von einer relativ starken Nachfrage
der Geschäftskunden . " Eine vorsichtige Erholung bei den Geschäftskunden hat
den miserablen Privat-Kunden-Markt ausgeglichen " sagte Andy Brown von IDC .
Auch Hersteller wie Hewlett-Packard und Philips Electronics hatten in der
vergangenen Woche gewarnt , dass europäische Privatkunden weniger Geld für
IT-Produkte ausgeben . HP habe daher intensiver Werbung betrieben , um Kunden
auf dem Business-Sektor hinzuzugewinnen und , so die Context-Untersuchung , ein
sehr gutes Quartalsergebnis erzielt . Mit einer Steigerung der Anzahl verkaufter
PCs um 39 Prozent liegt HP in Europa hinter Compaq und Dell auf Platz drei .
Dell konnte durch drastische Preissenkungen bei den Verkaufszahlen zulegen ,
sagte IDC-Analyst Brown . Die Context-Untersuchung nennt für Dell einen
Marktanteil von fast 11 Prozent gegenüber 13 Prozent für Compaq . Fast alle
grossen PC-Hersteller versuchten , verstärkt Server und Notebooks zu verkaufen ,
um die nachlassende Nachfrage bei den Desktop-Computern zu kompensieren . Denn
obwohl die Verkaufszahlen des ersten Quartals über den Erwartungen lagen , sind
die Zuwächse vergangener Jahre nicht in Sicht . Ebenso wie in den USA zeichnet
sich auch in Westeuropa eine Sättigung des Marktes ab . Eventuell könne die
Einführung von Windows XP private und Geschäftskunden veranlassen , neue
Hardware zu kaufen , vermutet IDC-Analyst Brown . Zeitung : T-Online an Excite
Europe interessiert Zwischen T-Online und dem US-Mitbewerber Excite@Home hat es
nach einem Bericht des Wall Street Journal erste Sondierungsgespräche gegeben .
Die Zeitung beruft sich darin auf Informationen aus unternehmensnahen Kreisen .
Eine Übernahme von Excite Europe würde dem größten europäischen Internet-Portal
T-Online neue Chancen auf dem westeuropäischen Markt eröffnen . Dem Bericht
zufolge ist neben dem deutschen Internetportal auch der italienische Provider
Tiscali an der europäischen Zweigniederlassung des US-Unternehmens interessiert
. T-Online und Excite lehnten eine Stellungnahme zu potenziellen Verhandlungen
ab . T-online hat bereits Tochterunternehmen in Spanien , Frankreich und
Österreich ; die lukrativeren europäischen Regionen hat sich das Unternehmen
dagegen noch nicht erschlossen . Mit Excite@Home hätte die Telekom-Tochter
Zugang zu den zentralen Internet-Märkten in Großbritannien , Italien und den
Niederlanden . Das macht einen Deal mit Excite für T-online interessant , obwohl
es gegen einen weiteren Zuwachs bei den deutschen Kunden vermutlich
kartellrechtliche Bedenken gäbe . In Großbritannien ist British
Telecommunications PLC zu 42 Prozent beteiligt und in Italien besitzt Tiscali 70
Prozent des Unternehmens . Novell meldet Verluste und Entlassungen Damit will
das Unternehmen wieder in die Gewinnzone zurückkehren . Als Grund für den
Umsatzrückgang nannte der scheidende CEO Eric Schmidt die sinkende Nachfrage bei
Anwendern und auf dem Internet-Markt . Ein Lichtblick ist dagegen die
Entscheidung von IBM , Internet-Caching-Server zukünftig mit Software der
Novell-Tochter Volera auszuliefern . Bayern erkennt IT-Prüfungen an In Bayern
werden die IT-Abschlussprüfungen vom 15. Mai nun doch anerkannt . Alle neun
bayerischen Industrie- und Handelskammern haben sich zu diesem Schritt
entschlossen und veröffentlichten heute im Laufe des Tages entsprechende
Stellungnahmen auf ihren Internetseiten . Die Kammer in Würzburg hatte bereits
am 17. Mai entschieden , die dort abgelegten Prüfungen zu werten . Im Bereich
der IHK Bayreuth hatte der Auszubildende Matthias Brinkmann mit einer Klage
gedroht , falls seine Prüfungsleistung nicht anerkannt würde . In einer Sitzung
kam der Bayreuther IHK-Prüfungsausschuss gestern zu dem Ergebnis , alle
Prüfungen vom 15. Mai für gültig zu erklären . Nach der Entscheidung in Bayreuth
habe man sich um eine " bayerneinheitliche Regelung " bemüht , sagte Claudia
Wiedemann , Sachbearbeiterin für IT-Prüfungen bei der IHK Augsburg im Gespräch
mit heise online . Vertreter der übrigen sieben bayerischen Kammern hätten
gestern abend gemeinsam die bayernweite Anerkennung der Prüfungen beschlossen .
In den Erklärungen auf den bayrischen IHK-Seiten heißt es fast gleichlautend ,
die Annahme einer rechtswidrigen Prüfungsdurchführung könne nicht mehr aufrecht
erhalten werden . Eine Detailbewertung habe ergeben , dass die vorab im Internet
veröffentlichte Themensammlung nicht entscheidend über Rahmenstoffpläne
hinausgegangen sei . Damit müsse die Prüfung auch als rechtsgültig angesehen
werden . Neben den bayerischen Industrie- und Handelskammern hat bisher nur die
IHK Hannover die Anerkennung der diesjährigen Prüfungen beschlossen . Geert
Woortmann vom Deutschen Industrie- und Handelstag in Bonn sagte dazu , dass
diese Entscheidungen die übrigen Kammern nicht binden . Jede IHK müsse für den
eigenen Bezirk selbst entscheiden . " Unsere Empfehlung war es , nicht zu
bewerten " sagte Woortmann weiter . Die bayerische Regelung habe ihn überrascht
. Eine Übersicht darüber , in welchen Kammerbezirken die Prüfungen überhaupt
vollständig geschrieben worden sind , hat der Deutsche Industrie- und Handelstag
nicht . Nach Ansicht des Essener Berufsschullehrers Uli Lüthen , der als Prüfer
an IT-Prüfungen beteiligt ist , waren im Internet sehr gezielte Hinweise
nachzulesen , die durchaus zu einem 10 oder 20 Punkte höheren Ergebnis führen
könnten . Die Daten hätten seiner Ansicht nach sehr wohl für " Bestehen oder
Nichtbestehen " ausschlaggebend sein können . Die jetzige Situation , in der es
keine bundesweit einheitliche Entscheidung über die Prüfungen gibt , hält Lüthen
für unglücklich . In einem offenen Brief beklagt Lüthen allgemein die bei den
IT-Prüfungen üblichen Abläufe . Microsoft kauft sich bei Handy-Hersteller ein
Zum ersten Mal hat Microsoft eine Beteiligung an einem Mobiltelefon-Hersteller
erworben : Mit einem Anteil von unter zehn Prozent hat sich der Konzern an dem
britischen Handy-Hersteller Sendo beteiligt . Das US-Unternehmen habe zudem eine
Option , die Beteiligung auf bis zu 20 Prozent zu erhöhen . Microsofts
finanzielles Engagement bei Sendo wird daher als Versuch gesehen , dem eigenen
Produkt Stinger auf die Sprünge zu helfen , das unter anderem auf Sendo-Geräten
eingesetzt wird . Sendo-Chef Brogan sagte , es seien weitere gemeinsame
Produktentwicklungen zusammen mit den Redmondern geplant . Dennoch schloss er
auch nach dem Deal nicht aus , dass auf künftigen Sendo-Modellen Betriebssysteme
anderer Hersteller zum Einsatz kommen . Zwei russische Cracker gehen dem FBI ins
Netz FBI-Fahnder haben zwei russische Cracker mit einem fiktiven Job-Angebot in
die USA gelockt und dort verhaftet . Dem 20-jährigen Alexej Ivanov und dem
25-jährigen Vasilij Gorshkov werden Einbrüche in Banken-Netzwerke und bei
Internet-Providern vorgeworfen . Auch mehrere E-Commerce-Anbieter sollen zu den
Geschädigten gehören . Am gestrigen Montag sind die beiden von einem
US-Staatsanwalt angeklagt worden . Unter den betroffenen Unternehmen befinden
sich der Provider Speakeasy.net sowie der amerikanische Zweig der
südkoreanischen Nara-Bank . Die beiden Russen sollen Kreditkarten-Informationen
von deren Kunden ausspioniert haben . Anschließend sollen sie mit den
Unternehmen Kontakt aufgenommen haben , um ihre Beraterdienste gegen
entsprechende Bezahlung anzubieten , heißt es in der Anklage . Im März hatte das
FBI eine Warnung herausgegeben , in der die Vorgehensweise organisierter
Cracker-Gruppen in Russland und der Ukraine beschrieben wurde . US-Staatsanwalt
Stephen Schroeder sagte , ein großer Teil der Informationen dieses FBI-Hinweises
habe sich während der Ermittlungen gegen Ivanov und Gorshkov herausgestellt .
Schroeder sagte weiter , es gäbe Hinweise , dass auch der Diebstahl von 15.700
Kreditkarten-Nummern von Western-Union-Kunden im vergangenen September auf das
Konto von Ivanov und Gorshkov gingen . Offenbar habe es zudem Pläne gegeben ,
eine Web-Page zu erstellen , die die Site des Internet-Zahlungssystems PayPal
imitiert . Auf diesem Weg sollten weitere Kreditkarten-Daten gesammelt werden .
Ob die beiden jetzt angeklagten Russen diesen Plan umgesetzt haben , ist noch
nicht klar . Vincent Sollitto von PayPal bestätigte allerdings , dass solche
Seiten existierten . Doch selbst bei einer erfolgreichen Cracker-Attacke sei es
schwierig , Accounts und Passwörter auszuspionieren , so Sollitto weiter . Zudem
seien alle PayPal-Kunden gegen nicht autorisierte Verwendung ihrer Daten
versichert . Logitech meldet Rekordergebnis Der Peripheriegeräte-Hersteller
Logitech verzeichnete ein weiteres Quartal mit Rekordergebnissen . Auch das
gesamte Geschäftsjahr schließt mit einem deutlichen Aufwärtstrend ab . Die
Produktschwerpunkte des Unternehmens sind Mäuse , Tastaturen , PC-Kameras und
Eingabe-Geräte für Computerspiele . Im vergangenen Monat hatte es die Einführung
einer optischen Maus mit Funkanbindung angekündigt . Für das Geschäftsjahr 2002
erwartet man bei Logitech erneut einen Umsatzwachstum von 25 Prozent . Handy
steuert Modelleisenbahn " Web based control " heißt ein Exponat , das die
Fachhochschule Bochum in Kooperation mit der Firma Märklin auf der Hannover
Messe Industrie ausstellt . Am Stand des Landes NRW demonstriert Prof. Dr. Jörn
F. Wollert vom Fachbereich Elektrotechnik und Informatik der FH Bochum anhand
einer digitalen Modelleisenbahn , wie Fernwartungskonzepte umgesetzt werden
können und was mit Standardtechnologie heute technisch möglich ist . Eine
Live-Video-Übertragung zeigt die Fahrt aus der Sicht des Lokführers auf einem
PDA . Via WAP-Kopplung lässt sich die Anlage von einem Handy aus steuern . Das
Steuerungskonzept für die Anlage basiert auf den unteren Netzwerkschichten auf
Ethernet und TCP/IP , auf der Anwendungsebene auf HTML , XML , WAP und Java .
Die eingesetzten Internet-Techniken bilden zusammen eine vertikale
Automatisierungsplattform . Vier Aspekte sollen anhand des Modells demonstriert
werden : der konsequente Einsatz von Internet-Technik bei der Vernetzung
dezentraler Einrichtungen , die Integration von Multimedia in
Automatisierungsanwendungen , der Nutzen einer Internet-Plattform für die
Visualisierung und Bedienung von Systemen und die Steuerung von Anlagen auf der
Basis von WAP . Frauen surfen langsamer Rein zahlenmäßig holen Frauen bei der
Internet-Nutzung auch hierzulande auf . Dies ist eines der Ergebnisse der
aktuellen W3B-Studie der Hamburger Fittkau & Maaß GmbH zum Nutzungsverhalten
deutschsprachiger Internet-Besucher . Mit den Antworten von über 87.000
befragten Surfern und Surferinnen verfügt das Marktforschungsunternehmen dabei
über eine breite Datenbasis . Auch im Hinblick auf die " Geschlechterverteilung
im Internet " wurde das Material beleuchtet . Auf den ersten Blick scheinen
dieses Ergebnisse erfreulich : Mittlerweile liegen Frauen in der Altersgruppe
bis 19 Jahre mit einem Anteil von 50,6 Prozent bei der Web-Nutzung sogar vorn .
Nach genauerer Analyse der Antworten diagnostizieren die Verfasser der Studie
jedoch noch erheblichen Nachholbedarf bei den Surferinnen . Allerdings scheint
die Dunkelziffer in diesem Bereich recht hoch , denn 17,9 Prozent der befragten
Frauen wussten gar nicht , mit welcher Geschwindigkeit sie das Internet nutzen .
Mehr als zwei Drittel der Männer sind häufig online , das heißt pro Woche über
zehn Stunden , während dieser Anteil bei den Frauen weniger als ein Drittel
beträgt . Ob die Web-Nutzerinnen nun kürzer surfen , weil ihnen die Inhalte
nicht zusagen oder sie vielleicht effizienter und zielgerichteter im Web
unterwegs sind , ist sicher schwer zu sagen . Online-Shopping jedenfalls , so
eine weitere Aussage der aktuellen Studie , ist auch noch weitestgehend
Männersache . Immerhin 38,5 Prozent der Männer haben in den vergangenen sechs
Monaten mehr als 500 Mark online ausgegeben , bei den Frauen lag der
Vergleichswert nur bei 24,7 Prozent . Tiefgreifende Umstrukturierung bei Cisco
Beim US-Netzwerkausrüster Cisco Systems ist eine Neustrukturierung der
Geschäftsbereiche geplant . Durch eine klare Aufteilung in elf einzelne Sparten
sollen Überschneidungen in der Produktpalette und bei der Ausnutzung von
Ressourcen vermieden werden , heißt es dazu beim Marktführer für Internet-Router
. " Wir führen diese Veränderungen zu einem Zeitpunkt durch , zu dem wir erste
Zeichen für eine Stabilisierung unserer Geschäfte sehen " , sagte Cisco-Chef
John Chambers . Er zeigte sich zufrieden über die bisherige Auftragslage im
laufenden ersten Quartal des Geschäftsjahrs und bekräftigte bisherige
Umsatzprognosen . Demzufolge rechnet man bei Cisco damit , dass der Umsatz
gegenüber dem vierten Quartal gleich bleibt oder um höchstens 5 Prozent
zurückgeht . Lexmark mit rückläufigem Gewinn Trotz einer Umsatzsteigerung um 12
Prozent sind die Gewinne des Druckerherstellers Lexmark International im ersten
Quartal 2001 zurückgegangen . Lexmark-Chef Paul J. Curlander sprach von einem "
soliden Ergebnis " , das den Erwartungen entspräche . Mit der Nachfrage bei
Laser- und Tintenstrahldruckern im abgelaufenen Quartal zeigte er sich zufrieden
. Zur derzeitigen Verkaufsstrategie verwies Curlander auf " eine kontinuierliche
Umsatzsteigerung im Bereich Druckerzubehör " . Mit welchem Anteil der Verkauf
von Verbrauchsmaterialien wie Tintenpatronen und Laserkartuschen zum
Gesamtumsatz beigetragen hat , geht aus den vorgelegten Zahlen nicht hervor .
Bekanntlich beklagen die Hersteller seit geraumer Zeit , dass der Verkauf von
Druckern längst nicht mehr die Herstellungskosten deckt . Schulnoten für den
Hausarzt Ab 1. Mai will die Kieler Stiftung Gesundheit mit dem Internet-Projekt
Patienten-Zufriedenheits-Index ( PZI ) Patienten die Möglichkeit bieten , ihrem
Arzt Noten zu geben . In jeweils neun Kategorien kann dann zu Personal ,
Praxisausstattung und persönlichem Eindruck ein Urteil abgegeben werden . Der
Fragebogen soll zum Starttermin auf der Site der Stiftung unter
www.arzt-auskunft.de abrufbar sein . Zum Ausfüllen des Fragebogens genügten fünf
bis zehn Minuten , sagte der Sprecher der Stiftung , Peter Müller . Gespeichert
und ausgewertet würden die Antworten anonym ; die Ergebnisse sollen zunächst nur
den einzelnen Ärzten zugänglich gemacht werden . Die Stiftung Gesundheit verfügt
nach eigenen Angaben über eine Datenbank , in der alle deutschen Arzt- und
Zahnarztpraxen verzeichnet sind . " Jeder niedergelassene Arzt kann bei uns
bewertet werden " , sagte Müller . Es gehe aber nicht nur darum , Schulnoten zu
verteilen . Ziel sei es auch , Ärzten Probleme in ihren Praxen aufzuzeigen , um
so die Qualität der ärztlichen Versorgung zu verbessern . Man sei sich darüber
im Klaren , dass kein Anspruch auf eine repräsentative Umfrage erhoben werden
könne , sagte Müller weiter . Da in Deutschland vergleichsweise wenige Menschen
regelmäßig das Internet nutzen , erwarte man für Landarztpraxen oder solche mit
überwiegend älteren Patienten keine hohe Zahl an Bewertungen . Trotzdem hofft
Müller auf eine ausreichend breite Datenbasis , " um sinnhafte Ergebnisse
errechnen zu können " . Die Auswertung will die Stiftung Gesundheit in
Zusammenarbeit mit der Universität Kiel durchführen . Die statistische Analyse
soll auch Manipulationsversuche erkennen - etwa , wenn unzufriedene Patienten
ihrem Ärger mehr als einmal Luft machen oder ein Arzt die eigene Praxis hochlobt
. E-Mail aus dem All Das Netzwerkprotokoll TCP/IP wird den Anforderungen eines
interplanetaren Kommunikationsnetzes nicht gerecht - so lautet die Kernaussage
eines Arbeitspapiers , das der Internet Engeneering Task Force ( IETF ) jetzt
vorgelegt wurde . Das DARPA InterPlaNetary Internet ( IPN ) Project hat deshalb
eine Architectural Definition für ein künftiges Interplanetary Internet ( IPN )
veröffentlicht . Noch dieses Jahr soll das Konzept in einem Testnetzwerk erprobt
werden . Ein erster Praxistest ist im Rahmen der Mars-Erkundung vorgesehen , die
die NASA im Jahr 2003 durchführen will . Das achtköpfige Autorenteam des
Arbeitspapiers , dem auch drei NASA-Mitarbeiter angehören , steht unter der
Leitung von Vinton Cerf vom Worldcom/Jet Propulsion Laboratory , der maßgeblich
für die TCP/IP-Standardisierung verantwortlich war . Von beiden Institutionen
wird die Arbeit am IPN-Protokoll finanziell unterstützt . Zurzeit erfolgen
solche Datenübertragungen über das Deep Space Network ( DSN ) der NASA . Dessen
Kapazitäten sind schon jetzt erschöpft . Der Entwurf für das Interplanetary
Internet ( IPN ) sieht vor , Standard-TCP/IP-Datenpakete an sogenannten
Interplanetary Gateways in das künftige IPN-Format umzuwandeln . Dies entspricht
in den Grundzügen dem Verfahren , das für den Transport von E-Mails eingesetzt
wird ( " Pony Express model " ) . Raffael-Ausstellung im Web Der Künstler
Raffaello Sanzio ( 1483 - 1520 ) setzte vor fünfhundert Jahren die Druckgrafik
mit dem Ziel ein , Kunst öffentlich zugänglich zu machen . Mit der Präsentation
" Raffael und die Folgen " hat das Kunstgeschichtliche Institut der
Ruhr-Universität Bochum diesen Ansatz fürs Internet adaptiert . Raffael war über
vier Jahrhunderte einer der am meisten bewunderten Künstler . Heute zieren drei
seiner berühmtesten Bilder die mit 500.000 Lire wertvollste italienische
Banknote . Seine Werke , die er oft an für die Öffentlichkeit kaum zugänglichen
Orten , etwa dem Vatikan , hinterließ , wurden auf Rafeals Betreiben tausendfach
in druckgrafischen Techniken wie Kupferstichen oder Radierungen reproduziert .
Mit dem Projekt unter der Leitung von Prof. Dr. Reinhart Schleier will die
Ruhr-Universität nach eigenen Angaben neue Wege beschreiten , " Kunst im
Zeitalter von Multimedia zu präsentieren " . Die Kooperation zwischen der
Staatsgalerie Stuttgart und dem Bochumer Uni-Institut besteht seit 1997 ; das
aktuelle Projekt ist bereits das fünfte gemeinsame Vorhaben . In
Projektseminaren werden am Kunstgeschichtlichen Institut die
Multimedia-Umsetzungen der Kunstausstellungen erarbeitet und im Internet
präsentiert . World Access stellt Konkursantrag Der US-Telefonkonzern World
Access hat Konkurs angemeldet . Das Unternehmen , das 33 Prozent an der
Marburger Telefongesellschaft TelDaFax AG hält , hatte erst vor wenigen Tagen
mit einer Schadenersatzklage gegen die Deutsche Telekom für Schlagzeilen gesorgt
, nachdem die Telekom die TelDaFax-Leitungen Anfang April abgeschaltet hatte .
World Access-Aktien notierten nach der Ankündigung nur noch bei 21 Cents . Damit
hat die Aktie innerhalb eines Jahres 98,9 Prozent an Wert verloren . Auch der
TelDaFax-Kurs reagierte auf den drohenden Konkurs von World Access empfindlich .
Amazon bestätigt Anfrage der Börsenaufsicht Der Online-Buchhändler Amazon hat
jetzt Aktivitäten der amerikanische Börsenaufsichtsbehörde Securities and
Exchange Commision ( SEC ) bestätigt , in der es um Aktienverkäufe von
Amazon-Chef Jeff Bezos geht . Anfang Februar hatte Bezos 800.000 Amazon-Aktien
verkauft . Kurz zuvor hatte das Unternehmen eine Vorabversion eines negativen
Berichts des Lehman Brothers-Analysten Ravi Suria bekommen . Nun gab
Amazon-Sprecher Bill Curry zu , die SEC habe bei Amazon um Informationen gebeten
. " Wir sind davon überzeugt , dass es keinen Anlaß für weitere Maßnahmen gibt .
" Amazon hatte nach Erhalt der Vorabkopie Ungenauigkeiten des Berichtes
bemängelt und deren Korrektur verlangt . Gleichzeitig kündigte Bezos am 2. und
am 5. Februar schriftlich den Verkauf seiner Aktien an . Am 6. Februar wurde der
Bericht von Lehman Brothers veröffentlicht . Laut Curry habe er " nicht viel
Neues " enthalten . Es sei auch nicht neu , dass Amazon von Suria negativ
bewertet werde . Hotfix-Virus : Microsoft hat die Opfer gefunden Mehrere
Microsoft-Geschäftskunden haben sich beim Download eines Hotfix einen Virus ins
Haus geholt . Wie Support-Managerin Michelle D'Armour bestätigte , sind rund 26
Firmen betroffen . Product Manager Kurt Powers ließ offen , ob sich der Virus
mittlerweile auch im internen Microsoft-Netzwerk ausgebreitet hat . Er sagte
allerdings " Wir haben alle Workstations , die mit einem Server verbunden sind ,
überprüft " . Bereits am Montag hatte Microsoft die Kunden per E-Mail über die
potentielle Gefahr durch den FunLove-Virus informiert . Mittlerweile steht fest
, wer dennoch von dem gefährlichen Download-Angebot Gebrauch gemacht hatte .
Dies wurde anhand der Namen feststellt , unter denen sich die Mitarbeiter der
Großkunden angemeldet hatten . " Da wir jetzt wissen , wer die Dateien
heruntergeladen hat , veranlassen wir , dass unser Account Manager jeden
Einzelnen anruft " , sagte D'Armour . Die infizierte Datei soll fast 24 Stunden
lang auf Microsofts Premier Support-Site zur Verfügung gestanden haben , die nur
für Gold Certified Partners zugänglich ist . Der Zugang zu dieser Site ist mit
einem Password geschützt . Internet-Kurzfilme statt Werbe-Spots Mit Kurzfilmen
renommierter Filmemacher wirbt der Auto-Hersteller BMW neuerdings im Internet
für den Kauf seiner Fahrzeuge . Wer sich die Streifen unter www.bmwfilms.com
ansieht , erhält denn auch zunächst eine Warnung , dass alle Stunts von
professionellen Fahrern ausgeführt worden seien und die Aufforderung , diese
nicht nachzuahmen . Auch die Regisseure der vier ersten Kurzfilme sind
internationale Stars , darunter Oscar-Preisträger Ang Lee neben John
Frankenheimer , Guy Ritchie und Wong Kar-Wai . Alle hatte der bayerischen
Autohersteller aufgefordert , ihre persönlichen Ansichten über Autos in die
Kurzfilmhandlung zu verpacken . Zum Abspielen der Filme muss man allerdings
zunächst zumindest seinen Namen und seien E-Mail-Adresse hinterlassen - auch
sollte der heimische PC nicht zu den ältesten Modellen gehören . Die Auto-Firma
empfiehlt 128 MB RAM für den Arbeitsspeicher , auf der Festplatte sollten noch
etwa 800 MB frei sein . Dort kann dann der BMW Interactive Film Player ( 4,5
MByte für Windows , 7 MByte für Mac ) dauerhaft abgelegt werden , um auch für
künftige Erweiterungen der The Hire Film Series gerüstet zu sein . Per Instant
Messaging zum Date Das Internet wird für amerikanische Jugendliche immer
wichtiger für ihren Kontakt zu Freunden . Zu diesem Ergebnis kommt der jüngste
Report des Pew Internet and American Life Project . Demnach sind 73 Prozent der
12- bis 17-Jährigen in den USA online . Deren Gepflogenheiten bei der Benutzung
des Internet sowie die Meinung der Eltern zu diesem Thema ist Gegenstand des
Reports . Dazu wurden 754 Exemplare des 16-seitigen Fragebogens ausgewertet .
Besonders beliebt sind bei den amerikanischen Jugendlichen die
Kommunikationsmittel , die das Internet bietet . 74 Prozent der jugendlichen
Internet-User nutzen Instant Messaging . Zum Teil erleichtert es die
Kommunikation sogar : 37 Prozent der Jungendlichen haben beim elektronischen
Dialog schon Dinge geschrieben , die sie im persönlichen Gespräch nicht gesagt
hätten . 17 Prozent haben auf diesem Weg versucht , eine Beziehung anzuknüpfen -
und 13 Prozent haben sie per Instant Messaging wieder beendet . 87 Prozent der
Eltern glauben , dass die Informationen aus dem Internet den Jugendlichen in der
Schule weiterhelfen . Andererseits fürchten amerikanischen Eltern offenbar die
Gefahren des Internet : 41 Prozent gaben in der Studie an , den Web-Zugriff
durch Filtersoftware einzuschränken . Interessante Diskrepanzen fanden die
Wissenschaftler beim Vergleich der Eltern-Antworten mit denen der Teenager . So
gaben 61 Prozent der Eltern an , mit ihren Kindern für den Gebrauch des Internet
bestimmte Regeln abgesprochen zu haben , während nur 37 Prozent der
Jungendlichen derartige Regeln kannten . Bei einem Sachverhalt waren sich jedoch
beide Generationen völlig einig : Teenager kennen sich im Umgang mit dem Web
besser aus als ihre Eltern . Stiftung Lesen mit neuem Web-Auftritt " Ideenforum
Schule " heißt eine neue Internetseite , die die Stiftung Lesen ab morgen in
vollem Umfang anbietet . Die Website soll Lehrkräfte gezielt auf
Unterrichtsmaterialien hinweisen . Bereits im Vorfeld konnten sich Interessenten
per Anmeldeformular oder online beim Teacher Preview Club anmelden . Mit dem
Angebot wolle man " weg vom Prinzip Gießkanne " und das Internet nutzen , um
mehr Feedback zu bekommen . Nach und nach soll es im Lehrer-Club auch
Zusatzangebote geben . " Das muss sich entwickeln " , sagt Projektbetreuerin
Sabine Ühlein , die bei der weiteren Gestaltung des Angebotes auf die Mitwirkung
der Lehrer hofft . Bis Ende dieses Jahres hofft man auf rund 1000 weitere
Anmeldungen . Insgesamt nähert sich die Stiftung Lesen eher vorsichtig den
Möglichkeiten des Web : die Unterlagen gibt es weiterhin auf Papier . Die
Erfahrung habe gezeigt , dass " die Lehrkräfte damit mehr anfangen können " .
Langfristig kann sich Sabine Ühlein aber auch vorstellen , parallel zum Versand
der Unterlagen .pdf-Dateien im Internet anzubieten . E-Commerce schafft keine
neuen Jobs Unterm Strich bringt der elektronische Handel keine zusätzlichen
Arbeitsplätze , sondern führt zu einem Ab- oder Umbau von Stellen . Zu diesem
Ergebnis kamen die Teilnehmer eines Expertenworkshops der Akademie für
Technikfolgenabschätzung in Baden-Württemberg zum Thema " E-Commerce und
Beschäftigung " . Als Jobmaschine versage der E-Commerce damit zurzeit und
verschärfe sogar noch den zunehmenden Stellenmangel für weniger Qualifzierte .
Es sei absehbar , dass die schon jetzt bestehende " Qualifikationsschere " bei
einer Besserung der Konjunktur noch weiter aufgehen wird , sagte Fuchs gegenüber
heise online . In der New Economy ist dann in besonderem Maße " Einfallsreichtum
gefragt , um Arbeitsplätze an die verfügbaren Arbeitskräfte anzupassen " . Auch
mit den Voraussetzungen für eine weitere Verbreitung des E-Commerce befassten
sich die Experten des Workshops . Um in diesem Bereich doch noch positive
Beschäftigungseffekte zu erreichen , sei auch der Staat gefordert . Die
Wirtschaft brauche deutliche Anreize , um auf elektronische Vertriebswege
umzustellen , wie etwa öffentliche Ausschreibungen auf elektronischem Wege . Dem
Verbraucher sei der Kauf im Netz zurzeit oft noch zu kompliziert , zudem
bestehen Sicherheitsbedenken . Hier sahen die Wissenschaftler Bedarf an
innovativen Lösungen , denn derzeit gilt : Sobald die Bezahlung von
Online-Einkäufen standardisiert und einfacher handhabbar ist , werde die
Nachfrage nach E-Commerce steigen , so die Prognose der Experten , und könnte
dann auch zu positiven Effekten auf dem Arbeitsmarkt führen . Mehr dazu in
Telepolis . Behörden befürchten Attacken auf US-Web-Sites US-Behörden rechnen in
der kommenden Woche mit einer organisierten Aktion chinesischer Hacker . Grund
dafür sei das Zusammentreffen zweier Festtage in China : neben dem Tag der
Arbeit am Dienstag wird dort am nächsten Freitag der " Tag der Jugend " begangen
. Zudem jährt sich am 7. Mai die Bombardierung der chinesischen Botschaft in
Belgrad . Das National Infrastructure Protection Center ( NICP ) , die
amerikanische Behörde gegen Cyber-Kriminalität , hat daher US-Unternehmen zu
besonderer Vorsicht aufgerufen . Gestern berichtete die Behörde , es gebe Pläne
chinesischer Hacker , gemeinschaftlich Firmennetze in den USA anzugreifen . Die
Aktion sei als Vergeltung für den Tod des chinesischen Piloten Wang Wei zu
verstehen , dessen Maschine bei der Kollision mit einem US-Spionageflugzeug
abgestürzt war . Auch die Sicherheitsfirma Vigilinx und der Hersteller von
Antiviren-Software Symantec warnen ihre Kunden . Vigilinx-Chef Bruce Murphy
sagte , die gegenwärtige Situation könne sich als gefährlich erweisen , " falls
die Emotionen außer Kontrolle geraten " . Die Web-Site Attrition.org hat solche
Übergriffe registriert und auf ihren Seiten aufgelistet . Deutlicher
Umsatzeinbruch bei 3Com Der Nettoverlust pro Aktie beträgt 1,52 US-Dollar und
ist damit deutlich höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres , als das Minus
bei 0,42 US-Dollar lag . Als Grund für das schlechte Ergebnis gibt das
Unternehmen neben den hohen Kosten für Umstrukturierungen einen deutlichen
Umsatzeinbruch an : im vierten Quartal , das am 1. Juni endete , seien die
Umsätze um 39 Prozent zurückgegangen . Sein Unternehmen mache bei der
Kostenreduzierung gute Fortschritte . Claflin kündigte nun weitere Entlassungen
an . Bis Ende November werde das Unternehmen die geplanten Umstrukturierungen
abgeschlossen haben . Im kommenden Geschäftsjahr solle daher die Veränderung der
Produktpalette im Vordergrund stehen . Claflin erwarte " eine vorteilhaftere
Mischung von Produkten " heißt es im 3Com-Geschäftsbericht . Medienberichten
zufolge soll die Zahl der Produkte verringert werden , wobei das Unternehmen die
Produktion von DSL-Modems für Privatkunden sowie von Highspeed-Datenkabeln ganz
einstellen wolle . US-Regierung nominiert Bush-Berater für Technikfragen Das
Weiße Haus hat den Physiker John H. Marburger für die Leitung des Office of
Science and Technology Policy ( OSTP ) vorgeschlagen . Fünf Monate lang war
diese Stelle unbesetzt . Marburger wäre bei einer Ernennung der führende Berater
des US-Präsidenten für den Bereich Forschung und Technik . Der Direktor des OSTP
ist automatisch auch stellvertretender Vorsitzender des President's Committee of
Advisors on Science and Technology und hat beratende Funktion im National
Science and Technology Council . Die Nominierung habe für Überraschung gesorgt ,
berichtet die Nachrichtenagentur Reuters . Einige Insider hätten die Nominierung
des Bush-Beraters Floyd Kvamme erwartet , der sich im Sillicon Valley finanziell
engagiert . Marburger leitet seit März 1998 das Brookhaven National Laboratory ,
das dem Energieministerium unterstellt ist . Zu Beginn seiner wissenschaftlichen
Karriere beschäftigte er sich mit Lasertechnik , während seiner administrativen
Tätigkeiten zuletzt vor allem mit Biotechnologie und IT-Projekten . Zwei neue
Top-Level-Domains freigeschaltet Von einem " historischen Meilenstein für die
Internet-Gemeinde " spricht die Internet-Verwaltung Internet Corporation for
Assigned Names and Numbers ( ICANN ) in ihrer Erklärung zur Freischaltung von
zwei neuen Top Level Domains . Gemeint sind die Domains .biz für Unternehmen und
.info für Anbieter von Informations-Seiten , die beide seit heute zumindest
technisch verfügbar sind . Das US-Handelsministerium , das sich immer noch die
Oberaufsicht über die Root-Server des DNS vorbehält , hatte laut der ICANN der
Einführung der beiden neuen Domains und ihrer Eintragung in den Root-Server
zugestimmt . Bereits am 16. November vergangenen Jahres waren diese und fünf
weitere TDLs angekündigt worden . Für die Domains .name , .pro ( für
Berufsverbände ) , .aero ( Luftfahrt ) , .museum sowie .coop ( für
Genossenschaften ) seien die Verhandlungen jedoch noch nicht abgeschlossen ,
heißt es in der ICANN-Erklärung . .biz-Lizenzen werden von Neulevel Inc.
vergeben , .info-Lizenzen von Afilias Limited . Auch unter der Adresse
www.neulevel.biz wird der Surfer schon fündig - allerdings gibt es nur einen
Verweis auf die aktive .com-Adresse des Unternehmens . Einzelheiten des
Vergabeverfahrens waren schon im Vorfeld ausgehandelt worden . Der technische
Hintergrund zu den beiden TLDs wird in einer weiteren ICANN-Veröffentlichung
beleuchtet . Surfer dürfte aber noch mehr interessieren , wann unter den neuen
Adressen Websites abrufbar sind . Die ICANN rechnet damit , dass es ab September
die ersten Angebote mit den neuen Adress-Endungen geben wird . Unmut bei
amerikanischen Amazon-Kunden Der Online-Buchhändler Amazon hat seine US-Kunden
mit einer verschleierten Preiserhöhung verärgert . Tatsächlich zahlen
Amazon-Kunden , so hat das Wall Street Journal ausgerechnet , jetzt in
bestimmten Fällen mehr als vor der Umstellung . Die versandkostenfreie Lieferung
ist für Amazon offensichtlich ein gutes Geschäft . Zudem irritiert die
Amazon-Kunden , dass der Online-Buchhändler bisher keine Angaben macht , bei wie
vielen Büchern und um welchen Betrag die Preise angehoben wurden . Der
Internet-Buchhändler begründet die Umstellung bei den Liefergebühren , die in
Deutschland übrigens nicht erhoben werden , mit der guten Resonanz bei
Online-Käufern , die Versandkosten generell kritisch gegenüberstehen . Die
Bedingung , dass mindestens zwei Artikel bestellt werden müssen , scheint
amerikanische Amazon-Kunden nicht zu schrecken . Schließlich kostet das
Paperback The Book of Hope nach wie vor nur 49 Cent und ist damit zum
Mitbestellen prädestiniert . Auf der Amazon-internen Bestsellerlliste hat es
bereits Platz 11 erreicht . Online-Musikplattform MusicNet will Testbetrieb
starten Die Musikplattform MusicNet hat heute die Aufnahme eines eingeschränkten
Probebetriebs angekündigt . Ab 5. Oktober sollen etwa 500 Benutzer einen Monat
lang Gelegenheit haben , den Musik-Abodienst auzuprobieren . Diese " Preview "
sei aber Analysten und Journalisten vorbehalten und diene zu abschließenden
technischen Tests , sagte Richard Wolpert , bei Musicnet zuständig für
Strategiefragen . Die technische Infrastruktur liefert RealNetworks , das die
MusicNet-Inhalte auch selbst über seinen neuen Dienst RealOne vertreiben will .
Auch die umstrittene Tauschbörse Napster hat bereits ein Lizenzabkommen mit
MusicNet geschlossen . Das Konkurrenzprojekt Pressplay der beiden
Unterhaltungsriesen Vivendi Universal und Sony soll ebenfalls noch in diesem
Jahr starten . Beide Dienste waren bereits auf der Popkomm angekündigt . Während
MusicNet bekannt gab , dass das Überspielen von Titeln auf MP3-Player , Minidisk
oder CD zunächst noch nicht möglich sein wird , soll dies bei Pressplay schon
kurz nach dem Start möglich sein . Vodafone streicht Handy-Subventionen Da neu
gewonnene Handy-Kunden deutlich weniger telefonierten , werde man die Kundenzahl
nicht länger in den Mittelpunkt stellen . Den Rückgang , den es im Mai bei den
Neukunden gab , sehe er daher gelassen . Wichtig sei , dass die Neukunden sich
rechneten . Subventionen von Handys machten keinen Sinn mehr . Zudem kündigte
der D2-Chef für den Herbst weitere Preiserhöhungen an . Sie setzen wegen der
hohen Investitionen für UMTS auf Zusammenarbeit . Auch der Präsident der
Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation , Matthias Kurth , sprach
sich in einem Interview für die gemeinsame Nutzung von UMTS-Sendeeinrichtungen
aus . IBM : 52.600 Mitarbeiter beim virtuellen Meeting Mit der Internet-Aktion
WorldJam hat IBM allen 320.000 Mitarbeitern die Gelegenheit zu einen
unternehmensweiten Brainstorming gegeben . Drei Tage lang konnten sie an
moderierten Chats teilnehmen , bei verschiedenen Umfragen ihre Meinung abgeben
oder Vorschläge an virtuellen " schwarze Brettern " anschlagen . Thematisch ging
es um zehn vorgegebene Themen . Koordiniert wurde die Aktion von Michael Wing ,
bei IBM zuständig für weltweite Intranet-Strategien , und seinem Team in
Manhattan . Ebenso gründlich soll nun auch die Auswertung der Vorschläge und
Anregungen erfolgen , die während der drei Tage zusammenkamen . " Wir haben nach
Dingen gefragt , deren Umsetzung ohne Beteiligung der höchsten Führungsebene
möglich ist " , sagte Jon C. Iwata , Chef der Unternehmenskommunikation bei IBM
, der im vergangenen Sommer die Idee zum WorldJam hatte . Einige wenige externe
Beobachter waren eingeladen worden , die weltweite Konferenz der IBM-Mitarbeiter
zu verfolgen . Jonathan Spira , Experte für Online Communities und
Wissensmanagement bei Basex gehörte dazu . Er beizeichnete WorldJam als "
Woodstock der Geschäftswelt " . Etwas zurückhaltender äußerte sich Matthew Caine
, Analyst bei der Meta Group : " Wir können erst beurteilen , ob es eine gute
Idee war , wenn wir Ergebnisse sehen " . Linux-Superrechner auf dem Vormarsch An
der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg wurde heute der Beowulf-Cluster
Tina offiziell eingeweiht , und auch beim jüngsten Supercomputer-Deal zwischen
IBM und WesternGeco geht es um einen Linux-Rechner . Für Uni-Institute haben die
Linux-Cluster neben technischen Details den Vorteil , vergleichsweise billig zu
sein . Die Magdeburger Physiker bauten ihren Rechner aus 72 handelsüblichen PCs
zusammen . Dadurch ist er mit 452.000 Mark viel preisgünstiger als herkömmliche
Hochleistungsrechner . " Mit seiner Leistung gehört er dennoch zur Weltelite der
Supercomputer " , sagt der Physiker Stephan Mertens , der den Rechner gemeinsam
mit Kollegen entwickelte . Mit dem heutigen Tag ist die Testphase abgeschlossen
und Tina ist offiziell am Netz . Schon während der Probephase hatten die
Magdeburger Forscher den Rechner präsentiert , so auch im Februar auf der CeBIT
. In der internationalen Rangliste der Superrechner steht das Magdeburger
Projekt mit seiner Leistung von 118 GFlops auf Platz 31 , in Deutschland auf
Platz vier . Leistungsfähigere Rechner dieser Art stehen in der Bundesrepublik
laut Mertens nur in Chemnitz ( 422 GFlops ) , Wuppertal und Tübingen . IBM hatte
bereits Anfang des Jahres angekündigt , in Zukunft verstärkt auf Linux zu
setzten . Nach dem Supercomputer für Shell bekam IBM nun einen weiteren Auftrag
dieser Art von WesternGeco . Auch dieses Unternehmen , das ein joint venture
zwischen Schlumberger und Baker Hughes ist und seismische Messungen durchführt ,
setzt auf ein Linux-Cluster zur Datenanalyse . Der neue Rechner wird aus 256
eServer aus der xSerie von IBM bestehen , die mit einen Pentium III Prozessor
mit 933 MHz ausgerüstet sind . Mobilfunk-Kunden sind wählerisch Für drei Arten
von Neuerungen wären Mobilfunkkunden bereit , Geld auszugeben und auf ein neues
Handy mit erweiterten technischen Möglichkeiten umzusteigen , meint das
Marktforschungsinstitut Gartner : Gewünscht werde die Möglichkeit zur
Bildübermittlung , zum Herunterladen von Musik sowie location based services ,
also das Auffinden des nächsten Kinos oder Geldautomaten per Handy . Dies ist
das Ergebnis einer Studie des Marktforschungsinstituts Gartner , die im Rahmen
der Mobile Business Conference am heutigen Donnerstag in Rom vorgestellt wird .
" Mobilfunk-Anbieter benötigen dringend neue Angebote , um die Kunden zum
Umstieg auf Netze und Endgeräte der nächsten Generation zu bewegen " , sagt Adam
Daum , Chef-Analyst bei Gartner . Die Ergebnisse der Studie seien in dieser
Situation für den europäischen Markt " äußerst ermutigend " . Für die
Übermittlung von Fotos seien Kunden beispielsweise bereit , zwei- bis dreimal
höhere Gebühren zu zahlen . Das Interesse sei in den drei genannten Bereichen
groß genug , um den Mobilfunk-Unternehmen in den kommenden drei Jahren
zusätzliche Einnahmen zu sichern , prophezeit der Gartner-Analyst . In diesem
Zeitraum könnten die Anbieter in die Entwicklung noch komplexerer Dienste
investieren . Daum nannte in diesem Zusammenhang das so genannte mobile
micropayment , also das Zahlen per Handy an der Parkuhr oder am
Getränkeautomaten . Laut Gartner-Studie gibt es zwischen Europa und den USA
erwartungsgemäß große Unterschiede bei den Erwartungen der Kunden . Während die
Europäer das Handy längst als Übertragungsgerät für die verschiedensten Arten
von Daten verstehen , wird es von den amerikanischen Kunden nach wie vor als
reines Sprachübertragungsmittel gesehen . So nutzt in Deutschland und
Großbritannien etwa jeder zweite Mobiltelefonierer das Handy auch zum
SMS-Versand , in den USA ist es nur jeder zwanzigste . Auch das Alter der Kunden
hat entscheidenden Einfluß auf deren Wünsche . So haben vor allem die 15- bis
24-Jährigen Interesse an der Möglichkeit , Musikdateien zu übertragen und würden
dafür auch bezahlen . Corel meldet leichten Gewinn Im nachbörslichen Handel
stieg die Aktie gestern um über 20 Prozent . Corel-Chef Derek Burney zeigte sich
zuversichtlich , dass der Aufwärtstrend anhalten werde . Große Hoffnungen setzt
er dabei auf die Office-Suite WordPerfect Office 2002 . Für die nächsten sechs
Monate versprach er fünf neue Produkte für Apple-Rechner . Für die
Grafiksoftware Corel Draw wurde vor wenigen Tagen eine Spar-Version angekündigt
, die im August auf den Markt kommen soll . Zur Linux-Strategie des Unternehmens
gab es keine neuen Informationen . Verkauf von Lucent verletzt amerikanischen
Nationalstolz Während immer mehr Details zu der geplanten Fusion zwischen
Alcatel SA und Lucent Technologies Inc. an die Öffentlichkeit kommen , werden
gleichzeitig kritische Stimmen laut . Neben kartellrechtlichen Bedenken und
Fragen der nationalen Sicherheit sind es vor allem patriotische Gefühle , die
geweckt werden - dass die traditionsreichen Bell Laboratories als Teil von
Lucent bald in französischem Besitz sein könnten , erscheint in den USA vielen
unvorstellbar . Nachdem Teile der Produktion an General Dynamics verkauft wurden
, gehört Lucent nun nicht mehr zu den Top 100 Unternehmen , die Fördergelder des
Verteidigungsministeriums erhalten . Er gilt als Kritiker transatlantischer
Deals und hatte schon die Übernahme von VoiceStream durch die Deutsche Telekom
abgelehnt . Das Wall Street Journal nennt die Bell Labs die " Kronjuwelen " des
angeschlagenen Telekommunikationsausrüsters Lucent . Das Traditionsunternehmen
entstand 1925 aus dem Zusammenschluss der Forschungs- und Entwicklungsresourcen
von AT&T und Western Electric . Mehr als 40.000 Erfindungen wurden in den Bell
Labs gemacht , darunter grundlegende Entwicklungen für Telefon , Radio und
Fernsehen . In jedem amerikanischen Haushalt finden sich durchschnittlich 25
Geräte , die unter Beteiligung der Bell Labs zur Marktreife gebracht wurden .
Ungeachtet der amerikanischen Kritik gehen die Fusionsverhandlungen weiter . Die
58-prozentige Beteiligung von Lucent an Agere Systems soll nicht mit übernommen
werden . Aktienbesitzer sollen Lucent-Aktien zu einem festen Umtauschkurs von
0,2435 Alcatel-Aktie pro Lucent-Aktie eintauschen können . Eine Prämie wird es
nicht geben . WAP findet nur geringe Akzeptanz Die Industrie hat sich bei WAP
und M-Commerce verschätzt . Zu diesem Schluss kommt eine Studie von A.T. Kearney
und dem Judge Institute der Business School der Universität Cambridge . Demnach
konnten rund 26 Prozent der befragten Anwender nicht sagen , wofür sie WAP
überhaupt benötigen . Am dramatischsten ist das nachlassende Interesse am
mobilen Einkauf . Trotz steigender Zahl WAP-fähiger Geräte beabsichtigen derzeit
nur noch 12 Prozent der Befragten , per Handy einzukaufen . Vor einem Jahr waren
es noch 32 Prozent . " Nach dem Hype wollen die Kunden jetzt Nutzwert " ,
kommentierte Kearny-Mitarbeiter Diethard Bühler das Ergebnis . " Wenn das Thema
Mobile Commerce nicht ganz verpuffen und die Milliardeninvestitionen der
vergangenen Jahre vergebens sein sollen , müssen die Anbieter rasch handeln " .
Ob sich die Hoffnungen auf WAP überhaupt noch erfüllen , erscheint zweifelhaft .
Mittlerweile malen zahlreiche Studien ein eher düsteres Bild . Etwa der Anfang
Dezember veröffentlichte WAP Usability Report der britischen Designberatung
Nielsen Norman Group . Die Studie basiert auf den Erlebnissen von 20
Testpersonen . Sie bekamen für eine Woche ein WAP-Handy zum Testen . Zu Recht
kritisierte das WAP Forum , ein Zusammenschluss von rund 700 Firmen und
Organisationen der Branche , den WAP Usability Report als unwissenschaftlich .
Die Datenbasis von nur 20 individuellen Erfahrungen rechtfertigt keinen
wissenschaftlichen Anspruch . Zwei neue Studien , die in den vergangenen sechs
Tagen vorgestellt wurden , kommen jedoch zu ähnlichen Ergebnissen . So stellt
eine Untersuchung der Meta Group den Produzenten von WAP-Handys kein gutes
Zeugnis aus . Rund 85 Prozent der Befragten empfanden es als zu kompliziert ,
per WAP-Handy an Informationen zu gelangen . Für die meisten Befragten stand der
Aufwand in keinem Verhältnis zu den gefundenen Informationen . Eine Studie von
J.D. Power schlägt in die gleiche Kerbe . Ihr zufolge benutzt nur jeder vierte
britische WAP-Handy-Besitzer sein Telefon für mehr als Telefongespräche und den
Versand von Kurznachrichten . Im vergangenen Jahr war es noch jeder dritte
gewesen . Elsa will 50 Stellen streichen Der Grafikkartenhersteller Elsa plant ,
rund zehn Prozent seiner Mitarbeiter zu entlassen . Insgesamt sollen so bis Ende
Mai 50 Stellen wegfallen . Bei den 507 Mitarbeitern der Elsa AG seien rund 30
Entlassungen geplant , sagte Sven Heiden , Investor Relations Manager bei Elsa .
Auch befristete Arbeitsverträge will das Unternehmen nicht verlängern , so
Heiden weiter . Von den Entlassungen sei nur der Standort Aachen betroffen . Für
die zweite Hälfte 2001 kündigte Elsa eine strategische Neuausrichtung auf den
Bereich Home-Networking an . Office XP : mehr Bedenkzeit bei Lizenzmodellen Mit
der Verlängerung reagiere man auf das Feedback der Kunden , heißt es dazu in
einer Erklärung von Microsoft . Den Kunden sei der Zeitraum bis 30. September
für die Entscheidungsfindung zu kurz gewesen , sagt auch Thomas Baumgärtner ,
Pressesprecher bei Microsoft in München , denn " die neuen Lizenzverträge
zwingen schon dazu , genauer nachzudenken " . In Europa habe dabei neben den
Kundenwünschen auch die Euro-Umstellung für eine Verlängerung des Zeitraums
gesprochen , heißt es in der Stellungnahme von Microsoft . Selbst Kunden , die
an den inhaltlichen Neuerungen der seit Ende Mai verfügbaren neuen
Office-Version gar nicht interessiert sind , werden sich genau überlegen müssen
, ob sie noch innerhalb der Übergangsphase umsteigen wollen . Dieses ermöglicht
den Erwerb einer aktuellen Office-Version zum Update-Preis auch dann , wenn der
Kunde mehrere Versionswechsel " übersprungen " hat und zurzeit noch eine recht
alte Version einsetzt . Ab dem 1. März 2002 gilt dann bei Microsoft eine enge
Auslegung des Update-Begriffs : Nur der Umstieg auf die direkte
Nachfolger-Version eines Produktes berechtigt dann noch zum verbilligten
Lizenzerwerb . " Update ist Update und alles andere ist ein neues Produkt " ,
fasst Thomas Baumgärtner diesen Standpunkt zusammen . In amerikanischen Medien
wird der Verdacht geäußert , dass finanzielle Überlegungen zu der Verlängerung
der Einführungsphase geführt haben . Microsoft-Geschäftskunden hätten die
Mehrkosten des erzwungenen Umstiegs aus dem Budget des laufenden Jahres nicht
bestreiten können und daher verstärkt über Alternativen zum Office-Paket aus
Redmond nachgedacht . Guggenheim für Kunstreisende im Web Seit Jahren plant die
Guggenheim-Stiftung ein Virtual Museum im Internet - bisher mit spärlichem
Erfolg . Ab September sollen unter guggenheim.com kostenlose und kommerzielle
Angebote nutzbar sein . Dann werden 50 Mitarbeiter in Manhattan für die Web-Site
arbeiten . Der kostenlose Teil des Angebots soll Videos von Performances und
Konzerten umfassen , außerdem Hintergrundinformationen wie Künstlerbiographien
oder Expertenkommentare zu Exponaten liefern . Im Gegensatz zur Stiftung will
Guggenheim.com auch profitorientiert arbeiten und setzt dabei auf Einnahmen
durch den Handel mit Geschenkartikeln , Unterrichtsmaterialien und
Komplettangeboten für Kunstreisende . Mehrere Banken sollen bereits Kapital
zugesagt haben , noch bevor es beim E-Commerce zu kriseln begonnen hatte . Das
Museum of Modern Art in Manhattan hatte ähnliche Pläne in der vergangenen Woche
in Frage gestellt , nachdem die Londoner Tate Gallery von einer vereinbarten
E-Commerce-Zusammenarbeit Abstand genommen hatte . Auch David Bearman ,
Präsident der Beratungsfirma Archives and Museum Informatics , sagte " diese
Dinge sind viel schwieriger als es den Anschein hat " und warnte , dass Museen
durch kommerzielle Web-Sites ihren Non-Profit Status verlieren könnten . NASA
setzt auf Künstliche Intelligenz Die NASA hat für 2002 den Einsatz einer
Steuerungssoftware angekündigt , die auf künstlicher Intelligenz beruht . Das
Continuous Activity Scheduling , Planning Execution and Replanning-Programm (
CASPAR ) ist eine Weiterentwicklung der Software , die bereits 1999 bei der
Steuerung der Sonde Deep Space 1 eingesetzt wurde . Während die 1999 eingesetzte
Version allerdings nur wenige Tage lang jeweils für begrenzte Zeitabschnitte die
Kontrolle übernehmen konnte , soll CASPAR die für das kommenden Jahr geplante
Mission der Three Corner Sat-Satelliten ( 3CS ) drei Monate lang steuern . Die
neue Software soll Ergebnisse direkt an Bord der Sateliten kontinuierlich
berechnen . Ein zweiter entscheidender Fortschritt der neuen Version ist die
programmgesteuerte Vorauswahl von Messdaten , bevor diese zur Erde übertragen
werden . Nur aussagekräftige Messergebnisse sollen so die Erde erreichen ,
während fehlerhafte vom Programm gelöscht werden . Dadurch wird nicht nur der
Datenverkehr reduziert ; den Wissenschaftlern der Bodenstation erspart es die
Sichtung von wenig relevantem Datenmaterial . Das neue Programm wurde im
kalifornischen Jet Propulsion Laboratory der NASA entwickelt . Den KI-Aspekt der
Software beschreibt Steve Chien , der Leiter der Abteilung für automatisiertes
Planen und Steuern , so : Ausgangszustand und Zielvorgaben des Programms sind
dabei keine statischen Größen mehr , sondern werden in Abständen von zehn
Sekunden aktualisiert , wobei auch unvorhergesehene Ereignisse berücksichtigt
werden . Aus den aktuellen Ausgangsvoraussetzungen und einem Set von aktuellen
Zielen ergibt sich der aktuelle Plan . Das 3CS-Projekt wird gemeinschaftlich von
der University of Arizona , der University of Colorado und der New Mexico State
University entwickelt . Für die Mission im kommenden Jahr sollen drei einzelne
Sateliten in einer gemeinsamen Formation in 380 km Höhe die Erde umkreisen .
Neben der Erprobung der neuen Steuerungs-Software dient die Mission auch dazu ,
Stereo-Bilddaten zu erheben und Erkenntnisse über den Satelliten-Formationsflug
zu gewinnen . Betreiber von Monster.com schlucken Mitbewerber Sprecher von TMP
erklärten dazu nur , das Unternehmen wolle seine Stellung auf dem
Online-Jobvermittlungsmarkt weiter ausbauen . HotJobs war bisher auf dem
amerikanischen Markt die zweitgrößte Online-Jobvermittlung . HotJobs hatte
kürzlich die Mitarbeiterzahl um 15 Prozent zusammengestrichen , einen weiteren
Abbau will man aber nach eigenen Aussagen im Rahmen der Übernahme durch TMP
nicht vornehmen . TMP selbst schloß dagegen Kürzungen im Personalbestand nicht
aus . HP geht strategische Allianz mit PictureIQ ein Hewlett Packard ( HP ) hat
eine Lizenz für die Verwendung der Technik von PhotoBoard , einem Produkt der
PictureIQ Corporation , erworben und eine Zusammenarbeit mit dem Unternehmen zur
Herstellung damit zusammenhängender Produkte für Privatnutzer angekündigt . Bei
PhotoBoard handelt es sich um eine Kombination aus Hard- und Software , mit der
Bildbearbeitung und -archivierung auch ohne PC möglich sind . Die integrierte
Software dient zur Organisation von Fotosammlungen , zur Herstellung von
Slide-Shows und zur Manipulation von Bildmotiven . Die Firma PictureIQ , die
1998 gegründet wurde , erhofft sich von der Zusammenarbeit mit HP eine bessere
Vermarktung ihres Produkts . " HP verfügt über die Technik , die Kenntnisse des
Marktes und die Vertriebswege , um Produkte zu verkaufen , die den Wünschen von
Privatkunden entsprechen " sagt PictureIQ-Chef Bill McCoy . HP hat zuletzt einen
Gewinnrückgang von 66 Prozent verbuchen müssen und drastische Sparmaßnahmen
angekündigt . Parallel dazu versucht das Unternehmen offenbar , seine
Produktpalette zu erweitern und verstärkt Privatkunden anzusprechen . Gerade
erst hatte der Computerriese mit dem Digital Entertainment Center einen
Hi-Fi-Computer vorgestellt . Sicherheitslücke in Cisco-Betriebssystem Vor einer
schweren Sicherheitslücke warnt der US-Netzausrüster Cisco alle Kunden , die
Geräte mit dem Internet Operating System ( IOS ) 11.3 oder höher betreiben . Auf
der Cisco-Homepage werden technische Details in einem entsprechenden Dokument
erläutert . Auch Experten des Computer Emergency Response Teams ( CERT ) haben
einen Sicherheitshinweis zu diesem Bug auf der CERT-Site veröffentlicht . Cisco
hat den Fehler in der neuesten Fassung des IOS behoben . Der Fehler befinde sich
in der http-Serverkomponente innerhalb des Betriebssystems , so das
CERT-Dokument . Falls die lokale Authentifizierungs-Datenbank des Betriebsystems
verwendet wird , genügt einem Angreifer das Senden einer bestimmten URL , um
sich Administratorrechte zu verschaffen . Er kann dann mit höchsten Privilegien
auf Cisco-Router in dem betreffenden Netzwerk zugreifen . Als Sofortmaßnahme
empfiehlt das CERT-Dokument , die http-Funktion des Servers abzuschalten . Nach
Angaben der CERT-Experten ist eine große Zahl von Servern betroffen . Studie
sagt Bluetooth große Zukunft voraus Rund 120 Netzwerk-Manager und
IT-Verantwortliche in den USA , Europa und Asien wurden dafür befragt . Generell
ergaben diese Interviews , dass Endkunden bereit sind , in die neue Technik zu
investieren - und das , obwohl sie häufig nicht sagen konnten , was sich
dahinter genau verbirgt . " Ein grundlegendes Ergebnis unserer Studie ist , dass
die meisten End-User Bluetooth als eine Art wireless LAN beschreiben " , sagt
Jan ten Sythoff , der Leiter der Untersuchung . Dies sei zwar nicht falsch ,
werde den vielfältigen Möglichkeiten der neuen Übertragungstechnik aber nicht
gerecht . Es sei daher wichtig , dass die Hersteller ihre Kunden besser über
technische Details von Bluetooth informierten . So könnten auch Enttäuschungen
aufgrund zu hoher Erwartungen vermieden werden . Sicherheit war bei allen
Befragten ein wichtiges Thema , unabhängig von ihrer jeweiligen Nationalität ,
der Größe der Unternehmen oder der gegenwärtigen technischen Ausstattung .
Dennoch ist das Interesse , auf Bluetooth-Geräte umzusteigen , generell groß .
Dass bisher noch kein sehr hoher Umsatz erzielt wurde , führen die Marktforscher
ausschließlich darauf zurück , dass noch nicht viele ausgereifte Produkte für
den Bluetooth-Einsatz erhältlich sind . Die Vorhersage für das laufende Jahr
wurde daher in der Studie leicht nach unten korrigiert : Sobald sich die Technik
in der Praxis stärker durchsetze , würden die Verkaufszahlen deutlich ansteigen
- so die weitere Prognose . Während in der Untersuchung für 2001 insgesamt 4,2
Millionen verkaufte Geräte erwartet werden , soll diese Zahl bis 2006 auf 1,01
Milliarden ansteigen . Schadensbegrenzung bei Alcatel und Lucent Während in den
Medien nach den gescheiterten Fusionsgesprächen zwischen Alcatel und Lucent über
mögliche Ursachen spekuliert wird , versuchen die beiden
Telekommunikationsanbieter Imageverluste zu begrenzen . Alcatel gab gleichzeitig
mit der Meldung über die Einstellung der Verhandlungen Pläne für eine
strategische Neuausrichtung sowie Maßnahmen zur Stärkung der Bilanz bekannt :
Unter anderem soll die Sparte Enterprise Business mit der Herstellung von
Telefonanlagen für Unternehmenskunden verkauft werden , die auf dem US-Markt und
zunehmend auch in Europa für Verluste sorgte . Auch die Fertigung von
Mobiltelefonen wird weiter zurückgefahren . In Zukunft will sich Alcatel stärker
auf Telekommunikationsnetze konzentrieren . Bereits jetzt machten die
Geschäftsfelder Transportnetzwerke und optische sowie Satelliten-Netzwerke rund
80 Prozent des Geschäftsvolumens im Telekommunikationsbereich aus . Auch nach
dem geplatzten Deal mit Lucent besteht dabei großes Interesse am amerikanischen
Markt . Alcatel-Chef Serge Tchuruk bezeichnete es als " absolut notwendig " für
sein Unternehmen , auf dem US-Markt stärkeren Einfluss zu gewinnen . Aus dem
Lucent-Umfeld war nach US-Medienberichten zu hören , auch aufgrund der
ungünstigen Geschäftsentwicklung bei Alcatel habe man sich nur eine
gleichberechtigte Fusion mit dem französischen Konkurrenten vorstellen können .
Lucent-Chef Henry Schacht bezeichnete den Rückzug von dem geplanten Deal mit
Alcatel als " Zeichen der Stärke und nicht der Schwäche " . Dem Wall Street
Journal zufolge zeichnen sich jedoch bereits weitere Schwierigkeiten für das
angeschlagene Unternehmen ab : der geplante Verkauf der Glasfaser-Sparte könnte
am Widerspruch des Partners Corning Inc. scheitern . Dieses Unternehmen teilt
mit Lucent den Besitz an Patenten für die Herstellung von Glasfaserkomponenten
und sei mit den Verkaufsplänen nicht einverstanden . Ausgerechnet Alcatel hatte
zusammen mit einem italienischen Unternehmen Interesse an der Glasfaser-Firma
gezeigt . Die Patentstreitigkeiten drohen den Verkauf nun hinauszuzögern und
senken den möglichen Erlös . " Es gibt keinen Plan B " , sagten Insider dem Wall
Street Journal mit Bezug auf die aktuelle Situation . Tatsächlich könne es Jahre
dauern , bis Lucent wieder in die Gewinnzone zurückkehrt . Händler klagt gegen
Napster Mit MediaBay hat nun auch ein Händler von Tonträgern die
Internet-Musikbörse Napster wegen Copyright-Verletzungen und unlauterem
Wettbewerb verklagt . MediaBay bietet auf seiner Homepage ältere Sprach- und
Musikaufnahmen aus dem Radio an . So bekommt man dort die Abbott and Costello
Show vom 17. April 1945 zum Angebotspreis von 2,99 US-Dollar . Der Händler
verlangt jetzt , dass die von ihm angebotenen Radiosendungen aus dem
Napster-Angebot gestrichen werden . Nach gerichtlichen Schritten der Recording
Industry Association of America ( RIAA ) war Napster durch eine einstweilige
Verfügung verpflichtet worden , Copyright-geschützte Titel per Filtersoftware
vom Zugriff zu sperren . MediaBay will offenbar eine ähnliche Regelung zum
Schutz des eigenen kostenpflichtigen Angebots erwirken . " Die einstweilige
Verfügung gegen Napster in einem ähnlichen Fall ist uns bekannt und wir halten
sie für einen entscheidenden Schritt , um legal arbeitenden Anbietern von
Audioangeboten den Weg zu ebnen " , sagte der Chef des Unternehmens , Michael
Herrick . Im Mobilfunkgeschäft hat T-Mobil , Tochter der Deutschen Telekom , bei
den Teilnehmerzahlen erstmals die 20-Millionen-Grenze geschrammt . Im Januar
habe das Unternehmen gut 800.000 neue Kunden ins Netz genommen , sagte der
Vorsitzende der Geschäftsführung der Telekom-Tochter , Rene Obermann , heute in
Berlin . Damit liegt der Kundenbestand bei 19,8 Millionen und das
Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Marktführer D2 Vodafone geht weiter . Von der
ehemaligen Mannesmann-Tochter waren keine Zahlen zu erhalten . Damals lag die
Vodafone-Tochter mit rund 100.000 Teilnehmern knapp vor T-Mobil . Weiteres
Wachstum erhofft sich das Unternehmen von der mobilen Datenkommunikation , der
nun die Übertragungstechnik GPRS ( General Packet Radio System ) zum Durchbruch
verhelfen soll . Der Auftakt der neuen Datenfunktechnik gestaltet sich aber
zögerlich - wie erwartet . Derzeit beherrscht als einziges Gerät lediglich
Motorolas Timeport 260 den GPRS-Modus . Zum Start ist auch die
Übertragungsgeschwindigkeit mit maximal 40,2 kBit/s bei T-Mobil noch niedrig .
Viag will immerhin schon 53,6 kBit/s übertragen können . Noch in diesem Halbjahr
erwartet man jedoch eine größere Auswahl von Mobiltelefonen , die auch höhere
Übertragungsraten ermöglichen . GSM-Modul für Palm-Handhelds Die Firma UbiNetics
hat ein Clip-On-Modul für Handheld-Computer der Serien Palm V und Vx angekündigt
, mit dem sich drahtlos telefonieren und surfen lässt . UbiNetics und Palm ,
führender Hersteller von Taschen-PCs , haben ein Memorandum of Understanding zur
gemeinsamen Vermarktung des neuen Clip-On-Moduls unterzeichnet . Das Modul wird
über die serielle Schnittstelle an den Handheld angesteckt . Zum Telefonieren
benötigt man das mitgelieferte Headset . Das Modul ist mit einem eigenen Akku
ausgestattet , der Dauergesprächszeiten von bis zu drei Stunden bieten soll .
Zum Lieferumfang wird nach bisherigen Absichten des Herstellers auch eine
Software für den Zugriff auf das Internet-Portal MyPalm gehören . MyPalm soll
Web-Clipping-Applikationen oder auch E-Mail- und SMS-Programme bieten .
UbiNetics möchte das Modul ab März 2001 in den Handel bringen . Der Preis für
den hiesigen Markt steht noch nicht fest . Bei 21store findet man indes den
stolzen Preis von 350 britischen Pfund vor . Highspeed-Internet für 130 Mark
pauschal Nach erfolgreichem Pilotprojekt in Rosenheim öffnet die Firma
Streamgate ihr " Breitband-Internet für Jedermann " jetzt auch in München . Nach
Worten ihres Marketing- und Vertriebsvorstands Joachim Skora geht die
Bayern-Metropole noch im Februar ans Streamgate-Netz . Anschließend will das
Unternehmen bis Jahresende sukzessiv 40 Ballungszentren mit ihrem Dienst
versorgen . Der DSL-Anschluss kostet monatlich 79,90 Mark , liefert zum Kunden
1024 kBit/s und befördert in Gegenrichtung 128 kBit/s . Für den eigentlichen
Internet-Zugang sieht Streamgate eine Flatrate vor , die mit weiteren 49,90 zu
Buche schlägt und eine Homepage mit 5 MByte Kapazität nebst FTP-Zugang sowie 5
E-Mail-Adressen enthält . Ein DSL-Internet-Anschluss mit einer
Upload-Geschwindigkeit von 384 kBit/s kostet bei ansonsten gleichen Konditionen
9,90 Mark mehr . Unter dem Namen VoiceGate kombiniert das Unternehmen einen
Telefonanschluss mit einer Rufnummer mit einer der beiden DSL-Varianten . Der
Telefonanschluss kostet weitere 29,90 Mark . Für 39,90 Mark gibt es das Angebot
VoiceGatePro , das zwei Rufnummern und Gesprächsleitungen bietet . Zuzüglich zur
Installation , die 99 Mark kostet , erhebt Streamgate eine Bereitstellungsgebühr
, die bei einer Vertragslaufzeit von 6 Monaten 298 Mark betragen soll . Bei
Laufzeiten von 12 und 24 Monaten sinkt diese Gebühr auf 198 respektive 98 Mark .
Zu den Partnern sollen nicht genannte regionale und überregionale Unternehmen
gehören . Binnen sechs Wochen nach Anmeldung bei Streamgate sei bereits mit dem
Anschluss zu rechnen und " nicht erst in Monaten " , meint die Grasbrunner Firma
selbstbewußt und mit Seitenhieb auf die Telekom , die seit Monaten Zigtausende
von T-DSL-Interessenten warten lässt . Vertrieben wird der
Streamgate-Internet-Zugang einerseits indirekt über Fachhändler , aber auch über
die Streamgate-Website sowie eigene Direktvertriebsstrukturen . In München sei
der Streamgate-Zugang in den Saturn-Filialen erhältlich , heißt es . EU :
Call-by-Call im Mobilfunk denkbar ( update ) EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti
hat den europäischen Mobilfunkbetreibern in einem Interview mit dem Hamburger
Magazins Stern hohe Strafen angedroht , falls die Brüsseler Wettbewerbsbehörde
Beweise für Kartellabsprachen bei Auslandsgebühren finde . Die Kommission
untersuche zur Zeit die nach Ansicht von Kritikern überhöhten Roaming-Gebühren
bei Auslands-Telefonaten mit dem Handy . " Ich hoffe , dass sich da etwas ändert
" , sagte Monti . " Unsere Untersuchung betrifft die gesamte Branche in ganz
Europa , also auch die deutschen Firmen . " Ein Sprecher von Mannesmann
Mobilfunk bezeichnete die Vorwürfe inzwischen als " abwegig und absurd " . Auch
bei T-Mobil hieß es , man sehe in den Verhandlungen über Roaming-Gebühren keine
Kartellabsprachen . Die Behörde könne im Falle eines Vergehens Strafen von bis
zu zehn Prozent des Umsatzes verhängen , sagte Monti . Bislang sind
Mobilnetzbetreiber wegen der enormen Investitionen für deren Netzaufbau vom
Call-by-Call ausgenommen . Doch nachdem die Handynetzbetreiber zunehmend Gewinne
einfahren , könnte ihre Schonzeit bald enden . Dual-Band-Netz in Wien Experten
erwarten auch entsprechende Nachrüstungen der deutschen GSM-900-Netze D1 und D2
, die in Ballungszentren ebenfalls " zu viele " Kunden haben . Um als Kunde die
neuen Frequenzen nutzen zu können , benötigt man ein Dual-Band-Handy . Solche
Geräte wählen in einem versorgten Gebiet automatisch das Frequenzband mit dem
besseren Empfang . Alle bedeutenden Hersteller bieten seit Mitte letzten Jahres
Dual-Band-Handys an ; neue Handys werden überhaupt nur mehr in Dual-Band-Technik
entwickelt . Aber auch A1-Kunden mit 900-MHz-Handys profitieren vom
Dual-Band-Netz . Jede Verbindung über 1800er Frequenzen hält die Kapazität für
900-MHz-Geräte frei , die Verfügbarkeit des gesamten Netzes verbessert sich .
Vodafone drängt auf den japanischen Markt Der Kommunikationskonzern British
Telecom ( BT ) will seine 20-prozentige Beteiligung an Japan Telecom ( JT ) und
deren Mobilfunktochter J-Phone an seinen Hauptkonkurrenten Vodafone verkaufen .
Die Verhandlungen seien bereits fortgeschritten , bestätigte BT am heutigen
Dienstag in London . Zum Verkaufspreis wollte BT nichts sagen . Vodafone sichert
sich durch den Verkauf die Kontrolle über J-Phone . Erst gestern hatte das
britische Unternehmen eine zehnprozentige Beteiligung des US-Konzerns AT&T an
Japan Telecom übernommen . Zusammen mit den bisherigen BT-Beteiligungen verfügt
Vodafone künftig über einen Anteil von 45 Prozent an JT und über 46 Prozent der
JT-Aktien . Nach einem Bericht der " Financial Times " drängt Vodafone auf eine
aggressivere Geschäftspolitik gegen J-Phones größten Konkurrenten NTT DoCoMo ,
der 60 Prozent des japanischen Marktes beherrscht . Maschine versteht Sprache ,
Gesten und Augenbewegungen Wer hätte sich nicht schon einmal gewünscht , dass
einem der Computer die Wünsche von den Augen abliest ? Das Deutsche
Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz ( DFKI ) hat nun einen ersten
Prototypen des Projektes SmartKom fertiggestellt . Kernstück ist ein Apparat ,
der auf Stimmen , Fingerbewegungen und Gesten statt strenger formaler Befehle
achtet . Auch könne sich SmartKom an verschiedene Benutzer anpassen . Neben der
Sprache verstehe SmartKom auch andere menschliche Ausdrucksformen , darunter
Zeigen , Kopfnicken und Kopfschütteln . Noch wähnt man sich aber nicht am Ziel
der Entwicklung ; das DFKI will SmartKom erst noch eine " kinderleichte
Handhabung " verpassen . In dem Leitprojekt des Bundesforschungsministeriums
arbeiten Wissenschaftler und Experten aus der Wirtschaft fachübergreifend
zusammen . Die Koordination liegt beim DFKI in Saarbrücken Eines der
Hauptprobleme , das man bei der SmartKom-Entwicklung überwinden müsse , sei die
nahtlose Integration und die koordinierte semantische Verarbeitung der
vielfältigen und sich ergänzenden Ausdrucksformen , so der wissenschaftliche
Leiter von SmartKom , Professor Wolfgang Wahlster . So müsse SmartKom Sprache ,
Gestik , Mimik , Stifteingabe und graphische Steuerung parallel erfassen und "
verstehen " . Zudem sei SmartKom auch für Biometrie-Eingaben ausgelegt , sodass
zum Beispiel ein Fingerabdruck auf einem Mobilcomputer ein bestimmtes
Benutzerprofil aktiviert . Daneben gelte es , so der DFKI-Direktor , eine "
robuste " Verarbeitung von möglicherweise ungenauen , mehrdeutigen und teilweise
unkorrekten Eingaben sicherzustellen . " Kontextsensitive Interpretation " laute
die Devise des angestrebten Dialogs zwischen Mensch und SmartKom-Maschine . Der
Prototyp demonstriert schon recht anschaulich das Prinzip der " multimodalen
Mensch-Maschine-Kommunikation " : Zum Beispiel könnte in einem
Kinoauskunfts-Szenario die Analyse natürlicher Zeigegesten dazu benutzt werden ,
ein Informations- und Reservierungssystem über verkürzte sprachliche Eingaben
und Gesten zu steuern . Um zu reservieren , braucht der Unterhaltungssuchende
entsprechend nur auf eines der Kinos zu zeigen und den Wunsch akustisch kund zu
tun . Wie Wahlster weiter erläuterte , sollen mit SmartKom nun Kernfunktionen
für intelligente Kommunikationsassistenten entwickelt werden . In drei Jahren
würden die klugen Kisten in der Lage sein , die Sprache ihrer Benutzer , ihre
Gestik und Mimik im Zusammenspiel zu analysieren . Die Schöpfer erwarten von
ihren Kommunikationsassistenten " Anpassungsfähigkeit an individuelle Benutzer
und die Fähigkeit , auch mehrdeutige und unvollständige Eingaben sinnvoll im
Gesprächszusammenhang zu interpretieren " . Ersten Testergebnissen zufolge
finden die Probanden den Umgang mit SmartKom " einfach " . Auch mache SmartKom
Spaß , weil es etwas Neues sei und zudem " interessant , lustig und
unkompliziert " . Anscheinend erntet SmartKom aber auch deshalb Zustimmung und
Sympathie , weil er " normale Dialoge " ermöglicht . " Wow , er spricht ja mit
mir ! " , sollen Probanden spontan nach dem ersten Kontakt gesagt haben . Den
Einsatz intelligenter künstlicher Assistenten stützen aber auch rein praktische
Erwägungen . Amerikanische Forscher haben nämlich herausgefunden , dass die
Kommunikation gegenüber der weit verbreiteten Menütechnik von
Point-of-Sales-Boxen um das Fünffache beschleunigt wird , wenn man
Alltagssprache , natürliche Zeigehandlungen und graphisch präsentierte
Information kombiniert . Das SmartKom-Konsortium räumt der
Mensch-Maschine-Interaktion gute Marktchancen ein . Zu den Mitgliedern des
Projekts gehören neben Universitätsinstituten aus München , Stuttgart und
Erlangen-Nürnberg auch Forschungszentren wie das DFKI und das EML , aber auch
die Industrieunternehmen Siemens , Philips , DaimlerChrysler und Sony .
Insbesondere im Bereich der neuen UMTS-Dienste sehen die SmartKom-Protagonisten
gute Marktchancen . Gerd Martin Trittin will Vorsorge gegen Handy-Strahlung
verbessern Bundesumweltminister Jürgen Trittin will die Vorsorge gegen mögliche
Gesundheitsgefahren durch Mobilfunkstrahlung verbessern . Nach einem laut
Trittin geplanten Vorsorgepaket sollen die Netzbetreiber ihre Netzkartenpläne
gegenüber Städten und Gemeinden frühzeitig offen legen und auch die
Standortalternativen nennen . Zudem will das Bundesumweltministerium den
Kommunen das Recht zusprechen , auch im Falle von kleinen Sendeanlagen , die
bislang nicht in der Bundesemissionsschutzverordnung erfasst sind ,
Alternativstandorte vorschlagen zu dürfen . " Werden Städte und Gemeinden
frühzeitig an der Entscheidung beteiligt , wächst auch die Akzeptanz in der
Bevölkerung " , meint Trittin . Ausdrücklich sprach sich der Minister dafür aus
, eine bessere Kennzeichnung bei Handys einzuführen . Zwar würden die Hersteller
die Strahlungsintensität ihrer Geräte ab dem Herbst in der Gebrauchsanweisung
ausweisen und im Internet veröffentlichen , doch müsste dies
verbraucherfreundlicher ausgestaltet werden . " Es könnte eine Regelung
getroffen werden , nach der die Bezeichnung strahlungsarm als eine Art
Umwelt-Label nur dann erlaubt sein soll , wenn ein Viertel der empfohlenen
Strahlungswerte eingehalten wird . " Gleichzeitig kündigte der Umweltminister
eine Offensive bei den Forschungsaufwendungen für den Strahlenschutz . Für die
kommenden vier Jahre werde sein Ministerium dafür die Mittel verdoppeln .
Digital-Fernsehen : Wieder mal geeinigt Die beiden deutschen Protagonisten des
Digital-Fernsehens vermelden nach monatelangem Stillstand mal wieder eine
Einigung . Beide Parteien streben an , ihre bestehende Kooperation beim (
analogen ) Pay-TV-Sender Premiere in eine 50:50-Partnerschaft zu wandeln und den
derzeit dritten Beteiligten Canal Plus auszuzahlen . Neben DF1 , das Kirch
gehört , soll damit auch Premiere zu einem Digitalsender werden . Die Kirch
Gruppe will Premiere mit Filmprodukten versorgen . Zusammen mit den
Pay-TV-Filmrechten von CLT-UFA soll damit die Programmversorgung für Premiere
nun doch langfristig gesichert sein . Im Gegenzug hat CLT-UFA anscheinend den
eigenen Digital-Dekoder , die Mediabox , fallengelassen . Damit ist aber noch
nichts gewonnen , denn digitales Fernsehen kann man zur Zeit lediglich über
Satelliten empfangen . Die Telekom widersetzt sich , das DF1-Angebot in ihr
TV-Kabelnetz einzuspeisen . Immerhin vermelden jetzt die auf Schulterschluß
gegangenen Streithähne " konstruktive Gespräche mit der Telekom " . Daß sich
Kirch und CLT-UFA wieder entgegenkamen , liegt wohl am Glauben an eine lukrative
Perspektive des Digital-Fernsehens . Man prognostiziert " realistisch und
wirtschaftlich tragbar " mehr als 50 digitale Programme und zusätzliche
Pay-per-view-Angebote im Bereich Film , Sport und Events . Daß dem Zahlfernsehen
die größte Hürde noch bevorsteht , blieb aber ungesagt : Nirgends auf der Welt
ist das Angebot an freien TV-Programmen so groß wie in Deutschland . Und wer
will schon einen Digital-Dekoder , den die Sendeanstalt nach Gutdünken aus der
Ferne umprogrammieren kann , so daß mühsam programmierte freie Sender plötzlich
nicht mehr zu empfangen sind ? Erste Bluetooth-Lösung zur Druckeranbindung Das
Mönchengladbacher Unternehmen RFI stellt mit zwei Bausteinen der hauseigenen
Marke AnyCom die erste Bluetooth-Druckerlösung vor . Die AnyCom Blue PC-Card
erweitert jeden PC oder Notebook mit PC-Card Steckplatz um die
Bluetooth-Funkschnittstelle . Ein Rechner mit eingesteckter AnyCom Blue PC-Card
kann so mit allen Bluetooth-Geräten drahtlos kommunizieren . Bislang einzige
Bluetooth-Gegenstelle ist das AnyCom BPM Blue Printer Modul . Damit können etwa
Mitarbeiter , die keinen festen Büroplatz haben , automatisch Druckdienste
nutzen , sobald Ihr Rechner in die Reichweite des AnyCom BPM kommt . Das AnyCom
BPM ist unwesentlich grösser als eine Streichholzschachtel und wird einfach auf
die parallele Schnittstelle des Druckers aufgesteckt . Die AnyCom Blue PC-Card
verfügt über internen Flash Speicher . Updates der Spezifikation oder künftige
Anpassungen lassen sich somit per Software-Upload einspielen . Bluetooth ist
eine Funktechnik für den Nahbereich , die eine drahtlose Anbindung mobiler
Endgeräte wie Notebooks , Drucker und Mobiltelefone ermöglicht . Bluetooth geht
zurück auf einen Entwurf , der bereits 1994 von Ericsson entwickelt wurde , um
die mechanisch anfälligen und wenig komfortablen Kabelverbindungen zwischen
Kommunikationsprodukten zu ersetzen . Hidden Computing , eine der
Bluetooth-Spezialitäten , erspart dem User , Installations- oder
Einstellungsvorgänge selbst durchzuführen . Per Identifikationsprofil erkennen
sich die Bluetooth-Produkte und gleichen ihre Daten automatisch ab . Lange
Monate mussten Interessenten auf erste Bluetooth-Produkte warten , nachdem viele
Hersteller im Herbst 1999 noch optimistisch davon ausgegangen waren , schon zum
letzten Jahreswechsel erste Bluetooth-Produkte liefern zu können . RFI will noch
in diesem Jahr sein Bluetooth-Angebot um zwei weitere Produkte ergänzen ,
nämlich um eine AnyCom Blue PC-Card im Compact-Flash-Format sowie um eine
universell einsetzbare USB-Lösung . Erstes WAP-Handy endlich lieferbar Nun
beginnt Nokia endlich , das erste mit Spannung erwartete WAP-Handy auszuliefern
. Das Modell 7110 soll ab Montag bei den ersten Distributoren eintreffen und
ohne Karte rund 900 Mark kosten . WAP steht für Wireless Application Protocol
und bietet seit der IFA eine Reihe von Informationsdiensten . Mit einem
entsprechenden Handy kann man nun bei allen vier Netzbetreibern speziell
aufbereitete Seiten aus dem Internet laden und zum Beispiel Wetterberichte ,
Aktienkurse , Staumeldungen und anderes mehr lesen . Zu den Diensteanbietern
zählen beispielsweise Nachrichtenagenturen , Fernsehsender , Zeitungsverlage und
eine Reihe weiterer Firmen . WAP bietet aber auch eine Plattform für
Online-Banking , eCommerce , den Abgleich von Terminkalendern oder die Abfrage
von Datenbanken - etwa Telefonbücher . Surf-Anschlüsse aus der Steckdose lassen
auf sich warten Normale Strom-Steckdosen sollen schon bald zum Telefonieren und
Surfen im Internet genutzt werden können . Der Münchener Konzern Siemens
vermeldet nun stolz , ein weiteres Powerline-Pilotprojekt gestartet zu haben :
Nachdem man zum Beispiel mit den Energieversorgern EnBW und GEW schon
Feldversuche in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen betreibt , und sogar
in Ungarn ein Pilotprojekt mit Siemens-Technik läuft , setzen die Münchener nun
mit einem Testlauf in Göttingen noch eins drauf . Partner in Göttingen ist der
Kasseler Energieversorger Energie-Aktiengesellschaft Mitteldeutschland ( EAM ) .
Bei der Vorführung über eine 300 Meter lange Strecke waren die Telefongespräche
gut zu verstehen , meldet die Nachrichtenagentur dpa . Auch Bilder und
Radioprogramme seien störungsfrei über das Stromnetz übertragen worden . Die EAM
versorgt in Niedersachsen , Thüringen und Hessen rund 500.000 Haushalte mit
Strom . Siemens rechnet nach Angaben der Unternehmenssprecherin Alexa Wust damit
, dass die Technik und die dafür notwendigen Geräte in den kommenden Monaten
noch erheblich verkleinert werden . Das Eingangsgerät , das an den
Strom-Hausanschluss angeschlossen wird , ist noch koffergroß . Das jetzt noch
benutzte kleinere Modem vor dem Telefon oder Laptop könne künftig gleich in die
Endgeräte eingebaut werden . Das neue System soll bereits vom Herbst des
kommenden Jahres an serienreif sein , teilte die Sprecherin bei der Vorstellung
mit . Die optimistisch klingende Ankündigung besagt aber nichts darüber , ob die
Produkte jemals im öffentlichen Betrieb eingesetzt werden dürfen , denn bislang
fehlt Siemens eine Zulassung für seine Powerline-Übertragungstechnik . Siemens
kann zwar als Pluspunkt vermerken , dass das eigene Verfahren gewisse
Rahmenbedingungen erfüllt , die das europäische Normeninstitut ETSI vor einiger
Zeit festklopfte , doch diese Konformität dürfte kaum das Papier Wert sein , auf
dem sie gedruckt ist : Die Betriebsgenehmigung erteilt in Deutschland die
Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post ( RegTP ) . Beobachtern
zufolge sei beim gegenwärtigen Stand der Siemens-Technik nicht mit einer
Zulassung zu rechnen . Als Ursache dafür sehen Fachleute die zu hohe
Störabstrahlung des gewählten Verfahrens an , die die aktuellen Grenzwerte ,
welche wiederum die RegTP festgelegt hat , überschreitet . Motorola kündigt
Highspeed-Handys an Die Accompli Geräte sollen sich durch schnellere
Datenübertragung mittels General Packet Radio Service , GPRS , auszeichnen und
über ein extra großes Farbdisplay verfügen . Zumindest zu Beginn des
GPRS-Betriebs sollen aber nicht einmal die GSM-Netze mehr als 40 kBit/s
befördern können . Der Handy-Hersteller konnte im Sommer bereits einen ersten
Prototypen vorweisen , der die GPRS-Technik in Grundzügen unterstützt . Ihre
Markteinführung peilt Motorola im nächsten Jahr auf der hannoverschen
Computermesse CeBIT 2001 an . Telekom fordert Ablösegebühren Mit der
Liberalisierung des deutschen Telekommunikationsmarktes am 1. Januar ist ein
neuer Streit entbrannt . Die Telekom will eine einmalige Gebühr von 95 Mark
erheben , falls Kunden ständig mit einem der neuen privaten Anbieter
telefonieren wollten . Zudem falle eine weitere Gebühr von 53 Mark an , wenn die
Kunden endgültig zu einem der neuen Anbieter wechseln und dabei die alte
Rufnummer behalten wollten . Die Ablösegebühren verteidigte ein
Unternehmenssprecher als " international üblich " . Die Beibehaltung der alten
Rufnummer sowie die Weiterleitung zu den Mitbewerbern sei kostspielig , da unter
anderem alle 6000 Vermittlungsstellen darauf eingestellt werden müßten . Weiter
hieß es , daß in den USA die Gebühren zwischen den einzelnen
Telefongesellschaften verrechnet , nicht jedoch auf den Kunden abgewälzt würden
. Entsprechende Verhandlungen zwischen der Telekom und den neuen Mitbewerbern
seien kurz vor Weihnachten jedoch gescheitert . Nach Angaben der Telekom hatten
ausschließlich die deutschen Betreiber eine Übernahme der durch die
Weiterschaltung enstehenden Kosten abgelehnt , internationale Gesellschaften
hätten jedoch den Vorschlag der Telekom akzeptiert . Die Düsseldorfer
Telefongesellschaft o.tel.o warf der Telekom Monopolmißbrauch und Behinderung
des Wettbwerbs vor . Arcor , eine in Frankfurt ansässige Telefongesellschaft ,
erhob Widerspruch und leitete ein Eilverfahren ein . Die von der Telekom
verlangte Gebühr sei total überzogen und entspreche nicht dem
Telekommunikationsgesetz , so ein Mitarbeiter von Arcor gegenüber der dpa .
Angeblich lägen die Kosten zwischen nur vier und fünf Mark . Die
Interessensgemeinschaft Telekommunikation rät Telekom-Kunden , vorläufig auf die
Anwahl eines alternativen Telekommunikationsbetreibers per Preselection zu
verzichten . Nach Angaben von Harald Dörr , dem Sprecher der neuen
Regulierungsbehörde , haben die privaten Anbieter o.tel.o und Viag Interkom
inzwischen Anträge auf eine Regulierungsentscheidung über die Preise gestellt .
Die Behörde will nun die Telekom-Forderungen prüfen . Telekom bot indes den
Mitbewerbern an , an den Verhandlungstisch zurückzukehren . Christiane
Schulzki-Haddouti Vodafone und Casio entwickeln Surf-PDA Der britische
Mobilnetzbetreiber Vodafone und der japanische Elektronik-Hersteller Casio
wollen gemeinsam einen Organizer für den Internet-Zugang entwickeln . Das Gerät
soll nach Angaben von Vodafone Ende des Jahres auf den Markt kommen und für
E-Mail-Kommunikation sowie Termin- und Adressenverwaltung geeignet sein . Einige
Details bleibt Vodafone jedoch noch schuldig . Immerhin steht anscheinend fest ,
dass das Gerät für die ab Sommer erwarteten schnellen Mobilnetze mit
GPRS-Technik gedacht ist ( General Packet Radio Service ) - das jedoch nur über
den Anschluss an einen optionalen GPRS-Adapter . Der soll in späteren Versionen
des noch namenlosen Organizers ebenso integriert werden , wie eine Videokamera
für die Bewegtbildkommunikation , heißt es weiter . GPRS wollen praktisch alle
GSM-Netzbetreiber anbieten , da diese Technik im Endausbau bis zu 115,2 kBit pro
Sekunde befördern soll - heute sind in den meisten GSM-Netzen nur 9,6 kBit/s
möglich . Für Casio ist das nach der im Dezember gemeldeten Kooperation mit
Siemens der zweite große Pakt . Fachleute nehmen an , dass der
Vodafone-Casio-Organizer die Funktechnik von Siemens bezieht , da das japanische
Unternehmen nicht im GSM-Bereich aktiv ist . Newsdienst : Microsofts geheime
Funk-Pläne Der Software-Gigant Microsoft versucht weltweit , große
Mobilnetzbetreiber als Kunden zu gewinnen . Der Konzern wolle damit seiner
Server-Technik zum drahtlosen Abruf von Information aus dem Internet Plattformen
verschaffen , meldet das Online-Magazin CNet unter Berufung auf zwei interne
Microsoft-Emails . Demnach stehen die Redmonder in Verhandlungen mit den
Kommunikations-Schwergewichten Sprint PCS , AirTouch , British Telecom und AT&T
. Bei der Server-Technik soll es sich um den Nachfolger des im letzten Jahr
eingeführten Mobile MSN handeln , intern als Mobile MSN 2.0 bezeichnet . Zu den
neuen Funktionen könnten die Übertragung von Nachrichten aus den Bereichen
Verkehr , Finanzen und Reisen gehören , aber auch Microsofts EMail-Service
Hotmail . Innovationen wären das freilich nicht ; Handy-Surfer finden solche und
andere Informationsdienste heute schon in allen deutschen Mobilnetzen .
Allerdings beruhen diese Dienste nicht auf Microsoft-Technik , sondern auf
sogenannten WAP-Servern , die etwa von Nokia , Ericsson , Siemens oder Phone.com
stammen . Fachleute werten die E-Mails , die CNet nach eigenen Aussagen
zugespielt wurden , als Beleg dafür , dass Microsoft eine Schlappe ausbügeln
will : Nachdem die Redmonder mit dem Versuch gescheitert sind , das
Mini-Betriebssystem Windows CE als Plattform für Handys zu etablieren , suche
man nun über den Umweg als Netzausstatter Zugang zu den gut gefüllten
Fleischtöpfen der Mobilfunkanbieter . ISDN-CAPI aufgefrischt Das
Standardisierungsgremium CAPI-Association hat unter der Bezeichnung " CAPI 2.0 ,
4th edition - final draft " einen neuen Entwurf des ISDN-Schnittstellenstandards
veröffentlicht . Neu hinzugekommen sind unter anderem die Unterstützung von
Linux- und 64Bit-Architekturen . Ferner wurden die sichere Anrufkontrolle ( CAPI
Guard ) und die Unterstützung für Fax-Server optimiert . Endgültig festgeklopft
wird die Spezifikation noch in den nächsten Wochen , meint die CAPI-Association
. Die aktuelle Fassung steht auf dem Web-Server des Gremiums unter www.capi.org
zum Download bereit . Telefon-Pauschaltarif der Telekom genehmigt Die
Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation hat dem XXL-Pauschaltarif der
Deutschen Telekom zugestimmt . Wer ohne Zeitgebühren surfen will , muss derzeit
Kunde bei T-Online und ausserdem für den Pro-Tarif registriert sein ( 19,90 pro
Monat ) . Zusätzlich soll man aber auch solche Provider kostenlos anrufen können
, die über Ortsvorwahlen erreichbar sind ( etwa Universitäten oder kleinere
regionale Anbieter ) . Die Telekom hat die Auflage , während des Testzeitraums "
prüfungsfähige Kostenunterlagen " zu erstellen . Damit will die Behörde zum
Schutz der Wettbewerber kontrollieren , ob das Angebot kostendeckend ist .
Ursprünglich wollte die Telekom XXL schon ab dem 1. Mai anbieten . Die Behörde
verschob den Starttermin jedoch , um den Wettbewerbern eine Chance zu geben ,
eigene Angebote auf XXL-Basis zu entwickeln . UMTS : Bewerber stehen fest ,
Kritik wächst Wie schon einige der Telefongesellschaften kritisiert nun auch der
Hauptverband des Deutschen Einzelhandels ( HDE ) die Vergabepraxis der
UMTS-Lizenzen . Der Verband hat die Bundesregierung aufgefordert , die
Versteigerung der UMTS-Lizenzen für die dritte Mobilfunk-Generation an
Meistbietende zu überdenken . Da sich die Ersteigerer " die astronomischen
Lizenzgebühren " von ihren Kunden wiederholen würden , seien hohe Tarife für die
Benutzer von UMTS-Handys die Folge , erklärte der HDE am Dienstag in Köln .
Überhöhte Telefongebühren behinderten das Surfen und Einkaufen im Internet , für
das die UMTS-Handys besonders geeignet seien . " Damit drohen Deutschland und
Europa die Chance zu verspielen , über den M-Commerce via Handy ihren
E-Commerce-Rückstand gegenüber den USA aufzuholen " , befürchtet
HDE-Hauptgeschäftsführer Holger Wenzel . Wichtig ist dem HDE zufolge die Ausgabe
ausreichend vieler Lizenzen , damit der Wettbewerb für niedrige Handy-Tarife
sorge . Dabei dürften auch kleinere Telefongesellschaften nicht übergangen
werden , die als Preisbrecher den Wettbewerb beflügelten . Die Frist für die
Bewerbung um UMTS-Lizenzen ist am 28. April abgelaufen . Die Behörde prüft nun
bis Ende Mai , welche der Antragssteller sie zur Auktion zulassen will .
Anschließend soll in " bewährter Praxis " wie bei der Versteigerung der
1800-MHz-Frequenzen im Herbst 1999 jeder zugelassene Bieter an einer eintägigen
Bieterschulung teilnehmen , um zu erfahren , welche Bedingungen während der
Versteigerung einzuhalten sind . Mit ersten Diensteangeboten der neuen
Mobilfunk-Generation rechnet die Behörde ab dem Jahr 2002 . Handy-Rufnummer zum
Mitnehmen Mobilfunkkunden sollen künftig ihre Rufnummer bei einem Wechsel des
Netzbetreibers behalten können , bestimmt eine neue Verordnung der
Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation . Eine entsprechende
Verordnung , die die " Rufnummernportabilität " im Festnetz vorschreibt , gibt
es bereits . Der Präsident der Behörde , Klaus-Dieter Scheuerle , glaubt , dass
sich die so genannte " tragbare " Rufnummer im Mobilfunkbereich " als ein
verbraucherfreundliches und wettbewerbsförderndes Mittel erweisen wird " . Die
Verordnung müsse nun spätestens am 1. Februar 2002 umgesetzt werden , erklärte
Scheuerle weiter . Bei der Entscheidung für die Rufnummernportabilität stützte
sich die Behörde auf " viele im Festnetz gewonnene positive Erfahrungen " . Ein
eigens gegründeter Arbeitskreis soll nun jedoch dafür sorgen , dass bei der
Umsetzung die speziellen Belange der Mobilfunktechnik berücksichtigt werden . So
sind Mobilfunknetze gegenüber Festnetzen aus völlig unterschiedlichen
Netzkomponenten aufgebaut und bieten zusätzliche Dienste wie Roaming oder
Kurzmitteilungen , die es bei der Mitnahme von Rufnummern zu berücksichtigen
gilt . Entsprechend soll der Arbeitskreis nun " technische Schnittstellen " und
" betriebliche Abläufe " definieren , die als Grundlage für die tragbare
Rufnummer zwischen den Netzen dienen . Scheuerle : " Die Rufnummernportabilität
im Mobilfunkmarkt zu realisieren ist zwar kein ganz einfaches Unterfangen , aber
eine durchaus lösbare Aufgabenstellung . " Die Einführung dürfte die
Wechselbereitschaft der Kunden erhöhen und den Wettbewerb im Mobilfunkmarkt
stärken . Als Folge erwartet die Behörde Preissenkungen und
Qualitätsverbesserungen für den Mobilfunkkunden . In einigen Ländern gibt es die
tragbare Rufnummer im Mobilfunk bereits ( Großbritannien , Hongkong ,
Niederlande und Schweiz ) . In anderen ( Slovenien , Dänemark , Luxemburg und
Tschechien ) steht die Einführung zur Jahreswende bevor . Telefongesellschaften
klagen gegen Regulierungsbehörde Das Düsseldorfer Telekommunikationsunternehmen
ISIS Multimedia Net hat heute vor dem Verwaltungsgericht Köln eine Klage gegen
die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post ( RegTP ) eingereicht .
Das Unternehmen wendet sich zusammen mit fünf anderen regionalen
Telefongesellschaften gegen die am 30. März von der Behörde festgelegten
Teilnehmeranschlussgebühren , die Miete für die sogenannte letzte Meile .
Formell richtet sich die Klage gegen die Bundesrepublik Deutschland . Die
Telefongesellschaften erachten die Entgeltfestsetzung aus mehreren Gründen als
rechtswidrig und sehen darin eine deutliche Behinderung des Wettbewerbs . Laut
angefochtenem Bescheid kostet das " Vorprodukt " für die Bereitstellung eines
Telefonanschlusses , nämlich nur der nackte Draht von der Vermittlung zum
Teilnehmer , die Mitbewerber der Telekom 24,40 DM monatlich , während Endkunden
der Telekom für den gesamten Telefonanschluss nur 21,39 DM ( plus Mehrwertsteuer
) je Monat zahlen . Für die Bereitstellung eines Telefonanschlusses zahlt der
Endkunde einen Betrag von 86,96 DM an die Telekom . Mitbewerber sollen hingegen
für die vergleichbare Neuschaltung mindestens 169,20 DM entrichten . Noch größer
ist das Missverhältnis bei der Übernahme von betriebsfähigen Telefonanschlüssen
: Für den Endkunden kostet das 43,47 DM , während Wettbewerber mindestens 181,09
DM an das ehemalige Staatsunternehmen zahlen müssen . Als " Gipfel
regulatorischer Unvernunft " bezeichnet Schäfers die Tatsache , dass die Telekom
nach wie vor auch noch Geld erhalte , wenn ein Kunde vom neuen Anbieter wieder
zu ihr zurückkehre . Schäfers : " In der Summe ergibt sich aus den
Entscheidungen , dass es für viele Unternehmen in Zukunft besser sein dürfte ,
ganz die Finger von Privatkunden zu lassen . " Talkline : Internet by Call ist
nicht kostendeckend Die beliebten Call-by-Call-Telefonate , bei denen man vor
jedem Gespräch den jeweils günstigsten Anbieter auswählt , werden möglicherweise
wieder teurer . Nach zahllosen Preissenkungen müssten sich die Kunden wieder an
höhere Tarife gewöhnen , meint die Elmshorner Telefongesellschaft Talkline . "
Die Telefonpreise steigen , weil die Kosten gestiegen sind " , erklärte
Talkline-Chef Klaus Rasmussen im Gespräch mit www.billiger-telefonieren.de . Vor
allem die Internet-by-Call-Preise seien nicht mehr kostendeckend . Als eine
Ursache für bevorstehende höhere Tarife nannte Rasmussen die neue
Inkasso-Vereinbarung mit der Deutschen Telekom . Diese legt fest , wieviel die
Call-by-Call-Anbieter an den Ex-Monopolisten dafür zahlen müssen , dass er ihnen
die Rechnungen erstellt , das Geld eintreibt und überweist . Die Preise seien
nun nicht mehr kostendeckend , so Rasmussen , es werde sich " zwangsläufig ein
etwas höheres Preisniveau etablieren " . Konkrete Preiserhöhungen für das
Angebot seines Unternehmens nannte er aber nicht . Auch sehen sich bisher noch
keine anderen Telekom-Mitbewerber dazu veranlasst , die Gesprächspreise zu
erhöhen . Einzig eine Ankündigung des Wiesbadener Internet-Providers Callero
stützt bisher Rassmussens Annahme . Das Unternehmen verlangt seit Monatsbeginn
für jede Online-Minute rund um die Uhr 2,88 Pfennig - wegen " gestiegener
Einkaufspreise " auf dem deutschen Internet-Markt und der neuen
Inkassovereinbarung , heisst es . Rassmussen meinte im Übrigen , dass " der
ruinöse Preiswettbewerb " auch zu einer " Marktbereinigung " führen werde - also
die Zahl der Wettbewerber durch Pleiten oder Übernahmen sinken wird . Mit einer
neuen Monopol-Situation wie vor der Liberalisierung des Telefonmarktes rechnet
Rasmussen jedoch nicht . Der Manager erinnerte ferner daran , dass die Preise in
der Vergangenheit teilweise drastisch gefallen seien . Wirtschaftlichkeit von
UMTS in der Diskussion Die hohen Milliardenbeträge , die für die Lizenzen des
neuen Mobilfunk-Standards UMTS aufgebracht werden müssen , zahlen sich für die
Unternehmen möglicherweise nicht aus . Die Hamburger Unternehmensberatung
Mummert+Partner sieht gegenwärtig keinen Massenmarkt für das neue Produkt . "
Der Verbraucher hat gegenwärtig keinen Bedarf an einem UMTS-Handy , weil die
geeigneten Dienstleistungen fehlen " , heißt es in einer Mitteilung des
Unternehmens . " Mittelfristig braucht der Privatverbraucher kein UMTS-Handy " ,
behauptet Andreas Hoffmann von Mummert+Partner . WAP ( Wireless Application
Protocol ) und der Zwischenstandard GPRS ( General Packet Radio Service )
könnten die Nachfrage nach Dienstleistungen wie Bankgeschäften , Börsenhandel
oder Einkaufen für die nächsten zehn Jahre befriedigen . Auch würden teure
UMTS-Handys und monatliche Grundgebühren von bis zu 50 Mark nach Ansicht von
Mummert+Partner viele potenzielle Nutzer abschrecken . Bis mit UMTS ein
Massenmarkt gewonnen sei , müssten die Telefonkonzerne einen langen Atem haben ,
denn für Funktionen wie mobile Navigationshilfen oder Internet-TV über Handy
würden Nachfrage und Nutzungsfrequenz anfänglich sehr gering sein . Die Skepsis
der Hamburger ist in der Grundtendenz sicher berechtigt . Allerdings ist sie arg
schrill formuliert : Denn dass sich ein Highspeed-Netz wie UMTS allein durch
Telefonieren nicht refinanzieren lässt , wissen insbesondere die Entwickler der
Technik , zu denen auch mancher UMTS-interessierte Telefonkonzern zählt .
Schließlich hat man den schnellen Mobilfunkstandard gerade deshalb entwickelt ,
weil man eine Plattform für schnelle und neue Datendienste schaffen wollte .
Gerade diesen sagen Marktauguren einen boomenden Markt in den nächsten Jahren
voraus ; die angenommenen Wachstumskurven gehen weitaus stärker nach oben als
jene für den reinen Sprachdienst . Entsprechend bleiben Reaktionen der
UMTS-interessierten Telefongesellschaften auf die Warnungen der Hamburger Firma
aus . Obendrein schreibt die Financial Times Deutschland in ihrer
Freitagsausgabe , dass die Telekom nicht nur in Deutschland , Frankreich und
Österreich UMTS-Lizenzen erwerben will , sondern auch in der Schweiz , den
Niederlanden , Schweden und Norwegen . In Großbritannien hat das Unternehmen
über seine Tochtergesellschaft One-2-One bereits eine UMTS-Lizenz ersteigert .
France Telecom und der weltgrößte Mobilfunkkonzern Vodafone streben ebenfalls "
pan-europäische " UMTS-Netze an . Expo-Infos via WAP Anläßlich der
Weltausstellung Expo 2000 in Hannover hat die Telekom-Tochter T-Mobil ihr
WAP-Angebot um aktuelle Informationen und Neuigkeiten rund um die
Weltausstellung erweitert . T-D1-Kunden haben damit über ihr WAP-Handy Zugriff
auf Internet-Inhalte , die von T-Mobil und Partnern zur Verfügung gestellt
werden . Radiosender des NDR und Fernsehstationen der ARD versorgen T-D1-Kunden
mit Informationen zu Highlights der Weltausstellung oder Hinweisen zur
Verkehrslage rund um das Expo-Gelände . Einen Überblick über die Attraktionen
des Expo-Geländes liefert das Magazin Max via WAP im Max Expo-Guide . Hier
sollen T-D1-Kunden allgemeine Infos zu Anreise , Tickets und Führungen , aber
auch Auskünfte zum Themenpark oder zu den Länderpavillons finden .
Vervollständigt wird das Expo-Angebot von T-Mobil durch den WAP-basierten
Hotelkatalog . Er soll freie Übernachtungsmöglichkeiten für jeden Geldbeutel und
alle Komfortansprüche aufspüren . Neben Buchungen für Hotels verschiedener
Kategorien seien damit auch Reservierungen für Privatunterkünfte , Bauernhöfe
oder Schiffe möglich . Minister erwägt härtere Strafen für Handy-Telefonate am
Steuer Auf Autofahrer , die am Steuer telefonieren , kommen möglicherweise
härtere Strafen zu . Wie die Bild-Zeitung vom heutigen Samstag berichtet ,
sollen bei Verstößen künftig 80 Mark Bußgeld und ein Strafpunkt in der
Flensburger Verkehrssünderkartei fällig sein . Der Grund sei , dass das seit dem
1. April geltende Telefonierverbot am Steuer ohne Freisprecheinrichtung offenbar
kaum eingehalten werde . Noch räumt Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig jedoch
eine Schonfrist ein : " Sollte sich zeigen , dass das Handy-Telefonieren eine
bedeutsame Unfallursache bleibt , müssten wir gemeinsam mit den Ländern neu
überlegen . " Zunächst sollen aber " intensive Kontrollen " her - möglicherweise
nicht nur um den Übertretungen Einhalt zu gebieten , sondern auch um Aufschluss
über deren Zahl zu erhalten . Infrarot ultraschnell Bereits auf dem
April-Meeting der Infrared Data Association ( IrDA ) demonstrierte
Hewlett-Packard in Osaka , Japan , eine Infrarot-Übertragungstechnik , die mit
16 MBit pro Sekunde den bisherigen IrDA-Standard um das Vierfache übertrifft .
Schneller Funknetz-Anschluss für Palm-PDAs Der belgische
Kommunikationsspezialist Xircom hat eine Funkerweiterung für Palm-Handelds der
Serie m500 entwickelt . Derzeit nur in Nordamerika erhältlich , bietet das
PWE1130 genannte Modul übliche Funktionen zur Drahtlosvernetzung nach der
WLAN-Spezifikation 802.11b , sodass sich ein Palm in entsprechende Funkzellen
einkoppeln kann und mittelbar - wenn das Funknetz entsprechend beschaffen ist -
auch Zugang zum Internet erhält . Das PWE1130 erreicht Übertragungsraten von
maximal 11 MBit/s , überbrückt bis zu 300 Meter bei freier Sicht , respektive
bis zu 30 Meter in Gebäuden und verschlüsselt auf Wunsch die Daten auf der
Funkstrecke mit dem üblichen WEP-Verfahren und 128-Bit-Schlüsseln . Eine via
Palm-Cradle wiederaufladbare Lithium-Ionen-Batterie soll bis zu 2 Stunden
kontinuierlichen Funkbetrieb ermöglichen . Zurzeit ist das Modul nur in den USA
und Kanada zugelassen ; in Deutschland soll es voraussichtlich im August auf den
Markt kommen . Der Preis steht noch nicht fest . TV-Sender fordern neue
Rahmenbedingungen für TV-Kabelnetze Seltene Einmütigkeit herrscht bei den
Kabelnetzen zwischen den öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern ARD und ZDF auf
der einen und dem Verband Privater Rundfunk und Telekommunikation ( VPRT ) auf
der anderen Seite . Sie haben den neuen Inhabern der Kabelnetze sowie den
Betreibern der Netzebene 4 ( Teilnehmeranschluss ) ein Positionspapier zu den
technischen und betrieblichen Anforderungen an " ein neues
Breitband-Kabelverteilnetz in Deutschland " vorgelegt . Das Referenzmodell Kabel
genannte Papier soll als Grundlage für Verhandlungen über die technische
Ausgestaltung der TV-Kabelnetze dienen . Nach Auffassung von ARD , ZDF und VPRT
werden der Verkauf und die damit erfolgte Teilung des deutschen Kabelnetzes in
neun Regionen weit reichende Änderungen auslösen . Geplant und teilweise schon
durchgeführt sind ein frequenztechnischer Ausbau sowie eine Digitalisierung des
TV-Kabels . Das Kabelnetz wandele sich dadurch vom reinen Verteilnetz für
Rundfunk und Fernsehen zu einem Full-Service-Network , das für die
Zweiwegekommunikation geeignet ist . Entsprechend werden künftig neben Fernseh-
und Hörfunkangeboten auch Telekommunikations- und Internetdienste über das Kabel
verbreitet . RWE : Der Essener Energiekonzern RWE hat heute den Startschuss für
das kommerzielle Internet aus der Steckdose gegeben . Wie bereits zur CeBIT
angekündigt , können nun in Essen und Mülheim RWE-Stromkunden über die
Energiesteckdose im Internet surfen und Daten laden . Das Unternehmen bietet den
Kunden vier Tarife zwischen 49 und 249 Mark im Monat . Im laufenden Jahr will
RWE in weiteren Ballungszentren mit Powerline an den Start gehen . Die
Powerline-Technik , die RWE mit der Schweizer Firma Ascom entwickelt hat ,
ermöglicht eine Datenübertragung von maximal zwei Megabit pro Sekunde .
Allerdings teilen sich diese Bandbreite alle an einem Trafo angeschlossenen
Kunden . Damit ist der Essener Energieversorger der erste Anbieter in
Deutschland , der Privat- und Geschäftskunden einen Internetzugang über das
Stromnetz bietet . Konkurrenten wie E.ON und die baden-württembergische EnBW
wollen aber ebenfalls noch in diesem Jahr starten . Versatel startet
DSL-Pilotprojekt Für einen dreimonatigen ADSL-Feldversuch sucht die Dortmunder
Telefongesellschaft Versatel " Pilotpartner " in Dortmund und Bochum . Das
Unternehmen bietet einen Internet-Dienst namens FBI ( Fast Business Internet ) ,
der " auf Bedürfnisse der Geschäftskunden ausgerichtet " sei , heißt es . Damit
startet Versatel erst rund sechs Monate nach der ersten Ankündigung mit seinem
DSL-Angebot . Versatel bietet Fast Business Internet in drei Varianten , von
denen die Web-Version eine ADSL-Anbindung enthält , die in Empfangsrichtung bis
zu 1 MBit/s und in Senderichtung bis zu 256 kBit/s liefert . Im Pauschalpreis
von 500 Mark für den gesamten Testzeitraum sind ferner unter anderem ein
Domain-Name , 50 E-Mail Adressen , 25 MByte Speicherplatz für die
Internetpräsenz sowie ein Internet-Shop enthalten . Ferner bietet Versatel noch
Varianten für den Büro-Anschluss ( FBI Remote Office ) und die Vernetzung ( FBI
Net ) . Nach Abschluss der Pilotphase will das Unternehmen zwei Tarifmodelle für
seinen DSL-Dienst anbieten . Neben der Verrechnung in Abhängigkeit von der
übertragenen Datenmenge soll auch eine Nutzung zum Festpreis ( Flatrate )
angeboten werden . Wie hoch die Preise nach dem Testlauf sein werden , gab das
Unternehmen bislang nicht bekannt . Funkkontakt zwischen Car-PC und Notebook
Eine neue Anwendung der Funktechnik Bluetooth will der Aachener
Kommunikationsspezialist Elsa auf dem ITS-Kongress in Turin präsentieren . In
Kooperation mit dem Ford Forschungszentrum Aachen ( FFA ) zeigt Elsa eine
Bluetooth-Verbindung zwischen einem Notebook und einem Car-PC , der in eine
Jaguar-Limousine eingebaut ist . Über die Nahbereichs-Funktechnik sollen
persönliche Daten wie zum Beispiel die individuelle Sitzposition ,
Klimaanlageneinstellung oder MP3-Files zwischen Notebook und Car-PC übertragen
werden . Elsa will auch einen Prototyp einer Bluetooth-Freisprecheinrichtung für
Handys vorstellen . Der ITS-Kongress ( Intelligent Transport Systems ) stellt
ein Podium für Techniken wie Verkehrsleitsysteme , Fracht- und Flottenmanagement
oder in Fahrzeuge integrierte IT-Systeme dar . Bluetooth ist ein Funk-Standard ,
der drahtlose Verbindungen zwischen unterschiedlichen mobilen und stationären
Geräten ermöglicht . Über Bluetooth sollen Handys und Computer sowie zugehörige
Peripheriegeräte , digitale Kameras , Personal Digital Assistants , Modems ,
ISDN-Adapter und später wohl auch Haussteuerungsanlagen und Geräte in
Automobilen Daten miteinander austauschen können . Die theoretischen Eckwerte
lassen Bluetooth zwar sehr interessant erscheinen , doch bislang mangelt es noch
an der Umsetzung des Standards . Ersten optimistischen Ankündigungen zufolge
hätte es Bluetooth-Geräte schon Anfang 2000 in den Läden geben sollen . Doch
lange Zeit konnten die Hersteller allenfalls Vorserienmodelle vorführen . Erst
allmählich gelangen erste Geräte mit Bluetooth-Zertifikaten auf den Markt .
E-Plus liest SMS am Festnetztelefon vor Mit SMS ToSpeech bietet E-Plus als
erster deutscher Netzbetreiber seit Anfang November die Zustellung von
SMS-Textnachrichten an Festnetzanschlüsse an . Textentwurf und Versand erfolgen
wie bei SMS üblich , da aber normale Festnetztelefone die Nachrichten nicht
anzeigen können , liest ein Sprachcomputer sie vor . Die Sprachsynthese-Software
spricht nach Angaben von E-Plus Deutsch , Englisch und Französisch und sagt im
Anschluss an die Nachricht Absenderrufnummer , Datum und Uhrzeit an . Laut
E-Plus soll der Sprachcomputer binnen 48 Stunden nach dem Absenden des
SMS-Textes anrufen . Jede zugestellte SMS kostet 0,39 DM . In ersten Tests der
c't-Redaktion funktionierte SMS ToSpeech noch nicht wie versprochen - zwar
klappt der SMS-Versand ohne Fehlermeldung , aber der Anruf auf der
Festnetznummer erfolgte manchmal sehr spät , manchmal blieb er sogar ganz aus .
Die E-Plus-Hotline gab auf Nachfrage an , der Dienst stecke noch in der
Erprobungsphase ; die Zuverlässigkeit lasse deshalb wohl noch zu wünschen übrig
. Mobiltelefone und Risiken Wie die Londoner Zeitung " Independent " berichtet ,
sollen Hersteller von Mobilfunktelefonen indirekt zugegeben haben , daß von
ihren Produkten Risiken für den Anwender ausgehen . Solche indirekten
Eingeständnisse könnten millionenschwere Gerichtsverfahren nach sich ziehen , da
sie Anwendern zumindest theoretisch die Möglichkeit eröffnen , gesundheitliche
Schäden geltend zu machen . Obwohl aber einige der Patente schon fünf Jahre alt
sind , bestreiten die Hersteller nach wie vor , daß Mobiltelefone riskant für
die Gesundheit sein könnten . Es heißt , die Patente dienten lediglich der
Vorbereitung auf mögliche künftige Richtlinien zum Gesundheitsschutz , mögliche
Gefahren seien nicht nachgewiesen . Holger Lubitz Telekom muß Breitbandkabel
ausgliedern Nach Plänen der EU-Wettbewerbskommission sollen europäische
Telekommunikationskonzerne künftig den Bereich Breitbandkabel aus ihren
Unternehmen ausgliedern . Damit will die EU die Grundlage für echten Wettbewerb
zwischen TV-Kabelnetzbetreibern und traditionellen Telekomfirmen erzwingen .
Bisher lassen traditionelle Telekomgesellschaften die Kapazitäten ihrer
TV-Kabelnetze brachliegen , um die Telefonnetze zu schützen . Die Telekom
kündigte an , das Geschäftsfeld Breitbandkabel im kommenden Jahr in eine eigene
Gesellschaft auszugliedern . Auch die Abgabe von Geschäftsanteilen durch
Aufnahme strategischer Partner sei eine Option . Die Grundlagen der
Sprachübertragung in TV-Kabelnetzen beschreibt die c't in der Ausgabe 15/97 .
Christiane Schulzki-Haddouti Debitel will eigenes Mobilnetz Die
Telefongesellschaft Debitel will ein eigenes Mobilfunknetz aufbauen und bewirbt
sich daher um eine Lizenz für den kommenden Standard UMTS ( Universal Mobile
Telecommunications System ) . Der Debitel-Vorstandsvorsitzende Joachim Dreyer
rechnet damit , dass die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post fünf
bundesweite Lizenzen vergibt . " Vier gehen an die etablierten Unternehmen ,
eine wollen wir " , sagte er am Mittwochabend in Stuttgart . Die
Frequenzversteigerung , die am 13. Dezember 1999 beginnt , stellt die Weichen
für die dritte Mobilfunkgeneration in Deutschland . Dank Bandbreiten von bis zu
2 MBit/s erlaubt UMTS nicht nur mobile Sprachkommunikation und Internet-Zugriff
, sondern auch mobile Videokommunikation . Der Regelbetrieb der UMTS-Netze steht
aber erst im Jahr 2002 an . Nebenbei erteilte Dreyer den Handy-Herstellern einen
Rüffel und forderte sie auf , ihre Benutzungsoberflächen zu vereinheitlichen .
Die derzeitige Vielfalt sei kundenfeindlich , da sich Telefonierer in jedes
Bedienmenü gesondert einarbeiten müssten . " Das kann keiner mehr verstehen " ,
sagte Dreyer . Warten auf WAP-Handys Die neuen Handys für den Internet-Zugang
sind da - und schon wieder weg . Nach wochenlangen Verzögerungen kündigt Nokia
eine zweite Lieferung der Mobiltelefone mit WAP-Technik an , doch die Chancen ,
eins zu bekommen , stehen wieder schlecht . " Leider wird nicht jeder
Interessent ein WAP-Handy unter dem Tannenbaum finden " , sagt
D2-Mannesmann-Sprecher Matthias Andreesen . D2 wirbt zwar schon seit Wochen für
die neuen Handys , doch die Lieferungen reichen nicht aus . " Die Nachfrage ist
einfach horrend " , heisst es bei dem Unternehmen . Käufer und auch der Handel
ärgern sich inzwischen über die Verzögerungen , denn für das lukrative
Weihnachtsgeschäft kommen die Geräte wohl zu spät . Anfang Oktober konnte Nokia
mit der ersten Lieferung des Modells 7110 lediglich einige Großkunden
beschwichtigen . In großer Zahl werden die Handys nach Einschätzung von D2
voraussichtlich erst Anfang 2000 in den Handel kommen . " Wir wollen da keine
falschen Versprechungen machen " , sagt Andreesen . Ähnlich geht es anscheinend
auch den anderen Mobilnetzbetreibern . " Wir erwarten in den nächsten Tagen eine
größere Lieferung " , heisst es etwa bei D1 , und E-Plus vertröstet auf den
Jahresanfang . Doch so lang müssen WAP-Interessenten nicht warten . Schon seit
Juli dieses Jahres gibt es für den Organizer PalmPilot das Programm Wapman . Wer
nur mal ausprobieren will , wie man mit dem Wapman surft , findet dort auch eine
Version für Windows 9x und NT ; an der Variante für Windows CE arbeitet der
Hersteller noch . Ferner hat Ericsson mit dem Organizer MC218 sein erstes
WAP-taugliches Gerät Ende Oktober auf den Markt gebracht , zunächst jedoch nur
Großkunden beliefert . Neue Breitband-Funktechnik von Cisco
US-Kommunikationsspezialist Cisco hat seinen ersten Funk-Router auf Basis der
Broadband Wireless Technology fertiggestellt . Der WT2700 funkt in zwei Bändern
: Im 2,5-GHz-Band , das in den genannten Regionen bislang überwiegend für die
Ausstrahlung von Fernsehprogrammen genutzt wurde ( Multichannel Multipoint
Distribution Systems , MMDS ) , sowie im 5,7-GHz-Band UNII ( Unlicensed National
Information Infrastructure ) . Wegen der Funkspezifikation ist die Technik
zunächst nur für den Einsatz in Nord- und Südamerika , Asien und Australien
bestimmt . Der Hersteller will in Zukunft aber auch andere Frequenzbänder nutzen
. Die Übertragungsrate kann sich sehen lassen : Der Cisco-Router befördert bis
zu 44 MBits/ . Auch der Preis ist ansehnlich : In der einfachsten Version kostet
das System rund 22.000 US-Dollar . Dennoch dürfte sich der Funk-Router einiger
Nachfrage erfreuen , denn er eignet sich besonders gut für die Funkversorgung
von Ballungsräumen . Mit zunehmender Übertragungsgeschwindigkeit steigt der
Aufwand für die notwendige Fehlerkorrektur . Cisco konnte die Probleme zusammen
mit zehn Partnerunternehmen unter anderem mittels einer aufwendigen Modulation
in den Griff kriegen - Vector Orthogonal Frequency Division Multiplexing ( VOFDM
) . Der Hauptvorteil gegenüber der bisher verbreiteten Richtfunktechnik liegt
darin , dass Sender und Empfänger keinen Sichtkontakt haben müssen . Daher
lassen sich mit einer Basisstation auf einen Schlag ganze Stadtteile versorgen .
Die Koalition aus Cisco , Texas Instruments , Broadcom , Motorola , Bechtel
Telecommunications , Samsung , Toshiba , LCC International , EDS , KPMG
Consulting und Pace Microtechnology hatte sich erst im Oktober zusammengefunden
, um Standards für die Broadband Wireless Technology zu entwickeln . Die
Funktechnik ist allerdings deutlich älter - Cisco hat sie sich mit dem
Unternehmen Clarity Wireless erst im Sommer einverleibt . Mannesmann übernimmt
Mehrheit bei ISIS Mannesmann Arcor hat wie bereits im August 1999 angekündigt ,
eine Mehrheitsbeteiligung von 64,9 Prozent am Düsseldorfer Stadtnetzbetreiber
ISIS erworben . Das Bundeskartellamt und die zuständigen Aufsichtsgremien hatten
zuvor dem Kauf zugestimmt . Den Kaufpreis wollten die Mannesmänner nicht nennen
. Der Gesellschafterkreis von ISIS umfasst nun neben Mannesmann Arcor die
Stadtwerke Düsseldorf ( 17,5% ) , die WestLB ( 10% ) , die Duisburger
Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft ( 5% ) sowie die Stadtwerke Neuss ( 2,6% )
. ISIS wurde 1994 gegründet und beschäftigt zur Zeit rund 300 Mitarbeiter .
Mannesmann Arcor und Isis wollen künftig ihre lokalen Telekommunikationsnetze
weiter ausbauen und ihre Marktposition im Ortsnetzbereich stärken . ISDN : Bei
Anruf Einschalten Die erste Einschaltbox für das ISDN-Netz , die per Anruf
beliebige elektrische Geräte bis 2000 Watt Aufnahmeleistung bei 240 V AC
schalten kann , offeriert die Regensburger Firma InSys . Damit lassen sich PCs
zum Beispiel fernsteuern , ohne permanent eingeschaltet zu sein . Gleichfalls
läßt sich so der Faxempfang per PC initiieren . In diesem Fall , so der
Hersteller , signalisiert das Gerät am ISDN-Netz ein Besetztzeichen , bis der PC
empfangsbereit ist . Der eingebaute Timer erlaubt ferner tarifgünstigen Daten-
oder Faxversand , da er den PC passend einschaltet , zum Beispiel zu Beginn des
Mondscheintarifs . Ferner protokolliert die Box die ISDN-Verbindungen mit Zeit ,
Rufnummer und Kosten ( 512 Datensätze maximal ) und präsentiert sich mit der
niedrigen Leistungsaufnahme von 1,5 Watt im aktiven Zustand als Asket . Die
mitgelieferte Windows-Software erledigt die Parametrierung des faustgroßen
Kästchens über die RS232-Verbindung . Conrad Elektronik bietet das Paket zum
Preis von rund 250 DM an ; das Vorläufermodell mit ähnlichem Leistungsspektrum
für das analoge Netz ist für 130 DM erhältlich . Klage gegen " tragbare "
Handy-Rufnummern abgewiesen Handy-Nutzer haben bei einem Wechsel des
Netzbetreibers weiterhin einen Anspruch auf die Beibehaltung ihrer Rufnummer .
Das Verwaltungsgericht Köln hat eine Klage zweier Mobilfunkunternehmen gegen die
Anwendung der so genannten Netzbetreiberportabilität auf den Mobilfunkbereich
abgewiesen , berichtete ein Sprecher des Gerichts am heutigen Dienstag . Der
Ansicht der Kläger , die Kosten seien dabei höher als der Nutzen , widersprachen
die Richter . Die Möglichkeit , seine Telefonnummer beizubehalten , erfordere
zwar umfangreiche Investitionen bei den Mobilfunkunternehmen , sie fördere aber
gleichzeitig den Wettbewerb und könne so zu niedrigeren Preisen sowie zu
besseren Dienstleistungen führen . Mobilfunknetze sind anders als Festnetze aus
völlig unterschiedlichen Netzkomponenten aufgebaut und bieten zusätzliche
Dienste wie spezielle Datenrufnummern für HSCSD-Handys , Roaming oder auch
Kurzmitteilungen , die es bei der Mitnahme von Rufnummern zu berücksichtigen
gilt . Europäischer Telekom-Riese geplant Statt Zusammenarbeit Fusion : Der
spanische Telekom-Konzern Telefonica will sich angeblich mit dem
niederländischen Marktführer KPN rasch zusammenschließen . Bei einem
Zusammenschluss entstünde das siebtgrößte Telekom-Unternehmen der Welt und das
viertgrößte in Europa , hinter der Deutschen Telekom , British Telecom und
France Telecom . Telefonica könnte eine Fusion bereits an diesem Donnerstag auf
einer Sondersitzung des Vorstandes billigen , berichtete die Zeitung " La
Vanguardia " am Mittwoch . Der Grund für die Eile liegt anscheinend darin , dass
beide Seiten fürchten , Rivalen aus anderen Staaten Europas oder den USA könnten
einen oder beide Partner schlucken . Die Liste der potentiellen Bieter führt die
Deutsche Telekom an , der Fusionsgespräche mit Telefonica nachgesagt werden ,
gefolgt von der France Telecom , die sich von KPN das deutsche
Mobilfunkunternehmen E-Plus wegschnappen lassen musste . British Telecom und die
beiden US-Unternehmen Bell Atlantic sowie SBC Communications sollen auch
Interesse an einer Expansion auf den europäischen Kontinent haben und nicht
zuletzt der japanische Mobilfunkriese NTT DoCoMo , der unlängst Gespräche mit
KPN führte . Die Börsen in Madrid und Amsterdam nahmen die Gerüchte über die
angeblich bevorstehende Fusion beinahe euphorisch auf , obwohl die Details noch
längst nicht feststanden . Branchenexperten gingen davon aus , dass Telefonica
und KPN sich vor allem im Bereich der Mobiltelefone gut ergänzen würden . Nach
Angaben der niederländischen Zeitung " de Volkskrant " übernähmen die Spanier ,
falls die noch laufenden Verhandlungen erfolgreich verliefen , 60 Prozent des
neuen Telekom-Giganten , KPN 40 Prozent . Die Gespräche sind allem Anschein nach
weit gediehen . Unklar sei noch , wie die Führung des Zusammenschlusses
aufgeteilt werden soll , berichtet die " Financial Times " . Danach will
Telefonica-Präsident Juan Villalonga zwar die Niederländer an der Kontrolle
beteiligen , aber selbst an der Spitze der Fusion stehen . Ein Zusammenschluss
wäre in Europa die erste grenzübergreifende Fusion von zwei früheren
Monopolanbietern . Die Partner würden damit ihre Stellung auf dem Markt der
Mobiltelefone und des Internets stärken . Zudem hätten sie mehr Macht , in den
verschiedenen Staaten bei der Versteigerung der neuen UMTS-Mobilfunklizenzen
mitzubieten . KPN würde daran partizipieren , dass Telefonica in Spanien im
UMTS-Segment bereits vertreten ist . Obendrein , so meinen Fachleute , sei das
Vorhaben auch eine " Versicherung " vor feindlichen Übernahmeversuchen .
Allerdings birgt eine Totalfusion auch eine Reihe von Problemen . Im Sektor der
Festnetz-Telefone hätten beide Partner sich wenig Vorteile zu bieten , meint "
El Mundo " . Ein Zusammenschluss könnte sich daher möglicherweise auf den Sektor
der Mobiltelefone beschränken . In Spanien scheint man auch nicht ganz glücklich
darüber zu sein , dass bei einer Fusion der niederländische Staat der größte
Aktionär des Gemeinschaftsunternehmens würde . Den Haag hält 43 Prozent der
KPN-Anteile und käme bei einer Fusion auf 17 Prozent . Für viele Spanier hat
Telefonica Symbolcharakter ; denn der Telekom-Riese ist das größte Unternehmen
des Landes . In jedem Fall müsste ein Zusammenschluss nicht nur von der
Regierung der Niederlande , sondern auch der spanischen Regierung gebilligt
werden . In Spanien hat der Staat zwar praktisch alle Anteile am einstigen
Staatskonzern Telefonica verkauft , aber er hat sich einen " golden share "
vorbehalten . Danach verfügt Madrid bei allen strategischen Entscheidungen des
Unternehmens über ein Veto-Recht . Mannesmann-Übernahme weiter im Zwielicht
Während der weltgrößte Mobilfunkkonzern Vodafone weiterhin auf Einkaufstour ist
, steht die eigentlich abgeschlossene Übernahme des deutschen Netzbetreibers
Mannesmann im Zwielicht . Das Wochenmagazin " Der Spiegel " hatte in seiner
jüngsten Ausgabe berichtet , dass gegen Vodafone-Chef Chris Gent und den
ehemaligen Mannesmann-Aufsichtsratsvorsitzenden Joachim Funk
Ermittlungsverfahren eingeleitet worden seien . Die Düsseldorfer
Staatsanwaltschaft will jedoch zu möglichen Ermittlungen gegen Gent und Funk
derzeit keine Stellung nehmen . " Dazu gibt es von uns keinen Kommentar " ,
sagte Behördensprecher Johannes Mocken in Düsseldorf . Allerdings ermittelt die
Behörde bereits gegen den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden des
Mannesmann-Konzerns , Klaus Esser , wegen möglicher Untreue . Der britische
Mobilfunkriese war Anfang Februar 2000 als Sieger aus einer dreimonatigen
Übernahmeschlacht mit Mannesmann hervorgegangen . Esser hatte im Verlauf der
Abwehrversuche die Kaufangebote von Vodafone stets als unzureichend und die
Strategie von Mannesmann als die bessere bezeichnet . Erst gestern konnte
Vodafone einen weiteren Deal vermelden : Von seinem Konkurrenten British Telecom
übernimmt Vodafone die 20-prozentige Beteiligung am drittgrößten japanischen
Telekomanbieter Japan Telecom sowie dessen Mobilfunktochter J-Phone
Communications . Weiterhin hat Vodafone noch am Montag dieser Woche eine
zehnprozentige Beteiligung des US-Konzerns AT&T an Japan Telecom übernommen und
will von British Telecom auch noch ihren 17,8-prozentigen Anteil am spanischen
Mobilfunkbetreiber Airtel Moviles haben . Energieversorger startet
Powerline-Internet Der Anschlussbereich wird zumindest in der Startphase nur auf
bestimmte Stadteile Mannheims begrenzt sein , den Kern bildet Niederfeld , in
dem schon der bisherige Feldversuch installiert ist . Die Tarifvariante Vype
Family soll monatlich 14,90 Euro kosten , jedes geladene Megabyte 3,3 Cents .
Vype Profi schlägt monatlich mit 33,90 Euro zu Buche . Dabei ist jedoch ein
Transfervolumen von einem GByte enthalten ; für jedes zusätzliche MByte sind 1,9
Cent zu zahlen . Die Anschlussgebühr beträgt für beide Tarife 119 Euro und der
Mietpreis für das Powerline-Modem ist ebenso in der Grundgebühr enthalten wie
fünf E-Mailadressen sowie fünf MByte Web-Space . Ob diese Technik auch in
anderen Orten Deutschlands zum Einsatz kommt , ist noch offen . MVV und M@in.net
haben jedoch ein gemeinsames Tochterunternehmen gegründet , Power Plus
Communications , das die hauseigene Powerline-Technik in Deutschland an
Stadtwerke und Energieversorger lizenzieren soll . Bislang seien bereits
Verhandlungen mit fünf interessierten Unternehmen aufgenommen worden , meldet
die Firma . Die Interessenten könnten nicht nur eigene Powerline-Dienste
anbieten sondern auch vom bisherigen MVV-Angebot unabhängige Tarife gestalten ,
sagte ein Sprecher der Power Plus Communications in einem Gespräch mit heise
online . Damit verfolgen MVV und M@in.net eine andere Strategie als der
Powerline-Mitbewerber RWE , der die in Zusammenarbeit mit der Schweizer Firma
Ascom entwickelte Technik selbst innerhalb des nächsten Jahres in " allen
Ballungszentren " Deutschlands anbieten will . ADAC warnt vor übereilten
Aktionen gegen Handy-Sünder Der ADAC warnte die Politiker vor übereilten
Aktionen bei Verstößen gegen die Handy-Nutzung am Lenkrad . " Es macht keinen
Sinn , mit Kanonen auf Spatzen zu schießen " , sagte ADAC-Sprecher Klaus Reindl
der Nachrichtenagentur dpa in München als Reaktion auf eine mögliche
Strafverschärfung . Es sei zu früh , über eine Verschärfung nachzudenken . Auch
bei der Einführung der Gurtpflicht Anfang der siebziger Jahre habe es eine
gewisse Zeit gedauert , bis sich die Autofahrer auf die neue Regelung
eingestellt hätten . Statt die Strafen zu verschärfen , sollten die Autofahrer
verstärkt kontrolliert und Verstöße gegen das Handy-Verbot wie bisher geahndet
werden , sagte Reindl . Derzeit zahlt man 60 Mark Verwarnungsgeld , wenn man
sich als Autofahrer beim Telefonieren im Straßenverkehr erwischen lässt .
Verkehrsminister Bodewig erwägt nun das Verwarnungsgeld auf 80 Mark zu erhöhen
und zusätzlich einen Strafpunkt in der Flensburger Verkehrssünderkartei zu
verhängen , weil das Verbot anscheinend kaum eingehalten werde . Vodafone will
keine weiteren Übernahmen Vodafone-Chef Chris Gent hat in einem Interview mit
der Londoner Zeitung Sunday Telegraph bekräftigt , dass der von ihm geführte
britische Telekommunikationskonzern keine weiteren Übernahmen von
Mobilfunkanbietern plant . Seine Hauptsorge gelte nun dem Preis der
Vodafone-Aktie , der auf ein Dreijahrestief gesunken ist . Die Zukunft des
weltweit größten Mobilnetzbetreibers sieht Gent bei der Entwicklung der dritten
Generation von Mobilfunknetzen . Europa müsse auf diesem Gebiet aufpassen , dass
es seinen Vorsprung vor Japan und den USA nicht verliert . " Wir müssen
Innovation und Investition vorantreiben . " Er persönlich sei " leidenschaftlich
" bei der Arbeit , sagte Gent . " Aber niemand kann diesen Job für immer machen
. " Wenn die Zeit für ihn komme auszusteigen , werde für gute Nachfolge gesorgt
. " Wir arbeiten daran , dass es ein paar gute Kandidaten gibt - das muss nicht
unbedingt ein Engländer sein " . Vodafone hatte Mitte vergangener Woche sein
Jahresergebnis 2000/2001 vorgelegt . Die Sendung mit der Maus " Was wie ein
Fernsehkanal aussieht , ist in Wirklichkeit eine Web-Seite , die einfach eine
Fernbedienung darstellt " , sagte Microsofts George Moore in einer Diskussion
mit Memphis Betatestern . Der Software-Gigant möchte das TV-Programm mit
HTML-Seiten in amerikanische Wohnzimmer schicken . James Staten von Dataquest
zeigt wenig Begeisterung . Microsoft mache zu viele PC-artige Projekte , die
sich mit der TV-Lebensart reiben . Dabei mühen sich die Redmonder ,
Computer-typisches Feeling zu verbergen , verzichten sogar auf Menüs und
Rollbalken . Während DirecTV , der nordamerikanische digitale
Satelliten-Fernsehdienst , die HTML-Daten mit einer Datenrate von 30 MBit/s
senden könnte , sieht es beim analogen terrestrischen Fernsehsignal schon eher
Microsoft-like aus . Da steht für die Datenübertragung lediglich die von
Videotext bekannte Austastlücke zur Verfügung . Telekom : Massive
Abrechnungsprobleme ? Nachdem sich zunächst vereinzelte Telekom-Kunden
beschwerten , daß der ehemalige Staatsbetrieb sie für Gespräche zur Kasse bitte
, die nicht stattgefunden hätten , häufen sich jetzt die Klagen . Einige
Betroffene , darunter Telekom-Kunden aus Hessen und Bayern , haben sich zu einer
Gruppe zusammengeschlossen . Das Problem : Bislang kann der Kunde nur indirekt
darauf schließen , daß ein im Einzelverbindungsnachweis ( EVN ) aufgeführtes
Telefonat in Wahrheit nicht stattgefunden hat . Manchen Teilnehmern fiel jedoch
auf , daß der angeblich Angerufene zum aufgeführten Zeitpunkt außer Haus oder
gar außer Landes war . Andere berichten von angeblich angerufenen Nummern , die
sie nicht kennen . Beanstandungen endeten fruchtlos : " Wir haben seit Monaten
Beschwerden bei der Deutschen Telekom AG laufen , die von dieser weit mehr als
nur widerwillig bearbeitet werden " , heißt es in einem Internet-Aufruf in der
c't-Newsgroup ger.ct . Erschwert wird das Problem dadurch , daß sich die
Prüfprotokolle der Telekom mit ihren Einzelverbindungsnachweisen decken , die
Rechnungen also für den Nachrichtentechniker auf den ersten Blick korrekt
erscheinen . Eine Stellungnahme hat die Telekom für Freitag angekündigt . Köln :
20.000 Kunden ohne Telefon Seit Mittwoch sind 20.000 Telekom-Kunden in drei
Kölner Ortsnetzen ohne Telefonversorgung . Dies bestätigte
Telekom-Pressesprecher Gerald Dreger auf Nachfrage von c't . Wie schnell das
Problem beseitigt werden könne , sei wegen des heutigen Feiertags unklar .
Unklar ist nach derzeitigem Stand aber auch die Ursache des Ausfalls . Während
Dreger einen Schaden an einer Vermittlung durch Blitzeinschlag nicht ausschließt
, verlautete gerüchteweise , daß die eigentliche Ursache der Störung eine
durchtrennte 34-MBit/s-Leitung sei . Nach dieser Darstellung ist ein Kabel
zwischen Köln und Essen beschädigt worden . Durch den Defekt sei nicht nur der
gesamte Kölner Nordosten vom Telefonverkehr abgeschnitten , sondern auch der
Internet-Verkehr des Providers XLink massiv behindert . Die 34-MBit/s-Leitung ,
die als Backbone diente , werde nun nur unzureichend über eine schmalbandige
Ersatzleitung kompensiert . Die Telekom bestätigte diese Darstellung bislang
nicht . Streit um XXL : Telekom besteht auf Namensrechten Um die drei Buchstaben
XXL ist zwischen der Deutschen Telekom und dem regionalen hannoverschen
Telefonanbieter HTP ein Streit entbrannt . Die Telekom habe den Zusatz auf Grund
der möglichen Verwechselung mit dem Tarif " T-ISDN xxl " gerichtlich untersagen
wollen , sagte ein HTP-Sprecher am heutigen Dienstag in Hannover . HTP wolle
jedoch einem Rechtsstreit aus dem Wege gehen und benenne deshalb sein bisher
StadtGespräch XXL genanntes Angebot in StadtGespräch MaXXimaL um , hieß es . HTP
hat nach eigenen Angeben mehr als 11.000 Privatkunden in Hannover .
Super-Internet ab 2000 in Aussicht Der Information Superhighway , Lieblingskind
des amerikanischen Vizepräsidenten Al Gore , war zwar jahrelang in aller Munde ,
aber dabei nie mehr als eine Vision , praktisch so entfernt wie der Mond . CTR ,
ein in New Jersey beheimatetes Unternehmen will den Traum verwirklichen . Jedes
Segment soll mindestens 100 Gigabit pro Sekunde übertragen können . Vorgesehen
ist sogar stellenweise auf mehr als 1 Terabit/s auszubauen ( 1 Billion Bits ) .
Auf den 36 getrennten Schleifen soll Projekt Oxygen selbsttätig mehr als 100
alternative Routen zum jeweiligen Ziel finden können und so höchste
Zuverlässigkeit bieten . Zum Beispiel würden die entlegenen Fidji-Inseln die
selbe Technologie erhalten wie die USA oder Japan und in Russland könnte Oxygen
die Internet-Kapazität um das Millionenfache steigern , heißt es in der
Presseerklärung der CTR . Die Pläne beruhen auf Studien aus dem Jahr 1990 , die
der heutige Vorstandsvorsitzende der CTR , Neil Tagare , durchgeführt hat . Das
erste Resultat dieser Studien war das mit 27.000 Kilometern bisher längste
submarine Glasfaserkabel ( verbindet Europa , den mittleren Osten , Asien und
Japan ) . Das Startkapital für Oxygen sollen angeblich sechs ungenannte
multinationale Konzerne aus USA , Europa und Japan berappen . Zum ersten
Informationsmeeting im Dezember erwartet die CTR in Las Vegas Repräsentanten aus
175 Ländern . ITU-Generalsekretär Pekka Tarjanne soll die Eröffnungsrede halten
. VIAG Interkom kriegt neuen Chef - und verschwindet Das bestätigte heute ein
Unternehmenssprecher im Gespräch mit heise online . Gröger wird Nachfolger von
Maximilian Ardelt . Damit wird die Geschäftsführung bei Viag Interkom wieder
komplett . Ferner beschied die britische Mutter , dass Viag Interkom ab Frühjahr
nur noch O2 heißen solle , wie auch die Briten selbst künftig nur noch unter
diesem Namen auftreten wollen . Die Holding des Unternehmens solle unter dem
Namen mmO2 firmieren . Auch die Unternehmensaktie werde nach dem noch in diesem
Jahr geplanten Börsengang unter dieser Bezeichnung gehandelt werden . Der Name
sei nach einer europaweiten Kundenbefragung ausgesucht worden und die
Schreibweise von O2 mit der tiefer gestellten Ziffer solle Assoziationen an die
Chemiker-Bezeichnung des molekularen Sauerstoffs wecken , heißt es .
BT-Wireless-Chef Peter Erskine meint , mit dem Namen habe das Unternehmen eine
Marke gewählt , die " modern und universell " sei . In vier Wochen will Japan
den UMTS-Betrieb starten Der japanische Mobilnetzbetreiber NTT DoCoMo ,
Tochterunternehmen des ehemals staatseigenen Kommunikationsriesen NTT ,
unterstreicht einmal mehr seine Führungsposition als UMTS-Vorturner : Als erstes
Unternehmen weltweit wollen die Japaner den Regelbetrieb für ihr Mobilfunknetz
der dritten Generation am 1. Oktober aufnehmen . Dem Vernehmen nach hat NTT
DoCoMo die japanische Regulierungsbehörde um eine entsprechende Genehmigung
ersucht und auch den aktuellen Tarifplan vorgelegt . Hierzulande wird UMTS nach
Meinung von Experten erst deutlich später den Betrieb aufnehmen . Der FOMA
genannte UMTS-Service lief bisher im nicht-öffentlichen Testbetrieb . Der soll
nun zugunsten des Regelbetriebs am 30. September enden . Anfangs soll es drei
verschiedene Endgeräte geben , ein " Standard-Handy " , ein Visual-Type-Handy
für Bewegtbildübertragungen sowie eine Data-Card . Preise für die Geräte nannte
das Unternehmen noch nicht . Besonders spannend sind die UMTS-Tarife , die das
Unternehmen zugleich veröffentlichte , da sie erstmals eine grobe Orientierung
bieten . Angesichts der horrenden Investitionen in den Aufbau der UMTS-Netze
befürchten viele Experten , dass die Kosten für Normalanwender zu hoch sein
werden . Die Skeptiker scheinen zumindest vorläufig bestätigt , denn NTT DoCoMo
bietet fünf verschiedene Preisstufen mit monatlichen Grundgebühren zwischen
umgerechnet 36 und 138 Euro . Zwar sind bei allen Tarifen Gesprächsguthaben
enthalten , die liegen aber je nach Preisstufe nur zwischen 6,45 und 107 Euro .
Es entfallen also rund 30 Euro auf die reinen Anschlusskosten . Bis Ende März
2002 gewährt das Unternehmen immerhin weitere 1000 Yen Gesprächsguthaben ( 9,22
Euro ) . Die Höhe der Verbindungskosten hängt von der Grundgebührstufe ab .
Lediglich ein Tarif richtet sich ausschließlich an den Mobil-Surfer , der das
UMTS-Netz per Notebook und PC-Card nutzen will . Der mit nur 64 KBit/s
aufwartende Datendienst kostet monatlich 20,29 Euro . Die Verbindungsgebühren
reichen von 0,18 bis 0,36 Euro . Alle bisher genannten Tarife haben eines
gemeinsam : Sie sind für verbindungsorienterte Kommunikation gedacht , bei der
zwei Gegenstellen dauerhaft verbunden sind - selbst wenn keine Daten fließen ,
sind mithin Gebühren fällig . Zusätzlich zu diesen bietet NTT DoCoMo noch vier
Tarife für die paketorientierte Kommunikation , die bis zu 384 KBit/s erreicht .
Die ersten drei Tarife kosten je nach Modell monatlich zwischen 18,44 bis 73,77
Euro , wobei pro 128-Byte-Paket weitere 0,0009 bis 0,00018 Euro zu zahlen sind .
Der vierte Tarif kommt zum Zuge , wenn man keinen der drei vorherigen abonniert
hat , aber dennoch den paketorienterten Dienst nutzt . Dann fallen pro Paket
0,0018 Euro an . Neben dem teils sehr unübersichtlichen Zahlenwerk der Japaner
wecken auch deren geplante Dienste Interesse . So soll es noch in diesem Jahr
einen i-motion genannten Video-Clip Service geben . Ab dem Frühjahr 2002 will
die Firma ferner Video- und Musik-Distributions-Dienste anbieten . ADSL- und
ISDN-Modem für den PC Der für seine ISDN-Produkte bekannte Hersteller AVM will
auf der Systems in München den ersten kombinierten ADSL/ISDN-Controller
vorstellen , der sich unabhängig vom ADSL-Chipsatz der Vermittlungsstelle
einsetzen läßt . Bisher erhältliche ADSL-Modems sind aufgrund proprietärer
Verfahren oft inkompatibel zu den ADSL-Gegenstellen in den Vermittlungen und
daher meist nur lauffähig mit der Vermittlungstechnik desselben Herstellers . In
München präsentiert AVM seinen ADSL/ISDN-Controller im Einsatz mit verschiedenen
Vermittlungsstellen . Anders als bisherige ADSL-Modems , die in eigenem Gehäuse
mit eigener Stromversorgung untergebracht sind , kommt die AVM-Lösung als
Steckarte für den PC darher . Auch ist damit die bisher immer benötigte
Netzwerkkarte überflüssig , wenn nur ein PC mit dem ADSL-Anschluss gekoppelt
werden soll . Die digitalen Kommunikationsprotokolle ATM , PPP-over-Ethernet ,
CAPI und TCP/IP sind in der Treibersoftware implementiert , sodass Anwender und
Netzbetreiber ohne Hardware-Tausch auf veränderte Anforderungen reagieren können
. Im Unterschied zu vielen zur Zeit im Markt erhältlichen Endgeräten soll der
ADSL-Controller vom AVM die internationalen ITU-Normen " ADSL over ISDN " und "
ADSL over POTS " erfüllen ( ITU G.992.1 , Annex A und B ) . Daneben führt AVM
den Vorteil einer " umfassenden Managementfunktion " auf ADSL- , ATM- und
PPP-Ebene ins Feld . Damit sei eine detaillierte Überprüfung der Verbindung
möglich . In Verbindung mit der optionalen Software AVM KEN!DSL sollen
beispielsweise in einem Netzwerk mehrere PCs gleichzeitig eine
Internetverbindung erhalten können . Für jeden Rechner soll so eine individuelle
E-Mail-Adresse zur Verfügung stehen und von jedem Arbeitsplatz aus sei Faxen und
ISDN-Dateitransfer möglich . AVM will den neuen Controller im Laufe des nächsten
Jahres einführen . Bisher werden ADSL-Modems in Deutschland meist ohne separate
Berechnung im Rahmen des ADSL-Anschlusses von den Netzbetreibern zur Verfügung
gestellt . AVM verhandelt nun einerseits mit Netzbetreibern über mögliche
Vertriebspartnerschaften , spekuliert aber andererseits darauf , dass sich der
ADSL-Markt " öffnen " könnte , sodass ADSL-Kunden in der Lage wären , wie bei
Analog-Modems beliebige ADSL-Modems einzusetzen . Italien : Surfen via Steckdose
Enel , ein italienischer Energieversorger , will ab Februar 2000 zwei
Feldversuche in Bologna und Florenz für den Internet-Zugang via Stromleitung
starten . Das Stromkabel soll nicht nur als Internet-Zubringer dienen , sondern
auch Videokonferenzen oder Fernunterricht ermöglichen . Außerdem will Enel die
sogenannte Powerline-Technik als Plattform für die von Stromversorgern
herbeigesehnten Anwendungen wie Zählerfernauslesung und Gerätefernsteuerung von
Heizungs- und Kühlanlagen oder Haushaltsgeräten nutzen . Das italienische
Unternehmen gibt damit den Verfechtern der Powerline-Technik neuen Auftrieb ,
nachdem sich im Herbst letzten Jahres mit Nortel und BeWag gleich zwei Pioniere
des 230-Volt-Surfens aus der Entwicklung zurückgezogen haben . Erstes
Dualband-Netz für Handys in Berlin Als erster Betreiber eines D-Netzes , das
normalerweise im 900-MHz-Frequenzband arbeitet , hat T-Mobil heute in Berlin
1800-MHz-Zellen in Betrieb genommen . Diese Frequenzbereiche setzten bislang nur
E-Plus und Viag Interkom ein . Dualband-Handys , die den größten Teil der
Neugeräte ausmachen , wählen sich selbstätig in das gerade freie Frequenzband
ein . Ebenfalls automatisch erfolgt der Wechsel zwischen den Frequenzbändern
während eines Telefonats - in Berlin beispielsweise auf dem Weg vom
Alexanderplatz zum Brandenburger Tor . Der Netzausbau mit 1800-MHz-Frequenzen
soll zügig vonstatten gehen . In den nächsten Wochen gehen weitere
1800-MHz-Standorte in Berlin und Dresden ans Netz . Pünktlich zur diesjährigen
CeBIT sollen auch in Hannover 1800-MHz-Standorte in Betrieb sein . Zug um Zug
will T-Mobil zunächst in allen deutschen Ballungsgebieten die neuen Frequenzen
für T-D1-Kunden bereitstellen , wobei in erster Linie bereits vorhandene
Standorte für die Nutzung des zweiten Frequenzbandes umgerüstet werden können .
Parallel weiter ausgebaut werde laut Klaus Hummel , Technik-Geschäftsführer bei
T-Mobil , auch das traditionelle 900-MHz-Band : " Um weiterhin eine optimale
Netzverfügbarkeit bieten zu können , werden wir in diesem Jahr rund 4000 weitere
Antennenstandorte in Betrieb nehmen . " Insgesamt investiert T-Mobil in diesem
Jahr erneut mehr als 1,5 Milliarden in den Ausbau des D1-Netzes . Telekom
übernimmt Mobilfunkfirma Die Deutsche Telekom hat ihren Mehrheitsanteil an dem
österreichischen Mobilfunkbetreiber Max Mobil auf 100 Prozent aufgestockt . Das
teilte der Telefonriese am Dienstag in Bonn mit . Über die Mobilfunktochter
T-Mobil habe die Telekom die bisher vom Krone Verlag gehaltenen neun Prozent an
Max Mobil übernommen . Die Mobilfunkfirma ist der erste private
GSM-Netzbetreiber in Österreich . Für sich betrachtet mag der Kauf Vorteile mit
sich bringen , doch der von der Unternehmensleitung immer wieder propagierte
große Wurf , mit dem sich der Bonner Telekommunikationskonzern international
etablieren möchte , ist das nicht . Kostenlose Chat-Software könnte ISDN-Netze
verstopfen Unter dem Namen Linefire will der Programmierer Aron Spohr am
morgigen Donnerstag eine Windows-Software unter www.linefire.de zum Download
bereitstellen , die Textnachrichten zwischen ISDN-Anschlüssen kostenlos
befördert . Aron Spohr machte bereits 1998 auf sich aufmerksam , als er die
Zugangscodes der Online-Dienste AOL und T-Online geknackt hatte . Auf die Idee
für die Linefire-Software kam er noch vor dem Wirbel um die Zugangscodes , als
ihm klar wurde , dass Informationspakete , die bei jedem ISDN-Anruf übermittelt
werden , als Transportmittel für einige wenige Bytes in Frage kommen .
Üblicherweise werden mit den Paketen , die ISDN-Anrufe einleiten , Informationen
wie Rufnummern oder Service-IDs übertragen . Die Software birgt einiges an
Zündstoff : Selbst grenzübergreifend soll das Verfahren funktionieren , sofern
auf der Gegenseite ein Euro-ISDN-Anschluss vorhanden ist . Spohr zufolge seien
schon einige der Texttelegramme erfolgreich zwischen ISDN-Anschlüssen in
Deutschland und den Niederlanden übertragen worden . Linefire setzt zwar eine
Datenkompression ein , um die niedrige Transportkapazität der ISDN-Pakete besser
auszuschöpfen und eine 100 Zeichen lange Nachricht ist laut Spohr in nur fünf
Sekunden übertragen , doch sind dafür rund ein Dutzend " Anrufversuche "
notwendig . Wenn sich wie befürchtet zahlreiche Anwender dieser Software
bedienen , ist wegen der " hochfrequenten " Nutzung der Vermittlungsrechner ,
die ja für solche " Anwendungen " nicht gedacht sind , mit Behinderungen im
Sprach- und Datenverkehr zu rechnen . Nach Lage der Dinge lassen sich
Linefire-Meldungen bisher technisch nicht unterbinden . Spohr erklärte jedoch in
einem Gespräch mit heise online , dass die Telekom über Linefire schon im
Vorfeld informiert gewesen sei : " Ich habe Ron Sommer persönlich angeschrieben
und eine Kooperation vorgeschlagen " . Doch ein mit der Anwort betrauter
T-Online-Mitarbeiter schrieb zurück , dass man an keiner Zusammenarbeit
interessiert sei . Spohr rechnet nun damit , dass der Kommunikationsriese eine
Störung seiner Vermittlungen nicht hinnehmen werde , es sei bereits ein Anwalt
hinzugezogen . Nach Meinung von Fachleuten dürfte eine einstweilige Verfügung
seitens der Telekom nicht lange auf sich warten lassen . Eine lange Lebensdauer
dürfte Programmen wie Linefire ohnehin nicht beschieden sein : Die Netzbetreiber
werden wohl in wenigen Wochen Updates für ihre Vermittlungen einspielen können ,
die die Linefire-Inhalte filtern . Telekom plant Bonus-System für treue Kunden
Die Deutsche Telekom will nach eigenen Angaben im Herbst ein Bonus-System
einführen . Nach dem Vorbild des Lufthansa-Vielflieger-Programms Miles & More
sollen Kunden Bonus-Punkte sammeln und gegen Handys , Tour-de-France-Karten oder
Konzert-Tickets eintauschen können . Das Bonus-System soll jeder Telekom-Kunde
nutzen können , egal ob Festnetz- , Mobil- oder Internet-Nutzer . Sonderpunkte ,
so hieß es weiter , seien für den Kauf von Geräten in den T-Punkt-Geschäften des
Unternehmens geplant . Mit dem Bonus-System reagiert das Unternehmen anscheinend
auf einen Vorstoß seines Online-Mitbewerbers AOL . Die Hamburger bieten bereits
seit dem vergangenen Jahr als Partner des Payback-Rabattsystems ihren Kunden
Vergünstigen an . Bei der Telekom läuft derzeit noch die Erprobungsphase .
EU-Finanzminister beraten über Internet-Steuer Die EU-Finanzminister wollen am
morgigen Dienstag in Luxemburg wieder über eine sinnvolle Besteuerung des
Handels über das Internet beraten . Den Ministern geht es vor allem darum ,
Steuer-Schlupflöcher zu schließen und damit faire Wettbewerbschancen zu schaffen
. Die in der EU-Steuerpolitik nötige Einstimmigkeit dürfte dabei kaum zustande
kommen , da Großbritannien Einwände hat . Unternehmen aus Nicht-EU-Ländern wie
beispielsweise USA sollen sich in der EU anmelden , um dann für Geschäfte
innerhalb der EU auch Mehrwertsteuer abzuführen . Es geht dabei vor allem um
Steuern auf Software , Videos oder Musik , die Surfer über das Internet laden .
Nach einem Schlüssel soll die Mehrwertsteuer in das EU-Land weitergeleitet
werden , in dem der Kunde des Unternehmens wohnt . London kritisiert aber laut
EU-Diplomaten unter anderem einen hohen Verwaltungsaufwand . Bisher ist man sich
weltweit zwar einig , dass man die Steuerschlupflöcher , die das Internet
eröffnet habe , schließen will , doch eine Lösung steht noch aus . Auch das
Bundesfinanzministerium fordert " international abgestimmte Regeln " , um die
durch das Internet entstandenen Steueroasen auszutrocknen . Dabei gehe es
keineswegs um neue Steuern , sondern lediglich um die Anwendung des bestehenden
Steuerrechts . So gebe es keinen Grund , für einen PC keine Steuer zu zahlen ,
nur weil ihn jemand übers Netz bestelle , meinte zum Beispiel Staatssekretär
Manfred Overhaus zu Beginn des Jahres . Die EU-Kommision hat zwar längst einen
Vorschlag erarbeitet , doch der gilt unter Kritikern als zu verworren und
unpraktisch . Anscheinend sehen jedoch alle Beteiligten Anlass zur Eile . So
fordern selbst Großunternehmen die EU zum raschen Handeln auf : " Wir
unterstützen das Vorhaben sehr " , sagte eine Sprecherin der so genannten
European E-Business Tax Group , in der sich Konzerne wie die Deutsche Post ,
Siemens , Microsoft oder auch IBM organisieren . Und obwohl es sich nach
Auffassung von Staatskassenwart Overhaus beim heutigen Stand des E-Commerce "
erst um ganz geringe Beträge " handele , die dem Staatssäckel entgehen ,
bekräftigt er , dass es " ein steuerfreies Internet " nicht geben könne .
Saboteure kappten Telekom-Leitungen Es war kein Blitzschlag , sondern Sabotage .
Unbekannte haben gestern in Köln zeitgleich drei Glasfaserleitungen der Telekom
durchtrennt und damit die Anschlüsse von 24.000 Kunden lahmgelegt sowie den
Internet-Verkehr des Providers XLink stark gestört . Der Schaden wurde noch am
Donnerstag am späten Nachmittag behoben . Die Vorgehensweise lasse bei den
Tätern auf Insider-Kenntnisse schließen , sagte Michael Schneider ,
Pressesprecher des Polizeipräsidiums Köln . Man müsse schon wissen , daß die
Leitungen in Schächten 2,50 Meter unter der Erdoberfläche liegen . Eine
Begründung konnte er nicht geben . Kostenloses Tool verhilft älteren
Mac-Rechnern zu MacOS X Unsupported UtilityX nennt Ryan Rempel sein Tool , das
ältere Power-Macs sowie Mac-Clones zum aktuellen Apple-Betriebssystem Mac OS X
verhilft . Rempel , der sein Programm kostenlos zum Download bereitgestellt hat
, stützte sich bei der Entwicklung auf Darwin , den Mac OS X zugrundeliegenden
Mach-Kernel , dessen Quelltexte und Binärdateien Apple veröffentlicht hat . Zwar
" spielt " das Unsupported UtilityX nicht auf allen Mac-Clones , doch immerhin
auf in Ehren ergrauten Schachteln wie dem Modell 7500/100 oder dem Umax S900 .
Apple beschränkt seine Unterstützung einzig auf die deutlich jüngeren PowerMacs
, die die Fertigungsstraßen bereits mit dem G3- oder G4-Prozessor verlassen
haben . Eine vollständige Liste der Rechner , auf denen das Tool funktioniert ,
findet sich auf Rempels Web-Seiten . Rempel arbeitet seit etlichen Monaten an
diesem Projekt . Jedoch war anfangs der von ihm beschriebene Lösungsweg eine
recht aufwändige und komplizierte Prozedur . Mit dem Unsupported UtilityX
genügen nun drei Mausklicks , um die Installation zu starten . Neues GPRS-Handy
- und gesenkte Absatzprognose Der schwedische Kommunikationskonzern Ericsson hat
seine Marktprognose für die neue Generation der Mobiltelefone mit der
GPRS-Datentechnik drastisch nach unten korrigiert . Dennoch soll voraussichtlich
Mitte Oktober ein neues GPRS-Handy von Ericsson auf den Markt kommen . Das T65
genannte Modell wiegt 95 Gramm und ermöglicht den Internet-Zugang über die
schnelle GPRS-Surftechnik . Das Gerät erreiche Surf-Geschwindigkeiten von bis zu
43,2 Kilobit pro Sekunde , heißt es . Die Bedienung des T65 soll Ericsson
zufolge sehr komfortabel sein : Ein Tastendruck genüge - und das Handy sei
online . Das T65 unterstützt auch das EMS-Verfahren zur Übertragung von Bildchen
, Animationen oder Tönen in Kurznachrichten . Beispielsweise kann ein
Geburtstagsgruß per EMS aus einer Textnachricht , einem Bild und einer frei
programmierbaren Melodie bestehen . Der Preis für das T65 steht einer
Ericsson-Sprecherin zufolge noch nicht fest . Übernahmeschlacht um drittgrößte
US-Telefongesellschaft Die US-Telefonkonzerne Bell South und MCI Worldcom
liefern sich die größte Übernahmeschlacht der Geschichte um den amerikanischen
Branchendritten Sprint . Die Deutsche Telekom , die derzeit mit 10 Prozent an
Sprint beteiligt ist , erwägt nach Informationen des Wall Street Journal
ebenfalls mitzubieten . Für MCI Worldcom hätte der Deal aber auch einen großen
strategischen Vorteil , denn das Unternehmen würde dank des großen
Sprint-Mobilfunknetzes in diesen schnell wachsenden Markt einsteigen . Sprint
und MCI Worldcom sind auch im Internet-Bereich sehr stark . Ob die Deutsche
Telekom tatsächlich in die Übernahmeschlacht einsteigt , ist dem Wall Street
Journal zufolge eher unwahrscheinlich , denn die Telekom könne nicht die
gleichen Kostenersparnisse wie MCI Worldcom verbuchen und daher auch nicht so
hoch bieten . Sprint , Deutsche Telekom und France Telecom betreiben gemeinsam
die internationale Telefonfirma Global One . Das Gemeinschaftsunternehmen
richtet sich vor allem an große Unternehmen , hat aber noch nicht die
Erwartungen erfüllt . Marktbeobachter rechnen damit , dass sich Sprint für MCI
entscheiden wird , da die beiden Firmen besser zusammen passen als Sprint und
BellSouth . Ein gewichtiges Wort in der Übernahmeschlacht dürften jedoch die
Aufsichtsbehörden sprechen . MCI müsste vermutlich " nur " Abstriche im
Internet-Geschäft hinnehmen . BellSouth hat dagegen schlechtere
Startvoraussetzungen , denn dem Unternehmen fehlt wie den anderen regionalen
US-Telefongesellschaften die Genehmigung für das Ferngesprächsgeschäft .
BellSouth ist auch im Mobilfunkgeschäft , das sich teilweise mit dem von Sprint
überschneidet . E-Plus wächst schneller als der Markt E-Plus kann damit nach
langer Durststrecke die steilste Wachstumskurve unter den deutschen
Mobilfunkanbietern vorweisen , bezogen auf die Teilnehmerzahlen .
Geschäftsführer Klaus Thiemann zu diesem Ergebnis : Nach absoluten Kundenzahlen
liegen , wie gemeldet wurde , D2 mit 9,5 Millionen und D1 mit 9 Millionen noch
unangeforchten vor dem Branchendritten E-Plus . Wenn es nach Thiemann geht ,
soll das starke Wachstum jedoch auch im Jahr 2000 anhalten : Einkaufen per Handy
Entrust Technologies , ein Hersteller von Sicherheitslösungen für E-Business ,
hat mit dem Konzept Entrust.net digitale Zertifikate für kommerzielle WAP-Server
angekündigt . Die Zertifikate will Entrust interessierten Unternehmen zeitgleich
mit der Einführung von Nokias WAP-Server anbieten . Die neuen
Entrust-Zertifikate ermöglichen WAP-Geräten wie etwa Handys oder PDAs gesicherte
mobile Internet-Transaktionen wie den Einkauf von Waren und Dienstleistungen ,
den Handel mit Aktien , Bankgeschäfte oder auch das Stellen und Begleichen von
Rechnungen . WAP , das Wireless Application Protocol , ist ein Standard für
Geräte , die mit niedriger Geschwindigkeit speziell vorbereitete Internet-Seiten
laden und auf kleinen Displays darstellen . Einer der Vorteile gegenüber
herkömmlicher Technik liegt in der ökonomischen Nutzung der Bandbreite - WAP ist
genügsam . Hybrid-Kärtchen für ISDN- und Analogdaten Zum Jahreswechsel
erweiterte die Krefelder Firma Connect Service Riedlbauer ihre Produktpalette
mit Geräten des kanadischen Herstellers Eicon-Technology . Das Flaggschiff der
neuen ISDN-Adapter ist Diva Mobile , eine PnP-fähige Karte für den PCMCIA-Slot
Typ II . Zusätzlich dient die Karte mittels eines Rockwell-Chipsatzes als
analoges Modem . Dabei unterstützt sie in der Datenkommunikation den
V.34-Standard ( max. 33.600 Bit/s ) sowie in der Faxkommunikation die
Gruppe-3-Geräte ( max. 14.400 Bit/s ) . Des weiteren bietet die rund 1089 Mark
teure Karte die üblichen Verfahren zur Fehlerkorrektur und Datenkompression (
V.42 sowie V.42bis ) . " Letzte Meile " wird noch teurer Die Regulierungsbehörde
für Telekommunikation und Post hat nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung
die Miete für die Teilnehmeranschlußleitung auf 25,50 Mark festgelegt . Bisher
zahlen die Telekom-Wettbewerber 20,65 DM . Die Entscheidung soll offiziell am
Montag verkündet werden . Ursprünglich sollten andere Telekommunikationsfirmen
die sogenannte letzte Meile für 23,20 DM mieten können , doch dann hatte sich
die Behörde nach Intervention von Wirtschaftsminister Werner Müller zusätzliche
Bedenkzeit genommen . Der Mitbewerb wird zwar begrüßen , daß nun endlich eine
Planungsgrundlage gegeben ist , doch über die Höhe dürfte man enttäuscht sein .
Einige Konkurrenten hatten eine Festlegung auf maximal 15 DM gefordert . Auch
Endkunden der Telekom zahlen mit 21,39 Mark ( plus Mehrwertsteuer ) gegenwärtig
weniger . Im Vergleich zu den Vorstellungen der Telekom , die vom Mitbewerb
37,30 Mark kassieren wollte , nimmt sich der neue Preis aber noch moderat aus .
Der Preisdruck steigt damit allerdings weiter , so daß MobilCom & Co. intensiver
über eigene Ortsleitungen nachdenken dürften als bisher . Sony kann
PlayStation-Emulator nicht stoppen Das Bezirksgericht in San Francisco hat Sonys
Antrag auf einstweilige Verfügung gegen den Verkauf der Virtual Game Station
abgelehnt . In der Sache ist damit aber noch nicht entschieden ; Connectix will
sich mit Sony außergerichtlich einigen . Derweil wird der Emulator in den USA
weiterhin verkauft . Die neue Version 1.1 kostet rund 50 Dollar . Connectix
emuliert mit der Virtual Game Station auf Apples Computern mit PPC750-Prozessor
ausschließlich die US-amerikanische Version von Sonys Spielekonsole PlayStation
. Für europäische oder japanische PlayStation-Spiele ist die Software nicht
konzipiert . Version 1.1 soll besseren Schutz gegen die Verwendung von
raubkopierten Spielen bieten . Obendrein hat Connectix ein Verfahren eingebaut ,
das eingelegte PlayStation-CDs erkennt und Emulator sowie Spiel automatisch
startet . Käufer der Version 1.0 können ihr Programm kostenlos updaten .
Wohnungswirtschaft entscheidet sich gegen d-Box Der " GdW Bundesverband
deutscher Wohnungsunternehmen " tritt der unabhängigen Medienallianz Free
Universe Network ( F.U.N. ) bei , die eine offene Plattform für
Digitalfernseh-Empfänger definiert hat . Als Dachverband der Wohnungswirtschaft
vertritt der GdW die Interessen von rund 3.000 Wohnungsunternehmen unter anderem
bei der Frage der digitalen Decoder-Technik in den TV-Kabelnetzen . Der
GdW-Verband schließt sich der F.U.N.-Position an und fordert " digitale
Programme und Dienste auf einer offenen Plattform " . Den seitens der
Kirch-Gruppe und der Deutschen Telekom bevorzugten Digital-Decoder d-Box lehnt
die Organisation ab - diese Plattform stehe einer " breiten Angebotsentwicklung
" entgegen . Verbandspräsident Jürgen Steinert meint , dass der erforderliche
Decoder verbrauchergerecht gestaltet und daher bedienerfreundlich ausgelegt ,
erweiterbar und frei von den Interessen einzelner Medienkonzerne sein müsse .
Steinert weiter : Kern des F.U.N.-Decoder-Konzepts sind offene Soft- und
Hardware-Schnittstellen . Beispielsweise kommt ein Steckkartensystem zum Einsatz
, das auf dem Common-Interface-Standard der DVB-Spezifikation ( Digital Video
Broadcasting ) beruht . Dies soll eine individuelle Zugriffsberechtigung auf
heutige und künftige Pay-TV-Angebote ermöglichen . Ferner unterstützt F.U.N. den
wohl kommenden System-Standard Multimedia Home Platform ( MHP ) . Telekom
bündelt Multimedia-Aktivitäten in T-Motion Die Deutsche Telekom hat ihre mobilen
Multimedia-Aktivitäten in dem neuen Unternehmen T-Motion gebündelt . Eigentümer
dieser Gesellschaft seien die T-Mobile International zu 60 und T-Online
International zu 40 Prozent , teilte das Bonner Unternehmen am Donnerstag mit .
T-Motion soll die beiden Telekom-Töchter mit der Entwicklung mobiler Dienste
unterstützen . Die Angebote sollen speziell an mobile Internetkunden gerichtet
sein . Mit der Gründung von T-Motion führe die Telekom ihr Know-how auf den
Wachstumsmärkten Mobilfunk und Internet zusammen , erklärte
T-Mobil-Vorstandschef Kai-Uwe Ricke . Zugleich würden hierdurch die
Voraussetzungen für ein Diensteangebot geschaffen , das ganz Europa erfasse .
Entsprechend soll der Firmensitz von T-Motion in London sein . Tauziehen um
Hagenuk Zwei Unternehmen aus den Niederlanden wollen den Kieler
Kommunikationsspezialisten Hagenuk übernehmen . Ein Firmensprecher bestätigte
gegenüber der Nachrichtenagentur dpa einen entsprechenden Bericht der " Kieler
Nachrichten " . Danach könnten 260 von etwa 300 Arbeitsplätzen gesichert werden
. Die Verhandlungen sollen bereits weit fortgeschritten sein . Bei Hagenuk war
im vergangenen Dezember erneut das Insolvenzverfahren eingeleitet worden ,
nachdem das Unternehmen Ende 97 wegen seiner erfolglosen GSM-Telefone in die
Bredouille geraten und vom Telefonhersteller Tiptel übernommen wurde . Wie
Insolvenzverwalter Hans-Jürgen Beil der Zeitung sagte , werde die
niederländische Lösung aber durch Abwerbeversuche des Schweizer Unternehmens
Ascom bedroht , der in Kiel ein Entwicklungsbüro aufbauen wolle und etwa 20
Hagenuk-Fachleuten bereits Verträge vorgelegt habe . Wie ein Firmensprecher
sagte , geht Hagenuk derzeit auch dem Verdacht nach , dass Know-how in Form von
Dateien verschwunden sein könnte . Dies werde von Technikern überprüft . Den
Angaben zufolge will die CPS Europe B.V. mit Sitz in den Niederlanden die
Bereiche Entwicklung , Konstruktion und Vertrieb der Hagenuk GmbH übernehmen .
Die CPS-Geschäftsführung war am Dienstag in Kiel . Die bei der ausgelagerten
Finmek-Hagenuk angesiedelte Produktion steht vor der Übernahme durch die
niederländische Nedworks Electronics Group . Auch hier seien die Verhandlungen
weit fortgeschritten , schreibt die Zeitung unter Berufung auf den
Insolvenzverwalter . Internet-Telefonie erhöht Preisdruck Eine von
Tochterunternehmen Delta Three und Ericsson gemeinsam entwickelte
Übertragungstechnik namens IPTC ( IP Telephony solution for Carriers ) verbindet
das herkömmliche Telefonnetz mit dem Internet . Ein Computer ist zur Nutzung des
Angebots nicht erforderlich . Der Service funktioniert vom herkömmlichen Telefon
aus , und man zahlt entweder über das eigene Konto oder mit einer Telefonkarte (
im voraus ) . Nach Aussagen von Delta Three Boss Elie Wurtman sollen selbst die
Tarife von Firmen wie Worldcom um bis zu 40 Prozent unterboten werden . Bislang
können nur britische Kunden per Delta Three telefonieren . Bis Ende 98 will RSL
auch Deutschland und 13 weitere europäische Länder ( 40 weltweit ) bedienen
können . Wer nicht so lange warten möchte , kann den Delta-Three-Dienst
PC-to-Phone auf traditionelle Art per Computer mit dem Programm Internetphone
ausprobieren . Bleibt abzuwarten , was die Internet-Telefon-Allianz von Telekom
und Vocaltec entgegenzusetzen hat . Carsten Fabich Verkauf des TV-Kabelnetzes
noch im Sommer Der milliardenschwere Teilverkauf des TV-Kabelnetzes der
Deutschen Telekom soll noch im Sommer abgeschlossen werden . Nach dem Einstieg
der US-Investorengruppe Callahan in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg
sowie der Einigung mit dem britischen Investor Klesch in Hessen soll in den
nächsten zwei bis drei Wochen auch ein Abschluss für Bayern und Rheinland-Pfalz
erzielt werden . Die Mehrheit an den Kabelnetzen in Norddeutschland soll noch im
Sommer an neue Betreiber abgegeben werden , sagte der Beauftragte des
Telekom-Vorstandes für Breitbandkabel , Franz Arnold , am Montag in Köln . Die
Telekom will nur am Kabelnetz in Berlin komplett festhalten . Callahan und
Klesch kündigten einen zügigen Ausbau der Netze an . In Hessen und Bayern wurden
die Aufrüstarbeiten auf eineinhalb bis zwei Jahre geschätzt . In
Nordrhein-Westfalen sollen die Arbeiten im kommenden Jahr beginnen . Bertelsmann
gibt Mediaways ab Bertelsmann will den Netzwerkdienstleister Mediaways an den
spanischen Telekommunikationskonzern Telefonica verkaufen . Wie das Unternehmen
heute in Gütersloh mitteilte , wolle man sich stärker auf das Geschäft mit den
Medieninhalten konzentrieren . Es ist nach der Terra-Lycos-Fusion und dem Joint
Venture mit Bertelsmann Online ( BOL ) bereits das dritte Geschäft , das
Bertelsmann und Telefonica miteinander vereinbaren . Die Transaktion steht
allerdings unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Genehmigung . Über die
Höhe des Verkaufspreises machte Bertelsmann keine Angaben . Modems schneller als
V.90 Obwohl V.90 sich noch nicht flächendeckend verbreitet hat , ist Motorola
mit dem neuesten Modemchipsatz schon einen Schritt weiter . Zwar wird ADSL in
Deutschland bisher nur in Pilotversuchen betrieben , doch soll der neue Chipsatz
die Möglichkeit bieten , jetzt mit V.90 zu übertragen und bei Verfügbarkeit von
ADSL sofort umzusteigen . Auch soll er sich laut Motorola auf künftige
ADSL-Lite-Standards anpassen lassen . Holger Lubitz Siemens-Handy mit
Farbdisplay Unter dem Namen S11 kündigt Siemens ( http://www.siemens.de/handy )
für Ende des Jahres ein Handy für das Mobilfunknetz GSM-1800 ( E-Plus ) an .
Besonderes Kennzeichen ist das grafikfähige Farbdisplay . Das S11 ist für
GSM-Phase II und auch für die Daten- sowie Faxkommunikation geeignet , wahlweise
mittels einer PC-Card oder über das ebenfalls als Zubehör erhältliche Programm
SoftDataLink . Letzteres gibt es nur in Versionen für Windows 95 sowie Windows
NT . Dabei ist an Hardware lediglich ein Kabel zur Verbindung mit der seriellen
Schnittstelle benötigt . Die Kommunikation mit dem Handy soll in beiden Fällen
mittels AT-Kommandos erfolgen . Zu den Besonderheiten der Telefonie-Funktionen
zählt die Farbzuordnung der Rufnummern . Der Hersteller gibt die Standby-Zeit
mit 100 Stunden an , die Sprechzeit soll maximal 10 Stunden betragen .
MP3-Player funkt per Bluetooth Das japanische Unternehmen TU-KA stellte auf der
Tokyoer Ceatec-Messe eine Kombination aus Freisprecheinrichtung ,
Digital-Audio-Player und Mobiltelefon vor . Der im Sprechzeug integrierte
Audio-Player eignet sich für Musikstücke in den digitalen Formaten TwinVQ oder
MP3 , als Trägermedien lassen sich SmartMedia-Karten verwenden . Das Sprechzeug
kann man aber nicht nur zum Abspielen von Musikstücken nutzen , sondern auch zum
freihändigen Telefonieren - es kommuniziert drahtlos mit einem
Bluetooth-Mobiltelefon . Wenn auf dem Telefon ein Anruf eingeht , kann man die
Verbindung über entsprechende Tasten am Kopfhörer annehmen und später beenden ;
das Handy muss man dafür nicht in die Hand nehmen . Die Musik-Berieselung wird
für die Dauer des Telefonats unterbrochen . Der Hersteller hat eine zweite
Kopfhörerversion vorgestellt , die keinen Audio-Player enthält . Noch ist offen
, wann und auf welchen Märkten die Produkte angeboten werden . Bluetooth ist ein
Funkstandard für den Nahbereich , der für die drahtlose Kommunikation zwischen
PC und Peripheriegeräten wie Handy , Digitalkamera , MP3-Player , Drucker oder
Scanner entwickelt wurde . Wegen etlicher Verzögerungen gibt es zwar viele
Produktankündigungen , aber noch kaum marktreife Geräte . Ericsson und Infoseek
gründen WAP-Partnerschaft Ericsson , einer der führenden Mobilfunkhersteller ,
und Infoseek , Portal von Go Network , wollen gemeinsam drahtlose
Internet-Dienste für das Wireless Application Protocol ( WAP ) entwickeln . Zu
den angepeilten Anwendungsbereichen gehören Personal Information Management ,
ECommerce sowie verschiedene Nachrichtendienste . Erste Angebote wollen die
Partner im zweiten Quartal 2000 parat haben . Ericsson will unter anderem
WAP-Geräte und Netzwerkbausteine in die Allianz einbringen , während Infoseek
die Plattform für die WAP-Dienste stellen will . Surfen per Handy : Telekom
startet WAP-Dienste Heute hat T-Mobil in Kooperation mit T-Online die lange
erwarteten WAP-Dienste gestartet - damit können Besitzer von WAP-Handys auf
spezielle Internet-Inhalte zugreifen . T-Mobil bietet Online-Informationen von
mehr als 20 Content-Anbietern , die das WAP-Portal unter anderem mit Nachrichten
, Wirtschaftsinformationen , Sportergebnissen , Kinotips , Stauinfos und
Flugplänen versorgen . Künftig sollen T-Mobil-Kunden über T-Online auch E-Mails
empfangen und senden können . Der Netzbetreiber verlangt für eine WAP-Minute 39
Pfennige . So weit , so schön . Trotz aller Versprechungen müssen die meisten
Interessenten weiterhin auf WAP-fähige Geräte warten . Bislang hat lediglich
Nokia das Handy-Modell 7110 in kleiner Stückzahl ausgeliefert - angesichts der
Nachfrage ein Tropfen auf dem heißen Stein . Die T-Mobil-Zugangsparameter für
das Nokia-Handy 7110 sind in der nachfolgenden Tabelle zusammengefaßt - die
übrigen WAP-Voreinstellungen soll der Anwender nicht verändern . Durchbruch :
Erste Digitalkamera mit 3,3 MPixeln Casio stößt in eine neue Megapixel-Klasse
für Digitalkameras vor : Das Topmodell QV-3000EX/lr stützt sich auf einen
CCD-Chip mit 3,34 Megapixeln . Bisher lag die Obergrenze für CCD-Chips bei 2,5
Mega-Pixeln ; ähnlich hohe Auflösungen wie sie nun das Casio-Modell liefert
konnte die 2,5-Megapixel-Klasse lediglich durch Interpolation erzielen . Darüber
hinaus wartet das Gerät mit Verschlusszeiten zwischen 1/1000 und 1/2 Sekunde auf
. Casio nutzt zur Bilddarstellung einen 1,8-Zoll großen abschaltbaren Monitor .
Die Digitalbilder befördert man wahlweise drahtlos per Infrarot oder via
USB-Schnittstelle zum PC , alternativ über einen Video-Ausgang zum Fernseher
oder Video-Recorder . Als Energiequelle dienen 4 aufladbare Lithium-Zellen mit
1600 mAh Kapazität ; das Ladegerät für die Batterien lässt sich auch als
Netzteil für die Kamera verwenden . Die Casio QV-3000EX/lr soll zur CeBIT auf
dem Markt erscheinen und deutlich unter 2000 Mark kosten . Terabit-Infobahn
gestartet Das hannoversche Unternehmen LambdaNet hat das erste bundesweite
Terabit-Glasfasernetz zur Datenübertragung gestartet . Es verbindet von Hamburg
bis München 18 deutsche Städte . Im Frühjahr sollen auch Leipzig , Dresden sowie
Erfurt und im Sommer Kiel und Rostock angeschlossen werden . Danach werde die
Infrastruktur " europaweit " ausgedehnt , erklärte LambdaNet . In den
angeschlossenen Städten bietet die Firma eine Datenrate von mehr als einem
Terabit pro Sekunde . Herkömmliche Kommunikationsnetze bieten " lediglich " 2,4
GBit/s für 30.000 Gesprächskanäle . Zu den Kunden , die das LambdaNet-Angebot
vom Start weg nutzen , gehören die Telefongesellschaften Drillisch und Telia
sowie die Internet-Provider HighwayOne und Point of Presence . Die hohe
Übertragungskapazität basiert im Wesentlichen auf der Kombination zweier
Techniken , dem Dense Wavelength Division Multiplexing ( DWDM ) sowie der
ausfallsicheren Transporttechnik Synchronous Digital Hierarchy ( SDH ) .
LambdaNet setzt auf Systemtechnik von Nortel Dasa und kooperiert mit der Essener
Firma GasLINE , die ihr 3500 Kilometer langes Glasfasernetz zur Verfügung stellt
. Es verläuft entlang der Ferngasleitungen des Unternehmens . Telelearning per
Telefonleitung QS Communications hat in Köln begonnen , erste Kunden mit dem
symmetrischen DSL-Dienst Speedway zu versorgen . Ursprünglich wollte die Kölner
Firma ihre Heimatstadt schon Ende November mit Speedway bedienen . Symmetrische
Techniken wie SDSL eignen sich insbesondere für Anwendungen , die in beiden
Richtungen hohe Datenraten übertragen , beispielsweise für LAN-Kopplung ,
Bewegtbildübertragung , Telelearning oder Web-Hosting . Je nach Geschwindigkeit
kostet Speedway monatlich 295 Mark bis 995 Mark . Das ist jedoch nur die
Leitungsmiete - den Internet-Dienst muss man zusätzlich bei einem der beiden
Partnerunternehmen Pironet oder DPN erstehen . QS Communications will mit
Speedway vorwiegend kleine und mittlere Geschäftskunden sowie Viel-Surfer
versorgen . Funk-Pauschaltarif in Lüneburg Die Firma Sitecom will in Lüneburg ab
Ende Januar Privat- und Geschäftskunden per Funk an das Internet anschließen .
Zunächst soll die Datenrate mindestens 1 MBit/s betragen . Privatkunden sollen
die Funk-Standleitung für rund 150 Mark im Monat erhalten können . Darin
eingeschlossen sind eine Internet-Adresse , zwei E-Mail-Adressen , eine Homepage
sowie 700 MByte Transfervolumen . Jedes weitere MByte berechnet Sitecom mit 0,15
DM . Geschäftskunden können die Standleitung für rund 350 Mark im Monat mieten .
Monatlich sind 500 MByte Transfervolumen eingeschlossen , jedes weitere MByte
kostet 0,20 Mark . Im Angebot ist weiterhin ein IP-Subnetz und ein Domain-Name
enthalten . Ferner stellt Sitecom den Betrieb eigener Web- und Mail-Server frei
. Voraussetzung für den Anschluss ist Sichtkontakt zu einem Funk-Verteiler des
Unternehmens . Telecom-Verband gegen Änderung der Regulierungspolitik In
scharfer Form reagiert der Bundesverband der regionalen und lokalen
Telekommunikationsgesellschaften BREKO auf Äußerungen von
Bundeswirtschaftsminister Werner Müller zur Regulierung des
Telekommunikationsmarktes . In der Januarausgabe der Publikation Der
Hauptstadtbrief nahm Müller die Telekom in Schutz mit den Worten : Rainer
Lüddemann , Geschäftsführer des BREKO , zeigt angesichts dieser Einschätzung
Unverständnis : " Ein neues Telekommunikationsunternehmen kann man doch nicht
allein auf dem Papier führen . " Schon die Vermittlungstechnik , die jeder
Anbieter von Endkundenanschlüssen aufbauen müsse , verschlinge hohe zweistellige
Millioneninvestionen und gerade die im BREKO vertretenen City- und
Regionalcarrier hätten den Ausbau eigener Netze forciert . " Nach Schätzungen
haben allein die 49 Mitgliedsunternehmen von BREKO seit 1998 einen zweistelligen
Milliardenbetrag nur in den Netzausbau und die notwendige Technik investiert " ,
erklärt Lüddemann . Die Netzlänge addiere sich derzeit auf rund 50.000 Kilometer
. In Anbetracht der Aufbauleistung der Telekomwettbewerber sei es schon sehr
verwunderlich , dass Minister Müller das ehemalige Staatsunternehmen derart
heraushebe . Als Großaktionär habe die Bundesregierung zwar berechtigte
Ansprüche an die Leistung des Unternehmens Deutsche Telekom . Dies dürfe jedoch
nicht zu Lasten eines europaweit angelegten Marktöffnungsprozesses gehen .
Allein die neuen Telefongesellschaften hätten inzwischen fast 60.000 Menschen
einen neuen und modernen Arbeitsplatz ermöglicht . Wenn diese zukunftsweisende
Entwicklung nicht im Keim erstickt werden soll , sei das konsequente Festhalten
an der begonnenen Liberalisierung im Telekommunikationsmarkt erforderlich . "
Die Herausforderung für die Politik besteht sicherlich nicht darin , eine
marktbeherrschende Aktiengesellschaft wie die Deutsche Telekom weiter zu fördern
" , konstatiert Lüddemann . Im Eiltempo : 56K-Standard verabschiedet Als eine
der schnellsten dürfte die Standardisierung der 56K-Technik in die Geschichte
der ITU ( International Telecommunication Union ) eingehen . Bereits nach dem
ersten Tag waren sich die Mitglieder der Kommission weitgehend einig . Heute ,
zwei Tage später , wurde die ITU-Empfehlung wie geplant besiegelt . Damit haben
die inkompatiblen Verfahren der Firmen Rockwell , Lucent und Motorola einerseits
sowie 3Com/US Robotics andererseits in Kürze ausgedient ( K56flex und X2 ) .
Nachdem die verschiedenen Verfahren das Kaufinteresse von Anfang an dämpften ,
wollten die Konkurrenten nun unbedingt einen Standard . Ersten Prognosen zufolge
erwarten die Modemhersteller für das nächste Jahr eine Verdreifachung der
Verkaufszahlen von rund 10 auf 30 Millionen . Internet-Funknetz für Studenten An
der Rostocker Hochschule geht das erste Uni-Funknetz Europas in Betrieb , das
Studenten und Mitarbeitern den Zugriff auf das Internet ermöglicht . Das teilten
die Informatiker der Universität am Donnerstag in Rostock mit . Überfüllte
Computer-Räume sollen daher bald Vergangenheit sein . Auch die Bibliotheken der
Universität stünden via Computernetz Tag und Nacht zur Verfügung , heißt es
weiter . Da die WLAN-Funktechnik das ISM-Band im 2,4-GHz-Bereich nutzt , fallen
keine Gebühren für die Nutzer an . Das so genannte Wiss-Projekt ( Wireless
Infrastructure for Students and Staff ) gründet den Angaben zufolge auf 150
Sende- und Empfangsstationen , die über das ganze Stadtgebiet verteilt sind .
Damit könnten alle Häuser der Hochschule erreicht werden . Ziel des Projektes
sei es , die Arbeitsräume für Studenten ohne teure Neubauten erheblich
auszuweiten , sagte Projektleiter Djamshid Tavangarian . So könnten etwa Mensen
und Hörsäle als vollwertige Rechnerarbeitsräume genutzt werden , um die
überlaufenen Rechnerpools der Universität zu entlasten . Offiziell gestartet
wird das erste funkgestützte Rechnernetz am Montag von Bildungsminister Peter
Kauffold . Zwei Netze , eine Nummer Die Technik basiert auf sogenannten
Dualmode-Geräten . Handys , die den OnePhone-Dienst von BT unterstützen , sind
wie üblich im BT-Mobilfunknetz eingebucht , fungieren aber automatisch als
Schnurlos-Telefone , sobald sie sich im Umkreis von 300 Metern zu ihrer
heimischen Basisstation befinden . Außerhalb dieses Bereichs suchen sie wiederum
automatisch den Kontakt zum GSM-Netz . Handy für alle Funkverfahren Der
schwedische Kommunikationskonzern Ericsson kündigt mit Modell R520m ein Handy an
, das alle aktuellen und auch erst angekündigte GSM-Funkverfahren unterstützt .
Es ist ein Triple-Band-Mobiltelefon , mit dem man weltweit in allen GSM-Netzen
auf den Frequenzen 900 , 1800 und 1900 MHz telefonieren kann . Der eingebaute
WAP-Browser kann gleich drei drahtlose Verfahren zum Surfen nutzen : Neben dem
herkömmlichen GSM-Datendienst , der maximal 9,6 kBit/s befördert , unterstützt
das R520m auch die schnelleren Standards HSCSD und GPRS ( High Speed Circuit
Switched Data und General Packet Radio Service ) . HSCSD bietet E-Plus bereits
an ; GPRS soll den Betrieb in allen deutschen Mobilfunknetzen ab Herbst dieses
Jahres aufnehmen . Die drei GSM-Datenmodi stellt das R520m auf Wunsch über den
neuen Kurzstrecken-Funkstandard Bluetooth auch anderen Geräten zur Verfügung ,
so dass man auch mit Notebooks zum Beispiel in GPRS- oder HSCSD-Geschwindigkeit
Surfen kann . Auch läßt sich der im R520m integrierte Kalender ( mit Monats- ,
Wochen- und Tagesansicht sowie Aufgabenliste ) über Bluetooth mit dem
Datenbestand des Notebooks oder PCs synchronisieren - zum Beispiel automatisch ,
sobald das Notebook in Funkreichweite ist . Ferner stehen zur Synchronisation
auch Infrarot- und Kabelverbindungen zur Verfügung . Das kupferfarbene R520m
soll laut Ericsson in kleinen Stückzahlen für Tests bei den Netzbetreibern und
Diensteanbietern im dritten und vierten Quartal 2000 zur Verfügung stehen . In
die Läden kommt es wohl im ersten Quartal 2001 . HSCSD ( High Speed Circuit
Switched Data ) kann bis zu vier Kanäle mit Kapazitäten von 9,6 oder 14,4 kBit/s
bündeln und so die Geschwindigkeit auf bis zu 57,6 kBit/s steigern . Allerdings
werden während einer Verbindung diese Kanäle fest belegt . GPRS ( General Packet
Radio Services ) bündelt ebenfalls Kanäle , belegt sie aber nicht dauerhaft .
Vielmehr werden die Datenpakete je nach Bedarf und Kapazität gesendet . GPRS
ermöglicht damit nicht nur höhere Übertragungsgeschwindigkeiten ( bis zu 115,2
kBit/s ) , sondern auch den Always-on-Betrieb , da ein GPRS-Gerät über einen
Signalisierungskanal dauerhaft Kontakt zum Internet hält . So kann man zum
Beispiel E-Mails rund um die Uhr empfangen . Wie die GPRS-Tarife letztlich
gestaltet sein werden , ist aber noch offen . Funkstandard Bluetooth für
Notebooks Ericsson kündigt seine erste Bluetooth-Erweiterung für Notebooks an .
Die Typ-II-PC-Card namens DBP-10 soll gegen Ende des Jahres auf den Markt kommen
und kabellose Verbindungen zwischen Laptop und Handy ermöglichen . Bluetooth ist
ein offener Standard für die Nahbereichskommunikation im Umkreis von maximal 100
Metern ( zu den Grundlagen von Bluetooth siehe auch den Artikel " Privatfunk "
in Ausgabe 25/1999 von c't ) . Bluetooth soll nicht nur die lästige Verkabelung
der Geräte ersparen , sondern auch neuen Komfort in der Nahbereichskommunikation
bieten . So kann man Terminkalender zwischen Notebook und Handy ohne zusätzliche
Maßnahmen abgleichen lassen , sobald die Geräte Funkkontakt haben . Auch können
E-Mails , die das Handy mit eingebautem Modem empfängt , über Bluetooth
automatisch auf den Laptop geleitet werden . Satellitentelefon von Ericsson
Globalstar , das nach Iridium zweite erdumspannende Mobilfunknetz , erfreut sich
noch vor offiziellem Netzstart zunehmender Beliebtheit : Das R290 Satellite wird
mit einem Gewicht von 350 Gramm das leichteste Globalstar-Telefon sein . Das
Dual-Mode-Gerät verfügt über ein eingebautes Modem für die Daten- und
Faxkommunikation mit 9,6 kBit/s im GSM-Modus beziehungsweise 7,2 kBit/s im
Satellitenmodus . In Gegenden mit fehlender GSM-Versorgung , eingeschränktem
Roaming oder Kapazitätsengpässen schaltet es auf Verlangen auf Satellitenfunk um
. Ericsson will die ersten R290 Satellites gegen Jahresende in den Handel
bringen . Dann ist auch der Netzstart von Globalstar anvisiert . Nikoma hat eine
Sicherheitslücke geschlossen , die es ermöglichte , auf Kosten von Nikoma-Kunden
" gratis " zu telefonieren und zu surfen . Nikoma ist ein Wiederverkäufer der
Firma Star Telecom . Wer über die Nikoma-Vorwahl 01098 telefonieren will , muss
sich zunächst mit Angabe der eigenen Rufnummer anmelden , damit der
Netzbetreiber Star Telecom Nikoma-Anrufe von diesem Anschluss entgegennimmt .
Die Nikoma-Hotline ging dabei bisher recht lax vor und fragte nur Namen und
Kundennummer des Anrufers ab . Mit passenden Daten konnte man der Hotline
vortäuschen , ein registrierter Kunde zu sein , und ohne weiteres eine eigene
Einwahlnummer zum Call-by-Call freischalten lassen . Die Gesprächskosten
erschienen dann automatisch auf der Rechnung des genannten Kunden . Die einzige
Möglichkeit , sich gegen die Gaunerei zu wehren , war die Kontrolle des
Einzelverbindungsnachweises . Der ist kostenlos und liefert nicht nur die Liste
der angerufenen Nummern , sondern auch den genutzten Anschluss . Andere
Call-by-Call-Anbieter fragen zusätzliche Daten wie etwa die Bankverbindung oder
ein vereinbartes Kennwort ab . Bei Nikoma soll solche Flunkerei künftig durch
Rückrufe zum Kunden verhindert werden . Erste Internet-Zugänge per TV-Kabel in
Hessen ab Januar Der Verkauf des TV-Kabelnetzes in Hessen ist endgültig unter
Dach und Fach ; das Investorenkonsortium Klesch & Company , das 65 Prozent der
Anteile am hessischen Breitbandkabel-Netz von der Deutschen Telekom übernommen
hat , gründete für den Betrieb eKabel Hessen . Die Gesellschaft soll ab sofort
auch das operative Geschäft leiten . eKabel will das TV-Kabel zu einem modernen
Glasfasernetz mit Rückkanal aufrüsten und auch den Frequenzbereich bis 862 MHz
nutzen . Erst mit dem Rückkanal werden die Anschlüsse der Kunden auch sendefähig
; bislang dient der Großteil des deutschen TV-Kabelnetzes ausschließlich als
Verteilmedium . Das modernisierte Kabelnetz soll künftig ein " echtes
Multimedia-Kabel " für Digital-TV , Internet und Telefonie sowie interaktive
Anwendungen aus einer Hand bieten . So sollen in Zukunft Video-on-Demand oder
digitales Pay-per-View-TV angeboten werden . Darüber hinaus plant eKabel
zusätzliche Anwendungen wie Hochgeschwindigkeitszugang zum Internet ,
interaktive Spiele , E-Mail-Verkehr oder Homebanking . Der
Hochgeschwindigkeitszugang zum Internet werde bis zu 50 MBit pro Sekunde
übertragen können und damit deutlich schneller als heutige Techniken wie ISDN (
128 kBit/s ) oder ADSL ( 768 kBit/s ) sein . Der eKabel-Internetzugang soll den
Nutzern eine ständige Verbindung zum Internet ermöglichen . eKabel-Kunden sollen
parallel surfen und telefonieren können . Beispielsweise sollen dazu
Anrufweiterschaltungen , Telefonkonferenzen , Warteschleifen oder Telefonsperren
für nicht autorisierte Gespräche gehören . Der Ausbau des Netzes soll noch in
diesem Jahr beginnen , sodass bereits im Januar die ersten Kunden in Hessen die
neuen Dienstleistungen in Anspruch nehmen könnten . Die flächendeckende
Aufrüstung des Kabels in ganz Hessen soll innerhalb der nächsten drei Jahre
abgeschlossen sein . Motorola erntet Bluetooth-Zulassungen Motorola hat die
Bluetooth-Zertifizierung für eine PCMCIA-Karte und einen Bluetooth-Adapter für
den Universal Serial Bus ( USB ) erhalten . Mit diesen Lösungen kann
beispielsweise ein PC mit einem Bluetooth-fähigen Handheld-Computer drahtlos
Dateien austauschen und Daten sychronisieren . Die Geräte sollen voraussichtlich
im vierten Quartal dieses Jahres über den Computerfachhandel auf den Markt
kommen . Zu den Preisen machte der Hersteller keine Angaben . Die
Bluetooth-Technik soll als Ersatz für Kabelverbindungen dienen und
beispielsweise Peer-to-Peer-Netze aufbauen oder in so genannten Personal Area
Networks für die drahtlose Kommunikation zwischen Mobiltelefonen , Personal
Digital Assistants ( PDAs ) , Computern oder Druckern sorgen . Das
Bluetooth-Qualifizierungsprogramm soll sicher stellen , dass die Produkte der
Spezifikation entsprechen . Alle Produkte mit dem Bluetooth-Markenzeichen sollen
kompatibel zueinander sein . Nachdem erste Bluetooth-Lösungen schon vor einem
Jahr erwartet wurden , kommen die Hersteller nun endlich ihren Versprechen nach
. Erst kürzlich stellte beispielsweise GN-Nordkom eine
Bluetooth-Kopfhörer-Lösung ; TU-KA etwa zeigte eine Freisprecheinrichtung mit
integriertem MP3-Player , die mit dem Handy per Bluetooth kommuniziert . Systems
2000 im Zeichen der Mobilität Ärzte auf Visite am Krankenbett , Polizisten auf
Streife , Spediteure auf der Straße oder der Normalbürger beim Einkaufsbummel :
Glaubt man den Visionen der Computerindustrie , sollen schon bald Handys oder
Organizer zu drahtlosen Informationsterminals , digitalen Geldbörsen und
tragbaren Marktplätzen werden und unterwegs den drahtlosen Zugriff auf
vielfälfige Dienste und Angebote bescheren . Auf der Systems 2000 , Europas
größter Herbstmesse der Information- und Kommunikationstechnologie , die bis
Freitag in München mehr als 140.000 Besucher anlocken soll , ziehen
Neuentwicklungen und Zukunftsvisionen zur mobilen Kommunikation die meiste
Aufmerksamkeit auf sich . Doch mit dem Einkaufen allein ist es nicht getan . Die
spektakuläre Versteigerung der UMTS-Lizenzen in diesem Sommer gab den
Startschuss für den Wettlauf um die besten Plätze auf einem Markt , dessen
Grenzen allerdings nicht einmal klar abgesteckt sind . " Die
Anwendungsmöglichkeiten des mobilen Datenverkehrs sind sehr vielfältig " ,
schwärmt ein Sprecher des Mobilfunkbereichs . Der Aufbau der neuen
UMTS-Mobilfunknetze bis 2002 werde eine Gründerwelle neuer Unternehmen lostreten
. Momentan arbeiteten noch alle daran , " Kooperationen und Allianzen zu
schmieden " . Siemens verhandelt derzeit mit dem japanischen Toshiba-Konzern
über eine Zusammenarbeit bei der Entwicklung von UMTS-Handys . Für die auf dem
Markt schon präsenten internetfähigen WAP-Handys werden auf der Systems einige
neue Anwendungen vorgestellt . Die Berliner Condat AG etwa will bei einem
Feldversuch mit der rheinland-pfälzischen Polizei ein drahtloses Fahrtenbuch
erproben . Jeder Streifenbeamte soll über ein WAP-Handy unterwegs Tankfüllstand
oder Kilometerstand eingeben , damit die Daten nach der Übermittlung an die
Zentrale umgehend ausgewertet werden können . Ein elektronisches
Lagerverwaltungs- und Warenwirtschaftssystem hat die Kölner Firma GUS Group
entwickelt . Außendienstmitarbeiter sollen von unterwegs per Laptop und Handy
Warenbezeichnungen samt Artikelnummer einspeisen und Kunden sollen zeitgleich
darauf zugreifen können . Für den Privatanwender dürfte die standortabhängigen
Info-Dienste , die Mannesmann Mobilfunk dieser Tage in seinem D2-Netz einführte
, interessanter sein : Je nach Aufenthaltsort soll das Handy den Weg zum
nächsten Restaurant oder der nächsten Apotheke beschreiben können . Die als
Zettelwirtschaft zusammengefassten Fieberkurven , Röntgenbilder oder gedruckte
Laborbefunde sind nach Meinung der niederländischen Firma NoWires Needed bald
passé : Über ein tragbares Terminal soll der Arzt die Patientendaten einfach per
Funk abrufen und auf dem Display darstellen können . Parallel zu den auf dem
GSM- oder bald UMTS-Standard basierenden Mobilfunknetzen setzt die Frankfurter
Firma Less Wire auf die Bluetooth-Technik . Diese Kurzstreckenfunktechnik soll
den Nutzer an dicht besuchten Orten wie Bahnhöfen , Museen oder Messen mit
Lageplänen , Veranstaltungshinweisen oder Restaurantführern versorgen . Trotz
aller Zuversicht säumen noch viele Schlaglöcher den Weg in die mobile Datenwelt
. Branchenkenner verweisen darauf , dass die Software etlicher Handys an
Kinderkrankheiten leidet . Auch erfahre die WAP-Internet-Technik für Handys
bisher wenig zuspruch . WAP-Handys haben in der Regel nur kleine
Informationsschnipsel zu übertragen , doch zahlen muss man beim aktuellen Stand
der Technik nicht für die Menge der beförderten Daten sondern für die Dauer der
Verbindung - angesichts der hohen Verbindungspreise stellt das der
WAP-Verbreitung die größte Hürde entgegen . Zudem hapert es noch in anderen
Bereichen : Manche WAP-Seiten sind fehlerhaft , die Displays der Geräte oft zu
klein und die Eingabe längerer Texte über die Handy-Tastatur verlangt dem
modernen Nomaden nicht selten Geduldsproben ab . Bei der Münchner Direkt Anlage
Bank ( DAB ) ist man vom Durchbruch der drahtlosen Multimediazwerge daher noch
keineswegs überzeugt . Ähnlich zurückhaltend muss man auch den Stand der von
manchen Enthusiasten ungeduldig erwarteten Bluetooth-Funktechnik einordnen : Und
die UMTS-Zukunftsmusik dürfte ja erst in zwei bis drei Jahren erklingen , wenn
die ersten Highspeed-Netze den Regelbetrieb aufgenommen haben . VIAG Interkom
schreibt weiter hohe Verluste Der Telekommunikationskonzern VIAG Interkom
rechnet aufgrund seiner umfangreichen Investitionen auch in diesem Jahr mit
großen Verlusten . Wie der Geschäftsführungsvorsitzende Maximilian Ardelt am
Montag auf der Computermesse Systems 2000 mitteilte , " müsste es aber gelingen
, etwas besser oder mindestens gleich gut zu sein , wie im letzten Jahr " . Hohe
Kosten beim Erwerb der UMTS Lizenzen und Investitionen für den Aufbau des neuen
Netzes lassen VIAG Interkom die Gewinnschwelle vermutlich erst 2005 erreichen .
Damit haben sich die Erlöse des Konzerns mehr als verdoppelt , so Ardelt . Wie
Ardelt betonte , wird das Unternehmen auch unter dem neuen Mehrheitsbesitzer
British Telecom im kommenden Jahr auf Kurs bleiben . München soll Sitz der
Unternehmenszentrale bleiben und auch den Namen VIAG Interkom wolle man
beibehalten . Zehn-Prozent-Gesellschafter bleibt die norwegische
Telefongesellschaft Telenor . Ardelt bekräftigte seine Forderung , eine "
angemessene Korrektur " der UMTS-Versteigerung vorzunehmen . Er forderte den
Bund auf , einen Teil der UMTS-Erlöse an die Unternehmen zurückzahlen . In der
Ansicht bestärkten ihn auch die frühzeitig beendeten Versteigerungen in Italien
und Österreich . Mannesmann Arcor erwartet 2001 schwarze Zahlen Die
Telefongesellschaft Mannesmann Arcor will vor dem Börsengang den Marktanteil in
Deutschland weiter ausbauen und 2001 die Gewinnschwelle überschreiten . In
diesem Jahr müsse das Unternehmen noch Anlaufverluste hinnehmen , sagte der
stellvertretende Vorstandsvorsitzende Elmar Hülsmann am Montag auf der
Computermesse Systems 2000 in München . Derzeit bereite die Gesellschaft in
Zusammenarbeit mit Vodafone weiterhin den Börsengang vor . Der britische Konzern
hält seit der Mannesmann-Übernahme 74 Prozent an Arcor . Hülsmann meinte , dass
die Deutsche Bahn den Börsengang nutzen werde , um ihre Beteiligung von derzeit
18 Prozent zu reduzieren . Einen festen Zeitplan für den Börsengang gebe es zwar
nicht , doch Hülsmann wollte nicht ausschließen , dass dieser bereits im
Frühjahr 2001 erfolgt . Arcor sieht sich im deutschen Festnetz-Geschäft mit
einem Marktanteil von derzeit 6,5 Prozent als klare Nummer eins nach der
Deutschen Telekom . Den Mittelstand umwirbt das Eschborner Unternehmen künftig
mit einem neuen Internet-Pauschaltarif . Mit der neuen " Business Flatrate "
würden lokale Netzwerke von kleinen und mittelständischen Firmen breitbandig ans
Internet angebunden , sagte Hülsmann . Der monatliche Festpreis von 399 DM sorge
für kalkulierbare Kosten . Das Modell werde sich für Arcor auf Grund seiner gut
ausgebauten Infrastruktur rechnen . Vogelzwitschern statt Klingelton : Neues
WAP-Handy Eine leicht geschwungene Form und ein geringes Gewicht zeichnen das
neue WAP-Handy des japanischen Konzerns Sony aus . Es wiegt 85 Gramm und ist
nach Herstellerangaben kaum größer als eine " Milchschnitte " . Das
silberfarbene CMD-J5 verfügt über ein Display mit vier Graustufen und stellt
WAP- oder Internet-Funktionen auf Basis des Microsoft Mobile Explorer dar . Mit
dem eingebauten Modem , das laut Hersteller bis zu 14,4 kBit/s befördert , kann
es über ein serielles oder ein USB-Kabel zum Surfen an einen PC oder ein
Notebook angeschlossen werden . So lassen sich auch E-Mails mit Anhängen oder
langen Texten senden und empfangen . Die Menüsteuerung und Auswahl der
Funktionen erfolgt Sony-typisch über ein Jog Dial genanntes Rädchen . Statt
simplen Klingelns stehen eine Reihe von Geräuschen zur Auswahl , und wem das
gebotene Spektrum nicht gefällt , der kann beliebige Geräusche aufzeichnen und
dann statt des Klingeltons ertönen lassen . Die Audio-Schnipsel können auch als
Zeitplaner-Alarm oder als Hinweis auf eingehende SMS-Nachrichten eingesetzt
werden . Wer es leise mag , kann sich auch für den Vibrationsalarm entscheiden .
Ein Konferenz-Mikrofon und die Freisprecheinrichtung ermöglichen es , mehrere
Anwesende am Gespräch zu beteiligen . Ohne Kartenvertrag kostet das " WAP-Handy
für die @-Generation " nach Herstellerangaben rund 600 Mark . Systems : Handy
statt Bargeld am Automaten Raucher sollen ihre Zigaretten schon bald mit dem
Handy bezahlen können . Die Wiesbadener Firma Paybox.net hat gemeinsam mit
Automatenherstellern den nach eigenen Angaben ersten Zigarettenautomaten
entwickelt , bei dem mit dem so genannten Paybox-System über das Mobiltelefon
bezahlt werden kann . Derzeit gebe es in Deutschland 800.000 Zigarettenautomaten
, sagte Elmar Götz von der Automatenfirma Sielaff . Bei dem neuen Modell können
registrierte Paybox-Mobilfunkkunden einfach durch Eingabe ihrer Geheimzahl
Zigaretten am Automaten ziehen . Auch der Jugendschutz sei durch das System
gewährleistet , betonte Götz . Das Paybox-System eignet sich für jedes
Mobilfunktelefon , WAP-Funktionen sind nicht erforderlich . An Paybox ist die
Deutsche Bank mit 50 Prozent beteiligt . Das System startete im Mai 2000 ,
zunächst mit 50 Vertragshändlern im Internet . Beim Einkauf per PC füllt man den
Warenkorb auf der Web-Site des Paybox-Vertragshändlers per Mausklick und wählt
dann unter den Zahlungsoptionen " paybox " aus . Nachdem das Paybox-System die
Kundendaten erfasst hat , ruft es ihn auf dem Handy an , sodass man den Kauf per
PIN-Eingabe bestätigen kann . Daraufhin zieht das Paybox-System den Betrag vom
zuvor definierten Bankkonto per Lastschrift ein . Bis Ende des Jahres will
Paybox 500 Vertragspartner im Internet an sich gebunden haben . Anders als mit
Kreditkarten sollen beim Paybox-System die Teilnehmer auch untereinander
Geschäfte tätigen können . Zentrale Schaltstelle soll dabei ein
Sprachmailbox-System sein , das man unter einer gebührenfreien 0800er Nummer
erreicht . Dieses fragt vom Empfänger der Transaktion den gewünschten Betrag
sowie die Mobilnummer des Zahlenden ab . Der zweite Schritt verläuft wie beim
Online-Shopping - die Sprachbox ruft den Zahlenden an und läßt sich die
Transaktion bestätigen . Wettbewerb im Ortsnetz kommt in Schwung Für die
Deutsche Telekom könnten bald auch im Ortsnetz harte Zeiten anbrechen . Ein
rundes Dutzend neuer Telefonanbieter schickt sich an , die Übermacht des grauen
Riesen in diesem Bereich endgültig zu brechen . Mit dem drahtlosen
Teilnehmeranschluss , im Fachjargon WLL genannt ( Wireless Local Loop ) , wollen
sie im Ortsnetz auf Kundenfang gehen . " Wir haben alle Voraussetzungen erfüllt
und können loslegen " , sagt Hans-Peter Kohlhammer von der Frankfurter Firma
Broadnet . Das Unternehmen , das zum US-Kabelbetreiber Comcast International
Holding gehört , ist eine von mehreren Firmen , die von der Regulierungsbehörde
für Telekommunikation und Post ( RegTP ) Frequenzen für den Richtfunk zugeteilt
bekamen . Allerdings liegt die Zuteilung schon weit über ein Jahr zurück - sie
erfolgte noch im August 1999 . Die nun gerührten Werbetrommeln verstellen den
Blick darauf , dass die Konkurrenz im Ortsnetz längst schon hätte Fuß fassen
können . Immerhin läßt sich die Regulierungsbehörde von der langsamen Gangart
der Frequenzersteigerer nicht entmutigen und plant , weitere ungenutzte
Frequenzen noch in diesem Jahr zu vergeben - ihr scheidender Präsident
Klaus-Dieter Scheurle macht noch einmal Dampf . Dass sich diese Investitionen
lohnen werden , davon sind die Betreiber überzeugt . Branchenexperten erwarten
für die breitbandigen Anschlüsse im Mittelstand jährliche Umsatzzuwächse von 30
Prozent . Neben Broadnet stehen auch Viag Interkom , Star 21 Networks ,
Firstmark , Callino , Deutsche LandTel und Arctel in den Startlöchern . " Wir
sind voll im Plan " , sagt Andrea Fischedick von der Star 21 . Viag Interkom ist
in seinen Lizenzgebieten nach eigenen Angaben mit dem Netz-Aufbau " weitgehend
durch " . Und Mannesmann Arcor , die mehrheitlich das Joint Venture ArcTel führt
, kündigte die Vermarktung ihrer Dienste für das kommende Jahr an . Der
drahtlose Anschluss ist eine von mehreren Möglichkeiten , Endkunden direkt ins
Netz zu nehmen . Andere Zugangstechniken sind das TV-Kabel , der entbündelte
Teilnehmeranschluss sowie das Stromkabel ( Powerline ) . Ohne Straßen aufreißen
zu müssen , stellt eine Sende- und Empfangsanlage den direkten Anschluss zu den
Endkunden per Funk her : Richtfunk über Punkt-zu-Multi-Punkt ( PMP ) . So wird
die drahtlose " letzte Meile " eine echte Alternative zum drahtgebundenen
Teilnehmeranschluss der Telekom . Die gebotene Geschwindigkeit kann sich sehen
lassen : Bis zu 155 MBit/s befördern die Systeme . Damit reichen die
WLL-Funksysteme in Regionen von Glasfaser-Standleitungen - die allerdings 155
MBit/s als kleinste Portiönchen mit ihren Gigabit-Kapazitäten bewältigen . Ein
Vorzug der WLL-Technik gegenüber allen kabelgebundenen Anschlüssen ist jedoch
ihre hohe Flexibilität , die auf der schnell möglichen Installation gründet .
Kohlhammer : Für den privaten Massenmarkt wird die WLL-Technik derzeit nicht
angeboten : Je nach Anwendung verlangen die Anbieter für einen WLL-Anschluss mit
pauschal abgerechneten Internet-Zugang zwischen 400 und mehreren 1000 Mark pro
Monat . Hinzu kommen Gebühren für Sprachdienste und je nach Vertrag einmalige
Anschlusskosten . Schließlich hat der Ferngesprächsbereich gezeigt , wozu
Wettbewerb in der Lage ist : Die Telefonpreise in Deutschland purzelten in den
Keller . Möglicherweise hunderttausende Internet-Kunden haben in den vergangenen
Monaten doppelte Telefongebühren bezahlt . Betroffen sind Nutzer der großen
Online-Dienste , die einen sogenannten Preselection-Vertrag abgeschlossen haben
. Das berichtet das Multimedia-Magazin Com.p@ss des hessischen Fernsehens in der
kommenden Ausgabe am Montag . Mittels Preselection wählen Telefonkunden für
Ferngespräche dauerhaft einen bestimmten Netzbetreiber , auch wenn die Telekom
den Anschluss betreibt . In einem konkreten Fall hatte ein Com.p@ss-Zuschauer
einen Preselection-Vertrag mit Mannnesmann Arcor abgeschlossen . Zum Surfen
nutzte er jedoch die Dienste der Telekom-Tochter T-Online . Bei der Anwahl der
T-Online-Nummer 0191011 berechnete zum einen das Online-Unternehmen seine
üblichen Surf- und Telefonkosten , doch zusätzlich hielt auch Mannesmann Arcor
die Hand auf : Das Unternehmen kassierte Ferngesprächsgebühren in Höhe von 12
Pfennigen je Minute . Der hannoversche Rechtsanwalt Thomas Feil meint daher ,
dass Mannesmann die Kosten erstatten müsse . Feil weiter : " Eine Rückerstattung
der Telefonkosten ist aufgrund der Aufklärungs- und Beratungspflichten im Wege
des Schadensersatzes möglich . " Die Doppelberechnung läuft seit April 99 , und
betroffen sind wohl auch Kunden der Online-Anbieter AOL und Mediaways , da deren
Einwahlnummern mit einer 0 beginnen . Online-Kunden mit Preselection-Vertrag
sollten ihre Telefonrechnungen der vergangenen Monate daher genau prüfen .
Doppelzahlungen lassen sich leicht vermeiden , in dem man die Netzkennzahl des
Internet-Anbieters voranstellt , im Falle der Telekom-Tochter also 01033 .
Ablösegebühr ausgesetzt - Gebührenimpuls nur bei Telekom Die Deutsche Telekom
erhebt vorläufig doch keine Gebühren für den Wechsel zu einem anderen Anbieter .
Ursprünglich wollte der noch unangefochtene Marktführer eine einmalige Gebühr
von 95 Mark erheben , falls Kunden ständig mit einem der neuen Anbieter
telefonieren . Zudem sollte eine Gebühr von 53 Mark anfallen , wenn die Kunden
endgültig zu einem der neuen Anbieter wechseln und dabei die alte Rufnummer
behalten wollten . Nachdem nun die Regulierungsbehörde offiziell mitteilte , daß
die Gebühren für einen Wechsel zu einem anderen Anbieter genehmigungspflichtig
sind , setzte die Telekom deren Erhebung vorläufig aus . Bereits erfolgte
Zahlungen würden gutgeschrieben , sagte ein Telekom-Sprecher , und
Zahlungsaufforderungen müsse man nicht nachkommen , hieß es . Neue Rechnungen
mit Ablösegebühren versieht die Telekom mit dem Stempel " vorläufig ausgesetzt "
. Inzwischen wurde ein weiteres Problem bekannt : Da die neuen Netzbetreiber
keinen Impuls für die Gebührenzähler der Telekom senden , fürchten zum Beispiel
Hotels , sie könnten auf den Telefonkosten ihrer Gäste sitzenbleiben . Der
Deutsche Hotel- und Gaststättenverband in Bonn wies am Dienstag darauf hin , daß
die Gebührenzähler von Hotels nicht mitlaufen , wenn ein Gast per Direktwahl aus
seinem Zimmer einen fremden Telefonnetzbetreiber verwendet . Einige Hotelketten
kündigten daher an , alle mit 010 beginnenden Rufnummern zu sperren . Auch
manche Betreiber großer Telefonanlagen sehen sich vor internen
Abrechnungsproblemen , da auch sie auf den von der Vermittlung gesendeten
Gebührenimpuls angewiesen sind . Wenn jemand über die Telefonanlage einen
privaten Betreiber anwählt , erhält die Telefonanlage keine Impulse von der
Vermittlung , so daß die Kosten daher nur auf der Telekom-Rechnung erscheinen
und auch nur der Zentralnummer zugeordnet werden , nicht aber dem entsprechenden
Einzelanschluß . Ein Sprecher der MobilCom in Schleswig warf der Telekom vor ,
sie lege ihrer Konkurrenz damit Steine in den Weg . Die Düsseldorfer
Telefongesellschaft o.tel.o forderte die Telekom auf , den Gebührenimpuls
freizugeben . Die Telekom wehrte sich mit dem Hinweis auf Gespräche mit den
Wettbewerbern im Arbeitskreis der Signalisierung . Eine Kommission soll nun
Alternativen erarbeiten . Christiane Schulzki-Haddouti RegTP muss Millionen an
Telekom-Firmen zurückzahlen Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und
Post ( RegTP ) soll an die Deutsche Telekom und an Mobilfunkbetreiber bereits
erhobene Gebühren in dreistelliger Millionenhöhe zurückzahlen . Ein Sprecher der
Behörde bestätigte am Mittwoch in Bonn , dass gegen ein entsprechendes Urteil
des Verwaltungsgerichts Köln keine Rechtsmittel eingelegt würden . Gegen einen
Gebührenbescheid der Behörde für die Vergabe von Rufnummern hatte die Telekom
als Hauptbetroffene noch 1999 Widerspruch beim Verwaltungsgericht eingelegt . Im
August 1999 hatte das Bundeswirtschaftsministerium rückwirkend für die
Rufnummern-Vergabe eine Telekommunikations-Nummerngebührenverordnung ( TNGebV )
erlassen . Demnach sollten Telefongesellschaften pro Rufnummer eine Mark an die
Behörde abführen . Anfang Dezember hatte das Verwaltungsgericht der Telekom
schließlich Recht gegeben . Mobil surfen mit dem Powerbook Novamedia , Berliner
Distributor für mobile Kommunikationslösungen , stellt mit der Software " Mac
Mobile High Speed " eine Lösung vor , mit der Powerbook-Anwender das zurzeit
schnellste GSM-Modem Nokia CardPhone 2.0 nutzen können . Von Nokia gibt es nur
Treiber für Windows-98-Notebooks . Das als PC-Card ausgelegte CardPhone 2.0 ist
die bislang einzige Lösung , mit der man in entsprechend ausgerüsteten
GSM-Netzen Mobilfunkkanäle von 9,6 oder 14,4 kBit/s Kapazität bündeln kann und
so derzeit Geschwindigkeiten von bis zu 28,8 kBit/s erreicht . Bisher ist dieses
HSCSD genannte Verfahren ( High Speed Circuit Switched Data ) nur beim
Mobilnetzbetreiber E-Plus unter dem Dienstnamen HSMD zu haben . In einer
späteren Ausbaustufe will E-Plus Geschwindigkeiten von bis zu 43,2 kBit/s
ermöglichen . D2Privat hat angekündigt , das eigene Netz ebenfalls mit
HSCSD-Technik aufrüsten zu wollen . Für ARA- oder PPP-Verbindungen ist ein
Modemskript beigefügt , so dass sich Remote-Access- oder Internetverbindungen
aufbauen lassen . Mac Mobile High Speed kostet 199 Mark . Eine im
Funktionsumfang eingeschränkte Demoversion ist auf der Webseite des Anbieters
verfügbar . Die Software setzt das Nokia CardPhone 2.0 mit einer für den
High-Speed Dienst freigeschalteten SIM-Karte voraus sowie einen Macintosh
Powerbook G3 . Kooperation zwischen ZDF und T-Online unter Beschuss In einem
Schreiben an den Vorsitzenden der Rundfunkkommission der Länder ,
Ministerpräsident Kurt Beck , erhebt der Präsident des Verbandes Privater
Rundfunk und Telekommunikation ( VPRT ) , Jürgen Doetz , politische und
rechtliche Bedenken gegen die geplanten Online-Aktivitäten des ZDF . Der Verband
fordert die Länder auf , die Pläne des Fernsehsenders und des Internet-Anbieters
T-Online intensiv zu prüfen . Die angestrebte Zusammenarbeit zwischen ZDF und
T-Online werfe viele Fragen auf , die wegen mangelnder Transparenz des
ZDF-Vorgehens nicht abschließend beantwortet werden könnten , meint der VPRT .
Besonders kritisch sieht der VPRT , dass in jeder Nachrichtensendung des ZDF auf
die Internet-Domain www.heute.t-online.de hingewiesen werden solle . Vor allem
der aus Gebühren finanzierte öffentlich-rechtliche Rundfunk sei verpflichtet ,
alles dafür zu tun , eine von politischen und wirtschaftlichen Interessen
unabhängige Berichterstattung zu leisten . Wegen der angestrebten Kooperation
stelle sich aber die Frage , ob objektive Berichte über die Deutsche Telekom
oder T-Online zu erwarten seien . Hinzu komme , dass T-Online für sein eigenes
Internetangebot exklusive Zugriffsrechte auf die Inhalte der
ZDF-Nachrichtensendungen erhalten solle . Dieses Geld soll für die
Online-Redaktion von " heute " eingesetzt werden , was wiederum die Frage nach
der journalistischen Unabhängigkeit aufwerfe . Daneben könnte mit der
permanenten Erwähnung des Namens T-Online die Grenze zur unerlaubten
Schleichwerbung beziehungsweise zu verdecktem Sponsoring überschritten werden .
Dieser Verdacht werde dadurch gestützt , dass T-Online offenbar bereit ist , als
Internet-Service-Provider für das ZDF die technische Dienstleistung für den
Internetzugang unentgeltlich zu erbringen . Zudem soll das ZDF unter Einsatz von
Gebührengeldern von T-Online das Recht erwerben , auf der eigenen Homepage
www.heute.t-online.de auch Informationen aus Inhaltsangeboten von T-Online zu
präsentieren . Der VPRT fragt sich deshalb , ob dabei noch ein Bezug zum
Grundversorgungsauftrag vorhanden sei . Eine öffentlich-rechtliche
Grundversorgung im Internet hält der VPRT anscheinend für nicht notwendig , da
es " im Internet keinen Mangel an Übertragungswegen gebe und keine Defizite für
die Meinungsvielfalt zu befürchten seien " . Internet-Unternehmen mit eigener "
Ortsnetzkennzahl " Die in Karlsruhe ansässige Firma Web.de hat als erstes
Internet-Unternehmen in Deutschland von der Regulierungsbehörde für
Telekommunikation und Post ( RegTP ) eine eigene " Ortsnetzkennzahl " erhalten (
Rufnummer für " innovative Dienste " auf Basis der Empfehlung E.164 der
Internationalen Fernmeldeunion ) . Mit Zuteilung der 01212 entstehe ein eigenes
Web.de-Ortsnetz für die Kunden des Unternehmens , vergleichbar einer Vorwahl wie
089 für München oder 040 für Hamburg . Die Firma könne künftig selbstständig
Rufnummern vergeben und " innovative internetbasierte Telekommunikationsdienste
" anbieten , heisst es . Als erste Anwendung seien " lebenslange Telefonnummern
" geplant - gemeint ist eine Rufnummer , die auch nach Umzügen in andere Orte
weiterhin gültig ist , ähnlich dem bereits seit Jahren bekannten 0700er Service
, bei dem es sich um eine Art intelligente Rufumleitung handelt . Weiterhin
sollen " private Kommunikationsdienste für die registrierten Anwender von Web.de
FreeMail sowie Unternehmenskommunikationsdienste " angeboten werden . Details
über Zahl und Art der Dienste oder gar Kosten nannte die Firma nicht . Forscher
entwickeln Mobiltelefon für Gehörlose Mobilfunknetze der dritten Generation UMTS
sollen Gehörlosen ganz neue Möglichkeiten der Kommunikation eröffnen .
Europäische Wissenschaftler entwickeln dazu ein UMTS-taugliches Mobiltelefon ,
mit dem Gehörlose nicht nur in Gebärdensprache telefonieren sondern auch
Informationen abfragen können , teilte der Lehrstuhl für Technische Informatik
an der RWTH Aachen heute mit . Für das Projekt wurde ein Laptop-ähnliches
Videotelefon mit einer kleinen Kamera ausgestattet . Zum Gespräch mit Hörenden
werde eine Dolmetscherzentrale eingerichtet , teilte Jörg Zieren vom Aachener
Lehrstuhl mit . Der Dolmetscher übersetze die Gebärdensprache für die Hörenden .
Die Steuerung solle über Text- und Grafikmenüs , aber auch über die
Gebärdensprache möglich sein . Dazu entwickeln die Aachener Wissenschaftler ein
System , das die Gebärdensprache übersetzt und etwa bei der Menüwahl zum Einsatz
kommt . Die Gehörlosen dürfte die zu erwartende technische Unterstützung für
ihre eigene Kommunikationsform besonders freuen , nachdem ihnen hierzulande
Fachleute lange Zeit zwingend die akustische Kommunikation vorschreiben wollten
, obwohl Gehörlosen der wichtigste Teil der erforderlichen Sensorik fehlt . Und
auch die UMTS-Hersteller und -Netzbetreiber dürften die Initiative gern sehen ,
da sich mit ihr die Möglichkeiten der künftigen Highspeed-Mobilnetze
eindrücklich demonstrieren lassen . Microsoft-Browser für Handys Microsoft ist
dem Wireless Application Protocol Forum beigetreten . WAP ist eine ursprünglich
von Ericsson , Motorola , Nokia und Unwired Planet initiierte Spezifikation für
den Internet-Zugriff mit Handys und PDAs . Unter anderem definiert WAP Eckwerte
für sogenannte Micro-Browser , mit denen Web-Inhalte auf dem Handy-Display
dargestellt werden . Das Redmonder Unternehmen hofft , den Handy-Herstellern
seinen ersten Micro-Browser gegen Jahresende anbieten zu können . Viele
Handy-Hersteller arbeiten an eigenen WAP-Implementationen , und erste Prototypen
mit dem Micro-Browser von Unwired Planet gab es bereits auf der CeBIT zu sehen .
Paris vergibt vier UMTS-Lizenzen Dies teilte Frankreichs Wirtschafts- und
Finanzminister Laurent Fabius am Dienstag vor der Nationalversammlung mit .
Unter den Bewerbern sind neben den nationalen Anbietern die britische Vodafone
AirTouch sowie die Deutsche Telekom . In vielen anderen Ländern Europas werden
die UMTS-Lizenzen gegen Höchstgebot abgegeben , was nach den enormen Preisen in
Großbritannien zu harscher Kritik an diesem Verfahren führte . Zur Finanzierung
einer der UMTS-Mobilfunklizenzen hat der französische Mischkonzern Vivendi drei
Prozent seiner Anteile am britischen Pay-TV-Kanal BSkyB verkauft . Vivendi halte
nach dem Anteils-Verkauf weiterhin 20 Prozent bei BSkyB , erklärte Messier .
Auch andere französische Telefonanbieter beklagten sich über die hohen Kosten
für die Lizenzen für das Mobilnetz der sogenannten dritten Generation , das
besonders auf schnelle Datenübertragung ausgelegt ist . Ein Vertreter der France
Telecom bezeichnete den Preis für eine der vier Lizenzen als " Besorgnis
erregend " . Die französiche Regierung will die Einnahmen zeitlich staffeln :
Die Lizenzen werden für 15 Jahre vergeben . Die Erlöse sollen den Rentenkassen
der Franzosen zukommen und das Haushaltsdefizit senken . FUN-Digitaldecoder von
Panasonic Panasonic , einer der weltweit führenden Anbieter von digitaler
Unterhaltungselektronik , unterstützt die unabhängige digitale TV-Plattform Free
Universe Network . Zur Berliner Funkausstellung will Panasonic seinen ersten
digitalen Universaldecoder präsentieren , der den unabhängigen Empfang von
Free-TV , Pay-TV und Multimedia-Angeboten ermöglicht . Fernsehgeräte mit
integriertem Digitaldecoder will Panasonic im Jahr 2000 in Deutschland anbieten
. Damit hat sich ein großer Player im Markt für Unterhaltungselektronik gegen
den Digitaldecoder d-box entschieden , der für den Empfang des Digitalsenders
DF1 nötig ist . Lothar Kerestedjian , Produktmanager Neue Medien bei Panasonic :
" F.U.N. definiert zur Zeit als einzige Plattform in Deutschland eine
Decodertechnik , die auf internationalen Standards basiert und so leistungsfähig
ist , daß sie die multimedialen Möglichkeiten im Digital-TV richtig ausschöpft .
" Das Fernost-Unternehmen hatte bereits 1997 als erster Anbieter einen Decoder
parat , der die digitalen Programmführer von ARD und ZDF entschlüsseln konnte .
Ferner unterstützt Panasonic als Partner der ARD die Entwicklung und Erprobung
eines Systems für terrestrische digitale TV-Übertragung ( DVB-T ) . Verband
warnt vor höheren Telefongebühren auf dem Land Vor einer drohenden Verteuerung
der Telefongebühren auf dem Land hat der Telekommunikations-Verband VATM gewarnt
. Wenn sich die Deutsche Telekom die Preise nicht mehr genehmigen lassen müsste
, könnte sie mit extrem günstigen Angeboten die Wettbewerber verdrängen ,
erklärte der Präsident des Verbandes der Anbieter von Telekommuniaktions- und
Mehrwertdiensten , Joachim Dreyer , am Freitag in Köln . Dreyer schlussfolgert :
" Noch niedrigere durch die Telekom subventionierte Preise in der Stadt würden
letztendlich von der Landbevölkerung finanziert werden " . Das Szenario sieht
Dreyer wohl wegen eines aktuellen Antrags der Telekom bei der
Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post entstehen . Im Berlin-Verkehr
, so die Begründung des Unternehmens , liege keine marktbeherrschende Stellung
mehr vor . Nach Ansicht von Dreyer hätte der Wegfall der Missbrauchskontrolle
aber einen starken Preisverfall in Ballungsräumen zur Folge . Die Preise für
Telefongespräche auf dem Land würden sich jedoch nicht bewegen und würden damit
erstmals und endgültig höher als in dicht besiedelten Gebieten . Schleppend
verlaufe die Entwicklung aber im Ortsnetz , wo Preissenkungen weitgehend
verhindert worden seien . Hier besitze die Telekom praktisch immer noch ein
Monopol , kritisierte Dreyer . WAP-Handy im Scheckkartenformat von Sony Ein
WAP-fähiges Designer-Handy im Scheckkartenformat hat Sony entwickelt . Das
silberfarbene Mobiltelefon mit dem Kürzel CMD-Z5 wiegt 82 Gramm . Neben der
Sprachübertragung und der Kurznachrichtenkommunikation unterstützt es auch den
Abruf von WAP- und Internet-Seiten . Der Sprachspeicher des Handys fasst zehn
bis zu 20 Sekunden lange Anrufe . Außerdem lassen sich Telefonate mitschneiden
und Memos samt Datum und Uhrzeit wie bei einem Diktiergerät aufnehmen . Das
CMD-Z5 verfügt über 27 Klingeltöne und bietet auch die Möglichkeit , individuell
komponierte Melodien einzusetzen . Sony zufolge soll es ohne Kartenvertrag für
rund 1000 Mark erhätlich sein . Intel-Vize korrigiert Bluetooth-Statement Am 30.
August meldeten die Nachrichtenagenturen , Chip-Riese Intel sehe die
Nahbereichsfunktechnik Bluetooth als Verlierer . Das sei aber gar nicht so
gemeint gewesen , schreibt Intels Vize-Präsident Sean Maloney nun in einer an
die Bluetooth-Entwicklergemeinde gerichteten Mail . Maloney hatte auf dem Intel
Developer Forum geäußert , die Bluetooth-Technik werde nur eine untergeordnete
Rolle einnehmen . Die Fachwelt nahm die Nachricht irritiert auf , denn Intel
gehört zu den fünf Gründern der inzwischen tausende Mitgliedsfirmen zählenden
Bluetooth Special Interest Group und ist maßgeblich an der Entwicklung der
Spezifikation und Technik beteiligt . Nun beschuldigt Maloney einen Reporter ,
dass der ihn in falschem Zusammenhang zitiert habe . Der Reporter habe " nicht
erfasst " , dass er sich auf ein verbreitetes Missverständnis bezogen habe ,
wonach Bluetooth direkt mit WLAN im Bereich der Netzwerkarchitekturen
konkurriere . In der Tat war für Bluetooth die Vernetzung von PCs von vornherein
nebensächlich , dafür ist der Kurzstreckenfunk mit maximal 721 KBit/s gegenüber
den 11 MBit/s von WLAN viel zu langsam . Der Hauptzweck von Bluetooth liegt
vielmehr auf der Kopplung von Peripheriegeräten . So sollen etwa Handys ,
Organizer , Drucker , Digitalkameras , Camcorder und diverse andere Geräte nach
diesem gemeinsamen Standard untereinander und mit dem PC kommunizieren können .
Entsprechend stellt Maloney jetzt klar , dass Intel die beiden Funktechniken als
" komplementär " einschätze . Maloney weiter : Arcor bietet eigene
Telefonanschlüsse Mannesmann Arcor bietet ab sofort eigene ISDN-Anschlüsse an
und steigt damit in den lokalen Wettbewerb ein . Das Angebot gibt es zunächst
nur in Hamburg , Berlin , München , Köln , Frankfurt , Stuttgart , Düsseldorf ,
Essen , Nürnberg und Hannover , teilte die Mannesmann Arcor am Donnerstag in
Hamburg mit . Mainz soll noch bis Jahresende ins Arcor-Netz integriert werden .
Weitere 30 Orte sollen im nächsten Jahr folgen , sagte der Vorsitzende der
Region Nord , Carl-Heinz Benecke . Das bereits zur IFA angekündigte Angebot gilt
nicht für analoge Anschlüsse , und rangiert bei näherem Hinsehen im Preisbereich
des Telekom-Angebots . Siemens und Toshiba beschließen UMTS-Partnerschaft Die
beiden Konzerne Siemens und Toshiba haben eine Allianz zur gemeinsamen
Entwicklung von UMTS-Handys geschmiedet . Ein entsprechender Vorvertrag sei
jetzt unterzeichnet worden , teilte Siemens am Dienstag mit . Die ersten
Mobiltelefone der dritten Generation sollen demnach Anfang 2002 ausgeliefert
werden . Gemeinsam wolle man weltweit eine Spitzenposition bei UMTS-Geräten
einnehmen . Die Vermarktung wollen Siemens und Toshiba unabhängig voneinander
vornehmen . Siemens hatte bereits in der vergangenen Woche Spekulationen über
Verhandlungen mit dem japanischen Konzern bestätigt . Siemens ist nach eigenen
Angaben der sechstgrößte Handy-Hersteller der Welt . Mit Spitzendatenraten von
bis zu 2 MBit/s soll UMTS beispielsweise Videotelefonie ermöglichen . Derzeit
werden die Mobilfunktechniken HSCSD und GPRS in die GSM-Netze eingebaut ( High
Speed Circuit Switched Data und General Packet Radio Service ) . Sie gelten als
notwendige Zwischenschritte auf dem Weg zu den Hochgeschwindigkeitsnetzen der
dritten Generation . Theoretisch erreichen diese beiden GSM-Verfahren höchstens
57,6 respektive 170 kBit/s . Praktisch wollen die Netzbetreiber Datenraten von
bis zu 43,2 beziehungsweise 115,2 kBit/s anbieten . Elsa und Peiker planen
Bluetooth-Funkgeräte Die Zusammenarbeit sieht die Entwicklung und Vermarktung
für den " Automotive " Markt vor . Geplant seien Produkte wie
Freisprecheinrichtungen , Handapparate , Headsets und
Kommunikationsschnittstellen für Kraftfahrzeuge , heißt es . Bluetooth ist eine
Funk-Spezifikation , die drahtlose Verbindungen zwischen unterschiedlichen
mobilen und stationären Geräten ermöglichen soll . Über Bluetooth sollen
Computer und Peripheriegeräte , digitale Kameras , Mobiltelefone , Personal
Digital Assistants und Internet-Zugangsgeräte drahtlos miteinander kommunizieren
können . Nachdem der Standard innerhalb kurzer Zeit festgeklopft worden war ,
wartet man nun aber schon seit rund einem Jahr auf erste marktreife
Bluetooth-Geräte . Immerhin zeugt die seit langem kaum nachlassende
Ankündigungswelle von Bluetooth-Geräten von einem ungebrochenen Vertrauen in das
Potenzial des Bluetooth-Standards - schließlich soll Bluetooth insbesondere
antreten , um lästige Kabelverbindungen zwischen PC und Peripheriegeräten
abzulösen . UMTS-Versteigerung : MobilCom prüft weiter Der Konflikt um die
Rechtmäßigkeit der UMTS-Mobilfunk-Lizenzgebühr dauert an . Die
Telefongesellschaft MobilCom aus dem schleswig-holsteinischen Büdelsdorf prüft
nach den Worten ihres Pressesprechers Torsten Kollande vom Dienstag nach wie vor
ihr weiteres Vorgehen . Anlass zur Stellungnahme ist ein Bericht der "
Süddeutschen Zeitung " , wonach MobilCom ihre Klage gegen die Rechtmäßigkeit der
Gebühr möglicherweise zurückziehen werde . Die Zeitung sprach von
Unstimmigkeiten mit MobilCom-Großaktionär France Telecom . " Ansonsten hat sich
am Sachstand nichts geändert . " Grund für die Fristverlängerung sei die
Komplexität der rechtlichen Frage . Außerdem lägen noch nicht alle Gutachten vor
. Unter Hinweis auf Zweifel am Versteigerungsverfahren und das Interesse seiner
Aktionäre reichte MobilCom dann im September Widerspruch gegen den
Gebührenbescheid der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post ein .
Die Lizenzgebühr hat das Unternehmen aber nach eigenen Angaben unter Vorbehalt
fristgerecht bezahlt . Zusätzliche ISDN-Nummern gratis Die Telekom hat die
monatlichen Gebühren für MSNs ( Multiple Subscriber Numbers ) ausgesetzt . Mit
MSN bezeichnet man Telefonnummern , die einem ISDN-Anschluß zugewiesen sind .
Ein ISDN-Komfortanschluß bekommt standardmäßig drei MSNs , jede zusätzliche
kostete bisher 5 Mark extra . Telekom-Sprecher Genz erklärte in einem Gespräch
mit c't , daß diese Gebühr seit dem 1.1.98 nicht erhoben wird . Über die
künftige Preisgestaltung der zusätzlichen MSNs werde die Regulierungsbehörde auf
Antrag der Telekom entscheiden . Weiterhin sagte Genz : Johannes Endres
Heimautomation : Können Kühlschränke abstürzen ? Netzwerkriese Cisco und
Software-Gigant Microsoft wollen unabhängig voneinander Wege beschreiten , um
Techniken für Heimnetzwerke und die Heimautomation zu etablieren . Beide
präsentierten ihre Vorstellungen in Las Vegas auf der Consumer Electronics Show
. Cisco will mit Partnern wie Sony , Samsung , AT&T und anderen sogenannte
Kabelmodems vermarkten und darauf basierende Dienste entwickeln . Ciscos
Datenraketen für den Anschluß an moderne TV-Kabelnetze sollen
Highspeed-Internet-Anschlüsse und Sprach- sowie Videoübertragungen bieten . In
letzter Konsequenz strebt das Unternehmen aber die Vernetzung von
Haushaltsgeräten an , so Sprecherin Bethany Mayer : " Sie könnten so viele Dinge
vernetzen - IP-Telefone , Alarmsysteme , Kühlschränke oder Web-Geräte und
natürlich PCs " . Microsoft stellte hingegen mit Universal Plug and Play ein
Konzept vor , das ebenfalls den Anschluß von Haushaltsgeräten ermöglichen soll ,
unter Experten jedoch kritischer aufgenommen wurde . Pikante Frage : Was
passiert denn , wenn der PC abstürzt ? Doch die Frage wird man allenfalls mit
dem Erscheinen von Windows 2000 beantworten können - Universal Plug and Play
soll nämlich in Microsofts neues Betriebssystem Eingang finden , das derzeit für
das dritte Quartal dieses Jahres angekündigt ist . Obgleich die beiden
Ankündigungen viel Aufmerksamkeit ernteten , sind es beileibe nicht die ersten
Versuche , Kühlschrank und Kaffeemaschine per Computer zu steuern . IBM hat sein
Terrain bereits seit Jahren mit dem Home Director abgesteckt , und Sun will noch
in diesem Jahr erste Produkte auf Basis der eigenen Jini-Technik vorstellen ,
die beispielsweise Digitalkameras mit Heimnetzwerken koppeln soll . Microsoft
setzt auf drahtloses Internet Microsoft und British Telecommunications , BT ,
planen anscheinend ein Joint Venture , um drahtlose Internet-Dienste auf Basis
der Windows-CE-Plattform anzubieten , meldet die Financial Times . Angeblich
soll Paul Maritz auf der Wireless Communications Conference in New Orleans die
Pläne verkünden . Doch andere sind schon weiter : Im Herbst 98 gründeten
Motorola , Nokia und Psion das gemeinsame Unternehmen Symbian , um speziell
angepaßte Internet-Dienste zu Mobilfunktelefonen zu übertragen . Nokia hat
bereits mit der aktuellen Handy-Generation einige Erfahrung auf diesem Gebiet
sammeln können . Sie besteht aus Nextel , einer nordamerikanischen
Telefongesellschaft , und Netscape . Die beiden arbeiten daran , Sprache , Daten
und Internet-Angebote in eigenen drahtlosen Diensten zu kombinieren . Den
Micro-Browser hat Unwired Planet entwickelt , Begründer des Wireless Application
Protocol WAP . WAP wird als Schlüsseltechnologie für drahtlose Dienste und
Micro-Browser angesehen . Wenngleich auch Nokia , Alcatel und andere
Handy-Hersteller WAP unterstützen , soll der Browser zunächst auf Handys des
Kommunikationsriesen Motorola laufen . Partner Netscape hat die sogenannte
Portal site entworfen , die speziell zugeschnittene Dienste wie Aktienkurse ,
Wetterprognosen und Geschäftsnachrichten bietet . Der Dienst soll Ende des
Jahres zunächst in sechs US-Städten in Betrieb gehen . Mobilfunk : Viag-Kunden
im D1-Netz Die Mobilfunk-Kunden der Münchner Viag Interkom sollen bald auch
direkt über das praktisch flächendeckende D1-Netz der Telekom telefonieren
können . Der Abschluß einer entsprechenden Vereinbarung sei innerhalb der
nächsten Wochen zu erwarten , sagte am Wochenende der Sprecher der Viag der
Deutschen Presse-Agentur in Bonn . Damit wäre die Telekom der erste deutsche
Mobilfunkbetreiber , der sein Netz den Kunden eines inländischen Konkurrenten
ohne Umwege zur Verfügung stellt . Bisher ist dieses sogenannte Roaming nur mit
ausländischen Mobilnetzen möglich . Das nationale Roaming soll zunächst aber nur
in eine Richtung möglich sein , D1-Kunden werden nicht umgekehrt über das Netz
von Viag Interkom telefonieren können . Viag Interkom deckt mit dem noch sehr
jungen E2-Netz nur einige Ballungsgebiete Deutschlands ab . Das Viag-Handy bucht
sich dann mit seiner zweiten Identität der Schweizer Telefongesellschaft
Swisscom in eines der drei Fremdnetze ein . Gespräche in den Fremdnetzen kosten
0,39 oder 1,29 Mark pro Minute . Für den Zugang zum Heimatnetz , in dem
Gespräche 0,29 oder 0,99 Mark kosten , muß man das Handy mit seiner Standard-PIN
einbuchen lassen . 230-Volt-Kommunikation von Siemens Siemens entwickelt eine
Lösung für die Datenübertragung über das Stromnetz . Die sogenannte Powerline
Communication soll Daten mit mehr als 1 MBit pro Sekunde übertragen können und
für das Niederspannungsnetz ausgelegt sein . Mit dieser Übertragungstechnik will
Siemens eine Lösung für das " Internet aus der Steckdose " anbieten . Das
Münchner Unternehmen verwendet das Mehrfachzugriffsverfahren Orthogonal
Frequency Division Multiplexing OFDM , das selbst bei starken Störungen auf dem
Energienetz hohe Datenraten ermöglichen soll . Aber die Powerline Communication
soll auch eine Alternative für die " letzte Meile " sein , meldet Siemens . Das
neue Übertragungssystem soll auf der CeBIT in Halle 14 Stand H14 vorgestellt
werden . Umfangreiche Feldversuche mit ausgewählten Energieversorgern seien
geplant . Mehrere unabhängige Forschungsgruppen arbeiten an Verfahren für die
Datenübertragung auf dem 230-Volt-Netz . Das kanadisch-britische Unternehmen
Nor.Web konnte schon vor zwei Jahren erfolgreiche Feldversuche vorweisen . Für
die Anwendung auf der letzten Meile eignet sich jedoch noch kein System , da
wegen der hohen Fehlerrate des Mediums viele Übertragungswiederholungen
notwendig sind und Sprache dabei nicht kontinuierlich übertragen werden kann .
Highspeed-Handys aus Deutschland Im Rahmen der Messe CommunicAsia stellte
Siemens in Singapur zwei neue Mobiltelefone unter den Namen S40 und S42 vor .
Bosch-typisch kommen die Handys mit galvanisierter Oberfläche und blau
beleuchtetem Display daher . Das S40 präsentiert eine " offene " Front , während
die Tastatur des S42 durch eine bewegliche Abdeckung geschützt ist . Beides sind
Triple-Band-Geräte , die nicht nur in den europäischen GSM-Frequenzbändern von
900 und 1800 MHz funken , sondern auch im nordamerikanischen 1900er GSM-Band .
Sie enthalten einen WAP-Browser , eignen sich laut Siemens für die
E-Mail-Kommunikation und erreichen mit dem schnellen Kanalbündelungsverfahren
HSCSD Datenraten von maximal 57,6 KBit/s . Die meisten aktuellen Handys schaffen
nur 9,6 KBit/s , und nur einige wenige beherrschen immerhin 14,4 KBit/s . Zu den
weiteren Kennzeichen gehören die großen Displays , die T9-unterstützte
Texteingabe , der Vibrationsalarm , die Sprach- und Gesprächsaufzeichnung und
der Speicher für bis zu 1000 Telefonnummern . Das eingebaute Modem läßt sich
über eine eingebaute IrDA-Schnittstelle auch von einem Notebook nutzen , etwa
zum Surfen . Die Akkus der 97 Gramm leichten Mobiltelefone sollen Siemens zu
Folge bis zu 400 Stunden im Bereitschaftsmodus durchhalten können ; die maximale
Sprechzeit betrage 8 Stunden , heißt es . Siemens will die neuen Geräte ab
September 2000 auf den Markt bringen . Derzeit gibt es lediglich von Nokia eine
HSCSD-Lösung ; das entsprechende Card Phone 2.0 ist bereits seit Ende 1999 auf
dem Markt . Ericssons Modell R520m wird voraussichtlich erst Anfang nächsten
Jahres in die Regale kommen . Magdeburg kann bald per TV-Kabel surfen Magdeburg
soll bis November 2001 ein neues Breitbandübertragungsnetz bekommen . Dafür
wurde am Donnerstag von Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Matthias Gabriel der
erste Spatenstich gesetzt . Mit dem neuen Glasfasernetz sollen die Magdeburger
in Zukunft in der Lage sein , digitales Fernsehen zu empfangen . Außerdem biete
das Kabel die Möglichkeit für einen schnelleren und günstigeren Zugang zum
Internet , meldet das Unternehmen . Auch der Telefonanschluss sei günstiger .
Derzeit beliefert PrimaCom , Deutschlands drittgrößte private
Kabel-TV-Gesellschaft , etwa 48.000 Magdeburger Haushalte mit Radio- und
Fernsehprogrammen und beschäftigt 35 Mitarbeiter ; digitales Fernsehen oder gar
Surfen sind mit der aktuellen Infrastruktur aber nicht möglich . Beide digitalen
Dienste bietet das Unternehmen seit Mai bereits in Leipzig an , weitere Städte
wie Schwerin , Halle , Hoyerswerda , Erfurt und Gera sollen folgen . Behörde
mahnt Datenschutz beim UMTS-Ressourcensharing an Im Zusammenhang mit der
Lastenteilung beim Aufbau von Mobilfunknetzen der dritten Generation nach dem
UMTS-Standard meldet sich nun auch die Behörde für Datenschutz zu Wort . Peter
Büttgen , Pressesprecher des Bundesdatenschutzbeauftragten , mahnt , dass
technische Lösungen , die den Netzbetreibern helfen , Kosten zu sparen , nicht
zu einer Verschiebung von datenschutzrechtlichen Pflichten führen dürften .
Büttgen ergänzte in einem Gespräch mit heise online , dass seine Behörde auf die
Einhaltung von Datenschutzvorschriften achten werde . Bei den Auskünften des
Sprechers blieb indes unklar , in welcher Weise Benutzerdaten beim
Ressourcen-Sharing gefährdet sein könnten . Die Regulierungsbehörde für
Telekommunikation und Post hat angehenden UMTS-Netzbetreibern kürzlich das
sogenannte Ressourcen-Sharing beim Netzaufbau gestattet . Demnach können
bestimmte technische Komponenten von mehreren Netzbetreibern gemeinsam genutzt
werden , wenn jeder Beteiligte weiterhin sein " eigenes " Frequenzband verwendet
. Nokia will Stellen abbauen Der finnische Handyhersteller Nokia will die
Produktion in seinem Bochumer Werk auf die Endmontage von Mobiltelefonen
konzentrieren und 300 Stellen abbauen . Teile der Fertigung sollen auf andere
Werke verteilt oder an Subunternehmer vergeben werden . " 300
Vollzeitarbeitsplätze stehen zur Diskussion " , teilte eine Firmensprecherin
heute mit . Zurzeit beschäftigt Nokia in Bochum rund 3000 Mitarbeiter . Das Werk
ist eines von weltweit neun Nokia-Produktionsstätten . Nokia will mit der
Neuausrichtung der Mobilfunkproduktion in Deutschland die Effizienz und die
Kundenorientierung steigern : " Wir sind ständig gefordert , mit allen uns zur
Verfügung stehenden Mitteln unsere Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und
gleichzeitig die Nähe zu unseren Kunden zu optimieren " , sagte Anssi Vanjoki ,
Executive Vice President von Nokia Mobile Phones . Die gesamte deutsche Nokia
GmbH beschäftigte Ende des Jahres 4747 Mitarbeiter . Weltweit hat der Konzern
mehr als 60.000 Beschäftigte . Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa hat
sich inzwischen schon die Bochumer IG Metall zu Wort gemeldet . Die Gewerkschaft
bezeichnet die Entscheidung unter Hinweis auf die Gewinnsteigerung der Nokia
GmbH um 30 Prozent im vergangenen Jahr als " vollkommen unverständlich " . Mit
der Genehmigung von Sonntagsarbeit und einem Tarifvertrag zur flexiblen
Arbeitszeitgestaltung habe die Gewerkschaft mit dafür gesorgt , den
Produktionsstandort Bochum zu stärken . Die nun geplanten Kündigungen bedeuteten
jedoch die Aufkündigung der bisherigen Vereinbarungen . Das dünnste Handy der
Welt ( Update ) Samsung bringt das nach eigenen Angaben dünnste Handy der Welt
auf den Markt . Das SPH-N2000 ist gerade mal 9,8 Millimeter dick und damit noch
um einen Millimeter dünner als die flachsten Handys der Konkurrenten Nokia und
Ericsson . Mit acht Zeilen und vier Graustufen arbeitet das Display , ein
Browser ( Micro Explorer ) für den mobilen Internetzugang ist eingebaut .
Weitere Features sind erweiterte SMS-Funktionen , eine große Auswahl der
beliebten Emoticons und ein Speicher für rund 1.000 Kontaktdaten . Über die
Betriebsdauer und den Preis ließen die Koreaner noch nichts verlauten . Auch
wann das Slimphone nach Europa kommt , ist noch offen . Schon im April hatte die
US-Firma Motorola ein Handy vorgestellt , das lediglich 5 Millimeter dick ist ,
doch das vom hauseigenen Advanced Technology Lab entwickelte Gerät ist noch im
Prototypenstadium . Noch ist unklar , wann es die Serienreife erreichen wird .
Netzbetreiber thematisieren " Handy und Gesundheit " In Berlin haben führende
deutsche Mobilfunkfirmen wie E-Plus , Group 3G , D2 Vodafone , MobilCom ,
T-Mobil , VIAG Interkom sowie der Kölner Bündelfunkbetreiber Dolphin Telecom das
Informationszentrum Mobilfunk ( IZM ) aus der Taufe gehoben . Als Dienstleister
will das IZM sensible Themen wie Netzausbau , Gesundheit und Landschaftsschutz
ansprechen und Informationen für Kunden , interessierte Bürger , Medienvertreter
und öffentliche Institutionen bereitstellen . " Wir möchten das Gespräch
zwischen den beteiligten Gruppen fördern " , betont IZM-Geschäftsführer Immo von
Fallois . Zu diesem Zweck will der Verein Experten-Hearings ,
Diskussionsplattformen und Workshops organisieren . Kernthemen : Der
wirtschaftliche und gesellschaftliche Nutzen der neuen Mobilfunkstandards UMTS
und TETRA sowie die gesundheitlichen Auswirkungen elektromagnetischer Felder .
Motorola-Handy für Geldgeschäfte Motorola will Anfang kommenden Jahres ein
Mobiltelefon auf den Markt bringen , in das zusätzlich zur Telefonkarte eine
Kreditkarte eingeschoben werden kann , um damit Geldgeschäfte zu erledigen .
Dies teilte das Unternehmen am Mittwoch in London mit . Dank der Kredit- oder
Bankkarte könne man elektronische Bankgeschäfte direkt und sicher über das
Telefon abwickeln und soll auch Flugtickets oder Fahrkarten bezahlen können -
sofern Anbieter das entsprechende Verfahren unterstützen . Das Geldtelefon , das
auf dem StarTAC-Modell basiert , ist das erste seiner Art und befindet sich in
der Erprobungsphase . Mobilbanking ist dagegen gar nicht neu . Zwar arbeiten
zunehmend mehr Unternehmen an eigenen Lösungen - etwa Viag Interkom und die
Direktbank 1822 - doch die Dresdner Bank bietet Mobilbanking schon seit Jahren
an . Die entsprechenden Mobiltelefone sollen allerdings ohne einen zusätzlichen
Steckplatz auskommen . Im Herbst will Motorola das erste Tri-Band-Mobiltelefon
auf den Markt bringen . Deutsche Bahn ordert Mobilfunknetz Die Deutsche Bahn AG
läßt für ihren eigenen Bedarf ein digitales Mobilfunknetz bauen . Als
Generalunternehmer wird Mannesmann Arcor das GSM-Rail-Netz planen und errichten
. Das GSM-Netz werde die analogen Systeme für Betriebs- und Instandhaltungsfunk
, Zugfunk , Rangierfunk sowie Kraftfahrzeugfunk ersetzen . Licht aus :
230-Volt-Internetzugang gestoppt Nortel und United Utilities wollen ihr
Engagement in der Datenübertragung über Stromleitungen beenden . Das " Aus "
kommt wegen fehlender kommerzieller Aussichten , heißt es , denn in der Praxis
hätten sich die Installationskosten als weit höher herausgestellt als die
erwarteten Einnahmen . Das eigens dafür gegründete Kooperationsunternehmen
Nor.Web wird zum 30. September aufgelöst . Vor rund zwei Jahren hatte United
Utilities die Forschung an der Datenübertragung über 230-Volt-Leitungen
aufgenommen . Die technischen Daten waren ermutigend - das System lieferte schon
in frühen Entwicklungsstufen 1 MBit pro Sekunde und schien damit sehr gut für
den Internet-Zugang geeignet . Aktuelle Modems erreichen maximal 56 kBit/s und
mit ISDN sind nicht mehr als 128 kBit/s möglich . Doch mit keinem der fünf
Pilotprojekte konnte Nor.Web die Energieversorger - die anvisierte Käufergruppe
- von der Technik überzeugen . Ob andere Forschungsgruppen und Unternehmen , die
ebenfalls an der 230-Volt-Datenleitung laborieren , darin ein Signal sehen ,
auch " den Stecker zu ziehen " , bleibt abzuwarten . Debitel nun doch im
UMTS-Boot Der Mobilnetzbetreiber Mannesmann und der Service-Provider Debitel
wollen ihre Zusammenarbeit auf UMTS-Dienste ausweiten . Debitel will
UMTS-Dienste des Netzbetreibers auf einer nicht-exklusiven Basis vermarkten und
Elemente der D2-Netzinfrastruktur nutzen , um eigene Dienste und Applikationen
für das Mobilfunknetz der dritten Generation zu entwickeln . " Wir werden damit
in der Lage sein , unseren Kunden in größerem Umfang eigene Produkte anzubieten
" , so Peter Wagner , Vorstandsvorsitzender der Debitel . Neben der
UMTS-Vereinbarung bleibt der bisher für das D2-Netz bestehende
Diensteanbietervertrag die Basis für die Zusammenarbeit zwischen Debitel und
Mannesmann Mobilfunk . Darüber hinaus wollen die Partner auch Dienste , die im
Zusammenhang mit neuen GSM-Techniken wie HSCSD und GPRS stehen sowie
Location-based Services in die Kooperation einbeziehen . Im August noch hatte
Debitel beim Milliarden-Poker um die UMTS-Mobilfunklizenzen das Handtuch
geworfen ; das Stuttgarter Unternehmen blieb daher ohne UMTS-Lizenz und damit
eine Telefongesellschaft ohne eigenes Netz . Die Börse honorierte damals den
Ausstieg aus dem Bieterverfahren mit einem Kursanstieg , denn Debitel sparte die
hohen Lizenzkosten ein und galt fortan aufgrund seiner hohen Kundenzahl als
attraktiver Partner für einen der sechs Lizenzersteigerer . Als aussichtsreicher
Kandidat galt anfangs das spanische Unternehmen Telefonica , das zwar eine
Lizenz für ein Hochgeschwindigkeits-Mobilnetz erwerben konnte , aber mit der
Bürde der noch ausstehenden und wohl aufwändigen Markterschließung in
Deutschland belastet war und daher stark von Debitels Vertriebskanälen
profitieren sollte . Flatrate verhagelt T-Online-Bilanz Der Internet-Anbieter
T-Online hat seinen Konzernumsatz in den ersten neun Monaten 2000 zwar fast
verdoppelt , doch gleichzeitig machte die Telekom-Tochter hohe Verluste .
T-online hatte seinen Anteil an comdirect von 25 auf 21,35 Prozent reduziert .
Endgültige Zahlen will T-Online zwar erst am 30. November bekannt geben , doch
schon auf Basis des aktuellen Kenntnisstandes hat man die Ursache für die
negative Bilanz ausgemacht : Grund für das schwache Ergebnis sei unter anderem
die Einführung des pauschal abgerechneten Internet-Zugangs ohne Zeitbeschränkung
( Flatrate ) gewesen . Im gleichen Atemzug rechtfertigt das Unternehmen jedoch
den Pauschaltarif " als Instrument zur Neukunden-Gewinnung und Kundenbindung " .
Noch im Mai dieses Jahres notierte sie auf dem bisherigen Höchststand bei 48
Euro . Zudem drückt wohl auch die anhaltende Unruhe im Management den Aktienkurs
. T-Online sucht seit Wochen nach einem neuen Vorstandsvorsitzenden , nachdem
der bisherige Chef Wolfgang Keuntje im Streit mit dem Telekom-Konzernlenker Ron
Sommer zurückgetreten war . Später hatten zwei weitere Vorstände ihre Sessel
geräumt . Nach Ansicht von Fachleuten müsse für die Telekom-Tochter schnell ein
neuer Vorstandschef her , um den Online-Dienstleister wieder in ruhiges
Fahrwasser zu lenken . So ganz unglücklich wird man im Telekom-Konzern aber
trotz der Verluste nicht sein , liefern doch die Miesen prima Argumente im
Gefecht gegen zudringliche Mitbewerber , die dem Mutterkonzern Pauschaltarife
für ihre eigenen Internet-Angebote abtrotzen wollen . Neben der Entgelthöhe
wollte die Behörde insbesondere dem Verdacht von Abschlägen und möglichen
Diskriminierungstatbeständen nachgehen . Entsprechende Verdachtsmomente , heißt
es , bestünden im Hinblick auf die Wettbewerbschancen von ISPs und
Online-Diensteanbietern , die nicht zum T-Hause gehören . Die Behörde will bis
Mitte November über die geforderte Großhandelspauschale entscheiden . 56K-Modems
: Durchbruch zum Standard Endlich steht einem weltweiten 56K-Modemstandard
nichts mehr im Wege . 3Com , Rockwell , Lucent , Motorola und über zwanzig
weitere Modem-Hersteller haben sich in Orlando , Florida , geeinigt und wollen
nun im Standardisierungsgremium der ITU ( International Telecommunication Union
) gemeinsam arbeiten . Bislang gab es mit X2 und K56flex zwei konkurierende
Verfahren . Der erste Standardentwurf soll bereits im Januar kommenden Jahres
verabschiedet werden , erste Geräte mit V.PCM-Standard erwartet man bereits für
Ende Februar . Mitsubishi verheiratet Taschen-PC mit Handy Der japanische
Elektronikkonzern Mitsubishi hat in Paris unter dem Namen Trium Mondo erstmals
eine Kombination aus PDA und Handy vorgestellt , die den Internet-Zugang über
die schnelle GSM-Datenfunktechnik GPRS ermöglicht ( General Packet Radio Service
) . Kernstück des Mondo-PDA ist ein 166-MHz-Prozessor von Intel , der zur
Programmausführung auf 16 MByte Speicher zurückgreifen kann . Das integrierte
Dualband-Handy eignet sich für D- und E-Netze . In Senderichtung nutzt es gar
nur einen Funkkanal , der je nach Fehlerhäufigkeit 9,6 oder 14,4 kBit/s
befördert . Doch der Funktionsumfang des Taschen-PCs kann sich sehen lassen :
Auf Wunsch kann man aber auch über eine Freisprecheinrichtung telefonieren .
Eingehende Anrufe signalisiert er auf Wunsch diskret per Vibrationsalarm .
Weiterhin steht auch Sprachaufzeichnung zur Verfügung . Den Strom , den ein
Lithium-Ion-Akku mit 900 mAh Kapazität liefert , teilt sich das Handy mit dem
PDA-Teil . Die maximale Sprechzeit gibt der Hersteller mit 2,5 Stunden an ; in
Bereitschaft soll das Gerät bis zu 100 Stunden bleiben können . Zur
Kommunikation mit PCs stehen von Haus aus eine serielle Schnittstelle und ein
drahtloser IrDA-Port zur Verfügung . Auch ist ein USB-Port integriert , doch das
passende Kabel muss man bei Bedarf extra kaufen . Neben den üblichen
Pocket-PC-Anwendungen wie Pocket Word oder Pocket Outlook sowie den
Organizer-üblichen Dreingaben wie Kontaktdatenbank und Kalender enthält der
Computer-Winzling auch einen MP3-Player und natürlich die zur Steuerung der
Handy-Seite notwendige Software zum Wählen oder Speichern von Rufnummern , zur
Anrufannahme aber auch zur Einstellung von Netzdiensten wie Rufumleitung ,
SMS-Kommunikation oder etwa Anzeige der eigenen Rufnummer beim Angerufenen .
Erste Probeläufe bestand das Gerät zufriedenstellend . Die Sprachqualität war
gut . Die etwas verschachtelte und daher nicht ganz intuitiv zu bedienende
Benutzungsoberfläche reagierte im Test meist hinreichend schnell auf Eingaben ,
lediglich beim Empfang von Kurznachrichten stockte der Arbeitsfluß gelegentlich
. Der Mondo-PDA soll im März in die Läden kommen und ohne Kartenvertrag rund
2000 Mark kosten . EU nimmt Telefontarife ins Visier Auf Anfrage des
Wettbewerbskommissars Karel van Miert prüft die EU-Kommission die Gebühren für
internationale Telefongespräche , die die marktbeherrschenden europäischen
Telefongesellschaften erheben . Zur Zeit seien die Preise für Auslandstelefonate
generell um ein Vielfaches höher als für Inlandsgespräche , stellt die
Kommission fest . Ein bedeutender Anteil der Gebühren entfalle auf die
sogenannten Abrechnungsgebühren ( accounting rates ) , die auf die
Transferpreise zwischen den Betreibern umgelegt werden . Die Abrechnungsgebühren
vereinbaren die zwei an einem Auslandsgespräch beteiligten Telefonnetzbetreiber
untereinander . Die Gebühren beziehen sich auf eine Gesprächsminute und werden
üblicherweise zwischen den beiden Firmen gleich aufgeteilt . Ursprünglich waren
sie auf einer Höhe angesetzt , die die totalen Kosten für die Übermittlung des
Gesprächs deckte . Die tatsächlichen Kosten liegen heute aufgrund der
technischen Veränderungen und der daraus resultierenden Kostensenkungen unter
den Abrechnungsgebühren , so die Kommission . Im Interesse von Konsumenten und
kommerziellen Betreibern soll nun der Preis für internationale Telefongespräche
auf eine faire Basis gebracht werden , heißt es weiter . Vor dem Hintergrund der
europäischen Wettbewerbs- und Harmonisierungsrichtlinien fordert die Kommission
eine kostenorientierte Neukalkulation der Tarife . Zur Zeit fordert die
EU-Kommission von allen großen Telekommunikationsbetreibern Informationen über
Methoden , Absprachen und Protokolle zur Vereinbarung der Abrechnungsgebühren .
Ferner will die Kommission unterrichtet werden über die Höhe der Gebühren
innerhalb der EU sowie auf den Routen in die USA und Japan , die Kosten für die
Weiterleitung internationaler Gespräche sowie Einkommen und Gewinne , die
aufgrund der Abrechnungsgebühren entstehen . Christiane Schulzki-Haddouti<I/>
US-Gewerkschaften gegen MCI-WorldCom-Deal Die mit 650.000 Mitgliedern größte
US-Gewerkschaft Communications Workers of Amerca ( CWA ) forderte die
US-Bundeskommission für Kommunikation ( FCC ) auf , die Übernahme von MCI
Communications durch WorldCom zu verweigern . Die CWA erklärte , der Deal sei
wettbewerbswidrig . Die neue Firma MCI WorldCom könne künftig eine fast
monopolartige Kontrolle über das Internetbackbone ausüben , und auch Preise
diktieren , da sie mehr als 63 Prozent des US-Internet-Backbones kontrollieren
könne . Nach Ansicht der CWA wird die Fusion den Wettbewerb im Nah- und
Fernbereich unterdrücken , die Verfügbarkeit eines Universaldienstes verzögern
und den erwarteten Zuwachs auf dem Arbeitsmarkt in der
Telekommunikationsindustrie in den nächsten vier Jahren um 75.000 Arbeistplätze
beschneiden . Stimmt die FCC dem größten Deal der US-Wirtschaftsgeschichte zu ,
wird WorldCom , derzeit viertgrößter Telekommunikationskonzern der USA , an die
zweite Stelle hinter Branchenführer AT&T aufrücken . Mit 40 Übernahmen innerhalb
der letzten 5 Jahre hat sich die Telekommunikationsfirma aus Jackson/Mississippi
einen Spitzenplatz unter den Telekomriesen gekauft . Auch die Europäische
Kommission wird die Übernahme von MCI und die Gründung der neuen Firma MCI
WorldCom noch prüfen müssen . Christiane Schulzki-Haddouti Satellitenfunk :
Iridium vor dem Ende Das Satelliten-gestützte erdumspannende Mobilfunknetz
Iridium steht vor dem Kollaps . Die US-Firma Motorola , Initiator und mit 18
Prozent an Iridium beteiligt , sieht sich zu diesem Schritt offensichtlich
deshalb genötigt , weil der Übernahme-Interessent Craig McCaw sein Angebot
zurückgenommen hat . Andere Interessenten gibt es anscheinend nicht .
Entsprechend warf das orbitale Funknetz nur bescheidene Umsätze ab , so dass
Iridium im August letzten Jahres Kredite in Höhe von 1,5 Milliarden schuldig
blieb . Dennoch gelang es dem ehrgeizigen Unternehmen im Verbund mit Motorola
dem Konkursverwalter von der Schippe zu springen . Der Einstiegspreis für eine
Minute Telefonieren über Iridium lag bei 5 Mark . Das Rennen der ungleichen
Mobilfunktechniken wäre vielleicht anders ausgegangen , wenn Iridium früher als
erst 1998 gestartet wäre . Doch da hatten sich die GSM-Mobilnetze schon
etabliert ... EMail aus dem Telefon Während das Internet dem althergebrachten
Fernsprecher sein Terrain streitig macht , entwickeln einige Firmen , wie etwa
Samsung oder Casio Phonemate , Telefonapparate mit Datenfunktionen . Casio
Phonemate will im Juli für 129 Dollar ein Telefon mit Anrufbeantworter auf den
US-Markt bringen , das sich auch um den Eingang von EMails kümmert . Periodisch
oder auf Knopfdruck fragt das IT-380 E-mail Link bis zu zwei Mailserver ab und
signalisiert neue Nachrichten per Blinklicht . Auf einem dreizeiligen Display
kann man sich über Kopfzeile , Absender und Datum der Mails informieren , bevor
man den eigenen Computer die vollständige Nachricht holen läßt . Carsten Fabich
3Com : " Tschüss " zu Modems , " Hallo " zu US Robotics Der
Kommunikationskonzern 3Com gliedert , wie schon im März angekündigt , das
Modem-Geschäft in ein neues Unternehmen aus . Dabei will 3Com zusammen mit
Accton und Natsteel Electronics den Namen des einst gekauften Modem-Spezialisten
US Robotics wieder aufleben lassen . Zum Portfolio sollen alle analogen Modems
und Modem-Karten gehören . Die Ausgliederung begründet 3Com heute ebenso wie
schon Anfang des Jahres mit einer strategischen Neuausrichtung . Ferner sei der
Modem-Markt " ausgelutscht " und der jahrelange harte Preiskampf habe die Margen
" stark schrumpfen " lassen , so ein intimer Kenner des Konzerns . Dennoch sehen
die drei Partner im Modem-Markt noch Gewinnchancen - aber eben nur für eine
Firma wie US Robotics , die sich ausschließlich auf Modems konzentriert .
Bemerkenswert ist aber , dass 3Com die erfolgreiche und ebenfalls von US
Robotics eingebrachte Access-Produktpalette TotalControl behalten wird . In
Deutschland sollen zum Beispiel sämtliche Einwahlknoten des Online-Anbieters AOL
mit TotalControl-Routern bestückt sein . So werden auch einige 3Com-Mitarbeiter
der Münchener Niederlassung zu US Robotics wechseln und dort die bisherigen
Aufgaben weiterführen , möglicherweise sogar in einer eigenen Münchener
Niederlassung - Details stehen aber noch nicht fest . UMTS-Pokerrunde schrumpft
, Preis fällt Am Milliarden-Poker um die neuen Mobilfunk-Lizenzen in Deutschland
nehmen jetzt nur noch zehn Bewerber teil . Der französische Mischkonzern Vivendi
sei von seiner Bewerbung für eine UMTS-Lizenz offiziell zurückgetreten , sagte
ein Sprecher der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post am Freitag .
Vivendi hatte zuvor angekündigt , nicht an der Versteigerung teilzunehmen . Die
dritte digitale Mobilfunkgeneration UMTS bringt ab 2002 schnelle mobile
Datenkommunikation und Multimedia auf entsprechende Handys . Zugelassen für die
am 31. Juli beginnende Versteigerung sind die vier deutschen Mobilfunkbetreiber
T-Mobil , Mannesmann Mobilfunk , E-Plus und VIAG Interkom sowie die
Dienste-Anbieter debitel ( Swisscom ) und Talkline ( Tele Danmark/SBC ) . France
Telecom muss sich wegen der Orange-Übernahme für eine Bewerbergruppe entscheiden
. " Nach dem Spielfieber in England kommt jetzt mehr Rationalität ins Spiel " ,
sagte VIAG Interkom-Chef Maximilian Ardelt der Süddeutschen Zeitung vom Freitag
. Debitel unterstrich am Freitag in Stuttgart die Ernsthaftigkeit seiner
Bewerbung für eine UMTS-Lizenz . Mit einer Kapitalerhöhung soll die
Unternehmenskasse für die Versteigerung gefüllt werden . " Zusammen mit der
Swisscom sowie gegebenenfalls weiteren Partnern nehmen wir diesen Bietprozess
sehr ernst , allerdings nicht für jeden Preis " , sagte Vorstandschef Peter
Wagner den Aktionären auf der Hauptversammlung der debitel AG . Handy misst
Herzaktivität Erstmals ist in Deutschland ein Handy auf dem Markt , mit dem sich
ein Elektrokardiogramm ableiten lässt . Das EKG lässt sich dann speichern oder
per Datenfunk an Fachleute zur Analyse übertragen . Das Herz-Handy ist mit vier
speziellen Sensoren auf der Rückseite ausgestattet . Ferner unterscheiden es
zwei zusätzliche Tasten von einem normalem Mobiltelefon : Mit der einen Taste
wird der Anruf zu einem Notfall-Center automatisch eingeleitet . Die zweite
dient der Aufzeichnung und Übertragung des EKG . Vitaphone stellt neben der
Neuentwicklung auch ein rund um die Uhr mit medizinischem Personal besetztes
Service-Center vor . Hier wird das EKG unmittelbar ausgewertet . " Im Notfall
alarmieren wir den Rettungsdienst " , sagte der geschäftsführende Gesellschafter
Matthias Quinger . Zudem können die Ärtze über das Handy per
GPS-Satellitenortung den Standort des Patienten bundesweit mit einer Genauigkeit
von 15 Metern feststellen . " Eine wichtige Anwendungsmöglichkeit des
Herz-Handys ist die prä- und postoperative Überwachung " , sagte Stefan Sack ,
Kardiologe an der Universitätsklinik Essen . Das Handy kostet 1500 Mark ; die
monatlichen Kosten sollen sich auf 90 Mark belaufen . Nach eigenen Angaben
besitzt Vitaphone das Weltpatent und plant , das Herz-Handy auch auf dem
US-Markt einzuführen . Ob die deutschen Krankenkassen die Kosten des Geräts
übernehmen , ist noch unklar . Gerard Ducasse/ GPRS-Handys von Motorola früher
als erwartet Motorola hat die Starttermine für die neuen GPRS-Handys vorgezogen
. Das SmartPhone Accompli 008 schlägt mit 1.699 Mark zu Buche , das Talkabout
192 kostet 489 Mark , das Timeport 280 knapp 849 Mark . Das V.66 kommt erst im
August für 999 Mark in die Regale , das Talkabout 191 für Einsteiger gibt es im
September für 459 Mark . Den Start des ebenfalls angekündigten V.120 haben die
Motorola-Manager auf unbestimmte Zeit verschoben . Nach Angaben des Unternehmens
wird es die neuen GPRS-Handys in ausreichenden Stückzahlen für den deutschen
Markt geben . 40.000 Mobilfunkmasten für UMTS in Planung Für die neue
Mobilfunktechnik UMTS wollen die Netzbetreiber in Deutschland 40.000 zusätzliche
Sendeanlagen installieren . Das teilte das neu gegründete Informationszentrum
Mobilfunk ( IZM ) in Berlin mit . Am IZM sind unter anderem die
Mobilfunkbetreiber und UMTS-Aspiranten E-Plus , Group 3G , D2 Vodafone ,
MobilCom , T-Mobil und Viag Interkom beteiligt . IZM-Vorstandsmitglied Wolfgang
Krüger sagte , die neuen Sendeanlagen sollten sich auf etwa 15.000 zusätzliche
Standorte verteilen . Damit könne die Hälfte der deutschen Bevölkerung die
UMTS-Dienste nutzen . Nach der Lizenz-Auflage muss jeder der künftigen
Highspeed-Netzbetreiber bis 2003 rund 25 Prozent der Bevölkerung versorgen
können . In vielen Fällen können bestehende GSM-Standorte für UMTS erweitert
werden ; in Deutschland gibt es derzeit etwa 50.000 Sendeanlagen an 35.000
Standorten . Der Ausbau konzentriert sich zunächst auf die Ballungszentren . Die
IZM-Vorstandssprecherin und Vodafone-Kommunikationsleiterin Regina
Wiechens-Schwake warnte davor , mit " nicht gerechtfertigten " Forderungen nach
einer Senkung der Grenzwerte von Sendeanlagen die Planungssicherheit der
Betreiber zu gefährden . Nach Auffassung der Mobilfunkbetreiber liegen die
derzeitigen Grenzwerte in Deutschland niedrig genug . Jedoch forderten unter
anderem bereits im Mai die Umweltminister der Länder ein neues
Bundesforschungsprogramm , um die mögliche Gesundheitsgefährdung durch
Mobilfunkstrahlung wissenschaftlich zu untersuchen . Vodafone dementiert
UMTS-Verzögerungen Der britische Mobilfunk-Konzern Vodafone , weltgrößter
Mobilfunkanbieter , hat Presseberichte über angebliche Verzögerungen und
Schwierigkeiten beim Aufbau seiner UMTS-Netze zurückgewiesen . In einer in
London herausgegebenen Erklärung hieß es , der Start der 3G-Dienste , die auch
Multimedia-Inhalte liefern sollen , werde wie geplant in der zweiten Hälfte des
nächsten Jahres erfolgen . Die Londoner Ausgabe der Financial Times und der
Sender BBC hatten am Freitag berichtet , die Vodafone-Netze würden im nächsten
Jahr noch nicht weit genug ausgebaut sein , um die versprochenen
Multimedia-Inhalte befördern zu können . Für die Live-Übertragung von Videoclips
und Musik seien die Netze zu Beginn des Betriebs zu langsam und zu teuer . Die
Zeitung und der Sender beriefen sich auf Stellungnahmen Vodafones gegenüber
Analysten in der Londoner City , hieß es . Die Börsen reagierten verschnupft auf
den Bericht . In London fiel die Vodafone-Aktie um knapp drei Prozent , nachdem
sie schon am Vortag um 3,7 Prozent gefallen war . Analysten interpretierten auch
die Kursverluste der Aktie der Deutschen Telekom am Freitag als eine Reaktion
auf den Bericht . Wie die anderen beteiligten Telekommunikationsgesellschaften
hatte das britische Unternehmen diese riesigen Investitionen hauptsächlich mit
den zu erwartenden Gewinnen aus dem Multimedia-Geschäft begründet . So werben
einige Anbieter damit , dass man mit der neuen Technik künftig Fußballspiele
über Handy empfangen könne . Doch auch niedrigere Geschwindigkeiten dürften bei
den zu erwartenden kleinen Handy-Display-Auflösungen für Bewegtbildübertragungen
durchaus genügen . Erst kürzlich meldete der Vorreiter in Sachen UMTS-Aufbau ,
Japans Mobilnetzbetreiber NTT DoCoMo , schon in Kürze mit dem öffentlichen
Netzbetrieb starten zu wollen und gab auch schon die Tarifstruktur bekannt .
Obwohl die Japaner jedoch freimütig bekundeten , anfangs nicht mehr als 384
KBit/s übertragen zu können , blieben Erschütterungen an den Börsen aus .
Mannesmann will das Kabelnetz komplett Der Düsseldorfer Mannesmann-Konzern will
das zum Verkauf stehende Kabelnetz der Deutschen Telekom vollständig übernehmen
. Zugleich warnte der Mannesmann-Chef vor einer regionalen Lösung , wie sie die
Telekom derzeit anstrebt : " Durch die künstliche Zersplitterung wird sich der
Netzausbau um weitere zwei Jahre verzögern " . " Nur wenn das ganze Geschäft da
ist , hat es Wert , und die Telekom bekommt einen vernünftigen Preis " . Ein
Zerteilen auf Regionen führe dagegen zu einer deutlichen Schwächung des
Wettbewerbs . Sollte Mannesmann den Zuschlag erhalten , würde ein erheblicher
Finanzierungsbedarf entstehen , den das Unternehmen mit Eigenkapital und
Fremdmitteln bedienen müsste . Mannesmann sei in seinem Konzept offen für
Partner . Für den Fall , dass ein Mehrheitserwerb nicht in Frage kommt , strebt
das Unternehmen eine Konsortiallösung an . In diesem Gebilde wolle Mannesmann
aber die unternehmerische Führung . Dabei nannte Esser eine logische Untergrenze
von 20 bis 25 Prozent . Mannesmann werde den bundesweiten Ausbau des Netzes
übernehmen und als Betreiber fungieren . Die Netzkommunikation stehe dann allen
Unternehmen einschließlich der Deutschen Telekom zur Verfügung . Vor gut zwei
Wochen war das Bieterverfahren für das 460.000 Kilometer lange TV-Kabelnetz der
Telekom ausgelaufen . Dabei hatten zahlreiche Unternehmen aus dem In- und
Ausland ihre Angebote für Beteiligungen an einigen oder allen
Regionalgesellschaften eingereicht . Nach Aussagen des Telekom-Vorstandes sollen
noch in diesem Jahr die ersten Zuschläge für Beteiligungen erteilt werden .
Esser geht davon aus , dass das Unternehmen im TV-Kabelgeschäft , mit dem die
Telekom bislang keine Gewinne erzielte , noch rund drei Jahre nach Übernahme
Verluste erwirtschaften wird . Insgesamt soll das Konzernergebnis hierdurch aber
nicht belastet werden , weil andere Töchter wie unter anderem Mannesmann Arcor
und Otelo dann in der Gewinnzone seien . Als " Zutrittssperre " kritisierte
Esser die von der Telekom angestrebte Sperrminorität von 25,1 Prozent an den
regionalen Kabelgesellschaften . Dies führe nur dazu , dass sich bei jeder
Entscheidung der Ausbau des Netzes verzögere . " Wenn wir Wettbewerb wollen ,
darf es keine Behinderungen geben " , forderte der Mannesmann-Chef .
Stromsparend : Faxmodem mit Gedächtnis Die Firma ICO aus Diez bei Limburg (
06432/91390 ) , auf dem Markt schon bekannt mit den Produkten MemoFax und
SaferFax , stellt unter dem Namen Telejet MagicFax 33.6V ein autonomes Modem mit
erweiterten Fax- und Anrufbeantworter-Funktionen vor . Der Rechner kann
ausgeschaltet bleiben , denn zum Funktionsumfang des Telejet gehört das
Empfangen , Speichern , Ausdrucken und Weiterleiten von Faxen an bis zu vier
Nummern sowie das Abspielen von Nachrichten . Bis zu 40 Faxseiten ( nach
Aufrüstung mit 4 MByte RAM sogar 200 ) speichert das Gerät und leitet sie auf
Wunsch direkt auf den Drucker . Vier eingebaute Akkus sorgen bei Stromausfall
für den Erhalt der gespeicherten Informationen . Ein Flash-Eprom vereinfacht
Updates . Das Gerät soll über den Fachhandel oder direkt vom Hersteller (
www.telejet.de ) für 464 Mark erhältlich sein . Sprechende EMail Auf der Comdex
97 wird von der Frankfurter ISC Omnilink ein interaktives EMail-System unter dem
Namen SpeechMail vorgestellt ( http://www.is-europe.net/Isc ) . Von jedem
Telefon aus kann sich der Adressat einer EMail die Meldung von einer
synthetischen Stimme ( Proverbe von ETeX ) vorlesen lassen . Sogar eine
Beantwortung soll möglich sein , indem die Mitteilung ( als Sounddatei ) an die
Antwort-Mail geknüpft wird . Der Server richtet die auflaufenden EMails
wahlweise sofort per Anruf aus oder sammelt sie für einen Abruf . Der Dienst ist
unabhängig vom Provider , wenn der Mail-Server Abrufe von außen und numerische
Passworte zuläßt . Die Einrichtung eines Nutzer-Accounts , sowie die ersten 10
Mails sind kostenfrei , danach kostet jede Mail-Ansage 70 Pfennig . Star Wars :
Laser gegen Satellit Der Laser Miracl ( Mid-Infra-Red Advance Chemical Laser )
ortet zuerst den Satelliten mit einem 1-Sekunden langen Strahl . Danach feuert
er ein etwa 10-Sekunden anhaltendes Lichtbündel mit sehr hoher Energiedichte auf
den Trabanten . Der Air-Force-Satellit wird dabei zwar nicht verdampfen , "
überleben " wird er den Lichtblitz aber wohl kaum . Verteidigungsminister Cohen
informierte am 2. Oktober über den Plan , den Laser bei geeignetem Wetter in den
nächsten Tagen in New Mexico zu zünden . Das Experiment solle die Verwundbarkeit
von US-Satellitensystemen senken , denn die gewonnenen Daten würden bei
Computer-simulierten Satelliten-Schutzmaßnahmen helfen , so Cohen . Experten
vermuten jedoch noch andere Ziele . Schickt der Laser den Satelliten tatsächlich
über den Jordan , dann könnte solch ein Knockout auch beliebige andere
Erdtrabanten ereilen . Übrigens : Entgegen den Aussagen des
Verteidigungsministeriums soll die Zielscheibe MSTI-3 noch voll funktionsfähig
sein . Aber dem US-Verteidigungsministerium sind hochauflösende Satellitenbilder
ein Dorn im Auge - sie könnten in falsche Hände geraten . Dieser Zusammenhang
schürt die Vermutungen , es gehe um weit mehr als um den Schutz der eigenen
Satelliten . Jürgen Rink Modem-Pionier Hayes in Not Der US-Modem-Hersteller
Hayes steckt erneut in finanziellen Schwierigkeiten . Mit dem vor Jahrzehnten
eingeführten AT-Befehlssatz gilt das Unternehmen als Pionier der
Modem-Technologie . Nachdem vor zwei Jahren der Firmenbankrott mit Mühen
verhindert wurde , fuhr das in Norcross , Georgia , ansässige Unternehmen in
diesem Jahr erneut einen Verlust ein : Nun hat Hayes erneut einen Antrag auf
Chapter 11 eingereicht - nach US-amerikanischem Recht erhält man so
kurzfristigen Schutz vor Gläubigerforderungen . Der Antrag auf Chapter 11 solle
lediglich eine Atempause verschaffen , damit sich das angeschlagene Unternehmen
nach weiteren Restrukturierungen auf Breitbandtechniken und Internet-Telefonie
konzentrieren kann . UMTS-Rufnummern werden zwölfstellig Die Rufnummern des
künftigen UMTS-Mobilfunksystems werden eine Ziffer mehr als die bisher meist bei
den GSM-Mobilnetzen verwendeten haben . Das hat die Regulierungsbehörde für
Telekommunikation und Post festgelegt . Auf diese Weise soll einem möglichen
Mangel an Rufnummern schon vor dem Start der dritten Mobilfunkgeneration
vorgebeugt werden . Für die UMTS-Netze wird der Nummernbereich 015 geöffnet .
Die Vergabe an die Endkunden übernehmen wie bisher die jeweiligen Netzbetreiber
. Deshalb konnten sich auch GSM-Lizenznehmer am Reservierungsverfahren
beteiligen . So wurde der Rufnummernblock 0157 für das GSM-Netz von E-Plus
reserviert . Telefonanschluss per Funk Ab Frühjahr 2000 wollen die
Telefongesellschaften HanseNet und FirstMark in Hamburg Richtfunkanschlüsse
anbieten . Dabei setzen die Unternehmen auf die sogenannte Richtfunktechnik mit
dem Verfahren Punkt-zu-Mehrpunkt . Die PMP-Technik ermöglicht Endkunden den
direkten Telefon- und Internetanschluss - ohne die Teilnehmeranschlussleitung
von der Telekom für die berühmte " letzte Meile " . Das Angebot von HanseNet und
FirstMark umfasst Sprachtelefonie , Internet , Datendienste und Festverbindungen
. Zielgruppen sind vor allem kleinere und mittelständische Firmen . Bei den
Anschlussgebühren streben die Unternehmen um bis zu 20 Prozent günstigere Tarife
als die derzeit aktuellen an . Den Vertrieb übernehmen HanseNet und FirstMark
jeweils in eigener Regie . FirstMark will in Hamburg bis Mitte 2000 ein
flächendeckendes PMP-Richtfunknetz mit etwa 15 zentralen Funkstationen errichten
. HanseNet vernetzt diese Basisstationen über eigene Glasfaserkabel und schließt
sie an das landesweite Hochgeschwindigkeitsnetz an . Die technische Realisierung
beim Kunden ist den Angaben der Unternehmen zufolge unproblematisch . Der Kunde
erhält als Anschluss lediglich ein " kleines Funkgerät " , das an Gebäuden
angebracht wird . Mit diesem Gerät steht der Kunde drahtlos mit der jeweiligen
Basisstation in Kontakt . Die PMP-Technik ist für mehrere ISDN-Basisanschlüsse
oder für breitbandige ISDN-Primärmultiplexanschlüsse geeignet . Federgewicht :
Modem als PC-Card Mit dem Credit 560 Voice erweitert die dänische Firma Lasat
Lasat ihr Modemspektrum um ein PC-Card-Modem für den Slot-Typ II . Ferner
beherrscht das Gerät das K56flex-Verfahren und kann dank eines eingebauten
Flash-ROMs auf den in Kürze erwarteten ITU-Standard V.PCM angepaßt werden .
Fehlerkorrektur nach V.42 und MNP4 sind ebenso vorhanden wie Datenkompression
nach V.42bis und MNP5 sowie automatische Erkennung von Fax- , Daten- , und
Sprachanrufen . Im Faxbetrieb steht zur Steuerung nur der Klasse-1-Befehlssatz
zur Verfügung . Credit 560 Voice überträgt dabei bis zu 14.400 Bit/s . Im
Online-Status verbraucht die Karte maximal 1,5 Watt , im Power-Down-Modus
maximal 0,1 Watt . Die Karte ist bei Frank & Walter , Braunschweig , zum Preis
von 419 Mark erhältlich . WAP-Handy und Organizer von Motorola Zum Jahreswechsel
will Motorola sein erstes WAP-fähiges Triband-Handy , das Motorola Timeport
P7389 , auf dem deutschen Markt anbieten . Anwender können dank eingebautem
Faxmodem und WAP-Browser mobil sowohl auf spezielle Internet-Dienste als auch
auf entsprechend ausgerüstete Intranetze zugreifen . Beispielsweise lassen sich
unterwegs E-Mails lesen oder Informationen wie Zugfahrpläne , Wetterberichte
oder Verkehrsmeldungen abrufen . Ohne Telefonkarte soll das Handy 999 Mark
kosten . Die Software iTAP ist beim Tippen von Kurznachrichten auf der
Telefontastatur in ähnlicher Art behilflich , wie die bei manchen Nokia-Geräten
eingebaute T9-Textvorhersage : Der Nutzer muss die Buchstaben-Tasten jeweils nur
einmal drücken - egal an welcher Position die Buchstaben angeordnet sind . Aus
der Kombination der gedrückten Tasten errät die Software das gemeinte Wort . Zu
den weiteren Merkmalen des 108 Gramm leichten Telefons gehören Sprachsteuerung ,
Sprachaufzeichnung von bis zu drei Minuten , Vibrationsalarm sowie ein IrDA-Port
für den kabellosen Anschluss an ein Notebook . Das Handy ermöglicht
Bereitschaftszeiten von bis zu 150 Stunden und Gesprächszeiten von maximal 210
Minuten . Im Lieferumfang ist die Software TrueSync , mit der Benutzer
unabhängig vom Standort Adressbücher oder gespeicherte Kurznachrichten zwischen
Telefon und Laptop synchronisieren können . Ein ganz neues Produktsegment
eröffnet Motorola mit dem Timeport P1088 , das im zweiten Quartal nächsten
Jahres auf den Markt kommen soll ( siehe Bild ) . Das " Smartphone " bietet
einen drahtlosen Internet-Zugang und verfügt über einen Touch-Screen . Zu den
Anwendungen gehört ein Personal Information Manager sowie neben einem HTML- auch
ein WAP-Browser . Als erstes Dualband-GSM-Smartphone unterstützt das Gerät
Java-Applikationen . Weiterhin beherrscht das Timeport P1088 die Fax- , E-Mail-
und SMS-Übertragung - alle drei Kommunikationsarten lassen sich via
Unified-Messaging verwalten . MobilCom : Wachstum durch Internet Das Internet
soll dem Telecom-Konzern MobilCom den nächsten großen Wachstumsschub bringen .
Zudem sei denkbar , dass nach dem erfolgreichen Börsengang der MobilCom-Tochter
Freenet.de weitere Töchter und Beteiligungen an der Börse platziert werden . Die
Börse hat die Wachstumsziele der MobilCom bereits honoriert : Zum weiteren
Wachstum sollen neue Produkte und Dienstleisungen beitragen , die MobilCom im
Laufe des Jahres an den Markt bringen will . Schmid nannte als Beispiele eine
Flatrate - einen günstigen Pauschalpreis - für die Internet-Nutzung , einen
schnellen Internet-Zugang für private Nutzer auf DSL-Grundlage ,
Internet-Angebote für Unternehmen und den elektronischen Handel und anderes mehr
. Details zu einen Großteil der Neuigkeiten will das Unternehmen aber erst auf
der Computermesse CeBIT präsentieren . Der einstige Mobilfunk-Anbieter hat nach
Einschätzung von Schmid im vergangenen Jahr den größten Schritt nach vorn in der
Geschichte des Unternehmens gemacht . Mit einem neuen Glasfasernetz hat MobilCom
zudem die Kapazität seiner Übertragungswege vervielfacht und gleichzeitig den
Schritt vom Wiederverkäufer zum Netzbetreiber getan . Das schnelle Wachstum im
vergangenen Jahr , das MobilCom auch durch die Übernahme anderer Unternehmen
erreicht hat , hinterließ jedoch Spuren in der Bilanz . Die Dividende für die
Aktionäre sinkt von 0,75 auf 0,25 Euro je Aktie . Um das Wachstum zu bewältigen
, will Schmid das Personal weiter aufstocken . " Wir sind jetzt ganz klar Nummer
drei im Markt und konkurrieren mit Unternehmen wie der Deutschen Telekom und
Vodafone/Mannesmann " , sagte er . Einschließlich der Übernahmen stieg die Zahl
der Beschäftigten im vergangenen Jahr von 991 auf knapp 2900 . Beim Thema
Übernahmekarussel brachte Schmid nebenbei sein Unternehmen selbst ins Spiel : "
Wenn ein vernünftiges Angebot käme , das wirtschaftlich Sinn macht , wäre ich
der letzte , der sich sperrt " , sagte er . Interaktives Fernsehen mit IP im
Kabelnetz Das Unternehmen will Fernsehkabelnetze für die Datenübertragung urbar
machen und so unter anderem interaktives Fernsehen anbieten . Fernsehkabelnetze
sind auf Grund weit größerer Frequenz-Bandbreite auf der " letzten Meile " zum
Teilnehmer 30 bis 100 Mal schneller als herkömmliche Modems , die
Telefonleitungen nutzen . Zur Zeit verhandelt MediaWays zusammen mit der
Bertelsmann Broadband Group mit Kabelgesellschaften und Netzbetreibern . Die
ersten Forschungs- und Pilotprojekte für den schnellen Datentransfer will man
auf der CeBIT 2000 vorstellen . In Halle 6 am Stand C 31 sollen Interessierte
unter anderem das interaktive Fernsehen der Bertelsmann Broadband Group sehen
können . Technisch gestaltet wurde es von MediaWays , MediaSystems und Pixelpark
. Größere Pilotprojekte sollen ab Frühjahr in zehn deutschen Großstädten starten
. Turbokarten-Hersteller Phase5 pleite Phase5 , einer der letzten
Hardware-Entwickler für den einst hoffnungsvoll gestarteten Amiga-Computer , hat
Insolvenzantrag gestellt . Die Firma war jahrelang erfolgreich als Entwickler
und Hersteller von Turbokarten mit PowerPC-Prozessoren für den Amiga und zuletzt
auch für den Apple Macintosh tätig . Doch auch die Einnahmen aus dem
Macintosh-Markt konnten den Abstieg der Hardware-Schmiede offenbar nicht
verhindern . Die Firma meldet nun , dass " alle Kunden , die Bestellungen und
Anzahlungen an Phase5 geleistet haben , im Falle der Eröffnung des
Insolvenzverfahrens über ihre Rechte informiert und angeschrieben werden " .
Jedoch besteht anscheinend noch Hoffnung , dass zumindest die Konzepte überleben
können und die geplante G4-Prozessorkarte noch verwirklicht wird : Im Zuge des
Insolvenzverfahrens will man mit Interessenten über eine Übernahme und
Weiterführung der Amiga-Technologiesparte verhandeln . Mit der Pleite bricht
einer der letzten Träger der Amiga-Technik zusammen - ein harter Schlag für die
verbliebenen Amiga-Fans , aber wohl nur eine Episode im Stirb-Langsam-Krimi um
den einstigen Kult-Computer aus dem Hause Commodore . Seit fünf Jahren ist der
langjährige Eigner Commodore nun liquidiert , und seitdem findet die
Amiga-Technik zwar immer neue Besitzer , kann jedoch an alte Erfolge nicht
anknüpfen . Zuletzt verkaufte der Computerhersteller Gateway die Rechte an dem
Namen Amiga und sämtliche noch existierende Hardware an die Firma Amino
Development . 3Com schluckt Smartcode 3Com will seine marktführende Position im
Bereich kleiner Mobilrechner ( Personal Digital Assistents , PDAs ) mit dem Kauf
des französischen Unternehmens Smartcode stützen . Das Unternehmen konnte zwar
im Bereich " Handheld Companions " mit seiner PalmPilot-Reihe im ersten Halbjahr
1998 seinen Marktanteil auf 46,8 Prozent ausbauen , doch bislang sind 3Coms
Computer-Winzlinge für die mobile Kommunikation , die immer mehr an Bedeutung
gewinnt , schlecht gerüstet . So prägen den schnell wachsenden Markt für mobile
Kommunikation bisher sogenannte Smart Phones , Mobiltelefone und Pager , die
eigene Kommunikations-Hardware enthalten . Smartcode soll daher künftig als
Bestandteil von 3Coms neu gebildeter Tochter " Palm Computing Plattform Europe "
mit führenden Herstellern aus diesem Bereich zusammenarbeiten . Dazu gehören
Nokia , Ericsson , Alcatel , TDK und Motorola . Auf der Software-Seite dürfte
sich der Kauf schnell auswirken , denn Smartcode hat bereits einen Web-Browser ,
einen EMail-Client und auch eine Faxsoftware für 3Coms PDA-Riege im Programm .
Das französische Unternehmen entwickelt auch Software für PDAs , die auf
Microsofts Windows CE basieren . Nun dürfte die Smartcode-Unterstützung dafür
enden . NorthPoint/VersaTel planen europäisches DSL-Angebot NorthPoint
Communications , Betreiber großer Breitbandnetze in den USA , und die
Amsterdammer Telefongesellschaft VersaTel wollen ein gemeinsames Unternehmen mit
dem Namen VersaPoint gründen . Das Tochterunternehmen soll " im gesamten
EU-Markt " Leitungsdienste auf Basis der Digital Subscriber Line ( DSL )
anbieten . Bei näherem Hinsehen schrumpft aber die Flächendeckung beträchtlich :
In Deutschland zum Beispiel will VersaPoint die Infrastruktur der kürzlich von
VersaTel übernommenen regionalen Telefongesellschaft VEW Telnet nutzen . Das
1400 km lange Glasfasernetz erreicht jedoch nur 10 Prozent des deutschen Markts
. " Wir haben gesehen , dass der Bedarf an Internetzugängen und E-Commerce in
Europa schlagartig gewachsen ist , und wir glauben fest , dass der DSL-Markt
dieses Wachstum weiterhin beschleunigen wird " , erklärte Gary Mesch ,
Generaldirektor von VersaTel . Doch private DSL-Anschlüsse scheinen VersaTel
nicht zu interessieren . " Mit DSL wird es für VersaTel möglich , mit
Breitbanddienstleistungen weiter in den Markt der kleinen und mittelgroßen
Unternehmen einzudringen " , sagte Mesch . Details über verwendete Techniken ,
etwa ADSL oder SDSL , oder gar Preise nannten die Partner nicht . Sie erklärten
lediglich , dass VersaTel derzeit ein Breitbandnetz errichte , das " die
neuesten Netztechniken verwendet " , um Geschäftskunden in den Benelux-Ländern
und in Nordrhein-Westfalen mit Sprach- , Daten- und Internet-Dienstleistungen
mit hoher Bandbreite zu versorgen . Internet-Flatrate via TV-Kabel Rund 1.800
Einwohner von Memmingen können seit Anfang April das Internet über ihren
TV-Kabelanschluss nutzen . Dabei fällt eine Pauschale von nur 69 Mark pro Monat
an . Der Zugang steht rund um die Uhr zur Verfügung und bietet in beiden
Richtungen Übertragungsraten von bis zu 2 MBit/s . Damit ist das System rund 30
mal schneller als ein ISDN-B-Kanal ( 64 kBit/s ) . Das Pilotprojekt haben der
Kabelnetzbetreiber EWT Communications , die Memminger Wohnungsbaugenossenschaft
MEWO und der Kommunikationskonzern 3Com ins Leben gerufen . Ähnliche Projekte
bietet EWT bereits in Augsburg und Berlin an ; weitere deutsche Städte sollen
folgen . Telefonieren wird wieder teurer Telefonieren in Deutschland wird
Experten zufolge nach jahrelang sinkenden Preisen wieder teurer . " Wir haben
seit einigen Wochen im Festnetz einen neuen Trend , und das sind Preiserhöhungen
" , sagte der Tarifexperte Uwe Rosenhahn vom Düsseldorfer Internet-Dienst
billiger-telefonieren.de in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa .
Nachdem einige große Anbieter wie Teldafax und Callino vom Markt verschwunden
seien , hätten mehrere Gesellschaften ihre Preise für das Telefonieren mit ihrer
jeweiligen Vorwahl erhöht . " Arcor , Otelo und Mobilcom haben angezogen und die
Preise werden noch weiter steigen " , sagte Rosenhahn voraus . So hätten mehrere
Anbieter das Telefonieren in der Nacht deutlich verteuert . " Preissenkungen
gibt es fast nur noch bei Auslandsgesprächen " , sagte Rosenhahn . Der
Preisanstieg habe mehrere Ursachen : Viele Unternehmen hätten nicht Kosten
deckend gearbeitet und mit " Kampfpreisen " versucht , im Markt zu bleiben .
Wegen der nachlassenden Konjunktur fehle dafür nun aber das Geld . Besonders
US-Muttergesellschaften hätten Gelder abgezogen . Auch übernehme die Telekom
nicht mehr wie früher das Mahnwesen für die kleineren Privatanbieter . Diese
müssten nun aufwendig selbst die Gelder eintreiben oder auf ausstehende Summen
verzichten : " Wie immer die Firmen damit umgehen , es kostet zusätzlich " ,
sagte Rosenhahn . Einige Anbieter hätten auch irrtümlich darauf gesetzt , dass
die Kosten für die Nutzung des Telekom-Netzes deutlich fallen , da sie im
europäischen Vergleich sehr hoch seien . " Das ist aber nicht eingetreten , die
so genannten Zusammenschalt-Preise sind nur um rund fünf Prozent gesunken . "
Das so genannte Call-by-Call , also das Vorwählen einer Anbieternummer für jedes
Gespräch , lohne sich zwar für die Kunden , meint Rosenhahn , aber kaum für die
Anbieter . " Nur bei Auslandsgesprächen sind noch größere Gewinnspannen drin " .
Der Tarifexperte kritisierte , dass viele Kunden erst im Nachhinein von
Preiserhöhungen erfahren , da die Anbieter ihre Preisänderungen nur im Amtsblatt
publizieren müssen . " Viele bekommen das erst deutlich später mit . " Die
Erhöhungen würden zudem hinter Begriffen wie " Transparenz-Anpassung " versteckt
. So telefoniere eine große Zahl von Kunden noch heute mit Vorwahlnummern , die
längst nicht mehr zu empfehlen seien . Regulierungsbehörde läutet neue
Mobilfunkära ein Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post gibt in
wenigen Wochen den Start frei für den Aufbau von Highspeed-Mobilfunknetzen . Wie
der Präsident der Bonner Behörde , Klaus-Dieter Scheurle , am Dienstag vor
Journalisten mitteilte , werden in Kürze Lizenzen für die Mobilkommunikation der
dritten Generation erteilt . Die entsprechende Technik , Universal Mobile
Telecommunications System UMTS , hat die europäische Standardisierungsbehörde
ETSI spezifiziert . UMTS wird Datenraten von bis zu 2 MBit/s bieten , und daher
schnellen mobilen Zugang ins Internet ebenso wie Bildübertragungen ermöglichen .
Bislang befördern Mobilfunk-Modems gerade mal 9,6 kBit/s . Zusätzliche
Frequenzen kündigte Scheurle auch für die bestehende Mobilfunk-Technik an . In
der letzten Oktoberwoche können die vier Mobilnetzbetreiber D1 , D2 , E-plus und
E2 weitere Funkfrequenzen im 1800-MHz-Band ersteigern . Damit läßt sich die
Infrastruktur verbessern . " Manchmal könnte das Gute noch etwas besser sein " ,
meinte Scheurle in Anspielung auf stellenweise überlastete Funknetze . " Mit der
Entscheidung über UMTS und der Frequenzversteigerung wird der Oktober zu einem
Monat des Mobilfunks . " Künftig Preiskampf auch bei Ortsgesprächen Der
Preiskampf beim Telefonieren wird Anfang kommenden Jahres endlich auch die
Ortsgespräche erreichen . In wenigen Tagen will die Bonner Regulierungsbehörde
für Telekommunikation Frequenzen für drahtlose Teilnehmeranschlüsse vergeben .
Nach Angaben des Präsidenten der Bonner Regulierungsbehörde für
Telekommunikation , Klaus-Dieter Scheurle , haben sich 32 Unternehmen für die
Frequenzen in insgesamt 262 ausgeschriebenen Versorgungsbereichen beworben . Die
Funk-Alternative zum bisherigen Telefonanschluss soll nach Ansicht von Scheurle
größere Qualität , besseren Service und niedrigere Preise bescheren . Die
sogenannte Wireless Local Loop ( WLL ) ist eine in Europa neue Technik -
Netzausstatter wie Motorola warten allerdings schon seit Jahren darauf , die
andernorts erprobte Funktechnik in hiesigen Netzen einbauen zu dürfen . Internet
aus dem Orbit Der Satellitenbetreiber Eutelsat und das norwegische Unternehmen
Nera Broadband planen ein Pilotprojekt für eine Satelliten-Infrastruktur mit
Rückkanal für Hochgeschwindigkeitszugänge zum Internet . Auch sollen über das
Netz Fernsehprogramme im digitalen Format ausgestrahlt werden ( Digital Video
Broadcast , DVB ) . Einen entsprechenden Vertrag haben die Partner auf dem
Internationalen Broadcasting Convent in Amsterdam unterzeichnet . Technische
Grundlage dieses Pilot-Projekts ist der vor kurzem verabschiedete internationale
Standard DVB-RCS ( Satelliten-basierter Rückkanal des Standards Digital Video
Broadcast ) . Entsprechende Endgeräte sollen digitale TV-Programme und
Computerdaten mit Übertragungsraten von bis zu 50 MBit/s empfangen können und
via Rückkanal mit bis zu 2 MBit/s an den Satelliten senden . Wer schon jetzt per
Satellit surfen will , findet nur ein Hand voll Angebote vor , unter denen
lediglich Web-Sat beide Kommunikationsrichtungen via Satellit abwickelt . Für
den Rückkanal verwendet Web-Sat allerdings ein proprietäres Verfahren . Die
übrigen - etwa DirecPC oder Europe Online - empfangen lediglich die Daten
drahtlos , benötigen für die Senderichtung aber dagegen übliche Wählverbindungen
via Modem oder ISDN . Das System eigne sich ideal für die Nutzung der neuen
breitbandigen Internet- und Digital-TV-Angebote , heißt es weiter . Die Partner
wollen DVB-RCS-Geräte nicht nur Unternehmen und Institutionen anbieten , sondern
auch Endverbraucher ansprechen und so den Marktanteil der
Satelliten-Kommunikation im Bereich breitbandiger Multimedia- und
Datenanwendungen deutlich erhöhen . Im Rahmen der Partnerschaft soll Nera die
komplette technische Infrastruktur für DVB-RCS entwickeln und an Eutelsat
liefern - inklusive der notwendigen Hubs und Endgeräte . Eutelsat will
Satellitenkapazitäten , technisches Know-how und Marktkenntnisse einbringen .
Mit ersten Tests der neuen Technik wollen die Partner in den kommenden Monaten
beginnen . Akku zum Aufziehen Das britische Unternehmen Freeplay Energy - auf
der Insel bereits durch seine aufziehbaren Akkus für Koffer-Radios oder
Taschenlampen bekannt - will zusammen mit dem Handy-Hersteller Motorola sein
erstes tragbares Ladegerät für Mobiltelefone auf den Markt bringen . Damit
ausgerüstet , soll man den im Handy eingebauten Akku fernab von Steckdosen durch
einige Kurbelumdrehungen so weit aufladen können , dass man einige Minuten
telefonieren kann - sofern eine Netzversorgung gegeben ist . 30 Sekunden kurbeln
soll für rund sechs Minuten fernsprechen genügen , heißt es . Internet per
TV-Kabel in Rostock In Rostock ist am heutigen Dienstag der Startschuss für ein
Breitband-Internet-Projekt gefallen . Maximal rund 54.000 Haushalte der
Hansestadt können für eine monatliche Pauschalgebühr von 79 Mark einen schnellen
Internet-Anschluss über das Kabel-TV-Netz nutzen . Darin ist die Mietgebühr von
20 Mark für ein spezielles Modem enthalten , das über den TV-Kabelanschluss
Kontakt zum Internet hält . Der Zugang versteht sich als Always-online-Dienst ,
der zum Beispiel E-Mail-Empfang rund um die Uhr ermöglicht . Details über
Datenraten oder etwaige inklusive angebotene Dienste nannte der Anbieter nicht .
Angeboten wird das Internet-Projekt vom Rostocker Unternehmen Urbana Teleunion ,
einem Beteiligungsunternehmen der Tele-Columbus-Gruppe , und sechs Rostocker
Wohnungsunternehmen . Die Tele-Columbus-Gruppe gehört zu den größten bundesweit
operierenden Kabelnetzbetreibern . Kastriertes Elsa-Modem auch bei AOL Nach
Teldafax bietet nun auch AOL ein " subventioniertes " Elsa-Modem an , das in der
Fabrikeinstellung auf 14,4 kBit/s gebremst ist . Die volle V.90-Geschwindigkeit
von bis zu 56 kBit/s erreicht es erst nach Freischaltung mit einem Code , den
der Käufer nur erhält , nachdem er zusätzliche Bedingungen erfüllt hat . Viele
Kunden fühlten sich durch die Teldafax-Offerte irregeführt und übten heftigen
Kritik , weil der Pferdefuß ihnen beim Kauf nicht klar gewesen war ( siehe
Bericht in der aktuellen c't-Ausgabe 23/99 , S. 23 ) . Den Protest hat sich Elsa
anscheinend zu Herzen genommen und nun ein etwas günstigeres Angebot geschnürt :
AOL-Neueinsteiger bekommen das Elsa-Modem für 79 Mark , wenn sie sich für ein
Jahr zur AOL-Mitgliedschaft verpflichten , die monatlich mit 9,90 DM zu Buche
schlägt . Ferner zahlt der AOL-Surfer je Online-Minute 3,9 Pfennig sowie pro
Verbindungsaufbau 6 Pfennig . Ohne " Subvention " bekommt man das MicroLink 56K
basic für 139 Mark . Der Kunde soll jedoch bei AOL den Freischaltcode direkt
nach der Anmeldung erhalten und nicht erst nach zweijähriger Vertragslaufzeit ,
wie bei dem Teldafax-Angebot . Der Wortlaut sei nun klarer und die Beschriftung
größer , sagte Elsa-Pressesprecher Oliver Schwartz . Mobilcom startet Offensive
in Ortsnetz und Internet Die Telefongesellschaft Mobilcom hat eine Offensive in
den Geschäftsfeldern Ortsnetz und Internet angekündigt . Ein Bündel von
Maßnahmen soll höhere Gewinne einfahren . Einen MobilCom-Anschluss soll man
zunächst in Hamburg und im nächsten Jahr in knapp 20 weiteren deutschen Städten
erhalten können . Die Grundgebühr werde 38 DM monatlich betragen und der Preis
je Gesprächsminute im Ortsnetz fünf Pfennig , teilte Schmid mit . " In diesen
Städten fällt fast die Hälfte des gesamten Telefonverkehrs an und wir wollen im
nächsten Jahr 400.000 bis 500.000 Kunden gewinnen " , sagte Schmid . Schmid
setzt auf ISDN und noch fortschrittlichere Technik und hält analoge Anschlüsse
für ein auslaufendes Modell . Neue Telefontarife von CNS und Arcor Zwei weitere
Telekom-Konkurrenten präsentieren ihre Tarife kurz vor Öffnung des
Telefonmarktes . CNS , ein Zusammenschluß der Energie Baden-Würtemberg AG sowie
der Swisscom AG , möchte die Vieltelefonierer im Südwesten Deutschlands
erreichen . Während der Geschäftszeiten berechnet die Firma für Gespräche
innerhalb Baden-Würtembergs nur 18 Pfennig pro Minute ( 10,80 pro Stunde ) . Die
Telekom berechnet für ein einstündiges Gespräch nach dem am ehesten
Vergleichbaren Regio-200-Tarif rund 33,23 DM . Ein weiteres Highlight : Für
Auslandsgespräche in die Schweiz verlangt CNS den gleichen Tarif wie für
Ferngespräche , der sich mit 38 Pfennig pro Minute ( 22,80 DM je Stunde )
ebenfalls sehen lassen kann . Bei einem Ferngespräch zwischen 9 und 12 Uhr
ergibt das eine Ersparnis von rund 36 Prozent gegenüber den aktuellen
Telekom-Tarifen . Bei Gesprächen in die Schweiz lassen sich sogar rund 60
Prozent sparen . Der Nachteil : Zielgruppen des Angebots sind kleine und
mittlere Unternehmen , Handwerksbetriebe und Selbständige . Das Angebot für
Privatkunden soll laut CNS erst im 1. Quartal 98 folgen . Ihre Preise bei
Ferngesprächen liegen vormittags um rund 15 Prozent niedriger als die der
Telekom . Nachmittags schmilzt der Preisvorteil auf unter 5 Prozent . Gespräche
unter 50 Kilometern Entfernung kosten nach dem taktbasierten Tarif von Arcor
immerhin 42 Prozent weniger . Für Vieltelefonierer bietet Arcor gestaffelte
Rabatte . Wer für mehr als 75 DM monatlich telefoniert , spart bei
Ferngesprächen 5 Prozent , ab 150 Mark Umsatz zahlt man 10 Prozent und ab 300 DM
15 Prozent weniger . Ralf Hüskes Mehr Rechte für Telefonkunden Am Dienstag hat
das Bundeskabinett eine Kundenschutzverordnung für Telefonkunden beschlossen ,
die vom Bundestag noch verabschiedet werden muß . Der Anlaß : Am 1. Januar 1998
fällt auch das letzte Monopol der Telekom , und eine Reihe alternativer Anbieter
steht in den Startlöchern , um öffentliche Sprachübermittlung anzubieten .
Einige Fragen des Kundenschutzes waren jedoch bisher ungeklärt . Die neue
Verordnung sichert den Telefonkunden das Recht auf Beibehaltung der alten
Telefonnummer und auf den Eintrag in ein allgemein zugängliches Telefonbuch zu .
Außerdem kann man verlangen , nur eine Rechnung zu erhalten , egal wie viele
Anbieter man nutzt . Künftig müssen Telefongesellschaften den
Einzelverbindungsnachweis unentgeltlich zusenden . Die Gebühr von 19 Mark , die
die Telekom für die Einrichtung dieses Dienstes erhebt , fällt weg . Gegenüber
c't begrüßte die Telekom die Verordnung . Mit ihr werde vieles gesetzlich
geregelt , was die Telekom bereits in ihrer Gebührenordnung vorweggenommen habe
. Zur Zeit führt die Telekom Verhandlungen mit der Konkurrenz unter anderem über
gemeinsame Abrechnungsverfahren . Christiane Schulzki-Haddouti
Breitband-Mobilfunk : Auch Sony dabei Die japanische Sony Corporation ist dem
UMTS-Konsortium beigetreten . Der Verbund , der an Verfahren für die nächste
Generation der Mobiltelefonie arbeitet , bestand bisher aus den Firmen Alcatel ,
Bosch , Italtel , Motorola , Nortel und Siemens . UMTS ( Universal Mobile
Telecommunications System ) soll einen fließenden Übergang vom aktuellen
Mobilfunkstandard GSM zum Breitband-Mobilfunk ermöglichen . WAP wird ins Web
integriert Das World Wide Web Consortium ( W3C ) und das Wireless Application
Protocol Forum ( WAP-Forum ) wollen künftig bei der Entwicklung der nächsten
Generation von XML-basierten Spezifikationen zur Integration drahtloser Geräte
ins WWW eng zusammenarbeiten . Im ersten Schritt soll die bei WAP verwendete
Wireless Markup Language ( WML ) in den XHTML-Standard des W3C integriert werden
. Tim Berners-Lee , Direktor W3C sagte : Ein gemeinsames Koordinationskomitee
soll nun regelmäßig für Abstimmung unter den Konsortien sorgen . E-Plus und
Tesion kooperieren Der Mobilnetzbetreiber E-Plus und Tesion , regionaler
Festnetzanbieter in Baden-Württemberg , wollen ab 1. Februar 2000 kooperieren .
Über diese Zusammenarbeit möchte der Mobilnetzbetreiber E-Plus sein Angebot für
Geschäftskunden im Festnetzbereich ausbauen . Tesion wird zusätzlich zum eigenen
Angebot Mobilfunkprodukte wie Handy-Verträge , Endgeräte und Zubehör von E-Plus
vertreiben . Auch sollen Geschäftskunden spätestens ab Juli eine gemeinsame
Rechnung für Festnetz- , Internet- sowie Mobilfunkdienste erhalten . In einem
weiteren Schritt wollen die neuen Partner ihren Kunden gemeinsame Produkte
anbieten , etwa spezielle Tarife für Verbindungen vom E-Plus- ins Tesion-Netz
oder Unified Messaging , den elektronischen Briefkasten für E-Mails , Faxe und
Telefonanrufe . Mit der Tesion-Kooperation vollzieht sich nun das , was man
eigentlich schon von den ehemaligen Schwestern E-Plus und O.tel.o erwartet hatte
. Nach Einschätzung von Charles Fränkl , E-Plus Geschäftsführer für den Bereich
Businesskunden , ist die Zusammenarbeit mit Tesion nur ein erster Schritt .
E-Plus stehe mit weiteren regionalen wie lokalen Festnetzanbietern in
Verhandlungen . Vodafone plant Internet-Plattform Der britische
Mobilfunkbetreiber Vodafone will im Juli einen globalen Internet-Dienst für
Mobilfunkkunden starten . In einer Erklärung von heute heißt es , Vodafone wolle
damit zum " weltweiten Marktführer im mobilen Multimedia-Bereich " aufsteigen .
Vodafone-Chef Chris Gent nahm gleichzeitig die Gelegenheit wahr , erneut um die
Mannesmann-Aktionäre zu werben : Computerspiele und Flugbuchungen sollten ebenso
angeboten werden wie der Aktienhandel . Der Mitteilung zufolge gehören unter
anderem die Firmen Sun Microsystems , IBM , Palm Computing sowie Ericsson und
Nokia zu den künftigen Partnern der globalen Internet-Plattform . Dieser Bereich
biete " die größten Wachstumschancen dieses Jahrzehnts " , heißt es weiter .
Vodafone habe auf dem Mobilfunkmarkt weltweit einen " unschlagbaren Marktanteil
" . Der potenzielle Kundenstamm würde bei 510 Millionen liegen . Die vorgelegten
Zahlen dürften den Aktionären kaum imponieren . Viele Mobilnetzbetreiber bieten
ähnliche Internet-Dienste bereits heute an , und Mannesmann hat erst Ende 1999
seinen mobilen Bereich um den WAP-Standard erweitert ( Wireless Application
Protocol ) . WAP unterstützt nicht nur Dienste wie Flugbuchungen und
Aktienhandel sondern auch E-Mail-Kommunikation , Kontoführung inklusive
Überweisungen , Einkaufen per Handy und anderes mehr . Marktanalyse : Mobile
Explorer wird dominieren Microsofts Micro-Browser für Handys , der Mobile
Explorer , wird sich anders als Windows CE bei Internet-Handys und anderen
Geräten für den mobilen Internet-Zugang durchsetzen . Dies geht aus Studien der
Marktforscher der Giga Information Group hervor . Diese Funktionen und die
Markt-Macht von Microsoft und seinem Partner Ericsson könnte dem bisherigen
Marktführer bei Micro-Browsern , Phone.com , erheblich zusetzen , urteilt Giga .
" Es ist nicht auszuschließen , dass Phone.com bei WML-Browsern ähnlich wie
Netscape bei HTML-Browsern von Microsoft sozusagen an die Wand gedrückt wird " ,
meint Giga-Analyst Carl Zetie . Dann würde künftig zwar nicht in jedem
Internet-Handy ein Windows-Betriebssystem stecken , aber 90 Prozent der Geräte
hätten ein Logo des Microsoft Explorer auf dem Display . Telefonnetze : Lucent
will Ascend Mit dem Kauf könnte Lucent seine Position als führender Lieferant
von Großanlagen für Telefongesellschaften ausbauen und große Mitbewerber wie die
kanadische Northern Telecom oder die Münchner Siemens deutlicher auf die Plätze
verweisen . Surf-Handy von Siemens Das Wireless Application Protocol WAP - die
Basis für den mobilen Internet-Zugang per Handy - findet allmählich konkrete
Umsetzung . Nachdem Siemens bereits im letzten Jahr meldete , WAP zu
unterstützen , kündigt das Unternehmen nun noch für dieses Jahr sein erstes
Handy mit Internet-Funktion an . Siemens will von der zweiten Jahreshälfte an
einige Handy-Modelle ab rund 800 Mark mit einem Micro-Browser des
US-Unternehmens Unwired Planet ausstatten . Dann erwartet man auch die ersten
Anwendungen , die an die kleinen Handy-Displays angepaßt sind . Weitere
Internet-Handys kann man von den übrigen WAP-Protagonisten erwarten . Darunter
sind Marktführer Nokia sowie Ericsson , Motorola und Alcatel . Letzte Meile :
Kartellamt rügt Regulierer Zunächst hagelte es wegen der Höhe der Anschlußmiete
für die letzte Meile Kritik von betroffenen Telefongesellschaften und
unabhängigen Fachleuten . Nun muß die Regulierungsbehörde für Telekommunikation
und Post auch eine Rüge vom Kartellamt hinnehmen - sie informierte das
Kartellamt erst sehr spät über die Höhe der Anschlußmiete , berichtet die
Berliner Zeitung . Das werfe die Frage auf , ob der im Gesetz vorgeschriebenen
Möglichkeit zur Stellungnahme wirklich Genüge getan wurde , meinte Wolf . Die
deutliche Preisdifferenz zwischen der Anschlußmiete von 25,40 DM und der
Grundgebühr von 21,39 DM schaffe für die Telekom-Konkurrenten einen
Wettbewerbsnachteil : " Wir haben die Regulierungsbehörde darauf hingewiesen ,
daß die Telekom ihre eigenen Kunden nicht besser behandeln darf als die
Wettbewerber . " Daß diese nun den Weg vor die Gerichte suchen wollen ,
überrasche nicht . Briten dürfen als erste mobil surfen Kunden des britischen
Mobilfunkanbieters Cellnet werden demnächst per Handy im Internet surfen können
. Motorolas Geschäftsbereich Funktelefonnetze liefert Netzbausteine mit der
GPRS-Technik ( General Packet Radio Services ) . GPRS ermöglicht
paketvermittelte Datenübertragung in GSM-Netzen mit variablen Übertragungsraten
von bis zu 115,2 Kilobit pro Sekunde . Die Implementierung der neuen
GPRS-Technologie , die man auch in Deutschland in diesem Jahr erwartet , ist ein
wichtiger Schritt auf dem Weg zu UMTS ( Universal Mobile Telecommunications
Systems ) . UMTS ist die dritte Generation von Mobilfunkstandards , und wird ab
der Jahrtausendwende Transferraten von bis zu 2 MBit/s bieten . Im Gegensatz zu
Wählverbindungen , die für Datentransfers ständig aufgebaut sein müssen ,
benutzt die paketvermittelte Übertragung das Netzwerk nur , wenn Daten zu
befördern sind . GPRS wird zum ersten Mal Internet-Funktionalität in
GSM-Netzwerken ermöglichen . 230-Volt-Leitungen für die letzte Meile Nach
Nor.Web und Siemens meldet nun auch der Energieversorger RWE , ein System zur
Datenübertragung über das 230-Volt-Netz entwickelt zu haben . Die gemeinsam mit
dem Schweizer Unternehmen Ascom entwickelte PLC-Technik ( Powerline
Communication ) soll wie die Siemens-Lösung Sprachverkehr ermöglichen . RWE
könnte damit ihre Kunden über eigene Ortsleitungen an das Telefonnetz
anschließen und müßte die Leitungen nicht von der Telekom mieten . Die
Leitungsmiete hat die Regulierungsbehörde kürzlich auf 25,40 DM festgelegt .
Betroffene Telekom-Konkurrenten , aber auch viele unabhängige Experten
befürchten , daß der Wettbewerb im Ortsbereich dadurch eingeschnürt wird . Auf
der anderen Seite dürfte die hohe Miete aber zusätzlicher Anreiz gewesen sein ,
die Entwicklung alternativer Zugangstechniken zum Telefonnetz voranzutreiben .
Das ausgedehnte Stromnetz der RWE erhält mit der PLC-Technik einen zusätzlichen
Stellenwert , denn künftig will RWE auf dieser Basis nicht nur Telefonie ,
sondern auch Highspeed-Internet-Zugänge und Geräteüberwachung anbieten , zum
Beispiel die Kontrolle von Kühlanlagen über das Internet . Über die Töchter
Rheinelektra Technik und SAG plant der Konzern außerdem " intelligente Lösungen
" für Gebäudemanagement und Heimautomation . Im Telekommunikationsbereich
engagiert sich der Energiekonzern mit der Tochter RWE Telliance . Ascom und RWE
wollen ihre PLC-Lösung anläßlich der CeBIT auf dem Stand von Ascom ( Halle 17 ,
Stand A38 ) und dem Technologiestand Schweiz ( Halle 16 , Stand D45 ) gemeinsam
vorstellen . Behörde lehnt Zusammenschaltung von Breitbandnetzen ab Die Deutsche
Telekom muss den Datenverkehr ihrer T-DSL-Anschlüsse nicht in die ATM-Netze
ihrer Konkurrenten durchleiten . Einen entsprechenden Antrag der
Telefongesellschaft Talkline aus Elmshorn wies die Regulierungsbehörde für
Telekommunikation und Post ( RegTP ) zurück . T-DSL-Kunden bleiben weiterhin an
T-Online als einzigen Internet-Provider gebunden , allenfalls können sie einen
der T-DSL-Wiederverkäufer wählen . Talkline forderte , dass T-DSL-Kunden im Wege
von ATM-Netz-Zusammenschaltungen einen Internet-Provider frei wählen dürfen .
Martin Ortgies , Pressesprecher der Talkline , sagte in einem Gespräch mit heise
online , dass sein Unternehmen die gegenwärtige Regulierung im Telefonmarkt auf
den DSL-Markt übertragen wollte . Ortgies weiter : Ganz anders hat die Behörde
jedoch zu Beginn der Liberalisierung in einer ähnlichen Situation entschieden :
Nach dem heise online vorliegenden Beschluss listet die Behörde gleich mehrere
Gründe für ihre Ablehnung auf . Für solche Erweiterungen sieht die Behörde
jedoch keine gesetzliche Grundlage ; eine Pflicht zur Zusammenschaltung von
Netzen , die auch einen Netzausbau rechtfertigen würde , sei gesetzlich nicht
gegeben . Dies gelte lediglich für den Sprachverkehr , nicht jedoch für
Breitband-Datendienste . Ferner stellt die RegTP fest , dass die im Antrag
formulierten Forderungen darauf hinauslaufen würden , dass der Kunde kein
T-DSL-Produkt mehr hätte - denn dann stünde ja nicht mehr das ATM-Netz der
Telekom mit seinen eigenen T-DSL-prägenden Merkmalen zur Verfügung , sondern das
anders gestaltete ATM-Gegenstück der Antragstellerin Talkline oder das eines
Mitbewerbers . Aufhorchen lässt , dass die Telekom während der Verhandlungen
erklärte , eine " breitbandige Verkehrszuführung für IP-Plattformbetreiber " zu
planen . So erscheint immerhin eine für den Surfer wünschenswerte
Netzzusammenschaltung auf IP-Ebene denkbar . Der PC als Digital-Fernseher Die in
Braunschweig ansässige Firma Pinnacle Systems bringt mit PCTV Sat eine
TV-Tuner-Karte für digitales Fernsehen ( Digital Video Broadcasting , DVB ) auf
den Markt . Dadurch ermöglicht die Karte nicht nur die Aufnahme digitaler
Sendungen , sondern auch das zeitversetzte Betrachten eines Fernsehprogramms .
Der Tuner empfängt die derzeit etwa 350 freien digitalen Sender über Astra- und
Eutelsat-Satelliten . Schlüssel für kodierte Programme wie Premiere unterstützt
die Karte jedoch nicht . Zur Dekomprimierung der Sendung braucht es mindestens
einen mit 400 MHz getakteten Pentium II . Die PCTV Sat soll im Oktober zu einem
empfohlenen Verkaufspreis von 349 Mark auf den Markt kommen . DVB-Karten sind
konzeptbedingt gegenüber den analogen TV-Tuner-Karten im Vorteil , denn der
DVB-Datenstrom liefert das Fernseh- oder Radio-Signal bereits digital und
komprimiert auf dem PC an . Rainald Menge Nach Berichten von T-Online-Anwendern
ist der Zugang zum Online-Dienst der Deutschen Telekom im Raum Mannheim gestört
. Die Einwahl-Router nehmen seit dem heutigen Freitag Morgen 8.00 Uhr keine
Anrufe an , heißt es . Die Telekom-Hotline meldete zwar , dass "
Server-Ausbauarbeiten im Gange " seien , doch laut Telekom-Pressesprecher Walter
Genz handelt es sich um einen " Server-Ausfall großer Wirkbreite " - es seien
mehrere Orte betroffen . Seit 13 Uhr sei der Fehler allerdings behoben ,
erklärte Genz . Ursache sei ein Softwarefehler eines Routers in Offenburg
gewesen . PC-Card für drahtlose Datenübertragung Von Nova Media , Berlin ,
stammt die erste PC-Card für die Datenübertragung im Mobilfunk , die unter 500
Mark kostet ( http://www.novamedia.de ) . Der Hayes-kompatible Befehlssatz
schafft Anbindung zu gängigen Kommunikationsprogrammen , spezielle GSM-Treiber
werden nicht benötigt . Im Datenmodus lassen sich derzeit zwar GSM-seitig nicht
mehr als 9600 Bit/s übertragen , aber die GSM-Only ist auch für die 1998
kommende Erweiterung auf 38.400 Bit/s gerüstet . Ein Flash-EPROM sichert weitere
Update-Fähigkeit . Als reine PC-Version für Windows 3.x , 95 , NT sowie CE soll
die Karte zum Preis von 399 Mark erhältlich sein . Die Multiplattform-Variante (
auch für Macintosh und Newton ) kostet 30 Mark mehr . Gleichzeitig senkt der
Anbieter die Preise der GSM-Ready-Modelle um 15 Prozent . Die 33.6er-Version
kostet jetzt 829 Mark , die 14.4er 549 Mark . AOL-gesponsortes Modem wählt erst
nach Freischaltung Vielmehr macht es vor der Eingabe des Freischaltcodes gar
keinen Mucks , wie Elsa jetzt mitteilte . Elsa hatte die Freischaltung " zur
vollen Funktionalität " des AOL-Modems zunächst in analoger Weise beschrieben
wie bei einem gleichfalls gesponsorten Teldafax-Angebot , das in der
Fabrikeinstellung auf maximal 14,4 kBit/s eingeschränkt ist ( siehe c't 23/99 ,
S. 23 ) . Faktisch geht das Modem ohne Freischaltung gar nicht erst an die
Leitung , kann also kein Trägersignal finden . Speedway schneller als T-DSL Die
Telefongesellschaft QS Communications , QSC , will mit ihrem " Speedway "
genannten Dienst in Köln ab Ende November Highspeed-Leitungen mit bis zu 2,3
MBit/s anbieten . Ein Internet-Zugang ist damit allerdings noch nicht verbunden
; QSC liefert lediglich die " rohe Datenrate " , die auf einer US-amerikanischen
Variante der sogenannten SDSL-Technik basiert ( Symmetric Digital Subscriber
Line ) . Die Internet-Dienste erhält man von einem der QSC-Partner zu dessen
Konditionen . Praktisch : Speedway-Anwender sind " always on " - man verfügt
über eine Standleitung zum Internet . Doch Surfen ist nicht die einzige
Anwendung für Speedway . Wie die inzwischen veraltete HDSL-Technik eignet sich
SDSL auch für LAN-Kopplung , Bewegtbildübertragung , Telelearning oder Web
Hosting . SDSL stellt wie der T-ISDN-DSL-Dienst der Telekom eine digitale
Teilnehmeranschlußleitung dar . Während T-DSL jedoch asymmetrisch arbeitet , mit
1,5 MBit/s beim Empfang und nur 160 kBit/s in Senderichtung , überträgt SDSL in
beiden Richtungen gleich schnell . Die Bandbreiten und Preise im Einzelnen : QSC
will bis Ende kommenden Jahres in insgesamt 40 deutschen Städten an den Start
gehen und hat kleine und mittlere Unternehmen im Visier . Im Dezember sollen
zunächst München und Berlin hinzukommen , im ersten Quartal nächsten Jahres
Hamburg , Hannover , Essen , Aachen und weitere Städte . Hagenuk kann auf
Rettung hoffen Zumindest die Hälfte der Mitarbeiter könnte weiterhin beschäftigt
werden , wenn zwei interessierte Investoren wie geplant mit Finanzspritzen in
zweistelliger Millionenhöhe einsteigen . Damit wäre die Produktion und
Entwicklung von ISDN-Endgeräten auch künftig gewährleistet . Die Entscheidung
soll noch vor Jahresende fallen . Highspeed-Anschluss - Telefonieren inklusive
Der Hamburger Firma Mediascape Communications , eine Tochtergesellschaft von
Emprise Management , bietet für Geschäftskunden unter dem Namen DataAirways
erstmals einen Funkanschluss für das Internet , der bis zu 155 Megabit pro
Sekunde befördert . Obendrein ist der Sprachdienst innerhalb des
Mediascape-Netzes kostenlos , erklärte das Unternehmen in einer Pressemeldung
von heute . Zwar feiert das Unternehmen den Dienststart als " sensationellen
Durchbruch in der Richtfunk-Technik " , doch stammt die Systemausstattung
keineswegs komplett von den Hamburgern ; zumindest die Technik für die
Sprachübertragung liefert der US-Kommunikationsspezialist Cisco . DataAirways
sei 2325 mal schneller als ISDN , abhörsicher und wetterunabhängig , so
Mediascape weiter . Besonders interessant erscheint DataAirways aber deshalb ,
weil das Telefonieren innerhalb des Mediascape-Netzes keine weiteren Kosten
verursacht . Damit bewahrheiten sich die Voraussagen von Experten , nach denen
der Sprachdienst angesichts drastisch zunehmenden Datenverkehrs zunehmend
unbedeutend und deshalb so " kostenlos " wird wie etwa die Benutzung von
Autostraßen . Der erste Kunde , der die 155-MBit/s-Technik nutzt , ist die
HypoVereinsbank München . Peripherieanschlüsse : Datenfunk statt Kabel Geht es
nach der Bluetooth Special Interest Group , wird man Peripheriegeräte wie
Drucker , Handys oder Digitalkameras bald schon per Datenfunk mit PC oder
Notebook koppeln . Die Bluetooth-Gruppe zählt bereits über 500 Mitgliedsfirmen .
Die Demonstration soll auf dem Stand von Intel zu sehen sein ( H13/C31 ) .
Weitere Informationen über die Technologie gibt es bei den übrigen Gründerfirmen
IBM ( H1/4G2 ) , Ericsson ( H17/B31 , H26/D68 ) , Nokia ( H26/E68 ) , Toshiba (
H1/6H2 ) . Nokias Handy-Höhenflug gebremst Der weltgrößte Handyhersteller Nokia
hat heute Nachmittag die Finanzmärkte mit einer Gewinn- und Absatzwarnung
überrascht . Der finnische Branchenprimus veröffentlichte eine sogenannte
Gewinnwarnung mit deutlich niedrigeren Erwartungen für das zweite Quartal .
Demnach erwartet das Unternehmen nur noch ein Umsatzplus von " knapp unter zehn
Prozent " statt der bisher erwarteten 20 Prozent . Der Pro-forma-Ertrag je Aktie
soll sich daher nur noch zwischen 0,15 und 0,17 Euro statt der zuvor
prognostizierten 0,20 Euro bewegen . Als Folge der Gewinnwarnung stürzten die
Nokia-Aktienkurse auf den wichtigsten Börsen zeitweilig um 20 Prozent auf rund
27 Euro ab . Wie Konzernchef Jorma Ollila in Helsinki bekanntgab , erwartet
Nokia in diesem Jahr nur ein " sehr bescheidenes " Wachstum des globalen
Handymarkts . Der Ausblick für das zweite Halbjahr werde durch den
Marktabschwung nachteilig beeinflusst , sagte Ollila . Nach seiner Meinung wird
jedoch das Wachstum der Handysparte in der zweiten Jahreshälfte wieder anziehen
. Dennoch wird das Unternehmen seine Prognose auch für die zweite Jahreshälfte
revidieren und diese zusammen mit den Quartalsergebnissen am 19. Juli
veröffentlichen . Nokia hatte zuvor bereits die Straffung ihrer Strukturen
bekannt gegeben , dazu auch Pläne zur Reduzierung von Produktionskapazitäten für
Handys in Bochum und im US-Bundesstaat Texas genannt . In Frankfurt fiel die
Aktie von Epcos nach der Ankündigung Nokias um annähernd sechs Prozent , die
Titel von Siemens verloren über vier Prozent . Gericht verbietet Guthabenverfall
bei Telefonkarten Die Deutsche Telekom darf ihre Telefonkarten mit begrenzter
Gültigkeitsdauer bei Fristablauf nicht ersatzlos verfallen lassen . Mit diesem
Urteil gab der Bundesgerichtshof ( BGH ) heute einer Klage der
Verbraucherschutzzentrale Baden-Württemberg statt , die den automatischen
Verfall des Guthabens auf Telefonkarten der Deutschen Telekom nach 39 Monaten
kritisiert hatte . Nach den Worten des BGH bedeutet der ersatzlose Verfall eines
bei Fristablauf noch vorhandenen Guthabens eine " unangemessene Benachteiligung
" des Kunden . Dies sei mit dem Gesetz über die Allgemeinen Geschäftsbedingungen
( § 9 AGBG ) nicht vereinbar . Die von der Telekom angeführten Gründe könnten
allenfalls die zeitliche Beschränkung der Kartennutzung rechtfertigen . Die
Telekom hatte geltend gemacht , die Einführung neuer Techniken und die
Bekämpfung des Kartenmissbrauchs mache eine Limitierung erforderlich . Diese
Risiken reichen nach Ansicht des BGH jedoch nicht aus . Zwar akzeptierte das
Gericht die von den Bonnern angeführten Gründe , doch diese könnten allenfalls
nur die zeitliche Beschränkung rechtfertigen , nicht aber den damit verbundenen
Verfall der Guthaben . Auch das Oberlandesgericht Köln hatte der
Verbraucherzentrale Recht gegeben , wenn auch mit anderer Begründung . Der
Telekom-Anwalt Achim Krämer hatte in der mündlichen Verhandlung heute auf die
Kosten hingewiesen , die eine Rückerstattung verursachen würde . Der Anwalt der
Verbraucherschutzzentrale , Joachim Kummer , argumentierte damit , dass mit der
Verbreitung des Handys Telefonkarten häufig nur noch im Notfall eingesetzt und
deshalb über einen längeren Zeitraum benutzt würden . Sprechen Sie nach dem
Pieps : Voicemailbox im Web Das Berliner Snafu-Projekt ( http://www.snafu.de )
von Interactive Networx stellt ab sofort einen neuen Internet-Zusatzdienst für
seine Nutzer zur Verfügung . Derzeit kostenlos für die Dauer eines Monates
können Interessierte die Voicemailbox dial.SNAFU testen . Der Ansagetext ist
frei konfigurierbar . Mitteilungen über eingegangene Nachrichten gibt das System
dem Nutzer per Email bekannt , sogar eine Weiterleitung der Email als SMS zum
persönlichen Handy ist möglich . Der Abruf der Nachrichten kann von jedem
Tonwahl-Telefon aus erfolgen . In Kürze wird man sogar Audiofiles mit einem PC
vom Snafu-Web-Server herunterladen können . In Berlin , Hamburg und Hannover
kann man die Mailbox zum Ortstarif anrufen , weitere Städte sollen folgen .
Mobilcom ordert UMTS-Netztechnik Die Büdelsdorfer Telefongesellschaft Mobilcom
will sich mit dem Aufbau ihres UMTS-Netzes beeilen . Den Namen des Lieferanten
nannte Mobilcom nicht . Vertragsgegenstand sind neben dem Aufbau des
UMTS/Multimedia-Netzes die Entwicklung von Diensten sowie Hardware- und
Softwareanwendungen . Der Lieferant gewährleiste den UMTS-Netzstart für Mobilcom
bis Mitte 2002 , meldet das Unternehmen . Daher erwartet man , dass das Netz nun
früher als zu Beginn der UMTS-Planung fertig wird . Auch sei durch den
gemeinsamen Einkauf mit France Telekom der Preis erheblich günstiger ausgefallen
als im Geschäftsplan vorgesehen . Kabelschaden stört Viag-Interkom-Netz Wegen
eines Schadens durch Baggerarbeiten sind am heutigen Donnerstag im
Viag-Interkom-Telefonnetz im Raum Niedersachsen Störungen zu verzeichnen . So
können sich Mobiltelefone des Netzbetreibers teilweise nicht einbuchen oder sind
trotz scheinbar erfolgreichem Einbuchen nicht zu erreichen . Auf Nachfrage der
c't erklärte Unternehmenssprecher Michael Rebstock , dass der Kabelschaden gegen
16.00 Uhr behoben worden sei . Auch handele es sich um nur teilweise
Behinderungen , da zumindest ein Teil des Netzverkehrs über Ersatzleitungen
geleitet werde . Technikern des Unternehmens zufolge solle die Nachwirkung der
Kabelunterbrechung bis 17.30 Uhr beseitigt sein ; ab dann könne man wieder
Mobiltelefonate führen , so Rebstock . Längstes Glasfaserkabel der Welt in
Betrieb FLAG , das erste rein privat finanzierte Glasfaser-Seekabel , verbindet
Großbritannien über das Rote Meer mit Hong Kong und Japan . Mit einer Bandbreite
von 10 Gigabit pro Sekunde wurde es bereits vor seiner Inbetriebnahme als
unterdimensioniert kritisiert . Hohe Kapazitäten werden aufgrund des Anstiegs
des Internetverkehrs vor allem im transatlantischen Datenverkehr benötigt . Im
Gegensatz zum Bedarf konnte das FLAG-Konsortium bis jetzt aber erst 6 bis 7
Prozent der Kapazität an die Telefongesellschaften verkaufen . Unter anderen
haben Cable & Wireless , AT&T und MCI Anteile erworben . Die Deutsche Telekom
engagiert sich hingegen im konkurrierenden Seekabel-Projekt SE-ME-WE 2 . Jetzt
interessieren sich einige Satellitengesellschaften für Gateways zwischen FLAG
und ihren eigenen Netzwerken . Christiane Schulzki-Haddouti Mobil telefonieren
auf fremde Kosten Anscheinend geht es doch : Dr. Ross Anderson und seine
Mitarbeiter an der Cambridge University behaupten , man könne auf Kosten anderer
im digitalen Mobilfunknetz GSM telefonieren . Der Trick besteht aus zwei Teilen
. Zunächst benötigt man die IMSI ( International Mobile Subscriber Identity ) .
Das ist ein Datenblock , den ein Handy während der Einbuchung in ein
Mobilfunknetz sendet . Dieser Block läßt sich zum Beispiel mit sogenannten
IMSI-Catchern auffangen . IMSI-Catcher kann man im Fachhandel erwerben . Dabei
kann man eine anscheinend verbreitete Nachlässigkeit der Netzbetreiber ausnutzen
: Obwohl im GSM-Standard vorgesehen , wickeln manche Netze die Kommunikation
während der Fremdeinbuchung aus Bequemlichkeit nicht verschlüsselt ab . In
dieser Situation lassen sich weitere sensible Teile der Anmeldung abgreifen .
Mit den so gesammelten Daten , so die Wissenschaftler , lasse sich die komplette
Anmeldung auf fremde Kosten abwickeln . Einen detaillierten Beitrag zu diesem
Thema finden Sie in c't 16/97 . E-Plus wird Internet-Provider Der
Mobilnetzbetreiber E-Plus will noch in diesem Quartal einen eigenen
Internet-Provider-Dienst starten . Zu diesem Zweck kooperiert der Düsseldorfer
Mobilfunker mit Sun Microsystems und der Sun/Netscape-Allianz . Die Kooperation
werde den Grundstein für den Aufbau des Internet Service Providers " E-Plus
Online " legen , melden die Düsseldorfer Mobilfunker . Der Dienst , der sich auf
Sun-Hardware und Netscape-Server-Software stützt , ist als integriertes
Festnetz- und Mobilfunk-Portal geplant . Diese Plattform will E-Plus später auch
für geplante E-Commerce-Aktivitäten nutzen . Ericsson : Nur drei
Handy-Hersteller verdienen Geld Der schwedische Telefontechnik-Hersteller
Ericsson erwartet eine Konzentrationswelle bei den Herstellern von Handys . Von
den weltweit 25 bis 30 Handyproduzenten könnten nur die drei Marktführer Nokia ,
Motorola und Ericsson sowie möglicherweise Panasonic " wirklich Geld verdienen "
, sagte Ericsson-Chef Kurt Hellström heute dem Handelsblatt . Die übrigen
schrieben rote Zahlen . " Viele Hersteller werden nicht überleben , da sie
uninteressante Produkte und ein Warenzeichen ohne größeren Wert haben " , so
Hellström weiter . Sie würden deshalb über kurz oder lang " vom Markt
verschwinden oder aufgekauft werden " . Siemens-Handys hätten zwar in
Deutschland einen guten Stand , seien aber im Ausland kaum vertreten . Hellström
ließ unberücksichtigt , dass der japanische Elektronik-Riese Sony bisher nur
wenige Modelle für den Handy-Markt entwickelt hat . Sony plant jedoch auf
Grundlage des kürzlich lizenzierten PalmOS nicht nur elektronische Organizer zu
entwickeln , sondern will auch " eine Vielzahl von mobilen , drahtlosen und
telekommunikationsfähigen Consumer-Produkten " bauen . Große Bedeutung für
künftige Marktanteile und Überlebenschancen dürfte auch die Entwicklung von
WAP-tauglichen Handys haben . In diesem Segment , dem Marktanalysten ein steiles
Wachstum voraussagen , konnte noch kein Hersteller die hohe Nachfrage
befriedigen , geschweige denn eine Vorherrschaft erringen : WAP-Handys waren im
vergangenen Weihnachtsgeschäft heiß gefragt aber kaum zu haben . Talkline baut
Glasfasernetz Die Telekommunikationsgesellschaft Talkline investiert in den Bau
eines Glasfasernetzes . Es soll 2700 Kilometer lang sein und wichtige deutsche
Großstädte sowie Ballungsräume verbinden , teilte Talkline am Donnerstag in
Hannover mit . Das Netz soll in mehreren Abschnitten bis Ende 2000
fertiggestellt werden . Damit will Talkline die Abhängigkeit von Wettbewerbern
wie der Deutschen Telekom mindern , deren Netze das Elmshorner Unternehmen
bislang mangels eigener Infrastruktur anmietet . Die Investitionskosten wollte
Talkline nicht nennen . Die Vorteile des eigenen Glasfasernetzes sind laut
Talkline-Chef Kim Frimer eine bessere und zugleich billigere Übertragung . Es
ermögliche mehr als 31.000 Telefongespräche oder 125.000 Internetverbindungen
gleichzeitig . Auch integrierte internationale Sprach- und Datendienste seien
geplant . " Wir sind für den ständig wachsenden Datenhunger unserer Kunden
gewappnet " , sagte Frimer . Für den Bau des Netzes zeichnet das Hamburger
Unternehmen Bresler Trassenmanagement verantwortlich . Mannesmann : Ende der
doppelten Verbindungskosten Die Telefongesellschaft Mannesmann Arcor hat sich
mit der Telekom geeinigt und will fortan von den Surfern keine zusätzlichen
Verbindungsgebühren für die Durchleitung von Verbindungen zu T-Online erheben .
Das teilte Michael Peter , Pressesprecher von Mannesmann Arcor mit . Vielmehr
ziehe Arcor die Durchleitungskosten nunmehr von der Telekom ein , heißt es .
Möglicherweise hunderttausende Surfer wurden auf diese Weise doppelt zur Kasse
gebeten . Für Michael Peter liegt die Verwantwortung für die Doppelberechnung
bei der Telekom . Der ehemalige Monopolist habe Mannesmann nicht für die
Durchleitung bezahlen wollen , gleichwohl aber die Verbindungsgebühren von den
T-Online-Kunden erhoben . Peter empfiehlt den Surfern , die doppelt gezahlt
haben , die Gebühren von der Telekom zurückzufordern . Demgegenüber meint der
hannoversche Rechtsanwalt Thomas Feil , dass Mannesmann für die Kosten gerade
stehen muss . Obwohl seit April 1999 dopplete Gebühren angefallen sind , habe
Arcor seine Preselection-Kunden erst im Oktober darauf hingewiesen . Eine
Rückerstattung sei daher auf dem Wege des Schadensersatzes möglich .
Settop-Boxen mit Java und Windows CE Die Settop-Boxen sollen neben interaktivem
digitalen Fernsehen auch den Internetzugang sowie Internet-Telefonie ermöglichen
. Nach Angaben von TCI-Chef John Malone wurde Microsoft als Partner gewählt , da
die Firma in der technologischen Entwicklung für eine Konvergenz von PC und TV
bereits am weitesten sei . " Wir fühlen uns mit der Partnerschaft mit TCI wohl ,
da wir ihnen die fundamentale Technologie liefern , die all diese großartigen
Dinge ermöglicht , die sie gerne machen möchten " , kommentierte Microsoft-Chef
Bill Gates den Deal . Künftig soll das Microsoft-Betriebssystem Windows CE
friedlich neben der PersonalJava-Software von Sun in einer Settop-Box
koexistieren . Für TCI bilden beide " ein Betriebssystem , das
High-Quality-Video und Sound , aber auch neue interaktive Videodienste
ermöglicht " . Windows CE wurde bereits mit einem integrierten Support für
Internetinhalte und -technologie von Microsoft-Tochter WebTV Networks für eine
Fernsehumgebung entwickelt . Bis Ende 1998 soll Windows CE auch für den Einsatz
in den Settop-Geräten von TCI bereit sein . Noch ist unklar , auf welcher
Hardwareplattform die Geräte aufsetzen sollen . Als Lieferanten für die
Prozessoren kommen unter anderen Intel , Hitachi und NEC in Frage . Die
Herstellungskosten des Gerätes liegen voraussichtlich bei circa 300 US-Dollar .
Wenngleich TCI der größte amerikanische Kabelnetzbetreiber ist , einen
De-facto-Standard werden Sun und Microsoft nicht setzen . Christiane
Schulzki-Haddouti AT&T will ins Highspeed-Internet-Geschäft @Home bietet
professionellen Nutzern einen Highspeed-Internet-Zugang via TV-Kabelnetz .
Mittlerweile sickerten jedoch Pläne für die Übernahme der Teleport
Communications Group ( TCG ) durch . TCG bietet im Gegensatz zum
Ferngesprächsriesen AT&T nur lokale Telefondienste an und ist ferner über ein
Fünfjahres-Abkommen mit @Home liiert . @Home verfügt über Erfahrung im
Cable-Providing , und sein Kundenstamm umfaßt 200 Firmen . AT&T verfügt hingegen
über ein flächendeckendes Vertriebsnetz und würde durch den Deal seine
Marktposition nicht nur im lokalen Telefongeschäft , sondern auch im Internet
Service Providing verbessern . Die Kabelfernsehriesen TCI , Comcast und Cox
hielten bisher 66 Prozent an Teleport . Jetzt sollen sie dafür über einen
Aktientausch 10 Prozent an AT&T erhalten . Kabelbetreiber TCI , der gerade einen
spektakulären Deal mit Microsoft und Sun über die Entwicklung eines
Settop-Box-Betriebssystems abgeschlossen hat , hält 72 Prozent der Stimmrechte
bei @Home . Christiane Schulzki-Haddouti d-box-Programmierung offengelegt
Betaresearch , die Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft der Kirch-Gruppe ,
hat endlich das Application Programming Interface ( API ) für die d-box
offengelegt . Es war eine Forderung der EU , daß auch anderen Firmen die
Programmierung des proprietären Empfängers für digitale Fernsehprogramme
ermöglicht werden müsse . Ein Entwicklerkit der betanova genannten API soll
Software und Dokumentation für C/C++-Programmierer sowie eine d-box enthalten
und rund 30.000 Mark kosten . Betaresearch hofft nun , daß künftig Unternehmen
ihre eigene Anwendungs-Software , etwa elektronische Programmführer , Spiele und
interaktive Dienste für die d-box entwickeln und damit die Verbreitung des
digitalen Fernsehens in Deutschland vorantreiben , nachdem in den ersten Jahren
der Kundenzuspruch sehr bescheiden ausgefallen war . D-box-Anwender monieren das
Programmangebot des Digitalsenders DF1 , der " viele alte und uninteressante
Schwarzweißfilme sendet " , und die hohen Abo-Preise für Bezahlprogramme . UMTS
: Telekom geht in Spanien leer aus Die Deutsche Telekom hat bei der mit Spannung
erwarteten Vergabe der vierten spanischen Mobilfunklizenz einen Korb erhalten .
Die spanische Regierung entschied sich für die Bewerbung des Bieter-Konsortiums
Xfera , das von dem französischen Mischkonzern Vivendi und dessen spanischen
Partner Fomento de Construcciones y Contratas angeführt wird . Dies wurde am
Montag im Madrider Amtsblatt mitgeteilt . Um die insgesamt vier Lizenzen des
Breitband-Mobilfunks hatten sich sechs Konsortien beworben , darunter die
Deutsche Telekom mit ihrem spanischen Partner , dem Festnetzanbieter Jazztel .
Es galt seit längerer Zeit als sicher , dass drei der Lizenzen an die bereits
existierenden Mobilfunkanbieter Telefonica , Airtel und Amena gehen werden . An
dem Konsortium Xfera , das jetzt den Zuschlag für die vierte Lizenz erhielt ,
war ursprünglich auch Mannesmann mit seiner Tochter Orange mit einem Anteil von
sieben Prozent beteiligt gewesen . Diese Anteile sollen aber abgegeben werden ,
weil Xfera sonst gegen die Wettbewerbsregeln verstoßen würde . Die britische
Vodaphone , die Mannesmann übernimmt , ist in Spanien bereits an dem
Mobilfunkanbieter Airtel beteiligt . Wenngleich die Entscheidung gegen die
Telekom den Bonner Riesen enttäuschen dürfte , besonders schmerzhaft wird sie
wohl nicht sein . Der spanische UMTS-Markt ist nur einer von vielen europäischen
Schauplätzen , an denen in den nächsten Monaten die UMTS-Lizenzen für die dritte
Mobilfunkgeneration vergeben werden . Und nur in den südeuropäischen Ländern
Spanien , Italien und Portugal werden die Lizenzen per Ausschreibung ausgegeben
. Auch IBM steht auf WAP Während auf der CeBIT fast jeder Aussteller eine
Initiative zu WAP ankündigte , wartete IBM einfach ab . Doch heute verkündete
die Firma vor rund 200 nach Paris gekarrten Journalisten den Startschuss ihrer
Initiative Wireless Web for Business rund um die neue Software Websphere
Everyplace Suite . Hinter diesem Namen verbirgt sich der IBM Websphere Server ,
der mit einem Transcoding Publisher ausgerüstet ist . Seine Aufgabe ist es , die
Inhalte automatisch so zu formatieren , dass sie auf einem Palm V , einem Nokia
7110 oder einer Set-Top-Box lesbar auftauchen . Bestandteil der Suite ist
obendrein der neue Tivoli Subscription Manager , mit dem alle an den
Websphere-Service angeschlossenen Gerätschaften vom Adminsitrator verwaltet
werden . Die Bank of Scotland demonstrierte auf der Pressekonferenz , wie ein
und dasselbe Bankkonto mit Handy , Palm und Psion-Rechnern gemanagt werden kann
. Zusammen mit IBM fanden sich die üblichen Verdächtigen ein und gelobten eine
Allianz , die die drahtlosen Techniken stärker in die Geschäftsprozesse
einbinden soll : Bagger trennt ZDF vom Internet Bei Bauarbeiten für die neue
ICE-Trasse zwischen Frankfurt und Köln hat ein Bagger eine Glasfaserleitung der
Telekom durchtrennt . Mit einer Kapazität von 25 GBit/s brachte sie Angebote des
Fernsehsenders ZDF in das Internet . Wegen des Schadens waren ZDF.online und
ZDF.MSNBC am Donnerstag nur über eine langsame Notleitung mit entsprechenden
Wartezeiten zu erreichen . Am frühen Donnerstag Abend waren die beiden Angebote
wieder verzögerungsfrei im Internet verfügbar . Mobilfunklizenzen senken
deutschen Schuldenberg Das Bundesfinanzministerium erwartet aus der
Versteigerung von Lizenzen und Frequenzen für den künftigen Mobilfunkstandard
UMTS Einnahmen in zweistelliger Milliarden-Höhe . Zehn bis 15 Milliarden Mark
seien realistischer als die in der Telekommunikationsbranche genannten 60
Milliarden , sagte Ministeriumssprecher Torsten Albig am Donnerstag auf Anfrage
. " Wir hoffen , dass es ein hoher Betrag wird , damit fleißig die Schulden
abgebaut werden . " Auch Haushaltspolitiker von SPD und Grünen wollen die
Einnahmen aus der Auktion nicht in den laufenden Haushalt zur Finanzierung von
Mehrausgaben oder zur Begrenzung der Neuverschuldung verwenden . Der Betrag soll
vielmehr zum Abbau der rund 1,5 Billionen Mark Altschulden des Bundes verwandt
werden . Dies sei durch das Haushaltsgesetz gesichert , hieß es mit Blick auf
mögliche Begehrlichkeiten in der Koalition . Ende Juni werden Lizenzen für die
dritte Mobilfunkgeneration nach dem Standard UMTS versteigert . Neben den
bereits mit eigenen Netzen aktiven Mobilfunkanbietern D2 , T-Mobil , E-Plus und
Viag Interkom sind auch Mobilcom/France Telecom , Debitel/Swisscom , die
spanische Telefonica , MCI-Worldcom sowie japanische Unternehmen an den
deutschen UMTS-Lizenzen interessiert . Europa , Asien und die USA hatten sich
auf einen gemeinsamen Mobilfunkstandard UMTS ( Universal Mobile
Telecommunication System ) verständigt , nachdem bisher in den verschiedenen
Erdteilen inkompatible Verfahren entwickelt wurden . Die mit Abstand größte
Verbreitung genießt zwar das in Europa spezifizierte GSM ( Global System for
Mobile Communication ) , doch eignet sich dieses Verfahren ebensowenig wie
vergleichbare Standards für schnelle Datenübertragungen . UMTS ist dagegen unter
optimalen Bedingungen mehr als 30 mal so schnell wie eine ISDN-Leitung . Nach
Hagenuk-Übernahme schreibt Tiptel rote Zahlen Die Übernahme des Kieler
Kommunikationsspezialisten Hagenuk hat das Ratinger Unternehmen Tiptel 1998 tief
in die roten Zahlen gedrückt . Die Integration von Hagenuk bleibe eine
Hauptaufgabe , erklärte der Vorstandsvorsitzende Erhard Schäfer . Die
Geschäftsleitung zeigt sich aber zuversichtlich , im Jahr 2000 den Umbau
abschließen und die Wende erreichen zu können . Tiptel will in den kommenden
Jahren seine Position in Deutschland stärken und die zunehmende Nachfrage nach
ISDN-Anlagen aus dem europäischen Ausland bedienen . Hagenuk geriet Ende 97
wegen seiner erfolglosen GSM-Telefone in die Bredouille und mußte diesen
Geschäftsbereich aufgeben . Das Unternehmen hat sich nach der Übernahme durch
Tiptel auf ISDN-Geräte mit Datenfunktion konzentriert . Hotline-Dienstleister
unter Betrugsverdacht Der Osnabrücker Telefon-Dienstleister b u. w
Telefonmarketing steht unter dem Verdacht , Gebühren falsch abgerechnet zu haben
. Die Staatsanwaltschaft habe die Geschäftsräume des Unternehmens in Osnabrück
sowie seine Filialbetriebe in Münster und München durchsucht und Akten
beschlagnahmt , sagte Alexander Rethemeyer , Sprecher der Staatsanwaltschaft
Osnabrück , und bestätigte damit einen Bericht der Neuen Osnabrücker Zeitung vom
heutigen Donnerstag . Die Firma b u. w betreut mit ihren bundesweit mehr als
1000 Mitarbeitern Telefon-Hotlines von großen deutschen Unternehmen . Zu den
Kunden gehören unter anderem Siemens , Karstadt , Viag Interkom , oder AOL . Die
b u. w-Mitarbeiter beantworten im Auftrag der Kunden Fragen der Anrufer oder
nehmen ihre Beschwerden entgegen . Inzwischen wies das Unternehmen die
Betrugsvorwürfe zurück . Geschäftsführer Jens Bohrmann vermutet hinter der
anonymen Anzeige wegen Betrugs einen Komplott . Es liege auf der Hand , dass die
Information an die Staatsanwaltschaft von Wettbewerbern oder von unzufriedenen
ehemaligen Mitarbeitern komme , sagte er der dpa . Das Unternehmen werde mit der
Staatsanwaltschaft eng zusammenarbeiten , um die Vorwürfe aus der Welt zu
schaffen , kündigte er an . Nach Rethemeyers Angaben sollen den Vorwürfen
zufolge bei b u. w. Aufträge mit weniger Mitarbeitern als zunächst zugesichert
bearbeitet worden sein . Außerdem sollen Gebühren für gar nicht geführte
Telefonate berechnet worden sein . Ob die Vorwürfe eine Grundlage haben , soll
nun unter anderem die Analyse eines unabhängigen Wirtschaftsprüfers ergeben .
Die Ermittlungen dürften sich über mehrere Monate hinziehen . Telekom von
Flatrate-Ansturm überrascht Kunden der Telekom-Tochter T-Online klagen in diesen
Tagen über massive Einwahlprobleme . Insbesondere im Ruhrgebiet sei die Einwahl
zum größten deutschen Online-Dienst in den Abendstunden arg erschwert und
Besetzzeichen seien schon die Regel ( in Bochum , Gelsenkirchen oder auch
Mülheim ) . Einzelne T-Online-Surfer berichten von Einwahlproblemen , die
bereits seit vier Wochen andauerten . Auch aus Berlin , München und Stuttgart
liefen in der c't-Redaktion Meldungen über den gestörten Zugang zum
T-Online-Dienst ein . Der Telekom sind die Engpässe bei T-Online-Zugängen
bekannt ; sie führt sie auf das verlockende Flatrate-Angebot zurück , das
anscheinend in manchen Regionen mehr Interessenten anzog , als die
Telekom-Infrastruktur verkraften kann . Nach Darstellung des Firmensprechers
Ulrich Lissek handelt es sich lediglich um unterdimensionierte Router ( es
stehen zu wenige Einwahlports zur Verfügung ) . Doch umgehende Abhilfe ist nicht
in Sicht . Diese Netzkomponenten seien zwar bereits geordert , aber derzeit auf
dem Weltmarkt stark nachgefragt und daher schwer zu bekommen , sagte Lissek zu
c't . Nach Lage der Dinge sei mit der Beseitigung der Schwierigkeiten erst
Anfang August zu rechnen . Der T-Online-Zugang sei ja nicht komplett ausgefallen
, sondern lediglich in der Zeit " zwischen 18.00 Uhr und 21.00 Uhr " schwer zu
erreichen , so Lissek . Die Schwierigkeiten seien auch nicht so gravierend wie
vor Jahren in den USA , als der weltgrößte Online-Dienst AOL sein
Flatrate-Angebot gestartet hatte . Immerhin , die Telekom war dadurch eigentlich
gewarnt : Die ( regional und zeitlich beschränkten ) Probleme , die der
Flatrate-Vorreiter aus Übersee vor Jahren heraufbeschworen hatte , dienten
Telekom-Chef Ron Sommer schließlich lange Zeit als Hauptargument gegen einen
Pauschalzugang zum Internet . Die nun vollzogene und allseits begrüßte
Kehrtwende zur Flatrate scheint der rosa Riese aber nur unzureichend vorbereitet
zu haben : Noch vor wenigen Wochen sah Telekom-Sprecher Domagala der
Flatrate-Entwicklung zuversichtlich entgegen - die Kapazitäten reichten aus ,
hieß es . GSM holt ISDN ein Für drahtlose Internet-Streifzüge braucht man viel
Geduld , denn GSM-Netze können bislang nur kümmerliche 9,6 kBit pro Sekunde
übertragen , während ISDN auf einer Leitung 64 kBit/s transportiert . Im Herbst
sollen die hiesigen Mobilnetze zunächst die Datenrate von 14,4 kBit/s " lernen "
. Die höhere Geschwindigkeit wird dabei auf Kosten der Fehlerkorrektur
ermöglicht , steht also praktisch nur bei sehr guter Leitungsqualität zur
Verfügung . Der Düsseldorfer Mobilnetzbetreiber E-Plus meldet nun , zusätzlich
auch das HSCSD genannte Verfahren anbieten zu wollen ( High Speed Circuit
Switched Data ) . Nachdem das Unternehmen bereits zur CeBIT erste Versuche mit
HSCSD demonstrierte , soll der Dienst im November an den Start gehen . HSCSD
bündelt mehrere Kanäle von 9,6 kBit/s oder 14,4 kBit/s . Bei E-Plus wird man pro
Verbindung maximal vier von acht möglichen Kanälen ( Timeslots ) in Anspruch
nehmen können . Symmetrische Anwendungen , die also in beiden Richtungen gleich
hohen Kapazitätsbedarf haben , können je Richtung zwei Kanäle mit maximal 28,8
kBit/s nutzen . Bei asymetrischen Anwendungen wie dem Surfen lassen sich für den
Datenempfang drei Kanäle für maximal 43,2 kBit/s bündeln . Für den Versand
genügt ein Kanal . Mit dem Card Phone 2.0 hat Nokia bereits ein passendes
HSCSD-Modem angekündigt . Doch damit soll noch lange nicht Schluß sein . Die
sogenannte GPRS-Technik ( General Packet Radio Service ) wollen alle hiesigen
Mobilnetzbetreiber in etwa einem Jahr einführen und damit Geschwindigkeiten von
bis zu 115,2 kBit/s ermöglichen . Mit der Bündelung zweier ISDN-Kanäle sind
demgegenüber nur 128 kBit/s möglich . EWE-TEL macht Telekom in 150 Städten
Konkurrenz Die regionale Telefongesellschaft EWE TEL ist jetzt in 150 Städten
als Wettbewerber im Ortsnetzbereich präsent . Keine andere neue
Telefongesellschaft habe bundesweit so viele Ortsnetze erschlossen , meldet das
Unternehmen aus Anlass des Anschlusses der Stadt Achim bei Bremen . Gleichzeitig
habe man auch mehrere Dutzend Ortsvermittlungsstellen der Deutschen Telekom an
das eigene Netz gekoppelt . Im Weser-Ems-Gebiet bietet EWE TEL den
Direktanschluss fast flächendeckend an und erreicht über 90 Prozent der
Bevölkerung in dieser Region . Sie untermauern unser Streben , den
Telekommunikations-Wettbewerb vollständig in den Nordwesten Deutschlands zu
tragen . Das Unternehmen , das inzwischen über ein 17.500 Kilometer langes
Kupfer- und Glasfasernetz verfügt , beschränkt sich bei seinem Angebot nicht
allein auf Festnetzanschlüsse sondern bietet auch Mobilfunk , Internet und gar
Festverbindungen an . Direktkunden erhalten kostenlosen Zugang ins Internet und
können günstigere Grundentgelte bei den EWE-TEL-Mobilfunk-Angeboten nutzen . Der
ISDN-Anschluss kostet bei der Oldenburger Telefongesellschaft monatlich 39 DM ,
während Kunden der Telekom für den ISDN-Standardanschluss 44,89 DM zahlen . Das
Unternehmen hat auf seinem Web-Server eine Liste der bisher versorgten Ortsnetze
zusammengestellt . Ericsson verbessert Bluetooth-Freisprecheinrichtung Ericssons
Feisprecheinrichtung kommt in einer verbesserten Version auf den Markt . Das via
Bluetooth-Funk kommunizierende Modell HBH-15 soll gegenüber dem im Februar
lancierten HBH-10 äußerlich aufpoliert sein und längere Gesprächs- sowie
Bereitschaftszeiten von 5 , respektive 110 Stunden bieten . Nach
Herstellerangaben ist das 32 g leichte HBH-15 dank neuem Akku schneller zu laden
. Das Gerät hat wie sein Vorgänger eine einzige Taste , über die alle Funktionen
ausgelöst werden , also Gesprächsannahme und -beendigung , Lautstärkeregelung
und Aktivierung der Sprachwahlfunktion . Auch die übrigen Eigenschaften
entsprechen dem HBH-10 : Die Reichweite beträgt Bluetooth-übliche 10 m , durch
Umstecken des Ohrbügels läßt es sich wahlweise auf dem rechten oder linken Ohr
tragen . Das Gerät soll ohne weiteres Zubehör mit den Ericsson-Mobiltelefonen
R520m , T39m und T68 mit eingebauter Bluetooth-Schnittstelle zusammenspielen .
Ferner kann man damit auch solche Ericsson-Handys nutzen , die sich mit dem
Bluetooth-Adapter DBA-10 nachrüsten lassen . Der Preis des HBH-15 liegt bei 229
Euro ( 450 Mark ) . Es soll ab dem 4. Quartal dieses Jahres in den Handel kommen
. Internet aus der Steckdose nun auch im Fachhandel Der Essener Energiekonzern
RWE wirbt nun auch im Fachhandel für sein Produkt Internet aus der Steckdose .
Erster Vertriebspartner ist die Essener Schaulandt GmbH . Die RWE Powerline ,
Tochter des Energieriesen , wünscht sich , dass die Fachhändler die Kunden
direkt ansprechen . Weitere Handelspartner in Essen und Mülheim würden in den
nächsten Wochen folgen , hieß es heute . Bei der Anfang Juli eingeführten
Internet-Anschlusstechnik gehen Surfer mit einem speziellen Modem über eine
normale Steckdose ins Netz . Die Daten würden dabei mit bis zu zwei Megabit pro
Sekunde übertragen . Das sei 30 Mal schneller als der Datentransfer per
ISDN-Anschluss , so RWE Powerline . Zugang besteht bislang in Essen und
Mülheim/Ruhr . Noch in diesem Jahr sollen auch Kunden in Düren und Köln über die
Steckdose im Internet surfen können . i-Mode doch noch in diesem Jahr Der
Mobilfunkbetreiber E-Plus will zum Jahresende 2001 den in Japan erfolgreichen
Internetdienst i-Mode auch in Deutschland einführen . Das sagte ein
Firmensprecher heute der Deutschen Presse Agentur . Damit dementierte er einen
anders lautenden heutigen Bericht in der Wirtschaftswoche . Das
Gemeinschaftsunternehmen von KPN und der japanischen NTT DoCoMo , das i-Mode in
Europa vermarkten soll , befinde sich derzeit in Gründung . Nach Angaben der
Wirtschaftswoche steht der Internetdienst dagegen auf der Kippe . Das Blatt
begründete die Einschätzung mit den Aussagen des neuen KPN Chefs Ad
Schweepbouwer , alle Pläne zu Allianzen und Kooperationen zu stoppen . Angeblich
wollen die Holländer die Mehrheitsbeteiligung an dem Joint Venture jetzt an
E-Plus verkaufen . Ericsson und Sony kombinieren Bluetooth-Produkte Der
japanische Elektronikriese Sony und der schwedische Kommunikationskonzern
Ericsson bieten Computer-Nomaden eine Bündellösung bestehend aus
Bluetooth-Notebook- und -Handy . Zur Wahl stehen zwei VAIO Notebooks mit
Bluetooth-Funktionen , Modell C1VFK mit einem Crusoe-Prozessor sowie Modell
SR31K mit einem Intel-Mobile-Pentium-III-Prozessor . Als Bluetooth-Handy liefert
Ericsson seinen Multifunktionszwerg T39m dazu . Anwender sollen zum Beispiel
unterwegs E-Mails versenden und empfangen , ohne eine physische Verbindung
zwischen VAIO Notebook und Telefon herstellen zu müssen . Das geht heute zwar
auch schon über Infrarot , aber dank der Bluetooth-Funktechnik muss man Notebook
und Telefon nicht aufeinander ausrichten . Das T39 kann während der
Internet-Verbindung in der Jackentasche bleiben . Compuserve : Flächendeckend
über Datex-J zum City-Tarif Um die auch nach eigenem Bekunden zu geringe Anzahl
der Zugänge zu erhöhen , hat Compuserve eine Zusammenarbeit mit der Deutschen
Telekom vereinbart . Demnach sollen den 16 Compuserve-Zugänge in Kürze die 220
Datex-J-Knoten der Telekom zur Seite stehen . Zur Verfügung stehen
Modem-Leitungen mit gerade mal 14,4 kBit/s sowie ISDN mit 64 kBit/s . Die bisher
für einen solchen Zugang fällige Gebühr von 14,20 US-Dollar pro Stunde soll
drastisch gesenkt werden . Laut Compuserve wird man ab Oktober nur noch 1 Dollar
pro Stunde zahlen müssen ( Info über Go Ortstarif ) . Die eigenen Zugänge möchte
Compuserve weiter ausbauen , um vor allem das Geschäftskundenangebot (
Internet-Provider ) , welches in den USA einen Umsatzanteil von 33 Prozent haben
soll , zu verstärken . Einen Leistungsschub erhofft man sich von der
Inbetriebname der drei europäischen PPP-Plants in München , Paris und London
sowie die derzeitige Umstellung des internes Daten-Traffics auf das Internet
Protokoll ( IP ) . Die Plants sollen den Datenverkehr lokal verarbeiten und nur
noch bei Datentransfers in die USA zum Zentralrechner nach Ohio weiterschalten .
Transfers auf europäischer oder deutscher Ebene kann jede Plant lokal abwickeln
. Entsprechende Peering-Verträge mit lokalen Internet-Providern , in München
beispielsweise ICRC , erlauben den direkten Zugang ins Internet . Noch in diesem
Jahr will Compuserve nach dem Start in Europa weltweit auf IP umstellen . Im
Zuge der Umstellung will man das bisher zeittaktgesteuerte Abrechnungssystem
durch ein neues Modell ablösen . Kunden sollen dann auch Internet-typische
Email-Adressen nutzen können . Während Compuserve derzeit in den USA Verluste
einfährt ( man erwartet ein Minus von 0,50 Dollar pro Aktie ) , erwirtschaften
die europäischen Töchter einen " substantiellen " Gewinn . Zum Ende des
Geschäftsjahres Ende April 1997 ist Compuserve guter Dinge , zum 27sten Mal
einen Gewinn vorweisen zu können . Pilotprojekt : Internet mit Vollgas Siemens
wird in Kooperation mit der Telekom an der Westfälischen Wilhelms-Universität
Münster ein Pilotprojekt durchführen , bei dem Daten mit bis zu 8 MBit/s auf
vorhandenen Telefonleitungen übertagen werden . Noch in diesem Jahr sollen knapp
100 Studenten mit diesem System an das Rechnernetz der Universität angebunden
werden . Dabei sollen die Siemens-Geräte parallel zum Datenverkehr auch noch
Telefonie ermöglichen . In Nürnberg startete die Telekom im Dezember 96 ihr
erstes ADSL-Pilotprojekt , um die Eignung für interaktive Videodienste zu prüfen
. Asymetric Digital Subscriber Line ( ADSL ) erfreut sich in den USA großer
Beliebtheit bei den Telefongesellschaften und wird dort vorwiegend für
Internet-basierende Abrufdienste eingesetzt , bei denen es auf eine hohe
Bandbreite in Richtung des Kunden ankommt . Aber auch der Sendekanal des
Anwenders kann mit bis zu 640 kBit/s immerhin 10 mal so schnell wie eine
ISDN-Leitung sein . Die Details der ADSL-Technologie wurden in c't zuletzt in
der Ausgabe 11/97 beschrieben . Faxe und Emails postlagernd Die Tixi-Mail Box
der Tech Soft aus Berlin verspricht umfassende Kommunikations-Dienstleistungen ,
auch bei ausgeschaltetem PC . Mit den eingebauten 2,25 MByte RAM ( erweiterbar
mit Spezialmodulen um 32 MByte ) puffert das Gerät per Kompression bis zu 100
Faxe oder 1000 E-Mails . Bei Netzausfall versorgen Batterien das RAM für zwei
Tage . Ein Flash-ROM gibt Sicherheit für künftige Updates . Ein Windows-Programm
erleichtet die Konfiguration und Bedienung der Box . In Planung ist auch eine
Version für den Mac . Eine Kopplung an vorhandene Fax- und E-Mail-Programme ist
möglich . Per einstellbarem Polling werden E-Mails automatisch vom Provider
abgeholt . Abgehende E-Mails können nicht nur über das Internet , sondern auch
telefonisch auf eine andere Tixi-Mail Box oder konvertiert direkt auf
Faxanschlüsse versendet werden . In der Grundversion soll das Gerät 460 Mark
kosten , mit integriertem 14.400er Modem rund 520 Mark und mit 33.600er Modem
690 Mark . Eine Version mit ISDN-Adapter sei in Vorbereitung , heißt es aus
Berlin . Digital-Fernsehen auf dem Vormarsch Wie der Bonner Telefonriese am
heutigen Mittwoch berichtete , umfasst der Vertrag mit einer Laufzeit bis Ende
2006 unter anderem die Bereitstellung von Fernseh-Leitungsnetzen und
-Sendeanlagen zur Versorgung der Bundesrepublik mit dem ZDF-Programm .
ZDF-Intendant Dieter Stolte erklärte , der Vertrag sei die Grundlage für den
Einstieg in das digitale terrestrische Fernsehen in Deutschland . Das " digitale
Fernsehen " meint bisher lediglich , dass die Verbreitung in digitaler Form
erfolgt . Für den Empfang und die Darstellung sind spezielle digitale Empfänger
nötig , die die Signale konvertieren und zur herkömmlichen Wiedergabe im
ehrwürdig ergrauten PAL-Format an analoge Fernseher weitergeben . Während schon
etliche Fernseh- und Radiosender ihre Programme über TV-Kabel und Satelliten
digital ausstrahlen , hat die " terrestrische " Ausstrahlung per Funk mittels
der Technik DVB-T in Deutschland noch nicht so recht Einzug gehalten - im
wesentlichen wegen knapper Frequenzen . DVB-T ist der herkömmlichen analogen
terrestrischen Ausstrahlung in mehrfacher Hinsicht überlegen . So ist es
beispielsweise weniger fehleranfällig und erlaubt auch störungsfreien mobilen
Betrieb , etwa in Fahrzeugen . Bisher gibt es hierzulande lediglich einige
regional begrenzte DVB-T-Feldversuche , zum Beispiel in Norddeutschland oder
Berlin . Den allmählichen Umstieg zum bundesweiten Regelbetrieb erwarten
Experten frühestens ab Sommer 2001 . Dabei werden anfänglich die
öffentlich-rechtlichen Sender bevorzugt behandelt , denn in den ersten fünf
Jahren sollen sie die Hälfte der bereits bereitgestellten Funk-Ressourcen für
Digital-TV erhalten . Parallel sollen aber vorübergehend zusätzliche Frequenzen
her , die die Einführung erleichtern und " mittelfristig " dann je nach Region
einem bis mehreren Dutzend Programmen zu Fahrkarten auf dem DVB-T-Zug verhelfen
sollen . Die Bertelsmann Broadband Group und der britische
Video-on-Demand-Anbieter Video Networks wollen in Deutschland gemeinsam
Fernsehangebote über die Telefonleitung verbreiten . Zunächst wollen die beiden
Unternehmen im ersten Halbjahr 2000 mit mehreren Pilotprojekten starten und
unter anderem den Hamburger Stadtnetzbetreiber Hansenet mit ins Boot nehmen ,
wie Bertelsmann am Montag mitteilte . Stark komprimierte Filme im MPEG-Format
lassen sich bereits mit einer Bandbreite von 2 MBit/s in Echtzeit übertragen ;
das konnte unter anderem schon die Telekom mit ihrem ADSL-Dienst vorführen .
Doch die ADSL-Technik werde in Deutschland praktisch nur für schnellen
Internet-Zugang genutzt - und damit bleibe die Revolution im Ansatz stecken ,
findet der Geschäftsführer der Bertelsmann Broadband Group , Werner Lauff . "
Die wirkliche Chance liegt darin , das Telefonnetz zu nutzen , um Fernsehen
Punkt zu Punkt zu übertragen " . Bertelsmann wäre mit dieser Technik unabhängig
von den Verteildiensten der Telekom . Auch dürfte sie einen neuen technischen
Ansatz bieten , bestimmte Inhalte frei und andere auf Abonnement-Basis
anzubieten . Angebote wie Homechoice bereitet die Broadband Group aber nicht nur
für ADSL-Strecken , sondern auch für Fernsehkabelnetze mit Rückkanaltechnik vor
. Der größte Teil des deutschen Kabelnetzes eignet sich nur zur Signalverteilung
, ein Rückkanal für den Transport von Nutzerdaten ( zum Sender oder ins Internet
) ist nur in Ausnahmefällen vorhanden . Jedoch verfügt der Kölner
Stadtnetzbetreiber NetCologne , mit dem Bertelsmann seit Juni dieses Jahres
kooperiert , über ein rückkanalfähiges Kabelnetz . WAP-Portal von Viag Interkom
Ab dem 15. Dezember 99 will Viag Interkom ausgewählte Internet-Dienste über das
Mobilfunknetz mittels der WAP-Technik anbieten ( Wireless Application Protocol )
. Mobilkunden können dann unterwegs mit einem WAP-Gerät Informationen abfragen ,
surfen , E-Mails empfangen und auch versenden . Darüber hinaus können sie das
Portal ihren Bedürfnissen entsprechend konfigurieren . Neben den speziell
aufbereiteten Inhalten bietet Viag Interkom die Suchmaschine WAP-Search als
Orientierungshilfe an . Zurzeit gibt es schon über 3000 WAP-Seiten , meldet das
Unternehmen . Hingegen kann der Kunde über WAP-Go eine beliebige WAP-Seite
direkt ansteuern . Eine WAP-Minute kostet 39 Pfennige . Innerhalb des
Viag-Netzes wird im 10 Sekunden-Takt abgerechnet . Beim nationalen Roaming im
T-D1-Netz ist die erste Minute unabhängig von der Gesprächsdauer voll zu
bezahlen ; danach gilt auch im D1-Netz der 10 Sekunden-Takt . Aktivierungs- oder
Grundgebühren fallen nicht an . Die Zugangsparameter wird man ab Dienst-Start
unter anderem unter http://wap.viaginterkom.de abrufen , oder diesem Newsticker
entnehmen können . Alternativ kann man die Einstellungen auch via SMS bekommen .
Die SMS-Abrufnummer wollen die Münchner ebenfalls erst ab dem 15. 12.
bekanntgeben . Preisrutsch bei D1 Der Mobilnetzbetreiber T-Mobil läutet eine
neue Preisrunde im Mobilfunk ein : Für D1-Kunden verringern sich ab dem 21.
Januar die Preise für Inlandsgespräche am Wochenende ( Freitag 20 Uhr bis
Sonntag 24 Uhr ) auf 18 Pfennig pro Minute , sagte T-Mobil-Chef Kai Uwe Ricke am
Donnerstag abend . Dies entspricht einer Einsparung von bis zu 54 Prozent .
Damit werde schon fast das Niveau des Festnetzes erreicht , sagte Ricke .
Deutlich sinken sollen vom 1. Februar an auch die Gesprächskosten aus dem
Festnetz der Telekom in das D1-Netz . So soll sich der Minutenpreis tagsüber auf
48 Pfennig halbieren . Die Wettbewerber Mannesmann und Viag Interkom verlangen
noch jeweils 96 Pfennig und E-Plus sogar 1,44 DM . Die Erlöse aus diesen
Gesprächen muss die Telekom zum größten Teil an die Mobilfunkbetreiber abführen
. Bei T-Mobil macht der Anteil etwa zwei Drittel aus . Die Preissenkungen seien
nur der Anfang einer Reihe von Maßnahmen , die in den kommenden Monaten folgen
und ein " steiles " Wachstum erbringen sollen . D1 hofft , so den Abstand zum
Marktführer Mannesmann um 100.000 Kunden verringern zu können . " Der Markt ist
endgültig explodiert , wir erwarten in diesem Jahr die berühmte Steilkurve . "
Ein Garant für weiteren Kundenzulauf soll auch der Netzausbau sein . Ein Teil
der Summe dürfte auf die GPRS-Aufrüstung entfallen ( General Packet Radio
Service ) . GPRS , das alle deutschen Mobilnetzbetreiber einsetzen wollen ,
ermöglicht Mobil-Surfern erstmals paketorientierte Datenverbindungen und damit
volumenabhängige Abrechnungen . Im Endausbau soll GPRS bis zu 170 kBit/s
befördern können . Der größte Investitions-Batzen entfällt jedoch auf den Erwerb
einer Lizenz für die neue Mobilfunkgeneration UMTS . T-Mobil geht
übereinstimmend mit anderen Mobilnetzbetreibern davon aus , dass Mitte des
Jahres fünf Lizenzen vergeben werden . Rufnummernanzeige ohne ISDN Ab dem 15.
Januar bietet die Telekom die vom ISDN bekannte CLIP-Funktion ( Calling Party
Identification Presentation ) auch für analoge Anschlüsse an . Der
kostenpflichtige Dienst - 10 Mark Anschlußgebühr und 2,95 Mark monatliche Gebühr
- überträgt die Rufnummer des Anrufers zur Gegenstelle und stellt sie dort auch
vor Annahme des Gesprächs im Display spezieller Geräte dar . Zum Anschluß der
batteriebetrieben Box wird eine freie N-Buchse in der TAE-Anschlußdose benötigt
. Das Gerät kostet 49,95 Mark . Holger Lubitz Zwischen Microsoft und Motorola
funkt 's Motorola und Microsoft haben ein Abkommen bekanntgegeben , nach dem
Windows-CE-basierte PCs ( Handhelds , Palm PCs und Auto PCs ) drahtlose
Connectivity nach Motorolas Flex-Standard für Funkrufempfänger verwenden werden
. Erste per Funkruf erreichbare Geräte sollen noch in diesem Jahr erscheinen .
Holger Lubitz Selbstlos : Telekom bietet Sperrung der Konkurrenznetze Umsonst
sperrt der rosa Riese auf Anfrage allen Telekom-Kunden den Zugang zu den
Telefonnetzen der Mitbewerber ( Call by Call ) . Damit will die Telekom
kurzfristig das Problem beseitigen , daß Gebührenimpulse der Fremdanbieter
derzeit nicht in das Telekom-Netz eingespeist werden können und somit die
Gebührenzähler in Hotels , Büros oder auch Krankenhäusern nicht mehr ticken .
Weltweit , so Telekom-Vorstand Tenzer , gebe es keine Technik , die
Tarifinformationen zwischen Telefon-Netzen austauschen kann . Das berichtete das
Unternehmen in Düsseldorf . Bei seinen Kunden werde sich Mannesmann mit
attraktiven Preisen und innovativen neuen Angeboten bedanken . Rund 30 Prozent
der Bundesbürger haben nach Angaben des Mobilfunkchefs derzeit ein Handy . In
ein bis zwei Jahren werde jeder zweite Bundesbürger mobil telefonieren ,
prophezeite er . Der Markt wachse immer noch auf einem sehr hohen Niveau , hieß
es . Apple im Bluetooth-Boot Nachdem sich praktisch alle Firmen von Rang und
Namen schon seit langem zur Kurzstrecken-Funktechnik Bluetooth bekennen und die
Bluetooth Special Interest Group schon Hunderte von Firmen als Mitglieder zählt
, will auch Apple endlich die moderne Funktechnik unterstützen . Nach einem
Bericht des Nachrichtenmagazins MacWorld hat Apples europäischer Senior Manager
Willem Poterman zugesichert , dass Mac-Anwender in naher Zukunft weitgehende
Unterstützung für die Kommunikation zwischen ihrem tragbaren Mac und den Handys
erwarten können . Bluetooth soll künftig Peripheriegeräte wie Handys , PDAs oder
Digitalkameras aber auch Notebooks ohne Kabel koppeln und ad-hoc Mini-Netzwerke
aufbauen können . Warum Apples Bluetooth-Statement erst jetzt kommt , ist
unverständlich , denn angeblich arbeitet das US-Unternehmen seit einem Jahr mit
Nokia und Ericsson an diesem Thema - ein Resultat der Kooperation dürften die
Modem-Skripte für die Infrarot-Kommunikation mit Nokia- und Ericsson-Handys sein
, die erstmals mit System 8.6 Bestandteil des MacOS wurden . Man beobachte den
Markt , hieß es knapp . Der Special Interest Group gehört Apple zwar nach wie
vor nicht an , aber nun soll zumindest die Zusammenarbeit mit Nokia bereits
Anfang April " erste Früchte tragen " . Wie die Bluetooth-Unterstützung aussehen
wird , ließ Poterman offen . Mannheimer Energieversorger bietet Internet aus der
Steckdose Der Mannheimer Energieversorger MVV will künftig über sein Stromnetz
Zugang zu Telefon- und Internet-Diensten bieten . Pilotkunde sei ab Mai der
Schmierstoffkonzern Fuchs Petrolub , teilte das Unternehmen am Dienstag mit . Im
Juli sollen dann in einem Testlauf 100 Haushalte angeschlossen werden , bevor
später die so genannten Powerline-Dienste Kunden in der ganzen Stadt angeboten
werden . Die Verbindung von Stromnetz und Telefon erlaubt beispielsweise die
Fernsteuerung des Haushalts über das Handy . Das Unternehmen will mit seinen
IT-Dienstleistungen Stadtwerke und andere Unternehmen bedienen . MVV arbeitet
bei dem Projekt unter anderem mit dem Elektronikhersteller Alcatel und dem
israelischen Unternehmen Mai.net zusammen . Versuche mit Internet und Telefon
aus der Steckdose laufen auch in anderen deutschen Städten . Das Angebot der MVV
sei jedoch technisch " sehr weit " gediehen , sagte Vorstandssprecher Roland
Hartung vor Journalisten . Vor allem Firmen könnten von der Powerline-Technik
profitieren . Sie könnten über das Stromnetz ihre Kommunikationsnetze betreiben
, den Energieverbrauch kontrollieren und so mittelbar Kosten senken . Doch auch
für Privatbürger soll Powerline attraktiv sein . Die anwesenden Journalisten
erprobten bei der Pressekonferenz eine Versuchsanlage und schalteten über das
Handy Kaffeemaschine , Lampe , Radio und Ventilator ein . " Sie können
beispielsweise auch aus dem Urlaub den Stromzähler ablesen " , sagte Dub . Nach
Conaxion , Siemens , RWE sowie Veba/PreussenElektra betritt mit dem Mannheimer
Energieversorger der nunmehr fünfte deutsche Mitspieler den Powerline-Markt -
ein weiteres positives Signal für alle Verfechter der 230-Volt-DFÜ , die nach
dem Ausstieg des Powerline-Pioniers Nortel schon die Köpfe hängen ließen .
Ungeklärt sind allerdings nach wie vor regulatorische Fragen der Störabstrahlung
der Powerline-Systeme . Entwicklerkit für Funkperipherie Ericsson , der
schwedische Kommunikationskonzern , hat das erste Bluetooth Development Kit
parat . Mit 9000 englischen Pfund liegt der Preis allerdings recht hoch .
Zentrale Bestandteile des Kits sind zwei identische und mit 500 Gramm gewichtig
geratene Boards , die je ein Bluetooth-Funkmodul und eine Reihe von
Schnittstellen enthalten . In die Windows-98-basierte C++-Entwicklerumgebung hat
der Hersteller unter anderem Werkzeuge für Interface-Tests eingebaut . Die
lizenzfreie Bluetooth-Funktechnik , die für die drahtlose
Kurzstrecken-Kommunikation von Peripheriegeräten entwickelt wurde , soll schon
bald herkömmliche drahtgebundene Anschlüsse für Drucker , Scanner ,
Digitalkameras und andere Peripherigeräte ablösen . Weitere
Bluetooth-Informationen hält Ericsson unter http://bluetooth.ericsson.se bereit
. Handy spielt MP3-Musik Der koreanische Elektronikkonzern Samsung bringt ein
GSM-Handy mit integriertem MP3-Player auf den Markt . Das nur 97 Gramm leichte
SGH-M100 reiht sich dank einiger Komfortfunktionen eher in die Luxusklasse der
Handys ein : Über die Infrarotschnittstelle läßt sich das eingebaute GSM-Modem
auch von einem Notebook aus nutzen , zum Beispiel für Internet-Streifzüge . Der
MP3-Teil des SGH-M100 enthält 32 MByte RAM und bietet so Platz für bis zu acht
Musiktitel . Das Gerät unterbricht die Musikwiedergabe automatisch , wenn ein
Anruf eingeht und setzt sie anschließend selbsttätig fort . Das SGH-M100 ist
aber auch ein Diktiergerät , das bis zu 32 Minuten lange Sprachnotizen speichert
. Alternativ läßt sich der Speicher zum Transport beliebiger Computer-Dateien
nutzen , das Aufspielen und Auslesen erledigt die zugehörige Windows-Software .
Zum Lieferumfang gehören neben Schnellladegerät und Handbuch eine Kombination
aus Mikro-Ohrhörer und Fernbedienung . Das SGH-M100 kommt voraussichtlich im
September in den deutschen Handel . Bereits anläßlich der CeBIT machte Samsung
mit einer Kombination aus MP3-Player und Mobiltelefon auf sich aufmerksam ,
jedoch eignet sich das Anycall MP aufgrund des verwendeten CDMA-Funkverfahrens
nicht für GSM-Netze und ist daher nur in Korea im Handel . Multilink-ISDN für
Notebooks Xircoms neue PC-Card CI-EURO ist ab 622 Mark zu haben und soll unter
anderem für Multilink-PPP mit zwei B-Kanälen taugen ( http://www.xircom.com ) .
Der Preis wurde gegenüber dem Vorgängertyp um 20 Prozent gesenkt . Das
Basismodell gibt es lediglich mit Treibern , die Luxusausführung enthält dagegen
zusätzlich die Kommunikations-Suite RVS-Com und kostet 778 Mark . Die Treiber
für Windows 95 erlauben laut Xircom die gleichzeitige Verwendung von Anwendungen
, die auf NDIS oder CAPI 2.0 aufsetzen ( Xircom , 089/4623020 ) . Nico Ernst
Endlich : Modem mit Speicher für Fax und Voice Ab September soll das neue
Sportster Message Plus von US Robotics/3Com ( http://www.usr.com ) in den Läden
stehen . Zum Preis von 399 Mark wird ein V.34-Modem geboten , das auch mit dem
USR-eigenen X2-Protokoll für 56K-Downloads arbeitet . Einem Upgrade auf den
erwarteten ITU-Standard , in dem wohl K56flex und X2 aufgehen sollen , steht
zumindest durch das Flash-ROM des Modems nichts im Wege . Besonderes Bonbon :
Ein interner Speicher von 2 MByte empfängt auch bei ausgeschaltetem PC Faxe -
soweit nichts Neues . Aber das Gerät soll den Speicher laut Hersteller auch für
die Aufnahme von Sprachnachrichten nutzen können . Das Software-Paket des
Message Plus besteht aus der Kommunikations-Suite von RVS , und ein Kopfhörer
befindet sich neben den üblichen Kabeln auch im Lieferumfang ( US Robotics ,
01805/671530 ) . Nico Ernst Sturzflug : Iridium beantragt Gläubigerschutz Dem
ehrgeizigen US-amerikanischen Projekt Iridium , das mobile Telefondienste über
ein erdumspannendes Satelliten-Netz anbietet , droht bereits wenige Monate nach
dem Start der Konkurs . Iridium hat am Freitag Gläubigerschutz nach Paragraph 11
des US-Konkursrechtes beantragt . Dieser Paragraph verschafft angeschlagenen
US-Firmen eine Atempause vor Finanzforderungen von Gläubigern . Iridium hofft
nun , in der Zwischenzeit die Geschäfte ins Lot bringen zu können . Rettung
hätte anscheinend nur noch von Motorola , dem größten Anteilseigner und
Initiator des Projekts , kommen können . Doch Motorola hat für Iridium
anscheinend nicht mehr übrig als wohlgemeinte Genesungswünsche : Erstes
UMTS-Netzbündnis besiegelt Der Mobilfunkbetreiber E-Plus und das
spanisch-finnische Konsortium Group 3G haben als erste Anbieter in Deutschland
ihr UMTS-Netzbündnis besiegelt . Die Kooperation gehe über das bloße Teilen von
Antennenstandorten hinaus , teilten die Unternehmen am Freitag in einer
gemeinsamen Erklärung mit . Auch Netzelemente wie Kabel , Sende- und
Empfangsanlagen würden gemeinsam genutzt . Vor einigen Wochen hatten die
Deutsche Telekom und Viag Interkom eine Absichtserklärung veröffentlicht , nach
der sie sich auf eine ähnliche Kooperation verständigen wollen . Die
Verhandlungen stünden kurz vor dem Abschluss , sagte ein Sprecher der
Telekom-Tochter T-Mobil auf Anfrage . Damit stehen derzeit noch Mobilcom und D2
Vodafone ohne Partner beim Netzaufbau da . Während D2 bislang einer
Zusammenarbeit skeptisch gegenüberstand und auf eigene Kräfte setzt , ist der
Neuling Mobilcom weiterhin auf der Suche nach einer Allianz . Das Abkommen
zwischen E-Plus und Group 3G biete die Möglichkeit für den Einstieg eines
dritten Partners , hieß es in der Erklärung weiter . Ein 3G-Sprecher wollte sich
aber nicht dazu äußern , ob derzeit mit Mobilcom über einen Einstieg verhandelt
werde . Hinter Group 3G stehen die Telefonkonzerne Telefonica und Sonera .
E-Plus ist die deutsche Tochter der niederländischen KPN . NL-Kabelnetzbetreiber
planen eigenes Telefonnetz Die vier größten TV-Kabelnetzanbieter in den
Niederlanden wollen gemeinsam ein eigenes Telefonnetz aufbauen . Dieses soll von
dem bisher einzigen Netz von KPN Telecom unabhängig sein . Die vier Unternehmen
Casema , UPC , Castel und Palet geben an , 68 Prozent der niederländischen
Haushalte zu erreichen . Die heutige Infrastruktur , größtenteils Glasfaserkabel
, soll nicht nur TV-Bilder , sondern auch Telefongespräche transportieren . Bei
überregionalen Gesprächen seien die Kabelanbieter jetzt noch auf das KPN-Netz
angewiesen . Wenn die vier Unternehmen zusammen arbeiteten , entfiele dies . Der
größte Kabelanbieter Casema gibt an , bereits rund 180 Mio DM im Jahr in den
Telefonbereich zu investieren . Casema hofft , dass sich dem Verbund auch andere
Unternehmen anschließen . Das alternative Telefonnetz soll Ende des kommenden
Jahres fertig sein . Von einer solchen Situation ist das deutsche TV-Kabelnetz
noch meilenweit entfernt . Die wenigen Ausnahmen , wie etwa das Netz der KMS in
München , das auch zum Surfen ausgelegt ist , können allenfalls ein Vorgeschmack
auf die Möglichkeiten eines modernen Breitbandkabelnetzes geben . ISDN für USB
Die Berliner Firma AVM zeigt die Verfügbarkeit ihres aktiven ISDN-Controllers B1
für den Universal Serial Bus ( USB ) an . Die bisherige Ankopplung an den PC
über ISA/EISA , PCI und PC-Card wird damit um den kommenden Bus-Standard für
Peripheriegeräte erweitert . USB bietet neben PnP-Funktionalität
Datenübertragungsraten von bis zu 12 MBit/s . Die Kompatibilität zu den
bisherigen B1-Typen gewährleistet das CAPI V2.0 . An Leistungsmerkmalen und
Protokollen im ISDN-Einsatz bietet der B1-USB inklusive Verschlüsselung nahezu
alles , was derzeit verlangt wird . Neben anderen D-Kanalprotokollen sind
natürlich auch die hierzulande gebräuchlichen DSS1 und 1TR6 vertreten .
Ähnliches gilt für die Verbindungsprotokolle , deren Liste alle für Internet-
und Mailboxzugang sowie für Dateitransfer benötigten Varianten aufzählt .
Darüberhinaus wird auch eine analoge Faxemulation sowie Datenkompression gemäß
V.42bis geboten . Lauffähig ist die Karte unter Win95 OSR2.1 ( Win 95b mit
USB-Erweiterung ) und der aktuellen Beta-Version des Win 98 . Der Preis für den
aktiven Controller liegt bei rund 1700 Mark . Eine passive Variante für den USB
ist in Planung . Bei uns kommt das Internet aus der Steckdose ... Gemeinsam
gelang den beiden Unternehmen der große Wurf , an dem sich andere schon länger
mit mäßigem Erfolg versuchen : Mittels neuer Verfahren können sie Daten über das
Stromnetz übertragen und das mit einer Rate , die über 1 MBit/s erreicht .
Telefonie , die auf kontinuierlichem Informationsstrom aufbaut , ist derzeit
noch nicht möglich . Erste Labor-Demonstrationen dieser Technik (
Internet-Verbindung ) wurden laut United Utilities in realistischer Umgebung
erfolgreich durchgeführt . Die Kosten für die Datenverbindungen sollen im
laufenden Betrieb 30 bis 50 Prozent unter den Preisen der Mitberwerber liegen ;
die derzeit obligatorische spezielle PC-Karte kostet aber rund 550 Mark . Das
europäische Stromnetz sollen Joint-Venture-Unternehmen erschließen . Neben
anderen wollen sich Daimler-Benz-Aerospace , die französische Lagarde-Gruppe und
Olivetti Italien beteiligen . Der amerikanische Markt wird aufgrund der
unterschiedlichen Technik ein Jahr länger auf den Dienst warten müssen .
Kabelnetz : Direkte Konkurrenten ausgebootet Die Deutsche Telekom geht in die
entscheidende Auswahlrunde für den Verkauf ihres Breitbandkabelnetzes . Unter
den 17 zu Gesprächen eingeladenen Bewerbern sei eine weitere Auswahl getroffen
worden , bestätigte ein Telekom-Sprecher am Donnerstag . Die verbliebenen
Interessenten könnten in den kommenden Wochen nähere Geschäftsdaten einsehen .
Die Schlussrunde der Verkaufsgespräche werde im November beginnen . Die
inländischen Telekom-Konkurrenten Mannesmann und Viag Interkom gehen leer aus .
Mannesmann zeigt sich über das Ausscheiden aus dem Bewerber-Rennen enttäuscht .
Offensichtlich wolle die Telekom im weiteren Verkaufsverfahren keine Bieter
zulassen , die bereits ein aktives Telekommunikationsgeschäft in Deutschland
betreiben , erklärte das Düsseldorfer Unternehmen . Unabhängig von dieser
Entscheidung werde Mannesmann Arcor seine Strategie im Multimedia-Bereich
fortführen . Viag Interkom gibt sich gelassener . " Das Fernsehkabelnetz ist für
uns nicht kriegsentscheidend " , sagte ein Unternehmenssprecher . Hauptpfeiler
des direkten Zugangs zum Endkunden sei für das Unternehmen der drahtlose
Teilnehmeranschluss . Viag Interkom hat bereits im August von der
Regulierungsbehörde Lizenzen für Richtfunkfrequenzen erhalten . Ein Einstieg
beim Kabelnetz der Telekom wäre nur eine ergänzende Investition gewesen . Von
den übrigen Interessenten hätten nun vor allem ausländische Interessenten
Chancen , weil sie mehr geboten hätten , schreibt die Frankfurter Allgemeine
Zeitung . Der Telekom-Sprecher wollte sich zu den Kandidaten nicht äußern .
230-Volt-DFÜ : Auch Bewag steigt aus Der Berliner Energieversorger Bewag steigt
aus der Entwicklung von Technik zur Datenübertragung per Stromleitung aus . Das
Projekt werde von den Erfindern selbstständig weitergeführt , teilte die Bewag
mit . Damit ende auch die entsprechende Kooperation mit den Hamburgischen
Electrizitätswerken sowie den Gas- , Elektrizitäts- und Wasserwerken Köln . Den
Betreibern war im Sommer 1998 ein entscheidender Durchbruch bei der Nutzung der
230-Volt-Kabel für die Telekommunikation gelungen . Der Energieversorger erhielt
ein weltweit angemeldetes Patent zur Datenübertragung über Stromleitungen . Die
Bewag begründete den Ausstieg jetzt damit , dass sie sich angesichts des harten
Wettbewerbs im Energiemarkt auf ihre Kerngeschäfte Strom und Wärme konzentriere
. Auch verfüge das Unternehmen über keinerlei Erfahrung in der Entwicklung
derartiger Verfahren . Die Chancen der Technik würden aber weiter als gut
eingeschätzt , so dass die Erfinder diese auf dem Wege des Management-Buy-Out
übernommen hätten . Im September hatte das kanadisch-britische Unternehmen
Nor.Web die eigene Entwicklung wegen angeblich fehlender kommerzieller
Aussichten gestoppt . Die Stuttgarter Elektrizitätsgesellschaft EnBW , die mit
der Nor.Web-Technik ein Pilotprojekt betreibt , hält aber unbeirrt an der
Datenübertragung über den heissen Draht fest . Deutsch-israelische Allianz fürs
Surfen per Stromnetz Der Mannheimer Energieversorger MVV will zusammen mit dem
israelischen Unternehmen Main.net eine Lösung zur Übertragung von Sprache und
Daten via Stromleitung in Deutschland vermarkten ( Powerline Communication , PLC
) . Zu diesem Zweck sei ein Joint Venture vereinbart worden , kündigte das
Mannheimer Unternehmen am Dienstag an . Die MVV wolle zudem zehn Prozent an
Main.net erwerben . MVV und Main.net arbeiten den Angaben zufolge seit
Jahresbeginn gemeinsam an der Entwicklung und Umsetzung der Powerline-Technik .
MVV habe die Verfahren in ihrem Netzgebiet bereits erfolgreich erprobt , heißt
es . Im Mannheimer Stadtteil Niederfeld sind 200 Privatkunden im Rahmen eines
Feldversuchs via Stromleitung am Internet angeschlossen . Vom kommenden Jahr an
soll die Technik in der gesamten Stadt angeboten werden . Das Joint Venture soll
lokalen Energieversorgern die Powerline-Technik liefern und sie bei der
Markteinführung unterstützen . Die Powerline-Communication ist zwar beliebtes
Forschungsprojekt von weltweit zahlreichen Arbeitsgruppen , doch bislang konnte
noch kein Labor-Verfahren den Beweis der Praxistauglichkeit antreten .
Insbesondere die teilweise heftigen Störabstrahlungen der verschiedenen
Powerline-Modems verhindern bisher den öffentlichen Betrieb , da die
Stromleitungen Frequenzen abstrahlen , die etablierte Funkdienste mit
zugewiesenen Frequenzspektren stören . Telekommunikation : Deutschland am
Pranger Die EU-Kommission will damit die Liberalisierung im
Telekommunikationssektor beschleunigen . Ein Bericht vom 8. Oktober 1997 zählt
drei Monate vor der vollständigen Liberalisierung eine Reihe von Mitgliedstaaten
auf , die mit ihren Umsetzungsvorschriften in Verzug sind . Die Kommission
fordert die Länder auf , die fehlenden Maßnahmen umgehend zu erlassen ,
beziehungsweise entsprechende Vorschriften an EU-Recht anzupassen . Falls die
Länder auch weiterhin keine Regelungen für einen freien und fairen Wettbewerb
auf dem Tk-Markt verabschieden , droht die EU-Kommission mit einer Klage vor dem
Europäischen Gerichtshof . Deutschland wird vorgeworfen , nicht dafür gesorgt zu
haben , daß die Telekom ihre Standardmodalitäten und -bedingungen für die
Zusammenschaltung nebst Preisen gemäß den europäischen Vorschriften
veröffentlicht . Die sogenannten Interconnection-Tarife entscheiden maßgeblich
über die Ausgangsposition der privaten Mitbwerber wie o.tel.o , Viag Interkom
und auch WorldCom . In Dänemark und Italien wurden die Mitbewerber ebenfalls
noch nicht über die Basiskosten unterrichtet . Dieser Vorwurf richtet sich auch
an Portugal und Belgien . Belgien ist mit sieben Versäumnispunkten der
Spitzenreiter der Schwarzen Liste . Die Telekom fühlt sich nicht angesprochen
und verweist bei Anfragen auf das Bundesministerium für Post und
Telekommunikation . Christiane Schulzki-Haddouti US-Firma : 2,5 Gigabit/s per
Stromkabel Das in Dallas , Texas , beheimatete Unternehmen Media Fusion will
einen Durchbruch bei der Datenübertragung über Stromleitungen erzielt haben .
Die Firma hat nach eigenen Angaben US-Patente für ein System erhalten , das
theoretisch 2,5 Gigabit pro Sekunde übertragen und mehr als 3000 Kilometer ohne
Regenerator überbrücken kann . Der Wert liegt um Größenordnungen höher als bei
aktuellen Übertragungsmedien wie Telefonleitung , TV-Kabel und Glasfaser . Wegen
der hohen Reichweite nennt Media Fusion sein System " Powerline Area Network " (
PAN ) . Bei allen Übertragungssystemen ist die Reichweite mit ausschlaggebend
für deren Erfolg . Kürzlich erst hatte sich der kanadische Kommunikationsriese
Nortel aus der Entwicklung der Powerline-Technik zurückgezogen , weil er dem
eigenen System keinen kommerziellen Erfolg zutraute . Das Verfahren nutzt nicht
das gesamte Stromnetz für den Datentransport , sondern nur den einige hundert
Meter langen Teil ab dem Transformator , in das ein Verteiler das Datensignal
einspeist . In den USA sind aber meist nur eine Handvoll Haushalte an einen
Transformator angeschlossen . Im Verhältnis zur möglichen Kundenzahl wäre die
benötigte Menge der Verteiler zu hoch gewesen , kommentierten Fachleute Nortels
Ausstieg . Das texanische System soll dagegen mit wenigen Regeneratoren
auskommen , und da das Signal angeblich auch über den Transformator hinwegreicht
, würde Media Fusion auch nur wenige Einspeisepunkte benötigen - der
Installationsaufwand wäre drastisch niedriger . Über Einzelheiten des Verfahrens
schweigt sich das Unternehmen aus - angeblich weil es fürchtet , dass seine
Erfindung abgekupfert wird . Einzige Andeutung : " Klingt nach Voodoo " , sagt
mancher Experte angesichts fehlender physikalischer Beschreibungen des
Verfahrens . Andererseits konnte Media Fusion anscheinend immerhin einen
US-Stromerzeuger von seinem System überzeugen : Dem Vernehmen nach ist zusammen
mit Cimmaron Electric aus Oklahoma ein Feldversuch mit 1500 Teilnehmern geplant
. Vielleicht beantwortet das Projekt , das in den nächsten Monaten starten soll
, dann nicht nur die Frage , ob das Verfahren brauchbar ist , sondern auch wie
es sich mit Funkdiensten verträgt , die denselben Frequenzbereich nutzen .
Verband fordert unabhängige Regulierungspolitik Als Hoffnung auf weitestgehende
Kontinuität an der Spitze der Regulierungsbehörde begrüßt der Verband der
Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten ( VATM ) die heutige Wahl
von Matthias Kurth zum neuem Präsidenten der RegTP durch deren Beirat . " Unsere
Mitgliedsunternehmen vertrauen darauf , dass auch unter der Präsidentschaft von
Matthias Kurth die bisher verfolgte starke und unabhängige Regulierungspolitik
im Sinne des Wettbewerbs fortgesetzt wird " , kommentiert VATM-Präsident Joachim
Dreyer den Wechsel . Er wurde durch den Rücktritt von Klaus-Dieter Scheurle
notwendig . Die Amtsübernahme durch den bisherigen Vizepräsidenten der RegTP
erfolge zu einem Zeitpunkt , zu dem das Schicksal des Wettbewerbs und damit die
gesamte Entwicklung des deutschen Telekommunikationsmarktes mehr denn je
abhängig sei von einer klaren ordnungspolitischen Zielsetzung seitens des
Regulierers , meint der Verband . Der Verband sieht die Lage für den
Telekom-Mitbewerb nicht rosig . Noch immer sei die Zukunft von Call-by-Call
völlig offen , meint man beim VATM und tadelt eine " Behinderungspraxis " beim
Wechsel von Telekom-Kunden zu den Wettbewerbern . Die formal noch erforderliche
Zustimmung der Bundesregierung zur Wahl von Kurth gilt nach Angaben des Beirats
der Regulierungsbehörde als sicher . In etwa drei Wochen sei mit der offiziellen
Ernennung zu rechnen . Der 48-Jährige Kurth führt das Amt bereits seit einiger
Zeit kommissarisch . Kurth ist seit gut einem Jahr einer von zwei
Vize-Präsidenten der Bonner Behörde . Als Staatssekretär von 1994 bis 1999
arbeitete er als Vertreter Hessens an der Entwicklung des
Telekommunikationsgesetzes mit . Bevor Kurth zur Regulierungsbehörde kam , war
er Mitglied der Geschäftsführung der Frankfurter Telefongesellschaft Colt
Telecom GmbH . Video-Clips per Internet Wie schon von manchem Experten
vorhergesagt , bekommt das digitale Fernsehen - hierzulande von Zuschauern
ohnehin verschmäht - Konkurrenz vom Internet . AtHome , ein US-amerikanischer
TV-Kabelnetzbetreiber , der gleichzeitig Highspeed-Internet-Zugänge über
Megabit-schnelle Kabelmodems anbietet , will seinen rund 330.000 Kunden
demnächst Video-Clips in " Fast-Fernsehqualität " anbieten . Dabei soll die
Streaming-Technik von RealNetworks zum Einsatz kommen . Der Deal der beiden
Unternehmen ist nach Expertenmeinung ein weiteres Indiz für die zunehmende
Entwicklungsgeschwindigkeit von sogenannten Breitband-Internet-Diensten . Auch
die Telekom hat mit dem schon vereinzelt vermarkteten ADSL eine
Highspeed-Technik im Portfolio , die sich für ähnliche Anwendungen eignet .
Bereits Anfang letzten Jahres demonstrierte die Telekom die Übertragung von
MPEG2-Videos über vergleichsweise langsame 2-MBit/s-Leitungen . Kabelmodems
erreichen hingegen je nach Bauart bis zu 40 MBit/s . 248 MBit/s über normale
Telefonleitung Der unabhängige deutsche Erfinder Raimund Kaiser will ein
Verfahren entwickelt haben , das auf der herkömmlichen Telefonleitung bis zu 248
MBit/s befördern kann . Aktuelle Highspeed-Techniken für den Internet-Zugang
über die Telefonleitung wie etwa ADSL bieten dagegen nicht mehr als 8 MBit/s .
Bei dem Verfahren von Kaiser wird die Telefonleitung anders als bisher genutzt :
Die beiden miteinander verdrillten Drähte , aus der eine Telefonleitung besteht
, sollen in separate Leitungen aufgetrennt und jeweils lokal geerdet werden .
Weiterhin legt der Erfinder den Senderausgang niederohmig und den
Empfängereingang hochohmig aus , was zu einer weitaus besseren Signalübertragung
führen soll . Bislang konnte Kaiser sein System im Labor prüfen , doch Zweifel
sind angebracht , ob die Technik auch praxistauglich ist . Peter Schumann ,
Lehrbeauftrager für Nachrichtentechnik an der Fachhochschule Hannover , räumt
lediglich ein , dass ein solcher Testaufbau bei halbwegs störungsfreier Umgebung
und exzellenter Erdverbindung funktionieren kann . Jedoch sei eine verdrillte
zweiadrige Leitung gerade deshalb notwendig , weil sie unter realen Bedingungen
die Einkopplung von Störungen auf ein erträgliches Maß senkt . Trennt man sie
auf , wie es Kaiser vorschlägt , würde man Störungen Tür und Tor öffnen ( etwa
Übersprechen von benachbarten Leitungen eines Kabelschachts , oder Störungen ,
die durch den Spannungsfall an dem gemeinsamen Rückleiter auftreten ) . Wer sich
mit Netzwerktechniken auskennt , stellt sich angesichts der Beschreibung des
Verfahrens von Kaiser allerdings sowieso Frage , warum die Hersteller von
Ethernet noch nicht auf diese Idee gekommen sind . So wird etwa schon bei Fast
Ethernet mit 100 MBit/s ein hoher Aufwand bei der Verkabelung getrieben , um die
Datenübertragung vor elektrischen Störungen zu schützen . Zudem sind die
Bedingungen in einem LAN hinsichtlich möglicher Störquellen meist weitaus besser
kontrollierbar als im öffentlichen Telefonnetz . Ein Härtetest für Raimund
Kaisers Technik steht noch aus - bislang haben einige Unternehmen lediglich ihr
Anfangsinteresse bekundet . Wie auch immer der notwendige Feldversuch ausgehen
mag - andere Highspeed-Techniken aus der DSL-Familie mit deutlich höherer
Datenrate als etwa bei ADSL könnten in Deutschland schon bald eingeführt werden
. VDSL ( Very High Data Rate Digital Subscriber Line ) kann Daten aus dem
Internet mit rund 50 MBit/s heranschaffen . In der selben Highspeed-Klasse
spielt auch das TV-Kabel . Der Großteil der hiesigen TV-Kabelnetze muss für die
Datenübertragung allerdings noch umgerüstet werden . Bildtelefon in der
Armbanduhr Es sieht aus wie eine Armbanduhr , ist aber ein Telefon und verfügt
sogar über einen Internet-Zugang . Damit lassen sich sowohl Daten aus dem Web
abrufen als auch Videoclips übertragen oder sogar Bildtelefonate führen . Wie
Philips in Hamburg mitteilt , arbeitet das WristPhone mit einem QUBiC3-Chip .
Die QUBiC3-Technologie ermöglicht dem Unternehmen zufolge den Umgang mit großen
Datenmengen , wie er etwa beim Übertragen von Videos notwendig ist . Die gesamte
Elektronik findet auf der Fläche eines Fünf-Mark-Stücks Platz . Ob und wann die
WristPhones in Serienfertigung gehen , steht laut Philips noch nicht fest . Eine
ähnliche Studie konnte kürzlich auch Japans Telefon-Gigant NTT demonstrieren .
Allerdings basiert die Fernost-Armbanduhr auf dem japanischen Mobilfunksystem
Personal Handyphone System , das inzwischen rückläufige Anwenderzahlen aufweist
. Konzertkarte per Kurznachricht bezahlen Grundlage ist der
Kurzmitteilungsdienst SMS ( Short Message Service ) . Der Handy-Benutzer sendet
eine SMS zum Beispiel mit dem Inhalt " Cola " , " Fanta " oder " Sprite " an
eine dem Automaten zugeordnete Rufnummer . Dabei muß man die SMS-Zentrale von
Dr. Materna verwenden . Die Kosten werden über die D2-Telefonrechnung eingezogen
. Im Automaten befindet sich ein Nokia Communicator C9000i , der mit der
SMS-Zentrale per Funk und mit dem Automaten per RS-232-Kabel kommuniziert . Das
System ließe sich auch auf andere Anwendungen anpassen , etwa für den Verkauf
von Konzerttickets oder Parkscheinen . Ohne Highspeed-Mobilfunk keine Zukunft
Mobilfunkbetreiber ohne Lizenz für den schnellen Mobilfunk UMTS ( Universal
Mobile Telecommunication System ) werden nach Ansicht von Viag-Interkom-Chef
Maximilian Ardelt keine Zukunft haben . Daher werde auch sein Unternehmen alles
daran setzen , um in Deutschland eine der vier bis sechs Lizenzen zu erhalten .
" Wir haben hierzu keine Alternative " , betonte Ardelt . Allerdings seien die
Unternehmen der Branche und auch die Regulierungsbehörde in Bonn sichtlich
erschrocken darüber , welche Milliarden-Beträge in Großbritannien für diese
Lizenzen geboten würden . Diese Summen können nach Ansicht von Ardelt die
Verbreitung der UMTS-Nutzung nachhaltig behindern , da sie die späteren
Dienstleistungsangebote erheblich verteuern könnten . Ardelt kritisierte in der
Zeitung auch , dass in Europa kein einheitliches Verfahren für die Vergabe der
Lizenzen gewählt worden sei . In Spanien wurden die Lizenzen per Ausschreibung
ausgegeben und in Italien und Portugal kommt das gleiche Verfahren zum Zuge .
Internet-Telefonie : Vocaltec kooperiert Diese Allianz soll Vocaltecs populäre
Software Internetphone mit Digitals weltweitem Vertriebsnetz kombinieren .
Gleichzeitig sollen Digitals Fähigkeiten zur Integration von Telefonie-Systemen
zum Einsatz kommen . Die Zusammenarbeit soll Abrechnungssysteme schaffen und
Komfortfunktionen herkömmlicher Telefone wie zum Beispiel Anklopfen einbringen .
Bereits im letzten Jahr kaufte sich die Deutsche Telekom bei Vocaltec mit 21,1
Prozent ein . Eine weitere Vereinbarung mit Lucent Technologies und der ITXC
Corporation soll das Zusammenspiel zwischen verschiedenen IP-Telefonen
ermöglichen . Trotz Normungsversuchen ist bis heute keine Verbindung zwischen
verschiedenen Plattformen möglich . ITXC will als erster Carrier ein
funktionsfähiges IP-Telefonnetzwerk mit Produkten von Vocaltec und Lucent
aufbauen . Carsten Fabich Mobile Banking für Psion Der PDA-Hersteller Psion und
das Hamburger Unternehmen Netlife wollen gemeinsam Finanzdienstleistungs- und
Börsenprogramme für das Betriebssystem EPOC entwickeln . Die Programme sollen
auf dem neu vorgestellten 32-Bit-Handheld-Computer Psion 5mx Pro laufen .
Netlife wird auf EPOC-Basis e-banking-Anwendungen entwickeln , die neben
Standardanwendungen wie Kontoführung und Überweisung auch Börsen-Funktionen
beinhalten . Dazu zählen unter anderem Kursabfragen , Charts und Depotverwaltung
. Die beiden Unternehmen wollen ihre Anwendungen zunächst nur in Deutschland
anbieten . Später sollen Österreich und die Schweiz folgen . Viag Interkom hat
die Testphase seines ersten Verbundprodukts Genion abgeschlossen . Der unter dem
Arbeitstitel Homezone bereits zur CeBIT vorgestellte Dienst soll nun ab dem 1.
Juli erstmals Festnetz- und Mobiltelefonie zusammenführen . Bei Genion erkennt
das Netz selbständig , wo sich der Kunde befindet : Zu Hause wird auf die
Festnetztarife von Viag Interkom umgestellt , unterwegs gelten die
Mobilfunktarife . Dem Teilnehmer signalisiert ein symbolisches Haus sowie der
Schriftzug " home " im Handy-Display , ob er zu Homezone-Tarifen telefoniert .
Viag Interkom peilt mit Genion zwei Kundengruppen an . Zur ersten Gruppe gehören
Haushalte oder Geschäftskunden , die einen zweiten Anschluß benötigen . Sie
erhalten zusätzlich zur zweiten Rufnummer ein vollwertiges Mobilfunkgerät . Zur
zweiten Gruppe gehören diejenigen , die ihren bisherigen Festnetzanschluß
vollständig mit Genion ersetzen wollen . Der Kunde kann in diesem Fall die
bisherige Rufnummer mit Genion weiternutzen . Die Grundgebühr beträgt 34,95 Mark
im Monat . Die Gesprächstarife aus der Homezone heraus sind dagegen im Vergleich
zu früheren Plänen deutlich gesunken : Ortsgespräche kosten in der Freizeit 5
Pfennige pro Minute , in der Hauptzeit 10 Pfennige . Eine Ferngesprächsminute
wird in der Hauptzeit mit 15 Pfennigen berechnet , in der Freizeit mit 10
Pfennigen . Die Mobiltarife bleiben unverändert ( 29 Pf/Min bis 1,29 Pf/Min je
nach Tageszeit und Aufenthaltsort ) . Politiker gegen Kartellausnahmen beim
Kabelnetzverkauf Für Liberty Media , den vermutlich neuen Eigner von sechs
TV-Kabelnetzgesellschaften , soll es keine kartellrechtlichen Ausnahmen geben ,
fordert der Kultur- und medienpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion
, Dr. Norbert Lammert . Das Bundeskartellamt prüft derzeit den Vertrag zwischen
Telekom und Liberty , weil der amerikanische Investor auch an Programmanbietern
wie AOL Time Warner , News Corporation oder Discovery Channel beteiligt ist ,
die er in die nun erstandenen Breitbandkabelnetze einspeisen möchte . Jedoch
pocht Medienberichten zufolge Liberty-Chef John Malone auf Schutz seitens der
Bundesregierung vor kartellrechtlichen Konsequenzen . Lammert meint dazu : "
Eine Aushebelung möglicher Einwände des Bundeskartellamts durch eine Erlaubnis
des Bundeswirtschaftsministers ist nicht im Interesse der deutschen
Rundfunklandschaft " . Eine Ministererlaubnis wäre erforderlich , falls das
Bundeskartellamt die Übernahme der Kabelnetze durch Liberty Media ablehnen würde
. Das , so Lammert , " würde das ursprüngliche Ziel , mehr Wettbewerb zu
erreichen , auf den Kopf stellen , wenn Kabelbetrieb und Programmangebot in
einer Hand sind " . Schon gar nicht komme eine entsprechende Zusage des
Bundeskanzlers , um die sich Liberty-Präsident John Malone derzeit auch bemühen
soll , vor Ende der Kartellprüfungen in Betracht . Zuvor schon hatten Kritiker
vor einer zu hohen Machtkonzentration gemahnt . Bereits 1994 hat das
Bundeskartellamt eine Zusammenarbeit auf diesem Gebiet zwischen der Deutschen
Telekom , Bertelsmann und der Kirch-Gruppe abgelehnt . Wegen des neuen Eigners
fürchten die privaten Fernsehanbieter nun um die Durchleitung ihrer Programme in
den Breitbandkabelnetzen . Der Platz ist angesichts voll ausgelasteter
Bandbreite der TV-Kabel schon jetzt umkämpft . Doch der aktuelle
Rundfunkstaatsvertrag sieht nur eine Einspeisungspflicht für die
öffentlich-rechtlichen Programme vor . " Diese einseitige Regelung ist nicht
mehr zeitgemäß , weil inzwischen auch private Sender zu den etablierten
Programmen in der Bundesrepublik zählen " , kritisiert Lammert die aktuelle
Regelung . " In Zukunft sollte auch für die privaten Rundfunkanbieter der
diskriminierungsfreie Zugang zum Breitbandkabelnetz gewährleistet sein " ,
fordert Lammert . Die Deutsche Telekom war 1999 nach einer Anordnung der
Europäischen Union gezwungen , sich von ihrem Breitbandkabelnetz zu trennen .
Begründung : Das Breitbandkabelnetz versorgt rund 60 Prozent der deutschen
Haushalte mit TV-Programmen via Kabel . Nordisches Mac-Modem Safire 560 Voice
nennt sich ein neues Voice-Faxmodem der dänischen Firma Lasat , das im Vertrieb
der format network & communication erhältlich ist ( www.format.de ) . Neben den
gängigen DFÜ-Standards ( V.34 , V.42 , V.42bis ) kann es Daten nach dem
Rockwell-Verfahren K56Flex mit 56 Kilobit pro Sekunde empfangen . Im
Sendebetrieb erreicht es standardgemäß bis zu 33.6 KBit/s . Darüber hinaus
unterscheidet das Safire 560 zwischen Daten- und Sprachanrufen und kann mit dem
SVD-Verfahren ( Simultaneous Voice over Data ) sogar beides gleichzeitig über
eine Leitung schicken . Das eingebaute Flash-ROM gestattet ein bequemes Update .
Zum Preis von 349 Mark erhält man das Modell mit diverser Software , einem
Mikrofon , Lautsprecher und Anschlußkabeln für den Mac . Eine mitgelieferte
Datenbank soll beliebige Konfigurationen besonders einfach machen . Flandern :
Telefonieren per TV-Kabel In Belgien will die Firma Telenet mit Motorola ihr
Fernsehkabelnetz für Telefonie und Datenübertragung erschließen . Rund 10.000
der neuartigen Telefonanschlüsse will der Kabelnetzbetreiber mittels eines beim
Kunden installierten Kabelmodems namens CyberSurfr realisieren . Die Box kann
auch Daten übertragen , und zwar mit bis zu 10 MBit/s . CyberSurfr setzt auf dem
von der ETSI ( European Telecommunications Standardization Institute )
definierten Verfahren V5.2 auf , das speziell für die Sprachübermittlung in
Kabelnetzen entwickelt wurde . An der Telekom vorbei Die Telefongesellschaft
o.tel.o , Düsseldorf , testet ein Richtfunksystem , mit dem sie
Kommunikationsdienste einschließlich Sprachübertragung unabhängig von der
Telekom anbieten kann . Das " solaris 1 " genannte Punkt-zu-Multipunkt-System ,
das von Bosch Telecom entwickelt wurde , soll vor allem Geschäftskunden direkt
an das Glasfasernetz von o.tel.o anbinden . Funksysteme , die zum Beispiel auch
die Berliner Firma Krone anbietet , ersparen teuere Erdarbeiten , die bei
drahtgebundenem Telefonanschluß nötig sind . Bei erfolgreichem Test will o.tel.o
das System 1998 interessierten Kunden anbieten ( 0211/4748000 ) . Erstes
WAP-Gerät lieferbar Während Mobilfunk-Nomaden ihre Aufmerksamkeit seit Monaten
auf das Erscheinen des ersten serienreifen WAP-Handys von Nokia richten , hat
Ericsson sein erstes WAP-Gerät , den Organizer MC218 , ganz ohne Tamtam bereits
in die Läden gebracht . In Verbindung mit einem Ericsson-Handy eignet sich der
Organizer für die E-Mail- , SMS- und Faxkommunikation und bietet natürlich die
klassenüblichen Anwendungen Kalender , Terminverwaltung , Textverarbeitung ,
Diktiergerätfunktion und anderes mehr . Das herausragende Merkmal des MC218 ist
aber der neu entwickelte WAP-Browser ( Wireless Application Protocol ) . Dank
WAP lassen sich speziell vorbereitete Internet-Seiten - etwa Börsenkurse ,
Restaurant- und Kinotips oder die Infos aus dem eigenen Unternehmen - unterwegs
laden . Obendrein verfügt der MC218 auch über einen Internet-Browser mit dem er
herkömmliche Internet-Inhalte darstellt . Im Lieferumfang enthalten ist ein
Infrarot-Modem für Ericsson-Handys sowie eine Software zum Austausch von Dateien
und zur Synchronisation von Adressen und Terminen mit dem PC . Der MC218 kostet
rund 1400 Mark . Sony wählt PalmOS statt Windows CE Der japanische
Elektronik-Riese Sony will künftig enger mit der 3Com-Tochter Palm Computing
zusammenarbeiten . Sony wird das PalmOS lizenzieren , während sich Palm
Computing verpflichtet , Sonys Memory-Stick-Technik auf der Palm-Plattform für
Speicherung und Datenaustausch zu nutzen . Die von Palm Computing um die
Memory-Stick-Technik aufgewertete Palm-Plattform soll auch an Drittanbieter
lizenziert werden . Sony plant auf Grundlage des PalmOS nicht nur elektronische
Organizer zu entwickeln , sondern will das PalmOS als Grundlage für " eine
Vielzahl von mobilen , drahtlosen und telekommunikationsfähigen
Consumer-Produkten " nutzen . Zusätzlich vereinbarten Palm und Sony die
gemeinsame Entwicklung einer zukünftigen Version des PalmOS-Betriebssystems ,
die neben der Memory-Stick-Technik noch weitere Sony-AV-Techniken beinhalten
soll . Auch diese Früchte der Zusammenarbeit gedenkt man an Drittanbieter zu
lizenzieren . Damit hat das japanische Unternehmen Microsofts Betriebssystem
Windows CE verschmäht . Erst kürzlich konnte Palm Computing eine Kooperation mit
dem finnischen Handy-Hersteller Nokia vermelden . Nokia beabsichtigt die
PalmOS-Benutzungsoberfläche und -anwendungen in das Handy-Betriebssystem Symbian
einzubinden . Taschen-PC mit WAP-Browser von E-Plus Ab sofort bietet E-Plus
gemeinsam mit Compaq und Siemens ein Minibüro für mobiles Internet an . Das
Komplettpaket wurde insbesondere für die Nutzung der WAP-Dienste geschnürt ,
nachdem WAP-Handys immer noch rar sind . Das Angebot besteht aus dem Organizer
Compaq Aero 1500 mit eingebautem WAP-Browser , einem Siemens Handy S25 sowie dem
Time&More-Tarif des Netzbetreibers . Das S25-Handy empfängt die WAP-Seiten via
GSM-Funkverbindung und reicht sie per Infrarotübertragung auf das Display des
143 Gramm leichten Windows-CE-Computers weiter . Darüber hinaus eignet sich das
Duo für die E-Mail- , SMS- und Faxkommunikation . Das S25 verfügt nur über eine
WAP-Vorversion , die nicht für den Betrieb in deutschen GSM-Netzen geeignet und
daher abgeschaltet ist . Compaqs Taschen-PC ist mit einem Arbeitsspeicher von 16
MByte ausgestattet . Der Bildschirm , ein Monochrome-Display , misst in der
Diagonalen etwas über zehn Zentimeter und ist damit deutlich größer als gängige
Handy-Displays . Der Compaq Aero bietet weiterhin Funktionen wie Kalender oder
Notizblock . Das Paket bietet E-Plus zu einem Preis von 999 Mark an - jedoch nur
" in ausgewählten Shops " , wie es heißt . Eine WAP-Minute kostet bei E-Plus 39
Pfennig . Die übrigen Gesprächskosten entsprechen dem gewählten Tarif . Die
Einrichtung des WAP-Dienstes ist kostenlos . Debitel und Mobilcom planen
gemeinsames UMTS-Mobilnetz Die Telefongesellschaften Debitel und Mobilcom wollen
über ein Gemeinschaftsunternehmen eine Lizenz für die dritte Mobilfunkgeneration
ersteigern . Wenn der Plan aufgeht , soll die Lizenz beiden Partnern dienen .
Erst kürzlich hatte Debitel angekündigt , das Unternehmen wolle sich im
Alleingang eine Lizenz für den künftigen Standard UMTS ( Universal Mobile
Telecommunications System ) sichern . Offenbar bezweifeln die Stuttgarter
mittlerweile , im Bieterwettstreit aus eigener Kraft bestehen zu können . "
Gemeinsam sind wir die mit Abstand aussichtsreichsten Kandidaten für den
wirtschaftlich erfolgreichen Betrieb eines UMTS-Netzes " , erklärte Debitel-Chef
Dr. Joachim Dreyer bei der Bekanntgabe der Allianz . Mit dem Universal Mobile
Telecommunications System wollen Debitel und Mobilcom vor allem Festnetz- und
Internet- sowie Mobilfunkdienste anbieten . Die Gesellschaften sind die größten
Komplettanbieter für alle flächendeckenden Mobilfunknetze in Deutschland . Damit
könne man via UMTS-Technik rasch für Millionen von Kunden Multimedia-Dienste
erschließen . " Wir würden also nicht erst bei Null beginnen " , so Dreyer
weiter . Im Gemeinschaftsunternehmen wollen Debitel und Mobilcom jeweils 50
Prozent der Anteile halten . Andere Unternehmen seien jedoch als
Geschäftspartner ausdrücklich willkommen . UMTS erreicht unter besten
Bedingungen Übertragungsraten von 2 MBit/s . Verfechter der Technik rechnen
damit , dass bislang dem Festnetz vorbehaltene Multimedia-Dienste damit auch
über Mobilfunk verfügbar werden . Die Versteigerung der UMTS-Lizenzen kann aber
vermutlich erst im Juli nächsten Jahres stattfinden , da die letzten Eckpunkte
des Verfahrens noch nicht festgelegt sind . ADSL kommt in Schwung Die Berliner
Firma TCP/IP will ab Januar 2000 Internet-Zugänge per ADSL-Technik in rund 40
Städten anbieten . In der langsamsten Version , in der Contrib.ADSL Daten aus
dem Internet mit 2 MBit/s anliefert ( Downstream ) und mit 200 kBit/s versendet
( Upstream ) , kostet der Dienst 990 Mark pro Monat . Für die Einrichtung sind
einmalig 990 Mark zu bezahlen . Die Anbindung lässt sich jederzeit ohne
zusätzliche Installationskosten auf 4/0,4 MBit/s oder 6/0,6 MBit/s ausbauen . Je
1 GByte Übertragungsvolumen ist im Preis inbegriffen . Über dieses Limit hinaus
sind die Volumenpreise in drei Stufen gestaffelt : Internet-Mini-PC von Siemens
und Casio Siemens und der japanische Hersteller Casio wollen gemeinsam einen
Mobiltelefon-Computer mit Internetzugang entwickeln und verkaufen . Wie beide
Unternehmen heute mitteilten , soll der PC im Westentaschenformat bereits auf
der CeBIT 2000 in Hannover vorgestellt werden . Er biete digitale Musik und
Videos , Internet-Zugang , GSM-Funktelefon und E-Mail-Abruf . Ein Prototyp soll
im Februar vorliegen . Casio ist zwar als Hersteller von Taschen-PCs aktiv ,
musste jedoch bisher dem Mobilfunkboom in Europa mangels eigener GSM-Aktivitäten
tatenlos zusehen . WAP-Verzögerung bei Viag Interkom Technische Probleme
verhindern bislang die Einwahl auf dem WAP-Server des Mobilnetzbetreibers Viag
Interkom . Auf Nachfrage von c't erklärte Roland Kuntze , Pressesprecher des
Unternehmens , dass der Zugang vermutlich erst " in den nächsten Tagen "
freigeschaltet wird . Leider schlägt auch der Versuch fehl , die WAP-Dienste der
Telekom-Tochter T-Mobil über ein Viag-Handy zu nutzen - diese stehen zwar schon
seit Anfang November zur Verfügung , aber eben nur für D1-Kunden . Das
Roaming-Abkommen zwischen den beiden Unternehmen , dem zufolge Viag-Nutzer bei
schlechter oder fehlender Heimnetzversorgung auf das D1-Netz von T-Mobil
ausweichen können , umfasst offenbar nur den Sprachdienst . Aber auch die
übrigen Netzbetreiber E-Plus und Mannesmann lassen derzeit jeweils nur ihre
eigenen Kunden an die WAP-Trichter . EU-Kommissar : Surfen ist zu teuer Die
EU-Kommission macht weiter Druck bei der Öffnung lokaler und regionaler
Telefonnetze . Noch in diesem Jahr will die Kommission für mehr Wettbewerb in
dieser Sparte sorgen . Liikanen hatte schon im vergangenen Jahr die zu hohen
Preise von Ortsgesprächen beklagt . Deutschland gehört laut Liikanen mit
Österreich , Dänemark , Finnland und den Niederlanden zu den EU-Ländern , die
bereits eine Öffnung der lokalen Netze verlangten . Erste technische Schritte
sind in Deutschland zwar erfolgt : Mit der Frequenzvergabe für die drahtlose
Anschlusstechnik Wireless Local Loop ( WLL ) ist der Weg für eine billigere
Anschlusstechnik geebnet ; aufwändige Erdarbeiten für neue Kabel sind nicht
nötig . Jedoch hat bislang noch keiner der Lizenznehmer die WLL-Technik in
großem Stil eingesetzt - obendrein interessieren sich die Anbieter derzeit mehr
für den lukrativen Geschäftskundenmarkt . Highspeed-Internet von TelDaFax
Siemens soll für den Netzbetreiber TelDaFax breitbandige Teilnehmeranschlüsse
auf Basis der SDSL-Technik ( Symmetric Digital Subscriber Line ) einrichten .
Wie Siemens in einer Pressemeldung am Donnerstag mitteilte , wird der Konzern
als Generalunternehmer eine schlüsselfertige Lösung aus der Produktfamilie
Surpass installieren , die TelDaFax-Kunden ab Oktober 2000 zunächst in neun
Ballungsgebieten nutzen können . Mittels der SDSL-Technik , die sich TelDaFax
rund 100 Milllionen Euro kosten läßt , will das Telekommunikationsunternehmen
einen 30-fach schnelleren Internetzugang als über herkömmliches ISDN bieten .
TelDaFax sieht im wesentlichen klein - und mittelständische Unternehmen als
Zielgruppen , erwägt aber auch , die breitbandigen Anschlüsse Privatkunden
anzubieten . Obendrein plant das Unternehmen , SDSL sukzessive auch bundesweit
einzuführen . Bislang konzentrieren sich alle Anbieter von DSL-Techniken auf die
lukrativen Ballungsgebiete . SDSL befördert Daten anders als ADSL in beiden
Richtungen gleich schnell . Das Siemens-System soll maximal 2 MBit/s erreichen .
Telefonnetze : Funk statt Draht Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation
und Post hat die Ausschreibung der Frequenzen für drahtlose
Teilnehmeranschlußleitungen eröffnet ( Wireless Local Loop , WLL ) . Damit kommt
endlich Bewegung in den Markt der Ortsgespräche , den bislang die Telekom
unangefochten dominiert , da sie praktisch als einziger Netzbetreiber über
eigene Teilnehmeranschlüsse verfügt . Da Erdarbeiten sehr aufwendig sind ,
halten sich die Telekom-Wettbewerber mit Investitionen in diesem Bereich zurück
. Eine preiswertere Alternative ist die Richtfunktechnik , die zum Beispiel in
den USA schon seit Jahren gebräuchlich ist . Hierzulande kam sie aber nicht zum
Zuge , da sich in den Ballungsgebieten die Aspiranten um mehr Frequenzen
bewerben , als verfügbar sind . Aber auch für Bereiche , in denen das Angebot
mit der Nachfrage mithält , teilt die Regulierungsbehörde erst seit März
Frequenzen zu . An der Ausschreibung können alle Lizenzinhaber der Klasse 3
teilnehmen , unabhängig davon , ob sie sich schon am Antragsverfahren beteiligt
hatten . Details hat die Regulierungsbehörde in ihrem Amtsblatt vom 14. April 99
veröffentlicht . Danach kommen Frequenzen im Bereich von 3410 bis 3580 MHz sowie
im 26-GHz-Bereich in 67 beziehungsweise 195 Versorgungsbereichen zur
Ausschreibung . Regionalanbieter locken mit kostenlosen Ortsgesprächen Der
regionale Telefonanbieter Osnatel in Osnabrück bietet von Juli an kostenlose
Ortsgespräche . Für derzeit rund 1500 Kunden werde das innerörtliche Telefonat
künftig rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche kostenfrei sein , sofern
der Gesprächspartner ebenfalls Osnatel-Kunde ist , teilte das Unternehmen am
Freitag mit . Neben Osnatel bieten bereits eine Reihe regionaler Anbieter in
Deutschland kostenlose Ortsgespräche an . Die Mobilcom AG hat ein ähnliches
Verfahren in mehreren deutschen Ballungsräumen eingeführt , die Deutsche Telekom
bietet über ihren XXL-Tarif kostenlose Gespräche zumindest an Sonntagen .
Verband : Handygebühren werden weiter sinken Heutige Handy-Nutzer müssen nach
Einschätzung des Deutschen Verbandes für Post und Telekommunikation wegen der
hohen Kosten für die UMTS-Lizenzen nicht tiefer in die Tasche greifen . Es sei
im Gegenteil davon auszugehen , " dass die Kosten runtergehen werden " , sagte
der Vorstandsvorsitzende des Verbandes , Manfred Herresthal , am Mittwoch im
Saarländischen Rundfunk . Deutschland habe im Vergleich zu anderen Ländern viel
zu hohe Gebühren . Da der neue Mobilfunkstandard der dritten Generation ( UMTS )
erst 2003 eingeführt werden solle , könnten die etablierten Betreiber sich bis
dahin noch " eine goldene Nase " verdienen . Ob die UMTS-Technik ein Erfolg
werde , hänge auch von den Kosten ab . Fachleute haben schon im Vorfeld der
Versteigerung der UMTS-Funklizenzen befürchtet , dass die enormen
Ersteigerungskosten zu höheren Verbraucherpreisen führen könnten . Nicht zuletzt
deshalb stand das Lizenz-Vergabeverfahren der Regulierungsbehörde für
Telekommunikation und Post in der Kritik . HBCI-Internetbanking für Linux Als
nach eigenen Angaben erste deutsche Firma bietet Matrica eine
Internetbanking-Software für das Betriebssystem Linux an . Eine Variante für
Windows-PCs gibt es ebenfalls . Beide Versionen stützen sich auf das
Kommunikations- und Verschlüsselungsverfahren HBCI ( Homebanking Computer
Interface ) . Moneyplex , so der Name der Software , kann ab sofort im Rahmen
eines öffentlichen Betatests kostenlos heruntergeladen werden . Moneyplex
erlaube es Zahlungsaufträge auch ohne bestehende Internet-Verbindung
vorzubereiten , um sie während der nächsten Online-Sitzung an die Bank zu
übermitteln , so der Hersteller . Weiter seien umfangreiche Auswertungs- und
Finanzverwaltungsmöglichkeiten vorhanden , auch könne die Software mit mehreren
Mandanten und Konten umgehen . Kunden , die Windows und Linux in Kombination
einsetzen , können mit demselben Datenbestand auf beiden Plattformen arbeiten .
Moneyplex unterstützt alle Kreditinstitute , die das HBCI-Verfahren einsetzen .
Daneben können die Postbank , die Apotheker und Ärztebank , sowie 500 weitere
ausgewählte Banken mittels PIN/TAN-Internetbanking genutzt werden , so Matrica .
Der Einstiegspreis liegt bei 99 Mark . Quantensprung : US Robotics und Rockwell
entwickeln 56-kBit-Modem Gerüchteweise war es bereits auf der CeBIT Home zu
hören , nun ist es Gewissheit . US Robotics wird gegen Jahresende ein
Topspeed-Modem auf den Markt bringen , das den erst kürzlich verabschiedeten
V.34bis-Standard deutlich übertrumpfen wird . Die aktuell schnellsten Modems
übertragen unter optimalen Bedingungen 33600 Bit/s . Das Wall Street Journal
berichtet , daß der Aktienwert des Unternehmens um 9 Prozent zunahm , als die
Nachricht Anfang der Woche an der Börse durchsickerte . Nach Börsenschluß ließ
Rockwell verlauten , daß man ebenfalls an einer 56-kBit-Technologie arbeite und
die erste Demonstration zur Comdex im November geplant gewesen sei . Motorola :
1996 war es noch der Chipsatz " Integrated Receiver Decoder Frontend " , mit dem
Motorola das digitale Fernsehen ins Visier nahm , und nebenbei auch den
Internet-Zugang per TV-Kabel bieten wollte . Inzwischen präsentiert der
Kommunikationsriese mit Blackbird ein drastisch erweitertes Konzept für eine
komplette digitale Settop-Box . Blackbird soll nach Motorolas Vorstellungen
nicht nur digitale TV-Programme empfangen und auf dem Fernseher darstellen ,
sondern als Entwicklungsplattform für Multimedia-Anwendungen mit hohen
Anforderungen an die Grafik-Hardware dienen , aber auch für Audio- und
Video-Applikationen sowie für 3D- und DVD-Spiele und reine DVD-Anwendungen
geeignet sein - die Liste liest sich wie das Pflichtenheft eines schnellen
Multimedia-PCs . Beeindruckender klingt dagegen die Reihe der
Kommunikations-Schnittstellen , mit denen Blackbird aufwartet . Motorolas " PC
ohne PC-Benutzerschnittstelle " soll nicht nur schnelle Netzwerk-Standards wie
ATM und Firewire unterstützen , sondern auch Satelliten-Signale empfangen und
per integriertem Kabelmodem für den superschnellen Internet-Zugang sorgen . Das
Reference Design Kit , welches bereits für Entwickler erhältlich ist , basiert
auf dem PowerPC MPC860SAR sowie dem ProjectX Media-Prozessor und ist mit 8 bis
32 MByte RAM und 2 bis 16 MByte ROM sowie dem Echtzeitbetriebssystem OS-9000 zu
haben . Das Handy in der Armbanduhr Die Firma stellte eine Forschungsstudie für
ein neuartiges Mobiltelefon vor : Es ist in einer Armbanduhr untergebracht und
kommt ohne herkömmlichen Lautsprecher und ohne die übliche " große "
Handy-Tastatur aus . Die Sprachübertragung ins Ohr bedient sich des
Körperschalls , wobei das Signal zunächst vom Gehäuse den Weg in das Handgelenk
des Trägers nimmt . Zu Gehör bringt man das Signal , indem man den Zeigefinger
an das Ohr hält . Im Armband ist ein herkömmliches Mikrofon integriert . Den
Verbindungsauf- und abbau steuert man aber wiederum unkonventionell : Man
schnippt ein oder zwei Mal mit den Fingern . Ob und wann das Forschungsmuster in
konkrete Produkte umgesetzt wird , ist noch offen . SDSL-Anbieter kooperiert mit
Richtfunknetzbetreiber Das Kölner Unternehmen QSC , Anbieter von
Breitband-Zugängen und -Infrastruktur auf SDSL-Basis , hat eine
Vertriebspartnerschaft mit Mediascape Communications , einem
Richtfunk-Netzbetreiber , abgeschlossen . Mediascape soll demnach ihre
Multimedia-Dienstleistungen auch über SDSL-Zugänge anbieten können . " Unsere
Technik hat den Vorteil , dass praktisch jeder Haushalt ans Telefonnetz
angeschlossen ist , und dass sie aufgrund unseres schnellen Netzausbaus schon
jetzt in vierzig Städten verfügbar ist . " Doch die Partner wollen sich nicht
nur bei den Produkten ergänzen , sondern auch von der besseren geographischen
Verbreitung profitieren . Beide Unternehmen haben jedoch als Zielgruppe
lediglich " kleine und mittelständische Unternehmen " auserkoren , eine
Konkurrenz für den preislich deutlich günstigeren Internet-Anschluss per
ADSL-Technik dürfte sich aus der Allianz derzeit nicht ergeben . Auch ADSL ,
eine Technik mittels der die Deutsche Telekom ihre T-DSL-Anschlüsse anbietet ,
setzt auf der Teilnehmeranschlussleitung , der Digital Subscriber Line , DSL ,
auf . Entsprechend sind die Anwendungsschwerpunkte verschieden : Während sich
ADSL gut zum Surfen eignet , das einen Großteil der Daten zum Anwender bringt
und nur wenig Datenaufkommen in Gegenrichtung zu bewältigen hat , dient SDSL
beispielsweise zum Koppeln von Netzwerken , zur Bewegtbildübertragung oder zum
Web-Hosting . Network-Computer : Schneller Schmalhans von Acorn Acorn stellte in
Cambridge coNCord , seinen Next-Generation Network-Computer vor ( NC ) .
Getrieben vom StrongARM , einem 233 MHz schnellen 32-Bit-Prozessor , der 8 MByte
Speicher zur Verfügung hat , richtet sich die schnelle Box an den Consumer
Internet-Markt . Die Bildausgabe erfolgt wahlweise auf einem Fernseher oder
einem Monitor , eine Infrarot-Tastatur läßt sich optional anschließen . Acorn
verhandelt derzeit mit Interessenten über die Lizenzvergabe . Dreifalt :
Faxmodem , ISDN und GSM auf einer PC-Card Weltweite Verwendungsmöglichkeit
verspricht TDK mit der neuen PCMCIA-Karte Global Pro ISDN 3600 , die Kontakt zur
Analog- , ISDN- und GSM-Welt in vielen verschiedenen länderspezifischen
Varianten herstellen kann . Die PCMCIA-Karte verlangt einen Typ-II- oder
III-Steckplatz , mindestens einen 386-Prozessor sowie mindestens MS-DOS 5 oder
Windows 95 . Zusätzlich stellt das Kärtchen analoge Daten- und Faxdienste im
ISDN-Modus zur Verfügung . Global Pro 3600 läßt sich aber auch mit dem
integrierten Faxmodem direkt am analogen Netz mit bis zu 33,6 kBit/s im
Datenverkehr und 14,4 kBit/s im Faxbetrieb nutzen . Ein angeschlossenes Handy
dient als dritter Verbindungsweg . GSM-üblich , erreicht dabei die Fax- und
Daten-Kommunikation maximal 9600 Bit/s . Mit separat erhältlichen Anschlußsets
werden derzeit GSM-Handys von AEG , Matra , Nokia , Nortel und Panasonic
unterstützt , weitere sollen folgen . RFI-Elektronik , Willich , bietet die
Kommunikationskarte zu einem Preis von 1058 Mark , wobei kein Handy-Anschlußkit
enthalten ist . Dafür sind noch rund 250 Mark zu berappen . Klage wegen
überteuerter Handy-Gespräche MCI WorldCom hat bei der EU-Kartellbehörde Klage
gegen fünf europäische Mobilnetzbetreiber eingereicht . Das US-Unternehmen
beschuldigt die deutschen Telefongesellschaften Mannesmann und Telekom , die
niederländischen Firmen KPN und Libertel sowie die schwedische Comviq ,
überhöhte Gebühren für Festnetzgespräche mit Mobilfunkteilnehmern zu verlangen .
Die Beschuldigungen stützt MCI WorldCom auf Zahlen des Beratungsunternehmens DDV
. In der Vergangenheit konnten MCI und andere international operierende
Telefongesellschaften die hohen Preise dadurch umgehen , dass sie Festnetzanrufe
ins Ausland und von dort zurück zum Handy-Anschluss geleitet haben . Dass es
billiger sei , die Rufe über das Ausland zu führen , zeige , wie drastisch die
Preise überhöht seien , sagte Feasey . MCI WorldCom klagt jetzt , weil die fünf
Telefongesellschaften internationale Anrufe zu ihren Handy-Anschlüssen angeblich
blockieren . Die Beschuldigten bestreiten das zwar , doch andererseits beklagen
sich deren Mobilfunkteilnehmer zunehmend , dass sie für ausländische Anrufer oft
nicht zu erreichen sind . Comdex : Erstes Bluetooth-Produkt von Ericsson Der
schwedische Kommunikationsspezialist Ericsson hat auf der Comdex sein erstes
Bluetooth-Produkt vorgestellt . Es ist eine tragbare Funk-Freisprecheinrichtung
, die nur 20 Gramm wiegt und Sprache digital zum Bluetooth-Modul des Handys
überträgt beziehungsweise von diesem empfängt . Wenn das Mobiltelefon klingelt ,
nimmt man den Ruf per Tastendruck auf der Freisprecheinrichtung an . Bei
ausgehenden Telefonaten kann man die Rufnummer diktieren . Die Reichweite
beträgt laut Hersteller bis zu 10 Meter . Das Bluetooth Headset soll sich mit
den Ericsson-Handys T28 , T28 World sowie R320 verstehen und im Sommer 2000 auf
den Markt kommen . Köln : Traumstadt für Power-Surfer Kölner Internet-Anwender
können künftig frei vom Telekom-Zeittakt surfen . Ab Januar 98 bietet NetCologne
einen Pauschalzugang zum hauseigenen Internetknoten - der ist zeitlich
unbegrenzt und kostet nur 35 Mark im Monat . Hingegen kassiert die Telekom
allein für die Verbindungsgebühren tagsüber 4,80 Mark pro Stunde . Aber auch die
anderen Telefongebühren von NetCologne können sich sehen lassen : 6 Pfennig
kostet die Minute Ortsgespräch ins Netz der Telekom , 20 Pfennig verlangt die
Firma für Regionalgespräche bis 50 Kilometer Entfernung und 40 Pfennig für
Ferngespräche ( jeweils Werktags zwischen 8 und 18 Uhr ) . Weitere Einzelheiten
über den Markt der Sprachtelefonie finden Sie in c't 16/97 . Ralf Hüskes Telekom
sträubt sich gegen Call-by-Call Die Verhandlungen zwischen der Telekom und ihren
Konkurrenten über den Gebühreneinzug für sogenannte Call-by-Call-Gespräche sind
gescheitert , teilte der Verband der Anbieter von Telekommunikatons- und
Mehrwertdiensten ( VATM ) mit . Nun wird die Regulierungsbehörde für
Telekommunikation und Post am kommenden Montag über den Streit abschließend
entscheiden . Das Verfahren Call-by-Call erlaubt es Telekom-Kunden , ohne
Wechsel der Telefongesellschaft und lediglich mittels einer Netzkennzahl eines
der Mitbewerber-Netze für jedes einzelne Ferngespräch auszuwählen . Die Kosten
für die Nutzung der Fremdnetze begleicht man bisher automatisch über die
Rechnung der Telekom ; der Ex-Monopolist leitet die eingenommenen Beträge an die
entsprechenden Telefongesellschaften weiter . Dieses sogenannten Inkasso will
die Telekom ab dem 1. April 2000 angeblich aus Kostengründen nicht mehr
weiterführen . Künftig sollen auf den Telefonrechnungen der Telekom die Beträge
für andere Telefongesellschaften nur noch ausgewiesen werden .
Einzelverbindungsnachweise für diese Gespräche würden gar komplett entfallen ,
ginge es nach den Vorstellungen des ehemaligen Staatsbetriebs . Die Beträge für
die anderen Telefongesellschaften müsste der Kunde selbst einzeln überweisen .
Die Regulierungsbehörde sieht darin einen Verstoß gegen die
Kundenschutzverordnung im Telekommunikationsgesetz . Danach hat jeder Kunde ein
Anrecht auf eine einzige Rechnung , die die verschiedenen Posten zusammenfasst .
Die Behörde hatte bereits in der Vergangenheit darauf hingewiesen , dass der
Kunde von jeder Verpflichtung befreit sei , wenn er der Telekom den vollen
Betrag überweist . Hierzu müsste er aber das Lastschrifteinzugsverfahren
kündigen und jeden Monat per Überweisung seine Telefonrechnung bezahlen . Dabei
sei man unter anderem der Forderung der Telekom entgegengekommen und hätte die
Übernahme der Reklamationsbearbeitung zugesagt . Die Telekom forderte jedoch die
vollständige Einstellung des Inkassoverfahrens in zwei Jahren . Hierauf habe man
sich nicht einlassen können , weil dies das Aus für Call-by-Call bedeutet hätte
. Eine Rufnummer für Mobil- und Festnetz Lange erwartet , endlich verfügbar :
Personal Communication Services war während der CeBIT 98 für den Anfang dieses
Jahres angekündigt worden , steht aber erst seit März zur Verfügung . Mit PCS
erhält der Telekom-Kunde nur eine Rechnung und hat nur einen Ansprechpartner für
Service-Fragen . Neben dem Kommunikationskomfort , den PCS als Verbundprodukt
bietet , soll der Dienst auch Kostenvorteile verschaffen : Für Verbindungen
zwischen den heimischen T-ISDN-Rufnummern und dem Handy soll man bis zu 36
Prozent weniger zahlen . Das Startpaket umfaßt einen T-ISDN-Mehrgeräteanschluß
in der Komfortversion und einen T-D1-Anschluß für 79 Mark im Monat . Derzeit
basiert das System auf einem Mobil- und einem Festnetztelefon . Der Anwender
schaltet dabei aktiv per Anruf beim " persönlichen CallManager " zwischen den
beiden Geräten um . Im Sommer will die Telekom das ebenfalls schon im letzten
Jahr angekündigte Dual-Mode-Handy anbieten , das automatisch zwischen Mobil- und
Festnetzbetrieb umschalten soll . Das von Ericsson gefertigte Gerät funkt zu
Hause im DECT-Modus und arbeitet außerhalb dieses Bereichs wie gewohnt als
GSM-Telefon . Noch 1997 Internet aus der Schüssel Die Deutsche Telekom setzt auf
Internet-Dienste aus dem All . Der größte deutsche Kommunikationsanbieter
beteiligt sich am neugegründeten SES-Ableger Astra-Net (
http://www.astra-net.com ) . Neben DirecPC ( http://www.direcpc.com ) und
SpotByte ( http://www.panamsat.com/ ) ist das weltweit der dritte
Satelliten-gestützte Internet-Dienst . Neben Chiphersteller Intel sitzen auch
die luxemburgische Telekom P&T und die US-Firma Hughes Network Systems im Boot .
Astra-Net will bereits in der zweiten Jahreshälfte 1997 die Schleusen für die
bis zu 700 KBit/s schnellen Empfangswege öffnen . Der Uplink - also die
Übertragung der Daten vom Anwender zum Internet-Provider - erfolgt bei allen
drei Satelliten-Diensten nach wie vor drahtgebunden per Modem oder ISDN . Wem
die Deutsche Telekom die Überholspur auf dem Daten-Highway reserviert , ist
derzeit noch unklar . Nicht auszuschließen ist , daß für T-Online-Kunden ein
exklusives Komfortpaket geschnürt wird . Einwahlpunkte gäbe es jedenfalls
reichlich . Schnelle Daten aus dem Fernsehkabel Haben Sie auch die Nase voll vom
weltweiten Warten ( WWW ) ? Abhilfe ist in Sicht : Mehr als 36 MBit pro Sekunde
lassen sich mit Kabelmodems über Fernsehkabel zum Anwender übertragen .
Kabelmodem-Projekte sind weltweit besonders bei Betreibern der Kabel-TV-Netze
beliebt , können sie doch mittels der neuen Technologie zusätzliche Anwendungen
für ihre breitbandigen Kabel erschließen ( in Deutschland zum Beispiel
http://www.eckmann.de oder http://www.transnet.de ) . Erst kürzlich vermeldete
Motorola einen langfristigen Vertrag mit Time Warner , der den Absatz von
250.000 Kabelmodems über mehrere Jahre sichert . Dies ändert sich dank einer
Arbeitsgruppe des IEEE ( Institute of Electrical and Electronics Engineers ) in
der unter anderem Alcatel , AMD , IBM , Motorola und Philips vertreten sind .
Die definitive Spezifikation , die einer weltweiten Standardisierung seitens der
ITU ( International Telecommunication Union ) als Steigbügel dienen soll , peilt
das IEEE für das erste Quartal nächsten Jahres an . France Telecom dementieren
Interesse an Mannesmann Arcor Die französische Telekommunkationsgesellschaft
France Telecom hat einen Bericht der Wochenzeitung Die Zeit zurückgewiesen ,
wonach sie an der Übernahme der deutschen Festnetzgesellschaft Mannesmann Arcor
interessiert sei . Es gebe keinerlei Übernahmegespräche , teilten die Franzosen
mit . Vielmehr sei der Betrieb eines eigenen Festnetzes geplant . France Telecom
ist hierzulande bereits am Büdelsdorfer Unternehmen Mobilcom beteiligt .
Mobilcom verfügt über ein eigenes Festnetz , das von Arcor ist jedoch sehr viel
besser ausgebaut . Arcor ist im Festnetzbereich in Deutschland mit Abstand der
wichtigste Konkurrent der Deutschen Telekom . Allerdings weiss man bei Arcor
nichts von einem gesteigerten Interesse des französischen Konzerns an einer
Übernahme . Entsprechende Berichte seien " Quatsch " , sagte Arcor-Sprecher
Michael Peter . Die Zukunft von Arcor ist seit der Übernahme des
Mannesmann-Konzern durch den britischen Mobilfunkanbieter Vodafone ungewiss und
immer wieder Gegenstand von Spekulationen . Zwar hat der Chef von Vodafone ,
Chris Gent , zunächst versprochen , die integrierte Strategie von Mannesmann im
Telekommunikationssektor fortzusetzen , aber er hat auch keinen Hehl daraus
gemacht , dass er am Betrieb und Ausbau von Festnetzen nicht sonderlich
interessiert ist . Highspeed-Pauschaltarif nur noch 49 Mark Zum 1.September 2000
bietet die Telekom-Tochter T-Online den Zugang zum Internet über
T-DSL-Anschlüsse für einen Pauschalpreis von nur noch 49 Mark pro Monat an .
T-DSL-Kunden können damit ohne Zeitlimit mit DSL-Geschwindigkeit surfen ( 768
kBit/s in Empfangsrichtung und 128 kBit/s in Senderichtung ) . Alle
Surf-Entgelte sind im neuen T-Online-Tarif enthalten , die
Mindestvertragslaufzeit soll ein Jahr betragen . Ebenfalls im monatlichen
Grundpreis enthalten ist der T-Online PC-Schutzbrief , der wie es heißt " nahezu
alle Hardware-Schäden " am heimischen Computer abdecken soll . Das Angebot
umfasst ferner Software für Online-Banking und E-Mail-Kommunikation sowie eine
private Homepage mit 10 MByte Speicherkapazität . T-Online will in Zukunft
vermehrt breitbandige Inhalte anbieten . Durch neue Techniken ergeben sich eine
Vielzahl von Möglichkeiten wie Live-Streamings von Musik- und Sportevents oder
exklusiven Interviews in TV-Qualität , meldet das Unternehmen . Darüber hinaus
arbeitet T-Online derzeit an verschiedenen Eigenproduktionen im Content-Bereich
, die das bestehende Angebot von Online-Spielen und Net-Events auf dem Fun &
Action Portal ergänzen . Die Grundgebühren für T-DSL-Anschlüsse , die man
weiterhin von der Muttergesellschaft bekommt , sind unverändert ( monatlich
14,89 Mark , respektive 9,90 Mark in Kombination mit dem ISDN-XXL-Tarif und
29,89 Mark mit Analog-Anschlüssen ) . Anders als das " alte " 79 Mark teure
Angebot gilt der 49-Mark-Tarif jedoch nur in Verbindung mit den eigenen
T-DSL-Anschluss des T-Online-Kunden . Stellt man die Verbindung über eine fremde
Wählleitung ( ISDN oder analog ) her , so fallen die üblichen Kosten für
Internet-by-Call an , also zum Beispiel 2,9 Pfennige pro Minute bei Einwahl über
die Deutsche Telekom . Die 79-Mark-Flatrate ist lediglich an die Kennung und
nicht an den Anschluss des T-Online-Kunden gebunden und kann an beliebigen
Anschlüssen genutzt werden , etwa in Hotels . Wohl wegen der eingeschränkten
Nutzungsbedingungen bekommen Bestandskunden , die bereits die 79-Mark-Flatrate
nutzen , das günstigere Angebot nicht automatisch , sondern erst auf Anfrage hin
. Unternehmenssprecher Stephan Broszio sagte auf Nachfrage zu c't , dass im
Laufe der nächsten Woche eine Seite auf dem T-Online-Server eingerichtet werde ,
auf der man die Ummeldung vornehmen könne . Fachleute meinen jedoch , dass man
damit aber nicht nur Kundenwünschen entgegenkommt : Der neue Pauschaltarif
dürfte noch mehr T-Online-Kunden weg von den herkömmlichen Anschlüssen über
Wählleitungen hin zu den aus Sicht von Telefongesellschaften praktischeren
Netzwerkanschlüssen auf ADSL-Basis locken und damit für Entlastung der
Telekom-Vermittlungen sorgen . Viele Telekom-Vermittlungen und -Router für
Wählleitungen sind anscheinend für den Flatrate-Ansturm unterdimensioniert , so
dass die Erreichbarkeit des Online-Dienstes immer wieder zu wünschen übrig läßt
. AOL und Co. bieten ihre Dienste weiterhin über Wählleitungen an und müssen
dafür teure Durchleitungsgebühren zahlen . Gerade diese hohen Kosten dürften die
T-Online-Konkurrenten daran hindern , selbst vergleichbare Flatrate-Angebote für
ihre ISDN- und Modem-Zugänge anzubieten . 56K-Standard amtlich Das Ende eines
langen Streits ist besiegelt : Die ITU , International Telecommunication Union ,
hat die V.90 genannte Spezifikation für 56K-Modems endlich verabschiedet .
Käufer hatten bis dahin die 56K-Technik angesichts inkompatibler Verfahren sehr
reserviert aufgenommen , der erhoffte Boom blieb daher zunächst aus . Jetzt ist
der letzte Schritt getan , der die Interoperabilität von 56K-Modems
verschiedener Hersteller gewährleistet ; Downloads sind nun markenunabhängig mit
bis zu 56000 Bit/s möglich , und Internet-Provider können den Standard
geschlossen umsetzen . Regulierer : Telekom-Preissenkung zu drastisch Nur drei
Pfennig pro Minute hätte ein Telekom-Ferngespräch in der Zeit von 21.00 bis 9.00
Uhr kosten sollen . Die Regulierungsbehörde , die über das neue Tarifmodell zu
entscheiden hatte , lehnte die Preissenkung ab . Mit den neuen Plänen wollte die
Telekom Marktanteile zurückgewinnen , die sie seit der Öffnung des Wettbewerbs
an private Telefongesellschaften verloren hat . Fachleute sprechen von rund 30
Prozent bei Ferngesprächen . Der Regulierer lehnte die Preissenkung ab , weil er
davon ausgeht , dass die Preise damit unter das Selbstkostenniveau der Telekom
gesunken wären . Mit derselben Begründung hatte die Behörde bereits zu
Jahresanfang eine geplante Tarifänderung der Telekom untersagt . Anschließend
modifizierte die Telekom das Tarifmodell , so dass man heute gegen einen
Aufpreis von 9,90 pro Monat nach 18.00 Uhr im City-Bereich für drei Pfennig
telefonieren kann . Ab 18.00 Uhr kostet das Ferngespräch sechs Pfennig je Minute
. Der Aufpreis für diesen als Aktiv-Plus bezeichneten Tarif hätte nun wegfallen
sollen . Die Telekom will aber weiterhin Marktanteile über Preissenkungen
zurückgewinnen - nachdem sich der Kunde anscheinend über keine andere Leistung
wie etwa Mehrwertdienste locken läßt . Kanadische Regulierungsbehörde erzwingt
Kabelöffnung Während in Deutschland die TV-Kabelnetze noch modernisiert werden
müssen , sind sie andernorts bereits zum Surfen geeignet und damit wichtige
Infrastruktur auch für Internet Provider . In Kanada wurde das Netz deshalb
sogar zum Zankapfel : Kanadische Internet Service Provider beklagten sich , dass
Kabelbetreiber den geforderten offenen Zugang mit Verweis auf technische
Schwierigkeiten verzögerten , um sich in der Zwischenzeit selbst im
Internet-Markt zu etablieren . Nun setzte die kanadische Regulierungsbehörde
einen vorläufigen Schlusstrich : Der Preis , zu dem sich die ISPs bei den
Kabelbetreibern einkaufen können , muss 25 Prozent unter dem günstigsten Angebot
liegen , das Kabelunternehmen ihren Endkunden einräumen . Erste Surf-Flatrate
für Handys Genie , eine Tochtergesellschaft des Konzerns British Telecom ,
bietet erstmals einen Flatrate-Tarif für den Internet-Zugang via WAP-Handy an .
Zum Pauschalpreis von monatlich 20 britischen Pfund sollen moderne Nomaden
beliebig lang WAP-Seiten durchforsten und unbegrenzt SMS-Nachrichten versenden
dürfen - wenn sie den Genie-Einwahlserver und das Genie-Portal nutzen . Dort
soll der mobile Surfer auch seine Rechnung online bezahlen , den
Einzelverbindungsnachweis inklusive einer Kostenaufstellung einsehen oder etwa
den Tarif wechseln können . Der britische Konzern setzt auf einen zunehmenden
Trend zur mobilen Kommunikation . Wie in manch anderem europäischen Land ,
erfreut sich zum Beispiel der Short Message Service ( SMS ) auf der Insel großer
Beliebtheit . Stolz verweisen die Briten auch auf die Publikumsgunst , die ihre
WAP-Seiten genießen : Wenn sich der Trend zur mobilen Kommunikation wie gedacht
fortsetzt , dann soll ab dem Jahr 2003 die Zahl der drahtlosen Zugriffe auf das
Internet die der herkömmlichen über die " Festnetz-Computer " überflügeln .
Handy-Pauschaltarife könnten vielleicht auch hierzulande den dahindümpelnden
WAP-Diensten auf die Sprünge helfen . Man zahlt in der Regel pro Minute 39
Pfennige . Update : Telekom erweitert Tarifblendwerk Mit einem " Preisfeuerwerk
" , so die Telekom in einer Pressemitteilung , will der Kommunikationsriese den
zahlreichen neuen Konkurrenten ab Anfang nächsten Jahres begegnen . Kern der
Änderungen : Ab dem 1. März legt die Telekom die Fernzone mit der etwas
günstigeren Regio-200-Zone zusammen . Das bringt werktags für ein Ferngespräch
am Vormittag eine Ersparnis von mageren 8 Prozent . Langtelefonierer möchte das
Bonner Unternehmen mit einem sogenannten 10-plus-Tarif halten . Bei Fern- und
Regio-50-Gesprächen über 10 Minuten sinkt der Preis automatisch um 10 Prozent
für analoge und immerhin 30 Prozent für ISDN-Anschlüsse . Für Internet-Surfer
bietet die Telekom einen erweiterten CityPlus-Tarif . Künftig lassen sich über
CityPlus bis zu 800 Einheiten einkaufen . Damit bietet der rosa Riese den
Surfern tagsüber immerhin 20 Stunden Online-Verbindungen im Monat , reicht aber
bei weitem nicht an das Angebot von NetCologne heran . Mit einiger Verzögerung
konnte die Telekom auch die Zahlen für den Wochenendtarif nachliefern : Da soll
die Ersparnis 29 Prozent betragen , jedoch nur bei Ferngesprächen . Des weiteren
möchte die Telekom an der für Preisvergleiche äußerst verwirrenden Abrechnung
auf Taktbasis festhalten . So entpuppt sich das " Feuerwerk " erst bei genauem
Hinsehen als Blendwerk . Ralf Hüskes Internet-Standleitung für 150 Mark Der
Provider KDT will in Wuppertal ab Februar eine Funk-basierte
Internet-Standleitung mit bis zu 5 MBit/s Bandbreite für 150 Mark im Monat
anbieten . Auch die einmalige Einrichtungsgebühr fällt mit 300 Mark moderat aus
. Die Hardware-Ausrüstung wird vermietet und besteht aus einer 30-cm-Stabantenne
, den benötigten Kabeln sowie einer PC-Card nebst eines ISA-Adapters für den
Betrieb in einem Desktop-PC . Treiberunterstützung gibt es für Windows- und
Linux-Rechner . KDT nutzt das ISM-Band ab 2,4 GHz und erreicht symmetrische
Übertragungsraten zwischen 2 bis 5 MBit/s - die Geschwindigkeit ist von der
Entfernung zum Kunden abhängig . Im Preis inbegriffen sind bis zu zehn
E-Mail-Adressen , eine feste IP-Adresse , die zum Beispiel den Betrieb eines
eigenen Webservers ermöglicht sowie ein monatliches Internet-Transfervolumen von
2 GByte . Darüber hinaus kostet jedes weitere übertragene Megabyte 4 Pfennig (
40 Mark pro GByte ) . Die Vertragslaufzeit beträgt mindestens sechs Monate .
Geschäftskunden zahlen neben den einmaligen Anschlussgebühren in Höhe von 2320
Mark nur noch die Kosten für die übertragenen Transfervolumina . Eine monatliche
Grundgebühr erhebt der Anbieter nicht . Der monatliche Datentransfer von einem
GByte wird mit 232 Mark berechnet . Ein bundesweites Angebot ist vorläufig nicht
in Sicht , aber auch nicht ausgeschlossen . Digital-TV : Allianz gegen d-box
Erst kürzlich legte Betaresearch , die Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft
der Kirch-Gruppe , die Programmierschnittstelle ihres proprietären
Digitalempfängers d-box offen - man hätte meinen können , damit sei alles in
Butter . Doch ungeachtet dessen hat sich mit " Free Universal Network " eine
Medien- und Technikallianz formiert , die eine " unabhängige und universelle
Plattform für das digitale Fernsehen in Deutschland " durchsetzen will .
Verständlich , denn der freie Zugang zur d-box-Plattform ist zwar ein
Fortschritt , doch die d-box-Verfechter DF-1 , Premiere und die Telekom
schließen damit nicht nur andere Digitalempfänger aus , sondern behalten auch
noch die Kontrolle der Weiterentwicklung der Plattform in den eigenen Händen .
Zu der neuen Allianz gehören nicht nur die Landesrundfunkanstalten der ARD , das
Institut für Rundfunktechnik , die Medien-Unternehmen Thyssen
Multimedia/Mediagate , Kögl & Partner Multimedia Solutions , sondern auch
namhafte Endgerätehersteller wie Galaxis , Sagem , Echostar und TechniSat .
Vielfalt , offener Zugang , Meinungsfreiheit und Wettbewerb müssen auch beim
digitalen Fernsehen gesichert sein , heißt es im Satzungsentwurf der Allianz .
Und weil das Free Universal Network ausdrücklich allen Marktteilnehmern offen
stehe , sprachen die Initiatoren großzügig eine Einladung an die d-box-Allianz
aus , die unabhängige Plattform zu unterstützen . Bezahlen per Handy Die
Frankfurter Firma Paybox.net will ein plattformunabhängiges Zahlungssystem für
Online-Shopping auf Basis von Mobiltelefonen einführen : Beim Einkauf per
Computer füllt man den Warenkorb auf der Web-Site des Paybox-Vertragshändlers
per Mausklick und wählt dann unter den Zahlungsoptionen " paybox " aus . Nachdem
das Paybox-System des Online-Shops die Kundennummer des Teilnehmers erfasst hat
, ruft es ihn auf dem Handy an und liest ihm den Einkaufzettel sowie die
Zahlungssumme vor . Den Kauf bestätigt der Kunde , indem er eine vierstellige
PIN per Handy eintippt . Daraufhin zieht das Paybox-System den Betrag vom zuvor
definierten Bankkonto per Lastschrift ein . Anders als mit Kreditkarten sollen
beim Paybox-System die Teilnehmer auch untereinander Geschäfte tätigen können .
Zentrale Schaltstelle wird dabei ein Sprachmailbox-System , das man unter einer
gebührenfreien 0800er Nummer erreicht . Dieses fragt vom Empfänger der
Transaktion den gewünschten Betrag sowie die Mobilnummer des Zahlenden ab . Der
zweite Schritt verläuft wie beim Online-Shopping - die Sprachbox ruft den
Zahlenden an und läßt sich die Transaktion bestätigen . Eine Übersicht über die
Einkäufe will Paybox.net am Monatsende liefern , auf Wunsch auch per E-Mail .
Der Kunde soll nach aktuellen Plänen für den Dienst lediglich eine
Jahrespauschale von fünf bis zehn Mark für die Einrichtung der persönlichen
Paybox zahlen ; für die Transaktionen per Handy will man keine Kosten erheben .
Umsatzquelle für das Geschäft mit der Paybox seien die Transaktionsgebühren für
die Internet-Händler . Der Dienst soll im Frühjahr 2000 eingeführt werden . Bis
Ende dieses Jahres will man 200 Internet-Händler sowie 100.000 Paybox-Nutzer
gewinnen . In einem weiteren Schritt werde der Dienst Ende 2000 auf andere
Länder ausgedehnt , kündigt das Unternehmen an . Paybox.net verfügt zwar über
nur elf Mitarbeiter , doch ist die Firma vom Erfolg der Idee überzeugt : Sie
verweist auf die deutlich besseren Wachstumsaussichten für Handys im Vergleich
zur Kreditkarte . Allein aufgrund der Zahl der Handy-Eigner kann man natürlich
nicht auf die Menge der Paybox-Teilnehmer schließen . Aber immerhin hat das
Unternehmen bereits einige prominente Partner für den Zahlungsservice gewinnen
können . Gute Sprachübertragung über Stromleitung Auf der CeBIT wird erstmals
Sprachübertragung über Stromleitungen in guter Qualität demonstriert . Das von
Ascom zusammen mit dem Energieversorger RWE entwickelte System ist offenbar
praxistauglich . Dem Vorreiter der Datenübertragung auf 230-Volt-Leitungen ,
Nor.Web , war die Sprachübertragung auf dem heißen Draht bisher nicht
überzeugend gelungen . Aussetzer von bis zu einer Sekunde ließen das
Powerline-Communications-System des kanadisch-englischen Unternehmens für
Telefonieanwendungen wenig geeignet erscheinen . Anders das PLC-System von Ascom
, das aus zwei Segmenten besteht . Das erste verläuft vom Trafo zu den
Haushalten und arbeitet im Bereich zwischen 1 und 5 MHz . Durch diesen Kniff
weicht Ascom dem stark von Haushaltsgeräten gestörten Frequenzbereich aus .
Entsprechend konnte die Sprachqualität in einem längeren Testgespräch überzeugen
. Das von Nor.Web verwendete Frequenzband endet dagegen bei rund 1,5 MHz und
liegt damit innerhalb des stark gestörten Spektrums . Auch deshalb liegt bei der
Nor.Web-Technik der Netzabschluß am Zähler , und der Anschluß von Endgeräten muß
über ein eigens in der Wohnung zu montierendes Ethernet-Netz erfolgen . Nor.Web
will sein System nur für Highspeed-Internet-Zugänge anbieten . Debitel sieht
Ende des Mobilfunk-Booms kommen Die Goldgräberzeiten für den Mobilfunk werden
nach Ansicht des Debitel-Vorstandsvorsitzenden Joachim Dreyer Ende des Jahres
vorbei sein . " Später sind Zuwächse nur noch durch Abwerbung von Konkurrenten
möglich " , sagte Dreyer am Dienstag in einem dpa-Gespräch . Ein Kunde rechne
sich für Debitel nach 18 Monaten , bleibe dem Unternehmen aber im Schnitt drei
bis vier Jahre treu . Die verstärkte Kundenanwerbung könne auch zu Lasten des
Ergebnisses gehen , kündigte Dreyer an . " Debitel kommt aber nie wieder so
billig an neue Kunden wie derzeit . " Die zunächst angepeilte gemeinsame
Bewerbung um die UMTS-Lizenzen zusammen mit der Büdelsdorfer Firma Mobilcom sei
an den neuen Beteiligungsverhältnissen bei Mobilcom gescheitert . Erst kürzlich
erwarb das Unternehmen France Telecom Anteile an Mobilcom und entzweite damit
die beiden deutschen Partner . " Die strategischen Perspektiven haben sich durch
die France Telecom komplett verändert . " Wohl wahr : Mobilcom wird sich nun
zusammen mit France Telecom um eine eigene UMTS-Lizenz bemühen , Debitel ist für
die Nordlichter nicht mehr interessant . Doch Dreyer gibt sich optimistisch ,
dass sein Unternehmen auf jeden Fall im UMTS-Geschäft mitmischen werde : " Wir
sind auf der sicheren Seite " . Mit dem Schweitzer Mehrheitseigner Swisscom
haben die Stuttgarter anscheinend einen potenten Mitspieler hinter sich . Doch
selbst wenn die deutsch-schweizerische Bietergemeinschaft bei der Vergabe der
Highspeed-Lizenzen leer ausgehe , werde das Unternehmen über Kooperationen
Zugang zu einem deutschen UMTS-Netz erhalten . Nach Ansicht von
Viag-Interkom-Chef Ardelt dürfte das auch dringend nötig sein - ohne den
schnellen Mobilfunk betreibe man nur ein sehr endliches Geschäft , sagte Ardelt
. Am Dienstag legte Debitel seine Bilanz vor . Demnach wuchs der Umsatz des
Kommunikationsunternehmens im vergangenen Jahr zweistellig . Der
Hauptversammlung wolle man eine Dividende von 25 Cent je Aktie vorschlagen .
Weltweit zum Ortstarif ins Netz i-Pass , eine im Oktober 1996 ins Leben gerufene
Allianz US-amerikanischer Internet-Provider , wächst weiter . Das Unternehmen
hat sich der Entwicklung und Verbreitung des mobilen Internet-Zugangs auf die
Fahnen geschrieben ( Internet-Roaming ) und vermeldet nun die Mitgliedschaft
weiterer zehn Internet-Provider . Die Vorteile für den Surfer : Alle
Einwahlknoten der i-Pass-Partner stehen allen Kunden der Allianz zur Verfügung (
in Deutschland ist das zum Beispiel die Firma TCP/IP ,
http://www.contrib.com/contrib.html ) . Somit braucht man weltweit nur einen
Internet-Account , kommt unabhängig vom Wohnort zum Ortstarif ins Netz und kann
seinen gewohnten Browser und EMail-Client behalten . Einen ähnlichen Service
bietet IBM mit ihrem Global Network und in kleinerem Rahmen die Telekom , die in
Deutschland den Zugang zu allen T-Online-Einwahlpunkten zum Ortstarif bietet .
Im Unterschied dazu profitieren i-Pass-Kunden weltweit vom Internet-Roaming .
i-Pass ( http://www.ipass.com ) verfügt nunmehr über rund 1000 Einwahlpunkte in
150 Ländern . Allein 525 entfallen auf USA und Kanada . Den Zugang und die
Authentifizierung des reisenden Surfers übernimmt der Dial Wizard , der unter
anderem ein internationales Telefonbuch mit allen Zugangsrufnummern der
i-Pass-Provider enthält . Der Service kostet monatlich 2 bis 3 US-Dollar sowie
0,05 Dollar je Minute . Weitere 0,05 bis 0,25 Dollar je Minute kostet es , wenn
man den Zugang eines fremden i-Pass-Providers nutzt . Ericsson und Mediascape
wollen Funk-Surfen beschleunigen Die Hamburger Mediascape Communications AG ,
Pionier für den Internetzugang via Richtfunk in Deutschland , und die Firma
Ericsson , Weltmarktführer für Richtfunktechnik , haben eine Partnerschaft
vereinbart . Gemeinsam wollen die Partner die Entwicklung des Breitbandmarktes
in Deutschland mit Geschwindigkeiten von über zwei Megabit pro Sekunde
vorantreiben . Das Hamburger Unternehmen testet die jüngste Generation der
Richtfunkprodukte von Ericsson im Hinblick auf Highspeed-Internet-Anschlüsse .
Die Ergebnisse sollen bei Ericsson in die Forschung und Entwicklung einfließen .
Mediascape unterhält das nach eigenen Angaben größte
Hochgeschwindigkeits-Netzwerk auf Richtfunkbasis in Deutschland . Mit mehr als
150 Anwendern verfügt das am Neuen Markt notierte Unternehmen bundesweit über
den größten Kundenstamm , heißt es . Langfristig will das Unternehmen zu einem
wichtigen Abnehmer von Richtfunk-Produkten von Ericsson werden . Bereits Anfang
des Jahres war Mediascape strategische Partnerschaften mit Cisco und der Telco
Inc. eingegangen . Fremde Federn : Telekom und die Internet-Telefonie Unter dem
Namen T-NetCall hat die Telekom ein Internet-Pilotprojekt gestartet . Rund 1000
Telekom-Kunden im Ausland sowie Vielreisende sollen daran teilnehmen . Vorerst
will der rosa Riese den Dienst nur mit begrenzten Zielrufnummern in Deutschland
, Japan , Kanada und den USA erproben . Der Nutzer kann sich von einem
beliebigen Telefon in den T-NetCall-Zugangspunkt einwählen . So weit , so gut .
Dafür steht aber zur Zeit nur eine 01803-Rufnummer zur Verfügung , die 12
Pfennige je 30 Sekunden kostet . Ein endgültiger Tarif für T-NetCall wird
ohnehin erst nach Abschluß des Versuchs festgelegt . Ziel des Projekts sei ,
verschiedene Technologien zu testen , das Nutzerverhalten zu analysieren und
auszuloten , ob Internet-Telefonie preiswerter angeboten werden kann als
herkömmliche Telefonie . Der Callback-Dienst Telegroup (
http://www.germanycall.com ) läßt sich eine Minute USA-Gespräch mit nur 29 Cents
( ca. 52 Pfennige ) bezahlen , während ihr dafür standardmäßig bis zu 1,44 Mark
kassiert . Aber nicht nur den Überblick über Preisrelationen scheint der rosa
Riese verloren zu haben . Der Bonner Monopolist hält sich für den ersten großen
Netzbetreiber , der Internet-Telefonie anbietet . Jedoch hat die Telecom Finland
bereits Ende 1996 mit der Vermarktung der Internet-Telefonie begonnen (
http://www.ml.tele.fi ) . Über ihren Web-Server stellt sie die nötige Software
kostenlos zum Download bereit . Es handelt sich dabei um eine von der
israelischen Firma VocalTec lizenzierte Version des bekannten Internet Phone .
Und wie mit allen Lösungen für PC-gestützte Internet-Telefonie kann man auch mit
diesem System Ferngespräche über das Internet zu Ortstarifen führen . Zwischen
9.00 und 18.00 Uhr sind für 90 Sekunden nur 12 Pfennig zu zahlen . VATM :
Lockerung des Telekom-Ordnungsrahmens birgt Gefahren Trotz ihrer
marktbeherrschenden Stellung soll die Deutsche Telekom bald nicht mehr
verpflichtet sein , ihre Endkundenpreise vorab kontrollieren zu lassen . Das
geht aus einer Stellungnahme der Bundesregierung zum Bericht der
Monopolkommission und der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (
RegTP ) hervor . Demnach würde eine Änderung des Ordnungsrahmens zwar nicht
kurzfristig , aber für die Jahre 2002 oder 2003 zu der Möglichkeit für die
Deutschen Telekom führen , ihre Preise ohne größere Kontrolle oder
Genehmigungsverfahren festlegen zu können . Solange die Wettbewerber auf die
Netze der Deutschen Telekom angewiesen seien , könne sie die Kosten ihrer
Wettbewerber bestimmen und damit die Endkundenpreise kontrollieren . Wie
gefährlich diese Entwicklung sei , zeige der Versuch der Telekom , sich der
Preisgenehmigung im Raum Berlin zu entziehen , meint der VATM . Dort behauptet
das Unternehmen , nicht mehr marktbeherrschend zu sein . Faktisch habe die
Telekom aber auch im Raum Berlin im Ortsnetz einen Marktanteil von 97 Prozent .
Ein anderes Beispiel ist der hart umkämpfte Internet-Markt . In diesem Bereich
müssen Mitbewerber hohe Durchleitungsgebühren an die Telekom zahlen , um ihre
Dienste über Modem- oder ISDN-Verbindungen den Endkunden anbieten zu können .
Arcor legt schnelleres DSL-Angebot nach Die Telefongesellschaft Mannesmann Arcor
bietet ab 1. September DSL-Anschlüsse mit einer Empfangsgeschwindigkeit von 768
kBit pro Sekunde an ; die Sendegeschwindigkeit beträgt 128 kBit/s . Der
DSL-Anschluss kostet monatlich 59,90 Mark und ist nur zusammen mit einem
Arcor-ISDN-Anschluss zu haben . Bislang hatte Arcor lediglich ein DSL-Angebot im
Programm , das maximal 128 kBit/s in beide Richtungen erreicht und mit einer
Flat-Rate monatlich 49 Mark kostet ( hinzu kommen wiederum 59,90 für den
DSL-ISDN-Anschluss ) . Wer sich für Arcors DSL-Dienst interessiert , kann auf
dem Web-Server des Unternehmens mit dem ISDN-Locator ermitteln , ob ein
Anschluss an der jeweiligen Adresse verfügbar ist . Umrüstung der Kabel zu
Infobahnen wird teuer Die Kosten für die Aufrüstung der deutschen
Fernsehkabelnetze werden deutlich höher sein als bisher angenommen . Dies hat
eine aktuelle Bewertung der Unternehmensberatung McLoughlin Associates ergeben .
Die bisher nur als Sendewege genutzten Kabelnetze sollen von Investoren erworben
und zu bidirektionalen Kommunikationsnetzen ausgebaut werden . Den Aufwand für
die Aufrüstung beziffert die Telekom vorsichtig mit rund 6,4 Mrd. Mark . Doch
das sind nicht die Gesamtkosten : Die Netzebene 4 ist überwiegend im Besitz
privater Kabelnetzbetreiber und Immobilieneigentümer . Allein für diese
Netzebene veranschlagt McLoughlin mindestens 6,9 Mrd. Mark . Die zusätzlichen
Kosten für die Ausstattung angeschlossener Haushalte mit Kabelmodems blieb in
den Berechnungen unberücksichtigt . Verwirrung um Gratistelefonate nach
Australien Kostenlose Telefonate nach Australien während der Olympischen Spiele
hatte die Elmshorner Telefongesellschaft Talkline versprochen , war aber
offenbar im eigenen Haus auf das Werbegeschenk nicht so recht vorbereitet . In
Talklines Ankündigung war von einer solchen Einschränkung nicht die Rede gewesen
. c't fragte daher bei Firmensprecher Peter Fuchs nach . Der konnte sich die
irreführende Auskunft der Hotline-Mitarbeiter nicht erklären , stellte aber
immerhin klar , dass das Angebot auch für Bestandskunden gelte . Doch müssten
die Gratis-Telefonate wegen technischer Probleme zunächst in die Rechnungen
aufgenommen werden . Später sollen die Bestandskunden eine entsprechende
Gutschrift erhalten . Per Cityfunk ins Internet PSInet , die in Ismaning bei
München ansässige Tochter des gleichnamigen US-amerikanischen Internet-Providers
aus Herndon , Virgina , plant ein kommerzielles City-Funknetz .
Überraschenderweise ist die Technik nicht in erster Linie zum Telefonieren
gedacht - sie soll Geschäftskunden drahtlosen Internet-Zugang verschaffen , und
zwar ohne Ortsnetzleitungen der Telekom . Das wäre das erste Netz für die
kabellose Überbrückung der " letzten Meile " - der Strecke von der Vermittlung
zum Endkunden ( auch Wireless Local Loop , WLL , genannt ) . Der Drahtlos-Dienst
mit dem Namen InterSky soll 128 kBit pro Sekunde übertragen und großflächig
angeboten werden . Das System wartet , wie man es von der Schnurlostechnik DECT
kennt , mit niedrigen Sendeleistungen auf und überbrückt einige hundert Meter .
Allerdings funkt InterSky im Frequenzbereich zwischen 2,4 und 2,4835 GHz . Der
Ausbau soll noch in diesem Jahr in Dresden beginnen und bis 2001 vollendet sein
. Designstudie für drahtlosen MP3-Transfer Parthus Technologies , ein Dubliner
Unternehmen , das unter anderem Bluetooth-Komponenten entwickelt und lizenziert
, hat auf der Bluetooth-Entwickler-Konferenz im kalifornischen San Jose eine
erste Design-Studie für drahtlosen Austausch von MP3-Songs vorgestellt .
Bluetooth ist eine Kurzstreckenfunktechnik zur weitgehend automatischen
Vernetzung beispielsweise von PCs , Peripherie , Mobilgeräten und Handys . In
der vorgestellten Studie integrierte Parthus zwei hauseigene Chip-Lösungen ,
BlueStream und MediaStream . Laut Hersteller sollen die präsentierten
Komponenten Lizenznehmer in die Lage versetzen , Point-to-Point- oder
Point-to-Multipoint-Lösungen zu entwickeln . Auf dieser Basis sei beispielsweise
der Austausch von MP3-Songs auf Campus- oder Schulgeländen denkbar , ohne die
MP3-Dateien jeweils lokal speichern zu müssen , beschreibt der Hersteller den
Einsatz der Technik . BlueStream stellt eine Ein-Chip-Lösung inklusive
Software-Stack und Host-Interface für Bluetooth dar . Kernstück des
MediaStream-Pakets ist ein 24-Bit DSP , den Parthus mit spezieller
Audio-Processing-Software bestückt und zum Abspielen von MP3-Dateien nutzt .
Telekom ordnet Mobilfunksparte neu Die Deutsche Telekom will mit einer
Neuordnung ihres Mobilfunkgeschäfts die Voraussetzungen für den geplanten
Börsengang schaffen . Künftig werden unter dem Dach der neuen T-Mobile
International AG alle Tochtergesellschaften im Mobilfunk zusammengefasst ,
teilte die Telekom heute in Bonn mit . Die Konzentration dieser Beteiligungen in
einer Holding sei " die logische Konsequenz unserer Zielsetzung , einen
pan-europäischen Mobilfunk-Carrier zu schaffen " , sagte Telekom-Chef Ron Sommer
. Ein Zeitpunkt für den Börsengang wurde nicht genannt . T-Mobil-Chef Kai-Uwe
Ricke , der den Vorstandsvorsitz bei T-Mobile International übernehmen soll ,
hatte vor wenigen Tagen den kommenden Herbst als einen möglichen Termin genannt
. In Bankenkreisen nimmt man an , dass die Telekom zuerst ihre Tochterfirma
T-Online ( Frühjahr ) an die Börse bringen wird . Danach käme der dritte
Börsengang des Konzerns voraussichtlich zur Jahresmitte . Zuvor hatten Experten
spekuliert , dass der Börsengang erst Anfang nächsten Jahres stattfinden könnte
. Gegenwärtig müsste sie von jedem verkauften T-Anteil 30 Prozent direkt an die
Staatskasse weitergeben . Highspeed-Mobilfunk von Viag Interkom Der Münchener
Mobilnetzbetreiber Viag Interkom will bereits am 24. Januar den
paketorientierten Datendienst GPRS ( General Packet Radio Service ) in seinem
E2-Netz einführen . Dann sollen auch die mit besonderer Spannung erwarteten
Tarife für diesen Datendienst bekannt gegeben werden . Erst kürzlich hatte
Konkurrent T-Mobil angekündigt , GPRS im eigenen Netz am 1. Februar bundesweit
in Betrieb nehmen zu wollen . Anders als T-Mobil verfügt Viag Interkom jedoch
nicht über ein flächendeckendes Netz , sondern kooperiert sogar mit T-Mobil ,
sodass sich Viag-Handys bei Versorgungslücken per " national roaming " im
T-Mobil-Netz einbuchen dürfen . So kann man als Viag-Kunde zum Beispiel die
WAP-Infrastruktur von T-Mobil nutzen . Unternehmenssprecher Roland Kuntze
antwortete auf Nachfrage von c't , dass ein GPRS-Roaming mit T-Mobil zwar in
Planung sei , aber wohl erst einige Wochen nach dem Betriebsstart des
GPRS-Dienstes zur Verfügung stehen werde . Eine Grundgebühr solle für den
GPRS-Dienst nicht anfallen . Erste Erfahrungen mit GPRS hatte Viag Interkom
bereits im Sommer letzten Jahres in München gesammelt . Im Herbst wurden für
Feldversuche weitere Netzabschnitte in Berlin und den Regionen Ost und West mit
der schnellen Datenfunktechnik ausgestattet . GPRS ist laut Spezifikation bei
Bündelung von acht Funkkanälen für Übertragungsraten von bis zu 160 kBit/s
ausgelegt . Die Mobilnetze der deutschen Betreiber - neben Viag Interkom und
T-Mobil auch D2 Vodafone und E-Plus - haben zumindest zu Beginn der Feldversuche
noch keine Kanalbündelung beherrscht , also meist nur 9,6 oder 14,4 kBit/s
befördert - so viel wie herkömmliche leitungsorientierte GSM-Datenverbindungen .
Viag-Interkom-Kunden sollen beim öffentlichen GPRS-Start in Empfangsrichtung
theoretisch bis zu vier Kanäle für rund 56 kBit/s kombinieren können . In
Senderichtung wird nach wie vor nur ein Funkkanal geboten . Doch die erste
Handy-Generation , die den GPRS-Modus unterstützt , kann nur zwei Kanäle bündeln
. Mit dem Modell Timeport 260 von Motorola ist bereits eines am Markt , weitere
, unter anderem das Mondo von Trium erwartet man spätestens zur CeBIT 2001 .
Alle deutschen Netzbetreiber streben im Endausbau eine maximale Übertragungsrate
von rund 115 kBit/s an . Modem-Standard V.92 im Dornröschenschlaf Das
Normungsinstitut International Telecommunication Union ( ITU ) hat zwar noch im
Sommer letzten Jahres mit V.92 eine verbesserte Modem-Spezifikation
verabschiedet - unter anderem für höhere Geschwindigkeiten auf analogen
Telefonleitungen - , doch anders als bei bisherigen Neuauflagen von
Spezifikationen für Analogmodems ist V.92 noch kein Standard , sondern lediglich
Papiertiger . Es gibt schlicht noch keine V.92-Geräte zu kaufen . Der Aachener
Modem-Hersteller Elsa beteuert zwar , eigentlich für V.92 gerüstet zu sein ,
doch da das neue Verfahren bei Internet-Providern kaum auf Gegenliebe stoße ,
könne man dem Kunden keine Geräte mit neuen Funktionen zumuten , die er gar
nicht nutzen könne . Immerhin habe man Geräte für V.92 vorbereitet , und Treiber
sollen bei Verfügbarkeit des Dienstes auf dem Web-Server des Unternehmens
angeboten werden . Wann damit zu rechnen sei , konnte Firmensprecher Peter
Eggers nicht beantworten . Der wieder auferstandene Modem-Hersteller US Robotics
, bis Mitte letzten Jahres für einige Zeit ein Teil des Kommunikationsriesen
3Com , will V.92-Geräte ab April dieses Jahres anbieten . Eine plausible
Erklärung für die Wartezeit dürfte darin liegen , dass das Unternehmen praktisch
erst seit Dezember letzten Jahres handlungsfähig ist , davor waren wegen der
Ausgliederung aus dem 3Com-Verbund wohl keine Entwicklungssprünge zu machen .
Arne Pelzer , Vertriebsleiter bei US Robotics , meint , dass die
Service-Provider ISDN favorisieren . Nach seinem Eindruck habe die ITU die
V.92-Rechnung ohne den Wirt - die Internet-Provider - gemacht . Diese reagierten
auf die notwendige Umrüstung ihrer Einwahlrouter eher ablehnend , meint Pelzer .
In den letzten jahren wurden die Einwahlpunkte der Provider von V.34 auf V.90
aufgerüstet , um das Maximum der Empfangsgeschwindigkeit von 33,6 kBit/s auf 56
kBit/s zu erhöhen . Pelzer schätzt die Lage aber noch zuversichtlich ein : Wenn
einer der Großen mit V.92 anfänge , würden die anderen wohl nachziehen .
Außerdem soll der Verbindungsaufbau beschleunigt werden . Zudem enthält der
Standard die Möglichkeit , das Modem " on hold " zu setzen , wenn ein
eingehender Anruf signalisiert wird , sodass man ein Telefonat führen kann und
anschließend ohne neuen Verbindungsaufbau weiter surfen kann . Ein weiteres
Protokoll , V.59 , soll Störungen zwischen den Modems minimieren und damit für
einen möglichst hohen Datendurchsatz sorgen . Weitere Steigerungen der
Übertragungsrate möchte die ITU durch das neue Kompressionsverfahren V.44
erreichen : Die von der amerikanischen Hughes Network Systems entwickelte
LZJH-Kompression soll die Daten um bis zu 25 Prozent besser komprimieren als das
derzeitige V.42bis-Verfahren . Die ITU verspricht sich vom Einsatz all dieser
Techniken Download-Raten von bis zu 300 kBit/s . Bluetooth für Organizer Die
Firma Plug-In Electronic in Eichenau hat eine Bluetooth-Typ-I-Karte mit
CompactFlash-Schnittstelle in ihr Lieferprogramm aufgenommen . Die vom
britischen Hersteller BrainBoxes entwickelte Karte eignet sich für Pocket PCs ,
Organizer mit der dritten Generation von Microsofts Windows CE . Der Adapter
soll ihnen eine drahtlose Nahbereichskommunikation mit anderen Bluetooth-Geräten
wie Laptops oder Mobiltelefonen ermöglichen und ab Februar in den Handel kommen
. Bluetooth ist ein Kurzstreckenfunkstandard für den 2,4-GHz-Bereich , der unter
anderem drahtgebundene Peripherieschnittstellen überflüssig machen , aber auch
Ad-hoc-Vernetzungen oder Sprachübertragungen ermöglichen soll . Lange Zeit
wartete man vergebens auf marktreife Geräte , die Vorausssagen der
Marktstrategen trafen nicht ein . Inzwischen mehren sich jedoch Anküdigungen mit
genauem Erscheinungsdatum . Highspeed-Kommunikation per Stromleitung Die Firma
ke , Hannover , hat heute in München ein neues Verfahren zur Datenübertragung
über Stromleitungen vorgestellt . Die bereits auf Pilotstrecken erprobte
Powerline Communication , PLC , ist für Mittelspannungsleitungen - 10.000 bis
30.000 Volt - ausgelegt . PLC überträgt 2 MBit pro Sekunde und ist eine
Alternative zu konventionell über Telefonleitungen geführte
2-MBit/s-Mietleitungen . Vorteil der PLC-Technik : Es sind keine
Grabungsarbeiten notwendig , wogegen Telefonleitungen oft ein knappes Gut sind
und unter Umständen aufwendig neu verlegt werden müssen . Schnittstellenseitig
bietet das System unter anderem Ethernet für Netzwerkkopplungen und G.703 für
die Vernetzung von Tk-Anlagen . Damit eignet sich die Technik insbesondere für
Energieversorger und Stadtnetzbetreiber . Aber auch Mobilfunkbetreiber , die für
ihre Netze 2-MBit/s-Strecken als Backbone benötigen , dürften zu den Nutznießern
gehören . Die für Endanwender interessante Datenübertragung auf der
Niederspannungsebene - 230-Volt-Technik - befindet sich noch im Feldtest .
Einstweilige Verfügung gegen Telekom TelePassport , Erfurt , hat vor dem
Landgericht Frankfurt am Main eine einstweilige Verfügung gegen die Telekom
erwirkt . Kunden , die per Preselection dauerhaft zu TelePassport wechseln
wollten , hatte die Telekom in einem Anschreiben 500 Tarifeinheiten gratis
angeboten , wenn sie ihren Auftrag stornieren und weiterhin bei der Telekom
bleiben . Ortstarif fürs Handy Kunden von Viag Interkom können ab 1. Juli ein
Telefon und eine Rufnummer für zuhause und unterwegs nutzen . Das Münchner
Unternehmen geht damit eigene Wege bei der Integration von Mobil- und Festnetz .
Während die Telekom über den sogenannten PCS-Dienst eingehende Anrufe wahlweise
zum Mobil- oder Festnetztelefon leitet , richtet Viag Interkom seinen
Mobilkunden die sogenannte Homezone ein , innerhalb der sie mit ihrem
Mobiltelefon Gespräche zu Festnetzpreisen von Viag Interkom führen können .
Ferngespräche kosten in der Homezone tagsüber 17 Pfennige pro Minute , abends
sind 10 Pfennige zu zahlen . Ortsgespräche kosten rund um die Uhr 10 Pfennige je
Minute . Die Grundgebühr beträgt 34,95 Mark . Außerhalb der Homezone gelten die
Mobiltarife des E2-Netzes . Erstes WAP-Netz von Cegetel Frankreichs
Telefongesellschaft Cegetel will seinen Kunden als erster GSM-Netzbetreiber ab
April den Internet-Zugriff über das Wireless Application Protocol WAP bieten .
Für den mobilen Internetzugang wird dann kein separater Computer mehr benötigt ,
sondern lediglich ein spezielles Handy mit WAP-Unterstützung und eingebautem
Browser . Cegetel wird seinen Kunden zunächst Alcatels OneTouch Pocket anbieten
, das mit dem Microbrowser von Unwired Planet ausgestattet ist . Zahlreiche
andere Handy-Hersteller haben WAP-Geräte für dieses Jahr angekündigt ; unter
anderem Ericsson , Nokia , Motorola , Panasonic , Samsung und Siemens .
WAP-Demonstrationen bieten auf der CeBIT zum Beispiel das Dortmunder Unternehmen
Dr. Materna in Zusammenarbeit mit Mannesmann Mobilfunk in Halle 3 , Stand B29
sowie IBM in Kooperation mit Nokia in Halle 1 , Stand 4G2 . Standleitung ins
Internet per Satellit Die Dubliner Firma Armstrong Satellite Data Service will
ab Juni den ersten Internet-Zugang für Endanwender anbieten , bei dem der
Datentransfer in beiden Richtungen über einen Satelliten läuft . Mit Web-Sat
entfallen nicht nur zeitabhängige Verbindungsgebühren , sondern auch die
Wartezeit beim Einwählen ; der Anwender verfügt über eine permanente virtuelle
Internet-Verbindung . Bei bisherigen Systemen für Endanwender , wie dem vor zwei
Jahren gestarteten DirecPC oder dem kürzlich von Teles angebotenen Dienst
Sky-DSL , fließen die Daten zwar vom Satelliten zum Anwender , für den Rückkanal
benötigt man aber zusätzlich eine herkömmliche Verbindung zum Internet-Provider
. Web-Sat nutzt für den Downlink den DVB-Standard im Ku-Band und soll eine
Übertragungsrate von 300 kBit/s erreichen . Der Rückkanal , bei dem Binary Phase
Shift Keying als Modulation zum Einsatz kommt , befördert bis zu 16 kBit/s . Das
System besteht aus zwei ISA-Steckkarten , einer 90-cm-Sende- und Empfangsantenne
sowie einer CD-ROM mit benötigten Windows-Treibern und soll rund 3000 Mark
kosten . Die monatlichen Kosten betragen 340 Mark ; ein Download-Volumen von 25
MByte und ein Upload-Volumen von 2,5 MByte sind in diesem Preis enthalten .
Unternehmen , die bisher die Zweiwege-Kommunikation nutzen wollten , mußten
allein für das Terminal über 20.000 Mark investieren - bekamen dafür allerdings
auch Uplinks , die 2-MBit/s befördern . Müller : In Ortsnetzen zu wenig
Telekom-Konkurrenz Bundeswirtschaftsminister Werner Müller will die Regulierung
des deutschen Telefonmarktes möglicherweise lockern . Dabei sollten auch die
Erfahrungen von Ländern berücksichtigt werden , deren Märkte bereits seit langem
geöffnet sind . Mit dem Papier nahm das Wirtschaftsministerium zu Empfehlungen
der so genannten Monopolkommission Stellung . Nach Ansicht des Expertengremiums
herrscht auch zwei Jahre nach der vollständigen Öffnung des deutschen
Telefonmarktes kein funktionierender Wettbewerb in diesem Wirtschaftszweig .
Müller teilt die Einschätzung der Kommission , dass die Deutsche Telekom vor
allem in den Ortsnetzen noch zu wenig Konkurrenz hat . Hier sei eine besondere
Wettbewerbskontrolle durch die Bonner Regulierungsbehörde für Telekommunikation
und Post weiterhin notwendig . In anderen Bereichen sieht der
Wirtschaftsminister jedoch schon einen funktionsfähigen Wettbewerb . Konkret
sprach er sich dafür aus , nur noch marktbeherrschende Firmen zur
Zusammenschaltung ihrer Netze zu verpflichten . Auch eine Regulierung der
Telefontarife könne zumindest für Geschäftskunden mittelfristig entfallen . Es
solle dann nur noch eine " nachträgliche Missbrauchsaufsicht " geben .
Marktteilnehmer , Verbände , Gewerkschaften und Wissenschaft lädt das
Ministerium ein , zu den Eckpunkten Stellung zu nehmen . Im Gegensatz zum
Telekommunikationsbereich muss der Postmarkt nach übereinstimmender Einschätzung
von Monopolkommission und Wirtschaftsminister auf absehbare Zeit weiter in
vollem Umgang reguliert werden . Nur für die Kurier- und Paketdienste könne man
einen sich selbst tragenden Wettbewerb unterstellen . Dagegen werde der
Briefmarkt unverändert durch die noch bis Ende 2002 gültige Exklusivlizenz der
Deutschen Post AG bestimmt . Highspeed-Handy aus dem Alpenland Das Wiener
Unternehmen Tel.Me will im Spätherbst sein erstes GPRS-Mobiltelefon auf dem
Markt lancieren . Das Skyscraper T911 soll WAP-Seiten mit bis zu 85,6 kBit/s
abrufen können . Sofern das Mobilnetz die Möglichkeit bietet und die
Funkverbindung ausreichend gut ist , bündelt es also bis zu vier Empfangskanäle
von maximal je 21,4 kBit/s . Sendeseitig sind es bis zu zwei Kanäle , meldet der
Hersteller . Bis zu 250 Stunden Bereitschaftzeit sowie bis zu vier Stunden
Sprechzeit , Vibrationsalarm , Audio-Profile , Sprachwahl und Organizer sind
einige der übrigen Kennzeichen des 90 Gramm leichten Geräts . Darüber hinaus
verspricht der Hersteller Schnittstellen für das Zusammenspiel mit einem
optionalen MP3-Player sowie mit einer ebenfalls optionalen
Bluetooth-Freisprecheinrichtung . Den angepeilten Preis des Handys nannte Tel.Me
nicht . Krisenmanagement bei T-DSL-Anschlüssen Nachdem in den letzten Tagen
viele T-DSL-Nutzer aufgrund fehlerhafter Software der Einwahlrouter keinen
Zugang zum Highspeed-Netz der Telekom bekamen , hat die Bonner
Telefongesellschaft nun den alten Zustand wieder hergestellt .
Unternehmenssprecher Willfried Seibel erklärte auf Anfrage von c't : Nun sollte
auch ältere Treibersoftware auf Seiten der Kunden , etwa WinPoet 1.2 , wieder
funktionieren . Die Maßnahme der Telekom dürfte die in den letzten Tagen vor
allem in Diskussions-Foren geäußerten widersprüchlichen Fehlermeldungen und
Lösungsvorschläge der letzten Tage erklären - während einzelne Telekom-Router
noch mit neuer und fehlerhafter Software liefen , ist davon auszugehen , dass in
anderen Regionen bereits der alte Zustand wieder hergestellt war . Seibel
zufolge arbeitet die Telekom jetzt unter Hochdruck an einer grundlegenden
Problemlösung - denn das Software-Update der Telekom-Router sei weiterhin
notwendig . Vor dem erneuten Update-Schritt will der rosa Riese nun aber alle
T-DSL-Kunden per Post mit der aktuellen Version der Zugangssoftware versorgen (
NDIS-WAN-Treiber der Firma Engel ) . Wann erneut umgestellt wird , konnte Seibel
nicht sagen , der Update-Plan sehe aber zur Sicherheit " ausreichend " Tage an
Reserve vor . Sony testet Breitbandinternet für Playstation 2 Der
Elektronikkonzern Sony will zusammen mit der japanischen Telefongesellschaft NTT
West ein Breitband-Unterhaltungsangebot testen . Der Betrieb soll im Westen
Japans mit der " neuesten Glasfaser-Übertragungstechnik " erfolgen , sagte
Sony-Sprecher Gerald Cavanagh am Montag . Einen Starttermin nannte Cavanagh
nicht . Auch gebe es noch keine konkreten Pläne , diesen Dienst kommerziell zu
nutzen . Zuvor hatte die japanische Tageszeitung Nihon Keizai Shimbum über ein
gemeinsames Projekt von Sony und NTT berichtet . Demnach sollen Spielfilme ,
Computerspiele und andere Produkte über ein Breitbandnetz auf die
Sony-Videospielkonsole Playstation 2 übertragen werden . TeleBel ist die erste
Telefongesellschaft , die ihr Festnetzangebot mit den Mobilfunkanschlüssen von
D1 , D2 oder E-Plus kombiniert . Der Clou : Erstmals kann mit TeleBel ein
Drittanbieter den Kunden die Kosten für Festnetz- und Mobilanschluss in einer
Rechnung zusammenfassen . Bislang liefern nur die Telekom und Viag Interkom eine
gemeinsame Rechnung für ihre Konvergenzprodukte , doch sind in den Diensten PCS
und Genion jeweils Komponenten aus den eigenen Häusern integriert . Die
Minutenpreise des TeleBel-Angebots liegen im üblichen Rahmen . Mobilgespräche in
einen Wunschvorwahlbereich sowie in das gesamte TeleBel-Festnetz kosten tagsüber
45 Pfennige , abends 39 Pfennige je Minute . Im ersten Quartal 2000 will TeleBel
auch den 0700er-Dienst einführen . Mittels dieser intelligenten Rufumleitung ,
die mehrere Kundenanschlüsse verwaltet , ist der Kunde zu Hause und unterwegs
unter derselben 0700er-Nummer erreichbar . Systems : Schneller Handy-Datendienst
Bislang können Mobilfunker Daten nur im Schneckentempo von 9,6 KBit pro Sekunde
übertragen . E-Plus will ein GSM-Bündelungsverfahren anbieten , das vier Kanäle
für eine Datenrate von 38,4 KBit/s vereint . Das bereits zur CeBIT 99
vorgestellte Verfahren High Speed Circuit Switched Data , HSCSD , soll ab Mitte
November zur Verfügung stehen , meldete E-Plus auf der Systems . High Speed
Mobile Data , HSMD , so der Name des E-Plus-Dienstes , soll in der Startphase
laut Anbieter im Empfangsmodus bis zu 36 KBit/s bieten , im Sendebetrieb sollen
maximal 24 KBit/s möglich sein . Flächendeckung ist für Ende März 2000 anvisiert
. Voraussetzung für den neuen E-Plus-Dienst ist ein GSM-Adapter , der das
HSCSD-Verfahren beherrscht . Bislang bietet lediglich Nokia mit dem Card Phone
2.0 eine passende Karte für Notebooks an . Die Preise : E-Plus-Kunden zahlen für
HSMD zusätzlich 15 Mark monatlich , Neukunden erhalten den Dienst für 39,95 Mark
. Die Verbindungskosten im Datenmodus betragen tagsüber 0,49 DM je Minute ,
abends sind 0,39 DM fällig . Bei den Sondertarifen City oder Partner & Family
reduziert sich der Minutenpreis auf 0,29 DM ; netzinterne Verbindungen kosten
0,39 DM . Neben dem Datendienst läßt sich im HSMD-Tarif auch der Sprachdienst
nutzen , allerdings fallen die Gesprächskosten mit generell 0,99 DM recht happig
aus . E-Plus steht mit diesem Datendienst für lange Zeit konkurrenzlos da .
Andere deutsche Mobilnetzbetreiber wollen HSCSD gar nicht anbieten , sondern
gleich mit dem sogenannten General Packet Radio Service starten , das E-Plus
ebenfalls anbieten will . GPRS soll im Endausbau bis zu 115,2 KBit pro Sekunde
transportieren , doch wird der Regelbetrieb vermutlich erst im Sommer nächsten
Jahres aufgenommen . Internet und Telefonie aus einer Hand Der Wettbewerb im
Ortsnetz nimmt in kleinen Schritten zu . Jetzt kündigte das Darmstädter
Unternehmen Heag Medianet ein ISDN-Angebot nebst kostenlosem Internet-Zugang für
Südhessen an . Es soll zum Jahreswechsel starten . Im ersten Quartal 2000 wollen
die Hessen in Zusammenarbeit mit Talkline zusätzlich ein Koppelangebot für
Festnetz- und Mobiltelefonie machen . Den Telefoniedienst bietet Heag in den
Varianten PeoplePlus und BusinessPlus . Beide kosten monatlich 40 Mark und
entsprechen dem ISDN-Komfortanschluss der Telekom . Gegenüber dem
Telekom-Angebot fällt die doppelt so große Ortszone der Heag auf . Sie deckt den
Raum Mannheim , Darmstadt , Frankfurt , Mainz und Wiesbaden ab . Der
Internet-Zugang ist in den Verbindungsgebühren in Höhe von 4 Pfennig pro Minute
eingeschlossen . Die Rabatte betragen zwischen 2 und 8 Prozent . NextLevel kauft
Fuba NextLevel Systems , der in den USA dominierende Entwickler von digitalen
Settop-Boxen , hat die in Bad Salzdetfurth ansässige Firma Fuba gekauft . Über
die Details der Übernahme wurde Stillschweigen vereinbart . Fuba ist unter
anderem ein auf dem europäischen Markt führender Ausstatter von Kabel-TV-Netzen
, die für Digitalfernsehen aufgerüstet werden . Microsoft will angeblich im
Mobilfunk mitmischen Nach einer c't zugespielten Mail scheint Microsoft auch auf
den europäischen Mobilfunkstandard GSM Einfluß nehmen zu wollen . Das
Schriftstück mit der Überschrift " Empfehlung " stammt angeblich von einem
Microsoft-Mitarbeiter und soll offenbar verhindern , daß Java vom europäischen
Standardisierungskommittee ETSI exklusiv als Standard für die Entwicklung von
SIM-Karten deklariert wird . SIM-Karten dienen bei GSM-Mobiltelefonen unter
anderem zum Einbuchen in das Telefonnetz . Der Autor der Mail stellt Microsoft
als Bewahrer europäischer Interessen dar und behauptet , Java sei zu langsam und
würde SIM-Karten verteuern - als Alternative schlägt er Visual Basic vor . Das
Schreiben gipfelt in der Behauptung , Java als exklusiver SIM-Karten-Standard
würde " die gesamte Industrie zerstören " . Eine Stellungnahme von Microsoft
steht noch aus . Palm OS für Handys auf dem Vormarsch Der koreanische Hersteller
Samsung arbeitet an einer Kombination aus Palm-OS-betriebenem Organizer und
Handy . Das SPH-I300 genannte Gerät soll im Sommer auf den Markt kommen - jedoch
wohl vorerst nur in den USA , da es zumindest nach aktuellem Planungsstand nicht
den europäischen Mobilfunkstandard GSM unterstützen wird . Palm-OS-Verfechter
dürften aber auch das gern zur Kenntnis nehmen , steigt doch damit die Zahl der
Palm-OS-Implementationen in SmartPhones . Zuletzt haben Sony und Kyocera
Palm-OS-SmartPhones angekündigt . Steckdose ins Internet : 10x schneller als
ISDN Northern Telecom präsentierte auf der CeBIT eine verbesserte Version des
bereits im Oktober 97 vorgestellten Systems zur Datenübertragung über Stromnetze
. Wahlweise mit Ethernet- oder USB-Schnittstellen ausgestattet soll das nunmehr
DPL 1000 geheißene System mindestens 1 MBit/s übertragen können und PCs , Macs
oder auch Unix-Workstations über 230V-Leitungen ans Internet anschließen . Über
Verhandlungen mit europäischen Elektrizitätsgesellschaften , die bereits nach
den Probeläufen letzten Jahres begannen , kam Nortel bislang nicht hinaus - die
Verhandlungspartner haben bislang nur Erfahrung mit der Stromversorgung , nicht
jedoch mit LAN- und WAN-Vernetzungen . Auch die deutsche Firma PolyTrax arbeitet
an einem eigenen System ( c't berichtete ) . Schneller Surfen per Handy Ericsson
hat mit der Software WebOnAir eine Lösung entwickelt , die die Übertragung von
Web-Seiten zu Handys beschleunigt . Die Software spart Übertragungsbandbreite ,
indem sie zum Beispiel Grafiken in niedrigeren Auflösungen verschickt ; auf
Wunsch kann man sich auch Schwarzweiß-Versionen bereiten lassen . Des weiteren
eliminert WebOnAir Hintergrundbilder , die ohnehin nur der Verschönerung dienen
oder tilgt HTML-Kommentare aus den Web-Seiten , bevor sie zum GSM-Handy
übertragen werden . Das Berliner Unternehmen Interactive Networks ist der erste
Internet-Provider , der diesen Dienst anbietet - bislang nur für Kunden mit
D2-Handy . Die Client-Software gibt es für die Microsoft-Betriebssysteme Windows
9x , NT 4.0 und CE 2.0 sowie für das PDA-Betriebssystem EPOC , das von Symbian
stammt . Der Server-Teil läuft derzeit unter Solaris 2.5.1 und 2.6 .
Mobilcom-Chef eröffnet Poker um deutsche UMTS-Lizenzen Mobilcom-Chef Gerhard
Schmid ist bereit , Milliarden für eine Lizenz der dritten Mobilfunk-Generation
UMTS ( Universal Mobile Telecommunication System ) zu zahlen . " Wir werden
genau das bieten , was nötig ist " , sagte Schmid im ZDF-Morgenmagazin am
Mittwoch . Aus der neuen Partnerschaft mit der France Telecom , die an Mobilcom
beteiligt ist , schöpft Schmid offenbar reichlich Mut . Klappern gehört zum
Handwerk , doch ob auch nur einer der Bewerber um die UMTS-Lizenz so weit gehen
wird , muss sich noch erweisen . Die Lizenzkosten werden also über höhere
Gebühren an die Kunden weitergegeben . Höhere Kosten könnten sich für kaum einen
Betreiber rechnen . Mit dem Highspeed-Standard UMTS wird der Zugang zum Internet
via Handy deutlich schneller ; unter optimalen Bedingungen soll die Technik bis
zu 2 MBit/s übertragen können . Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation
und Post wird fünf bis sechs Lizenzen versteigern . Die Bewerbungsfrist läuft
Ende April ab . Aktienhandel per Handy belauscht Einen dubiosen Fall eines "
Lauschangriffs " hat die IG Medien in Wiesbaden am Donnerstag bekannt gemacht :
Bezirkssekretär Jörg Jungmann berichtete , am Mittwoch vergangener Woche habe er
auf der Mailbox seines E-Plus-Diensthandys ein aufgezeichnetes Gespräch zwischen
einer Commerzbank-Mitarbeiterin und einem Bankkunden vorgefunden . Das
zweieinhalbminütige Telefonat , bei dem der Kunde Aktiengeschäfte abgewickelt
habe , sei in voller Länge gespeichert gewesen , erklärte Jungmann . Da stelle
sich doch die Frage , wie sicher Telefongespräche gegen ungewolltes Mithören
seien und ob hier nicht das Bankgeheimnis verletzt werde . Der Netzbetreiber
E-Plus hat sich unterdessen nach eigenen Angaben auf die Suche nach der
technischen Ursache gemacht . " So ein Fall ist nicht üblich " , sagte eine
Sprecherin des Düsseldorfer Unternehmens . Jungmann erhob unterdessen den
Vorwurf , das Unternehmen wolle den Fall vertuschen . " Dieser Vorwurf ist an
den Haaren herbeigezogen " , hieß es dazu von E-Plus . Mailbox-Nachrichten
würden automatisch nach fünf Tagen gelöscht . Die GSM-Spezifikationen sehen
diverse Sicherheitsmechanismen vor , die zum Beispiel den Zugang zum Netz regeln
oder auch vor Lauschangriffen schützen sollen . Dass ein laufendes Gespräch "
eigenmächtig " vom Netz aufgezeichnet wird und in der Mailbox eines
Unbeteiligten landet , deutet eher auf einen Software-Fehler hin , und davon
können Handy-Pioniere aus der Anfangszeit des Mobilfunks berichten .
Beispielsweise traten bei E-Plus während des stürmischen Netzaufbaus ( selten )
ungewollte " Dreierkonferenzen " auf , bei denen einer der drei Teilnehmer
Gesprächsfetzen der beiden anderen mitbekam , ohne sich selbst mit den "
Partnern " unterhalten zu können . So ist auch vorstellbar , dass Jungmanns
Mailbox als " Dritter " an einer ungewollten Dreierkonferenz teil genommen hat .
Erstes echtes Internet-Handy vorgestellt Der Elektronikkonzern Motorola stellt
sein erstes GPRS - Mobiltelefon vor , das Motorola Timeport P7389i . GPRS (
General Packet Radio Service ) ist der erste Mobilfunkstandard für GSM-Netze ,
der eine Internet-übliche paketorientierte Übertragung ermöglicht . Mit GPRS
sind daher in Mobilfunknetzen erstmals - zumindest theoretisch -
volumenorientierte Abrechnungen möglich . So kann ein GPRS-Handy beispielsweise
rund um die Uhr im Internet eingebucht sein und E-Mails umgehend empfangen .
Alle deutschen Mobilnetze wollen die GPRS-Technik im Laufe des Jahres in ihre
Netze einbauen ; T-Mobil beispielsweise , aber auch Viag Interkom sind bereits
mit Feldversuchen gestartet . Laut Hersteller soll man mit dem P7389i während
des Surfens auch Telefonate annehmen können . Mittels der Infrarot-Schnittstelle
oder eines seriellen Kabels kann das Motorola-Telefon auch als Modem in
Verbindung mit einem Laptop oder Palm-PDA genutzt werden . Der Anwender hat
damit die Möglichkeit , auch unterwegs auf das Internet oder auf E-Mails
zuzugreifen . Im Endausbau soll die GPRS-Technik im Idealfall bis zu 115,2
kBit/s übertragen können . Eine Besonderheit stellt die Tri-Band-Funktion des
P7389i dar , die nicht nur den Einsatz in den in Europa und Asien üblichen 900-
und 1800-MHz-GSM-Netzen ermöglicht , sondern auch in den nordamerikanischen
GSM-1900-Netzen . Das Gerät wiegt 108 Gramm und bietet ansonsten in dieser
Geräteklasse übliche Funktionen wie Sprachaufzeichnung oder Vibrationsalarm .
Laut Hersteller soll es bereits in diesem Quartal in den Läden erhältlich sein .
Gebühren-Countdown : 19 , 18 , 17 ... Die Preisspirale der privaten
Telefonanbieter dreht sich weiter - doch es geht abwärts . Nach dem
18-Pfennig-Tarif von Talkline geht Westcom ( 01085 ) nun noch darunter und
bietet innerdeutsche Gespräche rund um die Uhr für 17 Pfennig pro Minute an .
Nachteile des " Westcom-Sommertarifs " : Man muß sich dafür zuvor anmelden , und
die Abrechnung erfolgt im ungünstigen Minutentakt . Wer das nicht mag , findet
in den anmeldefreien und sekundengenauen Tarifen von Teldafax ( 01030 )
vielleicht eine Alternative : Seit Mitte August wurden der Tagtarif gesenkt und
die Nebenzeit erweitert : Werktags von 9 bis 18 Uhr kostet ein innerdeutsches
Ferngespräch 0,24 DM/Min , in der restlichen Zeit sowie an Wochenenden und
Feiertagen nur noch 0,14 DM/Min . Telefonnetzbetreiber patzt bei Euro-Umstellung
Im Zuge der geplanten Währungsumstellung auf Euro gerieten anscheinend falsche
Zahlen in die Tariftabelle des regionalen Netzbetreibers HTP . Die derzeitigen
Preisangaben für City- , Extern- und Mailbox-Verbindungen seien nicht richtig ,
bestätigte eine Sprecherin des Unternehmens heute auf Nachfrage von heise online
. HTP wollte " runde Zahlen " in Euro-Cent präsentieren und hat dem Vernehmen
nach deshalb einige Verbindungspreise geringfügig erhöht und andere gesenkt .
Die Änderungen sollen ab dem 1. Oktober in Kraft treten . Beispielsweise liegen
die neuen Minutenpreise bei Mobilfunkgesprächen in der Hauptzeit bei 96 Pfennig
( KombiFON-Vertrag mit ISDN- und Mobilfunkanschluss ) . Bisher sind 99 Pfennig
pro Minute fällig . In der Nebenzeit soll man 37 Pfennig statt 39 Pfennig zahlen
. Diese und andere Zahlen seien auf dem Web-Server des Netzbetreibers korrekt
aufgeführt . Allerdings sei bei Preisangaben für City- , Extern- und
Mailbox-Verbindungen ein Fehler passiert . Teilweise liegen sie drastisch höher
als vor der Euro-Umstellung , sagte die Sprecherin . Laut Tabelle seien nach der
Umstellung für City-Gespräche 29 Pfennig zu zahlen , tatsächlich liege der Preis
bei 17 Pfennig . Netzexterne Gespräche sind fälschlicherweise mit 1,74 Mark
aufgeführt , obwohl HTP dafür nur 96 Pfennig pro Minute kassieren werde ( bisher
99 Pfennig ) . Unabhängig von der Währungsumstellung hat HTP bereits zum 1.
September den Surf-Tarif OnLeine-Power von bisher 1 Pfennig auf 1,29 Pfennig
erhöht . Grund sei eine wegen zunehmender Kundenzahl erforderliche Verbesserung
der Internet-Anbindung , heißt es . Web-Hacker übertölpeln CIA Zuhause , aber
anscheinend dennoch auf ungewohntem Terrain , mußte der amerikanische
Geheimdienst CIA - Central Intelligence Agency - eine empfindliche Schlappe
hinnehmen . Internet-Hacker konnten die Sicherheitsvorkehrungen des
CIA-Web-Servers überwinden und nutzten den Zugang zur freizügigen Umgestaltung
der Web-Seiten . Beispeilsweise grüßte von der Startseite die " Central
Stupidity Agency " http://www.odci.gov/cia . Bereits vor Wochen gelang
unbekannten Eindringlingen eine ähnliche Spitzbuberei auf den Web-Seiten des
amerikanischen Justizministeriums . Wer sich für die ähnlich überstürzt
ausgeführten " Arbeiten " auf den CIA-Seiten interessiert , bekommt statt der
nackten Tatsachen derzeit den Error 104 zu sehen - die CIA hat den Stecker
gezogen . Neuer Interconnection-Vertrag zwischen Arcor und Telekom Als erste
Telefongesellschaft hat sich Mannesmann Arcor mit der Telekom auf einen neuen
Vertrag zur Netzzusammenschaltung geeinigt . Mit der neuen Vereinbarung könnte
Mannesmann rund 15 Prozent der bisherigen Gebühren für die sogenannte
Interconnection sparen . Auch Surfer dürften Grund zur Freude haben , denn von
den günstigeren Gebühren würden auch die Online-Dienste profitieren , betonte
ein Arcor-Sprecher . Schon ab 18 Uhr kämen die Provider beim Internet durch
Call-by-Call in den Genuss günstigerer Tarife , und im Gegensatz zu
Telefongesprächen fielen beim Surfen nicht zweimal , sondern nur einmal Gebühren
für den Netzzusammenschluss an . Nach weiteren Angaben werde die Telekom unter
anderem die teure Zeit ( 9 Uhr bis 21 Uhr ) um drei Stunden verkürzen . So
würden in der Cityzone nach 18 Uhr nicht mehr 1,97 Pfennig pro Minute fällig ,
sondern schon der billigere Abendtarif von 1,24 Pfennig . Nur der ehemalige
Monopolist verfügt über eine Infrastruktur , die alle bundesdeutschen Haushalte
erreicht . Das ehemalige Bundespostministerium hatte die Gebühren 1997 auf
durchschnittlich 2,7 Pfennig pro Minute festgelegt . Ende dieses Jahres läuft
diese Regelung aus . Vermutlich wird die neue Regelung aber nicht lange Bestand
haben , denn Mannesmann strebt " internationale Gepflogenheiten " an . So sollen
die Gebühren nicht mehr nach Entfernung , sondern nach Inanspruchnahme der
durchlaufenen Vermittlungsstellen der Telekom abgerechnet werden . Demnach zahlt
weniger , wer mehr Infrastruktur besitzt und mehr , wer das Telekom-Netz stärker
in Anspruch nimmt . Motorolas Handy-Terminplaner Speziell für den Geschäftsmann
konzipiert , soll das WAP-fähige Tri-Band-Gerät bei der Datensynchronisation
neuen Komfort bieten : Wie der Hersteller beschreibt , kann das Timeport 250
seine Daten mit zahlreichen elektronischen Kalendern auf PC , Palm und anderen
Organizern synchronisieren . Das Modell bietet zudem eine erweiterte
Rufumleitung : Parallel erhält der Nutzer aber ein Signal zum eingehenden Anruf
und kann entscheiden , ob er das Gespräch dennoch annehmen oder die Rufumleitung
nutzen will . Auch erinnert das Gerät akustisch an nicht abgehörte Nachrichten
auf dem Anrufbeantworter und bietet Gesprächsaufzeichnungen von bis zu drei
Minuten . Mit Funktionen wie der Übernahme der Rufnummer eingegangener
SMS-Nachrichten in das Telefonbuch folgt Motorola indes Jahre später dem
finnischen Handy-Vorreiter Nokia , der diese und andere Komfortfunktionen schon
seit längerem in seinen Modellen anbietet . Mit dem Standard Lithium-Ionen-Akku
( 550 mAh ) soll das Timeport 250 eine maximale Gesprächszeit von 210 Minuten
bieten und bis zu 125 Stunden in Bereitschaft verbleiben können . Es wird ohne
Kartenvertrag zu einem Preis von 699 Mark angeboten . Telefonnetze :
Schulterschluß der Kleinen Die Kleinen der Telefonbranche wollen ihre Kräfte
bündeln : Die sechs bisher regional operierenden Telefongesellschaften EWE TEL ,
HanseNet , ISIS , NetCologne , VEW Telnet und Tesion haben eine Kooperation
vereinbart . Die Zusammenarbeit soll in zwei Schritten erfolgen . Zunächst
streben die Unternehmen den Abschluß gegenseitiger Interconnect-Abkommen an , um
die einzelnen Netze zusammenzuschalten . Später will die Gruppe gemeinsame
Dienstleistungen und Marketingkonzepte entwickeln . Angesichts des durch die
Zusammenlegung entstehenden Versorgungsbereiches bestehen gute Chancen , daß man
sich gemeinsam ein größeres Stück vom milliardenschweren Kuchen des
Telekom-Marktes abschneiden kann . Zunächst müssen aber noch die erforderlichen
Kapazitäten ermittelt sowie technische und wirtschaftliche Aspekte der
Kooperation geklärt werden . Ortsgespräche zum Pauschaltarif gescheitert Die
Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post ( RegTP ) hat den von der
Deutschen Telekom beantragten Pauschaltarif Talk2Friends abgelehnt . Damit
hätten nach dem Wunsch des Bonner Unternehmens Talk2Friends-ISDN-Kunden
untereinander zu einem Preis von monatlich 4,99 Mark in der Zeit von 12 bis 20
Uhr " beliebig lang " im Ortsnetz telefonieren können . Nach Berechnungen der
Regulierungsbehörde sei der Tarif ab 3,8 Minuten Gesprächsdauer nicht mehr
kostendeckend , wenn man als Grundlage die Telekom-eigenen
Interconnection-Gebühren heranziehe , erklärte Rudolf Boll , Sprecher der
Behörde , in einem Gespräch mit c't . Auch hätte die Telekom mit diesem Tarif
ein Schneeballsystem zur Kundenbindung aufbauen können , das dem
marktbeherrschenden Telefonanbieter einen zu großen Vorteil gegenüber der
Konkurrenz verschafft hätte . Gegen die Genehmigung habe auch gesprochen , dass
die Telekom ihre ISDN-Kunden mit dem Talk2Friends-Tarif fest an sich binden
wollte , damit also keine Preselection anderer Mitbewerber möglich gewesen wäre
. Cyrix : Schnurlos Surfen im Alleingang Cyrix hat auf der Comdex in Las Vegas
mit WebPAD ein eigenes Referenzdesign für " drahtlosen " Internet-Zugang
vorgestellt . Die von Mobilfunktelefonen bekannte Bewegungsfreiheit bietet das
Referenzdesign indes nicht . Experten geben dem von Cyrix im Alleingang
entwickelten Design keine große Chancen . Einerseits tummelt sich das Funkmodem
des WebPAD bei 2,4 GHz in einem ( lizenzfreien ) Bereich , den beispielsweise
auch das Wireless LAN verwendet . Andererseits beteiligen sich neben IBM ,
Ericsson , Nokia und Intel weltweit rund 90 verschiedene Unternehmen an der
Spezifikation eines offenen Funkstandards für Sprach- und Datenübertragung
namens Bluetooth . Bluetooth soll die Kommunikation zwischen zahlreichen
Gerätegattungen vereinheitlichen . Unter anderem werden so PCs , Handys und auch
Telefone miteinander kommunizieren können . Obendrein soll Bluetooth auch an das
Wireless Application Protocoll , WAP , angepaßt werden . WAP dient
Mobilfunkgeräten als herstellerübergreifende Grundlage für drahtlose
Internet-Dienste und wird von allen wichtigen Mobilfunkherstellern unterstützt .
Telekom sträubt sich vergeblich gegen Call-by-Call Für die deutschen Verbraucher
ändert sich der Einzug der Telefongebühren vorerst nicht . Demnach muss der
ehemalige Monopolist auch die Telefongebühren für Call-by-Call-Gespräche über
die Netze seiner Konkurrenten in Rechnung stellen und weiterleiten . Sie wollte
ursprünglich das so genannte Inkassoverfahren zum 1. April 2000 ganz einstellen
. Schwerpunktthemen sind die Bereiche Rufnummernverwaltung und Digitale Signatur
. Highspeed-Funknetz zum Niedrigpreis Auf dem NRW-Gemeinschaftsstand in Halle 4
, Stand C32 stellt die Firma DIRC das Konzept ihres Funknetzwerks Digital Inter
Relay Communication vor . Sie haben zwei Funktionen : Erstens halten sie mittels
der Relay-Funktion permanente Verbindungen untereinander und bilden so das
DIRC-Netz , dessen Zellen bei Sichtkontakt bis zu fünf Kilometer voneinander
entfernt sein dürfen . Jede Station kann " fremde " DIRC-Verbindungen im Netz
weiterleiten beziehungsweise zur Zielstation durchstellen . Dabei ist die Route
, also der Verbindungsweg zwischen zwei entfernten Stationen , wie im Internet
nicht festgelegt , sondern wird für jede Verbindung neu gesucht - so lassen sich
zwischenzeitlich ausgefallene oder überlastete Stationen umgehen .
DIRC-Stationen haben einen festen Standort und kennen ihre geografische Position
. Sie horchen stetig den Funkraum ab und lernen so , welche Zellen benachbart
sind , so dass sie stets über die Routing-Möglichkeiten im Bilde sind . Als
Schnittstellen zum Computer sind USB sowie Ethernet vorgesehen . Da sich das
DIRC-Netz selbst organisiert , benötigt es laut Hersteller keine aufwendigen
Vermittlungen und Steuerzentralen nebst speziell ausgebildeten Technikern . Die
Pauschale , in der auch die Gerätemiete enthalten ist , dürfte nach aktuellen
Plänen bei rund 50 Mark liegen . Der offizielle DIRC-Betrieb soll im Jahr 2002
starten ; im nächsten Jahr will die Firma zunächst ein Versuchsnetz mit 1000
Teilnehmern aufbauen . Ein noch nicht genanntes schwedisches Unternehmen will
die Geräte in den nächsten sechs bis zwölf Monaten produzieren . Startschuss für
Highspeed-Mobilfunk Die Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation gab
am Montag den Startschuss für die dritte Mobilfunkgeneration Universal Mobile
Telecommunication System ( UMTS ) . Bis Ende April können die Unternehmen ihre
Bewerbungen für insgesamt vier bis sechs Lizenzen einreichen . Anders als
ursprünglich geplant , sollen für Neulinge - Unternehmen , die bisher nicht im
Mobilfunkmarkt vertreten sind - keine Frequenzbereiche reserviert werden . Die
neuen Lizenzen sollen zur Jahresmitte versteigert werden . Die vier deutschen
Mobilfunkbetreiber T-Mobil , Mannesmann , E-Plus und Viag Interkom hatten
bereits ihr Interesse an den Lizenzen bekundet , aber auch Mobilcom und Debitel
wollen gemeinsam eine Lizenz der dritten Mobilnetzgeneration ersteigern . Durch
UMTS wird Multimedia per Handy und mobile Datenkommunikation in mehrfacher
ISDN-Geschwindigkeit möglich . Bis Ende 2003 müssten die Netzbetreiber einen
Versorgungsgrad von 25 Prozent der Bevölkerung erreichen , sagte Scheurle weiter
. Zwei Jahre später sollten bereits 50 Prozent erreicht sein . Server
koordiniert Bluetooth-Gerätegemeinde Das britische Unternehmen Red-M will auf
der CeBIT eine Kombination aus Server und Internet-Gateway für Bluetooth-Geräte
vorstellen . Funkseitig versteht sich der Server auf die Bluetooth-Variante Mega
, die bis zu 100 Meter überbrückt . Mittels der AccessPoints 1000AP , die
ebenfalls Red-M anbietet , lässt sich der Versorgungsbereich vergrößern .
Innerhalb des Funkbereichs soll der Server automatisch jedes Endgerät aufspüren
können sowie seine Berechtigung überprüfen und einen Service-Level zuweisen .
Anschließend vermittelt der Server Internet-Daten zu den Endgeräten , die sich
gerade im Netz befinden . Zusätzlich bietet das Gerät Server-gemäße Funktionen
wie Web Page Caching , Virtual Private Networking , und Website-Filter , enthält
aber auch einen Firewall nebst E-Mail- , Web- sowie Domain-Name-Server . Die
Wartung erfolgt über ein Browser-Interface , wahlweise lokal oder auch aus der
Ferne über Wähl- oder VPN-Leitungen . Red-M stellt in Halle 11 am Stand E05 aus
. Nokias neues Handy-Trio Nokia , der finnische Marktführer im Handy-Bereich ,
hat zur CeBIT erwartungsgemäß drei neue Mobiltelefone vorgestellt , die allesamt
mit zusätzlichen Funktionen im Bereich Datendienste auffallen . Im unteren
Preissegment rangierend soll das Modell 3330 besonders die mobile Spielegemeinde
anziehen : Mittels seines eingebauten WAP-Browsers soll es speziell für WAP
entwickelte Unterhaltung bieten , wahlweise im Solo- oder Mehrspielermodus über
das Netz . Unter anderem eine Highscore-Liste soll die Anwendergemeinde auf die
Portal-Seite Club Nokia locken . Das 3330 soll im 2. Quartal dieses Jahres auf
den Markt kommen . Klein und schick wie der Vorgänger 8210 sieht Modell 8310 aus
. Das Dualband-Gerät für GSM-900- und -1800-Netze bietet übliche Funktionen der
Komfortklasse wie Vibrationsalarm , Kalender oder auch Sprachsteuerung -
zusätzlich versteht es sich aber auch auf die Datenübertragung nach den
Verfahren GPRS sowie HSCSD und enthält einen WAP-Browser sowie ein UKW-Radio .
Die maximalen Sprech- und Bereitschaftszeiten des Dualband-Geräts gibt der
Hersteller mit 4 respektive 400 Stunden an . Es soll im dritten Quartal dieses
Jahres in die Läden kommen . Das Nokia 6310 ( siehe Bild ) setzt sich mit noch
mehr drahtlosen Kommunikationsverfahren davon ab : Zusätzlich zu GPRS , HSCSD
und WAP versteht sich das Gerät auf die Infrarot-Kommunikation via
IrDA-Protokoll und beherrscht obendrein die Funkübertragung mittels Bluetooth .
Eingebaut ist die ( stromsparende ) Pico-Version des Bluetooth , die bis zu 10
Meter überbrückt . Passend zu dieser Nahbereichsfunktechnik hat Nokia das
Protokoll SyncML für den Datenabgleich zwischen Handys und Notebooks eingebaut .
Die Sprechzeit des Dualband-Telefons betrage maximal 3 Stunden , die maximale
Bereitschaftszeit 480 Stunden , heißt es bei Nokia . Modell 6310 soll im vierten
Quartal 2001 auf den Markt kommen . Telefon und MP3-Player im Siemens-PDA Das
Münchener Unternehmen Siemens stellt auf der CeBIT den MultiMobile-Organizer
SX45 vor . Betrieben wird der Computer-Winzling , der mit 32 MByte RAM
ausgerüstet ist , mit Microsofts Betriebssystem Pocket-PC , Nachfolger des
Windows CE . Zu den besonderen Merkmalen gehört neben Java-Unterstützung und
WAP-Browser das eingebaute GSM-Handy , das sich auf die Datenübertragung gemäß
GPRS versteht und über ein mitgeliefertes Stereo-Headset zum Telefonieren
benutzt wird . Das Headset dient aber auch zur Beschallung mit MP3-Musik , die
der eingebaute MP3-Player liefert . Preis und Erscheinungsdatum des SX45 sind
derzeit noch unklar , aber immerhin kündigten die Münchener wenigstens an , das
bereits vorgestellte GPRS-Handy S45 noch im Juli auf den Markt bringen zu wollen
. Ericsson setzt auf Triband-Handys Gleich vier neue Handys stellt der
schwedische Kommunikationsriese Ericsson auf der CeBIT vor - darunter zwei mit
Triband-Funktechnik , mittels der die Geräte nicht nur in den europäischen 900-
und 1800-GSM-Netzen funken , sondern auch in den USA im 1900-MHz-GSM-Band . Als
Lifestyle-Gerät mit Dualband-Technik sieht Ericsson das T20e , das der
Generation der Heranwachsenden mittels WAP , Enhanced Messaging Services ( EMS )
, Chat-Funktionen und einigen Spielen unterwegs Kurzweil bereiten soll . EMS
erlaubt den Versand von Bildern und Tönen in einer SMS . Das T20e kommt mit 30
Bildern und bietet 30 weitere Speicherplätze für empfangene oder selbst
gestaltete grafische Schnipsel . Die Bildbearbeitung erfolgt über ein " kleines
integriertes Bearbeitungsprogramm " , wie Ericsson sagt . Mit EMS können auch
Klingeltöne versendet und gespeichert werden . Laut Ericsson wird das T20e im
Laufe des zweiten Quartals 2001 erhältlich sein . Vom Einsteigergerät T20e will
Ericsson sein Modell T29s insbesondere durch interessanteres Design abgesetzt
wissen . Im Inneren birgt das T29s jedoch ebenfalls lediglich EMS und WAP .
Auffällig erscheint die Zubehörliste , die neben Bluetooth-Headset , UKW-Radio
und MP3-Player auch eine Tastatur umfasst . Die Bluetooth-Technik soll das T39m
kabellos mit anderen Bluetooth-Geräten zusammenbringen , etwa dem hauseigenen
Headset , aber auch mit Laptops , PDAs und Bluetooth-Geräten anderer Hersteller
. Das Handy kann in Europa , Asien und Amerika überall dort eingesetzt werden ,
wo GSM-900- , -1800- und -1900-Frequenzen verfügbar sind . Weiterhin sind
Komfortfunktionen wie Kalender , Adress- und Aufgabenorganisation geboten . Das
T39m wird im zweiten Quartal 2001 erhältlich sein . Die maximalen Bereitschafts-
und Gesprächszeiten liegen laut Hersteller bei rund 300 beziehungsweise 11
Stunden . Ericsson versteht das T39m als Antwort auf die Nachfrage nach
GPRS-Handys . Gleichzeitig ist das Unternehmen einer der erfolgreichsten
Lieferanten von Netzinfrastruktur für Betreiber , die die neuen Dienste umgehend
anbieten möchten . Derzeit , erklärte Ericsson , habe man mehr Verträge für GPRS
( 65 ) und mehr Teilnehmer in den zugehörigen GPRS-Netzen ( 154 Millionen ) als
irgendein anderer Anbieter . Ericsson plant , bis 2002 in jedem neuen
Mobiltelefon GPRS integriert zu haben . Es bietet neben den
Kommunikationsverfahren GPRS und Bluetooth ein farbiges Display , das auf acht
Zeilen 256 Farben darstellt . Davon dürften wohl insbesondere die Mobilfunker
profitieren , die Ericssons optionale Digitalkamera CommuniCam kaufen . Als
Protokoll dient dabei der Standard Multimedia Messaging Service ( MMS ) : Das
bedeutet nicht mehr nur Textnachrichten wie bei SMS , sondern auch formatierter
Text , Fotos , Grafiken und Musik können so verschickt werden . Internet-Radio
ohne Draht Die Nahbereichsfunktechnik Bluetooth nutzt Schwedens
Kommunikationskonzern Ericsson als Grundlage für das erste schnurlose
Internet-Radio , genannt H100 : Das Cordless Internet Radio funkt bis zu 100
Meter weit und holt sich von einer Bluetooth-Basisstation , die ihrerseits ans
Internet angeschlossen ist , digitale Musikdateien in den Speicher . Alternativ
lässt sich die Box im Format eines Kofferradios auch per Ethernet mit einem
Router verkabeln , um Internet-Radio-Stationen anzuzapfen . Eingebaute
Stereo-Lautsprecher bringen die Musik zu Gehör . Über die Audio-Buchse kann man
aber auch einen Kopfhörer anschließen . Darüber hinaus hat Ericsson in das
batteriebetriebene Gerät auch einen Browser eingebaut , mit dem man nicht nur
eine Favoritenliste pflegen , sondern auch surfen kann . Ericsson will zusammen
mit dem US-Unternehmen MTVi einen speziell angepassten Dienst auf die Beine
stellen und das Gerät Ende 2001 zunächst in Nordamerika auf den Markt bringen ;
kurz danach sei mit passenden Versionen in Europa zu rechnen , heißt es .
Drahtloser Infobahn-Anschluss für Telearbeiter Mit dem MW1352 stellt Nokia auf
der CeBIT 2001 ein DSL-Connectivity-Gateway vor , das erstmals Single Line
High-Speed DSL ( SHDSL ) und drahtlosen Netzzugriff via W-LAN mit Internet
Protocol Security ( IPSec ) kombiniert . Die Lösung wurde , so Nokia , für
kleine und mittelständische Betriebe , kleine Büros sowie für Unternehmen
entwickelt , die über externe Niederlassungen verfügen oder Telearbeiter
beschäftigen . SHDSL ist eine erst kürzlich verabschiedete Spezifikation für die
Datenübertragung über herkömmliche Telefonleitungen , die symmetrische
Geschwindigkeiten zwischen 64 KBit/s und 2,3 MBit/s liefert . Eine entsprechende
freie Telefonleitung vorausgesetzt ( die vermietet der örtliche Netzbetreiber )
, lassen sich mittels zweier SHDSL-Modems also etwa zwei Niederlassungen
miteinander koppeln . Anruferansage im Auto Eine neue Freisprechanlage für das
Auto nennt bei eingehenden Anrufen den Namen des Teilnehmers am anderen
Leitungsende . Die Firma Siemens zeigt das sogenannte Car Kit Professional Voice
II auf der CeBIT . Die Anlage ist laut Siemens komplett sprachgesteuert : " Der
Fahrer kann seine Hände während der ganzen Fahrt am Steuer lassen " , erklärte
Peter Zapf , Leiter des Bereichs Mobile Phones . Das Gerät verfügt auch über
eine Memo-Funktion , mit der bis zu acht Minuten Nachrichten oder Gespräche
aufgezeichnet werden können . Das Car Kit Professional Voice II soll vom Sommer
an lieferbar sein und rund 700 Mark kosten . Bluetooth-Nachrüstung für
Industrie-PCs Hersteller von Industrie-PCs , die ihre Geräte fit für den
drahtlosen Datenaustausch machen wollen , können sich dazu in Kürze des
Kurzstrecken-Funkstandards Bluetooth bedienen : Auf der CeBIT zeigt die Firma
Sphinx Elektronik aus Waldkirch ein entsprechendes Nachrüstmodul . Der
Sphinx-Adapter Pico Core eigne sich zum Beispiel für PC/104-Systeme , Panel-PCs
, Kompaktrechner oder auch speicherprogrammierbare Steuerungen , meldet das
Unternehmen . Wie damit " sperrige Datenleitungen " oder teure " staubdichte
Steckverbindungen " durch drahtlose Verbindungen ersetzt werden können , zeigt
Sphinx auf der CeBIT im Bluetooth-Pavillon in Halle 1 , Stand 5D4 . " Da der
Datenaustausch via Bluetooth keine Sichtverbindung verlangt , lässt sich zum
Beispiel der Status von Fahrstuhlsteuerungen drahtlos von außen auslesen " ,
schildert Bernd Michna , Leiter Business Development bei Sphinx Elektronik , die
Einsatzmöglichkeiten . Es verfügt über eine integrierte Antenne und einen
Anschluss für eine externe Antenne . Der Adapter emuliert über die Funkstrecke
eine serielle RS232-Schnittstelle nach Spezifikation der Bluetooth Version 1.1 .
Interessant : Die Firmware des Adapters lässt sich per Wireless Update auf den
neuesten Bluetooth-Stand bringen . Pico Core eignet sich derzeit für Windows 95
, 98 , NT und demnächst auch für Windows CE . Der Einsatz mit anderen
Betriebssystemen sei möglich , heißt es , jedoch müsse zunächst ein
Windows-Rechner für die Konfiguration genutzt werden . Pico Core soll ab April
für rund 350 Mark inklusive CD-ROM mit Installations-Software erhältlich sein .
T-Mobil verschiebt internationale Expansion Eine weitere internationale
Expansion von T-Mobile International ist nach den Worten des
Vorstandsvorsitzenden Kai-Uwe Ricke vorerst kein Thema mehr . " Im Augenblick
haben wir mit den Aufgaben , die wir vor der Brust haben , genug zu tun " ,
sagte Ricke am Mittwoch auf der CeBIT in Hannover . Derzeit ist die Deutsche
Telekom über Tochterunternehmen und Beteiligungen im Mobilfunksektor in
Großbritannien , Österreich , Tschechien , Polen , den Niederlanden und Russland
aktiv . Frankreich und Italien bleiben vorerst weiße Flecken auf der
GSM-Landkarte der Deutschen Telekom . Außerdem erteilte der Chef der
Telekom-Mobilfunksparte einem Börsengang von T-Mobile bei der aktuellen
Situation am Kapitalmarkt eine Absage : " Wir werden uns nicht unter Wert
verkaufen . " Vor einem möglichen Gang an den Kapitalmarkt wolle T-Mobil die
Übernahme des US-Mobilfunkunternehmens Voicestream unter Dach und Fach bringen .
Das werde im Juni diesen Jahres der Fall sein , sagte Ricke . Danach wird die
Deutsche Telekom das Börsenumfeld genauestens prüfen und über das weitere
Vorgehen bei der Platzierung der Mobilfunktochter beraten . Beim Aufbau des
UMTS-Netzes prüfe T-Mobile nach wie vor alle Alternativen einer möglichen
Kosteneinsparung . Dazu könnten auch Kooperationen mit anderen Lizenzinhabern
gehören , sagte Ricke . Dabei seien allerdings die nationalen Regeln zu beachten
, daran ändere auch der mahnende Zeigefinger aus Brüssel nichts . Die
EU-Kommission hatte in den vergangenen Tagen die deutsche Regulierungsbehörde
dazu aufgerufen , einen Wettbewerb bei den deutschen UMTS-Netzbetreibern zu
ermöglichen . Doch selbst wenn Kooperationen beim Netzaufbau möglich wären ,
müsse T-Mobil die Chancen und Risiken einer solchen Vereinbarung genauestens
abwägen : " Für uns stellt sich dann die Frage , wollen wir überhaupt mit einem
anderen Anbieter zusammenarbeiten ? " Auf diese Weise könne ein vergleichsweise
schwächerer Partner gestärkt werden , fürchtet man bei T-Mobil . Ricke glaubt
nicht daran , dass in Deutschland auf Dauer Platz genug für sechs UMTS-Anbieter
ist . " Ich rechne damit , dass alle sechs Lizenzinhaber an den Start gehen " ,
sagte er , bezweifelte allerdings im gleichem Atemzug , dass alle Unternehmen
längerfristig im Markt bestehen können . Debitel und T-Mobil rücken zusammen Die
Stuttgarter Telefonfirma Debitel will künftig mit der Telekom-Tochter T-Mobil
bei UMTS-Diensten zusammenarbeiten . Beide Unternehmen teilten heute mit , dass
die bisherige Kooperation auf den " Mobilfunk der Zukunft " ausgeweitet werden
solle . Eine entsprechende Absichtserklärung wurde inzwischen unterzeichnet .
Die Zusammenarbeit sei langfristig angelegt und vertiefe die
Vertriebspartnerschaft auch im Bereich der neuen Multimedia-Dienste , erklärte
T-Mobil-Chef Rene Obermann . Eine ähnliche Abmachung hatte Debitel bereits mit
dem Telekom-Konkurrenten D2 Vodafone unterzeichnet . Beide Verträge versetzen
den größten netzunabhängigen Mobilfunkanbieter Deutschlands in die Lage , neben
der Vermarktung von D2- und D1-UMTS-Diensten ihren Kunden auch eigene Produkte
anzubieten . " Debitel baut durch die Vereinbarung mit T-Mobil die Grundlage für
die erfolgreiche Teilnahme am UMTS-Markt weiter aus " , begrüßte Vorstandschef
Peter Wagner die Vereinbarung . Gleichzeitig ist es nach wie vor eine
Telefonfirma ohne eigenes Netz ; bei der letztjährigen Versteigerung von
UMTS-Netzfrequenzen warf das Unternehmen als einziger Interessent das Handtuch .
Philips : Zweifel am Erfolg der Handy-Sparte Der niederländische
Elektronik-Konzern Philips hat noch keine Entscheidung über die Zukunft seines
Mobiltelefon-Geschäfts getroffen . Möglicherweise bereitet man aber schon mal
sorgsam den Ausstieg vor , denn nachdem sich bereits vor einigen Wochen ein
Unternehmenssprecher skeptisch über die Handy-Sparte äußerte , schlägt nun
Phlips-Finanzchef Jan Hommen in die gleiche Kerbe . Er verwies am Montag in
Barcelona auf den allgemeinen Abschwung in der Halbleiter-Industrie . Nach
jüngsten statistischen Angaben der Industrie sollten die Einkünfte in der
Branche in diesem Jahr 20 Prozent unter denen des Vorjahres liegen . Analysten
sähen Hommen zufolge derzeit den stärksten Rückgang in den letzten 30 Jahren .
Auch Philips könne sich dieser Entwicklung nicht entziehen , meinte Hommen .
Eine Entscheidung über den künftigen Weg der Handy-Sparte will seine Firma nun "
in Kürze " treffen . Philips hatte am 17. April bei Bekanntgabe der Ergebnisse
für das erste Quartal 2001 angekündigt , dass in einigen Fabriken zur
Herstellung von Mobiltelefonen und von Halbleitern vorübergehend weniger oder
gar nicht gearbeitet werden soll . Der Konzern plane in nächster Zeit , 6000 bis
7000 Arbeitsplätze zu streichen . Weltweit hat das Unternehmen 220.000
Beschäftigte . An der Amsterdamer Aktienbörse ging der Kurs der Philips-Aktie am
Montagvormittag um 2,56 Prozent auf 37,32 Euro zurück . Internet per
Stromleitung im Betriebsversuch Ab Mitte 2001 sollen Kölner Bürger erstmals über
die Stromsteckdose ins Internet gelangen und telefonieren können . Dann sollen
überall im Haus Internetanschlüsse über die Energieleitung zur Verfügung stehen
, die Daten in mehrfacher ISDN-Geschwindigkeit befördert . Das berichtete der
Vorstandssprecher der Gas- , Elektrizitäts- und Wasserwerke Köln ( GEW ) ,
Helmut Haumann , am Mittwoch in der Domstadt . Die drei Partner GEW , Siemens
und die Telekommunikationsfirma NetCologne haben laut Haumann Ende April einen
ersten Betriebsversuch gestartet . Nahezu jeder Haushalt sei ans Stromnetz
angeschlossen und damit für PLC erreichbar . Telekommunikations-Anbieter müssten
daher künftig nicht länger die so genannte " letzte Meile " eines Telefonnetzes
von der Telekom anmieten . Bei der sogenannten Powerline Communication ( PLC )
dienen herkömmliche Stromkabel als Medium , das neben Strom auch digitale Daten
und Sprache transportiert . Derzeit gibt es weiltweit eine Hand voll
vielversprechender Feldversuche , bei denen die Technik zur Serienreife
entwickelt wird . Unter anderem arbeiten in Deutschland neben Siemens auch RWE ,
Conaxion und Veba/PreussenElektra an eigenen Lösungen . Der praktische Einsatz
ist aber noch nicht gesichert , da Teile des von Pilotanlagen benutzen
Frequenzbandes bereits von verschiedenen Funk-Diensten belegt sind . In
Zusammenarbeit mit der Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation sucht
man daher nach Lösungen , die dem neuen und den alten Diensten gerecht werden .
Wenngleich die Regelung noch nicht fest steht , scheinen sich die
Powerline-Protagonisten aber ihrer Sache sicher . Auf der nächsten CeBIT im März
2001 will Siemens einen seriennahen Prototypen einer neuen Anlage vorstellen ,
hieß es . Anschlüsse für Highspeed-Internet sollen vereinfacht werden Cisco
Systems , Anbieter von Netzwerk-Lösungen für das Internet , hat gemeinsam mit
Herstellern von DSL-Lösungen und Halbleitern sowie Systemintegratoren und
Service Providern die OpenDSL-Initiative ins Leben gerufen . Die Arbeitsgruppe
will einen offenen Standard für die Digital Suscriber Line ( DSL ) schaffen und
eine "Plug-and-Play"-Interoperabilität von DSL-Komponenten unterschiedlicher
Anbieter ermöglichen . Dadurch will die Initiative die Installation von
DSL-Geräten vereinfachen und den Vertrieb von Endgeräten , die ohne
Schwierigkeiten zusammenarbeiten , auch über den Einzelhandel ermöglichen . Mit
automatischer Konfiguration und Inbetriebnahme der DSL-Modems und -Router sollen
sich aufwändige Technikerbesuche beim Teilnehmer erübrigen . Zudem soll die so
gewonnene Beschleunigung der Anschlussumstellungen den DSL-Diensten den Weg zum
Massenmarkt ebnen . Zu den DSL-Anbietern , die die OpenDSL-Initiative
unterstützen , gehören unter anderem 3Com , Cisco , Intel und Texas Instruments
. Derzeit verzeichnet die Liste mit der Aachener Elsa AG lediglich ein deutsches
Unternehmen , sodass man vorläufig bezweifeln muss , ob die OpenDSL-Produkte
auch die Surfer hierzulande beglücken werden - schließlich müssen zunächst die
Netzbetreiber OpenDSL-Router in ihren Vermittlungen einsetzen , bevor Anwender
auf ihren Seiten der Telefonleitungen OpenDSL-Modems anschließen können .
Camcorder mit Funkanschluss Der japanische Elektronikriese Sony will auf der IFA
drei Digital-Camcorder vorstellen , die für die Nahbereichsfunktechnik Bluetooth
vorbereitet sind . Alternativ kommuniziert das BTA-NW1 auch mit Bluetooth-Modems
oder -Handys , die ihrerseits Internet-Verbindungen aufbauen können . So soll
man zum Beispiel direkt vom Strand das noch taufrische Digitalbildmaterial via
E-Mail verschicken können , Handy sowie Mobilfunknetz vorausgesetzt . Weiterhin
können die Camcorder über FireWire , von Sony i.Link genannt , mit PCs
kommunizieren , auch gibt es herkömmliche analoge Ein- und Ausgänge . Die
DCR-IP7 ist zusätzlich mit einer USB-Schnittstelle ausgestattet . Ein
2,5-Zoll-Hybrid-LCD mit 211.200 Pixeln dient als Farbmonitor , außerdem gibt es
einen Farb-LCD-Sucher mit 180.000 Pixeln . Die Aufnahmen bewerkstelligt ein
CCD-Chip mit 800.000 Pixeln , das Objektiv stammt aus dem Hause Carl Zeiss . Das
Modell DCR-IP5 soll für rund 4100 Mark zu haben sein , für den DCR-IP7 soll man
4600 Mark berappen . Beide Geräte soll es ab November im Handel geben . Der
DCR-PC120 soll sich ebenso wie die beiden kleineren Brüder mit dem
Bluetooth-Modul BTA-NW1 nachrüsten lassen und ab Oktober für rund 4700 Mark zu
haben sein . ISDN : Spar-Paar aus Dänemark Der dänische Modemhersteller Lasat
kommt mit zwei externen ISDN-Terminaladaptern auf den deutschen Markt . Fußend
auf EuroISDN , verstehen das Unique 1280i sowie der größere Bruder 1280mi die
wichtigen Verbindungsprotokolle X.75 , T-Online , sync PPP sowie Multilink PPP ,
aber auch V.110 und V.120 . Das 1280mi erschließt mittels eines integrierten
Faxmodems zusätzlich die analoge Welt . Der integrierte Spoofingmodus soll
Telefonkosten für Internet-Surfer sparen , indem er die ISDN-Leitung bei
Funkstille abschaltet ; eine neuerliche Anforderung reaktiviert die Verbindung
innerhalb weniger Sekunden . Bei Anrufen aus dem ISDN-Netz kann die Rufnummer
verifiziert und damit gezielt angenommen oder abgelehnt werden . Die Ausrüstung
der Adapter mit einem Flash-ROM gestattet ein bequemes Upgrade . Programme für
Internet und Datenübertragung ebenso wie Treiber für Windows und Macintosh sind
beigefügt . Das Unique 1280i kostet bei Frank & Walther , Braunschweig , 489
Mark . Unique 1280mi kostet 749 Mark . Der Hersteller ( www.lasat.com )
verspricht 5 Jahre Garantie und kostenlosen Hotline-Support . IFA-Vorschau :
Handy-Hansdampf von Motorola Smart GSM phone nennt Motorola sein neues mobiles
Kommunikationssystem , das auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin
vorgestellt werden soll . Es vereint ein GSM-Telefon , Notepad , Organizer und
E-Mail-Station , behält dabei aber die Abmessungen und das Aussehen eines Handys
. Web-Seiten soll der Winzling ebenfalls darstellen können . Dabei kommt das
HDML-Format ( Handheld Device Markup Language ) zum Einsatz , das gegenüber HTML
mit geringerer Datenmenge auskommen und so Übertragungskosten sparen soll . Der
kleine Bildschirm soll die Darstellung auch längerer Texte und grafischer
Symbole erlauben . Das Smart GSM phone läßt sich nicht nur per Tastatur sondern
auch mittels Griffel und Icons auf dem Touchscreen bedienen . Sogar
Handschrifterkennung ist möglich . Intel spezifiziert Architektur für Handys und
PDAs Der Prozessor-Riese Intel hat auf dem Intel-Entwicklerforum in Japan eine
Architektur für die Entwicklung von Internet-Applikationen und Drahtlos-Geräten
der " nächsten Generation " vorgestellt . Die Personal Internet Client
Architecture , abgekürzt PCA , definiert Spezifikationen zur Entwicklung von
Client-Lösungen für Handys oder Organizer , die ihre Internet-Verbindungen etwa
über UMTS-Netze herstellen . UMTS , Universal Mobile Telecommunication System ,
wurde spezifisch für die schnelle Datenübertragung entwickelt und könnte
beispielsweise Bewegtbildkommunikation ermöglichen . Der Regelbetrieb der
UMTS-Netze soll in zwei bis drei Jahren beginnen . Intels Vice President und
General Manager für den Bereich Drahtlos-Kommunikation , Ron Smith , meint ,
dass die neue Intel-Architektur die Entwicklung von Geräten und Anwendungen der
dritten Mobilfunkgeneration beschleunigen wird , schon weil man damit Hardware
und Software gleichzeitig entwickeln könne . Zurzeit verlaufe die Arbeit an
neuen funkgestützten Internet-Geräten jedoch seriell und langsam , sagte Smith .
Derzeit handelt es sich bei PCA nur um eine vorläufige Spezifikation ; die
endgültige Fassung soll inklusive Entwickler-Kit gegen Jahresende zur Verfügung
stehen . Näher besehen entpuppt sich die Architektur mehr als Sprungbrett für
diverse Intel-Produkte . So gründet sie im wesentlichen auf dem Intel-Prozessor
StrongARM und dessen Nachkömmlingen , die Intel " XScale-Familie " nennt . Auch
dient der Hersteller im selben Atemzug zum Beispiel seine Speicherbausteine an .
Fachleute sehen die Entwicklung des PCA-Papiers insofern eher als verspäteten
Versuch Intels , doch noch auf den davoneilenden Mobilfunk-Zug aufzuspringen -
ein Bereich , der zwar enorme Wachstumsraten verspricht , in dem aber die
Mobilfunkhersteller wie Ericsson , Motorola oder Nokia keine Intel-Bausteine
einsetzen . Erst kürzlich meldete sich Intel mit der Neuauflage der Mobile Data
Initiative zu Wort . Das neue Forum heißt Mobile Data Initiative Next Generation
, MDI-ng . Polizei verfolgt Surf-Betrüger Die Kölner Polizei ist Hackern auf der
Spur , die auf fremde Kosten im Internet surfen . Zur Zeit registrierten die
Beamten immer mehr Betrugsfälle , bei denen sich Internetnutzer fremder
Zugangskennungen bedienten und für die Geschädigten horrende Kosten verursachten
, berichtete die Polizei . Bundesweit seien bereits mehr als tausend Fälle
bekannt . Die Betrüger gelangten mit Hilfe von so genannten Trojanern an die
notwendigen Daten , hieß es . So würden immer wieder Betrüger an
Internet-Zugangsdaten kommen , berichtete die Polizei . In der Regel würden die
Betrüger mit Hilfe der Netzbetreiber aber recht schnell ermittelt . Die Polizei
erwartet neben den Schadenersatzansprüchen der Geschädigten auch Anzeigen wegen
Computerbetrugs . Prinzipiell dürfte die Ermittlung der Betrüger schon deshalb
leicht fallen , weil im lange schon vollständig digitalisierten deutschen
Telefonnetz grundsätzlich bei jedem Gespräch die Rufnummern erfasst werden . Die
jeweils genutzte Rufnummer ist dem Netzbetreiber sogar dann bekannt , wenn man
deren Anzeige bei der Gegenstelle unterdrückt hat . Nur Surfer , die ihre
Kennung oft an verschiedenen Anschlüssen nutzen müssen ( etwa in Hotels ) ,
dürften dieses Verfahren begrüßen , denn so müssen sie ihre jeweiligen
Rufnummern nicht anmelden . Internet-by-Call-Zugänge sind von den Betrugsfällen
nicht betroffen , da die Anbieter solcher Internet-Zugänge für die Abrechnung
grundsätzlich die Rufnummer des genutzen Telefonanschlusses auswerten und für
genau diese die Rechnung ausstellen . Wie man E-Mail-Programme und Browser gegen
Angriffe aus dem Netz abdichtet , beschreibt c't in Ausgabe 20 . Das Heft ist ab
Montag am Kiosk erhältlich . Festnetz und Mobilfunk : Veba-Sprecher Kay Baden
bezeichnete die Größenordnung als richtig , die genannte Zahl sei jedoch falsch
. E-Plus verzeichnete zu geringe Umsätze sowie zu hohe Kosten bei der
Neukundenaquisition . Damit liegt nach Angaben von Capital der Umsatz mit 500
Millionen unter Plan . Grund seien die Fehlinvestitionen in ein teures
Leitungsnetz sowie die Verluste aus dem Mobilfunkgeschäft . o.tel.o rechnet bis
Ende 1998 mit 200.000 festen Kunden . Der Vorstandsvorsitzende der RWE , Dietmar
Kuhnt , räumte bei der RWE-Bilanzvorlage in Essen Fehler beim Start in den
liberalisierten Telefonmarkt ein . Jetzt hat der Energiekonzern die
Investitionen in die Telefongesellschaft gestoppt . Christiane Schulzki-Haddouti
Verbraucher und Unternehmen werden in den nächsten Wochen für persönliche
Wunsch- oder Service-Rufnummern zur Kasse gebeten . Die Regulierungsbehörde für
Telekommunikation und Post ( RegTP ) will für die seit dem 1. August 1996
zugeteilten 0180er- , 0700er- oder 0800er-Rufnummern erstmalig Rechnungen über
je 125 Mark pro Rufnummer schreiben . Ursprünglich war der damalige
Telefonmonopolist , die Deutsche Telekom , für die Rufnummernvergabe zuständig .
Die Ursache für die bis heute verzögerte Rechnungsstellung läge an den
verschiedenen Novellierungen des Telekommunikationsgesetzes , erklärte die
Behörde . Vergeben wurden darüber hinaus 56.000 0700er-Wunschrufnummern sowie
64.400 0180er-Rufnummern , bei denen sich die Teilnehmer die Kosten teilen (
Shared Cost ) . Abgelehnt wurden 30.700 Anträge . Die Behörde wies darauf hin ,
dass sie auch hierfür wegen des entstandenen Arbeitsaufwandes eine Gebühr
erheben will . Die Kosten sollen allerdings niedriger ausfallen und könnten im
günstigsten Fall 31,25 Mark betragen . Mit 40 GBit/s nach Grossbritannien Ein
neues Seekabel soll ab Herbst 98 die zehnfache Kommunikations-Bandbreite
zwischen Deutschland und Grossbritannien bereitstellen . Die Installation des
etwa 550 Kilometer langen Kabels über den Kanal beginnt im Sommer 98 , Endpunkte
sind Scarborough und Großheide . Das Projekt " UK-Germany 6 " ist eine
Kooperation zwischen British Telecom , Cable&Wireless , der Telekom sowie
o.tel.o . Die Partner werden jeweils eigene Endstationen errichten , um den
Verkehr in ihre Netze einzuspeisen . Weiteren Telefongesellschaften stünde noch
bis April 1998 die Möglichkeit offen , ebenfalls Eigentumsanteile zu erwerben ,
teilten die Partner mit . Die neue Verbindung stellt eines der
leistungsfähigsten Seekabel der Welt dar : Holger Lubitz Telefonieren per
Fernsehkabel Siemens rüstet sich für die Kommunikation im Kabelnetz . Nach der
jüngst bekanntgegebenen Beteiligung von Siemens an Com21 hat sich der Bereich
Öffentliche Kommunikationsnetze mit Motorola den nächsten Partner ins Boot
geholt . Neben der geplanten Kooperation in den Bereichen Distribution und
Produktion lizenziert Siemens von Motorola das CACS-Protokoll ( Cable Access
Communication System ) . Gemeinsam wollen sie die Interoperabilität von
Kabeltelefonsystemen und öffentlichen Vermittungssystemen verbessern . c't
berichtet in der Ausgabe 15/97 ausführlich über die Technik der Kabeltelefonie .
Holger Lubitz Telekom verkauft Kabelnetz-Mehrheit in Nordrhein-Westfalen Nach
monatelangen Gesprächen hat die Deutsche Telekom jetzt einen ersten Teil ihrer
TV-Kabelnetze verkauft . Neuer Mehrheitseigentümer für die Regionalgesellschaft
Nordrhein-Westfalen ist die Callahan Associates International mit Sitz in Denver
und London , teilte die Telekom mit . Die anderen 45 Prozent der
Regionalgesellschaft verblieben bei der Telekom . Der Vertrag werde
vorbehaltlich der Zustimmung der Kartellbehörden am 1. Juli wirksam . Weiter
sagte Sommer : PreussenElektra : Surfen über 230-Volt-Kabel Der Stromversorger
PreussenElektra , der zum VEBA-Konzern gehört , stellte am Dienstag in Barleben
bei Magdeburg eine Technik vor , die die Sprach- und Datenübertragung über das
Stromnetz ermöglicht . Mit der Powerline Communication könne der Deutschen
Telekom nun auch auf der so genannten letzten Meile Konkurrenz gemacht werden ,
sagte der Vorstandsvorsitzende der PreussenElektra , Hans-Dieter Harig . Wer
einen Stromanschluss habe , könne dann darüber auch telefonieren oder sich ins
Internet einloggen . Der Kurs der VEBA-Aktie stieg nach der Ankündigung
zeitweise um zehn Prozent auf 52 Euro . Die Technik sei im Prinzip marktreif .
Es müssten aber noch die gesetzlichen Voraussetzungen geschaffen werden . Bisher
laufe der Einsatz der Technik mit Einzelgenehmigungen , sagte Harig .
Hintergrund seien Abstrahlungen der Powerline-Technik , die Funkdienste stören ,
die den selben Frequenzraum verwenden . Die Regulierungsbehörde habe zwar einen
tragfähigen Vorschlag zur Regulierung der Powerline-Technik vorgelegt , der
Bundesrat habe ihn aber noch nicht passieren lassen . Bei einem jetzt
abgeschlossenen einjährigen Pilotversuch mit acht Haushalten in Sachsen-Anhalt
habe die mit der Entwicklung beschäftigte Oneline AG in Barleben eine Box zum
Einsatz gebracht , die Signale moduliert und über das Stromnetz überträgt . Der
Nutzer könne sich gleichzeitig die Haare föhnen und über das Stromnetz
telefonieren , sagte Harig . Das 230-Volt-Modem , das die Verbindung zum
Internet herstellt , wird wie es heißt " ohne großen Aufwand in der Nähe des
Zählers oder des Hausanschlusskastens installiert " . Es extrahiert die aus dem
Weitverkehrsnetz empfangenen Signale und liefert sie über das Haushaltsnetz an
den Computer weiter . Das zweigeteilte System schafft Internet-Daten mit bis zu
2 MBit pro Sekunde heran , und befördert sie innerhalb des
230-Volt-Haushaltsnetzes mit bis zu 10 MBit/s . Die Lösung von PreussenElektra
hebt sich gegenüber der Konkurrenz durch die Art der Telefonanbindung ab : Für
den Sprachdienst ist ein Teil der Bandbreite reserviert ; die
Internet-Datenübertragung verläuft getrennt davon . Weiterhin kündigt
PreussenElektra als erster Stromversorger an , auch eine Surf-Box mit
Powerline-Modem anbieten zu wollen . Sie soll Anwendungen wie Textverarbeitung ,
Tabellenkalkulation , Spiele und anderes mehr enthalten . Außerdem will der
Energieversorger damit auch den Stromverbrauch aus der Ferne ablesen und
abrechnen . Bis Jahresende sollen nun etwa 400 Haushalte in Sachsen-Anhalt und
Niedersachsen über den Stromversorger Avacon AG in einem Feldversuch mit der
Anlage ausgerüstet werden . Die Internet-Nutzung und sämtliche Ortsgespräche
will man zu einem monatlichen Pauschalpreis anbieten , der unter den
marktüblichen Preisen liegt . Entwickelt hat das Verfahren die Oneline AG , an
der PreussenElektra und der in Barleben ansässige Telefonanbieter RegioCom
Anteile halten ( RegioCom stellt auf der CeBIT in Halle 5 Stand E26 aus ) .
PreussenElektra ist mit dem eigenen Powerline-Projekt nach RWE , Siemens und
Conaxion in Deutschland der vierte große Mitspieler bei der Entwicklung der
Datenübertragung über Stromleitungen für den Internet-Zugang . Das Münchner
Unternehmen Polytrax konzentriert seine Powerline-Forschung auf die
Heimvernetzung . Viag Interkom schränkt D1-Roaming ein Der Mobilnetzbetreiber
Viag Interkom schränkt das nationale Roaming mit dem T-Mobil-Netz ein . Ab
sofort soll sich ein Viag-Handy nur noch in ländlichen Gebieten in das D1-Netz
der Telekom-Tochter einbuchen . Als Begründung nennt der Netzbetreiber den zügig
voranschreitenden Netzausbau , der in städtischen Regionen bereits ausreichend
vorangeschritten sei . Inzwischen versorge das Viag-Netz bereits 80 Prozent der
Bevölkerung , heißt es . Viag-Kunden dürften der Entscheidung kaum positive
Aspekte abgewinnen , denn auch in Städten gibt es Ecken und Winkel , in die das
Viag-Netz nicht vordringt , sehr wohl aber das D1-Netz . Deshalb erscheint es
unverständlich , dass Viag die Änderung als " komfortabel " bezeichnet . Den
eigentlichen Grund für die Umstellung dürfte eher der Preis für das nationale
Roaming mit T-Mobil darstellen - für jedes Gespräch , das der Viag-Kunde über
das Fremdnetz abwickelt , zahlt Viag Interkom drauf . 3Com lizenziert
Bluetooth-Technik Die Firma Extended Systems , eine Protagonistin des
Kurzstrecken-Funkstandards Bluetooth , meldet , die eigene
Bluetooth-Software-Technik an 3Com lizenziert zu haben . Wie es weiter heißt ,
beabsichtigt 3Com , die Lizenz für die Entwicklung von Bluetooth-Anwendungen in
Palm-Produkten zu nutzen . Mittels der Funktechnik Bluetooth sollen
Peripheriegeräte wie Drucker , Scanner , Digitalkameras , aber auch Handys ,
PDAs und Notebooks künftig ohne Kabel miteinander kommunizieren . Der von
Extended Systems entwickelte Bluetooth Protocol Stack ist bereits auf das
Palm-Betriebssystem portiert worden . Der Stack entspricht der
Bluetooth-Spezifikation 1.0 und bietet verschiedene Anwendungsprofile wie
Dateitransfer , Datensynchronisation , Netzwerkzugriff oder Faxübertragung .
3Com and Extended Systems wollen erste Bluetooth-Anwendungen auf der CeBIT 2000
im Bluetooth-Pavillon , Halle 1 , Stand B4d , Box 8 präsentieren . Angesichts
der Lizenzierung kann man nun weitere Mitglieder der beliebten
Palm-Organizer-Familie erwarten , nachdem erst kürzlich drei neue Varianten
vorgestellt wurden . 3Coms Entscheidung für Bluetooth kommt allerdings etwas
spät : Für diesen sind eine Reihe von Modulen angekündigt , unter anderem ein
Bluetooth-Modul von Widcomm . Iridium in der Klemme Das Unternehmen hatte rund
27.000 Kunden angepeilt , bis Ende Januar zählte man jedoch nur 3000 .
Börsenanalysten zweifeln nun , ob das Unternehmen die Bedingungen der zum Ende
März fälligen Kredite erfüllen kann . Die Iridium-Aktie fiel am vergangenen
Freitag um 10 Prozent auf rund 27 Dollar . Zwar ist man als Iridium-Kunde auf
dem ganzen Erdball erreichbar , doch entsprechende Handys kosten hierzulande
rund 6000 Mark , und der Einstiegspreis für die Gesprächsminute liegt bei 5 Mark
. Telekom-Konkurrent plant DSL-Dienst Die Telefongesellschaft First Telecom will
im DSL-Geschäft mitmischen . Als Systemlieferanten für die Highspeed-Technik ,
die auf herkömmlichen Telefonleitungen bis zu mehrere MBit pro Sekunde befördert
, hat First Telecom das finnische Kommunikationsunternehmen Nokia auserkoren .
Nokia soll eine End-to-End-Lösung zur Verfügung stellen und auch als Betreiber
fungieren . Der Dienst soll im Sommer dieses Jahres zunächst in Frankfurt
angeboten werden . Innerhalb eines Jahres will die Firma " alle größeren
Geschäftszentren " in Deutschland abdecken und weitere Städte in Europa
versorgen . Ähnlich wie die Kölner Firma QSC will auch First Telecom ihren
Kunden lediglich die DSL-Leitung anbieten ; den Internet-Zugang übernehmen
Partner-Unternehmen . Dennoch soll der Endverbraucher eine einzige Rechnung
erhalten und mit nur einem Unternehmen in Kontakt stehen . First Telecom
erklärte auf Nachfrage von c't zur verwendeten Technik , dass zwei Alternativen
, SDSL ( Symmetric Digital Subscriber Line ) und ADSL ( Asymmetric Digital
Subscriber Line ) zum Einsatz kommen sollen . SDSL liefert in beiden Richtungen
gleich hohe Geschwindigkeit und erreicht bis zu 2,3 MBit/s . Es eignet sich gut
für Netzwerkkopplungen oder Videokonferenzen . Die geplanten ADSL-Varianten
erreichen in der Empfangsrichtung bis zu 6144 kBit/s und in der Senderichtung
bis zu 512 kBit/s . ADSL eignet sich für asymmetrische Anwendungen , bei denen
mehr Daten angefordert als gesendet werden - etwa Surfen . Preise wollte das
Unternehmen noch nicht nennen . Siemens zeigt Prototypen für mobiles Internet
Siemens will seine Marktposition als Anbieter für mobile Internetzugänge
deutlich ausbauen . " Der wichtigste Weg in das Internet wird künftig mobil sein
" , sagte Peter Zapf , Chef des Geschäftsbereichs Mobiltelefonie . Siemens
präsentiert auf der weltgrößten Computermesse eine Reihe von Prototypen , die
künftig drahtlos und mobil an jedem Ort den Zugang zum Datennetz ermöglichen
sollen . Auch für sein erstes GPRS-Handy S45 ( Bild ) trommelt Siemens fleißig :
Damit soll der Download von Daten auf einen Laptop nur noch etwa halb so lang
dauern wie mit herkömmlichen GSM-Mobiltelefonen . Im Bereich mobiler
Kommunikation konnte Siemens im dritten Quartal 2000 seinen Marktanteil auf 16,7
Prozent ( 12,1 Prozent im zweiten Quartal ) in Westeuropa erhöhen und erreichte
damit nach Nokia ( 31,3 Prozent ) Platz zwei . Weltweit will Siemens zur Nummer
drei werden . Bluetooth-Aufrüstkit für Nokia-Handy Der finnische
Handy-Hersteller Nokia hat für sein HSCSD-Telefon 6210 das bereits angekündigte
Bluetooth-Erweiterungskit vorgestellt ( heise online berichtete ) . Das so
genannte Connectivity Pack enthält einen speziellen Akku , in dem das
Bluetooth-Funkmodul integriert ist , sowie eine PC-Card nebst Treibersoftware
für Notebooks . Mittels der Übertragungstechnik HSCSD ( High Speed Circuit
Switched Data ) befördert das 6210er Handy bis zu 43,2 kBit/s und ist damit
zurzeit eines der schnellsten Geräte für den mobilen Internet-Zugang . Die
Erweiterung kommt Surfern zugute , die das im Handy eingebaute HSCSD-Modem über
die Bluetooth-Funkstrecke von einem Laptop aus nutzen . Ein Audioprofil , mit
dem zum Beispiel der Betrieb mit schnurlosen Freisprecheinrichtungen möglich
wäre , ist anscheinend nicht implementiert . Das Handy muss mindestens mit
Firmware-Version 4.47 ausgestattet sein ; ältere Geräte kann man in Nokias
Service-Läden entsprechend aufrüsten lassen . Das Connectivity Pack soll ab
Anfang April in die Läden kommen und rund 200 Euro kosten . T-D1 erweitert
Zusammenspiel zwischen Mobil- und Festnetz Der Mobilnetzbetreiber T-Mobil will
das Zusammenspiel zwischen seinem D1-Netz und dem Festnetz erweitern : So soll
eine neue Universal Mobilbox ermöglichen , E-Mails über Mobil- und auch
Festnetztelefon abzuhören und direkt zu beantworten . Auch der Versand und
Empfang von Kurznachrichten übers Festnetz sei für Kunden von T-Mobil und
Deutscher Telekom kein Problem mehr . T-D1-Kunden mit Laufzeitverträgen sollen
demnächst elektronische Nachrichten künftig direkt auf die Mobilbox erhalten
respektive von dort weiterleiten können . Dazu wird die T-D1 Rufnummer als
E-Mail-Adresse angegeben ( rufnummmer@t-d1-umb.de ) . Bei der Abfrage der Box
über die Kurzwahl 3311 liest ein Sprachcomputer die E-Mail vor . Auch
E-Mail-Anhänge in bestimmten Dateiformaten wandelt die Box in Sprachnachrichten
um . Zudem lassen sich Nachrichten an Faxgeräten ausdrucken . Die vorgetragenen
Mails soll man direkt mündlich beantworten können , der Versand erfolge als
Audiodatei-Anhang einer Antwort-Mail , so T-Mobil . Die Universal Mobilbox
bietet das Unternehmen zusätzlich zur T-D1 Mobilbox an , der monatliche
Grundpreis beträgt 9,95 Mark und die Nutzungsentgelte entsprechen denen der
Mobilbox . Ebenfalls neu im T-D1-Angebot ist der Dienst " SMS ins Festnetz " :
Damit lassen sich die beliebten Kurznachrichten jetzt auch an Festnetztelefone
senden . Umgekehrt können Kunden der Deutschen Telekom , die ein SMS-fähiges
Telefon besitzen , Textmeldungen an Handys oder andere Festnetzanschlüsse
schicken . Der Versand von Kurznachrichten aus dem T-D1-Netz ins Festnetz kostet
39 Pfennig und wird voraussichtlich ab Mai angeboten . Zur Übertragung der
SMS-Mitteilungen vom Mobiltelefon gibt der T-D1-Nutzer wie bei der
SMS-Kommunikation von Handy zu Handy im Anschluss an den Text die komplette
Rufnummer ein . Der Anschluss des Empfängers wird angerufen , ein Sprachcomputer
liest die Mitteilung vor . Ähnliches hat Mitbewerber E-Plus bereits seit einigen
Monaten im Programm . Verfügt der Empfänger über ein SMS-fähiges Festnetztelefon
, erscheint beim Eintreffen einer Kurznachricht ähnlich wie bei einem Handy ein
Symbol auf dem Telefondisplay ; der Empfänger kann sich den SMS-Text dann wie
auf einem Handy anzeigen lassen . Mit der Schnurlos-Endgeräteserie T-Sinus 710
Komfort präsentiert die Deutsche Telekom auf der CeBIT erstmalig SMS-fähige
Festnetztelefone . Bluetooth schließt PC ab Das US-Unternehmen Ensure
Technologies stellt auf der CeBIT einen funkgestützten Zugangsschutz für
Windows-Rechner vor . Das XyLoc genannte Produkt soll im Zusammenspiel mit "
vielen " Bluetooth-Erweiterungen für PCs und Notebooks die Rechner automatisch
gegen Fremdzugriff sperren , sobald sich das als Schlüsselanhänger gestaltete
Modul aus einem Umkreis von 10 Metern herausbewegt - umgekehrt wird der Rechner
automatisch wieder " aufgeschlossen " , sobald XyLoc in Funk-Reichweite des
Rechners gerät . Alternativ lässt sich auch eine übliche Passwortabfrage
einschalten ( Authentifizierung ) . Die eingebaute Batterie soll laut Hersteller
Strom für zwei Tage liefern und schnell aufladbar sein . Im Lieferumfang des
XyLoc BT-1 ist der " Schlüssel " sowie Software für Windows 9x , ME , NT 4 und
2000 enthalten . Auf den Markt kommt das Gerät im zweiten Quartal dieses Jahres
, so der Hersteller . Es soll rund 250 US-Dollar kosten . Ensure Technologies
stellt auf dem Bluetooth-Pavillon aus ( Halle 1 , Stand 5d4 ) . Motorola
favorisiert " always online " Der US-Konzern Motorola setzt bei der Entwicklung
seiner Handy-Familie auf den Mobilfunkstandard GPRS . " GPRS bedeutet eine
Revolution in der mobilen Kommunikation " , meint Motorola Vize-Präsident Mike
Zafirovski . Insgesamt zeigt der zweitgrößte Handyhersteller der Welt , der
schon 2000 auf der CeBIT ein erstes GPRS-Handy vorstellte und bislang als
einziger mit einem solchen Gerät am Markt ist , fünf GPRS-Geräte : Neben dem
bereits lieferbaren Handy Timeport 260 sind das die bereits bekannten Geräte
Accompli 008 , Talkabout 192 sowie V66 und V120 ( siehe auch CeBIT-Highlights )
. Neu ist das Modell Timeport 280 . Es handelt sich um ein Tri-Band-Gerät mit
einem hochauflösenden Display , das via TrueSync-Software Daten mit Windows-PCs
abgleicht . Das Gerät solle ab Mitte 2001 zu einem Preis von 848 Mark auf den
Markt kommen . Entsprechend werden die ( knappen ) Funkressourcen geschont , und
die Netzbetreiber können es sich leisten , Kunden non-stop an das Internet
anzubinden , um beispielsweise umgehend E-Mail zum GPRS-Laptop oder -Organizer
wie Motorolas Accompli 008 ( Bild ) zu versenden . Derzeit befindet sich GPRS
jedoch noch in der Erprobungsphase ; viele Netzbetreiber können statt der
maximal möglichen rund 160 kBit/s allenfalls 27 kBit/s befördern . Trotz der
gegenwärtigen Konjunkturschwäche in den USA und einer eigenen Gewinnwarnung für
das erste Quartal sieht Motorola keine grundsätzliche Krise der Mobilfunkbranche
. " Die fundamentalen Daten stimmen " , sagte Motorola-Präsident Robert L.
Growny . Die Branche werde unter anderem durch die hohen Kosten für
UMTS-Lizenzen und die zurückhaltende Reaktion auf neue Techniken belastet . Nach
Schätzungen der Firma werden im Jahre 2005 im Mobilfunk mit 1,23 Billionen
Dollar 52 Prozent des Gesamtgewinns der Telekom-Branche erwirtschaftet werden .
Bluetooth ortet Koffer und Kinder Das im dänischen Aalborg ansässige Unternehmen
BlueTags arbeitet an einem Bluetooth-Funkmodul , das beispielsweise an
Kinderkleidung oder Koffern angebracht werden kann , um als Verfolgungssystem
für besorgte Eltern oder Transportgesellschaften zu fungieren .
Fluggesellschaften könnten mit passender Empfangstechnik an bestimmten
Durchgangspunkten das Eintreffen aufgegebener Gepäckstücke überwachen ; Eltern
würden sich alarmieren lassen , wenn Sprößlinge auf Erkundung außerhalb des auf
10 Meter begrenzten Umkreises gehen . Ferner ließe sich auch ein
Zugangskontrollsystem aufbauend auf dem BlueTag-Modul entwickeln . Es sei
Speicher integriert , der zum Beispiel Kennung und Passwort automatisch an ein
Bluetooth-Abfrage-System funken könnte , so das Unternehmen . Non-stop-Internet
für Notebooks " MM01 " nennt Sagem , der französische Konzern , seine
Mobilfunk-Erweiterung für Notebooks , die mittels GPRS-Technik ständige
E-Mail-Empfangsbereitschaft gewährleisten soll . Das Gerät wird wie ein
herkömmliches Modem über die serielle Schnittstelle an Notebooks angeschlossen
und wie üblich in das DFÜ-Netzwerk eingebunden ; passende Windows-Software hat
Sagem ebenfalls entwickelt . Der Hersteller gibt die Geschwindigkeit mit 4
Empfangskanälen und 1 Sendekanal an ( 53,6 respektive 9,6 kBit/s ) ,
Erscheinungsdatum und Preis ließ Sagem zunächst noch offen . Schnurlos zum
ISDN-Anschluss Drahtlose Lösungen für den Anschluss an die ISDN-Datenleitung
entwickelt die Berliner Firma AVM . Dabei werden mittels Bluetooth Entfernungen
von bis zu 100 Metern vom PC zum ISDN-Anschluss oder zu weiteren PCs überbrückt
( Bluetooth-Variante " Mega " ) . AVM will unter der Bezeichnung BlueFritz! ab
dem dritten Quartal 2001 schrittweise neue Produkte einführen . So hat die Firma
beispielsweise Bluetooth-ISDN-Kombinationen für Notebooks in Vorbereitung . Ein
mit Fritz!Card Bluetooth ausgerüsteter PC kann ohne Kabel auf den Access Point
zugreifen , der seinerseits Kontakt zum ISDN-Netz beschert . Mit dieser
Kombination bekommt der Anwender drahtlos Zugang zum Internet oder kann Faxe
verschicken . Multimedia-Autoradio von Motorola Im letzten Jahr stellte der
US-Konzern Motorola auf der CeBIT noch eine Studie vor , nun hat die Firma ihre
Entwicklungsplattform iRadio fertiggestellt . Sie soll die Hersteller von
Autoradios anlocken - iRadio sei ein Telematiksystem mit vielfältigen
Multimediafunkionen , heißt es bei Motorola . Java-basiert und mit anderen
mobilen Kommunikationsgeräten vernetzbar , soll ein iRadio-System dem Anwender "
gebündelte " Multimedia-Funktionen bereitstellen , egal ob die Daten nun zu
Hause oder an einem anderen Ort vorliegen . Um den Fahrer aber nicht unnötig
abzulenken , sind Spracherkennung und -ausgabe als Kommunikationsverfahren
vorgesehen . Fahrzeuginsassen können mit iRadio ortsabhängige Informationen wie
Standorte von Hotels oder Restaurants über mobilen Internetzugriff abfragen .
Unter Einsatz von GPS soll das System den Standort des Anwenders ermitteln und
ihn gezielt mit aktuellen Informationen aus seiner unmittelbaren Umgebung
versorgen können . Auf verschiedene Fahrer oder Nutzer stellt sich das System
mittels unterschiedlicher Profile ein , erklärte Motorola . Die angefragten
Dienste nimmt ein zentraler Server entgegen , der im Gegenzug beispielsweise
Verkehrsinformationen , Navigationsdienste , Inhalte der personalisierten
Website , Nachrichten , E-Mail , Wetter- oder Börsennachrichten zurückschickt .
Noch in diesem Jahr beginne die Entwicklung individueller Systeme gemeinsam mit
Automobilherstellern und Car-Audio-Zulieferern . Erste serienreife Systeme soll
es jedoch voraussichtlich erst Ende 2003 geben . Nokia legt im Handy-Geschäft
weiter zu Der finnische Nokia-Konzern erzielte auch in den ersten drei Monaten
1999 Rekordgewinne . Dieser Rückgang sei vor allem mit der geringeren
Ertragsstärke von Konsumgütern zu erklären , hieß es in der
Unternehmensmitteilung . Nokia-Konzernchef Jorma Ollila äußerte sich dagegen "
höchst zufrieden " über den Jahresauftakt und erklärte , sein Unternehmen habe
weltweit auf allen Absatzgebieten gleichermaßen hohe Zuwachsraten erzielt . Das
Unternehmen hatte nach harter Kritik an der Modellpolitik auf der CeBIT eine
neue Handy-Generation präsentiert und hofft nun , den Abstand zu Nokia
verringern zu können . Ericsson ist drittgrößter Anbieter von Mobiltelefonen
nach Nokia und dem US-Unternehmen Motorola . " SMS-Viren " nerven Handy-Nutzer
Die Tagespresse und auch mancher Fernseh- oder Radiosender berichteten im Laufe
des Tages fälschlicherweise vom " ersten Handy-Virus " . Dabei handelt es sich
teilweise um harmlose alte " Hacker-Spielchen " , mit denen man beim
Empfänger-Handy bestimmte Symbole im Display dauerhaft einschalten kann . Jedoch
lässt sich auch ein bestimmtes Handy-Modell gezielt zum Absturz bringen . Beide
Störungsarten sind zwar lästig , doch hat solcher SMS-Unfug kein
Zerstörungspotenzial ; auch handelt es sich nicht um den " ersten Handy-Virus "
, da sich die nervigen Nachrichten nicht selbst fortpflanzen . Glücklicherweise
ist der Versand der vermeintlichen Viren kostenpflichtig , was deren Verbreitung
einschränken dürfte . Über sogenannte Free-SMS-Dienste lassen sich diese
SMS-Schädlinge nicht versenden . Im ersten Fall führt eine Stör-SMS dazu , dass
das Handy irrtümlich meldet , es seien neue Nachrichten auf der Voice-Mailbox
aufgelaufen . Zusätzlich werden jedoch sogenannte Message Waiting Indikatoren
eingeschaltet , die auch nach Überprüfung der Voice-Mailbox im Display
eingeblendet bleiben - beispielsweise ein Tonband- oder ein E-Mail-Symbol . Der
Netzbetreiber D2 Vodafone verwendet solche Nachrichten um zum Beispiel bei
seinem Dienst D2-E-Mail auf neue Nachrichten hinzuweisen ; nach Abfrage der
Mailbox schickt das Netz eine weitere SMS , die die E-Mail-Anzeige im Display
löscht . Manche Anwender fühlen sich davon genervt . Abhilfe verschafft man sich
mittels einer anderen SIM-Karte , die man zum Beispiel von einem Kollegen oder
Freund leihen kann . Schaltet man das eigene Handy mit der fremden SIM-Karte ein
, wird die Anzeige in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt . Im zweiten
Fall machen sich die Angreifer einen Firmware-Fehler des Nokia-Modells 7110
zunutze . SMS-Nachrichten bestimmten Inhalts führen dazu , dass das Gerät "
einfriert " . Die SMS erzeugt einen sogenannten Buffer Overflow , der das Gerät
zum Absturz bringt . Abhilfe verschafft in diesem Fall ein einfacher Druck auf
den Auslöseknopf des Akkus - schaltet man das Handy danach ein , reagiert es
wieder normal . Falls es erneut einfrieren sollte , hat der böswillige Absender
vermutlich eine Serie von SMS-Schädlingen abgesetzt . Hat man dann die
Nachrichten gelöscht , kann man die SIM-Karte wieder ins eigene Handy einsetzen
. Inzwischen haben manche Unternehmen die Probleme aufgegriffen und spezielle
Filter-Software entwickelt , die solche Störnachrichten noch direkt in der
SMS-Zentrale erkennen und beseitigen soll . Experten geben solchen Lösungen
jedoch kaum Chancen , da sie die durch den SMS-Verkehr ohnehin hoch belasteten
SMS-Zentralen zu sehr bremsen würden . Auch würden solche Programme die
gelegentlich schon zu langsame SMS-Kommunikation zusätzlich verzögern . Zudem
könnten Angreifer solche Filter meiden , indem sie den Verkehr über ausländische
Zentralen leiten , heißt es . Bluetooth-Stift für digitale Handschriftnotizen
Der Chatpen sieht rein äußerlich wie ein normaler Stift aus und lässt sich auch
so nutzen . Doch verfügt er nach Herstellerangaben anders als " analoge " Stifte
zusätzlich über Infrarotkamera , Bildprozessor und Bluetooth-Sender , die
zusammen das Einlesen und Übertragen der Daten ermöglichen . Allerdings benötigt
der Stift spezielles Papier . Anoto hat aber auch das Referenz-Design des Stifts
entwickelt , auf dessen Grundlage Ericsson seinen Chatpen zur Serienreife
entwickelt und die Funktechniken eingebaut hat . Ericsson meint , dass mittels
des Chatpen etliche handschriftliche Eingaben leichter digital verarbeitet und
weitergeleitet werden könnten , beispielsweise Katalogbestellungen , Inventuren
, Flugbuchungen , ja sogar Vertragsunterzeichnungen . Auch eigne sich der
Chatpen zum Schreiben von Kurznachrichten . Ferner könnten Texte in Sprachen ,
die nicht das römische Alphabet nutzen , " problemlos übermittelt " werden . Der
Chatpen soll Anfang 2002 erhältlich sein . Über den Preis lässt Ericsson noch
nichts verlauten . Fernsehen ohne Antenne : 20 TV-Programme im Internet Das ist
nun Schnee von gestern . Ab 28. August schickt sich ein noch größerer
Resourcen-Fresser an , unser geliebtes Internet zu verstopfen . Die
Fernsehzeitschrift TV-Today ( http://www.tvtoday.de/onlinetv/ ) wird rund um die
Uhr Bilder von 20 deutschen TV-Sendern " live " im Internet ausstrahlen .
Daneben wird man auch Teletext-Dienste abrufen können . Frischzellenkur : Neuer
ISDN-Adapter von Elsa Unter dem Namen TanGo 1000 bietet Elsa , Aachen , zum
Preis von 299 Mark eine modernisierte Variante des externen ISDN-Adapters
MicroLink TlPro . Zu den Eckwerten des TanGo 1000 gehört neben Metallgehäuse und
36 Monaten Garantie die maximale Port-Geschwindigkeit von 230,4 KBit/s und wie
gehabt ein erweiterter AT-Befehlssatz . An Verbindungsprotokollen unterstützt
der Adapter neben den wichtigen wie Sync-PPP für den Internet-Zugang , X.75 für
die Mailbox-Kommunikation auch das in den USA verbreitete V.120 . Mittels der
mitgelieferten Software RVS-COM Lite läßt sich auch ein analoges Fax emulieren .
Darüber hinaus deckt die Programm-Suite die Bereiche Telefonie und
Anrufbeantworter ab . Als kleines Schmankerl enthält die beigefügte CD neben den
Terminal-Programmen Zoc und Telix auch eine Vollversion von LapLink for Windows
. Viag Interkom lässt von Alcatel Glasfasernetz bauen Der Elektronikkonzern
Alcatel will ein Glasfasernetz für den Telekommunikations-Anbieter Viag Interkom
in Deutschland bauen . Viag Interkom plant , sämtliche seiner angebotenen
Dienste wie Festnetz- und Mobilfunktelefonie ebenso wie Datenübertragung künftig
über diese gemeinsame Transportplattform abzuwickeln . Das Glasfasernetz soll
das erste vollvermaschte optische Netz in Deutschland sein . Plänen zufolge
werden damit zehn Großstädte jeweils mit allen anderen direkt verbunden .
Alcatel will zudem auch das bestehende 12.000 Kilometer lange Glasfasernetz von
Viag mit DWDM- und SDH-Technik ( Dense Wavelength Divison Multiplexing
beziehungsweise Synchrone Digitale Hierarchie ) ausbauen , um die
Übertragungskapazität zu erhöhen . Die einzelnen Standorte sollen durch 160
Kanäle mit einer Bandbreite von jeweils 10 GBit/s verbunden werden . Symbian :
Entwicklungsplattform für Taschen-PCs ( Update ) Symbian ( Halle 26 , Stand F60
) hat heute auf der CeBIT sein Referenz-Design für Taschen-PCs ohne Tastatur
vorgestellt . Die Quartz genannte Plattform soll der Entwicklung von
stiftgesteuerten PCs als Grundlage dienen - für Symbian ist das ein Novum , denn
das Gemeinschaftsunternehmen von Psion , Ericsson , Motorola und Nokia hat sich
bislang ausschließlich auf Mini-Computer mit Tastatur konzentriert . Entwickelt
wurde Quartz von einer Forschungsgruppe in Schweden . Neben Symbians
Betriebssystem EPOC enthält es unter anderem Java sowie Schnittstellen für
Mobilfunkanwendungen . Nach den Vorstellungen von Symbian-Chef Collin Myers wird
Quartz Kombigeräte aus GSM-Mobiltelefon und Organizer hervorbringen , die sich
zum Surfen eignen . Entsprechend soll ein WAP-fähiger Browser enthalten sein ,
aber auch einer für HTML-Seiten des herkömmlichen Internet . Ferner finden sich
unter den geplanten Anwendungen Organizer-typische Programme wie Termin- und
Adressenverwaltung . Die Darstellung erfolgt auf einem Farbbildschirm mit
320x240 Punkten . Für die Nahbereichskommunikation mit PCs oder
Peripheriegeräten hat man den Funkstandard Bluetooth auserkoren . Von Symbian
wird man wohl keine Quartz-Produkte sehen - das Unternehmen will das
Referenz-Design Lizenznehmern anbieten , die dann Geräte nach eigenen
Vorstellungen bauen . Das erste auf der Quartz-Plattform gründende Produkt
wollen Psion und Motorola im ersten Halbjahr 2001 auf den Markt bringen . Quartz
ist für Symbian sicherlich der richtige Schritt . Jedoch steht er anscheinend
unter keinem guten Stern : Keine der vorhandenen EPOC-Anwendungen läuft auf
Quartz - sie sind ausnahmslos auf EPOC-Geräte mit Tastatur zugeschnitten . So
gehört pikanterweise Symbian-Mitbegründer Nokia zu den Lizenznehmern der
Palm-Plattform . Da ist es für Symbian nur ein schwacher Trost , dass der
Palm-Organizer auch die Mini-PCs mit dem Microsoft-Betriebssystem Windows CE in
den Hintergrund gedrängt hat . ( Jürgen Rink ) Viag Interkom : WAP-Dienste zum
Festnetzpreis Viag Interkom ( Halle 25 , Stand E64 ) will sein Genion-Angebot
mit günstigeren Preisen für den WAP-Dienst koppeln . Das hat der
Telekommunikationsanbieter zum Auftakt der Computermesse CeBIT in Hannover
angekündigt . Vom 1. März an können so genannte WAP-Dienste ( Wireless
Application Protocol ) , die das Abrufen von Informationen aus dem Internet über
das Handy-Display ermöglichen , in der Homezone des Genion-Teilnehmers zu
Festnetzpreisen genutzt werden . Die WAP-Anwendung soll dann zehn Pfennig pro
Minute kosten , gegenüber 39 Pfennig im herkömmlichen Mobilfunktarif des
Münchner Netzbetreibers . Genion-Kunden konnten bisher innerhalb der Homezone -
ein bis zu 2 Kilometer großer Bereich rund um die Adresse des Teilnehmers -
lediglich zu Festnetzpreisen telefonieren und per Handy und Notebook auf
herkömmliche Internet-Inhalte zugreifen . Die Preissenkung klingt zwar
verlockend , dürfte in der Praxis aber zur Zeit keine große Rolle spielen :
Viele WAP-Informationen sind lediglich adaptierte Inhalte herkömmmlicher
Internet-Seiten , auf die man vom heimischen PC aus bequemer und schneller
zugreifen kann - und der steht ja ebenfalls in der Homezone . Die günstigeren
WAP-Preise benötigt man derzeit eher , wenn man die Homezone verlassen hat .
Interessanter wird die neue Preisstruktur wohl erst mit neuen WAP-Diensten , wie
etwa beim bargeldlosen Einkauf per Handy beim Gemüsehändler um die Ecke .
Entsprechende WAP-Kassensysteme entwickelt zum Beispiel das Augsburger
Unternehmen Infomatec ( Halle 3 , Stand E04 ) . Bis sich solche Dienste
etabliert haben , dürfte auch die GSM-Datenübertragung eine passable
Geschwindigkeit erreichen . Derzeit befördern die meisten GSM-Netze Daten nur
mit 9,6 kBit/s - ein Schneckentempo . Ende 2000 will Viag Interkom aber die neue
GPRS-Technik anbieten ( General Packet Radio Service ) . Schrittweise soll die
Geschwindigkeit der Datenübertragung vom Internet auf das Handy auf über 100
Kilobit pro Sekunde gesteigert werden . Wer mit dem Handy den aktuellen DAX
abrufen oder sich nach Abfahrtzeiten der Bahn erkundigen will , soll dann
tatsächlich so schnell die gewünschten Informationen bekommen , dass der Zug
nicht vorher abgefahren ist . Telefonieren und Surfen via Stromkabel Nach dem
Veba-Konzern hat am Mittwoch auch der Essener Konkurrent RWE einen Durchbruch
beim Telefonieren und Internet-Surfen über das Stromnetz gemeldet ; allerdings
war RWE bereits im letzten Jahr mit einem solchen Projekt auf der CeBIT
vertreten . Inzwischen scheint die Entwicklung aber deutlich vorangeschritten zu
sein . Wie RWE-Sprecher Volker Heck berichtete , startet der Essener
Energieversorger aus Anlass der Computermesse CeBIT als erstes Unternehmen in
Deutschland einen großflächigen Versuch mit der neuen Technik mit 200 Kunden in
Essen . Auf der Messe sollen dazu kostengünstige Modem-Prototypen vorgestellt
werden . RWE stellt in Halle 17 auf Stand F08 aus . Die Firma will im nächsten
Jahr ein marktreifes Produkt für die Datenübertragung per Stromkabel anbieten .
Die neue Vernetzungstechnik für den Internetzugang übers normale Stromnetz für
jedermann solle im ersten Halbjahr 2001 weltweit zur Verfügung stehen , teilte
die in Gründung befindliche Conaxion GmbH am Dienstag in Berlin mit . DMP
arbeitet mit einem adaptierten Bandspreizverfahren , weshalb eine hohe
Übertragungsleistung bei gleichzeitiger Einhaltung heutiger Standards und Normen
gewährleistet scheint . Mit der Technik könnten anders als beim Mitbewerb
elektromagnetische Störungen auf die zulässigen Normen reduziert werden . Sie
bietet sich auch als " letzte Meile " für die Telefonverbindung von der
Vermittlung zum Haus an sowie im Haus als universelles Netzwerk auf bestehenden
Stromleitungen . Frequenzzuteilungen würden nicht benötigt , sagte Brandt .
Brandt ist nach wie vor überzeugt vom Durchbruch der Powerline-Verfahren .
Zuletzt gab es skeptische Meinungen unter anderem wegen der Genehmigung von
Funklizenzen . Doch das Conaxion-Verfahren scheint Funkdienste nicht zu
behindern . Conaxion jedenfalls stehe kurz vor der Gewinnung erster Investoren
aus Deutschland , Europa und Amerika . Interesse hätten auch Unternehmen aus
Asien und Afrika gezeigt . Mannesmann Arcor plant Ortsnetze in 50 Städten Der
Telefonanbieter Mannesmann Arcor ( Freigelände , Stand K09/1 ) will die Deutsche
Telekom mit weiteren Preissenkungen und einem Ausbau der Ortsnetze unter Druck
setzen . Einen Tag nach der Telekom kündigte das Unternehmen ebenfalls für den
1. März eine Senkung der Telefongebühren an . Nach 21.00 Uhr können Kunden dann
quer durch Deutschland für vier Pfennig pro Minute telefonieren . Das seien 30
Prozent weniger als bisher , teilte die zweitgrößte deutsche
Festnetzgesellschaft am Mittwoch auf der CeBIT in Hannover mit . Die Preise
gelten für die drei Tarifbereiche Call-by-Call , Pre-Selection und ISDN .
Analoganschlüsse sind bei Mannesmann nicht zu bekommen . Das Unternehmen muss
nämlich in der Regel die " letzte Meile " von der Telekom mieten , und dafür
monatlich an die Telekom 25,40 Mark zahlen ; nennenswerte monatliche Einnahmen
sind dem Telekom-Mitbewerb daher nur bei ISDN-Anschlüssen möglich . Mit dem
neuen Sparpreis verlängert sich den Mannesmann-Angaben zufolge die Nebenzeit (
21.00 bis 7.00 Uhr ) um eine Stunde . Auch zwischen 18.00 und 21.00 Uhr und am
Wochenende zwischen 7.00 und 21.00 Uhr gebe es künftig bei den drei Tarifen für
sämtliche Entfernungszonen nur noch einen Minutenpreis von fünf Pfennig . In der
Hauptzeit zahlen Arcor Kunden nach wie vor 18 Pfennig pro Minute . Im
vergangenen August hatte Mannesmann Arcor als erster bundesweiter
Telefonanbieter auch bei Ortsgesprächen den Kampf mit der Telekom aufgenommen ,
jedoch nur regional beschränkt . Nun soll die Zahl der angeschlossenen Städte
bis Mitte des Jahres von zehn auf 50 steigen . Die Gewinnschwelle soll im
kommenden Jahr erreicht werden . Ende 1999 beschäftigte das Unternehmen 7.913
Mitarbeiter . Die Übernahme von Mannesmann durch den britischen Konzern Vodafone
soll nach Worten von Stöber keine Abspaltung nach sich ziehen . Erstes
Highspeed-Handy mit Kanalbündelung Nokia stellte heute auf der CeBIT mit dem
Dualband-Modell 6210 das erste Handy vor , das mittels GSM-Kanalbündelung bis zu
43,2 kBit/s befördert ( Halle 26 , Stand F7 ) . Herkömmliche Handys und PC-Cards
arbeiten mit nur einem GSM-Kanal von 9,6 kBit/s . Das 6210 verfügt über einen
WAP-Browser und kommuniziert mit dem Notebook drahtlos per IrDA-Schnittstelle .
Es entspricht in der Größe etwa der 6100er Serie , verfügt aber über eine
interne Antenne . Als Erscheinungstermin hat Nokia das dritte Quartal dieses
Jahres ins Auge gefaßt - mal sehen ob das nach den letztjährigen zahlreichen
Verzögerungen um die Modelle 7110 , 8210 und 8850 besser klappt . Jedenfalls
dürfte das Handy vermutlich zum passenden Zeitpunkt den HSCSD-Markt bereichern :
Gerüchten zufolge soll ab dem Sommer dieses Jahres auch der Mobilnetzbetreiber
Mannesmann mit der HSCSD-Technik aufwarten . Gegenwärtig unterstützt in
Deutschland einzig E-Plus dieses Highspeed-Verfahren . Ebenfalls im dritten
Quartal soll das besonders robuste Nokia-Modell 6250 auf den Markt kommen . Dank
einem dicken Schutzmantel und spezieller Abdichtung eignet sich das 167 Gramm
schwere Mobiltelefon auch für den Einsatz in rauher oder nasser Umgebung . Im
Innern arbeitet das Handy mit Dualband-Technik , die Datenraten von maximal 14,4
kBit/s bietet . Das Gerät kommuniziert per IrDA mit dem Notebook , kann aber
ausgewählte Internet-Inhalte auch mit einem eingebauten WAP-Browser auf dem
eigenen Display darstellen . Hinsichtlich der maximalen Sprech- und
Bereitschaftszeit entspricht es dem 6210 . Mit dem Modell 9110i bringt Nokia
einen kosmetisch aufgewerteten Communicator heraus , der mobile Surfer ab dem
dritten Quartal mit WAP- , Internet- , E-Mail- und Faxkommunikation locken soll
. WAP-Handy als Restaurant-Berater " Der Feinschmecker " , ein Magazin für
kulinarische Lebensart , und die Telekom-Tochter T-Mobil ( Halle 26 , Stand A01
) stellen einen bundesweiten Restaurant-Führer für WAP-Handys vor . T-D1-Kunden
mit WAP-fähigen Endgeräten wie dem Nokia 7110 sollen ab dem 24. Februar über das
WAP-Portal der T-Mobil ausgewählte Tipps über mehr als 10.000 Restaurants auf
das Handy-Display laden können . Bereits während der CeBIT soll man als
D1-WAP-Anwender in der Region Hannover vom sogenannten " location based service
" profitieren können : Der Dienst listet auf Knopfdruck automatisch die
geografisch nächstgelegenen Restaurants , sortiert nach deren Entfernung vom
aktuellen Standort des WAP-Benutzers . Flächendeckung versprechen die Anbieter
Schritt für Schritt im Laufe des Jahres zu erreichen . Möglich wird diese
Lokalisierung durch die Geo-Kodierung sämtlicher Adressen , also der Erfassung
eines Restaurants mit geografischem Längen- und Breitengrad sowie der
Positionsbestimmung des Handys im Netz . Symbian unterstützt neuen
Datensynchronisierungs-Standard Symbian ist dem SyncML-Forum beigetreten , einer
Industrie-Initiative , die Standards für den Austausch und die Synchronisierung
von Daten zwischen PCs , Unternehmens- und Web-Servern sowie Handys und anderen
mobilen Geräten entwickeln will . Die ursprünglichen Initiatoren der Gruppe sind
IBM , Lotus , Motorola , Nokia , Psion , Palm Computing und Starfish Software .
Symbian will mit diesen und anderen Unternehmen zusammenarbeiten , um die
SyncML-Spezifikation zu entwickeln , die im Verlauf dieses Jahres veröffentlicht
werden soll . Juha Christensen , stellvertretende Geschäftsführerin von Symbian
, meint dazu : Persönliche Informationen wie E-Mail , Terminplaner ,
Web-Kalender , Aufgabenlisten , Ansprechpartner und andere Daten soll man
mittels SyncML immer abrufen können , unabhängig davon , wo sie gespeichert sind
, so dass man auch unterwegs einfachen Zugriff darauf hat . SyncML soll den
Standard Extensible Markup Language ( XML ) zur Darstellung strukturierter Daten
unterstützen . XML soll letztlich als Datenformat für SyncML herhalten .
Außerdem plant die SyncML-Initiative andere Industriestandards wie MIME für die
Darstellung von E-Mails zu bieten ; dazu kommen etwa vCard und iCalendar , um
Informationen zu Ansprechpartnern zu Erfassen , respektive Termin- und
Arbeitspläne zu erstellen . E-Plus startet als Internet-Provider Der
Mobilfunkbetreiber E-Plus präsentiert sich auf der weltgrößten Computermesse
CeBIT nunmehr auch als Internet-Provider ( Halle 25 , Stand B06 ) . " Wir sind
die einzigen , die einen Internet-Zugang per WAP-Handy , via Laptop über das
Hochgeschwindigkeitsnetz HSMD und vom Festnetz per PC anbieten " , sagte der
Geschäftsführer Klaus Thiemann in Hannover . Ferner kündigte Thiemann weitere
Preissenkungen für E-Plus-Kunden an . Günstiger telefonieren können die
Mobilfunkkunden von E-Plus ab dem 1. März bei fünf von insgesamt sechs
Time&More-Tarifen . So verringert sich zum Beispiel der Preis des
Time&More-Pakets 60 von 45 DM auf 35 DM . Bei Telefonaten von Festnetz ins
E-Plus-Netz ist das Unternehmen unter allen vier deutschen Anbietern allerdings
der teuerste Betreiber . Das Unternehmen gehört mehrheitlich zum
niederländischen Telekommunikationsunternehmen KPN . Surf-Software auf
Siemens-Handy Gerade erst wird mit WAP ( Wireless Application Protocol ) ein
Standard für den Web-Zugriff per Handy festgeklopft ( c't 4/98 , S.202 ) , da
vermeldet Siemens bereits Pläne , diesen zu implementieren . Die neuen
Siemens-Handys , die über das sogenannte " dynamische Farbdisplay " verfügen ,
sollen ferner die Browser-Software von Unwired Planet enthalten . Damit kündigt
sich nach dem Nokia Communicator 9000 eine neue Handy-Generation an , die
Internet-Zugang direkt , also ohne PC-Anbindung ermöglicht . Erste Feldversuche
sollen in Kürze beginnen . Erstes Internet-Handy Nokia hat in Cannes auf dem GSM
World Congress mit dem Modell 7110 das erste Handy mit WAP-Unterstützung
vorgestellt ( Wireless Application Protocol ) . Es ist eine Kombination aus
Telefon , Internet-Terminal und Organizer , die sich zumindest auf dem Papier
durch eine beeindruckende Sammlung von Funktionen und Innovationen auszeichnet .
Das 7110 ist das erste Handy , das Web-Seiten darstellen kann - und das mit
verschiedenen Zeichensätzen und Größen . Ebenfalls neu ist die Texteingabe , die
Worte selbständig ergänzt und sich auf lernfähige Methoden stützt . Eine
Fernostversion des 7110 versteht auch chinesische Texteingaben . Als
Internet-Handy eignet es sich natürlich für die EMail-Kommunikation und kann
Nachrichten oder Wetterberichte darstellen . Parallel zur Vorstellung des 7110
hat Nokia zusammen mit der Nachrichtenagentur CNN den speziell an WAP-Handys
angepaßten Dienst CNN Mobile präsentiert . Des weiteren soll es auch Wireless
Banking und eCommerce unterstützen . Privaten und geschäftlichen Adressen lassen
sich unterschiedliche Icons zuordnen . Es speichert ferner bis zu 500
Kurznachrichten , auf Wunsch in verschiedenen Ordnern . Der Kalender kann
wahlweise einen Tag , eine Woche oder einen Monat darstellen und speichert bis
zu 660 Kalendernotizen . Termine soll man mit den verbreiteten PC-Terminplanern
einfach synchronisieren können . Telefonseitig unterstützt es die
fortgeschrittene Sprachübertragung gemäß Enhanced Full Rate , beherrscht die
beiden Funkstandards GSM-900 und GSM-1800 und kann daher hierzulande in allen
vier Mobilfunknetzen betrieben werden . Kleiner als das Modell 6110 , wiegt es
141 Gramm , enthält einen Vibrations-Akku soll und eine Bereitschaftszeit von
maximal 260 Stunden bieten . Die maximale Sprechzeit soll bei 4,5 Stunden liegen
. Nokia will das 7110 im zweiten Quartal dieses Jahres auf den Markt bringen .
Web-Handy aus Korea Auch Samsung springt auf den WAP-Zug auf . Ein von Unwired
Planet lizenzierter Micro-Browser , der auf dem Wireless Application Protocol
basiert , soll künftig in Samsungs GSM-Telefonen zur Darstellung von Web-Seiten
dienen . Samsung will Anfang des zweiten Quartals mit dem Handy-Modell SGH-800
erste Versuchsreihen durchführen . Es entspricht laut Hersteller vollständig der
Spezifikation GSM Phase II , enthält einen Terminplaner sowie einen
Taschenrechner und soll auch die EMail-Kommunikation beherrschen . Die Deutsche
Telekom plant nach Informationen des Manager Magazin einen Konzernumbau ,
berichtet dpa . Unter dem Dach einer Holding sollen engeblich vier autonome
Unternehmenseinheiten entstehen . Die Telefondienste würden künftig als T-Phone
firmieren . Das Online-Geschäft soll in T-Online International und das
Mobilfunkgeschäft in T-Mobil gebündelt werden . Außerdem solle das Unternehmen
T-Systeme als Informationstechnik-Dienstleister für Netz- und Softwarelösungen
für Firmenkunden entstehen . Nach anderen Berichten soll für diesen Bereich auch
am kommenden Montag die Übernahme der debis Systemhaus GmbH festgeklopft werden
. Die Aufspaltung der Telekom ergebe sich aus der Logik der Finanzmärkte ,
schrieb das Manager Magazin . Insbesondere das Mobilfunk- und Onlinegeschäft
wüchsen schneller als die traditionellen Telefondienste . Mit den Erlösen aus
den Börsengängen wolle die Deutsche Telekom international Firmen zukaufen .
Telekom-Sprecher Ulrich Lissek lehnte gegenüber c't jeden Kommentar zu den
Berichten ab . Axis bringt Bluetooth-Basisstation Auf der CeBIT präsentiert das
schwedische Unternehmen Axis Communications ( Halle 11G62 ) seinen Bluetooth
Access Point 9010 , der im 2. Quartal für rund 500 US-Dollar auf den Markt
kommen soll . Das Gerät dient als Basisstation für bis zu sieben Benutzer als
Einstiegspunkt in das verkabelte LAN . Ein eingebauter DHCP-Server sorgt für die
IP-Nummernvergabe angemeldeter Bluetooth-Clients . Auf Wunsch kann sich das
Gerät aber auch einem bereits im LAN eingerichteten DHCP-Server unterordnen und
selbst Client spielen . Administriert wird der AP 9010 über Web-Browser , als
Betriebssystem dient Embedded Linux . Gigabit-Ethernet-Adapter für 400 Mark Mit
einem 400 Mark teuren Adapter für Gigabit-Ethernet über Twisted-Pair-Kupferkabel
( Cat5 , Cat5e , Cat6 ) will die Firma Netgear ( Halle 11 , Stand E63 ) den
nächsten Geschwindigkeitssprung bei ambitionierten Heimanwendern und in Büros
einläuten . Die Karte setzt nicht wie bisher auf den Acenic-Controllerchip von
Alteon , sondern auf einen Chipsatz von National Semiconductor und soll im April
hierzulande auf den Markt kommen . Surfen im Garten Auf dem Stand von National
Semiconductor ( Halle 13 , C52 ) zeigt die südafrikanische Entwicklerfirma E-lab
ihr mit Nationals Geode-Prozessor bestücktes Webpad P-40 . Außerdem sei das 900
g leichte P-40 nicht auf ein bestimmtes Betriebssystem festgelegt , hieß es bei
E-lab : Neben verschiedenen Windows-Varianten soll es auch mit Linux , QNX und
Solaris laufen . Dank integriertem Mikrofon und Lautsprecher kann man mit dem
Webpad nicht nur surfen , sondern auch über die genannten Funkschnittstellen
telefonieren . Bluetooth-Telefon im Organizer Ein Bluetooth-Aufsteckmodul nimmt
drahtlos mit dem ebenfalls präsentierten Home Access Server Kontakt auf und
stellt über diesen die Verbindung ins ISDN-Telefonnetz her . Der Server besitzt
ferner einen LAN-Anschluss ( Twisted-Pair ) für DSL-Zugang , enthält Firewall ,
Web-Cache und E-Mail-Server und unterstützt Virtual Private Networks für den
häuslichen , aber verschlüsselten Zugang ins Firmen-Netz . Das Gerät bedient bis
zu sieben Benutzer simultan und soll im zweiten oder dritten Quartal auf den
Markt kommen , sein Preis steht allerdings noch nicht fest . ADSL und Sprache
aus einer Box Wer heute noch Splitter , ADSL-Modem und ISDN-Nebenstellenanlage
einträchtig - oder auch zwieträchtig - nebeneinander an der Wand hängen hat ,
braucht bald nur noch ein Gerät : Auch die Firma Proxim arbeitet an einer
eigenen Entwicklung . Netopias IAD 4741 wird voraussichtlich ab April bei
Telekommunikationsanbietern zum Einsatz kommen . Es bündelt auf der ADSL-Leitung
Sprach- und Datendienste ( bis 8192 kBit/s downstream , 1024 kBit/s upstream ) .
Vier interne Analoganschlüsse sind über bis zu vier Nummern erreichbar und
bedienen Modems , Telefon- oder Fax-Geräte . Internet-Daten stellt die Box per
10/100BaseT-Ethernet-Port bereit . Überdies bietet das IAD Router-typische
Funktionen wie DHCP für die automatische IP-Adressvergabe , NAT , Firewall und
anderes mehr . Ein Web-Server horcht auf Browser-Befehle des Administrators .
Falls der Telecom-Anbieter das Gerät nicht zur Miete stellt , muss man sich
allerdings auf einen Kaufpreis von etwa 1800 bis 2000 Euro einrichten .
Netzwerkadapter im Briefmarkenformat Zwar stehen Preis und Erscheinungsdatum der
Mini-Funkkarte noch nicht fest , dafür jedoch , dass Treiber zunächst nur für
Windows-Betriebssysteme erscheinen werden . Parallel dazu präsentiert Proxim
sein Harmony-System : Es vereint verschiedene Funk-LAN-Standards in einer
Infrastruktur , indem ein Access-Point-Controller ( Kostenpunkt etwa 2500 bis
3000 Mark ) via Harmony-Power-System verschiedene Access-Points mit Energie und
Daten versorgt . Letztere sollen 1300 bis 1400 Mark kosten und für IEEE 802.11b
sowie OpenAir ausgelegt sein . Passende PC-Cards sollen unter 500 Mark kosten .
Netgear kappt die Kabel Notebooks oder Desktop-Rechner kann man mittels der
PC-Card MA401 vernetzen . Das Produkt kostet 400 Mark , im Bild vorn ist es
eingesteckt in die 150 Mark teure PCI-Adapterkarte für Desktop-Rechner zu sehen
. Den Übergang ins verkabelte LAN verschafft der Access Point ME102 , den es für
870 Mark geben soll . GPRS-Erstling von Panasonic Erstmals hat der japanische
Konzern Panasonic ein Mobiltelefon entwickelt , das den Paket-Datendienst GPRS
unterstützt . Neben einem WAP-Browser bietet das recht ansehnlich gestaltete
Gerät Komfortfunktionen wie Vibrationsalarm , Freisprecheinrichtung und
ähnliches mehr . Der Hersteller gibt die maximale Sprechzeit mit 5 Stunden , die
maximale Bereitschaftszeit mit 190 Stunden an . Preis und Erscheinungsdatum
blieben zunächst offen . Ericssons Funk-Wegweiser Mit seinem Bluetooth Local
Infotainment Point ( BLIP ) möchte Schwedens Kommunikationsriese Ericsson " das
Alltagsleben " von Kabeln befreit wissen . BLIP ist ein handgroßer Access Point
mit eingebautem WAP-Server . Angebracht an Türen oder irgendwo im Raum platziert
, soll die Box eintretende Bluetooth-bewehrte Gäste mit standortbezogenen
Informationen im WAP- , wahlweise auch im HTML-Format versorgen . Beispielsweise
sind Push-Dienste vorstellbar , die Kaufhauskunden zwischen den Regalen zu den
gesuchten Produkten lotsen . Ericsson demonstrierte den Einsatz mit hauseigenem
Smartphone ( R520m ) sowie speziell ausgerüsteten PDA-Modellen von Compaq und
Palm . BLIP soll im Juni auf den Markt kommen , der Preis steht noch nicht fest
. Laptop-Tausendsassa aus Taiwan mit Crusoe-CPU Innolabs , ein Unternehmen aus
Taiwan , stellt auf der CeBIT einen Notebook-Prototypen vor , der es in sich hat
: Weitere Eckwerte des Labormusters sind 64 MByte RAM , eine 10-GByte-Festplatte
sowie ein externes Cradle , das zum Aufladen der Batterien dient und ein
DVD-ROM-Laufwerk enthält . Innolabs möchte in zwei bis drei Monaten drei
verschiedene Modelle auf Basis des Prototypen vermarkten - deren Spezifikationen
stehen jedoch noch nicht fest . Sie sollen jedoch je nach Ausstattung zur
Preisen zwischen 1500 und 2500 US-Dollar zu haben sein . Handy-Freaks sparen
entweder Zeit oder schlagen sie tot Die weltweit führenden Handy-Hersteller
erwarten künftig eine gespaltene Kundschaft . Dieser Einsicht scheint sich
keiner der großen Hersteller auf der Computermesse CeBIT in Hannover zu
verschließen : An ihren Ständen stehen digitale Muskelpakete mit
E-Mailfunktionen , Internetzugang und Farbbildschirmen neben Anwendungen , denen
die Aufforderung " Spiele mit mir " deutlicher anzusehen ist als " Telefoniere
mit mir " . Nokia protzt mit 169 verschiedenen Gehäusefarben und animierten
Bildschirmschonern . Motorola bietet für die " Mikro-Langeweile " eine
Handy-Version von " Wer wird Millionär " . " 3G " heißt die Zauberformel der
Branche , die 3. Generation der Funknetze im UMTS-Standard . Mobiles Internet
und mobiler Handel sind die Schlagwörter , um die sich die Hoffnungen der
Hersteller ranken . Schon 2003 , so schätzt man bei Ericsson , werden mehr
Menschen mobil ins Internet gehen als über den herkömmlichen Leitungsweg . Fast
scheint es , als sei auf dem Weg dorthin nur noch die Frage der
Marktführerschaft ungeklärt . Dabei haben die Handyproduzenten Grund zur Sorge :
Die schwache US-Konjunktur drückt den Absatz . Gewinnwarnungen und Entlassungen
in den Unternehmen waren die Folge . Und vor G3 steht G2,5 - ein Synonym für
mehrere schnelle Datenfunkverfahren , von denen die kürzlich eingeführten HSCSD
und GPRS nur die ersten sind . Doch der letztjährige Milliardenpoker um die
UMTS-Lizenzen hat die Übergangstechniken auf dem Weg zum mobilen
Highspeed-Internet in den Hintergrund gedrängt . Zu Unrecht , wenn man den
Handy-Herstellern glauben mag , denn sie schätzen übereinstimmend , dass UMTS
erst im Jahr 2003 den Massenmarkt erreichen wird . So versucht auf der CeBIT
beispielsweise Motorola ausdrücklich , die Vorteile von GPRS wieder ins
Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken . " Das ist eine Revolution für die
mobile Kommunikation " , meint Vizepräsident Mike Zafirovski . Als einziger
Hersteller können die Amerikaner wie gemeldet gleich fünf GPRS-Geräte anbieten -
mit dem ersten waren sie schon 2000 auf der CeBIT . Die Netzbetreiber tun das
Ihre , um Werbung für G2,5 zu machen : E-Plus will Ende des Jahres i-Mode aus
der japanischen Internetwelt nach Deutschland bringen . Erschwerend kommt hinzu
, dass die Netzbetreiber ihre Subventionen für Mobiltelefone reduzieren wollen ,
die Preise für den Endverbraucher also wohl steigen werden . Aber Bange machen
gilt nicht , lautet die auch von Motorola-Chef Robert L. Growney verbreitete
Botschaft an den Ständen der CeBIT : Ein Handy , zwei Displays Ein Handy mit
zwei Bildschirmen hat der Mobilfunk-Anbieter Samsung auf der Computermesse CeBIT
2001 präsentiert . Das Außendisplay hält den Besitzer über eingehende SMS und
Anrufe sowie Uhrzeit und Datum auf dem Laufenden , teilt das Unternehmen mit .
Das Dualband-Handy verfügt außerdem über einen WAP-Browser . Es wiegt 83 Gramm
und soll voraussichtlich im Frühjahr 2001 zu kaufen sein , so der Hersteller .
Der Preis stehe noch nicht fest . Handy-Musik von Nokia Mit dem digitalen
Music-Player HDR-1 bietet die finnische Firma Nokia eine praktische Ergänzung
für ihre Mobiltelefone 3310 , 3330 , 8210 sowie 8850 an . Das Gerät verfüge über
ein UKW-Stereoradio und erlaube auch die Wiedergabe von Audio- und Musikdateien
der Formate AAC und MP3 , so Nokia . Außerdem könne das HDR-1 als portable
Freisprecheinrichtung für die genannten Mobiltelefone genutzt werden . AAC- oder
MP3-Musikdateien lassen sich vom PC über die mitgelieferte Windows-Software "
Audio Manager " in den Player übertragen . Der jedoch bietet nur 32 MByte
Speicher - das reicht bei der üblichen MP3-Kodierrate von 128 kBit/ nur für 30
Minuten Musik . Positiv zu werten ist hingegen , dass der Player den Strom aus
einer eigenen Batterie des handelsüblichen AAA-Typs bezieht . So lasse sich das
Gerät " ohne Weiteres " auch als eigenständiger Player ohne Handy nutzen ,
erläuterte Juha Reima , Vice President von Nokia Mobile Phones . Das Produkt
soll im Laufe des dritten Quartals 2001 auf dem Markt erscheinen , den Preis
nannte Nokia noch nicht . Erster : RWE liefert Internetanschluss über
Stromleitungen Der Energieversorger RWE wird zum Netzbetreiber : Auf der CeBIT
nannte das Unternehmen nun erstmals konkrete Details über die Pläne ,
Internet-Daten via Stromkabel ins Haus zu liefern . Dem Hersteller zufolge ist
die Surf-Technik über das 230-Volt-Netz nun einsatzreif , man erreiche auch die
von der Regulierungsbehörde geforderten Grenzwerte bei der Störstrahlung .
Passend zu der technischen Reifung der eigenen Powerline-Entwicklung konnte RWE
gestern aber auch vermelden , Netzbetreiberlizenzen der Klassen 3 und 4 von der
Regulierungsbehörde erhalten zu haben . Nicht überraschend kommt als
Hardware-Lieferant das Schweizer Unternehmen Ascom zum Zuge , der Partner , mit
dem RWE auch die spezielle Übertragungstechnik für 230-Volt-Netze entwickelt hat
. Ascoms Powerline-Modem befördert bis zu 2 MBit/s und wird mit dem PC über eine
10BaseT-Ethernet-Schnittstelle verbunden . Ab Sommer zunächst in Mülheim und
Essen , später dann in Berlin , Bonn und Köln sowie ab dem nächsten Jahr in
übrigen Ballungszentren will RWE den Internet-Dienst ab monatlich 49 Mark
anbieten . In diesem Preis ist allerdings nur ein Übertragungsvolumen von 250
MByte enthalten . RWE zufolge soll man in der Praxis im Mittel Durchsatzraten
von rund 1 MBit/s erwarten können , denn typischerweise seien von zehn
angeschlossenen Haushalten lediglich zwei simultan online . Ebenfalls im Sommer
will RWE sogenannte E-Home-Services anbieten . Monatlich soll der Dienst mit 20
Mark zu Buche schlagen , ein dafür benötigtes " Basispaket " aus Hard- und
Software soll 1900 Mark kosten . Außerdem arbeiten RWE und Ascom an Verfahren ,
die das Telefonieren über Stromleitungen ermöglichen sollen . Aktuellen
Überlegungen zufolge könnte der Dienst im Voice-over-IP-Verfahren vom
Internet-Datenstrom befördert werden . Nokias Connectivity-Pack lässt auf sich
warten Nachdem der finnische Handy-Konzern noch während der CeBIT angekündigt
hatte , sein erstes Bluetooth-Aufrüstkit für das Handy-Modell 6210 bereits
Anfang April ausliefern zu wollen , soll das so genannte Connectivity Pack nun
erst deutlich später in den Handel kommen . Nina Lenders , Pressesprecherin des
Unternehmens , meinte auf Nachfrage : " Wir können keinen genauen Termin nennen
, Interessenten sollten aber vorsichtshalber eher Mai bis Juni einkalkulieren "
. Das Connectivity Pack , vermutlich Nokias erstes serienmäßiges
Bluetooth-Produkt , soll das 6210er Handy um die Kurzstreckenfunktechnik
Bluetooth erweitern . Entsprechend ausgerüstete Notebooks könnten über Bluetooth
von der schnellen Funktechnik HSCSD profitieren und über das Handy
Surfverbindungen von bis zu 43,2 KBit/s nutzen . Das Handy-Modell 3330 , ein für
die Einsteigerklasse konzipiertes WAP-Gerät , soll hingegen schon in dieser
Woche zu kaufen sein . Nina Lenders sagte : " Wir liefern Modell 3330 gerade an
den Handel aus " . Das Handy bietet speziell für WAP entwickelte Spiele und soll
ohne Kartenvertrag 499 Mark kosten . Surf-Angebot für Pfennig-Fuchser Den mit
2,47 Pfennige pro Minute günstigsten Tarif im offenen Call by Call will das
Paderborner Unternehmen wel.de ab Mai anbieten . Großen Wirbel unter den Surfern
dürfte das Angebot gleichwohl nicht nach sich ziehen , denn der Abstand zum
bisher günstigsten Internet-Provider gleicher Klasse beträgt nur zwei
Hundertstel Pfennige . Eine Anmeldung für das Duell-Net genannte Angebot ist
nicht nötig . Ebenso wenig sollen Grundgebühren , Mindestumsatz oder
Einwahlentgelte anfallen . Abgerechnet wird über die Telefonrechnung der Telekom
. Acer erwirbt PalmOS-Lizenz Der in Taiwan ansässige PC- und
Organizer-Hersteller Acer will das verbreitete Handheld-Betriebssystem PalmOS
für die eigenen PDAs lizenzieren . Das meldet die Nachrichtenagentur Reuters .
Firmensprecher Henry Wang sagte , dass man die Neuigkeit offiziell erst Anfang
Juni bekannt geben wolle . Eigens für diese Ankündigung , so Wang , werde ein
hochrangiger Vertreter von Palm nach Taiwan kommen . Details über das Abkommen
oder die künftige Entwicklung der eigenen PDAs wollte Acer nicht bekannt geben .
Bislang laufen die Acer-PDAs mit Microsofts Betriebssystem Windows CE . Die
Meldung dürfte bei Microsoft die Stimmung dämpfen , denn erst kürzlich feierte
der Software-Riese die zunehmende Verbreitung von Windows CE : Allerdings
erscheint der Vorsprung des PalmOS komfortabel : V.90-Update für Courier-Modem
Zwar geht es ausgesprochen schleppend voran , aber Stück für Stück liefert 3Com
die ursprünglich für Anfang Mai angekündigten V.90-Firmwareupdates für seine
56K-Modems nach . Die deutsche V.90-Firmware V7.4.16 für das einstige
US-Robotics-Flaggschiff Courier ist jetzt auf dem 3Com-Server zu finden .
Besitzer eines Courier I-Modems , die gerne einen V.90-Host anbieten würden ,
müssen sich aber nach wie vor gedulden . Immerhin kündigt 3Com das Update noch
für Juni an . Holger Lubitz Erster Gebührenmonitor für ISDN Von Conrad
Electronic , Hirschau , stammt der Gebührenmonitor für ISDN . Die
menüorientierte Bedienung und Einstellung der Geräteparameter erfolgt über drei
Tasten . Des weiteren lassen sich der Gebührenfaktor einstellen sowie ein
PIN-Code zum Schutz der Einstellungen und Daten setzen . Über die
PC-Schnittstelle lassen sich die angesammelten Daten auslesen . Letztere wurde
leider als RJ11-Buchse realisiert , so daß man handelsübliche Kabel nicht
verwenden kann . Außerdem gehört die Software nicht zum Lieferumfang des 200
Mark teuren Kästchens . Sie schlägt mit weiteren 30 Mark zu Buche . Neues
WAP-Handy von Ericsson Die Netzbetreiber scharren in den Startlöchern , stetig
steigt die Zahl der WAP-Anwendungen und -Portale , doch passende Handys gibt es
einfach noch nicht zu kaufen . Statt dessen eine weitere Ankündigung : Ericsson
will mit dem R320 im ersten Quartal 2000 nach dem PDA MC218 und dem Handy R380
sein drittes WAP-Gerät anbieten . Das R320 soll lediglich 15 mm dick sein und
weniger als 100 Gramm wiegen . Neben dem WAP-Browser , mit dem Handys spezielle
Internet-Inhalte auf dem eigenen Display darstellen , soll das Dualband-Gerät
eine Terminverwaltung und ein Modem enthalten und mit dem Computer über eine
Infrarotschnittstelle kommunizieren . Zu den weiteren Merkmalen des R320 gehören
Sprachaufzeichnung , Sprachsteuerung und Vibrationsalarm . Ferner hat Ericsson
mit dem T28 World ein neues Dualband-Gerät vorgestellt , das in den hiesigen
900er und den nordamerikanischen 1900er GSM-Netzen funkt . Für die in Europa
zunehmend beliebten 1800er Netze eignet es sich nicht . Bislang bietet lediglich
Motorola mit dem Modell L7089 ein Triband-Gerät , das alle drei Frequenzbänder
unterstützt . 56k-Modem mit Faxspeicher und Anrufbeantworter Auf der Systems in
München soll YourCommitter , das multifunktionale Kommunikationsgerät der
Saarbrücker Firma YourCom ( 0681/9762420 ) vorgestellt werden . Der eingesetzte
Rockwell-Chipsatz stellt im Datenbetrieb alle gängigen Übertragungsprotokolle
zur Verfügung und beherscht das K56flex-Verfahren , das im Download bis zu 56000
Bit/s schafft . Ein Update der Firmware auf künftige Normen läßt sich über das
integrierte Flashrom realisieren und soll kostenlos erhältlich sein . Ebenso
lassen sich eingespeicherte Dokumente abrufen und weiterleiten . Bei
Stromausfall schützt eine Batterie vor Datenverlust . In diesem Umfang
allerdings nur , wenn der Anrufbeantworter nicht genutzt wird , der sich ebenso
das RAM zunutze macht und pro Minute Aufzeichnung rund 120 kByte verbraucht .
Bis zu acht verschiedene Ansagen können minutengenau und auch fernbedienbar
aktiviert werden . Das mitgelieferte Headset läßt sogar die Nutzung des kleinen
Pultgehäuses als Telefon oder ferngesteuerten Raummonitor zu . Der Preis für
diesen Alleskönner soll unter 500 Mark liegen . UDSL-Modems : Surfen mit 1,5
MBit/s Ein Standardisierungsgremium der International Telecommunication Union ,
ITU , hat den G.lite-Entwurf für diese Modem-Klasse genehmigt ( G.992.2 nach
ITU-Nomenklatur ) . Experten rechnen damit , daß erste Geräte für den Betrieb in
den USA schon in einigen Monaten in den Läden stehen werden , obwohl mit der
Verabschiedung des Standards nicht vor Juni 99 zu rechnen ist . G.Lite ist eine
mit ADSL , Asymmetric Digital Subscriber Line , verwandte Spezifikation , die
zum Teilnehmer maximal 1,5 MBit/s überträgt und damit rund 30mal schneller ist
als aktuelle Modems . Der Teilnehmer kann höchstens 128 kBit/s senden . " Echte
" ADSL-Modems schaffen dagegen in Download-Richtung bis zu 8 MBit/s und in
Upload-Richtung immerhin noch 768 kBit/s . UDSL-Geräte sollen jedoch weitaus
billiger und auch leichter zu installieren sein ; die Montage eines ADSL-Geräts
muß ein eigens ausgebildeter Techniker der Telefongesellschaft vornehmen .
Hierzulande bietet die Telekom in Ballungsgebieten ADSL-Anschlüsse , die auf
Download-Raten zwischen 2 und 8 MBit/s eingestellt sind ( c't 16/98 ,
Turbo-Internet ) . Die Telekom hat sich zwar an der Spezifikation des
UDSL-Entwurfs beteiligt , für den Betrieb der Spar-DSL-Modems am deutschen
Telefonnetz müßten die Vermittlungen jedoch erst entsprechend ausgestattet
werden . Ericsson gründet eigene Bluetooth-Firma Wie der schwedische
Mobiltelefonhersteller Ericsson am gestrigen Mittwoch mitteilte , gründet er
eine eigene Firma , die sich auf die Lizenzierung von Bluetooth-Funklösungen
spezialisieren soll . Das Angebot des neuen Unternehmens soll Lizenznehmern die
Entwicklung von Hardware und Software ermöglichen , aber auch Training- und
Support-Leistungen umfassen . Die Neugründung der Firma , deren Name noch nicht
fest steht , erlaube eine stärkere Konzentration auf die Besonderheiten der
neuen Technik , begründet Ericsson den Schritt . Das neue Unternehmen soll
Ericssons Bluetooth-Lösungen an Chip- und Modul-Produzenten sowie OEM-Hersteller
lizenzieren . Als Leiter des neuen Unternehmens , das rund 100 Beschäftigte
führen wird , hat Ericsson Jorgen Neckmar auserkoren . Dank Bluetooth sollen
sich Verkabelungen zwischen Computern und Peripherie- oder Kommunikationsgeräten
erübrigen . Auch soll das Bluetooth-Verfahren eine selbständige drahtlose
Kommunikation zwischen Mobiltelefonen , Pagern , Handhelds , Notebooks und
Perhipherie-Geräten wie Druckern oder Digitalkameras ermöglichen . Nachdem
jedoch der Standard recht flott spezifiziert wurde , lassen die meisten der
zahlreichen Bluetooth-Protagonisten noch mit marktreifen Produkten auf sich
warten . Derzeit zählt die Bluetooth Special Interest Group über 2000
Unternehmen , die beabsichtigen , Bluetooth-Produkte zu fertigen . Zertifizierte
Bluetooth-Lösungen gibt es jedoch noch immer nicht zu kaufen . Telefonieren per
TV-Kabel In Berlin dient seit heute das erste Fernsehkabelnetz Deutschlands auch
der Sprachübertragung . Die Kabelanschlüsse von rund 1000 Wohnungen der Berliner
Wohnungsbaugesellschaft Mitte ( WBM ) haben nun Verbindung zum öffentlichen
Telefonnetz . Die Umrüstung haben der Frankfurter Netzwerkspezialist Nortel Dasa
sowie der Kabelnetzbetreiber Telekabel Service Süd ( TSS , Augsburg ) gemeinsam
erledigt . Verkabelte WBM-Mieter können nun neben Fernseh- und
Rundfunkprogrammen auch Telefoniedienste in Anspruch nehmen . Das Telefon
schließt man über einen Adapter , den man vom Kabelnetzbetreiber erhält , am
TV-Kabelnetz an . Für die erste Leitung sind 18 Mark pro Monat zu zahlen , die
zweite kostet 15 Mark . Ortsgespräche kosten rund um die Uhr 5 Pfennige pro
Minute ; Ferngespräche schlagen mit 18 Pfennigen je Minute zu Buche .
Telefonieren per Fernsehkabel ist aus technischer Sicht in den USA und besonders
in Großbritannien inzwischen Alltag . Hierzulande erhofft man sich vom
Fernsehkabel belebende Wirkung auf den Telefoniemarkt , den die Telekom im
Bereich der Ortsgespräche nach wie vor kontrolliert . Insbesondere beklagt man
das im internationalen Vergleich hohe Kostenniveau für Surfer . Zumindest aus
Sicht der Berliner TSS-Kunden gibt es schon einen Silberstreif am Horizont : Die
TV-Kabel der TSS sollen demnächst auch als Internet-Zubringer dienen . Viag
Interkom stellt GPRS-Preise vor Viag Interkom hat pünktlich zum Start des
paketorientierten Datendienst GPRS im E2-Netz am heutigen Mittwoch in Berlin das
Geheimnis um die Tarife gelüftet . Bei der Tarifversion ohne Grundgebühr sind
für 10 KByte 9 Pfennig zu zahlen , zuzüglich einer Tagesnutzungsgebühr von 49
Pfennig . Ab dem zweiten Quartal soll es den zweiten Tarif geben , der monatlich
mit 19,95 Mark zu Buche schlägt . Pro 10-KByte-Datenblock sind dabei 6 Pfennig
fällig . Den WAP-Dienst will sich Viag Interkom auf Pay-per-Click-Basis bezahlen
lassen : Pro WAP-Seite fallen 9 Pfennig an . Das bislang einzig verfügbare
GPRS-Endgerät , Motorolas Timeport 260 , soll bei zweijähriger Vertragsbindung
299 Mark kosten , ohne Vertrag 699 Mark . Erst kürzlich hatte T-Mobil die
eigenen GPRS-Tarife bekannt gegeben . Die Telekom-Tochter verlangt für ihre
GPRS-Verbindungen bis zu 69 Pfennige pro 10 KByte . Lucent und 3Com begraben
Kriegsbeil Lucent Technologies und 3Com , ehemals scharfe Konkurrenten auf dem
Sektor der 56K-Modemtechnologie , haben noch vor dem Treffen der ITU (
International Telecommunications Union ) , bei dem am 5. und 6. Februar in Genf
der 56K-Modemstandard verabschiedet werden soll , eine enge Zusammenarbeit
beschlossen . Immer mehr Technik passt auf immer weniger Raum : Was James Bond
vor 20 Jahren zur Verfügung hatte , können bald Durchschnittsbürger im
Uhrenladen um die Ecke kaufen . " High-Tech am Handgelenk " ist das Motto einer
neuen Generation Armbanduhren , mit denen man zum Beispiel telefonieren oder
fotografieren kann . Einige dieser Geräte sind auf der CeBIT zu sehen . Der
Elektronikhersteller Motorola ( Halle 26 , Stand E40 ) stellt zum Beispiel die
Studie " Accompli Watchphone " vor - eine Armbanduhr mit integriertem
Mobiltelefon , die sich äußerlich tatsächlich kaum von einer Sportuhr
unterscheidet . Sie soll dem Besitzer " mobile und diskrete Erreichbarkeit "
bieten , heißt es bei Motorola . Das zweite Mobiltelefon fürs Handgelenk , das
Motorola auf der CeBIT präsentiert , ist die Studie " Horizon Wireless
Videophone " . In dem Mobiltelefon ist eine winzige Videokamera eingebaut , die
eine mobile Bildübertragung ermöglichen soll . Die Video-Aufzeichnung kann als
Bild-im-Bild oder auf das ganze Display übertragen werden . Ob und wann die
Geräte in Deutschland auf den Markt kommen und was sie kosten werden , ist noch
nicht bekannt . Der japanische Elektronik-Hersteller Casio ( Halle 1 , Stand
7e10 ) hat mit der " WQV-1 Wrist Camera " die erste Digital-Kamera entwickelt ,
die am Handgelenk getragen wird . Sie ist kaum größer als eine Armbanduhr und
wiegt nur 32 Gramm . Sie schießt ausschließlich Schwarz-Weiß-Bilder und
speichert davon bis zu 100 . Für die Bildbearbeitung können die Aufnahmen über
eine Infrarot-Schnittstelle auf einen PC übertragen werden . Im Juni soll die
Wrist Camera Casio zufolge zum Preis von 499 Mark in den Handel kommen . Auch
die Musik für unterwegs soll künftig vom Handgelenk kommen . Erstmals stellt
Casio auf der CeBIT den " WMP Wrist Audio Player " vor . Der MP3-Player misst 49
mal 54 mal 19 Millimeter und wiegt 70 Gramm . Die Musiktitel werden vom PC auf
den Speicher der Uhr übertragen . Das Gerät soll in Deutschland ebenfalls im
Juni in den Handel kommen und voraussichtlich rund 400 Mark kosten . Zum Paket
gehören auch ein Stereo-Kopfhörer , die nötige Software , ein AC-Adapter und ein
USB-Kabel . Der koreanische Hersteller Samsung ( Halle 26 , Stand C68 ) stellt
hingegen sein schon auf anderen Messen gesichtetes Watchphone vor . Die
futuristische Studie bietet in einem Gerät ein Telefon , eine Armbanduhr ,
Telefonbuch , Taschenrechner , Kalender , eine Aufgabenliste sowie die
Möglichkeit zur Abgleichung der Daten mit dem Heim-PC . Im April soll die
Watchphone-Produktion zunächst in Asien und den USA starten . Wann und zu
welchem Preis der omnipotente Elektronik-Zwerg in Deutschland erhältlich sein
wird , sei noch unklar , sagt Birthe Wehren , Samsung-Sprecherin in Frankfurt .
Telecom Italia will Beteiligung an Deutscher Telekom Die Telecom Italia ( TI )
will den nächsten Börsengang der Deutschen Telekom nutzen , um sich am deutschen
Branchenprimus zu beteiligen . Auch an einem Einstieg bei France Telecom hat der
privatisierte Konzern Interesse . Das sagte der Telecom-Italia-Chef Roberto
Colaninno nach einem Bericht der Mailänder Wirtschaftszeitung " Il Sole 24 Ore "
vom Donnerstag . " Die Privatisierung von France Telecom und Deutscher Telekom
werden wir sehr genau beobachten " , sagte Colaninno . " Frankreich und
Deutschland sind wichtige Märkte , und die Privatisierung der Konzerne könnte
für uns eine gute Gelegenheit zur Expansion in Europa sein . " Colaninno hatte
als Chef des Telefonkonzerns Olivetti die feindliche Übernahme der Telecom
Italia zum Erfolg geführt und dabei eine bereits vereinbarte Fusion der TI mit
der Deutschen Telekom vereitelt . Dabei hatten ihn angelsächsische
Investmentfonds unterstützt . " Unsere Strategie ist eine Angriffsstrategie " ,
sagte Colaninno der Zeitung zufolge bei der Präsentation eines Abkommens mit der
Banca Popolare di Vicenza . " Wir suchen keine defensiven Allianzen , die nur
der Anfang von Akquisitionsprozessen sind . " So könnten TI und die Telekom also
doch zusammenrücken - wenngleich unter umgekehrten Vorzeichen : Börsenanalysten
hatten eigentlich einen neuen Beteiligungsversuch der Telekom an TI erwartet .
Der bleibt bislang jedoch aus . Telekom-Chef Ron Sommer kündigt lediglich immer
wieder an , dass das Bonner Unternehmen weiter auf Internationalisierung setzen
und sich zum Mega-Player entwickeln werde . Rheinland-Pfalz : Computer in allen
Schulen Zudem soll jede der etwa 1000 Grundschulen im Land einen eigenen
Internetzugang erhalten . Die neue landesweite Aktion " Klassen im Internet "
stellten Ministerpräsident Kurt Beck und Bildungsminister Jürgen Zöllner ( beide
SPD ) am Donnerstag bei ihrem Besuch auf der Computer-Messe CeBIT in Hannover
vor . Von den etwa 400 Haupt- und Realschulen sowie Gymnasien haben derzeit etwa
die Hälfte noch kein Klassenzimmer mit mehreren vernetzten Computern . Von den
Grundschulen verfügt nur etwa jede zehnte über einen Internetanschluss . Etwa
ein Drittel dieser Kosten will die Landesregierung übernehmen . Weitere Mittel
sollen von den Schulträgern und Sponsoren aus der Wirtschaft kommen . Unabhängig
davon will sich die Telefongesellschaft MobilCom an den verschiedenen
Initiativen beteiligen , Schulen mit Internet-Zugängen zu versorgen . Die Firma
werde jeder Schule in Deutschland einen Internet-Computer schenken , die von der
Telekom einen kostenlosen ISDN-Anschluss erhalte , teilte Mobilcom am Donnerstag
mit . Außerdem werde das Unternehmen an den Schulen Intranets einrichten . Das
Unternehmen unterstütze damit die Initiative der Deutschen Telekom , bis Ende
2001 jede Schule mit einem ISDN-Anschluss auszustatten und sämtliche Telefon-
und Online-Entgelte zu übernehmen . " Wir wollen unseren Beitrag leisten , den
Einstieg der Schülerinnen und Schüler ins Informationszeitalter mit modernster
Computer-Hardware zu ermöglichen " , sagte MobilCom-Chef Gerhard Schmid .
MobilCom stellt in Halle 25 auf Stand A64 aus . Musik aus dem Handy Wem das
Telefonieren mit dem Handy nicht genügt , der kann mit dem Mobiltelefon auch
Radio hören . Das US-amerikanische Mobilfunkunternehmen Motorola präsentiert
erstmals ein Handy mit integriertem UKW-Radio ( Halle 26 , Stand E40 ) . Mit dem
WAP-fähigen Motorola V.2288 können außerdem Inhalte aus dem Internet abgerufen
und E-Mails verschickt werden . Mit seinem bunten Design ist das Gerät vor allem
für jugendliche Nutzer gedacht . Moderner gibt sich das Samsung-Handy Anycall MP
: Nicht nur , dass es sich zum Telefonieren eignet , zusätzlich fungiert es auf
Wunsch als Diktiergerät und spielt obendrein auch Musik im populären MP3-Format
ab . Entsprechend gehört zum Zubehör ein Ohrhörerpaar , an dessen Kabel eine
Fernbedienung angebracht ist . Leider hat Samsung das Handy bisher nicht in
GSM-Ausführung ausgelegt , sondern nur als CDMA-Mobiltelefon gebaut -
entsprechend gibt es das Anycall bislang nur in Korea . WAP-Handy schneller als
ISDN Nach monatelangem Warten kommt die WAP-Welle endlich in Bewegung : Motorola
zeigt auf der CeBIT insgesamt sechs WAP-fähige Mobiltelefone , nachdem auch
Nokia WAP-Neuheiten vorgestellt hat . Unter anderem sind in Halle 26 , Stand E40
auch die schon im Dezember angekündigten Timeport-Modelle zu sehen . Besonderes
Glanzlicht ist wohl das Motorola Timeport P7389i - es ist nicht nur ein
Triband-Telefon , sondern auch noch ein GPRS-Handy . Damit wird der Zugriff auf
WAP-Dienste um Klassen schneller als bisher . Das Gerät soll ab dem zweiten
Quartal 2000 auf den Markt kommen . GPRS , General Packet Radio Service , ist
eine schnelle Surf-Technik für Mobilnetze , die ab dem Sommer dieses Jahres
erwartet wird . Während die meisten GSM-Netze zurzeit nicht über 9,6 kBit/s
hinauskommen , soll das eigens für mobilen Internet-Zugang entwickelte GPRS via
Kanalbündelung anfänglich 57,6 und später sogar bis zu 115,2 kBit/s befördern
können . Ein ISDN-B-Kanal transportiert 64 kBit/s . Wer heute schon unterwegs
einen Highspeed-Internet-Zugang braucht , findet beim Mobilnetzbetreiber E-Plus
die sogenannte HSCSD-Technik , die ebenfalls per Kanalbündelung bis zu 43,2
kBit/s liefert . Heimnetzwerk ohne neue Kabel Das US-Unternehmen Intellon
demonstriert auf der CeBIT in Halle 17 auf dem Stand F08 seine PowerPacket
genannte Technik , die bereits im Haushalt verlegte Stromkabel zur Vernetzung
nutzt . Das sogenannte Powerline-Modem von Intellon erreicht bis zu 11 MBit/s
und beschert PCs , Druckern , Fernsehgeräten oder Video-Recordern die
Möglichkeit , miteinander über die Steckdose zu kommunizieren . Intellon will
die Powerline-Modems nicht selbst bauen , sondern lediglich die benötigten
Chipsätze . Diese sollen dann von Drittherstellern für den Bau kompletter Geräte
verwendet werden . Die Serienproduktion will die Firma ab dem dritten Quartal
dieses Jahres aufnehmen . Zwei Highspeed-Verfahren für das D2-Netz Der
Mobilnetzbetreiber Mannesmann will sein D2-Netz nicht nur mit der schnellen
Surf-Technik GPRS ausrüsten , sondern zusätzlich mit HSCSD - ein weiteres
Verfahren , das den mobilen Internet-Bytes Flügel verleiht . Bislang gab es zu
Mannesmanns HSCSD-Plänen lediglich unbestätigte Gerüchte . Ein Schwerpunkt des
Mammutprogramms sei die Schaffung von ausreichend Bandbreite für höhere
Übertragungsraten und damit die Einführung innovativer Datendienste . HSCSD
dürfte im 2-Milliarden-Budget lediglich ein kleiner Posten sein , doch damit
schwenken die Mannesmänner auf denselben Kurs wie Konkurrent E-Plus ein : E-Plus
hat bereits in weiten Teilen seines E1-Netzes die Highspeed-Technik HSCSD ( High
Speed Circuit Switched Data ) installiert und will Mitte des Jahres auch GPRS (
General Packet Radio Service ) einrichten . Beide Verfahren bündeln mehrere
Mobilfunkkanäle und erreichen so Datenraten im Bereich von Festnetz- oder gar
ISDN-Modems : HSCSD bietet bis zu 43,2 kBit/s , während GPRS im Endausbau
maximal 115,2 kBit/s erreichen wird . Bislang konnten die GSM-Netze lediglich
9,6 kBit/s übertragen - ein lästiges Nadelöhr angesichts des hohen Bedarfs an
mobiler Datenkommunikation . Verwunderlich ist , warum sich nur Mannesmann und
E-Plus für beide schnellen Verfahren entschieden haben , während Viag Interkom
und T-Mobil nur auf GPRS setzen . Die Verfahren sind grundverschieden , aber
ergänzen eigentlich das Dienstespektrum eines Mobilnetzbetreibers . HSCSD
ermöglicht wie der bisherige 9,6er-Übertragungsstandard herkömmliche
Wählverbindungen - man kann mit HSCSD eine beliebige Modem- oder
ISDN-Gegenstelle im Festnetz anrufen , etwa als Außendienstler seine Firma .
GPRS bietet dagegen paketorientierte Verbindungen und daher Abrechnungen auf
Basis des übertragegen Volumens . Mit GPRS sind jedoch keine Wählverbindungen
möglich : Der GPRS-Mobilnetzbetreiber ist gleichzeitig Internet-Provider - und
zwar der einzige , den man mit einem Mobilfunkanschluss erreichen kann .
Sämtliche GPRS-Übertragungen gehen daher über das öffentliche Internet . Wer
dabei unerwünschte Leser ausschließen will , muss aufwändige
Verschlüsselungsverfahren einsetzen . Mit HSCSD kann man das öffentliche
Internet meiden , doch man zahlt für jede Sekunde , auch wenn kein einziges Byte
den Weg aufs Notebook gefunden hat . Ein GPRS-Notebook kann dagegen rund um die
Uhr im Internet eingebucht und etwa für E-Mails empfangsbereit sein , ohne
dauerhaft einen der teuren Sprachkanäle zu belegen . Doch die schönen Aussichten
auf schnellere Datenübertragung verstellen vielleicht den Blick auf einen
Nachteil für den Mobil-Surfer : Die Techniken sind trotz einiger Gemeinsamkeiten
grundverschieden . Jede braucht ihr spezifisches Modem . Bislang konzentriert
sich Nokia auf HSCSD-Lösungen , während Motorola anscheinend GPRS-Geräte
favorisiert . Konto-Check und Aktienkauf via WAP DataDesign aus München hat mit
FinanceMobile ein komplettes Paket für Mobile Banking und Mobile Brokerage
entwickelt ( Halle 18 , EG Nord , Stand 36 ) . FinanceMobile gründet auf WAP (
Wireless Application Protocol ) und soll dem Vernehmen nach " allen Banken und
Finanzdienstleistern sowie Portal- und Netzbetreibern die schnelle und einfache
Möglichkeit offerieren , ihren Kunden umfassendes Banking und Brokerage
jederzeit via WAP-Handy anzubieten " . Der Handy-Nutzer greift direkt mit seinem
WAP-Telefon auf seine Konten oder Depots zu und spart sich so lästige
Warteschleifen im Callcenter , Anfahrtswege zu SB-Terminals oder zur nächsten
Bankniederlassung . Die Bank-Transaktionen gründen auf dem Standard HBCI (
Homebanking Computer Interface ) . Daher sei die Lösung für jede Bank geeignet ,
die HBCI unterstützt , meint der Hersteller . Die BfG Bank , die Dresdner Bank ,
das Bankhaus Reuschel , die HypoVereinsbank , die Deutsche Bank und andere mehr
gehören zum HBCI-Kreis . Mobile Brokerage wollen indes schon etliche Banken
anbieten , etwa die Deutsche Bank , oder Comdirect ; und auch Mobile Banking hat
man in den Finanzetagen ins Auge gefasst . Beispielsweise kooperiert die
Direktbank 1822direkt , eine Tochter der Frankfurter Sparkasse , mit dem
E2-Netzbetreiber Viag Interkom . Zugang zum 1822direkt-Konto bekommt der
WAP-Handy-Nutzer über das WAP-Portal von Viag Interkom . Zum Start des Mobile
Banking sind eine Reihe von Diensten vorgesehen , etwa Kauf und Verkauf von
Wertpapieren , Börseninformationen , Depotübersicht oder auch Kontostandsabfrage
. Anwendungen wie das Auffüllen elektronischer Geldbörsen , Info-Dienste rund um
das Bankgeschäft und PIN/TAN-gesicherte Überweisungen auf andere Konten seien in
Vorbereitung , heißt es . Viag Interkom stellt auf der CeBIT in Halle 25 , Stand
D50 aus . Ericssons Hansdampf-Organizer ( Update ) Praktisch alle gegenwärtig
ersehnten mobilen Kommunikationstechniken und -Schnittstellen führt Ericsson mit
seinem Communicator-Projekt in einem Gerät vor : Das Designer-Stück für die
Jackentasche ist nicht nur ein Triple-Band-Handy , das sich für die 900- , 1800-
und 1900-MHz-Mobilnetze rund um den Globus eignet , sondern es bietet auch
Positionsbestimmung via GPS , Surfen auf Web- und WAP-Seiten , aber auch
Datenkommunikation mit dem Notebook per IrDA und sogar Bluetooth . Als
Betriebssystem hat Ericsson EPOC für den Organizer gewählt , der mit
PIM-Funktionen wie Kalender- , Adressbuchverwaltung und Notizbuchfunktion
daherkommt . Eingaben nimmt er über einen Touchscreen entgegen ; das Farbdisplay
hat eine Auflösung von 320x240 Punkten . Als weiteres Highlight seiner
Designstudie , die späteren Serienprodukten als Grundlage dienen soll , führt
Ericsson die Unterstützung zweier Techniken zum Highspeed-Surfen an : Das
Unternehmen stellt in Halle 26 auf dem Stand D68 aus . In den meisten GSM-Netzen
lassen sich nicht mehr als 9,6 kBit/s übertragen . Das neue Verfahren HSCSD
bietet jedoch maximale Übertragungsraten von 43,2 kBit/s an . Derzeit kann man
es nur beim Netzbetreiber E-Plus nutzen ; im Sommer soll es auch im D2-Netz des
Mitbewerbers Mannesmann zur Verfügung stehen . GPRS erreicht gar bis zu 115,2
kBit/s . Alle vier deutschen Netzbetreiber wollen ihre Netze mit diesem
Verfahren ausstatten . Auch Telekom Takt-los Die Mitbewerber der Telekom dürften
sich dieser Tage kräftig ins Fäustchen lachen : Nachdem ihnen die Telekom anfang
des Jahres durch das Nicht-Übertragen von Gebührenimpulsen gehörig die Show
vermasselt hat , kommt sie nun selbst " aus dem Takt " . Die Ursache : Ab 1.
März bietet die Telekom einen Spezialtarif an , bei dem die Preise für
Ferngespräche ab der 11. Minute um 10 Prozent ( analoger Anschluß )
beziehungsweise 30 Prozent ( ISDN-Anschluß ) sinken . Statt jedoch den Takt
entsprechend zu verlängern , senkt die Telekom nur den Preis auf 10,8
beziehungsweise 8,4 Pfennige pro Einheit . Die Folge : Klassische Gebührenzähler
summieren falsch , da sie grundsätzlich 12-Pfennig-Einheiten addieren . Auch den
DM-Angaben der Telefone sollte man dann nicht mehr glauben . Sie berechnen
ebenfalls auf Basis von 12 Pfennig je Einheit . Büros , Hotels oder auch
Wohngemeinschaften können daher nur noch über aufwendige Nachrechnerei ermitteln
, wer tatsächlich wie viel Geld vertelefoniert hat , nicht mehr jedoch über den
Gebührenzähler . Ralf Hüskes Navigations-Handy kommt - aber später Die
finnischen Firmen Benefon und Genimap haben ihr Navigations-Handy , das Benefon
Esc! , fast fertiggestellt . Das mit GPS-gestützter Ortung sowie einem
Landkartendienst ausgestattete Gerät sei nunmehr für Testanwender und Entwickler
erhältlich , meldet Benefon . Ursprünglich wollten die Firmen auf der CeBIT
bereits " serienreife Geräte " vorstellen . Das Benefon Esc! verfügt über einen
Landkartenspeicher und berechnet seinen Standpunkt auf der Karte mittels eines
12-Kanal-GPS-Navigators . Der Nutzer könne über die Positionsbestimmung hinaus
Standortinformationen mit Service-Diensten und auch anderen Anwendern
austauschen , so Benefon und Genimap . Die Navigationsfunktionen enthielten
Streckenpunkte , Routen , Führer und anderes mehr . Zusätzlich zu den wie es
heißt umfangreichen Telefon- und Organizer-Funktionen sei das Benefon Esc!
wasserabweisend und mit einem Gehäuse aus rostfreiem Stahl verstärkt . Das Gerät
soll nun im Frühjahr auf den Markt kommen ; der Preis steht noch nicht fest .
Xircom lässt Notebooks funken Das zum Intel-Konzern gehörende Unternehmen Xircom
stellt auf der CeBIT zwei PC-Card-Lösungen für Laptops vor . Beide sind gemäß
der Spezifikation Bluetooth-Pico gebaut und überbrücken entsprechend maximal 10
Meter . Das RealPort2-Kärtchen belegt zwei PC-Card-Steckplätze . Das Volumen der
Karte erklärt sich wohl dadurch , dass es die Erweiterung nicht nur als reine
Bluetooth-Lösung gibt , sondern optional mit integriertem Ethernet-Adapter und
56K-Modem . Die einfache Variante soll ab April zu einem Preis von rund 200 Euro
erhältlich sein . Die CreditCard-Bluetooth-Erweiterung ist ausschließlich für
die Nahbereichsfunktechnik ausgelegt und belegt lediglich einen
PC-Card-Steckplatz . Ebenfalls ab April soll sie zu einem Preis von circa 190
Euro in die Läden kommen . Einen USB-Bluetooth-Adapter , der in erster Linie
Desktop-Rechner mit der Funktechnik bestückt , will Xircom ab dem dritten
Quartal dieses Jahres anbieten . Nokias neuer Communicator kommt in den Handel
Schon im November vergangenen Jahres hat Nokia , der finnische Marktführer im
Handy-Geschäft , den Communicator 9210 vorgestellt - nun kommt er in den Handel
. Von seinen Vorgängern hebt sich das neue Gerät vor allem durch sein
Farb-Display sowie die Unterstützung für die schnelle Datenfunktechnik HSCSD (
High Speed Circuit Switched Data ) ab . Mit Surf-Geschwindigkeiten von bis zu
43,2 kBit/s rangiert das 9210er auf demselben Niveau wie aktuelle Festnetzmodems
. Bemerkenswert ist auch der üppige Software-Lieferumfang , zu dem Programme für
E-Mail- und Faxübertragungen ebenso zählen wie Office-Anwendungen oder auch
Bild- und Filmbetrachter . Der Communicator soll ohne Kartenvertrag 1950 Mark
kosten . Der Communicator gehört wie seine Vorläufer aus dem Hause Nokia zu den
sogenannten Smartphones - intelligenten Mobiltelefonen - , die Handy- und
Organizer-Funktionen in einem Gerät verschmelzen . Ericsson , Motorola und
etliche weitere Hersteller haben inzwischen eigene Smartphone-Versionen mit
teilweise sehr verschiedenen Konzepten auf den Markt gebracht . In der kommenden
Ausgabe 14/01 stellt c't die verschiedenen Kandidaten einander gegenüber .
Telefonkabel als Heimnetzwerk Ein neuartiges Konzept für die Vernetzung
häuslicher PCs und anderer Geräte ohne Neuverkabelung bereitet die frisch
gegründete Home Phoneline Networking Alliance vor . In ihr haben sich zahlreiche
Anbieter von Netzwerk-Hard- und Software zusammengeschlossen , neben Tut und
Epigram ( Inhaber entsprechender Patente ) auch 3Com , AMD , AT&T Wireless ,
Compaq , Hewlett-Packard , IBM , Intel , Lucent Technologies und Rockwell
Semiconductor . Anders als beim Konzept von Intelogis , das bereits installierte
Stromleitungen für die Vernetzung verwendet , setzt HomePNA auf die ebenfalls
schon installierten Telefonkabel . Während Intelogis auf den stärker gestörten
Stromleitungen 350 kBit pro Sekunde erreicht , sind für die Telefonleitungen
anfangs 1 MBit/s geplant . Erweiterung auf 10 MBit/s oder gar 100 MBit/s seien
in Vorbereitung , heißt es . Holger Lubitz Ortsnetzanschlüsse per Funk kommen -
aber langsam ... Die Münchner Telefongesellschaft Viag Interkom will im zweiten
Halbjahr verstärkt Ortsnetzanschlüsse auf Grundlage des
Punkt-zu-Multipunkt-Richtfunks anbieten . Mittels der drahtlosen Anschlüsse
lässt sich die so genannte " letzte Meile " umgehen , also der drahtgebundene
Anschluss zur Vermittlung , der sich bislang noch weitgehend im Besitz der
Telekom befindet . Viag will mit der Funk-Technik vor allem kleine und
mittelständische Unternehmen an das eigene Netzwerk anschließen , heißt es . Der
Direct Access genannte Endkundenzugang soll neben Sprache auch Internet-Daten
transportieren . Ganz bei Null müssen die Münchener aber nicht anfangen :
Bislang ist im Ortsnetzbereich die Deutsche Telekom mit 97 Prozent Marktanteil
der unumstrittene Platzhirsch . Die für den Betrieb erforderlichen
Funkfrequenzen hat Viag Interkom neben etlichen anderen Telefongesellschaften im
Herbst 1999 von der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post
ersteigert . Auf einen durchschlagenden Effekt lassen aber bislang alle
Ersteigerer der Richtfunkfrequenzen warten . Auch Viag Interkom wird wohl kaum
kurzfristig etwas daran ändern , denn die umsatzschwachen , aber zahlenmäßig
überwiegenden Privatkunden sind zunächst für keinen der Telekom-Konkurrenten
interessant . Manche Unternehmen haben anscheinend noch nicht einmal den Betrieb
aufgenommen - sie werden sich wohl sputen müssen , denn die Lizenzen haben sie
nur mit der Auflage erhalten , innerhalb des ersten Jahres nach der Ersteigerung
der Lizenzen mit der Richtfunktechnik zu starten . Viag Interkom hat bereits
Lizenzen für 213 Gebiete und bewirbt sich in diesem Jahr um weitere 63 von der
Regulierungsbehörde ausgeschriebene Bereiche . Die gegenwärtige Verteilung der
Lizenzgebiete hat die Regulierungsbehörde auf ihrem Web-Server in einem
PDF-Dokument zusammengefasst . Internet-Dienste fürs Wohnzimmer von Nokia und
Kirch Der finnische Kommunikationskonzern Nokia und die auf Internet-Aktivitäten
spezialisierte Tochter der KirchGruppe , Kirch Intermedia GmbH , wollen
gemeinsam für den Fernseher optimierte Internet-Dienste auf dem von Nokia
entwickelten Mediaterminal anbieten . Auf der IFA sind vier Dienste zu sehen ,
die für das Nokia Mediaterminal optimiert wurden , Kirchs Kurzfilm-Portal
www.shorts-welcome.de , das Sport-portal Sport1.de , das Nachrichtenportal
N24.de sowie das Spiel Superball . Zu sehen sind die Anwendungen auf dem Stand
06 in Halle 2.2a . Äußerlich kommt das Mediaterminal - praktisch ein Enkel der
von Kirch für seinen Bezahl-Sender Premiere World vertriebenen d-box - zwar wie
eine wohnzimmertaugliche Box mit typischer Infrarot-Fernbedienung daher , im
Innern stecken aber PC-übliche Zutaten . Darauf deuten schon die verschiedenen
PC-Schnittstellen wie USB und FireWire für den Anschluss von Druckern oder
Digital-Camcordern und Kameras hin ; auch eine Ethernet-Buchse für den
Internet-Anschluss via DSL ist vorhanden . Geliefert wird das Mediaterminal
indes mit einem herkömmlichen V.90-Modem für das analoge Telefonnetz , da wohl
nicht jeder Nutzer über einen DSL-Anschluss verfügt . Auf der Platine stecken
ein Intel Celeron mit 566 MHz und 64 MByte RAM , aufgezeichnet wird auf einer
40-GByte-Festplatte . Deren Kapazität soll für neun Stunden reichen .
Softwareseitig kommt das auf Linux gründende Mediaterminal mit dem
Open-Source-Browser Mozilla und einigen zugehörigen Plug-ins für gängige Formate
wie JPEG , PDF oder Flash daher . Es enthält einen E-Mail-Client und eignet sich
auch zum Chatten . Daneben stehen die Sicherheitsprotokolle TSL und SSL etwa für
Online-Banking zur Verfügung . Telefonauskunft schickt SMS Die 11881-Auskunft
von Viag Interkom bietet ab sofort einen neuen SMS-Service an . Zeitgenossen ,
die sich Tipparbeit ersparen möchten , können sich Ruf- oder Faxnummern von
gesuchten Teilnehmern per SMS direkt auf das Handy schicken lassen . Wenn
vorhanden und vom Kunden gewünscht , schreiben die Viag-Mitarbeiter auch
Zusatzinformationen wie die Adresse und die Faxnummer der oder des Gesuchten in
die SMS . Die Viag-Auskunft kostet pro Anruf aus dem Festnetz 1,59 Mark , jede
weitere Minute 0,22 Mark . Was der Dienst danach kosten soll , weiß Viag
Interkom noch nicht . Der Preis soll sich aber am " heute üblichen Niveau " für
den SMS-Versand orientieren , sagen die Münchener . Kabelmodems : Schnell und
komfortabel Intel will als erster Hersteller der Branche die neue
Kabelmodem-Generation mit modernen Schnittstellen verfeinern . In Zusammenarbeit
mit CableLabs sollen die neuen Modelle wahlweise über den FireWire- oder den
USB-Port an den Computer angeschlossen werden . Kabelmodems , derzeit in
Deutschland so selten wie Schuhmachers Ferrari , können über TV-Kabel bis zu 36
Megabit pro Sekunde übertragen . Aktuelle Modelle werden noch über das
Ethernet-Interface 10BaseT an den Computer angeschlossen , welches maximal 10
MBit/s schafft . Beide Spezifikationen haben aber noch einen Pluspunkt : Mittels
spezieller Plug&Play-Technik kann man Peripheriegeräte ohne viel Federlesens an
den Rechner anschließen . Das TV-Kabel mit seiner Rolle als Datenspediteur wird
in c't 13/97 ausführlich vorgestellt . Berlin : Digital-TV per Kabel Die Telekom
baut ihr Berliner TV-Kabelnetz aus . Die Aufrüstung soll noch in 1999 zur
Funkausstellung abgeschlossen sein . Mit dem Ausbau will die Telekom auch
Kapazitäten für kostenpflichtige Dienste wie Pay per View bereitstellen und eine
Plattform für " neue multimediale Dienste " schaffen . Des weiteren baut die
Telekom in Berlin ihr erstes regionales " Play out Center " . Erstmals in
Deutschland werden damit regionale digitale Fernsehprogramme in die Kabelnetze
eingespeist . Der Aufbau erfolgt mit Unterstützung der Medienanstalt
Berlin-Brandenburg , die sich an den Investitionen beteiligt . Besonderes
Schmankerl ist ein Projekt , das vorerst etwa 1000 Berliner Haushalten
Multimediadienste wie Fast-Internet , Tele-Shopping , IP-TV oder Net-Meeting
bereitstellen soll . ADSL , Asymmetric Digital Subscriber Line , bietet
breitbandigen Internet-Zugang über vorhandene Telefonkabel . Die Telekom sieht
jedoch keine ungesunde Konkurrenz zum hauseigenen ADSL-Angebot , so Wilfried
Seibel , Pressesprecher des Unternehmens , in einem Gespräch mit c't .
Anscheinend traut man der hohen Anschlußdichte in Berlin zu , beide
Infrastrukturen tragen zu können . Zu wenig Bandbreite für Highspeed-Mobilfunk ?
E-Plus befürchtet , dass die für mobiles Multimedia geplanten Frequenzbänder zu
schmal sind . Die Funknetzbetreiber benötigen die im Dezember zur Versteigerung
anstehenden Frequenzen , um Mobilnetze auf Basis des Universal Mobile
Telecommunications System ( UMTS ) aufzubauen , die Spitzenübertragungsraten von
2 MBit/s bieten sollen . Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post
will fünf bundesweite UMTS-Lizenzen versteigern und erwägt , zusätzlich auch
regionale Lizenzen zu vergeben . Die bundesweiten wären dann mit Frequenzbändern
von je 2 x 10 MHz ausgestattet . Aus Sicht von E-Plus benötigt mobiles
Multimedia jedoch mindestens 2 x 15 MHz . Die Frequenzversteigerung beginnt am
13. Dezember 1999 . Sie gilt als Weichenstellung für die dritte
Mobilfunkgeneration in Deutschland . Andernfalls sei Deutschland im
internationalen Vergleich nicht wettbewerbsfähig . Mit Bluetooth drahtlos zur
Festplatte Wenige Monate nach der Festlegung der Bluetooth-Spezifikation zeigt
Ericsson erste Anwendungsmodelle für den Kurzstrecken-Funkstandard , der die
bisher kabelgebundene Kommunikation mit Peripheriegeräten ablösen soll . Zu den
Anwendungsbeispielen gehört die schon in c't vorgestellte schnurlose und
portable Freisprecheinrichtung ( Bluetooth-Headset ) . Sie soll im Sommer auf
den Markt kommen , meldet Ericsson . Daneben stellt der Kommunikationskonzern
zwei Design-Studien vor , die es so vermutlich nicht zu kaufen geben wird : Eine
Digitalkamera , mit der man Fotos über ein Bluetooth-Handy versenden kann sowie
eine portable Festplatte , auf der sich Dateien " unkompliziert und ohne
Kabelverbindung " abspeichern lassen ; die Daten kann man anschließend an einem
beliebigen anderen Bluetooth-Computer abrufen . Per-Erik Svensson , Ericssons
Marketing Manager , sieht Mobiltelefone als Kristallisationspunkt für den
Bluetooth-Erfolg : Dazu arbeiten wir mit anderen Herstellern zusammen und
unterstützen sie bei der Entwicklung von Endgeräten mit Bluetooth . In den
Zukunftsszenarien der Entwickler steuert man mit dem Handy Haushaltsgeräte , die
Heizung , die Alarmanlage des Hauses oder des Autos , surft über
Bluetooth-Verbindungen im Internet und bezahlt bargeldlos . Telekom verliert vor
dem Bundesverwaltungsgericht Die Deutsche Telekom ist dazu verpflichtet , ihren
Wettbewerbern weiterhin einen " entbündelten Zugang " zu den
Teilnehmeranschlussleitungen zu gewähren . Dies hat heute das
Bundesverwaltungsgericht entschieden . Bei dem Revisionsverfahren ging es um die
Rechtmäßigkeit einer Entscheidung der Regulierungsbehörde für Post und
Telekommunikation ( RegTP ) . Die RegTP hatte das ehemalige Staatsunternehmen
bereits vor drei Jahren dazu verpflichtet , den Konkurrenten Zugang zum "
blanken Draht " zu gewähren . Die Telekom sei aber lediglich bereit gewesen ,
ihren Wettbewerbern Zugänge in Verbindung mit Hardware zu gestatten , die eine
Reduktion der Kapazität der Leitungen bewirkt hätten , monierte das
Bundesverwaltungsgericht . Das Gericht befand weiter , dass die Telekom den
Telefonmarkt beherrsche und sie allein über ein flächendeckendes
Teilnehmeranschlussleitungsnetz verfüge . Seit Beginn der Liberalisierung des
Telekommunikationsmarktes gehöre es zu den Pflichten der Telekom , den
Wettbewerbern " Zugang zu den Teilnehmeranschlussleitungen in einer Weise zu
gewähren , dass diese eine unternehmerische Entscheidungsfreiheit bei der
Ausgestaltung ihrer Telekommunikationsdienstleistungen für Endkunden erhalten ,
die derjenigen der Telekom vergleichbar ist " . Bis Ende 2000 hatten laut
Telekom 95 Unternehmen mit ihr Verträge über die letzte Meile geschlossen . Der
Anwalt der Regulierungsbehörde , Joachim Scherer , sagte in dem Verfahren , die
EU-Verordnung über den entbündelten Zugang zeige , dass die deutsche
Gesetzgebung genau richtig sei . Die Wettbewerber könnten wegen der enormen
Kosten keine komplett eigene Infrastruktur aufbauen , sondern seien auf das in
nahezu 100 Jahren gewachsene Netz des früheren Staatsbetriebes angewiesen . Das
Stück umstrittene Leitung werde bei der Telekom aber nicht herausgeschnitten ,
sagte der Anwalt . Die betroffenen Unternehmen Arcor und NetCologne begrüßten
die Entscheidung . Sie würden nur bei einem entbündelten Zugang nicht am Tropf
der Telekom hängen , ansonsten wären sie im Wettbewerb benachteiligt und könnten
ihren Kunden keine eigenen technischen Entwicklungen anbieten . Rainer Lüddemann
, Geschäftsführer des Bundesverbandes der regionalen und lokalen
Telekommunikationsgesellschaften ( BREKO ) sagte : Matsushita wird
Symbian-Teilhaber Der japanische Elektronik-Riese Matsushita , besser bekannt
unter dem Markennamen Panasonic , will einen Anteil von 9 Prozent an Symbian
übernehmen . Unter anderem stammt das Handy-Betriebssystem EPOC von Symbian .
Matsushita will in dem Joint-Venture seine Expertise in der Handy-Fertigung
einbringen . Kleine Telefonfirmen fordern Mobilfunklizenzen Breko , der
Bundesverband der regionalen und lokalen Telekommunikationsgesellschaften ,
fordert von der Regulierungsbehörde , Mobilfunklizenzen nach dem UMTS-Standard
auch regionalen Telefongesellschaften zur Verfügung zu stellen . In Breko haben
sich 28 regionale und städtische Telefongesellschaften zusammengeschlossen , um
im Ortsbereich für mehr Wettbewerb zu sorgen . Breko-Vizepräsident Horst
Schäfers warnte vor einer Versteigerung der Lizenzen . Damit ginge kleinen
Bewerbern von vornherein der finanzielle Spielraum für die notwendigen
Investitionen verloren . UMTS ist eine Weiterentwicklung des heute weltweit
verbreiteten GSM-Standards . Dank Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 2
MBit/s wird es mit UMTS möglich , große Datenmengen wie Videos auch in
Mobilfunk-Netzen zu übertragen . Drahtloser PalmPilot nur in USA Lange gewünscht
, soll es bald wenigstens in den USA einen PalmPilot mit integriertem Funkmodem
geben . Hersteller 3Com beginnt in den nächsten Wochen in Teilen der USA mit der
Auslieferung des Palm VII , eines neuen Modells der marktführenden PDA-Familie .
Der Palm VII bietet Internet-Zugang über ein integriertes Drahtlos-Modem und
wird nur in den USA erhältlich sein - weil sich das Modem nur für die in den USA
gebräuchlichen Mobilnetze nach dem IS-95-Standard eignet . Prinzipiell spräche
aber nichts dagegen , den Palm VII für den europäischen und asiatischen Markt
mit einem GSM-Modem auszurüsten , so der Hersteller . Unter www.palm.net will
3Com ein eigens zugeschnittenes Informationsangebot bereitstellen , zu dem über
zwanzig renommierte Unternehmen wie Yahoo , Bank of America , MasterCard oder
das Wall Street Journal beitragen . Tragbare Satelliten-Technik fürs Live-TV Ein
neues tragbares Satelliten-Terminal der Kooperationspartner Eutalsat und M2Sat
soll künftig die Arbeit von Nachrichtenagenturen und TV-Sendern erheblich
vereinfachen . Der M2Sat-Dienst ist ab sofort in Deutschland verfügbar . Das
M2sat Take-Away-Terminal passt in einen Aktenkoffer und kann als Handgepäck mit
ins Flugzeug genommen werden . Die Übertragungsqualität via Satellit und
Internet entspricht der herkömmlicher VHS-Videos . Sie liegt nach
Entwicklerangaben damit deutlich über der bisher gekannten Qualität der CNN Live
News , die mit 64 Kbit/s übertragen werden . In Senderichtung zum Satelliten
wird der Dienst mit Geschwindigkeiten von 32 bis 384 KBit/s angeboten . Als
Schaltstelle im Orbit fungiert der von Eutelsat unterhaltene Italsat F2 .
Aufgrund seiner Flächendeckung stehe der Service nicht nur in Zentraleuropa
sondern auch in weiten Teilen Nordafrikas , dem Mittleren Osten , Gebieten im
nördlichen Atlantik sowie in vielen osteuropäischen Staaten zur Verfügung . Das
M2sat-Gateway befindet sich in Bremen . Zwar dürfte das Angebot manche
Sendeanstalt interessieren , doch die Preise sind recht hoch . Allein das
Satelliten-Terminal schlägt mit rund 29.000 Euro zu Buche , hinzu kommen noch
die Kosten für die Übertragungen , die der gewählte Service-Provider festlegt .
Mobilfunk : Korb für Windows CE Nokia , Ericsson und Motorola haben sich
entschieden : Ihre Mobiltelefone der nächsten Generation werden nicht Windows CE
, sondern das Betriebssystem EPOC der britischen Psion PLC verwenden . Zur
koordinierten Weiterentwicklung des Systems wurde die neue Firma Symbian
gegründet , ein Joint Venture , an dem Psion 40 Prozent und Nokia sowie Ericsson
je 30 Prozent halten . Hauptargument für die Entscheidung gegen Windows CE war
der Wunsch , sich nicht in Abhängigkeit von einem proprietären Betriebssystem zu
begeben . Damit kann man auch für die ARM-Prozessorfamilie , auf der EPOC
entwickelt wurde , einen gehörigen Aufschwung erwarten . Holger Lubitz GSM-Karte
fast so schnell wie Modem Nokia kündigt mit Card Phone 2.0 als erstes
Unternehmen eine GSM-Highspeed-Karte mit integriertem GSM-Telefon an , die das
High Speed Circuit Switched Data ( HSCSD ) unterstützt . Über einen Kopfhörer
lassen sich mit der Karte auch Telefonate führen . Derzeit plant Nokia nur
Windows 9x und Windows NT zu unterstützen . Mit der Auslieferung des Card Phone
2.0 , das " deutlich unter 1000 Mark " kosten soll , will das Unternehmen im
vierten Quartal beginnen . Bei HSCSD werden ähnlich der ISDN-Kanalbündelung "
Leitungen " ( Timeslots ) von je 9,6 oder 14,4 kBit/s gebündelt . Derzeit plant
in Deutschland E-Plus , sein Netz auf HSCSD aufzurüsten . Am passenden
Tarifmodell arbeitet der Netzbetreiber ebenfalls noch . iMac : Modem störrisch
Apples jüngstes Modell , der iMac , verkauft sich zwar prächtig , doch die
Kritik an Teilen des Hardware-Designs reißt nicht ab . Während man anfangs nur
die kleine Zahl der Schnittstellen zur Außenwelt monierte , muß man nun auch die
vorhandenen kritisieren : Mittlerweile fiel auf , daß sich das iMac-Modem nur
beschränkt für den Betrieb an deutschen analogen Telefonanschlüssen eignet , da
es sich eine Dose nicht in üblicher Weise mit einem Telefon teilen kann .
Ansonsten legt das Modem das Telefon lahm . Ursache : Das iMac-Modem verwendet
für den Telefonanschluß lediglich die zwei inneren Adern a und b . Für eine
Verbindung genügt das , aber eine Koexistenz mit anderen Geräten an derselben
TAE-Dose erfordert , die beiden äußeren Adern ebenfalls zu nutzen . Bei einem
ausgeschalteten Modem muß dann ein Relais dafür sorgen , daß die äußeren Adern
die Leitung zur TAE-Dose zurückführen , so daß die nachfolgenden TAE-Buchsen
versorgt sind . Beim iMac-Modem hat man das Relais eingespart . Man könnte im
Modem die inneren Adern mit den benachbarten äußeren brücken , so daß sich
Telefon und iMac-Modem den Anschluß teilen . Ein AWADO trennt einfach die beiden
Buchsen voneinander , so daß das Telefon weiterhin versorgt ist , das Modem aber
nicht gestört wird , wenn man den Telefonhörer abhebt . Ein Nachteil bleibt aber
: Man kann bestehende Verbindungen nicht an das Telefon weiterreichen . Solches
Zubehör findet sich zwar im Sortiment von Elektroniksupermärkten , doch sollte
man es nicht voreilig kaufen . Apple Deutschland ist im Bilde und will in
einigen Tagen eine Lösung für alle iMac-Kunden anbieten . Gericht :
Einzelverbindungsnachweis muss kostenlos sein Einzelverbindungsnachweise in der
Telefonrechnung müssen kostenlos zur Verfügung gestellt werden . Wer bereits
entsprechende Gebühren bezahlt hat , kann diese zurückfordern . In dem
verhandelten Fall hatte ein Telefonkunde monatlich fünf Mark für die von ihm
gewünschte Auflistung der einzelnen Verbindungen bezahlen müssen . Er
protestierte zwar dagegen , doch die Telefongesellschaft reagierte nicht . Als
der Kunde gegen die Gebühren klagte , bekam er Recht . Schon seit dem 1. Januar
1998 schreibt das Gesetz vor , dass Einzelverbindungsnachweise kostenlos zur
Verfügung gestellt werden müssen - nachzulesen auf dem Web-Server der
Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation . Wer seit Januar 98 zum
Beispiel fünf Mark monatlich bezahlt habe , kann jetzt gut 120 Mark
zurückfordern , so eine Sprecherin der Verbraucher-Zentrale . Viag Interkom will
Zahl der Handy-Kunden verdreifachen Viag Interkom will die Zahl seiner
Mobilfunkkunden in diesem Jahr auf drei Millionen verdreifachen . Bereits 2001
wollen die Münchner die Gewinnzone erreichen - das Münchner Unternehmen war erst
im Herbst 1998 als vierter Mobilfunkbetreiber an den Start gegangen . Der Bedarf
nach moderner Telekommunikation , nach Infrastruktur , Mobilität und neuen
Diensten explodiere geradezu , sagte Viag-Interkom-Chef Maximilian Ardelt am
Mittwoch in München . Viag Interkom hat aber noch nicht auf den jüngsten
Preissturz im Mobilfunk reagiert . Den hatte die Telekom-Tochter T-Mobil
ausgelöst , und kurz danach zog Mannesmann Mobilfunk nach , so dass D1- und
D2-Kunden am Wochenende für nunmehr 18 Pfennige pro Minute ins Festnetz
telefonieren können . Damit sanken die Gesprächskosten bei den Marktführern um
die Hälfte , während beim ehemals billigsten Anbieter Viag Interkom die
Schallmauer für Mobiltelefonate noch bei 29 Pfennigen pro Minute liegt .
Lediglich mit Genion , einem Angebot , das Festnetz- und Mobiltelefon kombiniert
, hat der Viag-Kunde die Möglichkeit , noch günstiger zu telefonieren . Mit
Genion kann man Festnetzgespräche via Handy ab 5 Pfennig pro Minuten führen -
allerdings kostet der Dienst zusätzlich rund 10 Mark im Monat . Die
Anlaufverluste seien im Plan vorgesehen , sagte Ardelt . An Viag Interkom sind
der Münchner Viag-Konzern und British Telecom mit jeweils 45 Prozent beteiligt .
Den Rest hält die norwegische Telenor . Dualband-Handy geschrumpft Die passende
SIM-Karte vorausgesetzt , kann es sich in alle vier deutschen GSM-Netze
einbuchen : D1 , D2 , E-Plus und Viag Interkom . Mit einem Lithium-Ionen-Akku (
500 mAh ) soll das Gerät eine Sprechzeit von bis zu 180 Minuten sowie eine
Bereitschaftszeit von maximal 100 Stunden erreichen . Weitere Kennzeichen des 83
Gramm leichten Winzlings sind ein fünfzeiliges Grafikdisplay , ein eingebautes
Modem , der Vibrationsalarm sowie der Anschluß für eine Sprechgarnitur .
Letztere soll ebenso wie ein Lederholster zum Lieferumfang gehören . Das ohne
Karte rund 1600 Mark teure Mobiltelefon soll ab März lieferbar sein . Freie
Fahrt für schnellen Mobilfunk Der schwedische Kommunikationskonzern Ericsson und
das US-Unternehmen Qualcomm haben ihren Streit bezüglich der Rechte am
Übertragungsverfahren Code Division Multiple Access ( CDMA ) beigelegt . Während
Qualcomm das Verfahren in seinem Satelliten-gestützten Mobilfunksystem
GlobalStar verwendet - GlobalStar nimmt im Herbst den Regelbetrieb auf - , hat
Ericsson CDMA in die Entwicklung des künftigen terrestrischen Mobilfunkstandards
Universal Mobile Telecommunication System UMTS eingebracht . Zur Einigung gehört
auch eine Beteiligung des schwedischen Unternehmens an Qualcomm . Summen wurden
nicht genannt . Nach der Einigung zogen die Ericsson-Kurse in Stockholm um über
zehn Prozent an . Branchenbeobachter erklärten , mit der Teilübernahme habe
Ericsson seine zuletzt schwache Stellung gegenüber Nokia und Motorola gestärkt .
UMTS wird das erste weltweite Mobilfunknetz und soll das heutige GSM in
spätestens zwei Jahren nahtlos ergänzen . Mit Übertragungsraten von bis zu 2
MBit/s eignet es sich insbesondere für die mobile Datenübertragung . Etliche
Unternehmen haben bereits vielversprechende UMTS-Feldversuche starten können ,
unter anderem Nokia , Panasonic , Toshiba aber auch der japanische
Kommunikationsgigant NTT DoCoMo . Unter anderem kann man schon heute
Bewegtbilder in sehr guter Qualität zwischen UMTS-Handys übertragen .
Deutschland wegen Telefongebühren am Pranger Die EU-Kommission leitet wegen der
Telefongebühren der Deutschen Telekom gegen Deutschland ein Rechtsverfahren ein
. Auch Spanien und Italien seien von einem Verfahren wegen mutmaßlicher
Verletzung des EU-Vertrages betroffen , erklärte EU-Wettbewerbskommissar Mario
Monti am Mittwoch in Brüssel . In letzter Konsequenz könnte ein solches
Verfahren Deutschland vor den Europäischen Gerichtshof führen . Ins Visier
Brüssels geriet der " deutsche Michel " wegen der angeblich niedrigen
Grundgebühr für einen Telefonanschluss . Demgegenüber seien die
Verbindungskosten relativ hoch , meinen die Brüsseler . " Wir sind für einen
Ausgleich " , sagte ein EU-Mitarbeiter . " Zwischen Grundgebühren und
Verbindungspreisen muss es eine vertretbare Relation geben . " Die Behörde
mutmaßt , dass die niedrige Grundgebühr , die womöglich zu wenig Raum für
rentable Angebote läßt , neue Konkurrenten behindert . Dies wirke sich
insbesondere auf den von der Kommission mit Nachdruck geforderten Wettbewerb im
Ortsnetz aus . Nun hat die Bundesregierung die Möglichkeit , sich zu den von
Brüssel monierten Punkten zu äußern . Üblicherweise wird dazu etwa eine Frist
von einem Monat eingeräumt . Dann prüft Brüssel die Antwort und entscheidet über
das weitere Vorgehen . Auch strebt die Behörde damit an , die Internet-Preise
für Verbraucher zu senken . Die EU-Staaten werden mit der Empfehlung
aufgefordert , entsprechende Vorschriften zu erlassen . Nach Ansicht von
EU-Industriekommissar Erkki Liikanen könnten neue Kostenstrukturen vor allem
kleinen und mittleren Unternehmen einen Schub geben . Monti drohte mit der
Anwendung von bereits geltenden EU-Wettbewerbsregeln , falls die Mitgliedsländer
nicht mitziehen . Im März noch waren sich die Mitgliedsstaaten und die
EU-Behörde einig - die Staats- und Regierungschefs setzten sich bei ihrem
Beschäftigungsgipfel in Lissabon für mehr Wettbewerb in den Ortsnetzen ein .
Auch aus den Reihen der ehemaligen Telefon-Staatsbetriebe war im Februar bei
einer Brüsseler Anhörung ein positives Echo auf das Projekt der Kommission zu
hören . Doch nun scheint es Montis Behörde nicht schnell genug zu gehen .
Internet und Telefonieren über TV-Kabel Seit dem 3.April können etwa 1.800
Mieter der Wohnungsbaugesellschaft Viterra in Bochum-Weitmar über ihr
Fernsehkabelnetz auch telefonieren . Das TV-Kabelnetz betreibt die zur
Tele-Columbus-Gruppe gehörende Bochumer Firma Concepta Kommunikationstechnik .
Tele Columbus ist mit rund 2,2 Millionen versorgter Haushalte der zweitgrößte
deutsche Kabelnetzbetreiber nach der Telekom . Das neue Angebot Telefon Plus
baut auf dem Kabeltelefoniesystem Cornerstone Voice von Nortel Dasa auf . Tele
Columbus bietet es zunächst nur in Nordrhein-Westfalen an . Nach Kabel-TV ,
Sicherheits-Services und schnellen Internetzugängen ist dies der vierte Dienst ,
der im Kabelnetz von Tele-Columbus betrieben wird . Den Internetzugang über das
TV-Kabel bietet das Unternehmen schon seit geraumer Zeit unter dem Namen
Infocity in verschiedenen Regionen Deutschlands an . Telefonieren via TV-Kabel
kann man in Berlin allerdings schon seit November 1998 . Telefonica und Talkline
steigen in UMTS-Poker ein Die Elmshorner Telefongesellschaft Talkline und die
spanische Telefonica wollen sich an der Versteigerung der UMTS-Mobilfunklizenzen
in Deutschland beteiligen . Telefonica werde sich bei der Bewerbung noch einen
Partner suchen , sagte ein Sprecher des Unternehmens . Grundsätzlich sei man bei
allen Geschäften um europäische und lokale Partner bemüht . Besonders wichtig
sei jedoch die Zusammenarbeit mit spanischen Partnern , zu denen die Großbanken
BBVA und La Caixa gehören . Zuvor hatte sich die Gesellschaft im eigenen Land
eine Lizenz gesichert . In Spanien wurden die Rechte im Rahmen eines so
genannten Schönheitswettbewerbs vergeben . Gerüchte , nach denen Telefonica
konkretes Interesse am britischen Mobilfunkbetreiber Orange habe , der weiter an
der Versteigerung der britischen Lizenzen beteiligt ist , wollte der
Telefonica-Sprecher nicht kommentieren . Kurz vor Ablauf der Bewerbungs-Frist am
28. April 2000 gab auch Kim Frimer , Vorsitzender der Geschäftsführung der
Telefongesellschaft Talkline , bekannt , dass sein Unternehmen bei der
Versteigerung der UMTS-Lizenzen mitbieten wolle . Der Talkline-Chef hofft nun ,
dass es in Deutschland nicht zu so exorbitant hohen Preisen für eine einzelne
UMTS-Lizenz kommt wie in England . Aber er ließ durchblicken , dass Talkline als
Mitglied der Tele Danmark/SBC-Gruppe auch Kooperationsmöglichkeiten habe , also
wohl auch ohne eigene UMTS-Lizenz im Highspeed-Mobilfunk mitzumischen gedenkt .
Zu Spekulationen um mögliche externe Kooperationspartner nahm der Talkline-Chef
keine Stellung . Um die UMTS-Lizenzen bewerben sich auch die vier deutschen
Mobilfunkbetreiber D1 , D2 , E-Plus , E2 sowie die Allianzen von Mobilcom/France
Telecom und debitel/Swisscom . Die Versteigerung wird Anfang Juli von der
Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post durchgeführt . Experten
rechnen damit , dass die Unternehmen für eine Lizenz einen zweistelligen
Milliarden-Betrag hinblättern müssen . Ortsgespräche vermutlich bald gratis
Telefonkunden werden für Ortsgespräche bald nichts mehr bezahlen müssen . Davon
geht die Mehrheit der lokalen Telefongesellschaften in Deutschland aus . Ein
Jahr nach Marktöffnung hat die Münchner Unternehmensberatung Mc Loughlin
Associates die deutschen City-Carrier nach ihrer Einschätzung des Marktes
befragt . Demnach rechnen mehr als 60 Prozent der lokalen Telefongesellschaften
mit der Einführung kostenloser Ortsgespräche in Deutschland . 35 Prozent unter
ihnen gehen sogar davon aus , daß es Gratistelefonate schon binnen eines Jahres
geben wird . Damit deutet sich endlich die lang erwartete Wende im Ortsbereich
an , nachdem die Telekom lange vor der Liberalisierung eine bis zu 150prozentige
Preiserhöhung im Ortsbereich verfügt hatte . Insbesondere Viel-Surfer würden von
der Trendwende profitieren . Bei US-amerikanischen Telefongesellschaften sind
Tarife , in denen alle Ortgespräche mit der Grundgebühr abgegolten sind , schon
seit Jahren üblich . Es handele sich angesichts der Netzbelastung um eine "
Sackgasse " , so Telekom-Chef Ron Sommer . Einmal eingewählt , würden Surfer die
Verbindung dauerhaft belegen , auch wenn sie gar nicht surfen . Daß viele der
US-Bürger aber gerade deshalb eine zweite Leitung mieten und damit praktisch den
nötigen Netzausbau mitfinanzieren , scheint die Telekom zu übersehen .
Führungswechsel soll Talfahrt der Telekom Austria beenden Der
Vorstandsvorsitzende der Telekom Austria , Heinz Sundt , muss seinen Platz
räumen . Das berichteten die Zeitungen am Samstag in Wien unter Berufung auf den
Chef der österreichischen Staatsholding ÖIAG , Johannes Ditz . Die ÖIAG hält mit
44,4 Prozent den größten Anteil an den Aktien der Telekom Austria . Die Holding
zürnt Sundt , weil er im Januar " entgegen den Fakten " eine Gewinnwarnung
gegeben und damit die ohnehin gebeutelte Aktie nochmals auf Talfahrt geschickt
habe . Auch sei der gesamte Vorstand zerstritten , so Ditz . Einen
Wunschnachfolger hat die Staatsholding ebenfalls schon genannt , den Schweizer
Papierindustriellen Ernst Häberli . Doch Telecom Italia , nach der ÖIAG mit 29,8
Prozent zweitgrößter Anteilseigner der Telekom Austria , sei gegen Häberli ,
hieß es . Eine Entscheidung stehe noch aus . Klar scheint , was man vom neuen
Vorstand erwartet : Er soll die Telekom sanieren , damit die ÖIAG ihre
restlichen Anteile an die Börse bringen kann . Das soll in zwei Jahren geschehen
. Die ÖIAG , in der alle Staatsbeteiligungen gebündelt sind , hatte im November
25,8 Prozent ihrer Anteile an die Börse gebracht , die sich nun in Streubesitz
befinden . Obwohl der Ausgabekurs mit nur neun Euro schon recht niedrig lag ,
stürzte das Papier noch ab . Am Freitag lag die Aktie bei nur noch 6,81 Euro .
Das entspricht einem Minus von knapp 25 Prozent gegenüber dem Einführungskurs .
Sommer zögert beim Börsengang von T-Mobil Trotz hoher Schulden will sich die
Telekom nicht zu einem Börsengang der Mobilfunk-Tochter T-Mobil drängen lassen .
Das sagte Konzern-Chef Ron Sommer in einem vorab veröffentlichten Interview mit
dem Spiegel . Über den Zeitpunkt des Börsengangs wolle die Telekom deshalb erst
Ende des Jahres entscheiden , nach " Prüfung der Rahmenbedingungen " . Schon
Ende März erteilte Kai-Uwe Ricke , Chef von T-Mobil , einem Börsengang wegen der
ungünstigen Situation am Kapitalmarkt eine Absage : " Wir werden uns nicht unter
Wert verkaufen " , hieß es . Damals wollte der Konzern zunächst noch die
Übernahme des US-Mobilfunkunternehmens Voicestream abschließen , um dann das
Umfeld zu prüfen . Ein Börsengang im vierten Quartal schien damals möglich . Nun
will Sommer den Versuch , an frisches Kapital zu kommen , anscheinend noch
weiter verschieben . 3Com verliert 56k-Patente 3Com , einer der führenden
Modem-Hersteller , hat sich mit dem unabhängigen Erfinder Brent Townshend
geeinigt - die Kontrolle über Patente für Schlüsseltechniken der 56k-Modems geht
wieder an Townshend zurück . Townshends Patente an der sogenannten Pulse Code
Modulation ( PCM ) betreffen nicht allein die inzwischen veralteten
56k-Verfahren K56flex und X2 , sondern auch den aktuellen Modem-Standard V.90 .
Mit einem klugen Schachzug hatte 3Com 1997 die Patente exklusiv von Townshend
erstanden . Der zweite große Modem-Hersteller Rockwell , der inzwischen Conexant
Systems heißt , handelte sich dagegen eine Klage von Townshend wegen
Patentverletzung ein . Da nun die Rechte an den Erfinder zurückgehen , kann er
die PCM-Technik auch an weitere Modem-Hersteller lizenzieren . Auf die
Modem-Preise soll sich die Einigung nicht auswirken , so 3Com . Townshend habe
als Bestandteil der Vereinbarung erklärt , die Lizenzen " nicht diskriminierend
und zu vernünftigen Konditionen " anzubieten . AOL aus dem All : Online-Service
per Satellit und TV-Kabel Basierend auf dem Fernseh-Decoder Mediabox des
Schwesterunternehmens MMBG kündigt Bertelsmann Online einen experimentellen
Satelliten-gestützten Zugang zu seinem Online-Service AOL an . AOL verfügt
bundesweit über 60 konventionelle Modem-Einwahlknoten . Der Teilnehmer stellt zu
einem dieser Knoten per Modem und Telefonleitung eine Verbindung her und nutzt
diese für die Navigation . Die so angeforderten Web-Daten empfängt dagegen die
Mediabox - zunächst von einem Satelliten über eine herkömmliche Schüssel ,
später wohl auch aus dem TV-Kabelnetz . Zumindest während der Startphase des
Versuchsballons dient der Satellit Astra 1F mit einer Kanalbandbreite von 2
MBit/s als Sender . Als Navigations-Instrument dient die Mediabox-Fernbedienung
mit " Programmtasten 0 bis 9 sowie fünf Farbknöpfen " . Die Mediabox ist mit
diesem Konzept kein Vorreiter . Ähnliche Systeme hat zum Beispiel auch Phillips
in der Mache , und selbst der wiederholt totgeglaubte Amiga findet sich
zumindest auszugsweise in einer ähnlichen Box wieder ( ED ) . Konventionell auf
PCs basieren dagegen die Projekte von Incosys , Rodgau , sowie Olivetti-Hughes (
http://www.direcpc.com/ ) . Beide stellten bereits zur Frühjahrs-CeBIT 96
Pilotprojekte mit 192-kBit- beziehungsweise 400-kBit-schnellen
Satelliten-Sendern vor . Ausführliches zu verschiedenen Ausprägungen der
Breitbandtechnik sowie zu deren Einsatz als Highspeed-Internet-Zugang findet
sich in der c't 10/96 - erhältlich ab 12. September 96 . CeBIT Home : Zwei Netze
, eine Nummer Wie zuvor schon Mannesmann Arcor und Viag Interkom will auch die
Telekom ihr Festnetz mit ihrem Mobilfunknetz verknüpfen ( Fixed Mobile
Integration ) . Derzeit muß sich der Anwender aktiv in einem der beiden Netze "
einbuchen " ( per CallManager ) . Ab Anfang nächsten Jahres soll es das
Superschnurlos-Handy geben , welches diese Aufgabe automatisch erledigt .
Weitere Kennzeichen des neuen Dienstes sind ein beim Netzbetreiber installierter
Anrufbeantworter , den man aus beiden Netzen abhören kann , sowie eine
gemeinsame Rechnung für die beiden Anschlüsse . PCS soll im letzten Quartal
dieses Jahres angeboten werden . Derzeitigen Plänen zufolge soll der Preis etwas
niedriger liegen als die Summe aus ISDN- und T-Mobil-Anschluß . CeBIT Home :
Internet ohne Grundgebühr Gleich zwei Telefongesellschaften bieten ein
vereinfachtes Abrechnungsverfahren für den Internet-Zugang . Wer den Zugang zu
den Surf-Gründen über Viag Interkom sucht , zahlt ebenfalls inklusive der
Telefongebühren nur 10 Pfennige je Minute ; unabhängig von Ort und Zeit . Das
kostenlose Starter-Kit inklusive Internet Explorer , Outlook Express und anderem
mehr gibt es ab dem 1. Oktober in Viag Interkom Shops . Sprechendes Faxmodem
Parallel zum Daten- und Fax-Transfer ( bis 14400 Bit/s ) kann es mittels der
eingebauten Freisprecheinrichtung auch gleichzeitige Sprachübertragung
bewerkstelligen . Anrufbeantworter-Funktionen sind eingebaut , ebenso wie eine
automatische Ruferkennung . Ein LC-Dispay stellt die wichtigsten Informationen
dar . Das Modem unterstützt die gängigen Übertragungsprotkolle bis V.34 und
handelt Fehlerkorrektur sowie Datenkompression pflichtgemäß automatisch aus .
Die Erweiterung auf die zukünftige 56K-Norm soll leicht zu bewerkstelligen sein
- bislang arbeitet das rund 320 Mark teure Talking Modem in Downloadrichtung mit
der K56flex-Technik von Rockwell . WAP-Handy als Fremdenführer Als erster
deutscher Mobilfunk-Netzbetreiber bietet Mannesmann Mobilfunk in seinem D2-Netz
standortbezogene Info-Dienste an ( sogenannte Location Based Services ) .
Derzeit handelt es sich noch um einen Pilotbetrieb . Die Angebote sollen bei der
Zielführung aber bereits persönliche Vorlieben von D2-Kunden mit ihrem
augenblicklichen Aufenthaltsort verknüpfen können . WAP-fähige Mobiltelefone
kann man in der Pilotphase bereits als mobile Verkehrslotsen , lokale
Einkaufsführer oder Hotelführer nutzen . Suchsysteme für Tankstellen sind ebenso
denkbar wie für das nächstgelegene Restaurant , den Bankautomaten , die Apotheke
oder das Programmkino . Zu finden sind die standortbezogenen Dienste auf dem
D2-WAP-Portal in der Rubrik " Unterwegs " . Bei allen Angeboten muss der Nutzer
die Positionsbestimmung selbst aktiv auslösen . Der Aufenthaltsort wird dann
ohne Angabe der Rufnummer des Teilnehmers mit dem gewünschten Inhalt verknüpft .
So will der Netzbetreiber die Anonymität des Kunden gewährleisten . Mit den
Location Based Services ( LBS ) lassen sich " intelligentere " und komfortablere
WAP-Dienste entwickeln . Ein WAP-Kunde , der zum Beispiel in München ein
günstiges Hotel sucht , musste bislang über die Handy-Tastatur zunächst den
Städtenamen eintippen , um die gewünschte Information zu bekommen - eine mühsame
und zeitaufwendige Prozedur . Mit LBS profitiert man davon , dass ein übliches
WAP-Handy den aktuellen Aufenthaltsort des Kunden kennt - man bekommt daher die
standortbezogen Informationen auf Tastendruck . Die Ermittlung des
Aufenthaltsort gelingt prinzipiell deshalb , weil ein Handy nicht nur
Funksignale empfängt , sondern auch sendet . Die Lokalisierung eines Handys
erfolgt über die so genannte gesprächsführende Mobilfunkzelle ; eine Technik ,
die die Mannesmänner bereits bei den Tarifoptionen D2-BestServices nutzen .
Jedoch streut das Verfahren um so mehr , je größer die Funkzellen sind .
Entsprechend ist die Präzision in ländlichen Gebieten wegen der dort größeren
Funkzellen niedriger . Über eine verbesserte Lokalisierungstechnik , bei der
Laufzeitunterschiede der Signale zwischen Handy und unterschiedlichen
Basisstationen zur Bestimmung herangezogen werden , lässt sich die Genauigkeit
künftig erhöhen . Auch eine Kombination mit Empfängern für das globale
Satelliten-Ortungssystem GPS ( Global Positioning System ) ist möglich .
Allerdings dürfte diese Variante nicht nur teurere WAP-Handys nach sich ziehen ,
sondern bei den Geräten wegen höheren Stromverbrauchs bessere Akkus erfordern .
Viag Interkom erwägt UMTS-Kooperation Der Mobilnetzbetreiber Viag Interkom will
die Anzahl der für die Highspeed-Netztechnik UMTS benötigten neuen Sendemasten
durch Kooperationen in Grenzen halten . Die Gespräche über die Zusammenarbeit
seien bereits im Gange , sagte ein Sprecher der Viag Interkom heute in München .
Damit bestätigte er einen Bericht des Handelsblatts . Wie weit die
Zusammenarbeit reichen könne , hänge allerdings von der Entscheidung der
Regulierungsbehörde ab . Nach dem Zeitungsbericht konzentrieren sich die
Vorschläge an die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post ( RegTP )
auf zwei Lösungen . Erstens wäre die gemeinsame Nutzung jeweils einer Antenne
denkbar . Zwei Anbieter könnten darauf mit eigenen Frequenzen funken . Zweitens
wollten sich die Betreiber den Ausbau der Netze in ländlichen Gegenden aufteilen
, damit sich Kunden in Netze von Partnern einwählen können , wenn ein Betreiber
in dieser Region nicht vertreten ist . Auf Partnerschaften setzten die Anbieter
Group 3G , E-Plus , Viag Interkom und MobilCom , heißt es in dem Bericht . Die
Regulierungsbehörde hatte bekräftigt , sie wolle an den ursprünglichen
Lizenzbedingungen festhalten , denen zufolge jeder Anbieter sein eigenes
UMTS-Netz aufbauen muss . Darüber hinaus sei jedoch eine Zusammenarbeit möglich
. KPN lässt drei UMTS-Netze von Ericsson bauen Die niederländische
Telefongesellschaft KPN Mobile hat den schwedischen Kommunikationskonzern
Ericsson auserkoren , ihre UMTS-Netze in Deutschland , den Niederlanden und
Belgien bauen zu lassen . Die funkseitigen Teile der Netze sollen in
Zusammenarbeit mit Ericsson und dem US-Konzern Lucent entstehen , während die
dahintergelagerten Kernnetze Ericsson alleine stellt . Die Auslieferung soll im
September 2001 beginnen , erste Pilotsysteme schon Ende 2001 in Betrieb gehen .
KPN Mobile strebt ein einheitliches UMTS-Netz für die drei Länder an . Damit
wird das Unternehmen zu einem der größten Netzbetreiber für UMTS-Dienste in
Europa ; in Deutschland ist KPN über die Tochter E-Plus vertreten . Orange
liebäugelt mit E-Plus Der britische Mobilfunkbetreiber Orange will nach
Informationen des Sunday Telegraph möglicherweise den deutschen
Mobilnetzbetreiber E-Plus übernehmen . Zurzeit verhandelten die beiden
Unternehmen aber lediglich " über mehrere mögliche Formen der Zusammenarbeit " ,
heißt es . Auch erwägt Orange anscheinend eine Allianz mit E-Plus und ihrem
künftigen Mobilnetz-Mitbewerber MobilCom , der wie E-Plus eine Lizenz für ein
Netz der dritten Mobilfunkgeneration ersteigert hat . Der komplexe deutsche
Mobilfunkmarkt und die gegenseitigen Beteiligungen der Unternehmen erschwerten
die Verhandlungen mit Orange . Orange hatte vor zwei Jahren schon einmal mit
E-Plus verhandelt . Doch die Gespräche wurden damals beendet , weil Orange
seinerseits von Mannesmann übernommen wurde . Nachdem jedoch Mannesmann der
britischen Vodafone zugefallen war , musste sich Vodafone wegen Kartellauflagen
vom Mannesmannschen Mitbringsel trennen und verkaufte Orange alsdann an France
Telecom . Zweiter Sieger : 56000er Modems von US Robotics US Robotics liefert
seit dem 20 Mai endlich auch in Europa die lange versprochenen 56k-Modems aus .
Sie basieren auf der unstandardisierten X2-Technik des Herstellers .
Gleichzeitig verbucht die X2-Technik mit Interactive Networx , Berlin , den
ersten deutschen Internet-Provider , der seinen Kunden die Einwahl über die
X2-Technologie anbietet . 56k-Modems können Daten mit bis zu 56000 Bit pro
Sekunde downloaden und eignen sich daher besonders für den Internet-Zugang . Sie
erreichen fast ISDN-Geschwindigkeit , kommen aber mit dem deutlich billigeren
analogen Telefonanschluß aus . Sprintsieger im 56k-Duell war die schwedische
Firma Intertex , die bereits vor Wochen drei Modelle mit der konkurrierenden
K56flex-Technik von Rockwell auf den Markt brachte ( c't 6/97 , S. 34 ) . Ein
großer Vorteil bleibt US Robotics unbenommen : Auch das Eprom-basierte Sportster
33.6 Voice läßt sich aufrüsten - der Upgrade-Kit kostet 99 Mark . Installierte
Modems , die auf Rockwells Technologie basieren , kann man in der Regel gar
nicht upgraden . Viag Interkom hält am Festnetz fest Der Konzern dementiert
damit einen Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung , die am gestrigen
Donnerstag getitelt hatte , die Münchener prüften den Ausstieg aus dem
Festnetzgeschäft . Der Vorsitzende der Geschäftsführung von Viag Interkom ,
Maximilian Ardelt , erwiderte auf den Artikel bei einem Pressegespräch in Berlin
, die finanzielle Belastung durch die UMTS-Lizenz habe zur Folge , dass man
nicht mehr alle Geschäftsideen verwirklichen könne . Daher verfolge Viag
Interkom zum Beispiel das Kabel-TV-Projekt in Bayern nicht weiter . Im Hinblick
auf das Festnetzgeschäft merkte er an , dass man unter Umständen auch Produkte ,
die auf dem indirekten Endkundenzugang aufbauen und wenig einbrächten ,
überprüfen werde ( wie Call-by-Call oder Preselect ) . Es gehe dabei um die
Frage , ob damit mittelfristig positive Ergebnisse erzielt werden könnten . Alle
anderen Festnetzaktivitäten werde Viag Interkom weiterbetreiben . Spanische
Telefongesellschaft soll Surfer geprellt haben Letzten Freitag war die spanische
Telefongesellschaft Telefónica noch als vielversprechender Anlagetip gehandelt
worden . Nun sieht sie sich in den Negativ-Schlagzeilen : Es heißt , Telefónica
habe Internet-Benutzern auch dann Telefongebühren berechnet , wenn die
Verbindung gar nicht zustande gekommen sei . Ein Rechtsanwalt aus Oviedo wirft
dem Telefonriesen daher Betrug vor und hat dementsprechend Strafanzeige
erstattet . Allein für die Einwahlversuche während einer Stunde soll Telefónica
dem Anwalt 102 Verbindungen in Rechnung gestellt haben . Im September bereits
hatte die spanische Internet-Gemeinde zu einem Boykott von Telefónica aufgerufen
, unter anderem wegen der horrenden Kosten für Ortsgespräche . Alexander Ochs
Packet-Radio-Netz weitgehend abgeschaltet Das von Funkamateuren betriebene
deutsche Kommunikationsnetz auf Basis der Packet-Radio-Technik ist seit dem
Abend des 24. November zu großen Teilen abgeschaltet . Hauptgrund ist die
Verärgerung einiger Betreiber ( Sysops ) über die Regulierungsbehörde für
Telekommunikation und Post ( RegTP ) . Letztere möchte nämlich eine Zensur in
den Packet-Radio-Mailboxen verbieten . Die Vorgeschichte : Beobachtern zufolge
hatten einige Funkamateure in den Packet-Radio-Mailboxen Meinungen
veröffentlicht , die offensichtlich deren Betreibern nicht gefielen , zum
Beispiel , dass die Morsetelegraphie-Prüfung für Kurzwellen-Amateure heutzutage
veraltet und überflüssig sei . Die Sysops sperrten diesen Teilnehmern daraufhin
den Zugang . Sie legte den Betreibern den Entwurf einer Regelung vor , in der
eine Zensur verboten wird . Sie erklärten , der von der RegTP geforderte
uneingeschränkte Zugang sei von Steckenpferd-Funkern in ihrer Freizeit nicht zu
gewährleisten . Kenner der Szene meinen hingegen , dass die Betreiber um die
Möglichkeit fürchten , unliebsame Mailbox-Inhalte nach Gutdünken fernhalten zu
können . Modems : 56000er mit USB-Anschluß Das kalifornische Unternehmen 3Com
stellt mit dem US Robotics 56K Voice Faxmodem erstmals die Verbindung zum
Rechner mit Universal Serial Bus ( USB ) her . Das 56K-Modell , das in
Download-Richtung bis zu 56 kBit/s übertragen kann , soll zunächst in den USA im
Dezember zu einem Preis von 250 Dollar auf den Markt kommen . Die Modem- , Fax-
und Spracheigenschaften decken alle gängigen Standard-Protokolle ab . Auch
unterscheidet das Modem selbständig zwischen den drei Modi . Darüberhinaus soll
es Rufweiterleitung und Pager-Benachrichtigung beherrschen und über Lautsprecher
und Mikrofon einen Vollduplex-Sprachbetrieb ermöglichen . Auch soll man das
Modem auf den in Kürze zu erwartenden ITU-56K-Standard aufrüsten können .
Telekommunikation : Billiger Surfen am Rhein Düsseldorfer Internet-Surfer können
sich auf den 1. Januar 98 freuen . Dann dürfen private Telefongesellschaften
auch öffentliche Sprachvermittlung anbieten - unter anderem auch die
Düsseldorfer Firma Isis Multimedia Net mit ihrem Stadtnetz . Während die Telekom
für eine Ortsverbindung über Tag stolze 4,80 Mark je Stunde berechnet , kostet
die Einwahl bei einem Isis-Einwahlpunkt gerade mal 1,20 DM pro Stunde - eine
Ersparnis von 75 Prozent . Das Einzugsgebiet der neuen Telefongesellschaft deckt
derzeit nur die Rheinmetropole ab , aber auch das Angebot für Ferngespräche kann
sich sehen lassen : Eine Stunde über Tag kostet ab Jahresanfang nur 24,94 DM .
Bei der Deutschen Telekom zahlt man zur Zeit 36 DM . Auch in der Sparzeit
übertrifft David den Bonner Goliath . Isis-Kunden zahlen 12,42 DM pro Stunde
Ferngespräch , während Telekom-Kunden 14,40 zu berappen haben . Obendrein
beginnt der günstige Takt bei Isis schon um 18:00 Uhr , während man sich dafür
bei der Telekom bis 21:00 Uhr gedulden muß . Mit Isis hat bereits der zweite
Telekom-Konkurrent seine Preise für den am 1. Januar 98 startenden freien
Telefon-Markt offengelegt . Vor wenigen Tagen erst verkündete Talkline ihre
Preise . Ab Jahresanfang bietet die Elmshorner Tk-Gesellschaft Ferngespräche für
44 Pfennig je Minute tagsüber beziehungsweise 22 Pfennig in den Abendstunden (
26,40 DM je Stunde , beziehungsweise 13,20 DM je Stunde ) . Ralf Hüskes
Regulierung rückwärts Den Mietpreis für die Telefonanschlußleitung hatte die
Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post noch zu Jahresanfang
vorläufig auf 20,65 Mark festgelegt . Gestern verlautete gerüchteweise , daß die
Telekom-Wettbewerber für den Kundenzugang über Telekom-Leitungen künftig mehr
zahlen müssten - von 24,80 Mark war die Rede . Inzwischen überschlagen sich die
Ereignisse . Auf Nachfrage der c't meldete der Regulierer , den Beschluß erst am
Montag verkünden zu wollen . Doch nun hat die Telekom ihren umstrittenen Antrag
zurückgenommen und will ihn neu formulieren , so Harald Dörr , Sprecher der
Regulierungsbehörde . Die Entwicklung verwundert . Während die Telekom nicht
müde wurde zu behaupten , daß der gegenwärtige Preis von 21,39 plus
Mehrwertsteuer nicht kostendeckend sei , und eine Monatsmiete von 47,26 Mark
forderte , übten andere Druck in die Gegenrichtung aus . In der Tat muß sich der
rosa Riese vorhalten lassen , auf Basis des Wiederbeschaffungswerts kalkuliert
zu haben , statt den Abschreibungswert der Leitungen zugrunde zu legen . Glaubt
man den Gerüchten , soll das Pendel nun jedoch zumindest ein bißchen zugunsten
der Telekom ausschlagen . Das hätte nicht nur Folgen für die Kunden der
Telekom-Konkurrenten , die damit eine höhere Grundgebühr zahlen müssten .
Fachleute rechnen damit , daß auch die Telekom die Grundgebühr auf den gleichen
Betrag anheben wird , um wie vom Kartellamt gefordert , die Benachteiligung des
Wettberwerbs aufzuheben . Das dürfte die Enttäuschung der Telekom-Konkurrenten
aber nur mäßig mildern . Bei der Deutung des Trendwechsels gehen die Meinungen
auseinander . Es geht das Gerücht , daß die neuen Telefongesellschaften die
Preissteigerung insbesondere Finanzminister Lafontaine zu verdanken haben . Die
Bundesregierung hält die Aktienmehrheit an der Telekom und hat demzufolge
Interesse am Wohlergehen des Kommunikationsriesen . Experten meinen hingegen ,
daß der Regulierer auf diese Weise den Bau neuer Anschlußleitungen und die
Entwicklung neuer Anschlußtechniken anregen will . Christiane Schulzki-Haddouti
Schluss mit Kabelsalat dank Bluetooth Hintergrund : Lästige Kabel im Büro sollen
bald der Vergangenheit angehören . Der Arbeitsplatz der Zukunft ist nach Ansicht
der Experten drahtlos und mobil . Bluetooth heißt der Standard , mit dem Daten
zwischen PC , Handy und Drucker einfacher und schneller per Funk übertragen
werden . " Das Büro der Zukunft wird sich mit der neuen Technik radikal
verändern " , sagte Jörg Gleisner vom Telekommunikations-Unternehmen Ericsson
auf der CeBIT . Vor allem der boomende Markt mit mobilen Geräten wie Laptops ,
Palmtops und internetfähigen Handys profitiert von der neuen Datenfunktechnik .
Im Höchstfall können 127 Geräte miteinander verbunden werden . Im Gegensatz zur
Infrarot-Übertragung ist dabei kein Sichtkontakt zwischen den Geräten nötig .
Ericsson baut vor allem auf die Vielfalt von Bluetooth . " Sie könnten mit dem
Handy aus der Küche die Lautstärke beim Fernseher regulieren oder vom
Arbeitszimmer die Waschmaschine einschalten " , erklärt Gleisner . Ein
Mobiltelefon könne zur Fernbedienung für alle Elektrogeräte werden . Die
schwedische Firma C Technologie stellte eine Bluetooth-Maus vor , die Texte
einscannt und an den PC überträgt . Siemens zeigt auf der CeBIT ein Handy , mit
dem die Nutzer an Fahrkartenautomaten nicht nur Tickets kaufen , sondern auch
Restaurants suchen und U-Bahn-Verbindungen abfragen können . Die Funk-Technik
wurde zunächst bewußt auf eine Distanz von nur 10 Metern ausgelegt , da sie
hauptsächlich zur Nahbereichskommunikation gedacht ist - sie soll die bislang
verbreitete Verkabelung der Geräte überflüssig machen . Die kurze Reichweite
erlaubt sehr niedrige Sendepegel und spart daher Strom , schont aber auch die
knappe Ressource Funkfrequenzen : Dieselbe Frequenz kann dank niedriger
Reichweite vielfach verwendet werden . Sie ist zum Beispiel für
Schnurlos-Telefone gedacht . Bluetooth wurde von führenden Firmen der
Computerbrache wie IBM , Toshiba und Ericsson gemeinsam entwickelt . " Durch die
Power , die mit den Firmen hinter der Technik steht , wird Bluetooth garantiert
ein Renner " , meint Marco Principato , Bluetooth-Produktmanager bei Siemens .
Die ersten Bluetooth-Geräte kommen voraussichtlich erst im zweiten Halbjahr 2000
in die Ladenregale . Siemens schätzt , dass ein Bluetooth-Handy anfangs um 300
bis 400 Mark teurer sein wird als eines mit Infrarottechnik . Trotz höherer
Preise sagen die Marktforscher dem Bluetooth-Funk in den nächsten Jahren ein
rasantes Wachstum am Markt voraus . Ausführliche Informationen über Bluetooth
hat c't in einem Heftschwerpunkt der Ausgabe 25/99 veröffentlicht .
Literatur-Lesung per Handy Spät abends schlägt jetzt die Stunde der Literatur :
Über ein D2-Handy mit Freisprech-Einrichtung können Sie sich auch im Auto Texte
vorlesen lassen . Das D2-AudioBook genannte Angebot , das der Mobilfunkanbieter
Mannesmann auf der Computermesse CeBIT in Hannover ankündigte , soll täglich von
22 bis 06 Uhr 9 Pfennig pro Minuten kosten . Das Telekommunikations-Unternehmen
arbeitet mit dem HörVerlag in München zusammen , der so genannte AudioBooks
produziert . Bislang konnten sich Mobilfunkteilnehmer lediglich E-Mails von
einer synthetischen Stimme der Sprachbox vorlesen lassen . Zur Auswahl stehen
Texte wie die Autobiografie des Literaturkritikers Marcel Reich-Ranicki oder der
Live-Mitschnitt einer Lesung des Nachwuchsautors Benjamin von Stuckrad-Barre .
Über die Tastatur kann auch vor und zurück " gespult " werden . Wird das Angebot
beendet , merkt sich ein elektronisches Lesezeichen die zuletzt gespielte Stelle
. D2-Kunden erreichen den Service laut Mannesmann unter der Nummer 0172/223322 .
Das Literatur-Hören per Handy kostet ab neun Pfennig pro Minute , und liegt
damit weit unter den Kosten , die Mannesmann für Handy-Telefonate erhebt - der
Einstiegspreis liegt derzeit bei 18 Pfennig pro Minute und gilt für
Wochenendgespräche mit Festnetzteilnehmern . Neuer Streit um Kabelnetz der
Telekom Die Verkaufsverhandlungen über das Kabelnetz der Deutschen Telekom sind
offenbar erneut ins Stocken geraten . Nachdem der Bonner Telefonriese erst vor
einer Woche den ersten Teilverkauf in Nordrhein-Westfalen meldete , bahnt sich
mit den Bietern in anderen Regionen neuer Streit an . Die Deutsche-Bank-Tochter
DB-Investor , mit der die Telekom derzeit in Norddeutschland verhandelt , droht
Zeitungsberichten zufolge mit dem vollständigen Rückzug aus den Verhandlungen .
Stein des Anstoßes diesmal : Die geplante Allianz der Telekom mit der Münchener
Kirch-Gruppe bei der Entwicklung des digitalen Fernsehens und einer
Multimedia-Plattform . Das Joint-Venture soll Decoder und Software für
TV-orientierte Multimedia-Plattformen entwickeln . Der Vorstandschef der
Deutschen Bank , Rolf Breuer , fürchtet nach Angaben des Handelsblatts , dass
die Telekom den Kabelnetz-Käufern auch die D-Box aus dem Hause Kirch als
Zugangstechnik für das digitales TV und Multimedia aufdrücken wolle . Die
Investorengruppe Callahan , die 55 Prozent der Kabelgesellschaft in NRW
übernehmen wird , habe sich auf diesen Deal eingelassen , hieß es . " Uns liegt
kein Schreiben der Deutschen Bank vor " , sagte Telekom-Sprecher Ulrich Lissek
über die angeblichen Ausstiegspläne der Bank am Montag . Auch habe die D-Box in
den Verhandlungen nie eine Rolle gespielt . Die Telekom habe sich zudem immer
für einen diskriminierungsfreien Zugang ausgesprochen . In Branchenkreisen wird
dagegen über einen ganz anderen Hintergrund spekuliert , der die Deutsche Bank
zum Ausstieg als Bieter für das Kabelnetz veranlasste : Das Institut habe in dem
Wettbewerb lediglich die Rolle eines Platzhalters für Mannesmann gespielt . So
soll angeblich bereits im Dezember ein Vertrag mit DB Investor unterschriftsreif
gewesen sein . Nach der Übernahme der Mannesmann AG durch den
britisch-amerikanischen Mobilfunkanbieter Vodafone AirTouch sei die Grundlage
für den Erwerb des Kabelnetzes aber entfallen . Mannesmann hatte der Telekom im
vergangenen Jahr angeboten , das TV-Kabelnetz vollständig zu übernehmen . Unter
den zahlreichen Bietern war das Unternehmen aber gleich in der ersten Runde
ausgeschieden . Ungemach droht der Telekom möglicherweise auch von den
Wettbewerbshütern . Nach Angaben eines Sprechers des Bundeskartellamtes in Bonn
seien über das Vorhaben von Kirch und Telekom zwar Vorgespräche geführt worden .
Bislang wurde das Joint-Venture aber noch nicht angemeldet . Der
Kartellamtspräsident , Ulf Böge , hatte bereits Bedenken angemeldet , weil von
der Netzseite und Inhalteseite zwei große Anbieter zusammen kämen . Für Peter
Stritzl , Geschäftsführer der Firma TSS , Telekabel Service Süd , passt an dem
Bündnis Telekom/Kirch manches nicht zusammen : Da werde einerseits die
Liberalisierung propagiert , andererseits aber " auf schleichende Art und Weise
ein Monopol geschaffen " . Ähnliche Bedenken äußerte auch der Verband Privater
Kabelnetzbetreiber ( ANGA ) in Bonn . " Ich gehe davon aus , dass die D-Box als
eine mögliche Technik festgeschrieben werden soll " , meint der
ANGA-Geschäftsführer Dirk Ulf Stötzel . Und damit seien die künftigen Eigentümer
des Kabelnetzes nicht nur beim Fernsehen , sondern auch beim Internet auf eine
Technik festgenagelt - und natürlich auch die Kunden . Telekom verkauft zwei
regionale TV-Kabel-Betreiber Der Aufsichtsrat der Telekom hat nach Informationen
der Financial Times Deutschland gleichzeitig mit dem Beschluss über den
debis-Kauf auch den Zuschlag für zwei TV-Kabel-Regionalgesellschaften vergeben .
Auch in Hessen ist nach dem Bericht inzwischen die Entscheidung gefallen : Die
Telekom habe zunächst nicht in bar zahlen wollen , sich dann aber dem Wunsch
Schrempps gebeugt . Der Kaufpreis solle allerdings erst im Jahr 2002 gezahlt
werden , da die steuerliche Situation nach der geplanten Steuerreform für beide
Unternehmen dann vermutlich günstiger sei . Experten erwarten Pleitewelle auf
dem Telefonmarkt Drei Jahre nach dem Fall des Telefonmonopols rechnen Fachleute
mit einer Pleitewelle unter den neuen Telekom-Unternehmen . Christian
Müller-Elschner von der Unternehmensberatung Roland Berger erwartet , " dass
zwei Drittel der heute bekannten Telekommunikationsunternehmen in der jetzigen
Form nicht überleben können " . Erst kürzlich hat beispielsweise Arcor den
Mitbewerber o.tel.o übernommen ; nur noch der Markenname erinnert an das
ehemalige Düsseldorfer Unternehmen . Eine Ursache für die Konsolidierung des
Angebots liege darin , dass die auf Billig-Gespräche spezialisierten Unternehmen
die Kunden schnell wieder verlören , sobald ein Wettbewerber mit noch
niedrigeren Preisen locke . " Ein Drittel der Unternehmen wird in den kommenden
Monaten vom Markt verschwinden " , meint Andreas Gentner , Partner bei Arthur
Andersen . Er rechnet damit , dass vor allem Geschäftskunden verstärkt jungen
Unternehmen den Rücken kehren und zur Telekom zurückkehren . Die Deutsche
Telekom hatte unlängst ein härteres Vorgehen gegen säumige Abnehmer angekündigt
und in den vergangenen Monaten vier größeren Unternehmen wegen offener
Rechnungen die Leitungen gekappt . Gescheitert sind bereits Unternehmen wie
Callino , Gigabell und Star Telecom . Der Anbieter TelDaFax ist von der
Insolvenz bedroht und kann sein Angebot einstweilen nur per Gerichtsbeschluss
weiter aufrecht erhalten . Orange dementiert Interesse an E-Plus Orange , die
Mobilfunktochter von France Telecom , hat kein Interesse an einer Übernahme von
E-Plus . Das sagte eine Sprecherin des Unternehmens heute in Paris . Orange
räumte zwar ein , dass die Konzern-Schwester MobilCom mit anderen Anbietern über
eine Aufteilung der Kosten für den Aufbau der künftigen UMTS-Netze verhandele ,
doch habe die Diskussion um E-Plus-Übernahmeangebote keine Substanz . Ergänzend
sagte die Sprecherin , dass die dänische Tochter von Orange , Mobilix , nun
ebenfalls Orange heiße . In jedem Land , in dem ihr Unternehmen eine Tochter
betreibe , werde das entsprechende Unternehmen früher oder später in Orange
umbenannt . Viag Interkom forciert Mobilnetzausbau Der Mobilnetzbetreiber Viag
Interkom hat den Testbetrieb der GPRS-Technik gestartet . Mit GPRS ( General
Packet Radio Service ) lassen sich Daten über entsprechende Handys mit bis zu
115,2 kBit/s übertragen , während die " alte " GSM-Technik nicht über 9,6 kBit/s
hinaus kommt . Anfangs will Viag Interkom Geschwindigkeiten " zwischen 30 und 50
kBit/s " bieten . Erst kürzlich meldete T-Mobil als erster GSM-Netzbetreiber die
Einführung der GPRS-Technik in Deutschland . Auch von E-Plus und
Mannesmann/Vodafone erwartet man GPRS-Dienste im Laufe des Jahres . GPRS
steigere die Leistungsfähigkeit des bestehenden E2-Mobilfunknetzes und sei der
Einstieg zur mobilen Nutzung des Internets , sagte der
Viag-Interkom-Geschäftsführer Mobilfunk , Hans-Burghardt Ziermann . Der
kommerzielle Start werde noch im Sommer in Berlin folgen . Bundesweit würden die
neuen Dienste bis Ende des Jahres eingeführt . Dann soll es auch Details zu den
GPRS-Tarifen und Volumen-orientierter Abrechnung geben . Die praktische Nutzung
von GPRS für einen breiten Markt hänge aber von der Verfügbarkeit entsprechender
Endgeräte in ausreichender Stückzahl ab , die Ziermann erst für 2001 erwartet .
Parallel zur GPRS-Einführung verbessert der Mobilnetzbetreiber die
Flächenabdeckung seines E2-Netzes . Für den weiteren Netzaufbau in den neuen
Bundesländern wollen die Münchener etwa 150 bis 200 Millionen Mark investieren .
Bis Ende 2001 sollen auch die ostdeutschen Städte mit 20.000 Einwohnern mit dem
eigenen E2-Netz versorgt sein , kündigte der Leiter des Regionalbetriebs Ost der
VIAG Interkom , Jürgen Hegemann , an . In Städten mit 50.000 Einwohnern und mehr
habe das Telekommunikationsunternehmen sein Netz bereits zu 98 Prozent ausgebaut
. Derzeit werde ein Call Center in Greifswald aufgebaut . VIAG Interkom sei seit
dem Netzstart im Oktober 1998 das am schnellsten wachsende
Telekommunikationsunternehmen in Deutschland , betonte Ziermann . Seit Beginn
konnten jeweils innerhalb eines halben Jahres Kundenzahl und Umsatz verdoppelt
werden . Die Zahl der Mitarbeiter werde sich von rund 5000 auf 6000 Ende dieses
Jahres erhöhen . Als die stärksten Wachstumsmotoren im Mobilfunk sieht Viag
Interkom anscheinend die kommenden UMTS-Netze ( Universal Mobile
Telecommunications System ) , die insbesondere für schnelle Datenübertragung
ausgelegt sind . Im Vorfeld der Versteigerung der UMTS-Lizenzen vom 31. Juli an
sagte Ziermann , VIAG Interkom gehe fest davon aus , auch eine Lizenz zu
erhalten . Die Diskussion um die Lizenzkosten werde der Bedeutung dieses neuen
Mobilfunkstandards nicht gerecht . Damit werde der Weg frei gemacht für das
mobile Internet . Die jüngste Diskussionsrunde um die UMTS-Lizenzkosten brachte
der französische Bouygues-Konzern in Gang . Die Franzosen haben bei der
Brüsseler EU-Kommission eine Beschwerde über die Vergabe der UMTS-Lizenzen
eingereicht , die die Behörde derzeit prüft . Die EU-Länder seien in der
Gestaltung der Vergabe frei , hieß es . Es müssten dabei aber Transparenz und
Nicht-Diskriminierung gewährleistet sein . Frankreichs drittgrößter
Mobilfunk-Betreiber sieht in den hohen Lizenzgebühren verdeckte Beihilfen , da
nur sehr große Akteure bieten könnten . UMTS-Auktion : MCI-WorldCom wirft das
Handtuch Überraschend steigt der US-amerikanische Kommunikations-Riese WorldCom
aus dem Poker um die deutschen UMTS-Lizenzen aus . Ein Zusammenhang mit dem erst
heute ausgesprochenen Verbot der Fusion der US-Telekom-Konzerne Worldcom und
Sprint wurde aber zunächst nicht hergestellt , meldete zumindest der Spiegel .
Möglicherweise zweifelt man bei WorldCom inzwischen , ob man ein UMTS-Netz ohne
die Mobilfunk-Expertise von Sprint überhaupt aufbauen und koordinieren kann .
Die Sprint-Übernahme plante WorldCom hauptsächlich wegen des riesigen
US-Mobilfunknetzes von Sprint . WorldCom hat bisher kein Mobilfunknetz ,
benötigt es aber dringend , um ebenso wie andere große Telekomkonzerne seinen
Kunden gebündelte Telefon- , Internet- und Mobilfunkdienste anbieten zu können .
Eine Erklärung zum Ausstieg aus dem UMTS-Poker will WorldCom am Mittwochabend
abgeben . Die mit Spannung erwartete Versteigerung der neuen
UMTS-Mobilfunklizenzen geht derweil in die nächste Runde . Am kommenden Montag
wird für die verbleibenden acht Bewerber eine zweiwöchige Bieterschulung
beginnen , kündigte ein Sprecher der Bonner Regulierungsbehörde für
Telekommunikation und Post an . Am 31. Juli startet dann die Versteigerung der
begehrten Lizenzen in Mainz . Erstes Video-Telefonat via UMTS in Europa Der
Aufbau des ersten europäischen UMTS-Mobilfunknetzes auf der Isle of Man
schreitet voran . Erstmals konnte auf der Insel ein Videotelefonat von Endgerät
zu Endgerät geführt werden , teilte der Siemens-Konzern am Donnerstag in München
mit . Bereits im Mai waren die ersten Sprachtelefonate demonstriert worden . Das
UMTS-Netz , das schon im Herbst mit 200 Kunden den kommerziellen Betrieb
aufnehmen soll , errichten Siemens und der japanische Partner NEC für die Manx
Telecom , eine Tochtergesellschaft des britischen Netzbetreibers BT Wireless .
Ein ähnliches Projekt soll im Herbst auch in Monaco anlaufen . Nokias neues
Surf-Handy Wie erst verspätet bekannt wurde , hat Nokia in Singapur auf der
CommunicAsia 99 die langerwartete Dualband-Version des Top-Modells 8810
vorgestellt . Das 8850 geheißene Designer-Stück eignet sich nicht nur wie das
Vorgängermodell für 900-MHz-Netze , sondern funkt auch in 1800er Netzen wie etwa
E-Plus oder Viag Interkom . Kurznachrichten lassen sich mittels des Picture
Messaging mit Grafiken aufpeppen . Das Telefonbuch faßt 250 Rufnummern , acht
davon kann das Mobiltelefon dank eingebauter Sprachsteuerung auf Zuruf anwählen
. Dank eingebautem WAP-Browser nebst Faxmodem eignet sich das Handy auch zum
Surfen . Zu den weiteren Merkmalen zählen die Infrarot-Schnittstelle für die
Kommunikation mit Notebooks , die Echtzeituhr , die sich beim Wechsel der
Zeitzone automatisch einstellt und der Vibrationsalarm . Mit dem
Lithium-Ionen-Akku erreicht das 91 Gramm leichte 8850 Gesprächszeiten von bis zu
3.20 Stunden sowie Bereitschaftszeiten von maximal 150 Stunden . Preis und
Lieferbarkeit sind noch nicht bekannt . Einwahlprobleme bei Flatrate-Anbieter
Sonnet Massive Einwahlprobleme müssen derzeit Flatrate-Kunden des
Internet-Anbieters Sonnet hinnehmen . Manche Surfer berichten über Dutzende oder
gar Hunderte von fehlschlagenden Einwahlversuchen . Zusätzliche Unzufriedenheit
erwächst noch daraus , dass die Hotline des Unternehmens dem Anfrageansturm
nicht gewachsen ist . Die Beschwerden über Einwahlprobleme bei Sonnet häufen
sich bereits seit dem 16. August . " Das ist tragisch für uns , denn unsere
Kapazitäten reichen aus " , teilte Michael Förster vom technischen Support des
Unternehmens auf Anfrage mit . Die Ursache liege nicht darin , dass die
Sonnet-Infrastruktur zu wenige Einwahlports habe . Vielmehr würden die Anrufe
gar nicht durchgestellt , sondern endeten wie in den Anfangszeiten der
Liberalisierung des Kommunikationsmarktes mit einem Gassenbesetzt ( der Switch
weist den Ruf mit einem schnellen Besetztton ab , das ist beispielsweise bei
Modem-Anrufen hörbar ) . Deshalb hätten wohl alle Internet-Anbieter , die über
0800er Rufnummern angewählt würden , dieselben Probleme . Anscheinend muss
Sonnet dem Treiben tatenlos zusehen und kann für seine vergrätzen Kunden nichts
tun , denn " für die Kapazität und die Zahl der Points of Interconnection ist
der Carrier verantwortlich " - die Telekom . Die Telekom werde aber erst ab
Anfang nächsten Jahres in der Lage sein , die Schwierigkeiten mit zusätzlicher
Hardware aus dem Weg zu räumen . Schon in Zusammenhang mit den Einwahlproblemen
bei ihrer Konzerntochter T-Online brauchte die Telekom Wochen , um die
Kapazitäten ihrer Einwahlrouter zu erhöhen . " Doch leider - und
verständlicherweise - verschärfen die Surfer die drin sind das Problem , indem
sie dann drin bleiben . " Auf die Frage , ob die Einwahlprobleme im Zusammenhang
mit mangelnder Rentabilität des Flatrate-Angebots stünden , antwortete Förster :
Studie : Bluetooth-Boom absehbar Trotz verzögerter Produkteinführung bescheinigt
die Unternehmensberatung Frost & Sullivan dem Markt der Bluetooth-Funktechnik
ein enormes Wachstumspotenzial . Allerdings korrigiert Frost & Sullivan mit den
aktuellen Zahlen frühere Prognosen nach unten . Dass sich die
Nahbereichs-Funktechnik bisher nicht ganz so rasant entwickelt hat wie erwartet
, hat mehrere Ursachen . Aus technischer Sicht liegen die Probleme in den
Bereichen Interoperabilität , Interferenz und Sicherheit . Aus der Sicht der
Marketing-Strategen stellt das eigentlich erfreulich breite Anwendungsspektrum
eine Hürde dar , da es angeblich potenzielle Interessenten verwirrt . Bremsend
wirke sich auch die allgemeine Konjunkturflaute aus , meinen die Marktforscher .
In der Bluetooth Special Interest Group haben sich inzwischen nahezu 2500
Unternehmen zusammengeschlossen . So viel Engagement in so kurzer Zeit hat
bisher keine andere Kommunikationstechnik erfahren . Demgegenüber stehen zwar
eine Vielzahl von Ankündigungen , aber nur eine Hand voll erhältlicher Produkte
. Beispielsweise haben bisher nur Nokia und Ericsson Handys auf den Markt
gebracht , die schnelle Mobilfunktechniken wie HSCSD respektive GPRS mit dem
Kurzstreckenfunk Bluetooth kombinieren ( Nokias 6210 mit zugehöriger Erweiterung
sowie Ericssons R520m ) . Andere Mobiltelefone von diesen und weiteren
Unternehmen sollen in Kürze ebenso folgen wie zahlreiche weitere
Bluetooth-bewehrte Produkte , etwa Camcorder . Fortschritte sind auch im noch
jungen Sektor für Endgeräte zu erwarten . Die meisten Produkte der ersten
Generation besitzen zwar noch nicht alle Funktionen und sind auch nicht für
Bluetooth 1.1 ausgelegt , bilden aber eine solide Grundlage für Upgrades .
Inzwischen sind schon fast 150 Produkte qualifiziert . Einsatzbereite Endgeräte
erfordern wiederum entsprechende Software-Anwendungen - und dieser Markt
entsteht gerade . Internet-Telefonie : Telekom zähmt Wadenbeißer VocalTec Enorme
Wachstumschancen sieht die Telekom für die Internet-Telefonie . Die
Internet-Telefonie umgeht die Telefongesellschaften und ermöglicht Fern- sowie
Auslandsgespräche zum Ortstarif . So entpuppt sich der Kauf als Schachzug , der
die Verluste mildern soll : Die Telekom könnte mit der Beteiligung am
Marktführer die Preise hoch halten und so ihre Pfründe schützen . Auch das
kürzlich vorgestellte T-NetCall-Pilotprojekt , das der Telekom unter anderem das
Nutzerverhalten offenlegen soll , deutet in diese Richtung (
http://www.heise.de/newsticker/data/dz-18.07.97-000/ ) . Internet-Telefonie und
Internet-Faxen sind zwei der Schwerpunkte der nächsten c't , die am 11.
September erscheint . Telefonieren kostenlos Die Preisspirale im deutschen
Mobilfunkmarkt steuert auf einen Rekordtiefpunkt zu . Während der Netzbetreiber
D2 Mannesmann vor Monaten in eigenen Werbespots das kostenlose Telefonieren noch
als Übertreibung abtat , hat man es sich inzwischen anders überlegt : Am
30.08.98 sollen alle D2-Kunden 24 Stunden lang gratis mobil telefonieren können
. Anlaß der Freigebigkeit sei der 5millionste D2-Kunde , heißt es aus Düsseldorf
. Das Angebot gilt für alle Verbindungen aus dem D2-Netz ins deutsche Festnetz
und ins D2-Netz . Ausgeschlossen sind Sonder- und Service-Rufnummern sowie
Anrufe ins Ausland oder aus dem Ausland . Fachleute sehen dieses Angebot nicht
nur als gelungenes Geschenk , sondern auch als Reaktion auf den vielbeachteten
CeBIT-Home-Auftritt von Viag Interkom , dem Betreiber des vierten deutschen
Mobilfunknetzes . Infineon : Nummer Eins bei Chips für UMTS-Handys Ein von der
Siemens-Tochter Infineon geplanter Handy-Chip soll ab Ende 2002 die parallele
Nutzung der alten GSM- und der neuen UMTS-Netze mit einem Mobilfunkgerät
ermöglichen . Infineon kann bereits erste Muster des M-Gold genannten
Dual-Mode-Bausteins vorweisen . Mit der Produktion des weltweit ersten Chips
dieser Art wolle man die unangefochtene Spitzenposition auf dem Markt der neuen
Dualband-Handys erobern , sagte Infineon-Vorstand Peter Bauer am Donnerstag in
München . Aber andere Chip-Hersteller haben diesen lukrativen Markt ebenso im
Auge und werden ähnliche Dual-Mode-Bausteine entwickeln müssen . Es muss sich
also erst noch erweisen , ob Infineons Wünsche in Erfüllung gehen oder ob es nur
bei einer Spitzenposition im Bereich Ankündigen bleibt . Bis Ende 2002 bleibt
der Konkurrenz schließlich noch genügend Zeit , eigene Ankündigungen und vor
allem fertige Bausteine zu liefern . Funkfernseher zum Surfen von Sony Der
Elektronikriese Sony hat in Japan mit dem Airboard IDT-LF1 eine Kombination aus
TV-Gerät und Surf-Box vorgestellt . Der Clou : Das Produkt besteht aus zwei
Komponenten , nämlich einem tragbaren Bildschirm und einer Basisstation , die
per Funk miteinander kommunizieren . Der berührungsempfindliche 10,4-Zoll
LC-Monitor dient der TV-Wiedergabe und zum Surfen . Die Basisstation enthält
neben dem Funkmodul ein V.90-Modem für den Internet-Zugriff über das Telefonnetz
sowie eine TV-Antenne für den Empfang analoger Fernsehprogramme . An die moderne
Flimmerkiste lassen sich Kopfhöher und Tastatur anschließen , ein Steckplatz für
Speichermedien im Memory-Stick-Format ist ebenfalls vorhanden . Auf letzteren
lassen sich Digital-Fotos zu Foto-Alben zusammenstellen . Eingelesen wird das
Material per Funk aus Digital-Kameras , die man an der Basisstation anschließt .
Die Basisstation kann man aber nach Auskunft des Herstellers auch mit anderen
Digitalbild-Quellen wie DVD-Playern verbinden und über den Bildschirm
fernsteuern . Die Übertragung zwischen Schirm und Basis funktioniert bei dem
Airboard-System nach dem Funkverfahren Wireless LAN in der schnellen Version ,
die bis zu 11 MBit/s befördert ( IEEE 802.11b ) . Es sind nicht nur die zum
LC-Display transportierten Internet-Inhalte digital , sondern auch die TV-Daten
- Sony digitalisiert und komprimiert die analogen Fernsehbilder in der
Basisstation entsprechend dem verbreiteten MPEG-2-Verfahren . Die maximale
Reichweite zwischen Monitor und Basisstation gibt der Hersteller mit rund 30
Metern an . Das Airboard soll am 1. Dezember in den Handel in Japan kommen .
Entsprechend unterstützt das Gerät das dort verwendete NTSC-Fernsehbildformat .
Der Preis ist ebenso noch offen wie die Frage , ob und wann eine europäische
Version mit PAL-Fernsehnorm zu haben sein wird . Wirtschaftsminister drängt auf
Digital-TV und -Radio " Das schaffen wir nur , wenn es uns gelingt , alle Bürger
und Unternehmen auf dem Weg dorthin mitzunehmen und eine digitale Spaltung der
Gesellschaft zu verhindern " , sagte Bundeswirtschaftsminister Werner Müller in
Hannover . Bis spätestens 2010 soll die Fernsehübertragung , wenige Jahre später
auch die Hörfunkausstrahlung von der bisherigen analogen auf die Digitaltechnik
umgestellt werden . Damit in Deutschland die weiterhin analogen Fernseher weiter
funktionieren , wird ein Zusatzgerät - die Set-Top-Box - nötig . Nach Müllers
Schätzungen werden die Geräte etwa 100 bis 200 DM kosten . Bei
Sozialhilfeempfängern sollten die Kosten vom Sozialamt getragen werden , sagte
der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck . Eine gewisse Zeit werden
die Programme aber auch mit beiden Techniken verbreitet . Obwohl beide Dienste
seit Jahren ausgereift sind , gebe es für den Wechsel auf die Digitaltechnik
gute Gründe , sagte Müller . Fernsehen , Internet , Computer und Handy könnten
auf einer Plattform verknüpft werden . Es können mehr und andere Programme
ausgestrahlt werden , die digitale Technik sei billiger im Betrieb und zudem sei
die Umstellung ein weltweiter Trend . " Eine Verweigerung würde uns die
Möglichkeit verschließen , neue Dienste und Produkte anzubieten und damit
Wachstum und Beschäftigung zusätzliche Impulse zu geben " , sagte Müller .
Telekom : Kommt die echte Gebührensenkung ? Wie die Deutsche Telekom in einer
Pflichtmeldung für die Frankfurter Börse meldet , plant das Unternehmen "
aggressive " Preissenkungen . Einen Bericht der Bildzeitung bestätigte
Telekom-Sprecher Stephan Althoff gegenüber c't weitgehend , wollte aber die
Zahlen nicht kommentieren . " Es wird sich um drastische Preissenkungen handeln
" , so Althoff auf Nachfrage : " Die Preissenkung wird deutlich über 10 oder 20
Prozent liegen . " Beobachter werten die Ankündigungen skeptisch . " Ende
letzten Jahres hat die Telekom ein Preisfeuerwerk angekündigt und Nachlässe von
bis zu 45 Prozent versprochen " , so Ralf Hüskes vom Kommunikationsunternehmen
xdial Software . " Für die meisten Kunden kamen davon unterm Strich nur ein paar
Prozentpunkte raus . " Auf der anderen Seite scheint der Druck auf die Telekom
enorm . Seit Beginn des Wettbewerbs in diesem Jahr mußte der ehemalige
Monopolist so viele Federn lassen , daß er die Gewinnerwartungen für das
kommende Jahr deutlich nach unten korrigierte . Mobilfunk : Versteigerung der
1800er Frequenzen Bei der bisher größten Versteigerung der
Telekommunikationsbranche kommen heute in Mainz neue Sendefrequenzen für Handys
unter den Hammer . An der Auktion der Regulierungsbehörde für Telekommunikation
und Post nehmen alle vier deutschen Mobilfunknetz-Betreiber als Bieter teil :
Nötig wurde die Auktion , weil besonders die D-Netzbetreiber an
Kapazitätsgrenzen gestoßen sind - in Ballungsräumen können sie zeitweise nur
noch einen Teil der gewünschten Gespräche vermitteln . Zum Verkauf stehen zehn
bisher für Mobilnetze noch nicht genutzte Frequenz-Pakete im
1800er-Megahertz-Band , in dem bisher nur die E-Netze funken . Branchenkenner
erwarten jedoch Gebote im dreistelligen Millionenbereich . Die Gewinne kommen
dem Bund zugute . Die Engpässe in den 900er Mobilnetzen sind schon länger
bekannt . Weltweit gibt es bereits einige Mobilnetzbetreiber , die im 900er Band
begonnen und später auch Lizenzen für das 1800er Band erstanden haben . Für den
Handy-Nutzer bleibt alles beim Alten . Die Singleband-Handys kann man auch in
den neuen Dualband-Netzen verwenden - natürlich nur im entsprechenden Band .
Jedoch lässt sich erst mit den modernen Dualband-Handys die Kapazität der
Kombi-Netze ausschöpfen . Seit Ende letzten Jahres baut praktisch jeder
Handy-Hersteller nur noch Dualband-Geräte . Mannesmann und Telekom ersteigern
Mobilfunkfrequenzen Überraschend schnell sind die D-Netzbetreiber Mannesmann
Mobilfunk ( D2 ) und die Telekom-Tochter T-Mobil ( D1 ) aus der Versteigerung
neuer Handy-Frequenzen als Gewinner hervorgegangen . Die Versteigerung der
Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post wurde bereits in der dritten
Runde entschieden . In der zweiten Runde legte die T-Mobil für die Hälfte der
Pakete nach . Die beiden weiteren Bieter E-Plus und Viag Interkom , deren Netze
längst nicht so stark belastet sind , waren zur dritten Runde gar nicht mehr
angetreten . T-Mobil und Mannesmann Mobilfunk erreichten damit ihr Ziel ,
jeweils die Hälfte der neuen Frequenzen im 1800er Band zu ersteigern .
D1-Mobilfunkstation darf wieder senden Das Oberlandesgericht Frankfurt/Main hob
heute ein Urteil des Landgerichts Frankfurt auf , mit dem im September die
Abschaltung einer T-D1-Sendeanlage in Oberursel-Bommersheim angeordnet worden
war . Die Stilllegung ordnete das Landgericht wegen der möglichen
gesundheitlichen Gefährdung von Anwohnern an und bezog sich dabei auf vier von
den Klägern vorgelegte Gutachten , denen zufolge von der Anlage möglicherweise
gesundheitsschädlicher Elektrosmog ausgeht . Das Oberlandesgericht entschied nun
zugunsten der Berufungsklägerin T-Mobil , dass die einstweilige Verfügung des
Landgerichts Frankfurt zu Unrecht ergangen war . Erwartungsgemäß begrüßte
T-Mobil die heutige Entscheidung . Technik-Chef Klaus Hummel sieht bestätigt ,
dass die Sendeanlagen des Bonner Netzbetreibers die gesetzlichen Vorgaben
erfüllen und meint sogar , dass sie " keine gesundheitliche Gefahr für die
Anwohner darstellen " . Hummel weiter : " Wir heißen die heutige Entscheidung
auch im Hinblick auf den künftigen Ausbau unseres UMTS-Netzes für gut . " Das
Oberlandesgericht Frankfurt habe mit dem heute ergangenen Urteil den
gesetzlichen Regelungen Rechnung getragen , meint man bei T-Mobil . Die in
Deutschland gesetzlich verankerten Grenzwerte basieren auf den Empfehlungen der
Internationalen Strahlenschutzkommission und der Weltgesundheitsorganisation (
WHO ) . T-Mobil hält sich zugute , dass man die geltenden Grenzwerte für
Mobilfunksendeanlagen nicht nur streng beachtet , sondern auch " in vielen
Fällen weit unterschreitet " . Erst vor wenigen Tagen wurde die Diskussion um
Gesundheitsrisiken des Mobilfunks aufs Neue entfacht . Gegenstand sind dabei
jedoch nicht die Sendeanlagen , sondern Handys . Das britische
Gesundheitsministerium soll einen Warnhinweis auf Handys planen , der
insbesondere Kinder vor der Mobilfunktelefonie zurückhalten soll . Bei
Basisstationen liegen jedoch verschiedenen Messungen zufolge die relevanten
Leistungsflussdichten einen Faktor 1000 unter den international anerkannten
Grenzwerten . Eine gesundheitliche Beeinträchtigung durch derart schwache Felder
konnte bislang zumindest nicht nachgewiesen werden . ADSL-Feldversuch mit 1000
Amsterdamern Lucent Technologies und Orckit Communications wurden von der PTT
Telecom Niederlande ausgewählt , um in einem Feldversuch lokale Zugangslösungen
für FastInternet in Privathaushalte zu bringen . Bis Mai 1998 sollen 1000
Teilnehmer im Großraum Amsterdam Breitbandzugriff auf das Internet und Video-on
Demand erhalten . Daten aus der Steckdose Die Installation von Datenleitungen
wird man sich künftig hier und da sparen können : Die bayrische Firma PolyTrax
meldet , durch konsequente Verbesserung der Übertragungsprozeduren Daten auf
Stromleitungen ( 230 V AC ) mit bis zu 27 kBit/s transportieren zu können .
Erste Produkte , die zum Beispiel auch Internet-Zugang ermöglichen , soll es
noch im ersten Quartal dieses Jahres geben . Im Herbst will das Unternehmen im
Zuge der Weiterentwicklung ISDN-Geschwindigkeit erreichen . Sony will Virtual
Game Station stoppen Sony ist der Ansicht , daß Connectix mit seinem
Software-Programm Virtual Game Station rechtswidrig geistiges Eigentum nutzt und
hat Klage beim Bundesgericht in San Francisco eingereicht . Der Konzern verlangt
eine einstweilige Verfügung gegen den Verkauf des Software-Emulators , mit dem
Spiele , die ursprünglich für Sonys Spielekonsole Playstation entwickelt wurden
, sich auf Apples G3-Rechnern spielen lassen . Sony beklagt insbesondere , daß
die Virtual Game Station Tür und Tor für raubkopierte Playstation-Spiele öffne .
Bei der Virtual Game Station greifen die Kopierschutzmaßnahmen nicht , die Sony
für seine Spielekonsole vorgesehen hat . Roy McDonald , Präsident von Connectix
, hält dem entgegen , daß bereits die Version 1.0 des Emulators Vorkehrungen
gegen Raubkopien enthalten habe . Es kursieren im Internet allerdings
Patch-Programme , die diese Vorkehrungen umgehen . Connectix hofft nun
anscheinend , mit der jüngst fertiggestellten Version 1.1 gegen die
unerwünschten Frisierprogramme gewappnet zu sein . Der europäische
Playstation-Markt bleibt von diesen Vorgängen weiterhin unberührt . Die Virtual
Game Station ahmt bislang nur die amerikanische Version von Sonys Playstation
nach , die speziell auf die US-Fernsehnorm NTSC angepaßt ist . Bund fördert
Mobilfunkstandard UMTS Das Bundesforschungsministerium will im Rahmen des
Aktionsprogramms " Innovation und Arbeitsplätze in der Informationsgesellschaft
des 21. Jahrhunderts " die Weiterentwicklung des künftigen schnellen
Mobilfunkstandards UMTS fördern . Daher will man mit dem neuen Förderschwerpunkt
UMTSplus die Entwicklung intelligenter Verfahren und flexiblerer Nutzung der
verfügbaren Frequenzen für noch höhere Datenraten fördern . In diesem
Förderschwerpunkt arbeiten zahlreiche Firmen mit , wie Alcatel SEL , Bosch ,
DaimlerChrysler , Deutsche Telekom , Ericsson Eurolab , Siemens und Sony
Deutschland sowie Universitäten und Hochschulen in Aachen , Braunschweig ,
Bremen , Darmstadt , Dresden , Karlsruhe , München , Stuttgart und Ulm . Auch
finden sich darunter Forschungseinrichtungen wie die Gesellschaft für Mathematik
und Datenverarbeitung oder das Heinrich-Hertz-Institut . Siemens will mit
Partnern TV-Kabelnetze ausbauen Siemens will mit Partnern vom Ausbau der
Kabelfernsehnetze in Deutschland profitieren . Zu diesem Zweck hat sich der
Münchner Konzern mit dem größten Antennenhersteller Deutschlands , den
Rosenheimer Kathrein-Werken , und der GAH Communications GmbH in Backnang
zusammengetan . Gemeinsam wollen die Partner Konsortien bilden , um den
entstehenden regionalen Kabelfernsehgesellschaften Komplettlösungen für den
Ausbau zum interaktiven Multimedianetz anzubieten , teilte Siemens am Dienstag
in München mit . Nach dem Ausbau wird man TV-Kabelnetze für den schnellen
Internet-Zugang nutzen können oder auch Telefonie anbieten . Derzeit sind
TV-Breitbandkabel nur als Verteilnetze für Hörfunk und Fernsehen ausgelegt ;
eine Datenübertragung vom Teilnehmer ins Netz ist nicht möglich , da die
verwendeten Verstärker nur " semipermeabel " sind . Erst wenn man die alten
Vertärker ( aufwändig ) gegen neue ausgetauscht hat , sind die alten Kupferkabel
rückkanalfähig . Alternativ könnte man einen Großteil des Kupferkabels komplett
durch Glasfaserleitungen ersetzen . Schließlich muss man auch noch Kabelmodems
bei den Teilnehmern und Konzentratoren sowie Gateways zu anderen Netzen in den
Kabelkopfstellen installieren . Telekom verkauft Kabelnetz im Südwesten Die
Deutsche Telekom steht nach einem Bericht des " Handelsblatt " vor einem Verkauf
der Mehrheit an ihrem Kabelnetz in Baden-Württemberg an den US-Investor Richard
Callahan . Das Blatt berief sich in seiner Mittwochausgabe auf unternehmensnahe
Kreise , ohne finanzielle Details zu nennen . Zuvor erhielt Callahan bereits 55
Prozent vom Telekom-Kabelnetz in Nordrhein-Westfalen . Auch in Hessen soll die
Entscheidung schon gefallen sein : Noch ein Milliarden-Mietvertrag für E-Plus
Der Düsseldorfer Mobilnetzbetreiber E-Plus will GSM-Netzkapazitäten auch an die
Group 3G vermieten . Die beiden Unternehmen hätten einen entsprechenden Vertrag
unterzeichnet , meldete E-Plus am heutigen Sonntag . Der Vereinbarung zufolge
soll die Group 3G das GSM-Netz von E-Plus in allen Gebieten nutzen können , in
denen das Unternehmen selbst kein eigenes Netz hat . Group 3G ist ein
Gemeinschaftsunternehmen des spanischen Unternehmens Telefonica und der
finnischen Telefongesellschaft Sonera . Es wurde eigens für den gemeinsamen
Aufbau und Betrieb von Highspeed-Netzen der künftigen dritten
Mobilfunkgeneration nach der UMTS-Spezifikation gegründet . Mit dem offiziellen
Betriebsstart erster UMTS-Netze rechnet man aber erst in ein bis zwei Jahren ;
entsprechend verfügt Group 3G noch über kein eigenes Mobilnetz in Deutschland -
ebenso wie der UMTS-Mitbewerber MobilCom , mit dem E-Plus kürzlich einen
ähnlichen Mietvertrag unterzeichnet hat . Auch sollen 3G-Kunden einst nahtlos
und unterbrechungsfrei zwischen UMTS- und GSM-versorgten Gebieten wechseln
können . Das wird allerdings nur mit entsprechenden Dual-Mode-Handys gehen , die
erst noch zu entwickeln sind . " Mit diesen beiden Vereinbarungen kann E-Plus
sein GSM-Netz wirtschaftlicher betreiben und sichert dem Unternehmen dadurch
Euro-Einnahmen in Milliardenöhe " , kommentierte Uwe Bergheim , Vorsitzender der
Geschäftsführung von E-Plus . Experten meinen allerdings , dass E-Plus nur die
ohnehin brachliegenden Kapazitäten nun halbwegs sinnvoll nutzt . Neuer "
SMS-Standard " für Bilder und Töne Alcatel , Ericsson , Motorola und Siemens
wollen mit dem Enhanced Messaging Service ( EMS ) den Kurznachrichtendienst SMS
gemeinsam weiterentwickeln und die Interoperabilität zwischen ihren Produkten
mittels einer offenen Spezifikation sicherstellen . EMS soll aber den in der
GSM-Spezifikation beschriebenen rein textbasierten Short Message Service auch um
neue Funktionen erweitern - nämlich um die bereits seit langem von Nokia-Handys
bekannten Bild- und Klingeltonübertragungen . Mit EMS sollen die
SMS-Erweiterungen dann herstellerübergreifend funktionieren . Die Marke des
Handys soll keine Rolle mehr spielen . Erste EMS-fähige Geräte , beispielsweise
das Ericsson T20e , werden ab Ende Juni dieses Jahres erwartet . Elektronische
Postkarten via Handy Mobiltelefonnutzer in Grossbritannien sollen künftig auch
Digitalbilder senden und empfangen können . Auf der Mobilexpo-Messe in
Birmingham konnte der britische Netzbetreiber One2One erstmals eine solche
Anwendung basierend auf dem schnellen Übertragungsverfahren GPRS ( General
Packet Radio Service ) demonstrieren . Der in Zusammenarbeit mit LightSurf
Technologies entwickelte Dienst nutzte bei der Präsentation Prototypen eines für
GPRS entwickelten " Mobile Handset-Handys " von Motorola sowie eine ebenfalls
von Motorola hergestellte aufsteckbare digitale Kamera ; über Auflösung und
Farbtiefe der erzeugten Bilder ließ der Hersteller nichts verlauten . Die von
der Kamera aufgenommenen Bilder lassen sich jedoch in Motorolas " Mobile Handset
" zu digitalen Postkarten mit Textanmerkungen oder Kommentaren wandeln , bevor
man sie zum Empfänger funkt . One2One , eine 100-prozentige Tochter der
Deutschen Telekom , mag in diesem Zusammenhang zwar den Vorreiter unter den
Netzbetreibern spielen , die Übertragung von Digitalfotos via GPRS kündigte aber
erstmals Ericsson auf der diesjährigen CeBIT an . Das Handy , das man im Laufe
des Jahres auf dem deutschen Markt erwartet , soll die Fotos dann " on the fly "
an andere Mobilfunk- oder Internet-Teilnehmer versenden können . Neue
Perspektiven für Hagenuk Für den von zwei Insolvenzen gebeutelten Kieler
Telefonhersteller Hagenuk gibt es neue Perspektiven . Die Nedworks Electronics
Group ( Niederlande ) übernahm am Donnerstag den Produktionsbereich von Hagenuk
mit etwa 150 Beschäftigten . Am 19. April hatte bereits die ebenfalls in den
Niederlanden ansässige CPS Europe B.V. die Sparten Entwicklung und Konstruktion
mit etwa 50 Mitarbeitern übernommen . Insolvenzverwalter Hans-Jürgen Beil
erklärte , damit gebe es beste Chancen , alle 290 Beschäftigte der alten Hagenuk
GmbH wieder in Lohn und Brot zu bringen . Der Präsident von Nedworks , Kees Hage
, sagte , sein Unternehmen zähle zu den drei größten Elektronik-Herstellern in
Europa . Mit der Übernahme der Hagenuk-Produktion könnten den Kunden im schnell
wachsenden Telekommunikationssektor breit gefächerte Dienstleistungen angeboten
werden . Eigentümer von Nedworks seien zwei holländische Großbanken . Über die
Kaufsumme für Hagenuk machte Hage keine Angaben . Schleswig-Holsteins
Wirtschaftsminister Bernd Rohwer begrüßte die Entwicklung bei dem Kieler
Traditionsunternehmen , dessen Zukunft an einem seidenen Faden gehangen habe .
Jetzt habe es wieder Zukunftsperspektiven . Das Land habe mit einer Bürgschaft
die Fortführung des Unternehmens sichern können . Zuletzt stagnierte aber nicht
nur die Entwicklung neuer Produkte , sondern sogar die Pflege von erfolgreichen
Geräten wie dem ISDN-Adapter DataBox SpeedDragon . Erste UMTS-Telefonate in
Deutschland Zwei Töchter der T-Mobile International AG , die deutsche T-Mobil
und die österreichische Max.mobil , haben heute in Zusammenarbeit mit Siemens
erste Sprachverbindungen zwischen Handys der dritten Mobilfunkgeneration UMTS (
Universal Mobile Communications System ) demonstriert . Auch gelangen Gespräche
zu direkt an eine Vermittlungsstelle angeschlossenen ISDN-Telefonen . T-Mobil
hat in München ein UMTS-Testnetz mit derzeit 20 Standorten installiert , in Wien
verfügt Max.mobil derzeit über 15 Standorte . " Wir sind mit diesen
erfolgreichen und qualitativ einwandfreien Testcalls auf dem Weg in die mobile
Zukunft einen weiteren wichtigen Schritt nach vorn gegangen " , erklärte Klaus
Hummel , Head of Network Technology bei T-Mobile International . Die
Telekom-Töchter sollen ihren Kunden von Beginn an " ein ausgereiftes , technisch
einwandfreies und damit attraktives Angebot zur Verfügung stellen " , so Hummel
. Preisrutsch im Mobilfunk Als erster deutscher Mobilfunknetzbetreiber hat
T-Mobil den von Experten schon länger erwarteten Ortstarif für Handys eingeführt
. Die Tochter der Telekom bestätigte heute in einer Pressekonferenz , daß ihre
Kunden ab 31. August mobile Inlandsgespräche in einem Ortsnetz ihrer Wahl führen
können . Im neuen Tarif kostet das Ortsgespräch zur Hauptzeit 68 Pfennige pro
Minute ; im Geschäftskundentarif " Telly local plus " beträgt der Minutenpreis
in der Nebenzeit 39 Pfennige . Startschuß für Hannovers neue Telefongesellschaft
Die Telekom bekommt zunehmend auch im Ortsbereich Konkurrenz : Zu der Handvoll
von Städten mit Citynetz-Angeboten für Privatkunden gesellt sich auch Hannover .
Seit April haben Bielefelder Telefonkunden mit dem örtlichen Carrier BiTel eine
Alternative zur Telekom . Wer fest zur HTP wechselt , zahlt für den analogen
Telefonanschluß inklusive Internet-Zugang 29 Mark pro Monat . Abgerechnet wird
sekundengenau , allerdings erst nach der ersten Minute . Die
Internet-Verbindungskosten sind gesondert zu zahlen . Interessanter dürfte der
ISDN-Mehrgeräteanschluß sein , da er mit 39 Mark Grundgebühr deutlich günstiger
zu Buche schlägt , als das Angebot der Telekom ( 46,40 Mark ) und ebenfalls den
Internet-Zugang enthält . Auch der ISDN-Anschluß in Anlagenausführung und der
Primärmultiplexanschluß fallen mit 54 respektive 420 Mark pro Monat günstig aus
. Für Umsteiger , die mit bestehendem Anschluß von der Telekom zur HTP wechseln
, sollen keine Kosten entstehen , da die HTP die Bereitstellungskosten übernimmt
. ISDN-Neukunden erhalten wie zum Beispiel auch bei der Bielefelder
Telefongesellschaft BiTtel den Netzwerkterminator vom lokalen Telefonanbieter .
Für etwaige Montagearbeiten sind pauschal 100 Mark zu Zahlen . Nach
Auftragseingang soll es maximal 14 Tage dauern , bis man über HTP telefonieren
kann . Wochentags von 8 bis 18 Uhr kostet das " StadtGespräch " - so der
HTP-Tarifname für Gespräche bis 20 km Entfernung - 6 Pf die Minute . In der
Nebenzeit von 18 bis 8 Uhr sowie am Wochenende und an den Feiertagen bezahlt der
Kunde dafür 3 Pf . Das " UmlandGeflüster " für Regionalgespräche von 20 bis 50
km kostet die Minute wochentags von 8 bis 18 Uhr 15 Pf , in der Nebenzeit von 18
bis 8 Uhr sowie an Wochenenden/Feiertagen 9 Pf . Im " FernVerkehr " ,
Ferngespräche über 50 km Entfernung , bezahlt der Kunde tagsüber 18 Pf in der
Minute , in den übrigen Zeiten 10 Pf . Call-by-Call-Gespräche sind derzeit nicht
möglich . Weitere Informationen liefert die HTP-Service-Hotline unter
0511/2708270 . Telefonieren im September wieder billiger Während das teure Rohöl
die Jahresinflationsrate um 2,4 Prozent in die Höhe trieb , gingen die Preise
für Telefondienstleistungen um 4,9 Prozent zurück . Wie das Statistische
Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte , war vor allem das
Mobiltelefonieren günstiger . Der Gebrauch von Handys verbilligte sich um 13
Prozent . Im Festnetz konnten sich die Verbraucher über 4,3 Prozent niedrigere
Preise freuen . Am stärksten verbilligten sich dort die Auslandsgespräche (
minus 35,6 Prozent ) vor den Inlandsferngesprächen ( minus 7,9 Prozent ) . Die
Preise für Ortsgespräche blieben dagegen mit minus 0,7 Prozent fast unverändert
. Die Anschluss- und Grundgebühren lagen auf dem Niveau des Vorjahres . Erste
Bluetooth-Sprechgarnitur GN Nordkom stellt die erste tragbare
Freisprecheinrichtung vor , die für den Funkstandard Bluetooth zertifiziert ist
. GN 9000 Bluetooth besteht aus einer Basisstation und einer kombinierten Hör-
und Sprechgarnitur mit verstellbarem Überkopfbügel und flexiblem Mikrofonarm .
Für die Regelung der Lautstärke und zum Stummschalten des Mikrofons sind
entsprechende Knöpfe am Headset und an der Basisstation angebracht . Die
Basisstation für das GN 9000 Bluetooth kann laut Hersteller an jedes
Tischtelefon angeschlossen werden . Das Produkt soll im November zum Preis von
rund 1280 Mark in den Handel kommen . Bluetooth ist ein neuer Funkstandard für
den Nahbereich , der mit dem Ziel entwickelt wurde , lästige Kabelverbindungen
zwischen PC und Peripheriegeräten abzulösen . Obwohl Bluetooth-Geräte wie Handys
, Notebooks , Digitalkameras oder Organizer schon für Ende letzten Jahres
angekündigt waren , erlangen die Produkte erst jetzt allmählich die Marktreife .
Münster und Bielefeld ohne Telefon Ein bei Bauarbeiten zerstörtes Glasfaserkabel
hat am Freitag rund um Münster und Bielefeld nahezu das gesamte Telefonnetz lahm
gelegt . Wie Telekom-Sprecher Horst Hartmann auf Anfrage sagte , sind sämtliche
Festnetzanschlüsse , die Mobilfunknetze D1 und D2 sowie die Internetzugänge
unterbrochen . " Die Störung ist erheblich und wird voraussichtlich erst am
Abend beseitigt sein " , sagte Hartmann . Den Angaben zu Folge war am Freitag
bei Bauarbeiten in Münster ein Kabel mit 80 einzelnen Glasfasersträngen zerstört
worden . Dieses Stück müsse nun geschweißt werden . Die Arbeit sei aber schwer
zu organisieren , da selbst das Tiefbauunternehmen vom Telefonnetz abgeschnitten
sei . Telekom-Tochter ordert Highspeed-Mobilfunk von Ericsson Voicestream will
mittels der Ericsson-Mobilfunktechnik sein bestehendes GSM-Mobilfunknetz weiter
ausbauen . Zudem soll das Netz mit dem schnellen GSM-Datenfunkverfahren EDGE (
Enhanced Data rate for GSM Evolution ) ausgerüstet werden . Den Unternehmen
zufolge beginnt Ericsson sofort mit der Installation der GSM-Netztechnik . Zudem
will man das in Florida bestehende Netz erweitern . Außerdem soll das gesamte
Voicestream-Netz neue Dienste erhalten , dazu dienen datenverschlüsselnde
Virtual Private Networks ( VPN ) ebenso wie ortsbezogene Dienste und
Spieleangebote . Wie jenseits des großen Teichs üblich , funkt das
Voicestream-Netz jedoch im 1900-MHz-Band . In Europa erhältliche Tri-Bandgeräte
von Ericsson , Motorola und Siemens eignen sich nicht nur für hiesige 900- und
1800-MHz-Netze , sondern auch für die US-Variante . EDGE gehört zu einer Gruppe
von Erweiterungen , die bestehende GSM-Netze hinsichtlich der Datenübertragung
verbessern und so die Wartezeit auf die bis zu 2-MBit/s-schnellen UMTS-Netze
erleichtern sollen . Laut Spezifikation liegt der theoretische Spitzendurchsatz
der EDGE-Technik bei 473,6 kBit/s . Ob EDGE auch in Deutschland eingeführt wird
, ist noch offen . Derzeit sind die hiesigen Netzbetreiber mit dem Aufbau der
GPRS-Netze beschäftigt ( General Packet Radio Service ) , die zumindest
vorläufig nur Spitzenraten von 107,2 kBit/s liefern sollen . In der
GSM-Architektur gilt GPRS als EDGE-Vorläufer . Details über den Stand der
GPRS-Einführung und die neuen GPRS-Handys beleuchtet c't in der kommenden
Ausgabe 21/01 . Telekom setzt auf Computer-Service-Geschäft Die Telekom will
über ihr Tochterunternehmen DeTeCSM das Geschäft mit Computer-Dienstleistungen
forcieren . Ein erstes Großprojekt , bei dem die DeTeCSM für die Bundesanstalt
für Arbeit 80.000 PC-Arbeitsplätze eingerichtet hat , verlief vielversprechend .
DeTeCSM-Geschäftsführer Alexander Röder ist daher optimistisch : " Die DeTeCSM
hat die besten Voraussetzungen , um auf dem externen Markt erfolgreich zu sein "
. Das Service-Geschäft sei neben der Telefondienstleistung im Fest- und
Mobilnetz sowie dem Online-Business eines der strategischen Geschäftsfelder der
Telekom . Nach IBM , Debis und EDS stehe die DeTeCSM dem Umsatz nach auf Platz
vier der deutschen IT-Dienstleister . Die Telekom-Tochter beschäftigt derzeit
5.200 Mitarbeiter und betreut rund 3.200 Server sowie knapp 200.000
Arbeitsplatz-Rechner . Zuletzt hatte die DeTeCSM eine umfassende
Personalverwaltungslösung auf SAP-Basis für 4.500 aktive Nutzer bei der Telekom
eingerichtet . Telekom dehnt ihr Glasfasernetz aus Nach der erfolgreichen
Übernahme des britischen Mobilnetzes One2One kann die Telekom einen weiteren
Erfolg ihrer Expansionsbemühen vorweisen : Am Dienstag kaufte das Bonner
Unternehmen ein von der britischen Firma Iaxis im Januar gestartetes
paneuropäisches Glasfasernetz . Trotz seiner Kapazität von 2,5 GBit/s soll das
Netz " nur " der Sprachübertragung dienen . Die Telekom möchte den bisher
grenzüberschreitenden Sprachverkehr nun auf ihre eigene Infrastruktur umleiten .
ISDN-Telefonanlage von Siemens Unter der Bezeichnung Hicom Integrated
präsentierte Siemens auf der Systems eine Telekommunikations-Komplettlösung für
professionelles Telefonieren , die platzsparend alle Funktionen einer
ISDN-Telefonanlage im PC integriert . Zum Lieferumfang gehört eine ISA-Karte mit
separater Stromversorgung , eine Software für die Gebührenabrechnung , ein
Programm zum computerunterstützten Telefonieren , ein Systemtelefon Optiset E
sowie Treiber- und Administrationsprogramme . Es lassen sich bis zu vier
Systemtelefone Optiset E und maximal vier analoge Endgeräte anschließen .
Amtsseitig verfügt die Anlage über zwei ISDN-Schnittstellen . ISDN-Controller
mit DSP Auf der Systems präsentiert Sedlbauer den ISDN-Controller Speed Fax+ .
Er kommt als plug&play-fähige 16-bit-ISA-Karte daher und soll mittels
eingesetztem DSP ( Digital Signal Processor ) den PC entlasten , indem er einen
Großteil der sonst nötigen Rechenleistung bei Datenverbindungen selbst offeriert
. Der Controller unterstützt auf ISDN-Ebene alle gängigen Protokolle und
verwaltet die beiden B-Kanäle unabhängig voneinander - gleichzeitig können
verschiedene Adressaten gewählt werden , aber auch Kanalbündelung ist möglich .
Als Mittler zwischen den Welten kann die Voice-fähige Karte weiterhin Modem- und
Faxdienste ( analog ) mit bis zu 14400 Bit/s emulieren . Angesprochen wird sie
wahlweise über das CAPI oder über eine von mehreren COM-Schnittstellen - nicht
nur unter Windows 95 und NT , sondern auch unter DOS . Das gewünschte
Verbindungsprotokoll läßt sich per AT-Befehl einstellen . Die Fax-G4-Fähigkeit (
64 kBit/s ) wird momentan nur über CAPI realisiert , soll aber laut Hersteller
in Kürze auch über das AT-Interface zur Verfügung stehen . Speed Fax+ kostet 199
Mark . Treiber-Updates werden kostenlos im Internet zur Verfügung gestellt .
Faxmodem : Analog und autonom Aus Cadolzburg in Franken kommt von der Firma
Wörlein die Woerltronic Super Faxbox . Im Normalfall versorgt das Gerät ein
externes 12-V-Steckernetzteil , vier 1,5-V-Akkus springen bei Netzausfall ein .
Faxempfang und Anrufbeantworterfunktion sind auch bei abgeschaltetem PC möglich
. Für diese Zwecke steht ein MByte RAM zur Verfügung ( erweiterbar mit
30pin-SIMMs um 4 MByte ) . Mit dem eingebauten Mikrofon und Lautsprecher lassen
sich Ansagetexte aufnehmen und eingegangene Anrufe abhören . Zum Lieferumfang
gehören zwei RS-232-Kabel , ein TAE-Verbindungkabel , ein deutsches Handbuch und
eine Setup-Software ( Win 3.x , Win95 ) . Die Box soll für rund 460 Mark
erhältlich sein . Sechstes Symposium zum Digital-Fernsehen Im März 1998 soll das
sechste Symposium der Deutschen TV-Plattform im Internationalen Congress-Zentrum
in Berlin stattfinden . Themenschwerpunkte sind dabei nicht nur Technik ,
Sendefrequenzen und Realisierungszeitplan des terrestrischen digitalen
Fernsehens , sondern auch Anwendungsbereiche und Inhalte . Laufende
Pilotprojekte in Deutschland werden ebenso vorgestellt wie vergleichbare Pläne
im Ausland . Eine Podiumsdiskussion und eine begleitende Geräteausstellung
runden das Informationsangebot des 1000-Mark-Symposiums ab . Von E-Mail nach FAX
und zurück Der nach eigenen Angaben zweitgrößte Faxdienstleister Commit aus
Unterhaching erweitert sein Angebot um den Service mail-A-faxx . Der gleiche
Dienst wird außerdem von den Vertriebspartnern Clevercom und WWW-Service unter
dem Namen Cleverfax vermarktet . Und so funktioniert es : Der Absender schickt
seine Nachricht als E-Mail an den Dienstleister und definiert die gewünschte
Faxnummer im Empfängerfeld der E-Mail ( z. B. 08966611499@commit.de ) . Die Mail
darf als Anhang alle gängigen Windows-Formate enthalten , so daß zum Beispiel
Word-Dokumente und Excel-Tabellen inklusive Grafiken als Fax automatisch
aufbereitet und verschickt werden können . Hierzu muß eine Mailbox bei Commit
eingerichtet werden . Faxe , die auf dieser Nummer eingehen , werden sofort oder
gesammelt als E-Mails papierfrei an den Kunden übermittelt . Speziell für
Unternehmen und Viel-Surfer bietet die Firma Connect Telecom im Münsterland und
in Wuppertal Internet-Zugänge via Funk an . Zur Auswahl stehen Bandbreiten von
128 kBit/s bis 11 MBit/s . Bei Anschlüssen bis 2 MBit/s setzt das Unternehmen
Punkt-zu-Mehrpunkt-Technik für das lizenzfreie 2,4-GHz-Band ein , darüber kommt
die teurere Punkt-zu-Punkt-Technik zum Einsatz . Die Installation kostet 1895 DM
, die monatlichen Grundgebühren betragen 450 DM . Ungewöhnlich ist das
Tarifmodell des Anbieters : Unabhängig von der Bandbreite ist mit der
Grundgebühr ein Transfervolumen von 3 GByte abgegolten . Beispielsweise sind
dann bei einer 128-kBit/s-Leitung 60 Mark je GByte zu zahlen , und bei einer
2-MBit/s-Leitung sogar 250 Mark . Ab Anfang 2000 will die Firma mit Düsseldorf ,
Langenfeld und Coesfeld weitere Regionen versorgen . Hintergrund : Protest gegen
" Überregulierung " im Packet-Radio-Netz Große Teile des Packet-Radio-Netzes
sind weiterhin abgeschaltet . 134 Betreiber ( Sysops ) nehmen an dieser
Protestaktion " gegen Überregulierung " des Netzes teil ; betroffen sind mehr
als 95 Prozent der Systeme in Deutschland . Auch Sysops aus deutschsprachigen
Nachbarländern Schweiz und Österreich sowie Programmierer , die ( freie )
Software zum Betrieb des Amateurnetzes schreiben , haben sich der Aktion
angeschlossen . Der geharnischte Protest erscheint verwunderlich , denn er
richtet sich gegen einen bisher lediglich zur Diskussion gestellten Entwurf der
für den Amateurfunk zuständigen Regulierungsbehörde für Telekommunikation und
Post ( RegTP ) . Auf einem der eigens eingerichteten Web-Server ist die
Begründung der Protestler zu lesen . Es heißt dort , dass man mit dieser Aktion
den Runden Tisch Amateurfunk ( RTA ) bei seinen bevorstehenden Verhandlungen mit
der Regulierungsbehörde unterstützen wolle . Unter anderem protestieren die
Sysops gegen die nach ihrer Interpretation geplante Verpflichtung , jegliche in
das Packet-Radio-Netz eingespielte Information in ihren Mailbox anzubieten . Die
Gegner des Entwurfs meinen , dass der technische Aufwand zur Erfüllung dieser
Anforderung zu hoch sei . Darüber hinaus beschneide diese Regelung " erheblich
die Rechte und Möglichkeiten der Sysops in der Gestaltung der betreuten Mailbox
" . Das Recht , aus der Informationsfülle des weltweiten Packet-Radio-Netzes
interessante Themen zu selektieren , dürfe dem Sysop nicht genommen werden ,
heißt es . In der Tat sieht der Entwurf eine Moderation der Inhalte , die im
Extremfall auf Zensur nach Gutsherrenart hinauslaufen könnte , nicht vor .
Unzulässige Nachrichteninhalte soll der Sysop aber löschen , wenn sie ihm
bekannt werden . Über den Ausschluss von Teilnehmern oder Einschränkungen will
die RegTP unverzüglich unter Angabe der Gründe benachrichtigt werden . Die
Protestler entnehmen dem Entwurf , den Missbrauch des Rufzeichens ( Kennung des
Absenders ) verhindern zu müssen , dabei aber die Verwendung von Passwörten oder
digitalen Signaturen - probate Mittel gegen solchen Missbrauch - von den
Benutzern nicht fordern zu dürfen . Auch moniert man , der Entwurf stelle in
Frage , ob in Zukunft optionale Passworte und digitale Signaturen erlaubt sein
werden . Weniger kontrovers sind die technischen Regelungsvorschläge der Behörde
. Dass sich die Protestler gegen eine Begrenzung des Frequenzhubs der
sogenannten Digital Repeater auf +/-3 kHz wehren , scheint verständlich , würde
sie doch den Packet-Radio-Betrieb auf Datenraten von allenfalls 9600 Baud
einschränken ( aktuell sind Datenraten von 19,2 kBit/s gebräuchlich ,
gelegentlich wird gar schon mit 115,2 kBit/s gefunkt und in Experimenten konnten
schon 1,2 MBit/s übertragen werden ) . Auch soll nach dem bisherigen Entwurf
eine Beschneidung in der Nutzung des PR-Netzes und des Amateurfunk-Satelliten
für die Lizenzklassen 2 und 3 erfolgen - im Endeffekt hätte das nach Ansicht der
Kritiker zur Folge , dass Teilnehmer verschiedener Lizenzklassen nicht mehr
überkreuz miteinander kommunizieren könnten . Die RegTP hat nun in teilweise
scharfem Ton auf die Protestaktion reagiert und den Vorwurf zurückgewiesen , sie
habe sich vor den Karren einer Minderheit von Amateurfunkern spannen lassen .
Die Behörde stellt auch klar , dass sie weit weniger in die Gestaltung der
Mailboxen eingreifen wolle als von den Protestlern befürchtet : Damit hätten
Boxbetreiber gegen geltendes Recht verstoßen . Einige Sysops sähen den Umfang
ihrer Frequenz- und Rufzeichenzuteilung als " privates Spielzeug " an , heißt es
in der Stellungnahme . Sie demonstrierten ihre Macht , " indem sie durch Zensur
im PR-Netz täglich Verstöße begehen " . Philips entwickelt Mini-Mobilfunkantenne
Der Elektronikkonzern Philips hat eine neuartige Miniatur-Antenne für den
Einsatz in mobilen Geräten vorgestellt . " Die keramischen Antennen ermöglichen
völlig neue Generationen von mobilen Kommunikations-Geräten " , sagte Robert
Gossink , Leiter der deutschen Philips Forschungslaboratorien am Mittwoch in
Hamburg . Selbst integrierte Antennen wie etwa in verschiedenen Handy-Typen
benötigten noch immer sehr viel Platz , sagte Rebekka Porath ,
Entwicklungsleiterin bei Philips . Unter einer Länge von mindestens 7,5
Zentimeter könne bislang keine Antenne hergestellt werden . Damit passten sie
problemlos in die verschiedensten aktuellen und künftigen mobilen Gerätetypen .
Externe Antennen an mobilen Geräten werde es künftig nicht mehr geben , sagte
Porath . Mit der Keramik-Antenne bringe Philips eine der Schlüsselkomponenten in
der neuen Mobilgeneration zum " Verschwinden " , denn die Philips-Antenne könne
problemlos direkt auf die Leiterplatten aufgebracht werden und spare damit
erheblichen Kostenaufwand im Produktionsbereich . Mit den neuen Keramik-Antennen
hätten die Philips-Forschungslabors Neuland betreten , heißt es . Das
niederländische Unternehmen rechnet gegenüber seinen Mitkonkurrenten mit einem
Entwicklungsvorsprung von rund einem Jahr . Die ersten Antennen sollen
voraussichtlich im kommenden Jahr zur Marktreife kommen und in Deutschland
hergestellt werden . GSM-Nachfolger verabschiedet Handy-Hersteller ,
Netzwerkbetreiber und Regulatoren haben sich im Rahmen einer
ETSI-Standardisierung ( European Telecommunications Standards Institute ) auf
einen weltweiten Mobilfunkstandard geeinigt : UMTS ( Universal
Telecommunications System ) . Derzeit spaltet sich die digitale Mobilfunkwelt in
die drei Verfahren GSM , PHS und AMPS auf , die aus Europa , Asien und
Nordamerika stammen . GSM genießt die höchste Verbreitung . Mit dem
verabschiedeten Entwurf sind besonders die GSM-Protagonisten zufrieden , da er
einen fließenden Übergang zum Hochleistungsmobilfunk des nächsten Jahrtausends
ermöglichen soll . UMTS basiert aber auf einem hart erkämpftem Kompromiß , der
auch die Erfordernisse der asiatischen und amerikanischen Vertreter
berücksichtigt . Surfen per TV-Kabel in Berlin In Berlin-Mitte startet am
heutigen 30. März 2000 die EWT/TSS-Gruppe , nach eigenen Angaben drittgrößter
privater Kabelnetzbetreiber in Deutschland , ihre Highspeed-Auffahrt via
TV-Kabel zum Internet . Der Zugang ist für eine Monatspauschale von rund 70 Mark
zu haben . Allerdings gilt das Angebot zunächst für Haushalte der
Wonungsbaugesellschaft Mitte ( WBM ) am Alexanderplatz in Berlin . ETW/TSS will
seine übrigen Netzbestände in Deutschland Schritt für Schritt mit der benötigten
Technik ausstatten . Die angeschlossenen Haushalte bekommen über die sogenannten
Kabelmodems des Unternehmens einen permanenten Internet-Zugang , der Daten mit
bis zu 2 MBit pro Sekunde befördert . Bereits im November 98 hat EWT/TSS in
Berlin einen Telefondienst via TV-Kabel gestartet . Das Unternehmen rüstet nach
eigenen Angaben seine Kabelnetze seit 1998 " kontinuierlich " mit
Rückkanaltechnik aus . Erst so lassen sich in beiden Richtungen Daten über
TV-Kabel übertragen . Der größte Teil des TV-Kabelnetzes der Telekom ist nur für
den Verteildienst " Fernsehempfang " konzipiert ; der Datenversand ist damit
nicht möglich . Die aufwändige Umrüstung sollen verschiedene Investoren
erledigen , die derzeit Anteile von TV-Kabel-Regionalgesellschaften der Telekom
erwerben . SmartPhone für " echtes " Internet Das britische Unternehmen Pogo
Technology , eine Tochter der Firma Razorfish , will in der zweiten Jahreshälfte
ein Pogo genanntes SmartPhone - eine Kombinationen aus Mobiltelefon und
Organizer - auf den Markt bringen . Entsprechend ist das Gerät mit einem
berührungsempfindlichen Farbdildschirm ausgestattet . Neben üblichen Handy- und
Organizer-Funktionen mit SMS-Kommunikation und Freisprecheinrichtung oder
Adress- und Terminverwaltung soll das 20 Millimeter dicke und 150 Millimeter in
der Diagonale messende Gerät auch einen MP3-Player und eine 64-MByte
Multimedia-Card enthalten . Den Kontakt zum Internet soll der auf dem
Mobilfunkstandard GSM fußende Pogo über das schnelle Datenfunkverfahren GPRS
herstellen ( General Packet Radio Service ) . Zusätzlich hat der Hersteller ein
proprietäres Kompressionsverfahren eingebaut . Beide Verfahren zusammen sollen
Surf-Geschwindigkeiten von wie es heisst " über 56 kBit/s " liefern . Details
über Erscheinungsdatum und Preis nannte Pogo Technology nicht . Citykom Münster
beendet Expansion Das Telekommunikationsunternehmen Citykom Münster hat mit der
Aufnahme vom Emsdetten ( Kreis Steinfurt ) seine geplante Expansion beendet .
Künftig sollen keine neuen Orte dazugewonnen , sondern in den acht
angeschlossenen Standorten im Münsterland der Marktanteil ausgebaut werden ,
sagte heute Vertriebsleiter Michael Schössler . Citykom Münster ist mit 9500
Privat- und mehr als 2000 Geschäftskunden im Festnetz nach eigenen Angaben
zweitgrößter Anbieter nach der Telekom im Münsterland . Internet mobil Zum Preis
von 0,49 DM pro Minute kann man alle IP-Dienste nutzen , heißt es . Weitere
Kosten fallen nicht an ; eine Anmeldung ist im Privat- und Business-Tarif nicht
erforderlich . Flatrate-Internet von Otelo für ADSL oder ISDN Otelo dsl flat
soll Empfangsraten von bis zu 768 KBit/s sowie Senderaten von bis zu 128 KBit/s
zu einem monatlichen Pauschalpreis von 24,90 Euro ( 48,70 Mark ) bieten . Das
Angebot gibt es nur in Verbindung mit dem otelo-DSL-Komfortanschluss inklusive "
aller ISDN-Leistungsmerkmale " zu einer monatlichen Grundgebühr von 30,90 Euro (
60,44 Mark ) , so der Anbieter . Neben der DSL-Datenleitung verfügen die Kunden
dann über zwei ISDN-Sprachkanäle , sodass man wie bei anderen ADSL-Angeboten ,
etwa T-DSL , gleichzeitig surfen und telefonieren kann . Die monatlichen
Gesamtkosten belaufen sich auf 55,80 Euro ( 109,14 Mark ) . Das Festpreisangebot
für ISDN-Anschlüsse ( otelo flat ) gibt es nur in Verbindung mit dem
ISDN-Anschluss otelo komplett . Die ISDN-Grundgebühr beläuft sich auf 20,40 Euro
( 39,90 Mark ) , die Internet-Pauschale schlägt mit monatlich 35,90 Euro ( 70,21
Mark ) zu Buche . Beide Flatrate-Angebote sind nur in den Städten verfügbar , in
denen das Unternehmen seinen ISDN-Ortsanschluss otelo komplett anbietet . Handy
verschlüsselt Gespräche auf Knopfdruck Deutschlands erstes Krypto-Handy geht
jetzt in Serienproduktion . Äußerlich gleicht das Verschlüsselungs-Handy einem
Siemens S35i , doch das TopSec GSM genannte Gerät bringt der
Messtechnik-Spezialist Rohde und Schwarz auf den Markt . Ursprünglich wurde die
Entwicklung vom Siemens-Bereich Information and Communication Mobile
vorangetrieben , bis Rohde und Schwarz Anfang Mai das Geschäftssegment
Hardware-Verschlüsselung von Siemens übernahm . Weil herkömmliche
Mobilfunkverbindungen keine vollständige Vertraulichkeit garantierten ,
entwickelten Siemens-Forscher bereits vor einem Jahr ein Verfahren , das auf
Knopfdruck eine gesicherte Verbindung mit echter Ende-zu-Ende-Verschlüsselung im
Handy herstellt . Der Clou : Das TopSec GSM " simuliert " eine Sprachübertragung
; tatsächlich öffnet das Handy für verschlüsselte Gespräche aber statt des
Sprachkanals einen GSM-üblichen Datenkanal . Dieser erlaubt es , die
verschlüsselten Inhalte unverändert und transparent zwischen zwei kompatiblen
Gegenstellen zu übertragen . Zum Aufbau einer normalen unverschlüsselten
Verbindung wählt man wie gewohnt die Rufnummer seines Gesprächspartners . Soll
das Telefonat jedoch verschlüsselt werden , so drückt man vor der Wähltaste
einen entsprechend programmierten Softkey . Die sichere Verbindung kann
allerdings nur aufgebaut werden , wenn auch der Gesprächspartner über ein
passendes Handy verfügt oder sein ISDN-Telefon an ein geeignetes
Verschlüsselungsmodul angeschlossen ist . Die Geräte der Kommunikationspartner
tauschen bei jedem Verbindungsaufbau einen neuen 128-Bit-Schlüssel aus . Dabei
wird jedes Mal ein anderer von 10^38 zur Verfügung stehenden Schlüsseln per
Zufallsverfahren ausgewählt . " Tausend Pentium-Computer müssten über zehn Jahre
rechnen , um den Wortlaut eines zehnminütigen Telefonates zu entschlüsseln " ,
schwärmt ein Techniker vom neuen Verfahren . Theoretisch darf jeder das Handy
erwerben , doch der Einstandspreis von rund 6000 Mark dürfte den Kreis der
Käufer drastisch einschränken . In manchen Ländern ist zudem der Einsatz der
Verschlüsselungstechnik ausdrücklich verboten . Nokia baut Forschungszentrum für
Handys der dritten Generation Das finnische Telekommunikations-Unternehmen Nokia
hat heute den Grundstein für den Bau eines Zentrums für Forschung und
Entwicklung in Ulm gelegt . " In einem Jahr werden 300 Mitarbeiter hier
einziehen und die Mobiltelefone der nächsten Generation entwickeln " , sagte
Lars Agerlin , Leiter am Nokia-Standort Ulm , bei der Grundsteinlegung . Das
Zentrum mit 6000 Quadratmetern Nutzfläche entsteht im Ulmer Science Park II .
Dort haben unter anderen auch Siemens und die EADS-Tochter AEG Mobile
Communication Forschungszentren . Ulm ist einer von vier Standorten des
deutschen Nokia-Zweigs ; der Firmensitz ist in Bochum . Highspeed-Anschluss der
Telekom für 9,90 Mark ( Update ) Die Deutsche Telekom senkt , wie bereits Anfang
Juni in Aussicht gestellt , den Preis für die T-DSL-Anschlüsse . Als
Zusatzoption zu ISDN-300- oder ISDN-XXL-Anschlüssen soll der Highspeed-Dienst ab
Anfang August 9,90 Mark kosten . Ebenfalls ab August soll der Preis für den
T-DSL-Standardanschluss gesenkt werden und zwar von 51,60 Mark auf 19,90 . In
beiden Fällen liefert der T-DSL-Anschluss 128 kBit/s in Sende- und 768 kBit/s in
Empfangsrichtung . Beide Angebote soll man mit dem Tarif T-Online Eco ( 2,9
Pfennig/Minute ) oder aber der 79-Mark-Flatrate für T-Online kombinieren können
. Damit bekommt man den schnellen Dauerzugang zum Internet künftig für 143,78
Mark monatlich - 54,88 Mark entfallen auf den T-ISDN-300-Anschluss , 9,90 Mark
auf den T-DSL-Zugang und 79 Mark auf die Flatrate . KPN : Bald nicht mehr drin
Der hoch verschuldete niederländische Telekom-Konzern KPN will sich nach nur
wenigen Monaten aus dem Festnetz-Internetgeschäft in Deutschland zurückziehen .
KPN wolle lieber seine Führungsposition im Internet in den Niederlanden und
Belgien ausbauen , teilte das Unternehmen mit . Entsprechend werden die
Aktivitäten der Berliner Tochter Planet Internet mit ihren 73 Beschäftigten ab
dem 1. Juli verringert . Außerdem solle die in Düsseldorf ansässige KPN Freizeit
Medien verkauft werden . Die Berliner Tochter hat 100.000 Surf-Kunden , ein
Kernteam werde jedoch bestehende Verträge abwickeln , hieß es . Beide
Tochterunternehmen waren erst Ende 2000 und Anfang 2001 gegründet worden . Telia
verkauft ihre letzten Vodafone-Anteile Fachleute werten den Verkauf als ein
weiteres Indiz für unmittelbar bevorstehende Unternehmensaufkäufe durch Telia in
Nordeuropa . Als wahrscheinlich gilt die Übernahme des finnischen
Telekommunikationskonzerns Sonera . Update : Telekom mietet Glasfasernetz Das
paneuropäische Glasfasernetz des britischen Unternehmens Iaxis wird von der
Telekom entgegen der ursprünglichen Meldung nur gemietet . Iaxis hatte zunächst
mit der Nachricht , die Telekom mit ihrem Netz ausgerüstet zu haben , für
Verwirrung gesorgt . Trickbetrug mit 0190er Nummern Mit einem neuen Trick
mißbrauchen Unbekannte die Idee der 0190er Service-Nummer . Das Muster ist immer
gleich und lautet etwa : Sobald der Angerufene der Bitte entspricht und die
angegebene Nummer anruft - keine 019er sondern wie es sich beim genauen Hinsehen
herausstellt eine 0190er der teuersten Kategorie - , zahlt er 3 Mark 63 pro
Minute . In erster Linie sind Firmen und Organisationen oder Teilnehmer mit
Faxanschluss betroffen , weil hier die Nutzung von Anrufbeantwortern besonders
wahrscheinlich ist . Dabei wurden verschiedene 0190er Anschlüsse von den
Trickbetrügern verwendet , vermutlich handelt es sich aber jeweils um denselben
Sprecher . Der zuständige Netzbetreiber DTMS , bei dem die Service-Nummern
geschaltet wurden , hat die angegebenen Nummern nun sperren lassen . Wie es
heißt lägen der Limburger Polizei bereits mehrere Anzeigen vor , da B und P
vermutlich auch bei weiteren Netzbetreibern Nummern mietete um das Risiko zu
streuen . MobilCom verdoppelt Surf-Geschwindigkeit per DSL MobilCom verdoppelt
die Geschwindigkeit beim Internet-Surfen via DSL-Anschluss . Weil für viele
Internet-Nutzer die " gängigen Geschwindigkeiten " nicht ausreichten ,
verdoppele das Unternehmen beim ADSL-Anschluss die Geschwindigkeit der
Empfangsrichtung auf 768 KBit/s und biete in Senderichtung nunmehr 128 KBit/s .
Damit schließt das Unternehmen endlich zu den ADSL-Angeboten der Deutschen
Telekom und Mannesmann Arcor auf , die diese Geschwindigkeiten schon länger
anbieten . Bisher konnten MobilCom-DSL-Kunden Internet-Daten mit lediglich 384
KBit/s laden , respektive mit 64 KBit/s senden . Voraussetzung für die Nutzung
des MobilCom-ADSL-Zugangs ist der so genannte Ortsanschluss MobilCom City -
derzeit erhältlich in Hamburg , Berlin , Dortmund , Köln , Frankfurt am Main ,
München , Stuttgart und Nürnberg . Den " Ortsanschluss " bietet das Unternehmen
als Analog- oder ISDN-Verbindung ; letzteren gibt es in den Varianten
Mehrgeräte- oder Anlagenanschluss . Die Preise sind unverändert : Der
ADSL-Zugang kostet monatlich pauschal 99 Mark , die Vertragslaufzeit beträgt
mindestens 6 Monate . Für die Bereitstellung des DSL-Anschlusses fällt eine
einmalige Einrichtungspauschale in Höhe von 199 Mark an . Hinzu kommen die
Kosten für eine der drei Ortsanschlussvarianten : Die monatliche Grundgebühr für
den analogen Anschluss beträgt 29 Mark , beim ISDN-Mehrgeräteanschluss fallen
dafür 39 Mark an und für den ISDN-Anlagenanschluss sind monatlich 49 Mark fällig
. Die einmalige Anschlussgebühr beträgt ohne Laufzeitfestlegung 99 Mark und
reduziert sich bei einer Laufzeit von über 12 Monaten auf 49 Mark . Bei 24
monatiger Vertragslaufzeit entfällt sie . Lieferengpass hemmt
ISDN-Neuinstallationen ( Update ) Aufgrund eines Lieferengpasses auf dem
Chipmarkt kann die Deutsche Telekom rund 150.000 ISDN-Neuanschlüsse nicht
freischalten . Beispielsweise liefert Siemens - einer von mehreren
Telekom-Zulieferern - schon seit September keine NTBA-Boxen mehr aus , die für
die Installation des ISDN-Anschlusses erforderlich sind . Walter Genz , Sprecher
der Telekom , sagte auf Nachfrage gegenüber c't , dass erst im kommenden Jahr
mit der Behebung dieses Engpasses zu rechnen sei . Die sprunghafte Nachfrage
nach den digitalen Telefonanschlüssen scheint hauptsächlich für den Engpass
verantwortlich zu sein . Waren es im vergangenen Jahr nur 120.000
ISDN-Anschlüsse , die die Telekom monatlich neu legte , so gebe es derzeit rund
150.000 Neuanmeldungen pro Monat , heißt es in einem Bericht der Financial Times
Deutschland . Während ein ISDN-Anschluss zusammen mit Grundgebühr und
Verbindungskosten im Durchschnitt rund 100 Mark Umsatz im Monat bringe , nehme
die Telekom bei einem herkömmlichen Telefonanschluss für den gleichen Zeitraum
nur 70 Mark ein . Das Unternehmen müsse daher wegen der Lieferschwierigkeiten
mit Umsatzausfällen in zweistelliger Millionenhöhe rechnen . Daten- und
Sprachdienste auf der letzten Meile per Funk Der Münchener Elektronikkonzern
Siemens installiert für die Telefongesellschaft Star One aus Frankfurt drahtlose
Breitband-Teilnehmerzugänge , die im 3,5-GHz-Band funken . Damit kann der
Netzbetreiber in diesem Frequenzspektrum Sprach- sowie Datendienste anbieten ,
darunter ISDN-Anschlüsse und Hochgeschwindigkeits-Internet-Zugänge . Im
Anschlussbereich kann Star One auf 221 von der Regulierungsbehörde für
Telekommunikation und Post zugewiesene Richtfunklizenzen für die Bänder bei 3,5
GHz und 26 GHz zurückgreifen . Die drahtlose Breitband-Zugangstechnik soll auf
einer Lösung des israelischen Unternehmens Floware Wireless Systems gründen .
Die Münchener wollen im Rahmen des Projekts beraten und planen , aber auch das
Walkair Broadband Wireless System installieren und warten . Mit Walkair , das
auf TDMA-Übertragungstechnik ( Time Division Multiple Access ) basiert , lassen
sich mehr als 500 Teilnehmer mit 2-MBit/s-Datendiensten bei nur je 14 MHz
Bandbreite versorgen , erklärte Siemens . Ohne in aufwendige Infrastruktur
investieren zu müssen , seien Betreiber auf diese Weise in der Lage , innerhalb
weniger Tage Telekommunikationsdienste für ganze Industriegebiete und
Business-Parks einzurichten - denn aufwändige Erdarbeiten zum verlegen adäquat
schneller Kabelleitungen sind bei den Punkt-zu-Multipunkt-Funkanbindungen
überflüssig . ISDN : Bei Anruf Software Mit CapiCall-32 bringt Shamrock (
08137/5882 ) eine ISDN-basierende Voice-Software für Windows 95/98 und NT heraus
, die sich laut Hersteller mit allen CAPI-2.0-kompatiblen ISDN-Karten verträgt
und auf einem vorhandenen NT-Server mitlaufen kann . Das Programm bietet unter
anderem Anrufer-Anzeige lokal und im LAN , Komfort-Anrufbeantworter mit
Fernabfrage , zeitabhängige Konfigurationsprofile , rufnummernspezifische Ansage
sowie Benachrichtigung per SMS oder Telefonanruf . Des weiteren realisiert die
Software ein Voicemail-System , das den Austausch von Sprachnachrichten zwischen
registrierten Benutzern des Systems ermöglicht . Die Soho-Version kostet 298
Mark und kann zwei Anrufer bedienen ( eine ISDN-Karte ) . Die Pro-Version kostet
485 Mark , nimmt bis zu acht Anrufe gleichzeitig an und bietet darüberhinaus ein
Infosystem zum öffentlichen Abruf von Sprach-Informationen . Breitband-Mobilfunk
in Sicht Zum Jahreswechsel soll die Spezifikation für das Universal Mobile
Telecommunications System ( UMTS ) von der ETSI verabschiedet werden ( European
Telecommunications Standards Institute ) . UMTS stellt eine Weiterentwicklung
des GSM-Mobilfunks dar . Auf dem Münchener GSM Future Symposium gaben Alcatel ,
Italtel , Nortel und Siemens bekannt , daß sich in Zukunft auch Bosch und
Motorola an der UMTS-Entwicklung beteiligen wollen . Nach einer noch
diskutierten Variante könnte die CDMA-Technologie in die GSM-TDMA-Struktur
integriert werden ( Code Division Multiple Access , Time Division Multiple
Access ) . UMTS , die dritte Mobilfunkgeneration , hat mit dem herkömmlichen
schneckenlangsamen Mobilfunk nur noch wenig gemeinsam . So begnügt es sich im
Datenmodus nicht mit lediglich 9600 Bit pro Sekunde sondern kann bis zu 2 MBit/s
übertragen . Dabei läßt sich die Bandbreite dynamisch erhöhen oder senken .
Sämtliche ISDN-Leistungsmerkmale sollen integriert sein , darüberhinaus wird man
aber auch bei stehender Verbindung die Dienste wechseln oder auch mehr als einen
Dienst gleichzeitig in Anspruch nehmen können . Preiskampf im Mobilfunk Der
Preisrutsch bei den Mobilfunk-Tarifen geht weiter : E-Plus , der drittgrößte
deutsche Mobilnetzbetreiber , will einen Wochenendtarif für Verbindungen ins
Festnetz einführen . Ab dem 1. Februar können E-Plus-Kunden demnach ab 15
Pfennig pro Minute telefonieren . Den Preisrutsch hatte T-Mobil mit dem
18-Pfennig-Wochenendtarif ausgelöst , später senkte auch Mannesmann die
Wochenendgebühren für Festnetzverbindungen auf 18 Pfennig je Minute . E-Plus
erklärte , das Unternehmen sei damit weiterhin der günstigste Anbieter im
deutschen Mobilfunk . Viag Interkom , der vierte deutsche Mobilnetzbetreiber ,
hat auf den aktuellen Preisrutsch bisher nicht reagiert . " Wir haben mit dem
Genion-Angebot eine gute Position und sehen zur Zeit keinen dringenden
Handlungsbedarf " , sagte Pressesprecher Roland Kuntze . Mit dem Genion-Tarif ,
der monatlich zusätzlich 10 Mark kostet , können Viag-Kunden in ihrer Heim-Zone
Festnetzgespräche ab 5 Pfennig pro Minute führen . Telekom verkauft Mehrheit an
TV-Kabelnetz in Hessen Die Deutsche Telekom AG hat die Mehrheit ihres
Kabelnetzes in Hessen an das europäische Investorenkonsortium Klesch & Company
Limited verkauft . Dies teilte die Telekom am Freitag mit . Das Konsortium mit
Sitz in London erwirbt demnach 65 Prozent des Kabelnetzes , 35 Prozent
verbleiben bei der Deutschen Telekom . Der wirtschaftliche Übergang erfolge zum
1. Juli 2000 , sofern die Kartellbehörden dem Verkauf zustimmen , erklärte die
Telekom . Telekom senkt Preise für ISDN-Anschlüsse Die Deutsche Telekom senkt
vom 1. April an die monatlichen Grundpreise für ISDN-Basisanschlüsse .
Allerdings verfährt der Bonner Konzern nach dem Prinzip " Kleckern statt Klotzen
" : Beim Euro-ISDN-Standardanschluss ermäßigt sich das Entgelt um 1,50 Mark auf
44,89 Mark , teilte die Telekom am Freitag mit . Für den Komfortanschluss
verlangt der Telefonkonzern künftig 49,90 Mark ( bisher 51,44 Mark ) . Die
Preissenkung mag zwar mancher als erfreulich ansehen , doch damit verkürzt die
Telekom den Abstand zu vielen Stadtnetzbetreibern nur geringfügig . In vielen
Orten gibt es den ISDN-Anschlus mit Komfortmerkmalen schon für knapp 40 Mark bei
der Konkurrenz . Überdies rechnen viele Telekom-Mitbewerber die Verbindungen
sekundengenau ab , während der Rosa Riese nach wie vor an seinem
Taktzeiten-Modell festhält ; angefangene Takte sind mit 12 Pfennig zu bezahlen ,
selbst wenn man nur eine Sekunde davon genutzt hat . Wie die Telekom weiter
berichtete , seien inzwischen immer mehr Privatkunden von den Vorzügen eines
ISDN-Anschlusses überzeugt . Ihr Anteil an den ISDN-Anschlüssen liege
mittlerweile bei 60 Prozent . Monatlich kämen rund 160.000 Nutzer hinzu , hieß
es . Viag bringt neues Mobilnetz-Roaming Der Mobilfunknetzbetreiber Viag
Interkom will Ende April bis Anfang Mai eine neue und in Deutschland bislang
einmalige Funktion in seinem Mobilfunknetz E2 einführen : Das sogenannte
Handover vom E2- ins D1-Mobilfunknetz während laufender Gespräche . Bislang gibt
es zwischen E2 und D1 lediglich einen automatischen Netzwechsel , der aber keine
Übergabe von aktiven Verbindungen einschließt . Künftig sollen Gespräche beim
Verlassen des Viag-Netzes automatisch vom T-Mobil-Netz übernommen werden ,
sofern letzteres verfügbar ist . Dieses Handover wird jedoch Viags gegenwärtige
Versorgungslücken in Stadtgebieten nicht verbessern . Denn es soll nur in
Randbereichen der City-Zonen des Telefon-Konzerns beim Übergang in Gebiete zum
Einsatz kommen , in denen Viag keine Netzabdeckung aufgebaut hat . In manchen
City-Zonen sollen die randständigen Mobilfunkzellen diesen Service bereits
bieten - das Handy muss natürlich auf den automatischen Netzwechsel eingestellt
sein . Die Gesprächsübergabe in der umgekehrten Richtung vom D1- zum E2-Netz sei
nicht geplant , da das D1-Netz auch in Viag-Regionen vorhanden ist , heißt es .
Immerhin soll die Verbindung auch dann aufrecht erhalten bleiben , wenn ein in
das D1-Netz eingebuchtes Viag-Handy in eine der " verbotenen " Zonen vordringt ,
in der es sich nach der Einschränkung des nationalen Roamings nicht mehr in das
D1-Netz einbuchen darf . In diesem Fall soll man das Gespräch im D1-Netz zu Ende
führen können , bevor das Handy wieder ins Viag-Netz wechselt . Die klappte bei
unseren bisherigen Versuchen in Hannover jedoch nicht - die Verbindung brach bei
Betreten der " verbotenen Zone " ab . Theoretisch wäre ein Netzwechsel während
laufender Gespräche auch zwischen den anderen Mobilfunknetzen denkbar - die
Nutzer würden ihn sicherlich auch mit einem Preisaufschlag akzeptieren .
Modem-Standard V.92 weiter in der Warteschleife Noch immer gibt es in
Deutschland keinen Internet-Provider , der seine Einwahlrouter mit dem bereits
im letzten Jahr festgeklopften Modem-Verfahren V.92 aufgerüstet hätte .
Andererseits können Surfer aber zwischen diversen V.92-Modellen von etlichen
Herstellern wählen , etwa 3Com , Elsa , Hayes , Olitec , Psion oder auch Zoom .
V.92 sorgt unter anderem für kürzeren Verbindungsaufbau und höhere
Sendegeschwindigkeiten . Auch können V.92-Geräte während einer Surf-Sitzung bei
einem eingehenden Anruf in Warteposition gehen , bis das Gespräch beendet ist .
Den Modem-Hersteller U.S. Robotics lässt die mangelnde Unterstützung aber
anscheinend unbeeindruckt . Das sogenannte V.92 56K Faxmodem ist in Deutschland
und Österreich seit Ende Mai und in der Schweiz ab Mitte Juni erhältlich , so US
Robotics . Der Preis in Deutschland soll rund 150 Mark betragen . Auf Nachfrage
von heise online konnte US Robotics immerhin die Geduld mit dem neuen Standard
erklären : In Deutschland wollen zumindest AOL und Tiscali " im Laufe des Jahres
" mit dem neuen Verfahren aufwarten . Andere Provider würden dann wohl bei
entsprechender Nachfrage nachziehen , hieß es . Handy-Hersteller Siemens
überholt Ericsson Siemens hat erstmals mehr Handys verkauft als der schwedische
Mitbewerber Ericsson und ist damit zum weltweit drittgrößten Anbieter
aufgestiegen . Dies ergab eine Erhebung des Marktforschungsinstituts Gartner
Dataquest , wie die Nachrichtenagentur Bloomberg meldet . Zugleich baute der
finnische Hersteller Nokia seine Spitzenposition vor dem US-Konkurrenten
Motorola aus . Der US-Konzern Motorola hat indes den Abstand zu Siemens
vergrößert . In dem Gartner-Bericht heißt es weiter , dass Nokia und Siemens bei
ihren Marktprognosen für dieses Jahr möglicherweise zu pessimistisch gewesen
seien . ISDN-Lösung für NT Ab Mitte August will die Dortmunder ITK ihre von
Windows 95 her bekannte ISDN-Lösung Columbus World auch für NT 4.0 anbieten .
Für rund 150 Mark bekommt man nicht nur die passive ISA-Karte sondern auch
Software für den Internet-Zugang , den Euro-Filetransfer und die
Faxkommunikation . Erste UMTS-Datenverbindung in München Heute morgen hat D2
Vodafone in seinem Münchner Pilotnetz in Kooperation mit Siemens als erster
deutscher Netzbetreiber eine UMTS-Datenfunkverbindung hergestellt , meldet das
Unternehmen . Dabei wurde ein Film per Video-Streaming auf einen PDA übertragen
und auf dessen Display dargestellt . Bereits Anfang Juli hatte D2 Vodafone
erstmals UMTS-Sprachverbindungen aufgebaut . Mit der erfolgreichen
Datenverbindung hat die von D2 Vodafone in München eingesetzte Systemtechnik
einen weiteren Härtetest bestanden , meint der Düsseldorfer Netzbetreiber . Dies
sei deshalb wichtig , weil die Infrastruktur des Münchner Pilotnetzes in den
UMTS-Regelbetrieb übergehen solle . Öffentlich demonstriert D2 Vodafone seinen
UMTS-Entwicklungsstand bis Sonntagabend auf der Internationalen Funkausstellung
( IFA ) in Berlin auf dem Stand 1 in Halle 1.2b . Dort sind mobile
Multimedia-Dienste wie Video- und Audio Streaming , Bildtelefonie oder auch
Picture Messaging zu sehen . Glanzlicht der Präsentation sei das in Kooperation
mit Siemens und der ARD entstandene UMTS-Streaming der TV-Nachrichtensendung
Tagesschau . Mobilfunk : Handy-Nutzer im Stau Es herrscht wieder Ruhe bei
Mannesmann Mobilfunk . Das auf den gestrigen Sonntag befristete Angebot ,
kostenlos per D2-Handy zu telefonieren , ist vorbei . Endlich , denn der Andrang
überstieg die Gesprächskapazität des D2-Netzes so stark , daß Verbindungen erst
nach etlichen Wahlwiederholungen aufgebaut wurden . Etliche Reisenden legten das
Handy entnervt weg und besannen sich auf die " Steinzeit " des mobilen
Telefonierens : Sie hielten an Telefonzellen , um ihre Gespräche zu führen .
Christian Schwolow , Pressesprecher bei Mannesmann Mobilfunk nahm es mit Humor :
Nicht ganz so locker dürften das freilich all jene gesehen haben , die von
Berufswegen auf ihr Handy angewiesen sind . Ralf Hüskes Mobilfunk : E-Plus
aufpoliert Vor zwei Jahren hat E-Gate , der kostenlose , von Hobbyisten
angebotene Service für den Mail-Versand an E-Plus-Handys seinen Dienst
eingestellt - jetzt bietet der Mobilfunknetzbetreiber E-Plus einen ähnlichen
Dienst unter eigener Regie an . Allerdings kostet die EMail-Kommunikation bei
E-Plus 29 Pfennige je Nachricht . Den Empfang muß der Kunde zuvor freigegeben
haben ( eine Kurznachricht mit dem Wort " start " an die Nummer 7676245 schicken
) . Als Übertragungsprotokoll dient der sogenannte Short Message Service , SMS ,
mit dem sich bis zu 160 Zeichen übermitteln lassen . Der Mobilfunkteilnehmer
sendet Texte als Kurznachricht vom E-Plus-Handy an die Nummer 7676245 . Dem Text
muß die EMail-Adresse des Empfängers vorangestellt werden . Die muß um den
Zusatz @smsmail.eplus.de ergänzt werden . Auch darüber hinaus hat E-Plus den
SMS-Dienst erweitert . Kurznachrichten lassen sich nun auch an Faxgeräte
schicken . Dazu wird der Text an die E-Plus Nummer 1551 geschickt , der die
Faxnummer des Adressaten ( inklusive der Vorwahl " 0 " ) folgt . Jedes Fax
kostet 1,79 DM . Ferner lassen sich Kurznachrichten endlich auch in die beiden
D-Netze und auch an Pager übermitteln . Alle E-Plus Kunden , die über ein
SMS-sendefähiges Handy verfügen , können die genannten Dienste nutzen . IFA :
Deutsche Bank präsentiert Handy-Banking In einem Pilotvesuch erproben die
Deusche Bank und die Münchner Firma Chipcard & Communication Systems eine
plattformunabhängige Version des Handy-Banking . Die Software auf dem
Mobiltelefon kommuniziert per verschlüsselter SMS mit einem Server , der die
Vorgänge über HBCI an den Computer der Bank weitergibt . Das Programm soll auf
jedem Handy laufen , das das SIM-Toolkit enthält . Eine Unterstützung durch den
Mobilfunk-Netzbetreiber ist nicht nötig , er muss lediglich den SMS-Versand
erlauben . Wann sie dieses System ihren Kunden anbieten will , teilte die
Deutsche Bank nicht mit . Johannes Endres Handy zum Chatten Der schwedische
Handy-Hersteller Ericsson hat am heutigen Dienstag sein neues Mobiltelefon T20s
vorgestellt . Das Handy verfügt über WAP- und Chat-Funktionen und ist laut
Hersteller das weltweit erste Handy , das die Swatch Internet Time anzeigt . Das
Dualband-Gerät soll offensichtlich adoleszierende und jungebliebene Handynutzer
ansprechen , die dem aktuellen Zeitgeist folgend per E-Mail , Chat oder SMS mit
Gleichgesinnten in Kontakt treten wollen . Für die Entwicklung des Chat-Dienstes
zeichnet die Firma Mgage verantwortlich . Die Mgage-Produkte Mobile Chat und
E-Card kann man auf dem Web-Server des Handy-Herstellers einsehen , über dortige
Seiten sind die Chat-Räume auch für übliche Internet-Reisende zugänglich .
Anhand der angezeigten Swatch Internet Time kann man sich auch unabhängig von
Ort und üblicher geografischer Zeitzone zum Chat verabreden . Ericsson
verspricht für das T20s eine maximale Gesprächszeit von 10 Stunden
beziehungsweise eine Bereitschaftszeit von bis zu 200 Stunden . Sprachanwahl
sowie Sprachsteuerung bei Rufannahme oder -ablehnung gehören ebenso wie der
Vibrationsalarm zum Funktionsumfang . Ab November soll das Gerät in drei Farben
erhältlich sein , der Preis steht noch nicht fest . Riva TNT crasht auf
Super-Socket-7-Boards Zahlreiche Leserhinweise und Beiträge in Newsgroups
deuteten darauf hin , daß nVidias leistungsfähiger Grafikchip Riva TNT sich nur
schlecht mit Mainboards für AMDs K6-2 verträgt : 3D-intensive Spiele stürzen
sofort oder nach kurzer Laufzeit ab . Die Hersteller konnten das Problem auch
mit den neuesten Mainboard- und Grafikkartentreibern bisher nicht beseitigen .
Ein ausführlicher Bericht mit Stellungnahmen der Hersteller erscheint in Ausgabe
26/98 der c't . UMTS lässt noch auf sich warten Die Investmentbank Dresdner
Kleinworth Wasserstein ( DrKW ) erwartet , dass der UMTS-Boom in Deutschland
nicht vor 2004 beginnt . Das Nachrichtenmagazin " Focus " zitiert in einem
Vorabbericht Wolfram Petzinger , den Leiter der Abteilung Telekommunikation bei
DrKW , nach dessen Meinung der Netzausbau erst 2002 starten wird und die
entsprechenden UMTS-Handys frühestens Ende 2003 auf den deutschen Markt kommen .
Er widerspricht damit den Ankündungen von Netzbetreibern und Geräteherstellern ,
nach denen UMTS bereits im kommenden Jahr marktreif sein soll . Selbst wenn erst
jüngst die erste UMTS-Datenübertragung hierzulande gelang , bei der ein PDA
einen per UMTS transportierten Film abspielte , muss der neue Mobilfunkstandard
noch einige Hindernisse meistern . So befürchten die Netzbetreiber ob der
Elektrosmog-Hysterie , bei der Errichtung neuer Basisstationen auf vermehrten
Widerstand zu stoßen . NASA umgeht WEP-Sicherheitslöcher bei Funknetzwerken
Kürzlich veröffentlichte Forschungsergebnisse und ihre Umsetzung legen nahe ,
dass die bei Funk-Netzwerken ( Wireless LANs ) verwendete
Verschlüsselungstechnik WEP ( Wired Equivalent Privacy ) längst nicht so sicher
ist , wie die Werbung gern suggeriert . Angesichts dieser Schwäche setzt die
NASA bei einem Funknetzwerk , das laut der Entwicklerin Nichole Boscia
hauptsächlich Konferenzgästen der Advanced Supercomputing Division einen
leichten Internet-Zugang bieten soll , auf andere Mechanismen : Der Rechner
übernimmt dazu die IP-Adressvergabe für drahtlose Clients per DHCP , die
Authentifizierung über einen eigenen Webserver sowie Paketfilterung . WEP hat
man gar nicht erst aktiviert . Für den Schutz gegen Eindringlinge sollen bei
diesem Modell bereits vorhandene sichere Protokolle - etwa Secure HTTP mit SSL
für die Authentifizierung - sowie striktes Filtern sorgen . Zudem hat man per
Scripts den DHCP-Server und den Paketfilter eng verknüpft : Unter anderem
fliegen abgelaufene IP-Adressen automatisch aus der Firewall-Liste heraus .
Implementierungsdetails schildert die NASA in einem White Paper . Eine
Man-in-the-Middle-Attacke , bei der ein Angreifer just den Wireless Firewall
Gateway nachbildet und so an Namen/Passwort-Kombinationen gelangt , soll das von
Verisign bestätigte SSL-Zertifikat verhindern . Doch auch dieses Vorgehen hat
eine Schwäche : Ein argloser Nutzer , dem beim Einloggen nicht auffällt , dass
der Server ein falsches Zertifikat vorlegt oder dass keine sichere
HTTP-Verbindung zu Stande kommt , wird zur leichten Beute für Hacker . Selbst
noch so ausgefeilte Sicherheitssysteme können die Schulung der Anwendern nicht
ersetzen . Schneller " Voodoo 2 " für 3D-Spiele Der Nachfolger des 3D-Chips
Voodoo-Graphics für Spielebeschleunigung ist in Sicht : Hersteller 3Dfx
Interactive demonstriert zur Zeit einen Prototypen des " Voodoo 2 " , der nur
noch einen Schritt von der endgültigen Ausführung entfernt sein soll . Auf
Systemen mit dem Pentium II sollen mehr als 100 fps erreicht werden . Für andere
Benchmarks ist die Treibersoftware noch zu unstabil . Aufgrund des von 50 auf 90
MHz erhöhten Arbeitstaktes und einer vierfach ausgelegten Triangle-Setup-Engine
soll die 3D-Leistung in realen Anwendungen etwa um den Faktor 2 oberhalb der des
Vorgängers liegen . Zu dieser Steigerung trägt auch bei , daß es Voodoo-2-Boards
NUR mit einem Dreier-Chipsatz geben wird , von denen zwei Chips parallel
Texturen berechnen . Die Leistung läßt sich durch Parallelschalten von zwei
Voodoo-2-Boards weiter steigern , was 3Dfx allerdings noch nicht demonstrieren
konnte . Mit ersten Boards kann man im April 98 rechnen . Neben Diamond wollen
auch Creative Labs ( 3D Blaster Voodoo 2 ) und Guillemot International den
Voodoo-2-Chipsatz verwenden . Die maximale 3D-Grafikauflösung wird bei 2 MByte
Framebuffer 640x480 Bildpunkte und bei 4 MByte Framebuffer 800x600 Bildpunkte
betragen . In den USA sollen Voodoo-2-Boards für etwa 249 US-Dollar in den
Handel kommen . Der Preis für 3D-Boards mit dem Voodoo-1 , der weiter produziert
wird , wird auf 149 US-Dollar sinken . Matrox : Treiber gegen Gedächtnisschwund
Wie c't berichtete , leiden manche Matrox-Grafikkarten mit den Chips G100 und
G200 an Vergesslichkeit . Die Meldung hat Matrox inzwischen indirekt bestätigt
und weitere Hinweise zur Fehlerbehebung gegeben : Falls der Fehler bereits
zugeschlagen hat und der Rechner beim Starten kein Bild mehr zeigt , soll eine
spezielle Bootdiskette ( Matrox Boot Disk 1.0 ) helfen , die Matrox auf Anfrage
kostenlos abgibt . Auch Benutzer anderer als der genannten Betriebssysteme
können zwecks Vorbeugung diese Bootdisk einsetzen . S3 stellt neuen 3D-Chip vor
Der kalifornische Grafik-Spezialist S3 stellt heute auf der Computer Game
Developers Conference ( CGDC ) in Long Beach seinen neuen Baustein Savage3D vor
. Er soll dem in letzter Zeit ins Hintertreffen geratenen Unternehmen den
Aufschluß an die 3D-Elite ermöglichen . Dem Vernehmen nach enthält der Savage3D
neben einem neu entwickelten 128-Bit-2D-Kern auch eine 3D-Engine inklusive
Triangle-Setup . Damit könnte die Leistung des Savage3D die des derzeit gängigen
Riva 128 übertreffen . Der Baustein soll im dritten Quartal in Stückzahlen für
etwa 35 US-Dollar verfügbar sein , Karten mit dem Chip werden möglicherweise im
Preisbereich um 200 Dollar liegen . IBM poliert OS/2 Warp 4 auf Auch wenn es
allerseits immer wieder totgeredet wird , OS/2 ist noch am Leben . IBM bringt in
regelmäßigen Abständen sogenannten Fixpacks heraus , die Fehler beseitigen und
manchmal auch neue Funktionen ergänzen . Seit gestern steht das Fixpack 13 für
OS/2 Warp 4 bereit , das mehr als eine Sammlung von Fehlerkorrekturen sein soll
. Mit ihm will IBM die Codebasis des Warp-4-Client und des Warp Server for
e-business ( WSeB , Warp 4.5 ) zusammenführen . Nach der Installation des Pakets
soll Warp 4 über den gleichen Kernel wie WSeB verfügen , allerdings nicht
SMP-fähig sein . IBM verspricht bessere Performance und Stabilität sowie mit KEE
ein 32-Bit-Treibermodell . Auch die bisher bestehende
512-MByte-Hauptspeichergrenze soll fallen , die die Abwärtskompatibilität zu
OS/21.3 sicherte : Prozesse können jetzt bis zu drei GByte nutzen . Das soll
unter anderem dem Open-Source-Projekt ODIN nützen , mit dem man unter OS/2
Win32-Anwendungen wie MS Office laufen lassen kann . Auf dem amerikanischen
Server liegt das Fixpack 13 bislang nur in der US-englischen Variante , die
deutsche Übersetzung dürfte wie üblich noch rund acht Wochen auf sich warten
lassen . Schwachstellen im Sicherheitsprotokoll für Funk-LANs Ein Forscherteam
um Nikita Borisov hat sich an der kalifornischen Universität in Berkeley ( UCB )
mit dem Verschlüsselungsprotokoll WEP ( Wired Equivalent Privacy ) befasst , das
bei drahtlosen Netzwerken ( WLAN ) nach dem Standard IEEE802.11 zum Einsatz
kommt . Komponenten für solche Netze preisen LAN-Hersteller als billige
Alternative zum Kabelverlegen an . Bei der Analyse traten mehrere Schwachstellen
zutage , die das WEP-Verfahren unter anderem wegen des verwendeten symmetrischen
RC4-Algorithmus verhältnismäßig leicht angreifbar machen : Findet etwa ein
Lauscher zwei Datenpakete , die mit dem gleichen Schlüssel verschlüsselt wurden
, dann erleichtert deren XOR-Verknüpfung das Finden des Originaltextes mittels
statistischer Analyse erheblich . Der vergleichsweise kurze IV kann sich bei
ausgelasteten WLANs schon nach fünf Stunden wiederholen . Ausgehend von dieser
passiven Methode können Übeltäter auch aktiv in den vermeintlich gesicherten
Netzverkehr eingreifen . Sobald der feste Schlüsselteil bekannt ist , kann man
Datenpakete in das drahtlose LAN einspeisen . Alles weitere erledigen
handelsübliche Hacker-Tools . Das Fazit des UCB-Teams : Eine nach aktuellem
Stand sichere Verschlüsselungsmethode stellt WEP nicht dar . Überdies hätten die
Schwachpunkte von WEP vermieden werden können , wenn das zur
IEEE-Standardisierung vorgeschlagene Verfahren seinerzeit öffentlich zur
Diskussion gestellt worden wäre . Neues Loch in WLAN-Verschlüsselung Vor einem
halben Jahr deckten Forscher der kalifornischen Universität in Berkeley auf ,
dass das bei Funknetzwerken nach dem IEEE-Standard 802.11b gebräuchliche
Verschlüsselungsverfahren WEP ( Wired Equivalent Privacy ) löchrig ist . Nun
offenbart ein Beitrag zum achten Sicherheits-Workshop Selected Areas in
Cryptography weitere Lücken : Das Problem an passiven Angriffen ist , dass der
Attackierte sie nicht entdecken kann . Damit haben Fluhrer , Mantin und Shamir
auch schon ein Loch in den Entwurf WEP2 gerissen , der unter anderem IVs von 128
Bit vorsieht . Schätzungen zufolge soll das Brechen eines 40-Bit-WEP-Schlüssels
in einer Viertelstunde möglich sein . Die etwas bessere WEP128-Variante mit 104
Bit langen Schlüsseln würde einen Angreifer dann auch nur etwa 40 Minuten
aufhalten . Die Quintessenz für sicherheitsbewusste Funk-LAN-Nutzer kann nur
sein , auf WEP grundsätzlich eine weitere Sicherungsschicht zu setzen , etwa
Software für VPNs ( Virtual Private Networks ) . Allerdings sollte man dabei von
PPTP absehen . Seagate demonstriert Ultra320-SCSI Kaum haben sich
Ultra160-SCSI-Adapter und Festplatten am Markt etabliert , dreht Seagate schon
wieder an der Geschwindigkeitsschraube . Kurz vor der US-amerikanischen
Fachmesse Comdex , die vom 13. bis 17. November in Las Vegas stattfindet ,
verkündet der Festplattenhersteller , als Erster ein Ultra320-SCSI-System in
Betrieb genommen zu haben . Dieses sei mit einem selbst entwickelten
Controllerchip ausgestattet und entspreche bereits den Vorschlägen zum
ANSI-Standard SPI-4 . Dabei soll es jedoch abwärtskompatibel zu Ultra160-SCSI
bleiben . In Desktop-Rechnern wird Ultra320-SCSI vorerst jedoch nicht sinnvoll
einsetzbar sein : sein hoher Datendurchsatz überfordert den gewöhnlichen PCI-Bus
mit seinen maximalen 133 MByte/s bei weitem . Die Domäne dürften eher
Hochleistungsserver mit Festplatten-Arrays sein , die einen PCI64- oder PCIX-Bus
besitzen . Funk-LAN HomeRF holt auf Auf der CeBIT will Proxim erstmals ein
drahtloses Netzwerk nach dem HomeRF-Standard Version 2.0 vorführen . Die neue
Spezifikation schließt mit einer Datenrate von 10 MBit/s zu den Wireless LANs (
WLAN ) nach IEEE 802.11b auf , die mit 11 MBit/s arbeiten . Anders als
IEEE-WLANs sollen HomeRF-Netzwerke speziell für Privatanwender konzipiert sein ,
da sie einfach zu installieren und preiswert seien . Neben dem Datentransport
etwa für einen gemeinsam genutzten Internet-Zugang bietet HomeRF auch bis zu
acht Sprachkanäle ; damit könnte auch bei TK-Anlagen das wie bei herkömmlichen
PC-Netzwerken mühselige Strippenziehen entfallen . Interessenten können sich das
HomeRF-Netz in Halle 11 auf den Gemeinschaftsstand C40 ansehen ; dort ist Proxim
auf den Standplätzen A01 und A08 zu finden . Adaptec will Linux-Entwickler mehr
fördern Das Vehikel dafür soll nun ein dedizierter Web-Server sein . Dort sollen
Treiber-Entwickler Zugang auf Adaptecs aktuellen Source-Code für Linux und BSD
erhalten sowie auf Dokumentation , beispielsweise Datenblätter oder White Papers
, zugreifen können . Daneben will Adaptec den Server zum Kommunikationsforum und
zentralen Support-Medium für die Open-Source-Gemeinde machen . Der Hintergrund
für diese Öffnung dürfte ziemlich eindeutig sein : Das
Marktforschungsunternehmen IDC erwartet , dass der Linux-Anteil am weltweiten
Markt für Massenspeicherlösungen bis 2004 jährlich um 35 Prozent wächst . Update
: " Detonator " treibt Riva-TNT-Chips schneller " Detonator " taufte nVidia den
neuen Windows-9x- und NT-Treiber für seinen 2D/3D-Grafikbeschleuniger Riva TNT ,
der seit dem 8.2.99 bereitsteht . Die Software soll in Direct3D-Spielen spürbar
schneller arbeiten , beispielsweise wird für Half-Life bei einer bestimmten
Auflösung eine um bis zu 30 Prozent höhere Frame-Rate versprochen . Zudem sei
der neue Treiber aufwärtskompatibel zu kommenden Chip-Versionen ; man könne
später die Grafikkarte ohne erneute Software-Installation wechseln . Nebenbei
verspricht nVidia auch eine verbesserte Systemstabilität . Die Renaissance des
Rechenschiebers Schon vor rund 350 Jahren entwickelte der Engländer William
Oughtred einen einfachen Rechenschieber mit logarithmischen Skalen . Über die
Zeit wurde das Werkzeug immer weiter verfeinert und an besondere Anforderungen
angepasst . Noch vor gut 30 Jahren kam kein Architekt oder Ingenieur ohne
Rechenschieber aus , doch mit dem Aufkommen der elektronischen Taschenrechner
verschwand das meist linealförmige Hilfsmittel im Handumdrehen aus Jackentaschen
und von Schreibtischen . Mit den einfacher zu bedienenden elektronischen Geräten
kam man schneller und bequemer zu Ergebnissen als mit den Schiebern aus Holz
oder Kunststoff . Infolge rotierender Stromabschaltungen ruht aber in der
Neuzeit das Wirtschaftsleben in Kalifornien zeitweise , denn ohne Strom läuft
kein Internet , keine Supermarkt-Kasse und eben auch kein Desktop-Rechner . Wenn
dann noch zufällig die Batterien des Taschenrechners leer sind , sitzt man
mathematisch auf dem Trockenen . Nur eine kleine Schar von
Rechenschieberfreunden ist autonom und muss dann für die Grundrechenarten oder
gar höhere Operationen nicht auf Papier , Bleistift und Tabellenbücher
zurückgreifen . Jedenfalls konstatiert die Nando Times , dass neuerdings an dem
einen oder anderen PC-Monitor im Silicon Valley ein Edel-Schieber mit der
Aufschrift " Nur für den Notfall " hängt . Wer sich nicht vorstellen kann , wie
das Rechnen mit Stab und Nonus funktioniert und den Weg in die
Informatik-Abteilung des Deutschen Museums in München scheut , braucht nur ins
Web zu blicken : Das Rechenschieber-Museum hält Informationen zu den Modellen
für verschiedene Anwendungsgebiete von Maschinenbau bis Verkauf parat und weist
den Weg zu weiteren Web-Sites , die sich Rechenhilfsmitteln widmen . Wer Java in
seinem Browser aktiviert hat , kann sogar einen simulierten Rechenschieber
ausprobieren . Sammler und Fans finden sich bei Yahoo . MediaCom vertreibt
wieder Nomaï-Zip-Disks Nach der Boeder GmbH hat nun auch der Distributor
MediaCom den Vertrieb von Zip-Disketten der französischen Firma Nomaï wieder
aufgenommen , um die es einen Rechtsstreit mit Zip-Hersteller Iomega gibt . Am
19. Dezember hatte das Landgericht Mannheim die von Iomega erwirkte Einstweilige
Verfügung gegen MediaCom in wesentlichen Punkten aufgehoben . Damit darf
MediaCom hierzulande zwar die Nomaï-XHD-Medien wieder vertreiben , sie aber
nicht als Zip-kompatibel , sondern nur als " für Zip-Laufwerke " kennzeichnen .
Bereits am 12. Dezember widerrief ein Pariser Berufungsgericht die dort von
Iomega gegen Nomaï bewirkte Unterlassungsverfügung . Funk-LANs : 22 oder 54
MBit/s als nächster Schritt ? Nachdem sich bei drahtlosen lokalen Netzwerken (
WLANs ) 11 MBit/s als Standard ( IEEE 802.11b ) etabliert haben , überlegen
Hersteller und Normungsgremien , wie groß der nächste Geschwindigkeitsschritt
ausfallen soll : Auf der einen Seite stehen Lösungen wie IEEE 802.11a und
HiperLAN 2 , die bei 5 GHz arbeiten und bis zu 54 MBit/s durch das drahtlose
Netz schaufeln sollen . Allerdings erfordern sie eine komplett neu entworfene
Hardware in den Netzwerkkarten . Demgegenüber läuft just beim Normungsgremium
IEEE die Diskussion , ob man den 11-MBit/s-Standard 802.11b , der das
2,4-GHz-Band nutzt , mittels eines anderen Modulationsverfahrens ( Orthogonal
Frequency-Division Multiplexing , OFDM ) kurzerhand auf das Doppelte
beschleunigt . Dies ließe sich mit moderatem Hardware-Entwicklungsaufwand
realisieren . Allerdings würde solche Hardware die bestehenden
Nutzungsbestimmungen der US-amerikanischen Aufsichtsbehörde FCC verletzen ,
obwohl sie das erlaubte Frequenz- und Leistungsspektrum einhielte . Anscheinend
auf Druck der Industrie will sich nun die FCC entscheiden , ihre Bestimmungen
hinsichtlich OFDM anzupassen . Denn schon zum Ende dieses Jahres sollen erste
Produkte für die gleich schnellen oder mit bis zu 54 MBit/s noch deutlich
flinkeren 5-GHz-WLANs erscheinen . Neben der möglichen höheren Datenrate hat das
5-GHz-Band den weiteren Vorteil , dass dort bisher deutlich weniger Funkdienste
als bei 2,4 GHz laufen . Funk-LAN-Verschlüsselung WEP passiv durchbrochen Die
Prügel , die das im WLAN-Standard IEEE 802.11 verwendete
Verschlüsselungsverfahren WEP ( Wired Equivalent Privacy ) nun schon seit
Monaten bezieht , wollen einfach nicht aufhören . Erst vor ein paar Tagen wurde
eine theoretische Attacke bekannt , mit der der verwendete WEP-Schlüssel durch
einen rein passiven Angriff , also simples Abhören , ermittelt werden kann . Die
beschriebene Attacke war bislang rein theoretischer Natur und noch nicht an
einem existierenden Netzwerk erprobt . Liest man das Dokument , so bekommt man
relativ schnell Zweifel , ob etwa Script-Kiddies ohne Mathematikstudium jemals
in der Lage wären , eine solche Attacke zu implementieren . Avi Rubin und John
Joannidis von den AT&T Research Labs sowie Adam Stubblefield von der Rice
University besitzen anscheinend ausreichende Kryptographiekenntnisse : Schon am
Montag haben sie ein Papier veröffentlicht , in dem sie ihre Erfahrung bei der
Anwendung der Erkenntnisse von Fluhrer , Mantin und Shamir mit existierenden
drahtlosen Netzen beschreiben . Sie benötigten nur wenige Tage , um sich die
nötige Ausrüstung zu beschaffen und den Angriff zu implementieren . Tatsächlich
brauchten sie nur ein paar Stunden , um auf einem mittelmäßig ausgelasteten
drahtlosen Netzwerk einen WEP128-Schlüssel ( 104 Bit ) zu rekonstruieren . Die
dazu erforderliche Ausrüstung bestand aus einem handelsüblichen
Wireless-LAN-Adapter unter Linux sowie Tools wie TCPDUMP oder dem frei
verfügbaren Netzwerkanalysator Ethereal . Über die reine Umsetzung des eingangs
erwähnten Angriffs hinaus entwickelten die Autoren noch diverse Techniken , um
diese Attacke in einer IEEE-802.11-Umgebung zu optimieren . Als Ergebnis ihrer
Arbeit formulieren sie schließlich die kompromisslose Aussage , dass Wireless
LANs auf dem Link Layer , auf dem WEP arbeitet , keine Datensicherheit bieten .
Ihre Empfehlungen , wie etwa der Einsatz von IPSec oder SSH , decken sich im
Wesentlichen mit denen aus Ausgabe 15/2001 von c't . Hewlett-Packard : Ein
hehres Ziel hat sich Hewlett-Packard , derzeit die Nummer drei im PC-Markt ,
gesteckt . Das sollen bei einem fortgesetzten jährlichen Wachstum von 50% bis
60% in diesem Geschäftszweig drei neue Produktlinien schaffen , die heute
vorgestellt werden : Die auf Pentium-II-CPUs basierende Workstation-Familie
Kayak beginnt preislich bei US$ 2250 . Sie wird um zwei Serien ( Kayak und Brio
) für das Desktop-Geschäft ergänzt . Linux-Software für c't-Flasher Der Flasher
, ein ISA-Karten-Projekt aus c't 16/97 , erfreut sich anhaltender Beliebtheit .
Statt der ursprünglichen acht Chiptypen beherrscht die unter DOS laufende
Flasher-Software mittlerweile rund 50 Bausteinvarianten . Zwar gibt es immer
wieder Fragen nach einer Windows- oder Linux-Version , aber weil diese
Betriebssysteme im Unterschied zu DOS keinen direkten Hardwarezugriff erlauben ,
ist das unter Pascal geschriebene Programm nicht ohne grundlegende Umarbeitung
portierbar . Deshalb entstand auf Sourceforge ein Projekt , das die
verschiedenen Funktionen des Flashers als Linux-Devices realisiert . Bislang
bedient die Software Flash-Chips von Atmel und AMD , doch soll die Auswahl zügig
erweitert werden . Dafür sucht der Initiator Dirk Pfau noch Mitstreiter .
Interessierte Programmierer und Beta-Tester können den aktuellen Quelltext
herunterladen und sich für die Mitarbeit eintragen . Microsoft hat das neue 3D-
, Audio- und Bedienungs-API DirectX 8 überraschend am gestrigen Donnerstagabend
auf seiner internationalen Site angekündigt , aber noch nicht " offiziell " zum
Download bereitgestellt - ab Samstag , den 11.11.2000 sollen die Dateien hier
bereitstehen . Dennoch bieten es bereits diverse Sites an . Die wesentliche
Neuerungen von DirectX 8 betreffen die Zusammenführung der bisher getrennten
Komponenten DirectSound und DirectMusic unter DirectAudio , die vollständige
Integration von DirectDraw in Direct3D sowie verbesserte Unterstützung für
Netzwerkspiele in DirectPlay . Im 3D-Bereich beherrscht DirectX 8 nun unter
anderem Environment-Mapping und Lighting/Bump-Mapping oder Volumen-Texturen .
Höhere Funktionen wie Skinned Meshes oder Multi-Resolution-LOD-Geometrie (
Level-Of-Detail ) lassen sich über Plug-Ins nachrüsten . Bis erste Spiele das
neue API benutzen oder gar voraussetzen , werden sicher noch einige Monate ins
Land gehen . Deshalb kann man sich das Herunterladen der 11 respektive 7 MByte
großen Dateien noch bis dahin aufsparen - und schließlich hat neue Software auch
immer neue Macken . Die ersten und ihre Behebung beschreibt Microsoft bereits :
etwa Bildschirmflackern beim Programmstart oder mangelnde Performance unter
Windows 2000 . Spaß mit Y2k-Bug Immer mehr Firmen springen auf den Themen-Zug
des Jahres auf . Der amerikanische Grußkartenhersteller Hallmark wirft zum
Weihnachtsgeschäft den ersten Y2k-Bug auf den Markt , der harmlos ist und vor
allem Kinder erfreuen dürfte . Denn das Spielzeug " crasht " sogar akustisch ,
wenn man es loslässt . Der Spaß kostet 13 US-Dollar plus Fracht , was die
Kreditkartenrechnung mit rund 40 Mark belastet . VIA und S3 bilden Joint-Venture
für 3D-Chips Wie erwartet trennt sich S3 vom 3D-Chip-Geschäft und gründet
zusammen mit dem Chipproduzenten VIA ein Joint Venture . Die gemeinsame
Gesellschaft VIA-S3 , in der auch die schon bestehende S3-VIA aufgehen wird ,
soll in Zukunft Grafiklösungen entwickeln . S3 zieht sich damit effektiv aus dem
Rennen um den schnellsten Spielegrafikprozessor zurück . Was das für den bisher
eher glücklosen 3D-Chip Savage 2000 bedeutet , ist noch offen . Vom
Mainboard-Chipsatz-Hersteller VIA kann man erwarten , dass er das 3D-Know-how
von S3 in die Mainboard-Chipsätze integriert . Allerdings hinken solche Lösungen
zumeist eine Chip-Generation hinterher . Sie haben sich jedenfalls bisher stets
als weniger leistungsfähig als separate 3D-Karten mit aktuellen Grafikchips
erwiesen . Damit dürfte S3-Grafik in Zukunft wohl nur noch in Billigst-Rechnern
auftauchen . 3D-Chips knacken 200-MHz-Schwelle Die Fans von 3D-Action-Games
verlangen nach immer mehr Grafikleistung , und sie bekommen sie : Erstmals
treibt der Kartenhersteller Hercules , der schon öfter durch hochgetunte Boards
von sich reden machte , den Speichertakt einer Grafikkarte über die Schwelle von
200 MHz . Der Baustein auf der Grafikkarte Dynamite TNT2 Ultra , nVidias Riva
TNT2 Ultra , ist mit einem Chiptakt von 150 MHz und einem Speichertakt von 183
MHz schon um etwa 20 Prozent schneller als in der Standardausführung ( 125/150
MHz ) . Hercules traut sich unter Einsatz eines starken Lüfters und schneller
Speicher , den Baustein bereits in der Grundeinstellung auf 170 MHz Chiptakt und
210 MHz RAM-Takt zu übertakten . Bei Incoming waren ein Standard-TNT2-Board (
125/150 MHz ) und die Dynamite TNT2 Ultra ( bei 185/225 MHz ) mit 94 fps genau
gleich schnell . Die etwas komplexere Expendable-Timedemo lief mit 59 gegenüber
57 fps auf dem Ultra geringfügig flinker . Wechselt man dagegen zu einer
1024er-Auflösung und TrueColor , fällt die Standard-Karte bei Incoming auf 53
fps zurück , während das Hercules-Produkt den höheren Rechenaufwand mit 89 fps
fast unbeeindruckt bewältigt . Bei Expendable beträgt das Verhältnis 57 zu 46
fps zugunsten der Ultra-Karte . Die höheren Taktraten machen den TNT2 Ultra also
relativ unempfindlich gegenüber hohen TrueColor-Auflösungen , Spiele-Fans müssen
die bessere Bildqualität nicht mehr mit drastisch niedrigeren Bildraten bezahlen
. Neben Hercules wollen auch Diamond , Asus und Guillemot Grafikkarten mit dem
TNT2 Ultra anbieten . Eine gleichfalls nach Geschwindigkeit selektierte
Chip-Version hat Matrox angekündigt . Der G400 , der in der Standard-Fassung mit
125/166 MHz arbeitet , soll als G400 MAX mit 166/200 MHz laufen . Einen
ausführlichen Bericht über die Viper V770 Ultra von Diamond , die Millennium
G400 von Matrox sowie neue Grafikchips von VideoLogic und Intel bringt c't in
der Ausgabe 11/99 . 3D-Grafikspezialist Nvidia kämpft mit harten Bandagen Nvidia
, der Hersteller der GeForce-Grafikchips , wird im Wettbewerb mit seinen
Konkurrenten immer erfinderischer . Nvidias härtester Konkurrent ist der
3D-Veteran 3dfx , der den GeForce-Produkten mit seiner 3D-Karte " Voodoo 55500 "
entgegentritt . So überrascht es wenig , dass auch Nvidia-Fan-Sites in den USA -
in diesem Fall Riva 3D - vergleichende Testberichte über die 3dfx-Karte bringen
, in denen besonders das bessere Fullscene-Antialiasing der Voodoo-Karte
herausgestellt wird . Der Riva-3D-Bericht war nicht lange online , da erhielt
der dortige Redakteur einen Anruf von zwei Nvidia-PR-Mitarbeitern , die nicht
damit einverstanden waren , dass eine Nvidia-Fan-Site einen Bericht über ein
Konkurrenzprodukt bringt . Obwohl man nicht explizit damit drohte , Riva 3D die
Unterstützung mit Informationen und Testmustern zu entziehen , nahm der
Redakteur den Testbericht von seiner Site herunter . Inzwischen ist der
3dfx-Bericht wieder online , wenn auch nicht , wie ursprünglich , mit einem
offenen Brief an die Leser über den Vorgang sowie Klagen über die Bevorzugung
bestimmter großer Sites wie Sharkyextreme und Firingsquad seitens Nvidia . Nun
gibt es nur noch eine relativierende Nachbemerkung zum offenen Brief . Dies
illustriert zum einen die Problematik von Berichterstattung , die sich an einen
Hersteller bindet und dann bei vergleichenden Tests auf Hindernisse stoßen kann
. Zum anderen offenbart sich an diesem Beispiel , wie große Hersteller die
Berichterstattung zu beeinflussen versuchen und Fan-Sites für ihre PR-Zwecke
instrumentalisieren . Mit welchen harten Bandagen Nvidia gegen die Konkurrenz zu
Felde zieht , zeigt allerdings auch der Versuch , qualifizierte Mitarbeiter von
Matrox abzuwerben und diese aufzufordern , ihre Arbeitsverträge zu brechen - in
denen hatten sie sich dazu verpflichtet , keine andere Stelle in derselben
Branche anzunehmen . Matrox arbeitet derzeit mit Hochdruck an seinem nächsten
3D-Chip und würde durch Abwerbungen empfindlich getroffen . Als Matrox die
Aktion mit einer einstweiligen Verfügung zu stoppen versuchte , verklagte Nvidia
kurzerhand Matrox wegen des Abschlusses unfairer und wirtschaftsfeindlicher
Mitarbeiterverträge . Nvidia geht sogar soweit , Schadenersatz in ungenannter
Höhe zu fordern sowie zu verlangen , dass der kanadische Hersteller seine
Mitarbeiterverträge nicht unter kalifornischem Recht durchsetzen darf . nVidia
und SGI kooperieren bei 3D-Grafik Die Konzentration im 3D-Markt geht weiter :
Nach diversen Aufkäufen von Kartenherstellern durch Chip-Produzenten ( STB durch
3Dfx , Diamond durch S3 ) kündigen nun Silicon Graphics ( SGI ) - stark im
Workstation-Bereich - und nVidia , derzeit mit führend bei 3D-Chips für den
PC-Markt , ihre Zusammenarbeit an . SGI will künftig nVidias TNT-Chips in
eigenen Grafiklösungen einsetzen und nVidia erhält umgekehrt Zugriff auf
zahlreiche SGI-Patente , die Computergrafik betreffen . Zudem soll ein Großteil
der SGI-Entwickler zu nVidia wechseln ; dass aber SGI damit auch die Rechte an
der 3D-API OpenGL abtritt , steht nicht zu erwarten . Damit vergrößert
einerseits nVidia den Einsatzbereich seiner 3D-Chips und SGI kann seine
Verschlankung fortsetzen . TI übernimmt DSP-Tool-Spezialisten Texas Instruments
( TI ) , einer der führenden Hersteller digitaler Signalprozessoren ( DSP ) ,
gab am 6. Mai bekannt , daß er die Firma Tartan Inc. - bisher unabhängiger
Anbieter von Compilern , modularen Laufzeitbibliotheken und Debuggern für
TI-DSPs - zu Ende Mai 1996 übernehmen will . Der Standort Tartans bleibt
Pittsburgh , die 80 Köpfe starke Firma wird organisatorisch in den Bereich
DSP-Lösungen des Geschäftsbereichs Halbleiter von TI eingegliedert . Mit der
Übernahme beabsichtigt TI , seine Position bei DSP-Lösungen weiter auszubauen
und künftig den Kunden Hard- und Software-Werkzeuge aus einer Hand anzubieten .
Tartan arbeitet bereits seit 1985 mit TI zusammen , 1988 entwarf Tartan den
ersten Ada-Compiler für einen TI-DSP , 1993 entstand der erste C++-Compiler .
Die Tools kommen in den Anwendungsbereichen Telekommunikation ,
Unterhaltungselektronik , Kfz , Medizingeräte , Prozeßregelung und Raumfahrt zum
Einsatz . Günstigeres Grün : Tulip senkt Preise Tulip Computers schwimmt mit dem
Strom und hat alle PC-Modelle der Vision-Line-Serie um bis zu 22% im Preis
herabgesetzt - nach eigener Angabe sei dies keine Reaktion auf den
Wettbewerbsdruck , sondern dank verbesserter Produktivität möglich . Das Modell
Vision Line dt ( Pentium 233 MMX , 32 MByte RAM , 3-GByte-Festplatte ,
Fast-Ethernet-Anschluß , 3D-Grafikkarte , 16fach-CD-ROM , USB und Soundkarte )
kostet nun noch 4571 Mark . Für das Spitzengerät Vision Line ds ( Pentium II 300
, 4-GByte-Platte , Matrox Millenium 4 MB , vorinstalliertes Windows NT und
ansonsten gleiche Ausstattung wie Vision Line dt ) muß man jetzt 7854 Mark
hinlegen . Das USB-Konsortium aus Compaq , Intel , HP und Microsoft hat einen
ersten Entwurf der Spezifikation für die nächste Generation des Universal Serial
Bus herausgegeben . Zugleich veröffentlichte die Gruppe eine Ankündigung , in
der die angestrebte Datenübertragungsrate auf das 40-fache ( 480 MBit/s brutto ,
40 MByte/s netto ) des derzeit für USB 1.1 geltenden Werts festgesetzt wird .
Damit will man den von Apple entworfenen Firewire ( IEEE-1394 ) , der zur Zeit
400 MBit/s erreicht , auf dessen Domäne Digital Video einmauern . Alle modernen
DV-Camcorder sind mit Firewire ausgestattet ; auch bei professionellen
Digital-Kameras setzt sich Firewire langsam durch . Die Spezifikation für USB
2.0 soll im ersten Quartal 2000 endgültig festgezurrt werden . Erste Geräte
dürften frühestens Mitte nächsten Jahres auf den Markt kommen . Da dürfte das
bewährte SCSI-Interface in seiner Ultra3-SCSI-Inkarnation ( 160 MByte/s maximal
) immer noch die bessere Wahl sein . Auch Konkurrent Firewire wird bis dahin
möglicherweise schon auf 800 MBit/s aufgebohrt sein . Entlastung für
kapazitätsgeplagte Provider in Ballungszentren verspricht das israelische
Unternehmen Ceragon : Mit über 600 MBit/s ( OC-12 ) rückt sein Richtfunksystem
FibeAir 10000 der Gigabit/s-Schallmauer nahe ; damit kann man immerhin sechs
Fast-Ethernet-Kanäle bündeln . Auf der Messe will Ceragon die Geräte weltweit
erstmalig präsentieren ( Halle 15 , Stand G06 ) . FibeAir arbeitet mit einem 100
bis 112 MHz breiten Funkkanal auf einem von sechs Bändern zwischen 18 und 38 GHz
. Es soll Nutzdaten als IP über SDH/SONET oder per Fast- und
Gigabit-Ethernet-Anschluss annehmen und eine Fehlerrate ( BER ) unter 10-13 bei
ungestörtem Funkweg besitzen . Neben dem Hauptkanal stellt FibeAir vier
T1/E1-Kanäle ( je 2 MBit/s , Wayside Channel ) für Sprachverkehr bereit . Die
Transceiver sollen sich per SNMP mittels eines mitgelieferten Windows-Programms
oder etwa über HP OpenView administrieren lassen . Noch dieses Jahr
Leistungssprung bei 3D-Chips nVidia will der erste Entwickler eines
preisgünstigen Grafikbausteins sein , der Funktionen übernimmt , die bis heute
nur in Software ausgeführt werden . Es handelt sich um die Geometrie- und
Beleuchtungsberechnung , die zur Zeit den Flaschenhals innerhalb der 3D-Pipeline
( Kette der erforderlichen Berechnungsschritte ) bilden und sich auch mit
Befehlssatzerweiterungen wie AMDs 3Dnow! und Intels ISSE nicht hinreichend
beschleunigen lassen . Möglich wird dies durch Fortschritte bei der
Chipherstellung und weitere Verkleinerung der Strukturen . Zusätzliche
Funktionseinheiten im Grafikchip und fünf bis zehnfach detailliertere Szenen
sind dann möglich . Die nächste Version der Windows-Spiele-Schnittstelle -
DirectX 7.0 - unterstützt diesen Schritt mit den erforderlichen
Software-Funktionen . Man rechnet damit , daß nVidia den Baustein mit der
internen Bezeichnung " NV10 " noch in diesem Jahr demonstrieren wird . Die
Verlagerung von aufwendigen Berechnungen in den Grafikchip kommt Spielen in
zweierlei Weise zugute . Es sind nicht nur realistischere Szenerien möglich ,
sondern auch komplexere Spielverläufe . Da die Geometrie- und
Beleuchtungsberechnungen bis zu 70 Prozent der CPU-Leistung verbrauchen , müssen
derzeit alle anderen Funktionen des Spiels relativ simpel programmiert sein .
Der von nVidia angekündigte Schritt steht auch bei anderen Chipentwicklern bevor
: ATI meldet ebenfalls , daß innerhalb der nächsten Monate eine neue Generation
mit erheblicher Leistungsverbesserungen zu erwarten sei . Ob es sich dabei um
einen Chip mit Geometriebeschleunigung handelt , wollte ATI zwar nicht
bestätigen , es ist aber sehr wahrscheinlich . S3 und die UMC Group - eine
Gruppe von Chipherstellern in Taiwan - haben bereits im Dezember 1998 einen
Erfolg bei der Produktion von Chips mit 0,18 µm kleinen Strukturen gemeldet .
Details sollen beim Start des Chips in der ersten Hälfte dieses Jahres
bekanntgegeben werden . UMC kündigt an , noch dieses Jahr 0,18-µm-Chips mit
Kupfer-Verbindungen herstellen zu können . S3 verklagt nVidia Im Vorfeld des
geplanten Börsengangs von nVidia hat S3 am Distriktsgericht Nordkalifornien eine
Patentrechtsklage gegen den Grafikchip-Newcomer eingereicht . Die Klage bezieht
sich auf Patente , die skalierbare Video-Fenster , Mechanismen zum Mischen von
Video- und Grafikdaten sowie Schaltungen für Video-Graphics-Array ( VGA )
Controller betreffen . Kommt S3 mit der Klage durch , könnte das die Fertigung
und Verbreitung von nVidias Hauptprodukt unterbinden , dem auf vielen derzeit
gängigen 2D/3D-Grafikkarten eingesetzten Riva 128 . Daneben würde ein Erfolg der
Klage den Emissionswert der nVidia-Aktien drücken . Bei den Patenten , auf die
Bezug genommen wird , handelt es sich angeblich um welche , die S3 im Januar von
Cirrus Logic erwarb . Pikanterweise soll ein von S3 zu nVidia gewechselter
Mitarbeiter der Urheber sein . Auch EnBW startet ihre Powerline Nachdem die
Energieversorger RWE und MVV im Frühjahr konkrete Pläne für einen
Internet-Zugang per Stromleitung kundgetan haben , zieht jetzt die
baden-württembergische EnBW nach : Ab September will man über die
Tochtergesellschaft EnBW-ODR ( Ostwürttemberg DonauRies ) 7500 Haushalten in den
Gemeinden Ellwangen , Neuler und Hüttlingen die Dienstleistung
Powerline-Kommunikation ( PLC ) in einem Pilotprojekt anbieten . Ab dort
übernehmen spezielle Modems den Datentransport über die Stromleitung zum
Haushalt , die maximal 2 MBit/s übertragen . Damit kann PLC im günstigsten Fall
rund 30 mal so schnell wie ein ISDN-Anschluss sein . Der für Wenig-Surfer
günstigste Tarif soll 29 Mark monatlich kosten und bis zu 100 MByte Datenvolumen
beinhalten . Jedoch muss man als Anschlussgebühr einmalig 285 Mark hinzurechnen
. Und dann wird s mit 9,5 Pfennig pro zusätzlichem angefangenen MByte schnell
teurer . Mehr zum Thema Powerline als Alternative zu High-Speed-Internet per DSL
steht in der c't-Ausgabe 13 , die ab Montag im Handel ist . Profi-Grafikkarte
mit GeForce 256 Nach der jüngst vorgestellten Erazor X ( siehe c't 21/99 , S. 96
) will Elsa noch im Dezember eine auf Nvidias GeForce-Chip basierende
Profi-Grafikkarte für CAD- und 3D-Anwendungen auf den Markt bringen . Die
Gloria-II kommt mit satten 64 MByte Videospeicher ; noch will Elsa nicht
spezifizieren , ob das bereits DDR-RAM ( Double Data Rate ) oder gewöhnliches
SG/SDRAM ist . Optional soll es auch einen digitalen Ausgang ( DFP ) geben ,
jedoch vorerst nur in der OEM-Variante . Die Hochleistung hat mit 2000 Mark
allerdings ihren Preis ; die Erazor X für den Consumer-Bereich kostet unter 700
DM . Intel will Xircom aufkaufen Die Firma gilt als innovativer Hersteller von
Zubehör für Notebooks wie etwa Ethernet- , Modem- oder Wireless-LAN-PC-Cards ,
die die mobilen Computer an das Firmen-LAN oder öffentliche Netze anbinden .
Damit setzt Intel seinen Fuß weit in die Tür des Mobile-Computing-Marktes , von
dem man sich auch in den nächsten Jahren noch Wachstum verspricht . Bisher hatte
Intel kaum Produkte für Mobilrechner im Angebot , lediglich einige wenige
Xircom-Karten führte man als OEM-Produkte unter eigener Marke . Besonders
interessant für Intel könnten Xircoms gerade in der Entwicklung befindlichen
GSM-Karten sein , mit denen ein Pocket-PC oder PDA auch als Mobiltelefon
fungieren kann oder von unterwegs aus ins Internet kommt . Ab dem 25. Januar
will Intel pro Xircom-Aktie 25 US-Dollar zahlen und die Übernahme noch im ersten
Quartal abgeschlossen haben , vorausgesetzt , dass kein Einspruch seitens der
US-amerikanischen Monopolwächterin FTC kommt . IBM : 100-GByte-Festplatten in
Sicht Im April will IBM Festplatten für Desktop-Rechner auf den Markt bringen ,
die pro Scheibe ( Platter ) bis zu 20 GByte speichern - der höchste bisher in
Serie erreichte Wert . Ein Nachfolgemodell mit fünf Scheiben , heute bei anderen
Laufwerken schon gängige Technik , würde bis zu 100 GByte fassen . Dieses will
IBM jedoch erst bei entsprechender Nachfrage produzieren . Die Deskstar 40GV
dreht mit 5400 U/min und soll maximal rund 46 MByte/s bewegen , bei 9,5 ms
durchschnittlicher Zugriffszeit und etwa 33 dB Betriebsgeräusch . Daneben
kündigt IBM ein 75 GByte fassendes Modell an , die mit 7200 U/min laufende
Deskstar 75GXP . Sie speichert 15 GByte pro Platter ( 11,2 GBit pro Quadratzoll
) und liefert die Daten aufgrund der höheren Drehzahl mit bis zu 55 MByte/s (
8,5 ms durchschnittliche Zugriffszeit , 29 dB Betriebsgeräusch ) . Beide
Laufwerkstypen werden vorerst nur mit IDE-Schnittstellen ( Ultra-ATA 100 )
angeboten . Ob es sie auch mit anderen Interfaces - etwa SCSI oder FibreChannel
- geben wird , ist ebenso noch offen wie ihr Preis . Typische Anwendungsgebiete
kennt IBM dagegen schon : Der Speicherplatz soll vor allem von Musik- , Film- ,
Foto- oder anderen Multimedia-Inhalten belegt werden . Aktuelle 3D-Karten mit
fragwürdigem Nutzen Den Sinn und Nutzen von immer höheren Taktfrequenzen bei
PC-Grafikkarten zieht ein c't-Testbericht in Zweifel . Für Anhänger von
3D-Action-Games bietet die Chip- und Kartenindustrie Varianten mit ausgesucht
schnellen 3D-Chips . Bei den Untersuchungen stellte sich jedoch heraus , daß die
Anwender aus diesen Turbo-Grafikkarten kaum Nutzen ziehen . Hohe Auflösungen und
TrueColor haben jedoch bei Spielen weit weniger Einfluß auf die visuelle
Darstellung als behauptet . Zudem sind die meisten Spiele für durchschnittliche
Grafik- und Rechenleistung ausgelegt . Obendrein sind die speziellen
Grafikkartenvarianten keine zukunftssichere Investition : Sie beherrschen weder
Texturkompression für Spiele mit hochaufgelösten Oberflächenmustern noch sind
sie auf eine zukünftige Spiele-Generation vorbereitet , die deutlich mehr
Polygone ( etwa 20000 ) verwenden wird und dadurch mehr geometrische Details
sowie naturgetreuere Spielfiguren darstellen kann . Grafikchips mit den dazu
erforderlichen Verarbeitungsstufen ( Geometriebeschleunigung ) sind zum
Jahresende zu erwarten . Der Bericht mit Einzelheiten und Kommentaren von
Spieleentwicklern erscheint in c't 15/99 , die ab Montag im Handel ist . Neuer
SCSI-Standard bis 160 MByte/s Die amerikanische SCSI Trade Association , ein
Interessenverband von SCSI-Herstellern , hat einen neuen Standard namens Ultra3
SCSI ( auch Ultra160/m genannt ) vorgestellt , der gegenüber dem bisher
schnellsten SCSI-Protokoll nochmals eine Verdoppelung der Übertragungsrate auf
160 MByte/s bringen soll . Dazu werden die Daten auf jeder Taktflanke
übermittelt . Die Implementierung dieser Features ist allerdings den
Geräteanbietern freigestellt . Adaptec , IBM , LSI Logic , Mylex , QLogic ,
Quantum , Seagate und Western Digital haben bereits angekündigt , Komponenten
mit der Ultra3-SCSI-Schnittstelle herauszubringen . Erste Produkte sollen im
kommenden Jahr erscheinen und vollständig abwärtskompatibel sein . 3Com kauft
Nortels GBit-Karten-Zweig Mit der Akquise von Nortels Geschäftsbereich
Gigabit-NICs ( Network Interface Cards ) baut 3Com seine Position bei
Netzwerkkarten für Server aus . Bisher findet sich in 3Coms Produktportfolio
lediglich ein solches Board , das beispielsweise bei Cluster-Rechnern , in
schnellen Servern oder für Backbone-Verbindungen zum Einsatz kommt . Nortel
selbst kam in den Besitz dieser Produktklasse mit der Übernahme von Alteon .
Neue Voodoo-Chips auf eigenen Karten Laut Michael Howse , Vice President
Corporate Marketing bei 3Dfx , sollen erste eigene 3Dfx-Grafikkarten mit den
Chips Voodoo-3-2000 und -3000 im April 1999 auf den Markt kommen . Quantensprung
: TI kündigt neue DSP-Familie an Texas Instruments ( TI ) wird in den nächsten
Tagen eine neue Generation digitaler Signalprozessoren ( TMS320C6x )
präsentieren , die alles Bisherige weit in den Schatten stellen soll . Der Kern
ist dank seiner 3232-Bit-Universalregister für C-Compiler optimiert , nach
Einschätzung der Entwickler liegt die Effizienz bei 75% - also
hochsprachentechnisch 1200 nutzbaren MIPS . TI beabsichtigt , mit der neuen
DSP-Generation einerseits bestehende Märkte zu bedienen , die heute auf
Multiprozessorkonzepten basieren . Andererseits sollen die C6x-Bausteine die
Basis für heute noch nicht zu realisierende Applikationen bilden . ( Andreas R.
Bayer ) Grafikkartenhersteller Number Nine gibt auf Zwar heißt es dort , dass
weiterhin via Web Treiber-"Updates" und Support in Form einer Knowledge Base
angeboten werden . Aber das bedeutet lediglich , dass der Server die derzeit
existierende Software noch zum Download anbietet ; echte Updates werden wohl
nicht mehr erscheinen . Es findet auch kein telefonischer oder E-Mail-Support
mehr statt . Die Meldung auf der Hauptseite wurde anscheinend etwas hastig
zusammengestellt , denn wenn man etwas weiter klickt , springen einem noch
Stellenangebote oder Investorinformationen entgegen . ATI schließt mit neuem
3D-Chip " Radeon " zu Nvidia auf Im Rennen um den schnellsten 3D-Chip hat ATI
ein neues Pferd im Stall : Der Radeon verfügt über eine leistungsfähige
T&L-Engine für Geometriebeschleunigung und übertrifft sogar den GeForce 2 GTS
von Nvidia in einigen Disziplinen . Die Takte für Chip und Speicher ( 5,5 ns )
liegen noch nicht bei den angepeilten 200 MHz , sondern erst bei 183 MHz .
Trotzdem konnte sich ein Vorserienmuster auf dem c't-Prüfstand gegenüber dem
GeForce 2 gut behaupten . Bei 16 Bit unterliegt sie jedoch mit 75,8 gegenüber
93,9 fps . Die Leistung der T&L-Unit ( 6,2 Mio. Dreiecke/s ) kommt nicht ganz an
die des Nvidia-Chips ( 7,7 Mio. Dreiecke/s ) heran . Auch in den Spiele-Szenen
des 3DMark 2000 mit hohem Detailgrad ist der Radeon etwa schwächer . Dafür
besitzt der ATI-Chip die bessere TrueColor-Füllrate und hängt den GeForce 2 GTS
in den DirectX-7.0-Prüfungen TestDrive 6 und VillageMark mit 81 zu 62 fps
respektive 35 zu 19 fps deutlich ab . Auch der Preis ist ausgesprochen
konkurrenzfähig : Günstiger werden voraussichtlich die mit 166 MHz getakteten
32-MByte-Versionen ohne Lüfter und ohne Video-Funktionen kommen : Sie sollen mit
SDR-DRAM für 400 und mit DDR-DRAM für 600 Mark erhältlich sein . Eine
All-in-Wonder-Radeon mit integriertem TV-Tuner ist für Oktober angekündigt .
Über den Einsatz des Radeon im Macintosh gibt es noch keine endgültigen
Informationen . c't wird ausführlich in der Ausgabe 16/00 berichten . Doppelte
Kapazität in Intels Flash-Speichern Heute präsentierte Intel in München einen
64-MBit-Flash-Baustein , der erstmalig Gebrauch von der Multilevel-Cell ( MLC )
macht . Dabei speichert eine Zelle nicht wie bisher zwei Spannungsniveaus ( 1
Bit ) , sondern vier ( 2 Bit ) . Der Vorteil : Auf gleicher Chipfläche läßt sich
die doppelte Informationsmenge unterbringen . Allerdings gibt es auch Nachteile
: Da der Spannungsunterschied zwischen den einzelnen Zuständen auf ein Drittel
des Üblichen sinkt , müssen die chipinternen Leseverstärker verbessert werden ,
um die gleiche Datensicherheit zu gewährleisten . Dies könnte auf Kosten der
Zugriffszeit gehen . Umgekehrt muß der Baustein beim Schreiben der Information
eine genau definierte Ladungsmenge in die Speicherzelle bringen , um das
richtige Spannungsniveau für die geforderte Bitkombination zu " treffen " .
Schließlich könnte aufgrund der gedrittelten Spannungsdifferenz die
Datenhaltezeit sinken . Details zur MLC-Technologie siehe
http://developer.intel.com/design/flcomp/isfbgrnd.htm . Muster des 64-MBit-Chips
stehen sofort zur Verfügung , Serienmengen sind ab dem ersten Quartal 1998 zu
erwarten . Der Preis soll dann bei knapp 30 US$/Stück bei Abnahme von 10000er
Losen liegen . So heiß , wie Intel das 64-MBit-Süppchen kocht , ist die
Angelegenheit freilich nicht : Beispielsweise findet man auch in den Portfolios
der Halbleiterhersteller Samsung und Toshiba 64-MBit-Bausteine , die sogar in
konventioneller Technologie gefertigt sind . Bei Toshiba denkt man ebenfalls
über eine Einführung der Multi-Level-Cell nach , die Anfang des kommenden Jahres
dann 128-MBit-Speicher ermöglichen könnte . 3D-Brille für PC-Spieler In Halle 9
zeigt Elsa erstmals die neue LC-Shutterbrille Revelator für Direct3D-Spiele .
Ein Kit mit Treiber-CD , drahtlos angesteuerter Brille und VGA-Interface-Kabel (
Loop-Through ) soll im Handel 149 Mark kosten , die verkabelte Ausführung 99
Mark . Wer letztere auf der CeBIT vorbestellt , kommt schon mit 69 Mark davon .
Die 3D-Schnittstellen OpenGL und Glide bleiben außen vor . Außerdem läuft der
Treiber nur mit Elsa-Grafikkarten , wogegen Metabyte alle Fabrikate unterstützen
will . Smart Phone von Panasonic Nicht nur zum Telefonieren eignet sich das
Panasonic-Handy G600 . Der Nutzer kann unterwegs zum Beispiel EMails senden und
empfangen oder auf das firmeneigene Intranet zugreifen . Grundlage für die
Surf-Funktion ist , wie schon bei Nokias 7110 oder Samsungs SGH-800 , das
Wireless Application Protocol WAP sowie hardware-seitig das eingebaute Faxmodem
. Daneben verfügt das " Smart Phone " über einen Terminkalender . Tekram bringt
SCSI-Adapter mit eigenen Chips Drei neue SCSI-Adapter , die erstmals mit
selbstentwickelten Controller-ICs ausgestattet sind , präsentiert Tekram in
Halle 13 . Der PCI-2.1-kompatible Controller TRM-S1040 steuert einen
Ultra-/Ultra-Wide-Bus mit bis zu 15 Devices , beherrscht alle gängigen
SCSI-Features ( Disconnect/Reconnect , Command Tag Queueing , Scatter/Gather )
und läuft mit gleichfalls von Tekram entwickelten Treibern , derzeit unter
Windows 9x sowie NT . Weiterhin will die Firma Treiber für OS/2 , Netware , SCO
OpenServer sowie diverse Unix-Varianten ( Linux , UnixWare , FreeBSD , Solaris )
selbst herausbringen . Der Ultra-Wide-Adapter DC-395UW soll für 149 Mark in den
Handel kommen , die Ultra-Variante DC-395U für etwa 100 DM , beide mit BIOS-Chip
. Eine mit 49 Mark sehr preisgünstige Variante ohne BIOS ( für externe Geräte
wie Scanner oder Zip-Laufwerke ) soll als DC-315 erscheinen . QNX :
Echtzeit-Betriebssystem gratis Das auf Intel-PCs lauffähige RTOS inklusive
Entwicklungsumgebung soll es im Sommer in zwei Varianten zum freien Download
geben , allerdings nicht mit allen Quelltexten und nur für nicht-kommerzielle
Anwendungen . Geld verdienen will QNX in Zukunft hauptsächlich mit kommerziellen
Runtime-Lizenzen sowie Entwicklungsdienstleistungen . Angeblich soll der
Spielehersteller idSoftware dabei sein , das indizierte Quake 3 auf QNX zu
portieren . Für weitgehende Linux-Kompatibilität soll ein API-Wrapper sorgen ,
der die Verwendung von Linux-Applikationen wie etwa Star Office ermöglicht . Wer
sich einen ersten Eindruck von QNX verschaffen will , kann schon jetzt eine auf
nur einer Diskette untergebrachte Demo für x86-PCs herunterladen , die
Betriebssystem , grafische Oberfläche und Browser umfasst . Der Schachzug von
QNX dürfte Microsofts Windows CE weiter in Bedrängnis bringen , nachdem sich
beispielsweise Sony schon für ein Konkurrenzprodukt entschieden hat . Allerdings
gibt es auch zu einem " freien " QNX-Kernel schon seit längerem Alternativen ,
etwa das als Bookware inklusive Sourcen vertriebene µCos/µCos-II , das sogar auf
einem Dutzend Prozessor- und DSP-Familien läuft . Voodoo-4- und
Voodoo-5-Grafikkarten vor der Auslieferung Mit den Boards Voodoo 4 und Voodoo 5
bietet der 3D-Hardware-Spezialist 3dfx leistungsfähige Grafikkarten für
PC-Spiele und allgemeine Anwendungen an . Das Modell Voodoo 55500 mit zwei
VSA-100-Chips verfügt über 64 MByte lokalen Speicher , der aber aufgrund der
parallelen Arbeitsweise kaum mehr Daten als ein 32-MByte-Pendant fasst . Die
Spiele-Karte verfügt nicht wie Nvidias Konkurrenzchip GeForce 2 über
Geometriebeschleunigung , sondern ist statt dessen für Fullscene-Antialiasing (
FSAA ) ausgelegt , das Treppeneffekte an schrägen Kanten unterdrückt . Die
64-MByte-Version beherrscht auch das qualitativ gute 4-Sample-Antialiasing ,
während der GeForce 2 auf das schlechtere Zweifach-Antialiasing beschränkt ist .
Die Kantenglättung verbessert die Bildqualität besonders bei kontrastreichen
Szenen sehr stark . Insbesondere Weltraum-Simulationen mit kleinen Objekten vor
dunklem Hintergrund profitieren von dem Effekt . Ohne FSAA ist das Spielen in
TrueColor ohne nennenswerte Leistungseinbuße möglich . Mit etwa 750 Mark ist die
Voodoo 55500 nicht ganz so teuer wie die GeForce-2-Produkte von Elsa , Creative
Labs und Guillemot . Sie soll wie diese noch im Mai in den Handel kommen .
Allerdings kam es bei den ursprünglich für letzten Herbst angekündigten Voodoos
schon zu einer Reihe von Verzögerungen . Digital senkt mit : PC-Preise bis zu
21% runter Nach Compaq , HP und IBM steigt nun auch Digital Equipment in den
Ring : Das Unternehmen kündigte gestern an , die Preise für ausgewählte
PC-Modelle um bis zu 21% herabzusetzen . Laut Digital-Sprecher Herbert Wenk
werden die Preise hierzulande noch diesen Monat mitziehen . Leichenschmaus :
Exponential-Patente hochbegehrt Das Rennen um das Know-How der im Abgang
befindlichen Exponential Technology Inc. ( vgl.
http://www.heise.de/newsticker/data/cp-03.08.97-001/ ) ist in vollem Schwung .
Unter den Interessenten sind große Unternehmen wie AMD , Digital Equipment ,
Intel oder kleinere wie Chromatic Research , Rambus Inc. und S3 . Im Portfolio
soll sich zumindest ein Patent befinden , das Intel für die kommende
Merced-Prozessorgeneration gut gebrauchen könnte . Dafür interessieren sich
natürlich gleichfalls die Hersteller von x86-Clones . Wer am Schluß den Zuschlag
erhält , entscheidet sich nach der zweiten Gebotsrunde , die bis kommenden
Freitag läuft . Ultra-ATA/66 verdoppelt Harddisk-Datenrate Gerade beginnt sich
das Übertragungsverfahren Ultra-DMA/33 bei Festplatten und Chipsätzen
auszubreiten , da läuten Quantum und Intel mit der Spezifikation des
Ultra-ATA/66-Protokolls die nächste Runde im Geschwindigkeitsrennen ein .
Allerdings ist dafür jetzt ein 80poliges IDE-Kabel nötig , das jede Datenleitung
mit einer Masseleitung paart . Dieses beispielsweise bei Circuit Assembly
erhältliche Kabel ist dank spezieller Stecker auch mit den normalen 40poligen
IDE-Buchsen kompatibel . Erste Produkte mit dem Ultra-ATA/66-Interface erwartet
Quantum für 1999 . Ob die sich dann problemlos an einem Strang mit gewöhnlichen
Festplatten vertragen , ist bislang offen . Wozu das ganze gut sein soll , ist
fraglich , denn bereits Ultra-DMA/33 bietet noch reichlich Reserven für die
kommenden Geschwindigkeitssteigerungen der Harddisks . Internet per Stromnetz :
EnBW muss ohne Siemens weitermachen Heute kündigte der baden-württembergische
Stromversorger EnBW , einer der hiesigen Vorreiter in Sachen Powerline
Communication ( PLC ) , an , im Sommer einen großangelegten Feldversuch mit 7500
Teilnehmern starten zu wollen . In einem Nebensatz hieß es überraschenderweise ,
man halte auch ohne den ursprünglichen Partner Siemens an der Planung fest , in
Ellwangen an der Schwäbischen Alb einen schnellen Internet-Zugang über die
Stromleitung zu realisieren . Nun soll für die PLC-Modems mit Ascom nach Siemens
und Nortel der dritte Hardware-Partner von EnBW zum Zuge kommen . Der kanadische
Telecom-Ausrüster Nortel hatte sich bereits 1999 von der PLC-Technik
verabschiedet , wodurch EnBW damals bereits erst einmal im Regen stand . Andreas
Fischer , Firmensprecher von Siemens , begründet den Rückzug damit , dass man
die Marktöffnung für PLC nun doch erst später als bisher angenommen ( Sommer
2001 ) erwartet . Außerdem stünden PLC noch europaweite regulatorische Hemmnisse
entgegen . Ausgefeiltes Bump-Mapping auf 3D-Grafik-Chip G400 Der
Grafikkarten-Hersteller Matrox setzt auf seinem neuen 3D-Chip G400
fotorealistisches Environment-mapped Bumpmapping ein . Während Konkurrenten nach
wie vor den Präge-Effekt ( Embossing ) lediglich durch Verschieben und
Überlagern von Texturen simulieren , verwendet Matrox erstmalig das in DirectX
6.0 eigentlich vorgesehene Verfahren . Dadurch wirkt der Effekt auch bei schräg
einfallendem Licht echt . Die weiteren Features des Chips entsprechen dem
heutigen Standard ( Single-pass Multitexturing , AGPx4 , 300-MHz-RAMDAC , 300
MTexel/s ) . Intel gibt 3D-Grafikchips auf Schon die 3D-Leistung des i740 blieb
zu weit hinter der Konkurrenz und den Anforderungen des Marktes zurück . Wie
C|Net meldet , scheint Intel sich zukünftig auf Mainboard-Chipsätze mit
integrierter Grafik für 1000-Dollar-PCs sowie über die Tochter Chips &
Technologies auf Grafikchips für Notebooks konzentrieren zu wollen . So findet
man schon heute keine Informationen zum i752 mehr auf Intels Server . 3Com in
Nöten ? Dies steht möglicherweise im Zusammenhang mit der geplanten
Veröffentlichung des Unternehmens-Ergebnisses für das dritte Geschäftsquartal ,
die am morgigen Mittwoch noch vor der Börsenöffnung an der Wall Street erfolgen
soll . Bei 3Com hieß es außerdem , dass parallel zu den Quartalszahlen auch "
signifikante " Änderungen bekannt gegeben werden , die die Pressekonferenz
überschatten würden . Solche Neuigkeiten sind schon Anlass zu Spekulationen , ob
das Netzwerktraditionshaus 3Com zum Übernahmekandidaten wird . Schon im letzten
Jahr hatte man parallel mit den Ergebnissen auch Restrukturierungen angekündigt
, und erst jüngst gab es eine Gewinnwarnung sowie Entlassungen . Fujitsu
präsentiert LCD-PC Klobigen Monitoren auf dem Schreibtisch sagt Fujitsu ( Halle
1 , Stand 5G8 ) den Kampf an : Mit der Standfläche eines A4-Blattes belegt das "
LCD-PC " getaufte Komplettsystem weniger Platz als ein herkömmlicher
15-Zoll-Röhrenbildschirm . Im Rechner arbeitet ein 233-MHz-PentiumMMX auf einem
TX-Mainboard mit 32 MByte SDRAM , 512 KByte L2-Cache , einer
3,5-GByte-Festplatte sowie 20X-CD-ROM-Laufwerk und 3,5-ZOLL-Floppy . Als
Graphik-Chip fungiert ein auch bei Notebooks verbreiteter C&T 65555 , der das
LC-Display digital ansteuert . Für analoge Monitore steht zudem ein analoger
SVGA-Ausgang bereit . Daneben sorgt ein Soundblaster-Pro-kompatibler Chip (
CS4237B ) samt integrierter Lautsprecher für die Klangkulisse . Zwei freie Slots
( 1xPCI , 1xPCI/ISA ) sowie zwei USB-Ports , IrDA-1.1-Interface , serielle und
parallele Schnittstelle garantieren die Connectivity . Eine Version des LCD-PC
mit 15-Zoll-Display soll im Spätsommer erscheinen . Mogel-Treiber für
Action-Shooter vorerst gestoppt Reichlich negative Kommentare handelte sich der
Hardware-Hersteller Asus für Pläne ein , seine Grafikkartentreiber mit einem
Mogel-Modus zu versehen , um in Action-Spielen Gegner früher erkennen zu können
. Asus hat nun den neuen Treiber erst einmal wieder gestoppt . Versteckte Waffen
oder Gegner wären dann sofort sichtbar . Mit einer solchen Funktion wäre man in
Online-Spielen anderen Mitspielern weit überlegen . Entsprechend groß war die
Entrüstung in der Online-Spiele-Gemeinde . Auch wenn Asus 3D SeeThrough nur als
Hilfe im Single-Player-Modus geplant hatte , wäre der Einsatz in Online-Spielen
nicht zu verhindern gewesen . Der Hersteller versucht nun , zusammen mit
Spieleentwicklern eine Lösung zu finden , die Hilfen dieser Art auf den
Single-Player-Modus begrenzt . Mogeleien sind in Online-Spielen kein neues Thema
: Schon immer gab es geheime Kommandos ( Cheats ) , mit denen man Texturen
transparent machen kann , oder Skripte ( Aim-Bots ) , mit denen man bei jedem
Schuss trifft . Gegenmaßnahmen , wie die Abfrage der Größe von PAK-Dateien bei
dem 1100er-Patch von Counter-Strike , werden meist nach wenigen Stunden schon
wieder umgangen . Crack für WLAN-Verschlüsselung WEP aufgetaucht Und inzwischen
manifestiert sich das erste Crack-Tool als Open-Source-Projekt . AirSnort läuft
unter Linux mit Kernel 2.4 und funktioniert mit WLAN-Karten , die Intersils
Prism-II-Chip einsetzen . Angeblich braucht es nur etwa 100 bis 1000 MByte
Traffic zu erlauschen , um rein passiv den im auszuspionierenden WLAN
verwendeten WEP-Schlüssel zu rekonstruieren . Sobald es genug Datagramme
aufgefangen hat , soll das Programm seine erste Vermutung schon nach einer
Sekunde ausspucken . Damit muss man WLANs , die ohne eine zusätzliche
Sicherungsschicht wie VPN-Software laufen , generell als kompromittiert ansehen
. Vernetzen mit der TK-Anlage Elmeg bringt mit der D@vos-44.net eine TK-Anlage
mit integriertem Home-PN ( Home Phoneline Networking ) auf den Markt , die neben
der Funktion als Telefonanlage gleichzeitig Rechner vernetzt . Diese werden über
einen Adapter mit zweiadrigem Telefonkabel an einen der vier analogen Eingänge
der Anlage angeschlossen . Die Übertragungsrate beträgt 10 MBit/s im
Shared-Modus , also als Gesamtleistung der angeschlossenen Rechner . Das ist
zwar nur ein Zehntel der heute bei gängigen Netzwerk-Karten üblichen
Geschwindigkeit , aber dafür kommt Home-PN ohne separate Verkabelung aus und
überbrückt bis zu 120 Meter . Elmeg will die 450 Mark teure Anlage ab der CeBIT
zunächst exklusiv über Vobis vertreiben . Die PC-Adapter , die auch
Mac-kompatibel sein sollen , werden vermutlich etwa 100 Mark kosten . PC im
Streichholzschachtelformat Auf der Hannover Messe Industrie stellte die
Wetzlarer Firma Beck den möglicherweise kleinsten PC der Welt vor . Der IPC@CHIP
getaufte Baustein soll in Embedded-Systemen wie beispielsweise Terminals ,
Industriesteuerungen oder Registrierkassen zum Einsatz kommen . Muster sollen ab
dem Sommer für etwa 100 Mark erhältlich sein , gegen Jahresende will man auch
größere Stückzahlen zu einem niedrigeren Preis liefern können . Der
Flash-Speicher enthält ein BIOS , das eine gleichfalls dort abgelegte
DOS-Applikation startet . Außerdem kann man wahlweise einen TCP/IP-Stack für
Web-Anwendungen oder verschiedene Interpreter für industrielle
Steuerungssprachen ( ICON-L , IEC-1131-3 ) laden . Für die Programmentwicklung
bietet Beck einen MS-C-Compiler an , wobei der Baustein im Zielsystem
programmierbar ist . AOL hebt in USA Preis für Pauschaltarif an Wie verschiedene
amerikanische Nachrichtendienste heute berichten , will AOL in den USA zum Juli
den Preis für einen Pauschalzugang um knapp zwei US-Dollar auf 23,90 US-Dollar
anheben . Dies entspricht einer Steigerung von 9 Prozent und sei die erste
Erhöhung des Pauschaltarifs seit 1998 . An der Wall Street reagierte die Börse
prompt : Die AOL-Aktie stieg nach der Ankündigung um einen Dollar auf 57,60
US-Dollar . In Erwartung ähnlicher Preisanhebungen anderer Provider kletterten
deren Kurse ebenfalls , wie etwa bei Earthlink um 1,35 US-Dollar auf 14,84
US-Dollar . Laut AOL-Sprecher Jens Nordlohne soll die amerikanische
Preisgestaltung aber derzeit keine Auswirkung auf das hiesige Angebot haben .
Einen Pauschaltarif bietet AOL hierzulande für Neukunden zur Zeit eh nicht mehr
an . S3 will Diamond kaufen Der amerikanische 3D-Chip-Hersteller S3 , der sich
mit den Savage-Bausteinen vor kurzem wieder im Grafikkartenmarkt zurückgemeldet
hat , übernimmt Diamond Multimedia - jüngst wieder mit dem MP3-Player Rio in den
Schlagzeilen . Offenbar will S3 als " Total Solutions Provider " auftreten und
sämtliche Komponenten wie Chips , Software und Baugruppen anbieten . Die
Übernahme soll im Oktober dieses Jahres abgeschlossen sein , falls die Aktionäre
sowie die US-amerikanische Kartellbehörde zustimmen . Dann sollen die Inhaber
pro Diamond-Aktie 0,52 S3-Papiere erhalten . Dell bleibt cool : kein Preiskampf
Nach Ansicht von Kevin Rollins , Dells stellvertretendem Geschäftsführer ,
zeichnet sich derzeit kein Preiskampf in der PC-Industrie ab . Man habe keine
ungewöhnlich hohen Preisänderungen bei Konkurrenten beobachtet . Die Nachlässe
folgten vielmehr den regelmäßigen Kostensenkungen bei den Rechnerkomponenten .
Rollins' Erklärung kann man natürlich auch als Aufnahme des Fehdehandschuhs
auslegen : Dell scheint gewappnet , bei Bedarf mitzuziehen . Neuer 3D-Chip
Voodoo 4 verzögert sich Laut einer Mitteilung von 3Dfx-Chef Greg Ballard sei
erst im Frühjahr mit nennenswerten Stückzahlen des Voodoo 4 zu rechnen , und für
das vierte Quartal erwarte man einen stagnierenden Umsatz . Allerdings dürfte
sich das Ausbleiben des Voodoo 4 allenfalls beim Aufrüstungsgeschäft , nicht
aber beim Absatz von Komplettsystemen bemerkbar machen , da der Großteil des
Chipverkaufs mittlerweile in das System-Geschäft ( OEM ) gehe . Es rumort im
Grafikmarkt Kurz vor Jahresende 1999 scheint sich die Grafikhardware-Industrie
weiter umzustrukturieren : So verklagt die Grafikbeschleuniger-Schmiede Nvidia
ihren Mitbewerber S3 wegen angeblicher Verletzung von Patenten . Unterdessen
lizenziert Intel sämtliche Patente des Herstellers 3Dlabs , der sich besonders
durch Grafiksubsysteme im Workstation-Bereich hervorgetan hat . Beim
Patentstreit zwischen Nvidia und S3 könnte es sich um ein taktisches Manöver von
Nvidia handeln - mit dem Zweck , das Erscheinen des GeForce-Konkurrenten Savage
2000 zu verzögern . Dieser hat das Potenzial , bei sehr ähnlicher Technik die
gegenwärtige Vorherrschaft von Nvidias GeForce 256 zu brechen . Number Nine ist
mit eigenen Produkten bislang wenig erfolgreich gewesen . Ein Zusammenschluss
etwa mit VIA würde S3 den Zugang zum Chipsatz- und damit zum Onboard-Grafikmarkt
verschaffen . Umgekehrt bekäme VIA das Know-how , 3D-Grafik in die hauseigenen
Chipsätze zu integrieren , wie dies Intel oder SiS vormachen . Von welchen
3Dlabs-Patenten man konkret Gebrauch machen wolle , war nicht zu erfahren .
Möglicherweise soll einmal der Kern von 3Dlabs' aktuellem 3D-Chip Permedia3 in
Intels Chipsätze Eingang finden . Echelon legt LonWorks-Protokoll offen Motorola
und Toshiba als Hersteller der Neuron-Chips könnte Konkurrenz erwachsen :
Echelon kündigte anläßlich der Konferenz LonUsers International am 21. Mai in
Santa Clara an , daß die Grundlage für Local Operating Networks ( LON ) , das
LonTalk-Protokoll , ab sofort zur Verwendung auf anderen Prozessoren offensteht
. Entwicklern will Echelon die Verwendung von LonTalk ohne Gebühren gestatten .
Diese muß der Hersteller auf die Chips umlegen , da jeder am LON hängende Knoten
eine eindeutige ID enthält . Microsoft lizenziert Nvidia-Technik VTC Gestern
verkündete der Grafik-Spezialist Nvidia , dass Microsoft für die
Windows-Grafikschnittstelle DirectX das Volume Texture Compression Format ( VTC
) verwenden will . VTC soll laut Nvidia dreidimensionale Texturen , die
3D-Objekten ein noch plastischeres Aussehen verleihen , platzsparend ablegen und
so deren Verwendung in Internet-Applikationen und fortgeschrittenen 3D-Spielen
ermöglichen . Nachdem schon Nvidias Chip-Technik für Microsofts im nächsten Jahr
erscheinende Spielekonsole X-Box auserkoren wurde , stellt dieser Schritt die
zweite Anerkennung von Nvidias gegenwärtiger Vorherrschaft im 3D-Markt durch
Microsoft dar . Seagate möchte IBM bei Festplatten toppen Kurz nachdem IBM einen
neuen Speicherdichterekord verkündet hat , will Seagate noch eins draufsetzen .
Spätestens Ende Februar 2001 sollen erste Platten erscheinen , die mit 45
GBit/Quadratzoll - gestern erstmals an Prototypen demonstriert - eine
Speicherkapazität von 150 GByte erreichen . Jeweils im Jahresrhythmus soll sich
diese Menge verdoppeln , wobei mit etwa 600 GByte das Ende des mit herkömmlicher
Winchestertechnik Machbaren erreicht sein wird . IBMs Festplatte mit 14,3 GBit
pro Quadratzoll ist demgegenüber freilich schon produktionsreif und soll im
April auf den Markt kommen . HMI96 : Geben Sie sich die Kugel ! Heimautomation
für jedermann bietet die Schweizer Firma Asgard Systeme AG an . Unter dem Namen
" Die Kugel " zeigt sie ein auf LonWorks basierendes Interface , das per Power
Line Communication elektrische Verbraucher (fern)steuert . Ähnliches zeigte IBM
mit dem Arigo-System bereits auf der CeBIT 95 . Das Haus Asgard bleibt jedoch
preislich deutlich unter IBMs Lösung . Zunächst steht die Kugel als schlichter
Schalter zur Verfügung , im Laufe des Jahres sollen Dimmerfunktion , Temperatur-
, Helligkeits- und Stromverbrauchsmessung dazukommen . Halle 7 , Stand C31 HMI96
: AEG Schneider Automation fhrti ntelligenteF eldbusklemmee in Die
Ein-/Ausgabestationen TIO ( Terminal I/O ) stattet ASA jetzt mit lokaler
Intelligenz aus . Die QPR-Funktion ( Quick Peripheral Response ) erlaubt
schnelle Vor-Ort-Entscheidungen und eigenständiges Anfahren des sicheren
Zustandes bei Ausfall der Busverbindung . QPR steht zunächst für den InterBus-S
mit 16 Ein- und 12 Ausgängen zur Verfügung . Die Auslieferung soll Mitte dieses
Jahres beginnen . Die Parametrierung der QPR-Funktion erfolgt über eine serielle
Schnittstelle per ASCII-String , spezielle Programmierwerkzeuge sind nicht
erforderlich . Als Projektierungshilfe zur Erstellung des ASCII-Strings stehen
sogenannte Netzwerkblätter bereit . Halle 11 , Stand A47 HMI96 : Matsushita
setzt auf Optoelektronik Anläßlich der Hannover Messe Industrie führt Matsushita
Automation Controls eine breite Auswahl optoelektronischer Sensoren neu ein .
Neben einfachen , aber sehr kompakten Lichttastern in verschiedenen Bauformen
stellt das Bildverarbeitungssystem Micro Image Checker ein Highlight dar . Dazu
gehören eine " Fernbedienung " zur Parametrierung , ein Monitor sowie eine
Kamera . Der Mikro Image Checker verarbeitet bis zu 20 Bilder pro Sekunde . Ein
einsetzbares Prüfkriterium ( Checker ) ist beispielsweise die "
Anwesenheitskontrolle " von Werkstücken : 4 checker-spezifische
Binarisierungs-Schwellwerte , Prüffenster zum Zählen schwarzer oder weißer Pixel
, automatische Nachpositionierung horizontal oder vertikal , Datenverarbeitung
und Übertragung für numerische und logische Werte . Halle 13 , Stand E24 HMI96 :
IBM schreibt sich Offenheit auf die Fahne Der Geschäftsbereich Manufacturing
Industries Solution will mit der Open Control Architecture sein Engagement im
Bereich Fertigungssteuerung verbessern . Die Open Control Architecture erlaubt
auf der Basis von IBM-Industrie-PCs den kooperativen Einsatz von
Standard-Betriebssystemen wie OS/2 , AIX oder Windows NT als Basis für die
Produktionsplanungssoftware zusammen mit Echtzeit-Betriebssystemen wie AIX ,
OS-Open , LynxOS oder VXWorks als Plattform für feldbusbasierte
Steuerungsanwendungen . Der Vorteil für den Anwender : Er ist damit nicht mehr
von einem Anbieter abhängig , seine Steuerungslösung paßt sich problemlos auch
in bestehende Fertigungssteuerungssystem ein . Halle 13 , Stand D41 HMI96 :
Mitsubishi zeigt SPS im Scheckkartenformat Zur Industrie-Messe präsentiert
Mitsubishi Electric seine derzeit kleinste Kompakt-Steuerung . Die Melsec
FX0S-10MR-ES kommt auf der Grundfläche einer Scheckkarte daher . Sie bietet 6
Ein- und 4 Ausgänge . Die Programmierung erfolgt wie gewohnt , die FX0S ist 100%
softwarekompatibel zur bestehenden FX-Familie . Neben dem Gerät mit 10
E/A-Punkten will Mitsubishi drei weitere Ausführungen mit bis zu 30 Ein- und
Ausgängen auf den Markt bringen . Bei allen vier Varianten hat man die Auswahl
zwischen Gleich- oder Wechselspannungsversorgung sowie Halbleiter- oder
Relais-Ausgängen . Halle 11 , Stand A13 HMI96 : Siemens strebt Plug & Play im
Feldbuseinsatz an Während der Messe demonstrieren die Bereiche AUT (
Automatisierungstechnik ) und ASI ( Antriebs- , Schalt- und Installationstechnik
) , daß das Haus Siemens der Feldbustechnik große Bedeutung beimißt . Viele
Produkte der ASI stehen mit Busanschaltung zur Verfügung , ebenso bietet der
Bereich AUT Steuerungssysteme wie SPS oder IPC mit dem industriellen
Datenhighway an . Die Integration dieser Komponenten soll über eine
vereinheitlichte Programmierumgebung sowie Bedienprofile erfolgen . Als Beispiel
zeigt Siemens an einem live-betriebenen Profibus-Modell , wie Frequenzumrichter
Simovert Master-Drive , Micro-Master , Stromrichter Simoreg sowie Befehls- und
Meldegeräte am AS-Interface mit der SPS Simatic S7 zusammenarbeiten . Die
Integration der Geräte in die Programmier-Software Step 7 senkt dabei den
Engineering-Aufwand . Halle 13 , Stand D62 HMI96 : Rockwell Automation versteckt
Zwitter Zwar kündigt Rockwell Automation den " Open Controller " erst in etwa
zwei bis drei Monaten offiziell an , doch kann man diesen Zwitter aus
Industrie-PC und SPS bereits auf dem Stand B60 in Halle 11 betrachten . Das
Gerät stellt einen IPC im Gehäuse einer SPS dar . Hardware-Erweiterungen
erfolgen per Steckmodulen wie bei SPS gewohnt . Halle 11 , Stand B60 HMI96 :
Microsoft engagiert sich in der Automatisierungstechnik Auf der Pressekonferenz
des InterBus-S-Clubs erläuterte Walter Seemayer , European Manufacturing
Marketing Manager , Microsofts Strategie in Richtung Software zur
Produktionssteuerung . Basis für Steuerungslösungen wird Windows 95 oder NT sein
. Eine OLE-Variante ( Object Linking and Embedding ) namens OPC ( OLE for
Process Control ) soll die Kommunikation zwischen Anwendungsprogrammen und
Prozeßdatenservern vereinheitlichen und das Erstellen spezieller Treiber
überflüssig machen . Im Mai 96 soll die Version 1.0 der OPC-Spezifikation
bereitstehen . Näheres zu OPC findet man auf http://www.industry.net/OPC
Enttäuschte Voodoo-Kunden in USA dürfen umtauschen Nachdem sich in USA Käufer
der 3D-Grafikkarte Stingray 128/3D über mangelnde Performance beklagten , hat
sich 3Dfx , der Hersteller der darauf eingesetzten Beschleunigerbausteine (
Voodoo Rush ) , zu einer Umtauschaktion entschlossen . Besitzer der
Hercules-Karte können das darauf steckende Huckepack-Board einsenden und
erhalten im Gegenzug eine Voodoo-Graphics-basierte Beschleunigerkarte " eines
anderen Herstellers " . Der Leistungsunterschied von etwa 30% ( vgl. c't 9/97 ,
S. 150ff. ) war bei manchen Spielen , namentlich glQuake , aufgefallen , die
Gebrauch von Alphablending und Z-Buffering machen . Hercules in Deutschland
sieht jedoch keinen Umtauschbedarf , sondern will die Leistung der Stingray
128/3D durch Triple-Buffer-Treiber verbessern . Die seien derzeit in der
Entwicklung , sagte ein Sprecher gegenüber c't . S3 hat Probleme mit 3D-Chip
Savage2000 Während sich Nvidia mit dem Grafikchip GeForce256 an anspruchsvolle
Anwender richtet , will der Konkurrent S3 mit dem Savage2000 mittlere Leistung
zu moderatem Preis bieten . S3 räumte jetzt ein , dass die ersten
Treiberversionen die T&L-Hardware des Grafikchips noch gar nicht benutzen , da
man sich auf Stabilität und Leistung in heutigen Spielen konzentriere . Derzeit
ist das noch kein Manko , da erst im nächsten Jahr Spiele erscheinen werden ,
die die T&L-Hardwarebeschleunigung via DirectX 7 nutzen können . Die
T&L-Funktionen des Savage2000 würden aber in " soon to be released drivers "
aktiviert werden . Dieser Rückzieher lässt vermuten , dass die T&L des
Savage2000 in ersten Tests eine zu geringe Geschwindigkeitssteigerung gegenüber
heutigen 3D-Chips ohne Hardware-T&L bringt - letztere legen mit jeder Steigerung
der Prozessor-Geschwindigkeit weiter zu . Anscheinend setzt S3 darauf , dass
Maßnahmen im Treiber und das bereits angedeutete T&L-Balancing , welches freie
CPU-Kapazität für die T&L mitbenutzt , die 3D-Leistung noch verbessern . " T&L
works " , heißt es , aber S3 hat dies bisher nicht öffentlich demonstriert .
Matrox-Karten leiden an Gedächtnisschwund Wo die meisten anderen Hersteller
Flash- oder OTPROM-Bausteine einsetzen , speichert Matrox das BIOS - quasi ein
Startprogramm - typischerweise in einem seriellen EEPROM und lädt dessen Inhalt
beim Start in den Grafikchip um . Ein Anwender berichtete nun der c't-Redaktion
vom Ausfall mehrerer G200-Karten in seinem Arbeitsumfeld , die nach
mehrmonatigem Betrieb " Gedächtnisverlust " zeigten . Beim Einschalten des
Rechners blieb der Bildschirm dunkel , weil das Grafikkarten-BIOS nicht mehr
funktionsfähig war . Matrox hat das Problem unterdessen auf Anfrage der
c't-Redaktion bestätigt . Betroffen seien davon G100- ( Productiva ) und
G200-Karten , die im ersten und zweiten Quartal 1999 gefertigt wurden . Eine
Bestätigung für diese Vermutung gab der Hersteller nicht . Als Abhilfe empfiehlt
Matrox , neue Treiber für Windows 9x ( Version 5.31 ) , NT 4 ( Ver. 4.30 ) und
OS/2 ( Ver. 2.32 ) aufzuspielen . Diese sollen beim Starten den EEPROM-Inhalt
regelmäßig auffrischen und so dem Gedächtnisschwund vorbeugen . Grafikchips :
ATI überholt Nvidia Das Rennen um die schnellste Spielegrafik geht in die
nächste Runde : Mit erstmalig drei Textur-Einheiten pro Rendering-Pipeline will
ATI besonders hohe Wirklichkeitstreue bei der Darstellung von 3D-Objekten
erreichen . ATI gibt ferner an , mit einem als HyperZ bezeichneten Verfahren
Tiefeninformationen zu komprimieren und die Speicherbandbreite um mehr als 20
Prozent erhöhen zu können . Dazu kommen 3D-Texturen , die jedem Raumpunkt eines
Objekts einen Farbwert zuordnen , um Maserungen und andere Muster auch bei
angeschnittenen Objekten darstellen zu können . Neu ist darüber hinaus ein
integrierter DVI-Ausgang für Flachbildschirme sowie verbesserte Filterung bei
der Video-Darstellung . 3D-Karten mit dem Radeon 256 sollen im Sommer erhältlich
sein . Nvidia wird auf der WinHEC aber bereits den GeForce 2 als Nachfolger des
GeForce 256 vorstellen , der ebenfalls in 0,18 µm gefertigt sein und
voraussichtlich mit ähnlich hohen Taktraten aufwarten wird . GeForce-256-Karte
hochgezüchtet Kaum gibt es die ersten 3D-Grafikkarten mit Nvidias GeForce-Chip ,
will Creative Labs schon im November eine hochgezüchtete Pro-Variante " in
limitierter Auflage " für 800 DM auf den Markt bringen . Mittels DDR-RAM will
man auf der 3D Blaster GeForce 256 Annihilator Pro den Speicherdurchsatz , der
die Renderleistung des Grafikchips mitbestimmt , verdoppeln . Creative
verspricht damit " höhere Auflösung und intensivere Farbtiefen " . Der Nutzen
ist fraglich , denn wer mit seiner jetzigen Grafikkarte flüssig spielen kann ,
gewinnt allein durch die höheren Bildraten keine gesteigerten Sinneseindrücke .
Auch muss sich niemand beeilen , um eins der neuen Boards zu erhaschen , weil
aufwändige 3D-Spiele , die die integrierte Geometrie- und
Beleuchtungsbeschleunigung des GeForce voraussetzen , aller Voraussicht nach
erst im nächsten Frühjahr herauskommen werden . Neue Grafikchips unter OS/2
nutzen Seit kurzem bietet der amerikanische Grafiktreiber-Spezialist Scitech
Software auf seinem Webserver die Beta-Version 8 des Display Doctor für OS/2 an
. Sie enthält jetzt auch die schmerzlich vermisste Unterstützung für viele
aktuelle Grafikchips , etwa Nvidia Riva 128/TNT/TNT2 , 3Dfx Voodoo 3 , ATI Rage
128 , S3 Savage 3/4 und andere . Die Beta-Version lässt sich 21 Tage lang
kostenlos ausprobieren . IBM hat das Programm in einer leicht eingeschränkten
Ausführung ( Display Doctor/se , Special Edition , nur die gängigsten
Bildformate bis 1600 x 1200 , max. 85 Hz Refresh ) lizenziert , um es OS/2 als
Standardtreiber beizulegen respektive per WWW-Download anzubieten . Eine
Vollversion für höhere Auflösungen ( auch Sonderformate ) und Bildwiederholraten
über 85 Hz gibt es für 37 US-Dollar direkt bei Scitech . Samsung warnt vor
PC-Netzteilen Eine Gefahr für Benutzer besteht laut Samsung bei
bestimmungsgemäßem Gebrauch nicht ; schlimmstenfalls soll das Netzteil ausfallen
. Alle zwischen Oktober und November 1999 hergestellten Netzteile , die eine
Seriennummer C991015418 oder höher tragen , sind betroffen . In diesen Geräten
ist der Transformator nicht VDE-konform , wie Samsung bei Stichproben
feststellte . Nähere Informationen , welche PC-Systeme betroffen sind und wie
ihre Besitzer zwecks Überprüfung und eventuellem Austausch vorgehen , gibt die
beauftragte Service-Firma Viatec . Außerdem steht eine kostenlose Hotline ( Tel.
0800/2283247 ) für Anfragen betroffener Kunden zur Verfügung . Finnischer
3D-Chip für Sommer erwartet Spätestens Ende März 2000 wollen die finnischen
Bitboys die Produktbezeichnung , die endgültigen Spezifikationen sowie die
Preise ihres bisher unter dem Entwicklungsnamen " Glaze3D " laufenden 3D-Chips
bekanntgeben . Für Z-Buffer und Texturen lässt sich die Kapazität durch externen
Speicher erweitern . Den Entwicklern zufolge bildet die XBA ( Xtreme Bandwidth
Architecture ) eine Voraussetzung für ein neues 3D-Leistungsniveau . Sie sei den
Konzepten von Mitbewerbern wie Nvidia , 3dfx und ATI um den Faktor 2 bis 3
überlegen , Zwei-Chip-Konfigurationen würden 20 GByte/s erreichen - so die Firma
Bitboys Oy . Im zweiten Quartal 2000 will man in der Lage sein , die Technik zu
demonstrieren . Die Massenproduktion soll im dritten Quartal beginnen . Eine
US-Repräsentanz wurde in Dallas , Texas eröffnet . 3D-Grafik : Erste
GeForce-2-Karte angekündigt Wie erwartet wird Nvidias neuer Grafikchip GeForce 2
GTS bereits Mitte Mai auf Grafikkarten von Elsa erhältlich sein . Die mit 32
MByte Speicher bestückte " Gladiac " kostet stolze 850 Mark und setzt ihre
Leistung hauptsächlich in PC-Spielen ein . Über Video- und DVI-Anschlüsse für
digitale Bildschirme wird das Basismodell noch nicht verfügen . Erst im Juni
sollen Versionen mit einem DVI-Ausgang folgen sowie ein Modul , mit dem sich
S-VHS-Video-Ein- und Ausgänge nachrüsten lassen . Für diesen Zeitraum kann man
auch eine 64-MByte-Karte mit DVI sowie eine PCI-Version ohne DVI erwarten .
Interessant ist das für Gladiac-Käufer konzipierte Spieleangebot : Aus einem
wechselnden Angebot von 10 Titeln kann man für 19 , 35 oder 45 DM ein bis drei
Spiele auswählen , die Elsa ohne weitere Kosten zusendet . Weitere
GeForce-2-Produkte zu einem voraussichtlich etwas niedrigeren Preis stehen von
Creative Labs und Guillemot in Aussicht . 3dfx verschiebt
Voodoo-5-Markteinführung erneut Die Voodoo-Karten von 3dfx genießen in
Spielerkreisen Kultstatus , und so wird jede neue 3D-Board-Generation mit
Spannung erwartet . Doch nun lässt 3dfx die Gamer noch etwas länger zappeln :
Ursprünglich wollte man die Voodoo-5-Serie schon im Oktober letzten Jahres auf
den Markt bringen , aber erst zur CeBIT 2000 wurden funktionierende Boards im
Hinterzimmer vorgeführt . Vor kurzem noch hieß es , die Karten sollten im Mai
verfügbar sein . Und nun verkündete 3dfx , dass sich die Auslieferung der
Voodoo-5-5500 AGP noch um weitere ein bis zwei Wochen verzögert . Der Grund für
die Verzögerung seien vereinzelte Ausfälle , die in bestimmten Konfigurationen
aufträten . Daher wolle man weitere Tests durchführen . USB-2-Steckkarte für
externe Brenner Freecom zeigt auf seinem Stand C70 in Halle 12 unter Glas einen
USB-2-Adapter für PCI-Rechner , der einen NEC-Controllerchip verwendet . USB 2
soll die bisher eher gemächliche Datenrate des Universal Serial Bus von maximal
1,5 MByte/s brutto so weit anheben , dass diese serielle Schnittstelle mit
Firewire ( derzeit maximal 50 MByte/s brutto ) konkurrieren kann . Freecom setzt
die PCI-Karte zusammen mit einem USB-2-Kabel eigener Entwicklung ein , um auch
schnelle externe Massenspeicher am USB zu betreiben . " Hinter dem Vorhang "
demonstrierte man so die Funktionsfähigkeit mit einem 12x-CD-RW-Schreiber , der
den proprietären CON36-Anschluss besitzt . Preise stehen noch nicht fest .
Ferner will das niederländische Unternehmen ab August externe Festplatten mit
USB-2-Interface und 20 bis 80 GByte Speichervermögen herausbringen . Ins
Internet per Infrarot Eine preisgünstigere Alternative zu Funk-Netzen will
Bluefish in Kürze herausbringen . Ihre etwa 200 US-Dollar teuren Access Points
sollen vornehmlich Palm- und Handspring-PDAs sowie Notebooks per Infrarot an das
Internet anbinden . Untereinander und mit einem zentralen Internet-Router
kommunizieren die blauen Fische wiederum per Funk im 900-MHz-Band . Der Vorteil
der Lösung ist , dass für die Endgeräte keine weitere Hardware-Anschaffung nötig
ist , weil PDAs und Notebooks in der Regel bereits einen IrDA-Infrarot-Port
besitzen ; bei Funk-LANs muss man etwa 400 bis 500 Mark für eine drahtlose
Netzwerkkarte veranschlagen . Beschränkend wirkt allerdings die relativ geringe
Reichweite von IrDA : Nach wenigen Metern ist Schluss , wobei man auch noch die
IrDA-Geräte aufeinander ausrichten muss ; Funk-LANs überbrücken dagegen ohne
weiteres mehrere Dutzend Meter omnidirektional . Zudem schafft Fast-IrDA derzeit
bestenfalls 4 MBit/s , wogegen heute gängige WLANs bis zu 11 MBit/s erreichen .
Erste Demo-Anwendungen will Bluefish auf den US-amerikanischen Flughäfen Atlanta
und Chicago installieren , damit durchreisende PDA-Besitzer bei Wartezeiten
Informationen über die Bluefish-Technik selbst sowie lokale Unternehmen abrufen
können . Doch auch Inventarisierer , Vorort-Service-Personal oder
Paketlieferanten sollen die drahtlose Technik für das bequeme Hochladen von
Daten aus ihren mobilen Terminals zur Firmen-EDV nutzen können . Der PC als
Pilz-Treibhaus Neben dem Aspergillus fumigatus fand das Team um Dr. Gregory
Forstall vom McLaren Regional Medical Center , Michigan , noch fünf weitere
Sporenarten . Die erste Kontamination sei auf der dortigen Intensivstation mit
23 Betten aufgetreten , nachdem PCs zur Überwachung der vitalen Funktionen der
Patienten installiert wurden . Beim Einschalten mancher Rechner beobachtete man
einen Staubausstoß und wurde neugierig . Ein " Abstrich " vom Lüftergrill des
Netzteils ergab dann verschiedene Arten von Hefepilzen und Schimmelfasern . Dr.
Forstall rät nun dazu , die Rechner vor allem im Bereich der Luftaustritte
regelmäßig zu desinfizieren - insbesondere beim Einsatz in Intensivstationen .
Quelle und Ziel der Telegrammflut seien über 500 Millionen verkaufter GSM-Handys
, die für 70 Prozent des digitalen Mobilfunkmarkts stehen . AOL zieht s nach
China Einer Meldung von BetaNews zufolge plant AOL in einem Joint Venture mit
dem führenden chinesischen PC-Hersteller Legend , sein Geschäft auf China
auszudehnen . Windows' HyperTerminal kann Sicherheitsloch sein Im
Sicherheits-Bulletin MS00-079 weist Microsoft nochmals auf ein Problem mit dem
bei allen aktuellen Windows-Varianten ( 98 , 98SE , ME , NT 4 und 2000 )
vorhandenen HyperTerminal-Programm hin . Diese dienen beispielsweise für den
Shell-Zugang zu Linux/Unix- oder Großrechnern . Ohne den im Bulletin angebotenen
Patch kann bei HyperTerminal auf zwei Weisen ein Buffer Overflow auftreten : Der
Pufferüberlauf kann das Ausführen fremder Programme ermöglichen und so ein
Einfallstor für Cracker öffnen . Für NT 4 steht jedoch kein Patch zur Verfügung
, hier rät Microsoft zum Upgrade auf eine neuere Windows-Version . Napster
schießt übers Ziel hinaus Nachdem die Richterin Marilyn Hall Patel kürzlich die
Daumenschrauben angezogen hatte , büßte Napster schon einen großen Teil seiner
Fans ein . Die jüngste Verschärfung des Inhaltsfilters führt nun nach einem
Bericht des US-Onlinedienstes CNet dazu , dass auch solche Songs aus dem Angebot
verschwinden , die von den Musikkonzernen gar nicht angemahnt wurden . Die
Verschärfung wurde durch Tools wie piglatin oder napcameback nötig , die
bekannte Songs mit anderen Namen versehen , sodass sie von simplen
textvergleichenden Filterregeln nicht mehr erfasst werden . Napsters aktuelle
Nutzungsbedingungen verbieten ein solches Vorgehen jetzt ausdrücklich ;
zuwiderhandelnde User will Napster aussperren . Zum Ärger mancher Nutzer fallen
dem übereifrigen Filter nun aber auch Songs zum Opfer , die überhaupt nicht mehr
von Plattenfirmen angeboten werden oder keinem Copyright unterliegen . Zudem
hängt das Weiterbestehen von Napster nach wie vor am seidenen Faden : Noch hat
Richterin Patel keine abschließende Entscheidung über das Fortbestehen des
beliebten Musiktauschdienstes gefällt . Diese will sie auf die Expertise eines
unabhängigen Gutachters stützen , der Napsters Filtermethoden durchleuchten soll
. Allerdings steht dafür noch kein Termin fest . Eine kleine Atempause hat die
Richterin Napster immerhin eingeräumt . Sie entschied am Freitag , dass es
Aufgabe der Musikindustrie sei , bei der Identifizierung urheberrechtlich
geschützter Musikstücke zu helfen . Napster hatte erklärt , es brauche von der
Musikindustrie nicht nur einen Song-Namen , sondern zumindest einen Dateinamen
zu Identifizierung , um die Auflagen zu erfüllen . Patel gab Napster indirekt
Recht , indem sie der Musikindustrie vorwarf , es sich zu leicht zu machen .
Nvidia stellt preisgünstige GeForce-2-Variante vor Nvidia präsentierte heute in
München den 3D-Chip GeForce 2 MX als preisgünstigen Ableger des derzeitigen
Spitzenmodells GeForce 2 GTS . Da die MX-Variante aber im Unterschied zum GTS
nur zwei statt vier Pixelpipelines enthält , dürfte seine Leistung lediglich auf
dem Niveau des nun auslaufenden Vorläufers GeForce 256 liegen . Eine ähnliche
Taktik setzte Nvidia bereits erfolgreich mit der Vorgängergeneration Riva
TNT2/TNT2 M64 ein . Neben dem Einsatz auf Marken-Grafikkarten soll der Geforce 2
MX auch auf OEM-Boards erscheinen . Beispielsweise wird Fujitsu-Siemens den
Consumer-PC " Scaleo " mit Nvidias Chip ausstatten . Dank der sogenannten
TwinView-Architektur des MX kann der Anwender bei entsprechend ausgestatteten
Grafikkarten parallel zwei Monitore oder einen Monitor und einen Fernseher
anschließen . Cyrix testet 6x86MX nun genauer Manche Bausteine seien im Test bei
Distributoren ausgefallen . Daraufhin stellte sich heraus , daß Test-Parameter
in der Endfertigung etwas lax eingestellt waren . Als Konsequenz rief Cyrix alle
bis Mitte Juli ausgelieferten Bausteine zurück , um sie erneut mit schärferen
Parametern zu überprüfen . Zu der Affäre erläuterte Brendan Sherry , General
Manager Cyrix UK , gegenüber c't , daß in Europa lediglich einige hundert 6x86MX
von der Zweitprüfung betroffen waren . Seit Mitte Juli hätten keine nachlässig
überprüften Chips die Fab mehr verlassen . Wer in Hitzephasen unerklärliche
Abstürze mit seinem ansonsten gut gekühlten Cyrix-Prozessor erlebt , sollte sich
bei seinem Händler gegebenenfalls nach einem Austauschbaustein erkundigen .
Telefone ans Netz Wie man in kleinen und mittleren Firmen das Telefon- und
Datennetz zusammenbringt , führt 3Com in Halle 11 ( Stand B62 ) vor . Die
Voice-over-IP-Lösung NBX 100 kann als Nebenstellenanlage für bis zu 200
Teilnehmer arbeiten , wobei man die Telefone direkt ans Twisted-Pair-LAN
anschließt . Dank integrierter 10-MBit/s-Hubs benötigt man keine zusätzliche
Netzwerksteckdose , den PC hängt man einfach hinters Telefon . Die Geräte sind
mit gängigen Komfortmerkmalen ( Kurzwahl , Freisprechen , Konferenz , Makeln ,
Umleitung ) ausgestattet , laden sich beim Anschluss die aktuelle Firmware vom
Telefonserver , lassen sich via Web-Browser einstellen und per TAPI fernbedienen
- man kann aus TAPI-fähigen PC-Programmen direkt Verbindungen aufbauen . Der
Server fungiert als Anrufbeantworter und übernimmt auch Abrechnungs- und
Protokollaufgaben , er ist ebenfalls per Browser fernbedienbar . Interessant ist
diese Lösung natürlich vor allem bei Neu- oder Umbauten , wo noch keinerlei
Verkabelung existiert . Besitzt man bereits eine Telefonanlage , bringt 3Coms
Technik dank der Integration von Telefon und PC immerhin operative Vorteile .
Erste AGP-Pro-Grafikkarte zum Nachrüsten Spielefreaks und professionelle
Anwender werden mit der GeForce-Grafikkarte AGP-V6600Pro kaum Speichersorgen
bekommen : Der taiwanische Hersteller Asus , der die Grafikkarte nur in der
oberen Etage des Standes B52 in Halle 13 zeigt , hat den Videospeicher mit 64
MByte auf das Doppelte der sonst üblichen Bestückung vergrößert . Dadurch
entfällt auch bei Anwendungen mit großen Textur-Mengen die Mitbenutzung von
Systemspeicher via AGP , was die Darstellungsgeschwindigkeit erhöhen kann . Asus
will Mitte März mit der Produktion beginnen , mag aber noch keinen Preis nennen
. Handy für Funk-LANs Nach einer ersten Präsentation auf der Fachmesse
NetWorld+Interop Anfang Mai in Las Vegas kündigt Symbol Technologies nun auch
hierzulande sein Funktelefon für drahtlose Netze an . Das " Spectrum24
NetVision-Phone " getaufte Handy fügt sich als gewöhnliches Netzwerkgerät in
Funk-LANs nach dem WLAN-Standard IEEE 802.11b ein . Sprache überträgt es gemäß
der ITU-Norm H.323 . Damit soll sich das WLAN-Handy mit anderen
Voice-over-IP-Produkten ( VoIP ) verstehen und beispielsweise über WebSwitches
von Ericsson Kontakt zu herkömmlichen Telefonanlagen aufnehmen ; Symbol gibt an
, dass es derzeit zu VoIP-Produkten von Nortel , Mitel und Cisco kompatibel ist
. Firmware für andere Telefoniesysteme stehe bereits für Anlagen von Alcatel ,
Innovaphone , Motorola oder Vegastream zur Verfügung . Neben üblichen Funktionen
wie Anrufweiterleitung oder Konferenzgesprächen soll das Gerät auch als Pager
arbeiten und Textmeldungen empfangen können . Ein typischer Anwendungsbereich
für das NetVision-Phone könnten größere Firmen sein , in denen Rechner bereits
per Funk vernetzt sind und wo Mitarbeiter auch unterwegs " auf dem Flur "
telefonisch erreichbar sein müssen . Als Fernziel verspricht die VoIP-Technik
Kosteneinsparung , indem sie Rechnervernetzung und Telefondienste in einer
Infrastruktur vereinigt . Wann das WLAN-Handy in Deutschland erhältlich sein
wird und was es kosten soll , konnte die deutsche Niederlassung von Symbol noch
nicht mitteilen . 3D-Karte mit GeForce 256 : Erste Testergebnisse Anhand eines
Testmusters der Grafikkarte Erazor X von Elsa konnte c't erste Benchmarks mit
Nvidias neuem 3D-Beschleuniger-Chip GeForce 256 durchführen . Die vier parallel
arbeitenden Render-Pipelines des GeForce 256 sollen auch bei älteren 3D-Spielen
eine Verbesserung gegenüber dem Vorgänger Riva TNT2 mit seinen zwei Pipelines
bewirken . In Tests auf einem Pentium-III-System mit 500 MHz mit 3DMark99 MAX ,
Unreal 225f und Expendable waren allerdings keine signifikant höheren Frameraten
zu verzeichnen . In OpenGL-Spielen ist bereits die Geometrie- und
Beleuchtungsbeschleunigung ( T&L ) des 3D-Chips aktiv . Erhöhte man auf
trilineare Filterung , fiel der GeForce 256 nur leicht auf 60 fps zurück . Die
T&L-Beschleunigung des GeForce läßt die Grafikkarte auf dem 500-MHz-System
ständig am Fillrate-Limit arbeiten . So sinkt erwartungsgemäß die Bildrate mit
jeder Erhöhung der Qualitätseinstellung weiter . Die Filterung beliessen wir auf
trilinear . Computer-Kette Schadt in Konkurs Der Preiskampf im PC-Sektor fordert
ein neues Opfer : Die Asperger Schadt Computertechnik GmbH stellte gestern einen
Konkursantrag beim Amtsgericht Ludwigsburg . Davon sind über 100 Filialen , 470
Mitarbeiter sowie die Tochtergesellschaften Proline , Topline und Cube Systems
betroffen . Auch Kampfangebote konnten die Pleite nicht mehr abwenden . Bugfix
für Viper 550 in Sockel-7-Boards Die bei vielen Sockel-7-Mainboards auftretenden
Probleme der 3D-Karte Viper 550 will Diamond mit einem neuen Treiber beseitigen
. Er soll außerdem Inkompatibilitäten mit AMDs Prozessor K6-2 beheben sowie
TV-Ausgabe in PAL und im Bildformat 800x600 ermöglichen . S3 will angeblich
3D-Grafikchips aufgeben Nach US-Presseberichten mehren sich die Anzeichen dafür
, dass die Firma S3 sich aus dem Grafikchip-Geschäft zurückziehen will . Eine
offizielle Erklärung dazu gibt es noch nicht , doch hatte der CEO des
Unternehmens , Ken Potashner , schon im letzten Quartalsbericht angedeutet : "
Obwohl wir in unserem Grafikgeschäft weiter erfolgreich sind , glauben wir ,
dass unsere Schwerpunkte im Bereich Internet-Geräte und Home Networking
erhebliches Wachstumspotential haben . " Bereits im November 1999 gründete S3
mit VIA ein Joint-Venture zur Entwicklung von Grafikchips für Notebooks und
Mainboard-Chipsätze mit integrierter Grafik und übertrug der S3-VIA Inc. die
Zugriffsrechte auf das gesamte Grafikchip-Know-how . Jetzt , so heißt es ,
bereite sich S3 darauf vor , das Geschäft mit 3D-Grafikchips zu verkaufen oder
auszugliedern . Die Einstellung der Grafikchip-Aktivitäten wäre nur konsequent ,
nachdem S3 in 1997 den Trend zu leistungsfähigeren 3D-Grafikchips verpasste und
rapide Marktanteile an Mitbewerber verlor . Technische Probleme führten außerdem
dazu , dass der aktuelle 3D-Baustein Savage 2000 weit hinter der angekündigten
Leistung zurückblieb . Dell will Celeron überspringen Eine Entwicklungsstufe in
Intels Prozessor-Evolution will Dell auslassen . Es soll vorerst keine
Low-Cost-Systeme mit dem abgemagerten Pentium II namens Celeron geben . Statt
dessen wartet Dell ab , bis dessen Nachfolger " Mendocino " im vierten Quartal
1998 auf den Markt kommt . Der wird zwar preislich und leistungsmäßig über dem
Celeron , aber unter der im Sommer erscheinenden Pentium-II-Version Xeon liegen
. XA-Wettbewerb : Preise im Gesamtwert von 17.000 DM Haben Sie eine Idee oder
ein Projekt " am Hals " , deren Mittelpunkt ein Mikrocontroller bildet ? Sehen
Sie sich dann doch mal das 16-Bit-Upgrade des 8051 von Philips an und nehmen Sie
am ELRAD-XA-Entwicklerwettbewerb teil . Erster Preis : Ein
In-Circuit-Emulator-System von Nohau im Wert von 11.000 DM . Näheres Sie auf
http://www.heise.de/el/artikel/9606022/ . Grafikspezialist ATI verzeichnet
Verluste Der Grafikspezialist ATI geriet in seinem dritten Geschäftsquartal (
März bis Mai 2000 ) unter Druck : ATIs Aktienkurs sackte prompt um über 5
Prozent ab . Einige Zahlen im Geschäftsbericht offenbaren , wo der Schuh drückt
: Zwar verbesserte sich der Absatz im asiatisch-pazifischen Raum , aber in
Nordamerika und Europa sank der Umsatz . Neben dem andauernden Preiskampf auf
dem 3D-Board-Markt sieht ATI einen weiteren Grund in der seit einigen Monaten
herrschenden Knappheit von Elektronikbauteilen , die etwa Kondensatoren und
Flash-Speicher betrifft - beides Komponenten , die in jedem PC und auf jeder
Grafikkarte zum Einsatz kommen . Nachdem Nvidia nun auch seinen Anteil am
OEM-Geschäft mit dem GeForce 2 MX steigern will , könnte ATI auch von dieser
Seite Ungemach drohen . Allerdings zeigt man sich zuversichtlich , ab Juli mit
dem Radeon-Chip Nvidias gegenwärtiger Vorherrschaft wirksam entgegentreten zu
können . ATI erwartet jedoch für das vierte Geschäftsquartal , das in den
umsatzmäßig flauen Sommer fällt , noch keine wesentliche Besserung . Erst zum
Jahresende hin soll sich die Situation entspannen . Adaptec verzichtet , LSI
Logic greift zu Der Deal zwischen Hyundai Electronics America -
hundertprozentiger Besitzerin von Symbios - und Adaptec ist geplatzt : Wie
Adaptec mitteilte , wurde die Vereinbarung zur Übernahme von Symbios durch
Adaptec in gegenseitigem Einvernehmen gekündigt , da beide Seiten annehmen , daß
die amerikanische Kartellbehörde FTC ( Federal Trade Commision ) der Übernahme
nicht kampflos zugestimmt hätte . Die FTC hatte Bedenken wegen der möglichen
Beherrschung des SCSI-Adapter- respektive Controller-Chip-Marktes . Mittlerweile
hat sich ein neuer Bewerber gemeldet : Elsa entwickelt Grafikkarten nicht mehr
selbst Elsa wird sich in Zukunft im Segment der professionellen Grafikkarten nur
noch auf die Referenz-Hardware und Software seines Chip-Lieferanten Nvidia
stützen . Durch die Entwicklung eigener Designs habe man den optimalen Zeitpunkt
für die Markteinführung zu oft verpasst und ist in diesem Geschäftsfeld immer
tiefer in die roten Zahlen gerutscht . Bereits die angekündigten Boards Gloria
III und Synergy III sind keine Elsa-Entwicklungen mehr , sondern basieren auf
den Vorgaben von Nvidia . Durch die neue strategische Partnerschaft mit Nvidia
habe man den exklusiven Zugriff auf die Quadro-Workstationchips und erhält die
alleinigen Vertriebsrechte über Nvidias Absatzkanäle einschließlich der
Systemintegration und der Value Added Reseller , heißt es . Nur die großen
PC-OEMs seien ausgenommen . Im Zuge dieser Vereinbarung hat Nvidia Elsas
Entwicklerteam für Workstation-Grafik übernommen . Die Gladiac-Produkte für das
Consumer-Segment sind von der Vertriebsvereinbarung übrigens nicht betroffen .
In einigen Berichten hatte es fälschlicherweise geheißen , Elsa würde sich
völlig aus dem Grafikkarten-Geschäft zurückziehen . Allerdings wird man hier
ebenfalls auf Referenz-Designs von Nvidia aufsetzen . 600-Dollar-PC von IBM Mit
dem Modell Aptiva E D1N will IBM im November als erster PC-Anbieter in den USA
die 600-Dollar-Grenze durchbrechen . Das Gerät soll mit einem 233-MHz-Prozessor
( IBM 6x86MX PR300 ) , 32 MByte Hauptspeicher , einer 3,2-GByte-Festplatte und
einem 32X-CD-ROM-Laufwerk ausgestattet sein ; den Monitor muß man separat kaufen
. An Software soll neben Windows 98 die Lotus Smartsuite beiliegen . IBM
Deutschland teilte auf Anfrage mit , daß bisher jedoch nicht geplant sei , die
Konfiguration auch hierzulande auf den Markt zu bringen . Doch auch ohne IBMs
Mitwirkung fällt die 1000-Mark-Schwelle auch in Deutschland : Urheberrechtsklage
abgewiesen Der Dauerrechtsstreit um die Marke " Explorer " der Ratinger Firma
Symicron ist um einen weiteren Fall reicher . Am vergangenen Mittwoch hat die
12. Zivilkammer des Landgerichts Düsseldorf die Klage des früheren
CHIP-Redakteurs Claus Vester abgewiesen , wie das satirische " Magazin gegen den
Abmahnwahn " AdvoGraf berichtet . Vester hatte Symicron vorgeworfen , einen von
ihm 1991 für das Computermagazin CHIP verfassten Text nahezu wörtlich als
Produktbeschreibung für Explorer auf die Firmenwebsite übernommen zu haben . Das
Gericht folgte Vester in Bezug auf die annähernde Wortgleichheit der
beanstandeten Beschreibung von Symicron , sah aber für einen
Unterlassungsanspruch keine ausreichende " Schöpfungshöhe " des Textes . Vester
hingegen hat unterdessen erklärt , er habe sich lediglich verhört ; in Wahrheit
hätten Symicron-Mitarbeiter ihm nur mündlich ein angeblich geplantes Produkt
namens " Explora " beschrieben . Im Rechtsstreit der Firma Symicron mit
Microsoft im Jahre 1995 spielte der Beitrag eine entscheidende Rolle , da
Microsoft die Existenz eines Symicron-Produkt namens " Explorer " bestritt .
Obwohl Microsoft das Verfahren in erster Instanz gewann , schlossen die Parteien
später vor dem OLG München einen Vergleich . Apple mit Entlassungen und neuem
Personal ( Update ) Der Computerhersteller Apple hat in den USA in dieser Woche
eine unbekannte Zahl Mitarbeiter entlassen . Dies meldet der Newsdienst
de.internet.com . Von den Kündigungen betroffen sei das Personal im
Sales-Bereich , heißt es in der Meldung . " Das kann ich so nicht bestätigen " ,
sagte Martin Kuderna , Sprecher der von Apple beauftragten PR-Agentur , im
Gespräch mit heise online . In einer offiziellen Erklärung räumt allerdings auch
Apple USA Entlassungen ein . Zusätzlich seien einige Stellen umstrukturiert oder
ganz gestrichen worden . Insgesamt aber steige der Personalbedarf . Dies gelte
auch im Einzelhandels- und Verkaufsbereich . Genaue Zahlen nennt Apple jedoch
nicht . Ob die Maßnahmen im Zusammenhang mit der vor zwei Wochen angekündigten
Eröffnung von 25 Einzelhandelsgeschäften in den USA steht , geht aus der
Erklärung nicht hervor . Moskau warnt Computer-Experten vor USA-Reisen Das
Moskauer Außenministerium warnt russische Computer-Experten vor einer Reise in
die USA . Spezialisten , die mit US-Firmen im Bereich Programmierung und
Software-Design zusammenarbeiten , " fallen unter die Rechtsprechung des Digital
Millennium Copyright Act " , heißt es in einer Erklärung des Ministeriums .
Sklyarov , der für das US-Unternehmen ElcomSoft arbeitet , gehörte zu einer
Gruppe Programmierer , die das Acrobat-eBook-Reader-Format entschlüsseln konnten
. Am vergangenen Dienstag war Anklage gegen ihn und seinen Arbeitgeber erhoben
worden . Kopierschutz entzweit Industrie und Hollywood Die Industrie fürchtet um
den Verlust von Schlüsseltechnologien , würde der Entwurf in dieser Form als
Gesetz verabschiedet . Der von Senator Fritz Hollings vorgeschlagene so genante
Security Systems Standards and Certification Act hat unter anderem zum Inhalt ,
dass jedes interaktive digitale Gerät Sicherheitsmerkale aufweisen müsse , die
vor dem US-Handelsminister Gnade finden . Demnach seien " Herstellung , Import ,
Inverkehrbringen oder anderweitige Verbreitung nicht-konformer interaktiver
Geräte strafbar " . Sollte der Entwurf verabschiedet werden , so gilt er als
bundesweit einheitliche Vorschrift . Eine Übereinkunft über den Entwurf soll
innerhalb der nächsten 12 Monate gefunden werden - andernfalls entscheidet das
National Institute of Standards and Technology ( NIST ) über die Einführung von
entsprechenden Sicherheitsstandards . Insbesondere das OEM-Geschäft in den
Bereichen Computer- und Fernsehtechnik , Settop-Boxen sowie prozessorgesteuerter
Geräte würde die Auswirkungen drastisch zu spüren bekommen . Doch die
OEM-Anbieter machen bereits im Vorfeld einer möglichen Gesetzesvorschrift ihrem
Unmut Luft . Für Ende Oktober dieses Jahres ist eine Anhörung vor dem
Senatsauschuss unter Vorsitz von Fritz Hollings angesetzt . Nach Worten von
James Burger , der in Washington Telekommunikationsangelegenheiten anwaltlich
vertritt , sei das Rechtsystem nicht dafür ausgelegt , sich um die Belange der
Geräteherstellung zu kümmern . Weitere Einschnitte befürchten Experten auch bei
der Übertragung von Inhalten , sehen sie sich hier der Willkür Hollywoods
ausgesetzt , Sendungen nach Belieben zu steuern . Auch Kopierschutzexperten
zweifeln die Schlüssigkeit des Entwurfs an . Der Wunsch nach gesetzlicher
Regulierung erwächst aus der Frustration der Filmstudios . Sie bemängeln die
fehlende Übereinstimmung beim Thema Kopierschutz unter den Inhalteanbietern
sowie den Herstellern von Rechnern und Gütern für die Konsumindustrie .
Hollywood sieht die schleppende Einführung des digitalen Fernsehens ebenfalls in
den fehlenden Regularien begründet . Es gibt bereits Hinweise darauf , dass
verschiedene Filmstudios vor der Einführung digitaler Wasserzeichen stehen .
Ziel sei es , bei der digitalen Ausstrahlung die Inhalte mit einer Art
Kopierschutz zu versehen . Bereits im Juli hatten sich Sony und Warner auf das
DTCP-Kopierschutzverfahren geeinigt . Ob dies allerdings der geeignete Weg sei ,
zweifelt DTLA-Präsident Michael Ayers an . Drahtloser Internetdienst Ricochet
wird eingestellt Die US-amerikanische Firma Metricom stellt ihren Ricochet
genannten drahtlosen Internet-Zugang zum 8. August dieses Jahres ein . Der
ortsunabhängige Internet-Dienst mit maximal 128 kBit/s galt als durchaus
erfolgversprechende Technik ; noch auf der Comdex im vergangenen Jahr wurde
Ricochet in der Kategorie Online-Dienste als bestes Produkt geehrt . Mit
durchschnittlich 75 US-Dollar monatlicher Nutzungsgebühr war der Service
allerdings nur für wenige User und Gechäftsleute interessant . Bereits Anfang
Juli stellte Metricom einen Antrag auf Gläubigerschutz nach Chapter 11 des
US-Konkursrechts , um die Geschäftsfelder zu reorganisieren . Von der
Ricochet-Einstellung sind unmittelbar 282 Arbeitsplätze betroffen . Eine für den
16. August auf Metricoms Webseite ausgeschriebene Auktion soll die
Ricochet-Übernahme durch einen interessierten Käufer ermöglichen , wobei auch
eine Teilübernahme der Netzregionen denkbar sei , hieß es bei Metricom . Erste
Cyber-Polizeistation in Indien In Indien soll jetzt nach Angaben der
Nachrichtenagentur Reuters die erste Polizeistation eröffnet werden , die sich
ausschließlich mit " Cyber-Straftaten " auseinander setzt . Datendiebstahl ,
Hacker-Anschläge und auch Internet-Betrügereien landen ab dem 15. September bei
der neu eigerichteten Institution in Bangalore , so die indische Polizei am
vergangenen Freitag . Die am vergangenen Donnerstag gegründete Polizeieinheit ,
die zunächst Fälle aus der Region Karnataka betreut , zielt auf die schnelle
Bearbeitung und Aufklärung der speziellen Angelegenheiten im Bereich der
Informationstechnolgie . Die Registrierung derartiger Straftaten solle aber
weiterhin der örtlichen Polizei obliegen . Die so genannte Cyber Crime Police
Station ( CCPS ) wurde jetzt nach der Verabschiedung eines speziellen Gesetzes
zur Behandlung von " Informationsdelikten " im vergangenen Jahr ins Leben
gerufen . Damit soll ein möglichst weiter Bereich derartiger Rechtsfälle
abgedeckt werden . Angefangen habe das Ganze als eine von Experten gebildete
Analysezelle aus IT-Sicherheitsfirmen und dem Indian Institute of Science .
Insolvenzverfahren bei Kabel New Media eröffnet Über das Vermögen des
IT-Dienstleisters Kabel New Media AG ist nach Angaben des Unternehmens das
Insolvenzverfahren eröffnet worden . Vorstandschef Peter Kabel sei zum 31.
August zurückgetreten , teilte die am Neuen Markt gelistete Gesellschaft am
gestrigen Montag in einer Pflichtveröffentlichung mit . Bereits am 1. September
sei auch das Insolvenzverfahren über die Tochtergesellschaften Kabel New Media
GmbH in Hamburg , Berlin , München und Bonn sowie über die Kabel New Media
Friedrichshafen eröffnet worden . Die Geschäftstätigkeit der Kabel New Media
Hamburg werde vermutlich teilweise im eröffneten Verfahren fortgeführt . In
Unternehmenskreisen herrschte zu diesen Angaben jedoch Stillschweigen . Kabel
New Media hatte am 2. Juli beim Amtsgericht Hamburg Antrag auf Eröffnung des
Insolvenzverfahrens gestellt . Vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens hatte die
Düsseldorfer Werbeagentur-Gruppe BBDO bereits einzelne Unternehmensteile
erworben . Die Übernahmen der Niederlassungen in Köln und Berlin seien bereits
vertraglich unter Dach und Fach . Über den Standort Hamburg werde noch
verhandelt , berichtet der Hamburger Newsdienst new business am gestrigen Montag
. BBDO Deutschland wolle die hinzugekauften Kabel New Media-Teile mit der
Tochter BBDO Interactive verschmelzen . Nach Informationen von new business will
BBDO nur dann Teile des Hamburger Geschäfts von Kabel New Media übernehmen ,
wenn der Großkunde BMW eine Auftragsgarantie für einen überschaubaren Zeitraum
zusichert . Gefängnisstrafe wegen Emulex-Hoax verhängt Zu einer Gefängnisstrafe
von 44 Monaten wurde jetzt der 23-jährige Mark Jakob verurteilt , der im August
vergangenen Jahres eine gefälschte Pressemeldung über den kalifornischen
Netzwerk- und Fibre-Channel-Spezialisten Emulex verbreitet hatte . Bereits zuvor
wurde Jakob von der US-amerikanischen Börsenaufsicht SEC wegen des verursachten
Kurssturzes der Emulex-Aktie eine Geldstrafe von 500.000 US-Dollar auferlegt .
Noch im Oktober des vergangenen Jahres hatte der nun Verurteilte vergeblich
versucht , im Falle der von ihm in Umlauf gebrachten Falschmeldung auf nicht
schuldig zu plädieren . Gegenüber dem US-Bezirksrichter Dickran Tevrizian
erklärte Jakob , er habe nach Verbreitung seiner Meldung die Briefe einiger
geschädigter Anleger gelesen , die durch sein Tun Millionenbeträge verloren
haben . " Erst als ich sah , was die Betroffenen erlitten hatten , wurde mir das
Ausmaß der Sache klar . " Das Urteil gegen Jakob wird am 5. September wirksam .
Bill Gates und Andy Grove feiern den PC Vor dem Hintergrund der rasanten
Entwicklung und Vermarktung immer diffizilerer Kommunikationstechnologien eine
doch erstaunliche Tatsache ... Im Jubiläumsjahr der grauen Elektronikschachtel
wurden die allgegenwärtigen Abgesänge jetzt gemeinsam von zwei großen
Wegbereitern des Marktes kommentiert . Einträchtig in ihrer Meinung zum
Fortbestand des einstigen IBM-Babys äußerten sich Microsoft-Chef Bill Gates und
Intel-Chairman Andy Grove in Interviews mit dem Stern . " Ich hielt den PC
damals nicht für so wichtig " , äußerte Grove . Allerdings brauche der Markt ein
paar richtig schlechte Jahre , damit alle wieder zu sich kommen und gemeinsam
vorgehen . Ein Jubiläum dieser Bedeutung steht der Elektronikwelt wohl erst
wieder mit dem bevorstehenden 20-jährigen Geburtstag der Compact Disc ins Haus ,
die sicherlich ähnlich revolutionär seit ihrer Einführung im Jahre 1983 den
Markt eroberte . Und auch hier ist noch kein Ende in Sicht . Mehr zum 20.
Geburtstag des IBM-PC : Verbraucherzentrale warnt vor Benutzung von
CT1-Telefonen Die Änderung von Frequenznutzungsrechten zur Schaffung weiterer
Kapazitäten im Bereich des öffentlichen Mobilfunks ließ die Dinosaurier der
schnurlosen Telefonie aussterben . Kommt es beim mittlerweile illegalen Betrieb
zu nachweisbaren Störungen innerhalb der neu verteilten Frequenzbereiche , so
wird der Verursacher für die Störungsermittlung gemäß der sogenannten
EMVG-Kostenverordnung der Regulierungssbehörde zur Kasse gebeten , die sich dem
jeweiligen Aufwand nach berechnet . Dabei können sich nach Angaben der
Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post in Mainz durchaus drei- bis
vierstellige Beträge ergeben . GEDYS will 2002 schwarze Zahlen schreiben Der
Softwarehersteller GEDYS AG aus Braunschweig , Spezialist für Notes/Domino und
Lotus Business Partner , will 2002 wieder schwarze Zahlen schreiben , kündigte
Vorstandssprecher Ralf Geishauser am Donnerstag im Gespräch mit dpa an . Dafür
seien aber Einmalaufwendungen unter anderem für Firmenumzug und Hauptversammlung
verantwortlich . Im vierten Quartal werde es erstmals wieder ein Plus geben .
Geishauser nannte als Grund vor allem steigende Umsätze bei verbesserten
Kostenstrukturen . Dazu müssen wir den Anlegern jetzt beweisen , dass wir den
turn around schaffen . Von der schwachen Inlandskonjunktur sei GEDYS als
Spezialist für E-Business-Software weniger betroffen , weil der Auslandsumsatz
auf 48 Prozent ausgebaut worden sei . Zudem steigere die GEDYS-Software die
Produktivität bei den Kunden . " Gerade das ist bei schwächerer Konjunktur oft
gefragt " , meinte der Manager . Damit sei die Zahlungsfähigkeit gesichert . "
Wir haben da sehr genau hingesehen " , sagte Geishauser . In jüngster
Vergangenheit stand die Neue-Markt-Firma bereits vor größeren finanziellen
Schwierigkeiten , von denen auch ein Viertel der Mitarbeiter durch Entlassungen
betroffen waren . Die GEDYS-Aktie verlor am Donnerstag bei
überdurchschnittlichen Umsätzen und nur leichten Verlusten des Neuen Markts fast
ein Viertel ihres Werts und notierte am Mittag bei 2,30 Euro . Geishauser
erwartet innerhalb eines Jahres einen Kurs von 6 Euro . Der Höchstkurs lag im
April 2000 bei 25 Euro , der tiefste Kurs notierte mit 1,70 Euro Anfang Juli
2001 . Iomega will 38 Prozent seiner Mitarbeiter entlassen Iomega , der
Spezialist für Wechselspeichermedien , plant für die zweite Jahreshälfte die
Entlassung von 1.250 seiner derzeit insgesamt 3.300 Mitarbeiter . Betroffen
davon seien 780 in Nordamerika , 90 in Europa , sowie 380 im asiatischen Raum .
Das Unternehmen beklagt eigenen Angaben zufolge einen rückläufigen Absatz seiner
Jaz- und Zip-Laufwerke . Für das dritte Quartal dieses Jahres rechnet Iomega mit
Ausgaben in Höhe von insgesamt 55 bis 65 Millionen US-Dollar , die sich im
Rahmen von Umstrukturierungsmaßnahmen in Verbindung mit der geplanten
Personaleinsparung einstellen könnten . Als Ergebnis der Maßnahmen rechnet
Iomega-Chef Werner Heid , dessen Vorgänger Bruce Albertson nach nur 18 Monaten
als CEO zurückgetreten war , wieder mit einem profitablen Geschäftsjahr 2002 .
Zeitgleich mit den Umstrukturierungsmaßnahmen vollzieht Iomega die Verlegung des
Unternehmenshauptsitzes an die amerikanische Westküste . Yahoo bringt Fußball-WM
online Das Internet-Portal Yahoo wird die offizielle Website für die nächsten
beiden Fußballweltmeisterschaften in Asien und Deutschland bereitstellen . Yahoo
komplettiert damit als 15. FIFA-Partner die Sponsorengruppe für die
Fußball-Weltmeisterschaften 2002 in Japan und Südkorea . Wie die Financial Times
Deutschland am heutigen Dienstag berichtet , haben der FIFA-Präsident Joseph
Blatter und Yahoo-Präsident Jeff Mallett in Zürich einen Vertrag unterzeichnet ,
der auch für die Fußball-WM 2006 in Deutschland Gültigkeit besitzt .
Frauen-Power für die Informatik Die Gesellschaft für Informatik e. V. ( GI )
beklagt den geringen Anteil von Frauen im Bereich der Informatik . Eine
Besserung dieses Zustandes soll eine für den 8. Oktober dieses Jahres in
Nürnberg geplante Informationsveranstaltung bewirken . Unter allen
Informatikstudierenden befinden sich nach Worten des Gesellschaftspräsidenten
Professor Heinrich Mayr derzeit nur 14 Prozent Frauen . Mit dem Leitspruch "
Girls go Informatik - Der Link in Deine Zukunft " versucht die Gesellschaft
insbesondere das Interesse von Schülerinnen der Jahrgangsstufen 11 bis 13 zu
wecken . Den Erstkontakt will der Verein in Absprache mit den jeweils
zuständigen Kultusministerien direkt über die Schulen herstellen . In einem
Gespräch mit heise online sagte die Pressereferentin Cornelia Winter , dass
bislang 30 Frauen , die aus der " Praxis " kommen und ihre Erfahrung vermitteln
wollen , für diese Veranstaltung gewonnen werden konnten . Mit Vorträgen " zum
Anfassen " , wie beispielsweise das Thema Webdsign , solle den Schülerinnen der
Einstieg in die Informatik schmackhaft gemacht werden . Für das Jahr 2002 sind
bereits Folgeveranstaltungen in Hamburg sowie im Ruhrgebiet geplant . Weitere
stehen in Abhängigkeit des Erfolgs der Erstveranstaltung im übrigen Bundesgebiet
in Aussicht . " Mensch und Maschine " legt deutlich zu Das am Neuen Markt
notierte Unternehmen veröffentlichte am heutigen Montag seine Geschäftszahlen
für die ersten 6 Monate dieses Jahres . Das Angebotsspektrum von Mensch und
Maschine umfasst Eigenentwicklungen im Bereich CAD-Branchenlösungen sowie
Standardlösungen mit AutoCAD vom Branchenriesen Autodesk . Seit dem 1. April
2001 gehört auch die EUKLID Software GmbH zum Konzern , ein Spezialist für
High-End-CAM-Lösungen ( Computer Aided Manufacturing ) in den Bereichen
Schmiede- und Gießereitechnik sowie Formen- und Werkzeugbau . Quark zukünftig
ohne Dongle Die Version 5.0 der klassischen DTP-Software XPress soll nach
Angaben des Software-Hersteller Quark wieder ohne Hardware-Dongle funktionieren
. Zurzeit bietet Quark die Version 5.0 als Beta-release zum Download an -
allerdings mit einer Einschränkung . Nach Angaben von Quark Deutschland GmbH
werden lokalisierte Beta-Versionen für Europa in etwa vier bis fünf Wochen
erscheinen . Nun will Quark sich von seiner Philosophie der
Hardware-Lizenzabfrage wieder verabschieden . Wie die Lizenzierung der Software
und Steuerung der Nutzungsrechte zukünftig aussehen werden , wollte man in
Unternehmenskreisen zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht bekannt geben . Highlights
der schon seit längerem angekündigten Version 5.0 sind unter anderem neue
Tabellenfunktionen und Integrationsmöglichkeiten von XML in Dokumenten .
Verbessert wurde nach Angaben der Firma auch der Workflow im Bereich Web , Print
und PDF . Für das aktuelle Apple-Betriebssystem Mac OS X ist derzeit keine
lauffähige Version verfügbar - QuarkXPress 5.0 ist nicht " carbonisiert " und
somit " nur " in der Klassikumgebung von Mac OS X einzusetzen . Das auf die
Mac-Plattform spezialisierte Unternehmen will aber auf jeden Fall eine
entsprechende Version anbieten - die Frage ist nur wann . Auch für die finale
Version 5.0 bleibt der Erscheinungstermin und die preisliche Ansiedlung noch
offen . Festnahme im Fall des W32-Leaves Wurms Ein 24-jähriger Brite wurde jetzt
wegen der Programmierung und Verbreitung einen virusartigen Wurms festgenommen ,
teilten amerikanische und britische Polizeibehörden am Dienstag mit . Dabei
handelt es sich um den so genannten W32-Leaves Wurm , der bereits einige Rechner
befallen hat und eine " Hackerattacke " auf Heimcomputer gestattet . Der Wurm
verschafft einem " Angreifer " vollständigen Zugriff auf den infizierten Rechner
, sodass daraufhin Dateien verändert und auch gelöscht werden können . Der
infizierte Rechner kann dann seinerseits quasi als " Wirt " für die
Fortpflanzung des Wurms dienen . Das nationale Sicherheitszentrum des FBI hatte
bereits vergangenen Juni eine Warnung vor diesem neuen Virus veröffentlicht .
Nach offiziellen Angaben von FBI und Scotland Yard wurde der junge Mann bereits
am 23. Juli dieses Jahres in Gewahrsam genommen , dann aber wieder auf freien
Fuß gesetzt . Im Februar dieses Jahres hatten holländische Polizeibeamte einen
Mann verhaftet , der für die Programmierung des so genannten
AnnaKournikova-Wurms verantwortlich gemacht wird ; zwei weitere britische
Jugendliche wurden im März dingfest gemacht , weil sie Tausende von
Kreditkartennummern auf elektronischem Wege gestohlen hatten . Motorola kappt
Wafer-Produktionslinien Innerhalb der nächsten 30 Monate will der
US-Elektronikkonzern Motorola in Mesa ( Arizona ) zwei Wafer-Produktionstätten ,
die dem Geschäftsbereich Halbleiterprodukte angegliedert sind , schließen .
Einige der hier produzierten Wafer sollen in andere Produktionsstätten des
Unternehmens übersiedeln , während bei anderen die Produktion auslaufen soll .
Dieser Schritt wird vermutlich 1200 Jobs kosten . Die vom Arbeitsplatzverlust
direkt betroffenen Mitarbeiter müssen sich vermutlich mit Abfindungszahlungen in
noch unbekannter Höhe zufrieden geben . Weltweit stehen bei Motorola weitere
Schließungen bevor . Insgesamt sind 30.000 Arbeitsplätze betroffen . Bis Ende
Juni dieses Jahres wurden bereits 24.000 Mitarbeiter entlassen . LifeGen.de wird
kostenpflichtiger Online-Dienst Das Online-Magazin für Life-Sciences und
Biotechnologie Lifegen.de hat am vergangenen Freitag seinen Fulltext-Service für
zahlende Abonnenten eingeführt . Mit dieser " Reaktion auf die Anforderungen des
Marktes " bleibt in Zukunft nur noch der Bezug eines mehrmals wöchentlich
erscheinenden Newsletters kostenfrei . Als einer der ersten Online-Dienste tritt
LifeGen.de dem so genannten " content-for-nothing " Konzept im Online-Business
entgegen . Als spezialisiertes Fachmagazin mit eigenen Inhalten und ausgewählten
Agenturmeldungen aus dem Biotech-Bereich will der Anbieter nicht weiterhin
kostenlos operieren . Über die Schlagzeilen können sich aber auch
Nicht-Abonnenten des Volltext-Services zumindest über das Geschehen in der
Biotech-Szene informieren . LifeGen.de wird ausschließlich online publiziert -
die " Macher " haben noch im vergangenen Jahr das Magazin " Lifescience "
inhaltlich gestaltet . Seit Beginn dieses Jahres zeichnet das Journalistenteam
des früheren Fachmagazins für das neu gegründete Online-Magazin zuständig .
HypoVereinsbank-Server gehackt Die HypoVereinsbank schützt ihr
Online-Banking-Angebot nach Darstellung des ARD-Fernsehens nur mangelhaft gegen
Hackerangriffe . Das TV-Magazin ARD-Ratgeber Technik zeigte am Sonntagabend ,
wie ein vom Norddeutschen Rundfunk beauftragter Hacker in den zentralen
Homebanking-Computer der HypoVereinsbank einbrach . Zwar habe das Institut das
Verfahren zum Einloggen in das Online-Banking inzwischen geändert , doch sei das
Angebot weiterhin nicht sicher . Der thüringische Hacker Thomas Vosseberg nutzte
die Tatsache aus , dass die Administratoren der Bank den Webserver einen
Internet Information Server ( IIS 4.0 ) von Microsoft so konfiguriert hatten ,
dass man mit entsprechenden Tricks auch Systembereiche des Servers manipulieren
konnte . So konnten der Hacker und die Redakteure des Norddeutschen Rundfunks
die Daten von mehreren tausend Bankkunden einsehen . In einem Fall fing der
Hacker durch eine manipulierte Software auch eine Transaktionsnummer ab , die
benötigt wird , um eine Überweisung vorzunehmen . Jeep mit Infrarot-Augen Der
Stuttgarter Autokonzern DaimlerChrysler testet sein in Ulm entwickeltes aktives
Nachtsichtsystem Night Vision jetzt erstmals in einem Chrysler-Jeep . Das System
kann weitgehend unabhängig von Witterungseinflüssen Straßenverlauf , Hindernisse
oder dunkel gekleidete Fußgänger und Radfahrer im Sichtfeld des Autofahrers
bereits in etwa 150 Meter Entfernung erkennen und auf einem LC-Display
darstellen . Die Bilderzeugung ist über ein synchronisiertes optisches System
realisiert . An der Fahrzeugfront montierte gepulste Infrarot-Laser leuchten mit
einem Infrarot-Lichtbündel bei einer Wellenlänge von 800 nm die Straße aus ,
außerhalb des für den Menschen sichtbaren Lichts im unteren Infrarot-Bereich .
Eine Videokamera hinter dem Innenspiegel nimmt das reflektierte Bild der
Straßenszene auf . Das System nutzt vor allem die spektrale Schmalbandigkeit des
Laserlichts . Um das Scheinwerferlicht entgegenkommender Fahrzeuge möglichst
stark auszublenden , werden zusätzlich im Strahlengang des optischen Systems auf
die Wellenlänge abgestimmte Filter verwendet , so genannte dielektrische
Bandpassfilter . Eine weitere Dämpfung des Störlichts etwa um den Faktor 100
wird durch das Pulsen des Lasers erreicht . Mit einem Puls-/Pausen-Verhältnis
von etwa 10 ms zu 30 ms werden 25 Bilder pro Sekunde aufgenommen . Der
elektronische Verschluss der CCD-Kamera ist so synchronisiert , dass er nur
während der Pulsphase des Lasers geöffnet ist . Treffen mehrere mit Night Vision
ausgestattete Fahrzeuge aufeinander , sollen gegenseitige Störungen durch die
Kommunikation über GPS ( Global Positioning System ) verhindert werden . Über
eine Zeitreferenz und Richtungsbestimmung pulst der Laser in alle vier
Himmelsrichtungen in einem von vier möglichen Zeitschlitzen , sodass nach
Angaben von DaimlerChrysler die einzelnen Systeme mit maximaler Zeitversetzung
und somit sicher arbeiten sollen . Night Vision wurde für die ersten
Testversuche in einem Bus installiert . Im Hinblick auf einen möglichen
Serieneinsatz dieses Systems ließen sich die " Laserscheinwerfer " aber auch
problemlos in die Scheinwerfereinheit integrieren , wie DaimlerChrysler am
Beispiel des Jeep jetzt praxisnah zeigen möchte . Mit der neuen Lösung , die zur
IFA präsentiert wird , ist das Unternehmen eigener Einschätzung zufolge dem
kommerziellen Einsatz des Nachtsichtsystems im PKW deutlich näher gekommen . Das
entspricht 651.000 verkauften Rechnern - ein Anstieg von 25 Prozent im Vergleich
zum Vorjahreszeitraum . Legends Marktanteil beträgt damit etwa 30 Prozent , weit
vor anderen namhaften Herstellern wie IBM , Compaq und Samsung . Laut EETimes
steigerte allein ein Vertrag mit der chinesischen Steuerbehörde den Absatz von
Legend um 17.000 Rechner . Insgesamt wird in China mit einem Anstieg um weitere
25 bis 30 Prozent bei den verkauften Computern für das Jahr 2001 gerechnet .
Trotz zunehmender Konkurrenz im Weltmarktgeschäft rechnet das Unternehmen mit
einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von etwa 30 Prozent über die
nächsten drei bis fünf Jahre . Nach Beurteilung des Marktforschungsinstituts
Gartner Dataquest liegt das Wachstum im Bereich verkaufter Rechner für den Rest
der Welt dagegen bei durchschnittlich zehn Prozent . Daten der HypoVereinsbank
jetzt angeblich sicher Die HypoVereinsbank hat heute den Zugriff auf ihre
Kundendaten durch einen vom ARD-Ratgeber Technik beauftragten Hacker bestätigt .
Der Zugriff sei im vergangenen Monat von einem Konto aus dem Umfeld des Hackers
über den früheren Internet-Auftritt des Kreditinstituts erfolgt , der aber
mittlerweile abgeschaltet sei , sagte heute eine Sprecherin der HypoVereinsbank
auf Anfrage von heise online . " Mit dem neuen Auftritt wäre das nicht möglich
gewesen . " Zur Frage , welche Technik jetzt zum Einsatz kommt , hielt sich die
Sprecherin bedeckt . Der ARD-Ratgeber Technik hatte am gestrigen Sonntag gezeigt
, wie der Hacker in den zentralen Homebanking-Computer der HypoVereinsbank
einbrach . Bei dem Hacker-Angriff seien zwar Daten sichtbar gewesen , diese
hätten aber keinen Rückschluss auf den jeweiligen Kunden erlaubt . Die
Sicherheitssysteme der HypoVereinsbank würden permanent aktualisiert , jedoch
sei niemand vor einem gezielten Angriff auf die Sicherheitssysteme zu 100
Prozent geschützt . Weiterhin räumte die Sprecherin ein , dass die Vereins- und
Westbank - eine Tochter der HypoVereinsbank - noch den " alten "
Internet-Auftritt nutze . Ab Mitte November solle auch hier ein neues System mit
zusätzlichen Sicherheitsschranken zum Einsatz kommen . HypoVereinsbank feilt
weiterhin am sicheren Online-Banking Die HypoVereinsbank arbeitet weiterhin an
der Sicherheit ihres Online-Banking-Systems . Eine Sprecherin der Bank
bestätigte gegenüber heise online , dass etwa in Zeit zwischen 9 und 11 Uhr der
Zugang zum Online-Banking erheblich behindert war . Die Einschränkungen seien
durch die " Integration weiterer Sicherheitsmerkmale " zu erklären . Zu diesem
Zweck hätte mehrmals der Systemzugang abgeschaltet werden müssen - für viele
Kunden völlig überraschend . Gestern hatte die Bank erklärt , dass die von einem
Hacker aufgezeigten Sicherheitsmängel nicht mehr bestünden , seit das
Online-Banking über einen neuen Web-Auftritt abgewickelt werde . Die
Sicherheitssysteme der HypoVereinsbank würden permanent aktualisiert , jedoch
sei niemand vor einem gezielten Angriff auf die Sicherheitssysteme zu 100
Prozent geschützt . Windows 2000 für virtuelle Rathäuser in NRW Seit gestern
hält die elektronische Verwaltung in neun Städten und Gemeinden
Nordrhein-Westfalens Einzug . In einem Pilotprojekt sollen Verwaltungsvorgänge
wie beispielsweise Baugenehmigungsverfahren auf das so genannte e-Government
umgestellt werden . Ziel ist es , das Online-System langfristig auf alle 14.000
Städte und Gemeinden in Deutschland zu übertragen . Zu den Projektpartnern zählt
unter anderem der Software-Riese Microsoft , dessen Produkte bereits seit
längerem in der Arbeitsumgebung der Kommunen zum Einsatz kommen . Als globale
Serverplattform soll nach Aussage des zuständigen Pressesprechers Martin Lehrer
eine Windows-2000-Konfiguration eingesetzt werden , die Anwendungsprogramme
stammen allesamt aus der Office-Umgebung . In Zusammenarbeit mit örtlich
ansässigen Softwareunternehmen , die bereits in früheren Zeiten den Support für
die EDV-Einrichtungen der Behörden betreut haben , wurde die Software auf die
speziellen Einsatzzwecke zugeschnitten . Lehrer räumte aber ein , dass in der
Entwicklungsphase der Software aufgrund des Pilotcharakters weitere
Investitionen nötig sein könnten . Abhängig von der Kostensituation im Verlauf
des Projekts könne sich deshalb auch die Zahl der teilnehmenden Kommunen nach
unten bewegen . Weitere Umstrukturierungen bei Ericsson Der schwedische
Handyhersteller und Mobilfunkausrüster Ericsson erweitert seine Führungsspitze .
Mit dieser personnellen Umstrukturierung will der Telekommunikations-Konzern
einem Abwandern seiner Großkunden zur Konkurrenz im heißumkämpften Wettbewerb um
die 3G-Mobilfunknetze entgegenwirken . Ab Anfang Oktober dieses Jahres soll sich
Per-Arne Sandström , der zur Zeit Ericsson Nordamerika leitet , als COO ( Chief
Operating Officer ) um die Betreuung der internen operativen Vorgänge kümmern .
CEO Kurt Hellström bekomme damit Verstärkung ins eigene Haus , um sich im
Wesentlichen auf das Verkaufsgeschäft konzentrieren zu können . Parallel hierzu
werden eigenständige Geschäftsbereiche geschaffen , um die größten
Geschäftspartner angemessen bedienen zu können ; anfangs sollen dies fünf
Abteilungen für die entsprechenden Kunden ( Vodafone , France Telecom , Deutsche
Telekom , Telefonica , Telecom Italia ) sein . Nach Angaben des Unternehmens ist
im Rahmen der Umstrukturierungen auch der Verkauf des außerhalb des
Kerngeschäfts liegenden Bereichs Mikroelektronik geplant . Allerdings ist das
Verkaufsvorhaben noch nicht weiter konkretisiert . Bereits zu Beginn dieses
Jahres kam es bei Ericsson zu massiven Stellenstreichungen . 3Com trennt sich
von weiteren 1000 Mitarbeitern Als Fortsetzung der bisherigen
Personalreduzierung im Laufe dieses Jahres entlässt der amerikanische
Netzwerkspezialist 3Com weitere Mitarbeiter . Bereits im Mai dieses Jahres wurde
die Streichung von 3000 Stellen beschlossen . Den jetzt anstehenden
Personalmaßnahmen werden zusätzlich noch etwa 1000 Stellen bis Ende November
2001 zum Opfer fallen . Die verbleibenden 6000 Mitarbeiter bedeuten eine
Reduzierung der bei 3Com tätigen Personen auf etwa 50 Prozent im Vergleich zur
Spitzenbeschäftigung des vergangenen Novembers . Auch die seit längerem
dürftigen Geschäftsergebnisse des kalifornischen Unternehmens bleiben im ersten
Quartal des neuen Geschäftsjahres hinter den Erwartungen von Analysten zurück .
Im Verlauf des zweiten Geschäftsquartals will 3Com den Geschäftsbereich für so
genannte Business-Connectivity-Produkte outsourcen . Als Geschäftspartner wird
der Name Flextronics International genannt - das Unternehmen hat bereits am
Anfang dieses Jahres die Produktion von Ericsson-Mobilfunktelefonen übernommen .
Taiwans IT-Markt schwächelt Der rückläufige Export von Gütern aus dem IT-Sektor
bringt Taiwans Wirtschaft in eine Rezessionsphase . Nach den Absatzzahlen für
das zweite Quartal dieses Jahres , die von Regierungsseite veröffentlicht wurden
, ging das erzielte Bruttoinlandsprodukt um 2,35 Prozent zurück ; die
taiwanische Wirtschaft erzielte damit das schlechteste Ergebnis seit 26 Jahren .
Die Prognose für die Wachsumszahlen für das gesamte Jahr 2001 mussten daraufhin
korrigiert werden - das Bruttoinlandsprodukt soll nun um 0,37 Prozent sinken .
Im Mai war die Regierung noch von vier Prozent Wachstum ausgegangen . Als
Hauptgrund für diese eklatante Verschlechterung der Wirtschaftszahlen sehen
Experten den weltweit sinkenden Bedarf an Gütern der taiwanischen
Elektronikbranche . Das entspricht einem Rückgang von 13 Prozent gegenüber dem
Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres . Taiwans Exportwirtschaft , die zu
einem Großteil von Elektronikartikeln getragen wird , steuert dabei mehr als die
Hälfte zum gesamten Bruttoinlandsprodukt bei . Elektronikschrott :
Verbraucherschützer fordern Rücknahmepflicht Verbraucherschützer haben eine
Rücknahmepflicht für Elektronikschrott angemahnt . Nur ein Fünftel der
Hersteller und Händler von Computern und Zubehör nehmen Altgeräte zurück ,
berichtete die Verbraucherzentrale NRW . Demnach müssen die Kunden den Schrott
oft auf eigene Kosten zurückschicken . Die Situation hat sich somit im Vergleich
zu den Umfrageergebnissen von 1999 nicht verbessert . Im Ergebnis sieht die
Verbraucherzentrale mittelfristig eine Verdreifachung an entstehendem
Elektronikschrott . Eine so genannte umweltfreundliche Verordnung wird aber seit
Jahren blockiert : " Freiwillig tut sich gar nichts " , berichtet
Umweltberaterin Friederike Farsen . Eine Rücknahmepflicht schaffe dagegen
gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle Anbieter . Einige Hersteller seien zwar
für umweltfreundliche Lösungen aufgeschlossen , diese würden dann aber aus
Kostengründen nicht realisiert . Allerdings ließen sich auch nicht für alle
Problemfälle einfache Lösungen finden , wie etwa am Beispiel der
Nachfüll-Systeme für Druckerpatronen praktiziert . Zum Thema Elektronikschrott
siehe auch : Schlechte Noten für Online-Kundenservice Der Kundenservice per
Internet und Call-Center ist häufig noch immer mangelhaft . Zu diesem Fazit
kommt eine Studie des Instituts für Markt- und Kommunikationsforschung SKOPOS in
Hürth . Die Firma hatte im Auftrag des Deutschen Direktmarketing Verbandes ( DDV
Wiesbaden ) mit fingierten Anfragen über Telefon und Internet 80 Unternehmen der
Branchen Banken , Telekommunikation , Handel und Strom auf den Zahn gefühlt .
Darunter waren jeweils auch die Branchenführer . SKOPOS-Geschäftsführer Jörg
Korff bezeichnete das Ergebnis der Untersuchung als erschreckend . Anfragen der
Kundschaft über das Internet würden oft gar nicht oder erst mit großer
Verspätung beantwortet . Per Telefon sehe es kaum besser aus , die Leitungen zu
den Call-Centern seien häufig verstopft . Ohnehin sei die Beratungsleistung oft
sehr unbefriedigend . Nach den Erfahrungen der Tester schnitten
Finanzdienstleister und die Telekom-Firmen am schlechtesten ab .
Kundenfreundlicher gehe es dagegen beim Versandhandel zu . Durchweg düster sieht
es der Studie zufolge bei Kundenanfragen per Internet aus . Oft hapert es auf
Grund schlecht gestalteter Internet-Seiten der Unternehmen schon bei der
Kontaktaufnahme . Knapp die Hälfte brauchte bei der Untersuchung zwei Tage für
eine Antwort , nach 14 Werktagen hatten zumindest zwei Drittel der Unternehmen
den Kontakt erwidert . Dabei handelte es sich oft aber keineswegs gleich um
konkrete Hilfe . Vielfach setzten vor allem Finanzdienstleister und der
Versandhandel zunächst automatische " Antworter " ein . Der Kunde erhält dabei
via E-Mail oder direkt über die Internet-Seite lediglich das Versprechen einer
kurzen Bearbeitungszeit . Oft werde sich aber auch schon vorab für längere
Verzögerungen bei der Bearbeitung der Anfrage entschuldigt . Verzögerungen beim
Kabelnetz-Verkauf der Telekom Der Käufer Liberty Media zögere wegen
kartellrechtlicher Bedenken noch mit der versprochenen Unterschrift , berichtete
die Zeitung am Mittwoch unter Berufung auf Informationen aus dem Umfeld des
US-Medienkonzerns . " Wir sind weiterhin in Verhandlungen und rechnen in den
nächsten Wochen mit einem Abschluss " , sagte ein Telekom-Sprecher der dpa am
Mittwoch auf Anfrage . Es gehe derzeit nur noch um eine Feinabstimmung .
Liberty-Präsident John Malone will dem Zeitungsbericht zufolge vor der
endgültigen Unterzeichnung der Verträge eine Zusage von Seiten der
Bundesregierung , dass Liberty in Deutschland keine Probleme mit dem
Bundeskartellamt bekommt und zusätzlich weitere kleine Netzanbieter aufkaufen
kann . Mitte September wolle Malone dies in Berlin mit Bundeskanzler Gerhard
Schröder besprechen . Liberty drohe mit dem Rückzug aus dem verabredeten Kauf ,
hieß es . Kabelnetz : Anbieter hoffen auf staatliche Regulierung Die privaten
TV-Sender nehmen die Verkäufspläne der Telekom-Kabelnetze an zwei US-Unternehmen
nicht wortlos hin . Der Präsident des Verbandes Privater Rundfunk und
Telekommunikation ( VPRT ) , Jürgen Doetz , setzt sich in der morgigen Ausgabe
der Zeit für eine staatliche Regulierung des Fernsehmarktes ein . " Wir müssen
verhindern , dass deutsche Anbieter diskriminiert werden " . Hintergrund sind
die medienrechtlichen Bestimmungen im Rundfunkstaatsvertrag . Sobald das
Fernsehkabel modernisiert und digitalisiert wird , entfallen bisherige
Regulierungen . Als einzige Auflage müssen die amerikanischen Betreiber
lediglich die öffentlich-rechtlichen Programme ARD und ZDF sowie einige
Regionalprogramme bereitstellen . Die Befürchtung von Doetz ist , dass "
deutsche Sender zu Gunsten amerikanischer Veranstalter , die mit dem
Netzbetreiber liiert sind , aus dem Kabel verdrängt werden " . Seiner Meinung
nach habe die Landespolitik " die ganze medienrechtliche Perspektive viel zu
spät erkannt " . Die Telekom hat bereits einen Teil ihres Kabelnetzes an den
Investor Callahan verkauft . Das Unternehmen hat jedoch die Verträge noch nicht
unterzeichnet . Media-Markt setzt auf Service und Beratung Die Deutsche Nummer
Eins der Consumer-Elektronic-Stores macht auf Imagepflege - weg vom reinen "
Kistenverschieber " , hin zu einer stärkeren Kundenorientierung . Das erklärte
Klaus-Peter Voigt , Vorsitzender der Geschäftsführung der Media-Markt Management
Gesellschaft mbH in Ingolstadt , in einem Gespräch mit dem IT-Fachhandelsmagazin
ComputerPartner . Im Zuge der Neuorientierung solle das reine Box-Moving
Geschäft der Vergangenheit angehören - der Media-Markt wolle nun vielmehr den
Service und die Beratung verstärken . Für den Service-Ausbau seien " noch mehr
Kooperationen " angedacht , wie das Branchenmagazin in seiner aktuellen Ausgabe
berichtet . Bereits seit 2000 testet der Media-Markt Chef das Service-Geschäft
an der Endkunden-Front durch die Kooperation mit dem IT-Service-Unternehmen
Homejumper . Trotz der Kosten für ein verbessertes Serviceangebot will Voigt die
derzeitige Preisführerschaft gegenüber der Konkurrenz verteidigen . Media-Markt
muss seine finanziellen Ziele aufgrund des derzeitigen Absatzeinbruchs im
PC-Geschäft herunterschrauben . Im vergangenen Jahr verkauften die Ingolstädter
nach eigenen Angaben noch 900.000 Computer in Deutschland , 2001 wird statt des
angestrebten zweistelligen Umsatzwachstums nur eine Steigerung im einstelligen
Bereich prognostiziert . Am Motto " Wir können nur billig " wird sich durch die
Neuausrichtung in den Media-Markt Läden aber vermutlich nichts ändern . Kuriose
Betrugsfälle im Internet In den USA wurden jetzt zwei Hochstapler entlarvt ,
nachdem sie - nur mit einem Computer " bewaffnet " - das Internet für besonders
spektakuläre Täuschungsmanöver nutzten . Ein Gerichtsverfahren müssen allerdings
beide nicht fürchten , da sie nur gelogen , aber nicht gestohlen haben . Der Tag
, an dem die neunzehnjährige Kaycee starb , war ein trauriger Tag für tausende
von virtuellen Freunden der bildhübschen Teenagerin . Die junge Frau aus der
Kleinstadt Peabody im US-Bundesstaat Kansas hatte zwei Jahre lang in einem
Internet-Journal ihre schwere Krankheit beschrieben . Sie leide an Leukämie ,
manchmal verbringe sie ganze Monate im Krankenhaus , manchmal gehe es ihr so gut
, dass sie wieder Basketball spielen könne , schrieb das Mädchen . Diese Bilder
wurden zusammen mit dem Web-Tagebuch des Mädchens von freiwilligen Helfern als "
Kaycee's World " veröffentlicht . Der Schock für alle ihre Anhänger kam dann
aber kurz nach Kaycees " Tod " - die sterbende Teenagerin war eine Erfindung , "
Kaycee's World " entpuppte sich als Märchenwelt . " Tausende von Menschen ließen
sich auf eine sehr emotionale Beziehung mit einer Fantasiegestalt ein " ,
kommentiert die US-Autorin Dianne Lynch den Fall Kaycee . Lynch beschäftigt sich
in ihrem Bestseller " Virtual Ethics " mit der Online-Ethik , und sie wundert
sich nicht über die Leichtgläubigkeit der Betrogenen . " Viele ehrliche Leute
bemühen sich , eine neues Medium für gute Zwecke zu benutzen " , sagt Lynch .
Leider bleibe dabei oft der gesunde Menschenverstand auf der Strecke . Die Fans
der Kaycee-Autobiografie schickten der vermeintlich Todkranken Blumen ,
Stofftiere und tröstende Briefe . Geöffnet und beantwortet wurde diese Post von
der Kaycee-Erfinderin , der Hausfrau Debbie Swenson . Sie war in einem
Internet-Chatroom als krankes Mädchen aufgetreten und hatte so das Mitleid eines
Web-Designers erregt . Er stellte die Website für Kaycee ins Internet , und trat
damit eine Lawine los . In Chatrooms und auf weiteren Websites wurde das
sterbende Mädchen mit dem unbändigen Lebenswillen zum großen Diskussionsthema .
" Ich bedauere den Schmerz , den ich verursacht habe " , sagte Debbie Swenson
nach ihrer Entlarvung . Debbie Swenson gestand ihren Betrug , allerdings ohne
ihr Motiv zuzugeben . Die zweifache Mutter hatte unter anderem Fotos eines
Mädchens aus der Nachbarschaft genutzt und als Aufnahmen von Kaycee ausgegeben .
Auch ohne Fotos gelang ein zweiter groß angelegter Betrug , der in den
vergangenen Wochen unmittelbar nach dem Fall Kaycee für Aufregung unter
Websurfern sorgte . Unter dem Stichwort " gorgeous guy " suchten offenbar
mehrere Chatroom-Besucherinnen und Besucher nach einem jungen Mann , der ihnen
in der Innenstadt San Franciscos über den Weg gelaufen war . Mit diesen Angaben
konnten dann Zeitungen und Fernsehsender schnell das Ziel der anonymen Fanpost
ermitteln , den 29 Jahre alten Dan Baca . Sogar der Fernsehsender CNN berichtete
schließlich über Baca und seine hartnäckigen Verehrerinnen . Baca beschwerte
sich vor laufender Kamera über sein neuerdings hartes Schicksal , immerhin werde
er ständig an der Bushaltestelle von wildfremden Frauen angesprochen . Er hatte
eine Online-Werbekampagne in eigener Sache gestartet : Baca wollte auf sein
Talent als Schauspieler aufmerksam machen . Telecom-Ausrüster Tellabs streicht
1000 Stellen Der amerikanische Telekommunikationsausrüster Tellabs will weltweit
1000 Mitarbeiter nach Hause schicken . Tellabs will 950 Beschäftigte entlassen .
50 weitere haben freiwillige Frühruhestandsangebote akzeptiert . Des Weiteren
plant Tellabs die Schließung einer Fabrik in Drogheda ( Irland ) und eine
Verlagerung der Produktion in andere Betriebsstätten . Die Gesellschaft
begründete die Stellenstreichungen damit , dass große Unternehmen im
Telekommunikationssektor ihre Investitionen zurückgeschraubt haben . Das
Unternehmen arbeitet in mehr als 80 Ländern mit verschiedenen Diensteanbietern
im Telekommunikationssektor am Aufbau eines für Voice- , Daten- und
Videoübertragung gemeinsam genutzten Netzwerks . FDP fordert allgemeine Abgabe
statt Rundfunkgebühren Die nordrhein-westfälische FDP will über eine
Rundfunkabgabe für alle Privathaushalte und Unternehmen die Gebühren deutlich
senken . Das derzeitige Einzugssystem , das die Anmeldung einzelner Geräte
voraussetzt , sei angesichts der medientechnischen Entwicklung überholt ,
bemängelte der medienpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion , Stefan Grüll
, am Donnerstag in Düsseldorf . In ihrem neuen Medienkonzept fordert die FDP
außerdem Vereinfachungen bei der Zulassung privater Sender . Durch die von der
FDP vorgeschlagene Änderung könne die Rundfunkgebühr um etwa ein Drittel gesenkt
werden , so Grüll . Wer wirklich keinen Rundfunk empfange , solle aber nach wie
vor nicht zahlen müssen , damit aus der Gebühr " keine versteckte Steuer " werde
, betonte der Freidemokrat . Der mit der Zahlungsaufforderung verbundenen
Annahme , ein Gerät sei im Haushalt oder Betrieb vorhanden , müsse widersprochen
werden können . Die FDP fordert in ihrer " liberalen Medienordnung " eine
Rückbesinnung auf den öffentlich-rechtlichen Programm-Auftrag . " Einen
gebühren- und werbefinanzierten öffentlich-rechtlichen Sender , der zunehmend
die Programm-Kapriolen der Privaten schlägt , lehnen wir ab " , unterstrich
Grüll . " Rundfunkgebühren dürfen nicht für Aktivitäten eingesetzt werden , die
zur Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Auftrags nicht notwendig sind " ,
betonte der Jurist . Dass die Gebührenzahler derzeit im Übermaß zur Kasse
gebeten würden , beweise ein Blick in den Geschäftsbericht des Senders . Das
offenbar nicht benötigte Geld sei auf Konten und in Wertpapierdepots angelegt .
Die FDP will beantragen , dass der WDR dem Landtag künftig einmal jährlich seine
Jahresprogrammplanung schriftlich vorlegen muss . " Durch größere Transparenz
bei Programmauftrag und Mittelverwendung würde manch kostspielige
Programm-Kapriole zukünftig nicht mehr geschlagen " , meinte Grüll . Lintec
bietet " Senioren-Computer " an Die ältere Generation hat seit dem heutigen
Donnerstag angeblich endlich ihren eigenen Computer . Er stammt von der Lintec
Computer AG aus Taucha bei Leipzig und ist als Komplettlösung für die
angestrebte Zielgruppe nach Firmenangaben weltweit einzigartig . Der Lintec
Senior Club sei mit Senioren für Senioren entwickelt worden , sagte Hans Dieter
Lindemeyer , Vorstandsvorsitzender der Lintec . Bei dem Angebot handele es sich
um eine spezielle Kombination von Hardware , Software und Service . Der
Senioren-Computer ist als ein Gemeinschaftsprojekt von Lintec mit dem Verein
Senioren in der Wissensgesellschaft ( VSiW e. V. ) und der Gesellschaft für
Wissenschaft und Marketing ( GEWIMA ) der Universität Leipzig entstanden . Die
leistungsstärkste Variante verfügt über einen Intel Pentium III Prozessor mit 1
GHz , eine 40 GByte Festplatte , ein DVD-Laufwerk mit integriertem CD/RW-Brenner
sowie eine ISDN-Karte und Netzwerkanschluß für DSL . Alle Versionen werden mit
Funktastatur und -maus ausgeliefert . Als Bildschirm kann ein handelsübliches
Fernsehgerät über einen Scart-Anschluss angeschlossen werden ; ein Anschluss für
normale Computer-Displays ist aber ebenfalls vorhanden . Schwerpunkt ist den
Angaben zufolge eine einfach aufgebaute Software mit klar gegliederter
Menüführung , leicht verständlichen Symbolen und großer Schrift . Mehrere Lern-
und Bedienhilfen am Gerät selbst sowie spezielle Schulungsangebote sollen der "
reiferen Jugend " den Einstieg in die Computerwelt erleichtern . Das als
Betriebssystem installierte Windows ME mit der Lotus SmartSuite als
Anwendungssoftware läuft dabei " nur " im Hintergrund - eine eigene
Benutzeroberfläche legt sich beim Systemstart über die Standardsoftware und
bietet dem Anwender dann die versprochen einfache Bedienung . Die
Anwendungsmöglichkeiten seien zudem auf die Zielgruppe zugeschnitten , hieß es
bei Lintec . Die ersten Geräte sollen im Laufe des Septembers an Endkunden
ausgeliefert werden . Die Preise für die Geräte liegen dann voraussichtlich - je
nach Ausstattung und Zusatzgeräten - zwischen 2.500 und 5.000 Mark . Für das
Jahr 2002 erwartet das Lintec-Projektteam Absatzzahlen zwischen 30.000 und
50.000 Geräten . Teles verkauft Apple-Händler Gravis Das Telekom-Unternehmen
Teles trennt sich von der Apple-Einzelhandelskette Gravis . Deren
Unternehmensgründer wollen die Firma im Rahmen eines Management Buy-out
weiterführen und haben alle Anteile zurückerworben , teilte Teles am heutigen
Freitag in Berlin mit . Die Verkaufsentscheidung stehe noch " unter Vorbehalt
des Aufsichtsrats " . Auf das Konzernergebnis für das Jahr 2001 von Teles habe
die Veräußerung der 1999 erworbenen Firma nur geringe Auswirkungen . Ein
Wertberichtigungsbedarf entstehe nicht . Die hauptsächlichen Vorteile der
Veräußerung lägen in einer besseren Ausrichtung von Teles auf ertragsstarke
Geschäftsfelder , in der Verbesserung der Liquidität auf Grund stark reduzierter
Lagerkosten und der erheblichen Verminderung der entsprechenden Risikopotenziale
. Teles hat im Zuge einer Neuausrichtungen auf " ertragsstarke
Internet-Mehrwertdienste " bereits den Sektor ISDN-TK-Anlagen und Endgeräte
geschlossen und den PC-Vertreiber More! aufgegeben ; auch das französische
Unternehmen CELOGIC wurde veräußert . Die Verselbstständigung von Gravis werde
keine Veränderungen oder Nachteile für den Endkunden bedeuten . Vielmehr solle
nun die europaweite Expansion der Einzelhandelskette vorangetrieben werden , die
nach den Worten des Gravis-Vorstandsvorsitzenden Horlitz zuvor nicht möglich
gewesen sei . " Die Präsenz im europäischen Markt ist eines der avisierten Ziele
. " Mit der Absplittung will Gravis eigenen Angaben zufolge in absehbarer Zeit
auch den Börsengang forcieren . Die Preise für die aktuellen
PowerBook-G4-Modelle von Apple werden wahrscheinlich schon am Montag der
kommenden Woche um etwa 700 bis 1000 Mark gesenkt . Genaue Zahlen werden die
Fachhändler aber erst beim offiziellen Inkrafttreten im einzelnen bekanntgeben .
US-Medien berichteten bereits über Preissenkungen von 400 bis 500 US-Dollar .
Mit den Preissenkungen wird die von Apple am 2. Juli dieses Jahres gestartete
Promo-Aktion zum kostengünstigen Erwerb eines CD-RW-Brenners beendet - die
Aktion läuft am morgigen Samstag aus , bestätigte eine Sprecherin der
europäischen Apple-Zentrale in Paris gegenüber heise online . Im Kleingedruckten
des Bestellformulars ( Punkt 14. ) wies Apple seinerzeit darauf hin , dass man
sich " das Recht vorbehält , die Bedingungen des Angebots jederzeit ohne
Ankündigung zu ändern " . Das gibt wieder Anlass zu neuen Spekulationen , Apple
werde die PowerBook-Modelle nun doch bald aufwerten . Am Dienstag hieß es jedoch
bereits , dass Steve Jobs auf der Apple-Expo 2001 in Paris , die am 26.
September beginnt , keinerlei neue Hardware präsentieren werde . Trotz der
Beendigung der Brenner-Aktion will Apple aber für das PowerBook zusätzlich eine
weitere Promo-Aktion starten . Übergangslos soll die bereits für die aktuellen
iBooks und iMacs laufende Sparaktion auch für die PowerBooks gelten . Beim
gleichzeitigen Kauf eines bestimmten Lexmark-Druckers , Rio-MP3-Players , eines
MV400i-Series-Camcorder von Canon oder einer Kodak-EasyShare-Digitalkamera kann
der zukünftige PowerBook-Besitzer wieder einige Mark sparen . Halbleitermarkt
von Terrorattacke betroffen Der weltweite Absatz von Halbleiterchips im dritten
und vierten Quartal dieses Jahres wird vermutlich niedriger als erwartet
ausfallen . In Industriekreisen sieht man diese Entwicklung in Zusammenhang mit
den Terrorattacken in den USA vom 11. September dieses Jahres . Nach Meinung von
George Scalise , Präsident des Industrieverbandes US-amerikanischer
Halbleiterhersteller Semiconductor Industry Association ( SIA ) , wird
allerdings nur ein kurzzeitiger Einbruch ohne Langzeiteffekte erwartet .
Vielmehr sieht er für den Verlauf des kommenden Jahres ein Wachstum zwischen 15
und 20 Prozent . In der momentanen Problematik der Terrorbekämpfung spiele die
Halbleiterindustrie eine zentrale Rolle . Leistungsfähigere Chips , die weniger
Leistung aufnehmen und in drahtlosen Kommunikationsnetzwerken eingesetzt werden
, versetzten entfernt stationierte Soldaten in die Lage , über mobile
Gerätschaften wichtige Daten in kürzester Zeit an Militärstützpunkte zu
übersenden , erklärte Scalise im Rahmen einer Halbleiterkonferenz der John F.
Kennedy Regierungsschule . Scalises Einschätzung zufolge soll das am 30.
September zu Ende gehende Quartal die Talfahrt der Absatzzahlen beenden . Der
11. September habe die Abwärtsorientierung zwar noch angetrieben , für das
kommende Quartal sieht der SIA-Präsident jedoch eine positive Entwicklung , auch
wenn diese mit einem Wachstum zwischen ein bis fünf Prozent geringer als die
erwarteten fünf bis sieben Prozent ausfallen wird . US-Verbraucherinitiativen
vereint gegen Windows XP Vier US-amerikanische Interessenverbände für
Verbraucherschutz haben Microsofts neues Betriebssystem Windows XP unter
Beschuss genommen . Sie werfen dem Softwareriesen vor , erneut
wettbewerbshindernd zu operieren - was Microsoft bereits zuvor einen noch immer
nicht beendeten Rechtstreit beschert hatte . Die Bereiche Kommunikation ,
Commerce , Streaming von audio-visuellen Daten sowie Online-Services bilden
einen stark umkämpften Markt , meinen die Verbraucherschützer , und diese
wichtigen Wirtschaftsbereiche würden durch die Einführung von Windows XP
beschnitten , sollte es zusammen mit einem Vollpaket an Internet-Software die
Regale erobern . Microsoft weist derartige Beschuldigungen zurück . Der
Unternehmenssprecher Jim Desler sieht Windows XP als ein Produkt , das den Usern
nur zum eigenen Nutzen diene und als weiterer Meilenstein in der Computerbranche
anzusehen sei . NEC lagert Geschäftsbereiche aus Der japanische Elektronikriese
NEC gab bekannt , man werde einige Bereiche , zu denen die Produktion von
Kondensatoren , Batterien und Relais gehört , mit der Schwestergesellschaft
Tokin verschmelzen . Diese Aktion würde den siebtgrößten Hersteller
elektronischer und elektromechanischer Komponenten weltweit hervorbringen . Der
Zusammenschluss verschafft NEC einen Mehrheitsanteil von 66,6 Prozent in der
neuen Gesellschaft . Zurzeit ist NEC mit 46,6 Prozent an Tokin beteiligt . Mit
der Geschäftsverlagerung , die zum 1. April des kommenden Jahres vollzogen sein
soll , werden voraussichtlich auch 5000 Angestellte zu Tokin wechseln ; die
Gesamtbeschäftigtenzahl der Firma steigt damit auf 14.300 . NEC startet damit
den Versuch , sich in der Halbleiterproduktion gezielt auf den
Hauptgeschäftsbereich - hochintegrierte Logik-Chips - zu konzentrieren . Dagegen
soll der verlustbehaftete Bereich der DRAM-Speicherbausteine lediglich in einem
Joint-Venture mit Hitachi weitergeführt werden . Beide Geschäftspartner wollen
hier zu gleichen Teilen operieren . Möglicherweise Entlassungen bei Travel24.com
Die Belegschaft des Online-Reisebüros Travel24.com AG in München sieht sich
möglicherweise von massiven Stellenstreichungen bedroht . Nach bislang nicht
bestätigten Informationen aus Unternehmenskreisen soll ein Stellenabbau von
derzeit 300 Mitarbeitern auf dann noch verbleibende 40 direkt bevorstehen . In
einem Gespräch mit heise online wollte eine Firmensprecherin von Travel24.com
diese Zahlen zwar nicht bestätigen , aber auch nicht explizit dementieren : Sie
verwies auf die für morgen angesetzte Veröffentlichung der Halbjahreszahlen 2001
. Malaysia setzt auf " intelligenten " Personalausweis Der digitale
Fingerabdruck zur Personenidentifizierung soll jetzt in Malysia offiziell
eingeführt werden - in dieser Form weltweit zum ersten Mal . Die so genannte
Government Multipurpose Card ( GMPC ) sieht aus wie eine ganz " normale "
Scheckkarte und trägt als zentrales Element einen Chip , der auch die
biometrischen Daten des Besitzers gespeichert hat . Die neue Multifunktionskarte
kommt als " eierlegende Wollmilchsau " daher - sie ist mit Kreditkartenfunktion
ausgestattet , dient als Führerschein , trägt die medizinischen Daten des
Eigners und lässt ihn , wenn gewünscht , über ein Public-Key-Verfahren am
E-Commerce teilnehmen . In der Einführungsphase ist der neue " Kombi-Ausweis "
nur als Option vorgesehen . Wer als malaysischer Staatsbürger jedoch erstmalig
einen Ausweis beantragt oder den Verlust seiner Papiere zu beklagen hat , der
erhält ausschließlich die Plastikkarte . Auch Personen mit ständigem Wohnsitz in
Malaysia zählen zu dem Kreis der Auserwählten . Vor dem Hintergrund der
aktuellen weltweiten Thematik zur Verbesserung von Identifikationssystemen und
Personenüberwachungsmaßnahmen erscheint dieser elektronische Personalausweis
aber auch nicht als vollkommene Lösung . Mit entsprechender krimineller Energie
läßt sich beinahe jedes System aushebeln , wenn hier auch ein etwas größerer
Aufwand betrieben werden muß als bei herkömmlichen Papieren . Travel24.com
verdreifacht den Verlust Der Verlust des am Neuen Markt notierten Reiseportals
Travel24.com hat sich im ersten Halbjahr 2001 verdreifacht . Eine
Unternehmenssprecherin der Travel24.com sprach gegenüber heise online von 60
direkten Entlassungen von Mitarbeitern zum heutigen Tag und weiteren 50
Positionen , die von Umstrukturierungen betroffen sind . Damit zählten dann
insgesamt 110 Mitarbeiter nicht mehr zum Unternehmensstamm . Gestern hatten
interne Firmenkreise noch von über 200 Stellenstreichungen berichtet .
Excite@Home soll 50 Millionen zurückzahlen Das vom US-Telefonkonzern AT&T
kontrollierte kalifornische Unternehmen bereitet seinem Hauptanteilseigner
einiges Kopfzerbrechen . Zudem erwartet man in AT&T-Unternehmenskreisen aufgrund
der sich verschlechternden Finanzsituation von Excite@Home weitere notwendige
Stützungszahlungen . Ein Gerücht um einen angeblichen Antrag auf Gläubigerschutz
, den CEO Patti Hart gestellt haben soll , verhärtet die Fronten zusätzlich .
Obwohl eine Unternehmenssprecherin die Vorwürfe dementiert hatte , ließ diese
Meldung den Aktienwert um 22 Prozwent sinken . Insbesondere aber ein Einbruch im
Bereich der Gestaltung von Web-Anzeigen - eines der Geschäftsfelder von
Excite@Home - ließ die erwarteten Einnahmen drastisch sinken . Eichhörnchen
knabbert an Texas Instruments Mit einem gezielten Biss hat ein Eichhörnchen am
gestrigen Donnerstag in Stafford im US-Bundesstaat Texas eine
Transformatorstation stillgelegt . Hauptbetroffene dieser Knabberattacke , die
ein Feuer zur Folge hatte , waren nach US-Medienberichten eine Produktionsstätte
des Halbleiterhersteller Texas Instruments ( TI ) sowie ungefähr 3600 Wohnungen
in der näheren Umgebung . Der Ausfall der Stromversorgung war allerdings schnell
behoben . Nach Ausbruch des Feuers in der Trafostation gegen 7.30 Uhr sprachen
unverzüglich Notstromaggregate an , sodass bereits gegen neun Uhr ein normaler
Betrieb wieder möglich gewesen sei . Trotzdem wurden zunächst alle Mitarbeiter
nach Hause geschickt . In der Produktionsstätte arbeiten insgesamt 1300
Mitarbeiter . Hier werden im Wesentlichen digitale Signalprozessoren und
Microcontroller hergestellt . Der normale Betrieb sei nach der Störung wieder
für die zweite oder dritte Schicht geplant gewesen . Offensichtlich verspüren
Eichhörnchen in der betroffenen Region des Öfteren einen gesunden Appetit mit
einer Vorliebe für Kabel . Nach Angaben einer Unternehmenssprecherin war das
nicht der erste derartige Vorfall - Texas Eichhörnchen scheinen sich schnell zu
vermehren . Das gestrige Ereignis hatte weder verletzte Personen zur Folge ,
noch kam die Produktionsstätte von Texas Instruments durch das Feuer direkt zu
Schaden . Keine Antwort gab es allerdings auf die Frage , ob dem Eichhörnchen
etwas zugestoßen ist . Taiwan treibt massiv die Nano-Technologie voran Die
taiwanische Regierung forciert ihre Bemühungen im Bereich der Forschung . Die
Gelder , die sich auf einen Zeitraum von fünf Jahren verteilen , sollen zwei
Hauptziele unterstützen - die Entwicklung von Nanostrukturen in der Elektronik
sowie die Erforschung geeigneter Materialien zur Nutzung im Bereich der
Nanotechnologie . Das unter Führung des taiwanischen Industrial Technology
Research Institute ( ITRI ) laufende Projekt startet zunächst mit etwa 100
Forschern , deren Zahl in der Folgezeit aber vermutlich noch anwächst . Kontakte
zur Industrie und Hochschulen sollen dem Programm ein solides Fundament geben .
Bisher hat das Institut Gespräche mit United Microelectronics ( UMC ) geführt ,
dem zweitgrößten Hersteller von integrierten Schaltkreisen in Taiwan . Unter den
anvisierten Hochschulen befinden sich die Vorzeigeuniversitäten National Taiwan
University in Taipeh und Tsinghua University in Hsinchu . Mit Hilfe
fortgeschrittener 2-D und 3-D Meßverfahren sollen die charakteristischen
Merkmale von Nanostrukturen auf Teilchenebene ergründet werden . Neben der
Erforschung der Einsatzmöglichkeiten so genannter Quantenpunkte und Übergitter
wird aller Voraussicht nach die Frage im Vordergrund stehen , wie diese
Strukturen manipuliert und gesteuert hergestellt werden können . Aus den noch zu
gewinnenden Forschungsergebnissen erhofft man sich , innerhalb der kommenden
fünf bis zehn Jahre erste praktische Anwendungen hervorzubringen -
beispielsweise Halbleiter basierend auf Nanostrukturen , moderne
Energiespeichersysteme und Kraftstoffzellen , sowie so genannte
Feldemissions-Displays . IBM konnte am Ende des vergangenen Monats bereits einen
ersten Schaltkreis aus Nanoröhrchen präsentieren . Allerdings sei mit den
bisherigen Ergebnissen noch keinerlei Marktreife erreicht . Sony wegen Verstoßes
gegen Patentrechte verklagt Der Elektronikriese Sony ist vom Massachusetts
Institute of Technology ( MIT ) wegen Verstoßes gegen vier Patente für das
digitale Fernsehen verklagt worden . In einem für kommenden Montag angesetzten
Prozess vor einem US-Bezirksgericht soll Sony Amerika verpflichtet werden ,
gültige Patente der US-Elite-Universität MIT zukünftig zu achten . Gleichzeitig
werden Entschädigungszahlungen für bereits vorhandene Verletzungen der
Patentrechte eingeklagt . " Das MIT wurde bereits und wird auch weiterhin
geschädigt , wenn Sony nicht eindringlich gemahnt wird " , so das MIT in seiner
Klageschrift . Die in Park Ridge angesiedelte amerikanische Sony-Niederlassung
wollte hierzu noch keine Stellungnahme abgeben . Wissenschaftler und Forscher
des MIT sollen laut der Klageschrift bereits 1993 wesentliche Beiträge zur
Entwicklung eines einheitlichen US-Standards für das digitale Fernsehen
geleistet haben . Somit sollte das MIT zumindest zu einem Teil am Gewinn der
großen Elektronikkonzerne beteiligt werden . Bereits zuvor hatte das MIT
erfolgreich gegen die Elektronikkonzerne Sharp und Toshiba ( Amerika ) geklagt .
Beide Unternehmen hatten dann eine Lizenzvereinbarung mit dem MIT geschlossen .
Krisenstimmung bei Corning Der amerikanische Spezialist für Glasfasern und
Optik-Komponenten Corning verzeichnet einen deutlich rückläufigen Absatz seiner
Produkte , insbesondere in Nordamerika und Europa . Dieser Trend werde sich auch
über die zweite Hälfte des Jahres hinaus fortsetzen , hieß es bei der Firma .
Das diesjährige Wachstum des Hauptgeschäftsfeldes soll deutlich weniger als die
noch zu Beginn dieses Jahres vorausgesagten 15 Prozent betragen . Seit Beginn
dieses Jahres wurden bereits 8000 Angestellte nach Hause geschickt - 20 Prozent
der weltweit tätigen Mitarbeiter . Trotz der Misere in der Telecombranche rühmte
sich die Unternehmensspitze noch kürzlich ihrer Unverwüstlichkeit im
Industriemarkt . In einer Pressemitteilung am gestrigen Mittwoch wurde dann aber
von überraschenden Auftragsrücknahmen der bedeutenden
Telekommunikationsgesellschaften gesprochen . Die Preise für Glasfaserprodukte
könnten im weiteren Verlauf dieses Jahres noch um bis zu fünf Prozent sinken ,
sagte Cornings Finanzchef James Flaws . Zwar sei noch immer ein wachsender
Bedarf in China zu verzeichnen , aber die wirtschaftliche Gesamtsituation könne
ebenfalls die nicht zum Glasfasersektor gehörenden Geschäftsfelder treffen .
Dazu zählen unter anderem die Herstellung von LC-Displays sowie Aktivitäten im
Bereich Umweltschutztechnologien . Comdirect führt Kurzarbeit ein Der
Online-Broker Comdirect führt für den größten Teil der Mitarbeiter vom 1.
Oktober dieses Jahres an Kurzarbeit ein . Betroffen sind 765 Beschäftigte in den
Call Centern und der Verwaltung in Kiel und Quickborn , bestätigte ein Sprecher
des Unternehmens der Financial Times Deutschland . Der nach eigenen Angaben
europaweit größte Anbieter von Online-Finanzdienstleistungen beschäftigt derzeit
1.300 Mitarbeiter . Der Betriebsrat stimmte der Kurzarbeit zu , um Kündigungen
zu vermeiden , schreibt die Zeitung in ihrer Freitagsausgabe . Dies werde aber
nach Angaben eines Pressesprechers von Comdirect durch Ausnutzen der internen
Fluktuation ohne direkte Personalmaßnahmen erreicht . Um Entlassungen zu
verhindern , werden für zunächst sechs Monate Arbeitszeiten und Entgelte der
betroffenen Mitarbeiter um 20 Prozent gekürzt , schreibt die Zeitung weiter .
Die zuständigen Arbeitsämter , die die Kurzarbeit bereits genehmigt haben ,
übernehmen bis zu zwei Drittel der Differenz zum ursprünglichen Nettoeinkommen .
Angesichts der allgemeinen Börsenflaute spitzt sich die Krise der Online-Broker
zu . Ihre Geschäftsphilosophie besteht darin , dass Kunden Aktiendepots
möglichst oft umschichten . Neben Comdirect werden laut Financial Times
Deutschland auch die größten deutschen Konkurrenten , Consors und Direkt Anlage
Bank , rote Zahlen schreiben . Einheitlicher Standard für digitale Signatur Das
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie hat TeleTrusT beauftragt ,
einen einheitlichen Standard für elektronische Signaturen zu erarbeiten .
TeleTrusT ist ein Vereinszusammenschluss von Firmen und Bundesbehörden zur
Sicherung digitaler Kommunikation . Bisher gibt es in Deutschland zwei
Spezifikationen für digitale Signaturen , die jedoch nicht zueinander kompatibel
sind : Nun will man ISIS ( Industrial Signature Interoperability Specification )
der AG Trustcenter und MailTrusT ( MTT ) des TeleTrust zu einem einheitlichen
Standard zusammenführen . Das Bundesministerium beteiligt sich mit 300.000 Mark
an dem Projekt , die andere Hälfte der Finanzierung übernehmen die beteiligten
Firmen . Wie Staatssekretär Alfred Tacke erklärte , werde mit dem Projekt zur "
Interoperabilität elektronischer Signaturen " eine technische Lücke geschlossen
, die bislang die Verbreitung elektronischer Signaturen stark gehemmt habe . Der
neue Standard soll die Bereiche Digitale Signatur , Verschlüsselung und
Authentifizierung abdecken und auch den Einsatz von Signaturanwendungen
ermöglichen , die unterschiedliche Sicherheitsanforderungen stellen . Derzeit
schrecken viele Firmen aufgrund fehlender Standards noch vor größeren
Investitionen im Bereich digitaler Signaturen zurück . Das soll sich mit der
neuen Spezifikation ändern . Alfred Tacke gibt sich optimistisch : " Ich gehe
davon aus , dass sich der entstehende Standard bald auch auf europäischer Ebene
durchsetzt . " Eine erste Fassung der ISIS-MTT-Spezifikation soll ab 30.
September 2001 auf dem Server von ISIS zur freien Nutzung bereitstehen .
Computerprobleme in zwei japanischen Kernkraftwerken In zwei japanischen
Atomkraftwerken sind durch das Jahr-2000-Problem Daten-Kontrollsysteme zur
Überwachung des Strahlenniveaus ausgefallen . Die Systeme in den Anlagen in der
zentraljapanischen Provinz Ishikawa hätten nach dem Jahreswechsel nicht mehr die
richtigen Werte angezeigt , sagte ein Sprecher der Regionalregierung . Die Werte
müssten nun von Arbeitern manuell erfasst werden . Für die Bevölkerung gebe es
aber keine unmittelbaren Auswirkungen , sagte Takashi Minami . Nach einem
Bericht der japanischen Nachrichtenagentur Jiji Press hat außerdem eine
Wetterstation in der Großstadt Osaka nicht ordnungsgemäß funktioniert . So
hätten Daten zur Erdbebenüberwachung aus anderen Regionen die Station nicht
erreicht , hieß es . Auch aus Krankenhäusern des Landes seien keine besonderen
Vorkommnisse gemeldet worden . Frohes Neues Jahr Telekom und Bahn ohne Störungen
ins Y2K Der Jahreswechsel ist bei der Deutschen Telekom und bei der Bahn AG ohne
Störungen verlaufen . " Bei uns klappt alles " , sagte Telecom-Sprecher Ulrich
Lissek in Bonn . Das Fest- und Mobilnetz seien aber stark belastet gewesen .
Anrufer erwartete bei der Telekom und bei anderen Anbietern öfter das
Besetzt-Zeichen . Auch die Computer-Systeme der Bahn bewältigten den
Jahrtausendwechsel wie geplant . Alle Personenzüge waren kurz vor Mitternacht
für einige Minuten auf den Bahnhöfen festgehalten worden . Danach sei der
Verkehr reibungslos weitergelaufen , teilte die Bahn AG in Frankfurt in der
Nacht mit . IT-Verband fällt Microsoft in den Rücken Im Kartellverfahren gegen
Microsoft schlägt sich der größte IT-Verband der USA auf die Seite des
US-Justizministeriums . Wie Mitglieder der Software and Information Industries
Association ( SIIA ) berichten , haben die Interessenvertreter der
Computer-Industrie dem Justizministerium eine kurze Zusammenfassung ihrer
Sichtweise , einen so genannten " friend-of-the-court brief " , übergeben . Laut
Phelps empfiehlt das gerichtsnotorische Dokument eine horizontale Aufsplittung
des Softwareherstellers , aus der drei separate Einheiten für Betriebssysteme ,
Anwendungen und E-Commerce hervorgehen sollen . Zusätzlich könne sich die SIIA
auch eine vertikale Teilung vorstellen , bei der den geschwächten Rumpf-Firmen
aber die Möglichkeit bliebe , weiterhin alle bisherigen Produktlinien zu
vermarkten . Unter Berufung auf Mitglieder der SIIA berichtet heute das Wall
Street Journal , der Verband habe sich erst nach einer kontroversen Diskussion
zu einer Meinungsäußerung entschlossen . Die Entscheidung sei in der vergangenen
Woche gegen zehn Industrievertreter gefallen , die eine Unterstützung der
Position des Justizministerium abgelehnt oder sich der Stimme enthalten hätten .
Im Gremium waren 19 Mitglieder vertreten ; zum Board of Directors gehört unter
anderen auch Microsoft-Vice-President Bob Herbold . Einen engen Verbündeten
findet Microsoft zurzeit im Direktor der Association for Competitive Technology
( ACT ) , Jonathan Zuck , der seit Beginn des Verfahrens Microsoft in der
Opferrolle wähnt . Eine Verschwörung gegen Redmond , so der Lobbyist , sei dabei
nicht ganz auszuschließen . Auch Zucks Verband , der sich nach eigenen Angaben
auf rund 9.000 Mitglieder stützt , hat einen " friend-of-the-court brief " auf
den Weg gebracht . Darin stärkt er dem Software-Riesen den Rücken : Selbst ein "
objektiv wettbewerbswidriges Verhalten eines Monopolisten " , so führt das
Papier weiter aus , könne nur dann als illegal eingestuft werden , wenn es
substanziell dem Erhalt oder der Verfestigung des Monopols diene . Bertelsmann :
Spekulationen um Allianz mit Sony Die Fusion der Musik-Labels von Time Warner
und EMI beflügelt die Phantasie der Medien . Zwei US-Zeitungen berichteten heute
unabhängig voneinander von einem bevorstehenden Gegenschlag der Musik-Multis
Bertelsmann und Sony . Die Liaison zwischen der weltweit zweit- und viertgrößten
Record-Company würde sogar das Musik-Konglomerat von Time Warner und EMI in den
Schatten stellen . Bertelsmann strebe , wie seit längerem bekannt , die Position
der Nummer 1 im Musikmarkt an . Die Spekulationen um Bertelsmann und Sony
verdanke man wohl den Einfallsreichtum der Presse . Das ist allerdings nur die
halbe Wahrheit . Mitte Januar hatte Bertelsmann-Chef Thomas Middelhoff im
Interview mit der Süddeutschen Zeitung selbst die Gerüchteküche angeheizt .
Dabei sprach er explizit das Label EMI an . Nachdem sich der Plan nun
zerschlagen hat , bleiben für Bertelsmann , will man den Ankündigungen Taten
folgen lassen , nur noch zwei geeignete Partner : Neben Sony Music Entertainment
der Seagram-Ableger Universal Music . FDP : Wahlprogramm per Web-Abstimmung Der
FDP-Generalsekretär und designierte neue Vorsitzender der Partei , Guido
Westerwelle , gab gestern den Startschuss für ein riskantes Unternehmen . Die
Strategie , mit der die FDP in den nächsten Bundestagswahlkampf ziehen will ,
soll im Internet erarbeitet werden . Am politischen Ideenwettbewerb "
Bürgerprogramm 2002 " darf sich jeder beteiligen , der sich dazu berufen fühlt .
Am Ende der Debatte soll das Bundestagswahlprogramm der Liberalen stehen , das
allerdings die größte Hürde noch vor sich hat : Den Bundesparteitag der FDP ,
der im Jahr 2002 über die Vorschläge von Otto Normalbürger befinden muss .
Westerwelle hofft jedenfalls auf reges Interesse der Web-Gemeinde . Zumindest "
zehn Prozent der FDP-Wähler " will er auf diesem Weg erreichen . Den Initiatoren
sei grundsätzlich jede Meinung interessierter Bürgerinnen und Bürger wichtig ,
verlautete heute aus dem Thomas-Dehler-Haus : " Nichts soll unter den Tisch
fallen " . Ganz bewusst wolle man die moderierten Diskussionsforen so offen wie
möglich halten , um auch anonyme Teilnehmer einzubeziehen . Danach wird zum
ersten Mal abgestimmt , natürlich per Internet . Retter von LetsBuyIt.com noch
nicht rechtsfähig Nach Recherchen des Anlegermagazins Telebörse ist die künftige
Finanzierung des Co-Shopping-Anbieters LetsBuyIt.com zum Teil auf Sand gebaut .
Ihr fehlt der Eintrag ins Handelsregister . Kimvestor-Gründer Kim Schmitz wehrte
sich auf n-tv in einem Streitgespräch mit Telebörse-Redakteur Christian Maetin
gegen die Vorwürfe . Richtig sei , dass sich das Unternehmen in Umwandlung
befinde und eine Zulassung durch das Handelsgericht noch ausstehe . Da es
bislang aber noch keine Rechtsgeschäfte gegeben habe , stelle sich ihm die Frage
nach der Rechtsfähigkeit nicht . Allerdings trommelt Schmitz auf seinen
Webseiten bereits kräftig für den in diesem Jahr geplanten Börsengang . Zehn
Prozent der Anteile können sich risikobereite Anleger schon heute vorbörslich
sichern . Mindesteinlage : 50.000 Euro , zahlbar auf Schmitz' Privatkonto . Die
Investoren erfreuen sich angeblich bester Gesellschaft . An Kimvestor , orakelt
ein Firmen-Pospekt im Web , seien neben dem Gründer eine " Reihe namhafter
Privatinvestoren " beteiligt . Europas PC-Markt : Dell wächst rasant Der
westeuropäische Computermarkt ist nach Analysen des Marktforschungsinstituts
Context im vierten Quartal 1998 um 22,2 Prozent gewachsen . Auf den drei größten
Märkten Westeuropas verzeichnete Frankreich die höchste Wachstumsrate ( +23,9
Prozent ) , gefolgt von Deutschland ( +21,2 Prozent ) und Großbritannien ( +
18,6 Prozent ) . Die Firma von Interims-Geschäftsführer Steve Jobs sicherte sich
einen Marktanteil von 2,8 Prozent und kehrte in die Hersteller-Top-Ten ( Platz
acht ) zurück . Sun-Chef warnt vor Microsoft-Zerschlagung Sun-Chef Scott McNealy
hat heute davor gewarnt , den Microsoft-Konzern infolge der laufenden
Kartellklage zu zerteilen . " Das wäre wie in einem dieser Horrorfilme , in
denen das Monster in zwei Teile zerlegt wird , und danach hat man es mit zwei
Monstern zu tun " , erklärte McNealy während einer Pressekonferenz anläßlich der
Jahrestagung des World Economic Forum in Davos ( Schweiz ) . Microsoft operiere
nach den Prinzipien einer Planwirtschaft . Mittelfristig sei dieses
Wirtschaftsprinzip dem Wettbewerb auf freien Märkten unterlegen . Die Regierung
müsse allerdings verhindern , daß Microsoft sein Betriebssystemmonopol
unkontrolliert auf andere Geschäftsbereiche wie Unterhaltungselektronik und
Server ausweiten könne . Während einer Podiumsdiskussion auf derselben
Veranstaltung wehrte sich Microsoft-Chef Bill Gates gegen jede Form staatlicher
Einflußnahme auf seine unternehmerische Autonomie . " Es wäre eine Tragödie ,
wenn uns die Regierung an der Herstellung fortschrittlicher Produkte hindern
würde " . Schummelangebote bei eBay-Auktionen vermutet Bei Auktionen des
Online-Versteigerers eBay scheint es nicht immer mit rechten Dingen zuzugehen .
Zumindest argwöhnt das die amerikanische Bundesregierung und ermittelt , wie
jetzt bekannt wurde , seit Januar wegen möglicher verbotener Geschäfte . Der
Verdacht richtet sich gegen eBay-Kunden , die sich für Angebote bezahlen ließen
, die sie nicht liefern konnten . Zudem tauchten bei Online-Auktionen wiederholt
illegale Waffen auf , darunter auch eine Uzi . Mittlerweile erklärte eBay , daß
man die Untersuchungen im vollem Umfang unterstütze . Als Zeichen des guten
Willens will der Auktionator künftig keine Waffenangebote mehr zulassen . Doch
auch andere Schnäppchen stehen in der Kritik . So vermutet etwa Microsoft , daß
einige Softwareverkäufer über eBay und andere Auktions-Sites Schwarzkopien
anbieten . Microsoft-Justitiarin Nancy Anderson erklärte , ihr Unternehmen werde
jetzt alle Online-Auktionen genauer unter die Lupe nehmen . Eine entsprechende
Software sei bereits in Arbeit . Allianz für Heimautomations-Standard Ohne
Beteiligung von Microsoft wollen 13 Energie- , Computer- , Telefon- und
Unterhaltungselektronikhersteller einen offenen Standard zur
Internet-gesteuerten Heimautomation schaffen . Der Standard soll auf der
Java-Technologie von Sun beruhen und trägt den Namen Open Service Gateway
Specification . Die Ziele jedenfalls sind ehrgeizig . Wie verlautete , wollen
die beteiligten Firmen die Voraussetzungen für eine Reihe spezieller
Dienstleistungen schaffen . Darunter Fernsteuerung von Haushaltsgeräten und die
Fernüberwachung vernetzter Haushalte bei längerer Abwesenheit der Bewohner .
Hierzulande müßten sich für einige der vorgesehenen Dienste allerdings erst noch
Anbieter finden . Die Herstellung kommt Elsa teuer Ein starker Preisverfall und
gestiegene Herstellungskosten haben den Aachener Hardwarehersteller Elsa im
vergangenen Jahr tief in die roten Zahlen gedrückt . Das Geschäftsergebnis ist
gegenüber dem Vorjahr um mehr als 30 Millionen zurückgegangen . Die
Geschäftsführung beklagte , daß sich die Debatte um den Übertragungsstandard für
die neue Modemgeneration ( 56k/V.90 ) in den ersten sechs Monaten 1998
kaufhemmend ausgewirkt habe . Allerdings kämpft Elsa auch mit wachsenden
Herstellungskosten . Jahr 2000 : Zentralbank nimmt Target vom Netz Die
Europäische Zentralbank ( EZB ) geht wegen eines befürchteten Jahr-2000-Problems
auf Nummer sicher : " Zur Vermeidung eventueller Störungen " hat der EZB-Rat
beschlossen , das EZB-Großzahlungssystem " Target " am 31. Dezember 1999 zu
schließen . Damit werde sich die Sicherheit der Datumsumstellung 2000 erhöht .
Die erforderlichen Jahresabschlußarbeiten für alle Systeme könnten durchgeführt
werden . Ziel sei es , alle Daten vor Mitternacht zu sichern , teilte die EZB in
Frankfurt mit . Von der Target-Schließung sind auch die angeschlossenen
nationalen Systeme für Euro-Transaktionen betroffen . Telekom schlüsselt
T-Online-Tarife auf Im Streit um das neue Preismodell von T-Online ist die
Deutsche Telekom einer Verfügung des Hamburger Landgerichts nachgekommen und hat
den seit heute gültigen Eco-Tarif aufgeschlüsselt . Demnach zahlen Kunden acht
Mark pro Monat ; diese Grundgebühr enthält bereits zwei Freistunden . Darüber
hinaus kostet eine Minute im Netz sechs Pfennig . Der Minutenpreis setze sich
aus einem Nutzungsentgelt von drei Pfennig und einem Verbindungsentgelt von
weiteren drei Pfennig zusammen , teilte das Unternehmen mit . Für jede
Verbindung , also die Einwahl bei T-Online , werden zusätzlich sechs Pfennig
berechnet . Außerdem wird es auch in Zukunft ein Tarifmodell geben , bei dem die
Telefonverbindung über eine beliebige Telefongesellschaft abgerechnet werden
kann : mit " T-Online pur " erhalten Surfer für acht Mark pro Monat vier
Freistunden . Ab der fünften Stunde kostet die Nutzung drei Pfennig pro Minute .
Auch bei " T-Online pur " erhebt das Unternehmen pro Verbindung eine Gebühr von
sechs Pfennig . Die Aufsplittung des seit Wochen angekündigten Eco-Tarifs hatte
Konkurrent AOL mit einer Klage vor dem Hamburger Landgericht erzwungen . Der
Chef von AOL Europe , Andreas Schmidt , begrüßte den Schritt der Telekom :
Möglicherweise muß aber auch AOL demnächst über neue Tarifmodelle nachdenken .
Einige Surfer könnten dem Unternehmen bereits heute die Rechnung aufmachen . Der
direkte Vergleich zeigt zumindest , daß T-Online-Kunden für das Surfen im
Internet zur Zeit 1,80 Mark pro Stunde zahlen . Aprilscherze im Web Ist in Ihren
Carport noch ein Stellplatz frei ? Das renommierte Web-Auktionshaus Rundblick
hat gerade einen von der NATO ausrangierten Tarnkappen-Bomber im Angebot -
leichte Gebrauchsspuren , aber voll funktionstüchtig . Das Mindestgebot steht
zur Zeit bei einer Mark . Und noch was zu Ostern : Hewlett-Packards EggJet 400c
wird derzeit von allen führenden Osterhasen empfohlen . Der Drucker verfügt über
einen automatischen Eier-Einzug und bemalt 4 EPM ( eggs per minute ) mit
garantiert lutschfester Tinte . Ein Zusatzeinzug unterstützt auch exotische
Sonderformate , etwa die in Australien gebräuchlichen Straußeneier . Apropos
exotisch : Den Spaß haben sich nicht etwa Linux-Fans ausgedacht - er stammt von
Microsofts Pressestelle . Die Meldung verrät allerdings nicht , ob Office 2000
weiterhin per Maus oder künftig nur noch über die Tastatur zu bedienen ist .
Compaq Australien hat ein praktisches Zeigegerät für Notebooks erfunden . Die
Dynamouse nutzt die Bewegungsenergie des Anwenders , um den Akku aufzuladen . (
Wir danken P. Becker für den Hinweis . ) Hacker-Krieg : Pentagon in höchster
Alarmbereitschaft Bisher ist es nicht zur erwarteten Eskalation im
chinesisch-amerikanischen Hacker-Krieg gekommen . Auch auf den Seiten des
Bürgermeisters von Philadelphia hinterließen Hacker eine Botschaft . " Nieder
mit dem amerikanischen Imperialismus " , hieß es dort heute . Das Pentagon hat
vorsorglich die Alarmstufe Alpha ausgerufen . Über konkrete Auswirkungen von
vermuteten Anschlägen auf chinesische Websites wurde wenig bekannt . Sina.com
meldete gestern , dass die Mitglieder US-Hackergruppe PoizonBox angeblich seit
dem 1. April regelmäßig Angriffe auf Chinesische Websites starten . Nach
Informationen des Wall Street Journal handelt es sich auf beiden Seiten in den
meisten Fällen um harmlosere Streiche . Allerdings vermuteten amerikanische
Sicherheitsexperten , dass einige Angriffe ernsterer Natur waren , die
US-Regierung dies nur nicht eingestehen wolle . Tatsächlich gibt sich das Weiße
Haus zurzeit zugeknöpft . Eine Sprecherin erklärte auf Anfragen , dies sei ein
sicherheitsrelevantes Thema , zu dem das Weiße Haus keine Angaben mache .
Allerdings konnten auch die Mitarbeiter des Internet-Beobachtungsdienstes
Attrition keine Angriffe feststellen , bei denen wirklich Schaden angerichtet
wurde . Nach Erkenntnissen der Nachrichtenagentur Reuters haben chinesische
Hacker am Montag neue Anschläge angekündigt . So sei auf der Website des
Verbands der Honker Chinas , einem Zusammenschluss patriotischer Chinesen ,
deren Name sich aus dem chinesischen Begriff rote Hacker ableitet , dazu
aufgerufen worden , " mit äußerster Gewalt " auf Angriffe von US-Hackern zu
reagieren . Siehe hierzu auch Banges Warten auf den Cyberwar bei Telepolis .
Sommer besiegelt VoiceStream-Übernahme Der US-Mobilfunkbetreiber VoiceStream
gehört seit heute zum Konzern der Deutschen Telekom . Fast zehn Monate nach der
Ankündigung hat der rosa Riese die milliardenschwere Übernahme abgeschlossen und
den Sprung über den Atlantik geschafft . Vor der Presse am Firmensitz in
Bellevue im Bundesstaat Washington begrüßte Vorstandschef Ron Sommer den
gelungenen Einstieg in den US-Markt . Neben VoiceStream übernahm die Telekom mit
Powertel einen weiteren US-Mobilfunkbetreiber . Dieser Betrag werde den
Schuldenstand des Unternehmens aber nicht erhöhen , da in diesem Jahr aus dem
Verkauf von Nicht-Kerngeschäften Erträge mindestens in gleicher Höhe anfallen ,
unterstrich der Vorstandschef . Die Übernahme ist die bislang teuerste
Akquisition in der Firmengeschichte . Durch die Übernahmen verliert der Bund
endgültig die Kapitalmehrheit an dem einstigen Staatsunternehmen . Sein Anteil
verringert sich von 58 auf rund 43 Prozent . Davon sind 12 Prozent bei der
Kreditanstalt für Wiederaufbau geparkt . Ehemalige VoiceStream-Aktionäre halten
24 Prozent der T-Aktien , davon ist Hutchison Whampoa mit knapp fünf Prozent
neben dem Bund der größte Telekom-Aktionär . T-Mobile-Chef Kai Uwe Ricke sprach
von einer beeindruckenden internationalen Präsenz . " Einer unserer größten
Wettbewerbsvorteile besteht darin , dass wir der erste und bisher einzige
transatlantische Mobilfunkanbieter sind , der GSM für seine mobile Kommunikation
nutzt " . Eingegliedert werden die US-Käufe in die T-Mobile International , zu
der auch die deutsche Tochter D1 , die britische One2One und die österreichische
max.mobil gehören . Amtsgericht eröffnet TelDaFax-Insolvenzverfahren Wegen
Zahlungsunfähigkeit ist heute das Insolvenzverfahren gegen die börsennotierte
Telefongesellschaft TelDaFax eröffnet worden . Eine entsprechende Entscheidung
des Amtsgerichts Marburg liege vor , sagte Vorstand Stefan Koch der
Nachrichtenagentur dpa . Der Geschäftsbetrieb soll in zwei neu gegründeten
kleineren Firmen weitergeführt werden . Letztlich entscheide darüber der
Gläubigerausschuss , der in der kommenden Woche erstmals tage . Der Marburger
TelDaFax waren in dieser Woche die Mietleitungen von der Deutschen Telekom
endgültig gekappt worden . Vor dem Finanzdebakel gehörte TelDaFax zu den
größeren Anbietern von Telefondienstleistungen in Deutschland . Offen ist nach
Angaben von Koch derzeit noch , ob die Aktiengesellschaft am Neuen Markt
gelistet bleibt . " Die Entscheidung liegt bei der Deutschen Börse " . ICANN :
Länderregistrare fordern mehr Einfluss Die Registrierstellen für Länderdomains (
ccTLD ) wie .de , .fr , .se beanspruchen eigene Direktoren innerhalb der
Internet Corporation for Assigned Names and Numbers ( ICANN ) . Bei der
ICANN-Tagung in Stockholm beschlossen die anwesenden 28 Vertreter einstimmig ,
die sogenannte Domain Name Supporting Organisation ( DNSO ) zu verlassen .
Stattdessen verlangen die Länderregistrare eine eigenes Gremium ( Supporting
Organisation ) mit direktem Wahlrecht für den Vorstand der fürs Domain Name
System zuständigen Organisation . " Innerhalb der DNSO werden vor allem Fragen
der Top Level Domains diskutiert " , sagte Peter Dengate-Trush , Sekretär der
Länderregistrare . Die Länderregistrare stellen nur eine von sieben Fachgruppen
innerhalb der DNSO und konnten bislang keinen der drei Vorstandsitze besetzen ,
die der DNSO nach der ICANN-Satzung zustehen . Nach dem Motto " no taxation
without representation " , so Dengate-Trush , stehe den Länderregistraren auch
angesichts ihres Beitrags zu ICANNs Finanzierung ein eigenes Gremium innerhalb
der Organisation zu . Wie Vorstand und ICANN-Büro auf die Mini-Revolution
reagieren ist noch unklar . " Der Vorstand wird sich damit befassen " , sagt
ICANN-CEO Stuart Lynn gegenüber heise online . " Sicherlich sind die ccTLDs eine
enorm wichtige Gruppe innerhalb der ICANN " . Auch die Fragen , ob für die
ccTLDs neue Vorstandsposten geschaffen werden oder ob sie einen Teil der
ursprünglich direkt von den Usern gewählten Sitze bekommen , mochte Lynn vorerst
noch nicht beantworten . Doch die Chancen , dass die ccTLDs ihre eigenen Gremium
bekommen , sind nach Ansicht von Sabine Dolderer , Vorstand der Denic eG , recht
gut . " ICANNs Vorstand kann laut der Satzung jederzeit neue Gremien zulassen "
. Ohnehin verhandele man schon lange Fragen des Budgets und der Verträge
bilateral . Stärken würde die neue Rolle die ccTLDs sicherlich auch gegenüber
den Regierungen , die im vergangenen Jahr vom Vorstand verlangten , dass sie die
jeweiligen Länderregistrare bestätigen müssen . Bücher im Web : Jetzt mischt
Springer mit Nach dem Medienriesen Bertelsmann wollen zwei weitere deutsche
Großverlage künftig Bücher im eigenen Web-Shop verkaufen . Ende Juni startet der
Axel Springer Verlag gemeinsam mit der Holtzbrinck-Gruppe das Projekt Booxtra .
Der gemeinsame Web-Buchladen baut auf starke Partner ; T-Online und der
Direct-Marketing-Spezialist Weltbild leisten der Verlegerallianz Schützenhilfe .
Die Verträge sind bereits unter Dach und Fach ; auch die Internet-Adresse steht
fest . Ab 28.Juni soll die Bücherstube unter www.booxtra.de ans Netz gehen .
Derzeit surfen Interessenten allerdings noch ins Leere . Hat Microsoft mit
Bilanzen jongliert ? Neue Kopfschmerzen für Microsoft : diesmal steht Redmonds
Buchhaltung im Fadenkreuz staatlicher Ermittler . Wie erst jetzt bekannt wurde ,
versucht das US-Finanzministerium bereits seit Anfang des Jahres , Licht in die
Bilanzierungsmethoden von Microsoft zu bringen . Redmond soll Einnahmen aus
besonders fetten Monaten nicht sofort verbucht , sondern auf Quartale mit
mäßigen Geschäften verschoben haben . Den Anfangsverdacht hatte der ehemalige
Microsoft-Bilanzprüfer Charles Pancerzewski geliefert . Pancerzewski warf
Redmond bereits 1997 in einen Arbeitsgerichtsprozeß massive Bilanzfälschungen
vor . Unter anderem wurde vor Gericht auch eine EMail von Bill Gates verlesen ,
in der der Microsoft-Chef forderte , Einnahmen so zu verbuchen , daß sie ein
kontinuierliches Bilanzwachstum vorspiegeln . Der Rechtsstreit schwelte rund
zwei Jahre , bis sich die Prozeßgegner im Januar dieses Jahres auf einen
Vergleich einigten . Zu Einzelheiten hielten sich beide Seiten jedoch bedeckt .
Die seit Januar laufenden Untersuchungen des Finanzministeriums wurden
anscheinend durch eine kurze Meldung des Wall Street Journals ausgelöst . Das
Blatt hatte Mitte Januar in wenigen Sätzen über die Beilegung des
Arbeitsgerichtsprozesses berichtet und damit den Argwohn der Finanzbehörde
geweckt . Karpov zum Duell mit " Shredder " bereit In der kommenden Woche kommt
es erneut zum Duell Weltmeister gegen Maschine : Der amtierende Schach-Champion
Anatoly Karpov trifft auf das derzeit spielstärkste PC-Schachprogramm . Anders
als sein Profi-Kollege Kasparow mißt Karpov seine Kräfte aber nicht mit einem
hochgezüchteten Superrechner à la Deep Blue , sondern mit handelsüblicher
Hardware und dem kommerziellen Schachprogramm Shredder . Die Software hatte im
Juni bei der Computerschach-WM in Paderborn auf einem " transtec-d1300-Rechner "
den Weltmeistertitel errungen . Die Hardware basierte auf
Standard-PC-Komponenten ; im Innern arbeitete ein Pentium-III-Prozessor .
Konzert der Klingeltöne Im österreichischen Linz hat heute die Ars Electronica
begonnen . Zu den Höhepunkten des Festivals , das in diesem Jahr unter dem Motto
Takeover steht , gehört nach Angaben der Veranstalter Golan Levins Tele-Symphony
Dialtones : Einziges Instrument im Set ist das Handy . Das Konzert soll
ausschließlich aus Klingeltönen bestehen , die das Publikum beisteuert . Die
Uraufführung ist am morgigen Sonntag im Brucknerhaus geplant . Die heute
vorgesehene Visualisierte Klangwolke fällt nach Auskunft der Beteiligten " wegen
irreparablen technischen Schadens " aus , den in der vergangenen Nacht ein
Unwetter verursacht hatte . Dabei wurden wesentliche Bestandteile der zentralen
Projektionsfläche zerstört . Nach eingehender Beratung mit den Künstlern wurde
die Veranstaltung abgesagt . " Das wäre nicht mehr meine Klangwolke gewesen " ,
so Hans Hoffer , verantwortlich für die Visualisierung . Parallel dazu sind die
Cyberarts 2001 zu sehen . Dabei handelt es sich um ausgezeichnete Arbeiten des
Prix Ars Electronica 2001 , die einen komprimierten Einblick in den Stand der
Digital Arts vermitteln sollen . Am kommenden Montag wird zum 15. Mal der mit
100.000 Euro dotierte Prix Ars Electronica 2001 verliehen . Siehe dazu ein
Interview mit dem Direktor der Ars Electronica in telepolis . Liberty droht
Deutscher Telekom mit Kirch Der Teilverkauf des TV-Kabelnetzes der Deutschen
Telekom an Liberty Media droht möglicherweise doch noch zu scheitern . Es gebe
aber auch noch andere Möglichkeiten , in Deutschland Fuß zu fassen . So könne er
sich eine Beteiligung an der Kirch-Gruppe vorstellen . Sollte Kirch nach einem
Investor aus der Branche suchen , so Malone weiter , habe er durchaus Interesse
. " Das kann passieren oder auch nicht ; die Freiheit dazu sollten wir aber
haben " . Denkbar seien auch Fernsehkanäle , die gemeinsam mit deutschen
Medienkonzernen angeboten würden . Die mögliche Allianz mit Kirch erhöht den
Druck auf die Verhandlungsführer der Telekom , für die das Scheitern des
Kabel-Deals eine empflindliche Schlappe wäre . Bereits seit rund zwei Wochen
kursieren Berichte , nach denen die Verhandlungen mit Liberty ins Stocken
geraten sind . Trotz eines Dementis der Telekom mehren sich die Anzeichen dafür
, dass Liberty vor Vertragsabschluss weitere Zugeständnisse erwartet . So
vermutet das Handelsblatt , Liberty-Präsident John Malone poche auf eine Zusage
der Bundesregierung , die sein Unternehmen vor möglichen kartellrechtlichen
Konsequenzen schützt . Mitte September wolle Malone in Berlin Einzelheiten mit
Bundeskanzler Gerhard Schröder besprechen . Der US-Medienkonzern plant , das
restliche Fernsehkabelnetz der Deutschen Telekom durch weitere Zukäufe zu
ergänzen . Über das TV-Kabel sollen mehr Programme als bisher ausgestrahlt und
Telefonie sowie schnelle Internet-Zugänge ermöglicht werden . Krise bei
Excite@Home spitzt sich zu Neue Hiobsbotschaften für den US-Internet- und
Portal-Provider Excite@Home . Nach US-Medienberichten haben gestern die
High-Speed-Internet-Provider Comcast and Cox Communications angekündigt , dass
sie ihre Kooperationsverträge mit dem finanziell angeschlagen Unternehmen zum
Juni 2002 auslaufen lassen wollen . Comcast und Cox sind neben AT&T die letzten
von ehemals 21 Kabelbetreibern , die ihre Kunden mit Excite-Diensten versorgen .
Unterdessen hat sich Excite im Kampf ums Überleben eine Verschnaufpause
verschafft . Nun droht allerdings neues Ungemach . Sollte die Excite-Aktie
künftig nicht mehr an der Nasdaq gelistet werden , ist mit einem Schlag die
Gesamtsumme der von Promethean gestundeten Gelder fällig . Am Freitag sackte die
Excite-Aktie auf einen Tiefstand von 43 Cent . Damit notiert sie bereits einen
Cent unter dem Limit , das für einen Verbleib im Index vorgesehen ist . Was war
. Was wird . Wie immer möchte Hal Faber den Blick für die Details schärfen : Die
sonntägliche Wochenschau ist Kommentar , Ausblick und Analyse . Sie ist Rück-
wie Vorschau zugleich . Pustekuchen ! Wir haben ja alle keine Zeit . Letz Fetz !
Sogar eine Verfilmung mit Cameron Diaz ist nicht mehr weit . BooHoo.com
erscheint bei der Bertelsmann-Tochter Random House , in einem Konzern also , der
weiß , wie man zünftige Internet-Flops auf die Planke legt . 40 Leibwächter
schützten das Leben der beiden Gründer , weil an ihnen die Aktienkurse hingen .
So haben sie selbst den Ansturm der Börsengurus und Rausvestoren überlebt als
der Klamottenversand in die Binsen ging . Einen hab ich noch : " Die Idee von
Boo wird unsterblich sein . " Logo , haben wir uns damals gleich gedacht . Cyc ,
die uns bald ersetzende maschinennahe Intelligenz formulierte es in der letzen
Woche treffend : When people die , they stay dead . Das ist leider die bittere
Wahrheit , auch wenn man noch so oft Wau Holland auf T-Shirts drucken möchte .
Hin ist hin , auch wenn die Ideen der Dahingeschiedenen durchaus weiterleben
können . Fragt sich nur , wann das auch Cyc versteht ? Am Montag starb Michael
Dertouzos , ein kluger Kopf , der am MIT lehrte . Er gehörte zu den wenigen
Vordenkern des Internet , die sich nicht von der Dotcom-Raffelei anstecken
ließen . Er sprach in Sätzen , die Cyc erst einmal verstehen muss : Wir dienen
der Technologie . Das letzte Buch von Michael Dertouzos ist The Unfinished
Revolution und eine harsche Abrechnung mit überladender Software und falsch
geplanten und dann auch noch gebauten Computern . Seine Stimme werden wir
vermissen . IBM kommt da zu einem anderen Ergebnis : Dieser Planet stand
einstmals auf der Expo in Hannover und hielt ein paar Computer zur Kommunikation
mit der Zukunft bereit . Unsterblichkeit und Frieden wünschten sich die Besucher
an erster Stelle , jedenfalls nach der Auswertung durch eine Text-Mining
Software . Besonders apart der Wunsch nach Unsterblichkeit und einem schnellen
Laptop : da lebt man ewig und sammelt eine Menge Müll . Gibt es eine Steigerung
? Wer indes die CD-ROM startet und ganz ohne Minensucher eine
Brute-Force-Attacke mit grep fährt , findet etwas anderes als die
Unsterblichkeit : Unter den 192.000 Einträgen führt zahlenmäßig die 42 . Doch
der Sinn des Lebens erschließt sich keinem Text-Mining . Besonders beim Blick in
das Internet und bei der Beschäftigung mit diesem ganzen EDV-Kram demonstriert
man gerne profunde Ahnungslosigkeit . Zum Beleg bringt die Wochenendausgabe der
Süddeutschen Zeitung zwei Fotos von Joseph Weizenbaum , dem Künder vom
Misthaufen Internet . Eins aus dem Jahre 2001 , das andere von 1934 . Der junge
Weizenbaum ist mit seinem Bruder abgebildet , über den sich die Zeitung
ausschweigt . Dafür ist umso mehr vom wortmächtigen Kritiker Weizenbaum die Rede
. Nur der Vollständigkeit halber : der abgebildete ältere Bruder von Joseph
Weizenbaum hieß damals Heinrich Weizenbaum und lebt heute unter dem Namen Henry
Sherwood , den er sich beim Eintritt in die USA gab . Auch Sherwood wurde ein
Computerexperte . Er war bei der Entwicklung der OCR-Schrift dabei und baute für
Burroughs Computer . Im Gegensatz zu seinem Bruder ist Henry Sherwood noch heute
ein begeisterter Nutzer des Internet . So viel dazu und diesmal ganz ohne Link .
So brechen für die begeisterten Nutzer von Google schwierige Zeiten an . Denn
die Scientologen haben angefangen , Suchworte zu kaufen , um mit Sponsored Links
etwas gegen das miese Image zu tun . Im Rahmen der amerikanischen
Geschäftsbedingungen ist dies für Google unproblematisch , doch in Europa sieht
die Sache etwas anders aus . Ach ! Hat da jemand etwas von der Freiheit der Rede
gerufen ? Sie ist immer leicht zur Hand und doch so schwer zu realisieren . Etwa
bei den Tierschützern von Peta , die den großen Sieg feiern , die Konkurrenz von
People Eating Tasty Animals um die Domain Peta.org gebracht zu haben . Ein und
derselbe Verein findet die kätzliche Ironie von BonsaiKitten.com verwerflich ,
redet aber von Katzenflittchen , wenn es um die Resultate geht . Was wird Der
Sinn des textbasierten Gemetzels erschließt sich nicht auf den ersten Blick .
Eine Demonstration gegen den Bundeswehreinsatz auf Mallorca ? Ein Aufruf gegen
das sinnlose Quälen unserer Forumssoftware ? Ein einfacher Hitzeschaden ?
Entscheiden wir uns dafür , in den anschwellenden Datensätzen ein Appell an die
besondere Verantwortung von Informatikern und Programmierern für Frieden und
Abrüstung zu sehen . Heute vor 40 Jahren wurde in Deutschland das " schnellste
Nachrichtentransportnetz der Welt " installiert . Eine in Friedenszeiten
unerreichte Schnelligkeit sollte es garantieren . Und für den Krieg dann das
Internet , Marke unzerstörbar . Oder gar unsterblich ? Und wie geht es weiter ?
Unter dem Titel 2001-Odyssee im Cyberspace berät das Forum InformatikerInnen für
Frieden und gesellschaftliche Verantwortung zum Monatsende über Wege und Irrwege
der Informationstechnik . Dieser Text hat als journalistische Arbeit keine
Schöpfungshöhe , er ist nicht tiefsinnig , sondern flacher noch als das Papier ,
auf das er nie gedruckt wird . Das ist der einzige und wahre Grund dafür , warum
mir Woche für Woche nichts gescheiteres einfällt als : Schwarzer Montag : Gates
verlor Milliarden Hart erwischte es auch den Computerproduzenten Michael Dell :
Auch der Wert der seit Monaten stark überbewerteten Aktien von
Internet-Dienstleistern sackte in den Keller . So verlor das Yahoo-Wertpapier in
zwei Tagen rund 11 Punkte , und Firmenmitbegründer Jerry Yang flog aus dem
Milliardärsclub : Jobbörse in neuem Gewand Aus der Jobbörse auf heise online
wird heise jobs . Seit heute präsentiert sich der IT-Stellenmarkt auf heise
online im neuen Gewand und bietet zahlreiche zusätzliche Funktionen . Für
Jobsuchende bleibt das Angebot weiterhin kostenfrei . Anwender haben jetzt die
Möglichkeit , Stellenangebote nach verschiedenen Kriterien zu durchsuchen . Etwa
nach Anstellungen in freier oder fester Mitarbeit . Weiterhin lässt sich die
Anzeige der Jobangebote auf bestimmte Bundesländer oder einen ein- bis
fünfstelligen Postleitzahlbereich eingrenzen . Dadurch findet man alle Stellen ,
die in einer bestimmten Region oder Stadt angeboten werden . Zudem führt ein
Formular gezielt zu Führungspositionen . Auch die gewohnte Funktionalität der
bisherigen Jobbörse steht in Form der Schnellsuche zur Verfügung . Sie
unterstützt neben der Volltext-Recherche auch die Jobsuche in einer gewünschten
Region oder einem bevorzugten Postleitzahlbereich . Übrigens , wer alle
Stellenangebote oder Gesuche im Überblick sehen möchte , muss die Schnellsuche
mit einem leeren Eingabefeld starten . Eine Anmeldung ist für Stellensuchende
nicht erforderlich , doch ratsam . Registrierte User können ihre Gesuche
nachträglich bearbeiten , verlängern oder löschen . Zudem bleiben die Inserenten
von Gesuchen so lange anonym , wie sie es wünschen . Aus diesem Grund werden
Gesuche künftig als Chiffre-Anzeigen geführt . Neue Funktionen gibt es auch für
Stellenanbieter . So lassen sich Anzeigen strukturiert eingeben oder völlig frei
gestalten . Neben der reinen Textanzeige ist nun auch die Einbindung einer
Stellenausschreibung von der Firmenhomepage möglich . Bei der Suche nach
potenziellen Kandidaten haben Inserenten die Möglichkeit nach beruflichen
Erfahrungen , Qualifikationen und Schul- sowie Universitätsabschlüssen zu
recherchieren . Außerdem können Unternehmen über den Firmen-Account mehrere
Mitarbeiter als Benutzer anlegen . Mit der Neugestaltung und
Funktionserweiterung wird unser Angebot für gewerbliche Inserenten
kostenpflichtig . Leichter Abwärtstrend bei DRAMs Zum ersten Mal nach dem
schweren Erdbeben in Taiwan fallen auf dem Spot-Markt die DRAM-Preise . Zur Zeit
notieren 64-Megabit-Chips bei 18,50 Dollar , nachdem sie zuletzt den Stand von
über 21 Dollar erreicht hatten . Analysten glauben jedoch nicht , dass der
Abwärtstrend von langer Dauer ist . Die leicht sinkenden Preise seien darauf
zurückzuführen , dass viele Anbieter am Monatsende " ihr Inventar bereinigt "
hätten . Danach gehe es um so schneller wieder bergauf . Bei einer
Kettenreaktion wurden 27 Mitarbeiter zum Teil lebensgefährlich verstrahlt . Nach
Angaben des Betreibers soll der Prozess mittlerweile wieder unter Kontrolle sein
. Aus Furcht vor einer möglichen radioaktiven Verseuchung hat der Hersteller
Hitachi , der auch DRAMs produziert , heute die Halbleiter- und
Autoteileproduktion in acht Fabriken ausgesetzt . In der 55 Kilometer entfernten
Chip-Fabrik von LSI Logic lief dagegen die Produktion wie gewohnt weiter . Auch
Micron Technology , der größte DRAM-Hersteller der USA , befürchtet keine
Auswirkungen auf die Herstellung . Die Fertigungstätte in Kobe ( Osaka ) sei vom
Unglücksort weit entfernt und demnach nicht betroffen . Den Werten von
Chip-Herstellern hat das Unglück jedenfalls einen Dämpfer versetzt . Am
schlimmsten erwischte es das Wertpapier von LSI . Es gab gleich um 5 Dollar nach
und schloss bei 51,50 Dollar . Microsoft mobilisiert seine Aktionäre Kurz vorm
Ende des Kartellprozesses sucht Softwarehersteller Microsoft Beistand von seinen
Aktionären . In einem Schreiben , das zusammen mit dem Geschäftsbericht
verschickt wurde , fordert Redmond Investoren auf , dem " Freedom to Innovate
Network " beizutreten . Mitglieder der Organisation sind aufgerufen , sich gegen
staatliche Angriffe auf die unternehmerische Autonomie zur Wehr zu setzen und
mit Protestnoten die Stimmung bei Kongressabgeordneten zu beeinflussen .
Beobachter glauben , dass Microsoft damit eine mittelfristige Strategie verfolgt
. Redmond hoffe wohl , künftige Anti-Trust-Verfahren durch einen Stimmungswandel
im Kongress beeinflussen zu können . Möglicherweise sollen mit der Aktion auch
die Karten für einen etwaigen zweiten Microsoft-Prozess neu gemischt werden .
Richard Roy , Chef von Microsoft Deutschland , hatte erst am Wochenende
angekündigt , sein Unternehmen werde bei einer Verurteilung alle Möglichkeiten
zum Widerspruch ausschöpfen . Derweil verdichten sich die Hinweise , dass eine
Verurteilung von Microsoft nur noch eine Formsache ist . Der Softwarehersteller
habe durch wettbewerbswidriges Verhalten die Produktentwicklung bei Konkurrenten
behindert . Er erwarte deshalb das Urteil von Richter Thomas Penfield Jackson
mit Spannung . Als mögliches Strafmaß drohe dem Konzern die Zerschlagung . Im
für Microsoft günstigsten Fall könnte das Gericht auch Auflagen bei der
Distribution und ein Kopplungsverbot für Software anordnen . eBay : Ärger mit
Nazi-Symbolen ( Update ) Mit der Versteigerung von Nazi-Memorabilien hat sich
der Web-Versteigerer eBay massive Kritik eingehandelt . Die Auktionen "
glorifizieren den Schrecken Nazi-Deutschlands " , erklärte Abraham Cooper ,
einer der Leiter des Simon-Wiesenthal-Zentrums mit Sitz in Los Angeles , der
Nachrichtenagentur Reuters . eBay müsse dringend seine Geschäftspolitik
überdenken und die Auktionen stoppen . Letzteres eigentlich ein Verstoß gegen
die neuen Richtlinien des Auktionshauses , das nach öffentlichen Protesten
erklärt hatte , es wolle neben Drogen , Alkohol , Tieren und Tabak auch Angebote
für Feuerwaffen von der Web-Site verbannen . In den USA stehe das Angebot im
Einklang mit den Gesetzen , verteidigte ein eBay-Sprecher die Auktion . Sein
Unternehmen beachte auch die anders geartete Rechtsprechung in Deutschland und
biete hier zu Lande keine Nazi-Memorabilien an . Für das
Simon-Wiesenthal-Zentrum geht die Beschränkung allerdings nicht weit genug . Der
Handel mit Nazi-Symbolen , der früher von kleinen Waffengeschäften abgewickelt
worden sei , stehe im Internet im Blickpunkt einer breiteren Öffentlichkeit .
Letztlich sei es auch für deutsche Interessenten kein Problem , NSDAP-Fahnen
über die US-Web-Site zu ersteigern . Heute will Cooper auch bei Justizministerin
Herta Däubler-Gmelin für sein Anliegen werden . Nach dem Treffen zeigte sich
Cooper mit dem Gespräch zufrieden . Zugleich lobte er seine Gastgeber . " Wir
haben in der Bundesregierung einen Partner in dieser Sache gefunden " , betonte
er vor Journalisten und kündigte für das kommende Jahr eine internationale
Konferenz in Berlin an . Dort soll mit Experten über wirksame Gegenmaßnahmen zum
" Internet des Hasses " beraten werden . Nach Coopers Einschätzung
transportieren derzeit weltweit 1.426 Web-Sites fremdenfeindliche und
antisemitische Inhalte ; Im Prozess gegen den Ex-Topware-Treuhänder Klaus
Steiner hat die Verteidigung den Freispruch vom Vorwurf der Untreue beantragt .
Sein Mandant habe sich lediglich seinen rechtmäßigen Anteil am Gewinn der Firma
genommen . " Da waren Abzocker am Werk und nicht ernsthafte Geschäftsleute " .
Besonders Unternehmensgründer Dirk Hassinger , gegen den wegen
Steuerhinterziehung ermittelt wird , habe sich als ein " skrupelloser und
angsteinflößender Geschäftsmann " erwiesen , der Steiner immer wieder
ausgebootet habe . Zudem hätten Steiners Verteidiger während des Prozesses
mehrfach versucht , die Verhandlungsunfähigkeit ihres Mandanten nachzuweisen .
Dies spreche gegen Steiner und " relativiert seine Aussagen " . " Ich empfinde
null Reue , weil mich diese Gangster ständig zu kriminellen Handlungen bringen
wollten " , sagte Steiner über den Topware-Vorstand . Die Staatsanwaltschaft
hatte bei ihrem Plädoyer im Dezember unter Einbeziehung weiterer Betrugsvorwürfe
eine Gesamtstrafe von fünf Jahren und einem Monat Haft gefordert .
Wissenschaftskarrieren im Web " Die Universitäten und Schulen werden sich darauf
einrichten müssen , dass die besten Wissenschaftler und Lehrer in Zukunft
außerhalb der traditionellen Bildungseinrichtungen ihre Vorlesungen und Kurse im
Internet abhalten " , sagte der Präsident und Chief Operation Officer von Sun
Microsystems heute auf einer Konferenz zum Thema Bildung und Internet in
Barcelona . Auch die Verdienst-Chancen für Wissensvermittler sind offenbar nicht
schlecht : Microsoft-Prozeß : Vorteile der Browser-Integration zweifelhaft Im
Kartellverfahren der US-Regierung gegen Microsoft hat Chef-Ankläger David Boies
gestern Nachmittag ( Ortszeit ) ein Kernargument der Verteidigung des
Softwareriesen erschüttert . Im Kreuzverhör mußte Microsoft Vice President James
Allchin einräumen , daß die Windows-Integration des Internet Explorer entgegen
früherer Aussagen keine nennenswerten Vorteile bietet . Anklagevertreter Boies
führte zu Beginn des Prozeßtages ein Microsoft-Werbevideo vor , in dem der
Hersteller die " tiefe Integration " von Browser und Windows 98 dokumentiert .
Das Video preist unter anderem den " einfachen Zugang zu Web-Sites " und die
Anzeige des verfügbaren Speicherplatzes auf der Festplatte als bedeutenden
Vorteil der Verknüpfung . Vielmehr handle es sich um typische Funktionen des
Internet Explorer . Im anschließenden Kreuzverhör konfrontierte Boies den Zeugen
Allchin mit der Behauptung , daß sich der von Microsoft versprochene
Funktionsgewinn in vollem Umfang auch durch Kombination separater Produkte wie
Windows 95 und IE 4.0 erreichen ließe . Netzspiele : Bertelsmann und Viag
kooperieren Bertelsmann und Viag Interkom arbeiten beim Online-Spieleangebot
Game Channel zusammen . Wie heute bekannt wurde , beteiligt sich Viag Interkom
mit 50 Prozent an der von den Bertelsmann Interactive Studios gestarteten
Projekt und stellt die Netzinfrastruktur zur Verfügung . Mit dem Game Channel
wollen die Partner " die Marktführerschaft im deutschen Markt übernehmen " ,
betonte Ulrich Neuert , der Geschäftsführer des Spielekanals . Für das erste
Geschäftsjahr rechnet er mit 25000 Kunden . Intel-Anti-Trust : Zeuge in der
Zange Eine Woche vor Beginn des Kartellprozesses der Federal Trade Commission (
FTC ) gegen Intel nimmt der Chipriese Schlüsselzeugen der Anklage in die Zange .
Der Angriff richtet sich gegen Harvard-Mitarbeiter Frederic Scherer . In
vorgerichtlichen Aussagen hatte der als Experte berufene Scherer unter Eid keine
konkreten Belege dafür liefern können , daß Intel , wie die Anklage vermutet ,
den Markt mit Preiskämpfen negativ beeinflußt . In einer gestern
veröffentlichten Verteidigungsschrift erklärte Intel , man wolle Scherer auch
hinsichtlich seiner Behauptung widerlegen , Intel behindere mit dem Argument des
Schutzes von geistigem Eigentum die Forschung , Entwicklung und das Wachstum der
Chip-Industrie . Möglicherweise sehen das die Ankläger jedoch anders . Zumindest
nennt die Klageschrift der FTC eine Reihe konkreter Beispiele dafür , daß Intel
seine marktbeherrschende Stellung zum Druck auf Wettbewerber mißbrauchte . So
habe der Konkurrent Intergraph mit Produktverzögerungen gekämpft , nachdem Intel
dem Unternehmen technische Informationen vorenthalten habe . Auch bei Digital
Equipment sei es nach Unstimmigkeiten mit Intel zu massiven Verspätungen bei
neuen Produkten gekommen . Hewlett-Packard organisiert sich um Der
US-Computerkonzern Hewlett-Packard plant eine umfassende Neuorganisation und
spaltet im ersten Schritt seine Test- und Meßgerätesparte vom Rest der Firma ab
. Wie das Unternehmen heute bekanntgab , werden die Sparten medizinische Geräte
, Meßgeräte und fotoelektronische Produkte unter neuem Dach und Namen
zusammengeführt . Dagegen laufe das Geschäft mit Computern , Druckern und
Informationstechnologie unter dem Namen Hewlett-Packard weiter . HP-Chef Lewis
E. Platt bleibt vorerst CEO der Computergesellschaft , soll aber im Zuge der
Reorganisation seinen Vorstandssessel räumen . Bereits zum Jahresende soll der
geplante Börsengang der neu gegründeten Meßgerätefirma abgeschlossen sein . Rund
15 Prozent der Aktien will das Unternehmen im Zuge einer Erstemission verkaufen
. Ein Firmensprecher bezeichnete dies als " größte Erstemission eines
Technologieunternehmens in der Geschichte des Silicon Valley " . Die restlichen
Wertpapiere sollen unter den Hewlett-Packard-Aktionären aufgeteilt werden .
Bundesregierung plant Internet-Schutzschild Deutschland soll nach einem
Zeitungsbericht ein nationales Frühwarnsystem gegen Angriffe aus dem Internet
bekommen . Wie das Handelsblatt in seiner heutigen Ausgabe unter Berufung auf
Regierungskreise berichtet , soll dieser Schild nicht nur Bundesbehörden ,
sondern auch wichtige Industriekonzerne , Banken und Infrastruktur-Unternehmen
schützen . Anders als in den USA sei zunächst nur ein Informationsaustausch auf
freiwilliger Basis und keine völlige Vernetzung der verschiedenen Abwehrsysteme
geplant . Die Certs sind eine Art Internet-Feuerwehr , die auf Angriffe auf
Datensysteme reagieren . Das Cert für Bundesbehörden ist beim Bundesamt für
Sicherheit in der Informationstechnik ( BSI ) angesiedelt . Große Konzerne wie
etwa die Deutsche Telekom betreiben ihre eigenen Certs . Die Amerikaner hatten
angekündigt , einen Internet-Schutzschild zu errichten , mit dem wichtige
Behörden und private Einrichtungen wie Stromversorger vor Attacken über das
Internet geschützt werden sollen . Die in Frage kommenden Rechner sollen an ein
übergreifendes Kontrollsystem , das so genannte Fidnet , angeschlossen werden .
Im Gegensatz dazu will die Bundesregierung einen Cert-Verbund schaffen , in dem
auf der obersten Ebene die Internet-Lagezentren des BSI , des deutschen
Forschungsnetzes , eines Wirtschaftsunternehmens und eines Unternehmens aus der
Kreditwirtschaft zusammengeschlossen sind . Diese vier Certs würden ihrerseits
mit weiteren Lagezentren auf einer anderen Ebene kommunizieren . Groß angelegte
Attacken würden dagegen auf oberster Ebene kommuniziert . Siehe zu diesem Thema
auch Homeland Defense , virtuelle Raketenabwehr - und das schnöde Ende einer
Medienhysterie in Telepolis . Warten auf info- und biz-Domains Nur noch bis
Freitag läuft eine siebentägige Einspruchsfrist für die Direktoren der Internet
Corporation for Assigned Names and Numbers ( ICANN ) zu den Ende vergangener
Woche geschlossenen Verträgen mit zwei der sieben neuen Registries .
Anschließend muss noch das US-Department of Commerce ( DoC ) seinen Segen dazu
geben . Das könnte einige Zeit dauern , da man sich dort zunächst einmal mit den
umstrittenen Neuverträgen zwischen ICANN und com-Registryprovider VeriSign/NSI
beschäftigen muß . Erst in der vergangenen Woche verlängerte das DoC die Frist
für seine Entscheidung bis Mitte Mai . Die Verträge mit dem Afilias-Konsortium -
das für zunächst sechs Jahre .info betreibt - und Neulevel , das mit .biz eine
Alternative zu com-Adressen bieten will , wurden ebenso wie die
VeriSign-Verträge im wesentlichen vom hauptamtlichen Büro der ICANN ausgehandelt
. Zahlreichen Beobachtern und auch einzelnen Direktoren erscheint die Frist für
eine sinnvolle Durchsicht der zahlreichen technischen und
betriebswirtschaftlichen Anhangsdokumente als zu knapp bemessen . Auf kritische
Punkte machten Anfang der Woche etwa Vertreter von Registrar-Unternehmen
aufmerksam . So halte sich Neulevel nicht an das im Antragsverfahren im
vergangenen Jahr vorgestellte Konzept , nach dem es als neutrale Registry
fungiere . Für die Eintragung von Adressansprüchen von Markenrechtsinhabern in
der sogenannten Sunrise-Phase verlangt Neulevel 90 US-Dollar , die Registrare
erhalten von dieser von der Registry festgelegten Summe aber nur 10 Dollar .
Gallegos , Präsidentin des AtlanticRoot Network , das bereits eine alternative
Rootzone für .biz betreibt , trat kürzlich vor einem Kongressausschuß auf , der
die Auswahl der neuen TLDs kritisch unter die Lupe nahm . ICANN-Direktor Karl
Auerbach bezeichnete es inzwischen als Fehler , dass er mit der Mehrheit der
Direktoren dafür gestimmt habe , die Vertragsverhandlungen komplett in die Hände
des Büros zu geben . Bei dieser Abstimmung stand nur der kleinste Teil der
Verträge fest . Müller-Maguhn will auf jeden Fall bis Ende der Woche dem
ICANN-Büro seine Einwände übermitteln . Die Idee , anhand der Startphase der
neuen Registries Anforderungen für weitere Auswahlverfahren zu gewinnen , werde
dadurch konterkariert . Eine böse Satire zu den Entscheidungsprozessen im
ICANN-Vorstand macht derweil die Runde im Netz . In einem nächsten Schritt
werden wohl die Verträge für name und pro unter Dach und Fach gebracht , noch
etwas länger könnte es mit museum , coop , und aero dauern . Für einen
Registry-Eintrag berechnet Afilias den Registraren maximal 5,75 US-Dollar ,
Neulevel 5,30 US-Dollar . Damit liegen sie leicht unter dem bisherigen
Einkaufspreis für com , net und org . Intershop mit Verlust und neuem Optimismus
Die Quartalszahlen entsprächen aufgrund des anhaltenden Investitionsrückgangs im
IT-Bereich den Erwartungen , sagte Vorstandsvorsitzender Stephan Schambach heute
bei Vorlage der Bilanz . Nach dem dramatischen Einbruch des einstigen Stars der
deutschen Internetbranche waren straffe Neustrukturierungen und die
Konzentration wieder auf das Kerngeschäft angekündigt worden . Die Zahl der
Mitarbeiter betrug Ende April 1168 , 7 Prozent weniger als zu Jahresanfang .
Mitte April hatte die Firma ihren Hauptsitz von den USA wieder nach Jena verlegt
. Außerdem will sich das Unternehmen stärker auf die Kernkompetenz , die
Entwicklung von Programmen für den elektronischen Handel , konzentrieren .
Finanzvorstand Wilfried Beeck wies darauf hin , dass die bereits erreichte
Kostensenkung und Effizienzsteigerung sehr ermutigend sei . " Die langfristigen
Perspektiven für Intershop sind nach wie vor günstig " , sagte der
Intershop-Mitbegründer . Man bleibe bei dem Ziel , zum Jahresende auf
Quartalsbasis profitabel zu sein . Frühestens im vierten Quartal sollen schwarze
Zahlen geschrieben werden . Sommer weiter im Visier der Staatsanwaltschaft Ein
Ende der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen Telekom-Chef Ron Sommer wegen
einer angeblichen Fehlbewertung des Immobilienvermögens ist derzeit nicht in
Sicht . Das Verfahren werde in diesem Monat nicht mehr abgeschlossen , sagte ein
Sprecher der Anklagebehörde am Mittwoch in Bonn auf Anfrage . Zu Details der
Untersuchungen wollte er sich nicht äußern . Auch zu einem Bericht der Financial
Times Deutschland , dass Sommer durch die Verlagerung der Untersuchungen auf die
Bilanzen der Jahre 1996 bis 1999 noch stärker ins Visier der Staatsanwälte
geraten sei , wollte der Sprecher keine Stellung nehmen . Bislang hätten sich
die Ermittlungen auf die Eröffnungsbilanz 1995 erstreckt , schreibt die
Hamburger Wirtschaftszeitung in ihrer heutigen Ausgabe . Durch den Kurswechsel
sei jetzt sogar eine Anklageerhebung in den Bereich des Möglichen gerückt .
Microsoft kommt mit AOL nicht ins Geschäft Die Gespräche zwischen America Online
( AOL ) und Microsoft über die Integration des AOL-Client in Windows XP sind
gescheitert . Die Verhandlungen seien ergebnislos abgebrochen worden , sagte
Microsoft-Sprecher Jim Cullinan an diesem Wochenende . " Wir sind darüber sehr
enttäuscht " . Aber beide Parteien hätten sich nicht über die neuen Bedingungen
einigen können . Darin hatte Microsoft dem Online-Dienst einen bevorzugten Platz
auf dem Windows-Desktop eingeräumt . Im Gegenzug war AOL vollständig auf
Microsofts Internet-Explorer eingeschwenkt . Bei der Neufassung der
Vertragsbedingungen scheint es nun zu einem Konflikt gekommen zu sein . Über die
genauen Gründe , die zum Ende der Gespräche führten , hielten sich AOL und
Microsoft bedeckt . Nach Informationen von SiliconValley.com. ist es jedoch zu
einem ernsthaften Dissens gekommen . Demnach soll Microsoft versucht haben , AOL
zur Abkehr vom RealNetworks-Player und zur exklusiven Unterstützung des
Windows-Media-Player-Formats zu bewegen . Dies sei jedoch von AOL abgelehnt
worden . Was war . Was wird . Wie immer möchte die Wochenschau von Hal Faber den
Blick für die Details schärfen : Die sonntägliche Wochenschau ist Kommentar ,
Ausblick und Analyse . Sie ist Rück- wie Vorschau zugleich . Was war In der
vergangenen Woche war in diesem beschaulichen Wochenrückblick die Rede von Gott
. Das sorgte prompt für Ärger bei denjenigen , denen Allah näher steht . Seitdem
beteuert der oberste Maintainer von Linux , es ironisch gemeint zu haben .
Während seine Schwester sich zum Katholizismus bekennt , macht sich Linus daran
, den Protestantismus umzuschreiben . Was Linus' Gesetz dem Moore'schen Gesetz
voraus hat , ist das Versprechen auf Fun ohne Ende für Programmierer . Dabei
gibt es drei Zivilisationsstufen : Erst geht es ums nackte Überleben , dann wird
das Sozialverhalten in großen Banden und Nationen geübt , und schließlich siegt
die Unterhaltung . Auf der höchstentwickelten Stufe wandelt sich unsere
Informationsgesellschaft vollends zum Feten-Tollhaus . Linux-Mönche , die Runix
für die Playstation zimmern , sind nach Torvalds die treibenden Kräfte und
verantwortlich dafür , dass Cisco zur Old Economy gehört und die Disney
Corporation die Welt beherrschen wird - was der Finne für eine ganz funtastische
Aussicht hält . Schließlich erzählt Torvalds nur , was jeder Bobo tagein ,
tagaus predigt : Seltsam ist nur , dass Linus das Vorwort zu einem Buch des
Finnen Pekka Himanen geschrieben hat , das Hacker Ethic heißt . Bei solch einem
Begriff denkt man automatisch an die Ehre echter Hacker , die sich von den
Skript-Kiddies absetzen wollen und auf ihre Ethik vertrauen : Solange nichts
geklaut wird und man nicht als Vandale durch ein System zieht , ist alles ok .
Aber Himanen sieht es ganz anders : für ihn ist die Hacker-Ethik die neue
Fassung der protestantischen Ethik , die einst gemäß Max Weber der
Industrialisierung Vorschub leistete : Arbeite im Schweiße deines Angesichts und
gib dich ganz deiner Berufung hin . Der richtige Hacker verzichtet auf allen
Prunk und findet schon Linux zu überladen . Was würde wohl passieren , wenn
Office um fünfzig oder hundert Prozent verbessert würde ? Dahinter verbirgt sich
die erste deutsche Internet-Wurst , mit der die Fleischerei Freese den begehrten
WebHammer für Handwerks-Sites ergattert hat . Der Sieg kam durch Traumwerte in
den Sparten Kundenbindung und Erstbewegervorteil zustande , was in der Sprache
der Werbe-Verwurster natürlich First Mover Advantage heißt . Das entspricht der
Meldung folgend dem Download von 200 CDs pro Sekunde und sei somit Grund genug ,
die Diskussion um die Lieferung von Online-Musik zu beenden . Beenden ? Damit
beginnt die Debatte erst ! Das sind Verbindungen , auf die sich Swarmcast freuen
kann . Wenn das weltweite Verteilen von Datenklumpen in wenigen Tagen schon 130
GB über das alte Netz bewegen konnte , werden richtige Würste und Klopse nur so
durchs polarisierte Netz krachen . Es sei weltweit das erste Online-Angebot ,
das laut Chefredakteur Martin Lohmann der gedruckten Ausgabe in allen Bereichen
voll und ganz entspricht . Etwa beim Suchen und Finden von Kleinanzeigen . Auch
ansonsten dürfen sich die Abonnenten künftig gewaltig freuen , wenn der
halbformatige Roman und die vollformatige Media-Markt-Anzeige blitzschnell auf
den Bildschirm flutschen . Auch hier sollte in jedem Fall das polarisierte
Multiplex-Verfahren zum Einsatz kommen . Was wird Vorerst mit einer Fusion des
Genfer DataGrid , des DAMIEN-Projekts und des Géant-Netzes in einer
kontinentalen Variante als EuroGrid . Stellt man die Debatten der Netzbürger in
ein Verhältnis zu den Geschwindigkeiten , die bei der ISOC diskutiert werden ,
dann wird der Satz von Stephen Bertman aus seiner Hyperculture verständlich . Er
schrieb : " Was wir bekommen , ist keine Konvergenz , sondern eine Divergenz
zwischen der Geschwindigkeit der Technologie und der Geschwindigkeit der
Humanität . " Sicherlich wird dies kein Thema sein , wenn in Berlin mit großem
Tamtam Hersteller und TK-Provider ihr Informationszentrum Mobilfunk ( IZM )
eröffnen , das fürderhin gegen alle Schauermärchen von weichgefunkten Hirnen und
verzögerten UMTS-Netzen kämpfen wird . Das IZM möchte eigene Antworten geben und
nicht immer nur nach Finnland zeigen , heißt es in einer Einladung . Gemeint ist
sicher nicht Linus , sondern eher Nokia , eine Firma , die bekanntermaßen um den
mobilen Fun besorgt ist . Das berichtete der spanische Botschafter Angel Ganivet
seinen Landsleuten aus Finnland , im Jahre 1896 . Am 7. Juni vor 175 Jahren
starb Joseph von Fraunhofer , was in der nächsten Woche Anlass genug ist , sich
am Forschungsstandort Deutschland voll in Schale zu werfen . Deutschlands erster
Hacker bekam ohne Studium eine Professur . Fachkräftemangel : Deutsche Manager
planen falsch Der Mangel an IT-Fachkräften wird nach einer IDC-Studie in
Deutschland dramatischer ausfallen als in anderen europäischen Ländern . Nach
Meinung des IDC-Analysten Roger Kay sind deutsche Manager an der Misere nicht
schuldlos . In den Chefetagen mangle es vor allem an langfristiger Planung ,
sagte Kay heute in einem Gespräch mit dpa . Viele Manager hätten noch nicht
erkannt , daß sie qualifizierte Mitarbeiter langfristig binden müssen . " Manche
Unternehmen bilden ihre Leute drei Jahre lang aus , und dann kommt die
Konkurrenz und bietet ihnen 50000 Dollar mehr Jahresgehalt " . Besser seien
Verträge , die die Mitarbeiter nach der Ausbildungszeit verpflichteten ,
mindestens zwei weitere Jahre im Betrieb zu bleiben . Langfristig mangle es vor
allem an Spezialisten für komplexe Computernetzwerke . " Der Personalengpaß
könnte den Aufbau von Netzwerken in Unternehmen stark verlangsamen " , sagte Kay
. Da viele Unternehmen hierzulande erst jetzt mit dem Aufbau von Netzwerken
beginnen , sei der Notstand besonders groß . Andere Länder wie etwa
Großbritannien hätten diesen Schritt bereits früher vollzogen . USA wollen
Computer-Exportkontrolle lockern US-Präsident Bill Clinton will den Export von
Computern nach China und in elf andere " politisch sensible " Ländern
erleichtern . Anhaltende Kontrollen würden amerikanischen Exporten schaden ,
ohne der nationalen Sicherheit zu nutzen , erklärte Clinton gestern in
Washington . Betroffen sind neben China auch Rußland , Indien und Pakistan .
Nach geltenden Vorschriften müssen US-Firmen eine Genehmigung beantragen , wenn
sie in diese Staaten schnelle Computer ausführen wollen . Wenn der Kongreß
zustimmt , sollen vom Herbst an Computer mit Geschwindigkeiten von 6500 MTOPS (
Millionen theoretischer Operationen pro Sekunde ) für den Export zugelassen
werden . Bei kommerziell genutzten Geräten soll das Limit von 7000 auf 12300
MTOPS steigen . Außerdem möchte das Weiße Haus die geltenden Exportbestimmungen
alle sechs Monate überprüfen . Vor allem die Ausfuhr von Technologie nach China
gilt als kritisch . Die USA werfen Peking vor , durch massive Spionage in
amerikanischen Atomfabriken das chinesische Nuklearwaffenarsenal beträchtlich
modernisiert zu haben . Multimedia-Gehaltsspiegel : Schulabgänger haben zur Zeit
in Multimedia-Betrieben gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz . Dies geht aus
dem heute veröffentlichten Gehaltsspiegel der deutschen Multimedia-Branche
hervor . Vor der Veröffentlichung hatte der Deutsche Multimedia Verband ( dmmv )
100 Unternehmen zu Beschäftigtenzahlen , Gehältern und Provisionen befragt .
Demnach beschäftigt jedes dritte Unternehmen zur Zeit einen oder mehrere
Auszubildende . Jeder vierte Unternehmer möchte noch in diesem Jahr
Schulabgänger einstellen und ausbilden . Zudem suchen über 80 Prozent der Firmen
ausgebildete Mitarbeiter . Allerdings sind die durchschnittlichen Jahresgehälter
im vergangenen Jahr um drei Prozent gesunken , aber jedes zweite Unternehmen
bietet seinen Mitarbeitern Kompensation ; zumeist handelt es sich dabei um
Projektabschluß-Provisionen . Haftbefehl gegen Topware-Chef erweitert Der
Haftbefehl gegen Topware-Vorstandsvorsitzenden Dirk Paul Hassinger wegen
Steuerhinterziehung ist erweitert worden . Heute bestätigte Hubert Jobski ,
Leiter der Mannheimer Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Wirtschaftsstrafsachen ,
einen entsprechenden Bericht des Mannheimer Senders " Radio Regenbogen " . Vobis
will an die Börse Damit sei ein Börsengang innerhalb der nächsten drei Jahre
möglich . Tochtergesellschaften im Bereich des elektronischen Handels könnten
aber auch schon früher an den Start gehen . Derzeit arbeite Vobis an
Veränderungen im Franchise-System , sagte Rakow gestern Abend in Berlin .
Gleichzeitig will das Management die Zahl der Vobis-Standorte von derzeit 237
auf 231 reduzieren . Dagegen soll der Marktanteil von derzeit knapp acht Prozent
durch neue Service- und Internet-Leistungen ausgebaut werden . Nach Angaben von
Marketingchefin Nane Loeschmann ist auch der Verkauf von Stromverträgen über
Vobis-Filialen nicht ausgeschlossen . WorldCom plant 30-Milliarden-$-Übernahme
WorldCom segelt weiterhin auf Expansionskurs . Der viertgrößte
Telekommunikationskonzern der USA , der zuletzt durch den Kauf von CompuServe
Schlagzeilen machte , will mit einem spektakulären Aktientausch die zweitgrößte
US-Telefongesellschaft MCI schlucken . Den MCI-Aktionären soll zum Kurs von
41,50 US-Dollar pro MCI-Aktie der Umstieg auf WorldCom-Stammaktien schmackhaft
gemacht werden . Das Angebot liegt 41 Prozent über dem September-Schlußkurs des
MCI-Wertpapiers . MCI steht auch auf der aktuellen Aquisitionsliste der British
Telekom . WorldCom-Chef Bernard Ebbers zumindest läßt keinen Zweifel daran , daß
die angestrebte Ehe zwischen BT und MCI scheitern werde . Dem Zusammenschluß
fehle es einfach an notwendigen lokalen Netzinfrastruckturen , die WorldCom
biete , ließ Ebbers per Presseerklärung streuen : Die Akquisition sichere die
Zukunft von MCI . Scanner von der Tankstelle Seit heute bietet Aral bundesweit
Hardware an . In rund 1000 Tankstellen-Shops ergänzen Flachbettscanner (
Parallel-Port , 600x1200 dpi , 129.95 Mark ) , transparente Joysticks ( 29,95
Mark ) und CD-Rohlinge ( 10er Pack , 80 min. 24,95 Mark ) das Sortiment . Die
Artikel stammen vom Essener Hersteller Medion , der unter anderem auch die
Aldi-Lebensmittelkette beliefert . Im Dezember will Aral die nächste Runde mit
einem Medion-Produkt starten . Dem Vernehmen nach soll es sich um einen
CD-Brenner handeln . Nach Auskunft einer Firmensprecherin denkt der
Tankstellenbetreiber auch über den Verkauf eines Computers nach . Der erste
Aral-PC soll Gerüchten zufolge allerdings erst im nächsten Jahr an die
Zapfsäulen kommen . Gateway 2000 : Keine Schließung Die deutsche Niederlassung
von Gateway 2000 in Frankfurt/Main bleibt bestehen . Europa-Marketingleiter Mike
Maloney dementierte gegenüber c't anderslautende Meldungen , in denen von der
bevorstehenden Schließung der deutschen Zentrale die Rede war . Gateway gibt
allerdings den Frankfurter Show-Room auf . Zum Jahresende läuft der Mietvertrag
für das Geschäftslokal vertragsgemäß aus . Adäquater Ersatz ist derzeit nicht in
Sicht . Vorsorglich wurde deshalb vier Mitarbeitern gekündigt oder der Wechsel
in die europäische Zentrale nach Dublin angeboten . Fettes Jahr für Gates & Co.
Das Jahr 1999 hat die Kurse an der Wachstumsbörse Nasdaq auf Höchstmarken
getrieben . Davon profitieren auch die Chefs vieler Computer-Konzerne . Mit
großem Abstand folgt Larry Ellison auf Platz zwei . Auch für den Chef von Dell
Computer , Michael Dell , auf Platz drei war 1999 ein gewinnbringendes Jahr .
Weiterhin in der Top Ten rangiert Jeffrey Bezos . Auch Robert Glaser , Boss des
Streaming-Spezialisten RealNetworks , darf sich über ein dickes Plus im
Portemonnaie freuen . Der Wert seiner Aktien hat sich im vergangenen Jahr
verfünffacht und ihm einen festen Platz im Club der Milliardäre beschert . Y2K :
" Pannen werden unterm Deckel gehalten " Eine Reihe Jahr-2000-Probleme sind nach
Ansicht des Hamburger Informatik-Professors Klaus Brunnstein der Öffentlichkeit
verschwiegen worden . " Vieles wird einfach unterm Deckel gehalten , um sich
nicht zu blamieren " , sagte Brunnstein heute der Deutschen Presse-Agentur . Das
Schwierigste stehe der deutschen Wirtschaft in den nächsten Tagen noch bevor .
Von den mittelständischen Unternehmen hätten 20 Prozent gar nichts und weitere
20 Prozent nur wenig zur Vorbereitung auf das Jahr-2000-Problem getan . Hier
könne es Probleme geben , wenn beispielsweise Zulieferer oder andere Teile einer
Produktionskette ausfielen . Brunnstein wies Vorwürfe zurück , er habe als "
Schwarzseher " das Jahr-2000-Problem hochgeredet ( siehe auch eine frühere
Meldung ) . Es habe sehr wohl Pannen gegeben , sagte Brunnstein . Als Beispiele
nannte er Probleme bei Geld- und Verkaufsautomaten in Asien und einen
Stromausfall in Los Angeles . " Kein Mensch kann mir erzählen , dass
abgeschaltete Atomkraftwerke nicht auf mögliche Probleme hindeuten " .
IT-Branche im Fusionsfieber ( Update ) Der Wert der im Jahr 1999 geplanten
Übernahmen und Fusionen im IT-Bereich hat sich gegenüber dem Vorjahr auf über
eine Billion US-Dollar verdoppelt . Nach Informationen des Nachrichtendienstes
Bloomberg wurden in allen Wirtschaftsbereichen weltweit Übernahmen und
Firmenzusammenschlüsse im Wert von 3,4 Billionen US-Dollar angekündigt .
Angetrieben werde die Übernahme- und Fusionswelle von der weltweit wachsenden
Kommunikationsbranche . Um sich ein möglichst großes Stück von diesem Kuchen
abzuschneiden , versuchten Konzerne wie Bell South oder Vodafone AirTouch durch
Übernahmen und Fusionen ihren Kundenstamm zu erweitern , ihr Wachstum zu
beschleunigen und sich rar gewordene Fachkräfte und innovative Ideen
einzuverleiben . Besonders wichtige Wachstumsbereiche seien mobile Telefonie und
E-Commerce . Christian Rabanus NS-Memorabilien aus Yahoo-Auktionen verbannt
Yahoo lenkt im Streit um die Versteigerung von Nazi-Hinterlassenschaften ein .
Vom Bann betroffen sind nach Angaben des Auktionators auch Symbole der
Rassistengruppe Ku-Klux-Klan . Im ersten Schritt will Yahoo die
Auktions-Plattform durch eine neu installierte Filter-Software schützen .
Trotzdem " bleibt eine Grauzone " , räumte ein Yahoo-Sprecher ein . Mehr
Vertrauen setzt das Unternehmen auf eigens ausgebildete Auktionswächter . Die
Auguren sollen auf regelmäßigen Streifzügen durch die Website missliebige
Angebote aufstöbern . Yahoo musste sich zuletzt wachsenden internationalen
Drucks erwehren . Im November hatte ein französisches Gericht den
Internet-Unternehmer verpflichtet , die Auktionsseiten mit
Nazi-Hinterlassenschaften zu schließen . Auch in München ermittelte bereits der
Staatsanwalt . Selbst US-Bürgern waren die Versteigerungen nicht geheuer .
Genervt von hunderten Postings von NS- und Ku-Klux-Klan-Sympatisanten empfahl
die Verbraucherschutzgruppe BiasHelp dem Yahoo-Manegement , Gewalt
verherrlichende Symbole aus dem Auktionsangebot zu kippen . Microsoft-Managerin
schredderte Beweismittel Um Ermittlungen von Justizbehörden zu behindern , hat
eine Microsoft-Mitarbeiterin verfängliche Korrespondenz beseitigt . Die
Unterlagen des privaten Anti-Trust-Prozesses des DR-DOS-Lizenzinhabers Caldera
gegen Microsoft , der mit einer außergerichtlichen Einigung der Parteien endete
, sind nun vom Gericht der Salt Lake Tribune , den San Jose Mercury News und dem
Wirtschaftsdienstes Bloomberg zugänglich gemacht worden - gegen den erbitterten
Widerstand von Microsoft . Darunter befindet sich angeblich auch Material von
erheblichem Sprengstoff ; die Spuren führen nach Deutschland . Die Hauptrolle
spielt die frühre Microsoft-Managerin Stefanie Reichel , in der Münchener
Dependance für OEM-Lizenzen zuständig . Zu ihren Aufgaben gehörte unter anderem
die Betreuung der Korrespondenz . Hunderte von EMails pro Monat seien dabei an
Mitarbeiter und Kunden verschickt worden . Einige offensichtlich mit
kompromittierenden Inhalten . Auch Papierdokumente seien im Reißwolf gelandet .
Dies wäre zu einem späteren Zeitpunkt ein gravierender Verstoß gegen eine
Auflage aus einem früheren Kartellverfahren gegen Microsoft gewesen . Der so
genannte Consent Decree verpflichtete Microsoft ab 1995 zur Kooperation mit den
US-Justizbehörden . Seither stapelten sich in einem Trakt des Microsoft-Campus
die Unterlagen . Allerdings erfolgte die Beseitigung der Dokumente vor
Inkraftreten des Consent Decree - zu einer Zeit , in der Microsoft aber bereits
Ziel kartellrechtlicher Ermittlungen war . Seit 1990 versuchte die Federal Trade
Commission ( FTC ) Redmond dem Mißbrauch einer marktbeherrschenden Stellung bei
Betriebssystemen nachzuweisen . PC-Hersteller , die sich um eine
Betriebssystemlizenz bewerben , so argwöhnte die Behörde , würden zur Abnahme
zusätzlicher Microsoft-Software gezwungen . Um den Ermittlern der FTC keine
zusätzlichen Angriffspunkte zu bieten , habe Hüls , so Reichel in ihren Aussagen
, bei einer anstehenden Renovierung der Computer die Festplatten entsorgen
lassen . Sie erinnere sich in diesem Zusammenhang an eine Aussage ihres Chefs ,
der von " Friedhöfen in Ostdeutschland , die niemand kenne " ( " graveyards in
East Germany that no one knows about " ) , gesprochen haben soll . Stefanie
Reichel hat ihre Angaben 1998 unter Eid vor Gericht bestätigt . Den Medien
zugänglich wurden ihre Aussagen aber erst jetzt . Nach Darstellung der Salt Lake
Tribune befinden sie sich unter den Dokumenten , die den Medien vom Gericht
übergeben wurden . Den verfänglichen Unterlagen hatte Caldera im Prozess gegen
Microsoft ein gewichtige Rolle zugedacht . Denn Stefanie Reichel soll auch eine
Schlüsselrolle in einer Auseinandersetzung mit dem deutschen Discounter Vobis
gespielt haben . Der hatte vor rund zehn Jahren Komplettsysteme mit
vorinstalliertem DR-DOS angeboten , soll aber auf Intervention von Microsoft
wieder auf MS-DOS eingeschwenkt sein . Der Software-Riese , so die Darstellung
der Salt Lake Tribune , hatte Vobis " erfolgreich überredet " , bereits
eingekaufte DR-DOS-Lizenzen nicht mehr zu vertreiben . Der gesamte Restbestand
an Echtheits-Siegeln soll schließlich in Redmond gelandet sein und
Microsoft-Manager Joachim Kempin , so die Erinnerung der Ex-Managerin , habe mit
dem früheren Vobis-Chef Theo Lieven gewitzelt : Er , Kempin , könne sein Büro
demnächst mit DR-DOS-Hologrammen tapezieren . Reichels Aussagen zum damaligen
Deal zwischen Vobis und Microsoft werden auch von der US-Autorin Wendy Goldman
Rohm gestützt . In einem Artikel , der kurz nach Reichels Zeugenaussage von 1998
im Red Herring erschienen war , hatte Wendy Goldman Rohm noch auf eine
Namensnennung verzichtet . Sony : 128-Bit-Konsole ab Herbst 2000 Nach Sega will
nun auch Sony eine 128-Bit-Konsole bauen . Wie Ken Kutaragi , Vizepräsident von
Sony Computer Entertainment im Kongreßzentrum Tokio mitteilte , bilde der
gemeinsam mit Toshiba entwickelte " Mediaprocessor " das Herztück der
Playstation II . Den mit 300 MHz getakteten 128-Bit-Prozessor bezeichnet Sony
als " emotion engine " ( Gefühlsmaschine ) . Sony will mit der neuen
Playstation-Generation , die ab Herbst 2000 in den Regalen stehen soll , auch
Anwender ansprechen , die von Konsolen zusätzliche Funktionen erwarten . "
Unsere Vision ist es , eine völlig neue Art der Unterhaltung jenseits der Spiele
zu schaffen " , sagte Kutaragi . Die Playstation II soll als zentrales
Steuergerät im Wohnzimmer arbeiten , Audio CDs und DVDs abspielen und per USB
den Anschluß zu Peripheriegeräten wie etwa Druckern herstellen . HP :
Arbeitsplätze in Deutschland sind sicher Die angekündigte Aufspaltung des
Computerkonzerns Hewlett-Packard in eine Meßgeräte- und eine Computerfirma läßt
auch in Deutschland zwei getrennte Unternehmen entstehen . " Die neuen
Strukturen werden beiden Unternehmen Wettberwerbsvorteile bringen " , sagte
heute der Vorsitzende der Geschäftsführung , Jörg Menno Harms am Fimensitz in
Böblingen . Mittlerweile erklärte eine Firmensprecherin , für die Arbeitsplätze
der rund 7000 HP-Beschäftigten bestehe keine Gefahr . Rund 60 Prozent entfielen
auf die Computersparte , lediglich 24 Prozent des Umsatzes wurden mit Test- und
Meßtechnik erwirtschaftet . Bonn startet Pilotprojekt " Wahlen per Internet " An
dem Versuch sind auch die Universität Osnabrück und die Techniker Krankenkasse (
TK ) beteiligt . Der Parlamentarische Staatssekretär im Wirtschaftministerium ,
Siegmar Mosdorf , rechnet damit , daß politische Wahlen bereits in einigen
Jahren im Internet stattfinden können . Dafür müßte neben den technischen
Grundlagen vor allem der rechtliche Rahmen für den Datenschutz geschaffen werden
. Bisher sei beispielsweise das Problem der Anonymisierung von Wählerdaten
ungelöst . Bereits im Mai diesen Jahres startet die Techniker Krankenkasse einen
ersten Modellversuch und simuliert die " Sozialwahl '99 " im Internet .
Versicherte der TK können neben der Briefwahl ihre Stimme zusätzlich über das
Web abgeben . Die Universität Osnabrück will im Jahr 2000 nachziehen und die
Wahl des Studentenparlaments per Internet anbieten . Epcos leidet unter der
Handy-Flaute Erwartet werde im Geschäftsjahr 2000/01 nur noch ein Umsatzplus von
10 bis 15 Prozent , berichtete Vorstandschef Gerhard Pegam am Donnerstag in
München . Noch im März hatte der Siemens-Ableger ein Wachstum von 20 Prozent
angekündigt , zuvor war sogar von bis zu 30 Prozent die Rede . Auch für das
Ergebnis schraubte Epcos die Erwartungen erneut zurück . Statt zuletzt 17
Prozent Gewinnmarge rechnet das Unternehmen nun nur noch mit 16 Prozent .
Angesichts der schwierigen Marktlage kündigte Pegam eine Verringerung der
Investitionen und ein striktes Kostenmanagement an . Dazu gehöre auch die
Verlagerung einzelner Produktionsprozesse in Niedriglohnländer . Die Bereinigung
der Lagerbestände bei Handys dauere länger als erwartet . Besserung erwartet
Pegam erst zum Ende des Geschäftsjahres . " Wir gehen davon aus , dass wir im
dritten Quartal die Talsohle erreichen und im vierten Quartal die Nachfrage
wieder an Dynamik gewinnt . " Software durchforscht Radio- und TV-Archive Am
Fachgebiet Technische Informatik an der Hochschule Duisburg haben
Wissenschaftler um Prof. Gerhard eine neue Software zur automatischen
Themenerkennung in Multimedia-Daten entwickelt . Sie soll helfen , aus dem
übergroßen und unüberschaubaren Informationsangebot von Internet , Radio und
Fernsehen spezielle Themen herauszufiltern . Darin erkennt Alert zuvor
einprogrammierte Themen und Schlüsselwörter und speichert diese in einer Liste ,
die anschließend mit den Themen und Schlüsselwörtern verglichen wird , die der
Nutzer zuvor definiert hat . Entsprechende Informationen werden dann
bereitgestellt . Um das Ergebnis möglichst frei von unnötigen oder unerwünschten
Informationen zu halten , erkennt die Software auch Themengrenzen und kann
unterscheiden zwischen den verschiedenen Teilen einer Sendung wie Interview ,
Moderation oder Reportage . Gleichzeitig ist sie in der Lage , mehrere Medien
zur selben Zeit und rund um die Uhr auszuwerten . Probleme bereitet dem Programm
allerdings die in vielen Sendungen und auch Reportagen beliebte Musikuntermalung
, aber auch starke Hintergrundgeräusche beispielsweise bei Außenreportagen
führen zu Ungenauigkeiten bei der Textumwandlung und der Erkennung . Aus diesem
Grund haben sich die Forscher nicht auf die rein textliche , sondern inhaltliche
Erkennung konzentriert . Würde man beispielsweise Radio- und Fernsehbeiträge
nach dem Schlüsselbegriff ölpreis durchsuchen , so würde Alert nicht nur solche
Beiträge herausfinden , die das Schlüsselwort enthalten , sondern auch jene ,
die sich mit dem Thema beschäftigen , auch wenn das Wort ölpreis selbst nicht
erwähnt wird . Alert liest hierzu quasi zwischen den Zeilen und analysiert alle
Wörter im gesamten Beitrag , bevor dieser einem Thema zugeordnet wird . Da die
Informatiker zudem mit Partnern aus Frankreich und Portugal zusammen arbeiten ,
sind beim derzeitigen Entwicklungsstand Suchanfragen in drei Sprachen möglich .
So wollen sie sich künftig nicht nur auf die inhaltliche , sondern auch auf die
optische Suche konzentrieren . So könnte Alert dann beispielsweise bei einer
Suchanfrage auch bestimmte Personen in Filmen oder Bildmaterial erkennen .
Bitkom : Internet-Frühwarnsystem ist überfällig Der Branchenverband Bitkom hat
die Pläne der Bundesregierung für ein Frühwarnsystem gegen Angriffe aus dem
Internet begrüßt . Die Initiative sei sinnvoll und längst überfällig , sagte der
Geschäftsführer des Verbandes , Bernhard Rohleder , heute im InfoRadio
Berlin-Brandenburg . Die Informations- und Kommunikationssicherheit müsse als
integraler Bestandteil der inneren und äußeren Sicherheit des Staates und der
Gesellschaft begriffen werden . Dass derzeit in Deutschland nur rund ein Prozent
der öffentlichen Aufwendungen für die Verbesserung Sicherheit im Internet
ausgegeben werde , sei daher zu wenig . Infomatec-Chefs wieder auf freiem Fuß
Die Haftbefehle gegen die beiden ehemaligen Vorstände des krisengeschüttelten
Softwareunternehmens Infomatec , Gerhard Harlos und Alexander Häfele , sind
außer Vollzug gesetzt worden . Der Verdacht auf Fluchtgefahr sei ausgeräumt
worden , sagte heute ein Sprecher des Oberlandesgerichts München . Beide müssen
aber je 750.000 Mark Kaution zahlen und bestimmte Auflagen einhalten , da sonst
die Haftbefehle wieder in Kraft treten . Harlos und Häfele saßen seit November
2000 in Untersuchungshaft . Die Staatsanwaltschaft Augsburg wirft ihnen vor ,
mit falschen Ad-hoc-Mitteilungen die Kurse in die Höhe getrieben und davon mit
dem Verkauf eigener Aktien profitiert zu haben . Kurz nach der Festnahme wurde
die Infomatec-Zentrale durchsucht . Nach einer Zeuenaussage war der Verdacht
entstanden , dass das Software-Unternehmen der Staatsanwaltschaft wichtige
Dokumente vorenthalten hat . dmmk : Multimedia-Ideen müssen sich bewähren Die
deutsche Internet- und Multimediabranche wird nach Angaben ihres Dachverbands
auch in diesem Jahr um 50 Prozent wachsen . Unkenrufe über ein angeblich
stockendes Wachstum der Branche konterte Wiedmann mit den Worten : " Das sind
Krisen , die die so genannte Old Economy auch gerne hätte . " Die Zahl der
Internet-Nutzer habe sich im vergangenen Jahr verdoppelt , der Umsatz im
elektronischen Handel mehr als verdreifacht . " Die Branche durchläuft eine
Konsolidierung " , gestand Wiedmann allerdings im Laufe seines Vortrags ein . "
Jetzt müssen sich Ideen , Dienstleistungen und Produkte im Wettbewerb bewähren .
" Der dmmv hat rund 1300 Mitgliedsunternehmen . Eines der Ziele seiner Arbeit
sei es , eine mögliche Besteuerung von elektronischem Handel ( E-Commerce )
sowie Rundfunkgebühren für die Internet-Nutzung zu verhindern , sagte Wiedmann .
Mit dem Verband der Softwareindustrie Deutschlands ( VSI ) wurde auf dem
Kongress eine Partnerschaft beschlossen . Unter anderem sollen die
Geschäftsstellen zusammengelegt werden . dmmk : Jack Nicholson for you Die
pfiffige Idee kommt von Voice4u , einem Dienstleister , der sich aufs Vertonen
von Webangeboten spezialisiert hat . Im der Business-to-Consumer-Kategorie
machten die ans junge Kaufpublikum gerichteten Webseiten das Rennen . Bei
Cyberpirates von der Wiesbadener Agentur Scholz und Volkmer Intermediales
assistiert mit viel Flash die Crew des Raumschiffs Molotov beim trendigen
Klamottenkauf . Ein Portal des Frankfurter Webdienstleisters Neue Digitale , das
jugendliche Boarder einkleidet , hielten die Juroren ebenfalls für preiswürdig .
In der Kategorie Online-Kommunikation schafft die Berliner Webagentur Magenta
den Sprung aufs Treppchen , ganz einfach mit der Selbstdarstellung des
Unternehmens . CD-ROMs spielen immer weniger eine Rolle , sagte
dmmk-Pressesprecher und Jurybeobachter Peter Dehn im Gespräch mit heise online .
Nur zwei Scheiben konnte sich in den insgesamt acht Kategorien durchsetzen : auf
einer CD-ROM erklärt die Werbeagentur godz das Modell der " Reverse Auction " .
Beim heiß umkämpften Flash-Preis setzte sich Fork unstable Media mit einem
interaktiven flashanimierten Banner für Musikangebote durch . Ums Fernsehen in
der Zukunft kümmert sich das Portal www.freshmilk.tv . Eine Arbeitsgruppe rund
um Prof. Joachim Sauter von der Berliner Hochschule der Künste stellt die
Historie eines Teppichs aus dem 17. Jahrhundert vor . Der komplett gescannte
Teppich gibt Faser für Faser seine Geschichte preis . Einen Sonderpreis erhielt
die Installation " Ride the Byte " , die mit Hilfe zweidimeisionaler
Satellitenbilder und dreidimensionalen Computergrafiken dem Weg der Daten durchs
Netz folgt . Das Projekt war bereits bei der Expo zu sehen . Ein weiterer
Sonderpreisträger ist manchem von der CeBIT bekannt : Mr. AdGood , mit dem die
Firma Mindmatics dem zielgruppenorientierten Permission-Marketing auf die
Sprünge helfen will . Permission Marketing , so war zu erfahren , sei die
Antwort auf die Krise im Bannergeschäft . Online-Shops : 95 Prozent stecken in
roten Zahlen Nach Berechnungen der Giga Information Group kämpfen die meisten
Online Shops derzeit mit Verlusten . Nur etwa fünf Prozent der Anbieter arbeiten
nach Ansicht der US-Marktforscher kostendeckend oder erzielen bereits Gewinne .
Rund 95 Prozent der Internet-Shops verbuchen rote Zahlen . Schnelle Besserung
ist vorerst nicht in Sicht ; die meisten Shops müssen sich auf eine Durststrecke
von ein bis anderthalb Jahren einrichten . Dies sei jedoch nur Firmen mit
ausreichendem Finanzpolster zumutbar . Allerdings können sich Anbieter , die
sich im Internet ein zusätzliches Standbein schaffen wollen , ihre
Anfangsinvestitionen durch erhebliche Einsparungen versüßen lassen . Allein die
Bestellabwicklung und der Kundenservice übers Web entlastet die Firmenkassen
nach Einschätzung der Giga-Analystin Erica Rugullies um bis zu 90 Prozent . Das
Versenden von Online-Rechnungen sei derzeit allerdings noch nicht ratsam .
MediaOne : Microsoft und AOL gehen leer aus Zuvor hatten auch Microsoft ,
America Online und Microsoft-Mitbegründer Paul Allen ihr Interesse an MediaOne
signalisiert . Der Milliardär Allen baut zur Zeit eine eigene
Kabelfernseh-Gruppe auf . Ein weiterer Mitbewerber , die
Kabelfernsehgesellschaft Comcast , kann allerdings noch in den Handel eingreifen
. Das Unternehmen hat noch bis Donnerstag Zeit , die AT&T-Offerte zu toppen .
Die anderen Bieter gehen offensichtlich leer aus . Lediglich Microsoft würde von
einem Zuschlag an Comcast profitieren . Sollte AT&T den Zuschlag erhalten ,
müßten America Online und Microsoft befürchten , daß ihnen der
Kommunikationsriese im Geschäftsbereich Breitbandtelefonie und interaktive
Videodienste das Wasser abgräbt . Durch eine Fusion mit Media-One würde AT&T zum
größten amerikanischen Kabel-TV-Unternehmen aufsteigen . Für Verunsicherungen
könnte allerdings die Absicht von AT&T sorgen , künftig Ortsgespräche über
Kabelfernsehnetze anbieten zu wollen . Mit der Dienstleistung würde das
Unternehmen ein früheres Kartellurteil unterlaufen , nach dem AT&T ( " Ma Bell "
) das lokale Telefongeschäft den sogenannten " Baby Bells " überlassen mußte .
GEObit : Leipzig erwartet über 230 Aussteller Die Leipziger Messegesellschaft
verfolgt mit der " Fachmesse für raumbezogene Informationstechnologie und
Geoinformatik " ( GEObit ) ehrgeizige Ziele . Wie heute Geschäftsführer Josef
Rahmen erklärte , will der Veranstalter die Leistungsschau in den nächsten
Jahren zum weltweit wichtigsten Branchentreffen ausbauen . Die GEObit öffnet am
morgigen Dienstag auf dem Leipziger Messegelände ihre Tore und präsentiert über
230 Aussteller aus zwölf Ländern . Zur Premiere im Vorjahr zählte die
Messegesellschaft rund 6000 Besucher . In diesem Jahr will man diese Zahl
deutlich übertreffen . Nach Angaben von Rahmen verspricht die Geoinformatik
jährliche Wachstumsraten von 15 bis 20 Prozent . Bislang werde sie vor allem von
der Energiewirtschaft für Planung , Unterhalt und Management der
Versorgungsnetze genutzt . Gute Zukunftschanchen gebe es aber auch in den
Bereichen Verkehr , Telekommunikation , Handel und Finanzen , Tourismus und
Landwirtschaft . Telekom-Fusion : Dritter Partner im Gespräch Die Deutsche
Telekom und die Telecom Italia wollen bei ihrem geplanten Zusammenschluß
möglicherweise noch einen dritten Partner ins Boot nehmen . Nach einem Bericht
des Wall Street Jounal sollen beide Unternehmen entsprechende Verhandlungen mit
einer US-Firma führen . Als mögliche Fusionspartner nennt die Zeitung die
Unternehmen Bell South und SBC Communications . Die Deutsche Telekom wollte den
Bericht bisher nicht kommentieren . Wie das Wall Street Journal weiter schreibt
, soll die mögliche Beteiligung eines dritten Unternehmens die Fusion der
europäischen Telekommunikationsriesen stärken . Dabei sei aber noch nicht klar ,
ob der dritte im Bunde auch Anteilseigner des neu entstehenden Mammutunternehmes
werde . 1&1 : Gratis-PC nur noch eine Frage der Zeit " In Deutschland wird es
künftig den kostenlosen PC geben " , prognostizierte Manfred Barth , Sprecher
von 1&1 , dem Hamburger Wirtschaftsmagazin Geldidee . Es sei nur noch eine Frage
der Zeit , bis die ersten Online-Dienste oder virtuellen Warenhäuser ihren
Kunden die Hardware frei Haus lieferten . Dann will auch 1&1 mitmischen . " Wenn
es uns gelingt , unsere Kosten für die Hardware etwa durch Werbung zu
finanzieren , werden wir darüber nachdenken , den PC auch zu verschenken . " Zur
Zeit müssen sich Kunden , die sich vertraglich an Internet-Zugangsanbieter
binden , noch mit Preisnachlässen von etwa 50 Prozent auf die Hardware trösten .
Vorstand kehrt LetsBuyIt.com den Rücken Der krisengeschüttelte
Co-Shopping-Anbieter LetsBuyIt.com muss einen Vorstandsposten neu besetzen . Der
für den Bereich Planung , Strategie und Unternehmensentwicklung zuständige
Vorstand Rolf Hansen habe auf eigenen Wunsch und aus familiären Gründen sein Amt
niedergelegt , teilte das Unternehmen heute mit . Der Internet-Händler , der vor
wenigen Wochen mit Investorenhilfe den Konkurs abwenden konnte , musste kurz vor
Hansens Rücktritt einen empfindlichen Rückschlag hinnehmen . Hansen war zuletzt
maßgeblich an der Vereinbarung einer Zusammenarbeit mit der Warenhauskette
Karstadt/Quelle beteiligt . Der Kooperationsvertrag sieht unter anderem eine
18-monatige Option auf eine finanzielle Beteiligung am Co-Shopping-Anbieter vor
. Heute schloss Karstadt-Sprecher Elmar Kratz allerdings ein kurzfristiges
Engagement aus : " Wir halten LetsBuyIt für eine der wenigen starken Marken im
Internet . " Die Kooperation sei aber in erster Linie auf Zusammenarbeit und
nicht auf Beteiligung angelegt , sagte Kratz im Gespräch mit heise online .
Dataquest : PC-Nachfrage verdoppelt sich bis 2001 In den nächsten vier Jahren
erwartet Dataquest eine Verdoppelung der Nachfrage nach neuen Personal Computern
. Gleichzeitig korrigierten die Marktforscher ihre Vorhersagen für das laufende
Geschäftsjahr . Compaqs First Lady Gerrit Huy übernimmt ab sofort die
Geschäftsführung von Compaq Deutschland und löst den scheidenden Kurt Dobitsch
ab , der künftig " persönliche Projekte verfolgen " will . Die 43jährige
Havard-Absolventin gehörte zuletzt dem Vorstand der Daimler-Benz-Tochter Debis
an und leitete den Geschäftsbereich Telekommunikation und Mediendienste . Tech
Data übernimmt Macrotron Tech Data , zweitgrößter Computer-Distributor der USA ,
will als Mehrheitsaktionär der Münchner Elektronikhandelsgruppe Macrotron den
europäischen Markt aufrollen . Der Deal fand nun die Zustimmung der
US-Kartellbehörden . RoboCup 99 : Runde der acht Besten Bei der
Roboterfußball-WM in Stockholm heimsen die deutschen Teilnehmer wie schon im
Vorjahr Erfolge ein . Für das heute angesetzte Viertelfinale haben sich in der
Königsklasse der mittelgroßen Roboter gleich drei Teams aus Deutschland
qualifiziert : Die Agilo Robo Cuppers der Technische Universität München , das
Team von CS Freiburg 99 der Universität Freiburg und The Ulm Sparrows ( Die
Ulmer Spatzen ) von der dortigen Uni . Die jährlich stattfindende WM wird zum
dritten Mal und zeitgleich mit dem 16. Weltkongress über künstliche Intelligenz
veranstaltet . 86 Teams aus aller Welt kämpfen in den drei Klassen um die Pokale
. Die Endspiele sollen am Mittwoch stattfinden . Global One darf europaweit
konkurrieren Die EU-Kommission will dem weltweiten Telekommunikationsanbieter
Global One ein Ausweiten des Angebots in der ganzen EU erlauben . Seit der
Global-One-Gründung 1996 gebe es auf dem Telekommunikationsmarkt deutlich mehr
Konkurrenz , teilte die Kommission heute mit . Angebotsbeschränkungen für das
Joint Venture der Deutschen Telekom , France Telekom und der amerikanischen
Sprint Corporation seien deshalb nicht mehr nötig . Vor allem habe die
Kommission berücksichtigt , " dass das Gemeinschaftsunternehmen British
Telecom/AT&T trotz zehnmal höherer Umsatzerwartungen nicht den gleichen
Beschränkungen wie Global One unterworfen ist " . 1996 hatte die EU-Kommission
das Joint Venture im Rahmen einer Freistellung bis 2003 mit Auflagen belegt , um
Quersubventionierung und missbräuchliche Vorzugsbehandlung zu verhindern . Der
Grund für den Global-One-Knebel war die starke Positionen der deutschen und
französischen Telekom . Im März hatten die Global-One-Eigner beantragt , die
Beschränkungen wegen des starken Wettbewerbs aufzuheben . Yahoo interessiert
sich für Excite@Home Das Web-Portal Yahoo verhandelt mit der Internet-Firma
Excite@Home über einen möglichen Aufkauf . Dies berichten übereinstimmend
mehrere US-News-Dienste . Das Internet-Portal Excite und @Home , Anbieter von
Hochgeschwindigkeitszugängen zum Internet über Kabelnetze , hatten sich erst vor
zwei Monaten im Zuge einer Fusion zusammengeschlossen . Die " Business Week
Online " spekulierte heute , dass Yahoo zwar an Excite , jedoch nicht an @Home
interessiert sei . Der Telekommunikationskonzern AT&T , der die Kontrollmehrheit
an Excite@Home hält , wolle hingegen seinen Einfluss behalten . Eine Lösung wäre
die Übernahme von Excite durch Yahoo und die Ausgliederung von @Home in einer
Firma , an der Yahoo und AT&T Anteile besitzen würden . Mittlerweile hat
Exite@Home-Chef George Bell dementiert , dass zwischen den Unternehmen
Verkaufsgespräche stattgefunden hätten . Allerdings signalisierte er das
Interesse an einem Vertriebsabkommen mit Yahoo . Darüber sei in den letzten
Wochen tatsächlich ausführlicher gesprochen worden . DRAMs bleiben teuer Die
DRAM-Preise setzen ihren Höhenflug fort . Auf dem Spot-Markt wurden 64-Megabit
DRAMS in den letzten zwei Tagen für über 10 Dollar gehandelt ; im Vergleich zum
Jahrestiefpreis entspricht dies fast ein Verdopplung . Markt-Beobachter rechnen
jedoch nicht damit , dass das gegenwärtige Niveau überschritten wird . An den
Preisen ist vorerst nicht zu rütteln , versicherte gestern auch der koreanische
Produzent Samsung Electronics . Der weltweit größte DRAM-Hersteller hört bereits
die Kassen klingeln . In diesem Jahr , so Samsung-Sprecher James Chung im
Gespräch mit Reuters , könnte der Gewinn seines Unternehmens eine neue
Höchstmarke erreichen . Analysten erklären die derzeit hohen Preise mit einem "
Boom bei Gratis-PCs " und einem Stromausfall , der im Juli weite Teile Taiwans
lahm legte . Der neunstündige Blackout habe zu einem spürbaren Rückgang des
DRAM-Angebots geführt , berichtete gestern ein koreanischer Analyst . Den
Lieferausfall bezifferte er mit " etwa zwei Prozent " weltweit . Auf dem
sensiblen Markt habe dies jedoch bereits deutliche Spuren hinterlassen .
Intergraph stoppt PC- und Server-Produktion Intergraph knipst in der PC- und
Server-Produktion die Lichter aus . Der Hard- und Softwarehersteller erklärte
heute seinen endgültigen Rückzug aus beiden Geschäftsbereichen . Die
Entscheidung kommt nicht überraschend . Bereits in der Vorwoche hatte
Intergraph-Chef James Meadlock schwere Vorwürfe gegen Intel erhoben und das nahe
Ende der Produktion angekündigt . Die Schließung , so Meadlock , koste rund 400
Mitarbeiter den Job . Weitere Kündigungen könnten folgen , denn es kriselt auch
im Grafik-Workstation-Bereich ( ViZual Computing ) und der
Intense3D-Grafikkartenproduktion . Ohne Hilfe durch zahlungskräftige Investoren
können beide Bereiche anscheinend nicht mehr überleben . Intergraph halte
derzeit nach starken Partnern Ausschau , bestätigte Meadlock gestern Abend .
Zwischen den Zeilen deutete er aber an , dass auch ein Verkauf nicht
ausgeschlossen sei . NEC zieht bei Packard Bell die Notbremse Der japanische
Elektronikkonzern NEC stampft in den USA die Marke Packard Bell ein . Die
Zentrale der Tochter mit Sitz in Sacramento soll radikal umstrukturiert , die
Computerproduktion eingestellt und das Management ausgewechselt werden . Rund 80
Prozent der Mitarbeiter verlieren ihre Jobs . Damit tritt ein einstiger
Marktführer ab . 1995 führte Packard Bell mit einem Marktanteil von rund 15
Prozent die Liste der Hersteller auf dem US-Endkundenmarkt an . Danach ging es
jedoch bergab . Die erhofften Marktanteile blieben jedoch aus . Packard Bell
werde sich endgültig aus amerikanischen Endkundenmarkt verabschieden , erklärte
Firmensprecher Ron Fuchs . Die Marke , der in den USA gravierende
Qualitätsmängel nachgesagt werden , könnte jedoch in Europa überleben . Die
Produktion soll in die Hände eines Lizenznehmers gegeben werden . Siemens mit
Rekordgewinn Ein konsequenter Konzernumbau hat Siemens im Geschäftsjahr 1998/99
ein Rekordergebnis beschert . Durch Restrukturierungskosten in Milliardenhöhe
war im Vorjahr der Gewinn nach Sonderposten eingebrochen . Am guten Ergebnis ist
vor allem der Bereich Informations- und Kommunikationsprodukte beteiligt . Auch
der bisherige Verlustbringer Infineon Technologies schreibt wieder schwarze
Zahlen . Ende September beschäftigte der Siemens-Konzern 443.000 Mitarbeiter ,
sechs Prozent mehr als vor Jahresfrist . Während die Beschäftigtenzahl in
Deutschland um 2.000 auf 192.000 sank , nahm sie im Ausland um 13 Prozent auf
251.000 zu . Computer 2000 wieder im Plus Staatsanwalt : Gates verheimlicht
etwas David Boies , Anklagevertreter der US-Regierung im Anti-Trust-Verfahren
gegen Microsoft , argwöhnt , daß Bill Gates in Verhören mit staatlichen
Ermittlern bewußt falsch ausgesagt hat . In Interviews erklärte er : Der
Stellungnahme war die Vorführung weiterer Passagen aus Vernehmungsvideos
vorausgegangen , in denen Bill Gates andeutete , er wisse nichts von Versuchen
seiner Mitarbeiter , Suns Java Development Kit ( JDK ) zu diskreditieren . Boies
konfrontierte Gates daraufhin mit einer EMail , in der Microsoft-Projektleiter
Ben Slivka der Firmenspitze eine unappetitliche Empfehlungen gab : Gates ließ
dazu durchblicken , daß er aus dem Textausschnitt nichts Unvorteilhaftes für Sun
oder Java herauslesen könne . Weitere Nachfragen blockte er kategorisch ab . Das
sieht Oberstaatsanwalt Boies , wie er mittlerweile gegenüber Journalisten
erklärte , offensichtlich anders : " Wenn das Gericht befindet , daß es sich um
Falschaussagen handelt , dann ist das durchaus bedeutsam " . Gericht vertagt
Entscheidung zu Autoauktionen Der Streit um ein im Internet versteigertes Auto ,
das der Händler nicht an den Höchstbieter abgeben will , geht in eine neue Runde
. Heute vertagte der Vorsitzende Richter der 4. Zivilkammer des Landgerichts
Münster die Entscheidung auf Januar nächsten Jahres . Nach den Worten des
Richters ist bei dem Verfahren grundsätzlich zu prüfen , ob zwischen beiden
Parteien überhaupt ein rechtskräftiger Kaufvertrag zu Stande gekommen ist . In
einem anderen Verfahren hatte das Amtsgericht Hamburg-Altona im Oktober zu
Gunsten des Ersteigerers entschieden . Die Urteilsbegründung , die c't vorliegt
, besagt , dass " für den Vertragsabschluss keine zusätzliche Annahmeerklärung
des Warenanbieters erforderlich ist " . Wenn der Anbieter die Infrastruktur des
Auktionshauses nutzt , erteilt er dem Auktionator eine " Bevollmächtigung " .
Telekom unterliegt im Telefonkarten-Streit Die Deutsche Telekom darf ihre
Telefonkarten nicht länger zeitlich befristen ( siehe eine frühere Meldung ) .
Das hat das Landgericht Köln entschieden . Die sehr klein und quer zum Text auf
den Telefonkarten aufgedruckte Befristung benachteilige die Kunden des
Unternehmens unangemessen und sei daher nicht zulässig , heißt es in der
Begründung ( LG Köln , AZ 26 O 42/99 ) . Das Urteil ist allerdings noch nicht
rechtskräftig . Die Telekom hatte im Oktober 1998 ihr Kartensystem modifiziert .
Seitdem sind die Karten für die Telefonzellen nur noch 36 Monate gültig . Dieses
wird auf den Chipkarten auch durch den Hinweis auf ein " Verfallsdatum "
kenntlich gemacht . Bei den seit 1987 erstmals ausgegebenen Telefonkarten war
das jedoch nicht der Fall . Sie konnten acht Jahre und drei Monate benutzt
werden , bevor die Telekom 1998 ihr System umstellte . Vor Gericht hatte die
Telekom argumentiert , eine zeitliche Befristung der Karten sei notwendig , um
aus Wettbewerbsgründen die Soft- und Hardware umstellen zu können . Zudem sei
das Unternehmen so vor der Manipulation sicherheitstechnisch veralteter
Telefonkarten geschützt . Zudem werde der Kunde beim Nutzen der Karten nicht auf
den drohenden Verfall der Gültigkeit hingewiesen . Auch sei eine Verrechnung
oder Auszahlung des noch vorhandenen Guthabens abgelaufener Telefonkarten nicht
vorgesehen . Ohne ausländische EDV-Profis geht s nicht Die Bundesregierung will
an Bestimmungen festhalten , die deutsche Firmen bei der Einstellung
ausländischer EDV-Spezialisten behindern . Die so genannte
Anwerbestoppausnahmeverordnung ( ASAV ) erschwert es Unternehmen ,
Studienabsolventen aus Nicht-EG-Ländern anzuwerben . Die Kritik der
Industrie-Verbände fiel allerdings bislang , trotz geschätzter 75.000 offener
Stellen , nur moderat aus . Die ASAV , ein Erbe der Regierung Kohl , ist aber
dem CSU-Abgeordneten Martin Mayer ein Dorn im Auge . In einer Kleinen Anfrage
wollte er von der Bundesregierung wissen , ob angesichts des sich verschärfenden
Fachkräftemangels in der IT-Branche an der alten Regelung festhalten will . Eine
Neufassung , so Mayer , würde " den Wirtschafts- und Forschungsstandort
Deutschland stärken . " In ihrer Antwort wiegelte die Parlamentarische
Staatssekretärin im Arbeitsministerium , Ulrike Mascher jedoch ab . Das Problem
müsse " durch Maßnahmen am inländischen Markt gelöst werden " . Ferner verwies
sie auf das Bündnis für Arbeit , wo konkrete Weiterbildungsmaßnahmen bereits
verabredet seien . " Das reicht uns bei weitem nicht " , protestierte
Bundesverband der Arbeitgeber . Der BDA-Zuständige Roland Wolf versicherte c't ,
dass man in der Angelegenheit nicht locker lassen wolle . Im Dezember waren
bundesweit 2.466 Informatiker als arbeitslos registriert . Die Zahl der allein
in der Software-Entwicklung fehlenden Fachkräfte beziffert der VDI auf 75.000 .
Mayer gehen die Proteste der Branchensprecher nicht weit genug . Tim Gerber
Deutscher PC-Markt : Aldi auf dem Vormarsch Nach Einschätzungen von Dataquest
wird sich in diesem Jahr der deutsche PC-Markt vor allem durch Computerverkäufe
über Lebensmitteldiscounter einschneidend verändern . Nach ihrer Teilung wird
die Vobis-Gruppe , die im vergangenen Jahr knapp 893.000 neue Computer (
Marktanteil 16 Prozent ) verkaufte , ihre Marktführerschaft verlieren . Vor
allem Siemens und Fujitsu erheben Ansprüche auf die vakante Position . Siemens
lag 1998 , wie bereits im Vorjahr , mit 756.000 Verkäufen ( Marktanteil 13,5
Prozent ) auf Platz zwei . Allerdings zeigt das deutsche Unternehmen weiterhin
Schwächen im Europa- und USA-Geschäft . Nicht mehr unter den zehn
erfolgreichsten PC-Herstellern vertreten ist dagegen Apple . Der kalifornische
Computerpionier blickt jedoch optimistisch in die Zukunft . Das
Vorweihnachtsgeschäft mit dem farbenfrohen iMac verlief nach
Apple-Deutschland-Geschäftsführer Peter Dewald erfolgreich . Zumindest ließ er
keine Zweifel an einer baldigen Rückkehr in die deutsche Top-Ten . Der
Direktverkauf über das Internet spielt dagegen noch keine herausragende Rolle .
So landete Direktvertriebsspezialist Dell ( Marktanteil 4,2 Prozent ) , der
zuletzt in den USA und Europa gewaltig zulegte , nur auf dem sechsten Platz .
Einzigartig im internationalen Vergleich ist der starke Absatz von Computern
über Handelsketten wie Aldi und Lidl . Nach Analysen von Dataquest konnte allein
Aldi rund 340.000 Desktop-Systeme absetzen . Dazu kommen weitere 40.000 Laptops
. Das Aldi-Phänomen ist nach Ansicht von Thomas Reuner , Dataquest-Experte für
den europäischen PC-Markt , ein Armutszeugnis für PC-Händler : " Offenkundig ist
die Beratung und der Service dort nicht so gut , daß die Verbraucher bereit
wären , dafür den geforderten Mehrpreis zu zahlen " . Computer 2000 geht in Tech
Data auf Europas größter Distributor für Computerprodukte verliert endgültig
seine Selbständigkeit . Vorstand und Aufsichtsrat der Computer 2000 AG werden am
13. April der ordentlichen Hauptversammlung die Eingliederung des Unternehmens
in die Tech Data Germany AG empfehlen . Schon jetzt hält die deutsche
Niederlassung des US-Unternehmens Tech Data 99,33 Prozent der
Computer-2000-Aktien . Tech Data Germany will den durch die Eingliederung
ausscheidenden Aktionären von Computer 2000 anbieten , ihre Papiere im
Verhältnis 1:1 gegen Aktien von Tech Data Germany zu tauschen oder eine
Barabfindung von 976 Mark je Aktie anzunehmen . Sony und Toshiba schmieden
Chip-Allianz Toshiba und Sony Computer Entertainment ( SCEI ) wollen künftig bei
der Prozessorproduktion enger zusammenarbeiten . Beide Unternehmen haben sich
heute in Tokio auf die Gründung einer gemeinsamen Firma verständigt . Das Joint
Venture dient zunächst ausschließlich der Fertigung des 128-Bit-Prozessors , der
in der Playstation II zum Einsatz kommen soll . Laut Toshiba-Präsident Taizo
Nishimuro soll der Chip in bestehenden Fabriken in Oita gefertigt werden . Die
ersten Prozessoren der 0,15- und 0,18-Mikron-Generation sollen bereits im Herbst
diesen Jahres vom Band laufen . AOL will neuen T-Online-Tarif stoppen AOL
Deutschland hat heute gegen den Konkurrenten T-Online Klage vor dem Hamburger
Landgericht eingereicht . Eine einstweilige Verfügung soll die neuen Tarife der
Telekom-Tochter stoppen . Telekom-Chef Ron Sommer erklärte auf einer
Diskussions-Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung , er halte den
AOL-Vorstoß für " einen schlechten Scherz " . Diesmal werde nicht die Klage
geführt , die Telekom sei zu teuer , sondern im Gegenteil zu billig . Die
Telekom hatte Ende Januar angekündigt , die Preise für die Nutzung von T-Online
auf sechs Pfennige pro Minute inklusive Netzzugang senken zu wollen . Bislang
zahlen T-Online-Kunden zwischen acht und 13 Pfennige pro Minute . Gegen die neue
Tarifstruktur hatte AOL Europe bereits Beschwerde bei der Europäischen
Kommission in Brüssel eingelegt . AOL-Europe-Chef Andreas Schmidt betonte , AOL
wolle den Wettbewerb nicht vor Gericht , sondern zu gleichen Bedingungen auf dem
Markt führen . " Dem entzieht sich die Telekom " . Durch das Verbinden der
Kosten für den Online-Dienst und den Telefonzugang könne niemand nachvollziehen
, wie teuer T-Online und wie teuer die Nutzung des Telefonnetzes sei . Neues
Kapital für SAP-Akquisitionen Europas größtes Softwarehaus SAP will durch
Firmenzukäufe weiter wachsen . Allerdings sagte Vorstandssprecher Henning
Kagermann , dass es derzeit noch keine konkreten " neuen Akquisitionsziele "
gebe . Damit könne die SAP eine deutliche Rückgewichtung im Frankfurter DAX und
damit zusammenhängende mögliche Kursverluste vermeiden , sagte Kagermann . Die
Deutsche Börse will ab Sommer 2002 nur noch eine Aktiengattung bei der
Gewichtung der Unternehmen für den DAX berücksichtigen . Mittelfristig arbeite
SAP , so Kagermann , auf ein Listing im EuroStoxx 50 hin . Deutscher PC-Markt
ohne Schwung Der deutsche PC-Markt wächst nur noch langsam . Dies geht aus einer
Studie der Marktforscher von Gartner/Dataquest hervor , die heute in London
veröffentlicht wurde . Demnach wuchs der deutsche Markt im ersten Quartal dieses
Jahres nur noch um 2,3 Prozent und damit deutlich langsamer als der
gesamteuropäische Markt ( +7,2 Prozent ) . Dennoch belegt Deutschland mit 1,8
Millionen verkauften PC weiterhin den Spitzenplatz in Europa . Dabei behauptete
Fujitsu Siemens mit einem Marktanteil von 21 Prozent seine Marktführerschaft ,
muss allerdings ein deutliches Minus bei den Verkäufen ( -20,4 Prozent )
hinnehmen . Compaq verlor im Konsumentengeschäft , konnte allerdings den zweiten
Platz mit einem Marktanteil von 8,0 Prozent ( -0,6 Prozent ) behaupten . Dagegen
gelang Hewlett-Packard nahezu eine Verdopplung ( +99,7 Prozent ) der Verkäufe .
" Die Nachfrage in Deutschland kam vor allem von kleinen und mittelständischen
Unternehmen " , sagte Thomas Reuner , Analyst bei Dataquest . Große Unternehmen
, die im Vorjahr ihre Anschaffungen eingefroren hätten , belebten nur langsam
wieder den Markt . Für eine deutliche Stärkung fehlten derzeit aber vor allem
neue technische Entwicklungen wie etwa Breitband-Verbindungen oder drahtlose
Netzzugänge . Bis solche Innovationen verfügbar seien , müsse sich der Markt "
auf Normalität einstellen " . dmmk : Katerstimmung und Besucherschwund Der 9.
Deutsche Multimedia Kongress in Stuttgart hat weniger Besucher als im Vorjahr
angelockt . Rund 2000 Experten und Unternehmern seien zum Gipfeltreffen der
Branche erschienen und damit deutlich mehr vor einem Jahr , teilten die
Veranstalter heute mit . Allerdings litten die Fachmessen Multimedia Market und
Publishing Market unter einem so nicht geplanten Besucherschwund . Statt der
erwarteten 50.000 Besucher kamen nur 22.400 . " Die Katerstimmung am Neuen Markt
ist an den beiden Messen nicht spurlos vorüber gegangen " , sagte der
Stuttgarter Messe-Chef Walter Gehring . In diesem Jahr hatten die Themen
Logistik und Sicherheit des weltweiten Datennetzes im Mittelpunkt der
dreitägigen Veranstaltung gestanden . Minicomputer-Pionier Wang tritt ab Wang
Global , in den 70er Jahren unter dem Namen Wang Laboratories einer der weltweit
größten Minicomputerhersteller , verliert seine Eigenständigkeit . Wie Getronics
in Amsterdam mitteilte , hat das Wang-Management das Übernahmeangebot von 29,25
US-Dollar je Anteil akzeptiert . Mit Wang verläßt ein Pionier des
Minicomputerzeitalters die Bühne . Die Firmengründung des chinesisichen
Emigranten An Wang wurde vor allem durch die Erfindung der ersten elektronischen
Textverarbeitung berühmt . In den 80er Jahren geriet das Unternehmen allerdings
ins rauhe Gewässer , als es der Konzern versäumte , den Wandel des Marktes zum
Personal Computer nachzuvollziehen . Der endgültige Niedergang der
Computerproduktion seiner Firma , die 1992 einen drohenden Bankrott nur mit Mühe
abwenden konnte , blieb dem zwei Jahre zuvor verstorbenen Wang allerdings
erspart . Lufthansa versteigert Tickets im Internet Die Deutsche Lufthansa
versteigert am Donnerstag ( 5. Juni ) und Sonntag ( 8. Juni ) im Internet
insgesamt 66 Flüge zu 13 Reisezielen in Europa und Übersee . Das Mindestgebot
beträgt 10 D-Mark . Interessenten müssen sich vorab beim Auktionator unter der
Adresse http://www.lufthansa.com mit Namen , Telefonnummer und EMail-Adresse
anmelden . Die Meldefrist endet am Mittwoch ( 4. Juni ) , 24 Uhr . Bisher
registrierte der Veranstalter mehr als 7000 Mitbieter . Siemens will 1600
IT-Stellen streichen Der Siemens-Konzern will bei seinem IT-Dienstleister
Siemens Business Services ( SBS ) bis Ende kommenden Jahres in Deutschland 1600
Stellen streichen . Es gebe eine entsprechende Planzahl , bestätigte ein
Siemens-Sprecher heute eine entsprechende Mitteilung der IG Metall . Betroffen
seien vor allem die Standorte München und Paderborn . Der Konzern bemühe sich um
sozialverträgliche Lösungen . Wenn die Pläne umgesetzt werden , entfällt bei SBS
im Inland gut jeder zehnte der 15.000 Arbeitsplätze . Nach Informationen der IG
Metall sollen 800 Stellen bereits bis Ende September dieses Jahres gestrichen
werden . Dies wollte der Siemens-Sprecher nicht bestätigen . Es handle sich bei
dem Abbau von Arbeitsplätzen teilweise um die Umsetzung früherer Pläne . In
München sollen 500 Stellen wegfallen , in Paderborn 300 . Nach Angaben der IG
Metall werden zudem mehrere hundert Arbeitsplätze bei SBS-Tochterunternehmen wie
Sinitec gestrichen . Besonders betroffen seien auch Berlin und die neuen
Bundesländer . SBS ist aus dem Zusammenschluss der EDV-Dienstleistungen von
Siemens mit der früheren Siemens Nixdorf SNI hervorgegangen . Weltweit
beschäftigt die Gruppe 33.500 Mitarbeiter . Nach Angaben von Siemens stehen die
Pläne in keinem direkten Zusammenhang mit der derzeitigen Konjunkturflaute . In
erster Linie seien sie das Ergebnis von Umstrukturierungen . Bei einem Boom
wären Streichungen in diesem Umfang wohl nicht notwendig gewesen . Es bestehe
die Gefahr , dass der Stellenabbau die weitere Unternehmensentwicklung gefährde
. Siemens streicht derzeit nicht nur bei SBS Arbeitsplätze . Im Mobilfunk- und
im Netzwerkgeschäft sollen unter anderem wegen der Flaute auf dem Handymarkt
weltweit insgesamt 8100 Stellen abgebaut werden . Auch dies entspricht jedem
zehnten Arbeitsplatz . CompuServe : Bertelsmann liegt auf der Lauer Die Gerüchte
um den Verkauf von CompuServe an America Online verdichten sich : Nach einem
Bericht des Wall Street Journal hat AOL in dieser Woche dem
CompuServe-Mehrheitsaktionär H&R Block ein neues Kaufangebot unterbreitet .
Block , hieß es , spekuliere auf ein deutlich besseres Angebot und habe dabei
gute Karten . Im Hintergrund liege nämlich Bertelsmann auf der Lauer und dränge
auf einen schnellen Abschluß . Um AOL die Aquisition schmackhafter zu machen ,
habe der Gütersloher Medienkonzern eine bisher nicht bekannte Summe
bereitgestellt . Analysten vermuten , Bertelsmann wolle noch vor Ablauf des
prognostizierten Zehnjahrezeitraums seine Umsätze in Übersee nahezu verdoppeln .
Von Bertelsmann war zu dem Bericht heute keine Stellungnahme zu erhalten . Auch
AOL wollte sich in Abwesenheit des Pressesprechers Ingo Reese nicht äußern .
Karriere : Computer-Profis dringend gesucht Der IT-Nachwuchs darf künftig bei
Vertragsverhandlungen hemmungslos pokern : Eine gestern veröffentlichte Studie
sagt genügend Jobs , aber zu wenige Computer-Profis voraus . Bereits heute
mangele es in den USA an 200.000 Fachleuten . In ihrem Bericht prognostiziert
die Forschungsgruppe META für das Jahr 2000 Engpässe in den Bereichen
Webprogrammierung , Webdesign und Datenbanken . Hard- und Software-Experten
stehen bereits heute auf den Wunschlisten der Unternehmen ganz oben . Der
Fachverband Informationstechnik bezeichnet auch Deutschland als künftiges
Experten-Mangelland . In immer kürzeren Zeitabschnitten entstünden neue
Berufsbilder . Demgegenüber ließen qualifizierte Ausbildungspläne häufig zu
lange auf sich warten . Zudem bereitet der Rückgang der Studentenzahlen in
Studienfächern wie Elektrotechnik Probleme . Siemens kündigte bereits an , die
Löcher notfalls durch Anwerbungen in Osteuropa zu stopfen . US-Justiz fordert
Übergabe des Windows-Codes Die US-Justizministerium schlägt im
Anti-Trust-Verfahren gegen Microsoft eine härtere Gangart ein . Die Ermittler
wollen den Softwarehersteller vor Beginn der Hauptverhandlung am 8. September
zur Aushändigung von Beweismitteln zwingen , darunter auch die streng gehüteten
Source Codes von Windows 95 und 98 . Microsoft-Sprecher Adam Sohn bezeichnete
den Antrag des Justizministeriums als " völlig widersinnig " . Seine Firma wolle
der Übergabe des Codes nur zustimmen , wenn die vom Gericht benannten Experten
zuvor Vertraulichkeitserklärungen unterzeichneten . Die Justizbehörde lehnte
diesen Zusatz mittlerweile als unzumutbar ab . Die Bedingungen seien so
restriktiv , daß sie die Auswahl kompetenter Berater nahezu unmöglich mache .
Uneins sind sich die Parteien auch über die Dauer von Bill Gates Auftritt vor
Gericht . Die Ermittler planen , neben Gates 16 weitere Manager aus der
Konzernspitze in den Zeugenstand zu berufen . Chairman Bill Gates hieß es ,
müsse sich vorsorglich auf eine zweitägige Vernehmung einstellen . Dies lasse
der enge Zeitplan des Chefs nicht zu , konterte ein Microsoft-Sprecher . Das
letzte Wort in der Angelegenheit hat nun Thomas Penfield Jackson . Der
Bezirksrichter , der im September auch den Vorsitz in der Hauptverhandlung
übernimmt , gibt morgen beiden Seiten Gelegenheit , zu den strittigen
Verfahrensfragen Stellung zu nehmen . Iran gewinnt den RoboCup Das iranische
Team Sharif Rocs hat heute in Stockholm die höchste Auszeichnung der
Chip-Kick-Liga gewonnen . Im RoboCup-Finale für mittelgroße Roboter ( Middle
Size League ) , der Königsklasse , besiegten die Rocs die Blechkicker von Azzura
Robots aus Rom mit 3:1 . Die Italiener hatten im Viertelfinale die Ulm Sparrows
mit 4:1 in die Kabinen geschickt und im Halbfinale den CS Freiburg mit 2:1 nach
Verlängerung ausgebootet . In den anderen beiden Klassen des Turniers schafften
deutsche Teams sogar den Sprung ins Finale . Im Endspiel der Simulations-Liga
wurde Magma Freiburg von CM United ( Universität Carnegie-Mellon , Pittsburgh )
mit 0:4 abgebügelt . Noch schlimmer erwischte es die FU Fighters von der Freien
Universität Berlin . Bei den bis zu 15 Zentimeter hohen Klein-Robotern ( Small
Robot League ) blieben sie im Endspiel ohne eigenen Torerfolg . Dafür konnten
die rund 1000 Zuschauer 14 Tore des Gegners , den Big Reds aus Cornell in den
USA , bejubeln . AOL : Jetzt 9 Millionen America Online zieht seinen
Mitbewerbern weiter davon : Der Löwenanteil der neuen Kunden kommt aus Europa
und Asien . Allein in Deutschland verdoppelte America Online in den letzten neun
Monaten die Zahl seiner Mitglieder auf über 400.000 . Apple-Aktie in Rekordlaune
Das Wertpapier profitierte unter anderem vom Höhenflug des Nasdaq-Index , der am
Mittwoch Nachmittag ( Ortszeit ) ein historisches All-Time-High erreichte und
zum ersten Mal die 3.000-Punkte-Marke überschritt . Zum Börsenschluss notierte
die Apple-Aktie bei 81,50 US-Dollar . Kurzzeitig war sie mit 83,75 Dollar
bewertet worden . Damit hat sich in rund 18 Monaten der Preis pro Aktie fast
versechsfacht . Einige Analysten sehen ein noch größeres Potential und
korrigierten das Kursziel für die nächsten 12 Monate auf 90 bis 95 Dollar .
Empfindlicher Dämpfer für Microsoft Der Anti-Trust-Streit zwischen Caldera und
Microsoft ( siehe dazu " Vorgetäuschter Bug legte DR-DOS lahm " ) wird nun doch
ausführlich vor Gericht behandelt . Ein Bundesrichter lehnte gestern Abend (
Ortszeit ) die Eröffnung eines von Microsoft beantragten Schnellverfahrens ab .
Die Entscheidung ist ein empfindlicher Dämpfer für den Softwareriesen , der
einem langwierigen öffentlichen Prozess aus dem Weg gehen wollte . Vor der
Presse kritisierte Microsoft-Sprecher Jim Cullinan den Richterspruch . Im
anhängigen Verfahren gehe es " nur noch ums Geld " . Caldera habe 400.000 Dollar
in die juristische Auseinandersetzung gesteckt und hoffe jetzt auf einen
schnellen Griff in fremde Kassen . Online-Chat : Wieviel PC-Power braucht der
Mensch ? Chat-Premiere auf heise online : Heute ab 15 Uhr stellen sich
c't-Redakteure den User-Fragen zum Thema : Flaute oder Wetterwechsel auf dem
PC-Markt ? Erstmals in der Geschichte des PC rutschten im vergangenen Jahr die
Absätze im US-Einzelhandel und Versandmarkt ins Minus . PCs liegen wie Blei in
den Regalen ; die Lager quellen über . Das bloße Versprechen auf mehr
Performance lockt immer weniger Käufer an die Kassen . c't-Redakteur Andreas
Stiller umreißt in der aktuellen Ausgabe Hintergründe und Auswirkungen der
Weihnachtskrise und stellt vor allem Software-Herstellern ein schlechtes Zeugnis
aus : Attraktive Applikationen für die Gigahertz-Boliden sind ausgeblieben . Und
eigentlich , so legt das Ergebnis einer User-Befragung auf heise online nahe ,
fühlen sich viele Nutzer zurzeit mit einem Sockel-7-Prozessor noch ausgesprochen
wohl . Viel Diskussions-Stoff also für eine einstündige Chat-Runde , in der sich
die Redakteure Andreas Stiller und Peter Siering auf die Fragen der Teilnehmer
freuen . User finden den Chat-Raum per Klick auf eine rote Box , die wir kurz
vor 15 Uhr im Hauptmenü unserer Homepage einblenden . Das Team von heise online
wünscht allen Chattern viel Spaß ! Ein Archiv des Chats steht inzwischen auf den
Chat-Seiten von heise online zur Verfügung . Vobis trennt sich von Peacock Die
Actebis Holding , eine 100prozentige Tochter des Otto Versands , übernimmt den
Computerhersteller Peacock . Über den Verkaufspreis des zur Vobis-Gruppe
gehörenden Unternehmens wurde Stillschweigen vereinbart . Seit November lenkt
die Treuhandgesellschaft DIVAG unter Federführung der Deutschen Bank die
Vobis-Geschicke . Der ehemalige Vobis-Hauptaktionär Metro hatte im vergangenem
Sommer vergeblich nach einem Käufer Ausschau gehalten . Die in Miami ansässige
Investorengemeinschaft CHS galt lange als aussichtsreichster Übernahmekandidat .
Im Oktober 1998 stoppte die Metro jedoch die laufende Transaktion . Danach
wiesen sich beide Seiten die Schuld für den geplatzten Deal zu . Insider munkeln
, daß in den nächsten Tagen auch über das künftige Schicksal von Vobis und
Maxdata entschieden wird . Bei Siemens drohen Massenentlassungen Während Siemens
das Computer- und Telefongeschäft in den USA durch Zukäufe massiv ausbauen will
, droht in Deutschland jedem neunten Mitarbeiter die Entlassung . Die rund 9000
Beschäftigten des Geschäftsbereichs Computer-Systeme seien über Pläne einer "
Neuorganisation " informiert worden , bestätigte gestern abend ein
Siemens-Sprecher . Dabei könne es auch zu zahlreichen Entlassungen kommen .
Allerdings stehe die genaue Zahl der betroffenen Mitarbeiter noch nicht fest .
Die Pläne seien als Vorschlag gedacht , über den Unternehmensführung und
Beschäftigte reden müßten . Nach Informationen der Computerwoche , die in ihrer
aktuellen Ausgabe berichtet , müssen 1130 Mitarbeitern mit dem
Kündigungsschreiben rechnen . In Paderborn verlören 300 Beschäftigte ihre Jobs ,
in München und Augsburg müßten 530 Mitarbeiter gehen . Die übrigen Entlassungen
verteilten sich auf kleinere Standorte . Siemens : Kritik an " Umbauplänen " Die
drohenden Entlassungen und die geplante Neuordnung der Siemens-Computersparte
schlagen im Konzern hohe Wellen . IG-Metall-Sprecher Wolfgang Müller sieht sogar
die Gefahr , daß es nicht bei den erwarteten 1130 Stellenstreichungen bleibt .
Mittlerweile kritisierte der Betriebsrat des Werks Paderborn die Pläne in einem
Flugblatt : " Der Personalabbau führt in die Sackgasse " . Ein Siemens-Sprecher
betonte dagegen , von " Massenentlassungen " könne keine Rede sein . Allerdings
seien Personalanpassungen geplant . " Siemens prüft , inwieweit betroffene
Mitarbeiter in anderen Bereichen eingesetzt werden können " . Die kursierende
Zahl von 1130 Entlassungen sei " theoretisch " . Bei der Neuordnung des Bereichs
Computer-Systeme ist eine Abspaltung des Unternehmensgebiets Großrechner vom
PC-Bereich geplant . Der Betriebsrat wendet sich jedoch gegen die Aufspaltung in
zwei rechtlich getrennte Unternehmen und bezeichnete das Vorhaben als " höchst
problematisch " . Bangemann nimmt seinen Hut Der frühere deutsche EU-Kommissar
Martin Bangemann wird spanischen Presseberichten zufolge nach knapp einem Jahr
beim spanischen Telekom-Konzern Telefonica ausscheiden . Wie die Zeitung El Pais
heute berichtete , wird der am 30. Juni auslaufende Vertrag des 66-Jährigen
nicht verlängert . Der Ex-Bundeswirtschaftsminister passe nicht in die
Unternehmensstrategie des neuen Telefonica-Chefs Cesar Alierta , hieß es .
Dessen Vorgänger Juan Villalonga hatte Bangemann im Juli 1999 als Berater
engagiert . Die Ankündigung löste damals großen politischen Wirbel aus , weil
die Amtszeit Bangemanns in Brüssel zu jenem Zeitpunkt offiziell noch nicht
abgelaufen war . In der EU-Kommission war Bangemann unter anderem für den
Bereich Telekommunikation zuständig , hat sich in dieser Zeit aber nicht nur
Freunde gemacht . So lobte der frühere Kommissionschef Jaques Delors zwar
Bangemanns Intelligenz , rügte aber gleichzeitig seinen Arbeitseifer . "
Druckfehler " schuld an falscher CAI-Bilanz Auslöser soll ein " Druckfehler "
gewesen sein . Das Software-Unternehmen berichtigte mittlerweile die Zahlen für
das abgelaufenen Geschäftsjahr . Diesen Angaben zufolge soll das Unternehmen
seit geraumer Zeit Bilanzen frisieren . Dazu habe der Softwarehersteller eigens
ein neues Verfahren ausgeklügelt . Durch missverständliche oder falsche Angaben
ist Computer Associates bereits in der Vergangenheit mehrfach ins Visier der
US-Börsenaufsichtsbehörde ( SEC ) geraten . Zuletzt im Mai vergangenen Jahres .
Auch da musste CAI nach einer Befragung durch die SEC die Bilanz korrigieren .
Was war . Was wird . Wie immer möchte die Wochenschau von Hal Faber den Blick
für die Details schärfen : Die sonntägliche Wochenschau ist Kommentar , Ausblick
und Analyse . Sie ist Rück- wie Vorschau zugleich . Was war Sie verbindet hier
und da Terminals auf Flughäfen , doch ganz sicher nicht unsere Metropolen .
Heute vor 20 Jahren wurde auf Sizilien das erste europäische Solarkraftwerk in
Betrieb genommen , doch von diesem Ereignis sind keine erbaulichen Reden in den
Archiven zu finden . Statt dessen künden eine Menge Zeitungsartikel vom
Scheitern dieser Technologie im Systemkampf mit der Atomtechnik . Dabei gibt es
inzwischen Solarzellenpanels , die einen PDA aufladen , wenn sich der Student
auf dem Rasen räkelt . Seither sind viele freundliche Antlitze durch Maschinen
ersetzt worden , die Briefmarke aber ist geblieben . Schließlich sind nur wenige
Monate vergangen , seit am 4. Januar 2000 das aufstrebende StartUp E-Stamp das
Postwertzeichen zum ersten Opfer des neuen Jahrtausends erklärte . Zur
Erleichterung der weltweiten Philatelisten-Gemeinde schloss E-Stamp in der
vergangenen Woche die Pforten und verkaufte sein gesamtes " intellektuelles
Kapital " in Form einer Website und gesammelter Kundendaten an den Konkurrenten
Stamps.com . Unverdrossen steuert E-Stamps mit seinen Resten einen neuen Markt
an , das Online-Learning : " In wenigen Jahren wird der klassische Unterricht im
Klassenraum aussterben " . Logisch , wie Briefmarken und Studenten-PDAs . Ganz
sicher aber gehört das Senden von Taubendatenpaketen zu den wirklich bewegenden
Neuerungen . Daher ist es bedauerlich , dass das IETF die Viecher nicht in
seiner Auflistung von Testmitteln berücksichtigt . Schließlich könnte es eine
Symbiose von Tauben und Pinguinen in Gegenden geben , die von gängigen
Datenleitungen abgeschnitten sind . Open-Source-Programmierern , die sich
überlegen , ob sie nicht besser von ihrem Taschengeld Programmierer in der
Dritten Welt für die Freie Softwareproduktion engagieren , kämen die Tauben wohl
wie gerufen . Shared Source statt OpenSource lautet die Devise . Stolz berichtet
der Microsoft Presseservice , wie die neue ab dem 4. Mai laufende deutsche
Webpräsenz mit dem neuen Ansatz auf Basis modernster .Net-Werkzeuge entstanden
ist . Nach eigenen Angaben haben knapp 50 Entwickler zehn Monate für den
Relaunch der Site gebraucht , die einer der größten deutschsprachigen
Firmenpräsenzen sein soll . Mit dieser Site kann Microsoft sein Wissen mit
seinen Kunden in aller Tiefe teilen . Die neue Offenheit wird ein wenig dadurch
getrübt , dass nicht überall die gleiche Begeisterung für die Ausführungen von
Craig Mundie ausgebrochen ist , wie in der US-Computerpresse . Linus Torvalds
erklärte etwa , dass er lieber Sir Isaac Newton als Craig Mundie zuhören würde ,
weil Newton den Raum weniger verstänkert . So ein Satz wirft natürlich die Frage
auf , welche speziellen Ausdünstungen des Körpers beim fortgesetzten Umgang mit
Microsoft-Software besonders stimuliert werden . Ist es der Angstschweiß bei der
Installation , sind es die Ströme vom Dancefloor ? Recht hat er , der François
Villon . Aber wenden wir uns einer anderen , aber nicht weniger drängenden Frage
zu : Was ist eigentlich das Internet ? " Das Internet ist ein großer Misthaufen
" . Gemerkt ? Richtig , die überzeugende Kampfthese stammt von Joseph Weizenbaum
, der uns in dieser Woche mit einem Déjà-vu-Erlebnis versorgt - sicherlich nicht
zum letzten Mal . Es ist wie bei Ephraim Kishon , dem einmal etwas
Despektierliches , ja geradezu Gemeines über seine amerikanischen Gastgeber
entschlüpft ist . Danach , so berichtet er , habe es nicht etwa Proteste ,
sondern Einladungen gehagelt . Er sei überall herumgereicht worden und konnte
seine Phillippika zuletzt sogar gegen Bares vor großem Publikum wiederholen .
Wen wundert 's , wenn sich auch Weizenbaum seinen wirklich schönen Satz
versilbern lassen will . Und wer weiß , vielleicht fällt ihm beim Tingeln über
die Dörfer ein noch viel schönerer ein . Was wird Unübersichtlich ist das
Angebot von Podiumsdiskussionen , die dieses und jenes am Internet hinterfragen
wollen - kritisch natürlich . Und aus den USA kommt die frohe Kunde , dass eine
Kampagne Wirkung zeigt , mit der im Mai das pornofreie Internet gewürdigt werden
soll . Freiwillig entsagen dort die Surfer dem Klick auf sündige Pixel ,
angeblich zu hunderttausenden . Aber wie misst man einen Klick , der nicht
stattfindet ? Und was ist mit der Idee der Shared Source , frei nach dem Motto :
Hinterfragung tut not . Veranstaltet wird sie in Berlin von der Gottlieb
Daimler- und Karl Benz-Stiftung für sicheren Datenverkehr im Internet . Sie
beschäftigt sich mit dem holprig vorgestellten Thema " Machbarkeit von
Sicherheit im Internet " . Denn auch hier bleiben rätselhafte Fragen offen . So
hat der Landesbeauftrage für den Datenschutz in Schleswig-Holstein am Freitag
seinen lesenswerten 23. Tätigkeitsbericht ins Netz gestellt , in dem unter
anderem die Forschung an einer PGP-Smartcard beschrieben wird . Es gebe
Fortschritte , doch sei es insgesamt um den Datenschutz und die Sicherheit im
Internet nicht gut bestellt , lautet das Fazit , das mit einem denkwürdigen Satz
schließt : " Trotzdem gleicht die Entwicklung der Informationsgesellschaft
weltweit und auch in Schleswig-Holstein einem Ritt auf der Rasierklinge . " Und
wie ist so ein Ritt auf einer Rasierklinge ? Ist das schon kritisch hinterfragt
worden ? Vielleicht auch nicht . Nur eines ist sicher : Diese Wochenschau ist
jetzt zu Ende . Apropos , auch das Internet hat eins und das andere ist nur
einen Mausklick entfernt . Kündigungswelle bedroht IT-Freiberufler Nach
Erkenntnissen der Gesellschaft für Informatik ( GI ) spitzt sich die Lage von
Freiberuflern in der IT-Branche dramatisch zu . Durch das seit Jahresbeginn
geltende Korrekturgesetz zur Scheinselbständigkeit haben einer GI-Blitzumfrage
zufolge bereits 20 Prozent von 250 befragten Freien einen Auftrag verloren . "
Weiteren 40 Prozent droht das gleiche Schicksal " , erklärte Ulrich Bode ,
Sprecher der Selbständigen in der GI . Grund für die Kündigungswelle sei , so
Bode weiter , daß die Auftraggeber befürchteten , für mehrere Jahre
Sozialbeiträge nachzahlen zu müssen . Die Auftragskündigungen erfolgten in den
meisten Fällen vorsorglich und ohne Ansehen der Person . Bode fordert deshalb
die Regierung zum sofortigen Handeln auf und regt eine Aussetzung des Gesetzes
an . Mit einer Gesetzeskorrektur sei es nicht mehr getan . EU-Kommission warnt
vor Alleingang bei .eu-Domains Als Fehlschlag bezeichnete der Vorsitzende des
europäischen Verbands der nationalen Registrierstellen , CENTR , Willy Black ,
den Richtlinienentwurf der Europäischen Kommission für eine eigene .eu-Domain .
Bei einem kurzfristig anberaumten Treffen am Rande der Tagung der Internet
Corporation for Assigned Names and Numbers , ICANN , in Stockholm diskutierten
Vertreter europäischer Registrierunternehmen daher über die Möglichkeit , einen
eigenen Vorschlag für einen Antrag bei ICANN auszuarbeiten . Ein Vertreter der
EU-Kommission warnte die anwesenden Registrare davor , die Mitgliedstaaten der
EU und die gewählten Parlamentarier zu übergehen . Parlament und Rat diskutieren
zurzeit den von der Kommission Ende vergangenen Jahres vorgelegten Vorschlag zur
Einführung der .eu-Domain . Würden die Registrare nun diesen offiziellen Prozess
ignorieren , " könnten sie der .eu-Domain Schaden zufügen " , sagte Gordon
Lennox von der Generaldirektion Informationsgesellschaft der EU-Kommission . Vor
allem im Rat der EU , wo es offensichtlich den Ruf nach mehr staatlicher
Kontrolle über die neue Domain der Gemeinschaft gibt , würde sich ein
eigenmächtiges Vorgehen der Interessensvertreter negativ auswirken . Mit Blick
auf einen möglichen konkurrierenden Antrag der Branche bei der ICANN sagte der
EU-Vertreter : Frühestens im Juli wird eine endgültige Entscheidung im
Europäischen Parlament und anschließend im Rat erwartet . Uneinigkeit unter den
Mitgliedsstaaten und zwischen Ländervertretern und der Kommission könnten das
Verfahren auch noch weiter hinauszögern . Die Kommission favorisiert nach
Aussagen ihrer Vertreter eine starke Selbstregulierung der Registry .
Entscheidungen über die Registrier- und Geschäftspolitik will sie in die Hände
eines eu-Registrierunternehmens legen . Der Rat dagegen diskutiere eine
untergeordnete Stellung der Registrierstelle und mehr direkte Kontrolle durch
ein spezielles Aufsichtsgremium des Rates und die Kommission . Die Branche sieht
mit weiteren Verzögerungen den Erfolg der eu-Domain grundsätzlich in Frage
gestellt . Dass stattdessen nun die Regierungen den eu-Domainmarkt stärker
regulieren wollen , widerspricht nach Ansicht vieler Registrare der Idee einer
effektiven Selbstregulierung . Parallel zu den politischen
Entscheidungsprozessen wollen die Registrare daher nun ihren eigenen
detaillierten Vorschlag für Registrybetrieb ausarbeiten . Gescheitert war das
bislang an der Uneinigkeit der beteiligten Unternehmen und Organisationen , von
denen sich viele selbst Chancen auf den Registrybetrieb ausrechnen . Unter
anderem hat die irische Länderregistry ihr Interesse an der Position des
Registryproviders bekundet . Am 13. Juli will man möglichst viele der
Beteiligten in Brüssel zusammenbringen , um die EU doch noch von einer
Selbstregulierungsvariante zu überzeugen . Konkurrierende Anträge bei der ICANN
, die bereits grundsätzlich grünes Licht für die eu-Domain gegeben hat , würden
laut Ansicht des ICANN-Vorsitzenden Vint Cerf ohnehin dazu führen , dass ICANN
die verschiedenen Partner bittet , sich wieder an einen Tisch zu setzen . Das
entspreche den klassischen IANA-Gepflogenheiten . Web-Shopping in der
Vertrauenskrise Das Interesse der Internet-Nutzer am Online-Einkauf ist erstmals
seit dem Bestehen des Netzes rückläufig . Das größte Hemmnis beim Shopping im
Web ist das mangelnde oder schwindende Vertrauen der Kunden . Das ist das
zentrale Ergebnis einer breit angelegten Internet-Studie , die das
Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Fittkau & Maass heute in Hamburg
veröffentlichte . Demnach ist das Interesse am Online-Einkauf seit der letzten
derartigen Studie im Herbst vergangenen Jahres zurückgegangen . 53 Prozent gaben
an , sie wollten " bestimmt " im nächsten Halbjahr über das Netz Waren oder
Dienstleistungen bestellen . Zuvor waren es 64 Prozent gewesen . Allerdings
kommt dem Medium Internet im Leben seiner Benutzer ein außerordentlich hoher
Stellenwert zu . Jeweils rund 40 Prozent sagen , das Internet sei für sie
unverzichtbar oder spiele eine wichtige Rolle . Der Anteil der Nutzer , die ihm
dagegen eine unbedeutende Rolle oder gar einen negativen Einfluss zusprechen ,
sei dagegen verschwindend gering und liege bei zwei Prozent . Für die jüngste
Studie wurden über 87.000 Internet-Nutzer befragt . Bezahl-Napster nimmt Gestalt
an Die Musiktauschbörse Napster steht nach Medienberichten kurz vor einem
Abkommen mit drei der großen Musikkonzerne . Weitere Einzelheiten des Abkommens
seien nicht bekannt . Die Klage der Musikindustrie gegen Napster wegen Beihilfe
zu Urheberrechts-Verstößen soll dadurch nicht beeinflusst werden . Napster soll
demnach zunächst exklusiv Musik von der MusicNet-Allianz in Lizenz übernehmen .
Mit dieser Unterstützung wäre ein Pool lizenzierter Musiktitel für den ab 1.
Juli geplanten Abo-Dienst sicher . MusicNet war von den drei Musikfirmen sowie
der Internet-Firma RealNetworks für den Lizenz-Vertrieb über das Internet
gegründet worden . Die Musikfirmen Sony und Vivendi Universal hatten ihrerseits
die Gründung der konkurrierenden Online-Plattform Duet angekündigt . Die 1999
von dem damals 18-jährigen Studenten Shawn Fanning gegründete Musiktauschbörse
war vor rund einem halben Jahr eine Allianz mit dem deutschen Medienriesen
Bertelsmann eingegangen . EuNet wirft Telekom Verdrängungswettbewerb vor EuNet
International , ehemals mit der deutschen EuNet verschwisterter
Internet-Provider , legt sich mit der Telekom an . Der Amsterdamer ISP mit 36
internationalen Niederlassungen kündigte mehrere Wettbewerbsbeschwerden an , die
er in den nächsten Tagen bei der Europäischen Kommission in Brüssel einreichen
will . Betroffen sind neben der Deutschen Telekom auch die französische und
britische Telekom . Auslöser der Beschwerden ist die von der EU für das nächste
Jahr angekündigte Liberalisierung des Telekommunikationsmarkts . Vor dem
Hintergrund der Auflösung der Telekom-Monopole rechnet die im Mai in Brüssel
gegründete EU-Abteilung zur Untersuchung von Wettbewerbsverletzungen im
Telekommunikationsbereich mit weiteren Beschwerden von Providern . MSN :
Online-Dienst bleibt bestehen Entgegen einer Meldung von Spiegel-Online will
Mircrosoft seinen Online-Dienst MSN nicht einstellen . Die jüngsten
Spekulationen um die Zukunft von Microsoft Network hatte ein Kurzinterview mit
Jeff Sanders ausgelöst . Der MSN-Marketingleiter äußerte darin , er könne
längerfristig nicht garantieren , daß MSN seinen Dienst aufrechterhalte . In
einer internen Stellungnahme dementierte Microsoft alle Einstellungspläne und
bezeichnete das von Spiegel-Online wiedergegebene Zitat , als " aus dem
Zusammenhang gerissen " . Auch der deutsche MSN-Pressesprecher Bernhard Grander
läßt keinen Zweifel an der MSN-Zukunft zu : " Wir bauen unseren Dienst weiterhin
kräftig aus " , erklärte er gegenüber c't . Krise bei Motorola kostet 15000 Jobs
Nach heftigen Gewinneinbrüchen und einem schwachen zweiten Geschäftsquartal will
sich der Chip- und Elektronikkonzern Motorola mit einer Radikalkur sanieren :
Innerhalb der nächsten zwölf Monate gibt das Unternehmen 15000 Mitarbeitern ,
etwa 10 Prozent der Belegschaft , den Laufpaß . Nach Firmenangaben sind die
Massenentlassungen aufgrund des " globalen Preisdrucks und wegbrechender Märkte
in Asien " unvermeidlich . Ein Firmensprecher kündigte darüber hinaus eine
umfassende Umstrukturierung des Semiconductor-Breichs und eine stärke
Berücksichtigung des Comsumer-Markts an Motorola-CEO Christopher Galvin hielt
sich mit konkreten Prognosen zurück , orakelte aber , sein Unternehmen werde
bereits in der zweiten Jahreshälfte zu einer " stabilen Finanzlage "
zurückfinden . Zunächst muß Motorola jedoch die Kosten der Konsolidierung
verdauen : E-Demokratie mit zweitem Anlauf Der Bundestag will die Netzbürger
künftig stärker an Gesetzesvorhaben beteiligen . Fragen zur Sicherung der
Anomymität im Netz , zur Überwachung oder zum Datenschutz sollen nun im
Pilotprojekt E-Demokratie gemeinsam mit den Netzbürgern diskutiert werden . In
der zweiten Ausbaustufe sind ab 16. Juli Online-Foren vorgesehen . Hier sollen
Internet-Nutzer an Entwürfen zum Bundesdatenschutz- und
Informationsfreiheitsgesetz mitwirken können . " Mit dem Projekt wollen wir den
Kontakt zwischen Politik und Bürgern verbessern " , sagte der Vorsitzende des
Bundestagsunterausschusses Neue Medien , Jörg Tauss ( SPD ) , heute in Berlin .
Das Angebot war vor rund einem Jahr von Tauss und dem Grünen-Abgeordneten Cem
Özdemir initiiert worden . Seit etwa dieser Zeit ist auch die Website erreichbar
, enthielt aber im Wesentlichen nur Vorankündigungen . Seit dem heutigen
Donnerstag zeigt sie sich in neuem Gewand . Besucher finden neben
Referentenentwürfen und Gutachten auch Positionspapiere der Bundestagsfraktionen
. Künftig sollen Ergebnisse der Diskussionen in den Foren regelmäßig
zusammengefasst werden . Die Foren-Moderation übernimmt das Institut für
Öffentliches Recht der Universität Frankfurt am Main ; die Juristen sollen auch
die Ergebnisse des Pilotprojekts auswerten . Wirbel um Anti-IBM-Anzeigen Die
Firma des Jenaers Stephan Schambach legt sich ausgerechnet mit dem
Branchenriesen IBM an . Mit leicht zu dechiffrierenden Anspielungen nimmt eine
der Anzeigen den Bonus auf Korn , über den Big Blue bei Einkaufsleitern verfügt
. Unter dem Bild eines entlassenen Managers , der gerade seine Siebensachen in
einem Karton verstaut hat , findet sich die rhetorische Frage : Darunter prangt
die Antwort : " Das ist aber schon lange her . " Eine weitere Anzeige , die
unverhohlen auf IBM zielt , zeigt fünf düster blickende Herren in identischen
Anzügen und Krawatten , die eine Halle mit der Inschrift " Hölle für E-Berater "
abschreiten . Der Werbefeldzug sorgt bereits vor der Veröffentlichung in
ausgesuchten US-Wirtschaftsblättern für Wirbel . Aber nicht alle Reaktionen
waren positiv . So bescheinigte der Nachrichtendienst Reuters der Anzeigenserie
eine gewisse Boshaftigkeit . Auch der " Industry Standard " trug seine Bedenken
vor . Aus Sorge , die Intershop-Werbung könne den guten Anzeigenkunden IBM
vergraulen , erkundigte sich das Blatt vorsorglich bei Schambach , ob andere
Publikationen sich geweigert hätten , die Anzeigen zu veröffentlichen .
Bertelsmann wettert gegen EU-Verbraucherschutz Der Medienkonzern Bertelsmann
wirft der EU-Kommission vor , durch eine Änderung des Verbraucherschutzes den
Internet-Handel zu gefährden . Nach Entwürfen der Kommission soll bei Geschäften
im Web künftig das Recht angewendet werden , das im Heimatland der Kunden gilt .
Die geplante Regelung " widerspricht dem Geist des Binnenmarktes " , sagte
Multimedia-Vorstand Klaus Eierhoff . Das enorme Potential dieses Marktes werde "
leichtfertig aufs Spiel gesetzt " . Grenzüberschreitend tätige Unternehmen
würden gezwungen , ihre digitalen Angebote auf die rechtliche Zulässigkeit in
jedem einzelnen der 15 EU-Mitgliedsstaaten zu überprüfen . Eine solche
Entscheidung wäre ein " Job-Programm für Juristen " und schränke die
Investitionsbereitschaft im elektronischen Geschäftsverkehr stark ein . Die
Folge sei eine Reduzierung des Angebotes . Schweizer Polizei läßt Web-Sites
sperren Die Schweizer Bundespolizei hat in der Vorwoche 100 eidgenössische
Internet-Provider bei Strafandrohung aufgefordert , ihren Kunden den Zugang zu
zehn rassistischen Internet-Angeboten zu sperren . Die Polizeimaßnahme endete
nicht unerwartet mit einem Debakel . Da sich einzelne Sites nicht herausfiltern
lassen , kappten einige eidgenössische Dienstanbieter und Backbone-Betreiber
prompt den kompletten Zugang zu Hosts , auf deren Rechnern inkriminierte Inhalte
vermutet werden . Durch die Webcom-Blockade müssen Schweizer Surfer nun auch auf
unverdächtige Angebote des Hosts verzichten . Unter anderem auf die Web-Site des
Symphonieorchesters San José , an deren Stelle von einigen Providern ein
Verbotsschild eingeblendet wird . Der dazu gelieferte Text stellt den
Symphonikern kein gutes Zeugnis aus : " Wir bitte um Verständnis " , heißt es
unter Verwendung des Schweizer Artikels : " Der von Ihnen gewählte Website
verstösst gegen das Schweizerische Strafgesetzbuch " . Der
amerikanisch-niederländische Kabelnetzbetreiber UPC will sich nach einem Bericht
des Handelsblatts am Bieterverfahren für das Fernsehkabelnetz der Deutschen
Telekom beteiligen . An der UPC hält Microsoft einen Anteil von 7,8 Prozent .
Nach Erkenntnissen des Handelsblatts bewirbt sich UPC um den Zuschlag für
mehrere Regionalgesellschaften . Ein Kabelkonsortium mit Microsoft bezeichnete
UPC-Chef Mark Schneider in dem Bericht als " nahe liegende und interessante
Möglichkeit " . In Deutschland rechnet er aber mit hohen Investitionen . " Das
deutsche Kabel ist sehr veraltet " . Zu den bisher bekannten Mitbietern gehört
auch der Freistaat Bayern , der gemeinsam mit privaten Unternehmen unter Führung
der Hypo-Vereinsbank ein Angebot abgeben will . Bereits im Mai hatten Microsoft
und der Medienkonzern Bertelsmann ihr Interesse am Telekom-Kabelnetz bekundet .
1&1 schreibt rote Zahlen Heute musste das Unternehmen auch die ursprüngliche
Wachstumsprognose für das laufende Geschäftsjahr nach unten korrigieren . Das
Geld wurde vorwiegend für den Ausbau der Internet-Geschäfte in europäischen
Nachbarländern sowie eine Niederlassung in Zweibrücken investiert . Vom Jahr
2000 an will 1&1 allerdings wieder schwarze Zahlen schreiben . Das Internet
werde bis dahin " zentrale Ertrags- und Ergebnissäule " sein . Dies lasse sich
bereits jetzt an der Zahl der Internet-Kunden ablesen . Seit Ende 1998 sei sie
von 90.000 auf etwa 210.000 gewachsen . EU-Parlament warnt Firmen vor Echelon
Das Europaparlament hat europäische Unternehmen vor dem US-amerikanischen
Abhörsystem Echelon gewarnt . In einer heute in Straßburg verabschiedeten
Resolution wurden die Firmen aufgefordert , sich stärker vor internationaler
Industriespionage zu schützen und mit Gegenspionage-Diensten zusammenzuarbeiten
. In einem den Parlamentariern vorgelegten Abschlussbericht des eigens
eingerichteten Echelon-Ausschusses wird die Existenz des umstrittenen
internationalen Abhörsystems bestätigt . Die Abgeordneten forderten die
EU-Mitgliedsstaaten auf , bei der Welthandelsorganisation WTO auf wirksamere
Abwehrmaßnahmen gegen Industriespionage zu drängen . In den EU-Vertrag solle
eine Klausel eingearbeitet werden , die Industriespionage ausdrücklich verbietet
. Der Berichterstatter und SPD-Abgeordnete Gerhard Schmid erklärte , es gebe
keinen Zweifel mehr an der Existenz des weltweiten Kommunikationsabhörsystems
Echelon , das von den Geheimdiensten der USA , Großbritanniens , Australiens ,
Neuseelands und Kanadas betrieben wird . " Wir haben sichere Indizien , dass die
USA damit weltweit Wirtschaftsspionage betreiben " , sagte Schmid . Fotos ,
Stellungnahmen von verantwortlichen Geheimdienstleuten und Internet-Recherchen
bestätigten dies . Der Ausschuss empfehle daher Unternehmen in Europa , generell
bei wichtigen Geschäftsverhandlungen über Internet , Telefon oder Telefax
Verschlüsselungstechniken anzuwenden . Allerdings reichten die technischen
Kapazitäten des Systems nicht annähernd so weit , wie in einigen Medien
behauptet werde , sagte Schmid . Private Telefongespräche etwa könnten nur dann
abgehört werden , wenn sie über Satelliten geführt werden . " Definitiv falsch "
sei auch , dass die von US-Amerikanern in Bad Aibling ( Bayern ) betriebene
Anlage Wirtschaftsspionage betreibe . Die dortigen Parabol-Antennen seien zu
klein , um damit die Intelsat-Satelliten anzuzapfen . Die Anlage diene nur zum
Abhören von Militärfunk . Der Echelon-Ausschuss war im vergangenen Jahr
eingesetzt worden , nachdem es Meldungen gegeben hatte , dass mit Echelon
routinemäßig Telefongespräche und E-Mails überwacht würden . Die USA bestreiten
dies . Im Mai war eine Delegation des EU-Parlaments , die sich in den USA über
das Abhörsystem informieren wollte , von der US-Regierung und den
US-Geheimdiensten nicht empfangen worden . Siehe auch Europa-Parlament
verabschiedet Echelon-Bericht bei Telepolis . AOL Deutschland plant massiven
Stellenabbau Der Onlinedienst AOL Deutschland will sich laut einem Bericht des
manager magazins von 10 bis 20 Prozent seiner Mitarbeiter trennen . Auch dem
Technikchef ( COO ) Maximilian Dichtl steht angeblich die Kündigung ins Haus .
Er soll dafür verantwortlich sein , dass Projekte und Entwicklungen bei AOL
verschleppt wurden , hieß es unter Berufung auf " informierte Kreise " . Eine
Stellungnahme von AOL war aufgrund einer Betriebsversammlung nicht zu erhalten .
Vor kurzem hatte der weltgrößte Medien- und Online-Konzern AOL Time Warner in
den USA angekündigt , er wolle künftig 1700 Arbeitsplätze einsparen . Dieser war
im vergangenen Jahr wegen des Vorwurfs der verdeckten Teilhaberschaft des
T-Online-Dienstleisters Netevent von seinem damaligen Arbeitgeber entlassen
worden . Teures RAM durch Handy-Boom Nicht nur die Folgen des schweren Erdbebens
in Taiwan , sondern auch die derzeit starke Handy-Nachfrage treibt die
RAM-Preise in die Höhe . Dies erklärte heute Henry Lu , Vizepräsident des
taiwanischen Motherboard-Herstellers Micro-Star , dem Nachrichtendienst Reuters
. " Mobile Telefone finden zurzeit reißenden Absatz " , sagte Lu . Einige
Hersteller könnten mit der Nachfrage kaum noch Schritt halten . In ihrer Not
akzeptierten sie für RAM erheblich höhere Preise als PC-Hersteller . Die
Situation auf dem Speichermarkt entspanne sich allerdings , berichtete der
Hersteller Mitac , der im Auftrag von Compaq und Hewlett-Packard Notebooks baut
. Rund sieben Wochen nach der Naturkatastrophe gebe es zwar noch Engpässe bei
Grafikkarten , aber die Produktion von Speicherchips laufe schon fast wieder auf
Hochtouren . Schwere Geschütze gegen Kimbles Kimvestor Kim Schmitz , wegen eines
fehlenden Handelsregistereintrags ins Gerede gekommener Jung-Investor , hat im
Fernsehen ein wichtiges Detail verschwiegen . In einem Interview , das am 31.
Januar von n-tv ausgestrahlt wurde , hatte Schmitz , vielen noch unter seinem
früheren " Hacker-Namen " Kimble bekannt , die mangelnde Rechtsfähigkeit seiner
Firma Kimvestor mit dem schleppenden Behördenweg entschuldigt . " Wir warten
bereits seit mehreren Wochen auf die Eintragung beim Handelsregister . " Der
entsprechende Antrag wurde erst kurz vor dem Fersehtermin beim Amtsgericht
München eingereicht . Dort ist das Dokument seit sieben Tagen aktenkundig , wie
ein Amtsrichter auf Nachfrage von heise online bestätigte . Auch die Telebörse ,
die frühzeitig auf Widersprüche bei Kimvestor aufmerksam machte , fährt schweres
Geschütz gegen Schmitz auf . Der Firmengründer habe trotz fehlender
Rechtsfähigkeit konkrete Rechtsgeschäfte abgewickelt , so das Magazin in einer
Stellungnahme . Kimvestor sei als Betreuer von zwei Risikokapitalfonds und als
Finanzgeber des angeschlagenen Co-Shopping-Anbieters LetsBuyIt.com in
Erscheinung getreten . Außerdem verstoße ein im Internet veröffentlichter
Prospekt , der für eine vorbörsliche Beteiligung am Kimvestor werbe , gegen das
Prospekthaftungsgesetz . Dem Dokument fehle ein Hinweis darauf , dass sich die
Kimvestor AG in Gründung befinde . Dieser Einschätzung widerspricht zumindest
die vorbörsliche Info-Site Wytto.de . Eine Haftung käme in Falle Kimvestor wohl
nicht in Betracht , da es sich den Anschein nach um keinen genehmigten Prospekt
handle . Wie es mit Kimvestor und LetsBuyIt.com weitergeht , ist derzeit noch
ungewiss . Im Gespräch mit heise online erklärte Christian Mangel ,
Marketing-Chef von LetsBuyIt , dass ihm die Vorwürfe gegen Kim Schmitz bekannt
seien . Trotzdem würden die Verhandlungen mit Kimvestor und anderen möglichen
Investoren unter Hochdruck fortgesetzt . Ganz im Zeitplan ist das Vorhaben
offenbar nicht mehr . Früheren Verlautbarungen zu Folge sollte bereits Ende
Januar ein erstes konkretes Ergebniss vorliegen . Justiz will
Microsoft-Verfahren ausweiten Nach Angaben von Kartellrechtsexperten erwägt das
US-Justizministerium ( DOJ - Department Of Justice ) eine Ausweitung der
Untersuchungen gegen den Softwareriesen aus Redmond . Wie aus DOJ-Kreisen
verlautete , konzentriert sich die Behörde derzeit auf fünf weitere mutmaßliche
Verstöße der Gates-Firma gegen kartellrechtliche Bestimmungen . Auf dem
Prüfstand steht auch Microsofts Politik bei der Festlegung proprietärer
Standards . Darüber hinaus zeigt sich die Kartellbehörde daran interessiert ,
mit welchen Preisnachlässen und anderen Vergünstigungen Microsoft Software aus
eigener Produktion bei Computerherstellern unterzubringen versucht . Otelo-Jobs
: Arcor kündigt " harte Einschnitte " an Nach der überraschenden Übernahme von
Otelo bemüht sich der neue Besitzer Mannesmann Arcor um eine Sanierung des
ehemaligen Konkurrenten . Arcor-Vorstandschef Harald Stöber kündigte heute den
rund 2800 Otelo-Mitarbeitern " harte Personaleinschnitte " an . Konkrete Zahlen
zu den Entlassungen wollte Stöber allerdings nicht nennen . Durch den hohen
Personalbedarf bei Arcor könnten einige Stellen durch Otelo-Mitarbeiter besetzt
werden . Weiterhin plant Arcor , den Otelo-Verwaltungssitz nach Köln zu verlegen
. Die bisherige Geschäftsführung bleibt zunächst jedoch im Amt . Vor der
Sitzverlegung muß sich Mannesmann den Otelo-Einkauf allerdings noch von den
zuständigen Aufsichtsgremien und der Berliner Kartellbehörde genehmigen lassen .
Website des Weißen Hauses attackiert Ein Sprecher des Weißen Hauses bestätigte
mittlerweile , dass die Website www.whitehouse.gov am früheren Freitagmorgen "
teilweise blockiert " war . Presseberichten zufolge soll der Zugang für
mindestens zwei Stunden ganz unmöglich gewesen sein . An einer Aufklärung wird
mit Hochdruck gearbeitet , wie Sprecher Jimmy Orr sagte . Nach Angaben des
Internet-Service-Unternehmens Keynote Systems im kalifornischen San Mateo wurde
zudem am vergangenen Dienstag eine öffentlich zugängliche Webseite des
US-Geheimdienstes CIA ebenfalls Ziel von Hacker-Attacken . Allerdings sei diese
Webseite nie ganz blockiert gewesen . Zum möglichen Schaden hält sich die CIA
bisher bedeckt . Sprachgesteuertes Wohnzimmer : IBM und Philips kooperieren
Philips und IBM wollen künftig bei der Forschung und Entwicklung von
Spracherkennungs- und Sprachsteuerungssystemen zusammenarbeiten . Die
Kooperation sieht unter anderem einen Austausch von Lizenzen vor . So hat
Philips bereits verlauten lassen , man wolle ein IBM-Verfahren übernehmen , das
die Umsetzung von Text in Sprache ( text-to-speech technology ) ermöglicht .
Nach Einschätzungen von Philips-Chef Ron van den Bos sollen gemeinsame
Entwicklungen schon bald in der Küche und im Wohnzimmer zu finden sein . Neben
Microwellen , Fernsehgeräten und Stereoanlagen soll auch die Telekommunikation
von der Technik profitieren . IBM General Manager Ozzie Osborne liebäugelt vor
allem mit Großkonzernen und Banken , die ihren Telefonservice per
Sprachsteuerung automatisieren wollen . Teles will für AOL Kunden werben Der
Online-Dienst AOL und das Berliner Telekommunkationsunternehmen Teles wollen in
den kommenden zwei Jahren eng zusammenarbeiten . Wie Teles heute in Berlin
bekanntgab , soll die Teles-Tochter Strato über ihre Marketing- und
Vertriebskanäle neue AOL-Kunden anwerben . Im Gegenzug plant AOL nach
Teles-Angaben den satellitengestützten Breitband-Internet-Dienst Teles.skyDSL ,
dessen erste Tests allerdings erst im Herbst starten sollen , exklusiv in seinen
Online-Dienst zu integrieren . Die Kooperation sieht weiterhin vor , daß Strato-
und Teles-Produkte sowie die Hardware dritter Hersteller gemeinsam vermarktet
werden . Am wirtschaftlichen Erfolg sei AOL beteiligt . Europa : Unerwartet hohe
Computernachfrage Trotz schwacher Konjunktur boomt in Europa das Geschäft mit
Computern . Analysten hatten im Vorfeld mit einem Nachfrageplus von unter 10
Prozent gerechnet . Vom Zuwachs profitierten vor allem die führenden Anbieter :
Dell und Siemens Nixdorf meldeten eine Absatzsteigerung von rund 60 Prozent ,
gefolgt von Hewlett-Packard ( +53 Prozent ) und Compaq ( +42 Prozent ) . Das
europäische Gesamtergebnis wurde vor allen durch die anhaltend gute Nachfrage in
Skandinavien beeinflußt . So wurden in Schweden und Norwegen 28 Prozent mehr
Computer als im Vorjahr verkauft . Apple : Überraschender hätte Steve Jobs'
Keynote auf der Macworld Expo in Boston nicht ausfallen können . Im Vordergrund
der mit Spannung erwarteten Ankündigungen (
http://www.heise.de/newsticker/data/cp-01.08.97-000/ ) stand die Bekanntgabe
einer verblüffenden Allianz : Microsoft und Apple , die seit geraumer Zeit mit
Patentstreitigkeiten über Kreuz lagen , wollen künftig wieder enger
zusammenarbeiten . Microsoft bekräftigte seine Absicht , sein Office-Paket
weiterhin für den Mac zu entwickeln . Im Gegenzug bundelt Apple den Internet
Explorer als Standard-Browser mit dem MacOS . Die Ankündigung der Kooperation
löste im Auditorium Pfiffe und Buh-Rufe aus . Der Kurs des Wertpapiers stieg
daraufhin auf über 26 Dollar und befindet sich derzeit weiterhin im
Aufwärts-Trend . Wie erwartet , wird Apples Aufsichtsrat umbesetzt : Aus dem
bisherigen Board sind nur noch Gareth Chang und Edgar Woolard vertreten . Der
Urinvestor Alan C. " Mike " Markkula schied aus , ebenso wie Katherine Hudson
und Bernard Goldstein . Demgegenüber hat Apple noch keinen Nachfolger für den
entlassenen Gilbert F. Amelio gefunden . Der neue CEO soll ebenfalls dem Board
beitreten . Erst danach wird das Präsidentenamt ( Chairman of the board )
besetzt . Zuletzt kursierten Gerüchte , Jobs sei der aussichtsreichste Kandidat
. Nach der gescheiterten Fusion mit der Telecom Italia ist die Deutsche Telekom
jetzt auf dem britischen Mobilfunkmarkt zum Zug gekommen . Damit beendete die
Telekom die wochenlangen Spekulationen über den Erwerb des Unternehmens , an dem
unter anderem auch die Düsseldorfer Mannesmann AG und die France Telecom
interessiert waren . " Wir erwerben einen attraktiven und gut eingeführten
Mobilfunknetzbetreiber mit einem starken Markennamen und einem erheblichen
Wachstumspotenzial " , erklärte heute der Vorstandsvorsitzende der Telekom , Ron
Sommer . Der Aufsichtsrat der Telekom und die Wettbewerbsaufsicht der
Europäischen Union müssen der Transaktion allerdings noch zustimmen . Auf einer
Pressekonferenz in London will die Telekom am kommenden Montag den Erwerb näher
erläutern . One2One ist mit einem Marktanteil von 16 Prozent der viertgrößte und
nach eigenen Angaben der am schnellsten wachsende Mobilfunknetzbetreiber in
Großbritannien . Kieler Gericht stoppt Telekom-Werbung Die Deutsche Telekom darf
nicht mehr mit der Aussage werben , dass alle Kunden über ihr Netz ohne
Anmeldung quer durch Deutschland telefonieren können . Dies hat das Kieler
Landgericht in einem Rechtsstreit entschieden . Die Richter gaben gestern dem
Antrag des Telefon- und Internetanbieters Kielnet auf Erlass einer Einstweiligen
Verfügung statt . Die Behauptung der Telekom , so die Kieler Richter , sei
irreführend und verstoße gegen die guten Sitten des Wettbewerbs . Telefonkunden
, die von der Telekom zu einem anderen Anbieter wechselten , könnten nicht ohne
weiteres über das Telekom-Netz Gespräche führen . Der Kreis dieser Kunden , so
die Richter in ihrer Begründung , sei nicht unerheblich . Da die Telekom-Werbung
über das Radio in einem großen Umkreis verbreitet worden sei , liege eine
Täuschung eines nicht unerheblichen Kundenkreises vor . Der Kunde müsse annehmen
, dass die Telekom eine besondere Leistung bereithalte , was aber nicht der Fall
sei . Um den erheblichen Schaden abzuwenden , der sich aus der Werbung der
Telekom für Kielnet ergebe , sei der Telekom die Aussage untersagt worden . Hält
sich der ehemalige Monopolist nicht an die Verfügung des Kieler Landgerichts ,
drohen Ordnungsgelder oder ersatzweise Ordnungshaft . US-Regierung verzichtet
auf Microsoft-Zerschlagung Überraschende Wendung im Monopol-Verfahren gegen
Microsoft : Die US-Regierung ist heute von ihrer Forderung nach einer
Zerschlagung des Software-Konzerns abgerückt . In einem knappen Statement
erklärte das US-Justizministerium , es strebe keine Aufspaltung des Unternehmens
mehr an . Dieser Schritt sei im Interesse der Verbraucher notwendig . Die
Regierung wolle auch ein anhängiges Verfahren fallen lassen , in dem Microsoft
der illegalen Kopplung des Internet Explorer mit den Windows-Versionen 95 und 98
beschuldigt wird . Bereits zuvor hatte sich die Regierung gegen eine Neuauflage
des Kartellprozesses ausgesprochen . Ob das Justizministerium gegen Windows XP
vorgehen will , ist derzeit noch offen . Allerdings kündigte das Ministerium an
, es wolle sich im weiteren Verlauf auf Produkte konzentrieren , die in früheren
Prozessen noch keine Rolle gespielt hätten . Microsoft äußerte sich nicht
detailliert zu der Ankündigung des Justizministeriums . Das Kartellverfahren
liegt derzeit in den Händen von Richterin Colleen Kollar-Kotelly . Ihr war von
einem Bundesberufungsgericht die Entscheidung über das Strafmaß gegen Microsoft
übertragen worden . Beide Parteien waren aufgefordert worden , vorab über alle
Streitfragen zu informieren und Lösungsvorschläge zu unterbreiten . Surf-Verbot
im Zeichen der Thora Führende orthodoxe Rabbiner in Israel haben ihren Anhängern
den Kontakt mit dem Internet verboten . In einem in Jerusalem veröffentlichten
Aufruf heißt es , das Web stelle " eine schreckliche Gefahr " dar . Ein
spezielles religiöses Gericht der Orthodoxen war vorher zu dem Schluss gekommen
, das Internet führe Menschen in Versuchung und Sünde . Es bringe sie in Gefahr
, ihren Trieben nachzugeben und " scheußliche Dinge " zu tun . Surfen sei "
tausend Mal gefährlicher als fernsehen " . Das Gericht nahm aber Rücksicht auf
orthodoxe Juden , die während ihrer Arbeit auf das Internet angewiesen sind .
Arbeitnehmer sollen die Benutzung auf ein Minimum beschränken und keinesfalls in
ihrer Freizeit surfen . Die Rabbiner verboten außerdem , sich über den Computer
oder an einem anderen Ort Filme anzusehen . Nach einem Bericht der israelischen
Zeitung " Haaretz " waren die orthodoxen Rabbiner ursprünglich Computern und dem
Internet wohlgesonnen . Doch seit einiger Zeit sehen die Rabbiner ihre Felle
davonschwimmen . Ihnen sei " bittere Wahrheit " aufgegangenen , schreibt das
Blatt . Sie befürchten jetzt , durch das Internet könnten viele Mitglieder zu
starken weltlichen Einflüssen ausgesetzt sein . Durch das Verdikt der Rabbiner ,
so vermutet Haaretz , sei nun auch die Zukunft des Thora Net ungewiss . Die
südkoreanische LG-Gruppe stimmt nach monatelangem Tauziehen der Übergabe ihres
Halbleitergeschäfts an Hyundai Electronics zu . Hyndai formiert sich nun zum
weltweit zweitgrößten DRAM-Hersteller . Die LG-Gruppe will sich vollständig aus
dem Chip-Geschäft zurückziehen . Zu den Übernahmebedingungen hüllten sich beide
Seiten in Schweigen . Beobachter in Seoul sind überzeugt , daß der Deal unter
erheblichem Druck der südkoreanischen Regierung zustande kam . Kurz vor
Bekanntgabe der Übernahme hatten sich Koreas Staatspräsident Kim und LG-Chef Koo
Bon Moo zu gemeinsamen Konsultationen getroffen . In einer ersten Stellungnahme
begrüßte LG-Sprecher Kang Yu Sig die Entscheidung seiner Firma . Die Übergabe
sei die " beste Lösung , um das koreanische Restrukturierungsprogramm zu stützen
" . MCI WorldCom bietet 55 Milliarden für AirTouch Im Rennen um die Übernahme
der US-amerikanischen Mobilfunkfirma AirTouch bahnt sich offenbar ein Dreikampf
an . Bei der Offerte soll es um ein Aktientauschangebot handeln , das noch diese
Woche umgesetzt werden kann . AOL per Handy AOL Europe plant , ausgewählte
Inhalte künftig für den Abruf per Handy aufzubereiten . In Zusammenarbeit mit
Nokia , Ericsson und dem britischen Unternehmen RTS Wireless will der
Online-Dienst seine Kunden künftig per SMS über eingegangene E-Mails informieren
. " Wir verbinden dabei Text- und Voice-Nachricht " , erklärte heute der Chef
von AOL Europe , Andreas Schmidt . Der neue Dienst , so Schmitt , soll bereits
in diesem Frühjahr an den Start gehen . Im nächsten Schritt will AOL ein Portal
für moderne Handys aufbauen , die bereits mit dem WAP-Standard ( Wireless
Applikation Protocol ) ausgerüstet sind . Über das WAP-Portal sollen alle Nutzer
von AOL , CompuServe oder Netscape Online Inhalte wie Aktienkurse und
Verkehrsnachrichten abrufen sowie E-Mails über das Handy lesen und schreiben
können . Die neuen Mobilfunk-Dienste sollen zunächst auf gängigen Standards
beruhen . " Wir sind aber auch auf neue Technologien wie GPRS vorbereitet " ,
sagte Schmitt . GPRS ( General Packet Radio Service ) wird voraussichtlich Ende
2000 eine Übertragung von bis zu 115,2 kBit im digitalen Mobilfunk ermöglichen .
Bisher kann man in den meisten Netzen die Daten nur mit der gemächlichen
Geschwindigkeit von 9600 Bit pro Sekunde befördern . LetsBuyIt : Kein Geld von
Kimble Der umstrittene Jung-Investor Kim Schmitz war nicht an der zweiten
Finanzierungsrunde des angeschlagenen Co-Shopping-Anbieters LetsBuyIt beteiligt
. Wie mittlerweile aus Vorstandskreisen des Internet-Unternehmens verlautete ,
gehört Schmitz , der gelegentlich unter seinem früheren Hacker-Namen " Kimble "
auftritt , allerdings dem Kreis der Gesellschafter an . Für die gestern
gemeldete Kapitalaufstockung habe der Münchner jedoch keine Gelder zur Verfügung
gestellt . Weitere Mittel sollen aus dem Verkauf von 125 Millionen neuer Aktien
in die Kassen fließen . Die zur Zeit für Transaktionen geschlossene Website
LetsBuyIt.com soll nach Angaben von Firmen-Chef John Palmer in " zwei oder drei
Wochen " wieder den Regelbetrieb aufnehmen . Wie Interimsvorstand Rolf Hansen im
Gespräch mit dem Handelsblatt erklärte , sind die Zusagen der Geldgeber an die
Bedingung einer erfolgreichen Umstrukturierung seines Unternehmens geknüpft
worden . Erste konkrete Maßnahme für einen Neuaufbau sei deshalb die Schließung
der Standorte in Spanien , Italien , Dänemark , Finnland , Norwegen , Belgien ,
Österreich , der Schweiz und den Niederlanden . Zuvor hatte das Unternehmen
bereits die Entlassung von 200 der derzeit 350 Mitarbeiter angekündigt .
Kimvestor : Barkeeper im Aufsichtsrat Neue Ungereimtheiten im Fall Kimvestor :
Entgegen früheren Angaben besteht der Aufsichtsrat der Firma des umstrittenen
Jung-Investors Kim Schmitz überwiegend aus Münchner Lokalgrößen . Dies
bestätigte heute ein Mitglied des Gremiums auf Anfrage von heise online . Neben
dem Gaststätten-Berater und Barkeeper Keiwan Mirheidari wachen der
Schmitz-Adlatus Gerrit Guggenberger sowie Finn Batato , Directmarketing-Leiter
eines Werbekonzept-Anbieters , über die Geschicke der Firma . In früheren
Verlautbarungen hatte Schmitz mit einem hochkarätig besetzen Aufsichtsrat
geworben . Neben Dieter Haben ( Geschäftsführer der DaimlerCrysler-Tochter TSS )
sollte Kirch-Managerin und Ex-Compaq-Chefin Gerrit Huy sowie der
Dresdner-Bank-Vorstand Gerhard Barth dem Gremium angehören . Mittlerweile hat
Schmitz , der auf seiner privaten Homepage unter seinem Hacker-Namen Kimble
auftritt , eine eigene Darstellung seiner Rolle bei der Rettungsaktion für
LetsBuyIt.com ins Internet gestellt . Unter anderem kündigt er darin eine Klage
gegen das Anlegermagazin Telebörse und den Nachrichtensender n-tv an , die beide
frühzeitig auf widersprüchliche Angaben von Kimvestor aufmerksam gemacht hatten
. Musikgiganten planen Web-Offensive Bertelsmann will gemeinsam mit Seagram die
Musikgeschäfte im Internet ankurbeln . Dies meldet heute das Wall Street Journal
. Demnach wollen die Partner , die rund 45 Prozent des amerikanischen
Musikmarkts kontrollieren , eine breit angelegte Kooperation im Web eingehen .
Bertelsmann würde in die Ehe die Plattenfirma BMG , zu der rund 200 Labels in 53
Ländern gehören , einbringen . Seagram gilt nach der Verschmelzung von PolyGram
und Universal Music im vergangenen Jahr sogar als Branchenprimus . Der
weltgrößte Musikverleger hat allerdings noch Defizite im Internet . Dagegen
tummelt sich BMG bereits seit einigen Jahren erfolgreich im Web . Der
Direktmarketing-Spezialist Bertelsmann soll seither Daten von über 500.000
potentiellen Kunden gesammelt haben . Insider bezweifeln jedoch , daß die
Schwergewichte ihre Produkte künftig zum Download anbieten wollen . Vielmehr
sieht BMG-Marketing-Chef Kevin Conroy das Internet vorrangig als Werbeplattform
. In einem Interview nannte er Gründe für derzeit flaue Plattenverkäufe : Eine
Studie habe gezeigt , daß Platttenkunden kaum noch einen Überblick über
Neuerscheinungen haben . Das könnte sich demnächst ändern . Zumindest denkt
Conroy darüber nach , den Musik-Fans neue Titel künftig per EMail anzukündigen .
Compaq will Service-Bereich ausbauen Der US-Computerhersteller Compaq will sein
Service-Geschäft durch die Übernahme eines europäischen Unternehmens ausbauen .
Derzeit verhandle der Hersteller mit vier Firmen , davon eine in Deutschland ,
sagte ein Sprecher der Compaq Computer GmbH heute in München . Bereits in zwei
bis drei Jahren wolle Compaq ein Drittel seines Umsatzes im Service-Bereich
erzielen - dazu zähle unter anderem die Implementierung von Software für den
E-Commerce . Wie auch andere Computerhersteller hatte Compaq die Branchenflaute
in den vergangenen Monaten deutlich zu spüren bekommen und den Abbau von
insgesamt 7000 Arbeitsplätzen angekündigt . Besonders hart traf es den
Hersteller im PC-Sektor : Sonderprüfung der Telekom-Immobilien gescheitert
Kleinaktionäre der Deutschen Telekom sind vorerst mit ihrem Antrag gescheitert ,
das Immobilienvermögen des Unternehmens durch eine Sonderprüfung erneut bewerten
zu lassen . Damit wird der DSW-Antrag nicht auf die Tagesordnung der
Telekom-Hauptversammlung am 29. Mai gehoben . Wie die DSW-Sprecherin weiter
sagte , soll jetzt die Sonderprüfung auf der Aktionärsversammlung beantragt
werden . Damit hätte man zumindest die Möglichkeit , für das Geschäftsjahr 2000
den Immobilienbesitz zu prüfen . Für diesen Antrag müsste allerdings die
Mehrheit des anwesenden Kapitals stimmen . Da sich aber allein der Bundesanteil
auf rund 58 Prozent beläuft , sind die Erfolgsaussichten aber gering . Vobis
investiert in Tulip-Fabrik Vobis bewirbt sich um den Kauf der Computerfabrik des
in Zahlungsschwierigkeiten geratenen niederländischen Produzenten Tulip . Der
deutsche Hersteller und Discounter bestätigte heute die Überweisung eines nicht
näher bezifferten Betrags , der vorerst die Betriebsbereitschaft des im
vergangenen Jahr eröffneten Tulip-Werks in 's-Hertogenbosch sichern soll . Zur
Höhe der Offerte hielt er sich noch bedeckt . Offenbar will Vobis möglichen
Kapazitätsengpässen vorbeugen . Lebensmitteldiscounter Aldi hängt Compaq ab Der
japanische Konzern Fujitsu führt in Deutschland zum ersten Mal die Liste der
erfolgreichsten Computerhersteller an - die Lebensmittelkette Aldi rangiert
bereits auf Platz drei . Das geht aus einem heute veröffentlichten Bericht des
Marktforschungsinstituts Dataquest hervor . Die Marktbeobachter hatten die
Verkaufszahlen für Personal Computer im ersten Quartal 1999 ermittelt . Demnach
erreichte Fujitsu mit 245000 verkauften PCs einen Marktanteil von 15,1 Prozent .
Siemens liegt mit knapp 240000 verkauften Computern und einem Marktanteil von
14,7 Prozent weiterhin auf Platz zwei . Dagegen mußte die mittlerweile
zerschlagene Vobis-Gruppe die Marktführerschaft abgeben . Die ehemals zu Vobis
gehörende Maxdata landete mit einem Marktanteil von 4,7 Prozent auf Platz sechs
; die Einzelhandelskette Vobis erreichte mit der Marke Highscreen 4 Prozent
Marktanteil und lediglich Platz sieben . Dagegen zeigt die Erfolgskurve der
Discountkette Aldi weiter steil nach oben . " Aldi hat rund 200000 PCs verkaufen
können und landete damit auf Platz drei " , sagte Marktexperte Thomas Reuner von
Dataquest in London . Die Ladenkette der Gebrüder Albrecht war in Deutschland
mit einem Marktanteil von über zehn Prozent erfolgreicher als Compaq . Der
Weltmarktführer setzte im ersten Quartal nur knapp 142000 PCs ab , liegt mit
einem Marktanteil von 8,7 Prozent aber noch deutlich vor IBM . Big Blue
verkaufte zur gleichen Zeit lediglich 99000 Computer und rangiert mit 6,1
Prozent auf Platz fünf . Die Aldi-Offensive sowie die Gegenangebote
verschiedener Konkurrenten trugen dazu bei , daß sich der Verkauf von PCs an
private Verbraucher in Deutschland im ersten Quartal 1999 mit einem Zuwachs von
108 Prozent mehr als verdoppelt hat . Dies entspricht einer Steigerung um 34,6
Prozent im Vergleich zum Vorjahr . Allerdings bilanzierte die Branche bei
Verkäufen an Firmenkunden nur einen mäßigen Zuwachs von sieben Prozent .
Enttäuschend verlief das Quartal für den texanischen PC-Direktvermarkter Dell ,
der in Deutschland mit einem Marktanteil von 3,8 Prozent weit hinter den selbst
gesteckten Zielen zurückblieb . Reuner führte die Schwäche von Dell auf
Management-Probleme zurück . Auch bei Apple gab 's wenig Grund zum Jubel . Der
Hersteller verpaßte trotz iMac knapp den Einzug in die Top-Ten und landete mit
rund 33000 verkauften Geräten nur auf Platz 13 . Laut Reuner bleibt Apple in
Deutschland " ein starker Nischenplayer " , dem es bisher nicht gelungen sei ,
sich neue Käufergruppen zu erschließen . Jahr 2000 : Deutsche Bank warnt vorm
Crash Nach Einschätzungen der Deutschen Bank crashen im Jahr 2000 zuerst die
Computer und dann die Finanzen . Auslöser sei der Umstand , daß zwar viele
Unternehmen das Jahr-2000-Problem ihrer Datenverarbeitung gelöst hätten , sich
aber nicht darum kümmern , ob dies auch bei ihren Kunden und Lieferanten
geschehen sei . Computex : Asus zeigt High-End-Notebook Asus will in die neue
Notebook-Reihe B2 alles reinstecken , was gut und teuer ist : Den Grafikchip
GeForce 2 go , ein Chipsatz mit Double-Data-Rate-Speicherinterface und ein
hochauflösendes Display . Das in einem eleganten Gehäuse steckende Notebook
eignet sich aufgrund des hohen Gewichts und recht großen Gehäuses ( und
vermutlich eher magerer Akkulaufzeit ) weniger für den tragbaren Einsatz ,
sondern kann einen Desktop-Rechner komplett ersetzen . Ein Diskettenlaufwerk ist
eingebaut . In einem Erweiterungsschacht findet ein DVD- oder CD-RW-Laufwerk
Platz . Schon fast selbstverständlich sind eine Firewire-Schnittstelle ,
10/100-MBit-Netzwerk und ein eingebautes Modem . Die drahtlose Kopplung per IEEE
802.11 ist als Option integrierbar . Die Tastatur machte bei ersten
Tippversuchen einen sehr guten Eindruck . Mit welchem Speichertyp und mit
welchen Prozessoren das B2 den deutschen Markt erreichen wird , ist noch nicht
klar . Auch zum Erscheinungstermin und Preis gibt es außer " very expensive "
noch keine Informationen . Der Betrag wird vermutlich im vierstelligen Bereich
bleiben - doch leider nur deshalb , weil wir das B2 schon mit Euro bezahlen
müssen . ( Jörg Wirtgen ) Kinderpornos auf Behördencomputer Beamte der
Dienststelle für Sexualdelikte des Hamburger Landeskriminalamtes haben in zwei
Fällen Kinderpornografie auf Behördencomputern entdeckt . Wie die Polizei heute
mitteilte , wird gegen einen 39-jährigen Mann in der Fachhochschule Hamburg und
einen 33-jährigen Mitarbeiter des Einwohnerzentralamtes wegen Verbreitung und
Besitzes pornografischer Bilder ermittelt . Zwischen beiden Fällen gibt es laut
Polizei keine Verbindungen . Die privaten Computer und Disketten wurden
eingezogen . Zahlreiche sichergestellte Disketten müssten noch ausgewertet
werden , hieß es . Im vergangenen Monat hatte die Staatsanwaltschaft Hamburg
einen Hinweis erhalten , dass der 39-jährige Mitarbeiter im Fachbereich
Maschinenbau der Fachhochschule Hamburg Kinderpornos aus dem Internet auf seinen
Computer am Arbeitsplatz heruntergeladen hat . Am Montag vergangener Woche
durchsuchten Polizisten den Arbeitsplatz und die Wohnung des 39-Jährigen . Dabei
wurden zahlreiche Dateien mit Kinderpornos sichergestellt . Am vergangenen
Dienstag kam durch eine Routineüberprüfung der Innenbehörde heraus , dass ein
33-jähriger Mitarbeiter der Einbürgerungsabteilung im Einwohnerzentralamt
größere Datenmengen auf seinen Computer heruntergeladen hat . Bei der Revision
der Daten wurden auch kinderpornografische Bilder gefunden . Bei der
anschließende Durchsuchung der Wohnung des Verdächtigen wurden weitere
Kinderporno-Bilder sichergestellt . France Telecom will bei E-Plus einsteigen
Die Allianz der Deutschen Telekom mit der französischen Telecom ist nach einem
Bericht des Nachrichtenmagazins Focus endgültig zerbrochen . Demnach will sich
die France Telekom mit 17,2 Prozent am drittgrößten deutschen
Mobilfunk-Unternehmen E-Plus beteiligen und damit der Telekomtochter T-Mobil
Konkurrenz machen . Der Essener RWE-Konzern , der zusammen mit der Düsseldorfer
Veba die Mehrheit ( 60,3 Prozent ) an E-Plus hält , gab zu bedenken , daß das
US-Unternehmen Bell South ( 22,5 Prozent ) ein Vorkaufsrecht auf die
Vodafone-Anteile von 17,2 Prozent habe . Bell South habe sich aber bisher noch
nicht zu seinen Absichten geäußert , sagte RWE-Konzernsprecher Dieter Schweer
gestern abend . Raab Karcher : 632 Mio. US-Dollar für Wyle Die VEBA-Tochter Raab
Karcher baut ihr Geschäftsfeld " Electronics " weiter aus und kauft dazu alle
Aktien des US-amerikanischen Komponenten-Multi Wyle . Raab Karcher erwartet
durch die Übernahme ein stark Belebung im Komponentengeschäft . D-Info 97 mit
Gruß an die Telekom Die aktuelle Version der Telefonbuch-CD-ROM D-Info 97 steht
seit heute in den Händlerregalen . Nach langem juristischen Hickhack um die
Vorgängerversionen hat sich der Mannheimer Hersteller und Vertreiber Topware aus
dem lukrativen Geschäft mit elektronischen Telefonbüchern zurückgezogen - formal
jedenfalls . D-Info 97 erscheint zwar weiterhin unter bekanntem Topware-Logo ;
die Herstellung und den Vertrieb hat allerdings die kleine österreichische Firma
Topware Austria übernommen . Frank Dohms , Sprecher der Firma , verwies
gegenüber der c't auf die aktuelle rechtliche Situation in Österreich :
Möglicherweise geht der Streit um Deutschlands legalste Telefonbuch-CD-ROM doch
in die nächste Runde . Vorab schwingt Topware Austria schon mal die Fäuste .
Unter http://www.d-info.de richten sich die Österreicher mit einem rustikalen
Grußwort an die Telekom : Auf einem bildschirmfüllenden Foto beharken sich zwei
Boxer . Während der Ringrichter einen Kämpfer anscheinend nur mit Mühe bändigen
kann , hält sein Gegener in den rosafarbenen Shorts vorsorglich engen
Bodenkontakt . Toshiba übernimmt D-RAM-Hersteller Dominion Der Mischkonzern
Toshiba beendet eine vierjährige Chip-Allianz mit IBM und wird Alleinaktionär
des US-Chipherstellers Dominion Semiconductor . Zum Kaufpreis hielten sich die
Partner bedeckt . Nach der Übernahme wird Dominion seine Lieferungen für IBM
einstellen . Damit endet für IBM auch die Chip-Allianz mit Toshiba . Stattdessen
wollen die Japaner mit dem Partnerunternehmen Fujitsu enger kooperieren . Sony
verabschiedet sich aus dem US-Handymarkt Der japanische Hersteller Sony hat
heute seinen Rückzug aus dem nordamerikanischen Markt für Mobiltelefonie
angekündigt . Sony werde sich künftig auf die Entwicklung der nächsten digitalen
Handy-Generation konzentrieren , teilte das Unternehmen in Tokio mit . Die
Japaner , die erst seit 1995 im nordamerikanischen Markt tätig sind , hatten
sich im harten Preiswettbewerb für Mobiltelefone nicht wie erwartet durchsetzen
können . Außerdem mußte das Unternehmen einen Teil seiner Produkte wieder aus
dem Verkehr ziehen , weil sie nicht den US-Bestimmungen entsprachen . Microsoft
fordert Einstellung der Kartellklage Microsoft will die Einstellung des gegen
den Softwarekonzern gerichteten Anti-Trust-Verfahrens erwirken . Anläßlich eines
Gerichts-Hearings kündigte Firmenanwalt John Warden an , Microsofts werde am
Montag die Eröffnung eines Schnellverfahrens beantragen . Microsoft-Justitiar
William Neukom sieht offensichtlich gute Chancen , den Prozeß noch vor Eröffnung
der Hauptverhandlung niederzuschlagen . Munition liefert ihm dabei das Urteil
eines Berufungsgerichts , das vor einem Monat überraschend das Kopplungsverbot
von Windows 95 und Internet Explorer aufhob . Hochzeit der Medienriesen Die
US-Medienkonzerne Viacom und CBS schließen sich zusammen . Bereits heute gehören
die Partner zu den großen Content-Anbietern US-relevanter Themen im World Wide
Web . In den vergangenen sechs Monaten hat vor allem CBS versucht , sein
Internet-Angebot durch Zukäufe und Allianzen auszubauen . Einige Neuerwerbungen
galten in der Branche nicht gerade als Glücksgriff . Erst eine millionenschwere
Werbekampagne musste US-Bürgern die Angebote von Hollywood.com , Jobs.com und
Medscape.com schmackhaft machen . Auch Viacom hat die Sommermonate genutzt , um
das Web-Image aufzupolieren . Nach dem Relaunch der Web-Site des Kinderkanals
Nickelodeon wurden auch MTV.com und VH1.com umgebaut . Aber der Erfolg lässt
zurzeit noch auf sich warten . Internet-Buchhandel : Bertelsmann steigt groß ein
Wie Sprecher des US-Verlegers bestätigten , steht dem Deal , der Bertelsmann
eine 50prozentige Beteiligung an der Discounter-Web-Site barnesandnoble.com
sichert , nichts mehr im Wege . Für Beobachter steht die beabsichtigte
Firmenbeteiligung in direktem Zusammenhang mit großvolumigen Aktienverkäufen :
Die Beteiligung am Internet-Buchhandel von Barnes & Noble dürfte dem derzeitigen
Marktführer Amazon.com das Leben schwerer machen , bei dem wiederum
Bertelsmann-Partner AOL ein namhaftes Aktienpaket hält . Ruft Microsoft Gates in
den Zeugenstand ? Entgegen der ursprünglichen Absicht erwägt Microsoft , Bill
Gates als Zeugen im Antitrust-Prozeß nachzunominieren . Redmonds Justitiar
William Neukom bestätigte am Wochenende , daß die Verteidigung mit dem Gedanken
spielt , den Firmenchef in den Zeugenstand zu rufen . Die Prozeßordnung stünde
dem nicht im Wege : Beide Seiten dürfen nachträglich jeweils zwei zusätzliche
Zeugen benennen . Vor Prozeßbeginn hatte Microsoft auf Gates' Prozeßteilnahme
verzichtet - der enge Terminkalender des Chefs lasse sein Erscheinen vor Gericht
nicht zu . Mit dem persönlichen Auftritt von Gates will die Verteidigung
anscheinend den schlechten Eindruck revidieren , den Gates in Vorverhören
hinterlassen hat . Zuletzt hatte der Vorsitzende Richter Thomas Penfield Jackson
Gates scharf attackiert und seine Glaubwürdigkeit in Zweifel gezogen . " Bill
sollte die Gelegenheit nutzen und erklären , warum er sich in den Vorverhören ,
die eigentlich nicht für die Öffentlichkeit gedacht waren , so ausweichend
geäußert hat . " Jetzt auch Computer-Spiele bei Aldi Nach Desktop-Computern ,
Notebooks , Monitoren und Scannern rücken bei Aldi jetzt die Spiele an . Primax
übernimmt das Visioneer-Scannergeschäft Der kalifornische Hersteller Visioneer
hat den Verkauf seines Scannerhardwaregeschäfts an den taiwanischen
Elektronikproduzenten Primax abgeschlossen . Die Visioneer-Scanner werden
künftig von der neuen Primax-Tochtergesellschaft " Primax V Acquisition " mit
Firmensitz in Fremont vermarktet . Sorgentelefon für Handbuchgeplagte Die
Universität Trier hat Deutschlands erste Hotline für unverständliche
Gebrauchsanweisungen eingerichtet ( Tel. 0651/201-2332 ) . Motto : Nicht der
Verbraucher ist schuld , sondern das Handbuch , in dem er liest . Beraterin Ruth
Müller begrüßt geplagte Anwender üblicherweise mit den Worten : " Ich freue mich
, daß Sie sich über die Gebrauchsanweisung beschweren wollen , denn Sie tragen
dazu bei , daß die folgenden besser werden " . Die Mitarbeiter des
Sorgentelefons wollen allerdings nicht nur die betreffenden Hersteller auf ihre
Versäumnisse aufmerksam machen , sondern in einzelnen Fällen auch direkt
zwischen Anwendern , Händlern und Produzenten vermitteln . Deutsche Telekom
angeblich in Kauflaune Gerüchte über ein bevorstehende Übernahme durch die
Deutsche Telekom verliehen heute der Aktie des zweitgrößten englischen
Telekommunikationsanbieters Cable & Wireless Flügel . Die nach Ausscheiden ihres
CEO Dick Brown derzeit führerlose Cable & Wireless würde nach Ansicht von
Analysten hervorragend ins Portfolio der Deutschen Telekom und ihrer Partner
France Telekom und Sprint passen . Die Akquisition könnte das bisher
vernachlässigte Asiengeschäft der Global-One-Allianz anschieben . Die Deutsche
Telekom , die zuletzt mehrfach Expansionsabsichten geäußert hatte , wollte sich
zu den Spekulationen bislang nicht äußern . Forum diskutiert Strafen gegen
Microsoft Seit 1997 lädt Verbraucherschützer Ralph Nader zu Konferenzen in
Sachen Microsoft . Auch in diesem Jahr will seine Verbraucherschutzorganisation
" Consumer Project on Technology " Redmond die Leviten lesen und kurz vorm
Urteilsspruch im laufenden Kartellverfahren das Für und Wider möglicher
Sanktionen gegen den Softwareriesen diskutieren - darunter die Teilung des
Gates-Konzerns und etwaige Boycott-Maßnahmen . Auf der Gästeliste des am 30.
April geplanten Forums stehen prominente Microsoft-Gegner wie Sun-Chef Scott
McNealy oder Netscapes Rechtsberater Gary Reback . Auch Vertretern von Microsoft
will Nader die Tür nicht zuschlagen , " wenn sie sich mit konstruktiven
Vorschlägen beteiligen können " . Mittlerweile warnte Microsoft-Sprecher Jim
Cullinan davor , das Fell des Bären zu verteilen , bevor er erlegt ist : " Das
Verfahren ist noch nicht abgeschlossen " . Der Ruf nach Strafmaßnahmen
entspringe lediglich dem Wunschdenken der Konkurrenz . Letzte Meile : Sechs
klagen gegen Deutschland Sechs Telefongesellschaften haben bislang beim Kölner
Verwaltungsgericht Klagen gegen die Bundesrepublik Deutschland wegen der
Entgelte für die letzte Meile eingereicht . Wie ein Gerichtssprecher heute
bestätigte , handele es sich unter anderem um die Anbieter Mannesmann Arcor und
Telepassport . Darüber hinaus wollen die sechs regionalen Telefongesellschaften
Isis , Ewe Tel , HanseNet , Netcologne , Tesion und VEW Telnet den Preisbeschluß
der Regulierungsbehörde per Sammelklage zu Fall bringen . Anfang Februar hatte
die Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation entschieden , daß die
Telekom von den neuen Anbietern eine monatliche Miete von 25 Mark 40 fordern
kann , wenn diese einen Kunden über die Leitungen des ehemaligen Monopolisten
anschließen wollen . Die neuen Telefonfirmen , die im Ortsbereich vollständig
auf die Leitungen der Telekom angewiesen sind , ist das jedoch zu teuer . Sie
halten einen Mietpreis von 15 bis 20 Mark pro Monat für gerechtfertigt .
Sicherheitsrisiko Diskettenlaufwerk Aus Angst vor Datenspionage haben drei
US-Atomwaffenlabors vorübergehend die Arbeit am Computer eingestellt .
Hintergrund ist der Verdacht , daß der chinesische Geheimdienst Zugriff auf die
streng gehüteten Daten der Forschungseinrichtungen erhalten habe . Vom
Computer-Stopp sind die Institute in Los Alamos , Sandia und Lawrence-Livermore
betroffen . Ihre geheimen Rechnersysteme , die der Simulation von
Atomwaffentests und der Wartung von Nuklearwaffen dienen , sind miteinander
vernetzt , haben aber keine direkte Verbindung zur Außenwelt . Allerdings
verfügen einige Rechner über Diskettenlaufwerke . Auf diesem Weg sollen in der
Vergangenheit Daten aus den Labors geschmuggelt worden sein . Bis die
Sicherheitslücke geschlossen ist , bleiben die Computer abgeschaltet . Deutsche
Telekom muss US-Bilanz korrigieren Die US-Börsenaufsicht ( SEC ) will die
Abwertung des Immobilienvermögens der Deutschen Telekom für das Geschäftsjahr
2000 nicht akzeptieren . Wie Finanzvorstand Karl-Gerhard Eick dem Düsseldorfer
Handelsblatt sagte , fordere die SEC eine Neubewertung erst dann , wenn die
Einzelbewertung der Gebäude und Grundstücke abgeschlossen sei . Das soll
voraussichtlich Ende dieses Jahres der Fall sein . Sie begründete diese
Entscheidung mit einem Strategiewechsel : Danach will sich der Bonner
Ex-Monopolist schneller als bisher von Teilen seiner Immobilien trennen . Im
Geschäftsbericht 2000 werde die Telekom den entsprechenden amerikanischen Teil
korrigieren , sagte ein Konzernsprecher . Das sind jene Passagen , die den
Immobilienwert nach der amerikanischen Rechnungslegungsvorschrift US-GAAP
darstellen . So muss das Unternehmen neben einem deutschen Jahresabschluss ( HGB
) seine Bilanz auch nach US-GAAP erstellen . Vodafone verkauft Wiener
Mobilfunk-Tochter Der Mobilfunkkonzern Vodafone hat seine österreichische
Tochterfirma tele.ring an den US-Anbieter Western Wireless International
verkauft . Der Vertrag stehe noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die
zuständigen Aufsichtsbehörden , teilte die zur Vodafone-Gruppe gehörende
Mannesmann AG heute mit . Auf dem österreichischen Markt ist tele.ring mit
200.000 Kunden nach eigenen Angaben der viertgrößte Mobilfunkbetreiber . Das
Unternehmen bietet außerdem Festnetz- und Internetdienste . Tele.ring steht dem
Vernehmen nach schon seit längerem auf der Verkaufsliste von Vodafone .
Österreich gehöre nicht zu den Kernregionen des Unternehmens , erklärte heute
ein Unternehmenssprecher . Dem widerspricht derzeit noch die Website von
tele.ring . " Österreich kommt als Kernland Europas eine sehr bedeutende
Brückenfunktion in der Vodafone-Strategie zu " . Napster mit neuem Rechtsberater
Die US-Musiktauschbörse Napster hat einen neuen Berater für Rechtsfragen .
Jonathan Schwartz habe den neuen Posten eines General Counsel übernommen ,
berichtete das zum Bertelsmann-Konzern gehörende Unternehmen . Schwartz soll
Rechtsfragen des neuen kostenpflichtigen Angebotes regeln , das nach
Napster-Angaben noch in diesem Sommer starten soll . Zudem sei er für die
Belange des anhängigen Verfahrens vor einem amerikanischen Bundesgericht
zuständig . Die Musikindustrie hatte die umstrittene Tauschbörse verklagt und
verlangt , dass auf der Napster-Plattform keine Copyright-geschützten Titel
getauscht werden dürfen . Der neue Kollege habe große Erfahrungen in
Rechtsfragen , lobte Napster-Chef Hank Barry . Zuletzt war Schwartz in
Washington beim Department of Justice tätig . Computex : Tualatin überall und
nirgends Intels nächster Pentium III mit Codenamen Tualatin ist auf der Computex
nirgends zu sehen , doch jeder Mainboard-Hersteller passt seine Produktpalette
an diesen neuen Prozessor an . Derzeit steckt im Pentium III der Coppermine-Kern
, der mit Ach und Krach die Gigahertz-Grenze erreichen konnte . Für höhere
Taktraten hat Intel den in einem 0,18-µm-Prozess hergestellten Coppermine auf
0,13 Mikron geschrumpft , ein paar Verbesserungen bei der Cache-Anbindung
eingebaut und das ganze Tualatin getauft . Zuerst will Intel ihn in einer
Mobile-Version für Notebooks heraus bringen , doch alle Mainboard-Hersteller
passen ihre Produktpalette schon mal an die Desktop-Variante im
Sockel-370-Format an . Drei Chipsätze dominieren den Tualatin-Markt : Der VIA
Apollo Pro266T ( VT8633T ) mit Double-Data-Rate-Speicherinterface und die
SDR-Chips VIA Apollo Pro133T ( 694T ) und Intel i815E/EP im " B-Stepping " .
Außer der Unterstützung für den neuen Kern bieten die drei nichts Neues und
entsprechen den Tualatin-unfähigen Vorgängern Pro266 ( VT8633 ) , Pro133A ( 694X
) und i815E/EP . Während einige Hersteller ihre bestehenden Produkte lediglich
mit dem neuen Chipsatz und den notwendigen Änderungen versehen , renovieren
andere ihre Ausstattungsliste : Erfreulich oft findet sich inzwischen ein
Netzwerk-Anschluss auf den Boards ; auch integrieren immer mehr Hersteller einen
Vierkanal-fähigen Soundchip oder AC97-Codec . Die neuen Boards unterstützen
natürlich auch die Coppermine-Prozessoren , sodass sie oft als " Universal
Mainboard " in den Produktlisten auftauchen . Gigabyte verbaut als Kennzeichen
sogar einen andersfarbigen Prozessorsockel . Nicht sicher ist übrigens , dass
der alte PPGA-Celeron mit 2 Volt Kernspannung ( Mendocino ) in allen
Universal-Boards läuft . Die Leistung der Universal-Klasse wird wohl zu wenigen
Überraschungen führen . Lediglich die Änderungen des Tualatin versprechen etwa
drei Prozent mehr Geschwindigkeit . Wann Intel die Desktop-Version des Tualatin
( mit Taktraten zwischen 1 und etwa 1,3 GHz ) vorstellt , ist unklar . Wer
jedoch jetzt die Anschaffung eines einigermaßen zukunftssicheren
Sockel-370-Mainboards plant , kommt an den Universal-Modellen nicht vorbei .
Aktionäre fordern Auflösung des Web-Buchshops mediantis Die Schutzgemeinschaft
der Kleinaktionäre ( SdK ) hat erstmals die Auflösung einer am Neuen Markt
notierten Gesellschaft gefordert . Es sei äußerst zweifelhaft , ob das
Geschäftsmodell des Internetbuchhändlers mediantis ( früher unter dem Namen
buecher.de bekannt ) jemals aufgehe , sagte SdK-Vorstand Markus Straub heute in
München . " Die sollen endlich aufhören , Geld zu verbrennen . " Daher fordere
die SdK vom Vorstand , auf der Hauptversammlung Ende Juli über die Liquidierung
der Gesellschaft abstimmen zu lassen . Das Management des Unternehmens gab
zunächst keine Stellungnahme ab . Das Geschäftspotenzial des Internets sei
überschätzt worden , erklärte die SdK . Die mediantis AG werde zudem von einem "
wenig fähigen Management " geleitet . Daher mache eine Liquidierung Sinn . Freie
Mittel könnten an die Aktionäre ausgeschüttet werden . Auch im ersten Quartal
2001 steckte der Konzern noch in den roten Zahlen . Die Gewinnzone will das
Unternehmen laut früheren Angaben im Jahr 2003 erreichen . " Besonders
bedenklich stimmt auch , dass der Vorstand nicht nur im operativen Geschäft
weitgehend erfolglos ist , sondern auch mit der Investition der Aktionärsgelder
wenig verantwortungsbewusst umgeht " , erklärte die SdK . Durch die Anlagen in
einen Spezialfonds hatte das Unternehmen im ersten Quartal Geld verloren . Die
Schutzgemeinschaft wies zudem darauf hin , dass Vorstände und Aufsichtsräte seit
Ablauf der Sperrfrist im Juli 2000 mehrere 100.000 Aktien verkauft hätten .
Offensichtlich gebe es auch auf der Führungsebene Zweifel am Gelingen des
Geschäfts . mediantis war Mitte 1999 mit einem Ausgabepreis von 19 Euro an die
Börse gegangen . Am Freitag sank der Kurs um zeitweise knapp fünf Prozent auf
1,18 Euro . Mehr Frauen in die Informatik Das Bundesbildungsministerium hat eine
bundesweite Werbekampagne gestartet , um erheblich mehr Mädchen und junge Frauen
für das Informatikstudium zu gewinnen . Mit Anzeigen , Broschüren , Postkarten ,
einem Kurzvideo und anderen Aktivitäten werde ein neues Bild der Informatik als
vielseitiges , attraktives und gerade für Frauen chancenreiches Berufsbild
aufgezeigt , teilte das Ministerium heute in Berlin mit . Derzeit beträgt der
Frauenanteil an den Erstsemestern in Informatik 17 Prozent . " Wir wollen mit
der Informationskampagne zeigen , wie vielseitig und spannend Informatik ist " ,
sagte Bildungsministerin Edelgard Bulmahn . Die Erfahrung zeige , dass sich
junge Frauen für dieses Gebiet interessieren , wenn sie einen Einblick in die
vielen Bereiche der Anwendung bekommen . Computex : VIA zeigt P4-Chipsatz und
neuen Prozessor Der Chiphersteller VIA hat auf der Computex in Taipei den ersten
in einem 0,13-µm-Prozess hergestellten Prozessor vorgestellt . Der unter dem
Codenamen Ezra entwickelte Chip erreicht 800 MHz und verheizt laut VIA dabei
lediglich 8,3 Watt . Geschwindigkeitsrekorde sind daher auch vom Ezra nicht zu
erwarten . So hat VIA direkt eine Mobile-Version des C3 im Micro-BGA-Format
angekündigt . Vor kurzem erst erschien eine Variante des C3 im sockellosen
EBGA-Format , die der Hersteller direkt auf das Mainboard lötet . VIA lässt den
Ezra wie schon den in 0,15 Mikron gefertigten Samuel 2 bei TSMC herstellen , dem
derzeit einzigen Anbieter der 0,13-Mikron-Technik . Detaillierte Strom- und
Geschwindigkeitsmessungen holt das c't-Labor nächste Woche nach , sobald die
heise online-Redakteure ihr 800-MHz-Ezra dort abgeliefert haben . Eine
Vorführung des Ezra bot VIA nicht . Ein lauffähiges Board mit dem
Pentium-4-Chipsatz P4X266 absolvierte ohne ( wesentliche ) Abstürze den
Grafikbenchmark 3DMark 2000 und erzielte dabei um 5 Prozent bessere Ergebnisse
als ein daneben aufgebautes Board mit Intels i850-Chipsatz . Doch selbst wenn
der P4X266 etwas langsamer läuft , könnte er zum beliebtesten Chipsatz für den
Pentium 4 werden , da er den preiswerteren Speicher ( DDR-SDRAMs statt
Rambus-DRAM ) verträgt . Intels künftiger Brookdale-Chip ( i845 ) kommt mit den
noch billigeren PC100/PC133-Modulen zurecht , doch er kann mit der
Geschwindigkeit der beiden anderen nicht mithalten , wenn man den hinter
vorgehaltener Hand verratenen Benchmark-Ergebnissen traut . Trotz dieser
Vorführung und trotz der Beteuerungen einiger Hersteller , die passenden Boards
quasi fertig zu haben , ist unklar , wann der P4X266 erscheint . Noch haben VIA
und Intel ihre Lizenzverhandlungen nicht abgeschlossen . VIA hat daher den
P4X266 nicht offiziell vorgestellt , sondern lediglich eine " Technical
Demonstration " durchgeführt . Disney will auch den Rest von Infoseek Der
amerikanische Medienriese Walt Disney , der bisher zu 43 Prozent an Infoseek
beteiligt ist , will die Internet-Suchmaschine nun vollständig schlucken .
Disney verhandelt derzeit über die Übernahme der restlichen 57 Prozent , teilte
das Unternehmen gestern abend ( Ortszeit ) mit . Die Akquisition soll im Zuge
eines Aktientauschs erfolgen . Vorläufiges Aus für D-Info 97 Gong zur nächsten
Runde im Telefonbuchstreit : Einen Tag nach Auslieferung der 97er-Version von
D-Info ( siehe dazu http://www.heise.de/newsticker/data/em-07.07.97-001/ ) hat
die Telekom beim Landgericht Mannheim eine einstweilige Verfügung erwirkt .
Topware Austria wird darin die weitere Vermarktung und Bewerbung ihres
elektronischen Telefonbuchs untersagt . Frank Dohms , der Sprecher der Firma ,
erfuhr erst auf Nachfrage der c't von der juristischen Offensive aus Frankfurt :
Wir warten ab , bis wir etwas in der Hand halten . Telekommunikation :
Milliarden-Investitionen geplant Diese Zahl nannte heute der Präsident der
Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post , Klaus-Dieter Scheurle .
Scheurle geht davon aus , daß das Wachstum in der Telefonbranche positive
Effekte auf die Beschäftigung haben wird . So werde der Personalabbau bei der
Deutschen Telekom in diesem Jahr erstmals vollständig durch den Stellenzuwachs
bei ihren Wettbewerbern aufgefangen . Die Zahl der Arbeitsplatzplätze bei diesen
Unternehmen werde voraussichtlich um knapp ein Drittel steigen . Dies entspreche
mehr als 50.000 Stellen . Yahoo-Bilanz : Aufkäufe , Gewinne , rote Zahlen
Portal-Betreiber Yahoo hat im abgelaufenen Quartal besser verdient als jemals
zuvor . Aber auch diesmal bleiben unterm Strich rote Zahlen . Das Loch in der
Kasse wird sich so schnell nicht stopfen lassen . Denn Yahoo ist weiterhin auf
Einkaufstour . Im kommenden Quartal will das Unternehmen die Akquisition des
Musik- und Video-Portals Broadcast.com abschließen - geschätztes
Investionsvolumen 5,7 Milliarden Dollar , zahlbar in Aktien . Schlag gegen
Software-Piraten Die Polizei hat einen Ring von Software-Fälschern aus der
Umgebung von Bonn und dem Ruhrgebiet zerschlagen und Waren in Millionenwert
sichergestellt . Im Zuge der Ermittlungen wurden Raubkopien von
Computerprogrammen sowie 55000 gestohlene Echtheitszertifikate des Herstellers
Microsoft beschlagnahmt . Mit den Zertifikaten frisierten die Software-Piraten
die nachgemachten Programme zu scheinbar echten um . Nach Herstellerangaben
hätte der Verkaufswert 25 bis 30 Millionen Mark betragen . Die Bonner Polizei
berichtete heute , vier Tatverdächtige , darunter zwei 24 und 38 Jahre alte
Computer-Großhändler , seien festgenommen worden . Ein weiterer Mann sitzt in
Untersuchungshaft . Er soll vor knapp einem Jahr an dem Diebstahl von insgesamt
100000 Zertifikaten aus einer Druckerei im Ruhrgebiet beteiligt gewesen sein .
45000 der entwendeten Garantiescheine konnten nicht gefunden werden . Die
Beteiligten stehen unter dem Verdacht des Betruges sowie des Verstoßes gegen das
Marken- und Urheberrecht . Die Polizei stellte zudem mehrere tausend
Software-Raubkopien sicher . Nach Angaben des Kommissars Otto Kurenbach handelt
es sich dabei um " ganz hervorragende Fälschungen " , die auch von Fachleuten
nicht auf Anhieb zu erkennen seien . Der Schwindel war aufgeflogen , nachdem
einem Händler Zweifel an der Echtheit gekommen waren . Der Hersteller Microsoft
schaltete die Polizei ein , die gegen den 19jährigen Geschäftsführer eines
Computerladens im Raum Bonn ermittelte . Der Mann hat nach dem bisherigen
Ermittlungen bundesweit Raubkopien an Händler verkauft . Oracle : Nach Angaben
des Unternehmens entspricht dies einer Steigerung um 24 Prozent . Auch in
Deutschland entwickelten sich die Geschäfte offensichtlich positiv . AOL
schreibt rote Zahlen America Online fällt weiterhin durch unkonventionelle
Buchhaltung unangenehm auf . 11,8 Millionen stammen aus dem letzten Quartal .
Eigentlich hatten die Analysten an der Wall Street vom AOL-Geschäftsbericht
Klarheit über die künftige Entwicklung des Online-Dienstes erwartet . Statt
dessen wurden sie nun mit der Tatsache konfrontiert , daß der Dienst aus der
Vergangenheit anscheinend wenig gelernt hat . Nach Interventionen der
Aufsichtsbehörde SEC ( Securities and Exchange Commission ) mußte AOL die
vorbereitete Bilanz nachbessern und unter anderem im dritten und vierten Quartal
gemeldete Gewinne korrigieren . Als Folge mußte sich das Unternehmen nun
nachträglich zu Verlusten im dritten ( -4,7 Mio. ) und vierten Quartal bekennen
. Bertelsmann : " CompuServe bleibt unabhänig " CompuServe bleibt auch nach dem
Verkauf ( http://www.heise.de/newsticker/data/un-08.09.97-000/ ) als "
unabhängige Marke " bestehen . Mittlerweile wurden weitere Einzelheiten des
komplizierten CompuServe-Deals bekannt , der in den nächsten Wochen noch vor
europäischen und amerikanischen Kartellbehörden bestehen muß : Aufkäufer
WorldCom , UUNet-Betreiber und nach eigenen Angaben die Nummer vier unter den
Telekommunikationsanbietern der USA , zerteilte mittlerweile den lukrativen
CompuServe-Kuchen und reichte die privaten CIS-Abonnenten auf direktem Weg an
America Online durch . AOL revanchierte sich bei WorldCom mit dem Verkauf seiner
Netzwerkfirma ANS und einem Fünfjahresvertrag , der die UUNet-Eigner zum größten
AOL-Service-Provider bestellt . Die Gütersloher erwerben damit eine 50prozentige
Beteiligung an den europäischen CompuServe-Gesellschaften . Verkauf der
SNI-PC-Produktion scheitert Siemens-Nixdorf hat den Verkauf seiner
Computer-Herstellung an Acer gestoppt . Beide Seiten konnten sich zuletzt auf
kein befriedigendes Finanzierungsmodell einigen , erklärte SNI-Vorstand Gerhard
Schulmeyer . Acer nannte die Asienkrise und Turbulenzen in Rußland als
ausschlaggebend . Nach dem Scheitern der Verhandlungen will Siemens-Nixdorf die
PC-Produktion selbständig weiterführen . Arbeitsplätze seien nicht gefährdet ,
hieß es . Tektronix verschenkt Farbdrucker , aber ... Wer viel druckt , bekommt
künftig den Farb-Printer zum Nulltarif . Den Anfang machte heute der
US-Druckerhersteller Tektronix . Dazu gibt 's gratis schwarze Tinte nach Bedarf
, einen Einzug für 500 Blatt Papier , technischen Support und Lieferung frei
Haus . Einziger Haken : Die Empfänger dürfen drei Jahre lang ihre Tintenpatronen
ausschließlich über die besagte Web-Site beziehen . FreeColorPrinter-Manager
James Rise sieht in dem Angebot wenig Spektakuläres . Nur bestünde deren
Geschenk in einem kostenlosen PC und die Gegenleistung der Kunden in einem
langfristigen Provider-Vertrag . Dabei ist längst eine offenes Geheimnis , dass
an der Drucker-Hardware kaum noch etwas zu verdienen ist . Bei Tektronix ist
übrigens nach drei Jahren alles vorbei . Dann dürfen die Empfänger der Drucker
die Tinte bei x-beliebigen Anbietern einkaufen oder den Drucker weiterverkaufen
. Ob auch deutsche Interessenten in den Genuss des Geschenks kommen , ist
derzeit noch unklar . Der mit dem Vorgang vertraute Sprecher der
Tektronix-Niederlassung in München sei heute unabkömmlich , hieß es . Noch mehr
Gratis-Drucker Die Gratis-Drucker-Aktion von Tektronix macht Schule . Nach einem
Bericht von Internetnews.com lockt auch Lexmark mit geschenkten Color-Printern .
Aber auch diesmal hat die Sache einen Haken : Die Empfänger müssen sich für
mindestens ein Jahr an den Internet-Provider Juno binden . Als Gegenleistung für
die Unterschrift gibt 's 100 Dollar Rabatt beim Kauf eines
Lexmark-Tintenstrahldruckers - oder das derzeit preisgünstigste Modell ,
Straßenpreis 99 Dollar , ganz umsonst . Wer sich länger an Juno bindet , darf
auch nach teureren Lexmark-Modellen schielen . Bei dreijähriger Laufzeit räumt
Lexmark Juno-Kunden einen Rabatt von 400 Dollar ein . Lexmarks Verkaufsmanager
Paul Johns zweifelt nicht am Erfolg der Aktion . " Diese Allianz wird den
Printer-Markt revolutionieren " , verkündete er im Gespräch mit InternetNews .
Microsoft-Prozeß : Chef-Ankläger unter Beschuß Bill Gates übt scharfe Kritik am
Kartellverfahren der US-Regierung gegen Microsoft und sieht sich als Opfer des
Oberstaatsanwalts David Boies . In einer per Satellit übertragenen
Pressekonferenz erhob der Konzernchef schwere Vorwürfe gegen den Chef-Ankläger
des Justizministeriums : In einer weiteren Rede vor dem National Press Club riet
Gates den anwesenden Journalisten , die Beweggründe der US-Regierung für den
Prozeß genauer zu beleuchten . Es ist unglücklich , daß die Regierung mehr auf
IBM , Sun , AOL und Oracle hört . Wir müssen uns der Frage stellen : Nach dem
der Bundesstaat South Carolina seinen Ausstieg aus dem Kartellverfahren erklärt
hat , wachsen in Redmond offensichtlich die Hoffnungen auf ein baldiges Ende des
Kartellverfahrens . Bei einem Treffen mit Richter Thomas Penfield Jackson
verlangten Microsoft-Anwälte per richterlicher Verfügung die Aushändigung
interner Unterlagen durch AOL , Netscape , Sun und mehrerer nicht namentlich
genannter Investment-Banken . Die Dokumente , die den Aufkauf von Netscape und
die Kooperation zwischen AOL mit Sun beleuchten , sollen dem Gericht beweisen ,
daß sich " die Landschaft der Software-Industrie fundamental geändert hat " ,
erklärte Microsoft-Anwalt John Warden . Mannesmann : Neuer Korb für Vodafone
Mannesmann hat heute erneut das Übernahmeangebot des britischen
Mobilfunkbetreibers Vodafone/Airtouch abgelehnt . Der von Vodafone vorgesehene
Aktientausch reflektiere nicht das Wertpotenzial , erklärte
Mannesmann-Vorstandsvorsitzender Klaus Esser vor der Presse . Als faires
Kaufangebot nannte er einen Preis von rund 330 Euro je Aktie zuzüglich einer
Kontrollmehrheits-Prämie . Zudem müsse die Kaufsumme in Form einer Barabfindung
gezahlt werden . Analysten hatten in den letzten Wochen mehrfach bekräftigt ,
dass für eine Übernahme ein Gebot von mindestens 270 Euro pro Mannesmann-Aktie
nötig sei . Sony streicht Stellen Der japanische Elektronikgigant Sony erhält
eine neue Struktur . Zudem sollen im selben Zeitraum die derzeit 70
Fertigungsstätten auf 55 reduziert werden . Mit der ab nächsten Monat
anlaufenden Umstrukturierung will Sony seinen Kernbereich , das
Elektronikgeschäft , stärken . Statt bisher zehn Divisionen wird dieser Bereich
künftig aus drei autonom operierenden Unternehmenseinheiten bestehen : einer
Firma für Fernsehen , Video und Audio , einer weiteren für Telefone und Computer
sowie einer Firma für Halbleiter- und andere elektronische Bauteile . Die
Videospiel-Tochter und Playstation-Produzentin Sony Computer Entertainment soll
als viertes selbständiges Unternehmen dazustoßen . AMD : Nach hartnäckigen
Problemen bei der K6-2-Fertigung rechnet Prozessorhersteller AMD im laufenden
Geschäftsquartal mit erheblichen Verlusten . Die Herstellungsprobleme , die Ende
vergangenen Jahres auftraten , seien mittlerweile behoben . Die daraus
resultierenden Lieferengpässe schlagen sich allerdings nicht nur in der Bilanz
negativ nieder ; rund 300 Mitarbeitern müssen jetzt um ihre Jobs bangen .
Philips ruft PC-Lautsprecher zurück Der Elektronikkonzern Philips ruft die
PC-Lautsprechersysteme PCA 120 SA und PCA 300 SA zurück . Wie der Hersteller
heute erklärte , bestehe aufgrund mangelhafter Isolation die Gefahr eines
elektrischen Schlages . Allen Besitzern der Geräte empfiehlt Philips , den
Hauptlautsprecher unverzüglich vom Stromnetz zu trennen . Die Produkte wurden
zwischen November 1996 und Juli 1998 auf dem europäischen und asiatischen Markt
verkauft . In Deutschland wurden rund 5.000 Exemplare ausgeliefert . Betroffenen
Kunden bietet Philips ( Tel. 0800/1817143 ) den kostenlosen Umtausch gegen
Lautsprecher einer neueren Modellreihe an . Verschnaufpause im Übernahmekampf
Seit sechs Wochen versucht der niederländische Elektrokonzern Philips , den
Widerstand des US-Halbleiterherstellers VLSI zu brechen : jetzt ruhen im
Übernahmekampf die Waffen . Bis dahin will Philips alle Bemühungen einstellen ,
die auf eine feindliche Übernahme des US-Herstellers zielen und die verbleibende
Zeit zum Studium interner Unterlagen des Übernahmekandidaten nutzen . Das
Unternehmen hält nämlich nach einem zahlungskräftigen Interessenten Ausschau ,
der bereit ist , die derzeitige Philips-Offerte zu toppen . Die Niederländer
hatten zuletzt 17 US-Dollar je VLSI-Aktie geboten . Nach einem Großauftrag des
Samsung-Konzerns war der Kurs des Wertpapiers in der vergangenen Woche
zeitweilig auf 19 Dollar geklettert . Verfassungsgericht soll Gesetz zur
Scheinselbständigkeit stoppen Der Berufsverband Selbständiger in der Informatik
( BVSI ) will mit einer Verfassungsbeschwerde das Gesetz zur
Scheinselbständigkeit aushebeln ( siehe auch eine frühere Meldung ) . Die
Novellierung des Sozialgesetzbuches entziehe Freiberuflern die Existenzgrundlage
, weil " Auftraggeber schon jetzt aus Angst vor möglichen Sozialabgabelasten
lieber große Unternehmen beauftragen " . Das treffe auch die freiberuflichen
DV-Berater , die in der Regel in längerfristigen Projekten einen oder wenige
Kunden betreuen . Nach Einschätzung des BVSI gefährdet die derzeitige
Gesetzeslage etwa 30.000 Berater-Jobs . T-Online-Reiseportal stößt auf
Widerstand Die EU-Kommission hat schwere Wettbewerbsbedenken gegen das geplante
Internet-Reisebüro der Telekom-Tochter T-Online und der deutschen
Touristikriesen TUI und C&N . Deshalb werde das Vorhaben nun nach einer
Standardprüfung eingehend untersucht , teilte die EU-Kommission in Brüssel mit .
Hauptbedenken der Kommission ist , dass die " Marktmacht der Mutterunternehmen "
den Wettbewerb massiv behindern könnte . Es bestehe die Gefahr einer
schrittweisen Abschottung von Konkurrenzangeboten auf dem noch in der
Entwicklung befindlichen Markt , so die Kommission . Die Reiseanbieter hätten
bereits angeboten , Vertriebsverträge mit sämtlichen Online-Reisebüros
abzuschließen . Die Einwände Brüssels seien dadurch aber nicht vollständig
ausgeräumt worden . Die Kommission muss nun bis Mitte September entscheiden , ob
sie grünes Licht gibt oder das Vorhaben blockiert . US-Musiker bitten MP3.com
zur Kasse Dem Internet-Musikdienst MP3.com droht neues Ungemach . Nach
US-Medienberichten vom Mittwoch werfen die Musiker dem Online-Musikanbieter vor
, zahlreiche ihrer Songs illegal von CD in das MP3-Format gewandelt und ins
Internet gestellt zu haben . Über den Online-Service My.MP3 seien sie dann
zehntausende Male illegal kopiert worden . " Jetzt haben sich einige Künstler
zusammen getan , um ihr wertvollstes Gut zu schützen " , erklärte Rechtsanwalt
Bruce Van Dalsem . Der Rechtsstreit hatte zur zeitweiligen Stilllegung der
Website My.MP3 geführt . Bevor sie im Dezember wieder aktiviert wurde ,
unterzeichnete der Internet-Musikanbieter ein Lizenzabkommen mit den
Musikgiganten Universal Music , BMG , Sony und AOL Time Warner . Musiker sollen
gegen Napster vorgehen Der Streit um den Musiktausch im Internet weitet sich zu
einer Softwareschlacht zwischen Musikindustrie und der Tauschbörse Napster aus .
Da es Napster aus Sicht der Industrie bisher noch nicht gelungen ist , alle
urheberrechtlich geschützten Titel von den Servern zu verbannen , sollen jetzt
betroffene Interpreten zur Selbsthilfe greifen . Eine entsprechende Empfehlung
veröffentlichte heute der Bundesverband der Phonografischen Wirtschaft in
Hamburg . Der Bundesverband verwies dabei auf eine von der Dachorganisation IFPI
( International Federation of the Phonographic Industry ) veröffentlichte
Software . Mit dem Programm " Songbird " könnten Musiker überprüfen , ob ihre
eigenen Stücke bei Napster ohne Zustimmung angeboten werden . Das Programm liste
die betreffenden Dateien auf . Das Titelverzeichnis könne anschließend mit der
Aufforderung an Napster gemailt werden , das illegale Angebot zu unterbinden ,
hieß es . Computex-Splitter : Lüfter , WebPads und Adapter Die Computex in
Taipeh ist nicht nur aufgrund der vielbeachteten Exponate wie etwa neue
Prozessoren oder Chipsätze interessant , sondern auch wegen vieler Neuheiten ,
die nicht unbedingt im Rampenlicht stehen . Auf der Suche nach Perlen und
Kuriositäten stießen wir gerade bei kleinen Firmen auf so manches beeindruckende
Produkt . Wer etwa oft mit Speicherkarten von verschiedenen Digitalkameras oder
MP3-Playern hantiert , hat sich sicher schon über die vielen verschiedenen
Adapter für unterschiedliche Kartentypen geärgert . Hier verspricht die Firma
Datafab Abhilfe in Form des am USB-Port anzuschließenden Kartenlesers ML4-USB .
Das Gerät kann laut Hersteller CompactFlash-Karten lesen und beschreiben , kommt
mit IBMs Microdrive zurecht , bedient SmartMedia- und SecureDigital-Karten und
entlockt auch dem MemoryStick seine Daten . Wer letzteres nicht braucht , wird
auch bei CHP fündig . Deren Universal-Reader kann immerhin mit den fünf anderen
Kartentypen umgehen . Pfiffig und vor allem klein ist der TravelFlash von PQI .
Diesen kann man etwa als mobilen Datenspeicher für unterwegs verwenden , wenn
keine externe Festplatte zur Hand ist . Das Gerät soll im kommenden Monat in
Serie gehen und ist für Händler bereits in Musterstückzahlen für gut 100 Mark zu
haben . Wer schon immer seine Wohnung oder sein Büro via Internet im Auge
behalten wollte , sollte einmal einen Blick auf den WebCam-Server LTC-2001 von
Leadtek werfen . Das Gerät erlaubt den Anschluß von bis zu vier Kameras mit
Composite-Video-Ausgang und bietet zwei steuerbare Schaltkontakte , über die
etwa eine Alarmanlage aktiviert werden kann . Auffällig waren auch die vielen
neuen 17-ZOLL-LC-Displays . Letzteres ermöglicht eine höhere Ausbeute und damit
auch einen günstigeren Preis . Neben den typischen 08/15-Geräten mit
Allerweltsgehäuse gibt es auf der diesjährigen Computex auch eine ganze Reihe
schöner Modelle mit interessanten Zusatzfunktionen . So bietet etwa Neovo in
Kürze auch auf dem deutschen Markt das Modell X-174 an . Mit schwarzem Gehäuse
und Glasfront eignet es sich besonders für repräsentative Umgebungen . Das Gerät
besitzt einen digitalen , einen analogen und einen Video-Eingang . Die gleiche
Anschlussvielfalt bietet auch das auf der Computex vorgestellte Modell L7VH von
GVision . Sein Gehäuse ist zwar nicht so aufwendig wie das von Neovo , aber
dennoch sehr ansprechend . Als Besonderheit verfügt das mit Lautsprechern
bestückte Gerät über einen Bild-im-Bild-Modus , bei dem das via Videosignal
eingespielte Bild in ein Fenster eingeblendet wird . Das Gerät lässt sich über
eine Infrarotfernbedienung steuern . Der Monitorfuß ist zudem für die Aufnahme
eines TV-Tuners vorbereitet . Damit eignet sich der L7VH auch als
Fernseher-Ersatz . Die vielen auf dieser Messe gezeigten PDAs und WebPads
unterschieden sich kaum von dem , was man bereits auf der CeBIT als Prototyp
bewundern konnte . Hinzugekommen sind hier vor allem Bluetooth-Module oder
-Adapter . Eine besonders kleine Variante für den USB-Port entdeckten wir bei
FIC . Dann ist er nur noch 75 mm lang und ragt nicht mehr so weit aus der
USB-Buchse heraus . Das AquaPAD aus gleichem Hause gibt es nun mit
500-MHz-Prozessor ( Transmeta TM5400 ) . Es soll im Handel knapp 2000 Mark
kosten . Wer auch noch die inzwischen verfügbare Bluetooth-Option haben will ,
muss etwa 150 Mark mehr ausgeben . Leisere Lüfter mit höherer Lebensdauer
verspricht der Hersteller Sunon , der magnetisch gelagerte Motoren verwendet .
Der auf einem Magnetfeld quasi berührungslos schwebende Rotor soll deutlich
ruhiger laufen als ein konventionell gelagertes Modell und obendrein weniger
verschleißanfällig sein . Ob die mit solchen Lüftern ausgestatteten CPU-Kühler
in der Praxis tatsächlich leiser sind als andere , bleibt abzuwarten .
Schließlich entsteht ein Gutteil des Lärms auch durch den erzeugten Luftstrom .
Computex : Board-Notizen aus Taipeh Neben den großen Themen Tualatin und Pentium
4 sollen auch die kleinen Fortschritte auf dem Mainboard-Markt den Lesern von
heise online nicht vorenthalten werden : Erfreulich ist der Trend , dass immer
mehr Hersteller endlich einen LAN-Anschluss auf ihre Boards packen . Einige
nutzen dazu den in vielen modernen Southbridges integrierten MAC ( Media Access
Controller ) . Nur die Vorgängerversion VT8233 mit hauseigenem MAC sitzt auf den
Boards mit KT266- oder Pro266/T-Northbridge . Einige Hersteller wie Gigabyte
setzen trotz LAN-fähiger Southbridge einen kompletten Netzwerk-Chip ( meistens
von Realtek ) auf ihre Boards , was sie damit begründen , dass dieser samt
MII-Baustein ( Media Independent Interface ) weniger kostet als der für die
Southbridges notwendige MII . Diese sehr sinnvolle Erweiterung sollte auch bei
anderen Board-Familien und Herstellern Schule machen . Damit könnten Boards wie
das 6A815EPD , ein Dual-Board mit dem i815-Chipsatz für Intel-Prozessoren , bald
auch hier zu Lande einfach zu bekommen sein . Das A7V133-C kommt ohne RAID-Chip
und daher etwas billiger in den Handel . Im September soll das A7M266-D mit dem
Dual-Athlon-Chipsatz AMD760MP erscheinen . Im Unterschied zu der Server-Lösung
von Tyan soll es mit einem handelsüblichen Netzteil auskommen und ohne teure
Onboard-SCSI- und Netzwerk-Chips ausgestattet sein . Damit zielt Asus eher auf
den sprichwörtlich ambitionierten Bastler sowie High-End-Desktop-Systeme als auf
den Workstation/Server-Markt . Doch Chaintech geht schon einen Schritt weiter
und realisiert Onboard-Sound mit sechs Audiokanälen . Den fünften und sechsten
Kanal führt Chaintech über ein beiliegendes Slotblech mit zwei Audiosteckern
nach außen . Dieser ist laut Marketing Manager S.S. Chang beim RAID 1 (
Mirroring ) zwar etwas kritischer als der AMI-Chip , aber beim
geschwindigkeitssteigernden RAID 0 ( Striping ) arbeite er deutlich schneller .
Eine lauffähige Karte war auf dem Stand zu sehen , doch zu Preisen und
Verfügbarkeit konnte Jetway noch nichts sagen . Im Juli sollen die Samples des
MS-6367 mit NVidias nForce-Chipsatz ( Crush ) verfügbar sein , sodass sich
endlich zeigen wird , welche Performance aus einem Dual-Channel-DDR-Interface
herauszuholen ist . Ein Board mit dem AMD-760MP für Dual-Athlon-Systeme will MSI
im September zeigen . Die schon länger geplante Unterstützung von USB 2.0
verzögert sich allerdings : Das Layout von Boards wie dem K7T 266Pro sieht zwar
schon einen 2.0-fähigen USB-Chip vor , doch in diesem Jahr ist laut MSI nicht
mehr mit diesem Chip zu rechnen . Das FV24 unterstützt den Intel Coppermine (
Pentium III und Celeron ) und nutzt dazu VIAs PL133-Chipsatz mit integrierter
Grafik samt TV-Out . Neben den üblichen Merkmalen wie Sound und vier USB-Ports
finden sich ein 10/100-MBit-Anschluss und drei FireWire-Ports ( IEEE 1394 ) auf
dem Board . Zusätzlich zu den zwei DIMM-Slots bleibt allerdings nur Platz für
ein PCI-Slot . Yahoo : Streit um Nazi-Memorabilien erneut vor Gericht Ein
kalifornischer Richter will prüfen , ob Yahoo den Forderungen eines
ausländischen Gerichts nachkommen muss . Einen Verhandlungstermin habe das
US-Bezirksgericht in San Jose noch nicht genannt , berichten US-Medien .
Hintergrund ist die einstweiligen Verfügung von Pariser Richtern im November
2000 , nach der Yahoo den Zugang zu Nazi-Material auf seiner amerikanischen
Auktionsseite für französische Nutzer blockieren musste . Andernfalls sollte das
Unternehmen nach Ablauf einer dreimonatigen Frist täglich rund 30.000 Mark
Strafe zahlen . Yahoo nahm die Angebote von Nazi-Memorabilien daraufhin im
Januar aus dem Angebot seiner Internetauktionen . Das Unternehmen legte aber
Berufung gegen das Urteil ein . Die Geschäftspraktiken des kalifornischen
Unternehmens fielen nicht in die Zuständigkeit des Pariser Gerichts ,
argumentierte Yahoo . Überdies verletzten die französischen Gesetze " das
amerikanische Recht auf Redefreiheit " . Von der richterlichen Prüfung erwarten
sich Beobachter erste Anhaltspunkte für die Klärung der in den USA seit dem
Pariser Urteil heftig diskutierten Frage , ob ausländische Gerichte das
inhaltliche Angebot von US-Internetfirmen reglementieren dürfen . Was war . Was
wird . Wie immer möchte die Wochenschau von Hal Faber den Blick für die Details
schärfen : Die sonntägliche Wochenschau ist Kommentar , Ausblick und Analyse .
Sie ist Rück- wie Vorschau zugleich . Was war Tatsache ist , dass ich als
Chronist ein Auslaufmodell bin . Wer braucht schon einen Hal Faber , wenn es
News-Roboter gibt ? Auch von einem komplizierten Liebesleben bleiben sie
verschont . Auf dem Weltkongress der Association of Newspapers wurden in dieser
Woche die ersten vollautomatisierten Newsrooms vorgestellt , die den gestressten
Schreiberling und möglicherweise im nächsten Schritt den Leser völlig
überflüssig machen . Und in ihrer Freizeit treten die Newsplex-Roboter dann mit
ihrer Redaktions-Fussballmanschaft beim Robocup an , der gerade in Paderborn
angepfiffen wird . Haben die eine Ahnung ! Natürlich fängt die Machtübernahme
der Newsplexe ganz unscheinbar an . Da muss man gut hingucken können : Schau'n
wir mal nach Amerika , wo Online-Zines wie Suck in den Urlaub gehen , wo Feed
aufs Eis gelegt und Plastic ganz einfach recycled wird . Das alles , weil
Automatic Media eine Firma ist , die vollautomatisch Schlussstriche ziehen kann
. Betrifft es nur die Online Magazine und Blätter mit enthirnten Namen wie
Business 2.0 ? Aber nicht doch : man schaue sich nur an , wie die Roboter beim
Springer Verlag den Peter Boenisch entsorgen , der Bild groß gemacht hat . Der
Mann hatte in der Süddeutschen seine Meinung über die deutsche Lufthansa
geschrieben , die die Süddeutsche Zeitung nicht länger deportieren will . Das
würde ein echter News-Bot niemals tun . Und so wird er gefeuert . Die Begründung
ist auch nicht schlecht : " Meinungs- und Pressefreiheit sind das Fundament der
publizistischen Tätigkeit des Axel Springer Verlages . " Ganz klar , hier kann
nur binäre Logik am Werk gewesen sein . Spezi Helmut Thoma nennt Bobbele längst
wieder bei seinem richtigen Namen : Herr Becker ! Das ist wohl ein cleverer
Schachzug , damit keiner drauf kommt , dass die beiden mal ganz dicke waren .
Clever sind offensichtlich auch die AOL-Mitglieder . Um möglichst viele AOL-User
zu leimen , hat er sich eine E-Mail mit einer wirklich gemeinen Fama ausgedacht
und sie mit einer handfesten Drohung verknüpft : Wer nicht löscht , zahlt !
Zuwiderhandlungen bestraft AOL nämlich mit einem monatlichen Aufpreis von 2
Dollar 90 . Rund 700 Abonnenten sollen sich daraufhin bei AOL nach dem
Wahrheitsgehalt der E-Mail erkundigt haben , was wirklich nicht viel ist , bei
einer so guten Geschichte . In der vergangenen Woche sorgte ein Hamburger Urteil
für Freude beim Media-Markt-Stehaufmännchen Joachim Steinhöfel , im Zweitberuf
Rechtsanwalt . Gleichzeitig holte Microsoft eine aparte Variante der Metatags
aus seiner Wundertüte quellgeschlossener Innovationen . Beide Nachrichten werfen
die Frage auf , wozu ein Metatag gut ist . Die gängige Antwort hat etwas mit
Suchmaschinen zu tun , die solche Tags angeblich futtern . Und viele Seiten ,
nicht nur jene , die Links befreien wollen , setzen darauf , hübsch umworben zu
werden und den Surfer anzubuggern . Doch was Microsoft da konzipiert , ist um
Klassen besser und vor allem nett betitelt . Smart Tags sind wirklich smart :
Man darf das Ganze als Versuchsballon werten , die postmonopolistische Luft zu
testen . Am Ende werden die Tags ganz smart im integrierten Messenger ihre
Dienste verrichten - und niemand wird sich darüber aufregen . Denn Microsoft
kann seine Änderungen damit begründen , alles für den Anwender zu tun , der
Sauberkeit und Konsistenz ( cleanliness and consistency ) braucht . Alle
Nachrichten über den Abgang von Clippy alias Karl Klammer haben sich als
voreilig erwiesen . Die interaktive Hilfe lebt , sie ist nur etwas einfacher zu
entfernen . Die Werbung von Microsoft hat damit Schieflage , doch Clippy scheint
notwendig zu sein , weil jeglicher Support für Office 97 eingestellt wird .
Seltsamerweise auch der über das Web . Das bringt uns zu einem Buch über das
Jahr 1926 , das Hans Ulbricht Gumbrecht geschrieben hat . Es ist eines der
ersten Werke , die dem Leser eine Hilfe-Funktion wie die in Computer-Programmen
anbietet . Wie das so mit Hilfen ist , funktioniert auch diese nicht : Der Autor
verweist einfach auf ein anderes Kapitel , in dem bewiesen wird , dass es mit
dem Lerne aus der Geschichte vorbei ist . Wer die Geschichte der
Computerindustrie verfolgt , weiß das freilich längst . In code : A Mathematical
Journey . Es kommt gänzlich ohne Hilfefunktion aus und erzählt die Geschichte
eines mathematischen Wunderkindes , das die Kryptografie auf neue Beine stellt .
Erinnern wir uns freundlich , obwohl es eigentlich " Geschichte " ist und diese
nutzlos herum steht : Im Januar 1999 nahm Sarah Flannery an Irlands Young
Scientists Contest teil , dem Gegenstück zum deutschen Jugend forscht . Dort
gewann sie mit ihrem Beitrag Cryptography - A new algorithm versus the RSA und
entdeckte den von ihr so benamsten Cayley-Purser-Algorithmus , der das Internet
beschleunigen soll . Bis heute ist von diesem Wunderding wenig bekannt ;
immerhin wurde es während eines Schulpraktikums bei der Firma Baltimore
Technologies entwickelt . Das Buch liefert uns nun die Geschichte des Praktikums
nach , ohne Algorithmus freilich . Ein Blick auf das Unternehmen Baltimore ist
übrigens auch lohnenswert . Die Firma brilliert mit einer Pressemeldung , in der
sie wähnt , das erste Unternehmen zu sein , das einen wirksamen Schutz vor der "
Hacker-Kommunikationssoftware " Peakabooty besitzt . Kleiner Schönheitsfehler :
Das vom Cult of the dead Cow entwickelte Programm soll erst auf der Defcon in
Las Vegas vorgestellt werden . Alles , was Baltimore entwickelt hat , basiert
daher nach Auskunft der Firma auf Pressemeldungen zu Peakabooty . Offensichtlich
war hier ein guter Newsplex am Werk . Was wird Telepolis wird sicherlich eines
Tages von Polis-Bots gemacht und bei heise online werden immer mehr Tastaturen
gesichtet , die in der Nacht gespenstisch blinken , wenn kein Schwein außer dem
Redaktionsmasskottchen Bobo durch die Räume spukt . Und wo bleibt da Hal ? Jenen
, die uns wirklich wichtig sind , wie etwa Muhammad Ali gegen Joe Frazier oder
Microsoft gegen Open Source . Am 26. Juli soll es zum finalen Showdown zwischen
Craig Mundie und Michael Tieman kommen . Dabei sollen nicht etwa die besseren
Waffen , sondern die besseren Argumente siegen . Welche Argumente dafür
gesprochen haben , Genf als Standort für den World Summit of the Information
Society auszusuchen , den die UNO im Dezember 2003 ausrichten will , ist nicht
recht erkenntlich . Wohl zum Ausgleich vergab man in der vergangenen Woche den
zweiten Summit im Jahre 2005 an die Stadt Tunis . Ursprünglich sollten die
Summits , an denen alle Menschen mit Online-Zugang online gehen sollen , in
einer südafrikanischen Stadt starten . Die Bewerbungen wurden angeblich fallen
gelassen , weil in Südafrika Voice over IP als Telefontechnik verboten werden
soll . Da die Gerüchte aber Gerüchte sind , müsste hier ein Disclaimer hin .
Doch den haben in dieser Woche schon die geschätzten Kollegen vom Register
veröffentlicht . Internet-Handel : Stammkunden sind selten Die Kundentreue ist
im Online-Handel offenbar noch nicht sonderlich ausgeprägt . Einer neuen Studie
der Gesellschaft für Konsumforschung ( GfK ) in Nürnberg zufolge müssen Anbieter
im Internet damit rechnen , dass ihre Kunden schnell zur Konkurrenz abwandern
oder dem virtuellen Handel ganz den Rücken kehren . Die Marktforscher hatten in
zwei Befragungen vom Herbst 2000 und Frühjahr 2001 fast 3.300 Internet-Shopper
online interviewt . Geringe Loyalität , so die Autoren der Studie , werde
zurzeit vor allem auf dem Markt der Online-Reisebuchungen beobachtet . Hatte die
Branche bei einer Befragung im vergangenen Jahr noch vergleichsweise gute Werte
erzielt , so machten sich mittlerweile viele Internetkunden wieder auf den Weg
ins herkömmliche Reisebüro . Die Ursachen hierfür lägen unter anderem in der
wachsenden Unzufriedenheit mit dem Preis-Leistungsverhältnis der online
angebotenen Leistungen , so die GfK . Hinzu komme , dass herkömmliche Reisebüros
nach Ansicht vieler Internet-Bucher ihren Service deutlich ausgeweitet haben .
Dagegen stiegen die Werte bei den Online-Buchshops . Wachsende Loyalität
gegenüber E-Commerce-Anbietern beobachteten die Autoren auch in den Bereichen
Kleidung und Schuhe , Telekommunikation sowie Elektrogeräte ( ohne Computer und
Telekommunikationsgeräte ) . Die wichtigsten Kriterien , die aus Sicht der
Kunden einen guten Online-Händler ausmachen , sind laut Gfk ein umfangreiches
Angebot , die Sicherheit im Umgang mit Kundendaten , die Einhaltung des
Liefertermins sowie die Gestaltung der Website . Hacker versteckte Raubkopien
auf Uni-Rechner Ein Hacker hat sich monatelang unerkannt im Computernetz der
Technischen Universität Wien eingenistet , meldet heute die Austria Presse
Agentur unter Berufung auf eine österreichische Wirtschaftszeitung . Der
Eindringling benutzte einen Rechner des Instituts für Theoretische Physik , um
Raubkopien namhafter Software-Programme zwischenzulagern . Die Meldung wurde
inzwischen mehrfach bestätigt und durch Hinweise aus dem Umfeld der TU Graz
ergänzt . Dort konnte nach Auskunft eines ehemaligen System-Administrators
bereits vor geraumer Zeit ein Hacker namentlich ermittelt werden , der im
Uni-Netz Raubkopien parkte . Unerwartet hohe Verluste bei AMD Trotz
effizienterer Fertigung und Verdopplung der K6-Verkäufe seit Jahresanfang kämpft
Advanced Micro Devices mit leeren Kassen . Zum vierten Mal in Folge muß sich der
Chip-Hersteller zu massiven Verlusten bekennen . CEO Jerry Sanders bezeichnete
die weiteren Aussichten des Chip-Produzenten als " gemischt " . Vor allem
schwache Märkte in Europa und China bereiteten ihm Sorge . Im Gegensatz zu den
ersten beiden Quartalen des Jahres konnte AMD diesmal mit höheren Stückzahlen
auf die wachsende K6-Nachfrage reagieren . Die Erfolgsmeldung wird allerdings
vom anhaltenden Preiskrieg mit Marktführer Intel überschattet . Durch den
rapiden Preisverfall zahlen Kunden zur Zeit pro AMD-Prozessor im Durchschnitt 85
Dollar und damit rund 20 Dollar weniger als im ersten Quartal des
Geschäftsjahres . Swisscom übernimmt Mehrheit an debitel Der
Daimler-Chrysler-Konzern will sich von seiner Beteiligung an der
Telefongesellschaft debitel trennen . Neuer Mehrheitsaktionär wird die Schweizer
Telefongesellschaft Swisscom . Sie erwirbt 58 Prozent der debitel-Wertpapiere .
Zur Zeit sind noch 40 Prozent der Aktien zu gleichen Teilen im Besitz von
Daimler-Chrysler und der Großhandelsorganisation Metro . Beide Unternehmen
wollen sich jedoch in absehbarer Zeit von ihren Aktienpaketen trennen . Zwei
Prozent der Wertpapiere hält derzeit Elektronik Partner , 20 Prozent befinden
sich in Streubesitz . Swisscom kündigte mittlerweile an , allen
debitel-Kleinaktionären ein Kaufangebot unterbreiten zu wollen . Deutsche Bank
nach T-Aktien-Verkäufen am Pranger Die Deutsche Bank muss sich wegen ihres
Vorgehens beim Handel mit Telekom-Aktien scharfe Kritik gefallen lassen .
Politiker der Regierungskoalition drohten der Großbank mit einer Prüfung durch
die Börsenaufsicht . Der wirtschaftspolitische Sprecher der
Grünen-Bundestagsfraktion , Werner Schulz , bezeichnete die Transaktion als
einen " Schlag ins Gesicht der Kleinaktionäre " . Der finanzpolitische Sprecher
der SPD , Joachim Poß , sagte der Bild-Zeitung , der Gesetzgeber müsse überlegen
, wie er Anleger besser vor solchen Aktionen schützt . Gestern kam es erneut zu
Verkäufen in großen Stückzahlen . Nach Vermutungen von Insidern steht auch
hinter dieser Transaktion die Deutsche Bank . Der Kurs der T-Aktie war bereits
am Dienstag unter Druck geraten und ist gestern auf den tiefsten Stand seit
Oktober 1998 gesunken . Mittlerweile schießen auch die Analysten und
Fonds-Mangager mit scharfer Munition auf das Bankhaus . " Das Vertrauen in die
T-Aktie ist jetzt endgültig hin " , zitiert dieselbe Zeitung einen weiteren
Manager . Deutsche Bank will größeres Stück vom Fernsehkabel Die Deutsche Bank
will gemeinsam mit dem US-Mischkonzern General Electric ( GE ) große Teile des
Fernsehkabelnetzes der Telekom übernehmen . Die Führung des Bieterkonsortiums
übernimmt DB Investor , eine Beteiligungsgesellschaft des weltweit größten
Kreditinstituts . Für General Electric soll deren Finanztochter GE Capital
Structured Finance Group das Projekt abwickeln . DB Investor beteiligt sich
bereits in Bayern gemeinsam mit der Hypo-Vereinsbank an einem Bieterkonsortium
zur Übernahme des dortigen Kabelnetzes . Microsoft-Prozess : Gates gibt sich
kämpferisch Ende der Sommerpause im Anti-Trust-Prozess gegen Microsoft . Morgen
beginnt im Gerichtssaal die so genannte " Faktenfindungsphase " ( finding of
fact stage ) . Mehrere US-Newsdienste rechnen damit , dass sich Redmond auf eine
rund 400-seitige Rechtfertigung stützen wird . Darin sollen Microsofts Anwälte
zum Sturm auf David Boies blasen . Der Chefankläger habe zwar im Gerichtssaal
eine Reihe Leuchtraketen gezündet , sei aber in Hauptsache kläglich gescheitert
. Vor allem habe er keine konkreten Beweise für die Microsoft unterstellte
Monopolstellung vorlegen können . Auch die Ankläger wollen morgen ihre Sicht der
Dinge darstellen . Das US-Justizministerium lehnte im Vorfeld allerdings
Kommentare ab . Am 10. September sollen beide Seiten Gelegenheit erhalten , die
Argumente der jeweils anderen Partei zu entkräften . Die Schlussplädoyers werden
dann am 19. Oktober erwartet . Bis dahin gibt sich Microsoft-Chef Bill Gates
gewohnt kämpferisch . Schließlich könne er nicht zulassen , jedes Mal vor den
Kadi gezerrt zu werden , wenn ein Konkurrent erkläre , diese oder jene neue
Windows-Funktion schade seinem Geschäft . Was war . Was wird . Wie immer möchte
Hal Faber den Blick für die Details schärfen : Die sonntägliche Wochenschau ist
Kommentar , Ausblick und Analyse . Sie ist Rück- wie Vorschau zugleich . Was war
Das sind männliche Wesen , die eine mallorquinische Strandbude namens Balneario
6 zum Zwecke des Kampftrinkens aufsuchen und für die der arisierte Name
Ballermann Alkohol in Quantitäten verheißt . Am Donnerstag fand vor dem OLG
München eine Verhandlung gegen den Musiker einer Gruppe statt , die auf einer
Ballermann-Party auftreten sollte und vergessen hatte , den Namen ordnungsgemäß
zu lizenzieren . Das schwere Verbrechen des Musikers : Damit unterlag er schon
in erster Instanz - und zog unverdrossen in die Berufung . Die Überprüfung eines
Gästebuches auf die Erwähnung von Markennamen , so das Gericht , ziehe einen
Pflegeaufwand nach sich , der nicht zumutbar sei . Der tapfer den Ballermann
verteidigende Rechtsanwalt verwies darauf , dass die Band des Musikers aber eine
Profi-Truppe sei , weil sie pyrotechnische Effekte beherrsche . Auch das ließ
das Gericht nicht gelten . Kunstnebel gehört eben zur Freiheit der Kunst . Und
Nebelkerzen zu anderen Berufsfeldern . Für Mitglieder der Fachbereichsinitiative
Informatik an der TU Berlin ist Ballermann eher einer , der sich zurzeit in
Mazedonien mit Nebelkerzen bewaffnet über Rudi wundert , der in einem
mallorquinischen Pool einen Auftritt hatte , der am nahegelegenen Ballermann gar
nicht mal schlecht angekommen wäre . Wer weiß schon , was sich der einfache
Amerikaner oder Chinese unter Ballermann vorstellt . Nicht immer ist es so
einfach wie beim Volkswagen , der laut Radio VW " synonymous with individualism
, innovation , and free spirit " ist . Nehmen wir einmal die Wiggles der
deutschen Spiele-Firma Innonics , harmlose kleine Zwerge , die unter Tage
werkeln . Über Tage sind sie eher am Ferkeln und Verkleiden , weshalb sich
Wiggles nun international Diggles nennen . Doch was ist schon dabei , fragen wir
mit Lara Croft . Fragen müssen wir uns auch , wann der Name Lotus verschwindet .
Möge es nicht so abrupt sein wie bei der mehrheitlich zu IBM gehörenden
NetObjects . Für die einen ist es eine Übernahme , für die anderen eine
Schnapsidee von Chefs und Chefinnen , deren Ego größer als der Verstand ist .
Unabhängig davon kann sich kaum jemand der Lotus-Lyrik der offiziellen deutschen
Pressemeldung entziehen : Im Jahre 1970 setzte IBM die Firmen Burroughs und
Univac mächtig unter Druck . Wer damals in Unisys investierte , hat heute genau
die Hälfte seines Investments verloren . Hat der Bobo einen Zeithorizont ? Am 8.
September vor hundert Jahren entdeckte der Franzose Henri Breuil in der Dordogne
Felsbilder , die er ins Paläolithikum datierte , irgendwann vor 20.000 bis
40.000 Jahren . Natürlich wurde Breuil für einen Spinner gehalten , weil wenige
glaubten , dass das menschliche Gehirn damals weit genug entwickelt war .
Inzwischen weiß man , wie lachhaft unterentwickelt das Gehirn immer noch ist .
Damit will der erste Homo S@piens einen Beweis gegen Stephen Hawking führen ,
der eine alte Kurzweil-These modernisiert hatte . Während Hawking dafür plädiert
, die DNA umzubauen , um mit den Computern mithalten zu können , hält Kurzweil
das für lächerlich langsam . Mit anderen Worten : ein Update von Mircosoft Word
ist schwierig zu haben . Aber halt , was lehrt uns Henri Breuil ? Mit vi im Hirn
kann man auch hübsch zeichnen . Sie sorgt dafür , dass Werbemenschen auf die
verdrehte Idee kommen , ein Kunst/Spiel-Projekt wie den Assoziations Blaster
88mal mit ein und demselben Werbetext zu füttern . So etwas ging im Fall der
Firma 3Points prompt schief . Dass es auch anders geht , hat O'Reilly bei
O'Really bewiesen . Selbst die absolut hurmorlose Firma , die Big Brother
produziert , kann mit Pig Brother leben . Wahrscheinlich nicht mal schlecht ,
schließlich leben wir ja im Land der Dichter und Ballermänner . Was wird Dabei
hat er gar nicht mit der Eisenbahn gespielt wie die Jungs , denen wir den
Begriff Hacker zu verdanken haben . Aber bitte , was sind schon " Hacker " . Als
sich die ersten Vertreter dieser Spezies in Deutschland trafen , nannten sie
sich Komputerfrieks und das Hacken einfach nur Tuwas , Abt. Technik . Jedenfalls
ist es für den CCC Grund genug , den 20. Jahrestag seiner Gründung in der
nächsten Woche zu feiern und zwar in einer Congresshalle zu Berlin . Das ist die
Gründungsstadt des CCC und gleichzeitig auch die einzige Stadt , die Bill Gates
mit einem Hotel voll schneller Standleitungen ins Internet bedachte . Den CCC
bedenkt Cerlin oder Chaoslin vielleicht mit einer kleinen Mauer oder so . Zurück
, zurück , zu goldigen Zeiten , als die Tastaturen noch aus Gummi waren . Zurück
zum Netz , als es noch ein Gewebe aufrecht gehender Menschen mit Verstand war .
Take back the Net und den Rest sowieso . Die superintelligenten pickligen
pubertierenden Hacker aus gescheiterten Ehen , die blöden parfümierten
Script-Kiddies aus harmonischen Familien , denen immer die tollsten Mädchen an
die Hose und Tastatur gehen , sie gibt es nicht . Es gibt nicht den Hacker , das
Script-Kid und schon gar nicht die Sicherheit vor beiden . Sicherheit ist ein
Prozess , schreibt Bruce Schneier in seinem Buch Secrets & Lies . Ein Geburtstag
auch . Diese Erkenntnis stammt von Robert Walser und gilt jetzt wohl auch für
US-Juristen im Dienste der Regierung . Etwa jene , die sich mit dem Fall
Microsoft beschäftigen . Die Tiger von Ex-Justizministerin Janet Reno , die den
Software-Konzern filetieren wollten , sind mittlerweile sanft als Bettvorleger
gelandet . Sprach 's und kündigte sogleich neue Untersuchungen an , zu Produkten
, die im bisherigen Verlauf noch keine Rolle gespielt hätten . Und wie geht es
nun weiter ? Telefonpannen bei Jahr-2000-Test Bei einem aufwendigen
Jahr-2000-Test in den Niederlanden sind heute mehrere Pannen aufgetreten . Das
Netz von Nottelefonen in der Provinz Noord-Brabant sei teilweise ausgefallen ,
teilte das Innenministerium mit . Die Provinz habe zwar Faxe , aber keine
Telefongespräche empfangen können . Auch in den meisten anderen niederländischen
Provinzen seien die Netze überlastet gewesen . Amsterdam war zeitweise auf dem
Notnetz nicht erreichbar . Das Nottelefonnetz wird von den Behörden und
Hilfsdiensten benutzt , wenn das normale Telefonnetz ausfällt . Der Test ergab
auch , dass drei Kommunen in Utrecht nicht an das alternative Netz angeschlossen
sind . Trotz der Störungen sprach der Sprecher des Ministeriums von einer "
gelungenen Übung " . Unter dem Namen " Schneeglöckchen " hatten
Regierungsstellen , Feuerwehren und andere Hilfsdienste einen landesweiten
Stromausfall nach dem Jahrtausendwechsel simuliert . US-Markt : Dell stößt
Compaq vom Thron Dell hat in den USA zum ersten Mal mehr Computer verkauft als
Weltmarktführer Compaq . Nach Markterhebungen der International Data Corporation
( IDC ) eroberte der Direktvertreiber im zweiten Quartal einen Marktanteil von
16,6 Prozent . Der langjährige Branchenprimus rutschte mit 16,5 Prozent auf den
zweiten Platz ab . Marktbeobachter glauben allerdings , dass die Führung nicht
von Dauer ist . Bereits im nächsten Quartal , argwöhnen einige Analysten ,
könnte Compaq den Thron zurückerobern . Laut IDC soll der US-Markt aufgrund der
Nachfrage nach billigen Computern außergewöhnlich stark um 24,8 Prozent wachsen
. Davon würde Compaq profitieren , denn Michael Dell verkaufe seine Rechner zu
exklusiven Preisen . Im Schnitt seien Geräte aus Dells Computerschmiede rund 500
Dollar teurer als die des Rivalen Compaq . Fachleute halten das Rechenbeispiel
allerdings für misslungen . Der Durchschnittspreis ( Average Selling Price )
gebe allenfalls Auskünfte darüber , wie stark ein Hersteller in hochkarätigen
Marktsegmenten vertreten ist . Im direkten Vergleich Rechner gegen Rechner
schneide der Direktvermarkter deutlich besser ab . Für einen
Pentium-III-Computer von Dell müssten Kunden rund 150 Dollar weniger als für ein
vergleichbares Compaq-Modell ausgeben . Sun warnt vor Microsofts Kriegskasse Vor
dem Richterspruch im Microsoft-Prozess mangelt es Richter Thomas Penfield
Jackson nicht an guten Ratschlägen . Eine Urteilsempfehlung stammt aus den Büros
von Microsofts neuem Office-Konkurrenten Sun . Der Unix-Spezialist will Bill
Gates die Kriegskasse sperren lassen . Auf seiner Web-Site schlägt Sun dem
Gericht vor , Microsoft den Aufkauf kabelgestützter und drahtloser Vertriebswege
zu verbieten . Der Konzern von Bill Gates solle neue Technologien lieber selbst
entwickeln , statt sie aufzukaufen . " Microsofts uneingeschränkter Geldvorrat ,
der aus Monopolgewinnen stammt , ist ein Wettbewerbs-Killer . " Ferner habe die
faire Konkurrenz in der Software-Industrie nur dann Bestand , wenn Redmond
gezwungen werde , " die Schnittstellen seiner Monopol-Produkte offen zu legen "
. Ganz uneigennützig ist Suns Vorschlag wohl kaum . Prompt konterte
Vizepräsident Steve Ballmer mit dem Plan eigener Office-Dienste im Web , die
heute konkretisiert wurden . Keine Rettung für Frank & Walter Die
Geschäftsführung des Braunschweiger Computer-Großhändlers Frank & Walter hat
gestern das offizielle Aus für das Unternehmen verkündet . Während einer
Betriebsversammlung erklärte Geschäftsführer Roland Rakebrandt , die Sanierung
sei gescheitert . Das Ziel , im Rahmen einer Gesamtlösung sämtliche Standorte
und die 450 Arbeitsplätze zu erhalten , sei nicht zu erreichen gewesen ; für
diesen Plan habe sich kein Investor gefunden . In der Diskussion seien zurzeit
noch mehrere Teillösungen . Ein Investor wolle eventuell den Standort Hürth bei
Köln aufrechterhalten . Zudem habe eine große Handelskette signalisiert , die
Braunschweiger Immobilie sowie einen Teilbereich des Unternehmens weiter zu
führen . Bereits Ende Oktober hatte Frank & Walter beim Amtsgericht
Insolvenzantrag gestellt . Seitdem ruht der Betrieb ( siehe eine frühere Meldung
) . Der Focus schießt gegen fokus.de Skurriler Streit um eine mögliche
Buchstabenverwechslung : Das Nachrichtenmagazin Focus hat den Betreiber der
Website fokus.de auf Freigabe der Domain verklagt . Nach Einschätzungen des
Klägers droht dem Internet-Angebot des Focus durch verirrte User ein hoher
Image-Schaden ; der Streitwert beläuft sich auf 100.000 Mark . Dem massiven
Druck aus München will Uwe Knierim , Betreiber der beklagten Website , auf jeden
Fall standhalten . Deshalb hat Knierim seine Unterschrift unter eine
Unterlassungserklärung aus München verweigert und stattdessen seine Seiten " mit
ersten Inhalten " gefüllt . Das vorerst letzte Wort in der Angelegenheit spricht
nun das Landgericht München . Am 24. Januar findet die Klageverhandlung statt .
Knierim rechnet sich gute Chancen aus : Telefonbranche : Verband steht vor der
Spaltung Die größte Branchenorganisation der deutschen Telefongesellschaften ,
der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten ( VATM ) ,
steht offenbar vor der Spaltung . Die Spitzen mehrerer Unternehmen treffen sich
heute in Frankfurt/Main , um über die Gründung eines neuen Branchenverbandes zu
beraten . An dem Gespräch nehmen neben den Vorstandsvorsitzenden der drei großen
überregionalen Telekom-Gesellschaften Mannesmann Arcor , Otelo und Viag Interkom
auch die Spitzen ihrer jeweiligen Mobilfunk-Ableger teil . Außerdem sind die
Chefs mehrerer Citynetz-Betreiber vertreten . Den Grund für die erwartete
Gründung einer neuen Interessensvertretung sehen Beobachter unter anderem darin
, daß sich die kleineren Anbieter am ihrer Meinung nach zu großen Einfluß der
überregionalen Netzgesellschaften stoßen . Auch bei den großen Telekoms rumort
es . Für Unmut sorgten zuletzt Äußerungen des VATM-Mitglieds MobilCom .
Netzbetreiber : Letzte Warnung nach Krisengespräch Die Konkurrenten der
Deutschen Telekom halten vorerst am Verband der Anbieter von Telekommunikations-
und Mehrwertdiensten ( VATM ) fest . Vertreter mehrerer Telefongesellschaften
konnten sich heute anläßlich eines Krisengesprächs in Frankfurt nicht auf die
erwartete Gründung eines Gegenverbands verständigen . Die Teilnehmer übten
jedoch massive Kritik am VATM und appellierten an die Verbandsführung , künftig
die Interessen von Telefongesellschaften mit eigener Netzinfrastruktur stärker
zu berücksichtigen . Damit ist die drohende Spaltung des VATM noch keineswegs
vom Tisch . Die Gründung einer neuen Organisation stehe unverändert auf der
Tagesordnung , hieß es aus dem Teilnehmerkreis . Das Ergebnis der Besprechung
sei als letzte Warnung zu verstehen . Dem VATM müsse es in kürzester Zeit
gelingen , die an ihn gerichteten Forderung umzusetzen . Zur Frankfurter Runde
waren Spitzen der drei großen überregional tätigen Unternehmen Mannesmann Arcor
, Viag Interkom und Otelo , ein Vertreter der Mannesmann-Mobilfunktochter sowie
von Colt Telecom , MCI Worldcom , VEW Telnet , Hansenet und NetCologne
zusammengekommen . Wie es hieß , sollen einige Teilnehmer für eine sofortige
Trennung vom VATM plädiert haben . Gegner der Spaltung hätten allerdings zu
Bedenken gegeben , daß die Telekom die in mehrere Lager zersplitterten
Wettbewerber gegeneinander ausspielen könnte . Brüssel drängt bei europäischem
GPS zur Eile Die EU-Kommission in Brüssel forciert den Aufbau eines europäischen
Satelliten-Navigationssystems . Verkehrskommissar Neil Kinnock appellierte heute
in Straßburg an die 15 EU-Staaten , ohne weitere Verzögerungen das Startsignal
für das Projekt " Galileo " zu geben . Sollte sich Europa nicht schnell auf ein
gemeinsames Vorgehen verständigen , würden große wirtschaftliche und
strategische Chancen für immer vertan . Galileo , für dessen Aufbau die EU etwa
zehn Jahre veranschlagt , soll weltweit offen und kompatibel zum amerikanischen
Global Positioning System ( GPS ) sein . GPS weist aufgrund seiner militärischen
Nutzung gravierende Nachteile auf : das US-Navigationssystem arbeitet in Städten
bewußt ungenau und ist während militärischer Krisen nur eingeschränkt nutzbar .
Nach Berechnungen der EU-Kommission wird der Aufbau des
Europa-Navigationssystems 2,2 bis 2,9 Milliarden Euro kosten . Die restliche
Summe müßte von den EU-Mitgliedsländern und privaten Investoren kommen . Rußland
soll wegen seiner Erfahrungen mit militärischen Navigationssystemen an dem
europäischen Projekt beteiligt werden . Intel : Weitere Ermittlungen drohen
Trotz der außergerichtlichen Einigung mit der Federal Trade Commission ( FTC )
steht Intel anscheinend weiterhin im Fadenkreuz staatlicher
Anti-Trust-Ermittlungen . Die US-Behörde hatte bereits 1997 erweiterte
Untersuchungen gegen den Chipgiganten angekündigt . Nach Einschätzungen von
Analysten und Industrievertretern laufen diese Ermittlungen unabhängig von der
außergerichtlichen Einigung auf Hochtouren weiter . Die Stellungnahme gab
Spekulationen , die FTC verfüge über zusätzliche handfeste Beweismittel , neue
Nahrung . Zudem monieren Kritiker der außergerichtlichen Einigung , daß die FTC
Intels Geschäftspraktiken bisher nur halbherzig untersucht habe , darunter auch
die Beschwerden von AMD , Intels schärfstem Konkurrenten im Prozessormarkt . Der
Hersteller hatte mehrfach geargwöhnt , Intel ködere Computerhersteller mit
Sonderrabatten und verpflichte sie dadurch , die Produkte anderer Chiphersteller
aus dem Programm zu nehmen . Unter anderem soll sich dazu auch der deutsche
Computerdiscounter Vobis bereit erklärt haben . Zumindest erwarten Beobachter ,
daß die FTC diese Vorwürfe nun genauer unter die Lupe nimmt und Intel ein neues
Gerichtsverfahren drohen könnte . AOL fordert Internet ohne Gebührenzähler Der
Online-Dienst AOL dringt auf einen monatlichen Pauschaltarif für Ortsgespräche
und Internet-Zugänge . Im Vorfeld einer Klage gegen die Telekom-Tochter T-Online
, die am Freitag vorm Landgericht Hamburg verhandelt wird , forderte heute der
Chef von AOL Europe , Andreas Schmidt , die Deutsche Telekom zum Umdenken auf .
Der Zugang zum Internet müsse für jedermann ohne ständig laufende Gebührenzähler
möglich sein . Die Pauschale , so Schmidt weiter , solle " etwa 30 Mark betragen
, so wie in den USA schon lange üblich " . Japan plant vierte
Mobilfunk-Generation Die japanische Industrie arbeitet zusammen mit der
Regierung an der vierten Mobilfunk-Generation . Wie die Finanzzeitung Nihon
Keizai Shimbun heute berichtet , legte das Ministerium für Telekommunikation
zusammen mit mehreren Telekom-Konzernen des Landes bereits die grundlegenden
Spezifikationen für die neue Technologie fest . Unter den beteiligten Konzernen
befänden sich Branchenführer NTT DoCoMo , KDDI und Japan Telecom . Auf diese
Weise könnten künftig hochaufgelöste Videos versendet und empfangen werden ,
hieß es . NTT DoComo will im Herbst als erster japanischer Konzern UMTS-Dienste
starten . Siemens streicht weitere 2000 Stellen Mit der Streichung von noch
einmal 2000 Arbeitsplätzen reagiert der Siemens-Konzern auf die anhaltende
Flaute im Telekommunikationssektor . Damit sollen im Mobilfunk- und im
Netzwerkgeschäft nun insgesamt 8100 Stellen wegfallen . Die " schwierigen
Marktverhältnisse " bei Mobiltelefonen und UMTS-Netzen würden voraussichtlich
auch in den nächsten Monaten anhalten , teilte der Konzern heute anlässlich
einer Analystenkonferenz in London mit . In den vergangenen Monaten musste
Siemens in seinem Arbeitsgebiet Information and Communications deutliche
Gewinnrückgänge hinnehmen . Der Konzern bezeichnete die Stellenstreichungen als
" Maßnahmen zur Ergebnissicherung in schwierigem Umfeld " . Diese wurden in der
vergangenen Woche vom Siemens-Vorstand beschlossen . Erst Ende April hatte der
Konzern bei der Präsentation der Halbjahreszahlen in Budapest mitgeteilt , bei
den Netzwerken würden 3500 Stellen gestrichen . Nun sollen bei ICN noch einmal
2000 Arbeitsplätze quer durch den ganzen Bereich abgebaut werden . Betroffen
seien somit insgesamt 5500 Mitarbeiter im Wesentlichen bei Vertrieb und Wartung
in den USA , Deutschland und anderen westeuropäischen Staaten . Entlassungen
seien nicht ausgeschlossen , sagte ein Sprecher auf Anfrage . Der Konzern bemühe
sich aber um sozialverträgliche Lösungen . In der Handyproduktion werden zudem
2600 zeitlich befristete Arbeitsverträge nicht verlängert . Wie die anderen
großen Hersteller ist auch Siemens von der überraschend schwachen Nachfrage nach
Handys betroffen . Damit würden die Verkäufe etwa auf Vorjahresniveau liegen .
Noch vor wenigen Monaten waren Analysten von bis zu 550 Millionen verkaufter
Handys ausgegangen . Welche Auswirkungen die Stellenstreichungen und die
Restrukturierungskosten auf das Konzernergebnis in diesem Jahr haben , konnte
ein Sprecher der Siemens AG ( Berlin/München ) auf Anfrage nicht sagen .
Ursprünglich hatte Siemens für 2000/01 ein zweistelliges Umsatzplus und ein
überproportionales Gewinnwachstum angekündigt . Bei der Präsentation der
Halbjahreszahlen wurde dann keine Prognose mehr abgegeben . Dresdner AMD-Werk
wird " Fab des Jahres " Das US-Fachmagazin Semiconductor International hat das
Dresdner AMD-Halbleiterwerk zur " Fab des Jahres " erklärt . Es ist das zehnte
Mal , dass die Publikation diesen Titel vergibt . Die Fab 30 von AMD in
Dresden-Wilschdorf ist das erste Halbleiterwerk der Welt , das im großen Umfang
Prozessoren mit Kupfertechnologie produzieren konnte . Bei der Entscheidung des
Magazins sei unter anderem auch die Geschwindigkeit berücksichtigt worden , mit
der neue Prozesstechnologien eingeführt und Prozesse hochgefahren wurden , heißt
es in der Begründung . Das im Oktober 1999 eröffnete AMD-Werk in Dresden hatte
im Juni 2000 mit der Auslieferung von Athlon-Prozessoren begonnen . AMD Saxony
ist eines der größten amerikanischen Projekte in Deutschland . AMD beschäftigt
derzeitig rund 1600 Mitarbeiter in Dresden . Studie : Das Internet verändert das
Kaufverhalten der User . Das ist ein Ergebnis der Untersuchung Cyberstudy des
US-Marktforschungsunternehmens Roper Starch , die im Auftrag des Online-Dienstes
AOL Europe in Deutschland , Großbritannien und Frankreich durchgeführt wurde . "
Die Europäer verstehen das Medium als zentralen Bestandteil ihres täglichen
Lebens " , kommentierte der Cheft von AOL Europe , Michael Lynton , heute in
London das Ergebnis . " Durch das Internet verändert sich ihr Kaufverhalten ,
das heißt , sie nutzen es für die Recherche , und je länger sie online sind ,
umso mehr kaufen sie dort auch ein " . Im Vergleich zu Großbritannien und
Frankreich stehen allerdings die Nutzer in Deutschland dem elektronischen Handel
etwas skeptischer gegenüber . Von den befragten deutschen Online-Kunden planen
nur 29 Prozent , in den kommenden Jahren mehr als bisher im Internet einzukaufen
. In Frankreich liegt dieser Wert bei 41 Prozent , in Großbritannien mit 54
Prozent sogar über dem Vergleichswert der USA ( 50 Prozent ) . Die deutschen
User liegen jedoch bei den finanziellen Dienstleistungen an der Spitze . 31
Prozent der Befragten in der Bundesrepublik verwalten ihr Bankkonto online ,
ebenfalls 31 Prozent verfolgen im Netz , wie sich ihr Aktien-Portfolio
entwickelt . Ein Fünftel der User handelt auch Aktien online . Als größtes
Hindernis für eine stärkere Nutzung macht die Studie die Kosten für den
Internet-Zugang aus . 34 Prozent der Befragten sagen , die Telefongebühren seien
zu hoch , 25 Prozent meinen , die Online-Provider seien zu teuer . Die
komplizierte Technik ist für 20 Prozent ein Hindernis , elf Prozent kritisieren
die zu geringen Zugriffgeschwindigkeiten . Deutsche Telekom will angeblich
One-2-One schlucken Die Deutsche Telekom bereitet nach einem Bericht der
Londoner Zeitung " Sunday Business " die Übernahme der britischen
Funktelefon-Gesellschaft One-2-One vor . Damit würden sich Spekulationen des
Wall Street Journals aus der Vorwoche bewahrheiten , nach denen die Deutsche
Telecom und Telecom Italia bei ihrem Zusammenschluß einen dritten Partner ins
Boot holen wollen . One-2-One gehört dem britischen Telefonunternehmen Cable &
Wireless und der amerikanischen Media One , die in der vergangenen Woche eine
Übernahmeofferte des US-Telefongiganten AT&T akzeptiert hat . Als ernsthafte
Interessenten an der Mobiltelefongesellschaft gelten unter anderem Mannesmann
und Microsoft . Jahr 2000 : Verband warnt vor Telefon-Crash Viele Telefonanlagen
, die seit 1980 installiert wurden , sind nach Ansicht des Verbandes für Post
und Telekommunikation ( DVPT ) nicht für das Jahr 2000 gerüstet . Wie
DVPT-Sprecher Manfred Herresthal heute in Offenbach mitteilte , seien auch
Anlagen , die in den letzten zwei Jahren eingerichtet wurden , nicht gegen
Probleme mit der Datumsumstellung gewappnet ; dies gelte auch für ISDN-Anlagen
in Privathaushalten . Nicht betroffen seien lediglich elektromechanische
Telefonanlagen ohne Gebührencomputer . Der DPVT rät deshalb allen Betreibern ,
sich bei den Lieferanten über die Jahr-2000-Tauglichkeit zu informieren . Bei
gemieteten Anlagen oder bei Anlagen mit Wartungsvertrag sei der Lieferant in
jedem Fall zur Nachbesserung verpflichtet . Per Mausklick ins Laserlabor
Studierende des Fachgebiets Lasertechnologie der Fachhochschulen Steinfurt und
Aachen sollen künftig über eine Website an den Vorlesungen und Praktika der
jeweils anderen Hochschule teilnehmen . Das heute gestartete Projekt wird durch
das Kompetenznetzwerk Universitätsverbund Multimedia NRW über einen Zeitraum von
zwei Jahren gefördert . Erstmals wurden in diesem Förderprogramm auch
Fachhochschulen berücksichtigt . " Die Live-Übertragung aus den Laboratorien der
Lasertechnik wird die Ausbildungsqualität für die Studierenden deutlich erhöhen
" , sagte Prof. Dr. Klaus Dickmann vom Fachbereich Physikalische Technik der
Fachhochschule Steinfurt heute zu Beginn der Projektphase . Zudem könnten Kosten
für die Laborausstattung gesenkt werden , da auf dem Gebiet der Lasertechnik
enorme Investitionen notwendig seien . Derzeit würden multimediale
Präsentationen der Vorlesungen aus Aachen und Steinfurt vorbereitet . Diese
sollen künftig für Studierende auf einer passwortgeschützten Website abrufbar
sein . Kern des Projekts sei es , eine Ergänzung zu Vorlesungen und Praktika zu
schaffen , so Dickmann weiter . An ein Studium per Internet denke er aber
derzeit noch nicht . Jobs Zukunft bei Apple : Rolle rückwärts ? Gilbert F.
Amelio hat anscheinend erst unter erheblichem Druck des Vorstands seinen Posten
in der Apple-Chefetage geräumt ( siehe
http://www.heise.de/newsticker/data/js-10.07.97-000/ ) , berichtet das Wall
Street Journal in seiner aktuellen Ausgabe . Während des vergangenen Wochenendes
sei es auf einer Vorstandssitzung zu offener Kritik an Amelios Geschäftspolitik
gekommen . Möglicherweise war dies bereits eine vorweggenommene Reaktion auf den
3. Quartalsbericht , den Apple am 16. Juli veröffentlichen wird . Offen bleibt ,
welchen Einfluß Steve Jobs auf das Stühlerücken in der Vorstandsetage hatte .
Kein Geheimnis sei , daß Jobs in letzter Zeit Amelio häufiger im privaten Kreis
offen attackiert habe , meldete das Wall Street Journal . Die vage Ankündigung
dürfte die Gerüchteküche in den nächsten Tagen kräftig anheizen . Während einige
Analysten , so etwa Pieter Hartsook , Amelios Ausscheiden als " längst
überfällig " kommentierten , wachsen gleichzeitig die Zweifel an der Zukunft des
Computerherstellers . Jeff Matthews von Ram Partners fand die drastischsten
Worte : Telefon-CD-Streit : Brisantes Interview DeTeMedien-Sprecher Gerhard
Weißschädel nutzte am Montag eine Einladung des ARD-Magazins " Brisant " zur
Kritik am elektronischen Telefonbuch D-Info 97 des Konkurrenten Topware Austria
( zur Vorgeschichte siehe http://www.heise.de/newsticker/data/em-08.07.97-000/ )
. Die Dienstfahrt des Pressereferenten ins Fernsehstudio hat nun Folgen : In
einer einstweiligen Verfügung des Landgerichts Köln wird der DeTeMedien die
Wiederholung der zitierten Passagen untersagt . In seinem Beschluß beruft sich
das Gericht auf das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb ( UWG ) . 300.000
Microsoft-Fälschungen sichergestellt Die Ermittler stießen bei der Überprüfung
eines LKW auf 68.000 illegale Kopien von Microsoft-CD-ROMs und Manuals . Die aus
England stammende Ladung war für ein Lager bei Düren bestimmt . Bei folgenden
Durchsuchungen beschlagnahmten die Zöllner weitere Paletten mit einer bisher
noch unbekannten Zahl Raubkopien . Gegenüber c't bestätigte der ermittelnde
Oberstaatsanwalts Lothar Karhausen , daß die Ermittler ihre Zählung noch nicht
abgeschlossen hätten . Nach groben Schätzungen handle es sich jedoch um 300.000
CD-ROMs . Gegen den mutmaßlichen Drahtzieher , einen 38jährigen Texaner , wurde
inzwischen Haftbefehl erlassen . Der Aktion ging eine enge Zusammenarbeit
zwischen Microsoft und Zollfahndern voraus . Nach Angaben der Staatsanwaltschaft
wurde der in Luxemburg lebende Beschuldigte bereits seit geraumer Zeit von
privaten Microsoft-Ermittlern beobachtet . Er soll in England mehrere
Produktionsstätten für illegale Kopien unterhalten haben . 45 Staaten halten das
Internet für gefährlich Die Freiheit im Internet hat Grenzen - zumindest in 45
autoritären Staaten . Die Kontrollmechanismen der Regierungen seien vielfältig .
In einigen Ländern sei der Internet-Zugang zwar gestattet , aber die Überwachung
der Internet-Anbieter an der Tagesordnung . In einer Reihe anderer Staaten
müssten sich die Leser regierungskritischer Internet-Inhalte bei den Behörden
registrieren lassen . " Mein Kampf " per Web-Order ( Update ) Die
US-Web-Buchhändler barnesandnoble.com und Amazon haben unter Umgehung des
Strafgesetzes Nazi-Literatur an deutsche Kunden verkauft . Nach einer
offiziellen Beschwerde des Simon-Wiesenthal-Zentrums in Los Angeles will nun das
Bundesjustizministerium den Vorfall untersuchen . In einem Brief an
Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin bittet das Simon-Wiesenthal-Zentrum
um " sofortige und effektive " Reaktion . Die übers Internet bestellten Bücher ,
darunter auch Hitlers " Mein Kampf " , würden den Kunden direkt ins Haus
geschickt . Dies sollte eigentlich das deutsche Strafgesetzbuch verhindern .
Paragraf 86 verbietet die Verbreitung von Propagandamitteln , " die nach ihrem
Inhalt dazu bestimmt sind , Bestrebungen einer ehemaligen
nationalsozialistischen Organisation fortzusetzen oder deren Inhalt gegen die
freiheitliche demokratische Grundordnung oder den Gedanken der
Völkerverständigung gerichtet ist " . Mit weiteren Schreiben wandte sich das
Zentrum auch an amazon.com und an das Gütersloher Medienunternehmen Bertelsmann
, das mit 40 Prozent an barnesandnoble.com beteiligt ist . In den Briefen
fordert die Organisation die Web-Verkäufer auf , sicherzustellen , dass sie
nicht unbeabsichtigt zum Vertreiber von Hass in Deutschland würden .
Pikanterweise steht Bertelsmann nun erneut im Fadenkreuz der amerikanischen
Öffentlichkeit . Ende letzten Jahres hatte der Soziologe Hersch Fischler von der
US-Presse vielbeachtete Untersuchungen zu Bertelsmanns Rolle als Verleger im
Dritten Reich publiziert . Während der Gütersloher Medienkonzern eine
sorgfältige Prüfung der Vorwürfe zusagte , will Amazon die Angelegenheit
offensichtlich auf sich beruhen lassen . Amazons deutscher Ableger zumindest
würde keine verbotene Lektüre verkaufen . Mittlerweile ließ
Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin erklären , ihr Ministerium wolle
politisch gegen den Verkauf von Nazi-Lektüre im Internet vorgehen . Dazu plane
sie ein Gespräch mit ihrer US-Amtskollegin Janet Reno . Ein Sprecher des
Justizministeriums stellte allerdings klar , dass der Verkauf von " Mein Kampf "
in den USA gestattet sei . Deshalb könne Deutschland bei einem
Rechtshilfeersuchen nicht mit amerikanischer Unterstützung rechnen . Etwas
anders sei es , wenn Verantwortliche der Firmen nach Deutschland reisen . Dann
könne die deutsche Justiz eingreifen . Auch Bertelsmann will sich jetzt in den
Staaten für einen Verkaufsstopp von Nazi-Literatur an deutsche Kunden stark
machen . Bertelsmann-Sprecher Manfred Harnischfeger erklärte , man habe bereits
den Mitgesellschafter bei barnesandnoble.com , die US-Buchhandelskette Barnes &
Noble , auf die Gesetzeslage in Deutschland hingewiesen . Zugleich betonte
Harnischfeger allerdings , dass die von Bertelsmann angestrebte Regelung das
grundsätzliche Problem nicht löse . Politik und Wirtschaft müssten darauf
hinwirken , den internationalen Rechtsrahmen für E-Commerce zu harmonisieren .
Mit Computer-Colleges gegen den IT-Fachkräftemangel Der Chef des größten
indischen Computerunternehmens Wipro , Azim Premji , rät der Bundesregierung ,
mehr in die Ausbildung von Computerfachleuten zu investieren . Bisher setzten
Bundesregierung und deutsche Wirtschaft vor allem darauf , den Fachkräftemangel
in der Branche durch Einwanderung auszugleichen . In einem Gespräch mit der
Financial Times Deutschland ( Dienstagsausgabe ) sagte Premji , da es für Inder
nicht sehr attraktiv sei , nach Deutschland zu emigrieren , wäre es sinnvoller ,
wenn Berlin nach indischem Vorbild Computer-Colleges aufbaue . So bilde etwa
Wipro , das seinen Sitz in der indischen Software-Hauptstadt Bangalore hat , in
Zusammenarbeit mit den dortigen Universitäten jedes Jahr 400 IT-Ingenieure aus .
Premji , der heute in Berlin mit Bundeskanzler Gerhard Schröder zusammentraf ,
sagte , beide Seiten würden davon profitieren , wenn Deutschland mehr für die
Ausbildung von eigenen Fachkräften tue . " Kein Land verliert gern Leute , denn
Ausbildung ist immer in der einen oder anderen Form vom Staat subventioniert " ,
sagte Premji . Zudem würden ohnehin die meisten indischen Fachleute in die USA
emigrieren . Die amerikanische Greencrad sei der deutschen " einen Schritt
voraus " , da sie eine langfristige Perspektive inklusive des Wahlrechts
ermögliche . Es macht 65 Prozent seines Umsatzes im Ausland , beschäftigt aber
den Großteil seiner Mitarbeiter in Indien . " Wir arbeiten gern mit Partnern im
Ausland zusammen " , sagte Premji . Berlin müsse aber noch mehr Partnerschaften
mit Unternehmen aus Ländern fördern , in denen es viele IT-Talente gibt .
Siemens sucht Käufer für Paderborner Computerwerk Noch vor dem Start der
Computer-Allianz mit dem japanischen Fujitsu-Konzern will sich Siemens von der
Computer-Produktion am Standort Paderborn trennen . Für das Werk suche man einen
geeigneten Käufer , teilte Robert Hoog , künftiger Vorstand des
deutsch-japanischen Joint Ventures , bei einer Betriebsversammlung in Paderborn
mit . Betroffen sind die Bereiche Produktion und Logistik der ICP Computer
Systems mit insgesamt 670 Mitarbeitern . Man sei in aussichtsreichen
Verhandlungen mit mehreren Weltunternehmen , hieß es . Ziel sei die Sicherung
der Arbeitsplätze in Paderborn . In den vergangenen zwölf Monaten hatte Siemens
am selben Standort bereits 500 der insgesamt etwa 5.000 Arbeitsplätze gestrichen
. Mobilfunk auf der Überholspur Das Wachstum auf dem deutschen Mobilfunkmarkt
hält unvermindert an . Dies geht aus Teilnehmer-Statistiken hervor , die die
deutschen Mobilfunkunternehmen heute vorgelegt haben . Demnach kletterte die
Zahl der Handybesitzer seit Jahresanfang um 40 Prozent oder 5,5 Millionen auf
derzeit 19 Millionen . In weniger als fünf Monaten erhöhte das Unternehmen die
Kundenzahl um eine Million . Dieser Trend werde sich weiter fortsetzen . "
Bereits in zwei bis drei Jahren wird es hierzulande mehr mobile
Telefonanschlüsse geben als heimische Festnetzanschlüsse " , sagte
Geschäftsführer Jürgen Kuczkowski . Die Deutsche Telekom ist mit ihrer Tochter
T-Mobil dem Marktführer dicht auf den Fersen . Das starke Kundenwachstum halte
unvermindert an , teilte das Unternehmen mit . Noch deutlich unter der
Millionengrenze liegt dagegen Viag Interkom ( München ) . Das Unternehmen war
erst im vergangenen Jahr gestartet und bedient derzeit rund 400.000 Kunden . AOL
Time Warner : Vorreiter des neuen Web Die Medienbranche feiert die Fusion von
AOL und Time Warner als Mega-Deal , bei dem sich die jeweils größten Konzerne
aus der Verlags- und Internetwelt zusammengeschlossen haben . Analysten malen
sich bereits eine gewaltige Fusionswelle aus , die in den nächsten Monaten über
die Verlagsbranche hinwegschwappen soll . Der Gedanke beflügelt auch bereits die
Phantasie der Anleger . Disney wäre ein solcher Kandidat ; Viacom verdaut gerade
die Fusion mit dem amerikanischen Sender CBS , steht aber bereits für neue Taten
zur Verfügung und unter den Internet-Firmen gilt Yahoo als bevorzugtes
Fusionsziel . Für die großen Verlage steht fest , dass der AOL-Deal mit Time
Warner nicht unbeantwortet bleiben kann . Denn der Zusammenschluss hat die alte
Ordnung in der Verlagsbranche aus den Fugen gehoben . Doch dass es einem
Unternehmen gelingen könnte , das ausschließlich im Internet und mit
Online-Diensten sein Geld verdient , einen dicken Fisch aus der Verlagswelt an
Land zu ziehen , daran wollte bisher niemand so recht glauben . Aber die Macht
der im Vergleich zu Internetfirmen umsatzstärkeren Verlagskonzerne beginnt unter
dem Einfluss der Börsen zu bröckeln . Dort richten die Anleger ihr Augenmerk auf
erhoffte Gewinne mit dem Zukunftsgeschäft Internet ; Umsatzzahlen sind nur noch
am Rande interessant . Von ihrer finanziellen Struktur her könnten AOL und Time
Warner unterschiedlicher kaum sein : Unter diesen Vorzeichen ist dem deutlich
umsatzschwächeren Internet-Multi AOL die Fusion mit dem Mediengiganten
leichtgefallen . Dem Vernehmen nach wartet dieser gewaltige Kundenstamm nur
darauf , mit Inhalten des Time-Warner-Verlags versorgt zu werden . Neben Content
hat der Mediengigant aber auch ein rares Gut zu vergeben : AOL leckt sich
bereits seit geraumer Zeit die Finger nach dem ausgedehnten
US-Breitband-Kabelnetz von Time Warner . Die Dominanz des neuen Riesen ruft auch
bereits Skeptiker auf den Plan , die das Ende des klassischen Internet
vorhersagen . AOL Time Warner könnte die Internet-Gemeinde spalten und zum
Vorreiter des multimedialen Bezahl-Web werden - einem Kanal für
Vergnügungssuchende und einer Art Premiere World im Netzwerk ( siehe auch eine
Analyse bei Telepolis ) . Voraussetzung für ein solches Web , das Inhalte nur
noch gegen Gebühr ausliefert , sind neben dem Content schnelle Zugänge , wie sie
AOL nun mit Time Warners Breitband-Kabelnetz ebenfalls eingekauft hat . Zudem
kann das Gemeinschaftsunternehmen künftig aus gemeinsamen Ressourcen schöpfen
und intensives Cross-Marketing zu betreiben . Auch in Deutschland darf sich das
Publikum schon mal auf die neue Liaison einstellen . AOLs langjährigen
Internet-Partner Bertelsmann zumindest ließ die Aussicht auf mögliche
Synergie-Effekte offensichtlich kalt . Die Verhandlungen zerschlugen sich jedoch
, als Bertelsmann-Chef Thomas Middelhoff klar wurde , dass einer möglichen
Fusion unüberwindliche Hürden entgegenstanden . Unter anderem hatten die
Bertelsmann-Stiftung und der Buchclubgründer Reinhard Mohn frühzeitig
signalisiert , dass sie ihre Zustimmung verweigern würden . Zudem wäre der
viertgrößte Medienkonzern der Welt erst mit einem gewaltigen finanziellen
Klimmzug zum 20-Prozent-Gesellschafter avanciert . Für eine Übernahme per
Aktientausch standen die Gütersloher ohnehin nicht zur Verfügung , da der
Konzern keine Aktien am freien Markt ausgibt . Auf die Frage , ob denn nun
langfristig das Joint Venture mit AOL in Europa in Gefahr sei , wiegelt
Konzernsprecher Oliver Herrgesell gegenüber c't ab : An der Zusammensetzung von
AOL Europe werde sich in absehbarer Zeit nichts ändern . Auch Bertelsmann-Chef
Thomas Middelhoff betonte , er wolle die Zusammenarbeit mit dem Online-Konzern
in Europa und Australien fortsetzen . Trotzdem gilt als fraglich , ob Middelhoff
im Aufsichtsrat von AOL verbleibt . Middelhoff hatte schon bei seinem
Amtsantritt im November 1998 die Entwicklung vorgezeichnet und dem eigenen
Unternehmen eine tief greifende strategische Neuausrichtung verschrieben . Im
Kern geht es darum , alle vorhandenen Ressourcen von Bertelsmann auf das
Internet auszurichten . Das Ziel lautet , mit aller Kraft beim elektronischen
Handel ( E-Commerce ) ganz vorne zu sein . Nach der Fusion von AOL und Time
Warner ist Bertelsmann von diesem Wegpunkt weiter entfernt , als jemals zuvor .
Mobilcom : Sicherheitsleck im Zentralrechner Der Internet-Service der
Telefongesellschaft Mobilcom leidet nach Angaben des Bayerischen Rundfunks unter
erheblichen Sicherheitsmängeln . Dafür seien keine besonderen Fachkenntnisse
nötig gewesen . Mobilcom bietet seit Weihnachten einen Pauschaltarif für die
Einwahl ins Internet an . Seit dem Start des Dienstes haben nach
Mobilcom-Angaben rund 15000 Computerbesitzer das Angebot abonniert . Nach einem
Bericht der in Dresden erscheinenden Sächsischen Zeitung arbeitet die
Gesellschaft außerdem am Ausbau der überlasteten Zugänge . " Wir sind von dem
Ansturm völlig überrascht " , zitierte die Zeitung Firmensprecher Torsten
Kollande . Seinen Angaben zufolge seien die Probleme inzwischen behoben . ARD
und ZDF sollen im Web neue Spielräume bekommen Auf einem Medienfachkongress in
Leipzig haben sich Politiker für mehr Freiheiten der öffentlich-rechtlichen
Anstalten im Web ausgesprochen . Thüringens Ministerpräsident Bernhard Vogel (
CDU ) sagte in einer medienpolitischen Grundsatzrede : Wenn sie langfristig
junge Menschen erreichen wollten , müssten die Anstalten neue Wege gehen . Die
privaten Rundfunkanbieter lehnen erweiterte Spielräume für ihre
öffentlich-rechtliche Konkurrenz in den neuen Medien vehement ab . Auch
Sachsen-Anhalts Regierungschef Reinhard Höppner ( SPD ) hatte sich zum Beginn
des Kongresses dafür ausgesprochen , ARD und ZDF die Möglichkeit zu geben , in
den neuen Medien und ihren interaktiven Diensten mit den Privaten mithalten zu
können . Für Sachsens Regierungschef Kurt Biedenkopf ( CDU ) ist dagegen mit
Blick auf die nach seiner Ansicht jetzt schon hohen Rundfunkgebühren eine
Ausweitung der Online-Aktivitäten nicht denkbar . Biedenkopf wies darauf hin ,
dass sich die Anstalten mit neuen Diensten im Internet auf das Feld europäischen
Wirtschaftsrechts mit " knallharten " Wettbewerbsregeln begehen würden . Dort
könnten sie ähnliche Probleme mit Brüssel bekommen wie derzeit die
öffentlich-rechtlichen Geldinstitute . ad pepper zieht sich aus den USA zurück
Der angeschlagene Online-Vermarkter ad pepper will unrentable Niederlassungen in
den USA , Österreich und der Schweiz schließen . Die Turbulenzen im
amerikanischen Online-Markt ließen mittelfristig keine Profitabilität erwarten ,
sagte der Vorstandsvorsitzende Ulrich Schmidt am Freitag in Nürnberg . Die
Märkte in den anderen beiden Ländern seien zu klein , um profitabel arbeiten zu
können . Die ad pepper media International N.V. mit Sitz im niederländischen
Hoofddorp bei Amsterdam erwartet durch die Schließungen " Einsparungen im
mittleren siebenstelligen Bereich " . Künftig will sich das 1999 gegründete
Unternehmen besonders auf den Ausbau seiner Position in Europa konzentrieren .
Neuer 3D-Grafikchip von Matrox Der kanadische Hersteller von 3D-Grafikkarten mit
eigener Chip-Entwicklung wird ersten Berichten zufolge im Laufe dieses Jahres
seinen nächsten Grafikchip mit der Codebezeichnung " G550 " vorstellen . Nachdem
Matrox im vergangenen Jahr mit dem G450 lediglich eine fertigungsoptimierte
Version des G400 aus dem Jahre 1999 herausbrachte , wird es höchste Zeit für ein
neues Produkt . Um konkurrenzfähig zu sein , wird der neue 3D-Chip kaum ohne
Funktionen von DirectX 8 auskommen . Es ist aber unwahrscheinlich , dass Matrox
etwa mit Nvidias GeForce 3 konkurriert und die Windows-Grafikschnittstelle
vollständig implementiert . Für die im privaten Besitz gehaltene Firma dürfte
ein solches Projekt zu kostspielig sein , zumal Matrox in erster Linie den
Businessmarkt im Auge hat , für den viele DirectX-8-Funktionen zweitrangig sind
. Nach Berichten von The Register und des Tech-Report soll der G550 über zwei
Renderpipelines mit jeweils drei Textureinheiten verfügen und mit einer
Taktgeschwindigkeit von 200 bis 250 MHz betrieben werden . Etwas konkreter
äußerte sich Chef-Entwickler Dan Wood in einem Vortrag im Juli vergangenen
Jahres . Demnach wird der G550 voraussichtlich Funktionseinheiten ( Vertex
Shader ) für das so genannte " Matrix Palette Skinning " enthalten , mit denen
man " organisch runde " Übergänge etwa zwischen Arm und Schulter und die Mimik
von Sprechern realistisch gestalten kann . Auch " Perturbation Mapping " für
Oberflächenstrukturen war ein Thema dieser Präsentationen . Creative Labs
fertigt wieder Grafikkarten Der für seine Soundkarten bekannte Hersteller
Creative Labs will ab Juni wieder Grafikkarten anbieten . Der Hersteller
konzentriert sich dabei ganz auf die 3D-Chips von Nvidia . Die Palette beginnt
beim Einsteigermodell " 3D Blaster GeForce2 MX200 " mit 32 MB SDR-RAM für 249
Mark . Für Besitzer älterer Systeme bietet Creative Labs eine PCI-Version mit
dem GeForce2 MX für 279 Mark an . Ambitionierte Gamer will man mit der " 3D
Blaster GeForce2 Pro " ansprechen ; sie ist mit 64 MByte DDR-DRAM bestückt und
soll 499 Mark kosten . Microsoft und Konami tauschen Spielelizenzen Microsoft
und der japanische Videospielehersteller Konami wollen ihre Spiele künftig für
PCs und Videokonsolen anbieten . Mit einem gestern vereinbarten Lizenzaustausch
erschließen sich die Partner eine zusätzliche Plattform . So sollen
Microsoft-Spiele mit Konamis Hilfe häufiger als bisher auf Videokonsolen von
Nintendo , Sony und Sega zu finden sein . Ed Fries , Microsofts General Manager
für den Game-Bereich , will auch in Zukunft das Hauptaugenmerk auf den PC
richten . Allerdings machte er deutlich , daß sich immer mehr Spieler bei der
Wahl der bevorzugten Plattform vom Spieleangebot leiten lassen .
Videospielehersteller Konami will dagegen künftig Präsenz auf dem demographisch
interessanten PC-Markt zeigen . Vizepräsident Tim Dunley sieht hier bessere
Chancen , um vor allem eine ältere Käuferschicht zu erreichen . Eine Reihe
Konami-Titel , wie etwa Metal Gear Solid , richteten sich an erwachsene Spieler
, die sich nur schwer von den Vorzügen einer Konsole überzeugen ließen .
Adoption per Web-Katalog " Ileana wurde bei ihrer Geburt verlassen " . Mit
diesem Satz und einem Foto hat die amerikanische Agentur Adoption Advocates
International ein neunjähriges Mädchen aus Rumänien im Internet vorgestellt . In
den USA ist längst übliche Praxis , was in Europa bis heute verpönt ist : Die
Nutzung des Internet zur Vermittlung von Kindern , die verzweifelt auf neue
Eltern warten . " Die Menschen müssen einfach wissen , dass diese Kinder
existieren " , sagt Gloria Hochman vom National Adoption Center in Philadelphia
. Diese Wohltätigkeitsorganisation wird mit staatlichen Geldern finanziert .
Hochman betont , dass man sich besonders um schwer vermittelbare ältere Kinder
kümmere , die wegen ihrer Behinderungen oder Verhaltensstörungen nur sehr selten
aus dem Waisenhaus herauskommen . Prinzipiell sei auch eine Vermittlung der
Kinder an Eltern aus dem Ausland möglich ; die Eltern müssen allerdings in den
USA als Bewohner mit fester Adresse registriert sein , betont Hochman . Dies ist
immerhin ein kleiner Hoffnungsschimmer für adoptionswillige deutsche Paare . Die
in Deutschland üblichen Altersbeschränkungen für Adoptionseltern etwa gelten in
den USA nicht . Die Regeln zur Festlegung einer Residency sind in jedem
Bundesstaat unterschiedlich und oft nicht sehr streng ; in Arkansas etwa reicht
bereits ein 30-tägiger Aufenthalt . Die Kritik an der Kinderpräsentation im
Internet wächst allerdings auch in den USA . Adoptionsrechts-Experten wie die
kalifornische Professorin Joan Hollinger weisen auf einen " bedauerlichen Mangel
an Privatsphäre " hin . Die Fotos sind meistens mit ausführlichen Beschreibungen
versehen , die auch psychische oder körperliche Probleme der Kinder betreffen .
" Kaum ein Erwachsener würde von sich Privatfotos zusammen mit medizinischen
Informationen online präsentieren " , argumentiert Hollinger . Vermittler wie
das National Adoption Center versuchen bereits , auf die Wünsche älterer Kinder
einzugehen . " Wenn ein Junge oder ein Mädchen keine ausführliche Beschreibung
wünscht , dann lassen wir das natürlich " , versichert Hochman . Sie will
weiterhin an der Online-Veröffentlichung festhalten . Gleichzeitig aber warnt
sie wie viele andere Experten auch vor unseriösen Vermittlern . " Es gibt einen
akuten Mangel an vermittelbaren Neugeborenen und Säuglingen , und in diesem
Bereich erhalten dann leider Internet-Adoptionen ihren schlechten Ruf " , sagt
Hochman . Internationales Aufsehen erregte der Streit um die amerikanischen
Zwillinge Kimberley und Belinda . Sie wurden im vergangenen Jahr im Alter von
sechs Monaten via Internet an das meistbietende Elternpaar vergeben an die
britischen Anwälte Judith und Alan Kilshaw , die insgesamt 11.700 Dollar "
Vermittlungsgebühren " zahlten . Nach monatelangem Gezerre zwischen den Briten
und einem anderen adoptionswilligen Paar aus Kalifornien griffen die
Sozialbehörden auf beiden Seiten des Atlantiks ein . Kimberley und Belinda
wurden aus dem Haus der Kilshaws geholt und auf Drängen ihrer leiblichen Eltern
zurück in die USA gebracht . Der Internet-Adoptionsmarkt für Babys kann in den
USA auch deshalb blühen , weil Geschäftemacher geschickt Gesetzeslücken
ausnutzen und ganz legal einen " Finderlohn " kassieren , wenn sie schwangere
Frauen und adoptionswillige Paare zusammen bringen . In vielen Bundesstaaten
darf sich jedermann zum Adoption Facilitator ernennen , ohne die Regeln beachten
zu müssen , die für Vermittler mit staatlicher Lizenz gelten . In diesem ganz
alltäglichen Geschäft machen nur noch besonders dreiste Betrüger Schlagzeilen .
In Philadelphia kassierte Sonya Furlow über ihre Agentur mit dem rührenden Namen
Tenderhearts ( Zarte Herzen ) 215.000 Dollar von insgesamt 44 adoptionswilligen
Paaren . Nur ein einziges Kind wurde vermittelt . Die Täterin sitzt zur Zeit
eine knapp vierjährige Haftstrafe ab , weil sie für kassiertes Geld keine
Leistungen erbrachte . Kyro-II bekommt zwei Nachfolger Erstmals gab ST
Microelectronics Einzelheiten über die Nachfolger des 3D-Grafikchips Kyro II
bekannt . Frederick Fu , Präsident der taiwanischen Niederlassung von ST ,
erwähnte gegenüber dem Magazin Extremetech zwei Projekte . Mit dem STG4800 , der
möglicherweise den Namen Kyro II Ultra erhält , plane man einen pinkompatiblen "
Refresh " des jetzigen Kyro II , der für Taktfrequenzen bis 200 MHz ausgelegt
sein soll . Der ST5500 , der wahrscheinlich Kyro 3 getauft wird , sei jedoch ein
leistungsfähiges Redesign mit 4 Pixelpipelines und einer T&L-Unit zur
Geometriebeschleunigung . Der Chip soll in 0,13-µm-Technik gefertigt werden ,
besitzt ein DDR-DRAM-Interface und sei drei Mal leistungsfähiger als der Kyro II
. Er soll zudem über eine T&L-Unit verfügen . Kyro II arbeitet daher mit
preiswerteren Speicherchips vom SDRAM-Typ , ist aber zu Grafikkarten mit
DDR-DRAM konkurrenzfähig . Experte : Neues Datenschutzgesetz schon veraltet Das
neue Datenschutzgesetz der Bundesregierung ist nach Ansicht des
Datenschutzexperten Gerhard Kongehl veraltet . Das Gesetz , das am 23. Mai in
Kraft trat , spiegele die Technik aus der Zeit vor dem PC wieder , sagte Kongehl
heute im Gespräch mit der Nachrichtenangentur dpa anläßlich des morgen
beginnenden Datenschutz-Kongresses in Ulm . Als positiv bewertet der Ulmer
FH-Professor und Vorsitzende des Berufsverbands der Datenschutzbeauftragten
Deutschlands ( BvD ) , dass " das Recht der Betroffenen , gegen den
ungewünschten Gebrauch ihrer persönlichen Daten Widerspruch einzulegen " ,
deutlich gestärkt wurde . Trotz des Fortschritts in Sachen Datenschutz gehe das
neue Gesetz nicht weit genug . Der BvD-Vorsitzende bemängelte , dass die
Vorschrift den heutigen technischen Gegebenheiten nicht mehr entspreche .
Dennoch sei das Gesetz " längst überfällig " gewesen . Die entsprechende
EU-Richtlinie zur Harmonisierung des europäischen Datenschutzes hätte nach den
Worten Kongehls bereits im Oktober 1998 in nationales Recht umgesetzt werden
müssen . " Die Regierung Kohl hat das nicht geschafft , und die neue Regierung
hat vor der Wahl ein zweistufiges Verfahren versprochen , bei dem zunächst die
Richtlinie umgesetzt und dann ein ganz neues Gesetz geschaffen werden soll " ,
erläuterte der Datenschützer . Kongehl bezweifelt , dass die zweite Phase noch
in dieser Legislaturperiode verabschiedet werden kann . 3D-Chips aus Deutschland
Das Starnberger Unternehmen SP3D Chip Design will als erste deutsche
Entwicklerfirma einen 3D-Chip zur Serienreife führen . Die 100prozentige
Philips-Tochter gab jetzt erste Details ihres Grafikbeschleunigerkonzepts "
EnVision 2000 " bekannt . EnVision basiert auf den Bausteinen Comet und Star .
Comet enthält das System-Interface und das Triangle-Setup ; Star kümmert sich um
die Darstellung von Linien und Polygonen . Dank eines Parallel-Ansatzes läßt
sich diese Minimalkonfiguration auf bis zu sieben Bausteine erweitern . Eine
weitere Leistungssteigerung ist durch die Kombinationen mit einem Chip für
Geometrie- und Beleuchtungsbeschleunigung möglich , den ein Drittanbieter
beisteuert . Besondere Eigenschaften des Konzepts sollen
Single-Pass-Edge-Antialiasing und eine präzise Bildpunktberechnung ( RasterTru
Rasterizing ) sein . Als Bildspeicher kommen DDR-SGRAMs von Samsung zum Einsatz
. Maximal sollen die Chips 768 MBytes Speicher mit bis zu 12 GByte/s ansteuern
können . Die ersten Produkte sollen im Laufe des zweiten Halbjahres in die
Regale kommen . Die Idee für das deutsche 3D-Grafikprojekt stammt übrigens vom
einstigen Grafik- und Multimediakartenhersteller SPEA . SPEA-Ingenieure hatten
vor der Übernahme ihres Unternehmens durch Diamond an einem eigenen 3D-Chip
gearbeitet . Um das in ersten Ansätzen fertige Projekt weiterführen zu können ,
gründeten SPEA-Mitarbeiter die Firma SP3D Chip Design . Verbraucherschützer
warnen vor " Mausklick-Verträgen " Nach Meinung von Verbraucherschützern sind
Web-Kunden bei elektronischen Vertragsabschlüssen noch nicht ausreichend
geschützt . Auch im Internet müsse ein Schutzstandard geschaffen werden , der
dem Niveau im herkömmlichen Handel gleichwertig sei , sagte gestern der
Präsident der Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände ( AgV ) , Heiko
Steffens , auf einer internationalen Fachtagung in Bonn . Steffens beklagte vor
allem erhebliche Informationsdefizite im Online-Handel . Ein weiteres ungelöstes
Problem sei der elektronische Vertragsabschluß per digitaler Signatur . Die
vorliegenden Pläne für eine entsprechende EU-Richtlinie seien unzureichend .
Steffens kritisierte insbesondere , daß die bisher vorgeschriebene Schriftform
beim Abschluß von Verbraucherkreditverträgen nicht mehr zwingend sein solle und
warnte : " Die eigenhändige Unterschrift darf vor allem bei längerfristigen
Kredit- oder Versicherungsverträgen nicht ohne weiteres durch einen Mausklick
ersetzt werden " . Darüber hinaus müsse der Kunde künftig das Recht erhalten ,
bei ausbleibender oder mangelhafter Lieferung einer bestellten Ware im voraus
geleistete Bezahlungen rückgängig zu machen . Metabox : Verdacht auf
Insider-Handel erhärtet Der Verdacht auf Anlagebetrug , Insider-Handel und
Kursmanipulation gegen die Hildesheimer Metabox AG hat sich nach Einschätzung
der Staatsanwaltschaft Hannover teilweise erhärtet . Frühestens in zwei Monaten
werde die Staatsanwaltschaft entscheiden , ob Anklage gegen das Hildesheimer
Unternehmen erhoben werde . Ein Ermittlungsverfahren wegen des Vorwurfs der
Bilanzfälschung hatte die Staatsanwaltschaft Ende Juni eingestellt . Im Kern
geht es bei den Vorwürfen um Ad-hoc-Meldungen des am Frankfurter Neuen Markt
notierten Unternehmens zu angeblichen Großaufträgen . Metabox hatte mehrere
Aufträge aus dem Ausland mitgeteilt , die entsprechenden Partner aber nie
genannt . Auf Grund der angeblich zu erwartenden Umsätze war damals die
Metabox-Aktie kräftig gestiegen . Das Papier hatte Mitte vergangenen Jahres bei
rund 40 Euro notiert . Inzwischen liegt der Wert der Aktie bei unter einem Euro
. Metabox erklärte , durch die Verteidiger seien alle Vorwürfe bestritten worden
. Nach wie vor gehe man davon aus , dass nach dem Ende der Ermittlungen das
gesamte Verfahren eingestellt werde . Von einer Anklage oder einem Strafbefehl
könne keine Rede sein . Unterdessen läuft das Insolvenzverfahren . MSN :
Durchlauferhitzer fürs Internet Showtime bei MSN - und anscheinend schaut keiner
zu . Der Marketing-Manager des Online-Dienstes , Jeff Sanderson , legte heute
dem Wall Street Journal ernüchternde Zahlen vor : Nur etwa 5 Prozent der
Teilnehmer nutzen das exklusive Onstage-Angebot . Über 70 Prozent der User
starten direkt ins Internet durch . Die restlichen Teilnehmer ( 25 Prozent )
nutzen MSN überwiegend für ihre elektronische Post oder beteiligen sich an
Chat-Gruppen und Diskussionsforen . Mit einer Verdopplung der Show-Angebote im
Herbst will Sanderson nun den Durchbruch schaffen und seinen Dienst vom Image
des Durchlauferhitzers fürs Internet befreien . Freiburg holt den RoboCup Der CS
Freiburg hat beim RoboCup 2001 in Seattle seinen WM-Titel aus dem Vorjahr
erfolgreich verteidigt . In der Liga der mittelgroßen Roboter setzte sich die
Mannschaft der Universität Freiburg im Finale gegen die Konkurrenz aus Japan
durch . Die virtuellen Kicker der Karlsruhe Brainstormers traten in der
Simulationsliga an und wurden Vize-Weltmeister . Insgesamt waren unter den 111
Mannschaften aus 23 Ländern auch 14 deutsche Teams vertreten . Eine Woche lang
stellten die Teams vor rund 20.000 Zuschauern bis Freitag ihre Software- und
Fußballfähigkeiten unter Beweis und kämpften um die WM-Pokale . Der CS-Freiburg
hatte bereits im vergangenen Jahr in Melbourne in seiner Klasse den begehrten
Titel gewonnen . Die Karlsruhe Brainstormers von der Universität Karlsruhe
unterlagen in Seattle im Endspiel mit 0:1 Toren einer Mannschaft aus China und
landeten , ebenfalls wie im Vorjahr , auf Platz 2 . In der Liga der
Klein-Roboter , wo vier kleine RoboCupper pro Team auf einem Spielfeld von der
Größe einer Tischtennisplatte hin und her flitzen , mussten sich die Fu-Fighters
, der bisherige Vizeweltmeister von der Freien Universität Berlin , mit dem 4.
Rang begnügen . Gewonnen haben Mannschaften aus Singapur und aus den USA . In
der Wettkampfklasse der Legged Robot League für vierbeinige Roboter wurde
Australien erneut Weltmeister . Die Fußballroboter werden so programmiert , dass
sie selbst die Entscheidungen über Bewegungen und Spielstrategie treffen mussten
. Nach dem Anpfiff dürfen die Trainer nicht mehr in den Spielverlauf eingreifen
. Am Ende des RoboCup-Turniers werden keine Trikots gewechselt , sondern
tauschen die Erfinder ihre Software aus , um das Spieltempo und den technischen
Fortschritt zu beschleunigen . In den letzten Jahren hätten sie sich enorm
entwickelt , sagte Martin Riedmiller von den Karlsruhe Brainstormers . Die
virtuelle Fußball-Elf aus Baden würde jetzt bereits " wie eine richtige
Mannschaft " taktische Entscheidungen treffen und treffsichere Pässe und Flanken
ausführen . Im Juni 2002 findet in Japan der nächste RoboCup statt . Siehe dazu
auch Der Roboter als Persönlichkeit , Gespräch mit Hans-Dieter Burkhard ,
Professor für Künstliche Intelligenz an der Humboldt-Universität Berlin in
telepolis . Telekom droht Deutscher Bank mit Konsequenzen Die Deutsche Bank
steht wegen ihres umstrittenen Verhaltens beim Verkauf großer Stückzahlen der
T-Aktie weiterhin im Kreuzfeuer der Kritik . So will sich die Deutsche Telekom
weitere Schritte vorbehalten . " Wir werden die Transaktion rechtlich überprüfen
" , sagte Telekom-Sprecher Ulrich Lissek . Spekulationen , die Telekom könnte
sich sogar ganz von Deutschlands größtem Kreditinstitut trennen , wiesen die
Bonner jedoch zurück . Die Deutsche Bank habe der Aktienkultur in Deutschland
einen " Bärendienst " erwiesen , sagte DSW-Geschäftsführer Klaus Nieding in
Frankfurt . Die Aktionärsvereinigung hat beim Bundesaufsichtsamt für den
Wertpapierhandel ( BAWe ) deshalb eine Prüfung angeregt . " Wir haben das BAWe
gebeten , zu prüfen , ob hinter dem Aktienverkauf nicht mehr steckt " ,
erläuterte Rechtsanwalt Nieding . Eine Sprecherin des BAWe sagte : " Es ist
natürlich klar , dass wir im Rahmen unserer Marktbeobachtungen auch diesen
Vorgang untersuchen werden " . Nieding sieht in dem umstrittenen Aktienverkauf
durch die Deutsche Bank einmal mehr einen Beleg " für die Ohnmacht der
Kleinanleger " . Die an den Börsen ausgelöste Verkaufspanik durch die
überraschende Transaktion ließ den Kurs der Telekom-Aktie heftig abstürzen . Bis
Freitagmittag ging es sogar knapp unter die Marke von 20 Euro . Die Deutsche
Bank wollte sich bisher noch nicht ausführlich äußern . Ein Konzernsprecher
sagte lediglich , die Analystenstudie sei langfristig vorbereitet worden und
habe mit dem Auftrag der Großkunden nichts zu tun . Nach Ansicht Niedings wirft
dies jedoch wieder grundsätzlich die Frage auf , inwieweit die Empfehlungen der
Banken mit dem eigenen geschäftlichen Handeln im Einklang stehen . Dennoch zeige
dieser Vorgang , dass es nach wie vor an Transparenz bei Banken mangele . Eine
Abteilung wisse oft nicht , was die andere mache oder sage . Gefährlich werde
dies für die Kundschaft , wenn sie sich auf die Anlageempfehlungen der Institute
verlasse . " Da stellt sich auch in diesem Fall die Frage nach der
Anlageberatungshaftung " , meint Nieding . Wenn ein Kunde der Deutschen Bank
etwa am Montag im Vertrauen auf die Kaufempfehlung Aktien der Deutschen Telekom
geordert habe und nun auf den Verlusten sitze , müsse sich die Bank nach ihrer
Gesamtverantwortung fragen lassen . Endgültige Klarkeit könne aber nur der
Gesetzgeber schaffen , in dem er beim umstrittenen Analyse- und
Beratungsverhalten der Banken und Sparkassen künftig stringente Richtlinien
setze , so Nieding . Der Erlanger Börsenexperte Wolfgang Gerke forderte in
entsprechenden Fällen Konsequenzen für die Geldinstitute . " Die Banken müssen
bestraft werden , wenn sie Interessenkonflikte in der Compliance-Abteilung nicht
lösen können " , sagte der Professor für Bank- und Börsenwesen der Universität
Erlangen am Freitag dem Auslandsfernsehen der Deutsche Welle . Die
Compliance-Abteilung ist die interne Aufsichtsabteilung einer Bank , die
beispielsweise Insidergeschäfte oder Geldwäsche verhindern soll . " Wir müssen
verhindern , dass solche Konflikte in dieser Form auf uns Anleger zukommen " ,
sagte Gerke . Allerdings sei es schwer , derartige Fälle künftig völlig
auszuschließen . Skeptisch äußerte sich Gerke zu Schadensersatzforderungen von
Kleinanlegern . Diese müssten quasi nachweisen , dass die Deutsche Bank
absichtlich jemanden habe schädigen wollen . Er gehe nicht davon aus , dass dies
der Fall gewesen sei . " Ich glaube vielmehr , dass es Dummheit war " . Kläger
drängen auf Entscheidung im Fall Microsoft Im Kartellverfahren gegen Microsoft
drängen das US-Justizministerium und 18 US-Bundesstaaten auf eine rasche
Entscheidung über eine Bestrafung des Software-Konzerns . Einen Microsoft-Antrag
beim Obersten US-Gericht , der auf eine Verschiebung und ein völlig neues
Verfahren abzielt , bezeichneten sie gestern als grundlos . Als Argument für
eine baldige Anhörung vor einem Richter nannten die Kläger die für den 25.
Oktober geplante Einführung des neuen Microsoft-Betriebssystems Windows XP .
Jede Verzögerung schade dem öffentlichen Interesse . Damit relativierte das
Justizministerium die Aussagen von US-Medien , die berichtet hatten , das
Ministerium erwäge keine rechtlichen Schritte , die geeignet seien , Microsofts
Betriebssystem XP aufzuhalten . Kritiker sehen in der Anrufung des Obersten
US-Gerichtes den Versuch von Microsoft , den Abschluss des Verfahrens zu
verschleppen , um Windows XP ungestört auf den Markt bringen zu können .
Konkurrenten und einige Justizminister der Bundesstaaten argwöhnen , dass
Microsoft auch bei XP sein Monopol ausnutzen will . Serben drohen Telekom mit
Blockade Nach Berichten Belgrader Zeitungen vom Samstag haben sie der serbischen
Telekom eine Frist von sieben Tagen gesetzt , um die Tarife zu senken . Polizei
und Staatsanwaltschaft hätten Ermittlungen wegen dieser Drohung eingeleitet ,
hießt es in den Berichten weiter . Polizei mit IMSI-Catcher auf Lauschangriff
Nach Informationen des Spiegel setzen deutsche Polizeibehörden illegal ein Gerät
zur Überwachung von Handy-Besitzern ein . Dies berichtet heute Spiegel-Online in
einem Vorabbericht . Demnach sollen Bundeskriminalamt ( BKA ) und
Bundesgrenzschutz ( BGS ) in den vergangenen Jahren in mindestens 30 Fällen so
genannte IMSI-Catcher eingesetzt haben , für deren Gebrauch es keine eindeutige
gesetzliche Grundlage gibt . Die Ermittler , so der Bericht weiter , reagieren
mit dem Einsatz auf den bei Kriminellen zunehmenden Gebrauch von anonym
gekauften oder auf falsche Namen angemeldeten Handys . Allerdings überwache das
aus einem Auto heraus betriebene Gerät nicht nur die Handys von Verdächtigen ,
sondern auch Personen , die in einem bestimmten Umkreis ein Mobiltelefon
betreiben . Beim Einsatz des IMSI-Catchers beriefen sich die Polizeibehörden auf
den " rechtfertigenden Notstand " . Bei den Justizministern der Länder soll das
Vorgehen ber Polizei bereits auf Kritik gestoßen sein . Zu IMSI-Catchern und den
Möglichkeiten ihres missbräuchlichen Einsatzes siehe auch : Wenn das Handy
fremdgeht , Cambridge-Wissenschaftler beschreiben Schwachstelle im
Mobilfunknetzen , c't 16/1997 , Seite 31 . Südkoreaner warnen vor Code Red III
Das südkoreanische Informationsministerium warnt vor einer angeblich neuen
Variante des Wurms Code Red . Code Red III habe die Server des asiatischen
Landes befallen und würde sich schneller ausbreiten und eine weiter geöffnete
Hintertür installieren als ihre Vorgänger . Ein Sprecher des Ministeriums
erklärte , die gesamte Code-Red-Familie habe mittlerweile über 43.000 Server in
15.000 Unternehmen des Landes befallen . In 1400 Fällen sei es zu Schäden
gekommen . Bei US-Sicherheitsexperten stößt die Warnung allerdings auf Skepsis .
Ein Vertreter der Sicherheits-Firma Network Associates sagte gegenüber der
Nachrichtenagentur Reuters , er sähe keine neue Abart des Wurmes , sondern
lediglich die Wiederkehr der bereits bekannten Varianten . Microsoft-Prozess :
Crescendo zum Finale Das US-Justizministerium und Microsoft haben noch einmal
ihre gegensätzlichen Standpunkte im Kartellprozess bekräftigt . Nach rund
sechsmonatiger Beweisaufnahme legten jetzt beide Seiten ausführliche
Schriftsätze vor . Die Mammutwerke , zusammen rund 1500 Seiten stark , fassen in
epischer Breite den bisherigen Verhandlungsverlauf zusammen . Für das Department
of Justice ( DOJ ) gilt es als erwiesen , dass Redmond ein " mächtiges und gut
verteidigtes " Betriebssystemmonopol errichtet hat und einen erbitterten Kampf
ums Internet führte . Das Unternehmen habe PC-Hersteller zum Abschluss
exklusiver Verträge genötigt , die Software-Entwickler davon abhalten sollten ,
Anwendungen für Betriebssysteme anderer Anbieter bereitzustellen . Dem
Browser-Hersteller Netscape sei gezielt das Wasser abgegraben worden . Microsoft
habe das Unternehmen " durch eine Kampagne beschädigt " und in der Existenz
gefährdet . Letztlich seien dadurch auch die Verbraucher in ihrer freien
Produktwahl beschnitten worden . Als Schlüsselereignis wertet das DOJ ein
Treffen zwischen Microsoft- und Netscape-Managern im Sommer 1995 . Die
Zusammenkunft der leitenden Angestellten habe dem Ziel gegolten , illegale
Absprachen über eine Aufteilung des Browser-Markts zu treffen . Als der Plan am
Widerstand von Netscape scheiterte , habe Microsoft den hauseigenen Browser
illegal mit Windows gekoppelt und Internet-Service-Provider durch Knebelverträge
zur Beendigung der Zusammenarbeit mit Netscape gezwungen . Microsofts Handlungen
zeigten , so das Justizministerium , dass niemand in Redmond ernstlich geglaubt
habe , man könne den Browser-Krieg durch fairen Wettbewerb entscheiden . Das
Unternehmen habe niemals versucht , Absprachen über eine Marktaufteilung zu
treffen . In der dem Gericht vorgelegten Stellungnahme räumte der
Software-Hersteller zwar ein , gegenüber Mitbewerbern eine deutliche Sprache zu
benutzen . Niemals sei dabei aber ein Gesetz verletzt worden . Vielmehr zeigten
die Fakten , " dass die Verbraucher durch das Vorgehen von Microsoft nicht
benachteiligt worden sind " . Insgesamt sei die US-Justiz mit dem Versuch
gescheitert , schlüssige Belege für den Monopolvorwurf gegen Microsoft zu
liefern . Die Kläger hätten die Marktsituation nur ungenügend analysiert und die
Bedrohung , die von starken Mitbewerber wie AOL und Sun ausging , nicht
ausreichend gewürdigt . Überdies sei durch das Bundling des Internet Explorer
mit Windows ein besseres Produkt zu einem günstigeren Preis entstanden . Rund 30
Tage bleiben nun beiden Seiten , um ihre Schlüsse aus den Einlassungen zu ziehen
. Dann kommt es erneut zum Zusammentreffen der Kontrahenten im Gerichtssaal .
Microsoft und die Ankläger erhalten dabei Gelegenheit , die Argumente der
Gegenpartei ausführlich zu würdigen . Tagelang verstopften Mail-Bombs und
E-Mails mit wüsten Beschimpfungen seinen elektronischen Briefkasten . Auch bei
Diskussionsrunden im Internet stößt er zurzeit auf wenig Gegenliebe . Andere
rieten vorsorglich zu einem " stämmigen Bodyguard " . Der im Berufsleben als
wenig zimperlich geltende Jurist bleibt allerdings gelassen : " Man kann sich an
das Web-Mobbing gewöhnen " , erklärte er c't . Auch das Deutsche Patent- und
Markenamt wird derzeit von einem massiven Postaufkommen in Sachen Webspace
überschwemmt . Auf ihrer Web-Site versucht die Behörde , die Einsender der "
vielen Mails " zu beruhigen und " Bedenken gegen diese Eintragung und die
Eintragungen ähnlicher Marken " zu zerstreuen . Wenig erfreuliches fand zuletzt
auch Webspace-Markeninhaber Klaus Thielker in seiner Post . " Achtung ! " ,
warnte ihn eine anonyme Zuschrift . Verunsicherung und Chaos nach Terrorangriff
auf USA ( 2. Update ) Nach mehreren schweren Terror-Attacken auf die USA
herrscht weltweit Verunsicherung . Auch nach Stunden ist das ganze Ausmaß der
Katastrophe noch nicht abzusehen . Nach heftigen Detonationen brach Feuer aus .
Beide Türme des Gebäudes sind eingestürzt . In den Straßen herrschte Panik , der
Verkehr ist in vielen Bereich zum Erliegen gekommen . Die Behörden rechnen mit
mehreren tausend Opfern . Mit den Anschlägen wird der saudi-arabische Terrorist
Osama Bin Laden in Verbindung gebracht . Ein weiteres Flugzeug , eine Boeing 767
, stürzte auf das Verteidigungsministerium ( Pentagon ) in Washington , in dem
rund 23.000 Mitarbeiter beschäftigt sind . Ein Teil des Gebäudes wurde verwüstet
. Das Feuer , das gleichzeitig ausbrach , konnte bisher ( 22 Uhr deutscher Zeit
) noch nicht gelöscht werden . Im Bundesstaat Pennsylvania bei Pittsburgh
zerschellte eine Boeing 757 auf dem Weg nach San Francisco . Nach bisher
unbestätigten Meldungen soll sie zuvor von unbekannten Tätern mit Ziel Camp
David , dem Landsitz des US-Präsidenten , entführt worden sein . Berichte , in
denen darüber hinaus von vermissten Passagiermaschinen die Rede war , haben sich
nach Aussagen des deutschen Innenministers Otto Schily nicht bestätigt .
Mittlerweile wurden alle Flughäfen der USA gesperrt , Auslandsflüge nach Kanada
umgeleitet . Die Lufthansa rief Flugzeuge auf dem Weg in die USA zurück . Das
Weiße Haus , der Kongress und alle Ministerien in den 50 Staaten der USA sind
evakuiert worden . Das US-Militär befindet sich weltweit in höchster
Alarmbereitschaft . Millionen besorgter Bürger versuchten , sich in
elektronischen Medien über die schockierenden Ereignisse zu unterrichten . Dem
Ansturm waren viele US-News-Sites nicht gewachsen . Auch die Seiten deutscher
News-Dienste reagierten zum Teil nicht oder nur mit erheblicher Verzögerung .
Telekom-Sprecher Stephan Broszio sagte dazu im Gespräch mit heise online : Viele
Sites sind derzeit nicht erreichbar . Bei Nachrichtenportalen betragen die
Zugriffe derzeit etwa das Dreifache des Üblichen und nehmen weiter zu . Die
Zunahme in der genannten Größenordnung bestätigten auch die systematischen
Messungen der Hamburger Firma Nettraffic Internet Performance . Präsident George
W. Bush , der in Florida für seine Schulreform werben wollte , musste der
schockierten Bevölkerung von einer " nationalen Tragödie " berichten . Die
Polizei sprach von einem " unvorstellbaren Verlust an Menschenleben " . Auch in
Deutschland reagierten die Sicherheitsbehörden auf die Anschläge . So wurden
Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz amerikanischer und israelischer Einrichtungen
getroffen . Das Auswärtige Amt und das Bundesinnenministerium haben Krisenstäbe
eingerichtet . Für die deutschen Sicherheitsbehörden gilt höchste Alarmstufe .
Der Krisenstab des Auswärtigen Amtes hat für Angehörige ein Nottelefon unter
030/ 50004600 eingerichtet . Im Bankenviertel von Frankfurt am Main sollen
morgen vorsorglich alle Hochhäuser geschlossen bleiben . Der Musiksender Viva
stoppte nach den verheerenden Terroranschlägen die Ausstrahlung seiner Sendungen
vorübergehend . Nachdem das Ausmaß der Katastrophe erkennbar wurde , hat auch
heise online die Berichterstattung im Newsticker vorübergehend eingestellt .
Über die politischen Reaktionen auf die Anschlagsserie berichtet der Artikel
Aufkündigung der Zivilisation in telepolis . Expedia-Aktie stark gestartet Der
Optimismus der Microsoft-Anleger ist ungebremst , obwohl dem Softwarehersteller
eine empflindliche Kartellstarfe droht . Vom Vertrauen der Investoren
profitierte beim gestrigen Börsengang auch die Aktie der Microsoft-Gründung
Expedia . Am Morgen war das Wertpapier des Internet-Reisedienstes mit einem
Ausgabepreis von 14 Dollar auf die Startbahn gerollt . Nach einem
zwischenzeitlichen Höhenflug , der die Aktie auf über 65 Dollar trug , landete
das Papier zum Börsenschluss bei einem Kurs von 53,43 Dollar . Im Tagesgeschäft
operiert Expedia weit weniger erfolgreich . Der 1996 gegründete Dienst , an dem
Microsoft derzeit einen Anteil von 86,4 Prozent hält , zeichnete sich bisher
durch rasantes Wachstum bei gleichzeitig steigenden Verlusten aus . Microsoft :
Pakt mit US-Discounter Microsoft und der US-Elektronikdiscounter RadioShack
bündeln ihre Kräfte für eine Großoffensive im Internet . Als Gegenleistung will
RadioShack in seinen rund 7.000 Filialen spezielle Microsoft-Stores einrichten .
Kunden könnten dort unter anderem direkt Verträge für MSN oder einen
breitbandigen Internetzugang abschließen . RadioShack-Chef Leonard Roberts
begrüßte die Allianz und erklärte , sein Unternehmen sei jetzt " eine tragende
Säule " für Microsofts Vision des " Everyday Web " . Der Handel mit dem
Wertpapier von Tandy , dem Eigner der RadioShack-Kette , war während des
Börsentags zwei Mal ausgesetzt worden . Unterdessen spekulieren US-Newsdienste
über die Auswirkungen der Allianz auf das Kartellverfahren gegen Microsoft .
Gestern hatte Microsoft-Chef Bill Gates auf einer Aktionärsversammlung erklärt ,
sein Unternehmen bestehe weiterhin auf das Recht , Produkte technisch
weiterzuentwickeln und frei zu vermarkten . Umax muß Scanner umetikettieren Das
Fernostunternehmen Umax , unter anderem Hersteller von Flachbettscannern , darf
sein Gerät Astra 1220 in den USA nicht mehr als reinrassigen 36-Bit-Scanner
bezeichnen und verkaufen . Eine einstweilige Verfügung des Bezirksgerichts von
Northern California gab damit der Klage des Konkurrenten Visioneer statt , der
Umax vorgeworfen hatte , mit irreführenden Angaben zur Datentiefe des Astra 1200
geworben zu haben . Das 30-Bit-Gerät erreiche die angegebene höhere Auflösung
nur mit Hilfe einer Software-Technik . Die richterliche Verfügung zwingt Umax
nun , bereits im Handel befindliche Astra-Scanner umzuetikettieren . Auch in der
Werbung muß der Hersteller explizit darauf hinweisen , daß die Scantiefe von 36
Bit nur mit Software-Unterstützung erreicht wird . Beide Parteien erklärten ,
sie hätten vor Gericht einen Sieg errungen . Frisierte Informix-Bilanzen :
Schwamm drüber Der Datenbankhersteller Informix kann einen Schlussstrich unter
eine Affäre aus den Jahren 1994 bis 1997 ziehen . Auch der Umsatz wurde mit
Buchhaltungstricks künstlich aufgebläht . Informix-Mitarbeitern blieben die
Manipulationen offensichtlich nicht verborgen . Firmen-Insider sollen
Quartalsergebnisse , die zum Jahresende vorgelegt wurden , als Bericht zum " 45.
Dezember " bezeichnet haben . Ehemalige Informix-Manager , so die SEC in einer
harschen Stellungnahme zum Abschluß ihrer Untersuchungen , hätten in
schwerwiegender Weise gegen bestehende Gesetze verstoßen . Das Unternehmen kommt
allerdings mit einem blauen Auge davon . Die Behörde , die in der Vergangenheit
in ähnlichen Fällen empfindliche Strafen verhängte , will es vorerst bei einer
Rüge belassen . Erst im Wiederholungsfall drohen drastische Sanktionen .
Allerdings musste sich Informix verpflichten , bei den noch nicht
abgeschlossenen Untersuchungen gegen frühere Executives mitzuwirken . Der
Datenbankhersteller hatte während des Verfahrens mehrfach darauf verwiesen ,
dass die Bilanzfälschungen ausschließlich auf das Konto von Mitarbeiter gingen ,
die nicht mehr dem Unternehmen angehörten . Informix-Anwalt Gary Lloyd erklärte
dazu , die leidige Angelegenheit sei jetzt endgültig vom Tisch . " Wir hoffen ,
dass wir nun zum normalen Leben zurückkehren können " . Siemens : Sprung in die
Chip-Top-Ten Der Siemens-Konzern mischt erstmals in die Riege der von Intel
angeführten zehn größten Chiphersteller der Welt mit . Wegen des anhaltenden
Preisverfalls im Halbleitermarkt hatte die Konzernführung im vergangenen
November beschlossen , sich vom Chip-Geschäft zu trennen und es 1999 an die
Börse zu bringen . Linux-Fans protestieren gegen " Clementgates " Eine
E-Commerce-Initiative der nordrhein-westfälischen Landesregierung ist in die
Kritik geraten . Förderer des Projekts ist der Softwareriese Microsoft . In
einem offenen Brief wenden sich jetzt 41 Linux-Enthusiasten , die sich im "
Förderverein für eine Freie Informationelle Infrastruktur " ( FFII )
zusammengeschlossen haben , an NRW-Ministerpräsident Wolfgang Clement . Die
Protestnote richtet sich vor allem gegen die mit Microsoft vereinbarte
Zusammenarbeit bei der Gründung eines E-Commerce-Zentrums in Dortmund . "
Infolge des Abkommens werden sehr viele Steuergelder in zweifelhafte
Softwarelösungen fließen , obwohl bessere Technik kostenlos zur Verfügung stünde
" , heißt es in dem gestern im Internet veröffentlichten Brief . Die
Unterzeichner fordern Clement auf , die Kooperationspläne vorerst zu stoppen und
in den Foren des Internets eine angemessene öffentliche Diskussion zu beginnen .
Damit könnten auch " drohende Clementgates in anderen Bundesländern " verhindert
werden . Die FFII-Initiative ist allerdings nicht unumstritten . Mittlerweile
distanzierte sich auch der Linux-Verband ( LiVe ) von der Protestnote . Ein
LiVe-Sprecher machte gegenüber c`t deutlich , daß sich die Verbandsmitglieder
unter anderem an einigen im Brief enthaltenen Formulierungen stoßen .
Haushaltsnetze : Microsoft und 3Com kooperieren Netzwerkausrüster 3Com und
Softwarehersteller Microsoft wollen künftig gemeinsam die Haushalte vernetzen .
Bereits Mitte diesen Jahres wollen die Partner in den USA fertige Produkte
vorstellen , die Vernetzungen über herkömmliche Telefonanschlüsse erlauben . Ob
und wie die Partner die diversen europäischen Telefonstandards mit ihren
länderspezifischen Eigenheiten unterstützen wollen , bleibt zur Zeit noch im
dunkeln . Office 2000 : Verspätung , Upgrades und Bilanzen Die Verzögerungen bei
der Fertigstellung von Office 2000 drücken mittlerweile auf das
Geschäftsergebnis von Microsoft . Durch die Verspätung muß Microsoft diesen
Betrag nun in das Folgequartal verschieben . Allerdings ist noch keinesfalls
sicher , daß Office 2000 zum Abschluß des Sommerquartals in den Regalen steht .
Zumindest läuft das Upgrade-Angebot nach Microsoft-Angaben in Deutschland erst
am 31. August diesen Jahres aus . Expo und Informix streiten um Millionen Die
Allianz zwischen der Expo-Gesellschaft und dem Münchner Datenbankhersteller
Informix ist in die Brüche gegangen . Am kommenden Freitag ( 16. April ) will
das Landgericht Hannover in dem Streit entscheiden . Die ehemaligen Partner
liegen bereits seit Sommer vergangenen Jahres im Clinch . Auslöser war eine im
Dezember 1996 geschlossene " Produktpartnerschaft " . Im Gegenzug sollte die
Expo-Gesellschaft Programm-Module für Informix entwickeln . Bestandteil des
Vertrages war auch die Vereinbarung , daß bei fristloser Kündigung der
Zusammenarbeit die volle Summe als Vertragsstrafe fällig wird . Nach Darstellung
der Expo-Gesellschaft geriet Informix 1997 in finanzielle Schwierigkeiten und
informierte im Dezember , daß man nicht mehr in der Lage sei , den Vertrag zu
erfüllen . Dem widerspricht jedoch Informix-Sprecher Wilfried Platten : Im
Sommer 1998 kündigten beide Seiten fast zeitgleich den Vertrag . Informix
beschuldigte die Expo-Gesellschaft , sie habe die Entwicklung der
Programm-Module " nicht ernsthaft betrieben " . Der Veranstalter der
Weltausstellung warf Informix vor , das Unternehmen sei seinen vertraglichen
Verpflichtungen nicht nachgekommen . Noch keine Entscheidung beim Vobis-Verkauf
Bei den Verhandlungen um den geplanten Verkauf der rund 250 Filialen der
Vobis-Handelskette ist entgegen voreiligen Pressemeldungen noch alles offen .
Ein Newsdienst hatte heute unter Bezug auf " unternehmensnahe Quellen "
berichtet , daß die Verhandlungen der Verwertungsgesellschaft DIVAC mit dem
Kaufinteressenten Jürgen Rakow kurz vor dem Abschluß stehen und Vobis so gut wie
verkauft sei . Gegenüber c't nannte der mutmaßliche Aufkäufer diese Darstellung
eine " reine Spekulation " . Zwar führe er derzeit mit der DIVAC ernsthafte
Gespräche , aber " wir sind uns noch keinesfalls handelseinig " . Die voreilige
Meldung trage lediglich zur Verunsicherung der etwa 1200 Vobis-Mitarbeiter bei .
Rakow ist für Vobis indes kein Unbekannter . Über die Betriebsgesellschaft VMCFS
( Vobis Micro Computer Franchise System ) lenkt er derzeit gemeinsam mit einem
Partner die Geschicke von 33 Vobis-Shops - bisher allerdings als
Franchise-Nehmer . Mit dieser Empfehlung hofft er , auch den Zuschlag für die
restlichen Filialen und Super Stores zu bekommen . " Viele wünschen Vobis eine
gute Zukunft und wir glauben , daß wir den Filialen diese Zukunft bieten können
" . Mach 's gut und danke für den Fisch ! Adams starb gestern nach einem
Herzinfarkt . Mit seiner Serie Per Anhalter durch die Galaxis half Adams den
Geeks dieser Welt , das Leben auf einem durchgedrehten Planeten zu ertragen .
Adams fand für uns den Sinn des Lebens und den Babelfisch , der weiterhin munter
durch das Internet schwimmt . Wir trinken den Zschorlau auf einen großen Autor
und Komödianten . Siehe auch Das Leben , das Universum und der ganze Rest bei
Telepolis . TKÜV : Die Innere Sicherheit wird teuer Der Leiter der Zentralstelle
für organisiertes Verbrechen bei der Generalstaatsanwaltschaft Celle ,
Hans-Dieter Jeserich , fordert von den Mobilfunkbetreibern höhere Investitionen
in ihre technische Infrastruktur . Künftig müsse es möglich sein , die
IMEI-Gerätenummer eines Mobiltelefons für eine gerätebezogene Überwachung zu
ermitteln und den Standort von Handys festzustellen , auch wenn mit diesen
gerade nicht telefoniert werde , sagte Jeserich auf einer Tageskonferenz zur
neuen Telekommunikations-Überwachungsverordnung ( TKÜV ) in Münster . Zu der
Veranstaltung hatte das Institut für Informations- , Telekommunikations- und
Medienrecht sowie das Institut für Kriminalwissenschaften der Universität
Münster geladen . Während sich die Parteien in Berlin mit der Ausweitung der
Telefonüberwachung befassten , diskutierten die Teilnehmer in Münster das Thema
" Innere Sicherheit auf Kosten von Netzbürgern und Providern " sehr kontrovers .
Jürgen Ullrich vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technik verteidigte den
Ansatz der TKÜV und warnte vor den Folgen falscher Interpretationen . Jede
TK-Überwachung müsse richterlich angeordnet werden und der Provider sei
schriftlich zu informieren . Wie Ullrich waren auch die Vertreter des BKA , des
Verfassungsschutzes und des Bundesinnenministeriums ( Task Force Sicheres
Internet ) mit der TKÜV zufrieden , wenngleich sie sich über einzelne
Formulierungen des Entwurfs " unglücklich " zeigten . Eine deutlich forcierte
Position bezog hingegen Hans-Dieter Jeserich , der die TKÜV in der gegenwärtigen
Formulierung für ausbaufähig hält . Insbesondere bemängelte er eine
Überwachungspraxis , die der technischen Entwicklung hinterherlaufe und die
lückenhafte Globalisierung : Schon das Telefonat aus dem Ausland mittels Roaming
stelle die überwachenden Behörden vor große Probleme . Von den TK-Providern
forderte Jeserich eine bessere technische Infrastruktur . So müsse es möglich
sein , die IMEI-Gerätenummer eines Mobiltelefons für eine gerätebezogene
Überwachung zu ermitteln , auch müsse es möglich sein , den Standort eines nicht
telefonierenden Handys herauszubekommen . Die Praxis der Mobilfunkbetreiber ,
die den Standort eines Telefons nur alle 15 bis 30 Minuten ermitteln ,
charakterisierte Jeserich als " untragbar " . Deutliche Kritik übte er auch an
den Überwachungsmöglichkeiten im Netz der Netze : Eine technische Antwort auf
Jeserich gab Michael Rücker , bei der Utimaco AG für das Interception Management
System zuständig , das nach TKÜV-Richtlinien entwickelt wurde und bei den
meisten deutschen Providern installiert ist . Sehr skeptisch zeigte sich Rücker
im Gespräch mit heise online auch bei der Übertragung der Gerätenummern : Hannes
Federrath von der TU Dresden konzentrierte sich in seinem Referat auf die
Überwachungsschnittstellen , bei denen kleinere Provider erheblich unter Druck
geraten würden : für 100 Teilnehmer müssten sie sechs Interfaces bereitstellen ,
für 100.000 wären es 134 . Fedderath bemängelte die elektronische Übermittlung
einer Überwachungsanforderung , die nicht einmal durch eine digitale Signatur
geschützt sei . Ähnlich wie Federrath rechnen auch Harald Summa vom Verband der
Internet-Provider und Salomon Grünberg , Senior Regulatory Manager von
MCIWorldcom . Grünberg sprach von dreistelligen Millionenbeträgen für seine
Firma und verwies auf eine Rechnung von UUNet , nach der allein für die Router
60 Millionen veranschlagt werden müssten . Aus dem Kreis der Teilnehmer wurde
Unmut darüber laut , dass die Industrie für die Kosten der Überwachung
aufzukommen habe . Dabei wurde das Beispiel Holland angeführt , wo der Staat
immerhin die Kosten für Überwachungsinterfaces und Software übernehmen muss .
Was war . Was wird . Wie immer möchte die Wochenschau von Hal Faber den Blick
für die Details schärfen : Die sonntägliche Wochenschau ist Kommentar , Ausblick
und Analyse . Sie ist Rück- wie Vorschau zugleich . Was war H2O ist IMO
einfacher als Wasser . Und GNU einfacher als GNU's not Unix . Auf alle Fälle
wird es kompliziert , wenn sich die Buchstaben wie in IYFEGH türmen . Und daran
sind prompt wir Juden oder Programmierer schuld . Erst recht kompliziert wird es
, wenn wir uns aus dem germanglomissingsch entfernen und in andere Sprachen
eintauchen : KESTUVEUDIR ? Bleiben wir also bei drei Buchstaben , wie CPU . Doch
was ist , wenn CPU nicht Control Processing Unit und nicht Computerized
Processes Unlimited bedeutet , sondern schlicht und einfach für Costs Per
Urination steht ? Richtig , wir sind im Reich der Werbung gelandet , und zwar
mitten im ersten interaktiven Pinkelbecken . Fünf Vögel sitzen oben am
Bildschirmrand , drei von ihnen fliegen durch die Webpage nach unten zum Futtern
, worauf das Explorer-Logo erscheint . Ein Klick auf die Werbung bringt
schließlich die komplette Website zum wackeln , wie bei einem Erdbeben . Danach
sind die drei Piepmätze plattgefahren . Dies virtuose Beispiel einer verknoteten
Werbebotschaft stimmt auf die gedruckte Ausgabe von Yahoo ein . Yahoo Internet
Life möchte als erste Zeitschrift Schwung in langweilige Computertests bringen ,
umfassend und objektiv versteht sich . Dafür lässt sie den Microsoft Explorer
gegen den Ford Explorer und den Lazyboy Explorer , einen interaktiven Sessel ,
antreten . Im Yahoo-Test gewinnt übrigens der Sessel , weil der jeden Crash
abfedert . Organisiert wurde das Schaustück von Snacker.de , dem " größten
Food-Lieferservice für Verbraucher " bei dem prompt ein anderer hungriger Vogel
landete - der Pleitegeier . Das stimmt natürlich traurig , denn mit Snacker.de
nehmen wir auch Abschied von der Inhaberin Sima Gräfin von Hoensbroech , die vor
einigen Monaten vom Verband der deutschen Internet-Provinzler zur " ersten
Internet-Frau Deutschlands " gewählt wurde . So verschwindet der Adel aus den
Netzen und keine Suche hilft . Da hilft wohl nix , da muss die
Marketingabteilung wohl heute noch mal ran , Sonntagsschicht schieben . Und dann
waren da noch die Vertreter einer EU-Delegation in Amerika , die sich auf den
Spuren von Echelon bewegten , aber den Kopf verloren , als niemand mit ihnen
reden wollte . Sie reisten ab , ohne einen Sitzstreik zu riskieren . Die
Statistik ist eine energische Frau und sagt : 1998 gab es bundesweit 9802
richterlich angeordnete Überwachungsmaßnahmen , ein Jahr später schon 12.651 .
Da wäre es doch praktischer , wenn man all das Procedere einspart und zügig eine
automatische Überwachungsschnittstelle realisiert , ein echtes B2B-Modell für
Fachleute , natürlich C2CC genannt : Criminal to Criminal-Communications . Da
ist ausgerechnet in dieser Woche bei Pixelpark ein Betriebsrat gewählt worden .
Bobos hört die Signale : Douglas Adams ist tot . Mach 's gut , und danke für den
Fisch ! Was wird Viele glauben , dass irgendwo am Strand , im zweithässlichsten
Kongressgebäude von Frankreich ein Festival stattfindet . Das ist aber nur die
halbe Wahrheit . Die eigentlich Sause steigt im hässlichsten Kongressgebäude von
Frankreich , in Nizza . Dort findet die Brainshare Europe statt , auf der sich
Leute die Gehirne martern , die fest an die Kompetenz von Novell glauben . Die
Frage ist nur , ob die Firma , die gerade ihr eDirectory für lau herausrückt ,
noch an sich selber glaubt . Aber vielleicht spielen Eric Schmidt und Drew Major
in einem anderen Film . Dort öffnet die Internet World ihre Pforten ,
angekündigt als " Leitmesse für das Internet " . Tröstlich , dass es Leithammel
gibt , die die Richtung im Netz kennen . Doch die Internet World schrumpft .
Bald passt sie komplett ins Kanzleramt , das bekanntlich zum Regieren viel zu
groß ist . Es kann sich auch selbst säubern , denn wie schreibt es
KinderCampus.de so schön in seiner Pressemeldung zur Internet World : " Die Kids
stehen jeder Gefahr aus dem Internet vollkommen schutzlos gegenüber . " Für 8-
bis 12-Jährige sei das Internet daher extrem gefährlich und sollte nur über ein
" ausgereiftes Angebot " wie dem KinderCampus betreten werden . Heise-Surfer ,
Heise-Surferinnen ! Ehret eure Mütter ! Jetzt ! Jahr 2000 : CeBIT Home in
Leipzig Weil in Hannover im Jahr 2000 die Weltausstellung stattfindet , muß die
CeBIT Home umziehen . Die Deutsche Messe AG vergab gestern die Ausrichtung der
Multimedia-Messe an Leipzig . Die sächsische Metropole erhielt damit den Vorzug
vor Mitbewerber Nürnberg . Im Jahr 2002 soll die CeBIT Home wieder nach Hannover
zurückkehren . Lara Croft aus Fleisch und Blut Zum dritten Mal schafft Lara
Croft den Sprung von der virtuellen in die reale Welt . Nachdem ihre Vorgängerin
vor wenigen Tagen das Handtuch warf , mimt jetzt Lara Weller das offizielle
Messen-Double der Computerspiel-Figur . Die 24jährige Engländerin war dem
Spielehersteller Eidos ( Tomb Raider ) nach einer " gezielten Suche " ins Netz
gegangen , so Firmensprecher Klaus Obermaier . Daß der Vorname von Original und
Double identisch ist , sei allerdings " reiner Zufall " . Ebenso wie ihre
Vorgängerinnen Rhonda Mitra und Nell McAndrews präsentierte die neue Lara
vormals als Profi-Model Bademoden und Damenunterwäsche . Eidos ließ es sich
nicht nehmen , in einer Pressemitteilung sogar die Maße des Models zu
veröffentlichen . Am Stand von Eidos rührt Lara Weller für das zum Jahresende
angekündigte Tomb Raider IV und ihre virtuelle Schwester die Werbetrommel .
Millionenschaden im Dresdner Siemens-Werk Eine schwere Betriebsstörung hat die
Produktion beim Dresdner Halbleiterwerk Infineon Technologies ( früher Simec )
für zwei Tage zum Erliegen gebracht . Sie bestätigte , daß bei Routinewartungen
in der vergangenen Woche Probleme auftraten . Durch ein undichtes Ventil sei ein
übelriechendes , aber ungefährliches Lösungsmittel ausgetreten . Vorsichtshalber
hätten die Mitarbeiter die Räume verlassen . Beim Hochfahren der Maschinen sei
es dann zu einer Störung an einer Anlage in der Stickstoffversorgungskette
gekommen . Der zweitägige Produktionsstopp führe aber zu keinen
Lieferschwierigkeiten . UMTS : Group 3G startet Ende 2002 in Deutschland Die
spanisch-finnische Group 3G will Ende kommenden Jahres UMTS-Dienste in
Deutschland starten . Das kündigte ihr Chef Ernst Folgmann in einem Gespräch mit
dem Düsseldorfer Handelsblatt an . Bis 2007 plant das Gemeinschaftsunternehmen ,
schwarze Zahlen zu schreiben . Anders als die vier deutschen Mobilfunkbetreiber
D1 , D2 Vodafone , E-Plus und Viag Interkom sowie der Neueinsteiger Mobilcom
steht Group 3G noch ohne Kunden da . Bevor das UMTS-Zeitalter anbricht , will
Group 3G bereits Anfang 2002 mobile Datendienste in Deutschland anbieten .
Hierzu hatte das Unternehmen Anfang Mai die Voraussetzungen geschaffen und mit
dem drittgrößten deutschen Betreiber E-Plus einen Vertrag über die Anmietung von
GSM-Netzkapazitäten geschlossen . Wie die Konkurrenz auch hat E-Plus sein Netz
inzwischen mit der schnellen Mobilfunktechnik GPRS , einer Zwischenstufe zu UMTS
, aufgerüstet . Dabei will der UMTS-Betreiber vor allem mittelständische
Unternehmen ansprechen . Experten räumen der Group 3G allerdings keine großen
Chancen ein , sich auf dem hart umkämpften deutschen UMTS-Markt dauerhaft zu
behaupten . IG-Metall droht Philips mit Streik Die IG Metall will bei der
deutschen Tochter des holländischen Philips-Konzerns streiken , um die Fertigung
von Halbleitern im Metalltarif zu halten . Der Vorstand der Gewerkschaft habe
dem Antrag der Tarifkommission auf Urabstimmung und Streik einstimmig
entsprochen , teilte die IG Metall heute in Hamburg mit . In der
Philips-Halbleiterfertigung arbeiten an zwei Standorten in Hamburg und Böblingen
rund 3000 Beschäftigte . " Die Bereitschaft der Mitarbeiter für einen
Arbeitskampf ist nicht zu übersehen " , sagte Gunter Barnbeck von der IG Metall
. Die 75-Prozent-Hürde bei der Urabstimmung werde nach den Erwartungen der
Belegschaft deutlich übertroffen . Philips hatte im April angekündigt , die
Halbleiterfertigung in Deutschland zusammenzuführen und aus dem Metall- in den
Chemie-Arbeitgeberverband zu wechseln . Das Unternehmen begründete diesen
Schritt mit dem flexibleren Tarifvertrag in der Chemieindustrie , der den
Produktionsbedingungen in der Halbleiterfertigung besser gerecht werde . Dabei
handele es sich um ein komplexes chemisches Verfahren ohne Metall verarbeitende
Prozesse . Die IG Metall und die Betriebsräte befürchten dagegen längere
Arbeitszeiten und eine deutlich schlechtere Bezahlung für neu eingestellte
Arbeitnehmer . Die von Philips angestrebte Verlängerung der Arbeitszeiten sei
widersinnig , da gegenwärtig an beiden Standorten der Halbleiter-Fertigung
kurzgearbeitet werde . Rein rechnerisch stockt Philips die Belegschaft um 200
Mitarbeiter auf . Der Konzern begründet die Strategie mit Wachstumserwartungen
in der stark schwankenden Branche , wenn das gegenwärtige Tief durchschritten
sei . Die Fertigung von Halbleitern ist nicht eindeutig einem Industriebereich
zuzuordnen . Die meisten Hersteller in Deutschland sind gar nicht in einem
Verband organisiert und haben Haustarife , in einem Teil der Betriebe gilt der
Chemietarif und ein weiterer Teil gehört eher traditionell zur Metallindustrie .
Nach einer Übersicht der IG Metall arbeiten von den etwa 27.000 Beschäftigten
der Branche rund 15.000 nach dem Metalltarif , auch wenn sie nicht tarifgebunden
sind . AOL : Lukrativer Handel mit Kundendaten Verbraucherschützer in den USA
greifen America Online wegen eines schwunghaften Handels mit privaten
Abonnentendaten an - durch eine Titelstory in der Privacy Times wurde der Deal
jetzt öffentlich . Auf einer Pressekonferenz warf Evan Hendricks , Herausgeber
der Privacy Times , AOL " eine besonders aggressive Form des Direktmarketings "
vor . List Service vermarktet die Teilnehmerprofile zum Preis von 110 US-Dollar
pro tausend Adressen . America Online durchleuchtet das Privatleben seiner
Teilnehmer , wie TechInvestor diese Woche berichtete , bereits seit geraumer
Zeit intensiver und hat dies auch gegenüber Investoren erklärt . Seither sind
Gerüchte , AOL gehe demnächst mit aufsehenerregenden Details über eine neue
Marketing-Offensive mit Kundendaten an die Öffentlichkeit , nicht mehr verstummt
. Umsonst : Weboptimierte TrueType-Fonts Auf der Microsoft-Homepage
http://www.microsoft.com/truetype/fontpack/default.htm liegen drei neue fürs
Internet optimierte Zeichensätze mit notwendigen internationalen Sonderzeichen
zum kostenlosen Download bereit . Die neuen " echten Typen " für Windows- und
Macintosh-Rechner heißen Webdings ( ein eng mit Windings verwandter
Bildzeichensatz ) , Trebuchet und Georgia . Künftig Gefängnisstrafen für
Laptop-Sünder Das Laptop- und Handy-Verbot in Flugzeugen erhält einen
gesetzlichen Rahmen . Gestern beschloß das Bundeskabinett eine Änderung zum
Luftverkehrsgesetz : Bis es jedoch soweit ist , muß der Entwurf noch die Hürden
parlamentarischer Beratungen nehmen . Milliardenklage gegen Compaq Wie die
Anwälte des Verlags mitteilten , wird ein Teil der Forderung damit begründet ,
daß das Tipp-Patent Compaq-Kunden vor Gesundheitsschäden bewahrt habe und somit
Privatklagen vermieden worden seien . Die Mauer im Netz " Niemand hat die
Absicht , eine Mauer zu errichten " . Mit diesen Worten dementierte SED-Chef
Walter Ulbricht im Juni 1961 auf einer Pressekonferenz Pläne zum Mauerbau .
Ulbrichts Antwort auf die Frage einer Journalistin befindet sich als rund
fünfminütiger Redeausschnitt unter den Dokumenten , die das Deutschlandradio und
die Bundeszentrale für politische Bildung aus Anlass des 40. Jahrestages des
Mauerbaus ins Web gestellt haben . Remis bei Karpow versus Shredder Nach vier
Stunden und 82 Spielzügen trennte er sich am Wochenende mit einem Remis von
Computerschachweltweister Shredder . Die letzten 20 Züge absolvierte Karpow
dabei in Blitzschachmanier - pro Zug benötigte er eine Sekunde . Die
Aussagekraft des Wettstreits ist allerdings bei Fachleuten stark umstritten .
Die Zusammenarbeit könnte Ende des Jahres weitere Früchte tragen . Dann soll ein
Schachcomputer in die Geschäfte kommen , der Karpows Namen trägt . Microsoft
steigt ins kanadische Kabel-TV ein Mit der Einlage bei Rogers Communications
sichert sich Bill Gates einen größeren Software-Auftrag . Zudem ist Microsoft
künftig zu 9,2 Prozent an den Rogers-Geschäften beteiligt . Beide Pakte können
jedoch zum Kurs von 35 kanadischen Dollar pro Aktie in Rogers-Aktien mit
Stimmrecht getauscht werden . Disney und Infoseek verschmelzen Walt Disney und
Infoseek legen ihre Internet-Sparten zusammen . Disney steuert 52,5 Prozent der
Vermögenswerte bei und verfügt unter Berücksichtigung einer früheren Beteiligung
an Infoseek über die Kontrollmehrheit von 72 Prozent der Aktien . Gates wird
öffentlich verhört Wenn Bill Gates im Kartellprozeß zwischen Microsoft und der
US-Justiz in den Zeugenstand tritt , sind ihm seit gestern gut gefüllte Ränge
sicher . Richter Thomas Penfield Jackson , der im Anti-Trust-Prozeß den Vorsitz
führt , entsprach überraschend dem Antrag mehrerer Verlage und einer
Presseagentur , die " aufgrund des überragenden öffentlichen Interesses " bei
Vernehmungen von führenden Microsoft-Managern die Zulassung von Presse und
Publikum gefordert hatten . Gleichzeitig verschob Jackson die für morgen in
Redmond angesetzte Vernehmung des Microsoft-Chefs . Auch die Ansetzung der für
den 8. September geplanten Hauptverhandlung ist in Gefahr . Jackson räumte ein ,
daß sich das Gericht zunächst mit Microsoft auf grundlegende
Verfahrensrichtlinien verständigen wolle . Linux-Distributor Red Hat im
Milliardärsclub Während Börsenneulinge wie 1-800-Flowers und HotJobs den Tag mit
deftigen Einbußen beendeten , setzte das Papier von Red Hat zum Steilflug an .
Vom Ausgabepreis von 14 Dollar katapultierte es sich bei Börsenbeginn auf 46
Dollar . Am Schluss notierte die Aktie bei 54,50 Dollar . Beobachter waren sich
danach sicher , dass die Investoren nicht nur die Attraktivität von Red Hat
bewertet , sondern ein Votum für Linux abgegeben hatten . Der Börsengang - der
erste einer Major Company aus dem Linux-Bereich - gilt anderen Firmen als
Indikator . Neben Caldera und VA Linux Systems will demnächst auch Turbo Linux
an der Wall Street anklopfen . Insider-Verdacht gegen Internet-Broker Der
Nürnberger Internet-Broker Consors steht im Verdacht , Insidergeschäfte
betrieben zu haben . Das bestätigte heute der Präsident des Bundesaufsichtsamtes
für den Wertpapierhandel ( BAWe ) , Georg Wittich . Der Aktienhändler soll laut
einem Zeitungsbericht des Kölner Stadtanzeigers im Rahmen eines Börsenspiels
rechtswidrig von Kurssteigerungen verschiedener Aktien profitiert haben .
Mittlerweile hat das Unternehmen die erhobenen Vorwürfe zurückgewiesen .
Consors-Chef Karl Matthäus Schmidt sprach von einer " völlig überzogenen
Aufregung " . Er werde " alles nötige tun " , um den Verdacht auszuräumen .
Trauer um Terror-Opfer und Sorge um Vermisste Nach den verheerenden
Terroranschlägen in den USA beklagen Angehörige und Unternehmen die ersten
bestätigten Todesfälle . Viele Firmen bangen noch um vermisste Mitarbeiter .
Mittlerweile gab Netzwerkspezialist MRV Communications bekannt , dass ihr
Finanzchef Edmund Glazer in einem der am World Trade Center zerschellten
Flugzeuge ums Leben kam . Der Internet-Provider Akamai Technologies trauert auf
seiner Website um seinen Co-Gründer Daniel C. Lewin , der ebenfalls in einer der
beiden Maschinen saß . Lewin war 31 Jahre alt und hinterlässt eine Frau und zwei
Söhne . Unter den Flugzeug-Opfern soll auch der Personalchef und ein leitender
Angestellter des deutschen Unternehmens BTC Technology sein , einer Tochterfirma
der Badischen Stahlwerke in Kehl . Ministerpräsident Erwin Teufel ( CDU ) sagte
heute in Stuttgart , er habe einen ersten Hinweis bekommen , dass insgesamt drei
Opfer aus Baden-Württemberg in den abgestürzten Flugzeugen saßen . " Wir haben
relativ sichere Informationen über eine Flugbegleiterin , eine Deutsche , die in
einem der Flugzeuge gesessen hat , die als Terrorwaffe benutzt wurden " , sagte
der Staatsminister im Auswärtigen Amt , Ludger Volmer in Berlin . Über weitere
deutsche Opfer gebe es momentan keine Erkenntnisse . Noch keine Informationen
gibt es derzeit über den Verbleib der 3500 Mitarbeiter der Investmentbank Morgan
Stanley , die ihre Büros im World Trade Center hatten . Auch bei Sun
Microsystems , deren Räume sich im 25. und 26. Stockwerk des World Trade
befanden , gibt es noch keine Gewissheit , ob unter den rund 300 Mitarbeitern
Opfer zu beklagen sind . Dagegen sollen die rund 370 Mitarbeiter der Deutschen
Bank nach unbestätigten Meldungen mit dem Schrecken davongekommen sein .
Angeblich hat auch Motorola seine Niederlassung in Washington geräumt . Andere
Firmen , deren Büros heute geöffnet haben , hätten ihre Sicherheitsvorkehrungen
verschärft , hieß es . Auch US-Firmen in Deutschland reagieren mit erhöhter
Wachsamkeit . Der Computerhersteller Compaq stellt seinen Mitarbeitern heute und
morgen frei , jederzeit nach Hause zu gehen . Das Compaq-Büro in der Nähe des
World Trade Centers sei direkt nach der ersten Explosion evakuiert worden ,
sodass sich diese Mitarbeiter rechtzeitig retten konnten . " Wir wissen
allerdings nicht , ob Serviceberater in den Towern unterwegs waren oder
Mitarbeiter in den gekidnappten Maschinen saßen " , sagte der Sprecher weiter .
Die Münchner Zentrale werde auf der höchsten Sicherheitsstufe bewacht . Alle
Beschäftigten in den USA seien noch am Dienstag per Intranet zu Blutspenden
aufgefordert worden . Die Firmenleitung habe zudem angekündigt , jede Geldspende
von Mitarbeitern durch Compaq-Zuzahlung zu verdoppeln . Ebenso gilt bei
Microsoft Deutschland die höchste Sicherheitsstufe . Es werde aber normal
gearbeitet , sagte ein Sprecher . Zwar habe man erwogen , die Arbeit
einzustellen . Allerdings sei der Angriff eindeutig auf Ziele in den USA
gerichtet gewesen . Auch die deutsche Filiale des Fernsehsenders MTV in München
wird seit gestern gesondert bewacht . " Wir sind froh , dass wir unsere mehrere
tausend Mitarbeiter in der Zentrale in Manhattan rechtzeitig evakuieren konnten
" , berichtet Programmdirektor Elmar Gieglinger der Deutschen Presse Agentur .
Für Anfragen besorgter Angehöriger hat das Auswärtige Amt unter den Nummern
01888-174600 sowie 030/ 50004600 Nottelefone eingerichtet . Terrorpiloten
könnten am PC trainiert haben Wurden die Todesflüge der Boeings , die gestern
vermutlich mehreren tausende Menschen das Leben gekostet haben , von erfahrenen
Piloten oder Laien ausgeführt ? Am Tag nach der erschütternden Terror-Attacke
auf die USA rätseln Experten , über die näheren Umstände , unter denen die
Terroristen Linienmaschinen in fliegende Bomben verwandeln konnten . Unter
anderem schloss ein Flugexperte im Nachrichtenkanal N24 die Möglichkeit nicht
aus , dass die Selbstmordpiloten mit Hilfe von PC-Flugsimulatoren auf ihre
Aufgabe vorbereitet wurden . Georg Fongern , Sprecher der Pilotenvereinigung
Cockpit , hält das keinesfalls für abwegig . Im Interview mit T-Online sagte er
auf die Frage , ob ein Trainining am PC ausreicht : Das bestätigte auch Harald
Geiger , Redakteur beim Flieger-Magazin und Beta-Tester des Microsoft
Flugsimulators , im Gespräch mit heise online . " Wenn jemand das Feeling hat
und etwa 100 Flugstunden auf einer Cessna absolviert , kann er sich mit dem
Microsoft-Flugsimulator so weit bringen . " Die Bedienung einer fliegenden
Maschine sei nicht mehr besonders schwer . Wer zudem noch den Transponder
abschaltet , ist auch vom Radar nicht mehr zu erfassen . Dem widerspricht
allerdings Dieter Stricker , der mehrmotorige Maschinen in Nachteinsätzen fliegt
und die Zeitschrift Aeromarkt verlegt . " Eine Flugausbildung am PC halte ich
für völlig unmöglich " . An ein Pilotentraining per Software will auch der
Mülheimer Fluglehrer Frank Achner , ein ehemaliger Starfighter-Pilot , nicht
glauben . " Das waren ausgebildete Piloten " , sagte er auf Fragen des
Westdeutschen Rundfunks . " Ein Anfänger hätte den Tower nicht getroffen , weil
er Wendekreis und Flugverhalten dieser schweren Maschinen nicht kennt " . Wer
nicht kauft , fliegt raus ! " Entspannen Sie sich " , empfiehlt Microsofts
Online-Reisedienst Expedia ( http://www.expedia.com ) Besuchern seiner Website .
Doch bei Kunden , die wenig kaufen und überwiegend über Angebote und Flugpläne
informieren wollen , hört bei Expedia die Gemütlichkeit auf . So stellte
Microsoft unlängst Sharlene Wang nach 15 Besuchen im virtuellen Reisebüro einen
" Blauen Brief " zu : " Sie müssen bei Expedia Tickets kaufen , um sich auch
weiterhin den Zugriff auf unsere Angebote zu sichern " , beschied ihr der Dienst
per EMail . Die Amerikanerin hatte nach eigenen Angaben erst zwei Wochen zuvor
bei Expedia eine Reise gebucht . Nach Recherchen von USA TODAY ist unerfreuliche
Post kein Einzelfall . Doch Expedia-Betreiber Microsoft steht zu seiner
Geschäftspolitik . Auf Kiebitze , die sich nur umsehen aber nicht kaufen wollen
, lege man keinen Wert und sperre ihnen nach spätestens 200 Besuchen ohne
Einkauf den Zugang . Expedia-Manager Erik Blachford verteidigte die Restriktion
mit dem Hinweis darauf , daß viele Schaulustige ohne Kaufabsicht der Performance
des Dienstes schaden : " Wir schützen damit unsere Kunden , die Expedia zur
kurzfristigen Flugreservierung oder zum Umbuchen nutzen " . Wie man solche
Probleme elegant löst , darüber kann sich Microsoft derzeit beim Mitbewerber
Travelocity informieren . Zu bestimmten Zeiten , zu denen es im Cyberspace eng
wird , sperrt das Unternehmen der Fluggesellschaft American Airlines Besuchern
ohne Flugschein lediglich den Zugriff auf das Reservierungssystem . Iomega
bewirbt sich um SyQuest Wechselplattenhersteller Iomega kündigte heute sein
Interesse an der Übernahme von Patenten , Teilen des Inventars und der
Immobilien des unter Gläubigerschutz stehenden Herstellers SyQuest an .
Iomega-President Jodie K. Glore bestätigte mittlerweile die konkrete Kaufabsicht
. " Wir haben SyQuest genau studiert und sind sicher , daß die SyQuest-Patente
und das Know-how der Firma unsere Geschäfte befruchten werden " . Informatiker
bezweifeln Rechtsstaatlichkeit der TKÜV Als ernstzunehmende " Bedrohung der
Freiheitsrechte " hat der Präsident der Gesellschaft für Informatik ( GI ) ,
Prof. Dr. Heinrich C. Mayr , die von der Regierung geplante Neufassung der
Telekommunikationsüberwachungsverordnung ( TKÜV ) bezeichnet . Mayr äußerte sich
in einer heute von der GI vorgelegten Erklärung , in der die Informatiker an
Regierung und Parlament appellieren , die Vorlage unter rechtsstaatlichen
Gesichtspunkten zu überarbeiten . Ehe weitere Überwachungsmaßnahmen und die
Infrastrukturen dafür eingerichtet werden , müssten Kosten und Nutzen sowie die
Risiken für die Sicherheit der Telekommunikation kritisch gegeneinander
abgewogen werden , hießt es darin . Mit dem von der Regierung vorgelegten
Entwurf werde jegliche Telekommunikation zu jeder Zeit überwachbar , auch und
gerade die über das Internet , sagte Mayr . Zu jeder E-Mail , jedem Geschäft im
Internet , jedem Anruf per Handy und jeder SMS müssten nun neben dem Inhalt
weitere Daten wie Namen , Ort , Zeit und Dauer der Gespräche aufgezeichnet und
kontrolliert werden . Die neue Verordnung verpflichte die Betreiber von
Telekommunikationsanlagen , diese Daten zu speichern und zum Beispiel für
Strafverfolger jederzeit bereit zu halten . " Was die Regierung hier plant ,
erinnert an das Überwachungsszenario aus Orwells 1984 " . Stattdessen gelte es ,
hohe Hemmschwellen zu errichten , damit richterliche Abhöranordnungen " wirklich
nur in objektiv nachvollziehbaren Ausnahmefällen außerordentlicher Dringlichkeit
erteilt werden " . Hier sei die Politik in höchstem Maße gefragt . Gericht
entscheidet pro Windows 98 Ein Berufungsgericht in Columbia hat gestern
entschieden , daß Windows 98 ohne Auflagen verkauft werden darf . Das Gericht
äußerte sich damit zu einer einstweiligen Verfügung eines Bezirksrichters vom
Dezember vergangenen Jahres . In seinen weiteren Aufführungen bezeichnete das
Appellationsgericht die Chancen des US-Justizministeriums ( DOJ - Department of
Justice ) im laufenden Kartellrechtsverfahren gegen Microsoft als " äußerst
schwach " . Freude über den Prozeßverlauf dürfte bei Microsoft kaum aufkommen .
Beobachter der Szene rechnen in den nächsten zwei Tagen mit einer neuen
Anti-Trust-Offensive gegen den Softwaregiganten . Unabhängig davon erwägen zwölf
Bundesstaaten die Einleitung separater Verfahren . Verbraucherschutzverein mahnt
AOL ab Der Verbraucherschutzverein Berlin wirft AOL in 19 Punkten Verstöße gegen
das Vertragsrecht sowie den Daten- und Kündigungsschutz vor und schickt die
Abmahnung gleich hinterher . Die Verbraucherschützer fordern den Online-Dienst
bei Androhnung einer Vertragsstrafe von 19000 Mark auf , seine
Vertragsbedingungen unverzüglich deutschem Recht anzupassen . Venture-Kapital
für Fraunhofer-Forscher Das Darmstädter Institut gilt als führend im Bereich der
Computersimulation . T-Venture erhält dabei das Recht , sich an allen
Mitarbeiterunternehmen direkt zu beteiligen . Wie heute in Darmstadt verlautete
, kommt die Firma VR-Com , die Software für die Automobil-Industrie entwickelt ,
als erstes Unternehmen in den Genuß von 500.000 Mark Venture-Kapital . Interbase
: Pauschal-Lizenz zum Kopieren Mit einer Migrationsoffensive und neuem
Lizenzmodell will das Entwicklungshaus Garmhausen Software- und Systemhäuser zum
Umstieg auf das Borland-Datenbanksystem Interbase bewegen . Künftig zahlen
Softwareentwickler für den Einbau des Borland-SQL-Servers in eigene
Applikationen nur noch pauschale Lizengebühren . Die Einführung des neuen
Abrechnungsmodells bringt Kunden nach Berechnungen von Borland eine
Kostenersparnis von bis zu 90 Prozent . Turtle Beach : Acht Monate nach der
Markteinführung der Soundkarte Pinnacle liegt der Kurzweil-Synthesizer des
Boards nun nicht mehr brach . Unter ftp://ftp.tbeach.com/pub/tbs/pinnacle_fiji/
hält Turtle Beach jetzt den fälligen Patch-Editor ( ppe_b2.zip ) bereit . Damit
lassen sich eigene Instrumente mit Filterfunktionen und LFOs erstellen .
Außerdem ist die Pinnacle ab Ende August in einem Bundle als " Pinnacle Project
Studio " erhältlich . Es besteht aus der Karte , die schon mit den Erweiterungen
für S/P-DIF und einem zweiten Synthesizer aufgerüstet ist , sowie einem
umfangreichen Softwarepaket . Darin befindet sich unter anderem die neue Version
des Digital Orchestrator Plus 3.0 , der auch Digital-Spuren verarbeitet und an
MMX angepaßt wurde . Laut Turtle Beach/Voyetra arbeiten die Filterfunktionen im
Schnitt um 40 Prozent schneller . Der ursprünglich angepeilte Preis von 1200
Mark für das Bundle ist nach Aussage des deutschen Distributors M3C durch den
gestiegenen Dollarkurs nicht mehr zu halten . Im September folgt dann die erste
PCI-Soundkarte von Turtle Beach . Die " Daytona " soll nach bisheriger Planung
349 Mark kosten und bis zu 20 Stereo-Digitalspuren gleichzeitig unterstützen .
Allerdings ist das PCI-Board nur unter Windows 95 zum Soundblaster-Standard
kompatibel - für den Digitalsound von DOS-Spielen scheidet die Karte aus .
Windows-Spiele werden durch einen DirectSound-Treiber unterstützt . Nico Ernst
Microsoft will keine Öffentlichkeit bei Gates-Verhör Microsoft ist vor einem
Bezirksgericht mit dem Einspruch gegen öffentliche Vernehmungen im laufenden
Kartellverfahren gescheitert und ruft jetzt die nächste Instanz an . Ein
Microsoft-Sprecher begründete den Schritt mit Befürchtungen , daß
Geschäftsgeheimnisse des Unternehmens an die Öffentlichkeit gelangen könnten .
Das Bundesberufungsgericht Columbia muß nun entscheiden , ob die Anwesenheit von
Publikum und Presse bei Verhören von Bill Gates und führenden Microsoft-Managern
rechtmäßig ist . Das Urteil wird nicht vor Montag erwartet . Der
Softwarehersteller rechnet sich gute Erfolgsaussichten aus . Dieselbe
Berufungsinstanz hatte im Juni ein richterliches Kopplungsverbot von Windows 95
mit dem Internet Explorer aufgehoben ; Microsoft bezeichnete den Schiedsspruch
als wichtigen Etappensieg im Anti-Trust-Verfahren . Nachschlag für Red Hat Auf
Internet-Aktien gibt derzeit kaum jemand an der Wall Street einen Pfifferling .
Der neue Star heißt seit vorgestern Linux , und Red Hat ist der große Gewinner .
Das Wertpapier des Unternehmens , das beim Jahresabschluss noch einen Verlust
von 91.000 Dollar schlucken musste , sticht zurzeit alle Erstemissionen aus .
Gestern schwebte die Aktie auf einen Stand von 72,63 Dollar . Doch viele Anleger
sahen offensichtlich ein weitaus größeres Potential . Auch der heutige dritte
Börsentag konnte deshalb den Höhenflug des Wertpapiers nicht stoppen . Die
Red-Hat-Aktie überschritt bereits kurz nach Eröffnung des Handels die
90-Dollar-Marke . Vorgestern war die Aktie mit einem Ausgabepreis von 14 Dollar
gestartet . Motorola : 10 Milliarden für Surfbox-Hersteller Motorola plant die
Übernahme von General Instrument , dem führenden US-Hersteller für TV-Surfboxen
. Das Unternehmen aus Pennsylvania ist mit dem Chiphersteller Motorola durch
langjährige Geschäftsbeziehungen verbunden . General Instrument gehört auch zu
den größten Produzenten von Kabel-Modems , die von Motorola mit Chips
ausgestattet werden . Demnach erhalten Aktionäre pro
General-Instrument-Wertpapier etwas mehr als eine halbe Motorola-Aktie . Mit dem
Zukauf könnte sich Motorola nach Ansicht von Beobachtern eine Goldgrube
erschließen . Die TV-Kabel gelten als Basis künftiger breitbandiger Angebote und
Surfboxen als deren verlängerter Arm ins Internet und zu neuen digitalen
Diensten . Das Unternehmen hatte in der Vergangenheit große Auftraggeber mit der
Aussicht auf Firmenbeteiligungen angelockt . Zeuge Gates : " Bizarr " und "
unglaubwürdig " Mit ungewöhnlich scharfen Worten hat das US-Justizministerium
die letzte Runde im Kartellprozess mit Microsoft eingeläutet . In einer
Zusammenfassung des bisherigen Prozessverlaufs attackierte die Justiz vor allem
Microsoft-Boss Bill Gates . Seine Rolle bei außergerichtlichen Zeugenaussagen
sei " bizarr " gewesen und seine Einlassungen " schlicht unglaubwürdig " . Dem
hält Microsoft entgegen , dass von einem Schaden keine Rede sein könne . AOL übe
nach der Vereinigung mit Netscape weiterhin erheblichen Wettbewerbsdruck auf
Microsoft aus . Verbrauchern seien deshalb auch keine Nachteile entstanden .
Redmond habe seine Sicht der Dinge während des Prozessverlaufs mehrfach
revidiert , konterte das Justizministerium . Durch die kostenlose Weitergabe des
Internet Explorer sei Netscape zwar nicht am Vertrieb , aber am Verkauf seiner
Software gehindert worden . Vom geschenkten Explorer würden Verbraucher überdies
nur kurzfristig profitieren ; langfristig müssten sie mit dem Verlust der freien
Produktwahl bezahlen . Vobis-Verkauf gestoppt Der geplante Verkauf der
Vobis-Gruppe an das amerikanische Unternehmen CHS ist gescheitert . Dagegen
erklärte CHS-Chef Claudio Osorio , die Metro sei nicht allen Verpflichtungen aus
dem Kaufvertrag nachgekommen . CHS nehme deshalb " Abstand vom Kauf der
Vobis-Gruppe " . Beide Vetragspartner kündigten mittlerweile " Maßnahmen zur
Wahrung ihrer Rechtsposition " an , hielten sich aber mit konkreteren Aussagen
noch zurück . Damit hat sich zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen der
Verkauf eines bedeutenden europäischen Computerherstellers zerschlagen . Im
September war die Übernahme der Computerherstellung von Siemens-Nixdorf an Acer
gescheitert . Der taiwanische Kaufaspirant machte die Asienkrise und Turbulenzen
in Rußland für den Rückzieher verantwortlich . Motorola : Nach
Massenentlassungen gut erholt Trotz hoher Jahresverluste zeichnet sich bei
Motorola eine Wende ab . Für die hohen Jahresverluste sind nach Angaben von
Motorola-Präsident Robert L. Growney die mit den Entlassungen verbundenen
Sozialpläne verantwortlich ; im Zuge der Kündigungen hatte das Unternehmen zum
Teil hohe Abfindungen gezahlt . info- und biz-Domains ante portas Für den
heutigen Montag erwarten Beobachter die endgültige Vertragsunterzeichnung
zwischen der Internet Corporation for Assigned Names and Numbers ( ICANN ) und
den Betreibern der neuen Top Level Domains .info und .biz . Trotz voreiliger
Pressemeldungen von Domainhändlern in der vergangenen Woche müssen Nutzer
allerdings noch etwas auf den Start der regulären Registrierung warten . Afilias
( .info ) und Neulevel ( .biz ) müssen zunächst noch die technischen und
vertraglichen Voraussetzungen mit ihren Endverkäufern , den rund 100 aktiven bei
ICANN akkreditierten Registraren , klären . ICANNs Justitiar Louis Touton sagte
in einer Telefonkonferenz mit Vertretern der ICANN-Gremien : Vor einer Woche
hatten sich ICANNs Direktoren für die Unterzeichnung der Verträge durch CEO
Stuart Lynn ausgesprochen , allerdings noch einzelne Änderungen an den vom Büro
ausverhandelten Vertragsentwürfen verlangt . Kritik hatte unter anderem der
ursprünglich bereits für heute vorgesehene Start der so genannten Sunrise-Period
von NeuLevel hervorgerufen . In der Sunrise-Phase können erst einmal nur Inhaber
von eingetragenen Marken ihre Ansprüche auf eine Domain gleichen Namens sichern
, beziehungsweise eine Blockierung der Domain gegen Gebühr verlangen . Mit dem
Start der Registrierung von .info-Domains für die Öffentlichkeit rechnet Eric
Schätzlein , Leiter Domain Services bei Schlund + Partner und Vorstandsmitglied
bei Afilias , etwa ab Mitte August . " Nach der Unterzeichnung des Vertrages
starten wir zunächst mit der Zertifizierung der Registrare " , so Schätzlein .
Bei rund 100 aktiven ICANN-Registraren werde Zertifizierung und die Installation
der Registry-Registrar-Software , die das gemeinsame Eintragen in die zentrale
Afilias-Datenbank möglich macht , einige Zeit in Anspruch nehmen . ICANN hat
seinerseits die Registrare aufgefordert , sich für die neuen Domains noch einmal
bei der Organisation zu akkreditieren . Anders als NeuLevel sieht Afilias
außerdem noch eine so genannte "Cool-Off"-Phase vor , in der um die angemeldeten
Markenrechts-Domains gestritten werden kann . Klagen verhandelt in einem eigens
für die info-Startphase eingerichteten Verfahren die World Intellectual Property
Organization ( WIPO ) . Kostenpunkt 295 US-Dollar für beide Seiten , die dem
ursprünglichen Inhaber allerdings zurückerstattet werden , wenn er Recht behält
. Noch unbekannt sind derzeit die Endpreise für .info- und .biz-Domains für die
Enduser . Für alle stehen die Chancen , die gewünschten Domains zu bekommen ,
gleich . Beide Unternehmen bedienen sich zufälliger Auswahlverfahren aus den
Bewerbungsdatenbanken der Registrare . Möglicherweise jetzt schon gegen Gebühren
getätigte Vorabregistrierungen erhöhen die Chancen demnach nicht . Die Verträge
mit .name und .pro sollen ebenfalls in den kommenden Wochen abgeschlossen werden
. Bei den Verhandlungen mit .aero , .museum und .coop steht man dagegen noch
ganz am Anfang . EU billigt Systematics-Übernahme Die EU-Kartellwächter haben
Übernahme der Systematics AG durch den US-Konzern Electronic Data Systems ( EDS
) zugestimmt . Ihnen werden je Aktie 34 Euro angeboten . Beide Firmen
versprechen vom Zusammenschluss Vorteile : Während Systematics auf
außereuropäische Märkte zielt , will EDS durch die Neuerwerbung in Europa Fuß
fassen . Mobilfunkstudie : Kühler Kopf am Handy Die Gehirntemperatur erhöht sich
durch elektromagnetische Wellen von Mobiltelefonen nur minimal . Zu diesem
Schluß kommt eine Studie der " Niederländischen Organisation für angewandte
naturwissenschaftliche Forschung " ( TNO ) . Das Ergebnis widerspricht früheren
Annahmen , die von einer hohen Erwärmung des Gehirns ausgingen , und liegt auf
einer Linie mit einer Erklärung , die das deutsche Bundesamt für Strahlenschutz
vor wenigen Tagen veröffentlichte . Bei den Untersuchungen der TNO , die
gemeinsam mit der Universitätsklinik Utrecht und der Universität Bergen (
Norwegen ) durchgeführt wurden , wiesen die Forscher nach , daß die Temperatur
der Gehirnoberfläche während eines viertelstündigen Gesprächs lediglich um 0,1
Grad Celsius zunimmt . Die höchste Temperatur wurde nach 15 Gesprächsminuten
erreicht und dann nicht mehr überschritten . An dem Projekt beteiligte
Wissenschaftler erklärten das von bisherigen Erkenntnissen abweichende Ergebnis
damit , daß frühere Untersuchungen die Kühlung des Kopfes durch die
Blutzirkulation nicht berücksichtigt hätten . Verbraucherzentrale tadelt
Spielehersteller Rund 80 Prozent der neuen Computerspiele sind mit massiven
Fehlern behaftet . Die Verbraucherschützer bemängeln vor allem , dass Käufer
häufig ein neues Spiel nicht nutzen können , obwohl ihre Computer die
notwendigen technischen Voraussetzungen erfüllt . Viele Hersteller missbrauchten
ihre Kunden mittlerweile als Tester für voreilig auf den Markt geworfene
Software und muteten ihnen zu , zur Fehlerbehebung die Updates aus dem Internet
zu holen . Grundsätzlich könnten fehlerhafte Spiele reklamiert werden , so die
Zeitung weiter . Ein Problem sei aber der Nachweis des Spielefehlers . Der
Käufer sei in der Beweispflicht und müsse Bedienungsfehler seinerseits
ausschließen . Gelinge dies , hätten die Spiele-Kunden Anspruch auf
Rückerstattung des Preises , eine einwandfreie Ersatzlieferung oder ein
funktionsfähiges Update . Siehe hierzu auch einen Bericht über die
Verbraucherinitiative " No more bugs " in Telepolis . France Telecom bleibt
unter Staatskontrolle Die französische Regierung will ihren Anteil an der
staatlichen France Telecom derzeit nicht unter 50 Prozent senken . Die France
Telecom-Mobilfunktochter Orange , die in Deutschland an MobilCom beteiligt ist ,
plant nach eigenen Angaben derzeit kein Engagement beim Mobilfunkbetreiber
E-Plus . Es liefen aber weiter Gespräche über einen Ausbau der Zusammenarbeit
zwischen MobilCom und E-Plus , sagte Orange-Chef Jean-Francois Pontal heute in
Paris . Die MobilCom AG ( Büdelsdorf ) spreche im Zusammenhang mit dem Aufbau
des UMTS-Netzes mit vielen Betreibern . " E-Plus wird aber bevorzugt " , sagte
Pontal . MobilCom hatte Ende April bereits einen Vertrag mit E-Plus geschlossen
, wonach künftige UMTS-Kunden von MobilCom das herkömmliche Mobilfunknetz von
E-Plus nutzen dürfen . MobilCom will ab Mitte 2002 sein UMTS-Netz in Betrieb
nehmen . E-Plus will ebenfalls 2002 ein eigenes UMTS-Netz einsatzbereit haben .
Orange ist mit 28,5 Prozent an MobilCom beteiligt und hat eine von 2003 bis 2006
laufende Option , um die Mehrheit an der Gesellschaft zu erwerben . Pontal
zufolge startet Orange die Expansion zunächst in Frankreich und dann in den
Niederlanden . Weltweit wolle France Telecom seine Mobilfunk-Aktivitäten
umbenennen und künftig unter dem Namen Orange betreiben . Der Börsengang von
Orange Mitte Februar in Paris war für France Telecom enttäuschend verlaufen .
Der Orange-Kurs lag heute zwischenzeitlich bei 9,84 Euro , damit nur knapp über
dem Ausgabepreis von 9,5 Euro vor drei Monaten . Zu Spekulationen über eine
weitere Teilprivatisierung von France Telecom hatte die französische
Tageszeitung Liberation berichtet , die Regierung könnte nach den Parlaments-
und Präsidentschaftswahlen im Frühjahr 2002 das Telekom-Unternehmen
privatisieren und ihren Anteil von gegenwärtig etwa 54 Prozent des Kapitals auf
unter 51 Prozent senken . Die Entwicklung sei nicht aufzuhalten , hatte die
Zeitung einen Regierungsmitarbeiter zitiert . Wettbewerbszentrale mahnt Deutsche
Telekom ab Die Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs hat die Deutsche
Telekom wegen falscher Werbeaussagen abgemahnt . Die Telekom habe bei ihrem
zweiten Börsengang den Eindruck erweckt , jeder Kleinaktionär könne von
steuerfreien Bonusaktien profitieren , sagte der Vize-Hauptgeschäftsführer der
Wettbewerbszentrale , Hans-Frieder Schönheit , der Welt am Sonntag . " Es wird
der Eindruck erweckt , als könne jeder Verbraucher dieses Bonusprogramm in
Anspruch nehmen " . Privatanleger können noch bis Dienstag neue T-Aktien bei
ihrer Bank oder Sparkasse ordern . Laut Annoncen bezahlten sie dann für jedes
Papier zwei Euro weniger . Behalte der Investor die neue Volksaktie 14 Monate in
seinem Depot , bekomme er für zehn T-Aktien eine Bonusaktie steuerfrei . Anders
lese es sich in einem Nachtrag zum unvollständigen Verkaufsprospekt vom 28. Mai
, schreibt das Blatt . Danach bekämen nur Privatanleger " mit einem Depot bei
einer in das paneuropäische Angebot einbezogenen Bank " in den Genuß des
Sonderangebots . Laser 99 startet mit einem Rekord Die weltgrößte Fachmesse für
Lasertechnik wird heute in München eröffnet . Hersteller , Anwender und
Wissenschaftler aus mehr als 28 Ländern präsentieren die neuesten Geräte und
Entwicklungen der Laser-Technologie und Optoelektronik . Der Umzug auf das neue
Messegelände in München sorgte für eine Rekordbeteiligung von 771 Ausstellern ;
fast die Hälfte kommt aus dem Ausland . Jahr 2000 : Rechnungshof befürchtet
Millionenschäden Nach einem Pressebericht wirft der Bundesrechnungshof ( BRH )
der Bundesregierung Versäumnisse bei der Bewältigung des Jahr-2000-Problems vor
. Allein die Software-Umstellung werde beim Bund zusätzliche Kosten " im hohen
dreistelligen Millionenbereich " verursachen . Telecom-Sterben - zu früh und zu
heftig Die Marktbereinigung in der Telekommunikation kommt nach Ansicht des
Branchenverbandes VATM viel zu früh und zu heftig . " Gegenwärtig wird nicht die
Spreu vom Weizen getrennt , sondern mit der Sense geschoren " , sagte der
Geschäftsführer des Verbandes der Anbieter von Telekommunikations- und
Mehrwertdiensten ( VATM ) , Jürgen Grützner , in einem Gespräch mit der
Deutschen Presse-Agentur über die wachsende Zahl von Insolvenzen und Übernahmen
in der Branche . " Durch die unzulängliche Regulierung würden Investoren davon
abgehalten , Geld in die Unternehmen zu stecken " , begründete der VATM-Chef
diese Entwicklung . So seien die Entscheidungen der Bonner Regulierungsbehörde
für Telekommunikation und Post in den vergangenen Monaten zu Ungunsten des
Wettbewerbs ausgegangen . Dabei sei es keineswegs so , dass sich alle
Geschäftsmodelle der Telekom-Konkurrenten als nicht tragfähig erwiesen . Nach
dem Fall des Sprachmonopols der Deutschen Telekom Anfang 1998 hatten zahlreiche
neue Anbieter versucht , den Bonnern Marktanteile abzujagen . Dabei waren die
Telefonpreise tief in den Keller gefallen . Der Absturz hat jedoch die Margen so
weit schrumpfen lassen , dass nur die wenigsten Anbieter Gewinne erwirtschaften
. Firmen wie Teldafax , Callino oder Viatel wurden zahlungsunfähig , andere von
Konkurrenten geschluckt . Inzwischen ziehen die Telefonpreise wieder an . Für
die wirtschaftlichen Probleme sind nach den Worten von Grützner meist nicht die
Anbieter selbst verantwortlich , sondern die Deutsche Telekom , die die Kosten
im Vorleistungsbereich hochgetrieben habe . Hierzu zählte er unter anderem die
Gebühren für den Netzzusammenschluss Das Handwerk entdeckt den E-Commerce Knapp
50 Prozent der rund 850.000 deutschen Handwerksbetriebe sind im Internet aktiv .
Dabei haben das Kraftfahrzeuggewerbe und das Metallhandwerk eine Vorreiterrolle
übernommen . Dies geht aus Statistiken der ostwestfälisch-lippischen
Handwerkspräsidentin Lena Strothmann hervor . Demnach planen weitere 20 Prozent
der Handwerksbetriebe in naher Zukunft den Einstieg ins Web . Nach Einschätzung
der Präsidentin wird das neue Medium eindeutig " mehrwertorientiert " genutzt .
" Informationsbeschaffung , Kommunikation und Dokumentenaustausch mit Kunden ,
Lieferanten und anderen Unternehmen sowie elektronische Bankengeschäfte liegen
vorn " , erläuterte Strothmann der Deutschen Presse Agentur . Während in
mittleren und größeren Betrieben mit mehr als 50 Beschäftigten das vernetzte
Wirtschaften schon zum Regelfall gehöre , sei bei kleinen Firmen die
Internet-Nutzung noch steigerungsfähig . Diese Betriebe würden in Zukunft durch
die Handwerkskammern und Fachverbände gezielt unterstützt und " fit gemacht "
für eine breitere Nutzung der Neuen Medien . Angesichts der rasanten Entwicklung
und Verbreitung neuer Technologien gebe es zum Anschluss an das Netz keine
Alternative , unterstrich die Handwerkspräsidentin . Nach ihren Angaben planen
etwa 30 Prozent der Unternehmen in der Branche in absehbarer Zeit den Aufbau
einer eigenen Homepage . Dies belegten aktuelle Umfragen . Von wachsender
Bedeutung für das Handwerk sei auch der Einstieg in den Wachstumsmarkt des
elektronischen Handels ( E-Commerce ) . " Mehr als 30 Prozent der Betriebe
nutzen das Internet bereits als Einkaufsmöglichkeit und Marktplatz für ihre
Produkte und Dienstleistungen " . US-Justiz verschärft Tempo im
Microsoft-Prozess Das US-Justizministerium drückt im Anti-Trust-Verfahren gegen
Microsoft aufs Tempo . Nach Informationen des Wall Street Journal wurde das
Berufungsgericht am Freitag aufgefordert , seine Arbeit zügig abzuschließen und
das Verfahren an die untere Instanz zurück zugeben , die nun darüber entscheiden
muss , ob der Software-Konzern in zwei unabhängige Firmenteile gespalten wird .
Das Berufungsgericht hatte vor rund zwei Wochen ein früheres Zerschlagungsurteil
aufgehoben , aber wie die Vorinstanz bestätigt , dass Microsoft seine
marktbeherrschende Stellung bei Betriebssystemen illegal ausgenutzt hat . Im
weiteren Verfahren wolle man wirksame Rechtsmittel finden , die Microsoft zur
Unterbindung der illegalen Handlungsweise zwingen , hieß es weiter . Ob das
Verfahren dadurch signifikant abgekürzt wird , bleibt abzuwarten . Zunächst geht
es um einen Zeitgewinn von rund einem Monat . Der ursprüngliche Zeitplan hatte
vorgesehen , dass sich das Justizministerium und das Berufungsgericht Mitte
August über das weitere Procedere verständigen . Doch Microsoft könnte in den
nächsten Tagen die Notbremse ziehen . Dem Unternehmen steht offen , Antrag auf
Revision des Berufungsgerichtsurteils zu stellen oder um eine Behandlung des
Falles durch das Oberste Gericht nachzusuchen . Sein Unternehmen prüfe derzeit
noch die Eingabe des Justizministeriums , sagte gestern ein Microsoft-Sprecher
dem Wall Street Journal . Eine Entscheidung , welcher Weg beschritten wird , sei
noch nicht gefallen , so der Sprecher weiter . Digital-Divide-Initiative :
Schweiz übernimmt Vorsitz In diesen Tagen hat die Schweiz in der Person von
Walter Fust , Vorsteher der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA ,
das Präsidium der Initiative Global Knowledge Partnership ( GKP ) übernommen .
Seit 1997 setzt sich die GKP für die Überwindung des sogenannten Digital Divide
ein . Das Engagement der Schweiz gegen die ungleiche technologische Entwicklung
auf der Nord- und Südhalbkugel soll mit dem GKP-Präsidium weiter ausgebaut
werden . In zwei Jahren ist die Schweiz zudem Gastgeber des UNO-Gipfels zur
Informationsgesellschaft ( WSIS ) . Nierentransplantation live im Internet Das
Transplantationszentrum Stuttgart will in der übernächsten Woche eine
Nierenverpflanzung " vom lebenden Spender " live im Internet übertragen . Das
teilt der Bundesverband für Gesundheitsinformation und Verbraucherschutz ( BGV )
in Bonn mit . Nach Angaben des BGV handelt es sich um die erste Live-Übertragung
einer solchen Operation . Ziel sei es , Ärzten , Medizinstudenten und Laien eine
Beobachtung der Transplantationstechniken zu ermöglichen . Zudem soll die Aktion
am 24. Juli ab 16.00 Uhr dabei helfen , die Möglichkeit der
Nierentransplantation bekannter zu machen . Pro Jahr werden dem BGV zufolge in
Deutschland etwa 2000 Nieren transplantiert . Dieser Zahl steht eine Warteliste
von etwa 12.000 Nierenpatienten gegenüber . Im Schnitt warte ein Patient sechs
Jahre lang auf eine Spenderniere . Irische Regierung an Registry interessiert
Innerhalb der kommenden Wochen will eine von verschiedenen irischen Ministerien
und der irischen Länderregistry getragene Initiative einen Vorschlag für die
Organisation der geplanten .eu-Registry machen . Seit über zwei Jahren bemühen
sich die Europäische Kommission und Vertreter der Internetwirschaft um die
Einrichtung einer Country Code Top Level Domain ( ccTLD ) für die Union . Als
bislang einziges Mitgliedsland habe die irische Regierung auch ein finanzielles
Engagement für den Aufbau der Registry in Aussicht gestellt , betonten Watters
und der britische Internetconsultant Richard Francis . Auf der Insel könnte der
.eu-Start-up außerdem von den für New-Economy-Unternehmen günstigen
Investionsprogrammen profitieren . Die nach Brüssel angereisten Vertreter der
Internetwirtschaft aus 14 der 15 EU-Mitgliedsländer kritisierten , dass die
irische Initiative sich zwar als " paneuropäisch " bezeichnet , sich bislang
aber doch unabhängig von der auf Initiative der Europäischen Kommission
beruhenden Arbeit im sogenannten EC-POP ihr Konzept entwickelt hätte .
Ursprünglich war für die Sitzung in Brüssel die Gründung einer Organisation
geplant , die als Repräsentant der " europäischen Internet-Community " ein
endgültiges Konzept für ein politisches Selbstregulierungsgremium und eine
Registry-Organisation entwerfen und der Kommission vorschlagen sollte . Eine
Entscheidung über den Grad der Selbstregulierung der .eu-Registry wird
allerdings nach Differenzen zwischen den Regierungsvertretern im
Telekommunikationsrat der Union und dem Europäischen Parlament frühestens im
Oktober fallen . Während der irische Vorschlag einen sogenannten One-Stop-Shop
für die Registry-Organisation mit einem Aufsichtsrat , einem geschäftsführenden
Vorstand und einem mehrheitlich gewählten 25-köpfigen Policy Advisory Body
vorsieht , empfahl der spanische ICANN-Direktor Amadeu Abril i Abril eine
strikte Trennung des auch vom EU-Parlament vorgeschlagenen Policy Advisory Body
von der Registryorganisation . Letztere soll als Mitgliedsorganisation der
interessierte Registrare entstehen . Der Geschäftsführer des Düsseldorfer
Internet Service Provider Computer Service Langenbach , Siegfried Langenbach ,
warnte davor , die Registry als Projekt einer Regierung zu starten . Das
widerspreche seiner Meinung nach allen bisherigen Überlegungen . " Ich sehe hier
nur noch einen Machtkampf zwischen unteschiedlichen Initiativen " , urteilte die
Vertreterin der spanischen Registrierstelle , Pilar Luque . Niemand könne
garantieren , dass auf dieser Sitzung dann nicht eine weitere Organisation ihre
Ansprüche anmelde . Für die Kommission warnte Christopher Wilkinson , dass man
zwar zwischen unterschiedlichen Registry-Bewerbern eine Auswahl zu treffen
bereit sei , nicht aber für das politische Selbstregulierungsgremium . Für
letzteres gibt es auch einen eigenen Vorschlag verschiedener europäischer
Wirtschaftsverbände wie Eurochambers und Medef . In den kommenden Wochen soll
nun der Konferenzorganisator Clive Stanbrook eine Arbeitsgruppen von CANeu (
Co-operative Alliance for the Namespace .eu ) den gordischen Knoten
durchschlagen und die juristischen Schritte zur Gründung einer Organisation
vorbereiten , ob " in Irland , in Belgien oder in einem dritten Land " , darauf
konnte man sich vorerst noch nicht einigen . Bill Gates : Vermögen verdoppelt
Bill Gates muß sich um die Vermehrung seines Vermögens nicht sorgen : Zum
dritten Mal führt er die von der US-Zeitschrift Forbes veröffentlichte Rangliste
des Clubs der Superreichen an - und sein Vorsprung wächst stetig . Noch nie sei
ein Unternehmer so reich wie Gates gewesen , kommentiert Forbes . Die Liste der
mächtigsten Unternehmen wird vom Ölkonzern Shell angeführt . Die Deutsche
Telekom rangiert auf Platz 34 . Comtech fertigt für IBM Wie IBM gestern
bekanntgab , werden die PCs der Serie " Aptiva-E " in Zukunft vom deutschen
Unternehmen Comtech assembliert und auch in den Geschäften dieser Kette
angeboten . Qualität und Service sollen auf IBM-Niveau bleiben . Neben einem
flächendeckenden Händlernetz verspricht sich IBM von der Kooperation auch mehr
Flexibilität . Der Kunde soll Erweiterungen aus dem Comtech-Sortiment wählen
können , die vor der Auslieferung eingebaut und konfiguriert werden . Nico Ernst
" Linux " bald nicht mehr frei ? Die Hamburger Patentanwälte Hauck , Graalfs ,
Wehnert haben beim Deutschen Patentamt die Wortmarke " Linux " schützen lassen .
Dies bestätigte heute ein Mitarbeiter der Sozietät auf Anfrage von c't . Auch
das Deutsche Markenblatt führt den Markenschutz auf . In Heft 36 vom 9.9.1999 (
Seite 9919 ) wird Linux unter dem Aktenzeichen 39936517.6 in der Kategorie
Software gelistet . Was Markeninhaber Roy Boldt mit der Anmeldung bezweckt , ist
unklar . Der Geschäftsführer des Hamburger Systemhauses und der
Unternehmensberatung ChannelOne war heute trotz mehrerer Versuche telefonisch
nicht erreichbar . Ob es sich um einen neuen Fall von Markengrabbing handelt ,
oder ob Boldt uneigennützig handeln will wie ein österreichischer
Linux-Markeninhaber , bleibt vorerst im Dunkeln . Allerdings kann sich Boldt der
Marke " Linux " noch nicht sicher sein . Nach US-Recht liegen die Trademarks
seit 1997 bei Linux-Vater Linus Torvalds . Torvalds mußte sich die Rechte aber
erst vor Gericht erstreiten . Der Ausgang eines vergleichbaren Rechtsstreits in
Deutschland wäre indes ungewiss . Nach Auskunft des Deutschen Patentamts endet
das Markenrecht an den jeweiligen Staatsgrenzen . Wie es hier zu Lande
weitergeht , wird sich erst in den nächsten Wochen zeigen . Am 9.12.99 läuft die
Widerspruchsfrist gegen Wortmarke " Linux " ab . Bis dahin können Markeninhaber
mit älteren Rechten ein so genanntes " relatives Schutzhindernis " geltend
machen . Das Patentamt ist für den Fall des " Kollisionsverfahrens " bereits
gerüstet . Das für etwaige Einsprüche vorgesehene Formular " W7202 " hat bereits
einen festen Platz im Internet . Infineon : Milliarden für neue Chip-Fabrik Die
Siemens-Halbleitertochter Infineon plant im März 2000 den Gang an die Börsen .
Zuvor will der Chip-Produzent aber noch kräftig wachsen . Zwar sei die
Standortfrage noch nicht geklärt , aber Dresden biete nahezu alle
Voraussetzungen . Im neuen Werk sollen rund 1.000 Arbeitsplätze entstehen . An
einem anderen Standort in der sächsischen Hauptstadt entwickelt Infineon in
Kooperation mit Motorola 300-Millimeter-Wafer . Durch den Bau einer neuen
Chip-Fabrik erfolge der geplante Börsengang unter besten Voraussetzungen , sagte
Schumacher weiter . Akcent-Chef stellt Bild an den Pranger Der
Beschwerdeausschuss des Deutschen Presserats wird sich demnächst mit einer
kniffligen Frage beschäftigen : Darf die Bild-Zeitung Computer verkaufen ? Die
Bonner Pressewächter reagieren damit auf eine Eingabe von Frank Garrels ,
Vorstandsvorsitzender der Verbundgruppe Akcent Computerpartner AG . Garrels
hatte sich Ende November " bzgl. standesrechtlicher Bedenken " an den Presserat
gewandt . Auslöser des Briefs war eine Offerte im Online-Angebot der
Bild-Zeitung , die der Axel-Springer-Verlag auch per Pressemitteilung bekannt
machte : " Solange der Vorrat reicht " konnten sich Kunden im Bild-Shop mit
einem preisgünstigen " Bild-PC incl. Direktzugang zu bild.de " eindecken .
Slogan : " Schnell zugreifen " . Wettbewerbsrechtlich sei gegen das Angebot
wenig einzuwenden , so Garrels in seinem Schreiben . Garrels sagte gegenüber
heise online , es gehe ihm nicht darum , " eine Fehde mit Springer anzuzetteln "
. Die Antwort soll nun der Presserat geben . Im Februar entscheidet der
Beschwerdeausschuss des Presserates über die grundsätzliche Relevanz der Eingabe
. Vobis pfeift auf die CeBIT Computerdiscounter Vobis sagt die geplanten
diesjährigen Auftritte auf der CeBIT und der CeBIT Home ab . Firmensprecherin
Janet Spacey-Rennings begründete den überraschenden Schritt gegenüber der c't
mit einer neuen Marketingstrategie und hohen Kosten , die dem Unternehmen durch
die Messepräsenz entstünden . Vobis-Vorstandsvorsitzender Gert Hügler hatte
zuvor erklärt , der Discounter bemühe sich künftig um mehr Kundennähe . Das
Budget für die fachpublikumsorientierten CeBIT wolle man lieber in Hausmessen
investieren . Wenn die wichtigsten Retail-Partner mitspielen , finden die
Veranstaltungen in 35 Vobis-Superstores zeitgleich zur CeBIT statt . Als
weiteren Auslöser für die Entscheidung nannte Janet Spacey-Rennings den akuten
Mangel an spektakulären Neuheiten . Dadurch sei die Firmendarstellung in
Hannover nicht mehr dringend erforderlich . Als völlig abwegig bezeichnete die
Sprecherin indes Vermutungen , ein schlechter Geschäftsgang mache die
Messeabstinenz notwendig . Computerprofis dringend gesucht Nach einer heute
veröffentlichten Studie des Münchner Ifo-Instituts spitzt sich der
Fachkräftemangel in der deutschen Software- und Elektronikbranche zu . Rund 60
Prozent der befragten Unternehmen klagen über akute Personalengpässe . Die
größte Nachfrage nach Fachkräften komme von Computerberatungs- und
Softwarefirmen . Heiß begehrt seien derzeit vor allem Internet-Profis und
Anwendungsentwickler mit speziellen Kenntnissen . Aufgrund der guten
Auftragslage in der gesamten Branche , die nach Einschätzungen des Instituts
auch im Winterhalbjahr 1998/99 anhält , könnte die Zahl unbesetzter Stellen
sogar noch zunehmen . Damit wurde nach Ifo-Angaben knapp die Hälfte des
deutschen Marktes erfaßt . Cable & Wireless : Veba steigt aus Der Mischkonzern
Veba will sich von seiner rund 10prozentigen Beteiligung an der britischen
Telefongesellschaft Cable & Wireless trennen . Damit ist die Ehe zwischen Veba
und den Briten endgültig zerbrochen . Die Partner hatten sich Anfang 1995 auf
die Gründung einer Telefonallianz verständigt , die bereits 1997 als beendet
galt , nachdem sich der Düsseldorfer Konzern mit dem RWE verbündet hatte .
Seitdem betrachtete Veba die Beteiligung als reine Kapitalanlage . Angaben zum
Verkaufpreis machte Veba nicht . Macrotron bald nicht mehr an der Börse Die
Elektronikhandelsgruppe Macrotron wird sich voraussichtlich noch in diesem Jahr
vom amtlichen Börsenhandel in Frankfurt und München zurückziehen . Auf der
Macrotron-Hauptversammlung am 20. Mai in München sollen die Kleinaktionäre mit
einem erweiterten Abfindungsangebot zum Ausstieg bewogen werden . Ingram Micro
besitzt zur Zeit rund 99 Prozent der Macrotron-Stammmaktien und etwa 92 Prozent
der Vorzüge . Einige Kleinaktionäre widersetzen sich seit 1998 mit einem
Einspruchsverfahren vor Gericht den bisher unterbreiteten Übernahmekonditionen .
Anleger klagen gegen Compaq In zwei separaten Klagen werfen Compaq-Aktionäre dem
weltgrößten Computerhersteller vor , Anleger verspätet über bevorstehende
Umsatzrückgänge informiert zu haben . Ein Gericht in Süd-Texas soll nun klären ,
ob der Hersteller gegen US-Finanzgesetze verstoßen hat . Die Kläger argwöhnen ,
daß Compaq die Umsatzrückgänge über einen längeren Zeitraum geheimgehalten hat .
Die Warnung vor sei erst Ende Februar dieses Jahres erfolgt , obwohl die Zahlen
längst bekannt waren . Eine Reihe Compaq-Mitarbeiter hätten so noch rechtzeitig
größere Aktienpakete losschlagen können . Dagegen seien Investoren , die ihre
Aktien zwischen dem 27. Januar und 25. Februar dieses Jahres in gutem Glauben
erworben haben , bewußt getäuscht worden . Microsoft : Millionen für die Lobby
Wenn es darum geht , zaudernde Beamte und wankelmütige Abgeordnete zu überzeugen
, greift Bill Gates gelegentlich tief ins Portemonnaie . Dies geht aus einem
Bericht hervor , den Microsoft dieser Tage dem US-Senat vorgelegt hat . Der
Bericht listet eine Reihe Themen auf , bei denen Microsoft im vergangenen Jahr
Überzeugungsarbeit leisten mußte . Unter anderem gab Redmond Politikern und
Behörden bei Gesetzesvorhaben Schützenhilfe , etwa bei der Patentreform oder
einer Initiative des Weißen Hauses gegen Software-Piraterie . Aber
offensichtlich hat es Bill Gates versäumt , im derzeit laufenden
Kartellverfahren für gutes Wetter zu sorgen . Der dem Senat vorgelegte Bericht
erwähnt den anhängigen Prozeß nur am Rande . Zumindest verweist eine Notiz
darauf , daß der Softwarehersteller eine nicht näher genannte Summe für
flankierende Maßnahmen bei Anhörungen des Senatsrechtsausschusses ausgegeben hat
. Die letzte Veranstaltung dieser Art fand im August vergangenen Jahres statt
und sollte Microsofts Rolle auf Märkten für Unternehmensnetze ,
BackOffice-Software und Web-Streaming-Techniken beleuchten . Datenschutzexperten
für mehr Anonymität im Web Gegen eine reine Herrschaft der Experten im Web hat
sich der Juraprofessor Alexander Roßnagel von der Universität Kassel
ausgesprochen . Viel zu unbekümmert diskutierten Techniker und
Industrievertreter Dinge wie Datawarehousing und Datamining , die dem
bestehenden Datenschutzrecht zuwiderlaufen . Schon mit rechtsverträglichen
Default-Einstellungen wäre viel gewonnen , sagte Roßnagel auf einer Tagung des
Europäischen Instituts für Medienrecht , der baden-württembergischen
Landeszentrale für Politische Bildung und der Alcatel SEL Stiftung in Stuttgart
. Auf der Veranstaltung diskutierten Fachleute mögliche technische Lösungen für
juristische Probleme , die das Urheberrecht sowie der Jugend- und Datenschutz
aufwerfen . Möglicherweise , so Roßnagel , bleibe dem Staat allerdings nichts
anderes übrig , als im Cyberspace einen Teil der Verantwortung an die User
selbst abzugeben . Das Recht werde jedenfalls in einer technikgeprägten Welt
völlig folgenlos bleiben , wenn es sich nicht um die frühzeitige Gestaltung und
Regulierung von Technik bemühe . Er könne sich beispielsweise Einrichtungen wie
die Reaktorsicherheitskommission , in der technische Fachleute ehrenamtlich der
Politik zuarbeiten , auch im Bereich von Telekommunikation und Internet
vorstellen . Bei der Entwicklung des Autos habe schließlich auch niemand an
einen Führerschein oder Abgasprüfungen gedacht , erst heute sei das
selbstverständlich . " Lassen Sie die Basistechnologien doch erst einmal kommen
" , forderte auch der Dresdner Informatikprofessor Andreas Pfitzmann . Statt auf
Kommissionen , Regulierung und starke Marktkräfte zu setzen , sollte man darauf
vertrauen , dass Entwickler sehr wohl bemüht seien , Ideale wie Fairness in
ihren technischen Lösungen zu realisieren . Genau so sei schließlich das ganze
Internet entstanden , das aus jedem Teilnehmer Sender und Empfänger zugleich
gemacht hat . Ganz auf die Ideale der Techniker und die Allianz zwischen
Medienrecht und Informationstechnik wollte der Berliner Medienanstaltsdirektor
Hans Hege jedoch nicht vertrauen . Wenn die politische Diskussion über
technische und wirtschaftliche Entwicklungen im Telekommunikations- und
Medienbereich ganz aufgegeben werde , müsse dies überhaupt nicht im Interesse
der Endnutzer sein . Hege warnte so etwa vor den Konsequenzen der teuren
UMTS-Lizenzverkäufe und dem Ausverkauf der für breitbandige Dienste
prädestinierten bundesdeutschen Kabelnetze . Immerhin in einem Bereich haben
sich " Techies " und " Bedenkenträger " schon besser zusammengerauft : beim
Datenschutz . Der niedersächsische Datenschutzbeautragte Burckhard Nedden sagte
, Datenschutz werde künftig nicht mehr ausschließlich normativ , sondern
vielmehr durch die Nutzung technischer Möglichkeiten funktionieren . Mögliche
Konzepte stellte Marit Köhntopp vor , Informatikerin im Unabhängigen
Datenschutzzentrum in Kiel . Die Schleswig-Holsteiner bieten schon jetzt mehrere
Möglicheiten für Nutzer , sich mit besseren Schutzmöglichkeiten für ihre Daten
vertraut zu machen , etwa im virtuellen Datenschutzbüro und über den
Anonymisierungsdienst An.ON ( Anonymisierung Online ,
www.datenschutzzentrum.de/anon/ ) . Neben der Förderung datenschutzgerechter
Verfahren und Unternehmen durch Gütesiegel planen die Schleswig-Holsteiner als
nächstes auch , selbst standardisierte Datenschutzlösungen für Unternehmen zu
entwickeln . Gerade weil Investitionen in den Datenschutz teuer sind , sollen
mit dem Projekt Datenschutz Service " schlüsselfertige " Lösungen für kleine und
mittlere Unternehmen hergestellt werden . 2002 wolle man diese Lösungen anbieten
, so Köhntopp . Den einzelnen Nutzer soll künftig nach der Vorstellung von
Köhntopp ein umfassendes " Identitätsmanagement " sichern , in dem die
Verwaltung unterschiedlicher Pseudonyme für verschiedene Aktivitäten im Netz
bedienerfreundlich möglich wird . Wer nur mal schnell zum Zeitschriftenhändler
um die Ecke surft , soll das dann komplett anonym können . Wer will , kann sich
für eine Transaktion mit voller Identität samt digitaler Signatur ausweisen .
Dazwischen gibt es viele Stufen von Pseudonymität . Auch für den Einkauf beim
Online-Händler , von dem man nicht will , dass er ein persönlich zuordbares
Profil über die Nutzervorlieben anlegt , können Pseudonymisierungsverfahren oder
Bezahldienste verwendet werden . " Sicherheitsgurte oder Airbags sollen künftig
nicht mehr nur ein Mehrwert für Luxus-User sein , sondern allen Nutzern zur
Verfügung stehen " , so Köhntopp . Gerade für den technischen Datenschutz , der
Eingang auch ins neue Datenschutzgesetz finden wird , gilt laut Nedden
allerdings auch , dass damit der Staat sich darauf beschränkt , dem Nutzer die
Möglichkeiten zum Selbstschutz in die Hand zu geben . Wer sich selbst nicht
schützt , verzichtet auf sein Recht . GeForce 3 in Profiausführung Nvidia hat
eine spezielle Ausführung des 3D-Chips GeForce 3 für professionelle Anwender
angekündigt . Der Quadro DCC sei besonders für " Digital Content Creation "
ausgelegt und besitzt wie alle Quadro-Chips einige zusätzliche Funktionen für
professionelle OpenGL-Anwendungen . Elsa will den Nvidia-Chip auf der Gloria DCC
einsetzen . Der Vertrieb soll über die AutoDesk-Tochter Discreet erfolgen , die
die 3D-Design-Software " 3D Studio Max " entwickelt und vertreibt . 3D Studio
MAX R4 ist bislang die einzige Design-Software , die beim 3D-Modelling die
Pixel- und Vertex-Shader-Funktionen von DirectX 8 nutzen kann . Zum Lieferumfang
gehören die von Elsa für 3D Studio entwickelten MAXtreme-Treiber . Über die
konkreten Vorzüge des Quadro DCC gegenüber dem GeForce-3-Chip und eventuell
höhere Taktfrequenzen gibt es noch keine Informationen . Auch der
Lieferzeitpunkt , der Preis und eventuelle Preisvorteile eines Bundles der
Gloria DCC mit 3D Studio MAX R4 wurden nicht genannt . Somit ist auch offen ,
welchen Nutzen die Gloria DCC gegenüber einer gewöhnlichen GeForce3-Karte beim
Einsatz mit 3D Studio MAX R4 tatsächlich hat . Internetworld : Branche im "
rasenden Stillstand " Die Internet-Wirtschaft und die IT- und
Telekommunikationsindustrie bleiben für Siegmar Mosdorf , Staatssekretär im
Bundeswirtschaftsministerium , auch nach der Ernüchterung an den Börsen die
treibenden Kräfte der Veränderung der Volkswirtschaft . " Die Pixelrevolution
geht weiter " , sagte der SPD-Politiker heute bei der Eröffnung der
Internetworld in Berlin . So sei der Telekommunikationsmarkt im vergangenen Jahr
um 11 Prozent gewachsen , in diesem Jahr sollen es 10 Prozent sein . Auch Thomas
Heilmann , Internet-Sprecher der CDU , zeigte sich optimistisch . Seiner Meinung
nach senkt das Netz die Transaktionskosten " für alle " dramatisch . Der Chef
der Werbeagentur Scholz & Friends Berlin erwartet daher eine "
Rationalisierungswelle , die die Welt noch nicht gesehen hat " . Das Internet
entwickle sich zum Motor für die gesamte Wirtschaft . Das Auf und Ab der New
Economy scheint den Experten allerdings Rätsel aufzugeben . Mosdorf griff zur
Beschreibung des momentanen Stands der " Netzrevolution " auf den französischen
Medienphilosophen Paul Virilio zurück , der einen " rasenden Stillstand "
diagnostiziert hat . Angesichts der vielen Veränderungen , so Mosdorf , müsse
man genau hinschauen , wo wirklich etwas vorangehe oder wo letztlich
Rückschritte zu erwarten seien . Um Deutschland in der " Champions League " der
wichtigsten Informationsgesellschaften weiter nach vorne zu bringen , setzt der
Staatssekretär auf eine neue Bildungsoffensive . " Die besten Media Labs und die
besten Hochschulen " will Mosdorf angesichts der Internationalisierung des
Bildungsmarktes mit Ablegern nach Deutschland holen . Den " strategischen Hafen
" soll die Region Berlin-Brandenburg bilden , da sie günstig liege und bereits
über ein enormes Potenzial im Bereich der Wissensindustrien verfüge . Als
mögliche Kooperationspartner schweben Mosdorf Größen wie Harvard , Stanford ,
Berkeley oder das Massachusetts Institute of Technology ( MIT ) in Boston vor .
Das MIT hat allerdings vor kurzem erst ein europäisches Media Lab in Dublin
eröffnet . Den zweiten Vorteil Deutschlands sieht Mosdorf seit langem in der
starken Content-Industrie hierzulande . Die sei nun auch gefragt , um den 90
Prozent der Schulen , die bereits am Netz seien , interessante Inhalte zu bieten
. Die Internetworld endet am Donnerstag . Dem Veranstalter ComMunic zufolge
handelt es sich längst nicht mehr um eine reine " Dotcom-Messe " , da Größen wie
IBM , Microsoft , Sun und Bankkonzerne vertreten seien . Die Vertreter der New
Economy fehlen allerdings nicht vollständig : 40 Startups sind in einer eigenen
Gründer-Ära rund um die " VC-Welt " gebündelt . Insgesamt spiegelt die Messe die
Veränderung der Branche wider , in der nun die Konzerne den Ton angeben und
große E-Business-Projekte vorantreiben . ( Stefan Krempl ) . Internetworld : GMX
kooperiert mit eVITA Der Freemailer GMX hat heute eVITA , das Shopping-Portal
der Deutschen Post , als Themen-Channel auf seiner Site aufgenommen . Der
Startschuss fiel auf der Internetworld in Berlin . Eine seltsam anmutende
Kooperation , denn immerhin arbeitet eVITA nun eng mit einem direkten
Mitbewerber des eigenen Freemail-Dienstes ePost zusammen . " Wir kannibalisieren
uns damit nicht " , versicherte eVITA-Geschäftsführer Uwe Frigge im Gespräch mit
heise online . GMX habe nun mal die wesentlich höhere Reichweite , konstatierte
er . Von der Zusammenarbeit würden in jedem Fall beide Unternehmen profitieren .
GMX verdiene an jedem Klick auf den eVITA-Channel ordentlich mit . Internetworld
: Server Appliance für Einsteiger Eine kompakte Server-Box zum Anbinden von
kleinen Bürogemeinschaften und Praxen ans Internet hat Right Vision auf der
Internetworld vorgestellt . Die so genannte Eye-Box MAX soll im Juli auf den
Markt kommen und etwa 4000 Mark kosten . Das Gerät soll etwa Arzt- oder
Anwaltspraxen die E-Mail-Verwaltung erleichtern . Ein Web-Server , File-Server
sowie Kalender- und Groupware-Funktionen sind auf der Box vorinstalliert .
Eye-Box MAX selbst fungiert im LAN als Router und Firewall . Eine ISDN-Karte
sowie zwei Ethernet-Karten lassen die Wahl zwischen einer ISDN- oder
DSL-Anbindung . Als Betriebssystem kommt Linux zum Einsatz . Andministrieren
lässt sich Eye-Box MAX rudimentär über ein eingebautes LC-Display , besser aber
via SSL-geschützter Web-Oberfläche . Im Inneren dieses Mini-Server-Appliance
arbeitet ein Celeron 700 , der auf 64 MByte RAM zugreift . Jahr 2000 :
Hersteller sollen kostenlos helfen Das Bundesinnenministerium hat Hard- und
Softwarehersteller aufgefordert , kostenlos bei der Aufklärung und Behebung des
Jahr-2000-Problems zu helfen . " Der Staat , Betriebe und private Computernutzer
müssen eine Suppe auslöffeln , die sie sich nicht selbst eingebrockt haben " ,
sagte die Staatssekretärin im Innenministerium , Brigitte Zypries , in Bonn .
Verantwortlich für das Jahr-2000-Problem seien allein die Hersteller . So
könnten rechtzeitig Fehler korrigiert oder Bauteile ausgetauscht werden . Vier
Jahre Haft für Fälscher von Microsoft-Programmen Der größte Fall von
Software-Piraterie in Deutschland ist heute mit einer Haftstrafe von vier Jahren
für den Angeklagten zu Ende gegangen . Die Wirtschaftskammer des Aachener
Landgerichtes hielt es für erwiesen , daß der 39jährige Texaner in seinen
englischen Firmen zwischen Juli 1997 und 1998 illegal Software kopiert und
Handbücher nachgedruckt hat . Bei der Festnahme des Texaners hatten die Fahnder
im Juli 1998 mehr als 600000 Plagiate sichergestellt . Überwiegend handelte es
sich um die Microsoft-Betriebssysteme Windows 95 und Windows NT . Das Urteil
erging wegen eines gravierenden Verstoßes gegen das Markenrecht . Die
Staatsanwaltschaft hatte für den Angeklagten sechs Jahre Haft gefordert , die
Verteidigung auf Freispruch plädiert . Intels Gewinn geschmolzen Intel mußte im
zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen deutlichen Gewinnrückgang
hinnehmen . Craig Barret , der im Mai in Intels Chefsessel Platz genommen hat ,
sprüht dennoch vor Optimismus . Intel habe die Talsohle durchschritten und
erwarte bereits im nächsten Quartal einen deutlichen Aufwärtstrend . Barrets
Analyse wird von einer Reihe Analysten gestützt : Angesichts der Asienkrise ,
der Preiskämpfe im Prozessormarkt und flauer Computernachfrage habe Intel
insgesamt ein gutes Ergebnis erwirtschaftet . "WinChip"-Hersteller IDT streicht
die Segel Low-cost-Chip-Hersteller IDT zieht sich aus dem Geschäft mit
Intel-kompatiblen Prozessoren zurück . Auf einer Aktionärsversammlung
unterrichtete der WinChip-Produzent gestern über den Ausstieg aus der
x86-Architektur . Als aussichtsreichste Kaufaspiranten werden Acer und IBM
gehandelt . Sollten sich die Verhandlungen zerschlagen , bedeute dies das Ende
von Centaur , erklärte ein Firmensprecher . Mit der Chip-Produktion endet auch
die Ära von IDT-CEO Len Perham . Zudem standen die Chancen auf eine baldige
Wende nicht zum besten . Zur Zeit versauern einige Konkurrenten IDT das Ergebnis
. Hohe Lagerbestände , wie etwa bei AMD , sorgen derzeit für einen freien Fall
der Chip-Preise . Dabei liefen die Geschäfte für IDT jedoch zuletzt deutlich
besser . Iridium droht die Liquidation Der drohende Ende des
Satelliten-Netzbetreibers Iridium überschattet die Vierteljahresbilanz von
Motorola . Den Grund lieferte gestern die Motorola-Zentrale mit der Warnung ,
das Iridium-Projekt , an dem Motorola mit 18 Prozent den größten Anteil hält ,
befinde sich in einer dramatischen Schieflage . Wenn sich die Anteilseigner
nicht schnell auf einen Umbau des Netzbetreibers einigten , drohe die
Liquidation . Er habe nicht damit gerechnet , daß Motorola die finanziellen
Schwierigkeiten so explizit anspreche . Darüber hinaus habe sein Unternehmen zu
keinem Zeitpunkt eine Liquidation in Erwägung gezogen . Auch Motorola-President
Robert Growney rechnet offensichtlich noch nicht mit dem Schlimmsten . Bei einem
Treffen mit Analysten erklärte er aber , Iridium könne nicht allein von seinem
Unternehmen gerettet werden . Nun müßten sich auch andere Investoren zur
Stützung bereiterklären . Motorola ist auch der Hauptauftraggeber von Iridium .
Scheinselbständigkeit : BVSI zieht vors Verfassungsgericht Der Berufsverband der
Selbständigen in der Informatik ( BVSI ) hat Verfassungsbeschwerde gegen das
Gesetz zur Bekämpfung der Scheinselbständigkeit eingereicht . Benno Grunewald ,
Justitiar des BVSI , begründete den Schritt mit vermuteten Verstößen gegen das
Grundrecht auf Schutz der Ehe und Familie , dem Grundrecht auf Berufsfreiheit
sowie dem Gleichbehandlungsprinzip . Der BVSI habe im Vorfeld der Beschwerde
versucht , bei der Bundesregierung und den Parteien zu intervenieren , sei aber
auf die Beratungen einer Bonner Expertenrunde vertröstet worden . In der
Zwischenzeit habe sich die Situation vieler IT-Berater dramatisch verschlechtert
. Aus Furcht , Sozialbeträge nachzahlen zu müssen , verpflichteten Auftraggeber
jetzt vermehrt ausländische IT-Spezialisten . Dadurch ständen rund 30.000
hochqualifizierte Jobs auf der Kippe . IFA-Special auf heise online Vom 25.
August bis 2. September findet in Berlin die 76. Funkausstellung mit 904
Ausstellern aus 40 Ländern statt , so vielen wie nie zuvor . heise online bietet
ab heute die Gelegenheit , den Besuch der nach Angaben des Veranstalters
weltgrößten Messe für Unterhaltungselektronik im Vorfeld zu planen . Im
IFA-Special haben wir von A wie Ausstellersuche bis Z wie Zimmervermittlung alle
wichtigen Tipps für die An- und Abreise , den Messeaufenthalt und die lange
Nacht der IFA-Partys zusammengestellt . Wo man in Berlin am besten isst , verrät
unserer Restaurant-Führer : Weitere Restaurants , Szene-Lokale , Kneipen ,
Hotels und Pensionen sowie alle wichtigen Adressen für den Aufenthalt in Berlin
finden Sie im IFA-Survivalguide , der auch Karten und Routing-Informationen
bietet . Untreue-Verdacht gegen Esser angeblich erhärtet Der Verdacht wegen
Untreue gegen den früheren Mannesmann-Chef Klaus Esser hat sich einem Bericht
des Stern zufolge weiter verstärkt . Esser habe den Verdacht bei seinen
Vernehmungen eher verstärkt , berichtete der Stern heute vorab aus seiner morgen
erscheinenden Ausgabe . Inzwischen ermittle eine Sonderkommission des
nordrhein-westfälischen Landeskriminalamts gegen Esser und weitere Verdächtige .
Dazu zählten auch der einstige Mannesmann-Aufsichtsrat und designierte Chef der
Deutschen Bank , Josef Ackermann , und neuerdings auch Vodafone-Chef Chris Gent
. Ein Sprecher des Landeskriminalamts wollte dazu heute keine Stellungnahme
abgeben . Auch die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft wollte den Bericht nicht
kommentieren . Die Ermittler prüfen , ob die Rekordabfindung in Wahrheit
Bestechungsgeld war , mit dem Esser zum Aufgeben seines Widerstands gegen die
Übernahme durch Vodafone bewegt worden sein könnte . Esser hatte nach
monatelangem Abwehrkampf gegen die feindliche Übernahme dem Verkauf des Konzerns
schließlich zugestimmt . Vodafone war Anfang Februar 2000 als Sieger aus einem
dreimonatigen Übernahmekampf mit Mannesmann hervorgegangen . Zuvor hatte Esser
im Verlauf der Abwehrschlacht das Kaufangebot von Vodafone stets als
unzureichend und die Strategie von Mannesmann als die bessere bezeichnet . Was
war . Was wird . Wie immer möchte Hal Faber den Blick für die Details schärfen :
Die sonntägliche Wochenschau ist Kommentar , Ausblick und Analyse . Sie ist
Rück- wie Vorschau zugleich . Was war Nicht für diese Kolumne , nicht für
Amerika und nicht für diese Welt . Über 4000 Menschen gelten nach den blutigen
Attacken auf die USA noch als vermisst . Unsere Anteilnahme gilt den Opfern und
deren Angehörigen und unsere Hoffnung ist bei jenen , die noch bangen . Doch
Überlebende unter den Trümmern , sie wird es wohl nicht geben . Beschließen wir
die alte Woche also besinnlich , und wie sonst sollte eine Wochenschau dieser
Tage beginnen . Und wie . Mit allerlei komischen Apparaturen an Bord , mit
Brauseköpfen und Suppenlöffeln , mit Waffen , die wie Tauchsieder aussahen und
Tauchsieder waren . Waffen , die eigentlich keine sind , Teppichmesser in den
Händen einer Truppe mit mörderischem Fanatismus , haben auch den Kurs dieses
WWWW geändert . Wir haben das Pearl Harbour des neuen Jahrhunderts auf den
Bildschirmen gesehen , wieder und immer wieder , und warten auf sein Hiroshima .
Es war dieser Krieg , der erstmals das Internet ins öffentliche Bewusstsein
spülte , mit den überbordenden Diskussionsforen in aller Welt . Die Menge der
Textbeiträge brachte damals etliche Server zum Einknicken . Das ist natürlich
großer Unsinn . Es wären weit weniger Opfer zu beklagen , und die hoch
gerüsteten Computer von CIA und NSA hätten einen stolzen Sieg amerikanischer
High-Tech feiern können - aber das Internet hat nun einmal keine Symbole von der
Bildkraft eines World Trade Center . Wer versteht schon die Logik , wenn die
Kombination von Open Source und Gewehren für alle als verteilte Lösung für ein
verteiltes Problem gehandelt wird ? Und wer möchte typische
Schnellschuss-Forderungen wie die unterstützen , dass alle Kryptografie unter
Strafe gestellt wird . So ist denn Schadenfreude nicht angebracht , wenn sich
deutsche Firmen mühsam gegen den Vorwurf wehren müssen , Terroristen zu
unterstützen . Wie weit die Amerikanisierung indes gediehen ist , mag daran zu
erkennen sein , dass der CCC zu den Anschlägen in Amerika eine Meldung in die
Redaktionen schickt , die auf eine zwei und ein halbes Jahr alte US-Resolution
verweist . Hat sich nichts geändert ? Es dauerte exakt zwei und eine halbe
Stunde , bis nach dem Einschlag des ersten Flugzeugs die Mail einer
Marion.Schwarz-9950@arabia.com auftauchte : Komm zu unserer Porno-Site ! Mach
den Fernseher aus und stopp , all diesen Quatsch zu gucken , der in Amerika
abläuft . Vom Marketing-Terror zum Terror-Marketing . Bei einer deutschen Firma
marterte einer sein Hirn so lange , bis er auf den Dreh kam , mit dem
schnellstmöglichen Aufbau eines Intranets vor Ort zu werben , komplett mit dem
Verweis auf einen Eintrag ins Guiness-Buch der Rekorde . Braucht es weitere
Beweise dafür , dass man Geschmacklosigkeiten wie die des so genannten Kimble
locker unterbieten kann ? In dieser Hinsicht gibt es keine Unterschiede zwischen
Deutschen und Amerikanern . Es gibt Spenden und Spenden und noch mehr Spenden .
Und weil das in schweren Zeiten gut ankommt , gibt es weitere Spenden und
Spenden und natürlich Reden . Es gibt auch Flaggen und den Aufruf an jeden
Amerikaner , beim Montagsstart der Börse aus Solidarität Aktien zu kaufen . Wer
die Kurse hebt , hebt die Stahltrümmer . Und was kommt dann ? Vielleicht wird
sie die Schuldigen treffen , verlässlicher aber viele Unschuldige . Wird es dann
auch Spenden geben und Betroffenheit ? Hoffen wir das Beste . Was wird Zu den
Unentwegten zählen die Marktanalytiker von IDC , die in Monaco ihr IT-Forum 2001
starten und dabei die amerikanischen Gäste kurzerhand per Video in die Konferenz
beamen . Als Hauptthema hat man sich vorgenommen , das Licht am Ende des Tunnels
zu suchen . Manchmal kommt es von einem Zug , der heran braust : Das Internet ,
wie wir es kennen , ist mit dem 11. 9. am Ende . Sein Einsturz ist langsamer ,
beginnt mit der Pflicht zu Authentifizierung und Identifizierung in IPv6 , dem
Verbot der Kryptografie , der Installation von Carnivore , wo es nur möglich ist
und dem Stopp der Debatte über Freiheit , Privatsphäre und Sicherheit . Ob
wirklich alles verstanden wird , was die Amerikaner machen , ist eine spannende
Frage . Vielleicht hilft Joseph Weizenbaum , die Wirrungen und Brüche zu
erklären . Am nächsten Wochenende soll der Vater von Eliza das
Bundesverdienstkreuz bekommen . Keine Schweigeminute , aber diese Zeilen von W.
H. Auden aus dem Jahr 1936 sollten ohne Keyboard-Geklapper gelesen werden .
Stoppt alle Uhren ! Kappt das Telefon ! Bringt , was Hund ist , zum Schweigen .
Kein Ton . Kein Klavier . Zu dunklem Trommelschlag Klagt euer Weh und schultert
den Sarg . Lasst Flugzeuge leidvoll über uns sein Microsoft-Prozeß beginnt am
15. Oktober Microsoft ist vor einem Washingtoner Bezirksgericht mit einem Antrag
auf Niederschlagung der Anti-Trust-Klage des US-Justizministeriums gescheitert .
Richter Thomas Penfield Jackson verwies auf eine umfangreiche Sammlung von
Fakten und belastende Memos , deren Bewertung nur einem Gericht möglich sei .
Microsoft hatte in einem früheren Antrag gefordert , das Verfahren um ein halbes
Jahr zu verschieben . Microsoft : Doppelt so wertvoll wie IBM Bill Gates regiert
das wertvollste Unternehmen der USA . Auf hinteren Plätzen der Top Ten rangieren
Intel ( Platz 7 mit 144,2 Milliarden ) und IBM ( Platz 9 mit 120,5 Milliarden )
. Live : Einspruch gegen "Linux"-Wortmarke Der deutsche Linux-Verband Live hat
heute Widerspruch gegen die Anmeldung der Wortmarke " Linux " angekündigt . "
Linus Torvalds wird die Verletzung seiner Rechte nicht dulden und mit allen
rechtlichen Mitteln dagegen vorgehen " , erklärte der Live-Vorsitzende Achim
Cloer in einer ersten Stellungnahme . Der Münchner Patentanwalt Rainer Feldkamp
will den Verband bei dem Einspruch vertreten . Er beruft sich darauf , dass die
Markenrechte bei Linus Torvalds liegen . Dies gelte nicht nur für die USA ,
sondern auch für Deutschland und Europa . Linux sei in der EU durch die "
Markenanmeldung 000851246 " geschützt . In Anbetracht der bestehenden
Markenrechte sei der Schritt des Hamburger Geschäftsmanns Roy Boldt nicht
haltbar . Es bestehe somit " kein Grund zur Aufregung " . Mittlerweile hat sich
auch Roy Boldt zu seinen Motiven geäußert . Auf der Web-Site seines Unternehmens
rechtfertigt er den Markenschutzantrag . Im Folgenden widerspricht er allerdings
der Einschätzung des Live-Patentanwalts Feldkamp . Ein Gang zum Patentanwalt
belegte dies aber . " Wir von der Firma Channel One sind Freunde der
Linux-Bewegung und es liegt uns fern , in irgendeiner Form daraus Profit zu
schlagen , der uns nicht zusteht . " Auch mit c't will Boldt noch heute sprechen
. Am frühen Abend , so kündigte eine Mitarbeiterin an , sei er zu einem
Telefoninterview bereit . Knapper Aldi-Monitor : Viele guckten in die Röhre "
Wir hatten heute morgen ungefähr 500 Nachfragen " , so der Leiter einer
Burgdorfer Filiale . Das Angebot war mit nur etwa vier bis sechs Geräten pro
Laden äußerst knapp bemessen ; eine Nachlieferung ist nicht in Sicht . Auch war
nicht in Erfahrung zu bringen , ob es das Gerät zu einem späteren Zeitpunkt auch
bei Aldi-Süd geben wird . Briten angeblich an E-Plus interessiert Nach einem
heutigen Bericht der Tageszeitung " The Times " ist eine britische
Mobiltelefongesellschaft an einer Beteiligung bei E-Plus interessiert . Der
drittgrößte britische Mobilfunkanbieter Orange sei bereit , das nötige Kapital
aufzubringen und sich einen beherrschenden Einfluß zu sichern , hieß es in dem
Bericht . Das Angebot von Orange käme nicht überraschend . Mitte Januar hatte
die britische Vodafone , die 17,2 Prozent der E-Plus-Anteile hält , einen
Ausstieg signalisiert . Ähnliche Ambitionen werden Bell South nachgesagt , deren
Anteil am deutschen Mobilfunkunternehmen derzeit bei 22,5 Prozent liegt .
Hauptanteilseigner bei E-Plus ist zur Zeit Otelo ( 60,3 Prozent ) , ein
Gemeinschaftsunternehmen von Veba und RWE . DOJ : Spekulationen über
Microsoft-Strafe sind verfrüht Das US-Justizministeriums hat heute einem Bericht
der " Washington Post " widersprochen , der den Eindruck erweckte , das
Kartellverfahren gegen Microsoft sei bereits entschieden . In dem Artikel hieß
es , die Ankläger berieten schon über ein mögliches Strafmaß . Ein Sprecher des
DOJ ( Department of Justice ) verwies mittlerweile darauf , daß das Verfahren
noch nicht abgeschlossen sei : " Spekulationen darüber , was wir bei einer
Gerichtsentscheidung in unserem Sinne tun werden , sind verfrüht und
unangemessen " . Alleerdings rechnen immer weniger Prozeßbeobachter damit , daß
Microsoft den Prozeß unbeschadet übersteht . Nach den Gerichtsauftritten einer
Reihe Zeugen aus der Microsoft-Führungsetage lastet nun die Hoffnung der
Verteidigung auf Compaq-Manager John T. Rose , der am Mittwoch in den
Zeugenstand treten soll . Die vor Prozeßbeginn durchgeführte Vernehmung des
leitenden Angestellten wurde bereits heute veröffentlicht . Unter anderem sagte
Rose aus , daß Microsoft seine Firma nicht daran gehindert habe , Computer mit
Internet-Software des Erzrivalen Netscape zu verkaufen . Zum Monopolvorwurf
gegen Microsoft räumte Rose ein , daß Compaq seit 1993 an Endanwender keine
Computer mehr ohne Windows ausliefere . Dies sei allerdings auf Wunsch der
Kunden geschehen . " Gäbe es Kunden , die ein andere Betriebssysteme bevorzugen
, Compaq würde durchaus über eine Lizenzierung nachdenken " . Veto gegen billige
Ortstarife Die Deutsche Telekom darf ihren Takt für Ortsgespräche zwischen 21
und 6 Uhr vorerst nicht ändern . Wie der Chef der Regulierungsbehörde ,
Klaus-Dieter Scheurle , heute mitteilte , sei der geplante Minutentakt für 3
Pfennige nicht kostendeckend und könne somit nicht genehmigt werden . Der neue
Ferngesprächstarif von sechs Pfennig pro Minute fand dagegen die Zustimmung der
Behörde . Er soll nach dem Antrag der Telekom ab 1. April zwischen 21 und 6 Uhr
gelten . Telekom-Chef Ron Sommer zeigte sich nach der Erklärung der Regulierer
kämpferisch . Ungeachtet des Vetos wolle sein Unternehmen einen günstigeren Takt
bei Ortsgesprächen durchsetzen , erklärte er im Vorfeld der CeBIT in Hannover .
Gleichzeitig kündigte er eine neue Tarifoffensive bei Auslandsgesprächen an .
Rund um die Uhr werde der Minutenpreis bei 48 Pfennigen liegen . kpnQwest
erklärt Strato-Probleme für beendet " Die Schwierigkeiten von Strato sind ab
sofort beendet . " Das versicherte Piers Schreiber , Sprecher des
Strato-Technikpartners kpnQwest heute im Gespräch mit heise online . Eine
Erweiterung der Infrastruktur im Karlsruher Rechenzentrum von kpnQwest soll
jetzt die jüngste Pannenserie des Webhosters Strato möglichst schnell vergessen
machen . Teles-Chef Sigram Schindler hatte kpnQwest immer wieder vorgeworfen ,
sich nicht an Abmachungen zur redundanten Auslegung der Server-Architektur
gehalten zu haben . Daher hätten Probleme mit einer Speichereinheit von EMC zu
teilweise mehrtägigen Ausfällen geführt . Für die Zukunft verspricht kpnQwest
nun eine sechsfache Redundanz . In der nächsten Phase soll sein zweites
EMC-Symmetrix-Storage-System installiert werden . Zuletzt will kpnQwest die
gesamte Anlage dann komplett auf ihren Hostingstandort München spiegeln . Eine
lang angekündigte unabhängige technische Untersuchung des Strato-GAU von Ende
März läßt unterdessen weiter auf sich warten . Nachdem eine einstweilige
Verfügung wirksam wurde , setzten sich heute Strato und kpnQwest wieder an einen
Tisch und verhandelten die Sache neu . Uneinig sind sich die beiden Partner
weiterhin darüber , wie weit die Untersuchung gehen soll und wie genau Strato
über Verlauf und Ergebniss informiert wird . " Die Details hierzu sind nach wie
vor ungeklärt " , bestätigte Piers Schreiber heute Nachmittag . Interpol erklärt
Computerviren den Krieg Die internationale Polizeiorganisation Interpol will
Internet-Usern Hilfe gegen Viren und andere bösartige Programme anbieten . Wie
Interpol-Chef Ronald K. Noble am Sitz der Organisation im französischen Lyon
erklärte , " stellen Computerviren eine wirkliche Bedrohung dar . " Auf der
Website von Interpol sind deshalb Sicherheits-Checklisten für Privatpersonen und
Unternehmen einzusehen , zudem publiziert Interpol eine Liste mit aktuellen
Viren , die im Umlauf sind . Allerdings endet die Viren-Liste der Fahnder aus
Lyon im April . Aktuelle Würmer wie etwa homepage.vbs oder symantec.vbs sind
nicht aufgeführt . Zugang zu detaillierteren Angaben im so genannten " Interpol
Computer Crime Manual " haben nur autorisierte Justiz- und Polizeimitarbeiter .
Auch aus Sicht von Sicherheitsexperten ist der Nutzen des Interpol-Angebots nur
gering . Kritik wurde vor allem am Umstand geübt , dass das Angebot keine
konkreten Vorschläge unterbreitet , wie sich Firmen und Regierungen gegen Viren-
und Hackerattacken schützen können . Andere witzelten bereits , die
Anti-Viren-Sektion sei wohl von einem Interpol-Mitarbeiter zusammengestellt
worden , der gerade von einem Workshop über Netzwerksicherheit zurückgekehrt sei
. Nicht wenige unabhängige Websites böten deutlich mehr Informationen . Doch für
die inhaltliche Überarbeitung der Antiviren-Seiten , so ist zu hören , naht
bereits Hilfe . Finjan , eine Firma für Sicherheitssoftware , hat bereits ihre
Dienste angeboten . Sie will der Organisation detailliertere Informationen über
Viren anbieten , um künftig auch schneller über aktuelle Viren zu informieren .
SBK Software kündigt allen Mitarbeitern Die Kasseler Firma SBK Software +
Systeme GmbH stellt nach Informationen der Zeitung Hessische/Niedersächsische
Allgemeine ihren Betrieb Mitte Juli ein und hat allen 170 Mitarbeitern gekündigt
. Wie die Zeitung in ihrer Samstagsausgabe berichtet , haben alle Mitarbeiter
des Softwareunternehmens gestern Kündigungsschreiben erhalten . Einen
Betriebsrat gebe es bei der Tochter der Kölner Telesens KSCL AG nicht , so dass
es auch keinen Sozialplan geben werde . Die Softwarefirma war 1973 gegründet
worden . Anfang 2001 wurde SBK an die Telesens-Gruppe verkauft . Die
Eingliederung in die Kölner Gruppe führte in den vergangenen Monaten zu
zahlreichen Brüchen und Streitereien . Telesens hatte gestern angekündigt , als
Reaktion auf die Krise am Telekommunikationsmarkt jede vierte Stelle zu
streichen . Der Spezialist für Telefonabrechnungen berichtete , es sei mit
sofortiger Wirkung ein Kostensenkungsprogramm beschlossen worden . Die Zahl der
Beschäftigten des Konzerns werde sich um etwa 360 auf rund 1100 reduzieren .
Nach den Plänen der Geschäftsleitung sollten in den kommenden Jahren jeweils
rund 50 neue Mitarbeiter eingestellt werden . IuK-Branche befürchtet Stagnation
Angesichts der weltweiten Konjunkturschwäche und der Krise in der
Internetwirtschaft rechnet die Informations- und Telekommunikationsbranche in
diesem Jahr mit stagnierenden Erträgen . Die Situation in den einzelnen
Branchensegmenten sei jedoch sehr unterschiedlich , sagte der Präsident des
Branchenverbandes Bitkom , Volker Jung , in Berlin . Während die Anbieter von
Telekom-Endgeräten und Telekom-Infrastruktur sich in einer Verbandsumfrage
skeptisch zeigten , erwarten die meisten Hardware-Firmen oder
Mobilfunkdienstleister steigende Gewinnen für dieses Jahr . Am Arbeitsmarkt wird
ein bescheidener Zuwachs an neuen IuK-Jobs prognostiziert . Dabei hätten das
Softwaregeschäft sowie die IT- und Internetdienste die höchsten Umsatzzuwächse .
Jung kritisierte den Richtungswechsel des Finanzmarktes . Jedes dritte der 150
befragten Branchen-Unternehmen berichtet über Probleme . " Es ist wirklich
grotesk " , sagte Jung . Bertelsmann vom E-Commerce ernüchtert Der
Vorstandsvorsitzende der Gütersloher Bertelsmann AG , Thomas Middelhoff , hat
nach eigenen Angaben die Perspektiven im elektronischen Handel überschätzt . Die
Wachstumszahlen entsprächen nicht den Erwartungen , sagte Middelhoff der in
Bielefeld erscheinenden Tageszeitung Neue Westfälische . Neben der Ernüchterung
im elektronischen Handel habe auch der Ausbau der Bertelsmann Music Group ( BMG
) einen Rückschlag gebracht . Die Fusionspläne mit dem Musik-Giganten EMI würden
trotz des bisherigen Scheiterns nicht aufgegeben , sagte Middelhoff dem Blatt .
Aber die Fusion würde längst nicht alle Probleme der Gütersloher lösen .
Möglicherweise hat sich der Medienmulti auch bei der Neuausrichtung der
Musiktauschbörse Napster verspekuliert . Der Ausbau von Napster zur
Bertelsmann-E-Commerce-Zentrale wird demnach schwieriger als erwartet . Als
Sorgenkind des Konzerns erweist sich mittlerweile auch das Buchgeschäft und hier
in erster Linie der wenig lukrative Buchclub . Zudem hat das Unternehmen wohl
die Chancen im Internet-Buchhandel zu blauäugig gesehen . So musste Bertelsmann
unlängst bei BOL die Notbremse ziehen . Auch der zweite Web-Buchladen , die
US-Beteiligung barnesandnoble.com , schreibt konsequent rote Zahlen . Bergfest
bei distributed.net Nach über dreieinhalb Jahren Rechenzeit haben die Teilnehmer
des Bovine RC5-Projekts schließlich die magische 50-Prozent-Marke beim
Durchsuchen des Schlüsselraums erreicht . Bei diesem Projekt handelt es sich um
den Versuch , einen RC5-Schlüssel mit 64 Bit mittels " Brute Force " zu knacken
- dazu werden schlicht alle möglichen Schlüssel einzeln überprüft . Nach 1311
Tagen mit derzeit knapp 300.000 Teilnehmern wurden laut dem gestrigen
Statistik-Update 9.225.283.403.065.065.472 Schlüssel überprüft - etwas mehr als
die Hälfte der über 18 Trillionen möglichen Schlüssel . Die Schlüsselrate ist in
den vergangenen dreieinhalb Jahren allerdings ständig gestiegen ; bei der
augenblicklichen Rate von 127 Gigakeys pro Sekunde würde es noch etwas über 500
Tage dauern , bis der gesamte Schlüsselraum abgegrast wurde . Dass die Methode
funktioniert , hat distributed.net bereits 1997 bewiesen : Die Projekte sollen
zeigen , dass es prinzipiell möglich ist , mit verteilter Rechenleistung
komplizierte Algorithmen sehr schnell durchzurechnen - dabei geht es nicht nur
um das Knacken von Schlüsseln , sondern auch um grundsätzliche mathematische
Probleme : Bei der Suche nach dem optimalen Golemb-Maßstab geht es darum ,
innerhalb einer kürzmöglichsten Strecke Markierungen unterzubringen , deren
Abstände einzigartig sind . Was war . Was wird . Der Film um die von Frauen
nicht sonderlich geliebte britische Aristokratin mit den Maßen 1280*1024*32 wird
es nicht zum Sommerhit schaffen , und wenn es noch so regnet . Für die
Verschwörungstheoretiker unter uns ist die Sache sowieso klar : Die Illuminaten
, die im Film das " Dreieck des Lichts " nicht nur auf den Dollar-Scheinen
suchen , haben das Drehbuch modifiziert , um ihre Weltherrschaft zu vertuschen .
Der Rest der Welt wird sich wundern , warum ein Dutzend Drehbuchautoren aus
einem dürftigen Game-Plot keine annehmbar spannende Geschichte zimmern konnten .
Wer diese seltsame Sportart nicht verfolgt : Tonya Harding fiel vor vielen
Jahren dadurch auf , dass sie ihre Rivalin Nancy Kerrigan in Lara Croft-Manier
von einem Helfer kampfuntauglich schlagen ließ . Literarische Ambitionen wird
man der Dauer-Rennerin nicht nachsagen können . Vielleicht hat es damit zu tun ,
dass Laras treuer Diener mit dem Papa im Falklandkrieg kämpfte und dabei Joyce
las - wenn man der Comic-Fassung glauben darf . Doch in ihr fummelt Lara auch
auf einem Powerbook von Apple an einer Art DOS-Prompt herum . Freilich ist Apple
gegen diese Adaption von " Think Different " nicht vorgegangen , ganz anders als
bei der Church of Satan . Zurück zu Joyce , der nicht nur den 16. Juni 1904
festgehalten hat , sondern auch der erste war , der Hypertext als Inhalt
begriffen hat . Denken wir nur an den überschätzten Marshall McLuhan , der sein
Werk ursprünglich als Road to Finnegans Wake veröffentlichen wollte . In eben
diesem Finnegans Wake wird der Künstler als Outlex beschrieben , als Raider ,
der die Begriffe und Worte plündert , quer durch alle Kulturen . Auch der Leser
wird vom Reader zum Raider , wenn er Sinn aus der Wortmaschine rupft . Die
Disney-Maschine ist darin besonders versiert , die Mythen und Erzählungen
auszubeuten . Doch auch bei Disney läuft es nicht mehr rund . Rund 3000
Mitarbeiter mussten in der vergangenen Woche gehen , rund 1000 von der
Software-Entwicklung und unter ihnen das Team des Dynabook-Erfinders Alan Kay ,
das an der Entwicklung des quelloffenen Squeak arbeitet , diesem
Smalltalk-Abkömmlung , der die programmierende Fantasie der Kinder fördern soll
. Sind so kleine Hände ! Müssen sie jetzt für immer auf den Swiki-Wiki-Server
warten , der die Projekte zusammenbossert ? Wie kann die Kindheit gerettet
werden ? Fragen über Fragen , die nicht nur Software-Pioniere wie Kay
beschäftigen . Kunden weigern sich einfach , Dinge zu kaufen , die sie nicht
brauchen . Dass unser Wirtschaftssystem hin und wieder etwas produziert , was
keiner so recht braucht , ist bekannt . Auch die künstliche Verknappung eines
Angebots , etwa nur blaue Autos mit Internet auszustatten , gehört zum System .
Aber Geschäftsschlappe hin , schlappe Geschäfte her . Hier lernen wir immerhin ,
dass W2k im Vergleich zu Windows NT rund 64 Prozent weniger Reboots benötigt .
Was nun folgt , ist ein wirklich gelungenes Rechenkunststück : Alles schön und
gut , könnte man an dieser Stelle sagen und das Papier beiseite legen . Aber das
Beste kommt erst noch , weiter unten . " Nach Meinung der Befragten braucht
Windows 2000 rund 300 Prozent mehr unnötige Reboots als Unix . " Das wirft
sofort die Frage auf , was ein unnötiger Reboot ist und wie sich unnötige von
nötigen Reboots unterscheiden . Wie viel Zeit- und Kosten sich einsparen ließen
, wenn man von vornherein gleich ganz auf Windows verzichtet hätte , verrät die
Studie übrigens nicht . Brutalst mögliche Aufklärung tut Not . Das bringt uns
zum allseits beliebten Thema Orthografie . Die Rechtschreibreform feiert heute
Jubiläum . Dazwischen gab es keine nennenswerte Reform , sieht man einmal von
dem Versuch eines Mitarbeiters von Hermann Göring ab , durch Einführung der
konsequenten Kleinschreibung tonnenweise Blei zu sparen . 100 Jahre ist es also
her , dass eine Regel abgeschafft wurde , die erst jetzt wieder in den
Online-Foren korrigiert wird : Etwa der vom " Käsuell Friday " , den eine große
deutsche Bank in genau dieser Schreibweise regulieren wollte . Gemeint ist der
Casual Friday , an dem die Angestellten vom strengen Dress-Code befreit sind .
Ein Tag , an dem Programmierer mit Schlips erscheinen und Banker im Pulli . Für
Redakteure bleibt dann der praktische Schlabber-Polyester-Kreischbunt-Anzug von
Andy Grove und für Reporter die Shorts mit Wumme , wie bei Lara . Denn warum
soll der zwanglose Freitag eigentlich nur zu einem Microsoft-Frei-Tag erklärt
werden ? Und dann nur bei den Browsern ? Wo bleibt das Abenteuer ? Wenn
SQL-Profis mit Squeak programmieren , die Termine von Magellan verwaltet werden
und das Sekretariat auf Edlin umsteigt , wird Distanz zuverlässig abgebaut . Und
eine Rechnung , wie die Produktivität am Freitag steigt , wird ganz ohne Reboot
mit Spitzenwerten glänzen . Was wird Am 20. geht darum Steve Ballmer in die Bütt
. Auf der jährlichen Innovationskonferenz des Departments of Labor der USA hält
Ballmer eine Keynote . Zu denken ist an die Code-Kehrer , die in großen
Putzkolonnen Smart-Tags aufwischen . Ein weiteres Highlight der Szene dürfte die
Supercomputer-Konferenz in Heidelberg sein , auf der das Großeisen und die
Supercluster von Beowulf oder Cplant ihren Auftritt in Referaten haben . Wofür
sind diese Computer gut , wenn nicht dafür , im Sinne von Ray Kurzweil , den
Menschen abzulösen . So ist es nur logisch , dass am Wochenende die
Transhumanisten auf der TransVision in Berlin ihren Auftritt haben , jedenfalls
sofern sie nicht eingefroren sind . Zu den vielen Bedeutungen meines Namens ist
jedenfalls " Hacking at Large " eine schöne Variante . HAL 2001 wird zwar erst
im August stattfinden , sich dafür aber Themen wie " Closing the Gap " widmen ,
die man nur in offener Schlacht in einer Zeltstadt austragen kann . An der
holländischen Grenze ist man jedenfalls schwer bestrebt , sich vom Hacker-Mythos
zu befreien , der in einem weiteren Tiefpunkt der Filmgeschichte gerade
fortgeschrieben wird . In Swordfish schafft es der Ober-Hacker , ohne jede
Computer-Hilfe in einer Minute , ein mit 128 Bit verschlüsseltes Passwort zu
knacken . Einfach so . Eine Pistole an der Schläfe und die Zungenfertigkeit
einer Stripperin helfen dabei . Das sollte uns mindestens für eine Woche Stoff
zum Denken geben . Neue Grafikchipgeneration von ATI und Nvidia ATI will den
GeForce3 seines Konkurrenten Nvidia technologisch übertreffen und schiebt nach
der Vorstellung des Truform-Verfahrens nun mit der "Smartshader"-Technik ein
weiteres Informationshäppchen nach . Hinter Smartshader verbirgt sich eine
besonders flexibler " Pixelshader " , der den Farbwert eines Bildpunktes aus bis
zu sechs Texturen bestimmen kann . GeForce3 erfüllt hier lediglich die
DirectX-8-Spezifikation 1.0 und zieht maximal vier Texturen und acht
Farboperationen ( Color Blending ) für die Einfärbung heran . ATIs nächster Chip
soll dagegen die Spezifikation 1.1 umsetzen , die vor allem um so genannte "
Address Shader " erweitert ist . Diese stellen neben den Farboperationen noch
acht mathematische Operationen für das Rechnen mit Texturkoordinaten bereit .
Damit sind dann auch " abhängige Texturzugriffe " wie beim " Environment Mapped
Bump Mapping " möglich , was in DirectX 6 noch als Sonderfall eingeführt wurde .
Andere Anwendungen erlauben es , Texturen als " Look-up-Table " oder
Konstantenfeld einzusetzen und so komplizierte mathematische Funktionen
auszuführen . Eine Möglichkeit ist beispielsweise exaktes Phong-Shading für die
gleichzeitige Erzeugung von ambientem Licht , diffuser Reflektion und
Glanzlichtern . Eine der Texturen läßt sich dann einsetzen , um die Stärke des
Glanzes über die Oberfläche zu variieren . ATI kann noch kein exaktes
Produktionsdatum nennen , will den Radeon-Nachfolger aber spätestens im Herbst
auf den Markt bringen . Nvidias nächste Chipgeneration wird in diesem Jahr
zunächst in der Microsoft-Konsole X-Box auftauchen und sich vom GeForce3 im
Wesentlichen durch einen doppelt ausgelegten Vertex-Shader unterscheiden . Mit
der entsprechenden Desktop-Version für PC und Macintosh ( NV25 ) ist erst im
Frühjahr 2002 zu rechnen . Mit den 300-MHz-SGRAMs von Infineon oder
entsprechenden SDRAMs von Samsung ließe sich der Speichertakt des GeForce3 von
jetzt 460 MHz auf 600 MHz erhöhen . Nachfrage nach IT-Fachkräften sinkt Die
Nachfrage nach IT-Fachkräften ist nach einer Untersuchung des Münchner
Ifo-Institust in den letzten Monaten leicht zurückgegangen . Aber jedes zweite
deutsche IT-Unternehmen konnte in den ersten drei Monaten dieses Jahres die
Geschäftstätigkeit nicht ausweiten , weil geeignete Mitarbeiter fehlten . Im
zweiten Halbjahr 1998 waren es allerdings noch 60 Prozent gewesen . Trotzdem
steuerten vor allem die größeren IT-Unternehmen weiter auf Wachstumskurs . 62
Prozent der 267 befragten Unternehmen bezeichneten ihre aktuelle Lage als gut .
Nur drei Prozent klagten über schlechte Geschäfte . Zwei Drittel der großen
Betriebe gehen von einer weiteren Geschäftsbelebung im zweiten Halbjahr aus .
Bei den kleineren Unternehmen rechnen allerdings nur 40 Prozent in der zweiten
Jahreshälfte mit einer wachsenden Nachfrage . Auch Lockheed zeigt Iridium die
kalte Schulter Die Rettung des von der Liquidation bedrohten
Satelliten-Netzbetreibers Iridium wird immer unwahrscheinlicher . Nachdem
vorgestern mit Motorola der größte Iridium-Anteilseigner das Projekt in Frage
gestellt hatte , geht nun ein weiterer Investor auf Distanz . Dagegen hält sich
der deutsche Anteilseigner Veba , der acht Prozent an Iridium hält , noch
bedeckt . Ein Firmensprecher erklärte , man wolle dem neuen Chef John Richardson
noch eine Chance geben . Aber die Zeit drängt . Am 11. August läuft eine
Galgenfrist aus , nach der Richardson den Kreditgebern einen plausiblen Plan für
die Reorganisation seines Unternehmens präsentieren muß . Ohne die Bereitschaft
der Investoren , zusätzliche Gelder für das Projekt loszueisen , dürfte ihm das
jedoch schwerfallen . Mittlerweile mußte Richardsson eine weitere Panne
eingestehen . Sein Unternehmen , so verlautete gestern , sei nicht mehr in der
Lage , die fälligen Zinsen für ausgegebene Anteilsscheine auszuzahlen .
Beobachter sind sich längst sicher , daß der Konkurs von Iridium kaum noch
abzuwenden ist . Nach Ablauf der Frist müßten die Gläubiger über den Fortbestand
der Firma entscheiden . Nur wenn sie auf einen Teil ihrer Forderungenn
verzichten , könnte Iridium überleben . Presario an der Zapfsäule Der
Mineralölkonzern BP will noch in diesem Jahr Computer und Zubehör an seinen
Tankstellen anbieten . Am 6. Dezember startet eine erste bundesweite
Verkaufsrunde in 450 Express-Shopping-Stationen ; weitere Aktionen sollen fünf
Mal pro Jahr folgen . Den Anfang macht ein Compaq Presario ( PIII , 500 MHz , 15
GByte Festplatte vom IBM , 48fach CD-ROM-Laufwerk , Elsa-Modemkarte ,
3D-Grafikkarte Elsa Erazor 3LT , Windows 98 und AOL-Zugangssoftware ) . Dazu
gibt es separat 17-Zoll-Monitore ( Compaq EV 702 ) sowie USB-Tintenstrahldrucker
von Lexmark ( Z51 ) . Konkrete Preise waren heute nicht zu erfahren . Neben dem
Tankstellengeschäft will sich der Ölmulti auch das Internet als Absatzkanal
sichern . Ebenfalls am 6. Dezember soll das Hardware-Kaufhaus BPexpress.de ins
Netz gehen - zunächst mit dem aktuellen Angebot der BP-Shops sowie 60 weiteren
Computer-Artikeln . Microsoft-Prozeß : Ringkampf mit Walt Disney Kurz vor Beginn
der Weihnachtspause geht das Kartellverfahren gegen Microsoft in eine
entscheidende Phase . Das Gericht befaßt sich zur Zeit mit Vorwürfen von
Microsoft-Geschäftspartnern , sie seien mit rüden Methoden zur Unterstützung des
Internet Explorer und zum Boykott der Firma Netscape genötigt worden . In
Videovernehmungen hatte der Leiter der Internetabteilung von Walt Disney , Steve
Wadsworth , ausgesagt , Microsoft habe seiner Firma den vertraglich vereinbarten
Zugang zum Active Desktop von Windows 98 verwehrt , nachdem eine Zusammenarbeit
zwischen Disney und Netscape bekannt wurde . Redmond lenkte erst ein , nachdem
Disney den Netscape-Deal absagte und einwilligte , Web-Inhalte speziell für den
Internet Explorer zu entwickeln . Zu den damaligen Vertragsverhandlungen
erklärte Wadsworth , er habe sich wie bei einem Ringkampf mit einem "
tausendpfündigen Gorilla " gefühlt . Auch Intuit-Chef William Harris will nach
der Feiertagspause am 4. Januar bezeugen , daß Microsoft auf seine Firma
erheblichen Druck ausgeübt hat . So mußte sich der Quicken-Hersteller als
Gegenleistung für einen Link in Windows 98 verpflichten , den bis dato
unterstützten Netscape-Browser fallenzulassen . Teil des Abkommens zwischen
Microsoft und Intuit soll es auch gewesen sein , Dienstleistungen anzubieten ,
die sich nicht mit Microsoft-fremden Web-Clients aufrufen lassen .
Microsoft-Aktie im Windows-2000-Fieber Das geplante Debut von Windows 2000
verhilft Microsoft-Anlegern zu hohen Gewinnen . Nach der gestrigen Bekanntgabe
des Veröffentlichungstermins kletterte die Aktie des Softwareriesen um fast zehn
Prozent auf 108,44 Dollar . Zu den Gewinnern zählt auch Microsoft-Chef Bill
Gates . Internet : Rote Laterne für Banken Deutsche Aktiengesellschaften haben
einer Studie der Fachhochschule Münster zufolge erheblichen Nachholbedarf bei
der Qualität ihrer Internet-Auftritte . Insgesamt seien die Internet-Seiten von
250 börsennotierten Unternehmen auf 87 Kriterien geprüft worden , teilte die
Fachhochschule mit . Untersucht wurde unter anderem die Benutzerfreundlichkeit
der Seiten sowie die Qualität der Anlegerinformationen . Im Durchschnitt seien
nur 43 Prozent der möglichen 99 Punkte erreicht worden . Beteiligt an der Studie
waren die Münsteraner Wissenschaftler des Studiengangs " European Business
Program " und das Dortmunder Institut für Internet Marketing . Hintergrund sei
die Erkenntnis gewesen , dass immer mehr Aktiengesellschaften das Internet als
Möglichkeit nutzen , mit Anlegern in Kontakt zu treten . Langfristig ließen sich
damit Kosten für die Aktionärspflege sparen , sagte der Leiter des Projektes ,
Ulrich Balz . Am besten habe das Walldorfer Softwarehaus SAP abgeschnitten .
Unter den im Index Dax-100 notierten Unternehmen hatten Versorger und
Telekommunikations-Anbieter mit durchschnittlich 60 Prozent der zu erreichenden
Punktzahl die Nase vorn . Schlusslichter seien Unternehmen aus der
Automobilbranche und Banken gewesen , hieß es . n-tv überträgt live ins Web Der
Nachrichtenkanal n-tv stellt als erster überregionaler Fernsehsender sein
komplettes Programm live ins Internet . Der Berliner Sender präsentiert das in
Zusammenarbeit mit T-Online erarbeitete Projekt am Mittwoch vor dem Start der
CeBIT in Hannover der Öffentlichkeit . Zugriff auf die Live-Übertragung haben
Internet-Nutzer über die Homepages von T-Online und n-tv . Voraussetzung für den
Empfang ist der Real Player von Real Networks . Schneller als n-tv war übrigens
der Lokalsender Oberfranken TV . Die Hofer sind bereits seit Oktober 1998 mit
einem 24stündigen Auftritt im Web vertreten . Mobilcom kauft Dino-Online Trotz
Flops und Mißgeschicken investiert Mobilcom weiter ins Internet . Nach eigenen
Angaben will das Unternehmen " einen umfassenden Internetdienst " aufbauen ; der
Kauf der deutschen Suchmaschine Dino-Online rückwirkend zum 1. Januar sei
beschlossene Sache . Über die Höhe der Investition halten sich der Käufer und
der Dino-Betreiber AIS Axon derzeit noch bedeckt . Gleichzeitig kündigte
Mobilcom zum 18. März eine Preissenkung beim Internet-Zugang Freenet an . Die
Minute soll dann nur noch fünf statt sechs Pfennig kosten . Teles : Die Berliner
Teles AG will Mitte dieses Jahres den nach eigenen Angaben weltweit ersten
flächendeckenden Breitband-Internetdienst per Satellitenkommunikation eröffnen .
Ein entsprechender Kooperationsvertrag mit dem Satellitenbetreiber Eutelsat
wurde heute geschlossen , teilte das Unternehmen in Berlin mit . Das neue
Internet-Angebot mit dem Namen " skyDSL-Dienst " ziele auf den großen Markt der
Privatkunden und der kleinen und mittleren Unternehmen . Der Dienst sei zunächst
für 100.000 Internet-Teilnehmer ausgelegt , könne aber kurzfristig erheblich
ausgebaut werden , erklärte der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens , Sigram
Schindler . Folienbatterie geht in Serie Die von Itzehoer und Kieler
Wissenschaftlern entwickelte umweltfreundliche Folienbatterie ( siehe c't 25/98
, Seite 224 ) soll noch in diesem Jahr in die Serienproduktion gehen . Das
Itzehoer Fraunhofer-Institut für Siliziumtechnologie ( ISIT ) habe einen
Investor gefunden und stehe kurz vor dem Abschluß der Verträge , teilte das
Kieler Wirtschaftministerium heute mit . Der große Vorteil der neuartigen
Festkörper-Batterien , die kein metallisches Gehäuse mehr brauchen , ist nach
Angaben der ISIT-Wissenschaftler ihre hohe Umweltverträglichkeit sowie der
geringe Platzbedarf . Einen weltweiten Markt für ihre Entwicklung sehen die
beiden Erfinder Gerold Neumann ( ISIT ) und Peter Birker ( Uni Kiel ) bei
Handy-Akkus , Smart Cards , mobilen Monitoring-Systemen und der
Patientenüberwachung . Entspannen Sie sich nach dem Messestreß bei einem
gemütlichen Abendessen . heise online hilft bei Suche nach einem passenden
Restaurant für jede Geschmacksrichtung . Unser Wegweiser führt Sie zu den rund
130 empfehlenswerten Restaurants der Stadt und des Umlands . Zusätzlich finden
Messegäste hier Telefonnummern für Vorbestellungen in letzter Minute und
Informationen zur Anfahrt per Bahn und Bus . Grenzwerte für Mobilfunkstrahlung
auf dem Prüfstand Nach Ansicht des Vorsitzenden des Bayerischen Städtetags ,
Josef Deimer , werden die zulässigen Strahlengrenzwerte in Deutschland beim
Mobilfunk in der Regel um etwa 90 Prozent unterschritten . Daher sei es möglich
, die strengen Werte der Schweiz in die deutsche
Bundesimmissions-Schutzverordnung ( BImSchV ) zu übernehmen , sagte Deimer heute
in München . In dem Alpenland sei der Grenzwert für die elektrische
Ersatzfeldstärke etwa um den Faktor 10 geringer als in Deutschland . Die in der
Schweiz erlaubte Leistungsdichte liege sogar bei weniger als einem Prozent des
deutschen Wertes . Der Vorstand des Städtetags habe daher die Bayerische
Staatsregierung aufgefordert , sich im Bundesrat für eine entsprechende Regelung
einzusetzen , sagte Deimer weiter . Nach Ansicht des Bayerischen Städtetags
können mit einer deutlichen Reduzierung der Grenzwerte für die Strahlenbelastung
Ängste in der Bevölkerung ausgeräumt werden . Insgesamt werden allerdings in
Bayern die Forderungen nach einem effektiven Schutz gegen Mobilfunkstrahlung
lauter . Auch der Bayerische Landtag fordert Verbesserungen bei den
Strahlenschutzvorschriften . Der Umweltausschuss beschloss heute einstimmig ein
entsprechendes Antragspaket der CSU . Darin wird die Bayerische Staatsregierung
aufgefordert , sich in Berlin bei der geplanten Änderung der
Strahlenschutzvorschriften für Vorsorgemaßnahmen einzusetzen . Zudem wollen die
Abgeordneten die bisher gültigen Grenzwerte auf den Prüfstand stellen . Alfred
Reisinger Infomatec-Aktionär kämpft um Schadenersatz Nach dem Aktienabsturz des
krisengeschüttelten Software-Unternehmens Infomatec will ein Kleinanleger morgen
vor dem Augsburger Landgericht um Schadenersatz klagen . Dabei gehe es um einen
Streitwert , der knapp über der Zuständigkeitsgrenze des Landgerichts von 10.000
Mark liege , sagte ein Gerichtssprecher in Augsburg . Nähere Angaben zu dem aus
Bayern stammenden Anleger wollte er aber nicht machen . Nach Einschätzung der
Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre ist der Prozess der erste seiner Art in
Deutschland . Infomatec hatte vor rund einer Woche wegen fehlender liquider
Mittel beim Amtsgericht Augsburg beantragt , ein Insolvenzverfahren zu eröffnen
. Nach mehrfachen Korrekturen der Umsatz- und Gewinnprognosen war der Kurs der
Infomatec-Aktie im vergangenen Jahr von einem Höchststand bei 52 Euro auf
teilweise unter zwei Euro gerutscht . Zahlreiche Anleger verloren ihr Geld . Die
Augsburger Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts des Kursbetrugs und
verbotener Insider-Geschäfte gegen die beiden Firmengründer Gerhard Harlos und
Alexander Häfele . Vor rund zwei Wochen wurden die beiden nach rund sechs
Monaten Untersuchungshaft gegen Zahlung einer Kaution freigelassen . BGH-Richter
verspricht Rechtssicherheit bei beschreibenden Domain-Namen Der
Bundesgerichtshof in Karlsruhe ( BGH ) will bei seiner heutigen Entscheidung im
Fall mitwohnzentrale.de eine endgültige Klärung über die Zulässigkeit von
Gattungsbegriffen als Internetadressen herbeiführen . Dies äußerte der
Vorsitzende Richter des I. Zivilsenats , Erdmann , im Verlauf der mündlichen
Verhandlung . Das höchste deutsche Zivilgericht wolle hier keine
Individualentscheidung , sondern auf Grund der Vielzahl ähnlicher Streitfälle
für Rechtssicherheit sorgen : " Hier geht es um das Schicksal von
Gattungsbegriffen als Domain-Namen " , eröffnete der Vorsitzende die Verhandlung
. Die bisher vor den Instanzen unterlegenen Inhaber der Domain kritisierten mit
der Revision vor dem BGH , dass die Richter des Berufungsgericht sich zugetraut
hätten , das " typische " Verhalten der Internet-Nutzer selbst zu beurteilen ,
ohne weitere Untersuchungen dazu herbeigezogen zu haben . Dabei zählten die
Berufsrichter nicht unbedingt zum Zielpublikum von Mitwohnzentralen , das seien
doch meist Studenten . Die Gegenseite , der Mitwohnzentralenverbund HomeCompany
, beharrte darauf , dass die Kanalisierung von Kundenströmen mittels eines
Gattungsbegriffes als Web-Adresse unlauter und daher wettbewerbswidrig sei . In
einem weiteren Verfahren verhandelte der BGH zu der Frage , inwieweit die
Registrierungsstelle für Domain-Namen ( DENIC ) zur Prüfung von Rechten Dritter
bei der Registrierung verpflichtet werden soll . Dabei räumte selbst der Kläger
, die Frankfurter Messe Ambiente , ein , dass dem DENIC eine Prüfung bei der
Anmeldung selbst nicht zugemutet werden kann . Sie sei aber dann zur Freigabe
verpflichtet , wenn eine Verletzung offensichtlich ist . Dem hielt der Vertreter
des DENIC entgegen , dass solche Entscheidungen allein Sache der Gerichte sein
muss . Die Vergabestelle bekäme sonst eine Flut von Streitfällen auf den Tisch ,
was deutlich höhere Registrierungskosten zur Folge hätte . Prozessbeobachter
rechnen daher damit , dass der Senat zu Gunsten des DENIC als eine " im
öffentlichen Interesse handelnde " Genossenschaft entscheiden wird . Beide
Urteile werden für heute Abend nach 18.30 Uhr erwartet . Man werde das " in
aller Ruhe ausdiskutieren " , ohne sich unter Zeitdruck setzen zu lassen , so
der Vorsitzende Erdmann . Selbstvergessenes Dahinfließen im Web Das Internet hat
eine neue Form von Süchtigen hervor gebracht : Menschen , die stundenlang
selbstvergessen und ohne festes Ziel und Pause durch das weltweite Netz surfen .
" Wenn sie nach Stunden den Computer ausschalten , sind sie oft total überrascht
, wie viel Zeit vergangen ist " , sagte der Psychologe Kai Sassenberg von der
Universität Jena heute anlässlich der 4. German Online Research Tagung in
Göttingen . Wer Internet-süchtig ist , sitze fast immer alleine vor dem
Bildschirm . Die online-Süchtigen , sagt Sassenberg , nutzen das Internet mehr
als 30 Stunden in der Woche . " Dies ist ungefähr ein Drittel der gesamten
Wachzeit " . Wie hoch die Zahl der Internet-Abhängigen ist , sei nicht leicht
abzuschätzen , meint der Psychologe . Bislang gebe es keine verlässlichen Zahlen
. Dies liege auch daran , dass es sehr schwer sei , an die betroffenen Personen
heran zu kommen . Die Tendenz sei aber steigend . Siemens : Halbleitergeschäft
im Aufwind Dem größten Sorgenkind des Siemens-Konzerns geht es deutlich besser
als vor einem halben Jahr . Doch Besserung ist in Sicht . Die Erholung kommt zum
richtigen Zeitpunkt : Zur Jahrtausendwende will das Unternehmen die
Semiconductor-Sparte als eigenständige Gesellschaft unter dem Namen Infineon
Technologies an die Börse bringen . Auf der heute in München geplanten
Halbjahres-Pressekonferenz will Siemens erstmals detaillierte Zahlen nach den
US-Bilanzierungsvorschriften vorlegen . Der Einblick in die Bücher und die
Bekanntgabe einer Halbjahresbilanz gelten als Vorbereitung auf den geplanten
Börsengang in den Vereinigten Staaten . Computer , Sex und Drogen Bill Gates und
Steve Jobs sind die Helden eines Fernsehfilms , der am kommenden Sonntag im
amerikanischen Kabelfernsehen zu sehen ist . Der Streifen " Pirates of Silicon
Valley " inszeniert die Geschichte von zwei besessenen Computerenthusiasten ,
mit all ihren Macken und Skurrilitäten : Jobs-Darsteller Noah Wyle ist
Seitensprüngen und guten Joints nicht abgeneigt und Gates-Mime Anthony Michael
Hall empfängt wichtige Geschäftskunden schon mal allzu lässig in schlecht
sitzenden Hosen . Von solchen authentischen oder kolportierten Episoden lebt der
Film . Wirklich so passiert oder einfach nur gut ausgedacht ? Regisseur Martyn
Burke zumindest läßt die Frage bewußt offen . Also erzählt Burke viele
Geschichten - und jede ist so schön , daß sie einfach wahr sein müssen . Auch
die von Steve Ballmer , der zu einem wichtigen Treffen mit IBM-Managern ohne
Schlips anreist und das kleine Mißgeschickt auf der Herrentoilette des
Flughafens ausbügelt , als er einem anderen Fluggast den Binder abschwatzt .
Danach können er , Gates und Microsoft-Mitbegründer Paul Allen den wichtigen
Termin bei Big Blue wahrnehmen , der den Aufstieg von Microsoft zum
Weltunternehmen einleitet . Die Unterredung bei IBM endet mit einer viel
belächelten Fehleinschätzung . Ein IBM-Vertreter erklärt dem Besuch aus Redmond
, wie in der IT-Welt die Uhren ticken : " Die Gewinne werfen doch die Computer
ab und nicht dieses Software-Zeugs ! " . Den Höhepunkt von " Pirates of Silicon
Valley " bildet eine Konfrontation der Helden im Jahr 1984 , nachdem Jobs gerade
vom neuen Microsoft-Betriebssystem Windows erfahren hat . Es weist frappierende
Ähnlichkeit mit dem Betriebssystem des neuen Apple-Macintosh auf und Jobs
beschuldigt seinen Kontrahenten Gates des geistigen Diebstahls . Der Film endet
mit einem Auftritt von Jobs bei der Macworld-Konferenz in Boston im Sommer 1997
. Steve Jobs kündigt an , daß Konkurrent Microsoft Geld in die notleidende Firma
Apple investiert . Während im Publikum Buh-Rufe und Pfiffe zu hören sind ,
grinst der per Satellit zugeschaltete Bill Gates von einer Großleinwand .
Microsoft setzte Rivalen auf " Schwarze Liste " Im Kartellverfahren gegen
Microsoft sind erneut belastende EMails aufgetaucht . Die Dokumente belegen ,
daß Redmond jahrelang konkurrierende Software-Hersteller auf einer Liste ( "
Enemy List " ) in Freund und Feind geschieden hat . Besonders starke
Konkurrenten , deren Produkte das Microsoft-Monopol gefährden konnte , landeten
auf einer " Schwarzen Liste " ( " blacklist " ) und wurden mit dem Zusatz "
hostile " ( feindlich ) gekennzeichnet . Die Enemy List wurde im Gericht im
Verlauf einer Vernehmung des Microsoft-Zeugen Gordon Eubanks zitiert . Mit
seinen Aussagen versuchte der ehemalige Symantec-CEO das Gericht davon zu
überzeugen , daß die Dominanz von Windows langsam abklingt und der
Microsoft-Stern sinkt . Viele Entwickler würden ihre Programme mittlerweile
bevorzugt für Internet-Browser und nicht mehr für Windows programmieren . " Die
Wunschplattform der Entwickler hat sich verändert " , sagte Eubanks und lieferte
der Anklage damit neue Munition . Denn Anklagevertreter David Boies ist sich
sicher , daß Microsoft aus genau diesem Grund die Alleinherrschaft im
Browser-Markt anstrebt . Apple : Verluste geringer als erwartet Apples mit
Spannung erwarteter Bericht zum dritten Quartal ist deutlich positiver als
erwartet ausgefallen : Mittelfristig hängen weiter dunkle Wolken über Cupertino
: Als zunehmend bedrohlich empfinden Insider den gestern bekanntgegebenen
Rückgang beim Umsatz : Derweil rückt die internationale Apple-Gemeinde näher
zusammen . Spiegel-Online berichtet heute über einschlägige Web-Sites der
Warez-Szene , die Zugänge zu Raubkopien des MacOS 8 abschotten . Statt des neuen
Betriebssystems finden Besucher dort derzeit umfangreiche Solidaritätsadressen
an Apple mit dem Appell : Der beste Weg , dem Computerhersteller in seiner
schwersten Stunde beizustehen , sei , das neue Betriebssystem regulär zu
erwerben . Microsoft : Nach Einnahmensteigerungen von über 50 Prozent im ersten
Halbjahr '98 wächst Microsoft zur Zeit wieder langsamer . Finanzchef Greg Maffei
konnte Investoren dennoch mit hohen Gewinnen beruhigen . Für noch bessere Zahlen
hätte Windows 98 sorgen können . Doch der Windows95-Nachfolger wird die
Wachstumsbremse bei Microsoft kaum lösen , und spektakuläre Veröffentlichungen
wie Office 2000 und NT 5.0 sind zur Zeit noch nicht in Sicht . Wie gewohnt
bemühte sich deshalb Maffei , allzu optimistische Erwartungen zu dämpfen .
Hewlett-Packard im Aufwind Hewlett-Packard hat im dritten Quartal aufgrund hoher
Nachfrage in Europa und Asien besser als von den Analysten erwartet verdient .
Wichtiger für die künftige Bewertung des Unternehmens war allerdings der Umstand
, dass HP nach zuletzt ernüchternden Zahlen wieder kräftiger wächst . Das
Unternehmen profitierte dabei vor allem von guten Geschäften außerhalb der USA .
Im asiatisch-pazifischen Raum fiel das Plus mit 24 Prozent nach starken
Einbrüchen während der Asien-Krise noch deutlicher aus . Nach Bekanntgabe des
Geschäftsberichts sprachen Analysten , die HP noch vor einem Jahr schlechte
Zeugnisse ausgestellt hatte , von einem spürbaren Aufwind . Der Konzern hinke
bei der Entwicklung seiner Internet-Geschäfts zwar noch immer IBM und Sun
hinterher , habe sich aber eindrucksvoll in die erste Liga zurückgemeldet . In
den USA purzeln die Konsolenpreise Knapp einen Monat vorm US-Start der
128-Bit-Konsole Dreamcast sorgen sich Segas Konkurrenten ums Weihnachtsgeschäft
. Um dem Mitbewerber Wind aus den Segeln zu nehmen , kündigten Sony und Nintendo
in den USA Preissenkungen ihrer derzeitigen Spitzenmodelle an . Bereits ab
kommenden Montag sollen PlayStation und Nintendo 64 in amerikanischen Shops
statt 129 nur noch 99 Dollar kosten und damit rund 100 Dollar weniger als der
technisch weit überlegene Newcomer von Sega . Ob sich dadurch der erwartete
Dreamcast-Siegeszug bremsen lässt , bleibt fraglich . Beide Hersteller können
voraussichtlich erst Ende nächsten Jahres mit vergleichbaren Produkten kontern .
Mittlerweile bestätigten die deutschen Niederlassungen von Nintendo und Sony den
angekündigten Preisrutsch in den USA , hielten sich aber zur Entwicklung in
Deutschland noch bedeckt . Am 23. September soll Dreamcast für 499 Mark auch
hier in die Regale kommen . Zuvor wird die Konsole auf der Internationalen
Funkausstellung in Berlin zu sehen sein . Spätestens dann , so erwarten
Beobachter , verlagern Sony und Nintendo ihre Preisoffensive auch nach Europa .
Lucent-Führung und Betriebsrat ringen um Sozialplan Die IG Metall sowie der
Betriebsrat und die Führung des finanziell angeschlagenen Telekom-Ausrüsters
Lucent haben heute in Nürnberg neue Verhandlungen über einen Sozialplan
aufgenommen . Es gebe noch kein greifbares Ergebnis , hieß es am Nachmittag .
Verschiedene Möglichkeiten seien diskutiert worden , jedoch ohne endgültige
Lösung . Voraussichtlich wird am Mittwoch weiterverhandelt . Zugleich wird
weiter ein Käufer für die Produktion gesucht . Allein dort sind rund 620 Stellen
wegen der Krise im US-amerikanischen Mutterkonzern gefährdet . Die Chancen für
einen Verkauf werden jedoch als gut eingeschätzt . Die Lucent Technologies
Network Systems GmbH entwickelt und fertigt vor allem Basisstationen für
Mobilfunknetze . Keine Hoffnung gibt es dagegen für rund 80 Stellen im
Forschungsschwerpunkt Übertragungsnetze . Diese sollen nach Unternehmensangaben
bis September 2002 gestrichen werden . Weitere 140 Arbeitsplätze in Augsburg
wurden mit der Übernahme durch den japanischen Kabelhersteller Furukawa
gesichert . Der Verkauf des Nürnberger Werkes ist Teil eines weltweiten
Spar-Programms des amerikanischen Lucent Konzerns ( Murray Hill ) . Insgesamt
bis zu 20.000 Arbeitsplätze sollen gestrichen werden . Wettbewerb der
TK-Anbieter funktioniert noch nicht Auf dem deutschen Telekommunikationsmarkt
besteht nach Ansicht des Wissenschaftlichen Arbeitskreises für
Regulierungsfragen ( WAR ) noch kein ausreichender Wettbewerb . " Wir erkennen
an , dass der Wettbewerb in Teilmärkten zwar erheblich zugenommen hat , sehen
aber derzeit keinen Anlass für eine Novellierung des Telekommunikationsgesetzes
" , sagte der Vorsitzendes des Gremiums , Arnold Picot , heute in Bonn . Der
Arbeitskreis berät die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post in
Grundsatzfragen . Damit widersprach der WAR dem Ergebnis einer Berliner Studie
zur Lage des Wettbewerbs in der Branche . Anfang März dieses Jahres hatten
mehrere Professoren festgestellt , dass der Wettbewerb in der Telekommunikation
drei Jahre nach Marktöffnung inzwischen weitgehend selbsttragend sei und die
Regulierung der Deutschen Telekom herunter gefahren werden könnte . Das hatte
auch der Bonner Ex-Monopolist mehrfach gefordert . Auch wenn der Wettbewerb
inzwischen bemerkenswerte Fortschritte gemacht habe , sei eine nachlassende
Dynamik festzustellen . Die Position der Wettbewerber im Markt schwäche sich ab
, sagte Karl-Heinz Neumann , Mitglied des Arbeitskreises . Auch die
Monopolkommission hatte sich dafür immer wieder stark gemacht . ECommerce : Boom
durch die Großindustrie In Zukunft würden Schlüssel-Industrien wie
Chemieunternehmen , Flugzeug- und Automobilbauer großvolumige Aufträge im
Internet abwickeln . Dies könne zu einem explosiven Wachstum des elektronischen
Handels zwischen Großunternehmen führen . Vorerst nehmen die Geschäfte der
Multis noch einen bescheidenen Rahmen ein . Boldt will " Linux " wieder
freigeben Roy Boldt , Geschäftsführer des Hamburger Systemhauses ChannelOne ,
will die beim Münchner Patentamt auf seinen Namen eingetragene Wortmarke " Linux
" löschen lassen ( siehe dazu eine frühere Meldung ) . Wie er c't heute
mitteilte , habe er sich mit Linus Torvalds Patentanwalt Rainer Feldkamp auf
diesen Schritt verständigt . Auf Nachfrage von c't bestätigte Feldkamp das
Gespräch mit dem ChannelOne-Chef . Er zweifle nicht , dass Boldt es ernst meine
, wolle aber zunächst den Löschungsbescheid abwarten . Microsoft-Prozeß : Gates
erinnert sich nicht Die zwei Gesichter von Bill Gates : Zur Eröffnung der
Herbst-Comdex in Las Vegas zeigte sich der Microsoft-Chef als wortgewandter und
visionärer Industrieführer . Die Verhandlung startete mit weiteren Ausschnitten
aus Gates' Video-Verhören vom Sommer diesen Jahres in die fünfte Woche . Die
Protokolle kreisten um EMails vom Januar 1996 , in denen Gates erklärt hatte , "
der Gewinn zusätzlicher Marktanteile bei Browsern " sei ein " sehr , sehr
wichtiges Ziel " ( " winning Internet browser share is a very , very important
goal for us " ) . Auf den im Gerichtssaal vorgeführten Video-Bändern blockte
Gates den leitenden Staatsanwalt David Boies mehrfach mit dem Hinweis auf
Gedächtnislücken ab . Der Ermittler setzte die Vernehmung unbeirrt fort : Gates
mauerte : " Ich verstehe Ihre Frage nicht ! " Nach hartnäckigem Insistieren des
Ermittlers räumte Gates ein , er könne sich nicht mehr daran erinnern , was oder
an wen er beim Verfassen des Textes gedacht habe . Nach einem 20minütigen
verbalen Sparring , in dem sich Gates unwirsch und wenig kooperativ gab ,
resümierte Boies : Gates konterte : Der Verhandlungsführer , Richter Thomas
Penfield Jackson , quittierte die Einlassung mit Kopfschütteln und vernehmbarem
Gelächter . Sommer kauft France-Telekom-Rivalen Die Deutsche Telekom übernimmt
den französischen Sprach- und Datendienstanbieter Siris . Das Unternehmen
verfügt darüber hinaus über ein eigenes Glasfasernetz , das die französischen
Wirtschaftszentren Paris , Straßburg , Lyon , Lille , Marseille , Toulouse und
Bordeaux verbindet . " Mannesmann-Aktie für Vodafone zu teuer " Nach einem
Höhenflug sackte heute der Kurs der Mannesmann-Aktie um rund zehn Prozent auf
190,05 Euro . Auslöser für den Kurssturz waren Gerüchte , die an der Londoner
Börse kolportiert wurden . Demnach soll das Interesse des britischen
Mobilfunkkonzerns Vodafone Airtouch an einer feindlichen Mannesmann-Übernahme
abgekühlt sein . Börsenhändler in Frankfurt bezweifelten dies jedoch . Sie
äußerten die Vermutung , Vodafone habe selbst die Spekulationen über einen
Rückzieher geschürt , um den Kurs der eigenen Aktie zu stabilisieren und den
Mannesmann-Kurs zu drücken . " Die Mannesmann-Aktien sind eindeutig zu teuer " ,
erklärte Analyst Frank Rothauge von Oppenheim Finanzanalyse der
Wirtschaftsagentur Bloomberg . Vodafone müsse ein eindeutig höheres Angebot
vorlegen . Bisher bietet Vodafone in eigenen Aktien 202,65 Euro je
Mannesmann-Aktie . Manche Analysten halten aber 270 Euro für nötig , um die
skeptischen Mannesmann-Aktionäre zu überzeugen . Indessen haben die
Arbeitnehmervertreter bei Mannesmann aufgerufen , eine mögliche Zerschlagung des
Konzerns zu verhindern . Am kommenden Dienstag wollen mehr als 1.000
Betriebsräte aus allen deutschen Mannesmann-Werken in Düsseldorf über eine
Abwehrstrategie beraten . Der IG-Metall-Vorsitzende Klaus Zwickel , der im
Aufsichtsrat von Mannesmann stellvertretender Vorsitzender ist , erklärte heute
: " Mannesmann ist ein kerngesundes Unternehmen mit hervorragenden Perspektiven
. " Zudem habe das Unternehmen eine bessere Strategie als Vodafone .
Microsoft-Prozeß : Richter erwägt Zulassung neuer Beweismittel Bundesrichter
Thomas Penfield Jackson will Microsoft Zugriff auf Unterlagen gewähren , die in
Zusammenhang mit dem geplanten Aufkauf von Netscape durch AOL stehen . Obwohl er
im Prinzip die Zulassung neuer Beweismittel ablehne , erwäge er doch , Microsoft
" beschränkte Einsicht " in Dokumente zu gewähren , die AOL und Netscape den
Kontrollbehörden zur Genehmigung ihrer Fusion vorlegen müssen . Während die
Microsoft-Verteidiger John Warden die Erklärung des Gerichtsvorsitzenden
begrüßte , äußerte sich Anklagevertreter David Boies skeptisch . Nach den
Gerichtsstatuten sei es üblicherweise nicht statthaft , Microsoft die
Gelegenheit zur Einsichtnahme zu geben . Das Gesetz verlange , daß die
Fusionsdokumente geheim bleiben . Studie : Linux erobert die Server Nach einer
Studie der International Data Corporation ( IDC ) ist die Anzahl der
Neuinstallationen von Linux im Server-Bereich von 236.000 ( 1997 ) auf 748.000 (
1998 ) gestiegen ; dies entspricht einer Steigerung von mehr als 200 Prozent .
Bei einer Zunahme der Server-Installationen um etwa 25% ist der Marktanteil von
Linux dabei von 7 auf 17 Prozent gestiegen . Bei der Zunahme der Installationen
von 1997 nach 1998 übertrifft Linux alle anderen Systeme bei weiten : Den gut
200 Prozent Steigerung bei Linux stehen 25 Prozent mehr NT-Server , 15 Prozent
Zuwachs bei Netware und 4 Prozent mehr Unix-Installationen gegenüber . Obwohl
IDC zu den renommiertesten Marktforschungsunternehmen im Computerbereich gehört
, ist bei den in der Studie genannten Zahlen doch etwas Vorsicht am Platze . So
bedienen Netware- und Unix-Server typischerweise mehr Clients als NT-Server ;
Gerade bei den Linux-Zahlen sollte man auch nicht vergessen , daß IDC lediglich
Linux-Installationen zählt , die bei den großen Distributoren erworben wurden .
Linux-Downloads aus dem Internet werden dabei ebensowenig berücksichtigt wie der
Umstand , daß sich mit einer Linux-Distribution beliebig viele Server aufbauen
lassen , während man etwa mit einer Netware-Lizenz auch nur einen Server
einrichten kann . Intel und S3 tauschen Patente Grafikchiphersteller S3 meldet
den Abschluß eines langfristigen Patent- und Lizenzaustauschs mit Intel . Intel
plane darüber hinaus , eine nicht näher bezifferte Menge S3-Aktien zu kaufen .
Ein Firmensprecher wollte derzeit noch keine weiteren Einzelheiten des Deals
preisgeben . Das Abkommen gibt Intel die Gelegenheit , eine alte Scharte
auszuwetzen . Im Sommer 1997 waren dem Chipgiganten bei einer öffentlichen
Versteigerung die Patente der Firma Exponential durch die Lappen gegangen . Erst
im Frühjahr diesen Jahres gab sich S3 als Aufkäufer zu erkennen und lüftete ein
bis dato streng gehütetes Geheimnis . Seither rätseln Insider , welche Ziele S3
mit dem Patentkauf verfolgte . IBM-Personalchefin will Frauen fördern Die neue
Personalchefin der deutschen Zentrale des Computerkonzerns IBM ermutigt Frauen
zu einer Karriere in der IT-Branche . " Sie bringen neben guten fachlichen
Kenntnissen auch noch soziale Kompetenz mit " , sagte Juliane Wiemerslage
gestern der Deutschen Presseagentur in Paris . Die 41-Jährige ist seit Oktober
für das IBM-Personal in Deutschland verantwortlich und die erste Frau in der
Stuttgarter Geschäftsführung . Ihre Karriere bei Big Blue sehe sie als
Ermutigung für alle Geschlechtsgenossinnen . " Ich will mich mit Nachdruck und
zugleich behutsam für die Frauen in der IT-Branche einsetzen " . Dies dürfe
jedoch nicht auf Kosten der männlichen Mitarbeiter gehen . Im weltweiten
IBM-Konzern sind zurzeit 31 Prozent der Beschäftigten weiblich . Deutschland
hinkt mit einem Anteil von 23 Prozent allerdings noch hinterher . MediaStudio
Pro steuert DV-Camcorder Auf der kommenden CeBIT will Ulead eine neue Ausgabe
der Videoschnittsoftware MediaStudio Pro vorstellen . Die sechste Version bietet
neben der vollen DV-Unterstützung per Firewire auch einen integrierten MPEG-2
De- und Encoder . Im Februar will Ulead das Programm auch in einer deutschen
Version für Windows 98 und NT anbieten . Der Preis liegt bei rund 1000 Mark .
Großfusion : Vodafone und AirTouch verschmelzen Am Wochenende stimmte das
AirTouch-Management der Großfusion zu . Die Unternehmen wollen künftig unter dem
gemeinsamen Namen " Vodafone Air-Touch plc " firmieren ; der Zusammenschluß soll
in der zweiten Hälfte des Jahres abgeschlossen sein . Gleichzeitig kündigte
Vodafon an , sich von seiner 17,5prozentigen Beteiligung am Mobilfunknetz E-Plus
trennen zu wollen . Otelo hält derzeit 60,3 Prozent Anteile an E-Plus , Bell
South 22,2 Prozent . Der Gesellschaftervertrag zwischen Vodafone und Bell South
sieht ein gegenseitiges Vorkaufsrecht vor , wie Veba und RWE mitteilten . Otelo
will mit E-Plus fusionieren Otelo möchte entgegen früheren Angaben doch sein
Privatkundengeschäft komplett mit dem Mobilfunkgeschäft von E-Plus verschmelzen
. Eine Entscheidung werde in naher Zukunft fallen , kündigte Otelo-Chef Thomas
Geitner heute der Süddeutschen Zeitung an . Aber offensichtlich gibt es noch
hausgemachte Probleme beim Miteigentümer Veba : Mitte Januar hatte Otelo noch
erklärt , Pläne zu einer stärkeren Verflechtung der beiden
Fernmeldegesellschaften seien fallengelassen worden . Otelo , ein
Gemeinschaftsunternehmen von RWE und Veba , ist mit 60,3 Prozent Mehrheitseigner
von E-Plus . Vodafone hält 17,2 Prozent , will sich davon aber trennen . Das
US-Unternehmen Bell South ( 22,5 Prozent ) hat auf die Vodafone-Anteile ein
Vorkaufsrecht , weiß laut Geitner aber noch nicht , ob es das Recht ausüben will
. Intel und FTC beenden Kartellstreit Der Vergleich zwischen Chiphersteller
Intel und der US-Wettbewerbsaufsicht FTC ( Federal Trade Commission ) ist
perfekt . Die Wettbewerbshüter billigten gestern Nachmittag ( Ortszeit ) einen
zwischen beiden Parteien ausgehandelten Kompromiß . FTC-Chairman Robert Pitofsky
erklärte , die Kompromißformel sorge für eine " grundsätzliche Balance "
zwischen Wettbewerbsschutz und Intels Recht auf eine autarke Geschäftspolitik .
Ein Intel-Sprecher nannte die Vereinbarung fair . Sie diene dazu , die
Betriebsgeheimnisse des Unternehmens zu schützen . Beobachter befürchten jedoch
, daß Intel auch nach der außergerichtlichen Einigung genügend Schlupflöcher
bleiben , um Computerhersteller und Wettbewerber unter Druck zu setzen . So
räumte die FTC dem Chipgiganten ausdrücklich das Recht ein , seinen Kunden bei
juristischen Auseinandersetzungen Informationen und Produkte vorzuenthalten .
Die Ausnahmereglung könnte bereits im Falle Intergraph angewendet werden . Der
Hersteller wirft Intel in einem separaten Gerichtsverfahren Verletzungen von
Patentrechten vor . Ein weiterer Präzedenzfall ist nicht auszuschließen . Seit
einigen Tagen ist beim Bezirksgericht in Austin eine Klage des
Intel-Konkurrenten Motorola anhängig . Der Chiphersteller will beweisen , daß
Intel gezielt Motorola-Mitarbeiter aus Schlüsselpositionen abgeworben hat , um
in den Besitz von Geschäftsgeheimnissen zu kommen . Keine Einwände gegen
Peacock-Deal Die Kartellbehörden haben die Übernahme des Computerherstellers
Peacock durch die Actebis Holding genehmigt . Die Anteile gehen rückwirkend vom
25.Januar an Actebis über , erklärte heute ein Unternehmenssprecher von Peacock
. Die Actebis-Gruppe , eine Tochter des Hamburger Otto Versands , hatte die
Peacock-Anteile von der ehemaligen Vobis-Tochter Maxdata erworben .
Microsoft-Prozeß : Gates stellt Zeugen bloß Ein freimütiges Bekenntnis von Bill
Gates bringt die Verteidiger seiner Firma im Kartellverfahren mit der US-Justiz
in arge Nöte . In seinem noch unveröffentlichten zweiten Buch , " Business @t
the Speed of Thought " , eine rund 500seitige Homage an das Internet , bejubelt
der Microsoft-Chef unter anderem die hochspezialisierte Buchhaltung seines
Unternehmens . Mit Hilfe des Internet sei er in die Lage , jederzeit die
elektronisch aufbereiteten Microsoft-Verkaufszahlen einzusehen . Das
ungeschminkte Wort des CEO stellt einem Entlastungszeugen seiner Firma ein
schlechtes Zeugnis aus . MIT-Mitarbeiter Richard Schmalensee , der von der
Microsoft-Verteidigung als Finanzexperte in den Zeugenstand berufen wurde ,
hatte im Kreuzverhör erklärt , er könne keine Angaben zu Microsofts Gewinnen
machen . Chef-Ankläger David Boies hatte nach der überraschenden Erklärung auf
eine weitere Befragung des Zeugen verzichtet . Microsoft-Sprecher Mark Murray
erklärte mittlerweile , daß die Angaben von Gates nicht im Widerspruch zur
Schmalensee-Aussage stünden . Gates habe sich lediglich auf Verkaufszahlen
bezogen ; dagegen sei Schmalensee zu Gewinnen befragt worden . Platzsparender
19-Zöller von Samsung Samsung stellt auf der CeBIT einen Monitor mit deutlich
verkürzter Bildröhre vor . Der SyncMaster 900SL benötigt trotz einer
Bilddiagonalen von 19 Zoll nur die Stelltiefe eines 15-Zoll-Monitors . Eine neue
Anti-Reflexionsbeschichtung soll Störungen durch einfallendes Licht erheblich
vermindern . Die Bedienungsleiste des Gerätes ist in einer Schublade
untergebracht , die auf Knopfdruck ausfährt . Der Monitor soll ab April für
knapp 1500 Mark erhältlich sein . IBM : Windows CE ist nicht gut genug Nach
Einschätzungen von IBM wird es Microsoft mit Windows CE nicht gelingen , den
Markt mobiler Alltagsgeräte zu dominieren . Schlüsselelemente für die Vernetzung
seien dagegen die von Sun Microsystems entwickelte Programmiersprache Java und
die damit verwandte Netzwerktechnologie Jini . " Windows CE ist für solche
Aufgaben nicht wirklich geeignet " . Sun sei für IBM allerdings Partner und
Konkurrent zugleich . " So wichtig Java und Jini sind , sie reichen alleine
nicht aus " . Ausschlaggebend für den Erfolg des gesamten Konzeptes sei es , die
notwendige Infrastruktur zur Verfügung zu stellen , zum Beispiel Mobilfunknetze
, über die breitbandige Multimedia-Anwendungen laufen können . E-Mail gegen
Gebühr Um sich angesichts sinkender Margen im Zugangsgeschäft neue
Einnahmequellen zu erschließen , werden die Provider ihre Kunden in Zukunft
stärker an die Kandare nehmen . Das kündigte Julian Riedlbauer , scheidender
Vorstand der von Tiscali aufgekauften AddCom AG , am letzten Tag der
Internetworld an . " E-Mail wird mit Access verknüpft " , prognostizierte
Riedlbauer . Im Klartext : Wer mit Tiscali ins Netz geht , wird die E-Post
anderer Dienste nicht mehr abrufen können . Dass webbasierte E-Mail
mittelfristig eine Alternative darstellt , glaubt der Jungunternehmer nicht . Er
geht davon aus , dass diese Dienste schon bald kostenpflichtig werden und fast
alle Provider Monatspauschalen in Höhe von rund 5 Mark für E-Mail einführen .
Auch Breitband-Inhalte wie Video-Streamings werden laut Riedlbauer künftig
exklusiv über einzelne Zugangsprovider vermarktet . Das verlange allein die
Netzinfrastruktur , da der Content für die Erreichung akzeptabler
Download-Geschwindigkeiten möglichst " nah " am Empfänger dran sein müsste .
Glaubt man dem Brancheninsider , wird das Internet in Zukunft eher dem Fernsehen
oder geschlossenen Online-Diensten als einem offenen Netzwerk gleichen .
Internet World : Einkaufsbummel bei der Post Zum Start der Berliner Internet
World hat die Deutsche Post ihr Web-Warenhaus eVITA vorgestellt . Die
Einkaufsmeile versteht sich jedoch nicht nur als Umschlagplatz für Waren , die
der Postbote zuverlässig ins Haus bringt . Neben Blumen und Urlaubsreisen
erwartet Internet-Shopper auch ein breites Informationsangebot . So finden sich
unter anderem Magazinbeiträge , Hintergrundberichte und Verbraucherinformationen
zu den Themen Familie , Fitneß und Computer . Auch Entspannendes ist zu lesen ,
etwa Flirt-Tips für staugeschädigte Singles und kulinarisch Erhellendes über das
" Traum-Duo Erdbeeren und Rhabarber " . Vobis-Neuordnung fast perfekt Die
Zukunft der Vobis-Einzelhandelskette scheint vorerst gesichert . Die seit
längerem als Kaufinteressenten gehandelten Berliner Unternehmer Jürgen Rakow und
Jürgen Bochmann haben heute 25 Prozent der neu gegründeten
Vobis-Einzelhandelsgesellschaft übernommen . Der Name " Vobis Microcomputer AG "
wird auf diese neue Gesellschaft übertragen . Rakow , der bisher 33
Vobis-Franchise-Filialen über die Betriebsgesellschaft VMCFS leitete , trägt
gemeinsam mit Bochmann künftig auch die unternehmerische Verantwortung für die
Vobis-Geschäfte . Wie viele Filialen zur Disposition stehen , blieb vorerst im
dunkeln . Zeitgleich mit dem Vorstandswechsel soll auch das komplizierte
gesellschaftsrechtliche Umfeld bei Vobis neu geordnet werden . Die bisherige
Vobis-Holding , eine hundertprozentige Tochter der von der Deutschen Bank
kontrollierten Verwertungsgesellschaft Divaco , firmiert künftig als CBA
Computer Handels- und Beteiligungs AG . Die CBA hält derzeit noch 75 Prozent an
der Vobis-Einzelhandelskette , will sich aber in den kommenden Monaten
vollständig von allen Anteilen trennen . Lufthansa will sich gegen Blockade
schützen Die Lufthansa will den für Mittwoch angekündigten Angriff von
Antirassismus-Gruppen auf ihre Internet-Seiten nicht tatenlos hinnehmen . Man
werde mit zusätzlichen Maßnahmen den Angriff abwehren und die Verfügbarkeit der
Homepage sowie die Kundendaten sichern , teilte das Unternehmen heute der
Deutschen Presse Agentur mit . Die Initiatoren werfen der Lufthansa vor , von
der Abschiebung abgelehnter Asylbewerber finanziell zu profitieren . Mehrere
Antirassismus-Gruppen haben im Internet für Mittwoch zu einer " Demonstration "
auf den Internet-Seiten der Fluggesellschaft aufgerufen und verbreiten eine "
Online-Protest-Software " zur Teilnahme an der Blockade . Mit der Aktion soll
die im Web geplante und für 10 Uhr angesetzte Übertragung einer Rede des
Vorstandsvorsitzenden Jürgen Weber gestört werden . Die Lufthansa prüfe noch ,
ob sie gegen die geplante Online-Demonstration rechtlich vorgehen werde , hieß
es . Nach Auffassung des Bundesjustizministeriums handelt es sich bei der
geplanten Aktion keineswegs um eine Demonstration . Dazu gehörten Menschen , die
sich irgendwo versammeln , hieß es . Die Initiatoren könnten sich somit auch
nicht auf das Demonstrationsrecht berufen . Sollte der Server tatsächlich zum
Stillstand gebracht werden , handele es sich möglicherweise um Computer-Sabotage
. Da die Blockade keinen öffentlichen Raum treffe , müsste die Lufthansa dagegen
vorgehen und Anzeige erstatten . Risiken durch elektromagnetische
Unverträglichkeit Die Risiken durch elektromagnetische Geräte , die sich
gegenseitig stören , werden nach Meinung des Instituts für Elektromagnetische
Verträglichkeit ( EMV ) unterschätzt . " Das Problem hat enorm zugenommen " ,
warnte gestern Achim Enders , EMV-Leiter an der Technischen Universität
Braunschweig . Die direkte Gefährdung der Gesundheit werde dagegen in der
öffentlichen Diskussion überschätzt . " Wenn ein Flugzeug abstürzt , weil die
Geräte an Bord durch Strahlungen von außen gestört werden , kann dies mehr
Menschenleben kosten als das spekulative Restrisiko einer Beeinträchtigung der
Organe durch moderne Handys " , sagte Enders . An das Handy-Verbot im Flugzeug
sollte sich deshalb jeder halten . Aber auch größere Systeme , wie TV- und
Hörfunksendesignale könnten die Flugsicherheit beeinträchtigen . Mit
fortschreitender Technisierung im privaten Bereich verlagere sich das Problem
auch auf die Haushalte . Schon jetzt seien ihm Fälle bekannt , in denen durch
Handys der Schleudergang der Waschmaschine in Gang gesetzt wurde und
vermeintlich defekte Fernseher lediglich durch die Fernbedienung des Nachbarn
gestört wurden . Siemens-Mitarbeiter bangen um Jobs Die Allianz zwischen Siemens
und dem japanischen Fujitsu-Konzern versetzt die Siemens-Mitarbeiter in
Paderborn in Aufregung . Kernstücke des Paderborner Geschäftsbereichs Computer
Systems ( CS ) sollen jetzt in die Partnerschaft einfließen . Rund 1.800
Mitarbeiter befürchten einen massiven Stellenabbau . Auf einer
Betriebsversammlung wurden die Paderborner Siemens-Beschäftigten gestern über
die Umstrukturierung des Münchner Elektromultis unterrichtet . Unruhe löste vor
allem die live aus Bonn übertragenen Bemerkungen des Siemens-Vorstandes aus ,
wonach es durch die Partnerschaft " Überschneidungen in der Fertigung " geben
werde . So bringt Siemens das Geschäftsfeld Computer Systems ( CS ) in das
Joint- venture mit den Japanern ein . Der Paderborner CS-Produktionsleiter Uwe
Schmidt-Streier beschwichtigte Ängste mit dem Hinweis auf eine " weltweite
Vertriebszahlensteigerung " des neuen Konzerns , von dem auch der Standort
Paderborn profitieren werde . Überschneidungen in der Fertigung werde es nach
seinen Worten vor allem bei Notebooks sowie im " unteren PC-Bereich " geben . "
Davon ist Paderborn mit seiner überwiegenden Produktion von Großrechnern ,
Intel- und Unix-Servern aber nicht betroffen " . Die IG Metall reagierte mit
Besorgnis auf die Umbaupläne : " Die Gefahr weiterer Entlassungen ist nicht
auszuschließen " , sagte Sekretär Volker Kotnig der dpa . Die immer stärkere
Aufspaltung des Unternehmens bereite ihm " große Kopfschmerzen " . Erst vor
wenigen Wochen hatte die Nachricht von einem Abbau von 300 Stellen in Paderborn
für Aufregung unter der Belegschaft gesorgt . Intels 2. Quartal : 1,6 Milliarden
verdient Trotz eines schwachen europäischen Marktes hat Intel im zweiten Quartal
besser als erwartet abgeschnitten . Trotz der beeindruckenden Zahlen konnte
Intel bei einem Gewinnrückgang von 7,6 Prozent das Rekordergebnis des ersten
Quartals nicht wiederholen . Möglicherweise wurde das Ergebnis durch frühes
Bekanntwerden der Preissenkungen für Pentium-Prozessoren negativ beeinflußt .
Intels Verkaufschef Paul Otellini zumindest mochte das nicht ausschließen und
rechnet ab Herbst mit einem Run auf die preiswerteren Prozessoren . Trotzdem
warnte Finanzleiter Andy Bryant vor allzu hohen Erwartungen : Das dritte Quartal
sei erfahrungsgemäß das schwierigste des Jahres . MS-Bilanz : Coca Cola locker
abgehängt Lukrativer als Bill Gates' Geschäfte ist ansonsten nur noch die Lizenz
zum Gelddrucken . In einer Presseerklärung schreibt Finanzchef Mike Brown den
guten Geschäftsgang Windows 95 und dem Office-Paket zu : MS blicke auf zwei
schier unglaublich erfolgreiche Jahre zurück . Noch vor der
Bilanzpressekonferenz war die MS-Aktie für kurze Zeit um rund zehn Dollar
gestiegen und Microsoft rangierte hinter General Electric an zweiter Stelle der
wertvollsten Unternehmen der USA - mit passablem Abstand zum Getränkebrauer Coca
Cola . Aus der Ferne melden sich allerdings bereits Analysten zur Wort , die das
Ende der unvergleichlichen MS-Erfolgsstory vorwegnehmen . So sprunghaft wie
zuletzt , werde der Multi wohl nie wieder wachsen , meint der Banker Rick
Sherlund : " Microsoft feiert heute das Bergfest ... wenn einigen
Auslaufmodellen nicht bald attraktive neue Produkte folgen " . Diese
tautologische Marktbeobachtung dürfte nur schwer zu widerlegen sein . Kaum
Spielraum für UMTS-Kooperationen Nach wie vor sei sein Unternehmen aber offen
für Gespräche . Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post hat zwar
eine begrenzte Zusammenarbeit zugelassen , zugleich aber betont , dass die
Unabhängigkeit der UMTS-Anbieter erhalten bleiben müsse . T-Mobil und Viag
Interkom waren die ersten , die eine Kooperation beim Netzaufbau vereinbarten .
Durch die Kooperation hoffen vor allem die kleinen Anbieter auf beträchtliche
Einsparungen beim Netzaufbau . Kuczkowski zeigte sich skeptisch : " Ich bin
nicht der Meinung , dass es zu nennenswerten investiven Einsparungen kommt " .
Chancen lägen in der Geschwindigkeit beim Netzaufbau . Durch den schwierigen
Abstimmungsprozess zwischen den Anbietern und Netzausrüstern würden diese
Vorteile jedoch wieder zunichte gemacht . Der D2/Vodafone-Chef verteidigte
nochmals den hohen Preis , den die deutsche Tochter des britischen
Mobilfunkriesen für die Lizenz gezahlt hatte : " Wir mussten eine Lizenz haben ,
UMTS gehört die Zukunft " . Für das Unternehmen wäre anderenfalls das
Mobilfunkgeschäft eine endliche Veranstaltung gewesen . D2/Vodafone rechnet
nicht vor 2004 mit nennenswerten Umsätzen und Ergebnissen im UMTS-Geschäft . Der
Flaschenhals liege dabei weniger bei den Betreibern , sondern den
Geräteherstellern . Solche Verzögerungen habe es aber auch beim Start des
digitalen Mobilfunks mit GSM-Standard vor zehn Jahren gegeben . " Darüber werden
wir in zehn Jahren lachen " . Sicherheitsverständnis deutscher IT-Dienstleister
mangelhaft Deutsche Unternehmen weisen nach Expertenansicht ein unzureichendes
Verständnis im sicheren Umgang mit ihren Computernetzwerken auf . Dieses zeige
die weite Verbreitung des Internetwurms Code Red , sagte der Geschäftsführer von
TÜV Nord Security , Wolfgang Brockhaus , der Deutschen Presseagentur . " Es
überrascht uns , wie lässig damit umgegangen wird . " Die Kosten seien durch
zusätzlichen Wartungsaufwand der Computersysteme und vermehrten Internetverkehr
auf den infizierten Rechnern entstanden . " IT-Sicherheit kann ich nicht kaufen
, die muss ich leben " , sagte Brockhaus . Unternehmen müssten die Mitarbeiter
schulen , Computersysteme täglich auf mögliche Gefahren hin überprüfen und
Sicherheitsanforderungen bei Investitionsentscheidungen berücksichtigen .
Zwischen Anfang Juli und Mitte August sei sein Unternehmen rund 700.000 Mal
Code-Red-Attaken ausgesetzt gewesen . Allerdings erfolglos , sagte Brockhaus ,
da kein Sicherheitsloch bestanden habe . Die Angriffe seien von etwa 60.000
verschiedenen Quellen ausgegangen , fast die Hälfte davon Internetdienstleister
. Diese Entwicklung sieht Brockhaus besonders kritisch . Immer mehr Firmen
ließen ihre Internet-Systeme von Hostern betreuen , um kostengünstigen Betrieb
auf hohem Niveau zu erreichen . Auch Wissenschaftseinrichtungen seien stark
betroffen . " Informationen gehören heute zu den wichtigsten und teuersten
Gütern " , sagte Brockhaus . Gerade bei Universitäten und anderen
Forschungsinstituten bestätigte sich der Eindruck , dass die meisten offen wie
Scheunentore seien . " Irrsinnige Geldvernichtung " bei UMTS-Auktion Rund ein
Jahr nach der Versteigerung der UTMS-Mobilfunklizenzen ziehen Beobachter eine
kritische Bilanz ( siehe dazu auch eine frühere Meldung ) . Der Präsident des
Verbandes der Anbieter von Telekommunikationsdienstleistungen ( VATM ) , Joachim
Dreyer , wertet die Versteigerung als " irrsinnige Geldvernichtung " . Das Geld
, das die Unternehmen damals ausgegeben hätten , fehle heute für Investitionen .
" Das gilt nicht nur für die Telekom , sondern für die ganze Branche " , sagte
Dreyer der Welt am Sonntag . Einen Wettbewerbsnachteil gegenüber dem Ausland
attestiert der Internetsprecher der CDU , Thomas Heilmann , den deutschen
Telekommunikationsanbietern . Länder und Kommunen verlören Körperschaft- und
Gewerbesteuer , ohne eine Gegenleistung zu erhalten . " Auch die Kleinanleger
leiden unter den Kursverlusten " , klagte Heilmann . Neue Ermittlungen im Fall
Mannesmann/Vodafone In der Affäre um angebliche Bestechungszahlungen bei der
Mannesmann-Übernahme durch Vodafone ermitteln die Staatsanwälte nach einem
Pressebericht jetzt auch gegen IG Metall-Chef Klaus Zwickel . Die Düsseldorfer
Staatsanwaltschaft habe ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren gegen Zwickel
und den früheren Mannesmann-Betriebsratsvorsitzenden Jürgen Ladberg wegen des
Verdachts der Untreue eingeleitet , berichtet der Spiegel in seiner
Montagsausgabe . " Wir geben dazu keine Stellungnahme ab " , sagte der Sprecher
der Staatsanwaltschaft , Michael Schwarz , heute der Deutschen Presseagentur .
In Sachen Millionenabfindungen im ehemaligen Mannesmann-Konzern prüfen die
Ermittler bereits seit Wochen einen Untreue-Verdacht gegen den früheren
Mannesmann-Chef Klaus Esser . Die Ermittler prüfen nach eigenen Angaben , ob die
Rekordabfindung in Wahrheit Bestechungsgeld war , mit dem Esser zum Aufgeben
seines Widerstands gegen die Übernahme durch Vodafone bewegt worden sein könnte
. Außerdem wird unter anderem gegen Vodafone-Chef Chris Gent ermittelt . Dem
vierköpfigen Ausschuss habe auch das Deutsche-Bank-Vorstandsmitglied Josef
Ackermann und Mannesmann-Aufsichtsrat Joachim Funk angehört . Gegen Funck und
Ackermann werde bereits seit längerem ermittelt . Dem Bericht zufolge warnte
Esser damals vor der Zahlung und ließ im Vorfeld rechtlich prüfen , ob früheren
Vorstandsmitglieder Anspruch auf eine solche Zahlung zusteht . Dies sei verneint
worden . Der Tatbestand der Untreue sei einem Ermittler zufolge erfüllt , wenn
es für die Zahlung an die Pensionäre keine Rechtsgrundlage gegeben habe und "
sie eher willkürlich geleistet " worden sei , heißt es in dem Bericht . Stiftung
Warentest gewinnt Etappe im Streit mit Vobis Der Bundesgerichtshof gab jetzt der
Stiftung Warentest in einem jahrelangen Streit mit dem Discounter Vobis Recht .
Die ungleiche Behandlung der identischen Drucker wollte die Vobis-Zentrale nicht
hinnehmen . Vor Gericht hatte Vobis erklärt , die Störung sei allein vom
verwendeten Druckerkabel ausgegangen . Die schlechte Note für den
Highscreen-Drucker sei nicht gerechtfertigt . Die Stiftung Warentest
argumentierte , sie habe sich wie ein Verbraucher verhalten und den Drucker
nebst Kabel in einem Geschäft der Vobis-Kette gekauft . Der Test sei folglich
verbrauchernah . Es warf der Stiftung vor , sie habe das Ergebnis einer "
Sachgesamtheit " ( Drucker und Kabel ) unzulässig auf " einen Teil der
Gesamtheit " ( Drucker ) bezogen und somit eine wertlose Aussage getroffen . In
letzter Instanz hob der Bundesgerichtshof die Entscheidung des
Oberlandesgerichts auf und verwies den Fall an die Vorinstanz zurück . In der
Begründung hieß es : Da Käufer Drucker und Kabel nicht unabhängig voneinander
sondern immer gemeinsam benutzten , sei irrelevant , wie sie sich einzeln
verhielten . Nun soll erneut das Oberlandesgericht klären , ob das schlechte
Prüfergebnis auf einen erkennbaren Mangel oder die generell unzureichende
Qualität des Kabels zurückzuführen ist . Jahr 2000 : Panik nicht ausgeschlossen
Aus Furcht vor Computerpannen bereiten sich nordrhein-westfälische Behörden auf
eine heiße Silvesternacht vor . Das NRW-Innenministerium rechnet offenbar mit
dem Schlimmsten und will zum Jahreswechsel mehrere Hundertschaften Polizei im
bevölkerungsreichsten Bundesland verteilen . Dies geht aus einem internen Papier
des Ministeriums hervor , auf das sich heute die Deutsche Presseagentur beruft .
Nach Informationen aus Kreisen der Polizei wurde bereits Mitte des Jahres eine
Urlaubssperre für alle Beamten angeordnet . Nach Einschätzung des Ministeriums
gehen die größten Gefahren von einem möglichen Ausfall bei der Stromversorgung
sowie von einem Zusammenbruch des Telefonnetzes aus . Zwar hätte ein hoher
Prozentsatz der Energie-Versorger ihre Umstellungsarbeiten abgeschlossen und
damit seien Ausfälle wenig wahrscheinlich . Dennoch seien " Störungen nicht
hundertprozentig auszuschließen " . Kritisch sei nach Einschätzung der
Energieversorger in der Silvesternacht insbesondere die Zeit zwischen 21 Uhr und
6 Uhr früh . In der Folge eines Stromausfalls , so deutet der Bericht an ,
könnte es zu Plünderungen , Panik und Hysterie kommen . Als möglich , wenn auch
wenig wahrscheinlich , stuft das Ministerium Störungen im Telefonnetz ein . Dies
könne das Sicherheitsempfinden der Bevölkerung erheblich stören . Es könne " zu
Reaktionen in der Bevölkerung kommen , die zurzeit nicht prognostizierbar sind .
" AOL : Jetzt zehn Millionen Entgegen seiner sonstigen Gewohnheit äußerte sich
allerdings Vorstandsvorsitzender Steve Case bei der Analyse künftiger Ziele
erstaunlich zurückhaltend . Auf einer Pressekonferenz deutete er nur vage Zahlen
für einen nicht näher genannten Zeitraum an : Microsoft-Prozeß : IBM " vor
Schaden bewahrt " Im Anti-Trust-Verfahren der US-Justiz gegen Microsoft
beleuchtet die Anklage zur Zeit die Java-Strategie des Softwaregiganten . Die
staatlichen Ermittler konzentrieren sich dabei auf eine EMail , in der Bill
Gates das Verhältnis zum Konkurrenten IBM kritisiert . In vorgerichtlichen
Vernehmungen hatte Gates bestritten , daß er in Java eine Bedrohung für das
Windows-Monopol gesehen habe . Es sei ihm lediglich darum gegangen , IBM vor
Schaden durch eine unreflektierte Java-Unterstützung zu bewahren . Am späten
Nachmittag ( Ortszeit ) setzte Staatsanwalt Steven Holley die Beweisführung mit
der Vernehmung von John Soyring , dem ehemaligen Leiter der OS/2-Entwicklung bei
IBM , fort . Soyring sagte aus , daß Microsoft spätestens seit 1987 unabhängige
Software-Entwickler durch restriktive Lizenzabkommen daran hinderte , Programme
für Konkurrenz-Betriebssysteme zu entwickeln . OS/2 habe sich in einem "
Teufelskreis " befunden ; durch die Verunsicherung der Programmierer und den
dadurch ausgelösten massiven Software-Mangel seien viele OS/2-Anwender " auf
Windows umgestiegen " . Amazon will Verkauf von Hitlerlektüre stoppen Der
amerikanische Internet-Buchhändler Amazon.com will Adolf Hitlers " Mein Kampf "
künftig nicht mehr an deutsche Kunden verkaufen . Nach Angaben des Simon
Wiesenthal Zentrums in Los Angeles hat sich Amazon-Chef Jeff Bezos zu diesem
Schritt bereiterklärt . Der Vertrieb der Lektüre ist nach einer Entscheidung der
Bayerischen Landesregierung in Deutschland nicht gestattet ( siehe auch eine
frühere Meldung ) . Bezos habe zudem zugesagt , das Amazon-Angebot nach Büchern
mit neonazistischer Literatur zu durchforsten , erklärte heute Abraham Cooper ,
einer der Leiter des Simon Wiesenthal Zentrums . Vertreter des Zentrums hatten
auch Werbe-E-Mails bemängelt , in denen Amazon deutschen Kunden die Lektüre
neonazistischer Autoren wie George Lincoln Rockwell empfahl . Microsoft : Das
Justizministerium feuert zurück Nach der einstweiligen Verfügung eines
amerikanischen Bezirksgerichts muß Microsoft den PC-Herstellern erlauben ,
Windows ohne Web-Browser auszuliefern . Durch nachträgliches Löschen der
Explorer-Files würden aktuelle Versionen das Betriebssystem inoperabel . Das
System lasse sich schlicht nicht mehr starten . Diese Firmenpolitik widerspreche
der Verfügung von Richter Thomans Penfield Jackson , empörte sich ein Sprecher
der Justizbehörde . Die Ultima Ratio könne schließlich nicht darin bestehen ,
PC-Hersteller vor die Wahl eines nicht funktionierenden oder veralteten
Betriebssystems zu stellen . MS-Rechtsanwalt William Neukom beeilte sich
sogleich , dem Justizministerium eine Lektion zu erteilen : Die Belehrungen aus
Redmond erweisen sich jetzt als fataler Fehlgriff . Die Summe soll solange
gezahlt werden , bis Redmond den Explorer von der aktuellen Windows-Version
abkoppelt . Das vorläufige Schlußwort in der Angelegenheit blieb Joel Klein ,
dem Leiter des Anti-Trust-Büros im Justizministerium , vorbehalten : Microsoft
habe die Verbindung von Browser und Betriebssystem gelöst , um " nun den
PC-Herstellern die Fesseln anzulegen " . Patent-Deal : Intel verzichtet auf
Lizenzgebühren Der gestern zwischen Intel und S3 vereinbarte Patent- und
Lizenzaustausch hilft beiden Partnern bei der Lösung aktueller Probleme . S3
bemüht sich seit geraumer Zeit , wieder zur ersten Garde der
Grafikchip-Produzenten aufzuschließen . Der Patent-Deal versetzt den Hersteller
nun in die Lage , integrierte Chipsätze für Intels System-Bus P6 zu entwickeln .
S3 kündigte mittlerweile die erste Generation von 3D-Chipsätzen mit speziellen
Funktionen für Intels Pentium-II-Prozessoren an . Sie sollen im kommenden Jahr
verfügbar sein . Neben S3 tummeln sich bereits die Intel-"Co-Produzenten" Via
Technologies und Trident in diesem Bereich . Im Gegensatz zu den Mitbewerbern
muß S3 allerdings keine Lizenzgebühren an Intel abführen , wie S3-Chef Ken
Potashner heute bestätigte . Die Entwicklung integrierter 3D-Chipsätze für
Pentium-II-basierte Computer stärkt Intels Position im bisher vernachlässigten
Low-cost-Bereich . Zudem munkeln Insider seit langem , im Nachlaß der Firma
Exponential befinde sich ein Patent , das Intel für Entwicklung des im Jahr 2000
annoncierten Merced benötigt . Die Exponential-Patente befinden sich
mittlerweile im Besitz von S3 ; der Grafikchiphersteller hatte sie im Sommer
1997 bei einer Auktion ersteigert . Auch an anderer Stelle soll sich die
Kooperation mit S3 auszahlen . Mit der Lockerung seiner strikten Lizenzpolitik
sorgt der Prozessor-Marktführer im Vorfeld des für Februar anberaumten
Kartellverfahrens mit der Federal Trade Commission ( FTC ) für gutes Wetter .
Die FTC argwöhnt , der Chipgigant nutze seine marktbeherrschende Stellung und
schotte Entwickler von wichtigen Informationen ab . Auch S3 gehörte unlängst
noch zu den Klageführern . Intel hatte dem Grafikchiphersteller vor einigen
Jahren eine P6-Lizenz für einen integrierten Chipsatz mit dem Code-Namen " Plato
" verweigert . EU-Kommission hält Mannesmann-Übernahme für bedenklich Die
EU-Kommission hat heute Bedenken gegen die geplante Übernahme des
Mannesmann-Konzerns durch den britischen Mobilfunkanbieter Vodafone AirTouch
angemeldet . In Großbritannien gebe es aufgrund einer Beteiligung von Mannesmann
am Mobilfunkunternehmen Orange eine " deutliche Marktüberlappung " , teilte der
Sprecher des EU-Wettbewerbskommissars Mario Monti in Brüssel mit . Ein
förmliches " Standard-Prüfverfahren " sei bereits eingeleitet worden . Nach
Informationen der Deutschen Presse Agentur hat Monti damit auf "
unterschiedliche Mitteilungen der Unternehmen über die angebliche Haltung der
Kommission in der Übernahmeschlacht " reagiert . Sollte die Kommission
ernsthafte Bedenken gegen die Übernahme äußern , würde es nicht bei einer
Standardprüfung bleiben . Dann schreibt das Verfahren eine intensive
Untersuchung vor , die bis zu vier Monate dauern kann . Zunächst verspricht sich
die Kommission jedoch Erhellendes von einer die Standard-Prüfung begleitenden
Marktuntersuchung . Hierbei sollen auch Kunden und Konkurrenten der beiden
Mobilfunkanbieter gehört werden . Microsoft-Prozeß : Wieder wackelt ein Zeuge Im
laufenden Kartellverfahren der US-Regierung gegen Microsoft ist erneut eine
belastende EMail aufgetaucht . Das Schriftstück stammt diesmal aus der Hauspost
von Compaq und unterminiert die schriftliche Aussage des Compaq-Managers John T.
Rose , die dieser gestern in seiner Zeugenaussage vor Gericht ausdrücklich
bestätigt hatte . Hintergrund der Befragung war ein Vertrag , den Compaq vor
rund zwei Jahren mit America Online ( AOL ) geschlossen hatte und in dessen
Folge Microsofts Internet Explorer auf Compaq-Computern durch den
konkurrierenden Browser des Erzrivalen Netscape ersetzt wurde . Nach
Erkenntnissen der US-Justiz soll Microsoft dem Computerhersteller den Entzug der
Windows-Lizenz angedroht haben , wenn die Entscheidung nicht rückgängig gemacht
werde . In seiner gestrigen Vernehmung führte Rose den Vorgang auf ein
Mißverständnis zurück . Eine Drohung habe es nicht gegeben . Vielmehr sei der
Compaq-Mitarbeiter , der den AOL-Deal betreute , infolge einer Panne von der
internen Kommunikation abgeschnitten gewesen . Er habe deshalb nicht rechtzeitig
erfahren , daß das Entfernen des Internet Explorer gegen bestehende Verträge mit
Microsoft verstoße . Nach einem Hinweis aus Redmond habe Compaq die Entscheidung
des Mitarbeiters umgehend rückgängig gemacht . Im Kreuzverhör konfrontierte
Chef-Ankläger David Boies den Zeugen mit einer EMail , in der Compaq-Manager Bob
Friedman nach einem Treffen mit Microsoft-Mitarbeiter Joe Williams zu einer
anderen Einschätzung kommt . Demnach gab es bei Compaq bereits 1996 kaum noch
Zweifel , daß Microsoft auf Kollisionskurs zum Navigator gehen würde . In dem
Gespräch zwischen Friedman und Williams hatten die Partner mögliche
Geschäftsmodelle mit Internet-Providern und Online-Diensten diskutiert .
Microsofts Modell sah vor , gegen eine Vermittlungsprämie Icons einiger
Dienstleister in Windows zu integrieren . Compaq favorisierte ein vergleichbares
Modell , wollte allerdings Microsoft nicht daran beteiligen . Unter anderem
hatte der Compaq-Manager ausgesagt , er habe niemals mit Bill Gates persönlich
über das laufende Anti-Trust-Verfahren gesprochen . Deutsche Telekom übernimmt
Maxmobil-Mehrheit Die Deutsche Telekom hat über die Tochter T-Mobil die Mehrheit
bei der privaten österreichischen Telefongesellschaft Maxmobil übernommen .
Maxmobil bertreibt seit Oktober 1996 ein privates GSM-Mobilfunknetz und verfügt
in Österreich nach eigenen Angaben über einen Marktanteil von 37 Prozent . Wie
Telekomchef Ron Sommer heute in Wien bestätigte , hält T-Mobil nun 71 Prozent
der Maxmobil-Anteile ; bisher waren es 25 Prozent . Angaben über den Kaufpreis
machte Sommer nicht . Die erworbenen Anteile lagen bisher bei der
Raiffeisenzentralbank ( 8,1Prozent ) , der Generali-Versicherung ( 8,1 Prozent )
, der Bayerischen Landesbank ( 10,5 Prozent ) , der österreichischen Bank für
Arbeit und Wirtschaft ( 14,5 Prozent ) sowie Siemens-Österreich ( 4,8 Prozent )
. Minderheitsgesellschafter bleiben die UTA Holding , Siemens und sowie
Österreichs größtes Boulevardblatt , die Kronenzeitung . heise online-Chat :
Immer vernetzt , stets erreichbar , ständig beobachtet Die Industrie arbeitet
bereits an den Entwürfen für das Web der nächsten Generation . Nach dem Internet
kommt das Breitband-Evernet - drahtlos , spottbillig und ohne PC von jedermann
überall erreichbar . Auch die CeBIT unterstreicht in diesem Jahr den Trend zur
Dauervernetzung mit schnellen Daten-Handys und Pocket-PCs mit Mobilfunkoptionen
. Während sich die Befürworter des allgegenwärtigen Web die Zukunft in
schillernden Farben ausmalen , warnen Gegner vor ungehemmten Datensammlern und
dem Ende der Anonymität . Der Verlust der Privatsphäre ist allerdings kein
Zukunftsphänomen . Bereits heute hinterlassen wir beim Griff zu Handy ,
Satellitentelefon , Prepaid-Karte oder beim Versenden von E-Mails
unverwechselbare digitale Spuren . Ein Beispiel für die Informationen , die
arglose Surfer bewusst oder unbewusst von sich preisgeben , liefert ein
harmloser Privacy-Test bei Astalavista . Dabei zeigt die Website in
erschreckender Deutlichkeit , was jeder Internet-Server längst über uns weiß (
zum Privacy-Test ) . Ungemach droht den Siedlern im Web auch von Politikern .
Wie das Beispiel Enfopol beweist , schreckt kaum noch ein Staat davor zurück ,
die elektronischen Kommunikationsdaten seiner Bürger flächendeckend zur
Auswertung heranzuziehen . Mitunter steckt nicht einmal böse Absicht dahinter ,
wenn sensible Informationen in falsche Hände fallen . So verschafften sich von
der Regierung beauftragte Hacker scheinbar ohne Probleme Zugang zu
Steuererklärungen von US-Bürgern . Das Sammeln persönlicher Daten eröffnet
jedoch auch Chancen : Was ist beispielsweise gegen einen Web-Buchladen
einzuwenden , der sein Angebot nach den persönlichen Neigungen eines Stammkunden
sortiert ? Und warum nicht beim Online-Shop mit Lieferservice kaufen , der uns
morgens mit der Frage begrüßt : " Heute wieder sechs Brötchen und die
Tageszeitung ? " Mit persönlicher Ansprache und dem Wissen über die Vorlieben
seiner Kunden konnte bereits der Tante-Emma-Laden Pluspunkte sammeln . Die
schöne neue Welt des Evernet - Fluch oder Segen ? Dieser Frage widmet sich der
CeBIT-Chat auf heise online . Am Dienstag , 27. März von 14 bis 15 Uhr stellen
sich die c't-Redakteure Jürgen Schmidt , Dr. Wolfgang Stieler und Dr. Volker
Zota den Fragen der heise online-User . Wir öffnen den Chat-Raum bereits um 13
Uhr . Zu dieser Zeit wird auf der Chat-Seite und auf unserer Homepage ein Link
erscheinen , der zum Login führt . Bereits im Vorfeld nehmen wir gerne
Diskussionsbeiträge entgegen und reichen sie während des Chats an die Redakteure
weiter . Feiern auf der CeBIT Wer nach einem heißen Messetag noch Lust auf
Trubel und ein kühles Bier hat , findet fast immer Gleichgesinnte . Mehrere
Aussteller machen die CeBIT-Nacht zum Tag und halten die zum Teil
berühmt-berüchtigten Partys direkt am Messestand ab . Von heute an informiert
das CeBIT-Special auf heise online über die wichtigsten Termine ; die Liste wird
täglich aktualisiert . In diesem Jahr geben die Veranstalter von Stand-Feten
übrigens zum ersten Mal spezielle Einlassscheine aus : Ohne diese Karten kommt
man nach Schließung der Messe-Tore nicht mehr auf das Gelände . Besucher , die
nach 18 Uhr auf die Messe wollen und das begehrte Evening-Ticket vergessen haben
, müssen draußen feiern . CyberCash : Fit fürs Web Die Westdeutsche Landesbank
Girozentrale hat die Pilotphase für " CyberCash " , ein System für sichere
Zahlungen im Internet , erfolgreich abgeschlossen . Wie die WestLB heute in
Düsseldorf mitteilte , wird am 1. April der Praxisbetrieb beginnen . Ende 1997
hatte ein Bankenverbund zusammen mit der CyberCash Inc. die CyberCash GmbH
gegründet . " Oldenburger Ohr " : Ungestört hören Wissenschaftler der
Universität Oldenburg stellen auf der CeBIT in Halle 16 , Stand B46 eine Technik
vor , die Schwerhörigen unter anderem das Telefonieren erleichtern soll . Das "
Oldenburger Ohr " unterdrückt die von Hörgeräteträgern gefürchteten
Störgeräusche bei Handy-Telefonaten und filtert Hintergrundgeräusche aus , etwa
in lauten Messehallen oder im Straßenverkehr . Bei Kombination mit einem
Notebook und entsprechender Software setzt die elektronische Hörhilfe sogar
Sprache in Text um . CD-Brenner : Flach wie eine Scheibe Freecom ( Halle 12 ,
Stand B61 ) hat den nach eigenen Angaben kleinsten externen CD-Brenner im
Messegepäck . Der " Traveller CD-R " ist 17,3 Zentimeter lang , 13,6 Zentimeter
breit und gerade noch zwei Zentimeter hoch . Das 450 Gramm leichte Gerät liest
mit 20facher und schreibt mit 4facher Geschwindigkeit . Der Anschluß an den
Computer läßt sich wahlweise per USB , über die parallele Schnittstelle , PCMCIA
oder IEEE 1394 ( Firewire ) herstellen . BeOS zum Nulltarif : Fujitsu zieht mit
Dem Chef des Betriebssystemherstellers Be Incorporated , Jean-Louis Gassee , ist
ein dicker Fisch ins Netz gegangen . Computerhersteller Fujtsu will ab Mai
Rechner der Silverline-Serie in Europa mit zwei vorinstallierten
Betriebssystemen ausliefern . Eine spezielle Funktion soll Anwendern erlauben ,
den Computer wahlweise mit Windows oder BeOS zu booten . Damit scheint Gassees
ehrgeiziger Plan aufzugehen , der darauf zielt , Bill Gates
Betriebssystemmonopol aufzuweichen . Der frühere Apple-Manager hatte Ende
Februar Computerherstellern sein Betriebssystem zum Nulltarif angeboten , wenn
sie ihre Rechner so konfigurieren , daß sie mit BeOS booten . Be feierte das
Lizenzgeschäft als " symbolischen Sieg " auf dem Weg zu einem freien
Betriebssystemmarkt . Allerdings dämpfte Vizepräsident Frank Boosman zu hohe
Erwartungen . Trotz der Nulltarif-Offerte sei es " nach gegenwärtigen
Marktbedingungen extrem schwierig " , Computerherstellern den BeOS-Deal
schmackhaft zu machen . Mini-Camcorder von Panasonic Panasonic ( Halle 1 , Stand
6c2 ) stellt in Hannover einen der kleinsten digitalen Camcorder vor . Der Mini
mit der Modellbezeichnung " NV-DS33 " ist rund 12 Zentimeter lang , 5,8
Zentimeter breit und bringt 510 Gramm auf die Waage . Neben einem 2,5 Zoll
großen Farb-LCD verfügt er über einen optischen Zoom mit zehnfacher Vergrößerung
und ein Objektiv mit einer Brennweite von 3,6 bis 36 Millimetern . Dank eines
Lithium-Ionen-Akkus kann der 3000 Mark teure Camcorder bis zu 75 Minuten lang
durchgehend aufzeichnen . Windows CE im Thin Client NCD zeigt in Halle 3 ( Stand
A 19 ) Thin-Client-Computer , die mit Windows CE arbeiten . Die Modelle ThinStar
200 und 300 verfügen über 8 MByte Flash-RAM , das nur das Betriebssystem und die
Netzanbindung enthält . Neben Microsofts Remote Display Protocol ( RDP ) wird
auch das ICA von Citrix unterstützt . Als Prozessor dient ein 133-MHz-Pentium ,
der auf 16 bis 64 MByte RAM zugreift . Updates lassen sich per " Wired for
Management " einspielen . Die Preise liegen ohne Monitor zwischen 700 und 900
Dollar . Berücksichtigt man die Ausstattung , sind die Geräte günstiger als
Marken-PCs für Netzwerkumgebungen . Anders als diese haben die ThinStars jedoch
keine mechanischen Massenspeicher . Kreditkarten-Nummern bei Online-Händler
erbeutet Der kanadische Online-Händler A&B Sound hat mitgeteilt , dass ein
Cracker Zugriff auf den Server mit den Kreditkarteninformationen seiner Kunden
hatte . Nach dem Angriff wurde die Website nach Angaben des Unternehmens , das
vorwiegend mit DVDs und Compact Discs handelt , " umgehend geschlossen " und
polizeiliche Ermittlungen gegen den oder die bislang unbekannten Täter
eingeleitet . A&B Sound geht bislang davon aus , dass die Cracker " nur "
Zugriff auf die Daten von Kunden hatten , bei denen noch Bestellungen offen sind
. Das Unternehmen forderte heute per E-Mail alle Betroffenen auf , sich umgehend
bei ihrem Kreditkartenunternehmen zu melden . Kunden , deren Bestellungen
bereits bearbeitet wurden , haben offenbar keine Mitteilung erhalten . Das
kanadische Unternehmen befindet sich in " guter Gesellschaft " : Ende Dezember
vergangenen Jahres verschafften sich Cracker Zugang zu den Servern von Egghead ,
einem der größten Computer-Händler der USA . A&B Sounds Konkurrenten CD Universe
erwischte es bereit im Januar 2000 . Was war . Was wird . Wie immer möchte die
Wochenschau von Hal Faber den Blick für die Details schärfen : Die sonntägliche
Wochenschau ist Kommentar , Ausblick und Analyse . Was war Am Ende der letzten
Wochenschau stand ein kleiner Hinweis auf den Tag , an dem sich die Mutter
freuen darf . So etwas führt zur guten deutschen Geste der Betroffenheit und zu
einer Entschuldigung : Nie wieder werde ich Mütter mit Einkaufswagen
gleichsetzen ! Howgh ! Der Ober-Bobo von Surpluzz.com , der zum Muttertag seine
Mutter versteigern wollte , hätte das auch ohne meinen Aufruf getan . Die Zeiten
sind halt so , daß alles was einem kränkelnden Dotcom und seinen bobonischen
Eignern dienlich ist , auch versucht wird . Der Mensch ist von Natur aus ein
Portal und seinen Trieben unterworfen . Daran können auch die aufklärerischen
Journalisten mit der verantwortungsvollen Schreibe nichts ändern . Nun machen
sich all die Spinnenmänner und -frauen bei Marvel selbständig , weil die Firma
in der vergangenen Woche den Code gekündigt hat . Denn die Wirklichkeit hat
längst die X-Men überholt . Vor allem soll das Internet mit seinen seltsamen
Comics für den Sinneswechsel verantwortlich sein . Außerdem können heute hübsche
Robotergirls das Wort Fuck sagen , ohne dafür allzu harte Schäden zu bekommen .
Bleibt nur die Frage , woher der aktuelle US-Präsident seine Helden holt . Nun
soll der " anhaltende Erfolg " dafür verantwortlich sein , daß FOL die Pforten
schließen muss , weil halt die Serverlast nicht mehr bezahlt werden kann .
Richtig dumm gelaufen ist das für den Springer-Verlag , der in der vergangenen
Woche nach dem US-Vorbild ein Blatt namens Maxim an den Kiosk brachte , das "
Mehr für Männer " verspricht . Deswegen hatte wohl nur eine Frau daran gedacht ,
was passiert , wenn 99 Prozent der deutschen Männer surfen . Um Klassen besser
kümmert sich allerdings Men's Health um die gleiche Zielgruppe . So verfügt das
Magazin über einen Web-Auftritt , in dem zu stöbern sich lohnt . " Ranzige
Pommes zerstören Kinderwunsch " , " Stress macht Blähungen " . Den Vogel schießt
aber eine Vorschau auf ein sicherlich längst vergriffenes Heft ab , das sich mit
einem wirklich mannhaften Thema auseinandersetzt : Augen zu und durch . So etwa
hält es Siegmar Mosdorf , der zurzeit den Jürgen Möllemann für Bobos gibt . In
dieser Rolle rief er zur Eröffnung der Internetworld die permanente Sause aus :
Was nützen der Branche neue Arbeitsplätze , wenn genauso schnell oder schneller
welche vernichtet werden ? Vielleicht bin ich ja nur zu pessimistisch . So lange
es so kreative Köpfe gibt , wie die Jungs , die angeblich den Homepage-Virus
geschrieben haben wollen , um Werbung zu machen , kann es ja nicht wirklich
bergab gehen . Nur schade , dass diese Kreativität immer so destruktiv ist : Wie
wäre es doch mal mit einem Trojaner , der dem Überwachungssystem , das auf
meinem Firmen-PC installiert ist , gar hektische Arbeitsaktivitäten vortäuscht ?
Vegetabil , mit einem hohen Anteil an Streicheleinheiten weiß die Firma
Manufaktum , wie man eine Mausmatte beschreiben muss . Aber die schonende
Ablagefläche für die Hand ist wirklich sinnvoll und wird die Massen zum Kauf der
Matten bewegen . Gefällt das gute Stück nicht , hätte man lieber Ziegenleder
oder eine aussterbende Tierart , so kann bei Manufactum widerrufen werden , doch
nur auf " dauerhaftem Datenträger " , wie es in den Geschäftsbedingungen heisst
. Damit sollen E-Mails und Faxe ausgeschlossen werden , doch ist die Sache
schwer philosophisch . Dauerhafte Datenträger , die dann noch existieren , wenn
das feinporige Narbenbild der Matte längst abgerubbelt ist , erfordern wohl das
Meisseln auf Marmorplatten und ein Hochregallager für die Wiedervorlage . Die
Firma stellt die Bluetooth-Konkurrenz Spike her , die mit Sonys
Airplay-Controllern für die Playstation kommunizieren können und überhaupt
Bluetooth Beine machen sollen . Entnervt über das Desinteresse versuchten die
Kanadier , über eine PR-Agentur einen Star der Open-Source-Szene für ihren Stand
zu mieten . Wieder ein neues Geschäftsmodell ! Die Sache klappte freilich nicht
, weil Microsoft und die alt bekannten führenden Köpfe der Bewegung gerade einen
Schönheitswettbewerb veranstalten , in dem es darum ging , wer das schönste
Manifest schreiben kann . Die praktischen Konsequenzen der Shared Source sind
jedenfalls erstaunlich : Microsoft tötet die nervende Büroklammer , weil die
Produkte ja immer intuitiver werden und überlässt den Code der quelloffenen
Klasse . Was wird Douglas Adams fasste die Lehre seines Landsmannes einmal in
einem kurzen Ratschlag zusammen , der richtig bekannt wurde : Don't panic . An
ihn möchte der erste internationale Handtuchtag erinnern , der am 25. Mai
ausgerufen wird . Und es schadet nichts , das Tüchlein auch für Russell zu
schwenken . In der Bundesliga dauert ein Spiel , ja richtig , 94 Minuten . Dafür
bleibt der Ball aber weiterhin rund . US-Justiz und 20 Staaten klagen gegen
Microsoft ( neu ) Das US-Justizministerium , Vertreter von 20 US-Bundesstaaten
sowie der District of Columbia haben beim Bezirksgericht in Washington separate
Klagen gegen Microsoft eingereicht . Das Gericht soll gleichzeitig Microsoft
untersagen , künftig Druck auf Online-Dienste und Computer-Hersteller auszuüben
, die ihren Kunden Alternativen zu Microsofts Internet Explorer anbieten .
Justizministerin Janet Reno hat die 52seitige Anklageschrift mittlerweile ins
Web stellen lassen . Ungeachtet der Klagen hat Microsoft mittlerweile mit der
verzögerten Auslieferung der OEM-Version von Windows 98 an Computerhersteller
begonnen . Doch die Zukunft des Betriebssystems ist ungewiß . Trotz fühzeitiger
Warnungen ist Microsoft anscheinend für einen Umbau von Windows 98 nicht
gerüstet . In einem Interview mit Time.Com ließ der Chef des zweitgrößten
Softwareherstellers der Welt durchblicken , daß sich seine Firma außerstande
sehe , die Forderungen des Justizministeriums zu erfüllen . " Wir haben für die
notwendigen Umstellungen keine Zeit mehr . " Sollte sich Microsoft tatsächlich
außerstande sehen , die geforderte Entkopplung vorzunehmen , liegt es im
Ermessen der Richter , die für den 25. Juni geplante Markteinführung des
Betriebssystems zu stoppen . Auch der aktuelle Fall könnte auf dem Schreibtisch
des 61jährigen Richters landen ; nach amerikanischem Recht stünde dem nichts im
Wege . Matrox-Chip lässt Köpfe sprechen Der kanadische Grafik- und
Video-Anbieter Matrox wendet sich auch mit seinem neuen Grafkchip nicht an
Spieleenthusiasten . Trotzdem hat der G550 im Vergleich zu seinem Vorgänger bei
den 3D-Eigenschaften kräftig zugelegt . Während die beiden Pixelpipelines des
G450 noch mit einer Textur-Einheit auskommen mussten , verfügt der G550 über
zwei Textur-Engines pro Pipeline . Der wieder in 0,18 µm gefertigte Chip ist
voraussichtlich nicht wesentlich höher getaktet als der Vorgänger . Die genauen
Werte gibt Matrox wie immer nicht bekannt . Das Speicherinterface ist mit dem
des G450 identisch und steuert maximal 32 MByte DDR-DRAM über einen 64 Bit
breiten Bus an . Da der G550 mit diesen Merkmalen allein wenig Chancen hätte ,
hat Matrox sich noch etwas einfallen lassen . Die Software-Ausstattung
ermöglicht es , den eigenen Kopf als 3D-Modell in Anwendungen einzusetzen und
lippensynchron und in Echtzeit zu beliebigen Texten zu animieren . Matrox will
damit der Kommunikation über Netze eine persönliche Note verleihen , was nach
Herstellerangaben besonders in der Geschäftswelt gefragt sein soll . Der G550
unterstützt diese Anwendung durch so genanntes " Matrix Palette Skinning " .
Darunter versteht man die Fähigkeit , ein Polygon-Netz auf die gleiche Weise zu
bewegen wie Gesichtsmuskeln . Der G550 kann mit seinem Vertex Shader
gleichzeitig bis zu vier " Muskeln " auf jeden 3D-Punkt einwirken lassen , was
technisch durch Matrizenoperationen geschieht . Der Vertex Shader des G550 ( "
Head Casting Engine " ) ist dabei besonders leistungsfähig , weil er sich dank
seiner 256 Konstanten-Register mit 32 Matrizen programmieren lässt . Nvidias
GeForce3 bringt es nur auf 96 Register , womit die Lippenbewegungen weniger
natürlich ausfallen sollen . Die Software zur Millennium G550 enthält alles ,
was man für " Head Casting " benötigt . Um ein Modell seines eigenen Kopfes zu
erhalten , genügt es , zwei Portrait-Ansichten mit der mitgelieferten Software
von Digimask zu bearbeiten und zu verschicken . Innerhalb kurzer Frist findet
man das entsprechende 3D-Modell dann in seinem Posteingang . Mit HeadFone der
Firma Lipsinc lässt sich der eigene oder auch ein beliebiger anderer Kopf , etwa
der einer Comic-Figur , an eine Gegenstelle schicken und dort synchron zur
eigenen Stimme animieren . Da man nur wenige Positionsdaten übertragen muss ,
funktioniert HeadCasting über gewöhnliche 56K- oder ISDN-Verbindungen . Falls
die Gegenstelle keine G550-Hardware besitzt , wird der Kopf nur mit niedriger
Polygon-Auflösung dargestellt und per Software animiert . Die dritte Zugabe ist
ein Add-on zu Microsoft PowerPoint , das auch Präsentationen mit einem Talking
Head versieht . So interessant HeadCasting auch sein mag , Matrox wird noch
reichlich Überzeugungsarbeit leisten müssen . Chiphersteller versuchen schon
seit Jahren , 3D-Grafikanwendungen im Corporate-Markt zu etablieren - und waren
dabei weitgehend erfolglos . Dagegen werden Heimanwender die Millennium G550
zuallererst an ihrer Spieleeignung messen und sich wieder über das Environment
Mapped Bump Mapping ( EMBM ) freuen . Das flexiblere Dot-Product3-Bump-Mapping
und das Cubed Environment Mapping für perfekte Spiegelungen fehlen allerdings .
Mit ihrem 64-Bit-Bus kommt sie zudem nicht über die Leistung der 128bittigen
SDR-DRAM-Karten hinaus ( GeForce2 MX ) . Ihr Preis von 349 Mark ist wegen ihres
ausgereiften Zweischirm-Konzeptes ( DualHead ) jedenfalls gerechtfertigt . Die
Millennium G550 soll im Zeitraum August bis September zu kaufen sein . Philips
verschiebt Branchen-Wechsel Der Philips-Konzern hat im Konflikt mit der IG
Metall um die künftige Einordnung der Halbleiter-Fertigung einen Schritt zurück
gemacht . Die geplante Neuordnung der Konzernsparte in Deutschland und der
Wechsel von der Metall- in den Chemie-Branche werde um einen Monat auf den 1.
August verschoben , teilte Philips heute in Hamburg mit . Eine
Betriebsversammlung in der vergangenen Woche habe gezeigt , dass es noch
Klärungs- und Beratungsbedarf mit Betriebsrat und Belegschaft gebe , sagte ein
Sprecher . Die IG Metall hatte einen Streik der rund 3000 Beschäftigten in
Hamburg und Böblingen angekündigt , falls Philips in eine andere Branche
wechseln sollte . Der Konzern begründete seinen Wechsel mit dem flexibleren
Tarifvertrag in der Chemieindustrie . Er werde den Produktionsbedingungen in der
Halbleiterindustrie besser gerecht ; es handele sich um ein komplexes chemisches
Verfahren ohne Metall verarbeitende Prozesse . Gewerkschaften und Betriebsräte
wollen dagegen die bestehenden Tarifverträge und vor allem Schichtmodelle
behalten . " Philips muss klar sein , dass es ohne einen Tarifvertrag mit der IG
Metall keine Lösung dieses Konflikts geben wird " , sagte Gunter Barnbeck von
der Gewerkschaft . Die Arbeitnehmer befürchten längere Arbeitszeiten und eine
deutlich schlechtere Bezahlung von neu eingestellten Mitarbeitern . .info mit
Startschwierigkeiten Das Afilias-Konsortium , das in diesem Sommer mit .info als
der ersten von sieben neuen Top Level Domains an den Start gehen will , hat noch
einmal auf die Bremse getreten . Einen Monat später als ursprünglich geplant
beginnt die so genannte Sunrise-Period , in der Markeninhaber von einem
Vorkaufsrecht Gebrauch machen können . Otto-Normal-User kommt ab 12. September
zum Zug . Damit bestätigte Afilias-Sprecherin Heather Carle eine Meldung der
Münchner United Domain AG ( UDAG ) , Exklusivpartner des deutschen
Afilias-Mitglieds EPAG . Ab 19. September sollen die neuen info-Adressen dann
kurz vor dem zweiten Newcomer .biz im Netz zu finden sein . Offensichtlich kamen
Markeninhaber dem Ruf , ihre Ansprüche anzumelden , nicht so schnell nach , wie
die TLD-Anbieter gehofft hatten . Das zweite deutsche Afilias-Gründungsmitglied
Schlund & Partner registrierte zum Beispiel deutlich größeres Interesse von
privaten Nutzern als von Markeninhabern . Diese erwecke den Eindruck , dass es
sich um ein Registrierangebot von Afilias handle und Interessenten dadurch ihre
Chancen verbesserten , kritisierte Grabensee . NeuLevel hatte sich bereits
einmal den Zorn der Registrare zugezogen , als sie die Eintragung von
Markenansprüchen für 90 Dollar direkt angeboten hatte . Inzwischen müssen Kunden
auch bei der Markeneintragung über die NeuLevel-Seite ein Registrarunternehmen
als Vertragspartner auswählen . Tulip produziert nicht mehr Der in
Zahlungsschwierigkeiten geratene Computerhersteller Tulip steigt aus der
PC-Produktion aus und beschränkt sich künftig auf die Entwicklung und
Vermarktung von im Fertigungsauftrag produzierten PCs . Dagegen bleiben die
Gläubiger wohl auf hohen Rechnungsbeträgen sitzen : Mittlerweile ist die
Produktion im Tulip-Werk 's-Hertogenbosch wieder angelaufen - allerdings unter
der Regie des neuen Hausherrn Ingram Micro . Der amerikanische Hersteller hat
unter anderem auch die Fertigung der Tulip-Computerlinie übernommen . Wie ein
Tulip-Sprecher bestätigte , hat Ingram Micro sämtliche Verpflichtungen aus dem
laufenden Leasing-Vertrag übernommen . Zum Leidwesen des deutschen Discounters
Vobis , der Anfang Mai sein Interesse an der Fabrik bekundet hatte .
Telekom-Streit gefährdet Global One Die France Telekom hatte nach wochenlangen
Querelen um die Rolle von Telekom-Chef Ron Sommer bei Fusionsverhandlungen mit
der Telekom Italia zum Wochenende angekündigt , sie wolle sich von ihrer
zweiprozentigen Beteiligung an der Deutschen Telekom trennen . Auch nach dem
Aktienverkauf plane das Unternehmen , auf dem deutschen Markt tätig zu sein -
künftig allerdings nicht mehr als Partner sondern als Konkurrent des deutschen
Telekommunikationsmultis . Auch Allianzen mit Konkurrenten der Deutschen Telekom
sind dabei wohl nicht auszuschließen . Bekanntermaßen halten MobilCom und
Teldafax seit längerem Ausschau nach einem finanzkräftigen Partner . Derweil
wachsen bei Sprint die Sorgen . Nach dem Bruch zwischen den europäischen
Partnern könnten sich diese Pläne nun zerschlagen . Beobachter rechnen schon
seit längerem damit , daß die deutsche und französische Telekom den heimlichen
Ausstieg aus der Allianz planen . Microsoft denkt über Internet-Aktie nach Die
erfolgreiche Microsoft-Aktie könnte schon bald Konkurrenz aus eigenem Hause
bekommen . Noch hält sich Microsoft zu den Plänen bedeckt , aber bereits in
dieser Woche soll nach US-Presseberichten die Entscheidung bekanntgegeben werden
. Mit der Ausgabe der Internet-Aktie könnte Microsoft vom Optimismus profitieren
, die Wall Street seit geraumer Zeit den Wertpapieren von Firmen entgegenbringt
, die im Web tätig sind . Zusätzlich würde Redmond Gelder für kostspielige
Akquisitionen einsammeln . Auf Bill Gates Wunschliste steht unter anderem auch
das Kabelnetz der Deutschen Telekom . Börsenfachleute rechnen sogar damit , daß
die neue Microsoft-Aktie die gegenwärtige noch überflügeln könnte . Gericht
verbietet Ortsnamen in Internet-Adresse Die Verwendung eines Gemeindenamens als
Internet-Adresse einer Privatperson ist unzulässig . Die Richter vertraten die
Auffassung , daß eine Gemeinde als juristische Person des öffentlichen Rechts
Namensschutz beanspruchen kann . In dem verhandelten Fall ging es um die
Internet-Domain-Bezeichnung " badwildbad.com " , die ein Privatmann als
Internet-Adresse benutzt hatte . Das Gericht untersagte ihm dies mit der
Begründung , er dürfe nicht den unzutreffenden Eindruck erwecken , die Gemeinde
Bad Wildbad sei Inhaber der entsprechenden Homepage . Spitzenverband für
zersplitterte IT-Branche Fünf Verbände der Informationswirtschaft und
Telekommunikation haben sich nach jahrelangem Tauziehen auf die Einrichtung
eines gemeinsamen Spitzenverbandes verständigt . Der neue Verband soll die
Interessen der IT-Branche , die bisher von rund 20 Einzelverbänden wahrgenommen
werden , besser als bisher gegenüber Öffentlichkeit und Politik vertreten . Der
Startschuß für den Spitzenverband solle im Oktober mit der Eintragung ins
Berliner Vereinsregister fallen , erklärten die teilnehmenden Verbände in einer
gemeinsamen Mitteilung . Zur Zeit repräsentiert der geplante Dachverband nach
ihren Angaben die Branche zu etwa 90 Prozent . Das könnte sich im übernächsten
Jahr andern . Microsoft läßt RealNetworks fallen Die Allianz zwischen Microsoft
und RealNetworks ist gescheitert . Nach etwas über einjähriger Partnerschaft
kündigte Bill Gates' Softwarekonzern an , daß er sich von seiner
Minderheitsbeteiligung am Spezialisten für BackOffice- und Streaming-Software
trennen will . Microsofts Schritt kommt nicht überraschend . Seit Sommer diesen
Jahres liegen die Partner über Kreuz . RealNetworks-Chef Robert Glaser hatte in
einem Senats-Hearing im Juli letzten Jahres schwere Geschütze gegen Redmond
aufgefahren . Unter anderem behauptete Glaser , Microsoft nehme bewußt in Kauf ,
daß RealNetworks Streaming-Software unter Windows nicht mehr richtig
funktioniere . Microsoft reagierte mit einer Gegendarstellunng im Internet und
nannte einen Programmierfehler im RealPlayer als Verursacher der
Inkompatibilität . Betrüger wollen CompuServe-Kunden abzocken Die Münchner
Polizei warnt vor getürkten E-Mails , die derzeit beim Online-Dienst CompuServe
kursieren . Das Schriftstück erweckt durch den Zusatz " Copyright 1999
CompuServe Interactive Services , Inc. " den Eindruck , es handle sich um Post
aus der CompuServe-Zentrale . Mit dem scheinbar offiziellen Schreiben wollen
bisher unbekannte Betrüger Bankverbindungen und Kreditkartennummern ergaunern .
Der Schwindel flog auf , als die dubiose Mail auch im Postkasten der Münchner
Verkehrspolizei , die seit Jahren CompuServe-Kunde ist , landete . Über den
genauen Inhalt des Betrugsschreibens wollte Gunnar Bender , Leiter des Bereichs
Öffentlichkeitsarbeit bei der CompuServe-Mutter AOL , gegenüber c't keine
Angaben machen . Von der Münchner Polizei war zu erfahren , dass die E-Mail ein
Problem beim Wechsel ins Jahr 2000 vorspiegelt . Um eine Sperrung des
CompuServe-Zugangs zu vermeiden , werden die Empfänger aufgefordert , ihre
Kreditkartennummern und Bankverbindungen preiszugeben . Wie viele
CompuServe-Kunden der Aufforderung gefolgt sind , ist bisher unbekannt .
Übernahmepoker : Das britische Mobilfunk-Unternehmen Vodafone AirTouch ist nach
einem Zeitungsbericht zu einer Nachbesserung des Angebots für die
Mannesmann-Übernahme bereit . Wie die britische Wirtschaftszeitung " Financial
Times " heute berichtet , hat Vodafone-Chef Chris Gent das Angebot jedoch an die
Bedingung geknüpft , dass Mannesmann den Widerstand gegen die feindliche
Übernahme aufgibt . Demnach ist Vodafone bereit , den Mannesmann-Anteil an den
Aktien der vergrößerten neuen Firma von bisher 47,2 auf 48,9 Prozent zu erhöhen
. Mannesmann-Vorstandschef Klaus Esser übte gegenüber der Financial Times erneut
heftige Kritik an Gent : Der Vodafone-Boss behalte die schlechte Angewohnheit
bei , auf dem Wege von Presseerklärungen zu verhandeln . Die elektronische
Ausgabe der Financial Times hat den Bericht der Print-Ausgabe mittlerweile
ergänzt . Mannesmann sei unter bestimmten Bedingungen gesprächsbereit , heißt es
dort . Das deutsche Unternehmen habe signalisiert , es wolle Verhandlungen
aufnehmen , wenn gesichert sei , dass 58,5 Prozent der Aktien des künftigen
Gemeinschaftsunternehmens von Mannesmann-Aktionären gehalten werden . Fujitsu
Siemens nimmt Millionenhürde Der neue Computerriese Fujitsu Siemens hat in
seinem ersten Quartal nach eigenen Angaben die selbst gesteckten Ziele weit
übertroffen . Allein in Deutschland wurden von Oktober bis Dezember 600.000
Rechnersysteme unter dem neuen Markennamen ausgeliefert . Näheres zur
Ertragslage soll erst auf der CeBIT Ende Februar in Hannover bekannt gegeben
werden . Auch in Europa geht die Rechnung offenbar auf . Im ersten Vierteljahr
nach dem Zusammenschluss übersprang das Gemeinschaftsunternehmen mit über
1.100.000 verkauften Computern die Millionenhürde . Bereits im Jahr 2001 will
Siemens Fujitsu von Platz zwei zur Nummer eins in Europa aufsteigen . " Wir
wollen doppelt so schnell wachsen , wie der europäische Markt " , hieß es heute
bei der Bilanzpräsentation . Microsofts " Heiliger Krieg " gegen Netscape Das
US-Justizministerium ( DOJ - Department of Justice ) veröffentlicht brisante
Auszüge aus Microsofts Hauspost . Justizministerin Janet Reno baut ihre
Anti-Trust-Klage gegen Microsoft unter anderem auf interne Schriftstücke und
EMails auf , die im Führungsstab des Softwareriesen kursierten . In einem
71seitigen Support Document will die Behörde beweisen , daß Microsoft seit drei
Jahren einen zielgerichteten " Krieg " gegen den Konkurrenten Netscape führt .
Microsoft habe deshalb unter dem Codenamen " Jihad " ( Heiliger Krieg ) die
Entwicklung des Internet Explorer vorangetrieben und den eigenen Browser trotz
millionenschweren Entwicklungsaufwands kostenlos verteilen lassen . Fußnote 57
des DOJ-Documents erläutert den etwas dunklen Sinn des Begriffs " Verunreinigung
" . Demnach hat sich Redmond auf einen Plan verständigt , Java mit
windows-spezifischen Funktionen ( " windows specific stuff " ) zu verwässern .
Die Taktik firmierte intern unter dem Begriff " Pollution " ( Verunreinigung ) .
IT-Studium : Erstsemestermangel spitzt sich zu Der Verband der Elektrotechnik ,
Elektronik und Informationstechnik ( VDE ) warnt vor einem dramatischen Rückgang
von Studienanfängern im Bereich Elektro- und Informationstechnik . Zur Zeit
fehlen in Deutschland nach Einschätzungen des VDE-Vorsitzenden Rolf Windmöller
rund 10.000 Erstsemester . Die Zahl der Bewerber um einen Studienplatz habe sich
in diesen Fächern seit 1990 nahezu halbiert . Derzeit gebe es 13.260 Anfänger ,
1990 seien es noch 25.000 gewesen . Der Mangel an qualifizierten
Nachwuchskräften gefährde mittlerweile die Wettbewerbsfähigkeit in wichtigen
Zukunftsbranchen , sagte Windmöller gestern in Berlin . Deutschland laufe Gefahr
, in der Nanotechnologie und Informationstechnik den Anschluß zu verpassen : "
Wir müssen verhindern , daß uns die selben Fehler wie Anfang der 80er Jahre in
der Mikroelektronik unterlaufen , deren Bedeutung seinerzeit klar unterschätzt
wurde " . Korea : Dumping-Untersuchungen gegen Microsoft Wieder stehen
Microsofts Marketingpraktiken im Fadenkreuz staatlicher Ermittler . Nach einem
Bericht der Korea Times untersuchen südkoreanische Behörden derzeit Vorwürfe ,
denen zufolge der amerikanische Softwarehersteller seine Produkte " zu
Schleuderpreisen " anbietet . Microsoft verlange von koreanischen Schulen nur
etwa ein Zehntel des üblichen Preises . Die Sonderangebote nach dem Vorbild der
in den USA gängigen " Campus Agreements " ist dem Microsoft-Konkurrenten Hangul
& Computer ein Dorn im Auge . Der Hersteller des in Korea populären
Textverarbeitungsprogramms Hangul droht nun mit einer Klage bei der
Wettbewerbskommission ( Fair Trade Comission ) . Nach Berichten aus Südkorea hat
das Seouler Informationsministerium ( Ministery of Information and Communication
) vorsorglich erste Ermittlungen in dem Fall aufgenommen . Sollten sich die
Vorwürfe bewahrheiten , müsse Microsoft mit einer empfindlichen Strafe rechnen ,
meldete die Korea Times unter Berufung auf einen Mitarbeiter der Behörde .
Microsoft sieht den Untersuchungen gelassen entgegen . Ein Firmensprecher
argwöhnte gestern , daß Hangul & Computer nur von eigenen Taten ablenken wolle .
Das Unternehmen habe vor einem Jahr ebenfalls Kunden mit Niedrigpreisen geködert
und damit den drohenden Bankrott abgewendet . Infineon erwartet Verluste in
Milliardenhöhe Der Chiphersteller Infineon hat heute mit der Ankündigung von
drastischen Verlusten die Börsen geschockt . Auch im Gesamtjahr seien Verluste
wahrscheinlich , sagte Infineon-Chef Ulrich Schumacher in München . Beim Umsatz
erwartet der Konzern einen starken Einbruch . Trotz der schwierigen Lage will
das Unternehmen die angekündigte Kapitalerhöhung bereits in den nächsten Wochen
platzieren . Der Infineon-Aktienkurs brach um zwischenzeitlich 14 Prozent auf
30,40 Euro ein . Er lag damit erstmals deutlich unter dem Ausgabepreis von 35
Euro beim Börsengang im Frühjahr 2000 . Der Kurs der Konzernmutter Siemens sank
um gut fünf Prozent auf zeitweise 71,30 Euro . Siemens hatte bereits im März
gewarnt , die Gewinnziele in diesem Jahr nur ohne Einrechnung von Infineon
erreichen zu können . " Auch für das vierte Quartal gibt es keine Anzeichen
einer Erholung " . Wenn sich der Markt nicht dramatisch drehe , seien weiter
rote Zahlen wahrscheinlich . Die roten Zahlen im dritten Quartal begründete
Infineon auch mit Abschreibungen auf Lagerbestände . Mit drastischen
Kosteneinsparungen will die Infineon Technologies AG ( München ) auf Kurs
bleiben . Derzeit würden keine neuen Stellen im Konzern geschaffen und frei
werdende nicht besetzt . Schumacher malte ein düsteres Bild der Branchenlage . "
In den USA versuchen Unternehmen sogar , Waren an unsere Distribution
zurückzuschicken " . Betroffen von der Flaute seien die meisten
Geschäftssegmente wie Mobilfunk , Speicherbausteine sowie Sicherheits- und
Chipkarten . Gleichzeitig mit der Verlustankündigung gab Infineon überraschend
die Details für die geplante Kapitalerhöhung bekannt . Anfang Juni hatte der
Konzern eine Registrierungserklärung bei der US-Wertpapieraufsichtsbehörde
eingereicht . Mit dem Erlös sollen die laufenden Investitionen finanziert werden
. Internet-Banking : Wenig Schutz im Web Bundesbankdirektor Edgar Meister sieht
beim Internet-Banking noch erhebliche Sicherheitslücken . Zu schweren Angriffen
wie etwa in den USA sei es in Europa jedoch noch nicht gekommen . Trotz
mangelhafter Sicherheitsstandards sei der Siegeszug des Internet nicht mehr
aufzuhalten . In ihrer Studie gelangt die ECB zu der Ansicht , daß das Web bei
Banken und Sparkassen zu einer drastischen Kostensenkung aber auch zum
beschleunigten Abbau von Arbeitsplätzen beiträgt . Durch Internet-Banking
könnten die Kreditinstitute künftig ihre Kosten um bis zu 25 Prozent reduzieren
. In welchen Umfang dabei Zweigstellen abgebaut werden , blieb vorerst im
dunkeln . Allerdings verweist die Studie darauf , daß in Deutschland zur Zeit
1621 Kunden pro Bankfiliale gezählt werden . In den USA kommen dagegen 2794
Kunden auf eine Niederlassung . Daß auch Kunden von den künftigen Einsparungen
profitieren , ist eher unwahrscheinlich . Die Autoren der Studie verweisen
vorsorglich auf hohe finanzielle und organisatorische Risiken sowie die Folgen
kostspieliger Fehlentscheidungen , die Banken beim Ausbau ihrer
Online-Aktivitäten tragen müßten . Gericht stoppt werbefinanzierte Telefonate
Das Berliner Landgericht hat heute der Berliner Firma Teleflash verboten ,
kostenlose Telefongespräche anzubieten , die sich durch Werbeeinblendungen
finanzieren . Beim Telefonieren sollten alle 90 Sekunden Werbespots von zehn bis
30 Sekunden Länge eingeblendet werden . Das Gericht gab in seinem Urteil dem
Verbraucherschutzverein Berlin Recht , der in den Werbezuspielungen eine "
Verwilderung der Wettbewerbssitten " und eine " unzulässige Belästigung " sah .
Die Verbraucherschützer hatten im Februar eine einstweilige Verfügung gegen das
Teleflash-Angebot erwirkt und sich dabei auf ein früheres Urteil des
Bundesgerichtshofs berufen , in dem Telefonwerbung für unzulässig erklärt worden
war . New Economy vernachlässigt ihr Personal Junge Firmen des Neuen Marktes
kümmern sich zu wenig um ihr Personal . Zu diesem Ergebnis kommen
Arbeitswissenschaftler der Universität Kassel in einem Vorbericht zu einer
laufenden Untersuchung mit dem Titel " Kompetenzentwicklung in schnell
wachsenden Unternehmen " . Demnach zeichne sich bereits jetzt ab , dass die
Personalauswahl etwa in der IT-Branche zum Teil vom "Hire-and-Fire"-Prinzip
bestimmt werde . " Die Auswahl wird teuer zu bezahlenden Personalberatern
überlassen oder erfolgt auf Zuruf " , so die Autoren . Eine Einarbeitungszeit
werde neuen Angestellten in der Regel nicht zugestanden . Die Idee der "
Kompetenzentwicklung " habe sich in diesen Unternehmen noch nicht etabliert . Es
fehle zudem an Karrieremodellen , um Beschäftigte längerfristig an eine Firma zu
binden . " Der Charme der Pionierphase mag eine Zeit lang tragen und eine hohe
zeitliche und persönliche Belastung kompensieren " . Über kurz oder lang seien
Personalentwicklung , persönliche Perspektiven und eine professionelle Führung
jedoch unabdingbar , um ein Abwandern hoch qualifizierter Arbeitskräfte zu
verhindern . Zur Fortführung der Studie werden weitere 30 schnell wachsende
Unternehmen gesucht . Teilnehmern versprechen die Autoren wertvolle Hinweise für
die künftige Personalentwicklung in ihrer Firma . Systems 98 : T-Online will
Auslandszugänge einrichten Künftig soll das T-Online-Angebot auch vom Ausland
aus erreichbar sein : Voraussetzung dafür ist die Einwahl per PPP-Zugang unter
der Nummer 0191011 und nicht , wie T-Online ursprünglich gemeldet hatte , eine
bestimmte Version der Zugangssoftware . Jede weitere Stunde kostet wie bisher 3
Mark . Der Platz für die Homepage wurde schon zur Systems von einem auf zehn
MByte aufgestockt . US-Justiz zweifelt an Gates' Glaubwürdigkeit Dramatischer
Auftakt im Anti-Trust-Prozeß gegen Microsoft : Am ersten Verhandlungstag
versuchten Anwälte des US-Justizministeriums ( DOJ - Department of Justice ) die
Glaubwürdigkeit von Microsoft-Chef Bill Gates zu erschüttern und Microsofts
Verteidigungsstrategie zu unterminieren . In einer vorgerichtlichen Vernehmung
hatte der Microsoft-Chef bestritten , an Vorbereitungen zu einem Meeting
zwischen Vertretern von Microsoft und Netscape beteiligt gewesen zu sein . Bei
dem Treffen im Juni 1995 soll Microsoft dem Konkurrenten angeboten haben , mit
einer größeren Summe bei Netscape einzusteigen , wenn sich die Firma aus dem
Windows-Geschäft heraushalte . Die Gates-Verhöre , die Ermittler auf Videos
aufzeichneten , bekommen nun neues Gewicht . DOJ-Anwalt David Boies führte im
Gerichtssaal unter anderem einen Videoclip vor , auf dem Gates behauptet , von
dem angeblichen Gipfeltreffen der Browser-Hersteller erst aus einem Artikel im
Wall Street Journal erfahren zu haben . Nach der Videovorführung konfrontierte
Boies das Gericht mit Microsoft-internen Memos , in denen Gates am 31. Mai 1995
den Abschluß eines " mächtigen Deals " mit Netscape empfahl : Die Ankläger
bedienten sich eines " Spiels mit Worten " und rissen Aussagen aus dem
Gesamtzusammenhang . Am Prozeßabend veröffentlichte das Justizministerium ein
Faksimile der vorgerichtlichen Vernehmungen von Netscape-CEO James Barksdale .
Das 127seitige Dokument enthält eine Reihe bisher nicht bekannter Details zu
Microsofts angeblichen Geschäftspraktiken . Unter anderem behauptet Barksdale ,
Microsoft habe Internet-Provider mit hohen Geldbeträgen dazu angehalten ,
Netscapes Navigator die Unterstützung zu entziehen . So sei 1996 Erol's Internet
, dem damals größten Provider der Ostküste , die teilweise Übernahme des
Werbeetats in Aussicht gestellt worden . Auch die Telekom Neuseelands sollte von
der microsoftschen Kriegskasse profitieren : Als Gegenleistung für einen Umstieg
auf den Internet Explorer sei dem Unternehmen eine kostenlose Ausstattung der
9000 Telekom-Computer mit Microsoft-Betriebssystemen angeboten worden . Richter
: Microsofts Problem heißt Gates Thomas Penfield Jackson , Vorsitzender Richter
im Kartellprozeß der US-Regierung gegen Microsoft , übt harsche Kritik an Bill
Gates . Der Gates-Schelte war die Ablehnung eines Antrags vorausgegangen , in
dem die Microsoft-Verteidigung forderte , die " scheibchenweise " Vorführung der
auf Videobändern protokollierten Gates-Verhöre einzustellen . Jackson hatte die
Eingabe mit den Worten abgeschmettert : Mittlerweile dämmert es wohl auch Bill
Gates , daß er auf den vorgerichtlichen Vernehmungsvideos keine gute Figur
abgibt . Der US-Justiz signalisierte er offenbar die wachsende Bereitschaft ,
persönlich in den Zeugenstand zu treten ( siehe dazu eine frühere Meldung ) .
Chef-Ankläger David Boies deutete gestern gegenüber Journalisten an , daß Gates
" mehr und mehr " zu einer Kehrtwende neige . Corel klagt gegen Software-Deal
mit Microsoft Der kanadische Softwarehersteller Corel wirft dem
US-Arbeitsministerium unfaire Praktiken bei der Software-Beschaffung vor . Das
Ministerium habe bei einem auf drei Jahre angelegten Liefervertrag einseitig
Konkurrenzprodukte der Firma Microsoft bevorzugt , heißt es in einer
Klageschrift des Unternehmens , die am Freitag bei einem Bezirksgericht in
Washington eingereicht wurde . Kanadas Steuerbehörde ( Revenue Canada ) hatte
bei einer Ausschreibung den Softwarehersteller Microsoft als einzigen Anbieter
von der Verpflichtung befreit , Kostenvoranschläge einzureichen . Red Hat meldet
hohe Verluste Die Verluste bei Red Hat , einem der Börsenlieblinge des
Winterhalbjahres , sind höher als erwartet ausgefallen . Im gleichen
Zeitabschnitt des Vorjahres standen unterm Strich noch 100.000 Dollar Gewinn .
Gleichzeitig kündigte Red Hat einen erwarteten Aktien-Split an . US-Firmen
greifen zu dieser Maßnahme , wenn ihre Aktien über einen längeren Zeitraum
signifikant über der 100-Dollar-Marke gehandelt werden . Im heutigen börslichen
Handel notierte das Papier bei 252 US-Dollar . Noch in diesem Monat sollen die
Red-Hat-Wertpapiere im Verhältnis 2:1 getauscht werden . Asienkrise verhagelt
IBM-Bilanz Trotz erneuter Gewinne sieht IBM mit gemischten Gefühlen in die nahe
Zukunft . Zudem entnahmen Börsenbeobachter dem Ausblick auf die IBM-Bilanz des
ersten Quartals 1998 eine deutliche Warnung . IBM-Finanzchef Lawrence Ricciardi
erwartet aufgrund des starken Dollars und schwacher asiatischer Märkte
erhebliche Umsatz- und Gewinnrückgänge . Mobilcom : Neue Sicherheitsmängel
entdeckt Die Sicherheitsmängel beim Mobilcom-Internetzugang " Freenet " sind
offenbar ernster als bisher vermutet . Mobilcom war bereits vor zwei Wochen in
die Kritik geraten , als es Mitarbeitern von NetRadio gelang , Telefonnummern
und Namen von Nutzern aus dem Zugangs-Computer auszulesen . Wie Golem weiter
berichtet , habe Mobilcom das Mail-System mittlerweile abgeschaltet . Debitel
wird Internet-Zugangsanbieter Die private Telefongesellschaft Debitel , eine
gemeinsame Tochter des Daimler-Chrysler-Dienstleisters Debis und des
Handelskonzerns Metro , will vom Frühjahr an Internetzugänge anbieten . Der
Startschuß soll auf der CeBIT '99 ( 18. bis 24. März ) in Hannover fallen . Das
Unternehmen plant , die Internet-Basisdienste und Kunden der gemeinsamen Debis-
und Metro-Tochter Primus Online zu übernehmen . Zudem will sich Debitel das
Metronet-Netzwerk mit 65 Internet-Einwahlknoten sichern . Gericht hebt
Gläubigerschutz für LetsBuyIt auf Das Amtsgericht Amsterdam hat heute das seit
Dezember bestehende Moratorium über den niederländischen Co-Shopping-Anbieter
LetsBuyIt.com aufgehoben . Der Geschäftsbetrieb in Deutschland , Großbritannien
, Frankreich und Schweden soll in den nächsten Tagen wieder aufgenommen und
offene Rechnungen beglichen werden . Mit dem Moratorium hatte sich der
angeschlagene Online-Händler Luft vor den Forderungen seiner Gläubiger
verschafft . Wie LetsBuyIt heute mittteilte , wurden zwischenzeitlich alle
Vorgaben der Investoren erfüllt . Dazu gehöre die Schließung von Büros in sieben
Ländern und die Streichung von rund 200 Jobs . CeBIT-Eröffnung : Schröder will
Green-Card-Initiative ausweiten Bundeskanzler Gerhard Schröder will
ausländischen IT-Fachkräften die Tür zum deutschen Arbeitsmarkt weiter als
bisher öffnen . " Wenn wir den Wettbewerb um die besten Köpfe nicht verlieren
wollen , brauchen wir in eine sachliche und sachkundige Diskussion über eine
arbeitsmarktorientierte Zuwanderung " . Die Bundesregierung werde ihr Vorgehen
an den Ergebnissen der von Bundesinnenminister Otto Schily ( SPD ) eingesetzten
Zuwanderungskommission ausrichten . " In diesem Zusammenhang wird auch über die
derzeitige Fünf-Jahres-Frist bei der Erteilung der Green-Card zu reden und zu
entscheiden sein " . Bereits Anfang November hatte Schröder Nachbesserungen bei
seiner Green-Card-Initiative in Aussicht gestellt . Die Green-Card nach
US-Vorbild war im vergangenen Jahr auf Druck der IT-Branchen nach der CeBIT
eingeführt worden . Bisher wurden rund 6000 Aufenthaltsgenehmigungen für
Fachkräfte vergeben . Die spezielle Form der Aufenthalts- und Arbeitsbewilligung
habe sich " schon jetzt als gutes Instrument erwiesen " , bekräftige Schröder
heute . So schaffe die Beschäftigung eines zugewanderten IT-Experten drei
weitere Arbeitsplätze . Im Vorfeld der Eröffnungsveranstaltung hatte auch der
Verein Deutscher Ingenieure ( VDI ) auf den anhaltenden Akademiker-Mangel in der
deutschen IT-Branche hingewiesen . Nach Angaben von VDI-Präsident Hubertus
Christ fehlen den Unternehmen rund 30.000 Hochschulabsolventen pro Jahr . Im
weiteren Verlauf seiner Rede Schröder kündigte Schröder an , " alle
internetfähigen Dienstleistungen der Bundesverwaltung " online bereitzustellen .
" Niemand wird mehr einen Tag Urlaub nehmen müssen , um beim Straßenverkehrsamt
Schlange zu stehen " . Der Staat müsse zur Lokomotive werden und dürfe sich
nicht vom Zug ins Informationszeitalter abkoppeln lassen . Für Besucher ist die
CeBIT ab dem morgigen Donnerstag geöffnet . In diesem Jahr verzeichnet die Messe
AG einen neuen Ausstellerrekord . 8106 Firmen , darunter mehr als 3000 aus dem
Ausland , präsentieren ihre Produkte in Hannover . CCC-Sprecher wirft Schily
Vorbereitung eines Angriffskriegs vor Andy Müller-Maguhn vom Chaos Computer Club
( CCC ) hält eine Strafanzeige gegen Bundesinnenminister Otto Schily wegen der
Vorbereitung eines Angriffskriegs für die richtige Antwort auf dessen
Cyberwar-Überlegungen . Dies sagte der CCC-Sprecher bei einer Tagung zum Thema
Online-Recht am Wochenende . In seiner Rede richtete Müller-Maguhn einen Appell
an die anwesenden Juristen , ihn bei der Prüfung zu unterstützen , ob eine
Anzeige Aussicht auf Erfolg habe . Der deutsche Bundesinnenminister hatte in
einem Interview mit der Washington Post angekündigt , dass er Websites mit
Nazi-Propaganda durch DoS-Attacken bekämpfen will . In der Presseerklärung des
BMI heißt es weiterhin , man wolle mit allen " rechtlich und technisch
zulässigen " Mitteln gegen solche Seiten vorgehen . Technisch zulässig sei , was
funktioniert , und das sei eine ganze Menge . Möglicherweise findet die Idee
einer Klage ja Unterstützung in der FDP , die sich wegen der Cyberattacken
kürzlich mit einer kleinen Anfrage an die Bundesregierung gewandt hatte . Auch
über mögliche Reaktionen von Seiten der USA möchte die FDP informiert werden .
Nicht zuletzt hält man die Abgrenzung strafwürdiger Neonazi-Seiten für ein
gewisses Problem . Müller-Maguhn sagte in Berlin , er sei überzeugt , dass
nationale Empfindlichkeiten sich im globalen Netz nicht mehr ausleben ließen .
Deutlich mehr Bereitschaft von Seiten der Juristen , sich auf technische
Fragestellungen einzulassen , verlangte der Stuttgarter Medienrechtsanwalt
Patrick Mayer . Manche Gesetze für den Internetzugang seien offensichtlich
entstanden , nachdem sich der für den Entwurf zuständige Referent T-Online habe
zeigen lassen . " Dabei hat er dann gehört , dass die kreisende Weltkugel auf
der Seite das Internet sein soll , und ins Gesetz eine Regelung für die
Vermittlung des Zugangs zum Internet hineingeschrieben . " Gänzlich neue
Konzepte für die Cyberwelt - etwa auch wie von Müller-Maguhn empfohlen im
Bereich des Urheber- und Markenschutzes - hielt die Mehrzahl der Juristen aber
nicht für nötig . Müller-Maguhns Traum von der herrschaftsfreien Welt sei im
übrigen auch eine alte Klamotte und habe sich schon früher nicht bewährt , sagte
der Jurist Michael Germann von der Universität Erlangen . Juristisch räumten sie
auch Müller-Maguhns Kampf gegen die Vorbereitung eines Angriffskrieges vom
deutschen Cyberboden auch keine große Erfolgsaussicht ein - Schilys
Vorbereitungen seien bisher doch gar zu halbherzig gewesen . Bessere Schulnoten
ohne PC Mit Büchern lernen Schüler im Grundschulalter besser als mit dem
Computer . Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der englischen nationalen
Schulbehörde Becta . Bei ihrer Untersuchung an 800 Grundschulen in
Großbritannien stellte sie fest , dass Schüler im Alter von 11 Jahren ihre
Lernergebnisse an Schulen mit guter Computerausstattung um 7 Prozent verbessern
konnten . Dagegen steigerten Schüler an jenen Schulen , die mehr in gute Bücher
investierten , ihre Leistungen um 12 Prozent . " Eine gute Computerausstattung
kann dazu beitragen , das Grundwissen zu erweitern , aber es scheint , als ob
traditionelle Schulbücher das noch besser könnten " sagte der beteiligte
Wissenschaftler Roger Watson der BBC . Trotzdem setzen die englischen Schulen
verstärkt auf den Einsatz von Computern , nachdem die britische Regierung
versprochen hatte , jedem Kind in der Schule den Zugriff auf einem Computer und
das Internet zu ermöglichen . Dadurch sind die Ausgaben für Bücher um 12 Prozent
zurückgegangen . Durchschnittlich werden derzeit im Jahr pro Schüler 90 Mark für
PC-Ausstattung , aber nur knapp 60 Mark für Bücher ausgegeben . Ingram steigt
mit Macrotron-Aktionären in den Ring Ingram Micro stößt bei der vollständigen
Übernahme der deutschen Elektronikhandelsgruppe Macrotron auf erheblichen
Widerstand der Kleinaktionäre . Nach heftiger Kritik mußte Ingram gestern abend
sein Abfindungsangebot an die Restanteilseigner deutlich nachbessern . Der
Kaufpreis pro Stammaktie erhöht sich dadurch um 118,45 Mark und liegt nun bei
rund 1175 Mark . Auch das Angebot für Vorzugsaktien ( Aktien ohne Stimmrecht )
wurde um 265 Mark aufgestockt . Der amerikanische Konzern hält zur Zeit rund 99
Prozent der Macrotron-Stammmaktien und etwa 92 Prozent der Vorzüge . Die Tage
des Wertpapiers sind allerdings gezählt . Imgram kündigte im März den
vollständigen Rückzug von Macrotron aus dem amtlichen Börsenhandel an . Mehrere
Kleinaktionäre drohten daraufhin mit Anfechtungsklagen . Offensichtlich ist die
Drohung noch nicht ganz vom Tisch . Wegen zahlreicher ausstehender Fragen
vertagten sich gestern Nacht die Teilnehmer der letzten
Macrotron-Hauptversammlung . Nach Angaben einer Firmensprechrin soll das Treffen
aber noch heute fortgesetzt werden . Verkauf des Telekom-Kabelnetzes fast
perfekt Die Deutsche Telekom steht kurz vor dem Verkauf von sechs regionalen
Kabel-TV-Gesellschaften an das britisch-amerikanisches Konsortium Liberty Media
. Ein entsprechender Eckpunktevertrag wurde heute in Bonn unterzeichnet . Mit
dem Verkaufserlös will die Telekom ihre Schulden abbauen . Liberty will die
Kabel-TV-Regionen Hamburg/Schleswig-Holstein/Mecklenburg-Vorpommern ,
Bremen/Niedersachsen , Rheinland-Pfalz und Saarland , Berlin/Brandenburg ,
Sachsen/Sachsen-Anhalt/Thüringen und Bayern erwerben . Der endgültige
Vertragsabschluss soll im Juli 2001 folgen . Zuvor hatte die Telekom ihre
TV-Kabelnetze in Hessen und Nordrhein-Westfalen verkauft . Allerdings ist das
baden-württembergische Netz noch zu haben . Nach Telekom-Angaben laufen derzeit
die Verhandlungen . Liberty Media hält zahlreiche Beteiligung im Bereich
Fernsehen und Internet in den USA , Europa , Asien und Südamerika . Das
Unternehmen gehört zum US-Telefon-Konzern AT&T und hält an AOL Time Warner und
dem Medien-Imperium von Rupert Murdoch Beteiligungen . Die sich in Deutschland
jetzt anbahnende Konzentration auf wenige Kabelnetzanbieter schürt unterdessen
die Skepsis von Beobachtern . Sie rechnen mit höheren Verbraucherpreisen ,
erwarten insgesamt aber auch ein vielfältigeres Angebot . TelDa.Net wird
abgeschaltet Die TelDaFax-Tochter GeoNet Systems hat das vorläufige
Insolvenzverfahren beim Insolvenzgericht in Marburg beantragt . Damit wird ab
sofort auch der Internetzugang TelDa.Net abgeschaltet . Dies geschehe auf Grund
von offenen Forderungen vom Lieferanten , teilte TelDaFax mit . Die
E-Mail-Adressen der User seien aber weiterhin verfügbar , hieß es weiter . Die
ebenfalls insolvente GeoNet-Mutter hat unterdessen die geplante Hauptversammlung
am 11. Juli 2001 abgesagt . Ein neuer Termin sei vorerst nicht geplant ,
informierte TelDaFax heute . Die beiden Betreuerbanken der TelDaFax AG am Neuen
Markt , die DG Bank und Goldman Sachs , hätten ihre Mandate gekündigt . Die
Masche mit Internet-Firmenregistern Nepper , Schlepper , Bauernfänger : Mit
dubiosen Rechnungen für unverlangte Dienstleistungen machen Anbieter von
Internet-Firmenregistern zur Zeit Kasse . Wie das Wirtschaftsmagazin Capital
berichtet , mehren sich aus der Wirtschaft die Beschwerden über als Rechnung
getarnte Schreiben mit ausgefülltem Zahlungsträger , mit dem der ungewollte
Eintrag in eine " Online-Branchen-Datenbank " bezahlt werden soll . Trotz
Rechnungen von einigen hundert Mark bleiben die Anbieter einen Leistungsnachweis
zumeist schuldig , sagte Wilhelm Hübner , Vorsitzender des Verbrauchervereins
Deutscher Verband für Post und Telekommunikation , in Capital . Über die
Abrufhäufigkeit mache der Anbieter keine Angaben . Nach den Erfahrungen von
Kisseler liegt die Rücklaufquote bei den in Millionenauflagen versandten
Rechnungen bei etwa einem Prozent . Vor allem weniger erfahrene Existenzgründer
und überlastete Jungunternehmer zählten zu den Geschädigten . Telekom will sich
an CDnow beteiligen Die Deutsche Telekom plant nach einem Bericht des Focus den
Einstieg bei CDnow , dem weltweit größten Internet-Shop für Musik-CDs . Die
Telekom verfolge damit das Ziel , eine führende Internet-Plattform im
europäischen Markt zu etablieren . Expo und Informix streiten sich weiter Der
Millionenstreit zwischen der Expo-Gesellschaft und dem Datenbankhersteller
Informix geht in eine neue Runde . In einer 30minütigen mündlichen Verhandlung
vor der 13. Zivilkammer des Landgerichts Hannover lehnten die Expo-Anwälte heute
einen vom Gericht angeregten Vergleich ab . Bereits im April waren die Richter
mit dem Versuch gescheitert , eine gütliche Einigung zwischen der
Expo-Gesellschaft und Informix herbeizuführen . Das Gericht vertagte heute
weitere Entscheidungen auf einen Verkündigungstermin am 20. August . Unklar ist
derzeit noch , ob die Richter am 20. August unmittelbar entscheiden oder
zunächst einen Beschluß zur Beweisaufnahme erlassen . Excite@Home mit
Rekordverlust Bei Excite@Home wächst mit dem Umsatz auch das Loch in der Kasse .
Trotz der Rekordverluste ist der Optimismus der Investoren weitgehend ungebremst
. Die Excite@Home-Aktie kletterte nach dem Geschäftsbericht , den die
fusionierten Unternehmen zum ersten Mal gemeinsam vorlegten , auf über 45 Dollar
( +3,6 Prozent ) . Einige Analysten malen sich bereits für das 4. Quartal erste
Gewinne des Gemeinschaftsunternehmens aus . Ihrer Meinung nach ist der Umschwung
bereits vollzogen . Immerhin sehe die Excite@Home-Bilanz nach Abzug diverser
Akquisitionskosten freundlicher aus . Im Vergleichszeitraum des Vorjahres
summierten sich die Verluste noch auf 24,8 Millionen .
Fujitsu-Siemens-Chefposten angeblich schon vergeben Der Japaner Tetsuo Urano
soll nach Informationen des Manager Magazins den Chefsessel des geplanten
Gemeinschaftsunternehmens Fujitsu Siemens Computer Systems besetzen . Urano ist
derzeit Co-Präsident von Fujitsu Europe . Ein Siemens-Sprecher bezeichnete den
Bericht als Spekulation . Erst im August werde man Einzelheiten zu dem Joint
Venture bekanntgeben . In dem Gemeinschaftsunternehmen sollen die wesentlichen
europäischen Computeraktivitäten der beiden Muttergesellschaften aufgehen .
CompuServe : Neuer Abonnenten-Schock CompuServe schreibt auch im jetzt
veröffentlichten Bericht zum ersten Quartal des neuen Geschäftsjahrs rote Zahlen
. Als dramatisch empfinden Analysten derzeit die massiven Abonnentenverluste .
Trotz Einführung eines Niedrigtarifs ( Value Plan ) von monatlich 24,95 Dollar
bei 20 Freistunden kehrten allein im letzten Vierteljahr 94.000 Teilnehmer dem
Dienst den Rücken und ließen die Teilnehmerzahl auf 1,4 Millionen schrumpfen .
Um im Preiskampf mit dem Hauptkonkurrenten America Online bestehen zu können ,
bietet CompuServe ab Oktober zum selben Preis - vorerst beschränkt auf die USA
und Kanada - einen zeitlich unbegrenzten Zugang ( flat rate ) an . Doch weitere
Verluste sind kaum abzuwenden , solange die Hauptkonkurrenten MSN und America
Online mit deutlich günstigeren Konditionen ( 19,95 Dollar ohne Zeitlimit )
locken . Die neueste Entwicklung stärkt die Verhandlungsposition von AOL mit
CompuServe-Hauptaktionär H&R Block . Das Wall Street Journal nennt in seiner
neuesten Ausgabe nun auch den bisher geheimgehaltenen Namen des zweiten
Kaufinteressenten , Finanzservice Welsh , Carson , Anderson & Stowe .
Zeitungsverleger : ZDF-Microsoft-Kooperation rechtswidrig Nur wenige Stunden
nach dem Startschuß ist der Online-Nachrichtendienst des ZDF , ein Joint-Venture
mit Microsoft und dem Nachrichtenkanal NBC , in die Schußlinie der Verbände der
Privat-Medien geraten . Die Verbände erklärten gemeinsam , das Web-Angebot des
öffentlich-rechtlichen Senders sei durch bestehende Gesetze und Verträge nicht
gedeckt . " Das derzeitige Angebot bewegt sich jedoch außerhalb des einer
öffentlichen Fernsehanstalt zugewiesenen Aufgabenbereichs " . Demgegenüber
erklärte ZDF-Sprecher Walter Kehr , der Online-Nachrichtendienst des ZDF sei
lediglich ein Zusatzangebot zum aktuellen Heute-Angebot und somit unstrittig
rechtskonform . Microsoft-Prozeß : Netscape-Chef im Kreuzverhör Am zweiten Tag
des Anti-Trust-Prozesses nahm Microsoft-Anwalt John Warden Netscape-Chef Jim
Barksdale ins Kreuzverhör . Das Gericht hatte auf eine mündliche Vernehmung des
Zeugen verzichtet und am Montag seine vorgerichtlichen Aussagen als Faksimile
veröffentlicht . Während des über zweistündigen Verhörs versuchte Warden ,
Barksdales schriftliche Aussagen zu erschüttern . In den Voruntersuchungen hatte
der Netscape-CEO schwere Beschuldigungen gegen Microsoft erhoben . Unter anderem
erklärte er , der Softwarehersteller habe den Computerbauer Compaq gezwungen ,
die Unterstützung für Netscapes Navigator aufzugeben . Auf Wardens energische
Nachfrage bekannte Barksdale , er könne nicht beweisen , daß Microsoft Druck auf
Computerhersteller ausgeübt habe . Vertreter von Microsoft verbuchten Barksdales
Rückzieher als ersten Prozeßerfolg . Das Kreuzverhör des Netscape-Chefs wird
heute fortgesetzt . Hamburger Internet-Radio auf Sendung Der Hamburger Sender
Cyber-Radio hat den Programmbetrieb aufgenommen und sendet ab sofort täglich
zwischen 9 und 2 Uhr im Internet . Der deutschsprachige Kanal bietet Musik ,
Nachrichten , Berichte rund um den Computer , Börsenthemen , Comedy und in den
Abendstunden klassisches DJ-Radio . In dieser Woche erwartet die Hörer zudem ab
15 Uhr ein tägliches " Special " zum Jahr-2000-Problem . Brasilien stoppt Duke
Nukem Das brasilianische Justizministerium hat in dieser Woche sechs
Computerspiele landesweit aus den Shops verbannt . Wie ein Justiz-Sprecher
erklärte , wurde die Polizei angewiesen , alle im Handel befindlichen Kopien der
Spiele Doom , Mortal Kombat , Requiem , Blood , Postal und Duke Nukem 3D zu
beschlagnahmen . Mit Ausnahme des 3DO-Spiels Requiem dürfen diese Games auch
hier zu Lande nicht an Jugendliche verkauft werden . Die Sega-Version von Mortal
Kombat wurde sogar bundesweit beschlagnahmt . Nach Darstellung der
brasilianischen Behörden hat die Tat eines Amokschützen , bei der im vergangenen
Monat drei Menschen starben , zu dem Verbot geführt . Der Medizinstudent , nach
Polizeiangaben ein Computerspiel-Enthusiast , hatte in einem Kino in Sao Paulo
ohne erkennbares Motiv mit einer Handfeuerwaffe wahllos um sich geschossen .
Microsoft-Profit stieg um 53 Prozent In Redmond laufen die Geschäfte prächtig .
Beobachter der Wall Street waren drei Monate zuvor noch von rückläufigen
Umsatzzahlen und schmaleren Gewinnen überzeugt . Doch die schlechte Nachricht
kommt aus Fernost . MS-Finanzchef Greg Maffei rechnet schon bald mit
gravierenden Auswirkungen der Asienkrise und korrigierte die Erwartungen für das
erste Quartal des neuen Jahres deutlich nach unten . Einige Analysten argwöhnten
bereits , die Warnung entspreche ganz der üblichen Regie . " Microsoft legt eine
blendende Bilanz hin und schiebt sofort Warnungen hinterher . " Die Investoren
sehen das anscheinend anders . Der Kurs der MS-Aktie fiel im nachbörslichen
Handel um 1,25 Dollar auf 135,75 Dollar . IBM : Gewinne auf Rekordniveau Der
Computerkonzern IBM hat im letzten Vierteljahr besser als jemals zuvor verdient
. IBM-Chef Louis V. Gerstner hob hervor , daß sich sein Unternehmen im
Dienstleistungs- und Softwarebereich besonders stark entwickelt habe . Rund 60
Prozent des IBM-Bruttogewinns stammen inzwischen aus dem globalen Service- und
Software-Busineß . Dagegen verlief das Hardware-Geschäft mit einem
Umsatzrückgang um vier Prozent enttäuschend . Besonders das Halbleitergeschäft
entwickelte sich nicht wie erwartet . Gerstner führte das schlechte Ergebnis
unter anderem auf den Preisverfall bei DRAMs und Prozessoren zurück . Mannesmann
: 15 Milliarden für Omnitel/Infostrada Im Vorfeld der geplanten Übernahme der
Telecom Italia ( siehe frühere Meldung ) hat Olivetti die Weichen für eine
Trennung von den Telekom-Firmen Omnitel und Infostrada gestellt . Der
Düsseldorfer Mannesmann-Konzern teilte gestern mit , er sei mit Olivetti
grundsätzlich über den Kauf einig . Bedingung für das Zustandekommen des
Geschäfts sei allerdings , daß Olivetti den Zuschlag für den Kauf der Telecom
Italia bekomme . Omnitel ist der größte private Mobilfunkanbieter in Italien .
Mannesmann hält an der Firma bisher 28 Prozent . Olivetti ist mit 20 Prozent
beteiligt . Infostrada , der führende private Festnetztelefon-Anbieter in
Italien , gehört Mannesmann und Olivetti je zur Hälfte . Durch die kürzlich
abgeschlossene Übernahme der amerikanischen CCIL erhalten Mannesmann und
Olivetti jeweils weitere 3,4 Prozent Omnitel-Anteile . Auch diese
Olivetti-Beteiligung würde auf Mannesmann übertragen . VSV : Grund für
Tomorrow-Einstellung vorgeschoben In einer heute veröffentlichten Erklärung
weist der Verbraucherschutzverein ( VSV ) Berlin die Verantwortung für die
Einstellung des Tomorrow-Zugangs zurück . VSV-Sprecher Friedrich Bultmann
erklärte dazu , MobilCom benutze die Abmahnung des VSV lediglich als Vorwand .
Der Verdacht dränge sich auf , daß der Zugangsanbieter sich nur " schwer
erfüllbarer Verträge " entledigen wolle . Weiter stellte Bultmann klar , daß die
von MobilCom verwendeten Allgemeinen Geschäftsbedingungen das Recht der
Verbraucher auf adäquate Gegenleistungen beschnitten . Besonders die Klausel ,
nach der MobilCom kein Gewährleistung für eine permanente Einwahl ins Internet
übernehme , sei nach geltendem Wettbewerbsrecht unzulässig . Microsoft will sich
arrangieren Microsoft strebt nun doch eine außergerichtliche Einigung mit dem
US-Justizministerium an . Nach Auskunft eines Firmensprechers fiel die
Entscheidung nach einem Treffen zwischen Microsoft-Verteidigern und Chairman
Bill Gates . Die Gespräche mit dem Justizministerium sollen bereits in den
nächsten Tagen beginnen . Beobachter halten es jedoch für unwahrscheinlich , daß
eine Einstellung des Verfahrens nach Intel-Vorbild vor Wiederaufnahme des
Kartellprozesses am 12. April möglich ist . Ein weiterer Microsoft-Sprecher
bekräftigte mittlerweile den Wunsch nach einem baldigen Ende des Verfahrens . "
Es ist nicht in unserem Interesse oder dem der Regierung , daß sich das
Verfahren zwei Jahre oder länger hinzieht " . Auch aus Redmonds Führungsetage
waren versöhnliche Töne zu hören . Es gebe Wege , hieß es , die Bedenken des
Justizministeriums hinsichtlich Microsofts Geschäftspraktiken auszuräumen .
Netscape : AOL schwingt die Sense Nach dem Abschluß der Fusionsverhandlungen
zwischen Netscape und AOL wackeln beim Internet-Pionier die Jobs . Rund 20
Prozent der 2.500 Stellen bei Netscape sind offensichtlich gefährdet .
Beobachter glauben , daß AOL eine umfassendere Neuorganisation ins Auge faßt ,
als bisher bekannt wurde . Vor allem die Programmierer müssen um ihre Anstellung
bangen , da sich ihre Arbeitsgebiete mit denen der Entwickler bei
AOL-Kooperationspartner Sun überschneiden könnten . Auch Netscapes Web-Center
soll seine Selbständigkeit verlieren . Die Geschäftsführung , hieß es , solle
demnächst in der AOL-Zentrale in Dulles angesiedelt werden . AOL und Netscape
wollten sich bisher nicht detailliert zu den Plänen äußern . Während der
Fusionsverhandlungen hatte AOL alle Netscape-Mitarbeiter mit einem zusätzlichen
Monatsgehalt ermutigt , ihrem Unternehmen die Treue zu halten . Auch im Vorfeld
der Aktionärsversammlung in der vergangenen Woche stärkte AOL-Manager Barry
Schuler den Angestellten den Rücken . " Wir haben uns zu dem Deal entschieden "
, sagte er in einem Interview , " weil wir der Meinung sind , daß es bei
Netscape viele Talente gibt , die eine größere Rolle bei AOL spielen könnten " .
Comcast : 60 Milliarden für MediaOne Comcast , der viertgrößte Kabelanbieter der
USA , und die drittgrößte US-Kabelfirma , MediaOne , fusionieren .
MediaOne-Aktionäre erhalten pro Aktie 1,1 Comcast-Aktien . Polizei gegen
Internet-Kriminalität nicht gewappnet Polizei und Strafverfolgungsbehörden in
Europa sind nach Ansicht der europäischen Polizeibehörde Europol bislang nur
unzureichend auf die rasch steigende Internet-Kriminalität vorbereitet . Auf
diese neue und revolutionäre Herausforderung müsse sich die Polizei
länderübergreifend einstellen , bevor es zu spät sei , mahnte der Leiter von
Europol , der Niederländer Jürgen Storbeck , heute auf dem Europäischen
Polizeikongress in Bonn . Dafür seien auch neue Instrumente nötig . " Den
virtuellen Tatort findet man nicht in der herkömmlichen Strafprozessordnung " ,
sagte Storbeck . Es müsse schnell und präventiv reagiert werden , sonst bestehe
die Gefahr , hinter die Entwicklungen zurück zu fallen und von ihnen überrollt
zu werden . Polizisten , Richter und Staatsanwälte müssten neu ausgebildet
werden . Derzeit gibt es laut Storbeck bereits ernst zu nehmende Probleme bei
der Bekämpfung der neuen Kriminalität . National werde einiges auf den Weg
gebracht , doch sei dies nur " Stückwerk " und geschehe auch viel zu langsam .
Der Bonner Kriminologe Werner Rüther verwies darauf , dass bisher kaum
Erkenntnisse über dieses Gebiet vorlägen . Das Internet sei als eine "
anarchische Gemeinschaft " entstanden . Telekom und Arcor verlängern
Netzzusammenschaltung Im Streit um die Zusammenschaltung ihrer Netze haben sich
die Deutsche Telekom und Arcor auf eine Übergangsregelung verständigt . Das
teilte die Deutsche Telekom heute in Bonn mit . Vor wenigen Wochen hatte das
Oberverwaltungsgericht in Münster einen Beschluss der Regulierungsbehörde für
Telekommunikation und Post zur völligen Neuordnung der Netzzusammenschaltung auf
Antrag der Telekom im Eilverfahren gestoppt . Die Anordnung sollte ursprünglich
zum 1. Juni dieses Jahres in Kraft treten . Die Vereinbarung mit Arcor habe
Modellcharakter für die gesamte Branche , hieß es weiter . Die Telekom werde
allen anderen Telefongesellschaften die Vereinbarung ohne Einschränkungen
anbieten . Damit werde den Marktteilnehmern wieder Planungssicherheit geboten .
Mitgliedsländer über .eu-Domain uneinig In der kommenden Woche soll der
Telekommunikationsrat der EU über die lange angekündigte .eu-Domain entscheiden
. Noch aber sind sich die Vertreter der Mitgliedsländer nicht einig darüber ,
wie Europas Top Level Domain organisiert werden soll . Vor allem die Fragen ,
wer was registrieren darf und wieviel Einfluss die Mitgliedsstaaten auf die
Registry-Organisation haben sollen , sind strittig . Der federführende
Industrieausschuss im Europäischen Parlament hatte sich in dieser Woche für eine
Begrenzung der staatlichen Aufsichtsrolle ausgesprochen . Durchsetzen werden
sich die Parlamentarier aber kaum . Große Bedenken gibt es laut Auskunft der
Berichterstatterin des Industrieausschusses in der EU , Colette Flesch , bei
einigen Mitgliedsstaaten vor allem mit Blick auf die Registrierung von
geographischen Bezeichnungen . Die Aufnahme nationaler , regionaler und lokaler
Ortsbezeichnungen steht ebenso wie eine entsprechende Sperrliste ganz oben auf
der Wunschliste der Mitgliedsländer . Der Domainspezialist des
Bundeswirtschaftsministeriums , Michael Leibrandt hofft hier auf einen
Kompromiss . Noch offen ist , wie viel Mitspracherecht die Mitgliedsländer sich
generell sichern werden . Von der Idee der Selbstregulierung spricht derzeit
kaum noch jemand , obwohl ein im Rahmen der Kommissionskonsultation vorgelegter
Vorschlag des so genannten Interim Steering Committee eine
Selbstverwaltungsstruktur analog zur internationalen Domainverwaltung vorsah .
Flesch spricht zwar von einem zusätzlichen Selbstverwaltung-Gremium für die
Registry , aber mit der Verteilung der Kompetenzen zwischen Rat und Kommission
bleibt für diese am Ende vermutlich nicht mehr viel zu tun . Ob dies ein
Erfolgrezept ist , muss sich erst noch zeigen . Der Regelungswirrwarr dürfte
allerdings das Interesse möglicher Betreiber dämpfen . Ohnehin sehen alle Pläne
vor , dass die Registry auf Non-Profit-Basis betrieben wird . Im übrigen ist die
Branche selbst kaum einiger als die EU-Behörden . Ein halbes Dutzend
unterschiedliche Gremien hat sie inzwischen gegründet , mit mehr oder weniger
ähnlichen Zielen . Nach dem offiziellen EC-POP , EuroPOC und dem wenig beliebten
Registrarkonsortium CoEUR will nun auch CANeu ( Co-operative Alliance for the
Namespace .eu ) Registrarunternehmen und die zunehmend am Registrybetrieb für
die .eu interessierten LänderNICs an einen Tisch bringen . Zum geplanten Treffen
im Juli hat man nun aber die EU-Vertreter mit an den Tisch gebeten . Bis dahin
müssen sich Rat und Parlament entschieden haben und sei es nur über eine
Vertagung . Intel hofft auf Windows XP Intel-Chef Craig Barrett rechnet im Laufe
dieses Jahres mit einer möglichen Erholung des krisengeschüttelten
Halbleitermarkts . " Niemand weiß sicher , wann der Umschwung kommt " , sagte
der Vorstandsvorsitzende des weltgrößten Chipherstellers heute in München . Mit
der Einführung des neuen Microsoft-Betriebssystems Windows XP im Herbst bestehe
jedoch die Chance , dass sich die Lage wieder etwas bessere . Das viel zitierte
" Ende des PC " kommt nach Meinung von Barrett jedenfalls nicht so bald . Obwohl
in Bereich Consumer-Computer keine riesigen Zuwachsraten mehr zu erwarten seien
, bleibe der heimische PC unabhängig vom Aufkommen mobiler Anwendungen die
Basisstation für viele Internetnutzer . Mit Blick auf die deutsche Wirtschaft
sagte Barrett , dass kaum ein Land in Europa über bessere Voraussetzungen für
das Internetzeitalter verfüge . Ein großer Pluspunkt seien die sehr gut
ausgebildeten und dem Internet aufgeschlossenen Arbeitskräfte . Die
Infrastruktur für die Telekommunikation sei zudem im europäischen Vergleich in
Deutschland am weitesten entwickelt . Neuer Job : Steve Ballmers Prinzenrolle
Steve Ballmer , bisher bei Microsoft als Vice President für Verkauf und Support
zuständig , wird Bill Gates' Kronprinz und nimmt künftig im Präsidenten-Sessel
Platz . Die vakante Position war 1992 nach dem Ausscheiden von Michael Hallman
durch ein Gremium ersetzt worden , dem auch der 42jährige Ballmer angehörte .
Bill Gates bleibt weiterhin an der Spitze des Konzerns . Der CEO hatte in
Interviews angedeutet , daß er frühzeitig seine Nachfolge regeln wolle , die
jedoch frühestens in zehn Jahren zur Debatte stünde . In einer Pressekonferenz
zerstreute Gates mittlerweile Befürchtungen , die Berufung Ballmers komme einem
schrittweisen Rücktritt gleich . Vielmehr handle es sich um eine notwendige
Entlastung . Gates will sich künftig stärker innovativen Produkten wie
Spracherkennung und der Weiterentwicklung von Windows CE widmen . US-Senat
erhöht Druck auf Microsoft Orrin Hatch , Vorsitzender des Jusitzausschusses im
US-Senat , will morgen schweres Geschütz gegen Microsoft auffahren : Der Senator
bittet Microsoft-Konkurrenten und -geschäftspartner aus der Hard- und
Softwarebranche in den Zeugenstand . Die öffentliche Anhörung soll unter anderem
Licht in Redmonds Rolle auf Märkten für Unternehmensnetze , BackOffice-Software
und Web-Streaming-Technologien bringen . Hatch argwöhnt , Microsoft nutze seine
Finanzkraft zum Aufbau neuer Monopole . In einer vergleichbaren Anhörung im März
hatte Bill Gates dem Senatsauschuß Rede und Antwort gestanden und dabei , wie
neutrale Beobachter übereinstimmend berichteten , keine gute Figur gemacht .
Während Insider noch räselten , ob Gates erneut die Verteidigung seiner Firma
übernehmen werde , ließ Microsoft-Sprecher Max Murray keinen Zweifel daran , daß
sein Unternehmen diesmal der Anhörung fernbleiben will . Dagegen wird sich Larry
Ellison kaum die Chance entgehen lassen , erneut im Zeugenstand aufzutreten .
Mit Spannung wird auch der mutmaßliche Auftritt von Ricardo Correa erwartet .
Der Produkt-Manager des Computerherstellers Acer hatte gegenüber einer
Presseagentur behauptet , Microsoft habe erheblichen Druck ausgeübt , nachdem
der drittgrößte PC-Bauer der Welt mit Software der Microsoft-Konkurrenten Lotus
und Corel geliebäugelt habe . Nach Protesten aus Redmond hätten ihn Vorgesetzte
angewiesen , unterschriftsreife Verträge zurückzuziehen . Offensichtlich habe
das Acer-Managment Behinderungen bei der Belieferung mit Windows-Updates und
-bugfixes befürchtet . Ein Vorgesetzter habe geäußert : " Wenn das passiert ,
sind wir praktisch paralysiert " . Der Online-Music-Store MP3.com gehört nach
dem gestrigen Börsengang zum Club der Milliardäre . Der Preis der MP3-Aktie
hatte sich kurz nach Öffnung der Börse nahezu vervierfacht . Der Kurs schnellte
kurzfristig von 28 auf 105 US-Dollar hoch und pendelte sich schließlich bei rund
63 Dollar ein . Der Erfolg kam für Börsenkundige nicht überraschend . Der
Höhenflug der Aktie sei aber nicht nur auf die Leistungen des Unternehmens
zurückzuführen , unkte ein Analyst im Interview mit dem Wall Street Journal .
Tatsächlich war der bisherige Geschäftsgang bei MP3.com nicht gerade ermutigend
. Jeder der derzeit 142 Angestellten erwirtschafte im letzten Quartal ein Minus
von rund 10.000 US-Dollar . Das sei leicht zu verschmerzen , glauben Insider .
Ihr größtes Kapital habe die Firma noch lange nicht ausgeschöpft . Schließlich
habe sie bereits über 14.000 Musiker unter Vertrag , repräsentiere 120
unabhängige Plattenfirmen und stetig nehme der Verkehr auf der Web-Site zu .
Tastatur lädt Laptop-Akkus auf Compaq hat in den USA ein Verfahren patentieren
lassen , bei dem durch Tippen auf der Tastatur ein Laptop-Akku aufgeladen wird .
Wie das Wissenschaftsmagazin New Scientist auf seiner Web-Site berichtet , wurde
der Keyboard-Generator ( US-Patent 5.911.529 ) von Compaq-Mitarbeiter Adrian
Crisan entwickelt . An den Tasten seines Generators sind winzige Magnete
angebracht , die von Drahtspiralen umgeben sind . Bei jedem Tastendruck bewegen
sich die Magnete durch die Drahtspiralen und erzeugen einen minimalen Stromstoß
. Nach Crisans Ansicht können dadurch Viel-Tipper über 10 Stunden mit einer
Akku-Ladung arbeiten - damit meinte er aber gewiss kein Notebook mit Mobile
Pentium II ( Verbrauch 12 Watt ) . Das US-Patent 5911529 kann auf der Web-Site
des US-Patentamtes eingesehen werden . CompuServe warnt vor Paßwortspionen Zur
Zeit kursieren im Online-Dienst CompuServe elektronische Fragebogen , mit denen
Betrüger versuchen , von Teilnehmern Paßwörter und Kreditkartennummern zu
erfahren . Die Absender der EMails geben sich als CIS-Mitarbeiter aus .
CompuServe rät jetzt allen Empfängern der Fragebogen , nicht zu antworten und
sich statt dessen umgehend mit dem Online-Dienst in Verbindung zu setzen .
Gleichzeitig stellt der Dienst klar , " daß CIS-Mitarbeiter niemals Auskünfte zu
Paßwörtern einholen " . " Hacker " jubelte CHIP Pornobilder unter Mit einer
Anzeige gegen Unbekannt reagiert das Computermagazin Chip auf zwei Pornobilder ,
die nach Angaben des Chefredakteurs Rainer Grabowski von " einem Hacker " auf
die CD-ROM des aktuellen Oktoberheftes geschmuggelt wurden . " Schlampigkeit
eines Redakteurs " schloß Grabowski gegenüber France Press " zu 99,9 Prozent "
aus . Vielmehr gelte als sicher , daß die JPG-Files " von außen " über das
Datennetz in den Produktionsrechner gelangten . Der Hacker habe offensichtlich
die Bilder gezielt in der Vorlage der CD-ROM versteckt , um Chip wirtschaftlich
zu schaden . Mittlerweile hat sich der Vogel Verlag entschlossen , weiteren
Schaden abzuwenden und die Grossisten angewiesen , das Magazin aus dem Handel
zurückzuholen . Mit einwöchiger Verspätung sollen rund 60 Prozent der bisher
noch nicht verkauften Auflage erneut in die Verkaufsstellen kommen - mit einem
Gutschein statt der inkriminierten CD . ECommerce : Deutsche Firmen bald Spitze
Dies geht aus Untersuchungen des arbeitgebernahen Instituts der deutschen
Wirtschaft ( IW ) hervor . Nach Einschätzungen des IW rangieren Skandinavien und
Frankreich auf den Plätzen drei und vier . Der überwiegende Teil des
prognostizierten Umsatzes entfalle allerdings auf Industrie-Geschäfte ( siehe
dazu auch eine frühere Meldung ) . Verkäufe an Privathaushalte spielten aber
eine zunehmend wichtige Rolle . Für viele Unternehmen sei der Privatverkauf
zunächst eine Investition in die Zukunft ; derzeit schreiben sie im Internet
noch rote Zahlen . Nach IW-Angaben machen US-Firmen bereits bessere Geschäfte .
So wächst beim Internet-Portal Excite@Home mit dem Umsatz auch das Loch in der
Kasse . Selbst der grösste Internet-Buchshop Amazon.com arbeitert seit Jahren
jenseits der Wirtschaftlichkeit . Dagegen trumpft Dell im Internet auf .
Microsoft-Prozeß : EMails von Netscapes Ex-CEO Am dritten Verhandlungstag im
Microsoft-Prozeß setzte Microsoft-Anwalt John Warden das Kreuzverhör von
Netscape-Chef Jim Barksdale fort . Zentraler Punkt der Vormittagsbefragungen war
erneut Netscapes Rolle bei einem Treffen mit Microsoft-Vertretern im Juni 1995 .
Warden präsentierte Barksdale eine EMail vom Dezember 1994 , in der
Netscape-Mitbegründer James Clark Microsofts Vice President Brad Silverberg
neben einer Beteiligung an Netscape auch eine weitreichende Zusammenarbeit in
Aussicht stellte . Unter anderem notierte Clark , der zu dieser Zeit die
Netscape-Geschäfte führte : Warden wertete die Notiz als Beweis dafür , daß die
Initiative für das Juni-Treffen von Netscape ausging . Barksdale erklärte , der
Schriftverkehr zwischen Clark und Silverberg habe vor seinem Amtsantritt
stattgefunden ; Clarke habe ihm gegenüber die Korrespondenz verschwiegen . In
einer weiteren EMail , die Warden dem Gericht vorlegte , empfahl Clark
Microsofts Vice President Dan Rosen die Integration des Navigator in Windows 95
. Netscape plane nicht mehr , mit dem Browser Geld zu verdienen . Statt dessen
wolle man sich auf Server-Produkte konzentrieren . Das Kreuzverhör wird in der
Nachmittagsverhandlung fortgesetzt . Doch bei Richter Thomas Penfield Jackson
wächst offensichtlich der Unmut über den schleppenden Prozeßverlauf . In einem
Meeting mit Warden soll Jackson gedrängt haben , die Befragung zu beschleunigen
. Neuer intelligenter Windows-NT-Virus Network Associates hat angeblich den
bislang destruktivsten Virus entdeckt , der sich selbständig seinen Weg durch
Netzwerke sucht . Aufgetaucht ist er bei MCI WorldCom , habe aber bei den Kunden
keinen Schaden verursacht . Das Virus installiert sich selbst als IE403R.SYS und
als Anwendung unter dem Namen Remote Explorer auf einem Windows NT Server , wenn
man etwa ein Attachment in der Email öffnet oder eine Anwendung aus dem Netz auf
den Computer herunterlädt . Mit der Emulation der Zugriffsrechte des
Administrators infiziert er selbständig und zufällig einzelne Rechner und
verschlüsselt exe- , txt- und HTML-Dateien . Remote Explorer ist ein Virusgigant
und besteht aus 120 kByte C-Code . Zur Ausbreitung nutzt er vor allem die Zeit
zwischen 15 Uhr an Samstagen und 6 Uhr an folgenden Sonntagen . Network
Associates haben bereits einen Detektor für den Virus entwickelt , der sich nur
auf NT-Netzwerken verbreiten kann , nicht aber auf UNIX- oder Novell-Systemen .
Man arbeitet an einem Anti-Virus-Programm , um den Virus zu entfernen und die
verschlüsselten Daten wieder herzustellen Tomorrow : Rechtliche Schritte gegen
MobilCom Nach der Einstellung des Tomorrow-Tarifs gehen nun auch
Geschäftspartner zur MobilCom auf Distanz . Die Zeitschrift Tomorrow , die den
Internet-Pauschaltarif in Kooperation mit der Schleswiger Telefongesellschaft
aus der Taufe gehoben und ihren Namen zur Verfügung gestellt hatte , erklärte
heute , sie sei von den Kündigungen überrascht worden ( siehe auch eine frühere
Meldung ) . " Wir haben zur gleichen Zeit wie die Abonnenten vom Schritt der
MobilCom erfahren " . Mittlerweile kündigte Tomorrow-Chefredakteur Willy
Loderhose eine Klage gegen MobilCom an : Wir hätten niemals gedacht , daß eine
so große Telefongesellschaft diese Probleme nicht in den Griff bekommt . Darüber
hinaus wolle man sich in den nächsten Tagen mit den Abonnenten des
Tomorrow-Tarifs in Verbindung setzen . Deutsche Städte verschlafen den
Jahr-2000-Wechsel Nur knapp ein Drittel der deutschen Großstädte ist derzeit
ausreichend auf Computerpannen beim Wechsel ins Jahr 2000 vorbereitet . Zu
diesem Schluß kommt eine Umfrage im Auftrag des Deutschen Städtetags und der
Zeitschrift Focus . Demnach verfügen lediglich 29 Prozent der Städte über
Notfallpläne , 21 Prozent bereiteten einen vor , heißt es in der Untersuchung .
Zwar richteten 62 Prozent der an der Umfrage beteiligten Kommunen eine
Projektgruppe für die Analyse der Jahr-2000-Problematik ein , jedoch habe nur
ein knappes Drittel einen hauptverantwortlichen Koordinator bestellt . Es seien
deshalb noch erhebliche Anstrengungen für einen reibungslosen Jahreswechsel
notwendig , so der Städtetag . In der Studie heißt es weiter : " Bemerkenswert
ist , daß angesichts des erheblichen Kostenaufwands , der mit der Umstellung
verbunden ist , lediglich sieben Städte eine eigene Haushaltsstelle für diesen
Aufgabenbereich ausgewiesen haben " . Eine Ampelanlage etwa schlage mit bis zu
500 Mark zu Buche . Der weitaus größte Teil der Städte beabsichtige , die
entstehenden Kosten aus dem laufenden Haushalt zu bestreiten . Mit Servern aus
der Krise Knapp ein Jahr nach dem Amtsantritt von Konzernchef Paul A. Stodden
wähnt sich das Gemeinschaftsunternehmen Fujitsu Siemens Computers ( FSC ) auf
dem Weg der Besserung . Die deutschen Produktionsstandorte seien auf absehbare
Zeit gesichert , wird Stodden heute vom Handeslblatt zitiert . Im laufenden
Geschäftsjahr 2001/2002 werde ein " durchgängig schwarzes Ergebnis " angestrebt
. Fujitsu-Siemens war im Herbst 1999 mit ehrgeizigen Zielen angetreten . Doch
die Fusion bescherte dem Unternehmen zunächst tief rote Zahlen . In Folge der
Anlaufverluste verließen die beiden Gründungschefs Winfried Hoffmann und Robert
Hoog den Konzern . Trotz der Konjunkturflaute in den USA ist Stodden für die
kommenden Monate optimistisch . Das Geschäft mit Servern laufe derzeit aber gut
. Dagegen seien die Erlöse bei PCs für Privatkunden rückläufig . Künftig wolle
sich das Unternehmen deshalb stärker auf mittelständische Kunden konzentrieren .
Front gegen Entlastung des Telekom-Vorstands wächst Nach der Schutzgemeinschaft
der Kleinaktionäre ( SdK ) will auch die Deutsche Schutzvereinigung für
Wertpapierbesitz ( DSW ) dem Vorstand und Aufsichtsrat der Telekom die
Entlastung verweigern . Dieser Schritt sei auf Grund des Kursrückgangs und der
damit bei den Aktionären eingetretenen Vermögensverluste unumgänglich ,
erklärten heute DSW-Vertreter in Düsseldorf . Die T-Aktie hat seit ihrem
Höchststand vor einem Jahr mehr als 70 Prozent an Wert verloren , lag damit aber
im Trend des gesamten Marktes . Am heutigen Vormittag notierte das Wertpapier
bei rund 28 Euro . Zugleich will die DSW zur Bewertung des Immobilienvermögens
der Telekom auf der Hauptversammlung im Mai eine Sonderprüfung beantragen .
Hierzu soll auch die Tagesordnung erweitert werden . Ziel sei es , die gesamten
Umstände um das Ausmaß , den Zeitpunkt und die Gesetzmäßigkeit der
Immobilienbewertung zu beleuchten , hieß es . Der Sonderprüfung müssten
allerdings rund 5 Prozent der Aktieninhaber zustimmen . Die Deutsche Telekom
will morgen ihre endgültigen Bilanzzahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2000
vorlegen . Dabei wird der Bonner Telekommunikationskonzern auch erste Aussagen
zur Entwicklung von Gewinn und Umsatz im ersten Quartal dieses Jahres machen .
Branchenexperten rechnen für 2001 mit einer Trendwende beim Ergebnis , nachdem
im vergangenen Jahr vor allem die Kosten für die Gewinnung von Neukunden im
Mobilfunk auf die Gewinne gedrückt hatten . Durch eine milliardenschwere
Wertberichtigung des Immobilienvermögens wurde der Gewinn wenig später
allerdings auf 5,9 Milliarden nach unten korrigiert . Durch diesen Schritt , der
zu einem weiteren Absturz der T-Aktie führte , geriet der Vorstandsvorsitzende ,
Ron Sommer , immer stärker in die Schusslinie der Kritik . Kleinaktionäre
stellten bei der Bonner Staatsanwaltschaft sogar Strafanzeige gegen den
Telekom-Chef . Studie : Das Web ist kein Marktplatz Diese ernüchternde
E-Commerce-Bilanz zieht TNS Emnid nach einer Umfrage unter 200 deutschen Firmen
. Das Ergebnis wurde heute auf der Hannover Messe vorgestellt . Demnach sind für
heimische Firmen das Fax zu 78 Prozent und Telefon zu 10 Prozent die
gebräuchlichsten Order-Instrumente . Nur etwa ein Prozent der Firmenaufträge
wurden im Internet abgewickelt . Bei drei Prozent ging dem Auftrag eine E-Mail
voraus . Das Web , so legt die Studie nahe , ist noch kein Marktplatz , aber
bereits ein beliebtes Schaufenster : Mehr als drei Viertel der befragten
Entscheidungsträger nutzten das Internet , davon 42 Prozent für gezielte
Produktinformationen . Der am häufigsten genannte Grund für die
Internet-Abstinenz war mit 65 Prozent das Argument : " Ich brauche einen
schriftlichen Beleg für die Ablage . " Auf dem zweiten Platz rangiert die Macht
der Gewohnheit : 33 Prozent der Befragten führten die Begründung " Online ist
nicht üblich " ins Feld . TelDaFax will sich von Töchtern trennen Nach dem
geplatzten Aktientausch mit dem US-Telekommunikationsunternehmen World Access
will die angeschlagene Marburger Telefon-Gesellschaft TelDaFax zwei
Tochterfirmen verkaufen und sich künftig nur noch auf das Festnetz-Geschäft
konzentrieren . Das kündigte heute Vertriebsvorstand Stefan Koch in einem
Gespräch mit der Deutschen Presseagentur an . Koch bestätigte , dass ein
geplanter Aktientausch von TelDaFax-Papieren in Anteilsscheine des
amerikanischen Großaktionärs World Access geplatzt ist . " Er ist von der
Börsenaufsicht untersagt worden " . World Access wollte seine TelDaFax-Anteile
durch das Tauschangebot erhöhen . Derzeit hält der US-Gesellschafter rund 33
Prozent der Aktien . Die von den Amerikanern angekündigte milliardenschwere
Schadenersatzklage gegen die Deutsche Telekom wegen der rund zweiwöchigen
Abschaltung des TelDaFax-Netzes bezeichnete Koch als " gerechtfertigt " .
Mittlerweile sei das Geschäft zwar wieder angelaufen , aber " dass wir durch die
Abschaltung mehr als zehn Prozent der Kunden verlieren , war klar " . Nach
Angaben des Vertriebsvorstands sollen die zur TelDaFax-Gruppe gehörenden
Mobilfunkservice-Anbieter NetztelPlus und der Internetservice-Provider
GeoNetsystems mit zusammen knapp 80 Beschäftigten verkauft werden . Die
Netztel-Anteile waren erst im Februar vom Konkurrenten Drillisch an TelDaFax
übertragen worden . " Es gibt Interessenten für die Tochtergesellschaften " .
TelDaFax werde sich auf das Call-by-Call-Geschäft im Festnetz konzentrieren . "
Das Insolvenzverfahren eröffnet auch Chancen für einen Neustart " . Koch rechnet
angesichts der prekären wirtschaftlichen Lage mehrerer kleiner
Telefongesellschaften mit Fusionen . Er hoffe , dass die Mahnschreiben der
Deutschen Telekom an eine Reihe von Telefonfirmen wegen offener Rechnungen für
Mietleitungen und erste Insolvenzverfahren die Branche aufrütteln . Auch
Arcor-Vorstandschef Harald Stöber hatte wegen der desolaten Finanzlage kürzlich
Fusionen in der Branche nicht ausgeschlossen . Satter Gewinn bei Microsoft Der
zweitgrößte Softwarehersteller der Welt beantwortet die anklingende
Krisenstimmung der PC-Branche mit einer neuerlichen Gewinnexplosion . Das Wall
Street Journal bejubelte den Geschäftserfolg pflichtbewußt : Microsoft sei mit
dem Zuwachs von rund 28 Prozent gegenüber dem vorausgegangenen Quartal in eine "
astronomische Region " vorgestoßen . Für die guten Geschäfte sind nach Angaben
von Vizepresident Steve Ballmer unerwartet hohe Verkaufszahlen beim Absatz von
Office97-Pakten in Nordamerika verantwortlich . Im Gespräch mit Analysten
dämpfte Finanzchef Greg Maffei einer Gewohnheit folgend übermäßige
Wachstumserwartungen . Er erwarte bereits im nächsten Quartal einen " leichten
Gewinnrückgang " . Intershop mit neuem US-Chef Die Jenaer Softwarefirma
Intershop setzt die Umstrukturierung strategischer Firmenbereiche fort . Zum
neuen Präsidenten des USA-Geschäfts wurde Ray Schaaf ernannt , teilte das Jenaer
Unternehmen heute mit . Schaaf , zuvor Präsident von Xmark , einem
Softwareanbieter für mobile und internetbasierte Unternehmenslösungen . Der
bisherige US-Interims-Chef Phil Oreste widmet sich künftig der Entwicklung sowie
dem Ausbau von strategischen Kooperationen und Partnerschaften zwischen
Intershop und US-Unternehmen . Nach dem dramatischen Einbruch des einstigen
Stars der deutschen Internetbranche waren straffe Neustrukturierungen und die
Konzentration auf das Kerngeschäft angekündigt worden . Der Anbieter von
E-Business-Lösungen hatte im April den strategischen Hauptsitz von den USA
wieder nach Jena verlegt . Was war . Was wird . Wie immer möchte die Wochenschau
von Hal Faber den Blick für die Details schärfen : Die sonntägliche Wochenschau
ist Kommentar , Ausblick und Analyse . Sie ist Rück- wie Vorschau zugleich . Was
war Mark Forman , bislang bei Unisys für das e-Business zuständig , wird
oberster Leiter des e-Government-Fonds in den USA . Im sogenannten Office of
Management and Budget geht er daran , die amerikanische Regierung zu
digitalisieren . Da passt es trefflich , dass sich Unisys für den Computer
entschuldigt hat und auch die Folgen nicht aus den Augen verloren hat , die der
Einsatz von Computern mit sich bringt . SPAM , die Dotcom-Blase und das Platzen
der Bobo-Träume . All das ist eine Erblast des UNIVAC und Unisys entschuldigt
sich . Auch für das Multitasking , weil es ganz und gar nicht unserem Wesen
entspricht , gleich morgens beim Zähneputzen Kaffee zu trinken , zu surfen und
ein Brötchen zu schmieren . Wie die Geschichte es will , ist Jasper ein
Webhamster aus Holland , dem das Design geklaut wurde , und der es nicht weiß
auf weiß sondern schwarz auf weiß bei dem begucken wollte , der es gemopst hatte
. Der wiederum hatte gerade anderes zu tun , wie der Output der versehentlich
angelassenen Web-Kamera beweist . Kurzerhand kopierte Jasper die hübschen
Momente eines bewegten Lebens und schickte das ganze Vergnügen an die
Internet-Ausgabe des Volkskrant , dagindaguit.nl . Von dort aus lief die Sache
quasi um die Welt , zur Warnung an alle Web-Bastler : die Rache eines
Webhamsters kann furchtbar sein . Und wird der Code nicht geändert , dann rast
die alle Probleme lösende Saugmaschine über die Site hinweg und schlürft den
ganzen Dreck in sich hinein . Am Cue Cat hatten kreative Hacker ihren Spaß ,
doch weniger die Firma CompuShack und ihre Tochter Digital Convergence . Doch
halt , der Spaß fängt vielleicht erst noch an ! Wenn die Prognosen der immer
wieder zu verehrenden Marktforscher stimmen , dann werden Mobiltelefone mit
integriertem Barcode-Leser der nächste große Renner . Richtig , die Rede ist von
den Gebrüdern Theo und Karl Albrecht . In unserem bescheidenen Land gibt es
Menschen und nicht nur Bobos , die haben viel Spaß an der Discounter-Kette der
Abrechts . Aldi-Fans rühmen die " Qualität der Waren " und die " fairen Preise "
. Aber natürlich niemals auf Platz eins . Klar , geht gar nicht . Hätten wir uns
eigentlich denken können . Irgendwie ja logisch , denn Pac-Man schnappt zu und
dann ist Schluss . Offensichtlich handelt es sich also um eine Unart , bei der
die Pac-Man-Programmierer gefressen werden , die sich an quelloffenen Stoffen
laben . In den Lizenzbedingungen zum Mobile Internet Kit für MS-Entwickler haben
die Rechtsanwälte den schönen Begriff virale Software für Programme eingeführt ,
die nach GPL , FPL oder einer anderen Pac-Man-Lizenz gestaltet sind . Gegen
solche Virus-Bedrohungen muss man sich einfach mit einer Lizenz schützen .
Besonders der Design-Guru Jeff Raskin zeigte sich nicht angetan von dem , was
Apple heute unter dem Begriff " einfache Benutzerführung " versteht . Vielleicht
könnte man Raskin beruhigen mit dem Hinweis , dass einfache Ideen nicht
kompatibel mit dem Unterfangen sind , Menschen das Geld aus der Tasche zu ziehen
. Das gilt nicht nur für Apple ! Vielleicht wird es so kommen , dass wirklich
einfache Ideen wie Disk on Key nicht nur von der Presse belächelt , sondern
sinnvoll dort eingesetzt werden , wo Computer als Luxus gelten und stattdessen
die Simputer gefragt sind . Wenn Philosophen als Spielzeug populär werden , dann
ist es an der Zeit , Computer einfacher als Spielzeug zu machen ! Was wird
Überall hagelt es Konferenzen , Workshops und Entschuldigungen . Ausgerechnet
die Firma , die Microsoft generös das Monopol für Browser lässt und auf eine
Zukunft wartet , in der es zwei Sieger und den mediokren Rest gibt . Einen Tag
später wird in Rostock ein Net-Entwicklungszentrum eröffnet , mit dem die
Regierung von Meck-Pom der notleidenden Firma Microsoft unter die Arme greift .
Als Alternative bietet sich Nordrhein-Westfalen an , wo IBM den Red Dot Award
der Designerbranche gewinnt . IBM bekommt den Preis , weil es mit dem Think
Scribe für den ThinkPad Trans Note eine " völlig neue Ära im Produktdesign "
einläutet , in der sich " erstmals die Computer auf die Menschen einstellen " .
In Boston findet die Usenix 2001 statt , auf der am Donnerstag ein Bömbchen
knallen soll . Erwartet wird ein Referat von Don Davis , der das Verschlüsseln
und Signieren in Programmen wie PGP oder S/MIME mit der Public-Key-Methode unter
dem Aspekt der Authentizität für kompletten Blödsinn hält . Gleich nach dem
Referat soll sich dieser Link mit Fakten füllen . Am selben Tag und am folgenden
Freitag kann man sich auch in Bonn aufhalten . Dort entschuldigen sich die
Software-Pioniere stolz dafür , dass sie uns die strukturierte Programmierung ,
Ada oder Algol geschenkt haben . Und wenn sie stolz darauf sind , gebongt : das
ist die Hohe Schule der Entschuldigung . Am Freitag startet in München ein
Vermittlungsversuch der etwas anderen Art , wenn das Burda Center der Ben Gurion
Universität Bar Sheva und das Münchener Institut für Kommunikationswissenschaft
die Kombattanten im Cyberwar zwischen Israel und Palästina einladen .
Passenderweise beschäftigt sich die Böll-Stiftung in Berlin mit einem ähnlichen
Thema , der " Rüstungskontrolle im Cyberspace " . Es ist an der Zeit , dass
nicht nur Microsoft abrüstet . Grimme-Preise fürs TV-Web Das Adolf Grimme
Institut hat heute Abend in Köln erstmals neun Grimme Preise für " herausragende
Leistungen " im Internet vergeben . Die Auszeichnung , die in drei Kategorien
verliehen wurde , erhielten unter anderem die Online-Redaktionen der
Harald-Schmidt-Show , der Internetsendung Giga und der Fernsehsender N-TV und
MTV . Mit dem Grimme Online Award unternahm das Marler Institut nach eigener
Darstellung den Versuch , " die in 37-jähriger Praxis erprobten
Qualitätsmaßstäbe des Adolf Grimme Fernsehpreises auf das neue Medium Internet
zu übertragen " . Insgesamt waren 37 Internet-Angebote nominiert worden . In der
Kategorie " Grimme Online Award TV-Journalismus " sei keine Nominierung
vorgenommen worden , da die wenigen Online-Angebote den Qualitätsvorstellungen
der Nominierungskommission nicht genügt hätten , so die Veranstalter . Der "
Grimme Online Award Web-TV " ging an Aaron Koenig für Idee und Konzept der
Internetplattform bitfilm , auf der netzgerechte Filme für Internetnutzer
angeboten werden . Der gleiche Preis ging an Miriam Pielhau stellvertretend für
Idee , Redaktion und Moderation der Internet-Fernsehsendung Giga . Martin
Neumann und Michael Kramers erhielten den Preis für Idee und Konzept des
ZDF-Projektes eScript , bei dem sich Zuschauer an der Entstehung eines Krimis
beteiligen können . Christian Hörburger nahm die Auszeichnung für die
Online-Redaktion des Online-Forum Medienpädagogik in Empfang , das alle Fragen
rund um Medienpädagogik beantwortet . Carolin Welzel erhielt den Preis für die
Redaktion von politik-digital , auf deren Seiten das Internet als Ort
politischer Diskussion und auch als politisches Thema zur Sprache kommt .
Kristina Schrottka und Anke Hildebrandt wurden für Idee , Entwicklung und
Umsetzung von Kidsville ausgezeichnet , ein Internet-Angebot , das einen
kindgerechten Zugang zum Internet vermittelt . Microsoft darf Internet Explorer
koppeln Microsoft darf Windows 95 wieder im Doppelpack mit dem Internet Explorer
verkaufen . Wegen Verfahrensmängeln hob heute das Berufungsgericht eine
einstweilige Verfügung vom Herbst vergangenen Jahres auf . Microsoft mußte
daraufhin PC-Herstellern erlauben , Windows 95 auch ohne Web-Browser
auszuliefern . In der Begründung des Berufungsgerichts hieß es , der Vorinstanz
seien " prozedurale Irrtümer " unterlaufen . Der Richter habe auch in der Sache
geirrt : Die Integration des Internet Explorer ins Betriebssystem bringe
Anwendern , anders als die einstweilige Verfügung nahelege , keine Nachteile .
Mac-Emulator für den PC PC-Emulatoren für den Macintosh gibt es schon seit
Jahren , aber der umgekehrte Weg fällt den Software-Herstellern schwer , denn
Apples Anwälte lassen eine Kopie der Macintosh-ROMs auf Windows-Seite nicht zu .
Der Hersteller Emulators Inc. versucht es nun über einen Umweg : Da man dazu
einen Macintosh besitzen muß , sieht der Hersteller keine Copyright-Probleme .
Kunden , die den Emulator auch ohne eigenen Mac einsetzen wollen , können
dagegen eine ISA-Karte kaufen , die ein altes Macintosh-ROM aufnimmt .
Gebrauchte Bausteine offeriert die Firma gleich mit . Da der Gemulator nur
Motorolas 68040-CPU nachbilden kann , scheiden viele MacOS-Programme und jüngere
Betriebssystemversionen aus , die man nur noch in nativem PowerPC-Code bekommt .
Bis zu 1 Gigabyte RAM und Monitorauflösungen zwischen 640x480 und 1600x1200
Pixeln werden unterstützt ; Macintosh-Volumes lassen sich einbinden . Das
emulierte MacOS läuft wahlweise im Fenster- oder Vollbildmodus und soll sich
auch mit dem angeschlossenen PC-Drucker verstehen . Beim Start wird der jeweils
letzte Zustand samt laufender Applikationen und geöffneter Daten
wiederhergestellt . Der Gemulator kostet in den Staaten 199 Dollar . Auf seiner
Web-Site bietet der Hersteller eine kostenlose Demoversion auf CD-ROM an .
Connectix' PC-Emulator mit neuer Version MacOS und Windows nutzen dabei dieselbe
Modem- , ISDN- oder LAN-Verbindung - das umständliche Jonglieren mit mehreren
IP-Adressen entfällt . So kann man etwa mit dem Web-Browser von MacOS-Seite aus
surfen , während man im emulierten PC an einem netzweiten Ballerspiel teilnimmt
. Ebenfalls neu ist die Unterstützung von USB-Geräten ; Treiber werden
allerdings nicht mitgeliefert . Wie weit die versprochene
AppleScript-Unterstützung geht , können wir erst in einem ausführlichen
Testbericht klären . Connectix bietet drei unterschiedliche Versionen an , bei
denen das jeweilige PC-Betriebssystem bereits installiert ist : Inklusive
Windows 98 kostet das Paket 179 Dollar , mit Windows 95149 Dollar und samt
PC-DOS 49 Dollar . Für das Upgrade von Version 2.x verlangt Connectix 45 Dollar
. Die US-Version ist für Ende September geplant ; einen Monat später soll die
deutsche Ausgabe folgen . TV-Kabelnetz : Telekom-Konkurrenten chancenlos Beim
Bieterkampf um das TV-Kabelnetz haben Konkurrenten der Deutschen Telekom
offenbar schlechte Karten . Die Telekom werde selbst bei einem höheren Angebot
von Mitbietern den Banken den Vorzug geben , erwartet Josef Scarfone vom
Frankfurt Trust der Finanzagentur Bloomberg . " Der Preis alleine ist nicht der
entscheidende Faktor " . Die Telekom befürchte , ansonsten Bewerber zu stärken ,
die über verwandte Geschäftsfelder verfügen . Damit sinken die Chancen auf einen
Zuschlag für Bertelsmann ; der Medienkonzern ist über ein Joint-Venture an den
europäischen Geschäften des T-Online-Konkurrenten AOL beteiligt . Auch
Kabelunternehmen wie Primacom und der Mobilfunkanbieter Mannesmann würden
demnach leer ausgehen . Dagegen könnte der Softwarehersteller Microsoft durch
die Hintertür zum Zuge kommen . Die Deutsche Bank , die über ihre Tochter DB
Investor für alle neun regionalen Telekom-Kabelfirmen geboten hat , will das
Kabelnetz technisch aufrüsten und dann mit Gewinn verkaufen . Wie dpa gestern
meldete , sollen bereits Gespräche zwischen DB Investor und Microsoft
stattgefunden haben . Ursprünglich hatte Redmond ein weiteres Eisen im Feuer .
Nach einem Bericht des Handelsblatts soll auch der amerikanisch-niederländische
Kabelnetzbetreiber UPC , an dem Microsoft eine Minderheitsbeteiligung besitzt ,
ein Angebot abgegeben haben . Unterdessen wird erste Kritik an der
Kabel-Offensive der Deutschen Bank laut . In allen Regionen hat die weltgrößte
Bank finanzstarke Partner gefunden , darunter Landesbanken und den
Branchenzweiten Hypo-Vereinsbank . Insider vermuten allerdings , dass das
Geldinstitut sein Angebot mit Hilfe der Finanzpartner kräftig aufgestockt hat .
Der Chef des mitbietenden Kabelunternehmens Primacom , Jacques Hackenberg ,
klagte dem Magazin zufolge , dass " wild gewordene Banker die Preise
kaputtmachen " . Was war . Was wird . Wie immer möchte Hal Faber den Blick für
die Details schärfen : Die sonntägliche Wochenschau ist Kommentar , Ausblick und
Analyse . Sie ist Rück- wie Vorschau zugleich . Was war Wer will , wer kann
schon ständig die Floskel von den " schrecklichen Terror-Attacken " benutzen .
Dabei muss geredet werden , um die Dimension des Geschehens zu begreifen und
denen zu erklären , die Angst vor den Bildern bekommen haben : Ein erster Text ,
wie man mit Kindern die Ereignisse und Empfindungen beredet , tauchte schnell im
Internet auf , überraschenderweise beim Porno News Network , das sich öfter mit
der Verarbeitung kindlicher Probleme beschäftigen muss . Doch wie sollen die
Netzbürger der Zukunft mit 911 umgehen , wenn der Schrecken der Bilder gemildert
oder gar gebannt ist ? Microsoft überarbeitet seinen Flugsimulator , den nicht
wenige Spieler mit einem zünftigen Crash in ein Gebäude beenden . Für die
Forscher steht fest : In Spielen lernen Kinder wichtige Fertigkeiten , mit
dieser Welt umzugehen , also muss es ein Terroristen-Spiel geben , für jede
Altersgruppe in einer anderen Variante . Das findet jedenfalls Marc Prensky ,
der den Terrorismus-Vorwurf umdreht . Immer geht es zu einem höheren Spiel-Level
, immer ist da ein größerer Boss und nur ganz wenige schaffen das Siegen ohne
Cheats . Wie soll da entschlossener Widerstand geleistet werden ? Wir brauchen
selbstbewusste Killer . Was für eine düstere Aussicht . Sie haben sich umgesehen
und das Interesse verloren , probieren andere Kommunikationsformen aus , nehmen
SMS oder eSMS oder was sonst so funktioniert . Sind so kleine Hände , aber so
große Mäuse . Aber nicht doch . Familie & Co heißt eine Zeitschrift aus dem Axel
Springer Verlag , die den Computer-Einsatz forcieren möchte . Und in Frankfurt
hat die eBook Award Foundation die Prämierung des besten Kinder-eBook in ihr
Programm aufgenommen . Schließlich können Kinder nie früh genug mit dem Lesen
anfangen . Die Tatsache , dass vom FBI keine Beweise für verschlüsselnde
Terroristen gefunden wurden , ist kein Argument in einer Zeit , die sich den
Erfinder von PGP als reumütigen Zauberlehrling ausgeguckt hat - ganz gleich ,
wie heftig dieser dementiert . Ähnlich ergeht es der Steganographie , die
landauf , landab als Terroristenwerkzeug gehandelt wird und sicher demnächst mit
dem Besitz harter Drogen verglichen wird . Dass mit der Steganographie vertraute
Wissenschaftler keine Beweise für verrätselte Bilder im Internet finden , macht
die Sache nur noch verdächtiger . Wie wäre es mit Operation Noble Eagle ? Was
wird Die Lust auf Zukunft ist begrenzt in diesen Tagen . Am meisten ist man noch
damit beschäftigt , den digitalen Graben möglichst vollständig zuzuschütten .
Vor diesem Hintergrund ist es erwähnenswert , dass die Europäische Kommission am
Dienstag ein groß angelegtes und teures Programm startet , das den Behinderten
das Internet zugänglicher machen soll . " In Europa muss auch die letzte Grenze
fallen " , heißt es im Statement von Yannis Vardakastanis , dem Vorsitzenden des
European Disabilities Forum . Der Mann hat nicht unrecht - doch ist es wirklich
die letzte Grenze , die wir haben ? Aus unverändert aktuellen Anlass sei
außerdem auf die Jahrestagung des " Forum InformatikerInnen für Frieden und
gesellschaftliche Verantwortung " hingewiesen , die Ende der Woche beginnt . Als
sie konzipiert wurde , ließ man die Tagung mit dem lustigen Filmchen 2001 ,
Odysee im Weltraum ausklingen , in dem ein Computer Gewissensbisse hat . Heile
Welt ? Nein , aber schöne und noch viel schönere Welt . Um möglichst viele
Bürger zur Abgeordnetenhaus-Wahl am 21. Oktober zu mobilisieren , hat sich der
Landeswahlleiter aufs Internet besonnen . Wer also mag , kann sich flugs die
Briefwahlunterlagen aus dem Web ziehen . Stattdessen wiehert der Amtsschimmel .
Denn mehr als einen Antrag auf die Briefwahlunterlagen spuckt die Web-Site nach
Angaben des Landeswahlleiters nicht aus . Und der muss jetzt nur noch seine
Kreuze machen und die Unterlagen zurück zur Post bringen . Das alles soll dabei
helfen , so die Wahlleitung , möglichst rasch an die Briefwahlunterlagen zu
kommen . Mit anderen Worten : Es gibt noch einen komplizierteren bzw.
zeitraubenderen Weg an die Wahlunterlagen zu kommen . Eigentlich gar nicht
vorstellbar . Xerox will einen Rivalen schlucken Ganz oben auf der Wunschliste
des führenden Kopiererherstellers steht derzeit die Farbdrucker-Produktion von
Tektronix . Mit der größten Akquisition seit rund 20 Jahren würde Xerox sein
weltweites Händlernetz nahezu verdoppeln . Tektronix gilt mit einem
US-Marktanteil von 28,4 Prozent als zweitgrößter Farblaserdrucker-Hersteller .
Xerox rangierte bisher mit 3,9 Prozent weit hinter Branchenprimus
Hewlett-Packard ( 45,5 Prozent ) . Tektronix-Aufsichtsrat Jerry J. Meyer
begrüßte das Xerox-Angebot . Auf lange Sicht könne Tektronix mit größeren
Herstellern nicht mehr mithalten . Mit einem Teil der Kaufsummen will Tektronix
Schulden abbauen . Auch Xerox erhofft sich vom Zukauf neue Impulse .
Farblaserdrucker gelten als künftige Hoffnungsträger der Druckerbranche . Im
selben Zeitabschnitt rechnen die Hersteller von Schwarzweiß-Laserdruckern
lediglich mit einem mäßigen Zuwachs von acht Prozent . Taiwans Chip-Produktion
stark beeinträchtigt Taiwan leidet unter den Folgen des schweren Erdbebens , das
in der Nacht von Montag auf Dienstag nach Behördenangaben mindestens 2100
Todesopfer forderte . Zur Zeit steht noch die Trauer um Tote und die Sorge um
Vermisste im Zentrum des öffentlichen Interesses . Mittlerweile zeigen sich aber
auch die Auswirkungen der Naturkatastrophe auf die einheimische Chip-Produktion
. Nach Berichten aus unserem taiwanischen Büro haben die Gebäude der
Chip-Hersteller im Technologiezentrum Hsinchu-Park den Erdstößen der Stärke 7,3
standgehalten . Bei den Unternehmen sei die Produktion durch starke Nachbeben ,
die die notwendige Justierung und Kalibrierung der Anlagen verhinderten , sowie
Problemen bei der Materialbeschaffung teilweise zum Erliegen gekommen . Die
Zulieferer konzentrieren sich überwiegend in Taichung . Die Stadt , die rund 60
Kilometer vom Epizentrum des Bebens entfernt liegt , sei schwer zerstört und zur
Zeit von der Außenwelt abgeschnitten . Viele Produzenten klagen auch über
Probleme bei der Stromversorgung . Besonders Firmen mit kontinuierlich hohem
Energiebedarf können ihre Spitzen nicht mehr decken . Das Wall Street Journal
führte die Engpässe auf den Ausfall von zwei Kraftwerken im Landesinneren zurück
, die angeblich durch das Beben schwer beschädigt sein sollen . Der Stillstand
soll allerdings zu keinen nennenswerten Lieferschwierigkeiten führen . Mit
Verspätungen zwischen 10 und 14 Tagen sei jedoch in der Waferproduktion zu
rechnen , meldete unser taiwanisches Büro . Die meisten Hersteller hätten sich
durch ausreichende Lagerbestände abgesichert . Auch die deutsche Handelskette
PC-Spezialist erwartet nach Rücksprache mit ihren taiwanischen Lieferanten keine
Lieferengpässe . Zu schwankenden Preisen werde es wohl nur bei DRAMs kommen .
Der Spot-Markt hat bereits auf die Naturkatastrophe reagiert . Gestern wurden
dort 64-Megabit-Speicherbausteine für 17 Dollar gehandelt ( siehe auch eine
frühere Meldung ) . PC-Hersteller bestätigen Microsofts Lizenzpraktiken
Microsoft steht ein heißer Herbst bevor : Nach eidesstattlichen Versicherungen
von leitenden Mitarbeitern der Hersteller Compaq und Gateway 2000 , die den
Vorwuf illegaler Lizenzpraktiken stützen , gerät der Windows-Hersteller
zunehmend in Erklärungsnotstand . Vor allem eine belastende Aussage von Stephen
Decker , dem leitenden Software-Einkäufer von Compaq , ist für die Ermittler des
amerikanischen Justizministeriums von weitreichender Bedeutung . Decker hatte
gegenüber der obersten US-Justizbehörde bezeugt , daß er von Microsoft massiv
unter Druck gesetzt worden sei . Microsoft habe mit der Kündigung des
Windows-Lizenzabkommens gedroht , falls Compaq nicht den geplanten Austausch des
Internet Explorer gegen Netscapes Navigator unterlasse . Deckers Aussagen zu
MS-Lizenzpraktiken wurden in wesentlichen Punkten aus dem Führungsstab von
Gateway 2000 bestätigt . In einem Fall hätten MS-Vertreter die Verlängerung der
Windows-Lizenz von einer Einigung über den Verkauf von MS-Office und der
Microsoft-Maus abhängig gemacht . In dem Memorandum enthalten sind auch die
Aussagen von Decker und Von Holle . In einer ersten Stellungnahme konnte sich
Microsoft-Firmensprecher Max Murray erinnern , daß sein Unternehmen Compaq die
Erlaubnis verweigert habe , den Internet Explorer von Compaq-Rechnern zu
entfernen . Schließlich sei der Explorer fester Bestandteil von Windows 95 . Es
könne nicht angehen , daß ein Hersteller das Betriebssystem nach Gutdünken
zerlege und nur in einer Teilinstallation ausliefere . AOL erhöht das Tempo Nach
mehrmonatigem Beta-Test gibt AOL den neuen Übertragungsstandard V.90 bundesweit
frei . Mitglieder mit V.90-Modems können jetzt mit einer Geschwindigkeit von bis
zu 56 Kbit AOL und das Internet nutzen . Darüber hinaus hat der Online-Dienst
die Leitungskapazitäten über den Atlantik erweitert - pro Sekunde können jetzt
über 250 Megabit transportiert werden . Mobilcom : Pauschalgebür für
Ortsgespräche Der Telekom-Konkurrent Mobilcom plant fürs kommende Jahr die
Einführung neuer Tarifmodelle . Nach einem Bericht der Bild-Zeitung will das
Schleswiger Unternehmen eine pauschale Grundgebühr nach dem Vorbild der USA
einführen , die auch alle Ortsgespräche abdeckt . Damit werden Internetbenutzer
deutlich besser gestellt . Auch die Berliner TeleFlash lockt mit günstigen
Tarifen . Im neuen Jahr will der Anbieter sogar Telefonate zum Nulltarif
ermöglichen . Die Sache hat nur einen Haken : Die Gespräche werden alle 90
Sekunden durch 30sekündige Werbespots unterbrochen . Nach Auskunft einer
Firmensprecherin startet TeleFlash am 15. Februar 1999 den Regelbetrieb . Kunden
mit ISDN-Anschluß können sich bereits jetzt unter der Nummer 0180-5121131
anmelden . Intel demonstriert Pentium mit 1002 MHz Intels Pentium III erreicht
per Übertaktung eine Frequenz knapp über der 1 GHz-Schwelle - allerdings nur mit
aufwendiger Kühlung . Auf dem Intel Developer Forum ( IDF ) präsentierten
Mitarbeiter des Intel Architecture Lab jetzt einen mit 1002 MHz getakteten
Prototyp . Im Dunkeln blieb allerdings , mit welcher Technik Intel den Chip
kühlt . Zumindest konnte Senior Vice President Albert Yu Nachfragen aus dem
Auditorium nicht befriedigend beantworten . Möglicherweise , so hieß es , werde
flüssiger Stickstoff verwendet . Wahrscheinlicher ist allerdings , daß ein in
Kühlschränken gebräuchliches Aggregat für niedrige Temperaturen sorgt . Bis die
GHz-Prozessoren in den Händlerregalen landen - im Dezember hatte auch IBM nach
eigenen Angaben mit dem Power Four Chip die Gigahertz-Hürde übersprungen -
dauert es wohl noch rund zwei Jahre . Spätestens dann will auch AMD mitmischen .
Der Prozessorhersteller hatte bereits im vergangenen Jahr von Plänen für einen
konventionell gekühlten GHz-Prozessor gesprochen und die Markteinführung für das
Jahr 2000 angepeilt . Jahr 2000 : Frühe Warnung vor Atomraketenfehlstarts Nach
Berichten der russischen Nachrichtenagentur Interfax wollen russische und
amerikanische Militärs eine gemeinsame Frühwarnzentrale zum Schutz gegen
irrtümlich abgefeuerte Atomraketen einrichten . Damit reagieren die beiden
Atommächte auf Gefahren , die von veralteten russischen Computern ausgehen , die
noch nicht auf den Jahrtausendwechsel vorbereitet sind . Das gemeinsame Vorgehen
sei bereits in der Vorwoche bei einem Besuch einer US-Militärdelegation in
Moskau beschlossen worden . Die Zentrale mit Sitz in Colorado Springs soll
bereits im Herbst diesen Jahres die Arbeit aufnehmen . Grund für die
beschleunigte Einrichtung sei ein weiteres Computerproblem , da am 9. 9.1999 , 9
Uhr 09 auftritt , berichtet Interfax weiter . Ältere Computerprogramme könnten
die sieben Neunen als ungültige Datumsangabe interpretieren . CeBIT schließt mit
Besucherrekord ab Die CeBIT geht auch in diesem Jahr mit einem Besucherrekord zu
Ende . Vier Jahre nach der Ausgliederung der kleineren CeBIT Home haben rund
700.000 Menschen die weltgrößte Computermesse besucht , gut 20.000 mehr als im
Vorjahr . Das teilte die Deutsche Messe AG heute vor Messeschluß mit . Auch die
Zahl der Besucher aus dem Ausland nahm leicht auf 126.000 zu . Messe-Vorstand
Hubert H. Lange sagte , die Zufriedenheit der Aussteller sei noch nie so groß
gewesen . Als problematisch wurde allerdings die Verkehrssituation rund ums
Messegelände geschildert . Über Produktneuheiten und Ereignisse auf der Messe
berichtet heise online in einem umfangreichen CeBIT special . IT-Verband :
Microsoft plant General-Attacke Nach dem US-Software-Dachverband ( SIIA ) macht
sich jetzt ein weiterer IT-Verband für die Aufspaltung von Microsoft stark . In
einem derzeit noch unveröffentlichten White Paper warnt die Computer &
Communication Industry Association ( CCIA ) vor einer Ausweitung des
Microsoft-Monopols auf neue Geschäftsfelder . In einem Gespräch mit Jounalisten
berichtete Verbandssprecher Ed Blake von Befürchtungen , Microsoft plane im
nächsten Schritt eine " General-Attacke auf den Netzwerkmarkt " . Redmond wolle
hier mit denselben Strategien und Taktiken zum Ziel kommen , " die das
Unternehmen auf dem Desktop-Markt anwendet " . Dagegen helfe nur eine Teilung
des Konzerns . Die Bestrafung dürfe allerdings nicht so ausfallen , daß sich
Redmond einer künftigen strengen Überwachung unterziehen müsse . Zu den Motiven
der CCIA sagte Blake : " Wir wollen , daß die Menschen die Wahrheit des Marktes
kennenlernen und verstehen , wie diese Industrie arbeitet " . Mitglied des
Verbandes ist neben Sun Microsystems auch AT&T . Der Telekommunikationsriese ( "
Ma Bell " ) gilt selbst als kartellverfahrensgeschädigt . Vor Jahren saß auch er
auf der Anklagebank . Der Anti-Trust-Prozeß endete mit der Zerschlagung des
Telefonmonopols von Ma Bell und führte zur Gründung mehrerer regionaler
Telefongesellschaften , den sogenannten Baby Bells . Talfahrt auf hohem Niveau
Der Einbruch des Dow Jones , der gestern um 219 Punkte nachgab , beutelt auch
die Aktionäre von IT-Unternehmen . Zu den Verlierern gehören neben Microsoft ,
Oracle und Sun auch eine Reihe von Internet-Werten , etwa AOL , Broadcast.com
und eBay . Die Technology Stocks gaben zwar nur moderat um 73 Punkte nach ,
allerdings deutet sich bei den Computerherstellern eine Talfahrt auf zur Zeit
noch hohem Niveau an . Nach einer Studie der Marktforscher von PC Data sind zwar
in den USA im Februar rund 1 Prozent mehr Computer verkauft worden .
Gleichzeitig gingen aber die Umsätze um etwa 16 Prozent zurück . Anscheinend
schlägt der Preisrutsch bei Computern mittlerweile auf die Bilanzen durch .
Offenbar ist das nur die Spitze des Eisbergs . Beobachter an der Wall Street
erwarten zusätzlich einen starken Rückgang bei den Verkäufen . Die
Konjunkturdelle fordert bereits ein erstes Opfer . Besonders hart hat es Micron
Electronics erwischt . Der Hersteller berichtete über einen 24prozentigen
Absatzrückgang im zweiten Quartal . Streit um Urheberrechtsabgabe für
Kombi-Drucker Die Verhandlungen über eine Urheberrechtsabgabe auf Drucker mit
Kopier- , Fax- und Scan-Funktionen sind gescheitert . Die
Verwertungsgesellschaft Wort ( VG Wort ) verlange 150 Mark für Geräte , die zum
Teil zu einem Preis von 600 Mark vom Handel angeboten würden . Die Gespräche
seien deshalb abgebrochen worden . Damit weitet sich der Streit über
Urheberrechtsabgaben auf Computerzubehör aus . Zuvor war bereits ein Kompromiss
für die Abgabe auf CD-Brenner gescheitert . In beiden Fällen muss jetzt ein
Schiedsgericht vermitteln . Unabhängig vom Ausgang geht Rohleder davon aus ,
dass Drucker , CD-Brenner und Scanner in Deutschland teurer werden . " Die
Unternehmen müssen schon jetzt Rückstellungen für mögliche Abgaben bilden " .
Diese würden sie zum Teil an die Kunden weitergeben . Langfristig werde die
Debatte dazu führen , dass die Kunden ihr Computerzubehör nur noch über das
Internet oder aus dem europäischen Ausland beziehen . " Nachdem große Teile der
Unterhaltungsbranche kaputt gegangen sind , ist es traurig zu sehen , wie jetzt
der Bereich private Elektronik systematisch zerstört wird " . Gutachter soll
Telekom-Bilanz durchleuchten Die Telekom will wegen des Streits um die Bewertung
ihres Immobilienvermögens ihre Bilanz 2001 durch einen zweiten Abschlussprüfer
testieren lassen . Der Hauptversammlung werde die Bestellung eines unabhängigen
Gutachters vorgeschlagen , kündigte Vorstandschef Ron Sommer heute bei der
Bilanzvorlage in Bonn an . Eine Sonderprüfung , wie von einigen
Aktionärsvertretern gefordert , lehnte er dagegen ab . Diese Prüfung habe es
bereits 1998 gegeben , dabei sei die vorgenommene Immobilienbewertung bestätigt
worden . Nach Angaben von Finanzvorstand Gerhard Eick wird Ernst & Young der
zweite Abschlussprüfer sein . Bislang habe die Telekom zu der
US-Wirtschaftsprüfungsgesellschaft keine Geschäftsbeziehungen unterhalten .
Bisher waren Erfinder bei der Recherche auf Patentanwälte oder Besuche beim DPMA
oder den Patentzentralen von Kammern und Universitäten angewiesen . Das
Recherchesystem wurde heute von Patentamtspräsident Hans-Georg Landfermann auf
der Hannover Messe vorgestellt . Depatisnet ermöglicht Online-Recherchen zu
Patentveröffentlichungen aus aller Welt , die sich im Datenbestand des
amtsinternen deutschen Patentiformationssystems Depatis befinden . VDE :
Chip-Boom nur kurzzeitig gestoppt Der Branchenverband VDE rechnet nach einer "
Konjunkturdelle in diesem Jahr " mit einem starken Wachstum des Weltmarkts für
Mikrochips . Die Position der deutschen Hersteller , die neue Fabriken vor allem
in Dresden und Frankfurt/Oder aufbauen , sieht der Verband gefestigt . Der
weitere Ausbau würde jedoch durch den Fachkräftemangel gebremst , teilte ein
VDE-Sprecher heute in Frankfurt mit . Hauptgrund sei der Abbau von
Lagerbeständen . Von 2003 an sei wieder mit zweistelligen Wachstumsraten zu
rechnen . Deutschland werde dem Trend wegen des im Vergleich zum Weltmarkt
höheren Anteils an Automobilelektronik in abgeschwächter Form folgen . Der
Verband erwartet , dass die europäische Halbleiterindustrie ihre gute
Marktposition behauptet und ihren Spielraum vergrößert . Angekurbelt werde die
Chip-Konjunktur vor allem durch die Telekommunikationstechnik . buecher.de
übernimmt Internet-Antiquariat Der Online-Buchhändler buecher.de hat das vor
knapp drei Jahren in Berlin gegründete Zentrale Verzeichnis Antiquarischer
Bücher ( ZVAB ) übernommen . Das Internet-Antiquariat , eines der größten in
Europa , listet zurzeit 780.000 alte , aber noch lieferbare Titel . Über den
Kaufpreis vereinbarten beide Unternehmen Stillschweigen . Bertelsmann stößt 50%
seiner AOL-Aktien ab Der Medienkonzern Bertelsmann hat sich nach eigenen Angaben
am vergangenen Donnerstag von der Hälfte seiner AOL-Wertpapiere getrennt .
Bertelsmann unterhält allerdings weiterhin starke Verbindungen in die
AOL-Zentrale ; Bertelsmann-Chef Thomas Middelhoff sitzt weiterhin im
Aufsichtsrat . Neben Bertelsmann hat zuletzt auch eine Reihe von
AOL-Mitarbeitern größere Aktienpakete abgestoßen , darunter AOL-Chef Steve Case
und President Robert Pittman . Auch ein Neuer im AOL-Team will sich von seinen
Werten trennen . Analysten spekulieren bereits über den Hintergrund der
Transaktionen . Möglicherweise stehen sie in Zusammenhang mit dem derzeit flauen
Europa-Geschäft des Online-Dienstes . Zumindest deutete Bertelsmann an , dass
die Erlöse der Verkäufe zum Ausbau von AOL Europa verwendet werden sollen . Dem
Wert der AOL-Aktie haben die Aktien-Deals allerdings kaum geschadet . Allianz
zwischen Siemens und Fujitsu besiegelt Die deutsch-japanische Ehe zwischen
Siemens und Fujitsu gilt seit heute als besiegelt . Wie beide PC-Hersteller
anlässlich einer Vorstellung ihrer Ziele erklärten , geht das
Gemeinschaftsunternehmen wie geplant am 1. Oktober an den Start . Nach den
Vorstellungen der Partner soll Fujitsu Siemens Computers in Europa die
Führungsrolle übernehmen . Weltweit strebt das Unternehmen einen Platz unter den
drei erfolgreichsten Computerbauern an . Bis zuletzt war über das Zustandekommen
der Allianz spekuliert worden . Mittlerweile haben sich beide Firmen auf einen
Personalbestand von 9.000 Beschäftigten verständigt . Wegen eines bereits vor
der Allianz begonnenen Restrukturierungsprogramms dürfte die Zahl der
Arbeitsplätze aber noch abnehmen . Geleitet wird das Gemeinschaftsunternehmen
mit rechtlichem Sitz in den Niederlanden von einer Doppelspitze : Von Fujitsu
rückt der bisherige Europa-Chef Winfried Hoffmann in die Vorstandsetage auf .
Ihm steht der bisherige Leiter der Siemens-Computersparte , Robert Hoog , zur
Seite . Über den Vorständen sitzen nach amerikanischem Vorbild der
Vorstandsvorsitzende Rudi Lamprecht ( Siemens ) und sein Stellvertreter Tetsuo
Urano ( Fujitsu ) . Auch der Fortbestand der fünf bestehenden Produktions- ,
Forschungs- und Entwicklungsstätten des neuen Gemeinschaftsunternehmen scheint
vorerst gesichert . An Paderborn , Augsburg und Sömmerda in Thüringen werde in
jedem Fall festgehalten , erklärte Lamprecht . Pech für Notebook-Räuber Magere
Beute haben die drei bewaffneten Männer gemacht , die am Samstag einen angeblich
mit 1450 Compaq-Notebooks beladenen Transporter überfallen hatten . Mittlerweile
steht fest , dass den Räubern statt kompletter Notebooks lediglich Gehäuse und
Displays in die Hände gefallen sind . Die erbeuteten Notebook-Teile sollten nach
Recherchen von The Register nach Schottland transportiert werden . Dort sollten
sie in einer Fabrik des taiwanesischen Unternehmens Inventec zusammengebaut ,
mit Festplatten und Tastaturen ausgerüstet und später unter Compaq-Label
verkauft werden . Compaq teilte inzwischen mit , die erbeuteten Teile seien zum
Zeitpunkt des Überfalls vollständig im Besitz von Inventec gewesen . Diese
Erklärung ist Compaq offenbar nicht leicht gefallen . Bisher hatten
Compaq-Manager immer wieder beteuert , ihr Unternehmen baue Notebooks
ausschließlich in eigener Regie . Oliver Ehlebracht IT-Aktien " absurd
überbewertet " Microsoft-President Steve Ballmer hat mit einer Rede vor
US-Verlegern die Aktienkurse von IT-Werten purzeln lassen . Beim Treffen der
Society of American Business Editors and Writers beklagte Ballmer die bei
Investoren vorherrschende " Goldrausch-Mentalität " . Dadurch würden IT-Aktien
weit über ihrem eigentlichen Wert notiert . Dies schade auf lange Sicht der
positiven wirtschaftlichen Entwicklung . " Die Überbewertung der IT-Aktien ist
einfach absurd " ; das Wertpapier von Microsoft mache da keine Ausnahme . Wall
Street quittierte Ballmers Rede mit Kursverlusten . Neben der Microsoft-Aktie ,
die rund 2,40 Dollar einbüßte , knickten auch die Wertpapiere anderer IT-Firmen
ein . Bei Börsenschluss hatten die Technologie-Aktien im Schnitt fünf Prozent
ihres Werts verloren . Analysten bezweifeln jedoch , dass Ballmers Philippika
nachhaltig die Aktienkurse beeinflusst . Daran glaubt wohl auch Ballmer nicht .
Denn auch das Haus Microsoft bereitet sich auf einen neuen Börsengang vor . Die
Erstemission des Reisedienstes Expedia soll demnächst an der Wall Street notiert
werden . Auch die künftige Rolle von Microsoft steht bereits fest . Expedia soll
aus dem Unternehmen ausgegliedert werden . Redmond will allerdings die
Aktienmehrheit behalten . Rio 500 in Deutschland gleich geklaut In den USA steht
die neue Rio-Generation bereits in den Regalen ; hier zu Lande müssen sich
Interessenten allerdings noch bis Mitte Oktober gedulden . Die ersten 40 für
Deutschland bestimmten Rio-500-Player haben jedoch bereits den Besitzer
gewechselt . Die für die Presse bestimmten Testgeräte sind während des
Transports zwischen Köln und München spurlos verschwunden . Sie seien offenbar
gestohlen worden , sagt Diamond-Sprecher Hans-Peter Lange . " Ersatz ist nicht
so schnell zu beschaffen " . Bei der Deutschland-Premiere des
Rio-300-Nachfolgers Mitte Oktober soll aber alles besser laufen . Rund 570 Mark
müssen die Kunden für den Player auf den Ladentisch legen . Dafür gibt es 64
MByte Speicher , also doppelt soviel wie beim Vorgänger . Damit spielt Rio etwa
eine Stunde Musik in CD-ähnlicher Qualität oder 32 Stunden Sprachaufzeichnungen
ab . Per USB-Schnittstelle wird der Player auch vom Mac aus anzusteuern sein .
Neben MP3-Songs soll er auch die Formate MPEG 2.5 , ADPMC und Audible
beherrschen und mittels InterTrust-Software die Verbreitung von Raubkopien
unterbinden - herkömmliche MP3-Musik läßt sich trotzdem abspielen . Bei der
Desktop-Software stützt sich Rio künftig auf den hauseigenen Rio Audio Manager ,
der eine direkte Verbindung zum Online-Angebot RioPort bietet . Focus gewinnt
Streit um fokus.de Der Focus-Verlag hat im Clinch um eine mögliche
Buchstabenverwechslung gesiegt . Zum erwarteten Urteilsspruch des mit der Klage
befassten Landgerichts München kam es gestern nicht . Knierim und sein
Rechtsbeistand Hans Werner Weingart hatten sich bereits im richterlichen
Vorgespräch darauf geeinigt , die Ansprüche des Focus anzuerkennen . Zudem habe
er verhindern wollen , dass das Urteil in anderen Streitfällen , bei denen es um
generische Begriffe geht , als Referenz herangezogen werde . Vobis plant keinen
Stellenabbau Die 3500 Vobis-Mitarbeiter müssen nach Aussagen des
Vorstandsvorsitzenden Gert Hügler nicht um ihre Arbeitsplätze bangen . Die
Neuordnung der Gruppe habe für die Beschäftigten keine Auswirkungen ; größere
Personalanpassungen werde es nicht geben , dementierte Hügler gegenteilige
Aussagen eines Gewerkschaftssprechers . Zu den Verhandlungen über den Verkauf
des PC-Einzelhandels sagte Hügler , die Gespräche seien " weit fortgeschritten "
. Der Einzelhandel werde auch weiterhin den Namen Vobis tragen ; der
Verwaltungssitz bleibe im Aachener Raum bestehen . Den Namen des Interessenten
wollte Hügler allerdings derzeit noch nicht nennen . Microsoft kündigt
Aktiensplit an Softwarehersteller Microsoft hat heute zum achten Mal seit der
Erstemission seines Wertpapiers im März 1986 einen Aktiensplit angekündigt . Die
Ankündigung ließ den Kurs der Microsoft-Aktie am Montag morgen ( Ortszeit ) um
über vier US-Dollar auf mittlerweile 161 Dollar klettern . Das Papier hatte in
den vergangenen zwölf Monaten erheblich niedriger ( zeitweise sogar bei etwa 68
Dollar ) notiert , zog aber nach Veröffentlichung der Microsoft Halbjahresbilanz
kräftig an . Olivettis Telekom-Gebot : Verdacht auf Insiderhandel Die
italienische Börsenaufsicht Consob hegt den Verdacht , daß im Vorfeld des
Übernahmeangebots von Olivetti für die Telecom Italia an der Mailänder Börse
Insiderhandel betrieben wurde . Wie italienische Zeitungen heute berichten , hat
die Börsenaufsicht angesichts der außergewöhnlichen Kursanstiege der
Telecom-Italia-Aktien bereits in den Tagen vor dem Übernahmeangebot Ermittlungen
eingeleitet . Vor der Bestätigung der Übernahmeabsichten durch Olivetti sei der
Handel mit Telecom-Aktien schwunghaft gestiegen , erklärte der stellvertretende
Ministerpräsident Sergio Mattarella anläßlich einer Anfrage im italienischen
Parlament . Erst am 19. Februar hatte Olivetti die Gerüchte über eine Übernahme
so lau dementiert , daß Händler und Presse darin eine Bestätigung sahen . Schon
Wochen vorher waren an der Börse Gerüchte über die kühnen Übernahme-Absichten
von Olivetti im Umlauf , die jedoch kaum ernst genommen wurden . Nachdem die
Consob im ersten Anlauf Olivettis Übernahmeangebot als unzureichend
zurückgewiesen hatte , startet das Unternehmen nun einen neuen Versuch . Heute
erneuerte Olivetti sein Angebot und leitete eine Kapitalerhöhung zur
Finanzierung ein . Olivetti muß sich allerdings heftiger Kritik von
Telekom-Italia-Chef Franco Bernabe erwehren . Bernabe hatte in einem Interview
mit der Tageszeitung " Corriere della Sera " den Übernahmeversuch mit einer
geplatzten Übernahme in den 80er Jahren verglichen , bei der riesige
Schuldenberge entstanden waren . Bill Gates stellt Bedingungen Microsoft-Chef
Bill Gates will einem möglichen Vergleich im Kartellprozeß mit der US-Regierung
nicht vorbehaltlos zustimmen . " Solange wir dieses Recht behalten , steht einem
Vergleich nichts im Wege " . Mittlerweile wurde bekannt , daß Microsoft dem
US-Justizministerium offiziell einen Vorschlag für eine außergerichtliche
Einigung unterbreitet hat . Die Offerte aus Redmond wird allerdings von
Klagebeteiligten mit Skepsis aufgenommen . Der kalifornische
General-Staatsanwalt Bill Lockyer bezeichnete den Vorschlag im Gespräch mit dem
Wirtschaftsdienst Bloomberg als " Minimal-Ouvertüre - weit entfernt von dem ,
was man als adäquat bezeichnen kann " . Allerdings bekräftigte ein Mitarbeiter
des Justizministeriums die grundsätzliche Verhandlungsbereitschaft der Behörde :
" Wir sind für alle ernsthaften Vorschläge weiterhin offen " . Milliardenverlust
bei IBM Die PC-Produktion von IBM steckt tief in roten Zahlen . Beobachter
rechnen seit längerem aufgrund anhaltender Preiskriege und des Erfolgs von
Billiganbietern mit drastischen Gewinneinbrüchen bei Computerherstellern .
Während die Absatzzahlen und Umsätze wachsen , schrumpfen die Gewinne . Bei IBM
schaffen schwindende Marktanteile zusätzliche Probleme . Mittlerweile bezweifeln
Analysten , daß IBM die ins Schlingern geratene PC-Produktion wieder flott
bekommt . Steven Milunovich von Merrill Lynch zumindest rät Big Blue zu einer
Roßkur : " Wir empfehlen IBM , aus dem Desktop- und Consumer-PC-Markt
auszusteigen " . AOL : Mindestens 700 Jobs wegfusioniert AOL streicht mindestens
350 Stellen bei Netscape und gibt weiteren 350 Mitarbeitern aus dem eigenen
Konzern den Laufpaß . Wie erwartet bestätigte die AOL-Konzernführung heute Pläne
zur " Reorganisation " des mit Netscape fusionierten Unternehmens . Bereits seit
Anfang dieser Woche kursierten Meldungen , die auf Massenentlassungen bei
Netscape hinwiesen . Daß nun auch AOL-Mitarbeiter ihre Jobs verlieren ,
überraschte selbst die Insider . Wie AOL-Präsident Robert Pittman mittlerweile
erklärte , will das Unternehmen die betroffenen Arbeitnehmer in den kommenden
zwei Wochen über ihre Zukunft unterrichten . Über die genaue Zahl der
Kündigungen hielt sich Pittman allerdings noch bedeckt . Wie es hieß , streicht
AOL definitiv in beiden Unternehmen 700 Stellen ; 300 weitere Jobs stehen zur
Disposition . Philips-Chef unter Insider-Verdacht Der scheidende
Vorstandsvorsitzende des Philips-Konzerns , Cor Boonstra , hat öffentlich
bestritten , bei einem umstrittenen privaten Aktienkauf mit Insiderwissen
gehandelt zu haben . Die Staatsanwaltschaft in Amsterdam hat noch nicht
entschieden , ob sie gegen Boonstra vorgehen wird . Die Börsenaufsicht hat der
Behörde ihren Verdacht gemeldet . Bei dem umstrittenen Geschäft habe er auf eine
Übernahme von Endemol durch das niederländische Internetunternehmen World Online
( WOL ) spekuliert , sagte Boonstra gestern Abend im niederländischen Fernsehen
. WOL bereitete zu dieser Zeit mit großem Aufwand den Gang zur Börse vor und
erwartete Milliardeneinnahmen . Dass stattdessen der spanische Telekomkonzern
Telefonica die Übernahme von Endemol plante , habe er jedoch nicht gewusst . Der
Verdacht auf Insiderwissen war von der Börsenaufsicht in Amsterdam geäußert
worden , als bekannt wurde , dass Boonstras Freundin Sylvia Toth im Aufsichtsrat
von Endemol saß . Sie hätten aber über Entwicklungen bei Endemol nicht
gesprochen , versicherte Boonstra im Fernsehen . Als er festgestellt habe , dass
er sich in seiner Spekulation getäuscht hatte , habe er die Aktien wieder
verkauft . Inzwischen war der Kurs der Endemol-Aktie als Folge der Übernahme
durch Telefonica deutlich gestiegen . Sein Gewinn aus der Transaktion wird auf
etwa 440.000 Mark geschätzt . Van Halen startet Webradio Für die Song-Auswahl
sind die Besucher zuständig : USA rekrutieren Studenten für
Cyber-Sicherheitsdienst Das Projekt " Scholarship for Service " ( SFS ) soll
rund 200 Studenten die Ausbildung finanzieren . Einzige Bedigung : Die
Absolventen müssen sich verpflichten , Dienst in einer Behörde oder staatlichen
Institutionen zu tun : Erst nach der zweijährigen Pflichtzeit dürfen die
frischgebackenen Sicherheitsexperten ihren Arbeitgeber frei wählen . Rita
Colwell , Direktorin der National Science Foundation , hat jetzt das Programm
anläßlich des 5. National Colloquium for Information System Security Education (
NCISSE ) an sechs Bildungseinrichtungen gestartet , darunter auch die
Universitäten von Idaho and Tulsa . Das Projekt geht auf ein politisches
Programm aus dem Jahr 1997 zurück , das die Sicherung der Informations- und
Kommunikationsinfrastruktur der USA zur vordringlichen nationalen Aufgabe
erklärt hatte . Telekom-Kabelnetz schwer verkäuflich Der Deutschen Telekom droht
eine weitere Verzögerung beim Verkauf der restlichen Kabelgesellschaften . Wie
die Financial Times Deutschland heute berichtet , soll das
britisch-amerikanische Konsortium Liberty Media/Klesh umfassende
Nachverhandlungen fordern . Die Partner würden vor allem über die
Zahlungsmodalitäten und -fristen streiten . Die Telekom sei dabei in keiner
guten Position : Da das Kabelgeschäft am Boden liege , finde sie keinen Käufer ,
der einen akzeptablen Preis biete . Telekom Vorstandsmitglied Gerd Tenzer
begründete dies mit der " extrem veränderten " Lage an den Kapitalmärkten . Ein
Sprecher der Telekom lehnte heute eine Stellungnahme zu dem Bericht der
Financial Times ab . Im Februar sei mit Liberty Media/Klesh eine
Absichtserklärung über den Verkauf von 55 Prozent der Anteile an sechs
regionalen TV-Kabelfirmen der Telekom unterzeichnet worden . Darüber werde
gegenwärtig verhandelt , betonte er . Im vergangenen Jahr hatte die Telekom ihre
Kabelgesellschaften in Nordrhein-Westfalen , Hessen und Baden-Württemberg
verkauft . Verbraucherschützer warnen vor riskantem Online-Banking Die
elektronische Kontoführung per Computer ist nach Ansicht von
Verbraucherschützern bei vielen Banken mit hohen Risiken verbunden . Die meisten
Institute hielten ihren Kunden fahrlässig sichere Standards vor , warnte heute
die Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände ( AgV ) in Bonn . Der Verband
stützt sich bei seiner Kritik auf eine Erhebung des Hamburger Instituts für
Finanzdienstleistungen ( IFF ) bei 23 deutschen Banken . Die IFF-Untersuchung
hatte bemängelt , daß der als besonders sicher geltende HBCI-Standard (
Homebanking Computer Interface ) bisher von kaum einer Bank eingesetzt werde .
Als unzureichend bewerten die Verbraucherschützer auch eine Richtlinie der
Europäischen Union , mit der Geschäfte über das Internet EU-weit geregelt werden
sollen . Die AgV kritisierte , daß künftig die eigenhändige Unterschrift durch
eine digitale Signatur ersetzt werden könne . Dies bedeute für Verbraucher
weniger Schutz vor übereilten Vertragsabschlüssen . Grünes Licht für Mega-Merger
Die EU-Kommission hat heute die Fusion der Mobilfunkunternehmen Vodafone und
AirTouch genehmigt . Durch den Zusammenschluß entsteht nach Einschätzung der
Partner die größte Mobiltelefongesellschaft der Welt . Wie die
Wettbewerbsbehörde in Brüssel mitteilte , gebe es keine Bedenken mehr
hinsichtlich einer befürchteten Vormachtstellung des künftigen Mobilfunkriesen
in Deutschland . Über Beteiligungen am D2- und E-Plus-Netz kontrollieren beide
Firmen bisher rund 40 Prozent des deutschen Mobilfunkmarktes . Die britische
Vodafone hatte allerdings im Vorfeld der Wettbewerbsuntersuchung erklärt , man
wolle die 17,5prozentige Beteiligung am deutschen E-Plus-Netz aufgeben . Die
Kommission wertete diese Zusage " als ausreichend , um eine Beeinträchtigung des
Wettbewerbs auszuschließen " . PCs jetzt auch von Microsoft Gemeinsam mit
ausgesuchten Anbietern will die deutsche Niederlassung des Softwareherstellers
kleine und mittlere Firmen mit Komplettlösungen ausstatten - sofort
betriebsbereit und vollgepackt mit Software aus Redmond . Die Geräte sollen in
zwei Varianten angeboten werden . In der Version " Microsoft Business PC " oder
als vorkonfigurierter Server ( " Microsoft Business Network " ) auf Basis von
Windows NT ( Service Pack 4.0 ) . Auf dem Business PC sollen unter anderem
Office 97 , Excel , der Small Business Manager , AutoRoute Express Europa und
der Internet Explorer 4.0 vorinstalliert werden . Das Programmpaket " aus einer
bewährten Produktfamilie " versorge Unternehmen mit einer auf ihre Belange
zugeschnittenen Bürolösung , hieß es von Microsoft . Gleichzeitig bewahre die
Original-Software Kunden aber auch vor größerem Ungemach , etwa " den Folgen
illegaler Software-Kopien " . Nur zur Hardware hielt sich Microsoft heute noch
bedeckt . UMTS : Multimedia Fehlanzeige Bildtelefonie , aufwendige
Multimedia-Angebote und Spiele sind für potentielle UMTS-Nutzer nicht attraktiv
. Dies geht aus einer Studie hervor , die Taylor Nelson Sofres-Gruppe ( TNS )
durchgeführt hat . Die Erklärung dafür ist nicht einmal abwegig : " Die
potenziellen UMTS-Nutzer werden die heutigen Mobilfunk- und Internetnutzer sein
" , sagte Wolfgang Best vom deutschen Zweig der TNS-Gruppe . Und die sind über
UMTS nur unzureichend aufgeklärt . Im europäisch-amerikanischen Vergleich ist
das Thema UMTS in Deutschland am bekanntesten . 44 Prozent der deutschen
Mobiltelefonierer fühlen sich gut informiert . Dagegen meinen laut TNS 86
Prozent der Briten , sie seien schlecht oder überhaupt nicht über die dritte
Mobilfunkgeneration informiert . In Italien behaupten das 77 Prozent der
Befragten . Düster sieht es in den USA aus ; dort verfügen neun von zehn Bürgern
nach eigenen Angaben nur über unzureichende Informationen zu UMTS . Die
Ergebnisse der Studie beruhen auf Befragungen von mehr als 13.000 Mobilfunk- und
Internetnutzern in zwölf europäischen Ländern und den USA . Nach Meinung der
Autoren der Studie stehen die UMTS-Betreiber , die in Deutschland Ende 2002 mit
ersten Diensten starten wollen , nun vor der Aufgabe , die Aufmerksamkeit für
die neue Technik zu erhöhen und ihre Vorteile aufzuzeigen . WAP als Vorstufe zum
mobilen Internet jedenfalls hat versagt , so legt die Studie nahe , und werde
heute kaum genutzt . Eines der größten Probleme , die WAP aufgeworfen hat , soll
UMTS allerdings lösen . Bei 41 Prozent der deutschen Handybesitzer stellte TNS
ein wachsendes Interesse fest , Waren und Dienstleistungen über eine UMTS-Handy
zu beziehen . An vorderster Stelle ( 79 Prozent ) würden dabei die Buchung oder
Reservierung von Eintrittskarten liegen . Jüngere Sudien hatten beim M-Commerce
das größte Manko von WAP gesehen . Neuer Markenname für Fujitsu- und
Siemens-Produkte " Die Produkte heißen künftig Fujitsu Siemens " , erklärte
Fujitsu-Europa-Chef Winfried Hoffmann in einem Interview mit dem
Fachhandelsmagazin ComputerPartner . Nur bei Fujitsu-Notebooks sei die
Namensgebung derzeit noch offen . Uneinig sind sich die Partner auch noch über
den Sitz der gemeinsamen Europa-Zentrale . Derzeit sei Holland im Gespräch ,
berichtete Hoffmann . Die deutsche Zentrale von Fujitsu Siemens Computers werde
vielleicht in Frankfurt angesiedelt . Dagegen schloß der Europa-Chef aus , daß
es bei Fujitsu zu Massenentlassungen komme . Dennoch räumte er ein , daß der
Verlust von Arbeitsplätzen nicht ganz auszuschließen sei . Details würden jedoch
nicht vor Oktober bekanntgegeben . Pinnacle kauft Miro Digital-Video
Videospezialist Pinnacle hat eine Absichtserklärung zur Übernahme des
Digital-Video-Bereichs von Miro unterzeichnet . Nähere Einzelheiten wollen die
Partner am Dienstag ( 29. Juli ) auf einer gemeinsamen Pressekonferenz
bekanntgeben . Dell profitiert vom Absatz-Boom Die PC-Hersteller freuen sich
derzeit über eine außergewöhnlich hohe Nachfrage . Nach Erhebungen der
US-Marktforschungsunternehmen International Data Corporation ( IDC ) und
Dataquest wurden in den USA im dritten Vierteljahr 23 Prozent mehr PCs geordert
als im gleichen Zeitabschnitt des Vorjahres . Noch schneller wächst der Markt in
Asien ( +38 Prozent ) und Japan ( +37 Prozent ) . Nur Europa hinkt laut IDC mit
einem Zuwachs von 16 Prozent hinterher . Zu einer optimistischeren Einschätzung
kommen hingegen die Marktforscher von Context . Nach ihren Erkenntnissen wuchs
der europäische Markt im dritten Quartal um 19,3 Prozent . Die sprunghaft
gestiegene Nachfrage in den USA wirbelte auch die US-Liste der fünf führenden
Anbieter durcheinander . Zum ersten Mal rangiert Dell bei IDC und Dataquest an
der Spitze . Die Analysten von IDC hatten Dell bereits im Vorquartal vor den
langjährigen Marktführer Compaq auf Platz 1 gesetzt . Laut IDC konnte Dell den
PC-Absatz um 58 Prozent auf rund 2 Millionen steigern und seinen Marktanteil auf
18 Prozent ausbauen . Auch Compaq legte um 24 Prozent zu ; mit rund 1,8
Millionen verkaufter PCs und einem Marktanteil von 15,3 Prozent rangiert der
Hersteller jedoch mittlerweile deutlich hinter dem neuen Spitzenreiter . Auf dem
Weltmarkt hat Compaq allerdings - trotz leicht rückläufigen Marktanteils mit 13
Prozent ( -0,6 Prozent ) - weiterhin die Nase vorn . Neben Dell gehörte Gateway
mit einem Marktanteil von 9,3 Prozent ( +1,1 Prozent ) in den USA zu den
Gewinnern . Der Hersteller reihte sich vor Hewlett-Packard und IBM , die beide
Marktanteile einbüßten , auf Platz 3 ein . Unerwartet starke PC-Nachfrage in
Europa Der europäische PC-Markt ist im dritten Quartal dieses Jahres um 19,3
Prozent gewachsen . Dies geht aus Erhebungen des Marktforschungsunternehmens
Context hervor . Die Analysten führen das Wachstum vor allem auf die starke
PC-Nachfrage mittelständischer Unternehmen zurück . Befürchtungen , das
Jahr-2000-Problem bremse die Verkäufe , erfüllten sich nicht . Noch höhere
Steigerungsraten verzeichneten die PC-Hersteller allerdings in den USA , Asien
und Japan . Den zum ersten Mal als Gemeinschaftsunternehmen geführten
Herstellern Siemens und Fujitsu ist wie erwartet der Sprung auf Platz 2 der
erfolgreichsten PC-Hersteller in Europa gelungen . Allerdings schmilzt der
Abstand der beiden führenden Hersteller . Im zweiten Quartal dieses Jahres , dem
letzten vor dem Zusammenschluss , wiesen Siemens und Fujitsu einen gemeinsamen
Marktanteil von 11,7 Prozent aus . Den höchsten Zuwachs im abgelaufenen
Vierteljahr verzeichnete allerdings Direktvermarkter Dell , der 50 Prozent mehr
PCs als im gleichen Zeitabschnitt des Vorjahres absetzen konnte . Als einziger
Hersteller in der Top 4 büßte IBM Marktanteile ein . Mit 8 Prozent rangiert Big
Blue nur noch 0,9 Prozentpunkte vor dem Viertplazierten Hewlett-Packard . Für
das vierte Quartal sind die Aussichten laut Context weniger rosig . Nach dem
verheerenden Erdbeben in Taiwan drohen Kunden Preissteigerungen und einigen
Herstellern Engpässe bei der Beschaffung von Schlüsselkomponenten . Bei
Speicherbausteinen und Giga-Byte-Festplatten sind nach Auskunft von
Fujitsu-Siemens-Chef Winifried Hoffmann bereits Schwierigkeiten bekannt . Die
Lager der meisten Hersteller seien jedoch gut gefüllt . Aber Dell , einem
Hersteller mit bekannt sparsamer Lagerhaltung , könnte ein schwieriges Quartal
bevorstehen . DVD-Player liest MP3-Dateien Einen vollausgestatteten DVD-Player ,
der zusätzlich MP3-Dateien von CD-R und CD-RW liest , bietet der deutsche
Distributor ABC Computer in Zusammenarbeit mit dem asiatischen Newcomer Yamakawa
an . Den Player gibt es in zwei Versionen : Für rund 670 Mark ist der AVphile715
erhältlich ; er besitzt einen digitalen koaxialen und optischen Audioausgang .
Sofern ein entsprechender Verstärker vorhanden ist , ermöglicht er damit Dolby
Digital oder DTS . Das 200 Mark teurere Spitzenmodell AVphile 713 hat einen
Decoder für Dolby AC-3 bereits eingebaut . Vertrieben werden die Geräte über
technische Kaufhäuser oder im Internet . AOL-Deal : Microsoft fordert Ende des
Kartellverfahrens Microsoft erwägt einen neuen Anlauf zur Niederschlagung des
Kartellprozesses der US-Regierung . Die Munition liefert ihm der gestern
zustande gekommene Deal zwischen AOL und Netscape , der laut Warden die "
völlige Hinfälligkeit " der Anschuldigungen gegen Microsoft belege . Die
US-Justiz wolle im Prozeß beweisen , daß Microsoft die Vorherrschaft im Internet
anstrebe . Nach der Elefantenhochzeit von Netscape und AOL müsse sich die
Anklage nun den realen Gegebenheiten des Marktes stellen und die " Sinnlosigkeit
" des Verfahrens eingestehen . Vertreter der US-Justiz rechnen indes nicht mit
einem baldigen Verfahrensende . Nach dem Super-Merger werden die Karten im
Kartellverfahren allerdings neu gemischt . Der leitende Staatsanwalt David Boies
räumte bereits ein , daß die neuen Machtverhältnisse im Internet Auswirkungen
auf den Prozeß haben könnten . Bei einem Schuldspruch gegen Microsoft würde das
Strafmaß dementsprechend milder ausfallen . Kostenloses BeOS für
Computerhersteller Jean-Louis Gassee , Chef des Betriebssystemherstellers Be
Incorporated , ist zum offenen Kampf gegen Microsoft entschlossen . Seit gestern
bietet der ehemalige Apple-Manager das eigene Betriebssystem BeOS kostenlos an -
jedoch nur Computerherstellern , die ihre Rechner so konfigurieren , daß sie mit
BeOS booten . " Wir wollen einen freien Markt " , begründet Gassee die Aktion in
einer Kolumne auf der Web Site seines Unternehmens . " Einen freien Markt , auf
dem PC-Hersteller nicht vom finanziellen Tod bedroht sind , wenn sie gegen das
Microsoft-Monopol aufbegehren " . Der Schritt von BeOS kündigte sich bereits
Anfang der Woche an . Gassee hatte in einem Interview erklärt , daß er gute
Chancen sehe , Microsofts Lizenz-Restriktionen aufzuweichen . Microsoft lasse
keinen Wettbewerb zu und hindere die Hersteller daran , Alternativen zu Windows
anzubieten . Richter legt KlickTel lahm Nikolaus Steinhöfel , Justitiar des
Mannheimer Software-Vertreibers TopWare , hat nach mehreren vergeblichen
Anläufen den KlickTel-Telefonserver im Internet schachmatt gesetzt . Eine
einstweilige Verfügung des Landgerichts Frankfurt stoppte am Dienstag den
Rufnummern-Service des ehemaligen TopWare-Franchise-Nehmers KlickSoft , vormals
TopWare Austria . Auslöser ist ein langanhaltender Rechtsstreit um den von
KlickSoft verwendeten Datenbestand ( siehe c't 6/98 ) . Für gewöhnlich sitzt der
KlickSoft Medienvertrieb mit Dienstsitz im österreichischen Kleinwalsertal
einstweilige Verfügungen deutscher Richter geduldig aus . Auch diesmal will sich
die Firma des ehemaligen TopWare-Aufsichtsrats Boris Polenske , der die
Geschäfte über die deutsche Dependance in Dorsten steuert , nicht ins Bockshorn
jagen lassen . Dem deutschen Betreiber des Internet-Servers bleibe zwar kein
Schlupfloch , die einstweilige Verfügung zu ignorieren . Aber auf
österreichischer Seite sei der Dienst weiterhin in gewohntem Umfang aktiv und
für einstweilige Verfügungen aus Deutschland unerreichbar . Staatsanwalt
ermittelt gegen Philips-Chef Der scheidende Vorstandsvorsitzende des
Philips-Konzerns , Cor Boonstra , muss sich jetzt mit der Justiz
auseinandersetzen . Es geht um den Verdacht des Insider-Handels . Die
Staatsanwaltschaft Amsterdam hat bereits eine strafrechtliche Untersuchung
eingeleitet . Boonstra hatte bei einem privaten Aktienkauf im März vorigen
Jahres durch Insiderwissen erhebliche Gewinne erzielt . " Wir glauben , über
ausreichende Unterlagen für eine solche Untersuchung zu verfügen " , sagte eine
Sprecherin der Staatsanwaltschaft in Amsterdam . Die niederländische
Börsenaufsicht vermutete später , dass der Philips-Chef von den Verhandlungen
zwischen Endemol und Telefonica gewusst hat . Boonstras Freundin Sylvia Toth war
zum Zeitpunkt der Verhandlungen Mitglied des Endemol-Aufsichtsrats .
Ursprünglich sollte der Beschluss erst am Freitag bekannt gegeben werden .
Siemens von Flaute und Preisverfall gebremst Die Flaute auf dem
Telekommunikationsmarkt und der Preisverfall bei Speicher-Chips haben das
Wachstum des Siemens-Konzerns gebremst . Siemens werde daher noch mehr Stellen
als ursprünglich geplant abbauen . Im Mobilfunkbereich und im Arbeitsbereich
Netzwerke sollen insgesamt 6100 Arbeitsplätze wegfallen . " Insgesamt haben wir
die Marktturbulenzen gut überstanden " , sagte Pierer . Ohne Berücksichtigung
der Infineon-Zahlen habe Siemens seine Prognose eingehalten , beim Gewinn
stärker als in der Umsatzentwicklung zuzulegen . Eine Prognose für das laufende
Geschäftsjahr wollte der Siemens-Chef nicht abgeben . Sorgenkind des Konzern sei
derzeit das Arbeitsgebiet Information and Communication Mobile ( ICM ) . Der
Preisverfall auf dem Mobiltelefonmarkt belastet das Ergebnis des Bereichs
Information and Communication Mobile ( ICM ) . Zwar habe sich die Zahl der
verkauften Handys im Jahresvergleich deutlich erhöht , nach einem guten ersten
Quartal mit 9,3 Millionen verkauften Stück sei das Volumen im zweiten Quartal
jedoch rückläufig gewesen . Bei den Marktanteilen liege Siemens im
internationalen Vergleich mittlerweile jedoch vor dem angeschlagenen
schwedischen Konkurrenten Ericsson auf Platz drei . Auch der Bereich
Unternehmensnetzwerke ( ICN ) habe mit rückläufigen Ertragszahlen zu kämpfen ,
sagte Pierer . Die Firmenkunden seien immer weniger bereit , in den Aufbau ihrer
internen Netzwerke zu investieren . Der Siemens-Chef kündigte in diesem Bereich
den Abbau von weltweit 3500 Arbeitsplätzen bis Ende September an , allein in
Deutschland sollen rund 1400 Arbeitsplätze betroffen sein . Mit Blick auf
Infineon , an dem Siemens derzeit noch 71 Prozent hält , sagte Pierer , der
Konzern werde sich in Kürze von weiteren 15 Prozent seiner Anteile an dem
Halbleiterunternehmen trennen . Am Dienstag hatte der Halbleiterkonzern einen
Gewinneinbruch bekannt gegeben . Chef der British Telecom tritt zurück Der
Vorstandsvorsitzende von British Telecom ( BT ) , Iain Vallance , ist heute
zurückgetreten . BT teilte in London mit , sein Posten solle vom bisherigen
Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Rundfunk- und Fernsehanstalt BBC ,
Christopher Bland , übernommen werden . Vallance war seit 1987 BT-Chef .
Analysten führten die Probleme von BT auf weltweite Aufkäufe sowie umfangreiche
Investitionen in die dritte Generation von Mobilfunklizenzen zurück .
Carrier-Panne : Tausende Web-Sites lahmgelegt Tausende Internet-Angebote in
Deutschland sind heute über Stunden nicht erreichbar gewesen . Seit
Mittwochnacht waren die Leitungen eines Frankfurter Knotenpunktes des
Zugangsanbieters Cable & Wireless auf Grund technischer Probleme stundenlang tot
. " Die Folgeschäden sind noch nicht absehbar " , sagte Helga Kretzdorn von
Cable & Wireless heute in München . " Wir arbeiten mit Hochdruck an der Behebung
des Problems " . Über die genauen Ursachen wollte der Carrier sich heute jedoch
nicht äußern . Auch ein weiterer Carrier , dessen Namen Cable & Wireless nicht
nennen wollte , soll mit der Technik kämpfen . Vermutlich sind vor allem die
Kunden des ehemalig selbstständigen Providers POP Point of Presence betroffen .
Der deutsche Provider war im Juni 2000 von dem Londoner Anbieter übernommen
worden . " Die Integration des POP-Netzwerkes ist noch nicht vollständig
vollzogen " , sagte Kretzdorn . Von dem Ausfall des Frankfurter Internet-Knotens
seien aber sehr viele Internet-Seiten betroffen . Er sei ein zentraler
Knotenpunkt für die Verbindung in alle Welt . Spanien verschiebt UMTS-Einführung
Spanien hat die Einführung des UMTS-Mobilfunks um knapp ein Jahr verschoben .
Das Madrider Ministerium für Wissenschaft und Technologie setzte den Betreibern
nach heutigen Presseberichten nun den 1. Juni 2002 als neue Frist für die
Aufnahme der UMTS-Dienste . Nach den bisherigen Übereinkommen hätten die vier
Lizenzträger Telefonica , Airtel , Amena und Xfera zum 1. August die Anlagen für
die neue Generation des Mobilfunks bereitstellen sollen . Die Unternehmen
brachten in Gesprächen mit dem Ministerium jedoch vor , dass es Probleme bei der
Bereitstellung von Terminals und beim Aufbau des UMTS-Netzes gebe .
Wissenschaftsministerin Anna Birules entschloss sich daher zu einer Verlängerung
der Frist . Zugleich verschob sie die geplante Vergabe von zwei zusätzlichen
UMTS-Lizenzen auf unbestimmte Zeit . Microsoft streicht Prämien fürs Anschwärzen
Der Softwarehersteller Microsoft hat offenbar ohne Vorankündigung ein
Pilot-Projekt beendet , in dem PC-Hersteller aufgerufen waren , ihre Kunden
anzuschwärzen . Die Aktion sah vor , Microsoft von Kaufanfragen für so genannte
Nackt-PCs ( Rechner ohne Windows-Lizenz ) in Kenntnis zu setzen . Dabei sollten
auch Namen genannt werden . Als Gegenleistung winkte den Tippgebern pro PC ein
Punkt . Für 250 Punkte gab es ein Set mit fünf Microsoft-Spielen , für 500 eine
Uhr und ab 1000 Punkten ein attraktives " Weekend Pleasure Pack " , bestehend
aus einem Party-Grill nebst Liegestuhl . Mittlerweile scheint Microsoft jedoch
den Spaß an der Anti-Piracy-Aktion verloren zu haben . Zumindest führte der
Seattle Post-Intelligencer vor diesem Wochendene ein Gespräch mit
Microsoft-Sprecher Matt Pilla , der freimütig eingestand , Microsoft habe sich
mit dem Projekt verkalkuliert . Entgegen früheren Ankündigungen hätte sein
Unternehmen ohnedies darauf verzichtet , die Angeschwärzten anzuzeigen oder ihre
Daten zu sammeln . Was war . Was wird . Wie immer möchte die Wochenschau von Hal
Faber den Blick für die Details schärfen : Die sonntägliche Wochenschau ist
Kommentar , Ausblick und Analyse . Sie ist Rück- wie Vorschau zugleich . Was war
Darin unterscheidet er sich von anderen Existenzen , etwa von Gott . Im
Unterschied zu Gott hat der Mensch die größte Auswahl an leckeren Getränken , zu
denen man mit einem Freund legal über Gott und die Welt sinnieren kann .
Vielleicht kommt dabei heraus , dass der Mensch ein Anderer ist , vielleicht
aber auch , dass der Mensch den Menschen nicht versteht . Diese These vertrat in
der letzten Woche Tera Ojanperä , seines Zeichen Vizepräsident " Forschung ,
Standardisierung und Technologie " beim finnischen Mobile-Phone-Bauer Nokia .
Eigentlich ist Nokia ja ein rechter Gemischtwarenladen , der vor wenigen Jahren
unter anderem Autoreifen der Marke Nokian im Angebot hatte und wohl immer noch
hat . Nebenbei stellt Nokia auch Fahrradreifen her , darunter auch ein Modell ,
das mit Spikes bestückt ist . Im kalten Norden kommt das gar nicht schlecht .
Seiner Meinung nach ist nämlich ein neuer Sozialisationstyp schwer im Kommen ,
der in seinem Verhalten von " Zero-Tolerance " geprägt ist . Der neue Mensch
duldet nicht nur keine abweichenden Meinungen , sondern vor allem kein Aufschub
, ist vom Trieb der sofortigen Bedürfnisbefriedigung , oder neudeutsch dem
Verlangen nach Instant Gratification geprägt . Wer also mit der Digitalkamera
ein Foto schießt , will dieses unter die Menschheit bringen und zwar sofort .
Die aufwändige Forschung nach dem neuen Menschen entpuppt sich bei Nokia als ein
neuer Blick auf UMTS , dem befriedigenden schnellen Datendienst , der ab sofort
nicht mehr als mobiles Internet firmiert , sondern als " Mobile Services Net " .
Das natürlich , um den Kostenfaktor ein bisserl in den Vordergrund zu rücken . "
Der Mensch selbst ist die Killer-Application " . Das ist gar kein gutes Deutsch
, sondern schwerstes Englisch . Es geht sogar noch schwerer , etwa mit der "
Ässimmettrick Diddschitell Ssubbßkraiber Lain " , die uns Computerbild in seiner
aktuellen Ausgabe lautmalerisch schmackhaft machen will , genau so wie den
Faierwoahl , den Ssörfer und den Switsch . Für diese guhte Taht erhielt das
Blatt den " Institutionenpreis Deutsche Sprache " des Vereins Deutsche Sprache .
Als Institutsjon wartet Computerbild jetzt nur noch darauf , zum " Ritter der
Kommunikation " geschlagen zu werden . So heißt die Schweizer Variante , die für
Leistungen auszeichnet , die einer möglichst breiten Bevölkerung den Zugang zu
den neuen Technologien erleichtern . Heißer Kandidat ist der Verband deutscher
Bestattungsunternehmer , der sich für den Funeral Master und gegen den
Undertaker entschieden hat . Als chancenlos wird hingegen das Projekt der
Deutschtümler betrachtet , den guten alten Mailüfterl an Stelle des dumpf-tumben
Computers ( Rechner ) zu Ehren kommen zu lassen und den Geburtstag feiernden "
flynken Teutschen " Daniel Gabriel Fahrenheit dem welschen Celsius vorzuziehen .
Selbst einem Ritter der deutschen Sprache wie Marcel Reich-Ranicki unterlaufen "
Schönheitsfehler " . Dabei hatte Mayer ein ganz anderes Buch und zwar mit dem
Titel " Ein Deutscher auf Widerruf " geschrieben . Schließlich ist dies ja auch
eine Kolumne zum Abruf . Trotzdem wird Reich-Ranicki wohl demnächst Abbitte
leisten müssen . Die Business Software Alliance veröffentlichte dieser Tage ihre
übliche Klageschrift zur Softwarepiraterie . Ihr ist zu entnehmen , dass der
Anteil raubkopierter Programme in Deutschland unter dem europäischen und dem
weltweiten Durchschnitt liegt . Von 17 europäischen Ländern belegt Deutschland
den drittletzten Platz , nur Dänemark und Großbritannien sind nach den Zahlen
der BSA sauberer . Die Zahlen für Deutschland wären sogar noch niedriger , würde
die Berechnung der Raubkopierrate nicht mit einem White-Collar-Index arbeiten ,
der Deutschland als ein Land der Angestellten ohne Arbeiteranteil gewichtet .
Die BSA arbeitet nach eigenen Angaben nur mit den Verkaufszahlen
US-amerikanischer Hersteller und hat keine deutschen Softwarefirmen unter ihren
Mitgliedern . Was wird Da trifft es sich gut , dass das Internet fremder
Provenienz ist und somit lässig von Frankreich übertroffen werden kann . Nämlich
vom 30. Mai an . Auf solch eine Aktion , wie sie STG Interactive durchführt ,
könnte ja eine deutsche Initiative antworten und die Bierkrautisierung des
Internet in Angriff nehmen . Ohne diese Organisationen wäre die Welt der
Lebenden ohne Wissen vom Leid der Gemarterten . Das Bundesaufsichtsamt für
Wertpapierhandel ( BaWe ) hat eine förmliche Untersuchung wegen Insiderhandel
mit Aktien des Co-Shopping-Anbieters Letsbuyit.com eingeleitet . Der förmlichen
Untersuchung war eine Routineprüfung voraufgegangen . Letsbuyit hatte in der
Pflichtmeldung den Abschluss einer Finanzierungsrunde mit neuen Investoren und
die Rücknahme des Antrags auf Anschlusskonkurs gemeldet . An der Runde soll sich
nach Aussagen von Letsbuyit auch Kim Schmitz , vielen noch bekannt unter seinem
Hackernamen Kimble , mit einer namhaften Summe beteiligt haben und war
kurzzeitig als Retter von Letsbuyit gefeiert worden . Die Ad-hoc-Meldung zur
gesicherten Finanzierung hatte den Kurs des Letsbuyit-Wertpapiers kurzzeitig um
etwa 100 Prozent in die Höhe getrieben . Nach den Worten der BaWe-Sprecherin
Sabine Reimer richtet sich der Verdacht , nicht konkret gegen Führungskräfte und
Mitarbeiter des Unternehmens . Ob auch gegen Kim Schmitz ermittelt wird , konnte
die Sprecherin " nicht bestätigen , aber auch nicht dementieren " . Außerdem
prüfe die Behörde routinemäßig den Handel mit Letsbuyit-Aktien vor dem 20. Juni
2001 . An diesem Tag hatte der Co-Shopping-Anbieter eine Zusammenarbeit mit
Karstadt/Quelle angekündigt . Telefonica : Keine Fusion mit Deutscher Telekom
Der spanische Telekom-Konzern Telefonica hat heute Berichte über eine
bevorstehende Allianz mit der Deutschen Telekom zurückgewiesen . " Wir
dementieren das voll und ganz " , erklärte ein Sprecher im Gespräch mit dpa . In
einer Pressemitteilung wies Telefonica zudem Informationen über ein angebliches
Treffen zwischen Telefonica-Präsident Juan Villalonga und Telekom-Chef Ron
Sommer zurück : Die Frankfurter Allgemeine Zeitung sprach indes davon , daß
beide Konzerne sich grundsätzlich über einen Zusammenschluß einig seien .
Telefon-Behörde will Abrechnungsfehler eindämmen Die Regulierungsbehörde für
Telekommunikation und Post will entschiedener gegen Fehler bei
Telefonabrechnungen vorgehen . Der Regulierer will bei den Anbietern darauf
dringen , daß die Verbindungen sekundengenau erfaßt und diese Zeiten in den
Abrechnungen aufgeführt werden , erklärte Behördensprecher Harald Dörr am
Sonntag in Bonn . Bei jeder fünften Beschwerde , die in den letzten sechs
Monaten bei der Regulierungsbehörde landete , ging es um fehlerhafte
Gebührenabrechnungen . Damit sei dieser Anteil von 1998 von 15,1 auf 19,1
Prozent gestiegen , berichtete Dörr . " Bei vielen Rechnungen stellen unsere
Spezialisten dann aber fest , daß sie doch richtig sind . " Dörr verwies darauf
, daß die vielen Wettbewerber der Deutschen Telekom unterschiedliche
Abrechnungsverfahren einsetzen . Ziel sei es , zu einheitlichen und geeichten
Systemen zu kommen . Telefon-CD : Topware zieht vors Verfassungsgericht Im
Streit um die Telefonverzeichnisse der Telekom hat das Mannheimer
Softwareunternehmen Topware nach eigenen Angaben Verfassungsbeschwerde gegen ein
Urteil des Bundesgerichtshofs ( BGH ) eingelegt . Der BGH hatte Anfang Mai
entschieden , daß die Telefon-Verzeichnisse der Telekom nicht ohne deren
Erlaubnis von Dritten übernommen und als CD-ROM verkauft werden dürfen . Damit
hatte das Gericht einer Klage gegen Topware und ein weiteres Unternehmen
stattgegeben . Diese hatten mit den Telefonbucheinträgen der Telekom eigene
Telefonbuch-CDs hergestellt . Zugleich gewährte das Gericht der Telekom einen
Schadenersatzanspruch . Topware sieht in dem BGH-Urteil einen unvereinbaren
Widerspruch zum Telekommunikationsgesetz . Dieses sehe flächendeckenden ,
chancengleichen und funktionsfähigen Wettbewerb vor . Zudem legitimiere die
Zubilligung von Schadenersatzansprüchen den von der Telekom geübten "
Preismißbrauch " , mit dem anderen Unternehmen der Zutritt zum Markt erschwert
werden solle . Durch das Urteil sehe sich Topware in den Grundrechten auf
wirtschaftliche Betätigungsfreiheit , Pressefreiheit und Freiheit der
Berichterstattung behindert . PC-Markt : Dell mit höchstem Zuwachs Im gewöhnlich
eher schwachen zweiten Quartal 1999 konnten die großen Computerhersteller
überraschend stark beim Computerverkauf zulegen . Die Analysten von Dataquest (
Gartner Group ) registrierten einen weltweiten Zuwachs von 26 Prozent . Auf dem
zweiten Rang liegt weiterhin der Direktversender Dell mit 2,7 Millionen
verkauften PCs . Weiterhin verbuchen die vier großen Hersteller Compaq , Dell ,
IBM und HP Zuwachsraten . Bei NEC gingen dagegen die Marktanteile mit einem
Minus von 1,2 Prozent zurück . Weiter hinten konnte Apple seinen Marktanteil von
3,2 auf 3,6 Prozent ausbauen . IDC-Marktanalyst John Brown sieht den Grund für
die guten Verkäufe in der zunehmenden Attraktivität des Internets . Zusätzlich
sorgten niedrige Preise für stärkere Nachfrage . Besonders gewachsen sei der
Sektor der Billig-PCs , der für Umsatz sorgt , aber nur kleine Gewinne abwirft .
Quelle : Benjamin Beyer schwere Vorwürfe gegen Intel Der angeschlagene
Workstation-Hersteller Intergraph erhebt neue schwere Vorwürfe gegen Intel . Der
Prozessorhersteller habe bisher einen Gerichtsbeschluss vom April 1988 ignoriert
, in dem Intel untersagt wurde , Intergraph von technischen Informationen
abzuschneiden . Gestern reichte der Workstation-Hersteller eine entsprechende
Beschwerde bei einem US-Bezirksgericht ein . Mit der Weigerung , Informationen
weiterzuleiten , verstoße Intel auch gegen den Geist einer außergerichtlichen
Einigung mit der Federal Trade Comission ( FTC ) , mit der Intel im Frühjahr
einen drohenden Kartellprozess abwenden konnte . Durch mangelnde Unterstützung
durch Intel , so die Beschwerde , sei Intergraph zur Einstellung ganzer
Produktlinien gezwungen worden . Die Geschäftsbereiche PC und Intel-Server
stünden unmittelbar vor dem Aus . Intel habe im Juli die Lieferung zugesagter
Motherboards gestoppt und Intergraph über Fehler in Intel-Produkten böswillig im
Unklaren gelassen . Die beiden Unternehmen stehen sich bereits seit Herbst 1997
in einem privaten Anti-Trust-Verfahren gegenüber . IFA : Internet für WAP-Handys
Der Funknetzbetreiber E-Plus will in Zusammenarbeit mit der Dr. Materna GmbH
seinen Kunden ab Oktober Internet-Inhalte für WAP-Handys anbieten . Dazu werden
ausgewählte Seiten aus dem Internet , die neben textbasierten Informationen auch
Grafiken enthalten können , speziell für die Handy-Displays aufbereitet . Wie
heute auf der IFA bekannt wurde , stellen neben der Nachrichtenagentur Reuters
auch andere Anbieter die Inhalte für den WAP-Dienst zur Verfügung : dazu gehören
Pro7 , Spiegel online , Web.de , Kachelmann , KlickTel , Prinz und Lycos .
Weitere Inhalte kommen vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk und Fernsehen . Unter
anderen will sich die Tagesschauredaktion mit aktuellen Nachrichten und der NDR
mit neuesten Staumeldungen beteiligen . Handy-Benutzer können darüber derzeit
aktuelle Börseninformationen , den Wetterbericht oder die Lottozahlen abfragen .
Corel : Standpauke vom Chef Auch im dritten Quartal kommt Corel nur schwer auf
Touren . Nach mäßigem Geschäftsverlauf und unerwartet hohem Produktrücklauf von
Distributoren soll nun das Verkaufsteam kräftig umgekrempelt werden . Cowplands
Standpauke verfehlte offensichtlich nicht die Wirkung und sorgte für einen
ersten Verkaufserfolg . Aufkäufer IMSI , Hersteller des Grafikkonverters Hijaak
, sichert sich darüber hinaus auch die Dienste von 20 Corel-Mitarbeitern , die
ins geplante IMSI-Entwicklungszentrum in Ottawa ziehen sollen . Karger Lohn für
Microsoft-Chefposten Der Microsoft-Eigner läßt sich nämlich von seiner Firma mit
einem eher kargen Salär abspeisen : Inklusive aller Gratifikationen und einer
moderaten 5prozentigen Lohnerhöhung im abgelaufenen Geschäftsjahr bringt es
Gates nur auf ein vergleichweise bescheidenes Jahresgehalt von 591.352 US-Dollar
. An Tips , wie man Gehaltsverhandlungen erfolgreicher gestaltet , dürfte es
Gates in den nächsten Tagen nicht mangeln . Die bekommt er möglicherweise vom
eigenen Mitarbeiter Robert Herbold . Weitere Aufschlüsse über Gates aktuelle
Kassenlage gibt übrigens eine nüchterne Web-Seite . Der Chronometer liefert
US-Bürgern auch den Stand ihres eigenen Kontos - für den Fall , daß sich der
Microsoft-Boss entschlösse , seine Milliarden unter seinen Landsleuten zu
verteilen . Frank & Walter stellt Insolvenzantrag Die Liquiditätskrise bei der
deutschen Tochter des US-Computergroßhändlers CHS hat ein erstes Opfer gefordert
. Gestern stellte der Braunschweiger Distributor Frank & Walter , der seit 1997
als hundertprozentige Tochter der deutschen CHS-Niederlassung in Füstenfeldbruck
firmiert , beim Amtsgericht Braunschweig einen Insolvenzantrag . Die Maßnahme
sei durch Zahlungsschwierigkeiten der Mutter ausgelöst worden , erklärte
Geschäftsführer Claus Lutz . Vom amerikanischen CHS-Konzern erwarte er keine
Hilfe . Rettung für das Unternehmen mit rund 450 Beschäftigten soll nun von
Insolvenzverwalter Joachim C. Hausherr kommen . Mit zwei zahlungskräftigen
Interessenten seien bereits Gespräche geführt worden , hieß es gestern auf einer
Versammlung der Beschäftigten . Inwieweit die Mutter in Fürstenfeldbruck von der
Insolvenz betroffen ist , bleibt vorerst im Dunkeln . Die CHS-Geschäftsleitung
wollte sich heute gegenüber der Presse nicht äußern . In der vergangenen Woche
hatte die deutsche Niederlassung alle Lieferungen gestoppt , nimmt aber
weiterhin Bestellungen an . Offensichtlich kriselt es im gesamten CHS-Konzern .
Die Vorboten für finanzielle Engpässe kündigten sich bereits vor einem Jahr an ,
als der geplante Aufkauf der Vobis-Gruppe scheiterte . Angesichts unzufriedener
Investoren kündigte die CHS-Konzernführung im Mai dieses Jahres eine
Konsolidierung des Unternehmens an . Der gewünschte Erfolg blieb bisher aus .
Seit gestern steht auch eine von drei englischen CHS-Zweigstellen unter der
Aufsicht eines Konkursverwalters . Massiver Gewinneinbruch bei Fujitsu
Siemens-Partner Fujitsu muss im ersten Geschäftshalbjahr 1999/2000 einen
massiven Einbruch verdauen . Ausschlaggebend dafür seien der schwache Absatz bei
großen Computerservern sowie außerordentliche Verluste durch
Umstrukturierungsmaßnahmen . Siemens und Fujitsu hatten zu Monatsbeginn
offiziell eine globale Computer-Allianz gestartet . Das Gemeinschaftsunternehmen
strebt einen Platz unter den drei erfolgreichsten Computerherstellern der Welt
an . Millionenklage : Urteil gegen TopWare erwartet In der Millionenklage der
Telekom-Tochter DeTeMedien gegen die Mannheimer Firma Topware wird heute die
Entscheidung erwartet . Im Mai hat der Bundesgerichtshof in Karlsruhe bereits
grundsätzlich entschieden , dass DeTeMedien einen Anspruch auf Schadensersatz
hat . Die Verhandlung findet vor dem Mannheimer Landgericht statt . TopWare
unterliegt im Telefon-CD-Streit Die Telekom-Tochter DeTeMedien hat heute nur
einen Etappensieg gegen den CD-Hersteller TopWare errungen . Bei dem Streit geht
es um zwei der in mehreren Auflagen erschienenen D-Info-CDs : In ihrem Urteil
sprachen die Richter DeTeMedien 600.000 Mark für D-Info 2.0 zu . Die Höhe des
Anspruchs sei berechtigt , weil TopWare nach eigenen Angaben 689.000 CDs
verkauft hatte , hieß es in dem Urteil . Pro Exemplar sei der Mannheimer Firma
ein Gewinn von mindestens einer Mark verblieben . In der Teilklage zu D-Info 97
erkannte das Gericht die Schadenersatzforderung zwar ebenfalls an , ließ aber
die von TopWare zu zahlende Summe offen . Diese soll gegebenenfalls in einem
gesonderten Verfahren geklärt werden . Für die derzeitige Schadenshöhe muss nun
der TopWare-Vorstand geradestehen . Die Richter nahmen aber das von der
DeTeMedien ebenfalls verklagte Aufsichtsratmitglied Joachim Steinhöfel aus .
Einziger Wermutstropfen sei , dass Steinhöfel nicht ebenfalls verurteilt worden
sei . Deswegen werde die DeTeMedien wahrscheinlich das Oberlandesgericht
Karlsruhe anrufen . E-Plus-Allianz nimmt Kartellhürde Die EU-Kommission hat
heute grünes Licht für die Allianz um Deutschlands drittgrößte
Mobilfunkgesellschaft E-Plus gegeben . Die Brüsseler Kartellwächter hatten keine
Einwände gegen das Aufstocken des BellSouth-Anteils von 22,5 auf knapp 40
Prozent ( siehe auch eine frühere Meldung ) . In der Begründung hieß es , dass
der US-Konzern neben seiner Minderheitsbeteiligung an E-Plus nicht weiter auf
dem deutschen Markt tätig sei und somit keine marktbeherrschende Stellung
einnehme . Ursprüngliche wollte France Telecom E-Plus übernehmen und so auf dem
deutschen Markt Fuß fassen . BellSouth machte jedoch von seinem Vorkaufsrecht
für die frei werdenden Anteile von VodafoneAirtouch sowie für das Paket von VEBA
und RWE Gebrauch . BellSouth , KPN und E-Plus wollen ihr Netz auf weitere
EU-Länder ausdehnen . Chat auf heise online ab 14 Uhr Während sich die
Befürworter der allgegenwärtigen Netze die Zukunft in schillernden Farben
ausmalen , warnen Gegner vor ungehemmten Datensammlern , zunehmender
Imformationsflut und dem Verlust der Anonymität . Der Mensch im Dauerstress :
immer vernetzt , stets erreichbar , ständig beobachtet . Ungemach droht Siedlern
des Evernet auch von Politikern . Wie das Beispiel Enfopol zeigt , schreckt kaum
noch ein Staat davor zurück , die elektronischen Kommunikationsdaten seiner
Bürger flächendeckend zur Auswertung heranzuziehen . Zudem wollen
Polizeibehörden und Geheimdienste mit Unterstützung der Industrie künftig in
allen digitalen Netzen mitlauschen - zur Not auch ohne Zustimmung des
EU-Parlaments . Das Sammeln persönlicher Daten eröffnet jedoch auch Chancen :
Was ist beispielsweise gegen einen Web-Buchladen einzuwenden , der Angebote nach
den Lesegewohnheiten seiner Stammkunden sortiert ? Es sei denn , die
Sammelleidenschaft dient anderen Zwecken wie etwa dem Ausspionieren der
Gewohnheiten der Internet-User durch Datenhändler . Die schöne neue Welt des
Evernet - Fluch oder Segen ? Dieser Frage widmet sich heute der CeBIT-Chat auf
heise online . In der Zeit von 14 bis 15 Uhr stellen sich die c't-Redakteure
Jürgen Schmidt , Dr. Wolfgang Stieler und Dr. Volker Zota den Fragen der heise
online-User . Zum Chat-Raum , den wir heute ab 13 Uhr öffnen , gelangt man über
Links auf der Chat-Seite sowie der Homepage von heise online . Weiterführende
Literatur Gundolf S. Freyermuth , " Die Besteigung des Mount Evernet " , c't
6/2001 , Seite 158 ff. Johannes Endres , Surfer on the Road , Die Zukunft des
mobilen Internet hat längst begonnen . E-Business wird anders ; Interview mit
Prof. Dr. Hubert Österle , Universität St. Gallen , über künftige
Internet-basierte Dienste . Anonymität im Internet ist kein Grundrecht ;
Interview mit Bundesinnenminister Otto Schily Globalisierung der Überwachung ,
Newsticker vom 24.9.2000 . Sommer rechnet mit Druck der VoiceStream-Aktionäre
Telekom-Chef Ron Sommer erwartet nach der bevorstehenden Übernahme der
US-Mobilfunkfirma VoiceStream Wireless keinen übermäßigen Druck auf den
Aktienkurs der Deutschen Telekom . Die drohenden Verkäufe durch
VoiceStream-Aktionäre nach Abschluss der Transaktion seien " zwar ein ernstes
Thema " . Dennoch müsse in der für den Kauf notwendigen Aktienausgabe " keine
Gefahr , sondern eine Chance " gesehen werden , sagte Sommer in Frankfurt . Die
Genehmigung durch die US-Aufsichtsbehörde wurde an Auflagen geknüpft . Die
Telekom darf unter anderem auf von ihr dominierten internationalen Leitungen
Wettbewerber ihrer neuen amerikanischen Töchter nicht diskriminieren . Sommer
bezeichnete die Auflagen der FCC als " nicht nennenswert und normal " . Der
Telekom-Chef erwartet jedoch schon in den kommenden Wochen endgültig grünes
Licht . Sommer bezeichnete den Kauf von VoiceStream als " wichtigen Meilenstein
für die Zukunft der Deutschen Telekom " . Mögliche Parallelen zu den Problemen
beim deutsch-amerikanischen Autoriesen DaimlerChrysler nach dem Zusammenschluss
der beiden Konzerne sieht Sommer nicht . Die Telekommunikation sei grundsätzlich
ein anderes Geschäft und verspreche enormes Wachstumspotenzial . " Wir sind da
aber nicht naiv und wir wissen , dass es auch Probleme geben wird " , schränkte
Sommer ein . Sommer versicherte , dass mit der Verschmelzung von Deutscher
Telekom und VoiceStream kein Arbeitsplatzabbau verbunden sein werde . Derzeit
beschäftigen die Bonner im Konzern weltweit rund 230000 Mitarbeiter .
VoiceStream kommt auf rund 9300 Beschäftigte . Einsparungen gebe es höchsten auf
technologischem Gebiet . Landesmedienanstalten wollen kooperieren Die
Landesmedienanstalten Sachsens , Sachsen-Anhalts und Thüringens wollen künftig
eng zusammenarbeiten . Die Kooperation sei vertraglich besiegelt und von den
Gremien gebilligt , sagte der Direktor der Thüringer Landesmedienanstalt ,
Victor Henle , in Leipzig . " Wir wollen die Kabelnetzbelegung einheitlich
bedienen " . Die Anstalten wollten vor allem gegenüber den Kabelnetzbetreibern ,
die die Netze der Telekom erwerben , gemeinsam auftreten und sich nicht
gegeneinander ausspielen lassen . Henle betonte , dass die drei Anstalten durch
einen gemeinsamen Auftritt auch in den nationalen Gremien der Medienaufsicht ein
stärkeres Gewicht erhielten , etwa das von Bayern oder Nordrhein-Westfalen . Die
Landesmedienanstalten übernehmen Aufsichtsaufgaben für den Privatfunk und teilen
Sendefrequenzen zu . Brokat korrigiert Prognosen Das Software-Unternehmen Brokat
hat wegen der weltweiten Konjunkturabschwächung seine Umsatzerwartungen für das
laufende Geschäftsjahr deutlich nach unten korrigiert . Brokat werde daher ein
umfassendes Kostensenkungsprogramm auflegen , um wie geplant im vierten Quartal
in die Gewinnzone zu kommen . Firmengründer von Lernout & Hauspie in Haft Belga
beruft sich auf " verlässliche Quellen " , denen zufolge die ehemaligen Manager
Jo Lernout und Pol Hauspie heute Nacht in das Gefängnis von Brügge gebracht
wurden . Die zuständige Staatsanwaltschaft konnte dies zunächst nicht bestätigen
. Am selben Tag wollte sich eine außerordentliche Aktionärsversammlung mit den
Hintergründen für den Zusammenbruch des im westflämischen Ypern ansässigen
Unternehmens beschäftigen . In der Nacht waren Lernout und Hauspie sowie ein
weiterer ehemaliger Spitzenmanager , Nico Willaert , dem Bericht folgend in
Ypern von der Staatsanwaltschaft verhört worden . Ihnen wird das Verschweigen
wichtiger Informationen im Zusammenhang mit Problemen des Unternehmens
vorgeworfen . Anfang April war deswegen gegen sie Anklage eingereicht worden .
Nach den Angaben wurden bei den dreien auch Hausdurchsuchungen vorgenommen . Vor
knapp zwei Wochen hatten Wirtschaftsprüfer der früheren Führung des Unternehmens
Unregelmäßigkeiten vorgeworfen . Dabei geht es um vordatierte Verträge und
künstlich hochgeschraubte Umsatzzahlen . Das seit Monaten kriselnde Unternehmen
hatte Anfang Januar unter harten Auflagen Gläubigerschutz erhalten und ist damit
bis Ende Juni von Zahlungsverpflichtungen befreit . Metabox setzt
Bilanz-Pressekonferenz ab Die am Frankfurter Neuen Markt notierte Metabox AG hat
ihre für heute angesetzte Bilanzpressekonferenz überraschend abgesagt . Der
Jahresabschluss werde erst am Abend veröffentlicht , teilte das Unternehmen am
Morgen ohne weitere Begründung mit . Die Hildesheimer Firma , die Geräte für den
Internetzugang per Fernsehen anbietet , gilt als angeschlagen und steht im
Visier der Staatsanwaltschaft Hannover . Die Behörde hat Akten des Unternehmens
beschlagnahmt und prüft , ob drei angebliche Großaufträge aus dem Ausland
tatsächlich existierten . Die Ermittlungen werden nach Behördenangaben noch
Monate dauern , weil auch im Ausland recherchiert wird . Hitachi mit rasantem
Gewinnzuwachs Der japanische Elektronikkonzern Hitachi hat den Gruppengewinn im
vergangenen Geschäftsjahr um 516 Prozent gesteigert . Der Gewinnzuwachs sei zum
Teil auf das gute Elektronikgeschäft mit Schwerpunkt Halbleiter zurückzuführen .
Der Umsatz stieg um 5,2 Prozent auf 8,4 Billionen Yen . Die Dividende soll von
sechs auf elf Yen angehoben werden . Faltlautsprecher für die Hosentasche
Forscher am Thin Film Research Center des regierungsanhängigen koreanischen
Institute of Science and Technology ( KIST ) haben einen folienartigen
Lautsprecher entwickelt , der so dünn ist , dass man ihn zusammenrollen und in
der Hosentasche mitnehmen kann . Der Lautsprecher selbst besteht lediglich aus
einem piezoelektrischen Material , das nicht dicker als Papier ist .
Piezoelektrische Filme und Keramiken , die elektrische Energie in mikroskopisch
kleine Vibrationen an der Materialoberfläche umwandeln , sind im Prinzip nicht
neu und kommen schon seit zehn Jahren zum Einsatz , etwa in
Lautsprecherkomponenten , unter Wasser in Sonarsystemen oder Polizeisirenen . "
Auch zusammenrollbare Lautsprecher haben japanische Firmen bereits aus
piezoelektrischer Keramik hergestellt und vermarktet " , weiß der
piezoelektrische Experte Kenji Uchino von der Penn State University . Sie
verwenden hierfür nicht herkömmliche Nickel , Zinn oder andere Legierungen ,
sondern verbinden den Lautsprecherfilm mit Platin-Elektroden . " Auch mit großen
Lautsprechern dieser Bauart , von denen ich ein Paar in meinem Wohnzimmer
installiert habe , braucht man einen separaten Bassverstärker " erklärt David
Pearce , ein Spezialist für piezoelektrische Keramiken an der Universität
Birmingham . " Hört man solche Lautsprecher alleine , dann klingt das immer
etwas blechern , aber zusammen mit einem unterstützenden Bass hört sich das
Ganze dann recht nett an . " Um diesen Nachteil noch in den Griff zu bekommen ,
haben die koreanischen Forscher das Projekt an ein Team von Sound-Designern
übergeben , die nun den Klang der niedrigeren Frequenzen optimieren sollen .
Zusammen mit einem etablierten Hersteller für Lautsprecher rechnet Koh damit ,
dass ein gut klingender , falt- und zusammenrollbarer Lautsprecher schon in
einem Jahr in den Läden erhältlich sein könnte . Da die Lautsprecher nur aus
Elektroden und dem piezoelektrischen Film bestehen , dürfte ihr Preis geringer
sein als herkömmliche Lautsprecher mit ihren zum Teil recht aufwendigen
Komponenten . Bei einer ersten Demonstration mit einem 100 Quadratzentimeter
großen Lautsprecher waren Kohs Forscherkollegen sichtlich beeindruckt ,
erwarteten sie doch noch eine Blackbox oder etwas ähnliches Klobiges . Zwar hat
Kollege Uchino die koreanische Entwicklung noch nicht selbst gesehen , sieht
aber in der piezoelektrischen Lautsprechertechnologie in Zukunft jede Menge an
Anwendungsmöglichkeiten . " Besonders Notebooks und Desktop-Computer eignen sich
hierfür hervorragend " , meint Uchino , denn die Lautsprecher-Folien sind
durchsichtig . " Das gesamte Display könnte einmal als Lautsprecher benutzt
werden . " Andreas Grote Das Internet , ein " Tummelplatz übelster Krimineller "
Das Internet wird nach Darstellung des Mainzer Innenministers Walter Zuber ( SPD
) " zum Tummelplatz von Kriminellen der übelsten Sorte " . Das gelte etwa für
Verletzungen des Urheberrechts , Betrugsdelikte , Rechtsextremismus ,
Kinderpornografie und Wirtschaftsspionage , sagte der Politiker heute in der
Landespolizeischule auf dem Hunsrück-Flughafen Hahn . Die scheinbare Anonymität
des weltweiten Datennetzes sei für Kriminelle verlockend . Nach Zubers Worten
ist die rheinland-pfälzische Polizei " gut gerüstet " , um diese Formen der
Kriminalität zu bekämpfen . Mehr als 4500 Arbeitsplätze an Computern stünden den
Polizeibeamten des Landes zur Verfügung . Alle ihre Dienststellen seien
miteinander vernetzt . TI will Halbleiter-Konkurrenten kaufen Dies kündigten
gestern die beiden Firmen an . Unitrode stellte analoge Chips für mobile Geräte
her . Texas Instruments hatte in den vergangenen drei Jahren die
Marktführerschaft bei DSPs ( Digital Signal Processors ) erobert . Im zweiten
Quartal des laufenden Geschäftsjahrs explodierten die Gewinne . Dies entspricht
einer Steigerung um 163 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal . Quantencomputer
erst in 50 Jahren Herkömmliche Computer erreichen nach Ansicht von
Quantenphysikern in 15 Jahren das Limit ihrer Leistungsfähigkeit . " Die
Prognose ist , daß wir dann an die Grenze dessen ankommen werden , was wir durch
Miniaturisierung bestehender Technologie erreichen können " , sagte Prof.
Bernhard Kramer , Kernphysiker an der Universität Hamburg , im Vorfeld einer
internationalen Fachtagung von Supercomputerexperten . Am Treffen , das
übermorgen im Hamburg beginnt , beteiligen sich rund 200 weltweit führende
Forscher . Die Teilnehmer wollen die Chancen für die Entwicklung superschneller
Quantencomputer diskutieren . Bei immer kleineren Strukturen bestimmt zunehmend
die Quantenphysik das Geschehen : Statt feste Werte gibt es in der Quantenwelt
beispielsweise nur unscharfe Parameter , die erst nach einer Messung scheinbar
willkürlich mal den einen , mal den anderen Wert annehmen . Dieses
Zufallsprinzip macht den Chip-Konstrukteuren immer mehr zu schaffen . " Der
Quantencomputer ist noch eine Zukunftsvision und wird vielleicht erst in 50 oder
100 Jahren kommen " , meint Kramer . " Wir wissen im Prinzip , wie es
funktioniert " . Dennoch gebe es noch eine Vielzahl von Problemen zu lösen . So
wisse man zum Beispiel noch nicht , wie man in Quanten eingegebene Informationen
aus diesen atomaren Bausteinen wieder herauszulesen könne , ohne sie zu
zerstören . Mit Argwohn betrachten Geheimdienste und Militärs die Entwicklung
des Quantencomputers , der mit einer von dem Amerikaner Peter Shor erfundenen
Rechenmethode auch komplizierteste Codes knacken könnte . Bayern will
Telekom-Kabelnetz übernehmen Der Freistaat Bayern will gemeinsam mit privaten
Unternehmen das bayerische Kabelnetz der Telekom kaufen . Dies meldete heute der
Nachrichtendienst dpa . Dem Bieterkonsortium sollen die Bayerische Landesbank ,
die Landesanstalt für Aufbaufinanzierung ( LfA ) , DB Investor und das
Telekommunikationsunternehmen Viag Interkom angehören . Das Netz solle zum
Nutzen von Unternehmen und Bürgern für den Zugang ins Internet ausgebaut werden
, verlautete mittlerweile aus der Staatskanzlei . Über die Höhe des Angebots und
die Verteilung der Anteile an dem Konsortium , berichtet dpa weiter , hätten die
Partner Stillschweigen vereinbart . EU-Kommission genehmigt Media-One-Übernahme
Die EU-Kommission hat die Übernahme der viertgrößten US-Kabelfernsehgesellschaft
Media-One durch den größten US-Telefonkonzern AT&T genehmigt . Der
Zusammenschluß betreffe vor allem die USA , die Auswirkungen auf den Wettbewerb
in Europa seien nur unbedeutend , entschied die Kommission heute in Brüssel .
Dabei ist es unerheblich , wo die Unternehmen ihren Sitz haben . Microsoft :
Vorgetäuschter Bug legte DR-DOS lahm Kurz vor Beginn der Hauptverhandlung im
Kartellverfahren der US-Justiz gegen Microsoft sind erneut schwer belastende
EMails aus Redmonds Hauspost aufgetaucht . Die Schriftstücke dokumentieren einen
perfiden Sabotageplan : Mit einem manipulierten Windows wollten
Microsoft-Manager und Programmierer den MS-DOS-Konkurrenten DR-DOS aus dem
Geschäft boxen . Diesmal stammen die sieben Jahre alten Fundstücke aus der Feder
von Vice-President David Cole . Ein Schriftstück des hochrangigen
Microsoft-Bediensteten legt nahe , daß Programmierer mit Kenntnis der
Unternehmensspitze Beta-Versionen von Windows 3.1 im Herbst 1991 vorsätzlich mit
einer raffinierten Funktion ausstatteten . Der Manipulation gingen Befürchtungen
voraus , IBM , damals Microsofts wichtigster Kunde , könnte sich von MS-DOS
abwenden und auf das leistungsstärkere DR-DOS umsteigen . Tatsächlich gelang es
Andrew Schulman bereits frühzeitig , den ominösen Windows-Bug nachzuweisen . Der
Autor des legendären Dr. Dobb's Journal konnte allerdings nicht klären , ob der
Fehler auf Nachlässigkeit oder Absicht beruhte . In seiner Code-Analyse
konstatierte Schulman 1993 , daß der fehlerauslösende Programmteil wie ein
Torwächter arbeite und offensichtlich keinen anderen Zweck verfolge , als
systematisch Microsoft-fremde Betriebssysteme auszuhebeln . Microsoft hat
mittlerweile die Authentizität einer EMail bestätigt . Das bisher
geheimgehaltene Schriftstück fiel den Ermittlern der Federal Trade Commission
und des US-Justizministeriums anläßlich eines früheren Kartellprozesses gegen
Microsoft in die Hände . Firmensprecher Mark Murray bezeichnete es als "
unglücklich " , daß das Dokument nun an die Öffentlichkeit gezerrt würde .
Microsofts Gegner hocken bereits in den Startlöchern . Neben dem
US-Justizministerium liegt auch der derzeitige DR-DOS-Lizenzinhaber Caldera mit
Microsoft im Clinch . Für deren Firmenanwälte ist die Cole-EMail offensichtlich
ein gefundenes Fressen . Der kleine Softwarehersteller versucht seit 1996 zu
beweisen , daß DR-DOS von Microsoft planmäßig bekämpft wird ( siehe auch "
Microsoft hat den Windows-Quellcode verbummelt " ) . Hercules : Firma
geschlossen Der Grafikpionier Hercules steht offensichtlich vor dem Aus .
Mittlerweile verdichten sich Gerüchte , die von einem bevorstehenden Bankrott
des Unternehmens sprechen . Wie unsere USA-Korrespondentin heute berichtet ,
sind in der Firmenzentrale in Fremont bereits die Lichter ausgegangen . Alle
Jalousien seien geschlossen , der Parkplatz völlig verwaist ; der Wachdienst
habe seine Arbeit eingestellt . Wie und ob es weitergeht , bleibt vorerst im
Dunkeln . Offizielle Statements lassen zurzeit noch auf sich warten . Insider
halten es jedoch für wahrscheinlich , dass Hercules einen Antrag auf
Gläubigerschutz nach Chapter 11 gestellt hat . Möglicherweise habe der Antrag
aber noch nicht alle brürokratischen Hürden genommen . Auch dem europäischen
Hercules-Vertrieb in Gräfelfing schwant seit Tagen Schlimmes . Am Telefon melde
er sich deshalb auch nicht mehr mit dem Namen Hercules . Der Niedergang der
Grafikschmiede Hercules deutete sich bereits im November vergangenen Jahres an ,
als eine Übernahme durch den deutschen Hersteller Elsa scheiterte . Die Aachener
begründeten ihren Rückzieher mit unbefriedigenden wirtschaftlichen Daten bei
Hercules . IFA : WAP auch im D1- und E2-Netz Nach der gestrigen Ankündigung von
E-Plus wollen weitere Netzbetreiber das Wireless Application Protocol ( WAP )
unterstützen . Auch Viag Interkom ( E2 ) und die Telekomtochter T-Mobil ( D1 )
kündigten heute vor dem offiziellen Start der Internationalen Funkausstellung in
Berlin an , sie wollten ihren Kunden den Zugang zum Internet ermöglichen . Zu
Beginn diesen Monats hatte bereits Mannesmann ( D2 ) entsprechende Pläne bekannt
gegeben . T-Mobil nennt noch keine konkreten Preise . Sie würden aber nicht
schlechter als die des Wettbewerbers sein , sagte T-Mobil-Chef Kai-Uwe Ricke .
Die ersten WAP-Handys sollen allerdings erst im Oktober in den Handel kommen .
Einen Vorgeschmack auf Internet aus dem Handy kann man sich jedoch bereits an
den Ständen von Nokia , Ericsson und Siemens holen . Die drei Hersteller zeigen
in Berlin bereits die erste Generation WAP-fähiger Mobiltelefone mit eingebautem
Internet-Browser . IFA : Elektronische Medien stärken die Demokratie Zur
Eröffnung der 42. Internationalen Funkausstellung ( IFA ) hat heute Abend
Bundeswirtschaftsminister Werner Müller eine größere Verbreitung der
elektronischen Medien gefordert . Ihre Arbeit stärke die Demokratie und leiste
weltweit " einen immer größeren Beitrag zur Friedensstiftung und
Friedenserhaltung " , sagte Müller laut Redetext . Deshalb dürfe niemandem der
Zugang verschlossen bleiben . " Es sollte auf lange Sicht keine Spaltung der
Gesellschaft geben in Menschen mit Zugang zu den neuen Informations- und
Kommunikationsangeboten und jenen , die nicht im Netz sind . " Auf der
Funkausstellung zeigen 872 Aussteller aus 36 Ländern die neuesten Entwicklungen
der Unterhaltungselektronik und der Telekommunikation . Die Messe gilt als der
weltweit größte Branchentreff , auf dem Aufträge in Milliardenhöhe vergeben
werden . Siehe auch Ermächtigte Bürger kontrollieren den Staat in Telepolis .
Phonoverband lässt 500 MP3-Sites schließen Der Bundesverband der
Phonographischen Wirtschaft schlägt eine härtere Gangart gegen Musikpiraten an .
Die zum Schutz musikalischer Erzeugnisse eingerichtete Internet-Task-Force habe
in diesem Jahr bereits mehr als 500 illegale Musik-Angebote schließen lassen ,
teilte die deutsche Vertretung der International Federation of the Phonographic
Industry ( IFPI ) heute mit . Die Internet-Fahnder ( siehe eine frühere Meldung
) durchsuchten das Web vorwiegend nach Seiten , auf denen widerrechtlich
Musikstücke im MP3-Format angeboten werden . Nähere Einzelheiten wollte sie
nicht preisgeben : " Wir haben es lieber , wenn die illegalen Anbieter nicht
wissen , mit welchen Methoden wir arbeiten . " Millionen für die IT-Ausbildung
Nordrhein-Westfalen will IT-Unternehmen bei der Ausbildung von Fachkräften
unterstützen . Im Bereich des Landesarbeitsamts NRW können derzeit 15.000 offene
IT-Stellen nicht besetzt werden . Nach Angaben der Ministerin fehlen bundesweit
60.000 bis 200.000 Fachkräfte . In Nordrhein-Westfalen häuften sich Klagen von
Unternehmen , weil sie Expansionspläne und Investitionen zurückstellen müssten .
Allerdings bemängeln Experten seit längerem , dass die Unternehmen der
IT-Branche bisher die Förderung von Nachwuchskräften verschlafen hätten .
Microsoft traut dem Frieden nicht Microsoft President Steve Ballmer will sich zu
Silvester telefonisch unterrichten lassen , ob die Produkte des
Softwareherstellers über den Jahr-2000-TÜV kommen . Er stehe gemeinsam mit Chief
Operating Officer Bob Herbold bereit , um sich bei den asiatischen
Microsoft-Niederlassungen über mögliche Probleme zu informieren , verriet er
heute dem Wall Street Journal . " Wir sind schon sehr gespannt , ob sich unsere
Arbeit ausgezahlt hat " . Wenn alles gut gehe , wolle er den Abend im Kreis
seiner Mitarbeiter verbringen . Zur Microsoft-Silvesterparty werden rund 300
Angestellte und ihre Angehörigen erwartet . Während die einen feiern , sollen
rund 6000 Service-Mitarbeiter vorsorglich die Stellung halten und eingehende
Hilferufe geplagter Anwender beantworten . Deren geringe Benutzerfreundlichkeit
ist allerdings Anwendern in aller Welt sauer aufgestoßen . Neben einem
misslichen Bug traten weitere ärgerliche Fehler auf : So ließen sich in einigen
Fällen die erforderlichen zwei Y2K-Patches für Office 97 nicht korrekt
aufspielen . Vielfach schaffte erst die komplette Neuinstallation des gesamten
Office-Pakets Abhilfe . Eiszeit zwischen Telekom und Deutscher Bank ( Update )
Die Deutsche Telekom geht nach einem Bericht des " Wall Street Journal Europe "
auf Distanz zur Deutschen Bank . Demnach gehören die Banker nicht mehr zu den
Favoriten im Bieterwettstreit um das TV-Kabelnetz der Telekom . Ursache der
Verstimmung sei , dass die Deutsche Bank als Berater der Telekom den Wert des
Kabelnetzes zu niedrig angesetzt habe , berichtet das Blatt weiter . Zudem gebe
es massive Konflikte zwischen Telekom-Chef Ron Sommer und dem Vorstand des
Finanzinstituts . DB-Chef Rolf Breuer soll Mitte des Jahres vertrauliche Details
des geplanten Netzverkaufs mit dem damaligen EU-Wettbewerbskommissar Karel Van
Miert erörtert haben . Die Deutsche Bank und die Telekom wollten den Bericht
heute nicht kommentieren . Ein Banksprecher sagte lediglich , es gebe
vielfältige Wege der Zusammenarbeit . Der mutmaßliche Bruch zwischen der Telekom
und der Deutschen Bank deutete sich bereits in der Vorwoche an , als
Telekom-Sprecher Ulrich Lissek von einer Vorentscheidung in drei
Kabelnetzregionen sprach . Demnach ist in Nordrhein-Westfalen das US-Konsortium
Callahan aussichtsreichster Bewerber . In Hessen hat der britische
Kabelnetzbetreiber Klesch die besten Chancen . In Rheinland-Pfalz und im
Saarland liegt der amerikanisch-niederländische Kabelnetzbetreiber United
Pan-Europe Communications ( UPC ) aussichtsreich im Rennen , zu dessen
Anteilseignern auch der Softwarehersteller Microsoft gehört . Die Deutsche Bank
, die in allen drei Regionen auf der Bieterliste vertreten sein soll , würde
folglich leer ausgehen . Microsoft will neue Bundesländer modernisieren
Microsoft will die Verwaltung in drei neuen Bundesländern " beispielhaft
modernisieren " . Dies erklärte heute Microsoft-Sprecherin Sabine Lobmeier .
Bereits morgen sollen in Berlin entsprechende Verträge mit den
Ministerpräsidenten von Brandenburg , Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern
unterschrieben werden . Ziel des Abkommens ist es , die Verwaltungen in den drei
Ländern auf eine bessere Kommunikation mit Bürgern und der Wirtschaft
vorzubereiten . Daneben hätten Bürger die Möglichkeit , Bauanträge vom
heimischen PC aus bei der zuständigen Stelle zur Genehmigung einzureichen . Eine
entsprechende Plattform wird nach Auskunft von Microsoft demnächst in
Wernigerode aufgebaut . Darüber hinaus sollen von Microsoft geförderte
Pilotprojekte Schülern den Umgang mit Computern erleichtern . Dazu würden Lehrer
fortgebildet und die Schulen teilweise mit moderner Software ausgestattet .
Martin Gorholt , Sprecher des Potsdamer Bildungsministeriums , schränkte
allerdings ein , dass Microsoft bei diesen Vorhaben lediglich einer von mehreren
wichtigen Partnern sei . Im Internet wird bereits gewitzelt : Sollte Microsofts
Chief Software Architect seine Wette verlieren , dann wolle Gottschalk seinem
Gast vorschlagen , coram publico Linux zu installieren . AOL : Gewinn mehr als
vervierfacht Das herausragende Quartalsergebnis beflügelte auch den
Halbjahresabschluß . Auch die Zahl der Abonnenten wächst weiterhin im
zweistellige Prozentbereich . Analysten feierten das Rekordquartal als
richtungsweisend für die künftige Entwicklung im E-Commerce . Als
Erfolgsindikator gilt vielen die AOL-Bilanz im Weihnachtsgeschäft . Russland :
NTW-Website verliert ihre Unabhängigkeit Nach der Übernahme des Fernsehsenders
NTW und der Tageszeitung Sewodnja durch den staatlichen Energieriesen Gasprom
droht nun auch Kreml-kritischen Websites Ungemach . Die geschassten Redakteure
von NTW und Sewodnja hatten nach ihrem Rausschmiss den Willen bekundet , ihren
unabhängigen Journalismus im Internet weiterzuführen . Die Website von NTW war
daraufhin gestern vom staatlichen Telefonkonzern Roskom unter dem Hinweis auf
Schulden zeitweilig gesperrt worden . Inzwischen ist die Seite wieder erreichbar
, wird nun aber offenbar von einer neuen Redaktion betreut . Auch die Homepage
von Sewodnja wurde inzwischen gleichgeschaltet . Teile der alten Redaktion
fanden beim Internet-Portal lenta.ru Unterschlupf . " Wir beobachten die
Entwicklung in Russland mit Sorge " , erklärte Nancy Isenson von Reporter ohne
Grenzen auf Nachfrage von heise online . Die Organisation setzt sich weltweit
für die Achtung der Pressefreiheit auch im Internet ein : " Die schärfsten
Kontrolleure des Internet sind meist auch die erbittertsten Feinde einer freien
Presse " , so Isenson weiter . Im Februar hatte Reporter ohne Grenzen einen
umfassenden Bericht zur Pressefreiheit im Internet vorgelegt . Digitaler
Maus-Atlas Wissenschaftler um Russell Jacobs am California Institute of
Technology in Pasadena ( USA ) haben in fünfjähriger Entwicklungsarbeit einen
dreidimensionalen Digital-Atlas eines sich entwickelnden Maus-Embryos
vorgestellt . Die Entwickler bedienten sich hierbei der Magnet-Resonanz-Technik
( MRI ) , die normalerweise in Krankenhäusern und Arztpraxen dazu benutzt wird ,
Organe oder Gewebe von Patienten abzubilden . Hierzu scannten sie das
Maus-Embryo scheibchenweise ein . Dadurch wird das aufwendige Herauspräparieren
des Embryos vermieden . Die so generierten Bilder setzten die Wissenschaftler
anschließend in einem dreidimensionalen Modell zusammen . Das Maus-Embryo kann
nun von allen Seiten und aus allen Blickwinkeln betrachtet werden ; die
einzelnen Organe und Gewebe sind namentlich etikettiert . Bald soll auch ein
vierdimensionaler Maus-Atlas erstellt werden , der dann auch die zeitliche
Entwicklung des Embryos berücksichtigt . Bislang konnten sich nur
Medizinstudenten anhand entsprechender anatomischer Bücher über die interne
Geographie des menschlichen Körpers informieren . Biologen und Genetiker , die
sich mit Mäusen beschäftigten , hatten diese Möglichkeit bisher nicht . Mit dem
digitalen Maus-Atlas können sie nun Knochenbau , Organe und Nervensystem eines
Maus-Embryos genau betrachten . Neue Möglichkeiten bietet der Maus-Atlas
insbesondere Genetikern , die sich vermehrt mit den Genen von Säugetieren
beschäftigen und nach Lösungen suchen , um etwa die Auswirkungen fehlerhafter
Gene auch räumlich im Körper zuordnen zu können . Dies könnte bei der
Interpretation der genetischen Daten helfen . Weitere Atlanten von anderen
Organismen sind bereits in Planung . Ein digitaler Zebrafisch und ein
menschliches Gehirn befinden sich bereits in der Entwicklungsphase , biologische
Pläne von Fliegen und Hühnern sollen folgen . Metabox-Bilanz ohne Testat Das
angeschlagene Multimedia-Unternehmen Metabox hat im Jahr 2000 einen höheren
Verlust als erwartet gemacht . Metabox legte den Abschluss kurz nach Ablauf der
Frist der Deutschen Börse ohne Testat des Wirtschaftsprüfers vor . Der Bericht
sei jedoch mit dem Prüfer abgestimmt worden . Gestern hatte das am Frankfurter
Neuen Markt gelistete Unternehmen kurzfristig die geplante Bilanzpressekonferenz
abgesagt . Die Daten für den Geschäftsbericht hätten nicht rechtzeitig
vorgelegen , hatte es geheißen . Der Aktienkurs fiel am Freitag um 12,5 Prozent
auf 1,61 Euro . Was war . Was wird . Wie immer möchte die Wochenschau von Hal
Faber den Blick für die Details schärfen : Die sonntägliche Wochenschau ist
Kommentar , Ausblick und Analyse . Sie ist Rück- wie Vorschau zugleich . Was war
. Da ist die Sache mit der Flower-Power-Kampagne , die nach allen Regeln der
Kunst aufs Straßenpflaster gesetzt wurde . Die Sache mit der abwaschbaren
Biokreide funktioniert einfach nicht , wenn eine Werbeagentur wie Ogilvy &
Mather sich den schönen Gimmick ausdenkt , mit der Ausführung aber eine Agentur
namens " Ch'rewd " betreut , die richtige Sprayer engagiert , die noch nie in
ihrem Leben Biokreide gesehen haben . Den Jungs von " Ch'rewd " sollte man auch
das eLiza-Projekt überlassen , mit dem IBM dicke tut . Ein total angetörnt
aussehender selbstheilender Server hat was . Als Joe Weizenbaum den Namen beim
guten Shakespeare auslieh , wusste eNiemand um die Unart des kleinen e . Selbst
die Auktion findet nur schwache Resonanz und nicht einmal Sun als Bieter ,
obwohl die Firma , punktum , sämtlichen Mitarbeitern eine Woche Denkpause
verordnet hat - womöglich mit Brüten über dem Aufsatzthema : " Jxta - wozu es
gut ist " . Dem Gewinner winkt ein Ferrari , wie bei Arsdigita , der großen
Untergangssaga aus Bobo-Zeiten , die uns immer wieder überraschende Erkenntnisse
beschert . Tatsächlich kostete uns so ein Auto nur 2000 Dollar im Monat und
durfte nur so lange gefahren werden , wie man bei der Firma blieb . Auf solch
gefährlichem Terrain schlittert zurzeit auch Metabox , wo mal wieder eine
Presse- und eine Analystenkonferenz abgesagt wurde , weil die Zahlen nicht
vorliegen . Wenn Hardware und Software sich selbst heilen kann , wo bleiben da
die Bilanzen , die sich selbst zusammenstellen ? Etwa beim scheidenden
Philips-Chef Cor Boonstra , der sich den Abschied aus seinem Vorstandssessel mit
üppigen Gewinnen aus einem Geschäft mit Aktien der TV-Spaßproduktion Endemol (
Big Brother ) versüßt hat . Boonstras feine Nase für gute Wertpapiere wundert
nicht einmal den Staatsanwalt . Schließlich teilt der scheidende Philips-Boss
Tisch und Bett mit Sylvia Toth , die zur Zeit des Deals im Endemol-Aufsichtsrat
saß . Und so redete sich Boonstra am Vorabend seiner Abschiedsparty im
holländischen Fernsehen um Kopf und Kragen . Über die bevorstehende Übernahme
von Endemol durch die spanische Telefonica habe Sylvis geschwiegen wie ein Grab
. Wem fiele bei diesem feinen Beispiel aus dem Zusammenleben mit einer Big
Sister nicht Heinrich Kleists Aufsatz " Über die allmähliche Verfertigung der
Gedanken beim Reden " ein . Schließlich steht der 1. Mai vor der Tür , einstmals
der Tag großer Reden und Aufzüge . Heute eher ein schlichter Feiertag ,
neuerdings auch einer der Verlierer der New Economy . In Berlin tut man sich da
offenbar schwerer . Mit dem Internet-Stellenmarkt Monster.de ( " Hör nicht auf
die Stimmen " ) ist dem deutschen Äquivalent der Hauptsponsor abhanden gekommen
. Neben Arbeitssuchenden haben sich nämlich auch Unzufriedene und Beladene
angekündigt , die nur mal ihren Marktwert testen wollen . Da wird wohl mancher
Chef eine ganze Reihe Mitarbeiter begrüßen können . Was wird Alle Programmierer
werden dafür zu sorgen haben , dass die Arbeiten früher als sonst beendet sind .
Es ist selbstverständlich , dass nicht nur jeder Programmierer , sondern auch
jede Programmiererfrau und alle Familienmitglieder mit sämtlichen Avataren und
Softbots am proletarischen Kampftag teilnehmen . Habt Eure Hausarbeiten beendet
! Der hier zitierte Aufruf zur Maiversammlung ist ein Original aus dem Jahre
1923 , nur die Arbeiter wurden durch zeitgemäße Subjekte der Geschichte ersetzt
. Anderswo geht man mit dem 1. Mai nicht so zimperlich um . Für die Washington
Post ist der internationale Arbeitertag nur noch ein " wichtiger chinesischer
Feiertag " und natürlich Grund genug , eine Virenwarnung auszusprechen . Denn in
China , dem Reich des Bösen , braut sich was zusammen . " Alle Räder stehen
still " , wer mag das nicht als Anweisung an die Fünfte Cyberkolonne verstehen ,
der nächsten Mail einen Virus anzuhängen . Vielleicht klärt man dort auch das
Rätsel des verschwundenen " e " der Tanja Engel , deren Körperbau Strato zur
Verzweiflung treibt . Leider , leider sind wir hier zu Lande ausgesperrt , wenn
AOL am 1. Mai in den USA mit einem großen Wettbewerb beginnt . Täglich verkündet
ein anderer Star , dass Post da ist . Mit dieser Aktion will AOL einen
bemerkenswerten Rekord feiern : Online-Anbieter sollen Nazi-Sites sperren Im
Kampf gegen rechtsextreme Internet-Angebote wollen einige Bundesländer auch die
Zugangsanbieter in die Pflicht nehmen . Wenn es nicht gelinge , die
Inhalte-Anbieter oder deren Service-Provider zum Sperren der Angebote zu bewegen
, müsse dies auf der Zugangs-Ebene geschehen , kündigte der Düsseldorfer
Regierungspräsident Jürgen Büssow ( SPD ) nach einer bundesweiten Fachtagung der
Aufsichtsbehörden in Düsseldorf an . Auf diese Weise könne auch der Zugang zu
Angeboten aus Ländern gesperrt werden , die wie die USA mit Verweis auf die
Meinungsfreiheit nicht gegen rassistische oder rechtsextreme Seiten im Netz
vorgehen . Bislang reiche in aller Regel eine Konfrontation mit dem
rechtsextremen Inhalt , um die Provider zum Sperren der entsprechenden Adressen
zu bewegen . Die Aufsichtsbehörden der Länder hätten auch vereinbart , die
bundesweite Zusammenarbeit zu verstärken . Es gebe inzwischen rund 1000
deutschsprachige Internetportale mit rechtsextremen Inhalten . Büssow
kritisierte , dass ausgerechnet einige ostdeutsche Bundesländer und Berlin ihre
ordnungsrechtlichen Mittel gegen rechtsextreme Internet-Seiten nicht
ausschöpften . " Irgendwie kommen sie mit dem Mediendienste-Staatsvertrag nicht
zurecht " , sagte der Regierungspräsident der für Nordrhein-Westfalen
zuständigen Aufsichtsbehörde . " Wir haben ausreichende Gesetzesgrundlagen " .
Das Internet sei kein rechtsfreier Raum . Auch wenn die strafrechtliche
Verfolgung oft an der Staatsgrenze ende , seien die Online-Anbieter
ordnungsrechtlich in Zugzwang , sobald sie von den rechtsextremen Inhalten in
Kenntnis gesetzt wurden . Seit Anfang 2000 seien in Düsseldorf bei der
Aufsichtsbehörde fast 630 Hinweise auf rechtsextreme oder kinderpornografische
Inhalten eingegangen . Report : Telekom wurde mit falscher Bilanz gegründet Die
Deutsche Telekom ist einem Bericht das ARD-Magazins Report zufolge 1995 mit
einer falschen Bilanz gegründet worden und damit 1996 an die Börse gegangen .
Dem Magazin liege die Immobilienbewertung vom 24.11.1994 vor , heißt es heute in
einer Vorabmeldung des Polit-Magazins . Die ARD will den Report-Beitrag heute
Abend , 21 Uhr , ausstrahlen . " Diese Rechnerei ist absurd " , sagte ein
Telekom-Sprecher zu den von Report genannten Zahlen . Die Immobilienbewertung
des Unternehmens sei immer stichhaltig gewesen . In der heutigen FAZ wies auch
der Chef des Telekom-Aufsichtsrates , Hans Dietrich Winkhaus , den Vorwurf der
Falschbewertung zurück . Es habe keine leichtfertige Bewertung gegeben . Er
zeigte sich zudem zuversichtlich , dass die staatsanwaltlichen Ermittlungen
gegen Telekom-Vorstände zu Gunsten des Unternehmens ausgehen . Netscape : Plus
durch kreative Buchführung Nach massiven Verlusten im Vorjahr hat Netscape im
ersten Quartal 98 wieder die Gewinnzone erreicht . Doch hinter dem
Geschäftserfolg steht ein kreativer Kassenwart . Um die Börse mit einem
positiven Abschluß zu überraschen , verschob Netscape den Billanzzeitraum um
einen Monat . Der Buchführungstrick brachte den erwünschten Erfolg : Trotz
vorheriger Verlustwarnung wies das Unternehmen ein bescheidenes Plus von 8000
US-Dollar aus . Der Januar blieb außen vor - ein " schwarzes Loch " , so schrieb
der Börsendienst Briefing.com , in das Netscape den Verlust von 0,58 US-Dollar
pro Aktie versenkte . Netscape-Boß James Barsdale entschuldigte die
Quartals-Arithmetik mit einem schwachen Januar , in dem seine Firma den Preis
für interne Umstrukturierungen zahlen mußte . Die Verschiebung des
Abrechnungszeitraums gewähre Analysten einen besseren Überblick und beweise ,
daß es nun bei Netscape " aufwärts geht " . Zollexperte für mehr Überwachung im
Internet-Handel Nach Ansicht des Braunschweiger Rechtsprofessors Achim Rogmann
muss der Gesetzgeber die deutsche Zollverwaltung mit erweiterten Zuständigkeiten
im Kampf gegen illegalen Internethandel ausstatten . Der deutschen Industrie
gingen zurzeit Milliarden verloren , sagte Rogmann heute auf dem 13.
Europäischen Zollrechtstag in Köln . " Die Zollverwaltung ist im Bereich der
Verbote und Beschränkungen bislang nur für die Überwachung des
grenzüberschreitenden Warenverkehrs zuständig . " Wenn ein Produkt jedoch übers
Internet ins Land komme , gelte es als Datensendung und werde nicht als Ware
erfasst . Gesetzgeber und Verwaltung in Deutschland hätten bislang der immer
schnelleren technischen Verbesserung des Internet meist hinterhergehinkt , so
Rogmann weiter . " Das ist wie Hase und Igel . " Kinderpornografie , Raubkopien
oder Hass-Seiten müssten möglichst im Ursprungsland oder durch Filter bei den
Internet-Anbietern unterbunden werden . Zerschlagungsurteil gegen Microsoft
aufgehoben Ein Berufungsgericht in Washington hat heute den Kartell-Spruch gegen
den Software-Konzern Microsoft aufgehoben . " Wir glauben , dass einige , aber
nicht alle Vorwürfe gegen Microsoft gerechtfertigt sind " , hieß es in der
Begründung . Die Richter bemängelten jedoch , dass es die Vorinstanz versäumt
habe , adäquate Begründungen für das angeordnete Strafmaß zu geben .
Gleichzeitig wurde die Urteilsfindung an eine niedere Instanz zurückverwiesen ,
die nun darüber entscheiden soll , wie Microsoft daran gehindert werden kann ,
seine vorherrschende Stellung bei Betriebssystemen auszunutzen . Thomas Penfield
Jackson , der das Zerschlagungsurteil im vergangenen Jahr verhängt und im
Frühjahr öffentlich Stellung gegen Microsoft bezogen hatte , wird nicht mehr mit
dem Fall betraut , so die Berufungsrichter . Mittlerweile hat auch die
US-Technologie-Börse NASDAQ auf die Entscheidung des Gerichts reagiert . Gegen
11.30 Uhr ( Ortszeit ) wurde der Handel mit Microsoft-Aktien ausgesetzt . Zuvor
war der Kurs des Wertpapiers um 5,37 Prozent auf 74,96 Dollar gestiegen . Die
Aktien anderer Softwareunternehmen , Computerfirmen und viele andere
Technologiewerte legten ebenfalls kräftig zu . Microsoft wird seit mehr als zehn
Jahren von den US-Kartellbehörden beobachtet . Der juristische Streit mit dem
US-Justizministerium begann im Oktober 1997 . Microsoft , so argwöhnte die
Behörde , wende illegale Lizenzpraktiken an . Auslöser war die Verknüpfung des
Internet Explorer mit dem Betriebssystem Windows 95 . Der damalige oberste
US-Kartellwächter Joel Klein sah darin den Versuch von Microsoft , unter anderem
einen starken Konkurrenten wie Netscape , der im Laufe des Kartellverfahrens im
Medienkonzern AOL Time Warner aufging , aus dem Markt zu drängen . Der einstige
Marktführer bei Browsern hat sich mittlerweile weitgehend aus dem Geschäft mit
Internet-Clients zurückgezogen . Auftrag für Microsoft - Millionen für Corel Mit
diesem Ergebnis endete jetzt ein Rechtsstreit zwischen Corel und der kanadischen
Steuerbehörde ( Revenue Canada ) . Zu dem Verfahren war es nach der
Ausschreibung um die Neuanschaffung von Office-Pakten für 30.000 Computer der
Steuerbehörde gekommen , bei dem Microsoft den Zuschlag erhalten hatte . Mit der
Begründung mangelnder Chancengleichheit hatte Corel gegen den Software-Deal
geklagt . Mit einer Ausnahme , so die Beschwerde von Corel , seien alle anderen
Anbieter verpflichtet worden , Kostenvoranschläge einzureichen . Lediglich
Microsoft sei davon befreit gewesen , da die Behörde bereits seit Jahren mit
Software aus Redmond arbeitet . Im Oktober vergangenen Jahres hatte ein
kanadisches Wirtschaftsgericht entschieden , daß Microsoft bei der Ausschreibung
ungerechtfertig bevorzugt wurde . Die Steuerbehörde erhielt die Auflage , Corel
eine zweite Chance einzuräumen . Dazu kommt es nun nicht mehr . Die Parteien
einigten sich jetzt außergerichtlich . Beobachter halten die monatelange
Auseinandersetzung dennoch für richtungsweisend . Das Argument , der weltgrößte
Anbieter habe den Zuschlag bekommen , reiche künftig nicht mehr aus . Zögernd
ins Internet Deutschen Firmen ist der Internet-Anschluß noch zu teuer . Wie das
Institut der deutschen Wirtschaft ( IW ) heute mitteilte , verzichten viele
Unternehmen aus Kostengründen auf einen Internet-Zugang . Vorreiter in
Westeuropa seien die skandinavischen Länder : In Deutschland hingegen hätten
lediglich 35 Prozent der Unternehmen Zugang zum Internet . Die Schlußlichter
bilden Italien mit 15 Prozent und Spanien mit 13 Prozent , berichtet das
Institut unter Berufung auf das Marktforschungsinstitut Datamonitor . Den Zahlen
liegt eine Umfrage unter einhundert europäischen Internet-Anbietern zugrunde .
IBM : Lizenz für Netscapes Navigator IBM setzt auf den Navigator als
Standard-Browser . Ein mit Netscape geschlossenes Lizenzabkommen erlaubt es IBM
künftig , den Browser plattformübergreifend in jedes Hard- und Softwareprodukt
einzubinden . So soll der Navigator 4.0 demnächst unter anderem in
IBM-Softwarepaketen wie DB2 und der eNetwork Communications Suite sowie in
Betriebssystemen wie AIX und OS/2 enthalten sein . Der Browser wird zudem
generell mit IBM-PCs geliefert , sofern diese inklusive des IBM Internet
Connection Service erworben wurden . Auf Wunsch ist der Navigator zudem für die
Software der Konzerntochter Lotus ( beispielsweise für Lotus Notes und die Lotus
SmartSuite ) erhältlich . Taiwan : Mangel an Strom und Ersatzteilen Eine Woche
nach dem verheerenden Erdbeben in Taiwan arbeiten die Halbleiterproduzenten mit
Hochdruck an der Reparatur ihrer Produktionsanlagen . Unser Büro in Taiwan
berichtet allerdings von anhaltenden Problemen bei der Stromversorgung .
Zeitweise war den Unternehmen im Hsinchu Industrial Park , dem Herz der
taiwanischen IT-Produktion , nur ein Fünftel des benötigten Stroms zugeteilt
worden , während in der Nacht in der Hauptstadt Taipeh alle Straßenbeleuchtungen
brannten . Taiwans Stromversorger versprechen jedoch , dass sie mittlerweile 85
Prozent des Bedarfs decken können . Die Zuteilung für Hsinchu sieht vor , dass
bis Freitag nächster Woche 154 Unternehmen mit mehr als 1000 kW Bedarf zwischen
7 Uhr früh und 22.30 Uhr mit 15 Prozent weniger Energie beliefert werden . Ein
Manager von Taiwan Semiconductors , dem weltweit größten Chip-Hersteller , hatte
bereits gestern erklärt , sein Unternehmen werde wieder voll mit Strom versorgt
. Während das Land über 1999 Todesopfer trauert , sind die taiwanischen
Halbleiterhersteller offensichtlich mit einem blauen Auge davongekommen . Wie
frühere Erdbeben in der Region gezeigt haben , ist jederzeit mit heftigen
Nachbeben zu rechnen , die die Justierung und Kalibrierung der Anlagen
erschweren oder unmöglich machen . Bei vielen Chip-Produzenten wurden allerdings
hochempfindliche Produktionsmittel in Mitleidenschaft gezogen . Vor allem Ersatz
für zerstörte Quarzglasrohre , eine Schlüsselkomponente der Vakuumöfen für die
Halbleiter-Produktion , ist derzeit schwer zu beschaffen . Da diese Rohre auch
bei normaler Produktion verschleißen , verfügen die Chip-Hersteller über einen
Ersatzbestand . Trotzdem könnten fehlende Quarzglasrohre für längere
Verzögerungen beim Wiederanlaufen der Produktion sorgen . Solche Rohre mit einem
Durchmesser von einigen 10 Zentimetern werden von Spezialfirmen in Taiwan ,
Japan , Korea und Deutschland gefertigt . Bei Heraeus in Hanau geht man von
einem großen Ersatzbedarf aus . Für Quarzrohre mit besonderen Abmessungen
könnten sich dadurch Lieferzeiten von mehr als zwei Monaten ergeben . Die
tatsächlichen Auswirkungen auf die Verfügbarkeit von Halbleitern sind weiterhin
schwer abschätzbar . Nach einem Bericht von CNet soll es bei Grafik-Chips zu den
spürbarsten Engpässen kommen . Schließlich kontrollierten taiwanische
Unternehmen rund 80 Prozent des weltweiten Grafikchipausstoßes . Spürbar
reagiert weiterhin der DRAM-Markt auf die Ereignisse in Taiwan . Vor allem
Anbieter , die vom Erdbeben nicht betroffen sind , lassen die Preise für
64-Megabit-Speicherbausteine hochschnellen . Klage gegen
Comtech-Geschäftsbedingungen Der Verbraucherschutzverein Berlin hat erfolgreich
gegen die Geschäftsbedingungen der Computerkette Comtech geklagt . Der
PC-Händler hatte bisher explizit das Umtauschrecht oder Ansprüche auf
Kaufpreisminderung für den Fall ausgeschlossen , dass ein von Comtech nach
Vorgaben des Kunden zusammengestellter Computer nicht funktioniert . Diese
Klausel ist nach einem Urteil des Stuttgarter Landgerichts unzulässig , teilte
der Verbraucherschutzverein heute mit . Es reiche nicht aus , eine bestellte
Ware vorgabegemäß herzustellen . Comtech habe auch die Pflicht , die Vorgaben zu
prüfen und den Kunden auf Fehlerquellen aufmerksam zu machen , so das Gericht in
seiner Begründung . Unterbleibe eine solche Aufklärung , könne der Besteller
davon ausgehen , dass auch das fertige Werk funktionsfähig sei .
Gewährleistungsansprüche , die auf einer Verletzung der Aufklärungs- und
Beratungspflichten des Unternehmens beruhen , dürften nicht per Vertragsklausel
ausgeschlossen werden . IT-Branche mit neuer Spitze Fünf Verbände der bisher in
über 20 Interessenvertretungen zersplitterten IT-Branche haben heute in Berlin
einen gemeinsamen Spitzenverband gegründet . Nach eigenen Angaben vertritt er
rund 95 Prozent der in der Branche tätigen Firmen . Unter dem Dach der Bitkom
haben sich zunächst der Bundesverband Informations- und Kommunikations-Systeme (
BVB ) , der Bundesverband Informationstechnologien ( BVIT ) sowie die
Fachverbände für Informations- und Kommunikationstechnik in den
Branchenorganisationen VDMA und ZVEI zusammengeschlossen . Weitere
Branchenvereinigungen sollen folgen . Entsprechende Gespräche , so Jung , würden
bereits geführt . Aldi : PC oder Leben ! Um einen der begehrten Aldi-PCs zu
erwischen , mußten Kaufinteressenten in den vergangenen zwei Tagen früh
aufstehen . Binnen Stunden war das Schnäppchen in den meisten Filialen
ausverkauft . Den Zuspätgekommenen bleibt jetzt nur die Hoffnung aufs neue Jahr
. Im Mai will Aldi die preiswerte PC-Linie ( Intel-Motherboard , P166 , 2,1 GB
Festplatte , 32 MByte RAM , 16X-CD-ROM , 15-ZOLL-Monitor , Soundkarte ,
3D-Grafikkarte , Software und Vor-Ort-Service , 1798 Mark ) erneut in die Regale
bringen . Damit wollte sich gestern ein Kunde einer Aldi-Filiale bei Konstanz
nicht abfinden . Mit Waffengewalt versuchte er , sich das letzte Exemplar des
Discount-PCs zu sichern . E-Commerce-Manager : Tipps vom Headhunter Erfolgreiche
Manager von E-Commerce-Unternehmen , so genannte E-Leader , müssen große Neigung
zu riskanten Geschäften zeigen , nachsichtig gegenüber eigenen Fehlern sein und
einen Hang zur Paranoia haben . Diese Charakterisierung stammt vom renommierten
Headhunter A.T. Kearney , der in einer jetzt veröffentlichten Studie die
Anforderungen australischer Firmen an ihre E-Leader vorstellt . Demnach
entscheiden erfolgreiche E-Commerce-Manager gezielt und schnell - noch bevor sie
alle Informationen in der Hand halten . Eilige Entscheidungen werden mit dem
Umstand entschuldigt , dass die Online-Welt sich zu rasch wandle , um Maßnahmen
gründlich zu überdenken . Hoch im Kurs stehen auch Führungskräfte , die aus
Angst vor Kommunikationsverlust nicht wagen , sich länger als fünf Minuten vom
Telefon oder einem Internet-Zugang zu entfernen . Gute Karten in
Vorstellungsgesprächen haben auch Bewerber , die Visionen gut " an Mitarbeiter ,
Kunden , Aktionäre und die Geschäftsleitung verkaufen können " . Dagegen spielen
Universitätsabschlüsse keine wichtige Rolle . Die meisten Firmen ließen sich ,
so die Studie , stärker von der persönlichen Ausstrahlung der Kandidaten als von
Diplomen beeindrucken . Canon-Drucker mit separaten Tinten-Tanks Drei neue
Drucker mit " Single Ink-Technologie " stoßen im ersten Vierteljahr 2000 zur
Druckerfamilie von Canon . Bei den Geräten sind die Druckfarben Cyan , Magenta
und Gelb in separaten Farbtanks untergebracht , sodass ein leerer Farbtank
einzeln ausgetauscht werden kann . Der BJC-3000 bietet für rund 300 Mark einen
recht preisgünstigen Einstieg in diese Technik . Beide Modelle sollen ab Februar
in den Händlerregalen stehen ; das Topmodell BJC-8200 Photo ( 900 Mark ) folgt
allerdings erst im März . Alle Drucker sind mit Parallel- und USB-Schnittstelle
ausgestattet und arbeiten dank mitgelieferter Software auch am Macintosh .
Patrick Brauch GPS unter der Haut Wenn es nach dem Willen des US-Herstellers
Applied Digital Solutions ( ADS ) geht , tragen Online-Shopper ihre Kundenkarte
künftig unter der Haut . Das Unternehmen aus Florida hat jetzt ein Patent für
ein wartungsfreies Implantat erlangt , das unter anderem in der Lage sein soll ,
GPS-Signale zu empfangen und zu versenden . Der Transceiver lässt sich , so das
Unternehmen in einer Eigenanzeige , mit geringem Aufwand in den menschlichen
Körper einsetzen und durch Muskelbewegung mit Energie versorgen . Viel Wind um
Schwindel mit Kreditkarten Nach einem Bericht der Welt am Sonntag entwickelt
sich das Internet " zur Hochburg " für Kreditkartenbetrüger . Der Bericht in dem
Blatt vermittle den Eindruck , es handle sich um eine neue Entwicklung ,
wiegelte heute Eurocard-Sprecher Herbert Euler im Gespräch mit heise online ab .
Die Betrugsquote im Web sei zwar zehnmal höher als bei konventionellen
Geschäften , andererseits liege die Aufklärungsquote " je nach Fall " bei etwa
90 Prozent . Auch die Konkurrenten des Eurocard-Anbieters verzeichneten im
vergangenen Jahr keine signifikanten Steigerungen . Die Zeitung habe wohl
überinterpretiert : " Die Zahlen sind seit langem stabil . " Ihre Chancen auf
Rückerstattung bei Missbrauch sind gestiegen , seit die Umkehr der Beweislast in
Kraft getreten ist . Seit vergangenem Jahr müssen Kreditunternehmen ihren Kunden
schlüssig nachweisen , dass sie mit ihrer Karte fahrlässig umgegangen sind . Die
Job-Maschine Internet stockt Volle Belegschaft , leere Kassen : Bei den Dot.Coms
regiert jetzt der Rotstift . Nach Erhebungen der Outplacement-Agentur Challenger
, Gray & Christmas verloren im ersten Monat dieses Jahres in den USA 12.828
Beschäftigte von Internet-Firmen ihren Job - so viele wie noch nie seit Beginn
der Challenger-Untersuchungen im Januar 2000 . Düster ist auch die Bilanz für
das gesamte Jahr : In den vergangenen zwölf Monaten wurden rund 42.000 Stellen
gekappt - vielfach bei Unternehmen , die Waren übers Internet vertreiben . " Nun
schwappt die zweite Welle über " , berichte heute Agentur-Chef John Challenger
in Chicago . Betroffen seien zurzeit vor allem die Service-Provider jener
Internet-Anbieter , die vor Monaten in schwierige Fahrwasser geraten sind . Und
in nächster Zeit ist wenig Besserung in Sicht . IBM und Packard Bell verlieren
Marktanteile Die weltweiten Computerverkäufe sind im letzten Quartal des
vergangenen Jahres vor allem durch starke Nachfrage in Europa und den USA
stärker als erwartet gestiegen . Im selbem Zeitabschnitt machte die
International Data Corp. ( IDC ) eine Steigerung von 15,4 Prozent aus . Die von
beiden Instituten genannten Zahlen wichen aufgrund unterschiedlicher
Analysemethoden wie gewohnt voneinander ab . Übers Jahr gesehen hatte die
Asienkrise nur geringe Auswirkungen auf den positiven Geschäftsgang bei den
führenden Herstellern . Vor allem Compaq konnte seine Führungsposition unter den
fünf größten Computerbauern auf einen Marktanteil von 13,8 Prozent ausbauen und
liegt mit komfortablem Vorsprung vor IBM ( 8,2 Prozent ) . Big Blue büßte trotz
gestiegener Computerverkäufe Marktanteile ein ( -0,4 Prozent ) und liegt nur
noch knapp vor Verfolger Dell . Der Direct-Marketing-Spezialist verdoppelte
nahezu seine Verkaufszahlen und rangiert mit 7,9 Prozent Marktanteil vor
Hewlett-Packard ( 5,8 Prozent ) . Microsoft-Prozeß : Kein Pardon für Gates Die
Videobänder der Zeugenaussagen von Bill Gates , die im Vorfeld des laufenden
Kartellprozesses der US-Regierung gegen Microsoft aufgenommen wurden , dürfen
nach mehrmonatigem juristischen Hickhack in voller Länge öffentlich gezeigt
werden . Ein US-Berufungsgericht ( U.S. Court of Appeals ) hat heute einen
Antrag zurückgewiesen , in dem der Softwareriese unter Hinweis auf mögliche
Verletzung von Firmengeheimnissen gefordert hatte , bisher noch nicht
veröffentlichtes Videomaterial unter Verschluß zu halten . Das Berufungsgericht
berief sich in seinem Urteil auf den " Publicity in Taking Evidence Act " aus
dem Jahr 1913 . Die Verfügung erlaubt die vollständige Veröffentlichung von
Zeugenaussagen in Anti-Trust-Verfahren . Bisher sind wesentliche Passagen aus
den rund 20stündigen Verhören von Bill Gates und weiterer
Microsoft-Führungskräfte der Öffentlichkeit noch unbekannt . Der Microsoft-Chef
hatte über weite Strecken der Video-Vernehmungen durch den Anklagevertreter
David Boies keine gute Figur gemacht . Spekulationen um Otelos Zukunft Die
Energiekonzerne RWE und Veba führen nach eigenen Angaben keine Verhandlungen
über den Verkauf ihrer gemeinsamen Telefongesellschaft Otelo an das Schleswiger
Unternehmen Mobilcom . " Es gibt keine Gespräche " , dementierte gestern
RWE-Sprecher Volker Heck Spekulationen über die Zukunft der
Telekommunikations-Tochter . Auch Veba-Sprecherin Marie-Luise Wolff sprach von
einem " reinen Gerücht " , das seit Wochen die Runde mache . Die Gerüchteküche
hatte am Wochenende durch einen Vorabbericht des Spiegel neue Nahrung erhalten .
In wochenlangen Verhandlungen mit RWE und Veba seien bereits Details vereinbart
worden ; Veba-Chef Ulrich Hartmann habe bereits Aufsichtsratsmitglieder über die
Verkaufspläne informiert . Windows soll versteigert werden Wie die Seattle Times
unter Berufung auf ein Strategiepapier der am Prozeß beteiligten Staatsanwälte
berichtete , wollen die Kläger morgen ihre Angebote für eine mögliche
außergerichtliche Einigung in einem Treffen mit Microsoft-Vertretern vorlegen .
Ein Vorschlag ziele darauf ab , Redmond zur Versteigerung der Rechte an den
Betriebssystemen " zu zwingen " . Microsoft würde allerdings die Möglichkeit
eingeräumt , künftig eine eigene Windows-Version zu entwickeln und zu vermarkten
; Microsoft-Aktionäre erhielten für ihre Verluste eine angemessene Entschädigung
. Sollte Microsoft der Zwangsversteigerung nicht zustimmen , so die Seattle
Times weiter , hätten die Staatsanwälte einen weiteren Vorschlag in petto . Ziel
sei es dann , Windows auf Open-Source-Basis der weltweiten Entwicklergemeinde
zugänglich zu machen . In diesem Fall dürfe Microsoft von Drittanbietern eine
angemessene Lizenzgebühr fordern . Existenzkampf : Bank sperrt Tulip-Konten Der
niederländische Hersteller Tulip Computers kämpft ums Überleben . Nachdem die
Hausbank vergangene Woche alle Konten gesperrt hat , ist das Unternehmen aus
's-Hertogenbosch zahlungsunfähig und stellte vorerst die Produktion ein . Um den
drohenden Konkurs abzuwenden , steht die Firma nach holländischem Recht unter
dem Schutz des Staates . Ein Sanierer entscheidet in der kommenden Woche über
den Fortbestand der Firma . Die Chancen für eine Rettung stehen offensichtlich
nicht schlecht . Nach Angaben von Manfred Tigges , Geschäftsführer der deutschen
Tulip-Niederlassung in Düsseldorf , liegen bereits mehrere Angebote von
Kreditgebern und potentiellen Käufern vor ; Gerüchten zufolge auch ein Angebot
aus Eindhoven , dem Stammsitz des Elektroriesen Philips . EU-Minister fordern
Schwarze Liste gegen Rassismus Eine Schwarze Liste gegen rassistische und
fremdenfeindliche Seiten im Internet haben die Jugendminister der 15 EU-Staaten
vorgeschlagen . Sie verabschiedeten gestern bei ihrem Treffen in Brüssel eine
Erklärung , die entsprechende Inhalte im Datennetz verurteilt . Die EU-Staaten
wollten die Service-Anbieter ermutigen , ein Verzeichnis ungewünschter
Internet-Adressen zu erstellen , sagte Schwedens Jugendministerin Britta Lejon
für die Ratspräsidentschaft . Die Service-Provider sollten enger mit der Polizei
zusammenarbeiten , um Rassismus und Fremdenfeindlichkeit im Internet zu
bekämpfen . Ein Passus zur EU-weit gleichmäßigen Strafverfolgung sei jedoch
nicht in die Erklärung aufgenommen worden , sagte Lejon . ATIs neuer 3D-Chip mit
" Truform " Der Grafikhardware-Spezialist ATI gibt erste Details seines nächsten
3D-Chips bekannt . Mittels einer als als Truform bezeichneten Technik erhöht der
Radeon-Nachfolger die Anzahl der Polygone bei Spielfiguren und anderen
3D-Objekten , um diesen abgerundete Formen zu verleihen . Dies ermöglicht hohe
Polygonzahlen , ohne den AGP mit Unmengen von 3D-Daten zu belasten . Hinter
Truform verbergen sich die mit DirectX-8 eingeführten High-Order-Surfaces , die
auf Bezier-Kurven basieren und die im Gegensatz zu ebenen Flächen parabolisch
oder kubisch gekrümmt sind . ATI wählte so genannte N-Patches , um einzelne
Dreiecke im Grafikchip nachträglich weiter zu unterteilen und mit einer Wölbung
auszustatten . Der Algorithmus orientiert sich dazu an den Normalen , die für
jeden Dreieckspunkt die Blickrichtung der Oberfläche angeben . Je weiter die
Normalen eines Dreiecks auseinder streben , desto größer wird die Wölbung . Die
Zahl der zusätzlich erzeugten Dreiecke und damit die Feinheit der Unterteilung
lässt sich beliebig vorgeben und ist auch entscheidend für die Beleuchtung . Bei
genügend feiner Unterteilung werden vor allem Glanzlichter präziser dargestellt
. Der Vorteil der N-Patches besteht darin , dass Spieleentwickler ihre
3D-Objekte nicht ändern müssen und ihre gewohnten Verfahren beibehalten können .
Es lassen sich auch ältere DirectX-7-Spiele nachträglich mit Truform verbessern
, sofern man sie an DirectX-8 anpasst . Die Programmierer müssen Objekte und
Flächen mittels Ausgangs- und Endpunkten und zusätzlichen Kontrollpunkten
beschreiben , aus denen der Nvidia-Chip den Verlauf der Fläche ableitet . Mit
den Kontrollpunkten können Designer zudem nicht nur einfache Wölbungen , sondern
auch kompliziertere Formen erzeugen . Während ATI mit seinem Ansatz die
kommenden DirectX-8-Spiele und eventuell einige ältere Spiele sofort
unterstützen kann , beansprucht Nvidia , mit seinem Verfahren flexibler und
vielseitiger zu sein , verlangt von Spielentwicklern aber ein Umdenken und eine
Erweiterung ihrer Game-Engines . Hintergrund : Microsoft - Freispruch zweiter
Klasse Der Software-Konzern Microsoft hat gestern vor einem Washingtoner
Berufungsgericht mit der Aufhebung des Zerschlagungsurteils einen Teilerfolg
erzielt ; ein Freispruch erster Klasse , wie mancher in Redmond gehofft hatte ,
war es jedoch nicht . Denn mit dem Berufungsurteil sind die Vorwürfe , der
Softwarehersteller habe sein Quasi-Monopol wettbewerbswidrig genutzt , nicht vom
Tisch . Das Verfahren wurde an die Vorinstanz zurückverwiesen . " Ich freue mich
, dass die Richter einstimmig festgestellt haben , dass Microsoft bei der
Verteidigung seiner dominierenden Position bei Betriebssystemen gesetzeswidrig
gehandelt hat " , sagte US-Justizminister John Ashcroft gestern Abend . " Das
ist ein bedeutender Sieg . " Derartige Seitenhiebe wurden gestern Abend in der
Microsoft-Firmenzentrale geflissentlich überhört . Den Anwesenden war wohl eher
nach Feiern zu Mute . " Wir sind sehr zufrieden mit dem , was das Gericht gesagt
hat " , erklärte Microsoft-Gründer Bill Gates . " Es ist ein guter Zeitpunkt für
alle Seiten , sich hinzusetzen und herauszufinden , welche Lösung gefunden
werden kann . " Insgeheim hatte in Redmond niemand mehr mit einer Teilung des
Konzerns in zwei unabhängige Firmen gerechnet . Microsoft habe keinerlei
Vorkehrungen für den Fall getroffen , dass dieses Urteil jemals vollstreckt
werde , sagte Konzernchef Steve Ballmer vor ein paar Tagen . Da pfiffen es die
Spatzen schon von den Dächern : Das spektakuläre Zerschlagungsurteil von Richter
Thomas Penfield Jackson würde vor den Berufungsrichtern in Washington keinen
Bestand haben . Die ersten Anzeichen für einen Wetterumschwung zeigten sich
bereits im US-Wahlkampf , als der konservative Präsidentschaftkandidat George W.
Bush signalisierte , dass ihm richterliche Eingriffe ins Wirtschaftsleben
suspekt sind . Nach seinem Amtsantritt rechneten eigentlich alle Beobachter mit
einer Revision des Zerschlagungsurteils . Auch Bush hat bereits durchblicken
lassen , dass er außergerichtliche Einigungen vorzieht . Über den weiteren
Verlauf kann derzeit allenfalls spekuliert werden . Eine außergerichtliche
Einigung würde das Verfahren mit dem US-Justizministerium über Nacht beenden .
Aber in diesem Fall wäre Microsoft noch nicht aus dem Schneider . Denn die
Konkurrenten , besonders jene , die im Prozess namentlich als Geschädigte
genannt wurden , scharren bereits mit den Füßen . Sun Microsystems , Netscape
und AOL liefert die Feststellung des Berufungsgerichts , das im Grunde an den
Kartellvorwürfen festhielt , Munition für eigene Klagen . " Microsoft sieht sich
enormen Schadensersatzforderungen gegenüber " , sagte Rechtsprofessor John
Shephard Wiley der Washington Post . Wenn Firmen den genauen Schaden nachweisen
können , der ihnen durch Microsofts Geschäftspraktiken entstanden ist , können
sie Schadensersatz in dreifacher Höhe beantragen . " Die Gerichtsentscheidung ,
dass Microsoft sein Monopol missbraucht , hilft unseren Fällen sehr " , sagte
Anwalt Stanley Chesley dem Wall Street Journal . Er vertritt mehrere
Privatkläger , die behaupten , Microsoft habe die Preise künstlich hoch gehalten
und Innovation durch Konkurrenten unterdrückt . Auch die Justizminister der
Bundesstaaten wollen Microsoft nicht ungeschoren lassen . Sollte das
US-Justizministerium sich zu moderat zeigen , werde er den Fall gegen Microsoft
persönlich vorantreiben , sagte der Justizminister von Connecticut , Richard
Blumenthal . Diamond kauft Micronics Der seit langem angekündigte Kauf ist
perfekt : Der vor allem durch Grafikkarten bekannt gewordene Hersteller Diamond
Multimedia übernimmt Micronics Computer . Die 1982 gegründete Firma Micronics
konzentrierte sich zunächst auf Motherboards . 1994 stieg das Unternehmen nach
dem Zukauf von Orchid ins Sound- und Grafikgeschäft ein . Eine der ersten
verfügbaren Karten mit Voodoo-Chipsatz , die Righteous 3D , stammte von
Orchid/Micronics . Diamond Multimedia will durch das Board-Know-how von
Micronics jetzt seine Geschäftsbereiche erweiteren ; geplant sind unter anderem
integrierte Lösungen für Set-Top-Boxen und Internet-PCs , klassische
Motherboards sollen bald folgen . Hinsichtlich des Kaufpreises hält sich Diamond
allerdings noch bedeckt ; kartellrechtliche Schwierigkeiten erwarte man jedoch
nicht . Telekom-Gewinne bröckeln Der harte Wettbewerb in der Telekommunikation
und die drastische Senkung der Telefongebühren haben im ersten Halbjahr 1999 den
Gewinn der Deutschen Telekom gebremst . Der fortgesetzte Boom im
Mobilfunkbereich , bei ISDN-Anschlüssen und im Online-Geschäft habe den
Umsatzrückgang im Festnetzgeschäft nicht ausgleichen können , hieß es im
Bilanzbericht . Wachstumsmotor des Telefonriesen bleibt weiterhin die
Mobilfunktochter T-Mobil . Das waren 64 Prozent mehr als ein Jahr zuvor .
Umsatzzahlen nannte die Telekom nicht . Compaq auf Schrumpfkurs Michael Capellas
will Compaq gründlicher umbauen als sein Vorgänger Eckhard Pfeiffer . 6.000 bis
8.000 Jobs stehen auf der Kippe . Auch in Europa sollen 800 bis 1000 Stellen
wegfallen , sagte der für Europa , den Nahen Osten und Afrika zuständige
Compaq-Manager , Werner Koepf . Die Schrumpfkur soll sich bereits im kommenden
Quartal auf die Bilanzen nieder schlagen . Mit der Sanierung will der Neue im
Compaq-Chefsessel den Computerhersteller offensichtlich schnell wieder in die
Gewinnzone steuern , Kosten senken und die Vertriebsstruktur vereinfachen . Der
dringende Umbaubedarf zeichnete sich bereits nach der Übernahme von Digital
Equipment ab . Capellas Vorgänger Pfeiffer hatte sich bereits kurz nach der
Firmenhochzeit für eine weit reichende Konzernrenovierung ausgesprochen und den
Verlust von 17.000 Stellen angekündigt . Doch die Restrukturierung kam nur
schleppend voran . Dem Ex-Chef wurde schon bald ein zu zögerliches Vorgehen
attestiert . Nachfolger Capellas begründete das schwache Abschneiden im zweiten
Quartal indes mit einem unzureichenden Umsatzwachstum , fallenden Bruttomargen
und höheren Betriebskosten . Analysten führten das Ergebnis auch auf
Schwierigkeiten von Compaq zurück , sich auf die flexiblen Verkaufsmodelle von
Konkurrenten wie Dell einzustellen . Möglicherweise habe sich der Hersteller
aber auch mit Digital einen zu großen Happen genehmigt und sich daran
verschluckt . Deutsche Telekom : Offerte für One-2-One Die Deutsche Telekom
steht nach Informationen der Financial Times kurz vor der Übernahme des
britischen Mobilfunkbetreibers One-2-One . Die Wirtschaftszeitung berichtete
heute , die Deutsche Telekom habe Übernahme-Verhandlungen aufgenommen . Ein
Abschluß der Gespräche werde aber erst in der kommenden Woche erwartet . In den
vergangenen Wochen hatten sich jedoch Mitbieter , unter anderem Mannesmann , aus
den Übernahmeverhandlungen zurückgezogen . Banken sollen bei Microsoft-Teilung
helfen Die US-Justiz hält sich die Tür für eine mögliche Zerschlagung des
Softwareriesen Microsoft offen . Wie jetzt bekannt wurde , will sich das
Justizministerium ( Department of Justice - DOJ ) dabei möglicherweise auf die
Analysen von Banken stützen . Nach einem Bericht von USA Today sollten führende
Investment-Banken untersuchen , wie die weltweiten Märkte auf eine Teilungvon
Microsoft reagieren . Das Blatt beruft sich dabei auf Informationen von zwei
ungenannten Bank-Managern , deren Institute eine Zusammenarbeit mit dem DOJ
abgelehnt hatten . Sie verweis jedoch darauf , daß die Behörde " vorläufige
Untersuchungen " geführt und dabei Kontakt zu Experten gesucht habe , " die uns
bei der Ausarbeitung möglicher Strafmaßnahmen assistieren " . IT-Fusionen :
Friss oder stirb ! In der IT-Branche rollt die Fusionswelle . Bereits im ersten
Halbjahr 1999 hat die Investment-Bank Broadway International weltweit 2900
Fusionen und Akquisitionen gezählt . Paul Deninger , Vorsitzender von Broadway
International , meinte in einem Interview mit Reuters , dass der harte
Wettbewerb zu Kooperationen oder Fusionen zwinge . Viele Firmen hätten häufig
nur die Wahl zwischen kaufen oder gekauft werden . Friss oder stirb ! Wer sich
dem Prinzip verweigere , würde schnell den Anschluss verlieren . Ein anderer
Ausweg sei , selbst so stark zu wachsen , dass ein Aufkauf unmöglich wird . So
sei auch das schnelle Wachstum von Firmen wie Amazon oder Yahoo zu erklären .
Einen weiteren Grund für den Fusionsdrang der Unternehmen macht Deninger auch
bei den Aktionären aus . Die Investoren bewerteten Zusammenschlüsse heute
deutlich positiver , als in den 80er Jahren . Daraus ergebe sich ein Druck zum
schnellen Wachstum . Aus den meisten Fusionen seien schließlich starke Firmen
hervorgegangen . Dem widerspricht allerdings eine aktuelle deutsche Studie .
Nach Erkenntnissen des IT-Managementberaters CMG scheitern hier zu Lande die
meisten Firmenzusammenschlüsse . Laut CMG besteht der Hauptgrund für Übernahmen
und Fusionen in der IT-Branche in dem erhofften Wachstum . Auffallend oft werde
aber auch fusioniert , um sich rar gewordene Fachkräfte einzuverleiben .
Außerdem wollen sich Firmen Standortvorteile sichern . Deshalb häuften sich auch
die Kooperationen zwischen europäischen und US-amerikanischen IT-Firmen .
Fusioniert werde zwar oft und gerne , aber häufig stehe die Verschmelzung nur
auf dem Papier . Meist werde die Struktur des neuen Partners sträflichst
vernachlässigt . Selten käme es daher zu einer vorteilhaften Integration , die
auch die hohen Erwartungen erfüllt . " Aber das hindert niemanden , einfach
weiterzumachen " , sagt CMG-Chef Bernd Lantermann . Das sieht Bankchef Deninger
ganz anders . Seiner Meinung nach haben deutsche IT-Firmen bei Fusionen noch
einen Nachholbedarf . Sie fusionierten im internationalen Vergleich immer noch
recht selten . Benjamin Beyer Weitere CHS-Töchter zahlungsunfähig Die Krise beim
Computergroßhändler CHS weitet sich aus . Wie heute bekannt wurde , ist nun auch
die deutsche Tochter des US-Distributors nicht mehr zahlungsfähig . Eine
Mitarbeiterin von CHS Deutschland bestätigte gegenüber c't , dass das
Unternehmen in dieser Woche beim Amtsgericht München einen Insolvenzantrag
gestellt hat . Die Geschäftsleitung in Fürstenfeldbruck hüllt sich allerdings
weiterhin in Schweigen . Anfragen nach einer Stellungnahme blieben bislang
unbeantwortet . Auch bei der österreichischen CHS-Niederlassung sind jetzt die
Lichter ausgegangen . Die Dependance wickelt Lagerhaltung , Logistik und Einkauf
über Deutschland ab . " Dies hat zur Folge , dass CHS Österreich gezwungen ist ,
einen Antrag zur Konkurseröffnung zu stellen , was bereits in die Wege geleitet
wurde " , hieß es heute in einem Rundschreiben an Geschäftspartner . Die
Österreicher sehen allerdings noch Chancen für eine Rettung . " Die nächsten
Wochen werden darüber entscheiden , wie es bei CHS weitergeht " , heißt es in
dem Rundschreiben weiter . Es sei daran gedacht , für Deutschland und Österreich
ein " geeignetes Fortführungskonzept " zu verabschieden . Y2K : Hessen empfiehlt
Decken und Batterien Auch das Land Hessen rüstet sich mit einem Notfallplan für
den Jahreswechsel . In einem internen Papier , aus dem heute die Deutschen
Presseagentur zitiert , empfiehlt das Regierungspräsidium Darmstadt allen
Einwohnern , ihre Wohnungen aufzuheizen , um einem möglichen Ausfall der Heizung
vorzubeugen . Bürger sollten vorsorglich Decken und Schlafsäcke bereit halten ,
ihr Auto auftanken , rechtzeitig Bargeld abheben und über Lebensmittel- ,
Getränke- und Medikamenten-Reserven verfügen . Zudem wird die hessische
Feuerwehr in Alarmbereitschaft versetzt . In der Silvesternacht sollen die mehr
als 2000 Gerätehäuser des Landes mit jeweils sechs Mann besetzt sein . Die
Feuerwehrleute sollen vor allem als Ansprechpartner zur Verfügung stehen , falls
die Energieversorgung abbricht und stromabhängige Telefone ausfallen . Bürger
sollten nach Möglichkeit herkömmliche Ersatzgeräte bereit halten und für ihr
Radio Ersatzbatterien besorgen . Dagegen sehen die Stromversorger der
Silvesternacht gelassen entgegen . Für den Katastrophenfall verdoppeln die
westeuropäischen Stromversorger laut Bloomberg ihre Reserven auf 6.000 Megawatt
. Erste Priorität bei der Notfallversorgung hätten Krankenhäuser ,
Polizeistationen und andere wichtige Einrichtungen . Intel kauft sich bei Think3
ein Chip-Produzent Intel beteiligt sich mit einer Minderheitseinlage an den
Geschäften des CAD-Softwareherstellers Think3 . Über die Höhe der
Aktientransaktion hielten sich beide Seiten bedeckt . Intel und Think3 arbeiten
seit längeren an gemeinsamen Projekten zur Beschleunigung von CAD-Programmen auf
Computern , die mit Intel-Prozessoren bestückt sind . Der Softwarehersteller ,
der früher unter dem Namen Cad.Lab firmierte , rüstet unter anderem den
Motorradhersteller Harley-Davidson und die fusionierten Autobauer Crysler und
Daimler mit Konstruktionssoftware aus . Linux-Berater rettet Microsofts
E-Mail-Service Der Grund für die Panne : Ein Microsoft-Mitarbeiter hatte im
Trubel vor den Feiertagen versäumt , die fällige Jahresgebühr für die
Registrierung der Domain passport.com , die Hotmail zur Authentifizierung von
User-Namen und Passwörtern nutzt , zu überweisen . Registrator Network Solutions
löschte daraufhin den Eintrag aus dem Domain Name System ( DNS ) . Michael
Chaney , Inhaber der Linux-Beraterfirma Chaney Consulting Corporation , wurde am
24. Dezember auf das Malheur bei passport.com aufmerksam . Als die Panne auch am
folgenden Tag noch nicht behoben war , griff Chaney zur Selbsthilfe und beglich
den offenen Betrag in Höhe von 35 Dollar mit der eigenen Kreditkarte . Nach
wenigen Stunden war Hotmail wieder erreichbar und Chaney veröffentlichte als
Beleg die elektronische Zahlungsbestätigung von Network Solutions auf seiner
Web-Site . Ihm sei es nicht darum gegangen , Microsoft zu helfen , " ich dachte
nur , das Leben wird dadurch für viele Hotmail-User ein wenig einfacher " . Eine
Sprecherin des Microsoft Networks ( MSN ) erklärte gestern , Chaney habe ihrem
Unternehmen einen großen Dienst erwiesen . Gleichzeitig betonte sie aber , dass
nicht alle Hotmail-User von der Panne betroffen waren . Vermutlich bemerkten
viele User den Ausfall nur deshalb nicht , weil die Änderung im Domain Name
System ihren Name-Server noch nicht erreicht hatte ; dies geschieht in einigen
Fällen mit bis zu 48 Stunden Verzögerung . Auch der vergessliche
Microsoft-Mitarbeiter hat sich mittlerweile bei Chaney gemeldet und ihm die
Erstattung der Auslagen avisiert . Massenentlassungen bei Amazon befürchtet Bei
der Belegschaft von Amazon.com schrillen die Alarmglocken : An der Wall Street
macht das Gerücht von drastischen Jobkürzungen die Runde . Auslöser der
Spekulationen sind Aussagen derzeitiger und ehemaliger Mitarbeiter . So
berichtete ein leitender Angestellter , dass die Manager des Unternehmens
bereits im Herbst auf einen rigiden Sparkurs eingeschworen wurden . Die
Geschäftsleitung habe bei Abteilungsleitern Vorschläge für Personaleinsparungen
in der Größenordnung von 5 bis 10 Prozent angefordert . Würden diese Anregungen
umgesetzt , fielen nach derzeitigem Stand rund 400 bis 850 Jobs dem Rotstift zum
Opfer . Wie aus Mitarbeiterkreisen verlautet , hat der Sparkurs in der
Amazon-Zentrale bereits begonnen . Demnach wurde die Belegschaft von zwei
Entwicklungsabteilungen zum Teil erheblich reduziert . Hintergrund der
Schwierigkeiten beim größten Einzelhändler im Web ist der unbefriedigende
Geschäftsverlauf im 4. Quartal . Trotz einer 40-prozentigen Umsatzsteigerung
blieb Amazon weit hinter den selbst gesteckten Umsatzzielen zurück . Die genauen
Geschäftszahlen will Amazon heute nach Börsenschluss in den USA bekannt geben .
Telecom Italia : Olivetti legt nach Olivetti läßt beim Tauziehen um die
Übernahme der fünfmal größeren Telecom Italia nicht locker . Nachdem der
Kaufaspirant am vergangenen Freitag von den Banken die Zusage für den zur
Übernahme benötigten Konsortialkredit erhalten hatte , unterbreitet das
Unternehmen nun den Telekom-Aktionären ein höheres Angebot . Pro Aktie bietet
Olivetti 11,5 Euro . Bisher stand das Gebot bei zehn Euro . Fusion zwischen EMI
und BMG droht zu scheitern Britischen Medienberichten zufolge ist ein Scheitern
der geplanten Fusion zwischen der britischen EMI und der Bertelsmann Music Group
( BMG ) nicht mehr ausgeschlossen . Auch Bertelsmann-Kommunikationschef Manfred
Harnischfeger äußerte sich gestern im Gespräch mit der Deutschen Presseagentur
skeptisch . EMI und BMG verhandeln seit Monaten über eine Fusion . Der Grund
eines möglichen Scheiterns liegt in den Hürden des Kartellrechts . Vor einem
Jahr platzte bereits die beschlossene Fusion von EMI mit AOL/Time Warner ,
nachdem die Wettbewerbshüter ein Veto eingelegt hatten . Obwohl der erneute
Fusionsversuch noch nicht formell kartellrechtlich angemeldet wurde , berät die
EU-Kommission bereits seit längerer Zeit über das Vorhaben . Eine informelle
Entscheidung wird in den kommenden Tagen erwartet . Infineon : Der Kaufpreis
solle mit eigenen Aktien gezahlt werden , teilte Infineon heute vor Börsenbeginn
in München mit . Der Zukauf stärke die strategische Position bei der
drahtgebundenen Kommunikation . Beim geplanten Erwerb handelt es sich um die
größte Akquisition des deutschen Unternehmens seit seinem Börsengang im
vergangenen Jahr . Simulator für Schlüssellochchirurgie Wissenschaftler am
Institut für angewandte Informatik des Forschungszentrums Karlsruhe haben ein
Endoskopie-Trainersystem entwickelt , mit dem Chirurgen minimal invasive
Eingriffe erlernen können . Patienten haben durch eine minimal invasive
Operation eine Reihe von Vorteilen , denn die nur kleinen Schnitte der
Operations-Instrumente verringern die späteren Wundschmerzen , erzeugen kleinere
Operationsnarben und verkürzen die Genesungszeit . Für den Arzt hingegen
erschwert diese Operationsmethode die Arbeit , denn er operiert nicht mehr am
offenen Körper , sondern durch kleine Hauteinschnitte hindurch mit
endoskopischen Instrumenten und hat so mit eingeschränkter Sicht , verminderter
Beweglichkeit und fehlendem Tastgefühl im Körper des Patienten zu kämpfen .
Studien haben ergeben , dass Ärzte erst nach intensivem Training das richtige
Gefühl für diese immer noch neue Art des Operierens bekommen ; weniger geübte
Ärzte müssen öfter die minimal invasive Methode während der OP verlassen und zur
herkömmlichen offenen Operation zurückkehren , weil Komplikationen auftreten .
Beim Karlsruher Modell steht dem Chirurgen eine Imitation des Bauchraums mit
elektromechanischer Instrumentenführung zur Verfügung . Er kann hieran mit
Instrumenten wie Klammerhalter , Scheren und Endoskopen üben , die ihm auch im
Operationssaal zur Verfügung stehen . Dabei reagieren die im Bauchraum
dargestellten Objekte wie Organe oder Blutgefäße realistisch auf die
Manipulationen , sind deformierbar und bluten nach Schnitten mit dem Skalpell .
Durch die virtuelle Trainingssituation kann der Arzt eine Operation unter fast
realen Bedingungen durchführen , den Umgang mit den Instrumenten üben und die
wichtige Koordination von Händen ( Instrument ) und Augen ( Monitor ) erlernen .
Ähnlich wie bei einem Flugsimulator zum Training der Piloten lassen sich über
das Programm auch Komplikationen während der OP oder anatomische Besonderheiten
eines Patienten einbauen , bestimmte Operationsabschnitte können beliebig oft
hintereinander wiederholt werden . Ein Nachteil des jetzigen Systems soll in
naher Zukunft behoben werden . Im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung
und Forschung ( BMBF , www.bmbf.de ) geförderten Verbundprojektes sollen die
Karlsruher Forscher Grundlagen und Technologien für ein so genanntes haptisches
System entwickeln , das dann auch den Tastsinn des Arztes unterstützt . Bislang
erhält der Chirurg keine Rückkopplung des natürlichen Widerstands eines Organs
über das Instrument und hat damit keine Möglichkeit , das zu operierende Medium
zu ertasten . LetsBuyIt.com treibt neuen Geldgeber auf Laut Recherchen des
Spiegel war GEM Anfang März dieses Jahres als größter Einzelinvestor in
Zusammenhang mit einem umstrittenen Aktienpaket der krisengeschüttelten
Hildesheimer Metabox AG in Erscheinung getreten . LetsBuyIt.com hatte zu Beginn
dieses Jahres einen Konkursantrag gestellt , ihn jedoch später wieder
zurückgezogen . Die jetzt zugesagten Mittel sollen für die weitere Finanzierung
des Wachstums und zur Verbesserung der Margen genutzt werden . " Im vierten
Quartal 2002 wollen wir die Profitabilität erreichen " , erklärte
Interimsvorstand Rolf Hansen im Gespräch mit heise online . Probleme gibt es
dagegen mit einem anderen LetsBuyIt-Investor . " Wir führen Gespräche mit SSII
über die Einzahlung des Differenzbetrags der ersten Tranche und stehen in
Nachverhandlungen über die ursprünglichen Beteiligungsverträge " , sagte Hansen
. Rettung für Micrologica in Sicht Die stark angeschlagene Software-Firma
Micrologica aus Bargteheide kann möglicherweise gerettet werden . Der
Kernbereich des Unternehmens wird von dem Frankfurter
Telekommunikations-Dienstleister Tenovis übernommen , der Rest bleibt als
Kleinunternehmen am Neuen Markt notiert , teilte das Unternehmen heute mit . Das
Amtsgericht habe das Insolvenzverfahren eröffnet und den Hamburger Rechtsanwalt
Berthold Brinkmann zum Insolvenzverwalter bestellt . Ein vorläufiger
Gläubigerausschuss mit Vertretern der Arbeitnehmer , des Arbeitsamtes , der
Lieferanten und sonstiger Gläubiger habe seine Arbeit aufgenommen . Von den noch
knapp 120 Mitarbeitern der Micrologica können weniger als 90 ihren Arbeitsplatz
behalten , 30 werden ihn verlieren . Tenovis will mit dem Kerngeschäft , der
Software für Call-Center , auch 75 Beschäftigte übernehmen . Weitere 12
Angestellte sollen bei der Restfirma bleiben , die Service-Dienstleistungen für
den Pharma-Großhandel anbietet und dem Vernehmen nach profitabel arbeitet .
Micrologica sei mittlerweile nicht nur illiquide , sondern auch überschuldet ,
heißt es in der Mitteilung weiter . Wie dem Unternehmen neues Kapital zugeführt
werden soll , konnte eine Sprecherin nicht sagen . Entscheidend sei nun die
Arbeit des Insolvenzverwalters und des Gläubigerausschusses , der dem
Kaufvertrag mit Tenovis zustimmen muss . Der Ausverkauf an Tenovis ist das
vorläufig letzte Kapitel einer Unternehmensgeschichte , die als Erfolgsstory
begann und als Desaster endete . Zu Beginn des Jahres 1999 kletterte der Kurs
auf mehr als 130 Euro . Seit dem Beginn der Krise vor zwei Monaten ist der Kurs
der Aktie auf weniger als einen Euro gefallen . Für die meisten Anleger bedeutet
das praktisch Totalverlust . Open Source zwischen Marx und Fundis Rund 150
Freunde der freien Software-Entwicklung trafen sich am Wochenende in Dortmund ,
um auf der 1. Oekonux-Konferenz über die politischen Konsequenzen von Open
Source zu beratschlagen . Die Mischung der Veranstalter brachte es mit sich ,
dass sich alle Teilnehmer an der Kollision von Parallel-Universen erfreuen
konnten : An drei eng gefüllten Kongresstagen ohne nennenswerte Pausen bemühten
sich alle Teilnehmer sehr ernsthaft , die politische Bedeutung der quelloffenen
Software abzustecken . Schulungskurse zur Einführung in das marxistische Denken
( " Der Computer als Dampfmaschine zur klassenlosen Gesellschaft " ) fehlten
ebenso wenig wie Debatten über die Bedeutung von Patenten und Lizenzen . Eine
kalte Dusche bescherte dem Programmierer-Lager der Fuldaer Informatik-Professor
Winzerling , der aus marxistischer Perspektive den Mythos Linux in seiner ganzen
Unbedarftheit skizzieren wollte . Winzerling verwies darauf , dass Linux sich
nur entwickeln konnte , weil alle Parameter durch die Grundlage von Unix System
V bereits gelegt worden seien . So habe eine durchschnittliche universitäre
Schulung genügt , die Linux-Entwicklung als einfaches Handwerk zu betreiben .
Spitzenleistungen seien so jedoch nicht zu erreichen , meinte Winzerling . Als
Beleg für seine These führte er in der Tradition von Andrew Tannenbaum die
gescheiterten Versuche um Hurd an , ein moderneres System ohne monolithischen
Kernel zu entwickeln . Jeder Wettbewerber sei dabei in der Lage , sofort die
Führungsrolle zu übernehmen . Beim Scheitern der Systemsoftware in den 80ern ,
als Novells Netware und IBMs OS/2 auf der Strecke blieben , habe man das System
von " Checks and Balances " mit Linux schnell reparieren können . Eine
ökonomische Erklärung für den Zusammenbruch von Netware und OS/2 blieb
Winzerling allerdings schuldig . Die erste Oekonux-Konferenz machte deutlich ,
dass weiterhin großer Diskussionsbedarf besteht . Sind Programmierer
quelloffener Software einfache Handwerker oder hochqualifizierte Spezialisten ,
die das Zeug haben , eine Gesellschaft zu erschüttern ? Ist die GPL schon der
Kern einer neuen Eigentumsordnung oder nur eine willkommene Beigabe der
zunehmenden Computerisierung ? Ist das Programmieren bereits Selbstenfaltung im
Stil einer kommenden Gesellschaft oder nur fortgeschrittene Selbstausbeutung ?
In Dortmund blieben jedenfalls viele Fragen noch ohne Antwort . Web-Attacken mit
primitiven Mitteln Bei den Hacker-Attacken auf amerikanische Websites handelt es
sich nach Ansicht von Andy Müller-Maguhn vom Chaos Computer Club um eine
Auseinandersetzung mit relativ primitiven Mitteln . " Da sind noch keine
richtigen Computerspezialisten am Werk sondern erboste chinesische Bürger " ,
sagte heute Müller-Maguhn , der auch Mitglied der weltweiten Internet-Verwaltung
ICANN ist . Er wolle die Situation jedoch nicht verharmlosen . Es gebe jedoch
noch keinen " Infowar " . Dann könnten wichtige Systeme lahm gelegt werden . Das
wäre dann eine kriegerische Auseinandersetzung ohne vorherige Kriegserklärung .
Vor so etwas hätten besonders die US-Amerikaner Angst . In den USA sei die
Vorstellung weit verbreitet , dass das öffentliche Leben zusammenbreche , wenn
das Internet nicht mehr funktioniere . Internet im Jahresvergleich deutlich
billiger Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden heute mitteilte , lagen die
Preise für die privaten Haushalte im Mai um 7,4 Prozent unter dem Vorjahresstand
. Ausschlaggebend für den Rückgang war vor allem die günstigere Internet-Nutzung
. Nach Angaben des Bundesamts sind im Mai 2001 und gemessen am Vorjahr die
Preise um 41,2 Prozent gesunken . Auch das mobile Telefonieren war im Mai um 9,8
Prozent billiger als im Jahr zuvor . Die Kosten für Telefondienstleistungen im
Festnetz lagen allerdings nur geringfügig unter dem Vorjahreswert ( minus 0,1
Prozent ) . Deutlichere Preisrückgänge gab es aber bei Auslandsgesprächen (
minus 1,3 Prozent ) sowie Inlandsferngesprächen ( minus 0,6 Prozent ) . Die
Preise für Ortsgespräche und die Anschluss- und Grundgebühren blieben im
Vergleich zum Vorjahr unverändert . ATI steigt ins Grafikchipgeschäft ein
Grafikkartenhersteller ATI will künftig Grafikchips an andere Kartenhersteller
verkaufen . Die neue Strategie ist eine Reaktion auf die jüngste
Geschäftsentwicklung , nach der sich ATIs Anteil am Grafikchipmarkt im ersten
Quartal dieses Jahres auf 16 Prozent verkleinerte ( Mercury Research ) . Im 4.
Quartal 2000 waren es noch 22 Prozent gewesen . Im gleichen Zeitraum konnte
Konkurrent Nvidia von 20 auf 29 Prozent zulegen . Durch die zusätzlichen
Absatzkanäle und die größere Produkt- und Variantenvielfalt erhofft sich ATI
wieder eine Erholung seines Marktanteils . Nvidia fertigt keine eigenen
Grafikkarten , sondern liefert ausschließlich Chips an Kartenhersteller . Das
neue Geschäftsmodell soll ausführlich in der nächsten Woche auf der Computex in
Taiwan vorgestellt werden . Aktionäre nehmen T-Online unter Beschuss
Aktionärsvertreter und Kleinanleger haben den Vorstand der T-Online
International AG wegen des Kurseinbruchs heute heftig attackiert . Auf der
ersten Hauptversammlung der Telekom-Tochter in Köln kritisierten sie das Fehlen
einer klaren Strategie und den Aktienoptionsplan für Topmanager des Konzerns .
Vorstandschef Thomas Holtrop räumte ein , dass der Kurs des am Neuen Markt
notierten Unternehmens unbefriedigend sei . Aber mittlerweile mehrten sich die
Anzeichen für eine Trendwende an der Börse und damit für eine angemessenere
Bewertung der T-Online-Aktie . Die Geschäftsführerin der Deutschen
Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz in Düsseldorf , Jella Benner-Heinacher ,
sprach von einer Kapitalvernichtung erster Güte . " Auch die Größe von Moby Dick
im Haifischbecken des Neuen Marktes schützt nicht vor Enttäuschung " . Aktionäre
brauchten viel Geduld , sagte sie im Zusammenhang mit der Ankündigung des
Vorstandes , dass T-Online beim Ergebnis vor Zinsen , Steuern und Abschreibungen
( EBITDA ) 2003 in die schwarzen Zahlen kommen werde . Absolut lächerlich sei
die Zielvorgabe einer Kurssteigerung von 25 Prozent , zu dem Führungskräfte ihre
Aktienoptionen nach einer zweijährigen Haltefrist realisieren könnten . Die
Schwelle hätte zumindest bei 27 Euro liegen müssen , forderten Aktionäre - also
dem Ausgabekurs der T-Online-Aktie . Holtrop verteidigte das Programm mit dem
hohen Wettbewerb um qualifizierte Führungskräfte . Es sei langfristig angelegt ,
" wir wollen Führungskräfte an das Unternehmen binden " . Auf der
Hauptversammlung des Mutterkonzerns war ein Tag zuvor ein solcher
Aktienoptionsplan bereits beschlossen worden . T-Online habe im vergangenen Jahr
ihre Marktstellung als führender Internet-Anbieter in Europa deutlich ausgebaut
, sagte Holtrop vor rund 2000 Aktionären . Mit neuen Tarifen und dem endgültigen
Auslaufen der Flatrate seien aber die Voraussetzungen für eine Besserung
geschaffen worden . TelDaFaX bleibt an der Börse Die wirtschaftlich schwer
angeschlagene Marburger TelDaFax AG soll nach Vorstandsangaben vorerst am Neuen
Markt der Frankfurter Börse notiert bleiben . " Das Insolvenzverfahren hat
nichts damit zu tun , dass TelDaFax als börsennotierte Aktiengesellschaft
bestehen bleibt " , sagte Vorstand Stefan Koch heute der Nachrichtenagentur dpa
. Die Aktien der hochverschuldeten Telefongesellschaft , die nach der
Abschaltung der Mietleitungen durch die Deutsche Telekom jetzt mit MCI Worldcom
zusammenarbeitet , stürzten nach einer leichten Erholung am Mittwoch um etwa ein
Drittel auf 0,47 Euro ab . " Abhängig vom Verlauf des Insolvenzverfahrens werden
wir über das Börsenlisting entscheiden " . Koch geht davon aus , dass das
Insolvenzverfahren an diesem Freitag vom Amtsgericht Marburg eröffnet wird . "
Es ist genug Masse da " . Dem ständen jedoch Millionen-Beträge gegenüber , die
TelDaFax unter anderem als Vorauskasse gezahlt habe . Der Vorstand kündigte die
Gründung von zwei neuen Firmen unter dem Dach der Aktiengesellschaft an . Neben
einer Gesellschaft , die Telefondienstleistungen von Worldcom weiterverkauft ,
soll eine Service-Firma entstehen . Mit den beiden kleinen Firmen könnten laut
Koch etwa 130 Arbeitsplätze in Marburg erhalten werden . " Es wird etwa 100
Kündigungen geben . " Sozialplanverhandlungen mit dem Betriebsrat sollen
voraussichtlich in der kommenden Woche beginnen . Nach dem Finanzdebakel und der
Abschaltung der Telekom-Mietleitungen ist laut Koch das Call-by-Call-Geschäft
über die Einwahlnummer 01030 eingestellt . Telefondienstleistungen würden nur
noch für Vertragskunden - derzeit rund 30000 - erbracht . AOL : Der Paßwortklau
geht um Die National Computer Security Assosiation ( NCSA ) warnt gemeinsam mit
America Online vor 107 Programmen , die bei AOL-Teilnehmern Paßwörter
ausspionieren und in zumindest einem Fall Viren transportieren . Eine Liste mit
allen bisher bekannten Filenamen ist jetzt unter http://www.ncsa.com/aoltrojan/
einzusehen . Möglicherweise hat die NCSA erst die Spitze eines Eisbergs entdeckt
. Ihr Präsident Peter Tippet rät vorab zur Vorsicht gegenüber Tools , die
angeblich AOL-Browser-Funktionen erweitern . Prinzipiell verdächtig sind auch
Programme , die Teilnehmer als Attachment zur E-Mail erreichen . Er wird nach
Entpacken des Files aktiv und soll dann angeblich gnadenlos mehrere
Festplattenverzeichnisse löschen . Zuletzt wurden trojanische Pferde auch
häufiger im Umfeld pornografischer Angebote gesichtet . Psion kontra Windows CE
Die neue Serie 5 stützt sich auf einen mit 18,4 MHz getackteten RISC-Prozessor
vom Typ ARM 7100 und soll ab August im Handel stehen . Inklusive Batterien wiegt
der Winzling ganze 354 Gramm . Am grundlegenden Design hat sich gegenüber den
Vorgängermodellen 3a und 3c wenig geändert . Die Tasten sind diesmal jedoch
deutlich größer ausgefallen ; das Schreibgefühl erinnert an ein Subnotebook .
Dagegen enthält auch Psions Neuer keine Handschrifterkennung . Anders als seine
Vorgänger muß das neue Modell beim Einsatz als Diktiergerät nicht mehr geöffnet
werden . Die mitgelieferte PC-Software PsiWin 2.0 synchronisiert nun auch die
Daten aus Microsofts Schedule+ und Lotus Organizer 97 automatisch . Allerdings
fehlen der Serie 5 die auch bei Vorgängermodellen bereits vermißten internen
Slots für PC-Cards ; der Serie-3-Adapter läßt sich aber verwenden . Moderne
GSM-Telefone begnügen sich indes auch ohne zusätzliche Hardware mit dem
seriellen Anschluß des Psion . Miro vor dem Ausverkauf Das Braunschweiger
Unternehmen hatte sich zuletzt bereits von den Breichen Monitor und
Digital-Video getrennt ( siehe auch
http://www.heise.de/newsticker/data/em-25.07.97-000/ ) . Nun will sich der
Vorstand auch von den verbliebenen Geschäftsbereichen Grafikkarten und
Multimedia trennen . Wie Vorstandsmitglied Georg Blinn gestern mitteilte , wird
Miro künftig nicht mehr als selbständiges Unternehmen auftreten . Von den 170
Arbeitsplätzen in Braunschweig sollen jedoch 150 erhalten bleiben . Bundesamt :
Telefonpreise im Tiefflug Auf dem umkämpften Telefonmarkt hat es im Juli den
stärksten Preisrutsch seit der Marktöffnung Anfang 1998 gegeben . Wie das
Statistische Bundesamt heute in Wiesbaden mitteilte , lagen die
Verbraucherpreise für Telefondienstleitungen im Juli um 12,5 Prozent unter dem
Stand des Vorjahres . Im Juni und Mai hatte es Rückgänge von 12,4
beziehungsweise 11,4 Prozent gegeben . Gespräche im Festnetz wurden nach Angaben
der Statistiker um 11,7 Prozent billiger . Beim Mobiltelefonieren gab es
Preisabschläge von einem Viertel ( 25,3 Prozent ) . Nur Ortsgespräche von Münz-
und Kartentelefonen aus , die noch fest in der Hand der Telekom sind , wurden
teurer . Am stärksten verbilligten sich Inlandsferngespräche im Festnetz . Die
Kunden mußten dafür 43,3 Prozent weniger bezahlen als vor einem Jahr .
Auslandsgespräche wurden um ein gutes Fünftel günstiger . Wegen einer Änderung
des Minutentakts für Gespräche aus Telefonzellen bereits im März waren
Ortsgespräche im Jahresvergleich um 7,4 Prozent teurer . Wer aber von zuhause
aus Ortsgespräche führt , brauchte nach Angaben der Statistiker nicht tiefer in
die Tasche zu greifen . Anschluß- und Grundgebühren blieben auf dem Niveau des
Vorjahres . Insgesamt mußte ein durchschnittlicher Privathaushalt für
Telefongespräche ein Achtel weniger ausgeben als im Jahr zuvor .
Branchenexperten warnen jedoch immer lauter davor , daß bald die ersten Anbieter
auf der Strecke bleiben . " Mancher wird das nicht überleben " , sagte der
Telekommunikations-Spezialist der Frankfurter DG Bank , Frank Hubert . Die Luft
für weitere Rabatte werde dünner , die Gewinne der Gesellschaften immer geringer
. Nach Angaben von Hubert haben sich kleinere Anbieter bei Ferngesprächen schon
übernommen . Tarife mit Minutenpreisen von teilweise nur noch vier Pfennigen
könnten die Kosten nicht mehr decken . Dennoch erwartet der DG-Bank-Experte für
die kommenden Monate " eine leichte Abwärtsentwicklung " . Nicht zuletzt die
Telekom hat weitere Tarifoffensiven angekündigt . " Richtigen Spielraum gibt es
aber nur noch im Mobilfunk " , glaubt Hubert . Wer in dieser Sparte neue Kunden
gewinnen möchte , müsse sich bei den Angeboten an die Tarife für das Festnetz
annähern . PC-Markt : Compaq verliert in Europa Compaqs Krise zeigt sich nun
auch in Europa . Während die Konkurrenz Marktanteile hinzugewann , bröckelt die
Spitzenstellung des weltweit größten Computerbauers . Im zweiten Quartal 1999
stiegen die europaweiten PC-Verkäufe nach Erhebungen des
Marktforschungsinstituts Context um 21,7 Prozent . Der Marktführer hinkt dem
positiven Trend jedoch hinterher . Compaq verkaufte 6 Prozent mehr Computer als
im gleichen Zeitraum des Vorjahrs und büßte 2 Prozent Marktanteile ein .
Besonders stark sind im 2. Quartal die Verkäufe des Direct-Marketing-Spezialist
Dell gewachsen . In Großbritannien rangiert er mit einem Zuwachs von 43 Prozent
sogar erstmals vor Compaq . In Frankreich , Finnland und Dänemark wurden nahezu
doppelt so viele PCs des Direktversenders verkauft wie im entsprechenden
Vorjahresquartal . Auch in Deutschland , wo Dell bisher nur schleppend Fuß
fassen konnte , stiegen die Verkäufe um 29 Prozent . Zu den Gewinnern gehörten
auch IBM und HP . Beide Hersteller konnten rund 50 Prozent mehr Computer
verkaufen , als im schwachen Vorjahrsquartal . Siemens setzte europaweit 31,6
Prozent mehr PCs ab , nur in Großbritannien lief das Geschäft nicht nach Maß .
Das kann sich in Zukunft ändern . Nach der im Oktober geplanten Fusion mit dem
europäischen Branchensechsten Fujitsu würde Fujitsu-Siemens mit einem
Marktanteil von 11,7 Prozent auf den zweiten Rang vorstoßen . Benjamin Beyer
Quelle : Ricardo.de mit hohem Verlust Ricardo-Vorstand Christoph Linkwitz zeigte
sich dennoch mit dem Geschäftsergebnis zufrieden . Der Verlust sei in erwarteter
Höhe ausgefallen , sagte bei der Bilanzvorstellung anlässlich der IFA . Seit
Ende des Geschäftsjahres am 30. 6. habe sich die Kundenzahl auf über 180.000
registrierte Nutzer nahezu verdoppelt . Die ersten Gewinne sollen sich dann im
Jahr 2001 einstellen . Volkswagen : Schlappe im Domain-Streit Die
US-Niederlassung des Autobauers Volkswagen hat im Streit um den Domain-Namen "
VW.net " vor US-Gerichten schlechte Karten . Ein Bundesrichter lehnte jetzt
einen Antrag der Wolfsburger auf eine Einstweilige Verfügung gegen den
derzeitigen Namensinhaber Virtual Works ab . Volkswagen habe nicht nachweisen
können , so Richter Claude Hilton , dass dem Unternehmen durch die Verwendung
des Namenskürzels VW ein irreparabler Schaden entstanden ist . Damit setzt sich
an US-Gerichten offenbar eine neue Praxis durch . Im September hatte ein Richter
in Boston geurteilt , dass Unternehmen auch dann keine Rechte an bereits
vergebenen Domain-Namen beanspruchen können , wenn diese mit weltbekannten
Handelsmarken ( Trademarks ) identisch sind . Stille Preissenkung bei Intel
Unter dem Druck schwindender Marktanteile bei Low-Cost-Prozessoren hat Intel
ohne Vorankündigung die Celeron-Preise gesenkt . Im Großhandel gewährt der
Hersteller auf die Prozessoren bis zu 40 US-Dollar Nachlaß . Die Preise für den
Celeron 366 liegen derzeit bei 123 Dollar ( PPGA ) und 131 Dollar ( SECC ) , die
des 400-MHz-Modells bei 158 bzw. 164 Dollar . Wie ein CNet-Umfrage bei
amerikanischen Einzelhändlern ergab , purzeln mittlerweile auch die
Verbraucherpreise . In vielen amerikanischen Geschäften gibt es den Celeron 333
inklusive einer 30-Tage-Garantie bereits für 105 Dollar ( SECC ) und 94 Dollar (
PPGA ) ; der Celeron 300A wird mit 95 Dollar ( SECC ) bzw. 85 Dollar ( PPGA )
gehandelt . Mehr über den Celeron-PPGA-Sockel berichtet c't in Ausgabe 1/99 .
Euro-Umstellung lockt Betrüger an Die Gartner Group warnt vor möglichen
Betrügereien bei der Umstellung von Unternehmensrechnern auf die gemeinsame
europäische Währung . " Die neue Währung lockt Betrüger an " , sagt Euro-Experte
Nick Jones von Gartner in London . Es sei für viele Unternehmen schwierig ,
freiberufliche und festangestellte Programmierer , die an der Umstellung der
Finanzprogramme arbeiteten , ausreichend zu kontrollieren . Durch bewußt
eingebaute und schwer erkennbare Rundungsfehler ließen sich bereits große
Vermögen ergaunern . Insbesondere in Italien , wo hohe Lira-Summen in
vergleichsweise kleine Euro-Beträge umgerechnet werden , falle Kriminellen der
Betrug leicht . Die Banken hätten sich gegen drohende Probleme mit dem Euro noch
am besten abgesichert . Trotzdem könnte " bei manchen zum Jahresanfang 1999 das
große Chaos ausbrechen " . Mannesmann : Vodafone führt Anleger in die Irre Der
von der Übernahme bedrohte Mannesmann-Konzern erhebt schwere Vorwürfe gegen
Vodafone Airtouch . In einem offenen Brief , der heute in mehreren
Tageszeitungen veröffentlicht wurde , beschuldigt Mannesmann-Chef Klaus Esser
den Konkurrenten , Mannesmann-Aktionäre in die Irre zu führen . Den Anlegern
würden gezielt wichtige Informationen vorenthalten . Das Angebot von Vodafone
berge für Mannesmann-Aktionäre " zahlreiche sehr große Risiken " , schreibt
Esser . Vodafone gesteht im englischsprachigen Prospekt für die neuen
Vodafone-Aktien selbst gravierende Risiken ein . Im Weiteren geht Esser
allerdings nicht näher auf diese Risiken ein , bekräftigt aber , " dass das
Wertpotenzial der Mannesmann-Aktie deutlich über dem Wert des Vodafone-Angebots
liegt " . Die Basis für die Kurschancen sei bei der Mannesmann-Aktie besser als
bei einem gemeinsamen Unternehmen . Chris Gent , Essers Widersacher im
Übernahme-Poker , ist da anderer Ansicht . Der Vodafone-Chef ist weiterhin davon
überzeugt , dass er das Vertrauen der Mannesmann-Aktionäre gewinnen kann .
Gestern wollte sich Gent zudem der Zustimmung von Bundeswirtschaftsminister
Werner Müller versichern , mit dem er in Berlin zusammentraf . An dem Gespräch
nahm auch SPD-Fraktionsvize Ernst Schwanhold teil . Die Politiker hätten in dem
" konstruktiven Gespräch " zu erkennen gegeben , dass sie prinzipiell nicht
gegen eine Übernahme Mannesmanns durch die britische Vodafone seien , sagte Gent
anschließend im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur . Gleichzeitig
widersprach er ausdrücklich der Darstellung , Vodafone wolle Werke schließen
oder Arbeitsplätze abbauen . Warmer Regen für 3Com Dies geht aus einer
Pflichtmeldung hervor , die der Handheld-Hersteller am Freitag bei der
Börsenaufsicht abgegeben hat . Mit dem Börsengang löst sich Palm auch formal von
der bisherigen Mutter . Der Netzwerk-Konzern wird allerdings künftig mit 93
Prozent an den Geschäften der ehemaligen Tochter beteiligt bleiben . AOL :
300.000 Mark wegen irreführender Werbung Der zweitgrößte deutsche Online-Dienst
AOL muss wegen einer unzulässigen Werbung ein Ordnungsgeld von 300.000 Mark
zahlen . Dies teilte heute ein Sprecher des Oberlandesgerichts Köln mit .
Grundlage der Entscheidung ( AZ 6W 73/99 ) war eine einstweilige Verfügung , die
vom AOL-Mitbewerber T-Online im September vergangenen Jahres erwirkt worden war
. Fast zeitgleich hatte sich auch das Elmshorner Telekommunikationsunternehmen
Talkline vor einem Hamburger Gericht mit einem vergleichbaren Antrag gegen AOL
durchgesetzt . In beiden Fällen wurde dem Online-Dienst die weitere Verwendung
des Slogans " Internet zum Festpreis " bei Androhung eines Ordnungsgeldes
untersagt . Die AOL-Werbeaussage führe Verbraucher in die Irre , hatten die
Richter in ihren Beschlüssen ausgeführt , weil neben dem monatlichen Grundpreis
zusätzliche Entgelte anfielen . Die Zahlung des Ordnungsgeldes wird nun fällig ,
weil AOL trotz Strafandrohung nicht bereit war , die kritisierte Werbung sofort
zu stoppen . Zuvor hatte das Oberlandesgericht die Widersprüche von AOL und
AOL-Miteigentümer Bertelsmann gegen eine Zwangsvollstreckung des Ordnungsgeldes
abgewiesen . Europas Internet-Business auf Schrumpfkurs Die 150 größten
europäischen Internetfirmen haben im vergangenen Vierteljahr die Hälfte ihres
Aktienwertes eingebüßt . Zudem kämpfen mehr Web-Firmen als bisher mit der
Profitabilität . Lediglich 28 Prozent der untersuchten Aktiengesellschaften
konnten zum 3. Quartal vergangenen Jahres ausgeglichene Bilanzen vorlegen oder
Gewinne verbuchen . Im 2. Quartal war dies noch 41 Prozent der Unternehmen
gelungen . Gleichzeitig wuchs die Kluft zwischen Börsengewinnern und -verlierern
. Während Best-Performer ihre Marktkapitalisierung verdreifachen konnten ,
büßten Firmen am unteren Ende der Skala bis zu 75 Prozent ihres Wertes ein . Und
die Luft zum Überleben wird für einige allmählich knapp . Die Average Burn Rate
, also die Zeit , die den Unternehmen bleibt , bevor sie neues Kapital aufnehmen
müssen , sank im Schnitt von 20 auf 18 Monate . Amazon.de will keine Stellen
streichen Der Online-Händler Amazon steht zu seinen deutschen Mitarbeitern .
Keiner der rund 750 Beschäftigen verliere seinen Job , bekräftigte heute der
Geschäftsführer der deutschen Niederlassung , Philipp Humm . Am gestrigen
Dienstagabend hatte die Amazon-Zentrale in Seattle die Streichung von weltweit
1300 Stellen angekündigt . Umsatz- und Gewinnzahlen für Deutschland würden nicht
gesondert ausgewiesen , sagte Humm der dpa . 70 Prozent des Umsatzes würden
hierzulande mit dem Buchverkauf erzielt . Humm sieht die jüngsten Entscheidungen
der Firmenspitze positiv . Er sei zuversichtlich , dass Amazon dadurch Ende 2001
die Gewinnzone erreichen könne . Radikalkur bei Letsbuyit.com Der angeschlagene
niederländische Co-Shopper Letsbuyit.com will sich von 200 seiner 350
Mitarbeiter trennen und mehrere Stützpunkte in Europa schließen . Letsbuyit.com
ist derzeit in 15 Ländern vertreten . Wie das am Neuen Markt notierte
Unternehmen heute in Amsterdam mitteilte , soll der radikale Schnitt den Weg zu
weiteren Verhandlungen mit Geldgebern ebnen . Ende Januar konnte der
Internet-Händler erst in letzter Minute den Aufschub eines Konkursverfahrens
bewirken . Microsoft-Prozeß : Einstellung bleibt fraglich Die Chancen auf eine
außergerichtliche Einigung im Microsoft-Prozeß stehen offenbar nicht zum besten
. Gestern Nachmittag ( Ortszeit ) endete ein Treffen zwischen Vertretern der
US-Justiz und Microsoft , in dem die Parteien ihre Vorschläge zu einer
Einstellung des Kartellverfahrens unterbreiteten , bereits nach zwei Stunden .
Einzelheiten wurden nicht bekannt , allerdings hatten Vertreter der
klageführenden Bundesstaaten im Vorfeld Zweifel am Erfolg der Konsultationen
geäußert . Im Verlauf des heutigen Tages erwartet der Prozeßvorsitzende ,
Richter Thomas Penfield Jackson , die Unterhändler zum Rapport . DoCoMo startet
UMTS-Testbetrieb Der japanische Mobilfunkanbieter NTT DoCoMo hat gestern durch
einen symbolischen Startschuss seines Präsidenten Keiji Tachikawa sein erstes
UMTS-Netz testweise in Betrieb genommen . Mit der Erprobungsphase , die im
Oktober abgeschlossen sein soll , übernimmt das Unternehmen vorerst die
Vorreiterrolle im Wettlauf um die Netze der dritten Mobilfunkgeneration ( G3 ) .
Zurzeit profitieren 3300 Geschäfts- und Privatkunden von dem neuen Angebot .
Rund 1200 weitere Kunden sollen im kommenden Monat hinzukommen . Ursprünglich
hatten sich 147.000 Interessenten bei DoCoMo beworben und versucht , einen der
begehrten Testplätze zu ergattern . Bewerber , die nicht zum Zuge kamen , dürfen
sich nun damit trösten , dass DoCoMo kein Traumstart gelungen ist . So sollen
erst in den nächsten Tagen und Wochen neue Features wie High-Speed-Internet ins
Angebot aufgenommen werden . Auch das versprochene Videoconferencing scheitert
derzeit noch an der Hardware . Krach in der Philips-Halbleitersparte Die
deutsche Tochter des holländischen Konzerns Philips will ihre
Halbleiter-Fertigung in Deutschland neu ordnen und gleichzeitig die Branche
wechseln . Rund 3000 Beschäftigte in Hamburg und Böblingen sollen nicht länger
nach dem Metalltarif , sondern nach dem Chemietarif bezahlt werden , der unter
anderem längere Arbeitszeiten vorsieht . Jetzt ist ein handfester Krach
ausgebrochen . Gewerkschafter drohen bereits mit Streik . " Wir müssen in der
Philips-Welt konkurrenzfähig sein , wenn es um die Investitionen des Konzerns
geht " , sagt Peter Draheim , der Chef der Philips-Halbleiterfertigung in
Deutschland . Trotz der aktuellen Rezession in der Branche , die traditionell
von starken Schwankungen geprägt ist , setze Philips auf Wachstum . Der deutsche
Standort konkurriere konzernintern nicht nur mit der fast doppelt so großen
Philips-Halbleiterfertigung im holländischen Nijmwegen um die Investitionsmittel
, sondern ebenso mit Fabriken in den USA und Fernost . Und dort arbeiten die
Beschäftigten länger als bei der deutschen Philips . Konsequenz der
Philips-Manager : " Die Produktion von Halbleitern ist ein komplexes chemisches
Verfahren " , sagt Draheim . " Metallverarbeitung findet da nicht mehr statt . "
Vorteil für die Firma : Die reguläre Wochenarbeitszeit steigt von 35 auf 37,5
Stunden . Vorteil für die Beschäftigen : Sie verdienen rund sieben Prozent mehr
. Für Neueinsteiger sieht die Bilanz allerdings etwas schlechter aus . Doch die
Arbeitnehmer spielen nicht mit . " Die Belegschaft will die bewährten
Tarifverträge der IG Metall behalten " , sagt Betriebsrat Werner Bradinal . Er
wirft dem Philips-Konzern " Tarifflucht " vor und hat seit der Bekanntgabe der
Pläne rund 400 neue Mitglieder registriert . Die Philips-Manager lässt das kalt
. " Wir fragen nicht danach , ob jemand in einer Gewerkschaft ist " , sagt
Personalchef Wigand Ridder . " Wir verpflichten uns in den Arbeitsverträgen ,
den Chemievertrag einzuhalten . " Zudem werde niemand gezwungen , den
Tarifvertrag zu wechseln . Nur neu eingestellte Arbeitnehmer müssen die
Chemie-Bedingungen akzeptieren . Die Gewerkschaften untereinander suchen derweil
den Schulterschluss . " Wir haben natürlich gute Tarifverträge " , sagt der
zuständige IG-Chemie-Vorstand Werner Bischoff . Es gebe auch durchaus
Halbleiter-Hersteller , bei denen die IG Chemie die Hausgewerkschaft sei ; die
Zuständigkeiten überschneiden sich teilweise . " Aber wir haben erklärt , dass
die IG Metall mit ihrer langjährigen Erfahrung für die Philips-Betriebe
zuständig bleiben soll " , sagt Bischoff . " Wir wollen keinen Konflikt und
keine Mitglieder abwerben . " Für Arbeitnehmer , die in die IG Chemie wechseln
wollen , bleiben die Türen geschlossen . Eine Lösung des Konflikts ist nicht
absehbar . " Wenn die Philips-Geschäftsführung nicht verhandeln will , werden
wir nach dem 1. Juli zu Kampfmaßnahmen greifen " , sagt der zuständige
IG-Metall-Betreuer Gunter Barnbeck . Weitere Schlappe für Internet-Apotheke Der
Internet-Apotheke DocMorris ist heute zum wiederholten Mal von einem deutschen
Gericht im Eilverfahren der Vertrieb apothekenpflichtiger Medikamente untersagt
worden . Ebenfalls gegen DocMorris hatte gestern das Kammergericht Berlin in
zweiter Instanz entschieden . Das Frankfurter Gericht sah dem Senatsvorsitzenden
zufolge im Medikamentenvertrieb über das Internet rechtliche Konflikte mit dem
deutschen Arzneimittel- sowie dem Heilmittelwerbegesetz . Der Richter hob dabei
hervor , dass das Angebot von DocMorris zu etwa 90 Prozent aus Medikamenten
bestehe , denen in Deutschland die formelle Zulassung fehle . Damit gerate das
Internet-Angebot in Konflikt mit dem Arzneimittelgesetz , das den Vertrieb von
in Deutschland nicht zugelassenen Medikamenten nur in eng eingegrenzten
Ausnahmefällen zulasse . Diese Regelung diene dem allgemeinen Schutz der
Gesundheit und damit einem besonders hochrangigen Gemeinschaftsgut . Die
rezeptpflichtigen wurden nach Darstellung von Doc Morris jeweils erst nach
Übermittlung eines gültigen Rezepts durch den Kunden ausgeliefert . Trotz der
damit verbundenen Kosten sei das Angebot im Allgemeinen preisgünstiger als in
deutschen Apotheken , weil Doc Morris nicht an die deutschen Festpreisregelungen
für Medikamente gebunden sei . Die OLG-Entscheidung ist rechtskräftig . Ebenso
wie alle bisherigen Urteile in Sachen Internet-Apotheke in erster und zweiter
Instanz handelte es sich um eine vorläufige Entscheidung im Eilverfahren . Das
erste so genannte Hauptsacheverfahren auf breiterer Beweisgrundlage soll am 22.
Juni wiederum in erster Instanz vor dem Landgericht Frankfurt beginnen . Nach
Äußerungen von Prozessbeteiligten in der heutigen Verhandlung ist damit zu
rechnen , dass der schwierige Rechtsstreit am Ende in höchster Instanz vor dem
Europäischen Gerichtshof ausgetragen werden wird . Der Vorsitzende des Deutschen
Apothekerverbandes , Hermann Stefan Keller , begrüßte die Entscheidung als "
Sieg des Verbraucherschutzes und der Arzneimittelsicherheit " . Vorbeugender
Gesundheitsschutz müsse auch gegen ausländische Anbieter durchsetzbar sein ,
erklärte Keller . ICANN : Es kann nur eine Rootzone geben Kurz vor dem Beginn
ihrer Tagung in Stockholm hat die für Namen , Nummern und Protokolle zuständige
Internet Corporation for Assigned Names and Numbers ( ICANN ) ein klares
Bekenntnis zu einer einheitlichen Rootzone im Domain Name System ( DNS ) unter
ihrer Kontrolle abgegeben . " ICANN kann kein Konzept paralleler Rootzonen
unterstützen , es sei denn als Experiment " , heißt es in dem von Stuart Lynn
auf der ICANN-Homepage veröffentlichten Papier . Die Organisation dürfte damit
Diskussionen um ihre Autorität bei der Einführung neuer Adresszonen vorbeugen .
Nach der Vergabe von .biz an das NeuLevel-Konsortium wurde ICANN von Vertretern
alternativer Rootzonen und US-Parlamentariern beschuldigt , die bestehende
alternative .biz-Zone des kleinen Betreibers AtlanticRoot zu behindern .
Außerdem bezieht ICANN in dem Papier klar Stellung gegen den Neustarter New.net
. Das US-Unternehmen setzt darauf , dass ICANN die von ihm mit einem technischen
Trick realisierten 20 Pseudo-TLDs von .tech bis .kids ihrerseits nicht mehr
vergibt . Über die technischen Konsequenzen von Namensüberschneidungen im DNS
sind sich die Kontrahenten ziemlich einig : Ohne exklusive Namensvergabe würden
Nutzer bei ihrer Informationssuche oder ihrem Mailversand im Netz bei
verschiedenen Adressaten landen , je nachdem , welchen Adressraum ihr Server
oder der Server ihres ISP als autoritativ betrachtet . Im schlimmsten Fall
könnten bei einem einzigen Server im Cache auch die Adresszuweisungen
verschiedener Rootzonen gespeichert werden . Dieses sogenannte Cache Poisoning
würde die Konfusion komplett machen . Für ICANN ist die Konsequenz klar : nur
eine zentale und im öffentlichen Interesse arbeitende Stelle darf die Autorität
haben , neue Top Level Domains einzuführen . Das sehen ICANN-Kritiker und
Vertreter der alternativen Rootzonen ganz anders . Vielmehr fordert er in seinem
RFC , auch bei der Einführung neuer TLDs nach dem
First-Come-First-Served-Prinzip vorzugehen . ICANN bliebe einzig die
koordinierende Funktion in einem " virtual inclusive root " . " Nichts könnte
weiter von der Wahrheit entfernt sein " , lautet dazu die Stellungnahme von
ICANN . Je mehr kontroverse Entscheidungen ICANN allerdings fällt - in Stockholm
dürften die sieben neuen TLDs ebenso nochmals auf dem Prüfstand stehen wie die
umstrittene bedingungslose Vergabe der com-Domain an VeriSign - desto lauter
werden Forderungen nach Dezentralisierung . Schon heute nennt etwa Andy
Müller-Maguhn ein streng hierarchisches DNS einen der wenigen " single point of
failure " des Internet . Heiß diskutiert dürfte in Stockholm auch die Zukunft
der At-large-Direktoren sein , für deren erneute Wahl ICANN bislang keine
finanziellen Mittel im Budget vorsieht . Außerdem soll die Organisation nach
zwei Jahren endlich ihr schwieriges Verhältnis zu den Registrierstellen für
Länderdomains klären . Diese warten seit Wochen auf einen Entwurf für Verträge
mit der Organisation . Telekom versilbert ihre Sprint-Anteile Die ehemaligen
Bündnispartner Deutsche Telekom und France Telecom gaben heute in Paris und Bonn
nahezu gleichlautende Verkaufsangebote für ihre Anteile an der
US-Festnetzgesellschaft Sprint bekannt . Dabei wurden 19 US-Dollar je Aktie
gefordert . Die Nachfrage wurde als rege beschrieben . Deutsche Telekom und
France Telecom halten jeweils rund zehn Prozent an der
Sprint-Festnetzgesellschaft . Außerdem bestehe eine Beteiligung an der
Sprint-Mobilfunkgesellschaft ( siehe dazu eine frühere Meldung ) . Auch bei
deren Verkauf werde ein Milliarden-Erlös erwartet . Die Allianz der beiden
großen Telekommunikationsanbieter war 1999 an Gesprächen der Deutschen Telekom
mit der Telecom Italia zerbrochen . Deutsche Softwarebranche jetzt mit " Spitze
" Die in Einzelverbänden zersplitterten deutschen Softwarehersteller wollen
künftig ihre Interessen stärker bündeln . Dazu haben die vier Fachverbände BVBS
( Bundesvereinigung Bausoftwarehäuser ) , dmmv ( Deutscher Multimedia Verband )
, VSI ( Verband der Softwareindustrie Deutschlands ) und VUD ( Verband der
Unterhaltungssoftware Deutschland ) einen gemeinsamen Dachverband gegründet .
Der " Spitzenverband der Deutschen Softwareindustrie " ( SVDS ) , nach eigenem
Bekunden die größte Interessenvertretung europäischer Softwareproduzenten , soll
ihren Mitgliedern größeres nationales und internationales Gewicht verleihen .
Alexander Felsenberg , Geschäftsführer und Vizepräsident des dmmv , bezeichnete
die " Schaffung eines starken Dachverbandes " als " dringend notwendig " . Nach
Ansicht von Hermann Achilles ( VUD ) wurden deutsche Hersteller bisher im
eigenen Land und international zu wenig wahrgenommen . Verbraucherschützer
verklagen CompuServe Der Berliner Verbraucherschutzverein ( VSV ) hat vor dem
Landgericht Klage gegen CompuServe eingereicht . Wie die c't ( 8/97 , Seite 16 )
berichtete , werfen die Verbraucherschützer dem Online-Dienst insgesamt 26
Verstöße gegen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen ( AGB ) und das
Datenschutzgesetz vor . Zwar hatte CompuServe den Berlinern zuletzt eine
geänderte Fassung der Geschäftsbedingungen vorgelegt , die darin enthaltenen
Änderungen gehen dem VSV jedoch nicht weit genug . Der Verbraucherschutzverein
rechnet mit einer mündlichen Verhandlung noch in diesem Jahr . Nach Auskunft der
Leiterin der Abteilung AGB-Recht , Helke Heidemann-Peuser , stehen die Chancen
besser als bei einer vergleichbaren Klage der Verbraucherzentrale Baden
Würtemberg im September letzten Jahres . Damals hatte das Landgericht München
eine Verhandlung mit der Begründung abgeleht , die Klage richte sich gegen die
deutsche CompuServe-Niederlassung . Verantwortlich für die Geschäftsbedingungen
sei jedoch die amerikanische Zentrale ( zum Wortlaut des Urteils siehe
http://www.netlaw.de/urteile/lgm_1.htm ) . Eine ähnliche Schlappe will der VSV
diesmal nicht riskieren . Helke Heidemann-Peuser : Telekom mit Sprint auf der
Zielgeraden Die Deutsche Telekom ist weiterhin auf Brautschau . " Wir suchen
weltweit nach entsprechenden Möglichkeiten , um unsere Geschäftsfelder
Multimedia , Mobilfunk , Online-Service und Systemlösungen auszubauen " , sagte
ein Unternehmenssprecher heute der dpa . Nach Informationen der Welt am Sonntag
kommen die Verhandlungen mit dem US-Festnetzbetreiber Sprint offenbar gut voran
. Es sei bereits " die Zielgerade in Sicht " . Ebenso intensiv verhandele man
mit Spaniens Telefonica über eine Zusammenlegung der Auslandsaktivitäten . Unter
Bezug auf Vorstandskreise der Telekom berichtete das Blatt auch über
Fortschritte beim geplanten Aufkauf von One-2-One , dem viertgrößten britischen
Mobilfunker . Die Gespräche seien " sehr weit " gediehen . Aussteller mit
Auftragsplus Zahlreiche Aussteller bei der diesjährigen internationalen
Funkausstellung zeigen sich kurz vor Messeschluss mit der Auftragslage zufrieden
. Die Unternehmen melden vielfach deutlich mehr Aufträge des Handels als vor
zwei Jahren . Digitale Aufzeichnungstechnik , verbesserte Fernsehgeräte und
zahlreiche Produktneuheiten hätten die Nachfrage belebt . " Es gibt einen
eindeutigen Trend zu höherwertigen und höherpreisigen Geräten " , sagte Jens
Oberheide , Pressesprecher von Thomson . Im Vergleich zur IFA 1999 gab es bei
den Aufträgen für das Unternehmen ein zweistelliges Plus . Auch der
Unterhaltungselektronikhersteller Loewe spricht von einem deutlich gestiegenem
Messeumsatz . Gefragt waren nach Angaben von Sprecher Roland Raithel teure und
technisch anspruchsvolle Geräte . Die neue Premiumlinie mit der Integration von
TV , Audio und DVD sei sehr gefragt gewesen . Nach Herstellerangaben waren auch
die erstmals angebotenen DVD-Recorder der erwartete Verkaufserfolg . Bei Philips
hieß es , die Nachfrage des Handels habe die Erwartungen übertroffen . Man werde
nun versuchen , eine noch größere Lieferung von Recordern nach Deutschland zu
bekommen als ursprünglich geplant , sagte Sprecher Klaus Petri . Auch die
Digital Versatile Disk ( DVD ) soll fünf Jahre nach ihrer Einführung mit der
VHS-Cassette gleichziehen . Der Bundesverband Video erwartet bis Jahresende
sogar einen Umsatzanteil von über 50 Prozent . Sony sieht nach dem schwachen 1.
Halbjahr für die Branche nun die erwartete Trendwende kommen . Die Nachfrage
habe die Erwartungen des Unternehmens übertroffen . " Die Umsätze lagen bisher
um 20 Prozent über den Planungen " , sagte Sprecher Udo Freialdenhofen . Focus
Digital und Tomorrow fusionieren mit Verlusten Die beiden Internetunternehmen
Focus Digital und Tomorrow Internet gehen mit hohen Verlusten in die gemeinsame
Ehe . Beide Unternehmen berichteten heute von deutlich höheren Fehlbeträgen als
im ersten Halbjahr 2000 . Eine Sprecherin der Focus Digital AG begründete das
Minus vor allem mit hohen Kosten im Zusammenhang mit dem Börsengang im Juli
vergangenen Jahres . Auch die Tomorrow Internet AG hat ihre Verluste im ersten
Halbjahr mehr als verdoppelt . Der Anstieg sei zum Teil auf Anlaufinvestitionen
bei neuen Tochterfirmen zurückzuführen , hieß es . Die Fusion der beiden
Unternehmen wird nach Angaben der Focus Digital-Sprecherin derzeit vom
Bundeskartellamt geprüft . Sobald das Amt grünes Licht gibt , solle der
Zusammenschluss rückwirkend zum 1. Juli vollzogen werden . Durch einen rigiden
Sparkurs will der neue Internetkonzern im kommenden Jahr operativ schwarze
Zahlen schreiben . Die beiden Unternehmen hatten ihren Zusammenschluss Anfang
August bekannt gegeben . Telekom steckt 400 Millionen ins TV-Kabelnetz Vorstand
Gerd Tenzer rechtfertigte die Investition damit , dass die Telekom künftig eine
Minderheitsbeteiligung von 25 Prozent plus einer Aktie an den gegründeten
Kabel-Regionalgesellschaften halten wolle . Offenbar sollen sich die künftigen
Betreiber der regionalen Kabelgeschäften an den Gesamtkosten beteiligen .
Zumindest kündigte Tenzer weiterführende Verhadlungen mit den derzeitigen
Bietern an . Die Auswertung der Angebote werde noch mehrere Wochen beanspruchen
. " Wir sind dabei , die uns nun vorliegenden Unterlagen intensiv zu studieren
und zu bewerten , um dann mit einem verkleinerten Kreis möglicher Investoren in
vertiefende Verkaufsverhandlungen einzusteigen " . Analysten sehen Ende des
PC-Booms kommen US-Experten registrieren eine weltweite Sättigung der Nachfrage
nach Personalcomputern . Die Analyse wird von einer jüngst bekanntgeworden
Verlautbarung des weltgrößten Computerherstellers Compaq gestützt , der seine
Umsatzerwartungen für das erste Quartal dieses Jahres deutlich zurückgeschraubt
hat . In Nordamerika und Europa beklagt Compaq vornehmlich die Absatzschwäche im
Bereich kleinerer Geschäftskunden . Um 17 Prozent sollten die Verkaufszahlen in
den ersten drei Monaten dieses Jahres gegenüber dem Vergleichszeitraum des
Vorjahres steigen ; doch nun gehen die Marktforscher davon aus , daß das
Wachstum nur etwa halb so groß sein wird . Phantomverband stellt
Schadensersatzforderungen Als " Internationaler Verband der Softwarehersteller "
( IVdS ) firmierend , erhebt ein bislang unbekannt gebliebener Personenkreis
Schdensersatzforderungen wegen Raubkopierens von Software . Es lägen
eidesstattliche Zeugenaussagen vor , daß die Empfänger der Briefe Raubkopien von
Software besitzen , nutzen und weitergeben . Zwar habe jemand vom " IVdS " bei
ihr angerufen , sich des Druckfehlers auf den Briefbögen wegen entschuldigt ,
die genannte angeblich korrekte Rufnummer habe sich indes als Phantomnummer
entpuppt . Es hat sich herausgestellt , daß Rechtsanwälte des Namens " Manfred
Rauch " und " Heinz Richter " nicht bei der Anwaltskammer registriert sind . Dem
naheliegenden Verdacht folgend , daß hier eine Betrügerbande am Werk ist , wird
gegen die Briefschreiber ermittelt . Dracula darf im Internet bleiben Der von
der Essener Firma Alcomix im Internet verwendete Begriff " Graf Dracula "
verweist auf die bekannte Fabelfigur und ist nicht mit einem Nachfahren des
transsilvanischen Fürsten in Verbindung zu bringen . Vor der für den
gewerblichen Rechtsschutz zuständigen 4. Kammer für Handelssachen wollte Dracul
, seiner Meinung nach der alleinige rechtmäßige Träger des Namens " Dracula " ,
der Firma untersagen lassen , unter Verwendung der Bezeichnung " Graf Dracula "
oder " Dracula " zu werben . Dracul verweist darauf , der letzte lebende
männliche Nachfahre des Adelsgeschlechtes derer zu Kretzulesco zu sein . Urahn
Vlad ( " Der Pfähler " ) Tepes gilt als historisches Vorbild für Bram Stokers
Klassiker " Dracula " . CeBIT Home : Zufriedenheit zum Messeschluß Von einem "
Traumstart " spricht die Deutsche Messe-AG zum Abschluß der CeBIT Home . Die
Zahl von rund 210000 Besuchern hat die Erwartungen übertroffen und die im
Vorfeld verhalten geäußerten Besorgnisse , ob das Multimedia-Ereignis denn wohl
den nötigen Zuspruch finden würde , weggewischt . Auch die 643 Aussteller
zeigten überwiegend ( zu 72% ) Zufriedenheit . Die Werbewirkung ihrer
Messebeteiligung nannten 63% " gut " bis " sehr gut " . " Sehr aufmerksam "
betrachten die Organisatoren der Berliner Funkausstellung ( IFA ) die
Entwicklung . Ein IFA-Sprecher äußerte , die Konkurrenz zwischen Funkausstellung
und CeBIT Home sei nicht zu verhehlen , es gebe viele Themenüberschneidungen ,
doch man habe bereits in der Vergangenheit viele " Angriffe " anderer
Messestädte mit Erfolg zurückgeschlagen . IFA und CeBIT Home finden im
Zweijahresturnus statt , die nächste IFA öffnet 1997 , die nächste CeBIT Home
1998 ihre Tore . Topware-Chef verhaftet Der Vorstandsvorsitzende der Mannheimer
Topware CD-Service AG , Dirk Paul Hassinger ist am 30. September auf
Veranlassung der Mannheimer Staatsanwaltschaft wegen des Vorwurfs der
Steuerhinterziehung in Untersuchungshaft genommen worden . Den Hintergrund
bilden Vorgänge um den Topware-Strohmann Klaus Jürgen Steiner . Von hier aus
gelangte die CD fortan zum deutschen Kunden . Nachdem es zum Streit mit Steiner
um die ihm überlassenen Gelder und die im Rahmen von Topware Austria fließenden
Erträge gekommen war , erstattete Topware Mannheim Anzeige wegen Veruntreuung .
Seitdem sitzt Steiner in Untersuchungshaft . Nach Angaben der Tageszeitung "
Rheinpfalz " hat er nun Selbstanzeige erstattet und dabei die steuerlichen
Vorgänge offengelegt . Im Zuge der Ermittlungen seien bundesweit 16 Büros und
Privaträume durchsucht worden , auch die Kanzlei und Wohnung des TopWare-Anwalts
Joachim Nikolaus Steinhöfel . Topware spricht von einer Überreaktion der
Behörden , man sei willens , der Staatsanwaltschaft zu helfen , alle
Sachverhalte aufzuklären . Über die Hintergründe des Streites zwischen Topware
und dem Strohmann Steiner hat c't in Ausgabe 12/98 auf Seite 32f unter dem Titel
" Silber und Stroh " berichtet . Meldestelle für rechtsextreme Internetseiten
Die Initiative No abuse in internet geht morgen mit einer Meldestelle für
rechtsradikale Internet-Seiten online . Von morgen an sollen Internetnutzer
unter www.naiin.org verdächtige Seiten melden können . Der Verein N@IIN e. V. (
No abuse in internet e. V. ) hatte sich unter der Schirmherrschaft des
ehemaligen RTL-Chefs Helmut Thoma , jetzt Berater des Ministerpräsidenten von
Nordrhein-Westfalen in Medienfragen , bereits im August in Berlin gegründet .
Weitergeleitet werden die Daten zunächst an die betroffenen Provider . " In
schweren Fällen " will der Verein die Daten auch an den Verfassungsschutz oder
zuständige Landeskriminalämter weitergeben . Die Anonymität des Hinweisgebers
soll dabei gewahrt bleiben . Der Verein will eine Meldestelle für mißbräuchliche
Nutzung des Internets einrichten und mit bestehenden Initiative und Vereinen
ähnlicher Ausrichtung zusammenarbeiten . Das automatische Herausfiltern von
rechtsradikalen oder sittenwidrigen Internetseiten durch ensprechende
Filter-Software lehnt der Verein ab . Diese Lösung sei technisch unbefriedigend
, da auch viele harmlose Seiten mit herausgefischt würden . EU will mehr
Rechtssicherheit beim Online-Shopping Die Justizministerinnen und Justizminister
der EU haben am 30. November eine Verordnung beschlossen , die vom übernächsten
Jahr an den Verbraucherschutz im E-Commerce verbessern soll : Ein Käufer kann
seine Ansprüche gegen einen Internet-Anbieter , der in einem anderen EU-Staat
residiert , in seinem Heimatstaat einklagen . Er muss also nicht den
ausländischen Gerichtsstand akzeptieren . Voraussetzung ist , dass der Anbieter
sich in seiner Präsentation ausdrücklich auch an Kunden im Land des Käufers
gerichtet hat . Die Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin hofft , mit
diesen vereinfachten Klagemöglichkeiten das Vertrauen der Verbraucher in den
elektronischen Geschäftsverkehr zu stärken . Um dem Handel Gelegenheit zu geben
, sich auf die geänderte Rechtslage einzustellen , tritt die Verordnung erst im
März 2002 in Kraft , erklärte das Justizministerium gegenüber heise online .
Weiter Unsicherheit über Krypto-Software Enttäuschung herrscht bei Zensurgegnern
in den USA über die vom Handelsministerium Ende des Jahres erlassenen neuen
Richtlinien zum Export von Verschlüsselungsprogrammen . Danach erhalten
Softwarefirmen ab sofort nur dann eine auf sechs Monate befristete
Ausfuhrgenehmigung , wenn sie bereit sind , regierungsamtlichen Stellen die
Möglichkeit der Entschlüsselung offenzuhalten . Die US-Regierung möchte auf
diese Weise kriminelle und terroristische Machenschaften eindämmen . Sie sprach
sich damit zugunsten des Mathematikprofessors Daniel Bernstein aus , der beim
Außenministerium angefragt hatte , ob er seine in C geschriebenen
Kryptoprogramme " Snuffle " und " Unsnuffle " im Internet veröffentlichen dürfe
. Das Ministerium hatte dies untersagt . Ob das US-Justizministerium gegen das
Urteil der kalifornischen Richterin angehen wird , ist noch offen . Die
bestehende Rechtsunsicherheit hat Bernstein bislang davon abgehalten , seine
Programme zu publizieren . In Deutschland sollen ähnliche Bestrebungen laufen .
Der SPIEGEL berichtete , daß sich kurz vor Weihnachten Referenten der
Innenministerien aus Bund und Ländern in einem vertraulichen Treffen dafür
ausgesprochen hätten , gesetzliche Regelungen für den Gebrauch von
Verschlüsselungstechnik einzuführen . Danach solle analog den jetzt in den USA
geltenden Regelungen der Vertrieb entsprechender Soft- oder Hardware unter
Strafe gestellt werden , sofern den Sicherheitsbehörden nicht die Möglichkeit
des Entschlüsselns eingeräumt werde . Eine Sprecherin des Innenministeriums
wiegelte gegenüber c't ab : Man sei im Moment lediglich dabei ,
ressortübergreifend Material zu sammeln , um die " Sinnhaftigkeit " eines
solchen Gesetzes zu prüfen . AMD geht im " Intel-Markt " in Führung Heute stellt
AMD offiziell den neuen K6 vor , einen x86-kompatiblen Prozessor der 6.
Generation mit Multimedia-Erweiterung ( " MMX " ) , der im Leistungsniveau mit
Intels Spitzenreiter Pentium II ( " Klamath " ) konkurriert . Dieser ist
freilich noch nicht auf Markt ; Intel will ihn erst im Mai präsentieren .
Erstmals hat damit ein Konkurrent die technische Führung im " Intel-Markt "
übernommen . Noch nie wehte dem Marktführer der Wind des Wettbewerbs so scharf
entgegen - eine Lage , an die Intel sich jetzt wohl gewöhnen muß , denn AMD will
den K6 um mindestens 25% unter den Pentium-II-Preisen offerieren und künftige
Intel-Preissenkungen parieren . Genügend Reserven dürften vorhanden sein , denn
der K6 hat eine kleinere Chip-Fläche und läßt sich deshalb preisgünstiger
herstellen . Dies bedeutet einen weiteren beträchtlichen Kostenvorteil beim
Systempreis . Die Situation im Vorfeld der Markteinführung war geprägt von
Streitigkeiten um die Bezeichnung " MMX " , die Intel als Markenzeichen für sich
reklamieren wollte . Doch nachdem ein US-Bundesrichter am 1. April den Antrag
Intels auf eine einstweilige Verfügung hinsichtlich der Benutzung des Kürzels
zurückgewiesen hat , kann AMD zunächst ungehindert die K6-Prozessoren ausliefern
. Eine gerichtliche Anhörung wird Ende April stattfinden . Auch in Deutschland
schwebt noch ein Verfahren aufgrund einer einstweiligen Verfügung , die Intel
während der CeBIT gegen AMD erwirkt hat . K6-Rechner werden hierzulande noch in
diesem Monat in den Handel kommen , zum Beispiel bei Vobis . Die eingebauten
Prozessoren tragen lediglich die Aufschrift " AMD K6 " und die Angabe der
Taktfrequenz . Man wolle auf der sicheren Seite bleiben und den deutschen Kunden
Ärger ersparen , so AMD Deutschland . c't bringt in Ausgabe 5/97 einen
ausführlichen Vergleichstest ( http://www.heise.de/ct/art_ab97/9705154 ) , in
dem die Leistungen der Prozessoren Pentium MMX , Pentium II und AMD K6 einander
gegenübergestellt werden . Der Beitrag widmet sich außerdem zwei weiteren
starken Pentium-II-Konkurrenten , die in den nächsten Wochen auf den Markt
kommen werden , nämlich dem M2 von Cyrix und dem neuen " Alpha-PC " von DEC .
Microsoft : Ohne eine Rechtsverpflichtung anzuerkennen , hat sich Microsoft mit
der kleinen US-Firma SyNet geeinigt . SyNet hat bereits 1994 die Bezeichnung "
Internet-Explorer " für eines seiner Produkte benutzt . In Deutschland hat
Microsoft 1996 in einem vergleichbaren Streit 90000 DM für die Benutzung des
Namens " Explorers " berappt ( siehe c't 12/98 , S. 33 ) . ComTech-Gruppe
übernimmt ESCOM-Filialen Die Waiblinger Unternehmensgruppe ComTech nimmt unter
dem Dach ihrer Holding-Gesellschaft 90 der noch verbliebenen 110 deutschen
ESCOM-Filialen auf . " Wir arbeiten mit Hochdruck daran , eine für die Kunden
zufriedenstellende Lösung der Gewährleistungs- und Garantieprobleme zu finden "
, so ComTech-Marketingleiter Jürgen Litz zu c't . Details dazu will ComTech in
Kürze bekanntgeben . ComTech will die 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der
ESCOM-Filialen übernehmen . Der zuständige Konkursverwalter mußte in London
mitteilen , es habe sich kein Käufer für die Filialgeschäfte gefunden . Außer
den vor einem Jahr übernommenen rund 130 Läden der Rumbelows-Kette sind weitere
zwei Dutzend Verkaufsstellen , die ESCOM bereits vor drei Jahren in
Großbritannien eingerichtet hatte , von der Schließung betroffen . Microsoft
ändert Browser-Verträge Einen Tag vor der Anhörung Bill Gates' durch ein Komitee
des Senats hat Microsoft verlauten lassen , daß man die Verträge mit 12 US- und
30 europäischen Service-Providern modifizieren werde und ihnen damit eröffne ,
auch Browser von Konkurrenten einzusetzen . Dies , so äußerte Bill Gates vor der
US-Presse , habe aber nichts mit der anstehenden Vorladung in Sachen "
wettbewerbswidriges Verhalten " zu tun , sondern sei eine Reaktion auf Anfragen
von seiten der Europäischen Kommission . Kopierschutz-System für DVD-Audio
Nachdem Mitte Februar Hitachi , IBM , NEC , Pioneer und Sony eine Initiative für
einen Kopierschutz auf DVD abgelegter Videos ( " digitales Wasserzeichen " )
eingeläutet haben , steht nun eine Lösung hinsichtlich der DVD-Audio in Aussicht
. Wie die Nachrichtenagentur AP meldet , wollen IBM , Intel , Matsushita (
Panasonic ) und Toshiba am 3. März bekanntgeben , daß sie sich auf ein
einheitliches Kopierschutzverfahren für DVD-Audio verständigt haben . Die
Industrie erhofft sich von der Einführung der DVD-Audio einen Konsumschub . Eine
DVD kann 13mal so viele Informationen enthalten wie die herkömmliche CD und hat
damit genügend Reserven , den Musikliebhhaber zum Beispiel in einen satten
6-Kanal-Sound einzuhüllen . Rekordzuwachs an PCs in Deutschland Im vergangenen
Jahr stieg die Zahl der in Deutschland verkauften PC um 19 Prozent auf 5,5
Millionen an . Jeder elfte Deutsche ist inzwischen im Internet zuhause . Die
Zahl der Zugänge zu Internet- und Onlinediensten stieg 1998 um 32 Prozent auf
7,3 Millionen . Die Verbreitung von Handies erhöhte sich gar um 70 Prozent , so
daß inzwischen jeder sechste Deutsche mobil erreichbar ist . Dennoch
präsentierte der Geschäftsführer des Fachverbandes Informationstechnik im VDMA
und ZVEI , Bernhard Rohleder , auf einer Pressekonferenz in Frankfurt ( Main )
am 3. März diese Zahlen mit einem lachenden und einem weinenden Auge . Verfügen
in Deutschland inzwischen 30 von 100 Einwohnern über einen PC , glänzen die USA
( 57 ) , Norwegen ( 47 ) und Dänemark ( 42 ) mit größerer Durchdringung und noch
stattlicheren Zuwachsraten . Auch bei den Internet- und Onlineanschlüssen hat
sich der Abstand zu den USA und anderen führenden Ländern vergrößert . Im
vergangenen Jahr wurden in Deutschland durchschnittlich 2000 Mark pro Kopf im
Bereich " Information und Kommunikation " investiert - Schweizer und US-Bürger
machten das Doppelte locker . Vobis : Highscreen-Rechner mit AMDs K6 Vobis
kündigte heute verschiedene Konfigurationen von Highscreen-Rechnern mit dem
neuen K6-Prozessor von AMD an , die ab sofort lieferbar sein sollen . Der
Prozessor der sechsten Generation verfügt über eine Multimedia-Erweiterung ( "
MMX " ) und wetteifert im Leistungsniveau mit Intels Spitzenreiter Pentium II (
" Klamath " ) ( http://www.heise.de/newsticker/data/fm-02.04.97-000/ ) . Ein
Preisbeispiel : Chefs dürfen private E-Mails nicht lesen Wegen Lesens der
privaten E-Mail eines Studenten an dessen Arbeitsplatz sind gestern in Paris
drei Hochschuldozenten zu Geldstrafen verurteilt worden . Auch deutsche
Firmenchefs wünschen sich häufig , die Mails ihrer Mitarbeiter zu kontrollieren
. Die Rechtslage in Deutschland gestattet Vorgesetzten jedoch grundsätzlich
nicht , private E-Mails zu lesen . Auch dienstliche Post darf zumindest nicht
heimlich gelesen werden . Der Vorgesetzte kann sich selbstverständlich
dienstliche E-Mails vor dem Abschicken vorlegen lassen oder eine Kopie verlangen
. Explorer-Streit : Symicron muss Abmahnkosten selbst tragen Der Betreiber einer
Suchmaschine haftet für markenrechtsverletzende Querverweise nur , wenn der
Gesetzesverstoß auch für den juristischen Laien offenkundig war . Symicron hatte
durch den Querverweis auf das Produkt " FTP-Explorer " ihre Rechte auf den Namen
" Explorer " verletzt gesehen und wollte die Kosten für eine entsprechende
Abmahnung eintreiben . Der Betreiber der Suchmaschine Dino-Online hat den
beanstandeten Querverweis daraufhin zwar beseitigt , wollte aber die Kosten der
Abmahnung nicht tragen . Das Gericht verglich den Betrieb einer Suchmaschine mit
der Herausgabe eines Branchenbuches . Auch dessen Vertreiber könne nur für "
ganz offensichtliche Verletzungshandlungen der von ihm benannten Dritten "
haftbar gemacht werden . Wie bei dem Herausgeber eines Branchenbuches , so das
Gericht , muss die Suchmaschine nur bei ganz offensichtlichen
Verletzungshandlungen der von ihr benannten Dritten haften , was im Streitfall
nicht gegeben war . Da sie lediglich Auskunft über fremde Inhalte erteilt , ohne
sich diese zu eigen zu machen oder selbst zu verwerten , beschränkt sich ihre
Prüfungspflicht auf die Verstöße , die jedermann auch ohne fachkundige Hilfe
erkennen kann . Dadurch sei die Markenrechtsverletzung entstanden . Aus Halfway
wurde Half.com Als weltweit wohl erste Gemeinde hat sich ein US-Ort einen
Internet-Namen zugelegt . Im Bestreben , ihre E-Commerce-Agentur half.com
bekannt zu machen , waren die Firmengründer Joshua Kopelman und Sunny
Balijepalli auf das 365-Seelen-Nest Halfway im US-Staat Oregon gestoßen .
Kopelman bot dem Gemeinderat eine Beteiligung an der Firma an , gelobte , das
jährliche Volksfest zu sponsern und stellte die Option auf ein Call-Center in
dem wirtschaftlich darbenden Ort in Aussicht . Dies überzeugte den Gemeinderat ,
der kurz vor Weihnachten der Umbenennung des Ortes in Half.com zustimmte . " Wir
werden viel Spaß haben und den ländlichen Charme unseres Ortes im Land bekannt
machen " , schwärmte Half.coms Bürgermeister Dick Crow gegenüber der Presse .
Siemens : Milliardeninvestition in USA-Netze Wenn Siemens seine Aktivitäten in
den USA bündelte , fiele es dem Konzern nach einem zu erwartenden Gang an die
US-Börse leichter , weitere Firmen zu akquirieren , mutmaßt die Zeitung , sich
auf gut informierte Kreise berufend . Apple : Ein Prinz als Retter ? Bereits
jetzt ist er nach " American Express " an die zweite Stelle der
Apple-Aktienbesitzer aufgerückt . " Apple is down but not out " zitiert ihn die
US-Presse , es sei möglich , die Dinge wieder ins Lot zu bringen und zu den
guten alten Apple-Zeiten zurückzukehren . Der 38jährige Prinz Alwaleed , Neffe
des saudi-arbischen Königs Fahd , gilt als unkonventionell aber erfolgreich
international agierender Investor . Ihm wird eine gute Nase für Geschäfte
nachgesagt . Die Apple-Aktie jedenfalls hat sich schon einmal leicht nach oben
bewegt . Standard fuer Digital-TV angestrebt Microsoft , Intel und Compaq
möchten gemeinsam eine Norm für interaktive digitale Fernsehsendungen
durchsetzen . Craig Mundie , Microsofts Vizepräsident in Sachen Consumer
Platforms , will anläßlich der am 5. April in Las Vegas beginnenden Konferenz
der US-Rundfunkanbieter , NAB'97 , ein System propagieren , das im Verlauf der
nächsten sieben Jahre nach und nach herkömmliche analoge Verfahren ersetzen soll
. Als " seriöses Medium " soll neben den Kabelnetzen auch das Internet herhalten
. SAP präsentiert digitalen Internetmarkt Der größte europäische
Softwarehersteller , die Walldorfer SAP AG , bietet einen digitalen Marktplatz
im Internet an , um seinen Kunden den Einstieg in den elektronischen Handel zu
erleichtern . Vorstandssprecher Hasso Plattner sprach zu Beginn der Fachmesse
Sapphire in Nizza von einem grundlegenden Wechsel der Firmenstrategie . Nicht
mehr das Hauptprodukt R/3 stehe im Zentrum des Unternehmens , sondern der Markt
. Künftig sollen fast alle SAP-Programme über das Internet mit einem Web-Browser
bedient werden können . Dazu will SAP betriebswirtschaftliche Anwendungen auch
über Telekommunikationsfirmen wie AT&T , Deutsche Telekom , British Telecom oder
EDS zur Verfügung stellen . Weiterhin hält SAP Business-Szenarien für Kunden
bereit , die das Internet oder das firmeninterne Intranet für Geschäfte nutzen
wollen . Zudem sollen SAP-Anwender zu Hause das System bedienen können , um
beispielsweise auf der Basis der firmeninternen Daten ihre Steuererklärung zu
erstellen . Damit habe SAP genügend Reichweite , um einen Marktplatz im Internet
für Waren und Dienstleistungen zu etablieren . SAP arbeitet dabei mit Siemens
und Intershop sowie den US-Konzernen Cisco , Compaq , HP , Microsoft und IBM
zusammen . Plattner , einer der Mitbegründer der Walldorfer SAP AG räumte ein ,
die heutige SAP-Software stelle nicht alle zufrieden : " Ich selbst habe mit
Anwendern gesprochen , die mir gesagt haben , daß sie das SAP-Programm hassen .
" Die Funktionsvielfalt überfordere manchen Anwender . Daher seien sämtliche
SAP-Programme umgestaltet worden . ESCOM : Keine Rettung in Sicht Sie wurde
schließlich ausgesetzt . Der Verdacht , daß Insider über den anstehenden
Vergleichsantrag bereits informiert waren , liegt nahe , das
Wertpapieraufsichtsamt vermutet Verstöße gegen die Insider-Regeln und ermittelt
. Drastischer Preisverfall auf dem PC-Markt und unerwartet schleppendes
Europageschäft haben Escom schwer zu schaffen gemacht . Auf einer großen Partie
Pentium-75-Rechner waren die Heppenheimer sitzen geblieben . Darüber hinaus
erwiesen sich Escoms Expansionspläne als überzogen . Allein das Ausgreifen auf
den britischen Markt mit 235 Filialen brachte nichts als Verluste ein . Escom
versucht verzweifelt , Geldgeber zu finden und den drohenden Bankrott abzuwenden
. Zur Stunde haben die nächsten Anverwandten bereits abgewunken . Man habe alles
, was in ihrer Macht stehe , bereits getan , so die Commerzbank als Hausbank ,
man sehe keine Lösung . Und Rivale Vobis ? Vielleicht kann Lieven jedoch
demnächst einige Filialgeschäfte günstig erweben ... Studie : Deutsche
Internet-Firmen vor Liquiditätsproblemen Fast die Hälfte der am Neuen Markt
gelisteten Firmen aus den Bereichen Internet-Dienstleistung , Biotechnologie und
der so genannten Internet-Enabler steht vor Liquiditätsproblemen . Das berichtet
die Financial Times Deutschland in ihrer heutigen Ausgabe . Sie beruft sich auf
eine Studie , die sie bei der privaten Universität Witten-Herdecke in Auftrag
gegeben hat . Von 68 untersuchten Unternehmen stehen danach 16
Internet-Dienstleister und 14 Internet-Enabler vor Liquiditätsproblemen .
Lediglich ein Biotech-Wert ist stark gefährdet . Erstmals wurde in der Studie
die Möglichkeit der Unternehmen berücksichtigt , frisches Kapital zu beschaffen
. Jedes dritte CE-Zeichen beanstandet Seit dem 1. Januar 1996 müssen Hersteller
und Importeure von Geräten mit elektrischen oder elektronischen Bauteilen durch
Anbringen des CE-Zeichens verbindlich erklären , daß ihr Produkt den Vorgaben
der " Europäischen Richtlinie zur elektromagnetischen Verträglichkeit "
entspricht . Das Bundesamt für Telekommunikation ( BAPT ) als Ausführungsbehörde
hat im letzten Jahr damit begonnen , Geräte entsprechend zu überprüfen . Nach
einem Schlüssel , der sich an Produktnormen und dem Marktvolumen orientiert ,
haben rund 100 Prüfer bis heute 10000 Geräte begutachtet . Eine meßtechnische
Prüfung erfolgt lediglich bei etwa 2000 Geräten . Nur jedes zehnte beanstandete
Gerät wies auch technische Mängel auf . Die Zahl der geprüften Computer und
Computerbausteine wurde nicht gesondert ausgewiesen , auf Anfrage hieß es , daß
derartige Geräte aber repräsentativ einbezogen worden seien . Bei Verstößen
stellt die Behörde in der Regel " Gebühren und Auslagen " von 1000 DM in
Rechnung . BizTalk , Microsoft-Initiative für E-Commerce Bill Gates hat am 4.
März Pläne vorgelegt , die Microsoft auf dem Felde des E-Commerce voranbringen
sollen . Gemeinsam mit anderen Firmen sei man dabei , offene Standards zu
konzipieren , die ein E-Commerce-System nahtlos in das Internet einbinden .
Unter dem " BizTalk " getauften Dach sollen Endverbraucher und Anbieter künftig
miteinander Geschäfte treiben können . Gates glaubt , bis Ende dieses Jahres
beiden Seiten ein marktreifes Produkt anbieten zu können : " Mit diesen Tools
werden wir es jedermann ermöglichen , E-Commerce zu treiben " . " Microsoft
Passport " . Damit soll der Kunde mit ein- und derselben (Microsoft-)Software
bei unterschiedlichen Anbietern einkaufen können . Eine Reihe von Firmen hat
Microsoft bereits für eine strategische Allianz gewonnen , darunter auch die
deutsche SAP . Immer mehr Telefon-CDs Nachdem bereits die Firmen Klicktel und
Teleinfo in der letzten Woche Telefon-CDs angekündigt haben , wollen nun zwei
weitere Firmen in das Geschäft mit den Telefonnummern einsteigen . Die Bochumer
Firma G Data will am 10. Mai ihre " PowerInfo-CD " für 19,95 DM in den Handel
bringen . Power-Info soll Berufs-Branchen- und Titelbezeichnungen , Telefax- ,
D1- , D2 und Eplus-Rufnummern sowie Sonderkennungen 0130 , 0180 und 0190
enthalten . Dazu kommen Sortier- , Filter- und Editfunktionen sowie eine
phonetische Suche . Eine Sprachausgabe , so G Data , sei ebenfalls integriert
worden . Die preiswertesten Editionen plant der Falke-Verlag ( Kiel ) , Mitte
Mai auf den deutschen Markt zu bringen : Telefon-CD ( 9,95 DM ) und Auskunft'99
( 19,95 DM ) . Die Webseiten werden erst am 10. Mai freigeschaltet . Die "
Telefon-CD " ist als reine Rufnummernauskunft konzipiert . Sie managt über das
Internet aktualisierbare Call-by-Call-Nummern , ein integriertes Adreßbuch und
die Sprachausgabe der Rufnummern ( auf Wunsch ) mit der Stimme der Radio
Nora-Moderatorin Miriam Pede . Auskunft'99 soll zusätzlich über eine
detaillierte Bankleitzahlen-Auskunft , eine variable Sprachausgabe , ein
erweitertes Adreßbuch , das auch extern gestartet werden kann , sowie über einen
" Routenplaner Deutschland " verfügen . Gemeinsam mit dem Telefonbuch
Deutschland der DeTeMedien und der angekündigten D-Info der Firma Topware werden
im Verlaufe dieses Monats sechs Anbieter um die Gunst des Käufers streiten .
Gericht untersagt Werbe-EMail Das Landgericht Berlin hat jüngst durch zwei
einstweilige Verfügungen das Zusenden unverlangter E-Mail-Werbungen für
unzulässig erklärt ( Aktenzeichen 16 O 201/98 beziehungsweise 16 O 301/98 ) .
Unter Hinweis auf die in der Rechtsprechung anerkannte Auffassung , daß die
unerbetene Zusendung von Werbung und Prospekten durch Telefax gegen § 823 ,
Absatz 1 BGB verstoße , hält es auch die Zusendung von EMails ohne vorheriges
Einverständnis oder in Fällen , in denen nicht bereits eine Geschäftsverbindung
besteht , für unzulässig . § 823 BGB , Abs. 1 bestimmt : Zwar , so die Richter ,
verursache der Empfang von EMail keine direkten Kosten , doch dem Empfänger
entstünden Online-Kosten beim Provider und im Rahmen der Telefongebühren . Dies
geschehe überdies unter Aufwand von Zeit und Mühe - schließlich müßten die
unverlangten Werbebotschaften aussortiert werden . Es sei auch unerheblich , ob
der Empfänger eine Privatperson , ein Freiberufler oder ein Gewerbetreibender
sei . Bereits im Dezember hatten sich das Landgericht Traunstein ( Az. 2 HK O
3755/97 ) und das Landgericht Hamburg ( Az. 312 O 579/97 ) in ähnlichem Sinn
gegen das Versenden unerwünschter EMail ausgesprochen ( siehe c't 3/98 , Seite
17 ) . Telefonnummern : Einstweilige Verfügung gegen TopWare Die Mannheimer
Firma TopWare darf " D-Info 3.0 " , elektronisches Bundestelefonbuch auf CD-ROM
, nicht weiter vertreiben , Werbung ist untersagt . Auf Antrag der DeTeMedien
erließ das Landgericht Mannheim eine einstweilige Verfügung . Über die
urheberrechtlichen Bedenken der DeTeMedien hinaus ist die CD ins Kreuzfeuer der
Kritik von Datenschützern geraten . D-Info ist so eingerichtet , daß zu einer
beliebigen Telefonnummer der entsprechende Eintrag mit Name und Adresse des
Teilnehmers ermittelt werden kann . Darüber hinaus lassen sich die Bebauungs-
und Wohnstrukturen von Straßen analysieren . Viele Großunternehmen ignorieren
EMail Nur gut die Hälfte der Top-Unternehmen in Deutschland sind für ihre Kunden
per EMail erfolgreich zu erreichen . Das ist das Ergebnis einer Studie des
Berliner Internet-Marktforschungsunternehmens Markt & Daten ( MDI ) . Beinahe
die Hälfte der Unternehmen reagierte auf Kunden-EMails nicht . Nach vereinbarten
Bewertungskriterien suchte und bewertete das Projektteam den Kontakt auf der
Website , verschickte individuell und aus der Kundenperspektive verfasste
Anfragen , maß die Schnelligkeit der Unternehmen bei der Beantwortung und
bewertete diese ebenfalls . Sieger sind 1999 die Deutsche Shell AG und die
Fresenius AG . Beide Unternehmen zeigen sich rundum vorbildlich in Ihrem
Kommunikationsverhalten und sind für Webkontakte offen . Die mehrheitlich
publikumsorientierten Unternehmen Coca Cola Deutschland , die Deutsche BP ,
Reemtsma , Phillip Morris , Stollwerck und Nordzucker ( im Gegensatz zu
Südzucker ) verfügen bis heute über keinen eigenen Auftritt im Internet .
Allgemein gilt : Kontakte rücken zunehmend in den Mittelpunkt der
Unternehmensauftritte : Innerhalb der Gruppe dieser " Guten " fällt auf : je
größer das Unternehmen , um so professioneller in der Regel der Kontakt .
Siemens stößt Bauelemente ab Die entsprechenden Bereiche Halbleiter , Passive
Bauelemente und Röhren sowie Elektromechanische Komponenten sollen zunächst in
eigenständige Rechtsformen überführt werden . Der Presse gegenüber beklagte der
Vorsitzende des Vorstands der Siemens AG , Dr. Heinrich v. Pierer , daß der
größte Anteil des Bauelementebereichs , Halbleiter , trotz seiner
technologischen Spitzenstellung durch den verschärften Preisverfall auf dem
Weltmarkt für Speicherchips erhebliche Verluste ausweise . In einer Reihe von
Geschäftsgebieten wie Hochfrequenz-IC und Power Semiconductors fallen indes
steigende Geschäftswertbeiträge an . Auch das Geschäft mit den Chipkarten-IC
läuft gut . Das enttäuschende Halbleitergeschäft habe voll auf das
Gesamtergebnis des Unternehmens durchgeschlagen . Von Pierer orakelt , daß ein
Börsengang dieser Sparte " neue unternehmerische Chancen , eine Markterholung
und weit über dem Durchschnitt liegende Ergebnisse " eröffne . Die Aktionäre
ficht das nicht an . Der Siemens-Vorstand wird der Hauptversammlung am 18.
Februar 1999 in München eine Dividende von 1,50 DM je 5 DM-Aktie vorschlagen .
Internet-Adressen : Namensrecht gilt auch für Sub-Domains Muss ein Provider im
Wege einer einstweiligen Verfügung seinen Domain-Namen ändern , sind auch alle
Sub-Domains , in denen sein Name als Bestandteil vorkommt , sofort davon
betroffen . Mit Beschluss vom 28.2.2000 hat das Oberlandesgericht München eine
Ordnungsstrafe von mehreren tausend Mark gegen einen Provider verhängt (
Aktenzeichen 6 W 186/00 ) . Der Provider war einer einstweiligen Verfügung nicht
nachgekommen , den Namen seiner Domain zu ändern und hatte sich damit verteidigt
, dass es seinen zirka 30 Kunden , die unter Sub-Domains mit gleichem
Namensbestandteil ansprechbar waren , nicht zuzumuten sei , sofort auf andere
Domains umzusteigen . Die 30 Kunden können nun Schadensersatzansprüche (
vornehmlich die eigenen Umstellkosten ) gegen den Provider geltend machen .
Provider richten den Internetauftritt und/oder die E-Mail-Adressen jener Kunden
, die keine eigene Domain besitzen , häufig als Sub-Domain ein . Dabei wird oft
kein eigener Rechner- oder Domain-Name benutzt , sondern der Verweis auf
Verzeichnisse des Haupt-Web-Servers als Bestandteil des Domain-Namens eingesetzt
. Die Adressen für den Web-Auftritt einer Firma oder eines Privatmenschen werden
dann beispielsweise oft nach der Form http://www.provider.de/home/user oder
http://www.provider.de/~user gebildet . BGH : Telefon-CDs nur mit Einwilligung
der Telekom Die Telefonverzeichnisse der Telekom dürfen nicht ohne deren
Erlaubnis in eine Telefonauskunfts-CD-ROM übernommen werden . Der
Bundesgerichtshof ( BGH ) in Karlsruhe gab heute einer Unterlassungsklage der "
DeTeMedien Deutsche Telekom " gegen zwei Verlage aus Hannover und Mannheim statt
. Die aus den Telekom-Daten gebrannten Telefonauskunfts-CD-ROMs " Tele-Info-CD "
und " D-Info " zur Teilnehmersuche per Computer wurden im Handel angeboten ,
obwohl die DeTeMedien selbst eine Telefon-CD vertreibt . Nach den Worten des I.
BGH-Zivilsenats sind die Teilnehmerverzeichnisse zwar nicht als
urheberrechtliche Werke einzustufen . Sie stehen jedoch seit dem 1. Januar 1998
als Datenbanken einheitlich in der Europäischen Union unter einem besonderen
Schutz . Dieses Leistungsschutzrecht sei nicht auf elektronische Datensammlungen
beschränkt , sondern gelte auch für herkömmliche Telefonbücher , befand der BGH
. Danach habe allein der Hersteller die Befugnis , seine Datenbank oder
wesentliche Teile davon zu verbreiten oder öffentlich wiederzugeben . Zugleich
gewährte der BGH der DeTeMedien einen Schadensersatzanspruch in noch zu
ermittelnder Höhe gegen die Verlage . Auch in der Zeit vor dem 1. Januar 1998
sei der Vertrieb der CDs wettbewerbswidrig gewesen . Zudem sei dies eine
Ausnutzung des guten Rufs , den sich die Telekom hinsichtlich der
Zuverlässigkeit und Vollständigkeit ihrer Datenbestände erworben habe . Der I.
Zivilsenat wies allerdings auch darauf hin , daß die Telekom - wie andere
Anbieter auch - nach dem Telekommunikationsgesetz verpflichtet sei , ihre
Verzeichnisse anderen gegen Entgelt zur Verfügung zu stellen . Daher sind die
sechs von verschiedenen Verlagen für Mai angekündigten Telefon-CDs von dem
Urteil nicht betroffen . Deren Daten wurden sämtlich von der Telekom gekauft .
Europe Online : Das Luxemburger Handelsgericht hat den im Großherzogtum
ansässigen europaweiten Online-Dienst und Internet-Provider " Europe Online "
für bankrott erklärt . Verhandlungen mit den Firmen ITT und Compuserve konnten
in der Kürze der gebotenen Zeit zu keinem vertragsreifen Ergebnis führen . AOL
offeriert kostenlosen Faxservice Wer kein eigenes Faxgerät betreibt , kann sich
als AOL-Kunde eine individuelle Telefonnummer zuteilen lassen , die ihm
daraufhin zum Faxempfang bereitsteht . Die unter der 10stelligen Hamburger
Nummer auflaufenden Faxe erhält der Teilnehmer anschließend als GIF-Attachements
per EMail . Rückrufaktion für Compaq-Notebooks Ein Teil der Netzteiladapter für
Compaq-Armada-4100-Notebooks gefährdet die Benutzer durch einen möglichen
Stromschlag . Es sind nach Angaben von Compaq nur Adapter betroffen , die im
versenkten Anschluß für das Netzkabel mit drei Hohlstiften versehen sind und
einen Barcodeaufkleber mit den Teilenummern 217984-001 oder 217931-002 tragen .
Bislang , so Compaq , seien keine Fälle bekannt , in denen jemand zu Schaden
gekommen sei . Dennoch rät die Firma den Betroffenen , diese Adapter nicht
weiterzuverwenden und das Netzkabel von der Wandsteckdose zu trennen . Deutsche
Kunden können unter der Rufnummer 0130/811081 wegen eines kostenlosen
Austausches Kontakt zu Compaq aufnehmen . PC-Schlußverkauf noch vor Weihnachten
? Nachdem Intel für den 8. Januar 1997 seinen MMX-Pentium P55C mit
Multimedia-Erweiterung angekündigt hat , verbreitet sich auf dem PC-Markt in den
USA Schlußverkaufs-Mentalität . Es hat sich herumgesprochen , daß Intel schon
emsig P55C-Prozessoren auf Halde produziert , um sie mit einem Schlag auf den
Markt werfen zu können . Jetzt geraten sowohl die großen Hersteller als auch die
Handelsketten in Sorge , auf ihren Lagerbeständen an " alten " Pentium-PCs
sitzenzubleiben , und locken ausgerechnet zum Weihnachtsgeschäft mit kurzfristig
eingeläuteten drastischen Preissenkungen von bis zu 30 Prozent . Auch in
Deutschland verschieben viele Power-User den PC-Kauf auf Januar - in der
begründeten Erwartung , dann zum gleichen Preis ein System mit einem
leistungsfähigeren MMX-Prozessor kaufen zu können . Weniger leistungshungrige
PC-Käufer können deshalb vielleicht auch hierzulande noch vor Weihnachten in den
Genuß von Schlußverkaufspreisen kommen . c't berichtet in Ausgabe 1/97
ausführlich über die neue Pentium-Generation , die bei einigen ( wenigen )
Aufgabenstellungen im Multimedia-Bereich bis zu fünfmal schneller arbeitet als
die jetzige . Digitalfernsehen : ZDF startet Theaterkanal Am 9. Dezember um 11
Uhr hebt sich beim Zweiten Deutschen Fernsehen früher als ursprünglich
vorgesehen der Vorhang zum Theaterkanal . Seit einigen Tagen läuft bereits der
Testbetrieb . Das Angebot stützt sich auf einen großen Fundus aufgezeichneter
Inszenierungen . Damit erweitern die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten ihre
Angebote im digitalen Bereich . Allein über ASTRA sind dann alle bundesdeutschen
Fernsehsender sowie die meisten deutschen , österreichischen und Schweizer
Rundfunkprogramme digital zu empfangen . SAP mit kräftigem Umsatzwachstum Der
Softwarehersteller SAP AG aus Walldorf rechnet für das Geschäftsjahr 1999 mit
einer Umsatzsteigerung von 15 bis 20 Prozent . Das teilte das Unternehmen am
Freitag in Walldorf mit . Nach einer ersten Analyse der vorläufige
Geschäftszahlen hat die SAP im vierten Quartal 1999 den Umsatz um 25 Prozent
gegenüber dem letzten Quartal 1998 steigern können . Das Ergebnis vor Steuern im
vierten Quartal 1999 werde sich gegenüber dem letzten Quartal 1998 ungefähr
verdoppeln , hieß es . Dies entspreche einer Steigerung gegenüber dem
Vorjahresquartal von ungefähr 40 Prozent . Mannesmann : Telekommunikation als
Wachstumslokomotive Der Kundenbestand in den Mobil- und Festnetzgesellschaften
habe Ende des Jahres fast 36 Millionen erreicht . Das Wachstum bei den
Mobilfunkkunden bei Mannesmann D2 , Omnitel und Orange betrage über 70 Prozent .
Die Zahl der Internetkunden lag am Ende des Jahres bei 2,6 Millionen .
Steinhöfel gewinnt Streit um Meta-Tags In dem Rechtsstreit zwischen dem Verein
Freedom for Links ( FFL ) und dem Hamburger Rechtsanwalt Joachim Nikolaus
Steinhöfel hat das Landgericht Hamburg am 6. Juni in erster Instanz entschieden
, dass der FFL nicht berechtigt ist , den Namen " Steinhöfel " als Meta-Tag im
HTML-Code der eigenen Homepage zu benutzen , soweit diese Seite keinen Bezug zur
Person des Klägers hat . Er forderte kennzeichenrechtliche Unterlassung ,
Schadensersatzfeststellung und Auskunft bei einem Streitwert von 65.000 Mark .
Die schriftliche Urteilsbegründung liegt noch nicht vor , darum sieht der Verein
derzeit von einer Stellungnahme ab und will sich auch noch nicht dazu äußern ,
ob er Berufung einlegen will . Netscapes Werbekampagne verärgert Microsoft Gary
Reback , kalifornischer Rechtsanwalt , der im letzten Jahr als Streiter gegen "
unlautere Geschäftspraktiken " des Quasi-Monopolisten Microsoft Prominenz
erlangt hat , rückt wieder ins Rampenlicht . Zur Zeit hat er sich auf die Seite
der Firma Netscape geschlagen , und wiederum geht es gegen Microsoft . Der
Softwaregigant unterstellt Netscape , sie betreibe unlautere Werbung , indem sie
behaupte , ihr Webserver-Programm sei eine preiswerte Alternative zur
Microsoft-Lösung . Microsofts Webserver-Software kommt nur im Bundle mit dem
teuren Server-Paket . Netscape wirbt nun damit , daß ihre Webserver-Software mit
dem billigen Workstation-NT arbeite und macht Interessierten den Preisvorteil
schmackhaft . Gary Reback wittert darin wieder einmal den Versuch des
Monopolisten , kleinere Mitbewerber einzuschüchtern . Er ließ in Sachen Netscape
verlauten , man denke nicht daran , die Werbung in anderer Weise zu formulieren
und sich dem Versuch Microsofts zu beugen , über Lizenzbedingungen Einfluß auf
die Anwendung des Produkts zu nehmen . Microsoft Deutschland : Umsatzmilliarde
überschritten Das Geschäftsjahr endete am 30. Juni . Stars live auf der CeBIT
Home Viel Show wird es auf der CeBIT Home in Hannover geben . Wer Stars live
erleben möchte , kann die folgenden Gelegenheiten nutzen ( derzeitiger Stand der
Planung ) : Lutricia McNeal,Sx was Nine , Heath Hunter,Worthington Jürgen Drews
, Goombay Dance Band , Costa Cordalis , Karat , Rex Gildo , Vicky Leandros Bernd
Clüver , Drafi Deutscher , Chris Andrews , Baccara , Frank Zander , Trini Lopez
Freddy Breck , Pussycat , Peggy March , Harpo , George Baker , Roland Kaiser
Microprocessor Forum : Sun stellt MAJC-5200 vor Chef-Entwickler Marc Tremblay
enthüllte auf dem Microprocessor Forum in San Jose die technischen Details von
Suns MAJC-5200-Chip : Der Prozessor besitzt zwei identische CPUs mit jeweils 16
KByte Instruktions-Cache und einem gemeinsamen 16-KByte großen L1-Daten-Cache ,
einen Grafik-Preprocessor ( GPP ) und Direct-Rambus-DRAM . Tremblay zufolge will
man den Chip zunächst in zwei Versionen anbieten : MAJC-5200 mit 500 MHz
Taktfrequenz , 15 Watt Stromverbrauch bei einer Stromversorgung von 1,8 Volt und
220 mm2 Die-Größe , sowie MAJC-5200+ mit 500 oder 700 MHz und dementsprechend 10
beziehungsweise 15 Watt Stromverbrauch bei 1,5 Volt und einer Die-Größe von 130
mm2 . Die Chips werden von IBM in Kupfer-Technologie hergestellt , MAJC-5200 in
0,22 Mikron und MAJC-5200+ in 0,18 Mikron . Sun gab ebenfalls erste
Performance-Werte bekannt : 6,16 GFLOPS ( Single Precision ) und 1,5 GFLOPS (
Double Precision ) sowie 7 GOPS bei 32-Bit und 13 GOPS bei 16-Bit . Inwieweit
diese Werte im tatsächlichen Betrieb erreicht werden können , hängt nicht
unwesentlich von der Optimierung der jeweiligen Applikationen ab . Nach Angaben
von Tremblay soll das Tapeout des Chips in etwa zwei Monaten stattfinden , erste
Testmuster dürften dann im zweiten Quartal 2000 erhältlich sein . ( Dr. Sabine
Cianciolo ) Klagen demnächst per E-Mail ? Beim Finanzgericht Hamburg läuft ein
Versuch , Klagen und Klageerwiderungen per E-Mail auszutauschen . An dem Projekt
, das Signalwirkung für ganz Deutschland haben soll , nehmen 20 Rechtsanwälte
und Steuerberater aus der Hansestadt teil . Wer beim Finanzgericht etwas in den
PC einspeisen möchte , benötigt eine Geheimzahl und eine Smartcard , die über
ein Lesegerät mit dem eigenen Rechner verbunden ist . So wird die Nachricht
verschlüsselt und eine digitale Signatur eingefügt . Ein zusätzlich beigefügter
öffentlicher Schlüssel identifiziert den Absender . Ein parallel zur
Datenübermittlung laufender Abgleich mit dem Berufsregister der Steuerberater-
und Rechtsanwaltskammer soll nachweisen , dass der Absender tatsächlich
berechtigt ist , Mandanten zu vertreten und nicht etwa gerade seine Zulassung
verloren hat . Außerdem muss derzeit zumindest noch die erste Seite der
Klageschrift mit der Unterschrift des Anwalts ausgedruckt und zum Gericht gefaxt
werden . In etwa fünf Jahren könnte der elektronische Rechtsverkehr
flächendeckend funktionieren , so dass sich das System auch Nichtjuristen
erschließt . Feiert der Nachbar dann zu laut , ließe er sich gleich online
verklagen . Vobis , Maxdata und Peacock an US-Firma verkauft Zu einem Preis von
1,2 Milliaren Mark hat sich der Hauptaktionär Metro von seinen Anteilen an Vobis
, Maxdata und Peacock getrennt . Damit wird die Käuferin , die in Miami
ansässige Firma CHS Electronics , zu Europas größtem Computer-Distributor . Vor
dem Hintergrund anhaltender Rezession in Deutschland und wachsender Konkurrenz
durch Lebensmitteldiscountketten war Vobis zu drastischen Preiszugeständnissen
gezwungen worden . Die US-Wirtschaftszeitung Wall Street Journal will erfahren
haben , daß CHS erwägt , sich von den Filialgeschäften zu trennen . America
Online war offline Im Rahmen von Wartungsarbeiten und der Installation neuer
Software ist in der Nacht vom 6. auf den 7. Juli das weltweite System des
Online-Dienstes AOL zusammengebrochen . Erst am 8. Juli , 9.29 Uhr , konnte AOL
Deutschland melden : " Jetzt läuft alles wieder " . IT-Ausbildungsmarkt
konsolidiert sich Nach zweistelligen Zuwachsraten in den letzten Jahren zeigt
die Nachfrage nach den neuen IT-Ausbildungsberufen in diesem Jahr eine Tendenz
zur Sättigung . Angaben des Deutschen Industrie- und Handelskammertags ( DIHK )
zufolge begannen in diesem Jahr rund 8000 Fachinformatiker , 3000
IT-Elektroniker und jeweils zirka 2.500 IT-Kaufleute beziehungsweise
Informatikkaufleute ihre Ausbildung . Im Vergleich zum letzten Jahr ist damit
nur noch ein bescheidener Anstieg auszumachen . Der Frauenanteil in den
IT-Berufen bleibt unterdurchschnittlich . So sind gerade einmal 22 Prozent der
Informatikkaufleute weiblich . In anderen kaufmännischen Berufen liegt der
Frauenanteil weit höher , bei den Bankkaufleuten beträgt er beispielsweise 57 ,
bei den Industriekaufleuten über 60 Prozent . Bundesregierung informiert zum
Jahr-2000-Problem Die Bundesregierung hat verschiedene Informationsdienste zum "
Jahr-2000-Problem " eingerichtet . In einer telefonischen Hotline , über einen
Faxabruf und eine Internetseite können Informationen zu Fragen , die private
Haushalte und Unternehmen betreffen , rund um das Jahr-2000 Problem abgefragt
werden . Die Angebote stellen die Bundesministerien für Wirtschaft und
Technologie sowie des Innern zur Verfügung . Sie werden durch Hinweise zum Stand
der Umstellungen in Behörden und Unternehmen ergänzt . Unter der Rufnummer
01805/952000 ( DM 0,24 pro Minute ) geben Experten Tipps und Hinweise zu allen
Fragen zum Thema " Jahr 2000 " . Über die " Infoline " kann eine kostenlose
CD-ROM mit entsprechenden Informationen und Hinweisen angefordert werden . Alle
Informationen lassen sich auch über einen Faxabruf unter 0190/660900 ( 0,81 Mark
pro Minute ) beziehen . Topware-Chef Hassinger gegen Kaution frei Weil keine
Verdunkelungsgefahr mehr besteht , hat ein Mannheimer Amtsrichter den Haftbefehl
gegen das wegen Steuerhinterziehung angeklagte Vorstandsmitglied der Topware AG
Dirk Hassinger gestern Mittag außer Vollzug gesetzt . Hassinger hat nach
einjähriger Untersuchungshaft ein umfassendes Geständnis abgelegt und eine hohe
Sicherheitszahlung geleistet . Einmal jede Woche muss er sich bei den Behörden
melden . Seinem Geständnis zufolge überwies er fingierte Sponsorengelder unter
anderem an ein " Unternehmen im Formel-1-Bereich " . Diese Gelder machte er dann
als steuermindernde Betriebsausgaben geltend . Die Firmen behielten jedoch nur
einen Prozentsatz als Kommission und schickten den Großteil zurück . Diese "
kick-backs " hat er eingeräumt , so der Staatsanwalt . Wann es zu dem Prozess
kommt , ist noch fraglich . Der Mannheimer Morgen meldet , Hassingers Anwalt
wolle versuchen , sich mit der Staatsanwaltschaft zu einigen und die
hinterzogenen Millionen nachzahlen . Die Hassinger zur Last gelegten
Morddrohungen gegen den ehemaligen Topware-Strohmann Steiner seien pure
Erfindungen . Die Staatsanwaltschaft ermittelt indes weiter gegen den
Topware-Vorstand und andere Personen im Dunstkreis der Firma . Kurs der
Microsoft-Aktie sackt drastisch ab Nach der ersten Niederlage im
Kartellverfahren verloren die Aktien des Software-Riesen Microsoft am Montag in
Frankfurt fast neun Prozent . Das Papier fiel um 7,90 Euro auf 80,10 Euro . Der
deutliche Kursrutsch war nach dem am vergangenen Freitag veröffentlichten
Dossier zu Verstößen von Microsoft im Wettbewerb seinen Konkurrenten gegenüber
erwartet worden . Der weltgrößte Softwarehersteller habe seine Monopol-Macht
missbraucht , hatte Richter Thomas Penfield Jackson in einer 207 Seiten starken
Zusammenfassung der Beweisaufnahme festgestellt . Das Unternehmen habe
Innovationen verhindert , Wettbewerb unterdrückt , Konkurrenten behindert und
damit den Verbrauchern geschadet . DRAM-Preise verderben Chip-Geschaeft Gäbe es
den Ärger um drastisch gesunkene Preise im DRAM-Markt nicht , hätte die
Halbleiterindustrie eine deutliche Steigerung ihres Gewinns im vergangenen Jahr
vermelden können . 141 Milliarden . Das US-Marktforschungsinstitut Dataquest
ergänzt seine Zahlen durch den Hinweis , die asiatischen Hersteller seien
besonders hart getroffen worden . Kurt Szemjonneck , Assistant Manager von
Samsung Europa , bekräftigte gegenüber c't , daß die DRAM-Hersteller unter
starkem Preisdruck leiden . Einige seien gezwungen , unter dem Herstellungspreis
zu verkaufen . Samsung hat im Dezember beschlossen , die Produktion von
64-MBit-DRAMs " signifikant " zu erhöhen . Diese sollen die herkömmlichen
16-MBit-Exemplare ersetzen . Allerdings , so Szemjonneck , müsse der Markt für
die neue Generation der Speicherchips erst noch gewonnen werden . Eine Ansteigen
der Preise sei von daher nicht zu erwarten . Ende des Jahres könnte der Preis
eines 64er-Chips etwa dem von vier 16-MBit-DRAMs entsprechen . In Japan haben
sich die Firmen NEC , Toshiba , Hitachi , Fujitsu und Mitsubishi darauf
verständigt , den monatlichen Ausstoß an 64-MBit-DRAMs bis Ende des Jahres zu
verzehnfachen . In der DRAM-Produktion erreichen die genannten Firmen derzeit
knapp die Hälfte des Weltmarktes . Eine gigantische Datenbank , die 2058845
US-Patente seit dem Jahr 1971 erschließt , hat IBM über das Internet zur
Verfügung gestellt ( http://patent.womplex.ibm.com/ ) . Ihr Umfang würde 3000
CD-ROMs füllen . Allein unter dem Stichwort " microprocessor " erhält der
Anfragende 17458 Einträge . Das ganze ist nicht uneigennützig : Ursprünglich als
Referenz für den Hausgebrauch gedacht - die IBM-Anwälte können leichter nach
Patentverletzungen fahnden - , zeigt die Datenbank aller Welt , welche und
wieviele Patente IBM selbst erhalten hat - Jahr für Jahr gut 1000 . Otelo gibt
Telefontarife bekannt Otelo , die nach Telekom und Arcor drittgrößte deutsche
Telefongesellschaft , hat ihre Tarife für den Privatkundenbereich und für
mittelständische Geschäftskunden veröffentlicht . Ein Ferngespräch soll werktags
zwischen 9 und 18 Uhr 48 Pfennige pro Minute kosten . Bei Call by Call kommt ein
Verbindungsentgelt von 6 Pfennigen je Gespräch hinzu . Damit ist Otelo zwar ein
paar Pfennige günstiger als Telekom und Arcor , aber teurer als ein Großteil der
kleineren Konkurrenten . Ärgerlich : Für Call by Call ist eine explizite
Anmeldung erforderlich . Eine Abrechnung der Otelo-Kosten über die Telekom ist
nicht möglich . Bei Preselection ( Festeinstellung für Ferngespräche ) fällt
außerdem eine monatliche Grundgebühr von 8,90 DM an , sofern die Rechnung unter
40 DM im Monat liegt . Bleibt als " Trostpflaster " der Nahtarif von Otelo , der
für Gespräche in die Nachbargemeinden gilt . Hier verlangt die Firma 12 Pfennige
über Tag und 6 Pfennige abends sowie am Wochenende . Das ist zwar teurer als die
Nahtarife der Telekom ( diese rechnet derartige Verbindungen als Ortsgespräche
ab ) , macht Otelo jedoch aufgrund der Gesamtersparnis als Preselection-Anbieter
interessant . Hintergrundinformationen zu Call by Call und Preselection finden
Sie in der aktuellen c't . Die neuen Tarifdaten stehen außerdem in Kürze unter (
http://www.heise.de/ct/ttarif/ ) zur Verfügung . ( Ralf Hüskes )
Staatsanwaltschaft Wien geht gegen Provider vor Weil vor anderthalb Jahren
fremdes kinderpornographisches Material auf dem Server eines österreichischen
Providers gefunden worden ist , soll dessen Geschäftsführer , Peter Wlcek (
Comdes GmbH ) , vor dem Landesgericht für Strafsachen Wien im September der
Prozeß gemacht werden . Das Vorgehen der österreichischen Justiz legt Vergleiche
zum Prozeß gegen den ehemaligen Compuserve-Geschäftsführer Felix Somm vor dem
Münchner Amtsgericht wegen Mittäterschaft bei der Verbreitung von Pornografie
nahe . Das Gericht hatte Somm schuldig gesprochen und zu zwei Jahren auf
Bewährung verurteilt ( siehe c't 12/98 , S. 17 ) . In Österreich kommt eine
strafrechtliche Haftung nur bei Vorsatz des Täters in Frage , dann , wenn jemand
die Verwirklichung einer bestimmten Straftat " ernstlich für möglich hält und
sich mit ihr abfindet " . Eine Meldestelle beim Innenministerium soll
entsprechende Verstöße entgegennehmen und gegebenenfalls einschreiten .
Nobelpreis-Vergabe brandaktuell im Netz Auf der offiziellen Webseite des
Nobelpreis-Komitees können Interessierte die Bekanntgabe der diesjährigen
Nobelpreisträger pünktlich miterleben . Bekanntgegeben werden der Nobelpreis
Chemie am Dienstag , dem 10. Oktober , um 15.15 Uhr Wirtschaftswissenschaften am
Mittwoch , dem 11. Oktober , um 11:45 . Die Veröffentlichung des Trägers des
Friedensnobelpreises wird am Freitag , dem 13. Oktober , um 11.00 Uhr erfolgen ,
die Nennung des Literaturnobelpreisträgers am Donnerstag , dem 12. Oktober , um
13.00 Uhr . Frankfurter Buchmesse öffnet ihre Tore Kulturstaatsminister Julian
Nida-Rümelin und der griechische Staatspräsident Constantinos Stephanopoulos
werden heute Abend die 53. Frankfurter Buchmesse eröffnen . Bundeskanzler
Gerhard Schröder hat seine Teilnahme abgesagt , er ist zu einem Blitzbesuch in
die USA geflogen . Von Mittwoch bis Montag präsentieren 6.800 Aussteller aus 105
Ländern rund 400.000 Titel , darunter knapp 76.000 Neuerscheinungen . Jeder
dritte hat mittlerweile elektronische Publikationen im Sortiment : An 2.230
Ständen findet der Besucher Multimedia , Software , Online-Informationen ,
Edutainment , Hörbücher , Videos und andere elektronische Produkte ,
schwerpunktmäßig in der Electronic-Media-Halle 1.1 . Im Vergleich zum letzten
Jahr ist die Zahl der Aussteller , die elektronische Publikationen anbieten , um
fast zehn Prozent gesunken . Im Zuge der New-Economy-Krise hat es einen
deutlichen Einbruch im Bereich " elektronische Medien " gegeben . Dieser
betrifft auch den Online-Buchhhandel . Aus diesem Bereich konnte sich BOL zu
einem nennenswerten Auftritt in Frankfurt durchringen und bietet in Halle 4.0
ein umfangreiches Programm von Lesungen und Diskussionen , die live via Internet
ins Haus kommen sollen . Booxtra versteigert anlässlich der Frankfurter
Buchmesse - im Internet - handsignierte Bücher bekannter Bestsellerautoren . Bei
buch.de in Halle 1.1 wollen sich Prominente wie Peter Scholl-Latour und Amelie
Fried am Stand präsentieren . Die Fachbesuchertageskarte kostet 28 Mark .
Privatbesucher müssen sich auf Sonnabend , den 13. , oder Sonntag , den 14.
Oktober auf die Zeit von 9 bis 18.30 Uhr beschränken . Sie zahlen für die
Tageskarte 14 Mark . Siehe dazu auch : Zusammenarbeit von Telekom und Microsoft
Die Deutsche Telekom und Microsoft wollen gemeinsam Internet- und
Intranet-Leistungen sowie Multimediaprodukte entwickeln und vermarkten . Ein
entsprechendes Memorandum wurde am 9. Oktober in Darmstadt von Microsoft-Chef
Bill Gates und Ron Sommer , dem Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Telekom ,
unterzeichnet . Danach umfaßt die Zusammenarbeit im ersten Schritt vier Bereiche
: Fast die Häfte der Internetnutzer lebt in den USA Diese Zahlen veröffentlicht
der US-Dienst " Computer Industry Almanac " in einer aktuellen Liste . Dann , so
prophezeit der Computer Industry Almanac , wird jeder zehnte Erdenbürger am Netz
partizipieren . Am 2. Februar 2000 hat das Deutsche Patent- und Markenamt
beschlossen , die eingetragene umstrittene Wortmarke " Webspace " zu löschen .
Gravenreuth hat nach § 66 des Markengesetzes sofortige Beschwerde beim
Bundespatentgericht angekündigt . Seine Argumentation hat er als umfangreiche
Erwiderung nun im Internet publiziert . Eine Behinderung der What's up AG als
Inhaberin der gleichnamigen Marke " webspace " scheide mangels Warenähnlichkeit
aus . Nach Ansicht des OLG München ( Az. 6 W 835/99 ) bestehe insoweit keine
Ähnlichkeit der sich gegenüberstehenden Waren- oder Dienstleistungen . Unter den
beteiligten Verkehrskreisen sei heftig umstritten , was unter " Webspace " zu
verstehen ist . Schließlich habe das Bundespatentgericht in einer Vielzahl
aktueller Entscheidungen die Schutzfähigkeit für Wortkombinationen bejaht ,
deren einzelne Bestandteile für sich genommen schutzunfähig seien . Gravenreuth
verweist in diesem Zusammenhang auf " Teledisquette , Telecenter , Infoassistent
, Imageline , Powerparts , Costview , Comtech " . Siemens : Großes Programm zur
CeBIT Mit neuen Produkten und Dienstleistungen will Siemens seine Positionen im
Weltmarkt weiter ausbauen . Auf einer internationalen Presseveranstaltung in
Berlin stellte die Firma im Vorfeld der CeBIT ihre Strategie sowie neue Produkte
und Anwendungen in der Informations- und Kommunikationstechnik vor . Der
Schwerpunkt liege bei der Vernetzung der Informations- und Kommunikationstechnik
. Die Grenzen zwischen den einzelnen Netzen , Anwendungen und Endgeräten würden
immer mehr verschwinden . Vorstandsvorsitzender Pierer : " Sie können über das
Internet telefonieren und per Handy E-Mails verschicken . " Wenn jetzt
Starkstrom- und Schwachstromtechnik zusammenwüchsen , dann sei Siemens der
einzige Konzern weltweit , der die verschiedenen Technologien und Anwendungen
unter einem Dach anbiete . In Berlin präsentierte Siemens neue Anwendungen für
den " Fingertip " , einen Sensor-Mikrochip , der in Sekundenbruchteilen die
Identität anhand des persönlichen Fingerabdrucks prüft . Der Fingertip soll
rasch den Durchbruch zum Massenmarkt schaffen : Siemens hat den DECT-Standard
für Schnurlostelefone aufgerüstet . Damit läßt sich zum Beispiel per Telefon der
Herd ferngesteuert ausschalten oder bei Einbruch eine Alarm-Nachricht zum Handy
absetzen . Das Komfortelefon " euroset 845 " soll im gleichen Zuge ebenfalls mit
einer speziellen Technik zur Fernsteuerung von Hausgeräten ausgestattet werden .
Gericht stoppt Keyword Advertisement Das Landgericht Hamburg hat der
Suchmaschine Excite das so genannte Keyword Advertisement mit einem fremden
Markennamen untersagt . Die Schaltung eines Werbebanners nach Eingabe bestimmter
Schlüsselworte sowie die Einblendung von Markennamen der Firma Estée und die
Aufnahme dieser Marken in das Banner seien wettbewerbswidrig , entschied das
Gericht . Das Urteil kann noch angefochten werden . Die Kosmetikfirma Estée
Lauder Companies hatte sich darüber beklagt , dass der Suchmaschinenbetreiber
drei Estée-eigene Markennamen als Schlüsselworte an die Versandfirma iBeauty
verkauft hat . In den USA und in Frankreich sind ebenfalls Klagen anhängig . In
einem ähnlich gelagerten Fall hatte das Herrenmagazin " Playboy " im letzten
Jahr vor einem kalifornischen Bundesgericht allerdings den Kürzeren gezogen .
Boris Jelzin im Internet Noch " in Bearbeitung " sind englischsprachige Seiten
der russischen Regierung . Unter ( http://www.gov.ru ) werden in Kürze
Biografisches über Boris Jelzin , offizielle Dokumente , Pressemitteilungen
sowie aktuelle und allgemeine Regierungsinformationen zu lesen sein . SAP in
unangefochtener Spitzenstellung Die Unternehmensberatung Thomas Lünendonk in
Unteregg hat ihre Liste der 25 größten in Deutschland ansässigen DV-Beratungs-
und Softwareunternehmen veröffentlicht (
http://www.luenendonk.de/leistung/liste.htm ) . Oracle Deutschland hat sich auf
den vierten Platz vorgearbeitet , Novell ist vom siebten auf den 14. Rang
zurückgefallen . Eine umfassende 70seitige Studie zum Markt der DV-Beratungs-
und Software-Unternehmen mit zahlreichen Tabellen , Kreuzauswertungen ,
Vorjahresvergleichen sowie ausführlichen Interpretationen will Lünendonk ab
Mitte Juli gegen 782 DM zur Verfügung stellen . Gravenreuth will raus aus
Abmahndatenbank Weil er hierfür keine Einwilligung gegeben habe , fordert er den
Verein auf , zur Wahrung des Datenschutzes diese Einträge bis spätestens 14.
Juli zu sperren . Den Hintergrund bilden Rechtsstreitigkeiten zwischen dem FFL
und den Rechtsanwälten Joachim Steinhöfel und Gravenreuth . Der FFL hatte in
Meta-Tags ebenfalls " Gravenreuth " als Suchbegriff angegeben und war hierfür
auch von diesem abgemahnt worden . Der Verein entfernte daraufhin die
entsprechenden Tags und entrichtete die geforderten Gebühren nur unter Vorbehalt
. Gravenreuth möchte nun erreichen , dass der FFL eine Abschlusserklärung abgibt
. Der hannoversche Rechtsanwalt Michael Horak , Vorstandsmitglied des FFL ,
äußerte gegenüber heise online , man habe über eine Vorgehensweise noch nicht
entschieden . Man warte noch die schriftliche Begründung des Urteils des
Landgerichts Hamburg ab . Motorola : Gewinne stark zurückgegangen Der Preisdruck
und die gesunkene Nachfrage nach Halbleitern seien verantwortlich dafür , daß
die Gewinne im zweiten Geschäftsquartal gegenüber dem Vergleichszeitraum im
Vorjahr um ein Drittel gesunken sind , so Motorola-Chef Christopher Galvin .
Auch im Telefongeschäft bläst Motorola scharfer Wind von seiten der Konkurrenz
ins Gesicht . Als ersten Schritt will Motorola 145 erst kürzlich angeheuerte
Beschäftigte wieder entlassen . Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten , in die
Computerhersteller Apple geraten ist , schlagen auf die Bauteilelieferanten
durch . Kleinere Zulieferbetriebe , die sich in der Vergangenheit am
Apple-Kuchen haben mästen können , beabsichtigen , ihre Produktpalette
auszuweiten und zukünftig auch die "Wintel"-Gemeinde zu bedienen . Bei IBM hat
die Apple-Misere einen Rückgang in der Nachfrage nach PowerPC-Chips verursacht .
Telekom schreckt TV-Kabelnetz-Interessenten ab Mehrere Kaufinteressenten für das
TV-Kabelnetz der Deutschen Telekom , das mit Milliardenaufwand zum Daten-Highway
ausgebaut werden soll , sind nach Informationen des Hamburger Magazins " Stern "
nach Durchsicht der Bücher ernüchtert . Sie halten die Bedingungen des Verkaufs
, der voraussichtlich noch in diesem Jahr beginnen wird , für nicht akzeptabel
und prüfen nun , ob sie überhaupt verbindliche Angebote abgeben werden . Den
vertraulichen Unterlagen zufolge plant die Telekom , in Zukunft über das
Kabelnetz Internet-Telefonieren zu ermöglichen . Das ist den Bietern laut Stern
zu wenig . Sie wollen das Kabel auch für Festnetz-Telefonate nutzen . Außerdem
fanden die Firmen einen Vertrag vor , dem zufolge der hundertprozentigen
Telekom-Tochter Media Service GmbH für die Dauer von 10 Jahren die Nutzung des
Hyperbandes überlassen werden soll . Mit dem Hyperband könnte rund ein Drittel
der Kapazität des Kabelnetzes auch in Zukunft von der Telekom mit TV-Sendern
belegt werden . Zu den potenziellen Käufern zählen die Investmentfirma Callahan
, der Kabelbetreiber UPC , die Deutsche Bank und der Stromkonzern Viag .
Suchmaschine für Stellenanzeigen Ab sofort erhalten Websurfer unter der Adresse
( http://www.zeit.de/robot ) Stellenanzeigen , die eine Suchmaschine der
Wochenzeitung DIE ZEIT im deutschsprachigen Teil des World Wide Web ausfindig
gemacht hat . Eine einfache Suchmaske macht die Angebote zugaenglich . Die
Benutzung des " ZEIT-Robot " ist kostenlos . Derzeit erfasst er nach Angaben der
Betreiber rund 80 Prozent der deutschsprachigen Stellenmaerkte im Web , unter
anderem saemtliche Universitaets-Homepages mit akademischen
Stellenausschreibungen . Auch die Angebote der grossen kommerziellen
Stellenmaerkte sind erschlossen worden . In der Datenbank finden sich derzeit
rund 3500 Anzeigen . Nachfrage nach Chips stark angestiegen Die Auftragsbücher
der amerikanischen Halbleiterindustrie sind gut gefüllt . Für November können
die Firmen einen deutlichen Anstieg der Bestellungen melden . Erläuternd heißt
es , Verkäufen im Wert von 100 Dollar hätten Bestellungen im Wert von 115 Dollar
gegenübergestanden . Das Wall Street Journal meldet ergänzend , die steigende
Nachfrage werde noch keinen deutlichen Anstieg der Preise für DRAMs verursachen
. In diesem Bereich vermindere sich das Überangebot vorerst nur langsam .
Digital soll für Gesundheitsschäden zahlen Sie hatten Schwellungen an ihren
Handgelenken auf die Arbeit an der Tastatur LK201 von Digital Equipment
zurückgeführt . Ähnlich lautende Klagen gegen Compaq und IBM waren in den
vergangenen Jahren abgewiesen worden . Digital ließ verlauten , man habe noch
nicht entschieden , ob man in die Berufung gehen wolle . Überprüfungskosten sind
rechtswidrig Unter Berufung darauf , dass eine Reklamation ihrer Meinung nach
unberechtigt sei , stellen Firmen gerne ihre Überprüfungskosten in Rechnung .
Auf Initiative der Verbraucherzentrale NRW haben die Oberlandesgerichte Hamm und
Düsseldorf dieser Praxis nun einen Riegel vorgeschoben . Diese Formulierung in
den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Firma ComTech , so oder ähnlich auch in
den AGBs anderer Firmen zu finden , mochten die Richter des Oberlandesgerichtes
Düsseldorf nicht akzeptieren . In ihrer Entscheidung ( 6 U 161/98 vom 21. 10.99
) untersagten sie der Firma ComTech in Waiblingen , diese oder inhaltsgleiche
Klauseln in Bezug auf Verträge über den Kauf von Computern und Zubehör zu
verwenden , soweit diese nicht mit einem Kaufmann im Rahmen seines
Handelsgewerbes abgeschlossen werden . Außerdem wirke die Kosten-Klausel
abschreckend , und darum bestehe die Gefahr einer faktischen Einschränkung der
Gewährleistungsrechte des Kunden . Zweifelnde Kunden könnten zur Selbsthilfe mit
ungewissem Ausgang greifen , statt ihre Rechte geltend zu machen . Das könne
dazu führen , dass das Vertragsziel , ein für den Kunden funktionsfähiger
Computer , nicht erreicht wird . Ebenfalls erfolgreich konnten die Anwälte der
Verbraucherzentrale NRW das Oberlandesgericht Hamm verlassen . In ihrem Urteil
vom 27.9.99 ( Az. 13 U 71/99 ) hatten die Richter gegen die Firma Sivas Computer
entschieden , die ihren Kunden die AGB " für unberechtigte Reklamationen
berechnen wir eine Test- und Bearbeitungsgebühr von 60 DM " abgefordert hatte .
" Treu und Glauben " erlaubten es nicht , Leistungen , die in weitem Umfang
regelmäßig unentgeltlich erbracht werden , durch AGB zu werkvertraglichen
Leistungen umzugestalten , so die Richter . Der Kunde rechne allenfalls damit ,
dass Reklamationen als " unberechtigt " abgewiesen werden . Weil der Verkäufer
zur Wahrung seiner Geschäftsinteressen gehalten sei , aufgrund einer Reklamation
die Störungsursache zu überprüfen und näher einzugrenzen , darf der Kunde in
besonderem Maße erwarten , dass dies kostenlos erfolgt . Das gilt umso mehr ,
als jemand , der wegen einer nicht funktionierenden Computeranlage
Gewährleistungsrechte geltend macht , regelmäßig dem Verkäufer als Laie
gegenübertritt und selbst gar nicht zuverlässig einschätzen kann , ob
tatsächlich ein Mangel oder nur ein Bedienungsfehler vorliegt . Die Firma Sivas
hatte argumentiert , dass häufig lediglich Bedienungsfehler Ursache für
Reklamationen seien . Dies ließen die Richter nicht gelten : Allenfalls könne
die Firma den Kunden " entsprechend belehren " und erst daraufhin mit ihm eine
Kostenpflicht vereinbaren . Eine generelle Kostentragungspflicht für Leistungen
zur Überprüfung der Störungsursache im Falle unberechtigter Reklamationen
benachteilige den Kunden nach " Treu und Glauben " unangemessen . Deutsche
Weltraum-Mission im Internet Ein Bordtagebuch der unter deutscher Beteiligung
stattfindenden " Mission MIR 97 " veröffentlicht die Deutsche Forschungsanstalt
für Luft- und Raumfahrt unter der URL ( http://www.dlr.de/MIR97 ) . Dort finden
sich auch aktuelle Angaben über Standort und Sichtbarkeit des Raumfahrzeugs
sowie detaillierte Informationen über die im All geplanten Forschungsaktivitäten
des deutschen Kosmonauten Reinhold Ewald . Kodak ruft Digitalkamera-Netzteile
zurück Nachdem ein Anwender bei der Explosion eines Netzteils verletzt worden
ist , ruft Kodak weltweit 120000 Geräte wegen möglicher Überhitzung zurück .
Betroffen sind die Modelle DC25 , DC40 , DC50 und DC120 mit den
Adapterbezeichnungen 2534 , 2457 , MI2008 , M42008 . Für den Fall , daß diese
Adapter nicht korrekt mit der Kamera verbunden werden , besteht Explosionsgefahr
. Die Rückrufaktion betrifft lediglich die Netzteile , nicht die Kameras . Hilfe
zur Identifizierung schadhafter Adapter gibt Kodak auf einer Webseite . Webseite
für blinde Internet-Benutzer Blinde und Sehbehinderte sind auf eine Umsetzung
der auf dem Bildschirm gezeigten Informationen durch eine Sprach- oder
Blindenschrift- (Braille-)ausgabe angewiesen . Die oft ausufernd von grafischen
Elementen überwucherten Webseiten lassen sich nur eingeschränkt konvertieren .
Auf der Suche nach geeigneten textorientierten Webseiten findet der
Sehbehinderte nun Unterstützung : Das EASY getaufte Infosystem (
http://www.c-lab.de/dvbs/ ) des " Deutschen Vereins der Blinden und
Sehbehinderten in Studium und Beruf e.V " ( DVBS ) weist entsprechende Links aus
. Es soll in den kommenden Monaten inhaltlich und gestalterisch erweitert werden
. Aktive Mitarbeit von blinden Computernutzern ist willkommen . Weiteres
Verfahren gegen Angela Marquardt Die Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt
erneut in " Netzangelegenheiten " gegen die ehemalige stellvertretende
PDS-Vorsitzende Angela Marquardt . Sie war ins Schußfeld der Juristen geraten ,
weil sie auf ihrer Homepage einen Link auf die extremistische Zeitschrift "
radikal " gegeben hatte . Die entsprechende Anklageschrift hat sie im Internet
veröffentlicht . Nun ist ein Verfahren nach Paragraph 353 d , Absatz 3 StGB
gegen sie eröffnet worden . Der genannte Paragraph soll Personen vor
öffentlicher Vorverurteilung schützen und verhindern , daß über die
Veröffentlichung von Schriftstücken Komplizen gewarnt werden können . Weil diese
Umstände in ihrem Fall offensichtlich nicht zum Tragen kommen , sieht Angela
Marquardt wenig Veranlassung , irgend etwas von ihren Seiten (
http://yi.com/home/MarquardtAngela/ ) zu löschen . Sie will diese indes
aktualisieren und eine persönliche Erklärung zu den Vorwürfen abgeben . Intel
wird die Preise kräftig senken Angesichts des ungewohnten Wettbewerbs im
Pentium-Markt ( siehe http://www.heise.de/newsticker/data/fm-02.04.97-000/ )
senkt Intel jetzt die Prozessorpreise . Firmensprecher Howard High bestätigte ,
daß eine Preissenkung für Ende April geplant sei , wollte sich aber zur Höhe
nicht äußern . US-Börsenanalysten erwarten einen Preisschnitt um bis zu 30
Prozent . Der Marktführer im Prozessorgeschäft hatte die turnusmäßige Reduktion
der Preise im November ausfallen lassen und sich im Februar nur zu geringen
Nachlässen hergegeben . Die Preissenkungen sollen den Boden für die im Mai
vorgesehene Einführung des Pentium-II-Prozessors ( " Klamath " ) vorbereiten .
Weil bereits Anfang April Konkurrent AMD mit der Vorstellung des zum Pentium II
kompatiblen Prozessors K6 zuvorgekommen ist und Cyrix voraussichtlich im Juni
seinen vergleichbaren M2 präsentieren wird , deutet dies insgesamt auf eine
Verschärfung des Wettbewerbs auf dem Prozessormarkt hin . Dies umso mehr , als
AMD angekündigt hat , die Intel-Preise um 25 Prozent unterbieten und
Preissenkungen parieren zu wollen . Intels Aktienkurs fiel nach der Ankündigung
um 5 Dollar . Die großen Computerhersteller setzen nun auf sinkende PC-Preise
und richten sich auf eine deutlich steigende Nachfrage ein . Netscape gibt
Communicator frei Nach rund sechsmonatigem Betatest hat Netscape die endgültige
Version des " Communicator " freigegeben . Er soll den Navigator 3.0 ablösen und
mit seinen Groupware-Fähigkeiten gleichzeitig als Türöffner für den
Enterprise-Markt dienen . Große Verbreitung erhofft sich Netscape insbesondere
durch das Groupware-Modul " Messenger " , das die Erstellung von HTML-Mails
ermöglicht und den S-MIME-Standard für den Versand verschlüsselter Mails nutzt .
Das Push-Modul " Netcaster " findet sich entgegen den bisherigen Ankündigungen
noch nicht in dem Paket . Der Netscape Communicator kann unter (
http://www.netscape.com/flash1/download/index.html ) kostenlos geladen werden .
Wer ihn kommerziell nutzen möchte , muß ihn wie bisher jedoch nachträglich
lizenzieren lassen . Der Einsatz im universitären Bereich bleibt nach wie vor
kostenlos . Im Rahmen einer Pressekonferenz am 10. Juni hat Netscape außerdem
angekündigt , daß man zukünftig alle Services ihrer Software inklusive
Directory- und Datenbank-Anbindung mit auf JavaBeans basierenden Komponenten
realisieren wolle . Veranstalter und die kooperierenden Firmen Sun , Oracle und
IBM haben das durch die Anwesenheit halbwegs hochrangiger Vertreter
unterstrichen . Während sich die Vertreter von Netscape , IBM und Oracle klar
für CORBA aussprachen , konzedierte Jon Kannegaard von JavaSoft schließlich ,
daß RMI nur bei Anwendungen zum Zuge kommen solle , die " 100% pure Java " seien
. Unterdessen wurde bekannt , daß Microsoft sich einer Initiative anschließen
will , die Erzrivale Netscape gemeinsam mit einer namhaften Zahl anderer Firmen
plant . Danach soll weltweit einen " Open Profiling Standard " ( OPS ) etabliert
werden , der einen Web-Surfer vor dem Besuch einer Seite selbst entscheiden läßt
, welche persönlichen Angaben er preisgeben möchte - zum Beispiel nur seinen
Namen oder die EMail-Adresse . ( Ralf Hüskes ) Amelio : Millionenschwerer Abgang
Dem Nachrichtensender CNN zufolge waren entsprechende Vereinbarungen über eine
mögliche Abstandszahlung getroffen worden . Amelio wird , so CNN , nun alles
daran setzen , diese 10 Millionen zu erhalten und darüber hinaus eine
Liquidierung der Kreditforderungen durchsetzen wollen . Unterdessen halten die
Spekulationen , Apple-Urvater Steve Jobs werde den Posten Amelios übernehmen ,
an . Interimschef Fred Anderson äußerte zwar vor der US-Presse , man suche
außerhalb der Apple-Riege nach einem Nachfolger , wollte aber eine Berufung Jobs
nicht völlig ausschließen . Jobs selbst hatte in der Vergangenheit wenig Neigung
spüren lassen , auf den Chefposten aufzurücken , er scheint sich in der Rolle
eines " Beraters " wohler zu fühlen . Die Sonnenfinsternis im Internet Eine
düstere Prognose geben die Meteorologen in ihrem Spezialwetterbericht zur
Wolkenverteilung entlang des Totalitätspfades . So bleibt den Freunden der
Finsternis heute um 12.30 Uhr vielleicht nur der Blick ins Web , um die
Verdunkelung der Sonne mitzuerleben . Die genaue Karte der Totalitätszone in
Deutschland , Österreich und der Schweiz zeigt die Rahmenbedingungen für Ihre
Beobachtungen , eine Liste der Live-Übertragungen im Internet gibt die
Zeitschrift Spektrum der Wissenschaft auf ihrer Webseite . Und wenn alles nicht
verfängt , dann berauschen Sie sich doch an der wunderschönen Schilderung der
Finsternis von 1842 durch Adalbert Stifter oder lächeln über eine Darstellung
der militärischen Vorbereitungen auf dieses seltene Schauspiel , die der 1989
verstorbene Kabarettist Wolfgang Neuss vor 36 Jahren gab . Magazin :
EU-Verbraucherschutz bedroht den Mittelstand Von einem gelungenen Handstreich
der EU-Kommissarin Emma Bonino , in dessen Gefolge der Mittelstand von einer
Kostenlawine heimgesucht werden wird , spricht das in Würzburg erscheinende
Magazin Markt und Mittelstand in seiner jüngsten Ausgabe . Quelle des Zorns ist
die sich im Rahmen der Umsetzung einer EU-Richtlinie zum 1. Januar 2002 ändernde
Produkthaftung . Von diesem Datum an muss ein Verkäufer zwei Jahre lang für
mangelhafte Produkte haften und in dieser Zeit kostenlos nachbessern oder Ersatz
liefern . Ist ihm das nicht in angemessener Frist möglich , kann der Kunde auf
Preisminderung oder Vertragsauflösung bestehen . Zudem wird die Beweislast in
den ersten sechs Monaten zu Gunsten des Käufers umgekehrt . Außerdem haftet der
Verkäufer dann für eigene Werbeaussagen und die des Produzenten . Weil die
EU-Richtlinie auf reine Komponentenproduzenten nicht anzuwenden ist , so das
Magazin , werden diese bei der für sie bequemeren Sechs-Monats-Garantie bleiben
. Da sich auf der anderen Seite der Handel absichern müsse , werde er den
Schwarzen Peter der Garantieerfüllung einfach an die Hersteller weitergeben .
Eine Kostenlawine bedrohe daher vor allem mittelständische Firmen .
Fachkräftebedarf der IT-Branche wächst weiter Der deutschen IT-Branche fehlen
derzeit nach eigenen Angaben rund 75.000 Fachkräfte , vorwiegend
Spitzenfachkräfte . Hinzu komme der noch einmal gleich große Bedarf der
Anwenderbranchen . 2003 sollen es sogar bis zu 1,7 Millionen sein , sofern
nichts dagegen unternommen werde . Wegen des Zusammenwachsens der Bereiche
Medien , Telekommunikation und IT stiegen die Anforderungen an die Qualifikation
der Beschäftigten ständig . Daher sei zu erwarten , dass etwa zwei Drittel der
Beschäftigten eine mittel- bis höherqualifizierende Ausbildung und etwa ein
Drittel oder weniger eine Ausbildung im übrigen Qualifikationsbereich benötigen
. In Deutschland existieren zurzeit mindestens 43.000 Betriebe , die sich mit
Informationstechnologien beschäftigen . Die Zahl sei der Umsatzsteuerstatistik
1998 entnommen , teilte die Bundesregierung weiter mit . Unternehmen mit weniger
als 32.500 DM Jahresumsatz habe man dabei nicht erfasst . Nach Auskunft der
IT-Verbände hat die überwiegende Anzahl der Unternehmen weniger als zehn
Mitarbeiter . Die Bereiche Software mit 13 Prozent und Dienstleistungen mit 11
Prozent wuchsen dabei am stärksten . Gewinneinbruch bei IBM Deutschland Im
Vorjahr hatte der Konzern noch 1,5 Milliarden abgerechnet . Multimediagesetz
soll am 1. August 1997 in Kraft treten Das Bundeskabinett hat dem
Referententwurf des kurz als " Multimediagesetz " bezeichneten " Informations-
und Kommunikationsdienstegesetzes " am 11. Dezember zugestimmt . Weil Bund und
Länder in den bisherigen Verhandlungen weitgehend einvernehmliche Ergebnisse
erzielt haben , wird das Gesetz voraussichtlich wie geplant am 1. August 1997 in
Kraft treten können . Erstmals werden die wichtigsten gesetzlichen
Rahmenbedingungen im Bereich der neuen Dienste aufgeführt : Ein ausführlicher
Kommentar der Gesetzesvorlage wird in c't 2/97 erscheinen . Im Laufe des
morgigen Dienstag wird die Zahl der beim DENIC angemeldeten Domains mit der
Endung .de die Vier-Millionen-Grenze überschreiten , meldet die für die
.de-Domains zuständige Registrierungsstelle DENIC . Aus den aktuellen Zahlen der
eingetragenen Genossenschaft der Internet-Provider geht hervor , dass sich die
Zahl der .de-Domains damit innerhalb nur eines Jahres verdoppelt hat . Die
grafische Darstellung der Anmeldungen verspricht ein weiterhin anhaltend
ungebremstes Wachstum . Microsoft erwirkt Verfügung gegen Verbraucherschützer Im
Rahmen einer einstweiligen Verfügung gegen die Verbraucherzentrale
Nordrhein-Westfalen hat sich das Landgericht München I zugunsten der Firma
Microsoft ausgesprochen ( Az. 7 O 847/01 ) . Die Verbraucherschützer hatten
Mitte Dezember argumentiert , jeder Käufer eines PC mit vorinstallierter
Software habe Anspruch auf eine vollständige Sicherungskopie ; sie hatten Kunden
nahegelegt , mit einem Musterbrief bei ihrem Händler eine frei installierbare
Version des Betriebssystems zu verlangen . Die Verbraucherzentrale NRW musste
nun erst einmal ihre Texte zurückziehen und aus dem Internet-Angebot entfernen .
Die Richter hätten darauf abgestellt , dass nicht ausreichend kenntlich gemacht
worden sei , dass es sich hier um eine " Mindermeinung " handele . Die
Verbraucherzentrale prüfe derzeit juristische Gegenmaßnahmen . Online-Dienste
haften für unlizenzierte Musikdateien In einem Prozess gegen den
Internet-Provider AOL hat das Landgericht München erstmals in Deutschland einen
Online-Dienst für die Verbreitung unlizenzierter Musikaufnahmen haftbar gemacht
. Das berichtet die Financial Times Deutschland in ihrer Ausgabe vom Mittwoch .
In dem Verfahren vor dem Münchner Landgericht ging es um ein so genanntes
Musik-Soundforum , das AOL eingerichtet hatte . Unter Hinweis auf § 5,2
Teledienstegesetz forderte das Gericht , ein Provider müsse einschreiten , wenn
ihm bekannt sei , dass rechtswidrige Inhalte auf seinem Server lagerten . Einer
der größten Anbieter von MIDI-Files in Deutschland , die Hit Bit Software GmbH ,
war 1998 vor Gericht gezogen und hatte Schadenersatz in sechsstelliger Höhe
verlangt . Das Unternehmen fühlte sich in seinen Urheberrechten verletzt . AOL
dagegen lehnte eine Haftung ab . Musikfiles könnten schließlich " kinderleicht
hergestellt , verbreitet und vervielfältigt werden und würden über das Internet
geradezu verschenkt " , wird AOL in dem Urteil zitiert . AOL behält sich
rechtliche Schritte vor , möchte aber erst einmal die Urteilsbegründung genau
studieren . Ein Sprecher von AOL wies gegenüber c't darauf hin , dass es vom
Aufwand her gar nicht möglich sei zu überprüfen , welche der kurzen MIDI-Clips
unter den Urheberschutz fallen und welche vom Rechteinhaber freigegeben worden
sind . Online-Sportkanal genehmigt Das Bundeskartellamt hat am 11. Juni ein
gemeinsames Projekt von Bertelsmann und dem Axel Springer Verlag genehmigt . In
der zweiten Jahreshälfte kann damit ein " Online Sportkanal " starten . Er soll
ein komplettes Angebot von interaktiven und multimedialen Inhalten rund um den
Sport offerieren . PC-Ausstattung : Schüler beschämen Schulen und Lehrer Die
technische " Hochrüstung " der Schulen mit immer neuen PC-Räumen kann auf ein
für den Informatikunterricht zugeschnittenes Mindestmaß beschränkt werden , wenn
die häuslichen Ressourcen der Schüler genutzt werden : Zu diesem Ergebnis kommt
eine Untersuchung der Einrichtung der Universität Hannover für Kommunikation ,
Innovation und Kooperation zwischen Schule und Universität ( uniKIK ) . Nach
Auswertung von 6081 Fragebögen , die niedersächsische Schüler im Mai und Juni
dieses Jahres ausgefüllt haben , stellten die Wissenschaftler fest , dass die
durchschnittliche PC-Ausstattungsquote der Jugendlichen 93 Prozent beträgt ( an
Gymnasien 95 Prozent ) , drei Viertel davon besitzen auch Internet-Zugang .
Überraschenderweise zeigt sich an Gymnasien , dass gerade die unteren Klassen
besonders gut ausgestattet sind : Die Quartaner haben zu Hause praktisch alle
PC-Zugang . Statt die technische " Hochrüstung " in den Schulen voranzutreiben ,
erscheint es den Wissenschaftlern sinnvoller , den Lehrerplatz möglichst vieler
Klassenräume durch einen PC zu ergänzen , der , durch einen dauerhaft montierten
Beamer ergänzt , Zugang zum Internet besitzt . Dadurch lasse sich der Unterricht
mit modernem Lehrmaterial und Software ergänzen . Man käme ein Stück weg von
Kreide und Papier . Resigniert heißt es in der Studie : Zu diesem Thema siehe
auch den Schwerpunkt über Computer in der Schule in Ausgabe 14/2001 der c't .
Professoren wenden sich gegen GMD-Fusion Die Institutsleiter der GMD und der
Wissenschaftlich-Technische Rat ( WTR ) haben die Vorschläge zur Fusion mit der
Fraunhofer-Gesellschaft einstimmig abgelehnt . In einer gemeinsamen Erklärung
bezeichnen sie die Konsequenzen für die GMD-Institute als " verheerend " . Im
Rahmen des von der Bundesregierung beschlossenen Programms " Innovation und
Arbeitsplätze in der Informationsgesellschaft " hatte Bundesbildungsministerin
Edelgard Bulmahn angekündigt , stufenweise in den nächsten fünf Jahren zehn
Institute der Fraunhofer Gesellschaft und die acht Forschungsinstitute der
Gesellschaft für Mathematik und Datenverarbeitung ( GMD ) unter dem Dach der
Fraunhofer-Gesellschaft zusammenschließen . Die GMD-Institute , so die
Unterzeichner der Erklärung , verlören bei dem Zusammenschluss vollkommen die
Bestimmung der Themen und Lösungsansätze . Zwei Drittel der Beschäftigten wären
dann in Projekten des Forschungsministeriums gebunden . Weil bei den
Verrechnungssätzen der GMD diese Projekte auch nicht selbsttragend sein könnten
, bliebe für eigenbestimmte Grundlagenforschung nichts mehr übrig .
Selbstbestimmung der Arbeit sei ein wesentlicher Motivator für die Spitzenkräfte
und Voraussetzung für den Erfolg der Wissenschaft . Es sei Unsinn , mit
Steuergeldern Forscher am Markt operieren zu lassen , und ihren finanziellen
Erfolg zum alleinigen Erfolgsmaßstab der wissenschaftlichen Qualität zu machen .
" Warum " , fragen die Institutsleiter , " sollte ein Wissenschaftler noch zu
Konditionen des Bundesangestelltentarifs bei einer staatlichen
Forschungseinrichtung bleiben , wenn er doch sowieso eigentlich mehr zum
Unternehmensberater werde , und das für die Hälfte des in der Industrie üblichen
Gehalts ? " Nobelpreis-Bekanntgabe im Internet Auf der offiziellen Webseite des
Nobelpreis-Komitees können Interessierte die Bekanntgabe der Auszeichnungen für
Physik ( 12. Oktober 11.45 Uhr ) , Chemie ( 12. Oktober , 15.00 Uhr ) sowie des
Friedenspreises ( 15. Oktober , 11.00 ) pünktlich miterleben . Hier finden sich
auch deutschsprachige Würdigungen der Preisträger Günter Grass ( " Weil er in
munterschwarzen Fabeln das vergessene Gesicht der Geschichte gezeichnet hat " )
und Günter Blobel ( " Proteine haben eingebaute Signale , die ihren Transport
und die Lokalisierung in der Zelle steuern " ) . Microsoft nimmt Kurs auf
Telekommunikation Als " Änderung der Firmenphilosophie " hat Bill Gates im
Rahmen seiner Rede auf der Genfer Telecom 99 am Dienstagmorgen sein "
vorrangiges Ziel " propagiert , Microsofts Technologie mit Einrichtungen der
Telekommunikation zu verzahnen . Damit sei nach 25 Jahren eine Wende eingeläutet
: " Wir wollen Menschen miteinander verbinden , jederzeit , an jedem Ort " . Auf
verschiedene Weise könne der Einstieg in die Netzwelt erfolgen : Dennoch , so
Gates , dürfe man den PC nicht unterschätzen , die Analysten würden sich noch
wundern . Damit spielte Gates auf eine Bemerkung an , die IBM-Chef Lou Gerstner
am Vortage in Genf gemacht hatte : " Die Ära des PC ist abgelaufen , das neue
Denken richtet sich auf das Netz , nicht den PC . " Seine Vision gilt
vornehmlich dem " E-Business " , und das verlange nach offenen
Industriestandards , so Gerstner mit einem deutlichen Seitenhieb in Richtung
Microsoft . Dell Computer mit Rekordergebnissen Dell , der weltgrößte
Direktvertreiber von Computern , hat im dritten Quartal und in den ersten neun
Monaten des laufenden Geschäftsjahres dank massiver Umsatzsteigerungen
Rekordergebnisse verbucht . Dell hat in den USA im dritten Quartal die
Führungsposition unter den PC-Anbietern vor Compaq gehalten und lag weltweit
hinter Compaq auf dem zweiten Platz . Im Gegensatz zu Compaq und IBM liefert
Dell nicht über Einzelhändler , sondern nur direkt an die Kunden . Deshalb hat
das Unternehmen erheblich niedrigere Kosten . Auf Desktop-Computer entfielen 59
Prozent des Konzernumsatzes , auf Server und andere Produkte für
Unternehmenskunden 17 Prozent und auf Laptops 24 Prozent . Computerzölle sollen
weltweit entfallen Die EU-Wirtschaftsminister haben am 12. Dezember in Singapur
dem Abkommen zum weltweiten Zollabbau im Bereich der Informationstechnologie
zugestimmt . Der entsprechende Entwurf war von Unterhändlern der EU und der USA
im Rahmen der Welthandelsorganisation ( WTO ) ausgearbeitet worden . Die
Einigung zwischen der EU und den USA gibt nun Anlaß zu der Hoffnung , daß sich
noch unentschlossene Staaten ebenfalls dem " ITA-Abkommen " anschließen werden .
Nachdem auch viele im Computerbereich namhaft vertretene ostasiatische Länder
einschließlich Japans Zustimmung signalisiert haben , könnte die
Kardinalbedingung für das Inkrafttreten erfüllt werden : es müssen sich so viele
Staaten anschließen , daß ihre Produkte zusammen 90 Prozent des Weltmarkes
ausmachen . Geschähe dies , wäre die für den 15. März 1997 angestrebte
Verabschiedung gesichert . News und Werbespots auf dem Windows-Desktop In der
Schlacht um die Vorherrschaft im Internet hat Microsoft erneut ein Stück Boden
gewonnen . Die für Mitte des Jahres erwartete neue Windows-Version ( " Memphis "
) soll mit " Active Desktop " ein Element enthalten , das einen einheitlichen
Zugang zu Informationen aus dem Internet eröffnet . Netscape setzt diesem
Konzept sein " Constellation " entgegen . Meldungen aus verschiedenen
Nachrichtenkanälen ( " Channels " ) sollen den Desktops ein stets aktuelles
Gepräge geben . US-Richter untersagt Kopplung von Windows und Explorer Auf dem
Wege einer einstweiligen Verfügung hat der Washingtoner Bezirksrichter Thomas
Jackson angeordnet , Microsoft dürfe vorerst die Vermarktung seines Browsers "
Explorer " nicht an die des Betriebssystem Windows 95 koppeln . Ein Schiedsmann
soll bis Ende Mai eine endgültige Entscheidung treffen . Bis dahin , so Jackson
, darf Microsoft die Lizenzierung eines Betriebssystems nicht mehr an die
Bedingung knüpfen , daß der hauseigene Browser mitinstalliert wird . Einen
Kommentar zu der Gerichtsentscheidung finden Sie bei telepolis . Time : Compaq
wollte Gateway 2000 kaufen PC-Weltmarktführer Compaq hatte angeblich vor , sich
den großen Direktversender Gateway 2000 einzuverleiben . Wenige Stunden vor der
offiziellen Bekanntgabe der Übernahme habe Gateway-Chef Ted Waitt die Notbremse
gezogen , berichtet das US-Nachrichtenmagazin TIME in seiner aktuellen Ausgabe .
Der 7-Milliarden-Dollar-Deal sei gescheitert , weil Waitt seine
Führungsmannschaft nicht dem Compaq-Management unterordnen wollte . Nach Dell
agiert Gateway als zweitgrößter Direktversender auf dem Weltmarkt . Die Branche
kann bei der teuren Lagerhaltung sparen , weil sie PCs erst nach Eingang der
Bestellung zusammenbauen läßt . Compaq vertreibt seine Computer bisher fast
vollständig über den Einzelhandel , möchte nun aber im Direktversender-Markt
ebenfalls Fuß fassen und steht bereits seit einem Monat mit einer kleineren
PC-Versandfirma in Übernahmeverhandlungen . Bei Wirtschaftsexperten gilt als
sicher , daß Compaq über kurz oder lang in ganz großem Maßstab einkaufen wird .
Nach etlichen fetten Jahren ist die Kriegskasse des PC-Herstellers gefüllt . Vor
einigen Wochen war bereits bekanntgeworden , daß Compaq 1995 und 1996
Verhandlungen über eine mögliche Übernahme von Digital Equipment geführt hatte .
Handy-Rechnungen : Kein Geld fürs Statussymbol Das seien im Schnitt 3,5 Prozent
des Umsatzes . Die Spitzenreiter der Branche verlören sogar bis zu acht Prozent
ihres Umsatzes durch zahlungsunfähige Mobiltelefonierer . Bei professioneller
Prüfung der Zahlungsfähigkeit sowie effizienter Betrugserkennung ließen sich die
Forderungsausfälle halbieren , meint die Beratungsfirma . Ein weiteres Problem
seien organisierte Banden , die sich Verträge erschleichen und in großem Stil
missbrauchen . Solche Banden ließen sich mit moderner Software aufspüren , die
jedoch wegen des hohen Aufwands nur selten installiert werde . Durch Analyse von
Gesprächsdaten sei heute die Identifikation potenzieller Betrugs- oder
Risikogruppen möglich . In Einzelfällen ist es machbar , ein Handy trotz offener
Rechnungen bis zu 90 Tage uneingeschränkt zu nutzen - dies gibt genug Zeit , um
mehrere tausend Mark Schaden anzurichten . Bundestagsverwaltung sperrt
PDS-Website Dieser Leitgedanke begrüßt den Besucher der Web-Seite des Deutschen
Bundestags ( http://www.bundestag.de/ ) . Doch der Klick auf das Symbol PDS
stärkt keinen Lebensmut : Er bleibt ohne Wirkung . Die Bundestagsverwaltung hat
kurzerhand den Zugriff über den linken Link gesperrt . Dort war das PDS-Ressort
" Innenpolitik " mit dem Symbol eines als Birne gestalteten Gesichts
ausgestattet worden . Begründung der Bundestagsverwaltung : Die PDS werde daher
gebeten , dieses Symbol gegen ein anderes auszutauschen ; andernfalls werde die
PDS-Seite nicht an die Homepage des Bundestages angebunden . Die PDS staunt über
die Vorwürfe : " Das Icon war nur als vorübergehender Platzhalter gedacht , bis
uns etwas Besseres einfällt . " Doch jetzt wolle man das Bildchen beibehalten ,
denn , so argumentiert der Geschäftsführer der PDS-Bundestagsgruppe , Norbert
Gustmann , gegenüber der Parlamentsverwaltung : Sie könnten dann ebensogut
anmerken , dieses oder jenes Dokument , das wir auf unseren WWW-Seiten
veröffentlichen , würde bei Abgeordneten anderer Fraktionen Anstoß erregen ( was
wir sogar sehr hoffen ) , und wenn wir den betreffenden Text nicht entfernen ,
würden Sie den Link auf unsere Seiten wieder abklemmen . Die inkriminierte
Karikatur findet sich übrigens unter (
http://www.pds-online.de/noframe/bt/welcome.htm ) . Experten sehen wenig Bedarf
an E-Cash-Systemen Virtuelles Geld im Internet wird sich als modernes
Zahlungsmittel vorerst nicht durchsetzen . Zu diesem Ergebnis kommt eine
Untersuchung des im Forschungszentrum Karlsruhe angesiedelten Instituts für
Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse ( ITAS ) . Danach lässt sich ein
Großteil des Internethandels mit herkömmlichen bargeldlosen Bezahlverfahren wie
Überweisung , Lastschrift und Kreditkarte abwickeln . Der Traum vom Internetgeld
sei ein " Leitbild ohne Lobby " . Die vom Bundesforschungsministerium in Auftrag
gegebene Studie " Elektronische Zahlungssysteme im Internet " ( PEZ )
widerspricht der verbreiteten Annahme , wonach der Internethandel von neuartigen
elektronischen Zahlungssystemen abhängt . Bei der Warenbestellung hätten sich
die aus dem Versandhandel bekannten Verfahren als " uneingeschränkt tauglich "
erwiesen . Einen Bedarf an innovativen Zahlungssystemen sehen die Karlsruher
Wissenschaftler im Kleinpreis-Bereich . Sehr geringe Beträge können etwa für
jede abgerufene Meldung sofort per Internet abgebucht werden . Doch seien die
als " elektronisches Geld " bisher bekannten Verfahren allenfalls als Vorstufen
eines bargeldähnlichen Zahlungsverkehrs anzusehen . Dessen Aufbau mache weitere
technische und vor allem politische Anstrengungen erforderlich , hieß es .
Bargeld habe Eigenschaften wie Zirkulationsfähigkeit , Diskriminierungsfreiheit
und sofortige Erfüllungswirkung . Teilweise sei die Nutzung mit hohen Gebühren
verbunden . Zensur : Auch Compuserve sperrt Host Compuserve hat mit sofortiger
Wirkung den gesamten Host " http://ourworld.compuserve.com/homepages/ " gesperrt
. Im Unterverzeichnis " angela1 " befand sich die Seite der stellvertretenden
Bundesvorsitzenden der PDS , Angela Marquardt . Die Bundesanwaltschaft Karlsruhe
hat die Provider massiv unter Druck gesetzt . Sie moniert die "Radikal"-URLs des
niederländischen Anbieters xs4all sowie den Link von Angela Marquardt auf diese
Seiten . Von der Drohung des Generalbundesanwalts " Sie werden darauf
hingewiesen , daß Sie sich möglicherweise einer Beihilfe zu diesen Straftaten
strafbar machen , soweit Sie weiterhin den Abruf dieser Seiten über Ihre
Zugangs- und Netzknoten ermöglichen sollten " ließen sich 13 Provider
einschüchtern und sperrten den Zugriff auf den gesamten Host des Anbieters
xs4all für 28 Tage . Daß der Bundesanwalt selbst einen Link auf die
Radikal-Seiten als " Beihilfe zur Straftat " ansieht , hat Compuserve nun zur
Blockierung des gesamten Hosts veranlaßt , auf dem die Homepage von Angela
Marquardt beheimatet ist . Eine Stellungnahme will Compuserve erst im Verlauf
des Freitagnachmittag abgeben . Angela Marquardt erhielt die Nachricht über die
Blockierung ihrer Seite direkt aus den USA . xs4all hat mittlerweile die
IP-Nummer geändert . Seine Aufforderung , die beargwöhnten Seiten möglichst oft
zu spiegeln , ist zahlreich befolgt worden . Wer bislang noch nicht auf den "
Leitfaden zur Behinderung von Bahntransporten " gestoßen ist , findet ihn nun
garantiert ... Unterdes wurden weitere Zensurmaßnahmen bekannt : Die
Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften hat über die Indizierung von
Web-Seiten entschieden . Das Familienministerium hatte die Ächtung von acht
Seiten des Deutschkanadiers Ernst Zündel beantragt . Zündel gehört der äußersten
Rechten an , als " Revisionist " versucht er unter anderem zu beweisen , daß der
nationalsozialistische Völkermord an den Juden eine aliierte Propagandalüge
gewesen sei . Solche Behauptungen sind in der Bundesrepublik unter Strafe
gestellt . Doch von Kanada aus kann er seine Thesen übers Internet ohne Probleme
verbreiten . Die Begründung : Zündels Web-Seiten seien ihrem Inhalt nach
geeignet , Kinder und Jugendliche " sozialethisch zu desorientieren " . Sie
propagierten nationalsozialistisches beziehungsweise rechtextremistisches
Gedankengut , indem sie unter anderem nationalsozialistische Verbrechen
leugneten und das NS-Regime und damit zugleich dessen Ideologie durch
Geschichtsklitterung aufzuwerten und zu rehabilitieren suchten und bei
jugendlichen Lesern eine entsprechende Zielorientierung auslösen könnten . Die
Frage ist nun , wieweit staatliche Behörden in der Lage sein werden , die
Indizierung durchzusetzen . Die Provider geben sich gereizt und fordern eine
rechtliche Stellungnahme der Bundesanwaltschaft . Sie hegen praktische und
rechtliche Bedenken , außerdem widerspreche eine Sperrung den geschlossenen
Verträgen . Geschähe dies , würde der gesamte Betrieb eines Providers
stillgelegt werden . " Was das wirtschaftlich bedeutet , können Sie sich
ausmalen " , so der Rechtsanwalt der ICTF , des Verbunds der Internet-Provider ,
Michael Schneider , zu c't . Westernacher AG : " IBM hat uns einen
Millionenschaden zugefügt " Die Karlsruher Softwarefirma Westernacher AG hat
eine Schadenersatzklage gegen IBM und die IBM Kreditbank eingereicht . Sie sei
vom langjährigen Partner IBM essentiell geschädigt worden , gibt die Firma an ,
die seit über 30 Jahren als Anbieter von Software-Lösungen in den Bereichen
Industrie , Handel , Bau , Dienstleistungen und öffentliche Verwaltungen aktiv
ist . In diesem Zusammenhang wurden alle Kundenforderungen im Rahmen einer
Bürgschaft als Sicherheit an die IBM-Kreditbank abgetreten . Westernacher
beklagt , einzelne Module des Finanzverwaltungssystems hätten sich vom
Fertigungsgrad her noch nicht als marktreif erwiesen . Weil IBM diesen
Geschäftsbereich nicht mehr bediene , habe man selber umfangreiche nachträgliche
Entwicklungsarbeiten erbracht . " Es sind nicht geplante Kosten in Millionenhöhe
entstanden und die Vermarktung hat sich verzögert " , klagt eine Sprecherin der
Firma . " Der Gesamtschaden wurde bei IBM geltend gemacht und nach Untersuchung
durch einen von IBM beauftragten Spezialisten bestätigt " . Während der
anschließenden wochenlangen Verhandlungen über den finanziellen Ausgleich des
Schadens habe IBM Deutschland immer wieder eine positive Regelung signalisiert .
Allein die Zustimmung aus dem europäischen Hauptquartier der IBM in Paris habe
noch gefehlt . Am 21. September sei bei der Westernacher AG überraschend die
telefonische Mitteilung eingegangen , dass der von IBM Deutschland
ausgearbeitete Vorschlag von der Zentrale in Paris abgelehnt werde . " Am
gleichen Tag kündigte die IBM Kreditbank ohne Rücksprache und Vorankündigung -
dies in klarem Widerspruch zu den vertraglichen Vereinbarungen - den Kredit für
den Kauf des CGI-Bereiches Finance Solutions , obwohl die erste Rate erst Ende
Oktober 2000 fällig gewesen wäre " , so Westernacher weiter . " Per Fax wurden
die Kunden darüber informiert , dass Zahlungen nicht mehr an das Unternehmen
selbst , sondern an die IBM Kreditbank zu leisten sind " , empört sich die Firma
, " zum finanziellen Schaden gesellte sich damit für die Westernacher AG ein
Image-Schaden , dessen Ausmaß noch gar nicht abzuschätzen ist " . Vor diesem
Hintergrund und angesichts der Tatsache , dass durch das Agieren der IBM
Kreditbank auch parallele Verhandlungen mit anderen Partnern und Banken , die
unmittelbar vor Vertragsabschluss gestanden hätten , gescheitert seien , habe
die Westernacher AG Klage gegen IBM und die IBM Kreditbank auf Ersatz des
erlittenen Schadens erhoben . Ein Sprecher von IBM betonte auf Nachfrage von c't
, IBM habe " eine andere Sicht der Dinge " . Da die Auseinandersetzung aber
inzwischen auf juristischer Ebene geführt werde , wolle man sich strikt jedes
Kommentars enthalten . Motorola mit kräftiger Gewinnsteigerung Derzeit
verdoppelt sich alle 20 Monate weltweit die Zahl der Handy-Benutzer . Ein
Einbruch um 17 Prozent erfolgte im Bereich Netzsysteme . Motorola hält mit 18
Prozent den größten Anteil am trudelnden Iridium-Projekt und kündigte an , auch
im nächsten Quartal weitere Rückstellungen dieses Joint-Ventures wegen ausweisen
zu müssen . Multimedia-Gesetz : Keine schrankenlose Freiheit Der Bundesminister
für Bildung , Wissenschaft , Forschung und Technologie , Jürgen Rüttgers , hat
am 11. November den Entwurf eines Bundesgesetzes " zur Regelung der
Rahmenbedingungen für Informations- und Kommunikationsdienste " vorgelegt .
Darin subsumiert er unter dem Begriff " Teledienste " in der Hauptsache Angebote
der Individualkommunikation ( zum Beispiel Telebanking ) , weitgehend
meinungsfreie Informations- und Kommunikationsdienste ( etwa die Übermittlung
von Wetter- und Börsendaten ) , interaktive Warenbestellsysteme und die
allgemeine Internetnutzung . Erhält er jedoch eine Mitteilung , zum Beispiel per
Anruf oder Email , die ihn auf strafbare Inhalte aufmerksam macht , ist er zum
Handeln verpflichtet . Gewerbsmäßige Diensteanbieter haben darüber hinaus in der
Regel einen Jugendschutzbeauftragten zu bestellen oder eine Organisation der
freiwilligen Selbstkontrolle zu Rate zu ziehen ( Artikel 6,5 ) . Umfangreiche
Bestimmungen zur Lizenzerteilung und Zertifizierung bezüglich der digitalen
Signatur enthält Artikel 3 . Wer Nachrichten verschlüsselt , wird demnach
weiterhin keine gesetzlichen Sanktionen zu fürchten haben . Dem Vernehmen nach
wird das Bundeskabinett noch in diesem Jahr den Gesetzesentwurf auf den Weg
bringen . D-Info-CD gerichtlich gestoppt Der Dauerstreit zwischen der
Telekom-Tochter DeTeMedien und den Herstellern von Telefon-CDs geht in eine neue
Runde : Nach einem am 11. Dezember ergangenen Urteil des Oberlandesgerichtes
Karlsruhe darf die Mannheimer TopWare CD-Service AG ihr digitales
Bundestelefonbuch D-Info 3.0 nicht mehr ausliefern . Das Gericht machte
wettbewerbsrechtliche Gründe geltend . TopWare habe die Daten den Telefonbüchern
der DeTeMedien entnommen . TopWare erwägt , Revision beim Bundesgerichtshof in
Karlsruhe einzulegen . Noch im Handel befindliche Exemplare können jedoch
weiterverkauft werden . Auch der Tele-Info-Verlag , Garbsen , liegt im Streit
mit der DeTeMedien . Er darf seine CDs nach einem Urteil des Oberlandesgerichts
Frankfurt vorerst weiter ausliefern . Die Firma rechnet aber damit , daß die
DeTeMedien weitere rechtliche Schritte unternehmen wird . Die Auslieferung der "
Spezial-CD 4.0 " , die Rückwärtssuche ( Ermittlung des Fernsprechteilnehmers
nach Eingabe der Telefonnummer ) gestattet , mußte auf Gerichtsbeschluß hin
allerdings gestoppt werden . Bei aller Konkurrenz sind sich Tele-Info-Verlag und
TopWare einig : " Das muß irgendwann vor den Bundesgerichtshof , damit endlich
einmal eine Grundsatzentscheidung gefällt wird " , so ein Sprecher des
Tele-Info-Verlags zu c't . DEC halbiert Alpha-Preise Die drei Ausführungen des
Prozessors " Alpha 21164 " kosten nur noch rund die Hälfte . Digitals
Vizepräsident im Bereich Halbleiter , William Johnson , legte vor der Presse den
neuen Kurs fest : " Wir wollen erreichen , daß die Alpha-Prozessoren auf dem
Markt für Windows NT konkurrenzfähig werden " . Nur dürftiger
Versicherungsschutz bei Y2k-Schäden Eine allgemeine Versicherung gegen Schäden
durch das Jahr-2000-Problem gibt es nicht . Für Sach- oder Personenschäden durch
den Jahr-2000-Fehler könnte aber nach Angaben der Allianz-Versicherung die
Haftpflichtversicherung aufkommen . Wenn beispielsweise eine Produktionsmaschine
in einem Unternehmen als Folge eines entsprechenden Computerfehlers einen
Arbeiter verletzt , würden diese Schäden von der Haftpflichtversicherung bezahlt
. Gerät ein Haus in Brand , greift die Feuerversicherung . " Jeder Versicherte
ist daher selbst gefordert , alle absehbaren Schäden zu verhindern " , äußerte
Allianz-Sprecher Martin Bendrich gegenüber der Nachrichtenagentur dpa . Die
meisten Versicherungen haben ihre Kunden in den vergangenen Monaten mit
Broschüren , Kontrolllisten und Vorschlägen für Notfallpläne auf das Problem
aufmerksam gemacht . Am Ende kommt es allerdings immer auf die genauen
Vertragsbedingungen an . Die Münchner Rechtsanwältin Karin Wollner rät daher ,
rechtzeitig bei den Versicherungen nachzuhaken und die Deckungssummen zu
überprüfen . Vorsichtshalber sollte jeder Versicherte seiner " Sorgfaltspflicht
" nachkommen , also alles unternehmen , um Schäden durch den Jahr-2000-Fehler zu
verhindern . Kann die Versicherung im Nachhinein beweisen , dass der Versicherte
sich überhaupt nicht um das Problem gekümmert hat , könnte er Ärger bekommen .
Apple : Quartalsgewinn verdreifacht Nach erheblichen Verlusten in den Jahren
1996/97 schreibt Apple nun schon im fünften Quartal in Folge schwarze Zahlen .
Zu dem guten Ergebnis trug vor allem die halbe Million verkaufter iMacs bei .
Analysten äußerten dem US-Blatt Wall Street Journal gegenüber , es sei verdammt
schwer , ein Haar in der Suppe zu finden . Dies gilt um so mehr , als es Apple
gelungen ist , neue Kreise anzusprechen : Ein Drittel der iMac-Käufer sind
Neukunden . Apple ist zuversichtlich , auch im laufenden Quartal die
Vorjahresergebnisse deutlich übertreffen zu können . Fernabsatzgesetz soll
Verbraucherrechte stärken Mit dem neuen Fernabsatzgesetz , das am 13. April nach
zweiter und dritter Beratung im Bundestag verabschiedet worden ist , verändert
der Gesetzgeber eine Vielzahl bestehender Regelungen zugunsten der Konsumenten .
Das Gesetz legt neue Rahmenbedingungen für den Einkauf " per Fernkommunikation "
fest , also via Katalog , Brief , E-Mail oder Telefon . Danach können
Verbraucher während einer Frist von 14 Tagen Waren zurückgeben und erhalten den
Kaufpreis zurück . Die Unternehmen müssen die Kosten für die Rücksendung tragen
. Anbieter werden verpflichtet , Waren und Vertragsbedingungen transparent zu
beschreiben , damit den Kunden böse Überraschungen erspart bleiben . Das
Rückgaberecht gilt nicht , wenn Kunden Dateien gegen Bezahlung aus dem Netz
laden : Wer sich also ein Programm oder ein Musik-File über das Netz besorgt ,
kann dieses nicht innerhalb der Zwei-Wochen-Frist zurückgeben . Das
Fernabsatzgesetz ist Teil eines Gesetzespaketes , mit dem ein erster
wesentlicher Schritt unternommen wird , um das unübersichtliche und teilweise in
sich unschlüssige Verbraucherrecht auf einem hohen Verbraucherschutzniveau zu
vereinheitlichen . Die 14-tägige Widerrufsfrist wird künftig auch bei
Timesharing-Verträgen gelten ( bisher 10 Tage ) . Bei Haustürgeschäften ,
Kaffeefahrten , Verbraucherkrediten und Zeitschriftenabonnements wird die
bisherige Wochenfrist damit verdoppelt . Unseriöse Geschäftemacher werden es
künftig schwerer haben : Wer einen Gewinn verspricht , muss dann sein
Versprechen auch halten . Bislang sind angebliche Hauptgewinne , die sich später
als Luftnummer erweisen , bei dubiosen Unternehmen ein beliebtes Mittel zum
Kundenfang . Das Gesetzespaket verbessert ausserdem die Verbandsklagerechte der
Verbraucherverbände , die damit unseriöse Geschäftspraktiken wirksamer bekämpfen
können . Die Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände , AGV , spricht in
diesem Zusammenhang von einem " Meilenstein des Verbraucherschutzes " . FDP und
CDU sprechen zwar von einem " unnötigen Eingriff in die Vertragsfreiheit " ,
Regierungsvertreter gehen allerdings davon aus , dass die Zustimmung erfolgen
wird . Gute Quartalsergebnisse bei Intel und Seagate Damit erhöhte sich die
Marge gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 57 Prozent . Intel
übertraf damit die Gewinnerwartungen der Wall Street . Der weltgrößte
Festplattenhersteller Seagate atmet auf . Die Prognosen für das laufende Quartal
klingen verhaltener . Firmensprecher von Intel verweisen auf leicht rückläufige
Umsätze sowie auf stagnierende Bruttogewinnmargen , auch Seagate sagt eine
Abflachung des derzeit positiven Trends voraus . Studienabbrüche in der
Informatik nehmen zu Die politischen Anstrengungen zur Ausweitung des Angebots
an Studienplätzen in der Informatik werden konterkariert , weil im Fach
Informatik an den Fachhochschulen die Abschlussquote nur noch bei 60 % , an den
Universitäten bei rund 40 % liegt . Dies beklagt die von der Initiative D21
veröffentlichte Untersuchung Die Entwicklung des Arbeitsmarktes und der
Hochschulplätze für IT-Fachkräfte in Deutschland . Mangelnde Betreuung ,
Herausprüfen und ungenügende Vorinformation der Studienanfänger über die
Anforderungen der einzelnen Informatik-Studiengänge führten zu dieser Quote .
Zwar seien die Studienabbrecherzahlen in der Informatik auch gestiegen , weil
viele Studenten bereits während ihres Studiums ein lukratives Angebot für den
Start ins Berufsleben erhalten hätten , offensichtlich fehlten aber auch nicht
wenigen vom Informatikboom angelockten Studienanfängern die entsprechenden
Qualifikationen oder deren Vorstellungen von einem IT-Studium decke sich nicht
mit der Realität der stark mathematikorientierten Ausbildungsinhalte . Apple :
Reorganisation , weniger Modelle , Internet im Visier ( Update ) Nach einer
Halbierung der Produktpalette soll das aus dem Fahrwasser geratene Apple-Schiff
wieder auf Kurs kommen . Anläßlich der Entwicklerkonferenz in San Jose sagte
Apple-Chef Gilbert Amelio am Montag früh kalifornischer Zeit vor 4000 Zuhörern ,
auf diese Weise wolle er innerhalb Jahresfrist die Kosten um 15 Prozent senken .
Amelio will die Firma in acht unabhängig voneinander wirtschaftende Bereiche
aufteilen und damit leistungsfähige Einheiten schaffen : Macintosh , Apple Net ,
Apple Soft , Advanced Technology , Information Appliances , Alternative
Platforms , Imaging und Apple Assist . Außerdem sollen neue Köpfe das Management
auffrischen . Große Hoffnungen setzt Amelio auf die Akzeptanz der mobilen
Systeme " Pippin " und " Newton " . Apple werde sich in allen neuen Produkten
auf die beiden heißesten Trends - Internet und Multimedia - konzentrieren . Alle
Macintosh-Modelle sollen ab sofort ohne Aufpreis mit mindestens 12 MByte RAM
ausgerüstet werden . Der Zusammenarbeit mit IBM soll ein tragbarer Computer
entspringen , auf dem MacOS läuft . Daß Apple eine Lizenz für Windows NT
erworben habe , verneinte Amelio , man hege keine Pläne , Windows-Computer
herzustellen . Während die "Wintel"-Konkurrenz in diesem Zeitraum 15 Prozent
mehr Geräte losschlagen konnte , sank der Macintosh-Verkauf um 22 Prozent . Der
Kurs der Apple-Aktie sackte daraufhin zu Monatsbeginn in den Keller ( 23,5 US-$
) , zog aber bereits im Vorfeld von Amelios Rede wieder kräftig an und schloß am
15. Mai mit 28,5 US-$ . Auch Apple Europe wird von den
Umstrukturierungsmaßnahmen betroffen . Marco Landi bleibt Präsident des
europäischen , afrikanischen und mittelöstlichen Geschäftsbereichs . Landi setzt
auf den Bildungsbereich und hofft , daß preiswerte und leicht zu bedienenden PCs
mit Internetzugang den Weg in die Klassenzimmer finden und Apples Marktpräsenz
deutlich steigern werden . Ein Joint Venture mit Acorn und Olivetti soll aus
diesem Grunde ausgebaut werden . Den Erfolg der Pippin-Konsole in Japan ( in
einer Woche konnten über 16000 Stück abgesetzt werden ) möchte Landi in Europa
nachvollziehen . Amelios Rede und weitere Ereignisse auf der Entwicklerkonferenz
überträgt Apple in Audio und Video im Internet . Details und Termine auf
http://wwdc.apple.com/webcast/ Microsoft legt Berufung im Kartellprozess ein
Microsoft hat gegen seine Zerschlagung in zwei voneinander unabhängige Konzerne
Berufung eingelegt . Die Softwarefirma beantragte beim Revisionsgericht
gleichzeitig die Aussetzung der Auflagen des Urteils vom 7. Juni , nach dem die
Firma in je ein Unternehmen für Betriebssysteme und eines für Anwenderprogramme
geteilt werden soll . Um das Verfahren zu beschleunigen , hat das
US-Justizministeriums den Bundesrichter Thomas Jackson aufgefordert ,
unmittelbar vor das Oberste Gericht zu ziehen . Dieses könnte endgültig urteilen
oder die Entscheidung an das Berufungsgericht zurückverweisen . Das
Berufungsgericht hat den Fall jedoch bereits unüblich schnell an sich gezogen .
Dennoch arbeitet das Justizministerium weiter darauf hin , diese Instanz zu
überspringen . Bei Microsoft geht man davon aus , dass das Berufungsgericht eher
als die obersten Bundesrichter geneigt sein könnte , das von Steve Ballmer als "
drakonisch " bezeichnete Urteil aufzuheben oder zu modifizieren . Siehe dazu
auch den Hintergrundbericht Microsoft wirft Richter " entscheidende Fehler " vor
MP3-Tauschbörse soll rechtmäßig sein Nachdem die Recording Industry Association
of America ( RIAA ) und die National Music Publishers Association ( NMPA ) eine
einstweilige Verfügung gegen die Online-MP3-Tauschbörse Napster beantragt haben
, hat sich die beklagte Firma zu Wort gemeldet . Sie behauptet , es sei
vollkommen rechtmäßig , wenn Privatpersonen via Internet Musikdateien
austauschten - selbst , wenn es sich um urheberrechtlich geschützte Werke
handele . Man tausche , treibe aber keinen Handel . Ähnlich wie deutsche Bürger
dürfen sich US-Bürger für den privaten nichtkommerziellen Gebrauch einzelne
Kopien von urheberrechtlich geschützten Werken anfertigen . Gemäß dem " Audio
Home Recording Act " von 1992 zahlen sie ebenfalls beim Kauf von Aufnahmegeräten
und Tonträgern eine Urheberrechtsabgabe , die den Komponisten und Interpreten
zugute kommt . Serienweise " Kopien von Kopien " anzufertigen bleibt indes
untersagt . Eine MP3-Tauschzone im Internet befindet sich in einer rechtlichen
Grauzone , die schwer zu durchleuchten ist . Internationale Abkommen , Bundes-
wie Landesgesetzes greifen ineinander . Die US-Musikindustrie versucht daher ,
eine Bestimmung des US-Copyright-Gesetzes heranzuziehen . Diese untersagt auch
die Beihilfe zur Urheberrechtsverletzung . Nach Würdigung des US-Rechts
behaupten die Verbände der Musikindustrie der Vereinigten Staaten , dass die
strafbare Beihilfe nicht erst vorliege , wenn jemand direkten Gewinn aus einer
Urheberrechtsverletzung erzielt , sondern bereits dann , wenn er dazu beiträgt ,
dass den Inhabern der Urheberrechte ein finanzieller Schaden entstehen könnte .
Darum führt sie die Ergebnisse einer Untersuchung unter 2.555 ans Internet
angeschlossener Studenten ins Feld , deren Auswertung eine direkte Korrelation
zwischen der Nutzung von Napster und der in diesem Personenkreis gesunkenen
Bereitschaft , Musik-CDs zu kaufen , aufzeigen soll . Da die Rechtmäßigkeit des
Tauschs von MP3-Dateien im Internet bislang von US-Juristen uneinheitlich
bewertet wird , wird Entscheidung mit Spannung erwartet - sie dürfte als
Präzedenzfall für alle weiteren Entscheidungen zu Fragen des Copyrights bei
Musik aus dem Internet Bedeutung erlangen . Wie bestellt , läßt sich dann im
Loch Ness das sagenumwobene Ungeheuer " Nessie " kurz sehen , sorgt für
weltweite Schlagzeilen und erfreut so das lokale Fremdenverkehrsgewerbe . Wird
sich Nessie in diesem Jahr wieder zeigen ? Lindwurminteressierte Zeitgenossen
können dem Ereignis im Internet nachspähen : Der Web-Anbieter Scotland Online
hat über dem düsteren Loch eine Live-Kamera installiert . Viel Glück !
Finanzminister will Steuern fürs Surfen am Arbeitsplatz Ein Bericht der
Stuttgarter Zeitung von heute sorgt für Aufregung : Finanzminister Hans Eichel
soll in einem Erlass , der bereits im Bundessteuerblatt veröffentlicht worden
sein soll , festgelegt haben , wie ein Internetanschluss am Arbeitsplatz
steuerlich zu behandeln sei . Ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums
präzisierte gegenüber c't , dass es sich lediglich um den Entwurf eines Erlasses
handele , der noch nicht mit den Ländern abgestimmt worden sei . Da es im
Telefonbereich eine ähnliche Regelung gebe , bestehe Handlungsbedarf . Weil das
Internet am Arbeitsplatz häufig zu privaten Zwecken genutzt werde , sei dies als
geldwerter Vorteil anzusehen . Könne die Firma oder ein Beschäftigter nicht
nachweisen , dass die Abfragen nur beruflichen Zwecken dienten , dürfe der
Betriebsprüfer des Finanzamts die gesamten Internetkosten am Arbeitsplatz als
geldwerten Vorteil ansehen . Dieser müsse dann vom Arbeitnehmer versteuert
werden . Die unentgeltliche oder verbilligte Mitbenutzung des
Internetanschlusses sei als Teil des Arbeitslohns einzustufen . Das gelte nur
dann nicht , wenn der Arbeitgeber die private Nutzung des Internets untersage .
Das Unternehmen müsse durch Stichproben das Verbot auch kontrollieren . Wie es
weiter heißt , solle der " geldwerte Vorteil " anhand der Abrechnung des
Internetanbieters ermittelt werden . Die Nachweispflichten des Arbeitnehmers
seien in dem Erlass genau geregelt . So sollen die Beschäftigten ab 1. Januar
kommenden Jahres das Datum , die Uhrzeit und die Dauer der betrieblichen Nutzung
vermerken . Außerdem seien der Anlass und die entsprechende Homepage , die aus
dienstlichen Gründen angewählt worden sei , anzugeben . Ansturm auf die
IT-Berufe Wie das Bundesamt für Statistik mitteilt , befanden sich von den
635.600 Jugendlichen , die 1999 einen Ausbildungsvertrag neu abgeschlossen haben
, rund 13.500 ( 2,1% ) in einer Ausbildung zu Berufen der Datenverarbeitung (
IT-Berufe ) , gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg um 51,0% ( 4500 ) . Von den
Ausbildungsanfängern in Datenverarbeitungsberufen waren 1999 rund 14% ( 1900 )
weiblich bei einem Frauenanteil an den Ausbildungsanfängern insgesamt von 43% .
Dabei ist die Zahl der Frauen in einer Ausbildung in Datenverarbeitungsberufen
gegenüber dem Vorjahr mit 56% stärker gestiegen als die Zahl ihrer männlichen
Kollegen ( 50% ) . Neben der Berufsausbildung im Rahmen des Dualen Systems (
praktische Ausbildung im Betrieb und theoretische Ausbildung in der Berufsschule
) gibt es in Deutschland auch rein schulische Berufsausbildungen in
Berufsfachschulen und Schulen des Gesundheitswesens . Im Schuljahr 1998/99
begannen rund 136.700 Jugendliche eine derartige schulische Berufsausbildung (
gegenüber dem vorhergehenden Schuljahr ein Plus von 3% ) , davon rund 8000 ( 6%
) in Datenverarbeitungsberufen ( " technische/r Assistent/in für Informatik " ,
" technische/r Assistent/in für Automatisierungs- und Computertechnik " , "
Assistent/in für Wirtschaftsinformatik " sowie " Informatiker/in " ) . Beim
Start der schulischen Berufsausbildung waren drei Viertel ( 103.000 ) junge
Frauen , blieben aber bei den schulisch ausgebildeten Berufen der
Datenverarbeitung mit 23% ( rund 1800 ) deutlich in der Minderheit . Dies hat
Intel am Dienstag nach Börsenschluß mitgeteilt . Der Umsatz lag allerdings um
fünf und der Gewinn um 13 Prozent niedriger als im ersten Quartal des laufenden
Geschäftsjahres . Mit 51 Cent blieb der Gewinn pro Aktie in dem für Intel
traditionell schwachen Quartal auch geringfügig hinter den Erwartungen der
Analysten zurück , die im Mittel bei 53 Cent lagen . Intel erwartet für das
dritten Quartal eine leichte Umsatzsteigerung gegenüber den vergangenen drei
Monaten und geht von einem starken zweiten Halbjahr aus . AOL : Im
Konkurrenzkampf mit kostengünstigeren Anbietern liegend , mußte sich der
mächtigste US-Online-Dienst vor zwei Wochen zu Preissenkungen auf dem
amerikanischen Markt durchringen . Nun versucht die Gesellschaft , ihre Bilanz
durch die Erschließung neuer Einnahmequellen zu verbessern . Zunächst einmal
bedeuten die Umstrukturierungen , daß rund 300 der knapp 6000 Beschäftigten
entlassen werden . Weiße Weihnacht ? Wettercomputer sind noch unschlüssig Zur
wichtigsten Hoffnung in der Adventszeit gerät die auf eine " Weiße Weihnacht " .
Die Prognose beruht auf einem Ensemble von Rechnerdurchläufen des
mittelfristigen Vorhersagemodells des National Centers for Environmental
Prediction , die das Institute of Global Environment and Society in Maryland
veröffentlicht . Danach ist derzeit die Hoffnung auf eine Weiße Weihnacht
zumindest nicht ganz unbegründet . Allerdings : Vorhersagen , die einen Zeitraum
von fünf Tage überschreiten , leiden trotz aller investierten Rechnerleistung an
großer Unsicherheit . Da bleibt Spielraum für menschlichen meteorologischen
Sachverstand . Georg Müller selbst rechnet nicht mit einer Weißen Weihnacht : In
der Höhe warm , am Boden trüb und neblig - so seine heutige Vorhersage . OLG
Hamm : Online-Auktionen sind rechtsverbindlich Verträge zwischen Anbietern und
Bietern im Rahmen einer Internet-Auktion sind nun doch rechtswirksam . Das hat
der 2. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Hamm heute entschieden . Der
Rechtsstreit dreht sich um einen neuen VW Passat TDI mit 110 PS , der auf der
Internet-Versteigerung von Ricardo zum Höchstgebot von 26.350 Mark unter den
virtuellen Hammer gekommen war . Der Marktwert des Neuwagens wird vom
Autohändler aber mit mindestens 49.000 Mark angegeben . Wegen der großen
Preisspanne hatte sich der Händler nach der Versteigerung geweigert , den Wagen
an den Käufer auszuliefern . Der Käufer des Wagens klagte nach dem gescheiterten
Handel vor dem Landgericht Münster auf Auslieferung . Das Landgericht gab jedoch
dem Händler Recht . Zur Begründung führten die Richter an , dass eine Auktion im
Internet wegen ihrer zeitlichen Begrenzung nicht den üblichen
Auktionsbestimmungen unterliege . Gegen das Urteil legte der Autokäufer Berufung
ein . Die nächsthöhere Instanz , das Oberlandesgericht Hamm , hatte den
Streitparteien Anfang November in einer mündlichen Verhandlung zunächst einen
Vergleich vorgeschlagen . Daher entschieden nun die Richter . Mehrfach hatte der
Anbieter des Wagens sein Verhalten vor Gericht damit begründet , er habe sich
vor der Versteigerung nicht genau mit den Einzelheiten von Internet-Auktionen
vertraut gemacht . Daher habe er als Startpreis für die Auto-Auktion nur zehn
Mark angegeben , anstatt ein angemessenes Mindestgebot zu verlangen . Der
OLG-Senat widersprach den Argumenten des Studenten mit der Begründung , der
Anbieter des Autos hätte sich mit den im Internet zur Verfügung stehenden
Mitteln informieren und gegen einen möglichen finanziellen Verlust schützen
können . Mit ihrem Urteil hoben die Richter am OLG dann die frühere Entscheidung
des Landgerichts Münster auf . Zur Begründung hieß es : Der Autohändler muss nun
das Fahrzeug zum " Ersteigerungsgebot " ausliefern . Wegen der grundsätzlichen
Bedeutung des Falles hat das OLG allerdings die Revision zum Bundesgerichtshof
zugelassen . So kann der Autohändler mit dem Streit noch zur nächsthöheren
Instanz gehen . Die Begründung zum Urteil vom 14.12.2000 ( Aktenzeichen 2U 58/00
) ist im Internet nachzulesen . Intel : Entlassungen nach drastischem
Gewinnrückgang Angesichts sinkender Absatzzahlen und fallender Preise will
Chiphersteller Intel den Gürtel enger schnallen . 3000 Beschäftigte sollen in
Halbjahresfrist ihren Job verlieren , das entspricht fünf Prozent der weltweit
bei Intel vorhandenen Arbeitsplätze . Der scheidende Intel-Chef Andrew Grove
blickt auf ein enttäuschendes Quartal zurück . Im Vergleichsquartal des
Vorjahres waren es noch 6,6 Milliarden und 1,98 Milliarden Gewinn . Der
Gewinnrückgang um ein Drittel scheint erst den Beginn einer Rezession zu
markieren . " Die Computerhersteller bleiben auf ihren Geräten sitzen , ihre
Absatzerwartungen haben sich nicht erfüllt " , so Grove vor der US-Presse .
Intel sitzt noch auf einem Berg von Prozessoren . Erst in drei Monaten könnte
der Umstieg auf die neuen Pentium II mit 350 und 400 Megahertz sowie Celeron
richtig in Gang kommen und wieder erfreulichere Zahlen in die Bücher bringen .
Celeron ( siehe Testbericht in der aktuellen c't-Ausgabe 8/98 ) verzichtet auf
L2-Cache und soll seines niedrigeren Preises wegen dazu beitragen , Intels
Anteil am schnell wachsenden Markt der Billig-PCs zu vergrößern . Ob die
Kundschaft den " Light-Prozessor " akzeptieren wird , steht aber derzeit noch in
Frage . Seagate mit roten Zahlen Die im Januar begonnenen
Rationalisierungsmaßnahmen - vor allem die eingeleitete Entlassung von 10000
Beschäftigten - haben noch nicht gegriffen . Im Vorjahr stand noch ein Plus von
257 Millionen in den Büchern . Seagate relativiert die Zahlen mit einem Verweis
auf Umstrukturierungskosten von 166 Millionen . Sinkender PC-Absatz und scharfe
Konkurrenz auf dem Festplattenmarkt zwingen Seagate zu drastischen
Preisnachlässen . Prüfungsfragen im Internet Wie Dietrich Preiß ,
Abteilungsleiter der technischen Berufsbildung bei der Handelskammer Hamburg
mitteilt , handele es sich um den fachübergreifenden ersten Teil der Prüfung .
Die Handelskammer habe daraufhin die schriftliche Prüfung zum Fachinformatiker
abgesagt . Voraussichtlich um den 1. Juni herum wird ein Ersatztermin anberaumt
werden . Wie es zu der Indiskretion gekommen sein könnte , wusste die
Handelskammer nicht zu sagen . Die von der zentralen Prüfungserstellungs-Stelle
( ZPA ) ausgetüftelten Themen stünden in der Art eines " Gedächtnisprotokolls "
im Netz , so Preiß . Er vermutet , dass " da wohl jemand nicht aufgepasst hat "
. Nicht auszuschließen ist , dass an einigen Handelskammern die Prüfungen
stattfinden , weil nicht alle Institutionen rechtzeitig benachrichtigt werden
konnten . Jedes zweite Programm ist " geraubt " Zu diesem Ergebnis kommt eine im
Auftrag der Business Software Alliance ( BSA ) und der Software Publishers
Association ( SPA ) erstellte Studie ( http://www.bsa.org/piracy/96PIR.HTM ) .
Danach hat sich die Anzahl der verwendeten Raubkopien gegenüber 1995 um 20
Prozent auf 225 Millionen erhöht . Die osteuropäischen Staaten führen mit einer
Rate von 80 Prozent das Feld der schwarzen Schafe an . Nordamerika bildet mit 28
Prozent das Schlußlicht . In Vietnam , China , Oman und Rußland gibt es kaum ein
regulär erworbenes Programm . In Deutschland erweist sich jedes dritte Programm
als Schwarzkopie . Zum Anstieg der Quote haben die Möglichkeiten , die das
Internet bietet , wesentlich beigetragen und viele Initiativen zur Eindämmung
der Zahl der illegalen Kopien ins Leere laufen lassen . Eine Sprecherin der
Firma Autodesk beklagte vor der Presse , daß eine neue Programmversion kaum ,
daß sie auf dem Markt erscheine , bereits ihren Schleichweg durch das Internet
mache - wenn dies nicht sogar schon vor dem Erstverkaufstag geschehe . Intel :
Prozessor-Preissenkung ausgesetzt Nicht wie geplant viermal , sondern nur noch
dreimal jährlich will Intel künftig die Preise für seine Pentium-Prozessoren
senken . ESCOM : Konkurs beantragt Am 15. Juli hat das Computerhandelshaus ESCOM
bekanntgegeben , es werde Antrag auf Anschlußkonkurs stellen . ESCOM hatte am 3.
Juli beim zuständigen Amtsgericht einen Antrag auf Vergleich gestellt . Der
desolaten Finanzlage des Unternehmens wegen hat der Vergleichsverwalter jedoch
abgewunken : ein Vergleich setzte voraus , daß ESCOM mindestens 35 Prozent der
Forderungen seiner Gläubiger erfüllte . Die Hilfe potenter Geldgeber ist nicht
in Sicht . Weltweit 4400 Mitarbeiter in 450 Filialen , davon etwa 1500 in 130
deutschen Zweigstellen , müssen nun mit dem Verlust ihres Arbeitsplatzes rechnen
. Für Schnellentschlossene : Zusatzstudium Angewandte Informatik Der Fachbereich
Mathematik und Informatik an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster will
noch im Wintersemester 2000/2001 einen Zusatzstudiengang Angewandte
Informatik/Master in Applied Computer Science anbieten . Wie die Universität
mitteilt , werden Anmeldungen für den Zusatzstudiengang noch entgegengenommen .
Der Zusatzstudiengang soll stark anwendungsorientiert ausgerichtet werden und es
60 Studierenden ermöglichen , ihr bereits im naturwissenschaftlichen ,
technischen oder ingenieurwissenschaftlichen Bereich abgeschlossenes
Hochschulstudium um den Titel eines " Master of Applied Computer Science " zu
erweitern . Veranstaltungen und Praktika finden auch in der sonst
vorlesungsfreien Zeit statt . Surf-Süchtige suchen Sex Im Cyberspace dürfen
gehemmte Zeitgenossen endlich einmal aus ihrer Haut schlüpfen : der
Zurückhaltende kann aus sich heraus kommen , dem oder der Prüden fällt es
leichter , in Chat-Rooms und Newsgroups heimlich gehegte erotische Phantasien
ans Licht zu kehren . Mauerblümchen strömen nur so vor Kontaktfreude . Diese Art
von " Cybersex " komme den sonst eher gehemmt agierenden Personen sehr entgegen
. Knapp 400 Fragebogen hat die Wissenschaftlerin im Zuge ihrer Untersuchung
ausgewertet . Die meisten hatten zu Hause Schaffende und Studenten ausgefüllt ,
Frauen befanden sich in der Überzahl . Diese Gruppe zeichne sich durch besonders
lange Verweilzeiten im Web aus . Sie bliebe knapp 40 Stunden wöchentlich online
- gegenüber 15 Stunden , die in einer " normalen " Kontrollgruppe üblich gewesen
seien . Jetzt hat Young herausgefunden , was es ist , das die Webaholics im
prüden Amerika ins Netz treibt . Ein Kollege hält ihre Folgerungen für überzogen
. Schließlich , so der Psychologe , könne man bei allem , was Spaß macht , auf
Leute treffen , die davon süchtig werden . Ehemaliger Treuhänder von Topware vor
Gericht Wegen des Verdachts der Untreue muss sich seit heute der ehemalige
Treuhänder des Telefon-CD-Herstellers Topware vor Gericht verantworten . Dritter
Anklagepunkt ist versuchter Betrug . Nachdem die DeTeMedien Vertriebsverbote für
Topwares D-Info erwirkt hatte , plante Topware im Sommer 1997 , ins
österreichische Kleinwalsertal , ein deutsches Zollanschlussgebiet ,
auszuweichen . Steiner soll aber den gesamten vom Topware-Vorstandstrio
Hassinger/Jantz/Sorg erhaltenen Betrag sich ( 90% ) und seiner Frau ( 10% )
zugeschanzt haben . Weil er das Geld nur herausgeben wollte , wenn er für sich
selbst fünf Millionen behalten könnte , hat Topware Strafantrag gestellt .
Bereits Mitte der 80er Jahre hatte Steiner im Rahmen der Pleite eines
Ferienwohnungsobjekts ( " Deidesheimer Hahnhof " ) Schlagzeilen gemacht und war
zu einer Geldstrafe verurteilt worden . Steiner hat alle Treuhand-Vereinbarungen
bestritten : Der Mannheimer Topware-Führung sei der subtile Unterschied zwischen
Umsatz und Gewinn verlorengegangen . Deswegen habe er Gewinnanteile erst nach
Entrichten von Steuern überweisen wollen . Das hätten die Mannheimer als
Kriegserklärung verstanden . Aus der Untersuchungshaft heraus nahm er Rache : Er
erstattete Selbstanzeige und legte dabei die steuerlichen Vorgänge offen . Im
Zuge der Ermittlungen sind seither bundesweit Büros und Privaträume durchsucht
und der Vorstandsvorsitzende der Mannheimer Topware CD-Service AG , Dirk Paul
Hassinger , im Herbst letzten Jahres wegen des Vorwurfs der Steuerhinterziehung
in Untersuchungshaft genommen worden . AMD wird Athlon in Dresden produzieren
Der US-Halbleiterproduzent Advanced Micro Devices ( AMD ) eröffnet am kommenden
Mittwoch offiziell sein neues Halbleiterwerk Fab 30 in Dresden-Wilschdorf . An
dem ersten eigenständigen Produktions- und Forschungsstandort von AMD außerhalb
der USA wird nach Angaben der Firma zum ersten Mal in Europa die
Kupfertechnologie eingesetzt . AMD wird in der sächsischen Landeshauptstadt den
Mikroprozessor Athlon produzieren . Das Unternehmen plant , bis 2001/2002 das
Personal von derzeit rund 950 Beschäftigten zu verdoppeln . Computermesse
Systems '99 beginnt Montag Am 18. Oktober startet in München die Systems '99 ,
die Messe für Informations- und Telekommunikation . 2709 Aussteller und
Unternehmen sind in diesem Jahr für fünf Tage in den Messehallen vertreten . Die
Veranstalter erwarten rund 135000 Besucher . Einige Experten rechnen damit ,
dass sich auf dem europäischen Markt für Informations- und
Telekommunikationstechnologie das Wachstum sogar noch beschleunigt .
Insbesondere Jahr-2000-Projekte und die Umstellung auf den Euro treiben den
IT-Markt derzeit an . Schwerpunkt der Systems '99 ( 18. bis 22. Oktober ) wird
die mobile Kommunikation sein . Highlights sind unter anderem die ersten
Mobiltelefone mit dem neuen WAP-Standard , sie ermöglichen den Zugang zum
Internet . Urheberrecht : Das Internet als Goldgrube ? Erhielte diese Regelung
Rechtswirksamkeit , könnten Online-Provider kräftig zur Kasse gebeten werden -
die Zeche müßten die Nutzer zahlen . Wenn ein Redakteur auf interessante
Beiträge im Internet stößt , darf er diese nicht ohne weiters in der nächsten
Ausgabe seiner Zeitschrift publizieren . Es hat das Urheberrecht zu beachten ,
das auch international durch Vereinbarungen im Rahmen der " Berner Übereinkunft
zum Schutz der literarischen und künstlerischen Arbeiten " die Ansprüche des
Urhebers schützt . Das wissen auch Studenten , die einen Fachbeitrag in der
Bibliothek kopieren . Sie zahlen - in die Kopierkosten eingeschlossen -
ebenfalls einen Betrag , den die " VG Wort " erhält und an die Autoren
ausschüttet . Musiker kennen die GEMA , über die Aufführungen geschützter Werke
abgerechnet werden müssen . Die digitale Kommunikation läuft noch in einem
weitgehend rechtsunsicheren Raum ab . Um dies zu ändern , will im Dezember die
in Genf ansässige " World Intellectual Property Organization " ( WIPO ) , eine
Unterorganisation der UNO ( http://www.wipo.org ) , die Berner Übereinkunft
ergänzen . Eine der Regelungen birgt besondere Brisanz . Der Entwurf sieht
nämlich vor , auch temporäre ( " ephemere " ) Kopien genehmigungspflichtig zu
machen , und das bedeutet , daß ein Provider gezwungen werden könnte , für jede
Speicherung und Zwischenspeicherung eines Dokuments Abgaben zu entrichten . Auch
der Internet-Surfer wäre direkt betroffen , denn alle Dokumente , die er sich
anschaut , haben ja den Weg in den Speicher seines Computers gefunden . Die
Argumentation gründet sich auf Artikel 9 der Berner Übereinkunft . Wer weiß ,
daß es praktisch unmöglich ist , den Weg eines Dokuments im Internet zu
verfolgen und jede Zwischenspeicherung zu dokumentieren , ahnt , worauf die
Initiative hinausläuft : Wird die Regelung in Kraft gesetzt , könnten die
Provider gezwungen werden , eine Pauschalabgabe , die sich auf den gesamten
Datenumsatz bezieht , zu entrichten und auf die Teilnehmer ihres Dienstes
umzulegen . So sieht es der Bonner Rechtsanwalt Norbert Küster . Er
administriert für Deutschland die Aktivitäten der " Ad hoc Alliance for a
digital Future " , die als ein im September 1996 gebildeter internationaler
Zusammenschluß von Unternehmen , Organisationen und Institutionen aus den
Bereichen Netzbetreiber , Access-Provider , Hardware- und Softwarehersteller
sowie Bibliotheken fungiert und so namhafte Mitglieder wie AOL , Netscape ,
CompuServe , Philips , Prodigy , AT&T und Sun vertritt (
http://www.custodis.de/Alliance/index.htm ) . Hier öffnet sich quasi die "
Erlaubnis zum Gelddrucken " , so Küster zu c't . Er sieht die
Verwertungsgesellschaften schon in den Startlöchern . Wenn die WIPO wie geplant
am 20. 12. den Entwurf in Kraft setzte , könnten rosige Zeiten für Verwerter
anbrechen . Daß die Bestimmungen in nationales Recht umgesetzt werden , ist dann
zu erwarten . Guthaben bei Online-Dienst darf nicht verfallen Kündigt ein Kunde
bei einem Online-Dienst , muss der Dienst nicht verbrauchte Guthaben
zurückerstatten . Dies hat das Amtsgericht Frankfurt/Main mit Urteil vom 15. 02.
2001 ( Az. 30 C 2111/00-20 ) entschieden . Ein Kunde aus der Nähe von Unna war
mit einer Klausel von germany.net , dem drittgrößten Online-Dienst Deutschlands
, in Konflikt geraten . Dieser bietet seinen Teilnehmern neben den kostenlosen
redaktionellen Inhalten zusätzliche kostenpflichtige Dienste an . Innerhalb
weniger Minuten kann hier eine so genannte " Kleingeldbörse " angelegt werden ,
sodass darauf hin zusätzliche Angebote offen stehen . In den Allgemeinen
Bedingungen zur Teilnahme am Zahlungssystem hatte germany.net festgelegt , dass
bei Kündigung nicht verbrauchte Vorauszahlungen - also die unverbrauchten
Beträge der " Kleingeldbörse " - nicht zurückerstattet werden . Das Amtsgericht
sah darin eine " verkappte Vertragsstrafe " für den Fall der Kündigung .
germany.net habe die Einrichtung der Börse als " kostenlos " dargestellt und die
Einzahlung eines voreingestellten Betrages von 20 Mark als Vorauszahlung
deklariert . Dies sei eine überraschende Klausel nach § 3 AGB . Sun Microsystems
auf der Gewinnbahn Sun-Chef Scott McNealy kommentierte die Zahlen im Hinblick
auf die starke Konkurrenz mit einem Bild aus der Sportwelt : " Wir stehen jetzt
vor der Bergprüfung , dort entscheidet sich , wer den Marathon gewinnt . "
Telegate rutscht tiefer ins Minus Der Telefonauskunfts-Dienstleister Telegate
ist tiefer in die roten Zahlen gerutscht . Dies teilte das Unternehmen heute in
München mit . Auch der Umsatz ist mit 255 Millionen deutlich hinter den
ursprünglichen Zielen zurückgeblieben . In den kommenden Monaten will Telegate
das Anrufervolumen durch neue Produkte und strategische Kooperationen steigern .
Seit einem Monat besteht bereits eine Zusammenarbeit mit Focus Online . Dort
können beispielsweise Restaurantadressen und Anfahrtsbeschreibungen gefunden
werden . IHK-Prüfungen in Hannover gültig Die Abschlussprüfungen für
Auszubildende in den IT-Berufen in der Region Hannover sind gültig und werden
nicht wiederholt . Die Mehrzahl der deutschen Industrie- und Handelskammern
hatte die gestrigen Prüfungen abgebrochen , weil Prüfungsinhalte im Internet
veröffentlicht worden waren . Die IHK Hannover hat sich gegen eine Absage der
Prüfungen entschieden . Ein Abbruch der Prüfungen wäre ihrer Auffassung nach
nicht verhältnismäßig gewesen , da " lediglich eine knappe stichwortartige
Aufzählung einzelner Prüfungsinhalte wenige Stunden vor dem Prüfungstermin auf
einer anonymen Homepage erschienen war " . Im Bereich der IHK Hannover sind die
schriftlichen IT-Prüfungen damit ordnungsgemäß durchgeführt und werden
vollständig bewertet . Eine Wiederholung wird es nicht geben , so ein Sprecher
der IHK . Seines Wissens nach ist die IHK Hannover bundesweit die einzige Kammer
, die sich zu diesem Schritt entschlossen hat . Bei Ermittlungen gegen
Kinderpornos im Internet steht die Polizei nach Ansicht von Bayerns
Innenminister Günther Beckstein ( CSU ) erst am Anfang . " Wir haben bisher nur
die Spitze des Eisbergs " , sagte er auf einer Podiumsdiskussion der Jungen
Gruppe der Gewerkschaft der Polizei am Dienstag in Frankfurt . Mittlerweile
spezialisieren sich auch in osteuropäischen Ländern wie etwa in Rumänien
kriminelle Banden auf die Herstellung von Gewaltvideos . Um die
grenzüberschreitende Kriminalität weltweit ächten und bekämpfen zu können ,
fordert die Junge Gruppe der Gewerkschaft der Polizei die Aufnahme des Delikts "
Verbreitung kinderpornografischer Inhalte " ins Strafgesetzbuch . " Pro einem
ermittelten Fall gehen uns 30 durch die Lappen " , so Beckstein . Die
Porno-Mafia sei international organisiert und nutze Lücken in den nationalen
Gesetzen aus , sagte Beckstein . Von den Internet-Anbietern forderte er mehr
Verantwortung , damit pornographische Inhalte gar nicht ins Netz gelangten .
Notwenig sei auch die kontinuierliche Schulung und Weiterbildung der
ermittelnden Beamten im Umgang mit dem Internet und ein schnellerer
Datenaustausch zwischen den nationalen Polizeien . Börse : Fallende
Technologiewerte lösen weltweiten Kursrutsch aus Als sich abzeichnete , daß die
Computerbranche insgesamt mit rückläufigen Gewinnzahlen rechnet , rutschten die
Kurse am 15. 7. weiter in Richtung Keller . Daß viele Börsianer eine Erhöhung
der US-Leitzinsen erwarten , verstärkte die negative Tendenz . Während der
Dow-Jones-Index in den letzten sechs Wochen um 7 Prozent gefallen ist , verlor
der NASDAQ-Index ( des elektronischen Freiverkehrssystems , an dem die
Technologiepapiere im Vordergrund stehen ) im gleichen Zeitraum mehr als das
Doppelte . Infolge des Kursverfalls an der Wallstreet brachen am 16. Juli in
Tokio und Frankfurt die Werte ebenfalls ein . Telekom : Telefonkarten sind
Jahr-2000-fähig Die Deutsche Telekom hat entschieden Pressemeldungen dementiert
, nach denen alle Telefonkarten , die zum Jahreswechsel 1999/2000 noch nicht "
abtelefoniert " sein werden , zu diesem Zeitpunkt automatisch wertlos würden .
Dies hatte die in Neubrandenburg erscheinende Tageszeitung " Nordkurier " in
ihrer Freitagausgabe berichtet . Die Zeitung sei , so ein Sprecher der Telekom
zu c't , einem Scherzbold aufgesessen . Lediglich das Produktionsdatum werde in
den Telefonkarten abgelegt - einen Einfluß auf die Funktion der Telefonkarten
habe das jedoch nicht . Abmahnungen gegen "Webspace"-Anbieter Dem Argument , es
handele sich bei dem Begriff " Webspace " um eine beschreibende Angabe ,
verschließt sich der Münchner Rechtsanwalt . Beschreibende Angaben wie " Sonne "
, " Haus " , " World " gelten nämlich als " nicht kennzeichnend " und können
daher nicht abgemahnt werden . " Space " stehe für " Raum " , und da das
Internet nicht greifbar sei , gebe es keinen " Netzraum " beziehungsweise "
Internetraum " . Es handele sich mithin nicht um einen beschreibenden , sondern
um einen sprachregelwidrigen fremdsprachlichen Begriff , dem folglich
Kennzeichnungsfähigkeit zukomme . Darüber hinaus sei in 14 aktuellen Fachlexika
der Begriff nicht zu finden . AOL kommt zum Pauschaltarif " In Kürze " , so ein
Sprecher von AOL , werde der Online-Dienst seinen Kunden einen Pauschaltarif
anbieten . Über den Zeitpunkt und die Höhe des Tarifs schweigt sich AOL aus .
Die Wirtschaftszeitung " Handelsblatt " hatte Anfang Juli berichtet , AOL
beabsichtige , gegen eine monatliche Pauschale von 19,90 Mark alle Dienste zur
Verfügung zu stellen . Ex-Treuhänder von Topware packt aus Steiner wehrte sich
vor der fünften Wirtschaftsstrafkammer gegen die Vorwürfe . Steiner behauptet ,
dass auch seine Frau und Tochter erschossen werden sollten . Ein Mann aus dem
ehemaligen Jugoslawien soll 10000 Mark erhalten haben , damit er ihn
zusammenschlage . Die drei Vorstände Hassinger , Jantz und Sorg nennt Steiner
einen " Chaotenhaufen " : In der Unternehmensführung sei es wie im Tollhaus
zugegangen . Ein Vorstandsmitglied sei gar vor die Tür gesetzt worden , " weil
er zu viel gesoffen hat " . Außerdem soll Steiner Topware-Einnahmen in die
eigene Tasche gesteckt haben . Den Hintergrund des Prozesses bildet der
jahrelange Rechtsstreit des Topware-Vorstandes mit der Telekom-Tochter
DeTeMedien . Um die von der Telekom erwirkten Auslieferungsverbote für die "
D-Info " Telefonbuch-CDs zu umgehen , sei auf seinen Vorschlag hin die
österreichische Topware gegründet worden , sagte Steiner . Im November 1997 kam
es dann zum Zerwürfnis mit den Kollegen , weil diese noch vor der Bilanzierung
Millionen forderten . Steiner : " Die haben immer Geld gebraucht , da wurden
Autos gekauft , Ferraris , Mercedes SEL und so weiter . " Um Bilanzvorschriften
habe sich der Vorstand nie gekümmert . " Ich bin zu allem geeignet , bloß nicht
zum Strohmann " . Schließlich erstattete der Topware-Vorstand im Januar 1998
Strafanzeige gegen Steiner . Die Vorwürfe wurden jedoch prompt zum Bumerang .
Noch im selben Jahr kam auch Hassinger in Untersuchungshaft , wegen Verdachts
der Steuerhinterziehung . Wann ein mögliches zweites Topware-Verfahren beginnen
könnte , steht noch nicht fest . Der Steiner-Prozess wird am Dienstag
fortgesetzt . In einem mit Spannung erwarteten Auftritt soll Hassinger Ende
September als Zeuge aussagen . Klage gegen Microsoft vor EU-Kommission Eine
flämische Zeitung will erfahren haben , daß bei der Europäischen Kommission in
Brüssel mehrere Beschwerden gegen spezifische Lizenzpraktiken der Firma
Microsoft eingegangen sind . Ein Sprecher von EU-Wettbewerbskommissar van Miert
wollte c't gegenüber lediglich eine einzige konkrete Klage bestätigen .
Informationen über die klagende Firma und den Inhalt der Klage dürfe er im
Vorfeld eines möglichen Verfahrens nicht geben . Comdex : Beginn der Herbstmesse
in Las Vegas Mit einer Rede von Lotus-Präsident Jeff Papows beginnt heute ,
Montag , um 16.30 Uhr deutscher Zeit die diesjährige Herbst-Comdex in Las Vegas
. Wie schon im Vorjahr wird Technologie im Vordergrund der Messe stehen , die
die Möglichkeiten des Web nutzt und erweitert . Einige Experten proklamieren
bereits die Nach-PC-Ära . Ein wirklich aufregendes Jahr habe er hinter sich ,
begann er am Vorabend der Comdex sein Grußwort und kam schnell von den ihm in
den Antitrust-Verfahren ausgelegten Fallstricken auf die Mängel der
Informationstechnologie zu sprechen . Ihm liegen besonders die Themen " Schutz
der Privatsphäre " und " Anwenderfreundlichkeit " am Herzen . Es müsse gelingen
, breiten Informationsfluß zu gewährleisten und gleichzeitig die Intimsphäre des
Anwenders zu bewahren - zum Beispiel durch sichere Authentifizierungen und
Elektronische Signaturen . Comdex : Iomega kündigt neues Zip-Drive an Iomega
stellt auf der Comdex den Nachfolger des 100-MByte-Zip-Drives vor . Das Gerät
verwendet die neuen 250-MByte-Zip-Disks . Dennoch bleibt die Kompatibilität zu
den 100-MByte-Zip-Disks gewahrt . Zip 250 soll etwa 56mal schneller als ein
herkömmliches Floppy-Laufwerk sein . Er kostet rund 200 Dollar und kommt noch
vor Ende dieses Jahres auf den US-Markt . Die 250-MByte-Disks sind im
Sechserpack für je rund 17 Dollar erhältlich . In deutsche Regale soll der
Zip-250 im ersten Quartal 1999 gelangen . ( Dr. Sabine Cianciolo ) IBM und
Motorola stoppen NT für PowerPC IBM und Motorola geben Windows NT für PowerPC
auf . Den offenbar im Vorfeld abgestimmten Schritt begründeten die beiden Firmen
mit dem bisherigen geringen Markterfolg ihrer Produkte auf NT-Basis und den
hohen erwarteten Kosten für die weitere Vermarktung und Entwicklung . IBM hat NT
bereits auf " Stop " gesetzt , das bisher Alternative zu AIX für die
RS6000-Modelle angeboten wurde . Motorola dagegen will NT 4.0 für seine
PowerStack-Linie zunächst weiter liefern und den Support dafür gewährleisten .
Ein NT 5.0 werde es für diese Systeme aber nicht mehr geben , erklärte der
Motorola-Sprecher gegenüber c't . Statt dessen wolle man den Kunden künftig
ebenfalls AIX empfehlen . Beide Firmen haben die Entwicklung kommerzieller
Applikationen für NT auf PowerPC eingestellt . Während IBM verstärkt in das
Marketing für AIX investieren will , konzentriert sich Motorola auf MacOS .
Daneben will Motorola die Absatzchancen für PowerPC-Prozessoren in neuen
Produktgruppen suchen : bei Handheld-Computer mit Windows CE und
Internet-Terminals . IBM hatte Windows NT bisher nur halbherzig als Alternative
zu AIX angeboten . Motorola dagegen bekannte sich vor zwei Jahren offensiv zu NT
und trieb die Portierung für PowerPC-Systeme voran . Allerdings wurden die
ersten PowerStack-Systeme , die preislich mit dem Intel-Mainstream hätten
konkurrieren können , erst vor wenigen Wochen präsentiert und bisher kaum
vermarktet . Nach Insider-Gerüchten soll Microsoft die Bereitstellung des
künftigen Windows NT 5.0 für die PowerPC-Plattform von einer massiven
finanziellen Beteiligung an den Entwicklungskosten abhängig gemacht haben .
Nachdem Microsoft bereits im Oktober den Support für die MIPS-Prozessoren von
SGI eingestellt hat , gibt es für Systeme , die unter Windows NT laufen sollen ,
nur noch eine RISC-Alternative zur Intel-Architektur : DECs kürzlich
preisreduzierte Alpha-Chips . Siemens und Fujitsu vereinbaren Joint-Venture im
PC-Geschäft Die deutsche Siemens AG und der japanische Fujitsu-Konzern
kooperieren im Rahmen eines Computer-Gemeinschaftsunternehmens . Die neue
Kooperation liege bereits heute gemessen am Umsatz auf Rang drei im europäischen
Markt für PCs , Notebooks , Intel- und Unix-Server sowie Großrechner . Auch
weltweit will die Allianz mit rund 9600 Beschäftigten unter die Top drei
vorstoßen . " Jetzt können wir unsere Computerprodukte allen Kunden auf der
ganzen Welt anbieten . " Die Börse reagierte mit Kurssprüngen auf die geplante
Kooperation : Die Siemens-Aktie legte am späten Vormittag um mehr als zwei
Prozent auf knapp 72 Euro zu . Fujitsu stieg in Frakfurt um 6,57 Prozent auf
18,65 Euro . Von Pierer ging davon aus , daß sich die Siemens-Aktie weiter
positiv entwickeln werde . " Ich wünsche mir , daß unsere Aktionäre an dem Deal
genausoviel Freude haben wie wir . " Er sehe keine kartellrechtlichen Probleme
des Zusammenschlusses , der am 1. Oktober starten soll . Intel : Während das
Gros der Computerbranche mit langen Gesichtern auf die unerwartet geringen
Erträge im abgelaufenen Geschäftsquartal starrt , kann Intel stolz verkünden ,
daß seine Erwartungen übertroffen worden sind . Intel hat die Zahlen erst nach
Börsenschluß veröffentlicht . Die Nachricht hat den durch die allgemein
schlechte Ertragslage im Technologiebereich verunsicherten Börsianern wieder Mut
gemacht . Selbstbewußt setzte Intel ( wie gestern gemeldet ) die ursprünglich
geplante Preissenkung für Pentium-Prozessoren erst einmal aus .
Oberlandesgericht bezweifelt "D-"-Namensrechte Topware reklamiert für sich
überragende Verkehrsgeltung der "d-info"-Marke und hat in der Vergangenheit
unzählige Firmen , die ein " d- " im Schilde führen oder deren
Internetseitenkennungen entsprechend beginnen , abgemahnt . An der Kennung "
d-radio " des Deutschlandradios Köln ( " Deutschlandfunk " ) scheint sich
Topware jetzt die Zähne ausgebissen zu haben . " d- " , so die Richter , sei
kein Serienkennzeichen . Weinknecht meint , daß nach einer entsprechenden
obergerichtlichen Entscheidung alle Verfahren , in denen noch Widersprüche
laufen , gegen Topware zu entscheiden seien . Einzelheiten werden aus der
schriftlichen Urteilsbegründung , die für den 28. August erwartet wird , zu
ersehen sein . Etliche Widerspruchsverfahren vor dem Landgericht Köln ruhen
derzeit , weil das Gericht nicht vor dem Urteil des Oberlandesgerichts
entscheiden wollte . Eine Stellungnahme seitens des Deutschlandradios war noch
nicht zu erhalten . Man wartet die Urteilsverkündung ab . Auch über die Höhe
möglicher Schadensersatzforderungen gegenüber Topware wollte man noch keine
Angaben machen . Landgericht gegen " virtuelles Hausverbot " Das Landgericht
Bonn hat nach mündlicher Verhandlung den Erlass einer einstweiligen Verfügung
bezüglich eines " virtuellen Hausverbots " abgelehnt . Damit scheiterte der
Betreiber eines Chatrooms im Internet vorerst daran , einen Teilnehmer von der
als " Party-Chat " gekennzeichneten Runde auszuschließen . Er war lediglich der
Ansicht , der Chatter passe nicht in die Runde , könnte die Sponsoren verärgern
und begehe daher eine " Eigentumsstörung " . Oracle plant Online-Service Die
großen Online-Dienste wie AOL und Compuserve sollen gewichtige Konkurrenz
bekommen . Dies verlautete im Rahmen einer internationalen Konferenz in Paris
durch Oracle-Boß Lawrence Ellison , der die Pläne seiner Firma offenbarte , ins
Provider-Geschäft einzusteigen . Eigene Inhalte wolle man allerdings nicht
anbieten . Oracle propagiert vehement das Konzept der Network-Computer , "
abgespeckter " Rechner , deren Preis unter 1000 DM liegen soll . Die Einrichtung
des eigenen leistungsfähigen Online-Dienstes , der auch Videoüberspielungen
möglich machen soll , würde die Verbreitung der Network-Computer fördern , hofft
Oracle . Einen festen Termin für die Eröffnung des neuen Dienstes wollte
Oracle/Deutschland gegenüber c't nicht nennen , damit sei " mittelfristig " zu
rechnen . T-Online senkt den Preis Die Deutsche Telekom wird vom 1. April an den
Preis für die T-Online-Nutzung senken . Tagsüber wird eine Minute statt bisher 8
nur noch 5 Pfennig kosten . Dieser Betrag galt bislang lediglich von 18 bis 8
Uhr und an Sonn- und Feiertagen . Bei einem Monatsgrundpreis von 8 DM entstehen
für T-Online und Internet so generell 3,00 DM Kosten pro Stunde . AOL fordert
eine monatliche Grundgebühr von 9,90 DM , darin sind zwei Freistunden
eingeschlossen . Jede weitere Minute kostet 0,10 DM , die Stunde mithin 6 DM .
AOL bundesweit zum Ortstarif Ab sofort können AOL-Kunden unter der Einwahlnummer
01914 bundesweit den Dienst zum Ortstarif wahrnehmen . Im Sommer will AOL die
Betaversion der Zugangssoftware 4.0 vorstellen , mit der endgültigen Freigabe
ist im Herbst zu rechnen . Apple : Drastische Maßnahmen nach hohen Verlusten
Apple-Chef Gilbert Amelio kündigte daraufhin an , im Laufe der nächsten zwölf
Monate doppelt so viele Beschäftigte wie geplant zu entlassen . Im Rahmen einer
Straffung der Produktpalette und der Auslagerung verschiedener
Produktionsbereiche werden damit 2800 Apple-Mitarbeiter gehen müssen .
Gewinnexplosion bei Microsoft Pro Sekunde verkauft Microsoft damit ein
Office-Paket . Jeder fünfte Windows-User ist inzwischen auf Windows 95
umgestiegen , und Microsoft hofft auf einen Boom im PC-Geschäft im laufenden
Jahr . Die auf den Geräten vorinstallierten Microsoft-Produkte sollen den Absatz
weiter steigern helfen . Bald zwei Jahre Gewährleistungsfrist Nach dem
Europaparlament hat nun auch der EU-Ministerrat einem neuen Gewährleistungsrecht
abschließend zugestimmt . Danach steht Käufern eine Gewährleistung von zwei
Jahren auf Gebrauchsgüter und von einem Jahr auf gebrauchte Artikel zu . Derzeit
besteht in Deutschland lediglich ein Anspruch auf sechsmonatige Gewährleistung .
Die Verlängerung wird insbesondere für die schnellebige PC-Branche massive
Konsequenzen haben . Für den Fall der Vertragswidrigkeit eines Erzeugnisses sind
vier Formen der Abhilfe vorgesehen : Nachbesserung , Umtausch , Preisminderung
oder Aufhebung des Vertrags . Zunächst kann der Verbraucher vom Verkäufer die
unentgeltliche Nachbesserung oder eine unentgeltliche Ersatzleistung verlangen ,
sofern dies nicht unmöglich oder unverhältnismäßig ist . Diese muß binnen einer
angemessenen Frist und ohne erhebliche Unannehmlichkeiten für den Verbraucher
erfolgen . Nachbesserung und Ersatzleistung gelten als unverhältnismäßig , wenn
sie Kosten verursachen , die angesichts des Warenwerts unangemessen sind . Dann
kann der Käufer jedoch eine angemessene Minderung des Kaufpreises oder die
Aufhebung des Vertrags verlangen . Dem Rechtsbegriff der " widerlegbaren
Vermutung " folgend , muß im Streitfall der Verkäufer anhand bestimmter
Kriterien belegen , daß die Ware zum Zeitpunkt der Lieferung vertragsgemäß war .
Bisher teilt das noch geltende deutsche Recht dem Kunden den " Schwarzen Peter "
zu : er muß beweisen , daß sein Reklamationsobjekt nicht in Ordnung ist . Dell
Computer meldet Rekordgewinn Dank seines kostengünstigen Direktvertriebs konnte
Dell im ersten Halbjahr 1999 weltweit beeindruckende Absatzsteigerungen
verbuchen . Das Unternehmen nahm den Konkurrenten weitere Marktanteile ab . Dies
teilte das Unternehmen am Dienstag nach Börsenschluss mit . In dieser Zeit hat
Dell 70 Prozent seines Umsatzes in Nord- und Südamerika , 23 Prozent in Europa
und sieben Prozent in Asien erzielt . 60 Prozent des Umsatzes entfielen auf
Desktop-Computer , 16 Prozent auf Server und Unternehmenscomputer und 24 Prozent
auf tragbare PCs . Mit diesen Zahlen hat Dell die Erwartungen der Wall Street
deutlich übertroffen . Der Verkauf über das Internet war besonders beeindruckend
. Das waren fast 40 Prozent des Gesamtumsatzes . Sozialpartner einig über
IT-Fortbildungsystem Ein branchenweit anerkanntes und international
vergleichbares Fortbildungssystem im IT-Bereich planen die IG Metall , die
Deutsche Postgewerkschaft ( DPG ) , der Zentralverband Elektrotechnik- und
Elektronikindustrie ( ZVEI ) sowie die Deutsche Telekom AG . Im Rahmen einer
gemeinsamen Pressekonferenz stellten die Sozialpartner am Mittwoch ihre
gemeinsamen " Markierungspunkte für die Neuordnung der beruflichen Weiterbildung
in der IT-Branche " vor . Dabei verwiesen die Bildungsfachleute auf das Fehlen
von rund 75.000 bis 100.000 IT-Fachkräften bei den Herstellern und Anwendern
moderner Informations- und Kommunikationssysteme . Ziel der jetzt getroffenen
Vereinbarung sei eine Fortbildungslandschaft , die dem schnellen Wandel im
IT-Bereich Rechnung trage und zugleich die Voraussetzungen für Mobilität und
Flexibilität der Beschäftigten im Betrieb und am Arbeitsmarkt verbessere . Die
vorgesehenen Fortbildungsabschlüsse leiten sich aus den betrieblichen
Tätigkeitsfeldern von IT-Fachkräften ab . Sie sollen marktübliche Bezeichnungen
wie Webmaster , IT Consultant oder IT System Engineer tragen und nach den
Regelungen des Berufsbildungsgesetzes anerkannt werden . Zielgruppen sind neben
den Absolventen der seit 1997 angebotenen IT-Ausbildungsberufe die große Zahl
der Seiteneinsteiger , die ohne einschlägigen Ausbildungs- oder Studienabschluß
heute in der Informationswirtschaft arbeiten . Neu an dem Konzept ist , dass
erworbene Qualifikationen und berufliche Erfahrungen akkumulativ zum Erreichen
von Fortbildungsabschlüssen beitragen können . Hierzu soll die gerade im
IT-Bereich besonders vielgestaltige Anpassungsfortbildung systematisch in
anerkannten Kompetenzfeldern vernetzt und mit der Aufstiegsfortbildung verzahnt
werden . Vorgesehen ist auch die Möglichkeit , die berufliche Fortbildung mit
akademischen Abschlüssen zu verknüpfen , wobei nach Einschätzung der Fachleute
im IT-Bereich eine besonders große Nähe zu den angloamerikanischen
Studienabschlüssen Master und Bachelor besteht . Über die Förderung der
Entwicklung der entsprechenden Lehr- und Lernsoftware ist das Bundesministerium
für Bildung und Forschung mit den Beteiligten bereits im Gespräch . Die weiteren
Schritte bei der Installation des IT-Fortbildungssystems werden von einem
gemeinsamen Beirat unter Federführung des Fachverbandes Informationstechnik im
VDMA und ZVEI sowie der IG Metall begleitet . Die Neuordnung der IT-Fortbildung
wird von Experten der Sozialpartner in Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für
Berufsbildung übernommen . In weiteren Entwicklungsvorhaben sollen
Fachinstitutionen Inhalte , Musterprojekte und Referenzanwendungen entwickeln
und erproben . Das Gesamtvorhaben ist in die laufenden Gespräche über das
Bündnis für Arbeit eingebunden , bei dem die Erschließung der
Beschäftigungspotentiale im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie
eine zentrale Rolle spielt . Applesoft-Chef geht Isaac Nassi , der zwei Jahre
lang die Applesoft-Riege angeführt hat , verläßt das Stammhaus . Die Tatsache ,
daß Apple-Chef Gilbert Amelio damit liebäugele , das moderne BeOS zur Basis des
künftigen MacOS zu machen , sei nicht ausschlaggebend gewesen , äußerte Nassi
vor der Presse . Es sei einfach die Zeit zum Gehen gekommen . Aus Apple-Kreisen
sickerte durch , Nassi habe sich mit dem jüngst neu strukturierten
Management-Team überworfen . Microsoft muss Suns Java-Standard einhalten
Microsoft muß innerhalb einer Frist von 90 Tagen dafür sorgen , daß seine
Programme dem von Sun Microsystems etablierten Java-Standard entsprechen . Nach
der von Sun erwirkten einstweiligen Anordnung bedeutet dies , vor allem Windows
98 und den Internet Explorer an die Sun-Spezifikationen anzupassen .
US-Bezirksrichter Ronald M. Whyte ordnete ferner an , daß Microsoft sein Java
Development Kit entsprechend umzuschreiben habe . Microsoft bekundete in einer
ersten Stellungnahme vor der Presse , man werde sich der richterlichen Anordnung
fügen , erwarte aber , daß die einstweilige Anordnung in der Hauptverhandlung
widerrufen werde . Auf kurze Sicht werde man die Sun-Technologie in die
Windows-Produkte integrieren müssen , längerfristig suche man eine Alternative ,
die auf ein eigenständiges Java hinauslaufe . Mehr zum Thema im
Telepolis-Bericht " Microsoft verliert Java Prozess , Sun triumphiert " .
Rücktritte bei Apple und Compuserve Marco Landi , Vizepräsident von Apple , hat
am späten Abend des 18. Februar seinen Rücktritt erklärt . Er verlasse Apple und
wolle sich fortan anderen Aufgaben zuwenden . Landis Position als " Chief
Operating Officer " und Präsident des europäischen , afrikanischen und
mittelöstlichen Geschäftsbereichs war im Mai letzten Jahres gestärkt worden . Im
Rahmen der bei Apple eingeleiteten Umstrukturierungen ist sein Stern seit Januar
indes wieder gesunken . Im gleichen Zeitraum wurde offenbar , daß sich die
Erwartungen , Apple werde noch in diesem Frühjahr wieder schwarze Zahlen
schreiben können , nicht erfüllen werden . US-Kommentatoren sind sich uneinig ,
ob dieser Umstand oder der seit dem im Dezember getätigten Aufkauf der Firma
Next Software gestiegene Einfluß von Steve Jobs für den Rücktritt Landis
ausschlaggebend gewesen sei . Ebenfalls am 18. Februar teilte der Online-Dienst
Compuserve mit , ihr CEO Robert Massey sei mit sofortiger Wirkung zurückgetreten
. CeBIT : Erfolgsbilanz zum Messeschluss Die Abschlusspressekonferenz am letzten
CeBIT-Tag zeigte eine in Jubel schwelgende Messe AG : Die Aussteller , so die
Messe AG , hätten sich rundum zufrieden geäußert . Große Zuversicht richte sich
auch auf das Nachmessegeschäft . c't wird in der Mai-Ausgabe auf rund 50
redaktionellen Seiten ausführlich über das Jahreshauptereignis der
Computerbranche berichten . Gewinne : Microsoft , IBM und Sun mit guten
Quartalsergebnissen Von einem großartigen Geschäftsquartal spricht Microsofts
Finanzchef Mike Brown . Es " brummt " im Lizenzgeschäft mit den PC-Herstellern ,
die Windows 95 auf ihren Geräten installieren . Allein aus dieser Quelle
sprudelten 633 Millionen . Die Zahl der NT-Lizenzen vervierfachte sich , auch
das Office-Geschäft boomt . Das laufende Quartal ( April bis Juni ) wird
wahrscheinlich wesentlich schlechter bilanziert werden müssen . Die
Lizenzgebühren der PC-Hersteller treffen erst mit mehrmonatiger Verspätung ein ,
so daß die Folgen des in letzter Zeit weltweit lahmenden PC-Geschäfts mit
Verzögerung durchschlagen werden . Sinkende Gewinnspannen und ein steigender
Dollarkurs veranlaßten Thoman , die Zukunft in skeptischen Worten zu betrachten
. Diese beeindruckten die Aktionäre stärker als das positive Geschäftsergebnis :
der Kurs der IBM-Aktie stürzte um mehr als 10 Dollar . Das Engagement im Bereich
" Netze " und " Internet " hat sich für Sun Microsystems ausgezahlt . Compaq-Boß
Pfeiffer gefeuert Der Verwaltungsrat ( Board of Directors ) des weltgrößten
Computerherstellers Compaq hat am späten Sonntagnachmittag den
Vorstandsvorsitzenden Eckhard Pfeiffer aus dem Amt gedrängt . Mit ihm muß
Finanzchef Earl Mason gehen . Bis eine neue Führung gefunden ist , wird ein
Triumvirat aus Compaq-Mitgründer Benjamin Rosen und den Mitgliedern des
Vorstands Frank Doyle und Robert Ted Eloe der Firma in einem " Office of the
chief executive " vorstehen . Mit dem Verlust des Führungspostens bei Compaq
endet für Pfeiffer eine geradezu märchenhafte Karriere . Ihm hat es Compaq zu
verdanken , zur Nummer 1 im Weltcomputergeschäft aufgestiegen zu sein . Compaq
hatte vor einer Woche die Wall Street geschockt , als sie die Gewinnerwartungen
auf die Hälfte hatte zurückschrauben müssen . Vor allem an die Direktvertreiber
Dell und Gateway 2000 mußte die Firma Boden abgeben . Bereits im Herbst letzten
Jahres hatte der Branchenprimus fassungslos auf seine Quartalsbilanz blicken
müssen . Hannover Messe im Zeichen der Fabrikautomation In Hannover hat am
Montagvormittag die diesjährige Industriemesse begonnen . Fast die Hälfte der
Aussteller kommt aus dem Ausland . Neuer Messeschwerpunkt ist von diesem Jahr an
regelmäßig die Fabrikautomation . 2086 Aussteller aus diesem Bereich stehen für
eine weltweit einmalige Konzentration aus Maschinenbau , Elektrotechnik und
Informationstechnik . Zentraler Standort der " Fabrikautomation " sind die
Hallen 11 bis 17 und 28 . Themen in den Hallen 11 und 12 sind Meß- , Prüf- ,
Steuerungs- und Regeltechnik . Halle 13 präsentiert die Schalttechnik und das
Energiemanagement sowie Fertigungstechnik für Elektrotechnik und Elektronik .
Industrie-PC sind vorwiegend in den Hallen 11 , 14 und 15 zu finden .
Netzwerke/Industriekommunikation , Sensorik/Aktuatorik füllen die Hallen 11 , 12
, 14 , 15 und 28 auf . Aussteller von industrieller Bildverarbeitung befinden
sich in der Halle 16 . Montage , Handhabung , Robotik , Systeme und Komponenten
für die automatisierte Montage- und Handhabungstechnik sind in den Hallen 16 und
17 angesiedelt . Die Automation wird als Schlüsseltechnologie der Zukunft
gesehen : In einem Statement zur Messe betonte Klaus Friedrich von der Dresdner
Bank AG den äußerst harten Wettbewerb , der sich seit rund einem Jahrzehnt durch
die Globalisierung enorm verschärft habe und mit Einführung des " Euro " noch
weiter verschärfen werde . Auch Jürgen Pfister , Leiter Volkswirtschaft der
Commerzbank , wies zu Messebeginn auf den verschärften Wettbewerb hin : Es könne
es nicht nicht nur Gewinner geben , wenn die verheißenen Wachstum- und
Beschäftigungseffekte eintreten sollen . Höhere Effizienz der Produktion heiße
auch , daß die Schwächeren , die Grenzanbieter , ausscheiden und daß die Starken
zu Lasten der strategisch weniger gut positionierten Unternehmen Marktanteile
gewinnen . Dell mit starkem Umsatz- und Gewinnwachstum Dies gab Dell am Dienstag
nach Börsenschluß bekannt . Damit wurden zwar die Wall-Street-Gewinnerwartungen
erreicht , doch die Aktien des PC-Direktvertreibers gaben im nachbörslichen
Verkehr deutlich nach . Zum Vergleich : Branchenprimus Compaq konnte im letzten
Quartal 9,42 Milliarden umsetzen . Dell legte in Nord- und Südamerika um 45
Prozent und im asiatisch-pazifischen Raum um 48 Prozent zu . Der europäische
Umsatz stieg um 29 Prozent und erhöhte sich damit mehr als doppelt so stark wie
in der Gesamtbranche , betonte das US-Unternehmen . Dell stieg in der
Berichtszeit zum zweitgrößten PC-Anbieter in Europa auf . Dell wickelt bereits
30 Prozent seines Gesamtumsatzes über das Internet ab . Weizenbaum kontra
Chat-Kultur Der Computerwissenschaftler Joseph Weizenbaum hat den Einsatz von
digitalen Medien an den Schulen scharf kritisiert . Dadurch komme es zum Verlust
von Sprache und Leitbildern , erklärte er im Rahmen einer Veranstaltung des
gestern zu Ende gegangenen 29. Evangelischen Kirchentags in Frankfurt . Die "
Comic-Sprache " der Chat-Kultur werde auf Dauer festgeschrieben . " Das Internet
" , so Weizenbaum , " wird das Buch nie ersetzen " . In einem heute erschienenen
Interview mit der Basler Zeitung beklagt Weizenbaum , dass Kinder mit ihren
Computern mehr Zeit verbringen als mit Büchern . Da baue sich eine Katastrophe
auf . Man habe eine ganze Generation von Schulkindern als Versuchstiere
rekrutiert . Die allerhöchste Priorität müsse die Sprache haben . Zumindest in
den USA sei es gerade die Sprache , die weggeworfen werde . Am Massachusetts
Institute of Technology ( MIT ) , einer der führenden Universitäten der Welt ,
könne ein Drittel der Studenten keine Seite Englisch schreiben , ohne grobe
Fehler zu machen . Ebenfalls ein Drittel der amerikanischen Jugend könne zwar
Comic-Books und Straßenschilder lesen , verstehe aber eine kleine Stellenanzeige
nicht und könne sich erst recht nicht darauf bewerben . Weizenbaum : Langsam
wird es dafür zu spät . Der in Berlin geborene 77-jährige Computerpionier Joseph
Weizenbaum wirkt seit 1963 am Massachusetts Institute of Technology ( MIT ) . Er
arbeitete Ende der 60er Jahre an der Entwicklung des Arpanet mit , dem
militärischen Vorläufer des heutigen Internet . US-Repräsentantenhaus
verabschiedet Anti-Spam-Gesetz Das US-Repräsentantenhaus hat mit großer Mehrheit
das Gesetz H.R.3113 ( Unsolicited Commercial Electronic Mail Act of 2000 )
verabschiedet . Das Gesetz bittet den Versender unverlangt verschickter
Werbe-E-Mails ( Spam ) zur Kasse , wenn der Empfänger diesen vorher aufgefordert
hat , ihm keine Botschaften dieser Art zuzusenden . " Spammer " müssen zu diesem
Zweck im Rahmen der Aussendung eine E-Mail-Adresse nennen , die zum Stornieren
künftiger Werbung kontaktiert werden kann . Das Drängen der Provider , die
darauf hingewiesen haben , dass Spamming ihre Kanäle verstopfe und der im
puritanischen Amerika stets wirksame Hinweis auf pornographische Inhalte führte
nun zum Erfolg . Systems 98 : Messestart mit ISDN-Panne Unter einem schlechten
Vorzeichen begann die Münchner Computermesse Systems . Mit Messebeginn brach am
Montagmorgen die ISDN-Anlage weitgehend zusammen . Aussteller können daher nicht
aufs Internet zugreifen , Journalisten ihre Beiträge nicht in die Redaktionen
weiterleiten . Ersten Informationen zufolge scheint das Mißverhältnis zwischen
der Zahl vorhandener und verkaufter ISDN-Anschlüsse zu dem Debakel geführt zu
haben . Mit aufsehenerregenden Neuvorstellungen kann die Münchner Messe zwar
nicht glänzen , doch mit über 2300 Ausstellern fanden ein gutes Drittel Firmen
mehr als im Vorjahr den Weg zum Neuen Messegelände . Das Konzept , " Lösungen "
statt Produkte in den Vordergrund zu stellen , scheint aufzugehen .
Rücktrittsrecht bei Online-Verträgen angestrebt Die Reue kommt oft am Tag danach
. Wer jedoch von einem eloquenten Verteter an der Haustür beschwatzt worden ist
und vorschnell eine Unterschrift geleistet hat , verfügt über das Recht , den
geschlossenen Vertrag im Nachhinein rückgängig zu machen . " Übereilungsschutz "
nennen dies die Juristen . Die Regierungen haben dann drei Jahre Zeit , die
Bestimmungen in nationales Recht umzusetzen . Von seiten des Justizministeriums
ist zu erfahren , daß in Brüssel weitgehend Einigkeit über den Entwurf herrscht
, lediglich über die Verbandsklagebefugnis sei man zwischen Europäischem Rat und
Parlament noch uneins . US-Bürger beklagen Diktat der Technik Drei Viertel der
US-Bürger deuten das Jahr-2000-Problem als typisches Zeichen für eine zu große
Technikabhängigkeit der Gesellschaft . Dies folgt aus einer von der
Nachrichtenagentur Reuters in Auftrag gegebenen Studie . Allerdings glaubt gut
die Hälfte der Befragten nicht daran , dass dieses Problem sie persönlich
betreffen könnte . Ernstliche Sorgen machen sich nur gut 5 Prozent . Ebenso
viele rechnen sowieso damit , dass im nächsten Jahrtausend die Welt untergehen
könnte . Vulkanausbruch live im Internet Der seit 500 Jahren stärkste Ausbruch
des mexikanischen Vulkans Popocatepetl lässt sich via Live-Webcam verfolgen .
Zusätzlich veröffentlicht das Nationale Zentrum für Katastrophenschutz Mexikos
nähere Informationen zu dem Naturereignis im Internet . Hitliste der
Raubkopierer Er ist damit gegenüber dem Vorjahr um 9% gestiegen . Ein Auszug aus
der Liste : Vietnam 99% , El Salvador 97% , China 96% , Slowenien 96% , Rußland
94% , Deutschland 42% , Australien 35% , USA 26% . Angaben über die angewendete
Untersuchungsmethode und die in den Bereich der Studie einbezogenen Programme
gibt ( http://www.spa.org/piracy/releases/method.htm ) . Compaq : Billigcomputer
mit Cyrix-Media-Prozessor Am 20. Februar führt Compaq seinen neuen " Presario
2000 " auf dem Computermarkt ein . Hatte die Firma seit drei Jahren
ausschließlich Intel-Prozessoren eingebaut , enthält diese Neuheit nun einen
132-MHz-Cyrix-Media-GX-Chip-Set . Der " Presario 2000 " soll in den USA 999
Dollar kosten und ist mit 24 MByte RAM , einer 2-GByte-Festplatte , Modem und
8fach-CD-ROM ausgestattet . Der Monitor muß zusätzlich erworben werden . Compaq
Deutschland nennt einen Preis von 1699 DM , inklusive 15-Zoll-Monitor zahlt der
hiesige Kunde 2199 DM . Ob sich die Neueinführung lohnen wird , steht noch in
den Sternen . Compaq darf das Verkaufsargument " Pentium-kompatibel " jedenfalls
nicht verwenden , wenngleich der Cyrix-Prozessor dem Pentium hinsichtlich der
Leistung fast ebenbürtig ist und zudem über Sound- und Grafikfähigkeiten verfügt
. Initiative gegen Internet-Abmahner gegründet Um in Zukunft den "
Marken-Grabbern " das Absahnen zu erschweren , hat ein Juristenteam die "
Initiative gegen Marken-Grabbing " ins Leben gerufen . Das Team versteht sich
als Anlaufstelle für Betroffene und Interessierte . Das Rezept der "
Abmahnkönige " geht leider immer noch allzu oft auf : Nachdem beim Deutschen
Patent- und Markenamt ein populärer Begriff als Marke eingetragen worden ist ,
beginnt nach Ablauf einer Schonfrist ein Anwalt , alle gewerblichen Benutzer
dieses Begriffs unter dem Vorwurf wettbewerbsrechtlicher Störung abzumahnen .
Der Rechtsanwalt schreibt wie am Fließband Abmahnungen und kassiert
Abmahngebühren , der Markeninhaber versucht , von den Weiterbenutzern des
Begriffs eine " Gebühr " einzutreiben . Jüngste Beispiele sind Abmahnwellen im
Zusammenhang mit Marken wie " Site-Promotion " und " Webspace " . Microsoft und
IBM melden opulente Gewinne Nach Börsenschluss haben am Montag der Softwareriese
Microsoft und der weltgrößte Computerkonzern IBM ihre Geschäftsergebnisse
veröffentlicht . Die Rekordergebnisse für das Schlussquartal des abgelaufenen
Geschäftsjahres sind ebenfalls sehr beeindruckend . Damit hat Microsoft die
Wall-Street-Gewinn- und Umsatzprognosen deutlich übertroffen . Microsoft rechnet
mit einer langsam abnehmenden Personalcomputer-Nachfrage . Die Turbulenzen im
Zusammenhang mit dem Jahr-2000-Computerproblem und die unsicheren globalen
Wirtschaftsbedingungen würden sich ebenfalls auswirken , eine weitere
Margenexpansion werde es nicht geben , so ein Sprecher der Firma . Der Rest des
Konzernumsatzes entfiel auf die Finanz- und Investmentsparten .
Gates-Vernehmungen vorerst ohne Publikum Im Wege der Berufung ist damit die
Anordnung des Bundesrichters Thomas Penfield Jackson erst einmal ausgesetzt ,
Presse und Publikum wegen des überragenden allgemeinen Interesses am
Antitrust-Prozeß zuzulassen . Die Aussagen der Microsoft-Vertreter sollen jedoch
auf Videobändern festgehalten werden . Diese könnten ebenso wie die
Vernehmungsprotokolle auch im Nachhinein der Öffentlichkeit zugänglich gemacht
werden , urteilten die Richter . Der Beginn der Hauptverhandlung wird sich
voraussichtlich auf den 23. September verschieben . Gerichte uneins über
Sicherheit von PIN-Codes Das Landgericht Karlsruhe hat am Donnerstag in
Hohenasperg einen 51-jährigen Mann wegen mehrfachen EC-Karten-Diebstahls und
Computerbetrugs schuldig gesprochen . Der ehemalige Mathematikstudent hatte
mehrere Karten gestohlen und an Bankautomaten bis zu 11.000 Mark pro Karte
abgehoben . Ein zentraler Punkt der sechstägigen Verhandlung war die Frage , ob
der Angeklagte in der Lage gewesen sein könnte , die auf EC-Scheckkarten
enthaltenen Geheimnummern ( PIN ) zu knacken . Drei Sachverständige kamen nicht
zu einer übereinstimmenden Bewertung . Nach Feststellung der Kammer waren sie
sich aber darin einig , dass es Möglichkeiten zum Erraten der PINs gibt . Die
Trefferquote wird mit 1:150 bis 200 angegeben . Nach einem Bericht der FAZ hat
das Landgericht Frankfurt diese Woche im Rahmen einer Berufungsverhandlung
entschieden , die Geheimzahlen seien sicher : Die Kosten für den Bau eines
Entschlüsselungscomputers müssten auf mindestens 300.000 Mark geschätzt werden ,
und es gebe keine konkreten Anhaltspunkte dafür , dass tatsächlich eine
Organisation im Besitz eines derartigen Computers sei ( Az. 2/1 S 336/98 ) .
Bisher aufgeklärte Missbrauchsfälle , so das Gericht , zeigten als Ursache
durchgehend die leichtfertige Weitergabe der Kennzahl oder das Ausspähen der
Zifferneingabe am Automaten . Systems 98 : Harms fordert " Bündnis für Bildung "
Der Informatikbranche fehlt derzeit ein ganzes Heer von Fachkräften . In diese
Kerbe schlug der Vorsitzende des Fachverbands Informationstechnik im VDMA/ZVEI
Jörg Menno Harms , als er am Systems-Montag donnernd ein " Bündnis für Bildung "
forderte : 100000 Stellen für Software- und Multimediaexperten könnten in
Deutschland nicht besetzt werden . Nur so ließe sich das Übel an der Wurzel
packen und verhindern , daß in fünf Jahren 300.000 Spezialisten fehlten .
Hemmnis Nummer zwei seien die hohen Zugangskosten zum Internet . In Deutschland
zahlt man gut und gern das Achtfache , wenn man die USA zum Vergleich heranzieht
. Kein Wunder , so Harms , daß darum auch die Entwicklung des E-Commerce in
Deutschland zu wünschen übrig lasse . Microsoft steigert Quartalsgewinn um 30
Prozent Hauptgründe dafür waren die große Nachfrage nach Personalcomputern und
die hohen Verkaufszahlen bei Anwendungssoftware . In Asien stieg der PC-Absatz
besonders kräftig an . Microsoft erwartet , dass sich die starke PC-Nachfrage
auch im zweiten Quartal fortsetzen wird . Das Jahr-2000-Computerproblem hatte
keine nennenswerten Auswirkungen auf die Ergebnisse . Finanzchef Greg Maffei
schwärmt von einem großartigen Quartal . Vor allem die Unternehmensnachfrage
nach Office 2000- , Windows NT Server- und Backoffice-Anwendungssoftware habe
Impulse gegeben . Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Hitlerkarikatur in
CorelDraw Handlungsbedarf sah die Staatsanwaltschaft München I , als ein
Münchner Automatenaufsteller an verschiedenen Geräten anbot , Visitenkarten und
andere Schriftstücke auf Wunsch mit einem Hitlerkonterfei zu versehen . Weil
sich im Zuge der Ermittlungen herausstellte , daß die Karikatur - ein Hitlerkopf
in Propagandapose , dessen Kragen ein kleines Hakenkreuz zeigt - dem
Clipart-Pool der Grafiksoftware " CorelDraw " entnommen worden war , setzte die
Staatsanwaltschaft beim Amtsgericht München einen " allgemeinen
Beschlagnahmebeschluß " betreffend die Versionen 4 , 5 und 6 von CorelDraw durch
. Ziel : sämtliche genannten Software-Versionen und die dazugehörigen
Clipart-Kataloge zu beschlagnahmen . Unter den Cliparts fanden die Staatsanwälte
zwei weitere Kopfbilder Adolf Hitlers sowie ein Hakenkreuz . In einem halben
Dutzend Münchner Läden soll es daraufhin zu Konfiszierungen von CorelDraw
gekommen sein . Mit Beschluß vom 19. 11. hat die Staatsschutzkammer des
Landgerichts München I der daraufhin erfolgten Beschwerde von Corel nur insoweit
entsprochen , als die Beschlagnahme vorerst abgewendet werden kann , wenn Corel
die Verpackungen der Software mit einem Aufkleber versieht , der folgenden Text
zeigt : Es wird nochmals darauf hingewiesen , daß die
Software-Lizenzvereinbarung dieses Produktes die mißbräuchliche Verwendung der
in diesem Programm aufgeführten digitalen Bilder und Kennzeichen untersagt . Wer
nun meint , die Angelegenheit sei mit dem Anbringen des Aufklebers bereinigt ,
irrt : Das Ermittlungsverfahren gegen den Automatenaufsteller und gegen Corel ,
so Oberstaatsanwalt Manfred Wick zu c't , gehe weiter , im übrigen habe das
Landgericht " die Beschwerde von Corel als unbegründet verworfen " .
Millionenraub bei Microsoft Wie erst jetzt bekannt wurde , haben in der
vergangenen Woche vier maskierte und bewaffnete Männer über 200000
Microsoft-Echtheitszertifikate , etwa 100000 CD-ROMs und einige Computer geraubt
. Das Gaunerquartett hatte im schottischen East Kilbride das Gebäude der Firma
Thompson Litho überfallen und drei Angestellte gefesselt . Die Räuber entkamen
unerkannt . Thompson Litho stellt für Microsoft Produktpakete zusammen und
fertigt Handbücher . Bei den gestohlenen Softwareprodukten handelt es sich unter
anderem um deutschsprachige Versionen von Microsoft Office 97 Pro , Windows 95
und Windows NT 4.0 . Unter ( http://www.vibrio.de/microsof/texte/191197coas.htm
) und ( http://www.vibrio.de/microsof/texte/191197gestohlen.htm ) hat Microsoft
eine Liste der gestohlenen Zertifikat-Seriennummern und Produkte veröffentlichen
lassen . OLG Hamburg bremst Internet-Abmahnwelle Wie der Hamburger Rechtsanwalt
Dr. Oliver Gießler mitteilt , hat das Oberlandesgericht der Hansestadt die
Berufung der Topware CD-Aktiengesellschaft gegen die Entscheidung des
Landgerichts in Sachen " emergency.de " zurückgewiesen . Topware , als
Markeninhaber eines Spiels mit Namen " Emergency " , hatte den Betreiber der
gleichnamigen Domain , deren Inhalt Informationen zu medizinischen Notfällen
waren , abgemahnt und per einstweiliger Verfügung durchgesetzt , daß der
Kleinunternehmer die Bezeichnung nicht weiter führen durfte . Topware hatte den
Titelschutz " insbesondere auch für Online-Dienste " in Anspruch genommen . Dem
konnte das Oberlandesgericht nicht folgen . Die Richter meinen , daß erst mit
Beginn des Gebrauchs einer Domain an dieser ein Namensrecht gemäß Paragraph 12
BGB erworben werde . Dies war im Falle der Notfallseite " Emergency " der Fall
gewesen . Hatte sich jemand eine eigene Domain eintragen lassen ( zum Beispiel
xyz.de ) und ließ sich später eine Firma die Bezeichnung xyz als Marke schützen
, lief er Gefahr , vom Markeninhaber abgemahnt zu werden . Unter Berufung auf
das Urteil des Oberlandesgerichts Hamburg ( Az. 315 O 107/98 ) werden die Karten
in vielen noch unentschiedenen Namensstreitverfahren neu gemischt werden müssen
. In jedem zweiten Privathaushalt steht ein Computer Das Statistische Bundesamt
hat heute die Ergebnisse der laufenden Wirtschaftsrechnungen privater Haushalte
in Deutschland bekanntgegeben . Demnach verfügten Anfang 1999 45 Prozent der
privaten Haushalte über Personalcomputer , im Westen 46 und im Osten 39 Prozent
. Die PC-Ausstattung korreliert sehr stark mit dem Haushaltsnettoeinkommen : 11
Prozent der privaten Haushalte verfügten über ein Modem , 5 Prozent über einen
ISDN-Anschluß . Die Ausstattung mit Telefon ist nahezu flächendeckend ( 99
Prozent ) . Bisherige Unterschiede zwischen alten und neuen Bundesländern sind
inzwischen so gut wie aufgehoben . 15 Prozent der Haushalte verfügten über ein
Fax-Gerät . Die laufenden Wirtschaftsrechnungen der amtlichen Statistik
berichten über die Einnahmen und Ausgaben privater Haushalte in Deutschland
sowie über die Ausstattung mit langlebigen Gebrauchsgütern für Verkehr ,
Unterhaltung , Kommunikation und Haushalt . Die vorstehenden Aussagen beziehen
sich nicht auf Haushalte von Selbständigen und Landwirten . Der Stichtag der
Erhebung war der 1. Januar 1999 . 200000 Stellenangebote im Internet Die
Bundesanstalt für Arbeit hat ihren " Stellen-Informations-Service " SIS unter (
http://www.arbeitsamt.de/ ) jetzt auch dem Internet erschlossen .
Digitalfernsehen : ZDF startet Dokumentationskanal Am Sonnabend , dem 1. April ,
beginnt das Zweite Deutsche Fernsehen mit Sendungen im Rahmen seines Reportage-
und Dokumentationskanals . " ZDF doku " wird nur digital täglich von 14 Uhr
nachmittags bis 9 Uhr am nächsten Morgen ausgestrahlt werden . Die Programme
sind unverschlüsselt und damit frei zu empfangen - soweit der Zuschauer
entsprechend ausgerüstet ist . Für den Empfang der öffentlich-rechtlichen
digitalen Zusatzprogramme im Breitbandkabelnetz , die unter dem Signum " ARD
digital " und " ZDF vision " laufen , ist zur Zeit von der Deutschen Telekom AG
die d-Box zugelassen . Dieses Gerät kann im Handel gekauft oder gemietet werden
. Eine Anmietung ist jedoch nur in Verbindung mit einem Abonnement von
Pay-TV-Programmen möglich . Mit Free-To-Air-Satellitenempfängern ausgestattete
Zuschauer können die Empfangsparameter von ZDF doku auch manuell eingeben :
ASTRA 1G auf 19,2° Ost ( 1E-Frequenzband ) , Transponder 77 , Frequenz 11,9535
GHz horizontal , FEC 3/4 , Symbolrate 27500 , ( id 28014 , Video-PID 660 ,
Audio-PID 670 ) . Seit dem 20. März läuft über diese Frequenz bereits ein
Trailer . Kirchengemeinde mahnt " Hexe " wegen Website ab Weil sich die
Hausmeisterin eines kirchlichen Gebäudes auf ihrer Website als Hexe bezeichnet
und sich vor dem Treppenaufgang des katholischen Kindergartens als solche hat
ablichten lassen , hat die katholische Kirchengemeinde Rottweil eine
arbeitsrechtliche Abmahnung durch einen Rechtsanwalt veranlasst . " Im
Zusammenhang mit dem mit Ihnen abgeschlossenen Dienstvertrag ist auch Bezug
genommen auf die Grundordnung des kirchlichen Dienstes , die Bestandteil des
Vertragsverhältnisses ist " , heißt es in dem anwaltlichen Schreiben . " Im
Übrigen weisen wir darauf hin , dass die Aufrechterhaltung der Website zur
Auflösung des Dienstvertrages führen kann " . Seit einigen Jahren bildet sich
eine Bewegung vor allem von Frauen , die sich selbst Hexen nennen . Sie
bezeichnen ihr " Hexensein " selbst als den Versuch , sich der eigenen Intuition
zu öffnen und im Einklang mit der Natur innere Weisheit zu erlangen . Ihr
moderner " Hexenbegriff " hat mit Satanskulten nichts zu tun ; Protagonistin
dieser eher spirituellen feministischen Bewegung ist die US-Hexe Starhawk . IBM
meldet gesunkenen Gewinn Zum ersten Mal seit zwei Jahren muß IBM bei
vergleichendem Blick auf das Vorjahr sinkende Gewinne einräumen . Zwar konnte
der Umsatz um schwache 2 Prozent auf 17,62 Milliarden gesteigert werden , doch
verminderte Gewinnspannen und ein Rückgang im Hardwaregeschäft ließen IBMs
derzeitigen Finanzchef Lawrence Ricciardi in Düsternis schwelgen : Weiterhin
anhaltender Preisdruck im PC-Bereich , ein starker Dollar und der nicht auf die
Beine kommende asiatisch-pazifische Markt seien potentielle Gefahrenmomente für
den künftigen Geschäftserfolg . Pflichtbewußt kommentierte Ricciardi das
schlechte Ergebnis als Ausrutscher , der keine Rückschlüsse auf den Verlauf des
restlichen Geschäftsjahres gestatte . Bereits in der letzten Woche hatten Compaq
und Intel ebenfalls kräftige Gewinnrückgänge beklagen müssen . Ex-Compaq-Chef
Pfeiffer : " Ich bin kein Sündenbock " Der geschaßte Compaq-Chef Eckhard
Pfeiffer hat sich Anfang der Woche selbstbewußt vor der Presse zu den gegen ihn
erhobenen Vorwürfen geäußert . Obwohl andere Computerhersteller optimistische
Prognosen über das Computergeschäft abgegeben hatten , blieb Pfeiffer bei seiner
Auffassung , die drastischen Gewinnrückgänge bei Compaq seien die Folge einer
allgemeinen Schwäche des PC-Markts , des Preisverfalls und der wachsenden
Konkurrenz . Schließlich habe selbst Intel darauf hingewiesen , daß der
Prozessorabsatz im laufenden Quartal rückläufig sei . Die glänzenden Zahlen des
Hauptkonkurrenten Dell seien allein darauf zurückzuführen , daß Dell den
Zeitraum seiner Geschäftsquartale entgegen den Gepflogenheiten der übrigen
Industrie eigenwillig setze . Doch die Analysten und Investoren der Wallstreet
begannen , Pfeiffers Glaubwürdigkeit anzuzweifeln . Darum habe er beschlossen
zurückzutreten , um die Börsianer zu beruhigen . Ein Sündenbock sei er nicht .
Vor zwei Wochen hat Erzrivale Michael Dell in einem Interview mit der
Tageszeitung Die Welt aufgezeigt , welche Strategie seiner Meinung nach die
bessere sei : Doch gleichzeitig verfügen sie über ein Händlernetz , das sie
nicht vergraulen können . Deshalb sind ihre Computer online teurer als im
Geschäft . Solange dies anhält , sehe ich für uns keine Bedrohung . Wir haben
ein Geschäft . Pfeiffer darf vertragsgemäß zwei Jahre lang nicht für einen
Konkurrenten arbeiten . " Mal sehen , wo sich mir die nächste Chance bietet ,
doch wo soll man hingehen , wenn man eine 40-Milliarden schwere Gesellschaft
geführt hat ? " SAP : Quartalsumsatz besser als erwartet Die Walldorfer
Softwarefirma SAP AG hat im ersten Quartal 1999 ihren Umsatz deutlich steigern
können . Den größten Wachstumsschub verzeichnete die Region Europa , Naher Osten
und Afrika mit einem Plus von 36% . In der Region Amerika stiegen die Erlöse um
14% . Das Ergebnis sei " besser als erwartet " ausgefallen , sagte
Vorstandssprecher Henning Kagermann am Mittwoch . Ziel sei weiterhin , den
Umsatz 1999 um rund 20 bis 25 Prozent zu steigern . Auf dem Frankfurter Parkett
stieg der Kurs der SAP-Aktie am Mittwochvormittag kräftig an . Compaqs Zahlen
jetzt auf dem Tisch Mit 16 Cents pro Aktie liegt der Ertrag knapp über der Marke
, die Compaq am 9. April in einer verspäteten Warnung genannt hatte . Analysten
hatten noch Anfang des Jahres mit einem doppelt so hohen Betrag gerechnet . "
Abgesehen davon , daß wir unsere Stellung im Markt behaupten konnten , ist das
Ergebnis enttäuschend und nicht zu akzeptieren " , kommentierte der
Verwaltungsratsvorsitzende Benjamin Rosen das Ergebnis . Nach dem unfreiwilligen
Rücktritt von Compaq-Chef Eckhard Pfeiffer leitet Rosen als einer der
Interims-Vorsitzenden die Geschäfte . Im Geschäftsbericht spart die Firma nicht
mit Selbstkritik . Vor allem im High-End-Bereich seien die Marktchancen nicht
genutzt worden , die Synergie-Effekte durch den Kauf von Tandem und Digital
Equipment seien nicht in dem erwarteten Maß eingetreten . Compaq nennt aber auch
eine Reihe positiver Punkte : So sei der Consumer-Bereich doppelt so schnell wie
der Markt gewachsen . Bill Gates hat sein Vermögen in Jahresfrist verdoppelt
Microsoft-Chef Bill Gates führt die Liste der reichsten Männer der Welt weiter
unangefochten an . Abhängig vom Aktienkurs , hatten die Pfründe Bill Gates kurz
zuvor zeitweise die 100-Milliarden-Dollar-Grenze überschritten . Seit fünf
Jahren behauptet sich Gates an der Spitze , im letzten Jahr mit rund 50
Milliarden . Computerversender Michael Dell herrscht mit 16,5 Milliarden auf
Platz 6 . Studie : US-Bürger verlieren schnell die Lust am PC Die Zahl der
erwachsenen US-Bürger , die ihren PC zuhause nutzen , ist in den letzten vier
Jahren von 90 auf 53 Prozent gefallen . Dies meldet das US-Wirtschaftsblatt
Wall-Street Journal unter Berufung auf eine Untersuchung der Arbitron NewMedia .
Stundenlohn 4 Mark , 83 Pfennige Stundenlöhne unter 5 Mark bei einer
60-Stunden-Arbeitswoche für einige Expo-Beschäftigte beklagt Hartmut Meine ,
Bezirkssekretär der IG Metall Hannover . Die IG Metall , traditionell in
Hannover in diesem Bereich präsent , müht sich , diese Grauzone auszuleuchten .
Für diesen Kreis sind Tarifverträge abgeschlossen worden , die bei einer
35-Stunden-Woche Entgelte zwischen 14,50 und 26 Mark pro Stunde vorsehen . Ins
Visier der Gewerkschaft sind vor allem die kanadische Firma Everest LP und die
Expo-Resto GmbH geraten . Everest soll kanadische Studenten und ungarische
Arbeitnehmer für ein Monatssalär von 1100 Mark bei einer 60-Stunden-Woche
beschäftigen . Darüber hinaus , sagte Meine weiter , gehe man dem dringenden
Verdacht nach , dass in einzelnen Pavillons Kellner als Scheinselbständige
beschäftigt werden . Sie sollen lediglich Honorarverträge erhalten haben und
stehen damit ohne jeden sozialversicherungsrechtlichen Rückhalt da . Zum Thema
auch der Artikel " Unzumutbare Arbeitsbedingungen auf der EXPO " in Telepolis .
Sorge wegen Erdbebenfolgen in Taiwan Nachdem Taiwan in der vergangenen Nacht von
einem Erdbeben erschüttert worden ist , herrscht noch immer Unklarheit über die
Zahl der Opfer und die wirtschaftlichen Folgen der Katastrophe . Die spärlichen
Meldungen aus der Hauptstadt Taipeh sprechen zur Stunde von mehr als 1400
getöteten Menschen . Regierungsamtlich wird mit einem weiteren Anstieg der Zahl
der Opfer gerechnet : über 1000 Personen seien noch verschüttet . Die Sorge gilt
auch den Kollegen der Auslandsvertretung des Heise-Verlages in Taipeh . Einen
Mitarbeiter konnten wir kurz erreichen . Seinem Bericht zufolge herrscht in der
Hauptstadt des Inselstaates Chaos - wenngleich dort das Beben nur mit
verminderter Stärke gewütet hat . Vornehmlich die zerstörten
Versorgungsleitungen verursachen schwere Probleme . Die wirtschaftlichen Folgen
im Bereich der Halbleiterherstellung sind schwer abzuschätzen . Zwar befinden
sich die Produktionsstätten in der nur peripher von dem Beben betroffenen
Provinz Hsinchu , und die modernen Fabriken sind mit Vorbedacht erdbebensicher
konzipiert worden , doch könnten viele Zulieferfirmen in Mitteltaiwan von
Zerstörungen betroffen sein . Die beiden bedeutenden Chiphersteller " Taiwan
Semiconductor Manufacturing " und " United Microelectronics Corporation "
wiegelten der Nachrichtenagentur Reuters gegenüber ab : Außer dem Zusammenbruch
der Stromversorgung seien keine weiteren Schäden zu beklagen . Marktbeobachter
gehen aber davon aus , dass es als Folge der Naturkatastrophe zu
Produktionsausfällen und damit zu einem weiteren Ansteigen der Chippreise kommen
wird . In Taiwan ansässige Firmen bedienen etwa 12 Prozent des weltweiten
DRAM-Marktes . Die Verunsicherung des Marktes trieb schon einmal die Kurse
europäischer Konkurrenten in die Höhe . Siemens legte bereits 2,6 Prozent zu .
America Online erzielt Rekordergebnis Dies gab AOL am Mittwoch nach
Börsenschluss bekannt . AOL-Chef Steve Case hob hervor , dass AOL mit seinen
interaktiven Diensten inzwischen acht von zehn amerikanischen Internet-Benutzern
erreicht . Die AOL-Mitglieder nutzen den Dienst im Schnitt 55 Minuten am Tag
oder täglich acht Minuten länger als in der Vorjahresvergleichszeit .
Teilnehmer-Identifikation für Telefon-CDs verboten Wie jetzt bekannt wurde , hat
das Oberlandesgericht Köln bereits am 10. November mit rechtskräftigem Urteil
eine einstweilige Verfügung bestätigt , mit der einer deutschen
Software-Vertriebsfirma verboten worden ist , Programme anzubieten und zu
verkaufen , mit denen eine Teilnehmer-Identifikation mittels Telefon-CD-ROM
möglich ist ( Az. 6 U 105/00 ) . Damit hat das Gericht die Berufung gegen das am
23. Mai verkündete Urteil der 33. Zivilkammer des Landgerichts Köln ( 33 O
150/00 ) zurückgewiesen . Die Deutsche Telekom ist verpflichtet , die Datensätze
der Telefonteilnehmer anderen Firmen , die Auskunftsysteme betreiben , zu
verkaufen . Sie dürfen also keine Möglichkeit einbauen , Teilnehmer anhand ihrer
Telefonnummer zu identifizieren . Diese Lücke versuchen einige Anbieter zu
füllen , indem sie Zusatzprogramme offerieren , die im Zusammenhang mit
Telefon-CDs die Rückwärtssuche ermöglichen . Solche Ergänzungen sind zum
Beispiel die Programme " Rufident " für die Telefon-CD der Firma Klicktel oder "
Reverz " für das Produkt D-Info . Sie werden vornehmlich aus der Schweiz von
einer Baseler Firma vertrieben . Tragende Begründung des Urteils ist , dass eine
Rückwärtssuche gegen das Bundesdatenschutzgesetz ( BDSG ) verstoße , da es sich
hierbei um eine unzulässige Nutzung personenbezogener Daten handele . Es fehle
an der erforderlichen Einwilligung der auf einer CD-ROM gespeicherten
Telefonteilnehmer . Auch , wenn die Einwilligung der Teilnehmer zur
Veröffentlichung ihrer Daten auf Telefon-CD vorliege , erstrecke sich diese
Einwilligung nicht auf jegliche Nutzung , sondern nur auf die übliche
Abfragemöglichkeit nach Namen zur Ermittlung einer Telefonnummer , nicht aber
auf den umgekehrten Fall der Rückwärtssuche . Das Angebot und der Vertrieb des
Programms " Rufident " stellt einen Verstoß gegen §§ 4 Abs. 1 und Abs. 2 , 28
Abs. 1 , 29 Abs. 1 BDSG dar . Nach der im § 1 Abs. 2 Nr. 3 BDSG getroffenen
Regelung gilt dieses Gesetz für die Erhebung , Verarbeitung und Nutzung
personenbezogener Daten durch nicht öffentliche Stellen , soweit letztere die
Daten geschäftsmäßig oder für berufliche oder gewerbliche Zwecke verarbeiten
oder nutzen . Zweistellige Gewinnraten bei Microsoft , Intel und IBM Stolz
publiziert Microsoft die Gewinnergebnisse des abgelaufenen Geschäftsquartals (
http://microsoft.com/corpinfo/press/1997/jan97/earnings.htm ) . Strahlende
Gesichter auch bei Intel : Seit sieben Jahren meldet Intel ein Rekordergebnis
nach dem anderen . Im abgelaufenen Quartal hat sich der Reingewinn mit 1,91
Milliarden gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt . Neue Telefon-CDs
angekündigt Nachdem die Telekom ihre Preise für die Aushändigung der aktuellen
Daten angesichts einer drohenden Mißbrauchsverfügung seitens des
Bundeskartellamtes drastisch gesenkt hat , kündigt der Mannheimer CD-ROM Verlag
TopWare für April die neue Version seiner Telefonbuch-CD-ROM " D-Info " an .
Topware hatte nach eigenem Bekunden bislang die Datensätze manuell in China
erfassen lassen und sich den Zorn der Telekom zugezogen . Vor allem die
Rückwärtssuche ( nach Eingabe der Telefonnummer kann der zugehörige
Namenseintrag ermittelt werden ) hatte Anlaß geboten , wegen Verstoßes gegen
Datenschutzbestimmungen den Vorwurf der Wettbewerbswidrigkeit zu erheben .
Topware war daraufhin nach Österreich ausgewichen und vertrieb die D-Info über
eine rechtlich vom Stammsitz unabhängige Firma . Sie hat ebenfalls für April zum
Preis von zirka 30 DM ein ähnliches Produkt angekündigt . Das Erstellen privater
Telefonbücher , Aktualisieren von EMail-Adressen sowie den Datenexport in über
20 Dateiformate und umfangreiche Sortierfunktionen versprechen die Mannheimer
ebenfalls . Die " Volltextsuche in beliebigen Feldern " soll anscheinend die
umstrittene Rückwärtssuche ersetzen . Weil die endgültige Feature-Liste noch
nicht erstellt worden sei , hielt sich Topware auf Nachfrage hin bedeckt . Der
dritte namhafte Anbieter , der Garbsener Teleinfo-Verlag , schlägt sich noch mit
Datenschützern herum . Für seine elektronische Auskunft läßt er mittels
elektronischer Kameras an öffentlichen Straßen und Plätzen gelegene Häuser und
Hausgrundstücke fotografieren . Ein mit mehreren Weitwinkelkameras und zwei
Normalkameras ausgestatteter PKW befährt öffentliche Straßen und Plätze und
fotografiert die links und rechts sowie in Fahrtrichtung gelegene Umgebung in
kurzen Zeitabschnitten . Die Bilder werden auf Festplatte gespeichert .
Gleichzeitig ermittelt die Technik im Fahrzeug ständig mittels Satellitentechnik
die geostationäre Position des Fahrzeugs im Augenblick der Fotografie und
speichert diese zusammen mit dem Bildmaterial ab . Über Umfang und
Erscheinungsdatum eines Endprodukts ist noch nichts bekannt . Hannover Messe :
Automatisierung im Vordergrund Am Morgen des 22. April hat die Hannover Messe (
Industrie ) ihre Tore geöffnet . Bis einschließlich kommenden Sonnabend zeigen
über 7000 Aussteller aus 65 Ländern auf einer Nettoausstellungsfläche von 318500
Quadratmetern ihre Produkte . Damit hat sich die Hannover Messe gegenüber dem
Vorjahr wiederum vergrößert . Den Deutschen wird besonders hoher Nachholbedarf
bescheinigt : In der Industrie kommt auf 145 Beschäftigte ein Roboter , in Japan
ist bereits jeder 26. Mitarbeiter durch einen elektromechanischen Konkurrenten
ersetzt worden . Sehenswertes können DV-Interessierte außerdem in den
Ausstellungsbereichen Energie- und Umwelttechnik ( Hallen 6 , 7 , 11 , 12 , 14 )
sowie Forschung und Technologie ( Halle 18 ) erwarten . IBM mit glänzendem
Quartalsabschluß Der weltgrößte Computerkonzern hat im ersten Quartal 1999 neue
Gewinn- und Umsatzrekorde verbucht . Dies hat IBM am Mittwoch nach Börsenschluß
bekanntgegeben . Damit hat der Computerriese die Wall-Street-Erwartungen
deutlich übertroffen . Die Dienstleistungs- und die Softwaresparte steuerten
gemeinsam 60 Prozent des Gewinns bei . Im Hardware-Bereich legte das
Festplattengeschäft zu , bei Speicherchips ist das Ergebnis unbefriedigend . Die
Personalcomputer-Sparte , die im Vorjahr Riesenverluste verbucht hatte , hat
sich erholt . Selbsthilfeverein für Onlinesüchtige gegründet Ein bundesweiter
Selbsthilfeverein für Onlinesüchtige ( HSO e. V. ) ist am 19. Juni in Langenfeld
gegründet worden . Er will Betroffene wieder zurück ins wahre Leben holen . Die
Gründerin , Gabriele Farke , hält sich selbst für ein Opfer . Sie habe sich
völlig vom Internet beherrschen lassen und beklagt hohe Telefonrechnungen von
mehr als 1000 Mark im Monat . Der Verein will den Netzabhängigen bei ihren
Problemen zur Seite stehen - nicht nur in Langenfeld , sondern auch in den
Ortsvereinen Wiesbaden und Erkrath bei Düsseldorf . In regelmäßigen
Gesprächstreffen soll gemeinsam mit Angehörigen nach Gründen für die Sucht
geforscht werden . Im Verein sollen auch Ärzte und Krankenkassen mitwirken . Das
Wichtigste sei , wieder ins richtige Leben zurückzukehren und sich auch mit
Online-Bekannten zu treffen . Schlussplädoyers im Microsoft-Prozess abgegeben
Die US-Regierung und Microsoft stehen sich im Kartellverfahren weiterhin
unversöhnlich gegenüber . Bei den Schlussplädoyers am Dienstag vor dem
Distriktgericht in Washington warfen Regierungsanwälte dem Unternehmen vor ,
rücksichtslos seine Interessen zu verfolgen und sein Quasi-Monopol beim
PC-Betriebssystem Windows zur Verdrängung von Konkurrenten missbraucht zu haben
. Microsoft-Verteidiger John Warden argumentierte dagegen erwartungsgemäß mit
der dynamischen Entwicklung der IT-Industrie ; der Aufbau eines dauerhaften
Monopols sei überhaupt nicht möglich , so der Microsoft-Verteidiger . Richter
Thomas Penfield Jackson hat sein Urteil in zwei Blöcke unterteilt , um den
Kontrahenten noch einmal die Gelegenheit zu einer außergerichtlichen Einigung zu
geben . Der Richter wird in etwa vier Wochen zunächst seine
Tatsachenfeststellung formulieren . Daraufhin erhalten beide Seiten Gelegenheit
, in Schriftsätzen Stellung zu nehmen , bevor Jackson wahrscheinlich Anfang
nächsten Jahres seine endgültige Entscheidung bekannt gibt . Sollte Microsoft
des wettbewerbswidrigen Verhaltens schuldig gesprochen werden , könnte die
Regierung die Aufspaltung des Unternehmens beantragen . Richter Jackson hat die
Parteien schon mehrfach zu einem außergerichtlichen Vergleich aufgerufen , um
die Auseinandersetzung rascher beizulegen . Das Ende des Call-by-Call ? Die
Telekom plant , vom 1. April an die Gesprächsgebühren anderer Anbieter nur noch
in ihrer Rechnung aufzulisten und nicht mehr einzuziehen . Die entsprechenden
Beträge müssten die Kunden dann selbst auf die einzelnen Konten der
unterschiedlichen Telefongesellschaften überweisen . Die Höhe der Zusatzkosten
wollte Lissek allerdings nicht benennen . Der Telefonverband VATM , in dem rund
40 Wettbewerber der Deutschen Telekom organisiert sind , bezeichnete den
Beschluss der Telekom als " Tod des Call by Call " . Nach Angaben des Verbandes
kassiert die Telekom zur Zeit monatlich durchschnittlich 8 Mark für ihre
privaten Konkurrenten mit ein . Für dieses Inkasso berechnet das Unternehmen
bislang 4,5 Prozent des Umsatzes und 0,7 Pfennig je Rechnungszeile . Netscape
will mit " Constellation " obenauf Eine Erweiterung des für Anfang nächsten
Jahres avisierten " Netscape Communicator " , der den " Navigator " mit weiteren
Programmen kombinieren soll ( siehe c't 12/96 , S. 30 , (
http://www.heise.de/ct/Artikel/96/12/NETSCAPE.HTM ) ) , hat Netscape-Chef Jim
Barksdale anläßlich der Comdex in Aussicht gestellt . Constellation ruft
automatisch das zugehörige Mutterprogramm auf und sorgt für Aktualisierung . Wer
zum Beispiel stets die aktuellen Börsenkurse parat haben möchte , käme mit
Constellation zum Zuge : " Die Information findet den Weg zu Ihnen , wann und wo
Sie es wollen " , so Barksdale . Constellation könnte wie eine Schicht über dem
Betriebssystem liegen , ob es nun Windows , Macintosh oder Unix heißt . Erzfeind
Microsoft arbeitet underdes weiter an seinem " Active Desktop " , dem es in etwa
die gleichen Fähigkeiten angedeihen lassen will , die Netscapes " Constellation
" ausmachen sollen . Hacker zu Computerentzug verurteilt Der junge Mann hatte
gestanden , sein als Praktikant beim Onlinedienst AOL erworbenes Wissen
eingesetzt zu haben , um originäre AOL-Dateien gegen eigene auszutauschen .
Nennenswerten Schaden hat er nicht angerichtet , AOL stellt aber 50.000 Dollar
für die Beseitigung der Fremddateien in Rechnung . Der von seinem Verteidiger
als " ängstlich-depressiv " eingestufte Hacker darf nach Verbüßung der
Freiheitsstrafe fünf Jahre lang nur im schulischen oder beruflichen Umfeld am
Computer tätig sein . Humorvoll , an Sex interessiert , aber oberflächlich Dies
ergibt die aktuelle WWW-Benutzer-Analyse W3B des Hamburger Marktforschungs- und
Beratungsunternehmens Fittkau und Maaß , das 25.000 WWW-Nutzer aus Deutschland
und Europa online befragt hat . Die Nutzung von E-Mails ist im Zeitverlauf
deutlich angestiegen : Im Herbst 1999 kommunizierten rund 96% der befragten
deutschsprachigen WWW-Anwender häufig oder gelegentlich via E-Mail , drei Jahre
zuvor waren dies lediglich rund 74% . Diese Entwicklung ist auch bei Chatrooms
und Newsgroups zu beobachten . An Chats nehmen insbesondere Frauen , junge
Anwender ( unter 20 Jahren ) sowie Schüler und Auszubildende gern teil ; unter
den Nutzern von Newsgroups befinden sich vor allem männliche Teilnehmer sowie
Personen im Alter zwischen 30 und 40 Jahren . Es zeichnet sich der Trend ab ,
dass Chats zukünftig eine größere Bedeutung zukommen wird als Newsgroups . Zwei
Drittel der Nutzer betreten den Chatroom nur unregelmäßig , das heißt etwa alle
zwei Wochen . Ein harter Kern von 12,3% chattet fast täglich , 12,9% mindestens
zwei bis drei mal pro Woche und weitere 11,9% einmal wöchentlich . Häufigste
Gründe für den Besuch von Chats bilden der Spaß- und Unterhaltungsfaktor ( für
rund die Hälfte der Chatter ) sowie Langeweile beziehungsweise Zeitvertreib (
für rund ein Drittel ) . Erst auf Platz drei und vier der Motive folgen mit je
rund 30% der Nennungen das Kennenlernen interessanter Menschen oder das
Schließen internationaler Bekanntschaften . 11,5% geben an , Chatrooms zu
besuchen , weil sie dort anonym bleiben und ihr " wahres Ich " ausleben könnten
. " Ehrlich " treten wohl nur 15% auf , meinen die Befragten . Arbeitsamt : eine
Milliarde für Computerberufe Die Bundesanstalt für Arbeit will der
Computerbranche in diesem Jahr 30000 Arbeitskräfte anbieten . Über die
spezifischen DV-Berufe hinaus werden in kaufmännischen und gewerblichen
Weiterbildungsmaßnahmen Qualifikationsbausteine aus den Bereichen Multimedia ,
elektronischer Geschäftsverkehr und DV-Anwendung vermittelt . Apple :
Zusammenarbeit mit Microsoft Im Bemühen , das vor sich hin dümpelnde
Apple-Schiff wieder in flottes Fahrwasser zu bringen , bemüht sich Apple-Chef
Gilbert Amelio nun auch um eine bessere Zusammenarbeit mit dem Rivalen Microsoft
. Mit Microsofts Entwicklern von Mac-Programmen hat die Apple-Riege schon einmal
zwanglosen Kontakt aufgenommen : beim gemeinsamen Umtrunk in einer Brauerei nahe
dem Microsoft-Hauptquartier in Redmond . Programmsperre bei Texterkenner
Omnipage verboten Eine bestimmte Version des Texterkennungsprogramms " Omnipage
" darf vom Vertreiber nicht weiter verkauft werden . Die Version verlangt nach
25-maligem Aufruf das Ausfüllen eines elektronischen Fragebogens zu persönlichen
und technischen Informationen , ohne deren Angabe das Programm nicht mehr
genutzt werden kann . Die mittels des Fragebogens gewonnenen Daten dürfen von
Hersteller und Vertrieb nicht verwendet werden . Als " Täuschung des Erwerbers "
und " Verstoß gegen die guten Sitten im Wettbewerb " hat die 7. Zivilkammer des
Landgerichts München I per Urteil die zuvor erlassene einstweilige Verfügung
bestätigt ( Aktenzeichen 7 O 115/00 ) . Die Firma hatte gefordert , die Angaben
via Internet , postalisch oder per Fax weiterzuleiten und auf diesen Umstand
beim Kauf des rund 300 Mark teuren Produkts nicht hingewiesen . PC Expo :
Digitaler Videorekorder für alle Formate Sie enthält einen Encoder- und einen
Decoder-Chip und unterstützt alle komprimierten Videoformate sowie das Mischen
von MPEG-Streams . Sigma wird die Karte mit MPEG-2-Software vertreiben , die
Aufnehmen , Editieren und Archivieren von DVD/MPEG-2-Videos ermöglicht .
REALmagic DVR soll im dritten Quartal dieses Jahres für rund 1000 US-Dollar auf
den Markt kommen . ( Dr. Sabine Cianciolo ) PC Expo : 1-GHz-Alpha-Prozessor ohne
Kühlung Alpha Processor ( API ) zeigte auf der PC Expo , wie angekündigt , den
ersten 1-GHz-Prozessor , der bei Zimmertemperatur ohne spezielle Kühlung
arbeitet . Frühere 1-GHz-Demos von Intel oder AMD funktionierten nur mit einer
besonderen Kühlvorrichtung . Außerdem stellte die Firma ihr UP1000
Single-Prozessor-Board vor . Das UP2000-Motherboard ist ab Ende Juli mit einem
667-MHz-21264-Alpha-Slot-B für rund 4600 US-Dollar erhältlich , ein
750-MHz-Alpha und das UP1000 folgen im dritten Quartal 1999 . ( Dr. Sabine
Cianciolo ) D-Info-Installationsroutine kann Verzeichnisse löschen Anwender ,
die ihre Telefon-CD " D-Info 99 " nicht mit der Standardeinstellung in die dort
vorgesehenen Verzeichnisse installieren , laufen Gefahr , große Teile ihrer
Festplatte zu löschen . Die Installationsroutine geht davon aus , daß es sich um
eine alte D-Info-Installation handelt . Am schlimmsten wirkt sich der Fehler aus
, wenn D-Info im Hauptverzeichnis seinen Platz finden soll : Dann löscht die
individuelle Installation die gesamte Partition der Festplatte . TopWare will in
Kürze mit einem " Service Release " den Fehler beheben . Es soll gegen Vorlage
der Original-CD-ROM kostenlos im Handel erhältlich sein , sowie vorab im
Internet zum Download bereitgestellt werden . CeBIT Home : 400 Freikarten ... Es
gilt die Reihenfolge der Anmeldung und Angabe des Alters . Fax : 069/6312925 ,
EMail : Windows98-Echtheitszertifikate gestohlen Wie erst jetzt bekannt wurde ,
haben Diebe in der Nacht des 17. Juli aus einer schottischen Druckerei 115000
Echtheitszertifikate gestohlen , die auf den Handbüchern von OEM-Versionen des
Betriebssystems Windows 98 angebracht werden sollten . Microsoft hatte sich
besondere Mühe gegeben , die Zertifikate durch Verwendung von Spezialpapier und
besonderer Wasserzeichen fälschungssicher zu gestalten . Das Diebesgut umfaßt
folgende Seriennummern : 353888000 bis 353977999 und 714571000 bis 714595999 .
Bereits im November 1997 hatte Microsoft den Diebstahl von 200000
Microsoft-Zertifikaten aus derselben Druckerei beklagen müssen . Compaq ernennt
Firmeninsider zum neuen Präsidenten Der Compaq-Verwaltungsrat hat am Donnerstag
Michael D. Capellas ( 44 ) mit sofortiger Wirkung einstimmig zum neuen
Präsidenten und Firmenchef des weltgrößten Personal Computer-Herstellers ernannt
. Capellas war seit dem 2. Juni für die Compaq-Tagesgeschäfte verantwortlich ,
wie der Verwaltungsratsvorsitzende Benjamin M. Rosen weiter mitteilte . Pfeiffer
war ausgeschieden , weil das Unternehmen schlechter als erwartete Gewinne
verbucht hatte und es Geschäftsprobleme gab . Compaq hatte drei Monate lang
vergeblich nach einem neuen Firmenchef gesucht . Die Wahl Capellas wurde nach
Schließung der US-Börsen bekanntgegeben . Sie überraschte die Wall Street , die
mit einem von außen kommenden bekannteren US-Unternehmer als Compaq-Chef
gerechnet hatte . Capellas war im August 1998 als leitender Informationsmanager
zu Compaq gekommen . Er hatte früher bei der Software-Firma Oracle und bei der
SAP America gearbeitet , der US-Tochter der deutschen SAP-Gruppe . Er war davor
bei einer Informationsmanagement-Firma tätig und arbeitete von 1981 bis 1996 bei
dem weltgrößten Ölfeldausrüster Schlumberger Ltd . Das Spitzenmanagement-Komitee
wurde aufgelöst . Ihm gehörten neben Rosen zwei weitere
Verwaltungsratsmitglieder an . Die Dreiergruppe hatte die Compaq-Geschäfte nach
dem Ausscheiden Pfeiffers übergangsweise geleitet . Rosen , der langjährige
Leiter des Compaq-Verwaltungsrates , bleibt auch weiterhin Vorsitzender des
Aufsichtsgremiums . Geheimes Computernetz für EU-Regierungschefs Die 15 Staats-
und Regierungschefs der Europäischen Union werden nach Informationen der
Bild-Zeitung ( Freitagausgabe ) bis Ende dieses Jahres über ein eigenes
Hochsicherheits-Computernetz miteinander verbunden . Das habe das
Bundeskanzleramt der Zeitung bestätigt . Die Kosten für die Installierung des
sogenannten PrimeNet sollen zwischen 30000 und 40000 Mark pro Land betragen .
Die Regierungchefs können sich dann über eine ISDN-Leitung vertrauliche Faxe und
E-Mails schicken . Bisher mußten geheime (Telefon-)Verbindungen meist durch
Fernmeldetechniker mühsam aufgebaut werden . Zur Klärung der Sicherheitsfragen
haben sich dem Bericht zufolge die verantwortlichen EDV-Spezialisten bereits
dreimal getroffen . Über Kryptogeräte sollen Texte verschlüsselt werden , um das
Netz abhörsicher zu machen . Neuer Duden : EDV-Begriffe werden Allgemeingut Rund
200 Wörter aus dem EDV-Bereich hat die Duden-Redaktion für würdig gehalten , in
ihr Standardwerk der deutschen Rechtschreibung aufgenommen zu werden . Etwa ein
Drittel davon haben erst in der Neuauflage Einzug gehalten . Sie liegt ab dem
25. August in den Buchhandlungen aus . Insgesamt ist der Duden in seiner 22.
Auflage um 5000 Wörter erweitert worden . Folglich legt sie den Begriff "
deutsche Sprache " sehr weit aus und erkennt an , dass der Allgemeinwortschatz
Tag für Tag von englischsprachigen Wörtern bedrängt wird , die immer dreister in
diesen einfließen . So haben nun auch Begriffe wie " downgeloadet " und das
daraus eingedeutschte " heruntergeladen " die Weihe eines Eintrags im Duden
erhalten - was auf den ersten Blick befremden mag , doch auch an Wörter wie "
gekidnappt " haben die Deutschen sich ja gewöhnt . Aus dem Computerbereich sind
neben anderen neu hinzugekommen : Internet-Schach : Karpov gewinnt in 32 Zügen
Am Montag , dem 26. August hat der russische Schachweltmeister Anatoli Karpov
unter dem Motto " Karpow gegen den Rest der Welt " seine Fähigkeiten der
Internet-Gemeinde demonstriert . Zehn Minuten blieben den Internet-Spielern
jeweils , um einen Zug Karpovs zu beantworten . Nach Ablauf dieser Zeit
ermittelte ein Computer den meisteingereichten Vorschlag und führte den
entsprechenden Zug aus . Landgericht : Auch Meta-Tags können wettbewerbswidrig
sein Wer Bestandteile eines fremden Firmennamens in Meta-Tags unterbringt , kann
gegen das Wettbewerbsrecht verstoßen . Dies folgt aus einem Beschluss des
Landgerichts Hamburg vom 13.9.99 ( 315 O 258/99 ) . Meta-Tags stehen am Anfang
eines HTML-Dokuments ; die zusätzlichen Dokumentinformationen können unter
anderem die sachliche Einordnung von Webseiten ermöglichen und Suchmaschinen den
Weg dorthin ebnen . Meta-Tags werden vom Browser zwar verarbeitet , aber nicht
angezeigt . Ein Fachgeschäft für Orden und militärische Antiquitäten hatte
Namensbestandteile eines Konkurrenten in Meta-Tags erwähnt und es damit
ermöglicht , dass Suchmaschinen auch seine Seiten mit auflisteten , wenn sie
doch eigentlich als Fundstelle den Mitbewerber hätten aufspüren sollen . Das
Landgericht kam zu dem Ergebnis , es sei unerheblich , dass die Tags zunächst
nicht sichtbar sind . Entscheidend sei , dass durch die Eingabe der Suchworte
die Website des Beklagten erreicht wird " und damit ersichtlich der Rechner des
jeweiligen Benutzers die Meta-Tags lesen kann " . Kripo ermittelt wegen
scheinbar amtlicher Bescheide Per Post hat ein " Europäisches Kommissariat für
Umweltschutz " so genannte " Bescheide über ÖKO-Rückstellungsbeiträge "
verschickt . Die angeblichen Bescheide sehen aus wie amtliche
Zahlungsaufforderungen . Auch die in dem Schreiben genannte Webseite des in
Düsseldorf ansässigen Vereins erweckt den Eindruck , als befände sich hier die
Homepage einer offiziellen Organisation der EU . Unterdessen hat die
Kriminalpolizei in Düsseldorf Ermittlungen wegen Betrugsverdachts aufgenommen .
Uwe Kessel , Sprecher der Staatsanwalt Düsseldorf , wollte sich jedoch zu
Details noch nicht außern . Das Verfahren sei noch " zu frisch " . Das scheinbar
offizielle Schreiben lautet ( in der originalen Interpunktion ) : Das
Europäische Kommissariat für Umweltschutz ( EKU ) erhebt 1999 erstmalig , in den
Mitgliedsstaaten der Europäischen Union , den jährlichen
ÖKO-Rückstellungsbeitrag ( ÖRB ) zur Finanzierung der vom EKU definierten Ziele
des europäischen Umweltschutzes . Tatsächlich hat der Absender nichts mit den
Behörden der EU zu tun . Es handelt sich um einen angeblich zum Zweck des
Umweltschutzes gegründeten Verein . Die Namen der Verantwortlichen sucht man
vergeblich . Verkehrschaos zu CeBIT-Beginn Auf insgesamt rund 25 Kilometer Länge
stauten sich die Fahrzeuge auf den Autobahnen rund um Hannover und dem "
Messeschnellweg " zum CeBIT-Start um 9.00 Uhr , mit zunehmender Tendenz . Auch
Teile des öffentlichen Nahverkehrs waren zusammengebrochen : Ein Kurzschluss im
Zuglenkrechner des Straßenbahn-Stellwerks am Hauptbahnhof ließ dort den
Trambetrieb in der Zeit von 6 bis 9.00 Uhr praktisch zum Erliegen kommen . Die
Störung dieses Hauptverkehrsknotenpunktes betraf vornehmlich die Linien zum
Messegelände . Am Messeeingang Nord gibt es Fahrrad-Einstellplätze .
Internet-2-Projekt in USA vorgestellt Am heutigen Mittwoch , 24. Februar , wird
in Washington ein Glasfaser-Hochgeschwindigkeitsnetz der Öffentlichkeit
präsentiert . Innerhalb der nächsten Jahre soll es 140 US-Universitäten
miteinander verbinden . IBM wird sich als erster einklinken . Links zum
existierenden Internet soll es in absehbarer Zeit nicht geben . AMD noch tiefer
in die roten Zahlen gerutscht Dies teilte AMD-Chef Jerry Sanders am
Mittwochabend einer Gruppe von Wirtschafts-Analysten mit . Bereits im ersten
Quartal schrieb der Chiphersteller 128 Millionen mit roter Farbe . Sanders
beklagte die aggressive Preispolitik des Marktbeherrschers Intel , der nach
Manier einer Dampfwalze alles niedermache . Sie habe dazu geführt , dass im
Verlauf des Quartals der Preis für einen K6-Prozessor um mehr als 20 Prozent auf
60 Dollar gefallen sei . Die letzte Karte setzt AMD nun auf den Erfolg des am
Beginn der Auslieferung stehenden K7 ( " Athlon " ) . Zwischen 324 Dollar (
500-MHz-Version ) und 699 Dollar ( 600 MHz ) möchte die Firma dafür pro Stück
erlösen . Pädophile am Pranger Die Frage " Lebt ein Monster in ihrer
Nachbarschaft " bekommt in Großbritannien eine ganz neue Dimension : Das Blatt
rechnet nach , dass durchschnittlich auf jeder Quadratmeile Großbritanniens ein
Kinderschänder zu finden sei . Der vor kurzem verübte Mord an der kleinen Sarah
Payne zeige , dass polizeiliche Observation allein nicht ausreiche . Darum habe
man heute begonnen , diese Liste zu veröffentlichen . Die Frage ist allerdings
erlaubt , ob diese moderne Form des Prangers im Internet , bei dem neben Namen
auch Fotos und Wohnorte veröffentlicht werden , nicht mehr der
Auflagensteigerung des Boulevardblatts als der Unterstützung polizeilicher
Operationen dient . DENIC nicht für Inhalte von Webseiten verantwortlich Wer
gegen Äußerungen auf einer Homepage vorgehen will , muss sich an deren Inhaber
halten . Das DENIC als Registrierungsstelle für Domains in Deutschland ist
hierfür nicht der richtige Ansprechpartner . Dies hat das Landgericht Wiesbaden
entschieden und damit eine Zuständigkeit der DENIC für die Inhalte von Webseiten
verneint . Auf dem Wege einer einstweiligen Verfügung hatten Mitarbeiter eines
Geldinstituts versucht , gegen einen unzufriedenen Kunden vorzugehen . Dieser
hatte auf seiner Homepage ihrer Meinung nach Beleidigungen gegen sie
veröffentlicht . Da die Zustellung der Verfügung nicht möglich war , versuchten
die Bankangestellten , das DENIC in die Pflicht zu nehmen . Ihren Antrag auf
einstweilige Verfügung mit dem Ziel , die Homepage zu löschen , hat das
Landgericht zurückgewiesen . Das Gericht schloss sich der Auffassung des DENIC
an , das argumentierte , dass für sie eine inhaltliche Überprüfung von Webseiten
gar nicht möglich und auch nicht wünschbar sei . Ihr Aufgabenbereich sei einzig
und allein die Verwaltung von Domain-Namen . Bei angeblichen Rechtsverletzungen
müssten sich die Betroffenen direkt an den Domain-Inhaber wenden . Das DENIC
habe keinen Anteil an der behaupteten Rechtsverletzung und leiste auch keinen
entscheidenden Beitrag zu deren Verbreitung auf der beanstandeten Homepage .
Zudem bliebe selbst bei einer Löschung des Domain-Namens die Rechtsverletzung
bestehen , da die Webseiten durch die direkte Eingabe der IP-Adresse oder durch
Verlinkung von einem anderen Domain-Namen aus weiterhin zu erreichen wären .
DENICs Hausanwalt Stephan Welzel dazu : OLG Köln : Telefonkartenguthaben darf
nicht verfallen Die Beschränkung der Gültigkeitsdauer von Telefonkarten ist
nicht zulässig . Mit dieser Entscheidung hat das Oberlandesgericht Köln gegen
die Berufung der Deutschen Telekom AG das im Januar ergangene Urteil des
Landgerichts Köln bestätigt ( Az 6 U 202/99 ) . Insbesondere könne der Kunde
denken , er habe keinen Anspruch auf Erstattung des nicht abtelefonierten
Betrags durch die Telekom , heißt es in dem Urteil . Dieser Anspruch bestehe
jedoch ausdrücklich . Allein durch den Aufdruck eines Gültigkeitsvermerks sei
der Verfall eines Restguthabens nicht wirksam vereinbart . Wegen der großen
Verbreitung der Karten hat das Oberlandesgericht die Revision der Telekom zum
Bundesgerichtshof ( BGH ) ausdrücklich zugelassen . Handelsblatt :
Internetsteuer ist vom Tisch Die Pläne von Bundesfinanzminister Hans Eichel ,
die private Internet-Nutzung am Arbeitsplatz zu besteuern , seien endgültig vom
Tisch . Dies verbreitete das Handelsblatt unter Berufung auf " Regierungskreise
" . Der Verzicht soll bereits zwischen Kanzleramt und dem Staatssekretär im
Bundesfinanzministerium , Heribert Zitzelsberger , vereinbart worden sein . Der
Erlass des Bundesfinanzministeriums ( BMF-Schreiben vom 24. Mai 2000 -I C V - S
2336 - 13/00 ) war vor allem wegen der weitreichenden Aufzeichnungspflichten auf
Kritik gestoßen . Die Finanzverwaltung wollte diese den Nutzern des Internet am
Arbeitsplatz auferlegen , um für steuerliche Zwecke eine Abgrenzung des privaten
von dem betrieblichen Internetgebrauch zu erreichen . Neben rechtlichen und
betriebswirtschaftlichen Problemen waren auch Zweifel an der
datenschutzrechtlichen Zulässigkeit der geforderten Aufzeichnungen geäußert
worden : Es bestehe eine Verletzung des Rechtes auf informationelle
Selbstbestimmung . Auch die Länder sahen die Regelungen zur Erfassung des zu
versteuernden geldwerten Vorteils kritisch . Wie das Finanzministerium hingegen
genau reagieren wird , bleibt noch unklar . Es ist davon auszugehen , dass die
gleichfalls im Erlass behandelten Anweisungen hinsichtlich des Werbungskosten-
beziehungsweise Betriebsausgabenabzugs für Telefonate weiterhin bestehen bleiben
. Sie stellen lediglich eine Modifikation bisheriger Verwaltungsanweisungen dar
. In der Praxis stellt sich die Frage , wie die Finanzämter künftig die ( zu 100
Prozent von Firmen geltend gemachten ) Aufwendungen für die Internetnutzung in
den Fällen behandeln , in denen die Unternehmen keinen Flatrate-Vertrag
abgeschlossen haben und die Arbeitnehmer die Erlaubnis haben , das Internet auch
privat nutzen zu dürfen . Browser-Streit : Ermittlungen gegen Microsoft Das
US-Justizministerium startet einen neuen Anlauf , um die Marketing-Strategien
des Softtwaregiganten Microsoft zu überprüfen . Anlaß ist eine Beschwerde des
Marktführers in Browser-Software , Netscape . Microsoft hat nun gut einen Monat
Zeit , sich zu äußern . Der Leiter der Microsoft-Rechtsabteilung , William H.
Neukom , ging vor der Presse in die Offensive : seine Firma stelle sich " mit
großer Energie " dem Wettbewerb , die Grenzen der Legalität überschreite sie
indes nicht . Statt auf staatliche Eingriffe zu bauen , möge sich Netscape
lieber der Verbesserung seiner Produkte widmen . Microsofts energischer Einsatz
gilt als Doppelschlag : Zum einen war der Softwaregigant im Wettbewerb um den
zukunftsträchtigen Internet-Markt zu spät aus den Startlöchern gekommen , zum
anderen kratzt Netscapes Forderung nach " offenen Standards " am Lack des
marktdominierenden Betriebsystems Windows**95 . In einer vor zwei Jahren
geschlossenen Vereinbarung hatte Microsoft zugesagt , sich zukünftig im Wettberb
fair zu verhalten . Die derzeit offerierten Rabatte an die Hardwareproduzenten
laufen dem allem Anschein nach zuwider . Schily empfiehlt Sofortmaßnahmen für
sichereres Internet Die von Bundesinnenminister Otto Schily ins Leben gerufene
Task Force " Sicheres Internet " hat einen Katalog von 15 Sofortmaßnahmen
vorgelegt . Damit soll die Sicherheit im Internet erhöht werden , um Angriffe
gegen die Verfügbarkeit von Diensten ( Denial of Service , DoS ) im Internet
erschweren oder ganz abwehren zu können . Der Maßnahmenkatalog ist im Internet
abrufbar . Bei der Prävention so genannter verteilter DoS-Angriffe ist besonders
problematisch , dass nicht alle hilfreichen Maßnahmen demjenigen zu Gute kommen
, der sie durchführt . Gefälschte Internetadressen ( IP-Spoofing ) zu verhindern
bedeutet beispielsweise für einen Internet Service Provider zusätzlichen Aufwand
, aber keinen eigenen Sicherheitsgewinn . Die Vermeidung aktiver Inhalte in
Webangeboten erlaubt beim Surfer sichere Einstellungen , die einen potenziellen
Missbrauch für konzertierte Angriffe vermeiden helfen . Für den Inhalteanbieter
selbst bringt das aber zunächst nur Mehrarbeit und eventuell ein weniger "
modernes " Erscheinungsbild . Andere Maßnahmen nutzen hingegen auch dem
Betreiber selbst : Generell wird das zeitnahe Einspielen von Sicherheitsupdates
und ein gutes Grundwissen um die Vorgänge im Internet als wichtig angesehen -
auch beim Endanwender . Im Rahmen eines vom Bundesministerium des Innern
ausgerichteten Workshop wurde der Katalog von Vertretern der großen
Internetprovider , der Hersteller , der Verbände , Vertreter der Regierungen
Frankreichs , der Niederlande und der USA begrüßt . Daneben sollen Internet
Service Provider , Hersteller , Verbände ( etc. ) und die Bundesregierung über
Gefährdungen und Sicherheitsrisiken im Internet aufklären und auf die Nutzung
bereits verfügbarer Sicherheitsfunktionen hinwirken . Die Sicherheit beim
Endanwender spiele hierbei ein besonders große Rolle . Als mittelfristige
Maßnahme soll im Rahmen einer " Strategischen Partnerschaft " ( Public Private
Partnership ) eine Kooperation zwischen Bundesregierung und Wirtschaft in der
Frage " Sicheres Internet " etabliert werden . Arm und reich in Deutschland Die
Bundesregierung hat heute die Untersuchung " Lebenslagen in Deutschland - Der
erste Armuts- und Reichtumsbericht " vorgelegt . Im Mittelpunkt steht die
soziale Ausgrenzung eines Teils der Bürger . Der Bericht liegt vollständig im
PDF-Format vor . Seine beiden Teile umfassen je gut 300 Seiten . Microsoft :
deutsche Beta des Explorers , Start eines Online-Magazins Microsoft hat die
Betaversion des Internet Explorerers 3.0 ins Netz (
http://www.microsoft.de/ie/index.htm ) gestellt . Der Explorer unterstützt
Spezifizierungen für Tabellen , Objekte , Skripts und Stylesheets sowie Java ,
JavaScript , die Visual Basic Entwicklungsumgebung und Visual Basic Script . "
ActiveX " soll es Unternehmen ermöglichen , Anwendungen am PC zu entwickeln und
bündig im LAN , Internet oder in Intranets zu distribuieren . Ein
PICS-kompatibles Bewertungssysstem ( " Content-Advisor " ) wacht über die
Inhalte , so daß Eltern eine Auswahl für ihre Kinder treffen können . Der
Medienspezalist im Hause Microsoft , Michael Kinsley , hat ein Online-Magazin
namens " Slate " ( http://www.slate.com ) in die Welt gesetzt . Damit versucht
sich der Softwaregigant in ersten tastenden Schritten als " content provider " .
Aktuelles Titelthema des wöchentlich erscheinenden Magazins , das später einmal
gegen einen Jahresobulus von 20 Dollar ins Haus kommen soll : " Is Microsoft
evil ? " Beweisaufnahme im Microsoft-Prozeß beendet Nach sechsmonatiger Dauer
ist am Donnerstag die Beweisaufnahme im Monopolprozeß gegen den amerikanischen
Softwareriesen Microsoft zu Ende gegangen . Die Schlußplädoyers sollen am 21.
September beginnen , legte der Vorsitzende Richter Thomas Penfield Jackson fest
. Im Mittelpunkt des Verfahrens steht der Vorwurf des US-Justizministeriums und
von 19 Bundesstaaten , das Unternehmen von Bill Gates habe seine monopolartige
Stellung beim PC-Betriebssystem Windows dazu mißbraucht , die Entwicklung von
Konkurrenten und Zulieferern zu unterdrücken . Microsoft hat dies unter anderem
mit dem Argument zurückgewiesen , die dynamische Entwicklung der Computer- und
Internetindustrie lasse die Etablierung eines dauerhaften Monopols gar nicht zu
. Es gilt als möglich , daß die Regierungsvertreter und Microsoft die
Prozeßpause dazu nutzen werden , einen außergerichtlichen Vergleich zu schließen
. Entsprechende Verhandlungen gab es schon mehrfach , blieben aber bislang ohne
Erfolg . Prozeßbeobachter haben den Eindruck gewonnen , daß der Richter in einem
Urteil eher den Argumenten der Regierungskläger folgen könnte . Springer ,
Holtzbrinck , T-Online und Weltbild starten Internetbuchhandel Die vier
Medienkonzerne Axel Springer , Holtzbrinck , T-Online und Weltbild stehen
unmittelbar vor dem Start ihres gemeinsamen Internet-Buchhandels . Drei Tage vor
dem offiziellen Beginn am kommenden Montag ( 28. Juni ) wollen sie im Verlauf
des heutigen Tages Details des Projekts vorstellen . Der elektronische Buchladen
im weltweiten Computernetz soll " Booxtra " heißen und seine Zentrale in
Augsburg haben . Dort sitzt auch der Weltbild-Verlag . Mit ihren Einstieg ins
rapid wachsende Internetbuchgeschäft sagen die vier Medienkonzerne Konkurrenten
wie dem US-amerikanischen Branchenführer Amazon und der Bertelsmann-Tochter BOL
den Kampf an . Domain-Streit : " So schürt man antideutsche Ressentiments " Die
Schweizer " Sonntagszeitung " weiß über mehrere ähnliche Fälle zu berichten .
Schweizer Firmen registrieren vor allem die erschreckende Aggressivität der
Aktivitäten von deutscher Seite her . Der Geschäftsführer einer betroffenen AG
fürchtet gar das Anwachsen antideutscher Ressentiments . Rechtsanwalt Torsten
Martini , der die deutsche Syscontrol vertritt , weist darauf hin , dass
außergerichtliche Einigungsversuche gescheitert seien . Das Internet biete eine
ganz neue Rechtslage . Juristische Grundlage für international tätige Abmahner
bildet das " Luganer Abkommen " , das bei Streitigkeiten erlaubt , nationale
Verfügungen auch in den Unterzeichnerstaaten durchzusetzen und Bußen dort
einzutreiben . Weil das Abmahnwesen in der Schweiz eher unterentwickelt ist ,
stoßen die deutschen Verhältnisse dort weitgehend auf Unverständnis . Martini
ist sich sicher , dass die bestehende rechtliche Situation nicht von Dauer und
der Gesetzgeber gedrängt sei , die durch das Internet geschaffenen ganz neuen
Verhältnisse zu regeln . Die Schweizer Methode , Domainnamen-Streitigkeiten
beizulegen , zeigt die Seite winterthur.ch . Dort haben sich die Stadt
Winterthur und die gleichnamige Versicherung auf eine ganz und gar undeutsche
Art und Weise geeinigt . Kein " Aus " für Telefon-CDs Telefon-CDs können auch
nach einer kürzlich ergangenen Grundsatzentscheidung des Oberlandesgericht
Koblenz weiter erscheinen . Die Richter hatten klargestellt , daß der Verkauf
einer Telefonbuch-CD ohne Zustimmung des dort aufgeführten Telefonkunden gegen
den Datenschutz verstoße ( Aktenzeichen 4 U 1196/98 ) . Dies geschehe bei der
An- beziehungsweise Ummeldung des Telefonanschlusses . Hier kann der Kunde
ankreuzen , ob und in welchem Umfang er einen Eintrag in ein elektronisches
Verzeichnis und/oder das Telefonbuch wünscht oder ob er überhaupt nicht
berücksichtigt werden möchte . Auch bei Topware ( " D-Info " ) sieht man keinen
Handlungsbedarf , da die Firma ihren Datenbestand mittlerweile bei der
DeTeMedien einkauft und nach eigenem Bekunden nur Adressen bezieht , deren
Inhaber die Einwilligung zur Veröffentlichung auf einem elektronischen Medien
gegeben haben . Für ältere D-Infos hatte Topware allerdings den gesamten
Datenbestand der Telefonbücher genutzt . Über eine mögliche
Vertriebseinschränkung dieser CDs will sich die Firma erst nach Vorliegen des
Urteils äußern . Zurück zur Old Economy Die Ernüchterung in der New Economy hat
auf dem Arbeitsmarkt für Ingenieure im ersten Quartal 2001 Spuren hinterlassen .
Der Bedarf an Ingenieuren im Bereich Datenverarbeitung ist deutlich gesunken .
Dies folgt aus einer heute vom Verein Deutscher Ingenieure ( VDI ) auf der
Hannover Messe vorgelegten Analyse des Stellenmarktes für technische Fachkräfte
. Der Untersuchung zufolge erlebte der Bereich " Datenverarbeitung " mit einem
Rückgang von 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahrsquartal einen starken Rückgang
, nimmt aber mit 4410 Angeboten immer noch den ersten Platz ein . Die Old
Economy holt dem gegenüber stark auf : Der Maschinen- und Anlagenbau zeigt ein
Plus von 16 Prozent auf 3477 Stellenofferten , bei der Elektrotechnik betrug der
Anstieg elf Prozent ( 3321 Offerten ) . Ingesamt ist damit der Arbeitsmarkt für
Ingenieure erstmals seit 1997 nicht mehr zweistellig gewachsen . Weiterhin , so
der VDI , hätten Ingenieure hervorragende Berufsperspektiven , auch , weil die
Zahl der Absolventen technischer Studiengänge gesunken sei . Für 2002 rechnet
der VDI lediglich mit rund 30.000 frischgebackenen Ingenieuren , 1996 waren es
noch 50.000 . Hannover Messe mit Besucherrückgang Geringeren Zuspruch als 1998
verzeichnet die Hannover Messe ( Industrie ) , die ihre Tore am Sonnabend schloß
. Im letzten Jahr waren rund 330000 Besucher gekommen . Die Messe AG tröstet
sich damit , daß die Zahl von 300000 Besuchern leicht über dem Niveau der
vergleichbaren Messe vor zwei Jahren liegt . Im Zweijahresturnus wechseln die
Angebotsbereiche der Hannover Messe . Aussteller und Messeleitung zeigten sich
dennoch mit dem Verlauf der weltgrößten Industrieschau zufrieden . Konzerne wie
kleine Unternehmen lobten die hohe Zahl an Fachbesuchern : " Wir hatten mehr
Klasse als Masse hier " , hieß es . Die Besucher seien gezielt mit konkreten
Anliegen gekommen . Daraus hätten sich etliche neue Kontakte ergeben . Die
Industriemesse stand im Zeichen der sich abschwächenden Konjunktur in
Deutschland . Doch rund die Hälfte der Aussteller beurteilte zum Abschluß die
eigene wirtschaftliche Lage positiv . " Hier kann von Konjunkturpessimismus
nicht die Rede sein " , resümierte Klaus Goehrmann , Vorstandschef der Deutschen
Messe AG . An die Computermesse CeBIT mit einem ständig steigenden und
inzwischen mehr als doppelt so starkem Besucherandrang reicht die Hannover Messe
nicht mehr heran . Mit nur noch sechs Prozent Privatbesuchern ist sie aber
inzwischen als reine Fachmesse der zentrale Treffpunkt der Manager und
Ingenieure . Versteigerung : Wohltätigkeitsbazar im Internet Unter der
Internet-Adresse ( http://www.system42.de/alfa ) veranstaltet die " ALfA-Akion
Lebensrecht für alle " unter der Schirmherrschaft von Familienministerin Nolte
die erste deutsche Wohltätigkeitsauktion im Internet . Für den guten Zweck
trennten sich Helmut Kohl , Hans-Dietrich Genscher und Udo Jürgens jeweils von
einer ihrer Krawatten , außerdem gibt 's viel Handsigniertes , zum Beispiel von
Christo , Loriot , Hans Meiser . Von besonderem Liebhaberwert dürfte die
gebrauchte Kindergartentasche des Sohns von Dieter Kürten sein . IBM :
Gewinnprognosen nach unten korrigiert Die Stärke des US-Dollar gegenüber der
Mark und dem Yen , anhaltende Schwäche der europäischen Wirtschaft und der
Preisdruck im Mainframe-Geschäft haben US-Börsenanalytikern erneut Anlaß gegeben
, ihre Prognosen für das mit dem Juni ablaufende Geschäftsquartal der IBM nach
unten zu korrigieren . Die Weltfirma erzielt etwa die Hälfte ihrer Erträge im
Ausland . DRAMS : Überangebot hält noch an Erst im nächsten Jahr werden sich
voraussichtlich Angebot und Nachfrage auf dem DRAM-Markt die Waage halten . Dann
erst , so die Marktforscher von IDC , werden Produktionseinschränkungen auf
Herstellerseite greifen und für eine Preisstabilisierung sorgen . Derzeit sind
DRAMs zu einem knappen Drittel der Ende letzten Jahres erzielten Preise
erhältlich . Steht Vobis zum Verkauf ? Die Gerüchte , daß die
Computerhandelskette Vobis in US-Hände abgegeben werden soll , verdichten sich
immer mehr . Die deutsche Metro AG , als Hauptanteilseigner von Vobis , soll mit
den beiden bedeutenden US-Computerhäusern CHS Electronics und Ingram Micro in
Verhandlungen stehen . Ziel könnte eine vollständige Übernahme oder zumindest
eine Art Joint-Venture sein . Das US-Wirtschaftsblatt Wall Street Journal
gründet diese Meldung auf " eingeweihte Kreise " . Von Vobis selber ist ein
scharfes " No comment " zu hören , doch aus Firmenkreisen sickerte c't gegenüber
durch , daß eine Verbindung mit der US-Firma Ingram naheliegen könnte .
ESCOM-Läden in Großbritannien werden geschlossen Der zuständige Konkursverwalter
mußte in London mitteilen , es habe sich kein Käufer für die Filialgeschäfte
gefunden . Außer den vor einem Jahr übernommenen rund 130 Läden der
Rumbelows-Kette sind weitere zwei Dutzend Verkaufsstellen , die ESCOM bereits
vor drei Jahren in Großbritannien eingerichtet hatte , von der Schließung
betroffen . Landessozialgericht : Computer kein Gebrauchsgegenstand Dem Wunsch
eines Mannes , der seiner zunehmenden Sehbehinderung wegen anstelle einer
Schreibmaschine beim Versorgungsamt einen PC beantragt hatte , hat das
Landessozialgericht Rheinland-Pfalz am 25. Juli nicht entsprochen . Das Gericht
vertrat die Meinung , daß es sich bei einem PC um ein nicht mit einer
Schreibmaschine vergleichbares komplettes Textverarbeitungssystem handele . Ein
PC sei kein Gebrauchsgegenstand des täglichen Lebens . Die Revision ist
zugelassen . CeBIT Home : Internet zum Taschengeldtarif Der Bundesminister für
Bildung , Wissenschaft , Forschung und Technologie , Jürgen Rüttgers , will sich
für niedrigere Internet-Tarife für Schulen und Schüler einsetzen . " Mein Ziel
ist es , daß Schüler letztendlich auch bei den Hausaufgaben Internet-Recherchen
zum Taschengeldtarif durchführen können " , so Rüttgers anläßlich seiner
Eröffnungsrede am Vorabend der CeBIT Home . In einem ersten Schritt auf diesem
Wege hat der Verein Deutsches Forschungsnetz ( DFN ) , der auch den Schulen den
Zugang zum Internet ermöglicht , erreicht , daß seine Mitglieder zu reduzierten
Ortstarifen auf das Wissenschaftsnetz zugreifen können ; auch das Win Shuttle -
der Internet-Dienst des DFN - kann den Schulen ab sofort günstigere Tarife
weitergeben . Rüttgers hofft , daß ihm der Wettbewerb im Telekommunikationsmarkt
in seinem Bemühen zupaß kommt . Multimedia bleibe Schwerpunkt der Politik , so
Rüttgers weiter . Er sieht die Gesellschaft in ein neues Entwicklungsstadium
eintreten und spricht von einer Zeitenwende , die dem Übergang von der
Agrargesellschaft zur Industriegesellschaft vergleichbar sei . Den Ergebnissen
einer von Rüttgers in Auftrag gegebenen Studie zufolge rückt die von ihm so
genannte " Wissensgesellschaft " in greifbare Nähe : Mac-Cloner lizenziert BeOS
Während die Verhandlungen zwischen Apple und der kalifornischen Firma Be nur
zögerlich vorangehen , konnte sich Power Computing dem Vernehmen nach eine auf
mehrere Monate befristete exklusive Option auf BeOS sichern . Entgegen früheren
Ankündigungen hat Power Computing in Deutschland noch keinen Distributor benannt
. Statt dessen scheint sich die Firma auf Direktmarketing konzentrieren zu
wollen ; dafür spricht auch der Einkauf früherer Manager von Dell und Gateway
2000 . Auf Power Computings Web Server ( http://www.powercc.com ) kann sich auch
der deutsche Kunde direkt seine " Dream Configuration " zusammenstellen .
PC-Verkaeufe wuchsen 1996 langsamer Übereinstimmend teilen die führenden
US-Marktforschungsinstitute IDC und Dataquest in ihren jüngst publizierten
Untersuchungen jeweils mit , daß im vergangenen Jahr mit einem Wachstum von etwa
17 Prozent auf dem PC-Weltmarkt das Vorjahresergebnis von 25 Prozent nicht
erreicht werden konnte . In Deutschland , dem drittgrößten PC-Markt der Welt ,
blieben die Verkäufe sogar hinter dem Vorjahresergebnis zurück . Die fünf haben
damit ein Drittel des Weltmarktes unter sich aufgeteilt . Steuerreform im Netz
Unter ( http://www.bundesfinanzministerium.de/infos/steuerreform.htm ) kann der
Steuerzahler Informationen über seine künftige steuerliche Belastung erhalten .
EU will Telearbeiter gleichstellen Für die Beschäftigung von Telearbeitern im
Handelsbereich sollen dieselben Grundsätze gelten wie für andere Arbeitnehmer .
Rechte , Gehaltsstrukturen und Aufstiegsmöglichkeiten müssen mit herkömmlichen
Arbeitsplätzen vergleichbar sein . Dies fordert eine Europäische
Rahmenvereinbarung über Leitlinien zur Telearbeit im Handel , die das Mitglied
der zuständigen EU-Kommission Anna Diamantopoulou gestern vorgestellt hat . Die
Vereinbarung bezieht sich auf alle Tätigkeiten , die mit Hilfe eines vernetzten
Computers an einem anderen Ort als dem Betrieb des Arbeitgebers verrichtet
werden . Die zwischen den europäischen Sozialpartnern der Handelsbranche
Eurocommerce ( Arbeitgeber ) und Uni-Europa commerce ( Gewerkschaften )
ausgehandelte Vereinbarung enthält konkrete Vorschläge zur Regelung der
Telearbeit durch Tarifvertrag oder sonstige Vereinbarungen auf nationaler oder
betrieblicher Ebene , um Arbeitsbedingungen , Urlaub und Abwesenheit , Aufgaben
und Vertraulichkeit , Ausstattung und Arbeitsort des Telearbeiters sowie
Teilnahme an Gewerkschaftsaktivitäten auf europäischer Ebene einheitlich zu
regeln . Symposium : Neues Recht für neue Medien Alexander Kleinjung , einer der
Organisatoren des Symposiums , beklagt , dass den Urteilen , Meinungen und
Gegenmeinungen im Bereich Online-Recht oft eine klare Tendenz fehle . Die
Politik habe es versäumt , verlässliche Rahmenbedingungen zu schaffen . Die
unklare Gesetzeslage führe dazu , dass Chancen für mehr Service , neue
Arbeitsplätze und Wachstum vertan würden und Privatleute von findigen Juristen
serienweise abgemahnt würden . Das Symposium soll daher einen konstruktiven
Dialog initiieren und Denkanstösse liefern . Interessierte sollen live im
Internet teilnehmen können . Die Veranstaltung selbst findet im Berliner
Tagungs- und Veranstaltungszentrum " Palisade " statt . Um den Tagungsbeitrag
möglichst gering zu halten , suchen die Veranstalter noch nach weiteren
sponsernden Unternehmen . Der Bürogerätehersteller Xerox verfolgt eine neue
Geschäftsstrategie : Dazu sei auch eine Zusammenarbeit mit Microsoft geplant .
Zunächst sollen die Systeme zur Dokumentenverwaltung vor allem für die Branchen
Finanzdienstleistung , Produktion , öffentliche Verwaltung sowie für Verlage und
Agenturen angeboten werden . Xerox kündigte 18 " knowledge sharing tools " an ,
die aus Software , Internet-Paketen und betriebswirtschaftlichen Komponenten
bestehen . Der Startschuß erfolgt mit der Datenbank " Eureka " , einem
Prozeßmanagement-System und verschiedenen Tools zur Dokumentenverwaltung . Ein
Firmensprecher : " Dies ist unsere wichtigste Firmenentscheidung seit 50 Jahren
, als wir unseren ersten Kopierer verkauft haben " . Netscape will Schutz der
Privatsphaere verbessern Gemeinsam mit einer namhaften Zahl anderer Firmen plant
Netscape , weltweit einen Standard zu etablieren , der einen Web-Surfer vor dem
Besuch einer Seite selbst entscheiden läßt , welche persönlichen Angaben er
preisgeben möchte - zum Beispiel nur seinen Namen oder die EMail-Adresse .
Insbesondere Adressenverkäufer sind daran interessiert , Profile von
Internetbenutzern zu erstellen . Werbesendungen können zum Beispiel gezielt
verschickt werden , wenn der Versender seinen Adressenstamm mit Angaben darüber
abgleichen konnte , wer wie oft welche Internetseite besucht hat . Auf diese
Weise lassen sich die Interessengebiete eines Teilnehmers erschließen . Rund 60
Firmen unterstützen die Initiative , die noch in dieser Woche dem World Wide Web
Consortium vorgeschlagen werden soll . Microsoft hat noch nicht unterzeichnet .
Otelo entläßt 1000 Mitarbeiter Nach der Übernahme von Otelo will die Mannesmann
Arcor GmbH & Co ( Eschborn ) die angeschlagene Telefongesellschaft ganz auf das
Privatkundengeschäft ausrichten und im Jahre 2001 in die Gewinnzone führen .
Otelo werde künftig als eigenständige Tochter am Markt operieren , sagte der
Vorstandschef der zweitgrößten deutschen Telekommunikationsfirma , Harald Stöber
, heute in Köln . Von insgesamt 2500 Mitarbeitern würden rund 1000 ihren
Arbeitsplatz verlieren . Für alle Betroffenen werde es aber einen Sozialplan
geben . Nach Angaben des Arcor-Chefs Stöber telefonieren derzeit rund 500000
Privatkunden fest mit Otelo . Durch die Zusammenschaltung der Netze könnten die
Otelo-Kunden in Zukunft alle Dienste nutzen , die über Arcor angeboten würden .
Während sich Otelo auf das Privatkundengeschäft konzentriert , will Arcor
weiterhin die gesamte Palette an Sprach- , Daten- und Mehrwertdiensten für
Geschäfts- und Privatkunden anbieten . Einstweilige Verfügung : MP3-Tauschbörse
Napster muss vom Netz Im Wege einer einstweiligen Verfügung hat ein
US-Bundesgericht am Mittwoch der Musiktauschbörse Napster auferlegt , ab
kommenden Freitag keine Vermittlungen von solchen Musikfiles mehr zu betreiben ,
die dem Urheberrecht unterliegen . Rechtsanwalt Frackman , der die Recording
Industry Association of America ( RIAA ) vertritt , hatte darauf hingewiesen ,
dass in jeder Minute 1400 Musikstücke via Napster kopiert würden . Im Gegensatz
zu Rundfunksendern zahle Napster jedoch keine Lizenzgebühren . Napster kündigte
umgehend Berufung an . Das Kopieren urheberrechtlich geschützter Werke zu
privaten Zwecken sei durch US-Gesetze gedeckt . Ähnlich wie in Deutschland darf
sich ein US-Bürger Filme und Musikstücke zum eigenen Gebrauch vervielfältigen ,
die Kopien aber nicht veröffentlichen oder kommerziell nutzen . Ein
abschließendes Urteil wird erst gegen Ende des Jahres erwartet . Lesen Sie dazu
auch : Goodbye Napster ! Ein vorläufiger Nachruf in Telepolis .
"Webspace"-Abmahnkrieg , zweite Runde Gravenreuth hatte etwa ein Dutzend
Personen , die im gewerblichen Bereich unter der Bezeichnung " Webspace "
Dienstleistungen anbieten , abgemahnt . Nach vorliegenden Informationen geht "
What's up " jetzt gegen den Münchner Anwalt an und hat bereits den Klienten
Gravenreuths abgemahnt . Gravenreuth zieht sich auf die Behauptung zurück , sein
Mandant habe die Marke bereits vor Anmeldung durch What's up " in Gebrauch "
gehabt , scheint aber dem Vernehmen nach geneigt zu sein , What's up einen
Vergleich anzubieten . Der Düsseldorfer Rechtsanwalt Jochen Krieger leitet
federführend eine Initiative im Sinne der Abgemahnten und hat am 23.Juli ein
Löschungverfahren bezüglich " Webspace " beim Patent- und Markenamt beantragt .
Informationen für Betroffene finden sich unter den URLs www.bonnanwalt.de ,
www.markengrabbing.de , www . Viele Rechtsanwälte raten Abgemahnten , erst
einmal eine Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung abzugeben , dass sie es
bei Meidung einer Vertragsstrafe ( zum Beispiel 5000 DM ) unterlassen , im
geschäftlichen Verkehr die inkriminierte Bezeichnung zu verwenden . Sie schlagen
allerdings vor , die geforderten Gebühren nicht zu zahlen . Die Erklärung sollte
ohne Anerkennung einer Rechtspflicht - gleichwohl rechtsverbindlich - und unter
der auflösenden Bedingung einer auf Gesetz oder höchstrichterlichen Beurteilung
der zu unterlassenden Handlung als rechtmäßig ( oder Löschung der entsprechenden
deutschen Wortmarke für die Unterlassungsgläubigerin ) abgegeben werden . Das
Deutsche Patent- und Markenamt in München verwendet wenig Initiative darauf zu
prüfen , ob ein zur Anmeldung stehender Markenname bereits geschützt ist oder
überhaupt schutzfähig ist . Nach Auskunft des Düsseldorfer Rechtsanwaltes Tobias
Strömer ist allein die Marke " Internet " in Deutschland sechs Mal eingetragen .
CeBIT Home : Das Showprogramm im Detail In Halle 19 und 20 finden im Rahmen der
CeBIT Home von Freitag bis Sonntag die folgenden Show-Veranstaltungen statt .
Cyberdance Hit-Night , Freitag 30. 8. , Halle 19/20 Hier treten voraussichtlich
Musiker und Gruppen in nachstehender Reihenfolge auf : Sista Sista ( 19.00 Uhr )
Noble Savages Yell 4 you Daniel Amati Fabian Harloff Bürger Lars Dietrich Tic
Tac Toe ( 20.00 Uhr ) Captain Hollywood Dieter Gorny Master Boy Caught in the
Act ( 21.00 Uhr ) Unter uns Paddy und Angelo von der Kelly Family DJ Bobo (
22.20 bis 23.40 Uhr ) Folgende Auftritte : K-Vee & Crazee ( 20.00 Uhr ) The Fly
( 22.15 Uhr ) Sven Vath Revil O. - Präsentation der Hymne Video-Dune &
Megalomania Mark Spoon ( 0.00 Uhr ) Genlog ( 1.30 Uhr ) Charlie Lownoise &
Mental Theo DJ'ing ( 2.00 Uhr ) Charlie & Theo live ( 3.00 Uhr ) Revil O. Gate
28 live ( 5.30 Uhr ) Misjah ( 6.00 Uhr ) Virtual Classic , Sonntag 1. 9. CeBIT
Home : "C64"-PC für Wohnzimmer und Internet Das " web-it " genannte Gerät
basiert auf einem Embedded-Prozessor AMD Elan SC405/66 MHz , ist mit 16 MByte
RAM ausgestattet ( auf 32 MByte erweiterbar ) , hat eine 3,5-Zoll-Floppy mit
1,44 MByte Kapazität , jedoch keine Festplatte . 2 MByte Flash-Memory lassen
sich wie ein Mini-Festplattenersatz nutzen . Dort finden auch Textverarbeitung ,
Tabellenkalkulation und Terminplanung von Lotus , Browser und das EMail-Programm
von Netscape sowie Multimediaprogramme und Spiele diverser Hersteller Platz .
Nostalgiker werden sich über den eingebauten C64-Emulator freuen . Zum Standard
gehören ein 56k flex V34/V90 Rockwell-Modem , RS 232-Schnittstelle , Druckerport
, Infrarotschnittstelle ( zum Beispiel für eine externe Tastatur ) ,
16-Bit-Sound und Joystickanschluß . Der web-it läßt mit der SCART-Buchse eines
Fernsehgerätes verbinden oder an einen Monitor anschließen . Sein
Endverbraucherpreis soll bei etwa 400 Dollar angesiedelt werden . Als deutscher
Distributor wird die Kölner Firma Niels Trading genannt . Medion :
Flachbildschirme von Aldi sind " sommertauglich " Vor wenigen Tagen erst bot der
Discounter Aldi einen Flachbildschirm für knapp 1.500 Mark in seinen Filialien
an . Dies bestätigte die Firma Medion AG nun ausdrücklich schriftlich per Fax
gegenüber c't - unter Bezugnahme auf den von ALDI vertriebenen Flachbildschirm
Lifetec MD 9383 ( Medion 9383 ) . Millionenbetrug mit gefaelschten
Pentium-Prozessoren Auf einer Pressekonferenz in München nannten die Ermittler
zwei Bereiche krimineller Aktivitäten , die der Bande zur Last gelegt werden :
Zum einen Steuer- , Zoll- und Geldwäschedelikte , zum anderen die Fälschung von
Computer-Komponenten . Beide Bereiche seien " etwa gleichwertig " , sagte der
Sprecher der Staatsanwaltschaft . Nach c't-Recherchen war die Bande darauf
spezialisiert , Intel-Prozessoren umzuetikettieren . In letzter Zeit handelte es
sich vornehmlich um Pentium-133-Prozessoren , die in 166-MHz-Exemplare umgemünzt
wurden . Ein Teil der Chips wurde in Europa gekauft und zunächst auf legalem Weg
nach Hongkong und Taiwan exportiert ; dabei kassierte die Bande eine
Mehrwertsteuererstattung . Die Prozessoren wurden in Fernost umgearbeitet und
anschließend als Schmuggelgut wieder nach Europa zurückgebracht . Hier wurden
sie als angeblich echte 166-MHz-Prozessoren zum Marktpreis verkauft - also etwa
300 DM über ihrem realen Wert . In der Polizeiaktion unter dem Decknamen "
Aktion Goldfisch " hatten Staatsanwälte , Polizei , Zoll- und Steuerbehörden aus
zehn Ländern mit rund 2000 Beamten 400 Geschäftsräume und Wohnungen in
Deutschland , Süd- und Westeuropa durchsucht . Hierzulande lagen die
Schwerpunkte in den Großräumen Essen und Düsseldorf mit etwa 40 und im Großraum
München mit rund 30 Durchsuchungen . Zwölf Verdächtige seien festgenommen worden
, teilte die Staatsanwaltschaft mit . Längst nicht alle Aktionen richteten sich
gegen Verdächtige , zum Teil habe man auch Geschäftsräume von Zeugen auf
richterlichen Beschluß durchsucht , um Aufschluß über die Geschäftsbeziehungen
zu gewinnen . Ein von der Polizeiaktion betroffener Geschäftsführer schildert
die Vorgehensweise folgendermaßen : Bis 14.00 ruht jeder Geschäftsbetrieb . Sie
haben offensichtlich Mühe , eventuelle Fälschungen auszumachen . Aufgeflogen ist
die Bande durch die Verdachtsanzeige einer Bank nach dem Geldwäschegesetz . Die
Ermittlungen führten zu Nachforschungen wegen Steuerhinterziehung und Geldwäsche
, außerdem ergaben sich Anhaltspunkte auf verdächtige Geldtransaktionen des
Überfallenen . Bei dem aus Südostasien stammenden Mann soll es sich um den
Geschäftsführer der Münchener Suntech GmbH handeln . Gegen ihn und andere
ermittelt die Staatsanwaltschaft nun wegen " Urkundenfälschung ,
Steuerhinterziehung , Betrug u. a. " . Seine Firma soll die Fälschungen
ausgeliefert haben . Eine vor zwei Monaten in Konkurs gegangene Firma aus dem
Großraum Düsseldorf wird gleichfalls verdächtigt . Das Hamburger Abendblatt
berichtete unterdessen , auch ein Hamburger Geschäftsmann gehöre dem
Führungszirkel der Bande an . Er sei auf der Flucht . Bislang sind gegen 24
Personen internationale Haftbefehle ergangen . Wegen des Charakters und Umfangs
der Betrügereien spricht die Staatsanwaltschaft von " organisierter Kriminalität
" . Die Firma des Münchener Hauptverdächtigen wurde 1992 gegründet . Die
Fälscher bedienen sich dazu ähnlicher industrieller Produktionsmittel , wie sie
auch der Hersteller benutzt . Die falschen Prozessoren sind auch für den
Fachmann kaum als solche zu identifizieren . Mit folgendem Verfahren läßt sich
ein Pentium-133 optisch in einen Pentium-166 verwandeln : Von der Oberseite des
Keramikkörpers werden etwa 0,2 mm abgeschliffen , damit die Originalbeschriftung
verschwindet . Anschließend druckt man den Schriftzug " Intel Pentium " in
weißer Farbe auf und versieht den Chip mit Hilfe eines Lasers mit der für einen
Pentium-166 typischen Beschriftung . Beim Original sind die Kanten an der Ober-
und der Unterseite mit etwa gleich breiten Abschrägungen versehen . Beim
Abschleifen des Chips wird die Schräge an der Oberseite schmaler , was sich mit
geübtem Auge erkennen läßt . Ein anderes Indiz ist eine ungleichmäßige
Abschrägung , die durch ungenaues Ausrichten des Chips vor dem Abschleifen
entstehen kann . Bei den gefälschten P-166 der letzten Welle läßt sich außerdem
die scharze Farbe an der Unterseite relativ leicht abkratzen . Seit Mai 1994 hat
c't den Chip-Hersteller Intel immer wieder dazu aufgefordert , Kunden und
Händler endlich durch eine per Software lesbare Kennung vor solchen Betrügereien
zu schützen . Diese wäre mit geringem Aufwand zu realisieren und praktisch
fälschungssicher . Erst unter dem Druck der negativen Schlagzeilen über eine
Welle von gefälschten Pentium-90-CPUs kündigte Intel im Sommer 1995 einen
elektrischen Übertaktungsschutz an . Diese Maßnahme wendete der Chipgigant aber
nur so lange an , bis sich die Aufregung um den Skandal gelegt hatte . Beim
Pentium-133 , der Kriminellen wiederum ideales Ausgangsmaterial bietet , war für
Manipulationen erneut Tür und Tor geöffnet . Einigung über Urheberrechte im
Internet Die Weltorganisation für geistiges Eigentum ( World Intellectual
Property Organization , WIPO ) hat sich dagegen ausgesprochen , temporäre
Datenspeicherungen , die im Rahmen der Übertragung automatisch angelegt werden ,
als Verstoß gegen das internationale Recht anzusehen . Rechtswidrig bleibt
dagegen das Abspeichern von geschützten Dokumenten und ihre weitere Verbreitung
. Dazu gehören im " WIPO Copyright Treaty " ausdrücklich auch Computerprogramme
und Datenbanken ( Artikel 4 und 5 ) . Ein zweites Abkommen ( " Performances and
Phonograms Treaty " ) regelt den Schutz der Urheberrechte von Musikern und
Musikproduzenten . Dies betrifft auch das Internet : Die englischsprachigen
Texte der Übereinkunft lassen sich unter
http://www.wipo.int/eng/diplconf/distrib/treaty01.htm sowie
http://www.wipo.int/eng/diplconf/distrib/treaty02.htm abrufen . Preisrutsch bei
Standard-Pentiums Intel wird am 6. Mai die Auslieferung des Pentium II mit
Multimedia-Erweiterung ( MMX ) beginnen und im gleichen Zuge die Preise für
herkömmliche Prozessoren drastischer als bisher erwartet senken . Anlaß gibt der
in Bewegung gekommene Markt : Bereits Anfang April ist Konkurrent AMD mit der
Vorstellung des kompatiblen MMX-Prozessors K6 vorgeprescht . Cyrix , der dritte
im Reigen der Anbieter , wird voraussichtlich im Juni seinen vergleichbaren M2
präsentieren . Einige Informationen sickerten im Vorfeld der erwarteten
Preissenkungen bereits durch : Der Preis für den Standard-Pentium ( ohne MMX )
mit 200 MHz Taktfrequenz soll um fast die Hälfte auf 240 Dollar sinken ; das
166-MHz-Modell wird um ein Drittel billiger bei knapp 200 Dollar positioniert
werden . Die Preise für Pentium II-Prozessoren mit MMX-Technologie bleiben mit
1850 Dollar ( 300 MHz ) , 725 Dollar ( 266 MHz ) 595 Dollar ( 233 MHz ) im
oberen Bereich . Fachkreise erwarten allerdings , daß Intel auch bei diesen
Typen bald dem Druck der Computerhersteller nachgeben und sich zu deutlichen
Nachlässen entschließen wird . America Online mit rasantem Wachstum America
Online Inc. ( AOL ) , der weltgrößte Online-Dienst , hat im dritten Quartal und
in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres Rekordumsätze und
-gewinne verbucht . Das Ergebnis übertrifft die Erwartungen der Wall Street .
Die gut 900000 deutschen AOL-Nutzer bleiben durchschnittlich nur 15 Minuten
täglich im Netz . Klicktel kommt mit neuer Telefon-CD Mit der " klickTel99 "
soll am 30. April eine Telefonbuch-CD-ROM erscheinen , die auf den offiziellen
Auskunftsdaten der deutschen Festnetz- und Mobilfunkbetreiber basiert . Klicktel
garantiert , daß sich die Daten auf dem Stand vom 25. April 1999 befinden . "
Wir haben das generalstabsmäßig geplant " , sagte Klicktel-Chef Boris Polenske
gegenüber c't . Polenske stellte klar , daß die CD allen datenschutzrechlichen
Bestimmungen genügen werde . Eine Rückwärtssuche werde es nicht geben . Statt
dessen biete die CD eine Detailkarte mit Gemeindegrenzen . Hier kann in
markierten Bereichen eine Branchensuche durchgeführt werden . Auch die Gebühren
von 69 Festnetzbetreiber habe man berücksichtigt , damit der Anwender ermitteln
kann , wo ein Gespräch am preiswertesten ist . Eine dokumentierte Schnittstelle
gestattet es , die Daten der CD in eigene Applikationen einzubinden , Outlook
ist bereits vorgesehen . Auf Wunsch des Deutschen Blindenverbandes , so Polenske
weiter , enthalte die CD auch eine DOS-Version . Sie vereinfache die Umsetzung
in Blindenschriftzeilen . In Kaufhäuser und Märkte soll die klickTel99 für 29,95
DM gelangen . Hauptkonkurrent Topware will erst Ende Mai mit seiner Telefon-CD
nachziehen . Sie soll 49,95 DM kosten . Die endgültige Feature-Liste , so ergab
eine Anfrage bei Topware , liege noch nicht vor . Das japanische Elektronik- und
Computerunternehmen NEC Corporation hat das Geschäftsjahr 1998 ( Ende am 31.
März ) mit Gruppenverlusten in Rekordhöhe abgeschlossen . Gründe seien der flaue
private Konsum bei Telekommunikations-Produkten , Währungsverluste und weltweit
sinkende Preise für Halbleiter . Die Verkäufe sanken 1998 um 2,9 Prozent auf
4,76 Billionen Yen . Der schwache Umsatz mit Telekommunikations-Geräten habe
sich stärker ausgewirkt als der gestiegene Absatz bei Computern und anderer
Elektronik . Apple-Aktien : Am Folgetag erholte sich das Papier auf 20,625
Dollar . Die Voraussagen gehen dahin , daß Apple zum bevorstehenden Schluß des
laufenden Quartals einen Umsatzrückgang von 11 Prozent bekanntgeben wird .
Gateway 2000 senkt Preise Computerdirektversender Gateway 2000 vermindert die
Preise seiner Produkte mit sofortiger Wirkung durchgehend um etwa 15 Prozent .
Dies entspricht einer Preissenkung von 23 Prozent . " Wir wollen mit dieser
Preispolitik sicherstellen , daß sich unsere Kunden zielgerichtet für den
Pentium II entscheiden " , so Karola Bode , Geschäftsführerin von Gateway 2000
Deutschland . Microsoft lehnt AOL-Angebot im Instant-Message-Krieg ab Die
scharfe Auseinandersetzung um den Internet-Dienst " Instant Messages " zwischen
den US-Unternehmen America Online ( AOL ) und Microsoft geht weiter . Microsoft
lehnte am Dienstag die Aufforderung von AOL ab , über ein Geschäftsabkommen zur
Nutzung des AOL-Dienstes zu verhandeln . Stattdessen rief das Unternehmen von
Bill Gates den weltgrößten Online-Service auf , seine Instant Message-Technik
für alle Internetnutzer zu öffnen . Instant Messages zeigt Computernutzern an ,
wenn Freunde oder Geschäftspartner online sind und ermöglicht den unmittelbaren
Austausch von elektronischen Nachrichten . Der von US-Medien als " Krieg "
bezeichnete Konflikt brach in der vergangenen Woche aus , als Microsoft den
Dienst " MSN-Messenger " anbot . Der Dialog funktioniert aber nur , wenn die
AOL-Kunden ihren Benutzernamen und das Paßwort preisgeben . AOL lehnt diese
Prozedur als unzumutbares Sicherheitsrisiko für seine Kunden ab . AOL blockte
sofort den Zugang der neuen Software zu seinen Kunden ab . Seither hat Microsoft
fünf neue Versionen aufgelegt , um die AOL-Blockade zu umgehen , die aber von
dem Onlinedienst jeweils sofort wieder außer Gefecht gesetzt wurden . Ähnlich
erging es einer kurzfristig vom Anbieter Yahoo auf den Markt gebrachten
Messenger-Software . AOL wirft Microsoft den Bruch jeglicher guter Sitten im
Geschäftsverkehr vor : Explorer-Streit : Landgericht entscheidet zu Gunsten
Gravenreuths Abmahnkosten sind auch bei Serienabmahnungen zu entrichten . Im
Rahmen der Streitigkeiten , ob ein Link auf die Downloadmöglichkeit des
Programms " FTP-Explorer " Markenrechte der Ratinger Firma Symicron verletzt ,
war Streit um die Begleichung der Abmahnkosten in Höhe von 1633 Mark entbrannt .
Sie hielten in diesem Zusammenhang auch Serienabmahnungen für rechtens : Bei der
Frage der Erforderlichkeit der Einschaltung eines Rechtsanwaltes kommt es darauf
an , ob die Sach- und Rechtskunde des Anwalts erforderlich ist . Dies ist hier
der Fall , da jeder einzelne Verletzungsfall sachlich und rechtlich gesondert zu
prüfen ist . Es kommt daher nicht darauf an , ob das Abmahnschreiben bereits
vorformuliert ist . Denn entscheidend ist die vorherige Prüfung , ob die
Abmahnung in diesem Einzelfall gerechtfertigt ist . Außerdem berücksichtigten
die Braunschweiger Richter , dass Symicron mit der Softwareschmiede Microsoft
ein Abkommen getroffen habe : Trotzdem kommt der Marke aufgrund der weltweiten
Bekanntheit des Begriffs in Verbindung mit dem Programm Windows Explorer des
amerikanischen Softwareherstellers Microsoft eine große Bedeutung zu . Im Rahmen
der Seiten der Fachhochschule Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven hatte ein
Student einen Link auf " FTP-Explorer " gesetzt . Die Richter hatten zwar
eingeräumt , dass das Handeln als Fachhochschule nicht als Teilhabe am
geschäftlichen Verkehr zu werten sei . Als Störer hafte - grundsätzlich
unabhängig von Art und Umfang seines eigenen Tatbeitrags - jeder , der in
irgendeiner Weise willentlich und adäquat kausal an der Herbeiführung der
rechtswidrigen Beeinträchtigung mitgewirkt hat . Würde die amerikanische
FTP-Corporation selbst im Geltungsbereich des Markengesetzes die Bezeichnung "
FTP-Explorer " in irgendeiner Weise einführen - durch Werbung oder Anbieten des
Produktes oder Setzen eines Hyperlinks mit Download-Möglichkeit - wäre sie ohne
weiteres als Hauptstörer anzusehen . Die Beihilfe der Klägerin liegt dabei darin
, dass sie im Geltungsbereich des Markengesetzes auf außerhalb dieses
Geltungsbereiches liegende Möglichkeiten zum Download des " FTP Explorers "
hinweist . Ansturm auf das Studienfach Informatik Im Studienfach " Informatik "
nahmen ersten Ergebnissen zufolge im Studienjahr 2000/2001 fast 26.900
Studierende ein Fachstudium auf , 36 Prozent mehr als im Vorjahr . Wie das
Statistische Bundesamt weiter mitteilt , hat sich damit der seit Mitte der
neunziger Jahre festzustellende Zulauf zum Informatikstudium im Jahr 2000 weiter
fortgesetzt . Auch in wichtigen ingenieurwissenschaftlichen Studienfächern nahm
die Zahl der Studierenden im ersten Fachsemester zu . Im Fach " Maschinenbau "
begannen rund 15.200 Studierende ein Fachstudium , fast 20 Prozent mehr als im
Jahr zuvor . Das Studienfach " Elektrotechnik/Elektronik " belegten im ersten
Fachsemester gut 12.500 ( + 11 Prozent ) . Dagegen nahmen im Studienjahr
2000/2001 mit knapp 7.400 deutlich weniger Studierende ein Studium im Fach "
Bauingenieurwesen " auf als noch ein Jahr zuvor ( - 13 Prozent ) ; der seit 1995
anhaltende Abwärtstrend hält hier weiterhin an . Nach ersten vorläufigen
Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes haben sich im laufenden Wintersemester
2000/2001 an den Hochschulen in Deutschland insgesamt 1.792.000 Studierende
eingeschrieben . Derzeit gibt es rund 18.000 oder ein Prozent mehr Studierende
als im Wintersemester 1999/2000 . Der Frauenanteil erhöhte sich im Vergleich zum
vorangegangenen Wintersemester 1999/2000 weiter von 45,3 Prozent auf 45,9
Prozent . Teldafax senkt Telefontarife Teldafax senkt vom 31. März an die Preise
für Inlands- und Auslandsgespräche . Innerhalb Deutschlands verlangt der
Anbieter dann von Montag bis Freitag zwischen 9 und 18 Uhr 15 Pfennige pro
Minute ( bislang 17 ) , von 7 bis 9 und von 18 bis 21 Uhr neun und in der
übrigen Zeit sechs Pfennige . An Wochenenden und Feiertagen gilt ein Preis von
neun Pfennigen pro Minute . Auch Auslandsgespräche werden billiger : Für den
Kernbereich Euro I sinkt der Preis von 68 auf 45 , und im Gebiet Euro II von 99
auf 70 Pfennige pro Minute . Die USA und Kanada ( Welt I ) werden zu einem
Minutenpreis von 45 Pfennigen erreichbar sein ( derzeit 68 ) . Die Abrechnung
erfolgt sekundengenau , eine Anmeldung ist nicht erforderlich . Teldafax läßt
sich unter 01030 anwählen . PC-Markt : IBM fällt zurück Bewegung zeichnet den
Markt für Personalcomputer in den USA aus . Zwar ließ sich der Gesamtabsatz im
ersten Vierteljahr um 14 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 1995 steigern
, die Erwartungen hatten indes weit höher gelegen . Als Marktführer in den USA
konnte sich Compaq etablieren , fast 13 Prozent der Käufer ( Vorjahr 10,6
Prozent ) entschieden sich für einen PC dieser Firma und verwiesen Packard Bell
damit auf die zweite Position . Die noch vor drei Jahren als unangefochtener
Spitzenreiter agierende IBM sackte um zwei Punkte auf den sechsten Rang . Sega
bleibt in den roten Zahlen Auch für das am 31. März abgelaufene Geschäftsjahr
rechnet der japanische Videospielkonzern Sega mit einem Verlust . Sega will nun
seine Produktionskapazitäten um ein Viertel eindampfen - was unter dem Strich
die Entlassung von rund 1000 Beschäftigten bedeutet . Die Hoffnungen , die sich
um die Markteinführung der 128-Bit-Spielekonsole Dreamcast gerankt hatten ,
haben sich nicht erfüllt . Der schwache heimische Markt reagierte nur verhalten
, und der starke Yen dämpfte den Export . Nur 900000 Stück konnte Sega in den
ersten vier Monaten seit Einführung der Konsole statt der ins Auge gefaßten
Million absetzen . Doch auch Sony ist nicht zufrieden . Auf das nächste
Geschäftsjahr blickend , rechnet Sony mit einem weiteren Rückgang der Gewinne .
Telefon-CDs : Preiskrieg bricht los Nachdem die Dorstener Firma klickTel ihre
Telefon-CD für den 30. April angekündigt hat , reagiert der Garbsener
TeleInfo-Verlag mit einem Produkt zum Kampfpreis von 14,95 DM - halb so viel ,
wie die klickTel-CD kosten soll . Am 8. Mai will TeleInfo das Produkt ausliefern
. Exportfunktion , Volltext- und phonetische Suche erschließt ein
Abfrageassistent . Die CD der DeTeMedien " Telefonbuch für Deutschland " ist
gerade zum Preis von 29,95 DM erschienen . Sie beruht noch auf dem Stand vom
Ende letzten Jahres . Die Telekom ist verpflichtet , den CD-Herstellern ihre
Daten zur Verfügung zu stellen und sie nicht gegenüber ihrer Tochter DeTeMedien
zu benachteiligen . Sie verdient gut daran : Neue Ausbildungsberufe in der
Informationstechnik Unter Leitung des Bundesinstituts für Berufsbildung sind
neue duale Ausbildungsgänge im Bereich der Informations- und
Kommunikationstechnik erarbeitet worden . Die Ausbildungsdauer beträgt für die
vier Berufe jeweils drei Jahre . Berufsbeschreibungen finden sich unter (
http://www.bibb.de/projekte/iuk.htm ) , dort kann sich der Interessierte auch
eine Broschüre kopieren . Bayern München verzichtet auf Domain-Abmahnung Um Geld
für wohltätige Zwecke aufzutreiben , hat der Erlanger Student Lars Kindermann
versucht , die von ihm reservierten Domains www.bayern-muenchen.de und
www.bayern-muenchen.com meistbietend zu versteigern . Kein Wunder , dass er sich
damit den Zorn der Anwälte des Bundesligavereins zugezogen hat . Kindermann
flatterte eine Abmahnung der Anwälte von Bayern München ins Haus , die Domains
an den Verein zu übertragen und die Anwaltsgebühren zu bezahlen . Nachdem sich
Kindermann hat überzeugen lassen , dass Justitia nicht auf seiner Seite stehen
wird , andererseits der FC Bayern der guten Sache auch Vorschub leisten wollte ,
einigte man sich gütlich : Der Student wird die Domainnamen den Kickern
überlassen , und der Verein verzichtet auf Abmahnung und Mahnkosten .
Zwischenzeitlich kann Kindermann unter der Bayern-URL Geld für UNICEF sammeln .
Weniger DRAMs aus Korea Unter dem Druck " zunehmender finanzieller Belastungen "
seien die koreanischen Hersteller von 16-MBit-DRAMs gezwungen , ihre
Produktionszahlen drastisch zu vermindern . So zitiert die US-Wirtschaftszeitung
" Wall Street Journal " einen Samsung-Marketingleiter aus Kalifornien . Vor dem
Hintergrund der im letzten Jahr um fast 80 Prozent gefallenen Speicherpreise
sollen demnach die koreanischen Hersteller Samsung , LG Electronics und Hyundai
planen , die Produktion um mehr als 25 Prozent zu reduzieren . Die Koreaner
beschicken etwas mehr als ein Drittel des Weltmarktes für DRAMs . Ob es zu einer
Stabilisierung oder Erhöhung der Preise kommt , wird vom weiteren Verhalten der
vor allem in Japan und Taiwan ansässigen Konkurrenz abhängen . Während die
japanischen Firmen geneigt sind , ebenfalls Produktionsbeschränkungen zu
veranlassen , könnten die Taiwanesen die Chance nutzen , verlorenes Terrain auf
diesem Markt wiedergutzumachen . Amiga : Oesterliche Auferstehung ?
US-Direktversender Gateway 2000 hat ein Angebot unterbreitet , das " Amiga-Paket
" der im Juli letzten Jahres in Konkurs gefallenen ESCOM AG inklusive der
Markenzeichen und Patente zu übernehmen . Vorbehaltlich der Zustimmung des
Konkursverwalters will Gateway 2000 eine Firmensparte " Amiga International "
etablieren . Der bisherige Amiga-Chef , Petro Tyschtschenko , soll weiterhin die
Mannschaft anführen und die Entwicklung neuer Produkte vorantreiben . " Die
Übernahme durch Gateway gibt uns neues Leben und neue Kraft " soll sich
Tyschtschenko gefreut haben . Ellison will Apple nicht mehr Allerdings will er
die Firma weiter im Auge behalten und eventuell in Apple-Aktien investieren .
Der Milliardär hatte Ende März in einem Interview geäußert , er wolle eine
Gruppe von Investoren um sich scharen , um das nötige Kapital für eine Übernahme
aufzubringen . Das derzeitige Apple-Management wolle er feuern , um gemeinsam
mit seinem Freund Steve Jobs die Führung zu übernehmen . Obwohl die meisten
Wirtschaftsbeobachter die Ankündigung nicht ernst nahmen , hatte Apple-Chef
Amelio daraufhin ein Beratungsunternehmen engagiert , das sich mit der Abwehr
feindlicher Übernahmen einen Namen gemacht hat . Aus Borland wird Inprise
Borland ist tot , es lebe Inprise . Am 29. April 1998 kündigte die Firma an ,
ihren Namen in " Inprise Corporation " zu ändern . Damit soll eine neue Ära
beginnen : Der Tool-Hersteller hat sich in einen Lieferanten von
Enterprise-Applikationen verwandelt . Auf der Suche nach neuen Umsatzquellen
kaufte Borland in den letzten Monaten kleinere Softwarehäuser auf , die sich auf
Middleware spezialisiert hatten . Wie CEO Del Yocam klarstellte , bleibt der
Markenname Borland für Entwicklungstools wie C++Builder , Delphi , JBuilder ,
Borland C++ , IntraBuilder und Visual dBASE bestehen . Etwa 50 Prozent des
Umsatzes soll dabei von den neuen Inprise Produkten kommen . Vorbehaltlich des
Segens der Aktionäre wird die offizielle Namensänderung am 5. Juni 1998
stattfinden . Cyrix M2 : halb so teuer wie der Pentium II Cyrix will heute seine
mit Spannung erwartete MMX-Prozessorfamilie 6x86MX ( Codename M2 ) vorstellen .
Nach AMDs K6 tritt damit ein weiterer Herausforder gegen Intels MMX-Pentium und
Pentium II an . Zunächst ist die Fertigung von P166- , P200- und P233-Chips
vorgesehen . Der P233 zum Beispiel soll in seiner Arbeitsgeschwindigkeit einem
233-MHz-Pentium II ebenbürtig sein - gleichwohl wird er mit einer geringeren
Taktrate betrieben . Bereits im Juni will Cyrix einige 10000 Stück ausliefern .
Ein P166 wird 190 Dollar kosten , der P233 320 Dollar . Zum Vergleich : AMDs
233er K6 liegt bei 470 , Intels Pentium II/233 bei stolzen 636 Dollar . Cyrix'
Produktionskapazitäten sind begrenzt und nicht auf der Höhe der Zeit . Angela
Marquardt freigesprochen Angela Marquardt hatte einen Link auf die Homepage der
als extremistisch angesehenen Zeitschrift " radikal " gegeben . Dort fand der
Surfer unter anderem einen " Kleinen Leitfaden zur Behinderung von
Bahntransporten " . Die Richterin am Amtsgericht Tiergarten hat sich nicht dazu
geäußert , ob ein Link auf eine extremistische Seite grundsätzlich strafbar ist
oder nicht . Der Freispruch gründet lediglich darauf , daß Frau Marquardt ein
Vorsatz nicht nachzuweisen sei . Ein Sprecher von Frau Marquardt erklärte
gegenüber c't , er rechne damit , daß die Staatsanwaltschaft Berufung einlegen
werde . Der Staatsanwalt hatte eine Geldstrafe von 3000 Mark beantragt . Einen
Prozeßbericht finden Sie unter ( http://www.heise.de/tp/te/1236/fhome.htm ) .
Messe AG startet Internet-Verzeichnis Mit GLOBIS - dem Global Business Network -
will die Deutsche Messe AG eine " interaktive Informations- und
Kommunikationsplattform für Anbieter von Investitionsgütern und Dienstleistungen
und deren potentiellen Kunden " im Internet einrichten . Der Zugriff auf
Informationen ist über vier Kategorien möglich : Es können Recherchen nach
Zielgruppen ( etwa Konstrukteure , Architekten , Handwerker ) ,
Anwendungsgebieten ( wie Gebäudeautomation , Fertigungssteuerung ) ,
Produktgruppen ( zum Beispiel CAD-Software ) und nach Anbietern durchgeführt
werden . Das System startet mit 15000 Anbietern und über 60000
Investitionsgütern und Dienstleistungen aus den Bereichen Industrie , Handwerk ,
Handel , Dienstleistung , Öffentliche Verwaltung und Wissenschaft . Das
Basispaket für die einjährige Teilnahme kostet 6000 DM . Für diesen Preis werden
ein DIN-A4-seitiges Unternehmensporträt , das Firmenlogo und eine etwa
DIN-A4-seitige Produktbeschreibung inklusive einem Bild ganzjährig ab 1.
September 1996 unter ( http://www.globis.de ) angeboten . Telefon-CD für 6,98
Mark Ab kommenden Mittwoch , dem 6. Dezember , will Aldi-Nord in seinen Läden
eine Telefon-CD zum Kampfpreis anbieten . Der Datenbestand soll auf den
lizenzierten Teilnehmerdaten der Telekom vom 8. Oktober 2000 beruhen und von der
Datenbank-Engine der Softwarefirma klicktel erschlossen werden . Nach
Informationen von heise online erhält der Kunde zum Preis von rund 7 Mark eine
CD , die folgende Features enthält : Teilnehmersuche im Fest- und Mobilnetz ,
Gesamtnamensliste , Volltextsuche , Servicerufnummern , Übersichtskarte und
Suchassistent ( Filter ) . Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit , individuelle
Ergänzungen vorzunehmen , sowie Lesezeichen für bestimmte Orte zu setzen . Die
CD soll zudem den Export von bis zu 75 Einträgen in gängige Anwender- und
Textverarbeitungsprogramme bieten . Die von klicktel gelieferte Datenbank-Engine
soll dem Original in nichts nachstehen . klicktels Telefonauskunft ( 29,95 Mark
) bietet über die Aldi-CD hinaus unter anderem Branchen- und Fuzzy-Suche , eine
Detailkarte und einen Tarifmanager . Der Konkurrenzkampf in diesem Marktbereich
hat bereits erste Opfer gefordert : Teleinfo ( XX4 ) und Teldafax ( TelDaInfo )
veröffentlichen keine Telefon-CDs mehr . Mit dem aktuellem Datenbestand kommen
derzeit auf den Markt : Klage per Computerfax ohne eingescannte Unterschrift Das
Finanzgericht Hamburg hat in einer neueren Entscheidung ( II 137/00 ) eine Klage
für zulässig erachtet , bei der die Klageschrift bei Gericht ohne eingescannte
Unterschrift eingegangen war . Dies ist wohl der erste bekannt gewordene Fall
dieser Art . Die Diskussion über die Verwendung elektronischer Medien hatte
zuvor die Entscheidung des Gemeinsamen Senats der Obersten Gerichtshöfe vom 5.
April 2000 entschärft . Sie erachtete es für die nach dem Gesetz notwendige
Schriftform als ausreichend , eine Klage ( oder andere so genannte bestimmende
Schriftsätze ) per Computerfax einzulegen , also direkt aus dem Computer an das
Faxgerät des Gerichts . Aus der Funktion der Schriftform , nämlich zu
gewährleisten , dass aus dem Schriftstück der Inhalt der Erklärung , die
abgegeben werden soll , und die Person , von der sie ausgeht , hinreichend
zuverlässig entnommen werden kann , leitete der Gemeinsame Senat folgendes her :
Die Entscheidung des Finanzgerichts Hamburg geht nun noch einen Schritt weiter .
Das vorliegende Urteil zeigt die gegenwärtige Unsicherheit nach dem Urteil des
Gemeinsamen Senats . Das Urteil hat vordergründig klargestellt , dass die
elektronischen Medien heute eine von Gesetzes wegen geforderte Schriftlichkeit
bei bestimmenden Schriftsätzen ersetzen können . Wenn auch mit dieser
Entscheidung sicherlich ein Meilenstein im formellen Recht geschaffen wurde ,
sind doch die Einzelheiten unklar . Zunächst erstaunt , dass der Gemeinsame
Senat in seiner Entscheidung wegen der ebenfalls praktischen Relevanz nicht zur
Frage der E-Mail Stellung genommen hat . Man kann vermuten , dass die Vertreter
der Obersten Gerichtshöfe sich nicht abschließend haben einigen können . Das
Resultat des Urteils kann man als kleinsten gemeinsamen Nenner begreifen , der
allein die Frage beantworten sollte , ob ein Computerfax der in den
verschiedenen Gesetzen geforderten Schriftlichkeit genügt . Das Problem besteht
nun allerdings darin , dass ein Senat desselben Finanzgerichts oder andere
Entscheidungsinstanzen der Gerichte unterschiedlich urteilen könnten ,
insbesondere unter Hinweis auf die Entscheidung des Gemeinsamen Senats . Wenn
ein anderer Senat die Klage in einem vergleichbaren Fall abweisen würde , wäre
die Folge , dass das Problem von einer höheren Instanz entschieden werden müsste
. Denkbar wäre auch , dass bei unterschiedlicher Rechtsprechung der Obersten
Gerichtshöfe wieder der Gemeinsame Oberste Senat abschließend entscheiden müsste
( was wohl nicht geschehen wird ) . An dieser Stelle zeigt sich , dass das
einigende Band einer klaren gesetzlichen Regelung fehlt . TIME : Bill Gates ein
Titan des Jahrhunderts In die Liste der " 20 Baumeister und Titanen des
Jahrhunderts " hat das US-Magazine TIME auch Microsoft-Boß Bill Gates
aufgenommen . TIME veröffentlicht heute die Zusammenstellung " prägender
Innovativer , die den Lauf der Welt verändert haben " . Bill Gates reiht sich in
eine Titanengruppe ein , die auch Automobilkönig Henry Ford ,
Micky-Maus-Erfinder Walt Disney und Mafia-Pate Lucky Luciano enthält . Bis Ende
nächsten Jahres will TIME die " Person des Jahrhunderts " ermittelt haben . Wer
möchte , kann per Internet an der Wahl teilnehmen . Derzeit führt Jesus Christus
vor einem gewissen John Flansburgh , Sänger und Gitarrist der Rockband " They
Might Be Giants " . Lesen Sie dazu auch : GartnerGroup sieht wenig Akzeptanz für
Pentium III US-Marktforscher prophezeien dem Pentium-III-Prozessor keine rosige
Zukunft : Er werde keinen signifikanten Einfluß auf den PC-Markt haben , da die
Bereitschaft des Anwenders , auf neue Technologien einzugehen , nachlasse . Die
Analytiker widmeten sich der Frage , wie sich die Bereiche der IT-Industrie in
den kommenden drei Jahren entwickeln werden . Danach wird die Zahl der weltweit
hergestellten PCs von 92 Millionen auf rund 150 Millionen im Jahre 2002
ansteigen . Der Anteil mobiler PCs wird weiterhin rund 15 Prozent betragen . Die
Spielekonsole Nintendo 64 könnte dieses Jahr nicht überleben - inzwischen gibt
es bessere Spiele für den PC . Das andere " Opfer " wird der Videorekorder sein
: Die Qualität der DVD auf dem PC ist der VCR/TV-Kombination bei weitem
überlegen . Windows 95 oder 98 seien zu teuer , ein Systemhersteller bezahle
derzeit etwa 45 Dollar pro Lizenz an Microsoft . Windows 2000 wird nach
Schätzungen von Dataquest sogar doppelt so viel kosten . So erhalten andere
Betriebssysteme wie Be , Linux , Epoc32 oder Solaris die Chance , sich ein
großes Stück vom Kuchen des Verbrauchermarktes abschneiden . Alle Hersteller
wären durchaus in der Lage , ein System unter 10 Dollar anzubieten . Einen
ausführlichen Bericht von der Konferenz werden Sie in c't 8/99 lesen können .
Das Heft erscheint am 12. April . ( Dr. Sabine Cianciolo ) CeBIT Home 2000
abgesagt Die für den Spätsommer geplante Computer- und Multimediamesse CeBIT
Home in Leipzig fällt aus . Die Deutsche Messe AG in Hannover hat auf Grund der
schlechten Ausstellerbeteiligung entschieden , die Messe abzusagen . Das gesamte
Konzept einer Multimediamesse , die sich an die Privatverbraucher wendet , soll
jetzt neu überdacht werden . Noch vor wenigen Tagen hatte die Messegesellschaft
dagegen erklärt , am Konzept der Messe auch dieses Jahr festhalten zu wollen .
Die CeBIT Home hätte in diesem Jahr zum dritten Mal stattgefunden . Wegen der
Weltausstellung Expo 2000 in Hannover war als Ausweichstandort die sächsische
Messestadt Leipzig gewählt worden . Vor zwei Jahren waren allerdings schon
etliche namhafte Aussteller ferngeblieben . Damals präsentierten sich 586
Aussteller . Die Zahl der Besucher ging von gut 200000 auf 180000 zurück .
Selbst Sony hatte bereits sein Vorhaben , auf der CeBIT Home 2000 seine neue
Playstation 2 vorzustellen , aufgegeben . Auch zahlreiche andere Anbieter von
Spielesoft- und hardware hatten ihre Beteiligung abgesagt . Der Verband der
Unterhaltungssoftware ( VUD ) betont in diesem Zusammenhang , dass dies sich
nicht gegen den Standort Leipzig gerichtet habe . Der Besucher erwarte in erster
Linie ein Unterhaltungs- oder Erlebnisevent , vergleichbar mit einem Rockkonzert
oder einem Sportgroßereignis . Vor diesem Hintergrund hätten , so der
Verbandsvorsitzende Hermann Achilles , diverse Spieleanbieter ihre ursprüngliche
Planung geändert und Standbuchungen zurückgezogen , weil absehbar gewesen sei ,
dass sich das erhebliche finanzielle Engagement nicht lohnen werde . Die Messe
AG Hannover betonte gegenüber c't , dies sei nicht das engültige Aus für die
Consumer-Messe , man wolle die Realisierung neuer Konzepte ausloten . Nachdem
aber viele Aussteller abgesagt hätten , hätten weitere Firmen , die bereits
zugesagt hatten , angekündigt , ihre Messebuchung zu stornieren . Heike Fischer
, Sprecherin der Leipziger Messe , bedauert , dass die Chance , Leipzig im
Rahmen der CeBIT Home als modernen und effizienten Messeplatz zu präsentieren ,
verloren gegangen sei . Bei dem großen Einzugsgebiet Leipzigs wären stattliche
Besucherzahlen zu erwarten gewesen , wie dies andere Messeveranstaltungen in der
sächsischen Metropole gezeigt hätten . Zeitung : Computer eines V-Mannes in
Händen der NPD Ein Zuständigkeitswirrwarr bei den Sicherheitsbehörden sei
Ursache dafür , dass der Computer des enttarnten V-Mannes und Neonazi-Anführers
Carsten S. der NPD in die Hände gefallen sei . Nach einem Bericht des Berliner
Tagesspiegel haben die Brandenburger Sicherheitsbehörden offenbar versäumt , den
Computer des Rechtsextremisten , der jahrelang für den Verfassungsschutz tätig
war , sicherzustellen . Er enthalte vermutlich zahlreiche Informationen über die
rechte Szene und ihre Gegner . Carsten S. war im September 1999 in die NPD
eingetreten und wurde Organisationsleiter im Landesverband Berlin-Brandenburg .
Die in seinem Computer gespeicherten Informationen nennt der Tagesspiegel "
brisant " . Dies gelte umsomehr , als Carsten S. versucht haben könnte , die
Sicherheitsbehörden hereinzulegen , und er möglicherweise als eine Art
Doppelagent von rechter Szene und Verfassungsschutz tätig gewesen sein könnte .
Netscape und Novell kooperieren : SuiteSpot für IntranetWare Netscape (
http://www.netscape.com ) und Novell ( http://www.novell.com ) haben angekündigt
, daß sie eine neue Firma namens Novonyx gründen wollen . Dieses Unternehmen
soll Netscapes SuiteSpot-Server-Familie für das Netzwerkbetriebssystem
IntranetWare anpassen . Inhalt des Kooperationsvertrages sind
Source-Code-Lizenzen für die Softwareprodukte Netscape SuiteSpot und Netscape
FastTrack Server . Außerdem investieren beide Firmen in das neue Unternehmen .
Weitere Informationen zu Novonyx finden Sie unter http://novonyx.com . Internet
Society warnt vor europäischem Urheberrecht Die Internet Society fürchtet , daß
sich die geplanten Verschärfungen des Urheberrechts in Europa für das Internet
und die Verbraucher katastrophal auswirken könnten . In der zweiten Februarwoche
hatte das Europäische Parlament in der Ersten Lesung der " Richtlinie zur
Harmonisierung bestimmter Aspekte des Urheberrechts und der verwandten
Schutzrechte in der Informationsgesellschaft " eine Reihe von gravierenden
Änderungen gutgeheißen , mit denen die Ausnahmeregeln für die Erlaubnis von
Kopien urheberrechtlich geschützter Werke ( Fair-Use-Prinzipien ) deutlich
beschnitten würden . Auch Zwischenkopien von Webseiten in den Cache-Servern
europäischer Internetprovider sollen unterbunden werden . Viele Internetprovider
speichern deswegen begehrte Webseiten in Cache-Servern in ihren lokalen
Netzwerken , so daß sie diese Inhalte schnell und wiederholt an die Nutzer ihrer
Dienste weiterleiten können und Kosten sparen . Dadurch wird die Wartezeit für
viele Surfer gemildert und das Internet insgesamt entlastet . Die ISOC fordert
das Europäische Parlament daher auf , ihr getroffenes Votum zu überdenken , um
keine Barrieren für den digitalen Handel mit Ideen , Informationen , Inhalten
und Entertainment aufzubauen . Letztlich fürchtet die ISOC sogar , daß Europa
damit trotz aller Bemühungen , in der Informationsökonomie eine wichtigere Rolle
einzunehmen und den Rückstand gegenüber den USA im Internetbereich aufzuholen ,
weiter zurückfallen könnte . Die Weitergabe der vermutlich durch das
Cache-Verbot steigenden Providerkosten an die Verbraucher könne das "
Internetfieber " in Europa deutlich bremsen . Mehr in Telepolis :
Copyright-Richtlinie überdenken ! Pokémon-Spiel untergräbt die islamische Kultur
Schon vergangene Woche hatte Scheich Abdul Aziz bin Abdullah , der Mufti
Saudi-Arabiens , als höchste religiöse Autorität des Landes das Pokémon-Spiel
verboten . Denn bei den Pokémon-Karten und beim Spiel würden zionistische
Symbole wie der Davidsstern , christliche Kreuze oder Dreiecke der Freimaurer
verwendet . Schnell nachgezogen nach dem Bann des höchsten Geistlichen hat jetzt
das saudi-arabische Wirtschaftsministerium : Es sprach ebenfalls ein Verbot aus
. Pokémon-Spiele und -Zubehör sollen aus den Läden verschwinden , Importe sind
verboten , meldet die BBC . Das Spiel untergrabe die islamische Kultur . In
erster Linie wird das Verbot dadurch begründet , dass das Spiel eine Art
Wettspiel um Geld sei , was in Saudi-Arabien verboten ist . Aber das Spiel würde
auch den islamischen Lehren zuwiderlaufen , in dem es die darwinistische Theorie
der Evolution unterstütze . Mehr in Telepolis : Pokémon unterstützt die
Evolutionstheorie . Australien will das Internet filtern Australien will das
Netz für seine Bürger " reinigen " - und die EU hat ähnliches vor . Möglichst
schnell will die australische Regierung " schärfere Maßnahmen zum Schutz der
australischen Bürger , besonders der Kinder , vor verbotenen und sehr anstößigen
Inhalten im Internet " einzuführen . Zuständig für die Überwachung der Inhalte
im Netz soll die Australian Broadcasting Authority ( ABA ) sein . Entlastet
sollen dadurch die Provider werden . Verantwortlich für Anstößiges oder
Verbotenes ist primär der Autor , doch Provider haben die Verantwortung ,
entsprechende Inhalte aus ihren Angeboten zu entfernen , wenn sie darauf
hingewiesen worden sind , oder den Zugang zu ihnen zu sperren , wenn sie auf
externen Servern liegen . Wenn Inhalte nicht " jugendfrei " sind und keine
angemessenen Authentifizierungsmechanismen für den Zugang existieren , dann muß
auch der Zugang gesperrt werden . Der ABA obliegt dabei die Aufgabe , die
Inhalte zu klassifizieren , um die entsprechenden Maßnahmen einzuleiten . Die
Electronic Frontiers Australia ruft gegen dieses Vorhaben zum Protest auf , weil
es dabei um eine Zensur des Internet gehe . Mehr in Telepolis : Filtern für die
Bürger . Null Bock auf Pink-Slip-Party 1000 Gäste sollten nach Erwartungen des
Veranstalters am Montagabend zur ersten deutschen Pink-Slip-Party in Berlin
erscheinen und in den Mai tanzen . Doch die Halle und der Dance-Floor , auf dem
sich die Entlassenen den Frust von der Seele tanzen sollten , blieben leer .
Nebenan in der " VIP-Lounge " drängelten sich die Reporter , die den Großteil
der Besucher ausmachten , um eine Handvoll Ex-Mitarbeiter von Startups , die
sich nach Berlin-Oberschöneweide verirrt hatten . Mariele Weber , für die
Personalbeschaffung bei eBay zuständig , wollte auf der Pink-Slip-Party in
Berlin die 25 offenen Stellen bei dem Potsdamer Online-Auktionshaus füllen .
Doch kurz vor Mitternacht hatte die Recruiterin erst drei " Interviews " mit
Arbeitssuchenden geführt . " Hier sind mehr Presseleute als Bewerber " ,
resümierte die enttäuschte Stellenanbieterin etwas säuerlich . Organisator Frank
Lichtenberg , der die erste deutsche Pink-Slip-Party zusammen mit seiner
PR-Agentur ausgeheckt hatte , schob das mangelnde Interesse auf das " schöne
Wetter " sowie die Lage der Veranstaltungshalle in einem Randbezirk Berlins .
Die Einsicht , dass sich nicht jedes Format aus den USA beliebig kopieren und
nach Deutschland importieren lässt , kam dem Chef des Online-Lieferdienstes
Snacker.de dagegen nicht . Doch in den USA erhielten der Jobvermittlungsfirma
Challenger , Gray & Christmas zufolge auch allein im April 17.554 Mitarbeiter
von Dotcoms ihren rosafarbenen Entlassungsschein , der dem Networking-Treff
seinen Namen gab . Mehr in Telepolis : Rote Karte für die Pink-Slip-Party .
Microsoft : With a little help from my friends 26 Leiter der größten
amerikanischen Computerfirmen haben am Donnerstag an das Justizministerium
gemeinsam einen Brief geschrieben , der von Nando Times veröffentlicht wurde ,
und davor gewarnt , die für den 25. Juni geplante Auslieferung von Windows 98 zu
verzögern oder zu verhindern . Erst unlängst haben ein Dutzend amerikanischer
Bundesstaaten angekündigt , die Auslieferung des neuen Betriebssystems , in das
der Internet Explorer integriert ist , verhindern zu wollen , bis der Vorwurf
geklärt ist , ob Microsoft sein Monopol benutzt hat , um Konkurrenten aus dem
Markt zu drängen . Aber die Folgen wären noch größer : Mit ihrem gemeinsamen
Brief wollen die Vertreter der Computerindustrie übrigens , wie sie betonen ,
keine Meinung über den Wert irgendeines Verfahrens gegen Microsoft abgeben . USA
: Die Internet-Demographie hat sich verschoben Nachdem erst vor kurzem eine in
der Zeitschrift Science veröffentlichte Untersuchung vor einer wachsenden "
digitalen Kluft " in den USA zwischen Weißen und Schwarzen hinsichtlich des
Zugangs zum Internet gewarnt hatte , gibt ein eben veröffentlichter Bericht in
der Zeitschrift Public Perspective wieder Entwarnung . Die Zusammensetzung der
Web-Bevölkerung entspreche in etwa dem amerikanischen Bevölkerungsdurchschnitt ,
auch wenn es noch eine Elite der Vernetzten geben mag . Während noch 1995 77
Prozent der Internetbenutzer Männer waren , sei die Verteilung zwischen Männern
( 54 Prozent ) und Frauen ( 46 Prozent ) heute schon ganz anders . Schwarze oder
Menschen lateinamerikanischer Abstammung hätten entsprechend ihrem Anteil an der
Gesamtbevölkerung Zugang zum Netz . Gegenwärtig seien 68 Millionen oder 30
Prozent der Gesamtbevölkerung online . Eine Kluft bestünde im wesentlichen noch
zwischen den Generationen , denn 49 Prozent der 18- bis 24jährigen und 37
Prozent der 25- bis 29jährigen benutzen im Unterschied zu 21 Prozent der 50- bis
64jährigen und 6 Prozent der über 65jährigen das Netz . Bleibt der Erfinder des
CIH-Virus straffrei ? Zerknirscht sei er ob des weltweiten Schadens , sagte Chen
Ing-hau , der Schöpfer des CIH-Virus . Er gab der Polizei , die ihn befragte ,
ein Programm , das er bereits im letzten Jahr auf einer Website veröffentlicht
hatte , um den angerichteten Schaden wieder ein Stück gut zu machen . Beim
Verhör gab er zu , so die China Times , den Virus zwar geschaffen zu haben ,
aber natürlich wollte er damit keinen solchen Schaden bewirken . Offenbar ging
es ihm nicht so sehr um die Erinnerung an Tschernobyl , sondern er wollte
lediglich den Herstellern von Anti-Viren-Programmen demonstrieren , daß sie
nutzlose Programme verkaufen , die nur viel Geld kosten . Er habe sich überdies
nicht vorstellen können , daß der von ihm geschaffene Virus so destruktiv sein
könne . Ob Chen überhaupt eine Strafe zu befürchten hat , ist ungewiß . " Alles
, was wir über die Probleme mit dem Virus wissen , haben wir aus ausländischen
Nachrichten erfahren . " Es könnte also durchaus sein , daß er ohne Strafprozeß
davonkommt - trotz aller Globalisierung . Schadensersatzforderungen sind
freilich eine andere Sache . Mehr in Telepolis . Expo 2000 beginnt ohne großen
Krawall Am frühen Morgen wurde zwar der Bahnverkehr auf den Strecken
Hamburg-Hannover und Göttingen-Hannover durch brennende Reifen behindert , aber
bereits nach knapp einer halben Stunde konnten die Gleisanlagen wieder
freigegeben werden . Auch eine Blockade des zum Ausstellungsgelände führenden
Messeschnellwegs wurde nach 30 Minuten durch die Polizei mittels Räumung
unterbunden . Inzwischen finden in der hannoverschen Innenstadt kleinere
Demonstrationen von Expo-Gegnern statt . Am Nachmittag sind noch weitere
Aktionen unter anderem auf dem Aegi , einem zentralen Verkehrsknotenpunkt der
City , geplant . Mehr in Telepolis : Die Expo ist weitgehend ohne Störungen
gestartet . Aussichtsreicher Kandidat für Supraleitung Magnesiumdiborid ( MgB2 )
macht seit seiner Entdeckung im Februar Schlagzeilen , da das Material bei der
Temperatur von 39 Kelvin ( minus 234,15 Grad Celsius ) supraleitende
Eigenschaften besitzt . In der aktuellen Ausgabe von Nature schreiben insgesamt
35 Physiker in drei Artikeln über neue Erkenntnisse zu MgB2 . Im Vordergrund
steht die praktische Anwendung dieses Supraleiters , der kostengünstige Lösungen
verspricht . Chang-Beom Eom und seine Kollegen kontaminierten Magnesiumdiborid
mit Sauerstoff und entdeckten , dass diese Mischung mehr elektrischen Strom in
einem magnetischen Feld leiten kann als reines MgB2 . In einem weiteren Artikel
beschreibt Y. Bugoslavsky eine andere Möglichkeit , die kritische Stromdichte im
Material zu erhöhen . Sie beschossen MgB2 mit einem Ionenstrahl . Das Resultat
ähnelt dem der Versuche mit der Sauerstoff-Legierung . Die Supraleitfähigkeit
wird nicht in vollem Umfang durch das Magnetfeld ausgebremst . Magnesiumdiborid
könne , so die Schlussfolgerung , durch chemische Verunreinigung oder
mechanische Bearbeitung ähnliche Eigenschaften wie Hochtemperatur-Supraleiter
erreichen . So genannte Hochtemperatur-Supraleiter werden bei Temperaturen
supraleitend , die schon durch die sehr viel kostengünstigere und einfachere
Kühlung mit flüssigem Stickstoff zu erzielen sind , während MgB2 mit Helium
gekühlt werden muss . Die Hochtemperatur-Supraleiter sind allerdings im
Unterschied zu MgB2 vergleichsweise teuer in der Produktion , spröde und
schlecht zu verarbeiten . Sungho Jin und Kollegen stellen
Magnesiumdiborid-Leitungen vor . Sie bauten Drähte aus dem neuen
Supraleiter-Material , indem sie es mit Eisen ummantelten . Bei der Suche nach
einem geeigneten Werkstoff für die Drähte entdeckten sie , dass andere
Materialien die kritische Leitfähigkeit in MgB2 dramatisch senkten . Mit Eisen
dagegen reagiert der Supraleiter unproblematisch . Supraleitung ist potenziell
ein riesiger Markt . Noch wird die Nutzung für Kabel , Transformatoren und für
Energiespeichersysteme vor allem durch die Kosten begrenzt . ( Andrea
Naica-Loebell ) Mehr in Telepolis : Die Mechanismen der Supraleitung bei
Magnesiumdiborid . Echelon-Lauschstation Bad Aibling wird geschlossen Wie INSCOM
( U.S. Army Intelligence and Security Command ) gestern mitteilte , hat das
amerikanische Verteidigungsministerium auf ein Gesuch der National Security
Agency und des Central Security Service beschlossen , die Abhörstation des
Geheimdienstes NSA in Bad Aibling zu schließen . Ein Grund dafür wird nicht
genannt . Die " gegenwärtigen Aktivitäten " werden am 30. September 2002 beendet
. Die seit 1952 vom NSA geleitete Station wird 2003 ganz geschlossen . Die
Existenz des Lauschsystems Echelon ist in einem vorläufigen Bericht des
nichtständigen Ausschusses des Europäischen Parlaments bestätigt worden . Ob mit
dem System Wirtschaftsspionage betrieben wurde , sei aber nicht belegbar .
Deutschland aber wurde aufgefordert , geheimdienstliche Aktivitäten der USA auf
ihrem Gebiet von der Einhaltung des Europäischen Abkommens zum Schutz der
Menschenrechte abhängig zu machen und dies auch zu überprüfen . Auch eine
Duldung von geheimdienstlichen Aktivitäten , bei der europäische Bürger durch
die Station in Bad Aibling belauscht würden , wäre ein Verstoß gegen EU-Recht .
Das Antivirenunternehmen Sophos hat die Unternehmen allerdings davor gewarnt ,
der Rat der europäischen Abgeordneten könne zur Folge haben , dass der Schutz
vor Viren durch das Überprüfen der Mails an der Firewall nicht mehr funktioniert
. Vertraulichkeit würde also mit Sicherheitsverlust erkauft werden ,
verschlüsselte E-Mails könnten nur noch auf den Rechnern selbst überprüft werden
. Mehr in Telepolis : Die Kehrseite der Vertraulichkeit und Mehrere
Staatsanwaltschaften weisen Echelon-Strafanzeige gegen die Bundesregierung wegen
fehlender Beweise ab . Das Online-Tagebuch der leukämiekranken Kaycee Nicole Das
FBI wird im Fall eines Internet-Hoax nicht weiter ermitteln , bei dem eine
40jährige Hausfrau aus Kansas die Hauptrolle spielte . Den Kampf gegen die
Krankheit schilderte sie über zwei Jahre hinweg in einem Online-Tagebuch . Als
vermehrt Zweifel an der Existenz des fiktiven Mädchens aufkamen , hatte die Frau
sie am 15. Mai schnell sterben lassen . Viele Menschen nahmen am Schicksal des
Mädchens Teil und schickten während der zwei Jahre auch zahlreiche Briefe und
Geschenke . Für das FBI ist der Fall zu geringfügig , da höchstens ein paar
hundert Dollar Schaden für diejenigen entstanden sind , die an die Existenz des
Mädchens geglaubt haben . Überdies habe die Hoax-Autorin auch nicht um Geld oder
Geschenke gebeten . Das gefälschte Online-Tagebuch der nichtexistierenden Kaycee
Nicole ist aufgrund seiner Dauer und seiner Konsequenz ( täglich etwas Neues von
KC ) wohl bislang die am längsten durchgehaltene Täuschung im Internet . Mehr in
Telepolis : Man stirbt nur zweimal . Der Crackerkampf geht weiter Dieses Mal hat
es eine Webseite des Innenministeriums und eine Website des Federal
Supercomputer Laboratory in Idaho Falls erwischt . Letzte Woche hatten andere
Cracker bereits die Website des Senats entstellt und die des FBI lahmgelegt ,
die zusammen mit der Seite des National Infrastructure Protection Center noch
immer vom Netz genommen ist . Die Angriffe werden als Gegenschläge auf
Festnahmen und Hausdurchsuchungen des FBI in der Crackerszene verstanden . In
einem Chat übernahm ein Cracker mit dem Namen M1crochip , der Mitglied der
Gruppe F0rpraxe ist und angeblich aus Portugal stammt , die Verantwortung für
den Angriff auf die Website des Supercomputer-Zentrums . Die Angriffe seien die
" einzigen Mittel " der Hackergemeinschaft . Mehr in Telepolis : Der Kampf geht
weiter . Berlin präpariert sich für den Cyberwar Die Bundesregierung erarbeitet
eine " nationale Position " zum Komplex Cyberwar . Das teilte der bündnisgrüne
Politiker Winfried Nachtwei , Mitglied im Verteidiungsausschuss des Bundestags ,
am Wochenende auf der Konferenz Rüstungskontrolle im Cyberspace mit . Inhaltlich
ist das geplante Papier , das Leitbildcharakter entfalten soll , bisher noch
kaum umrissen . Außerdem testete das Bundesamt für Sicherheit in der
Informationstechnik während des vergangenen Vierteljahrs die
Netz-Infrastrukturen von Banken auf potenzielle Lücken . Die Ergebnisse des
Planspiels sowie der Studie dürften folglich Eingang in das Positionspapier
finden , mit dessen Verabschiedung frühestens im Spätherbst gerechnet werden
kann . Friedensforscher befürchten , dass die rot-grüne Koalition mit ihrer
Stellungnahme amerikanische Bedrohungsszenarien und Cyberwarfare-Konzepte nach
Deutschland importiert . Jenseits des Atlantiks vergeht kaum ein Tag , an dem
Regierungsmitglieder und Sicherheitsberater nicht vor den Gefahren eines
Angriffs auf die " kritischen Infrastrukturen " warnen und Erinnerungen an den
Kalten Krieg schüren . Gleichzeitig kursieren bei den US-Streitkräften immer
mehr Strategiepapiere , die eine absolute militärische Dominanz im Cyberspace
postulieren . Doch dabei würden die " Dimensionen der Entgrenzung " , die etwa
ein Angriff auf die vernetzten Infrastrukturen eines Landes mit sich bringen
könnte , außer acht gelassen . Nachtwei hatte zusammen mit der medienpolitischen
Sprecherin der Grünen , Grietje Bettin , erst kürzlich den verbindlichen
Verzicht auf den Ersteinsatz von Cyber-Waffen gefordert . Gerade die
europäischen Staaten rief Nachtwei am Wochenende nun erneut zur "
Selbstbeschränkung " beim Rüsten für den Cyberwar auf . Argwöhnisch beäugt der
Grünen-Politiker gleichzeitig , dass auch bei der Bundeswehr gerade " kräftig "
in den Bereich Information Warfare investiert werde . Die Bundesregierung
fordert er auf , ihre Position " in der Öffentlichkeit zu diskutieren " und
nicht weiter im stillen Kämmerlein auszubrüten . " Mit der Transparenz haben wir
da seit einiger Zeit erhebliche Probleme " , kritisiert Nachtwei die
Regierungskoalition . Schuld daran sei vor allem die politische Spitze .
Darstellung im Internet als Störung des öffentlichen Friedens Das
Oberlandesgericht Nürnberg hat entschieden , daß die Darstellung eines
gekreuzigten Schweines auf einer Page im Internet strafbar sei . Eine kleine
Plattenfirma aus Regensburg hatte im Internet das sogenannte " Schweine-T-Shirt
" mit dem Logo einer Punk-Band zum Verkauf angeboten . Zunächst wies die
Staatsanwaltschaft Regensburg die Anzeige des Bischöflichen Ordinariats zurück ,
da es zwar eine " äußerst geschmacklose Beschimpfung " sei , der Tatbestand
einer " Störung des öffentlichen Friedens " aber fehle , weil die
Veröffentlichung in Internet seitens der weitgehend unbekannten Plattenfirma nur
einen sehr begrenzten Personenkreis erreiche . Die Darstellung sei als "
Beschimpfen " religiöser Bekenntnisse zu werten und stelle eine Störung des
öffentlichen Friedens dar . Dieses Urteil sei jedoch , wie das OLG betont ,
nicht dem Münchener Internet-Urteil gegen Felix Somm vergleichbar , bei dem es
um die Frage ging , ob ein Provider auch für die Inhalte von Seiten anderer
verantwortlich ist , da es hier um die Strafbarkeit des für die Seite
verantwortlichen Anbieters selbst gegangen wäre . Dazu siehe auch in Telepolis :
Ein gekreuzigtes Schwein und das Internet sowie Münchner Richter macht kurzen
Prozeß mit Felix Somm . Australische Regierung billigt Gesetz zur Internetzensur
Das Gesetz soll vornehmlich Pornographie für Kinder im Internet unzugänglich zu
machen . Zuständig für die Indizierung ist die Australian Broadcasting Authority
, die allerdings nur nach Beschwerden in Aktion treten soll . Sollte das Gremium
zum Schluß kommen , daß Inhalte auf einer Website verboten oder anstößig sind ,
kann es den Provider auffordern , die Site zu löschen . Der Zugang muß gesperrt
werden , doch wird keine bestimmte Filtertechnik verlangt . Die Filterung soll
überdies den Providern keine unnötigen technischen , finanziellen und
organisatorischen Belastungen bescheren . In Kraft tritt das neue Gesetz am 1.
Januar 2000 . Kritiker fürchten , daß damit das Wachstum der Internetökonomie
gebremst würde und sich Australien in eine Reihe von Ländern wie China oder
Saudi-Arabien stelle , in denen gleichfalls der Zugang zum Internet gefiltert
wird . Allerdings sind sie auch der Meinung , daß die Zensurversuche nicht
funktionieren werden und Anbieter sowie Interessierte stets die Möglichkeit
haben , die Filter zu umgehen . Mehr in Telepolis : Filtern für die Bürger .
Streit um neue Nutzungsbedingungen für GeoCities Die neuen Nutzungsbedingungen
für GeoCities-Mitglieder mitsamt dem Zwang zur Neuregistrierung , wenn man die
Homepage updaten will , haben zu Protesten und bereits zu einem Einlenken von
Yahoo wegen der mißverständlichen Formulierungen geführt . Am 28. 6. kündigte
Yahoo schließlich den Start von Yahoo!GeoCities an und verwies auf die
zusätzlichen Möglichkeiten für die ehemaligen GeoCities-Mitglieder , aber eben
auch darauf , daß bei jeder Veränderung der Homepage eine erneute Registrierung
notwendig werde , bei der man ein neues Kennwort erhält sowie die neuen
Nutzungsbedingungen akzeptieren muß . Yahoo versucht jedenfalls jetzt , den
Ärger zu dämpfen und Befürchtungen entgegenzutreten , daß man die Absicht habe ,
sich die Inhalte der GeoCities Mitglieder anzueignen . Mehr in Telepolis : Yahoo
und die Nutzungsbedingungen von GeoCities . Millionenspende für SETI von
Microsoft-Mitbegründer Paul Allen Förderer des SETI-Instituts kamen schon immer
gerne aus dem Umfeld der Computerbranche . Gelder hat es erhalten von dem
Hewlett-Packard Mitbegründern David Packard und Bill Hewlett oder von
Intel-Mitbegründer Gordon Moore . Im Rahmen von " 1HT " , das jetzt allerdings
in Allen Telescope Array ( ATA ) umgetauft wurde , sollen um die 700
Satellitenschüsseln mit einem Durchmesser von 4 Metern auf einem Hektar Land
aufgestellt werden . Bislang nämlich kann das SETI-Institut das Arecibo-Teleskop
in Puerto Rico oder das Jodrell Bank Observatory nur für jährlich 20 Tage
benutzen , um sie auf die möglicherweise interessanten Objekte im Weltraum zu
richten . Mehr in Telepolis : SETI erhält von Microsoft-Mitbegründer Allen
Millionenspende . Justizminister Schmidt-Jortzig : Kein Bedarf an Präzisierung
der Providerverantwortlichkeit Innerhalb der FDP gilt Bundesjustizminister
Schmidt-Jortzig als " Internet-Sympathisant " , der die jüngsten Diskussionen
über die Regulierung des Internet mit größter Besorgnis beobachtet . Aber in
einem Gespräch mit Telepolis sieht er auch angesichts des umstrittenen Urteils
im " CompuServe-Fall " keinen Bedarf für rechtliche Präzisierungen : Es geht
nämlich darum , wie weit eine deutsche Tochtergesellschaft für Dinge
verantwortlich gemacht werden kann , die die amerikanische Muttergesellschaft
anbietet . Auf die Frage , ob nicht die Abwanderung von Providern bereits ein
Zeichen dafür sei , daß das Gesetz Providern zu wenig Rechtssicherheit biete ,
antwortete der Bundesjustizminister , daß er diese Gefahr nicht so " dramatisch
" sehe . Es habe bislang lediglich ein Provider einen Teil seiner Daten ins
Ausland verlagert , während andere wegen der hier gebotenen Möglichkeiten nach
Deutschland kämen : " Anderswo werden sie rechtlich nach wie vor wie Verleger
behandelt und sind damit für erheblich mehr verantwortlich als in Deutschland .
" Mehr in Telepolis : Gespräch mit dem Bundesjustizminister Schmidt-Jortzig .
Auch in der Schweiz wurden jetzt von der Bundespolizei über 100 Provider
aufgefordert , IP-Adressen zu sperren , auf denen sich rassistische Inhalte
finden lassen . Bei Nichtbefolgung müssen sie mit einem Verfahren " wegen
Gehilfenschaft zur Verbreitung strafbarer Inhalte " rechnen : Schweizer Provider
in der Verantwortung . Websites von Falun Gong werden angegriffen Die
chinesische Regierung geht massiv gegen die Falun Gong Meditationsgruppe vor ,
die von sich selbst sagt , sie sei nicht einmal eine Organisation . Nachdem etwa
10000 Anhänger bereits im Mai dieses Jahres friedlich , aber für die Regierung
unerwartet in der Nähe der Verbotenen Stadt in Peking gegen die Unterdrückung
protestiert hatten , mehrten sich die Demonstrationen . Inzwischen wurden auch
tonnenweise Schriften und Videos der Gruppe öffentlich vernichtet , während man
Anhänger zwingt , sich von der Gruppe loszusagen . Erschwerend für die Regierung
ist , dass die Gruppe intensiv das Internet benutzt . Anders als bei den
Protesten 1989 auf dem Tienanmen Platz , bei denen das Internet noch keine Rolle
gespielt hat , ist Falung Gong weltweit präsent und hat eine ganze Reihe von
Websites . Die auf chinesischen Servern befindlichen wurden bereits wegen des
Publikationsverbots vom Netz genommen , doch Emails haben zumindest , wie die
Gruppe selbst meldet , eine erhebliche Rolle gespielt , um die Anhänger im
Ausland und die Weltöffentlichkeit über die Vorgänge in China zu informieren .
Offenbar wurden jetzt auch Websites der Gruppe im Ausland angegriffen . Meist
handelte es sich um "denial-of-service"-Angriffe , um den Server zu blockieren ,
aber Bob McWee , Betreiber der Website und Anhänger von Falun Gong , meldet auch
, dass jemand versucht habe , in den Server einzudringen . Er konnte die
IP-Adresse des Angreifers nach China zurückverfolgen . Angeblich führe die Spur
zu einer Polizeistation in Peking , nämlich zum Büro für Internetüberwachung .
Auch andere Websites von Falun-Anhängern melden Angriffe . Mehr in Telepolis :
Angriffe auf Websites . Hod Lipson und Jordan Pollack von der Brandeis
University haben nicht nur eine Möglichkeit entwickelt , wie Roboter sich
automatisch replizieren und optimieren können , wobei erstmals der " Körper "
der evolutionär sich entwickelnden Roboter fast ohne Eingriff des Menschen
geschaffen wird . Sie haben auch für ihr Golem-Projekt einen Bildschirmschoner
entwickelt , der im Stil von Seti@home verteiltes Rechnen im Bereich des
Künstlichen Lebens ermöglicht . Sympathisch am Projekt Golem@Home ist , dass die
Teilnehmer , die Rechenkapazität zur Verfügung stellen , das Copyright für jedes
Geschöpf erhalten , das sich auf ihrem Computer entwickelt hat . Die
Wissenschaftler beanspruchen nur das Recht , statistische Auswertungen des
Projekts veröffentlichen zu können . Ist Golem aktiv , dann werden beständig
neue " Körper " und " Gehirne " von elektromechanischen Robotern geschaffen ,
von denen einige auch auf dem Bildschirm animiert werden und dort herumkrabbeln
, falls ihnen das schon gelingen sollte . Aus Sicherheitsgründen werden aber ,
so die Wissenschaftler , nur Daten , aber keine exe-Dateien ausgetauscht ,
überdies könne man dieses Feature auch abstellen . Allerdings gibt es einige
indirekte Möglichkeiten der Steuerung etwa durch die Veränderung der
Populationsgröße , das Löschen ganzer Populationen oder die Veränderung der
Landschaft , in der sich die Roboter bewegen . Wenn man also versucht , auf
diese Weise die Roboter besser oder stabiler zu machen , dann könne man , so die
Wissenschaftler , von einer " Mensch-Maschine-Koevolution " sprechen . Mehr in
Telepolis : Ein Bildschirmschoner für die Beteiligung am Evolutionsprojekt .
Olympische Spiele : Internet hatte noch wenig Bedeutung Noch werden die
Olympischen Spiele weitgehend vom Fernsehen beherrscht . Dieses Jahr wurden sie
in mehr Länder als jemals zuvor übertragen . Waren es bei den Spielen in
Barcelona noch nur 193 , in Atlanta 214 , so konnten jetzt die Menschen in 220
Ländern die Spiele vor dem Fernseher verfolgen . Das Internet , vor dem das IOC
Sorgen hatte , weil es die Einkünfte aus den Fernsehrechten gefährden könnte ,
erwies sich dagegen als kein Problem . Jetzt sagen Mitglieder des IOC , dass man
die Bedeutung des Internet für die Berichterstattung überschätzt hatte .
Vizepräsident Dick Pound meinte , dass man einem " Internet hype " zum Opfer
gefallen sei . Noch müsse viel geschehen , damit das Internet wirklich in
Konkurrenz zum Fernsehen treten könne . Und Marketingdirektor Michael Payne
sagte , man sei davon ausgegangen , dass die Welt sich durch das Internet
verändert habe , aber 99,5 Prozent der Zuschauer hätten weiterhin das Fernsehen
benutzt . Das IOC bereitet im Dezember allerdings eine Tagung über neue Medien
vor , bei der es auch darum gehen wird , wie man in Zukunft mit dem Internet
umgehen wird . Mehr in Telepolis : Trotz mancher Rekorde keine Internetolympiade
in Australien . Gehirnscans zeigen , was Versuchspersonen sehen Amerikanische
und italienische Wissenschaftler haben mit funktioneller
Kernspinresonanztomografie ( fMRI ) zeigen können , wie das Gehirn gesehene
Gegenstände kodiert . Wie die Forscher in der neuesten Ausgabe der Zeitschrift
Science schreiben , wurde bei sechs Versuchspersonen das Gehirn mit fMRI
gescannt , während sie Bilder von konkreten Objekten wie Häusern oder Schuhen ,
aber auch abstrakte Muster betrachteten . Da die Muster der Gehirnaktivitäten
jeweils verschieden sind , ließe sich möglicherweise einmal daraus erkennen ,
welche Gegenstände ein Mensch gerade ansieht . Anhand der Muster der
fMRI-Antworten ließ sich die Kategorie der gesehenen Gegenstände mit einer
Genauigkeit von 96 Prozent voraussagen . Bei Gesichtern , Häusern und unsinnigen
Bildern lag die Erfolgsrate bei 100 Prozent . Nach den Analysen der
Wissenschaftler unter der Leitung von James Haxby vom Laboratory of Brain and
Cognition des National Institute of Mental Health werden Daten über bestimmte
Objekte nicht in spezialisierten Regionen verarbeitet , sondern die Aktivität
ist normalerweise weit über das Gehirn verteilt . Überdies überlappen sich
aktive Areale bei der Verarbeitung unterschiedlicher Objektkategorien . Aber
selbst bei spezialisierten Arealen , die beispielsweise " Orte " erkennen ,
lassen sich unterschiedliche Muster für andere Objekte sehen . Auch wenn man die
Areale , die am stärksten auf eine Kategorie reagierten , aus der Analyse
entfernte , ließen sich die verbleibenden Aktivitätsmuster noch dazu verwenden ,
die Objektkategorie zu identifizieren . Während diese Ergebnisse für eine
verteilte Verarbeitung visueller Wahrnehmungen im Gehirn sprechen , konnten
britische und amerikanische Wissenschaftler gleichfalls mit fMRI zeigen , dass
das Gehirn Informationen auch modular verarbeitet . In derselben Ausgabe von
Science berichten Paul Downing et al. , dass ein neu entdecktes Areal des
Schläfenlappens auf die Erkennung von menschlichen Körpern und Körperteilen
spezialisiert zu sein scheint . Dieses Zentrum reagiert auch wesentlich stärker
, wenn die Versuchspersonen nur Umrisszeichnungen von menschlichen Körpern sehen
, als wenn ihnen vergleichbare Bilder von anderen Objekten oder Lebewesen
gezeigt wurden . Mehr in Telepolis , Einblick in den Geist . FBI warnt vor
Anschlägen am 1. Januar In einem internen Bericht , der der Washington Post
zugespielt wurde , warnt das FBI die amerikanischen Polizeibehörden vor
möglichen Anschlägen während der Jahreswechsels . Es gäbe Hinweise darauf , dass
Gruppen von religiösen Extremisten , Rassisten oder Anhängern von
Verschwörungstheorien über die neue Weltordnung , die davon ausgehen , dass die
UN die Macht über die Welt anstrebt , sich auf Gewalttaten vorbereiten . Der
Bericht weist darauf hin , dass gerade auch das Jahr-2000-Problem ein
Auslösemoment für extreme Gruppen sein könnte . Falls es aufgrund des
Jahr-2000-Problems zu Stromausfällen oder anderen Pannen kommen sollte , könne
das zwar den meisten Menschen auf rationale Weise erklärt werden , aber radikale
Gruppe oder Einzelne könnten solche Ereignisse auch als Zeichen dafür betrachten
, dass das Ende der Welt nahe oder dass eine Verschwörung im Gange sei : Die
Verschmelzung von apokalyptischen religiösen Vorstellungen mit
Verschwörungstheorien sei eine explosive Mischung . Mehr in Telepolis :
Rassisten , Apokalyptiker und Anhänger von Verschwörungstheorien . Recht auf
Anonymität im Internet bekräftigt Ein amerikanisches Gericht hat die Forderung
einer Firma nach Aufdeckung der Identität von anonymen Kritikern abgewiesen .
Die Softwarefirma Dendrite International hatte in einer Klage vom Mai dieses
Jahres verlangt , dass der Online-Dienst Yahoo die Identität von vier Personen
preisgeben solle , die in einem Yahoo-Club angeblich falsche Behauptungen über
die Firma verbreitet hatten . Zwei von ihnen hatten sich als Angestellte der
Firma bezeichnet ; sie sollen Firmengeheimnisse veröffentlicht haben . Der
Richter kam zum Urteil , Dendrite habe genügend Beweise vorgelegt , um zu
verlangen , dass die Namen der beiden Angestellten aufgedeckt werden , da sie
ihre Arbeitsverträge verletzt haben könnten . Allerdings können die beiden
Beschuldigten noch weitere Mittel beibringen , um die Aufdeckung doch noch zu
verhindern . Für die anderen beiden Beschuldigten lägen aber nicht genügend
Belege vor , die zeigten , dass der Firma wirklich durch ihre Äußerungen Schaden
zugefügt worden sei oder dass sie Firmengeheimnisse veröffentlicht hätten . Mehr
in Telepolis : Das Internet ist ein modernes Speakers' Corner . Wann sind Links
strafbar ? Nachdem im Frühjahr dieses Jahres Angela Marquardt von der PDS wegen
eines Links von ihrer Homepage auf die Zeitschrift Radikal freigesprochen wurde
, kam es jetzt bei einer Web-Page aus dem rechten Lager zu einer ähnlichen
Beschuldigung . Bei dem Herausgeber der rechten Publikation fand am 27. 11. eine
Hausdurchsuchung statt , weil hier ein Link zu einer weiteren amerikanischen
Homepage von weißen Rassisten zu finden war , auf der man in Deutschland
strafrechtlich relevantes Material in Form von verbotenen Zeichen finden konnte
- und noch immer kann . Jede Suchmaschine bietet aber denselben Link an . Die
Frage ist , ob der Link unter Kenntnis des hierzulande verbotenen Materials
gelegt wurde und ob , aber auch wie oft man externe Links überprüfen muß , weil
sich die Inhalte auf den anderen Web-Sites schnell verändern können . Unabhängig
von der politischen " Gesinnung " geht es hierbei einmal wieder um die noch
ungeklärte Frage , wieweit man für externe Links strafrechtlich zur
Verantwortung gezogen werden kann . Ausführlicher in Telepolis : Wann sind Links
strafbar ? EU-Kommission : Nein zur d-box Die EU-Wettbewerbskommissar Karel van
Miert forderte Bertelsmann und Kirch auf , die gemeinsame Vermarktung des
Decoders d-Box sofort einzustellen . Bis die EU-Kommission über die beantragte
Fusion der Pay-TV-Sender Premiere und DF 1 entschieden habe , dürfe das für das
neue TV nötige Empfangsgerät bei " Premiere digital " nicht mehr verkauft werden
. Die KirchGruppe erklärte , die Entscheidung der EU stoße bei den betroffenen
Unternehmen auf Unverständnis . Die Befürchtungen der Kommission , daß der
Einsatz der d-box bei Premiere einen Vorvollzug der gerade vorgelegten
Einigungsverträge zur Erschließung der digitalen Fernsehwelt in Deutschland
darstelle , sei nicht nachvollziehbar . Das Verlangen der EU bedeute , daß
Premiere der einzige Pay TV-Sender Europas sei , dem die Nutzung eines Dekoders
verboten werde . Christiane Schulzki-Haddouti Ausführlicher in Telepolis Hacker
unterstützen polnischen Internetstreik Von einem großen Erfolg können die
Veranstalter des polnischen Internet-Streiks am 1. Dezember wohl nicht sprechen
: lediglich etwas mehr als 3600 Internauten haben sich verpflichtet , an diesem
Tag die gesamtpolnische Zugangsnummer der polnischen Telekom nicht zu wählen .
Die Streikenden wollen ab jetzt ihren Kampf um ein billigeres Internet jeden
Sonntag wiederholen . Sie berufen sich dabei auf den deutschen Protest ( siehe
auch in c't Kleiner Erfolg ) . " Im Sommer haben die Internauten eine
Protestkundgebung vor unserem Verwaltungsgebäude veranstaltet " , erinnert sich
Bogdan Markiewicz von der Telekom-Pressestelle . Außerdem haben wir damals knapp
15000 Protest-E-Mails bekommen . Um etwa 14.30 haben heute allerdings auch
Hacker den polnischen Protest tatkräftig unterstützt und die Homepage der
polnischen Telekom umgemodelt . Aus dem TP-(SA) Logo entstand " Teraz Phreaking
" ( Phreaking now ) und aus " Telekomunikacja Polska SA " - Telekomuna ( deutsch
etwa " die Telekommunisten " ) Polska SA . Die Hacker-Gruppe nennt sich "
Gumisie " . Mehr in Telepolis : Kleine Menschen gegen eine große Firma .
Datenbank für Ohrabdrücke Einen originellen Einfall hatte das britische National
Training Center for Scientific Support to Crime Investigation . Dort baut man
nämlich eine Datenbank mit Bildern von Ohrabdrücken auf . Auch die sind nämlich
einzigartig . Selbst Zwillinge lassen sich an ihren Ohren noch unterscheiden .
Bislang hat man schon 1200 gesammelt , aber man will natürlich , einmal auf den
Geschmack gekommen , noch mehr . Einen Erfolg kann man bereits vorweisen . Ein
gewisser Mark Dallagher hatte zunächst an einem frisch geputzten Fenster sein
Ohr angelegt , um zu lauschen , und dann offenbar eine ältere Frau getötet . Das
hätte er nicht machen sollen , denn so wurde er zum ersten Erfolg der neuen
Datenbank und durch seinen Abdruck überführt . Siehe auch in Telepolis :
Vorsicht , Lauscher ! Brüsseler Bürokratie weiterhin zugeknöpft Die Europäische
Kommission hat am 26. Januar einen Vorschlag zur Regulierung des öffentlichen
Zugangs zu Dokumenten angenommen . Der Entwurf eines " Parlaments- und
Ratsvorschlags bezüglich des öffentlichen Zugangs zu Dokumenten des Europäischen
Parlaments , des Rats und der Kommission " enthielt nur einige geringfügige
Änderungen gegenüber der heftig kritisierten ursprünglichen Version . Diese
Formulierung in Artikel 8 wurde jetzt eingeschränkt : Nun muss die Erlaubnis nur
dann eingeholt werden , wenn die Papiere aus kommerziellen Gründen oder "
anderen Arten der ökonomischen Ausbeutung " vervielfältigt werden sollen .
Abgelehnt werden können die Anträge freilich aus zahlreichen Gründen ,
beispielsweise wenn eine Veröffentlichung eine Gefahr für den Schutz "
öffentlicher Interessen " darstellen würde . Dazu gehört vor allem der Schutz
der öffentlichen Sicherheit und von militärischen und internationalen
Beziehungen zwischen verschiedenen Staaten . ( Christiane Schulzki-Haddouti )
Mehr in Telepolis : Informationspolitik der EU . Software von Aum-Sekte bei
japanischen Behörden Während hierzulande vor kurzem die Erkenntnis für Bedenken
sorgte , dass Mitglieder von Scientology an der Programmierung von Windows 2000
beteiligt waren ( Windows 2000 droht ein Bann ) , ist nun auch in Japan ein
ähnliches Problem entdeckt worden . Die weltweit 1995 durch ihren
Giftgasanschlag auf die U-Bahn in Tokyo bekannt gewordene Aum-Sekte , die sich
mittlerweile Aleph nennt , hat im Auftrag für Unternehmen Programme geschrieben
, die bei mindestens 10 japanischen Behörden , darunter auch dem
Verteidigungsministerium , sowie bei 80 großen Unternehmen zum Einsatz kamen .
Man fürchtet , dass die Sekte möglicherweise über die Software Zugang zu
wichtigen Computersystemen der Regierung und der Unternehmen haben und auf die
Idee kommen könnte , diesen für cyberterroristische Anschläge zu benutzen . Mehr
in Telepolis : Software von Aum-Sekte bei japanischen Behörden und Unternehmen .
Microsoft deaktiviert neuen Spam-Filter Microsoft hat sich entschlossen , aus
seinem Mailprogramm Outlook Express , das mit dem IE 5 ausgeliefert wird , den
Spam-Filter wegen eines Gerichtsurteils zwar nicht zu entfernen , aber doch so
mitzuliefern , daß der Benutzer ihn eigens aktivieren muß . Dem Entschluß vorher
ging eine Klage von Blue Mountain Arts , eine Firma , die elektronische
Grußkarten anbietet . Sie warf Microsoft vor , daß diese Grußkarten von dessen
Spam-Filter blockiert würden , um dem eigenen Angebot von solchen Grußmails
einen Vorteil zu verschaffen . Blue Mountain gewann den Prozeß . Allerdings
hätte Microsoft nicht gleich den Spam-Filter deaktivieren , sondern nur
sicherstellen müssen , daß die Mails von Blue Mountain auch ihren Empfänger
erreichen . Microsoft weist den Vorwurf zurück , man habe die Grußkarten von
Blue Mountain ausfiltern wollen , schließlich wären auch die eigenen wie Spam
behandelt worden . Man werde allerdings gegen das Urteil Einspruch erheben , um
gegen den Versuch von Blue Mountain vorzugehen , die Entwicklung " innovativer
neuer Technologie zur Verwaltung des hohen Volumens unerwünschter kommerzieller
Mails " zu blockieren . Die Auslieferung des IE 5 werde dadurch nicht verzögert
. Mehr in Telepolis : Microsoft zieht Spam-Filter zurück . Neue Technik für
geheime Botschaften Ronald Rivest , ein Computerwissenschaftler am M. I. T. ,
schlägt eine neue Technik zur Geheimhaltung beim Versenden von Daten vor , mit
der sich das amerikanische Exportverbot der starken Kryptographie unterlaufen
und als unsinnig brandmarken läßt . Sein Verfahren Chaffing and Winnowing ist
eine Alternative zur Steganographie und zur Kryptographie . Bei seiner Methode
wird nichts verschlüsselt . Anschließend werden zufällig unsinnige , aber "
korrekte " Datenpakete mit einem falschen Authentifizierungscode dazugemischt .
Mit diesem Verfahren wird zwar im Gegensatz zur Kryptographie der Umfang der
Botschaft vergrößert , aber es scheint , wenn die Datenpakete klein genug sind ,
eine große Sicherheit zu bieten . Um Zugang zu den Daten zu erhalten , müßten
Behörden alle Authentifizierungscodes kennen : " eine wahrhaft schreckliche
Aussicht " . Britische Post : E-Mails an jeden Zusammen mit Microsoft bietet die
britische Post Royal Mail als Alternative zur Briefpost , zum Fax oder anderen
Kurierdiensten einen neuen Service mit dem Namen Relay One an , mit dem man
E-Mails auch an die Empfänger verschicken kann , die keinen vernetzten Computer
besitzen . Über eine Website hat man Zugriff auf den Service mit einem Password
und bezahlt online durch Angabe der Nummer seiner Kreditkarte . Alle E-Mails
werden an das Royal Mail's Electronic Services Centre in London geschickt , wo
sie ausgedruckt und dann als Eilbrief ausgeliefert werden . Billig ist der neue
Dienst nicht . Radio B92 wurde geschlossen Die serbischen Behörden haben einen
neuen Anlauf genommen , um das letzte unabhängige Medium im Lande
regierungskonform zu machen , das seit dem 24. 3. nur noch über das Internet
senden konnte . Am Freitag morgen , dem 2. April , drang die Polizei in die
Räume des Senders B92 ein , versiegelte alle Büros und wies die Mitarbeiter an ,
sofort mit der Arbeit aufzuhören und das Gebäude zu verlassen . Mit einer
gerichtlichen Anordnung wurde überdies Sasa Mirkovic , der Direktor des Senders
, seines Amtes enthoben und durch Aleksandar Nikavevich ersetzt , der allen
Angestellten befahl , sich am Montag zu einem Treffen einzufinden . Auf der
Website findet sich die optimistische Erklärung : STRUGGLE CONTINUES . WE SHALL
NEVER SURRENDER . RADIO B92 , BELGRADE , SERBIA . Mehr in Telepolis : B92
endgültig geschlossen Vermutlicher Autor des Melissa-Virus festgenommen Mit der
Hilfe von AOL wurde heute David L. Smith ( 30 ) aus Aberdeen , New Jersey ,
unter dem Verdacht festgenommen , der Autor des bekannten Makrovirus Melissa zu
sein . Seit dem ersten Auftreten gibt es schon eine ganze Reihe von Varianten .
Die Websites Source of Kaos und Codebreakers wurden im Zuge der Ermittlungen
durch die neu eingerichtete FBI-Abteilung National Infrastructure Protection
Center geschlossen . Bekannt war jedoch seit einigen Tagen , daß Melissa
erstmals von dem AOL-Account eines gewissen Scott Steinmetz ausgesendet wurde ,
der aber abgestritten hatte , etwas mit dem Makrovirus zu tun zu haben .
Offenbar hatte der Verdächtige David Smith bereits vor 15 Monate eine
Möglichkeit gefunden , dessen Account für eigene Zwecke zu nutzen .
Napster-Proof-CD kommt in die Regale Mitte Mai will die amerikanische
Plattenfirma Farenheit Entertainment eine mit einem neuen Verfahren
kopiergeschützte CD auf den Markt bringen . Country-Sänger Charley Pride stellte
sich für den Test zur Verfügung . Der von der im vergangenen Jahr gegründeten
Firma Sunncomm entwickelte Kopierschutz soll verhindern , dass Besitzer die
Audio-Tracks der CD durch Auslesen ( Grabben ) in das MP3-Format verwandeln oder
sie ins Internet stellen können . Gleichzeitig soll die CD auf allen Geräten
abspielbar sein . Um die Kunden nicht zu sehr zu verärgern , sollen aber
diejenigen , die sich eine CD gekauft haben , für eigene Zwecke MP3-Dateien
erlangen können . Legt man die CD in das Laufwerk seines Computers ein , so wird
der Kunde mit einer Website verbunden . Hat er sich dort registriert , kann er
die Songs als MP3-Dateien herunterladen und diese dann auch in tragbaren
MP3-Playern abspielen . Mehr in Telepolis : Napster-proof CD kommt auf den Markt
. Ohne Überschwang in die vernetzte Zukunft Der Stern hat im neuesten Heft eine
repräsentativen Umfrage zur Jahrtausendwende veröffentlicht und festgestellt ,
daß die meisten der Deutschen der Zukunft realistisch entgegensehen und die
angebotenen Trends - " der Daten-Highway und die Wissensgesellschaft , die
flexible Arbeitswelt und die Gentechnologie " - zwar nicht übermäßig begrüßen ,
aber als Zukunft erwarten . Gespalten sind die Deutschen in Sachen vernetzte
Gesellschaft jedenfalls zwischen Realismus und Skepsis . Möglicherweise also
sind die Deutschen realistisch und wappnen sich gegenüber der vernetzten Zukunft
, begeistert sind sie freilich nicht , denn " eher begrüßt " wird die mögliche
Entwicklung nur von 30 Prozent , befürchtet aber immer noch von 40 Prozent . Ein
ähnliches Bild ergibt sich bei den anderen Fragen . 74 Prozent betrachten mit
Sorge , daß die Privatsphäre gefährdet wird . Gefragt wurde allerdings nur nach
der Speicherung von persönlichen Daten auf Chipkarten . Daß Tonträger wie CDs
oder MCs überflüssig werden , glaubt die Mehrzahl , warum das aber von 44
Prozent gefürchtet wird , wäre schon interessant zu wissen . Mehr in Telepolis :
Fit für die Zukunft ? G-8-Arbeitsgruppe kippt Enfopol-Pläne Gegenüber
Telepolis-Korrespondentin Christiane Schulzki-Haddouti sprach sich der
Vorsitzende der G8-Arbeitsgruppe zur " High-Tech-Kriminalität " , Scott Charney
, statt dessen für die Methode des " Einfrierens und Speicherns " aus : Um
Zugriff auf die Kommunikationsdaten Verdächtiger zu erhalten , sollen Internet
Service Provider auf Bitte der Strafverfolger die Kommunikationsdaten des
Verdächtigen sofort einfrieren und speichern . Mit einer richterlichen
Genehmigung sollen sie die Daten beschlagnahmen und auswerten können . Die
Einrichtung einer permanenten Überwachungsschnittstelle bei Internet Service
Providern bezeichnete Charney hingegen als " nicht angemessen " . Die dadurch
entstehende Kostenbelastung sei für die in der Regel kleinen Unternehmen kaum
tragbar und würde in der Konsequenz zu einer unerwünschten Veränderung der
Marktstrukturen führen . Der Vorschlag , der von der G8-Arbeitsgruppe Mitte Mai
während eines Treffens in Paris erarbeitet wurde , soll jetzt in den einzelnen
G8-Staaten auf ministerieller Ebene geprüft werden . Im
Bundeswirtschaftsministerium wußte man von der neuen Entwicklung noch nichts ,
ebenso im Bundesinnenministerium . Auch der Sprecher des Bundeskriminalamts
wollte sich hierzu noch nicht äußern . Frankreich : Ende mit der Anonymität im
Internet Das französische Parlament hat am 28. Juni ein Multimediagesetz
verabschiedet , das unter anderem auch das Internet betrifft . Internetprovider
sind nach dem aktualisierten " Loi sur la communication audiovisuelle "
verpflichtet , bei jeder Veröffentlichung , die nicht eine private Mitteilung
ist , für eine korrekte Identifizierung des dafür Verantwortlichen zu sorgen ,
um diesen eventuell für seine Äußerungen haftbar machen zu können . Die
Beendigung der Anonymität betrifft nicht nur Veröffentlichungen auf Websites ,
sondern beispielsweise auch Mitteilungen in Newsgroups , Mailinglisten oder
Diskussionsforen . Zwar darf die Veröffentlichung selbst unter einem Pseudonym
geschehen , doch der Internetprovider oder Contentanbieter , der die
Veröffentlichung ermöglicht , muss die richtige Identität des Autors kennen .
Sollte ein Internetprovider nicht in der Lage sein , den Verantwortlichen für
eine Publikation auf einer Website nennen zu können , so kann er strafrechtlich
für illegale Inhalte verantwortlich gemacht werden . Wenn jemand eine falsche
Identität angibt , so wird auch er mit derselben Strafe belangt werden können .
Es steht zu vermuten , dass nun , nachdem die Barriere erstmals von Frankreich
durchbrochen wurde , auch andere Regierungen Geschmack daran finden , zumindest
im Raum ihrer Gesetzgebung Anonymität auf ähnliche Weise weitgehend zu verbannen
. Mehr in Telepolis : Frankreich hat mit der Anonymität im Internet Schluss
gemacht . Biotechnologie für die US-Armee Da die Vorbereitung auf einen
künftigen Krieg besonders die Abwehr von C- und B-Waffen im Auge hat , ist die
Gentechnik ein wesentlicher Schwerpunkt des Berichts des Board on Army Science
and Technology ( BAST ) . Medikamente , die auf die genetische Biologie eines
Individuums zugeschnitten sind , sollen eine optimale Therapie und Prophylaxe
bei chemischen und biologischen Kampfstoffe garantieren . Mittels des
genetischen Profiling sollen die Auswirkungen individueller genetischer Elemente
auf Krankheit und Gesundheit festgestellt werden , um dann Wirkstoffe zu
entwickeln , die den einzelnen Genotypen geradezu maßgeschneidert sind . Glaubt
man dem Bericht , so wird der Krieg der Zukunft mit minimalem logistischen
Aufwand und intelligentem Gerät fast ferngesteuert ablaufen . Biocomputer , die
den Extrembedingungen eines Krieges mühelos standhalten , der Natur abgeschaute
neue Materialien für intelligente Textilien , die Wärme und Feuchtigkeit selbst
regulieren und sich auch farblich jeder Umgebung sofort anpassen . Biodiesel ,
der an der Front erzeugt werden kann , Heilverfahren , die Verletzungen und
Brüche im Nu heilen lassen . Sensoren , Elektronik und Computer , Materialien ,
Logistik und Heilverfahren , das sind die fünf übergreifenden Kategorien , zu
denen der Bericht die Entwicklungen ausbreitet , die das Füllhorn der
Biotechnologien für das Militär bereithält . " Kleiner und leichter " lautet die
Devise . Während früher Dutzende von Soldaten pro Kilometer Front gebraucht
wurden , sollen es künftig nur noch ein bis zwei Soldaten sein . Mehr in
Telepolis : Die Uniform wird zur Aderpresse , der Soldat zum Versuchskaninchen .
US-Regierung : Grundlagen für den globalen elektronischen Markt Wir stünden am
Beginn einer Revolution , deren treibende Kraft das Internet sei . Deswegen sind
weitere Deregulierung und Rückzug des Staates die Grundlagen der künftigen
Cyberspace-Politik . An erster Stelle steht , daß die Industrie weitgehend die
Möglichkeit zur Selbstregulierung besitzt , die Regierungen sich so wenig wie
möglich einschalten und keine " neuen und unnötigen Regulierungen ,
bürokratische Verfahren , Steuern oder Zölle " einführen sollen . Am Verbot
einer starken Verschlüsselung hält die Regierung trotz der Kritik seitens der
Industrie fest . Die Regierung besteht weiterhin auf der Wahrung der "
nationalen Sicherheitsinteressen " , so daß die erwünschten freiwilligen Key
Managment Infrastrukturen für die Behörden zugänglich bleiben . Schnell reagiert
wurde allerdings auf das jüngst erfolgte CDA-Urteil des obersten Bundesgerichts
( http://www.heise.de/tp/te/1236/fhome.htm ) . Die Regierung unterstütze den
größtmöglichen freien Informationsfluß für alle Daten , die über das Internet
gesendet werden , und über alle Grenzen hinweg . Das Internet sei ein neues
Medium , das nicht mit den herkömmlichen elektronischen Massenmedien
vergleichbar sei . Daher unterstütze die Regierung auch hier die
Selbstregulierung , die Entwicklung von Ratingsystemen und einfach zu
bedienenden Filterprogrammen . Aber Kinder müssen auch vor der Beeinflussung von
Werbung geschützt werden . Und es müssen Mittel gefunden werden , um die
Menschen vor Betrug zu bewahren und den Konsumenten das Vertrauen zu vermitteln
, daß es im elektronischen Handel mit rechten Dingen zugehe . Hier sei der
Eingriff der Regierung angemessen und notwendig . Virtuelle Agenten und der
elektronische Marktplatz Mit der Einführung des E-Commerce gehen große
Hoffnungen einher . Möglicherweise werden aber bald nicht nur Menschen hier
ihren Geschäften nachgehen , sondern vielleicht auch Milliarden von virtuellen
Agenten , die mit einer gewissen Autonomie ausgestattet sind und im Auftrag
ihrer Benutzer arbeiten , beispielsweise auf dem globalen Markt nach den
günstigsten Angeboten suchen . Beispielsweise können sie weitaus schneller
weitaus mehr Informationen verarbeiten , treffen ihre Entscheidungen aber unter
wesentlich einfacheren und weniger differenzierten Gesichtspunkten als Menschen
. Jeffrey Kephart und seine Kollegen am Thomas J. Watson Research Center von IBM
haben ein einfaches Modell mit Agenten entwickelt , die Informationen kaufen und
verkaufen : 10 Anbieter , 10 Broker und 1000 Konsumenten . Schon in dem äußerst
vereinfachtem Modell einer Informationsfilterung durch konkurrierende Agenten ,
in dem es einzig um den Preis der Information und die " Transportkosten " für
ihre Übermittlung geht , kam es zu verheerenden Preiskämpfen , zumindest unter
der Bedingung , daß die Agenten zwar über eine perfekte Information verfügen ,
aber kein Gedächtnis besitzen . Die Broker unterbieten sich beispielsweise
solange , bis einige oder alle auf weniger vom Konkurrenzkampf geprägte Nischen
ausweichen . Die Kunden werden oft nicht mehr von den Brokern beliefert oder die
Gewinne der Anbieter geraten in wilde Schwankungen . Die Kurzsichtigkeit macht
das System instabil , so daß offenbar notwendigerweise ruhige Zustände in
sporadisch auftretende Preiskämpfe übergehen . Die Autoren schlagen einige
Lösungsmöglichkeiten für künftige Forschungen an derartigen
Multi-Agenten-Modellen vor , betonen aber , daß diese wieder zu anderen
unerwünschten Unwägbarkeiten auf einem freien Markt führen können . Dazu siehe
auch in Telepolis : Virtuelle Agenten auf dem elektronischen Marktplatz - eine
Katastrophe ? . Auch Medienzar Murdoch setzt auf das Internet Das Ziel von
Murdoch ist es , amerikanische Internetfirmen nach Großbritannien , Australien
und Neuseeland zu bringen . Vorgesehen sind unter anderem der Online-Verkauf von
Finanzdiensten an Zeitungen und die Möglichkeit , Filme von Vox direkt über
Hochgeschwindigkeitsverbindungen herunterzuladen . Mehr in Telepolis :
Gigantenverbindung . Hochtemperatur-Supraleiter verhalten sich wie
konventionelle Supraleiter Erst kürzlich machte die Entdeckung der
supraleitenden Eigenschaften von Magnesiumdiborid bei 39K ( -234,15 °C )
Schlagzeilen . Überall auf der Welt beschäftigen sich jetzt Physiker mit den
Möglichkeiten dieses billigen Ausgangsstoffes . Bislang ist Supraleitung
schwierig zu realisieren , da Metalle mit Helium aufwändig gekühlt werden müssen
und keramische Werkstoffe eine schlechte Stromtragfähigkeit haben und oft zu
spröde sind . Neue Analysen des photoelektronischen Spektrums von
Kupferoxid-Supraleitern haben nun gezeigt , dass Hochtemperatur-Supraleiter sich
ähnlich verhalten wie konventionelle Supraleiter . In der aktuellen Ausgabe der
Zeitschrift Nature berichten Physiker aus den USA und Japan über ihre
Erkenntnisse bezüglich der Elektronen-Dynamik bei Hochtemperatur-Supraleitern (
HTSLs ) . Bisher war der Mechanismus der Supraleitung bei HTSLs noch unklar , da
der direkte Beweis für eine Elektron-Phonon-Kopplung nicht erbracht werden
konnte , die bei allen bekannten Kupferoxid-Supraleitern vorhanden ist . A.
Lanzara von der Stanford University und seine Kollegen haben nun versucht , die
Elektron-Phonon-Kopplung indirekt nachzuweisen , was ihnen auch gelungen ist .
Eine Kopplung müsste zu einer abrupten Veränderung der Schnelligkeit und der
Streuungsrate der Elektronen nahe der Phonon-Energie führen . Mit einer
winkelauflösenden Photoemissions-Spektroskopie haben die Wissenschaftler eine
solche abrupte Veränderung der Elektron-Geschwindigkeit bei 50 bis 80
Millielektronenvolt ( meV ) beobachtet . Dies lässt darauf schließen , dass eine
Kopplung mit dem Phonon in Verbindung mit dem Oxid-Atom stattgefunden hat . Nach
diesen Beobachtungen geht das Forscherteam davon aus , dass das Phänomen der
Supraleitung in Hochtemperatur-Supraleitern ähnlichen Mechanismen unterworfen
ist wie in konventionellen Supraleitern . Mehr in Telepolis : Der Knick im
Supraleiter . Microsofts Ansehen sinkt bei den amerikanischen Computernutzern In
einer Befragung ein Jahr zuvor waren es allerdings noch 67 Prozent , und bei
einer Gallup-Umfrage mit derselben Frage waren es gar noch 73 Prozent . Das
Antitrust-Verfahren hat jedoch dem Ansehen von Microsoft keinen Schaden zugefügt
. 52 Prozent der Befragten stimmten in der Times/CBS-Umfrage der Ansicht zu ,
dass Microsofts Verhalten gut für den Kunden sei , während lediglich 25 Prozent
das Verfahren des Justizministeriums unterstützten . Erstaunlich bei der Umfrage
ist , dass mit dem sinkenden Ansehen von Microsoft aber auch die Zahl der
Menschen geringer wurde , die eine negative Meinung über den Konzern äußern .
Mehr in Telepolis . Website von führendem Antivirus-Hersteller gecrackt 12
Stunden lang zierte die Homepage von Symantec heute die Nachricht , dass eine
Gruppe von Crackern in die Server der Firma eingedrungen ist und angeblich einen
Virus mit dem Namen bl0w0rm installiert hat . Seit zwei Monaten breite er sich
bereits im Netzwerk von Symantech aus und infiziere alle Dateien . Die Cracker
empfahlen der Firma , alles neu zu installieren und in Zukunft besser
aufzupassen . Die veränderte Website wurde von attrition.org gespeichert . Ein
Sprecher der Firma sagte gegenüber BBC News , dass dies nur ein Hoax sei und
dass es für niemanden ein Risiko der Infektion gebe , der die Website von
Symantec besucht . Ich bin nicht über die Geschwindigkeit und Promptheit besorgt
, die wir bei der Bewältigung des Vorgangs gezeigt haben . Gemeinsam ein
Künstliches Bewusstsein schaffen Ein Künstliches Bewusstsein will der Computer-
und KI-Wissenschaftler Chris McKinstry schaffen , und zwar mit der Hilfe von
möglichst vielen Menschen , die sich an diesem ehrgeizigen Projekt beteiligen
sollen und damit gleichzeitig je nach Größe ihres Beitrags zum Miteigentümer der
daraus entspringenden Datenbank werden . Mit seinem Anfang Juli gestarteten
GAC-Projekt ( Generic Artificial Consciousness ) will er neuen Wind in die
KI-Forschung bringen , das seit langem betriebene Projekt Cyc aus den Angeln
heben und mit einer Datenbank , die schließlich das gesamte und wirklich von
allen geteilte Common Sense-Wissen der Menschen enthalten soll , ein nützliches
und vielleicht auch profitables Trainingsfeld bereitstellen , durch das
neuronale Netze künftig in den Zustand des wahren Künstlichen Bewusstseins
gehoben werden . McKinstry will etwas ähnliches erreichen wie Doug Lenart mit
dem schon seit fast 20 Jahren laufenden KI-Projekt Cyc , nur dass bei Cyc
bislang Experten Common-Sense-Wissen in die Datenbank einfüttern und
Verknüpfungen herstellen , während dies bei GAC die Internetbenutzer machen
sollen . Erste Anwendungen von Cyc gibt es bereits , etwa in Zusammenarbeit mit
Lycos eine Suchmaschine zum Testen , die durch Rückgriff auf das
Common-Sense-Wissen besser und genauer funktionieren soll . Vorgesehen war die "
nukleare Informationsexplosion " allerdings bereits für Januar , doch bis heute
ist nicht mehr viel geschehen . Da ist immerhin McKinstry mit seinem GAC oder
MindPixel Digital Mind-Projekt weiter , denn GAC dürfen schon jetzt die
Internetbenutzer mit den " Mindpixeln " in verschiedenen Sprachen füttern . Wer
einen Mindpixel eingibt , muss im Gegenzug 20 zufällig ausgewählte Mindpixel von
anderen validieren , die bereits eingereicht wurden . Vorbild für GAC ist einmal
wieder Seti@home , allerdings meint McKinstry , dass er nicht auf die
Rechenkapazität , sondern auf die Menschen aus sei : Geld kann McKinstry nicht
zahlen , aber will pro Mindpixel und überprüfter Mindpixel Anteile ausgeben ,
und hofft durch Werbung und schließlich durch Anwendungen Geld zu verdienen . Je
nach der Menge der verdienten Anteile dürfen die Mitwirkenden dann auch
bestimmen , wie das eingenommene Geld ausgegeben wird . Damit der Blödsinn nicht
überhand nimmt oder Menschen einfach Unsinniges eingeben , wurde ein "
Qualitätsfilter " eingeführt , der wiederum von allen Mitwirkenden ausgeführt
wird . Ob freilich durch eine Anhäufung von Aussagen , die Durchschnittsmenschen
mit Ja oder Nein beantworten , auch nur irgendetwas ähnliches wie menschliche
Intelligenz oder gar menschliches Bewusstsein entsteht , bleibt erst einmal
Hypothese - und sehr fraglich . Common-Sense-Theorien werden nur teilweise über
natürliche Sprache erworben . Zumindest zum Ausprobieren haben sich bei GAC
schon einmal Tausende von Menschen registrieren lassen . Ob sie an den Erfolg
oder gar an den möglichen Verdienst glauben , ist eine andere Frage . So
nebenbei wie bei Seti@home oder Golem@home kann man hier allerdings nicht
partizipieren , da die eigene Rechenkapazität und Aufmerksamkeit gefordert ist .
Mehr in Telepolis : Ein künstliches Bewusstsein aus einfachen Aussagen . Ohne
Urheberrecht keine Unterhaltung Als Jack Valenti gestern gegen Lawrence Lessing
antrat , spielte er den harmlosen Durchschnittsamerikaner . Er habe immer Jura
in Harvard studieren wollen , dann habe es aber doch nur zu
Wirtschaftswissenschaften gereicht , sagte der Vorsitzende des amerikanischen
Verbands der Filmproduzenten , der gegen die Verbreitung von DeCSS geklagt und
gewonnen hat und jetzt gegen die Napster-ähnliche Tauschbörse Scour vorgehen
will , dem Rechtsprofessor Lessing , Experte für Internetrecht , ICANN-Kandidat
und Mitglied der Electronic Freedom Foundation . Höhepunkt der Untertreibung und
des allgemeinen Amüsements : Zum Glück sei der ganze Themenkomplex geistigen
Eigentums im Internet auf einen sehr einfachen Grundsatz zu reduzieren :
Eigentum . Nur weil es das Netz leicht mache , etwas wegzunehmen , dürfe man das
doch nicht tun . In der Verfassung der USA tauche nirgends der Begriff "
geistiges Eigentum " auf . Vielmehr werde exklusives Eigentum an Ideen durch die
freie Rede beschränkt . Die von Valenti demonstrierte Vereinfachung trage Schuld
an einer gefährlichen Entwicklung der vergangenen Jahre : Stetig wachsende
Kontrolle der Produzenten über den Gebrauch ihrer geistigen Produkte werde durch
Erweiterungen des Urheberrecht gedeckt . Diese Entwicklung müsse aufgehalten
werden . Konkrete Vorschläge Lessings sind : ein auf 14 Jahre beschränktes
Urheberecht und die absolute Garantie des fairen Gebrauchs , beispielsweise des
Kopierens für private oder künstlerische Zwecke . Solche Fragen aber
interessieren Valenti nicht . Die Elite mache sich Gedanken über Dinge , die das
amerikanische Volk nicht verstehe . Den Einwand , dass die Verfassung der
Vereinigten Staaten gerade diese Rechte beschränkt , um Entwicklung , Kultur und
öffentlichen Diskurs nicht zu gefährden , ignorierte Valenti . Er war am
Sonntagabend nicht nur einfacher Amerikaner , sondern auch feuriger Patriot .
Daher endete die Diskussion auch wieder an ihrem Ausgangspunkt : Valenti weiß
nicht , was Lessing mit " fair use " meint . Mehr in Telepolis : Bauernschläue
vs. Verfassungstreue . Offiziell weiß die Europäische Kommission nichts über
ECHELON Mit der Veröffentlichung des STOA-Berichts " An appraisal of
technologies of political control " im letzten Dezember sind die politischen
Vertreter europäischer Staaten aufgewacht . Am 14. September berichtete
EU-Kommissar Martin Bangemann dem Europäischen Parlament über die Fortschritte
in der Wirtschaftspartnerschaft , die beim USA-EU-Gipfeltreffen im Mai in London
unter dem Programm einer " transatlantischen Agenda " beschlossen wurde . Nach
dem überwiegend optimistischen Bericht über die konstruktive Zusammenarbeit
wurde Bangemann aber unterbrochen und scharf angegriffen , weil er das
Überwachungssystem nicht thematisiert habe , das von einigen Mitgliedern des
Parlaments heftig kritisiert wurde , da es gegen die demokratischen Prinzipien
Europas verstoße . Bangemann dazu : In der Resolution des Europäischen
Parlaments zu den transatlantischen Beziehungen und ECHELON steht als letzter
Punkt : " Die zunehmende Bedeutung des Internet und der weltweiten
Telekommunikation im allgemeinen und des ECHELON-Systems im besonderen sowie die
Gefahren ihres Mißbrauchs erfordern Schutzmaßnahmen hinsichtlich
wirtschaftlicher Informationen und wirksamer Verschlüsselung . " Mehr in
Telepolis : Streit im Europäischen Parlament über ECHELON . US-Regierung : Krieg
gegen die Software-Piraterie Clinton und Al Gore haben den " Krieg gegen die
Software-Piraterie " ausgerufen . Kopiere nicht diese Diskette ! Clintons
Anweisung an die amerikanischen Behörden lautet , diese sollen sicherstellen ,
daß nur autorisierte Software erworben und auf den Behördenrechnern benutzt wird
. Dazu soll eine Aufstellung der benutzten Software durchgeführt und deren
Benutzung protokolliert werden . Über das Ausmaß der Software-Piraterie in den
amerikanischen Bürostuben liegen allerdings keine gesicherten Erkenntnisse vor .
Überdies will die amerikanische Regierung Druck auf andere Regierungen ausüben ,
um ähnliche Schutzmaßnahmen einzuleiten , so daß die Behörden und Ministerien
anderer Länder auch nur autorisierte Software verwenden . Mehr in Telepolis :
US-Regierung reagiert auf den Druck der High-Tech-Industrie Besonders Anstoß
haben ein Bild von der Heiligen Jungfrau mit Elefantenkot , ein Portrait der
britischen Kindesmörderin Myra Hindley und Damian Hirsts seziertes Schwein
gefunden , das in Behältern mit Formaldehyd treibt . Seit langem aber hatte die
Ausstellung schon das Interesse des britischen Rockstars und Kunstsammlers David
Bowie gefunden , der bereits im Sommer die Rechte erworben hat , die Ausstellung
auf seiner Website zu präsentieren . Alle gezeigten Werke werden im virtuellen
Museum präsentiert , zusammen mit einem Real Audio Kommentar von Bowie
höchstselbst . Heute um 21 Uhr 30 allerdings waren die " Türen " zur virtuellen
Ausstellung noch nicht geöffnet . Mehr in Telepolis . " Denke lokal , wähle
national " Aufgrund eines Artikels , der am 24. Oktober in Slate veröffentlicht
wurde , wurde eine interessante strategische Möglichkeit eröffnet , das Netz zu
nutzen , um den Ausgang einer Wahl zu beeinflussen . Vermutlich wird der Ausgang
der Wahl zwischen Gore und Bush am 7. November sehr knapp ausfallen . Ralph
Nader , der Kandidat der amerikanischen Grünen , könnte in einigen kritischen
Staaten gerade Gore so viele Wählerstimmen abziehen , dass Bush deswegen die
gesamte Wahl gewinnen könnte . Die meisten der potentiellen Nader-Wähler kommen
von den Demokraten . Für Nader , der natürlich keine Chance hat , gäbe es jedoch
die Möglichkeit , zum Wahlkampf im Jahr 2004 öffentliche Gelder zu erhalten ,
wenn er über 5 Prozent der Stimmen erhält . Auf der anderen Seite hat Bush in
einigen Staaten einen so großen Vorsprung , dass hier Stimmen für Gore
eigentlich verschenkt wären . Gleichwohl sei das keineswegs illegal . Auch
Abgeordnete tauschen oft ihre Stimmen , wenn sie ausmachen , dass sie für ein
Gesetz stimmen , wenn andere dafür für ein von ihnen vorgeschlagenes Gesetz
stimmen : " Wenn dies illegal wäre , dann würde der ganze US-Kongress ins
Gefängnis kommen . " Während es die Tauschseiten wie NaderTrader.org oder
WinWinCampaign.org noch gibt , hat die Website voteswap2000.com bereits das
Programm vom Netz genommen , mit dem sich die Stimmen tauschen ließen . Sie wird
von zwei Kaliforniern betrieben , denen die kalifornische Regierung vorgeworfen
hat , durch die Organisation für das Tauschen von Stimmen das Wahlgesetz zu
verletzen . Kalifornien war auch gegen eine Auktionsseite für Wählerstimmen
vorgegangen , die inzwischen nach Österreich umgezogen ist ( Anstatt Voteauction
gibt es jetzt Vote-Auction.com ) . Sicherheitshalber ihre Dienste eingestellt
haben auch votexchange.org sowie votexchange2000.com . Wieviele Tauschangebote
auf den Websites stattgefunden haben , lässt sich nicht feststellen . Und
natürlich ist es auch eine Sache des Vertrauens , mit seiner Stimme einen
anderen als den Wunschkandidaten zu wählen , nur weil andere versichern , dafür
diesen zu wählen . Mehr in Telepolis : Kann " verteiltes Wählen " Gore und Nader
helfen und Bush schaden ? Uhren für die Internetzeit Noch vor Weihnachten können
sich trendsüchtige Netizen eine Uhr kaufen oder sich schenken lassen , die den
Tag in 1000 Zeiteinheiten unterteilt , die jeweils einer Minute und 26,4
Sekunden entsprechen . Und weil die Schweiz inmitten Europas liegt , wird auch
gleich Greenwich entmachtet und als Bezugspunkt stattdessen Biel eingesetzt .
Die Biel Mean Time ( BMT ) liegt also der Internet- oder Swatchzeit zugrunde :
@OOO ist mithin Mitternacht in Mitteleuropa . Mit der universellen Internetzeit
können Surfer auf verschiedenen Kontinenten dann genau und ohne Probleme ein
Date ausmachen . Auf der Homepage von Swatch gibt es auch einen Konverter zum
Herunterladen , mit dem sich die Ortszeit in die Internetzeit umwandeln läßt .
Mehr in Telepolis : Swatch will einen neuen Zeitstandard schaffen .
WTO-Generaldirektor ärgert sich über eine Website Nicht nur
Präsidentschaftskandidat George W. Bush ( siehe US-Präsidentschaftskandidat Bush
im Kampf gegen parodistische Website ) , auch die WTO , deren Millennium-Treffen
gerade unter heftigen Protesten in Seattle stattfindet , ärgert sich über
Gatt.org , eine Klon-Website , die die offizielle WTO-Website imitiert , aber
deren Politik der Globalisierung und des Freihandels kritisiert . Gatt.org wurde
ebenso wie die Bush-Website von RTMark gestaltet , ein kommerzielles Unternehmen
, das mit Sponsorengeldern Medienkampagnen inszeniert . Moore äußert die
Befürchtung , dass Besucher , die nach Informationen von der WTO suchen ,
verwirrt werden könnten , weil sie die Täuschung nicht bemerken , wodurch der
benötigte demokratische Dialog gestört werde : " Das ist illegal und unfair
gegenüber jenen , die einen wirklichen Anlass haben , die WTO zu kritisieren ,
die als Organisation nur durch die Autorität souveräner Regierungen
handlungsfähig ist . " Doch wie immer , wenn man sich gegen Kritik zur Wehr
setzen will , wertet man aufmerksamkeitsökonomisch diese auf , wie dies auch bei
George Bush der Fall gewesen ist . Moores Verurteilung der Website ist daher
natürlich ein gefundenes Fressen für RTMark , weswegen man jetzt ebenfalls eine
Presseerklärung verschickt hat . Ray Thomas von RTMark hält der WTO entgegen ,
dass sie nicht wirklich transparent sei , worin er gewissermaßen auch von
Präsident Clinton in seiner gestrigen Rede Unterstützung erfahren hat , in
dieser der WTO eine größere Offenheit und Einbeziehung der Kritiker empfahl .
Man habe die Website nur eingerichtet , um die Rhetorik der WTO zu entlarven .
Mehr in Telepolis : Kritik im Zeitalter des Internet . EU-Kommission fordert die
Top Level Domain .eu Die Europäische Kommission hat beschlossen , eine
öffentliche Befragung zur Einrichtung der Top Level Domain .eu durchzuführen .
Der Vorschlag wird als ein Element der von Romano Prodi ausgerufenen
eEurope-Initiative verstanden , mit der die EU die Nutzung des Internet
möglichst schnell vorantreiben will , um den Standort für den globalen ECommerce
auszubauen . Die Kommission glaubt , dass die Einrichtung der ccTLD .eu " das
Image und die Infrastruktur des Internet in Europa " durch eine größere
Identifizierung mit Europa stärkt , was den europäischen Institutionen , den
privaten Nutzern sowie dem Binnenmarkt und dem ECommerce zugute käme . Bislang
habe man für die europäischen Institutionen auf " suboptimale Lösungen " wie
.eu.int oder .cec.be zurückgreifen müssen . Nach der auf sechs Wochen
angesetzten Konsultation will die EU-Kommission entscheiden , wie sie weiter
vorangehen soll . Mehr in Telepolis : TLD für eEurope Haider gegen die "
Cyberterroristen " Kaum hatte der Bundespräsident Klestil der
Regierungsbeteiligung von Haiders FPÖ seine Zustimmung gegeben , geht die Partei
auch schon gegen eine Website vor , die mit einer ähnlichen URL und mit
identischem Erscheinungsbild - www.fpo.at - die offizielle Website www.fpoe.at
karikiert . Unter anderem wurden Links zu Neo-Nazi-Seiten wie dem Thulenet
gelegt oder hat man die Äußerungen auf der offiziellen Website mit
rechtsextremistischen Inhalten unterlegt . " Wir distanzieren uns ausdrücklich
von den veränderten Inhalten und Links auf dieser Seite . " Da scheinen sich
Haiders Freiheitliche der mittlerweile geläufigen Rhetorik gerne zu bedienen .
Man habe die Seite ins Netz gestellt , um dem Ruf der FPÖ zu schaden .
Inzwischen habe man eine Anzeige " wegen Verstoßes gegen das
Wiederbetätigungsgesetz " erstattet , den amerikanischen Provider aufgefordert ,
die Website aus dem Netz zu nehmen , und eine Klage gegen die Verwendung des
Namens der Partei eingereicht . In den USA haben sich Politiker gegen
parodistische Websites vornehmlich wegen der Irreführung der Besucher und wegen
Verletzung des Copyrights gewandt ( US-Präsidentschaftskandidat Bush im Kampf
gegen parodistische Website ) . OECD : Das Internet erleichtert die Geldwäsche
Die Vorteile für die Geldwäsche bestünden vor allem darin , dass Konten ohne
Face-to-Face-Kontakt eröffnet und Transaktionen auf eine depersonalisierte Weise
ausgeführt werden können . Bislang bestünde das Risiko bei der Geldwäsche bei
jedem ersten Kontakt zwischen Kunden und Bank , bei dem der Kunde sich ausweisen
müsse . Daher werde es schwieriger , die illegal erworbenen Gelder zu den
Kriminellen zurückzuverfolgen . Der Bericht weist zwar ausdrücklich darauf hin ,
dass es bislang keine nachgewiesenen Fälle der Geldwäsche gibt , die über
Online-Banking ausgeführt wurden : Gefunden habe man aber letztes Jahr andere
Fälle des Betrugs im Internet , die so geartet sind , dass auf dieselbe Weise
auch Geldwäsche abgewickelt werden könne . So bestehe beispielsweise die
Möglichkeit , eine Firma einzurichten , die ihre Dienste über das Internet
anbietet . Dann könnten die Geldwäscher diese Dienste " benutzen " und sie über
Kreditkarten bezahlen , wobei die Gelder aus dem Ausland kommen . Die Firma kann
dann ganz normale Einkünfte angeben . Der Geldwäscher besitzt dabei nur die
Firma und die Konten , von denen die Gelder überwiesen werden . Die
Kreditkartenunternehmen , die Internetprovider oder die Banken leisten dagegen
ganz normal ihre Dienste und können nicht wissen , was hier geschieht -
schließlich können selbst die Banken , die die Konten verwalten , nur einen Teil
der Transaktionen verfolgen . Das Problem für die Strafverfolger sei , den
ganzen Verbindungen in diesem Schema auf die Spur zu kommen . Ideal zum
Verwischen der Spuren seien auch die Online-Kasinos . Die FATF erklärte , es
gäbe Hinweise , dass Kriminelle diese benutzen , um Verbrechen zu begehen und
Geld zu waschen . Mehr in Telepolis : Geldwäsche leicht gemacht . Das letzte
Abenteuer der Luftfahrt - vorerst zu Ende Der Flug um die Erde mit einem Ballon
gilt als letzter Rekord und als das letzte große Abenteuer der Luftfahrt . Schon
seit einiger Zeit versuchen Teams aus aller Welt , den Rekord zu brechen -
bislang mit wenig Erfolg . Seit 1984 sind 14 derartige Versuche gescheitert .
Alle Teams haben eigene Web-Pages eingerichtet . Einen Überblick findet man hier
. Am Mittwoch letzter Woche ist Bertrand Piccard mit zwei weiteren Co-Piloten in
der Schweiz nach anfänglichen Schwierigkeiten mit dem Breitling Orbiter II.
gestartet . Vor einem Jahr mußte er bei seinem ersten Versuch im Mittelmeer
notlanden . Piccard durfte zwar den Irak und nach einigen Schwierigkeiten den
Iran überfliegen und hat mit über 150 Stunden Flug bereits den Rekord von
Fossett gebrochen , die kürzeste Route mit den schnellen Jet-Streams geht aber
über China . Bejing hat den Ballonfahrern jedoch die Erlaubnis wegen angeblicher
Sicherheitsrisiken verweigert . Das Team müßte weiter südwärts ausweichen und
würde dann mindestens zwei Tage und einiges an Treibstoff mehr für die
Weltumrundung brauchen . Da Breitling Orbiter 2 bis heute keine
Überflugsgenehmigung erhalten hat , muß Piccard den Versuch aufgeben , ohne Halt
um die Erde zu fliegen . Der Ballon fliegt jetzt Richtung Thailand , und man
hofft , am Freitag irgendwo in Burma oder Thailand zu landen , um zumindest den
längsten Flug ohne neues Tanken von Treibstoff zu schaffen . Den Rekord hält
hier Dick Rutan , der im Dezember neun Tage lang ohne Halt in der Luft war .
Ballon-Spezialist Arthur Schmidt zweifelt allerdings in seinem Telepolis-Beitrag
insgesamt daran , daß die von den meisten Teams verwendete Technik einen Flug um
die Welt erlaubt . MP3-Suchmaschine mißfällt der Musikindustrie Kaum hatte Lycos
das neue Angebot ins Web gestellt , mit einer speziellen Suchmaschine alle
MP3-Dateien finden zu können , um Musikstücke in diesem Format herunterzuladen ,
meldete bereits die Recording Industry Association of America Einspruch an . Man
habe gleich mit Lycos gesprochen , verrät eine Pressemitteilung , und vereinbart
, gemeinsam Verfahren zu finden , damit in den Ergebnissen der Suchmaschinen
keine Sites angegeben werden , die Copyright-Verletzungen begehen . Lycos habe
auch gesagt , daß man die Verpflichtungen einhalten werde , die vom kürzlich in
Kraft getretenen Digital Millennium Copyright Act verlangt werden . So müsse
Lycos beispielsweise einschreiten , wenn die Firma Kenntnis von Musikaufnahmen
erlangt , die das Copyright verletzen . Mehr in Telepolis : Die Musikindustrie
läßt die Muskeln spielen . USA : Anti-Abtreibungs-Website ist eine Bedrohung Mit
diesem Urteil könne man jetzt , so die Kritik der Verteidigung , jede Kritik an
der Abtreibung so darstellen , als wäre sie eine Bedrohung , auch wenn nicht
explizit zur Gewaltanwendung aufgerufen wird . Mehr in Telepolis :
Abtreibungsgegner verurteilt . Rußland : Kein Geld für das Jahr-2000-Problem Man
habe erst die Hälfte der notwendigen Arbeiten ausgeführt , und angesichts der
knappen Haushaltslage seien jetzt die einzelnen Behörden selbst dafür
verantwortlich , wie sie die Reparaturarbeiten finanzieren . Krupnov wandte sich
an das amerikanische Verteidigungsministerium und an die NATO mit der Bitte um
Gespräche über das Problem , ohne direkt um Geld zu bitten . Rußland hat bereits
gestattet , daß Experten der NATO die potentiellen Gefahren für die
Waffensysteme durch das Jahr-2000-Problem untersuchen können . Update : Big
Brother unter Beschuss Unbekannte Hacker haben " Big Brother " im Internet
attackiert . Dies bestätigte auf Nachfrage Carsten Funk , Mitarbeiter des mit
der RTL2-Show kooperierenden Internetsenders TV1.de . Nach seinen Worten wurde
die Netzseite www.bigbrother-haus.de beim Start der umstrittenen TV-Sendung am
vergangenen Mittwoch so massiv mittels Scheinanfragen (
Denial-of-Service-Attacke ) " beschossen " , dass kaum ein Zugriff auf die dort
angebotene Live-Übertragung mehr möglich war . Die Angriffe , erklärte Funk ,
seien stärker als die Hacker-Attacken vor einigen Wochen gegen den
Nachrichtensender CNN oder den US-Buchversand Amazon.com gewesen . Seit gestern
früh sollen die Angriffe allerdings erfolgreich abgewehrt worden sein . Siehe
auch : Am Montag droht ein Verbot der Ausstrahlung sowie Datenschutzbeauftragter
versucht , das Beste aus Big Brother zu machen . GMX im Visier der
Antifaschisten Ins antifaschistische Visier ist der Freemail-Anbieter Global
Message Exchange ( GMX ) geraten . Die Netz-Antifa , eine seit August
vergangenen Jahres bestehende lose Gruppe von Surfern aus dem gesamten
Bundesgebiet , ruft via Homepage und Mailingliste zum GMX-Boykott auf , da
dessen angebliches Engagement gegen Rechtsextreme ein reiner Werbegag sei . Das
Unternehmen aus München hatte im Herbst des letztes Jahres mitgeteilt , es wolle
Rechtsradikalen bei Verstößen gegen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen den
Account sperren . Kunden wurden aufgefordert , Nutzer zu melden , die über GMX
rechtsradikale Hetze verbreiten . Die Netz-Antifa hatte später GMX nach dem
Durchforsten von Gästebüchern und Foren auf Nutzer hingewiesen , bei denen es
sich " eindeutig " um Rechtsradikale handeln sollte . Erst nach zwei Monaten und
einem angedrohten Boykottaufruf , so die Netz-Antifa , reagierte Ende Januar der
größte deutsche Freemailer mit einer Stellungnahme . GMX-Pressereferentin Marion
Schanzer stellte klar , dass " konkrete Schritte " nur dann erfolgen können ,
wenn GMX ein " Beispiel ( inklusive vollständigem Header ) der betreffenden
Nachricht(en) " erhalte . Überdies dürfe man nur " bei Transport des
rechtsradikalen Inhalts über das Medium GMX " einschreiten . " Gästebucheinträge
oder Beiträge in Diskussionsforen sind kein ausreichender Grund , einen
GMX-Account zu sperren . " Der derzeit laufende Boykottaufruf sei " sofort
einzustellen " . Die Netz-Antifa konterte , der Aufruf gegen Rechts sei ein "
bloßes Lippenbekenntnis " . GMX bestätigte allerdings auf Anfrage , dass es
bereits eine " ständig aktualisierte " Ausschlussliste für Mail-Adressen mit
Begriffen gibt , " die eindeutig radikalen oder beleidigenden Bezug haben " .
Mehr in Telepolis : Virtuelles Steinewerfen . Der erste kommerzielle
Neonazi-Provider Seine Firma Netzpunkt.net betreibt er neben dem schon länger
existierenden so genannten Nationalen Infotelefon Hamburg ( NIT ) . Die
unverfängliche Website bei einem amerikanischen Provider verzichtet auf die
ansonsten übliche Tümelei : Das Internet heißt nicht " Weltnetz " , und der
potenzielle Kunde findet nur " Verweise " auf Software-Firmen und
Computerzeitschriften . Der MacIntosh-Fan Siefert , früher Landesvorstand der
verbotenen FAP , ist nach eigenen Angaben seit Mitte 1995 online . Er gehört zu
einer braunen Seilschaft , die seit Jahren die neuen Medien für die ultrarechte
Szene hoffähig macht . André Goertz , einer seiner Vertrauten , organisiert die
Inhalte des zur Zeit bedeutendsten rechten Portals seines NIZ-Verlages . Weil
man mit Glatze und Skinhead-Proll-Manieren nur Kunden abschreckt , grenzen sich
die " Kameraden " der Medien-Seilschaft von " der Szene " ab . Man nennt sich "
progressiver Nationalist " . Das hindert Siefert aber nicht daran , mit " der
Szene " Geld zu verdienen : Er gestaltet die Website des " Club88 " in
Neumünster und des " Bündnis Rechts für Lübeck " . Mehr in Telepolis :
New-Nazi-Economy . Vermittlungsausschuß : Weitere Ausnahmen vom Lauschangriff
beschlossen Neben Abgeordneten , Strafverteidigern und Geistlichen sollen jetzt
auch die Berufsgruppen der Journalisten , Ärzte und Anwälte vom Großen
Lauschangriff ausgenommen werden . Die Verfassungsänderung , die für den Großen
Lauschangriff notwendig war , hatte am 6. 2. die notwendige Mehrheit mit den
Stimmen der von der SPD geführten Länder gefunden . Umstritten waren nur die
Ausführungsbestimmungen . Die Gesetzesvorlage geht jetzt zurück an den Bundestag
- und es wird im beginnenden Wahlkampf auf die Position der FDP ankommen , wie
die Entscheidung ausfällt . Siehe auch die Glosse anläßlich der
Grundgesetzveränderung in Telepolis : Die Diskussion um den Großen Lauschangriff
- eine Farce . Europarat : Anonymität im Internet gewährleisten Am 23. Februar
hat der Europarat Empfehlungen zum Schutz personenbezogener Daten auf den "
information highways " verabschiedet . Einen Rahmen für die Ausarbeitung
nationaler Datenschutzgesetze hat die EU mit der Direktive zum Schutz
persönlicher Daten bereits vorgegeben . Ausgangspunkt für die Empfehlungen an
die Benutzer und Provider ist , daß die technische Entwicklung und die allgemein
übliche Praxis der Sammlung und Verarbeitung von persönlichen Daten im Internet
erhebliche Risiken für den Schutz persönlicher Daten mit sich bringt . Da das
Internet nicht sicher sei und jede Transaktion Spuren hinterlasse , wird dem
Benutzer empfohlen , alle verfügbaren Mittel zu verwenden , um die Kommunikation
und die Daten zu schützen . Auch wenn vollständige Anonymität möglicherweise
gesetzlich nicht zulässig ist , so sollte man möglichst ein Pseudonym verwenden
und gesetzlich erlaubte Verschlüsselung verwenden . Den Internet Service
Providern und allen anderen , die Dienste im Internet anbieten , wird empfohlen
, ihre Kunden über die Möglichkeit zu informieren , anonym auf das Internet
zuzugreifen , alle geeigneten Maßnahmen und verfügbaren Techniken einzusetzen ,
um den Schutz der persönlichen Daten zu gewährleisten , und klar und deutlich
detaillierte Hinweise auf der Homepage über den eigenen Umgang mit persönlichen
Daten zu geben . Mehr in Telepolis : Erste Fotografen-Demonstration in
Deutschland Über 50 Fotografen demonstrierten am 1. März in Berlin gegen ihren
gemeinsamen Auftraggeber , den " Tagesspiegel " . Bildjournalisten aus der
ganzen Bundesrepublik rufen in einem Solidaritätsschreiben das zur
Holtzbrinck-Gruppe gehörende Haus dazu auf , die " Verlagspolitik nach
Feudalherrenart " aufzugeben und sich mit den betroffenen Fotografen an den
Verhandlungstisch zu setzen . Doch statt zu verhandeln , führt die Tageszeitung
inzwischen eine Schwarze Liste mit jetzt 15 namhaften Fotografen und
Fotoagenturen . Der " Tagesspiegel " ist allerdings kein Einzelfall . Die
konkurrierende " Berliner Zeitung " ( Gruner + Jahr ) hat sich jedenfalls die
Online-Rechte durch einen Pauschalvertrag abtreten lassen und handelt somit
nicht illegal . Drei Tage vor der Protestveranstaltung hat der Tagesspiegel an
einzelne Fotografen allerdings einen Vertragsentwurf geschickt . " Das müssen
Sie wie bei Verträgen üblich als unser Angebot sehen " , gestand
Tagesspiegel-Geschäftsführer Hans Homrighausen bei der Übergabe der
Solidaritätsschreiben gegenüber den Fotografen ein . Mehr in Telepolis : "
Urheberrechte mit Füßen getreten " und Fotografen gegen den Bilderklau im
Internet . Online-Kampagne gegen EU-Überwachungspläne Enfopol Weitgehend
unbeachtet von der Öffentlichkeit befindet sich derzeit auf EU-Ebene die
Überwachungs-Ratsentschließung ENFOPOL in der Verabschiedung , worüber Telepolis
ausführlich berichtet und die vorliegenden Dokumente veröffentlicht hat . Die
Initiative der Justiz- und Innenminister sieht vor , daß die " gesetzlich
ermächtigten Behörden " Teilnehmer von Fernmeldeverkehr und
Internetkommunikation verdachts- und anlaßunabhängig überwachen dürfen .
Weiterhin ist angedacht , daß Diensteanbieter den Behörden die Daten inklusive
Inhalt der Kommunikation , Dauer , Zeit und Partner entschlüsselt bereitstellen
sollen . Auf der Website von Freedom for Links findet man einen formgerechten
Beschwerdebrief , der an den Bürgerbeauftragten der EU und an das deutsche
Innenministerium geschickt werden kann . Wichtig wäre jedoch auch , jeden
Europaabgeordneten und Bundestagsabgeordneten auf die Vorgänge aufmerksam machen
. Nur noch wenige Staaten beschränken die Benutzung starker Verschlüsselung Nach
einem Bericht des Electronic Privacy Information Center haben die meisten
Staaten inzwischen die Restriktionen gegenüber starken
Verschlüsselungsprogrammen aufgehoben , weil sie erkannt haben , dass ECommerce
mit dem Schutz der Privatsphäre eng zusammenhängt . Allerdings geht dieser Trend
mit Versuchen einher , den Sicherheitsbehörden neue Befugnisse und Möglichkeiten
zum Lauschen einzuräumen . Viele Regierungen erwägen etwa , den
Sicherheitsbehörden das Recht einzuräumen , die Schlüssel oder den Klartext auf
Verlangen einsehen zu dürfen . Bislang haben nur Singapur und Malaysia solche
Gesetze eingeführt , mit denen die Polizei verdächtige Benutzer mit Strafen
drohen kann , wenn sie nicht die Schlüssel oder den Klartext von Dokumenten
übergeben . Ähnliche Gesetze sollen auch in Großbritannien und Indien eingeführt
werden , während in Holland , Belgien und den USA Gesetze diskutiert werden ,
die dieses Recht allerdings einschränken wollen , insofern ein Verdächtiger
nicht dazu gezwungen werden kann , wenn er sich dadurch selbst bezichtigen würde
. Um den Verlust der Überwachungsmöglichkeiten durch den Gebrauch starker
Verschlüsselung zu kompensieren , würden viele Staaten zudem die Geheimdienste
aufrüsten und mit mehr Geld ausstatten . EPIC weist in diesem Zusammenhang auf
die EU hin , da der Europäische Rat die Einführung einer unter dem Namen Enfopol
bekannt gewordenen Gesetzgebung plant , die das Belauschen europaweit
erleichtern würde , da die Hersteller und die Betreiber von
Kommunikationsanlagen und -diensten technische Vorkehrungen zum Abhören einbauen
müssten . Überdies würden die Sicherheitsbehörden neue Rechte fordern , um
Informationen von Verdächtigen zu erhalten , also beispielsweise in Häuser oder
Wohnungen von Verdächtigen eindringen zu können , um Computer anzuzapfen oder an
Dokumente vor der Verschlüsselung bzw. nach der Entschlüsselung heranzukommen .
Mehr in Telepolis : Mehr Rechte für Sicherheitsbehörden sollen die
Liberalisierung der Verschlüsselung kompensieren . Big Brother soll schützen und
gleichzeitig eingeschränkt werden " Fear of Online Crime " , eine Befragung des
Projekts Pew Internet & American Life , zeigt eine widersprüchliche Stimmung der
Amerikaner beim Thema Überwachung . Immer mehr Menschen wünschen sich , dass die
Privatsphäre im Internet besser geschützt wird . Sie glauben nicht , dass den
Behörden zu trauen ist . Aber gleichzeitig haben die meisten Angst vor der
Internet-Kriminalität und befürworten das Abhören von Telefonanrufen und die
Kontrolle von E-Mails . Besonders deutlich wird die gespaltene Meinung gegenüber
dem FBI-Lauschsystem Carnivore . Gleichzeitig finden es 45 Prozent gut , weil es
dem FBI ein neues Mittel in die Hand gibt , Kriminelle zu erwischen . Fast
geeint sind die Amerikaner in Bezug auf Kinderpornographie und Internet . 92
Prozent der Befragten gaben an , darüber besorgt zu sein , 80 Prozent sind sogar
sehr besorgt . Nach der Kinderpornographie kommt an zweiter Stelle der
Kreditkartenbetrug . 87 Prozent befürchten Kreditkartenbetrug im Internet , 69
Prozent sind sehr besorgt . Auch hier äußern wie bei der Kinderpornographie mehr
Frauen als Männer ihre Ängste . Es gibt kleine Unterschiede zwischen Schwarzen (
74 Prozent ) und Weißen ( 68 Prozent ) , aber größere zwischen den Generationen
. Je älter die Menschen sind , desto mehr Angst haben sie , betrogen zu werden .
Allerdings entspricht die Angst wahrscheinlich nicht der Wirklichkeit , wie der
Bericht festhält . Die meisten Betrügereien mit Kreditkarten geschähen offline .
Aufgrund einer früheren Befragung habe sich ergeben , dass weniger als 3 Prozent
der Internet-Benutzer davon betroffen gewesen sind . 82 Prozent der Amerikaner
zeigen sich über den Online-Terrorismus besorgt , was zeigt , dass Medien und
Regierung mit entsprechenden Warnungen Erfolg gehabt haben . Größere Ängste
liegen wiederum bei Nicht-Internet-Nutzern , Frauen , Schwarzen , Alten und
Menschen mit niedriger Schulausbildung vor . Dies ist zudem die Schicht , die
mehr Angst vor Betrug im Internet ganz allgemein hat . Obgleich bereits 25
Prozent schon einmal unvorsichtigerweise ihren Computer mit einem Virus
infiziert haben , sind " nur " 70 Prozent besorgt über bösartige Viren . Doch
auch die Hacker und Cracker spielen eine nicht unerhebliche Rolle bei der
Gefahreneinschätzung , die vom Internet ausgeht . Angesichts dieser Zahlen
verwundert es nicht , dass 56 Prozent der Befragten es befürworten , wenn das
FBI oder andere Strafverfolgungsbehörden Telefonanrufe von Verdächtigen abhört .
Bei Briefen finden das noch 55 Prozent richtig und bei E-Mails 54 Prozent .
Trotzdem sinkt erstaunlicherweise allgemein das Vertrauen in die staatlichen
Behörden . Nur noch 31 Prozent setzen darauf , dass die Regierung meistens
rechtzeitig das Richtige macht ( im Unterschied zu 41 Prozent im Jahr 1988 ) .
Und 75 Prozent der Internet-Benutzer fordern neue Gesetze , was auf die
entscheidende Rolle von Erfahrung und Wissen für die Beurteilung einer Situation
hinweist . Mehr in Telepolis : Zerrissen zwischen Schutz vor Kriminalität und
Schutz der Privatsphäre . Neues Verfahren zur Herstellung von
Flüssigkristallanzeigen Nicht zuletzt durch das altmodisch anmutende Verfahren
der Molekülausrichtung ist die Produktion extrem fehleranfällig und die
Ausschussrate enorm . Praveen Chaudhari vom IBM Watson Research Center und seine
Co-Autoren berichten in der neuesten Ausgabe der Zeitschrift Nature von einem
neuen Herstellungsverfahren , das die Ausrichtung der einzelnen Flüssigkristalle
ohne Berührung der Oberfläche erlaubt . Flüssigkristallanzeigen ,
umgangssprachlich meist nach dem englischen Kürzel LCD ( liquid-crystal display
) genannt , müssen in möglichst klinisch sauberen Umgebungen mit Hilfe von
robotergesteuerten Prozessen hergestellt werden . Flüssigkristalle sind
einzigartig , denn sie nehmen eine Stellung zwischen flüssiger und fester
Materie ein . Sie sind zwar nicht wie herkömmliche Kristalle dreidimensional
periodisch angeordnet , aber auch nicht isotrop wie Flüssigkeiten . Die
Anordnung der Moleküle ist in bestimmten Richtungen durch ein Regelmaß
festgelegt , in anderen Richtungen jedoch beweglich . Dadurch haben sie
bemerkenswerte und technologisch verwertbare Eigenschaften . Zudem wird die
Polymerschicht durch eine Diamant-ähnliche-Schicht ( DLC ) ersetzt . DLCs haben
herausragende Eigenschaften wie hohen elektrischen Widerstand , große Härte ,
gute Wärmeleitfähigkeit und niedrigen Reibungskoeffizient . Deshalb eignen sie
sich besonders gut als Schutz- und Wärmeleitschichten auf Halbleitern und
verschiedenen anderen Materialien . Das Zusammenspiel von DLC und Ionenstrahl
garantiert bei dem neuen Verfahren , dass die Fehler- und Ausschussquote in der
Flüssigkristallanzeigen-Produktion entscheidend gesenkt werden könnte . Die
Wissenschaftler hoffen , große Flachbildschirme damit einfacher produzieren und
für den Endverbraucher günstiger herstellen zu können . ( Andrea Naica-Loebell )
Mehr in Telepolis : Ionen-Strahl statt Samt . Handy-Blockierer für ruhige Zonen
Die israelische Firma Netline Technologies hat eine Möglichkeit entwickelt , um
in bestimmten Räumen die Benutzung von Mobiltelefonen zu verhindern . Das Gerät
namens C-Guard ist nur so groß wie ein Mobiltelefon und sendet , wenn es ein
Signal empfängt , daß ein Gespräch ankommt oder jemand telefonieren will ,
Radiowellen aus , in denen das Signal untergeht . Gedacht sei die Technik für
Räume , die man wie Theater , Kinos , Museen oder Restaurants von störendem
Klingeln oder Gerede befreien wolle . Anwendungen werden derzeit auch von der
israelischen Armee erprobt , um sensitive Bereiche vor dem Abhören zu schützen ,
und von Krankenhäusern oder wissenschaftlichen Laboratorien , die fürchten , daß
ihre technischen Systeme durch die Signale von Mobiltelephonen gestört werden
könnten , obgleich letzteres paradox erscheint . Denkbar wäre angeblich auch der
Einsatz beim Start und beim Landen von Flugzeugen oder in Fabriken bzw. Büros .
In Arbeit befindet sich derzeit eine Weiterentwicklung , die es ermöglichen soll
, daß wichtige Anrufe für bestimmte Mobiltelefone , deren Nummern zuvor
eingegeben werden , den Schutzwall durchdringen können . Man müsse allerdings
sicherstellen , daß diese Technik nicht in die falschen Hände gerät , um
unerwünschte Telefongespräche zu unterbinden oder Schäden zu verursachen . Gates
stellt neuen Rekord auf Das Geld stammt aus dem letzten Verkauf von
Microsoft-Aktien . " Das Leben der Menschen auf der Welt kann verbessert und in
manchen Fällen gerettet werden , wenn sie Zugang zu Diensten erhalten , die man
in den USA für selbstverständlich hält . " Angeblich will Gates , der reichste
Mensch der Welt , sein gesamtes Vermögen der Gesellschaft wieder zurückgeben .
Siehe auch : Gates wird immer reicher Internet-Beauftragte der CDU kritisiert
Überwachungspläne Die vom CDU-Bundesvorstand in den " Leitlinien zur inneren
Sicherheit " vorgeschlagene Ausweitung der Befugnisse der Strafverfolger zur
Überwachung der Telekommunikation und zur Beschlagnahmung von Computern trifft
auch auf Kritik in der eigenen Partei ( siehe Polizisten sollen ohne
richterliche Genehmigung Computer durchsuchen dürfen ) . Die
Internet-Beauftragte Martina Krogmann sieht " erheblichen Nachbesserungsbedarf "
an dem Papier . Die Bestimmungen seien nicht mit dem Internet vereinbar , in dem
das " Konzept des Schutzmanns an jeder Ecke " nicht funktioniere . Krogmann
kritisiert vor allem , dass die Forderungen noch weit über die von der
Bundesregierung geplante Telekommunikations-Überwachungsverordnung ( TKÜV )
hinausgehen . " Bauchschmerzen " verspürt auch der baden-württembergische
Justizminister Ulrich Goll aufgrund der jüngsten Forderungen . " Bei allem
Verständnis für die Bedürfnisse der Praxis " weist der Liberale daraufhin , dass
" zur Sicherung der Rechte unserer Bürger auch die Besinnung auf
rechtsstaatliche Standards gehört " . Die gesetzlichen Kontrollmechanismen - wie
etwa die Prüfung einer Durchsuchungs- und Abhöraktion durch die Justiz - müssten
daher auch beim erforderlichen Vorgehen gegen die Computerkriminalität sowie bei
Überwachungsmaßnahmen im Internet greifen . Mehr in Telepolis : CDU-Leitlinien
zur inneren Sicherheit in der Schusslinie . Network Solutions war Ziel von
Crackerangriff Diese von der US-Regierung ins Leben gerufene private , aber
nicht profitorientierte Institution soll in Zukunft die Vergabe der Domain-Namen
übernehmen . Neben ICANN wurden die Besucher auch auf die Website von CORE
umgelenkt , eine Organisation , die seit langem gegen das Monopol von Network
Solutions kämpft . CORE ist eine der Gruppen , die ausgewählt wurden , in
Zukunft Domainnamen zu vergeben . Das eingeschaltete FBI hat die "
Entführungsaktion " auf den Internetprovider SoftAware in Kalifornien
zurückverfolgen können , der seinen Sitz im selben Gebäude wie die ICANN hat .
Allerdings seien auf dem Computer alle Spuren gelöscht worden , die zur weiteren
Identifizierung der Täter hätten führen können . Angeblich sei auch der Server
von ICANN am Freitag für einige Stunden gestört gewesen . ICANN hat sich ebenso
wie CORE von der Aktion distanziert und sie als kriminell bezeichnet : " ICANN
verurteilt diese Aktion als einen Versuch , die Stabilität des
Domainnamensystems zu unterhöhlen , und wird bei jedem Versuch , die Tat
aufzuklären , voll kooperieren . " Mehr in Telepolis : Network Solutions im
Visier . Ein kleiner Sieg russischer Bürgerrechtler Der Oberste Gerichtshof
Russlands hat vergangene Woche entschieden , dass Teile des neuen
Überwachungsgesetzes SORM gegen die Verfassung verstoßen . SORM 2 ( Sistema
Operativno-Rozysknykh Meropriyatii ) , das neben dem Abhören von
Telefongesprächen auch die Überwachung des Internet ermöglicht , war Ende Juli
in Kraft getreten . Aufgrund des Gesetzes müssen Internetprovider auf eigene
Kosten eine Überwachungsschnittstelle mit einer Verbindung über ein
Glasfaserkabel zum Geheimdienst FSB einrichten . Das aber geschehe , wie Alexei
Rokotyan vom Kommunikationsministerium versichert , streng nach dem Gesetz , das
heißt , es sollen nur einzelne Bürger aufgrund einer zuvor eingeholten
richterlichen Genehmigung abgehört werden dürfen : " Wenn wir über die
Einrichtung von SORM in das russische Kommunikationsnetzwerk sprechen , dann
sprechen wir nicht über die Möglichkeit einer globalen Überwachung des Internet
oder über eine totale Kontrolle der Information , die über das globale Netz
gesendet wird , sondern wir sprechen über das legale Abhören von Einzelpersonen
. " Der Journalist Pavel Netupsky aus St. Petersburg hatte beim Obersten
Gerichtshof einen Widerspruch gegen SORM eingelegt , der vor allem die Anordnung
betraf , dass Provider die Schnittstelle zum Abhören einbauen und für die Kosten
aufkommen müssen . Am 25. September entschied das Gericht , es verstoße gegen
das Gesetz , wenn die Provider nicht über Abhörmaßnahmen informiert werden
müssten , da diese den Kunden gegenüber für Geheimhaltung garantieren . Die
Provider können jetzt ihre Kunden darüber informieren , dass sie abgehört werden
. Skeptiker meinen , dass wahrscheinlich nur wenige den Mut haben werden , dies
zu tun , um nicht beim Geheimdienst anzuecken . Überdies scheint das Urteil
vornehmlich Telefon- und Mobiltelefonunternehmen zu betreffen , wie Sergei
Smirnov vom russischen Human Rights Network sagt . Ob es auch Internetprovider
betrifft , ist noch nicht klar , da noch keine schriftliche Begründung des
Urteils vorliegt . Mehr in Telepolis : Neben SORM lässt auch ein neues
Informationsgesetz Bedenken aufkommen . Krypto-Algorithmus aus Belgien macht das
Rennen Im September 1997 rief das amerikanische National Institute of Standards
und Technology ( Nist ) einen bisher einmaligen Wettbewerb zur Suche nach einem
neuen Verschlüsselungsstandard aus . Der DES ( Data Encryption Standard ) , der
bislang als offizieller und mit dem Segen der US-Regierung ausgestatteter
Kryptocode den Markt beherrschte und vor allem im Finanzsektor praktisch jede
über Datennetze getätigte Transaktion absicherte , war seit seiner Geburt unter
dem Namen " Lucifer " 1970 in den Labors von IBM deutlich in die Jahre gekommen
und fristet nur noch im " Dreierpack " als Triple DES ein robustes Dasein . Drei
Jahre später ist die Olympiade der Datenverschlüsseler und Codeknacker nun
entschieden und der Siegeralgorithmus für den Advanced Encrypton Standard ( AES
) bestimmt worden : " Rijndael " machte das Rennen , ein Gemeinschaftswerk der
jungen belgischen Computerwissenschaftler Joan Daemen , der bei der Firma Proton
World International arbeitet , und Vincent Rijmen , einem Forscher an der
Katholischen Universität Leuven . Unter den fünf Finalisten waren mit Mars von
IBM sowie RC6 aus der Kryptoschmiede RSA Algorithmen wichtiger Softwarehäuser
vertreten . Nicht weniger ernsthafte Kontrahenten stellten die Codes Twofish des
renommierten amerikanischen Sicherheitsexperten Bruce Schneier sowie Serpent dar
, eine Koproduktion von drei Mathematikern aus England , Israel und Norwegen .
Alle fünf Algorithmen hatten den Attacken von Hackern sowie Kryptologen in
Firmen und Forschungseinrichtungen aus der ganzen Welt standgehalten . Rijndael
setzte sich schließlich durch , weil er die beste Kombination von " Sicherheit ,
Leistungsfähigkeit , Effizienz , Implementierbarkeit und Flexibilität " bot ,
wie es in einer Pressemitteilung des Nist heißt . Mehr in Telepolis : Von
Lucifer zu Rijndael . Experiment mit dem einfachsten Scheinwerfer Die Atome
absorbieren einen Teil des Lichts und strahlen einen Teil wieder ab . Das
abgestrahlte Licht wird mit Linsen aufgesammelt und auf den Spiegel geleitet ,
der es wieder reflektiert . Danach wird es wieder mit der Linse gebündelt .
Durch eine Veränderung des Lichteinfalls , der mit dem Spiegel reguliert werden
kann , lässt sich die Lichtabgabe des Atoms steuern . Wird das Licht auf dem
Rückweg vom Spiegel durch ein anderes Atom geleitet , so beginnen beide Atome zu
interagieren . Eine gesteuerte Wechselwirkung von zwei Atomen durch das Licht
ist ein entscheidender Schritt in Richtung auf die Übertragung von
Quanteninformation . Mehr in Telepolis : Wie ein einzelner Stern in der Nacht .
Intifada im Cyberspace greift auf die USA über Die Auseinandersetzung zwischen
pro-palästinensischen und pro-israelischen Hackern und Internetnutzern scheint
sich nun doch auszuweiten . Gecrackt wurde die Website des American Israel
Public Affairs Committee ( Aipac ) von der pakistanischen Gruppe Pakistan
Hackerz Club , die ansonsten im Kontext des Kaschmir-Konflikts gegen Indien mit
Massencracks auf sich aufmerksam gemacht hat . " Doctor Nuker " , Hauptakteur
der Crackergruppe im Dienst des Islams , hatte auch 3500 Email-Adressen sowie
700 Kreditkartennummern , die von Besuchern der Website zur Bezahlung oder für
Spenden angegeben wurden , mitgehen lassen . Zwar wurde der Crack schnell
bemerkt und Aipac nahm die veränderte Website bereits nach 15 Minuten vom Netz ,
doch erst einmal wurden alle entwendeten Daten auf der Homepage von Doctor Nuker
veröffentlicht , die allerdings mittlerweile von dem Provider NBC Internet vom
Netz genommen worden ist . " Ich werde noch mehr Sites dieser Art hacken und den
größten Schaden anrichten , den ich bewirken kann ! " Überdies wurde erstmals
mit Lucent auch ein großes amerikanisches Unternehmen zum Opfer von Angriffen .
Seit kurzem befindet sich www.lucent.com auf den Listen derjenigen Websites ,
die von palästinensischen Sympathisanten als Angriffsziele für
Flooding-Programme angegeben werden . Das von den Intifada-Sympathisanten
benutzte Programm gleicht dem FloodNet-Programm , das das Electronic
Disobedience Theatre als ein Mittel des zivilen Protestes entwickelt und schon
des öfteren eingesetzt hat ( Die Zukunft des zivilen elektronischen Widerstands
) . Nur dann , wenn wirklich viele Internetbenutzer gleichzeitig das Programm
aktiviert haben , das dann immer wieder über den Browser die URL einer Website
aufruft , kann diese zum Absturz gebracht werden . Ansonsten wird nur der Zugang
langsamer . Da solche " Angriffe " oder " virtuellen Sit-Ins " - so die
Bezeichnung des EDT für diese Art von Programmen - zentral über einen Server
laufen , lassen sich Aufrufe von diesem Server auch leicht blockieren . Bei
Lucent gibt man sich gelassen . Das war für uns alle ein Zeichen zum Aufwachen .
Mehr in Telepolis : Jüdische Website in den USA gecrackt . " Internethäuser "
verkaufen sich gut Offenbar erfolgreich wurden von der britischen
Baugesellschaft Laing Homes in Watford , Hertfordshire , die ersten "
Internethäuser " zum Preis von 500000 Pfund verkauft . Die neue Generation der
intelligenten Wohnhäuser ist mit vier ISDN-Verbindungen , vier WebCams , 72
Kabeln und vier Computern ausgestattet , die aus der Ferne irgendwo im Haus ,
aber auch über das Internet gesteuert werden können . So kann man als Besitzer
eines solchen Internethauses so nützliche Dinge wie das Einschalten der
Kaffeemaschine vom Bett oder vom Büro ausführen . Steuern lässt sich aus der
Ferne natürlich auch das Alarmsystem , die Heizung oder die Beleuchtung , aber
auch die Bewässerung im Garten . Und für die Telearbeiter steht zusätzlich ein
Videoconferencing-System zur Verfügung . Mehr in Telepolis : Die neue Generation
von Wohnhäusern . Die deutschen Kinder und der Computer Im Auftrag des Stern hat
das Forsa-Institut Eltern mit Kindern im Alter von 2-17 Jahren befragt . Danach
soll inzwischen in 54 Prozent dieser deutschen Haushalte ein Computer Einzug
gehalten haben . In Haushalten mit Jugendlichen im Alter von 15 bis 17 Jahren
nutzen sogar drei Viertel einen PC . 28 Prozent der Befragten gaben an , dass
die Kinder weniger als eine Stunde pro Woche den Computer benutzen , " aber 42
Prozent kommen auf vier Stunden , der Rest sitzt noch länger davor " . Noch
spiegelt sich der Boom der Online-Welt allerdings nicht in den privaten
Haushalten wieder : Nur sechs Prozent der befragten Eltern gaben an , ihre
Kinder würden mit dem Computer auch im Internet surfen , und fünf Prozent
versenden E-Mails mit dem PC . ( Gerald Jörns ) Mehr in Telepolis : Kinder am
Computer . Cracker droht eine Höchststrafe von 27 Jahren Teuer erkauft hat sich
ein 20-jähriger amerikanischer Cracker sein Vergnügen vor zwei Jahren , unter
anderem in Nasa-Computer eingedrungen zu sein . Insgesamt soll er sich
unrechtmäßigen Zugang zu 800 Computern verschafft und dabei fast 80000 Kennworte
entwendet und auf seinem Computer abgespeichert haben . Bis zu 10 Jahre
Gefängnisstrafe und 250000 Dollar stehen jeweils auf die Entwendung von
Kennworten und den Betrug mit Kreditkarten . Das Einsetzen von Programmen , um
an Kennworte heranzukommen , wird mit bis zu 5 Jahren und 250000 Dollar bestraft
. Jeweils bis ein Jahr Gefängnisstrafe und bis zu 100000 Dollar kann das
Eindringen in die beiden Nasa-Computer kosten . Die beiden Nasa-Computer , in
die Raymond Torricelli eingedrungen ist , standen im Jet Propulsion Laboratory
und dienten dazu , für künftige Missionen Analysen und den Entwurf von
Satelliten auszuführen . Torricelli habe einer Hackergruppe namens " #conflict "
angehört und sei unter dem Pseudonym " rolex " aufgetreten . Obgleich er betonte
, die Computer , in die er eingedrungen war , nicht beschädigen zu wollen ,
suchte er dort mit dem Programm " John-the-Ripper " nach Kennworten und
Benutzernamen , um Zugang auch zu anderen Computern zu erhalten . In einem
Chat-Raum , den er auf einem der Nasa-Rechner installiert hatte , ging es darum
, Informationen mit den " Kollegen " von " #conflict " auszutauschen , wie man
in Server eindringt und an Kreditkartendaten herankommt . Es sei auch die Rede
davon gewesen , wie man die Ergebnisse der " Movie Awards " von MTV manipulieren
könne . Überdies habe er gecrackte Computer benutzt , um von dort aus Spams für
Porno-Sites auszusenden , von denen er pro erfolgreich weiter vermittelten
Besucher 18 Cents erhalten habe . In der Woche habe er damit zwischen 300 und
400 Dollar verdient . Eingebrochen ist er auch in Computer der San Jose State
University und der Georgia Southern University , und er habe auch , wie er zugab
, mehr als 15 Kreditkartendaten geklaut , um damit einzukaufen . Die Anklage
sprach von mehr als 100 . Die Staatsanwältin Mary White sagte zur Eröffnung des
Prozesses im Juli 2000 : Start von Endeavour abgebrochen Kurz vor dem Ende des
Countdowns ist der Start von " Unity " , dem zweiten Modul der Internationalen
Raumstation , heute morgen um 10 Uhr wegen eines noch nicht identifizierten
Fehlers abgebrochen worden . Unity soll mit der Raumfähre Endeavour an das
russische Sarja-Modul gekoppelt werden , um den Aufbau der Internationalen
Raumstation voranzubringen . Versuchen will man den Start morgen erneut um 9.30
Uhr . Geplant sind überdies Live-Chats u. a. mit den deutschen Astronauten Ulf
Merbold und Reinhold Ewald . Siehe auch in Telepolis : Rettet die Mir ! , sowie
Interviews mit Reinhold Ewald über Astronautenausbildung und das Leben auf einer
Raumstation und mit Walther Peeters von ESA-EAC : Astronauten müssen geistig
stabil sein . Nächste Woche wird das isländische Parlament über einen
Gesetzesvorschlag entscheiden , der bislang einzigartig ist und bei dem
natürlich die Themen Datenschutz und geistiges Eigentum eine entscheidende Rolle
spielen . Die Isländer wohnen gewissermaßen im gelobten Land der Genetik und
verfügen über ein hochangereichertes Lager an genetischen Informationsschätzen .
Islands kleine Bevölkerung von etwa 270000 Einwohnern hat ein relativ homogenes
Genom , und die Menschen können ihre Genealogie gut zurückverfolgen .
Andererseits wird die Firma deCODE damit ein einmaliges Monopol über die
medizinischen und genetischen Daten eines ganzen Landes besitzen . Die Daten
sollen zwar anonymisiert sein , aber es wird lediglich der Name des Betroffenen
so verschlüsselt , daß man ihn angeblich nicht durch einen Decodierungsschlüssel
wiederherstellen kann . Der Verschlüsselungscode wird von einer staatlichen
Behörde aufbewahrt . Über die Einhaltung des Datenschutzes soll eine unabhängige
Kommission wachen . Überdies haben die Betroffenen nach der umstrittenen
Gesetzeslage keine Kenntnis über den Verwendungszweck ihrer Daten - und am
Gewinn beteiligt sind sie natürlich auch nicht . Mehr in Telepolis : Vermarktung
einer einzigartigen Ressource . Ein gewisser Marc Ostrofsky hatte business.com
vor drei Jahren angeblich von einem Internetprovider in London für 150000 Dollar
gekauft . Jetzt hat business.com die Firma eCompanies ersteigert , die von Jake
Winebaum , dem früheren Internetchef von Disney , und Sky Daytom , dem Gründer
von Earthlink , im Juni 1999 in Santa Monica gegründet wurde . eCompanies will
Start-up-Firmen fördern und mit Risikokapital ausstatten . Wie eCompanies in
einer Pressemitteilung erklärt , habe man die Webadresse für den gerade im
Aufbau befindlichen Internetdienst erworben : " Business.com ist der höchste
Business-to-Business-Domänname und passt perfekt zu dem Service , den wir mit
dem eCompanies-Inkubator aufbauen . " Damit auch jeder glaubt , dass eine solche
Strategie Sinn macht , mit einem Domännamen zur ersten Businessmarke im Internet
zu werden , wird in der Presseerklärung zur Unterstützung David Aaker , Autor
von " Building Strong Brands " , zitiert : Mehr in Telepolis : Verrückter
Rekordpreis für eine Webadresse ? GnuPG : deutsche Alternative zu PGP ? Werner
Koch hat die erste Betaversion des PGP-kompatiblen Verschlüsselungsprogramms
GnuPG feriggestellt . GnuPG für die GNU/Linux-Plattform arbeitet mit einem
symmetrischen 128-bit Schlüssel , bzw. 1024-bit ( asymmetrisch ) und kann
PGP-Dateien lesen und verwalten . Im ersten ( oberflächlichen ) Test erwies sich
die GnuPG als problemlos lauffähig und gut zu bedienen , die komplette Version
1.0 soll in etwa zwei Monaten erhältlich sein . Mehr in Telepolis : Alternative
zu PGP ? EU-Kommissar für Recht und Ordnung im Netz EU-Kommissar António
Vitorino , zuständig für Justiz und Inneres , will gegen das computerisierte
Verbrechen mit einem Mix aus Überwachungsmaßnahmen , internationalen Abkommen
und dem Bestärken der Selbstregulierung der Internetprovider und Verbraucher
durch Filter-Software vorgehen . Um den ECommerce zu stärken , setzt der
Kommissar auf ein Online-Schiedsgericht bei Streitigkeiten zwischen Händlern und
Käufern . Einen Überblick über die Pläne der Kommission gab Vitorino gestern
abend nach Gesprächen mit Bundesinnenminister Otto Schily in Berlin . Man dürfe
, so der Kommissar , die Strafverfolger nicht hinter die immer elaborierter die
Technik nutzenden Kriminellen zurückfallen lassen . Zu diesem Zweck fordert er
ein " globales Abkommen für die Herstellung von Recht und Ordnung im Netz " .
Einen Regulierungsrahmen erhofft sich Vitorino zunächst auf der Ebene der OECD ,
aus dem sich ein " internationales Instrument " bei dem Vorgehen gegen
Cybercrime entwickeln könnte , das bei den durch die neuen Technologien
ermöglichten Finanzverbrechen anfängt und bei der Verbreitung von
Kinderpornografie übers Netz endet . " Ich bin kein Spezialist beim Spionieren "
, sagt er scherzend . Aber natürlich handele es sich um eine " empfindliche
Angelegenheit " , der er sich bald auch im Bürgerrechtsausschuss des
EU-Parlaments stellen werde : " Wir müssen den Datenschutz und das Recht auf
Privatsphäre vis-à-vis der technologischen Entwicklung ansprechen . " Mehr in
Telepolis : EU-Kommissar kämpft für Recht und Ordnung im Netz . Zu Echelon siehe
auch : FDP drängt auf Aufklärung über Echelon . " Star Wars " : Lowtech gegen
Hightech Entschlossen will die neue amerikanische Regierung ,
Verteidigungsminister Donald Rumsfeld allen voran , an den Plänen festhalten ,
in Form des " Son of Star Wars " das Raketenabwehrsystem NMD ( National Missile
Defense Program ) zu realisieren . Es soll die USA und womöglich einige
befreundete Staaten vor Angriffen mit transkontinentalen Raketen schützen .
Rumsfeld hat das gerade erst auf der Münchener Konferenz zur Sicherheitspolitik
noch einmal unmissverständlich klar gemacht . Die Schwäche des NMD ist , dass
mit den EKVs ( Exoatmospheric Kill Vehicles ) , die von dreistufigen
Trägerraketen in den Raum geschossen werden und nur außerhalb der Atmosphäre
richtig funktionieren , bestenfalls wenige Langstreckenraketen rechtzeitig
abgeschossen werden könnten . Gedacht ist er denn auch - nach dem Gleichgewicht
des Schreckens im Zeitalter des Kalten Krieges - als Schutz gegen die "
Schurkenstaaten " , die solche Nuklearraketen möglicherweise nur in einer
kleinen Anzahl besitzen und überdies schneller einmal losschlagen könnten als
die Großmächte . Seit längerer Zeit ist in die US-Strategieprogramme der
Nationalen Sicherheit neben der Bedrohung durch den Cyberwar auch die durch
chemische und biologische Waffen , den so genannten Massenvernichtungswaffen des
kleinen Mannes , eingearbeitet worden . Die großen militärischen Apparate und
die teuren technischen Systeme , mit denen man bislang ein Land verteidigt oder
angegriffen hatte , nutzen im Hinblick auf solche terroristischen Szenarien
nicht mehr viel . Aus symbolischen Gründen trat man 1998 zur Atlantiküberquerung
an , wozu das Flugzeug gerade einmal 8 Liter Treibstoff benötigte . Gedacht sind
die Miniaturflugzeuge eigentlich für den Wetterdienst oder als
Erkundungsflugzeuge . Aber natürlich lassen sie sich im Prinzip auch mit einem
etwas stärkeren Motor ausstatten , um etwa einen nuklearen Sprengsatz , Giftgas
oder biologische Waffen in eine Großstadt zu bringen . An die 10.000 US-Dollar
kostet so eine Maschine , deren Bestandteile sich überall rechtmäßig kaufen und
in einer Garage zusammenbauen lassen . Es sind auch keine auffälligen Flugplätze
oder Abschussrampen notwendig , die Kleinstflugzeuge lassen sich von einem
Autodach oder einem kleinen Schiff starten - Tausende von Kilometern von ihrem
Ziel entfernt und so tief fliegend , dass kaum jemand sie bemerken wird oder gar
denkt , dass da eine gefährliche Angriffswaffe angeflogen kommt . Mehr in
Telepolis : Eine der ersten Online-Gemeinschaften ist am Ende AOL hat allen
deutschen Compuserve-Forenbetreibern mit Wirkung zum 30. April gekündigt . Eine
Online-Gemeinschaft ist am Ende - von Compuserve Deutschland bleiben nur noch
ein Name , ein Portal und ein Online-Zugang . Provider wie Compuserve öffneten
das Netz einst für die Allgemeinheit . Compuserve verlangte allerdings stolze
Gebühren , was der Firma den Spitznamen " CI$ " statt der offiziellen Abkürzung
CIS einbrachte . Damit fanden sich nur diejenigen dort ein , die den Dienst
beruflich brauchten und sich dies leisten konnten . Compuserve sollte im
Unterschied zu AOL für die Einsteiger als Online-Dienst für den Profi aufgebaut
werden . Da Email , Online-Zugang oder Webspace heute überall zu haben sind ,
bestand das herausragende Angebot von Compuserve in den Foren : Im Unterschied
zum Internet , wo User mit erfundenen Namen und Adressen jede Menge Unsinn
schreiben und ein Forum so schnell wertlos machen können , war hier jeder
Teilnehmer über seine Compuserve-ID identifizierbar . So konnte man User , die
sich schlecht benahmen , aus einem Forum verbannen oder auch für heikle Themen
geschlossene Sektionen einrichten . Sysops überwachten das Ganze und sorgten
dafür , dass die Atmosphäre in den Foren angenehm blieb . Zum Ausgleich öffnete
man im Sommer 2000 die Compuserve-Foren zum Internet : Und da es kaum bekannt
war , kamen auch nicht mehr Besucher . Die amerikanischen Compuserve-Foren haben
noch eine Gnadenfrist . Doch wurde dort mit dem nun vollzogenen
AOL-Time-Warner-Merger auch dort vielen Mitarbeitern gekündigt , und man will
mit der Öffnung der Foren ins Web genau den Weg gehen , der schon in Deutschland
nicht funktioniert hat . Das Ende von Compuserve USA ist damit ebenfalls
abzusehen . ( Wolf-Dieter Roth ) Mehr in Telepolis : Wir können nun mal nicht
Compuserve . Wir können nur AOL . Al Gore gibt Computer-Ausbildungsprogramm
bekannt Mit dem erstmals seit langem wieder saniertem Haushalt wollen Bill
Clinton und Vize-Präsident Al Gore den technischen Vorsprung der USA sichern .
Teile von Los Angeles sollen überdies zu " full empowerment zones " werden , um
allen dort lebenden Bürgern den Umgang mit der Computertechnologie nahezubringen
. Besonderes Augenmerk will Al Gore darauf legen , daß alle neuen Lehrer eine
technische Ausbildung erhalten und so in der Schule die Computertechnologie
effizient einsetzen können . Das Informationszeitalter ist für Gore schließlich
vor allem auch ein " Ausbildungszeitalter " , in dem alle Kinder Zugang zu den
Arbeitswerkzeugen des 21. Jahrhunderts erhalten sollen . Über Al Gore im Silicon
Valley und den bereits beginnenden Wahlkampf um die Zukunft berichtet Stefan
Krempl in Telepolis . Spiegel baut digitale Tageszeitung aus Nach dem Erfolg mit
dem ICEpress , den der Spiegel seit Juli 1997 zusammen mit der Deutschen Bahn AG
herausgibt und der ab 16 Uhr jeweils in der ersten Klasse des ICE verteilt wird
, startet der Verlag im Februar probeweise eine neue digitale Tageszeitung . "
Der Tag - die Nachrichten von heute , 15 Uhr " wird ab 7. Februar in der
Dominikanischen Republik ausgedruckt und an Ferienhotels der TUI verteilt .
Shell wird die gemeinsame Zeitungsaktion während der Olympischen Spiele , die
wegen der Zeitverschiebung hierzulande nachts stattfinden , mit Werbeaktionen
begleiten . Man hofft vermutlich , so in Konkurrenz mit den Tageszeitungen zu
treten , weil man eine aktuellere Berichterstattung bieten kann . Die Redaktion
wird dafür von bislang sechs auf acht Redakteure erweitert . Allerdings hätte er
dann auch die Möglichkeit , auf diese Zeitung zu verzichten und sich seine News
online zu jeder Zeit zu holen . Doch einen DIN-A-3-Drucker hat nicht jeder , und
überhaupt sei " Der Tag " keine wirkliche Konkurrenz zu den Tageszeitungen ,
sondern lediglich eine Ergänzung . Dazu in Telepolis einen Kommentar .
Künstliche Sonne : heute abend über Frankfurt Schon des längeren geistert in
Rußland die Vorstellung umher , man könne die entlegenen Städte Sibiriens
während des langen Winters durch Licht aus dem Weltall erhellen , um Kosten zu
sparen . 1993 wurde der erste Sonnenreflektor Znamya 2 mit einem
Schirmdurchmesser von 20 Metern in die Erdumlaufbahn gebracht . Mit der
unbemannten Versorgungsrakete Progress , die am 27. Oktober 1998 zur Raumstation
Mir startete , flog auch Znamya 2.5 mit . Heute , Donnerstag , den 4.2.99 , soll
der Reflektor mit einem Durchmesser von 25 Metern entfaltet und von der
Besatzung der Mir gesteuert werden , um den Lichtschein von oben möglichst lange
auf eine bestimmte Stelle zu fixieren . In Frankfurt soll er um 18 Uhr 55 zu
sehen sein . Der Lichtfleck auf der Erde wird einen Durchmesser von etwa sechs
Kilometern besitzen , aber der Spuk wird schnell vorbei sein . Gerade einmal
eine Minute wird man den Scheinwerfer über sich sehen können . Man muß folglich
schnell sein , um den flüchtigen Spuk zu erblicken . Die Russen suchen nach
Sponsoren für weitere Experimente und für eine dauerhafte Illumination aus dem
Weltraum . Mehr in Telepolis : Künstliche Sonne im All<a/> . Europäische
Koalition aus Netizen gegen Spam Eine " Europäische Koalition gegen unerwünschte
Werbe-Emails " ( European Coalition Against Unsolicited Email - EuroCAUCE ) will
versuchen , auf die anstehende EU-Regelung der " kommerziellen Kommunikation "
Einfluß zu nehmen ( siehe auch Deutscher Multimedia Verband zur Email-Werbung )
. Die geplante EU-Direktive sieht vor , " kommerzielle Kommunikation " in Form
von Spam-Mails zuzulassen , wenn sie als solche gekennzeichnet sind , so daß der
Empfänger sie nicht mehr öffnen muß . Das aber genügt der Koalition aus Gründern
nicht , die sich als erfahrene Netizen und " Menschen an der Front des
Junk-Email-Kriegs " bezeichnen , da die dadurch beim Empfänger entstehenden
Kosten nicht berücksichtigt werden . Die Koalition will für eine Lösung kämpfen
, bei der die Zusendung von Werbe-Emails nur dann erlaubt ist , wenn der
Benutzer dies ausdrücklich gestattet hat ( Opt-in-Lösung ) . Mehr in Telepolis :
Spam nur nach ausdrücklicher Einwilligung des Empfängers . Linux.sucks oder
Microsoft.sucks ? Seit Jahren wird schon darum gekämpft , neue Top-Level Domains
einzuführen , doch bislang wurden alle Vorschläge abgelehnt , um die "
Stabilität " des Systems zu erhalten . Vor allem die .com-TLDs werden ebenso
knapp , wie sie begehrt sind . Die sieben internationalen und 250 nationalen
TLDs bieten zwar die Möglichkeit , die Konkurrenz um einen Domainnamen zu
entschärfen und prinzipiell auf verschiedenen Ebenen auch gleiche Namen vergeben
zu können , aber das Begehren auf eine umfassende Inbesitznahme des Namens in
allen Variationen scheint doch sehr groß zu sein . Die ICANN hat inzwischen
mehrere Schiedsgerichte zur Lösung von Domainnamenkonflikten zugelassen ,
darunter auch ein Online-Schiedsgericht der WIPO , das aber eher zugunsten der
Firmen zu entscheiden scheint , die ihren Markennamen als Domainadresse nicht
nur etwa in dem eigentlich dafür zuständigen Bereich der .com-TLDs sichern
wollen , sondern auch in allen anderen internationalen TLDs wie .org oder .net .
CPT schlägt die Einrichtung von TLDs vor , die ausdrücklich für Betreiber von
Websites gedacht sind , die sich beispielsweise kritisch gegenüber Firmen ,
Institutionen oder Organisationen äußern wollen . Das Thema neuer Domainnamen
wird auch Gegenstand des in Kürze stattfindenden ICANN-Treffens in Kairo sein .
Falls trotz aller Bedenken die Vorschläge des CPT aufgegriffen werden sollten ,
ist zu erwarten , dass der Druck steigen wird , weitere TDLs einzuführen , wie
sie schon lange gefordert werden . Auch die EU fordert zur Demonstration der
Einheit und Identität eine .eu.TDL ( EU-Kommission fordert die Top Level Domain
.eu ) . Mehr in Telepolis : Telepolis.sucks . Die Piraten des Wissens Der
bekannte französische Wissenschaftsphilosoph Michel Serres lehrt an der Sorbonne
und in Stanford und hat sich bereits in den 60er Jahren mit Netzwerken ,
Kommunikation und Austausch beschäftigt . Schon vor den Zeiten des Internet galt
für ihn aus der Perspektive seiner mathematisch begründeten Theorie der Netze
das klassische Übertragungsmodell , das Kommunikation als " Austausch " zwischen
zwei unabhängigen Polen darstellt , als Sonderfall , der in der Wirklichkeit
kaum zu finden ist . Der Realität entspricht viel eher ein zumindest
dreidimensionales Netzwerk , in dem jeder Knoten notwendigerweise mit vielen
anderen in Verbindung steht . Bei aller Kritik ist für Serres die
Informationsgesellschaft eine Utopie . Die neuen Informationstechnologien haben
bereits die " Wissenskluft " verkleinert . Insgesamt wird die
Informationsgesellschaft für Serres eine pädagogische Gesellschaft neuer Art
sein müssen , um der neuen Ordnung des Netzwerks entsprechen zu können - die
Monopolisierung des Wissens kann nicht aufrechterhalten werden . Die dritte Welt
wird sich nicht länger im Abseits halten lassen , meint Serres . Auch werde die
Zirkulation des Wissens durch Copyrights nicht zu bändigen sein . Das technische
Potenzial provoziert immer auch seine uneingeschränkte Nutzung - und sei es
durch Piraterie . Schließlich beschützt Götterbote Hermes nicht zuletzt auch die
Diebe . So hat das globale Netzwerk des Wissens die Tendenz , die sozialen und
politischen Ungleichheiten in der Verteilung von Wissen aufzuheben . Ein Modell
für alternative Kommunikation sieht Serres im historischen Beispiel der von
Frauen geführten Pariser Salons . Was die Zukunft angeht , so ist Serres
optimistisch , wie er in einem Interview mit Telepolis verrät : Denn im
präziseren Sinn ist die Befreiung von der erdrückenden Pflicht , diese oder jene
Sache tun zu müssen , ein Gewinn . Wir haben wieder Platz , wahrscheinlich sogar
freien Platz in den Synapsen des Gehirns , der für gänzlich neue Funktionen zur
Verfügung steht , transzendentere als die früheren . Ich glaube - und daher
rührt mein Optimismus - , dass jedes Mal , wenn wir eine kognitive Funktion
freisetzen , eine neue auftritt , die sich mit der alten gar nicht mehr messen
lässt . Das ist außergewöhnlich , denn noch nie zuvor in der
Menschheitsgeschichte ist unser Kopf so befreit gewesen . So befreit für die
Entdeckung von Neuem . Zu den derzeit stattfindenden Kämpfen um die Sicherung
des geistigen Eigentums bezieht Serres eine radikale Haltung : Und auch das wäre
eine gute Sache . In meinen Augen ist es niemals ein Verbrechen , Wissen zu
stehlen . Es ist ein guter Diebstahl ... Der Pirat des Wissens ist ein guter
Pirat . Wenn ich noch einmal jung wäre , dann würde ich ein Schiff bauen , das
so hieße : Pirat des Wissens . Was in der Wissenschaft derzeit schlimm ist , ist
dass die Firmen ihr Wissen kaufen und es deshalb geheim halten wollen . Das
vollständige Interview mit Michel Serres in Telepolis : " Der Pirat des Wissens
ist ein guter Pirat " . Lewinskys Buch leitet neue Verlagspolitik ein Lewinskys
Liebesgeschichte mit dem Präsidenten erscheint erstmals , wie Wired News meldet
, gleichzeitig in einer gedruckten und einer digitalen Version . Bei
Barnesandnoble.com wird man für denselben Preis online die Printversion oder die
digitale Version für das Rocket eBook von Nuvomedia erwerben können . Steve
Cohen von St. Martin's Press , in dem die gedruckte Version erscheint , glaubt
nicht , daß die gleichzeitige Veröffentlichung dem Verkauf des Buches schaden
werde . Martin Eberhard von Nuvomedia hält das für eine gute Idee , weil die
Geschichte von Lewinsky schließlich von vielen auf dem Internet verfolgt wurde .
Der Starr-Report jedenfalls war einer der Bestseller in der Geschichte des Web .
Mit der digitalen Version auf dem elektronischen Buch könne man jetzt , so
Eberhard , die bislang unbekannte wahre Geschichte Monicas überall lesen , wo
man gerade ist . Werden Roboter in 100 Jahren den Menschen ersetzen ? Am 1.
April fand kein Aprilscherz statt , sondern Douglas Hofstadter hatte
Wissenschaftlerstars aus den Disziplinen KI , Robotik und Nanotechnologie an die
Universität Stanford geladen , um erstmals gemeinsam über den weiteren Verlauf
der Evolution von Mensch und Maschine zu diskutieren . Stichwortgeber waren
natürlich Moravec und Kurzweil , die aufgrund des Mooreschen Gesetzes ein
kontinuierliches Wachstum der Rechenkapazität und damit die Entwicklung von
wirklich intelligenten Robotern in voraussehbarer Zeit erwarten . Bei diesen
Berechnungen geht der Erfinder des elektronischen Keyboards von " konservativen
Zahlen " aus , wie er immer wieder betont . Die ganze Rechenpower bringe ohne
intelligente Software allerdings nichts , sagt Kurzweil , weswegen er sie durch
" Reverse Engineering " und " Scannen " von Vorgängen des menschlichen Gehirns
schaffen wolle . Dank Moore's Law hat er genau ausgerechnet , wann Nanobots
erstmals so klein sein werden , dass sie mit dem Blutfluss ihre Entdeckungsreise
durchs Gehirn antreten können : Im Jahr 2029 soll es soweit sein . Kurzweil
stellt sich vor , dass man damit die menschliche Intelligenz vergrößern könne .
Für Hans Moravec steht der Durchbruch intelligenter Roboter wie gehabt kurz
bevor . Ein vorläufiges Ende der Roboterentwicklung sind für ihn Maschinen , die
Symbole deuten und sich in Menschen hinein versetzen können . Von der Welt
außerhalb des Hausbereichs würden aber die von ihm prophezeiten intelligenten
Nutzroboter gar nichts verstehen . Zu ihrer Überwachung seien gleichwohl
möglicherweise Robocops nötig , generell aber würden die Maschinenmenschen so
programmiert , dass sie ihre Eigentümer beschützen und sich sogar selbst
aufopfern . Das sei allein schon für ihren Markterfolg wichtig . Da hatte er
freilich schon anderes prophezeit . Bill Joy , Mitbegründer von Sun Microsystems
, fügte sich seiner neuen Rolle als Warner ( Angst vor der Zukunft ) . Um die
künftige Bedrohung farbig auszumalen , las er sogar einen Augenzeugenbericht vom
Wüten der Pest im mittelalterlichen Athen vor . Wir hätten vergessen , dass der
schwarze Tod in Kriegszeiten bewusst in Städte eingeschleppt worden sei ,
beschwört Joy die alte und eventuell neue Geschichte . Wenn die " Life Sciences
" oder die Roboter erst einmal außer Kontrolle geraten würden , stehe uns noch
viel Schlimmeres bevor . Das einzige Hilfsmittel seiner Meinung nach : Hände weg
von der Forschung an den umstrittenen " Zukunftstechnologien " . Das erregte
natürlich Widerspruch : " Es ist unverzeihlich , potentiell Leben rettenden
Technologien den Rücken zuzukehren " , widersprach Ralph Merkle , Pionier im
Bereich der molekularen Nanotechnologie . Die Fähigkeit zur " Selbstreplikation
" , die Joy befürchtet , sei auch nur auf die nanotechnologischen
Produktionssysteme beschränkt . Die Endprodukte selbst trügen diese Eigenschaft
nicht mehr in sich , so dass sie kein ungewolltes Eigenleben entfalten . Was die
baldige Entwicklung von Intelligenz in Maschinen betrifft , so kamen die
fundiertesten Einwände gegen die Extrapolationen von Kurzweil und Moravec vor
allem aus der Ecke des genetischen Programmierens . Die Entwicklung im Bereich
der Software folge keineswegs dem Mooreschen Gesetz , meinte John Holland , und
auch John Koza , der Erfinder des genetischen Programmieren , sagte , dass
allein das ständige Wachstum der Computerkapazität noch lange kein Bewusstsein
im Silizium wecken könne . Computer könnten zwar definitiv auch Aufgaben
erledigen , in denen sie mit dem Menschen konkurrieren . Sie würden das aber auf
eine ganz andere Weise tun als die der Biologie verhafteten Menschen . Ob oder
wann Maschinen wirklich menschenähnliche Intelligenz und damit am Besten auch
gleich noch Ethik und Moral entwickeln , ist selbst unter KI-Forschern also noch
keineswegs entschieden . Douglas Hofstadter beendete die Diskussion daher mit
einer Weisheit Albert Einsteins : " Das Vorhersagen ist nicht einfach ,
besonders , wenn es die Zukunft anbelangt . " Mehr in Telepolis : UK :
E-Commerce-Firmen verletzen Datenschutz-Gesetze Nach einer Erhebung , die die
Handelskammer von London gemeinsam mit dem Unternehmen Manches unter 300
britischen Firmen durchgeführt hat , beachten viele E-Commerce-Firmen nicht
ausreichend die Gesetze . Nur 44 Prozent der Internethändler erfüllen die
grundlegenden Anforderungen des Datenschutzgesetzes . Dazu gehört beispielsweise
, dass sie die Besucher darüber informieren , wie die bei der Registrierung
erhobenen Daten verwendet werden . 40 Prozent der Firmen haben nicht einmal ein
Gutachten eingeholt , ob sie den gesetzlichen Anforderungen Genüge leisten . Der
Bericht warnt , dass wegen dieser Nachlässigkeit schnell böse und teure
Überraschungen warten können . Offenbar kümmert einige Firmen auch nicht , was
mit den Daten passiert , wenn sie zwischenstaatlichen Handel betreiben .
Lediglich vier Prozent haben sich rechtlich beraten lassen , als sie eine
Website eingerichtet oder mit dem E-Commerce begonnen haben . Besonders hebt der
Bericht hervor , dass 44 Prozent der Firmen keine anerkannte Regelung für den
Gebrauch von E-Mails und des Internet für ihre Angestellten eingeführt haben .
Angeführt wird der Fall Claire Swire Ende vergangenen Jahres : Eine E-Mail mit
sexuellem Inhalt ging weltweit herum , nachdem der Empfänger , ein Rechtsanwalt
, sie von seinem Arbeitsplatz aus stolz an einige Freunde weitergeleitet hatte .
Wegen Mail-Missbrauchs kam es schon zu einigen Entlassungen . Der Bericht weist
auf einen Fall aus dem Jahr 1999 hin , bei dem British Gas 300.000 Mark
Schadensersatz für beleidigende Kommentare in Mails hatte zahlen müssen . Siehe
auch in Telepolis : Viele britische Firmen verletzen Gesetze . W3C bittet die
Web-Community um Hilfe Ein gemeinsames Projekt des W3C ist die Entwicklung der
Platform for Privacy Preferences ( P3P ) , ein auf der Extensible Markup
Language basierendes Programm , das es den Web-Benutzern ermöglicht festzulegen
, welche persönlichen Daten sie beim Besuch einer Website mitteilen wollen und
wie diese benutzt werden dürfen . Letztes Jahr hatte Intermind.com , eine
anfangs an der noch nicht abgeschlossenen Entwicklung des Standards beteiligte
Firma , ein Patent eingereicht , das die Speicherung und Übermittlung von Daten
der Konsumenten und Provider zwischen zwei Computern abdeckt . Im Grunde wird
nach Sicht des W3C damit eine gemeinsame Entwicklung unrechtmäßig von einer
Firma angeeignet . Die Gefahr ist , daß Standards , für die möglicherweise teure
Lizenzen erworben werden müssen , zum Auseinanderbrechen der Netzstruktur führen
könnten . W3C ruft jetzt die Web-Community dazu auf , nach Beweisen zu suchen ,
daß bereits Software oder Systeme vor der Einreichung des Patents von Intermind
vergleichbare Funktionen realisiert haben , um das Patent anzufechten und einen
offenen Standard zum Schutz persönlicher Daten zu erhalten . Detaillierte
Informationen sollen an die Email-Adresse patent-prior-art@w3.org eingereicht
werden . Mehr in Telepolis : Kampf gegen die Patentierung von P3P sowie Zerstört
die Sicherung des geistigen Eigentums das Internet ? Handlungsbedarf für mehr
Datenschutz In seinem Tätigkeitsbericht für die Jahre 1997 und 1998 , den
Joachim Jacob , der Bundesbeauftragte für den Datenschutz , heute dem
Präsidenten des Deutschen Bundestages , Wolfgang Thierse , überreicht hat , wird
die Vernetzung als die " bisher größte Herausforderung für den Datenschutz "
herausgestellt , da hier die Gefahr bestehe , daß " unser Alltag entprivatisiert
" werde . Im Internet ist das anders . Da im Zentrum des Schutzes der
Privatsphäre das Recht steht , daß jeder selbst bestimmen kann , " wer was wann
bei welcher Gelegenheit über ihn weiß " , ruft der Datenschutzbeauftragte alle
Bürger und Bürgerinnen zu mehr " eigenverantwortlichem Datenschutz " auf .
Allerdings ist für den Datenschutzbeauftragten damit die Regierung nicht
entlastet . Die Novellierung des Datenschutzrechts dürfe nicht nur die " längst
fällige " Umsetzung der EU-Datenschutzrichtlinie beinhalten , sondern es müßten
auch " Instrumente für die Gewährleistung eines effektiven Selbstschutzes "
geschaffen werden , wie z. B. " Verschlüsselungsverfahren für sensitive Daten ,
die Einführung eines Datenschutzaudits sowie die Zielvorgaben der
Datensparsamkeit , Anonymisierung und Pseudonymisierung " . Mehr in Telepolis :
Appell zu mehr eigenverantwortlichem Datenschutz . Stimmentausch über das
Internet Wie bei den Präsidentschaftswahlen in den USA ( siehe Strategisches
Wählen über das Internet ) versuchen jetzt auch mehrere britische Websites wie
Keep the Tories out , Tactical Voting Wizard oder Stop Hague die gegen die
Tories eingestellten Bürger für die Unterhauswahl am 7. Juni über das Internet
zum Stimmentausch zu motivieren . Auch Jason Buckley hat dafür die Website
Tacticalvoter.net eingerichtet , um Labour-Wähler und Anhänger der
Liberal-Demokraten zur taktischen Stimmabgabe zu bewegen . Primäres Ziel ist ,
dass möglichst viele Tory-Abgeordneten ihren Stimmkreis nicht gewinnen und sich
die Gegner der Tories nicht gegenseitig blockieren . Das nötige Wissen zum
taktischen Wählen erhält der Interessierte von der Website , beispielsweise die
Ergebnisse vom Wahljahr 1997 , die nach Wahlkreisen sortiert sind , und eine
darauf basierende Wahlempfehlung . Oft sind die Wahlergebnisse sehr knapp und
könnten schon wenige Stimmen helfen , einem anderen Kandidaten den Sprung ins
Unterhaus zu ermöglichen . Das relative Mehrheitswahlrecht in Großbritannien
bevorzugt die stimmenstärkste Partei . Selbst wenn rein rechnerisch
Liberal-Demokraten und Labour die Mehrheit haben , kann es deshalb passieren ,
dass ein Tory ins Unterhaus einzieht . Wenn nur 6.000 Vereinbarungen über
Stimmentausch getroffen würden , so Buckley , dann könnte dies den Tories schon
zehn Sitze kosten . Mehr in Telepolis : Taktik gegen Tories . Das weltweite
Abhörsystem Echelon unter Beschuß Bedenken des Europäischen Parlaments wurden im
letzten Jahr noch von Bangemann zurückgewiesen , da man offiziell darüber nichts
wisse . Die NSA habe sich laut Federal Computer Week zum ersten Mal in der
Geschichte gegenüber dem Committee of Intelligence des Kongresses geweigert ,
diesem Einsicht in Dokumente über das Echelon-Programm zu gewähren . Begründet
wurde dies mit dem Vertrauensschutz zwischen Anwalt und Klienten . Der
Vorsitzende des Komitees , Peter Gross , kritisierte , daß die Weigerung der
Geheimdienste , Einsicht in die Dokumente zu gewähren , ernsthaft den durch die
Verfassung vorgeschriebenen rechtlichen Überwachungsprozeß behindern und die
Exekutive in einen Schleier der Geheimhaltung hüllen würde . Mehr in Telepolis :
Der amerikanische Kongreß und Geheimdienste streiten über Echelon Aktionsplan
der Regierung für Genomforschung Wolf-Michael Catenhusen , Staatssekretär im
Bundesministerium für Bildung und Forschung , stellte heute einen Aktionsplan
vor , der die Position Deutschlands auf dem " Schlüsselfeld der Biomedizin "
stärken soll . Die Mittel im Haushaltsplan 2001 für die Humangenomforschung
werden gegenüber 2000 um 50 Prozent erhöht . Im Mittelpunkt steht dabei die
Erforschung der Funktion einzelner Genomabschnitte , also vor allem die
Proteomforschung . Damit , meint Catenhusen , werde Deutschland hinter den USA
dann den " Spitzenplatz " einnehmen . Mit den Geldern gefördert werden sollen
regionale und überregionale Technologie- und Kompetenzzentren der Genomforschung
, die Wissenschaft und Wirtschaft besser zusammenbringen sollen . Zentral für
die Genomforschung ist natürlich auch die Bioinformatik . Der Aktionsplan hält
fest , dass hier bereits ein Mangel an ausgebildeten Fachkräften besteht , was
sich auch auf die Forschung und Entwicklung auswirkt . Daher sollen Konzeptionen
zu Bioinformatik-Studien- und Ausbildungsgängen gefördert werden , während
gleichzeitig Forschungsprojekte unterstützt werden , die zur Entwicklung neuer
Techniken dienen . Der Aktionsplan schlägt überdies langfristigere " Visionen "
vor , die zur Anziehung des Kapitals und der Intelligenz bis 2010 realisiert
werden sollen . Dazu gehören die Bestimmung der Funktion wichtiger Gene , die
Analyse von Modellorganismen , die für das Verständnis der menschlichen Gene
wichtig sind , die Struktur- und Funktionsanalyse von Pflanzen und
Mikroorganismen , aber auch der Versuch , 10 Prozent der weltweit auf diesem
Gebiet erteilten Patente zu erhalten . Ob dafür die Gelder freilich ausreichen
werden , ist eine andere Frage , schließlich schlafen auch die anderen Länder
nicht . Mehr in Telepolis : Die Gentechnik will man nicht verschlafen . CDU/CSU
entschärft Aussagen zur " Hochtechnologie-Kriminalität " Morgen wird die
CDU/CSU-Fraktion einen Antrag im Bundestag zur " wirksamen
Kriminalitätsbekämpfung " und zur Gewährleistung der inneren Sicherheit stellen
. Plädiert wird weiterhin " für einen starken und wehrhaften Staat " , für mehr
Video- und Telefonüberwachung oder für die " konsequente Nutzung der DNA-Analyse
" . Die gerade mit Problemen kämpfende Polizeiorganisation Europol soll weiter
ausgebaut und mit neuen Befugnissen ausgestattet werden . Im Vergleich zu dem in
der vergangenen Woche präsentierten Leitlinien-Papier des CDU-Bundesvorstands ,
das zum Vorgehen gegen " Hochtechnologie-Kriminalität " eine
Rund-um-Telekommunikationsüberwachung und die Möglichkeit zur Beschlagnahmung
von Computern ohne richterlichen Beschluss forderte , finden sich dort nur noch
sehr allgemeine und deutliche entschärfte Aussagen . Die selbst in den eigenen
Reihen heftig kritisierten Passagen aus der Vorstandsvorlage tauchen nicht mehr
auf Unter dem Stichwort " Hochtechnologie-Kriminalität " wird nur noch darauf
bestanden , dass die Empfehlung im vierten Zwischenbericht der
Enquete-Kommission " Zukunft der Medien in Wirtschaft und Gesellschaft -
Deutschlands Weg in die Informationsgesellschaft " vom 22. Juni 1998 endlich
umzusetzen seien und die Phase der " bloßen Ankündigungen " zu beenden sei . Die
Kommission hatte damals angeregt , den derzeitigen Strafrechtsschutz gegen das
Freisetzen von Computerviren und ähnlichen Programmen ebenso wie die
Praktikabilität des geltenden Strafverfahrensrechts einer Prüfung zu unterziehen
. Mehr in Telepolis : CDU rudert zurück bei ihren Überwachungsplänen . Carnivore
weiter unter Beschuss Carnivore , das umstrittene Schnüffelsystem des FBI zur
Überwachung von Emails eines Verdächtigen , wird an den Servern eines
Internetprovider angebracht und durchsucht alle Datenpakete nach Hinweisen auf
ein- oder ausgehende Mails eines Verdächtigen . Um beurteilen zu können , was
das System wirklich macht , hat die Bürgerrechtsorganisation EPIC nach dem
Informationsfreiheitsgesetz den Eilantrag gestellt , dass der Quellcode ihnen
zugänglich gemacht werden soll . Nachdem EPIC das FBI und das Justizministerium
bezichtigt hat , die Bekanntgabe der Informationen über Carnivore unzulässig
hinauszögerten und damit das Informationsfreiheitsgesetzt zu verletzen ,
entschied ein Richter gestern in einer einstweiligen Verfügung , dass das FBI im
Laufe von 10 Werktagen die zur Beurteilung der Rechtmäßigkeit des
Schnüffelsystems notwendigen Dokumente vorlegen muss . Offenbar unter Druck
geraten , will jetzt Janet Reno eine Untersuchung , für die sie sich selbst als
verantwortlich bezeichnet , veranlassen , warum die Überprüfung des
Schnüffelsystems so lange gebraucht hat . Wahrscheinlich werde man auch nach der
Überprüfung den Namen des Systems ändern : Mehr in Telepolis : EPIC erzwingt
Freigabe von Carnovore . E-Commerce-Innovatoren braucht das Land In der
Konkurrenz der Standorte will Großbritannien " Innovatoren " ins Land locken und
später allgemein für erwünschte Einwanderer die Grenzen mehr öffnen . Mit der
"Innovatoren"-Initiative , die ab heute startet , sollen " herausragende
Unternehmer angezogen und ausgewählt werden , deren Geschäftsideen zu einem
außergewöhnlichen wirtschaftlichen Vorteil für Großbritannien führen werden . "
Um sich nichts entgehen zu lassen , will man es den Innovatoren leicht machen
und die Bewilligung der Anträge möglichst flexibel halten . Sie müssen keine
Gelder für Investitionen mit bringen , sondern sich nur als geeignete
Hoffnungsträger qualifizieren . Dazu gehören vor allem unternehmerische
Geschicklichkeit , technische Fähigkeiten und eben ein realisierbares
Geschäftsmodell . Wer beispielsweise keinen akademischen Werdegang vorzuweisen
hat , kann dies mit unternehmerischer Erfahrung kompensieren . Die Geschäftsidee
muss allerdings mindestens zur Schaffung von zwei vollen Arbeitsplätzen führen ,
und man muss sich solange finanziell durchschlagen können , ohne andere Arbeit
oder öffentliche Gelder in Anspruch zu nehmen , bis man vom gegründeten
Unternehmen leben kann . Bewilligt wird die Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis ,
einschließlich des Ehepartners und der Kinder unter 18 Jahren , erst einmal für
18 Monate und kann dann auf vier Jahre verlängert werden . Und dann kann man als
erfolgreicher Innovator einen Antrag auf permanente Aufenthaltserlaubnis stellen
. Mehr in Telepolis : Gesucht : E-Commerce-Genies . Information Warfare : Bits
statt Bomben Im Oktober des letzten Jahres hatte das US Space Command die
Verantwortung für die Verteidigung der Netzwerke des amerikanischen Militärs
übernommen . Seit 1. Oktober dieses Jahres werden hier auch Konzepte für "
Informationsangriffe " erarbeitet . Im Zentrum steht dabei die Entwicklung von
Mitteln , um Netzwerke des Gegners lahmzulegen , zu stören oder in ihrer
Leistungskraft herabzusetzen . Man habe schon länger Informationstechnologien
benutzt , um " legale " militärische Ziele zu verfolgen , beispielsweise die
Störung von Radiofrequenzen oder die Durchführung von elektronischen
Gegenmaßnahmen . Jetzt aber gehe es um die Ausarbeitung von Mitteln , um "
unserem Gegner die Möglichkeit zu nehmen , mit Computernetzen militärische
Operationen durchzuführen " . Geschehen soll dies unter der Bezeuchnung "
Computer Network Attack " oder " CNA " . Mögliche CNAs würden allerdings nicht
vom Hauptquartier des Space Command in Colorado Springs ausgeführt werden ,
sondern von " Soldaten auf dem Schlachtfeld " . Die Aufgabe des Space Command
sei es festzulegen , welche Informationswaffen verfügbar sind oder entwickelt
werden können , diese Angriffswaffen zu testen und sie den Soldaten in die Hände
zu geben . CNA werde allerdings nicht " kinetische " Waffen wie Kugeln oder
Bomben ersetzen , sondern sie nur verbessern . Auch im Kosovo-Krieg habe man
dies gemacht , doch seien hier die Einsatzmöglichkeiten begrenzt gewesen , weil
das serbische Militär nicht sehr stark von Informationssystemen abhängig gewesen
sei . Mehr in Telepolis : Aufrüstung zum Cyberkrieg . Anhörung über Sperrung von
Hass-Sites in Frankreich Am Dienstag fand die letzte Anhörung im Prozess gegen
französische Internetprovider statt . Die internationale Aktion für die
Gerechtigkeit " J'accuse " hatte eine Klage eingereicht : Damit sollten die
Internetprovider gezwungen werden , für französische Internetnutzer den Zugang
zum Portal front14.org in Alaska blockieren . Dieses Portal beherbergt
rechtsextreme Sites u. a. auch von anonym bleibenden Franzosen , die deswegen in
Frankreich nicht wegen der verbotenen Inhalte belangt werden können . Der
Staatsanwalt Pierre Dillange sprach zwar von einer " ethischen Notwendigkeit und
Dringlichkeit " , suchte aber verzweifelt nach " einer juristischen Grundlage "
für das Ansinnen der inzwischen sieben Anti-Rassismus-Organisationen , den
Zugang zu blockieren . Der Verband der französischen Internetprovider verwies
erneut darauf , dass eine Filterung technisch zu aufwendig und wenig erfolgreich
sei , da sie leicht umgangen werden könne . Überdies wären von einem eventuellen
Gerichtsurteil nur 13 Internetprovider betroffen , die nur 87 Prozent der
französischen Privathaushalte mit Internetzugang versorgen . Zudem seien die
Provider zur " Neutralität " gegenüber Inhalten verpflichtet . Der Anwalt von
J'accuse zeigte sich hingegen " schockiert und sogar angeekelt " , wenn er sieht
, wie die Provider immer mehr Argumente auffahren , um sich von ihrer
Verantwortung zu befreien . Die Sperrung des Zugangs für französische Bürger zu
illegalen Inhalten entspreche den nationalen und europäischen Gesetzen . Am 30.
Oktober wird der Richter Jean-Jacques Gomez das Urteil fällen . Ende des letzten
Jahres hatte er bereits in einem anderen Prozess entschieden , dass Yahoo den
Zugriff französischer Bürger auf Auktionsseiten blockieren muss , auf denen
Nazi-Andenken dargestellt und versteigert werden , was in Frankreich verboten
ist . Mehr in Telepolis : Vorletzte Etappe im Fall Front14.org . Olympische
Spiele auch künftig nicht live im Internet Bei den Olympischen Spielen in Sydney
war das Internet ausgesperrt , Audio- und Videoaufzeichnungen durften nicht live
gesendet werden . NBC übertrug sie erst mit einer Verspätung von 15 Stunden im
Internet . Auf der zurzeit in Lausanne stattfindenden Tagung über neue Medien
hat der demnächst von seinem Amt als Präsident zurücktretende Juan Samaranch für
den Aufbruch plädiert : " Die Welt verändert sich , der Sport verändert sich ,
das Internet ist wichtig für die Zukunft des Sports . " Mit der Zukunft will
sich der IOC aber noch Zeit lassen . Dick Pound , der Marketing-Leiter des IOC
und wahrscheinliche Nachfolger von Samaranch , hat die in Sydney praktizierte
Politik noch einmal bestätigt : " Für die Spiele in den Jahren 2004 , 2006 und
2008 sind die Sende- und Internetrechte an bestimmte Fernsehgesellschaften in
bestimmten Ländern vergeben worden . " Solange Anbieter nicht garantieren können
, dass die Übertragungen im Internet nur innerhalb eines bestimmten
geografischen Bereichs empfangen werden können , werde man bei dieser
restriktiven Haltung bleiben und schauen , wie sich die Dinge in Zukunft
entwickeln . Möglicherweise könnte die Kongruenz von Fernsehen und Internet dem
national aufgespalteten Netz eine durchsetzbare Lösung anbieten , wenn der
Zugang über das Kabel geschieht . Und eben darauf scheinen die ans Fernsehen
gewöhnten und von diesem durch immer höhere Gewinne durch Vermarktungsrechte
verwöhnten IOC-Vertreter auch zu setzen . Mehr in Telepolis : Das IOC mag das
Internet nicht . Lufthansa testet Handy-Detektoren Alle Geräte wie Handys ,
CD-Player , Computer mit CD-ROM-Laufwerk oder drahtloser Maus , die Funkwellen
aussenden , können die elektronischen Bordsysteme in Flugzeugen stören . Ihr
Gebrauch ist von der Lufthansa außerhalb der Reisezeiten daher an Bord verboten
. Eine Veränderung des Luftfahrtgesetzes seitens der Bundesregierung sieht vor ,
Verstöße mit bis zu zwei Jahren Haft oder hohen Geldstrafen zu ahnden . Die
Lufthansa testet jetzt an Bord ihrer Flugzeuge Detektoren , die kleiner als eine
Zigarettenschachtel sind und auf Funkwellen reagieren , mit denen etwa Handys
Kontakt zum Mobilfunknetz aufnehmen . Siehe auch die Glosse von Gundolf
Freyermuth über Laptops im Flugzeug oder die risikoscheuen Deutschen Star Wars ?
Das britische Verteidigungsministerium habe bereits den Bau zweier weiterer
Kuppeln auf dem Gelände zur Unterbringung des neuen Raketenüberwachungssystems
genehmigt . Mit der neuen Generation von Satelliten seien , so berichtete eine
BBC-Dokumentation , wieder Pläne hoch aktuell , den Krieg in den Weltraum zu
tragen . Vor allem aber soll SBIRS ein Problem des bisherigen
Anti-Missile-Überwachungssystems beheben . Bislang konnte man mit Satelliten nur
Objekte mit großen Temperaturen - Raketen beim Start - entdecken und verfolgen .
Wenn das Triebwerk von Raketen jedoch nicht mehr feuert und diese auf ihrem Flug
erkalten , wurden sie für die Überwachungssysteme unsichtbar . Abhilfe soll
jetzt eben SBIRS mit neuen Satelliten ( LEOs ) in einer niedrigen Umlaufbahn um
die Erde schaffen . Ausgestattet sind die neuen Satelliten mit zwei
Sensorentypen , die viele Frequenzbänder erfassen , um so auch kalte Objekte
verfolgen zu können . Mit seinen Möglichkeiten wäre SBIRS natürlich die
Grundlage für ein lasergestützten Raketenabwehrsystem im Weltraum , von dem
Ronald Reagan bereits träumte . Im Jahr 2007 soll SBIRS einsatzfähig sein . Mehr
in Telepolis : Ein neues Satellitensystem . UK-Regierung sucht Internetberater
Vorbild ist sicher Ira Magaziner , der erfolgreiche Internetbeauftragte des
amerikanischen Präsidenten Bill Clinton . Gesucht wird eine außergewöhnliche
Persönlichkeit , die dabei helfen soll , die von Premierminister Tony Blair
vorgelegte Vision von einer britischen Wirtschaft in die Wirklichkeit umzusetzen
, die auf Wissen , Kreativität und Können aufgebaut ist . Der Berater wird
direkt dem Wirtschaftsminister zugeordnet sein , alle mit dem E-Commerce
zusammenhängenden politischen Entscheidungen überprüfen , den Premierminister
beraten und eng mit den anderen Ministerien und der Privatwirtschaft
zusammenarbeiten . Natürlich müssen Bewerber Erfahrungen im Geschäftsleben
vorweisen , aber auch eine " globale Perspektive " besitzen und die Chancen des
Informationszeitalters erkennen können . Zunächst ist die Stelle auf zwei Jahre
ausgeschrieben , das Gehalt ist verhandelbar für Supermann oder Superfrau .
Bewerbungsende ist der 6.1.1999 . Mehr in Telepolis : E-Envoy gesucht . Erneute
Reise zum Mond Die neue Strategie der NASA ist nicht nur " besser , billiger und
schneller " , sondern auch die Beteiligung der Öffentlichkeit an ihren Projekten
. Pathfinder war immerhin ein großer Erfolg in diesem Sinn . Wegen des Ausfalls
eines Radars konnte der Lunar Protector nicht , wie geplant , am Dienstag morgen
um 2 Uhr 30 zu der nach 25 Jahren wieder ersten Mission zum Mond starten , der
trotz vieler Besuche noch weitgehend unbekannt ist . Der nächste Start ist für
Mittwoch um 3 Uhr 28 in der Früh vorgesehen . Falls das nicht möglich sein wird
, gibt es das nächste " Fenster " erst wieder am 5. Februar . Wer beim Start
dabei sein will , für den hat die NASA eine WebCam eingerichtet . Nach einer
Reise von 4 Tagen soll der Prospector dann seine Kreisbahn um den Mond
eingenommen haben und ihn dann ein Jahr lang umkreisen . Der Satellit wird für
ein Jahr den Mond umrunden und vor allem am bislang unbekannten Südpol nach
Wasser Ausschau halten . Aber es geht nicht nur um günstige Bedingungen für eine
eventuelle Mondsiedlung , sondern auch um die erste vollständige Erfassung der
Mondoberfläche und die Suche nach Mineralien , magnetischen Feldern und den
Ursprung des Mondes . Alles über den Mond und seine Erkundung bietet eine
Web-Site der NASA an . Geldstrafe für die belgischen Gates-Tortenattentäter Der
bekleckerte reichste Mann der Erde machte gute Miene zum bösen Spiel und stellte
selbst keinen Strafantrag , aber Brian Keegan und Remy Belvaux , die beiden
Attentäter mit den vier süßen Cremebomben , wurden doch angezeigt und jetzt vor
einem belgischen Gericht zur Zahlung der Mindeststrafe von 75 Euros wegen "
geringfügiger Gewalt " verurteilt . Das ist jedenfalls keine große Abschreckung
, die vom neuen Euroland ausgeht , allerdings wurde damit die " Internationale
patissière " , die sich das Ziel gesetzt hat , mit Tortenanschlägen alle
weltbekannten Prominenten der Lächerlichkeit preiszugeben , die sich zu ernst
nehmen , zum ersten Mal bestraft . Die nächsten Aktionen wurden bereits
angekündigt . Mehr in Telepolis : Die Tortenterroristen . EU-Papier über
Technologien zur politischen Kontrolle Steve Wright hat für STOA ( Scientific
and Technological Options Assessment ) eine hochbrisante Studie als
Arbeitspapier angefertigt , das am 6. Januar 1998 unter der Nummer PE 166499
veröffentlicht wurde . Der Autor gibt darin einen Überblick über die
Entwicklungen von technischen und elektronischen Mitteln zur politischen
Kontrolle , insbesondere Überwachungs- und Identifizierungstechnologien ,
Sammeln und Speichern von Daten , nicht-tödliche Waffen , Technologien für die
Gefängnisse , zur Exekution und zur Folter . Zweck des umfassenden Dokuments ist
, die Mitglieder des Europäischen Parlaments über die aktuellen und künftigen
Entwicklungen in Kenntnis zu setzen und Empfehlungen zu geben , wie der Einsatz
und die Forschung politisch reguliert werden sollten . Der Autor sieht die
Gefahr , daß die Entwicklung der demokratischen Kontrolle entgleitet . Das
Dokument An Appraisal of Technologies of Political Control liegt in englischer
Sprache in Telepolis vor . Meinungsumschwung bei Wählern durch Online-Werbung
Eine erste Online-Wähleruntersuchung kam zum Ergebnis , daß Politiker in
Wahlkämpfen durchaus auch das Internet als Bühne benutzen sollten : 62 Prozent
der Befragten sagten übrigens , daß das Internet es ihnen ermögliche , die von
ihnen gewünschten Informationen über die Kandidaten zu erhalten , und 51 Prozent
gaben an , daß sie das Internet benutzen würden , wenn sie noch unsicher wären ,
wen sie wählen wollen . Mehr in Telepolis : Auswirkung von Online-Werbung auf
die Meinungsbildung von Wählern . Der Irak will ins Internet Nach einer Meldung
der Nachrichtenagentur AP sollen bald einige Behörden des Irak Zugang zum
Internet erhalten . Man werde jedoch , wie Hilal al-Bayati , Direktor des
staatlichen Computerzentrums , sagte , den Zugang begrenzen , um nicht von "
negativen westlichen Ideen " beeinflußt zu werden . In der arabischen Welt
versuchen die meisten Staaten , den freien Zugang zum Internet zu blockieren .
Jüngst hat Saudi-Arabien private Internetprovider zugelassen , doch die
Verbindung mit dem Internet läuft über einen Proxy , auf dem sich Webfilter
befinden . Der Irak war bislang , vor allem bedingt durch das Embargo , ein
Schwarzes Loch im Internet , das die Regierung als ein Mittel der USA
betrachtete , die Welt zu beherrschen . Nur die irakische UN-Vertretung hat
bislang eine Website . Eine Regierungszeitung bezeichnete das Internet gar als
das " Ende der Zivilisation , der Kultur , der Interessen und der Moral " .
Jetzt plant man offenbar , wie dies auch Serbien macht , in den " Medienkrieg "
einzutreten und die Welt über das Internet wahrscheinlich nicht nur mit
Informationen über die Kultur und die Kunst des Irak zu versorgen . USA :
Abwehrschild für Angriffe aus dem Internet Auch für die Schaffung eines "
e-government " und die Sicherung der Computerinfrastruktur sind im
Haushaltsentwurf für das Jahr 2002 weitere Mittel vorgesehen . Für das Jahr 2002
ist eine Steigerung von 38 Prozent für das Programm zum Schutz der kritischen
Infrastruktur der General Services Administration ( GSA ) vorgesehen . Bill
Bearden , der Sprecher der GSA , sagte , dass die von Bush angesprochene
Budgetsteigerung vermutlich dem FedCIRC zukommen werde , das die Computersysteme
der Ministerien vor Angriffen schützen soll . Das Handelsblatt will allerdings
von " milliardenschweren Plänen " erfahren haben : James Adams , " Berater des
Geheimdienstes NSA " , berichtete der Zeitung , dass es sich bei FIDNet um ein "
virtuelles NMD " handelt , das neben dem von der Bush-Regierung favorisierten
Raketenabwehrsystem ( NMD ) aufgebaut werden soll . " Das Projekt ist in seiner
sicherheitsrelevanten und finanziellen Dimension mit dem NMD zu vergleichen " ,
sagte Adams , wofür allerdings die bislang vorgesehenen 38 Prozent Steigerung
des Budgets wohl nicht ausreichen würden . Mehr in Telepolis : Ein virtuelles
NMD ? Lauschangriff : Koalition erleidet Niederlage Schon vor der Abstimmung
hatten einige FDP-Abgeordnete wie Otto Graf Lambsdorff , Burkhard Hirsch ,
Hans-Dietrich Genscher oder Sabine Leutheusser-Schnarrenberger ihre abweichende
Haltung zur Koalitionsposition bekanntgegeben . US-Verteidigungsminister : " Wir
sind im Cyberkrieg " Ende Februar berichtete John Hamre einem Senatskomitee ,
daß man bei Computersystemen der Kelly Air Force Base am 7. und 8. Januar einen
koordinierten Angriff von verschiedenen Orten auf der Welt festgestellt habe ,
um einen Zugang zu geheimen Informationen zu erlangen . Von den wöchentlich 400
Versuchen , in militärische Computersysteme einzudringen , werden 60 als "
Angriffe " bewertet . Wie der Senatsabgeordnete Curt Waldon der Defense Week von
der Sitzung berichtete , ginge es dabei nicht mehr um einfache Hackerversuche ,
wie sie alltäglich geschehen , sondern um organisierte ernstzunehmende Angriffe
auf ganz bestimmte Computersysteme . Man wisse aber nicht , wer diese Angriffe
ausführe . In diesem Zusammenhang hat Hamre davon gesprochen , daß man sich
bereits im Cyberwar befinde . Hamre berichtete auch von Angriffen im Februar
1998 auf ein militärisches Computersystem : " Diese Angriffe waren umfassend und
systematisch , und sie zeigten ein Muster , das darauf hinwies , daß es sich um
die Vorbereitung für einen koordinierten Angriff auf die
Verteidigungsinformationsstruktur handeln könnte . " Die Angriffe , genannt "
Solar Sunrise " , hätten sich auf zentrale Teile des militärisches Netzwerks
gerichtet und wären in einer Zeit erfolgt , als man sich auf mögliche
militärische Operationen gegen den Irak vorbereitete . Seit Solar Sunrise hat
das Pentagon eine Einheit eingesetzt , die ununterbrochen die Computersysteme
überwacht . Die stärkere Überwachung hat allerdings auch zu mehr Berichten über
Cyberangriffe geführt . In England kursiert hingegen derzeit das Gerücht , eine
Hackergruppe habe sich einen Zugang zu einem britischen Militärsatelliten
verschafft . Mehr in Telepolis : Wir sind im Cyberkrieg . Die gewonnenen Daten
sollen in eine Datenbank fließen , für deren Benutzung Gebühren verlangt werden
. Da es weitaus mehr Proteine als Gene gibt , dürfte die Datenbank bei Gelingen
gewaltige Datenmengen enthalten - das dürfte natürlich vor allem Oracle gereizt
haben , sich mit diesem Projekt im Bereich der Biotechnologie zu engagieren .
Myriad Genetics ist allerdings keineswegs alleine , schließlich ist nach der
Entzifferung des menschlichen Genoms die Analyse des Proteoms die
wissenschaftlich , medizinisch und kommerziell weitaus interessantere Aufgabe .
Die Ankündigung von Myriad Proteomics ist daher sicher auch eine auf weitere
Investoren zielende Übertreibung : Mehr in Telepolis : Während das
Humanproteomprojekt noch diskutiert wird , preschen Unternehmen voran . Erste
genveränderte Menschen Von vielen Wissenschaftlern abgelehnt und von manchen
Staaten verboten wird der Eingriff in die Keimbahn , weil dadurch genetische
Veränderungen auch an die Nachkommen weiter vererbt werden würden . Genau ein
solcher Eingriff wurde aber von amerikanischen Reproduktionsmedizinern bereits
durchgeführt , als sie Frauen mit einer seltenen Form der Unfruchtbarkeit durch
künstliche Befruchtung zu Kindern verhalfen . Die zusätzlichen Gene kommen von
Mitochondrien der Spenderinnen von Eizellen , berichten Jason Barritt et al. vom
Institute for Reproductive Medicine and Science of Saint Barnabas in der
Zeitschrift Human Reproduction . Sie haben Kinder untersucht , die durch
künstliche Befruchtung aufgrund der Einführung von Ooplasma ( Flüssigkeit in der
Eizelle ) von fruchtbaren Spenderinnen in die Eizellen von Patiententinnen
entstanden sind , die ansonsten keine Kinder bekommen können . Solche
Zytoplasmatransplantationen haben bislang weltweit zur Geburt von etwa 30
Kindern geführt . An dem genannten Institut wurde diese Technik weltweit
erstmals 1997 und seitdem 15 weitere Male erfolgreich durchgeführt . Man geht
davon aus , dass Unfruchtbarkeit bei Frauen in seltenen Fällen auch durch
defekte Mitochondrien verursacht werden kann . Mitochondrien besitzen ein
eigenes Genom , die mtDNA . Durch die Einführung von Ooplasma gelangen auch
Mitochondrien der Spenderin in die zu befruchtende Eizelle . Die Wissenschaftler
haben nun durch Gentest herausgefunden , dass im Blut von zwei einjährigen
Kindern , die aufgrund einer Ooplasmatransplantation entstanden sind , noch
immer Mitochondriengene der Spenderinnen vorhanden waren . Angeblich haben die
zusätzlichen Gene der Mitochondrien weiter keine Auswirkung . Das mitochondriale
Genom variiere nicht sehr stark . Die bei dem Gentests entdeckten Unterschiede
seien " bedeutungslos " . Mehr in Telepolis : Kinder mit Genen von drei Menschen
- Beginn der Keimbahntherapie ? . Fahndung nach Kreuzberger Steinewerfern im
Netz Gestern stellte die Kriminalpolizei Berlin Fotos von vermutlichen
Randalierern ins Web , die während der Krawalle in Kreuzberg am Abend des 1. Mai
Steine gegen Polizisten geworfen haben sollen . Die Bilder stammen aus
Videoaufnahmen der Berliner Polizei und sollen " Straftäter , die schwerste
Verletzungen in Kauf genommen haben " , zeigen . Die Kriminalpolizei bittet die
Bevölkerung um Mithilfe bei der Identifizierung der Gefilmten . Die Umwandlung
des Webs in einen öffentlichen Pranger ist nicht unumstritten . Bisher
beschränkte sich die Suche aber auf Schwerstverbrecher , denen beispielsweise
Mord oder Vergewaltigung vorgeworfen wird . Dass Fotos randalierender
Demonstranten im Netz verbreitet werden , ist neu . Die Berliner Polizei
verweist auf einen richterlichen Beschluss , der die Veröffentlichung der Bilder
von " Landfriedensbrechern " nach ersten Auswertungen der Videodokumentation
ermögliche . Mehr in Telepolis : Fahndung im Netz , während die Kritik am
Vorgehen der Polizei zunimmt . Netscape verbündet sich mit Excite Seit dem
letzten Jahr setzte Netscape zur Erzielung von Einkünften überwiegend auf sein
Netcenter als Ausgangspunkt für den Web-Zugang . Die Website von Netscape ist
eine der am meisten besuchten Sites . Damit wollen beide Firmen die
Attraktivität ihres Angebots als Startseite für das Web erhöhen und gemeinsam
größere Werbeeinnahmen erzielen . Excite wird einen Teil der Website von
Netscape gestalten , für die Werbung zuständig sein und neue Kanäle für Kunden
schaffen . Solidaritätsgruppe ruft zu einem virtuellen " Sit-in " auf Sie wollen
die Protestform der Sit-ins aus der wirklichen Welt , wodurch der Zugang zu
einem Ort körperlich blockiert wird , in den Cyberspace überführen und so eine
globale und kollektive Aktion des virtuellen Protestes ermöglichen . Ziviler
Ungehorsam ist für sie ein friedlicher , symbolischer und gewaltfreier Protest ,
durch den nichts zerstört werden soll . Man dringt nicht wie ein Hacker in eine
Site ein , sondern blockiert lediglich für eine gewisse Zeit den Zugang . Und
ähnlich wie bei Sit-ins in der wirklichen Welt , in der die Menschen mit ihren
Körpern anwesend sind , wollen die beiden virtuellen Demonstranten auch nicht in
der Anonymität bleiben . Der erste große Test ist für den 10. Mai vorgesehen .
Zur Vorbereitung ihrer Aktion haben sie eine neue Site mit dem Namen " Flood Net
" entwickelt , mit der sich die virtuellen Sit-ins automatisieren lassen . Wer
teilnehmen will , verbindet sich mit dem Flood Net , das nur zu einer
angekündigten Zeit im Web funktionsfähig ist und das einen auf eine bestimmte
Web-Site leitet , wobei das Programm alle paar Sekunden automatisch den
Reload-Befehl ausführt und so die Internet-Site blockiert , wenn sich
ausreichend viele Mitstreiter zur gleichen Zeit beteiligen . Mehr dazu in
Telepolis : Ziviler Ungehorsam im Netz und den Artikel von Stefan Wray : Die
Herstellung eines WWW des elektronischen zivilen Ungehorsams . Strafverfolger
zeigen sich kompromissbereit bei der Netzüberwachung Die öffentliche Anhörung
zum Thema Telekommunikationsüberwachung und Cybercrime im Unterausschuss für
Neue Medien des Bundestags am heutigen Donnerstag geriet zu einem regelrechten "
Verhör " der als Sachverständige geladenen Vertreter der Bundesanwaltschaft und
des Bundesinnenministeriums . Präsentiert wurden den Vertretern des Bundes teure
Kostenvoranschläge für die Netzüberwachung genauso wie Konzepte rund um die
Sicherheit im Internet . Gramm erläuterte auch ausführlich , dass schon bei
Nutzern , die sich über Internet-by-Call ins Netz einwählen , eine Überwachung
überaus kompliziert und verfassungsmäßig bedenklich sei . Bei dem Prozedere
würde für einige Minuten auch der nächste Nutzer belauscht , dem die IP-Adresse
nach der überwachten Person zugeteilt wird . Wie die Mehrheit der versammelten
Sachverständigen stellte Gramm dar , dass dem kostspieligen Mehraufwand für die
Überwachung letztlich kein Plus an Erkenntnissen für die Strafverfolger
gegenübersteht . Schützenhilfe erhielt der Rechtsexperte vom Dresdener
Informatikprofessor Andreas Pfitzmann . Der Kryptoforscher führte aus , dass
angesichts überall verfügbarer Verschlüsselungsprogramme und anderer " Techniken
zum persönlichen Datenschutz " die Strafverfolger das Nachsehen haben . Andreas
Bogk vom Chaos Computer Club warnte davor , dass mit der TKÜV " ein
Instrumentarium zur Überwachung geschaffen wird , wo die Stasi feuchte Finger
bekommen hätte " . Die zu treffenden Abhörvorkehrungen können seiner Meinung
nach " mit relativ geringem Aufwand benutzt werden , um ein totalitäres Regime
aufzubauen . " Die Rechtsexpertin des Deutschen Industrie- und Handelskammertags
( DIHKT ) , Ina Pernice , forderte ganz in diesem Sinne die Bundesregierung dazu
auf , " folgenschwere Fehlentscheidungen vermeiden " , den Entwurf für die TKÜV
zurückzuziehen und die Gesetzesgrundlagen für den großen Lauschangriff auf die
User zu überprüfen und gegebenenfalls zu novellieren . Jürgen-Peter Graf von der
Bundesanwaltschaft in Karlsruhe versuchte die auf ihn einprasselnden Argumente
zunächst zu entkräften . Die TKÜV schafft seiner Ansicht nach keinen Bereich ,
in dem " Milch und Honig " für Verfolger , Ermittler und Schlapphüte fließen .
Die Aufwendungen für die Installation der Abhörschnittstellen seien
gerechtfertigt , da von den Möglichkeiten der Verschlüsselung so gut wie nicht
Gebrauch gemacht werde . Die Erfahrungen hätten gezeigt , dass eine durchgehende
" Sicherung " der Telekommunikation gegen Überwachungsmaßnahmen nicht stattfinde
. Doch was noch nicht ist , wird noch werden , prophezeite Pfitzmann .
Kryptographie sei heute zwar tatsächlich noch kein " Massenphänomen " . Noch
müsse man für die Verschlüsselung der Netzkommunikation eben einen " extra Knopf
" drücken . Doch der Informatiker ist sich ganz sicher , dass diese Mechanismen
in den gängigen Softwareprogrammen in naher Zukunft kurzfristig umgestellt
werden und Verschlüsselung mit einem Mal für die Mehrheit der Anwender zum
Normalfall wird . Die aufgeworfenen Fragen der Verhältnismäßigkeit gaben Graf
kurz vor dem Ende der dreistündigen Anhörung schließlich denn doch " zu denken "
. Vor allem die Kostenschätzungen von UUNet beeindruckten den Staatsanwalt . Er
habe noch nie konkrete Zahlen von den Providern gehört , entschuldigte sich Graf
geradezu . Die Zahlen waren damals auch in der Tagespresse mehrfach zitiert
worden . Graf kündigte angesichts der Schätzungen nun an , dass man " in der Tat
über Modifizierungen der Technik reden " müsste . Als Kompromissvorschlag
brachte er " mobile Anlagen " zur Netzüberwachung ins Spiel , die nur bei Bedarf
an einzelnen Einwahlpunkten ins Netz installiert werden . Dazu siehe auch in
Telepolis : Netzüberwachung : Im Zweifel besser sein lassen . Interview mit Jörg
Tauss , dem Vorsitzenden des Unterausschusses für Neue Medien und dem
Netzexperten der SPD , anlässlich der Anhörung zum Thema Cybercrime . Ulrich
Sieber , Verteidiger von Felix Somm , zerlegt das CompuServe-Urteil Das
CompuServe-Urteil des Amtsgerichts München vom 28. Mai hat wegen der
Rechtsfragen und der Höhe der Strafzumessung weltweites Echo gefunden und ist
weitgehend auf Ablehnung gestoßen . Prof. Dr. Ulrich Sieber , der Verteidiger
Somms , hat jetzt dem Gericht in einer vom Beck Verlag zusammen mit dem
Urteilstext veröffentlichten ausführlichen Anmerkung eine ganze Reihe von
Fehlern im technischen Verständnis der Netze und bei der Beurteilung des
juristischen Sachverhalts vorgeworfen . Er beanstandet vor allem die Auslegung
der Verantwortlichkeitsregelung von § 5 des Teledienstgesetzes und die Weigerung
des Gerichts zu erkennen , daß " eine Kontrolle oder Unterbrechung
internationaler Telekommunikationsverbindungen Zugriffe auf ausländische
Informationsangebote im Ergebnis nicht verhindern kann " , weil man wegen der
Natur des Internet auch über andere Wege zu diesen Inhalten gelangen kann . Für
Sieber ging es dem Gericht wohl vornehmlich darum , einen Präzendenzfall zu
setzen , um einen Verantwortlichen auch dann zu finden , wenn derjenige , der in
einem fremden Land Inhalte bereithält , die im eigenen Land verboten sind ,
strafrechtlich nicht zu belangen ist : Mehr in Telepolis : Verurteilung als "
nationale " Geisel . 10 hoch 50 Rechenschritte pro Sekunde Seth Loyd , Professor
am MIT Department of Mechanical Engineering , hat in " Ultimative physical
limits to computation " ( Nature vom 31. August 2000 ) den mächtigsten Laptop
beschrieben , der auf der Grundlage der physikalischen Gesetze möglich wäre .
Seth will mit seinem Ansatz die Grenzen des Möglichen erkunden - unabhängig
davon , wie ein Computer konkret gebaut sein würde und ob man ihn jemals bauen
könnte . Um sich diesen absoluten Grenzen anzunähern , ging er von der Größe ,
der Geschwindigkeit und der Speicherkapazität seines Laptops mit 10^10
Rechenschritten pro Sekunde und 10^10 Bits Speicherkapazität aus , der einen
Kubikdezimeter Raum einnimmt und etwa ein Kilo wiegt . Auf der Basis der
Quantenmechanik berechnete Lloyd dann die Höchstgeschwindigkeit , in der die
winzigen subatomaren Schalter zwischen 1 und 0 hin und her schalten können . Bei
der Speicherkapazität nahm Lloyd auch wieder an , dass alle Teilchen dazu
benutzt werden können , Informationen in Form von 1 und 0 zu speichern . Für
eine maximale Speicherkapazität müssten alle Teilchen so viele verschiedene
Zustände wie möglich hinsichtlich des Spin , der Geschwindigkeit oder der
Richtung einnehmen können . Das aber hieße , der Speicher müsste sich im Zustand
maximaler Entropie befinden , da die Speicherkapazität für Informationen mit der
Zahl der möglichen Zustände eines Objekts steigt . Wenn man allerdings das
Mooresche Gesetz einfach in die Zukunft verlängern würde , dann wäre der "
ultimative Computer " , der 10^51 Rechenschritte pro Sekunde mit 10^31 Bits
ausführt , eigentlich gar nicht mehr so weit entfernt . In nur 250 Jahren gäbe
es dann diesen Laptop , ausgehend von Lloyds gegenwärtigem Computer , der 10^10
Rechenschritte pro Sekunde mit 10^10 Bits ausführen kann . Mehr in Telepolis :
Ein Stück Urknall : die Eigenschaften des ultimativen Laptops . Aufgrund der
dargestellten , aber unvollständigen empirischen Untersuchungsdaten oder durch
weitere Experimente sollen sie deduktiv ableiten , wie das Gehirn der "
Siliziummaus " funktioniert . Sie können aber auch eine andere Methode
vorschlagen , mit der ein neuronales Netz dieselbe Leistung realisiert . John
Hopfield ist in der Neurobiologie und im Bereich der Künstlichen Intelligenz ein
bekannter Wissenschaftler . 1982 hatte Hopfield , ursprünglich ein Physiker ,
der über die Molekularbiologie zur Hirnforschung kam , ein Modell für neuronale
Netze zur Simulation von Leistungen des Gehirns vorgeschlagen , das heute unter
dem Namen " Hopfield-Netz " bekannt ist . Hopfield sieht den Wettbewerb als
erzieherische Aufgabe . Schließlich haben Hirnforscher niemals alle empirisch
erhebbaren Daten zur Verfügung und müssen aus dem , was sie haben , ein Phänomen
bestmöglichst erklären . In der Wissenschaft vermeide man , so Hopfield ,
mitunter das selbständige Denken¸ indem man auf immer weiteres Sammeln von Daten
ausweicht . Die daraus entstehende Datenflut aber sei der Wissenschaft nicht
unbedingt förderlich . Der fiktiven " Mus silicium " haben die Wissenschaftler
eine eigene Webseite eingerichtet . Dort wird das Gehirn der Maus so vorgestellt
, als wäre es ein richtiges Tier , dessen kognitive Leistung beobachtet und
experimentell untersucht wurde . Man hat die Maus mit den erstaunlichen
Eigenschaften anästhesiert , dann wurden Elektroden in ihr Gehirn eingeführt und
die Signale eines bestimmten Areals gemessen , das aus 650 " Neuronen " besteht
. Die Leistung dieses Areals besteht darin , einsilbige Worte zu erkennen -
allerdings auch dann , wenn sie schnell oder langsam , laut oder leise , von
unterschiedlichen Sprechern und auch bei gleichzeitigen lauten Geräuschen
gesprochen werden . Trainiert wurde die " Maus " dann , das Wort " One " zu
identifizieren . Mit Diagrammen , Statistiken und Grafiken werden die "
neuroanatomischen " und " neurophysiologischen " Daten beschrieben . Die zum
Training verwendeten Wav-Dateien lassen sich nicht nur hören , man kann das
Netzwerk auch durch andere Tondateien stimulieren oder eigene Aufnahmen ins Netz
stellen und vorspielen , um durch diese Experimente vielleicht weitere Hinweise
zu gewinnen . Für Hopfield zeigt das beschriebene Netzwerk ziemlich gut das
Prinzip , wie auch biologische Gehirne arbeiten . In aller Regel muss sich auch
das Gehirn mit einer Welt auseinandersetzen , die permanent in Bewegung ist .
Oft erkennt man erst etwas , wenn es näher kommt oder wenn man etwas betastet .
Solche Wahrnehmungen benötigen einige Bruchteile von Sekunden . Das Gehirn fasst
andauernd Informationen in solchen unterschiedlich langen Zeitfenstern zusammen
, aber man habe wissenschaftlich noch nicht verstanden , wie es das genau macht
. Und um eben dies zu erklären , habe er sein neues Netzwerk entwickelt , sagt
Hopfield . Mehr in Telepolis : Das Gehirn der Siliziummaus . " Digitaler Spiegel
" der Menschheit Gemeinsam mit anderen Unternehmen kündigt 3Com an , eine
weltweite Befragung der Menschen online und offline über Gott und die Welt unter
dem Titel Planet Project durchzuführen . Vom 15. bis 18. November 2000 sollen
Millionen von Menschen aus der ganzen Welt bei der ersten weltweiten
interaktiven Befragung jeweils bis zu 20 Fragen zu Themen wie Religion ,
Sexualität , Politik oder Schlaf beantworten , aus denen sich ableiten lassen
soll , was es bedeutet , am Anfang eines neuen Jahrtausends zu leben . Die
Umfrage wird in Englisch , Spanisch , Französisch , Deutsch , Italienisch ,
Portugiesisch , Japanisch und Chinesisch durchgeführt . Das Projekt , so wird
versprochen , integriere so viele Technologien wie noch niemals zuvor , um einen
" digitalen Spiegel " in Echtzeit zu schaffen , also sofort zu sehen , welche
Einstellungen andere , offenbar aufgeteilt nach Nationalität , Geschlecht ,
Rasse oder Religionszugehörigkeit , zu den abgefragten Themen haben . Kritiker
werfen 3Com allerdings vor , die Umfrage sei lediglich ein globaler Werbespot .
Auch dem Kampf gegen die " digitale Kluft " hat sich das Unternehmen
verschrieben . Mehr in Telepolis : Erste weltweite interaktive Online-Umfrage .
Ungehindertes Lauschen am Arbeitsplatz Die britische E-Ministerin Patricia
Hewitt kündigte gestern eine Verordnung an , die es Unternehmen erlaubt , die
gesamte Telekommunikation ihrer Mitarbeiter zu überwachen . Die Verordnung , die
in Ergänzung zum RIP-Gesetz ( Regulation of Investigatory Powers ) erlassen
wurde , tritt am 26. Oktober in Kraft . Das Aufzeichnen von Gesprächen mit Call
Centers und anderen Kundenkontaktstellen war auch bisher schon gängige Praxis .
Dabei war es aber üblich , dass Kunden darauf aufmerksam gemacht wurden , dass
die Gespräche mitgeschnitten wurden . Die Gewerkschaften kritisieren , dass die
neue Regelung den Arbeitgebern nun völlig freie Hand gibt , jegliche
Telekommunikation der Mitarbeiter ohne deren Zustimmung abzuhören . Die
Gewerkschafter rechnen auch damit , dass die Verordnung zur Überwachung am
Arbeitsplatz mit der Europäischen Menschenrechtskonvention in Konflikt gerät .
Mehr in Telepolis : Neue Verordnung erlaubt schrankenlose Überwachung am
Arbeitsplatz . Der Atom-Chip Physiker von der Ludwig-Maximilians-Universität
München und dem Max-Planck-Institut für Quantenoptik haben einen Atom-Chip
geschaffen , wie sie in der neuesten Ausgabe von Nature berichten . Dabei wurde
der Quantenzustand der Bose-Einstein-Kondensation ( BEC ) mit einem Mikrochip
verbunden , der aus einer Silberschicht auf einer
Aluminium-Nitrit-Keramik-Verbindung besteht . Im BEC geben Atome vorübergehend
ihre " Eigenständigkeit " auf - sie verhalten sich gewissermaßen wie ausgedehnte
Wellenpakete , die im Gleichtakt schwingen . Bewegen sich in einem herkömmlichen
Chip die Elektronen durch die Drähte , so schweben die Atome beim Atom-Chip
oberhalb der Ströme , die durch den Festkörper fließen . Die BEC wird über eine
magneto-optische Falle erzeugt , die schneller und einfacher ist als bei
bisherigen Atom-Chips . Bei ihrem Atom-Chip ist weniger Strom nötig als bei
vorhergehenden Versuchen , die Vakuumanforderungen sind nicht mehr so streng und
sie haben zusätzlich eine Förderbandstruktur entwickelt , die das Kondensat
sofort zur gewünschten Stelle transportiert , wenn es erzeugt wird .
Anwendungsgebiete für einen Atom-Chip gibt es viele : Miniaturversionen hoch
präziser Atom-Uhren , spezielle Sensoren für Präzisionsmessungen oder
Navigationssysteme . Der Atom-Chip könnte aber auch in Quantenkommunikations-
oder Verschlüsselungssystemen eingesetzt werden . Und natürlich wäre er ein
entscheidendes Element für den Quantencomputer . ( Andrea Naica-Loebell ) Mehr
in Telepolis : Ein Chip spricht die Sprache der Atome . Microsoft kooperiert mit
dem MIT MIT und Microsoft wollen zusammenarbeiten , um neue Technologien
vornehmlich für das Online-Lernen zu entwickeln . Nach der
Kooperationsvereinbarung wird das am MIT entwickelte , aber von Microsoft
finanzierte geistige Eigentum der Universität gehören , doch das Unternehmen
kann kostenlose Lizenzen übernehmen , während von beiden entwickelte
Innovationen von Microsoft patentiert werden können . Befürchtungen , dass
Microsoft mit dem Projekt , von manchen bereits ironisch MSMIT genannt , einen
Standard für Programme zum Online-Lernen schaffen will , suchte Rick Rashid ,
Vizepräsident von Microsoft Research , zu entkräften : " Unsere Arbeit soll so
weit wie möglich öffentlich zugänglich sein . " Zu den ersten Projekten der
Zusammenarbeit gehören neben neuen Methoden des Online-Lernens die Verbesserung
der administrativen Infrastruktur des MIT , die Erweiterung des Shakespeare
Electronic Archive durch neue Software , die Entwicklung eines globalen
Ausbildungssystems , die zusammen mit der Universität von Singapur erfolgen wird
, Forschung im Bereich wissenschaftlicher Online-Publikationen und die
Herstellung neuer Programme für große Projekte im Bereich des technischen
Designs , bei denen Wissenschaftler und Studenten weltweit online
zusammenarbeiten können . Y2K-Experten sind zu optimistisch Mangelhafte
Vorbereitung , Selbstzufriedenheit und unangebrachtes Vertrauen in die
Geschäftspartner wird als vorherrschend kritisiert , zumal sich 91 Prozent der
Befragten optimistisch gaben . 43 Prozent der befragten Firmen - 27 Prozent mehr
als bei ersten Befragung im Juni - haben die vollständige Überprüfung überdies
vom dritten auf das vierte Quartal 1999 verschoben , 12 Prozent werden dies erst
nach dem 1.1.2000 schaffen . Trotz des Optimismus , was die Situation der
Unternehmen angeht , scheinen die Y2K-Experten aber persönlich vorsichtiger zu
sein , denn 56 Prozent - drei Prozent mehr als im Juni 1999 - legen sich einen
Nahrungsmittelvorrat an , der für einen Zeitraum von neun Tagen reicht , und
halten Bargeld für 10 Tage bereit . Leider kann ich das jetzt nicht tun . Mehr
in Telepolis . Noch ist Spam in Deutschland verboten Das Landgericht Berlin hat
seine bereits im Frühjahr dieses Jahres im Eilverfahren erlassene Entscheidung
über die Unzulässigkeit von unaufgefordert zugesendeten Werbe-Emails auch im
abschließenden Urteil beibehalten . Den Wortlaut des Urteils mit den wichtigen
Begründungen kann man jetzt bei der Internet Akademie mit einem Kommentar
nachlesen . Kläger war der Berliner Rechtsanwalt Kliem , der die Belästigung
durch unaufgeforderte Werbe-Emails nicht mehr hinnehmen wollte . Der Beklagte
war eine Agentur zur Vermietung von Jahrmärkten und anderem Festzubehör . Der
Beklagte wurde verurteilt , die Aussendung weiterer Werbe-Emails an den Kläger
zu unterlassen , wenn dieser der Sendung nicht zugestimmt hatte oder dessen
Einverständnis nicht vermutet werden kann . Bei Zuwiderhandlung drohen ihm bis
zu DM 500000.- Ordnungsgeld . Für das Urteil sei unerheblich gewesen , daß der
Absender nur eine einzige Mail geschickt habe : " Die Gefahr von Werbe-Emails
besteht gerade darin , daß eine nicht kontrollierbare Anzahl von Personen Emails
an eine ( unüberschaubare ) Zahl von Empfängern sendet , was erst im
Zusammenwirken zu den Beeinträchtigungen der Empfänger führt . " Aus diesem
Grund müsse jeder einzelne Mitverursacher für die Gesamtwirkung wegen der "
Ausuferungsgefahr " durch einen " Sog- und Nachahmungseffekt " verantwortlich
gemacht werden . Insgesamt vertritt das Gericht die Meinung , daß die Versendung
von unerwünschten Werbe-Emails oder Spam unzulässig ist . Allerdings kann dieses
Urteil nur vorläufig gelten . Mehr in Telepolis : Ein Gerichtsurteil und das
Problem mit der EU-Fernabsatzrichtlinie . Streit um Deep Linking verschärft sich
Nachdem Ebay im Oktober zunächst AuctionWatch aufgefordert hatte , keine Links
mehr auf einzelne Angebote ohne Erlaubnis oder Lizenzierung zu setzen , und mit
einer Klage drohte , hat das Unternehmen seit Donnerstag den Zugang zur Website
von sieben AuctionWatch-Servern blockiert . Für Dan Neary von AuctionWatch ist
diese Aktion gegen den Konsumenten gerichtet . Sie würde überdies die Grundlage
des Internet gefährden : " Unsere Suchmaschine unterscheidet sich nicht von
anderen Suchmaschinen wie beispielsweise Yahoo . " Jetzt überlegt man bei
AuctionWatch , Ebay zu verklagen . Man will Kunden raten , andere
Auktionsdienste als EBay zu benutzen , und nach Möglichkeiten suchen , die
Blockierung zu unterlaufen . So ließe sich etwa die Herkunft der Abfragen durch
ein Programm von der Internetadresse der AuctionWatch-Server auf die Adressen
der Kunden verändern , die eine Suche ausführen . Ein Blockade wäre damit
unmöglich . Mehr in Telepolis : Streit über " deep links " . Computersysteme des
Pentagon sind beliebtes Crackerziel Die Computersysteme des amerikanischen
Militärs sind ein begehrtes Ziel von Crackern . Wie David Kelley , Direktor der
Defense Information Systems Agency ( DISA ) , während einer Konferenz über
militärische Kommunikation im 21. Jahrhundert mitteilte , hätte sich die Zahl
der gemeldeten Cyberangriffe auf die Netzwerke des Pentagon gegenüber dem
letzten Jahr verdreifacht . Waren es 1998 noch 5844 Angriffe , so gab bislang in
diesem Jahr bereits 18433 Versuche , in die Netzwerke einzudringen . Und weil
nicht alle Angriffe und Cracks auch entdeckt oder gemeldet werden , so könnte
die Zahl noch wesentlich höher sein . Kelley geht davon aus , dass aufgrund der
Erfahrungen in den letzten fünf Jahren " Cybersicherheit und Cyberkrieg " zu
einer " Wachstumsindustrie " würden . 1994 hätte es nur 225 Angriffe gegeben ,
ungefähr ein Prozent der in diesem Jahr gemeldeten Vorfälle . " Hoffnung ist
keine Strategie " , warnte Kelley . Inzwischen sind die Geheimdienste , das FBI
und das Pentagon noch immer mit Moonlight Maze beschäftigt , einer zwischen
Januar und März ausgeführten koordinierten Serie von Angriffen auf
Pentagon-Rechner , bei der die Cracker zwar angeblich an keine geheimen , aber
doch an viele wichtige Informationen herangekommen wären . John Nagengast ,
Abteilungsdirektor für die Sicherheit von Informationssystemen im Pentagon ,
beschuldigte die russischen Behörden , bei der Aufklärung des Falles nicht
wirklich kooperiert zu haben . Allerdings wäre es voreilig zu behaupten , die
Angriffe wären von Russland ausgegangen , denn die Cracker hätten ihren Angriff
ja nur über den Server der Akademie der Wissenschaft leiten können . Neu ist ,
dass Nagengast nun sagte , man habe einige der Cracks auch auf Hosts in
Großbritannien zurückverfolgen können . Die britischen Behörden würden im
Unterschied zu den russischen allerdings voll kooperieren . Auf die Vorwürfe
hatte der russische Geheimdienst im letzten Monat ironisch geantwortet , man
wäre nicht so dumm und würde Spuren hinterlassen , falls man einen Angriffe
hätte machen wollen . Mehr in Telepolis : Neues über Moonlight Maze und die
amerikanische Angst vor dem Infowar . In der 46. Kalenderwoche sorgt im
Titelschutzanzeiger ein Hamburger Magazin zumindest für Erstaunen : Damit eine
Titelschutzanzeige wirksam wird , müssen allerdings " ernsthafte Anstalten "
getroffen werden , den Titel auch tatsächlich zu benutzen . Dies muss in
angemessener Zeit erfolgen - in der Regel geht man von rund sechs Monaten nach
Veröffentlichung der Titelschutzanzeige aus . Vielmehr soll es sich angeblich um
einen Versuchsballon gehandelt haben , um zu testen , ob diese
Titelschutzanzeige Resonanz findet . Der Versuchsballon ist allerdings
mittlerweile geplatzt : Der Spiegel-Verlag habe daraufhin auf den Titel
verzichtet . Die Sprecherin wollte allerdings auch nicht ausschließen , dass der
Verlag diesen Titel ursprünglich tatsächlich nutzen wollte . Mehr in Telepolis :
Der Spiegel will www. - und andere wünschen auch Merkwürdiges . Künstlich
erzeugte Konfliktfälle beim Markengrabbing Jörg Tauss , der über die
Jahrtausendwende zum offiziellen Beauftragten der SPD-Bundestagsfraktion " Neue
Medien " avancierte , hat sich Mitte der Woche in einem Brief an die
Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin dafür ausgesprochen , die
Markenanmeldungs-Verfahren zu überarbeiten und den offensichtlichen Missbrauch
bei der Markeneintragung mit empfindlichen Strafen zu belegen . Bei Anmeldung
einer Marke dürfe aufgrund der Rechtslage das Patentamt nur in sehr engen
Grenzen die Schutzwürdigkeit der zur Anmeldung gebrachten Marken überprüfen .
Ein Ausweg aus der Misere durch eine Verfügung gegen die " böswillige "
Registrierung von Markennamen , wie er in den USA mit dem kürzlich
verabschiedeten " Trademark Cyberpiracy Prevention Act " gegen das "
Cybersquatting " beschritten wurde , steht dem deutschen Gesetzgeber nicht zur
Verfügung , fürchtet Tauss . Der Internet-Experte der SPD schlägt Däubler-Gmelin
daher vor , eine neue Stelle oder ein Markengericht erster Instanz beim
Patentamt dem bisherigen Rechtsweg vorzuschalten , die Feststellungen über die
materielle Rechtmäßigkeit einer Marke treffen können sollten . Von diesen
Maßnahmen verspricht sich Tauss eine erzieherische Filterwirkung für eine
Vielzahl der zu erwartenden Fälle markenrechtlicher Streitigkeiten . Mehr in
Telepolis : Internet-Beauftragter der SPD fordert Vorgehen gegen Markengrabbing
. Telekom Mergermania Die Mergermania im Telekom- und Internetbereich geht auch
im neuen Jahre ungebrochen weiter . Die britische Vodafone bot am Dienstag ein
Last Minute Angebot für Airtouch , das noch höher liegen soll . Damit würde eine
aus der Zerschlagung der AT&T durch ein US-Kartellgericht hervorgegangene
Tochter das ehemalige Mutterunternehmen im Bereich Mobiltelefonie überholen .
Nach der kürzlich erfolgten Übernahme der US-Internetdienste , die MCI wegen der
Fusion mit Worldcom abstossen musste , wurde am Montag von Cable & Wireless der
deutsche Internet-Provider ECRC eingekauft . Mehr in Telepolis : Einmal um die
ganze Welt . Lauschangriff : Bundesrat beschließt Grundgesetzänderung Nachdem
gestern bereits die Bremer Koalition sich darauf geeinigt hatte , der
Grundgesetzänderung zuzustimmen und gleichzeitig den Vermittlungsausschuß
anzurufen , war das Ergebnis der heutigen Abstimmung im Bundesrat vorauszusehen
. Mit der notwendigen Zwei-Drittel-Mehrheit beschloß der Bundesrat die
Grundgesetzänderung . Die fünf rot-grün regierten Länder stimmten dagegen . Es
geht vor allem darum , weitere Berufsstände wie die Journalisten , Juristen oder
Ärzte vor dem Lauschangriff auf ihre Wohnungen zu bewahren . Mehr in Bundesrat
beschließt Lauschangriff und einen Kommentar in Telepolis : Die Diskussion um
den Lauschangriff - eine Farce . Fernsehen fördert Alzheimer-Erkrankung Das
Ergebnis fiel , wie die Wissenschaftler in Proceedings of the National Academy
of Sciences berichten , erwartungsgemäß aus : Eine besondere Rolle spielen dabei
offenbar geistige Beschäftigungen . Bei den Freizeitaktivitäten gibt es
allerdings eine große Ausnahme : Normalerweise also würde Fernsehen das Gehirn
nicht aktivieren , sondern in eine Art Trance versetzen : " Wenn man fernsieht ,
dann kann man sich in einem halbbewussten Zustand befinden , bei dem man nichts
lernt . " Wer das Alzheimer-Risiko senken will , sollte sich also geistig
beschäftigen und vor allem den Fernseher öfter schon in jüngeren Jahren
ausgeschaltet lassen . Mehr in Telepolis : Fernsehen macht blöd . Europäisches
Parlament fordert ein Ende der Anonymität im Internet Sonderpolizeieinheiten
sollen in allen EU-Ländern das Internet systematisch nach Kinderpornographie
absuchen , verlangt das Komitee für Bürgerrechte , Inneres und Justiz des
Europaparlaments . " Die Möglichkeit des Sendens von anonymer Email , die auch
von den Behörden nicht zu ihrem Ursprung zurückverfolgt werden können , macht
Strafverfolgung praktisch unmöglich . " Provider müssen Verbindungsdaten 3
Monate speichern , in Übereinstimmung mit dem Ratsbeschluss vom 17.Januar 1995
über das gesetzliche Abhören von Telekommunikation , so heißt es weiter in dem
Bericht . Die Verbindungsdaten sollen " den Strafverfolgungsbehörden zur
weiteren Untersuchung zugänglich gemacht werden " . Eine
Mindestspeicherungsdauer sei für die Strafverfolgung nötig . Am nächsten Montag
wird das Parlament über die Vorschläge des Komitees abstimmen . Die Empfehlungen
des Parlaments sind allerdings nicht bindend . Der Rat für Justiz und Inneres
trifft die endgültige Entscheidung über die Direktive . Mehr in Telepolis : Ende
der Anonymität . Auch in Frankreich könnte es bald mit der Anonymität Schluss
sein . Menschliches Genom fast entschlüsselt Celera hat heute gemeldet , dass
die Sequenzierungsphase des Genoms eines Menschen abgeschlossen sei und man
jetzt daran gehe , die Fragmente des Gencodes mit neuen Programmen in die
korrekte Anordnung zu bringen . Insgesamt habe man das menschliche Genom in Form
von geklonten Basenpaaren 11 Mal sequenziert , so dass es jetzt zu 99 Prozent
erfasst sei . Im Wettlauf zwischen Celera und dem Human Genome Project , einem
mit öffentlichen Geldern finanzierten internationalen Konsortium von
Forschungsinstitutionen , scheint das von Craig Venter geleitete Unternehmen nun
endgültig die Nase vorne zu haben . Erst vor wenigen Tagen hatte das HGP noch
angekündigt , dass zumindest eine vorläufige Version des menschlichen Genoms bis
Ende Juni festiggestellt sein würde , wodurch man Celera zuvorkommen wolle .
Celera hatte seine endgültige Version für den Sommer angekündigt , lag aber bei
der Sequenzierung des Heiligen Grals der Gentechnik bereits vorne . Mit der
Vervollständigung der Sequenzierung in den nächsten Monaten werde Celera eine
Datenbank mit den genetischen Informationen von insgesamt sechs Männern und
Frauen aus unterschiedlichen ethnischen Abstammungen , die anonym bleiben ,
erstellen . Gleichzeitig mit der Entzifferung des Genoms will man dadurch auch
die genetischen Variationen zwischen Individuen erfassen . Angeblich will Celera
die Rohdaten kostenlos allen Wissenschaftlern zur Verfügung stellen , wer diese
aber in einer aufgearbeiteten Form durchsuchen und analysieren will , muss
Gebühren bezahlen . Celera hat im Wettlauf mit anderen Unternehmen bereits über
6000 Patentanträge auf menschliche Gene eingereicht und angekündigt , dies auch
weiter zu machen . Und natürlich stiegen nach Ankündigung des Erfolgs für den
voraussichtlichen Sieger im Wettlauf um die Entschlüsselung des menschlichen
Genoms gleich einmal die Aktien des Unternehmens um 50 Prozent . Mehr in
Telepolis : Speed matters . Inpol-neu : Gravierende Mängel und fehlende
IT-Experten Die Einführung des Polizei-Informationssystems Inpol-neu droht zum
internen Fiasko zu werden . Schon im Januar zeichnete es sich ab , dass nicht
alle Bundesländer in der Lage sein werden , am Parallellauf mit dem alten System
teilzunehmen . Das Bundeskriminalamt hält jedoch bis heute am Datum 15. April
als Start für den Parallelbetrieb von Inpol-neu und dem bisherigen Inpol fest .
Zum 15. April sollen nur erste Testläufe mit einigen Pilotanwendern beginnen ,
jedoch nicht der geplante Probelauf . Dass der Termin nicht mehr steht , wollte
ein BKA-Sprecher so nicht bestätigen , über technische Einzelheiten könne er
sich nicht äußern . Zudem fehlten den Bundes- und Landespolizeien " eigene
geeignete IT-Fachkräfte in ausreichender Anzahl , die diese Projekte begleiten
und betreuen " . Am 15. Oktober 2001 soll der Parallelbetrieb beendet werden .
Insider glauben jedoch schon lange , dass dieser Termin nicht eingehalten werden
kann und damit erhebliche Kosten auf die Länder zu kommen . Es genügt schon ,
wenn nur ein einziges Bundesland nicht an Inpol-neu teilnehmen kann . Radek
meint : Mehr in Telepolis : Sündenbocksuche im Bundesinnenministerium . (
Christiane Schulzki-Haddouti ) Virenprogrammierer distanzieren sich von Melissa
Ein " Teil " der Gemeinschaft der Virenprogrammierer hat sich über Hackernews an
die Öffentlichkeit gewandt und ihren Berufsstand von " der medialen
Aufmerksamkeit und dem Chaos " abgegrenzt , die durch den Melissa verursacht
worden sind : Das könnte allerdings einige Mühen der Legitimation erforderlich
machen . Einige der " guten " Virenprogrammierer ( white hat ) kündigen an , ihr
gesellschaftliches Ansehen durch eine Behebung des Schadens wiederherzustellen ,
während andere angeblich von Rache wegen des Schadens für den Virus-Untergrund
sprechen . Sie warnen davor , daß mit der Integration von Windows und Office
2000 die Viren noch bessere Zugriffsmöglichkeiten auf Systemressourcen und Daten
erhalten werden und dadurch weitaus bösartiger als Melissa sein könnten : Mehr
in Telepolis : Die guten und die bösen Virenprogrammierer . " Das Internet ist
gegenüber solchen Angriffen relativ stabil " Frank W. Felzmann , beim Bundesamt
für Sicherheit in der Informationstechnik für die Abwehr von Computerviren
zuständig und Mitglied der von Bundesinnenminister Otto Schily im Februar zum
Kampf gegen die Netz-Kriminalität ins Leben gerufenen " Internet Task Force " ,
wendet sich angesichts der Verbreitung und der Schäden , die der Love-Virus
hervorgerufen hat , gegen eine teilweise von den Medien geschürte
Internethysterie : Ansonsten ist das Internet gegenüber solchen Angriffen
relativ stabil . Und die haben offenbar eifrig das Attachment geöffnet ,
besonders gerne anscheinend bei Behörden und Unternehmen . Wenn ihr euch im
Internet bewegt , müsst ihr dieses und jenes machen . Da gäbe es ja einen
Aufschrei mit dem Tenor : Der Staat will uns alles vorschreiben . Doch wenn der
Einzelne sich nicht daran hält , haben wir keinerlei Möglichkeiten . Wir können
schließlich niemanden so wie im Autoverkehr dazu zwingen , einen Sicherheitsgurt
anzulegen . Felzmann wendet sich aufgrund der Mitverantwortung der Anwender für
den entstehenden Schaden auch gegen die oft weit übertriebenen Schätzungen der
Schadenshöhe : Der einzige ansetzbare Schadenswert ist letztlich nur der Aufwand
für die Entfernung des Virus und die Rekonstruktion der Datensicherung - die
leider vorher aber oft gar nicht vorhanden war . Mehr in Telepolis : Viren
verbreiten sich im Netz ja nicht vollkommen automatisch . 2050 sollen
Fußball-Roboter gegen den Weltmeister antreten In fünfzig Jahren , so die
ehrgeizige Vorgabe der Roboter-Fußball-Weltmeisterschaft RoboCup , sollen
humanoide Roboter nach den offiziellen Regeln der FIFA gegen den amtierenden
menschlichen Fußballweltmeister antreten und gewinnen . Bis dahin ist es noch
ein weiter Weg , was man auch bei dem ersten RoboCup German Open vom 8. bis 10.
Juni sehen können wird . Veranstaltet wird RoboCup GermanOpen vom Institut für
Autonome intelligente Systeme der GMD in Sankt Augustin . Im Heinz Nixdorf
MuseumsForum in Paderborn werden am Wochenende 30 Teams aus neun Ländern in fünf
Klassen um den Titel kämpfen . Das ist auch ein letzter Test , bevor es dann zur
Weltmeisterschaft geht , die seit 1997 jährlich veranstaltet wird und dieses Mal
vom 2. bis 10. August in Seattle stattfindet . Beim RoboCup wird in
unterschiedlichen Ligen gespielt . Bei der " Simulation League " spielen jeweils
11 Agentenprogramme auf einem virtuellen Spielfeld . Mit dem Verzicht auf den
Körper ist hier die Perfektion natürlich am weitesten gediehen . Hier darf eine
Kamera über dem Spielfeld als gemeinsames Auge mit verwendet werden . Seit 1999
gibt es auch die Sony Legged Robot League , bei der die bekannten Sony-Hunde zum
Einsatz kommen . Jeweils drei Vierbeiner spielen in einer Mannschaft . Und in
der Junior League können Kinder selbst gebaute Roboter vorführen . Die
Fußballmeisterschaften der Roboter spiegeln in erster Linie den technischen und
wissenschaftlichen Stand wieder und sollen die Forschung im Bereich KI und
mobile autonome Roboter fördern . Aber es gibt auch immer wieder etwas zu lachen
, wenn etwa die Roboterhündchen sich hinsetzen und einfach zuschauen , wie der
Ball an ihnen vorbei rollt , oder ein Torwart höflich den gegnerischen Stürmern
Platz macht . Natürlich werden die Spiele in Paderborn live über das Internet
übertragen . Siehe auch in Telepolis : Verfahren gegen Angela Marquardt eröffnet
Am Freitag , den 6.6.1997 , fand im Amtsgericht Tiergarten vor größerem Publikum
der erste Verhandlungstag im Verfahren gegen die PDS Ex-Vize Angela Marquardt
statt , der die " Beihilfe zur strafbaren Anleitung zu Straftaten " vorgeworfen
wird . In diesem erstmalig vor einem deutschen Gericht verhandelten
Hypertext-Fall geht es konkret um einen Link von Angela Marquardts Home Page ,
der über Zwischenschritte zur Zeitschrift Radikal verweist . Unter
Terrorismusvorwurf wird dieses altlinke Heft seit längerem in Deutschland von
Polizei und Justiz verfolgt . Seit einiger Zeit stellt die Amsterdamer "
Solidaritätsgruppe politische Gefangene " die in Holland nicht verbotene
Zeitschrift ins Internet . In der Anklageschrift , die heute vom zuständigen
Staatsanwalt verlesen wurde , heißt es juristisch , sie habe bisher unbekannten
Personen ( Autoren des Bahntransporttextes ) vorsätzlich Hilfe bei der Anleitung
zu Straftaten ( Bahnsabotage ) geleistet , indem sie ihre Home Page zur
Verfügung gestellt habe , womit Hilfestellung und Billigung zu einem
gemeingefährlichen Vergehen gegeben sei . Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft
bedeutet ein Link die Zurverfügungstellung der eigenen Page , womit
genaugenommen eine kollektive Tatbeteiligung des gesamten World Wide Web
hergestellt wäre . Die Natur und Bestimmung des WWW aber ist es ja gerade , die
Seiten per Link zu einem großen Hypertext zu verbinden . Der Anwalt von Angela
Marquardt stellte dann auch einen Beweisantrag , um die vorgeworfenen
Sachverhalte zunächst einmal genauer zu klären : " Die Anklageschrift zeugt von
tiefer Unkenntnis des Internet " . Als Sachverständiger der Verteidigung wurde
Andy Müller-Maguhn vom Chaos Computer Club benannt . Die Staatsanwaltschaft
hatte keine Einwände gegen eine Klärung und gab sich in Sachen Internet
kompetent : " Wir haben inzwischen auch hier im Hause einen Internetanschluß . "
Angela Marquardt erläuterte bei der heutigen Sitzung noch einmal ausführlicher
die Hintergründe für ihren Link zur Radikal . Als jemand mit DDR-Vergangenheit
habe sie schon lange eine dezidierte Meinung zum Thema Pressefreiheit , und die
Verfolgung der Radikal , deren Inhalte sie keineswegs immer richtig finde ,
beobachte sie daher mit besonderer Aufmerksamkeit . Zwischen dem Link und der
Radikal habe sie eine von Gewalt distanzierende Erklärung gelegt . Der
beanstandete Text sei auch ohne ihren Link für alle Interneter per Suchmaschine
leicht erreichbar . Zur Zeit , als sie den Link zur holländischen Site gelegt
hatte , war die Ausgabe Nr. 154 mit besagtem Text noch nicht im Netz . " Ich bin
gegen ein Volk von Kontrolleuren " . Zudem bedeute ein Verweis auf etwas nicht ,
daß man mit den dortigen Inhalten immer übereinstimme , vielmehr würden auch
beispielsweise viele Menschen in kritischer Absicht zu Neonazi-Webpages wie die
des in Canada lebenden Ernst Zündel verweisen , um darauf aufmerksam zu machen ,
daß es so etwas gibt . Am 30. Juni wird die Verhandlung fortgesetzt . Solange es
keine expliziten gesetzlichen Bestimmungen zur Natur eines Hyperlinks gibt ,
kommt einem Verfahren wie diesem eine gewisse Weichenstellung durch
Definitionsmacht zu . Deshalb lohnt es sich , den Fortgang dieses Verfahrens im
Auge zu behalten . Falls sich die Vorstellung der Zurverfügungstellung per Link
durchsetzen sollte , stünden ziemlich viele deutsche Internet-Anbieter und
Netizen mit einem Bein im Knast . Nicht nur Suchmaschinenbetreiber wären dann
jedesmal gefährdet , wenn sie Datenbankausgaben zu " bösen " Texten parat
hielten , auch ein Link zu einer Site wie der Library of Congress wäre
vielleicht hoch riskant , weil sich dort Bücher befinden könnten , die
hierzulande nicht legal sind . Und es scheint aus Sicht der Staatsanwälte nicht
vor Beihilfevorwurf zu schützen , wenn man wie Marquardt vor dem eigentlichen
Link ganz generell erklärt , mit welcher Motivation man auf die Zeitschrift
verweist und zum Thema Gewaltanwendung eine Position bezieht , gegen die auch
die Staatsanwaltschaft nichts vorzubringen hat . Links : Homepage von Angela
Marquardt : http://www.yi.com/home/MarquardtAngela/index.htm Gespräch mit Andy
Müller-Maguhn : http://www.heise.de/tp/te/1202/fhome.htm Interview mit Angela
Marquardt : http://www.heise.de/tp/te/1113/fhome.htm Tilman Baumgärtel : Sabine
Helmers Telepolis erhält Europäischen Preis für Online-Journalismus Telepolis
erhält für seine Enfopol-Berichterstattung den Europäischen Preis für
Online-Journalismus der Medien-Konferenz Net-Media 2000 in der Kategorie "
Investigative Reporting " . Der Preis wird in verschiedenen Kategorien von einer
Jury verliehen , deren Mitglieder aus 15 europäischen Ländern kommen .
Gesponsort wird der Preis unter anderem von Reuters , News Network , AOL Europe
und Chello . Verliehen wird der Preis heute Abend in London . Armin Medosch wird
den Preis für die Redaktion entgegen nehmen : " Wir konnten nur deshalb so gut
über Enfopol berichten , da verschiedene europäische Journalisten und Gruppen
wie die britische Bürgerrechtsorganisation Statewatch und der österreichische
Bürgerrechtsverein Quintessenz zusammen mit uns an dem Thema arbeiteten . " Die
freien Telepolis-Autorinnen und -Autoren Christiane Schulzki-Haddouti in
Deutschland , Erich Möchel in Österreich , Duncan Campbell in Großbritannien ,
Jelle van Buren in den Niederlanden berichten seit 1998 über die geplante
europaweite Überwachung für Internet und andere neue Technologien . Telepolis
veröffentlichte erstmals im November 1998 diverse unter Verschluss gehaltene
Arbeitspapiere der Ratsarbeitsgruppe " Polizeiliche Zusammenarbeit " , die ihre
Dokumente unter dem Kürzel Enfopol ( " Enforcement Police " ) publiziert . Die
im Internet veröffentlichten Enfopol-Papiere sorgten bei europäischen
Datenschützern und Politikern , aber auch Bürgerrechtsorganisationen für
Aufsehen . Massenhack gegen nukleare Aufrüstung Nachdem im letzten Monat eine
Crackergruppe MilwOrm angeblich bereits in das Computersystem des indischen
Atomforschungszentrums wegen der Tests mit Nuklearwaffen eingedrungen sei ,
wollte sie ihrem Protest jetzt eine größere Öffentlichkeit verschaffen .
Zusammen mit der befreundeten Gruppe Lumberjack fügten sie Ende letzter Woche in
über 300 Homepages einen Text ein , um zum Widerstand gegen den Atomkrieg und
zum Frieden aufzurufen . Sie drohten unter anderem der indischen und
pakistanischen Regierung an , ihre Computersysteme weiterhin anzugreifen :
Deswegen versucht ihr vergeblich uns zu finden . Der bislang größte " Massenhack
" ist neuer Hinweis darauf , daß das Web allmählich zur Plattform für
Massenaktionen wird und eine neue politische Gegen-Öffentlichkeit erschließt .
Die beiden Gruppen jedenfalls wollen mit ihren Aktionen fortfahren . Siehe auch
in Telepolis : Ziviler Ungehorsam im Netz . Nach den Steueroasen kommt die
Flucht in die Datenoasen Die Rechtsunsicherheit hierzulande sei zu groß und die
Kontrolle der Inhalte durch die Provider komme einer Zensur gleich . Auch die
Internationale Stadt Bremen hat angekündigt , auf einen ausländischen Provider
auszuweichen , nachdem die Bremer Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren
eingeleitet hat . Mehrere Wochen waren im Gästebuch anti-semitische Äußerungen
zu lesen gewesen , auch wenn die Internationale Stadt sich davon distanziert und
den Eintrag schließlich gelöscht hatte . Aber nicht nur in Deutschland verlassen
Provider das Land und siedeln sich woanders an . Wenn es beispielsweise um
Kryptographie geht , suchen amerikanische Libertäre vor den staatlichen
Regulierungen in anderen Ländern wie Tonga , Holland oder Anguilla Unterschlupf
. Siehe dazu den Bericht von Patrick Goltzsch in Telepolis : Kryptographie und
Datenoasen . Unterstützung für ICANN Im Streit mit Network Solutions ( NSI ) ,
dem Noch-Monopolisten im internationalen Domainnamengeschäft , hat die private ,
aber nicht profitorientierte ICANN , die künftig den Markt der neuen und alten
Top-Level-Domains organisieren soll , Unterstützung bekommen . " Ganz allgemein
möchte ich nochmals unsere Unterstützung für ICANN bekräftigen " , schrieb der
für Wettbewerbsfragen zuständige Direktor der Generaldirektion IV John Temple
Lang an Becky Burr , die im US Wirtschaftsministerium für die Überleitung des
DNS auf ICANN zuständig ist . Die Brüsseler Wettbewerbshüter kritisieren den im
Amendment Nr. 13 zwischen NSI und dem US Department of Commerce niedergelegten
Vertragsentwurf , den potentielle Konkurrenten mit NSI abzuschließen haben .
Noch gelten etwa für NSI und die neuen Registrare keineswegs die gleichen Regeln
, kritisiert die Behörde . Vielmehr werde der Markteintritt durch NSIs
finanzielle Forderungen erschwert . Mehr in Telepolis : Gegenwind vom Alten
Kontinent . Schily erwägt Schadensersatzklagen gegen Nazi-Websites In einem
Gespräch mit der Welt am Sonntag kündigte Schily an , dass er Anfang September
mit der US-Regierung sprechen wolle , um gegen rechtsextreme Websites vorgehen
zu können , die von amerikanischen Providern gehostet werden . Ende letzten
Jahres hatte der Bundesgerichtshof bereits beim Tatbestand der Volksverhetzung
festgestellt , dass auch der Urheber von Webseiten im Ausland , auf denen der
Holocaust geleugnet wird , nach deutschem Recht bestraft werden kann ( siehe
Leugnung des Holocaust im Internet nach deutschem Recht strafbar ) . Die Inhalte
, die in diesem Fall auf einem Server in Australien lagen , seien weltweit
abrufbar und daher geeignet , so das Urteil , den " öffentlichen Frieden " auch
hierzulande zu stören . Der " tatsächliche Eintritt einer Friedensstörung " sei
dazu nicht notwendig , es genüge ein " abstraktes Gefährdungsdelikt " . Offenbar
will Schily ähnlich vorgehen , allerdings kann der Autor der vom
Bundesgerichtshof inkriminierten Webseiten nur dann belangt werden , wenn er
nach Deutschland einreist . Daher will Schily offenbar zivilrechtlich vorgehen
und auf Schadensersatz klagen . Vor kurzem ist Schilys Ministerium wegen
ungewöhnlicher Überlegungen eines Mitarbeiters zur Bekämpfung von
Neonazi-Websites im Ausland in die Kritik geraten . Hackerangriffe auf Websites
, die deutsches Recht verletzen , seien nicht notwendigerweise Unrecht ,
erklärte der Ministeriumsmitarbeiter dem Spiegel . Mehr in Telepolis :
Innenminister Schily nimmt italienische Regierung in Schutz und fordert eine
europäische Anti-Krawall-Polizei . Multitasking kann ineffizient sein Nach einer
Studie von amerikanischen Psychologen frisst vor allem eine zentrale
Ressourcensteuerung im Gehirn die Zeit . Nach der Vorstellung von Joshua S.
Rubinstein von der Federal Aviation Administration und seiner Kollegen von der
University of Michigan gibt es eine Art zentrale Steuereinheit im Gehirn (
executive control ) . Sie verwaltet die Ressourcen . Davon unterscheiden die
Wissenschaftler aufgabenspezifische Prozesse . Die Versuchspersonen mussten bei
den Experimenten unterschiedlich schwere Aufgaben lösen . Beim Hin- und
Herwechseln zwischen den Aufgaben unterschiedlicher Komplexität und Bekanntheit
stellte sich nicht weiter überraschend heraus , dass der Wechsel zu bekannten
Aufgaben schneller als der zu unbekannten erfolgt . Dasselbe trifft für den
Wechsel zu einer leichteren Aufgabe zu . Der Zeitverlust , der durch das
Multitasking geschieht , beträgt zwar meist nur einige Zehntelsekunden , kann
aber bereits zu Gefährdungen etwa beim Steuern eines Fahrzeugs und
gleichzeitigem Telefonieren führen ( siehe dazu auch Der Flaschenhals der
Aufmerksamkeit ) . Während eines Arbeitstages können sich diese Unterbrechungen
zu langen " unproduktiven " Zeiten addieren . Ein Verständnis des kognitiven
Kontrollzentrums könnte , so hoffen die Autoren , zu einer Verbesserung der
Apparate und Mensch-Maschine-Schnittstellen führen , aber auch dazu beitragen ,
die Arbeitsabläufe effizienter zu machen . Mehr in Telepolis : Die zeitlichen
Kosten des Multitasking . AntiOnline wurde zum Opfer eines Crackers Nach
Symantec traf es damit die zweite Website , die sich der Sicherheit verschrieben
hat . Angeblich gibt es , wie John Vranesevich , Betreiber von AntiOnline sagt ,
alle zwei Minuten einen Versuch , in die Website von AntiOnline einzudringen .
Bislang aber habe es noch niemand geschafft . Und auch der neueste Angriff am
Donnerstag habe nicht die " Integrität unserer Server oder der darauf
enthaltenen Daten " beschädigt . Durch einen Trick sei lediglich Information ,
die in der neuen Sektion " Eye On The Underground " veröffentlicht wurde , für
bestimmte Versionen der Browser von Netscape und IE anders dargestellt worden .
Ein Cracker , der einen russischen Internet-Acccount benutzte , schaffte es ,
die Daten , die von der Website Bikkel.com auf " Eye On The Underground "
übertragen werden , so zu verändern , dass sie einen versteckten Code enthielten
. Mehr in Telepolis . Löschen ist nicht Löschen Ohne große Schwierigkeiten
können die meisten gelöschten Computerdateien auf der Festplatte entdeckt ,
wieder hergestellt und vor Gericht verwertet werden . Rosenbaum führt in seinem
Aufsatz " In Defense of the DELETE Key " aus , dass dadurch die Gefahr der
Selbstzensur wächst . Das Problem der Haftbarkeit für jeden schlechten Witz
setze voraus , dass die Menschen perfekt sind und nichts Unbedachtes machen ,
und es gefährde das durch die Verfassung geschützte Recht auf Meinungsfreiheit .
Schon jetzt benutzen Firmen und einzelne vorsichtige Personen E-Mails höchstens
noch zu den harmlosesten Dingen . Um auch im Computerzeitalter anzuerkennen ,
dass Menschen keine Engel sind und Fehler machen können , die sie bedauern ,
plädiert Rosenbaum für die Einführung von " Cybertrash " in Analogie zu dem ,
was man früher zerrissen , verbrannt , zerstört oder ausradiert hat und was
eigentlich die "del"- oder "entf"-Taste bewirken sollte . Er schlägt vor , dass
nach einer Zeitspanne von einem halben Jahr eine einzelne Aussage , falls sie
sich nicht in einem späteren Verhalten äußert oder öfter wiederholt und so
bestätigt wird , vor Gericht als gelöscht gelten sollte . Mehr in Telepolis :
Wenn man löscht , wird nichts gelöscht . Kontrolldienst für Internetinhalte
Während Zero-Knowledge seinen Anonymisierungsservice Freedom Network aus
angeblich rein marktbezogenen Gründen einstellt , hat Mediatime Consulting am 1.
Oktober den Internet-Service Gridpatrol gestartet . Die Firma verspricht eine
umfassende Überwachung des Cyberspace . 95 Prozent des öffentlichen zugänglichen
Internet sollen damit kontrolliert werden können . Die Software durchleuchtet
nicht nur Internetseiten , sondern durchforstet auch Newsgroups und hört
Chatkanäle nach illegalen oder einfach nur despektierlichen Äußerungen ab .
Mediatime Consulting geht davon aus , dass der Bedarf nach solchen
Dienstleistungen hoch ist . " Mit Gridpatrol geben wir den Unternehmen ein Stück
der Kontrolle über das Internet zurück , die sie durch die zunehmende
Komplexität des Mediums verloren haben " , erklärt Sten Franke , Geschäftsführer
von Mediatime . Die Technik des Gridpatrol wurde von der Firma Envisional in
Cambridge entwickelt und sucht auch schon seit einiger Zeit für das
Investmenthaus Merrill Lynch , den Internationale Verband der Phonographischen
Industrie ( IFPI ) und Absolut Vodka nach Markenmissbrauch und Produktpiraterie
im Internet . Mit ihr lassen sich aber auch unzufriedene Kunden aufspüren , die
ihre Ansichten auf so genannten " Complaint-Seiten " oder in Internet-Foren kund
tun . Mehr in Telepolis : Freedom Network geht - Gridpatrol kommt . Amnesty :
USA führend in High-Tech-Repression Angeklagt wird die USA in der heute
gestarteten weltweiten Kampagne als " führend in der High-Tech-Repression " .
Tausende von Menschen würden in den USA zu Opfern von Menschenrechtsverletzungen
, sagt Amnesty International , die oft mit High-Tech-Mitteln ausgeführt werden :
Elektroschockwaffen , chemische Sprays und tödliche Injektionen : " Trotz der
führenden Rolle der USA bei der Etablierung des internationalen Systems für den
Schutz von Menschenrechten war man nicht willens , sich selbst einer
internationalen Kontrolle zu unterwerfen und sich an dieselben minimalen
Standards zu halten , die man von den anderen Staaten einfordert . "
Polizeibrutalität sei weit verbreitet und richte sich überwiegend gegen
ethnische Minderheiten . Vor allem die stärkere Ausrichtung auf Bestrafung und
nicht auf Rehabilitierung habe zu Kürzungen geführt , die im Strafvollzug durch
neue Formen der Überwachung kompensiert werden . Ketten oder Fußeisen werden
ebenso gebraucht wie Besprühen des Gesichtes oder der Genitalien mit flüssigem
Pfeffer , Betäubungsgewehre oder Gurte , mit denen sich Stromschläge austeilen
lassen , die Schmerzen verursachen oder die Menschen handlungsunfähig machen .
Zudem tragen die USA als der weltweit größte Waffenlieferant zu
Menschenrechtsverletzungen in anderen Ländern bei . Amnesty fordert , daß die
USA die selektive Anwendung internationaler Rechte beenden , ihre
Rechtssprechung an die internationalen Standards anpassen und ohne Vorbehalte
die internationalen Verträge zum Schutz der Menschenrechte ratifizieren . Mehr
in Telepolis : Die USA und die Menschenrechte . Noch kein Urteil im Streit um
französische Yahoo-Blockade Bei dem Prozess geht es darum , ob und wie Yahoo den
Zugang zu Auktionsseiten für Nazi-Gegenstände , deren Handel in Frankreich
verboten ist , für Franzosen sperren kann . Am 22. Mai hatte der Richter bereits
Yahoo wegen der " Verletzung des kollektiven Gedächtnisses " dazu verurteilt ,
die beanstandeten Webseiten für französische Bürger unzugänglich zu machen .
Geklagt hatten die Ligue internationale contre le racisme et l'antisemitisme (
LICRA ) sowie die Union des etudiants juifs de France ( UEJF ) . Nach der
Urteilsverkündigung aber hatte der Richter den Termin zur Umsetzung des Urteils
verschoben und bereits eine Anhörung über die technische Machbarkeit solcher
technischer Sperren für Bürger bestimmter Länder durchgeführt . Eine
hundertprozentige Sperrung könne nicht durchgeführt werden , sagten die Experten
, während Yahoo auf Konfrontation ging ( Nationale Rechtssprechung im Internet )
. Jerry Yang , Mitbegründer von Yahoo , hatte bereits Mitte Juni klar gestellt ,
dass man sich nicht einfach dem Urteil eines französischen Richters unterwerfen
werde : " Wir werden den Inhalt unserer Seiten in den USA nicht ändern , nur
weil man uns in Frankreich dazu auffordert . " Etwas milder erklärte der
französische Yahoo-Chef Philippe Guillanton , dass man dann , wenn man den
Inhalt für Franzosen filtere , schnell in die Situation käme , dass " dieses
oder jenes Land uns auffordert , diesen oder jenen Inhalt zu filtern " . Marc
Lévy , Anwalt von Licra , lenkte während der Verhandlung ein und meinte : " Wir
sind keine Absolutisten . " Auch eine nicht wasserdichte Blockierung würde die
Kläger zufrieden stellen . Dagegen forderte Stéphane Lilti , Rechtsvertreter von
UEJF , provokativ : " Wenn man es nicht filtern kann , muss man es löschen . "
Allerdings sagte er auch , dass Yahoo nicht dazu genötigt werden kann ,
tatsächlich jeden Zugriff zu verhindern , aber die Verpflichtung habe , die
Mittel wenigstens einzusetzen . Dann würde man sich auch mit einem " relativen
Ergebnis " zufrieden geben , wenn Yahoo entsprechende Filter einsetze oder jeden
Übergang von yahoo.fr zu yahoo.com verhindere . Die Vorschläge der Experten ,
darunter auch Vint Cerf , gingen dahin , dass man die Seitenaufrufe derjenigen
Internetnutzer blockiert , die sich automatisch als französischer Herkunft
identifizieren lassen . Identifizieren könne man etwa 70 Prozent anhand der
IP-Adressen . Die restlichen 30 Prozent , die nicht identifiziert werden können
, weil sie beispielsweise bei einem Provider wie AOL.com sind , könnten
freiwillig eine Erklärung über ihre Nationalität auf einem Formular eingeben ,
wobei man wissen müsse , dass sie auch schwindeln könnten , betont Vint Cerf .
Überdies meinte er , dass jede Blockade unzuverlässig sei und umgangen werden
könne . Man könne also prinzipiell den Zugriff französischer Bürger auf ihnen
verbotenen Seiten verhindern , aber um die angemessene Zuverläsigkeit zu
erreichen , genüge eben die Identifizierung der IP-Adressen nicht . Der von den
Experten dem Richter vorgelegte Bericht sei keine formelle Beantwortung der
Frage des Richters , hieß es heute . Das Gericht werde deswegen erst am 20.
November eine Entscheidung treffen . Das Gerichtsverfahren gilt als
Präzedenzfall für die Rechtsprechung in Internetangelegenheiten angesehen wird .
Geht Frankreich voran , so könnten bald durch technische Mittel im Cyberspace
die nationalen Grenzen wiederkehren . US-Regierung : Sicherheitsstrategie für
das nächste Jahrhundert Das National Security Comitee des Weißen Hauses hat vor
kurzem ein umfangreiches Dokument veröffentlicht , in der die seit längerem
bereits praktizierte und geplante Nationale Sicherheitsstrategie für das
kommende Jahrhundert ausführlich dargelegt wird . Neues wird man darin kaum
finden , wohl aber eine Zusammenfassung der wichtigen Orientierungslinien und
Schwerpunkte für die Supermacht , die dies auch gerne bleiben möchte - und die
wiederholte Beschwörung der neuen Gefahren für die Infrastruktur des Landes
durch die Globalisierung und die Computernetze . Die Behauptung wird überdies
verbunden mit der Gefahr , die gerade von der militärischen und ökonomischen
Macht der USA ausgeht , denn mögliche feindliche Aktionen werden dann nicht mehr
militärisch im traditionellen Sinne ausgeführt werden , sondern etwa in Form
eines Cyberkrieges als Sabotage der Infrastruktur . Die nationale Sicherheit
erstreckt sich für die US-Regierung auch auf den Weltraum , zu dem man einen
ungehindert Zugang beansprucht . Der Weltraum wurde , so der Bericht , zu einer
globalen Informationsstruktur für viele Belange . Immer mehr
Informationstechnologien wie Telekommunikation , Telemedizin , internationale
Finanztransaktionen , globale Unterhaltung , Nachrichten , Ausbildung , Wetter-
und Navigationsdienste wandern in den Weltraum aus . Sie stärken die
US-Wirtschaft und sind abhängig von Satelliten . Man wolle auch die Mittel haben
, militärisch gegen Weltraumsysteme vorzugehen , die die nationale Sicherheit
bedrohen . Das ist wohl ein Hieb gegen die Internationale Weltraumstation . Mehr
in Telepolis : Die Gefahren des globalen Zeitalters . Am Montag ist vermutlich
mit weiteren Verlusten zu rechnen . Gates geht in seiner Stellungnahme ähnlich
wie die Pressemitteilung von Microsoft nicht auf einzelne Punkte der Vorwürfe
ein . Microsoft sei stets mit aller Macht , aber fair gegen Konkurrenten im
Wettkampf vorgegangen . Die Computerindustrie sei die Branche in den USA , in
der es am meisten Wettbewerb gebe und die am dynamischsten sei , wodurch die
Konsumenten die " großen Gewinner " seien . Microsoft habe den Wettbewerb nicht
behindert , sondern zusammen mit Tausenden anderer Firmen , die ihre Existenz
dem Unternehmen verdanken , PCs billiger , besser und leichter zu bedienen
gemacht . Dazu brauche man nur in das nächste Computergeschäft gehen und sich
umschauen : " Jeden Tag schafft unsere Industrie Innovationen und bietet den
Verbrauchern wunderbare neue Möglichkeiten an - und die Preise waren niemals
geringer . " Niemand habe eine sichere Position . Den Erfolg von Microsoft führt
Gates darauf zurück , dass man sich auf die Verbraucher ausgerichtet und
Neuerungen geschaffen habe , die deren Bedürfnissen entgegenkamen . Man habe
überdies einen hohen Standard gesetzt und orientiere sich an den " grundlegenden
amerikanischen Werten " : Innovation , Integrität , Dienst am Verbraucher ,
Partnerschaft , Qualität und der Gemeinschaft , der man etwas zurückgibt . Gates
will das Thema des Antitrustverfahrens in der Frage sehen , ob ein erfolgreiches
Unternehmen seine Produkte weiterhin zugunsten der Verbraucher erneuern kann .
Das genau aber habe man mit der Integration des Internet Explorer in das
Betriebssystem gemacht . In der Presseerklärung von Microsoft heißt es weniger
vorsichtig : Die Tatsachenfeststellungen des Gerichts " spiegeln nicht die
außerordentliche Konkurrenz und Innovation in der Softwarebranche und die
Tatsache wieder , dass die Verbraucher ihre Entscheidungen auf der Grundlage der
besten Produkte auf dem Markt treffen . " Man werde den Prozess weiter führen
und dabei das " Prinzip der Innovation " verteidigen . Zu den abschließenden
Tatsachenfeststellungen im Antitrustverfahren gegen Microsoft siehe auch den
Artikel in Telepolis : Microsofts Argumente von Richter Jackson als "
fadenscheinig " bezeichnet . Das Internet ist langweilig Besonders viele dieser
Internetflüchtigen sollen Teenager sein . Die " ehemaligen Benutzer " sind nach
Wyatts Ansicht keine Neo-Ludditen , sondern schlichte Aufmerksamkeitsverweigerer
. Nachdem sie im Web nicht gefunden haben , was sie wollten , hätten sie sich
schlicht anderen Aktivitäten zugewandt . Als speziell für Teenager relevante
Gründe nennt Wyatt Langeweile , zuviel Werbung und die Einsicht , dass sich ein
eigener Zugang nicht lohnt . Unterstützt werden die Zweifler an der kommenden
Generation zudem von Hinweisen , dass sich die Teenager aus dem Internet
zurückziehen würden , weil es dort nicht genug zu kaufen gebe . Tatsächlich
entpuppten sich viele speziell auf Teenager ausgerichtete Webseiten als
geschäftlicher Misserfolg . Insgesamt meinen die Forscher , dass man die
Auswirkungen des Internet weit überschätzt habe . Die Faszination könnte nur
eine vorübergehende Erscheinung gewesen sein , wozu die gegenwärtigen Probleme
der Internetfirmen gerade zu passen scheinen . Das Internet ersetzt seiner
Ansicht nach nicht herkömmliche Vorgänge , die virtuelle Aktivität stimuliert
lediglich die wirkliche Aktivität . Das beste Beispiel dafür sei die Idee des
papierlosen Büros . Mehr in Telepolis : Der juvenile Internet-Verweigerer wird
entdeckt . Porno-Scanner fürs Internet hilft Fahndern bei der Arbeit Mühsam
haben bislang die Cybercops das Internet nach pornographischen Bildern
durchkämmt . Damit soll es jetzt zu Ende sein und niemand sich mehr in
Sicherheit wiegen . Seit einigen Monaten wurde das Programm vom hessischen LKA
geprüft und für gut befunden . Der LKA-Mitarbeiter hat nun zur kommerziellen
Verwendung des Programms mit der Informatik und Consulting GmbH " Compass " eine
Kooperation abgeschlossen . Unter dem Namen perkeo filescan ( Programm zur
Erkennung relevanter kinderpornografischer eindeutiger Objekte ) wird die
Software in verschiedenen Preiskategorien vermarktet und laufend verbessert .
Die Firma erhält Zugang zur BKA-Datenbank , im Gegenzug werden alle mit der
Suche nach illegaler Pornographie befaßten deutschen Behörden kostenlos mit dem
Programm ausgestattet . Mit der Software wird auch Druck auf Provider und
Rechenzentrenbetreiber ausgeübt , entsprechende Web-Adressen zu sperren , da es
nun durchaus " technisch machbar " sei , illegale Inhalte aufzuspüren . Siehe
auch den Hintergrundbericht Knüppel im Sack von Christiane Schulzki-Haddouti in
Telepolis . Robokätzchen mit dem komplexesten künstlichen Gehirn Langfristiges
Ziel ist allerdings ein künstliches Gehirn mit einer Milliarde künstlicher
Neuronen , aber auch schon des Vorlaufmodell mit Robokoneko würde bereits einen
Riesenschritt vorwärts im Kontext einer realistischeren Simulation biologischer
kognitiver Systeme bedeuten , wenn denn die Zahl der künstlichen Neurone
tatsächlich eine wesentliche Voraussetzung für eine wirkliche künstliche
Intelligenz sein sollte . Im Unterschied zu den meisten KI-Systemen sind die
Modul-Neuronen des neuen Supergehirns keine Simulation , sondern richtige Chips
. Die auf Zellulären Automaten basierenden Module laufen in einer von de Garis
entwickelten Hardware , den FPGAs ( Field Programmable Gate Array ) der
CAM-Brain Machine , die ihre Verbindungen zu den Transistoren rekonfigurieren
können . Aus 72 solcher untereinander vernetzten FPGAs besteht die Grundlage des
künstlichen Gehirns , wobei jedes dieser Module 1152 verbundene Neurone enthält
. Die CAM-Brain Machine kann in jeder Sekunde 150 Millionen der Zellularen
Automatenzellen updaten . Dadurch läßt sich der Robot in Echtzeit steuern und
kann der genetische Algorithmus sehr schnell die neuronalen Verbindungen
verändern und Selektionen durchführen . Mehr in Telepolis : Robokoneko - der
klügste Roboter ? Internationale Hackerkoalition gegen " Kriegserklärung " von
LoU In einer gemeinsamen Erklärung wenden sich u. a. 2600 , Chaos Computer Club
und Cult of the Dead Cow gegen den Vorstoß der Kollegen . Der Entschluß zur
Kriegserklärung , der von LoU allerdings bereits wieder zurückgenommen wurde ,
ist für die internationale Hackerkoalition überstürzt erfolgt . LoU habe mit der
" Kriegserklärung " den Interessen dieser Regierungen gedient . Mehr in
Telepolis : Legitimation für die Aufrüstung zum Infowar . Jeder Angestellte soll
IT-Kompetenz erwerben können Erst vor kurzem hatte der Präsident Romano Prodi
die " eEurope-Initiative " in Gang gebracht . Jetzt wird diese durch eine neue
ehrgeizige Initiative der für Beschäftigung zuständigen Kommissarin Anna
Diamantopoulou ergänzt , um Europas Rückstand in Sachen Informationsgesellschaft
auszugleichen . Dimantopoulou schlägt eine Strategie zur " Förderung der
Beschäftigung und der Kompetenzen für die neue Wissensökonomie " vor , die vor
allem die Kluft zu den USA überbrücken , aber auch intern das Nord-Süd-Gefälle
der Internetnutzung abbauen soll . Der Aufbau einer " wissensbasierten Ökonomie
" sei der einzige Weg , um in Europa Arbeitsplätze schaffen und das
Wirtschaftswachstum fördern zu können . Europa liege beim Netzzugang wesentlich
hinter den USA zurück , zudem würden die europäischen Nutzer deutlich weniger
Zeit online verbringen . Auch in Sachen Innovation und Nutzung sei Europa
deutlich unterlegen . Schon jetzt gebe es eine bedenkliche " Qualifikationslücke
" . Überdies sollen geeignete Rahmenbedingungen geschaffen werden , um eine
Ausweitung der Telearbeit zu unterstützen . Mehr in Telepolis : Schon wieder
eine neue EU-Initiative , um den Rückstand in Sachen Informationsgesellschaft zu
bekämpfen . Gates macht bislang weltweit größte Wohltätigkeitsspende 2,23
Milliarden gehen an die William H. Gates Foundation und 1,115 Milliarden an die
Gates Learning Foundation , die helfen soll , die Kluft zwischen armen und
reichen Kindern im Hinblick auf Internetzugang und Computerkenntnissen zu
schließen . Gates würde normalerweise Schenkungen nicht öffentlich bekannt geben
, sagte Rose . Und er wolle sein ganzes Vermögen im Laufe der Zeit " zurückgeben
" . Doch egal , ob der Forbes-Reporter nun zufällig oder nicht über die
Schenkung stolperte , so könnte sie den angeknacksten Ruf von Gates durch den
laufenden Prozeß gegen Microsoft und seine Geschäftstaktiken vielleicht ein
wenig reparieren . Damit wollte Turner einen " Wettlauf des Schenkens "
einleiten . Das hat er jetzt vielleicht erreicht , auch wenn er selbst nicht
mehr an der Spitze steht . Info-War : Hamas-Website auf Porno-Site umgelenkt Der
bislang letzte Akt im israelisch-palästinensischen Cyberwar , ein Angriff auf
die Webseite der Hamas , ist vermutlich eine Reaktion auf die Übernahme der
Verantwortung für den Terroranschlag am Sonntag . Gestern hatte sich Izzadin
Kassam , der militärische Flügel der Hamas , zu dem Bombenanschlag am Sonntag in
Netanya bekannt , durch den der Attentäter und drei israelische Bürger getötet
und Dutzende von Menschen verletzt wurden . Der Selbstmordattentäter war
angeblich der 23-jährige Ahmed Omar Alian . Er sei nur der erste von 10
Selbstmordattentätern gewesen , die nach Israel eindringen wollen . Vermutlich
als eine Reaktion auf dieses Bekenntnis werden seit gestern von Unbekannten die
Besucher der offiziellen Website der Hamas auf eine Porno-Site umgelenkt . Auch
heute noch gelangt man , wenn man www.hamas.org eingibt , auf die Porno-Sites
Hotmotel.com oder Teenjuice.com . Während ansonsten Angreifer , die aus
politischen Gründen in einen Server eindringen , ihre Parolen und Ansichten
mitsamt ihren Pseudonymen nennen , ist bislang völlig unbekannt , wer diese
Umleitung aus welchen Gründen gemacht haben könnte . Anzunehmen ist freilich ,
dass es sich um pro-israelische Aktivisten handeln dürfte , die nun den schon
seit Oktober schwelenden Kampf im Internet fortsetzen , der allerdings in
letzter Zeit etwas eingeschlafenen ist ( siehe auch Intifada im Cyberspace ) .
Bislang wurden wechselseitig von pro-palästinensischen und pro-israelischen
Sympathisanten gegnerische Websites von Ministerien , Organisationen und Firmen
lahmgelegt oder verändert . Auch eine jüdische Website in den USA wurde
ausgeschaltet . Die Websites einiger israelischer Ministerien waren über Wochen
nicht erreichbar . Die Auseinandersetzung galt als einer der ersten " Kriege "
im Cyberspace . Im Januar wurde ein israelischer Jugendlicher sogar von einer
mittlerweile festgenommenen Frau , die ihn über das Internet kennen gelernt
hatte , nach Ramallah gelockt und dort ermordet ( Vom Cyberwar zum Mord , der
übers Internet eingeleitet wurde ) . Scheich Ahmed Yassin , der religiöse Führer
der Hamas , beschuldigte jetzt den israelischen Geheimdienst , für die Umleitung
verantwortlich zu sein . Man werde sich an Internetexperten wenden , um jeden
Crack-Versuch in Zukunft zu verhindern . Stephen Hawkings Vortrag über die
Zukunft im Internet Über Satellit wurde er vom Astronauten Andrew Thomas begrüßt
, der sich derzeit auf der Raumstation MIR befindet . Die Rede wurde live im
Internet übertragen und man konnte ihm über die Internet Site des Weißen Hauses
auch Fragen stellen . Aufgezeichnet kann man das Ereignis mit Java oder
RealVideo abrufen . Hawking kann wegen seiner unheilbaren Motoneuronenerkrankung
nicht mehr sprechen und hielt seinen Vortrag wie immer mit einem
Sprachsynthesizer . Für ihn führt der Großteil der Science Fiction in die Irre ,
weil sie meist lediglich von technischen Innovationen ausgehe , aber suggeriere
, daß die Menschen dieselben blieben . Die Menschen und ihre DNS werden sich
schnell hinsichtlich ihrer Komplexität verändern , und das sei auch notwendig ,
damit sie mit den wissenschaftlichen und technischen Fortschritten Schritt
halten können . Die Menschheit müsse ihre geistigen und körperlichen
Eigenschaften verbessern , wenn auch in Zukunft biologische Systeme den
elektronischen überlegen sein wollen . Daher seien die Gentechniker diejenigen ,
die " die Geschwindigkeit der Evolution " beschleunigen und die menschliche
Gattung verändern würden . " Wenn wir keine totalitäre Ordnung haben , dann wird
irgendjemand irgendwo genetisch verbesserte Menschen schaffen . " Das werde
geschehen , ob wir es wollen oder nicht . Er ist auch der festen Überzeugung ,
daß es im nächsten Jahrtausend gelingen werde , die grundlegenden Eigenschaften
des Universums durch eine vereinheitlichte Theorie der Quantenphysik und der
Relativität zu klären . Nicht ganz unbescheiden meinte er , daß er die
Möglichkeit habe , richtige Aussagen über die nächsten hundert Jahre zu machen ,
doch über den Rest des nächsten Jahrtausends seien nur " wilde Spekulationen "
möglich . Britischer Providerverband schlägt Hacker als Polizisten vor In einem
Diskussionspapier des Wirtschaftsministeriums wird jetzt die Lösung anvisiert ,
daß die Firmen , die Verschlüsselungsprogramme anbieten , Dokumente selbst
entschlüsseln sollen , wenn dies von den Sicherheitsbehörden verlangt wird . Tim
Pearson , Vorsitzender der britischen Internet Service Providers Association ,
hat sich mit einer kreativen Alternative zu Wort gemeldet , die er
möglicherweise dem umstrittenen australischen Walsh-Report entnommen hat .
Anstatt key escrow schlägt er vor , daß die Regierung doch Hacker oder vielmehr
Cracker einstellen solle , um an die gewünschten Informationen heranzukommen .
Kriminelle würden vermutlich sowieso nie die Programme von zugelassenen
Krypto-Firmen benutzen . Daher müssen die Sicherheitsbehörden Möglichkeiten
finden , mit der entsprechenden richterlichen Erlaubnis in den Computer eines
Verdächtigen einzudringen und sich die Dokumente anzuschauen , die
heruntergeladen und entschlüsselt wurden . Die Regierung solle also eine auf das
Netz spezialisierte Polizeieinheit einrichten : " Auf diese Weise werden die
Beamten eine bessere Vorstellung davon haben , wie man online Kriminelle fangen
kann . " Mehr in Telepolis : Überraschende Wendung in UK-Kryptopolitik .
DoS-Angriffe nicht im " Unrechtsbereich " Innenminister Schily denkt angeblich
darüber nach , im Kampf gegen Neonazis im Internet zu Hackerangriffen auf
unliebsame Websites zurückzugreifen , die durch die amerikanische Verfassung vor
dem Zugriff des deutschen Rechts geschützt sind . Auf Anfrage von Spiegel Online
habe Dirk Inger , Sprecher von Schily , gesagt , dass etwa DoS-Angriffe auf
Websites nicht " im Unrechtsbereich anzusiedeln " seien . Dirk Inger
rechtfertigte mögliche DoS-Angriffe im Auftrag des Staates , dass hinter ihnen "
der Gedanke der Verteidigung unserer Rechtsordnung gegen rechtswidrige Angriffe
unter bewusster Ausnutzung der Internationalität des Mediums Internet " stehe .
Allerdings schränkte Inger seine Aussagen gleich ein : Entschieden habe man noch
nicht , mit welchen Mitteln man die deutsche Rechtsordnung im Internet schützen
wolle , man werde sich dafür im Hinblick auf " Recht , Effektivität und
Erfolgsaussicht " entscheiden . Laut Washington Post erklärte Schily bereits im
Dezember letzten Jahres , dass die deutsche Regierung die Grenzen
internationaler Handlungsfähigkeit erkannt habe und nach anderen Wegen suche ,
Menschen , die neonazistische und nach Deutschland gerichtete Webseiten ins Netz
stellen , vor amerikanische Gerichte zu bringen . Man überlege auch , so Schily
weiter , neonazistische Sites von Deutschland aus durch Überflutung mit Anfragen
zu schließen . Otto Schily also als Script-Kiddie ? Ungeklärt bleibt jedenfalls
auch nach dem Spiegel-Artikel , wie Schily , sollte er DoS-Angriffe tatsächlich
ernsthaft als Maßnahmen des Staates in Betracht ziehen , ein Vorgehen gegen
andere Individuen , Organisationen oder gar Staaten begründen will , die
ebenfalls solche Methoden einsetzen . Mehr in Telepolis : DoS-Angriffe aus dem
deutschen Innenministerium auf Websites im Ausland ? USA : kostenlosen
Internetzugang gegen Werbung Wer in den Genuß des kostenloses Dienstes kommen
will , muß sich zunächst die Software AdPath herunterladen , die kontinuierlich
einen alle 30 Sekunden wechselnden Werbebanner auf dem Bildschirm plaziert .
Wenn man AdPath beendet , wird die Verbindung getrennt . Zusätzlich muß man
jeden Monat 5-15 Fragen über die eigenen Interessen und Kaufvorlieben
beantworten , aufgrund derer die Werbung gezielt auf die Benutzer ausgerichtet
wird . Persönliche Daten würden aber , wie der Anbieter betont , nicht gesammelt
. Auch Cookies würde man nicht verwenden oder gar überwachen , wohin man im Web
surft . Das ist alles ! Und deswegen können wir Ihnen die Informationen senden ,
die Sie wünschen . Was Sie wollen , kommt zu Ihnen , und wer wirbt , zahlt für
Ihren Zugang . In seiner Telepolis-Kolumne ärgert sich Douglas Rushkoff über
immer mehr Online Werbung Online-Werbung boomt Nach einer Befragung des Internet
Advertising Bureau stiegen im letzten Jahr die Einnahmen über Werbung im Web
steil an . Das IAB spricht von einem " Durchbruch " und sieht Anzeichen dafür ,
daß das Internet allmählich zu einem " traditionellen Medium " wird . Noch
nehmen nur 10 Web Sites 67 Prozent der Werbegelder ein . Und im Vergleich zur
amerikanischen Presse mit jährlich 41 Milliarden oder zum Fernsehen mit 37
Milliarden sind die Werbeeinahmen im Netz trotz des Wachstums noch gering .
Microsoft will Standard für Privacy durchsetzen Gestern hat die neunte Konferenz
Computers , Freedom and Privacy begonnen , und passend zum Termin stellte
Microsoft zusammen mit Truste und der Electronic Frontier Foundation ein Projekt
für den Schutz persönlicher Daten im Web vor . Microsoft hat entdeckt , daß ohne
Privacy der E-Commerce nicht recht aufblühen kann . Der Schutz der persönlichen
Daten vor der Gier der Unternehmen sei für die Internetnutzer primär , habe ein
Bericht von Microsoft und EFF herausgefunden , der auch recht deutlich sagt ,
daß " Vertrauen und Schutz persönlicher Daten " ein wachsender Markt seien . Die
Lösung besteht einerseits in der Website Privacy Wizard , auf der bald vor allem
kleinere Firmen durch die Beantwortung eines Fragebogens schnell eine auch
maschinenlesbare und leicht implementierbare Formulierung ihrer
Datenschutzpolitik erhalten sollen , und andererseits in der Durchsetzung eines
Standards im Sinne des Privacy Preferences Project ( P3P ) , das vom World Wide
Web Consortium ( W3C ) bereits angedacht , aber von einem Mitglied von W3C
bereits patentiert wurde . Die Idee ist , daß der Browser die Informationen über
den Umgang mit persönlichen Daten automatisch abfragt und mit den
voreingestellten Präferenzen des jeweiligen Besuchers abstimmt . Microsoft und
EEF schlagen vor , daß die Datenschutzpolitik einer Firma als XML-Dokument (
Extensible Markup Language ) abgefaßt sein soll , das bislang aber Browser kaum
lesen können . Allerdings kann die veröffentlichte Privacy Policy durchaus von
der wirklichen Praxis abweichen , wovor P3P keinerlei Schutz bietet . Das hat
Microsoft erst unlängst selbst bewiesen . Mehr in Telepolis : Privacy ist ein
Geschäft . Quantenteleportation und Kryptographie 1997 hatten Prof. Dr. Anton
Zeilinger und sein Team die erste Quanten-Teleportation über immerhin etwa einen
Meter Entfernung realisiert . Prinzipiell könne das Photon , das die
Eigenschaften des ersten Photons repliziert , beliebig weit entfernt sein . In
der Zeitschrift Nature berichtete Anton Zeilinger kürzlich über die weitere
Forschung , die über die " Entanglement purification for quantum communication "
( Verschränkungs-Reinigung für Quanten-Kommunikation ) zu Quantencomputer und
Quantenkryptographie führen soll . Es ist also kein echter Kopierprozess ,
sondern eine vollständige Informationsübertragung . Verschränkung bedeutet ,
dass ein Paar Photonen durch die Messung die gleichen Eigenschaften hat , auch
über große Entfernungen . Albert Einstein hatte diesen Effekt bereits 1935
entdeckt und ihn als " spukhafte Fernwirkung " bezeichnet . Die Eigenschaften
werden in Nullzeit über eine große Entfernung übertragen . Lässt man ein drittes
Photon ( das Photon , das teleportiert werden soll ) mit einem Photon dieses
verschränkten Paares interagieren , dann ändert sich das zweite Photon des
verschränkten Paares am anderen Ort . Quantenkryptographie verwendet ebenfalls
solche verschränkten Photonenpaare und erzeugt damit an zwei verschiedenen Orten
dieselbe Folge von Zufallszahlen . Prof. Zeilinger dazu : Ein möglicher Lauscher
würde sofort entdeckt , da er Korrelationen stört , was zu verschiedenen
Zufallsfolgen auf beiden Seiten führt . Dies kann durch einen öffentlichen
Vergleich von einem Teil der Bits des Schlüssels festgestellt werden .
Zeilingers in Nature vorgestellte Verschränkungsreinigung ( entaglement
purification ) erlaube es , durch einen quantenmechanischen Vergleich aus zwei
Paaren , die beide schlechter sind , ein besseres zu erzeugen . Der wesentliche
Vorteil der neuen Entdeckung sei , dass Quantenkommunikation über größere
Entfernungen durchgeführt werden könne : Das gesamte Gespräch mit Anton
Zeilinger finden Sie in Telepolis : " Es stellt sich letztlich heraus , dass
Information ein wesentlicher Grundbaustein der Welt ist . " Kommunizieren von
einem Nervensystem zum anderen 1998 hatte Kevin Warwick , ein britischer und
sehr publicitybewusster Professor der Kybernetik , sich für ein paar Tage einen
Chip implantieren lassen . Für diesen September kündigt er mit Cyborg 2.0 eine
Fortsetzung an . Dann sollen ihm und seiner Frau Chips in den linken Arm
eingepflanzt werden , die mit Nerven verbunden werden und angeblich in der Lage
sein sollen , neben Bewegungsimpulsen auch Empfindungen wie Schmerzen abzunehmen
und zu versenden : " Ich habe das langfristige Ziel , Mitteilungen zwischen
Menschen allein durch Gedanken zu senden " , kommentierte der Forscher sein
Vorhaben , der von sich sagt , dass er auf keine Weise nur ein Mensch bleiben
wolle . Die etwa bei ihm während der Bewegung eines Fingers abgenommenen
Nervenimpulse werden an einen Computer gesendet und dort weiter in den Arm
seiner Frau , wo sie über Elektroden wieder die Nerven stimulieren sollen .
Warwick hofft , dass die relevanten Signale für eine Bewegung nicht nur
abgenommen , sondern auch an den jeweils Anderen gesendet und dort reproduziert
werden können . Ob die neuronalen Erregungsmuster des einen Menschen genau die
Impulse beim Anderen auslösen , die notwendig sind , um die Bewegung zu
reproduzieren , ist natürlich prinzipiell eine interessante Frage . Würde das
gelingen , dann wäre dies in der Tat eine Gedankenübertragung - oder auch eine
Fernsteuerung . Ähnlich wie Bewegungsimpulse könne man womöglich , wie Warwick
meint , auch eine Empfindung wie Schmerz , der ein " sehr klar abgehobenes
elektronisches Signal im Nervensystem " sei , aufzeichnen und in einem anderen
Menschen wieder abspielen . Daher nennt er den Chip auch telepathisch .
Ankündigen lässt sich vieles . Für die Öffentlichkeit jedenfalls kokettiert
Irena Warwick damit , dass das Anzapfen der neuronalen Impulse im Arm irgendwie
eine sehr intime Sache sei . Sie wolle nicht , dass ihr Ehemann " mit einer
anderen Frau vernetzt " ist . Warwick selbst hat dazu auch eine praktische Idee
: die neuronalen Aufzeichnungen ließen sich natürlich speichern und zu späterer
Gelegenheit wieder abspielen , um dieselben Wirkungen zu erzeugen . Mehr in
Telepolis : Der telepathische Chip des britischen Professors . Auch
Saudi-Arabien geht ins Netz In den Golfstaaten traut man den Bürgern nicht .
Normalerweise haben die Einwohner über die staatlichen Telekoms einen Zugang
über Proxies zum Internet , mit denen der Zugriff auf mißliebige Seiten
blockiert wird . Saudi-Arabien , das bislang gezögert hat , will nun einigen
ISPs die Möglichkeit geben , Internet-Zugänge einzurichten , hat aber
gleichzeitig eine Spezialeinheit aufgebaut , um die Verlinkung mit dem Rest der
Welt zu überwachen . Und natürlich will man die Menschen davor bewahren , vom
Internet verdorben zu werden , und daher ebenfalls den Zugang zu Seiten
blockieren , die der Religion und der Moral des Landes nicht entsprechen .
Virtuelle Pilotenagenten für echte Kampfjets Unbemannte Flugzeuge haben den
Nachteil , daß die Menschen , die sie fernsteuern , nicht wirklich in der
Umgebung sind , in der sie das Fahrzeug bedienen . Die Softwarefirma CyberLife
Technology hat jetzt den Auftrag vom britischen Verteidigungsministerium
erhalten , zunächst ein simuliertes Militärflugzeug zu entwickeln , das von
einem Organismus gesteuert wird , der mit Künstlicher Intelligenz ausgestattet
ist . Nach einem Bericht in New Scientist vom 9. 5. steuern die virtuellen
Piloten die simulierten Flugzeuge bereits ziemlich gut , machen keine Unfälle
mehr und können einen Gegner lange Zeit verfolgen . Sie werden evolutionär
gezüchtet und nach ihren erlernten Leistungen selektiert . Das langfristige Ziel
ist , sie auch wirkliche Flugzeuge steuern zu lassen . Man gibt ihnen
Instruktionen , und dann sollen sie autonom entscheiden und handeln . Der
Vorteil von solchen künstlichen Piloten wäre auch , Flugzeuge kleiner bauen und
schneller fliegen lassen zu können - und vielleicht irgendwann den Menschen ganz
zu ersetzen . Hat CyberLife mit den virtuellen Piloten Erfolg , so ließen sich
unzählige weitere Anwendungen vorstellen . Siehe auch in Telepolis : Von einem
Spiel zur Wirklichkeit . Internet-Wurm startet DoS-Attacke Zur Zeit scheinen die
Virenautoren heftig an der Arbeit zu sein . Wie die anderen Würmer kommt auch
der neue Wurm mit dem Namen DoS.Storm mit einer E-Mail an . Bislang sei er noch
wenig verbreitet , seine Gefährlichkeit wird als mittelmäßig beurteilt . Im
Visier hat er Microsoft und Bill Gates persönlich . Ist der Wurm einmal aktiv ,
sucht er im Internet nach Webservern IIS 4 und 5 von Microsoft , die noch nicht
die vorhandenen Patches zur Schließung der bekannten Sicherheitslücke haben .
Diese ermöglicht es , durch die Angabe einer URL beliebige Programme mit
beliebigen Parametern auf dem Server zu starten . Findet der Wurm solche
Webserver , infiziert er diese und startet dann von diesen Zombies aus einen
Denial-of-Service-Angriff auf www.microsoft.com . Zu den letzten Internetwürmern
siehe auch in Telepolis : Miss World soll locken , Jennifer Lopez oder Madonna ?
und Ein Hoax , der ein Virus ist . Razzias in Shanghais Internetcafes Zwar haben
am 10. Jahrestag der blutigen Niederschlagung der Proteste am Tienanmen-Platz in
Hong Kong 60000 Menschen der Opfer gedacht , in China selbst blieb es jedoch
ruhig . Schon im Vorfeld hatten die chinesischen Behörden Sicherheitsmaßnahmen
durchgeführt . In Shanghai soll es gegenwärtig mehr als 2000 Internetcafes geben
, von denen bislang aber nur 350 eine Genehmigung erhalten haben . Von 1500
liegen Anträge vor . Die Razzia diente dem Ziel , die Internetcafes zu "
standardisieren " . Manche der ungenehmigten Cafes sollen mit Strafen belegt
werden . Schon zu Beginn dieses Jahres hatte die Regierung angekündigt , die
Internetcafes stärker kontrollieren zu wollen , um die Ausbreitung von
Pornographie und von Glücksspielen zu verhindern . Wer einen Online-Zugang
anbietet , muß sich registrieren und Informationen mitteilen , beispielsweise
die Namen derjenigen , die mit den Computern im Web surfen . Die auf etwa 2
Millionen geschätzten chinesischen Internetnutzer erhielten heute von China
Daily überdies die Warnung , daß Fernsehen und Surfen im Internet die Augen
stark gefährden könne . Betreffen würde dies vor allem die jüngere Generation ,
die mehr Zeit vor den Computerbildschirmen verbringe . Mehr als 30 Prozent der
im Rahmen des nationalen Augentages Befragten würden bereits unter Asthenopie ,
einer schnellen Ermüdung der Augen , leiden , die von Kopfweh und
Schwindelgefühlen begleitet sei . Malaysia will gegen kritische Websites
vorgehen Seit der Verhaftung und Verurteilung des ehemaligen Ministerpräsidenten
Anwar Ibrahim wegen Korruption und sexueller Delikte wurde die Opposition in
Malaysia immer stärker . Sie hat sich auch immer mehr dem Internet zugewandt ,
um kritische Informationen zu veröffentlichen und den Widerstand zu organisieren
. Jetzt steht Anwar , der bereits zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt wurde ,
wieder vor Gericht . Weil erneut Proteste zu erwarten sind , will die Regierung
daher gegen die kritischen Websites der Opposition vorgehen , die angeblich von
" ausländischen Elementen " betrieben werden , um das Land in eine Krise zu
stürzen . Seit letztem Jahr gibt es bereits eine Arbeitsgruppe , die
unerwünschte Websites durchforstet . Der zuständige Kommunikationsminister Chan
Kong Choy sagte , daß viele Menschen noch immer die Ethik des Internet nicht
begreifen und beispielsweise böswillige Lügen und Gerüchte veröffentlichen
würden . Dafür sind letztes Jahr bereits vier Männer verurteilt worden . Um den
Bewohnern Malaysias neben der möglichen Zensur den richtigen Umgang mit dem
Internet näherzubringen , sollen bis Ende des Jahres ethische Regeln entwickelt
werden . Mehr zu Malaysia in Telepolis . Auch in Kambodscha beabsichtigt die
Regierung eine Zensur des Internet . Bedenken über die Einschränkung der
Bürgerrechte überwogen Der französische Senat hatte ein Einsehen und für das
Internet relevante Zusätze des überarbeiteten Gesetzes über die Freiheit der
Kommunikation doch noch einmal in eine weniger drastische Form als vorgesehen
und bereits vom Parlament verabschiedet gebracht . Das Gesetz sah vor , dass
sich alle Internetbenutzer , die etwas im Internet veröffentlichen wollen ,
identifizieren sollten , wobei auch die Provider für die Korrektheit der Angaben
verantwortlich gemacht worden wären . Jetzt können Provider strafrechtlich nicht
mehr für falsche Angaben von Kunden belangt werden , sondern müssen nur dafür
sorgen , dass diese , wenn sie beispielsweise eine Homepage einrichten wollen ,
sich online registrieren . Dekopieren anstatt eines papierlosen Büros Die Logik
des technischen Fortschritts ist zirkulär . Lange hat man uns etwa das
papierlose Büro angekündigt , das durch Computerisierung und Vernetzung
entstehen und die Ressourcen schonen soll , und nie wurde mehr Papier als in der
Informationsgesellschaft verbraucht . Dem will jetzt die amerikanische Firma
imageX abhelfen . Die Firma hat einen sogenannten Dekopierer entwickelt , der
Toner mit einer Mischung aus angeblich ungiftigen und umweltfreundlichen
Substanzen von einer Seite entfernt , die dann wieder gebraucht werden kann .
Der Prototyp säubert 60 Seiten pro Sekunde und wird zu Beginn einen stolzen
Preis von etwa 90000 Dollar haben . Wer 1000 Seiten am Tag dekopiert , soll nach
18 Monaten die Investition abgedeckt haben . Die Firma verspricht , daß ihr
Gerät umweltschonend und kostensparend sei , weil man kein Papier mehr kaufen
und lagern müsse . Man könne es auch anstatt eines Papierwolfs benutzen , da der
Dekopierer alles perfekt entferne . Dazu siehe in Telepolis auch :
Ressourcenfresser PC und Der Raubbau der Infogesellschaft . Deutsche Bibliothek
sammelt Netzpublikationen Seit dem 1. Juli 1998 sammelt die Deutsche Bibliothek
auch Netzpublikationen . Bis dahin sollen Dissertationen , Habilitationen und
die Veröffentlichungen einiger Verlage auf freiwilliger Basis gesammelt werden .
Diese können ab sofort per Email oder mit einer ID-Nummer auf einem
HTML-Formular angemeldet werden . Gleichzeitig wird die Erwerbungsabteilung
aktiv die Beschaffung einleiten . Tilman Baumgärtel Ein neuer Anlauf für die
Lausch-Verordnung Wie es mit der von der Wirtschaft als " unverhältnismäßig "
abgelehnten Telekommunikations-Überwachungsverordnung ( TKÜV ) weitergeht , ist
noch ungewiss . Die Anfang Juli abgehaltene Anhörung zur Cybercrime-Bekämpfung
im Bundestag wird noch ausgewertet . Ein überarbeiteter Entwurf der TKÜV aus dem
Bundeswirtschaftsministerium ( BMWi ) , der Telepolis vorliegt , wandert nun
gerade zur Abstimmung zwischen den Ressorts hin und her , geht aber noch nicht
auf die im Parlament laut gewordene Kritik ein . Die meisten Änderungen in dem
Papier , das Stellungnahmen zur Anhörung im BMWi vom Frühjahr zu berücksichtigen
sucht , sind reine Schönheitskorrekturen . Die Forderung nach einer
Zehn-Minuten-Frist wird nicht mehr erwähnt . Auch die ausdrückliche Vorschrift ,
dass betroffene Provider und Unternehmen die formale Richtigkeit einer Anordnung
selbst überprüfen müssen , wurde gestrichen . Betreibern , die nicht mehr als
10.000 Teilnehmer bedienen , wird eine Frist von 24 Stunden nach
Benachrichtigung gewährt , um die geforderten Maßnahmen in Gang zu bringen . Von
der grundsätzlichen Verpflichtung zur Vorhaltung der Abhörtechnik sind nur noch
TK-Anlagen ausgeschlossen , an denen nicht mehr als 1.000 Teilnehmer hängen ,
oder Einrichtungen , die nur zur Übermittlung von Notrufen dienen . Den
Einwänden der Wirtschaft , dass durch diese Bestimmung " Sollbruchstellen " in
kryptographische Lösungen Einzug halten und so das Vertrauen der Nutzer in das
Internet und den E-Commerce unterlaufen werde , wollen sich die Spezialisten im
BMWi nicht anschließen . Siehe dazu auch Ende des " Gezockeres " um die
Lausch-Verordnung gefordert und den Artikel Kosmetik an der Lauschverordnung in
Telepolis . Microsoft muß Source Codes offenlegen Am Donnerstag entschied
Richter Thomas Penfield Jackson im Anti-Trust-Verfahren gegen Microsoft , daß
Bill Gates solange vernommen werden könne , wie die Regierung dies wünsche .
Überdies muß Microsoft die Source Codes von Windows 95 und 98 dem Gericht noch
vor der Hauptverhandlung vorlegen . Damit hat Gates eine weitere Schlappe
erlitten , denn er wollte sich wegen seines engen Zeitplans nur für acht Stunden
zur Vernehmung begeben und weigerte sich , die Souce Codes offenzulegen , da
keine hinreichende Vertraulichkeit gegeben sei . Dazu siehe auch die Meldung
US-Justiz fordert Übergabe des Windows-Codes vom 4. 8 . Nächste Runde im Instant
Messaging Konflikt Der Kampf zwischen AOL und Microsoft um Instant Messaging
geht in eine neue Runde . Am Mittwoch versendete AOL bereits eine Instant
Message an alle Benutzer , die mit der Software von Microsoft versuchten , in
Kontakt mit AIM-Benutzern zu treten . AOL wies darauf hin , dass " Sie
gegenwärtig versuchen , einen Zugang zum AOL-Netzwerk mit einer nicht
autorisierten Software zu erhalten " , und forderte dazu auf , kostenlos die
AOL-Software herunterzuladen . Doch am Freitag eskalierte der Streit noch um
einen weiteren Schritt , wie Wired News berichtet . AOL begann damit , nicht nur
live Chats zwischen Benutzern des MSN Messenger und AIM abzubrechen , sondern
damit auch die Benutzer der Microsoft Software aus dem eigenen Dienst
auszuklinken und sogar Chats mit anderen Nutzern des MSN Messenger abzubrechen .
Eine Nachricht mit demselben Wortlaut wie die am Mittwoch informierte die
erstaunten Nutzer , dass ihr Zugang unterbrochen wurde , weil sie nicht
autorisierte Software benutzt hatten , und dass sie den AIM kostenlos
herunterladen könnten . Mehr in Telepolis : Nächste Runde im Instant Messaging
Konflikt . Hackermeeting gehackt ? Ganz in der Tradition von Hacking in Progress
( HIP ) , dem legendären Sommer-Hacktreff 1997 in Holland , lud der Chaos
Computer Club ( CCC ) zum Camp auf eine Wiese unweit von Berlin . Die Ports der
ans Camp-Netzwerk angeschlossenen Rechner wurden seit Freitag Abend rauf und
runter gescannt , um Lücken im System des " Gegners " zu finden . Vorsorglich
hatten die Veranstalter alle " Newbies " auf dem Platz gewarnt ,
Telnet-Sitzungen nur verschlüsselt durchzuführen , um den Password-Sniffern die
Arbeit nicht allzusehr zu erleichtern . Doch gegen 18.30 Uhr geschah das
Entsetzliche : die Rechner weigerten sich plötzlich , miteinander Daten
auszutauschen oder sich ins Internet einzuwählen . Das Network Operation Center
( NOC ) auf dem Zeltplatz mußte kapitulieren und den " Red Alert " auslösen .
Selbst in den frühen Morgenstunden am Samstag war das NOC noch vom Internet
abgehängt . Der Coup führte zum allgemeinen Rätselraten , wer es gewagt haben
könnte , die Hackergemeinde vom Draht bzw. den Funkwellen zur Welt abzuschneiden
. Die Aufklärung über das Netzversagen ließ auf sich warten : Erst am Samstag
morgen verkündete Radio Intergalaktik , das hausgemachte Campradio , daß
angeblich ein Switch zur Datenverteilung auf die einzelnen Zelte falsch
angeschlossen wurde und so das ganze Netz zusammengebrochen sei . Mehr über das
Chaos Computer Camp und ein Gespräch mit Andy Müller-Maguhn in Telepolis .
Süchtig : 217 SMS pro Tag Jede Technik hat auch ihre Schattenseiten . Eine
scheint zu sein , dass sie , zumindest wenn sie neu ist , nicht nur fasziniert ,
sondern womöglich auch Abhängigkeiten hervorruft . " Experten " haben die
Computerspiel- , die Internet- , die Cybersex- , die Online-Börsenspiel- oder
Chatsucht diagnostiziert ( und auch entsprechende Theorien und Therapien
angeboten ) . Nachts habe er gearbeitet und tagsüber die Tastatur seines Handys
bearbeitet . Mit durchschnittlich 217 SMS pro Tag stieg natürlich auch seine
Telefonrechnung entsprechend auf monatlich etwa 3000 Mark an . Jetzt wird der
Taxifahrer in einer Klinik behandelt , die sich auf krankhafte Glücksspieler und
Internetsüchtige spezialisiert habe . Michael Joersel , der Leiter des
Internet-Therapiezentrums , erwartet , dass die Zahl der SMS-Chat-Süchtigen
weiter steigt . Seit 1998 habe man im Internetzentrum 60 Süchtige behandelt . Da
es mit 2,6 Millionen mehr als doppelt so viele Handybenutzer wie
Internetbenutzer gibt , könnte hier die Nachfrage nach Therapie schnell steigen
, schließlich explodiert SMS allerorten ( SMS erfreut sich schnell wachsender
Beliebtheit ) . Andererseits könnten Handys auch den Drang von Jugendlichen
mildern , das Rauchen zu beginnen , um als Erwachsene aufzutreten . Zumindest
ist das die Hoffnung von William McNee , Professor für Respiratory and
Environmental Medicine an der University of Edinburgh . Auf einer Konferenz in
London meinte McNee , dass zumindest bei Mädchen Handys dieselbe Funktion haben
könnten wie Zigaretten : Und da man oft auch Handys einfach in den Händen hält
oder mit ihnen herum spielt , sei das auch vergleichbar mit den Ritualen des
Rauchens und damit möglicherweise ein gesünderer Ersatz - falls man nicht
süchtig wird . Zur Internetsucht siehe auch Aufmerksamkeit für die angebliche
Internetsucht . Lycos kauft Wired Digital Der Konzentrationsprozeß im Internet
geht weiter . Es war sicher nur eine Frage der Zeit , bis nach dem Verkauf der
Zeitschrift Wired auch der Online Ableger Wired Digital den Besitzer wechselt
und in ein größeres Angebot eingegliedert wird . Zuvor hat Lycos WhoWhere und
Tripod eingekauft , und mit dem am selben Tag angekündigten Lycos Network werde
man , wie man stolz verkündet , zu der Site , die derzeit im Web am schnellsten
wachse . Angeblich erreiche Lycos zusammen mit Wired Online 40 Prozent der
Web-Nutzer . Mit Wired erwarb Lycos noch zusätzlich die Suchmaschine HotBot ,
aber die machen sich natürlich - vorerst - angeblich keine Konkurrenz , da ihr
Publikum grundverschieden sei . HotBot werde von den technisch kundigen
Web-Veteranen benutzt , Lycos hingegen von einem breiten Publikum . Man fragt
sich natürlich , wie ein derart erfolgreiches Angebot überhaupt in Nöte kommt ,
schließlich hat HotWired 1994 auch noch die Bannerwerbung erfunden . Jedenfalls
hat man bereits mit der Kooperation begonnen . Wired wird auch auf dem Lycos
Network abrufbar sein und Angebote von Lycos auf der Wired Site . Noch wird
Wired Digital in San Francisco bleiben und eine unabhängig arbeitende Filiale
mit eigenem Namen darstellen . Davon verspricht man sich vorerst , ein
vielfältigeres Publikum zu erreichen . Natürlich , der Nimbus von Wired als
Vorreiter der digitalen Revolution , die man gerne für sich in Anspruch nahm ,
ist schon zuvor zerbröckelt . Auch keine Ankündigung eines " long boom " konnte
darüber hinwegtäuschen , der jetzt in der Weltwirtschaftskrise sich sowieso als
Illusion oder gar als Selbsttäuschung erwiesen hat . Wired News verkündete
schließlich selbst , daß mit diesem Schritt der " Trend zur Konsolidierung in
der Internet-Industrie " weitergehe . Siehe auch in Telepolis : Lycos frißt
Wired , Altavistas gehen vom Netz . Neue Technologien untergraben den Schutz der
Privatsphäre Untersucht wurde die Lage in 50 Ländern . Ausgangspunkt des
Berichts ist , daß das Recht auf den Schutz der Privatsphäre mittlerweile in
allen internationalen Abkommen über Menschenrechte als ein fundamentales Recht
gilt , das auch in den meisten Verfassungen der Länder explizit oder implizit
anerkannt werde , selbst wenn natürlich die Wirklichkeit dem oft nicht
entspricht . Besonders die neuen Technologien untergraben jedoch die Rechte des
Einzelnen , weil sie die Erhebung , Speicherung , Verarbeitung und Verknüpfung
von vielen Daten für Sicherheitsbehörden , aber auch für privatwirtschaftliche
Interessen leichter machen . Unter Druck stehen die USA , was den Schutz der
individuellen Privatsphäre angeht , vor allem durch die Richtlinie des
Europäischen Parlaments und des Rates zum Schutz natürlicher Personen bei der
Verarbeitung personenbezogener Daten und zum freien Datenverkehr . Bis Oktober
müssen die EU-Mitgliedstaaten den Schutz personenbezogener Daten sicherstellen ,
aber auch gewährleisten , daß diese , wenn sie in Nicht-EU-Länder gelangen und
dort verarbeitet werden , denselben Schutz wie innerhalb der EU genießen .
Bislang hat die amerikanische Regierung versucht , den Schutz persönlicher Daten
der Selbstregulierung der Unternehmen zu überlassen , aber offensichtlich sind
diese nicht in der Lage , sich einem entsprechenden Verhaltenskodex zu
unterwerfen . Ein weiterer Grund liegt , so der Bericht , vor allem in Asien und
Kanada , das gerade ein neues Gesetz zum Datenschutz verabschiedet hat , darin ,
daß man damit den E-Commerce sichern und fördern will , weil nur so das
Vertrauen der Kunden gewährleistet werden könne . Mehr in Telepolis : Bericht
sieht die USA im Datenschutz hintan sowie OECD & GILC tagen in Ottawa .
Hacktivisten gegen Echelon Ohne weitere Begründung liest man bei Hacktivism den
Aufruf , dass es doch nett wäre , für den am 21. 10.1999 ausgerufenen " gag
Eschelon day " einige Stichworte an seine Mail anzuhängen , um die
Echelon-Maschinerie in Gang zu setzen . " FBI CIA NSA IRS ATF BATF DOD WACO " :
Möglicherweise sind das Stichworte , nach denen das angeblich im weltweiten
Abhörsystem von Echelon integrierte Suchprogramm aufmerksam und durch eine Flut
von solchen Worten überlastet wird . Echelon ist noch immer offiziell ein
geheimgehaltenes Überwachungssystem unter der Leitung des amerikanischen
Geheimdienstes NSA , das unter anderem auch im Bereich der Wirtschaftsspionage
für amerikanische Unternehmen eingesetzt werden soll . Während man ursprünglich
für den " gag Echelon day " den 18. 10. auf der Hacktivism-Website angegeben sah
, Wired News aber meldete , dass er für den 21. 10. anberaumt sei , hat man sich
jetzt offenbar tatsächlich auf den 21.10. geeignet , weitere Worte hinzugefügt ,
um Echelon zu foppen , und einen Link auf eine australische Website eingerichtet
, auf der allerdings noch keine weitere Informationen zu finden sind . Mehr in
Telepolis : Hacktivisten gegen Echelon . FBI belauschte Tastatureingaben eines
Verdächtigen Noch steht das FBI-Lauschsystem Carnivore unter Beschuss , da
taucht schon ein neuer Fall auf , der für Aufsehen sorgt und Anlass zum Fragen
gibt , ob die US-Bundespolizei FBI und die Gerichte nicht die
Überwachungsmöglichkeiten allzusehr erweitern . Dabei geht es um einen
Verdächtigen , dem Beteiligung an organisierter Kriminalität vorgeworfen wird .
Nicodemo Scarfo , 35 , ist Sohn eines im Gefängnis sitzenden Bandenbosses und
ehemaliger Programmierer . Beschuldigt wird er , seinen Lebensunterhalt als
Leiter einer Bande zu bestreiten , die mit Glücksspielen und Wucherkrediten ihr
Geld verdient . Scarfo war vorsichtig und hatte seine Dateien mit PGP
verschlüsselt . FBI-Agenten hatten im Mai 1999 die Genehmigung erhalten ,
heimlich in das Büro des Verdächtigen einzudringen und " Software , Firmware
oder Hardware " zu installieren , um durch die Aufzeichnung der Eingaben auf der
Tastatur den Verschlüsselungscode und das Kennwort feststellen zu können , so
dass die verschlüsselten Dateien auf seinem Computer gelesen werden konnten .
Was dafür verwendet wurde , geht aus dem Antrag nicht hervor . Ende Juni
durchsuchte das FBI schließlich das Büro , beschlagnahmte den Computer und nahm
Scarfo und einen seiner Kollegen fest . Der Fall ist in den USA der erste , bei
dem bekannt wurde , dass eine Computertastatur abgehört wurde . Laut David Sobel
vom Electronic Privacy Information Center benutzte das FBI in diesem Fall
Techniken , die wie Carnivore nicht vom Gesetz gedeckt seien . Die bestehenden
Gesetze ermöglichen das Abhören von Telefongesprächen oder von Gesprächen in
Räumen , beziehen sich aber nicht explizit auf Computer . Mehr in Telepolis :
Nichts mehr mit Pretty Good Privacy ? . Petition : Linux für amerikanische
Behörden Unterstützt von Eric Raymond und dessen Open Source Programm haben
bereits an die 1500 Menschen eine seit Freitag im Netz befindliche Petition an
die amerikanischen Bundesbehörden unterzeichnet , die diese im Interesse der
Regierung und der Steuerzahler auffordert , doch auch Open Source Programme und
Betriebssysteme in Betracht zu ziehen , wenn sie Institutionen mit neuen
Computern ausstatten oder Computersysteme erneuern . Mehr in Telepolis : Eine
Petition an die amerikanische Regierung . Entwarnung für Computerspiele Ein
bereits 1995 von der australischen Regierung in Auftrag gegebener Bericht "
Computer Games and Australians Today " über die Auswirkungen von Computerspielen
kommt zu dem Schluss , dass die oft geäußerten Vorbehalte und Sorgen
wahrscheinlich unbegründet sind . Die Autoren bezeichnen die Studie als eine der
größten , die jemals über Computerspiele durchgeführt wurden . Der Grund für die
Beauftragung war , dass man wegen der Einführung eines Bewertungsschemas für
Computerspiele in Analogie zu Filmen vor allem wissen wollte , wie sich
aggressive Inhalte auf Kinder und Jugendliche auswirken und ob sie hier stärker
wirken als etwa in Filmen . Aufgrund des vorliegenden Berichts sollen die
Bewertungseinstufungen im nächsten Jahr revidiert werden . Zwar gebe es in
Vergleich zu Fernsehen oder Filmen im Bereich der Computerspiele immer noch
relativ wenig Untersuchungen , so die Autoren , die vorliegenden allerdings
würden die Ängste vor negativen Auswirkungen nicht bestätigen . So gebe es keine
Hinweise darauf , dass Computerspiele aggressives Verhalten auslösen oder
fördern , süchtig machen , das Familienleben oder die Schulleistung
beeinträchtigen oder unerwünschte gesundheitliche Folgen nach sich ziehen . Die
Wissenschaftler warnen gleichwohl vor dem Schluss , dass Computer aus diesem
Grund überhaupt keine unerwünschten Folgen haben könnten oder dass sie gar immer
gut seien : " Das bedeutet , man muss Computerspiele für das Leben der jungen
Australier nicht unter der Voraussetzung betrachten , dass diese Form der
Unterhaltung an sich problematisch ist . " Der australische Generalstaatsanwalt
Daryl Williams sieht jedenfalls darin eine beruhigende Meldung für die Eltern :
Mehr in Telepolis : Entwarnung für Computerspiele . Fliegende Roboterinsekten
fuer den High-Tech-Krieg ? Nach den Überwachungssatelliten von oben kommen jetzt
die kleinen Krabbler und Flieger von unten . Strom läßt die Miniroboter
vibrieren und möglicherweise irgendwann fliegen , mit elastischen Beinen können
sie immerhin schon 40 Meter in der Stunde zurücklegen . In Schwärmen könnten sie
Soldaten dienen , um , ausgerüstet mit Videokameras oder Infrarot , das
unübersichtliche Gelände vor ihnen zu erkunden . Vibration kann im Gegensatz zu
bestehenden Motoren wesentlich mehr Energie in Fortbewegung umsetzen . An dieser
Technik für fliegende Kleinstspione wird auch in Japan gearbeitet . Hotmail mit
Pferdefuß Aber HOTMAIL hat Tücken , die möglicherweise die Aussichten von
Microsoft trüben könnten . Da jeder Teilnehmer unkontrolliert einen beliebigen
Namen und ein Passwort wählen kann , ist die tatsächliche Zahl der Accounts
unsicher . Unter willkürlich zusammengelogenen Namen kann sich jeder
Privatmensch überdies theoretisch beliebig viele Adressen reservieren , die ihm
zur Fälschung von Umfragen , unverfänglichen Anfragen bei der Konkurrenz ,
Sendung von junk mails oder reinem Schabernack dienen können . Eine Verifikation
ist nur schwer möglich . Wenn man dabei auch noch die Computer wechselt , wird
eine Kontrolle durch HOTMAIL praktisch undurchführbar . Microsoft könnte
natürlich die Daten überprüfen und die Freigabe von Accounts einschränken , aber
damit würde auch die Attraktivität des Angebots vermindert , und Microsoft
stünde wieder einmal als " Big Brother " da . Uhr mit GPS Damit kann der
künftige Besitzer neben den normalen Funktionen auch immer überprüfen , auf
welchem Längen- und Breitengrad er sich gerade befindet . Ab Juni soll die Uhr
auf den Markt kommen . Siehe auch die Glosse Zeit und Raum in Telepolis .
Amerikanische Verbraucher lieben Microsoft Eine von der Citizens for a Sound
Economy ( CSE ) in Auftrag gegebene Meinungsumfrage bei 1010 Konsumenten , die
im Dezember von Wirthlin Worldwide durchgeführt wurde , kommt zu dem Ergebnis ,
daß die " deutliche Mehrheit " von 52 Prozent glaubt , daß das
Antritrust-Verfahren gegen Microsoft nur den Konkurrenten " auf Kosten der
amerikanischen Öffentlichkeit " diene . 81 Prozent sind sogar der Meinung ,
Microsoft sei " gut für die Verbraucher " , 44 Prozent finden , Microsoft sollte
freigesprochen werden . Matt Kibbe , Vizepräsident von CSE , kommentiert das
Ergebnis so : In Wirklichkeit wissen die Amerikaner , die Software kaufen ,
genau , was sie wollen und wieviel sie dafür zahlen wollen . Weniger als ein
Drittel der Befragten ( 32 Prozent ) sind der Meinung , daß die Regierung dieses
Verfahren begonnen hat , um den Konsumenten zu helfen . Es gibt andere
Unternehmen , die auf dem Markt konkurrierende Produkte anbieten . Die Regierung
verschwende mit dem Verfahren nur Steuergelder . Microsoft soll diese
Meinungsumfrage nicht in Auftrag gegeben haben , aber der Sprecher von CSE
weigerte sich , so Wired , die Unternehmen zu nennen , die die
Konsumentenorganisation unterstützen . James Love , Direktor des Consumer
Project on Technology , ist hingegen der Meinung , daß CSE im Auftrag von
Microsoft gehandelt habe . Mehrwertsteuer für Online-Handel ? Die Europäische
Kommission will einen Vorschlag zur Erhebung von Mehrwertsteuern für Güter
prüfen , die über das Internet bezogen werden . Damit würden " virtuelle " Güter
wie Musik , Software oder Videos , die digital geliefert werden , mit physischen
Gütern wie CDs oder Büchern steuerrechtlich gleichgestellt werden , für die
Mehrwertsteuern bezahlt werden müssen . Offenbar richtet sich der Vorschlag vor
allem auf große Unternehmen , die unter Umgehung der Mehrwertsteuer virtuelle
Güter über das Internet anbieten . Nach einem Sprecher der EU-Kommission
betreffe dies Online-Händler wie Amazon , Sony oder Time Warner , während
kleinere Unternehmen von der Besteuerung ausgenommen werden sollen . Das
Besteuerungsverfahren soll so einfach wie möglich gehandhabt werden können .
Einzelheiten darüber , wie die Steuer erhoben werden soll , wurden nicht
mitgeteilt . Bislang wird von den einzelnen EU-Mitgliedsstaaten die
Mehrwertsteuer eingetrieben , was nach einem eben erschienenen Bericht der
Kommission wegen der mangelnden Harmonisierung , der veralteten Kontrollmethoden
und unzureichender Mittel zu Verzerrungen und steigendem MwSt-Betrug ( "
grenzüberschreitender Karusselbetrug " ) führt . Der Entwurf für die
Mehrwertsteuererhebung beim Online-Handel soll in zwei Monaten vorliegen . Mehr
in Telepolis : Mehrwertsteuer für virtuelle Güter . PC und Internetzugang
kostenlos Free PC , eine Firma aus Kalifornien , stellt erstmals Compaq-PCs und
einen Internetzugang ausgewählten Kunden kostenlos für zwei Jahre zur Verfügung
. Seit heute kann man sich bei der Firma bewerben , um einen Compaq Presario
Internet PC mit Windows 98 und einem 15-Zoll-Farbmonitor zu erhalten . Free PC
freilich will nicht jedermann . Deswegen muß man einen Fragebogen ausfüllen und
Alter , Einkommen , Familienstand , persönliche Interessen und Vorlieben etc.
angeben . Wer den Vorgaben entspricht , erhält dann den PC . Erst einmal sind
10000 Kunden vorgesehen . Dafür sind auf dem Festspeicher 2 GB reserviert . Mehr
in Telepolis : PC und Internetzugang gegen Werbung . Chips für die Abgabe von
Gerüchen ? Robert Langer und Kollegen vom MIT haben einen Chip erfunden , der
nicht nur in Menschen eingepflanzt werden kann , um pharmakologische Substanzen
in den Körper abzugeben . Er kann auch in Computer , TV-Apparaten und anderen
Geräten eingebaut werden , um chemische Substanzen in den umgebenden Raum
strömen zu lassen . Bislang enthält der Prototyp 34 Minibehälter für jeweils 25
Nanoliter einer Substanz , was ausreichend sei , einen Raum mit einem bestimmten
Geruch anzufüllen . Durch eine wiederaufladbare Patrone , die dann in ein
entsprechendes " Duftlaufwerk " geschoben wird , werde man Tausende von Gerüchen
abrufbereit zur Verfügung stellen können , um die Zuhörer einzunebeln , sobald
durch ein Signal in einer Werbung oder einem Film der Chip eingeschaltet wird ,
um während einer Szene Gerüche abzugeben . Mehr in Telepolis : Vom Zuschauer zum
Zuriecher . US-Expertenkomitee sieht Online-Wahlen noch in weiter Ferne Ein
jetzt veröffentlichter Bericht von US-Experten fasst die Einschätzung zu Wahlen
mittels Internet zusammen . Quintessenz : Internetwahlen sind kein Allheilmittel
, überdies wird die Durchführung von Internetwahlen aus zahlreichen
Sicherheitsgründen noch lange Zeit dauern . Das Weiße Haus forderte Ende 1999
die National Science Foundation ( NSF ) dazu auf , einen Bericht über die
Aussichten und Anforderungen für Internetwahlen durchzuführen . Beauftragt wurde
damit das unabhängige Internet Policy Institute ( IPI ) . Der Bericht
unterscheidet nun drei Formen von Internetwahlen . Werden Online-Wahlverfahren
auf Computern in Wahllokalen oder an bestimmten Orten ( kiosk voting )
durchgeführt , so seien die meisten der Sicherheitsprobleme mit bereits
vorhandener Technik zu lösen . Online-Wahlen hingegen , bei denen die Bürger
praktisch von allen Computern , gleich ob sie zu Hause oder in der Arbeit stehen
, wählen können , stellen für das Komitee noch ein erhebliches Risiko dar . Zwar
könne man dadurch das Wahlverfahren bequemer machen und besonders für Alte und
Kranke die Teilnahme erleichtern , doch die Sicherheitsprobleme ließen sich
gegenwärtig auch nicht mit den neuesten Techniken beheben . Schon jetzt sei die
Registrierung der Wahlberechtigten einer der schwächsten Punkte im Wahlverfahren
. Für die " absehbare Zukunft " sei nicht an die Einführung einer
Online-Registrierung zu denken . Auch sonst sind nach dem Bericht viele
Sicherheitsprobleme noch zu lösen . Beispielsweise müssten Vorkehrungen
vorhanden sein , die Angriffe mit Trojanischen Pferden oder anderen Programmen
zur Fernsteuerung verhindern oder DDoS-Angriffe abwehren . Insgesamt warnt der
Bericht , dass bei voller Berücksichtigung der Sicherheit das Wahlverfahren über
das Internet möglicherweise so kompliziert werden könnte , dass die Vorteile
davon aufgefressen werden . Aber es sind nicht nur die Sicherheitsprobleme , die
Online-Wahlen schwierig machen , sondern es kommt neben der Interoperabilität
auch auf die Zuverlässigkeit an . Computer können abstürzen , das Netz kann
überlastet sein , Programme können fehlerhaft arbeiten . Es können Probleme mit
der Stromversorgung auftreten oder eben auch Angriffe von Crackern stattfinden .
Und natürlich spielt sich alles wie immer beim Internet auch nicht nur im
eigenen Land ab . Andere Staaten oder Cracker aus dem Ausland könnten versuchen
, die Wahlsysteme anzugreifen oder Betrügereien vorzunehmen . Müsste es also
nicht internationale Abkommen geben , um solche Übeltäter zumindest der
Gerichtsbarkeit zuführen zu können ? Und wer ist schließlich für die Wahl
verantwortlich ? Nur die Behörden oder auch die Anbieter der Software und
Hardware ? " Die Sicherheitsprobleme , die entstehen könnten , könnten auch die
Legitimität des Wahlprozesses untergraben " , warnt David Cheney vom IPI . " Wir
müssen die Mythen zerstören , die mit der Internetwahl verbunden sind , und die
Beamten darüber aufklären , dieses Szenario zu vermeiden . " Mehr in Telepolis :
Viele Probleme sind für die Durchführung von Online-Wahlen noch zu lösen .
Supraleitendes Plastik In der neuen Ausgabe von Nature stellt ein
internationales Forscherteam Poly ( 3-Hexylthiophene ) ( P3HT ) vor , einen
organischen Polymer-Film , der bei Raumtemperatur leitfähig ist . Bei 2,35
Kelvin wird er supraleitend . Die Selbstorganisations-Kräfte der P3HT-Moleküle
wurden mit Hilfe eines FET ( Field Effect Transistor ) angeregt . Supraleiter ,
also Material , das Strom ohne elektrischen Widerstand transportieren kann ,
sind bisher aus Metallen , die aber stark gekühlt werden müssen , oder Keramiken
hergestellt worden . Sie bestehen herstellungsbedingt aus einzelnen winzigen
Körnern , die jedes für sich den Strom widerstandsfrei transportiert . Aber in
einem Kabel muss der Strom auch von Korn zu Korn fließen . Die
Stromtragefähigkeit der Berührungsflächen der einzelnen Körner , Korngrenzen
genannt , ist jedoch um ein Vielfaches geringer als die der Körner selbst . Die
Nutzung für Kabel , Transformatoren und für Systeme zum Speichern elektrischer
Energie wird im Moment noch vor allem durch die Kosten limitiert . Supraleiter
sollen sicherer und umweltschonender arbeiten als herkömmliche Systeme .
Wissenschaftler kamen in Hochrechnungen zu dem Resultat , dass in den USA bisher
vor allem durch Leitungswiderstände rund sieben Prozent der erzeugten
elektrischen Energie verloren gehen . Plastik als Supraleiter verspricht eine
Verbindung der Anwendungsvorteile , ganz neue Möglichkeiten eröffnen sich für
Wissenschaft und Industrie . Mehr in Telepolis : Supraleitender Polymer-Film .
Echelon-Betreiber NSA wurde als Big Brother ausgezeichnet Seit 1998 stellt die
Organisation Privacy International die größten Datenschutzsünder an den Pranger
. Vergeben werden die Preise , die im Herbst auch erstmals an deutsche
Unternehmen und Regierungsvertreter gingen , von der Organisation Privacy
International , die Mitte der 90er Jahre von über 100
Menschenrechtsorganisationen und Datenschutzexperten gegründet wurde , um gegen
das ungezügelte Datensammeln von Firmen und Regierungen mit Hilfe der
Computertechnik zu protestieren . Die NSA , die erst am Dienstag erneut den
Echelon-Ausschuss des Europäischen Parlaments beschäftigt hatte und dort des
Lauschangriffs auf die europäische Wirtschaft geziehen wurde , erhielt die
goldene Statue mit dem getretenen Bürger in der Kategorie " Lebenslange
Bedrohung " . Als " schlimmste öffentliche Stelle " wurde die Stadtverwaltung
von Tampa in Florida ausgezeichnet . Sie war Anfang Februar in die Schlagzeilen
geraten , da die lokale Polizei die Besucher eines Football-Spiels der Oberliga
mit Überwachungskameras filmte und dann die Konterfeis Zehntausender Fans mit
einer Verbrecherdatenbank abglich . Die amerikanische Firma , die nach dem
Urteil der Jury im vergangenen Jahr den Datenschutz am stärksten mit Füßen
getreten hat , ist Choice Point . Sie wurde für den " massiven Verkauf von
Datenbeständen - akkurat oder gefälscht - an Cops , Direktvermarkter und
Wahlleiter " geehrt . Mehr in Telepolis : NSA ist der Sieger . AKW in
Tschernobyl birgt Y2K-Risiken 1986 ereignete sich die bislang schlimmste
Nuklearkatastrophe in Tschernobyl . Der Reaktor mit seinen hoch radioaktiven
Inhalten wurde mit einem Sarkophag aus Zement umhüllt , aber man fürchtet
angesichts der bereits aufgetretenen Risse , daß aus ihm erneut radioaktives
Material austreten könnte . Weitere zwei der insgesamt vier Atomkraftwerke von
Tschernobyl wurden 1991 und 1996 geschlossen , doch der Reaktor 3 blieb
weiterhin in Funktion , wurde wegen Sicherheitsmängel zuletzt im Dezember
abgeschaltet und gestern wieder angefahren , wie BBC meldet . Reaktoren vom
Tschernobyl-Typ gelten als besonders unsicher . Die ukrainische Regierung aber
ist der Überzeugung , daß sie Tschernobyl weiterhin in Betrieb lassen müssen ,
wenn nicht mehr Geld vom Ausland kommt , um neue Kraftwerke fertigzustellen .
Ungewiß ist denn auch , wie der alte Reaktor mit seinen gleichfalls veralteten
Computersystemen den Übergang ins Jahr 2000 schaffen wird . Nach Einschätzung
eines jüngst vom CIA veröffentlichten Berichts sind vom Jahr-2000-Fehler auch
die russischen Atomkraftwerke gefährdet . Hier könnten interne Komponenten oder
Sensoren betroffen sein , die etwa automatisch die Zufuhr von Kühlwasser regeln
. In vielen Komponenten wie Pumpen oder Generatoren befinden sich eingebettete
Chips . Und zu den besonders gefährdeten Reaktoren gehört unter anderem das
Kraftwerk Nr. 3 in Tschernobyl . Mehr in Telepolis : Tschernobyl trotz
Sicherheitsbedenken wieder am Netz . Internet-Infrastruktur in den Niederlanden
kaum geschützt Nach einer Studie ist die Sicherheit der Infrastruktur des
niederländischen Internet " schockierend schlecht " . Die von TNO und Stratix
verfasste Studie " Verletzlichkeit des Internet " , die vom niederländischen
Ministerium für Verkehr und Wasserwege in Auftrag gegeben worden war , ist die
erste ihrer Art , die sich anschickt , die Bedrohungen zusammenzufassen . Der
Bericht gibt ein düsteres Bild vom Stand der Dinge . Cybercrime sei nur eine der
Bedrohungen des Internet . Andere Bedrohungen stellten natürliche und technische
Vorfälle , wie zum Beispiel Überschwemmungen , Stromausfälle und Beschädigungen
von Glasfaser-Kabeln dar . Schon eine kleine Störung könne zu riesigen
Unterbrechungen führen . Dieser Knoten befindet sich an zwei Standorten in
Watergraafsmeer . Der Bericht kritisiert die Sicherheitsmaßnahmen an dieser
entscheidenden Schnittstelle des Internet in den Niederlanden . Eine gut
platzierte Bombe könnte hier die Infrastruktur des niederländischen Teils des
Internet zerstören . Der physische Schutz der Kabel an wichtigen ISP-Knoten sei
nahezu null , behauptet TNO . Es sei sehr leicht herauszufinden , wo sich die
Kabel befinden und sich Zugang zu verschaffen . Noch müsse man nicht mit einem
Attentat rechnen , aber in Zukunft sei dies durchaus möglich . Der Bericht
kritisiert zudem , dass in den Niederlanden eine zentrale Organisation wie in
den USA ( National Infrastructure Protection Centre ) fehle oder wie die
Arbeitsgruppe Kritischer Infrastrukturen in Deutschland , die für die Sicherheit
der Infrastruktur verantwortlich ist . Mehr in Telepolis : Holländisches
Internet kaum geschützt . Schily und die DoS-Attacken - Warnungen vor dem
Cyberwar Das Problem der Verbreitung neonazistischer Propaganda über das
Internet bewegt Bundesinnenminister Otto Schily seit langem . Denn deutschen
Strafverfolgern sind die Hände gebunden , wenn Neonazis ihre Schmähschriften auf
Servern in Nordamerika ablegen . Dort regiert das in der US-Verfassung
garantierte Recht auf freie Meinungsäußerung über allem und jedem , während
Zensur als der größte Feind der Demokratie angesehen wird . Hackerattacken im
Auftrag des Ministeriums gegen Nazi-Websites seien keineswegs " im
Unrechtsbereich anzusiedeln " erklärte Schilys Sprecher Dirk Inger .
Gerechtfertigt würden die Mittel durch den " Gedanken der Verteidigung unserer
Rechtsordnung gegen rechtswidrige Angriffe unter bewusster Ausnutzung der
Internationalität des Mediums Internet " , meinte Inger laut einem Bericht von
Spiegel Online . Zwar dementierte am Sonntag ein Sprecher des Innenministeriums
laut einer dpa-Meldung , dass Schily mit " Hacker-Methoden " gegen Websites von
Neo-Nazis vorgehen will , allerdings hatte der Bundesinnenminister schon zuvor
Ähnliches gegenüber der Washington Post geäußert . Klaus Birkenbihl , Vorstand
der deutschen Abteilung der Internet Society und der stellvertretende Leiter des
Institute for Media Communication des Forschungszentrums Informationstechnik (
GMD-IMK ) in St. Augustin , zeigte sich bereits im Dezember entsetzt über die
geplante virtuelle GSG-9-Einsatztruppe Schilys . Im Gespräch mit Telepolis
erinnert er die Bundesregierung daran , dass im globalen Internet mehrere
nationale Rechtsordnungen nebeneinander existieren und die Welt nicht am
deutschen Wesen genesen müsse . " Natürlich unterstützt ISOC.DE die Bekämpfung
rechtsradikaler Inhalte im Internet " , sagte Birkenbihl . Auf die Frage , warum
Schily den Einsatz von Spam- oder DoS-Angriffen erwägen würde , antwortete
Birkenbihl : Es ist auch kaum erklärbar . Aber es gefährdet das Internet . Es
ist leicht vorstellbar , was passiert , wenn jedes Land seine eigenen legalen
Vorstellungen im Ausland mit solchen Aktionen durchsetzt . Birkenbihl fordert
die Rückkehr an den Verhandlungstisch . Mehr in Telepolis : Otto Schily
gefährdet das Internet . Videoüberwachung zur Verhaltenserkennung In
Großbritannien , wo es bereits 200000 Überwachungskameras gibt und jede Woche an
die 500 neue dazukommen , wird gerade von der Polizei ein neues
Überwachungssystem getestet , das angeblich dazu in der Lage ist , Autodiebe zu
erkennen , bevor sie ihre Tat begehen . Entwickelt wurde das System von der
University of Leeds gemeinsam mit der University of Reading unter der Leitung
von David Hogg . Es " lernt " das von einer Videokamera aufgezeichnete " normale
" Verhalten auf Parkplätzen oder Supermärkten von " verdächtigem " Verhalten zu
unterscheiden und löst einen Alarm aus , wenn jemand sich auffällig oder
abweichend verhält . Mit neuen Algorithmen werden von diesem System angeblich
Zufälle ausgeschaltet , wie sie durch schlechte Beleuchtung , Schatten oder
andere Störungen entstehen , und lassen sich Bewegungen von Menschen und
Fahrzeugen vorherhersagen . Ausgereift werde das System aber erst in ein paar
Jahren sein . Dazu siehe auch in Telepolis : Intelligente Videokameras - Nahrung
für die Paranoia Al Gore liebt Open Source Ziemlich spät hat Vizepräsident Al
Gore seine Website zur Präsidentschaftskandidatur ins Netz gestellt , aber dafür
soll das Web für ihn zu einem entscheidenden Medium gemacht werden , um Stimmen
zu gewinnen . Aktuell scheint für Gore jedenfalls gerade das Thema Open Source
zu sein . Also verkündet Gore auf seiner Website , daß diese Open Source sei und
daß jeder mithelfen soll , sie weiterzuentwickeln , um sie zu einer " powerful
grassroots political force " werden zu lassen . Und die besten Ideen , die
kommen , wenn sich die Menschen den Quellcode der HTML-Seiten ansehen , sollen
dann auch eingebaut werden . Unter der Seite steht jedoch verwirrenderweise :
Copyright - All Rights Reserved . Besonders " raffiniert " ist die Idee , im
HTML-Quellcode noch weitere Botschaften für die " Eingeweihten " zu verstecken ,
die gelobt werden , wie kundig sie doch seien . Wer auf seinem Browser das
richtige Fenster anklicken kann , sieht hinter die Oberfläche und kann dann auch
schon mithelfen , das " 21. Jahrhundert unserer Träume " herzustellen .
Besonders dankbar sei man übrigens für Inhalte auf der Grundlage von Linux . Um
das zu fördern , gibt es ein Preisausschreiben für den besten
Gore2000-Linux-Bildschirmschoner . Mehr in Telepolis : Al Gore und Open Source .
Gates ist erster hundertfacher Milliardär Nur die reichsten 18 Staaten liegen
noch vor ihm . Wenn sein Reichtum allerdings weiter wie bislang zunimmt ,
nämlich mit einer jährlichen Wachstumsrate von 61 Prozent , dann würde er schon
im Jahr 2004 der erste Billionär sein , also ein Vermögen von 1000000000000
Dollar besitzen . ILOVEYOU-Autor : eine philippinische Studentin ? Anscheinend
ist man nun nicht mehr auf den Suche nach dem zunächst vermuteten mysteriösen
Virenautor , dem 23jährigen Philippinen , der irgendwo in Manila leben soll .
Noch könne man die Frau aber leider nicht festnehmen , bedauert die Polizei ,
weil man keinen Haftbefehl habe . Übers Wochenende scheint es auf den
Philippinen nicht ganz einfach zu sein , einen Richter zu finden , obgleich die
Polizei alles dafür Erforderliche von Dokumenten über Zeugen bereits vorliegen
habe . Überdies fürchte man , dass die Studentin bereits alle Hinweise auf ihre
Urheberschaft vernichtet haben könnte : " Aufgrund des ganzen Medienrummels
während der letzten drei Tage fürchten wir , dass sie jetzt jeden Beweis
zerstört haben könnte , der sie mit dem Hack in Verbindung bringen könnte " ,
soll ein Polizeibeamter gesagt haben . Allerdings ist keineswegs gewiss , wie
die philippinische Polizei betont , dass die ins Visier geratene Studentin
tatsächlich auch die Schuldige sein muss , denn schließlich könne jeder ihren
Computer benutzt haben . Mehr in Telepolis : Der ILOVEYOU-Virus könnte von einer
philippinischen Studentin kommen . Wem gehört das Wissen ? Das Paradox könnte
größer kaum sein : Just in der so genannten Informations- oder
Wissensgesellschaft sieht es nicht gut aus mit dem Grundrecht der Menschen auf
Information und mit dem freien Zugang zum Wissen . Noch nie hat es einen
Ökonomen von Belang gegeben , der für den Patentschutz eintrat und ihn als
innovationsfördernd beschrieb . Dass das Patentregime trotzdem ins Leben gerufen
und rechtlich sanktioniert wurde , wertete Bernd Lutterbeck , Professor für
Informationsrecht an der TU Berlin als " Sieg der Juristen und Protektionisten "
. Politiker lassen sich nach Ansicht Lutterbecks aber nach wie vor zu schnell
von Firmen wie Microsoft einlullen , die auf die traditionellen Eigentumsregime
aufsetzen , um ihre Interessen zu verfechten . Die " sind aber nicht die
Interessen der Allgemeinheit " , so Lutterbeck , und nicht einmal die der
europäischen Softwareindustrie . Der Leiter der Patentabteilung von SAP habe ihm
jedenfalls erst kürzlich versichert , dass seine Firma eigentlich keine
Softwarepatente brauche . Eine Patentstrategie hätten die Walldorfer nur
aufgebaut , um den Wettbewerbern im amerikanischen Markt etwas entgegensetzen zu
können . Ganz ein Kind seiner Zeit ist für Rainer Kuhlen , Professor für
Informationswissenschaft an der Universität Konstanz , auch das Urheberrecht .
Kuhlen sieht das auf europäischem und US-amerikanischem Boden entstandene
Urheberrecht angesichts der fortschreitenden Globalisierung als " obsolet " an .
Andere Völker und Kulturräume hätten ein ganz anderes Verständnis von "
intellektuellem Eigentum " . Der kleinste gemeinsame Nenner lautet für Kuhlen
daher : Radikal die sich aus dem Urheberrecht ableitenden Verwertungsrechte "
aufgeben und alles frei ins Netz stellen " . Als wegweisend betrachtet er die
jüngst bekannt gegebene Entscheidung des Massachusetts Institute of Technology ,
mittelfristig fast die kompletten Lehrinhalte zur freien Nutzung für jedermann
im Netz anzubieten . Die Rolle der Bibliotheken als " Garanten des Wissens " ist
für sie gefährdet . Ihre Hoffnung ist , dass immer mehr Autoren an den Verlegern
vorbei das Netz als Vertriebsweg für ihre Arbeiten entdecken . Ein wenig rosiges
Bild der Zukunft der Wissensgesellschaft zeichnete Andy Müller-Maguhn ,
ICANN-Direktor und Sprecher des Chaos Computer Clubs . Seiner Ansicht nach sind
die Politiker gerade dabei , soziale Bedingungen zu schaffen , in denen alle
Möglichkeiten der Nutzer zum freien Informationsaustausch kriminalisiert werden
. Denn gleichzeitig mit dem Vordringen von Lösungen rund ums Digital Rights
Management " wird der Überwachungsstaat installiert " . Mehr in Telepolis : Die
Nutzer brauchen eine Lobby . Drei Millionen machen mit bei SETI@home Am 17. Mai
1999 ist SETI@home gestartet und wurde schnell zum bislang größten Projekt des
verteilten Rechnens , bei dem es um die Suche nach Signalen einer etwaigen
extraterrestrischen Intelligenz geht . Das an der Universität von Kalifornien in
Berkeley entwickelte und von der Planetary Society unterstützte Programm ist
ebenso einfach wie genial : Die täglich von der weltgrößten Antennenschüssel in
Arecibo ( Puerto Rico ) aufgefangenen Funksignale werden in handliche Päckchen
zerlegt , wovon jedes zirka 275 kB groß ist . Dann werden die Datenpäckchen an
alle freiwilligen Mitarbeiter versandt , die sich das Analyseprogramm vom
Internet geholt und als Bildschirmschoner installiert haben . In Aktion tritt es
nur dann , wenn der Computer gerade eine Ruhephase einlegt . Ist das Datenpaket
fertig aufbereitet , werden die Bytes an die SETI-Hauptzentrale zurückgeschickt
. Gefunden haben die SETI-Forscher bislang allerdings noch nichts , dafür aber
wieder einmal einen Rekord eingestellt . Allein in den letzten 24 Stunden sind
über 2000 neue Mitarbeiter dazu gestoßen , die ihren PC für die Analyse zur
Verfügung stellen wollen . Darunter hat sich der 3-Millionste befunden .
Insgesamt haben alle Beteiligten 654.804 Jahre an Rechenzeit aufgewendet ,
durchschnittlich stellte jeder Mitarbeiter seinen PC 17 Stunden 36 Minuten und
31 Sekunden zur Verfügung . Mehr in Telepolis : Privatisierung von Aufgaben der
Geheimdienste Vor wenigen Tagen gab NSA-Direktor Michael Hayden zu verstehen ,
dass die zunehmende Verbreitung von Verschlüsselungstechnologie immer größere
Probleme für die nationalen Codebrecher zur Folge hat . Auch die schwer
abzuhörenden Glasfaserkabel und Mobiltelefone erfordern offenbar neue
Technologien für die ehemals unbestrittenen Vorreiter in den Bereichen
Kryptografie und Abhörtechnologie . Um die Kosten zu senken und sich nicht zu
verzetteln , wird von der NSA daher nun die Konzentration aufs Kerngeschäft
betrieben . Künftig sollen die Aufgaben , die nicht zu den Kernbereichen
Signalaufklärung ( SIGINT ) und Informationssicherheit gehören , von privaten
Computerfirmen übernommen werden . Dazu gehören die vier Bereiche verteilte
Rechnersysteme , Unternehmens-/Sicherheitsmanagement , Netzwerke und Telefonie .
Mit dieser Public-Private Partnership folgt die NSA dem Beispiel der CIA , die
bereits im Oktober 1999 die Gründung einer Risikokapitalfirma bekannt gegeben
hatte , um einen schnelleren Zugriff auf High-Tech aus dem zivilen Bereich zu
bekommen . Mehr in Telepolis : NSA privatisiert Teil ihrer Aufgaben .
Hackermagazin AntiOnline unter Beschuß Vor seiner " Wende " aus Abscheu vor der
Scheinheiligkeit der Cracker hatte sich Vranesevich in den letzten Jahren einen
gewissen Namen als Quelle für Nachrichten aus dem Cracker-Untergrund gemacht ,
weil er mit einigen in Kontakt stand und so Berichte aus erster Hand anbieten
konnte . Erst unlängst fand AntiOnline großes Medienecho , weil hier zuerst von
den Racheangriffen Ende des letzten Monats auf die Websites des FBI und des
Senats wegen der Hausdurchsuchungen des FBI bei Mitgliedern der Gruppe gH
berichtet wurde . Ein Bericht der Hackergruppe Attrition wirft nun dem auf seine
Karriere schielenden Vranesevich vor , nicht nur viele Fehler in seinen Artikeln
verbrochen zu haben , sondern auf der Suche nach Sensation einige der Cracks
selbst in Auftrag gegeben zu haben , über die er dann berichten konnte . Das
seien Vermutungen , die man schon länger gehegt habe , und angeblich habe man
jetzt zwei Emails entdeckt , die das beweisen würden . Mehr in Telepolis :
Grabenkampf zwischen dem Renegaten und der Hackerszene . Keine Lust auf Computer
Der Report umfasst neben theoretischen Auswertungen eine Online-Umfrage von 900
Lehrern und eine zwei Jahre dauernde Feldforschung mit mehr als 70 jungen
Mädchen . Die statistischen Ergebnisse des Berichts zeigen , dass
nordamerikanische Frauen und Mädchen im Bereich Computerwissenschaft und Technik
alarmierend unterrepräsentiert sind : In Computerklassen stellen Mädchen nur 17
Prozent der Teilnehmer . In höheren Levels sind es sogar nur 10 Prozent . In der
Informationstechnologie stellen Frauen einen Anteil von knapp 20 Prozent . 1984
waren es 37 Prozent . Informatik ist damit der einzige Studienzweig , in welchem
die Frauenbeteiligung in den letzten Jahren gesunken ist . Nur 9 Prozent der
Universitätsdiplome gehen an weibliche Ingenieure . Sherry Turkle ,
Soziologieprofessorin am MIT und Mitverfasserin von " Tech-Savvy " resümiert :
Sie langweilen sich in Computerklassen . Die meisten Computerspiele wurden von
den für " Tech-Savvy " interviewten Mädchen als ermüdend , redundant und brutal
bezeichnet . Software solle nicht speziell für Jungs oder Mädchen bestimmt sein
. Sie solle auf Designelemente und Themen abzielen , welche beide Geschlechter
gut finden , damit die Unterschiede nicht zementiert würden . Es sei in jeder
Hinsicht wichtig , weibliches Potential für die Branche zu gewinnen . Dazu müsse
auch das Image des Computers sich ändern . Medien und Schulen sollten versuchen
, das Stereotyp des in einer antisozialen grauen Welt vor sich hin vegetierenden
Computerfreaks aus den Köpfen der Mädchen und Frauen zu verbannen . Denn
schließlich sei dieses Stereotyp falsch . Mehr in Telepolis : Kein Rechner auf
der Venus . Heiße Diskussion um Zahl der menschlichen Gene Um die Komplexität
des menschlichen Genoms ranken sich zahlreiche Spekulationen . Eine neue
Sequenzierung durch Wissenschaftler von der Ohio State University , die in
Kooperation mit Forschern von LabBook.com und des Ohio Supercomputer Center
erfolgte , liefert nun neuen Diskussionsstoff : Sie kommen zu der Schätzung ,
dass das Genom vermutlich um die 65.000 bis 75.000 Gene enthalte . Doch hatten
Celera und das Humangenomprojekt diese Zahl mit der Veröffentlichung ihrer
Ergebnisse zu Beginn des Jahres auf etwa 35.000 nach unten korrigiert - gerade
einmal doppelt soviel wie bei der Fruchtfliege . Die unterschiedlichen
Ergebnisse gehen weitgehend auf die benutzten bioinformatischen Programme zurück
, mit denen die DNA-Sequenzen ausgewertet werden . Nur etwa ein Hundertstel der
DNA-Sequenzen sind Gene , der Rest ist vermutlich funktionslos . Die
Wissenschaftler von der Ohio University weisen zu Recht darauf hin , dass die
Probleme der Genomannotation , also der Bestimmung von funktionellen Einheiten
der DNA , noch groß seien . Es werde noch viele Jahre dauern , eine genaue
Kartierung mit hoher Qualität zu schaffen . Um die Schwächen der
Berechnungsverfahren zu mildern , verglichen die Wissenschaftler der Ohio
University ihre Kartierung mit 13 unterschiedlichen DNA- , Protein- und
EST-Datenbanken , während beim Humangenomprojekt und Celera jeweils nur zwei
Sequenzen abgeglichen wurden . Allerdings scheinen wiederum die Ergebnisse einer
amerikanischen Forschergruppe des Joint Genome Institute , die in der aktuellen
Ausgabe der Zeitschrift Science veröffentlicht worden sind , die Schätzungen des
Humangenomprojekts und von Celera zu bestätigen . Die Wissenschaftler haben das
menschliche Chromosom 19 mit den entsprechenden Regionen im Mausgenom verglichen
. Über die bislang geschätzten 1.100 Gene hinaus konnten sie nur noch 100
weitere finden , woraus die Team-Leiterin Lisa Stubbs schließt , dass das
menschliche Genom insgesamt doch nur etwa 30.000 Gene habe . Die Wetten um die
Zahl der menschlichen Gene , die seit Beginn des letzten Jahres abgeschlossen
wurden ( Wissenschaftler schließen Wetten ab auf die Zahl der menschlichen Gene
) , sind also noch nicht entschieden . Bislang wurden 165 Wetten eingereicht .
Die Schätzungen liegen zwischen 27.000 und 150.000 Genen , der Mittelwert
beträgt etwa 60.000 , was wiederum die Ergebnisse der Wissenschaftler aus Ohio
bestätigen könnte . Mehr in Telepolis : 30.000 oder 70.000 Gene ? . Siehe auch :
Gendatenbanken versinken in der Datenflut . Die " Bonner Erklärung " zum
Internet In der " Bonner Erklärung " zum Abschluß der zweitägigen Konferenz "
Global Information Networks " in Bonn erklärten Minister aus 29 europäischen
Staaten am Dienstag , daß das Wachstum der Netze nicht durch staatliche Vorgaben
behindert werden solle . Mit der Konferenz wurde ein deutliches Signal gegeben ,
daß Europa " beim Aufbruch in das globale Informationszeitalter ganz vorne in
der Weltliga mitspielen " will , sagte Bundeswirtschaftsminister Günter Rexrodt
( FDP ) . Zwar soll keine Freihandelszone nach den Vorstellungen von Bill
Clintons " Framework for Global Internet Commerce " ( siehe
http://www.heise.de/tp/te/1239/fhome.htm ) eingerichtet werden , doch dürfe der
Warenaustauch über das Internet auch nicht gegenüber anderen
Einkaufsmöglichkeiten benachteiligt werden , sagte Rexrodt weiter . Keine neuen
Steuern und Abgaben sollen das Internet belasten . " Einen weltweiten
Duty-free-Shop " werde es nicht geben . Waren , die über das Internet bestellt
und außerhalb des Internet geliefert werden , unterfallen weiterhin Zöllen und
anderen Abgaben . Hier gelte der Grundsatz : " Was offline gilt , gilt auch
online " . Jedoch werde der Vorschlag der USA der Zollfreiheit für
Internetprodukte diskutiert . Für Information , Konstruktionszeichnungen und
andere informationelle Ausarbeitungen , deren ausschließliche Leistung im
Internet erfolge , sollen über die World Trade Organization ( WTO ) Regelungen "
ohne diskriminierende Wirkungen " gefunden werden . Der Handel in den
Computernetzen soll auch künftig nicht größeren Einschränkungen als der
herkömmliche Handel unterliegen . In der weltweit umstrittenen
Kryptographiefrage konnten sich die Minster der europäischen Länder nur auf die
kürzlich vereinbarten OECD-Leitlinien zur Kryptographiepolitik verständigen .
Sie sollen als Grundlage für nationale und internationale Regelungen dienen .
Dabei wird den Ländern unter der Vorgabe der Verhältnismäßigkeit ein
gesetzmäßiger Zugang zu Nachschlüsseln eingeräumt . Die OECD-Kompromißformel
kann in der Praxis jedoch sehr unterschiedlich ausgelegt werden , befürchten
Kritiker . Bibliotheken spielen hierbei eine besondere Rolle . Öffentliche
Dienstleistungen im Bildungswesen , in der Gesundheitsvorsorge und im
Umweltschutz sollen aufgebaut werden , die Entstehung einer " elektronischen
Demokratie " gefördert werden . Vor allem Informationen des öffentlichen Sektors
sollen Bürgern und Wirstschaft zu erschwinglichen Preisen zugänglich gemacht
werden . Grundsätzlich galt das Prinzip für alle angesprochenen Bereiche , daß
Regeln und Rechte im Offline-Bereich auch im Online-Bereich gewährt werden
sollten . Damit distanzierten sich die Europäer von Clintons Vision des
Internets als " Wilden Westen " , der nun auf die ganze Welt übergreifen soll .
Für die USA waren die Konferenzergebnisse daher nicht in allen Punkten
zufriedenstellend . Ein ausführlicherer Bericht in Telepolis (
http://www.heise.de/tp/te/1244/fhome.htm ) Kommentar (
http://www.heise.de/tp/te/1245/fhome.htm ) Von Telepolis-Korrespondentin
Christiane Schulzki-Haddouti Kidnapping als Theaterspektakel für Web-Voyeure Um
mit den Medienspektakeln mitzuhalten und die Spirale der Überbietung
weiterzudrehen , hat sich die englische Gruppe Blast Theory ein neues Spektakel
für das Erlebnistheater einfallen lassen : Am 15. Juli steht eine wirkliche
Entführung auf dem Programm . Einen Haken hat die Inszenierung , denn teilnehmen
werden nur zwei Opfer . Damit der Rest der interessierten Voyeure und der nicht
auserwählten Freiwilligen aber auch etwas davon hat , werden die 48 Stunden der
Gefangenschaft nicht nur über eine steuerbare Webcam im Internet übertragen ,
sondern die Zuschauer können auch Emails an die Gefangenenwärter schicken . Vor
dem Event werden die freiwilligen Opfer bereits überwacht und jeden Tag ein
möglicher Kandidat im Netz vorgestellt . Wer sich als potentielles Opfer
gemeldet hatte , mußte nicht nur 10 Pfund zahlen , sondern auch der permanenten
Überwachung durch eine Videokamera und der Verwertung der Aufzeichnungen von der
realistisch inszenierten Entführung zustimmen . Mehr in Telepolis : Entführung
als Kunst ? Suchmaschinen sind einseitig Die beste der Suchmaschinen kann gerade
einmal 16 Prozent des WWW indizieren . Das sei um einiges schlechter als das
Ergebnis einer Untersuchung derselben Autoren aus dem Jahr 1997 , bei der die
beste Suchmaschine etwa ein Drittel erfaßt hatte . Zudem brauchen Suchmaschinen
oft Monate , um neue Seiten zu indizieren . Durchschnittlich betrage die Zeit ,
die zwischen der Veröffentlichung einer Seite im Web und der Indexierung bei
einer Suchmaschine vergeht , sechs Monate . Die untersuchten Suchmaschinen
würden amerikanische Websites bevorzugen und überdies solche , die stärker von
anderen verlinkt , also populärer sind : " Die Indexierung und das Ranking der
Suchmaschinen können ökonomische , soziale , politische und wissenschaftliche
Auswirkungen haben . " Die Ungleichheit im Web werde dadurch größer und die
Informationen einseitiger . 83 Prozent enthalten hingegen kommerzielle Inhalte .
Mehr in Telepolis : Im Schwarzen Loch der Suchmaschinen . Probleme mit
Neo-Nazi-Domains Am 3. August wurde die Domain heil-hitler.de bei Denic
registriert und als Website bei Strato gehostet . Nach Kritik von Mitgliedern
des Kundenforums nahm Strato am Montag diese Domain vom Netz und löschte Denic
die Adresse : Im Übrigen hieß es noch in der Pressemitteilung : Die
Registrierungen werden von den Internet Providern auf elektronischem Weg an die
DENIC übermittelt . Eine Prüfung kann somit nur bei den Providern selbst
erfolgen , die im direkten Kundenkontakt stehen . Nun hätte man davon ausgehen
können , dass die Kenntnis zumindest bei heil-hitler.de vorauszusetzen gewesen
wäre . Doch es wurden offenbar keine entsprechenden Maßnahmen eingeleitet . Die
alte Registrierung des Domainnamen wurde zwar gelöscht , gestern Nachmittag war
die Domain dann wieder frei und am Abend hatte sich bereits jemand die Domain
wieder gesichert . Auch andere einschlägige Domains können problemlos
registriert werden . Mehr in Telepolis : Denic und rechte Domainnamen Auch in
Eudora 4.0 Sicherheitsloch Dadurch hätte jemand die Möglichkeit , einer Mail ein
Attachment hinzuzufügen , das Dateien zerstören oder ein Virus installieren
könne . Geschehen sei dies bislang aber noch nicht , beruhigt die Firma .
Mittlerweile wurde ein Patch zum Download angeboten . Sicherung des geistigen
Eigentums : Die Gentechnik hat die " Terminatortechnik " Die Sicherstellung des
" intellektuellen Eigentums " , also des primären Kapitals der
Informationsgesellschaft , ist gegenwärtig eines der heißen Themen . Gerade
mahnte Ronnie Williams von der British Publishers Association auf der
Frankfurter Buchmesse einmal wieder an , daß das Internet gefährlich für die
Aufrechterhaltung des Copyright sei . Pay-for-Use könnte allerdings ermöglichen
, daß der Benutzer nicht mehr dauerhaft etwas einkauft , sondern nur für den
einmaligen Gebrauch . Das Modell für eine im Sinne der Urheber attraktive
einmalige Pay-for-Use-Technik kommt allerdings nicht aus dem Bereich der
digitalen Technik , sondern aus der Biotechnologie . Das Prinzip ist einfach :
Man stelle Samen her , die zwar zu gesunden Pflanzen heranwachsen , aber die
sich nicht fortpflanzen können . Zu Anfang des Jahres erhielt jedenfalls das
amerikanische Landwirtschaftsministerium und die Delta and Pinke Land Company
ein Patent für eine solche Technik . So ähnlich wird das vielleicht auch bald im
Netz sein , wenn man ein digitales Äquivalent zur Sterilisierung gefunden hat .
Elektronische Bücher mit einem analogem " Sterilisierungsprogramm " würden die
Verlage mithin nicht gefährden , sondern sie noch bessere Gewinne einfahren
lassen . Mehr in Telepolis : Terminatortechnik . US-Kommission gegen starke
Verschluesselung : ein neuer Versuch Die von Präsident Clinton eingesetzte
Kommission über den Schutz gefährdeter Infastruktur sieht allerorten Gefahren
durch den Cyberspace und fordert neue staatliche Maßnahmen und Behörden , um vor
allem Cyberangriffe auf die nationale Telekommunikations-Infrastruktur
abzuwehren . Der jetzt veröffentlichte Bericht macht deutlich , daß die
Regierung trotz der großen Kritik an der Hinterlegung von Schlüsseln ( key
recovery ) festhalten will und für diesen Zweck mit der allgegenwärtigen
Bedrohung der nationalen Sicherheit argumentiert . Scharfe Kritik kommt von
Bürgerrechtsbewegungen , die eine weitere Aufweichung des Datenschutzes
befürchten , sowie von Firmen- und vor allem Bankenvertretern , die um ihre
Geschäfte fürchten , weil die Verhinderung einer starken Verschlüsselung gerade
die Risiken erhöhe und das Vertrauen der Menschen in den elektronischen Handel
untergrabe . Siehe auch " Die Cybergrenzen in Gefahr " in Telepolis (
http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/glosse/2071/1.html ) Cyberangriffe können
Kriegsverbrechen sein Nicht unmittelbar auf den Kosovo-Konflikt bezogen , aber
während des Krieges verfasste das amerikanische Verteidigungsministerium
Richtlinien zum Thema Infowar , die erstmals offiziell die dabei entstehenden
rechtlichen und ethischen Probleme thematisiert haben . Computerangriffe müssten
denselben Prinzipien der Kriegsführung unterworfen werden wie ein Einsatz von
Bomben . Es dürften nur Ziele angegriffen werden , die militärisch wichtig sind
und bei denen " kollaterale " Schäden möglichst vermieden werden . Cyberangriffe
sollten in einem Krieg nur von Militärangehörigen durchgeführt werden und keine
primär zivilen Ziele wie Bank- , Börsen- oder Universitätssysteme treffen . Es
gab beispielsweise das Gerücht , dass das US-Militär geplant habe , die
Bankkonten von Milosevich im Ausland zu manipulieren . Ähnlich wie bei einem
Bombenangriff müssten die möglichen Folgen sorgfältig erwogen werden , da eine
Störung von Computersystemen etwa im Kommunikations- oder
Energieversorgungsbereich weitreichende Folgen haben und sich auf den zivilen
Bereich ausweiten könne . Es könnte bei solchen Angriffen zu nicht
beabsichtigten Folgen wie dem Öffnen von Schleusen eines Staudamms , der
Explosion einer Ölraffinerie oder dem Austritt von Radioaktivität kommen .
Überdies könnten sich Computerangriffe auch auf neutrale oder freundliche
Staaten auswirken . Schwierig sei auch die Frage , ob die USA auf einen Angriff
auf ihre Computersysteme mit gleichen Waffen zurückschlagen dürften , denn es
sei stets schwierig , Gewissheit darüber zu erlangen , von wo aus die Angriffe
wirklich ausgegangen seien . So ist beispielsweise noch immer unklar , wer die
sogenannten Moonlight Maze Angriffe auf die Pentagonsysteme wirklich ausgeführt
hat , obwohl man sie angeblich auf Rechner der russischen Akademie der
Wissenschaften zurückverfolgt habe . Mehr in Telepolis : Regeln für den Infowar
. Anti-Microsoft-Allianz bröckelt Nach einer Meldung von BBC will jetzt der
erste US-amerikanische Bundesstaat aus dem Antitrust-Verfahren gegen Microsoft
aussteigen . Der Generalstaatsanwalt von South Carolina , Charles Condon , ist
der Meinung , mit dem Aufkauf von Netscape durch AOL sei bewiesen , daß der
Wettbewerb zwischen Internetunternehmen stark genug sei . Die Konsumenten , so
Condon , hätten in diesem Verfahren keine primäre Rolle gespielt , weil es auf
dem Internet keine Monopole gäbe . Damit scheint zumindest South Carolina als
der erste der 19 Bundesstaaten , die zusammen mit der Bundesregierung das
Antitrustverfahren eingeleitet haben , Bill Gates zuzustimmen , der bereits
sagte , daß der Kauf von Netscape durch AOL und die Allianz mit Sun die Anklage
unglaubwürdig gemacht haben . Siehe auch in Telepolis : Microsoft-Prozess :
Geckos gegen Gates . Reservierung für den ersten touristischen Weltraumflug
Kosten soll der Spaß 98000 Dollar . Reservierungen können bereits gemacht werden
. 20 Himmelssüchtige sollen sich schon angemeldet haben . Noch gibt es
allerdings kein Fahrzeug , und es ist auch nicht bekannt , von wo die Reise
starten soll . Philosophische Überlegungen zum Traum vom Fliegen von Vilem
Flusser in Telepolis . Hacker auf der UNICEF-Site : Freiheit fuer Mitnick Wieder
einmal haben Hacker zugeschlagen , um Freiheit für ihren berühmt-berüchtigten
Kollegen Kevin Mitnick zu fordern . Sein Prozeß ist auf April 1998 angesetzt .
Neue Erklärung der Menschenrechte im Cyberspace Im Februar 1996 hatte Digerati
John Perry Barlow angesichts des drohenden CDA seine pathetische
Ein-Mann-Unabhängigkeitserklärung des Cyberspace veröffentlicht und die Blue
Ribbon Kampagne war in vollem Gang . Jetzt hat die Allgemeine Erklärung der
Menschenrechte der UN ihr 50-jähriges Jubiläum . Im letzten Oktober wurde daher
bereits vom InterAction Coucil eine Erklärung der Menschenpflichten formuliert -
und jetzt ist wieder der Cyberspace an der Reihe . Auf dem 10. Digital Be-in in
San Francisco , wo man sich ( noch immer wie damals ) als Gegenkultur versteht
und feiert , geht es auch um die Menschenrechte im Cyberspace . Robert Gelman
legte zu diesem Zweck eine Erklärung der Menschenrechte im Cyberspace zur
Diskussion vor und hofft , daß viele Menschen und Organisationen sich an der
weiteren Ausformulierung beteiligen und sie möglicherweise als Zusatz in die
UN-Erklärung aufgenommen werde . Gegenüber den sonst üblichen Beschränkungen auf
die Meinungsfreiheit und das Recht auf Privatheit greift diese Erklärung weiter
aus . Alle Ideen und Äußerungen sollen dieselbe Möglichkeit besitzen ,
mitgeteilt und diskutiert zu werden . Jeder soll das Recht auf Privatheit ,
Anonymität und Sicherheit im Cyberspace besitzen , sich frei
Verschlüsselungstechniken auswählen können und ohne vorherige
Einverständniserklärung keine invasiven Applets oder Werbemails erhalten . Jeder
habe überdies das Recht auf Zugang zur Information über öffentliche
Institutionen und Service Provider . Für jene , die sich keinen Internet-Zugang
leisten können , sollen " freie " und " öffentliche " Zugangsmöglichkeiten
eingerichtet werden , egal wo sie sich befinden . Da es in einer " global
vernetzten Informationsgesellschaft " entscheidend sei , " daß fundamentale
Menschenrechte auf den Zugang zur Ausbildung und zum Internet erweitert werden "
, sollen diese Grundrechte weltweit durch Gesetze geschützt werden . Angeblich
mehr Hackerangriffe in China China hat nach einem Bericht von China Daily
angeblich Schwierigkeiten mit der Sicherheit von Computernetzen . Letztes Jahr
seien an die hundert Hacks entdeckt worden , damit seien die ungesetzlichen
Handlungen um 30 Prozent angestiegen . Die Firma Jinhua , so China Daily , habe
kürzlich Tests an vielen Computersystemen in Shanghai und Shenzghen durchgeführt
und festgestellt , daß die meisten völlig ungeschützt seien . Man konnte sich
angeblich ohne weiteres über eine Telefonverbindung einloggen und innerhalb
einer Minute an nicht ausreichend zugangsgeschützte Informationen herankommen ,
wodurch Hacker alle wichtigen Daten verändern können . Mehr in Telepolis :
Mangelnde Sicherheit und hohe Strafen . Das Internet Underground Music Archive
vor dem Aus Selbst im News-Forum der Konkurrenz von mp3.com wird heiß diskutiert
über den " Tag , an dem die Musik starb " : Die traditionsreiche Website des
Internet Underground Music Archives ( IUMA ) steht vor dem Aus . 1993 wurde die
Site von Jeff Patterson gegründet , um seine eigene Band zu promoten . IUMA
wurde schnell zum Promotion-Geheimtipp vieler Independent-Musiker . Anfangs bot
man Songs noch als WAV-Dateien zum Download an , dann wurde IUMA eine der ersten
legalen MP3-Sites . Mitte der Neunziger war sie geradezu Inbegriff der
Möglichkeiten , die das Netz Musikern ohne Plattenvertrag bot . Mitte 1999
kaufte der MP3-Händler Emusic die Site auf , um sie in sein Netzwerk zu
integrieren . Bis Ende 2000 war die Finanzierung damals zugesichert worden ,
doch statt diese zu verlängern , dreht Emusic nun den Geldhahn zu . Der
MP3-Händler steckt selbst in einer tiefen Krise und hat mit einem extrem
schwachen Aktienkurs zu kämpfen . Die Musiker des Servers wurden nun per E-Mail
informiert , dass die IUMA-Website geordnet stillgelegt werden soll . Ab sofort
werden keine neuen Musiker mehr aufgenommen . Außerdem werden alle Angebote
eingestellt , die " menschliche Interaktion erfordern " , wie es in der E-Mail
heißt . Interagieren kann bei IUMA.com nämlich niemand mehr , alle Angestellten
wurden soeben entlassen . Mehr in Telepolis : Das Ende einer Legende .
US-Politiker sehen EU-Datenschutzrichtlinie als Affront Am gestrigen Donnerstag
fand im US-Kongressausschuss für Wirtschaft , Handel und Verbraucherschutz eine
Anhörung darüber statt , welche Auswirkungen die EU-Datenschutzrichtlinie auf
die Diskussion über den Datenschutz in den USA haben könnte . Die
Datenschutzrichtlinie erfordert , dass Daten von EU-Bürgern nur in solche Länder
exportiert werden dürfen , die eine vergleichbare Regelung besitzen . Im Fall
der USA kam nach langen Verhandlungen eine Einigung über das Konzept des "
Sicheren Hafens " zu Stande , bei dem sich Unternehmen freiwillig zu
angemessenen Regeln des Datenschutzes verpflichten . Für den Vorsitzenden des
Ausschusses , den Republikaner Billy Tauzin , ist die Richtlinie " ein Versuch ,
den Vereinigten Staaten den Willen der EU aufzuerlegen " . " Die
EU-Datenschutzrichtlinie könnte zur Errichtung einer der größten Blockaden des
freien Handels führen , die es jemals gegeben hat . " Das Konzept des " Sicheren
Hafens " bezeichnete er als " unsinnig " . David Aaron , der unter Präsident
Clinton mit der EU das Konzept des " Sicheren Hafens " ausgearbeitet hatte ,
sagte während der Anhörung hingegen , dass mit dieser Vereinbarung noch
Schlimmeres verhindert worden sei . Scharf wandte sich auch Jonathan Winer ,
Datenschutzexperte und Rechtsanwalt , gegen die Richtlinie , die für ihn
ebenfalls die Wettbewerbsfähigkeit der amerikanischen Wirtschaft bedroht , aber
auch fundamentale amerikanische Werte untergräbt , wie sie beispielsweise durch
den ersten Verfassungszusatz gesichert sind : " Es geht dabei nicht nur um den
Datenschutz , sondern gleichzeitig um den Schutz der Souveränität und der
Verfassungsfreiheiten , besonders der Meinungsfreiheit , und der Verhinderung
des Risikos ernsthafter Schäden für die USA und die Weltwirtschaft . " Wine
empfiehlt der Regierung , sich nicht erpressen zu lassen und notfalls auch mit
Handelssanktionen zu reagieren , wenn die EU tatsächlich gegen amerikanische
Firmen vorgehen sollte . Überdies sei die Datenschutz-Richtlinie nur die erste
von mehreren , die noch kommen , und die gleichfalls globale Reichweite haben
könnten . Barbara Lawler , bei Hewlett-Packard zuständig für Datenschutz , stieß
allerdings nicht in das Horn der Politiker . Als erstes großes
Hightech-Unternehmen hat sich HP im Januar beim Wirtschaftsministerium für das
Konzept des " Sicheren Hafens " registrieren lassen . Lawler bezeichnete das
Konzept als richtigen Schritt , der dem E-Commerce zugute kommen könne , weil
Datenschutz das Vertrauen der Verbraucher stärke . Mehr in Telepolis :
Datenschutz : eine Frage der Souveränität . Microsoft in Hongkong : Software on
demand Microsoft hat sich Hongkong als Internet-Versuchskaninchen ausgesucht und
einen Kooperationsvertrag mit der Hong Kong Telecom geschlossen . Das
breitbandige Glasfasernetz der chinesischen High-Tech-Exklave eignet sich gut
als überschaubares Testfeld für multimediale Online-Angebote und für Microsofts
Commercial Internet System ( MCIS ) , mit dem die Redmonder demnächst eine
führende Rolle im ECommerce einnehmen wollen . Die Menschen in Hongkong sollen
Filme und Musik herunterladen , Internet-Telefonie und Videoconferencing
benutzen , online einkaufen , " sichere " finanzielle Transaktionen ausführen
und Computerspiele spielen können . Studenten sollen auf " neue und einzigartige
Weise " online lernen und interagieren können . Mehr in Telepolis : Software on
demand . Online-Enzyklopädie zum Thema " Life Science " Die Encyclopedia of Life
Sciences ( ELS ) soll ausschließlich als elektronisches Medium das breite Feld
der " Life Science " abdecken und ständig aktualisiert werden . Eine hieraus
erwachsene zusätzliche Print-Version und ein Update der aktuellen 20-bändigen
gedruckten Lexikon-Reihe ist indes nicht vorgesehen . Über 5.000 weltweit
führende Wissenschaftler aus 43 Ländern werden an dem virtuellen Nachschlagewerk
als Rechercheure und Autoren mitarbeiten . Bislang wurden über 3.000 Artikel
verfasst . Ergänzt werden die Texte durch 6.000 Tabellen und Illustrationen und
zirka 30.000 bibliographische Hinweise . Ein spezielles Glossar führt 4.000
Fachwörter und Definitionen auf . Zugute kommen sollen dem Leser auch die
täglichen Wissenschafts-News des Nature-Tickers ( nature science update ) , die
wöchentlichen " Articles of the week " sowie Hinweise auf aktuelle
wissenschaftliche Arbeitsgruppen . Nahezu alle Einträge sollen ständig
aktualisiert werden . Doch billig ist ELS auch nicht . Für Institutionen kostet
das Jahresabonnement ab 1500 US-Dollar , für Einzelpersonen 500 US-Dollar . Mehr
in Telepolis : Nature richtet sich auf das Internet aus . Zur Zukunft der
Forschungspublizistik siehe auch : In Zukunft wird nichts mehr so sein , wie es
einmal war . Überwachungssoftware " SpectorSoft " bereits im Einsatz Die
umstrittene Schnüffelsoftware SpectorSoft ist inzwischen auch in deutscher
Sprache erhältlich . Offiziell kann das Tool seit 23. April für 149 Mark
erworben werden . Der Spector-Client kann jeden Programmstart , jede besuchte
Website sowie Chats aufzeichnen und funktioniert wie eine Überwachungskamera .
Das Programm macht permanent Screenshots . Zu den Kunden zählen aber auch
Unternehmen , die ihre Mitarbeiter überwachen wollen . Noch vor dem offiziellen
Vertriebsstart gab es zahlreiche Bestellungen . Carsten Rau , Geschäftsführer
der ProtectCom , die SpectorSoft hierzulande vertreibt , beziffert den Anteil
von Firmen am Gesamtbestellvolumen inzwischen bereits auf 75 Prozent . Viele
EDV-Firmen benutzen Spector für Schulungen und zur Protokollierung von
Fernwartungsarbeiten . Spector wird dafür als Tätigkeitsnachweis und
Qualitätskontrolle für die ausgeführten Tätigkeiten benutzt . Rechtliche
Probleme sieht der ProtectCom-Chef nicht . Tatsächlich findet sich auf der
Firmenhomepage unter der Rubrik FAQ der Hinweis , dass mit der
Lizenzvereinbarung auch die Verpflichtung eingegangen wird , Mitarbeiter über
den Einsatz von Spector zu informieren . Carsten Rau betont : Rechtsexperte
Stefan Jaeger hat hingegen nicht nur moralische Bedenken . Die Überwachung von
Kindern sei rein rechtlich noch relativ unproblematisch . So weist Jaeger darauf
hin , dass auch Überwachungskameras nicht willkürlich zur allgemeinen
Büroraumüberwachung eingesetzt werden dürfen . Es wird sicher eine gewisse
Anzahl von legalen Einsatzbereichen geben , aber auch viele illegale
Einsatzmöglichkeiten . Ein Unternehmer , der Spector kauft , muss sich bewusst
sein , dass er es ist , der letztendlich rechtliche Probleme bekommen kann ,
falls Arbeitnehmerrechte durch den Einsatz verletzt werden . Immerhin empfiehlt
auch ProtectCom schlussendlich via Homepage eine Beratung mit dem jeweiligen
Firmenanwalt . Mehr in Telepolis : Spectorsoft und andere Mittel für
Datensammler Noch kein Erfolg mit der Netzfahndung Die Veröffentlichung von
Bildern mehrerer Steinewerfer im Internet , die an den Krawallen zum 1. Mai in
Kreuzberg beteiligt gewesen sein sollen ( Polizei fahndet im Netz ) , führte die
Berliner Polizei bislang auf keine heiße Fährte . Acht Hinweise seien
eingegangen , sagte Jürgen Thiele , Inspektionsleiter beim Landeskriminalamt
Berlin , heute morgen dem Potsdamer Jugendsender Fritz . Zu einem
Fahndungserfolg hätten sie allerdings bisher nicht beigetragen . Trotzdem
kündigte Thiele an , dass weitere Fotos ins Netz gestellt werden . Sollten die
vermutlichen Randalierer doch noch gefasst werden , will sie Berlins
Innensenator Eckart Werthebach " gesamtschuldnerisch " für die entstandenen
Sachschäden in Höhe von 120.000 Mark haftbar machen . Mehr in Telepolis :
Kriminalpolizei : Kasparov gegen die Welt Das Spiel soll so ablaufen : der
Meister macht seinen ersten Zug . Dann gibt es vier Schachexperten , die sich
beraten und allen Mitspielern am Tag darauf einen Gegenzug vorschlagen . Dann
entscheidet sich das " Weltteam " ganz demokratisch : die Mehrheit bestimmt ,
was gemacht wird . Am nächsten Tag führt Kasparov seinen zweiten Zug aus , der
wieder auf der Website bekanntgegeben wird - bis eine Partei siegt oder es zu
einem Remis kommt . Nebenbei darf man noch mit Garry und den Experten chatten
oder über Emails neue Schachfreunde kennenlernen . " Kann ein einziger Geist
besser als die kollektiven Gehirne von Millionen von Schachspielern aus der
ganzen Welt sein ? " Mehr in Telepolis : Kasparov gegen die Welt . Shanghai
schließt Internetcafes Nur 350 der über 2000 Internetcafes haben angeblich eine
Genehmigung . Die Betreiber werden polizeilich überprüft , Kunden , die online
gehen wollen , müssen sich registrieren . Die chinesische Regierung will auch
gegen illegale audiovisuelle Produkte schärfer vorgehen . Zukünftig ist für den
Import und den Vertrieb eine Genehmigung der jeweiligen Behörden erforderlich .
Verboten wurde der Import von audiovisuellen Produkten , die der Souveränität ,
der Einheit und dem Ansehen des Landes schaden können , das Copyright verletzen
oder obszöne und illegale Inhalte haben . Im Kampf gegen Raubkopien und
Pornographie seien große Erfolge erzielt worden . Alle lokale Behörden haben
Sondereinheiten gebildet , um illegale Veröffentlichungen von Druckwerken und
audiovisuellen Produkten " auszumerzen " . Wie verändern Computer und das
Internet die Welt ? Das Center for Communication Policy an der University of
California hat den Start der angeblich bislang umfassendsten Untersuchung der
weltweit vom Internet bewirkten gesellschaftlichen Veränderungen unter dem Titel
" Surveying the Digital Future " angekündigt . Finanziert wird das groß
angelegte Projekt , das bereits in diesem Herbst die ersten Ergebnisse vorlegen
und dann Jahr für Jahr über weitere Veränderungen berichten will , durch Disney
, Sony , GTE und Pacific Bell . Selbst die Kontrahenten Microsoft und America
Online unterstützen die Forschungsaktivitäten , erwartet man doch , daß die
Ergebnisse sich für die Unternehmen in strategische Geschäftsentscheidungen
umsetzen lassen . Das Center for Communication Policy legte den Rahmen der
Studie fest und ist zuständig für die USA . 2000 Haushalte sollen hier jedes
Jahr befragt werden . Forschungsgruppen in Singapur und Italien wurden bereits
eingerichtet . In Zukunft sollen Forschungsgruppen für weitere 15 Länder in
Europa , Asien , Lateinamerika und Afrika gebildet werden . Mehr in Telepolis :
Heute , morgen und in 20 Jahren . Peinliche Panne bei SETI@home Wegen der
Überlastung wurden immer wieder dieselben Datenpakete ausgesendet und von den
Rechnern der Teilnehmer analysiert . Die Server seien überlastet : Weitere
Fehler werden eingeräumt , und man sei überladen von Emails und Fehlerberichten
, die man nicht einzeln beantworten könne . Mitte bis Ende Juni werde man die
Serverkapazität mit neuen Sun-Computern erhöhen , und morgen soll eine neue
Client Softwareversion veröffentlicht werden , die einige Fehler behebt . Mehr
in Telepolis : Panne bei SETI@home . Neuer Test für geplantes
Raketenabwehrschild Der US-amerikanische Verteidigungsminister Donald Rumsfeld
hat erst kürzlich wieder die Entschlossenheit der Bush-Regierung bekräftigt , am
Aufbau des Raketenabwehrschilds ( NMD ) festzuhalten und damit das ABM-Abkommen
zu brechen . NMD sei eine notwendige Verteidigungsmaßnahme , die niemanden
bedrohe und nur einen Schutz vor einer begrenzten Zahl an Raketen aus "
Schurkenstaaten " bieten soll . Der nächste Test für das NMD ist jetzt für den
14. Juli festgelegt worden . Nur der erste Test im Jahr 1999 war " erfolgreich "
, allerdings wurde nicht die Sprengkopfattrappe , sondern lediglich ein
Täuschungsballon getroffen . Der zweite Test im Januar 2000 und der dritte im
Juli 2000 waren gescheitert . Bei dem jetzt geplanten Test wird eine Minuteman
II von der Vandenberg Air Force Base in Kalifornien abgeschossen werden . Kurz
darauf startet vom 7.700 Kilometer entfernten Kwajalein Atoll auf den
Marshall-Inseln eine andere Rakete mit dem EKV . Zehn Minuten später soll dann
in 225 Kilometer Höhe über dem Pazifik die EKV die Minuteman zerstören .
Überprüft werden soll dabei das Zusammenspiel der verschiedenen Technologien wie
des satellitengestützten Raketenwarnsensors , des auf dem Boden befindlichen
Radarfrühwarnsystems und der Kontrollsysteme in der Joint National Test Facility
in Colorado Springs . Mehr in Telepolis : Aufbau des NMD und Wiederbeginn mit
Atombombentests ? EU-Parlament will allgemeine Überwachung verbieten Die Kritik
am Bericht des Echelon-Ausschusses führt nun zu einem Änderungsantrag für eine
geplante Datenschutzrichtline . Der Ausschuss des Europäischen Parlaments hatte
erst letzte Woche den endgültigen Bericht über das US-Lauschsystem Echelon
gebilligt . Darin heißt es , dass das Lauschsystem existiert und dass es gegen
europäisches Recht verstoßen würde , falls ein EU-Mitgliedsland daran beteiligt
wäre , mit Echelon die Kommunikation von EU-Bürgern für den Zweck der
Konkurrenzspionage abzuhören . Überdies würde ein Abhörsystem wie Echelon , das
die gesamte Kommunikation durchsucht , das Prinzip der Verhältnismäßigkeit und
so die Europäische Menschenrechtscharta verletzen . EU-Mitgliedsländer würden
gegen die Menschenrechtscharta auch dann verstoßen , wenn auf ihrem Territorium
das Abhören für andere Geheimdienste erlaubt sei . Die Empfehlungen gingen
allerdings einigen Mitgliedern des Echelon-Ausschusses nicht weit genug .
Maurizio Turco kritisierte in einem Minderheitenvotum , dass auch Frankreich ,
Deutschland und Holland die technischen Möglichkeiten des Rundum-Abhörens
besitzen . Die Bündnisgrüne Ilka Schröder kritisiert zusammen mit Alima
Boumediene-Thiery ( Frankreich ) und Patricia McKenna ( Irland ) , dass in dem
Bericht der Aufbau eines europäischen Geheimdienstes befürwortet und mit keinem
Wort auf die Enfopol-Abhörpläne eingegangen wird . Sie wenden sich dagegen ,
dass nur Wirtschaftsspionage verurteilt wurde ; politische Spionage sei eine
wesentlich größere Bedrohung . In ihrem Minderheitenvotum plädieren sie für eine
Abschaffung der Geheimdienste überhaupt , da diese nie wirklich demokratisch
kontrollierbar seien . Auch Marco Cappato , Mitglied des Echelon-Ausschusses und
Berichterstatter des " Ausschusses für die Freiheiten und Rechte der Bürger ,
Justiz und innere Angelegenheiten " will flächendeckender elektronischer
Überwachung einen Riegel vorschieben . So wurden jetzt auf dem Hintergrund von
Echelon Änderungsvorschläge für den " Vorschlag für eine Richtlinie des
Europäischen Parlaments und des Rates über die Verarbeitung personenbezogener
Daten und den Schutz der Privatsphäre in der elektronischen Kommunikation "
eingebracht . Die Vorschläge wollen den Schutz der Privatsphäre besser sichern
und Lauschsysteme wie Echelon , die alles abhören , rechtlich verbieten lassen .
Auch bei den vom Echelon-Bericht ausgeklammerten Fällen rechtmäßigen Lauschens
soll eine " großangelegte exploratorische oder allgemeine elektronische
Überwachung " verboten sein . Das Europäische Parlament wird am Mittwoch über
die Änderungsvorschläge entscheiden . Mehr in Telepolis : EP will großangelegte
elektronische Überwachung verbieten sowie ein Gespräch mit der grünen
EP-Abgeordneten Ilka Schröder : Alle Geheimdienste sind undemokratisch .
Italiens Staatsanwaltschaft sperrte Provider Nicht nur in Deutschland , auch in
Italien greifen die Staatsanwaltschaften jetzt mit unverhältnismäßigen Maßnahmen
gegen Provider durch . Angeblich seien von dem Server in einer Newsgroup " üble
Nachreden " gegen ein türkisches Reisebüro namens " Viaggi Turban " verbreitet
worden . Verantwortlich dafür sei der Verein " isole nella rete " ( Inseln im
Netz ) , der den Rechner betreibt . Anstatt für die Entfernung der " üblen
Nachreden " zu sorgen , ließ Staatsanwalt Paolo Pecori gleich den kompletten
Server sperren . " Isole nella rete " ist eine nicht-kommerzielle Organisation ,
die linken Gruppen einen Zugang zum Netz zur Verfügung stellt . Das Gericht in
Vicenza widerrief schließlich seine Entscheidung mit der Begründung , es mache
wenig Sinn die geltenden Gesetze auf das schnellwachsende Medium Internet zu
übertragen . Die Provider stimmten im Gegenzug dem Gericht zu , das
elektronische Flugblatt von ihrem Rechner zu entfernen . Mehr im TP-Artikel von
Christiane Schulzki-Haddouti : Ein Lehrstück in Sachen Meinungsfreiheit Die
exotische Wellenlandschaft der Nanoröhrchen Physiker aus den Niederlanden und
den USA konnten erstmals die Muster zeigen , die entstehen , wenn sich
elektronische Wellen durch ein Nanoröhrchen bewegen . Bei
Kohlenstoff-Nanoröhrchen , die als ideal für künftige Anwendungen in der
Elektronik gelten , sind die Atome wie ein Gerüst von Sechsecken zu lang
gestreckten Hohlzylindern geformt . Sie sind die kleinsten röhrenförmigen
Gebilde , dabei aber reißfest , elastisch und ermüdungsfrei . Es bildet alle
Gipfel und Täler der elektronischen Wellenlandschaft ab , womit sich der
quantenmechanische Status genau studieren lässt . Das komplizierte Muster der
beobachteten " Landschaft " zeigte sich als Resultat der Interferenz zwischen
den Elektronen , die sich in zwei verschiedenen Elektronenbändern bewegen . Die
Interferenz verursacht eine Variation in der Wellen-Intensität dem Nanoröhrchen
entlang , die von längerer Wellenlänge ist als der darunter liegende Abstand im
atomaren Gitter . Die zwei verschiedenen Elektronenbänder führen zu einem " Beat
" , den man damit vergleichen kann , wenn der gleiche Ton simultan auf zwei
Seiten einer Geige gespielt wird . Mit den neuen Erkenntnissen , so hoffen die
Wissenschaftler , könnte man vielleicht aus den winzigen Nanoröhrchen bald eine
realistische Alternative zu den konventionellen elektronischen Drähten
entwickeln . Mehr in Telepolis : Der Beat der Nanoröhrchen . Nachdem das Thema
die Runde durch alle Biergärten gemacht hat , sind die Fakten plötzlich kaum
noch der Rede wert : Die in Holland gefundenen Bilder seien ein alter Hut ,
erklärte etwa Jürgen Schmittgall , der im Kommissariat 123 der Münchner Polizei
für Jugend- und Medienschutz zuständig ist . Doch während die Medien sich
beruhigen , wachen die Politiker auf und machen die Kontrolle des Internet zum
Wahlkampfthema . Der bereits im Einsatz befindliche Pornoscanner PERKEO eignet
sich nur zur Suche nach bereits bekannten pornographischen Dateien im Internet .
" Das Ermittlungswerkzeug wird im Prinzip wie eine Meta-Searchengine
funktionieren und soll der Polizei anlaßbezogen ein Hilfsmittel an die Hand
geben " , erläutert der BSI-Mitarbeiter Willebrand . Von einem " zweiten
Lauschangriff im Internet " möchte der Sicherheitstechniker allerdings nichts
wissen : " Wir wollen vor allem signalisieren , daß die Polizei im Bedarfsfall
über effiziente Recherchemittel verfügt , um Täter abzuschrecken . " Keineswegs
sei an das automatisierte Belauschen der Chat-Ecken des Netzes gedacht . " Das
käme ja dem Abhören von Telefongesprächen gleich und dafür fehlt im Internet
jede gesetzliche Grundlage " , verteidigt Willebrand das geplante Produkt .
Keine Lösung gäbe es bisher auch für das " Mengenproblem " : Alle von der
Maschine entdeckten Dateien müßten einzeln von den Beamten durchgegangen werden
, da auf technische Filter allein angesichts der Sensitivität der Bilder kein
Verlaß sei . Mehr in Telepolis von Stefan Krempl : Kanthers neue Suchmaschine .
Das Internetvolk hat gewählt Wie es sich schon länger abgezeichnet hat , haben
zwei Deutsche bei den ICANN-Vorwahlen gewonnen , die heute zu Ende gingen . Andy
Müller-Maguhn und Jeanette Hofman konnten in Europa die meisten Stimmen bei der
Mitgliedernominierung erlangen . Bei der Online-Wahl im Oktober werden von den
insgesamt vorgesehenen neun At-Large-Direktoren vorerst nur fünf gewählt . Die
neun anderen Direktoren des ICANN-Direktoriums werden von den drei
Fachorganisationen ( ASO , DNSO und PSO ) gewählt . Der Präsident , das Zünglein
an der Waage zwischen den Fachverbänden und dem " Internetvolk " , wird wiederum
von den Direktoren erkoren . Dass zwei Deutsche das Rennen machten , verdankt
sich wohl vor allem der von Spiegel Online ins Leben gerufenen und auch von
anderen Medien wie Heise Online unterstützten Initiative I can , aufgrund derer
sich viel mehr Internetnutzer aus Deutschland als aus anderen europäischen
Ländern registriert haben . Mehr in Telepolis : Müller-Maguhn und Hofman
Gewinner der ICANN-Vorwahlen . Berners-Lee : " Universalität ist der Schlüssel "
Anlässlich des zehnten Geburtstags seiner Erfindung hat sich Tim Berners-Lee
gegen alle Versuche gewendet , eine Zensur im Web einführen zu wollen . An sich
scheint er mit der Entwicklung seiner Erfindung ganz zufrieden zu sein , die
noch lange nicht abgeschlossen sei . Wir sollten die Tatsache feiern , dass wir
unsere Welt durch die Herstellung eines neuen sozialen Werkzeugs verändern
können . Berners-Lee will das Web so offen halten , wie es anfangs war , und
wendet sich strikt gegen jede Regulation der Inhalte : Regulation ist Zensur :
ein Erwachsener sagt dem anderen , was er machen oder sehen darf . Für mich ist
diese Vorstellung schrecklich . Universalität ist der Schlüssel . Mehr in
Telepolis : Zensur ist schrecklich . Verschlüsselung : Die EU grenzt sich von
der US-Regierung ab Indirekt , aber deutlich hat die Europäische Kommission in
einer Mitteilung über " Europäische Richtlinien für digitale Unterschriften und
Verschlüsselung " ( http://www.ispo.cec.be/eif/policy/97503.html#iii3 ) die
Versuche der amerikanischen Behörden kritisiert , auch auf globaler Ebene die
Verschlüsselung zu begrenzen und Sicherheitsbehörden durch key escrow oder key
recovery die Möglichkeit zu eröffnen , verschlüsselte Mitteilungen zu lesen .
Haupteinwand der Kommission ist , daß eine Begrenzung der Verschlüsselung und
eine Hinterlegung der Schlüssel die Unsicherheiten in offenen Netzen eher
verstärken und damit den elektronischen Zukunftsmarkt behindern könnten . Für
eine " sichere und vertrauenswürdige " Umgebung seien für Unternehmen und
Konsumenten Verschlüsselungstechniken entscheidend . Daher strebe die Kommission
eine Politik an , die auf europäischer und auch auf globaler Ebene einen freien
Markt für Verschlüsselungstechniken und -produkte garantiert und für diese
Handelsbarrieren abschafft . " Eine Beschränkung der Verwendung von
Verschlüsselungstechnologien " , so die Kommission , " könnte gesetzestreue
Unternehmen und Bürger daran hindern , sich selbst gegen kriminelle Angriffe zu
schützen , aber sie würde nicht bewirken , Kriminelle von deren Verwendung
abzuhalten . " Schon jetzt ginge der vom elektronischen Verbrechen verursachte
Schaden in die Milliarden . Und eine Überwachung der Kommunikation und
Transaktionen von Bürgern und Unternehmen würde die Angst vor einer totalen
Überwachung schüren und sie dazu bringen , in der anonymen off-line Welt zu
bleiben . Siehe auch in Telepolis
http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/te/1300/1.html Die EU fragt ihre Bürger
nach Filterkriterien für das Web Wie ein Filtersystem aussehen soll , mit dem
Europas Kinder vor schädlichen Inhalten im World Wide Web geschützt werden
können , will die Europäische Union im Rahmen des Aktionsplans für das Internet
jetzt von ihren Bürgern wissen . Am Donnerstag stellte die Gemeinschaft dazu auf
der Website des Incore-Projektes ( Internet Content Rating for Europe ) einen
Fragebogen in den Sprachen einiger Mitgliedsländer ins Web . Eine Checkbox " Ich
wünsche keine Zensur " kennt der Fragebogen allerdings nicht . Mit einem solchen
Bewertungsmodell könnten Eltern zukünftig durch in den Browsern vorgesehene
Einstellungen die Inhalte der Anbieter filtern , die sich freiwillig einer
Selbstbewertung unterziehen . Doch ob die Gemeinschaft selbst ein Filtersystem
entwickeln wird , ist fraglich , denn der Auftrag von Incore ist mit der
Vorstellung der Ergebnisse am Ende des Jahres abgeschlossen . Über den globalen
Filter wird dann ein 12-köpfiges Gremium brüten , das derzeit vom
privatwirtschaftlichen Gegenstück zu Incore , der Internet Content Rating
Association ( ICRA ) , ausgewählt wird . Möglich , dass ICRA von der
Europäischen Gemeinschaft beauftragt wird . Der Incore-Fragebogen könnte ein
erster Test dafür sein , ob Europas User tatsächlich so wild aufs Filtern sind ,
wie die Regierungen und die am E-Commerce interessierten Unternehmen meinen .
Mehr in Telepolis : Sex der Stufe drei , null Gewalt , keine potentiell
gefährlichen Themen . Digital-TV-Kartell unter Beschuss Seit dem 1. November
kann in Hamburg , Bayern , Rheinland-Pfalz , Thüringen , Nordrhein-Westfalen und
Baden-Württemberg das Digitalprogramm " Premiere digital " mit drei Kanälen und
vier Pay-per-view-Kanälen über Kabel empfangen werden . Für den Empfang ist ein
Dekoder , die sogenannte d-box , notwendig , der vom Gemeinschaftsunternehmen
Beta Research hergestellt wird . Den Medienkonzernen Kirch und Bertelsmann sowie
der Deutschen Telekom droht die EU-Kommission jetzt mit drastischen Geldstrafen
. Die Unternehmen haben bislang ihr gemeinsames Projekt in Brüssel noch nicht
zur Prüfung angemeldet . EU-Wettbewerbskommissar Karel van Miert veranlaßte
jetzt eine Untersuchung , um festzustellen , ob die Unternehmen die Vorschriften
verletzt haben . Christiane Schulzki-Haddouti Siehe auch den ausführlicheren
Beitrag in Telepolis ( http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/te/1323/1.html )
RealNetworks : Kein Problem für TRUSTe Wie schon vor einiger Zeit im Fall von
Microsoft ist die von der amerikanischen Regierung bevorzugte Selbstregulierung
der Wirtschaft , was den Schutz persönlicher Daten von Kunden angeht , durch das
Bekanntwerden der Praktiken von RealNetworks in Misskredit geraten . Und wieder
einmal ist TRUSTe in den Skandal verwickelt gewesen und sucht sich jetzt ähnlich
wie seinerzeit bei Microsoft des Problems zu entledigen . Das alles geschah
heimlich , während im Privacy Statement von RealNetworks den Benutzern ,
beglaubigt durch das TRUSTe-Siegel , größtmögliche Transparenz versprochen wurde
. Man war schon gespannt darauf , wie sich TRUSTe diesmal aus der Affäre ziehen
wird . Also hat das mit TRUSTe nichts zu tun . Man werde aber zusammen mit
RealNetworks in Zukunft auch die Benutzer darüber informieren , wenn Software
GUIDs und andere Daten über das Netz überträgt : " Unter der Leitung von TRUSTe
wird RealNetworks das allererste Software Privacy Statement formulieren , das
genau mitteilt , welche persönliche Informationen gesammelt werden und wie diese
verwendet werden . " TRUSTe werde auch ein Siegel für Software erarbeiten , die
persönliche Daten benutzt . Und RealNetworks will gar eine " führende Rolle "
einnehmen , um die Softwareindustrie auf " die nächsten Ebene des
Privacyschutzes für die Verbraucher " zu heben . Die Erklärung von TRUSTe
erfolgte am selben Tag , als RealNetworks seine neue Portalsite Real.com Network
für Video- und Musikdateien präsentierte . Mehr in Telepolis : TRUSTe ging es
nichts an , RealNetworks erklärt sich zum Vorreiter für Privacy . Web-Stalker :
ein neuer Browser In der Konkurrenz zwischen dem IE von Microsoft und Netscape
scheint jede Alternative hoffnungslos zu sein . Aber während die Surfer
möglicherweise bald stets den Browser wechseln müssen , um eine Site so zu sehen
, wie sie gestaltet wurde , könnte der Ärger wachsen und einem anderen
Browserkonzept eine Chance eröffnen . Der Web-Stalker ist vielleicht ein solcher
neuer Browser , der seit dem 1.Dezember vertrieben wird und dem Nutzer selbst
mehr Freiheit zur Gestaltung geben soll . Er beruht auf einem völlig neuen
Konzept , wie man mit den Eigenschaften von HTML umgehen kann . Er interpretiert
HTML zunächst als puren Datenstrom und weigert sich , die ankommenden Daten so
am Bildschirm darzustellen , wie es sich der Web-Designer vorgestellt hat .
Stattdessen kann der User Anweisungen geben , welche Arten von Informationen aus
dem Datenstrom extrahiert werden . Er zeichnet wahlweise eine Art Karte , welche
die geöffnete Site abstrakt grafisch darstellt , mit all ihren internen und
externen Links . Und all das geschieht gleichzeitig , während eine Art Crawler
als Kernstück des Web-Stalkers durch das Netz geistert und von der zuerst
angegebenen URL aus alle weiteren Unterverbindungen als HTTP-Request aufruft .
Dieses Browser-Konzept wurde von einer Gruppe englischer Programmierer und
Künstler entwickelt . Sie nennen sich I/O/D , ein Projekt , das ursprünglich als
eine Art Technokulturmagazin auf Diskette begonnen hatte . Islamischer Gipfel
live im Internet In Teheran haben sich Vertreter aus 55 islamischen Staaten zu
einer Gipfelkonferenz versammelt . Es ist die achte Zusammenkunft der "
Organization of the Islamic Conference " , in der es um eine stärkere Einheit
der islamischen Länder geht . Auch wenn Irans führender Ayatollah Ali Khameini
den Westen mit seiner verderbten materialistischen Kultur scharf angriff , den
westlichen Liberalismus , Kommunismus und Sozialismus anprangerte und im Islam
das alleinige Heil erblickte , so setzte der neue iranische Präsident in seiner
Eröffnungsrede nicht auf einen Kampf der Kulturen , sondern auf den Dialog mit
dem Westen , auf den Aufbau einer zivilen islamischen Gesellschaft , auf einen
intellektuellen Aufschwung und eine Übernahme der positiven kulturellen ,
technischen , wissenschaftlichen , ökonomischen und politischen Errungenschaften
des Westens . Und auch die öffentlichen Sitzungen der Konferenz können dank
dieser neuen Offenheit im Netz über die Islamic Republic News Agency aktuell mit
verfolgt werden . Der neue Bond : Ein Medienmogul in einem Werbefilm Pünktlich
für das Weihnachtsgeschäft startet der neue James Bond " Der Morgen stirbt nie "
in den Kinos . Der Gegner von Bond ist Medienmogul und möchte an die
Alleinherrschaft über den Informationsmarkt gelangen . Die Ähnlichkeit zu Ted
Turner oder Bill Gates ist dabei wohl nicht nur zufällig . Die Gefahr geht von
der Möglichkeit aus , ( fast ) alle Menschen auf dieser Welt per Satellit zu
erreichen und mit Informationen zu überfüttern . Gleichzeitig demonstriert der
Film die neue Verflechtung der Medien mit der Werbung . Noch nie war ein Film so
sehr Werbefilm . Über Product Placement beteiligten sich Firmen an einem Drittel
der Produktionskosten . Mehr dazu in Telepolis : Mein Name ist Bond , James Bond
. Online-Leser wollen Infohäppchen Eine von Jupiter Communications durchgeführte
Befragung von 2200 Internetbenutzern über deren Rezeption von Online-Nachrichten
scheint zu bestätigen , was man eigentlich schon wußte : Zwar wenden sich für
aktuelle Meldungen immer mehr Internetbenutzer Online-Nachrichten zu , aber dort
bleiben sie durchschnittlich nur etwa 10 Minuten , um sich einen Überblick über
die Meldungen zu verschaffen . Noch immer benutzen zwar an die vierzig Prozent
den Fernseher , um sich über Neues zu informieren , aber Online-Nachrichten
haben in dieser Hinsicht mit 12 Prozent bereits Rundfunknachrichten ( 9 Prozent
) und Zeitungen ( 2 Prozent ) überholt . Wegen der kurzen Aufmerksamkeitsspanne
, die in Online-Nachrichten investiert wird , zieht es die Hälfte der eiligen
Infonauten zu Suchmaschinen oder zu Portalen wie Yahoo oder MSN und mit 40
Prozent zu Online-Diensten wie America Online . Hier finden sie Schlagzeilen und
kurze aktuelle Nachrichten aus verschiedenen Quellen auf dem aktuellen Stand ,
aber keine langen Texte und in die Tiefe gehenden Analysen . Weil die Leser
online Nachrichten nur in kurzen Zeitblöcken lesen und dafür bestimmte Sites
wählen , die diese entsprechend anbieten , empfiehlt Jupiter Communication den
Online-Redaktionen , sich noch stärker auf kurze und aktuelle Nachrichten zu
konzentrieren und dann weitergehende Angebote oder Links zu diesen zu machen ,
anstatt " in die Tiefe gehenden Analysen " herzustellen . Kein Wunder ist also ,
daß Nachrichtenagenturen als direkte Informationsquellen für den Nutzer auf dem
Vormarsch sind . Mehr in Telepolis : Kurz und schnell . Zu den Ergebnissen einer
aktuellen AOL-Umfrage : Online zu sein , ist eine Notwendigkeit und bequemer .
30 Jahre Computermaus Heute vor 30 Jahren stellte Doug Engelbart , der zu dieser
Zeit im Stanford Research Institute arbeitete , erstmals öffentlich die von ihm
erfundene Computermaus im San Francisco Civic Auditorium vor . Das Jubiläum wird
an der University Stanford heute mit einem Symposium Engelbart's Unfinished
Revolution gefeiert , an dem neben dem heute 72-jährigen Erfinder unter anderem
auch Steward Brand , Alan Kay , Paul Saffo , Howard Rheingold , Ted Nelson oder
Jaron Lanier teilnehmen . Die Veranstaltung wird live im Internet übertragen .
Engelbart sagte , daß er sich zwar über den Erfolg der Maus freue , aber daß er
noch höhergesteckte Ziele habe : " Die wirkliche Frage , an der ich während der
letzten fünfzig Jahre gearbeitet habe , ist , wie man den menschlichen Intellekt
durch kollektives Denken verbessern kann . " In Telepolis finden Sie einen
Beitrag über die Vorgeschichte der Computermaus . Das Global Positioning System
der EU kommt voran Die Europäische Weltraumbehörde ( ESA ) unterzeichnete für
die GalileoSat-Studie einen Vertrag mit einem von der italienischen Alenia
Aerospazio geführten Konsortium , in der es um die Festlegung der erforderlichen
Zahl und Konstellation der Satelliten und der Ausstattung der Bodenstationen
geht . Die Europäische Kommission soll noch in dieser Woche grünes Licht zur
Unterzeichnung weiterer vier Verträge mit der Industrie geben . Das System soll
im Jahr 2005 einsatzfähig und 2008 vollständig realisiert sein . Vorgesehen sind
mindesten 21 Satelliten in einer Umlaufbahn in Höhe von 24000 Kilometern , die
wahrscheinlich durch weitere geostationäre Satelliten ergänzt werden . Galileo
soll als multimodales und globales Navigationssatellitensystem dienen , das
Europa im Bereich der Verkehrssteuerung und der Telematik , der Überwachung oder
in Krisensituationen unabhängig vom GPS macht , aber auch die in dieser Branche
tätigen Hersteller und Dienstleistungsunternehmen fördern und dadurch bis zu
100000 neue Arbeitsplätze schaffen soll . Mehr in Telepolis : EU-Konkurrenz zum
GPS . Kreditkartenklau im Internet Ein sich als 19jähriger Russe namens Maxus
bezeichnender Cracker hatte im Dezember letzten Jahres versucht , CD Universe ,
einen amerikanischen Online-Musikhändler der Firmengruppe eUniverse , zu
erpressen . In einem Fax hatte er behauptet , die Kreditkartendaten der über
300000 Kunden kopiert zu haben und sie anderweitig zu verkaufen , wenn er nicht
100000 Dollar erhält . Nachdem CD Universe nicht auf die Erpressung reagiert
hatte , veröffentlichte Maxus auf einer gestern geschlossenen Website eine Reihe
der geklauten Kreditkarteninformationen in einer " credit cards datapipe " .
Maxus selbst behauptet , er habe einen Sicherheitsmangel in ICVerify , ein
Programm zur Authentifizierung von Kreditkarten der Firma Cybercash , das auch
von CD Universe verwendet wird , entdeckt und schon seit 1998 dazu benutzt ,
Geld umzubuchen . Er sei damit auch in der Lage gewesen , Geld aus einem
Bankautomaten zu ziehen . Cybercash sagt , man habe bereits vor einem Jahr ein
Sicherheitsloch entdeckt und dafür ein Patch angeboten , man wisse aber nicht ,
ob alle Kunden es installiert haben . Inzwischen beschäftigt sich auch das FBI
mit dem Fall . Mehr in Telepolis : Bislang größter Kreditkartenklau im Internet
. Wenig Interesse an Verschlüsselungsregeln Im Auftrag des von George Soros
gegründeten Open Society Institute hat Global Internet Liberty Campaign am 9. 2.
eine Untersuchung darüber veröffentlicht , wie es die Regierungen auf der Welt
mit der Verschlüsselung halten . Für den Schutz persönlicher Daten , für den
elektronischen Handel sowie für Menschenrechtsorganisationen , Journalisten und
politische Dissidenten , die am stärksten von Geheimdiensten überwacht werden ,
sei eine starke Verschlüsselung entscheidend . In über 90 Staaten werde von
Regierungsbehörden und privaten Gruppen auf illegale oder unkontrollierte Weise
abgehört . Für die Untersuchung wurden Regierungsbehörden direkt angefragt und
90 Staaten gaben Informationen . Daß neben Rußland , China , Frankreich , Indien
, Südkorea , Israel oder Pakistan die USA zu jenen Staaten mit den
restriktivsten Kontrollen gehören , deren Regierung weiterhin dafür eintritt ,
das Konzept des key recovery nicht nur im eigenen Land , sondern möglichst
weltweit einzuführen , ist wenig überraschend . In den meisten Staaten kann
Verschlüsselung frei benutzt , hergestellt und verkauft werden . Wenn
Regierungen sich des Themas überhaupt angenommen hätten , würden sie zu den OECD
Richtlinien über Verschlüsselung neigen , die einen ungehinderten Gebrauch
vorschlagen . Hier würden die Interessen am Ausbau des elektronischen Handels
und am Schutz persönlicher Daten stärker als die der Strafverfolgungsbehörden
eingeschätzt werden . Manche Staaten haben vermutlich auch deswegen nicht
geantwortet , weil sie von Bürgerkriegen oder anderen inneren Konflikten
heimgesucht werden . Die Autoren setzen sich für eine Kampagne in
Entwicklungsländern ein , um die Behörden und Organisationen über die Vorzüge
und Techniken der Verschlüsselung zu informieren . Und sie warnen davor , daß
die Vormachtstellung der USA und die Interessen von Geheimdiensten und
Polizeibehörden sowie von internationalen Organisationen wie Interpol und G-8
trotz der gegenwärtigen Liberalisierung zu einem restriktiven Gebrauch der
Verschlüsselung führen könnten . In Telepolis finden Sie : EU-Arbeitspapier über
die Zunahme von Überwachungstechnologien Bei der Kryptographie geht es um die
Zukunft von Freiheit und Demokratie EU-Urheberrecht verschärft In der ersten
Lesung hat das Europäische Parlament mit großer Mehrheit verschiedenen
verschärfenden Zusätzen zum Copyright-Gesetz , das von der EU-Kommission
vorgeschlagen wurde , zugestimmt . Anscheinend haben die Petition der 400
europäischen Musiker , darunter die immer wieder erwähnten Spice Girls , sowie
das Drängen der Industrielobby Früchte getragen . Privates Kopieren soll nach
dem neuen Gesetz nur dann möglich sein , wenn den Rechteinhabern eine "
angemessene Entschädigung " geleistet wird . Einen gleichlautenden Zusatz soll
es auch für das Kopieren zu wissenschaftlichen oder Lehrzwecken und für eine
neue Verwendung von Archivmaterial etwa in Form von CD-ROMs geben . Besonderen
Nachdruck legen die Zusätze auf technische Schutzmaßnahmen , die das " Umgehen "
des Urheberrechts verhindern können . Ein Zusatz gestattet es den
Mitgliedsländern , Ausnahmen für nicht-kommerzielle Dienste für behinderte
Menschen , z. B. Blinde , zu machen . Nur wenn kein " wirtschaftlicher Vorteil "
daraus gezogen werden kann , können Mitgliedsländer auf eingeschränkte Weise
Büchereien und Ausbildungsinstitutionen von der Abgabepflicht zur " Nutzung
kurzer Auszüge von rechtmäßig der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellten Werken
" ausnehmen . Für die Berichterstattung dürfen nur noch " Auszüge begrenzten
Ausmaßes " verwendet werden . Das Urheberrecht könnte unter anderem negative
Auswirkungen auf das Telelernen haben . Entsprechende Probleme beim Urheberrecht
werden gerade in einer öffentlichen Anhörung über " Promotion of Distance
Education Through Digital Technologies " bei der amerikanischen
Copyright-Behörde der Kongreßbibliothek erörtert . Mehr in Telepolis : Privates
Kopieren gegen angemessene Entschädigung . Siehe auch Eigentum in der
Wissensgesellschaft . Initiative eLearning für eEurope Nach Ausrufung der
eEurope-Initiative des Präsidenten Romano Prodi im letzten Dezember schmieden
die EU-Kommissare alle möglichen e-Programme aufzustellen , um die Bürger ins
Informationszeitalter zu bringen . Am 22. und 23. März findet ein Sondergipfel
des Europäischen Rates in Lissabon unter dem Titel " Beschäftigung ,
Wirtschaftsreform und sozialer Zusammenhalt - ein Europa der Innovation und des
Wissens " statt , mittlerweile liegt zum Treffen sogar schon ein Zwischenbericht
über die bislang erzielten Fortschritte vor , die vor allem darin zu bestehen
scheinen , dass die Mitgliedsstaaten sich weitgehend einig sind , die Initiative
zu unterstützen und Prioritäten festzulegen . Auch die für Erziehung und Kultur
zuständige Kommissarin Viviane Reding hat sich in den e-Sog ziehen lassen und
gestern eine Initiative eLearning lanciert . Schwerpunkt der EU-Programme der
nächsten sieben Jahre im Bereich allgemeine und berufliche Bildung sollen mit "
lebenslangem Lernen " und " Nutzung der neuen Technologien " für ein Anheben des
Wissens sorgen . Das klingt zumindest nicht so , wie Rüttgers neuer Slogan für
die Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen : Kinder statt Inder . Ansonsten
übernimmt Frau Reding mit eLearning die Vorgaben von eEurope . Bis 2001 sollen
alle Schulen Zugang zu multimedialen Inhalten im Internet besitzen und alle
Lehrer und Schüler auf Informationsquellen und Unterrichtshilfsmittel zugreifen
können . Bis 2002 sollen dann alle Lehrer computer- und internetkompetent sein
und alle Klassen einen " Hochgeschwindigkeitszugang zum Internet " besitzen .
Wie das gemacht und finanziert wird , bleibt vorerst allerdings noch ein
Geheimnis . Ende 2003 sollen bereits alle Schüler " umfassende IT-Kenntnisse "
besitzen , wenn sie die Schule verlassen . Das seien " besonders ehrgeizige
Ziele " , meint Reding , die von den Mitgliedsstaaten natürlich auch zusätzliche
Anstrengungen verlangen . Mehr in Telepolis : Mit einem e wie elektronisch wird
alles gut . Noch kein Beweis für die Existenz von Echelon Der deutsche
Europaparlamentarier und Mitglied des Echelon-Untersuchungsausschusses , Gerhard
Schmid ( SDP ) , sagte am Mittwoch , dass dem Ausschuss keine harten Fakten
vorliegen , um zu beweisen , dass die USA Wirtschaftsspionage gegen europäische
Unternehmen betreiben . Obwohl der Bericht noch nicht fertiggestellt ist , sagte
Schmid bereits , dass es keine Beweise für die Existenz von Echelon gebe . Er
meinte auch , dass die Kapazitäten von Echelon übertrieben dargestellt würden .
Aber obwohl es schwer zu beweisen sei , warnte Schmid europäische Unternehmen ,
dass sie sich dessen bewusst sein sollten , dass Abhörmaßnahmen zum Zweck der
Wirtschaftsspionage wahrscheinlich durchgeführt werden : " Wir müssen uns
schützen . " Die Vize-Vorsitzende des Echelon-Ausschusses , Ellie Plooij (
Niederlande , Liberale ) erklärte Telepolis , dass bisher noch keine Delegation
des Echelon-Ausschusses mit Repräsentanten der US-Regierung gesprochen habe .
Ein Besuch in den Vereinigten Staaten sei aber für Anfang Mai geplant . Mehr in
Telepolis : Echelon hoffnungslos überschätzt sowie Das Ohr der NSA in der
Europäischen Kommission . Microsoft entwickelt Internet Explorer China Microsoft
hat ein Abkommen mit China Telekom , dem größten Telekommunikationsanbieter des
Landes , unterzeichnet , um gemeinsam den " Internet Explorer China " zu
entwickeln . Einzelheiten des Abkommens sind nicht bekannt . Wer von China
Telecom einen Internetzugang erhält , soll nach altbewährter Microsoft-Strategie
zukünftig kostenlos den " IE China " erhalten . Vermutlich ist dies der erste
Schritt einer längerfristig angelegten Kooperation zwischen Microsoft und Chinas
Post- und Telekommunikationsministerium . Die Delegierten des jährlich
stattfindenden Nationalen Volkskongresses , auf dem eine weitere Liberalisierung
der Wirtschaft unter der Maxime der " Trennung von Staat und Wirtschaft "
beschlossen wurde , erhielten Zugänge zum World Wide Web , und in chinesischer
Sprache gibt es erstmals aktuelle Informationen über den Kongreß . 1996 waren es
erst 100000 . Würde das Wachstum so weitergehen , so gäbe es bald Millionen von
chinesischen Netizen und damit einen großen Markt . UK : Computer für alle Der
britische Finanzminister Gordon Brown hat eine Initiative " Computer für alle "
angekündigt . Mehr in Telepolis : Computer für alle . Internationale Petition
für mehr Demokratie in China Viele Bürger- und
Menschenrechtsrechtsorganisationen haben zusammen mit prodemokratischen
Organisationen und Aktivisten aus Hong Kong zum anstehenden zehnjährigen
Gedenktag der blutigen Niederschlagung der Protestbewegung auf dem
Tienanmen-Platz eine Kampagne für mehr Demokratie in China in das Internet
getragen . Auf der Website june4.org läßt sich jetzt eine globale Petition an
die chinesische Regierung unterzeichnen . Die chinesische Regierung wird dazu
aufgefordert , das Verbot der Tiananmen-Proteste aufzuheben und diejenigen vor
Gericht zu stellen , die für die Menschenrechtsverletzungen verantwortlich waren
. Alle politischen Gefangenen der Protestbewegung sollen freigelassen werden und
jede Einschüchterung , Gefangennahme und Einsperrung von chinesischen Bürgern ,
die ihre legitimen Bürgerrechte wahrnehmen , soll ab sofort beendet werden .
Mehr in Telepolis : Chinas demokratische Opposition startet Web-Petition . Die
NATO im Medienkrieg Der NATO scheint die Luftherrschaft über Jugoslawien nicht
zu genügen . In ihrem moralischen Krieg sollen jetzt offenbar auch die
staatlichen Medien in Jugoslawien ausgeschaltet werden , da sie falsche
Informationen und Propaganda verbreiten . Während sich die Menschen in Belgrad
als lebendige Schutzschilde auf die Brücken stellen , um diese vor der
Zerstörung von Bomben zu bewahren , schützen nun auf ähnliche Weise serbische
Journalisten das Gebäude des staatlichen Fernsehens im Stadtzentrum . Überdies
wurde Jugoslawien mit sechs UKW-Sendern " eingekesselt " , die " wahrheitsgemäße
" Nachrichten von Radio Free Europe in serbischer Sprache ins Landesinnere
ausstrahlen . Der Internationale Journalistenverband forderte inzwischen die
NATO dazu auf , nicht die Medien zu bombardieren , um nicht das Leben der
Journalisten zu gefährden : Mehr in Telepolis : Angriff auf die feindlichen
Medien sowie Der Humanbellizismus : Über den neuen " kühlen " Krieg .
Bundesjustizministerin an Musikindustrie : Hausaufgaben machen ! Auf ihrem
Ratstreffen in Berlin will die internationale Phonowirtschaft den Kampf gegen
das " Freibeutertum " im Netz verschärfen . Um den " Piraten " der Datenmeere
Einhalt zu gebieten , tagen momentan Vertreter von über 35 Landeseinheiten der
IFPI sowie Abgesandte der globalen Musikindustrie in Berlin auf ihrem noch bis
Donnerstag dauernden Ratstreffen . Ganz verdammen wollte er das Internet aber
nicht : Natürlich biete es den Labels auch " ungeahnte Möglichkeiten der
Auswertung ihrer Musik " . " Stargast " des Begrüßungsabends war daher die
Bundesministerin der Justiz , Herta Däubler-Gmelin ( SPD ) . Die wollte den
Lobbybestrebungen der Musikwirtschaft allerdings nicht vollkommen entgegenkommen
: " Die Industrie befindet sich in einem gewaltigen Umbruch " , hat auch die
Ministerin erkannt , aber der Wandel könne mit den Mitteln des Rechts schlechter
bewältigt werden als " durch eine Kombination von Technik und Vertriebsverfahren
" . Die Politik könne höchstens helfen beim Schutz der Rechte . Den Umbruch
akzeptieren und mit den geeigneten Instrumenten gestalten müssten die
Tonträgerunternehmen aber selbst . " Wer glaubt , Musik müsse überall und
umsonst zu haben sein , der irrt " , betonte sie aber gleichzeitig . Ebenso sei
es ein Irrtum zu meinen , dass ein unbegrenztes Kopieren und Tauschen von
Musikdateien allein deswegen rechtens sei , weil das Internet einen " Anreiz zu
diesem archaischen und anarchistischem Verhalten " biete . Das Urheberrecht sei
auch im Internet in all seinen Facetten durchzusetzen . Mehr in Telepolis :
Technik : Anreiz zu archaischem und anarchistischem Verhalten . Die nationale
Sicherheit verlagert sich in den Weltraum US-Verteidigungsminister Donald
Rumsfeld machte in seiner ersten großen Pressekonferenz vor zwei Tagen
unmissverständlich klar , dass für die USA der Weltraum auch militärisch hohe
Priorität einnimmt . Das geplante Raketenabwehrsystem NMD ist nur Vorreiter der
Neuorientierung . Unser tägliches Leben ist zunehmend enger mit dem Weltraum
verbunden . Unsere Häuser , Schulen , Geschäfte und Krankenhäuser sind auf
Satellitendienste angewiesen . Weil auch das Militär entscheidend auf die
satellitengestützten Funktionen im Weltraum angewiesen ist - " Satelliten sind
auch unsere globalen Augen und Ohren " - , seien die USA besonders gefährdet .
Daher müssen " unsere Interessen im Weltraum " geschützt und vertreten werden .
Die Geschichte habe gelehrt , so Rumsfeld , wie wichtig Abschreckung sei .
Deswegen sei für die neue Sicherheitsstrategie nicht das Ziel primär , in einem
Konflikt zu gewinnen , sondern andere durch Abschreckung davon abzuhalten , die
nationalen Sicherheitsinteressen der USA zu verletzen . Zunächst kündigte
Rumsfeld an , dass die Streitkräfte auch organisatorisch die neue Bedeutung des
Weltraums widerspiegeln müssten . Die Luftwaffe soll für die neuen Aktivitäten
vornehmlich zuständig sein , die von einem Vier-Sterne-General geleitet werden .
Mit der CIA würde eng zusammengearbeitet werden müssen . Die Ausrichtung auf den
Weltraum sei auch maßgeblich für die Umorientierung und Neuorganisation des
gesamten Militärs . Seine Antwort war ausweichend , aber nicht direkt verneinend
. Mehr in Telepolis : Militarisierung des Weltraums . Kann man allein mit dem
Internet überleben ? Heute um 10 Uhr 30 beginnt in einem Hotel in London ein
Experiment mit vier Freiwilligen , die jeweils lediglich einen vernetzten
Computer und eine Kreditkarte zur Verfügung haben und nur mit einem Morgenmantel
bekleidet sind . Eingesperrt sein sollen sie 100 Stunden lang , und es geht
darum , ob sie sich alles Notwendige zum Leben und zur Unterhaltung über das
Internet mit einem Budget von 500 Pfund liefern lassen können . Das Experiment
überprüft natürlich vor allem die Möglichkeiten oder Grenzen des virtuellen
Einkaufens : Mehr in Telepolis : Überlebenstest im E-Commerce . Chinesen
protestieren auch im Internet Ungewohnt sind schon die Formulierengen des
Artikels über die Proteste im staatlichen Nachrichtenorgan China Daily von heute
: " Während Tausende von Chinesen zur amerikanischen Botschaft und zu den
Konsulaten mit Fahnen zogen , wobei eine das Wort NATO mit dem NAZI-Hakenkreuz
verglich , eilten noch mehr Menschen zu den Computern , nahmen ihre Mäuse und
klickten auf Websites , die Neuigkeiten brachten . " Netease allein erhielt
16000 Kommentare bis Sonntag abends . Angeblich haben Chinesen - " sophisticated
hackers " - die " Blutschuld mit Bytes " gezahlt , indem sie zwei Mal die
Website der amerikanischen Botschaft gecrackt und die Eingangsseite mit dem
Slogan " Nieder mit den Barbaren " versehen hatten . Überdies sind die Websites
des amerikanischen Energieministeriums und des Innenministeriums gecrackt worden
. Mehr in Telepolis : Ungewöhnliche Proteste im Internet . Neonazis suchen
Gleichgesinnte bei AOL Die so genannten Nutzerprofile beim weltgrößten
Onlinedienst AOL haben sich offenbar zu einer Art Kontaktbörse für Neonazis
entwickelt . Dort kann jeder AOL-Kunde seinen Mitgliedsnamen , seinen Beruf ,
seine Hobbys und Interessen angeben . Die FAS hat AOL und andere Online-Dienste
aufgefordert , ihre Mitgliederverzeichnisse auf ähnliche rechte
Propagandainhalte zu überprüfen . Jens Nordlohne , Pressesprecher von AOL
Deutschland , versicherte daraufhin dem Hamburger Abendblatt : Da aber die
Mehrzahl der AOL-Mitglieder , die sich mit rechten Parolen präsentieren , aus
den USA kommen , drängt FAS nun AOL Deutschland , Druck auf die Firmenzentrale
auszuüben . Die habe aber , so Nordlohe , einschlägige Mitglieder bisher nur
gebeten , ihre Benutzerprofile zu entfernen . Siehe auch in Telepolis :
Neonazi-Parolen bei America Online . Überbrückung der Wissenskluft Im Rahmen
einer Initiative der WHO haben die sechs größten Verlage , die die überwiegende
Zahl der wichtigen medizinischen Fachzeitschriften herausgeben , beschlossen ,
Universitäten , Laboratorien und Gesundheitsbehörden in fast 100 armen Ländern
einen kostenlosen oder zumindest sehr günstigen Zugang zu ihren Informationen im
Internet zu ermöglichen . In den letzten Jahren stiegen die Kosten für
wissenschaftliche Publikationen erheblich an und wurden oft für die
Wissenschaftler und Institutionen in armen Ländern unerschwinglich .
Reed-Elsevier , Wolters Kluwer , Blackwell , Harcourt , Springer-Verlag und John
Wiley & Sons werden ab Januar 2002 und für mindestens drei Jahre die
Online-Ausgaben ihrer medizinischen Zeitschriften den Wissenschaftlern und
Ärzten aus armen Ländern zugänglich machen . Weiteren 40 Ländern , deren
Pro-Kopf-Einkommen unter 3000 US-Dollar liegt , sollen stark ermäßigte Gebühren
eingeräumt werden . Gro Harlem Brundtland , Generaldirektorin der WHO , preist
die Einigung , da durch die Kenntnis der neuesten Forschungsergebnisse die
Gesundheitsfürsorge in den armen Ländern verbessert werden könnte : " Das ist
vielleicht der größte Schritt , der bislang unternommen wurde , um die Kluft in
Bezug auf medizinische Informationen zwischen armen und reichen Ländern zu
schließen . " Mehr in Telepolis : WHO-Initiative erfolgreich . Frankreich :
Demokratisierung des Breitbandzugangs Das CIADT setzt für die Vernetzung des
ganzen Landes daher vor allem auf die Kooperation mit der Industrie und will
vornehmlich die Vernetzung der wirtschaftlich uninteressanteren ländlichen
Regionen fördern . Den Gemeinden sollen günstige Kredite für diesen Zweck
angeboten werden . Mehr in Telepolis : Internet-Zugang für alle . Internet
erleichtert Studenten das Schummeln Studenten der Edinburgh University sind in
Nöten . Betroffen sind 90 Studenten , die Hälfte des Kurses , die ihre erste
Prüfung in Computerwissenschaft gemacht haben und jetzt verdächtigt werden ,
ihre Arbeiten nicht selbständig , sondern von Vorlagen im Internet abgeschrieben
zu haben . Angeblich handelt es sich , wie BBC News berichtet , bislang um die
größte offizielle Überprüfung einer britischen Universität im Hinblick auf den
angeblichen Mißbrauch des Internet . Tatsächlich mehren sich für Schüler und
Studenten die Angebote von Vorlagen zu allen möglichen Themen für jede Klasse
und jeden Kurs . Die Virtualisierung der Bildung erleichtert so auch den Zugang
zu Informationen , die man für eigene Arbeiten heranziehen oder auch gleich
kopieren kann . Auf der anderen Seite gibt es bereits einige Programme wie
Plagiarism.org , mit denen sich die Arbeiten von Schülern oder Studenten mit
Dokumenten vergleichen lassen , um Mogler zu entdecken . Doch auch solche
Programme haben noch ihre Tücken und können zu falschen Plagiatsvorwürfen führen
. Mehr in Telepolis : Originalität und Plagiat . ICANN geht das Geld aus Auf der
Bank hat die Organisation aber gerade noch 100000 Dollar - und Rechnungen
bleiben jetzt schon unbezahlt . Um die Finanznöte zu mildern , versuchte ICANN
für jede Registrierung eine Abgabe von einem Dollar zu erheben , doch bislang
stellt sich NSI , der bisherige Monopolist für die Vergabe der Domainnamen ,
quer . Auch Thomas Bliley , der Vorsitzende des House Commerce Committee ,
zeigte sich besorgt über diese Abgabe und bat in einem Brief um eine Antwort ,
ob diese Maßnahme rechtlich geprüft worden ist . Allerdings hat das Ministerium
auch damit gedroht , NSI das Recht zur Registrierung von Domainnamen zu
entziehen , wenn sich die Firma weiterhin weigern sollte , die ICANN
anzuerkennen . Mehr in Telepolis : ICANN geht das Geld aus . Erforschung der
Antimaterie Das Europäische Laboratorium für Teilchenphysik ( CERN ) hat damit
begonnen , die Antimaterie genauer zu erforschen . Eine neue Anlage wurde in
Betrieb genommen , um die mit hoher Energie durch einen Teilchenstrahl erzeugten
Antiprotonen zu verlangsamen . Der " Antiprotonen-Verzögerer " oder Antiproton
Decelerator ( AD ) leistet diese für weitere Untersuchungen vorausgesetzte
Aufgabe in einem komplizierten Verfahren . AD ist im Verhältnis zu den
gigantischen Beschleunigern klein und hat gerade einen Umfang von 188 Metern .
Beim Urknall sind Materie- und Antimaterieteilchen zunächst in gleichem Maß
entstanden . Die große Frage ist , warum das Universum im wesentlichen nur
Materie enthält und was mit der Antimaterie geschehen ist . Mit der Untersuchung
der Antimaterie wollen die knapp 100 Wissenschaftler aus 13 Ländern , die an dem
AD-Experiment teilnehmen , Hinweise finden , ob sich das Verhalten von Teilchen
und Antiteilchen unterscheidet , wohin die Antimaterie nach dem Urknall
verschwunden ist und welche Unterschiede zwischen beiden Materiearten dafür
verantwortlich ist . Letztlich hofft man , irgendwann eine Antwort auf die Frage
zu finden : " Warum leben wir in einem Universum aus Materie ? " Zwei der
Experimente mit den von AD verlangsamten Antiprotonen sollen
Antiwasserstoffatome herstellen . Ein weiteres Experiment wird sogenannte "
Atomcules " herstellen . Das sind Heliumatome , bei denen ein Elektron durch ein
Antiproton ersetzt wurde . Theoretisch können diese künstlich hergestellten "
Atomcules " gerade einmal ein Trillionstel einer Sekunde existieren , bis das
Antiproton in den Heliumkern fällt und dabei vernichtet wird . Atomcules sind
einfacher als Antiwasserstoffatome herzustellen und sie lassen sich leichter
spektroskopisch untersuchen . Mehr in Telepolis : Der Antimaterie auf der Spur .
Software-Agenten sind Menschen bei Geschäften überlegen In diesem Bereich wurden
daher auch die ersten Agenten oder Bots entwickelt , wie sie jetzt etwa bei
Amazon oder eBay verwendet werden . IBM-Wissenschaftler unter der Leitung von
Jeffrey Kephart haben nun erstmals Agenten gegen Menschen antreten lassen .
Ihren Experimenten lag ein Modell zugrunde , das auch beim Handel mit
Wertpapieren , Waren oder Rohstoffen an wirklichen Märkten vorherrscht . Bei den
Experimenten durften bei einem Handelsschritt nur jeweils Einheiten einer
einzigen Ware gehandelt werden , insgesamt waren es 8 bis 14 unterschiedliche
Waren . Die Teilnehmer hatten bei jedem Durchgang festgelegte Rollen als Käufer
und Verkäufer . Der Handel spielte sich in Echtzeit ab , alle Teilnehmer hatten
dieselben Informationen zur Verfügung . Zu Beginn der Runden wurden jeweils
Listen mit Minimal- beziehungsweise Maximalpreisen ausgegeben . Bei jeder Runde
hatte jeweils ein Mensch und ein Agent dieselben Ausgangsbedingungen . Das Ziel
war natürlich , den Gewinn beim Kauf beziehungsweise Verkauf zu maximieren . Ein
Durchlauf bestand jeweils aus 15 bis 16 Handelszeiten von jeweils drei Minuten .
12 Spieler ( 6 Menschen , 6 Agenten ) traten in sechs Durchläufen gegeneinander
an . Insgesamt waren die Agenten stets besser und erzielten durchschnittlich um
20 Prozent bessere Ergebnisse . Hinsichtlich der durchschnittlichen Leistung
waren die Agenten sogar um mehr als 100 Prozent besser , was sie durch die
Ausbeutung von Fehlern der Menschen erzielen konnten . Spielten 12 Menschen an
der virtuellen Börse , so erreichten sie hingegen insgesamt bessere Leistungen :
" Die Tatsache , dass Menschen besser gegen Menschen als gegen Agenten spielen ,
bestärkt den Beweis , dass die Agenten als Gruppe die besseren Spieler sind . "
Die Wissenschaftler betonen , dass dem Agentenverhalten relativ einfache
Algorithmen zugrunde liegen , die ihnen aber dennoch einen Vorteil gegenüber
Menschen verschaffen , zumindest wenn sie keine Experten sind . Gegen einen "
Gary Kasparow des Handelns " anzutreten , könnte daher natürlich die Schwächen
der Agenten offenbaren und ihre Strategien verbessern . Ganz allgemein gehen die
IBM-Forscher davon aus , dass in Zukunft die Strategien so ausgefeilt werden
können , dass Menschen keine Chance mehr haben . Der Vorteil der Agenten liege
vornehmlich darin , dass sie viel schneller Aktionen starten und auf
Marktsituationen reagieren können . Mehr in Telepolis : Verdrängen die Bots die
Menschen aus dem E-Commerce ? Polizeidatenbank als private Suchmaschine Die
Dunkelziffer sei , so die Detroit Free Press , vermutlich groß . Das System ,
das viele Polizisten offenbar zu einer privaten Suchmaschine umfunktionieren ,
wurde bereits 1967 zur Verbesserung der Verbrechensbekämpfung eingerichtet . Die
Sicherheitskräfte erhalten über LEIN auch Zugriff auf FBI-Daten . Wie die
Zeitung erläutert , sind die LEIN-Computer häufig unbeaufsichtigt . Außerdem
seien keine individualisierten Passwörter für eine Abfrage notwendig . Der
Nachweis des Amtsmissbrauchs gestaltet sich dementsprechend schwierig . Selbst
wenn Fälle des Datenmissbrauchs bekannt werden , bleibe es meist bei sehr
geringen Strafen , beklagt die Detroit Free Press . In einem Fall , bei dem ein
Polizist eine Frau mehrfach belästigte , wurde dieser als Strafe gerade einmal
einen Tag lang ohne Bezahlung vom Dienst freigestellt . Mehr in Telepolis :
US-Cops stellten Frauen nach . Medienrat warnt vor " virtuellem Wettrüsten " In
dem seit dem 1. August geltenden Informations- und Kommunikationsgesetz sind
Online-Dienste nur für von ihnen erstellte Serviceleistungen verantwortlich ,
nicht aber für fremde Inhalte im weltweiten Internet , zu dem sie nur den Zugang
vermitteln . Erlangen sie jedoch Kenntnis von rechtswidrigen Inhalten , so
müssen sie diese löschen , soweit dies " technisch zumutbar " ist . Der
Medienrat befürchtet , daß dies " als Generalklausel für ein polizeiliches
Vorgehen gegen Provider " mißverstanden werden kann . Um " Strafverfolger davon
abzuhalten , Unsinn zu machen " , so Medienrat-Mitglied Ingo Ruhmann , gab der
Medienrat eine Modellstudie namens " WebBlock " in Auftrag . Sie sollte
untersuchen , ob es eine unter heutigen Umständen praktikable Methode gibt ,
Internet-Aderessen gezielt zu sperren . Aufgrund der heute veröffentlichten
Studien und Analysen über die Möglichkeiten und Risiken von Sperrungsmethoden
kommt der Internet-Medienrat zum dem Ergebnis , daß sich Sperrungen in
vielfacher Hinsicht negativ auswirken werden und warnt vor einem " virtuellen
Wettrüsten " zwischen Sperrungsgegnern und -befürwortern . Aus juristischer
Sicht konnten Gutachter und Medienratsmitglieder mehrere kritische Punkte
anführen . Es sei rechtswidrig , von Internet-Service-Providern die Mitwirkung
an " technisch zweifelhaften Maßnahmen " zu verlangen . Ohne gesetzliche
Ermächtigungsgrundlage könne dies zu Schadensersatzansprüchen führen . Des
weiteren gefährde die Diskussion um Sperrungsverpflichtungen von Providern den
Wirtschaftsstandort Deutschland , da mit den Sperrungen unverhältnismäßig in die
Rechte Dritter , nämlich der Provider , eingegriffen werde . Auch aus
technischer Sicht ergeben sich zahlreiche Unwägbarkeiten . Zudem könnte die
Eigenart des Internet als einer Plattform für " besonders kreative Entwickler "
zum Mißerfolg einer Sperraktion führen . Ein " virtuelles Wettrüsten " von
Gegnern und Befürwortern wäre daher die Folge . Der Mißbrauch des Internet , so
der Medienrat , muß " auf einem anderen Wege als durch technische Eingriffe in
die Integrität des Netzes " gelöst werden . " Die Verlierer eines derartigen
Wettrüstens sind nicht die Täter , sondern allein die deutsche Wirtschaft " ,
warnt der Medienrat und fordert Politik , Strafverfolgungsbehörden und
Jugendschützer zu einer Deeskalation der Diskussion auf . Christiane
Schulzki-Haddouti Worldcom auf dem Weg zum Internetmonopol ? Noch ist ungewiß ,
ob Worldcom mit dem Kauf des Telekommunikationskonzerns MCI die größte
Firmenübernahme der US-Geschichte verwirklichen und so die zunächst geplante
Fusion mit der British Telekom , die mit 20 Prozent Aktienanteil bereits an MCI
beteiligt ist , verhindern kann . Schon jetzt aber stieg der Wert der MCI-Aktien
wieder an , was ein Angebot von BT in die Höhe treiben würde . Bei MCI geht man
derzeit in sich und prüft das Angebot von Worldcom . Mit MCI würde Worldcom mehr
als die Hälfte des gesamten Internet-Netzwerkes kontrollieren und vom bisher
viertgrößten Telekommunikationskonzern der USA an die zweite Stelle hinter
Branchenführer AT&T aufsteigen . Auch für Deutschland hätte dies Konsequenzen .
Schon jetzt brachte die Akquisitionspolitik Worldcom an die Spitze der privaten
Internet-Provider . Im November 1996 hatte der US-amerikanische Provider UUnet ,
das Internet-Unternehmen von Worldcom , 100 Prozent an Eunet erworben . Mit dem
Erwerb von MCI würde Worldcom auch in Deutschland noch größere
Einflußmöglichkeiten besitzen . Worldcom kontrolliert bereits die
Netzinfrastruktur von CompuServe und AOL . Und schon jetzt verfügt der
Telekommunikatonsriese über mehr als 1000 Einwahlknoten ( POPs ) in der ganzen
Welt , über 20.000 Meilen Leitungen in den USA , über 80
Satelliten-Sende/Empfangsstationen , Kapazitäten in fast jedem Unterwasserkabel
und lokale Netzwerke in 41 Städten . Monate vor seinen Konkurrenten schloß
Worldcom Interconnection-Vereinbarungen mit der Deutschen Telekom , der France
Telekom und anderen europäischen Noch-Monopolisten ab . Mehr im Bericht von
Christiane Schulzki-Haddouti : Linux anstatt Windows an Mexikos Schulen Mexiko
will in den nächsten Jahren 140000 Grund- und Mittelschulen mit Computern
ausrüsten . Im Land gibt es bereits 2000 Computerzentren an Schulen mit
durchschnittlich 7 Computern , die als Betriebssystem noch Windows haben .
Espinosa geht davon aus , daß auch diese bald auf Linux umsteigen werden . Um
die Plattform für den Einsatz in den Schulen anzupassen , setzt er auf die Hilfe
von anderen , schließlich ist auch Linux ein kooperatives Projekt . Gerade in
ärmeren Ländern oder eben bei der oft an Geld scheiternden Ausstattung von
Schulen mit Computern könnte Linux zu einer echten Alternative zu Windows werden
. Mehr in Telepolis : Linux statt Windows und Microsoft und die freie Software .
Datenschutzbeauftragte appellieren an die neue Regierung Deutschland befinde
sich auf dem Weg in die Informationsgesellschaft und brauche einen "
Politikwechsel " , so schreiben sie in ihrem Appell , in dem sie mit 10 Punkten
einen wirksamen Schutz der Privatsphäre fordern . Gefordert wird an erster
Stelle die Verankerung des " Rechts auf informationelle Selbstbestimmung " als
Grundrecht im Grundgesetz . Die Absicht etwa , das " Recht auf Verschlüsselung "
einzuschränken , indem Sicherheitsbehörden sich eine Hintertür einbauen , sei
nicht nur bedenklich , sondern auch in Zeiten der Datennetze illusorisch . Zu
lange schon habe man den Datenschutz den Sicherheitsinteressen untergeordnet .
Neben der Angst vor dem Big Brother sei aus guten Gründen auch die Furcht vor
der informationellen Bevormundung durch dessen " Geschwister " aus der
Wirtschaft getreten . Überdies seien die Datenschutzkontrollinstanzen nicht mehr
in der Lage , " mit der exponentiell wachsenden Datenverarbeitung in der
Wirtschaft " mithalten zu können . Mehr in Telepolis von Christiane
Schulzki-Haddouti : Neuer Computerwurm Der in VB Script geschriebene Bubbleboy
ist in einer HTML-Email eingebettet . In der Betreffzeile steht : " Bubbleboy is
Back ! " Er benötigt den Internet Explorer 5 mit dem installierten Windows
Scripting Host sowie MS Outlook oder MS Outlook Express . Auch die Mailprogramme
Exchange oder Lotus Notes seien gefährdet . Während man bei Outlook die Email
öffnen muss , reicht für die Aktivierung des Wurms beim Outlook Express , wenn "
Preview Pane " verwendet wird . Allerdings genügt es , beim Explorer den
höchsten Sicherheitsgrad für das Internet zu wählen , damit der Wurm nicht
aktiviert wird . Microsoft hat für das Sicherheitsloch , das Bubbleboy benutzt ,
bereits ein Patch zur Verfügung gestellt . Wenn der Wurm aktiviert wird ,
schreibt er zunächst die Datei UPDATE.HTA . Beim nächsten Start von Windows
verschickt er sich in Emails einmalig an jede Adresse , die im Adressbuch von MS
Outlook zu finden ist . Die vorliegende Version richtet ansonsten keinen
weiteren Schaden an . Auf eine ähnliche Sicherheitslücke bei Outlook hatte
bereits die Sicherheitsmailingliste Bugtraq hingewiesen . Mehr in Telepolis :
Bubbleboy . Die Rechner des Pentagon - ein beliebtes Angriffsziel Ende 1998 erst
hat das Pentagon Software eingesetzt , um alle Arten von Angriffen auf das
gesamte Netzwerk zu registrieren . Natürlich sind die Pentagon-Systeme nicht nur
für das Militär oder die Geheimdienste anderer Länder , sondern auch für viele
Jugendlichen interessant , die ihre Fähigkeiten einmal unter Beweis stellen
wollen . Letztes Jahr habe es über 22.000 Angriffe gegeben . 3 Prozent davon
hätten zu Problemen geführt , bei denen beispielsweise vorübergehend ein
Computer lahmgelegt wurde . In aller Regel seien die Angriffe harmlos oder
führten nur zu kleinen Störungen . In einigen Fällen aber seien Cracker in
Computer eingedrungen und hätten viele Daten heruntergeladen . Money meint ,
dass diese Cracker im Auftrag anderer Staaten arbeiten . Sie hätten aber nur in
Computer eindringen können , auf denen es keine geheimen Informationen gab . Mit
der Zahl der Internetnutzer steigt auch die Zahl der Angriffe . In den ersten
sieben Monaten dieses Jahres gab es bereits 14.000 registrierte Angriffsversuche
, 10 Prozent mehr als im Vorjahr . Money meint , dass die Angriffe weiter
zunehmen werden . Überdies würden die Programme nicht nur in den USA geschrieben
: " Bei vielen dieser Programme wissen wir nicht , wo der Code geschrieben wurde
. " Deswegen kaufe man für die wichtigsten Systeme keine kommerzielle Software .
Zwar seien viele der Sicherheitslücken nicht absichtlich angelegt , meinte ein
Pentagon-Mitarbeiter , der lieber anonym bleiben wollte , gegenüber der
Washington Post , aber manche sähen so aus , als seien sie als Hintertüren
geplant . Mehr in Telepolis : Anonymität versus Sicherheit : Virusdrohung an
Yahoo Am Montag Abend drohte ein Hacker damit , auf der Suchmaschine Yahoo einen
Virus eingebaut zu haben . Jeder , der die Webpage besucht oder die Suchmaschine
in der letzten Zeit verwendet habe , soll , so der noch unbekannte Hacker ,
damit eine logische Bombe in seinem Computer installiert haben , die Weihnachten
zünden würde , wenn bis dahin nicht Kevin Mitnick , einer der bekanntesten
Hacker , von der amerikanischen Regierung aus dem Gefängnis entlassen worden ist
. Yahoo gab Entwarnung : es wurde kein Virus gefunden . Dazu siehe auch den
Kommentar in Telepolis Cyberterrorismus oder Spass-Guerilla ? Infowar :
Schlimmer als Pearl Harbor Um den Amerikanern die Größe der Bedrohung durch den
Infowar plausibel zu machen und sie auf erneute Aufrüstungsvorhaben der Staates
vorzubereiten , spricht man seit geraumer Zeit gerne von einem in Zukunft
möglichen " elektronischen Pearl Harbor " . Das aber ist Richard Clarke , dem
Nationalen Koordinator des neu eingerichteten Critical Infrastructure Assurance
Office nicht genug . Für ihn stellt der Infowar eine noch weitaus bedrohlichere
Zukunft dar , als der Vergleich mit dem japanischen Angriff auf Pearl Harbour im
Jahr 1941 suggeriert . Das erläuterte er auf der von Defense Week organisierten
Konferenz über die " Verteidigung der kritischen nationalen Infrastruktur " am
7. Dezember . Während ein Angriff mit Informationswaffen die ganze Nation
treffen und auf die zivile Infrastruktur sowie die industrielle Macht der USA
gerichtet sein würde , sei Pearl Harbor nur ein lokales Ereignis gewesen , das
die Wirtschaft nicht bedroht habe . Deshalb konnte man damals auch erfolgreich
zurückschlagen . Damals wußte man zwar nicht , ob , wann und wo die Japaner
angreifen , aber man kannte immerhin die Größe und die Ausstattung der
japanischen Streitmächte : Daher sei es auch im Unterschied zur Bedrohung durch
einen Feind mit herkömmlichen Waffen sehr schwer , den Kongreß und das
amerikanische Volk davon zu überzeugen , daß man sich angemessen aufrüsten muß .
Gespenstisch also ist der im buchstäblichen Sinne virtuelle Infowar , solange er
nicht wirklich losgeht . Man brauche unbedingt Überwachungssysteme , die sofort
den Versuch eines Eindringens melden . Sie müßten überdies vernetzt sein , so
daß ein Angriff auf ein Computersystem allen anderen mit Informationen über die
Methode gemeldet werde , und sie müßten den Angriff abwehren können . Um hier
effektiv zu sein , müßte man ein KI-Programm entwickeln , das in Echtzeit die
Computer überprüft und Hintertüren , logische Bomben und trojanische Pferden
entdecken kann . Mehr in Telepolis : Die USA und der Infowar . Der permanent
vernetzte Patient Die kalifornische Firma Lifeshirt hat den Prototyp eines
Hemdes vorgestellt , das die körperliche Befindlichkeit eines Menschen permanent
überwacht . Noch müssen die Daten spätestens nach 24 Stunden auf einen PC
abgespeichet werden , von dem sie dann über das Internet zur Firma überspielt
werden . In Zukunft soll das Hemd die Daten in Echtzeit online senden . Eine
kontinuierliche Registrierung von wichtigen Körperdaten , ein " medizinischer
Film eines Patienten " , liefert natürlich weit aussagekräftigere und genauere
Informationen über den Gesundheitszustand , als ein paar " Schnappschüsse " etwa
in der Arztpraxis . Das waschbare Hemd kann überall und jederzeit getragen
werden , gleich ob man sich in der Arbeit befindet , irgendwelchen Vergnügungen
nachgeht oder im Bett schläft . Mehr in Telepolis : Ein Beitrag zur
Online-Medizin . Musik auf dem Handy Sanyo , Hitachi und Fujitsu haben die
Entwicklung eines Standards bekannt gegeben , um Musikdateien direkt vom
Internet auf Mobiltelefone herunterladen und dort mittels Kopfhörer angeblich in
CD-Qualität abspielen zu können . " Music on your mobile " oder " keitai de
myujikku " soll bereits zu Beginn des nächsten Jahres in Japan eingeführt werden
. Sanyo wird die Geräte herstellen , Hitachi und Infineon Technologies , die zu
Siemens gehören , entwickeln die Secure MultiMediaCard-Speicherkarten . Das
System basiert auf dem Standard UDAC-MB , der von drei japanischen Firmen
entwickelt wurde und zusammen mit dem Secure MultiMediaCard-Standard für einen
Schutz der Rechteinhaber sorgen soll , indem sie mit den rechtlichen
Anforderungen für die Distribution , das Kopieren und die Wiedergabe von
digitalen Inhalten übereinstimmen . Natürlich hoffen die Firmen , ihren Standard
für " music in your mobile " , der angeblich sicherer ist als der von der SMDI
vorgeschlagene , auf dem Markt durchsetzen zu können . An die Mobiltelefone
lassen sich nicht nur Kopfhörer , sondern auch Lautsprecher anschließen .
Überdies kann man gleichzeitig ein Gespräch führen und im Hintergrund Musik
abspielen lassen , während auf dem Display auch der Songtext oder andere
Informationen dargestellt werden können . Wenn das Herunterladen durch eine
Störung der Verbindung abgebrochen werden muss , kann es später fortgesetzt
werden , ohne noch einmal von vorne beginnen zu müssen . Mehr in Telepolis :
Musik auf dem Handy . Das menschliche Genom bald erfasst Celera , das erst seit
letztem Jahr mit 300 hochmodernen Sequenzierungsmaschinen und mit den
leistungstärksten Supercomputern zur Analyse des menschlichen Genoms in
Konkurrenz zu dem mit öffentlichen Geldern geförderten internationalen Human
Genome Project getreten ist , scheint nach eigenen Angaben den Wettlauf zu
gewinnen . Das Unternehmen sagt , man habe erst ab 8. September mit der
Sequenzierung begonnen , während das Human Genome Project bereits 1990 gestartet
wurde und bislang 47 Prozent des Genoms sequenziert hat , darunter auch das
erste vollständig erfasste Chromosom 22 . Bei dem Wettlauf geht es auch darum ,
ob die Informationen allen Wissenschaftlern zugänglich bleiben . Celera stellt
auf einer Subskriptionsbasis die Daten akademischen und kommerziellen
Forschungsinstitutionen zur Verfügung . Bislang hat Celera bereits Patente für
6500 Gene beantragt . Allerdings will auch Celera nach Abschluss der
Sequenzierung die genetischen Rohdaten in einer wissenschaftlichen Zeitung
veröffentlichen , die den Wissenschaftlern auf der ganzen Erde kostenlos unter
der Vereinbarung , die Daten nicht weiter zu veröffentlichen , zur Verfügung
stehen sollen . Celera bezeichnet sich schon jetzt als die " weltweit größte
DNA-Datenfabrik " . Craig Venter betont , dass die frühe Phase der Sequenzierung
besonders wichtig für die Entdeckung der menschlichen Gene sei , die den neuen
Rohstoff im biotechnologischen Zeitalter bilden : Mehr in Telepolis : Celera
prescht im Wettlauf um die Sequenzierung des menschlichen Genoms voran . Guyana
: Zensur von Websites aufgehoben Auch das kommt vor und ist deswegen durchaus
eine Meldung wert : Während vielfach aus unterschiedlichen Motiven heraus der
Zugang zu bestimmten Webinhalten gesperrt wird , werden jetzt , wie Moses
Nagamootoo , der Informationsminister von Guyana ankündigte , hier die 1995
eingeführten Filter wieder entfernt , die Websites mit sexuellen , rassistischen
oder terroristischen Inhalten blockierten , weil man der freien Meinungsäußerung
und dem freien Zugang zur Information verpflichtet sei . Mehr in Telepolis :
Guyana handelt wider den Zeitgeist . Internetbenutzung in England wächst
sprunghaft Allerdings wollen angeblich bis Ende des Jahres 43 Prozent online
sein . Nur 5 Prozent verfügen im Büro und Zuhause über einen Zugang . Diese Zahl
soll sich im nächsten Halbjahr bereits verdoppeln . Allerdings würde auch im
Jahr 2003 der Internethandel erst einen Anteil von 2,5 Prozent an den
Gesamtverkäufen haben , auch wenn bis dahin 40 Prozent der Bücher , Software und
Musik über das Internet vertrieben würden . Wer heute online einkauft , tue dies
weniger wegen etwaiger Preisvorteile , sondern vor allem deswegen , weil es
bequemer ist . Mehr in Telepolis : Ein Drittel ist bereits online . Weiter
Rätselraten um Cyber-Vandalen Wer die Täter sind , die während der letzten Tage
die Distributed Denial-of-Service ( DDoS ) Angriffe ausgeführt haben , und aus
welchem Grund sie diese ausgeführt haben , bleibt weiterhin ein Rätsel .
Mittlerweile wurde bekannt , dass auch andere Firmen-Websites wie die von
Excite@home Ziel der Angriffe waren , das aber nicht zugeben wollen . Inzwischen
verdichten sich die Vermutungen , dass die Angriffe von unterschiedlichen
Gruppen ausgeführt worden sein könnten . So sollen sich die Daten , die während
des Angriffs auf Yahoo versendet wurden , von denen unterscheiden , die bei den
Angriffen auf CNN oder eBay verwendet wurden . Überdies seien zwei verschiedene
Techniken eingesetzt worden . Staatsanwalt Eric Holder nahm die Angriffe zum
Anlass , mehr Geld und Personal für das FBI zu fordern . Holder meinte auch ,
dass man daran denken müsse , das Strafmaß für Computerkriminalität zur
Abschreckung zu erhöhen . Er betonte , man müsse die Angriffe sehr ernst nehmen
, da sie auch für den Rückgang der Börsenwerte am Mittwoch mit verantwortlich
seien . All nährt natürlich auch ganz andere Gerüchte über die möglichen
Drahtzieher . Er sei schon immer überzeugt gewesen , dass es nicht die Frage sei
, ob jemand die Sicherheitslöcher für solche Angriffe ausnutzen werde , sondern
lediglich , wann dies geschehe . Das amerikanische Verteidigungsministerium hat
angekündigt , dass alle Computersysteme daraufhin überprüft werden sollen , ob
jemand DoS-Programme auf ihnen installiert hat . Man habe zwar keine Hinweise
darauf , dass Pentagon-Computer für die Angriffe zweckentfremdet worden seien ,
wolle aber ganz sicher gehen . Siehe auch den Kommentar von Douglas Rushkoff in
Telepolis : Das menschliche Genom - ein paar Gene mehr als die Maus Nächste
Woche werden Celera und das Humangenomprojekt jeweils ihre Versionen der
Sequenzierungsdaten des menschlichen Genoms veröffentlichen . Die Analyse des
menschlichen Genoms gilt als einer der größten Erfolge in der Geschichte der
Wissenschaften . Sie eröffnen möglicherweise eine neue Geschichte der Menschheit
, da die Biologie immer weniger Schicksal sein werde . Das Unternehmen und der
durch öffentliche Gelder getragene Verbund von Forschungsinstitutionen lagen im
Wettstreit , wer zuerst das vollständige Genom mit möglichst hoher Präzision
analysiert . Dabei kam es nicht nur zu Konflikten über die unterschiedlichen
Ansätze der Analyse , sondern auch über den Umgang mit den Daten . Während es
die Philosophie des Humangenomprojekts ist , die Rohdaten allen möglichst
schnell kostenlos zur Verfügung zu stellen , so ist Celera noch immer auf der
Suche , den Spagat zwischen wissenschaftlicher Transparenz und kommerzieller
Aneignung zu finden . Einbezogen in den Konflikt sind auch die konkurrierenden
Zeitschriften Nature , in der die Ergebnisse des Humangenomprojekts
veröffentlicht werden , und Science , die eng mit Celera zusammenarbeitet .
Science wird am 12. Februar online die Beiträge über die Sequenzierungsdaten des
Genoms sowie eine Reihe von Artikel zu diesem Thema frei zugänglich machen -
beispielsweise über die Entwicklung der "Schrotschuss"-Technik von Celera , mit
der eine schnelle Sequenzierung möglich wurde , über die Implikationen der
Genforschung oder die Ansätze der Bioinformatik . Das Heft wird am 16. Februar
erscheinen : mit der Genomkarte und einem Plakat . Diese erlaubt ihnen im
Wesentlichen zwar , mit den Daten zu arbeiten und auch Patentanträge
einzureichen , soll aber verhindern , dass sie die Daten weiter verkaufen oder
diese zu anderen kommerziellen Zwecken nutzen . Wissenschaftler , die in
Unternehmen arbeiten , müssen Lizenzgebühren zahlen . Wer Zugriff auf alle Daten
haben will , muss weitere Verträge mit Celera eingehen und erhält erst dann eine
CD-ROM mit den gesamten Daten . Science und Celera führen diese Einschränkungen
auch auf die amerikanische Rechtslage zurück , was den Besitz von Datenbanken
angeht . Donald Kennedy von Science sagte , wenn es entsprechende Regelungen wie
in Europa gebe , die die Eigentumsrechte an Datenbankinhalten sichern , wäre die
jetzt vorgenommenen Kompromisse nicht notwendig . Zur Sicherheit hat Celera bei
Science eine CD-ROM mit den gesamten Sequenzierungsdaten hinterlegt . Diese soll
der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden , wenn Celera die Zusagen nicht
einhält und doch noch strengere Restriktionen einführt . Inzwischen hat Francis
Collins vom National Human Genome Research Institute prophezeit , dass im
nächsten Jahrzehnt durch Gentests individuelle Risiken für Erkrankungen und
individuelle Reaktionen auf Medikamente festgestellt werden . Bis 2020 werde man
zahlreiche genbasierte Designermedikamente herstellen können , sodass viele
unerwünschte Nebenwirkungen vermieden werden könnten . Insgesamt werde die
Genforschung zu gigantischen Datenbanken über die Sequenzen , Variationen und
Expressionen führen , was auf die entscheidende Rolle der " computational
biology " hinweise . Erforderlich seien leistungsstarke Methoden , um die
gewaltigen Datenmengen zu sortieren und zu analysieren . Auf der
Biovisions-Konferenz in Lyon sagte Collins am vergangenen Freitag : Bis 2020
aber sieht Collins auch die Keimbahntherapie auf dem Sprung . Dann werde man mit
einiger Sicherheit bereits neue Gene in die Keimzellen einführen , um auch für
die weiteren Nachkommen das Auftreten bestimmter Krankheiten zu verhindern . Das
werde aber auch der Zeitpunkt sein , an dem die Menschen beginnen würden zu
fordern , " dass wir selbst unsere eigene Evolution in die Hand nehmen müssen
und nicht mit unserem bislang erreichten biologischen Statuts zufrieden bleiben
dürften " . Collins selbst warnt vor der Vorstellung eines einfachen genetischen
Determinismus , also der Vorstellung , alle Eigenschaften des Menschen so auf
Gene zurückführen zu können , dass sie nur noch Roboter wären , " die durch
unsichtbare Signale von unseren DNA-Sequenzen gesteuert werden " . Möglich seien
die künftigen schnellen Fortschritte auch deswegen , weil sich gezeigt habe ,
dass die Zahl der Gene beim Menschen wesentlich kleiner ist als bislang
angenommen . Was möglicherweise die Vorstellung vom Menschen als der
kompliziertesten Kreatur zuwiderläuft , hat jedoch für die Wissenschaft
eindeutige Vorteile , da die Entdeckung der Gen-Funktionen dadurch schneller zu
einem Ende kommen könnte . Allerdings zieht Venter daraus auch die Konsequenz ,
dass wir wesentlich weniger genetisch " fest verdrahtet " sind als man früher
angenommen hat . Die Komplexität hatte sich erst vor kurzem herausgestellt , als
sich zeigte , dass genveränderte Mäusen , die klüger waren , gleichzeitig auch
die Schmerzempfindlichkeit zugenommen hatte ( Die Kehrseite der Gentechnik ) .
Mehr in Telepolis : In 20 Jahren werden sichere Eingriffe in die Keimbahn des
Menschen möglich sein . iMacs kostenlos - aber mit Einkaufszwang Gleich in den
ersten Tagen kamen über 300000 Anfragen an Free-PC , um kostenlos gegen Werbung
einen PC und Internetzugang zu erhalten ( siehe den Artikel in Telepolis ) . Die
Firma überlegt , die Zahl der angebotenen Compaq-PCs von 10000 auf eine Million
aufzustocken . Auch hier müssen die Benutzer Werbung über sich ergehen lassen ,
aber für das " Geschenk " noch weitere Gegenleistungen erbringen . Als
Internetprovider muß One Stop Communication genommen werden , was monatlich
19,95 US-Dollar kostet . Wenn in einem Monat beim Intershopping mehr als 200
Dollar ausgegeben werden , entfällt die Gebühr . Wer hingegen ein Einkaufsmuffel
ist und weniger als 100 Dollar verbraucht , muß die Rate dennoch zahlen . Ein
anderes Geschäftsmodell hat Cybergold entwickelt . Die willigen Benutzer
erhalten für das Anschauen von Werbung bares Geld : Geschäftsmodelle in der
Aufmerksamkeitsökonomie . Die britische Supermarktkette Tesco bietet hingegen
einen kostenlosen Internetzugang an , um das Online-Shopping zu unterstützen .
EU-Kommission will eine " sichere Informationsgesellschaft " schaffen Als ersten
Schritt hat Brüssel dazu Mitte Januar eine Mitteilung an den Europäischen Rat
und das Parlament geschickt , in denen sie Handlungsrahmen und -bedarf sowie
Ziele zur " Schaffung einer sicheren Informationsgesellschaft " umrissen hat .
Grundsätzlich will sich Brüssel demnach an den heftig umstrittenen Vorschlag für
eine Konvention gegen Cyberverbrechen des Europarats anlehnen , für die
inzwischen der 25. Entwurf vorliegt . Um die Verbreitung von
kinderpornographischem Material sowie weitere großflächige
Denial-of-Service-Attacken zu verhindern , will die Kommission aber noch in der
ersten Hälfte dieses Jahres zwei gesonderte Richtlinien ausarbeiten . Noch sind
die betroffenen Interessensgruppen von einem Konsens allerdings weit entfernt .
Das zeigte sich bei einer Anhörung , die vor wenigen Tagen in Brüssel stattfand
. Im Zentrum der Debatte stand die drohende Ausweitung der Überwachung und
Speicherung des Datenverkehrs , die vor allem den Internetprovidern stark zu
schaffen machen würde . Peter van Roste , ein Vertreter des Verbands der
Europäischen Internetprovider , sieht die Netzwirtschaft gleich doppelt
betroffen von den Plänen der Kommission : Einmal durch die direkten Auflagen ,
die im schlimmsten Fall den Einbau teurer Abhörschnittstellen und Filtersoftware
sowie die Einstellung zusätzlichen Personals bedeuten , sowie indirekt durch den
Verlust potenzieller Kunden und Webshopper , die die Polizei nicht in ihren
täglichen Einkaufszettel schauen lassen wollen und eher niedrigere als höhere
Internetgebühren erwarten . So geht die niederländische Providerwirtschaft , die
mit einer großen Konsolidierungswelle aufgrund der in Holland bereits
bestehenden Lauschverpflichtungen rechnet , von einem Anstieg der
Verbraucherpreise für den Netzzugang um 25 Prozent aus . Das britische
Information Assurance Advisory Council ist dagegen der Meinung , dass schon die
Mitteilung der Kommission viel zu weit geht . Ihre Empfehlung an Vitorino lautet
, sich auf die harten Fragen der technischen Sicherheit im Netz zu konzentrieren
und statt nebulösen Cybergangstern hinterher zu spionieren lieber Schwachstellen
bei den " kritischen " Infrastrukturen aufzudecken und die Nutzer zu
sensibilisieren . Besonders ans Herz legte die Vereinigung der Kommission ,
zunächst eine genaue Übersicht über die durch Cyberkriminelle tatsächlich
verursachten Schäden zu erstellen . Die Verfasser der Mitteilung aus Brüssel
hatten zuvor zugegeben , über keine seriösen Statistiken zur
Computerkriminalität zu verfügen . Ein Vertreter der Kommission kündigte bei der
Anhörung nun an , Studien über die der Wirtschaft und dem Gemeinwesen durch
Cybergangster entstehenden Kosten zu fördern . Ob sie den
Entscheidungsfindungsprozess in Brüssel allerdings noch beeinflussen können ,
ist angesichts des vorgelegten Tempos der Kommission nicht zu erwarten . Gerade
Vitorino scheint laut Kennern der Brüsseler Politlandschaft momentan geneigt zu
sein , den Interessen der Strafverfolger mehr Gewicht zuzusprechen als den
Warnungen der Datenschützer und Bürgerrechtler . Die Balance zwischen allen
Akteuren , sagte der Kommissar am Ende der Anhörung , sei noch lange nicht
gefunden . In einem pan-europäischen Forum möchte die Kommission daher nun mit
Strafverfolgungsbehörden , Telekommunikationsanbietern , Providern ,
Verbraucher- und Datenschützern über die Ausarbeitung klarerer Regeln
diskutieren . Mehr in Telepolis : Brüssel gibt Gas bei der Bekämpfung der
Computerkriminalität Bundesjustizministerin fordert Urheberabgaben auf
Netzanschlüsse Die Bundesregierung will die wirtschaftliche Situation von
Künstlern , Kreativen und Kulturschaffenden verbessern . Das bekräftigte am 6.
März Bundesjustizministerin Hertha Däubler-Gmelin auf einem Fachkongreß in
Berlin . Die zügige Umsetzung der internationalen WIPO-Verträge zum Copyright
und über Darbietungen und Tonträger von Dezember 1996 in deutsches Recht steht
auf dem Regierungsprogramm , die den Kreativen , Tonträgerherstellern und
Sendeunternehmen das alleinige Recht zur Veröffentlichung ihrer Werke und
Produkte in Pull- und Push-Medien einräumen . Für Online-Nutzungen käme dann
deutsches Urheberrecht zur Anwendung . Außerdem wäre das die Gesetzesgrundlage ,
um auch Netzanschlüsse , zur Zeit ISDN-Karten und Modems , sowie Betreiber von
öffentlichen Netzzugängen etwa in Internetcafés mit Urheberabgaben zu belegen .
Mehr in Telepolis : Bundesjustizministerin kündigt weitreichende Änderungen des
Urheberrechtsgesetzes an und Kreativität ist nicht umsonst . Bundesweiter
Städtewettbewerb für virtuelle Verwaltung Staatsekretär Alfred Tacke vom
Bundesministerium für Bildung und Forschung hat am 10. 3. die Gewinner eines
bundesweiten Städtewettbewerbs bekanntgegeben . Dabei geht es primär um digitale
Transaktionen , vor allem um die Nutzung und Verbreitung der digitalen Signatur
. " Die neue Bundesregierung " , so Tacke anläßlich der Preisverleihung , "
wirkt mit ganzer Kraft darauf hin , daß Deutschland bei den Informations- und
Kommunikationstechnologien verlorenen Boden zurückgewinnt und in der globalen
Konkurrenz wieder Spitzenpositionen einnimmt . " Ausgezeichnet wurden von der
Jury die Konzepte der Städte Bremen , Esslingen und Nürnberg . Meist in
Verbindung mit Geldinstituten soll eine Chipkarte für die digitale Signatur
eingeführt werden . So sollen etwa die Bürger in Bremen schon ab Ende 1999 ein
Dutzend verschiedener alltäglicher Verwaltungsvorgänge online mit der
Signatur-Geldkarte nutzen können . Auch alle Universitäten werden in das Projekt
eingebunden . Studenten sollen sich mit ihrer Chipkarte am heimischen PC zu
Prüfungen anmelden , die Ergebnisse online abfragen und die Leistungsscheine
ausdrucken können . Rückmeldung , Exmatrikulation , BaföG-Antrag oder
Semesterticket sind als " Online-Verwaltungsdienstleistung " geplant .
Allerdings ist die Verbindung von Geldkarten und digitaler Signatur
datenschutzrechtlich nicht ohne Probleme . Der Bremer Datenschutzbeauftragte
Stefan Walzt : " Die Daten werden immer irgendwo zentral gespeichert . " Gerade
die als anonym geltende Geldkarte hinterläßt durch ihre enge Verbindung mit dem
Girokonto exakte Kaufprofile in einem der vier sogenannten Evidenzzentren . Dort
ist nachvollziehbar , mit welcher Karte wann und wo Geld ausgegeben wurde .
Kommen noch mehr Dienste auf diesem Chip hinzu , wird die Datenspur des Bürgers
immer breiter . Also fordert Walz die Möglichkeit , sogenannte Whitecards nutzen
zu können . Sie sind nicht an ein Konto gebunden . Daran haben aber gerade
Banken meistens kein Interesse . Mehr in Telepolis : Virtuelle Rathäuser und
Märkte in der BRD . Die Eingangsseiten des amerikanischen Innen- und des
Energieministeriums wurden am Wochenende im Zuge der chinesischen Proteste gegen
die Bombardierung der Botschaft in Belgrad ebenso wie die Homepage der
amerikanischen Botschaft in China gecrackt . Nachdem der Pressesprecher noch am
Montag bestritten hatte , daß auch die Website des Weißen Hauses gecrackt worden
sei , und behauptet hatte , es habe sich nur um eine Störung gehandelt , mußte
er gestern Nacht schließlich doch einräumen , daß Cracker in das System
eingedrungen waren . Wer die Täter waren und welche Motive sie hatten , wisse
man allerdings noch nicht . Hacker News hatte zuvor eine Kopie der
abgespeicherten Eingangsseite veröffentlicht und behauptet , daß sie tatsächlich
geknackt wurde . Neben den .mil Domänen ist natürlich die Website des
Präsidenten ein beliebtes Ziel für Crackversuche , während es für die
Sicherheitskräfte wohl besonders peinlich ist , wenn dort jemand eindringen kann
, nachdem Bill Clinton gerade die Sicherheit der nationalen Infrastruktur und
die Bedrohung durch den Infowar zu einem Topthema gemacht hat . Mehr in
Telepolis : Doch keine " technische Störung " . Der Euro-Gipfel : ein heißer
Sommer in Amsterdam ? Am 16. und 17. Juni findet in Amsterdam der Eurogipfel
statt , an dem sich die europäischen Regierungschefs treffen , um Maastrich II
oder den Vertrag von Amsterdam zu beschließen . Der Ort des Treffens ist
symbolisch - zumindest für Deutschland : die Nederlandsche Bank , in deren
Kellern sich die holländischen Goldreserven befinden . Vorgesehen sind u. a.
eine Aufhebung des Einstimmigkeitsprinzips im Ministerrat , neue Regelungen der
Auslands- und Sicherheitspolitik und eine Verstärkung der polizeilichen
Zusammenarbeit ( Europol ) . Befürchtungen , daß es zu einem " Superstaat Europa
" kommen könnte , sind gleichwohl völlig unbegründet . Bislang haben bei
EU-Gipfeltreffen meist nur Bauern protestiert . Das wird in Amsterdam anders
werden . Ein großes Polizeiaufgebot wird die Stadt sichern , und ein Großteil
der Innenstadt wurde zur Zeit des Treffens zur Sicherheitszone erklärt . In der
jetzigen allgemeinen euroskeptischen Stimmung könnte Amsterdam tatsächlich für
einige heiße Tage sorgen , denn es sind eine ganze Reihe von Protestaktionen
geplant . Die Opposition ist in der Frage , was Europa sein soll , freilich
ebenso ambivalent wie die Regierungen der europäischen Mitgliedsländer . Die von
kleinen Gewerkschaften und Arbeitslosengruppen organisierten Märsche nach
Amsterdam werden am 14. 6. in einer Demonstration gegen Arbeitslosigkeit , Armut
und soziale Ausbeutung sowie allgemein gegen die EU-Politik enden . Der
alternative Gipfel " Für ein anderes Europa " (
http://www.snore.org/different-europe ) , der vom 11. bis 17.6. stattfindet ,
ist ein Bündnis von verschiedenen grünen und linken Parteien und mit ihnen
verbundenen NGO's . Themen sind Arbeitslosigkeit , soziale Ungerechtigkeit , ein
feministisches Europa , ein ökologisches Europa etc. Die " Pirate radios
@msterdam " werden mit Real Audio über alle Aktivitäten im Internet berichten
Dabei geht es um sexuelle Freiheit , die auch auf einer Sex-Bühne demonstriert
werden soll . Der 16. 6. ist der Tag des " Eurorave " gegen die europäische
Drogenpolitik , während am 17. 6. an der Nederlandsche Bank ein " Smoke-In " die
Luft mit rauschigen Düften schwängern soll und die Autonomen unter dem Slogan "
EU rot op " demonstrieren wollen . Weitere Berichte in Telepolis : Ein heißer
Sommer in Amsterdam ( http://www.heise.de/tp/te/1211/fhome.htm ) John Horvath :
Osteuropa und der Euro-Gipfel ( http://www.heise.de/tp/te/1217/fhome.htm ) Paul
Treanor : Der Euro-Gipfel und die Ambivalenz der Anti-EU-Opposition (
http://www.heise.de/tp/te/1219/fhome.htm ) Neuer Email-Virus Trend Micro und
Network Associates berichten von einem neuen Virus , der über Email verschickt
wird und die reproduktiven Eigenschaften des Melissa-Virus und das
Zerstörungspotential des Tschernobyl-Virus verbindet . Angeblich kommt der Virus
aus Israel und hat bislang Computer in den USA , Frankreich und Deutschland
befallen . Wie Bill Pollack , Sprecher des CERT , meint , müsse man den Virus
durchaus ernst nehmen , auch wenn die Größe des von ihm verursachten Schadens
noch unbekannt ist . Worm.Explore.Zip verbreitet sich über Email-Programme , die
wie MS Outlook oder Netscape Mail auf MAPI ( Messaging Application Programming
Interface ) basieren , mit dem Text : I received your email and I shall send you
a reply ASAP . Till then , take a look at the attached zipped docs . Im
Unterschied zu Melissa schickt Worm.Explore jedoch von einem infizierten
Computer nur Emails an die Adressen , von denen eine Email empfangen wurde . Der
Virus durchsucht die Festplatte nach Dateien mit der Endung .doc , .c , .cpp ,
.h , .asm , .xls sowie .ppt und löscht deren Inhalt . Siehe auch : Die guten und
die bösen Virenprogrammierer . Widerstand gegen Softwarepatentierung Im Vorfeld
einer EU-Konferenz über Geistiges Eigentum formiert sich der Widerstand gegen
das geplante Gesetz zur Softwarepatentierung . Um gegen das Gesetz zu
protestieren , das die Patentierung von Software zur Förderung der Innovation
ermöglichen soll , wollen AFUL ( Association Francophone des Utilisateurs de
Linux et Logiciels Libres ) und der FFII ( Förderverein für eine Freie
Informationelle Infrastrukur ) das Bündnis EuroLinux gründen . Im Rahmen des am
13. Juni in Köln stattfindenden FFII-Kongresses " Informationelle Monokoltur und
die Alternativen " wird Jean-Paul Smets , Vorstandsmitglied von AFUL und Autor
der Protestseite Free Patents , eine programmatische Rede zu den EU-Plänen und
den Aufgaben von EuroLinux halten . Das Gesetz wird am 24. Juni während einer
EU-Konferenz über Geistiges Eigentum verhandelt . EuroLinux befürchtet , daß
Softwarepatente zu " stärkeren Monopolisierungstendenzen und damit zu weniger
Wettbewerb und weniger Innovation " führen . Siehe auch in Telepolis von Richard
Stallman : Europa muß vor Softwarepatenten bewahrt werden . FBI-Abhörsystem für
Emails stößt auf Bedenken " Carnivore " heißt das System , das vom
FBI-Laboratorium in Quantico entwickelt und bislang angeblich bei 100 Fällen
eingesetzt wurde , weil es das " Fleisch " aus einer riesigen Datenflut
herausholt . Die Fälle hätten vor allem mit dem " Schutz der Infrastruktur " ,
mit der Verfolgung von Hackern , aber auch mit Terrorismusbekämpfung und
Drogenhandel zu tun gehabt . Dabei wird ein PC mit der Software vom FBI bei dem
Provider eines Verdächtigen installiert und direkt mit dessen Servern verbunden
. Täglich kommt dann ein FBI-Mitarbeiter und holt die Daten aus dem meist
abgesperrt beim Provider befindlichen Computer . Das sei damit vergleichbar ,
dass man alle Telefongespräche belausche , um zu sehen , ob es sich dabei um ein
Telefongespräch handelt , das man abhören sollte . Der republikanische
Kongressabgeordnete Bob Barr findet das System " besorgniserregend " : " Wenn
die Software erst einmal beim Provider installiert ist , gibt es keine
Überprüfungsmöglichkeit des Systems mehr . " Mehr in Telepolis : Das Fleisch des
Internet . Handschrifterkennung aus Israel Die israelische Firma CharacTell hat
nach eigenen Angaben mit dem Programm SoftWriting den Durchbruch bei der
Erkennung von Handschriften geschafft . Um zum Beispiel herauszufinden , ob der
Kringel am Ende von " die " dasselbe bedeutet wie der Kringel in " der " , muss
das Programm sich nicht mit Äußerlichkeiten aufhalten , sondern nur die
unverwechselbare Sequenz vergleichen . Wie der Algorithmus , also die Umwandlung
von grafischen Merkmalen in Sequenzen aus Buchstaben und Zahlen , im Einzelnen
funktioniert , ist das Betriebsgeheimnis von CharacTell . Erhältlich ist das
Ganze in einer Handvoll westeuropäischer Sprachen . Vorerst gibt es SoftWriting
nur als Software für den Scanner ; in Sachen Bundling ist man mit einem großen
Scannerhersteller im Gespräch . Bereits zum Jahresende soll SoftWriting in so
genannten Digital Pens und Digital Pads zur Anwendung kommen . Die Verbindung
von manueller Schreibbewegung und digitalem Schreibwerkzeug beziehungsweise
digitaler Schreibunterlage hätte den Vorteil , dass man anders als auf dem
Papier nicht nur den fertigen Buchstaben , sondern auch seine Entstehung in die
Zeichenerkennung mit einbeziehen kann - was zu besseren Ergebnissen führen wird
. Selbst Programme wie SoftWriting müssen jedoch kapitulieren , sobald sie mit
so genannter gebundener Schrift konfrontiert werden , bei der die einzelnen
Buchstaben nicht für sich stehen , sondern durch diverse Bögen und Linien
miteinander verbunden sind . Das Problem ist der Schreibfluss , beziehungsweise
die Segmentierung der einzelnen Buchstaben . Es gibt zu viele mögliche Antworten
auf die Frage , wo der eine Buchstabe aufhört und wo der andere anfängt . Mehr
in Telepolis : Das Rätsel der Handschrift . Projekt Lovescout auf der Loveparade
gescheitert Die Kamera war mit einem Computer und einem Videorecorder verbunden
. Per Mobilfunk sollte für Radio Fritz versucht werden , Bilder , Töne und Texte
vom Ort des Technospektakels direkt live ins Internet einzuspielen . Pünktlich
um 14 Uhr sind die Scouts mit dem 10 kg schweren Art+Com-Datenrucksack " Urban
Jungle Pack " an den Start gegangen , doch ab 16:03 Uhr lief nichts mehr . Am
Tag zuvor hatte noch alles geklappt . ( Gerald Jörns ) Mehr darüber und eine
Stellungnahme von Art+Com in Telepolis . Siehe auch Die Love Parade 99 - eine
Bildergeschichte . Carnivore soll seziert werden Bürgerrechtsorganisationen und
Abgeordnete hatten den Verdacht geäußert , dass das bereits eingesetzte System
die Verfassung verletzt und dem FBI eine unkontrollierbare Lauschtätigkeit
erlaubt . Die Bürgerrechtsorganisation EPIC hatte das FBI angeklagt , den
Freedom of Information Act nicht zu beachten und nicht auf den eingereichten
Eilantrag auf Veröffentlichung von Dokumenten , darunter den Quellcode von
Carnivore , reagiert zu haben . Der Richter hatte in seinem Beschluss Anfang
August dem FBI bis 16. August Zeit gegeben , den Klägern Einsicht in die
verlangten Dokumente zu geben . Gestern nun kündigte sie an , dass das
Justizministerium ein Universitätsinstitut beauftragen werde , Carnivore
technisch innerhalb der nächsten Wochen zu überprüfen . Welches Institut
ausgewählt wird , sagte sie nicht , aber offenbar ist das Supercomputing Center
der University of California in San Diego im Gespräch . Mehr in Telepolis :
Carnivore soll von Universitätsinstitut überprüft werden . Lebendige Halbleiter
Zufällig sind amerikanische und irische Wissenschaftler über ein interessantes
Phänomen gestolpert , aus dem sich vielleicht einmal neuartige Biochips
entwickeln lassen könnten . Mit allen möglichen Mitteln hatten die
Wissenschaftler versucht , bestimmte hartnäckige Bakterien aus einer
Chipfertigungsanlage zu entfernen . Doch das erwies sich als unmöglich , denn
die Bakterien hatten sich mit einem Kristallpanzer geschützt . Genau dadurch
aber wurden sie zugleich zu lebendigen Halbleitern . Ultrareines Wasser , mit
denen die Chips gesäubert wurden , löst aus der Oberfläche von Halbleitern aus
Silizium oder Germanium einzelne Silizium- oder Germaniumoxid-Moleküle , die
dann als Kristalle um die Bakterien wachsen können . Der nächste Schritt wird
sein , die Kristalle so entwickeln zu können , dass sie stabil sind und sich wie
ein Transistor verhalten . Insgesamt könnte sich damit die bisherige
Forschungsrichtung umkehren : Mehr in Telepolis : Biotransistoren aus lebendigen
Halbleitern . Noch einmal vertagt Wie schon beim letzten Sitzungstag im Mai
forderte der französische Richter Jean-Jacques Gomez im Rechtsstreit um Yahoos
Auktionsseiten mit in Frankreich verbotenen Angeboten von Nazi-Andenken die
Einholung weiterer Gutachten von Experten , wie die AFP meldet . Geklärt werden
soll damit die Möglichkeiten , wie Yahoo technisch französische Bürger daran
hindern könnte , auf die Seiten mit den in Frankreich , aber nicht in den USA
verbotenen Nazi-Andenken zuzugreifen . Yahoo wurde im April von der
Internationalen Liga gegen den Antisemitismus und Rassismus ( Licra ) und dem
Französischen Verband jüdischer Studenten ( UEJF ) angezeigt , weil französische
Bürger auf den Auktionsseiten von Yahoo.com auf Angebote von Nazi-Souvenirs
zugreifen können , was nach französischem Recht verboten ist . Unabhängig davon
, dass der Sitz des Unternehmens sich in den USA befindet und Yahoo sich auf die
dortige Verfassung beruft , hat das Unternehmen nach Ansicht des Richters das in
Frankreich geltende Recht verletzt : In der Verhandlung im Juli hatten die
Vertreter von Yahoo und die von ihnen bestellten Sachverständigen auf die
Schwierigkeiten hingewiesen , die mit einer Sperrung von bestimmten
Internetbenutzern verbunden ist . Jede Sperre sei prinzipiell zu umgehen . " Die
Mittel , die man dafür einsetzen müsste , sind unverhältnismäßig " , meinte
Christophe Pecnard , der Anwalt von Yahoo , da man die gesamte Architektur der
Website verändern müsse . Yahoo denke nicht daran , technische Lösungen für ein
juristisches Problem der Franzosen einzuführen . Man wolle keine Zensur ausüben
. Die Internetbenutzer seien selbst dafür verantwortlich , welche Inhalte sie
sich ansehen wollen . Der Richter hatte dann weitere Expertisen angefordert und
gesagt , er werde seine Entscheidung am 11. August bekannt geben . Obgleich
Gomez bereits im Juli sein Missfallen zum Ausdruck gebracht hatte , dass Yahoo
nicht genügend getan habe , um dem Urteil vom 22. Mai nachzukommen , scheint dem
Richter nun eine Entscheidung doch schwer zu fallen , die von vielen als
schwerwiegender Präzedenzfall für die Rechtsprechung in Internetangelegenheiten
angesehen wird . Geht Frankreich voran , so könnten bald durch technische Mittel
im Cyberspace die nationalen Grenzen wiederkehren . Für den 6. November ist die
nächste Anhörung vor Gericht anberaumt . Mehr dazu in Telepolis Wie auf dem Mars
. Blaues Licht steuert die Körperrhythmen Licht beeinflusst über unsere Augen
die täglichen Körperrhythmen . Dabei spielt das Hormon Melatonin eine
entscheidende Rolle . Wissenschaftler des Jefferson Medical College haben
Hinweise auf einen bislang unbekannten fünften " Photorezeptor " im menschlichen
Auge gefunden , der die Melatoninproduktion steuert . Bekannt sind bislang vier
verschiedene Sinneszellen in der Netzhaut : Stäbchen und drei Arten von Zapfen
für das Farbsehen . Nachdem der Einfluss der bekannten Rezeptoren ausgeschlossen
werden konnte , zeigten die Forscher in Experimenten , dass eine vom Auge
aufgenommene Wellenlänge von blauem Licht ( 446-477 nm ) den Melatoningehalt im
Blut am stärksten verändert , indem sie die Produktion des Hormons unterbricht .
Der Anstieg des Melatonins am Abend bewirkt Müdigkeit . Die Forscher denken ,
dass schon diese Erkenntnis über die Melatoninausgabe durch Licht in einer
bestimmten Wellenlänge direkt in therapeutische Anwendungen fließen kann ,
beispielsweise zur Behandlung der so genannten Winterdepression oder von
Kreislaufstörungen , aber auch des Jetlag : Über die künstliche Beleuchtung
ließe sich , wenn sich die Ergebnisse bestätigen sollten , der Aufenthalt in
Innenräumen möglicherweise nach Belieben regeln . Mehr in Telepolis : Steuerung
der Körperrhythmen . Virtuelle Bundestagswahl Studenten der Universität
Osnabrück unter der Leitung des Soziologieprofessors Dieter Otten wollen im
Rahmen der Bundestagswahl im Rahmen einer Lehrveranstaltung die Möglichkeiten
einer Online-Stimmabgabe erkunden . Dazu haben sie über die real existierenden
328 Wahlkreise hinaus einen virtuellen Wahlkreis 329 eingerichtet . Ab Mitte
August können wahlberechtigte Bürger hier einen Stimmzettel mit einer codierten
Zugangsnummer beantragen , um dann zwischen dem 20. und 27. September ihren
Stimmzettel auszufüllen und einzusenden . Mit der Zweitstimme entscheidet man
sich ganz gewohnt für eine Partei . Die Wähler sollen anonym bleiben , gezählt
werden nur die abgegebenen Stimmen . Erforscht werden sollen mit diesem
Bundestagswahlspiel die " technischen , rechtlichen und organisatorischen
Voraussetzungen " für virtuelle Wahlen , um die Politiker dazu zu bringen , das
Internet auch als Alternative zur Briefwahl zu nutzen . Interessiert ist man
auch daran , wie und ob sich das Wahlergebnis der Online-Bürger vom Ergebnis der
tatsächlichen Bundestagswahl unterscheidet : Damit mehr Menschen sich beteiligen
, kann derjenige eine Reise nach Japan gewinnen , der am genauesten den Ausgang
der wirklichen Bundestagswahl vorausgesagt hat . In Telepolis finden Sie auch
einen Bericht zur Online-Wahlbörse Wahl$treet . In den USA boomt die Telearbeit
Nach einer Studie des Ziff-Davis-Marktforschungsinstituts InfoBeads wird
Telearbeit in den USA immer bedeutender . Die Zahl der " telecommuters " sei im
letzten Jahr auf insgesamt 6,88 Millionen angestiegen , was eine Zunahme um 30
Prozent innerhalb eines Jahres darstellt . Besonders stark sei die Zahl der
Vollzeitkräfte um 78 Prozent auf jetzt 951000 angestiegen , auch wenn die
Teilzeitkräfte noch immer den Löwenanteil darstellen . Vor allem bei größeren
Unternehmen nimmt die Zahl der Telearbeiter zu . Telearbeit erweist sich
allerdings immer mehr als eine Option für die gesellschaftliche Elite . Die
Mehrzahl der Telearbeiter wird von den leitenden Angestellten und Managern (
2,74 Millionen ) oder den Spezialisten ( 1,98 Millionen ) gestellt . Bei beiden
Gruppen wächst auch die Ausübung der Telearbeit am schnellsten . Überdies würden
15 Prozent der leitenden Angestellten/Manager und 12 Prozent derjenigen , die
spezialisierte Tätigkeiten ausüben , bereits gelegentlich telearbeiten . Mehr in
Telepolis : Besonders leitende Angestellte und Speizalisten nutzen Telecommuting
. Turing-Test für das Erzählen von Geschichten Schon seit vielen Jahren arbeitet
Selmer Bringsjord , Leiter des Minds and Machines Laboratory am Rensselaer
Polytechnik Institute in Troy , an einem künstlichen Autor von Kurzgeschichten .
Brutus 1 versteht sich aufs Betrügen und liebt derlei Geschichten , die
allerdings im Umfeld von Universitäten oder Schulen spielen müssen . Aus dieser
Wissensbasis schöpft er seine Themen , aber er wäre überfordert , wenn es um
andere Inhalte ginge . Letzte Woche hat Dan Hurley auf seiner Website Instant
Novelist mit Brutus 1 einen neuen Turing-Test gestartet . Neben einer Geschichte
von Brutus 1 mit 500 Worten gibt es vier ebenso lange Geschichten , die von
Menschen geschrieben wurden . Die Beschränkung auf 500 Worte ist notwendig , da
Bringsjord glaubt , dass die Länge ein wesentlicher Faktor ist , der einen
Computer schnell ins Hintertreffen geraten lassen würde . Hurley , der jetzt die
Besucher seiner Website bittet , den von Brutus 1 verfassten Text unter den fünf
Geschichten herauszufinden , meint , dass die Leser dies wohl nicht schaffen
werden . Überdies sollen sie auch angeben , welche Geschichte ihnen am besten
gefällt . Mehr in Telepolis : Mensch oder Computer ? . Holocaust-Leugnung : Das
nationale Recht im Internet Der Bundesgerichtshof ( BGH ) wird morgen in einer
Revisionsverhandlung die Frage behandeln , ob der Tatbestand der Volksverhetzung
auch dann in Deutschland strafbar ist , wenn der Beschuldigte diesen nicht in
Deutschland , sondern über das Internet begangen hat . Bei dem Prozess geht es
um den deutschstämmigen australischen Staatsbürger Fredrick Toben , der
antisemitische Texte in Australien über das Internet veröffentlicht hat . Toben
gehört jener Gruppe von Leuten an , die angeblich wissenschaftlich nach Beweisen
dafür suchen , dass der Holocaust nicht stattgefunden habe . Er sei lediglich
eine Erfindung " jüdischer Kreise " . Toben ist Direktor des " Adelaide
Institute " , auf dessen Website er seine Texte und Newsletter verbreitet . Auf
einer Rundreise durch Europa besuchte Toben auch Hans-Heiko Klein , Staatsanwalt
in Mannheim . Klein hatte 1992 gegen den ehemaligen NPD-Vorsitzenden Deckert ein
Strafverfahren wegen Volksverhetzung eingeleitet , aufgrund dessen dieser zu
einer einjährigen Gerichtsstrafe verurteilt wurde . Im Dienstzimmer von Klein
wurde Toben im April 1999 festgenommen und schließlich wegen Verunglimpfung des
Andenkens Verstorbener und Rassenhass zu 10 Monaten Gefängnis verurteilt . Eine
Verurteilung wegen Volksverhetzung lehnte das Gericht jedoch ab , weil die
Leugnung des Holocaust nicht in Deutschland stattgefunden habe und daher nicht
nach deutschem Recht bestraft werden könne . Beim Prozess ging es auch um die
Dokumente , die Toben ins Internet gestellt hatte . Der Richter kam damals zum
Schluss , dass er nur für die Inhalte bestraft werden könne , die er in Briefen
oder mittels anderer " materieller Träger " nach Deutschland gebracht habe .
Ebenso wie die Staatsanwaltschaft legte auch Toben Revision gegen das Urteil ein
, die jetzt vor das Bundesgerichtshof erörtert wird . Bislang gibt es noch kein
Gerichtsurteil darüber , ob die Verbreitung der Holocaust-Leugnung im Ausland in
Deutschland strafbar ist . Mehr in Telepolis : Auch Australien geht gegen Tobens
antisemitische Inhalte auf seiner Website vor . SPD - Avantgardepartei der
Informationsgesellschaft ? Auf dem Parteitag der SPD wurde der Leitantrag zur
Informationsgesellschaft ohne große Kritik verabschiedet . Damit will sich die
SPD als Avantgarde der Informationsgesellschaft profilieren und gleichzeitig
ihre traditionelle Wählerschicht von den Arbeitnehmern auf die wachsende Schicht
der freien " Auftragnehmer " und Telearbeiter erweitern . In einem
Telepolis-Gespräch sagte Wolfgang Thierse , stellvertretender
Fraktionsvorsitzender und Sprecher der Projektgruppe " Informationsgesellschaft
" , daß die SPD vorwiegend auf den freien Markt setze und sehr vorsichtig mit
neuen Regelungen umgehen möchte . Was fehle , sei vor allem eine öffentliche
Diskussion : Betont wird von ihm aber auch das " Grundrecht auf Information " :
Auch ansonsten verspricht die SPD viel , kommt sie erst einmal an die Macht :
Wir werden Akzente auf die besonders zukunftsträchtigen Bereiche setzen . Das
ausführliche Gespräch mit Wolfgang Thierse mit Christiane Schulzki-Haddouti
finden Sie in Telepolis : Schluß mit der Spezialistendebatte UNO-Informationen
auf Deutsch im Internet Anläßlich des 50. Jahrestages der Allgemeinen Erklärung
der Menschenrechte hat das Informationszentrum der Vereinten Nationen ( UNIC )
in Bonn am 10. Dezember eine neue deutschsprachige Website ins Netz gestellt .
Hier findet man Nachrichten und Pressemitteilungen , Informationen zur UNO und
deren Schwerpunktthemen und Aktivitäten oder Links zu den Programmen und
Publikationen der UNO und zu anderen Informationsquellen . Siehe auch in
Telepolis : Der 50. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte .
Angst vor dem Jahr-2000-Problem ? Eine im Auftrag der National Science
Foundation im Dezember durchgeführte Befragung über die möglichen Folgen des
Jahr-2000-Problems kam zum offiziellen Ergebnis , daß die Menschen in den USA im
Allgemeinen nicht allzusehr besorgt sind . Gar nicht besorgt sind lediglich 13
Prozent , sehr besorgt aber immerhin 16 Prozent . 68 Prozent glauben , daß die
Probleme sich über Wochen , wenn nicht gar Monate hinziehen werden . Die Hälfte
der Befragten gab jedoch an , Reisen mit Flugzeugen um den Jahrtausendwechsel
herum zu vermeiden , da sie meinen , daß die Luftkontrollsysteme gefährdet seien
. Noch mißtrauischer ist man gegenüber den Banken . Mehr in Telepolis : Ein
gemischtes Bild . Online mit dem Kühlschrank In der Entschlossenheit , alles zu
vernetzen , was nur irgendwie denkbar ist , hat die britische Firma Electrolux ,
die auch den ersten Prototyp eines Staubsaugerroboters anbietet , jetzt einen
Kühlschrank mit Internetzugang und einem Barcode-Lesegerät vorgestellt . Am
Screenfridge wird man nur noch den Barcode von leeren Verpackungen mit dem
Scanner ablesen , der Einkaufsliste für den Online-Lebensmittelhändler um die
Ecke hinzufügen und warten , bis die leckeren Dinge ins Haus kommen . Aber wenn
man schon gerade hungrig vor dem Kühlschrank herumsteht , kann man doch gleich
noch anderes erledigen : einmal schnell schauen , ob es neue Emails gibt ,
vielleicht schnell eine schreiben , kurz im Internet surfen und beim
Online-Lebensmittelhänder nach leckeren Sachen Ausschau halten , ein schnelles
Spielchen machen oder gleich TV glotzen , denn auf dem 13-Zoll Bildschirm soll
sich auch das sehen lassen . Die mediale Aufrüstung für die Küche soll Anfang
2000 auf den Markt kommen . Siehe auch die Glosse Ein vernetzter Kühlschrank in
Telepolis . Expo 2000 : Hannover soll lahmgelegt werden Das Internet spielt für
den Widerstand gegen die Expo offenbar eine wichtige Rolle . Es dient den
Gruppen nämlich nicht nur als Plattform für Demonstrationsaufrufe , sondern vor
allem als Netzwerk , um die geplanten Aktionen beispielsweise über Mailinglisten
zu koordinieren . Zentrales Ziel der verschiedenen Initiativen , die vor allem
aus dem linksautonomen Spektrum stammen , ist der Versuch , die Eröffnung der
Weltausstellung in Hannover am 1. Juni zu verhindern oder zumindest massiv zu
behindern . Auch Einzelheiten der beabsichtigten Störaktionen werden inzwischen
genannt . Straßen , Zugstrecken , Straßenbahn , Flughafen ,
Kommunikationsstränge , Versorgungsleitungen ... Stattdessen sollen die von
außen anreisenden Gruppen Blockaden und Störungen in den Stadtteilen und an den
Stadträndern Hannovers durchführen , die in ihrer Himmelsrichtung liegen .
Außerdem soll zuvor noch ein Stadtplan mit den wichtigsten Infrastrukturpunkten
erstellt werden . Geplant sind auch illegale Radiosender , die ständig
Informationen verbreiten sollen . Aber natürlich wird man zur Verständigung und
schnellen Koordination auch auf Handys und vor allem auf SMS zurückgreifen .
Auch vom Verfassungsschutz wird der angekündigte Widerstand gegen die Expo 2000
inzwischen ernst genommen . Befürchtet werden beispielsweise Gewaltakte wie
Besetzungen oder Sabotage , da die im Juni beginnende Veranstaltung zunehmend
ins Blickfeld gewalttätiger Linksextremisten geraten sei . Mehr in Telepolis :
Argumente und Pläne der Expo-Gegner und Der Widerstand gegen die Expo 2000 nimmt
konkretere Formen an . Ex-CIA-Direktor bestätigt Wirtschaftsspionage mittels
Echelon Der ehemalige CIA-Direktor James Woolsey sagt , die Wirtschaftsspionage
der USA würde auf " Bestechungsaktionen der Europäer " zielen . Bei einer
Pressekonferenz vor ausländischen Journalisten in Washington rechtfertigte der
ehemalige CIA-Direktor US-Aufklärung " mit Spionage , durch Abhören , durch
Aufklärungssatelliten " damit , dass Europa eine " Kultur der Bestechung " habe
, wenn es darum gehe , internationale Großaufträge zu erhalten . Er bezog sich
auf den kürzlich dem Europaparlement vorgestellten Bericht " Interception
Capabilities 2000 " , der unter anderem Informationen über angebliche
US-Wirtschaftsspionage mittels des Satellitenüberwachungssystems Echelon enthält
. Er bescheinigte dem Bericht " intellektuelle Aufrichtigkeit " , behauptete
aber , bei den zwei im Bericht zitierten Fällen sei es um Bestechung gegangen .
Seiner Meinung nach sei das aber keine Wirtschaftsspionage . Die USA hätten
wenig Bedarf an High-Tech-Spionage , da " die amerikanische Industrie in vielen
Bereichen technologisch weltführend ist " . Doch die " Kultur der Bestechung " ,
die es in Europa gäbe , und die Hilfe , die europäische Unternehmen von ihren
Regierungen erhalten , legitimieren laut Woolsey die US-amerikanischen
Spionageaktivitäten . Mehr in Telepolis : Überwachungskameras mit
Mobilfunktechnik Traditionelle Überwachungskameras sind " geschlossene " analoge
Systeme , die mit Kabel verbunden sind ( CCTV ) . Ein neues System , das von der
Firma Shawley entwickelt wurde , verwendet zur Übertragung der Bilder
GSM-Mobiltelefone oder ISDN-Verbindungen . Das senkt angeblich die Kosten
gegenüber der herkömmlichen Technik um bis zu 80 Prozent und ermöglicht es , auf
die Videokameras von Laptops , Palms oder anderen tragbaren Geräten aus
zuzugreifen . Die beweglichen Kameras , mit denen sich auch zoomen lässt ,
kosten um die 9000 Mark . Die digitalen Bilder werden verschlüsselt übertragen ,
die Kameras können nur mit der Eingabe einer PIN-Nummer bedient werden und auf
sie lässt sich nur von bestimmten Geräten aus zugreifen , um so Hackerangriffe
zu verhindern und einen Diebstahl uninteressant zu machen . " Der Ausbau von
Überwachungskameras steht ganz oben auf unserem Programm " , sagte laut Sunday
Times ein Mitarbeiter des Innenministeriums . Mehr in Telepolis : Mobile
Überwachung . PLUTO : Wie steht es um den Kryptochip ? Die Gerüchte um PLUTO ,
den " Höllenhund fürs Internet " ( Spiegel ) , hielten sich hartnäckig . Damit
wolle das Innenministerium in Kooperation mit Siemens einen Kryptochip
entwickeln , für den die staatlichen Behörden einen Nachschlüssel ( key escrow )
besitzen . Möglicherweise sollte das angeblich von einem sich verplappernden
BMI-Mitarbeiter in die Welt gesetzte Gerücht nur die vom Innenministerium und
den Sicherheitsbehörden weiterhin gehegten Wünsche nach einem Nachschlüssel
unterminieren . Tatsächlich wurde Siemens Mitte 97 mit der Herstellung des
Kryptochips zur Verschlüsselung des staatlichen Datenverkehrs beauftragt . Mit
einer Schlüssellänge von 160 Bit und einer Leistung von 2 Gigabit/sec. erlaubt
er die Echtzeitverschlüsselung in ATM-Netzen . Hintertüren , so Siemens , werden
nicht eingebaut und seien " grundsätzlich " abzulehnen . Vorerst also Entwarnung
. Mehr zu PLUTO im Telepolis-Bericht von Christiane Schulzki-Haddouti :
Stubenrein , aber ungezähmt . Nach öffentlicher Kritik wird das ENFOPOL-Paket
zerpflückt Protestmails an den Bürgerbeauftragten wurden von diesem abgewiesen ,
weil dieses Thema nicht in seinen Zuständigkeitsbereich falle . Aus dem
gleichfalls angeschriebenen Innenministerium kam die Meldung , daß man dort die
Mail gar nicht erhalten habe , obgleich die Email-Adresse stimmt und keine
Fehlermeldung auftrat . Dazu gehört die in " ENFOPOL 98 Rev 2 " getroffene
Einigung darüber , daß die Regeln , die derzeit für das Abhören von
Telekommunikation gelten , auch auf die neue Kommunikationstechnologien wie
Satelliten- und Internetkommunikation angewendet werden sollen . Die damit
verbundenen rechtlichen und technischen Probleme werden in anderen Papieren
behandelt . So wird beispielsweise die brisante Kryptofrage und die Frage des
grenzüberschreitenden Abhörens auf ein bislang unbeobachtetes Nebengleis
verschoben . Aus einem internen Memorandum des britischen Innenministeriums vom
8. Februar geht diese Strategie eindeutig hervor . Darin heißt es : " Der
Entschließungsentwurf wird separat vom Entwurf des gegenseitigen
Rechtshilfeabkommens über die gesetzlichen Rahmenbedingungen zur Kooperation in
Abhörangelegenheiten behandelt . " Explizit weist das Memo darauf hin , daß die
Entschließung keine " finanziellen Implikationen " in sich birgt . Nach der
Aufregung um die deutsche Telekommunikationsüberwachungsverordnung ( TKÜV ) gilt
es als erwiesen , daß jede Vorgabe , aufgrund derer Provider Abhöreinrichtungen
auf eigene Kosten installieren müssen , auf den erbitterten Widerstand der
Wirtschaft stoßen wird . Um dennoch ans Ziel kommen zu können , werden daher die
einzelnen Regelungsbereiche strikt voneinander getrennt und zeitlich separiert .
Mehr von Christiane Schulzki-Haddouti in Telepolis : Inside ENFOPOL . Über die
ausufernden Möglichkeiten von Europol informiert Stefan Krempl : Europol auf dem
Weg zum " Euro-FBI " . Digitale Hormone für flexible Roboter Am Information
Sciences Institute der University of Southern California haben Wissenschaftler
kleine und einfache Roboter entwickelt , die autonom agieren , aber sich auch zu
einem größeren Roboter zusammenfügen können . Gesteuert werden sollen die Module
dieser ConRos ( Configurable Robots ) als verteiltes System , bei dem es keine
zentrale Steuerungseinheit gibt , weil ansonsten die dezentrale Konfiguration
und die gewünschte topologische Dynamik nicht realisiert werden kann . Behnam
Salemi , Wei-Min Shen und Peter Will haben zu diesem Zweck eine in Analogie zu
Hormonen gedachte Steuerung entwickelt . Ein verteilter Steuerungsalgorithmus ,
der CELL genannt wird , soll dabei Gangarten und andere Rekonfigurationsaktionen
auswählen , synchronisieren und ausführen . Dabei muss der Algorithmus nicht auf
übergreifendes Wissen zurückgreifen : Interessant ist der Rückgriff auf die
Analogie zu Hormonen . Zunächst wurden die Raupen- und Spinnenroboter von einer
zentralen Steuerung für die Gangarten kontrolliert , was aber verhinderte , dass
neue Gangarten , die nicht vorher programmiert waren , entstehen konnten . Um
die Flexibilität zu erhöhen , wurden dann Algorithmen im Sinne von digitalen
Hormonen entwickelt . Hormone werden von den Wissenschaftlern als eine Botschaft
verstanden , die verschiedene Aktionen in verschiedenen Subsystemen auslöst ,
aber die Ausführung und Koordination dieser Aktionen den lokalen Subsystemen
überlässt . Gedacht ist die Sache so , dass man den Robotern beispielsweise nur
die Richtung angibt und diese dann selbst je nach räumlichen Bedingungen
entscheiden , welche Gangart und welche Körper sie wählen , um zum Ziel zu
gelangen . Mehr in Telepolis : Eine " nasse " Steuerung von Roboterschwärmen .
Otto Schily und die DoS-Angriffe gegen Nazi-Websites Die Auseinandersetzung um
die angebliche Absicht von Bundesinnenminister Otto Schily , mit DoS-Attacken
Nazi-Websites lahmzulegen , geht weiter - wenn auch möglicherweise als Posse .
Dirk Inger , Sprecher von Schily , meinte gegenüber Spiegel Online am
vergangenen Wochenende , dass etwa DoS-Angriffe auf Neonazi-Websites nicht " im
Unrechtsbereich anzusiedeln " seien . Das Ministerium dementierte : Spiegel
Online will sich aber mit dem Dementi nicht zufrieden geben . Schließlich sprach
nicht nur Inger von Angriffen auf Websites , die nicht im Unrechtsbereich liegen
, sondern auch Schily hatte Ende des letzten Jahres bereits weitergehende
Schritte angedeutet . Die deutsche Regierung habe , so Schily gegenüber der
Washington Post , die Grenzen internationaler Handlungsfähigkeit erkannt und
suche auch nach anderen Wegen , Menschen , die neonazistische und nach
Deutschland gerichtete Webseiten ins Netz stellen , vor amerikanische Gerichte
zu bringen . Man überlege überdies , so Schily weiter , neonazistische Sites von
Deutschland aus durch Überflutung mit Anfragen zu schließen . Gegenüber Spiegel
Online versicherte nun der Autor , Peter Finn , dass Schily diese Äußerungen
nicht nur wörtlich ihm gegenüber gemacht habe , sondern dass sie auch damals von
seinem Pressesprecher " als sachlich richtig bestätigt und zur Veröffentlichung
freigegeben " wurden . Was Schily damit gemeint hat , bleibt freilich fraglich .
Finn hatte daraus geschlossen , es könne sich um eine Überschwemmung mit Spam
handeln , möglich wären aber auch DoS-Angriffe . Mehr in Telepolis : Und er hat
es doch gesagt ... Neuer Prozeß um einen Link Wieder einmal geht es in einem
Gerichtsprozeß , diesmal ab heute vor der Handelskammer des Münchner
Landgerichts , um die Verantwortung für Links zu fremden Inhalten . Thomas
Benner hatte auf seiner Website , auf der er Spartips gibt , einen Link zu einer
anderen Website gelegt , auf der ein Berechnungsprogramm für Telefonkosten
angeboten wurde . Der Hersteller dieses Tarifrechners aber hatte für diesen den
geschützten Namen " Explorer " gewählt - und das wird jetzt möglicherweise auch
Thomas Brenner zum Verhängnis . Er erhielt von einem Münchner Rechtsanwalt kurz
darauf eine Abmahnung , da der Name des verlinkten Tarifprogramms ein
eingetragenes Warenzeichen enthalte . Neben der Forderung , den Namen nicht
weiter zu verwenden , enthielt die Abmahnung auch die Forderung nach Anerkennung
von Schadensersatzansprüchen , wozu auch das Honorar des Rechtsanwalts gehört .
Thomas Brenner , der den Link , wie er sagt , ohne " wirtschaftliches Interesse
" setzte , fand heraus , daß noch 80 weitere Websites auf das Programm verwiesen
hatten . Brenner will das Honorar des Rechtsanwalts nicht zahlen , um keinen
Präzedenzfall zu schaffen . Er sei nicht in der Lage , vor dem Setzen eines
jeden Links eine Warenzeichenrecherche durchzuführen . Sollte die Klägerin in
dem Prozeß Recht bekommen , warnt er , käme dies " einem Maulkorb fürs Internet
" gleich . Die Richter prüfen vor allem , ob Brenners Website einen "
geschäftlichen Verkehr " darstellt . Mehr in Telepolis : Maulkorb fürs Internet
? . Hacker-Newssite 2600.com von Hackern enteignet Die Website 2600.com der
gleichnamigen Hacker-Zeitschrift wurde aus bislang noch unbekannten Gründen von
ebenfalls noch unbekannten Hackern geklaut . Offenbar konnten sie die Einträge
in der Whois-Datenbank von Network Solutions verändern und haben die auf den
Herausgeber Eric Corley bzw. Emmanuel Goldstein eingetragene Domäne
umgeschrieben . 2600.com findet das natürlich nicht lustig und wirft Network
Solutions Schlamperei vor . Entwendet wurde allerdings nur die Domäne 2600.com ,
während 2600.org und 2600.net noch auf Goldstein eingetragen sind . Der schrieb
heute : Nichts deutet bislang darauf hin , dass der Fall etwas mit dem allgemein
für die Zukunft des Copyright als entscheidend betrachteten Prozess zu tun haben
könnte , den 2600.com gerade vor einem Revisionsgericht wegen der
Veröffentlichung des DeCSS-Programms führt , mit dem sich verschlüsselte DVDs
auf die Festplatte kopieren lassen . Mehr in Telepolis : 2600.com gehört nicht
mehr 2600.com . Computerfirmen helfen Kosovo-Flüchtlingen Die
Flüchtlingssituation in Albanien , Montenegro und Mazedonien wird immer
dramatischer . Aus dem Kosovo sind bereits 750000 Menschen geflohen . 400000 hat
alleine Albanien bislang aufgenommen . Knapp wird vor allem das Geld , um die
Flüchtlinge zu versorgen . UNHCR hat einen dringenden Aufruf veröffentlicht ,
möglichst umgehend finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen . Ein anderes
Problem ist , daß das jugoslawische Militär den Flüchtlingen nicht nur Hab und
Gut , sondern oft auch die Personalpapiere entwendet hat . Überdies wurden auf
der Flucht viele Menschen von ihren Familien getrennt . Nach einer Bitte des
Hochkommissars für Flüchtlinge und der International Organization for Migration
haben Computer- und Softwarefirmen Unterstützung zur Lösung dieses Problems
angeboten . Microsoft , Compaq , Hewlett-Packard , Securit World und ScreenCheck
stellen für den Aufbau eines Registrierungssystems Software , Hardware und
Beratung zur Verfügung , um die Flüchtlinge zu registrieren , ihnen neue
Personalausweise auszustellen und die Familienzusammenführung zu unterstützen .
An Registrierungsstellen in ganz Albanien , bei denen die Daten der Menschen in
eine gemeinsame Datenbank eingegeben werden , können mit Laptops , digitalen
Kameras und speziellen Druckern sofort neue Personalausweise ausgegeben werden .
Die Hochkommissarin für Flüchtlinge , Sadako Ogata , zeigte sich beeindruckt von
der schnellen Hilfe durch Microsoft und die Partnerfirmen . Website des
US-Senats erneut gecrackt Dieses Mal gingen die Cracker , die sich " Varna
Hacking Group " nennen , auf eine andere Methode vor . Hier war die Homepage
ersetzt durch eine entstellte Kopie der Website des Senats . Die Cracker
spielten wieder auf den Versuch des FBI an , die Crackerszene aufzurollen : "
Ihr könnt einen stoppen , aber nicht alle . " Mehr in Telepolis :
Sicherheitsmängel peinlich für amerikanische Behörden . Das russische Modul
Swesda ist erfolgreich gestartet Nach neun Minuten löste sich das Modul ohne
Probleme nach Erreichen der Umlaufbahn in einer Höhe von 350 Kilometern von der
letzten Stufe der Trägerrakete Proton . 15 Minuten nach dem Start klappten die
35 Meter langen Solarschirme sowie die Antennen des Moduls aus . Premiere in
Sachen Weltraumkommerzialisierung war , dass die Startkosten der Trägerrakete
teilweise durch Werbeeinnahmen finanziert wurden . Am 26. Juli soll nämlich das
Modul automatisch an die Raumstation andocken , die bislang nur aus dem
russischen Modul Sarja und dem amerikanischen Verbindungsmodul Unity besteht .
Falls es Schwierigkeiten geben sollte , insbesondere beim automatischen Andocken
, ist schon eine Sojusrakete mit zwei Astronauten in Kasachstan startbereit .
Sie sollen dann im Notfall das Andocken manuell unterstützen . Mehr in Telepolis
: Erfolgreicher Start und Beginn der Kommerzialisierung der Weltraumfahrt durch
Russen . Blind Date mit Sicherheitsnetz Über Blinddate-Security.com können
Frauen jetzt via Internet Schutz ordern . Die Eckdaten des Treffens mit dem
Unbekannten , wie Ort und Zeitpunkt , werden einfach in ein Kontaktformular
eingetragen . Vertraulichkeit ist selbstverständlich . Binnen 48 Stunden meldet
sich eine Mitarbeiterin von Blinddate-Security und bespricht die Cover-Aktion im
Detail . Dabei werden genaue Anrufzeiten für einen Re-Check und bestimmte
Codewörter vereinbart . Kommt eine Frau in Bedrängnis , so alarmieren die "
Schutzengel " umgehend die Polizei . Der Dienst ist derzeit in Deutschland ,
Österreich und der Schweiz aktiv . Die Betreuerinnen arbeiten ehrenamtlich . Den
Nutzerinnen entstehen keine Kosten . In Deutschland zeichnet Markus Lau-Christen
, der sich seit Jahren gegen Missbrauch an Frauen und Kindern engagiert ,
verantwortlich . Die beiden setzen primär auf die präventive Wirkung . " Wir
raten Frauen dazu , dem Date auch zu erzählen , dass sie gecovert werden " , so
Angela Hochleitner im Telepolis-Gespräch . Damit sollen potenzielle Täter von
vorneherein abgeschreckt werden . Mehr dazu in Telepolis : Schutzengel für die
Offline-Welt . Steuern für Satelliten Einen originellen Einfall hat das Los
Angeles County , um die Steuergelder zu mehren . Ansässig im County ist der
Konzern Hughes Electronics . Und weil der Satelliten im Weltraum betreibt , soll
er nun für dieses " bewegliche Eigentum " zur Kasse gebeten werden . Dass dies
möglich ist , bestätigen auch Steuerexperten , schließlich werden auch andere
bewegliche Güter besteuert , beispielsweise Boote oder auch Kostüme einer
Eisrevue . Hier gab es 1976 eine richtungsweisende Entscheidung , die nun auch
für das , was im Weltraum schwebt , Geltung haben könnte , denn auch wenn der
Eiszirkus fast nie in Kalifornien war , so musste er doch für die Kostüme zahlen
. Natürlich ist der Hughes-Konzern von dieser Idee eines Steuerbeamten nicht
begeistert . Brian Paperny , der beim Konzern für Steuern zuständig ist , zeigt
sich denn auch ziemlich beunruhigt über den Vorschlag , Steuern zu erheben für "
ein stationäres Objekt , das 22.300 Meilen von der Erde entfernt ist und sich in
einer festen Parkposition über dem Äquator befindet , weit weg vom Los Angeles
County und den Grenzen von Kalifornien " . Es kommt erschwerend hinzu , dass die
Satelliten sich auch nicht über Kalifornien befinden . Vermutlich dürfte die
Sache vor Gericht enden , das entscheiden muss , ob das Finanzamt seine Hand
auch in die unendlichen Weiten des Weltraums erstrecken kann . Mehr in Telepolis
: Wem gehören die Steuern für Satelliten ? EU-Kommission befürwortet
Greencard-Lösungen Solange die im Amsterdamer Abkommen 1997 vorgeschlagenen
Rechtsinstrumente ausschließlich in die Zuständigkeit der Mitgliedsstaaten
fallen , so kritisiert EU-Binnenmarktkommissar Antonio Vitorino , wäre der
Beginn einer " echten Asyl- und Einwanderungspolitik " illusorisch . Scharf
wendet sich der Kommissar auch gegen Regierungen , die noch immer einer
Einwanderungspolitik zögerlich gegenüberstehen : " Die Kommission hat darauf
hingewiesen , dass die Forderung nach Nulleinwanderung völlig unrealistisch ist
. " Schon Ende 2000 hatte die Kommission auf eine Beschleunigung der
Einwanderungspolitik gedrängt und Europa mehr oder weniger zum
Einwanderungsgebiet erklärt . Mit dem jetzt bekannt gegebenen Vorschlag für eine
Richtlinie , die die Erwerbstätigkeit von Drittstaatsangehörigen regelt und die
Prinzipien einer gemeinsamen Einwanderungspolitik entwickelt , will Vitorino die
Harmonisierung der Einwanderungspolitik beschleunigen und vor allem die
Möglichkeiten für das Anwerben von notwendigen Experten durch Greencards
schaffen . Vorgeschlagen wird ein einheitliches und vereinfachtes Verfahren für
die Einwanderung , wozu ein neues Dokument eingeführt werden soll , das für den
Aufenthalt und die Arbeitsgenehmigung gilt . Die Arbeitnehmer sollen vier Wochen
Zeit haben , um nachzuprüfen , ob freie Arbeitsplätze nicht von EU-Bürgern
besetzt werden können . Zudem dürfen sie für " hochqualifizierte und
hochbezahlte " Experten aus Drittstaaten die Zulassung erleichtern . Zahlen hat
Vitorino nicht genannt . Mehr in Telepolis : Europa ist Einwanderungsland .
Marken- , Urheber- und Persönlichkeitsrechte werden häufiger als Hebel
eingesetzt , um unerwünschte Kritiken , Parodien oder Satiren im Internet zu
unterdrücken . Darauf hat die Electronic Frontier Foundation ( EFF ) aus Anlass
eines aktuellen Falls hingewiesen . Die Organisation will in Zusammenarbeit mit
Juristen ein Forum einrichten , das unverschämte Kläger an den Pranger stellt
und den Beklagten Rechtsberatung für ihre Verteidigung gibt . In einem dieser
Artikel hatte ein Autor sich in sarkastischer Weise darüber ausgelassen , wie
sehr er " Barney " hasse . Barney ist eine purpurfarbene verkleidete Dino-Figur
, Star der beliebten amerikanischen Fernsehshow " Barney & Friends " . Der
Artikel verballhornte den Text eines Liedes , das " Barney " gesungen hatte .
Das nahmen Anwälte der Lyrick Studios , die die Barney-Show produzieren , zum
Anlass , der EFF wegen angeblicher Rechtsverletzungen eine Klage anzudrohen ,
falls das " Anti-Barney-Pamphlet " nicht unverzüglich vom Server genommen werde
. Wie Cindy Cohn vom EFF schreibt , sei die Organisation schon vor der Androhung
der Klage dabei gewesen , das Online-Archiv mit dem umstrittenen Text zu einer
neuen Domäne zu verlagern . Ungeachtet dessen ergriff die EFF aber die
Gelegenheit , mit einem veröffentlichten Antwortschreiben an die Lyrick-Anwälte
das Augenmerk der Allgemeinheit auf das Problem der wachsenden Bedrohung von
künstlerischer Freiheit für Satire und Parodie online zu richten . In dem Brief
weist Cohn die Vorwürfe im Einzelnen zurück . Es treffe nicht zu , dass die
Dino-Parodie die Markenrechte verletze , weil niemand im Ernst das Original mit
der satirisch verballhornten Figur verwechseln könne . Überdies fehle es an
einer kommerziellen Verwertungsabsicht der Parodie , und der Name Barney könne
auch nicht urheberrechtlich geschützt werden . Mehr in Telepolis : Telearbeit :
BRD hinkt hinterher , aber mehr Selbständige Über die Hälfte der Telearbeiter
seien Sachbearbeiter oder Experten und ein Viertel Führungskräfte . Einen
Hoffnungsschimmer meldet das Institut hingegen bei den Selbständigen . Auch wenn
das mehr als je zuvor seien , so bewege sich Deutschland damit im Vergleich mit
anderen westlichen Industrieländern doch noch im unteren Drittel . Führend bei
den Selbständigen sind die Branchen Handel sowie öffentliche und private
Dienstleistungen . Siehe in Telepolis auch : Arbeiten ohne Arbeitsplatz und das
Special zu Telearbeit . Globalisierung verstärkt Kluft zwischen Armen und
Reichen Noch können Globalisierung und Kommunikationstechnologien nach einem
Bericht der UN die ungleiche Verteilung des Wohlstands nicht mildern . Vor 30
Jahren noch lag die Wohlstandsverteilung des reichsten Fünftels der Menschen
gegenüber dem ärmsten Fünftel bei 30 zu 1 , im Jahr 1990 ist sie bereits auf 60
zu 1 angewachsen und steht heute bei 74 zu 1 . Und wer glaubt , daß das Internet
im Zuge der Globalisierung die Chancen der armen Menschen und Länder verbessern
wird , der sieht sich zumindest damit konfrontiert , daß der weitaus größte Teil
der Menschheit noch nicht einmal einen Zugang zum Telefon hat . 75 Prozent der
Telefonanschlüsse befinden sich in den westlichen Ländern , die lediglich 17
Prozent der Weltbevölkerung darstellen . Theoretisch könnten technischen
Innovationen wie das Internet neue Möglichkeiten für wirtschaftliches Wachstum
eröffnen , aber noch ist die Ungleichheit hier natürlich größer als irgendwo
sonst . 88 Prozent der Internetnutzer leben in den westlichen Ländern : " Die
buchstäblich gut Vernetzten haben einen überwältigenden Vorteil gegenüber den
unvernetzten Armen , deren Stimmen und Probleme aus der globalen Diskussion
ausgeschlossen sind . " Mehr in Telepolis : Kanada ist das Land mit der höchsten
Lebensqualität . Führerscheinprüfung am Computer Vom nächsten Jahr an will die
britische Regierung bei der Führerscheinprüfung zusätzlich zu den bisherigen
Aufgaben die erfolgreiche Bewältigung eines Tests am Computer verlangen . Wie
die Sunday Times heute berichtet , soll damit die überproportional hohe
Beteiligung der jungen Fahrer an schweren Unfällen verringert werden . Man geht
davon aus , dass eine besser geschulte Risikowahrnehmung die Unfallhäufigkeit
senken könnte . Die von der Driving Standards Agency in Auftrag gegebene Prüfung
dauert 14 Minuten und offeriert maximal 15 Szenen von Situationen , die riskant
sein könnten . Die Fahrschüler sitzen dabei wie bei einem Computerspiel vor
einem Bildschirm und müssen mit der Maus klicken , wenn sie eine
Gefahrensituation erkennen . Bei falschen Klicks gibt es Punkteabzug . Für die
nicht interaktive Simulation wurden 600 unterschiedliche Situationen mit einer
an einem Auto befestigten Kamera aufgenommen . Mehr in Telepolis :
Führerscheinprüfung mit Computerspiel . Von der Science-Fiction zur
Zukunftsskepsis Heute vor 80 Jahren wurde Stanislaw Lem im galizischen Lemberg
geboren . Der studierte Mediziner beschäftigte sich aber bald lieber mit Physik
, Biologie , Kosmologie und Philosophie . Im selben Zeitraum veröffentlichte Lem
in einer Romanheftreihe die SF-Geschichte " Der Mensch vom Mars " . Wie auch der
1951 erschienene Roman " Die Astronauten " beschreibt " Der Mensch vom Mars "
den Fortschritt der Menschheit , die munter ins All expandiert . Bekanntlich las
er kaum die Werke anderer Kollegen , distanzierte sich auch bald von seinen
frühen Romanen , weil sie eine böse Welt in eine gute verwandelt hatten .
Satirische oder groteske Schilderungen vom Leben in niemals perfekten Welten
füllten mit unzähligen Ideen seine Romane . Immer wollte er dort sein , wo sich
für ihn die brennenden Fragen der Gegenwart befinden , denen er sich oft
spielerisch , mit hintergründigem Witz und erzählter Philosophie näherte , bei
aller Phantastik aber nie wirklich den Boden des Denkmöglichen verließ . In
einem Telepolis-Gespräch sagte er einmal : Es wäre ganz leicht , etwas total
Unverständliches zu schreiben . Lieber kondensiert er seine Gedanken in Essays ,
die wissenschaftliche und politische Fragen behandeln , mehr von Skepsis als von
Enthusiasmus gegenüber dem Neuen zeugen . Telepolis hat bereits eine ganze Reihe
seiner Essays in einer eigens eingerichteten Kolumne veröffentlicht . Siehe
Bericht von Konrad Lischka in Telepolis . Copyright - Made in USA Letzten
Donnerstag haben der amerikanische Senat und der Kongreß eine Übereinkunft zum
Schutz des Copyright im Cyberspace erzielt . Die Amerikaner wollen nicht nur die
Regelungen der World Property Organization einlösen , sondern sie sind noch ein
Stück weiter gegangen . Illegal ist jetzt schon der Versuch , Techniken zu
umgehen , die digitales Eigentum schützen sollen , egal aus welchem Grund man
dies macht . Strafbar ist auch die Entwicklung von Programmen , die diesem Zweck
dienen können . Mit bis zu 2500 Dollar Strafe pro Versuch muß man dann rechnen ,
auch wenn keine Absicht nachweisbar ist , Kopien zu verteilen oder Profit aus
ihnen zu ziehen . Mehr in Telepolis : Schutz des geistigen Eigentums um jeden
Preis ? Ex-Spion Tiedges " Lebensbeichte " beschlagnahmt , aber im Internet
abrufbar Die Staatsanwaltschaft vermutet in den Bekenntnissen des Ex-Spions
möglichen Geheimnisverrat . Schon seit einiger Zeit aber ist das spröde und
nicht sehr mitreißende Opus Magnus auf dem Internet auf der Site
www.indocities.com zu finden . Was aber macht die Staatsanwaltschaft mit den
neugierigen Surfern , die sich in Deutschland eine Kopie herunterladen ? Mehr in
Telepolis : Landesverrat im Internet ? Einig im Kampf gegen Computerkriminalität
Während einer zweitägigen Konferenz im Washington haben die Justiz- und
Innenminister der G-8-Länder ( USA , England , Kanada , Italien , Deutschland ,
Frankreich , Japan und Rußland ) einen Plan ausgearbeitet , gemeinsam die
wachsende Computerkriminalität auf internationaler Ebene zu bekämpfen . Die
amerikanische Generalstaatsanwältin Janet Reno sprach davon , daß Computer und
Netze eine neue grenzüberschreitende " Frontier " der Kriminalität eröffnet
haben . Es sei notwendig , den Cyberkriminellen nicht mehr hinterherzuhinken ,
sondern ihnen einen Schritt voraus zu sein . Der Plan sieht unter anderem vor ,
daß in jedem Land eine ausreichende Zahl von Spezialisten zur Bekämpfung der
High-Tech Kriminalität angestellt werden , daß die Staaten enger
zusammenarbeiten und Angriffe auf Netzwerke sowie die Identifizierung der Täter
schneller erfolgen sollen , daß ein Straftäter auch in dem Land zur Rechenschaft
gezogen werden kann , in das er geflohen ist , wenn eine Auslieferung nicht
möglich ist , und daß entsprechende Gesetze für eine leichtere Strafverfolgung
geschaffen werden müssen . Die Verschlüsselung spielte offenbar keine Rolle .
Fortschritte bei der Umsetzung des Plans sollen während des Gipfels 1998 in
Birmingham berichtet werden . Website von Insassen der JVA Tegel Seit Freitag
gibt es den Planet Tegel , die erste Knast-Website , die von Gefangenen der
größten deutschen Justizvollzugsanstalt gestaltet wurde . Dort werden sie zwar
nicht wirklich auf Insassen treffen , sondern neben vielen Informationen und
Bildern bislang nur auf Mitteilungen der am Projekt beteiligten Strafgefangenen
und auf eine Gefängnisuhr . Für das Projekt , das Michael Henning im Rahmen
eines Stipendiums der Akademie Schloß Solitude realisiert hat , konnte zwar "
nach langwierigen administrativen Vorbereitungen " den Gefangenen immerhin ein
Computer zur Verfügung gestellt werden , aber der ist natürlich nicht vernetzt ,
sondern gewissermaßen ebenso isoliert wie diese selbst . Wie man sich als
Eingesperrter fühlt , ist denn auch ein wichtiges Thema vom Planet Tegel . Die
virtuellen Besucher können durch die Bilder von vergitterten Fenstern und
verschlossenen Türen die Enge erahnen . Man erfährt überdies die Geschichte des
Gefängnisses , ein wenig von berühmten Gefangenen , liest Zitate von Foucault
oder Bakunin über Gefängnisse und natürlich auch Texte der Gefangenen . Mehr in
Telepolis : Die Welt im Knast . Website von Itar-Tass gecrackt Wie BBC News
berichtet , wurde die Website der staatlichen Nachrichtenagentur Itar-Tass von
Unbekannten gekrackt , die damit gegen den Angriff der russischen Armee auf
Tschetschenien protestieren wollten . Tass ließ verlautbaren , dass die Cracker
auch eine Email geschickt hatten , in der sie sich gegen die " Ermordung von
friedlichen Tschetschenen " wandten . Sie hätten sich " Prinzen der Dunkelheit "
genannt und das Ende des Kriegs gefordert . Auf der für mehr als eine Stunde
veränderten Website haben sie die Botschaft hinterlassen : " Wir sind hier , um
gegen das Böse zu kämpfen , und unsere Macht wird größer . " Mehr in Telepolis :
Website von Itar-Tass gecrackt . Spieleprüfer fordern Reform des Jugendschutzes
Die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle ( USK ) , das 1994 gegründete
Selbstkontrollorgan der Spieleindustrie in Deutschland , hat ihre Jahresbilanz
für 2000 vorgelegt . Von den 930 geprüften PC- und Konsolen-Games erteilten die
Tester fast der Hälfte - 48,8 Prozent - das Etikett " Ohne Altersbeschränkung "
. Im Jahr 1999 , in dem Hersteller 849 Spiele zur im Normalfall 1000 Mark teuren
Begutachtung eingereicht hatten , konnten nur 41,1 Prozent der Games für jedes
Alter freigegeben werden . Die Zahl der blutigen Spiele , die von den Prüfern
nicht für Jugendliche unter 18 Jahren empfohlen werden , sank während des
gleichen Zeitraums von 4,1 auf 3,8 Prozent . Die Diskussion um die Darstellung
von Gewalt in Spielen dürften die Zahlen allerdings kaum beeinflussen : Auf
Platz eins der Statistik der USK-Genres liegen allerdings nach wie vor
Adaptionen von Spielhallenklassikern . Um 16 Titel von 75 ( 1999 ) auf 59 ( 2000
) sank die Anzahl militärischer Strategiespiele . Auch die militärische
Simulation musste Verluste hinnehmen : 37 Produktionen waren es 1999 , nur noch
24 im vergangenen Jahr . Das 3D-Action-Genre wuchs leicht um 9 auf 75 Titel .
Klaus-Peter Gerstenberger , Leiter der in Berlin ansässigen USK , sieht den
staatlichen Zensuransatz im Netzzeitalter als überholt an . Viele Games seien
damit der " staatlichen Freigabe " und Zugangskontrolle schlicht entzogen . "
Eine Reform des Jugendschutzes muss deshalb die Logik des 20. Jahrhunderts
verlassen " , fordert Gerstenberger . Mehr in Telepolis : Zensur greift im
Internetzeitalter nicht mehr . Vom World Wide Web zum World Wide Grid Am
Europäischen Laboratorium für Teilchenphysik ( CERN ) wurde vor 10 Jahren das
WWW erfunden . Aber die wachsenden Datenmengen , die über das Netz gehen ,
lassen das alte World Wide Web auch für wissenschaftliche Zwecke an seine
Grenzen stoßen . Wissenschaftler der ganzen Welt sollen damit einen " flexiblen
Zugang auf bislang unvorstellbare Rechenkapazitäten " erhalten , wodurch ein "
neues Zeitalter der e-Science " gefördert werden soll . Die gemeinsam nutzbaren
verteilten Datenbanken sollen in der Größenordnung von Petabytes ( 1 Million
Gigabytes ) sein . Eine der ersten Aufgaben , mit denen DataGrid konfrontiert
werden wird , ist die Bewältigung der Datenmengen , die anfallen , wenn 2005 in
Cern der neue Teilchenbeschleuniger LHC ( Large Hadron Collider ) in Betrieb
gesetzt wird . Mehr in Telepolis : Kaum hat unlängst die Europäische Kommission
bestätigt , daß der amerikanische Geheimdienst mit seinem Echelon-System
europaweit Email oder Telex-Kommunikation abhört , um Informationen von
Regierungen , Organisationen und Wirtschaft zu erhalten ( siehe die
Newstickermeldung vom 9. 1. ) , hat die Los Angeles Times schwere Vorwürfe gegen
deutsche Geheimdienste , aber auch die von Frankreich , Israel , China , Rußland
und Südkorea erhoben . Nach Aussagen des FBI , so die Los Angeles Times , würden
mindestens 23 Regierungen US-Firmen ausspionieren . Gestützt wird der Bericht
durch Veröffentlichungen von FBI-Agenten . Ein Agent behauptet , der deutsche
Geheimdienst sei " sehr aktiv und erfolgreich " in Wirtschaftsspionage gewesen
und in der Nähe von Frankfurt mit geheimen Computeranlagen in Netzwerke und
Datenbanken von Firmen und Regierungen eingedrungen . Besonders interessiert sei
man an Elektronik , Optik , Luftfahrt , Chemie , Computer und Telekommunikation
. Beginnt der Kampf um das " geistige Eigentum " im " globalen Dorf " der "
Wissensgesellschaft " ? Um Echelon , Spionage und Überwachung ging es auch beim
letzten Kongreß des Chaos Computer Clubs . Einen Kommentar von Boris Gröndahl
finden Sie in Telepolis : Cyber-Werkschutz : Selbstverteidigung gegen Hacker ?
Winn Schwartau , Sicherheitsexperte und Herausgeber der Website Infowar hat
angeblich erfahren , wie er in einem CNN-Artikel schreibt , daß amerikanische
Unternehmen , die den Sicherheitsbehörden nichts zutrauen , bereits damit
begonnen haben , auf Hackerangriffe eine Gegenoffensive zu starten und damit das
Gesetz in die eigene Hand zu nehmen . Paradebeispiel für Schwartau ist Lou
Cipher ( ein Pseudonym ) , ein Sicherheitsexperte bei einer der landesweit
größten Finanzfirmen : " Es gibt überhaupt keine Möglichkeit für uns , wegen
eines Hackervorfalls zur Polizei zu gehen " , sagt er . " Man kann sich nicht
verlassen , daß sie etwas machen , daher müssen wir uns selbst schützen . " Das
Management habe die Erlaubnis gegeben , alles , was für den Schutz der Firma
notwendig sei , auszuführen . So habe man sich bei einer Gelegenheit in das
Flugzeug gesetzt und sei in die Wohnung von demjenigen eingebrochen , der den
Angriff durchgeführt habe . Man habe die Computer mitgenommen und eine Botschaft
hinterlassen : " Merkst du , wie das ist ? " Schwartau habe mit " Dutzenden "
von Firmen Gespräche geführt und erfahren , daß eine überraschend große Zahl "
Rückschlagmöglichkeiten " ernsthaft installieren wollen , auch wenn sie nicht
zugeben , daß sie bereits Schritte in die Richtung eingeleitet haben . Meist
lehnt man jedoch Gegenmaßnahmen ab , die über einen Cyber-Angriff hinausgehen .
Mehr in Telepolis : Gegenangriffe auf Hacker ? SPD-Forschungspolitik :
Software-Entwicklung hat hohen Stellenwert Im internationalen Vergleich schnitt
die deutsche Förderpolitik bislang nicht sehr erfolgreich ab . Künftig , so
Wolf-Michael Catenhusen , parlamentarischer Staatssekretär im BMBF , werde die
Softwareentwicklung in der Forschungspolitik " einen hohen Stellenwert "
einnehmen . Die Aufholjagd der 80er Jahre auf dem Chipmarkt habe gezeigt , daß
es schwierig sei , mit staatlichem Engagement Lücken zu schließen . Deutschland
sei jedoch " in der Anwendung schon immer Weltmeister " gewesen . In den
nächsten Jahren läge daher die Aufmerksamkeit auf dem Softwarebereich ,
insbesondere im Bereich der Lernsoftware . Zwar wird die Regierung keine
Sofortprogramme auflegen , aber die Zukunftswachstumsfelder Biotechnologien und
Multimedia sowie Multimedia im Bildungsbereich spielen auch für das Bündnis für
Arbeit eine wichtige Rolle . Der Forschungsetat werde " enorm " aufgestockt , in
einzelnen Förderprogrammen werde es sogar Zuwächse von 10 bis 20 Prozent geben ,
versprach Catenhusen . Mehr von Christiane Schulzki-Haddouti in Telepolis : Für
Arbeitsplätze braucht man Innovationen . Werbe-Emails sollen zugelassen werden
Der Deutsche Multimedia Verband ( dmmv ) hat nach eigenen Angaben " aktiv " am
Vorschlag für die EU-Direktive zum elektronischen Geschäftsverkehr mitgearbeitet
. Bei der Kennzeichnung wird dem Nutzer eine einfache und schnelle Einschätzung
des Inhalts ermöglicht . Mal schauen , was die Nutzer dazu sagen , wenn sie bald
noch mehr von Werbemails überflutet werden . Das wäre vielleicht auch eine
Lösung . GPS-basierte elektronische Fessel SecurityLink von Ameritech bietet den
überlasteten Gefängnissen den Himmel als Ausweg an , wie eine Formulierung in
der Pressemitteilung lautet . Mehr in Telepolis : Gefängnis unter freiem Himmel
. Online-Nutzung : Email und kostenlose Infos im Vordergrund Die Electronic
Media Service GmbH hat erste Ergebnisse einer Befragung deutscher Online-Nutzer
veröffentlicht . Die Befragung untersuchte die Online-Nutzung der 14-59-jährigen
Personen in Privathaushalten anhand einer Stichprobe von Telefon-Interviews mit
10000 Personen . Insgesamt wären es allerdings 22 Prozent , die die technische
Möglichkeit eines Internet-Zugangs hätten , diesen nur noch nicht benutzten .
Den Großteil der Internet-Nutzer stellt die Altergruppe zwischen 20 und 49
Jahren , immer noch 70 Prozent sind männlich . Abitur und Studium weisen 54
Prozent auf und 31 Prozent sind leitende Angestellte . Die Gruppe , die DM
6000.- und mehr verdient , ist mit 22 Prozent Spitzenreiter . Die Nutzung
kostenpflichtiger Datenbanken interessiert hingegen nur 10 Prozent , während das
Interesse an Online-Banking mit 23 Prozent schon deutlich höher ist . Siehe dazu
in Telepolis auch einen Bericht über die Ergebnisse einer amerikanischen
Befragung Die Elite der Vernetzten und über die Versuche von Contentanbietern ,
Geld zu verdienen : Content is money ! ? . Microsofts Renommierprojekt Slate
wieder kostenlos Microsoft ist mit dem Versuch gescheitert , sein Magazin Slate
, ein journalistisches Renommierprojekt für Intellektuelle , online im
Abonnement anzubieten . Herausgeber Michael Kinsley beendete das einjährige
Experiment am Freitag , 12. Februar , mit der Nachricht " Slate Goes Free " . Ab
heute seien die meisten Bereiche von Slate wieder kostenlos zugänglich . Nur die
wöchentlich ausgedruckte Ausgabe , das Archiv mit dem schönen Namen " Compost "
und Email-Sendungen sollen weiterhin kostenpflichtig sein ( 19,95 Dollar
jährlich ) . Die Begründung für den Rückzug verpackte Kinsley in die Form von
FAQs ( Frequently Asked Questions ) . Die Leute seien letzlich nur für
Pornographie und Wirtschaftsinformationen bereit zu zahlen , heißt es darin .
Man könne im Web leichter Werbung als Abonnements verkaufen . Mehr in Telepolis
: Slate wieder kostenlos . Computerspielen gehört die Zukunft Nach den
Herausforderungen , die Bill Gates mit seiner " Zukunftsmaschine " in Form der
bisher nur als Vaporware existierenden X-Box den Spiele-Entwicklern an den
Horizont gemalt hat , und nach Diskussionen über Gewalt in Computerspielen
flößte " das Genie " unter den Digerati , Danny Hillis , den Game Developern zum
Ausklang ihres Branchenmeetings in San Jose am Samstag Abend Balsam auf die
aufgewühlten Seelen : " Ihr seid eine Kraft , die die Welt formt " , gab der
Pionier des Parallel Computing und langjährige Disney-Berater der flippigen
Community mit auf dem Weg in die Zukunft des Entertainment . Das Phänomen des
Spiels ist für Hillis eine " kulturelle Universalie " . Spielen sei auch kein
reiner Selbstzweck , sondern habe immer " mit Lernen zu tun " . Hillis
lamentierte , dass die Debatte übers Lernen immer nur an Schulen festgemacht
werde . Dabei handle es sich beim Absitzen des Unterrichts doch um die " am
wenigsten wichtige und interessante Form des Lernens " , bei der die
Aufnahmerate bei Kindern auf wenige " Bits " gedrosselt werde . Bei Videospielen
wie Nintendos Pokemon entwickelten die Kids dagegen schier unendliche neue
Fähigkeiten . " Ihr baut die sich im Unterbewusstsein ansiedelnden Blöcke , aus
denen Kinder ihre Welt konstruieren . " Film und Fernsehen verlieren für Hillis
dagegen an wirklichkeitsprägender Kraft , da sie nicht vergleichbare
Möglichkeiten zur Interaktion bieten . Bald werde sowieso mit dem Siegeszug des
Internet jedes Gerät über die Möglichkeit zur Interaktion verfügt : " Jede
Zapfsäule wird mit dir spielen " , glaubt Hillis , der seit längerem das "
Internet in jedem Türgriff " prognostiziert . Tragbare und vernetzte
Spielekonsolen seien nur ein Anfang , die Zukunft würde Implantaten gehören ,
auch wenn sie heute noch umstritten seien . " Gibt es erst einmal neuronale
Hardware , die dreidimensionale Visualisierungen erlaubt und unser Gedächtnis
erweitert , dann werden die Menschen das einfach machen . " Mehr in Telepolis :
" Eine Kraft , die die Welt formt " . Fast gleichzeitig mit dem technischen
Optimismus von Hillis über eine verspielte Zukunft warnt übrigens einer seiner
Computergurukollegen , Bill Joy von Sun Microsystems , vor den
unkontrollierbaren Risiken der neuen Technologien wie Gentechnik ,
Nanotechnologie und Robotik , wenn sich selbst replizierende biologische oder
mechanische Lebewesen los gelassen werden : Die Zukunft der Menschheit ist
gefährdet . Cyberwar und Noopolitik Nun ist also auch Deutschland endgültig vom
Cyberwar-Virus befallen . Laut Spiegel soll in diesem Jahr auch hierzulande
virtuell Krieg gespielt werden . John Arquilla , heute Professor für Information
Warfare und Special Operations an der Naval Postgraduate School , hat den
Begriff " Cyberwar " 1990 erfunden . Zusammen mit seinem Kollegen David Ronfeldt
überlegte der Vordenker damals im Auftrag der Rand Corporation , einem Think
Tank des Pentagon im sonnigen Santa Monica bei Los Angeles , wie sich die
moderne Informationstechnik auf das Militär auswirkt . Der Begriff Cyberwar wird
heute inflationär gebraucht . Häufen sich Crackereinbrüche auf Server , finden
die Medien in der Regel recht schnell einen " Experten " , der von einem " Krieg
" im Netz spricht . Das ist nicht ganz im Sinne der Erfinder , wie John Arquilla
klarstellt . Die beiden Vordenker hatten vor allem die im Golfkrieg praktizierte
Idee im Hinterkopf , dass eine gegnerische Streitmacht nicht funktionieren kann
, wenn man ihre Informations- und Kommandoflüsse kontrolliert . Einbrüche in die
Computersysteme des Gegners " sind ein kleiner Teil " des Cyberwar . Letztlich
könnten Cracker sogar die lebenswichtigen Infrastrukturen eines Landes im Visier
haben , aber das ist für den Pentagon-Berater inzwischen nur noch eine Seite der
Medaille . " Ihre Hacker-Aktien können sie verkaufen " , scherzt der
Stanford-Absolvent . Beim Hacken drehe sich alles um das Medium und um die
Zerstörung von Informationsskanälen . Wichtiger sei es jedoch oft , die
Kommunikationsinfrastrukturen offen zu halten und über sie die eigentliche
Botschaft von freien Märkten und freien Menschen , die Amerika und die
westlichen Demokratien zu verkaufen hätten , zu verbreiten . Mit dieser Message
habe man das Potenzial in Händen , die gesamte Welt zu formen , glaubt Arquilla
in einer Umkehrung der Kernthese des Medientheoretikers Marshall McLuhan .
Letztlich seien Noopolitik und Cyberwar aber zwei Seiten derselben Story . Denn
wenn die USA dem Rest der Welt nicht klarmachen könnte , dass es die
Informations- und Medienrevolution nicht allein zu ihrem eigenen sozialen ,
politischen und ökonomischen Vorteil verfolge , könnten Länder , die eine
Vormachtstellung Amerikas fürchten , ihre strategische Chance in Netzattacken
sehen . Arquilla unterfüttert so die im US-Kongress viel beschworene Angst vor
der " asymmetrischen Bedrohung " . Trotz seiner Nähe zum Pentagon übt Arquilla
während seinen Überlegungen rund um drohende Auseinandersetzungen auch Kritik an
Regierungsentscheidungen . Indirekt widerspricht der Experte etwa den
angeblichen Plänen der Bush-Regierung , eine Art " virtuelles
Raketenabwehrsystem " aufzubauen , wie dies vor kurzem vom Handelsblatt gemeldet
wurde . Arquilla plädiert dagegen dafür , den Schutz der kritischen
Infrastrukturen weitgehend der Privatwirtschaft zu überlassen : Der Markt könnte
sich seiner Ansicht nach noch eher als alle Planung von oben " als ein mächtiges
Instrument erweisen , um die Informationssicherheit zu verbessern . " Die
Voraussetzung dazu ist für ihn übrigens die freie Verfügbarkeit von
Kryptographie . Mehr in Telepolis und das Interview mit John Arquilla : Das
Cyberwar-Virus breitet sich aus und Be Prepared : Cyberwar is Coming - Or Maybe
Not . Verfassungsschutz-Provokation war für US-Nazi Lauck ein voller Erfolg Die
Netzseite www.verfassungsschutz.net , deren Inhalt absolut identisch mit der
NSDAP/AO-Website des amerikanischen Nazis Gary Lauck war , ist ebenso schnell
wieder vom Web verschwunden wie sie aufgetaucht war . Stolz vermeldet Lauck auf
seiner Seite einen angeblichen Rekord und verhöhnt dabei den echten
Verfassungsschutz : Die Ursache ist noch unbekannt . Spätestens ab dem 8. März
war die Seite nicht mehr zu erreichen . Registriert ist sie weiterhin von
Namedemo.com . Rüdiger Hesse , Pressesprecher des niedersächsischen
Verfassungsschutzes , versicherte , dass man nicht gegen die Seite vorgegangen
sei . Wer wirklich hinter dieser Provokation steckt , wird also vorerst genauso
ein Rätsel bleiben wie der Grund , der die Verantwortlichen dazu bewegt hat ,
die Website nach nur wenigen Tagen wieder aus dem Netz zu nehmen . Mehr in
Telepolis : Nazi-Clown Gary Lauck ist zufrieden . Al Gore : Ein Satellit mit
Livebildern fürs Internet Am Freitag , den 13. März , schlug der amerikanische
Vizepräsident Al Gore der NASA während einer Rede auf dem National Innovation
Summit am MIT vor , einen Satelliten zu bauen , durch den jedermann über das
Internet 24 Stunden am Tag die Erde sehen könne . Der Satellit , den Al Gore
schon einmal vorneweg Triana taufte , soll ab dem symbolträchtigen Jahr 2000 "
die Bewegungen der sich verändernden Wolken , das Wandern von Hurricanes , große
Feuerbrünste auf Ölfeldern oder in Wäldern oder andere Ereignisse während dem
Moment zeigen , an dem sie geschehen . " Neues italienisches Presserecht sorgt
für Unruhe im Web Der Vorsitzende des katholischen Presseverbandes Unione
cattolica stampa italiana , Paolo Scandaletti , setzte sich schon des längeren
für eine Veränderung des Presserechts ein . Am 21. März 2001 wurde das
italienische Presserecht einstimmig geändert . Diese Definition dürfte
eigentlich auf jede Webseite zutreffen und entspricht der Forderung Scandalettis
. Wer nun sein " prodotto editoriale " erstellen will , muss eine ganze Reihe
von Voraussetzungen erfüllen . Da wäre erst einmal ein Direktor zu benennen ,
der zwangsweise Mitglied in der Journalistenkammer sein muss , die aber nur
Journalisten offen steht , die ihre Profession durch Printartikel nachweisen
können . Zweitens ist die Registrierung beim örtlichen Gericht erforderlich ,
und drittens die Entrichtung einer Steuer von über 400 Mark . Kurzum : Hürden ,
die für so gut wie jede italienische Amateursite den Garaus bedeutet würden .
Der Aufschrei der Entrüstung war natürlich groß : Nicht gut für ein Parlament ,
das im Wahlkampf steht . Vannino Chiti , der Vater des Gesetzes , sagt jetzt ,
die Gesetzgebung habe doch nur bezweckt , Onlinejournalisten genau dieselben
Privilegien zukommen lassen zu können wie den Journalisten von Printmedien .
Eine endgültige Klärung aber können nur die Ausführungsbestimmungen verschaffen
, die bislang immer noch fehlen . Mehr in Telepolis : Schafft Italien die
Meinungsfreiheit ab ? Die digitale Kluft schwindet in den USA Für den
Internet-Zustandsbericht wurden eine ganze Reihe von Marktforschungsstudien der
letzten Zeit zusammengefaßt . Sie zeigen zwar im einzelnen ein ziemlich
unterschiedliches Bild der tatsächlichen Nutzung und geben andere Prognosen über
die Weiterentwicklung ab , doch der Trend ist unübersehbar , daß das Internet
weiter mit rasanter Geschwindigkeit wachsen wird und daß die Menschen , die
Zugang zu ihm haben , sich immer mehr der Gesamtbevölkerung angleichen . Wichtig
ist dem Internet Council offenbar vor allem , die Regierung möglichst von allen
Regulierungen fernzuhalten , vornehmlich was die Kontrolle der Inhalte und den
Zugang zum Netz unter der Devise " eines höheren öffentlichen Guts " angeht .
Jede Regulierung könne die zukünftige Entwicklung behindern und führe zu
unvorhergesehenen Nebenfolgen . Die digitale Kluft scheint jedoch quer zu den
Ethnien weiterhin zu bestehen . Die Höhe des Einkommens und der Ausbildungsstand
entscheiden im wesentlichen darüber , wer das Internet benutzt . Neben der
sozialen Schicht gibt es aber auch noch eine geographische Barriere . Allerdings
seien das nur " Schlaglöcher " vornehmlich im Süden und Westen des Landes . Nur
in den Bezirken von 7,5 Prozent der Menschen gebe es keinen Internetprovider ,
was aber nicht heiße , daß sie keinen billigen Zugang haben können . Kritischer
allerdings ist ein breitbandiger Zugang , der erforderlich ist , um mit den
Möglichkeiten im Internet mithalten zu können . Breitbandtechnologien seien
bislang nur in 10 Prozent der Bezirke vorhanden , wo aber 45 Prozent der
Menschen leben . Mehr in Telepolis : Die digitale Kluft schwindet - und taucht
in anderer Form wieder auf . Shell Jugendstudie '97 : Angst vor Arbeitslosigkeit
Die Ergebnisse der 12. Shell Jugendstudie " Jugend 97 " liegen jetzt vor . Was
ist das : Es ist " unglaubwürdig , interessengeleitet , langweilig , trocken ,
unehrlich , korrupt und vom Alltagsleben Schaltjahre entfernt " ? " Politiker
reden zuviel , aber machen nichts - egal , wer gewählt wird ... " , sagt ein
19jähriges Mädchen aus Westdeutschland und bringt mit dieser Aussage die
grundsätzliche Haltung der Jugendlichen auf den Punkt . Und : Sie ist weniger
ein Beweis für die angebliche Resignation oder Entpolitisierung der heutigen
Jugend , denn ein Armutszeugnis für all jene , die über 30 Jahre sind . So
verwundert auch das Ergebnis nicht : " Unsere Studie zeigt deutlich und an
vielen Stellen , daß von allen Problemen am stärksten die Probleme der
Arbeitswelt die Jugend beschäftigen und nicht die klassischen Lehrbuchprobleme
der Identitätsfindung , Partnerwahl und Verselbständigung . " Fast jeder zweite
Jugendliche nannte bei der Befragung als Hautproblem der Jugend die
Arbeitslosigkeit . Dabei gab es keine geschlechtsspezifischen Unterschiede noch
solche zwischen ost- und westdeutschen Jugendlichen . Offenkundig ist das die "
prägende Generationserfahrung " ! " Politische Parteien genießen von allen
gesellschaftlichen Organisationen am wenigstens Vertrauen . " Jugendliche wollen
sich engagieren , egal ob aus einer " nutzenorientierten " oder einer "
zielorientierten Motivation " heraus . Stefan Becht Globales Bewertungssystem
für Online-Inhalte Führende Internet-Unternehmen haben beschlossen , ein
internationales Inhaltsbewertungssystem für das Internet zu entwickeln , um
einerseits vornehmlich die Kinder zu schützen und andererseits durch diese
freiwillige Kontrolle die " Freiheit im Internet " zu bewahren . Zu diesem Zweck
wurde die neue Organisation Internet Content Rating Association ( ICRA ) mit
Sitz in London geschaffen . Zu ihren Gründungsmitgliedern gehören AOL Europe ,
die Bertelsmann-Stiftung , British Telecommunications , Cable & Wireless , Demon
Internet , EuroISPA , IBM , Internet Watch Foundation , Microsoft , T-Online
sowie die Software & Industry Association . Das System , das innerhalb eines
Jahres fertig sein und kostenlos angeboten werden soll , basiert auf dem
Bewertungs- und Filtersystem des Recreational Software Advisory Council ( RSACi
) , das bereits im Internet Explorer und Navigator eingebettet ist , über das
Ausmaß an Nacktheit , Sex , anstößiger Sprache und Gewalt auf Websites
informiert und den Zugang zu Seiten blockiert . Angeblich haben bereits mehr als
100000 Websites das RSACi-System eingesetzt . Um eine global akzeptable
Bewertung zu schaffen , fordern die Gründungsmitglieder weitere Unternehmen und
Organisationen dazu auf , bei der Entwicklung und Verwaltung des Systems
mitzuarbeiten . Mehr in Telepolis : Selbstregulierung statt gesetzlicher
Einschränkungen . Das Email-Schnüffelsystem des FBI sorgt für Unruhe Carnivore ,
das Email-Überwachungsprogramm des FBI , hat für Unruhe gesorgt , nachdem im
Wall Street Journal ein kritischer Artikel erschienen ist ( siehe den
Telepolis-Artikel Das Fleisch des Internet ) . Das angeblich superschnelle
System , bei dem ein Computer direkt bei einem Provider installiert werden muss
, soll in Sekundenschnelle den Absender , den Adressaten und die Titelzeile von
Millionen von Emails überprüfen und daraus diejenigen herausfischen , die an
einen Verdächtigen gehen oder von ihm kommen . Bei diesen Mails werde dann der
Inhalt abgespeichert . Die Kritik an dem System richtete sich vor allem darauf ,
dass dann , wenn Carnivore einmal bei einem Provider installiert ist , das FBI
im Prinzip auch ohne Genehmigung die Email-Kommunikation von Menschen belauschen
könne . David Sobel von der US-Bürgerrechtsorganisation EPIC verglich Carnivore
etwa mit Echelon . Für das FBI hingegen ist Carnivore lediglich eine " logische
Erweiterung " seiner Überwachungstechnologie , die nicht in Widerspruch zu den
Gesetzen steht und keine Bedrohung des Datenschutzes darstellt . FBI-Sprecher
Paul Bresson betonte , dass man die Mittel zum Abhören nur auf Emails erweitert
habe , weil immer mehr Kommunikation vom Telefon auf Emails übergehe . Das
System sei seit etwa einem Jahr in Einsatz und könne in der Tat gewaltige Mengen
an Emails durchsuchen , um die zu identifizieren , für deren Überwachung eine
richterliche Genehmigung vorliegt . " Menschliche Augen " würden niemals Emails
zu Gesicht bekommen , die nicht den gesetzlichen Auflagen entsprechen . Bresson
ging auch darauf ein , warum Carnivore bei einem Provider in einem
abgeschlossenen Käfig installiert würde . Das sei deswegen notwendig , damit
niemand Beweise verfälschen könne . Siehe auch : Großer Internetprovider
boykottiert das neue Überwachungssystem vom FBI . Prozess gegen französische
Internetprovider verschoben Der Richter Jean-Jacques Gomez , der durch den
Prozess gegen Yahoo bekannt wurde , hat gestern die Anhörung in dem viel
beachteten Verfahren auf den 4. September verschoben . An dem neuen Termin
sollen Experten - " grands témoins de l'Internet " - zu der für das
Internetrecht wahrscheinlich wichtigen Frage gehört werden , ob die französische
Internetprovider ihren Kunden den Zugang zum amerikanischen Hass-Portal
front14.org sperren müssen . Im Fall Yahoo hatte Gomez entschieden , dass das
Portal alle nach französischen Recht illegalen Inhalte wie das Anbieten von
Nazi-Gegenständen auf Auktionsseiten für französische Bürger unzugänglich machen
muss . Vorbild für die Aktion von " J'accuse " ist der Erfolg von " Kinder des
Holocaust " . Die französischen Internetprovider weigerten sich mit der
Begründung , dies sei technisch unmöglich . Außerdem sei dies Aufgabe des
Staates und dürfe nicht in der Willkür der Provider liegen . Rechtlich sei es
auch nicht einwandfrei , das Hass-Portal pauschal zu blockieren . J'accuse
zeigte sich mit dieser Entscheidung des Richters zufrieden . Auch die AFA ist
zufrieden , weil der Richter der Argumentationslinie des Providerverbandes
gefolgt sei und darauf verzichtet habe , ein ganzes Portal zu sperren . Gomez
stimmte allerdings nicht mit der AFA darin überein , dass es technisch unmöglich
sei , die Blockade eines Portals für französische Bürger durchzuführen . Mehr in
Telepolis : Nachdenkpause über Filtermaßnahmen gegen US-Nazi-Portal in
Frankreich . Online-Datenschutz ohne gesetzliche Regelungen Die Federal Trade
Commission empfiehlt auf Druck der Lobby die Selbstregulierung des Datenschutzes
im Internet . Wie es zu erwarten war , ist die Federal Trade Commission zu dem
Schluß gekommen , daß in den USA keine gesetzliche Regelungen zum Schutz der
persönlichen Daten im Internet notwendig seien . In einem Bericht des letzten
Jahres wurden noch katastrophale Mängel festgestellt und damit gedroht , daß
möglicherweise eine gesetzliche Regelung erforderlich sei . Zwar haben bislang
immer noch nur wenige kommerzielle Websites bekanntgegeben , ob sie Daten der
Besucher sammeln und was sie mit diesen machen , aber in dem Bericht , der heute
dem für Telekommunikation zuständigen Komitee des amerikanischen Kongresses
übergeben wird , ist die FTC-Kommission mit einer Mehrheit von 3:1 der Meinung ,
daß es noch zu früh sei , das Internet unnötig gesetzlich zu regulieren : " Eine
Gesetzgebung für Online-Privacy ist gegenwärtig nicht angemessen . " Nur Sheila
Anthony , die sich der Empfehlung nicht anschloß , kritisierte , daß alles viel
zu langsam ginge . Noch sind die Verhandlungen zwischen der USA und der EU über
die im Oktober 1998 in Kraft getretene Datenschutzrichtlinie nicht zu einer
Einigung gekommen . Die Empfehlung der FTC könnte für neue Konflikte im
befürchteten Handelskrieg sorgen . Mehr in Telepolis : Gesetz oder
Selbstregulierung ? . Erhebliche Sicherheitsmängel bei den Servern des
US-Umweltministeriums Verheerend ist das Ergebnis einer Sicherheitsüberprüfung
der Computersysteme der amerikanischen Umweltbehörde EPA ausgefallen . Ohne
große Schwierigkeiten konnten Prüfer des General Accounting Office ( GAO ) in
die Computersysteme eindringen und Einsicht in wichtige und geheime Daten nehmen
, ohne entdeckt zu werden . In Auftrag gegeben hatte die Überprüfung im Sommer
1999 der Wirtschaftsausschuss des amerikanischen Kongresses als eine Maßnahme im
Rahmen einer allgemeinen Überprüfung der Computersysteme von Behörden , deren
Sicherheit vorbildlich sein sollten . Der Vorsitzende des Ausschusses , der
Republikaner Tom Bliley , startete erst unlängst auch eine
Sicherheitsüberprüfung der Food and Drug Administration sowie des
Wirtschaftsministeriums . Auch hier soll es schwerwiegende Sicherheitslücken
geben . Der Bericht über die EPA stellte fest , dass Hacker ohne große
Schwierigkeiten in die Computersysteme eindringen und an heikle Daten wie
Informationen über Gesundheits- und Umweltrisiken , Finanzen und Verträge oder
die Mitarbeiter herankommen können . Die Prüfer konnten offenbar unbemerkt von
den Sicherheitsexperten der EPA den Firewall durchbrechen , die Computer
durchsuchen und weitere Kennworte ausfindig machen . " Keiner erkannte das
Ausmaß unserer Aktivität oder die Größe der von uns eröffneten Sicherheitslöcher
. " Die Prüfer fanden auch heraus , dass 1998 und 1998 über 20 Mal unberechtigte
Außenstehende in die Computersysteme eingedrungen seien oder DoS-Angriffe
ausgeführt hätten . Ein Cracker richtete gar im Juli 1999 einen Chat-Raum auf
einem Server ein , während das FBI noch einen Angriff auf drei Computer
untersuchte , der im Februar 1999 erfolgt war . In manchen Fällen hätten diese
nur dank der schlechten Sicherheitsmaßnahmen unentdeckt bleiben können . Die
Prüfer fanden während ihrer Arbeit so schwerwiegende Sicherheitsmängel , dass
die EPA im Februar bereits ihren Internetzugang für einige Tage geschlossen
hatte . Vor einer Woche hatten das Umwelt- und das Justizministerium beschlossen
, den Bürgern des Landes über das Internet keine genauen Informationen über
Sondermüllplätze und Fabriken zu gewähren , die gefährliche Stoffe herstellen
und lagern . " Das Risiko , dass Terroristen in nächster Zeit versuchen könnten
, durch Chemikalien möglicherweise eine Katastrophe zu verursachen , ist real
und glaubwürdig " , wurde die Geheimhaltungsmaßnahme von der EPA begründet .
Zwar habe noch kein Terrorist in den USA einen Anschlag mit giftigen Substanzen
aus einer Chemiefabrik begangen , doch seien schon zwei Mal heimische
Terroristengruppen in den letzten beiden Jahren von der Polizei verhaftet worden
, die solche Anschläge geplant hätten . Mehr in Telepolis : Übersät mit
Sicherheitsmängeln . virtuelle Menschenjagd Unter dem Titel RealityRun geht
dabei der 29-jährige Amsterdamer Sportlehrer Roger in Berlin an den Start , der
sich 24 Tage lang inkognito in der Hauptstadt bewegen muss . Schafft er es , ist
er um 10000 US-Dollar reicher , wenn nicht , winkt dem Jäger das Kopfgeld .
Damit der Gesuchte die ganze Zeit nicht einfach in einem sicheren Versteck
verbringt , muss er täglich Aufgaben lösen , die ihn notgedrungen auf die Straße
treiben . Zudem ist er mit einem Live-Mikrofon ständig mit dem
RealityRun-Headquarter verbunden . Über eine kostenpflichtige 0190-er Nummer
können die eifrigen Jäger dann hören , was um Roger gerade geschieht . Außerdem
werden sie zusätzlich auf der Netzseite des Spektakels mit weiteren Information
versorgt . Ausgedacht hat sich das makabere Spielkonzept die Game-Show-Firma
ExtraMile AG . Nächster Schauplatz ist wahrscheinlich Wien . Mehr in Telepolis :
Lauschangriff auf alle digitalen Netze Als europäischer Standard festgeschrieben
wird damit ab Ende dieses Monats ein System von Überwachungsschnittstellen für
alle digitalen Telefonnetze ( PSTN , ISDN , GSM , GPRS ) . Verzahnt werden dabei
die Schaffung der technischen und gesetzlichen Regelungen . Das jüngst von der
britischen Foundation for Information Policy Research veröffentlichte Papier
ENFOPOL 55 der EU-Arbeitsgruppe Polizeiliche Zusammenarbeit ( PCWG ) ist das
politische Gegenstück zu den technischen Überwachungsanforderungen . Es enthält
die so genannten " International User Requirements " ( IUR ) , die die
operativen Bedürfnisse der " User " - in diesem Fall der Behörden und
Geheimdienste - für die Überwachung des gesamten Telecom- und Internet-Verkehrs
laufend neu festschreibt . ENFOPOL 55 formuliert gewissermaßen nachträglich die
Anforderungen an TS 101331 auf einer Ebene , die auch EU-Politikern verständlich
ist . Wie das Vorgänger-Dokument ENFOPOL 98 ist ENFOPOL 55 bereits in Form eines
EU-Ratsbeschlusses abgefasst . Das Dokument macht einen ziemlich fertig
ausgearbeiteten Eindruck , das Zusatzakronym ECO 143 weist es bereits als
Ratspapier aus . In Paragraf 8 verlangt ENFOPOL 55 von allen Betreibern
digitaler Netze , dass sie die Möglichkeit " für eine Anzahl simultaner
Überwachungen schaffen " . Dabei seien alle Vorkehrungen zu treffen , " um die
Identität der überwachenden Behörden zu schützen und so die Vertraulichkeit der
Ermittlungen zu gewährleisten " . Das bedeutet nichts anderes , als dass die
Identität der überwachenden Behörden voreinander strikt geheim gehalten werden
muss . Der Paragraf ist somit ein reiner Geheimdienstparagraf , der jedem
EU-Mitgliedstaat die Möglichkeit schafft , die ETSI-Schnittstellen seinen
eigenen Geheimdiensten zu öffnen . Paragraf 5.1 von ENFOPOL 55 verpflichtet die
Netzbetreiber zusätzlich zur Geheimhaltung darüber , wie viele Überwachungen
stattfinden und wie diese ausgeführt werden . Robin Gape , der Vorsitzende der
Arbeitsgruppe SEC LI , schlug vor , den Betreiber der US-Website Cryptome , wo
einige nicht zur Publikation bestimmte Dokumente von SEC LI erhältlich sind ,
durch ETSI-Anwälte auffordern zu lassen , die Dokumente vom Netz zu nehmen .
Zeitgleich sollten Schreiben an den Heise-Verlag und den ORF mit der
Aufforderung ergehen , die Links zu Cryptome in Telepolis und Futurezone zu
entfernen . Die zitierte Mitteilung ging nicht nur an die Mitglieder der
Arbeitsgruppe SEC LI , sondern wurde auch an die deutsche Regulierungsbehörde
RegTP und an das österreichische Ministerium für Transport , Innovation und
Verkehr gerichtet . Siehe dazu : Den vollständige Artikel von Erich Moechel :
Die in Telepolis veröffentlichten ETSI-Dossiers : Dämmerstunde für den
Millennium Dome Wie bereits gerüchteweise kolportiert worden war , steht nun
fest , dass die japanische Investorengruppe Nomura die Verhandlungen über den
Kauf und Übernahme des Domes zum Jahresende abgebrochen hat . Mit dem Platzen
dieser Träume ist für die Dome-Verantwortlichen die Katastrophe perfekt und es
zeichnet sich ab , dass Minister nochmals in die Kasse greifen müssen , um das
entstandene Deckungsloch zu schließen . Interessant sind die Parallelen mit der
Expo 2000 . Beide Veranstaltungen scheinen auch ein Problem mit einem Übermaß an
Top-down-Planung zu haben . Was mit einer " Didaktik als Spektakel " begann ,
endete als einziges Debakel . Doch während das Köpferollen auf Managementebene
beim Dome schon zu Jahresbeginn einsetzte , sitzen die politischen Projektleiter
, Lord Falconer und Birgit Breuel , noch auf ihren Posten . Mehr in Telepolis :
Was soll nun mit dem Dome geschehen ? Medienkrieg à la Jugoslawien Seit dem
Beginn des militärischen Eingreifens von Serbien im Kosovo habe sich gezeigt ,
daß der Medienkrieg die " rechte Hand " der politischen Lobbies darstelle . Noch
dazu werde der Medienkrieg gerne unter dem Begriff der Globalisierung geführt .
Die Massenmedien verfügen nach der jugoslawischen Regierung über Hunderte von
Techniken , um die Menschen zu täuschen . Man kommt offenbar von der
kommunistischen Vergangenheit nicht los . Mehr in Telepolis : Serbien im
Medienkrieg . Microsofts WebTV sammelt personenbezogene Nutzungsdaten Steve
Perlman , Präsident von WebTV , hatte auf eine Anfrage von Interactive Week und
USA Today erklärt , dass jede Nacht alle Daten von mittlerweile 450.000
anerikanischen WebTVs in die Zentrale übertragen werden . Dort sei eine ganze
Abteilung mit nichts anderem beschäftigt , als alles , was sich im Cache der
Settop-Box befunden hat , zu sichten und auszuwerten , um Werbeagenturen
zielgerecht über die Gewohnheiten der Kunden zu informieren . Jetzt aber stellte
sich heraus , dass die Settop-Boxen das Interessenprofil auch noch mit einer
digitalen Signatur versehen . Damit werden aus anonymen Daten weitgehend
vollständige Persönlichkeitsprofile mit Namen und Adressen . Telepolis-Artikel :
Microsofts WebTV spioniert die Benutzer aus . Aber bereits gestern wurde das
erste Foto von Space Imaging , die den Satelliten Ikonos betreiben , auf der
Website veröffentlicht . Es zeigt einen Ausschnitt von Washington DC , auf dem
sich durch Vergrößerung nicht nur Häuser und Straßen , darunter das
Wirtschaftsministerium und ein Teil des Weißen Hauses , sondern auch Autos und
Bäume sehen lassen . Die Kamera stammt von Eastman Kodak , dem Hauptlieferanten
für militärische Spionagesatelliten . Beteiligt an Space Imaging sind u. a. auch
Mitsubishi und Hyundai . Das Unternehmen sieht einen lukrativen Markt für die
Satellitenbilder , obgleich man davon ausgeht , dass das Pentagon einer der
Hauptabnehmer sein wird . Behörden könnten sie zur Kartierung und Überwachung
für die Stadtplanung , die Landwirtschaft , die Fostwirtschaft , den Verkehr
oder in Notfällen benötigen . Versicherungen sind mögliche Kunden , Bauern
können den Wuchs auf ihren Feldern kontrollieren oder Wissenschaftler ökologisch
sensible Regionen beobachten . Mehr in Telepolis : Bilder wie von
Spionagesatelliten für jeden ? Cracker bejubeln Militärputsch in Pakistan Heute
ist eine " Islamic Group of Hackers ( Al-Sooraj wing ) " in die Website der
Regierung der pakistanischen Provinz Punjab eingedrungen und gratuliert unter
der Überschrift " Heroes on the Way " dem Militär für die Absetzung von
Ministerpräsident Sharif , der aus Punjab stammt , und für den Militärputsch . "
Letztendlich " , so war noch immer auf der Website zu lesen , " haben die Helden
von Kargil die Macht übernommen " , während Sharif als " gehirn- und haarlos "
beschimpft wird . Bei allen anderen Websites der pakistanischen Regierung findet
man nur den Hinweis : " The site is temporarily down . " Der Militärputsch
folgte auf die Absetzung des Armeechefs Musharaf , der jetzt anscheinend die
Macht übernommen hat und gegen den Abzug der pakistanischen Kämpfer aus Kaschmir
war . Mehr in Telepolis : Websites der gestürzten pakistanischen Regierung
gehackt . Web-Filter für Haßseiten Die US-amerikanische Bürgerrechtsorganisation
Anti-Defamation League bietet in ihrem Kampf gegen die Diskriminierung auf dem
Internet neben Berichten und einer permanenten Überwachung jetzt mit dem ADL
HateFilter eine Version des Filterprogramms CyberPatrol an , um Websites
auszufiltern , die nach Ansicht der Organisation Haß , Bigotterie oder sogar
Gewalt gegen Juden oder andere Gruppen wegen ihrer Religion , Rasse , Ethnie ,
sexuellen Orientierung oder anderen " unveränderlichen " Eigenschaften
propagieren . Wieder einmal sollen zunächst die Kinder vor der bösen Welt
geschützt werden und nur in einem politisch korrekten Internet surfen . Mit
bunten Animationen , Musik und Video , die das wirkliche Gesicht des Hasses
verbergen , würden die Kinder online verführt und beeinflußt . Mehr in Telepolis
: Ein politisch korrektes Netz . Nuklearwaffensysteme durch Jahr-2000-Problem
gefährdet ? Ein Bericht des British American Security Information Council (
BASIC ) , einer Organisation , die sich für Abrüstung und Verbot von
Nuklearwaffen einsetzt , nutzt die Gunst der Stunde und warnt besonders vor den
Folgen des Jahrtausendproblems für die US-amerikanischen und russischen
Nuklearwaffensysteme . Während das Szenario der Optimisten ist , daß das
Jahrtausendproblem höchstens zu einer Verlangsamung der Computersysteme führen
werde , geht das Szenario der Pessimisten davon aus , daß eine Nuklearmacht
Atombomben aufgrund einer fehlerhaften Warnung abschießen könnte oder daß
Atomwaffen aufgrund eines Fehlers explodieren oder gestartet werden , was
wiederum zum Gegenschlag einer anderen Nuklearmacht führen könnte . Angesichts
der komplexen und kaum überschaubaren Vernetzung einer Vielzahl von Systemen
könne , so BASIC , niemand mit letzter Sicherheit ausschließen , daß alle
einzelnen Subsysteme tatsächlich überprüft wurden . Schließlich müsse man dazu
bei Computerprogrammen Zeile für Zeile einzeln und alle eingebetteten
Mikroprozessoren und Chips überprüfen . Es gebe erhebliche Bedenken auch bei den
Spezialisten des Verteidigungsministeriums , daß das Programm zur Bereinigung
des Jahr-2000-Problems hinreichend gut ausgeführt werde . Selbst wenn ein
Subsystem zu hundert Prozent vom Jahr-2000-Fehler bereinigt sei , wäre dies noch
keine Gewähr , daß durch die Verbindung mit " infizierten " Systemen nicht
wieder fehlerhafte Daten in das System eingeführt werden . BASIC schlägt vor ,
um etwaigen Katastrophen vorzubeugen , zumindest die nuklearen Sprengköpfe von
den Geschossen zu entfernen , die Strategie " launch at warning " umzustellen
und alle Nuklearstaaten in die Sicherheitsvorkehrungen einzubeziehen . Mehr in
Telepolis : Nukleare Jahrtausendwende . Aaron Lynch in Die Millenium-Epidemie
über die in den USA sich ausbreitende Weltuntergangsstimmung angesichts des
Y2K-Problems . US-Kongress verlangt Aufklärung über Echelon Auf Veranlassung des
republikanischen Kongressabgeordneten Bob Barr , der sich dabei u. a. auf die
STOA-Berichte an das Europäische Parlament über das von der NSA betriebene
weltweite Lauschsystem Echelon beruft , hat der amerikanische Kongress den
Zusatz zum Intelligence Authorization Act für das Haushaltsjahr 2000 gebilligt .
Allerdings empfiehlt Barr den Geheimdiensten , sich dabei möglichst nicht auf
geheime Dokumente zu stützen , denn der Bericht soll veröffentlicht werden , um
die amerikanische Öffentlichkeit zu beruhigen : " Da mehr und mehr Amerikaner
sich Sorgen um den Schutz ihrer Privatsphäre machen , sind die Versicherungen ,
die nur ein veröffentlichter Bericht geben kann , entscheidend . " Barr fordert
die Geheimdienste auf , den Bericht als wichtige Chance zu verstehen , die für
ihre Arbeit notwendige öffentliche Unterstützung zu bewahren . Auch bei dem
Treffen des europäischen Justiz- und Innen-Rats am 29. Oktober in Luxemburg
spielte möglicherweise Echelon ein Rolle . Die britische Delegation hatte
vorgeschlagen , dass dem überwachenden Mitgliedsstaat die Möglichkeit eingeräumt
werden sollte , von der Unterrichtung des anderen Mitgliedsstaats aus Gründen
der " nationalen Sicherheit " abzusehen . Wäre Großbritannien rechtlich dazu
gezwungen , den anderen Mitgliedsstaaten Ergebnisse aus Überwachungsmaßnahmen
zukommen zu lassen , so würden diese auch einen Einblick in das von
Großbritannien mitbetriebene Überwachungssystems Echelon erhalten . Mehr in
Telepolis : Echelon-Staat Großbritannien blockiert Überwachungspläne der
europäischen Strafverfolger und Aufklärung über Echelon ? IETF sagt Nein zum
Abhören Bereits im Vorfeld des Treffens wurde dazu eine Diskussion auf der
Website der IETF eröffnet . In einem offenen Brief von
Bürgerrechtsorganisationen , Wissenschaftlern und Industrievertretern wurde die
IETF dazu aufgefordert , keine derartigen Überwachungsprotokolle vorzusehen .
Nur ein kleiner Teil der Anwesenden hat schließlich letzte Woche für den
Vorschlag plädiert , die überwiegende Mehrheit lehnte ihn ab . Die Befürworter
waren der Meinung , dass das Abhören seitens der Sicherheitsbehörden nicht zu
vermeiden sein werde , weswegen es gut sein würde , wenn die dafür vorgesehenen
Schnittstellen zumindest möglichst wenig Sicherheitsrisiken mit sich bringen und
nur die Kommunikation für das Belauschen zugänglich machen sollten , die vom
Gericht genehmigt wurden . Man fürchte , wenn die IETF keine derartigen
Protokolle vorsehe , dass man dies auf Druck der Behörden schließlich doch
machen müsse . Abgelehnt wurde auch nur die Einführung von Standards , die
ausschließlich dem Abhören dienen . Mehr in Telepolis : Vorläufiger Sieg . Den
USA droht angeblich " Pearl Harbor im Weltraum " Der von George Bush designierte
Verteidigungsminister Donald Rumsfeld war Leiter von zwei Kommissionen zur
nationalen Sicherheit , die sich für die Aufrüstung im Weltraum ausgesprochen
haben . 1998 legte die Kommission die Rechtfertigung zum Aufbau des umstrittenen
nationalen Raketenabwehrsystems ( NMD ) vor , jetzt warnt der Bericht der
zweiten von Rumsfeld geleiteten Kommission vor einem " Pearl Harbor im Weltraum
" . Während der Clinton-Regierung sprach man noch von einem elektronischen Pearl
Harbor und beschwor die Verletzlichkeit der USA , die mehr als alle anderen
Staaten von Computersystemen abhängen . Ganz ähnlich die Argumentation der
Rumsfeld-Kommission , nur dass die bedrohte Infrastruktur sich nun im Weltraum
befindet : Und auch sonst gleicht sich die Argumentation : Um solche Risiken
herabzusetzen , müsse nicht nur mehr Geld in die technische Aufrüstung
investiert werden , sondern sei auch eine engere Kooperation zwischen dem
Militär und den Geheimdiensten notwendig , vor allem mit dem CIA und dem
National Reconnaissance Office , das für die Aufklärungssatelliten
verantwortlich ist . Seit November leitet David Jeremiah die Kommission ,
nachdem Rumsfeld von Bush als Verteidigungsminister vorgeschlagen wurde . Die
USA würden bei wachsender Angewiesenheit auf Kommunikationssatelliten für
Mobiltelefone , auf GPS-Geräte sowie auf die Infrastruktur für Spionage und
Bodenstationen immer leichter angreifbar : " Menschen wie Osama bin Laden " , so
Jeremiah , könnten zunehmend leichter Zugriff auf die Kapazitäten von Satelliten
erhalten , überdies könnten sie die Bodenstationen bedrohen . Mehr in Telepolis
: Die Bush-Regierung wird militärisch vornehmlich auf militärische Stärke setzen
. Yahoo und MCI planen neuen Online-Service Mit diesen neuen
Firmenzusammenschlüssen wird der Kampf um die Kunden und die Startseiten der
Web-Surfer schärfer . Es geht nicht mehr nur darum , Internet- und
Email-Anschluß zu bieten , sondern die Kunden auch mit Content an sich zu binden
. MCI ist überdies eine Verbindung mit dem WebTV von Microsoft eingegangen und
hofft , mit der personalisierten Startpage und den Angeboten von Yahoo vor allem
Newbies an sich zu binden . Dazu siehe den Kommentar von Stefan Krempl in
Telepolis : NSA warnt vor Furbys Die eulenähnlichen Furbys waren Weihnachten ein
Verkaufsschlager in den USA . Jetzt wurde das angeblich intelligente Spielzeug
von der National Security Agency als Werkzeug zum Spionieren geoutet und als
Gefährdung der nationalen Sicherheit verbannt . Ein angeblich geheimes internes
Memo der NSA in Maryland sprach , wie BBC und CNN melden , eine Warnung vor
Furbys aus . Fotoapparate , Videokameras und Audiorekorder dürfen von
NSA-Angestellten nicht zur Arbeit mitgenommen werden . Der Moorhuhnblocker ist
da Selbst in renommierten Firmenetagen wird während der Arbeitszeit stundenlang
gespielt . Ein Oldenburger Unternehmen will damit nun Schluss machen . Als
Warnschuss kann man eine weitere Einstellung auffassen , bei der auf dem
Bildschirm ein virtueller Stempel hinterlassen wird , der nur per Passwort von
einer autorisierten Person entfernt werden kann . ( Gerald Jörns ) Mehr in
Telepolis : Das Tool für den Chef . Mit Marken- und Titelrecht gegen Satire Mit
deutschem Marken- und Titelrecht kann man nicht nur wie TotalFinaElf gegen die
kritische Webseite oil-of-elf.de vorgehen , sondern auch gegen Satire . Das
mussten jetzt die Betreiber der Netzseite " www.bildtotal.de " erfahren , die
noch bis vergangenen Freitag die Bild-Zeitung parodistisch durch den Kakao
gezogen haben . Der Springer-Verlag schaltete die Anwälte ein , die Ende letzter
Woche vor einem Kölner Gericht gegen die Parodie-Seite eine einstweilige
Verfügung erwirkten : Streitwert : Seit einem Jahr veralbern sie auf der Adresse
" www.diekrone.at " das österreichische Boulevard-Blatt Neue Kronen Zeitung .
Als die Zeitung daraufhin ähnlich verbissen wie " Bild " reagierte , gaben die
Wiener Spaßvögel kurzerhand bekannt , dass sie von Chinesen aufgekauft wurden
und daher von nun an unter www.dieklone.at erreichbar seien . Inzwischen ist
bildtotal.de auch schon auf www.bbiilldd.de umgezogen . Mehr in Telepolis :
Reale gegen totale Bild-Zeitung . Gates : 20 Millionen für das MIT Mit dem Geld
wird ein neues Gebäude für LCS gebaut . Architekt ist Frank O. Gehry , das
Gebäude wird den Namen von William H. Gates tragen . Bill Gates sprach bei der
Feier über die " Zukunft der Software " . Das von der DARPA finanzierte Projekt
basiert auf acht neuen Hardware- und Software-Technologien , unter anderem auf
dem Handy 21 , das einen kleinen Bildschirm , eine Kamera , ein GPS-Modul ,
einen Infrarotdetektor und einen Computer enthält , oder dem Enviro21 , das in
Objekten wie Wänden , Autos oder Geräten eingebettet ist und diese zu einer
intelligenten Umgebung macht , die auch durch die Sprache gesteuert werden kann
. Internationaler Cracker-Wettbewerb Gestern ist im Rahmen der in Singapur im
Juni stattfindenden Veranstaltung Infosecurity Asia ein internationaler
Crackerwettbewerb gestartet . Gewinnen kann man jeweils 10000 Dollar , wenn man
als erster in einen der beiden gesicherten Webserver eindringt . Ein dritter
Server - 210.25.153.80 - ist nur minimal geschützt und dient zum Ausprobieren .
Der Wettbewerb " Hackers Zone " soll die Bedeutung der Sicherheit herausstellen
, nachdem die Viren Melissa und vor allem Tschernobyl in Asien großen Schaden
verursacht haben . Die Identität der erfolgreichen Cracker soll angeblich
vertraulich behandelt werden . Mehr in Telepolis : Preise für Cracker . Spam für
die Politiker Die sich nicht näher identifizierende " unabhängige und parteilose
Initiative für Mittelstands-Interessen " verspricht den Eintritt in eine "
direkte Demokratie " und bietet zu diesem Zwecke ein Massen-Email- oder
Spam-Programm an - gegen teures Geld . Die Politik ist daher möglicherweise nur
ein Aufhänger , um die natürlich auch für Werbe-Spam einsetzbare Software für
Serien-Emails zum Preis von DM 85.- mit " 10000 Email-Adressen der Politik "
oder ohne Adressen für DM 60.- an den Mann zu bringen . Um Druck zu machen und
sich nicht länger von der Regierung " verarschen " zu lassen , nennt Wir im
Mittelstand einen bequemen Weg : Spam also ist der Weg des Mittelstands im
Internetzeitalter , um " Politik ohne Zeitaufwand und ohne Portokosten " zu
machen . Und wenn sich etwaige Empfänger aus den Reihen der Politiker ob der
möglichen Spam-Flut beschweren sollten , dann spreche dies nur für ihre
mangelnde Bindung an die Bürger und das fehlende Demokratieverständnis . Mehr in
Telepolis : Basis-Demokratie per Email ? . Keine Probleme beim simulierten
Ernstfall Banken aus 21 Ländern probten am Wochenende , ob sie für das Jahr 2000
gerüstet sind . Die deutsche Bundesbank stellte für die Simulation von Zahlungen
für die ersten beiden Geschäftstage am 3. und 4. Januar nach dem Übergang ins
Jahr 2000 die Zahlungssysteme EAF und ELS zur Verfügung . 38 deutsche Banken
nahmen , wie die Deutsche Bundesbank berichtet , offenbar nach ersten
Auswertungen daran erfolgreich teil : Über den Verlauf und die Ergebnisse des
weltweiten Tests wird die Deutsche Bundesbank am 18. 6. ausführlich berichten .
Hoffentlich ist dies bei den Atomwaffen auch der Fall . Olivier Minkwitz in
Telepolis über Atomwaffen und Y2K . Zensur der Ausstellung " Menschenrechte "
auf der EXPO2000 Eine Reihe Prominenter , darunter Bundestagsabgeordnete
verschiedener Parteien , fordern gemeinsam mit amnesty international die
EXPO2000 ultimativ auf , die Ausstellung " Menschenrechte " sofort in ihrer
bisherigen Form wiederherzustellen . Die Organisatoren der Weltausstellung
veränderten einen Ausstellungsbereich , in dem Folter an Kindern und
Jugendlichen in der Türkei dargestellt wurde , ohne Rücksprache und ohne
Information der Menschenrechtsorganisation . Die EXPO2000 hat damit gegen den
ausdrücklichen Willen ihres wissenschaftlichen Kooperationspartners amnesty
international und trotz des Protests von prominenten Politikern und
Kirchenvertretern gehandelt . Die EXPO2000 hat ihrem Druck nachgegeben . " Wir
sind entsetzt über diese unfaire Form der Zusammenarbeit und betrachten das
Vorgehen der EXPO2000 als Vertrauensbruch . " Der stellvertretende
Generalkommissar der EXPO2000 , Norbert Bargmann , hatte offenbar angewiesen ,
den Ausstellungsteil , der die Türkei betrifft , bis Freitag entfernen zu lassen
. Alle Details der Ausstellung im Themenpark waren der EXPO2000 allerdings seit
langem bekannt , Proteste von Regierungen wurden erwartet und bewusst in Kauf
genommen . Noch Anfang Juli hat der Leiter des Themenparks , Dr. Martin Roth ,
sich demonstrativ hinter die Ausstellung gestellt und zu Gunsten eines
verschwundenen Gewerkschafters ein Fax an die kolumbianische Regierung gesandt .
" Wenn die Veranstalter dem Druck der türkischen Regierung nachgeben , ist nur
eine Schlussfolgerung möglich : es ging nie um Inhalte , sondern immer nur um
den schönen Schein und einen Rekord der teilnehmenden Nationen " , so Uwe
Kirchner . Für den 19. August , dem Nationentag der Türkei , hat die
Menschenrechtsorganisation eine Großveranstaltung angekündigt , zu der
inzwischen auch Parteien , Kirchen und Gewerkschaften aufrufen . Das gehört dazu
. ( Ekkehard Jänicke ) Mehr in Telepolis : Nach versuchter Erpressung erfolgte
Zensur der Ausstellung " Menschenrechte " . Auch in Polen soll möglichst alles
abgehört werden können Nur selten wurde im polnischen Parlament so laut und
heftig gestritten wie gestern , als die rechtskonservative Minderheitsregierung
der " Solidarnosc " in einem Gesetzesvorhaben offiziell neue Befugnisse für die
Polizei vorstellte . Die linke Opposition spricht angesichts der Pläne von einer
totalen Überwachung der Gesellschaft . Das Innenministerium will die sogenannte
" operative Kontrolle " einführen . Dabei wären " Unternehmer , die in
öffentlichen Netzen Telekommunikationsdienste anbieten , dazu verpflichtet , auf
eigene Kosten technische und organisatorische Bedingungen sicherzustellen , die
der Polizei die Durchführung der operativen Kontrolle ermöglichen " . Zwar würde
ein unabhängiges Gericht über solch eine Kontrolle entscheiden , doch für 5 Tage
würde die Erlaubnis eines zuständigen Staatsanwalts reichen . Falls das Gericht
den polizeilichen Antrag ablehnen würde , sollten die geheim gewonnenen Inhalte
vernichtet werden . Mehr in Telepolis : " Selbst im Kriegsrecht haben die
Geheimdienste von General Kiszczak solche Daten nicht gesammelt " . Abhören ja -
aber nicht bedingungslos Der Bundesnachrichtendienst darf auch künftig
Telefonverbindungen im nicht leitungsgebundenen Verkehr mit dem Ausland ohne
Verdacht abhören und Informationen über Straftaten an die Ermittlungsbehörden
weitergeben . Grundsätzlich bejahte das Bundesverfassungsgericht in seinem am
Mittwoch verlesenen Urteil die Abhörbefugnisse des BND , forderte jedoch
Einschränkungen des 1994 verschärften Verbrechensbekämpfungsgesetzes . So muß
der Umgang mit Daten künftig einer effektiveren Kontrolle unterworfen werden und
Abhöropfer sollen besser informiert werden . Auch darf die Datenübermittlung an
Strafverfolgungsbehörden nur noch unter bestimmten Voraussetzungen erfolgen .
BND-Präsident August Hanning , die Bundesregierung und Oppositionspolitiker
begrüßten das Urteil . Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz , Joachim Jacob
, sprach von einem " Meilenstein zur Sicherung der Persönlichkeitsrechte " . Die
" tageszeitung " , zwei Journalisten und der Hamburger Rechtsprofessor Michael
Köhler hatten die Verfassungsbeschwerden eingelegt . Köhler warnte nach der
Urteilsverkündung , daß der verdachtsunabhängigen Überwachung nun " ein Tor
geöffnet worden " sei . Der Geheimdienst erfülle auf diese Weise reine
Polizeiaufgaben , argumentierte Köhler . Grundsätzlich hält der Erste Senat des
Bundesverfassungsgerichts die Erweiterung der Abhörbefugnisse des BND auf
internationalen Terrorismus , Drogen- und Kriegswaffenhandel mit dem Schutz des
Fernmeldegeheimnisses vereinbar , da die Organisierte Kriminalität die außen-
und sicherheitspolitischen Belange Deutschlands " in erheblichem Maße " berühre
. ( Christiane Schulzki-Haddouti ) Mehr in Telepolis . Napster und die Folgen
Schon lange war umstritten , ob der Tausch von Musikdateien über Napster
tatsächlich der Musikindustrie wirklich schadet , wie diese immer beschworen hat
. Rückläufig waren damals lediglich die Zahlen in Gebieten um große
Universitäten , sodass dieser Rückgang auch als Auswirkung von Napster gedeutet
werden konnte . Auch nach einer Untersuchung von SoundScan war in den USA die
Zahl der verkauften CDs im zweiten Vierteljahr 2000 am höchsten , als auch die
Benutzerzahlen von Napster explodierten . Ein Jahr später aber sind die
Verkaufszahlen um 5,4 Prozent abgesunken , obgleich Napster als Bedrohung für
die Musikindustrie ausgeschaltet wurde und andere Tauschbörsen noch lange nicht
an den Erfolg von Napster heranreichen . Mit 36 Prozent Rückgang waren besonders
Singles betroffen , die eigentlich von Napster besonders gefährdet gewesen sein
sollten , da die Internetnutzer schneller mal einen Song als gleich ein ganzes
Album herunterladen . Ob Napster also einen Einfluss auf den Verkauf von CDs hat
, bleibt weiterhin ungewiss . Mehr in Telepolis : Eine symbolische Koinzidenz .
Erster bundesweiter " Tag der Raumfahrt " In vielen Medien wird ausgiebig und
oft in einer speziellen Rubrik über alles , was mit der Raumfahrt zusammenhängt
, berichtet . Es geht um die neue und ultimative Frontier : in Fortsetzung von "
Go West " heißt es jetzt " Go Outer Space " . In Deutschland , in dem es keine
Tradition der Pioniere gibt , schließlich sind die ja ausgewandert , muß die
Begeisterung erst geschaffen werden . Das Deutsche Zentrum für Luft- und
Raumfahrt ( DLR ) versucht daher , mit einer bundesweiten Aktion am 20. August ,
die Bürger über die Raumfahrt zu informieren , ihren Nutzen vorzustellen -
hoffentlich nicht wieder die berühmte Teflonpfanne - und auf die Leistungen der
deutschen Wissenschaftler und Techniker hinzuweisen . Im Rahmen des Virtual
Spaceday gibt es Bilder vom Astronautentraining , kann man mit Astronauten
chatten , einen virtuellen Rundgang durch die Internationale Raumstation machen
und ein Online-Quiz lösen . Die Ereignisse des Tages werden live im Internet
übertragen . Vier Live-Video-Kanäle sollen dafür zur Verfügung stehen , auf die
mehrere hundert Interessierte gleichzeitig zugreifen können . Aber es gibt auch
Astronauten zum " Anfassen " und das Aerotrim zum Ausprobieren . Man kann "
Simulatoren verschiedener Raumschiffe " besichtigen , sich über die
Internationale Raumstation , die Weltraummedizin oder die Förderung des
wissenschaftlichen Nachwuchses informieren . Mal schauen , wie die Deutschen
sich begeistern , während in den USA bereits einige Firmen an der Weltraumfahrt
für Jedermann arbeiten , um sie für die Jahrtausendwende zu ermöglichen .
Australische Regierung gestattet Reverse Engineering Um die australische
Softwarebranche gegenüber den amerikanischen und europäischen Konkurrenten zu
stärken , hat die Regierung einen Zusatz zum Urheberrecht verabschiedet ,
wodurch unter bestimmten Bedingungen Reverse Engineering auch ohne Zustimmung
des Copyrightinhabers einer Software erlaubt wird , um die Interoperabilität der
Produkte zu ermöglichen . Während in den USA möglicherweise der Gesetzentwurf
UCITA umgesetzt wird , der neben einigen höchst umstrittenen anderen Neuerungen
Reverse Engineering prinzipiell verbietet , will die australische Regierung
durch die Erlaubnis , auch dann an die " lebenswichtige
Schnittstelleninformation " heranzukommen , wenn die Hersteller diese nicht
mitteilen , den Konsumenten größere Wahlmöglichkeiten bei der Software und der
in Australien hergestellten Software größere internationale Wettbewerbsfähigkeit
verschaffen . Die über die Dekompilierung gewonnenen Erkenntnisse dürfen
allerdings nicht weiter verbreitet werden . Mehr in Telepolis . Kopfgeld auf
Osama Bin Laden Auf dem leicht veränderten FBI-Steckbrief hat Kimble noch die
neuen Anschläge hinzugefügt . Nähere Informationen über die Auszahlung findet
man allerdings nicht . Auf Nachfrage bei der Münchner Firma Dataprotect erfährt
man lediglich : " Er will das nicht als persönliche PR-Aktion sehen " . Überdies
seien 10.000 Hinweise eingegangen . Mehr in Telepolis : Terrorgewinnler .
Verteiltes Rechnen zur Bekämpfung von Aids FightAIDS@Home fordert die neueste
Initiative für verteiltes Rechnen , die seit Ende September begonnen hat .
Internetnutzer sollen sich die Software Entropia 2000 des profitorientierten
Unternehmens Entropia aus dem Netz laden , um dann dem gemeinnützigen Scripps
Research Institute bei der Suche nach neuen Medikamenten gegen den Human
Immunodeficiency Virus ( HIV ) zu helfen . Einen bestimmten Wirkstoff gegen HIV
gibt es nicht , weil dieser Virus ständig mutiert . Deshalb muss ein Medikament
gegen so viele Mutationen wie möglich wirken . Und diese Millionen von
Mutationen sind am effizientesten im Computer zu simulieren , wobei sich aber
das Problem der Rechenkapazität stellt . Der momentan schnellste Rechner der
Welt , IBMs ASCI White , hat die Kapazität von etwa 30.000 Desktop-Computern .
Würden alle ihre ungenutzte Prozessorzeit in die AIDS-Forschung investieren ,
käme die Welt schneller voran bei der Problemlösung . Insoweit also wäre eine
Teilnahme an FightAIDS@Home ganz vernünftig . Wie aber will Entropia mit
gemeinnütziger Forschung Geld verdienen ? Wie das Verhältnis ist und sein wird ,
bleibt unklar . Mit anderen Worten : Entropia-Anwender werden mit der
Versprechung geködert , etwas für die Gemeinschaft zu tun , und helfen letztlich
beispielsweise Disney , die Animationen für einen neuen Trickfilm zu berechnen -
unentgeltlich natürlich . Mehr in Telepolis : Verteiltes Rechnen wird zum
nächsten Zauberwort fürs große Internetgeschäft . Schweizer Provider von
serbischem Hacker erpreßt Vorläufig nahm der Provider ZiK vom Internet und hat
eine Anzeige gegen Unbekannt erstattet . Mehr in Telepolis : Serbische Attacke
auf albanische Online-Zeitung . Tysons psychologisches Gutachten im Internet
Prominente sind nicht nur die Gewinner in der Aufmerksamkeitsökonomie , sondern
haben zunehmend offenbar auch ein schweres Leben , wenn die von Gerichten
betriebene Veröffentlichung des Intimen so weitergeht . Um nach seinem
Beiß-Angriff auf Evander Holyfield im letzten Jahr , wegen dem ihm seine Lizenz
entzogen wurde , wieder zum Kämpfen zugelassen zu werden , mußte der aggressive
Boxerstar auf Verlangen der Sportkommission ein Gutachten über seinen mentalen
Zustand vorlegen . Fünf Tage lang wurde er von Neuropsychologen , Psychologen ,
Psychiatern und Neurologen untersucht und dann wieder als " fit " bezeichnet .
Er würde sich vermutlich trotz psychischer Probleme an die Regeln halten können
und keine Wiederholungstat begehen . Obgleich Tyson versuchte , die
Veröffentlichung des ganzen Berichts mit allen einzelnen Gutachten zu verhindern
, mußte er sie nach einer gerichtlichen Verfügung freigeben . Am Montag will die
Kommission entscheiden , ob er wieder in den Ring treten darf . Über Prominenz
und Veröffentlichung des Intimen in Telepolis : Michael Goldhaber : Die "
gerechte Strafe für die Sünden " im Zeitalter der Aufmerksamkeit und Rudolf
Maresch : Das Private ist politisch . Integration von Abhörmöglichkeiten in
künftige Internetstandards ? Zur Diskussion wurde eigens eine Mailingliste
eingerichtet , um im Vorfeld des Treffens eine Diskussion zu ermöglichen und
während des Treffens dann eine Entscheidung fällen zu können . Insgeheim
befürchtet man allerdings , dass der Druck der Sicherheitsbehörden so stark sein
wird , dass andere Industriekonsortien oder Standardisierungsorganisationen die
Integration von Abhörmöglichkeiten festlegen könnten , wenn die IETF sich dem
verweigern würde . Möglicherweise könnten dann auch Techniken zum Einsatz kommen
, die die Interoperabilität des Netzes gefährden . Die Kommentare auf der
Mailingliste neigen allerdings eher dazu , einen solchen Schritt abzulehnen ,
obgleich es auch pragmatische Befürworter gibt , die das vermeintlich
Unvermeidliche akzeptieren wollen , auch wenn dadurch größere Sicherheitslöcher
entstehen . Mehr in Telepolis : Die IETF überlegt , ob sie Abhörmöglichkeiten in
Internetstandards integrieren soll . Klimaforschung auf dem PC Der Erfolg von
Seti@home , an dem sich bislang 1310645 Menschen beteiligt haben , um
Radiosignale des Arecibo Observatory nach Botschaften von außerirdischen
intelligenten Wesen zu durchsuchen , hat den britischen Klimaforscher Rutherford
Appleton auf die Idee gebracht , die Kapazitäten des verteilten Rechnens auch
für sein Fachgebiet einzusetzen . Beim Clima-21-Projekt soll es um nichts
weniger als die Erstellung einer zutreffenden Wetterprognose für das Jahr 2050
gehen . Seti@home ist wahrscheinlich derzeit das größte Berechnungsprojekt , dem
deswegen auch schon Ressourcenverschwendung vorgeworfen wurde . Warum sich
Appleton überhaupt an die Internetgemeinschaft wendet , ist ganz einfach zu
erklären . Zwar benutzen Klimaforscher heute bereits einige der
leistungsstärksten Supercomputer , um Klimamodelle durchzurechnen und
Vorhersagen zu machen , doch für ein einigermaßen realistisches Szenario müssen
derart viele komplexen Wechselwirkungen zwischen Variablen einbezogen werden ,
dass jeder Supercomputer schlichtweg überfordert ist . Doch mit einem neuen PC
könnte eines der vielen Hunderttausend oder gar Millionen möglicher Modelle zur
Voraussage des Klimas in 50 Jahren in einem halben Jahr durchgerechnet sein . Um
das Interesse an dem neuen Projekt des verteilten Rechnens zu erkunden , bittet
Appleton jetzt erst einmal darum , dass sich möglichst viele Menschen anmelden
und auch angeben , welche PCs sie zur Verfügung haben . Mehr in Telepolis : Das
Klima des nächsten Jahrhunderts auf dem PC simulieren . Kubas erstes Cybercafé
Die kubanische Regierung hat Kubas erstes Cybercafé eröffnet , das einer kleinen
Gruppe von Autoren und Künstlern Internetzugang gewährt . El Aleph , der Name
des Cafés , ist einer Geschichte des argentinischen Schriftstellers Jorge Luis
Borges entlehnt . Sie bekommen kostenlose Computerkurse und eine eigene
E-Mail-Adresse ; außerdem haben sie die Möglichkeit , mit Scanner und Drucker zu
arbeiten . Die Auserwählten rekrutieren sich aus regierungsnahen Vereinigungen
wie der " Union of Writers and Artists " , der " Hermanos Saiz Association " und
dem " Cuban Book Institute " . Ob dieser Service sich in Zukunft auch auf
Nicht-Mitglieder ausweiten wird , ist ungewiss . Der kubanische Kulturminister
Abel Prieto sagte zur Einweihung zumindest , dass " El Aleph " nur ein " erster
Schritt " sei , Kubas Künstler auf ihrem Weg in die Computer- und
Informationsgesellschaft zu unterstützen . Das Bildungsministerium kündigte
dieses Jahr an , dass sämtliche Universitäten Kubas bald zu der " privilegierten
Gruppe " derer gehören würden , die Internetzugang haben werden . Des weiteren
wurden 200 regierungstreue Journalisten mit einer monatlichen "
40-Stunden-Surfpauschale " ausgestattet . Davon ist nur die Hälfte so
eingerichtet , dass man mit ihnen auch international kommunizieren kann . Von
110.000 registrierten Computern hatten 3.625 Internetzugang , die meisten von
ihnen gehörten zu offiziellen Einrichtungen , Joint Ventures , die mit
ausländischem Kapital arbeiten , oder ausländischen Diplomaten und
Korrespondenten . Mehr dazu in Telepolis : Surfing Cuba . Eine globale
Umweltbewegung im Internet The Millennium Debate strebt den Aufbau einer
internationalen Umweltgruppe in Form eines " virtuellen Landes " im Internet an
. Die virtuelle Umweltgruppe ist das Projekt einer bunten und gar nicht
puritanischen Gruppe von englischen Umweltschutzveteranen und Angehörigen der
technokulturellen Elite . Sie wurde beispielsweise von Ray Foulk , der in den
sechziger Jahren die Popfestivals auf der Isle of Wight mit organisiert hatte ,
vom Schauspieler , Dichter und Erfinder Heathcote Williams oder von Bob Cotton
gegründet , dem " creative director " der Multimedia-Firma AMX Studios , zu
deren Kunden etwa Oasis oder Pulp gehören . Cotton will zeigen , wie eine "
virtuelle Utopie im Internet " realisiert werden kann - und für ihn ist klar ,
daß man viele Menschen nicht nur durch Aufklärung und vor allem nicht durch
Aufrufe zur Askese gewinnen kann , sondern nur dann , wenn das Projekt " sexy ,
hip and cool " ist und an die jungen Menschen herankommt . " Die
Unterhaltungsindustrie wird eine große Rolle dabei spielen , die Teilnahme und
Zelebration zu fördern . " Schon 1999 aber will man mit Diskussionen in Schulen
, Universitäten , Firmen und Medien beginnen , zusammen mit der Regierung , den
Universitäten und der Wirtschaft Forschungen betreiben und finanziell
unterstützen . Wichtig sei auch die Einbeziehung der Prominenz , weswegen man
die Unterstützung von einflußreichen Personen , Firmen und Institutionen suche .
Vor allem setzt man auf professionelle Berater , die bei der Vermarktung des
Projekts die entscheidende Rolle spielen müssen . Parallel zur " Key Debate "
soll es eine globale Meinungsumfrage im Internet geben . Zum ersten Mal werde
das WWW benutzt , um einer internationalen öffentlichen Meinung über ein
globales Thema zum Ausdruck zu verhelfen . Aber auf der Basis von globalen
Umfragen mit Millionen von Menschen könnte " The Millenium Debate " auch zu
einer mächtigen NGO werden . Cotton denkt daran , daß sich Unternehmen
boykottieren ließen , die auf einer schwarzen Liste stehen , daß man einen
Online-Markt zum Vertrieb umweltfreundlicher Waren gründen und mit
Online-Datenbanken für umweltfreundliche Techniken die Durchsetzung grüner
Technologie fördern könne . Eine globale virtuelle Gemeinschaft würde überdies
Menschen virtuelle Nachbarn schenken , die ihr Engagement stärken , wenn sie in
ihrer Umgebung isoliert sind und die Hoffnung verlieren . Mehr in Telepolis :
Die Grünen im virtuellen Zeitalter wollen es sexy , unterhaltsam und modisch
haben . Cybercrime-Abkommen des Europarats unter Beschuss Wie schon mit der
letzten veröffentlichten Fassung zeigen sich die Kritiker auch mit dem neuen
Entwurf zum Cybercrime-Abkommen des Europarats nicht zufrieden . Das Abkommen
zur Bekämpfung von Internet-Kriminalität liegt mittlerweile in der 24. Fassung
vor . Sie zeichnet sich vor allem durch eine Reihe neu hinzugekommener
Ausnahmeregelungen aus . Dass sich die Verhandlungspartner inzwischen nicht mehr
ganz grün sind , zeigt die Entfernung von Artikel 37,2 . Er erlaubte den
Unterzeichnerstaaten nur ein geringes Maß an Flexibilität bei der Umsetzung des
Abkommens . Immerhin mahnt nun Artikel 14,2 auch den " angemessenen Schutz der
Menschenrechte " und die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen an . Die Global
Internet Liberty Campaign ( GILC ) , ein Zusammenschluss von Bürgerrechts- und
Datenschutz-Organisationen , meint jedoch , die Verhältnismäßigkeit müsse durch
internationale Abkommen wie der Universellen Menschenrechtserklärung und der
Internationalen Bürgerrechtskonvention oder über den Europäischen Gerichtshof
für Menschenrechte abgesichert werden . Dass auch Staaten , die nicht dem
Europarat angehören und sich der Europäischen Menschenrechtskonvention nicht
angeschlossen haben , zur Unterzeichnung eingeladen werden , hält GILC für einen
" Angriff auf die Integrität des Abkommens " . Zu Ermittlungszwecken können
Kommunikationsverkehrsdaten nach dem geplanten Abkommen ohne große
Einschränkungen erhoben werden . Dass diese in Echtzeit gesammelt und
gespeichert werden können , öffnet die Tür für den Einsatz von Lauschsystemen
wie Carnivore . Das Abhören von E-Mails und anderer Netzkommunikation ist allein
bei schweren Straftaten nach nationalem Recht möglich . Doch GILC kritisiert ,
dass in einigen Ländern der entsprechende Straftatskatalog bereits sehr
umfangreich sei . Nach Ansicht von GILC ist das Abkommen in seiner derzeitigen
Fassung nicht tragbar . Es verstoße gegen Artikel 12 der Universellen
Menschenrechtserklärung , worin es heißt : " Kein Mensch darf willkürlich in
seiner Privatsphäre , seiner Familie , seinem Heim oder seiner Korrespondenz
gestört werden . " GILC empfiehlt deshalb , die Grenzen der Strafverfolgung sehr
genau einzuschränken . Dies könne beispielsweise durch richterliche Kontrolle ,
einem stringenten Datenschutz und klare Festlegung der Verhältnismäßigkeit der
Mittel geschehen . GILC ruft den Europarat und die Unterzeichnerstaaten dazu auf
, den Vertrag noch nicht zu unterschreiben . Jörg Tauss , bildungs- und
forschungspolitischer Sprecher der SPD , kündigte bereits an , spätestens zur
25. Fassung eine Anhörung im Bundestag abzuhalten . Nachdem das Mandat der
Sachverständigengruppe Ende des Jahres ausläuft , ist eine weitere Verlängerung
ausgeschlossen . Die Europäische Kommission kündigte derweil an , am 21.
Dezember eigene Empfehlungen zur Bekämpfung von Online-Kriminalität vorzustellen
. Mehr in Telepolis : Auch die 24. Fassung stößt auf Kritik . Disney-Portal Go
im Netz Noch ist Go nur eine Testversion , aber zu Beginn des nächsten Jahres
soll die neue Zugangstüre zum Internet offiziell eröffnet werden , wenn die Bugs
beseitigt sind . Vorausgegangen war dem neuen Internetangebot von Disney der
Aufkauf von Starwave im April 1998 und ein komplizierter Deal mit Infoseek im
Juni dieses Jahres . Auch wenn Go mit Nachrichten , Suchmöglichkeiten ,
Aktienkursen , Chat-Räumen , Email , Wetterberichten oder Angeboten zur
Personalisierung nicht sehr viel anderes als die anderen Portale etwa von Yahoo
oder AOL bietet , werden gerade die Möglichkeiten des Disney-Konzerns , für das
neue Angebot zu werben , als attraktiv angesehen . Disney-Chef Michael Eisner
sieht die Einrichtung eines eigenen Portals als notwendig an , um in der
Online-Konkurrenz bestehen zu können , und hofft , mit dem hier zusammengefaßt
angebotenen Content von Angeboten wie ABC , Espn.com oder Family attraktiver als
andere Portale sein zu können . Mehr in Telepolis : Are you ready to go ?
Lügendetektor fürs Telefon Die israelische Firma Makh-Shevet hat vor wenigen
Tagen die englische Version ihres Online-Lügendetektors " Truster " für 149
US-Dollar auf den Markt gebracht . In Verbindung mit einem Computer und einer
Soundkarte können damit in Echtzeit Gesprächspartner am Telefon , Äußerungen im
Fernsehen oder Radio oder alle , mit denen man Face-to-face spricht , auf ihre
Glaubwürdigkeit mit einer angeblichen Trefferquote von 85 Prozent überprüft
werden . Im März 1998 soll die deutsche Version kommen . Truster werde , so die
Firma , ein neues Zeitalter einleiten . Eingesetzt werden könnte er bei
Verhandlungsgeprächen , Personaleinstellungen , Meldungen von
Kreditkartenverlust oder Versicherungsschäden , an Grenzen oder bei anderen
Kontrollen wie am Flughafen . Politiker , Verkäufer oder Liebespartner werden in
Zukunft vielleicht ein schwereres Leben haben - und Email könnte im Wert steigen
. Einen Kommentar dazu finden Sie in Telepolis : Nie mehr Lügen ? Eine Website
für Geistersites Seit 1996 sammelt Steve Baldwin verlassene , aber immer noch
existierende Ghost Sites und hat paradoxerweise jetzt auch eine neue Site
gestartet , die - zumindest jetzt - noch aktualisiert wird . Wer einen schönen
Fund macht , kann die URL beim Webmuseum melden . Ein Fund für die Webhistoriker
. Mehr in Telepolis : Site is Dead , Shows Advanced Decay . Deutscher Multimedia
Verband zur Email-Werbung Nachdem offensichtlich die Pressemitteilung des
Deutschen Multimedia Verbands einigen Ärger hervorgerufen und zu " mehr Feedback
aus der Community als jemals zuvor " geführt hat ( siehe die Meldung vom 13. 1.
) , bedauert man jetzt die " unglückliche Formulierung des Textes " . Der dmmv
wisse um das Belästigungspotential unkontrollierter Werbeemails , trete aber
auch für die " Freiheit der kommerziellen Kommunikation " ein . Bei den
Beratungen zur europäischen E-Commerce-Richtlinie habe der dmmv gerade dafür
plädiert , daß zumindest Werbesendungen als solche gekennzeichnet werden sollen
. Der Entwurf hingegen habe eine völlige Freigabe von Werbe-Emails vorgesehen .
Die gleichfalls vom dmmv vorgeschlagene Volumenbegrenzung von 5 Kb sei
allerdings nicht mit aufgenommen worden . Man sei allerdings gegen ein
generelles Werbeverbot , weil dies zu einer Benachteiligung im globalen Markt
führen würde . Werbe-Emails müsse man mit anderen Werbeformen vergleichen ,
schließlich gebe es " unerbetene kommerzielle Kommunikation " ja auch " im
Fernsehen , im Radio , in Zeitungen und Zeitschriften und natürlich im
Hausbriefkasten " - und ein elektronischer Briefkasten sei so anders ja auch
nicht . Allerdings stünde man erst am Beginn der Diskussion . Durch die
Kennzeichnung könne man Werbung beispielsweise ausfiltern . Man könne aber auch
an Opt-in-Listen denken . Für jeden " konstruktiven " Beitrag sei man jedenfalls
dankbar , den man an diese Adresse werbemail@dmmv.de richten kann . Die Bits und
die Bausteine der Materie Er behauptet , wie New Scientist in der heutigen
Ausgabe berichtet , die Quantenmechanik so beschreiben zu können , dass
philosophische Debatten künftig hinfällig werden . Dabei will er das Konzept der
Information anwenden , das in der Physik bis heute lediglich ein Nischendasein
friste . Wie komplex die Fragen , die sich in einem Experiment stellen , auch
immer sein mögen , so seien sie doch jeweils auf einfachere Fragen zurückführbar
. Die kleinste Informationseinheit , das Bit , ist dabei die Antwort auf jede
Frage , die ein Ja oder Nein bedingt . Zeilinger bringt nun die Bits in
Verbindung mit den Bausteinen der Materie . In der Quantenmechanik seien diese
Bausteine die Elementarsysteme , welche sich wiederum nur durch die Bewegung der
Elektronen in die eine oder andere Richtung messen ließen . Dieses
ausschließende Entweder-Oder-Prinzip entspreche der Ja-oder-Nein-Antwort oder
auch dem " 1 " und "0"-Prinzip des Computers . Dieses System sei viel
allgemeiner anwendbar als es zunächst scheint . Die Formel lasse sich
unverändert auf alle vorstellbaren quantenmechanischen Systeme , die sich allein
durch zwei verschiedene Zustände definieren , anwenden . Ein Elementarsystem
enthält exakt ein Informationsbit . So harmlos das klingt , so atemberaubend
könnten die Konsequenzen von Zeilingers Prinzip sein , glaubt man New Scientist
: Zunächst einmal geht diese Prinzip davon aus , dass die Welt selbst den
Ausgangspunkt für die Quantenmechanik bildet . Und ähnlich , wie ein Anwalt
einen Zeugen verhört , könnte die Natur ins Kreuzverhör genommen werden durch
Fragen , die eine Ja-oder-Nein-Antwort nach sich ziehen . Nächstes Ziel wird es
sein , diesen Ansatz von einem Elementarsystem auf viele anwendbar zu machen ,
und einen Weg zu finden , auch kontinuierliche Variablen wie Position und
Geschwindigkeit mit einzubeziehen . Dabei wäre eine neue Theorie der
Quanteninformation vonnöten , um die Quantencomputer der Zukunft in den Griff
bekommen zu können . Mehr in Telepolis : Am Anfang war das Bit . Neue
Waffensysteme für den möglichen Einsatz gegen den Irak Daß Hussein vor einem
Einsatz nicht zurückschreckt , hat er im Krieg gegen den Iran und gegen die
Kurden demonstriert . Der Irak hat angeblich , wie U.S. News and World Report
aus einem Bericht für den amerikanischen Kongreß erfahren haben will , Anlagen
zum Bau chemischer Waffen im Sudan gebaut , Nuklearmaterial nach Algerien
gebracht und Wissenschaftler nach Lybien geschickt , um dort biologische Waffen
herstellen zu lassen . Damals dauerte es oft noch fünf Minuten , um die
Bodentruppen darüber zu informieren , daß eine Scud-Rakete abgeschossen wurde .
Mithilfe des Global Positioning System ( GPS ) dauert es jetzt nur noch Sekunden
, um den Abschuß einer Rakete irgendwo auf der Welt mit den Computern von NORAD
( North American Air Defense Command ) zu registrieren und die Meldung an die
Satellitenempfänger der Bodentruppen weiterzugeben . Satellitenbilder bieten
überdies aktuelle interaktive Darstellungen möglicher Kampfgebiete und die
Möglichkeit , sie zuerst mit einem VR-Flug zu erkunden , bevor man zuschlägt .
Auch die Präzisionsraketen werden mithilfe des GPS gesteuert . Noch glauben die
Militärs , daß die Satelliten des Systems relativ sicher vor feindlichen
Angriffen seien . Nachdem man im Golfkrieg nicht wirklich auf den möglichen
Einsatz von B- und C-Waffen vorbereitet war , haben die Amerikaner jetzt
aufgerüstet . Die Soldaten am Persischen Golf wurden mit einem neuen Wirkstoff
gegen Milzbrand geimpft , ein neues Labor zur Erforschung von Gegenmitteln gegen
biologischen Waffen wird gegründet , neue Sensoren zum Aufspüren von Bakterien
in der Luft wurden entwickelt , gegen Terroranschläge mit biologischen Waffen im
eigenen Land hat man Spezialeinheiten aufgebaut , man schult die Behörden von
Städten für den Katastrophenfall und will dazu demnächst eine Übungsstadt mit
eigener U-Bahn bauen - und es gibt auch neue Hochpräzisionsbomben zur
Vernichtung von chemischen und biologischen Waffenlagern . Die Truppen im
Persischen Golf besitzen bereits den " bunker-buster " , ein Geschoß , das
mehrere Meter tief in die Erde oder in Beton mit hoher Geschwindigkeit eindringt
und erst dann explodiert . Doch das Problem ist , daß bakterielle Keime mit
hoher Hitze verbrannt werden müssen , um wirklich unschädlich gemacht zu werden
. Dazu wurde " Colt .45 " entwickelt , eine Bombe , die erst nach dem Erreichen
eines geschützten unterirdischen Zieles explodiert und dann eine große Hitze
entwickelt . Möglicherweise sind die bunker buster mit Nuklearsprengköpfen
ausgerüstet , die von B-2 Stealth Bombern abgeworfen werden können . Einen
Bericht über die Lage im Irak , die Geschichte der biologischen Kriegsführung
und die neue Gefahr finden Sie in Telepolis . Blair und Clinton fordern freien
Zugang zu den Daten des menschlichen Genoms Nach dem Scheitern der Verhandlungen
zwischen dem öffentlich finanzierten internationalen Human Genome Project und
Celera , einem Unternehmen , das mit neuesten Sequenzierungsmaschinen und einem
anderen Verfahren angekündigt hat , noch in diesem Jahr das menschliche Genom
vollständig zu sequenzieren , sind der britische Premierminister Tony Blair und
der amerikanische Präsident Bill Clinton offenbar unter Druck geraten . Seit
letztem Jahr fanden nämlich bereits Gespräche zwischen beiden Regierungen statt
, um zu verhindern , dass die sequenzierten Rohdaten des menschlichen Genoms
patentiert und damit der Öffentlichkeit entzogen werden könnten . Die jetzt
zustande gekommene gemeinsame Erklärung hat allerdings eher symbolische
Bedeutung , in der Realität sind zumindest vorläufig keine Änderungen der Praxis
zu erwarten . " Um das ganze Versprechen dieser Forschung zu realisieren " , so
heißt , " sollten die fundamentalen Rohdaten des menschlichen Genoms , wozu die
DNA-Sequenzen und ihre Varianten gehören , allen Wissenschaftlern auf der ganzen
Welt frei zur Verfügung stehen . " Nur ein " ungehinderter Zugang " könne zu den
Entdeckungen führen , die allen Menschen zugute kommen und die " Lebensqualität
der Menschheit " erhöhen . Recht unvermittelt kommt dann aber der Satz : " Der
Schutz des geistigen Eigentums für genbasierte Erfindungen wird auch eine
wichtige Rolle spielen , um die Entwicklung von wichtigen neuen medizinischen
Produkten zu motivieren . " Wie nun der Konflikt zwischen einem ungehinderten
öffentlichen Zugang und der Patentierung gelöst werden könnte , verraten die
Regierungschefs allerdings nicht . Celera , Hauptkonkurrent des HGP , hat sich
denn auch beeilt , mit der Erklärung von Clinton und Blair voll und ganz
übereinzustimmen : Offenbar können mit einer solchen Erklärung , die die Frage
nicht behandelt , ob menschliche Gene das Eigentum der Menschheit sind oder
prinzipiell überhaupt patentierbar sein sollen , also ob sie einer " Entdeckung
" oder einer " Erfindung " entsprechen , alle zufrieden sein . Mehr in Telepolis
: Die gemeinsame Erklärung von Blair und Clinton ist symbolische Politik at its
best or worst . Klangkörper Mensch Die amerikanischen Musikwissenschaftler Brent
D. Hugh und Todd Barton wollten die seit kurzem vom Humangenomprojekt und Celera
weitgehend entschlüsselte Struktur der menschlichen Erbinformation zum Klingen
bringen . Hugh , der hauptberuflich als Musikprofessor am Missouri Western State
College lehrt , hat dafür die DNA-Forschungsergebnisse analysiert und mit Barton
in komplexe Rhythmen übersetzt . Hugh ließ die einfachen genetischen Sequenzen
erst einmal durch ein von ihm generiertes Computerprogramm laufen , um damit
Melodien und rhythmische Grundmuster zu erzeugen . Dann komponierte er aus den
ausgewogeneren Elementen bestimmte Harmonien , Begleitungen und Phrasierungen .
Die Daten der menschlichen Erbgutinformation wurden in Segment-Einheiten aus den
vier Buchstaben zerteilt . Die beiden ersten standen jeweils für die Höhe einer
musikalischen Note , die beiden anderen für ihre Länge . Das daraus entstandene
Stück " Music of The Human Genome " kann man über MP3.com bekommen . Mehr in
Telepolis : Genome Groove . UN-Konferenz nimmt Kinderpornografie im Internet ins
Visier In Berlin hat gestern die erste nationale Konferenz zum Thema "
kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern " begonnen . Mit dem Treffen wird
eine erste Bilanz der UNO-Weltkonferenz 1996 in Kopenhagen gezogen und die
zweite Konferenz dieser Art im Dezember dieses Jahres im japanischen Yokohama
vorbereitet . Familienministerin Ingrid Bergmann hob in der Eröffnungsrede
hervor , dass die Bundesregierung die Auflagen von Stockholm " als erstes Land
weitgehend erfüllt " habe , wozu vor allem die Reform des Strafrechtes von 1998
zählt . Einigkeit herrscht unter den Experten , das Internet stärker
kontrollieren zu müssen . Denn nicht nur der Handel mit Kinderpornografie werde
schwerpunktmäßig über dieses Medium abgewickelt , das Netz diene den Tätern auch
als Kommunikationsforum . Groß ist allerdings die Hilflosigkeit , wenn es um die
Lösungsansätze geht . " Ich finde es erschütternd " , sagte die
Familienministerin , " wenn ich mir die Höhe der Zugriffszahlen auf Seiten mit
kinderpornografischem Inhalt ansehe " . Geht es um die Strafverfolgung von
Pornohandel , übrigens nicht nur im Netz , stehen die Behörden zunächst aber vor
ganz elementaren Problemen . Eine Vertreterin der " Lobby für Menschenrechte "
beklagte die schon auf europäischer Ebene unterschiedlichen Definitionen von
Pornografie . Friedemann Schindler , Referent von " Jugendschutz.net " , sieht
ein besonderes Manko in der Machtlosigkeit bei der Darstellung unbekleideter
Kinder . Bei solchen " Posenfotos " sei den Vertreibern höchstens wegen
Verletzung des Persönlichkeitsrechtes beizukommen . Das sei besonders
problematisch , da diese Fotos oft als " Appetizer " funktionierten , also zum
Zugriff auf Seiten mit härterem Inhalt anregten . Neben der juristischen Aktion
sollen aber auch die Provider in die Pflicht genommen werden . Auf der Jagd nach
geldwerten Pageviews deklarieren viele Content-Anbieter ihre Seiten falsch , um
in der Masse der Angebote aufzufallen . Ein beliebte Methode dabei ist die
Bewerbung mit kinderpornografischen Suchbegriffen . Gefordert wird daher unter
anderem eine verstärkte Aus- und Weiterbildung von Kriminalbeamten und die
Verpflichtung von Providern , relevante Daten zu erheben und zu verifizieren .
Mehr in Telepolis : Kampf gegen die Kinderpornografie . Kanada will Zugriff auf
Kinderpornos im Internet verbieten Die kanadische Regierung hat gestern im
Kontext einer umfassenden Strafrechtsreform auch einen Gesetzesvorschlag
vorgestellt , der auch schon den Zugriff auf Kinderpornografie im Internet unter
Strafe stellt . Damit kann auch schon die Suche nach Kinderpornos im Netz
bestraft werden . Um die Kinder besser zu schützen , sollen diejenigen bestraft
werden können , die versuchen , Kindern im Internet nachzustellen und dazu zu
überreden , sich mit Erwachsenen zu treffen . Mit bis zu fünf Jahren
Gefängnisstrafe muss derjenige rechnen , der beispielsweise versucht , mit einem
Kind aus dem Grund in Kontakt zu treten , um es sexuell zu missbrauchen . Mit
bis zu 10 Jahren Gefängnisstrafe sollen auch der Vertrieb , der Export und das
Zugänglichmachen von kinderpornografischem Material geahndet werden . Auch wer
Informationen , beispielsweise die Adresse einer Webseite , auf der sich
Kinderpornografie befindet , weitergibt , macht sich strafbar . Neu ist auch ,
dass derjenige , der absichtlich auf Kinderpornografie im Internet zugreift ,
mit bis zu fünf Jahren Gefängnisstrafe rechnen muss . Ausgenommen davon sind die
Internetbenutzer , die " unbeabsichtigt " auf Kinderpornografie im Internet
stoßen oder einen E-Mail-Anhang mit solchen Bildern öffnen . Nach der
vorgeschlagenen Gesetzesänderung sollen Gerichte auch einen Internetprovider
anweisen können , " von seinen Servern alle Inhalte , die vernünftigerweise als
Kinderpornografie betrachtet werden können , oder einen Link zu solchen Inhalten
zu entfernen " . Damit soll die Gesetzgebung Kanadas auch allgemein im Internet
durchgesetzt werden . Jay Thomson , der Präsident der Canadian Association of
Internet Providers , meinte , seine Organisation unterstütze die Gesetzgebung ,
weil die Gerichte entscheiden müssen , was verboten ist , und nicht die Provider
selbst als Zensoren auftreten müssen : Das ist nicht anders als bei einem
Telefonunternehmen in Bezug auf die Gespräche , die mit dem Telefon stattfinden
. Mehr in Telepolis : Kanadische Regierung will hart gegen Kinderpornografie im
Internet vorgehen . Machen Handys die Menschen geistig wendiger ? Die
Psychologin Tatia Lee Mei-chun von der Universität von Hong Kong hat 72
Jugendliche getestet , von denen etwa die Hälfte ein Handy benutzte . Sie prüfte
anhand einfacher Tests , wie lange die Jugendlichen zu deren Lösung brauchten .
Lee mahnt bei der Interpretation der Ergebnisse immerhin zur Vorsicht . Sie
betont , dass sie nur vorläufig seien und dass sie keineswegs die
Nicht-Handy-Nutzer stigmatisieren wolle . Es müsse auch keineswegs so sein ,
dass die Handynutzung die Menschen kognitiv wendiger mache , sie könnten das
natürlich schon vorher gewesen sein und einfach möglicherweise sich eher Handys
gekauft haben . Es könnte aber auch sein , meinte Lee , dass die von Handys
ausgehenden elektromagnetischen Strahlen das Hirn anregen : " Es gibt die
Theorie , dass die lokale Erwärmung ( am Ohr ) Veränderungen im Hirngewebe
verursacht und eine Zunahme der Verarbeitungsgeschwindigkeit bewirkt . "
Allerdings sei die Langzeitwirkung des Handygebrauchs noch unbekannt : Die
Menschen müssen verstehen , dass dies nur ein erster Schritt ist ... Mehr in
Telepolis : Steigerung der Verarbeitungsgeschwindigkeit durch Handynutzung ?
Mangel an IT-Experten auch in Indien Die im weltweit geführten Konkurrenzkampf
um die fehlenden IT-Experten begehrten indischen Computerspezialisten sind auch
im eigenen Land bereits Mangelware . Angeblich fehlen bereits jetzt 70000
Computerspezialisten , und die Zahl könnte sich in den nächsten sieben Jahren
auf über zwei Millionen erhöhen , so das Ergebnis eines Berichts von McKinsey ,
der im Auftrag der indischen National Association of Software and Service
Companies ( Nasscom ) ausgeführt wurde . Erst vor kurzem hatte Indiens
Finanzminister Yashwant Sinha noch bezüglich der deutschen Debatte um die Green
Card gesagt , Indien habe ein solch großes Potenzial an Fachkräften , dass keine
Gefahr für Indien durch solche Initiativen entstehe : " Wir haben 50 Millionen
davon , da können wir einige abgeben . " Nach den USA hat Indien die meisten
IT-Experten . Dewang Mehta , Direktor der Nasscom , ist nach den Ergebnissen des
Berichts möglicherweise anderer Meinung als der Minister : Die befragten Firmen
haben zwischen 2000 und 2001 eine Nachfrage von 140000 IT-Experten angegeben ,
jährlich würden jedoch nur über 70000 neue Spezialisten auf den Markt kommen .
Mehr in Telepolis : " Techies need not go west as geek shortage grips India " .
China und die USA : Vom Bush-Tamagotchi zum Info-War Neben Pamela Anderson ,
einer Hure oder einem Gangster sowie einigen Tieren bietet Eruptor Entertainment
für Palm- und Visor-PDAs nun auch einen virtuellen George W. Bush für 5
US-Dollar zum Herunterladen an . Den " PortaBush " kann man wie einst die
Tamagotchis hegen und pflegen . Mit " Dabblju " kann man Gesetze billigen oder
verwerfen oder nach Belieben irgendetwas in die Luft sprengen . Man kann ihn mit
einer Angestellten flirten oder sich sinnlos betrinken lassen . Einige Unarten
besitzt PortaBush auch . So bohrt er gelegentlich in der Nase oder lässt einen
fahren . Wer sich nicht genügend um den Präsidenten kümmert , der geht freilich
das Risiko ein , dass ihm wie einst Clinton ein Impeachment-Verfahren droht .
Mit dem Konflikt zwischen China und den USA um das Spionageflugzeug haben
offenbar manche Chinesen eine neue Art der Rache entdeckt und laden kräftig den
virtuellen Präsidenten herunter . Ein Viertel der bislang über 20.000
heruntergeladenen " PortaBushs " sind nach China gegangen . Allerdings sind
einige Chinesen nicht mit dem handzahmen Bush auf ihren PDAs zufrieden , sondern
haben auch US-amerikanische Websites angegriffen . Auf den Seiten " Sina.com " ,
" Sohu.com " und " killusa.abc.yesite.com " werden inzwischen nicht nur
bedienerfreundliche Hacker-Tools aufgelistet , sondern auch mögliche Ziele
angegeben , gegen die sich der nationale Volkszorn richten könnte . Mehr in
Telepolis : " Hack the USA !!! " Alta Vista bietet gegen Bezahlung Top-Ranking
Doubleclick , die Agentur , die Werbung für Alta Vista verkauft , bietet jetzt
Firmen die Möglichkeit an , gegen Geld bei bestimmten allgemeinen Suchbegriffen
an erster oder zweiter Stelle bei den Suchergebnissen angeführt zu werden . Den
Meistbietenden soll das bevorzugte Ranking eingeräumt werden . Wenn die Benutzer
das wissen , so Kurt Lozert von Alta Vista , dann sei eine solche Praxis legitim
: " Wir wollen klar herausstellen , daß wir unsere Indexierung nicht verändert
haben , aber wir wollen den Benutzern zusätzliche Möglichkeiten anbieten ,
Suchergebnisse zu finden , die interessant sind . " Die gekauften
Top-Indexierungen sollen angeblich deutlich gekennzeichnet werden , so daß die
Benutzer sie als Werbung erkennen können . Mehr in Telepolis : Plazierung gegen
Geld . Lärm in der Internationalen Raumstation Im Weltraum mag es absolut still
sein , doch die Besucher der Internationalen Raumstation werden einer lauten
Geräuschkulisse ausgesetzt sein , berichtet New Scientist . Möglicherweise
könnte sogar das Gehör darunter leiden . Im russischen Raummodul Zarya herrscht
teilweise eine permanente Lautstärke von 72 Dezibel . Selbst an den ruhigsten
Orten ist es lauter als die eigentlich vorgesehenen 50 bis 55 Dezibel . Ein
russisches Wissenschaftlerteam schlug vor , daß Astronauten sich nur vier
Stunden in Zarya sowie nur zwei Stunden täglich in den lautesten Bereichen
aufhalten - und dabei Ohrenstöpsel tragen sollten . Mehr in Telepolis :
Gefährlicher Krach im Weltraum . Streit um die Rechtmäßigkeit der Hackerfalle
Hacker könnten es in Zukunft schwerer haben , ungestraft Angriffe auf Ziele in
den USA zu starten . Ermittler luden daraufhin die Verdächtigen unter dem
Vorwand , ihre Skills für eine Scheinfirma zu präsentieren , nach Seattle ein .
Die Auswertung der gewonnenen Daten ermöglichte eine Anklageerhebung .
Mittlerweile streiten sich Juristen über die rechtliche Bewertung der
erfolgreichen Anti-Hacker-Aktion , die auch als Präzedenzfall gilt . Kenneth E.
Kanev , der Anwalt von Wassili Gorschkow , einer der beschuldigten Hacker ,
bestreitet die Rechtmäßigkeit der Erlangung persönlicher Daten des Hackers
mittels des Sniffer-Programms und damit die Gültigkeit als Beweismittel , weil
es an der Einwilligung seines Mandanten gefehlt habe . Außerdem habe es das FBI
versäumt , so Kanev , sich vor dem Download der persönlichen Hacker-Daten einen
amtlichen Durchsuchungsbeschluss zu besorgen . Der Fall hat auch internationale
Bedeutung , da die Angeklagten Ausländer sind . Daneben wird zu prüfen sein , ob
es für polizeiliche Ermittlungen statthaft ist , Beweismittel durch die
verdeckte Aufnahme von Tastenanschlägen zu erlangen . Für den 29. Mai ist in
Seattle eine Gerichtsverhandlung gegen Alexej Iwanow und Wassili Gorschkow
angesetzt . Mehr in Telepolis : Die Cyberspace-Fallen des FBI . Keine
Blockierung des Internetzugangs für Serben Informationsdienste sind allerdings
üblicherweise allgemein von einem Handelsembargo ausgenommen . Wiederholt haben
NATO-Angriffe serbische Fernsehsender und Telekommunikationsanlagen zerstört .
Mehr in Telepolis : Internet vom Embargo ausgenommen . Computerspiele - der am
schnellsten wachsende Unterhaltungsmarkt Die Video- und Computerspielindustrie
ist der am schnellsten wachsende Sektor der Unterhaltungsbranche . Mit einem
Wachstum von 29 Prozent hat sie die Musikbranche ( 12,3 Prozent ) und die
Filmindustrie ( 9,2 Prozent ) überholt . In einer zu Messebeginn
veröffentlichten Befragung von über 1600 amerikanischen Haushalten wählten die
Amerikaner interaktive Spiele als Unterhaltungsfavoriten ( 34 Prozent ) ,
während Fernsehen ( 18 Prozent ) und Kino ( 16 Prozent ) weit dahinter
rangierten . 97 Prozent der Computerspiele und 89 Prozent der Konsolenspiele
werden überdies von Erwachsenen gekauft . 35 Prozent der Konsolenspieler und 43
Prozent der Computerspieler sind Frauen . Natürlich stand die Messe in diesem
Jahr auch unter Rechtfertigungszwang . Heute erst hatte Bill Clinton sich wieder
mit dem Verweis auf das Massaker in Littleton an die Unterhaltungsindustrie
gewandt und gefordert , die dargestellte Gewalt zu reduzieren , da immer noch
zuviel Gewalt über die " kleinen und großen Bildschirme " komme . Don Tapscott ,
der Hauptsprecher auf der E3 Expo , versicherte allerdings der Branche , daß es
keine Verbindung zwischen interaktiven Spielen und Gewalt gebe und daß die
Kritiker , die eine solche Verbindung zwischen gewalttätigen Spielen und
Ereignissen wie in Littleton herstellten , nur die Aufmerksamkeit der
Gesellschaft von den eigentlichen Ursachen ablenkten . Er kritisierte die
Branche , weil sie den Übergang zum Internet verschlafe , das hier ähnlich wie
bei der Musikindustrie große Veränderungen mit sich bringen wird . Mehr in
Telepolis : Die Computerspielbranche , das Internet und die Gewalt . Test für
Raketenabwehrsystem war erfolgreich Alle Daten würden dafür sprechen , dass der
Test für das umstrittene Raketenabwehrschild erfolgreich gewesen sei . Am
Samstagabend hat eine vom kalifornischen Stützpunkt Vandenberg abgeschossene
Minuteman-2-Rakete ein mit zahlreichen Sensoren und Computersystemen versehenes
" Kill-Vehicle " gestartet , das nach Angaben des Pentagon nur mit den Daten der
mitgeführten Systeme die 10 Minuten zuvor in 7725 Kilometern Entfernung vom
Kwajalein-Atoll der Marshall-Inseln abgehobene Sprengkopfattrappe zerstörte . So
schnell wie möglich müssten jetzt nach Kadish weitere Tests folgen . Erfolgreich
habe das " Kill-Vehicle " das Ziel getroffen und sich nicht von einer
Ballonattrappe ablenken lassen , meldet das Pentagon . Kritiker werfen den Tests
allerdings vor , nicht sonderlich realistisch zu sein . Falls tatsächlich eine
feindliche Macht die USA auf diese Weise angreifen würde , kämen vermutlich
Raketen mit vielen Sprengköpfen und Dutzenden von Attrappen zum Einsatz . Dann
müssten nicht nur mehrere EKVs gleichzeitig gestartet werden , sondern diese
müssten die wenigen wirklichen Sprengköpfe in einer Wolke von Attrappen
identifizieren . Kritiker bezweifeln , dass dies überhaupt zu realisieren ist .
Neben dem Ziel , Raketen im Flug durch Raketen zu zerstören , die vom Boden
abgeschossen werden , sollen auch weitere Systeme getestet werden , bei denen
Raketen von Schiffen abgefeuert werden oder Flugzeuge mit Laserkanonen startende
Raketen vernichten . Mehr in Telepolis : Kritiker zweifeln an der technischen
Durchführbakeit . Noch eine Web-Premiere : Our First Sex ( update ) Dieser Tage
darf man über eine Videokamera im Netz die beiden Freiwilligen beobachten , die
sich von einer englischen Künstlergruppe entführen und für zwei Tage in einer
Zelle einsperren ließen . In pornographischen Filmen hätten sie gesehen , wie
schön der Liebesakt sei , weswegen sie nun ihre erste Erfahrung mit Analsex live
mit allen Menschen gemeinsam haben wollen . Offenbar ist diese Site nur eine
Parodie auf das allerdings ernstgemeinte Projekt Our First Time . Diese Domain
ist unter " First Time Production " registriert und wurde von einem Oscar Wells
designt . Er erläuterte jetzt gegenüber Wired die hehren Ziele und versicherte ,
daß es keinesfalls um Pornographie gehe und er kein Geld daran verdienen ,
sondern höchstens als Webdesigner Aufmerksamkeit wecken und Aufträge erhalten
wolle . Dazu siehe auch den Kommentar : Veröffentlichung des Intimen im Netz .
Österreichs Beamte vergnügen sich im Netz , die FPÖ surft daneben Österreichs
Staatsdiener haben es schwer . " Austria Erotic Centers " hatten eine Hitliste
veröffentlicht , aus der hervorging , daß während einiger Tage im Juni , wie die
Salzburger Nachrichten berichten , über 10000 Zugriffe auf das einschlägige
Angebot von Ministerien , Landesregierungen und aus dem Hohen Haus erfolgt sind
. Allen voran liegt der Magistrat Wien . Das Umweltministerium hat bereits gegen
sieben Beamte Disziplinaranzeigen erstattet . Jörg Haider , der Vorsitzende der
FPÖ , hat den für Kultur verantwortlichen Bundeskanzler Viktor Klima zum
Rücktritt aufgefordert , weil er das kulturelle Internetprojekt Public Netbase
tO finanziell fördert . Vergangene Woche beschuldigten " Die Freiheitlichen "
Public Netbase im Österreichischen Parlament , über ihren Server nicht nur
pornographisches Material , sondern sogar Kinderpornographie zu verbreiten .
Mehr in Telepolis : FPÖ zu dumm zum Netsurfen ? " Schönheit für das nächste
Jahrtausend " Illusion 2K bietet bislang allerdings nur ein virtuelles Model
namens Webbie Tookay an . Um weitere Designer virtueller Models zu finden , wird
im September in Nizza ein internationaler Wettbewerb ausgelobt . Die virtuellen
Models sollen ähnlich wie die aus Fleisch und Blut für Modenschauen , Werbe- ,
TV- oder Kinofilme , Computerspiele und Internetprojekte angeboten werden .
Kosten sollen sie im übrigen gleich viel wie die echten Models . Mehr in
Telepolis : Agentur für virtuelle Models . Erschweren Computer das Lesen und
damit das Lernen ? Texte auf Computerbildschirmen sind nach einer Untersuchung
schwerer verständlich , uninteressanter und unglaubwürdiger als gedruckte . Für
die Erwartungen im Hinblick auf den boomenden Online-Bildungsbereich ist das
Ergebnis der Psychologen von der Ohio State University wahrscheinlich nicht
gerade erfreulich . Die Wissenschaftler hatten insgesamt 131 Studenten ( 67
Frauen , 64 Männer ) zwei Artikel aus Times über den von einem Arzt begleiteten
Freitod von todkranken Menschen und über Schulintegration lesen lassen . Dabei
handelte es sich exakt um denselben Artikel : um den gedruckten Artikel im Heft
und den aus dem Heft eingescannten Artikel , der auf einem Bildschirm gelesen
wurde . Die Versuchspersonen , die Artikel auf dem Bildschirm lesen mussten ,
fanden diese schwieriger zu verstehen - unabhängig davon , wieviel Erfahrung sie
bereits mit dem Computer gemacht haben . Überdies wurden die auf dem Bildschirm
gelesenen Artikel als nicht so interessant empfunden , was vermutlich damit
zusammenhängt , dass sie als schwerer verständlich beurteilt wurden . Und die
Autoren wurden als weniger glaubhaft und deren Argumente als weniger überzeugend
empfunden . Für die Psychologen ist das Ergebnis dieser ersten Studie ein
Hinweis darauf , dass man die Einführung der Computer in den Schulen nicht
überstürzen sollte . Wenn schon Studenten zeigen , dass es ihnen schwerer fällt
, Texte auf dem Computerbildschirm zu verstehen , dann könnte die Arbeit am
Computer für weniger kompetente Leser möglicherweise unnötige Hürden aufstellen
. Man müsse noch viele Fragen beantworten , bevor man weiter darin fortschreite
, Computer in die Lehrpläne zu integrieren . Mehr in Telepolis : Behindert der
Computer das Lernen ? Es rauscht , irgendeiner niest und dann fährt eine S-Bahn
vorüber - zwei Minuten sind vergangen , macht also exakt 7,26 Mark für dieses
Live-Rauscherlebnis über eine 0190er-Telefonummer . " Extra Mile AG " ist der
Veranstalter des ersten " RealityRun " der Welt , bei dem gestern ein junger
Mann aus Amsterdam in Berlin an den Start gegangen ist . Vermutlich auch eine
Ursache für die ständigen Abstürze unseres Netscape-Browsers . Aber auch der
Microsoft-Explorer hat es trotz zahlreicher Versuche zu allen möglichen und
unmöglichen Zeiten nicht geschafft , die versprochenen Live-Bilder via Webcam
auf unseren Monitor zu übertragen . Und in den Chat kamen wir erst gar nicht
rein , weil wir vorher irgendetwas in einem " Pop-Up-Fenster " bestätigen
sollten . Doch das besagte Fenster macht erst gar nicht pop ... Mehr in
Telepolis : Dilettantisch inszeniertes Vergnügen . IT-Arbeitsmarkt : Ab 50
Jahren wird es kritisch Eine Befragung von 1.000 deutschen IT-Fachleuten durch
Silicon.de hat ergeben , dass ältere IT-Mitarbeiter oft diskriminiert oder von
den jüngeren aus dem Job gemobbt werden . Über 42 Prozent derjenigen , die an
der Befragung teilgenommen haben , waren älter als 46 Jahre . Spätestens ab
einem Alter von 50 Jahren werde es nach Silicon.de in der IT-Branche kritisch .
Gerade bei den zurzeit stattfindenden Entlassungswellen sind die älteren
Mitarbeiter besonders gefährdet . Vier von zehn IT-Angestellten über 50 Jahre
sind inzwischen arbeitslos . Nach Ansicht von silicon.de steigt das Risiko der
Entlassung allerdings schon mit dem 40. Lebensjahr der Beschäftigten . Auch wenn
ältere Mitarbeiter als zuverlässiger , pünktlicher und engagierter gelten und
mehr Erfahrung haben , werden ihnen oft Weiterbildungskurse verweigert , oder
sie müssen sich mit simplen Aufgabengebieten zufrieden geben . Bei der
Entlassung steht die Kostenfrage im Mittelpunkt der betriebswirtschaftlichen
Entscheidung : Ältere Mitarbeiter sind teuer . Besonders hoch wird der Druck ,
der auf die älteren Arbeitnehmer ausgeübt wird , in Großbetrieben . Und sind
ältere IT-Fachkräfte erst einmal arbeitslos , haben sie wegen ihres Alters auch
kaum noch Chancen bei einer Bewerbung . Allerdings hätten diejenigen , die sich
ständig weiterqualifizieren , weniger zu befürchten . Je höher der Bildungsgrad
der IT-Mitarbeiter sei , umso weniger müssten sie sich auch im Alter um ihren
Arbeitsplatz sorgen . Mehr in Telepolis : Schlechte Karten für " graue
IT-Panther " . Auch Japans Polizei darf jetzt abhören Als letzter der G8-Staaten
hat nun auch Japan ein Gesetz zum Abhören eingeführt . Jetzt ist es auch dort
der Polizei möglich , legal Telefongespräche und Emails zu überwachen . Das
heftig umstrittene Gesetz wurde im Rahmen eines Gesetzespakets zur Bekämpfung
der organisierten Kriminalität eingeführt . Das Abhören ist beschränkt auf Fälle
, die mit illegalen Drogen , Waffen , organisierten Gruppen zum Einschleusen von
Menschen und Mord zu tun haben . Die Kritiker des Gesetzes befürchten nicht nur
, dass dadurch das Recht der Menschen auf ihre Privatsphäre verletzt wird ,
sondern dass die Polizei die Informationen , die sie durch das Abhören gewonnen
hat , auch bei anderen Straftaten verwenden könnte . Mehr in Telepolis . Keine
Erhebung persönlicher Daten beim deutschen WebTV Die Settop-Boxen von Microsofts
WebTV zeichnen , wie Telepolis gestern berichtete , nicht nur alle vom
jeweiligen Kunden gesehenen TV-Sendungen , Filme , Websites und
Online-Bestellungen auf , sondern versehen das Interessenprofil auch mit einer
digitalen Signatur . Damit werden aus anonymen Daten weitgehend vollständige
Persönlichkeitsprofile mit Namen und Adressen . Unklar war , wie dies
beispielsweise in Deutschland ist . " Die Teilnehmer des deutschen
WebTV-Feldversuchs sind davon nicht betroffen " , beruhigt jetzt Thomas
Baumgärtner , Pressesprecher des deutschen Ablegers von Microsoft . Microsoft
Deutschland tippt auf die routinemässige Signatur durch einen Proxyserver , kann
aber nicht ausschliessen , dass die Signatur auf das eingebaute sichere 128-bit
Verschlüsselungsprogramm zurückzuführen ist . Mehr in Telepolis : Microsofts
Umgang mit Benutzerdaten bei WebTV . Bundesregierung fördert Open Source Das von
dem Düsseldorfer Programmierer Werner Koch koordinierte Open-Source-Projekt GNU
Privacy Guard ( GPG ) soll noch in diesem Jahr eine Finanzspritze des
Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie ( BMWi ) in Höhe von rund
250.000 Mark erhalten . Im nächsten Jahr sollen weitere Mittel und Maßnahmen
folgen . Die Bundesregierung will damit die Potenziale von Open Source für den
Sicherheitsbereich erschließen und erhofft sich von der Förderung eine
Signalwirkung . Der zweite große Schwerpunkt ist die Förderung von
Open-Source-Projekten , von denen sich das BMWi vor allem im Sicherheitsbereich
eine größere Transparenz und Verläßlichkeit von Produkten erhofft . Die
Kernfrage sei , so Ulrich Sandl , im BMWi für den " Dialog mit
gesellschaftlichen Gruppen und IT-Sicherheit " zuständig , wie sich die
Transparenz sicherheitstechnischer Vorgänge verbessern ließe : " Gerade für
mittelständische Unternehmen ist es fast unmöglich , den tatsächlichen
Sicherheitswert eines Verschlüsselungsprodukts zu beurteilen . " Ein wichtiger
Ansatz soll die Förderung von GPG darstellen . Die angekündigte Geldspritze soll
vor allem dazu dienen , komfortable Benutzerschnittstellen für GPG zu schaffen
und Anpassungen für die verschiedenen Betriebssysteme sowie Mailclients zu
entwickeln . Mehr in Telepolis : Die Zeiten des " wilden Westens " im Streit um
die Verschlüsselung sind vorbei . NSA-Patent für Echelon ? Noch immer schweigt
sich der amerikanische Geheimdienst über die Existenz von Echelon aus , auch
wenn der Direktor des australischen Geheimdienstes dessen Existenz bereits
eingeräumt hat und nun der amerikanische Kongress einen Bericht über das
Lauschsystem fordert . Ein Patent , das im August der NSA gewährt wurde , könnte
jetzt ein Indiz für die Eigenschaften des globalen Lauschsystems liefern .
Obgleich schon im Jahr 1997 eingereicht , wurde das Patent mit der Nummer
5,937,422 erst am 10. August 1999 veröffentlicht . Das amerikanische Patentamt
hält alle Patentanträge solange unter Verschluss , bis das Patent bewilligt wird
. Das NSA-Patent beschreibt ein Verfahren , wie ein Text , der auch maschinell
aus gesprochener Sprache transkribiert worden sein kann , automatisch nach
bestimmten Themen durchsucht werden kann , ohne dabei auf bestimmte Begriffe
zurückgreifen zu müssen , um so besserere Ergebnisse zu erreichen als die
übliche Suche nach Schlüsselbegriffen . Zweifel wurden immer laut , ob Echelon
tatsächlich in der Lage ist , alle über die Satelliten laufende Kommunikation
nach bestimmten Begriffen zu durchsuchen , wie dies beschrieben wurde . Wenn das
im Patent beschriebene Verfahren funktioniert oder eingesetzt wird , dann könnte
dies das ungerichtete Abhören von Millionen von Telefonanrufen zumindest
erleichtern . Mehr in Telepolis : Indiz für die Eigenschaften des globalen
Lauschsystems . Kündigung droht wegen E-Mail-Missbrauch Bradley Chait , ein
junger Rechtsanwalt bei der Londoner Firma Norton Rose , scheint ein guter
Liebhaber zu sein , aber er hat nicht mit der Möglichkeit gerechnet , dass sich
eine E-Mail in kurzer Zeit wie eine Epidemie oder ein Virus verbreiten kann .
Alles fing am 7. Dezember mit einem harmlosen Witz über eine Spermienbank an ,
den seine Freundin Claire an Bradley schickte . " Cute " mailte der gut gelaunte
Advokat zurück , und dann entspann sich eine Email-Konversation , in der Claire
ihre Zufriedenheit über Bradleys sexuelle Leistungen detailliert beschrieb .
Drei Minuten später schickte einer der Empfänger die Nachricht an elf weitere
Empfänger , selbstverständlich mit einem gut gelaunten Kommentar versehen .
Gestern hat Norton Rose ein Disziplinarverfahren wegen E-Mail-Missbrauchs gegen
Bradley Chait und vier seiner Kollegen eingeleitet . Am Montag wird die
Entscheidung fallen , ob die fünf Angestellten entlassen werden , weil sie gegen
die Firmenregeln verstoßen haben . Mehr in Telepolis : Fütter mein E-Mail-Ego .
Die Elite der Vernetzten Es gibt Hoffnung im Cyberspace . Überdies gehen sie zu
Wahlen , sind gut informiert , lesen mehr Bücher , glauben , daß die freie
Marktwirtschaft Fortschritt bringt und daß sie die Entwicklungen steuern können
, und sehen natürlich das Gute in der Technik . Überwiegend sind die digitalen
Bürger weiß und haben eine bessere Ausbildung sowie ein höheres Einkommen als
der Durchschnitt . Ausführlicher in Telepolis : Die guten Menschen vom
Cyberspace Teleportation : ein erster Schritt ? Wie die Zeitschrift Nature in
ihrer neuesten Ausgabe berichtet , haben Wissenschaftler an der Universität von
Innsbruck eine Quanten-Teleportation von Photonen realisiert . Ein Beam-me-up ,
wie man es aus der SF kennt , ist damit noch nicht in Sicht . Vielleicht können
irgendwann einmal einzelne Atome oder gar Moleküle verschickt werden , meinen
die Wissenschaftler . Aber die Licht-Teleportation könnte möglicherweise einmal
für schnellere Quanten-Computer tauglich sein . Doch die muß man erst einmal
bauen können . Siehe auch in Telepolis : Der Mensch als Nachricht .
Abhörkompetenz des BND vor dem Bundesverfassungsgericht Heute und morgen findet
eine Anhörung zur Aufgabenstellung des Bundesnachrichtendienstes ( BND ) im
Bundesverfassungsgericht ( BVerfG ) in Karlsruhe statt . Dabei werden die
rechtlichen Grundlagen und technischen Möglichkeiten des BND im Bereich der
elektronischen Fernmeldeaufklärung auf ihre Verfassungskonformität hin überprüft
. Gegen die " verdachtsunabhängige Rasterfahndung " hatten unter anderem der
Hamburger Strafrechtsprofessor Michael Köhler und ein Journalist sowie die
Redaktion der Berliner tageszeitung Verfassungsklage eingereicht . Auf dem
Prüfstand steht die seit der Änderung des G-10-Gesetzes 1994 eingeführte
Rasterfahndung . Zuvor durfte der BND die strategische Überwachung nur zur
Abwehr eines bewaffneten Angriffskriegs ausüben . Mit den Stimmen der SPD
erweiterte der Bundestag jedoch diese Befugnis im " Verbrechensbekämpfungsgesetz
" auf die Bekämpfung des Terrorismus , des Drogen- und Waffenhandels sowie der
Geldfälschung und Geldwäsche . Ein konkreter Verdacht auf eine Straftat ist
hierfür nicht nötig . Mittels Suchbegriffen werden Verbindungen aufgezeichnet
und ausgewertet . Allgemeine Daten können an die Strafverfolgungsbehörden
weitergeleitet werden , personenbezogene Daten dürfen nur zur Verhinderung ,
Aufklärung oder Verfolgung von Straftaten verwendet werden . BMI-Staatssekretär
Schapper erklärte , daß Bürgerrechte nicht gefährdet seien . Der
Bundesbeauftragte für Datenschutz , Joachim Jacob , bezeichnete gegenüber dem
Gericht die BND-Befugnisse allerdings als " rechtlich problematisch " und
forderte eine " umfassende Datenschutzkontrolle des gesamten Vorgangs " . Köhler
sieht in den Überwachungsbefugnissen sogar die " schrittweise Aufhebung des
Fernmeldegeheimnisses " . Das Urteil des Verfassungsgerichts wird im Frühjahr
nächsten Jahres erwartet . Mehr in Telepolis von Christiane Schulzki-Haddouti :
Was darf der BND belauschen ? . Internet und E-Commerce als Umweltschutz Mit dem
Ausbau des E-Commerce werde gleichsam automatisch ein Beitrag zur Reduzierung
der globalen Erwärmung und allgemein des Ressourcenverbrauchs geleistet . Die
Internetökonomie realisiere eine andere Form des Wirtschaftswachstums , da
dieses nicht mehr an steigenden Energieverbrauch gebunden sei . So sei trotz der
niedrigen Energiepreise und des Wirtschaftswachstums in den Jahren 1997 und 1998
in den USA der Energieverbrauch so gering wie noch nie angestiegen . Der Grund
dafür liege nicht nur in dem höheren Einsatz von Techniken , die effizienter mit
Energie umgehen , sondern auch in den durch die Internetökonomie bewirkten
strukturellen Veränderungen , durch die eine Reduzierung des
Ressourcenverbrauchs und eine Steigerung der Produktivität ermöglicht werden .
Wenn die Geschäfte ins Internet verlagert werden , sinke etwa der Bedarf an
neuen Gebäuden oder überhaupt an Büros und Geschäften . Der Bericht geht auch
davon aus , dass der Interneteinkauf das Einkaufen in Geschäften weitgehend
ersetzen werde , aber nicht dazu beitrage , dass deswegen mehr eingekauft werde
. Nach dem Bericht spielt der Energieverbrauch des Internet kaum eine Rolle .
Einerseits würde es weitgehend die sowieso schon bestehende Infrastruktur
benutzen , andererseits würden Computer und periphere Geräte immer
energieeffizienter . Allerdings wird dabei lediglich der Stromverbrauch bei der
Nutzung der Geräte berücksichtigt , nicht aber der Ressourcenverbrauch bei der
Herstellung und die wachsenden Abfallberge , die durch die schnelle
Innovationsgeschwindigkeit der Technik entstehen . Mehr in Telepolis : Zwei
Studien gehen davon aus , dass das Internet große Potentiale für die Reduzierung
des Ressourcenverbrauchs haben kann . Die DoS-Angriffe waren " kein Pearl Harbor
" Nach den DoS-Angriffen auf einige Server großer amerikanischer
Online-Unternehmen hatte Clinton im Weißen Haus gestern einen "
Sicherheitsgipfel " mit führenden Vertretern der größten Computer- und
Internetfirmen einberufen . Das wichtigste Ergebnis ist , dass die US-Regierung
die Sicherheit im Internet weitgehend der Privatwirtschaft überlassen will .
Medienwirksam war zumindest auch , dass erstmals ein " Hacker " ins Weiße Haus
eingeladen wurde , natürlich aus der " guten " Abteilung der " white hat hacker
" . Immerhin versuchte er , das Thema der Gefährdung etwas herunterzuspielen ,
das von vielen Medien in den letzten Tagen aufgebauscht wurde . Die Angriffe
geben keinen Anlass zur Panik : Clinton betonte , dass die Regierung sich um die
Sicherheit der staatlichen Computersysteme kümmern wolle , um als Vorbild für
die Privatwirtschaft zu wirken , dass aber die Sicherheit des Internet nur durch
eine Kooperation mit der Privatwirtschaft geleistet werden , die weitgehend
selbst dafür sorgen müsse . Man wolle sich auch weiterhin aus einer Kontrolle
des Internet heraushalten , um vornehmlich diesen Wirtschaftszweig nicht zu
behindern , der wesentlich zum amerikanischen Wirtschaftsboom beigetragen habe .
Die Vertreter der Unternehmen zeigten sich zufrieden und kündigten die
Einrichtung eines Netzwerks an , um sich über Sicherheitsprobleme und Angriffe
gegenseitig zu informieren . Es gebe zwar Bedenken , dass Unternehmen nicht
allzu freizügig sein könnten , bestimmte Informationen mitzuteilen , aber man
werde diese Hindernisse herausarbeiten und Lösungen dafür finden . Vorbild
könnte das Informationsnetzwerk der Finanzinstitutionen sein , das letztes Jahr
auf Veranlassung des Präsidenten eingerichtet wurde . Angeblich hatten die
Banken schon vor den Angriffen von diesen Kenntnis erlangt , aber dies nicht den
Behörden mitgeteilt . Inzwischen geht das FBI Spuren nach , die auf die Täter
hinweisen könnten ( Coolio , Mafiaboy und andere Verdächtige ) . Schilys
Cyberwar . Mehr in Telepolis : kein Pearl Harbor . " Zuhause , allein und anonym
" Eine breit angelegte Befragung der Stanford University unter der Leitung von
Norman Nie , Direktor des Institute for the Quantitative Study of Society , und
Lutz Erbring von der FU Berlin dürfte den Befürwortern der Vernetzung nicht
gerade willkommen sein . Je mehr die Menschen ihre Zeit im Internet verbringen ,
desto weniger Zeit haben sie für den Kontakt mit " wirklichen " Menschen . Immer
mehr würden alleine und anonym Zuhause sein . Schon 1998 kam eine Befragung der
Carnegie Mellon University zu einem ähnlichen Ergebnis . Die repräsentative
Befragung der Stanford University , die im Dezember 1999 durchgeführt wurde ,
stellt freilich auch banalere Dinge fest . 55 Prozent der Befragten hatten
Zuhause oder im Büro einen Internetzugang , und 43 Prozent der Haushalte waren
online . Zwei Drittel der Befragten benutzen das Internet noch immer weniger als
5 Stunden in der Woche . Bei diesen habe sich das Verhalten kaum geändert . Doch
je länger die Menschen Zugang zum Internet hatten , desto mehr Zeit würden sie
auch in ihm verbringen , was bei 20 Prozent der Befragten der Fall war , die
länger als 5 Stunden in der Woche online sind . Das geht zunächst offenbar auf
Kosten der herkömmlichen Massenmedien . 60 Prozent der regelmäßigen
Internetbenutzer sagten , sie würden weniger Zeit vor dem Fernseher verbringen ,
ein Drittel sagte , dass ihre Lektüre von Zeitungen abgenommen habe . Durch die
Möglichkeiten des Interneteinkaufs würden die regelmäßigen Nutzer - 25 Prozent
der Befragten - aber auch weniger in Geschäften einkaufen gehen , sich mit
Freunden oder Bekannten treffen oder überhaupt ausgehen . Und ein Viertel der
regelmäßigen Internetnutzer , die als Angestellte beschäftigt sind , gaben an ,
dass sie mehr Zeit mit der Arbeit Zuhause verbringen , während die
Büroarbeitszeit nicht weniger wurde . Die meisten Internetbenutzer machen primär
von Emails und Chats Gebrauch . Im Gegensatz zum Fernsehen , das man in den
Hintergrund drängen könne , verlange das Internet jedoch eine höhere
Aufmerksamkeit und Beteiligung : " Das Internet könnte die neueste
Isolationstechnologie sein , die unsere Beteiligung an sozialen Gruppen noch
stärker reduziert , als dies bereits mit dem Fernsehen geschehen ist . "
Gegenüber den kommunikativen Möglichkeiten des Internet und der Beschäftigung
mit Spielen fällt bislang der kommerzielle Aspekt noch sehr zurück . Gerade
einmal 10 Prozent beteiligen sich online an Auktionen , Telebanking oder Handel
mit Aktien . Ansonsten ist das Internet für die Nutzer eine " riesige
öffentliche Bibliothek mit einer kommerziellen Neigung " . Mehr in Telepolis :
Fördert das Internet die soziale Isolation ? PC-Geschenke an die
Bertelsmann-Mitarbeiter In den vergangenen Wochen machten die Konzerne Ford ,
Delta Airlines und kürzlich Intel Schlagzeilen mit Plänen , ihre gesamte
Mitarbeiterschaft gegen eine symbolische Monatsgebühr oder sogar gänzlich
kostenlos mit modernen PCs und Internetzugang auszurüsten . Am Mittwoch gab nun
Bertelsmann bekannt , sich auch in die Reihe der " Computer-Verschenker "
einreihen zu wollen . Die an sich gute Idee , die übrigens 1997 zuerst in
Deutschland entstand , hat nur einen Haken : Gerade für die deutschen
Mitarbeiter der genannten Unternehmen dürften sich die PC-Giveaways fürs Heim
wegen der Steuergesetzgebung hier zu Lande als Danaergeschenk erweisen .
Bertelsmann hofft , dass das Geld gut angelegt ist und sich den Beschäftigten
und ihren Familien zusätzliche Chancen des Wissenszugangs , der Weiterbildung
und Qualifikation eröffnen . Einzelheiten zur Umsetzung des Projekts werden von
einer Projektgruppe noch ausgearbeitet . Betriebsräte und Personalleiter haben
die Pläne der Unternehmensleitung begrüßt . Nach wie vor macht die
Steuergesetzgebung in Deutschland aber die Weitergabe der PC-Geschenke schier
unmöglich : " Die Abgabenbelastung von 20 Prozent Sozialabgaben und
durchschnittlich 35 Prozent Lohnsteuer auf den geldwerten Vorteil ist für den
Mitarbeiter durchaus ein Faktor , der seine Entscheidung beeinflussen kann , ob
er das Angebot des Unternehmens annimmt " , ärgert sich Adolf Großmann aus dem
Vorstandsstab der Personalabteilung bei Bertelsmann . Großmann hofft nun , in
Verhandlungen mit den Finanzbehörden eine Anerkennung der betrieblichen Nutzung
und damit eine Steuerbefreiung erreichen zu können . Falls dies nicht gelinge ,
würde der Staat die Entwicklung der Informationsgesellschaft klar behindern .
Mehr in Telepolis : Kostenlose Online-Universität " Kostenlose Ausbildung für
jeden Menschen auf der Erde zu jeder Zeit . " Ein erster Schritt dahin soll
seine geplante Online-Universität sein , mit der er sich in die oberen Ränge der
Stifter aus der High-Tech-Branche einreihen will . Ob es aber auch das anbieten
wird , was man unter einer Hochschulausbildung versteht , scheint doch eher
zweifelhaft zu sein . Geplant sind zunächst keine normalen Seminare oder
Vorlesungen , sondern Prominenz soll dem Projekt seinen Glanz verleihen , der
dann auch auf den Stifter abfällt . Überzeugt ist der junge Unternehmer , dass
sich die Prominenz aus der ganzen Welt darum reißen wird , an seiner kostenlosen
Online-dot-com-Universität teilzunehmen . Henry Kissinger und Robert McNamara
könnten den Vietnamkrieg behandeln , Bill Clinton soll über Politik referieren ,
Warren Buffet über Investitionen oder Steven Spielberg über das Machen von
Filmen - und mittendrin wahrscheinlich Saylor . Zahlen will er den Genies und
Prominenten dafür allerdings nichts : " Die Menschen stellen sich an und kämpfen
darum , in die Charlie Rose Show zu gelangen " , sagt Saylor . Mehr in Telepolis
: Die Prominenten-Universität ist vor allem ein Produkt der
Aufmerksamkeitsökonomie . Motorola und MIT wollen alle Haushaltsgeräte vernetzen
Motorola will zusammen mit dem MIT Suns Jini-Technologie für die Kommunikation
von Haushaltsgeräten und Unterhaltungselektronik Konkurrenz machen . Ziel der
neuen Abteilung , die eng mit dem Forschungsprojekt Things That Think des Media
Lab kooperieren soll , ist es , die Set-top Box des Fernsehers mit Autos ,
Haushaltsgeräten , PDAs und drahtlosen Kommunikationssystemen zu vernetzen . Das
Interesse ist natürlich bei Motorola groß , schließlich ist das Unternehmen der
weltweit größte Produzent von eingebetteten Mikroprozessoren . US-Kampagne gegen
Online-Kriminalität Das amerikanische Justizministerium und die Information
Technology Association of America haben eine Initiative gegründet , um gegen die
Internet-Kriminalität vorzugehen und " Computerethik und zivile Verantwortung im
Cyberzeitalter " zu fördern . Die sogenannte Cybercitizen Partnership will eine
nationale Kampagne starten , um auf die Gefahren der Online-Kriminalität
hinzuweisen , die mit der weltweiten Verbreitung des Internet einhergehen . Die
Benutzer sollen neben den Vorteilen auch ihre Verantwortlichkeiten kennen und
stärkere Aufmerksamkeit auf die Bedrohungen richten , die in verschiedenen
Masken auftreten : Verärgerte Angestellte . Firmenspione . Cyberkriminelle .
Terroristen . Generalstaatsanwältin Reno meint , daß es vor einem Jahrzehnt
Cyberkriminalität und Cyberterrorismus nur in Hollywoodfilmen gegeben habe , daß
diese aber heute wirkliche Gefahren darstellen : " Wir dürfen nicht zulassen ,
daß der Cyberspace zum Wilden Westen des Informationszeitalters wird . "
Wichtigstes Ziel ist es , vor allem Kindern und Jugendlichen , aber auch der
Allgemeinheit insgesamt nicht nur die Grundlagen des Informationsschutzes ,
sondern auch die Grenzen des akzeptablen Online-Verhaltens zu lehren : Mehr in
Telepolis : Kampagne gegen Cyberkriminalität . Die Royal Mail bietet sicheren
Emaildienst an Die altehrwürdige britische Royal Mail hat einen neuen Dienst
gestartet : ViaCode garantiert die Zuverlässigkeit der Briefpost auch für Emails
- und das Überleben der Post im Zeitalter des Cyberspace . Angeblich wollen sich
viele Unternehmen wegen mangelnden Vertrauens und fehlender Zuverlässigkeit
nicht auf Email verlassen . ViaCode will hier in die Schneise springen und das
Beste der beiden Welten miteinander verbinden , schließlich wird voraussichtlich
mit dem zu erwartenden explosiven Wachstum des E-Commerce auch ein Großteil der
Kommunikation und der finanziellen Transaktionen über das Netz erfolgen .
Vorerst steht der Dienst nur Firmen zur Verfügung , in Zukunft soll er aber auch
für Privatpersonen angeboten werden . Die Daten werden durch Software von
Entrust Technologies mit einem 128-Bit-Schlüssel auf der Grundlage einer Public
Key Infrastruktur gesichert und mit einer digitalen Signatur versehen , nachdem
eine sorgfältige Überprüfung der Identität des Benutzers und andere
Hintergrundüberprüfungen ausgeführt wurden . Mehr in Telepolis . Erster
deutschsprachiger Internet-Fernsehsender In Zukunft will tv1 per RealVideo
regelmäßig Börsengänge , Pressekonferenzen , Aktionärshauptversammlungen sowie
Großveranstaltungen aus den Bereichen Politik , Kultur und Sport übertragen .
Der Netzsender , der zur Zeit 13 feste Mitarbeiter hat und von der Firma
Netlantic aus dem Flughafen in Schwaig bei München heraus betrieben wird , will
" professionelles Internet-Fernsehen " bieten . Dazu gehört auch die Möglichkeit
, Mehrkameratechnik , computergesteuerte Bildmischung , Untertiteleinblendungen
sowie die Zuspielung von Computerdaten einzusetzen . Die übertragenen Ereignisse
werden auf dem Server archiviert und können auch später abgerufen werden . Mehr
in Telepolis : Die Wiederkehr des interaktiven Fernsehens . Amerikanische
Geheimdienste unterstützen indirekt US-Firmen Der durch das Bekanntwerden des
globalen Lauschsystems Echelon erhobene Vorwurf , amerikanische Geheimdienste
würden europäische Unternehmen ausspionieren , um US-Firmen zu Vorteilen zu
verhelfen , wurde immer wieder entschieden zurückgewiesen . MSNBC berichtet
jetzt , dass nach Analyse von zahlreichen Anhörungen , Berichten und
Regierungsdokumenten Informationen der Geheimdienste zumindest indirekt
amerikanischen Firmen bei internationalen Bewerbungen zugute gekommen sind . Zur
Rechtfertigung der CIA-Tätigkeiten hatte etwa der frühere CIA-Direktor James
Woolsey bei einer Anhörung vor dem Select Committee on Intelligence im Jahr 1994
gesagt : Die meisten dieser Unternehmen erfahren niemals , dass sie von uns
unterstützt worden sind , und sie sagen oft öffentlich , dass sie dies nicht
benötigen . Nach MSNBC geht dies folgendermaßen vor sich .
Geheimdienstmitarbeiter erfahren von einem Bestechungsversuch etwa einer
europäischen Firma im Ausland . Der Vertrag etwa mit dem europäischen
Unternehmen wird dann oft , wenn das Land wirtschaftlich oder anderweitig auf
die USA angewiesen ist , nicht unterzeichnet , worauf amerikanische Unternehmen
dann den Auftrag erhalten können . Mehr in Telepolis : Das Internet fördert das
Wirtschaftswachstum Das amerikanische Wirtschaftsministerium hat am Dienstag
einen 300 Seiten starken Bericht über die Chancen und Risiken der digitalen
Ökonomie veröffentlicht . Die Informationstechnologie und vor allem das Internet
, so der online veröffentlichte Bericht The Emerging Digital Economy , wachsen
doppelt so schnell als die übrige Wirtschaft und schneller als jede andere
Technologie zuvor , stellen den Motor des Wirtschaftswachstums in den USA dar
und halten die Inflation unten . Die große Gefahr sei aber der Mangel an
spezialisierten Arbeitskräften , was dazu führen könnte , daß gut bezahlte Jobs
für Spezialisten in andere Länder verlagert werden . Der Bericht betont , daß
der Staat sich im Bereich der digitalen Ökonomie möglichst heraushalten , keine
neuen Steuern und Abgaben einführen und lediglich den gesetzlichen Rahmen für
eine florierende Wirtschaft schaffen sollte . Mit der strengen Kryptopolitik
allerdings sei man , so Wirtschaftsminister Daley , bislang gescheitert . Aber
auch die Wirtschaft habe bislang nicht ausreichend für den Schutz der
persönlichen Daten der Konsumenten gesorgt . Suchmaschine GoTo verkauft
Plazierung " Pay-for-placement " heißt die Geschäftsstrategie der neuen
Suchmaschine GoTo . Unternehmen können sich dadurch bevorzugt präsentieren . Im
Unterschied zu einem normalen Telefonbuch , in dem alle Einträge unterschiedslos
nach Alphabet geordnet sind , entscheidet bei den " Gelben Seiten " das Geld
über die Aufmerksamkeit , die einem Inserenten zukommt . " GoTo " imitiert
dieses Prinzip , und hofft dadurch , genauere Suchergebnisse liefern zu können
als andere Suchmaschinen , bei denen man mit allgemeinen Suchworten inzwischen
leicht Millionen von " Hits " bekommen kann . Um sich zu plazieren , muß ein
Werbekunde ein " Konto " bei " GoTo " eröffnen und angeben , wieviel ihm ein
Klick auf seine Site wert ist . Siehe den ausführlicheren Bericht von Tilmann
Baumgärtel in Telepolis : Wir müssen leider draußen bleiben . Sinkende
Produktivität bei amerikanischen Programmierern Wenn die Nachfrage nach
Spezialisten groß ist , sie kaum ersetzt werden können und ihre Gehälter steigen
, dann werden sie " fett und zufrieden " . Das zumindest ist die Deutung einer
Untersuchung über die Arbeitsproduktivität von 16000 Programmieren in 28 Ländern
. Die amerikanischen Programmierer schneiden jedenfalls bei der standardisierten
Messung der Produktivität , nämlich der jährlich geschriebenen Codezeilen ,
ziemlich schlecht ab , was allerdings keine Bewertung der Qualität der Arbeit
ist . Mit durchschnittlich 7700 Codezeilen im Jahr produzierten sie gerade
einmal die Hälfte der 16700 Zeilen , die durchschnittlich von Nicht-Amerikanern
geschrieben wurden . Für Howard Rubin , der die Studie im Auftrag der Meta Group
durchführte , heißt das , daß US-amerikanische IT-Firmen Software " in der
halben Geschwindigkeit wie der Rest der Welt " herstellen . Ein Teil des
Problems sei , daß die begehrten Programmierexperten mit den derzeit hohen
Gehältern und der großen Arbeitsplatzsicherheit selbstzufrieden werden , aber
sie seien oft auch weniger gut ausgebildet als ihre ausländischen Kollegen .
Überdies würden zur Zeit viele amerikanische Programmierer für die Bewältigung
des Jahr-2000-Problems gebraucht . Team von B92 will neuen Sender aufbauen Die
Mitarbeiter des am 24. 3. geschlossenen und durch einen Gerichtsbeschluß am 2.
4. unter andere Leitung gestellten unabhängigen serbischen Radio B92 haben sich
von der Wiederaufnahme der Sendungen auf der früheren Frequenz 92,5 MHz
entschieden distanziert . " Das Team des einzig rechtmäßigen B92 stellt
nachdrücklich fest , daß es in keiner Verbindung mit dem Programm steht , das
seit gestern ( 12.April ) auf der Frequenz 92,5 MHz gesendet wird . " Die
Mitarbeiter wollen jetzt versuchen , in anderen Räumen und mit neuer Ausrüstung
einen neuen Sender für die Zeit nach dem Krieg aufzubauen , und bitten um
weitere internationale Unterstützung . Zusätzlich zu Help B92 haben die
holländischen Unterstützer von xs4all inzwischen eine Website Open Channels for
Kosovo eingerichtet , um eine unabhängige Berichterstattung von Journalisten aus
Jugoslawien und dem Kosovo zu ermöglichen . Mehr in Telepolis : Ein neuer Sender
soll aufgebaut werden . Provider in der Schweiz sollen Seiten mit illegalen
Inhalten sperren Gestern wurde von der Bundespolizei der Schweiz ein Papier
veröffentlicht , das für die Bekämpfung der Internetkriminalität darauf setzt ,
dass Internetprovider den Zugang zu Seiten blockieren , wenn sie von der Polizei
darauf hingewiesen werden . Die strafrechtliche Verantwortung der Provider für
in der Schweiz illegale , beispielsweise rassistische oder pornografische
Inhalte soll jedoch nicht so weit gehen , dass sie auch unaufgefordert nach
Verbotenem suchen müssen . Das Blockieren von Webseiten mit illegalen Inhalten
für die schweizer Bürger werde dann notwendig , wenn die Polizei die Anbieter
nicht verfolgen könne . Neben rassistischen oder pornografischen Inhalten soll
damit auch gegen organisierte Kriminalität und Internetkriminalität vorgegangen
werden . Die Bundesverwaltung will die Provider bei der Beurteilung möglicher
strafbarer Inhalte und bei der technischen Realisierung von Sperren unterstützen
. Allerdings fügt die Bundespolizei selbst an , dass für die Provider zwar
technisch Sperren eingebaut werden können , aber dass dies nicht immer
angemessen und mitunter sehr aufwendig sei . Überdies können kundige
Internetnutzer diese Filter auch umgehen . Im Herbst geht der Vorschlag in die
zweite Lesung . Mehr in Telepolis : " Das Netz soll kein rechtsfreier Raum
bleiben . " Cybersex ist wie Heroin Was für die meisten Menschen aber nur ein
Freizeitvergnügen bleibt , werde durch die im Internet mögliche Verfügbarkeit
und Anonymität für eine schnell wachsende Zahl von Menschen zu einer Sucht mit
all den negativen Begleiterscheinungen . In der aktuellen Ausgabe der
Zeitschrift " Sexual Addiction and Comypulsivity " dreht sich alles um das
angeblich neue Phänomen . Verfallen sei man dem Cybersex gelegentlich so schnell
wie andere dem Heroin , sagt Mark Schwartz . Das Netz , so assistiert auch Al
Cooper , ist " das Crack-Kokain der sexuellen Sucht " . Cooper meint gar , dass
die Zahl der Cybersexsüchtigen noch viel höher sein könnte , weil die Befragten
aus eigenem Entschluss mitgemacht hätten und viele Süchtige ihre Sucht
verleugnen würden . Jennifer Schneider hat in einer Befragung von
Familienmitgliedern von Cybersexabhängigen herausgefunden , dass das Problem
durchaus auch in Beziehungen mit angeblich erfülltem Liebesleben auftauchen kann
: " Sex im Internet ist so verführerisch und man kann ihm so leicht verfallen ,
dass Menschen , die dafür anfällig sind , davon abhängig werden , bevor sie es
überhaupt merken . " Mehr in Telepolis : Das Internet ist das " Crack-Kokain der
sexuellen Sucht " . Uneinigkeit in der Industrie über Urheberrecht Seit 1996
verhandeln 47 Staaten über die " Hague Convention on Jurisdiction and Foreign
Judgements " . Sie soll in Zeiten der Globalisierung und des E-Commerce die
Grundlagen für eine transnationale Rechtsprechung im Wirtschafts- und Zivilrecht
legen . Rechtsstreitigkeiten sollen jeweils prinzipiell in dem Land gelöst
werden , in dem die betreffenden Personen wohnen , Firmen einen Sitz haben oder
sich das unbewegliche Eigentum befindet , auf das sich der Rechtsstreit bezieht
. Die Unterzeichnerstaaten würden also die jeweilige Rechtsprechung in den
anderen Ländern anerkennen . Hierzu fand gestern in Washington eine Konferenz
statt . Während die Vertreter der Urheberindustrieen das Vorhaben des
internationalen Abkommens begrüßten , um die durch die unterschiedlichen
nationalen Rechtsräume bestehenden Löcher bei der Verfolgung von
Urheberrechtsverletzungen zu schließen , sind große
Telekommunikationsunternehmen wie AT&T oder Cable & Wireless nicht so begeistert
davon und plädieren für eine Ausnahmeregelung . Sie fürchten , sie könnten für
Verstöße gegen das Copyright rechtlich zur Verantwortung gezogen werden . Aber
es gibt auch ganz andere Bedenken . So befürchten Bürgerrechtsorganisationen wie
die ACLU , dass durch das internationale Übereinkommen auch die in den USA sehr
weitgehende Meinungsfreiheit beschnitten werden könnte . Verwiesen wird auf das
Urteil des französischen Gerichts gegen Yahoo ( Yahoo zieht vor ein
amerikanisches Gericht ) . Auch David Chiu von GILC warnte die Amerikaner , dass
dieses Übereinkommen dazu führen könnte , die Rechtsprechung in Ländern wie
China , Frankreich oder Deutschland zu akzeptieren . Mehr in Telepolis :
Uneinigkeit über internationales Abkommen . Multimediagesetze im
Regulierungschaos Anläßlich der Anhörung vor dem Technologieausschuß am 14. Mai
in Bonn geriet das Informations- und Kommunikationsdienste-Gesetz ( IuKDG )
unter starken Beschuß . Wirtschaftsexperten , Wissenschaftler , Gewerkschaften
sowie Daten- und Jugendschützer bemängelten vor allem die unklare
Kompetenzverteilung zwischen Bund und Ländern , die zahlreiche
Rechtsunsicherheiten nach sich zögen . Damit wird die Konzeption des
Bund-Länder-Konstrukts von IuKDG und Mediendienstestaatsvertrag als solche in
Frage gestellt . Bereits im Juni soll im Bundestag über das IuKDG abgestimmt
werden . Vor allem in Wirtschaftskreisen regt sich der Widerstand gegen das
Gesetzeskonstrukt . Anbieter von Online-Diensten drohten bereits den Rückzug ins
Ausland an . Die bislang nicht beseitigten Rechtsunsicherheiten zögen zahlreiche
Gerichtsverfahren und damit das Aus für die aufstrebende Multimedia-Industrie in
Deutschland nach sich . Vor allem im Bereich von Daten- und Jugendschutz ergäben
sich Unschärfen für die zuständigen Kontrollinstanzen , befürchtet die
WDR-Justiziarin Antje Karin Pieper . Das Ansinnen des Bundes , mit dem IuKDG
auch die firmeninternen Netzwerke zu regeln , stieß auf herbe Kritik . Hermann
Neus von IBM erklärte , daß die " Organisationsfreiheit für die interne
Postverteilung " nicht durch ein Bundesgesetz geregelt werden könne , nur weil
der Netzwerkbetreiber ein Dritter sei . Halte der Bund an diesem Vorhaben fest ,
so wäre die Verlagerung des Services ins Ausland die zwingende Konsequenz . Auch
das im Teledienstedatenschutzgesetz ( TDDG ) vorgesehene Verbot zur Erstellung
von Nutzerprofilen stelle einen Wettbewerbsnachteil dar , beklagte Benedikt Kind
vom Fachverband Informationstechnik im VDMA und ZVEI . Dadurch werde nicht nur
die Marktforschung behindert , kundenfreundliche Anwendungen könnten so nicht
realisiert werden . Dies sei ein eindeutiger Wettbewerbsnachteil auf dem
internationalen Parkett . CCC-Sprecher Andy Müller-Maguhn forderte hingegen ,
auch die anonyme Nutzung von Anwendungen zu ermöglichen . CompuServe entzieht
sich im Moment mit dem Argument , sein Sitz sei im US-Bundesstaat Ohio , der
deutschen Gesetzgebung . Fehlende Bußgeldvorschriften machten zudem das
Datenschutzgesetz zu einem " frommen Wunsch des Gesetzgebers " , so
Müller-Maguhn weiter . Das Thema der in §5 TDG geregelten
Providerverantwortlichkeit erregte ebenfalls die Gemüter . Zwar behauptete der
Vertreter der Telekom , Müller-Using , die Telekom AG könne damit " gut leben "
. Da sich in der Vergangenheit die Länderaufsicht bei Auseinandersetzungen mit
Sexanbietern immer schnell zurückgezogen habe , seien bei der anvisierten
Regelung keine Probleme zu erwarten . Dem Rechtsanwalt der Provider-Lobby ECO ,
Michael Schneider , bot der Paragraph 5 hingegen zu wenig Rechtssicherheit .
Heftig umstritten ist ebenfalls das zunächst als " Jahrhundertwerk " gepriesene
Gesetz für digitale Signaturen ( SigG ) . " Digitale Signaturen " als
Authentizitätsnachweise von Dokumenten könnten sich als trojanisches Pferd für
eine innovationsfeindliche Kryptographie-Regulierung herausstellen , befürchten
Informatiker . Der von Seiten der SPD vorgetragene Vorschlag , eine gemeinsame
Bund-Länder-Lösung zu erarbeiten , stieß bislang auf taube Ohren . Auf eine dann
notwendige verfassungsrechtliche Ergänzung möchte man sich zum jetzigen
Zeitpunkt noch nicht einlassen . Christiane Schulzki-Haddouti Microsoft :
Verhandlungen gescheitert Nachdem Microsoft die Auslieferung von Windows98
verschoben hatte , hatte auch eine Koalition von Staatsanwälten der
amerikanischen Bundesstaaten und des Justizministeriums ihre seit längerem
angekündigten Antitrust-Klagen gegen Microsoft verschoben , die letzten
Donnerstag erhoben werden sollten . Am Freitag und am Samstag trafen sich
Vertreter von Microsoft und der Behörden , um eine Lösung des lange schwelenden
Konflikts zu finden . Am Samstagnachmittag sind die Verhandlungen gescheitert .
Ein Grund dafür scheint gewesen zu sein , daß Microsoft zunächst angeboten hatte
, beim Starten von Windows 98 zunächst einen leeren Bildschirm ohne das Logo von
Microsoft zu zeigen . Dieses Angebot zog Microsoft , wie CNN berichtet , am
Samstag wieder zurück . Man geht davon aus , daß am Montag mindestens 20
Bundesstaaten und das Justizministerium Einspruch gegen die für den 25. Juni
geplante Auslieferung von Windows 98 erheben werden . Das Spiel geht also weiter
. Die massive Kampagne von Microsoft mit Werbeseiten in Zeitungen , offenen
Briefen von verbündeten Firmen und einem Auftritt von Bill Gates in Manhattan ,
mit der das Unternehmen davor warnte , daß eine verzögerte Auslieferung des
neuen Betriebssystems schwerwiegende negative Auswirkungen auf die gesamte
amerikanische Wirtschaft haben würde , hat zumindest bei den zwei Bundesstaaten
Texas und Indiana Wirkung gezeigt , die aus der Koalition ausgeschert sind .
SETI-Suche für alle beginnt Bislang haben sich für das auf zwei Jahre angelegte
Projekt SETI@home über 400000 Menschen angemeldet , die ihren PC zur Verfügung
stellen wollen , um die vom Arecibo-Radioteleskop in Puerto Rico gesammelten
Daten während der Zeit zu durchsuchen , in der der eigene Computer nicht benutzt
wird . Aus Sicherheitsgründen wurde der Quellcode allerdings nicht zugänglich
gemacht . Zwar kann bei Unix das SETI-Programm auch im Hintergrund laufen , doch
normalerweise wird ein Bildschirmschoner installiert , der einige der
Berechnungen darstellt , die der Computer gerade ausführt . SETI@home wird zwar
auch vom SETI Institut unterstützt , aber am Space Science Laboratory in
Berkeley ausgeführt , an dem bereits seit 1979 mit den SERENDIP-Projekten
begonnen wurde . Um die Menschen anzustacheln , zeigt die Website Statistiken
nicht nur über die geleistete Arbeit , sondern aufgeführt werden auch die
fleißigsten Mitarbeiter . Die wirkliche Entzifferung freilich würde dann von
Linguisten oder Mathematikern vorgenommen werden . Mehr in Telepolis : Encounter
2001 sendet Signale an ETs in den Weltraum sowie Aliens für alle . Greenpeace
gründet einen neuen Staat mitten im Atlantik Am Mittwoch letzter Woche wurde der
Felsen von drei Greenpeace-Mitglieder besetzt , die in einer Überlebenskapsel
auf ihr untergebracht sind . Sie ist mit Stahlschrauben und Gurten befestigt und
die Computer- und Kommunikationstechnik wird mit Solar- und Windenergie versorgt
. Um die Insel herum sollen sich große Erdölvorkommen befinden . Das wurde
bereits 1969 von Seismologen entdeckt , und seitdem gibt es zwischen
Großbritannien , Dänemark und Island Streit , wem diese Insel gehört und wer
folglich die Erdölvorkommen an der " Atlantic Frontier " nutzen darf . Die
Briten preschten jetzt vor und vergaben im April erste Genehmigungen für
Probebohrungen . Greenpeace richtet sich mit der spektakulären Aktion gegen die
weitere Ausbeutung des nordatlantischen Öls und fordert die Förderung
erneuerbarer Energien , um den weiteren Anstieg des CO2-Gehalts in der
Atmosphäre und die Verschmutzung des Atlantiks zu bremsen . Der neue Staat mit
der Hauptstadt Rockall soll ein neuartiges Land darstellen , das " globale
gemeinschaftliche Güter schützt , anstatt diese auszubeuten " , und das die
Souveränitätsrechte anderer Staaten zurückweist , wenn es um den Mißbrauch der
Natur geht . Jeder kann sofort zum Bürger des neuen Staates werden , wenn er
folgende Zusicherung macht : Auch andere planen neuen Staaten im Meer : Ozeanien
- die neo-liberale Insel im Meer ( http://www.heise.de/tp/te/1122/fhome.htm )
Staatenbildungen im Netz : unbemannte Weltumseglung Noch mit zwei Mann Besatzung
soll das High-Tech-Segelboot von Wilhelmshaven nach Lissabon zur Expo 98 fahren
. Ab Mitte August wird es dann unbemannt um den Erdball schippern . Zur
Eröffnung der Expo 2000 soll es wieder nach Deutschland zurückkehren .
Finanziert wird das Projekt , das Bundesaußenminister Kinkel als " Stück
deutscher Wagniskultur " angepriesen hat , vorwiegend durch Sponsoren . Das 11
Meter lange und 9 Meter breite Boot ist mit Sensoren ausgestattet , die
Informationen über Wind- und Bootsgeschwindigkeit , Windrichtung und
Druckbelastung im Mast liefern . Mit Hydraulikmotoren werden das Segel , das
Ruder und der Mast gesteuert . Die Anbindung an das Satellitennavigationssystem
GPS , Radar und Video dienen zur Kursfindung und zur Kollisionsvermeidung . Im
Bordrumpf , der durch ein spezielles Zugangssystem gesichert ist , befinden sich
die zwei Bordrechner , die mit den Daten das Boot auch ohne Eingriff von
Menschen steuern können . Über Satellit ist das Boot mit den rund um die Uhr
besetzten zwei Leitstellen in Furtwangen verbunden . Hier kann das Schiff auch
bei Bedarf ferngesteuert werden . Und natürlich dürfen alle mit dabei sein .
Sobald Relationship auf hohe See geht , kann man über zwei installierte Webcams
aktuelle Bilder von der Reise sehen , die alle drei Minuten aktualisiert werden
. Ziel des Projekts ist die Erforschung neuer Wege zur automatischen Steuerung
und Fernsteuerung autonomer Systeme wie von unbemannten Frachtschiffen . Risiken
bei High-Tech-Verkehrssystemen sind nie ganz auszuschalten . Dazu siehe den
Beitrag in Telepolis über Lernen aus der ICE-Katastrophe . Vernetzte Computer
sollen extraterrestrische Lebensformen identifizieren David Noever vom Marshall
Space Flight Center will KI-Programme und einen der weltweit umfangreichsten
Berechnungsprozesse aufwenden , um Mikroorganismen auf der Erde und auf den
bekannten Meteoriten vom Mars identifizieren und klassifizieren zu können . In
einer ersten Phase sollen noch in diesem Jahr mindestens 100000 Bilder von
Mikroorganismen erfaßt , unterschieden und katalogisiert werden , an denen dann
in der zweiten Phase die " D'Arcy-Maschine " geschult werden soll , um neue und
mehrdeutige Bilder zu erkennen . In der dritten Phase wird die Maschine
weitgehend automatisch Bilder klassifizieren . Aber um nach möglichen
Lebensformen in Marssteinen oder anderen extraterrestrischen Proben zu suchen ,
reicht ein Computer nicht aus . Daher ruft Noever junge Wissenschaftler von
Grundschülern bis Studenten dazu auf , ihm bei der Suche zu helfen , indem sie
ihre Computer über das Internet mit der D'Arcy-Maschine verbinden . Wenn
Tausende von PCs zu einem Netzwerk zusammengeschlossen werden , würde eine
gewaltige Rechenkapazität entstehen , die zur Realisierung des Projekts
notwendig wäre . Mehr in Telepolis : Computer zur Identifizierung von
Lebensformen . Doch selbst der Weltpartner und Personalplaner Adecco rechnete
schon im Juni die Besucherprognose auf 25 Millionen herunter . Nach einem
schwachen Start sei die Vorgabe kaum noch zu erfüllen . Im Durchschnitt waren es
bislang nur 80.000 Besucher . Angeblich sei die Expo-Gesellschaft bereits , wie
Focus berichtet , seit zwei Jahren darüber informiert gewesen , dass die
40-Millionen-Marke nicht zu erreichen ist . Noch Anfang Juni verbreitete man
angesichts der " schleppenden Besucherzahlen " einen Zweckoptimismus und verwies
auf die EXPO in Portugal . Die EXPO 1998 in Lissabon sei auch nur langsam
angelaufen . Dennoch kamen die Gutachter zu dem Schluss , dass die EXPO 98 ein
bemerkenswerter Erfolg für Portugal gewesen sei . Insbesondere wird der Aufbau
der Infrastruktur positiv bewertet und dass einige ehemalige
Ausstellungspavillons heute Touristenakttraktionen sind . Das größte Loch
entsteht durch die fehlenden Besucher in den ersten Wochen . Hier hatte man mit
mehr als drei Millionen gerechnet . Legt man den bisherigen Finanzplan mit
durchschnittlich 261.000 Besuchern zugrunde , fehlen mindestens 100.000 Besucher
pro Tag . Der bisherige Besucherdurchschnitt liegt aber nach Angaben der EXPO
bei nur 80.747 . Also muss man den Verlust noch weiter nach oben korrigieren .
Rechnet man wiederum diese tatsächliche Besucherzahl auf die restliche
EXPO-Dauer hoch , landet man bei einer Gesamtzahl von nur 12 Millionen . Das
wäre knapp die Hälfte der " neuen " Vorgabe . ( Gerald Jörns ) Mehr in Telepolis
: Nicht nur die EXPO wird mit hohen Defiziten rechnen müssen und der Kommentar
aus aktuellem Anlass : Die Zeit von Weltausstellungen ist vorbei . Kampagne "
Freedom for Links " meldet ersten Erfolge Aufgrund des Urteils des Landgerichts
Hamburgs vom 12. Mai 1998 , das Michael Best für einen Link auf eine Web-Site
haftbar machte , von deren Inhalt er sich nicht ausreichend distanziert habe und
durch die der Kläger , Rechtsanwalt Joachim Steinhöfel , sich in seiner Ehre
verletzt sah , hatte sich am 29. Mai die Initiative Freedom for Links gegründet
, um für die Freiheit im deutschen Internet einzutreten . In der Tat wäre es
äußerst bedenklich und würde die Struktur des Web zerstören , wenn ein Link auf
eine andere Website bedeutet , sich deren Inhalt zu eigen zu machen . Damit
hätte dann das erste deutsche Gericht entschieden , daß man sich durch Setzen
eines Links automatisch dessen Inhalte zu eigen macht . " Freedom for Links "
hat neben einem lesenswerten Wired-Text von David Hudson über Deutschlands Angst
vor dem Internet auch Texte des Web-Begründers Tim Berners-Lee zum Thema Links
veröffentlicht . Die erste Kampagne - ein Spendenaufruf , um es Michael Best zu
ermöglichen , gegen das umstrittene und bedenkliche Link-Urteil Berufung
einzulegen - hatte zumindest Erfolg . An die 10000 DM wurden gespendet , und die
Website wurde gut besucht . " Freedom for Links " soll jetzt zu einer "
Plattform in Sachen deutsches Internet " ausgebaut werden . In der Tat häufen
sich derzeit hierzulande die fragwürdigen Urteile , die das Kommunikationsmedium
Internet immer stärker zu beschränken suchen . Jacken mit Telefonen und
MP3-Playern Seit 1997 entwickelt Philips tragbare Technologie oder Wearable
Electronics . Dazu hat sich in Redhill , Surrey , ein interdisziplinäres Team
von Forschern aus den Bereichen Mode , Design , Psychologie und
Softwareentwicklung zusammengetan . Weil die Miniaturisierung der Technologie in
letzter Zeit eine Menge an tragbaren Produkten auf den Markt gebracht hat , ist
für Philips die Zeit gekommen , die Geräte zur Kleidung werden zu lassen . Dafür
hat man sich mit Levi's zusammengetan , denn die Kleidung muss nicht nur
technisch stimmen , sondern auch modisch sein , um Käufer zu finden . Die Vision
von einer interaktiven Mode lässt sich allerdings nur unter Verwendung neuer
Textilien verwirklichen . So werden Knöpfe , Reißverschlüsse und Nähte zu
potentiellen keyboardartigen Druckstellen . Das Ziehen und Drücken eines
Materials soll synonym mit den Start- und Stoppfunktionen oder der
Lautstärkeregulation sein . Als Kunden hat man die so genannten Business
Professionals , Kinder oder Jugendliche und Sportler ausgemacht . Im Herbst
sollen die ersten Produkte der Philips-Levi's-Liaison auf den Markt kommen :
Jacken mit Telefonen und " voice recognition dialling " , Mikrophone im Kragen
und ein MP3-Player , der sich automatisch ausschaltet , wenn das Telefon
klingelt . Das Ganze soll auch noch waschbar sein ! Mehr in Telepolis : Mode
bleibt tragbar , alles andere soll sich ändern . Ein virtueller Ozean im
Internet für künstliches Leben Anspruchsvoll wie der Name ist aber auch das
Vorhaben der Firma : Sie will im Internet einen virtuellen Ozean schaffen , der
als Lebenswelt für künstliches Leben dienen soll . Und weil Millionen von
Menschen in diesem Projekt des verteilten Rechnens mitwirken sollen , handelt es
sich bei den Agenten um bunte exotische Fische , die von einem Rechner der
Teilnehmer zum anderen schwimmen können . Die DALi-Welt , deren Beta-Version von
der Website heruntergeladen werden kann , ist nicht nur ein Experiment , sondern
sie soll als eine Demonstration für die vom Unternehmen geschaffene
Java-Plattform dienen , die bekannt gemacht und an andere Anbieter verkauft
werden soll . Der Härtetest muss aber erst einmal bestanden werden , wenn sich
tatsächlich Millionen von Menschen an dieser " digitalen Gaia " beteiligen
sollten . Angeblich müsse man nichts befürchten , wenn die Fische von einem
Computer zum anderen schwimmen . Das System sei sicher . Die Teilnehmer können
bestimmen , wie viele Fische sie in ihrem lokalen Aquarium aussetzen und ob sie
dieses über das Netz zugänglich machen . Die Fische seien autonome Agenten , die
sich selbstständig verhalten und über den Austausch ihrer " Gene " bei der
Paarung evolutionär weiterentwickeln können . Auch die gesamte digitale Ökologie
könne sich verändern . Weil die Interaktion im Fall des digitalen Ozeans aber
nicht so groß ist , führen alle ausgesetzte Fische zumindest einen Pass mit sich
, in dem ihr Urheber und die letzten Stationen ihrer virtuellen Reise vermerkt
sind . Ansonsten setzten die Entwickler von DALi darauf , dass sich die Besitzer
der verbundenen Aquarien zu einer Community vereinen . Da jeder Fisch in
Echtzeit aufgebaut und animiert wird , sind für eine gute Darstellung ein
leistungsfähiger Computer und eine 3D-Grafikkarte notwendig . Mehr in Telepolis
: Eine digitale Gaia im Internet . Interaktives Fernsehen nur für den faulen
Zuschauer Nach einer Befragung von Forrester Research wird sich interaktives
Fernsehen nur dann wirklich durchsetzen , wenn man es an die Gewohnheiten der
herkömmlichen Fernsehzuschauer anpaßt . " Lazy interactivity " nennt Forrester
die Strategie , die für den Fernsehzuschauer mit der kurzen
Aufmerksamkeitsspanne und dem schnellen Griff zur Fernbedienung , um bei
geringster Langeweile ins nächste Programm zu zappen , angesagt sei .
Interaktive Angebote müssen , so Forrester , für einen Zuschauer gemacht werden
, der die Bierdose in der einen und die Fernbedienung in der anderen Hand hält .
Gefragt sind also Kleinstanwendungen , die lediglich eine Erweiterung des
bisherigen Verhaltens der Couch Potatoes seien und kaum Anstrengung oder
Mitdenken erforderlich machen . Durch derartige "Point-and-Click"-Angebote würde
das Fernsehen wieder an Attraktivität gewinnen und die weitere Auswanderung
vieler Menschen ins Netz verhindern . Siehe auch die Glosse in Telepolis : Links
das Bier und rechts die Fernbedienung . Schmutziger Trick im Instant Messaging
Konflikt Der Konflikt zwischen AOL und Microsoft über Instant Messaging hat neue
Züge angenommen . Smith wurde dadurch bekannt , dass er die heimlich von
Microsoft-Programmen vergebene ID-Nummer aufdeckte und dadurch beispielsweise
den Versender des Melissa-Virus identifizieren konnte . Obwohl der
Microsoft-Angestellte , den das Unternehmen noch nicht ausfindig machen konnte ,
die Mail mit dem kostenlosen Mail-Programm von Yahoo versandte , konnte Smith
sie zweifelsfrei auf Microsoft zurückführen . Rob Bennett , Marketingdirektor
von MSN , meinte , dass da wohl jemand zu engagiert gewesen sei und einen
falschen Weg gewählt habe . Microsoft selbst wolle in der Auseinandersetzung mit
AOL keine schmutzigen Tricks verwenden . In der Mail schrieb der Autor , dass er
selbst ein Instant Messaging Programm entwickle und dabei auf einen
Programmierfehler beim AIM gestoßen sei , mit dem AOL das Messenger Programm von
Microsoft erkennen könne . Bennett bestätigte , dass die Vorwürfe in der Mail
richtig seien . Bei der Sicherheitslücke handelt es sich nach Microsoft um einen
sogenannten buffer overflow Fehler , mit dem man Befehle über das Internet an
einen Computer geben kann . AOL könne damit die Benutzer des Microsoft Messenger
identifizieren , weil es hier diesen Fehler nicht gibt . Microsoft hat sein
Programm mittlerweile so verändert , dass die AOL-Strategie nicht mehr
funktioniert . AOL hingegen streitet ab , dass in seinem Programm eine derartige
Sicherheitslücke existiert . Mehr in Telepolis . DGB : Online-Rechte für
Arbeitnehmer Weil dieses Problem aber nicht nur national , sondern auch
international gelöst werden müsse , unterstützt der DGB daher die Kampagne "
Online-Rechte für Online-Arbeitnehmer " des Internationalen Bundes der
Privatangestellten ( FIET ) . Während einer Tagung am 1. und 2. April 1998 in
Cardiff verabschiedete der FIET-Weltvorstand eine Erklärung , in der die
Forderungen der Gewerkschaften nach freiem und ungehindertem Zugang zu E-Mail
und zum Web formuliert wurden . " Zur Förderung guter Arbeitsbeziehungen und des
sozialen Dialogs in der Informationsgesellschaft " , so die Erklärung , " ist es
von entscheidender Bedeutung , daß die Angestellten und die Gremien , die sie
vertreten , automatisch Zugang zu den Online-Informations- und
Kommunikationsnetzen haben . " Mehr in Telepolis : Freien Zugang zu E-Mail und
zum Web . Riester will Surfen am Arbeitsplatz erlauben Bundesarbeitsminister
Walter Riester will Arbeitnehmern grundsätzlich das Recht geben , an ihrem
Arbeitsplatz im Internet zu surfen und private E-Mails zu verschicken . Dies
geht aus dem Papier zu einem neuen " Arbeitnehmer-Datenschutzgesetz " hervor ,
das dem Handelsblatt vorliegt und dessen Inhalte von seinem Autor ,
Referatsleiter Hans Peter Vietheu , als erste Vorüberlegungen charakterisiert
werden . Durch " Einzelvereinbarung oder Tarifvertrag " kann dieses Recht
allerdings eingeschränkt werden , beispielsweise " auf eine bestimmte
Kostengrenze , auf Eil- und Notfälle oder auf die Zeit nach Feierabend " . Die
durch den privaten Gebrauch entstehenden Kosten kann der Arbeitgeber , so der
Entwurf , dem Arbeitnehmer in Rechnung stellen . Das Gesetz , das noch in diesem
Jahr verabschiedet werden soll , hält gleichzeitig fest , dass die Arbeitgeber
nicht die Inhalte privater E-Mails lesen oder überwachen dürfen , welche
Webseiten von den Arbeitnehmern aufgerufen werden . Zudem soll das Surfverhalten
der Arbeitnehmer ausgewertet werden dürfen , soweit es sich nicht auf einzelne
Arbeitnehmer bezieht - dies dürfte allerdings bei kleineren Unternehmen mit
wenigen Mitarbeitern direkte Rückschlüsse erlauben . Schließlich sollen
Arbeitgeber Filter zum Sperren bestimmter Webseiten verwenden dürfen und der
Arbeitnehmer sei überdies auch bei privater Nutzung zum " betriebsfreundlichen
Umgang " mit dem Internet verpflichtet - was das auch immer heißen mag . Die in
der c't 17/2000 diskutierte Frage nach einer " Surf-Steuer " für privates
Internet-Surfen am Arbeitsplatz wird diese Neuregelung nicht beantworten .
Immerhin hatten sich Anfang August aber schon Vertreter des Finanministeriums
gegen Steuern auf das private Surfen am Arbeitsplatz ausgesprochen . Die Vorlage
aus dem Arbeitsministerium soll dagegen in arbeitsrechtlicher Hinsicht für
Klarheit sorgen . Nach allgemeinen Grundsätzen sind private Tätigkeiten am
Arbeitsplatz nicht ohne weiteres möglich . Da es dem Arbeitnehmer in dieser Zeit
nicht möglich ist , seinen Arbeitspflichten nachzugehen , kann der Arbeitgeber
kraft seines Direktionsrechts ( Weisungsrechts ) sogar ein generelles Verbot
aussprechen . Einschlägige Gerichtsentscheidungen speziell zu der Frage des
privaten Internet-Surfens am Arbeitsplatz wurden bislang - soweit ersichtlich -
nicht veröffentlicht . Eine richterliche Beurteilung würde aber wohl in
Anlehnung an die bestehende Rechtsprechung zum privaten Telefonieren erfolgen .
Danach darf der Arbeitnehmer am Arbeitsplatz nicht in ausschweifendem Maße
telefonieren , selbst wenn das Telefonieren grundsätzlich erlaubt ist oder
zumindest stillschweigend geduldet wird , da dies einen Verstoß gegen die
vertragliche Treuepflicht darstelle . Der Bundesvereinigung der Deutschen
Arbeitgeberverbände ( BDA ) erklärte gegenüber dem Handelsblatt , dass sie
keinen Grund für eine gesetzliche Regelung des Zugang zum Internet oder die
Nutzung betrieblicher E-Mail-Systeme für private Zwecke sehe . Dies könne jeder
Arbeitgeber mit seinen Beschäftigten selbst regeln . Mehr in Telepolis : Private
Internetnutzung am Arbeitsplatz soll erlaubt werden . Webroboter für
Musiklizenzen BMI , eine amerikanische Lizenzagentur für Musik ( http://bmi.com/
) , die 200000 Copyright-Halter vertritt , hat einen " MusicBot " gebaut , um
die stetig wachsende Zahl von Websites zu überwachen , die Audio Files anbieten
und vielfach dafür keine Lizenzgebühren zahlen . Der Webroboter arbeitet 24
Stunden am Tag und sieben Tage in der Woche , um Sites zu finden , auf denen
Musik angeboten wird , und festzustellen , wieviele Benutzer sie besuchen . "
MusicBot " soll zu einem Bruchteil der Kosten 24 vollzeitbeschäftigte Websurfer
ersetzen . Noch werden von BMI keine großen Einkünfte erwartet , aber man geht
davon aus , daß die Musikbranche mehr und mehr ihren Markt im Web finden wird .
Und natürlich dient der Roboter zunächst einmal als Abschreckung . WebTV :
Verdacht auf individuelles Tracking erhärtet Damit werde der Eindruck einer
absolut sicheren End-to-End Kommunikation erweckt , was nicht den Tatsachen
entspricht . Tatsächlich wird diese sichere Verschlüsselungsmethode zwar für den
Transport durchs Internet verwendet , bestimmte Strecken legt die Mail aber nur
mit dem sogenannten Secure Socket Layer verschlüsselt zurück . Das erklärt
hinlänglich die Zufriedenheit des US-Unterstaatssekretärs William Reinsch , der
erklärt hatte , die 128-bit von WebTV stellten " kein erhöhtes Risiko für
nationale Sicherheit und Strafverfolgungsbehörden " dar . Mehr in Telepolis :
Schwindel mit der Sicherheit bei WebTV fliegt auf . Angeklagt wegen
China-Newsletter Demnächst wird der Prozeß gegen Lin Hai , einen dreißigjährigen
Geschäftsmann aus der Computerbranche , beginnen . Er könnte eine neue Ebene der
Auseinandersetzung zwischen politischen Aktivisten und Menchenrechtlern und den
chinesischen Ordnungskräften einleiten . Lin Hai wird beschuldigt , zur
Subversion der staatlichen Macht aufgerufen zu haben . Gemeint ist damit vor
allem der von chinesischen Dissidenten und Intellektuellen in den USA
veröffentlichte Newsletter VIP Reference , der alle 10 Tage erscheint und
angeblich mittlerweise von den USA aus an 250000 chinesische Email-Adressen
versandt wird . Das Empfangen von Emails selbst steht nicht unter Strafe . Der
Prozeß gegen Lin Hai wird als Versuch der chinesischen Behörden gesehen , den
Zugang zu Informationen im Internet stärker zu kontrollieren . Die chinesische
Regierung versucht zwar , China aus kommerziellen Gründen dem Netz gegenüber zu
öffnen , aber gleichzeitig die " gefährlichen " politischen Seiten im Griff zu
behalten . Die von der Regierung angestrebte Kontrolle des Internetzugangs durch
Blockierung unliebsamer Websites wie CNN , BBC oder im Ausland befindlicher
chinesischer Dissidenten wird aber von Newsletters wie VIP Reference oder Tunnel
durchbrochen . Mehr in Telepolis : China kämpft gegen neue Publikationsformen im
Netz . Internetstreik auch in Polen In Polen könnte es demnächst gleich zu zwei
sehr verschiedenartigen Streiks kommen . Noch im November werden möglicherweise
alle polnische Telefonleitungen lahmgelegt sein . Den Gewerkschaften der gerade
privatisierten Telekomunikacja Polska SA ( TP SA ) geht es um kostenlose Aktien
ihres Unternehmens , die ihnen von Gesetz wegen nach der Privatisierung zustehen
. Weil auch die Angestellten der Post einen Teil abbekommen wollen und sich
dadurch der Anteil erheblich vermindern würde , drohen die Telekom-Angestellten
mit Streik . Aus ganz anderen Gründen werden polnische Internauten das Internet
bestreiken . Am 1. 12. wollen sie für die Senkung der Gebühren kämpfen , indem
sie für einen Tag offline gehen . Manche befürchten , daß die privatisierte
Telekom Extragebühren für den Internetzugang bzw. die Datenübertragung berechnen
könnte . Viele Surfer wünschen sich eine Pauschalgebühr , mit der man günstig
und ohne Zeitlimit surfen und mailen kann . Zum Internetstreik wird in allen
möglichen Newsgroups , via E-Mail und auf mehreren WWW-Seiten aufgerufen . Mehr
in Telepolis : Streik gegen Streik . Leoniden Live Wenn am Dienstag der mit
Spannung erwartete Leoniden-Meteoritenschauer auf die Erde trifft , will die
NASA diese einzigartige Möglichkeit zur Beobachtung nicht missen und schickt
zwei Flugzeuge mit Videokameras und wissenschaftlichen Instrumenten auf die
Leonid MAC Mission ( Leonid Multi-Instrument Aircraft Campaign ) über die
Wolkendecke . Sie gilt als die erste astrobiologische Mission der NASA , deren
primäre Aufgabe es ist , die Eigenschaften der Meteoriten festzustellen , um
ihren Einfluß auf das irdische Leben in der Vergangenheit , der Gegenwart und
der Zukunft besser zu verstehen . Und weil das Wetter hierzulande einfach zu
schlecht sein wird , um auch nur ein wenig vom Naturspektakel sehen zu können ,
gibt es auf der Leoniden Homepage als Ersatz Videos und Bilder , die während der
Mission gemacht werden . Die NASA verspricht zumindest , daß sie diese so
schnell wie möglich der Öffentlichkeit zugänglich machen will , und das Marshall
Space Flight Center bietet Leonids Live! mit Video-Aufnahmen von einem
Wetterballon . Mehr in Telepolis : Der Leoniden-Meteoritenschauer bietet seltene
Forschungsmöglichkeit . Der perfekte Spiegel Wissenschaftler am MIT kündigen
eine bahnbrechende Entdeckung an , die auch im Bereich der Telekommunikation mit
großem Gewinn anwendbar sein könnte . Der " perfekte Spiegel " , wie ihn die
MIT-Wissenschaftler nennen , kann Licht aus allen Winkeln und in allen Wellen
praktisch ohne Energieverlust reflektieren , aber auch einen Lichtstrahl "
einsperren " und auf bestimmte Wellen eingestellt werden . Der dielektrische
MIT-Spiegel besteht aus neun sich abwechselnden Polysteren- und
Tellurium-Schichten und kann Infrarotlicht aus allen Winkeln und ebenso gut wie
die besten Metallspiegel reflektieren . Normalerweise können dielektrische
Spiegel nur Licht aus bestimmten Winkeln reflektieren . Metallspiegel hingegen
haben den Nachteil , daß sie einen Teil des Lichts " verschlucken " , weswegen
sie für Anwendungen in der Kommunikationstechnik nicht tauglich sind . Eine
Version des " perfekten Spiegels " realisierte man , indem man die Spiegel zu
dünnen Röhren rollte . Durch derartige Röhren , die man " Omniguides " nannte ,
kann ein Lichtstrahl offenbar weitaus effizienter als durch Glasfasern geschickt
werden , die stets Licht absorbieren . Überdies muß das Signal alle 20 Kilometer
verstärkt werden , während " Omniguides " nur mit minimalen Verlusten Licht über
Tausende von Kilometern ohne Verstärker transportieren könnten und nicht auf
bestimmte Frequenzen beschränkt wären . Siehe auch Eine Zufallserfindung . Blair
als phrasendreschender Tonygotchi Eine neue Dimension der Verspottung muß jetzt
der britische Premierminister Tony Blair erleiden . Schnipsel aus Blairs Reden
hat Darkin gesammelt - und jetzt sucht Tonygotchi damit nach Zustimmung . Und
weil es so schön ist , gibt es aus aktuellem Anlaß auch einen virtuellen Bill
Clinton , der permanent Entschuldigungen und Ausreden vor sich hinmurmelt . Mehr
in Telepolis : Ein virtueller Premierminister . Trojanisches Pferd aus China
Seit Ende Dezember geht ein Trojanisches Pferd mit dem Namen Picture.exe um ,
das durch Spam-Mails als Attachment aus China verschickt wurde . MSNBC meldet ,
jetzt eine neue Version des Trojanischen Pferdes entdeckt zu haben . Der Zweck
des Trojanisches Pferdes ist noch unbekannt . Die achte ist eine Hotmail-Adresse
. Die Spam-Mails mit dem Trojanischen Pferd hat der Gewährsmann auf einen
Internetprovider in Shenzan zurückverfolgen können . Die chinesischen Behörden
scheinen noch nichts unternommen zu haben . Mehr in Telepolis : Mail aus China .
USA : " Sicherer Hafen " für rassistische Websites Zur Vorbereitung auf die im
nächsten Jahr in Südafrika stattfindende UN-Weltkonferenz gegen Rassismus tagt
in Genf ein erstes Expertentreffen , das konkrete Maßnahmen und Empfehlungen
ausarbeiten soll . Dabei geht es auch darum , wie man rechtlich und technisch
gegen sogenannte " Hassseiten " im Internet vorgehen soll . In seinem Beitrag
über die Probleme bei der Bekämpfung von Rassismus im Internet beklagte sich der
Schweizer Jurist David Rosenthal darüber , wie dpa meldet , dass etwa im
Gegensatz zu den europäischen Staaten die großzügige Auslegung der
Meinungsfreiheit in den USA ein Hindernis darstelle , rechtlich gegen die
Betreiber von Hassseiten und die Internetprovider vorzugehen : " Die USA haben
sich zu einem sicheren Hafen für Rassisten entwickelt , die ihre Ansichten durch
das Internet weltweit verbreiten . " Die Zahl der Websites mit rassistischen
Inhalten würde explosiv zunehmen . Um die Verbreitung rassistischer
Vorstellungen über das Internet zu verhindern , könne man sich nach Rosenthal
beispielsweise überlegen , die amerikanischen Internetprovider , auf deren
Servern rassistische Seiten zugänglich gemacht werden , vor europäischen
Gerichten anzuzeigen . Auch wenn dies rechtlich folgenlos bleibe , weil sie nach
amerikanischem Recht nichts Illegales machen , könnten solche Prozesse als
Druckmittel dienen , weil die Unternehmen einen Verlust ihres Ansehens fürchten
würden . Allgemein schlug Rosenthal die Einführung eines internationalen
Verhaltenskodex für Internetprovider vor . Und dann bot der Jurist noch eine
weitere Lösung an , die darauf abzielt , den Rassismus im Internet gewissermaßen
lokal zu bekämpfen : " Es ist heute technologisch möglich , den Zugang zu
bestimmten Websites für internationale Internetbenutzer zu blockieren . " Das
aber hieße , dass eine Zensur seitens der Staaten betrieben werden müsste . Mehr
in Telepolis : UN für eine globale Bekämpfung des Rassismus . Biotechnologie die
Schlüsselindustrie des 21. Jahrhunderts Nach der Kartierung des menschlichen
Genoms rücken Biomedizin , Biotechnologie und vor allem die Bioinformatik
zunehmend ins Zentrum des Interesses . Wichtigste Geschäftsfelder sind Medizin ,
Chemie und Landwirtschaft . Im Zentrum der künftigen Entwicklungen steht wohl
die Bioinformatik , die interdisziplinäre Verschmelzung von Biotechnologie und
Informatik , die einen entscheidenden Anteil an der Entzifferung des
Human-Genoms geleistet hat . Bioinformatik umfasst unter anderem die Analyse
biologischer Daten und die Organisation biologischer Information . Dafür kommen
Datenbankanwendungen und Datenintegration , Analyseprogramme , Bildverarbeitung
und Visualisierung , Modellierung und Simulation sowie neuronale Netze zum
Einsatz . Sie kooperieren zudem mit Firmen vor Ort , die teilweise kommerzielle
Ableger der Institute sind . Wichtige Unis sind neben der Cal State auch die
University of Southern California und die University of California Los Angeles .
In San Diego arbeiten 8.357 Angestellte in der Biotechnologie , in der Bay Area
bereits 23.515 , Tendenz steigend . Deutschland ist nach Ansicht der Deutschen
Industrievereinigung Biotechnologie ( DIB ) aber ebenfalls auf dem Sprung an die
Weltspitze . Kürzlich legte die DIB die Jahresstatistik für 1999 vor , die
Tendenzen erkennen lässt : Das ist ein Drittel des in Deutschland in diesem Jahr
insgesamt angelegten Risikokapitals . Speziell gefördert werden in diesem Jahr
die deutschen Bioinformatik-Zentren in Bielefeld , München , Leipzig ,
Saarbrücken und Tübingen . In Bielefeld wurde am Centrum für Biotechnologie ein
Institut für Genomforschung und ein Institut für Bioinformatik errichtet . In
München gründeten die LMU und die TU , das Max-Planck-Institut für Biochemie
sowie das GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit ein Netzwerk der
Bioinformatik . " Genetische Evolution " sowie " Zelluläre Signaltransduktion
und Selbstorganisation von Geweben " . In Saarbrücken wird ein virtuelles
Biolabor aufgebaut , mit dem die Zahl der Laborexperimente auf ein Minimum
reduziert werden kann . Der in Tübingen bereits etablierte Studiengang
Bioinformatik wird gerade weiter ausgebaut , indem ein Zentrum für Bioinformatik
Tübingen ( ZBIT ) in einem neu erworbenen Gebäude eingerichtet wird .
Biotechnologie gilt auch in Deutschland als die Schlüsselindustrie des 21.
Jahrhunderts . Und auch hier gibt es Konzentrationen der Standorte rund um
Forschungszentren wie im Rhein-Neckar-Gebiet , in Köln , Hamburg , Berlin und
südlich von München . Die Verzahnung von Forschung und Wirtschaft hat im Bereich
Biotechnologie große Bedeutung , da der Wissenstransfer entscheidend ist . Die
Bundesrepublik hat gerade ein Programm zur staatlichen Förderung der
Genforschung nationales Genom-Forschungsnetz ins Leben gerufen , an dem alle
einschlägigen Einrichtungen beteiligt werden sollen . Mehr in Telepolis :
Deutschland auf dem Sprung zur Weltspitze in der Biotechnologie ? und Open
Source und offene Tauschbörsen für das postgenomische Zeitalter ? . Schweizer
Provider sperren Zugang zu amerikanischer Website Die Schweizer " Aktion Kinder
des Holocaust " hat durch " geschickte Aktionen " bereits erfolgreich Druck auf
Schweizer Provider ausgeübt , einige Websites mit rassistischen Inhalten vom
Netz zu verbannen . Viele der so bei Schweizer Providern geschlossenen Websites
siedelten aber ins Ausland über . Angeblich suchten die meisten bei front14.org
Unterschlupf , einer von Amerikanern betriebenen Plattform , die Webhosting und
Email speziell für Rassisten anbietet . Die Aktion berichtet heute , dass man
jetzt die Provider Sunrise/Diax und IP-Plus , den Internetservice von Swisscom ,
dazu gebracht hat , für ihre Kunden den Zugang zu front14.org zu sperren : " Die
meisten Internetbenutzer in der Schweiz können nun 754 braune Sites nicht mehr
öffnen . " Wie die " Aktion " selbst meldet , habe Jürg Bühler vom Bundesamt für
Polizei diese Aktivitäten begrüßt und gesagt : Und Rene Burgener von Sunrise
erklärte , er habe den Zugang zu front14.org sperren lassen , weil die
rechtliche Grundlage noch Lücken aufweise und niemand die Zensurfunktion
übernehme . Mehr in Telepolis : Selbstverantwortung oder Selbstzensur ?
Amerikanische Online-Hitparade : Lewinsky oder Saddam ? Auch wenn manche
Content-Provider sagten , daß Fornigate , also Clintons Beziehungen zu Lewinsky
, mehr Interesse als der Tod von Lady Di im letzten Jahr hervorgerufen habe , z.
B. stiegen bei CNN Interactive die Zugriffe an einem Tag um das Zehnfache an ,
so schlug im Januar die Krise mit dem Irak mit 33 Prozent der Befragten in der
Topliste doch knapp den Skandal im Weißen Haus mit 31 Prozent und die
Berichterstattung über den Super Bowl mit 30 Prozent . Die Hitparade zeigt
ansonsten ein Interessengemisch an politischen und wirtschaftlichen Themen (
asiatische Finanzmärkte , Papstbesuch in Kuba , Friedensgespräche im Nahen Osten
) und Klatsch ( Paula Jones ) . Nach einer eben von Network Wizards
veröffentlichten Studie Internet Domain Survey wächst das Internet weiterhin in
einer Größenordnung von jährlich 40 bis 50 Prozent . Deutschland , nach den USA
führend , kann an die 1 Million Hosts bieten , etwas mehr als in GB und Kanada .
Die seit 1993 durchgeführte Untersuchung hat dieses Jahr erstmals eine neue
Methode angewendet und die Zahl der IP-Adressen gezählt , denen ein Name
zugeordnet ist . Nach Schätzungen aufgrund der neuen Methode müßte diese Zahl
allerdings auf 26 Millionen erhöht werden . Wie Network Wizards selbst bemerkt ,
sind das aber keine genauen Zahlen , denn auch wenn beispielsweise einer
IP-Adresse ein Name zugeordnet ist , bedeutet das noch nicht , daß der Host
wirklich existiert . Mehr in Telepolis : Über eine Milliarde für den Ausbau der
kanadischen Wissensgesellschaft . Israel - eine Hochburg für Raubkopien Die
International Intellectual Property Alliance ( IIPA ) fordert die amerikanische
Regierung auf , endlich stärker gegen die Piraterie von Software , Filmen , CDs
und CD-ROMs in Israel vorzugehen und das Land auf die " Priority Watch List " zu
setzen , wodurch Israel Handelssanktionen drohen können . Israel müsse endlich
die internationalen Copyright-Verträge der WIPO umsetzen und für einen besseren
Schutz sorgen . Neben Israel sollen die amerikanischen Behörden auch Kuweit ,
Mexiko , Italien , Russland , Polen , China oder die Türkei genauer wegen
Copyright-Verletzungen beobachten . Mehr in Telepolis : Vergleich mit Bulgarien
. Frankreich feiert landesweites Internetfest Der französische Präsident Jacques
Chirac , der letztes Jahr noch darüber staunte , was eine Computermaus sei ,
wird eine Botschaft über das Internet an die Bürger richten . Überdies wird man
einen im realen Gericht stattfindenden Prozeß gegen das Internet im Internet
verfolgen können , bei dem es richtig mit Anklägern , Verteidigern und
technischen Experten etwa um die sozialen Auswirkungen der Vernetzung , den
Datenschutz , die Informationsschwemme , die persönliche Freiheit oder verbotene
Inhalte geht . Haftung für Links Der Oberste Gerichtshof in Österreich hat sich
erstmals mit der Frage beschäftigt , ob der Betreiber einer Website für einen
Link auf eine andere Website haftet . Bei dem Prozess geht es darum , dass eine
Zeitung gegen den Betreiber einer Website geklagt hatte , von der unter der
Überschrift " Stellenangebote/Joboffers " auf eine andere Website ein Link
gelegt wurde . Dort wurden wettbewerbswidrig Stellenanzeigen aus der Zeitung
ohne Erlaubnis veröffentlicht . Die Entscheidung des OGH betrifft erst einmal
nur den Antrag auf einstweilige Verfügung . Dafür spricht nach Ansicht des
Gerichts , wenn " der auf seiner Website einen Link setzende Anbieter den Inhalt
der über den Link erreichbaren fremden Website so räumlich und sachlich in seine
eigene Website ein(bindet) , dass sie zu deren Bestandteil wird " . Das aber
heißt , dass die eigene Website durch die Links erweitert und vervollständigt
wird . Grundsätzlich wollte das OGH aber den Tatbestand nicht klären , da im
vorliegenden Fall die Sachlage eindeutig wäre : Mehr in Telepolis : Haftbar für
Inhalte auf einer verlinkten fremden Website . Lauschangriff mit Videokameras
über das Netz Offensichtlich scheint es keine großen Mühen zu bereiten , mit "
nicht sehr komplizierten Hackerwerkzeugen " , die sich jederzeit aus dem Netz
herunterladen lassen , auch Kameras und Mikrophone , die mit einem Netzwerk
verbunden sind , anzuschalten . Philip Loranger , der Leiter der Command and
Control Protect Division beim Information Assurance Office der amerikanischen
Armee , hat unlängst während einer Konferenz vorgeführt , wie sich das machen
läßt , berichtete die Federal Computer Week . Mit einem Hackerprogramm ,
vielleicht dem Back Orifice von Cult of the Dead Cow , konnte er in ein Netzwerk
der Armee eindringen , das noch immer kein Sicherungssystem installiert habe ,
um Hackversuche zu identifizieren . Er konnte damit drei von sieben Kennworten
auf dem System herausbekommen . Damit hatte er Zugang zum System , entdeckte die
Datei zum Lesen und Verändern von Kennworten , gab sich ein Kennwort als Super
User und konnte so frei Schalten und Walten . Er durchsuchte das Netzwerk nach
mit ihm verbundenen Mikrophonen und Videokameras und stellte sie an : " Ich kann
Gespräche abhören und sie auf meinem Computer abspeichern , und ich kann
Videokameras anschalten und Bilder mitnehmen . " Die Demonstration wurde im
Rahmen einer Konferenz der Armee durchgeführt , um zu zeigen , daß Hacker mit "
Infowar-Angriffen " nicht nur Computer lahmlegen oder Informationen stehlen
können , sondern daß Netzwerke auch zu Echtzeitfenstern in die wirkliche Welt
außerhalb des Systems verwandelt werden können . Mehr in Telepolis :
Lauschangriff über das Netz . Kritik an spanischem E-Commerce-Gesetz Um die
europäische Richtlinie zum E-Commerce umzusetzen und einige rechtliche Probleme
zu lösen , hat das spanische Ministerium für Wissenschaft und Technik ein Gesetz
für die Dienste der Informationsgesellschaft und des E-Commerce vorgelegt , das
vermutlich im Dezember verabschiedet werden soll . Doch bei einigen Kritikern
wie Kriptopolis stößt die Gesetzesvorlage auf erbitterten Widerstand , weil man
in ihm einen Angriff auf die Freiheit der Kommunikation im Internet oder gar
einen " digitalen Faschismus " sieht . Die Kritik bezieht sich vornehmlich
darauf , dass das Gesetz unter den " Diensten der Informationsgesellschaft "
alle Anbieter versteht , deren Dienste aus der Ferne auf elektronischem Weg und
durch den Aufruf des einzelnen Empfängers geliefert werden , worunter auch das
Anbieten von Suchmaschinen , der Zugang und die Aufbereitung von Daten , die
Übertragung von Information durch ein Telekommunikationsnetz zählen . Damit
könnten auch , wie die Kritiker warnen , akademische Veröffentlichungen oder
auch Websites von NGOs , die regelmäßig Nachrichten bringen , unter das Gesetz
fallen , das eigentlich für den E-Commerce gedacht ist . Problematisch sei
überdies , dass alle " Dienste der Informationsgesellschaft " nicht nur durch
eine juristische Person registriert sein müssen , sondern auch einen permanenten
eigenen Domainnamen besitzen müssen . Websites dürfen nicht anonym ins Netz
gestellt werden , sondern die Namen der juristisch Verantwortlichen mitsamt
Wohnort oder Adresse des Büros/Geschäfts müssen aufgeführt werden ( Art. 9 ) .
Und Artikel 11 verlangt von den " Diensten der Informationsgesellschaft " , dass
sie den Behörden alle ungesetzlichen Handlungen mitteilen , sowie nach
Aufforderung die Identität von Internetbenutzern aufdecken , bestimmte Dienste
einstellen und bis zu sechs Monate lang alle Verbindungsdaten von Verdächtigen
speichern , wobei sie bei all dem , die Datenschutzvorgaben achten sollen . Mehr
in Telepolis : Die spanische Regierung legt ein E-Commerce-Gesetz vor 10 Jahre
Gefängnis für DoS-Angriffe In Übereinstimmung mit dem Cybercrime-Abkommen des
Europarats will die australische Regierung strengere und umfassendere Gesetze
gegen Internetkriminalität einführen . Im Januar 2001 hatte ein von der
Regierung einberufenes Komitee einen " Model Criminal Code " vorgeschlagen , der
unter anderem die Straftatbestände der Internetkriminalität festlegt und für
eine Vereinheitlichung der Rechtsprechung sorgen soll . Justizminister Chris
Ellison begrüßte den vorgelegten Bericht , der eine Reihe neuer Straftaten
definiert . Hier habe es bislang Lücken gegeben , die jetzt geschlossen worden
seien . Das Strafrecht müsse sich kontinuierlich weiterentwickeln , um neuen
Entwicklungen der Technik begegnen zu können . Dafür sollen Schuldige bis zu
zehn Jahren Gefängnisstrafe erhalten können . Wer Programme oder Geräte besitzt
oder diese vertreibt , mit denen sich in Computersysteme eindringen lässt , muss
mit einer Gefängnisstrafe von bis zu drei Jahren rechnen . Auch das Aussenden
von Viren , Betrug im Internet oder Cyberstalking soll künftig als Straftat
gelten . Mehr in Telepolis : Harte Strafen und Überlegungen über die
Rechtmäßigkeit von Gegenangriffen . Nach dem Tamagotchi kommt Lovegety Da sage
man noch einmal , Elektronik führe die Menschen nicht zusammen . Erfolg hatte
Erfolg , denn es wurde seit Februar bereits 350000 Mal verkauft . Man kann
einstellen , ob man zum Plaudern aufgelegt ist , Karaoke singen will oder sich
etwa in der "Get2"-Stimmung befindet , durch die man sich gegenüber allem
prinzipiell offen zeigt . Wenn ein aktiver Lovegety einem anderen nahe genug
kommt , dann beginnt er zu piepsen und macht die Träger auf eine mögliche
Bekanntschaft aufmerksam . Wenn sich das Pärchen einmal ausgemacht hat , müssen
noch die Programmeinstellungen in Übereinstimmung gebracht werden . Fahrt frei !
Nach dem überraschenden Erfolg will Erfolg die Reichweite auf hundert Meter
vergrößern . Dazu siehe den Kommentar in Telepolis Erfolg in der Liebe und
Volker Grassmucks Bericht über die elektronische Spielkultur in Japan . Al Gore
will Bill of Rights für Datenschutz Der Sammelleidenschaft von Firmen sowie dem
Treiben der Datenhändler will die US-Regierung einen Riegel vorschieben . " Sie
sollten ein Recht haben zu wissen , wie , wann und wieviel dieser Informationen
genutzt wird , und sie sollten selbst ein Recht auf Einsicht dieser Daten haben
, um sie auf Richtigkeit prüfen zu können . " Festgeschrieben werden sollen
diese Rechte in einer " Elektronischen Bill of Rights " . Was sich konkret
hinter dem " Aktionsplan " verbergen soll , ließ Gore allerdings weitgehend
offen . Einzige Anhaltspunkte für das weitere Vorgehen war die Einladung zu
einer Tagung des Wirtschaftsministeriums Ende Juni , die sich vor allem mit
Fragen der Sicherung der Privatsphäre von Jugendlichen im Netz beschäftigt , die
Aufforderung an den Kongreß , die in den USA übliche ungehinderte Weitergabe von
Patientenakten und Krankheitsaufzeichnungen zu unterbinden , sowie der Aufruf an
Regierungsstellen , einen Ansprechpartner für Datenschutzfragen zu stellen . Im
Zusammenhang mit Gores Ankündigung steht auch der Aufbau einer Datenschutz-Site
der Federal Trade Commission , die als Roadmap for Consumer Privacy fungieren
soll . Dort können Verbraucher sich gegen die Weitergabe ihrer finanzbezogenen
sowie bei der Autoregistrierung anfallenden Daten aussprechen und sich auf eine
Liste gegen Telemarketing eintragen . Nicht nur wachsende Kritik am lässigen
Umgang mit persönlichen Daten steht hinter Gores Bill of Right . Ausführlicher
im Telepolis-Bericht von Stefan Krempl . Jeder wird im Web zum Mitautor
Anti-Seiten oder " Hate sites " , die es ja reichlich im Web gibt , können jetzt
ebenso wie Boykottaufrufe , Gegenmeinungen oder die Kritik an bestimmten
Produkten direkt an einer bestimmten Stelle einer Webseite dargestellt werden .
Markiert werden die Anfügungen durch Icons , die , wenn man sie anklickt , ein
Fenster mit dem Kommentar oder der Diskussionsliste öffnen . Der Betreiber der
Website kann die Anmerkungen nicht entfernen und nur dann sehen , wenn er selbst
das Programm installiert hat . " Eine freie und offene Meinungsäußerung im Web "
, so Third Voice , " ist jetzt nicht mehr auf Verleger und Websites beschränkt .
" Der Trick ist , daß natürlich nicht in eine Website eingegriffen und direkt
auf ihr etwas verändert wird . Die Anmerkungen und ihre Position auf der
Webseite werden auf einem Server von Third Voice gespeichert , die Seite selbst
wird auch nicht reproduziert oder im Cache abgelegt . Wenn jemand mit der im
Browser aktivierten Software eine bestimmte URL herunterlädt , sucht der Third
Voice Server nach dieser URL . Wenn er Anmerkungen findet , schickt er die Daten
an die Client-Anwendung . Das Programm verbindet dann die Anmerkungen mit dem
vom Browser dargestellten Text und fügt an den entsprechenden Stellen die Icons
ein , die mit den Kommentaren auf dem Third Voice Server verlinkt sind . Mehr in
Telepolis : Demokratisierung des Web ? . FBI macht Dokumente online zugänglich
Nach dem Freedom of Information Act muß auch das FBI viele seiner Dokumente der
Öffentlichkeit zugänglich machen . Derzeit arbeiten 400 Angestellte allein daran
, Anfragen zu beantworten . In den bereits zugänglichen Dokumenten findet man
allerhand Kurioses . Es geht um UFOs , um Menschen , die glaubten , Hitler
irgendwo nach dem Krieg gesehen zu haben , oder um Prominente wie Elvis Presley
, John Lennon , Marilyn Monroe , Pablo Picasso oder John Wayne . Aber es finden
sich auch Dokumente über einst bekannte Fälle wie die Ermordung Leo Trotzkis im
mexikanischen Exil , die Explosion des Zeppelins Hindenburg , die Flucht von
drei Häftlingen aus Alcatraz oder die Verfolgung von Bonnie Parker und Clyde
Barrow . Lichtschaltung für ultraschnelles Surfen Wenn die Zahl der
Internetteilnehmer weiter wie bislang expotentiell zunimmt , wachsen auch die
Probleme bei der Übertragungskapazität . Dafür ist eine Besonderheit des
Kommunikationsnetzes verantwortlich . Während nämlich die Datenübertragung in
den Glasfasern im optischen Bereich erfolgt , wird die Datenverarbeitung in den
Netzknoten immer noch auf elektrischem Wege ausgeführt . Nach wie vor müssen die
Daten zuerst aus dem Optischen ins Elektrische gewandelt , elektrisch
verarbeitet und danach wieder ins Optische umgesetzt werden . Und nur wenn die
Schaltvorgänge ultraschnell erfolgen , ist ein zügiger Datenfluss gesichert .
Einen vielversprechenden Ansatz zur Lösung dieses Problems hat die
Forschergruppe des Berliner Heinrich-Hertz-Instituts gefunden . Unter der
Leitung von Prof. Dr. Hans-Georg Weber haben die Wissenschaftler eine
ultraschnelle Lichtweiche für Kommunikationsnetze entwickelt , mit der die
Signalverarbeitung in den Netzknoten auf optischem Weg durchgeführt werden kann
. Das ultraschnelle optische Schaltmodul besteht aus einem optischen Schalter ,
der mit Licht geschaltet wird , einer optischen Pulsquelle und einer optischen
Taktrückgewinnung . Das Schaltmodul kann mit heute verfügbaren Technologien auf
einem optischen Chip integriert werden . Mehr in Telepolis : DES in drei Tagen
geknackt Die Electronic Frontier Foundation hat im Kampf gegen die amerikanische
Kryptopolitik einen Sieg erzielt , die den Export von Verschlüsselungsprogrammen
ohne key recovery höchstens auf den angeblich sicheren 56 Bit Data Encryption
Standard ( DES ) beschränken will . DES wird etwa von Banken benutzt , um
Transaktionen zu sichern . John Gilmore und Paul Kocher gelang es mit
Unterstützung der EFF den von RSA Data Security Inc. 1998 erneut ausgelobten
Preis von 10000 US-Dollar zu erhalten . " It's time for those 128- , 192- , and
256-bit keys . " Schluß mit kommerzieller Gebäudeerfassung Das Landgericht
Hamburg hat dem Tele-Info Verlag in Garbsen verboten , Fotos von Häusern zu
vermarkten . Viele Bürgerinnen und Bürger von Schleswig-Holstein hatten in den
letzten Wochen Widerspruch gegen die Erfassung ihrer Gebäudedaten beim Tele-Info
Verlag eingelegt . ( Christiane Schulzki-Haddouti ) Mehr in Telepolis . Globale
Email-Steuer ? Die UN distanziert sich von einem umstrittenen Vorschlag im
kürzlich veröffentlichten Human Development Report 1999 . Es sind nur ein paar
Zeilen im Human Development Report 1999 der UNDP , die bereits zu einer heftigen
Diskussion geführt haben ( siehe Ungleichheiten auf der Welt sind grotesk ) .
Der Bericht stellt fest , daß es eine gewaltige Kluft zwischen jenen gibt , die
Zugang zum Internet haben , und jenen , die meist in armen Ländern leben und
keine Chance haben , von den Potentialen des Internet zu profitieren . Und er
sagt , daß die Gefahr bestehe , daß das Internet möglicherweise die Ungleichheit
weiter verstärken könne : Die Kosten für die Benutzer würden
vernachlässigenswert sein : Wenn man 100 Emails täglich verschickt , die jeweils
ein 10-Kilobyte Dokument enthalten , also eine große Email , dann würde dies zu
einer Steuerabgabe von gerade einem Cent führen . Angesichts des Booms der
Emails weltweit würde jedoch die Gesamtsumme beträchtlich sein . Die
vorgeschlagenen Steuereinnahmen sollten vor allem dazu dienen ,
unterentwickelten Ländern zu helfen , Zugänge zum Internet für die Menschen
einzurichten , also die wachsende digitale Kluft zu schließen . Natürlich ist
klar , daß die UN keineswegs in der Lage ist , eine Steuer zu erheben . Kritiker
sprangen jedoch gleich herbei und verdammten die Idee , weil sie nur eine neue
Bürokratie entstehen lassen würde , während doch der freie Markt das viel besser
und effektiver könne . Besonders hervorgetan hat sich der republikanische
Mehrheitsführer im amerikanischen Kongreß , Dick Armey , der in einem Brief den
Vorschlag weit von sich wies : Von der UNDP , die den Bericht veröffentlicht hat
, wurde inzwischen jede Absicht , irgendeine globale Steuer zu befürworten ,
energisch abgelehnt : " Die UNDP hat nicht die Autorität , eine Steuer
einzuführen , und auch keinen Wunsch , dies zu tun " , sagte Normand Lauzon von
der UNDP . In dem Bericht könne man überdies den Hinweis finden , daß die in
diesem geäußerten Ansichten nicht notwendigerweise denen der UN entsprechen .
Mehr in Telepolis : Diskussion über einen Vorschlag . Einen genauen Grund konnte
die Hotline ( 01300190 ) nicht nennen . Man rechnete aber fest damit , daß der
Rechner am frühen Nachmittag wieder hochgefahren sein werde . Zwischenzeitlich
war es wohl möglich , sich zum Beispiel über T-Online Braunschweig einzuwählen .
Allerdings konnten Mails und News auch dort nicht abgerufen werden . Betroffen
von diesem Totalausfall waren außerdem die Homepages der T-Online-Kunden , die
nicht aufgerufen werden konnten . Wer in dieser Zeit trotzdem ins Netz wollte ,
mußte sich eines Call by Call-Dienstes bedienen . Inzwischen hat T-Online das
Problem offensichtlich behoben . ( Gerald Jörns ) ICANN-Wahl : Die Auslese hat
begonnen 75 Bewerber haben sich für einen Platz auf der endgültigen Liste für
die Wahl zum europäischen ICANN-Direktor in Position gebracht , doch nur zwei
kommen in die nächste Runde . Während die Wähler ihre Voten für die
Vorentscheidung abgeben , blasen die ersten Bewerber bereits wieder zum Rückzug
. Inzwischen haben sich 75 potenzielle Kandidaten in die lange
Selbstnominierungs-Liste für die Wahl zum europäischen ICANN-Direktor im Oktober
eingetragen - und es werden täglich mehr , obwohl die offizielle Frist bereits
am 14. August abgelaufen ist . Nur die Ankündigung , dass man kandidieren wolle
, hätte bis Montag vorliegen müssen , erläuterte der Wahlleiter und Finanzchef
der ICANN jüngst . Aber selbst damit scheint es ICANN nicht so genau zu nehmen ,
deren Nominierungskomitee für Europa ja bereits fünf " offizielle " Kandidaten
aufgestellt hat . Demnach bleiben den Spielregeln folgend nur noch zwei Plätze
auf dem endgültigen Wahlzettel für die " Nachrücker " , die mindestens zwei
Prozent der Stimmen aus mindestens zwei Ländern ihrer Region auf sich vereinen
müssen . Derzeit finden zwei Ausleseprozesse gleichzeitig statt . Mit 365
Stimmen führte dort heute Abend der sich für einen zensurfreien
Kommunikationsraum Internet stark machende Sprecher des Chaos Computer Clubs ,
Andy Müller-Maguhn . Bereits mit größerem Abstand folgten mit 114 Stimmen die
Politikwissenschaftlerin Jeanette Hofmann vom Wissenschaftszentrum Berlin sowie
Lutz Donnerhacke , Kryptoexperte und Mitbegründer des Fördervereins
Informationstechnik und Gesellschaft ( Fitug ) , mit 104 Stimmen . Zum anderen
ist auch im Rahmen der Diskussion über die von Fitug ins Leben gerufene
Mailingliste ICANN-EU eine Selbstauslese unter den Bewerbern in Gang gekommen .
So kündigte etwa Marc Lehmann heute Mittag überraschend an , Donnerhacke
unterstützen zu wollen . Auch Oliver Thuns stieg aus dem Rennen vorzeitig aus .
Er wolle keine Energie mehr in die Self-Promotion stecken , gab Thuns bekannt .
Lieber würde er " dumme Fragen " an die anderen Bewerber stellen und Kritik üben
. Drei Verbände haben sich unterdessen auf einen " Konsenskandidaten " geeinigt
, mit dem sie die Spannungen zwischen " Netzgemeinde " und "
Wirtschaftsinteressen " überbrücken wollen : Der Präsident der Gesellschaft für
Informatik , Heinrich Mayr , ließ zumindest in Bonn verlauten , dass seine
Organisation zusammen mit der Initiative D21 und der Informationstechnischen
Gesellschaft im VDE nun einer Meinung sei und Axel Zerdick vom Institut für
Publizistik und Kommunikationswissenschaft an der FU Berlin unterstützen wolle .
Mehr in Telepolis : Die Auslese hat begonnen . Weltatlas der Lichtverschmutzung
Italienische Wissenschaftler von der Universität Padua haben in Zusammenarbeit
mit dem amerikanischen National Geophysical Data Center ( NOAA ) erstmals einen
fast vollständigen Weltatlas geschaffen , der die zunehmende "
Lichtverschmutzung " zeigt . Für zwei Drittel der Weltbevölkerung sowie für 99
Prozent der Europäer und der US-Amerikaner ( mit Ausnahme der Einwohner von
Alaska und Hawaii ) hat nach ihren Analysen der Nachthimmel über den
Wohngebieten bereits die Schwelle zur " Verschmutzung " überschritten . Der
Karte verzeichnet jeweils die Helligkeit am Zenith des Nachthimmels auf
Meereshöhe . Zugrunde liegen der Karte Daten über die von der Erde nach oben
gerichtete Lichtstrahlung , die vom DMSP-Satelliten ( Defense Meteorological
Satellite Program ) der US-Luftwaffe mit dem Operational Linescan System ( OLS )
gemessen wurden . Die ausgewerteten Daten für die Weltkarte stammen aus 28
wolkenfreien Nächten in den Jahren 1996 und 1997 . Die Satellitendaten verbanden
die Wissenschaftler überdies mit statistischen Daten , die angeben , wie viele
Menschen während einer Nacht mit einer durchschnittlich klaren Atmosphäre in
einer bestimmten Region leben . " Unser Atlas beschreibt die Situation in den
Jahren 1996 und 1997 " , so Pierantonio Cinzano von der Universität Padua . "
Heute dürfte es sicherlich noch schlimmer sein . " Mehr in Telepolis :
Milchstraße verschwindet hinter milchigem Gewand . Der CDU-Fahrplan zur
Netzpolitik Darin fordert die Kommission einen weitgehend unbeschränkten und
unzensierten Zugang zum Netz , individuelle Abrechungssysteme für
urheberrechtlich geschützte Werke , günstigere Rahmenbedingungen für die
Netz-Ökonomie sowie Softwarepatente unter Vorbehalt . In einem Absatz macht sich
die Internet-Kommission beispielsweise auf der Basis des " grundgesetzlichen
Zensurverbots " für die " Beschränkung " staatlicher Hürden beim Zugang zu
Inhalten im Netz " auf das Notwendigste " stark . " Internet-Service-Provider
müssen grundsätzlich den Zugang zu allen Angeboten ermöglichen können " , heißt
es in dem Papier . Mit Hinblick auf die heftig umstrittene
Telekommunikations-Überwachungsverordnung fordern die CDU-Experten , dass es "
eine generelle Verpflichtung der Provider , Netzinhalte zu überprüfen oder das
Nutzungsverhalten von Kunden zu dokumentieren , nicht geben darf " . Das
entbinde die Zugangsanbieter allerdings nicht von ihrer Aufgabe , " die
Ermittlung konkreter Straftaten zu unterstützen " . Generell ist es ein
Hauptanliegen der CDU-Kommission , die Steuergesetzgebung rund ums Internet zu
entrümpeln . Sie will nun ein " einfaches " , " gerechtes " und " einheitliches
" Steuersystem in der " grenzenlosen " Welt des Internet schaffen .
Gewerbesteuern , denen sich Unternehmen durch die Verlagerung ihrer Server und
Betriebsstätten in Offshore-Gebiete entziehen könnten , sollen entfallen und
durch Ertragssteuern ersetzt werden . Der Ort , an dem ein Gewinn anfällt ,
spiele damit keine Rolle mehr . Bei der Umsatzsteuer befürwortet die Kommission
die einheitliche Geltung des " Bestimmungslandsprinzips " . Wie die anderen
großen Parteien fordert auch die CDU den stärkeren Einsatz von
Open-Source-Software . Die CDU-Kommission dringt konkret darauf , in
öffentlichen Stellen ausschließlich Software mit offen liegendem Quellcode
einzusetzen . Damit würden " herstellerneutrale " Schnittstellen zur
Öffentlichkeit und gegenüber den Bürgern geschaffen und zugleich die
IT-Sicherheitsstrukturen verbessert werden . Im Unterschied zu den anderen
Parteien tritt die CDU allerdings für Softwarepatente ein , die auf fünf Jahre
beschränkt sein und nur Firmen oder Erfindern erteilt werden sollen , die sich
in den Quellcode blicken lassen . Mehr in Telepolis : CDU begibt sich auf den
Netzpfad . Britischer Zoll durchsucht Laptops nach Pornographie Nicht nur das
Internet wird nach verbotenem Material abgesucht . Ken Cukier , ein
Korrespondent der Communications Week International , berichtete , daß der
britische Zoll mittlerweile auch Laptops nach Pornogrophie durchsucht . Mehr in
Telepolis : Auch der Computerspeicher ist nicht mehr privat und Weltweite
Reaktion auf den Vorfall . Amerikanische Regierung hält an Key Escrow fest Die
Clinton-Regierung will offenbar nicht von ihrem Plan ablassen , den
Sicherheitsbehörden Zugang zu verschlüsselten digitalen Dateien zu ermöglichen .
Das Gesetz würde es den Verwaltern von Schlüsseln allerdings auch erstmals
explizit verbieten , die Schlüssel weiterzugeben , ihre Kundenlisten zu
verkaufen oder zu veröffentlichen oder mit den Schlüsseln Dateien zu
dechiffrieren . Mehr in Telepolis . Jacob : Änderungen im Datenschutz sind nicht
notwendig Im Gespräch mit Telepolis sagte Dr. Joachim Jacob , der
Bundesbeauftragte für den Datenschutz , er sehe im Augenblick keine
Notwendigkeit für Änderungen zur effizienteren Bekämpfung des Terrorismus . Er
kündigte allerdings Gesprächsbereitschaft an : " Sollten nachweislich das
bestehende Instrumentarium oder Vorschriften nicht ausreichen , um den
Terrorismus wirksam zu bekämpfen , lasse natürlich auch ich mit mir reden . "
Eine erneute Diskussion über die Verschlüsselung befürchtet Jacob nicht : Nach
den Terroranschlägen hatten Politiker schärfere Maßnahmen zur
Terrorismusbekämpfung gefordert . Überhastet wurde bereits ein Gesetz
verabschiedet , das eine schnellere Überwachung der Internetbenutzung durch
Lauschsysteme wie Carnivore ermöglicht . Auch in Deutschland werden Stimmen laut
, die eine Einschränkung des Datenschutzes zugunsten der nationalen Sicherheit
und der Terroristenbekämpfung fordern . Neue Perspektiven für IT-Lobby ? Die
Mitglieder des Bundesverbandes Informationstechnologien ( BVIT ) stimmten
gestern einstimmig der Gründung des neuen Bundesverbandes Informationswirtschaft
, Telekommunikation und neue Medien BITK zu . Mit dem " Ja " der
BVIT-Mitgliederversammlung steht der Gründung des größten deutschen IT-Verbandes
nichts mehr im Wege . Die BVIT-Mitglieder waren die letzten der vier Verbände
BVIT , BVB , Sachverband Informationstechnik im ZVEI/VDMA und Fachverband
Kommunikationstechnik im ZVEI , die der Beteiligung ihres Verbandes am größten
Verband für die IT-Branche grünes Licht erteilten . Die Verbände werden dem
neuen Verband mit seiner Gründung am 28. Oktober zwar beitreten , aber weiterhin
eigenständig existieren . Nach außen werden vor allem die Politikschwerpunkte
abgestimmt . Erst danach werden die Einzelverbände wiederum abstimmen , wie es
weitergeht . Die Hauptfrage wird sein , ob die vier Verbände zu einer
einheitlichen IT-Politik finden . ( Christiane Schulzki-Haddouti ) Mehr in
Telepolis MIT Media Lab entwickelt Spielzeug von morgen Die Tamagotchis haben
gezeigt , daß neben Computerspielen auch digitales Spielzeug ein lukrativer
Markt ist . Das wird wahrscheinlich der Grund sein , warum mehrere amerikanische
Unternehmen , darunter Mattel , Disney und Lego , nun mit dem Media Lab des MIT
ein neues Projekt mit dem Titel " Toys of Tomorrow " starten wollen .
Herauskommen sollen Spielzeuge mit Mikroprozessoren : Spielzeugklaviere ,
intelligente Schuhe oder kleine Roboter , lauter wichtige Dinge also . Man
stelle sich vor , die GMD oder das Fraunhofer Institut würden hierzulande
nämliches machen . EU will Raumfahrt ausbauen Am gestrigen Donnerstag haben die
EU-Forschungsminister und der Rat der Europäischen Raumfahrtagentur ( ESA ) in
Brüssel eine gemeinsame Raumfahrtstrategie beschlossen . Im Auftrag der ESA
hatten drei " Weise " in einem vor kurzem veröffentlichten Bericht eine
EU-Raumfahrtbehörde und ein größeres Engagement gefordert . Wolf-Michael
Catenhusen , parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung
und Forschung , begrüßte auf der Ratstagung den Beschluss : Die
Forschungsminister der EU und der ESA-Rat haben sich darauf verständigt , die
Basis für Raumfahrtaktivitäten zu stärken , die wissenschaftliche Erkenntnisse
zu erweitern und dabei auch die wirtschaftlichen Vorteile zu nutzen . Die ESS (
European Strategy for Space ) will die Grundlagen der Weltraumaktivitäten
ausbauen ( was besonders die Entwicklung von Raumfahrzeugen betrifft ) , die
wissenschaftliche Forschung erweitern und die Ergebnisse für die Gesellschaft
und die Märkte verwerten . Das betrifft vor allem den Bereich der
Satellitenkommunikation und den Bereich der Informationstechnologie , ein
europäisches GPS ( Galileo ) und Satelliten zur militärischen und
Umwelt-Überwachung . Stäerker einbezogen werden sollen auch kleine und mittlere
Unternehmen . Man setzt allgemein auf Partnerschaften zwischen Unternehmen und
öffentlichen Institutionen . Die ESA und die Europäische Kommission sollen enger
zusammenarbeiten . So wird es jetzt erstmals möglich sein , dass die ESA auch
EU-Projekte durchführen kann . Beschlossen wurde die Etablierung einer
gemeinsamen Arbeitsgruppe , die weitere Vorschläge für die künftige Entwicklung
der ESS und ihrer Umsetzung machen soll . " Durch diese Beschlüsse hat die
Europäische Weltraumpolitik einen ersten Schritt in eine neue Phase gemacht , in
der Weltraumsysteme zu einem Bestandteil der politischen und wirtschaftlichen
Pläne der europäischen Staaten werden " , sagt Antonio Rodota , der
Generaldirektor der ESA . Mehr in Telepolis : Europa braucht eine neue
Weltraumpolitik sowie Europa will abheben . Auf zum Kometen Wild-2 ! Mit ihrer
Strategie , für ihr Weltraumprogramm eine größere Öffentlichkeit zu gewinnen ,
hatte die NASA mit Pathfinder einen beachtlichen Erfolg erzielt . Die nächste
Kampagne zielt auf den Narzißmus der Menschen : Stardust wird im Februar 1999
auf die Reise zum Kometen Wild-2 starten , in dessen Koma eintauchen , Bilder
machen , erstmals Staubpartikel des Kometen und anderen interstellaren Staub
sammeln und dann im Januar 2006 zurück zur Erde kommen . Siehe auch die Glosse
in Telepolis ( http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/glosse/2221/1.html ) Open
Source Konferenz angekündigt Ohne derartige Programme gäbe es das Internet nicht
. Intel und Netscape haben bereits in Red Hat , einen Distributor von Linux ,
investiert . Angeblich will jetzt auch Compaq kommerziellen Support für Linux
anbieten . Bei der geplanten Konferenz sollen führende Entwickler von Open
Source Programmen in Konferenzen über ihre Software informieren und die Idee
weiter propagieren : Während unserer Perl-Konferenzen gab es eine berauschende
Stimmung der Entdeckung und der Weitergabe von Informationen . Sie waren
wirkliche Gemeinschaftsereignisse . Siehe auch in Telepolis : Hacker und die
Aufmerksamkeitsökonomie . Zu Eric Raymonds Kultur des Schenkens und den Open
Source Programmen . Neues Verfahren für Online-Micropayment Der britische
Telekommunikationskonzern Cable & Wirelesse Communications , einer der weltweit
größten Anbieter von Telekommunikationsdienstleistungen , hat zusammen mit
eCharge ein neues Produkt angekündigt , das das Web verändern könnte : Jetzt
lassen sich mit dem neuen Programm auch Kleinstbeträge über die Telefonrechnung
kassieren . Dadurch wird die Verbindung zum Provider unterbrochen und über eine
gebührenpflichtige Nummer automatisch eine Verbindung mit einem eCharge-Server
aufgenommen . Wenn der Kauf getätigt wurde , wird automatisch wieder die alte
Verbindung hergestellt . Die Gebühren werden dann in der monatlichen
Telefonrechnungen abgerechnet . Mehr in Telepolis : Auch Kleinstbeträge lassen
sich über die Telefonrechnung erheben . Ein neuer Standard soll Kundendaten
zusammenführen Der Standard CPEX ( Customer Profile Exchange ) soll die online
und offline gesammelten Daten von Kunden in einer XML-basierten Datenbank
integrieren , die von unterschiedlichen Programmen online und offline benutzt
werden kann . Angeblich sei der Dienst am Kunden behindert , weil viele
Unternehmen in den Versorgungs- und Bestellketten jeweils unabhängig voneinander
Daten über ihre Kunden sammeln müssen und so nur einen bruchstückhaften
Überblick über deren Identität , Vorlieben und Verhaltensweisen gewinnen .
Angeblich sollen die Kunden auch die Möglichkeit besitzen , über CPEX den Grad
an Datenschutz wahren zu können , den sie haben wollen . Die Arbeitsgruppe zur
Entwicklung von CPEX wird von Siebel Systems geleitet . Erste Ergebnisse werden
in der ersten Hälfte des nächsten Jahres erwartet , Demos , die die
Interoperabilität von CPEX zeigen , sollen Ende nächsten Jahres vorhanden sein .
Krampfanfälle vor dem Bildschirm Am Dienstag , den 16.12.1997 , wurden Hunderte
von japanischen Kindern und Jugendlichen wegen Schwindelgefühlen , tranceartigen
Zuständen und Krampfanfällen in Krankenhäuser eingeliefert . Alle hatten sich im
Fernsehen " Pokemon " , eine Comicsendung , angesehen , deren Figuren auf dem
Computerspiel Pocket Monsters von Nintendo basieren . Schuld daran war
möglicherweise ein fünf Sekunden andauerndes stroboskopartiges Aufblitzen der
Augen einer Figur . Es ist bekannt , daß Stroboskopblitze bei bestimmten
Menschen epileptische Anfälle auslösen können , die allerdings meist harmlos
sind . Auslöser können auch Computerspiele oder eben Fernsehsendungen sein . Der
Sender TV Tokyo will bei künftigen Folgen eine Warnung aussprechen und mögliche
Probleme bei der Darstellung sowie der Produktionstechnik untersuchen . USA :
Neues Gesetz gegen Internetdiebstahl Der vom amerikanischen Kongreß letzten
Monat verabschiedete No Electronic Internet Theft Act wurde gestern von
Präsident Clinton in Kraft gesetzt . Hauptsächlich verantwortlich dafür sei das
Internet . Die Software- und Unterhaltungsindustrie setzte sich für ein solches
Gesetz ein , während Wissenschaftler , etwa die Association for Computing
Machinery ( ACM ) , fürchten , daß dadurch der freie Informationsaustausch
behindert werde . Das Gesetz betrifft alle Produkte , die wie Musik durch
Copyright geschützt sind . Bislang konnte niemand wegen Software-Diebstahls
belangt werden , sofern er sie kostenlos zum Downloaden anbot . Ob allerdings
das Gesetz den Software-Diebstahl einschränken wird , scheint fraglich zu sein .
Das Netz ist schließlich global und den Piraten fallen immer neue Tricks ein ,
der Strafverfolgung zu entgehen . In Telepolis finden Sie von John Horvath den
Bericht : Die Gleichmacher : In Osteuropa ist Software-Piraterie ein Lebensstil
. Irak-Angriffe live im Internet Nachdem Richard Butler , der leitende
UN-Waffeninspekteur , in seinem Bericht versichert hatte , daß im Bereich der
Abrüstung und der Kontrolle der Massenvernichtungswaffen kein Fortschritt mehr
zu erzielen sei , hatten sich Clinton und Blair am Dienstag telefonisch
verständigt . Im Laufe der Nacht schlugen dann 300 Cruise Missiles im Irak ein .
" Iraks Potential an Massenvernichtungswaffen muß zerstört werden . " Clinton
sagte in einer Fernsehansprache : " Wir mußten handeln , und wir mußten jetzt
handeln . " Hussein rief sein Volk zum Kampf gegen den " Feind Gottes und der
Menschheit " auf , der seinen " langen technischen Arm " einsetzt , was nicht
von Tapferkeit zeuge . Die Republikaner beschlossen , das Impeachment-Verfahren
für eine kurze Zeit auszusetzen . Und CNN war wiederum zur Stelle und zeigte
live auch über das Internet Bilder von der " Operation Desert Fox " . Bereits
zur Zeit der ersten Krise im Februar dieses Jahres lagen viele Sender im
Wettstreit darum , live von einem möglichen Militärschlag zu berichten ( siehe
Die Medien rüsten für den möglichen Krieg im Irak auf ) . Chris Hables Gray :
Angst vor der Zukunft . Die wachsende Gefahr des chemischen und biologischen
Krieges . Virtuelles Sit-in gegen den Militärschlag Aus einer Solidaritätsgruppe
mit den mexikanischen Zapatistas hat sich das Electronic Disturbance Theater
gebildet . Die Absicht der Gruppe ist , den politischen Protest , der in der
Wirklichkeit durch Demonstrationen auf öffentlichen Plätzen und Straßen oder
durch Sit-ins stattfindet und eine demokratisch legitime Form einer gemeinsamen
gewaltfreien Meinungsäußerung ist , auch im virtuellen Raum der Datennetze zur
Geltung zu bringen . Dafür haben sie das Programm Flood Net entwickelt , das
automatisch immer wieder die URL einer bestimmten Website aufruft . Wenn sich
viele beteiligen , könnte dadurch der Zugang zu einer Website für eine gewisse
Zeit blockiert oder gestört werden . Jetzt ruft das Electronic Disturbance
Theater zum Protest gegen den militärischen Angriff auf den Irak auf . Morgen
zwischen 15 und 21 Uhr MEZ bitten sie alle , die sich für den Frieden im
Mittleren Osten einsetzen wollen , sich dem gewaltfreien virtuellen Sit-in vor
dem Weißen Haus anzuschließen . Man wisse zwar , daß dies nicht viel bewirken
könne , zumal der Angriff vermutlich nur kurz sein werde , aber es ginge
zumindest um eine symbolische Geste , die zeigt , daß man mit der Entscheidung
der USA und Großbritanniens nicht einverstanden sei . Mehr in Telepolis : Mit
dem Flood Net vor dem Weißen Haus . Wahrscheinlich keine Y2K-Probleme bei AKWs
Das von der UN ins Leben gerufene und von der Weltbank finanzierte International
Y2K Center sagt im neuesten Bericht , dass die zentralen Systeme für Telefon-
und Datenkommunikation sowie für die Erzeugung und Verteilung von Elektrizität
weltweit weitgehend gegenüber dem Jahr-2000-Fehler immun sein werden , weil sie
nicht von Daten abhängig oder durch Redundanz geprägt sind : " Es ist fast
sicher , dass in den ersten Stunden des neuen Jahres die Beleuchtung und die
Telefone ganz normal funktionieren . " Auch für die Atomkraftwerke gibt die
Organisation Entwarnung aus , allerdings sei weitere Arbeit nötig , um spätere
Probleme zu verhindern . Der von Nuklearexperten überprüfte Bericht des
International Y2K Center geht zwar davon aus , dass die meisten der durch Y2K
gefährdeten Systeme in AKWs nicht sicherheitsrelevant sind . Am weitesten
verbreitet sind digitale Systeme bei Überwachungssystemen und für das
operationale Management , weswegen durch dort sich einschleichende Fehler aber
erst in den Wochen nach dem Datumswechsel die Leistung der AKWs und somit auch
deren Sicherheit sinken könnte . Betreffen wird dies vornehmlich die AKWs in den
Ländern der ehemaligen Sowjetunion : " Obgleich diese Hilfssysteme keinen
direkten und unmittelbaren Einfluss auf die Sicherheit von AKWs besitzen ,
können Fehler in ihnen die Möglichkeit der Angestellten reduzieren , eine
schlechtere Leistung zu analysieren und darauf zu reagieren , was zu mehr Pannen
und mit der Zeit zu einer sinkenden Systemleistung führen kann . " Die
Organisation sagt zwar , dass der Ruf nach einem Abschalten der AKWs
verständlich wäre , aber dass dies nicht notwendig sei , zumal das
Herunterfahren selbst auch Risiken mit sich bringe . Zuerst wird der
Datumswechsel übrigens die AKWs in Ostrussland betreffen . Mehr in Telepolis :
Entwarnung bei AKWs für den Datumswechsel , aber Probleme könnten später
auftreten . TÜV : Deutsche Online-Shops mangelhaft Die TÜV Nord Security in
Hamburg hat über 100 Online-Shops unterschiedlicher Größen untersucht und dabei
fast überall Mängel festgestellt : Missachtet werden durchweg die
Informationspflichten . 43 Prozent geben nicht an , zu welchem Zweck die Daten
erhoben werden . Generell lassen sich solche Angaben schlecht finden , weil
jeder andere Überschriften oder Menüpunkte nutzt . Eine allgemeine
Geschäftsbedingung ( AGB ) ist erst mit Zustimmung des Kunden wirksam , doch in
82 Prozent der Fälle wird von den Anbietern keine Zustimmung abverlangt . 44
Prozent nennen nicht einmal einen Verantwortlichen für die Website . HTML-Syntax
, Auffindbarkeit , fehlerhafte Links und Ladezeit sind bei über 60 Prozent
deutlich verbesserungswürdig , lediglich 36 Prozent empfanden die hiermit
beauftragten Tester als " akzeptabel " . Besorgnis erregt auch die
Netzsicherheit der untersuchten Online-Shops , denn nur bei fünf Prozent fanden
sich keine Unzulänglichkeiten . Der größte Schaden entsteht , wenn das
Kommunikationssystem für eine unbestimmte Zeit ausfällt oder relativ einfach
Kaufanfragen umgeleitet werden . TÜV-Check brachte Sicherheitsrisiken ans Licht
. Britische Polizei fürchtet das Jahr-2000-Problem Wahrscheinlich werde , so der
britische Innenminister Jack Straw , der Millennium Bug trotz aller Vorkehrungen
manche Computer- und Telekommunikationssysteme beeinträchtigen . Im Unterschied
zu den üblichen Silvesterfeiern seien dieses Mal jedoch angesichts des
symbolischen Datums größere Einsätze zu erwarten , und überdies müsse man mit
Problemen rechnen , die durch Fehler in Computersystemen entstehen . In
Großbritannien wird daher eine Spezialeinheit aus 1400 Mann aufgestellt , die
während des Jahreswechsels in Bereitschaft steht , da man fürchtet , daß
Kriminelle mögliche Ausfälle von Alarmanlagen für ihre Aktivitäten nutzen
könnten . Mehr in Telepolis : Die britische Polizei rüstet sich für die Feiern
und das Jahr-2000-Problem Cookies - eine Überwachungstechnik ? Kreativ ist vor
allem die Grundlage der Klage : Das Setzen von Cookies wird als Belästigung (
Stalking ) bezeichnet , was nach texanischem Recht bestraft werden kann
Belästigung oder Stalking liegt dann vor , wenn jemand einem anderen Menschen
wiederholt nachstellt , und er weiß , dass die andere Person dies als Bedrohung
verstehen muss . Eine " vernünftige " Person muss fürchten , dass der Stalker
ihn oder ein Familienmitglied mit körperlicher Gewalt oder mit Tod bedroht . Sie
könnte aber auch fürchten , dass der Täter etwas gegen sein Eigentum plant .
Genau das wirft der Rechtsanwalt Lawrence Friedman Yahoo und Broadcast.com vor .
Cookies seien mit einer Überwachung zu vergleichen , die Internetbenutzer ohne
deren ausdrücklicher Zustimmung verfolge . Es könnten auch identifizierte
Personen ohne deren Kenntnis überwacht werden . Überdies ziehe Yahoo aus der
Sammlung vertraulicher Daten einen unrechtmäßigen finanziellen Gewinn . Bei der
Klage geht es um beträchtliche Geldsummen . Auch von anderer Seite geraten die
Online-Unternehmen unter Druck . Aufgrund der Klagen verloren die Wertpapiere
von DoubleClick bereits 15 Prozent ihres Werts . Im Fall der Klage in Texas
verweist der Rechtsanwalt darauf , dass das Setzen von Cookies eine direkte
Bedrohung für das Eigentum eines Computernutzers sei , weil das Cookie auf der
Festplatte des Benutzers abgespeichert wird und ohne Genehmigung Speicherplatz
in Beschlag nimmt . Das sei mit einem Diebstahl vergleichbar . Yahoo weist die
Beschuldigungen zurück und erklärt , dass keine Cookies auf die Festplatte
gesetzt , sondern lediglich mit dem Browser verbunden werden . Mehr in Telepolis
: Cookies sind eine Form der Überwachung Bundesregierung will Telekommunikation
lückenlos überwachen Mit dem jüngsten Entwurf der
Telekommunikations-Überwachungsverordnung ( TKÜV ) plant die Bundesregierung ,
die letzten Lücken bei der Überwachung der Telekommunikation zu schließen und
auch den E-Mail-Verkehr der umfassenden Kontrolle der Strafverfolger zu
unterwerfen . Der Entwurf für eine " Verordnung über die technische und
organisatorische Umsetzung von Maßnahmen zur Überwachung der Telekommunikation "
liegt Telepolis vor und soll in den nächsten Tagen auf der Homepage des
Bundeswirtschaftsministeriums ( BMWi ) veröffentlicht werden . Internetprovider
müssten bei der Verabschiedung des Entwurfs durch das Kabinett in Zukunft
genauso wie Telcos Lauscheinrichtungen installieren und auf Abruf
Verbindungsdaten und die Mailkommunikation an die " Bedarfsträger " übermitteln
. Ob die Anforderung den formalen gesetzlichen Bestimmungen entspricht , muss
der zum Abhören Verpflichtete dem Verordnungsentwurf entsprechend selbst prüfen
. Findet er keine Fehler , ist sie " unmittelbar " umzusetzen . Dies geht aus
der Begründung zu dem Papier hervor . Grundsätzlich sollen alle Betreiber von
Telekommunikationsanlagen , die ihre Dienste der Öffentlichkeit anbieten , zur
Aufzeichnung und Weiterleitung der Kommunikationsdaten an Strafverfolger
verpflichtet werden . Ob es sich um Sprach- oder Datenübertragungen handelt , ob
der Abzuhörende ein Handy oder einen ISDN-Anschluss nutzt , spielt dabei keine
Rolle . Die entsprechenden technischen Vorkehrungen müssen die
Telekommunikationsanbieter auf eigene Rechnung anschaffen . Vor der
Inbetriebnahme ihrer Anlagen ist eine Abnahme der Überwachungsausrüstung durch
die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post einzuholen . Es gibt
allerdings gegenüber den Vorgängerentwürfen einige Abänderungen . So brauchen
Anbieter keine Überwachungstechniken vorzuhalten , wenn ihre Anlagen
ausschließlich der Verteilung oder dem Abruf von Informationen dienen . Laufen
auf einem Server etwa nur an die Öffentlichkeit gerichtete Webangebote oder
Chat-Foren , in die sich Strafverfolger sowieso einklinken können , müssen keine
Abhörschnittstellen nachgerüstet werden . Dasselbe gilt für Netze mit
Datenübertragungsraten von über 2 MBit/s . Betreibern von
Telekommunikationsanlagen , die nicht mehr als 2000 Endnutzer versorgen , soll
zudem die Möglichkeit offen stehen , sich einen " Gerätepark " für den
Lauschangriff mit mehreren Verpflichteten zu teilen . Aufatmen können dem neuen
Entwurf zufolge Betreiber von Nebenstellenanlagen , unternehmensinterner
Telekommunikationsanlagen und von Firmennetzwerken . Deren Daten sollen zwar
grundsätzlich anzapfbar bleiben , doch müssen sie nicht in Vorleistung treten .
Was die Kosten angeht , so sucht das BMWi zu beruhigen : " Die TKÜV als solche
verursacht grundsätzlich keine zusätzlichen Kosten , sie wirkt sich im Gegenteil
infolge der damit bereitgestellten Vorgaben standardisierenden Charakters und
der Einschränkung des Kreises der Betreiber , die zur Gestaltung und Vorhaltung
entsprechender technischer Einrichtungen verpflichtet sind , insgesamt
kostendämpfend aus . " Mehr in Telepolis : Siehe dazu auch : Heftige Kritik an
geplanter Überwachung der Kommunikation . Bundesminister Rüttgers hat am 17. 2.
den nach japanischem Vorbild aufgebauten Delphi-Report veröffentlicht , bei dem
über 2000 deutsche Experten zu ihren Einschätzungen über die Entwicklung von
Wissenschaft und Technik in den nächsten 30 Jahren befragt wurden . Mit der "
größten Studie zur Zukunft Deutschlands " kann Rüttgers ganz zufrieden in die
Zukunft blicken , weswegen er Delphi auch zu einem " zentralen
Steuerungsinstrument für die mittel- und langfristige Innovationspolitik "
machen will . In der Meinung der Experten ist die BRD weiterhin mit Japan und
den USA in Forschung und Entwicklung führend , bei Umwelt , Energie , Bauen und
Mobilität soll sie weltweit an erster Stelle stehen , bei Chemie , Produktion ,
Biomedezin , Raumfahrt und Großexperimenten immerhin an zweiter nach der USA .
Die Unternehmensstrukturen werden sich verändern müssen : " Der Mitarbeiter von
morgen ist vielfach Mitunternehmer " , aber er muß flexibel sein und sich bilden
. In 10 Jahren soll bereits die " technische Infrastruktur der
Wissensgesellschaft " und das Internet der nächsten Generation realisiert sein ,
weswegen dann nicht nur vernetzte Unternehmen und Telearbeit Alltag sein werden
, sondern auch der elektronische Markt und virtuelle Universitäten . Mit
Übersetzungssystemen in der Tasche , in der sich ab 2010 auch die faltbaren
Bildschirme befinden , bewältigen wir die " grenzenlose Kommunikation " mühelos
, während wir ab 2009 an Automaten und Eingangskontrollen biometrisch
identifiziert werden ; Strom kommt 2015 aus den Scheiben , Biotechnik begrünt
die Wüsten , forstet die Regenwälder auf und sorgt für ausreichende Nahrung ,
unsere Häuser sind intelligent und flexibel , sogar der Wetterbericht wird
verläßlicher durch Satellitendaten . Auf Biochips können wir ab 2020 noch viel
mehr Daten speichern . " Aufatmen bei Wirtschaftslenkern und Politikern ! "
Übrigens meinen die Experten auch , daß die Lösung des Problems der
Arbeitslosigkeit nicht an den Kostenstrukturen und der staatlichen
Überregulierung liegt . " Schwarzmalen gilt nicht - anpacken ist angesagt . "
Keine Spur im Web Wer sich davor schützen will , daß seine Spuren beim Surfen im
Web verfolgt , seine Emails gelesen werden oder seine Postings in Newsgroups auf
ihn zurückverfolgbar sind , für den bietet Zero Knowledge Systems aus Montreal
angeblich garantierte Anonymität mit dem Programm Freedom 1.0 an . Der Witz
besteht darin , daß alles , was ins Internet geht , einschließlich der Adresse
des Mail-Senders und des Empfängers , mehrfach von mehreren zufällig
angesteuerten Servern des Freedom Netzwerks verschlüsselt wird , die dazu von
Providern , Organisationen und Einzelpersonen aus verschiedenen Ländern zur
Verfügung gestellt werden . Dadurch werden die Pakete nicht nur anonymisiert ,
sondern sie können auch nicht zurückverfolgt werden , da keiner der Server und
Betreiber weiß , wohin die Pakete gehen oder woher sie kommen . Mit Freedom
lassen sich auch mehrere digitale Pseudonyme für verschiedene Zwecke erzeugen ,
die man unabhängig voneinander verwalten und mit verschiedenen Emailadressen und
anderen Angaben versehen kann . Mehr in Telepolis : Zero Knowledge . Echelon :
Grüne wollen im Europäischen Parlament einen Untersuchungsausschuss In einer
Anhörung zum Thema " Die europäische Union und der Datenschutz " Ende Februar
vor dem Europäischen Parlament hatte Duncan Campbell seinen Bericht über Echelon
vorgestellt ( siehe Die Echelon-Debatte geht jetzt erst richtig los ) . Die
französische Regierung hat als Konsequenz eine Kommission zur Überprüfung der
Vorwürfe eingesetzt , und die Grünen im Europaparlament forderten daraufhin die
Einrichtung eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses , um den
Behauptungen nachzugehen , die USA würden mit dem Echelon-System
Industriespionage zugunsten amerikanischer Unternehmen betreiben . Angeblich
haben die Grünen bereits die Zustimmung von 130 Abgeordneten erreicht . Für die
Einrichtung eines Untersuchungsausschusses ist allerdings die Zustimmung von 160
der insgesamt 626 Abgeordneten notwendig . " Es ist schockierend , dass die USA
und ihre Verbündeten nach dem Kalten Krieg ihre Hightech-Lauschsysteme gegen die
Mitgliedsstaaten der EU gerichtet haben . " Am 16. März hatten schließlich 393
Abgeordnete bei 38 Gegenstimmen und 76 Enthaltungen eine Entschließung gebilligt
, die eine kohärente und konsistente Menschenrechtspolitik der EU fordert und
den Europäischen Rat aufruft , dafür eine gemeinsame Strategie zu entwickeln .
Der Ex-CIA-Direktor James Woolsey ist im Rahmen einer Pressekonferenz bereits am
7. März den Vorwürfen der Europäer entgegengetreten . Die amerikanischen
Geheimdienste würden zwar auch Unternehmen belauschen , aber lediglich aus dem
Grund , um gegen die in Europa herrschendende Kultur der Bestechung vorzugehen .
Das wäre auch schon deswegen sinnlos , so Woolsey , weil die Amerikaner
technisch sowieso überlegen seien , dass sie kaum von Europa profitieren könnten
. Damit suchte er plausibel zu machen , warum keine Wirtschaftsspionage von
amerikanischen Geheimdiensten betrieben werde . Offenbar fanden seine
Ausführungen Gefallen , denn jetzt durfte er sie noch einmal in Form eines
Artikels am 17. März für das Wall Street Journal ausbreiten , um zu erklären ,
was der Grund für die ganze Aufgeregtheit sei : Aber man frage in Europa nicht
nach den Gründen , denn der Vorwurf einer Wirtschaftsspionage sei absurd :
Solange Europa eine verfehlte dirigistische Wirtschaftspolitik betreibe , seien
die europäischen Unternehmen den amerikanischen unterlegen und müssten als
Kompensation zur Bestechung greifen . " Und dann müssten wir sie auch nicht mehr
ausspionieren . " Mehr in Telepolis : Indisches Online-Magazin löst
Regierungskrise aus Unter dem Codenamen Operation West End führte die
Online-Zeitung Tehelka acht Monate lang eine verdeckte Operation durch : Zwei
Reporter gaben sich als Vertreter einer fiktiven britischen Firma namens West
End aus , die Nachtsichtgeräte verkauft . Sie versuchten in Kontakt mit den
Entscheidungsträgern im Verteidigungsministerium zu kommen , denen sie
Bestechungsgelder anboten . Zu ihrem eigenen Erstaunen gelang ihnen das sehr
schnell . Im Zentrum des Skandals steht der inzwischen zurückgetretene Präsident
der BJP Bangaru Laxman . Er wurde gefilmt , wie er Bestechungsgeld in Höhe von
100.000 Rupee ( 2390 Mark ) annahm . Die indische Regierungspartei BJP war an
die Macht gekommen , weil sie sich das Image einer unverbrauchten ,
nationalistischen und sauberen Partei geben konnte . Neben anderen
Regierungsmitgliedern und Militärs hat es auch den Verteidigungsminister George
Fernandes mittlerweile erwischt . Es wurden bereits Forderungen nach dem
Rücktritt des Premierministers Atal Bihari Vajpayee laut . Tarun J. Tejpal , der
Chefredakteur von Tehelka.com , schreibt in einem Editorial zu der Affäre , die
Operation West End sei die ultimative Anklage gegen die indische Regierung und
ihre Ethik . In einem anderen Magazin wird er mit den Worten zitiert , es sei
endlich an der Zeit , dass indische Medien nicht einfach nur die
Presseerklärungen der Regierung veröffentlichten . Mehr in Telepolis :
Online-Magazin enthüllt Bestechlichkeit von indischen Regierungsmitglieder .
Besserer Datenschutz bei der Strafverfolgung In einer Entschließung zur Regelung
der Datenverarbeitung im Rahmen der polizeilichen und justiziellen
Zusammenarbeit in der Union will der Europäische Rat jetzt übergeordnete
Datenschutz-Grundsätze für die Strafverfolgung sichern . Die Entschließung
befindet sich noch in der Abstimmungsphase ; einen entsprechenden Entwurf , der
Telepolis vorliegt , hat die Gruppe " Informationssysteme und Datenschutz " des
Rates Anfang März diskutiert . Momentan prüft der Ratsvorsitz die Stellungnahmen
der Landesdelegationen . Europol , das Rechtshilfeabkommen oder das
Zollinformationssystem haben die Möglichkeiten zur Erfassung , Speicherung und
Verarbeitung personenbezogener Daten über nationale Grenzen hinweg stark
erweitert . Geregelt werden sollen mit dem Papier die Befugnisse zum
Datensammeln der Strafverfolger im Bereich der polizeilichen und justiziellen
Zusammenarbeit , der so genannten " Dritten Säule " der Union . Regeln zur
Verarbeitung von Daten im privatwirtschaftlichen Bereich hat die Europäische
Kommission mit einer entsprechenden Richtlinie bereits 1995 aufgestellt .
Personenbezogene Daten sollen in einer Form , die die Identifizierung der
betroffenen Personen ermöglicht , nicht länger gespeichert werden dürfen als es
für zweckdienliche Maßnahmen erforderlich ist . Doch für Europol , BKA und
andere Polizeibehörden hat das Papier in vielen Fällen nur Empfehlungscharakter
. Das Recht auf Privatsphäre , heißt es etwa in dem Entwurf , kann eingeschränkt
werden , " wenn der Schutz höherrangiger Interessen dies erfordert " . Darunter
fällt vor allem die Effizienz der Strafverfolgung , die durch die Bürgerrechte
nicht behindert werden dürfe . Mehr in Telepolis : Brüssel an Strafverfolger :
Es gibt ein Recht auf Privatsphäre . Die Gelegenheits-Raubkopierer kommen Das
behauptete Douglas Lowenstein von der Interactive Digital Software Association
auf der Game Developers Conference in San Jose . Sinkende Kosten und steigende
Verbreitung von CD-ROM-Brennern sollen nach dem Bericht die neue Gefahr mit sich
bringen . " Jetzt kann jeder zu einem Raubkopierer werden " , sagt Brian Dunn
von der Firma Macrovision , die den Bericht finanziert hatte . Macrovision hat
natürlich ein Interesse an den wunschgemäß auch erhaltenen Ergebnissen des
Berichts über das neue Phänomen der Gelegenheits-Raubkopierer , denn die Firma
stellt Software her , mit der sich das unberechtigte Kopieren verhindern läßt .
Mehr in Telepolis : Software-Industrie warnt vor dem neuen Phänomen der
Gelegenheits-Raubkopierer . Internet Fiesta : Ein Aufruf an die
Linux-Gemeinschaft Vom 19. bis 21.3 findet zum dritten Mal die von der EU
unterstützte Internet Fiesta statt . Sie dient dazu , den Menschen in Europa das
Internet näherzubringen . Für den 21. März schlägt der Däne Claus Sørensen vor ,
daß die europäischen Linux-Gruppen auf besondere Weise die Fiesta zelebrieren
und allen zeigen sollen , wie man in der Linux-Gemeinschaft arbeitet . Da der
Quellcode von Linux öffentlich zugänglich ist und jeder an der Weiterentwicklung
des Programms mitarbeiten kann , soll dasselbe kooperative Arbeitsmodell jetzt
auf ein " geistiges Werk " angewendet werden . Die Idee ist , innerhalb eines
Tages in Teamarbeit ein Buch zu schreiben , das die Darstellung des
gegenwärtigen Stands von Linux in Europa zum Thema hat . Vorgegeben werden soll
dabei überhaupt nichts . Es gibt lediglich eine Website für das European Linux
Yearbook 1999 und eine Mailingliste , in der man sich einschreiben kann , um
sich zu beteiligen . Neue ENFOPOL-Aktion Nachdem der Euro-Ombudsman angeblich
nicht für das Thema Enfopol und die Überwachungspläne der EU zuständig ist , wie
er erklärt hat , richtet sich die neue Aktion von Freedom for Links nun an den
deutschen Innenminister , der angeblich bislang keine einzige Email der ersten
Aktion erhalten haben will . Noch ist die Ratsentschließung zum Thema Enfopol
nicht wirklich der Öffentlichkeit vorgestellt worden . Von offizieller Seite
spielt man Kritik und Befürchtungen herunter , schafft aber keine endgültige
Klarheit über die Absichten . Dieses Mal gehen die Mails nicht an das
Innenministerium , sondern direkt an Schilys Mail-Adresse . In Österreich
richtete die ISPA ( Internet Service Providers Austria ) einen Offenen Brief an
Bundeskanzler Klima . Fitug ( Förderverband Informationstechnik und Gesellschaft
) wandte sich mit einem Offenen Brief an den Ministerrat der Europäischen Union
mit der Aufforderung , die Enfopol-Pläne zurückzustellen , die Vorlage samt
technischer Einzelheiten der Öffentlichkeit zugänglich zu machen , und eine
europaweite Diskussion zu dem Vorhaben anzustoßen . Der österreichische
Infoservice A-Site hat ein ENFOPOL-Forum eingerichtet . China vs. USA : " Wir
sind keine Indianer " Der chinesische Pilot Wang Wei , der am 1. April wegen des
Zusammenstoßes seines Jets mit dem amerikanischen Aufklärungsflugzeug abgestürzt
und seitdem verschollen ist , wurde schon offiziell vom chinesischen Militär zum
Märtyrer erklärt und auch sonst posthum ausgezeichnet . Seit Sonntag kann man
sein virtuelles Grab auf einer Webseite besuchen und dort Blumen niederlegen ,
dem Toten Lieder widmen oder meist weniger mitfühlende Gedanken gegen " die
amerikanischen Imperialisten " hinterlassen . Mittlerweile kamen bereits
Zehntausende von Menschen , um dem Piloten die letzte Ehre zu erweisen . Forum
und das Gästebuch sind derzeit leider " vorübergehend " geschlossen , aber auch
sonst kann man sich einen guten Eindruck über die Stimmungslage der Nation
machen . So schrieb ein Chinese , dass sie ihr Leben opfern werden , wenn das
Vaterland bedroht wird : " Wir sind keine Indianer ! " Wang gilt , wie man des
öfteren lesen kann , als " Held gegen den Kapitalismus " . Milliarden müssten so
gegen die amerikanischen Flugzeuge starten . Gelobt wird sein " Mut gegenüber
dem Reich des Bösen " . Mutwillig und bösartig hätten die Amerikaner das
chinesische Flugzeug zum Absturz gebracht : Mehr in Telepolis : Website des
Innenministeriums gefälscht Wer unwissentlich auf die Webadresse www.bmdi.de
geht , gelangt scheinbar auf die Website des Bundesinnenministeriums .
Allerdings wurde der Besucher auf der Site damit konfrontiert , dass
Bundesinnenminister Schily womöglich nicht nur gegen Nazi-Seiten im Ausland mit
ungewöhnlichen Mitteln vorgehen will , sondern im Zuge seines
Aussteigerprogramms für Neonazis offenbar auch die Aktion des Regisseurs und
Aktions-Künstlers Christoph Schlingensief unterstützt . Inzwischen ist die
Website allerdings praktisch nicht mehr erreichbar . Gestern hatte man eine
Aktion zum Verbot der Schweizerischen Volkspartei gestartet , die wiederum
Schlingensiefs Hamlet-Inszenierung am Schauspielhaus Zürich verbieten will . Bei
dieser sollen während der Premiere am 12. Mai nämlich im Zuge der Integration
echte rechtsradikale Skinheads mitwirken . Natürlich ist die vermeintlich
Beteiligung des deutschen Innenministeriums mitsamt der perfekten Kopie von
dessen Website auf einer anderen .de-Domain eine Provokation . Erstellt wurde
die täuschende Kopie von der Agentur Ubermorgen.com , die auch das Provokative
schätzt ( siehe Schock-Marketing aus dem Netz-Underground ) . Mehr in Telepolis
: Auch das noch . Tony Blair im Internet Wie der britische Regierungschef Tony
Blair bekannt gab , wird er sich am 29.April einem Live-Interview mit dem
Internet stellen . Zugleich wurde die neue Web-Site von Downing Street Nr.10
eingeweiht . Wie bei der Image-bewußten New Labour Regierung kaum anders zu
erwarten , präsentiert sich die neue bunte Web-Site im typischen Cool-Britannia
Design , d. h. in einer Mischung aus Techno-Party-Flyer und Investorenbroschüre
. Allerdings sind noch einige kleine Programmierfehler auszubessern , wie z. B.
bei der Online-Registrierung , die nicht funktionieren wollte , da das Script
stur behauptete , es wären nicht alle Felder ausgefüllt . Um die Bereitschaft
zur Innovation noch zu unterstreichen , wird der Premierminister am 29.April
Fragen aus dem Internet beantworten . Wie The Guardian jedoch lästerte , gehören
Computerkenntnisse nicht gerade zu den Stärken des Regierungschefs , der ein
Modem nicht von einem Chip unterscheiden könne und handgeschriebene Notizen an
seine nächsten Mitarbeiter verteilt . Daher wird Tony Blair nicht wirklich
Fragen live im Internet beantworten - etwa auf einem IRC Channel . Interessierte
Netizens können sich über die Downing Street Web-Site registrieren ( wenn das
Script dann funktioniert ) und per Email Fragen stellen . Niemals um Superlative
verlegen , wird diese Prozedur als " erstes Live-Interview mit einem
Regierungschef in Europa " angekündigt . Auch in Deutschlands Wahlkampf wird das
Internet hoch besetzt . Über die ungeahnte Einigkeit der deutschen Parteien
gegenüber dem Internet berichtet in Telepolis Niels Werber : Die Rolle des
Internet in der Parteipolitik Mit einem Zoo ins All Nach einer Verschiebung um
einen Tag ist am Freitag vom Cape Canaveral die Raumfähre Columbia zu einer
16-tägigen Reise in den Weltraum gestartet . Neben sieben Astronauten fliegt ein
ganzer Zoo von über 2000 Tieren mit , darunter Grillen , trächtige Mäuse ,
Ratten , Fische oder Schnecken . Nachdem der amerikanische Präsident George Bush
die neunziger Jahre zum Jahrzehnt des Gehirns erklärt hatte , dient diese Reise
ins Weltall vor allem der Untersuchung des Gehirns und seiner Reaktion auf
Schwerelosigkeit . Man verspricht sich - oder uns - von den 26 neurologischen
Experimenten auch Erkenntnisse , die für das Leben auf der Erde wichtig sind ,
vor allem aber natürlich darüber , wie Raumflüge sich auf den menschlichen
Körper auswirken . Manche der Probleme von Astronauten wie Schlaflosigkeit ,
Schwindel , Gleichgewichtsstörungen oder ein schwaches Immunsystem haben auch
viele Erdenbewohner . Schließlich soll demnächst das erste Element der
Internationalen Raumstation auf den Weg gebracht werden , und man will
Astronauten auf den Mars schicken , um dort Weltraumkolonien aufzubauen .
Zusätzlich werden die Astronauten mit Nadeln bearbeitet , an Elektroden
angehängt oder in eine Dekompressionskammer gesteckt . Ihr Schlafverhalten wird
überwacht , und sie erhalten erstmals Melatonin anstatt der üblichen
Schlafmittel . Um die Koordination von Auge und Bewegung zu überprüfen , müssen
sie Bälle fangen und ihre Hände in Handschuhe stecken , die mit Sensoren alle
motorischen Bewegungen erfassen . Manche der Tiere werden seziert , um zu
verstehen , wie sich Zellen der Schwerelosigkeit anpassen . Andere sind
verkabelt , um ihre neuronalen Impulse oder ihre Temperatur und ihren Herzschlag
zu messen . Auch die neuronale Plasitizität , also die Bildung neuer
Verbindungen zwischen Neuronen beim Lernen , wird getestet werden . Wenn denn
Menschen irgendwann dank der Forschungen von NeuroLab im Weltraum leben werden ,
stellen sich auch bislang ungelöste Probleme : Wem gehört das Weltall ? .
Genforscher verlassen sich zu sehr auf Computer Im Februar publizierten die
Konkurrenten des durch öffentliche Gelder finanzierten Humangenomprojekts ( HGP
) und das von Craig Venter geleitete Unternehmen Celera ihre Versionen des
kartierten menschlichen Genoms in verschiedenen wissenschaftlichen Publikationen
. Celera hatte das HGP nicht nur mit den schnelleren Sequenzierungsmaschinen in
Bedrängnis gesetzt , sondern auch angekündigt , die Kartierung mit einer anderen
Methode - der so genannten " Schrotschussmethode " - sehr viel schneller leisten
zu können . Dabei wird die DNA in einem Schritt in viele kleine Teile zerlegt ,
die dann parallel analysiert werden . Mit Hilfe von statistischen Verfahren
versuchen die Forscher anschließend , die gefundenen Sequenz-Daten in der
richtigen Reihenfolge zusammenzusetzen . Celera musste schließlich auf die
öffentlich zugänglichen Daten des HGP zur Vervollständigung zurückgreifen ,
woraus Kritiker schlossen , dass durch das Schrotschussverfahren zu viele Fehler
erzeugt werden . Von Drosophila - dem Lieblingstier der Genetiker - sind viele
Gene durch Experimente beschrieben worden : Solche bekannten DNA-Sequenzen
verglichen die Wissenschaftler mit den Sequenzen von Celera . Wie sie jetzt in
Nature ( Vol 411 , 17. Mai 2001 , S. 259 ) schreiben , fanden sie dabei heraus ,
dass 45 Prozent große Unterschiede aufwiesen , die auf Fehler bei der
Interpretation der Daten - der Annotation - oder auf das Fehlen von Daten
zurückgehen . Die Vermutung liegt nahe , dass die Fehlerquote beim menschlichen
Genom ähnlich hoch sein dürfte . Allerdings lasten die Wissenschaftler diese
Mängel nicht nur Celera an , sondern sehen ein allgemeines Problem in den
bioinformatischen Programmen zur Erkennung von Genen . Die Wissenschaftler sagen
, dass die erst wirklich interessante Interpretation der Rohdaten , also die
Annotation der sequenzierten Gene bei Eukaryoten , trotz der mehr als 20
unterschiedlichen Programme , die es derzeit gebe , noch keineswegs zur
Zufriedenheit gelöst sei : " Die Vorhersage , die einzig auf der Grundlage von
statistischen Methoden und der Suche nach Homologien beruht , kann sich als
ungeeignet erweisen , sodass experimentell gewonnene Ergänzungen notwendig
werden . " Es bestehe die Gefahr im Bereich der Genforschung , sich zu sehr auf
die Computer zu verlassen , um Experimente zu vermeiden . Mehr in Telepolis :
Wie viele Gene hat der Mensch ? Kein Demonstrationsrecht im Cyberspace ? Die
Antirassismus-Initiativen " Kein Mensch ist illegal " und " Libertad " haben für
den Tag der Jahreshauptversammlung der Lufthansa am 20. Juni in Berlin zur
Online-Demo gegen die Website der Fluglinie aufgerufen . Die Kampagne , für die
" Online-Protest-Software " zur Automatisierung des virtuellen Sit-ins zur
Verfügung gestellt wird , richtet sich gegen die " jährlich etwa 10.000
Abschiebungen " abgelehnter Asylbewerber , für die das Unternehmen seine
Linienflüge im Auftrag der Bundesregierung zur Verfügung stellt . Dabei war es
bereits zweimal zu Todesfällen gekommen . Einer solchen Demonstration im
virtuellen Raum spricht die Bundesregierung aber ihre Rechtmäßigkeit ab . "
Unser Haus hält es für zweifelhaft , dass sich die Initiatoren auf das
Demonstrationsrecht berufen können " , sagt Maritta Strasser , Sprecherin des
Bundesjustizministeriums . Sollte die Lufthansa Anzeige gegen die Hintermänner
der " aggressiven Initiative " erstatten , wie ein Sprecher des Unternehmens die
Kampagne bezeichnet , würden die Gerichte nach Auffassung des Justizministeriums
aber wahrscheinlich auf den Straftatbestand der Datenveränderung ( § 303a
Strafgesetzbuch ) oder sogar der Computersabotage durch Datenunterdrückung ( §
303b StGB ) erkennen . Voraussetzung sei , dass der Lufthansa-Server wie
beabsichtigt lahm gelegt oder dem Computersystem Schaden zugefügt würde . Wenn
die Website wie geplant am Mittwoch vorübergehend nicht erreichbar sei , werde
die Lufthansa wohl auch zivilrechtlich Schadensersatzansprüche geltend machen
können . Mehr in Telepolis : Online-Demonstrationen sind rechtlich höchst
umstritten . Milde Strafe für israelischen Hacker Relativ glimpflich davon
gekommen ist " Analyzer " oder Ehud Tenenbaum , der 1998 , damals 18 Jahre alt ,
als der Kopf hinter einem zwei Wochen dauerenden Angriff auf viele Rechner des
Pentagon identifiziert wurde . Die Attacke wurde vom FBI als der " bislang am
besten organisierte und systematischste Angriff " bezeichnet - der Angriff
geschah zu der Zeit , als die Krise zwischen den USA und Großbritannien und dem
Irak wegen der Waffeninspektionen auf dem Höhepunkt war . Weil einige Spuren der
Angriffe in den Nahen Osten zurückführten , nahm man im Pentagon an , dass der
Irak dafür verantwortlich sein könnte ( Hacker und der Staat ) . Aus Anlass der
Angriffe wurde das dem FBI angegliederte National Infrastructure Protection
Center ( NIPC ) gegründet und eine konzertierte Aktion mit dem Namen " Solar
Sunrise " gestartet , um die Täter dingfest zu machen . Schon bald stieß man auf
zwei kalifornische Teenager , die in die Computer des Militärs eingedrungen
waren . Den durch " Solar Sunrise " entstandene Medienrummel wollte " Analyzer "
benutzen , um sich selbst als Lehrer der beiden Jugendlichen und als gewieften
Hacker darzustellen . Dadurch konnte der " Pentagon-Hacker " schließlich als
Tenenbaum aus Tel Aviv identifiziert werden . Er wurde unter Hausarrest gestellt
, aber nicht in die USA ausgeliefert , gründete eine Sicherheitsfirma und wurde
1999 nach dem israelischen Gesetz für Computerkriminalität angeklagt . Dafür
muss er nun nach dem Urteil des Gerichts in Tel Aviv ein halbes Jahr unbezahlt
einer gemeinnützigen Tätigkeit nachgehen . Für die amerikanischen
Sicherheitsbehörden gilt " Solar Sunrise " als vorbildliche Aktion . Mehr in
Telepolis : Glimpflicher Ausgang einer Crackerkarriere . Ein anderes Europa ?
Der " alternative Gipfel " in Amsterdam In Amsterdam gab es nicht nur den
offiziellen Gipfel , sondern auch eine ganze Reihe von Protestveranstaltungen
und eine wild entschlossene Polizei . Der EU-Gipfel ist gestern zu Ende gegangen
. Die Regierungschefs der 15 europäischen Staaten haben die Sicherheitszone
Amsterdam wieder verlassen . Der Gipfel tagte in einer allgemeinen Stimmung der
Europamüdigkeit . Daß jeder Regierungschef ein umweltfreundliches Fahrrad
erhielt , sollte möglicherweise eine Geste für den Umweltschutz sein , läßt sich
aber als Zeichen für den Schneckengang der europäischen Einigung betrachten ,
die allmählich zu zerbröseln scheint . Man hatte sich auch das beste Gebäude
ausgesucht , die Nederlandsche Bank , um für die geeignete Symbolik eines Europa
der Banken und der Wirtschaft zu sorgen . Was eine weitere Demokratisierung und
Einigung angeht , wurden keine wesentlichen Fortschritte gemacht . Zu sehr ist
das Europa der Nationen mit allen Egoismen in den Köpfen verankert . Man fordert
alles , ein " anderes , demokratisches , soziales , friedliches , solidarisches
, ökologisches und feministisches Europa " und hat am 17. 6. auch eine
Abschlußerklärung ( http://www.snore.org/different-europe/news/abschluss.html )
veröffentlicht . Europa stehe , weil der Gipfel versagt habe , vor einer
fundamentalen Entscheidung : " Fortsetzung des eingeschlagenen Weges oder
Kurswechsel " . Kritisiert wird vor allem das Fehlen von demokratischen
Prozessen in der EU und deren Beherrschung durch die Elite und die nationalen
Regierungen . Vorgeschlagen wird eine Re-Regulierung der Waren- , Kapital- und
Investitionsflüsse , um eine " nachhaltige Ökonomie " aufzubauen . Das
Schengener Abkommen lehnt man ab . Es soll keine Festung Europa geben , sondern
eine " atomwaffenfreie Zone " in ganz Europa , das offen sein soll " für alle ,
die Zuflucht und Sicherheit suchen " . Zumindest sollten die Europäer ihre
Haltung zu Europa in Volksentscheiden äußern dürfen . Wie das " andere Europa "
über den Gegensatz zur gegenwärtigen EU hinaus aussehen soll , bleibt dunkel .
In der entscheidenden Frage kam es auch innerhalb des " alternativen Gipfels "
zu keiner Einigung . Eine Fraktion will dem Europäischen Parlament mehr Macht
einräumen , andere glauben , daß es am besten sei , die Demokratie durch die
Stärkung demokratischer Entscheidungsprozesse in den nationalen Parlamenten zu
schützen und gegen einen europäischen Bundesstaat zu arbeiten . Daran wird diese
Opposition langfristig zerbrechen . Immerhin demonstrierten am Samstag an die
50000 Menschen für ein sozialeres Europa . Ansonsten war die Opposition in der
Polizeifestung Amsterdam nicht sehr ausgeprägt . Es gab einige kleinere
Veranstaltungen und Demonstrationen . Auch die von Autonomen für den 17.6.
angekündigten Chaos-Tage fielen mehr oder weniger flach . Offensichtlich hatten
die Behörden sich auf die angekündigten Proteste der Autonomen gegen den Gipfel
vorbereitet , indem sie Festnahmen wegen der Beteiligung an einer " kriminellen
Organisation " durchzuführen gedachten . Beteiligte Ausländer sollten über die
Grenze abgeschoben werden . Weiteres über den EU-Gipfel und die EU-Opposition :
Die Ambivalenz der EU-Opposition ( http://www.heise.de/tp/te/1219/fhome.htm )
Bericht aus Amsterdam ( http://www.heise.de/tp/te/1223/fhome.htm ) Mehr zum
anderen Europa : ( http://www.heise.de/tp/te/1224/fhome.htm ) Machtfragen der
Informationsgesellschaft Wissenschaftler , Gewerkschafter , Sozialdemokraten und
Bündnisgrüne erörterten am 12. und 13. Juni auf dem IMD-Kongreß in Frankfurt am
Main die " Machtfragen der Informationsgesellschaft " . Die Teilnehmer
verabschiedeten zum Abschluß der Tagung die wesentlich an
Gewerkschaftspositionen orientierte Frankfurter Erklärung , in der vor allem der
Erhalt sozialer Errungenschaften angesichts der raschen technologischen und
gesellschaftlichen Entwicklung angemahnt wurde . Kritisiert wurde die Politik
von Bundesforschungsminister Jürgen Rüttgers , die den Umbruch zur
Informationsgesellschaft allein im Übergang von der " arbeitnehmerzentrierten
Industriegesellschaft " zur " unternehmerischen Wissensgesellschaft " sehe . Die
damit verbundenen Arbeitsplatzverluste würden erst langfristig durch neue
Arbeitsplätze ersetzt werden können . Gute Aussichten diagnostizierten der
bündnisgrüne Europaabgeordnete Frieder Wolf und der Internetexperte und
Bundestagsabgeordnete der SPD , Jörg Tauss , für ein deutsches
Informationsgesetz nach dem Vorbild des US-amerikanischen " Freedom of
Information Act " . Damit könnten Bürger beispielsweise rechtzeitig Einsicht in
Bauvorhaben und andere amtliche Dokumente erhalten . Christiane
Schulzki-Haddouti Mehr in Telepolis : Die dunkle Seite der
Informationsgesellschaft . Abhören im Internetzeitalter Die US-Regierung hat
zusammen mit der Ankündigung , die Exportkontrollen für alle Kryptoprodukte zu
lockern , so dass sie ohne Genehmigung in die EU und in einige andere Länder
geliefert werden können , gestern auch mitgeteilt , eine einheitliche
gesetzliche Regelung für das Überwachen der Internetkommunikation vorschlagen zu
wollen . Im Wesentlichen sollen dabei dieselben Auflagen für die
Sicherheitsbehörden gelten wie bei der Telefonüberwachung . Beide Vorhaben
dienen , wie John Podesta , Stabschef des Weißen Hauses , in seiner gestrigen
Rede " Assuring Security and Trust in Cyberspace " erklärte , dem Versuch , ein
Gleichgewicht zwischen dem Schutz der Privatsphäre der Computerbenutzer und der
Notwendigkeit herzustellen , den Sicherheitsbehörden das Abhören der
Internetkommunikation zu ermöglichen . Erst letzte Woche hat das vom FBI schon
seit 18 Monaten eingesetzte Lauschsystem Carnivore , das den gesamten
Datenverkehr bei einem Provider nach den Emails eines Verdächtigen durchsucht ,
für Aufregung gesorgt . ACLU hatte gefordert , dass man der Organisation den
Quellcode von Carnivore und anderen Schnüffelprogrammen übergibt , so dass
unabhängig nachgeprüft werden könne , was diese Programme wirklich machen .
Zudem seien die Vorschläge , die auf eine Vereinheitlichung der gesetzlichen
Regelungen zielen , vermutlich sowieso nicht mehr in dieser Legislaturperiode
umzusetzen , da sie in wenigen Wochen zu Ende gehe . Immerhin , so räumt auch
ACLU ein , würde der Vorschlag den Gerichten größere Befugnisse gewähren . Nach
dem Vorschlag muss vor dem Abhören dem Richter das Vorliegen eines Verbrechens
geschildert werden , überdies können die Richter auch das Anlegen von Listen
überprüfen , in denen festgehalten wird , welche Telefonnummern von einem
Anschluss angewählt und wann Gespräche geführt wurden . In einem Notfall
allerdings , also wenn beispielsweise ein " Computerangriff " vorliegt , darf
auch ohne richterliche Genehmigung der Täter zurückverfolgt werden . Wurde ohne
Genehmigung abgehört , sollen die abgefangenen Emails nicht vor Gericht
verwendet werden dürfen , was bislang nur für belauschte (Telefon)Gespräche gilt
. Die Sicherheitsbehörden sollen auch mit einer richterlichen Genehmigung die
Internetkommunikation eines Verdächtigen landesweit abhören können , ohne für
jedes Rechtsgebiet , durch das die Kommunikation geleitet wird , eine gesonderte
Genehmigung erhalten zu müssen . Mehr in Telepolis : Einheitliches Gesetz für
das Abhören der Internetkommunikation . Die Filmindustrie hat einen ersten Sieg
erzielt Code könne für politische oder künstlerische Aussagen benutzt werden ,
aber ihn zur Verletzung des Urheberrechts zu verwenden , sei schlichtweg illegal
. Der Prozess der Motion Picture Association of America gegen Emmanuel Goldstein
bzw. Eric Corley , dem Herausgeber des Magazins 2600 Hacker Quarterly und den
Betreiber der entsprechenden Website 2600.com , gilt ebenso wie der Prozess ,
den die Musikindustrie gegen Napster führt , als entscheidender Schritt für die
Auslegung der Urheberrechte im digitalen Zeitalter . Goldstein wurde wegen der
Verbreitung von DeCSS verklagt , mit dem sich kopiergeschützte DVD-Videos
entschlüsseln lassen , was gegen den Digital Millennium Copyright Act ( DMCA )
verstoße , der 1998 in Kraft getreten ist . Auch in Europa steht ein dem DMCA
vergleichbares Urheberrechtsgesetz an . Wichtigster Punkt der Anklage und
wichtigster Gegenstand des Prozesses ist dabei der Paragraph , der jede "
Umgehung von Kopierschutzmaßnahmen " verbietet . Schon im Januar hatten die
Kläger von Richter Kaplan eine einstweilige Verfügung gegen die Verbreitung von
DeCSS erwirkt , die jetzt von ihm in seinem Urteil noch einmal bekräftigt wurde
. Vermutlich werden die von der Electronic Frontier Foundation finanzierten
Verteidiger in Berufung gehen . Goldstein und seine Verteidiger hatten vor allem
darauf abgezielt , dass Computercode von der Verfassung als " speech " geschützt
sei und daher nicht in seiner Verbreitung eingeschränkt werden dürfe . Die dafür
von der Verteidigung angeführten Argumente bezeichnete der Richter in seinem
Urteil allerdings als " grundlos " . So schrieb er beispielsweise : Kaplan
verglich die Verbreitung von Computercode über das Netz überdies mit einer
Epidemie . Und weil die Verbreitung in Analogie zu einer Epidemie so gefährlich
ist , darf nicht nur das Programm oder der Code nicht zum Herunterladen
veröffentlicht werden , sondern sind nach Meinung des Richters auch Hyperlinks
auf Websites verboten , die dieses Programm anbieten . Für Martin Garbus , einen
Verteidiger von Goldstein , stellt das Urteil eine Bedrohung des freien
Informationsaustausches im Internet dar : Mehr in Telepolis : Computercode ist
ansteckend wie ein Virus . CDU/CSU-Antrag für erweiterte
Überwachungsmöglichkeiten Dazu gehören neben einer Veränderung der
Kronzeugenregelung oder klaren Regeln für verdeckte Ermittler auch eine
Erweiterung der Überwachungsmöglichkeiten in der Telekommunikation .
Handysignale sollen durch eine Veränderung des Paragraphen 100c der
Strafprozessordnung zur Erstellung von Bewegungsprofilen freigegeben werden .
Außerdem votiert die Fraktion dafür , schwer wiegende Computerverbrechen wie
Hochverrat verfolgbar zu machen . Mehr in Telepolis : CDU/CSU beantragt neue
Einschnitte ins Telekommunikationsgeheimnis . Rexrodt : Krypto-TÜV mit
Gütesiegel Auf dem 9. Kongreß des Weltverbandes der Informationswirtschaft " A
Global Framework for Electronic Commerce " äußerte Wirtschaftsminister Günter
Rexrodt gestern scharfe Kritik gegen den von den USA angestrebten staatlichen
Zugriff auf verschlüsselte Nachrichten durch ein Key-Recovery-System . Um
größeres Vertrauen für den Electronic Commerce herzustellen , hat Rexrodt eine
Initiative für " mehr Sicherheitsbewußtsein " gestartet , die Anwender über
Risiken und vor allem die Möglichkeiten , sich zu schützen , informieren soll .
Ein Web-Angebot beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und
eine Hot-Line wurden dazu eingerichtet . Ziel sei es , einen " Krypto-TÜV " mit
einem anerkannten " Gütesiegel " für Produkte zu schaffen . Mehr in Telepolis :
Rexrodt protestiert gegen US-Krypto-Politik . Clintons Video-Aussage wird
Härtetest für das Internet Der Rechtsausschuß des amerikanischen
Abgeordnetenhauses hat heute nun doch beschlossen , die Video-Aufzeichnung der
Aussage von Bill Clinton im Lewinsky-Fall sowie weitere 2800 Seiten aus dem
Beweismaterial des Sonderermittlers Starr zu veröffentlichen . CNN hat bereits
angekündigt , daß das Video ab Montag vormittag im Internet über RealVideo zu
sehen wird . Auch andere große Sender wie Fox , ABC oder BBC haben angekündigt ,
das Video zur Verfügung zu stellen . Man erwartet , daß Datenmengen , so groß
wie noch niemals zuvor , über das Internet fließen , so daß es zu einem
Härtetest für dessen Infrastruktur kommen wird . Mehr in Telepolis : Härtetest
für das Internet . Konvention gegen Cyberkriminalität schießt über das Ziel
hinaus Bis Ende des Jahres will die dafür zuständige Expertengruppe des
Europarats den Text der Konvention gegen Cyberkriminalität unterschriftsreif
fertiggestellt haben . Wenn er von den Ministern gebilligt wird , könnte die
Konvention bereits im nächsten Jahr in Kraft treten . Die Übereinkunft soll
ähnliche internationale Vorhaben im Rahmen der G8-Staaten , der OECD oder der UN
ergänzen und gewährleisten , dass die Gesellschaft vor Cyberkriminalität durch
eine angeglichene Gesetzgebung mit einem " gemeinsamen strafrechtlichen
Mindeststandard " und internationale Kooperation für " effektive und rasche
strafrechtliche Ermittlungen " geschützt wird . Neben den Ländern , die dem
Europarat angehören , wollen auch die USA , Kanada , Japan und Südafrika der
Konvention beitreten . Unter Cyberkriminalität werden in der Konvention die
Tatbestände illegaler Zugriff auf Daten oder Computersysteme , illegales Abhören
, Verändern von Daten , Störung von Systemen und illegale Mittel verstanden .
Strafbar sollen auch der Betrug durch Manipulation von Daten , die Fälschung von
Daten , Herstellung , Verbreitung und Besitz von Kinderpornographie und
Verletzungen des Urheberrechts sein . Sicherheitskräfte müssen einen
rechtsmäßigen Zugang zu Daten haben , die in Computern gespeichert sind . Die
Möglichkeit des Abhörens muss gewährleistet sein , die Provider müssen
verpflichtet werden , mit technischen Mitteln die " Inhaltsdaten von bestimmten
Kommunikationen , die vermittels eines Computersystems übertragen werden " zu
speichern und ein Abhören in Echtzeit zu ermöglichen oder mit den zuständigen
Behörden zu diesen Zwecken zusammen zu arbeiten . Besonders wendet man sich
gegen die Verpflichtung der Internetprovider , die Nutzungsdaten ihrer Kunden
speichern zu müssen . Das gefährde die Privatsphäre und die Menschenrechte der
Internetnutzer und verstoße gegen die EU-Datenschutzrichtlinie . Unterzeichnet
wurde der offene Brief den Europarat u. a. von American Civil Liberties Union ,
Center for Democracy and Technology , Computer Professional for Social
Responsibility , Cyber-Rights & Cyber-Liberties , Electronic Frontier Foundation
, FITUG , Internet Society oder Privacy International . Mehr in Telepolis :
Kritik an der Konvention gegen Cyberkriminalität des Europarats . Siehe auch :
Europarat bereitet Cybercrime-Konvention vor und Bundesregierung nimmt Stellung
zu Cybercrime-Abkommen . Insgesamt hätte Y2K jedem amerikanischen Bürger 365
Dollar gekostet . Die aktuellen Schätzungen des Wirtschaftsministeriums sind
sehr viel niedriger als die Kosten , die man früher erwartet hatte . Insgesamt
würde sich der Jahr-2000-Fehler kaum und höchstens kurzfristig auf die
Wirtschaft auswirken . Es könnte lediglich wegen möglicher kleiner Pannen und
der gestiegenen Lagerhaltung zu einem leichten Wirtschaftsrückgang zu Beginn des
Jahres kommen . Andererseits hätte der Jahr-2000-Fehler die Unternehmen dazu
gebracht , sich neue Computersysteme anzuschaffen , was möglicherweise zu einer
Steigerung der Produktivität geführt habe . Da mittlerweile auch die Bevölkerung
weniger Angst vor möglichen Pannen habe , würde sich auch hier die Anschaffung
von Vorräten und Bargeld in Grenzen halten . Mehr in Telepolis : Y2K ohne große
Folgen für die amerikanische Wirtschaft . Internetspektakel NetAid brachte nur
klägliche Spenden ein Das gemeinsam von der UNDP und Cisco organisierte
Spektakel NetAid mit vielen Prominenten , das als " größtes Multimedia-Ereignis
der Geschichte " angekündigt wurde , kann zwar medientechnisch und
aufmerksamkeitsökonomisch als Erfolg verbucht werden , aber die
Spendenbereitschaft der Online-Community war nicht gerade überwältigend . Es kam
zu 2494135 Webstreams der Liveübertragung , von denen über 99 Prozent angeblich
erfolgreich waren . Allerdings war die Qualität der Übertragung für viele doch
kein Genuss , da das briefmarkengroße RealVideo immer wieder einfror sowie Bild
und Ton nicht synchron liefen . 6000 Menschen haben sich seit dem Konzert online
registriert , um ihre Hilfe anzubieten . Mehr in Telepolis : Kampf gegen den
Hunger im Netz . Alta Vista bietet automatische Übersetzung Die meisten
Web-Sites sind in englischer Sprache - und wer nur in deutscher Sprache im Web
etwas veröffentlicht , der schließt die meisten Menschen aus . Man kann eine URL
oder einen Text eingeben . Das System stammt von der französischen Firma Systran
, ist ziemlich schnell und arbeitet gar nicht so schlecht , auch wenn man
natürlich immer wieder auf Überraschungen stößt . Das Übersetzungsergebnis des
vorhergehenden Satzes sieht dann so aus : The system comes from the French
company Systran , is considerable fast and does not operate at all so badly ,
even if one encounters surprises naturally again and again . Der Irak hinter der
Cybermauer Wenn die USA und Großbritannien mit High-Tech-Waffen auf Saddam
Hussein und sein Militär zielen , so treffen sie ein Land , das trotz aller
möglichen militärischen Aufrüstung mit chemischen , biologischen oder nuklearen
Waffen technisch weit zurückliegt . Zumindest was das Internet angeht , ist der
Irak ein Schwarzes Loch . Die einzige offizielle Website der irakischen
Regierung ist die der UN-Vertretung . Während sonst in vielen Krisengebieten die
Menschen über das Internet und Emails den Kontakt mit der Außenwelt halten ,
Informationen erhalten und senden können , ist die irakische Bevölkerung
weitgehend von der Kommunikation abgeschnitten . Nicht einmal die Regierung
nutzt das Internet , um in eigener Sache in den " Medienkrieg " einzusteigen ,
auch wenn sie dafür ausländische Sender wie CNN oder BBC benutzt , die
Live-Bilder von den Angriffen zeigen dürfen . Nur im Ausland haben Iraker und
die irakische Opposition eine Präsenz im Web aufgebaut . Doch anders als etwa
die im Ausland wohnenden chinesischen Dissidenten , die die Filter der Regierung
umgehen und Informationen über Email ins Land schicken , können Iraker keine
Informationen über das Internet empfangen . Mehr in Telepolis : Ein Schwarzes
Loch im Cyberspace . Internetprovider auf Betreiben von eToys.com blockiert Der
Konflikt um den Domainnamen zwischen der schweizerischen Künstlergruppe Etoy.com
und dem Online-Spielehändler eToys.com spitzt sich weiter zu . Ende des letzten
Monats hatte ein Gericht in Los Angeles eine einstweilige Verfügung
ausgesprochen , die es Etoy.com verbietet , weiterhin den Domainnamen zu führen
. Und nachdem RTMark zu einem Internetspiel gegen Etoy.com aufgerufen hatte ,
wozu in Kooperation mit dem Electronic Disturbance Theater auch die Durchführung
eines " virtuellen Sit-ins " gehörte , das den Zugang zur Website von Etoys.com
erschweren sollte , erfolgte jetzt der nächste Schritt . Auf Betreiben von
eToys.com wurde am Freitag zunächst einmal die Website von The Thing für 13
Stunden gesperrt . The Thing ist ein nicht-kommerzieller Internetprovider für
Künstler , der auch die Website des Electronic Disturbance Theater hostet . Nach
dem Start des virtuellen Sit-ins am 15 Dezember hatte sich eToys.com an Verio
Inc. gewandt , die für The Thing die Verbindung mit dem Internet herstellen .
Daraufhin wurde die ganze Website durch einen Filter solange blockiert , bis
Ricardo Dominguez , Mitarbeiter bei The Thing und Mitbetreiber des EDT , dann
offenbar zugestimmt hat , die EDT-Site zu schließen . Mittlerweile haben sich
auch bekannte Internetprominente wie John Perry Barlow oder Douglas Rushkoff in
den Konflikt eingemischt und sich mit Etoy.com solidarisch erklärt . Die
Künstlergruppe hatte den Domainnamen schon zwei Jahre , bevor eToys.com
gegründet wurde , registriert . Mehr in Telepolis : Protestsite vom Netz
genommen . Klagen gegen US-Filtergesetz für Schulen und Bibliotheken Im Dezember
trat in den USA der Children's Internet Protection Act ( H. R. 4600 ) in Kraft ,
der staatliche Schulen und Bibliotheken dazu zwingt , wenn sie öffentliche
Gelder erhalten , den Internetzugang zu filtern . Drei Organisationen wollen vor
Gericht ziehen , um zu klären , ob dieses Gesetz verfassungskonform ist . Die
Bürgerrechtsorganisation ACLU hat angekündigt , vermutlich in Philadelphia vor
Gericht zu ziehen . Hier hatte die Organisation bereits erfolgreich gegen den
Communications Decency Act sowie den Children's Online Protection Act
prozessiert . Zunächst unabhängig von ACLU will auch der Verband der
US-Bibliothekare ALA das Filtergesetz vor Gericht überprüfen lassen . Und
vermutlich wird es eine weitere Klage von der Bürgerrechtsorganisation People
for the American Way Foundation geben . Das Gesetz verstößt nach Ansicht der
Kritiker gegen die Verfassung , da es die Meinungsfreiheit einschränke . Die
Institutionen können selbst entscheiden , welches Programm sie für diesen Zweck
wählen . Allerdings dürfen die Bibliothekare die Filter ausschalten , wenn
Erwachsene an die Geräte gehen . Das Problem bei Filtern ist bekanntlich , dass
immer auch Seiten gesperrt werden ( overblocking ) , die gar keine
entsprechenden Bilder enthalten . Dadurch aber werde eine unnötige Zensur
ausgeübt . Schlimmer sei , dass die Filterprogramme die Listen der blockierten
Seiten gewissermaßen auf eigenes Gutdünken erstellen . Die Listen der verbotenen
Seiten , so Hansen , müssten daher , um verfassungskonform zu sein , von
Richtern und nicht von Angestellten der Filterproduzenten erstellt werden .
Überdies würden die Listen von den Unternehmen geheim gehalten und es gebe keine
angemessene Möglichkeit , gegen die Sperrung von Seiten in den Listen rechtlich
vorzugehen . Kritiker ebenso wie Befürworter des Gesetzes gehen davon aus , dass
der Rechtsstreit vermutlich erst beim Obersten Verfassungsgericht der USA sein
Ende finden wird . Mehr in Telepolis : Bürgerrechtsorgansiationen ziehen vor das
Gericht . Alta Vista : Patentlizenzierung gegen schwindende Werbeeinahmen Mit
dem eigentlich vorgesehenen Börsengang wurde es nichts bei der tief in roten
Zahlen steckenden Suchmaschine Alta Vista , dafür aber müssen wegen der geringen
Einnahmen nun schon zum dritten Mal in Folge Mitarbeiter entlassen werden . In
einem Interview von Internet World mit David Wetherell , dem CEO von CMGI ,
scheint dieser aber mit einer Möglichkeit zu spielen , die fehlenden Einnahmen
aus der Werbung durch Lizenzierung von Patenten zu kompensieren . Schließlich
sei das ein " großer Markt " - und glücklicherweise habe Alta Vista 38 Patente .
" Wir werden also einige Prozesse erwarten können " , meinte der Interviewer ,
worauf Wetherell antwortetet : " Falls dies erforderlich ist , werden wir sie
nach dem Wortlaut der Gesetze verteidigen . " Bei den Patenten handele es sich
nämlich um grundsätzliche Verfahren , beispielsweise um das Spidern und
Indexieren von Webseiten . Spider , Robots oder Crawler sind Programme einer
Suchmaschine , die über die Hyperlinks von Dokument zu Dokument gehen und diese
durchsuchen und indexieren . Beim Spidern und Indexieren wäre man schnell
gewesen und habe bereits früh den Wert dieses geistigen Eigentums erkannt ,
weswegen " umfassende und tiefreichende und enge Patentanträge " eingereicht und
genehmigt wurden : Das betreffe nicht nur das Web , sondern auch Intranets .
Wenn Alta Vista tatsächlich die Patente geltend machen würde und die
Konkurrenten sich nicht außergerichtlich einigen , könnte es zu einer Vielzahl
von Prozessen kommen - und womöglich das Web verändern , denn die Suchmaschinen
sind und bleiben entscheidende Funktionen . Mehr in Telepolis : Alta Vista hofft
auf seinen Schatz . Newt Gingrich im Silicon Valley Die amerikanischen Politiker
setzen weiter auf ihr ökonomisches Erfolgsmodell und buhlen um die
technologische Elite und die High-Tech-Industrie , die allerdings Washington und
überhaupt staatliche Regulierungen eher als Blockade empfinden . In Washington
soll , so ein Ergebnis , ein Pilotprojekt mit billigen Netzcomputern für die
80000 Schüler und Studenten entstehen , die über keine ausreichenden Mittel
verfügen , sich einen PC zu erwerben . Allein Oracle mit 33000 Mitarbeitern habe
mehr Menschen zu einem Job verholfen als " manche europäische Länder " . Auch
die Strafgefangenen sollen einbezogen werden . Damit steht die USA weltweit an
zweiter Stelle hinter Rußland . Ausführlicher Bericht vom
Telepolis-Korrespondenten Stefan Krempl : Lasst uns die Zukunft heute erfinden !
. Intel plant Krypto-Chips Gestern gaben Intel , mit 85 Prozent Marktanteil der
weltgrößte Chiphersteller , und RSA Data Security während der RSA '99 bekannt ,
daß sie kooperieren werden , um gemeinsam neue Hardware und Software zu
entwickeln und zu vertreiben , die sichere Kommunikation und Transaktionen
ermöglichen . Die Krypto-Chips , die ein schnelleres und vor allem einfacheres
Verschlüsseln von Daten ermöglichen , könnten allerdings von der US-Regierung
nicht gerne gesehen werden , die den Export starker Verschlüsselungsprogramme
mit mehr als 56 Bit verbietet . Allerdings besteht bereits die Möglichkeit ,
stärkere Krypto-Produkte an bestimmte Unternehmen etwa im Versicherungs- oder
Gesundheitssektor in 46 Ländern zu liefern . Hewlett-Packards
128-Bit-VerSecure-Kryptotechnik , die in Hardware eingebettet ist , wurde
ebenfalls gestern zum Verkauf in neun weiteren Ländern freigegeben und ist damit
in 16 Ländern erhältlich . Der Trick dabei ist , daß der Verschlüsselungsgrad
einstellbar ist . 80 Prozent der Internetbenutzer , so HP , könnten jetzt das
Sicherheitsprodukt erwerben . HP hofft , damit eine gemeinsame
Sicherheitsplattform für das Internet zu schaffen . Wegen der
Exportbeschränkungen will auch Intel seine Krypto-Chips für unterschiedliche
Verschlüsselungsstärken reprogrammierbar machen . Mit den Krypto-Chips würden
auch die Daten im Festspeicher verschlüsselt , und sie sind sicherer als
Software . Angeblich will auch Compaq in künftigen PCs Krypto-Technik einbauen .
Zur Zeit findet noch der Wettbewerb von RSA Data Security statt , den Data
Encyption Standard ( DES ) der US-Regierung mit einer 56-Bit-Verschlüsselung zu
knacken . Wer es in weniger als 56 Stunden schafft , erhält einen Preis von
10000 US-Dollar . Der zu entschlüsselnde Code wurde gestern abend bekanntgegeben
. Der Schlüssel 92 2C 68 C4 7A EA DF F2 ergab den Text : Während der 22 Stunden
und 15 Minuten wurden 16,017,142,616,948,736 Schlüssel in einer
durchschnittlichen Geschwindigkeit von 199 Gkeys/sec durchprobiert ( siehe auch
den Bericht in TP ) . RSA Laboratories begann im Januar 1997 mit dem ersten DES
Challenge . Ziel war es zu demonstrieren , daß der von der US-Regierung bereits
1977 eingeführte Data Encyption Standard ( DES ) mit 56-Bit unsicher ist . Am
17. Juli 1998 wurde der Cracker der EEF bereits Sieger im RSA DES-II-2 und
stellte mit weniger als drei Tagen zur Lösung den letzten Rekord von 39 Tagen
durch distributed.net ein . US-Geheimdienst hinkt der IT-Revolution hinterher
Trotz der Vermutungen , die in der Öffentlichkeit vornehmlich über die
Leistungskraft des Echelon-Systems zirkulieren , hört man vom US-Geheimdienst
seit einiger Zeit immer wieder Klagen , dass er technisch zurückfalle . Damit
sollten die Organisationsstruktur und die Informationssysteme so verbessert
werden , dass die Behörde mit den schnellen Veränderungen in der
Telekommunikation und Informationstechnologie wieder besser Schritt halten könne
. Aber Einsparung und Effizienzsteigerung allein genügen offensichtlich nicht .
Inzwischen haben auch die Politiker die Notlage eingesehen . So kam das
Permanent Select Committee on Intelligence am 2. Januar 2001 zu der generellen
Einsicht , dass die Geheimdienste bei den Etatverhandlungen eine höhere
Priorität genießen sollten . Weil es aber nicht schaden kann , warnte
NSA-Direktor Michael Hayden in einem Interview mit dem Fernsehsender CBS letzte
Woche die Politiker , die neue Regierung und die Öffentlichkeit noch einmal : So
wie die Dinge jetzt stünden , falle die NSA gegenüber dem Rest der Welt in
Sachen neuer Computertechnologie zurück . Noch verfüge die NSA über die größte
Sammlung von Supercomputern . Aber seit dem Kalten Krieg hätten sich doch einige
Veränderungen bei der Telekommunikation ergeben , vornehmlich die zunehmende
Verwendung von Kryptographie und die sich verbreitenden Glasfaserkabel . Zudem
mache allein die schiere Menge an Kommunikation mit einer Vielzahl von Geräten
der NSA Schwierigkeiten : " Wir sind kurz davor , nicht mehr mit der globalen
Telekommunikationsrevolution mithalten zu können . " Es sind aber nicht nur die
neuen Technologien , sondern auch die Veränderungen der neuen Zeit , die dem
Geheimdienst zu schaffen machen : Technologisch mussten wir mit einem
oligarchischen , ressourcenarmen , technisch unterlegenen , überbürokratisierten
und langsamen Nationalstaat mithalten . Mehr in Telepolis : EU-Minister billigen
Abhörplan Wie das in Auszügen vorliegende Dokument ENFOPOL Rev 2 beweist , haben
die Innen- und Justizminister der EU die Abhörwünsche der Europolizisten
weitgehend akzeptiert . Ein EU-Ratsbeschluss steht unmittelbar bevor . Ganz
offensichtlich hat die auch als sogenanntes " Tischpapier " bekannte Version
ENFOPOL Rev. 1 , die Telepolis am Tage vor der Sitzung vom 3. 12. 1998 im
Volltext veröffentlichte , Gefallen vor den in Brüssel versammelten Innen- und
Justizminister gefunden . Für GSM-Betreiber bedeuten diese dürren Worte
Investitionen in Millionenhöhe , da die Infrastruktur ihrer Netze dafür nicht
ausgerichtet ist . Sicher ist nur , daß Vertreter der Austrian Internet Service
Providers Association ( ISPA ) am 4. April im österreichischen Innenministerium
gastieren , wobei Gesprächsthema die " technische Umsetzung der
Telekomüberwachung " ist . ( Erich Möchel ) Mehr zu ENFOPOL im Telepolis-Special
. Word macht dicht : Das Sterben der Ezines geht weiter Eine Vielzahl von Ezines
entstanden in den ersten Jahren des Web . Man versprach sich Erfolg durch neue
Inhalte und andere Darstellungsweisen , denn nicht der Printmarkt , sondern das
Netz erschien als die Zukunft des Journalismus . Aber seitdem die Printmedien
mehr und mehr mit eigenen Ausgaben ins Netz drängen und die Einkünfte durch
Werbung weitaus geringer ausfielen als erwartet , müssen immer mehr Ezines ohne
Verankerung in der " wirklichen " Welt dichtmachen , weil sie keinen Profit
abwerfen und als Prestigeobjekte nicht mehr wichtig sind . Für Inhalte im Netz
wollen die meisten Nutzer nichts bezahlen , und die Zeit der kostenlose Angebote
geht mit den milliardenschweren Hoffnungen auf den elektronischen Markt zu Ende
. Andere versuchen , wie seit kurzem das von Microsoft getragene Slate ,
Gebühren zu erheben . Feed konnte nur überleben , weil es vor kurzem eine
überraschende Finanzspritze erhielt . Auch die Web-Angebote von Wired kränkeln .
Der künftige Erfolg oder Mißerfolg der neuen Politik von Slate gilt für viele
als Indiz dafür , ob Ezines mit anspruchsvollerem Inhalt überhaupt im Netz
kommerziell überlebensfähig sein können . 17000 haben , so Michael Kinsley von
Slate , das renommierte Ezine bereits für eine Jahresgebühr von knapp 20
US-Dollar abonniert . Mehr in Telepolis : Neues vom Club der toten Web-Sites und
den Bericht von Howard Rheingold über das Scheitern seines mit Venture Capital
finanzierten Web-Projekts Electric Mind . Die CeBIT und die Politik : Streit um
deutsche Forschungsförderung In seiner Eröffnungsrede zur CeBIT sagte
Bundeskanzler Kohl , daß sich Deutschland in voller Fahrt auf dem Weg ins
Informationszeitalter befinde : " Die Entwicklung zur Informationsgesellschaft
ist verbunden mit neuen Arbeitsplätzen der Zukunft . " In der
Informationswirtschaft ( Datenverarbeitung , Telekommunikation , elektronische
Medien ) seien in Deutschland während der vergangenen zwei Jahre 100.000 neue
Arbeitsplätze entstanden . In diesem Jahr rechne die Regierung mit weiteren
90.000 neuen Stellen . Ähnlich wie in den USA geht es beim beginnenden deutschen
Wahlkampf um die Gunst der boomenden IT-Branche . Die SPD kritisierte anläßlich
der CeBIT-Eröffnung die Forschungsförderung der Regierung . Deutschland sei beim
Produktionswert informationstechnologischer Produkte auf den sechsten Rang
zurückgefallen . Es dürften forschungspolitisch nicht länger " unsinnige
technologische Aufholjagden " gefördert werden . So würden für den Bereich
Mikroelektronik/Hardware doppelt so viele Fördermittel wie für den
zukunftsträchtigeren Softwarebereich zur Verfügung gestellt . Mehr im
Telepolis-Bericht " Unsinnige Aufholjagd " . Pentagon-Hacker in Israel unter
Hausarrest Der 18-jährige Analyzer mit dem bürgerlichen Namen Ehud Tenebaum
wurde mit zwei gleichaltrigen Freunden in Tel Aviv verhört und vorerst unter
Hausarrest gestellt . Die Jugendlichen hätten , so zitiert CNN eine israelische
Polizeisprecherin , die Angriffe nicht zum persönlichen Vorteil gemacht . Die
amerikanischen Behörden betrachten sie als ernsthaft , aber beteuern weiterhin ,
daß die Hacker an keine Geheiminformationen herangekommen seien . Tenebaum hatte
zuvor in einem Interview verkündet , er habe einen Zugang als
Systemadministrator zu über 1000 Servern , aber habe nirgendwo einen Schaden
angerichtet , sondern die Sicherheitslöcher auf diesen geschlossen . Da er sich
aus dem " Hackergeschäft " habe zurückziehen wollen , habe er die beiden
kalifornischen Jugendlichen in seine Geheimnisse eingeweiht , damit sein Wissen
nicht verloren gehe . Dazu siehe auch die Glosse in Telepolis : Die Hacker und
der Staat . Große Verluste durch High-Tech-Diebstahl Geklaut wird überwiegend
während der Auslieferung . Allerdings weist Rand darauf hin , daß im letzten
Jahr 18 große Unternehmen durch zunehmende Sicherheitsmaßnahmen ihre Verluste um
75 Prozent senken konnten . Hätte man die Studie im Jahr 1996 durchgeführt , so
wären die Verlustzahlen nach Meinung der Rand-Forscher mindestens vier Mal höher
ausgefallen . Mehr in Telepolis : Hardware-Diebstahl . Computerprogramm zur
Benotung von Aufsätzen Möglicherweise können Lehrer und Professoren aufatmen :
Amerikanische Wissenschaftler von der University of Colorado und der New Mexico
State University behaupten , sie hätten eine Software entwickelt , mit der sich
Aufsätze oder Klausuren automatisch und " vollkommen konsistent " nach der
Qualität des in ihnen enthaltenen Wissens bewerten lassen . Der
Psychologieprofessor Thomas Landauer , der das System mit entwickelt hat , sagt
, er sei immer wieder überrascht , wie gut es arbeite . Mit einem neuronalen
Netz für eine " latente semantische Analyse " lernt das Programm und kann die
Bedeutung eines Wortes nach seiner Ähnlichkeit oder Entfernung mit anderen
einstufen . Wer also anstatt " Mediziner " " Doktor " schreibt , hat nicht
danebengegriffen . So wird man wirklich zum Vorbild . Auch für Studenten sei das
Programm als Lernhilfe einzusetzen . So konnten Studenten ihre Aufsätze über das
Web einreichen und sofort ihre Beurteilung , aber auch Auskünfte darüber
erhalten , was in ihnen fehlte . Wenn man sie zwischen einem Professor oder dem
Programm wählen ließ , zogen sie das Programm vor . Auch wenn der " Intelligent
Essay Assessor " die Menge des Inhalts nicht nach Worten , sondern nach
Begriffen mißt , scheinen Vielschreiber doch besser zu fahren . Weil das
Programm aber nicht die Grammatik analysiere , könne man auch eine gute Note
erzielen , wenn man in zufälliger Anordnung die richtigen Worte geschrieben habe
. Derartige Aufsätze jedoch markiere das System als ungewöhnlich , damit sie vom
menschlichen Beurteiler noch einmal überprüft werden . Cyberdildonics für den
Internetsex SaferSexPlus bietet Stimulatoren für beide Geschlechter an , die an
den Computer angeschlossen und über das Internet von einem
Telegeschlechtspartner gesteuert werden können . Dabei können die Sexhungrigen ,
die die Intimität auf Distanz schätzen , über das Intimity Friends Network
chatten und sich überdies mit WebCams gegenseitig sehen , wenn sie dies denn
wollen . Das alles erfordert die Kompetenz des Multitasking , die man hier dann
unter verschärften Bedingungen trainieren kann . Die Kooperation mit dem
Videokonferenzdienst von Intimity Friends weist denn schon auf die profitable
Seite hin : Cyberprostitution . Die Software , die zur Telestimulation notwendig
ist , gibt es kostenlos zum Herunterladen . Unabdingbar notwendig ist aber auch
eine sogenannte RCB Box für 99 Dollar . Die Box bringt man auf den Bildschirm an
und verbindet sie mit dem Lustgerät . Die Software erzeugt Lichtmuster auf dem
Bildschirm , die von der Box umgewandelt werden und die Vibratoren aktivieren .
Der Telepartner steuert den Vibrator des anderen mit der Maus . Mehr in
Telepolis : Ferngesteuerte Lust . Noch mehr Liebe Wie zuvor sind auch dieses Mal
nur Windows-Benutzer betroffen . Hat " VBS.NewLove " einen Rechner infiziert ,
versucht er , sich an alle Adressen im Adressbuch von Microsoft Outlook zu
versenden . Im Unterschied zur vorhergehenden Variante wechselt er dabei aber
die Betreffzeile und den Namen des Attachments bei jeder Mail , indem einfach
die Formulierung von Betreffzeilen abgespeicherter Emails verwendet werden . Die
Endung lautet jedoch stets .vbs . Überdies verändert der Wurm bei jeder
Infektion seinen Code , indem er zufällige Codezeilen hinzufügt . Wird das
Attachment geöffnet und der Computer dadurch infiziert , werden viele Dateien
durch andere Dateien mit 0 Bytes ersetzt , also gelöscht . In Israel , Europa
und der US-Westküste wurde der neue Wurm bereits entdeckt . Angeblich wurden
bereits Computer von mehreren Unternehmen infiziert . Einschneidende
Veränderungen durch das Haager Übereinkommen Das " Haager Übereinkommen über die
gerichtliche Zuständigkeit in Zivil- und Handelssachen " soll in den Zeiten des
globalen Handels die gerichtliche Zuständigkeit bei wirtschaftlichen
Streitfällen regeln . Privatpersonen , Organisationen und Firmen können zwar
schon jetzt vor ausländischen Gerichten verklagt werden , aber es ist schwierig
, ausländische Urteile im Heimatland durchzusetzen . Das Übereinkommen würde es
möglich machen , in einem der 47 Vertragsstaaten verklagt zu werden , wobei das
Heimatland des Beklagten das im Ausland ergangene Urteil durchsetzen müsste .
Besonders problematisch wird dieses Abkommen , wenn es auch auf die "
Immaterialgüterrechte " angewendet wird . Beispielsweise beim Austausch von
Software und Musik über das Internet könnte jeder Internetnutzer die Folgen des
Übereinkommens zu spüren bekommen . Die zahlreichen rechtlichen Unterschiede
könnten dazu führen , dass die Kläger jeweils die für sie günstigsten Standorte
suchen . Weil der Vertragsentwurf keine Garantie des Rechts auf freie
Meinungsäußerung vorsieht , könnten US-Bürger etwa eine Einschränkung der
Redefreiheit durch europäische Urheberrechtsansprüche befürchten . Europäer
dagegen müssen damit rechnen , dass sich die amerikanische Praxis der
Patenterteilung durchsetzen wird , da die Gerichte des Landes dafür zuständig
sind , in denen das Patent erteilt wurde . Europäische Länder müssten Urteile
von US-Gerichten dann durchsetzen . Beispielsweise ließe sich so Artikel 52 des
Europäischen Patentübereinkommens , der die Erteilung von Patenten auf Software
" als solche " verbietet , aushebeln . In Deutschland gibt es bisher keine
öffentliche Diskussion über diese geplanten und möglicherweise auch für
Verbraucher sehr einschneidenden Veränderungen . Zwar wurden die englische und
französischen Fassungen des Vertragsentwurfes schon vor längerer Zeit online
zugänglich gemacht , doch in Deutschland hat die Regierung den Vertragsentwurf
bislang lediglich an einige wenige Verbände verschickt . Telepolis hat deshalb
diese deutschsprachige Fassung des Entwurfs online zugänglich gemacht , um auch
hierzulande eine Diskussion zu ermöglichen . ( Peter Mühlbauer ) Mehr in
Telepolis : Muss Deutschland bald amerikanische Copyrightstandards durchsetzen ?
Europäische Strafverfolger fordern noch weitergehende Überwachung Die britische
Organisation Statewatch hat auf ihren Webseiten die Kampagne SOS Europa
gestartet , um vor den Wünschen der europäischen Polizeistellen und
Geheimdienste nach immer weitergehender Überwachung zu warnen . Hinter der
exorbitanten Forderung steht die europäische Arbeitsgruppe für polizeiliche
Zusammenarbeit , besser bekannt unter dem Kürzel Enfopol . Telepolis hatte das
Treiben der jahrelang außerhalb jeglicher Kontrolle agierenden Truppe 1998
aufgedeckt ( Telepolis Special Echelon ) . Der damals geplante " Lauschangriff "
wurde nicht zuletzt aufgrund der von den Telepolis-Berichten ausgelösten
Medienschelte zunächst auf Eis gelegt , beziehungsweise teilweise in das
Europäische Rechtshilfeabkommen eingebaut . Die neuen Enfopol-Dokumente , die
Statewatch teilweise bereits vom zuständigen Rat der Europäischen Union
ausgehändigt bekommen und auf der SOS-Europa-Seite veröffentlicht hat , knüpfen
weitgehend an die alten Leitlinien an . " Kennungen " , zu den die
Europolizisten Zugang haben wollen , umfassen Nutzeradressen , Gerätenummern ,
Passwörter oder Email-Accounts . Im Papier Enfopol 38 vom 24. April , das
Telepolis vorliegt , verdeutlicht die französische Delegation der beim Rat der
EU angesiedelten Polizei-Arbeitsgruppe die Hintergründe der neuen Forderung :
Verbindungsdaten werden darin als " eines der Fundamente der Verfolgung von
Computerverbrechen " bezeichnet . Allein diese technischen Daten könnten
Kriminalbeamte auf die Spur von Cybergangstern oder zur Quelle eines Verbrechens
führen . Ebenfalls erforderlich sei es , " dass eine Lösung für die mit den
verschiedenen Formen der Anonymität im World Wide Web verbundenen Probleme
gefunden werden " . Als Beispiel nennt das Papier Internetcafés , die bereits in
vielen Fällen für Betrügereien genutzt worden seien . Das Beispiel Bombay könnte
einen Weg zeigen , wie derartige Verbrechen verhindert werden können : In der
indischen Großstadt soll das Surfen in öffentlichen Internetcafés bald nur noch
mit Ausweis möglich sein ( Ausweise für Internetcafes ) . Harald Summa ,
Geschäftsführer des Verbands der deutschen Internet-Wirtschaft eco hält die
Planung angesichts der anfallenden Speichermengen für " vollkommen unmöglich " .
Mehr in Telepolis : Europäische Strafverfolger fordern die totale
Telekommunikations-Überwachung . Richard Stallman wird durch Preis geehrt
Während der achten International World Wide Web Conference in Toronto wurde dem
Gründer und Präsidenten der Free Software Foundation Richard Stallman
überraschenderweise der Yuri Rubinsky Memorial Award in Höhe von 10000 Dollar
verliehen . Richard Stallman , auf dessen GNU-Projekt Linux aufbaut , kämpft
seit vielen Jahren für freie Software und gegen die großen Konzerne , die
Programme durch Patente und Copyright sichern . Zu den Geldgebern des
Yuri-Preises , der einer Persönlichkeit verliehen wird , deren lebenslange
Arbeit der Pflege und dem Aufbau der globalen Informationsinfrastruktur gewidmet
war , gehören unter anderen Microsoft und Sun . Stallman engagiert sich derzeit
auch gegen die von der EU geplante neue Gesetzgebung , die eine umfassende
Patentierung von Software erlauben wird . Eine solche Patentierung von Software
, die bislang nur in den USA und seit kurzem auch in Japan möglich ist , werde "
für die freie Software zerstörerisch sein und schlecht für jeden , der in Europa
Software entwickeln will . " Mehr in Telepolis : Ein Gespräch mit Richard
Stallman und Opposition zur Patentierung von Software in der EU . EFF gegen
SDMI-Pläne der Musikindustrie Die großen Plattenlabels , die 90 Prozent der
Musik weltweit vertreiben , wollen laut EFF anstreben , daß mit ihrem
geschlossenen Standard keine Geräte oder Programme kompatibel sind , die ein
freies Herunterladen und Abspielen von Musik ermöglichen . Die EFF will sich
nicht prinzipiell gegen Systeme aussprechen , die den Vertrieb über das Internet
sicherstellen und eine automatische Bezahlungsform ermöglichen , aber verhindert
werden sollen Vertriebsmethoden , die freie Formate behindern oder gar
unterbinden . Der Musiker sowie einstmaliger VR-Pionier Jaron Lanier will
hingegen eine Musikerorganisation gründen . Sie soll gleichfalls gegen die
Selbstbehauptungsstrategien der Musikindustrie antreten und neue
Vermarktungsmodelle propagieren , die auf der Möglichkeit des freien
Herunterladens von Songs im Web basieren . Mehr in Telepolis : Ohne offenes
Format keine Redefreiheit . Viren kommen teuer " Kosten und Zeit , die wegen
Viren aufgewendet werden müssen , werden weiterhin zunehmen , und die Situation
wird sich erst einmal verschlimmern , bevor sie sich verbessert . " Das
Aussenden von Viren sei eine Form des " Wirtschaftsterrorismus " . Für
Sicherheit werde in den Unternehmen aber noch immer zu wenig gesorgt , doch eine
ausreichende Finanzierung und eine entsprechende Personalausstattung seien
notwendig , um Angriffe auf die Computersysteme zu verhindern .
Kinderfreundliche Browser Zumindest angekündigt hat Heartsoft , ein Hersteller
von Lernsoftware , einen neuen Browser , der angeblich Bilder analysieren kann ,
um Pornographie auszufiltern . Die Bildverarbeitssoftware sei von der NASA und
im Rahmen der Strategic Defensive Initiative entwickelt worden . Die Kinder
haben damit , so Benjamin Shell , Vorstand von Heartsoft , vollen Zugang zum
Netz und können surfen , wohin sie wollen , aber der Browser entfernt die nicht
fürs Kinderauge geeigneten Bilder , ohne harmlose Seiten zu sperren . In Tests
habe sich der Browser bewährt und würde mit einer Genauigkeit von 99,6 Prozent
arbeiten , was zumindest schon skeptisch macht . Unter anderen Routinen würde
die Software , so Shell gegenüber Wired News , nach den Farbtönungen von nackter
Haut suchen . Pornobilder-Scanner wie Perkeo , der vom BKA benutzt wird , gibt
es bereits . Der digitale Beifahrer Das britische Transport Research Laboratory
hat laut New Scientist festgestellt , dass bis zu 30 Prozent der Verkehrsunfälle
von übermüdeten Fahrern verursacht werden . Der " artificial passenger " , auch
AP genannt , sei vorstellbar als " intelligente Präsenz " in der Elektronik des
Armaturenbrettes . Herz des Systems ist ein Gesprächsplaner , der ein
persönliches Profil des Fahrers gespeichert hat . Aktiviert stellt er Fragen wie
: " Wer war deine erste große Liebe ? " Die Antworten des Steuermanns werden von
einem Mikrofon aufgenommen und von einer Spracherkennungssoftware analysiert .
Eine Kamera zeichnet , um die Spracherkennung zu optimieren , zusätzlich die
Lippenbewegungen des Sprechenden auf . Und eine Stimmenanalyse fahndet in den
Antworten des Fahrers nach Zeichen von Müdigkeit wie Verlangsamung des
Redeflusses oder fehlendes Intonieren . Bei prompten und aufgeweckten Antworten
behält der Konversationssimulator einen zivilisierten Plauderton bei , bei
unsinnigen oder langsamen Reaktionen schaltet er auf Durchzug : Ein Fenster wird
geöffnet , eine Sirene wird laut oder der Fahrer bekommt eine Ladung wenig
virtuelles Eiswasser ins Gesicht . Mehr in Telepolis : HALs kleiner ADAC-Freund
Supraleitung auch bei Eisen Nach der großen wissenschaftlichen Aufregung um den
neuen Supraleiter Magnesiumdiborid kommt jetzt aus Japan der Nachweis , dass
Supraleitung und Ferromagnetismus nicht grundsätzlich inkompatibel sind .
Supraleitung bedeutet , dass Materialien unterhalb einer bestimmten so genannten
Sprungtemperatur ihren elektrischen Widerstand vollständig verlieren , das heißt
der Strom kann ohne Widerstand fließen . Dazu müssen die Elektronen ihre
gegenseitige Abstoßung überwinden und sich zu Paaren verbinden . Supraleiter
haben die Fähigkeit , magnetische Felder aus ihrem Innern auszustoßen (
Meißner-Effekt ) . Das bewirkt , dass ein Dauermagnet über einem Supraleiter
schwebt . In nicht-metallischen Materialien können selbst sehr kleine
magnetische Verunreinigungen dafür sorgen , dass die Supraleitfähigkeit erlischt
. Katsuya Shimizu und seine Kollegen von der japanischen Osaka University
berichten nun in der neuesten Ausgabe der Zeitschrift Nature , dass sie erstmals
die Supraleitfähigkeit in Eisen bei sehr niedrigen Temperaturen und hohem Druck
beweisen konnten . Bei Temperaturen unter 2 Kelvin ( -271,15 Grad Celsius ) und
einem Druck zwischen 15 bis 30 GPa wird Eisen zum Supraleiter . Der Übergang in
den supraleitenden Zustand wurde durch den Rückgang des Widerstands und die
Beobachtung des Meißner-Effekts belegt . Mehr in Telepolis : Muss das Modell des
Magnetfelds der Erde überdacht werden ? Indonesiens Computersysteme sollen
lahmgelegt werden In Osttimor , wo man sich unter blutigen Konflikten auf den
von der UN beobachteten Volksentscheid am 30. August über die Unabhängigkeit von
Indonesien oder eine größere Autonomie vorbereitet , wird jetzt gedroht , den
Konflikt auf das Internet auszuweiten . Der Nobelpreisträger Ramos Horta hat
davor gewarnt , dass der Bürgerkrieg erst richtig beginnen werde , wenn der
Volksentscheid nicht nur zur Unabhängigkeit führe und Betrug im Spiele sei . Dem
Sydney Morning Herald berichtete er von dem " verzweifelten und wilden " Plan
einer internationalen Gruppe von Hackern , die Indonesien lahmlegen will , wenn
Indonesien den Volksentscheid zu sabotieren sucht . Mehr als 100 Hacker , meist
Jugendliche aus Europa und den USA , wollen angeblich einen Angriff auf die
Computernetze des Landes durchführen . " Sie haben definitiv die Fähigkeit ,
dies durchzuführen " , sagte er . Horta billige diesen Plan , solange dieser
nicht das Leben von Menschen aufs Spiel setzt , wenn Indonesien Osttimor nicht
die Unabhängigkeit gewähre . Mehr in Telepolis : " Wir werden in ihr
Bankensystem eindringen " . Auch Taiwan und China sprechen von einem " Cyberwar
" . Wir sind zu höflich zu unseren Computern Menschen kritisieren ihre
Mitmenschen eher gegenüber Dritten als im direkten Gespräch . Die Psychologen
Clifford Nass , Youngme Moon und Paul Carney von der Stanford University wollten
herausbekommen , ob wir denselben Umgang auch mit Computern pflegen .
Versuchspersonen mussten auf einem Computer mit einem Textverarbeitungsprogramm
etwas bearbeiten und daraufhin einen Multiple-Choice-Test ausführen . Die
Bewertungen , die auf demselben Computer gemacht wurden , mit denen die
Versuchspersonen auch zuvor gearbeitet hatten , waren signifikant positiver als
diejenigen , die auf einer anderen Maschine oder auf dem Fragebogen gemacht
wurden . " Unsere Versuchspersonen versuchten automatisch und unbewusst , sich
bei den Computern einzuschmeicheln " , interpretiert Nass das Ergebnis . Mehr in
Telepolis . Der Kampf gegen Napster und Co. ist nicht zu gewinnen Für die
Spielehersteller und die Filmstudios befürchten die Marktforscher vorerst
weniger Gefahren . Doch für die Musik- und Buchbranche sehe es mit Tauschbörsen
wie Napster düsterer aus . Verluste entstünden auch dadurch , dass die Künstler
und Autoren nicht mehr die Kanäle der Verlage und Plattenfirmen nutzen , sondern
unabhängig werden und selbst ihre Produkte über das Internet anbieten und
vertreiben - was sich ja bereits andeutet . Unabhängig davon , ob traditionelle
Verleger Napster als gut oder schlecht betrachten , müssen sie sich darauf
konzentrieren , Napster im eigenen Spiel zu schlagen . Die Konsumenten würden
sich keinen Kaufregeln oder einer restriktiven Technik unterwerfen wollen : "
Und es genügt , wenn nur ein Mensch die Sicherheitsmaßnahmen durchbricht und die
Inhalte im Netz weitergibt . " Gerichtsprozesse würden hingegen nur die
Internetbenutzer zu Internetdiensten im Underground wie Gnutella und Freenet
treiben . Mehr in Telepolis : Schwere Verluste für die Buchverlage und die
Musikindustrie prophezeit . Roboter soll Formel-1-Wagen steuern Es wird wohl
noch lange dauern , bis Menschen von Robotern im Fußball besiegt werden , selbst
wenn es bereits die Weltmeisterschaften im Roboterfußball oder auch in anderen
Sportarten gibt . Im Schach sieht dies schon anders aus , was Deep Blue gezeigt
hat . Ein anderer Vorschlag kommt jetzt aus Neuseeland : Dabei geht es den
beiden Initiatoren Kerry Spackman , der Physiker und Mathematiker ist und sich
schon lange mit Robotik , Simulation und Auswertung von Autorennen auch für
Formel 1 Fahrer beschäftigt , und Greg McKeown , der fürs Geschäftliche
zuständig ist , offenbar vornehmlich darum , endlich einmal das große Geld zu
verdienen . Gesucht werden für www.man-v-machine.com erst einmal Geldgeber ,
denen viel Aufmerksamkeit versprochen wird . " Ein wirkliches Auto , ein
wirklicher Roboter auf einer wirklichen Rennstrecke . " AI-Andis Geist müsse in
erster Linie mit ausgefeilten Algorithmen ausgestattet sein , mit denen er
selbständig lernen und diese selbst verbessern kann . Schließlich sind
Rennstrecke und die äußeren Bedingungen bei jedem Rennen anders .
Wissenschaftlich werde man vom Robotikinstitut der University of Auckland
unterstützt . In drei Jahren könne , so Spackmann , der Roboter in den finalen
Kampf ziehen , aber auch schon die Testrennen bei der Vorbereitung ließen sich
ja für Werbung und Erzeugung von Aufmerksamkeit ausnutzen . Mehr in Telepolis :
AI-Andi . 5. Multimediale des ZKM in Karlsruhe eröffnet Die Eröffnung der 5.
Multimediale am Samstag ( 18.9. - 9.11. ) hatte teilweise Volksfestcharakter .
Der Zuspruch des Publikums ist groß . Die Leute stehen über eine Stunde in der
Schlange wie sonst nur bei den Großausstellungen klassischer Malerei . Der
Bedarf an kulturellen Produkten der Technokultur ist offenbar groß , und
Heinrich Klotz und sein Zentrum für Kunst und Medientechnologie (
http://www.zkm.de ) haben bewiesen , daß eine derartige Institution in
Deutschland eine wichtige Funktion erfüllt , die inzwischen auch international
anerkannt wird . Das Konzert der Gruppe Kraftwerk am Samstag Abend war seit
Wochen ausverkauft . Fans waren aus allen Teilen der Republik angereist und
feierten die alten Hits wie Radioaktivität " und Autobahn " . Das neu eröffnete
Museum ist eine alte Munitionsfabrik , die zu einem überdimensionierten Showroom
moderner Künste umfunktioniert wurde . Das Wozu liegt meist im Dunkel . Daneben
gibt es die Welt der Spiele " und den Salon Digital " . Mit
Hochleistungsvideoprojektoren werden von Silicon Graphics in Echtzeit gerenderte
Bilder auf mehrere Wände projiziert . Der Benutzer trägt eine LCD-Shutter-Brille
, die mit der Projektion der stereskopisch berechneten Bilder synchronisiert ist
, so daß eine wirklich gefangennehmende 3D-Illusion entsteht . Mehr in Telepolis
von Wolfgang Neuhaus ( http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/sa/3203/1.html )
Stollmann wirft das Handtuch Wie am Montagvormittag bekannt wurde , hat Jost
Stollmann seine Kandidatur zum Bundeswirtschaftsminister zurückgezogen . An
Stollmanns Stelle soll nun der ehemalige VEBA-Manager Werner Müller ins Kabinett
eintreten . Vermutlich gab die Diskussion um den künftigen Zuschnitt des
Ministeriums den Ausschlag . Oskar Lafontaine beanspruchte für sein
Super-Finanzministerium die Bereiche " Grundsatzfragen der Wirtschaftspolitik "
sowie das Sagen in Fragen der Konjunktursteuerung und der ökonomischen Aspekte
der Europapolitik . Stollmann soll jedoch auf den " Grundsatzfragen " bestanden
haben . Der von Schröder versprochene Zuschlag aus dem
Bundesforschungsministerium um den Bereich " anwendungsorientierte Forschung "
und " IT-Politik " bildete offensichtlich keinen ausreichenden Ersatz . Eine
erste Stellungnahme lief bereits wenige Stunden später von
Noch-CDU-Generalsekretär Peter Hintze ein . In der Bundespressekonferenz um
17.00 Uhr will Stollmann zu seinem Rücktritt Stellung nehmen . Christiane
Schulzki-Haddouti Globales EU-FBI-Überwachungssystem ? Der mit einiger Spannung
erwartete Anschlußbericht der STOA-Kommission von Mitte September für das
EU-Parlament ist seit heute im Netz erhältlich . Das Dokument enthält neben
einer recht allgemein gehaltenen Gesamtschau auf neue Überwachungstechnologien
im Abschnitt 7.4 Brisantes und bis dahin nicht Dokumentiertes . Erstmals wird
ein Abhörnetz mit der Bezeichnung " EU-FBI Global Telecommunications
Surveillance System " einer EU-amtlichen Erwähnung und Evaluierung zugeführt .
Kenntnis habe man von dem System durch die britische Organisation Statewatch
erlangt . Angeblich schließe der Plan zum Aufbau eines solchen gemeinsamen "
transatlantischen " Überwachungssystems die 15 EU-Staaten sowie die USA ,
Australien , Kanada und Neuseeland ein , die neben Großbritannien das
ECHELON-System betreiben sollen . Mehr in Telepolis : Anschlussbericht der
STOA-Kommission veröffentlicht . Patent auf Mensch-Tier-Mischwesen erteilt Ende
1999 hatte das EPA ein Patent erteilt , das sich auch auf menschliche und
tierische Stammzellen zur Züchtung von Chimären erstreckt . Erst Anfang Oktober
hatte Greenpeace einen Patentantrag auf Chimären entdeckt . Wir haben
festgehalten , dass Patent-Ansprüche , die sich mit Verfahren zur Herstellung
menschlicher Embryonen befassen , aus ethischen Gründen nicht gewährbar sind . "
Ein " Mensch-Schwein-Mischwesen könne daher auch nicht patentiert werden . Das
von Greenpeace entdeckte Patent mit der Nr. EP 3800646 der australischen Firma
Amrad erstreckt sich allerdings auch auf die Verwendung von " embryonalen
Stammzellen von Menschen , Mäusen , Vögeln , Schafen , Schweinen , Rindern ,
Ziegen oder Fischen " zur Erzeugung von Chimären . In Deutschland ist dieses
Verfahren wegen des strengen Embryonenschutzgesetzes verboten , nicht aber in
allen anderen EU-Ländern . Gleichwohl sieht Greenpeace in der Gewährung des
Patents einen " bisher einmaligen Vorgang " : " Das EPA missachtet jede ethische
Grenze und belügt die Öffentlichkeit " , kritisiert Christoph Then von
Greenpeace . " Auch dieser Fall zeigt , wie das Amt systematisch gegen geltende
Rechtsgrundlagen verstößt . " Für Greenpeace ist der Fund die Möglichkeit , vor
der Eröffnung der Konferenz zu fordern , dass das Patentamt " in seine Schranken
" gewiesen werden müsse und " Pflanzen , Tiere und Menschen sowie ihre Gene "
nicht patentierbar sein sollen . Solche Patente würden die belebte Natur
entwerten , die Bio-Piraterie unterstützen und zudem für die Genkonzerne zur
Grundlage dienen , " ein Netz von Abhängigkeiten ( aufzubauen ) , dem
Lebensmittelhersteller , Landwirte , Züchter sowie Ärzte und Patienten nur
schwer entgehen können " . Allerdings werden während der Tagung Patente auf
Leben kein Thema sein . Erst vor wenigen Tagen hatte die Zeitschrift Guardian
berichtet , dass die Patentanträge auf Gene schnell zunehmen ( siehe Hamstern
von Genen ) . Mehr in Telepolis : Greenpeace hat wieder einen Coup gelandet .
Ein amerikanischer Rassist auf der Bestsellerliste Als im vergangenen Jahr das
Simon-Wiesenthal-Center sich beschwerte , dass Hitlers " Mein Kampf " über den
Internetbuchhandel auch nach Deutschland geliefert werden könne , schaltete sich
gleich das Justizministerium ein . Amazon und www.barnesandnoble.com
entschlossen sich , das Buch nicht mehr nach Deutschland zu liefern . Bei
www.mightywords.com , das zu Barnesandnobles.com und damit auch zu Bertelsmann
gehört , gibt es ein Buch zum Herunterladen , in dem der weiße Nationalist ,
Rassist und Hitlerverehrer William Pierce seine Gedanken außerhalb der rechten
Szene unkritisiert vortragen darf : " The Fame of A Dead Man's Deeds : An
Up-Close Portrait of White Nationalist William Pierce . " Pierce ist seit 1974
Führer der National Alliance , einer radikalen rassistischen Organisation , die
von der Anti-Defamation League als die gefährlichste Hassgruppe bezeichnet wurde
. Verknüpfungen gibt es auch mit der NPD . Dass Pierce das Buch gefällt , kann
man schon daraus ableiten , dass er es auf seiner Website anpreist und einen
Link auf Mightywords gelegt hat . Bei dem Bertelsmann-Ableger wiederum wirbt man
für das Buch damit , dass Pierce wahrscheinlich den Bombenanschlag von Oklahoma
inspiriert habe und seine Organisation eben als die gefährlichste rassistische
Gruppe gelte . Das steigert womöglich den Umsatz , zumindest ist das Buch bis
heute auf Platz 1 der Bestenliste von Mightywords ( was quantitativ freilich
nicht viel bedeuten muss ) . Der Autor des Buches , Pädagogikprofessor Robert
Griffin von der University of Vermont , sagt , er habe über Pierce aus der
Perspektive einer " Kulturanthropologie " geschrieben - was schlicht heißt ,
dass es keine kritische Würdigung gibt und der rassistische Physiker ausgiebig
zu Worte kommt und seine Sicht darlegen kann . Griffin hatte für sein Werk viele
Verlage abgeklappert , aber keinen gefunden , der es veröffentlichen wollte .
Dann aber kam er zu Mightywords , wo er lediglich den Text hinaufladen musste .
" Ich musste nicht einmal mit einem Menschen umgehen . " Nötig war lediglich ,
den Preis festzulegen . Die Hälfte der Einnahmen bei jedem Verkauf erhält er als
Autor . Bertelsmann-Vorstandsvorsitzender Thomas Middelhoff sagte noch im Mai ,
ihm sei die aufgeregte Diskussion um die Auslieferung von Hitlers " Mein Kampf "
über den Internetbuchhandel unverständlich . " In Deutschland wird immer schnell
nach Regulierung und Zensur gerufen . " Deutschland solle sich , so sein Rat ,
am Verhalten der Amerikaner orientieren , dort bestimme die Nachfrage das
Angebot , und dort verstehe man die Aufgeregtheit über " Mein Kampf " nicht .
Allerdings tritt Bertelsmann nicht nur als Verteidiger der Meinungsfreiheit auf
, sondern macht sich gleichzeitig auch für die Verwendung von Filtern stark .
Die Zeitschrift Village Voice kommentiert : " Der deutsche Mediengigant
Bertelsmann , der noch immer fieberhaft versucht , die Menschen vergessen zu
lassen , dass er Hitler an die Massen vermarktet hat , verkauft jetzt das von
einem Professor aus Vermont ermöglichte Wiederkäuen der Ideen von Amerikas
bekanntestem lebenden Hitler-Verehrer . " Mehr in Telepolis : Rassist bei
Bertelsmann auf der Bestenliste . Das intelligente Klassenzimmer Jeremy
Cooperstock , der den am 17. 11. eingeweihten " intelligenten elektronischen
Klassenraum " am Centre for Intelligent Machines der kanadischen McGill
University realisiert hat , ist der Überzeugung , dass die
Informationstechnologie zwar verspricht , das Leben zu vereinfachen und uns zu
unterstützen , aber dass die Wirklichkeit ganz anders aussieht . Die modernen
Vorführtechniken machen beispielsweise das Lehren in einem Klassenzimmer
zunehmend komplex und schwierig . Die Lehrer sind überfordert : " Während vor 50
Jahren es die einzige Sorge eines Lehrers war , dass ihm die Kreide ausgehen
könnte , kämpft er nun permanent damit , relativ einfache Aufgaben zu bewältigen
, beispielsweise seinen Computer an den Projektor anzuschließen , auf eine
Videokassette umzuschalten oder sogar die Lichter einzuschalten . " Also hat man
unter anderem ein " verteiltes Kontrollsystem " für ein Klassenzimmer entwickelt
, das automatisch die Technik aufgrund des Verhaltens des Lehrers steuert : "
Wenn sich ein Lehrer beispielsweise in den Klassencomputer einloggt , schließt
das System daraus , dass er mit dem Computer seinen Unterricht halten will und
löscht automatisch die Beleuchtung , schaltet den Projektor an und stellt ihn
auf Computer-Input um . " Zusätzlich ist das " intelligente Klassenzimmer " aber
auch ein Aufnahmestudio , das den gesamten Unterricht audiovisuell aufzeichnet .
Mit einem Trackingalgorithmus verfolgt die Videokamera automatisch alle
Bewegungen des Lehrers . Mehr in Telepolis : Das intelligente Klassenzimmer . Da
mit der Spende auch die Gründung eines Instituts an der University of
Mississippi verbunden ist , an der beide Barksdales studiert hatten , reiht auch
sie sich in die philanthropische Hitparade ein , denn sie gehört zu den größten
Schenkungen , die einer staatlichen Universität je gemacht wurden . Barksdale ,
der ankündigte , sein ganzen Vermögen spenden zu wollen , wurde auf das Problem
des Analpabetismus aufmerksam , weil er für seine Unternehmen nicht genügend
Fachkräfte finden konnte : Und unser zentrales Problem bei der Schulausbildung
der Kinder besteht darin , dass sie nicht lesen können . Mehr in Telepolis :
Kampf dem Analphabetismus . Holland bestätigt Existenz des Lauschsystems Echelon
Die niederländische Regierung bestätigte am Freitag die Existenz des unter dem
Namen Echelon bekannten globalen Überwachungssystems . " Obwohl die holländische
Regierung keine offizielle Bestätigung der Existenz von Echelon von den damit in
Zusammenhang gebrachten Regierungen hat , denkt sie , dass es plausibel ist ,
dass ein solches System existiert " , schrieb die Regierung in einem Brief an
das Parlament . Am Montag hält das Parlament eine öffentliche Sitzung über
Echelon ab . Bislang war offizielle Haltung : Man wisse nicht , ob das System
existiert , die Regierungen , die das bestätigen könnten , würden zu dieser
Affäre keine Stellungnahme abgeben , deshalb mache es auch keinen Sinn , der
Sache weiter nachzugehen . Unter wachsendem Druck durch Veröffentlichungen in
der Presse und nach der Einrichtung eines parlamentarischen Anhörungs-Komitees
kündigte die Regierung vor einem Monat die Veröffentlichung einer formalen
Stellungnahme an . In einem ausführlichem Bericht des Verteidigungsministeriums
bestätigt die Regierung , dass moderne Telekommunikationssysteme leicht abgehört
werden können . " Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen , dass moderne
Kommunikationssysteme geheim und aus großer Distanz abgehört werden können " ,
stellt die Regierung fest . Zu diesen modernen Kommunikationssystemen zählen
Mobilkommunikation , Satellitensysteme , Hochfrequenzkommunikation ,
internationale Telefonsatelliten und Internet-Traffic . Laut der holländischen
Regierung verfügten nicht nur Polizei und Geheimdienste über diese
Abhörmöglichkeiten , sondern auch kriminelle Organisationen , reiche
Privatpersonen und Unternehmen . Neben Echelon gebe es aber auch weitere Systeme
, die über ähnliche Kapazitäten verfügen : " Die Regierung glaubt , dass nicht
nur die mit Echelon assoziierten Länder über diese Abhörmöglichkeiten verfügen ,
sondern dass es sich dabei um eine Praxis von Ermittlungsbehörden und
Geheimdiensten vieler Länder mit Regierungen der verschiedensten politischen
Ausrichtungen handelt . " Mehr in Telepolis : Holländische Regierung gibt
Existenz von Echelon zu . WIPO rügt Deutsche Welle wegen Reverse Domain
Hijacking Die Deutsche Welle hat zwar schon gut an die zwanzig Domainnamen ,
gleichwohl wollte der Rundfunksender aus " sportiven " Gründen die Adresse
dw.com , die seit 1994 der amerikanischen Softwarefirma Diamond Ware gehört .
Guido Baumhauser , Online-Chef der Deutschen Welle , rief das internationale
Domain-Schiedsgericht bei der WIPO an , denn schließlich hat die Deutsche Welle
ja ihre Marke weltweit eingetragen - zwei Buchstaben mit einer Art Bumerang
darunter . Auch die Domain besaß man schon vor der Markeneintragung der
Deutschen Welle , hatte von der also gar nichts wissen und schon gar nicht
dw.com bösartig als Domaingrabber registrieren können , um sie später zu
verkaufen , so wie die Deutsche Welle behauptete . Das WIPO-Panel entschied
daher , dass zwar durchaus Bösartigkeit ( bad faith ) vorhanden sei - aber nicht
auf der Seite von Diamond Ware , sondern ganz im Gegenteil bei der Deutschen
Welle . Zwei von drei Jurymitgliedern entschieden auf Reverse Domain Hijacking .
Mehr in Telepolis : Gerne werden Domainstreits über das Markenrecht ausgetragen
. ( Wolf-Dieter Roth ) T-Online wächst weiter Der Internet-Provider T-Online
konnte auch 1997 in Deutschland gegenüber den Konkurrenten seine
Marktführerschaft behaupten . Laut einer Pressemitteilung der Telekom wurden im
letzten Jahr 550000 neue Nutzer gewonnen , was ein " Rekordwachstum " von 40
Prozent ergebe . Vor allem das Online-Banking habe besonders stark zugenommen .
Fast doppelt soviele Bankkonten als 1996 , nämlich 3,5 Millionen , werden über
T-Online geführt . Im Onlinebanking sei T-Online damit , so die Pressemitteilung
, weltweit die Nummer eins . Eine Glosse über T-Online finden Sie in Telepolis :
Die Welt ist groß - und T-Online auch Frankreich gibt 128-Bit-Schlüssel frei
Gleichzeitig werde es nicht mehr wie bislang notwendig sein , einen Schlüssel
für die Sicherheitskräfte zu hinterlegen . Durch neue gesetzliche Regelungen
soll aber die Verpflichtung bestehen , den Klartext von verschlüsselten
Dokumenten den Sicherheitsbehörden zu übermitteln , wenn sie dies verlangen .
Die Veränderung der bestehenden Gesetze werde noch einige Monate benötigen . Das
größte Hindernis , das den Bürgern beim Schutz der Vertraulichkeit ihrer
Kommunikation und dem Fortschritt des E-Commerce im Wege stehe , soll aber
sofort beseitigt werden . Mehr zum Thema in Telepolis : Frankreich auf dem Weg
in die Informationsgesellschaft . EU will gegen Betrug bei bargeldlosem Zahlen
vorgehen Nach einem Bericht der Europäischen Kommission hat der Betrug mit
Kreditkarten in den vergangenen Jahren stark zugenommen . Allein im Jahr 2000
seien die Betrugsfälle um 50 Prozent angestiegen , die vornehmlich im Internet
und über das Telefon durchgeführt wurden . Die Kommission will jetzt mit einem
Aktionsplan für ein " kohärentes globales Konzept " dagegen vorgehen . Dies
entspräche etwa 0,07 Prozent des Umsatzes in der Industrie . Im
grenzüberschreitenden Verkehr sei Betrug häufiger als bei inländischen
Transaktionen . Das untergrabe die Effizienz des EU-Binnenmarkts , schmälere das
Vertrauen der Menschen in grenzübergreifende Zahlungssysteme und gefährde die
weitere Entfaltung des E-Commerce . Bislang sei man innerhalb des inländischen
Zahlungsverkehrs dagegen vorgegangen , aber " angesichts der Größenordnung des
grenzübergreifenden Betrugs " werde eine Zusammenarbeit auf europäischer und
globaler Ebene notwendig : Sie haben wiederholt bewiesen , dass sie jede
Schwachstelle im System auszunutzen verstehen . Primär sei die Bekämpfung des
Problems zwar die Aufgabe der Wirtschaft , aber die Kommission will mit dem
Aktionsplan , der bis 2003 laufen soll , einen wichtigen Beitrag dazu leisten .
Dabei soll die Zusammenarbeit verstärkt und eine Expertengruppe auf EU-Ebene
eingerichtet werden . Überdies will die Kommission eine EU-weite , zumindest
aber eine in den jeweiligen Ländern einheitliche Telefonnummer zur Meldung von
Verlust oder Betrug bei Kreditkarten einführen . Auch eine Website , die über
alles informiert , was mit der Betrugsbekämpfung zusammenhängt , soll die
Situation für die Nutzer verbessern . Mittels einer geplanten Studie möchte die
Kommission die Sicherheit der Zahlungsmittel und -systeme erhöhen und zur
Ermittlung und Verfolgung der Betrügereien die Zusammenarbeit zwischen der
Zahlungsverkehrsbranche und den Polizeibehörden fördern . Dazu könne etwa ein
einheitliches Format für den grenzüberschreitenden Informationsaustausch
dienlich sein . Neben vorbeugenden Maßnahmen , die in der EU eingeführt werden
können , müsste auch Sorge dafür getragen werden , dass Straftäter nicht vom
Ausland aus arbeiten , heißt es in Brüssel . Daher müsse auch die Zusammenarbeit
mit Drittländern verstärkt werden . Bio-Tech zieht in Chips ein Israelische
Wissenschaftler vom Technion-Israel Institute of Technologie haben eine
möglicherweise bahnbrechende Innovation entwickelt , um Chips wesentlich kleiner
und schneller zu machen . Durch Anlagerung von Silberatomen stellten sie dann
einen extrem dünnen und Elektrizität leitenden Draht von 100 Nanometern Breite
her , der drei Mal so dünn ist wie die feinsten Verbindungen , die man heute
machen kann . Die Wissenschaftler glauben , daß mit dieser Technik irgendwann
auch Drähte mit einem " Umfang " von nur einem Nanometer ( 0,000000001 m )
herstellbar wären . Da die herkömmliche Technik zur Produktion von Chips an das
Ende der Miniaturisierungsmöglichkeiten gestoßen sei , sind nach Ansicht der
Wissenschaftler zur weiteren Miniaturisierung der Elektronik Materialien
notwendig , die sich selbst zusammenfügen . " Wir brauchen Moleküle , in die wir
Informationen enkodieren können , die sie später veranlassen , sich zu komplexen
Strukturen zusammenzufügen " , sagt Dr. Uri Silvan , ein Mitglied des Teams .
Das eben sei eine Eigenschaft der DNS . Wenn es gelänge , mit der Hilfe von DNS
funktionstüchtige Schaltkreise herzustellen , zieht die Biotechnologie in die
Computerindustrie ein . Ein Virus als Propagandamittel Ein großen Schaden hat
ein neuer Computerwurm mit dem Namen " Injustice " noch nicht angerichtet .
Antiviren-Firmen haben ihn mit mitlerer Gefährlichkeit eingestuft . Bei Mails ,
die den Wurm mit bringen , steht auf der Adresszeile " RE:Injustice " .
Wahrscheinlich ist es der erste Wurm , dessen Hersteller genuin politisch
motiviert ist . Öffnet man unvorsichtigerweise den Anhang , so werden die Daten
auf der eigenen Festplatte nicht beschädigt . Doch sucht der Wurm 50
Emailadressen aus dem Adressbuch des Programms Microsoft Outlook und schickt
sich so weiter . Dasselbe geschieht mit 25 Emailadressen der israelischen
Regierung . Darüberhinaus öffnet er sechs Fenster des Internet Explorers mit
palästinensischen Websites , darunter eine , die eine Petition für eine
internationale Schutztruppe enthält . Auf dem Bildschirm taucht dieser Text auf
: Das ist ein harmloser Virus . Er wird Ihrem System nichts tun . Der Versender
des Wurms entschuldigt sich mehrmals und will offenbar seine Botschaft möglichst
so verbreiten , dass die Stimmung nicht gegen die Sache , der sie dienen soll ,
zurückschlägt . Ob allerdings ein Wurm als Mittel der massenhaften Verbreitung
von politischer Propaganda tatsächlich geeignet ist , Solidarität zu bewirken ,
ist doch sehr fraglich . Mehr in Telepolis : Ein Virus mit mehrfachen
Entschuldigungen . Network Associates umgeht Exportverbot für PGP 5.5 Starke
Verschlüsselungsprogramme dürfen nicht aus den USA exportiert werden , wenn sie
der Regierung keine Hintertür lassen , aber es gibt immer Wege , solche Verbote
zu umgehen . Jetzt bietet auch Network Associates die 128 Bit PGP 5.5 Version
über Umwege in Holland an . Das Buch wurde ohne Beteiligung von Angestellten der
Firma nach Europa gebracht . Die norwegische International PGP Users Group hat
den Code gescannt und zum Download auf ihre Site gesetzt . Dort konnte wiederum
die holländische Niederlassung cnlab Software ihn sich holen und will ihn jetzt
international zum Verkauf anbieten - ohne Verletzung der amerikanischen Gesetze
. Zur amerikanischen Kryptopolitik siehe auch in Telepolis : Lenkt die
US-Regierung im Kryptostreit ein ? Ganze Bücher sollen nicht digitalisiert
werden Zwar soll demnächst eine neue Website eröffnet werden , um , wie
Billington ankündigte , " eines der frühesten Versprechen des Internet " zu
realisieren : " Die Library of Congress jedem Jungen und jedem Mädchen
unabhängig davon , wo er oder sie lebt , mit einem Tastendruck verfügbar zu
machen . " Aber hier sollen nicht ganze Bücher , sondern wenig benutzte
Dokumente wie Karten oder Tonaufzeichnungen veröffentlicht werden : " Wir
besitzen so viele Dokumente in speziellen Formaten , die noch nie jemand gesehen
hat . " Und diese der Öffentlichkeit über das Internet zur Verfügung zu stellen
, sei weitaus wichtiger als ganze Bücher . Die Weigerung , den Bücherbestand zu
digitalisieren , entspringt für ihn aber nicht nur strategischen Überlegungen ,
was man zuerst veröffentlichen sollte , sondern auch einer offenbar tiefen
Abneigung gegenüber dem Internet : " Bislang scheint das Internet weitgehend die
schlimmsten Eigenschaften des Fernsehens mit dessen Neigung zu Sex und Gewalt ,
halbgebildetem Gestammel , verkürzten Aufmerksamkeitsspannen und nahezu völliger
Unterwerfung unter kommerziellen Gesichtspunkten zu erweitern . " Überdies gebe
es einen " Unterschied zwischen dem Wenden von Seiten und Herunterscrollen einer
Webseite " . Ein Buch sollte eine Art der Achtung hervorrufen , während
elektronische Bücher " verführen " und das Internet einsam mache . Mehr in
Telepolis : Nicht alles soll digitalisiert werden . Streit über
Internet-Übertragung der Hinrichtung von McVeigh Timothy McVeigh , der bei dem
Bombenanschlag in Oklahoma 1995 168 Menschen tötete , wird am 16. Mai in Terre
Haute , einem kleinen Städtchen in Indiana , mit einer Giftinjektion
hingerichtet . Das Bezirksgericht hat jetzt die Klage abgewiesen , weil bislang
noch kein Gericht in den USA es einem Sender erlaubt hatte , eine Hinrichtung zu
filmen . Der Verbot sei überdies gerechtfertigt , um die Sensationsgier nicht zu
bedienen . Denn in diesem Fall sei , so heißt es in der Begründung , das Medium
die Botschaft , wie das Gericht Marshall McLuhan zitiert . Gegen das Urteil
legte Entertainment Network wiederum Berufung ein . Zu einem Spektakel wird
diese allerdings auch ohne Live-Bilder , denn bislang haben sich 1400
Journalisten angemeldet , die mit zahlreichen Besuchern und Neugierungen am
Hinrichtungstag in das Städtchen einziehen werden . Bis zu 10 Journalisten
dürfen direkt der Hinrichtung zusehen und sind verpflichtet , ihren Kollegen
alles zu berichten . Fotos oder Filme dürfen jedoch nicht gemacht und
veröffentlicht werden . Angesichts der Bedeutung des Oklahoma-Attentats , das
gegen die gesamte amerikanische Nation gerichtet gewesen sei , hätten nach
Ansicht von Entertainment Network die Bürger ein Recht auf eine öffentliche
Übertragung . Schriftliche Berichte könnten überdies nicht in vollem Umfang das
Ereignis in allen seinen Aspekten wie der Emotionalität , der Wahrhaftigkeit
oder der Wirkung wiedergeben . Das Verbot entspräche einer gegen die Verfassung
verstoßenden inhaltlichen Zensur . Der Richter John Tinder schrieb in seiner
Begründung : " Den Medienangehörigen werden keine wie auch immer gearteten
Beschränkungen für die Berichte über ihre Beobachtungen auferlegt . " Eine "
vorurteilsfreie Kamera " , so argumentiert hingegen Entertainment Network ,
würde aber eine völlig andere Botschaft vermitteln als die Berichte von
Reportern . Überdies seien bis 1936 die meisten Hinrichtungen öffentliche
Ereignisse gewesen . Der Klage von Entertainment Network hatte sich auch
Liveontheweb.com angeschlossen , die bei Genehmigung ebenfalls die Hinrichtung
live über das Netz senden wollten . Auch in Deutschland will sich Absolutfilm an
die Premiere anhängen , wie der Spiegel berichtete . Neben der dadurch erzielten
Aufmerksamkeit , die schon viel Werbegeld wert wäre , wolle man natürlich nur
Gutes : Nämlich zeigen , wie grausam eine Hinrichtung ist , um dadurch zu helfen
, die Todesstrafe abzuschaffen . Rechtliche Probleme in Deutschland sieht Thoma
jedenfalls nicht , die Freiwillige Selbstkontrolle offenbar auch nicht . Da
denkt beispielsweise die nordrhein-westfälische CDU ganz anders . Die
Landtagsfraktion in Düsseldorf forderte inzwischen vom Ministerpräsidenten
Wolfgang Clement den Hinauswurf von Helmut Thoma . Der ehemalige RTL-Chef ist
nämlich nicht nur Medienberater der Landesregierung , sondern auch Vater des
Absolutfilm-Chefs und soll im Beirat des Unternehmens sitzen . Auch die
nordrhein-westfälische Landesmedienanstalt kritisierte die geplante Übertragung
als makaber . Der Fall zeige die Notwendigkeit einer einheitlichen
Medienaufsicht : " Es kann nicht sein , dass im Internet folgenlos bleibt , was
im Fernsehen unzulässig ist " , sagte Sprecher Peter Widlok . Die Medienaufsicht
für den Privatfunk sei für das Internet leider rechtlich nicht zuständig . EU
investiert in Bioinformatik Die bislang größte Förderung der Bioinformatik auf
europäischer Ebene hat jetzt Philippe Busquin , der EU-Kommissar für Forschung ,
dem European Molecular Biology Laboratory ( EMBL ) zugesagt . Vor allem
Sequenzierungsdaten des genetischen Codes von immer mehr Organismen füllen die
Datenbanken auf . Alle paar Sekunden wird eine neue Sequenz hinzugefügt . Alle
acht Monate verdoppelt sich der Umfang der Datenbanken , wobei die
Geschwindigkeit des Datensammelns noch zunehmen wird . Das EBI wird mit den
Geldern der Europäischen Kommission in einem Drei-Jahres-Projekt einerseits die
öffentlich zugänglichen Datenbankenbestände erweitern . Die von DNA- oder
Biochips , mit denen die Aktivität von Tausenden von Genen gleichzeitig gemessen
werden kann , erfassten Daten sollen in einer Datenbank standardisiert und
zugänglich gemacht , aber auch Programme entwickelt werden , um sie zu
interpretieren . Eine andere Datenbank soll mit Informationen über die
dreidimensionalen Strukturen von Biomolekülen aufgebaut werden . Und als viertes
gefördertes Projekt soll eine Datenbank für die Interaktionen zwischen Proteinen
mit einer standardisierten Darstellung aufgebaut werden , um die Daten aus
verschieden Quellen besser kombinieren und auswerten zu können . Ob allerdings
die Förderung ausreicht , um etwa gegenüber den USA im Bereich der Bioinformatik
konkurrenzfähig zu bleiben , ist fraglich . Nach einem kürzlich vom
Bundesministerium für Bildung und Forschung veröffentlichten europäischen
Biotechnologie-Report , den die Firma Ernst & Young erarbeitet hat , nimmt
Deutschland inzwischen eine Spitzenposition in Europa ein ( Deutsche
Biotechnologiebranche auf Erfolgskurs ) . Mit 332 Biotech-Unternehmen sowie
11.000 Beschäftigten hat Deutschland Großbritannien überholt . Dazu gehören
Initiativen wie die im Oktober 2000 gestartete " Ausbildungs- und
Technologieoffensive Bioinformatik " ( Region Köln/Bonn wird
Bioinformatik-Zentrum ) . Mehr in Telepolis : Die EU-Kommission investiert in
die Bioinformatik , aber vielleicht zu wenig . USA werden vermutlich
Biowaffenkonvention ablehnen Das Abkommen zur Kontrolle von Biowaffen steht auf
der Kippe . Die Verifizierungsverfahren würden Betrug nicht verhindern können ,
so der Haupteinwand . Die Zeit bis August würde zudem nicht ausreichen , den
Text neu zu verhandeln , der eigentlich bis November zur sechsten
Verifikationskonferenz hätte stehen sollen . Der Bericht lag offenbar bereits im
April vor , doch die US-Regierung , die dazu noch nicht offiziell Stellung
genommen hat , wollte den Rückzug aus diesen Verhandlungen über
Rüstungsbegrenzung offenbar nicht zeitlich zu eng mit der weltweiten Kritik am
geplanten Raketenabwehrschild und dem dadurch gefährdeten ABM-Vertrag über die
Begrenzung von Raketenabwehrsystemen bringen . Auf Druck der Industrie hatten
die USA bereits darauf gedrungen , die Art und Zahl der Inspektionen
einzuschränken , weil man einen Diebstahl von Handelsgeheimnissen befürchtet .
Schwierig ist die Überprüfung , da die Entwicklung und Herstellung von Biowaffen
sich ohne detaillierte Kenntnisse nicht von der zivilen Forschung unterscheiden
lassen . Eine Überprüfung sieht sich so ganz anderen Schwierigkeiten als bei
Nuklearwaffen und chemischen Waffen gegenüber . Die Entwicklung von Impfstoffen
könnte beispielsweise auch ein Schritt in einem Biowaffenprogramm sein . Die
Anlagen , die für zivile und militärische Zwecke identisch sind , können zudem
schnell , wie man dies im Irak gesehen hat , abgebaut oder umfunktioniert werden
. Tests des Stimson Center mit Expertenteams haben ergeben , dass diese Hinweise
auf die Entwicklung von Biowaffen wie Anthrax-Kulturen , die in Labors
eingebracht wurden , bei einer Inspektion nicht entdeckt hatten . Gerade die
rasante Entwicklung in der Bio- und Gentechnologie könnte dazu führen , dass
gefährliche Erreger immun oder virulenter gemacht werden . Denkbar wäre , häufig
vorkommende und harmlose Bakterien durch Einfügung von Genen in Waffen
umzuwandeln . Die Vektoren , die in der Forschung bei der Gentherapie zum
Einschleusen von Genen verwendet werden , könnten natürlich auch anderen Zwecken
dienen . Mehr in Telepolis : Biowaffenkonvention ist gefährdet . 2.
Fußballweltmeisterschaft für Roboter Bei der ersten Fußballweltmeisterschaft in
Südkorea gewannen japanische Wissenschaftler in der Liga für mittlere Roboter ,
das Team von der Carnegie Mellon University in der Liga für kleine Roboter und
in der Simulationsliga das Team von der Humboldt Universität . Die Veranstalter
hoffen , daß der RoboCup 1998 zur größten Demonstration mobiler Roboter in der
Geschichte wird . Die über 60 Teilnehmer mit ihren echten und virtuellen
Robotern kommen aus 14 verschiedenen Ländern . Ein Spiel dauert 20 Minuten .
Während des Spiels dürfen Menschen nicht eingreifen . RoboCup soll die Robotik
und KI-Forschung bekannt machen und die Entwicklung weiter vorantreiben .
Südseeinsel macht keine Gewinne mit .tv Die Regierung der abgelegenen kleinen
Südseeinsel Tuvalu , deren 10000 Einwohner vornehmlich vom Fischfang leben ,
hoffte letzten Sommer , mit ihrem symbolträchtigen Domainnamen .tv gute
Geschäfte durch den Verkauf des Rechts zur Nutzung des Namens an
Fernsehgesellschaften , Studios oder Werbeagenturen zu machen . Für die
Reservierung eines Namens mit der Endung .tv hatte Chapnick eine einmalige
Zahlung von 1000 Dollar und eine jährliche Gebühr von 500 Dollar vorgesehen .
Diese Einkünfte wollte man sich dann teilen . Nachdem bislang aber das Geld
nicht bezahlt wurde und auch ansonsten das Geschäft nicht wie geplant verlief ,
will Tuvalu jetzt die Vereinbarung mit der kanadischen Firma auflösen . Die
Regierung hofft allerdings weiterhin , den Domainnamen der Insel lizensieren und
so aus der möglicherweise wertvollen Ressource Kapital schlagen zu können . Mehr
in Telepolis : Es war einmal eine kleine Insel ... Amerikanischer
Präsidentschaftswahlkampf im Internet Der republikanische
Präsidentschaftskandidat George W. Bush Jr. scheint es nicht gerne zu sehen ,
wenn es andere Websites mit einer ähnlichen URL wie seine offizielle Seite
www.georgewbush.com gibt , auf denen Gegner ihn kritisieren oder durch den Kakao
ziehen könnten . Eine solche Website ist www.gwbush.com , die Zack Exley , ein
Computerberater aus Boston , für sich hat reservieren lassen . Ursprünglich habe
er die Domain an Bush verkaufen wollen , aber nachdem er kein Angebot erhalten
hatte , setzte er den Preis auf 350000 Dollar hoch und beauftragte überdies die
Gruppe RTMARK , die sich als eine Art subversive Werbeagentur verstehen , sie
mit kritischen Inhalten zu versehen . Schon vor einem Jahr begann das Team von
Bush die Rechte an Dutzenden von Domainnamen zu erwerben , die in irgendeiner
Form seinen Namen enthalten , wie z. B. www.bushsucks.net oder www.bushblow.com
. Ruft man diese auf , wird man auf die offizielle Seite gelenkt . Bush läßt man
hier beispielsweise eine umfassende Amnestie der Menschen ankündigen , die wegen
Drogenmißbrauchs im Gefängnis sitzen , weil auch er einst angeblich Kokain
genommen habe . Wer nicht aufpaßt , könnte möglicherweise tatsächlich auf die
Parodie hereinfallen . Benjamin Ginsburg , Rechtsberater von Bush , schrieb am
vierten April schließlich einen Brief an Exley und forderte ihn auf , sofort
alle Inhalte zu entfernen , die von der offiziellen Website entnommen wurden .
Die Forderung begründete er auf ungewöhnliche Weise mit einer Verletzung von
Urheberrechten und Markenschutzgesetzen . Und am 3. Mai wandte sich Ginsburg
dann mit einem offiziellen Beschwerdebrief an die Wahlbehörde , worin er
kritisierte , daß Exley mit seiner Website wie ein politisches Wahlkampfkomitee
agiere , aber die Wahlgesetzgebung verletze , weil er sie nicht als ein solches
registrieren hat lassen . " George W. Bush Jr. ist offensichtlich der Meinung ,
daß kleine Leute sich zuerst bei der Regierung registrieren lassen müssen ,
bevor sie ihr Recht auf freie Meinungsäußerung im Internet ausüben dürfen " ,
sagt Rita Mae Rakoczi von RTMARK . " Die Implikationen eines solchen
Präzedenzfalls könnten ziemlich ernsthaft sein . " Mehr in Telepolis :
Urheberrecht als Mittel der Zensur im Wahlkampf ? Weltbank-Tagung ins Internet
verlegt Seit etwa 10 Uhr findet heute eine umstrittene " Online-Demonstration "
statt , die als Protest gegen die Lufthansa geplant war . Ähnlich könnte es
einer Konferenz der Weltbank über wirtschaftliche Fragen der Entwicklungspolitik
ergehen , die aufgrund der Angst vor gewaltsamen Krawallen der
Globalisierungsgegner , wie sie sich gerade wieder in Göteburg während des
EU-Gipfels ereignet hatten , in den Cyberspace verlegt wurde . Weil aber , so
die Weltbank-Sprecherin Caroline Anstey , " eine Konferenz über die Reduktion
der Armut in einer friedlichen Atmosphäre stattfinden und nicht von Gewalt und
Einschüchterung beeinträchtigt werden " sollte , habe man sich entschlossen ,
sie virtuell abzuhalten . Wer sich registriert , kann nicht nur die Beiträge der
Sprecher verfolgen , sondern diesen auch Fragen stellen . Ob der Rückzug in den
Cyberspace allerdings die erhoffte Sicherheit gewährt und eine ungestörte
Diskussion ermöglicht , scheint doch sehr fraglich zu sein , da die
Globalisierungsgegner sich in starkem Maß gerade über das Internet organisieren
. Der Guardian berichtet heute , dass , wie zu erwarten , virtuelle Sit-Ins
geplant sind , wie sie heute auch gegen die Lufthansa stattfinden . Eine
virtuelle Konferenz kann auch schon von Einzelnen lahm gelegt werden , weswegen
sie wesentlich empfindlicher ist als eine Konferenz im wirklichen Raum . " Wenn
die Weltbank Beiträge für diese Konferenz aus der ganzen Welt will , dann könnte
sie dies bedauern " , meint etwa Roger Gigman von Friends of the Earth . Die
Gruppe hatte bereits den Mailserver des Weißen Hauses mehrmals mit einer Flut
von E-Mails aus Protest gegen die Energiepolitik von Bush lahm legen können .
Ein Sprecher der Weltbank sagte gegenüber dem Guardian , dass man sich der
möglichen Störungen bewusst sei : " Wir haben ausreichende Vorsichtsmaßnahmen
vorgenommen , aber wenn es eine größere Aktion gibt , uns lahm zu legen , dann
kann ich nicht versprechen , dass unsere Computer dem standhalten werden . "
Gleichzeitig warnte er , dass eine solche Störung der virtuellen Konferenz ein
schlechtes Licht auf die Globalisierungsgegner und ihre Einstellung zur
Diskussionsfreiheit werfen würde . Mehr in Telepolis : Keine Fluchtmöglichkeit
vor den Protesten . Totale Sonnenfinsternis im Internet Eine totale
Sonnenfinsternis ist nur selten zu beobachten . In Deutschland wird erst wieder
eine in 80 Jahren zu sehen sein , nachdem die letzte erst am 11. August 1999
stattgefunden hatte . Wem es an Zeit und Geld für die weite Reise gemangelt hat
, muss aber nicht verzweifeln . Viele Beobachter der Sonnenfinsternis nehmen
mittlerweile nicht nur Teleskop und Kamera mit zu dem Ereignis , sondern auch
Laptop und Mobiltelefon , um Bilder und Berichte möglichst rasch ins Internet (
Linkliste ) einzuspeisen . Pascale Demy , Gernot Meiser und Andreas Karge
beispielsweise sind schon seit mehreren Monaten unterwegs und berichten auf
ihrer Website von Erlebnissen und Begegnungen in Afrika . Während der
Verdunkelung selbst , die live im Netz übertragen werden soll , wollen die drei
Globetrotter insbesondere das Verhalten der wilden Tiere beobachten . 200
Amateur-Forscher wollen in Simbabwe die bislang noch wenig bekannten Reaktionen
von Wildtieren auf die plötzlich eintretende Dunkelheit und den Temperaturabfall
beobachten , wie New Scientist berichtet . In Zusammenarbeit mit der NASA findet
auf der Website des Wissenschaftsmuseums " Exploratorium " in San Francisco ein
Live-Webcast der Sonnenfinsetrnis aus Sambia statt . Auch die Europäischen
Weltraumorganisation Esa wird Live-Aufnahmen des Sonnenobservatoriums Soho
zeigen . Siehe auch in Telepolis : Auch die Astronauten auf der ISS schauen zu .
War die Online-Demo gegen Lufthansa ein Flop ? Mit der Aktion wollte man gegen
die Abschiebung von Flüchtlingen durch die Lufthansa protestieren , aber über
die aktuelle Aktion hinaus ging es auch darum , ob bürgerliche Freiheiten , die
das Grundgesetz wie Versammlungen oder Demonstrationen gewährt , auch in den
Cyberspace übertragbar sind . Erfolgreich im Sinne der Protestierenden war die
durch ein Programm zum automatischen Aufrufen der Website geplante Blockierung
nicht . " Wir haben verstärkt Zugriffe registriert " , so
Lufthansa-Unternehmenssprecher Thomas Ellerbeck . In den ersten Minuten der
DOS-Attacke habe sich der Aufbau ihrer Site " verlangsamt " . Schnell hätten
jedoch die Techniker " die Kapazität der Leitungen erhöhnt " . Ellerbecks
Kollege Martin Riecken sprach gegenüber Nachrichtenagenturen allerdings davon ,
in den ersten zehn Minuten sei es nicht möglich gewesen , die Homepage
aufzurufen ( Online-Blockade gegen Lufthansa zeigt kaum Wirkung ) . Sven Maier
von der Onlinedemo erklärte gegenüber Telepolis , Sympathisanten hätten sich
während der Blockade gemeldet und berichtet , zeitweise sei aus bestimmten
Regionen die Homepage der Kranich-Airline nicht erreichbar gewesen . Zeitgleich
aber teilte man aus anderen Regionen mit , sie sei unproblematisch aufzurufen .
Maier vermutet , mithilfe verschiedener Breitbandnetze habe die Lufthansa den
virtuellen Sturzflug verhindert . Falls nötig , habe man zwischen den Netzen
geswitcht und wohl auch kurzfristig ganzen Knotenpunkte , Regionen und
vermutlich auch den IP-Nummernraum des Deutschen Forschungs-Netzes ( DFN ) vom
Zugriff auf die Homepage ausgesperrt . " Auf Kosten der Funktionalität versuchte
die Lufthansa , das Image des aufstrebenden Netz-Konzernes und den Schein
ständiger Erreichbarkeit zu retten " , meinte Kampagnensprecherin Anne Morell :
" Die Webseite glich einem Potemkinschen Dorf " . Unsicher sei auch , so Maier ,
ob der äußere Schein der Homepage nicht getrogen hat . Er habe etwa versucht ,
im sicheren Buchungsbereich der Homepage Flüge zu buchen oder Reiserouten
abgefragt . In nahezu allen Fällen sei das gescheitert oder er sei wieder auf
die Startseite umgeleitet worden . Maier geht deswegen davon aus , ihre Software
habe wunderbar funktioniert . Mangels großer Störungen dürfte sich denn auch der
Schaden bei der Lufthansa in Grenzen gehalten haben , auch wenn man sich
natürlich technisch und personell auf die " Demonstration " vorbereitet hatte .
Das Bundesjustizministerium hatte bereits im Vorfeld gegenüber Telepolis die
Rechtmäßigkeit der Aktion bestritten . Im Cyberspace gebe es kein
Demonstrationsrecht , da hier die Menschen nicht körperlich anwesend seien . Bei
einer Blockade trete das Strafgesetz in Kraft , die beispielsweise als
Computersabotage gelten würde . " Die Verantwortlichen der Kampagne Libertad!
sind im Rahmen dieser Aktion nichts anderes als ganz normale Kriminelle , die
unter dem Deckmantel des angeblichen Kampfes für die Rechte von Asylbewerbern
ihre Straftaten begehen . " Für die Cyberaktivisten oder Hacktivisten müssen
hingegen die bürgerlichen Freiheiten auch im Cyberspace gelten . Die Diskussion
darüber hat erst begonnen . Mehr in Telepolis : Kein digitaler Sturzflug des
Kranich ? Gastrobotics : Autonomie geht durch den Magen An sich wäre es ja keine
schlechte Idee , wenn Roboter nicht mit Batterien betrieben werden würden , die
wieder aufgeladen werden müssen , oder mit Solarzellen oder ähnlichem
ausgerüstet wären , sondern wenn sie sich wie alle Tiere unterwegs die benötigte
Energie durch das zuführen , was sie essen und verdauen . In einem Projekt unter
der Leitung von Stuart Wilkinson von der University of South Florida wird
bereits der Prototyp eines solchen Gastrobots entwickelt . Angeblich soll "
Gastronome " oder " Chew Chew " bereits im August während einer Robotikkonferenz
in Hawaii seine Verdauungskünste erstmals vorführen . Kernstück des ansonsten
wenig intelligenten Roboters ist eine mit Bakterien gefüllte Brennstoffzelle (
Microbial Fuel Cell - MFC ) . Benutzt werden Bakterien der Art E. coli , die die
Nahrung zersetzen und sie in Elektrizität umwandeln . Die " Lok " besteht aus
dem Magen , dem " Mund " , Ultraschall-"Augen" und dem Motor , der zweite Wagen
ist die Batterie , der dritte führt eine Pumpe mit sich , die zur
Energieerzeugung notwendig ist . Und gefüttert werden muss Chew Chew noch mit
der Hand . Bislang besteht die Nahrung des Roboters aus Zucker . Das erzeugt
viel Energie und hinterlässt praktischerweise lediglich Wasser und Kohlendioxid
. Später sollen dann aber auch andere Nahrungsquellen erschlossen werden , die
allerdings auch mehr " Ausschuss " hinterlassen . Wer hätte das von Robotern
gedacht ? Zwar würde Fleisch mehr Energie als pflanzliche Nahrung liefern ,
dafür hat die aber den Vorteil , dass sie sich nicht bewegt , während Fleisch
normalerweise umherläuft und nicht so ohne weiteres zu fangen ist . Daher
konzentriert sich Wilkinson erst einmal auf vegetarische Roboter , die eher
Kühen gleichen , auch wenn sie wie Züge aussehen . Möglicherweise sind dann die
ersten Gastrobots Rasenmäher , die gleich das Gras , das sie schneiden , von
ihren Bakterien in Energie umsetzen lassen . Der kleine Nachteil von Chew Chew
ist freilich , dass die MFC zwar klein genug ist , um auf einem sich bewegenden
Roboter mitgeführt zu werden , gleichwohl aber nicht genug Elektrizität liefert
, um ihn wirklich am Laufen zu halten . Daher werden nur die Batterien
aufgeladen , und nur wenn sie voll sind , fährt Chew Chew ein wenig . Mehr in
Telepolis : Die Mind Children entdecken die Gaumenfreuden . schneller als mit
Lichtgeschwindigkeit Zwar weiß man schon länger , dass die Lichtgeschwindigkeit
keine absolute Grenze ist , und zwei Mal wurde sie in Experimenten auch bereits
überschritten . Jetzt aber haben Wissenschaftler vom NEC Research Institute in
Princeton , New Jersey , angeblich einen Lichtpuls 300 Mal schneller als die
Lichtgeschwindigkeit ( 300000 Kilometer in der Sekunde im Vakuum ) fliegen
lassen , wie sie in der neuesten Ausgabe von Nature berichten . Das Licht ließ
sogar den Eindruck entstehen , als habe es die mit Cäsium-Gas gefüllte Kammer
früher verlassen , als es in sie eingetreten ist . Gleichwohl wird durch diesen
Versuch nicht die Relativitätstheorie von Einstein widerlegt , dass keine
Information schneller als die Lichtgeschwindigkeit reisen kann , denn der
Lichtpuls wurde durch ein Gas aus kalten Cäsium-Atomen geschickt . In diesem
Medium können sich Lichtpulse schneller als im Vakuum bewegen , da die
Oszillationen der Atome mit dem Lichtpuls in bestimmter Weise wechselwirken , so
dass sich die Geschwindigkeit der Lichtwellen erhöht . Der Grund , warum
Lichtpulse schneller als Lichtgeschwindigkeit sein können , leitet sich daraus
ab , dass sie mit zwei Geschwindigkeiten reisen . Ein Lichtpuls besteht aus
mehreren Strahlen oder Wellen , die sich mit einer bestimmten
Gruppengeschwindigkeit bewegen . Und diese kann unter bestimmten Umständen die
Lichtgeschwindigkeit überschreiten , auch wenn die einzelnen Wellen nur in
Lichtgeschwindigkeit reisen . In dem Versuch der amerikanischen Wissenschaftler
war die Geschwindigkeit des Lichtpulses nicht nur sehr viel größer als die
Lichtgeschwindigkeit , sondern sie war auch negativ , so dass der Puls offenbar
in die entgegengesetzte Richtung zu den Wellen reiste , von denen er getragen
wurde . Deswegen schien der Puls auch paradoxerweise die Kammer eine 62
Milliardstel Sekunde früher zu verlassen , bevor er eingetreten ist . Gleichwohl
wurde dadurch nicht das Kausalitätsprinzip verletzt oder etwa gezeigt , dass
eine Reise zurück in die Vergangenheit möglich wäre . Auch wenn die Spitze des
Pulses schneller als mit Lichtgeschwindigkeit flog , so konnte keine Information
in dem Lichtpuls schneller reisen . Siehe auch in Telepolis : Speed me up ,
Scotty ! . ARD und ZDF verantwortlich für Grundversorgung im Internet Das
gebiete der Auftrag zur medialen Grundversorgung , weswegen über
Erweiterungsmöglichkeiten nachgedacht werden müsse . Eine Bündnispartnerin
findet Nida-Rümelin in der SPD-Ministerpräsidentin Heide Simonis , die kürzlich
auch eine Zusatzgebühr für die Finanzierung weiterer Internetangebote von ARD
und ZDF fordert . Gegenüber Telepolis erklärte Simonis , dass es sich bei den
angedachten Zusatzgebühren nicht um staatliche Subventionen handeln würde :
Hierzu gehört eine möglichst weite Verbreitung ihrer Angebote . Der hierfür
erforderliche Finanzbedarf bei ARD und ZDF ist über die Rundfunkgebühr zu
gewährleisten . Die schleswig-holsteinische Ministerpräsidentin sieht den Ausbau
der Internetpräsenz der öffentlich-rechtlichen Anstalten nicht nur innerhalb des
gegenwärtigen Rechtsrahmens , sondern glaubt , dass dadurch auch eine
Verbesserung der Internetangebote erreicht werden könne : " In der Tat sehe ich
eine Chance für das Internet dadurch , dass ARD und ZDF und DeutschlandRadio
durch ihre Präsenz im Netz dieses inhaltlich aufwerten und auch für neue
Benutzergruppen interessant machen . " Mehr in Telepolis : Our First Time -
alles Schwindel Die Site , die eine Live-Übertragung des ersten Sex von
Teenagern angekündigt hatte ( siehe die Meldung vom 15. 7. ) , wurde offenbar
zum Erfolg . Die Medien rissen sich um die Story und die Neugierigen surften
eifrig . Sex im Internet in allen Formen ist zwar keineswegs etwas
Ungewöhnliches , aber zum ersten Mal das erste Mal und " echt " sowie kostenlos
... Jetzt berichten die Medien einmütig , nachdem die Internet Entertainment
Group ( IEG ) , die Sex im Web anbietet und durch den Vertrieb des Sexvideos von
Pamela Anderson und Tommy Lee bekannt wurde , letzten Freitag verkündete , daß
sie jede Unterstützung von Our First Time eingestellt habe und an ihrer Stelle
eine nicht minder merkwürdige " Erklärung " plazierte , daß alles ein " Hoax " ,
eine Täuschung gewesen sei . Anfänglich sei man , so IEG , von der Idee Ken
Tiptons alias Oscar Wells begeistert gewesen und habe die Site als Host betreut
, schließlich habe dieser viel Geld und Aufmerksamkeit versprochen . Ein Link
hätte die Besucher dann zum Angebot von IEG gelockt . Obgleich auf der
ursprünglichen Site gestanden hat , daß Our First Time ein nicht-kommerzielles
Unternehmen sei , hätten sich Tipton und sein Rechtsanwalt Mark Vega darum
bemüht , für die Show am angekündigten Tag der Entjungferung über Kreditkarten
von den Besuchern 5 Dollar zu verlangen - zu sehen wäre aber nichts gewesen .
Jetzt bietet IEG " investigativen Journalismus " auf , um die Hintergründe des
gelungenen Plots zu entlarven und die Leser weiter auf die eigene Site zu locken
. War also alles vielleicht von vorneherein inszeniert , der Schwindel auch nur
ein Schwindel ? Auf jeden Fall hat sich mittlerweile ein schönes Gespinst
ergeben , das die Taktiken zur Erzeugung von Aufmerksamkeit im Zeitalter des
Netzes vor Augen führt . Siehe dazu auch die Glosse in Telepolis ICANN öffnet
sich In einem Brief an das amerikanische Wirtschaftsunternehmen teilte Esther
Dyson , die vorläufige Vorsitzende von ICANN , gestern mit , daß man die nächste
Sitzung der Organisation in Santiago , Chile , der Öffentlichkeit zugänglich
machen werde . Das Wirtschaftsministerium hatte gefordert , daß ICANN sofort
alle Vorstandssitzungen öffentlich abhalten und die Registrierungsgebühr von
einem Dollar zur Finanzierung der Organisation fallen lassen soll . Dyson
antwortete auf die Kritik des Wirtschaftsministeriums , sie sehe zwar kein "
globales Bedürfnis " nach einer Öffnung der Vorstandssitzungen , gebe aber der
Forderung nach , da dieses Thema eine " große politische Bedeutung " gewonnen
habe . Auch auf die Gebühr werde man vorläufig verzichten , aber eine
Arbeitsgruppe einrichten , um eine Lösung für eine " gerechte und
funktionierende Finanzierung " der Kosten von ICANN zu finden . Unter Druck
steht ICANN auch durch eine Anhörung des House Commerce Committee , die in drei
Tagen stattfindet . Der Republikaner Thomas Bliley , der Vorsitzende des
Kongreßausschusses , wirft ICANN Überregulierung und eine Überschreitung der
Kompetenzen vor . Siehe auch in Telepolis : ICANN geht das Geld aus .
BigBrotherAwards in Deutschland In Deutschland werden dieses Jahr nach
britischem Vorbild zum ersten Mal die BigBrotherAwards vergeben . Ein Preis für
Institutionen , Firmen und Organisationen , die in besonderer Weise die
Privatsphäre von Menschen nachhaltig beeinträchtigen . Getragen wird die
Initiative , die noch über die Netzseite www.big-brother-award.de , später dann
unter www.bigbrotherawards.de zu erreichen ist , von dem Bielefelder Verein für
sozialverträgliche Technikgestaltung FoeBuD , dem Chaos Computer Club und der
Deutschen Gesellschaft für Datenschutz . Die Preisverleihung findet am 26.
Oktober in Bielefeld statt , zeitgleich mit ähnlichen Veranstaltungen in
Österreich und der Schweiz . Letztes Jahr hatten dort unter anderem Echelon und
Microsoft die Ehre . Für die deutschen Veranstalter ist die Preisverleihung Teil
ihrer Aufklärungsarbeit über Datenschutz und Datenmissbrauch . Mehr in Telepolis
: BigBrother-Preis erstmals auch in Deutschland . Yahoo muss Auktionsseiten mit
Nazi-Andenken sperren Heute hat ein Richter in Paris sein lange erwartetes und
schon mehrmals verschobenes Urteil verkündet : Für jeden Tag , den die
Auktionsseiten über diese Frist hinaus von französischen Internetnutzern
aufgerufen werden können , muss Yahoo 100.000 Franc Strafe zahlen . Der Richter
Jean-Jacques Gomez hatte bereits am 22. April Yahoo wegen der " Verletzung des
kollektiven Gedächtnisses " schuldig gesprochen und dazu verurteilt , den Zugang
zu den Seiten für französische Bürger unzugänglich zu machen . Unabhängig davon
, dass der Sitz des Unternehmens sich in den USA befindet und Yahoo sich auf die
dortige Verfassung beruft , hat das Unternehmen nach Ansicht des Richters das in
Frankreich geltende Recht verletzt : " Indem Yahoo die Darstellung der Site in
Frankreich zulässt , verstößt es auf französischem Territorium gegen das Gesetz
, selbst wenn dies nicht beabsichtigt ist . " Yahoo hatte sich allerdings darauf
berufen , dass dies technisch unmöglich sei . Daraufhin hatte der Richter
Expertenanhörungen angesetzt . Die letzte fand am 6. November statt , einer der
Experten war der Internetpionier und inzwischen zum ICANN-Vorstand berufene
Vinton Cerf . Die Experten hatten in ihrem Bericht dargelegt , dass eine Sperre
nach geografischen Gesichtspunkten prinzipiell möglich sei , dass damit aber nur
etwa 70 bis 80 Prozent der französischen Internetbenutzer aufgrund ihrer
IP-Adressen identifizierbar seien . Bei den restlichen Surfern könne man
verlangen , dass sie vor dem Zugang zu den Webseiten erst freiwillig ein
Online-Formular ausfüllen , auf dem sie ihre Nationalität angeben . Zudem ließen
sich noch durch Filter bestimmte Suchbegriffe sperren . Offenbar hat sich der
Richter diese Haltung zu eigen gemacht , da es eine hunderterprozentige Technik
nicht gibt . Gleichwohl hat Frankreich damit als erstes westliches Land einen
Schritt hin zur Einführung von nationalen Grenzen im Internet getan , der
durchaus Schule machen könnte . Der Richter ist jedenfalls der Argumentation der
Verteidigung von Yahoo nicht gefolgt , dass französisches Recht keinen Einfluss
auf Inhalte einer amerikanischen Webseite haben könne . Mehr in Telepolis :
Französisches Recht soll weltweit für Franzosen gelten . Supercomputer für die
Genforschung Kurz vor dem Ende seiner Amtszeit konnte der Energieminister Bill
Richardson noch das zukunftsträchtige Projekt starten . Zunächst einmal wollen
Celera , Sandia National Laboratories und Compaq bis 2004 auf der Basis der
AlphaServer SC Computer von Compaq die Rechenkapazität auf 100 Billionen
Rechenschritte pro Sekunde ( 100 TeraOPS ) steigern . Mit den Erfahrungen mit
Parallelrechnern bei Sandia werden sogar 1000 Billionen Rechenschritte pro
Sekunde für möglich gehalten . Die Zusammenarbeit sei notwendig , um die großen
Steigerungen in der Rechenkapazität , die für die Genomanalyse und für die
Proteomic notwendig werden , zu erschwinglichen Preisen zu ermöglichen .
Besonders große Rechenkapazität benötigt man zur Analyse der Funktionen ,
Strukturen und Interaktionen der Proteine , beispielsweise um die komplizierten
Faltungen von Aminosäuren zu Proteinen simulieren . Erst die genaue Kenntnis der
dreidimensionalen Struktur der Proteine , die durchschnittlich aus 10000 Atomen
bestehen , eröffnet ein breites Anwendungsspektrum etwa für neue Therapien durch
die Herstellung von therapeutischen Proteinen , um Krankheiten zu bekämpfen .
Craig Venter , bekannter Präsident von Celera , sagte zur eben geschmiedeten
Allianz , dass nicht einmal die leistungsstärksten Supercomputer , die es heute
gibt , mit der eigentlich erforderlichen Rechenkapazität des Unternehmens im
Genomzeitalter mithalten können : Bei Celera sind wir stolz darauf , dass wir in
der Anwendung der Computer auf die Biologie und im neuen Zeitalter der Medizin ,
das sich daraus entwickelt , an der Spitze stehen . Sandia und Compaq werden bei
der Entwicklung neuer Hardware und Software für die Supercomputer kooperieren ,
Sandia und Celera hingegen , um neue Algorithmen für die biologische Forschung
und neue Visualisierungstechnologien für die Analyse der riesigen Datenmengen zu
entwickeln , die durch die schnellen Sequenzierungsmaschinen anfallen . Mehr in
Telepolis : Molekularbiologie , Rüstungsforschung und Supercomputer .
Mutmaßlicher Unabomber als schizophren diagnostiziert Theodore Kaszynski , 55 ,
der 1996 als der in den USA meistgesuchte Terrorist Unabomber festgenommen wurde
und dessen Prozeß Ende letzten Jahres begonnen hatte , wird beschuldigt , zwei
Wissenschaftler durch Briefbomben verletzt und zwei Menschen getötet zu haben .
Der Unabomber , der während 18 Jahren insgesamt 3 Menschen getötet und 29
verletzt haben soll , wurde vor allem wegen seiner radikalen Kritik an der
Industriegesellschaft und ihrer Technik berühmt und berüchtigt . Hier fand man
die Abschrift seines berühmt gewordenen Manifests sowie weiteres
Belastungsmaterial . Laut neueren Berichten hatte er angeblich zwei weitere
geheime Hütten , um der von ihm gehaßten Zivilisation zu entkommen . Nach
Veröffentlichung seines Manifestes wurde das FBI von seinem eigenen Bruder auf
dessen Spur gelenkt . Seine Verteidigung versuchte , ihn als geisteskrank zu
erklären , um ihn vor der Todesstrafe zu retten , wogegen er sich zur Wehr
setzte . Am 7. Januar hat Kaszynski vermutlich einen Selbstmordversuch
ausgeführt . Am nächsten Tag unterbrach er die Gerichtsverhandlung , weil er
nicht als unzurechnungsfähig eingestuft werden und sich vor Gericht selbst
vertreten wollte . Dazu wurde er von einer Psychiaterin untersucht , deren
Untersuchung am Dienstag , den 20.01.98 , bekannt gegeben wurde . Sie kam zum
Ergebnis , daß er geistig " kompetent " sei , um am Prozeß teilnehmen zu können
. Ungeklärt ist weiterhin , ob Kaszynski sich selbst verteidigen oder die
Verteidigung wechseln kann . Er will Kaszynski die Möglichkeit geben , seine
Ansichten über die moderne Gesellschaft und die Entfremdung durch deren Technik
zu äußern . Es wird also beim Prozeß auch um Zivilisationskritik gehen . Mehr
über Theodore Kaszynski , den Unabomber und seine Kritik an der Zivilisation
finden Sie in Telepolis : Bomben aus der Wildnis . Neuer Service : Information
über den aktuellen Internetverkehr Seit kurzem bietet Securitas Internet Systems
als kostenlosen Service das " deutsche Netzwetter " an . Die Messung erfolgt
durch Ping-Tests : Alle 20 Sekunden werden kleine Datenpakete an ausgewählte
Provider gesendet . So läßt sich sehen , zu welchen Zeiten nichts geht oder das
Web sich einmal wieder ins World Wide Wait verwandelt . Abrufen läßt sich auch
eine Übersicht über die Situation während der letzten 24 Stunden . Bislang haben
sich als Meßstationen für das sogenannte Netzwetter erst zwei Internetdienste
zur Verfügung gestellt : Xlink und SpaceNet . Securitas hofft , daß sich noch
weitere beteiligen werden , denn je größer die Zahl der Meßstationen ist , desto
zuverlässiger sind auch die Daten . Großbritannien : freie Email für alle Lehrer
und Schüler Am 12.1.98 wurde UK NETYEAR in Großbritannien mit einer Vernetzung
von 24 Schulen über das Internet und einer Videokonferenz über
Satellitenverbindung gestartet . Damit wird die Forderung Tony Blairs nach einem
" National Grid for Learning " Wirklichkeit . Blair , in Superlativen schwelgend
, will die " größte Partnerschaft zwischen Regierung und Privatwirtschaft auf
der Welt für die Ausbildung " auch zum weltweit besten Ausbildungssystem werden
lassen . Neben den Mitbegründern Cisco Systems , ICL , Sun Microsystems und The
Daily Telegraph und einer Reihe anderer Sponsoren werden sich Fujitsu , UUNET UK
sowie BBC Education an UK NETYEAR beteiligen . Bislang seien 6000 der 32000
Schulen vernetzt , besitzen aber überwiegend nur veraltete Computer oder nur
einen Internetzugang . 80 Prozent der 450000 Lehrer müßten geschult werden , um
die Kinder fit fürs Informationszeitalter zu machen . EU-Urheberrechtslinie für
die Informationsgesellschaft Der Rechtsausschuß des EU-Parlaments in Brüssel hat
am 20. 1. über die künftige EU-Urheberrechtsrichtlinie abgestimmt , die die mit
dem Copyright zusammenhängenden Gesetze mit der Informationsgesellschaft
harmonisieren soll . Die Parlamentarier entschieden damit über rund 300
Änderungsvorschlage . Anfang Februar geht die Richtlinie in erster Lesung ins
Plenum . Der Richtlinienentwurf gilt als äußerst restriktiv und geht
stellenweise weit über nationale Regelungen hinaus . So soll künftig jede Kopie
autorisiert werden , Ausnahmeregelungen sind sehr eng gesetzt . Der Ausschuß
habe damit auf die von 400 Künstlern eingereichte Petition reagiert , die
monierten , daß sie jedes Jahr viel Geld wegen des kostenlosen Vertriebs von
musikalischen und audiovisuellen Arbeiten im Internet verlieren würden . Die
Richtlinie regelt die Reproduktions- , Veröffentlichungs- und Senderechte , will
aber auch einen gesetzlichen Schutz von Systemen etablieren , die die
Herstellung von Kopien technisch verhindern . Damit sollen nicht nur die Rechte
der Künstler , sondern auch die der Produzenten von CDs und CD-ROMs sowie von
Radiosendern besser geschützt werden . Damit die Rechteinhaber eine "
angemessene Vergütung " erhalten , soll auch das private Kopieren in Form von
Cassetten oder CDs mit einer " gewissen Vergütung " verbunden werden . Das gelte
auch für Internetanbieter , die zahlen müssen , wenn sie Werke im Internet
benutzen wollen . Schutz der kritischen Infrastruktur Die Datenüberflutungen auf
kommerzielle Websites Anfang Februar haben auch im Bundesministerium des Inneren
die Alarmglocken schrillen lassen . Vergangene Woche setzte Minister Otto Schily
wegen der angeblichen " Hacker-Angriffe auf das Internet " eine Task-Force ein (
siehe auch Schilys Cyberwar ) . Ein ähnliches Mandat hat allerdings bereits die
vom BSI koordinierte Arbeitsgruppe " Kritische Infrastrukturen " ( Kritis ) ,
die seit 1997 ressortübergreifend nach offenen Flanken der Vernetzung sucht ,
hauptsächlich im Bereich der Bundesverwaltung und -ministerien . Handlungsbedarf
sieht Weber vor allem beim Aufbau von Kommunikationssträngen zwischen den
einzelnen Infrastrukturbereichen . " Die reden ja nicht miteinander " , beklagt
sich der Techniker . Zudem sei das Expertenwissen zu erweitern , eine
ausführlichere Risikoanalyse sowie die " Gründung von Initiativen " voran zu
treiben . Dass die vorab gewährten Einblicke in den Bericht im Vergleich zu
ähnlichen Studien in den USA wenig Aufsehen erregend sind , kann mehrere Gründe
haben : Zum einen wäre es möglich , dass in Deutschland die Infrastrukturen "
sicherer " sind als jenseits des Atlantiks . Man könnte allerdings auch vermuten
, dass der politische Wille zum Aufdecken von Schwachstellen in Deutschland
wenig ausgeprägt ist . Mit zweieinhalb bewilligten Planstellen sei die
Arbeitsgruppe Kritis für die Aufklärung von Cyber-Risiken sehr dürftig
ausgestattet , kritisiert Frank Rieger vom Chaos Computer Club . Mehr in
Telepolis : Schwächen bei der Schwachstellenanalyse ? Herstellung eines
künstlichen Virus angekündigt Clyde Hutchinson , der Leiter des Minimal Genome
Project , kündigte auf der Jahrestagung der American Association for the
Advancement of Science an , dass in den nächsten fünf Jahren ein vollständig
künstliches Virus entworfen und hergestellt werden könnte . Schon Ende 1999
haben die Wissenschaftler am Institute for Genomic Research ( TIGR ) , dessen
Präsident Craig Venter von Celera ist , gemeldet , dass sie die Minimalzahl der
Gene bestimmt hätten , die für das einfachste Lebewesen notwendig ist . Da Viren
, deren Genom aus nur 3.500 bis 230.000 Basenpaaren besteht , noch wesentlich
einfacher sind , hält es Hutchinson für möglich , in den nächsten Jahren einen
künstlichen Virus herstellen zu können , " wenn die Wissenschaftler ihre Energie
darauf richten " . Allerdings gibt es dabei noch große Probleme , denn auch wenn
man ein ganzes Genom richtig zusammenbauen könnte , hat man noch lange keinen
funktionierenden Code , der eine Zelle aufbaut und am Leben erhält . Dazu müsste
man das künstliche Chromosom noch in eine leere Zelle einfügen . Ließen sich
Viren und Bakterien maßgeschneidert bauen , dann könnten sie je nach Zweck
optimiert werden . Viren beispielsweise , um im Rahmen der Gentherapie Gene an
die richtigen Stellen im menschlichen Körper zu liefern , Bakterien , um
bestimmte Aufgaben wie dem Abbau von gefährlichem Abfall zu übernehmen oder der
Bekämpfung von Schädlingen zu dienen . Natürlich wäre aber auch vorstellbar ,
dass von Grund auf maßgeschneiderte Viren oder Bakterien auch als gefährliche
biologische Waffen dienen könnten , für die es keine Gegenmittel gibt . Mehr in
Telepolis : Eine neue Art der Gentechnik . SORM 2 : Rußlands Geheimdienst und
das Internet Steht in Europa ENFOPOL ins Haus und belauschen die Amerikaner mit
ECHELON bereits die gesamte satellitengestützte Kommunikation , so gibt es in
Rußland das Abhörprojekt SORM ( Systema operativno-rozysknajh meropriyatii ) ,
das schon vor einiger Zeit von Bürgerrechtlern und Internet-Providern
angeprangert wurde , aber jetzt mit SORM 2 noch weiter verschärft wird . SORM 2
sieht vor , daß der Geheimdienst jederzeit ohne Genehmigung abhören kann , und
daß die Provider die Kosten für die entsprechenden technischen Mittel tragen
müssen , um " Hotlines " zu den Computern des Geheimdienstes einzurichten , so
daß die Informationen von diesem automatisch aus der Ferne abgerufen werden
können . Man geht davon aus , daß dies die Provider viel Geld kosten wird und
daß sie vor allem durch die Erhöhung der Preise viele Kunden verlieren werden ,
wodurch ihre Existenz gefährdet werde . Was das Internet angeht , so hat die
russische Regierung freie Hand , weil sie sich hier nicht an bereits
existierende Gesetze halten muß , sofern nicht die Verfassung verletzt wird .
Daher ist es möglich , ohne richterliche Befugnis beliebige Informationen
abzuhören , ohne die Provider davon zu unterrichten . In St. Petersburg wollen
sich die Provider zusammenschließen , um gegen SORM zu protestieren , aber die
Chancen werden als gering eingeschätzt . Mehr in Telepolis : Russlands
Geheimdienst will freie Hand zum Abhören der Internetkommunikation .
Gates-Stiftung : Computer mit Microsoftprogrammen Ziel der " philanthropischen "
Stiftung ist , in den fünfzig Bundestaaten alle öffentlichen Bibliotheken mit
Computern auszustatten , die einen Zugang zum Internet anbieten . Dazu gibt es
noch ein Bündel weiterer Microsoftprogramme und -spiele . Das bestätigt Kritiker
der Stiftung , die der " Philanthropie " von Gates in diesem Fall schon länger
indirekte Geschäftsinteressen unterstellten . Die von der Stiftung gestellten
Installationstechniker sind offenbar angewiesen , eine bestimmte Konfiguration
auf Gateway Computern vorzunehmen . Wer andere Computer will , muß selbst für
die Installation sorgen . Daher erklärt sich wohl die durchgängige " freiwillige
" Ausstattung mit Microsoftprogrammen . Mehr in Telepolis : Computer für alle
Bibliotheken , Microsoftprogramme inklusive . Warnung vor den Risiken des
elektronischen Banking Gerade weil die künftigen technologischen und
wirtschaftlichen Entwicklungen unsicher seien , wäre es wichtig , Eingriffe zu
vermeiden , die Innovationen angesichts der wachsenden Bedeutung verhindern
könnten , die elektronische Zahlungsweisen beim elektronischen Handel haben
werden . Die vermehrten globalen Transaktionen über internationale Grenzen und
Zeitzonen hinweg und die komplizierten Technologien stellen neue Probleme und
können zu unvorhergesehenen Kosten führen . Gefährlich seien insbesondere
Fälschungen und Einbrüche in die Computersysteme durch Hacker über das Internet
, für die Banken verantwortlich gemacht werden könnten . Aber auch das
Outsourcing der Computersysteme oder mangelnde Schulung der Angestellten und der
Kunden könnten zu Gefährdungen führen . Das Ansehen einer Bank würde durch
Systemzusammenbrüche in Mitleidenschaft gezogen , die aber auch zu Störungen des
gesamten Bankensystems führen könnten . Vergrößert Online-Ausbildung die
digitale Kluft ? Manche glauben überdies , daß über die Vernetzung das auf
sozialen Ungleichheiten beruhende Bildungsgefälle eingeebnet werden könnte . Ein
vom amerikanischen College Board veröffentlichter Bericht über " Die virtuelle
Universität und Ausbildungschancen " setzt hinter all diese Erwartungen
zumindest ein großes Ausrufezeichen : " Während Ausbildung der große
Gleichmacher ist , scheint die Technik eine neue Quelle für Ungleichheit zu sein
. " Zunächst einmal können virtuelle Universitäten nur von jenen besucht werden
, die dafür die nötige Ausrüstung und die Kompetenz im Umgang mit der Technik
besitzen . Gerade jene Studenten , die einen Zugang zur Online-Ausbildung am
nötigsten haben , sind am meisten benachteiligt . Die Einkommenshöhe bestimmt
weitgehend , wer einen Computer und einen Internetzugang zuhause besitzt .
Während nur in 40 Prozent der Schulen in den Regionen mit der höchsten
Konzentration an armen Schülern ein Internetzugang in der Klasse vorhanden ist ,
ist dies bei 60 Prozent der Klassen in Schulen mit dem geringsten Anteil an
armen Schülern der Fall : Um die digitale Kluft nicht zu vergrößern , dürfte man
die Online-Ausbildung nicht alleine den Kräften des freien Marktes überlassen ,
sondern sei der Staat aufgefordert , die Chancen der Menschen aus den
benachteiligten sozialen Schichten zu verbessern . Die Informationsindustrie
wird dazu aufgerufen , sich ihrer sozialen Verantwortung zu stellen und sich
nicht nur um teure lukrative Endprodukte , sondern vor allem um die Erweiterung
des Zugangs zu Computern und zum Internet zu kümmern . Mehr in Telepolis :
Probleme mit dem Telelernen . Ergebnisse des Multimedia-Gründerwettbewerbs
Während IT-Firmen händeringend um akademische Nachwuchskräfte buhlen , will das
Bundeswirtschaftsministerium mit einem Multimedia-Gründerwettbewerb und
Gründerleitfaden den Einstieg in die Selbständigkeit erleichtern . Das
Bundeswirtschaftsministerium setzt trotz der dramatischen Lage auf dem
Arbeitsmarkt darauf , daß noch genügend Absolventen sich nicht von den Firmen
einkaufen lassen , sondern selbst Eigeninitiative ergreifen . Am Montag wurden
in Bonn die Gewinner des Gründerwettbewerbs Multimedia prämiert . Der im
Internet sowie per CD-ROM verfügbare Leitfaden erläutert nicht nur öffentliche
und private Angebote zur Unterstützung von Existenzgründern , sondern berät auch
bei den spezifischen Anforderungen technologieorientierter Unternehmen . (
Christiane Schulzki-Haddouti ) Mehr in Telepolis : Buhlen um Nachwuchs und Ideen
. Automatisierte Netzpatrouille Das Bundesinnenministerium setzt im Kampf gegen
Extremisten und Päderasten auf ein neues " Internet-Ermittlungstool " ( INTERMiT
) , das das Web automatisch auf strafbare Inhalte hin scannen soll . Den
Prototypen der Suchmaschine hat das Bundesamt für Sicherheit in der
Informationstechnik ( BSI ) letzte Woche bei der Eröffnung des 7. Deutschen
IT-Sicherheitskongress in Bonn vorgestellt . Die Idee der Maschinenpatrouille
durchs Netz stammt von Schilys Vorgänger Manfred Kanther , der den Auftrag für
die Web-Waschanlage bereits im Sommer 1998 erteilt hatte . Das Werkzeug , hinter
dem sich laut Angaben des Ministeriums eine Meta-Suchmaschine verbirgt , soll
den Polizei- und Sicherheitsbehörden des Bundes und der Länder inklusive des
Verfassungsschutzes " das Streifegehen im Netz erleichtern " . Die
Strafverfolger sollen damit ein Ermittlungswerkzeug erhalten , " mit dem sie
weitgehend automatisiert und systematisch das Internet nach verbotenen Inhalten
wie etwa rechtsextremistischen oder kinderpornografischen Seiten durchsuchen
können " . Kritik übt Sierk Hamann , einer der Gründer der Initiative Freedom
for Links . In diesem Falle der Überwachung " öffentlicher Räume " müsse das
Bundesinnenministerium zunächst eine ausführliche Ermächtigungsgrundlage
vorweisen . " Zu viel Überwachung " , merkte auch jüngst der
Bundesdatenschutzbeauftragte Joachim Jacob an , schade jeder Demokratie . Mehr
in Telepolis : Die Automatisierung der Web-Überwachung . Sieg der Materie über
die Antimaterie Eines der bislang größten Geheimnisse bei der Entstehung des
Universums will jetzt das europäische Kernforschungszentrum CERN gelöst haben .
Beim Urknall entstanden ebenso viele Teilchen Materie wie Antimaterie . Wenn sie
aufeinander treffen , entsteht wieder reine Energie . Doch offenbar konnte sich
die Materie durchsetzen , sind Galaxien und Sternensysteme entstanden und die
Antimaterie aus dem Universum verschwunden . Dem " Sieg " der Materie über die
Antimaterie muss eine Asymmetrie zugrunde liegen , die man CP-Verletzung nennt .
CP steht für Charge Parity . Die Ladung ( Charge ) von Teilchen und Antiteilchen
ist gegensätzlich , aber gleich groß . Parität steht für die Spiegelsymmetrie ,
das heißt ein Prozess und sein Spiegelbild sind gleich wahrscheinlich . Zunächst
dachte man , CP sei eine von allen Wechselwirkungen respektierte Symmetrie ,
aber 1964 entdeckten amerikanische Physiker an einem Beschleuniger eine winzige
Unregelmäßigkeit beim Zerfall eines exotischen instabilen Teilchens , des
K-Mesons . Teilchen und Antiteilchen zerfielen nicht in identischer Weise ,
sondern auf messbar unterschiedliche Art . K-Mesonen sind eine instabile
Mischung aus Materie und Antimaterie und existieren nur in Neutronensternen und
in Teilchenbeschleunigern . Der feine Unterschied in der Zerfallsrate der Keonen
und ihrer Antiteilchen konnte mit einer Genauigkeit von eins zu einer Million
festgestellt werden . Damit sei , so die Wissenschaftler , die Existenz der
CP-Verletzung " zweifelsfrei " erwiesen . Mehr in Telepolis : Materie und
Antimaterie Russischer Geheimdienst setzt Provider unter Druck Der russische
Geheimdienst ist immer noch mächtig . Das mußte jetzt Nailj Murzahanov ,
Direktor von Bayard-Slavia in Volgograd , erfahren . Letzten Monat kamen
Geheimdienstagenten zu dem Internetprovider und brachten eine Liste mit Wünschen
mit . Murzahanov sollte nicht nur die erforderliche Technik einbauen , so daß
der Geheimdienst einen ungehinderten Zugang zu den Kundendaten hat , er sollte
den Geheimdienstagenten auch beibringen , wie man die Technik verwendet , und
ihm überdies für Kontrollen das Betreten seiner Privatwohnung erlauben . Zudem
wurde eine Liste mit allen seinen Kunden und deren Kennworten verlangt . Nachdem
sich Murzahnov weigerte , wurde er persönlich bedroht , und letzten Montag
unterbrach man die Satellitenverbindung von Bayard . Murzahanov ist allerdings
der Meinung , daß dem KGB-Nachfolger FSB bislang vor allem eines fehlt : es hat
keine Computerexperten , die die Technik wirklich beherrschen . Er will jetzt
erstmals auch rechtlich gegen den Geheimdienst vorgehen und eine
Verfassungsklage einreichen , da SORM wegen der Umgehung einer richterlichen
Überwachungsgenehmigung gegen die Verfassung verstoße . Mehr in Telepolis : Der
russische Big Brother und das Internet sowie SORM-2 . Spanien will
Lauschtechniken der USA benutzen Der spanische Außenminister Josep Piqué hat
vergangene Woche nach dem Besuch von US-Präsident Bush bekannt gegeben , dass
die USA Spanien beim Kampf gegen die ETA " aus der Perspektive der Technik , der
Information und dem Abhören von Kommunikation " helfen könnten . Die dafür
Verantwortlichen müssten diese Ideen weiter entwickeln , " aber es öffnet sich
ein vielversprechendes Feld " . Spanische Medien wollen aus Regierungskreisen
gehört haben , dass es dabei auch um Informationen gehen soll , die mit dem von
der NSA betriebenen Lauschsystem Echelon gewonnnen werden . Echelon wurde von
Piqué allerdings nicht explizit erwähnt . Auch von einem Sprecher des spanischen
Regierungschefs José Maria Aznar wurde der Einsatz von Echelon nicht bestätigt -
aber auch nicht gänzlich verneint . In Spanien wurde jedenfalls Bush von Aznar
freundlich empfangen , der diesem etwa auch mit dem geplanten
Raketenabwehrschild oder der Ablehnung des Klimaabkommens entgegenkam , wofür
dem spanischen Ministerpräsident von Bush Hilfe bei der Bekämpfung des
Terrorismus im eigenen Land versprochen wurde . Nach Informationen von El Pais
will Aznar bestimmte Technologien aus den USA einsetzen können , deren Ausfuhr
auch in befreundete Staaten verboten ist . Dabei würde es sich etwa um Programme
zum schnellen Knacken von verschlüsselten E-Mails oder Daten auf Disketten von
ETA-Mitgliedern handeln . Ob aber das Belauschen der Kommunikation etwa über das
Echelon-System zum ausgehandelten Paket gehört , ist unbekannt und , wie EL Pais
schreibt , " delikat " . Nach dem vorläufigen Bericht des Echelon-Ausschusses
des Europäischen Parlaments ergibt sich nur eine Verletzung von EU-Recht , wenn
ein Mitgliedsland ein Echelon-ähnliches System zur Wirtschaftsspionage
missbraucht . Zur Bekämpfung des Terrorismus oder zum Schutz der nationalen
Sicherheit könnte es hingegen eingesetzt werden . Spanien wird im Bericht neben
anderen EU-Mitgliedsländern wegen dem Fehlen einer ausreichenden
parlamentarischen Kontrolle des Geheimdienstes kritisiert . Mehr in Telepolis :
Gegen die ETA mit Echelon ? Wo ist der deutsche ICANN-Kandidat ? Fünf der 19
Direktoren des Verwaltungsrats darf die Internet-Community im Oktober selbst
wählen . Die Wahl wird allgemein als ein Experiment angesehen , elektronische
Demokratie und Abstimmungen über das Netz voranzutreiben . Da ICANN mit der
Aufsicht über die Netzadressen über eine der wichtigsten Ressourcen im
Cyberspace bestimmt , ist eine Einflussnahme auf das Gremium zudem für Firmen
wie Politiker von größtem Interesse . Die Besorgnis über die Zukunft von ICANN
hat die SPD-Politikerin nun dazu veranlasst , eine Email an mehrere Verbände aus
dem Computer- und Telekommunikationsbereich zu senden und so die Werbetrommel
für die ICANN-Wahl zu rühren . Empfänger der am Donnerstag Abend versendeten
elektronischen Nachricht waren u. a. die Initiative zur Informationsgesellschaft
D21 , der Lobbyverband Bitkom , Konzerne wie Hewlett Packard , IBM , die
Deutsche Telekom oder Siemens und Forschungseinrichtungen wie die GMD . Die
Liste der ICANN-Mitglieder führt momentan Japan , wo vor einer Woche das in
Yokohama abgehaltene jüngste ICANN-Treffen die Unternehmung ins Rampenlicht
gestellt hat , mit 20261 Registrierungen an , es folgen die Vereinigten Staaten
mit 12115 Surfern . Aus afrikanischen Staaten haben sich bislang nur
Einzelpersonen bei ICANN eintragen lassen . Insgesamt haben sich 52652
Internetbenutzer registrieren lassen , überwiegend Männer übrigens . Mehr in
Telepolis : ICANN-Kandidat verzweifelt gesucht . " Das Medium ist die Botschaft
" Auch wer ansonsten kaum etwas von McLuhan gehört oder gar gelesen hat , kennt
zumindest einige seiner bekannten Slogans : Die durch die Schrift verlorene
Sinnlichkeit kehrt mit den neuen Medien wieder zurück . Dann wurde es zunehmend
ruhiger um den wichtigsten Kommunikationswissenschaftler Kanadas , der erst
wieder mit dem Internet entdeckt wurde . 1980 starb McLuhan an einem Herzschlag
. Mehr in Telepolis : McLuhan , Magier des Medienzeitalters . Autoritäre
Herrschaftssysteme profitieren vom Internet In China wurden Tausende von
Internetcafes wegen angeblicher Sicherheitsmängel geschlossen . China versucht
wie andere Staaten , beispielsweise Saudi-Arabien , mit Filtern den Zugang zu
unerwünschten Inhalten zu blockieren . Die Taliban-Regierung in Afghanistan hat
neben zahlreichen anderen Verboten auch die Benutzung des Internet untersagt .
Andere Regimes wie im Irak oder in Birma versuchen , möglichst den Zugang zum
Internet zu beschränken . Doch haben die Feinde des Internet es wirklich in der
Hand , das Internet in ihrem Sinn zu kontrollieren ? Ein Studie über die
Kontrolle des Internet durch autoritäre Regimes will den oft geäußerten Glauben
widerlegen , dass das Internet Herrschaftsstrukturen untergräbt und
demokratisierende Eigenschaften hat . Hingegen hätten zahlreiche Fallstudien
gezeigt , dass autoritäre Regierungen sehr wohl in der Lage seien , die sie
bedrohenden Folgen der Internetnutzung abzuwehren . Überdies würden sie das
Internet benutzen , um ihre Macht zu stärken . Als Beleg dienen den Autoren
China und Kuba , die verschiedene Strategien anwenden . Gleichzeitig aber soll
die Internetverwendung durch scharfe Strafen , Filter und Überwachung im Sinne
des Regimes kontrolliert werden . Kuba hingegen kontrolliert den Zugang zum
Internet , indem es nur wenigen Organisationen und Personenkreisen die
Internetnutzung erlaubt . Die Autoren haben allerdings bei der Aufzählung der
Regierungsaktivitäten versäumt nachzufragen , welche Wirksamkeit diese wirklich
haben , zumal das , was Menschen trotz Verbote und Zensur machen , nicht gerade
in aller Öffentlichkeit geschieht . Überdies ist auch technisch nahezu unmöglich
, tatsächlich jede unerwünschte Aktivität im Internet überwachen oder verhindern
zu können . Welche Auswirkungen die massenhafte Benutzung des Internet wirklich
haben wird , lässt sich überdies so schnell sicher nicht feststellen Mehr in
Telepolis : Lässt sich das Internet wirksam von autoritären Staaten
kontrollieren ? Mail-Recycling mit Muelltonne.de Besonders die aufdringlichen
Spams belasten unseren elektronischen Briefkasten und unsere Aufmerksamkeit .
Jetzt brauchen wir sie nicht mehr zu löschen , sondern können den digitalen
Schrott mit Muelltonne.de entsorgen . Die Mülltonne hat leider nur zur Folge ,
daß der Briefkasten noch voller und die Datenautobahn noch verstopfter wird .
Aber das ist halt so bei Mülltonnen im Netz . Und so sieht dann die zerlegte
Meldung aus : Wir sind dieser Aufforderung sofort nachgekommen und senden Ihnen
anbei Ihren eMuell aufbereitet und zur Wiederverwendung bereit zu unserer
Entlastung zurueck . Ihre eMail wurde wie folgt zerlegt : usw. " Wer will , kann
ja nachzählen , ob wirklich nichts verloren ging oder dazu geschmuggelt wurde .
Das wäre doch sehr erfreulich . Kampagne : Das Netz ist kein Pranger Das Netz
wird mit der Veröffentlichung der Videoaufzeichnung der Clinton-Vernehmung nicht
nur technische Internet-Geschichte schreiben und sich einem Test als
Massenmedium unterziehen , sondern es greift auch , wie vermutlich niemals zuvor
, in das Leben eines Politikers ein . Doch gleich , ob es sich um den
Präsidenten der USA oder um eine andere Person handelt , so ist die
Veröffentlichung intimer Informationen , die aus einem Ermittlungsverfahren
hervorgegangen sind , ein schwerer Eingriff in das Recht auf Privatheit .
Zumindest in Deutschland gibt es jetzt eine Initiative , die die Politik und das
Internet vor derartigen " Neuerungen " bewahren will , auch wenn sie
selbstverständlich keine Folgen haben wird und sowieso viel zu spät kommt .
Freedom for Links hat jetzt eine Kampagne gestartet : Das Netz ist kein globaler
Pranger . Ermittlungsakten gehörten nicht ins Internet . Ein paar haben die
Petition bereits unterschreiben und beansprucht , daß sie die Veröffentlichung
des Starr-Reports und jetzt des Videos als Verstoß gegen das Recht der Menschen
betrachten , solange als unschuldig angesehen zu werden , bis die Schuld in
einem Verfahren nachgewiesen ist . Verstoßen habe man dadurch auch gegen die
Netiquette des Internet , die verlange , daß man jedem Respekt entgegenbringe
und dessen Intimsphäre wahre . Man fordert Starr und den Kongreß auf , sich von
dieser Praxis zu distanzieren und von weiteren derartigen Veröffentlichungen
abzusehen . Mehr in Telepolis : Das Internet als Pranger . Hisbollah als Opfer
des Infowar Die radikal-islamische Guerilla-Organisation Hisbollah meldet , dass
ihre offizielle Website www.hizbollah.org seit dem 7. Oktober nicht mehr
erreichbar sei . An diesem Tag hatten Hisbollah-Kämpfer drei israelische
Soldaten gefangen genommen , worauf die Website anscheinend wegen zu vieler
Aufrufe zusammengebrochen ist . Israel führe " einen technologischen Krieg gegen
die Hisbollah " , indem die Website mit " Millionen von Aufrufen " lahmgelegt
worden sei . Der Webmaster der betroffenen Website , Ali Ayoub , sagte gestern ,
dass der Verkehr 30 Mal höher als sonst gewesen sei , was sich aber nicht einem
plötzlich gestiegenen Interesse an der Hisbollah verdankt habe : Normalerweise
könne man zwischen 100000 und 300000 Hits verzeichnen . Das klingt nicht nach
einem besonders dramatischen " Krieg " . Allerdings scheint der Webmaster daran
gerade zu arbeiten , Inhalte lassen sich keine sehen . Dafür funktionieren
einige andere Spiegelsites , beispielsweise www.geocities.com/hizbollah2000lb .
Wie man dem Text entnehmen kann , scheint der angeblich von Israel entfesselte "
technologische Krieg " , vornehmlich von " falschen Lesern " aus Israel , den
USA und Kanada ausgegangen zu sein , die Ayoubs Website auf " feindliche " Weise
besuchten hatten . Schuld an der Kalamität des Servers von www.hizbollah.org
seien die Menschen , die " in den USA für das Internet verantwortlich sind " und
solche Angriffe zulassen . In ein paar Tagen soll , wie Ayoub verspricht ,
www.hizbollah.org jedenfalls wieder ans Netz und dann auch alle Aufrufe
verkraften , die kommen , selbst wenn sie von Feinden mit " gewaltigen
Kapazitäten " kommen , die nur so tun , als wollten sie sich über Hisbollah
informieren . Mehr in Telepolis : Die Hisbollah im Infowar . Kino beim
U-Bahnfahren Kino entsteht im Kopf . Das Daumenkino macht diesen
Konstruktionsprozeß bewußter , funktioniert aber nach dem gleichen Prinzip .
Derselbe Animationseffekt stellt sich allerdings auch ein , wenn die Bilder
stehen und der Betrachter sich an ihnen vorbeibewegt : Für die Bewegung sorgt im
neuesten Berliner " Kellerkino " am dem 24. Oktober die U-Bahn zwischen den
Stationen Zoologischer Garten und Hansaplatz im ( westlichen ) Zentrum der
Hauptstadt . Die Standbilder , die sich für den Passagier im Vorbeifahren zu
einem Film zusammenmontieren , werden von 900 Diaprojektoren auf die 545 Meter
lange " Leinwand " geworfen . " Kinoqualität " sollen die von den
U-Bahnpassagieren nur mit ihrem Fahrtticket bezahlten Filmvorführungen erreichen
, wirbt die MetroCinevision GmbH , die der Wahlberliner Moser-Metius extra für
das Projekt gegründet hat . Das geht nicht ohne erheblichen technischen Aufwand
: " Keine U-Bahn fährt mit konstanter Geschwindigkeit " , erläutert Matthias
Ristow von der Potsdamer Firma Optronik , die den überdimensionierten "
Filmprojektor " entwickelt hat . Abtastpunkte messen daher die tatsächlich
gefahrene Geschwindigkeit eines Zuges und geben die Werte an den Zentralrechner
der Projektionsanlage weiter . Vom Computergehirn werden die
Einzelbildprojektoren dann synchron so gesteuert , daß in den Köpfen der
U-Bahnfahrer der richtige Film abläuft und die Bilder 30 mal in der Sekunde
wechseln . Die U-Bahn selbst muß dazu mindestens mit einer Geschwindigkeit von
65km/h an der Leinwand vorbeibrausen , weshalb nicht die gesamte Länge des
Tunnels zwischen den beiden Stationen für die Schau " bespielt " werden kann .
Immerhin reicht die bleibende Nutzfläche für 30-Sekünder - eine ideale Länge für
Werbespots . Geplant ist bereits die Bespielung weiterer U-Bahnen , und auch für
die Projektion auf Schallschutzwänden bei Hochgeschwindigkeitszügen wäre die
Technik nach ihrem Erfinder geeignet . Mehr in Telepolis : Kino goes Underground
. Entscheidung über Bund-Länder-Kommunikationsrat verschoben Im
Koalitionsvertrag der neuen Regierungskoalition wurde auf die Forderung nach
Einrichtung eines Bund-Länder-Kommunikationsrates verzichtet . Zahlreiche
Angebote im Internet fallen nach der dualen Gesetzgebung durch das Informations-
und Kommunikationsdienstegesetz ( IuKDG ) und den Mediendienstestaatsvertag der
Länder unter unterschiedliche Zuständigkeiten . Nicht nur Provider fürchten
daher seit Verabschiedung der Gesetze die daraus resultierenden Rechts- und
Kompetenzstreitigkeiten . Wie aus Kreisen der SPD bekannt wurde , hatte sich die
designierte Bildungsministerin Edelgard Bulmahn während der
Koalitionsverhandlungen gegen die Etablierung des Kommunikationsrates
ausgesprochen . Bulmahn hatte behauptet , dieser sei in verschiedenen Ländern
umstritten , und sich damit durchgesetzt . Ihr Argument ist jedoch so nicht
richtig : Der Kommunikationsrat war längst unter den SPD-Ländern abgestimmt .
Bulmahns Argument sei " unsinnig " , hieß es von Seiten einiger Staatskanzleien
in einer ersten Reaktion . Der SPD-Bundestagsabgeordnete Jörg Tauss sieht in
Bulmahns Eingreifen jedoch nur ein Mittel , um sich " Luft zu verschaffen " .
Das Thema werde jedoch in dieser Legislaturperiode sicherlich wieder auf den
Tisch kommen . Immer noch ist unklar , wieviel Bulmahns Ministerium vom Bereich
der Forschungs- und Technologiepolitik an das Wirtschaftsministerium abgeben muß
. Vermutlich handelt es um den Bereich der industrienahen Forschung und die
Betreuung von kleinen und mittleren Unternehmen . ( Christiane Schulzki-Haddouti
) Siehe auch in Telepolis : Schlaglichter auf die künftige IT-Politik und von
Ute Bernhardt/Ingo Ruhmann : Die Zukunft der IT-Politik - Die Aufgaben der neuen
Regierung . WebTV-Skandal erster Anwendungsfall für EU-Datenschutzrichtlinie ?
Nicht zuletzt die Enthüllungen um WebTV ( siehe Meldung vom 13.10 ) hatten auch
in den USA Verbraucher in Sachen Datenschutz aufgeschreckt . Der Virtuelle
Ortsverein der SPD warnt nun davor , daß auch im deutschen WebTV-Projekt , das
die Firma zusammen mit der Deutschen Telekom zur Zeit erprobt , Daten an
Werbefirmen zum Zwecke einer zielorientierten Werbung weitergegeben werden
sollen . Die Beteiligten gehen bei dem Projekt angeblich von Gewinnen in
Milliardenhöhe aus . Werner Schmidt , Wirtschaftsreferent beim
Bundesbeauftragten für Datenschutz , hält ein solches Vorgehen für strafbar :
Telekom-Sprecher Jörg Lammers versicherte jedoch , daß die Telekom sich " an
geltendes Recht hält " . Damit kann allerdings nur deutsches Recht gemeint sein
, sobald ein deutscher Nutzer ein Angebot aus den USA aufsucht , wird er von den
deutschen Datenschutzvorschriften nicht mehr zureichend geschützt .
US-Wirtschaftsstaatssekretärs David Aaron hatte während seines
Deutschlandbesuchs in der letzten Woche optimistisch konstatiert , daß es
zwischen der EU und den USA eine grundsätzliche Übereinstimmung im Bereich des
Datenschutzes gäbe , die die Aufnahme konkreter Verhandlungen erlaube . David
Aaron : " Es geht uns darum , den europäischen Bürgerinnen und Bürgern zu
versichern , daß ihre Daten , wenn sie über den Atlantik gehen , nicht an
unbefugte Dritte weitergegeben werden , und auf der anderen Seite den US-Firmen
weitere Geschäftsfelder in Europa zu eröffnen , wenn sie bereit sind , sich an
gewisse Spielregeln zu halten . " Der VOV bleibt dennoch skeptisch : Im Streit
um die EU-Datenschutzrichtlinie fordert der Virtuelle Ortsverein der SPD ( VOV )
nun ein zwischen Europa und den Vereinigten Staaten abgestimmtes
Datenschutzrecht . " Es geht darum , daß wir auf die globale Herausforderungen
reagieren , ohne dabei unsere Position zu schwächen " , so Arne Brand , der
Pressesprecher des VOV . ( Christiane Schulzki-Haddouti ) Siehe auch in
Telepolis : Kommt es zum Datenembargo ? sowie Microsofts Umgang mit
Benutzerdaten bei WebTV . Der " Dritte Weg " führt über das Internet Clinton
preist auf einem Treffen von Regierungschefs das Internet als Jobmaschine an .
Dabei sollte es bei den Anhängern des " Dritten Wegs " um Alternativen zur
herkömmlichen Politik gehen . Bill Clinton forderte die Regierungen der
Industrieländer dazu auf , möglichst schnell einen Internetzugang für alle
Bürger zu schaffen , um das Wirtschaftswachstum zu fördern und die Armut zu
bekämpfen . Er schlug vor , sich dafür eine Frist zu setzen . Das Internet
sollte so weit verbreitet sein , wie dies jetzt das Telefon ist , denn eines der
größten Probleme der Industrieländer sei die " digitale Kluft " . Die
Computerbesitzer hätten einen großen Vorteil gegenüber den anderen . Einen
Internetzugang für alle in den Industrieländern zu schaffen , sei ebenso gut wie
alles andere , um die Ungleichheit der Einkommen zu reduzieren . Die
Industrieländer sollten auch bestrebt sein , möglichst viele Mobiltelefone und
Computerverbindungen " out there " in den ärmeren Ländern zu schaffen : Mehr in
Telepolis : Der " Dritte Weg " und das Internet . PC-Urheberabgabe : " Sachliche
Diskussion hat begonnen " Im Streit um die Urheberrechtsabgaben auf PCs haben
die Verwertungsgesellschaften VG Wort und VG Bildkunst eine Abgabe von 30 Euro
pro PC festgelegt , die ab sofort verbindlich sei . Die Abgabe deckt nur die
Rechte für privates Kopieren von Texten und Bildern ab . Die Gema , zuständig
für Musikrechte , hatte sich an dem Vorstoß nicht beteiligt . Angeblich stehen
hier Forderungen zwischen 23 und 41 Mark zur Entscheidung . Jörg Menno Harms ,
Vizepräsident des Bundesverbands Informationswirtschaft , Telekommunikation und
neue Medien ( BITKOM ) befürchtet , dass man insgesamt für einen vollständig
ausgestatteten PC mit Peripherie der niedrigsten Leistungsklasse mit einer
Preissteigerung um 180 Mark rechnen müsse . Er hat sich deshalb gemeinsam mit
BITKOM-Präsident Volker Jung schriftlich an Bundeskanzler Gerhard Schröder
gewandt , damit dieser vermittelnd tätig werde . Die beiden Verbandschefs
fordern , dass erst einmal eine gemeinsame Projektgruppe aus Politik ,
Ministerien und Wirtschaft etabliert werden soll , um Empfehlungen auszuarbeiten
, " wie das Urheberrecht an die Gegebenheiten der digitalen Welt angepasst
werden kann " . Das Bundesjustizministerium zeigt sich zunächst einmal vom
Vorstoß der beiden Verwertungsgesellschaften erleichtert , weil es damit hofft ,
selbst aus der Schusslinie zu geraten . Überdies werden die Forderungen " nicht
von uns erhoben und sie sind keine Folge gesetzgeberischen Handelns im
Bundesministeriums der Justiz " . Gleichwohl stünden die Forderungen auf der
Grundlage geltender Gesetze und würden " im Namen und Nutzen der Urheber
geschützter Werke " erhoben . Kritik am BGH-Urteil gegen Holocaust-Leugner Der
Versuch des Bundesgerichtshofs , im Fall des Holocaust-Leugners Fredrick Töben
deutsches Recht weltweit auszudehnen , stößt international nicht auf besondere
Gegenliebe und verstärkt vor allem die kulturelle und politische Kluft zu den
USA . Esther Dyson wirkt leicht frustriert : " Die Balkanisierung des Internet
ist unvermeidlich " , fürchtet die ehemalige Vorstandsvorsitzende der
kalifornischen Domainverwaltungsorganisation ICANN mit Blick auf die
Entscheidung des 1. Strafsenat des Karlsruher Gerichts . Als Direktor des
Adelaide Institute in Australien hatte der promovierte Wissenschaftler Töben
nach Ansicht des Gerichts " volksverhetzende Äußerungen " auf der Website des
Instituts publiziert , die unter das Verbot der " Auschwitzlüge " fallen . Da
der ausländische Server auch Internetnutzern in Deutschland zugänglich sei ,
hatte der Bundesgerichtshof darin eine Gefahr für das " Inland " erkannt .
Verschiedene Rechtsprechungen machten durchaus Sinn - solange sich die Surfer
frei von einer nationalen Jurisdiktion zur nächsten bewegen könnten .
Problematisch würde die Sache allerdings , wenn ein Gericht eines Landes wie im
Fall des BGH sich plötzlich darauf versteife , dass " meine Regeln überall
gelten sollten " . Der Berliner Hacker Andy Müller-Maguhn , den die europäischen
Surfer im Oktober in den ICANN-Vorstand gewählt haben , geht in seiner Kritik
noch weiter : Seiner Meinung nach ist der Erlass des Bundesgerichtshofs derzeit
eine der unglücklichsten Entscheidungen " im Internet-Kontext überhaupt " . Der
Sprecher des Chaos Computer Clubs fürchtet um die Auswirkungen , " wenn andere
Länder auch nur ansatzweise sich an dem Grundsatz orientieren würden , dass ihre
Regeln und Sanktionsmaßnahmen im Bezug auf Meinungsäußerungsrechte auch für im
Ausland handelnde Bürger anderer Staaten gelten " . Deutsche Studenten müssten
dann etwa für die etwaige Teilnahme an Diskussionsforen im Web bei der Einreise
nach China gleich mit einer " einstweiligen Erschießung " rechnen , zeichnet
Müller-Maguhn ein Horrorszenario auf . " Der Bundesgerichtshof hat eine
Entscheidung mit verheerender Signalwirkung gefällt , deren direkte Durchsetzung
darüber hinaus höchst fragwürdig ist . " " Fatal wäre es gewesen , wenn der
Bundesgerichtshof auch Provider zur Verantwortung gezogen hätte , über die die
Töben-Site abrufbar ist " , kommentiert der Politiker die Entscheidung . Die
Daten-Übermittler seien allerdings explizit aus der Geschichte rausgehalten
worden . Mehr in Telepolis : Kann ein Land über die Rechtsmaßstäbe im globalen
Internet bestimmen ? Das polnische Innenministerium der rechtskonservativen
Regierung von Jerzy Buzek hat den Entwurf einer neuen Verordnung vorgelegt , die
eine Art polnischen " Großen Lauschangriff " ermöglichen würde .
Telefongesellschaften , Internet-Provider oder Speicherplatzanbieter müssen nach
der Gesetzesvorlage dafür sorgen , dass Geheimdienstmitarbeiter und andere "
berechtigte Staatsorgane " rund um die Uhr unbemerkt an jede beliebige Nachricht
gelangen können . Besonders die kleinen Internet-Firmen könnten dadurch in den
Ruin getrieben werden , weil die teuren Abhöranlagen von den Unternehmen selbst
gekauft und betrieben werden müssen . Die Diskussion wird bislang vor allem von
den Themen " Geld " und " Technik " bestimmt . Dass weniger von den
Menschenrechten gesprochen wird , ist durchaus erklärbar , denn in Polen fehlt
es an entsprechenden Traditionen . Der Entwurf stammt überdies von denselben
Menschen , die vor 20 Jahren gegen Beobachten und Abhören der Bürger gekämpft
haben . Sie oder ihre Nachfolger sind es , die jetzt in der von " Solidarnosc "
gebildeten Regierung sitzen . Mehr in Telepolis : Die Abhörpläne des polnischen
Innenministeriums könnten schon am Geld scheitern . Man of the Year : Intels
Andrew Grove Seit 1928 ernennt die Time jedes Jahr eine wichtige Persönlichkeit
zum Menschen des Jahres . Meist sind es Politiker , manchmal religiöse Führer
oder Wissenschaftler . 1982 war es der Computer , der in die Schulen , Büros und
Heime vordrang , 1991 Ted Turner , der mit CNN eine planetare Politik schuf ,
letztes Jahr David Ho , der den AIDS-Virus identifizierte . Für das Jahr 1997
erwählte man nicht Lady Di und auch nicht Bill Gates , der ins Kreuzfeuer der
Kritik geriet , sondern Andrew Grove , den Vorsitzenden und CEO von Intel , zum
Helden der " digitalen Revolution " mit ihrer neuen globalen Ökonomie . 1997 ist
ein symbolisches Jahr , denn für die Time hat die digitale Revolution vor 50
Jahren mit der Erfindung des ersten Transistors begonnen . Intel stellt 90
Prozent der Mikroprozessoren für PCs auf der Welt her , die die Dynamos des "
digitalen Zeitalters " sind . Zur Geschichte des Computers gibt es in Telepolis
einen Beitrag von Rudy Rucker : Dinosauriermaschinen und die Lust am Hacken .
Eine kurze Geschichte der Computer . Überdies die Glosse Andrew Grove und die
Versprechungen des digitalen Zeitalters . TiVo - Revolution des Fernsehens Mit
eigens entwickelten MPEG-Prozessorchips , Speichersystemen und einer Datenbank
wird es möglich , auch Live-Fernsehsendungen wie beim Videorekorder zu
unterbrechen , vorwärts und rückwärts zu spulen und Aufnahmen in Slow-Motion
anzusehen . Bis zu 20 Stunden können aufgenommen werden - und der Benutzer der
Technik , die TiVo an Fernsehsender und Set-Top-Hersteller verkaufen will , kann
mittels eines Agenten seine TV-Wünsche personalisieren . Der Agent lernt durch
das Konsumverhalten , durchsucht das angebotene Programm , empfiehlt Sendungen
und speichert sie . Ebenfalls integriert ist eine Suchmaschine .
Personalisierung aber heißt natürlich auch , daß das Verhalten des Benutzers
registriert wird . Angeblich sollen die persönlichen Daten , die lokal
gespeichert und jeden Tag zu TiVo-Servern übertragen werden , geschützt bleiben
. Man kann entscheiden , ob man demographische Daten zur Verfügung stellen will
. TiVo hat nämlich die Absicht , endlich wie im Web auch die Fernsehwerbung
personalisieren zu können . Einen Internetzugang hat TiVo allerdings nicht
vorgesehen . Mehr in Telepolis : Endlich beobachtet auch der Fernseher den
Zuschauer . International Lyrics Server wegen Copyright-Verletzung geschlossen
Letzte Woche mußte der International Lyrics Server ( ILS ) in der Schweiz
schließen , nachdem die National Music Publishers' Association angekündigt hatte
, daß mehrere amerikanische Musikfirmen , darunter Warner/Chappel Music Inc.
oder Polygram Music Publishing , eine Klage wegen Copyright-Verletzungen erhoben
haben . Die Schweizer Polizei war schnell und konfiszierte gleich die Computer
und die Datenbank der Website als Beweismittel . Die Polizei ermittelt daher
nicht nur gegen den Betreiber der Website wegen einer einfachen Verletzung des
Urheberrechts , sondern auch wegen gewerbsmässigen Vorgehens . Möglicherweise
hat sich auch der Provider zu verantworten . Eine erste Anhörung findet heute
statt . Mehr in Telepolis : Copyright-Präzedenzfall . Robot-Fisch mit
Froschmuskeln Im Roboterkörper befindet sich ein Mikroprozessor , der
elektrische Impulse zu den Muskeln sendet , die an den beiden hinteren Seiten
des runden Körpers angebracht sind . Sehnen führen von den Muskeln an die Spitze
( den " Kopf " ) und an das Ende ( den " Schwanz " ) , sodass der Fisch
beziehungsweise Frosch sich durch Schwänzeln fortbewegt . Der Roboter kann
gestartet , angehalten , nach links oder rechts gesteuert werden . Er bewegt
sich recht flott mit einer Maximalgeschwindigkeit von 60 mm in der Sekunde .
Versorgt werden die Muskeln mit Glukose , die sich im Wasser befindet . Die
Muskeln halten allerdings nur sieben Stunden ohne die Verbindung mit einem
Körper durch . Herr arbeitet eigentlich an künstlichen Gliedmaßen ,
beispielsweise an Beinprothesen und an zweibeinigen Robotern . Der
Wissenschaflter sieht aber einige Vorteile , wenn diese nicht durch Motoren ,
sondern durch wirkliche Muskeln bewegt werden könnten . Diese künstlich
aufgezogenen Muskeln , " Myooide " genannt , können immerhin schon ein paar
Monate überleben und aufgrund elektrischer Impulse bewegt werden . Ihre Kraft
ist aber noch wesentlich geringer als die von normalem Muskelgewebe . Primär
dienen diese Muskelgewebe der medizinischen Forschung : Beim Testen von
Substanzen an Muskelgewebe müssen weniger Tierversuche gemacht werden . Bob
Dennis denkt allerdings auch noch weiter und könnte sich vorstellen , dass die
künstlich gezüchteten Muskelzellen mit ihren Proteinen auch als Nahrung dienen .
Allgemein sieht er jedenfalls ein profitables Geschäftsfeld , schließlich
besteht der erwachsene menschliche Körper fast zu 40 Prozent aus Muskeln . Mehr
in Telepolis : Die Entwicklung des Robotfisches wird vom Pentagon finanziert .
USA : Besteuerung des ECommerce bleibt umstritten Obwohl sich die US-Regierung
in internationalen Gremien wie der WTO für eine Steuerfreiheit für den ECommerce
stark gemacht hatte , bleibt das Thema auch innerhalb der USA weiterhin
umstritten . Kritik an der Steuerfreiheit für den ECommerce kommt vor allem aus
den Reihen der Bundesstaaten , für die mit dem Verzicht auf die Mehrwertsteuer
eine der wichtigsten Einnahmequellen verloren gehen könnte , aber auch von den
traditionellen Unternehmen , die weiterhin Mehrsteuern abführen müssen und sich
dadurch benachteiligt sehen , selbst wenn sie auch auf ECommerce setzen .
Gegenwärtig ist es so , dass Firmen dort , wo sie einen Sitz haben und physisch
präsent sind , Steuern abführen müssen . Wie das aber bei ECommerce-Unternehmen
festzulegen wäre , ist ein umstrittenes und ungelöstes Problem . Unternehmen ,
die Lager oder Filialen in vielen Bundesstaaten haben , wären durch eine
Steuerfreiheit für den ECommerce klar gegenüber Internethändlern , die nur in
einem Land einen physischen Sitz haben , benachteiligt . Auf dem letzten Treffen
der Expertenkommission am 20. und 21. März in Dallas wurde jedenfalls keine
Einigung erzielt . Für die Annahme eines Vorschlags wäre eine
Zweidrittelmehrheit notwendig , die aber für eine Weiterführung des Moratoriums
nicht zustande kam . Die Mehrheitsmeinung , die von der Koalition von James
Gilmore , Gouverneur von Virginia und Vorsitzender der Kommission , vertreten
wird , will dem Kongress gleichwohl ein fünfjähriges Moratorium für
Internetsteuern vorschlagen . Gilmore fordert überdies auch eine
Vereinheitlichung der Mehrwertsteuer , die in den Bundesstaaten jeweils
unterschiedlich erhoben wird und von der auch verschiedene Waren betroffen sind
. Die Vertreter der US-Regierung enthielten sich ihrer Stimme , da kein
wirklicher Konsens über einen Vorschlag zustande kam . Die
Präsidentschaftskandidaten Bush und Gore äußern sich zu dem heißen Thema bislang
nur höchst vage , um niemanden zu verprellen . Weitgehend einig ist man sich
jedoch , dass jede mögliche Regelung für die Besteuerung des ECommerce vorsehen
müsse , dass möglichst wenig persönliche Daten von Kunden erhoben und gesammelt
werden . Eine Besteuerung könnte dazu führen , dass die Behörden mehr
Informationen über das Verhalten der Bürger im Internet erhalten würden . Mehr
in Telepolis : Keine Einigung beim Thema Internetsteuern . Echelon :
Wirtschaftsspionage und Belauschen von NGOs ? Der Ex-CIA-Direktor James Woolsey
hatte letzte Woche noch einmal in einem Wall Street Artikel eine Attacke gegen
die Aufgeregtheit der Europäer über Echelon und die mit dem Lauschsystem
möglicherweise betriebene Wirtschaftsspionage geschrieben und dabei betont ,
dass amerikanische Geheimdienste " nur " im Falle von Bestechung europäische
Unternehmen belauschen , aber diese Informationen nicht US-Unternehmen zukommen
lassen , zumal die es wegen der technischen und wirtschaftlichen Überlegenheit
sowieso nicht nötig hätten , im Wettbewerb auf Geheimnisse zurückzugreifen .
Duncan Campbell , Autor des STOA-Berichts an das Europäische Parlaments , der
für die Unruhe gesorgt hatte , sagt , dass Woolsey zwar Recht habe , aber doch
nicht ganz . Aber die Weitergabe von Informationen geht über Kanäle zu Behörden
wie dem Wirtschaftsministerium oder dem Weißen Haus . Diese Politiker und
Regierungsangestellten treffen die Entscheidung , ob Informationen über
Unternehmen auch außerhalb der Regierung weiter gegeben werden . Dänische
Journalisten des Ekstra Bladets sagen , sie hätten Belege dafür gefunden , dass
die NSA mit Echelon nicht nur Leute wie Saddam Hussein , Osama Bin Laden ,
Milosevich oder andere " Bösewichter " belauscht , sondern auch Hacker , NGOs
oder Organisationen wie das Rote Kreuz auf das Korn nimmt . Inzwischen wurden
die Webseiten mit den Dias gesperrt , was vermuten lassen könnte , dass an der
Behauptung der Journalisten doch etwas dran sein könnte . Mehr in Telepolis :
Wirtschaftsspionage mit Echelon ? sowie Neues NSA-Patent für holografischen
Datenspeicher . Datenschützer kritisiert Abkommen zur Cyberkriminalität Der
schleswig-holsteinische Landesdatenschutzbeauftragte Helmut Bäumler versucht mit
einer Stellungnahme , die rechtsstaatlichen Grundsätze bei der Bekämpfung der
Cyberkriminalität zurechtzurücken . So fordert Bäumler , dass starke
Verschlüsselungsverfahren und andere Sicherheitssoftware für die Bürger frei
verfügbar sein sollen . Dabei müssten die Europäische Union und die nationalen
Regierungen die Forschungen und Entwicklungen in dem Bereich finanziell fördern
. Unterstützt vom Bundeswirtschaftsministerium entwickelt das
schleswig-holsteinische Landesdatenschutzzentrum gemeinsam mit der Universität
Dresden einen Anonymisierungsdienst für die Internet-Kommunikation . Noch immer
berät der Europarat ein Abkommen zur Cyberkriminalität . Bäumler kritisiert ,
dass der Entwurf ausgearbeitet wurde , " ohne die in diesem rechtspolitisch
sensiblen Bereich erforderliche Transparenz und Beteiligung demokratisch
legitimierter Entscheidungsträger sicherzustellen " . Er fordert die
EU-Kommission auf , eine koordinierende Rolle für die parlamentraische
Diskussion des Entwurfs in den Mitgliedsstaaten zu übernehmen . Nur so könnten
die Ergebnisse des Diskussionsprozesses innerhalb der Europäischen Union
berücksichtigt werden . Bäumler kritisiert unter anderem das geplante Verbot von
Hacker-Tools , das die Strafnormen des Abkommens vorsehen . Nutzer müssten auch
künftig ihre Computersysteme durch Simulation auf Anfälligkeiten gegenüber
Fremdangriffe hin erproben können . Die Europarat-Konvention sieht zudem
weitreichende Grundrechtseingriffe vor , so zum Beispiel bei der Überwachung der
Inhalte von individueller Kommunikation . Bäumler mahnt , dass eine Annäherung
staatlicher Rechtssysteme nicht einseitig der Polizei und Justiz mehr
Überwachungsmöglichkeiten einräumen dürfe . Schließlich äußert Bäumler "
gravierende Bedenken " gegen den Vorschlag der Kommission , die Zuständigkeit
Europols auf die Cyberkriminalität auszudehnen . Die Kompetenzen von Europol
würden dadurch in kaum abgrenzbarer Weise ausgeweitet . Schon jetzt ist Europol
für Computerdelikte zuständig , wenn sie mit grenzüberschreitender organisierter
Kriminalität zu tun haben . Mehr in Telepolis : Datenschutz und Grundrechte
müssen bei der Bekämpfung der Cyberkriminalität gewahrt werden . EU kritisiert
US-Vorschlag zur Domännamenvergabe Für Internetanbieter in den USA gibt es
bislang mehrere Top-Level-Domänen wie .com oder .edu , während die übrigen
Länder nur Landeskennzeichen haben . Die amerikanische Regierung hatte
angesichts des großen Bedarfs nach mehr Domänen im Februar den Vorschlag gemacht
, die Vergabe und Registrierung von Domännamen nicht mehr über die von der
National Science Foundation beauftragte Network Solutions Inc. , sondern künftig
über eine in den USA befindliche private , aber nicht-kommerzielle Gesellschaft
zu regeln . Damit haben die USA den in Genf von einer Koalition vieler
Unternehmen und Organisationen beschlossenen Plan unterlaufen , mit einem
Council of Registrars ( CORE ) neue Domännamen zu vergeben . Die gemeinsam vom
Europäischen Rat und von der Europäischen Kommission formulierte Stellungsnahme
bringt die Sorge zum Ausdruck , daß der Vorschlag nicht die Notwendigkeit einer
wirklich internationalen Regelung anerkennt . Trotz des globalen Charakters des
Internet würde er darauf hinauslaufen , daß die US-Justiz die Rechtsprechung
über das Internet für sich beanspruche . Probleme sieht die EU vor allem bei den
Markennamen und den Verfahren zur Konfliktlösung . Die bereits getroffenen
internationalen Vereinbarungn der World Intellectual Property Organization (
WIPO ) wären überdies im amerikanischen Vorschlag nicht aufgegriffen worden .
Gefordert werden " angemessene Wettbewerbsregeln " , die garantieren , daß die
neuen Strukturen keine Vorherrschaft von Unternehmen und Organisationen schaffen
oder verstärken , die mit der Aufsicht über das Internet beauftragt sind , oder
daß Abkommen oder Praktiken unter diesen den Wettbewerb beschränken oder
verhindern . Ein französisches Internet-Gesetz Während des Internetfestes war in
Frankreich einer der Höhepunkte eine gleichzeitig reale und virtuelle Sitzung am
Freitag und Samstag im Parlament . Diskutiert und verabschiedet wurde das
sogenannte Internet-Gesetz . Es wird als ein erster Schritt in der öffentlichen
Diskussion verstanden , wie man die französischen Gesetze den Gegebenheiten des
Internet anpassen und einen demokratischen Raum schaffen kann , der die
Grundprinzipien der Republik garantiert . Aber die Sitzung sollte auch dazu
dienen , der Öffentlichkeit einen Einblick in den demokratisches Prozeß zu
bieten . Zustimmung fanden das " Recht auf Anonymität " sowie die Forderungen ,
daß der Zugang zum Internet für alle eine Verpflichtung des Staates ist und die
Internet-Protokolle nicht privatisiert werden sollen . Mehr in Telepolis : Das
Internet-Gesetz . Bill Gates ist nicht mehr der reichste Mensch der Welt Nach
der jährlich von der Sunday Times erstellten Liste der reichsten Menschen steht
Bill Gates nicht mehr an erster Stelle . " Der Einbruch im Hightech-Sektor hat
Gates hart getroffen " , meint Philipp Beeresford , der die Liste
zusammenstellte . " Es war das Jahr , das den Cyberspace wieder zurück auf den
Erdboden brachte und die dauerhafte Attraktion der traditionellen Wirtschaft
zeigte . " Wal-Mart befinde sich in einem Wirtschaftssektor , der nahezu "
rezessionssicher " sei . Und wenn Bill Gates nicht aufpasst , dann schlagen ihn
noch zwei deutsche Brüder : Wieder Hacker im Pentagon-Netz Das Defense
Information System Network ( DISN ) stellt Hardware und Software für
militärische Computersysteme zur Verfügung . Mit DEM könne man , so MoD ,
Zugangspunkte zum militärischen Netz überwachen und schließen sowie die genaue
Position und die Frequenzen der Satelliten des Global Positioning System
feststellen . Damit lasse sich die " Realität der Gefahr eines information
warfare gegen die USA " erkennen . Natürlich aber könnten daran auch "
internationale Terroristengruppen " oder andere Regierungen interessiert sein .
Das Pentagon räumt ein , daß jemand in ein System , das als " Backbone für das
Verteidigungsministerium " diene , eingedrungen sei . Experten untersuchen , ob
die Hacker tatsächlich an geschützte Software herangekommen wären . DEM jedoch
sei kein klassifiziertes Programm . Massaker an US-Schule : Computerspiele und
Internet Auf das Massaker an der Columbine High School folgt wieder die Suche
nach den Ursachen der Gewalt . Dieses Mal fällt der Verdacht neben der Popkultur
auf das Internet und Computerspiele . Erst letzte Woche verklagten Eltern von
Schulkindern , die 1997 bei einem ähnlichen Massaker in Paducah , Kentucky ,
getötet wurden , die Produzenten des Films " The Basketball Diaries " . Leonardo
Di Caprio spielt hier die Rolle eines Schülers , der davon träumt , seine Lehrer
und Mitschüler zu erschießen . In den Traumszenen , in denen er dies ausführt ,
trägt er übrigens einen langen und schwarzen Trenchcoat , ein " Markenzeichen "
auch der Gruppe , der Dylan Klebold ( 17 ) und Eric Harris ( 18 ) angehörten .
Die Anklage stützt sich auf eine Aussage des Attentäters Michael Carneal , der
sagte , daß sein Entschluß zum Töten auch von dem DiCaprio-Film herührte . Die
Eltern klagten überdies Seagram und Sony als Produzenten von gewalttätigen
Computerspielen an . Dylan Klebold und Eric Harris hatten natürlich einen
Computer zuhause und einen Internetzugang . Die Computer wurden von der Polizei
beschlagnahmt , die Dateien , die Harris auf seiner Website hatte , wurden von
AOL sichergestellt , vom Netz genommen und der Polizei übergeben .
Offensichtlich waren beide Massenmörder leidenschaftliche Spieler von Doom und
Quake , die wegen ihrer realistischen Gewaltdarstellungen bekannt und in
Deutschland indiziert sind . Das Internet spielt möglicherweise bei dem Massaker
noch eine weitere Rolle , denn die Täter haben vielleicht die Anweisungen zur
Herstellung der Rohrbomben aus dem Internet bezogen . Um diesen Spuren
nachzugehen und mögliche Helfer oder Sympathisanten der beiden zu finden , will
das FBI jetzt ähnlich wie im Fall des Urhebers von Melissa Computerdateien und
Logfiles durchsuchen . Mehr in Telepolis : Medien und Gewalt . Clinton :
Initiativen gegen Cyberangriffe In einer Rede an der Naval Academy verkündete
der amerikanische Präsident Bill Clinton heute Initiativen gegen die " neue
Bedrohung des 21. Jahrhunderts " , die vom Einsatz der neuen Technologien und
der zunehmenden Öffnung der Welt ausgehe : Die Initiativen zielen auf eine
allgemeine Bekämpfung des Terrorismus und im besonderen auf den Ausbau des
Schutzes vor Angriffen auf die Computersysteme und vor der Bedrohung durch
biologische Waffen . Da die USA immer stärker von der Computertechnik abhänge ,
sei die Verwundbarkeit gegenüber Cyberangriffen real . Clinton wies dabei auf
das wiederholte Eindringen von Hackern in die staatlichen und militärischen
Computersysteme und auf den kürzlich geschehenen Ausfall des Satelliten hin ,
der Pagers , Bankautomaten , Kreditkartensysteme und TV-Netzwerke lahmgelegt
hatte . Solche Ausfälle könnten auch Terroristen , Kriminelle oder feindliche
Staaten bewirken . Für die Aufrechterhaltung der nationalen Sicherheit sei
entscheidend , daß Amerika weiterhin in der Forschung und Entwicklung führend
bleibe . Um Terrorismus , Cyberangriffe und biologische Waffen zu bekämpfen ,
müsse man zwar " extrem aggressiv " sein , aber gleichzeitig die Rechte des
einzelnen auf Privatheit wahren . Ein Spagat , der der amerikanischen Regierung
in letzter Zeit , wie beispielsweise bei der Kryptographie , nicht recht
gelingen will . Vor wenigen Tagen hatte der amerikanische Vizepräsident
vielleicht zum Ausgleich schon einmal eine Bill of Rights zum Datenschutz
angekündigt . Mehr in Telepolis über die Bill of Rights , die amerikanische
Aufrüstung gegen den Cyberterrorismus und über die wachsenden Gefahren der
chemischen und biologischen Kriegsführung . Türkische Regierung will das
Internet kontrollieren Mit der Presse- und Meinungsfreiheit ist es in der Türkei
nicht zum Besten gestellt : Jetzt hat der türkische Staatspräsident Necdet Sezer
sein Vetorecht benutzt und das Gesetz als undemokratisch abgelehnt . Es würde
auch das Versprechen gegenüber der EU , demokratische Reformen durchzuführen ,
brechen . Das Gesetz geht wieder an das Parlament zurück . Sollte Sezer nach
einer erneuten Vorlage wieder Einspruch erheben , müsste das Verfassungsgericht
entscheiden . Schon das bestehende Mediengesetz aus dem Jahr 1994 räumte der
Medienaufsichtsbehörde RTÜK ( Hoher Rundfunk- und Fernsehrat ) große Rechte
aufgrund höchst vager Kriterien ein , die auch gerne genutzt werden , um Zensur
auszuüben und Sendeverbote zu verordnen . Verboten werden können auch im neuen
Gesetz Sendungen oder Artikel , die die nationale Einheit des Landes bedrohen
oder gegen die Reformen Atatürks gerichtet sind , die Unterschiede zwischen
Menschen betonen und zu Hass oder Feindschaft führen oder gegen die
Moralvorstellungen der türkischen Familie verstoßen . Auch Depressionen sollen
sie nicht auslösen . Das neue Gesetz sieht vor , dass die Mitglieder der
Medienaufsichtsbehörde überwiegend von der Regierung gestellt werden können und
die Einschränkungen entfallen , die die Entstehung von Medienmonopolen
verhindern sollten . Sende- und Erscheinungsverbote sollen durch hohe
Geldstrafen ersetzt werden . Zur Kontrolle des Internet soll das Gesetz auch
alle Inhalte einschließen , die hier veröffentlicht werden . Websites werden
Fernsehsendern oder Zeitungen gleichgestellt und müssen in Zukunft bei
staatlichen Behörden angemeldet werden . Das Gesetz ist dabei so vage , dass
möglicherweise , wie Kritiker warnen , auch alle Homepages der Zensur der RTÜK
unterworfen und die Internetprovider für den Inhalt der von ihnen gehosteten
Seiten verantwortlich gemacht werden könnten . Mehr in Telepolis : Das Internet
soll dem Presserecht unterworfen werden . Roboter im Klassenzimmer Die Firma
Telbotics mit Sitz in Toronto hat sich auf Videokonferenzsysteme mit Robotern
spezialisiert , die Telepräsenz ermöglichen . Der einarmige Pebbles , dessen Arm
sich über einen Joystick heben läßt , sitzt anstelle des Schülers auf dessen
Platz . Vorgesehen ist überdies die Integration von einem Scanner und einem
Drucker , damit Lehrer und Schüler auch Schriftliches austauschen können . Die
Teilnahme am Unterricht soll angeblich den Gesundungsprozeß beschleunigen .
Siehe auch in Telepolis : Der telepräsente Schüler . Neuronen steuern direkt
einen Robotikarm Das Team von John Chapin an der MCP Hahnemann Universitiy
School of Medicine in Pittsburgh brachte , wie sie in Nature Neuroscience
schreiben , zunächst Ratten bei , Wasser von einem Robotikarm durch das Pressen
eines kleinen Hebels zu erhalten . Bei den gelehrigen Ratten wurde der
Robotikarm dann direkt mit den Mikroelektroden verbunden . Sie lernten
schließlich , den Robotikarm schließlich nur durch die " Gedanken " , also durch
die neuronalen motorischen Impulse , zu betätigen . Die Aufgabe war allerdings
nicht sehr schwer , denn der Robotikarm konnte sich nur in einer Richtung
bewegen . Mehr in Telepolis : Cyborg-Ratten . Berlin hat eine neue Partei Am 8.
Juni wurden " Die Digitalen " gegründet , die an den Wahlen zum Berliner
Abgeordnetenhaus am 10. Oktober teilnehmen wollen . Dafür braucht die neue
Partei allerdings noch 2.200 gültige Unterschriften von Wahlberechtigten aus
Berlin . Seit kurzem gibt es auch eine Website , auf der man unterschreiben kann
. Das Programm der neuen Partei , die bisher nur aus neun Mitgliedern besteht ,
ist bisher freilich noch eher sparsam , denn bei den " Digitalen " ist " der
Name Programm " . Und das lautet : Und das bedeutet : Das Vorbild für die
Entwicklung eines ausführlicheren Programms soll dabei übrigens die Open Source
Bewegung abgeben . Bei der Konkretisierung des Programms sollen die digitalen
Medien genutzt werden : " Die digitalen Infrastrukturen sollten es ermöglichen ,
wesentlich kostengünstiger und effizienter als die bisherigen Parteien zu
arbeiten . " ( Tilman Baumgärtel ) Mehr in Telepolis : Der Name ist Programm .
Premiere des ersten im digitalen Standard gedrehten , produzierten und
projizierten Films In neun Minuten erzählt Jungregisseur Sur Turhans Kurzfilm "
Gone Underground " , was mit Leuten passiert , die in der U-Bahn der Zukunft
nicht die Hinweisschilder beachten . Avid , Arri , Kirch , Sony und die Media!AG
förderten den Kurzfilm und pilgerten zahlreich zur Premiere nach München . Über
den Film redete da allerdings niemand . Die verwendete Technik ist schwer zu
beschreiben und heißt deshalb wohl kryptisch 1080/24p . " 1080 " bezeichnet die
bei Bildaufzeichnung und Wiedergabe erzielte Zeilenzahl : 1080 Stück mit jeweils
1920 Pixeln . Die " 24p " im Namen des Standards steht für 24 Vollbilder , die
pro Sekunde aufgezeichnet werden , ebensoviel wie bei traditionellen Filmkameras
. George Lucas wird " Star Wars Episode 2 " komplett mit einer Sony HDW-F900
Kamera auf 1080/24p Standard drehen , dem gleichen Modell , das bei " Gone
Underground " Kameramann Michael Ballhaus eingesetzt hat . Die Kostenvorteile
des neuen Standards fallen bei großen Produktionen zwar weniger ins Gewicht ,
bei kleineren Filmen aber macht es schon etwas aus , dass 55 Minuten Band für
die HDW-F900 Kamera nur 195 Mark kosten und dass man sich bei
Qualitätsabstrichen sogar zusätzliche Tonaufnahmen sparen kann , da Bild und
Primärton bereits synchron auf einem Band laufen . Am Spannendsten dürfte
1080/24p aber für die digitale Projektion sein . In München war " Gone
underground " bei der Vorführung fürs Fachpublikum im Royal Filmpalast , dem
ersten europäischen E-Cinema , zu sehen . Der verwendet als Bildgeber über
400000 Spiegelchen aus hochreflektiver Aluminiumfolie , so breit wie ein Fünftel
eines menschliches Haars . Je nach gewünschter Helligkeit werden sie in den
Lichtstrahl einer Xenon-Lampe gekippt . Zwischen einem und drei Jahrzehnten
geben Filmemacher ihrem alten Medium . Schaut man sich " Gone underground " an ,
ist E-Cinema nur noch eine Frage weniger Jahre technischer Entwicklung und vor
allem der Investitionsbereitschaft der Kinobetreiber . Und der Film ? Für den
bedeutet das neue Medium wenig . Im Vergleich zum Futurismus von " Matrix " und
der Nichtweltlichkeit von " Tuvalu " sieht " Gone underground " ziemlich
altbacken aus . Mehr in Telepolis : Das Medium als Botschaft . Fermilab weist
die Existenz von Tau Neutrinos nach Ein internationales Forscherteam aus den USA
, Griechenland , Korea und Japan hat am Freitag bekannt gegeben , dass sie am
Teilchenbeschleuniger des Fermilab den ersten Beweis für das schon lange
theoretisch durch die Standardtheorie vorhergesagte subatomare Teilchen mit dem
Namen Tau Neutrino gefunden haben . Tau Neutrino war das vorletzte der noch
nicht empirisch nachgewiesenen " Bausteine der Materie " und stellt die dritte
Art von Neutrinos dar . Nachzuweisen bleibt jetzt noch die Existenz des Higgs
Boson . 1956 wurde das Elektron Neutrino und 1962 das Müon Neutrino entdeckt .
Die Wissenschaftler wurde dafür jeweils mit dem Nobelpreis für Physik gewürdigt
, den auch Martin Perl 1995 für die Entdeckung des Tau Lepton erhalten hat . Das
Teilchen galt auch als Hinweis auf die Existenz einer sogenannten dritten
Generation von Neutrinos . 1989 konnten Wissenschaftler von CERN beweisen , dass
es solche Neutrinos geben müsse , die damals allerdings noch nicht beobachtet
werden konnten . Schon 1997 wurde mit dem Fermi-Teilchenbeschleuniger Tevatron
ein starker Neutrino-Strahl produziert , von dem man erwartet hatte , dass er
auch Tau Neutrinos enthalten würde . Der Strahl traf auf die Emulsion , die
vornehmlich von den japanischen Wissenschaftlern auf der Suche nach Spuren von
Tau Neutrinos mit Scannern und computergesteuerten Videokameras analysiert wurde
. Daraus entstanden 3D-Bilder der Partikelbahnen , die in der Emulsion wie in
einem Film aufgezeichnet wurden . Davon wurden erst einmal 1000 als mögliche
Kandidaten aussortiert , von denen wiederum vier Hinweise auf Tau Neutrinos
gaben . Wie es in der Mitteilung des Fermilab heißt , traf nur einer von 100
Trillionen Tau Neutrinos des Strahls auf einen Eisenatomkern und produzierte so
ein Tau Lepton , das eine einen Millimeter lange Schweifspur in der Emulsion
hinterließ . Zur Identifizierung dieser Spuren waren drei Jahre Arbeit notwendig
. Mehr in Telepolis : Fermilab weist die Existenz von Tau Neutrinos nach . FTC
setzt amerikanischen Online-Firmen in Sachen Datenschutz Frist Die amerikanische
Federal Trade Commission ist unzufrieden mit den Internet-Unternehmen . Nachdem
die EU eine Frist bis Oktober gesetzt hat , damit die stärkeren
Datenschutzbestimmungen zur Erhebung , Archivierung und Weitergabe privater
Kundendaten von allen Firmen beachtet werden , die Zugang zum europäischen
Online-Markt haben wollen , stehen die Amerikaner mit ihrer bislang laschen
Privacy-Politik unter Druck . Ungehemmt sammeln die Unternehmen persönliche
Daten von Kunden , die sich mehr und mehr darüber beklagen . Das aber schade dem
Ausbau des elektronischen Marktplatzes . Bislang sei trotz einiger Initiativen
wie der Online Privacy Alliance noch kein wirklich effizientes System entstanden
und gäbe es noch beträchtliche Hürden bei der Einführung der Selbstregulation .
Mehr in Telepolis : Selbstregulierung oder staatlicher Eingriff . Cult Of The
Dead Cow fordert Microsoft heraus Back Orifice 2000 oder BO2K von der
Hackergruppe Cult Of The Dead Cow hat seit der Ausgabe während der DefCon letzte
Woche für Aufsehen gesorgt . In aller Regel gilt die kostenlose Software , deren
Quellcode veröffentlicht wurde , als gefährliches Trojanisches Pferd und als
Hackertool , weswegen die Hersteller von Antivirenprogrammen sich auch beeilt
haben , ihre Produkte zur Entdeckung und Löschung von BO2K zu erweitern . Back
Orifice , die erste Version für Windows-Rechner , wurde von der Gruppe noch
hämisch als " hacker 's best friend " bezeichnet , mit BO2K aber hat sich die
Strategie verändert . Der Konzern versuche alles , BO2K als " bösartige Software
von uns verrückten Computerhackern " hinzustellen , weil es sein eigenes
Produkte weiterhin für viel Geld verkaufen will . Ganz unbescheiden meint
hingegen CDC , daß BO2K nicht nur kostenlos sei , sondern auch in jeder Hinsicht
besser , selbst was die Sicherheit betrifft . Mehr in Telepolis : Ist BO2K ein
normales Administrationstool oder ein gefährliches Trojanisches Pferd ?
Clinton-Video : Kein Rekord im Internet Nach einer kurzen Spitze zu Beginn der
Übertragung des Video kam es wieder zu einem Datenverkehr , der nicht
ungewöhnlich ist . Keine Rekorde also . Das Netz wurde in den USA ein wenig
langsamer , aber hielt sich in den Grenzen bereits gewohnter " rush hours " .
Sicher , die Menschen haben genug von der Affäre , die eher einem Zirkus gleicht
, aber das nicht allzugroße Interesse hat sicher auch mit dem Internet zu tun .
Es ist eben doch noch kein Massenmedium , das sich , was Bilder anbelangt , mit
dem Fernsehen messen kann . Einige Sender hatten sich entschlossen - wohl unter
dem Druck wechselseitiger Konkurrenz - das Video fast in voller Länge zu senden
. Mehr in Telepolis : Hat doch das Fernsehen gewonnen ? IDC : Nachfrage nach
IT-Experten nimmt weiter zu Die Nachfrage nach IT-Experten werde zu Beginn des
nächsten Jahrhunderts ungebrochen weitergehen und für steigende Löhne auf dem
umkämpften Markt sorgen . Allerdings habe der Mangel an Experten eher mit
fehlender Weiterbildung als mit einem quantitativen Mangel an geschultem
Personal zu tun . Unternehmen , die Angestellte schulen , wenn sie nicht genau
über die erforderlichen Fähigkeiten verfügen , könnten einen deutlichen
Wettbewerbsvorteil erreichen . Primär jedoch sei , dass die Unternehmen ihre
Verschleißraten an Personal in den Griff bekommen . Zu den wichtigsten
Unterscheidungskriterien der Unternehmen zählen die Arbeitsumgebung , die sie
anbieten , und die Unternehmenskultur . Wichtig sei auch , wie die Angestellten
im Vergleich zu ihren Wünschen behandelt werden : " Die Unternehmen , die dafür
bekannt sind , dass sie sich um das Wohlergehen ihrer Mitarbeiter kümmern , sind
auch die Unternehmen mit den beständigsten wirtschaftlichen Erfolgen - wie
Microsoft , IBM und Cisco Systems " , meint Michael Boyd von IDC . USA : Werbung
bringt Schulen kostenlos ans Netz Die Firma ZapME(TM) Netspace will möglichst
vielen amerikanischen Schulen kostenlos leistungsstarke Computer , neue
Programme und einen satellitenbasierten Zugang zum Netz zur Verfügung stellen .
ZapMe hat neben Compaq , GE Amencom , Gilat Satellite Networks , Phillips oder
TIBCO Software auch Microsoft als nicht ganz uneigennützige Sponsoren für die
zündende Idee gewonnen . Sie stellen nicht nur Hard- und Software , sondern auch
Personal , um die Systeme zu installieren und zu warten sowie Schüler als auch
Lehrer in Kursen einzuweisen . Um das ganze zu finanzieren , müssen sich die
Schulen verpflichten , alles auch täglich vier Stunden zu nutzen und vor Schaden
zu bewahren . Neben Werbung in den Computerräumen gibt es auch noch Banner im
Browser . Frank Vigil , Präsident von ZapMe , über die Motivation der Sponsoren
: Über den Schutz von persönlichen Daten liest man bei ZapMe übrigens nichts .
Mehr in Telepolis : In die Schulen zieht die Werbung ein . Offene Programme für
die Weltgesellschaft Nach Philippe Queau , dem Direktor der UNESCO-Abteilung für
Information und Informatik , stellt der Prozeß gegen Microsoft die Frage nach
dem Wesen des Allgemeininteresses im Cyberzeitalter . Die Grundlage der
Informationsgesellschaft sind Standards wie beispielsweise die
Internetprotokolle . Sie stellen für ihn ein " öffentliches Gut " dar , während
proprietäre Programme die globale Informationsgesellschaft gefährden . Beispiel
ist für ihn LINUX . Philippe Queau in Telepolis : Offene Programme für die
Weltgesellschaft und Eine ethische Vision der Informationsgesellschaft . Bislang
kleinster Transistor hergestellt Wissenschaftler der Bell Labs haben den bislang
kleinsten Transistor hergestellt . Weiterhin stößt die optische Lithografie der
herkömmlichen Transistoren bei nebeneinanderleigenden Strukturen allmählich an
ihre Grenzen . Demgegenüber kann man hauchdünne Schichten übereinander in
Nanometergröße verhältnismäßig einfach auftragen . Die Erfinder sind
zuversichlich , auch 30-nm-Gate-Länge realisieren zu können . Auch ein weiteres
Problem der Miniaturisierung kann man mit dem vertikalen Transistor umgehen .
Wie frühere Forschungen belegen , verliert das momentan zur Isolierung
eingesetzte Silizium-Dioxid bei Unterschreitung einer bestimmten Dicke seine
Isolationswirkung . Der vertikale Transistor umgeht dieses Problem , indem
Gatter und Isolierschicht erst dann aufgetragen werden , wenn die mit großer
Hitze verbundenen Produktionsschritte bereits abgeschlossen sind . Mehr in
Telepolis : Der kleinste Transistor und Schaltkreise in der Größe eines Moleküls
. Yahoo wehrt sich gegen Sperrung von Auktionsseiten mit Nazi-Andenken Yahoo ist
vor ein kalifornisches Gericht gezogen , um durch ein Urteil klären zu lassen ,
ob das Unternehmen mit Sitz in Kalifornien durch die französische
Rechtssprechung belangt werden kann . Mit dem Gesuch geht es Yahoo darum , das
amerikanische Gericht ein Urteil über die Zulässigkeit der französischen
Rechtssprechung für ein amerikanisches Unternehmen fällen zu lassen - bevor
Frankreich eine Klage einreicht , wenn Yahoo nicht die geforderten Sperren
einbaut . " Wir können dann sagen , dass dies kein Urteil ist , das die
amerikanischen Gerichte durchsetzen können " , hofft Gren Wren , Rechtsbeistand
von Yahoo . Er erwartet , dass daraus allgemein für amerikanische Firmen eine
Rechtssicherheit folgen würde , wenn klar sei , dass Urteile dieser Art nicht in
den USA gültig sind , da sie gegen die Verfassung verstoßen . Wren sagte noch
einmal , es sei für Yahoo unmöglich , das französische Urteil umzusetzen , da
Internetfirmen nicht bestimmen können , von welchem Land aus Besucher auf ihre
Website kommen . Überdies seien solche Blockaden finanziell und personell
aufwändig und ineffizient . Der Bundesgerichtshof in Deutschland hatte vor
wenigen Tagen in einem ähnlichen Fall anders entschieden : Der Australier Töben
hatte auf seiner Website gegen deutsches Gesetz verstoßen , indem er die
Judenvernichtung in den KZs leugnete . Ausdrücklich machte das Gericht hier nur
den Autor selbst für die Äußerungen verantwortlich , der dann bestraft werden
kann , wenn er deutschen Boden betritt . Mehr in Telepolis : Yahoo zieht vor ein
amerikanisches Gericht . Australische Wettbewerbsbehörde kritisiert
DVD-Regionalcode Die Filmindustrie hat bekanntlich eigene Vorstellungen , wie
die Welt aufgeteilt ist und wo die wichtigen Grenzen verlaufen . So müssen
DVD-Player und DVD-Laufwerke den von Hollywood durchgesetzten so genannten
Regionalcode überprüfen . Stimmt die Region des Players nicht mit der auf der
DVD befindlichen überein , kann das Video nicht abgespielt werden . Als Grund
für diese Einschränkung der Käufer gibt die Filmindustrie an , dass durch den
Regionalcode ein Film nicht bereits in Ländern auf DVD abspielbar sein soll , in
denen er noch im Kino läuft . Zudem liegen die nationalen und internationalen
Verwertungsrechte nicht immer beim selben Verleih . Schließlich lassen sich
durch die Regionalisierung auch noch in den verschiedenen Regionen
unterschiedliche Preise durchsetzen . Letzteres schürt den Verdacht der
australischen Wettbewerbsbehörde ACCC , dass es beim Regionalcode nur darum
ginge . Gestern wies sie daher die australischen Konsumenten darauf hin , dass
sie beim Kauf eines DVD-Players auf den Regionalcode achten sollten , weil
dadurch die Möglichkeit beschränkt werde , importierte DVDs abzuspielen : "
Diese Restriktionen werden von einer Gruppe multinationaler Filmkonzerne
auferlegt und sind nicht durch bestehende Unterschiede in TV-Formaten wie PAL ,
NTSC und SECAM begründet . " Direkt kann die ACCC gegen den Regionalcode nichts
unternehmen . Allerdings erhebt sie nun den Vorwurf , dass über den Regionalcode
eine künstliche Beschränkung des Marktes eingeführt werde : Mehr in Telepolis :
Künstliche Grenzen für den Wettbewerb . Nur kosmetische Korrekturen beim
Cybercrime-Abkommen Am gestrigen Freitagnachmittag legte die Abteilung für
Wirtschaftskriminalität des von 41 Nationen getragenen Europarats den 25. und
eigentlich bisher als " endgültig " betrachteten Entwurf für eine Konvention
gegen Cyber-Kriminalität vor . Auch die jetzige Fassung dürfte allerdings die
Bedenken verschiedenster Nutzergruppen nicht wegwischen . Letztlich sind es nur
" Schönheitskorrekturen " , die die Rechtsexperten des Europarats innerhalb des
vergangenen Monats noch eingefügt haben . Sie tauchen bezeichnenderweise vor
allem im Kleingedruckten - in den Fußnoten - auf . Deren reine Anzahl ist von 29
im 24. Entwurf auf 47 in der Endfassung angewachsen . Tribut zahlten die
Verfasser des Statuts den in den letzten Monaten lautstark vorgetragenen
Beschwerden von Datenschützern oder Menschenrechtsvertretern außerdem durch die
Einfügung einer allgemeinen Klausel in Artikel 15 . Diese erklärt
beschwichtigend , dass alle Vorkehrungen nur im Rahmen nationaler Gesetze und
nur unter Berücksichtigung des Schutzes der Menschenrechte gelten . Trotz dieses
allgemeinen " Warnhinweises " an die Kriminellenjäger hat sich im Haupttext des
Vertragsentwurfs wenig geändert , der vor allem Verbrechen wie das Hacken von
Computersystemen , die Übertragung von kinderpornografischem Material ,
Computerbetrug oder Datenspionage erstmals international verfolg- und bestrafbar
machen will . Weitgehend im Einklang mit der Vorversion präsentieren sich die
Artikel zwei bis vier , in denen es unter anderem um das Verbot von Einbrüchen
in Computersysteme , von illegalem Abhören , Daten- und Systemstörungen sowie
des Missbrauchs der dafür verwendbaren " Hackerwerkzeuge " geht . Zahlreiche
Lobbyverbände hatten im Namen von Netzwerkadministratoren , die mit diesen Tools
auch die Sicherheit ihrer Systeme überprüfen , gegen die weit gefassten
Bestimmungen Beschwerde eingelegt . Dafür gibt es im Kleingedruckten nähere
Ausführungen über die umfassenden Abhörmaßnahmen , zu denen Internetprovider
verpflichtet werden sollen . Offiziell sind die potenziellen
Unterzeichnerstaaten weiterhin dazu angehalten , Provider " innerhalb ihrer
bestehenden technischen Möglichkeiten " zum Sammeln und Aufzeichnen der durch
ihre Leitungen fließenden Daten in Echtzeit anzuhalten beziehungsweise den
Strafverfolgern bei diesen Spitzeltätigkeiten unter die Arme zu greifen . Neu
ist allerdings die Erklärung des Passus rund um die technischen Möglichkeiten .
Da heißt es dann etwas weniger anspruchsvoll , " dass dieser Paragraf nicht in
einer Art und Weise ausgelegt werden sollte " , die Provider zum Erwerb oder zur
Entwicklung neuer technischer Fähigkeiten für das Aufzeichnen von Daten zwingen
würde . Im Klartext : die Anschaffung neuer teurer Abhöranlagen und
-schnittstellen können sich die Provider vorerst sparen . Mehr in Telepolis :
Die Verbrecherjäger des Europarats outen sich als Fußnotenliebhaber .
Einstweilige Verfügungen in zwei Prozessen gegen DeCSS Die zwei
Gerichtsverfahren gegen die Betreiber von Websites , die das Programm DeCSS ,
mit dem sich die Verschlüsselung ( CSS ) von DVDs umgehen lässt , zum
Herunterladen bereitstellen , sind zentrale Rechtskonflikte , die zusammen mit
der ähnlich gelagerten Klage von RealNetworks gegen Streambox und dem Prozess
der Recording Industry Association of America gegen MP3.com den Rahmen des
Urheberrechts im digitalen Zeitalter definieren werden . DeCSS ist nach Meinung
des Richters primär darauf ausgerichtet , den Kopierschutz von DVDs zu umgehen .
Jack Valentin , Präsident und CEO der MPAA , feierte natürlich den ersten Sieg :
Das Posten von Entschlüsselungsprogrammen vergleicht er mit dem Herstellen und
Verteilen von Schlüsseln für Läden : " Die Schlüssel haben keinen anderen Zweck
, als die Schlösser zu umgehen , die zwischen Dieb und den Waren stehen , auf
die er aus ist . " Die Frage ist , ob reverse engineering allgemein als ein
Diebstahl des geistigen Eigentums ausgelegt wird . Eine wichtige Frage ist , ob
DeCSS tatsächlich ein Kopierschutz ist oder dazu dient , rechtmäßig erworbene
DVDs auch auf anderen Plattformen abspielen zu können . Überdies beansprucht die
Verteidigung , dass Programme wie DeCSS vom Grundrecht auf freie
Meinungsäußerung geschützt seien . Ausgenommen von der gerichtlichen Verfügung
wurden lediglich die Websites , die Links zu DeCSS anbieten . Die Vertreter der
Filmindustrie wollten auch diese Links verbieten lassen . In einem
kalifornischen Prozess , der auf eine Klage der DVD-CCA gegen zahlreiche
genannte Betreiber von Websites auf der ganzen Welt , die DeCSS anbieten , wegen
Diebstahls von Handelsgeheimnissen durch reverse engineering oder " Hacken "
zurückgeht , wurde am Freitag gleichfalls eine einstweilige Verfügung
ausgesprochen . Untersagt wird allen Websites , ob sie sich in Kalifornien oder
anderswo befinden , weiterhin DeCSS anzubieten . Theoretisch betroffen wären
davon Hunderte von Websites auf der ganzen Welt , deren Zahl täglich zunimmt .
Auch hier bezog der Richter nicht jene Websites ein , die lediglich Links auf
das veröffentlichte " Handelsgeheimnis " gelegt hatten , da ein solches Verbot
zu allgemein wäre und die Funktionsweise des Internet unterminieren würde . Der
Entscheid des kalifornischen Gerichts entbehrt freilich nicht einer gewissen
Komik , denn es ist kaum vorstellbar , dass sich die vielen Menschen , die jetzt
überall auf der Welt DeCSS anbieten und sich mit den Beklagten solidarisch
erklären , der Verfügung beugen werden . Mehr in Telepolis : Bedenklicher
Kreuzzug für den Ausbau des Copyrights . Unabomber erklärt sich für schuldig
Theodore Kaszynski gestand gestern , die 13 ihm vorgeworfenen Bombenanschläge
ausgeübt zu haben . Mit seiner Schulderklärung konnte der als Unabomber bekannt
gewordene Technikfeind , dem vor kurzem nach einer psychiatrischen Untersuchung
paranoide Schizophrenie bescheinigt wurde , eine mögliche Todesstrafe von sich
abwenden ( siehe auch die Meldung vom 21.01 ) . Kaszynski wird daher am 15. Mai
zu einer lebenslänglichen Gefängnisstrafe ohne die Möglichkeit einer früheren
Entlassung auf Bewährung verurteilt werden . Mögliche Einkünfte , die er über
Veröffentlichungen u.ä. erhält , müssen an die Familien der Opfer gezahlt werden
. Die Einigung zwischen dem Gericht und dem Kaszynski kam zustande , nachdem
Richter Burrell verkündet hatte , daß der Angeklagte sich nicht selbst vertreten
und seine Verteidiger entlassen könne . Kaszynski hatte stets deren Strategie
abgelehnt , seine Verteidigung auf psychische Erkrankung basieren zu lassen .
Fakes von Klonfirmen im Netz Dream Technologies bietet an , nicht nur aus
eigenen Zellen günstig und mit hohen Standards Klone herzustellen , sondern auch
aus denen prominenter Zeitgenossen . Die sind natürlich teuerer , weil doch die
Prominenten eine heißbegehrte Ware darstellen . Eine Cindy Crawford etwa ist mit
80000 Dollar veranschlagt . Das alles ist natürlich nur ein Scherz , der witzig
und hintersinnig aufgezogen wurde . Offenbar sind aber bereits einige auf den
Fake hereingefallen . Ein gewisser Thilo Resenhoeft schrieb so für dpa am
23.1.98 um 4 Uhr eine Meldung mit dem Titel : " Cindy Crawford-Klon zum
Superpreis - schrille Realität im Internet " . Der Journalist war sich
anscheinend nicht ganz sicher , was er davon halten soll . Im Computernetz , in
dem auch er seine Meldung lanciert , werde bereits das Klonen von Menschen
angeboten . Die " Firma " behaupte , der erste und einzige Klon-Anbieter zu sein
. Leider würde auch bei anderen Anbietern stets nur eine Kontaktaufnahme über
elektronische Post angeboten . Um wenigstens ein bißchen Distanz zu zeigen ,
schreibt der Journalist am Schluß seiner Meldung : Und die Journalisten , stets
gierig das Netz durchwandernd , um Spektakuläres zu entdecken , müssen jetzt
auch noch erst im " schrillen Internet " überprüfen , ob etwas wahr oder nur ein
Fake ist . Eine Glosse dazu finden Sie in Telepolis : Order Now! . Die
Wissenskluft wird größer Die Ansichten darüber sind geteilt , ob die neuen
Kommunikationsmittel , insbesondere natürlich das Internet , die Kluft zwischen
den Industrie- und Entwicklungsländern verstärken oder durch die prinzipiell
leichtere Verfügbarkeit von Wissen zu überwinden helfen . Es bestehen jedoch
Hoffnungen , daß der Wissenstransfer durch das Internet erleichtert werden kann
, wenn die Weltgemeinschaft sich dies zu ihrem Ziel macht . Die von der UNESCO
für den Juni in Budapest geplante Weltkonferenz über das Wissen strebt eine
solche politische Agenda mit einem " Weltvertrag " über das Wissen an . Mehr als
die Hälfte des Bruttosozialprodukts in den OECD-Ländern basiert nach Angaben der
Weltbank bereits auf der Produktion und Verteilung von Wissen , und die Hälfte
der am schnellsten wachsenden US-Unternehmen sind " Wissensunternehmen " , die
das Wissen und das Können ihrer Angestellten verkaufen . Bislang aber , so
Mohamed Hassan von der Third World Academy of Sciences , vergrößere sich die
Wissenskluft zwischen den " wissenschaftsreichen " Ländern des Nordens und den "
wissenschaftsarmen " Ländern des Südens . Im Norden produzieren 20 Prozent der
Weltbevölkerung mehr als 90 Prozent des Wissens , während die restlichen 80
Prozent weniger als 10 Prozent dazu beitragen . Doch mit dem Internet sei ein
technisches Mittel vorhanden , mit dem sich diese Kluft prinzipiell schließen
lasse , wenn der Fluß der wissenschaftlichen Informationen nicht zu stark durch
die Privatisierung der Wirtschaft und damit durch zu strenge gesetzliche
Regelungen ( Copyright , Patente etc. ) eingeschränkt werde . Mehr in Telepolis
: Ein Weltkongreß über das Wissen . Reprogrammierung von Körperzellen
Schottischen Wissenschaftlern ist die Herstellung von Herzmuskelzellen aus
Hautzellen gelungen . Auf einem Treffen der British Fertility Society in London
hat Ron James , der Direktor von PPL Therapeutics , bekannt gegeben , dass die
Forscher des Unternehmens es erstmals geschafft haben , erwachsene Körperzellen
zu pluripotenten Stammzellen zu verwandeln . Aus diesen haben sie wiederum
andere Körperzellen gezüchtet . PPL Therapeutics ist ein mit der Universität
Edinburgh und dem Roslin-Institut verbundenes Biotech-Unternehmen , das auch am
Klonen des Schafs Dolly beteiligt war . Den Wissenschaftlern gelang die "
Reprogrammierung " der Körperzellen bei Hautzellen von Kühen , die zu
Stammzellen und dann in Herzmuskelzellen verwandelt wurden . Sollte dieses
Verfahren auch bei menschlichen Zellen funktionieren , wäre die umstrittene
Verwendung von embryonalen Zellen zur Herstellung von Ersatzgewebe oder -organen
nicht mehr notwendig . Großbritannien hat im Januar nach langen Diskussionen die
Forschung an embryonalen Stammzellen zugelassen ; in Deutschland ist sie durch
das strenge Embryonenschutzgesetz noch verboten . Ganz entscheidend wird
natürlich sein , ob sich dasselbe Umwandlungs-Ergebnis auch mit
ausdifferenzierten Körperzellen von Menschen erzielen lässt . Ich glaube , es
wird auch bei Menschen anwendbar sein . Dass dies auch mit genetisch veränderten
Zellen funktioniert , ist deshalb wichtig , weil wir genetische Veränderungen
erzielen wollen , um die Abstoßung von nicht zusammenpassenden Zellen zu
verhindern . Mehr in Telepolis : Biologische Alchemie und Das therapeutische
Potenzial von embryonalen Stammzellen ist außerordentlich groß : 80
Nobelpreisträger fordern in einem offenen Brief an Präsident Bush die weitere
Förderung der Stammzellenforschung mit öffentlichen Mitteln . Amerikanische
Anti-Abtreibungs-Site wieder im Netz Die sogenannten Nuremberg Files sind unter
derselben URL , aber von einem anderen Provider wieder unverändert ins Web
gestellt worden . Mediziner auf der Liste , die bei Anschlägen getötet wurden ,
strich man mit einem Kreuz durch ( siehe die Meldung vom 3. 2. ) Nach der
Urteilsverkündigung hatte der Provider aus eigenem Entschluß heraus die Website
entfernt . Jonathan O'Toole , Mitarbeiter der Christian Gallery Website , auf
der sich die Nuremberg Files befinden , meinte , es sei nicht schwer gewesen ,
einen anderen Provider zu finden . Angebote wären nicht nur von
Abtreibungsgegnern , sondern auch von liberalen Befürfwortern der
Meinungsfreiheit gekommen . Sie habe dies gemacht , weil sie für freie
Meinungsäußerung eintrete und die Website einen legitimen Ausdruck des
Widerstands gegen die Abtreibung darstelle , insofern sie keinen expliziten
Aufruf zur Gewalt enthalte . Mehr in Telepolis : Wieder im Web . Palästina hat
jetzt eine eigene Top-level Domain Erstmals seit ihrer Gründung im Jahr 1998 hat
die ICANN eine neue Top-Level Domain eingerichtet . Seit 1997 versuchte
Palästina die ccTLD ( country-code top-level domain ) .ps zu erhalten . Weil
Palästina aber kein eigenständiger Staat ist , hatte die Internet Assigned
Numbers Authority ( IANA ) bislang lediglich die Domain palestine.int
eingerichtet . Zeitgleich mit dem Besuch des Papstes , der sich gestern für ein
Heimatrecht der Palästinenser aussprach , haben jetzt die Palästinenser
zumindest die Anerkennung als virtueller Staat erhalten . ICANN soll eigentlich
nur die technische Seite des Internet regeln . Bei der Frage von ccTLDs besteht
allerdings schnell die Gefahr , dass die Zuweisung eines Domainnamens auch
politische Folgen haben könnte . Die ICANN rechtfertigt in ihrem Bericht den
Schritt , dass sie nur dann ccTLDs verleiht , wenn ein Land in die Liste ISO
3166-1 der United Nations Statistics Division aufgenommen wurde , was letztes
Jahr geschehen ist . Die UN-Behörde ihrerseits betont , dass ein Name für ein
Land oder eine Region in dieser Liste keine Haltung zu dem rechtlichen Status
oder den Grenzen eines Landes , eines Territoriums oder einer Stadt impliziert .
Allerdings befinden sich auf dieser Liste auch andere Regionen , die schon des
längeren eine Domain erhalten haben , auch wenn sie kein Staat sind . So hat
beispielsweise die Antarktis die ccTLD .ac oder Heard Island und McDonald
Islands , die zu Australien gehören , besitzen die Domain .hm . Man wird davon
ausgehen dürfen , dass der Druck auf die ICANN jetzt wächst , weitere ccTLDs
zuzulassen . Auch die EU fordert des längeren schon die Einrichtung der Domain
.eu . Mehr in Telepolis : Virtuelles Palästina . Bertelsmann kauft Random House
Heute hat Bertelsmann die Übernahme der amerikanischen Verlagsgruppe Random
House bekanntgegeben . Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht . Die
Genehmigung der Kartellbehörden wird zur Jahresmitte erwartet . Damit wird
Bertelsmann , der bereits die Verlagsgruppe Bantam Doubleday Dell gehört , zum
größten Buchverlag im englischsprachigen Raum . Die gesamte Verlagsgruppe wird
den Namen Random House , Inc. tragen . Frank Wössner , der Vorstandsvorsitzende
der Bertelsmann Buch AG München , betonte , daß Bertelsmann damit das
Stammgeschäft Buch weiter stärken und im anglo-amerikanischen Raum sowie im "
Verlagsgeschäft des 21. Jahrhunderts " eine führende Position einnehmen wolle :
" Durch unser heutiges Engagement wird erneut bekräftigt , daß Bertelsmann fest
an die vielsprechende Zukunft des Buches glaubt . " In den USA wird Bertelsmann
künftig 35 Prozent des Umsatzes erzielen - ebensoviel wie in Deutschland .
Bertelsmann ist nach Time Warner und Disney weltweit der drittgrößte und Europas
größter Medienkonzern , bei dem 60000 Mitarbeiter beschäftigt sind . Der Kauf
bedeute nicht , daß man sich von den Plänen im Bereich digitales Fernsehen
verabschiede . Finnland hat am meisten Internetnutzer Nach einer von Computer
Industry Almanac veröffentlichten Statistik finden sich die meisten
Internetnutzer pro Gesamtbevölkerung im nördlichen Europa . Gegenwärtig gibt es
11 Länder mit über 100 Internetnutzern pro 1000 Einwohnern ( Australien ,
Neuseeland , Kanada , Schweden , Singapur , Dänemark , Schweiz ) . TrustE : Kein
Problem mit Microsofts Datenschutzpolitik Die USA favorisieren im Unterschied
zur EU bekanntlich das Modell , daß die Privatwirtschaft selbst im Internet für
einen angemessen Umgang mit den persönlichen Daten der Kunden sorgt . Garantiert
werden sollen " sichere Häfen " , die einen bestimmten Datenschutz garantieren ,
durch nicht-kommerzielle Organisationen wie TrustE . Wer sich den
Datenschutzregeln unterwirft , erhält eine Art Siegel . Microsoft führt nicht
nur das TrustE-Siegel , sondern ist auch Partner dieser nicht-kommerziellen
Organisation , die von dem Unternehmen mit 100000 US-Dollar unterstützt wird .
Als vor kurzem bekannt wurde , daß Microsoft bei der Registrierung ohne Wissen
des Kunden eine ID-Nummer vergibt , über die sich persönliche Daten sammeln
lassen , hat der Konzern zwar schnell reagiert , den Registrierungsvorgang
verändert und beteuert , daß dies unbeabsichtigt geschehen sei . Jason Catlett
von Junkbusters hat daraufhin jedoch bei TrustE eine Beschwerde eingelegt und
eine unabhängige Untersuchung gefordert . TrustE habe - so das jetzt
veröffentlichte Untersuchungsergebnis - auf die Beschwerde hin die Praktiken von
Microsoft untersucht , aber festgestellt , daß das Unternehmen nicht die
Lizenzbedingungen verletzt habe . Das Unternehmen habe Hardware-IDs der Kunden
an eigene " sichere " Server versandt , was nicht in die Zuständigkeit des
Lizenzabkommens für das Siegel falle , das sich lediglich auf die Website
Microsoft.com beziehe . Junkbusters sieht durch dieses Verhalten die
Selbstregulierung als gescheitert an und fordert nun die Federal Trade
Commission dazu auf , eine unabhängige Untersuchung von Microsofts Umgang mit
den persönlichen Daten der Kunden einzuleiten . Mehr in Telepolis : Ein sicherer
Hafen für Microsoft . Online-Chat mit einem Gorilla Das erste " Gespräch " im
Internet zwischen Menschen und einem Tier wird am 28. April um 1 Uhr nachts MEZ
stattfinden . Das Projekt " Koko " der Gorilla Foundation dient der Förderung
der Kommunikation zwischen Arten , bei dem die Flachlanggorillas Koko und
Michael lernen , Englisch zu verstehen und eine Zeichensprache zu benutzen .
Koko , mit der der Chat stattfinden wird , lernt bereits seit 25 Jahren , hat
einen IQ zwischen 70 und 95 , versteht 2000 gesprochene Worte und verfügt über
einen aktiven Wortschatz von 500 Zeichen , hat aber schon 400 weitere verwendet
. Ihre Satzkonstruktionen bestehen durchschnittlich aus drei bis sechs Worten .
Kokos Betreuerin Dr. Patterson wird die Fragen an das Gorillaweibchen
weitergeben und die Antworten übersetzen , die dann wieder in den " Chat "
eingegeben werden . Mit dem Projekt Koko sollen genauere Kenntnisse über die
Intelligenz und das Verhalten von Gorillas gewonnen werden , um zur Verbesserung
der Lebensbedingungen von Gorillas in Gefangenschaft und zum Schutz der vom
Aussterben bedrohten Art einen Beitrag zu leisten . EU erzielt Einvernehmen über
elektronische Signatur Der Telekommunikationsrat der EU hat eine gemeinsame
Position für eine Richtlinie über den Rechtsrahmen für elektronische Signaturen
gefunden . Mit der Richtlinie wird nicht in das nationale Vertragsrecht
eingegriffen , aber sie sieht vor , daß die digitale Signatur mit der
handschriftlichen Unterschrift gleichgesetzt wird und daher allgemein anerkannt
werden muß , wenn sie bestimmten Sicherheitsvoraussetzungen genügt . Gegenüber
den möglichen technischen Zertifizierungsverfahren soll der Rechtsrahmen aber "
neutral " bleiben , um Innovationen nicht zu verhindern . Er erhofft sich auch "
enorme Synergieeffekte " , so daß sich etwa im Bereich der Sozialversicherungen
erhebliche Beträge einsparen ließen . Mehr in Telepolis . Ehud Gavron , ein
Internetprovider , der den begehrten Domainnamen 1994 erwarb , sagte gegenüber
Wired News , daß er über einen solchen Wert " schockiert " , aber natürlich auch
" überglücklich " sei , soviel verdient zu haben . Der Broker New Commerce
Communications meinte schon im voraus , daß der Domainname einen siebenstelligen
Betrag erzielen würde . Jetzt hat jeder Buchstabe der Webadresse , die wegen des
bekannten Namen jeden Monat 300000 Hits erzielen soll , 97000 Dollar gekostet .
Käufer ist das Online-Kasino Players Sportsbook and Casino , das seinen Sitz auf
einer Insel Venezuelas hat . Der Besitzer des Kasinos meint , die Ausgabe
innerhalb eines halben Jahres wieder mit einer virtuellen Börse einspielen zu
können . Zum Auf und Nieder der Wertpapiere von Internetfirmen siehe auch in
Telepolis : Tech-Aktien : Schnelles Comeback . Yahoo wegen Auktionen von
Nazi-Objekten verurteilt Yahoo hat den Prozess gegen die Ligue internationale
contre le racisme et l'antisémitisme und die Union des étudiants juifs de France
verloren . Die Kläger warfen dem Portal vor , gegen das französische Gesetz
verstoßen zu haben , weil auf Yahoo!Auctions Nazi-Gegenstände gezeigt und
versteigert werden . Der Richter sprach gestern Yahoo für schuldig und ordnete
an , dass das Portal den Klägern jeweils 1390 Dollar zahlen müsse . Das
Unternehmen habe gegen das französische Gesetz verstoßen und das " kollektive
Gedächtnis " des Landes missachtet . Bei weiterer Missachtung des Gesetzes droht
Yahoo dann eine Strafe von 91000 Dollar täglich . Yahoo hatte argumentiert ,
dass die Auktion von Nazi-Objekten von der amerikanischen Verfassung als
Meinungsfreiheit geschützt werde . Das Portal hatte zwar auf www.yahoo.fr die
Versteigerung dieser Gegenstände gesperrt , nicht aber auf der " amerikanischen
" Site www.yahoo.com , auf die natürlich auch französische Internetnutzer
zugreifen können . Mehr in Telepolis : Französischer Richter verurteilt Yahoo .
Gesetzliche Regelung für den Datenschutz beim E-Commerce Nach der dritten
Überprüfung der Datenschutzpraktiken der US-Internetunternehmen kommt die
Federal Trade Commission zu dem Schluss , dass die bislang gewahrte
Selbstkontrolle nicht ausreicht und durch gesetzliche Maßnahmen ergänzt werden
muss . Doch diese Empfehlung an den amerikanischen Kongress fiel nicht nur mit
einer Zustimmung von 3:2 sehr knapp aus , auch die US-Regierung will noch immer
an der Selbstregulierung festhalten und findet sich hier in Übereinstimmung mit
der Wirtschaft und den Republikanern . Die Überprüfung der FTC erfasste eine
Zufallsauswahl von Websites mit monatlich mindestens 39000 Besuchern und die 100
populärsten kommerziellen Websites . Hatten in der ersten Gruppe nur 20 Prozent
den Besuchern die erforderlichen Informationen zur Verfügung gestellt , so waren
es auch in der zweiten Gruppe nur 42 Prozent . Der Bericht erkennt zwar an ,
dass es Fortschritte gegeben habe , aber dass auch nur 45 Prozent der am meisten
besuchten Websites bislang das Siegel einer der von der Industrie für den
Datenschutz geschaffenen Organisationen wie Truste zeigen . Von der
Zufallsauswahl waren es nur 8 Prozent . Die Zahl der Websites mit grundlegenden
Standards des Datenschutzes sei viel zu gering , um das Vertrauen der
Konsumenten in den E-Commerce zu stärken . Wegen des mangelnden Datenschutzes
würden die Menschen auch vom Online-Einkaufen Abstand nehmen , weil sie
befürchten , dass die von ihnen gesammelten Daten missbraucht werden könnten .
Dadurch würden schon jetzt dem E-Commerce Verluste in Milliardenhöhe entstehen .
Mehr in Telepolis : US-Handelskommission verlangt gesetzliche Regelung zum
Schutz der persönlichen Daten beim E-Commerce . Harsche Kritik an
Enfopol-Arbeitsgruppe Die auf der Ebene des Europäischen Rats angesiedelte
Enfopol-Arbeitsgruppe will alle Telekommunikationsanbieter dazu verpflichten ,
jedes Telefongespräch , jedes Fax und jede Email " für mindestens sieben Jahre "
lang zu archivieren ( siehe Europäische Strafverfolger fordern die totale
Telekommunikations-Überwachung ) . Der Verband der deutschen Internet-Wirtschaft
eco hat nun gegenüber Telepolis angekündigt , gegen die Ausweitung der
Speicherfristen sämtlicher Telekommunikationsdaten von vornherein " anrennen "
zu wollen . Jede Minute fließen allein durch Deutschlands Internetleitungen rund
2,3 Gigabyte Daten . Um diese Kommunikationsmengen aufzuzeichnen , " müssen wir
Lagerhäuser aufmachen " , fürchtet der Providervertreter . Anders als bei der
geplanten Telekommunikations-Überwachungsverordnung ( TKÜV ) der Bundesregierung
, deren Neufassung die Provider laut Summa regelrecht verschlafen haben , will
eco dieses Mal die Strafverfolger und die Politiker schon im Vorfeld
gesetzgeberischer Aktivitäten auf die " Unmöglichkeit " der Vorhaben aufmerksam
machen . Die Ausarbeiter der neuen Enfopol-Papiere haben seiner Meinung nach "
geträumt " . Die Strafverfolger wollen mit ihren neuen Vorstößen verhindern ,
dass innerhalb der EU neue Datenschutzgesetze verabschiedetet werden ( siehe Es
gibt ein Recht auf Privatsphäre ) . Der Chef der in Den Haag sitzenden
Polizeibehörde Europol , Jürgen Storbeck , warnte ganz in diesem Sinne am
Dienstag erneut davor , dass die " E-Kriminalität " einen uneinholbaren
Vorsprung gegenüber den Strafverfolgern erringe . Es drohe die Gefahr einer "
strafrechtslosen Zeit " . Angesichts der Überlegungen der europäischen
Polizeistäbe warnte seine Sprecherin , Helga Schumacher , aber auch vor
überzogener Paranoia . Denn letztlich entscheidend sei , was davon mittelfristig
in nationales Recht umgesetzt würde . Auch der schleswig-holsteinische
Datenschutzbeauftragte Helmut Bäumler hatte in seinem letzten Tätigkeitsbericht
vor den immer größer werdenden Risiken und Bedrohungen für die Privatsphäre und
für die Grundrechte seine Bedenken geäußert . Die Intention der
Bundesinnenminister , eine vorsorgliche Speicherung der Nutzungsdaten vorzusehen
, auch wenn diese mit sechs Monaten gegenüber den Enfopol-Plänen noch bescheiden
wirkt , bezeichnete er als " extreme Überwachung des Informationsverhaltens " .
Mehr in Telepolis : Widerstand gegen die neuen Enfopol-Überwachungspläne .
Prozeß gegen Microsoft auf 8. September angesetzt Der Beginn des
Kartellverfahrens gegen Microsoft wurde vom US-Bezirksrichter Thomas Penfield
Jackson am Freitag auf den 8. September angesetzt . Das ist ein Kompromiß , denn
Microsoft hatte um eine Frist bis Dezember gebeten , um sich auf das Verfahren
vorzubereiten , während die Bundesregierung und einige amerikanische
Bundesstaaten eine gerichtliche Verfügung bereits für den Juni gefordert hatten
. Microsoft-Verteidiger John Warden protestierte zwar , daß dies nicht genug
Zeit sei , aber immerhin kann das Unternehmen aufgrund der Entscheidung jetzt
Windows 98 zusammen mit dem Internet Explorer am 25. Juni ausliefern . Erst im
September kann somit eine vorläufige gerichtliche Verfügung ergehen , die es den
Herstellern etwa ermöglicht , den Internet Explorer von Windows 98 zu entfernen
oder den Netscape Browser zu installieren . Die unendliche Geschichte geht
weiter . Cybercrime-Abkommen geht in die letzte Runde Das " Europäische Komitee
zur Verbrechensproblematik " ( CDPC ) des Europarats hat den umstrittenen
Entwurf für eine Konvention gegen Internetverbrechen in seiner endgültigen Form
angenommen . Da das von Regierungsvertretern der Mitgliedsstaaten besetzte CDPC
eng mit der Ministerrunde zusammenarbeitet , stehen dem Konstrukt jetzt
vermutlich kaum noch Hindernisse im Wege . Das Abkommen regelt die
Zusammenarbeit der Strafverfolgungsbehörden und stellt Verstöße gegen das
Urheberrecht , den Austausch von Kinderpornografie sowie die sogenannte
Hackerkriminalität unter das Strafgesetz . Dazu haben die Komitee-Mitglieder ein
Zusatzprotokoll erstellt , das Ende des Monats zusammen mit der definitiven
Abschlussversion des Abkommens veröffentlicht werden soll . Bei Datenschützern ,
Bürgerrechtsorganisationen , Wirtschaftsverbänden sowie Parlamentariern ist die
Konvention insgesamt höchst umstritten . Kritik hat vor allem die weite Reihe an
Vorkehrungen zur Ermächtigung der Strafverfolger ausgelöst , mit denen die den
Vertrag unterzeichnenden Länder das Abhören von Netzkommunikation in Echtzeit ,
die Vorratsspeicherung der mitgeschnittenen Verbindungsdaten sowie die
Beschlagnahmung von Computern verdächtiger Nutzer ermöglichen sollen ( Fette
Bugs im Cybercrime-Abkommen ) . Am 5. Juli findet im Unterausschuss Neue Medien
des Bundestags eine Anhörung zum Cybercrime-Abkommen statt . Mehr in Telepolis :
Cybercrime-Abkommen passiert eine der letzten Hürden . Wahlen im Internet Der
Virtuelle Wahlkreis 329 ist vom Fachbereich Sozialwissenschaften der Universität
Osnabrück vor der Bundestagswahl eingerichtet worden . Der Leiter des Projekts ,
Soziologieprofessor Dieter Otten , will bis 2004 eine Alternative zur Briefwahl
schaffen . Ein komplexes Computerprogramm soll sicherstellen , daß das
Wahlgeheimnis gewahrt bleibt : " Wir haben jetzt ein Verfahren zur absoluten
Anonymität entwickelt . " Der Professor und seine Studenten setzen auf "
blinding " - ein System , um Informationen zu verstecken und dennoch deren
Echtheit zu zertifizieren . Der Erfinder des Prinzips ist David Chaum . Zur Wahl
muß eine sich widersprechende Anforderung erfüllt werden : der Stimmzettel soll
digital übermittelt werden , dabei absolut anonym sein - und dennoch muß ein
digitaler Wahlbeamter registrieren , daß Bürger X seine Stimme abgegeben hat .
Otten will das mit einem eigenen Computerprogramm erreichen , das individuell
errechnet wird - eine Art individueller Browser . Man bekommt es nur , wenn man
sich per digitaler Signatur ausweist . Das Datenpaket mit der versteckten Stimme
soll dann an eine unabhängige Stelle gesandt werden . Damit ist dann die
Stimmabgabe individuell registriert . Die immer noch versteckte Stimme wird an
einen anderen Rechner weitergeleitet und gezählt . Zur Europawahl 2004 hofft man
, ein rechtskräftiges Wahlverfahren über das Internet anbieten zu können . Mehr
in Telepolis : Wahl im Internet . Vor der Printausgabe online Das heißt , sie
dürfen mit der Plazierung auf dem LINK-Server nicht mehr zurückgezogen oder
verändert werden . Durch den Digital Object Identifier , einen Standard für die
Identifizierung digitaler Inhalte , sind die Beiträge sofort registriert und
zitierbar . Mehr in Telepolis : Über das Internet schneller publizieren .
Internetpionier Vint Cerf träumt vom interplanetaren Netzwerk Geht es nach Cerf
, werden schon bald intelligente Geräte die Haushalte beleben , Glühbirnen und
Waschmaschinen werden im ständigen Kontakt untereinander sowie mit der
Stromversorgungsgesellschaft stehen , sobald sie mit entsprechenden
Internet-Chips ausgestattet sind und der Adreßraum des Netzes mit der
langerwarteten Protokollversion Ipv6 erweitert wird . Aber Cerfs Sicht des
Internet endet nicht bei einer permanenten Verbindung zum Netz in jedem Haushalt
, sich selbst programmierenden Videorekordern oder bioelektronischen Implantaten
. Der bekennende Science-Fiction-Fan überraschte auf der Jahreskonferenz der
Internet-Society mit der Ankündigung eines interplanetarischen Netzwerkes , das
auf Internetbasis funktionieren soll . " Es ist an der Zeit , über ein
außerirdisches Netz nachzudenken " , sagte Cerf . Erste konkrete Anwendung werde
die im Rahmen des " Discovery-Programms " der NASA geplante weitere Erforschung
des Mars sein " Web-ähnliche Informationsdienste werden die ersten
Einsatzgebiete des interplanetarischen Netzwerks sein " , ist sich Cerf sicher .
Roboter , die vor Ort Informationen sammelten , könnten diese bequem über das
Netz zur Erde übertragen und dort Forschern und der Öffentlichkeit zugänglich
machen . Problematisch gestaltet sich dabei nur die Überbrückung der Distanzen
zwischen Mars und Erde . " Das heutige Internetprotokoll reicht dazu nicht aus "
, erklärt das Vorstandsmitglied der Internet Society . Langfristig könnten die
neuen Netzwerke auch rund um andere Planeten des Sonnensystems oder um den Mond
gesponnen werden , glaubt Cerf . Wären die interplanetarischen Netzwerke erst
einmal in Betrieb , müßte man auch wieder über die Schaffung neuer Domains
nachdenken , um Standardisierungsprobleme zu vermeiden , sagte Cerf mit einem
Seitenhieb auf die andauernde und auch auf der INET hitzig geführte Diskussion
um neue Top-Level-Domains . Mehr in Telepolis von Stefan Krempl : Internet ohne
Grenzen . Von BOD zu DOD Books on Demand ist ein Projekt des Hamburger
Buchgroßhändlers Georg Lingenbrink und Medien-Vertriebs Libri , das Autoren die
kostengünstige Produktion von Buchtiteln ermöglicht . Die eingeschickten
Manuskripte werden bei Libri digital bearbeitet , danach in die allen
Buchhandlungen zugängliche Datenbank eingegeben und erst nach einer eingehenden
Bestellung gedruckt , um sie schließlich auf den normalen Vertriebswegen
auszuliefern . Genau dies hat nun ein angehender Hamburger Jurist bei der
Erstellung seiner Dissertation genutzt . Die wesentlichen Forderungen der
Promotionsordnung seien mit DOD ( Dissertations On Demand ) erfüllt : Nationale
und weltweite Recherche der Dissertation über den Buchhandel und das Internet
mit Hilfe der Libri-Datenbanken sowie ihre ständige und sofortige
Liefermöglichkeit . Mehr in Telepolis : Dissertations On Demand . Internet
Dropouts , InterNots und die Nevers Schon einige Berichte haben in
unterschiedlichen Ländern zu dem Ergebnis geführt , dass es nicht nur dank der "
digitalen Kluft " eine Schicht von Menschen gibt , die noch keinen
Internetanschluss haben , weil sie ihn sich nicht leisten können , sondern dass
es auch Menschen gibt , die einfach nicht ans Netz wollen . Das ergab dann auch
gleich den Titel : Nur 12 Prozent der internetlosen Menschen haben vor , sich
auf jeden Fall irgendwann einen Internetzugang zu verschaffen . Allerdings ist
der Titel des Berichts etwas übertrieben , denn eigentlich sagen nur 32 Prozent
der Amerikaner ohne Internetzugang , dass sie ganz bestimmt nicht online gehen
wollen ( die " Nevers " ) , während die weiteren 25 Prozent noch zögern und
meinen , sie würden wahrscheinlich keinen Internetzugang wollen ( die "
Reluctants " ) . Panik ist für diejenigen , die auf die Internetdichte pro Kopf
eines Landes setzen , schon allein deswegen nicht angesagt , weil sich das
Problem weitgehend mit der Zeit durch Aussterben von selbst auflösen dürfte .
Die entschiedensten Internetverweigerer sind natürlich immer noch die älteren
Amerikaner , während der überwiegende Anteil der unter 30-Jährigen , die noch
nicht online sind , das ändern will . Die Chance besteht also weiterhin , dass
die Internetnutzung nach einer Generation so verbreitet ist wie heute die des
Telefons oder des Fernsehens . Aber es gibt nicht nur die Internetverweigerer
oder diejenigen , die meinen , es sich nicht leisten zu können , sondern auch
die Gruppe derjenigen , die ihren Internetzugang wieder aufgegeben haben . Das
geschieht offenbar am wahrscheinlichsten bei den Jüngeren - vor allem , wenn sie
vermutlich weniger Geld zur Verfügung haben . Die " Dropouts " repräsentieren in
etwa den amerikanischen Bevölkerungsdurchschnitt , kämen aber eher aus
Haushalten mit weniger Einkommen und seien weniger gut ausgebildet als die
Internetnutzer . Die " InterNots " - 14 Prozent der Bevölkerung - haben zwar
einen Computer , aber keinen Internetanschluss . Diese Verweigerer glauben ,
dass das Internet gefährlich und teuer ist , gehören eher Minoriäten und
sozialen Schichten mit geringeren Einkommen und weniger Bildung als
Internetbenutzer an . Mehr in Telepolis : Internet Dropouts , InterNots und die
Nevers . " Hacktivism " oder politischer Aktivismus im Netz Begehrte Ziele sind
natürlich viel besuchte Sites , die einen höheren Aufmerksamkeitserfolg
garantieren , aber natürlich auch die der politischen Gegner . Mit dem von der
amerikanischen Regierung beschworenen Drohgespenst eines Information Warfare und
den permanenten Klagen über die mangelnde Sicherheit von Computersystemen
blendet man jedenfalls den Cyberspace als politischen Ort des Protestes aus .
Mehr in Telepolis : Infowar und politischer Aktivismus . Anstatt Voteauction.com
gibt es jetzt Vote-Auction.com Kaum hatte das Gericht in Chicago , Illinois ,
einen vorläufigen Bescheid ausgesprochen , dass die Website voteauction.com ,
weil sie illegal mit Wählerstimmen für den Präsidentschaftswahlkampf handelt ,
vom Netz genommen werden muss , tauchte sie wieder unter einem anderen Namen auf
. Da aber die Domain im Sommer bei der amerikanischen Domain Bank registriert
wurde , hatte das Gericht die Möglichkeit , zumindest den Registrar haftbar zu
machen , der dann auch den Namen aus dem DNS entfernte , wobei allerdings die
Website noch ein paar Tage über die IP-Adresse erreichbar war . Mit einem
einfachen Trick konnte Bernhard das Gericht umgehen und die Website wieder ins
Laufen bringen : Damit ist die Auktionsseite außerhalb des
Zuständigkeitsbereichs der amerikanischen Gerichte . Die Betreiber wollen
zunächst einmal den " Auktionsdienst " für den Präsidentschaftswahlkampf bis 7.
November anbieten und nach einem Redesign die propagierte Annäherung von
Demokratie und Kapitalismus Annäherung auch bei anderen Wahlen weltweit
einführen . Mehr in Telepolis : Mit einem neuen Domainnamen bleibt alles beim
Alten . Schwimmen in der Informationsflut Verteilt man diese Menge auf alle
Menschen der Erde , dann würde dies pro Kopf 250 Megabytes ergeben . Untersucht
wurde die auf Papier , Film , optischen und magnetischen Trägern gespeicherte
und im Internet kursierende Informationsmenge . Auf Papier wird
erstaunlicherweise nur 0,003 Prozent der weltweit insgesamt gespeicherten
Information gedruckt , was aber nur zeige , dass Printmedien sehr effiziente
Speichermedien seien . Auch die optischen Träger schlagen noch kaum zu Buche ,
selbst wenn die Wachstumsrate mit 70 Prozent gegenüber den auf Papier gedruckten
Informationen ( 2 Prozent ) deutlich die Tendenz zum Ausdruck bringt . Über
11000 Terabytes an Daten wurden 1999 über Emails verschickt , 73 Terabytes an
Daten ins Usenet gepostet . Kommunikation , nicht Content sei daher noch immer
die Killer Application . Digitale Informationen stellen jetzt schon den
Hauptanteil der produzierten Daten , überdies würden auch bislang nicht digitale
Produkte wie Musik , Film oder Buch mehr und mehr digitalisiert werden . Die
Wissenschaftler sprechen angesichts der Menge an Informationen , die von den
einzelnen Menschen erzeugt werden , von einer " Demokratisierung der Daten " .
Von Privatpersonen werden 600 Mal mehr Informationen im Jahr produziert . Das
sind gewaltigen Mengen : " Jetzt sind gerade noch 2,5 Jahre nötig , um die
nächsten 12 Exabytes zu erzeugen . " Mehr in Telepolis : Explosiv wachsende
Informationsproduktion . Auktionssite für Eizellen von schönen Frauen
Auktionssites boomen derzeit und bieten fast alles Denkbare an . Eizellen und
Samen von Menschen mit ganz bestimmten Eigenschaften kann man von vielen Samen-
oder Eibanken auch online bestellen . Doch bislang gibt es dabei fixe Preise .
Der amerikanische Modefotograf Ron Harris , der auch für Playboy gearbeitet hat
, habe jedoch , so sagt er , " Hunderte von Stunden lang das Geschäft mit Samen
und Eizellen untersucht " und daraus jetzt mit Ronsangels.com " einen wertvollen
Dienst mit den höchsten ethischen Maßstäben " geschaffen . Es sei doch höchst
unfair , einer jungen Frau beim Geldverdienen Grenzen zu setzen . Auch so lassen
sich moralische Grenzen überschreiten . Die Eispenderinnen müssen nicht nur "
schön " , sondern auch gesund sein . Harris beteuert selbstverständlich , um
Kritikern nicht ins offene Messer zu laufen , dass er keineswegs eine "
Supergesellschaft " schaffen wolle , die nur aus schönen Menschen bestehe . Er
ist nur realistisch , bedient die Nachfrage , die eben vorhanden ist : " Diese
Website spiegelt einfach nur unsere gegenwärtige Gesellschaft , in der Schönheit
stets das höchste Angebot erhält . " Wer bieten will , muss sich allerdings
registrieren und eine Monatsgebühr bezahlen . Kritiker lehnen die Versteigerung
von Eizellen und Samen als unmoralisch und abstoßend ab . Mehr in Telepolis :
Schönheit ist teuer . Eric Drexler und die deutsche Nanotechnologie Mit der
Gründung von Kompetenzzentren , mit Forschungswettbewerben und Public Relations
Veranstaltungen wird gegenwärtig der Boden für die mutmaßlich nächste
Industrielle Revolution bereitet : die Nanotechnologie . F&E-Prominenz ,
Unternehmensvertreter und der Jules Verne der " Nano-Tech-Bewegung " , Eric
Drexler , trafen sich unlängst auf dem Münchner Nanotechnologie-Symposium . Die
Bonner Forschungspolitik hat sich der Nanotechnologie bereits verschrieben . Mit
100 Mio Mark in den kommenden 5 Jahren soll dieser " Schlüsseltechnologie des
nächsten Jahrtausends " in den Sattel geholfen werden . Deren Protagonisten
wittern ein atemberaubendes Potential . Sollten die " visionäreren " Erwartungen
zutreffen , dann locken Milliardenmärkte und eine Technik , die sich
buchstäblich von Magie nicht mehr unterscheiden läßt . Auch über ein ewiges
Leben dank nanotechnischer Reperaturmaßnahmen im Körper spekulierte Drexler .
Deutlich bodenständiger geht es zu , wenn deutsche Forschungs- und
Wirtschaftsvertreter unter Anleitung von Peter Glotz den Weg von der Nano-Vision
zum Milliardenmarkt diskutieren . Vor allem aber wurden die grundsätzlichen
Bedingungen der Möglichkeit gedeihlicher Nano-Technologientwicklung am Standort
Deutschland besprochen . Immerhin scheinen Jung-Unternehmer mittlerweile
offenbar keinen Grund mehr haben , sich über fehlendes Venture Capital zu
beschweren . Mehr in Telepolis : Aufbruchstimmung beim Molekularmaschinenbau .
Deutschland ans Netz Mit dem Sponsoring von " Internet-Klassenzimmern " , dem
Aussenden von Netz-Botschaftern sowie zwei PC-Paketen für Schüler versucht D21 ,
Deutschland und vor allem seine Jugend ans Netz anzuschließen . Der
Bundeskanzler hat sich an die Spitze der Bewegung gesetzt : So entließ
Bundeskanzler Gerhard Schröder die zahlreich versammelte Presse gestern abend
nach der ersten Konferenz der Initi@tive D21 , die ganz unter dem Motto der
Vernetzung der deutschen Wirtschaft , Politik , Wissenschaft und Gesellschaft
stand . Neben IBM stehen rund 70 Unternehmensgrößen wie Hewlett-Packard , debis
, Alcatel SEL , Siemens , die Dresdner Bank , die Deutsche Post oder die
Preussag AG hinter dem Projekt zum Sponsoring von " Internet-Klassenzimmern " .
" Wir wollen 20.000 Patenschaften für Schulen von Unternehmen in zwei Jahren
stimulieren " , stellt Jörg Menno Harms , Vorsitzender der Geschäftsleitung von
Hewlett-Packard , die ehrgeizigen Ziele von D21 vor . Mit einem Klick eröffnete
der Kanzler per Videokonferenz das erste Internet-Klassenzimmer . Zwei
PC-Varianten mit diversen Hard- und Softwarezugaben können Schüler , Studenten
und Lehrkräfte seit gestern über die Computerkette Comtech erwerben . Auch dem
Fachkräftemangel bei IT-Berufen will die Wirtschaft nun mit eigenen Mitteln den
Kampf ansagen : " Ambassadors " sollen in die Schulen gehen und die Kids für
technisch-wissenschaftliche Studiengänge begeistern . Die " Animateure " sind
qualifizierte Mitarbeiter der D21-Mitgliedsunternehmen , die mit den Schülern
über berufliche Perspektiven rund um die Informationstechnik diskutieren .
Allein 1000 Internetbotschafter will IBM-Chef Staudt aus den eigenen Reihen
rekrutieren , Hewlett-Packard will dem Angebot laut Harms in keiner Weise
nachstehen . Klaus Mangold von debis hat die Vision , dass im Jahr 2005 im
Abitur Businessmodelle für den Einstieg in den E-Commerce abgefragt werden oder
die Schüler bei ihrem Abschluss eine Website für eine Firma kreieren müssten .
Statt ständig über einen Ordnungsrahmen für den elektronischen Handel zu
diskutieren , sollten die Politiker lieber junge Unternehmer als die " Helden
der Zukunft " darstellen . Mehr in Telepolis : Die Wirtschaft wird es machen .
Verkehrsminister uneinig über europäisches GPS-System Bei der EU-Ratstagung der
europäischen Verkehrsminister in Brüssel am 20. und 21. Dezember ist noch kein
Beschluss über den Aufbau eines unabhängigen europäischen
Satellitennavigationssystems gefasst worden . Das Galileo-Programm , das die
europäische Unabhängigkeit von den bestehenden Systemen GPS ( USA ) und GLONASS
( Russland ) bringen soll , wird daher nicht wie geplant am 1. Januar 2001 in
die Entwicklungsphase eintreten . Neben einigen seiner Kollegen hat sich auch
Deutschlands neuer Verkehrsminister Kurt Bodewig gegen einen Einstieg in das
Programm zum jetzigen Zeitpunkt ausgesprochen . Ein Kompromiss war trotz
Bemühungen verschiedener Staaten nicht möglich . Dieser Nicht-Beschluss ist
überraschend , denn bislang hatte alles auf einen breiten Konsens für das
Galileo-System hingedeutet . Über die Gründe des Scheiterns in Brüssel und die
zugrundeliegenden Konfliktlinien ist von offizieller Seite nur wenig bekannt
gegeben worden . Das Bundesverkehrsministerium verweist vor allem auf die
Finanzierung , die noch weitgehend ungeklärt ist . Darüber hinaus waren nach
Angaben aus Berlin noch technische und organisatorische Fragen offen .
Schließlich ist das GPS-Signal kostenlos , weswegen der Endanwender nicht
einsehen wird , warum er für Galileo zahlen solle . Hier deutet sich ein
Teufelskreis an : Die Verkehrsminister wollen ein eindeutiges Bekenntnis der
Industrie , diese wiederum will aber zunächst die öffentlichen Vorleistungen
abwarten . Mehr in Telepolis : Diskussion auch um militärische Nutzung von
Galileo . Preis für das Knacken von DES in 24 Stunden Der zu entschlüsselnde
Code für " DES Challenge III " wird am 18. Januar veröffentlicht . Mit dem jetzt
dritten Ausschreiben will RSA demonstrieren , daß DES keinen adäquaten Schutz
mehr bietet : " Die erfolgreichen Entschlüsselungen von DES haben gezeigt , daß
die Zeit gekommen ist , zu neuen und sichereren Sicherheitsalgorithmen
überzugehen . " In den USA ist der Export einer 128-Bit-Verschlüsselung ohne "
key recovery " verboten . Im Wassenaar-Abkommen setzten sich die USA mit dem
Exportverbot von Kryptoprodukten mit mehr als 64-Bit durch . Den ersten Preis
holte sich 1997 Rocke Verser , der zum Knacken des Codes noch 96 Tage benötigte
. Anfang 1998 wurde DES von distributed.net in 41 Tagen und im Juli von der
Electronic Frontier Foundation in nur 56 Stunden geknackt . Siehe auch in
Telepolis : Kritik am Wassenaar-Abkommen durch Internet Architecture Board sowie
Kryptoexportkontrolle : Protestgruppen organisieren sich . Privacy Watchdog Am
31. Dezember läuft die Frist aus , die die Federal Trade Commission den
amerikanischen Online-Firmen eingeräumt hat , um den Schutz persönlicher Daten
von Besuchern und Kunden der Websites durch Selbstregulation und ohne Gesetz zu
gewährleisten . Obgleich die EU-Richtlinie zum Schutz persönlicher Daten bereits
in Kraft getreten ist , sind noch Verhandlungen zwischen der EU und den USA im
Gange . Nach Ablauf der Frist wird die FTC überprüfen , ob die bislang etwa von
der Online Privacy Alliance oder von TrustE eingeführten Mechanismen und
Selbstverpflichtungen für einen ausreichenden Schutz sorgen , so daß sich die EU
möglicherweise damit zufrieden gibt . Die FTC fordert , daß der Schutz von
persönlichen Daten nicht nur von den großen Online-Unternehmen , sondern auf
breiter Front gewährleistet wird . Es wird auch nicht genügen , nur die Besucher
darüber zu informieren , wie und ob Daten erhoben werden , sondern es müssen die
Versprechungen auch eingehalten werden und Mechanismen vorhanden sein , um
Konflikte zwischen Kunden und Anbietern zu lösen und Verfehlungen wirkungsvoll
zu ahnden . Um die Unternehmen stärker in die Pflicht zu nehmen , hat kürzlich
das Center for Democracy and Technology eine Website mit dem Titel Privacy
Watchdog ins Netz gestellt . Die Internetbenutzer werden zur Mithilfe
aufgefordert , um die Datenschutzpraktiken der Firmen zu überprüfen und zu
kontrollieren , ob überhaupt Hinweise auf den Umgang mit persönlichen Daten
gegeben werden . Vielleicht steht ja nicht nur der Bananenkonflikt an , sondern
demnächst auch ein " Kampf der Kulturen " über den Datenschutz und damit über
den E-Commerce . Mehr in Telepolis : Schutz persönlicher Daten . KPN Telecom
kauft XS4ALL Der legendäre niederländische Provider xs4all ist von der
holländischen KPN Telecom aufgekauft geworden . Heute ist er in den Niederlanden
der zweitgrößte ISP mit über 50000 Kunden . Aus xs4all entstand auch die "
Digitale Stad " , Vorbild für viele andere digitale Städte , die einst auf ein
demokratisches Netz setzten . In der Pressemitteilung heißt es , xs4all werde
als unabhängig operierende Tochter der Telekom übernommen und würde das bislang
praktizierte gesellschaftliche Engagement weiterführen . Siehe auch den
Kommentar von Paul Treanor in Telepolis : Die Cyberliberalen werden reich .
Nicholas Negroponte erhält den " 01-Award " Den Preis , den die HdK zusammen mit
der Deutschen Bank 24 vergibt , hatte 1998 erstmals der Multimedia-Künstler und
Musik-Produzent Brian Eno erhalten . Habe sich Eno den neuen Technologien " auf
künstlerisch-emotionaler Ebene " genähert , so stünden bei Negroponte die "
praktischen Nutzzwecke " im Vordergrund . Negropontes Forschungstätigkeit
beginne dort , wo " Bits auf Atome treffen " . Für Thomas Holtrop , Mitglied des
Vorstands der Deutschen Bank 24 , ist Negroponte " der Visionär , der schon früh
die Dimension und das Potenzial der Neuen Medien erkannt und die Trends des
digitalen Zeitalters vorweggenommen hat . " Auf eine engere Kooperation mit dem
Media Lab hofft die Hochschule der Künste Berlin , denn mit der Auszeichnung
verbunden ist eine Honorarprofessur , die von der Deutschen Bank 24 gesponsert
wird . HdK-Präsident Lothar Romain machte den Studenten allerdings wenig
Hoffnung darauf , von nun an permanent persönlich von einem echten Cyberguru
unterrichtet zu werden : Im digitalen Zeitalter sei es ja " nicht mehr so
wichtig , dass man anwesend ist . " Deutschen Unternehmen , die sich allein auf
ihrer Geschichte und Tradition ausruhten , sagte Negroponte in seiner Rede keine
rosige Zukunft voraus . Einige den Wandel vermeidende Firmen hätten sich zwar
entschuldigend darauf berufen , etwas schon immer so gemacht zu haben . " Aber
die haben nicht Amazon gegründet " , stichelt der Co-Finanzier von Wired
Magazine . Die Startups hätten die Leute in den Konzerne wachgerüttelt und ihnen
gezeigt , dass es ein neues Businessmodell im Internet gibt , dem sich alle
anpassen müssen . Als kulturellen Gleichmacher sieht Negroponte , der das Ende
der Nationalstaaten in " Being digital " ausruft , das Netz nicht . " Deutsch "
zu sein , werde daher schon bald jegliche Bedeutung verlieren . Ein Bayer oder
Berliner zu sein , werde dagegen immer wichtiger : Angesichts der nach wie vor
sprühenden Begeisterung Negropontes über die Potenziale der neuen Technologien ,
in der die Erkenntnis von Schattenseiten der Infogesellschaft keinen Platz
findet , mag die Begründung des Jury-Vorsitzenden Romain für die Preisvergabe
allerdings etwas erstaunen . Der HdK-Präsident lobte Negroponte als "
Wissenschaftler , Autor , Vordenker , Professor und Visionär unserer
Gesellschaft " . Mehr in Telepolis : Negroponte : Computer für einen Dollar .
Urheberschutz : " Exklusives Monopol für die Online-Welt " Musik- und
Filmindustrie erhöhen den Druck auf das Europäische Parlament , um den
Kompromiss zur Urheberrechtsrichtlinie der EU kurz vor der zweiten Lesung der
Direktive im Europaparlament noch in ihrem Interesse zu verschieben . Drei Jahre
hatte es gedauert , bis sich die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union nach
harten Lobbyistengefechten im September 2000 auf einen Kompromiss zur geplanten
Richtlinie zum Urheberschutz geeinigt hatten . Doch kurz vor der zweiten und
entscheidenden Lesung der Richtlinie im Europäischen Parlament Mitte Februar
haben Mitglieder des Ausschusses für Recht und Binnenmarkt nun fast 200
Anfügungen zur Direktive zu Papier gebracht . Die ausgehandelte " Balance "
droht damit weiter zu Ungunsten der Verbraucher zu kippen . Die Aktivistin , die
das " European Bureau of Library Information and Document Associations " leitet
, macht sich vor allem Sorgen um die Bibliotheken . Auf die Leihstellen und ihre
Besucher sieht sie enorme zusätzliche Kosten zukommen , da diese für dasselbe
Material in Zukunft mehrfach bezahlen müssten . Laut Hackett sollen etwa
Vergütungen für Kopien eingeführt werden , die sowieso nicht die legitimen
Interessen der Rechtehalter berühren oder die im Bibliotheksbetrieb anfallen .
Die Möglichkeiten der Verbraucher , sich private Vervielfältigungen von
Copyright-geschützten Materialien zu ziehen , sollen beschnitten werden . Selbst
die Ausnahmeregelungen für Zwischenkopien bei Providern , für die sich auch die
Internet Society stark gemacht hat , stehen wieder zur Diskussion . Würde das
Parlament den Anfügungen zustimmen , wäre das europäische Gesetz strenger , als
internationale Verträge es vorschreiben . Mehr in Telepolis : Kopieren verboten
. Bill Gates wird immer populärer Trotz aller Schwierigkeiten , die Microsoft in
den USA wegen seines Monopols hat und die auf den Konzern auch in Japan und
Europa zukommen könnten , ist die Popularität von Bill Gates in der letzten Zeit
gestiegen . 52 Prozent der Computernetzer glaubten auch , daß es für die
Konsumenten gut wäre , wenn Microsoft das beherrschende Unternehmen unter den
Internet-Providern wäre . Von Bill Gates selbst haben 42 Prozent eine gute
Meinung , 1995 waren es erst 31 Prozent . Allerdings hat auch seine
Unbeliebtheit leicht zugenommen : Ein nicht ganz authentisches Gespräch mit Bill
Gates über dessen künftige Strategien finden Sie in Telepolis . Clinton : Mehr
Geld für den Kampf gegen den Cyberterrorismus Das wären 40 Prozent mehr als noch
1997 . Das Geld will Clinton in Forschungsprojekte stecken , um Systeme zu
entwickeln , mit denen sich unautorisierte Eindringlinge oder Trojanische Pferde
in Computersystemen entdecken lassen und diese Information als Warnung an andere
automatisch weitergeleitet wird . Solche Sicherheitsnetze sollen nicht nur für
die Regierung und die Behörden , sondern auch für die Privatwirtschaft
entwickelt werden . Dann sollen offenbar weitere Informationszentren aufgebaut
werden , mit denen die Regierung und die Privatwirtschaft gemeinsam gegen
Cyberbedrohungen vorgehen können . Und schließlich soll es ein Cyber Corps
Programm geben , um der Regierung durch höhere Gehälter und bessere Ausbildung
die dringend benötigen Computerspezialisten zu verschaffen . Man werde zwar
immer " aggressiv " vorgehen , aber gleichzeitig die Rechte der Bürger auf
Privatheit und die Eigentumsrechte der amerikanischen Privatwirtschaft achten ,
betonte Clinton . David Banisar vom Electronic Privacy Information Center
äußerte allerdings den Verdacht , daß es beim Kampf gegen den Cyberterrorismus
vornehmlich um mehr Überwachung gehe : " Das hört sich wie ein
Wohlfahrtsprogramm für Spione an . " Mehr in Telepolis : Wohlfahrtsprogramm für
Spione ? FU Berlin sperrt AStA-Seiten im Internet Am 22. 1. erhielt der AStA der
FU Berlin ein Schreiben der Verwaltung , daß von nun an wegen einer
mißbräuchlichen Verwendung des durch öffentliche Gelder ermöglichten technischen
Zugangs zum Internet der Zugang und die Nutzung des Accounts unter den Adressen
asta und asta 2 gesperrt wurden . Seitdem kommt , ruft man die entsprechende
Site auf , " forbidden " . Der Vorwurf lautet , daß auf den AStA-Seiten
personenbezogene Daten ohne Einwilligung der Betroffenen , politische Beiträge
ohne Bezug " zu den Belangen der Studenten " sowie Beratungsangebote für
Nicht-Mitglieder der verfaßten Studentenschaft angeboten wurden . In einer alten
AStA-Zeitung wurde etwa Historiker Arnulf Baring als " rechtes Arschloch "
bezeichnet . Also sperrt man gleich einmal den Account . Der AStA führt hingegen
an , daß es sich dabei um Dokumentationen alter Ausgaben der AStA-Zeitungen
handelt . Ob auch der jetzt noch genutzte Zugang gesperrt werde , sei ungewiß .
Echelon vor dem Europaparlament Das weltweite Lauschsystem Echelon war gestern
Gegenstand einer Anhörung des Ausschusses für Bürgerrechte des Europäischen
Parlaments . Der britische Journalist Duncan Campbell trug seinen Bericht ,
basierend auf der 1999 veröffentlichten Studie Interception Capabilities 2000
über Echelon , den Mitgliedern des Ausschusses vor und wies daraufhin , dass
mittlerweile die Existenz des Lauschsystems zweifelsfrei erwiesen sei . Noch am
Tag zuvor hatte EU-Kommissar Fritz Bolkenstein den Parlamentariern erklärt ,
dass Echelon nur ein " Gerücht " sei . Vor kurzem gab es allerdings bereits
durch ein über den Freedom of Information Act an die Öffentlichkeit gelangtes
Dokument eine erste " offizielle " Bestätigung des Systems von der
amerikanischen Seite . Gefährdet sei vor allem die Kommunikation , die über
Satellitenverbindungen läuft , während das Abhören der Kommunikation über
Glasfaser wohl sicher , weil zu aufwendig sei . Ausgerichtet sei das System
vorwiegend auf Wirtschaftsspionage , Hinweise darauf , dass auch Politiker von
befreundeten Staaten abgehört würden , gäbe es aber nicht . Tony Blair reagierte
schnell auf die neuen Vorwürfe und wies die Behauptung zurück , dass
Geheimdienstinformationen zugunsten britischer Unternehmen verwendet würden :
Auch der Sprecher des amerikanischen Außenministeriums , James Rubin , wies die
Vorwürfe zurück : Neuseeland stritt inzwischen ab , Wirtschaftsspionage zu
betreiben . Allerdings verlangt inzwischen auch der amerikanische Kongress
Aufklärung über Echelon . Für die französische Justizministerin Elisabeth Guigou
sind die Stellungnahmen allerdings nicht ausreichend . Sie behauptet im Einklang
mit den STOA-Berichten , dass das System nach dem Kalten Krieg vor allem für die
Wirtschaftsspionage verwendet werde . Französischen Firmen empfiehlt sie aus
diesem Grund , jede Kommunikation zu verschlüsseln . Campbell wies allerdings
auch darauf hin , dass Echelon nur ein Teil von unterschiedlichsten
Lauschsystemen auf der Welt sei . Insgesamt gäbe es 140 . Überdies kritisierte
er die heimliche Zusammenarbeit zwischen amerikanischen und europäischen
Behörden und die unter dem Namen ENFOPOL bekannt gewordenen Überwachungspläne
der EU , über die die Parlamente nicht ausreichend informiert worden seien . Der
Vorsitzende des Ausschusses , Graham Watson , meinte , dass man für die weitere
Diskussion des Themas " mehr Beweise " brauche . Mitglieder des Ausschusses
sprachen sich dafür aus , auf der nächsten Plenarsitzung am 30. März die
Einsetzung eines Untersuchungsausschuss zu fordern , der sich mit dem Schaden
durch Wirtschaftsspionage beschäftigen soll . Dazu s. a. in Telepolis :
Europäisches Parlament stimmt gegen unkontrolliertes grenzüberschreitendes
Abhören und das Special über ENFOPOL Schweiz : Strafverfahren wegen Link zu
rassistischen Websites Schon gestern wurde die Seite , auf der Thomas Stricker
Links zu einer pornographischen und zu einer antirassistischen Website gelegt
hatte , von der man wiederum zu rassistischen Websites gelangte , von der
Schulleitung vom Netz genommen . Stricker hatte sie im Zusammenhang eines Textes
als Veranschaulichung für die Behauptung gelegt , dass eine Verlinkung im Web
über Zwischenschritte schnell zu verbotenen Inhalten führen kann . Damit wollte
Stricker eine hochschulinterne Anordnung kritisieren , die Links zu
rassistischen und pornographischen Inhalten auf den Web-Veröffentlichungen der
Hochschulangehörigen untersagt , weil dies letztlich die Meinungsfreiheit
gefährde , die Freiheit der Wissenschaft einschränke und die Eigenschaft des Web
abwürge . Die Schulleitung verweist auf die Telematikverordnung der ETH : Auf "
schweren Missbrauch " der Telematik-Mittel werden " ein Disziplinarverfahren und
notfalls ein Zivilverfahren eingeleitet oder Strafanzeige erstattet . " Bei
schweren Fällen kann es zur Entlassung kommen . Der " Fall Stricker " jedenfalls
kann ein wichtiges Exempel statuieren , wie in der Schweiz die
Verantwortlichkeit für externe Links gehandhabt werden soll . Auch hierzulande
gibt es dafür noch keine klare Regelung . Mehr in Telepolis : Ab wievielen
Zwischenschritten ist ein Link auf eine rechtswidrige Website strafbar ? sowie
Strafverfahren gegen ETH-Professor wegen Links zu rassistischen Websites .
Grenzkontrollen im Internet Der Bundesverband der Phonographischen Wirtschaft (
IFPI ) verfolgt radikale Pläne , dem Urheberrecht im Internet Geltung zu
verschaffen . Von den technischen Mitteln verspricht man sich , nationale
Grenzen und damit nationales Recht im Internet durchsetzen zu können . Die
bislang fehlenden Hinweise auf den technischen Hintergrund und die damit
verbundenen Vorstellungen lieferte ein Vortrag , den Nils Bortloff ,
Rechtsberater der IFPI , bei einem Treffen der World Intellectual Property
Organisation ( WIPO ) im Dezember hielt . Das in Deutschland entwickelte System
basiert auf einer Negativliste von URLs , die auf illegale Musikdateien
verweisen . Sie soll bei den Providern unmittelbar vor jenen Routern zum Einsatz
kommen , die über eine Verbindung ins Ausland verfügen . RPS fischt aus jeder
neuen Abfrage die URL und gleicht sie mit der Liste ab . Findet sich die
angeforderte URL in der Negativliste , wird der Zugriff aus Deutschland
verweigert . Die Liste soll stündlich auf dem laufenden gehalten und nach
Möglichkeit von offizieller staatlicher Seite , etwa den Zollbehörden , betreut
werden . Das System , so Bortloff , eigne sich aber nicht nur für den Schutz des
Urheberrechts , sondern allgemein als nationales Schutzsystem und könne so etwa
auch gegen den Vertrieb illegaler Produkte oder rechtswidrigen Materials
eingesetzt werden . Nach Angaben des Bundesverbandes haben das Justiz- , Finanz-
und Wirtschaftsministerium bereits Interesse bekundet . Mehr in Telepolis :
Nationales Internet . Aktion " Rettet Iridium " Zwar haben sich nach der
Konkursmeldung und der Ankündigung von Iridium LCC , die 66 Satelliten verglühen
zu lassen , vor kurzem wieder einmal zwei Interessenten gemeldet , die das
Satellitensystem übernehmen wollen . Aber jetzt gibt es noch zusätzlich einen
Aufruf von ganz anderer Seite , um das System vor der sinnlos erscheinenden
Zerstörung zu retten . Versprochen wird das " größte Experiment der menschlichen
Technik " , und dienen soll das System allen Menschen bei der Erweiterung des
Internet . Open Source soll heißen , dass sich möglichst viele Menschen durch
Rat und Tat an dem Projekt beteiligen . Man will auch Möglichkeiten für
diejenigen finden , die kein Geld in das Projekt stecken können , sich dennoch
indirekt finanzielle beteiligen zu können , beispielsweise durch Ausgabe von
Kreditkarten . Vielleicht ist es ja tatsächlich auch nur ein Scherz ? Auch in
Deutschland wurde eine Initiative Save Iridium gegründet , die sich gegen die
Zerstörung des Satellitennetzes richtet . Man will " diejenigen , welche die
Möglichkeit haben , über den Fortbestand von Iridium zu entscheiden , davon
überzeugen , das Satelliten-Handynetz aufrecht zu erhalten . " Polizeiaktion
gegen serbischen Radiosender In der Nacht um 2 Uhr 50 wurde von der serbischen
Polizei im Auftrag des Telekommunikationsministeriums der einzige unabhängige
serbische Radiosender B92 geschlossen . Angeblich mußten alle Anwesenden sofort
aufhören , mit dem Computer zu arbeiten , und ihre Mobiltelefone ausschalten .
Der leitende Redakteur Veran Matic wurde ohne Begründung festgenommen . Als
Grund für die Schließung gaben die serbischen Behörden an , daß B92 auf der
Frequenz 92,5 MHz zu starke Signale aussende , die gesetzlich verboten sind . Um
den weiteren Betrieb von B92 zu verhindern , wurde die Ausrüstung des Senders
beschlagnahmt . Der 1989 gegründete Sender begann 1995 , um der Zensur zu
entgehen , auch im Internet sein Programm über den holländischen Provider xs4all
anzubieten . Mehr in Telepolis : B92 geschlossen sowie Das serbische
Informationsministerium klärt auf . Bilder mit elektronischer Tinte Die Bell
Labs und die E Ink Corporation haben den ersten Prototypen eines aktiven
Displays mit der so genannten elektronischen Tinte vorgestellt . Noch sind auf
dem 12 Zoll großen Display die Bilder und Texte nur in einer Auflösung von
einigen hundert Pixeln zu sehen , aber die Entwickler behaupten zuversichtlich ,
dass man damit im Prinzip und ohne große Kosten auch Bilder in hoher Auflösung
und bester Qualität darstellen kann . Grundsätzliche technische Probleme gäbe es
nicht mehr . Gegenüber früheren Versionen habe man überdies eine elektronische
Tinte entwickelt , die sich zehnmal schneller verändern kann und deren Kontrast
größer ist , da die Farbe von Blau zu Schwarz wechseln kann . Die Displays
bestehen aus einem Gitter aus Polymer-Transistoren , die auf eine weniger als
einen Millimeter dünne Plastikschicht mit der elektronischen Tinte von E Ink
gedruckt werden . E Ink behauptet , dass die Displays neben der billigeren
Produktion durch " Mikrokontaktdruck " drei Vorzüge gegenüber herkömmlichen
Bildschirmen besitzen : die Darstellungen seien so gut wie gedruckte Texte
lesbar , die Displays brauchen wesentlich weniger Strom und ermöglichen
leichtere und flachere Geräte wie Computer , PDAs oder Handys . Überdies könne
die elektronische Tinte praktisch auf jedes Material gedruckt werden . Mehr in
Telepolis : Elektronische Tinte auf dünnen Plastikdisplays . " Blitzkrieg " mit
digitalen Mikroben gegen Hacker Angeblich würden sich bereits FBI , CIA und
andere Regierungsbehörden für die Angriffs- und Schutzsoftware lebhaft
interessieren , die in Form eines Immunsystems für ein ganzes Netzwerk mit allen
Rechnern und peripheren Geräten arbeiten soll . Eine Art von Agenten oder "
digitalen Mikroben " , die Wood " selbstprogrammierende adaptive Automatacapsids
" nennt , verändert nach unterschiedlichen Transformationsregeln sich selbst und
Daten und erzeugt bzw. reproduziert neue digitale Mikroben . Sie befinden sich
an den Ein- und Ausgängen des Systems und überprüfen , ob etwa ungewöhnliche
Daten in das Netzwerk gelangen wollen . Wood will während TechNet 98 eruieren ,
auf welches Interesse sein Lightning Server stößt . Man rechnet mit einem großen
Markt und will für den Markt eine Version mit dem Namen " Parabellum Server "
anbieten . Kalifornien ist weltweit die fünftgrößte Wirtschaftsmacht Von
Kalifornien hat man in letzter Zeit eher von den Schwierigkeiten mit der
Stromversorgung gehört . Allein Los Angeles und die vier Nachbarcounties (
Orange , Riverside , San Bernardino und Ventura ) rangieren mit einem BSP von
430 Milliarden weltweit an zehnter Stelle , knapp hinter Kanada und Brasilien
sowie vor Spanien . Los Angeles County allein liegt an 16. Stelle zwischen
Taiwan und Holland . Mehr in Telepolis : Spektakuläres Wachstum . Zur
Identifizierung britischer Hooligans wurde die französische Polizei letzten
Sonntag in Toulouse während des Spiels England-Rumänien von einem
fünfzehnköpfigen britischen Polizeiteam unterstützt . Die Beamten , bekannt als
" Spotter " , identifizieren bekannte Unruhestifter mit Hilfe modernster
Überwachungstechniken . Zum Einsatz kommen dabei digitale Kameras .
Höchstwahrscheinlich werden die damit aufgenommenen Fotos mit einer
einschlägigen Bilddatenbank abgeglichen . Mehr in Telepolis : Die WM als
Testfeld für moderne Überwachungstechnologien ? von Christiane Schulzki-Haddouti
Ohne Datenschutz keine Werbung Nachdem IBM bereits im Frühjahr vorgeprescht ist
, hat nun auch Microsoft angekündigt , für den Schutz der persönlichen Daten von
Kunden einzutreten . Der Software-Konzern , angeblich größter Online-Werber ,
will ab 2000 keine Anzeigen mehr auf Websites schalten , die keine angemessenen
Informationen über das Sammeln und die Verwendung von Daten ihrer
Besucher/Kunden publiziert haben . Microsoft will mit der neuen Kampagne für
seinen Privacy Wizard werben , mit dem Online-Anbieter ihre Privacy-Politik
formulieren und ein " Siegel " erhalten können , aber man will auch die Qualität
des " Datenschutzes " der Unternehmen verbessern . Werbung soll nur noch auf
Websites geschaltet werden , die bekanntgeben , daß sie Daten sammeln , die die
Zustimmung des Kunden einholen , die diesem Einsicht in die erhobenen Daten
gewähren , Informationen über Kinder sensibel behandeln und für die Sicherheit
der Informationen sorgen . Die Kampagne steht auch im Kontext der
transatlantischen Gespräche zwischen der EU und der US-Regierung über den Schutz
der persönlichen Daten von Europäern bei ausländischen Unternehmen . Die
EU-Richtlinie legt fest , daß der Export von persönlichen Daten in
Nicht-EU-Länder nur dann erlaubt ist , wenn diese einen entsprechenden
Datenschutz anbieten . Bislang wurde noch kein definitives Ergebnis erzielt .
Mittlerweile scheint die EU , so eine Mitteilung vom 21. Juni , die von der
US-Regierung favorisierte Selbstregulierung mit dem Prinzip des Safe Harbor für
amerikanische Firmen akzeptieren zu wollen , wenn der Schutz der persönlichen
Daten auf eine Weise geschieht , die dem europäischen Datenschutzgesetz
angemessen ist . Mehr in Telepolis : Junkbuster droht mit Kampagne . Die
Selbstregulierung in Sachen Datenschutz könnte durch eine beabsichtigte Fusion
zwischen DoubleClick und Abacus unterhöhlt werden . Ein Ring um Afrika Lucent
Technologies wird das Glasfaserkabel liefern und mit dem Dense Wave Division
Multiplexing System ( DWDM ) dafür sorgen , daß in dem 39000 Kilometer langen
Kabel in einer Sekunde 40 Gigabit übertragen werden können . Global Crossing
wurde mit dem Projektmanagement und der Verlegung im Meer beauftragt , die durch
Roboter geschehen wird . Mehr in Telepolis : Afrika wird vernetzt . Zur
gegenwärtigen Situation siehe auch : Kein Platz für Afrikas Dörfer im Global
Village . Grenze für die Miniaturisierung von Siliziumchips Dann nämlich werde
es nicht mehr möglich sein , noch kleinere funktionsfähige Schaltkreise mit
Silizium herzustellen . Bislang ist der Forschritt bei der Kapazitätssteigerung
durch Miniaturisierung der Siliziumchips dem " Mooreschen Gesetz " gefolgt .
Mitte der 60er Jahre hatte der Intel-Mitgründer Gordon Moore festgestellt , daß
sich die Anzahl der Schaltkreise alle 18 Monate verdoppelt . Wenn man jedoch das
Moorsche Gesetz ins nächste Jahrhundert projiziert , stößt man nach David Miller
und seinen Kollegen auf ein Ende der Miniaturisierung . Bis dahin werden die
kleinsten Komponenten eines Chips die Größe von einzelnen Molekülen erreicht
haben . Mit den neuesten Herstellungstechniken haben Miller und Kollegen die
Grundkomponenten eines Chips hergestellt , bei dem die Isolation aus
Siliziumoxid zwischen zwei leitenden Siliziumschichten nur noch fünf Atome "
dick " ist . Bei den gegenwärtigen Chips sind es noch 25 Atome . Bereits mit 5
Atomen funktionierte die Isolation nicht mehr zuverlässig . Die Forscher glauben
daher , daß ab einer Dicke der Schicht aus Siliziumoxid von vier Atomen ein Chip
nicht mehr funktionsfähig ist , weil der Strom durch die Isolation sickert .
Möglicherweise findet man bis dahin ein Material , das besser als Siliziumoxid
isoliert . Wahrscheinlicher aber ist , daß das Siliziumzeitalter zu Ende geht
und die Zukunft den Quanten- oder Biocomputern gehört . Siehe auch in Telepolis
von John Casti : Sind Quanten- oder DNA-Computer Alternativen zum Modell der
Turingmaschine ? . Suchmaschine Direct Hit : Wichtig ist , was alle machen Nach
" Prominenz " oder Aufmerksamkeit stuft die Suchmaschine Direct Hit ein , die
von Gary Culiss , einem Absolventen der juristischen Fakultät der Harvard
University entwickelt wird , und für die er bereits unlängst den begehrten Preis
des MIT $50K Entrepreneurship Competition erhalten hat . Seine gerade gegründete
Firma wurde auch mit Venture-Kapital von Draper Fisher Jurvetson finanziert ,
der unter anderem in GoTo oder Hotmail investiert hat . Man verspricht also
etwas von dieser Neuerung im profitträchtigen Bereich der Suchmaschinen , ohne
die man im Web verloren ist . Das Unvermögen der bisherigen Suchmaschinen oder
Metasuchmaschinen , mit der wachsenden Masse der Web-Seiten zurechtzukommen ,
vor allem aber die meist dunkle Einstufung der Trefferpriorität , also welche
Treffer als erstes aufgeführt werden , hat Culiss dazu geführt , Bedeutung
automatisch aus der Aktivität der Benutzer erzeugen zu wollen . Deren
Entscheidungen nämlich , also welche Auswahl sie aus den zunächst angebotenen
Treffern wählen , geht in das Ranking für die nächsten Suchenden ein . Direct
Hit speichert die Wahl und setzt dann bei den folgenden Suchen mit den gleichen
Begriffen die getroffene Auswahl entsprechend höher an . Die Masse zeigt
offenbar den Weg an , den jeder folgen soll , als käme man damit zu besseren
Entscheidungen und als würde das , was viele machen , auch automatisch mehr
Bedeutung für den einzelnen haben : Direct Hit soll als Ergänzung zu den
herkömmlichen Suchmaschinen angeboten werden . Mehr in Telepolis : Direct Hit -
eine bessere Suchmaschine ? Mobiltelefone für Kleinkinder Die Firma Ericsson
plant , wie die Sunday Times vom 23. 8. berichtet , eine neue Produktlinie , die
den Absatz ihrer Telefone auch in Zukunft sichern soll : Mobiltelefone für
Kinder ab drei Jahren . Die Mobiltelefone befinden sich etwa in Teddybären oder
anderen Spielzeugen . Die Kinder können mit dem Ersatz kuscheln und gleichzeitig
mit ihren Eltern sprechen . Ein weiteres Angebot ist ein kleines Telefon in der
Größe einer Kreditkarte , das das Kind permanent mit sich umhertragen kann .
Alle Telefone sollen mit dem Global Positioning System verbunden sein , so daß
die Eltern immer wissen , wo sich ihre Kinder aufhalten . Siehe auch die Glosse
Kommunikation permanent in Telepolis . Globalisierung der Überwachung Die
Bürgerrechtsorganisationen EPIC und Privacy International haben den Bericht
Privatheit und Menschenrechte 2000 veröffentlicht , in dem sie vor allem die
US-Regierung an den Pranger stellen , weil sie weltweit einen Druck auf die
anderen Staaten ausgeübt haben soll , um die Grundlagen für eine umfassende
Überwachung im digitalen Zeitalter zu schaffen . Die Überwachungs- , Zensur- und
Datenerhebungstechnologien , die vornehmlich in den demokratischen
Industrieländern entwickelt werden , in denen sie noch durch den Rechtsstaat
gebändigt werden können , gelangen jedoch auch in die armen Länder und stellen
bereits ein " lukratives Nebengeschäft der Waffenindustrie " dar . Diese
Technologien werden dann eingesetzt , um Regimegegner zu überwachen und
abzuschrecken . Die Kampagne verfolgte zwei Strategien . Die erste sollte zu
Gesetzen führen , die es für alle Unternehmen , die digitale Schaltsysteme für
Telefone , Mobil- und Satellitentelefone sowie Kommunikationstechnologien
entwickeln , obligatorisch machen , Überwachungsschnittstellen einzubauen .
Überdies hätten die USA direkt oder über Organisationen wie die OECD , die G-8
oder den Europäischen Rat für einen größeren Einsatz der elektronischen
Überwachung geworben . Im Zuge der Verabschiedung des Communications Assistance
for Law Enforcement Act ( CALEA ) , der Telefongesellschaften und Herstellern
von Telefongeräten den Einbau von Lauschmöglichkeiten vorschreibt , habe auch
die Zusammenarbeit mit den Justiz- und Innenministern der EU begonnen , um
internationale Standards für die Überwachung zu schaffen . Die neuen Standards ,
die Eingang in ein Abkommen fanden , wurden schließlich in einem Dokument
präzisiert , das den Namen Enfopol 98 trägt und von Telepolis 1998
veröffentlicht wurde . Aufgrund der daraufhin entstandenen Proteste habe man die
umstrittensten Maßnahmen aus dem Dokument wieder entfernt und in geheimen
Ausführungsvorschriften versteckt ( dazu s. a. das Special Enfopol in Telepolis
) . Ein ähnliches System will auch der russische Geheimdienst auf der Grundlage
des SORM-Gesetzes bei allen Internetprovidern auf deren Kosten anbringen , um in
Echtzeit und direkt den Internetverkehr überwachen zu können . In Russland hat
übrigens das FBI ebenso wie in Ungarn ein Büro eröffnet , und man habe die
Russen auch beraten , solch ein System einzuführen . Auch in Holland und in
Großbritannien wurden 1998 bzw. 2000 neue Gesetze geschaffen , die das Abhören
erleichtern . Bei dem Versuch , die Überwachungsmöglichkeiten weltweit zu
vergrößern , habe die US-Regierung auch das Thema der Bekämpfung der
Cyberkriminalität , des Infowar oder des Schutzes der Infrastruktur eingesetzt ,
was mittlerweile dazu geführt habe , nach Wegen zu suchen , um die Möglichkeiten
der Anonymität im Netz einzuschränken : Die USA waren hinter der Bühne aktiv ,
um diese Vorhaben auszuarbeiten und durchzusetzen . Auf der Veranstaltung in
Venedig wird es neben der Diskussion des Konzepts des " Sicheren Hafens " und
den Risiken , die der Schutz von digitalen Werken im Internet für die "
intellektuelle Freiheit und die persönliche Autonomie " mit sich bringen kann ,
vor allem um die Notwendigkeit gehen , ob man der Globalisierung der Überwachung
nicht durch ein internationales Abkommen zum Datenschutz begegnen müsse . Mehr
in Telepolis : Vom Menschenrecht , in Ruhe gelassen zu werden . SPD-Leitantrag
zur Informationsgesellschaft Derzeit setzt die SPD ganz auf Innovationen . Mit
der SPD soll es an der " Schwelle zum 21. Jahrhundert " einen " Aufbruch nach
vorne " und " Innovationen in Wirtschaft , Staat und Gesellschaft " geben .
Forschung und Entwicklung , Ausbau des Dienstleistungssektors , Flexibilisierung
der Arbeitsorganisation , Modernisierung des Staates als Dienstleister und "
ökologische Modernisierung " sowie Bildung und Medienkompetenz - die "
Schlüsselressource für die Ökonomie des 21. Jahrhunderts " - haben Priorität .
Selbst die Bio- und Gentechnologie soll " verantwortlich " entwickelt werden .
Deutschland falle im globalen Markt der Medien und Telekommunikation immer
weiter zurück . Um die Innovation hierzulande zu steigern und neue Arbeitsplätze
zu schaffen , will man ganz neoliberal die " Modernisierungshemmnisse "
beseitigen und die " Marktkräfte " freisetzen . Staatliche Regulierung soll
weitestgehend reduziert werden und nur dann einsetzen , wenn die Selbstkontrolle
versagt . Wirkungsvoller Verbraucher- , Persönlichkeits- , Jugend- und
Datenschutz soll geschaffen und Urheber- sowie Leistungsschutz gesichert werden
. Die Autoren betonen , daß Arbeit in der Informationsgesellschaft überwiegend
selbständige Arbeit sei . " Wir wollen dazu beitragen , ein gesellschaftliches
Bewußtsein zu erzeugen , das in der beruflichen Selbständigkeit zuerst die
Chance und nicht das Risiko erblickt . " Gefördert soll vor allem die Vermehrung
von Telearbeitsplätzen werden , wobei für die "
Auftraggeber-/Auftragnehmerbeziehungen " arbeits- und tarifrechtliche Probleme
sowie Vorkehrungen zur sozialen Absicherung geschaffen werden müßten . Man will
sich also vom Bild des festen Arbeitsplatzes und des Arbeitnehmers trennen .
Natürlich stehen auch hier neben Bildung Forschung und Entwicklung im
Mittelpunkt , die wieder stärker vom Staat gefördert werden sollen . Siehe auch
den Kommentar in Telepolis . Weltsprache für das Internet Das United Nations
University Institute of Advanced Studies stellte eine neue Sprache , die
Universal Networking Language ( UNL ) , für die Kommunikation im Internet vor .
Dabei soll es sich um einen " Quantensprung " in der computerbasierten
Übersetzung handeln . Die neue Sprache erlaube den Menschen , miteinander in
verschiedenen Sprachen über das Internet zu kommunizieren . Um die kulturelle
Vielheit zu erhalten , sei es auch notwendig , die Vielheit der Sprachen zu
bewahren . Es handele sich nicht um eine weitere Maschinensprache , sondern man
beziehe Analysen durch einen " interaktiven Mensch-Maschine-Mechanismus " ein .
Liegt ein Text einmal in UNL vor , kann er in alle Sprachen , für die es
Umwandlungsprogramme ( Deconverter ) gibt , übersetzt werden . Zwei Jahre habe
man an dem Projekt in einer internationalen Kooperation gearbeitet . 17 Gruppen
und Firmen in 17 Ländern haben daran mitgewirkt . Bislang können neben den
offiziellen Sprachen der UN ( Arabisch , Chinesisch , Französisch , Englisch ,
Russisch und Spanisch ) Deutsch , Hindi , Italienisch , Indonesisch , Japanisch
, Lettisch , Mongolisch , Portugiesisch , Suaheli und Thai in UNL konvertiert
werden . UNL soll für jeden im Web zugänglich gemacht werden . Mehr in Telepolis
: Eine Universalsprache für das Internet . AOL kauft Netscape ! Damit würde ,
nach eigenen Worten , der weltweit größte Internet Provider zu einer " neuen
Superpower der High-Tech-Industrie " . Das Übereinkommen bezieht Sun
Microsystems mit ein , die die kommerzielle Server-Software von Netscape
vertreiben werden . AOL hingegen wird Java einsetzen , um Angebote für ein "
next-generation Internet " zu entwickeln . Mit dem Erwerb von Netscape und vor
allem von Netcenter wird AOL vermutlich zum weltweit größten Portal und zum
ernsthaften Konkurrenten der beiden anderen großen Portale : Yahoo! und MSN .
Steve Case , Vorsitzender von AOL , sagte allerdings , daß man weiterhin mit
Microsoft zusammenarbeiten wolle und neben dem Netscape Browser auch nach Ablauf
des Vertrags mit Microsoft den IE anbieten werde . Mit dem Deal geht die
Selbständigkeit von Netscape zu Ende . James Barksdale wird dem Direktorium von
AOL beitreten und möglicherweise auch den Mitbegründer Marc Andreessen anstellen
. Für solche Einzelheiten aber sei es noch zu früh . In der Pressemitteilung von
Netscape wird herausgestrichen , daß der Name praktisch ein Synonym für das Web
gewesen sei : Lösungen anzubieten , die es für Firmen und Kunden einfach machen
, ganz an der Netzökonomie zu partizipieren . Widerstand gegen die Verschmelzung
von AOL und Netscape hat bereits das Consumer Project on Technology von Ralph
Nader angemeldet . Schon jetzt sei die Marktkonzentration bei den Browsern mit
Microsoft und Netscape zu weit fortgeschritten . Er zeige , daß der Markt viel
besser für die Kunden sorge als der Staat , der High-Tech zu regulieren suche .
Gates spendet schon wieder Die Stiftung soll eng mit der " Global Alliance for
Vaccines and Immunization " zusammenarbeiten , der neben Hilfsorganisationen und
Unternehmen auch die UNICEF und die WHO angehören . Die neue Stiftung will nicht
nur armen Kindern notwendige Impfungen ermöglichen , sondern auch die Forschung
zur Entwicklung von Impfstoffen gegen AIDS , Malaria und anderen Krankheiten
fördern . Telekom/Voicestream : Nationale Sicherheit der USA gefährdet Der Kauf
der US-Mobilfunkfirma VoiceStream durch die Telekom wird derzeit vor der
amerikanischen Regulierungsbehörde Federal Communications Commission ( FCC )
verhandelt . Die Transaktion soll bis spätestens Mitte 2001 über die Bühne gehen
. Problem ist nicht nur der seit Beginn der Verhandlungen gefallene Stand der
T-Aktien ( siehe Telekom-Aktienkurs könnte Voicestream-Übernahme gefährden ) .
Das FBI und das amerikanische Justizministerium haben auch eine gemeinsame
Petition bei der FCC eingereicht , weil der Kauf die nationale Sicherheit in
Frage stellen könne . Das Problem rührt daher , dass die Telekom noch teilweise
im Besitz des deutschen Staates ist , der im September 2000 58 Prozent der
Anteile hielt . Nach der Übernahme von VoiceStream und Powertel würde der Bund
noch im Besitz von 44 Prozent der Anteile des Gesamtunternehmens sein . Der
Konzern sei dann ein wichtiges Mobilfunkunternehmen in den USA . Dazu gehört das
Abhören inländischer Telefonanrufe - aber auch das Entdecken und Verhindern von
Versuchen anderer Staaten , Telefongespräche in den USA zu belauschen . Auch die
Fähigkeiten der Strafverfolgungsbehörden zu verhindern , dass solche Aktionen zu
illegalen Zielen unternommen werden , seien gefährdet . Die Deutsche Telekom ,
VoiceStream und Powertel befänden sich bereits in Gesprächen , um ein
entsprechendes Abkommen abzuschließen , das die Sicherheitsinteressen der USA
garantiert . Das Gesuch , der Telekom die Mobilfunklizenzen erst nach dem
Zustandekommen eines solchen Abkommens zu geben , wurde neben dem FBI und dem
Justizministerium auch von den drei betroffenen Unternehmen unterzeichnet . Mehr
in Telepolis : Europaeische Kommission : Copyright für die
Informationsgesellschaft Auch die Europäische Kommission hat jetzt einen
Vorschlag zur gemeinsamen Regelung des Copyright und der damit zusammenhängenden
Rechte in der Informationsgesellschaft vorgelegt , der vom Europäischen
Parlament und den 15 Mitgliedsländern aber noch gebilligt werden muß . Dabei
geht es vor allem um die Umsetzung der im Dezember 1996 getroffenen
Vereinbarungen der WIPO und um die Anpassung der bestehenden Gesetze an die
neuen Produkte und Dienste des digitalen Zeitalters . Die Sicherung des "
geistigen Eigentums " soll die oft widerstreitenden Interessen der Rechteinhaber
, des europaweiten Handels , der Benutzer , Investoren und Provider
ausbalancieren . Ausdrücklich wird hervorgehoben , daß bestimmte
Reproduktionsakte , die rein technisch bedingt sind und keine ökonomische
Bedeutung haben , z. B. Cache-Kopien bei der Übermittlung von Daten im Internet
oder bestimmte Formen des " Browsing " , nicht unter das Copyright fallen . Die
EU-Staaten werden aufgefordert , den Vertrieb von Techniken zu verhindern ,
deren primärer Zweck es ist , Schutzmaßnahmen wie Verschlüsselung oder
Zugangscodes zu unterlaufen . Den Ländern werden überdies Ausnahmeregelungen
überlassen , z. B. für die Nutzung von Belegmaterial in Lehre , Wissenschaft und
Berichterstattung , für eine nicht-kommerzielle Verwendung zugunsten Behinderter
oder etwa bei juristischen Verfahren . Für viele Unternehmen sind diese
Regelungen allerdings zu wenig streng . Die Haftbarkeit von Online-Providern für
Copyright-Verletzungen sowie etwaige Beschränkungen des Online-Kopierens für
private Zwecke sollen noch keiner gemeinsamen EU-Regelung unterliegen . Siehe
auch den Bericht über das eben veröffentlichte Grünbuch zur Konvergenz der
Branchen Telekommunikation , Medien und Informationstechnologie und ihre
ordnungspolitischen Auswirkungen von Stefan Krempl in Telepolis . Anti-Trust
Verfahren : Microsoft schlägt zurück Microsoft lehnt im andauernden Rechtsstreit
mit dem Justizministerium nicht nur die Benennung des Rechtsexperten Lawrence
Lessig von der Harvard University seitens des Gerichtes ab , sondern sieht auch
die kürzliche erfolgte Demonstration von Richter Jackson als nicht rechtmäßig an
, der öffentlich gezeigt haben will , daß sich der Internet Explorer ohne
Probleme aus Windows95 entfernen läßt ( siehe die Newstickermeldung vom 20.12.97
) . Was Richter Jackson ohne Beisein von Microsoft vorgeführt habe , zeige nur ,
daß sich Richter nicht mit derartigen Beweisversuchen beschäftigen sollten , die
überdies juristisch nicht einwandfrei seien . Der Großteil von IE 3.02 bliebe
erhalten , wenn man ihn mit Remove entferne . Man könne auch weiterhin Zugang
zum Internet haben , würde aber damit einige Funktionen des Betriebssystems in
ihrer Leistung herabsetzen . Siehe auch den Kommentar in Telepolis : Eine
unendliche Geschichte : Microsoft und die Gerichte . DeCSS-Prozesse werden
international Slashdot hat eine Mail von Johansen veröffentlicht , in der er
schreibt , dass seine Wohnung von Angehörigen der für Wirtschaftskriminalität
zuständigen Polizei durchsucht und er stundenlang verhört wurde . Seine Computer
und sein Handy wurden beschlagnahmt . Auch sein Vater sei angeklagt worden ,
weil diesem die Website www.mmadb.no gehört , auf der Jon Johansen DeCSS ins
Netz gestellt hatte . Er will nach einem Gespräch mit seinem Rechtsanwalt
weitere Informationen mitteilen . Mehr in Telepolis : Norwegische Polizei geht
gegen Jon Johansen vor . Where did they go today ? Überwachungssoftware wird
offenbar immer beliebter . Sie dient nicht nur dazu , Kinder vor dem Zugang zu
unerwünschten Sites zu bewahren , sondern auch die Aktivität der Angestellten zu
registrieren . Dabei geht es nicht nur um die Inhalte , sondern auch um die
Reduzierung von kleinen Unterbrechungen , um das " Mikromanagement " . In den
Zeiten des wachsenden Electronic Commerce und der Telearbeit ist besonders die
Kontrolle über die Nutzung von Internet und Email interessant , da die
Arbeitgeber zunehmend befürchten , daß damit Zeit verschwendet oder Privates
erledigt wird . War man inaktiv , so springt ein Fenster auf und fragt , was man
getan hat . Demnächst wird die Beta-Version eines noch mehr Einzelheiten
überprüfenden Programms mit dem Namen " Investigator " von derselben Firma auf
den Markt kommen . Boykottaufruf wegen Pentium III-Prozessoren Der Boykott wird
vom Electronic Privacy Information Center und Junkbuster organisiert . Als
Bestandteil der Kampagne soll das übliche Logo " Intel Inside " mit einem " Big
Brother Inside " parodiert werden . Mit der Identifizierungsnummer ginge die
Zeit zu Ende , in der es möglich war , im Internet anonym zu bleiben . Die
Privatsphäre der Menschen würde durch die Seriennummer erheblich gefährdet .
Überdies sei die von Intel angebotene Möglichkeit , die Übermittlung der
Seriennummer zu blockieren , unzureichend , weil man dieses Feature bei jedem
Neustart des Computers erneut ausschalten müsse . Die Ankündigung von Intel
kommt überdies just zu der Zeit , in der die Verhandlungen der US-Regierung mit
der EU über den Schutz der persönlichen Daten beginnen . Die strenge
EU-Richtlinie zum Schutz persönlicher Daten sieht vor , daß keine persönlichen
Daten in Länder gelangen dürfen , in denen ein entsprechender Datenschutz nicht
vorliegt . Aufgrund der Richtlinie droht jetzt ein Datenambargo . Die
US-Regierung zieht den Ansatz der Selbstregulierung der Wirtschaft vor , und
David Aaron , der Verhandlungsbeauftrage der US-Regierung , warnte bereits davor
, daß ein Datenembargo die Wirtschaft auf beiden Seiten des Atlantiks sehr
negativ beeinflussen könnte . Mehr in Telepolis : ID-Nummern für
Intel-Prozessoren und Die Frist der EU-Richtlinie zum Schutz persönlicher Daten
läuft aus . Erster Deutscher Internetpreis verliehen Ein Hauch von Hollywood
lagerte heute Mittag über den gnadenlos überfüllten Messehallen in Hannover :
Bundeswirtschaftsminister Werner Müller überreichte erstmals den Deutschen
Internetpreis im Rahmen der CeBIT . Für den guten Zweck hatte Müller lange im
leeren Staatssäckel gewühlt , um das seiner Meinung nach " hervorragende "
Preisgeld locker zu machen . Aber schließlich geht es um Zukunftsmärkte , die
jetzt verteilt würden und daher , ohne weitere Zeit zu verlieren , besetzt
werden müssten . Und da brauchen wir eben " herausragende Beispiele , die
breitenwirksam Nachahmungseffekte und Investitionen auslösen " , findet der
Minister . Müller mahnte verstärkt zur Eile , um den Zug ins
Informationszeitalter nicht zu verpassen . Dazu habe man das Aktionsprogramm in
höchstem Tempo aufgelegt und damit als eine Art Highlight den Internetpreis für
fünf Jahre finanziell gesichert . Völlig klar sei der Bundesregierung nämlich
inzwischen , dass die herkömmlichen Wirtschaftsstrukturen durch die
Herausbildung der Internet-Wirtschaft unter Druck geraten . " Die Schnellen
fressen die Langsamen " , kommentierte Müller die Übernahme Time Warners durch
AOL . Wer die Entwicklung verschlafe , falle erbarmungslos zurück . Die DCI
Database for Commerce and Industry AG aus Starnberg will Einkäufer und Verkäufer
auf dem virtuellen Marktplatz WebTradeCenter zusammenführen . Interessenten
können dort gemäß dem Prinzip des " Reverse Market " Kaufgesuche aufgeben , um
die sich Verkäufer balgen sollen . Warum die DCI den Preis erhielt , die
letztlich ein Modell übernahm , das unter anderem in Deutschland auch dem Atrada
Trading Network oder Mondus.com als Business-Idee diente , wird voraussichtlich
das Geheimnis der Jury bleiben . Das dritte geehrte Startup hört auf den Namen
Oelfeld MediaDesign , verkauft Tickets übers Internet und hat dafür unter den
Namen " TicketInside " eine patentangemeldete Client-Server-Technologie
entwickelt , bei der die Karten via Internet aus dem Drucker kommen . Mehr in
Telepolis : Premiere im CeBIT-Rausch . Hacker durchstöberten Pentagon-Computer
Zwei Wochen lang haben noch nicht identifizierte Hacker die Computer des
US-Militärs im ganzen Land durchstöbert . John Hamre , der stellvertretende
Verteidigungsminister , gab am Mittwoch bekannt , so CNN , daß dies bislang der
am besten organisierte und systematischste Angriff gewesen sei , auch wenn er
alle Anzeichen eines Spiels gezeigt habe . In Computer mit geheimen Materialien
sei allerdings nicht eingedrungen worden und mit der Irakkrise habe dies auch
nichts zu tun gehabt . Über nähere Einzelheiten sprach Hamre nicht . Bereits im
Oktober gab die NSA bekannt , daß die Versuche , in Systeme des
Verteidigungsministeriums einzudringen , dramatisch zugenommen hätten . Der
Vorfall sei ein Warnsignal , daß erheblich mehr Anstrengungen zur Absicherung
der Systeme und zur schnelleren Identifizierung der Hacker unternommen werden
müßten . Der Anschlag paßt mithin zur Strategie , die Gefahr des
Cyberterrorismus herauszustellen und entsprechende Maßnahmen gegen diese
Bedrohung durchzusetzen . Dazu siehe auch die Glosse Arbeitsbeschaffungsmaßnahme
für die Sicherheitsbehörden sowie den Bericht Die Cybergrenzen in Gefahr in
Telepolis . Virginia will Spam als Verbrechen ahnden Der amerikanische
Bundesstaat Virginia , in dem AOL den Hauptsitz hat , wird erstmals durch ein
Gesetz das Versenden von unerwünschten Werbemails oder Spam als Verbrechen
ahnden . Aufgrund der bislang bestehenden Gesetze in Virginia führte AOL bereits
40 Prozesse , konnte aber damit nur eine Entschädigung für die entstandenen
Verluste durch das Aussenden der Mails erlangen . " Mutwilliges " Spamming
jedoch , das mehr als 2500 US-Dollar Verlust für den Geschädigten mit sich
bringt oder ein Computersystem zusammenbrechen läßt , kann als Verbrechen
bestraft werden . Provider und auch Spamempfänger haben dann die Möglichkeit ,
vom Absender für jede Mail 10 Dollar oder 25000 Dollar am Tag zu verlangen .
Illegal wird auch der Besitz von Software sein , die es ermöglicht , eine
falsche Online-Identität anzunehmen . Was aber unter Spam leidenden Providern
wie AOL gefallen mag , erregt den Unwillen der American Civil Liberties Union (
ACLU ) . Für Kent Willis von der ACLU erstreckt sich das Recht auf freie
Meinungsäußerung auch auf den kommerziellen Sektor und damit auf Spam . ACLU
will das Gesetz anfechten . Mehr in Telepolis : Spam von der Verfassung
geschützt ? . Russische AKWs besonders vom Jahr-2000-Problem gefährdet In einem
Bericht für das Government Readiness Subcommittee des Senats gab CIA-Direktor
John A.Gordon gestern einen Überblick über den Stand der Dinge bei der
Bewältigung des Jahr-2000-Problems in den USA und im Ausland . Gordon räumte ein
, daß der CIA noch viel zu wenig Information über die Folgen des
Jahr-2000-Problems in anderen Ländern gewonnen habe . Viele Staaten hätten sich
dem Problem noch gar nicht zugewandt und wären wegen der enormen Kosten auch gar
nicht in der Lage , es wirklich in der kurzen Zeit noch zu lösen . Daher könne
man in diesen Staaten nur auf die wahrscheinlichen Problemfelder aufmerksam
machen , aber keine Voraussagen anbieten . Überdies würden nur wenige Länder
überhaupt an Notfallpläne denken . Die meisten Länder hätten sich auch noch
nicht des Problems der eingebetteten Chips angenommen . Am geringsten
vorbereitet sei man in Osteuropa , Rußland , Lateinamerika , Afrika , im
Mittleren Osten und in einigen asiatischen Ländern , wozu auch China gehört .
Besonders eingehend behandelte Gordon die Situation in Rußland . Er gehe zwar
nicht davon aus , daß durch Computerprobleme unbeabsichtigt der Abschuß von
Raketen oder Atombomben ausgelöst werden könne , aber es könnten vor allem bei
den Sensoren und Steuerungen sowie bei den Frühwarnsystemen Y2K-Probleme
auftreten . Schlimmer sei die Situation bei den russischen Atomreaktoren in
Zentral- und Osteuropa . Hier könnten interne Komponenten oder Sensoren
betroffen sein , die etwa automatisch die Zufuhr von Kühlwasser regeln . Zu den
besonders gefährdeten Reaktoren gehöre auch das noch in Betrieb befindliche
Kraftwerk in Tschernobyl . Mehr in Telepolis : Der amerikanische Geheimdienst
CIA lobt sich und sieht sonst weltweit viele Mängel . Die Verbrechen der Zukunft
Für die britische Regierung hat das Foresight Crime Prevention Panel einen
Bericht über die Zukunft der Kriminalität verfasst . Was da als " Just around
the corner " aufgeführt wird , mag allerdings in manchen Fällen doch noch einige
Zeit dauern . Kriminalität wird für die Futurologen in Zukunft mehr und mehr mit
Hightech geschehen . So soll beispielsweise Diebstahl immer weniger die immer
besser elektronisch geschützten physischen Gegenstände einschließlich des Geldes
betreffen , da die Entwendung der persönlichen Identität des Besitzers in Form
von PIN-Nummern , Kennworten oder auch biometrischen Identifikationen wichtiger
wird , um Geräte überhaupt nach dem Diebstahl verwenden zu können oder an Geld
heranzukommen . Das anonyme Bargeld wird zugunsten des virtuellen Geldes etwa in
Form von intelligenten Kreditkarten sowieso allmählich verschwinden .
Möglicherweise sei der Kriminelle der Zukunft nicht mehr ein Jugendlicher oder
junger Menschen , sondern ein Mensch über 55 Jahren , da in der Hightech-Welt
körperliche Stärke keine Rolle mehr spiele : Und weil materieller Besitz immer
schwieriger zu stehlen sein wird , könnten sich die benachteiligten Menschen ,
die nicht über genügend Wissen in Informationstechnologien verfügen , noch
stärker der Gewalt und der Zerstörung zuwenden . Zwar könne man durch die
Gentechnologie und die Anlage von Gendatenbanken die Identität von Kriminellen
besser feststellen , aber auch hier wird es zur Gegenaufrüstung kommen , indem
sich die Täter dagegen schützen . Sie könnten etwa Arsen oder Sprengstoff
gebrauchen , um DNA-Spuren am Ort des Verbrechens zu verwischen . Über eine
Geruchserkennung ließen sich Kriminelle sogar aus großen Menschenmengen
herausfischen . Mit neuen Techniken könnten Kriminelle aber beispielsweise im
Drogenhandel auch anders vorgehen . Nanotechnologie etwa eröffnet für die
Futurologen die Möglichkeit , kleinste Mengen an Ort und Stelle zu erzeugen .
Möglicherweise jedoch sind Drogen in Zukunft gar nicht mehr notwendig , weil
sich ähnliche Rauscheffekte durch " elektronische Bilder " herstellen ließen .
Der britische Wissenschaftsminister Lord Sainsbury ist der Meinung , dass die
heutige Forschung und Entwicklung aber auch zu den Produkten führen wird , mit
denen man in Zukunft die Verbrechen verhindern könne : " Wir müssen jede Chance
ergreifen , um Wissenschaft und Technik zur Reduzierung der Kriminalität und zur
Verbesserung unserer Lebensqualität einzusetzen . " Auch der britische
Innenminister setzt auf die Technik : " Indem wir uns vorzustellen versuchen ,
wie Kriminalität in Zukunft aussehen wird , sind wir bereits einen Schritt
weitergekommen , sie zu verhindern . " Open Source für Behörden Jean-Yves Le
Déaut , Christian Paul und Pierre Cohen , drei Parlamentsmitglieder der
regierenden Sozialisten in Frankreich , schlagen ein neues Gesetz für " größere
Freiheiten und Konsumentenschutz und verbesserten wirtschaftlichen Wettbewerb in
der Informationsgesellschaft " vor . Laut ihrem Vorschlag sollen alle
öffentlichen Verwaltungsorgane und Institutionen Software benutzen , die offene
Standards unterstützt und deren Quellcode frei zugänglich ist . Das Gesetz würde
es auch jedem ermöglichen , kompatible Software zu entwickeln , zu
veröffentlichen und zu benutzen , auch wenn davon ein Patent oder eine
Handelsmarke betroffen ist . Die vergleichsweise jungen Abgeordneten ( alle 40 )
, die bei den Wahlen 1997 ins Parlament kamen , argumentieren damit , dieses
Gesetz würde zeigen , dass der Staat auch in einer Marktwirtschaft eine wichtige
Rolle spielen und dabei das öffentliche Interesse schützen kann . Bei der
Kommunikation zwischen der Verwaltung und der Öffentlichkeit , aber auch
zwischen öffentlichen Organisationen sollen nur solche Programme zur Anwendung
kommen , die nicht einem einzelnem Anbieter gehören , sondern öffentliche
Encodierungsverfahren und Protokolle benutzen , die auf offenen Standards
beruhen , wie sie zum Beispiel von der W3C-Society und der Internet Engineering
Task Force formuliert werden . Mehr in Telepolis : Offene Standards für
öffentliche Verwaltungen . Offener Brief an Helmut Kohl Offener Brief an
Bundeskanzler Helmut Kohl Kritik an der strafrechtlichen Verfolgung von
CompuServe wegen Verbreitung von PornographieGlobal Internet Liberty Campaign
Unterzeichnet wurde der Brief von folgenden Organisationen : Cyber-Rights &
Cyber-Liberties ( UK ) US-Staaten wollen Auslieferung von Windows 98 verhindern
Trotz der Panne , die Bill Gates während der Vorführung auf dem Comdex erlitt ,
soll Windows 98 am 25. Juni ausgeliefert werden . Wie New Scientist berichtet ,
bietet die Integration von Betriebssystem und Internet Browser bei Microsoft 98
neue Möglichkeiten , auch erstmals über Email Applets direkt auf die Festplatte
zu installieren . Wenn man gleichzeitig die "Outlook"-Software von Microsoft
benutzt , wäre es so möglich , Viren über Email in die Betriebssysteme der
Windows 98 Benutzer zu schleusen . Das Problem scheint nach New Scientist in der
Datei SCRRUN.DLL zu liegen , mit der Java-Applets auf Webseiten oder in Emails
vom Betriebssystem aktiviert werden . Man könne es zwar entfernen , aber lege
damit den active desktop von Windows 98 lahm , mit dem man direkt Webseiten
aufrufen kann . Siehe auch in Telepolis : Microsoft kauft Firefly Bakterien als
logische Elemente Logische Gatter sind die Schaltungen , die binäre Inputsignale
zu einem Outputsignal verarbeiten . Anstatt der elektrischen Impulse werden
dafür chemische Substanzen verwendet . Sie schalten die von den Wissenschaftlern
geschaffenen Transkriptionsgene an , die zur Expression des Gens führen , das
dem logischen Gatter als Input dient . Beim UND-Gatter müssen beispielsweise die
beiden chemisch aktivierbaren Promotoren an sein , wodurch ein Gen veranlasst
wird , ein Protein zu erzeugen , das wiederum die Voraussetzung dafür ist , dass
das Enzym hergestellt wird . Die Wissenschaftler wollen weitere Gatter
entwickeln , um irgendwann lebendige Chips bauen zu können , die kompliziertere
Aufgaben , beispielsweise Messungen oder Proteinanalysen , durchführen können .
Simpson meint , dass dies durchaus möglich ist , weil dadurch nur das
ausgebeutet wird , was Zellen sowieso gut können : " Informationen auf
molekularer Ebene zu verarbeiten . " Man könne in einer einzelnen Zelle auch
mehrere logische Gatter einbauen , die nacheinander geschaltet werden . Mehr in
Telepolis : Lebendige Schaltkreise . EU-Ausschuss : Lauschmöglichkeiten von
Echelon wurden übertrieben Der nichtständige Untersuchungsausschuss des
Europäischen Parlaments , der über das unter dem Namen Echelon bekannte globale
Abhörsystem ermittelte , hat für Mittwoch nächster Woche eine Pressekonferenz
angekündigt , um seinen Bericht vorzustellen . Eine unvollständige Vorabversion
des Berichts vom 4. Mai wurde gestern bereits veröffentlicht . Der Ausschuss
stützte sich im wesentlichen auf öffentliche Quellen und hatte keine Handhabe ,
Geheimdienstmitarbeiter von an Echelon beteiligten Staaten zu Aussagen zu
zwingen . Laut dem Bericht gilt es inzwischen als bewiesen , dass die USA ,
Großbritannien , Kanada , Australien und Neuseeland die internationale
Telekommunikation per Satellit , Kabel und möglicherweise Mikrowellen abhören .
Das System wurde zeitweise unter dem Codenamen Echelon geführt , was aber heute
nicht mehr der Fall sei . Allein aufgrund der riesigen Datenmengen sei es
unmöglich , jedes Signal aufzufangen . Die Auswertung konzentriere sich deshalb
auf militärische , internationale politische sowie allgemein wirtschaftliche
Informationen . Verwendet würden die Erkenntnisse unter anderem auch zur
Terrorismusbekämpfung , Kontrolle des Waffenhandels und Geldwäsche , nicht
jedoch zur Wirtschaftsspionage . Der Ausschuss empfiehlt die Verstärkung der
parlamentarischen Kontrolle der Geheimdienste und die Einrichtung eines
gemeinsamen europäischen Geheimdienstes . Bürger und Unternehmen sollten zum
Schutz ihrer Kommunikation mehr auf Verschlüsselungstechniken setzen . (
Christiane Schulzki-Haddouti ) Mehr in Telepolis : Kein Gegenmittel gegen
Echelon und ein ausführliches Gespräch mit Gerhard Schmid , dem Berichterstatter
des Ausschusses über das Abhörsystem Echelon : Das globale Abhör-Puzzle .
England experimentiert mit neuen Schulformen In Großbritannien werden neue
Formen der Schulausbildung als " Experimentierfeld für das Schulsystem des
nächsten Jahrhunderts " erprobt . Shell , McDonald's , IBM , Rolls Royce ,
Kellog's , Anerican Express , British Telecom oder Financial Times sind die
neuen Partner der 25 ausgewählten Bezirke mit insgesamt 500 Schulen . Die
Lehrergewerkschaft sperrt sich nicht gegen das Experiment , aber sie warnt davor
, daß man die Ausbildung nicht zu sehr von der Industrie abhängig machen sollte
. Natürlich werden die Schulen der action zones auch technisch aufgerüstet . Es
werden Netzwerke , Videokonferenzsysteme und Cybercafes eingerichtet . Die
Schüler einiger Schulen sollen Laptops für das Lernen Zuhause erhalten . Einige
Zonen wollen computerbasiertes Lernen und interaktive Hausarbeiten einführen .
Sogar Smartcards sind vorgesehen , um den Fortschritt der Schüler verfolgen zu
können . Auf jeden Fall soll sich viel verändern : als Kampfansage an den Status
quo und die Abwehr des Neuen werden denn auch die action zones vom
Bildungsministerium verstanden . Siehe auch in Telepolis den Bericht :
Virtualisierung ist Kommerzialisierung der Bildung - Amerikanische Professoren
kritisieren die Virtualisierung der Universitäten . Scientology-Sekte verliert
Geheimhaltungsprozeß In Schweden muß Scientology nun die Veröffentlichung seiner
geheimen Schriften hinnehmen . Das höchste schwedische Verwaltungsgericht stellt
das schwedische Öffentlichkeitsprinzip über das internationale Urheberrecht .
Die schwedische Regierung muß nach dem spektakulären Gerichtsurteil nun die
geheimen Schriften der Scientology-Bewegung als öffentliche Akte freigeben .
Nach massivem Druck der Scientologen und der US-Regierung hatte das Stockholmer
Kabinett vor einem halben Jahr die " heiligen Bücher " des Scientology-Gründers
L. Ron Hubbard zur Geheimsache erklärt . Die US-Regierung mahnte die Verletzung
der Scientology-Urheberrechte an und drohte , Stockholm vor der
Welthandelsorganisation zu verklagen . Die schwedische Regierung gab dem Druck
nach und zog die umstrittenen Texte aus dem Verkehr . Die Richter kamen jetzt zu
dem Schluß , daß die " Scientologen-Bibel " nichts enthalte , was dem Verhältnis
zu den USA schaden könne . Daher habe das Öffentlichkeitsprinzip zu gelten . Nun
wollen die Scientologen Schweden vor dem Europäischen Gerichtshof verklagen .
Auch im Internet gab es seit Jahren Konflikte . Vor allem vom Server des
niederländischen Providers XS4ALL aus werden erbitterte Auseinandersetzungen um
die geheimen Schriften der " Church of Scientology " geführt . Siehe den
ausführlicheren Bericht von Christiane Schulzki-Haddouti in Telepolis : Gericht
setzt Informationsfreiheit über Copyright . Studiengang für Computerspiele Beide
Studiengänge dauern vier Jahre , wobei vorgesehen ist , daß den Studenten ein
einjähriges Praktikum bei einem Unternehmen der Branche angeboten wird . Der
Kursleiter Matthew Holton von der School of Computing and Mathematics der
Universität ist überzeugt von der Qualität der angebotenen Ausbildung : Mehr in
Telepolis : Hochschulabschluß für Computerspiele . AOL und Microsoft im
Katz-und-Maus-Spiel Nachdem Microsoft am Donnerstag auf der Grundlage von
Hotmail mit dem MSN Messenger und Yahoo mit dem Yahoo! Messenger gestartet sind
, die nicht nur ähnliches bieten wie AOLs Instant Messenger System ( AIM ) ,
sondern auch ermöglichen , mit den Benutzern der AOL Software zu chatten und zu
sehen , welche ausgewählten AIM-Benutzer gerade online sind , hatte AOL bereits
am Donnerstag zurückgeschlagen . MSN- und Yahoo-Benutzer wurden blockiert , mit
AIM-Benutzern zu kommunizieren . Schnell reagierte darauf Microsoft am Freitag
und unterlief mit einem Update die Blockade , worauf AOL wieder mit neuen
Mitteln eine Echtzeit-Kommunikation über die Unternehmensgrenzen hinweg zu
verhindern suchte . Um das eigene Programm mit AIM kompatibel zu machen , setzte
Microsoft die Methode des reverse engineering ein . Für AOL ist dies eine
Verletzung des Copyright und des Markenschutzes . Problematischer ist bei dieser
Erzwingung eines universellen Standards freilich , daß die Programme von
Microsoft und Yahoo verlangen , daß Benutzer ihr AOL-Kennwort angeben , damit
die attraktive " buddy list " , also die Anzeige , wer von den angegebenen
Freunden gerade online ist , auch über die Grenzen hinweg funktioniert : " Damit
untergraben sie alle Bemühungen , die AOL dafür aufgewendet hat , um eine
Umgebung herzustellen , der die Menschen vertrauen können " , sagte eine
AOL-Sprecherin : " Der nicht autorisierte Zugang zum Namensraum von AOL gleicht
einem Hacken . " An der Entwicklung eines universellen Standards für Instant
Messages Programmes , an der die Internet Engineering Task Force arbeitet , hat
sich AOL jedoch nicht beteiligt , weil man ganz offensichtlich die Vorteile der
Kommunikationsinsel wahren wollte und dafür die Universalität der Kommunikation
preisgab . Mehr in Telepolis : Hacken oder Durchsetzung eines universellen
Standards ? RoboCup 99 live im Internet Beim RoboCup , der durch japanische
Initiative entstanden ist , finden sich die führenden Wissenschaftlerteams aus
KI und Robotik ein , um ihre neuesten Entwicklungen im Spiel zu testen . Bis
dahin ist der Weg allerdings noch weit . Für den Robocup im Jahr 2000 in
Melbourne hat Honda schon angekündigt , zwei seiner 130 Kilo schweren humanoiden
Roboter gegeneinander antreten zu lassen . Zwei Jahre später sollen sie schon in
Mannschaften kooperieren können . In diesem Jahr wird es immerhin bereits
erstmals einen offiziellen Wettbewerb von vierbeinigen Robotern geben . Sony
schickt für den RoboCup 99 den Roboter Aibo ins Feld . Vier Wissenschaftlerteams
suchen mit jeweils drei Aibos den Sieg zu erreichen . In der nicht mit Sensoren
und der Mechanik beschwerten Simulationsliga spielen noch immer die meisten
Teams . Letztes Jahr in Paris unterlagen die KI-Wissenschaftler von der
Humboldt-Universität erst im Finale der simulierten Mannschaft von der Carnegie
Mellon University , die auch den ersten Platz in der Liga der kleinen Roboter
gewonnen hat . Favoriten hingegen könnten in der Liga der mittelgroßen Roboter
wieder der Vorjahressieger CS Freiburg oder der Vizeweltmeister von der
Universität Tübingen sein . Neu ist dieses Mal der " RoboCup Jr. " , bei dem
Kinder die Möglichkeit erhalten , an den Weltmeisterschaften mit selbstgebauten
Robotern von Legos Mindstorm teilzunehmen . Die Wettkämpfe kann man auch live im
Internet verfolgen : Spiegel Online verspricht tägliche Berichte und überträgt
die Endrunden live im Internet . Mehr in Telepolis : Rollende Mülltonnen üben
brasilianische Ballartistik . Chip im Arm Kevin Warwick , Professor am Institut
für Kybernetik der University of Reading hat sich heute in einem Experiment für
eine Woche einen Chip in seinen Oberarm implantieren lassen , um auf die
möglichen Gefahren dieser Technologie hinzuweisen . Aber die Chips können
natürlich auch eine ganze Menge persönlicher Informationen enthalten , die von
anderen oder von entsprechenden Geräten gelesen werden können . Chips werden
nach Warwick bald eine Menge von Informationen speichern können und ihre
Benutzung wird sich ausbreiten . Mehr in Telepolis : Wissenschaftler will auf
die Gefahren der Informationstechnologie hinweisen . Websurfer nutzen das Web
nur sehr eingeschränkt Nach einer im Auftrag der Los Angeles Times
durchgeführten Analyse nutzen viele Websurfer immer wieder die selben Sites -
Tendenz steigend . 35 Prozent der Onlinezeit im Juni wurde in den USA auf den
Top 50-Seiten verbracht . Im letzten Jahr konnten diese hingegen nur 27 Prozent
der Zeit für sich verbuchen . Allein 19,2 Prozent der Zeit entfallen auf die Top
10 des Web , 1998 waren es noch 16 Prozent . Die großen Nutznießer dieser
Entwicklung sind noch immer die um Suchmaschinen gebauten Portale wie Yahoo ,
Excite , AOL oder MSN . ( Gerald Jörns ) Mehr in Telepolis : Das Web wird zum
Massenmedium . Neue Studie : Online-Werbung ist erfolgreich Die bislang größte
und am breitesten angelegte Untersuchung über den Erfolg von Bannerwerbung , die
vom Internet Advertising Bureau in Auftrag gegeben wurde , ist zum Ergebnis
gekommen , daß Online-Werbung entgegen der vorherrschenden Meinung äußerst
effektiv sein kann . Ein Click-Through würde zum Gesamterfolg hingegen nur 4
Prozent beitragen . Die Untersuchung geht davon aus , daß Online-Werbung
überdies eher wahrgenommen werde als Werbung im Fernsehen . Filter blockieren
mehr , als sie sollen Während eine Kommission des US-Kongresses gerade Filter
mehr oder weniger abgelehnt hat und eine neue Studie wieder einmal die
Fehlerhaftigkeit von Filtern erweist , drängt Bertelsmann auf die Einführung von
Filtern an deutschen Schulen . In dem zusammen mit Experten entwickelten
Leitfaden für einen verantwortungsvollen Einsatz des Internet an Schulen
schreibt die Bertelsmann Stiftung : Eine vom US-Kongress eingesetzte Kommission
beurteilte Filter für öffentliche Schulen und Bibliotheken hingegen als nicht
effektiv . Auch die Gründung einer eigenen Top Level Domain für Pornografie
wurde abgelehnt , weil dadurch nicht automatisch gesichert sei , dass die
Anbieter von Pornografie sie auch tatsächlich nutzen würden . Unterstützt wird
die Kritik der Kommission nun durch eine weitere Untersuchung , die am Dienstag
in den USA von Peacefire und EPIC veröffentlicht worden ist . Jamie McCarthy von
Peacefire , einer Organisation , die regelmäßig Filter auf ihre Fehler überprüft
, hatte sich vor allem mit dem an US-Schulen am weitesten verbreiteten
Filterprogramm Bess von N2H2 beschäftigt und es an Seiten getestet , auf denen
es um politische Informationen geht , also um Angebote , die
verfassungsrechtlich als besonders schützenswert gelten . Eingestellt wurde die
Auswahl auf " Typical School Filtering " . " People Are The Boss " . Dabei
handle es sich , so McCarthy ironisch , um die Homepage einer politischen Gruppe
, die eine demokratische Kontrolle der Regierung fordert : " Wir wissen nicht ,
ob diese Webseite von Malaysia blockiert wird , aber wir wissen , dass sie für
amerikanische Schulen blockiert ist . " Allen Goldblatt , der Sprecher von N2H2
, entgegnete auf die Kritik , dass die blockierten Seiten kostenlos von
Providern erhältliche Homepages seien - und da würden Schulen gerne darum bitten
, diese auch in die Liste zum Blockieren aufzunehmen : " Viele Menschen glauben
, beim Filtern gehe es nur um Pornographie , aber es geht um viel mehr als das .
" Ken Collins , verantwortlich für die zu blockierenden Inhalte , sieht das ein
wenig anders , aber auch nicht als Problem des Filters . Die Schulen , so sagt
er , könnten selbst entscheiden , welche Kategorien sie blockieren wollen . Zu
den 42 Kategorien von N2H2 gehören etwa die erwähnten kostenlosen Homepages ,
Mord/Selbstmord oder Unterwäsche . Eine allgemeine Kritik also am Filter , die
von einem typischen Gebrauch ausgehe , gäbe es daher nicht . Mehr in Telepolis :
Die seltsamen Blockaden der Internetfilter . Die c't-Redaktion testet derzeit
die für den deutschen Markt angebotenen Internet-Filterprogramme . Kasparov hat
über die " Welt " gesiegt Aber der Sieg in der Internetpartie " Kasparov vs. The
World " ist umstritten Schachweltmeister Kasparov hat letzte Woche in einer seit
19. Juni auf Microsofts Gaming Zone organisierten Partie gegen die " Welt "
gewonnen . Nach einer Spielzeit von 124 Tagen zeigte Kasparov am Donnerstag beim
62. Zug , dass er mit weiteren 25 Zügen gewinnen werde . Die " Welt " hat
daraufhin mit über 50 Prozent Zustimmung der Mitspieler aufgegeben . Kasparov :
" Ich danke der Welt für ein großes Spiel . " Kasparov und Microsoft
bezeichneten die Partie als großangelegtes Experiment im Internet und feierten
es jetzt als eines der größten Schachturniere in der Geschichte . Kasparov hatte
seinerseits einen Tag Zeit für seinen Zug . Kurz zuvor jedoch kam es zu
Diskussionen beim Zug 58 . 53 von 57 Vorschlägen von Irina Krush sind von der
Internetmannschaft akzeptiert worden . Microsoft hatte behauptet , der Vorschlag
für den 59. Zug von Krush sei zu spät eingetroffen . Sie hatte angeblich die
Email 20 Minuten nach der Deadline abgeschickt , beim Server wäre sie aber über
10 Stunden später eingetroffen . Krush hingegen behauptet , sie habe die Email
mit den Informationen wegen eines Serverabsturzes zu spät erhalten und sei
bereits zu Bett gegangen . Überdies hat in Zusammenhang damit die Möglichkeit
für Kritik gesorgt , viele Stimmabgaben von einem Rechner aus machen zu können ,
was Microsoft angeblich die Rechtfertigung bot , einen Protestzug der
Internetgemeinde zu annullieren . Mehr in Telepolis : Umstrittener Sieg .
AOL/Netscape - und Mozilla ? Erst Ende März dieses Jahres hatte Netscape als
Reaktion gegenüber dem Internet Explorer von Microsoft , der einen immer
größeren Marktanteil gewonnen hatte , den Quellcode des Netscape Navigators
veröffentlicht . Vorbild natürlich Linus Torvalds und Linux - und angeregt wurde
man durch den Open-Source-Protagonisten Eric Raymond . Netscape hatte dann eine
Gruppe eingerichtet , die als eine Art Zentrale für den Kontakt , die
Koordination und die Kommunikation derjenigen sorgen sollte , die den Quellcode
benutzen oder verbessern wollen . Die Gruppe und das Projekt nannte sich
mozilla.org - nach dem ursprünglichen Namen des Browsers , der später als
Netscape Navigator und schließlich Communicator bekannt wurde . Jetzt ist
natürlich die Frage , was mit Mozilla und mozilla.org geschieht . Wird AOL das
Projekt weiterführen ? Was passiert , wenn sie alles ungeschehen machen , was
wir gemacht haben , und aus Mozilla wieder ein böses und proprietäres Programm
machen ? Auf einer Pressekonferenz am Dienstag sagte AOL-CEO Steve Case , daß
man weiterhin den Browser von Netscape entwickeln und verbreiten werde . Der
Leiter des Netcenter Mike Homer hingegen , so Wired meinte , daß die Firma das
Projekt weiter unterstützen werde . Doch möglicherweise hat Netscape unter der
neuen Führung darüber nicht mehr zu bestimmen . Mehr in Telepolis : Wird Mozilla
überleben ? . Bilder und Geräusche vom Mars Im Juli 1997 setzte Pathfinder
Maßstäbe für das Internet . Die NASA hofft , mit dem Mars Polar Lander , Deep
Space 2 und dem Marsmikrofon einen erneuten Rekord im Internet setzen zu können
. " Das Internet ist in den letzten zwei Jahren unglaublich gewachsen " , sagt
Kirk Goodall vom Jet Propulsion Laboratory . Um die Menschen anzuziehen , sollen
mehr Informationen und Bilder auf der Website als bei Pathfinder veröffentlicht
werden , die weltweit auf 20 Servern gespiegelt wird . So werden SW-Bilder
sofort auf der Website veröffentlicht , sobald sie erzeugt wurden , so dass die
Web-Öffentlichkeit sie ebenso schnell sehen kann wie die Wissenschaftler der
NASA . Als weitere Attraktion kann man den zehnsekündigen Aufnahmen des Mars
Mikrofons lauschen oder die Sequenz aus 10 Bildern anschauen , die der Mars
Descent Imager während der Landung macht , nachdem der Fallschirm aufgeklappt
ist . Die Pressekonferenzen beim JPL und in der University of California werden
mit streaming video übertragen . Mehr in Telepolis : Die Menschen sollen sich an
der Mission beteiligt fühlen und Das Marsmikrofon . Auch die Schweiz hat ein
Echelon-System Nachdem der amerikanische Kongress auf das sagenumwobene globale
Lauschsystem Echelon aufmerksam wurde und die NSA im Rahmen der
Budgetgenehmigung aufforderte , einen Bericht vorzulegen , ob damit und auf
welcher rechtlichen Grundlage auch US-Bürger abgehört werden , könnten nun auch
in der Schweiz die Geheimnisse eines eidgenössischen Lauschsystems vielleicht
ein wenig gelüftet werden , das ebenso wie Echelon die weltweite Kommunikation
über Satelliten belauschen soll . Die Budgetgelder seien dann ab 1997 unter
unverfänglichen Stichworten wie " Immobilien Generalstab " in den Haushalt
eingegeben worden . Das schweizerische Lauschsystem läuft unter der Bezeichnung
" Satos " ( Satellite Observation ) sowie " Comsat " . Dabei geht es um zwei
Satellitenabhöreinrichtungen in Leuk auf dem Walliser Hochplateu mit
Parabolspiegeln im Durchmesser von 18 Metern und sieben kleineren
Lauschvorrichtungen in Heimenschwend im Emmental . Jetzt wollen acht Abgeordnete
der Sozialistischen Partei mit einem Minderheitsantrag der Finanzkommission des
Nationalrats an das Plenum der Großen Kammer durch eine Budgetsperre das
Verteidigungsministerium dazu bringen , zumindest nähere Informationen über die
" Elektronische Aufklärung von Satellitenverbindungen ( Satellite
Observation/Satos ) " zu geben . Mehr in Telepolis : Abhören ausländischer
Kommunikationssatelliten . Lascher Umgang mit Datenschutz Nach einer
Untersuchung von Jupiter Communications sieht es offenbar in Europa mit dem
Datenschutz auf kommerziellen Websites nicht viel besser als in den USA aus .
Normalerweise würden persönliche Daten in Form von Email-Adressen oder
persönlichen demographischen Daten erhoben und gesammelt . Jupiter Communication
warnt , dass dieser lasche Umgang dem ECommerce schaden könne : " Verbraucher
haben normalerweise nichts dagegen , persönliche Daten weiterzugeben , wenn sie
erkennen , dass es dafür einen zusätzlichen Nutzen gibt , aber die Furcht , dass
die Informationen missbraucht werden könnten , hält sie davon ab , online
Transaktionen vorzunehmen . " Mehr in Telepolis : Datenschutz auf europäisch .
OECD für die Einführung von Mehrwertsteuer beim E-Commerce Nach Informationen
der Japan Times ist es höchstwahrscheinlich , dass die Mitgliedsstaaten der OECD
Mehrwertsteuer bei Softwarehändlern erheben werden , wenn sie Musik , Filme oder
andere erbrachte elektronische Dienstleistungen über das Internet einführen .
Angeblich soll während eines Treffens im Juni 2001 die Regelung über die
Erhebung von Mehrwertsteuern beschlossen und dann im Jahr 2002 oder 2003
eingeführt werden . Die Schwierigkeiten , die transnationalen Transaktionen beim
Verkauf von Software übers Internet überhaupt feststellen und besteuern zu
können , will man so in den Griff bekommen , dass sich ausländische Händler bei
den Steuerbehörden registrieren lassen müssen , so dass die Erhebung dann
möglich wird . In Zukunft sollen die kreditgebenden Institute , über die die
bargeldlosen Transaktionen ablaufen , die Steuern gleich auf die Preise für die
digitalen Produkte draufschlagen , so die Japan Times , damit die Steuern an die
Regierungen der Käuferländer ausgezahlt werden können . Mehr in Telepolis : Auch
in der EU geht es nur noch darum , welches Modell zum Zuge kommen wird .
eToys.com zieht die Klage gegen Etoy.com zurück Stolz verkündet Etoy in einer
Presseerklärung : " Totaler Sieg für das Etoy-Unternehmen und die
Internetgemeinschaft ( die bewiesen hat , dass das Netz noch nicht in der Hand
der ECommerce-Giganten ist ) . " Am Dienstag wurde bekannt , dass der
Online-Spielehändler seine Klage gegen Etoy fallen lässt und der Künstlergruppe
40000 Dollar als Entschädigung für Rechtsanwälte und andere Ausgaben zahlt .
Dafür wird die Künstlergruppe ihre Gegenklage zurückziehen . Unterstützt wurde
Etoy in ihrer Kampagne von vielen Menschen auf der ganzen Welt . Auch Digerati
wie John Perry Barlow oder Douglas Rushkoff sahen in dem Konflikt einen
Wendepunkt in der Geschichte des Internet und solidarisierten sich mit der
Gruppe , die wiederum mit Email-Kampagnen , einem virtuellen Sit-in oder einem "
Internetspiel " in die Auseinandersetzung mit dem ECommerce-Unternehmen einstieg
. Etoy hatte schon lange vor eToys.com den Domainnamen registriert , und es gab
keinerlei Versuche , den Namen an das Unternehmen zu verkaufen . Neben
Cybersquatting warf eToys der Künstlergruppe vor , auf ihrer Website so zu tun ,
als sei man ein Unternehmen , das Wertpapiere ausgibt , und anstößige Inhalte zu
veröffentlichen , die zufällig auf die Website kommende Kunden des
Spielzeughändlers verstören könnten . Etoy wird jetzt die Domain wieder erhalten
und muss nicht einmal die in der Klage beanstandeten anstößigen Inhalte von der
Website entfernen . Der Kampf mit einem der größten Online-Händler habe viel
Spaß gemacht und man habe viel dabei gelernt , sagt Etoy . Für Reinhold Grether
, der maßgeblich die Kampagnen gegen eToys ausarbeitete , ist der Sieg der
Künstlergruppe das Brent Spar für den ECommerce : Mehr in Telepolis : " Totaler
Sieg für die Internetgemeinschaft " . Erste offizielle Bestätigung für Echelon
aus den USA Jeffrey Richelson von den National Security Archives , ein
Forschungsinstitut an der George Washington University und trotz des ähnlichen
Namens nicht mit der NSA verbunden , hat das Dokument unter vielen weiteren über
die Geheimdienste gefunden , die er aufgrund des Freedom of Information Act
angefordert und erhalten hat . Auf der Website hat er die Dokumente
veröffentlicht , die für ihn eine offizielle Bestätigung des Echelonsystems
darstellen . Allerdings vermutet er , es habe möglicherweise nicht die Ausmaße ,
die von etwa Bürgerrechtsgruppen unterstellt wurden . Er glaubt auch nicht ,
dass amerikanische Bürger belauscht worden seien , was natürlich nicht heißt ,
dass die Vermutungen , Echelon habe weltweit die Satellitenkommunikation
abgehört und auch der amerikanischen Wirtschaftsspionage gedient , nicht
zutreffen müssen . Mehr in Telepolis : Erste offizielle Bestätigung des
Echelonsystems sowie Dänische Journalisten über Beteiligung Dänemarks und
anderer NATO-Staaten am Echelonsystem . AL Gore : Mehr Geld für die IT-Forschung
Die Initiative mit dem Namen " Informationstechnologie für das 21. Jahrhundert "
sei durch ein Beratungsgremium angestoßen worden , das kritisiert hatte , die
Regierung investiere zu wenig in die langfristig angelegte Forschung . Gores
Wünsche an die Forschung sind unter anderem : Computer sollen gebaut werden ,
die sprechen , hören und die menschliche Sprache verstehen und eine Sprache in
die andere übersetzen können . Simulationen , die auf Supercomputern laufen , zu
denen alle Wissenschaftler der USA Zugang haben , sollen neue wissenschaftliche
und technische Entdeckungen ermöglichen . Eine Infrastruktur für Netzwerke soll
geschaffen werden , mit denen sich " Hunderte von Milliarden " Computer und
andere Geräte vernetzen lassen . Mehr in Telepolis : Füllhorn für die
Informationstechnologie . Crackerangriff auf das virtuelle Osttimor Der Internet
Provider Connect Ireland ist vermutlich wegen des von ihm sowie den
Nobelpreisgewinnern Ramos Horta und Bischof Belo initiierten East Timor Project
von einem gut organisierten Angriff von Crackern so sehr beeinträchtigt worden ,
daß man aus Sicherheitsgründen alles vom Netz genommen - und damit auch den
Zugang für weitere 3000 Kunden gesperrt hat . Seit 12 Monaten gab es für
Osttimor , das 1975 von indonesischen Truppen erobert wurde und in dem seit
dieser Zeit der Widerstand nicht erstickt werden konnte , die Domain .tp als
Name für ein virtuelles Land . Gleichzeitig seien 18 Angriffe von verschiedenen
Ländern wie Australien , Japan , Holland und den USA durchgeführt worden . Man
habe bereits eine formelle Protestnote bei der indonesischen Botschaft in London
eingereicht . Mehr in Telepolis : Angriff der indonesischen Regierung ? Erster
bionischer Chip entwickelt Eine vielversprechende Entwicklung ist
Wissenschaftlern von der University of California in Berkeley gelungen . Sie
konnten eine menschliche Zelle mit einem elektronischen Schaltkreis verbinden
und so einen " bionischen Chip " bauen , der sich durch einen Computer steuern
lässt . Der neue Chip basiert auf der Erkenntnis , dass eine biologische Zelle
wie eine elektronischen Diode funktioniert , bei der ab einer bestimmten
Stromstärke elektrische Energie durchfließen kann . Boris Rubensky , der den
Chip zusammen mit Yong Huang entwickelt hat , erklärt , dass auch eine
biologische Zelle nur ab einer bestimmten Spannung Strom leitet : " Wenn die
richtige Stromstärke erreicht wird , öffnen sich die Poren in der Zellmembran
und der Strom fließt durch die Zelle . " Wichtig ist das , weil durch die
Öffnung der Zellmembran die Zelle Molekülverbindungen von außen bei Bedarf
importieren kann , aber andere am Eintritt in die Zelle hindert . Der Zellchip
kann die Zellmembran in Millisekunden gezielt öffnen und schließen . Mit den
Zellchip könne man jetzt DNA , Proteine oder pharmazeutische Wirkstoffe gezielt
in eine Zelle eintreten lassen , ohne andere Zellen in der Umgebung in
Mitleidenschaft zu ziehen . Das ist auch für die Gentherapie und Genforschung
von großer Bedeutung , weil man mit dem Zellchip einfacher fremde Stoffe wie
neue Gene in die Zellen einbringen kann . Der Zellchip ist durchsichtig und hat
einen Durchmesser von 0,2 Millimetern . Die weitaus kleinere Zelle , die etwa 20
Mikrometer groß ist , kann mit bloßem Auge nicht mehr erkannt werden und
befindet sich in einem Loch mit Nährlösung in der Mitte des Chips . Mit der
Erfindung hofft man , nicht nur eine sicheres Verfahren für das Testen neuer
medizinischer Wirkstoffe gefunden zu haben , sondern auch genetische Krankheiten
behandeln zu können . Voraussetzung dafür ist allerdings , dass man solche
Zellchips in großen Massen herstellen und in den Körper gezielt und dauerhaft
implantieren kann . Möglicherweise wäre das auch eine Alternative zur
umstrittenen Verwendung von gentechnisch veränderten Stammzellen ( Europäisches
Patentamt gewährt versehentlich ein Patent , das auch gentechnische
Veränderungen am Menschen umfasst ) . Mehr in Telepolis : Bionischer Chip . USA
: Mangel an Computerspezialisten Die amerikanische Computerindustrie stellt
einen erheblichen Mangel an Computerspezialisten fest und fordert die
amerikanische Regierung dringend auf , die Zahl der auf sechs Jahre beschränkten
Visas für ausländische Techniker und Wissenschaftler zu erhöhen oder diese
Beschränkung ganz aufzuheben . Bislang können Firmen bis zu 65000 Spezialisten
mit den sogenannten H-1B Visas in die USA holen . " Unsere Industrie ist mit
einem Mangel an Arbeitskräften von historischen Ausmaßen konfrontiert . " Dieser
Bedarf , der in den nächsten Jahren noch größer werde , könne durch einheimische
Kräfte oder Umschulungen nicht erfüllt werden . Überdies sei an amerikanischen
Universitäten die Zahl jener stark gesunken , die einen Hochschulabschluß in
Computerwissenschaft besitzen , und 69 Prozent der befragten Unternehmen gaben
an , daß nur " wenige " der Hochschulabgänger die erforderlichen Kenntnisse
hätten . Clinton und Al Gore , die auf die Unterstützung der Computerindustrie
hoffen , geraten dadurch in einen Konflikt . High-Tech-Firmen suchen , so
Kritiker , mit ihren Untergangsprophezeiungen für die amerikanischen
Computerindustrie nur nach Möglichkeiten , an billigere Arbeitskräfte
heranzukommen und die Löhne zu drücken . Ältere amerikanische
Computerspezialisten ab 40 Jahren hätten keine Chance mehr , einen Arbeitsplatz
zu erhalten . Das amerikanische Arbeitsministerium jedenfalls sieht die primäre
Aufgabe nicht in einer Erhöhung der Visa-Quote , sondern in einer besseren
Ausbildung und in Umschulungsmaßnahmen für einheimische Kräfte . Die Klage der
Unternehmer wurde just zu der Zeit geäußert , als die Ergebnisse einer
internationalen Untersuchung über die Schulausbildung ( TIMSS ) veröffentlicht
wurden . Die mathematischen und wissenschaftlichen Kenntnisse amerikanischer
High School Schüler liegen , zusammen mit denen von Ungarn , Rußland , Italien ,
Litauen , Zypern und Südafrika , weit unterhalb des internationalen
Durchschnitts . Die Schüler der BRD bewegen sich im Mittelfeld , während die aus
den Niederlanden , Schweden , Dänemark und der Schweiz überdurchschnittlich gut
sind . Siehe auch die Glosse in Telepolis Die Menschen werden immer
intelligenter . EU-Überwachungssystem ENFOPOL vor der Entscheidung Noch immer
sind die Dokumente über das geplante EU-weite Abhörsystem , die von Telepolis
veröffentlicht wurden und bereits international Beunruhigung ausgelöst haben , "
Verschlußsache " , also kein Gegenstand öffentlicher Diskussion . Die
europäischen Innen- und Justizminister hatten im Dezembertreffen unter dem
Tagesordnungspunkt " Konvention zur gegenseitigen Rechtsbeihilfe " über das
weitere Schicksal des Entwurfs positiv entschieden . Das nächste Arbeitstreffen
der Minister findet am 12. März in Brüssel statt . Bis dahin muß noch eine
knifflige juristische Hürde überwunden werden . Denn noch besteht keine Einigung
darüber , über welche der Rechte der Staat mit der Iridium-Bodenstation , also
Italien , verfügen darf . Die Maximalforderung besteht darin , daß andere Länder
via Remote-Control ohne richterlichen Beschluß italienischer Behörden auf den
Telekommunikationsverkehr zugreifen können . Damit könnten noch im laufenden
Jahr die nötigen juristischen Anpassungen auf nationaler Ebene erfolgen . Je
nach Land könnte dies in einer Verordnung geschehen , die von den Behörden
erlassen wird , oder per Gesetz , das vom Parlament erlassen wird . Unterschied
: Die Debatte in den Parlamenten ist öffentlich , die Diskussionen in den
Ministerien sind es nicht . Mehr in Telepolis von Christiane Schulzki-Haddouti :
ENFOPOL bis Mai im Trockenen . Wissenschaftler fordern freien Zugriff auf
Veröffentlichungen Das konkrete Vorbild stammt aus der Genforschung , denn
verlangt wird eine Art " GenBank " der veröffentlichten Forschungsliteratur .
Die Vision wird auf die erste umfassende Bibliothek zurückgeführt , die
Bibliothek in Alexandrien . Die Wissenschaftler haben in der neuesten Ausgabe
der Zeitschrift Science einen Artikel publiziert , in dem sie ihren Standpunkt
vortragen . Dazu haben die Herausgeber der Zeitschrift eine Antwort
veröffentlicht . Die Diskussion muss schnell geführt werden , denn die
Unterzeichner drohen damit , ab September 2001 nicht mehr als Autoren ,
Herausgeber oder Gutachter für Artikel aufzutreten , für die nicht sechs Monate
nach Erscheinen unbeschränkte und kostenlose Distributionsrechte gewährt werden
. Die Herausgeber von Science kritisieren natürlich den Boykottaufruf , der für
eine sachliche Diskussion nicht gut sei , geben allerdings an , das Ziel der
Wissenschaftler zu " bewundern " , und räumen ein , dass " die evolutionären
Kräfte uns auf das Ziel zutreiben könnten " . Die Forderung hat auch schon
Früchte getragen : Science kündigt an , gegen Ende des Jahres die zwölf Monate
alten Artikel kostenlos auf die Webseite stellen zu wollen . Für die
Wissenschaftler steht im Vordergrund , dass erst durch eine zentrale Datenbank
ein umfassender Überblick über die Forschungsliteratur , eine effektive Suche
und eine enge Verknüpfung der Artikel möglich werde . Sie betrachten ihren
Vorschlag als einen Kompromiss zwischen den Interessen der Verleger , der
Wissenschaftler und der Öffentlichkeit . Mehr in Telepolis : Eine globale
digitale Bibliothek für alle wissenschaftlichen Publikationen . Tierischer
Sabotageanschlag auf Websites Seit Sonntag nacht 23 Uhr waren die Webseiten des
Internet-Hosters Speedlink und seiner Kunden offline , ebenso wie viele andere
Berliner Websites , beispielsweise die von Akademie.de . Der Verdacht , dass
wieder ein Sabotageakt wie vor einigen Wochen zur Faschingszeit die Ursache war
, bestätigte sich zwar , doch kam der Anschlag diesmal aus dem Untergrund , wie
Telepolis von Akademie.de heute erfuhr : Eine Ratte hatte ein zur Telecom-Firma
Berlikomm führendes Kabel durchgenagt . Berlikomm versorgt auch Speedlink . Seit
13.15 Uhr sind nun alle Webseiten wieder im Netz . Und was lernen wir daraus ? "
Es muss nicht immer gleich ein Bagger sein ... " Abhörstandard für Europa Aus
internen Unterlagen einer internationalen Arbeitsgruppe namens " Lawful
Interception " geht hervor , dass das European Telecom Standards Institute (
ETSI ) mit Hochdruck daran arbeitet , einen Standard für die geografische Ortung
von Handys in Echtzeit festzulegen . Zu diesem Zweck wird ein Meta-Standard
namens ETSI ES 201671 laufend erweitert und entlang der technologischen
Entwicklung fortgeschrieben . Die Arbeitsgruppe , die aus Vertretern von
Behörden und Industrieunternehmen besteht , traf zuletzt am 21. und 22. Februar
auf Einladung der französischen Firma Aqsacom zusammen . Dieses Unternehmen aus
dem militärisch-elektronischen Komplex Frankreichs hat sich auf
Überwachungslösungen an Roaming Gateways und auf Geräte zur sekundenschnellen
Ortung von Handys in GSM-Netzen spezialisiert . Siemens präsentierte bei dem
Treffen einen Vorschlag , wie das geografische Koordinatensystem von UMTS in den
Standard ETSI ES 201671 zu integrieren sei . Nokia und Deutsche Telekom haben
eine Möglichkeit entwickelt , wie sich Handy-Logfiles an Polizei und andere
Behörden via FTP übermitteln lassen . Im Januar 1997 hatte die britischen
Bürgerrechtsgruppe Statewatch eine Untersuchung unter dem Titel " Das EU-FBI
Überwachungssystem " veröffentlicht , der eine Neufassung der so genannten "
International User Requirements " ( ENFOPOL 90 ) der " Police Cooperation
Working Group " ( PCWG ) zu Grunde lag . Telepolis publizierte im November 1998
mit den ENFOPOL-Papieren eine ganze Serie von Dokumenten der Ratsgruppe
Polizeiliche Zusammenarbeit ( PCWG ) im Volltext . Zunächst herrschten Zweifel
an der Echtheit der Dokumente , doch schließlich griffen die Medien im
westlichen Europa das Thema auf , ENFOPOL wurde zum Synonym für die drohende
Überwachungsunion . Der Versuch , die " Benutzeranforderungen " um das
Internet-Protokoll und GSM zu erweitern und dies auch parlamentarisch absegnen
zu lassen , scheiterte in letzter Minute am Druck der Öffentlichkeit . Daraufhin
wurden alle brisanten Punkte aus dem Entwurf eines Ratsbeschlusses eliminiert
und verschwanden in einem Annex mit technischen Erläuterungen . Am 29. Mai 2000
unterzeichneten die Justizminister der EU-Mitgliedsländer während der Ratstagung
in Brüssel ein Rechtshilfeübereinkommen , das " den Informationsaustausch und
die Vernetzung bei Ermittlungen vereinfachen " soll . Das EU-Parlament hatte im
Frühjahr zwar mehrheitlich verlangt , den Paragraphen zum grenzüberschreitenden
Abhören aus dem Übereinkommen zu streichen ( Europäisches Parlament stimmt gegen
unkontrolliertes grenzüberschreitendes Abhören ) . Doch damit wurde dem
Parlament nur sein Anhörungsrecht zugestanden , mehr nicht . Die Endfassung
entsprach der vom 15. Mai ( Fassung 32 ) , wurde dem Parlament nicht mehr
vorgelegt und auch sonst bis zuletzt geheim gehalten ( Europäisches
Rechtshilfeabkommen verabschiedet ) . ( Erich Möchel ) Die ETSI-Dossiers .
Serbien : Das Internet als Kommunikationskanal Nach der Schließung des Senders
B92 und der Ausrufung des Kriegszustands in Jugoslawien sind weitere
Restriktionen gegenüber unabhängigen Medien in der Republik Jugoslawien zu
befürchten . Das Programm von B92 wird derzeit noch über das ANEM Netzwerk
unabhängiger Lokalsender in Serbien ausgestrahlt . Auch der RealAudio LiveFeed
von der Web-Site von B92 konnte noch empfangen werden . Dieses Signal wird von
BBC WorldService aufgenommen und als Radiosignal ausgestrahlt , das in
Jugoslawien zu hören ist . In Amsterdam haben sich verschiedene Gruppen
zusammengeschlossen , um durch eine Unterstützungskampagne sicherzustellen , daß
ein unzensierter Informationsaustausch mit Jugoslawien gewährleistet bleibt .
Auf einer neu eingerichteten Web-Site sollen neueste Nachrichten verbreitet
werden . In einer Meldung von B92 wird von einer neuen Anordnung der serbischen
Regierung berichtet , wonach es allen Journalisten verboten wurde ,
Informationen zu ausländischen Medien zu senden . Das Telefon wird dabei
explizit genannt , aber noch ist unklar , ob auch das Internet von der Anordnung
betroffen ist . Ausländische Fernsehjournalisten können jetzt schon keine Bilder
mehr versenden . Ein Mönch in einem orthodoxen serbischen Kloster im Kosovo
versucht weiterhin , die internationalen Nachrichten über die Website verfügbar
zu machen . Siehe auch den Bericht in Telepolis . Politiker fordern ein Verbot
des " illegalen Hosting " Gegenüber Telepolis sagte er , das Abkommen sei ein "
weiterer Schritt in Richtung europäischer Überwachungsstaat " , die
Parlamentarische Versammlung habe mit ihrer Entscheidung " kläglich versagt " .
Kritik in der Parlamentarischen Versammlung scheint nach der Einarbeitung des
einzigen Änderungsantrags , der Kontrollen zur Verhältnismäßigkeit der
eingesetzten Mittel vorsieht , nicht mehr im Hinblick auf die Gefährdung der
Privatsphäre der Bürger aufgekommen zu sein , sondern weil das Abkommen im
Hinblick auf den Umfang der Straftaten nicht weit genug gehe . Das Abkommen
behandelt neben Cracken , illegalem Abhören und Eindringen , Stören von
Computersystemen , Stehlen , Manipulieren oder Löschen von Daten auch Vergehen
gegen das Copyright , Umgehen von Kopierschutzsystemen und Herstellen ,
Verbreiten und Verfügbarmachen von Kinderpornographie . Die Parlamentarische
Versammlung forderte , dass auch Menschenhandel und die Verbreitung
rassistischer Propaganda über das Internet als Straftaten aufgenommen werden
müssten . Hier dürfte es vor allem eine Auseinandersetzung mit den USA geben ,
deren Verfassung eine Beschränkung der Meinungsfreiheit sehr schwer macht . Der
Europäische Rat hat 43 Mitglieder , aber auch assoziierte Länder wie die USA ,
Kanada , Japan oder Südafrika haben vor , das gemeinsam entwickelte Abkommen zur
Bekämpfung der Cyberkriminalität zu unterzeichnen . Die Mitglieder des
Ausschusses würden bedauern , dass wegen der ungenügenden Zeit die Verbreitung
von Rassenhass nicht in das Abkommen als Straftat aufgenommen werden konnte ,
was " den übermäßigen Einfluss von Ländern , die sich traditionell jeder
Beschränkung der Meinungsfreiheit entgegen stellen " , zeige . Das liege dann
vor , wenn rassistische Inhalte deswegen auf einen Server im Ausland gelegt
werden , weil dort die Gesetze eine Strafverfolgung schwerer machen oder ganz
verhindern . Identifizieren könne man solche Websites , bei denen " illegales
Hosting " vorliegt , beispielsweise an der Sprache , an der Wohn- oder
Rechnungsadresse des Contentanbieters oder an der Zahl der Aufrufe aus einem
bestimmten Land . Mehr in Telepolis : Europäisches Rechtshilfeabkommen kurz vor
Verabschiedung Voraussichtlich auf seiner nächsten Sitzung am 29. und 30. Mai in
Brüssel wird der Justiz- und Innenrat das Europäische Rechtshilfeabkommen mit
dem Entwurfsstand vom 15. Mai verabschieden . Nach Information des grünen
Bundestagsabgeordneten Christian Ströbele will die Bundesregierung das Abkommen
unterzeichnen . Am 19. Mai hatte der Bundestags-Rechtsausschuss in einer
Sondersitzung auf Drängen des Bundesjustizministeriums sowie der SPD den
bestehenden Parlamentsvorbehalt aufgehoben . Der Vorbehalt bezog sich auf die
Überwachungsbestimmungen zum Telekommunikationsverkehr . Das Rechtsabkommen in
der Fassung vom 15. Mai sieht in Artikel 17 bis 22 Regelungen zur
grenzüberschreitenden Kommunikationsüberwachung vor . Demnach können laut
Artikel 18 die Mitgliedsstaaten einen anderen Staat ersuchen , in seinem eigenen
Interesse die Überwachung durchzuführen . In Artikel 20 wird die umstrittene
Überwachung per Fernzugriff geregelt . Falls bereits Überwachungsmaterial
gesammelt wurde , kann der Staat festlegen , unter welchen Bedingungen es
verwendet werden darf . Er kann die Verwendung auch ganz versagen . Die
96-Stunden-Frist kann auf höchstens acht Tage verlängert werden , " damit die
nach ihrem innerstaatlichen Recht erforderlichen Verfahren durchgeführt werden
können " . Auf Wunsch Deutschlands wurde ein Artikel zum Schutz
personenbezogener Daten eingefügt . Demnach dürfen die personenbezogenen Daten
ohne besondere Zustimmung nur für gerichtliche und administrative Verfahren
verwendet werden , die mit dem Verfahren unmittelbar zusammenhängen . Ebenso
dürfen sie dann verwendet werden , wenn es darum geht eine " unmittelbare und
ernsthafte Gefahr für die öffentliche Sicherheit " abzuwehren . ( Christiane
Schulzki-Haddouti ) Mehr in Telepolis : Ein wesentlicher Baustein für eine
künftige gemeinsame europäische Strafverfolgung . Email-Wurm sucht nach
Kinderpornographie Nach dem Linux-Wurm " Cheese " , der Linux-Servern von dem
Lion-Wurm zu befreien versucht , gibt es neuerdings einen weiteren Wurm , der
möglicherweise mit guten Absichten geschrieben und losgeschickt wurde . Der
Visual-Basic-Wurm " Noped " kommt wie die anderen VBS-Würmer als Anhang in einer
Email und durchsucht , wenn aktiviert , die Festplatte von Rechnern mit dem
Betriebssystem Windows nach Dateien mit Kinderpornographie . Für die Suche
verwendet der Wurm " VBS.Noped.A@mm " offenbar eine Liste mit Dateinamen , die
für den Virenschreiber auf Bilddateien mit Kinderpornographie hindeuten , wie
Symantec berichtet . Hat der Wurm eine solche verdächtige jpg-Datei entdeckt ,
dann benachrichtigt er eine zufällig ausgewählte Polizeidienststelle auf einer
Liste . Überdies versendet er sich wie die anderen Würmer auch an alle Adressen
, die im Outlook-Adressbuch des infizierten Computers vorhanden sind . In der
Betreffzeile steht : Der Email-Text soll lauten : Please read the attached
document as soon as you can . Die Datei im Anhang heißt : named " END ILLEGAL
child porn NOW.TXT " . Nicht notwendigerweise ist auch die Endung .vbs sichtbar
. Mehr in Telepolis : Noch ein " guter " Wurm . Rentner leitete Crackerbande Die
Polizei in Moskau hat eine Gruppe von fünf professionellen Crackern festgenommen
. Dazu gehört , wie BBC berichtete , nicht nur ein ehemaliger Polizeibeamter ,
sondern auch ein pensionierter 65jähriger Programmierer , der die Gruppe
anführte . Die Beschuldigten sollen von Internetcafés aus operiert haben .
Bislang haben sie angeblich 300 Kreditkartennummern von Internetnutzern aus dem
Westen erbeutet . Damit tätigten sie Scheineinkäufe bei einer von ihnen
inszenierten E-Commerce-Firma , die allerdings nichts anderes anzubieten hatte ,
als wertlose Informationen über Standorte von Sägewerken . Nach Angaben der
Polizei wurden von der Gruppe etwa 10000 US-Dollar gestohlen . Er musste von
seiner Rente leben , die in Russland derzeit nicht zum Leben ausreicht . Der
Polizeichef äußerte für die Abwege des Rentners Verständnis : Mehr in Telepolis
: Russischer Rentnercracker . Erster " interaktiver Hörsaal " Am 27. 5. wird an
der Universität-Gesamthochschule Paderborn der erste interaktive Hörsaal im Zuge
des Aufbaus " lernförderlicher Infrastrukturen " eingeweiht , dessen Grundlage
die DISCO ( Digitale InfraStruktur für COmputergestütztes kooperatives Lernen )
ist . Eingerichtet haben den Hörsaal mit mehr als 30 Multimedia-Arbeitsplätzen
das Heinz Nixdorf Institut und C-Lab , ein von der Universität Paderborn und
Nixdorf gemeinsam betriebenes Forschungsinstitut . Die Computer sind an das
Internet angeschlossen und miteinander über ein " pädagogisches Netzwerk "
verbunden , das Präsentationen von jedem Arbeitsplatz aus ermöglicht . Die
Studenten können mit ihren Dokumenten arbeiten und gleichzeitig oder abwechselnd
andere gemeinsam nutzen . Der Dozent kann von seinem Arbeitsplatz aus jeden
Bildschirm projizieren und weitere Dokumente über einen Scanner oder "
Visualizer " , also eine Videokamera , integrieren . Eröffnet wird der Hörsaal
mit einer Videokonferenz zwischen Düsseldorf und Paderborn am 27. 5. von 15-17
Uhr . Wer will , kann die Veranstaltung und etwa einen Vortrag über das
einschlägige Thema " Warum und Wie mit Multimedia lernen " im Internet über das
bone-Fenster NRW mitverfolgen . Enfopol-Richtlinien zur totalen
Kommunikations-Kontrolle Eine lückenlose und einfach zu bewerkstelligende
Überwachung der gesamten Telekommunikation : Das neueste Papier der
EU-Arbeitsgruppe " Polizeiliche Zusammenarbeit " macht einen großen Schritt hin
zur Realisierung dieses Wunschtraums der Strafverfolgungsbehörden . Es
beinhaltet Richtlinien für die Überwachung der öffentlichen
Telekommunikationsnetzwerke und -dienste , die unabhängig von der jeweiligen
Technik die Überwachungsmöglichkeit gewährleisten sollen . Das Papier ist
bereits als Entschließung des Europäischen Rats formuliert ( Enfopol 55 vom 20.
Juni 2001 ) . Seit Jahren werden von den europäischen Strafverfolgungsbehörden
im Rahmen von Enfopol technische Leitlinien für
Telekommunikations-Abhörmaßnahmen in Form der International User Requirements (
IUR ) propagiert . Für erneutes Aufsehen hatten kürzlich die von Statewatch
veröffentlichten neuen Papiere der Arbeitsgruppe gesorgt . Dazu gehören auch
alle damit zusammenhängenden Kommunikationsdaten - etwa die technischen
Identifikationsmöglichkeiten , aber auch Wohnort , Adresse des Arbeitsplatzes
oder Kreditkartendaten . Im Fall von Internet-Kommunikation müssen so zur
Identifizierung beispielsweise IP-Adresse , Account-Nummer , Passwort ,
PIN-Nummer und E-Mail-Adresse den Strafverfolgungsbehörden mitgeteilt werden .
Diese wollen auch dann den Zugang zur Telekommunikation , " wenn der Abgehörte
nur zeitweise ein Netzwerk oder eine Telekommunikationseinrichtung benutzt " .
Das betrifft beispielsweise die Verwendung von Telefonkarten oder den
Fernzugriff durch einen anderen Internet-Provider . In der Wunschliste haben die
Strafverfolger auch , dass sie Informationen " über den genauesten
geographischen Ort " erhalten , die ein Netzwerk von einem Mobilteilnehmer
besitzt . Das würde nicht nur geographische , sondern auch materielle und
logische Informationen betreffen , wozu auch Einwählnetze für Internet-Provider
oder Rerouting gehören . Diese Informationen hätten die Strafverfolger gerne in
einer " leicht verständlichen " Version . Mehr in Telepolis : Enfopol gedeiht .
CIA warnt vor Informationskrieg George Tenet , Direktor der CIA , hat am
Mittwoch vor einem Komittee des amerikanischen Kongresses als eine Art
Begleitung zum umstrittenen Chinabesuch von Bill Clinton auf die angeblich
aktuelle Gefahr eines Informations- oder Cyberkrieges hingewiesen . Man wisse
von einigen Staaten , deren Namen er allerdings nicht nannte , die am Aufbau von
Kapazitäten für einen Informationskrieg arbeiten . Da diese Länder erkannt haben
, daß sie in einem konventionellen Krieg den USA unterlegen seien , würden
Cyberangriffe auch gegen nicht-militärische Netzwerke wie den Elektrizitäts- und
Telekommunikationsnetzen zum Bestandteil der militärischen Doktrin . Besonders
besorgt zeigte er sich über die technologischen Entwicklungen im Iran , im Irak
und in Libyen . Tenet zitierte aber auch einen Artikel aus einer offiziellen
chinesischen Zeitung , in der angeblich zu lesen gewesen sei , daß ein Feind ,
der die USA zu zerstören beabsichtige , lediglich die Computersysteme der Banken
durch High-Tech-Mittel stören müsse . Das würde die amerikanische Wirtschaft
lahmlegen . Im Mai hatte Clinton bereits ein umfangreiches Programm zur Abwehr
eines Informationskrieges und von Cyberterroristen angekündigt , wobei es in
beiden Fällen auch immer um den Schutz der öffentlichen Infrastruktur gehe , die
durch die Vernetzung und Computerisierung immer empfindlicher und derartigen
Angriffen immer stärker ausgesetzt sei . Dazu siehe die Newstickermeldung vom
22. 05. . Weitergabe des Wissens Heute hat die von der UNESCO organisierte
Weltkonferenz der Wissenschaft in Budapest begonnen , an deren Ende eine
Resolution zur veränderten Aufgabe der Wissenschaft unterzeichnet werden soll .
Eines der vielen Themen wird sein , wie Wissen , die entscheidende Ressource und
Produktivkraft in der Wissensgesellschaft , zu einem Allgemeingut werden kann ,
um die wachsende Kluft zwischen den armen und reichen Ländern zu verringern .
Die Weitergabe des an sich über die Computernetze billig zu übermittelnden ,
aber teuer zu gewinnenden Wissens zur Schließung der " Wissenskluft " setzt
allerdings voraus , daß die Staaten aktiv für eine öffentliche Domäne des
Wissens beispielsweise über das Internet eintreten und daß die Privatisierung
des Wissens eingedämmt wird Der UN-Generalsekretär Kofi Annan hat bereits im
Vorfeld der Konferenz darauf aufmerksam gemacht , daß der Ausbau von
Wissenschaft und Technik entscheidend für die wirtschaftliche Entwicklung sei ,
die Afrika benötige , um im 21. Jahrhundert überleben zu können . Doch gerade
Wissen sei ein Aspekt unseres Lebens , der noch nicht globalisiert ist . In dem
Zeitalter , in dem der Erwerb und der Fortschritt des Wissens eine mächtigere
Waffe als jede Rakete oder Mine sei , vergrößere sich die Wissenskluft zwischen
dem Süden und dem Norden immer mehr . In Afrika befinden sich die meisten der
ärmsten Länder der Welt . Nicht einmal ein Prozent der Wissenschaftler aus der
ganzen Welt sind in Afrika , aus dem auch nur 0,8 Prozent der wissenschaftlichen
Publikationen entstehen . Was das " geistige Eigentum " anbelangt , so ist
Afrika praktisch " mittellos " . Der Anteil an Patenten ist nahezu Null . Die
UNESCO fordert die reichen Länder daher auf , die Anzahl und die Qualität der
Ausbildungskurse für Wissenschaftler aus Entwicklungsländern zu erhöhen , mehr
gemeinsame Forschungsprojekte durchzuführen und die Kooperation in der
Wissenschaft durch die Förderung von Forschungszentren in den
Entwicklungsländern zu verstärken . Dringlich sei auch , die Ausbildung der
Frauen zu verstärken , die in den Entwicklungsländern noch kaum Zugang zu den
Hochschulen besitzen , aber oft genug auch noch Analphabeten sind . Federico
Mayor , Direktor der UNESCO , hebt zwar einerseits die Möglichkeiten hervor ,
die das Internet zur Schließung der Wissenskluft bieten könnte , weist aber auch
daraufhin , daß Information nicht identisch mit Wissen sind : 
